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Rückblick-Ticker zum Coronavirus: Teil 3 | BR24

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Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundeskabinett

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Rückblick-Ticker zum Coronavirus: Teil 3

Bayern hat wegen des Coronavirus den Katastrophenfall ausgerufen und Angela Merkel spricht von einer historischen Aufgabe. Alle Entwicklungen im News-Ticker.

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Wir habe einen neuen Ticker - alle aktuellen Entwicklungen finden Sie jetzt hier.

Die Ereignisse vom 15. März bis zum 21. März finden Sie hier.

Mittwoch, 18. März

23.24 Uhr: Portugal ruft nationalen Notstand aus

Portugal hat für die nächsten zwei Wochen den nationalen Notstand ausgerufen. Staatschef Marcelo Rebelo de Sousa sagte am Mittwochabend bei einer Fernsehansprache, die ab Mitternacht geltende Maßnahme diene der "Verstärkung des Kampfes und der Prävention dieser Pandemie". Der Notstand schade nicht der Demokratie, sondern diene dem Wohl der Menschen. Möglicherweise werde der Notstand, der alle zwei Wochen erneuert werden muss, mehrere Monate dauern, sagte der Präsident.

Der Notstand, dem das Parlament am Abend zustimmte, erlaubt es der Regierung, einige Verfassungsrechte wie die Bewegungsfreiheit und das Demonstrationsrecht auszusetzen. Es ist das erste Mal seit dem Ende der Diktatur in den 1970er Jahren, dass in dem Land mit rund zehn Millionen Einwohnern der Notstand ausgerufen wird.

22.43 Uhr: "Wenn wir Unterstützung empfinden, können wir Krisen meistern"

Der Regensburger Angst-Forscher Volker Busch erklärt im BR, wie wir mit unseren Sorgen am besten durch die Corona-Krise kommen.

22.12 Uhr: Tirol stellt alle Gemeinden unter Quarantäne

Weitere drastische Maßnahme gegen das Coronavirus in Tirol: Das österreichische Bundesland isoliert sich praktisch selbst und stellt alle 279 Gemeinden unter Quarantäne. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) erklärte, die jeweilige Gemeinde dürfe nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung gehe, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen.

21.26 Uhr: USA investieren 100 Milliarden und ermöglichen kostenlose Virustests

Der US-Kongress hat ein 100 Milliarden Dollar schweres Hilfspaket verabschiedet, das unter anderem kostenlose Virustests und im Falle einer möglichen oder nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus eine Lohnfortzahlung sicherstellt. Das von den oppositionellen Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus hatte das Gesetz nach Verhandlungen mit der Trump-Regierung zuvor beschlossen. Im von Trumps Republikanern dominierten Senat gab es aber Kritik am Umfang der Hilfen, weswegen mehrere Änderungen am Text vorgenommen wurden. In den USA wurden mehr als 7.300 Infektionen und mindestens 115 Tote gemeldet. In den USA waren Coronavirus-Tests zunächst Mangelware.

21.06 Uhr: Spanien verzeichnet knapp 14.000 Infizierte

In Spanien ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen um etwa 2.000 auf 13.716 gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der Toten von 525 auf 598 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Nach Italien ist Spanien das Land in Europa, das derzeit am stärksten von der Corona-Krise in Mitleidenschaft gezogen wird.

20.48 Uhr: Israel schließt Grenzen für Ausländer

Israel hat mit sofortiger Wirkung seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Das teilte die Migrationsbehörde mit. Um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, dürfen nur nun noch Israelis und Ausländer mit ständigem Wohnsitz nach Israel einreisen. Nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums ist das Virus mittlerweile bei mehr als 400 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

Im Kampf gegen das Coronavirus hatte Israels Präsident Reuven Rivlin hat den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas am Abend zur Zusammenarbeit im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. "Die Welt hat es mit einer Krise zu tun, die nicht zwischen Menschen und ihrem Wohnort unterscheidet", sagte Rivlin laut Mitteilung des Präsidialbüros bei einem Telefongespräch mit dem Palästinenserpräsidenten. Dieser begrüßte die Initiative Rivlins laut der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa und forderte eine Koordinierung der Bemühungen.

20.01 Uhr: Zahl der Toten und Infizierten in Frankreich steigt rapide

In Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen erneut massiv gestiegen. Die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Menschen liege bei 9.134, teilte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Mittwochabend mit. Innerhalb von 24 Stunden ist das ein Anstieg um mehr als 1.400. Die Zahl der Toten ist um 89 auf 264 gestiegen. Der Zustand von 931 Patientinnen und Patienten sei ernst. Die Hälfte der Patienten auf Intensivstationen sei jünger als 60 Jahre alt, so Salomon. Unter den Todesopfern seien sieben Prozent jünger als 65.

19.50 Uhr: Mehrheit in Bayern begrüßen Einschränkungen

Eine große Mehrheit der Menschen in Bayern befürworten die einschränkenden Maßnahmen, die im Freistaat gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus vorgenommen worden sind. Dies zeigt eine Online-Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des BR-Politikmagazin Kontrovers. Die Maßnahmen und Reaktionen von Behörden und Gesundheitseinrichtungen halten demnach gut 60 Prozent für angemessen. Etwas mehr als 20 Prozent sprechen sich für weitergehende Maßnahmen aus, nur 16 Prozent halten die bereits geltenden Einschränkungen für übertrieben. Mehr dazu hier.

19.10 Uhr: Deutschland weitet Einreisebeschränkungen für EU-Bürger aus

Deutschland weitet die bereits an fünf Landesgrenzen geltenden Einreisebeschränkungen nun auch auf Flüge und den Schiffsverkehr aus. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwochabend mitteilte, dürfen auch EU-Bürger künftig nicht mehr per Flugzeug oder Schiff aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nach Deutschland reisen. Wer aus einem EU-Staat kommt, darf aber noch auf einem deutschen Flughafen landen, wenn er von dort aus weiter in sein Heimatland reist.

19.07 Uhr: Italien meldet bislang fast 3.000 Tote

Italien hat erneut einen großen Anstieg neuer Coronavirus-Fälle und noch mehr Toter verzeichnet. 4200 Neuinfektionen und 475 Todesfälle durch Sars-CoV-2 bedeuteten am Mittwoch einen traurigen Rekord seit Beginn der Epidemie in Italien. Die Zahl der Coronavirus-Fälle insgesamt stieg auf 35.713, die der Toten auf 2.978.

18.35 Uhr: Kultusministerium verschiebt Staatsexamina für Lehramtsstudenten

Bayerns Kultusministerium hat die Staatsexamina für Lehramtsstudenten verschoben. Das hat Kultusminister Michael Piazolo dem Bayerischen Rundfunk bestätigt. Wann die Prüfungen nachgeholt werden, ist noch unklar.  Piazolo sagte im Interview mit BR24, dass es sich dabei um das erste Staatsexamen handelt. Die Bibliotheken seien aktuell nicht geöffnet. Studenten hätten um eine Verschiebung gebeten. Deshalb habe sich das Ministerium zu diesem Schritt entschlossen. Mehr dazu hier.

18.30 Uhr: Merkel spricht von historischer Aufgabe

Angela Merkel hat die Corona-Krise als historische Aufgabe bezeichnet. In einer Fernsehansprache, die für den Abend aufgezeichnet wurde, sagte die Kanzlerin: "Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt." Mehr dazu hier.

18.15 Uhr: Österreich kontrolliert Grenzen zu Deutschland ab Mitternacht

Die Grenze zwischen Deutschland und Österreich wird von Mitternacht an auch von österreichischen Grenzbeamten kontrolliert. Das teilt der Landeshauptmann des Bundeslandes Vorarlberg, Markus Wallner, mit. Er betont, es handele sich um eine Regelung für ganz Österreich. Von deutscher Seite gibt es an den Übergängen bereits seit Montagmorgen Grenzkontrollen. Reisenden, die keine Berufspendler sind oder Waren liefern, wird laut Innenminister Horst Seehofer ohne triftigen Grund die Einreise verweigert.

17:47 Uhr: Söder fordert Staatsfonds gegen "Ausverkauf" von Firmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert Schutzmaßnahmen gegen einen Ausverkauf deutscher Firmen wegen der Coronavirus-Krise. "Wir brauchen ein weitreichendes Untersagungsrecht gegen den Ausverkauf Deutschlands", sagt der CSU-Chef zu "Bild". Er sorge sich, dass wegen der einbrechenden Börsenkurse selbst große Firmen zu Übernahmekandidaten ausländischer Investoren werden könnten. "Dazu brauchen wir auch einen Staatsfonds, der in wichtigen Fällen eingreifen und sich an Firmen beteiligen kann, wenn eine feindliche Übernahme droht", fordert er. In Bayern gebe es das schon.

17.45 Uhr: Virologe: "Jüngere Leute haben den Ernst der Lage teils nicht erkannt"

In einem BR-Extra zu den Auswirkungen von Corona auf Bayern und seine Wirtschaft warnt Professor Oliver Keppler vom Münchner Pettenkofer-Institut davor, das Virus zu unterschätzen. Besonders jüngere Leute seien sich ihrer Verantwortung für ältere und chronisch kranke Menschen nicht immer hinreichend bewusst. Grund zur Panik sieht der Virologe indes nicht. Auf die Frage nach der Aggressivität des Virus gibt er eine zweigeteilte Antwort: Im Hinblick auf die Übertragungsgeschwindigkeit sei das Virus durchaus gefährlich - im Schnitt stecke ein Infizierter zwei bis drei Menschen an, was die exponentielle Ausbreitung von Corona erkläre.

Ein tödlicher Ausgang der Infektion sei in Deutschland bislang jedoch selten. Nationale Unterschiede in der "Mortalität" erklärt Keppler zum Teil mit der unterschiedlich raschen und systematischen Erfassung der Infektionsfälle in den verschiedenen Ländern.

"In Deutschland haben wir relativ gute Zahlen. Die Sterblichkeit liegt bislang im Promille-Bereich". Professor Oliver Keppler, Virologe

17.28 Uhr: Saarland bittet Bundeswehr um Hilfe

Das Saarland hat in der Coronakrise die Unterstützung der Bundeswehr angefordert. Es laufen derzeit zwei Anträge auf Amtshilfe, wie eine Sprecherin des saarländischen Innenministeriums am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte die "Saarbrücker Zeitung" darüber berichtet. 

Es gehe vor allem um die Bereitstellung von medizinischem Personal und Material, sagte die Sprecherin weiter. Der Andrang an den Testzentren im Land sei groß. Zudem solle die Bundeswehr bei der Suche nach Örtlichkeiten für sogenannte Abstrich-Zentren helfen. So könnten Kasernen als Testzentren dienen. 

17.11 Uhr: Betrüger geben sich als Corona-Tester aus

In Deutschland geben sich erste Betrüger inzwischen als angebliche Corona-Tester aus. Die sächsische Polizei ermittelte nach eigenen Angaben vom Mittwoch in einem Fall, bei dem vermeintliche Mitarbeiter des Gesundheitsamts einen 58-Jährigen in der Stadt Brandis nach einem vorherigen Anruf mitten in der Nacht aufsuchten. Die Polizei im rheinland-pfälzischen Bitburg berichtete von ähnlichen Betrugsanrufen.

17.03 Uhr: 340 neue Fälle in Bayern - innerhalb eines Tages

In Bayern wurden 340 neue Corona-Fälle erfasst, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit (LGL) am Mittwoch mitgeteilt hat. Das ist der höchste bisher gemessene Anstieg innerhalb eines Tages. Die Dunkelziffer liegt möglicherweise aber höher, weil das LGL nur Fälle auflistet, die dem Amt über den elektronischen Meldeweg durch die bayerischen Gesundheitsämter mitgeteilt wurden. Das LGL wiederum meldet die bayerischen Fälle an das Robert-Koch-Institut (RKI).

Derweilt teilte das Gesundheitsministerium in München mit, dass ein siebter Infizierter verstorben ist. Es handele sich um einen über 90-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen.

16.17 Uhr: Mitterteich verhängt Ausgangssperre

Die knapp 7.000 Einwohner große Stadt Mitterteich habe sich in den letzten Tagen zum Corona-Schwerpunkt entwickelt, so Landrat Wolfgang Lippert soeben in einer Pressekonferenz in Tirschenreuth. Deshalb gelte eine Ausgangssperre bis 02. April 2020. Mehr dazu hier.

16.16 Uhr: Versorgungslage laut Söder gesichert

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Mittwochmorgen ein Warenlager in Eitting besucht. "Die Versorgungslage ist gesichert", so Söder in diesem Zusammenhang. Es gebe keinen Anlass für Hamsterkäufe. Auch die Verantwortlichen des Einzelhandels betonten, dass die Versorgung gesichert sei. "Wir haben jetzt aktuell seit letzter Woche quasi täglich Weihnachten und Ostern in der Auslieferung," erklärte Gustav König, Logistik-Leiter der Region Süd. "Wir bewältigen im Warenfluss auf jeden Fall auch die Bedürfnisse, die unsere Märkte haben." Allein gestern seien 40 Lastwagen mit Toilettenpapier im Eittinger Lager angeliefert worden, hieß es weiter.

© BR.de

Ministerpräsident Markus Söder und Landwirtschaftsministerin Kaniber haben heute das Zentrallager eines Lebensmitteleinzelhändlers in Eitting besucht.

15.56 Uhr: Lohnlücken bei Kurzarbeitergeld sollen abgefedert werden

In der Corona-Krise wollen Politik und Sozialpartner Lohnlücken beim Kurzarbeitergeld gemeinsam abfedern. Das sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Mittwoch nach einem Spitzentreffen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften am Mittwoch in Berlin. Außerdem sollten "unverhältnismäßige Lohneinbrüche" bei einem Arbeitsausfall wegen notwendiger Kinderbetreuung vermieden werden.

15.44 Uhr: RKI will mit Handydaten Mobilität der Bevölkerung messen

Anonymisierte Handydaten sollen dem Robert-Koch-Institut (RKI) helfen, den Erfolg der Maßnahmen gegen das Coronavirus zu messen. Die Daten zeigten, ob die Mobilität der Bevölkerung nachgelassen habe, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Es lasse sich feststellen, ob die geforderten Maßnahmen auch eingehalten würden. Die Deutsche Telekom stellt dem RKI dafür kostenlos Massendaten zur Verfügung.

14.56 Uhr: Ryanair streicht ab 24. März fast alle Flüge

Die irische Billigfluglinie Ryanair streicht ab dem 24. März fast alle Flüge. Ab kommendem Dienstag werde es nur noch eine sehr kleine Zahl von Verbindungen zwischen Großbritannien und Irland geben, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Ryanair begründete den Schritt mit den massiven Einschränkungen für Reisen in Europa im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

14.30 Uhr: Eurovision Song Contest wegen Coronavirus abgesagt

Wegen der Corona-Krise hat die Europäische Rundfunk Union das Song Festival abgesagt. Das ESC-Finale, das am 16. Mai in Rotterdam stattfinden sollte, müsse abgesagt werden, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Die Niederlande sind Gastgeber, weil im vergangenen Jahr der niederländische Sänger Duncan Laurence gewonnen hatte.

14.25 Uhr: Rewe-Süd will Kassierer mit Plexiglaswänden vor Coronavirus schützen

Zum Schutz vor dem Coronavirus sitzen die Kassierer in bayerischen Rewe-Filialen künftig hinter Plexiglasscheiben. Die Schutzwände seien 1,5 Meter hoch und von Donnerstag an werde landesweit mit dem Aufbau in den Geschäften begonnen, sagte Volker Hornsteiner, Vorsitzender der Geschäftsleitung Region Süd REWE Group, am Mittwoch in Eitting bei München.

Die Schutzwände haben laut Hornsteiner keine Möglichkeiten zum Durchgriff. So sollen die Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem sich rasant in Deutschland ausbreitenden Coronavirus geschützt werden. Um die Kunden untereinander zu schützen, könne er sich Abstandsmarkierungen an den Kassen, wie in anderen Ländern bereits üblich, vorstellen.

14.20 Uhr: Ansturm auf Kurzarbeitergeld in Coronakrise

Bundesweit gibt es einen Ansturm von Unternehmen auf das erweiterte Kurzarbeitergeld in der Coronakrise. Die Firmen beantragen die Leistung in großem Stil bei den örtlichen Stellen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums sagte am Mittwoch in Berlin, "dass es momentan einen enormen Anstieg an Beratungsbedarf gibt."

Die örtlichen Agenturen seien rund um die Uhr bemüht, Beratung zu leisten. Viele Unternehmen wollten Kurzarbeitergeld erstmals in Anspruch nehmen. Das erleichterte Kurzarbeitergeld fließt rückwirkend zum 1. März. Die BA übernimmt 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent. Betriebe können Kurzarbeitergeld nutzen, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind.

14.10 Uhr: Milliardenhilfe in den USA und Österreich

Die US-Regierung beantragt beim Kongress zusätzliche 45,8 Milliarden Dollar zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie. Das Geld soll nach Angaben eines Präsidialamtssprechers an Gesundheits-, Verteidigungs- und Veteranenbehörden fließen, um deren Bemühungen zu stärken. Die Summe ist unabhängig von dem eine Billion Dollar schweren Hilfspaket, das die Regierung zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen vorgeschlagen hat.

Auch die österreichische Bundesregierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 38 Milliarden Euro angekündigt, um der Wirtschaft durch die Coronakrise zu helfen. Teile des Pakets seien der Erlass von Steuerschulden, Haftungen für Kredite und Notfallhilfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch in Wien.

13.54 Uhr: Erntehelfer können trotz Corona-Krise einreisen

Erntehelfer in der Landwirtschaft sollen trotz der aktuellen Einreisebeschränkungen wegen der Corona-Krise weiter problemlos nach Deutschland kommen dürfen. "Es gibt hier spezielle Formulare, die die Betriebe den Helfern aushändigen können, damit diese problemlos einreisen können", sagte Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Mittwoch in Eitting bei München. Die Sorge vor fehlenden Erntehelfern sei bei den Bauern ein großes Thema, etwa mit Blick auf die anstehende Spargelzeit.

13.42 Uhr: Deutschland setzt Aufnahmeprogramm für Flüchtlinge aus

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat das humanitäre Aufnahmeprogramme des Bundes für Geflüchtete vorübergehend eingestellt. Das teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Nachfrage mit. Das Ministerium habe am Dienstag "angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie" das Bamf angewiesen, das Resettlement-Verfahren mit der Türkei und die Resettlement-Verfahren des Bundes für Menschen in humanitären Notlagen "bis auf Weiteres auszusetzen".

13.40 Uhr: Bundesjustizministerium prüft Hilfen für Mieter

Das Justizministerium prüft in der Corona-Krise Hilfen für Mieter. Es gehe darum, Mieter vor dem Verlust ihrer Wohnung oder Geschäftsräume zu schützen. Die Überlegungen gingen in alle Richtungen und seien in einem frühen Stadium, sagt ein Sprecher des Ministeriums.

13.30 Uhr: 80.000 EU-Bürger warten weltweit auf Rückreise

Etwa 80.000 EU-Bürger warten der EU-Kommission zufolge weltweit auf eine Rückkehr in die EU. Das ergäben Zahlen der Mitgliedsstaaten, eine genaue Schätzung sei aber schwierig, sagt ein Sprecher der Kommission.

13.19 Uhr: Ölpreis fällt auf niedrigsten Stand seit 17 Jahren

Angesichts der Corona-Krise ist der Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit 2003 gefallen. Ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im April kostete am Mittwochvormittag 25,36 Dollar. Dies entspricht einem Rückgang um 5,9 Prozent zum Handelsschluss vom Dienstag. Wegen der Pandemie ist die weltweite Nachfrage nach Rohöl stark zurückgegangen. Gleichzeitig gebe es ein "Überangebot und einen Anbieterwettstreit zwischen Saudi-Arabien und Russland", sagte Naeem Aslam von Avatrade, einer Online-Handelsplattform.

13.09 Uhr: 50 Prozent aller Schüler und Hochschüler weltweit momentan zu Hause

Nach Angaben der Unesco muss derzeit jeder zweite Schüler und Hochschüler weltweit zu Hause bleiben. Die UN-Bildungsorganisation erklärte am Mittwoch in Paris, derzeit hätten mehr als 850 Millionen junge Leute keinen Zugang zu ihren Bildungseinrichtungen. In 102 Ländern bleiben demnach Schulen und Hochschulen vorerst geschlossen. In elf weiteren gibt es Teilschließungen. Dies sei eine "beispiellose Herausforderung" für das weltweite Bildungssystem, betonte die Unesco.

13.00 Uhr: Impfstoff gegen Corona laut RKI im Frühjahr 2021 realistisch

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat Hoffnungen auf einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus gedämpft. "Ich persönlich schätze es als realistisch ein, dass es im Frühjahr 2021 sein wird", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch. Klinische Testphasen könne man nicht verkürzen: "Wir müssen ein Sicherheitsprofil haben. Impfstoffe können ja Nebenwirkungen haben."

12.57 Uhr: Bayern startet Corona-Hilfe für Senioren

Die bayerische Staatsregierung hat mit Wohlfahrts- und kommunalen Spitzenverbänden eine Corona-Hilfsinitiative für Senioren auf den Weg gebracht. Unter dem Titel "Unser soziales Bayern: Wir helfen zusammen!" suche man Helfer, die für alte Leute etwa Einkäufe erledigten oder sie anriefen, teilte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Mittwoch in München mit. Denn Senioren seien stärker durch den Coronavirus gefährdet als andere Leute. Die Senioren sollten sich bei Hilfsbedarf bei ihrer Gemeinde melden.

12.46 Uhr: Fast jeder zweite Berufstätige macht derzeit Homeoffice

Der Anteil der im Homeoffice Arbeitenden hat sich innerhalb kurzer Zeit deutlich erhöht. Bei einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom, habe knapp jeder zweite Berufstätige (49 Prozent) angegeben, mittlerweile von zu Hause aus zu arbeiten. Von ihnen durften 18 Prozent nach eigenen Angaben zuvor gar nicht im Homeoffice arbeiten, 31 Prozent konnten das schon vorher und weiteten die Arbeit von zu Hause nun aus. Allerdings gaben demnach auch rund vier von zehn Berufstätigen an, ihre Tätigkeit sei grundsätzlich nicht fürs Homeoffice geeignet.

12.05 Uhr: Bundesregierung trifft keine juristischen Vorbereitungen für Ausgangssperre

Das Bundesjustizministerium dementiert einen Medienbericht, dass die Bundesregierung an den juristischen Vorbereitungen einer Ausgangssperre in Deutschland arbeitet. "Da ist nichts dran. Wir dementieren", sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Mittwochmittag.

11.55 Uhr: Anträge für wirtschaftliche Soforthilfe in Bayern verfügbar

In Bayern können Klein-Unternehmen nun finanzielle Soforthilfen beantragen: Das entsprechende Formular ist auf der Website des bayerischen Wirtschaftsministeriums verfügbar.

11.40 Uhr: Tübinger Mediziner wollen ab nächster Woche Medikament testen

Das Tübinger Institut für Tropenmedizin will das Medikament Chloroquin im Kampf gegen Corona-Erkrankungen testen. Wie Institutsdirektor Peter Kremsner am Mittwoch mitteilte, soll in der kommenden Woche mit einer Studie an Menschen begonnen werden. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Laut Kremsner ist Chloroquin schon sehr lange als Mittel gegen Malaria auf dem Markt. Es wirke aber auch gegen viele Viren - auch gegen Sars-CoV-2, wie zumindest Versuche im Reagenzglas zeigten. In China und Italien sind Kremsner zufolge sehr viele Covid-19-Patienten mit Chloroquin behandelt worden. Unklar sei aber, ob mit Erfolg, da die Erkrankten Chloroquin teils in sehr hoher Dosierung und gemeinsam mit vielen weiteren Medikamente bekommen hätten. "Es kann auch sein, dass es nicht wirkt oder sogar schadet", sagte Kremsner.

Die Tübinger Tropenmediziner wollen mit Chloroquin eine moderat an Covid-19 erkrankte Testgruppe behandeln und einer Kontrollgruppe Placebos verabreichen. Der Antrag für die Studie sollte am Mittwoch bei der Tübinger Ethikkommission eingereicht werden.

11.39 Uhr: Söder: Mindestabstände in Supermärkten sollen sichergestellt werden

Zum Schutz vor möglicher Ansteckung mit dem Coronavirus in Supermärkten fordert Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Sicherstellung von Mindestabständen zwischen den Kunden. Er verwies auf Dänemark, wo Klebeetiketten auf dem Boden dabei helfen sollen, dass Kunden an den Kassen ausreichend Abstand zueinander halten. Eine derartige Lösung sei wichtig, sagte Söder am Mittwoch bei einem Besuch eines Supermarkt-Logistikzentrums in Eitting bei München.

Söder: Kontrollieren ob Auflagen eingehalten werden

Außerdem rief der Ministerpräsident die Bevölkerung dazu auf sich dringend an die neuen Auflagen und Beschränkungen zu halten. Bei all diesen Maßnahmen setze man nun erst einmal auf die Einsicht der Bevölkerung, so Söder.

Man werden nun beobachten, wie sich das öffentliche Leben weiter entwickle, und ob die Auflagen eingehalten würden: ob also Geschäfte, für die es keine Ausnahmen gibt, tatsächlich geschlossen haben und ob sich Gaststätten an die Beschränkungen und Regeln halten. Dies werde kontrolliert, auch von der Polizei. "Da sind alle staatlichen Stellen angewiesen, das auch zu kontrollieren", betonte der Regierungschef. Und Söder betonte mit Blick auf volle Parks, das gelte auch für das öffentliche Leben. Mehr dazu hier.

11.16 Uhr: RKI-Präsident warnt vor bis zu zehn Millionen Kranken im Mai oder Juni

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat vor einer Erhöhung der Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen in Deutschland auf bis zu zehn Millionen im Mai oder Juni gewarnt, falls nicht die Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie eingehalten werden. Wenn es nicht geschafft werde, die Kontakte wirksam zu reduzieren, werde sich die Zahl der Erkrankten binnen zwei oder drei Monaten auf diese Zahl erhöhen, sagte Wieler am Mittwoch in Berlin. Mehr dazu hier.

10.23 Uhr: BMW stoppt Betrieb in europäischen Werken

BMW stoppt wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Autoproduktion in Europa für vier Wochen. Vorstandschef Oliver Zipse sagte in München: "Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant." Die Ausbreitung des Coronavirus dürfte die Nachfrage nach Autos in allen wesentlichen Märkten erheblich beeinträchtigen, teilte das Unternehmen mit: "Bei uns folgt die Produktion der prognostizierten Absatzentwicklung. Unser Produktionsvolumen passen wir flexibel der Nachfrage an." Auch VW, Audi und Daimler hatten bereits eine Unterbrechung der Produktion wegen der Coronavirus-Krise angekündigt. Audi und der Lastwagenbauer MAN beantragten bereits Kurzarbeit.

10.09 Uhr: Merkel informiert in Fernsehansprache über Corona-Maßnahmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Bevölkerung am Abend in einer Fernsehansprache über die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Coronakrise informieren. Die aufgezeichnete Ansprache werde im ZDF nach der heute-Sendung und in der ARD nach der Tagesschau gegen 20.15 Uhr ausgestrahlt, hieß es in Regierungskreisen. Darin wolle die Kanzlerin keine zusätzlichen Maßnahmen ankündigen, sondern die Bürger über den Stand der Dinge informieren, betonte ein Regierungssprecher: "Es geht um das, was in Deutschland jetzt zu tun ist, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und wie jeder sich daran beteiligen soll." Abgesehen von den jährlichen Neujahrsansprachen ist es das erste Mal in Merkels Amtszeit, dass sich die Kanzlerin direkt in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung wendet.

09.26 Uhr: Bayern verschiebt Start der Abitur-Prüfungen

Wegen des Coronavirus wird in Bayern der Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben. Das teilte das Kultusministerium in München mit. "Trotz der Corona-Krise wollen wir faire Bedingungen für unsere Abiturientinnen und Abiturienten sicherstellen", erklärt Kultusminister Michael Piazolo (FW). Wegen der Einstellung des Unterrichts bis nach den Osterferien hätten die Schülerinnen und Schüler ohne eine Änderung des Terminplans nicht genügend Vorbereitungszeit. Die schriftlichen Prüfungen sollen nun zwischen dem 20. und 29. Mai stattfinden, die mündlichen zwischen 15. und 29 Juni. Mehr dazu hier.

09.14 Uhr: BMW plant Kurzarbeit und Anpassung der Produktion

BMW erwartet für das laufende Jahr einen weiteren "deutlichen" Gewinnrückgang und plant eine Anpassung der Produktion samt Kurzarbeit. Die Ausbreitung des Coronavirus werde die Nachfrage nach Autos erheblich beeinträchtigen, teilte das Unternehmen mit. Vorstandschef Oliver Zipse sagte, dem begegne BMW mit einer "frühzeitigen Anpassung der Produktion". Betriebsratschef Manfred Schoch sagte, die Gesundheit der Mitarbeiter müsste geschützt und ihre Arbeitsplätze und Einkommen müssten über Arbeitszeitkonten, Homeoffice und Kurzarbeit abgesichert werden. Mit diesen Instrumenten werde BMW die Belegschaft sicher durch die Coronakrise steuern.

08.36 Uhr: Coronavirus noch nach Stunden auf Oberflächen auffindbar

Das Coronavirus ist einer neuen US-Studie zufolge auch noch nach Stunden auf Oberflächen auffindbar. Auf Kupfer seien lebensfähige Viren bis zu vier Stunden, auf Pappe bis zu 24 Stunden und auf Plastik und rostfreiem Stahl bis zu drei Tage nachweisbar, teilten die Forscher von der Universität Princeton und der University of California mit. Allerdings reduzierte sich die sogenannte Infektionsdosis auf allen Oberflächen deutlich. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) verweist auf diese Untersuchung und schreibt: "Im Allgemeinen sind humane Coronaviren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen. In der Regel erfolgt die Inaktivierung in getrocknetem Zustand innerhalb von Stunden bis einigen Tagen." Es gebe bisher keine Fälle, bei denen sich Menschen nachweislich durch Kontakt zu Gegenständen angesteckt haben.

07.14 Uhr: China meldet nur eine neue Corona-Infektion im Inland

China hat für Mittwoch lediglich eine neue Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Den zweiten Tag in Folge habe es nur eine neue Übertragung in der zentralen Stadt Wuhan gegeben, erklärte die Nationale Gesundheitskommission. Hinzu kämen zwölf neue Fälle, in denen das Coronavirus aus dem Ausland nach China eingeschleppt worden sei. Damit stieg die Zahl der eingeschleppten Infektionen auf 155. In der Provinz Hubei mit der Hauptstadt Wuhan hatte das Virus seinen Ursprung genommen. Seit einer Woche liegen die Zahlen der neuen Infektionen dort nur noch im einstelligen Bereich. Anfang Februar waren dort noch täglich tausende neue Fälle gemeldet worden.

06.03 Uhr: Weltärztepräsident Montgomery gegen Ausgehverbote und Grenzschließungen

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich im Kampf gegen das Coronavirus gegen Ausgehverbote ausgesprochen. "Ich bin kein Freund des Lockdown. Wer so etwas verhängt, muss auch sagen, wann und wie er es wieder aufhebt", sagte Montgomery der Düsseldorfer "Rheinischen Post" . Man könne doch nicht Schulen und Kindertagesstätten bis Jahresende geschlossen halten - und so lange werde es mindestens dauern, bis man über einen Impfstoff verfügt. Italien habe ein Lockdown verhängt und einen gegenteiligen Effekt erzielt: "Die waren ganz schnell an ihren Kapazitätsgrenzen, haben aber die Virusausbreitung innerhalb des Lockdowns überhaupt nicht verlangsamt." Kritisch äußerte sich Montgomery auch zu den angeordneten Grenzschließungen: "Ich glaube nicht, dass die Grenzschließungen das Virus aufhalten können. Das ist politischer Aktionismus."

04.50 Uhr: Boeing fordert US-Staatshilfen für Luftfahrtindustrie

Der angeschlagene US-Konzern fordert von der Politik staatliche Hilfen von mindestens 60 Milliarden Dollar (54 Milliarden Euro). US-Präsident Trump plant nach eigenen Angaben ein umfassendes Nothilfepaket für die US-Wirtschaft wegen der Pandemie. Zu den angeforderten Staatshilfen sollen nach Angaben des Konzerns Darlehensgarantien gehören, welche die Liquidität von Boeing und seiner Zulieferer sicherstellen sollen. Bis die durch die Krise eingebrochenen Passagierzahlen in der Luftfahrt wieder ihr normales Niveau erreichten, würden die Hilfen gebraucht, "um mit dem Druck im Luftfahrtsektor und der Wirtschaft als Ganzes umzugehen", erklärte Boeing. Boeing befindet sich wegen des vor einem Jahr verhängten weltweiten Flugzeugverbote für seine 737 MAX ohnehin in einer wirtschaftlich schwierigen Situation.

03.56 Uhr: Coronavirus verändert Einkaufsgewohnheiten auf Dauer

Die Einkaufsgewohnheiten in Deutschland werden sich nach Ansicht von Experten nachhaltig verändern. Der größte Gewinner dürfte dabei der Online-Handel sein. Davon geht der Geschäftsführer des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH), Kai Hudetz aus. Es sei damit zu rechnen, dass der Online-Handel auch langfristig von dieser Krise profitieren werde, prognostizierte Hudetz. Verlierer würden die kleinen stationären Läden ohne Internetangebot sein. Bislang verzeichnen die Zusteller allerdings noch keine deutlich erhöhte Zahl an Paketsendungen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

02.45 Uhr: Von der Leyen: "Virus unterschätzt"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass das Coronavirus auch von der Politik unterschätzt worden ist. Der Bild-Zeitung sagte sie, inzwischen zeige sich auch, dass das Virus uns noch lange beschäftigen werde. Sie glaube aber, dass die Bevölkerung, da gut mitmache. Zur Vorgehensweise des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der den Kampf gegen das Virus als Krieg bezeichnet hatte, sagte von der Leyen: "Ich persönlich würde das Wort Krieg nicht nutzen, aber ich verstehe die Motivation des französischen Präsidenten." Denn das Coronavirus sei ein unheimlicher Gegner. "Wir sehen es nicht, es hat keine Farbe, es schmeckt nicht. Wir wissen auch nicht, wie hart es den einzelnen Menschen betrifft." Es gebe Menschen, die überhaupt keine Symptome hätten, andere milde, dann schwere. Und es gebe Menschen, die innerhalb kurzer Zeit stürben.

02.39 Uhr: Rotes Kreuz ruft zu Spenden für ehrenamtliche Helfer auf

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ruft zu Spenden für einen Nothilfefonds für ehrenamtliche Helfer und Hilfsaktionen auf. Die derzeitige Lage zeige, wie wichtig Solidarität und Zusammenhalt in der Gesellschaft seien: "Die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sind noch nicht absehbar. Umso wichtiger ist es, dass alles unternommen wird, um mit den Spenden Menschen in dieser schwierigen Situation nach dem Maß der Not zu helfen", erklärte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt gegenüber der "Passauer Neuen Presse".

01.24 Uhr: Menschen in Frankreich und Berlin applaudieren dem Gesundheitspersonal

In ganz Frankreich haben am Dienstagabend wegen des Coronavirus in ihren Wohnungen festsitzende Bürger dem Personal des Gesundheitswesens mit lautem Applaus für ihren Einsatz gegen die Pandemie gedankt. Die Menschen traten um 19.00 Uhr und dann noch mal um 20.00 Uhr an ihre Fenster oder auf Balkone und klatschten in die Hände. Der Applaus war unter anderem in Paris, Lyon, Marseille und Ajacccio auf Korsika zu hören. Auch in Deutschland gab es am Dienstagabend ähnliche Aktionen. So war in manchen Berliner Stadtteilen Applaus für das Gesundheitspersonal zu hören.

00.29 Uhr: US-Regierung will offenbar Handy-Daten zur Corona-Bekämpfung nutzen

Die US-Regierung verhandelt nach einem Zeitungsbericht unter anderem mit Firmen wie Google und Facebook darüber, wie sie Standortdaten von Mobiltelefonen zur Bekämpfung des Coronavirus einsetzen kann. Wie die Washington Post berichtet, soll damit auch überprüft werden, ob die Menschen die Sicherheitsabstände einhalten, um einen weiteren Ausbruch einzudämmen. Vertreter von Facebook sagten, die US-Regierung sei an anonymisierten Daten interessiert, um Bewegungsmuster der Menschen zu erkennen. Das soziale Netzwerk hatte in der Vergangenheit Forschern entsprechende Daten in Form von Statistiken zur Verfügung gestellt. Die Gesundheitsbehörden hätten mit den Handy-Daten die Möglichkeit, einen möglichen neuen Ausbruchsherd vorherzusagen.

Mittwoch, 18. März

22.50 Uhr: Bayern erlässt weitere Allgemeinverfügungen im Kampf gegen Corona

Im Zuge der Corona-Epidemie hat das bayerische Gesundheitsministerium neue Allgemeinverfügungen erlassen, die ab Mittwoch gelten. Niedergelassene Ärzte in Bayern sind dann verpflichtet, unverzüglich die Zahl der jeweils in den Praxen vorhandenen Beatmungsgeräte an das Ministerium zu melden. Außerdem müssen Labore im Freistaat die Gesamtzahl der am jeweiligen Tag untersuchten Proben sowie die Zahl der positiven und negativen Befunde im gleichen Zeitraum melden. Bei der ersten Meldung müssen außerdem die bisherigen Ergebnisse seit 1. Januar 2020 genannt werden.

22.33 Uhr: Ifo-Chef Fuest warnt vor ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie

Ifo-Chef Clemens Fuest warnt vor den Folgen der Corona-Pandemie. "Wir haben ein gewaltiges Problem", sagte er im BR-Interview. Eine Staatsschuldenkrise sei nicht auszuschließen. Mehr dazu hier.

22.05 Uhr: Tirol weitet Quarantäne aus

Das österreichische Bundesland Tirol hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus weitere Orte unter Quarantäne gestellt. Wie das Land am Dienstagabend mitteilte, gelten die Isolierungsmaßnahmen ab sofort auch für den bei Wintersportlern beliebten Ort Sölden sowie für St. Christoph am Arlberg. An den Ortsgrenzen werden daher polizeiliche Checkpoints eingerichtet. Damit steht nun die gesamte Arlbergregion unter Quarantäne.

21.55 Uhr: Von der Leyen hofft auf Impfstoff vor Herbst

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hofft EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen noch vor Herbst auf einen wirksamen Impfstoff gegen die Krankheit Covid-19. Die EU werde die Tübinger Firma CureVac bei der Entwicklung mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen, bestätigte die CDU-Politikerin in einem am Dienstag auf Twitter. Sonst übliche langwierige und "bürokratische" Zulassungsverfahren für Medikamente könnten angesichts der "schwerwiegenden Krise" beschleunigt werden, sagte von der LeyenDer Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, und weitere Experten rechnen mit einem marktfähigen Impfstoff frühestens nächsten Frühling.

21.45 Uhr: Flugzeuge unterwegs zu gestrandeten Deutschen

Noch am Dienstagabend sollen nach den Worten von Bundesaußenminister Heiko Maas etwa 30 Flugzeuge starten, um im Ausland gestrandete deutsche Touristen zurückzuholen. Insgesamt säßen derzeit rund 100.000 Deutsche an ihren Urlaubsorten fest, allein 35.000 davon in Ägypten, sagt er in der ARD. Nicht alle von ihnen seien allerdings auf die Hilfe der Bundesregierung angewiesen, um zurückzukommen.

21.05 Uhr: Belgien verhängt Ausgangssperre

In Belgien gilt von Mittwochmittag an eine fast dreiwöchige Ausgangssperre. Ausnahmen gebe es nur für unbedingt nötige Dinge, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès nach einer stundenlangen Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am Dienstagabend in der Hauptstadt Brüssel, wo auch zahlreiche EU-Institutionen ihren Sitz haben. Spaziergänge blieben aber weiterhin erlaubt.

20.36 Uhr: Amazon versendet Produkte des täglichen Bedarfs mit Vorrang

Amazon wird in Europa und den USA Bestellungen von wichtigen Produkten des täglichen Bedarfs priorisieren. Darunter fallen unter anderem Babyprodukte, Gesundheits- und Haushaltswaren und Lebensmittel. Die Auslieferung von anderen, weniger relevanten Waren könne sich dadurch verzögern, teilte das Unternehmen mit.

20.00 Uhr: Deutschland setzt Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger um

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat zur Eindämmung der Infektionsgefahr durch das Coronavirus Einreisebeschränkungen für Nicht-EU-Bürger in Deutschland angeordnet. Aus dem Ministerium hieß es am Dienstagabend, dies betreffe den internationalen Luft- und Seeverkehr bei Reiseverbindungen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der Europäischen Union haben. Ausnahmen gibt es demnach für Drittstaatangehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat. Damit folgt Deutschland einem Vorschlag, den EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag für die EU und weitere Staaten vorgelegt hatte. Die Beschränkung gelte zunächst für 30 Tage. Mehr dazu hier.

19.14 Uhr: Israel verhängt Ausgangssperre - und setzt Geheimdienst ein

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat die israelische Regierung eine Ausgangssperre verhängt. Die Bürger dürfen nur noch das Haus verlassen, um "Lebensmittel und Medikamente zu kaufen, einen Arzt aufzusuchen oder zur Arbeit zu gehen", wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Zudem soll der öffentliche Nahverkehr eingestellt werden. Zuvor war bekannt geworden, dass Israels geschäftsführender Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Inlandsgeheimdienst Schin Bet mit der Sammlung von Daten über Infizierte und deren Kontaktpersonen beauftragt hat. Die Regierung habe den Geheimdienst "autorisiert, seine modernen Technologien in den Dienst der nationalen Bemühungen um eine Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus zu stellen", teilte Schin Bet am Dienstag mit.

19.10 Uhr: Italien: Anstieg der Neuinfektionen verlangsamt sich

Die Zahl der Toten und Infizierten durch die Coronavirus-Pandemie steigt in Italien weiter an - allerdings minimal langsamer. Die Zahl der Infizierten stieg von rund 28.000 auf 31.506 an. Das sind rund 12,6 Prozent in einem Tag. Vergangene Woche war die Zahl der Infizierten pro Tag noch zwischen 17 und 21 Prozent angestiegen. Experten betonten, es sei noch zu früh, einen Trend daraus abzulesen.

18.46 Uhr: Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags billigt Corona-Hilfspaket

Das von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigte Zehn-Milliarden-Euro-Hilfspaket für die bayerische Wirtschaft wegen der Corona-Krise hat im Eiltempo eine entscheidende Hürde genommen: Der Haushaltsausschuss des Landtags billigte die Pläne am Dienstag - und zwar einstimmig, wie der Ausschussvorsitzende Josef Zellmeier (CSU) anschließend berichtete. Alle fünf anwesenden Fraktionen - CSU, Freie Wähler, Grüne, SPD und FDP - hätten dem Paket zugestimmt. Die AfD, die in der Sitzung entschuldigt fehlte, hatte nach Angaben Zellmeiers schon im Vorfeld Zustimmung signalisiert.

18.45 Uhr: Auch bei BMW drohen Werksschließungen wegen Corona

Bei BMW gibt es hinter den Kulissen offenbar Gespräche zwischen Vorstand und den Arbeitnehmervertretern, dass die Produktion vorübergehend eingestellt wird. Das hat der Bayerische Rundfunk aus gut unterrichteten Kreisen erfahren. Offiziell dürfte dies morgen verkündet werden. Mehr dazu hier.

18.33 Uhr: Corona-Eklat im Gerichtssaal: Anwalt zeigt Richter an

Ein Anwalt hat einen Richter des Landgerichts München I wegen versuchter Körperverletzung angezeigt, weil er trotz der aktuellen Corona-Pandemie auf eine Verhandlung bestand. Der Richter habe "bewusst eine Gefahrenlage" geschaffen und nahm "sehenden Auges in Kauf, dass sich die Anwesenden im Sitzungssaal einem erhöhten Ansteckungsrisiko aussetzen", heißt es in der Anzeige des Rechtsanwaltes Thomas Pfister, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Pfister sprach von einem "ungeheuerlichen Vorgang".

Ein Gerichtssprecher wies die Vorwürfe gegen den Richter zurück. Die Justiz könne auch in Zeiten des sich rasant verbreitenden Coronavirus nicht die Arbeit einstellen.

18.00 Uhr: Bund und Länder wollen Zahl der Intensivbetten verdoppeln

Bund und Länder haben im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus einen Notfallplan für die Krankenhäuser in Deutschland beschlossen. In dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschluss heißt es, durch das "Auf-, Aus- und Umrüsten von Rehabilitationseinrichtungen, Hotels oder größeren Hallen können für die zahlreichen leichteren Behandlungsverläufe zusätzliche Kapazitäten aufgebaut werden".

Außerdem soll die Zahl der Intensivbetten verdoppelt werden. Die Länder sollten mit den Kliniken Pläne erarbeiten, "um dieses Ziel durch den Aufbau provisorischer Intensivkapazitäten zu erreichen", heißt es in dem n Beschluss weiter. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt es derzeit in Deutschland 28.000 Intensivbetten, von denen 25.000 Beatmungsmöglichkeiten haben.

17.11 Uhr: Daimler stoppt Großteil seiner europäischen Produktion

Nach Volkswagen setzt auch Daimler einen Großteil seiner Produktion in Europa wegen der Corona-Pandemie aus. Das betreffe die Fertigung von Pkw, Transportern und Nutzfahrzeugen und gelte zunächst für zwei Wochen, teilte Daimler am Dienstag mit.

17.09 Uhr: Touristen dürfen ab Mittwoch nicht mehr nach Schleswig-Holstein

Touristen dürfen Schleswig-Holstein von diesem Mittwoch an nicht mehr betreten. Das habe die Landesregierung beschlossen, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) am Dienstag.

17.02 Uhr: Olympische Spiele sollen stattfinden

Das Internationale Olympische Komitee (IOK) hält trotz Pandemie an den Sommerspielen in Tokio fest. Bis zum vorgesehenen Beginn am 24. Juli seien es noch mehr als vier Monate, deshalb gebe es derzeit keinen Grund für drastische Entscheidungen, erklärt das IOK. Jede Spekulation zu diesem Zeitpunkt sei kontraproduktiv. Die Sportler sollten sich weiter so gut es geht vorbereiten.

16.59 Uhr: EU will Beihilferegeln lockern

In der Coronavirus-Krise sollen die EU-Staaten freie Hand bekommen, Firmen jeweils bis zu 500.000 Euro direkte Finanzhilfe zu geben. Dies sieht ein am Dienstag veröffentlichter Vorschlag der EU-Kommission zur Anpassung der Beihilferegeln vor. Die Staaten dürften demnach auch Garantien für Kredite abgeben und Zinsen subventionieren. Die vorübergehende Lockerung der Regeln soll rasche Hilfen für in Not geratene Firmen möglich machen.

16.42 Uhr: 99 neue Coronafälle in München

16.32 Uhr: Griechenland riegelt Flüchtlingslager wegen Corona ab

Ab sofort dürfen keine Besucher mehr in die überfüllten Lager, auch keine Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Die Bewohner sollen das Lagergelände nicht mehr verlassen. Schon vor diesem Beschluss hatten Hilfsorganisation gefordert, die Lager wegen der mangelnden medizinischen Versorgung sofort zu räumen.

16.31 Uhr: UN-Beauftragte ruft zu mehr Einsatz für Behinderte in Krise auf

Die Behindertenbeauftragte der Vereinten Nationen, Catalina Devandas, hat die Staatengemeinschaft aufgerufen, in der Corona-Pandemie mehr für den Schutz und die Versorgung behinderter Menschen zu tun. Bisher sei wenig in diese Richtung geschehen, obwohl besonders viele Menschen mit Handicap zur Hochrisikogruppe zählten, sagte die UN-Sonderberichterstatterin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen am Dienstag in Genf.

16.27 Uhr: Knapp 1.000 Todesfälle wegen Corona im Iran

Im Iran ist die Zahl der Todesfälle durch den Corona-Virus stark gestiegen. Sie liegt nach offiziellen Angaben inzwischen bei 988. Der Iran ist von der Pandemie mit am stärksten betroffen. Allein innerhalb von 24 Stunden sind 135 neue Todesfälle dazu gekommen. Das teilen die Behörden in Teheran mit. Außerdem haben sich demnach in diesem Zeitraum über 1.000 Menschen neu infiziert, vor allem in der Hauptstadt. Damit liegt diese Zahl bei über 16.000. Rund ein Drittel der betroffenen sei aber inzwischen wieder gesund, so das Gesundheitsministerium.

16.07 Uhr: Zurückgeholte Urlauber können mit der Bahn weiterreisen

Bei der Rückholaktion für Urlauber können die Betroffenen kostenlos mit der Deutschen Bahn zu ihren eigentlichen Zielflughäfen weiterreisen. Das Flugticket oder die Bordkarte werden in den Zügen als Fahrschein anerkannt, wie das Bundesunternehmen am Dienstag mitteilte. Das gelte zunächst bis Ende März.

Mit der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik sollen Zehntausende Deutsche zurückkehren, die wegen der Coronakrise im Ausland festsitzen. Nach Schätzungen des Auswärtigen Amts sind derzeit noch mehr als 100.000 Personen unterwegs, die zu einem großen Teil mit Sonderflügen zurückgeholt werden sollen.

16.04 Uhr: Ford stellt Produktion in Europa vorerst ein

Wie mehrere andere Autobauer stellt auch Ford seine Produktion in Europa vorerst ein. Ab Donnerstag sollen an den deutschen Standorten in Köln und Saarlouis sowie anderen Standorten in Europa die Bänder stillstehen, das teilte der Autobauer am Dienstag mit.

15.43 Uhr: Skoda stoppt Produktion

Nach der Konzernmutter Volkswagen hat auch das tschechische Tochterunternehmen Skoda einen vorübergehenden Produktionsstopp beschlossen. Die Werke Mlada Boleslav, Kvasiny und Vrchlabi werden am Mittwoch um 22.00 Uhr heruntergefahren, wie aus einem Brief der Firmenleitung an die Mitarbeiter vom Dienstag hervorgeht. Die Maßnahme gilt zunächst für rund zwei Wochen. Die Beschäftigten erhalten zu Beginn des Produktionsstopps 70 Prozent ihres Durchschnittseinkommens, in der zweiten Woche 75 Prozent. Skoda finanziert dies zunächst aus eigenen Mitteln.

15.28 Uhr: Mehr Hilfe für Risikogruppen in ausländischen Supermärkten

Extra-Kassen oder Sonderöffnungszeiten: Einige Supermärkte in Irland, Großbritannien, Norwegen oder Australien haben damit begonnen, die in der Coronavirus-Krise besonders gefährdeten Senioren, aber auch Menschen mit Behinderungen, beim Einkaufen zu unterstützen. Die deutschen Handelsketten zeigten sich allerdings nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur noch zögerlich. Mehr dazu hier.

15.14 Uhr: Berlin plant eigenes Corona-Krankenhaus

Berlin soll ein eigenes Krankenhaus für Covid-19-Patienten bekommen. Es soll auf dem Gelände der Messe Berlin, in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr entstehen und Platz für bis zu 1000 Patienten bieten. Das teilte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag nach der Sitzung des Senats mit.

15.09 Uhr: Zu wenige Lebensmittelspenden für Bayerische Tafeln

Die Tafeln in Bayern kämpfen mit der Corona-Krise. Mehrere Tafeln in Großstädten haben aufgrund der Pandemie bereits geschlossen, darunter die in Bayreuth, Fürth, Hof, Passau und Würzburg. Zahlreiche Tafeln sind weiterhin geöffnet, beklagen jedoch spürbare Rückgänge von Lebensmittelspenden, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes ergab. Die Tafel Erlangen etwa hat dringend um Lebensmittelspenden und Unterstützung gebeten. Mit Blick auf den Lagerbestand könne die Ausgabe für diese Woche sichergestellt werden, doch ab nächster Woche werde es ungewiss, hieß es.

14.35 Uhr Bayern: 285 neue Infektionen mit Coronavirus

In Bayern haben sich weitere 285 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Dienstag auf seiner Homepage mit. Insgesamt gibt es im Freistaat damit mindestens 1.352 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden.

14.09 Uhr: Lebensmittelversorgung laut Klöckner weiterhin sicher

Die Lebensmittelversorgung ist gesichert", sagt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Sie sei mehrmals wöchentlich mit Handel, Ernährungsindustrie und Landwirtschaft in Kontakt. "Die Supermärkte bleiben offen. Alles andere sind Falschmeldungen." Auch für Rationierungen von bestimmten Waren sehen Klöckner und der Einzelhandelsverband HDE keinen Grund, hieß es.

14.08 Uhr: Nachtflugregelung am Münchner Flughafen gelockert

Die Nachtflugregelung am Flughafen München wurde wegen der Corona-Pandemie erst einmal gelockert. Das bestätigte ein Sprecher des Bayerischen Verkehrsministeriums dem Bayerischen Rundfunk. Es gehe dabei vor allem um die Flugzeuge, die im Rahmen der Rückholaktion Urlauber nach Hause holen. So habe eine Maschine vergangene Nacht erst nach Mitternacht landen können. Generell aufgehoben wurde die Nachtflugregelung nicht, so dass es in der Summe um keine allzu große Zahl von Flugzeugen gehen sollte. "Das ist auch wichtig für die Anwohner", sagte der Ministeriumssprecher.

Bundesaußenminister Maas rechnet mit 30 bis 40 Rückholflügen für Urlauber, wie er am Dienstag bekannt gab.

14.00 Uhr: Friedrich Merz positiv auf Corona getestet

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. "Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen", sagte Merz am Dienstag.

13.51 Uhr: Polizei warnt wegen Coronavirus vor Betrügern

Angesichts der Krise um das Coronavirus warnt die Polizei vor Betrügern, die die Angst und Unsicherheit von Bürgern ausnutzen könnten. Denkbar wäre, dass sich Kriminelle an der Haustüre als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgeben, um sich so Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen, teilte die Polizei in Regensburg am Dienstag mit. Die Behörde rät zur Vorsicht: "Seien Sie skeptisch!"

Im Zweifelsfall sollten Menschen Unbekannten an der Haustür den Zutritt verwehren oder ihnen niemals Geld übergeben - egal, ob jemand sich als Enkel ausgibt, der wegen der Coronakrise Geld benötige oder ob eine Firma eine Schluckimpfung gegen das Virus verkaufen möchte. Die Polizei empfiehlt, in solchen Fällen die Notrufnummer 110 zu wählen.

13.37 Uhr: Fußball-EM wird ins kommende Jahr verlegt

Die Fußball-EM 2020 wird in den Sommer 2021 verlegt. Einem entsprechenden Vorschlag der Europäischen Fußball-Union (UEFA) haben am Dienstag die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung ECA zugestimmt. Die Entscheidung traf das UEFA-Exekutivkomitee nach mehreren Krisensitzungen am Dienstag. Ursprünglich sollte die EM in diesem Sommer vom 12. Juni bis zum 12. Juli ausgetragen werden. Mehr dazu hier.

13.33 Uhr: Flixbus stellt Betrieb ab Mitternacht bis auf weiteres ein

Der Fernbusanbieter Flixbus stellt den Betrieb bis auf weiteres wegen der Coronavirus-Krise ab Mitternacht ein. Flixbus werde alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab 17. März 2020, 24 Uhr, aussetzen, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit.

Das Unternehmen verwies auf die von Bund und Ländern beschlossenen "Leitlinien zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich in Deutschland". Diese beträfen auch den Busreiseverkehr. "Flixbus folgt den Anweisungen der Bundesregierung selbstverständlich." Betroffene Fahrgäste würden informiert und erhielten einen Gutschein über den gesamten Ticketpreis ohne Stornierungsgebühr an die bei der Buchung angegebene Email Adresse.

Auch Blablabus betroffen

Auch das Fernbusunternehmen Blablabus stellt den Betrieb ein, wie am frühen Dienstagnachmittag bekannt wurde. "Blablabus setzt aufgrund der aktuellen Situation alle innerdeutschen und internationalen Linien mit Wirkung ab dem 18. März um 7:00 Uhr aus", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. "Danach wird bis auf Weiteres kein Blablabus mehr verkehren."

Der Mitfahrdienst Blablacar, über den Kunden Mitfahrgelegenheiten bilden können, bleibt davon unberührt. Die Blablacar-Plattform werde "weiterhin für diejenigen zur Verfügung stehen, die unbedingt reisen müssen", hieß es.

13.17 Uhr: Weitere Gemeinden am Arlberg in Österreich unter Quarantäne

In Österreich sind wegen der Verbreitung des Coronavirus weitere Gemeinden unter Quarantäne gestellt worden. Betroffen ist die gesamte Vorarlberger Arlbergregion mit den Gemeinden Lech, Klösterle, Stuben, Warth und Schröcken. Die Region sei am Dienstagmittag abgeriegelt worden, sagte Landeschef Markus Wallner. Bis zum 3. April dürfe niemand mehr in das Gebiet fahren oder es verlassen. Dies gelte auch für alle Gäste.

Alle Menschen, die sich in den vergangenen zwei Wochen in der Region aufgehalten hätten, müssten sich selbst in Quarantäne begeben. "Das ist nicht freiwillig." Als Grund nannte Wallner den Umstand, dass am Montag fünf Fälle in Lech bekannt geworden seien und man mit einer hohen Dunkelziffer rechne. Bisher waren in Österreich die Gemeinde St. Anton auf der Tiroler Seite des Arlbergs sowie das Paznauntal mit den Orten Ischgl und Galtür unter Quarantäne.

13.10 Uhr: Gesundheitsminister Spahn ruft zu mehr Mitmenschlichkeit auf

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor dem Hintergrund der Corona-Krise zu mehr Mitmenschlichkeit aufgerufen. "Schenken Sie ein Lächeln", sagte er bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Ferner sagte der Minister, es gehe jetzt darum Zeit zu gewinnen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland wie auch in Dänemark habe "viel zu tun" mit der Rückkehr zahlreicher Urlauber aus den Skigebieten in Südtirol, Österreich und der Schweiz. Er appelliere deswegen an zurückkehrende Skiurlauber, zu Hause zu bleiben.

13.00 Uhr: Derzeit keine Obergrenzen für Bargeldabhebung in Bayern geplant

In Bayern sind keine Obergrenzen für Bargeldabhebungen bei Banken geplant, wie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sagt.

12.48 Uhr: Liquiditätshilfen für bayerische Unternehmen noch diese Woche

Bayern will Kleinbetriebe noch in dieser Woche mit Liquiditätshilfen über Wasser halten. Die Soforthilfen beliefen sich in mehreren Stufen auf 5000 Euro bei bis zu fünf Beschäftigten und auf 30.000 Euro bei bis zu 250 Beschäftigten, sagt Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

12.25 Uhr: Derzeit keine Ausgangssperren für Bayern geplant

Bayern plant nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder bewusst keine Ausgangssperre, sondern setzt darauf, dass Bürger nur notwendige Gänge in die Öffentlichkeit unternehmen. "Wir hoffen, dass die jetzigen Einschränkungen reichen", sagte Söder am Dienstagmittag.

12.22 Uhr: Gesamte Polnische Regierung unter Quarantäne

In Polen ist die gesamte Regierung wegen der Coronavirus-Infektion des Umweltministers Henryk Kowalczyk unter Quarantäne gestellt worden. Alle Regierungsmitglieder, die an der letzten Kabinettssitzung teilnahmen, hätten am Montagabend einen Coronavirus-Test vornehmen lassen, teilte Michal Dworczyk, der Bürochef von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, am Dienstag im staatlichen Radio weiter mit. Die Ergebnisse würden noch im Laufe des Tages erwartet.

12.22 Uhr: China gibt erstmals Impfstoff für Studien frei

China gibt erstmals einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus für klinische Studien frei. Das berichten staatliche Medien.

12.18 Uhr: Bayern schränkt Hotelbetrieb ein

Auch in Bayern wird im Kampf gegen das Coronavirus nun der Hotelbetrieb eingeschränkt. Hotels dürfen nur noch notwendige Übernachtungen anbieten und keine Touristen mehr beherbergen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag mitteilte. Damit setzt der Freistaat in diesem Punkt eine Verabredung von Bund und Ländern vom Montagabend um.

12.17 Uhr: Beschäftigte in Bayerns größtem Früh- und Neugeborenen-Zentrum infiziert

In der Regensburger Kinder- und Geburtsklinik St. Hedwig sind 15 Beschäftigte positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Unter ihnen auch Hebammen. Das hat die Klinik am Mittag gegenüber dem Bayerischen Rundfunk bestätigt.

Die Klinik St. Hedwig ist nach eigenen Angaben das größte Früh- und Neugeborenen-Zentrum Bayerns. Hier werden jedes Jahr etwa 3.000 Geburten gezählt. Das Krankenhaus gehört zum Klinikum der Barmherzigen Brüder in Regensburg. Mehr dazu hier.

12.15 Uhr: Bayern schafft Katastrophenstab

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Dienstag bekannt gegeben, dass in der Münchner Staatskanzlei ein Katastrophenstab geschaffen wird. 400 Mitarbeiter aus anderen Behörden würden in die Gesundheitsbehörden abgeordnet. Außerdem wurden die Einschränkungen für Gaststätten konkretisiert: auch Biergärten und Außenterrassen von Restaurants müssen ab Mittwoch um 15.00 Uhr schließen. Das teilte Ministerpräsident Söder mit. Für Friseure kündigte er einen verpflichtenden Mindestabstand zwischen den einzelnen Kunden von 1,5 Metern an.

12.05 Uhr: Bundesagentur für Arbeit wird überrannt mit Anfragen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wird überrannt mit Anfragen zur Kurzarbeit. "Es geht durch die Decke", sagt eine Sprecherin am Dienstag. Der Beratungsbedarf sei um "ein zigfaches gestiegen". Darunter seien Branchen und Betriebe, die bisher mit Kurzarbeit nie etwas zu tun gehabt hätten.

11.56 Uhr: WHO rät bei Corona-Verdacht von Ibuprofen ohne ärztlichen Rat ab

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät Menschen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus davon ab, ohne ärztlichen Rat das Medikament Ibuprofen einzunehmen. Es gebe zwar keine neuen Studien, aus denen hervorgehe, dass Ibuprofen mit höher Sterblichkeit verbunden sei, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Dienstag in Genf. Aber die Experten prüften die Lage zur Zeit. "Wir raten, im Verdachtsfall Paracetamol und nicht Ibuprofen einzunehmen", sagte Lindmeier. Dies beziehe sich ausschließlich auf die Einnahme ohne ärztlichen Rat, betonte er.

11.53 Uhr: Bayreuther Festspiele sollen trotz Corona stattfinden

Die Bayreuther Festspiele sollen trotz der Ausbreitung des Coronavirus stattfinden. "Wir sind voller Optimismus, dass sich die Situation bessert", teilte das Pressebüro der Festspiele am Dienstag mit. Eine Absage wäre ein "Supergau". Der Online-Sofortkauf der Tickets werde aber sicherheitshalber von Ende März auf Ende Mai verschoben.

11.47 Uhr: Lufthansa plant laut BILD, Luftbrücke zur Warenversorgung

Die Lufthansa arbeitet an einer Luftbrücke zur Warenversorgung in Deutschland, das bestätigte eine Sprecherin des Konzerns gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Zuerst hatte die BILD darüber berichtet. Lufthansa-Chef Carsten Spohr versprach demnach: "Lufthansa wird alles dafür tun, um auch die Lieferketten für die Versorgung der deutschen Bevölkerung aus der Luft aufrecht zu erhalten. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Luftbrücke für ganz Deutschland."

11.45 Uhr: Wahrscheinlich keine Linienflüge mehr vom Wiener Flughafen

Der Flughafen Wien stellt sich aufgrund des Coronavirus auf eine komplette Schließung aller Linienflüge in den kommenden Tagen ein. Für Frachtflüge und Rückholaktionen des Außenministeriums werde der Flughafen Wien aber weiterhin in Betrieb sein, sagt ein Flughafen-Wien-Sprecher.

11.27 Uhr: Piazolo hofft auf Wiederöffnung der Schulen am 20. April

Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo hofft, dass die Schulen im Freistaat am 20. April wieder geöffnet werden können. Das sagte der Freie Wähler-Politiker am Dienstagmorgen gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Auch die Abschlussprüfungen sollten dann "hinbekommen" werden, so Piazolo. "Wir werden den Schülerinnen und Schülern ihre Prüfungen garantieren und sichern."

10.33 Uhr: RKI: Pandemie könnte etwa zwei Jahre dauern

Das Robert Koch-Institut (KI) geht von einer mehrjährigen Dauer der weltweiten Infektionen aus. "Wir gehen von einem Zeitraum von zwei Jahren aus", sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Man wisse, dass Pandemien in Wellen verliefen. Deren Geschwindigkeit kenne man aber nicht genau. Es werde Jahre dauern, bis der erwartete Infektionsanteil von 60 bis 70 Prozent erreicht sei. Stark hänge die Dauer auch davon ab, wann ein Impfstoff eingesetzt werden könne. Dies könne ab nächstes Jahr der Fall sei.

Die verhängten Einschränkungen der Staaten im Kampf gegen das Virus könnten notfalls zwei Jahre in Kraft bleiben müssen. "Im extremen Fall bestünde diese Möglichkeit", sagte Wieler. Die Lage müsse immer wieder neu bewertet werden, sagt Wieler.

10.26 Uhr: Boeing ruft nach Staatshilfen, Airbus hält Produktion an

Der angeschlagene US-Flugzeugbauer Boeing ruft angesichts der Corona-Krise nach dem Staat. Das Unternehmen aus Seattle bestätigte am Montagabend (Ortszeit) Gespräche mit der US-Regierung und führenden Kongress-Mitgliedern über kurzfristige Staatshilfen für sich und die gesamte Luftfahrtindustrie.

Die Kunden der Flugzeugbauer, die Airlines, haben ihre Kapazitäten drastisch heruntergefahren, einige von ihnen kämpfen schon ums Überleben. "Man kann jetzt sagen, dass das der größte Schock ist, den die Luftfahrt weltweit je erlebt hat", schrieb Qantas-Chef Alan Joyce in einem Brief an die Belegschaft der australischen Fluggesellschaft.

Beim europäischen Flugzeugbauer Airbus kommt derweil die Produktion ins Stocken. Um die Auflagen der Behörden in Frankreich und Spanien zum Schutz vor Corona-Ansteckungen zu erfüllen, hält der Boeing-Konkurrent dort für vier Tage die Produktion an.

10.13 Uhr: RKI setzt Corona-Risiko auf "hoch"

Das Robert-Koch-Institut (RKI) setzt die Corona-Risikoeinschätzung ab sofort auf "hoch". Das hat RKI-Chef Lothar Wieler bekannt gegeben. Grund sei die Dynamik der Pandemie. Die Zahl der Infizierten ist laut RKI weltweit inzwischen größer als in China. In China seien es 81.000 und im Rest der Welt 86.000, Wieler. "Zur Zeit ist Europa im Fokus der Pandemie."

Außerdem verlangt das Institut eine schnelle Vorbereitung der Kliniken auf eine wachsende Zahl von schwer Erkrankten. "Wir erwarten von allen Hospitälern, dass sie ihre Intensivkapazitäten mindestens verdoppeln", sagte Wieler. Eine von fünf Infektionen werde einen schweren Verlauf nehmen. "Wir wissen noch nicht, wie die Sterberate am Ende aussieht." Klar sei, dass Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet seien.

10.00 Uhr: Produktion wird auch bei Audi unterbrochen

Der Produktionsstopp in mehreren europäischen Werken des Volkswagen-Konzerns betrifft nach Arbeitnehmerangaben auch die beiden Audi-Standorte in Deutschland. "Die Produktion in den Audi-Werken wird bis zum Ende der Woche kontrolliert runtergefahren", teilte Audi-Betriebsratschef Peter Mosch.

09:55 Trotz Unterrichtsausfall: Einschreibungen an Grundschulen

Das Kultusministerium will die für März geplanten Einschreibungen für Grundschulen wie geplant stattfinden lassen. "Die Schuleinschreibung steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang zum Unterrichtsbetrieb", teilte das Ministerium in einem an Schulen und Förderzentren adressierten Schreiben mit. Sie finde daher "vom Grundsatz her" statt. Allerdings könne die Anmeldung telefonisch oder schriftlich etwa per Mail erfolgen. Auch die Pflicht, am Verfahren zur Feststellung der Schulfähigkeit teilzunehmen, entfalle grundsätzlich.

09:43 Uhr: Flüchtlingshelfer warnen vor Massensterben

Flüchtlingshelfer haben vor einem möglichen Massensterben durch das Coronavirus in Flüchtlingslagern gewarnt. Millionen Menschen seien in Gefahr, erklärte der Generalsekretär des Norwegischen Flüchtlingsrates, Jan Egeland, am Montag in Oslo. Das Risiko betreffe Flüchtlinge in Bangladesch, Iran, Afghanistan und Griechenland. Ebenso seien die Bevölkerungen in bestimmten Gebieten in Syrien, Jemen und Venezuela gefährdet. Die Gesundheitssysteme in diesen Ländern seien durch Kriege und politische Krisen praktisch zusammengebrochen, betonte Egeland.

09:28 Uhr Kunden sollen Arbeitsagenturen nur noch im Notfall anrufen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ruft ihre Kunden auf, Anrufe bei Arbeitsagenturen und Jobcentern auf Notfälle zu beschränken. Das Anrufaufkommen sei auf das Zehnfache des üblichen Niveaus gestiegen. Dadurch sei das Telefonnetz des Providers überlastet. Kunden müssten Termine nicht absagen. Daraus gebe es keine Nachteile, wie etwa Kürzungen der Hartz-IV-Zahlungen, versichert die BA. Fristen in Leistungsfragen würden vorerst ausgesetzt.

09:21 Uhr: Bundesregierung spricht weltweite Reisewarnung aus

Wegen der Corona-Krise hat die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Das sagte Außenminister Heiko Maas am Dienstag in Berlin, wie die dpa meldet. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten.

09:14 Uhr: Maas startet Rückholaktion für tausende Deutsche

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat eine Rückholaktion für tausende Deutsche gestartet, die wegen Reisebeschränkungen in der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Laut dpa kündigte er am Dienstag in Berlin an, bis zu 50 Millionen Euro dafür zur Verfügung zu stellen.

08:56 Uhr: VW stellt Produktion ab Samstag weitgehend ein

Der Volkswagen-Konzern stoppt wegen der Coronavirus-Krise seine Produktion in den meisten Werken in Deutschland und Europa. Der Konzern werde am Vormittag bekanntgeben, dass diesen Freitag die letzte Schicht sei, hieß es in einem Brief des Betriebsrats an die Mitarbeiter, wie die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters übereinstimmend vermelden. An den allermeisten Standorten solle von Freitag an die letzte Schicht laufen.

In den vergangenen Tagen hatte es auch in deutschen Werken von VW erste bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 gegeben.

06.40 Uhr: Münchner S-Bahn fährt Betrieb runter

Auf die vielen Menschen im Homeoffice reagiert nun auch die S-Bahn München. Laut dem Online-Ticker der S-Bahn wird der Betreiber, die Deutsche Bahn, "auf einigen Linien ihre Fahrplanangebote anpassen". Demnach entfallen derzeit die "Taktverstärker" auf den Linien S2, S3, S4 und S8. Pendler und Reisende sollen sich vor Fahrtantritt auf der Homepage oder in der App informieren, ob und wann ihre S-Bahn kommt.06.20 Uhr: Polizei warnt vor Enkeltrick mit Corona-Bezug

Die Polizei warnt angesichts der Corona-Krise vor Enkeltrick-Betrügern. "Das Phänomen, dass nun falsche Enkel am Telefon aktuell die Panik um das Coronavirus ausnutzen, um ältere Menschen um Geld zu betrügen, ist uns bekannt", sagte der Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Kriminaloberrat Harald Schmidt, der Nachrichten-Agentur KNA. Kriminelle geben sich als Angehörige aus, die sich mit dem Virus infiziert hätten und nun dringend Geld für die Behandlung benötigten. Boten holten daraufhin das Geld persönlich ab. "Übergeben Sie niemals Geld an Unbekannte!", rät die Polizei.

01:32 Uhr: Deutsche Kliniken erwarten Verdreifachung der Corona-Patienten

Die deutschen Krankenhäuser erwarten, dass sich die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken in den nächsten Tagen verdreifachen wird. Sollte es bis Ende der Woche 20.000 bestätigte Infektionsfälle in Deutschland geben, sei damit zu rechnen, dass davon bis zu 1.500 in den Krankenhäusern behandelt werden müssten, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß. Bisher seien es 500 Corona-Patienten. Die Krankenhäuser seien auf einen solchen Anstieg der Corona-Krankenzahlen vorbereitet, müssten aber die Kapazitäten der Intensivstationen "von Tag zu Tag ausdehnen". In zwei oder drei Monaten könnten sie von derzeit 28.000 auf rund 34.000 aufgestockt werden. Die Krankenhäuser müssten bis zu 50 Prozent ihrer sonst üblichen Leistungen zurückstellen, erläuterte der DKG-Präsident. Sie hätten bereits begonnen, Patienten mit planbaren Eingriffen abzubestellen.

Montag 16.03.2020

22:15 Uhr Amazon schreibt 100.000 Stellen wegen Coronavirus aus

Der weltgrößte Online-Händler Amazon will einem starken Anstieg der Bestellungen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus mit einer Einstellungsoffensive begegnen. Das Unternehmen kündigte am Montag an, in den USA 100.000 zusätzliche Voll- und Teilzeitkräfte für Lager und Auslieferung anzuheuern, um die gestiegene Nachfrage bewältigen zu können. Zudem will Amazon die Stundenlöhne für Beschäftigte in den USA, Kanada und Europa erhöhen. Dafür will der Konzern über 350 Millionen Dollar aufwenden.

22:10 Uhr Türkei schränkt öffentliches Leben ein

Die Türkei hat aus Sorge vor eines Ausbreitung des Coronavirus das öffentliche Leben weiter eingeschränkt. Ab Mitternacht müssten alle öffentlichen Erholungs-und Vergnügungsorte ihren Betrieb einstellen, teilte das Innenministerium in Ankara am Montag mit. Davon betroffen sind demnach unter anderem Cafés, Bierlokale, Theater, Kinos, Hochzeits-Säle, Schwimmbäder und Fitnessclubs.

Bereits zuvor hatte das Innenministerium die Schließung von Bars und Clubs ab Montag angeordnet. Zudem werden keine Gebete mehr in Moscheen abgehalten. Die Gläubigen könnten zu Hause beten, sagte der Leiter der Religionsbehörde Diyanet, Ali Erbas, am Montag.

21.30 Uhr: Wieder Panikreaktionen - Dow verliert 13 Prozent

Die Angst vor den Folgen der Coronavirus-Krise hat den US-Aktienmärkten am Montag die schlimmsten Verluste seit dem "schwarzen Montag" im Jahr 1987 eingebrockt. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Verlust von fast 3.000 Punkten oder 12,93 Prozent bei 20.188,52 Zählern. Damit endete der US-Leitindex auf dem tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren.

20.26 Uhr: EU schließt Außengrenzen ab Dienstagmittag

Ab Dienstagmittag wird die EU ihre Außengrenzen schließen. Diese Maßnahme solle für 30 Tage gelten, so der französische Präsident Emmanuel Macron. "Alle Reisen zwischen nicht-europäischen Ländern und der Europäischen Union werden für 30 Tage ausgesetzt." Die Maßnahme hatte zuvor EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeschlagen. Mehr dazu hier.

20.15 Uhr: Frankreich schränkt Bewegungsfreiheit drastisch ein

Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Präsident Emmanuel Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache. "Wir sind im Krieg", so der französische Politiker.

19.49 Uhr: Mehr als 6.000 Corona-Fälle in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Deutschland ist weiter deutlich gestiegen: Bis Montagabend registrierte das Robert-Koch-Institut 6.012 Infizierte - und damit 1.174 Fälle mehr als am Vortag. Hinzu kommen 13 Todesfälle. Das RKI hatte bis Sonntagabend 4838 bestätigte Infektionen und zwölf Todesfälle gezählt.

19.30 Uhr: Russland schließt seine Grenzen

Russland schließt nach Angaben der Regierung ab Mittwoch bis zum 1. Mai seine Grenzen für Ausländer und Staatenlose. Ausnahmen sollen unter anderem für Diplomaten und Flugzeug-Besatzungsmitglieder gelten.

19.25 Uhr: Inzwischen mehr als 2.000 Tote in Italien

In Italien ist die Zahl der Toten durch das Coronavirus erneut stark angestiegen. Binnen 24 Stunden starben weitere 349 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, wie die am Montagabend vorgestellten offiziellen Zahlen zeigten. Damit starben in Italien bereits 2.158 Menschen an dem Virus. Eine Abschwächung der Infiziertenzahlen ist derweil nicht in Sicht. Die Gesundheitsbehörden registrierten 3.200 neue Fälle, womit die Gesamtzahl der Infizierten inzwischen bei knapp 28.000 liegt.

19.13 Uhr: Merkel: Streit mit USA um Impfstoff-Firma ist gelöst

Bundeskanzlerin Angela Merkel betrachtet die Auseinandersetzung mit den USA um die Tübinger Impfstoff-Firma CureVac für beendet. "Letzteres hat heute keine Rolle gespielt, zumal das Thema ja auch gelöst ist, wie wir am Wochenende ja sagen konnten", sagte Merkel am Montag in Berlin. Die Kanzlerin verwies auch auf Äußerungen des Unternehmers Dietmar Hopp und der Firmenspitze, wonach ein Exklusivvertrag etwa mit den USA für einen Corona-Impfstoff für CureVac nicht in Frage komme.

Die Europäische Kommission will die Tübinger Firma mit bis zu 80 Millionen Euro bei der Entwicklung eines Mittels gegen das Coronavirus unterstützen. "Die EU hat deren Forschung früh unterstützt und wird nun wieder finanziell helfen", twitterte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag.

18.55 Uhr: Erste klinische Tests für Corona-Impfstoff in den USA gestartet

In den USA haben erste klinische Tests für einen neuen Coronavirus-Impfstoff begonnen. Wie die US-Gesundheitsbehörde National Institutes of Health (NIH) am Montag mitteilte, bekam ein erster Versuchsteilnehmer am Montag den neu entwickelten Impfstoff. Insgesamt solle der Test über rund sechs Wochen an 45 gesunden Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren laufen.

18.50 Uhr: Fünfter Corona-Todesfall in Bayern

In Bayern ist ein weiterer Mensch nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen über 90-jährigen Patienten aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in München unter Berufung auf das Landratsamt Würzburg mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch zwei andere Coronavirus-Todesfälle in Bayern stammten. Damit sind fünf Menschen in Bayern nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, mindestens 1.067 Menschen wurden infiziert. Mehr dazu hier.

18.04 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel kündigt einschneidende Maßnahmen an

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einer Pressekonferenz weitreichende Maßnahmen zur weiteren Bekämpfung des Corona-Virus angekündigt. Geschäfte mit Ausnahme des Lebensmittelhandels und anderer lebensnotwendiger Bereiche sollen geschlossen werden. Auch sonst soll das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt werden. Reisen sollen nicht nur ins Ausland, sondern auch im Inland abgesehen von dringenden Fällen nicht mehr stattfinden. Mehr dazu hier.

17.17 Uhr: WHO fordert zu mehr Corona-Tests auf

Nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation müssen die Staaten die Zahl der Tests deutlich erhöhen, um dem Coronavirus Herr zu werden. "Wir haben eine einfache Botschaft: Testen, testen, testen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. "Man kann ein Feuer nicht mit verbundenen Augen bekämpfen." Die WHO habe deshalb in letzter Zeit insgesamt 1,5 Millionen Tests an 120 Länder geschickt.

17.17 Uhr: Steinmeier appelliert in Videobotschaft an Bürger

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einer Videobotschaft am Montag an das Verantwortungsbewusstsein der Deutschen appelliert. "Seien wir vernünftig, seien wir solidarisch", sagte er. "Manchmal erfordert die Vernunft einschneidendes Handeln - das ist jetzt der Fall", so Steinmeier weiter. "Wir müssen jetzt unseren Alltag ändern - jede und jeder Einzelne. Ich versichere Ihnen: Ihre Selbstbeschränkung heute wird morgen Leben retten", sagte Steinmeier. "Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass sich das Virus möglichst langsam ausbreitet."

17.10 Uhr: Schweiz schließt fast alle Geschäfte und mobilisiert Armee

Auch die Schweiz fährt ihr öffentliches Leben drastisch zurück. Alle Läden, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe werden bis am 19. April geschlossen, ordnete die Regierung am Montag an. Zudem bewilligte sie einen Armee-Einsatz. Außerdem verhängt das Land den Notstand und ein Versammlungsverbot.

17.05 Uhr: Landesregierung fordert Medizinstudenten zum freiwilligen Einsatz auf

Um bei der Versorgung von Patienten mitzuhelfen oder die Bevölkerung zu beraten, hat die bayerische Landesregierung Medizinstudenten zum freiwilligen Einsatz aufgerufen. "Gerade im medizinischen Bereich werden wir in den kommenden Wochen jede Unterstützung brauchen können, um unsere Bevölkerung zu beraten und zu schützen sowie bereits infizierte Erkrankte bestmöglich zu versorgen", teilte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag mit. "Daher bitte ich unsere Studentinnen und Studenten der medizinischen Fächer, dort anzupacken, wo es nötig ist."

17.00 Uhr: Bayerischer Landtag richtet Notbetrieb ein

Der Bayerische Landtag verringert die Präsenz bei Plenarsitzungen auf ein Fünftel der Abgeordneten. Die Fraktionen einigten sich nach Angaben der Landtagsverwaltung darauf, die Anwesenheit ihrer Parlamentarier jeweils proportional zu verringern, um die Mehrheitsverhältnisse zu wahren. Debatten sollen sehr kurz gehalten werden. Ausschüsse tagen nur dann, wenn sie unbedingt erforderlich sind.

16.20 Uhr: Von der Leyen will Einreisen in die EU beschränken

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Einreisen in die EU aussetzen. Dies solle für alle nicht absolut notwendigen Reisen und zunächst für 30 Tage gelten, sagte von der Leyen in Brüssel. Mehr dazu hier.

16.15 Uhr: Lufthansa verringert Flugangebot

Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugangebot in der Coronakrise noch weiter zusammen. Neben der befristeten Komplettaussetzung der Tochter Austrian werden auch die übrigen Strecken noch weiter ausgedünnt, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Danach soll nur noch jeder zehnte geplante Fernflug stattfinden und ungefähr jede fünfte Nah- und Mittelstreckenverbindung. Ursprünglich hatte das Unternehmen im Sommerflugplan rund 26.000 Flüge in der Woche geplant.

16.15 Uhr: Religiöse Einschränkungen in Israel

Die Klagemauer auf dem Tempelberg in Jerusalem gilt gläubigen Juden als heiligste Stätte - wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird das Gebet dort nun beschränkt. So dürfen Gläubige die Mauer zum Beispiel nicht mehr küssen. Die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom, die sich ebenfalls auf dem Tempelberg befinden, sind bereits geschlossen.

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Israel beschränkt im Kampf gegen das Coronavirus das Gebet an der Klagemauer. So dürfen Gläubige die Klagemauer nicht mehr küssen.

15.50 Uhr: Immer mehr Tafeln schließen Ausgabestellen

Immer mehr Tafeln in Deutschland stellen momentan ihre Lebensmittelausgaben ein. Hatten am Freitag etwa 30 Tafeln den Betrieb beendet oder deutlich zurückgefahren, so waren es am Montag schon mehr als 100. "Grund sind in der Regel Vorsichts- und Schutzmaßnahmen", sagte eine Sprecherin am Montag. "90 Prozent unserer Ehrenamtlichen sind im Rentenalter."

Dazu komme, dass viele der genutzten Räumlichkeiten zum Teil recht eng seien, wodurch ein hohes Ansteckungsrisiko bestehe. Trotzdem würde es an vielen Orten noch gelingen die Menschen mit Nahrungsmitteln zu versorgen - die seien oft vorverpackt und würden unter freiem Himmel von freiwilligen Helfern ausgegeben. Zudem würden auch bestehende Lieferdienste ausgeweitet.

15.40 Uhr: Bund und Länder vereinbaren Einschränkungen

Die Bundesregierung und die Länder haben im Kampf gegen das Coronavirus eine weitgehende Schließung von Geschäften in Deutschland vereinbart. Ausgenommen seien unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Banken und Tankstellen, hieß es in einer Erklärung in Berlin. Restaurants sollen um 18.00 Uhr schließen und frühestens um 06.00 Uhr öffnen. Übernachtungsangebote im Inland sollen "nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können". Gottesdienste aller Religionen würden verboten, hieß es.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am Montagabend zu Maßnahmen der Regierung in Verbindung mit der Corona-Krise äußern.

15.02 Uhr: Arzneimittelversorgung laut Apothekerverbände gesichert

Die Apothekerschaft sieht bisher keine durch die Corona-Krise verursachten Engpässe in der Arzneimittelversorgung. "Wir kennen Lieferengpässe schon seit Jahren. Und sie machen den Apotheken eine Menge Arbeit. Zusätzliche Probleme, die auf den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen wären, stellen wir aber nach wie vor nicht fest", sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

"Wir können natürlich nicht ausschließen, dass Auswirkungen der Krise im Laufe des Jahres auch in der Arzneimittelversorgung in Deutschland spürbar werden. Aber derzeit können wir die Patienten ordentlich versorgen. Auch die Herstellung von Desinfektionsmitteln in den apothekeneigenen Laboren ist zwischenzeitlich gut angelaufen."

14.51 Uhr: Alltours und TUI sagen Reisen ab

Der Reiseveranstalter Alltours hat am Montag angekündigt, alle Flugpauschalreisen und Reisen mit individueller Anreise bis 27. März abzusagen. Dazu gehören zum Beispiel auch Kreuzfahrten. "Die Reisen werden von Alltours kostenlos storniert," hieß es.

Auch TUI Deutschland setzt das Reiseprogramm bis einschließlich 27. März aus. "Im Moment befinden wir uns alle in einer nie dagewesenen Ausnahmesituation", erklärt Deutschland-Chef Marek Andryszak. TUI arbeite mit Hochdruck daran, alle Urlauber wieder nach Hause zu bringen. Kunden, die bereits Reisen etwa für die Sommermonate gebucht haben, müssen sich vorerst gedulden - eine kostenfreie Stornierung sei derzeit nicht möglich, sagte ein Tui-Sprecher. Man gehe aber davon aus, den Betrieb in einigen Wochen wieder starten zu können.

Tausende Deutsche sitzen noch im Ausland fest

Die Bundesregierung geht davon aus, dass derzeit mehrere Tausend Deutsche im Ausland festsitzen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes haben Menschen vor allem in der Türkei, Marokko, Indonesien und den Philippinen Schwierigkeiten, nach Deutschland zurückzukehren. Man sei mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern im intensiven Gespräch, "um möglichst pragmatische und möglichst schnelle Lösungen" für eine Ausreise zu finden, sagte eine Sprecherin.

14.14 Uhr: RKI warnt vor privaten "Corona-Partys"

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat noch einmal bekräftigt wie wichtig es ist, Kontakte und Menschenansammlungen wegen der Ansteckungsgefahr zu meiden. "Grundsätzlich ist alles gut, was Abstand zwischen die Leute bringt", sagte RKI-Vizepräsident Schaade. Je nachdem, ob die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung zeigten, müsse geprüft werden, ob dies ausreiche.

In diesem Zusammenhang warnte er vor sogenannten privaten "Coronapartys", zu denen offenbar teilweise eingeladen werde. "Bitte tun Sie das nicht und schränken Sie das gesellschaftliche Leben ein", forderte Schaade.

14.09 Uhr: Österreichische Fluglinien stellen vorübergehend Betrieb ein

Die zur Lufthansa gehörende Austrian Airlines und die Ryanair-Tochter Laudamotion stellen wegen der Corona-Krise ihren regulären Flugbetrieb temporär ein. Austrian werde die Flüge ab Donnerstag aussetzen, der vorerst letzte Flug werde am 19. März in den Morgenstunden aus Chicago in Wien landen, teilte die Fluglinie mit. Bis dahin werde der Flugbetrieb kontrolliert und strukturiert zurückgefahren, um möglichst alle Passagiere, Crews und Flugzeuge nach Hause zu holen. Zunächst streicht Austrian Airlines alle Flüge bis zum 28. März. Passagiere, die in diesem Zeitraum einen gebuchten Flug haben, würden wenn möglich auf andere Fluglinien umgebucht, hieß es.

Die zur irischen Billigfluglinie Ryanair gehörende Laudamotion stellt ihren Flugbetrieb ab sofort bis auf weiteres ein. Bis 8. April werden sämtliche Flüge aus dem Programm gestrichen. Betroffene Passagiere werden umgehend per E-Mail informiert und können kostenfrei umbuchen, sowie auf Wunsch eine Erstattung des Flugpreises erhalten. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte am Sonntag bereits an, dass der Flugverkehr von und nach Österreich weitgehend eingestellt werde.

14.08 Uhr: Vorerst keine Verfahren an Bayerns Verwaltungsgerichten

Wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus sollen an bayerischen Verwaltungsgerichten bis zum Ende des Monats keine Verhandlungen stattfinden. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München habe alle Verwaltungsgerichte im Freistaat aufgerufen, den Sitzungsbetrieb zwischen dem 17. und 31. März komplett einzustellen, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichtes in München am Montag.

Auch der Bundesgerichtshof hat heute angekündigt Verhandlungen abzusagen. Mehrere für diese Woche angesetzte Termine wurden am Montag aufgehoben. Die Entscheidung hätten die jeweiligen Senatsvorsitzenden getroffen, sagte eine Sprecherin des obersten Zivil- und Strafgerichts in Karlsruhe und Leipzig.

13.20 Uhr: Griechenland verhängt zweiwöchige Quarantäne für Menschen aus dem Ausland

Griechenland verhängt eine zweiwöchige Quarantäne für Menschen, die aus dem Ausland einreisen. Einzelhandelsgeschäfte sollen ab Mittwoch geschlossen bleiben. Supermärkte, Apotheken und Essenslieferdienste seien davon ausgenommen, sagt ein Regierungssprecher in Athen.

13.10 Uhr: Militärmanöver "Defender Europe 20" wird kontrolliert beendet

Die von den USA geführte Militärübung "Defender Europe 20" wird wegen der Corona-Epidemie kontrolliert eingestellt. "Nach meiner Kenntnis ist die Entscheidung seitens der Amerikaner gefallen, jetzt geordnet diese Übung zu beenden", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Für die größte Verlegeübung der US-Streitkräfte seit 25 Jahren sind den Angaben zufolge 5.500 US-Soldaten über Deutschland eingereist. Schiffe auf dem Weg nach Deutschland seien umgelenkt worden. Abgesagt seien von deutscher Seite "alle aktiven Übungsanteile". Die Bundeswehr leiste nur noch logistische Unterstützung.

13.07 Uhr: Deutsche Bahn stellt Regionalverkehr nach Tirol ein

Die Bahn hat den grenzüberschreitenden Regionalverkehr zwischen Bayern und Tirol eingestellt. Wie die Bahn mitteilte, ist weder Zug- noch Busverkehr möglich. Züge der DB Regio in Richtung Seefeld in Tirol und Innsbruck Hbf enden in Mittenwald. Zwischen den österreichischen Bahnhöfen Scharnitz und Innsbruck Hbf verkehren Züge der ÖBB.

Die DB-Regionalzüge aus Richtung Garmisch-Partenkirchen und in Richtung Reutte in Tirol enden in Griesen. Auf österreichischer Seite ist zwischen Ehrwald Zugspitzbahn und Reutte in Tirol ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden. Die DB-Regionalzüge aus Richtung Kempten Hbf und in Richtung Reutte in Tirol enden in Pfronten-Steinach. Auf österreichischer Seite ist ein Schienenersatzverkehr zwischen Vils und Reutte in Tirol eingerichtet worden.

12.35 Uhr: Lernplattform Mebis offline

Die Online-Bildungsplattform Mebis für Bayerns Schüler ist offline. Sie ist am ersten Tag der Schulausfälle offenbar von Hackern attackiert worden. Der Angriff erfolge durch Hunderttausende automatisierte Seitenaufrufe, twitterte der Seitenbetreiber. Ein Sprecher des Kultusministeriums sagte, man könne derzeit nicht sagen, wann die Plattform wieder erreichbar sein werde.

12.30 Uhr: Scheuer will große deutsche Flughäfen offen halten

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will große deutsche Flughäfen wie Frankfurt und München offen halten. "Wir arbeiten daran, die Infrastruktur aufrecht zu halten, vor allem wegen Versorgung und Logistik", so Scheuer. Die Landesregierung von Baden-Württemberg hatte zuvor den Plan geäußert, den Airport-Betrieb in dem Bundesland in den kommenden Tagen einzustellen.

12.25 Uhr: Kein Angebot von Trump für Tübinger Impfstoff

Der Vertrieb eines möglichen Corona-Impfstoffs des Tübinger Biotech-Unternehmens CureVac ist nach Angaben der Firma noch völlig offen. Medienberichten zufolge versucht US-Präsident Donald Trump, das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern und bietet der Firma dafür einen hohen Betrag. "Ein Angebot liegt uns nicht vor", sagte ein CureVac-Sprecher am Montag.

12.20 Uhr: Tausende Deutsche sitzen im Ausland fest

Die Bundesregierung geht davon aus, dass mehrere tausend Deutsche wegen Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Vor allem in der Türkei, Marokko, Indonesien und den Philippinen haben Bundesbürger nach Angaben des Auswärtigen Amts Schwierigkeiten, nach Deutschland zurückzukehren. Man sei mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern im intensiven Gespräch, um Lösungen zu finden, sagte eine Sprecherin.

11.47 Uhr: Ungarn schließt Grenzen und schränkt Alltag ein

Ungarn wird nach Worten von Ministerpräsident Viktor Orban seine Grenzen für Reisende aus anderen Ländern schließen. Zudem kündigt Orban im Parlament eine Absage von Kultur- und Sportveranstaltungen sowie eine Schließung entsprechender Einrichtungen an. Alle Geschäfte außer Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien müssen schließen. Die Öffnungszeiten von Restaurants werden verkürzt.

11.30 Uhr Rotes Kreuz ruft zu Blutspenden auf

Da Rote Kreuz warnt vor einer Verknappung von Spenderblut. Derzeit sei die Versorgung "auf niedrigen Niveau" zwar noch gegeben. Dies könne sich aber in kurzer Zeit schon ändern, hieß es. Alle gesunden Menschen sind zum Spenden aufgerufen. Bei einer Blutspende bestehe kein gesteigertes Risiko einer Coronainfektion, es seien zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen worden.

11.25 Uhr: RKI stuft drei US-Bundesstaaten als Risikogebiete ein

Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft inzwischen auch die US-Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York als Coronavirus-Risikogebiete ein. Dort gebe es nach Einschätzung der US-Gesundheitsbehörden eine anhaltende Virusübertragung innerhalb der Bevölkerung, begründete RKI-Vizepräsident Lars Schaade den Schritt.

Risikogebiete sind damit jetzt: Italien, Iran sowie Regionen in China, Südkorea, Frankreich (Region Grand Est), Österreich (Bundesland Tirol) sowie Madrid in Spanien, US-Staaten Kalifornien, Washington und New York.

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Risikogebiete die besonders von der Corona-Krise betroffen sind.

11.20 Uhr: Baden-Württemberg will Flugverkehr einstellen

Die Landesregierung von Baden-Württemberg will in den nächsten Tagen den Betrieb an allen Flughäfen in dem Bundesland wegen des Coronavirus einstellen. Das bestätigte ein Sprecher der Landesregierung. Reisende aus dem Ausland würden aber noch zurückgeholt. Wer aus einer Krisenregion komme, müsse in Quarantäne. Für den Frachtverkehr soll es Ausnahmeregeln geben.

11.15 Uhr: Deutschland kontrolliert Grenzen - Rückstaus an Übergängen

Wegen des Coronavirus kontrolliert seit dem Morgen auch Deutschland die Grenzen nach Österreich, Frankreich, Luxemburg und Dänemark sowie zur Schweiz. Für Warenverkehr und Berufspendler gibt es Ausnahmen. Es gibt Rückstaus, die Menschen zeigen aber Verständnis.

BR-Reporter Martin Breitkopf berichtet vom Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden, dass alle Pkw aufgehalten werden. Nur wer beruflich nach Bayern will oder vom Urlaub zurückkehrt, darf einreisen. Medizinische Checks mit Thermometern finden nicht statt. Lkw dürfen passieren. 11.10 Uhr: Jobcenter und Arbeitsagenturen bleiben geöffnet

Jobcenter und Arbeitsagenturen bleiben vorerst offen. Allerdings sollen sich die Mitarbeiter der Einrichtungen auf die wichtigsten Tätigkeiten wie die Bearbeitung und Bewilligung von Geldleistungen konzentrieren, teilte die Behörde mit. Leistungsempfänger sollen nur noch in Notfällen persönlich in die Dienststellen kommen.

Arbeitslos melden könne man sich jetzt telefonisch. Ein Antrag auf Grundsicherung könne formlos in den Hausbriefkasten der Dienststelle eingeworfen werden. Alle persönlichen Gesprächstermine entfielen ohne Rechtsfolgen. Zugleich sollen Telefon- und Online-Zugang intensiviert und ausgebaut werden.

10.57 Uhr: Bei Sanitätsdienst der Bundeswehr melden sich 730 Freiwillige

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat auf seinen Aufruf an Reservisten wegen der Corona-Krise seit Freitag 730 Anfragen erhalten. 380 könnten zeitnah beim Sanitätsdienst der Bundeswehr eingesetzt werden, sagte ein Sprecher. Es hätten sich auch Freiwillige gemeldet, die vorher nicht bei der Bundeswehr tätig waren. Diese habe man zivile Hilfsorganisationen verwiesen. Für Reservisten gibt es eine Hotline: 0261 896 32444 Gesucht werden militärisch ausgebildete Pflegefachkräfte, Krankenpfleger, Notfallsanitäter, Laborassistenten und pharmazeutisch-technische Assistenten.

10.50 Uhr: Tschechien riegelt 21 Städte und Dörfer ab

Die tschechische Polizei hat 21 Städte und Dörfer im Osten des Landes abgeriegelt. Betroffen sind unter anderem Litovel (Littau) mit knapp 10.000 und Unicov (Mährisch Neustadt) mit rund 11.400 Einwohnern. Die Einwohner dürfen die Orte nicht mehr verlassen, von außen darf niemand hinein. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten werde sichergestellt, hieß es. In der Gegend, die rund 200 Kilometer östlich von Prag liegt, gibt es 25 bestätigte Infektionen.

10.48 Uhr: Mehr als 1.000 Infizierte in Bayern

Inzwischen hat die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Bayern hat die 1.000er-Marke überschritten. Am Sonntag waren es 886 Menschen, allein bis Montag um 9.00 Uhr kamen noch einmal knapp 150 Neuinfektionen hinzu, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in München sagte. Damit habe man derzeit 1034 bestätigte Infektionen in Bayern.

10.41 Uhr: Sparkassen: Geldversorgung gesichert

Auch wenn immer mehr Sparkassen-Filialen in den nächsten Stunden schließen werden, sei die Bargeldversorgung und die Funktionsfähigkeit der Zahlungssysteme sichergestellt, erklärt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband.

10.41 Uhr: Infektionsketten in Bayern nicht mehr nachvollziehbar

Söder berichtete, dass die Infektionsketten in Bayern nicht mehr nachvollzogen werden könnten. "Das heißt, es beginnt eine exponentielle Entwicklung." Deswegen sei es nun wichtig, alles zu unternehmen, um die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 zu verlangsamen. Und ein Instrument dabei sei, soziale Kontakte zu überdenken und das öffentliche Leben zu verlangsamen.

10:40 Uhr: Söder: Bisher keine Ausgangssperre

Ministerpräsident Söder (CSU) hat die Menschen in Bayern dazu aufgerufen, ihre sozialen Kontakte zu überdenken. "Es gibt keine Ausgangssperre, jedenfalls derzeit nicht", sagte Söder. Jeder solle sich aber überlegen, ob er nach draußen gehe und welche Kontakte er habe.

10.25 Uhr: Kommunal-Stichwahlen nur per Brief

Bei den Stichwahlen der bayerischen Kommunalwahlen in knapp zwei Wochen wird es wegen der Ausbreitung des Coronavirus keine Wahllokale geben. Es kann nur per Briefwahl abgestimmt werden.

10.17 Uhr: Speiselokale dürfen in Bayern nur noch bis 15.00 Uhr öffnen

Restaurants und Betriebskantinen in Bayern dürfen nur noch von 6.00 bis 15.00 Uhr öffnen und maximal 30 Gäste gleichzeitig bewirten.  

10.16 Uhr: Lebensmittelgeschäfte dürfen in Bayern länger öffnen

Um die Grundversorgung mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Produkten sicherzustellen, weitet Bayern die Ladenöffnungszeiten für bestimmte Geschäfte aus: Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken, Tankstellen, Banken und einige weitere Geschäfte dürfen werktags bis 22.00 Uhr öffnen und auch sonntags geöffnet haben, dann bis 18.00 Uhr.

10.10 Uhr: Freistaat stellt für Corona-Krise zehn Milliarden Euro bereit

Zum Schutz der bayerischen Wirtschaft vor den Folgen der Corona-Krise stellt der Freistaat Bayern bis zu zehn Milliarden Euro Sondervermögen bereit. Das ist mehr als ein Fünftel des bayerischen Jahreshaushalts. Außerdem wird die Schuldenbremse außer Kraft gesetzt, teilte Söder mit.

10.10 Uhr: Söder erklärt Katastrophenfall

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Katastrophenfall für den Freistaat verhängt. Das gelte ab sofort für zwei Wochen. So soll die fortschreitende Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden. Das öffentliche Leben wird weiter eingeschränkt, viele Einrichtungen und Geschäfte sollen ab Dienstag und Mittwoch vorerst geschlossen bleiben.

09.22 Uhr: Dax fällt erstmals seit Anfang 2016 unter 9.000 Punkte

Der Ausverkauf an den Börsen geht weiter: Der Dax fiel am Montag zur Eröffnung um 5,5 Prozent auf ein Vier-Jahres-Tief von 8.728 Punkten. Börsianer bezweifelten, dass die jüngste Runde von Zinssenkungen und Geldspritzen großer Notenbanken der Weltwirtschaft in der aktuellen Coronavirus-Krise den notwendigen Rückenwind geben können. Wichtiger seien staatliche Konjunkturprogramme. Einige Experten werteten zudem die zweite drastische US-Zinssenkung binnen zwei Wochen als Zeichen für wachsende Nervosität bei der Notenbank Fed.

08.50 Uhr: Informationen für Reisende vom Auswärtigen Amt

Wer trotz Corona-Krise eine Auslandsreise antreten will, muss einiges beachten. Am besten wäre, die Reise zu verschieben. Antworten auf wichtige Fragen gibt das Auswärtige Amt - hier im Überblick.08.45 Uhr: Google-Tochter startet Corona-Internetseite

Die zum Google-Mutterkonzern Alphabet gehörende Gesundheitstechnologiefirma Verily startet in zwei kalifornischen Bezirken eine Internetseite zum Coronavirus. Erwachsene seien aufgerufen, Fragen zu ihrer Gesundheit und jüngsten Reisen zu beantworten, teilt Verily mit. Es gehe darum, herauszufinden, wer sich auf das Coronavirus testen lassen müsse.

08.32 Uhr: Stichwahl in Kommunen womöglich nur per Brief

Die in rund zwei Wochen angesetzte Stichwahl in vielen bayerischen Kommunen findet wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus womöglich ausschließlich als Briefwahl statt. "Bei der Abhaltung der Stichwahlen in Bayern denken wir darüber nach, diese nur noch per Briefwahl abzuhalten, um die Risiken zu verringern", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in einem Interview des Bayerischen Rundfunks ("Bayern2 Radiowelt am Morgen")

08.01 Uhr: DFB bekräftigt geplante Hilfsprogramme für 3. Liga

Der Deutsche Fußball-Bund hat seine Absicht bekräftigt, Vereinen aus der 3. Liga in der Coronavirus-Krise zu helfen. "Es geht darum, im Notfall sehr gezielt Überbrückungshilfen zu geben, um Liquiditätskrisen zu vermeiden", zitierte der "Kicker" am Montag DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge. In der dritthöchsten Spielklasse haben Clubs ohnehin immer wieder mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die nun ausbleibenden Einnahmen durch die Aussetzung der Partien wegen des Coronavirus belasten die Vereine zudem.

07.50 Uhr: Passionsspiele Oberammergau wegen Coronavirus vor dem Aus

Am 16. Mai sollte eigentlich Premiere für die Passionsspiele 2020 in Oberammergau sein. Die Gemeinde hält am dem Termin fest, doch wegen des Coronavirus ist fraglich, wie lange noch. Bereits am Wochenende sind Proben abgesagt worden. Weitere Infos finden Sie hier.

06.54 Uhr: Norddeutsche Inseln für Touristen gesperrt

Alle norddeutschen Küstenländer haben wegen der Ausbreitung des Coronavirus ihre Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen gesperrt. Darauf verständigten sich Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen am Sonntagabend, wie die Staatskanzlei in Schwerin mitteilte. Für den Tourismus auf dem Festland werde es ebenfalls Regelungen geben, sagte der Regierungssprecher von Mecklenburg-Vorpommern.

06.00 Uhr: Schulen in Bayern bleiben ab heute geschlossen

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, schließen in Bayern ab heute alle Schulen und Kindertagesstätten. Dies bedeute nicht, dass die Kinder Ferien hätten, betonte Kultusminister Michael Piazolo (FW). Viele Lehrer schicken ihren Schülern Lernunterlagen nach Hause. Auch der Bayerische Rundfunk bietet in seiner Mediathek ein großes Video-Lernangebot, mit dem Schüler für die wichtigsten Fächer, wie Deutsch, Englisch, Mathematik, Biologie oder Chemie online lernen können.

05.15 Uhr: Studie: Autoabsatz in West-Europa bricht wegen Corona ein

Die Corona-Pandemie wird in Westeuropa nach Einschätzung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer zu massiven Einbrüchen beim Autoabsatz führen. Vor allem in Italien, aber auch auf den anderen Hauptmärkten wie Deutschland, Frankreich und Spanien könnten die Hersteller im laufenden Jahr nur deutlich weniger Fahrzeuge verkaufen als im Vorjahr, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie des Institute for Customer Insight an der Universität St. Gallen. Allein in Deutschland werde der Absatz um eine halbe Million Autos zurückgehen.

05.00 Uhr Steinmeier: "Wir werden das Virus besiegen"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Menschen in Deutschland zu Besonnenheit und Rücksichtnahme im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. "Wir werden das Virus besiegen", sagte das Staatsoberhaupt dem Nachrichtenportal "t-online".

"Aber in was für einer Gesellschaft wir danach leben werden, und in was für einer Welt, das hängt davon ab, wie wir heute handeln." Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Es sei nun vor allem wichtig, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Drastische und sofortige Einschnitte im täglichen Leben und im Berufsalltag aller seien dafür notwendig, sagte der Bundespräsident. Er forderte, alle zielführenden Optionen "ohne Denkverbote" zu prüfen und gegebenenfalls umzusetzen.

Montag, 16. März 2020

23.50 Uhr: Frankeich bereitet wegen Corona-Krise Ausgangsperre vor

Nach Italien und Spanien bereitet Insidern zufolge auch Frankreich wegen der Coronavirus-Pandemie eine landesweite Ausgangssperre vor. Die Einwohner würden demnach angewiesen, zu Hause zu bleiben. Davon abweichen dürfe man nur in Notfällen, für Lebensmitteleinkäufe oder wenn man zur Apotheke, ins Krankenhaus oder zur Arbeit müsse, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Maßnahme könnte ab Dienstagmitternacht gelten.23.45 Uhr: Bundesregierung rät von allen nicht notwendigen Auslandsreisen an

Die Bundesregierung rät wegen der Corona-Krise von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zur Begründung auf Twitter. Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts heißt es weiter, es sei mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen des Luft- und Reiseverkehrs, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen. Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften würden teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung erfolgen. Davon seien derzeit zahlreiche Reisende in mehreren Ländern betroffen und an der Weiter- oder Rückreise gehindert.

23.00 Uhr: Tschechien beschränkt öffentliches Leben massiv

Die tschechische Regierung schränkt die Bewegungsfreiheit der Menschen im Kampf gegen das Coronavirus drastisch ein. Das gab Ministerpräsident Andrej Babis bekannt. Die Bürger wurden aufgefordert, sich ab Mitternacht zu Montag an ihrem Wohnort aufzuhalten und zwischenmenschliche Kontakte zu vermeiden. Ausnahmen gelten unter anderem für den Weg zur Arbeitsstätte und zurück, die Erledigung dringend notwendiger Besorgungen wie den Einkauf von Lebensmitteln sowie Arztbesuche und Parkspaziergänge.22.30 Uhr: Österreich wird den Flugverkehr weitgehend einstellen

Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte am Abend an, den Flugverkehr weitestgehend einzuschränken. Er rief die österreichische Bevölkerung auf, sich auf den Weg nach Hause zu machen oder das Außenministerium zu kontaktieren, um heimgeholt zu werden. Sobald das abgeschlossen sei, würden alle Flüge in Corona-gefährliche Gebiete gestoppt, sagte Kurz. 22.07 Uhr: US-Notenbank senkt Zinsen wegen Corona

Die US-Notenbank Federal Reserve hat die Leitzinsen wegen des Coronavirus auf eine Zielspanne von null bis 0,25 Prozent gesenkt, das ist ein Prozent niedriger als bisher. Das teilte die Notenbank am Abend überraschend mit. 21.50 Uhr: Bayern will Katastrophenfall ausrufen

Bayern will im Kampf gegen das Corona-Virus am Montagvormittag den Katastrophenfall ausrufen. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder am Abend im BR Fernsehen. Mehr dazu hier.21.10 Uhr: 120 Todesfälle in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus binnen 24 Stunden auf 120 von 91 gestiegen. Das teilt die zuständige Behörde mit. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages auf rund 5.400 von 4.499.21.00 Uhr: Zugang zu Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen unterbunden

Die norddeutschen Küstenländer werden ab dem 16. März den Zugang für Touristen zu den Inseln in der Nord- und Ostsee unterbinden. Darauf haben sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Ministerpräsident Daniel Günther und Ministerpräsident Stephan Weil verständigt. Die Versorgung der Inseln mit Gütern des täglichen Bedarfs wird weiterhin sichergestellt.20.45 Uhr: Türkei schließt Bars und Nachtclubs

Im Kampf gegen das Coronavirus schließt die türkische Regierung Bars und Nachtclubs vorübergehend. Die Maßnahme gelte ab Montagmorgen bis auf weiteres, teilt das Innenministerium mit.20.10 Uhr: Gesundheitsminister Spahn: Supermärkte, Apotheken und Banken bleiben geöffnet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Sonntagabend im ZDF versichert, "Supermärkte, Apotheken, Banken - die werden auf jeden Fall auf bleiben, die stellen die Grundversorgung sicher." Gleichzeitig bat er um Verständnis für drastische Maßnahmen, mit denen "das öffentliche Leben heruntergefahren" werde, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Der Minister betonte, bei der Coronavirus-Pandemie sei Deutschland noch "relativ am Anfang der Entwicklung". Er könne nicht ausschließen, dass es "zu weiteren Maßnahmen komme". 19.35 Uhr: RKI meldet starken Anstieg der Infektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Anstieg der laborbestätigten Infektionen in Deutschland. Diese werden mit 4.838 angegeben. Am Samstag waren es noch 3.795. Damit ist die Zahl der Infizierten innerhalb von 24 Stunden um mehr als ein Viertel gestiegen. 19.00 Uhr: Zahl der Corona-Todesfälle in Italien steigt sprunghaft an

In Italien ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus binnen 24 Stunden um 25 Prozent auf 1809 gestiegen. Damit gibt es alleine am Sonntag 368 weitere Todesfälle. Das teilt die zuständige Behörde mit. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages auf 24.747 von 21.157. Es ist der höchste Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn der Zählungen.

18.40 Uhr: Bahn schränkt Regional- und S-Bahnverkehr in Bayern ein

Wegen des Coronavirus will die Deutsche Bahn den Regionalverkehr in Bayern ab Montagmorgen einschränken. Betroffen sind die Südostbayern-Bahn, die Gäubodenbahn in Niederbayern, der Meridian, die Bayerische Oberlandbahn und die S-Bahn München. Der Zugverkehr nach Österreich wird komplett eingestellt. Alle Züge enden am letzten Halt vor der Grenze und fahren nach München zurück. Die Bahn empfiehlt Reisenden, vor der Fahrt die Reiseverbindung zu überprüfen. 18:23 Uhr: Vierter bestätigter Todesfall in Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium hat einen weiteren Coronavirus-Todesfall bestätigt. Dabei handelt es sich laut Ministerium um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen aus Würzburg. Der Verstorbene war Bewohner des gleichen Pflegeheims, aus dem auch der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern stammte. Dieser war am Donnerstag in Würzburg bestätigt worden. Mittlerweile gibt es vier Coronavirus-Todesfälle in Bayern.

17.51 Uhr: UEFA will Verlegung der Fußball-EM vorschlagen, Testspiele abgesagt

Wegen der Coronavirus-Pandemie will der Europäische Fußball-Verband nach Informationen des ZDF den Teilnehmern offenbar eine Verschiebung der Europameisterschaft vorschlagen. Die UEFA wolle am Dienstag zuerst den nationalen Ligen und der Vereinigung der europäischen Clubs (ECA) und dann später allen nationalen europäischem Fußballverbänden eine Turnierverlegung empfehlen. Eine Alternative wäre, die EM im Sommer 2021 auszutragen. Dafür müsste allerdings die FIFA die neu geschaffene FIFA-Club-WM auf Eis zu legen. Eine zweite Möglichkeit wäre die Verlegung der EM in den Spätherbst oder frühen Winter dieses Jahres

Außerdem sind beide Testländerspiele der deutschen Nationalmannschaft Ende März abgesagt worden. Nachdem die Stadt Nürnberg die Partie gegen Italien bereits untersagt hatte, sagte der spanische Verband nun auch Länderspiel der spanischen Nationalelf gegen Deutschland offiziell ab.

17:41 Uhr: Polizei ruft zu "Online-Anzeigen" auf

Diebstahl, Sachbeschädigung oder Betrug: Wer bei der Polizei Anzeige erstatten will, soll das online machen. Darum bittet die Polizei München, um sich und andere vor der Verbreitung des Coronavirus zu schützen. Dafür solle die Internetseite www.polizei.bayern.de genutzt werden.17.30 Uhr: Ministerpräsident Söder informiert zu aktuellen Corona-Entwicklungen

Als Folge des sich weiter verbreitenden Coronavirus wird am Montag um 10 Uhr eine Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) sowie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) stattfinden.

Erstmals in der Geschichte der bayerischen Staatsregierung werden bei dieser Pressekonferenz keine Journalisten anwesend sein. Die Veranstaltung wird ausschließlich als Live-Stream im Internet übertragen werden, wie die Staatskanzlei am Sonntag in München bekannt gab.

17.18 Uhr: Von der Leyen warnt vor leeren Regalen

Nach den Grenzschließungen in Europa wegen der Corona-Krise warnt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen vor leeren Supermarktregalen. Schon jetzt seien Tausende Bus- und Lastwagenfahrer wegen der Gesundheitskontrollen an Grenzen innerhalb der EU gestrandet. Von der Leyen will daher einheitliche Kontrollmaßnahmen an den europäischen Binnengrenzen.

Kurz zuvor hatte die Bundesregierung Einreisebeschränkungen an den Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz angekündigt. Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll nach dpa-Informationen gesichert bleiben. Hamsterkäufe im kleinen Grenzverkehr sollen aber unterbunden werden.16.20 Uhr: Lufthansa fliegt Urlauber nach Deutschland zurück

Die Lufthansa hat nach eigenen Angaben heute und in den kommenden Tagen kurzfristig Sonderflüge organisiert, um vor allem Kreuzfahrtpassagiere und Urlaubsgäste wieder nach Deutschland zurückzufliegen. Die Fluggesellschaft fliege diese Charterflüge im Auftrag von Reedereien und Touristikunternehmen. Schwerpunkte seien die Kanaren und die Karibik. Es würden Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 747 und Airbus A340 eingesetzt. Insgesamt rechnet die Airline damit, rund 3.000 bis 4.000 Fluggäste kurzfristig nach Deutschland zurückzufliegen.

16.15 Uhr: Bahn schränkt Regionalverkehr ein

Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Tagen voraussichtlich ihren Regionalverkehr einschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, wie eine Sprecherin am Sonntag in Berlin sagte. Die Zahl der Züge werde schrittweise an die sinkende Nachfrage angepasst.

Die Zugbegleiter kontrollieren in den Regionalzügen bis auf weiteres die Fahrkarten nicht mehr. Dies geschehe zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern, sagte die Bahnsprecherin.

16.00 Uhr: Zahl der Infektionen in Bayern auf 886 gestiegen

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nimmt in Bayern rasch zu. Am Sonntag (Stand 12.00 Uhr) meldete das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 886 Fälle, in denen Menschen im Freistaat positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. Das sind 205 Fälle mehr als am Vortag.

Mit 471 gibt es die meisten registrierten Infektionen in Oberbayern, davon in München 187 Fälle, in Freising 74 Fälle und in Starnberg 42 Fälle. Am Sonntag wurden zudem zwei weitere Todesfälle bekannt. Damit sind bisher im Freistaat drei Menschen an Covid-19 gestorben.

15.20 Uhr: Deutschland schließt wegen Coronavirus teilweise Grenzen

Wegen des Coronavirus schließt Deutschland ab Montagmorgen 08.00 Uhr weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Dies erfuhr dpa aus Regierungskreisen, auch "Spiegel und "Bild" berichten dies. Mehr dazu hier.

15.00 Uhr: Bayern schränkt öffentliches Leben ein

Wegen des Coronavirus plant Bayern reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und in der Gastronomie. Außerdem werde es weitreichende Schließungen von Bars, Clubs, Schwimmbädern oder Kinos geben, erfuhr der BR aus Regierungskreisen. Mehr dazu hier.13.55 Uhr: Zwei weitere Todesfälle in Bayern durch Corona

In Bayern sind in der Nacht zum Sonntag kurz nacheinander zwei weitere Menschen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus erlegen. In einem Fall handelt es sich um eine Seniorin aus einem Heim der Arbeiterwohlfahrt. Der zweite Verstorbene ist ein 83-Jähriger in Neu-Ulm. Er war zuvor in Italien gewesen und hatte mehrere Vorerkrankungen gehabt.

12.51 Uhr: Krisenstab trifft sich in der Staatskanzlei

In München kommt heute wegen der Corona-Krise erneut der Krisenstab zusammen. Aus Regierungskreisen heißt es, man werde sich treffen. Man berate heute, ob weiteres nötig werde. Laut Regierungskreisen gibt es auch Gespräche zwischen den Ministerpräsidenten und der Bundesregierung.

11.31 Uhr: Frankreich schränkt Verkehr auf Langstrecken ein

Frankreich will den Langstreckenverkehr mit Zügen, Autos und Flugzeugen einschränken, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu bremsen. Der Langstreckenverkehr werde in den kommenden Tagen "schrittweise verringert", sagte Umweltministerin Elisabeth Borne am Sonntag wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Ziel sei es, den Langstreckenverkehr auf das "Allernötigste" zu reduzieren, einen sofortigen Stopp solle es nicht geben, damit "jeder nach Hause zurückkehren" könne.

Am Vorabend hat Frankreich bereits den Shutdown im Land beschlossen.

10.29 Uhr: In Österreich bleiben ab Dienstag Restaurants geschlossen

In Österreich hat Bundeskanzler Sebastian Kurz ein Versammlungsverbot angekündigt. An keinem Ort sollen sich mehr als fünf Menschen auf einmal treffen, gibt das Kanzleramt bekannt. Die einzigen Ausnahmen seien Aktivitäten, die der Bekämpfung des Virus dienen. Spielplätze und Sportplätze werden geschlossen. Restaurants werden ab Dienstag geschlossen. Die Versorgung mit Lebensmitteln werde über Supermärkte und Lieferservice sicher gestellt. Kurz appellierte an die Menschen, sich selbst zu isolieren und ausschließlich jene sozialen Kontakte zu pflegen, mit denen sie zusammenleben. Insgesamt gibt es in Österreich laut Gesundheitsministerium mittlerweile 800 bestätigte Coronavirus-Fälle. Bislang wurde ein Toter gemeldet.

09.35 Uhr: Osterfeierlichkeiten finden im Vatikan ohne Besucher statt

Wegen der Coronavirus-Epidemie hat der Vatikan alle öffentlichen Veranstaltungen zu Ostern abgesagt. Das Osterfest im Vatikan werde in diesem Jahr ohne Besucher gefeiert, hieß es in einer Mitteilung des Vatikans am Sonntag. Alle liturgischen Feiern der Karwoche fänden "ohne die physische Anwesenheit der Gläubigen" statt. Zu den Feierlichkeiten kommen normalerweise Tausende Menschen aus aller Welt.

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Im Kampf gegen das Coronavirus hat Spaniens Regierung den Notstand ausgerufen. Österreich plant weitere drastische Maßnahmen, um die Ausbreitung zu verlangsamen.

08.26 Uhr: Prozess gegen Benjamin Netanjahu verschoben

Der Prozess gegen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sollte am Dienstag beginnen. Wegen der Coronavirus-Krise wird er nun auf den 24. Mai verschoben. Dies teilte das Gericht heute mit. In der Nacht hatte Israels Justizminister Amir Ochana vorerst für 24 Stunden den Notstand verhängt. Netanjahu wird Betrug, Untreue und Bestechlichkeit vorgeworfen. Der Regierungschef hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

05.27 Uhr: US-Präsident Trump nicht mit Corona infiziert

US-Präsident Trump hat sich nicht mit dem Coronavirus infiziert. Sein Leibarzt teilte mit, dass der Test negativ ausgefallen sei. Auslöser der Diskussion über den Gesundheitszustand des Präsidenten war, dass Trump Kontakt mit zwei infizierten Personen aus Brasilien hatte. Sie waren Teil einer Delegation des brasilianischen Präsidenten gewesen. Trump hatte mit ihnen zu Abend gegessen. Der US-Präsident sah sich in den vergangenen Tagen zunehmend Fragen ausgesetzt, warum er sich trotz der Kontakte keinem Test unterziehe.

00.30 Uhr: Deutschland wehrt sich gegen US-Zugriff auf Tübinger Corona-Impfstoff-Firma

Zwischen den USA und Deutschland kommt es wegen der Corona-Krise einem Medienbericht zufolge zu einer wirtschaftspolitischen Auseinandersetzung. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, versucht US-Präsident Donald Trump, deutsche Wissenschaftler, die an einem potenziellen Corona-Impfstoff arbeiten, mit hohen finanziellen Zuwendungen in die USA zu locken beziehungsweise das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern.

Den Berichten nach geht es um die in Tübingen ansässige Firma "CureVac", die gemeinsam mit dem bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel an der Herstellung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus arbeitet. Deutschland versuche das Unternehmen mit finanziellen Angeboten zu halten, berichtet das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise. Das Unternehmen wolle sich nicht dazu äußern.

Sonntag, 15. März

21.13 Uhr: Spanien verhängt Ausgangssperre

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez hat bestätigt, dass es eine landesweite Ausgangsperre als Teil eines 15-tägigen Notstands geben wird. Die Corona-Krise erfordere "außerordentliche Entscheidungen", rechtfertigt der Regierungschef die Maßnahme. Bürger dürfen das Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen oder um lebensnotwendige Besorgungen zu machen. Spanien ist mit über 5.700 Fällen das am zweitstärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa - nach Italien, das bereits ähnlich drastisch vorgeht.

21.06 Uhr: Israel ordnet umfangreiche Schließungen an

Israel hat seine Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erneut verschärft. Die israelische Öffentlichkeit müsse eine "neue Alltagsroutine annehmen", sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Samstagabend vor Medien.

Konkret kündigte Netanjahu die Schließung weiterer Bildungseinrichtungen an. Er forderte die israelische Bevölkerung auf, auf "soziale Distanz" zu gehen und einen Abstand von mindestens zwei Metern zu Mitmenschen einzuhalten. Unterhaltungs- und Freizeitaktivitäten sollen ab Sonntag eingestellt werden, Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als zehn Teilnehmern werden verboten. Normal weitergeführt werden sollen grundlegende Dienste wie Banken, Tankstellen und Supermärkte. Arbeitnehmer sollen so weit möglich von zuhause aus arbeiten, so Netanjahu weiter.

Zuvor hatte Netanjahu der Nutzung von Mobiltelefon- und anderer technischer Daten infizierter Personen zugestimmt, um deren Bewegungen auszuwerten.

20.15 Uhr: 3.795 Infektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Anstieg der bestätigten Infektionen in Deutschland. Diese werden mit 3.795 angegeben. Am Freitag waren es noch 3.062. Acht Menschen sind mittlerweile an Coronavirus-Infektionen gestorben. (Stand 15.00 Uhr).

20.00 Uhr: Shutdown in Frankreich

Auch Frankreich legt jetzt das öffentliche Leben still. Premier Philippe verkündete, dass ab Mitternacht Cafés, Bars, Restaurants und Kinos geschlossen werden. Nur Supermärkte, Apotheken, Banken und absolut nötige Einrichtungen blieben offen. Gewählt wird am Sonntag trotzdem. Wie in Bayern finden in Frankreich Kommunalwahlen statt. In Frankreich ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus binnen 24 Stunden auf 91 von 79 gestiegen. Das teilt die zuständige Behörde mit. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages auf 4.499 von 3.661.

19.30 Uhr: 1.441 Tote in Italien

In Italien dramatisiert sich die Lage mehr und mehr. Die Behörden melden nun 1.441 Todesfälle infolge von Coronavirus-Infekten. Das sind 175 Tote binnen 24 Stunden. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages auf 21.157 von 17.660. Auf den Intensivstationen italienischer Krankenhäuser würden derzeit 1.518 Menschen mit Coronavirus behandelt - eine Steigerung um 14 Prozent.

© BR

Nach Italien will auch Spanien eine Ausgangssperre für das ganze Land verhängen. Viele Länder setzen auf Abschottung und machen die Grenzen dicht.

19.20 Uhr: Münchner Kliniken setzen auf eigene Corona-Stationen

Während es am Münchner Uni-Klinikum am Sendlinger Tor bereits eine Station für Covid-19-Patienten gibt, laufen Vorbereitungen im Klinikum Großhadern. Ein Teil der Intensivstation soll für Infizierte freigeräumt werden, zudem wird eine weitere Station vorbereitet. Es sei eine rein logistische Vorbereitung, aktuell ohne Hektik, so der Pressesprecher der Uni-Klinik. Auch in den Münchener Kliniken Schwabing, Bogenhausen oder Neuperlach werden Kapazitäten auf den Intensivstationen geschaffen. Einem Sprecher zufolge ist aktuell noch keine der Intensivstationen voll belegt. Mehr dazu hier.

18.50 Uhr: Berlin verschärft Verbote

In Berlin sind jetzt Veranstaltungen ab 50 Personen verboten. Das teilte die Senatskanzlei mit. Kneipen, Bars, Spielhallen und Clubs müssen demnach schließen. Auch Kinos, Theater und Konzerthäuser dürfen nicht mehr öffnen. Auch der Sportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen ist verboten. Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen ihre Türen schließen. Die Maßnahmen gelten vorerst bis 19. April. Ausnahmen gelten für Restaurants, in denen vor Ort zubereitetes Essen verabreicht wird. Sie dürfen öffnen, wenn die Tische mindestens einen Abstand von 1,5 Meter voneinander haben.

18.47 Uhr: Köln weitet Veranstaltungsverbote aus

In Köln gelten ab Sonntag weitere Einschränkungen für die Bevölkerung. Jegliche Veranstaltungen sind bis einsschließlich 10. April verboten, meldet der WDR in seinem Live-Ticker. Das gilt für Kinos und Theater, aber auch für Gottesdienste. Clubs und Bars müssen ebenfalls schließen. Ausnahmen gelten für Veranstaltungen, die der Versorgung dienen. Dazu gehören Wochenmärkte, und auch Restaurants und Gaststätten dürfen geöffnet bleiben.

18.45 Uhr: Norwegen schließt ab Montag alle Flughäfen

Norwegen schließt vorübergehend alle Flughäfen ab Montagmorgen. Allen norwegischen Staatsbürgern sei es erlaubt, ins Land zurückzukehren, teilt Ministerpräsidentin Erna Solberg mit. Es gebe keinen Plan für eine Ausgangssperre. Die Regierung sei bereit, alles zu tun, um die Wirtschaft des Landes zu schützen.

17.40 Uhr: Trump hat sich auf Coronavirus testen lassen

US-Präsident Donald Trump hat sich unter wachsendem Druck auf das Coronavirus testen lassen. Er habe sich dem Test am Vorabend unterzogen. Ein Ergebnis werde erst in ein oder zwei Tagen vorliegen, sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Trump hatte am vergangenen Wochenende Medienberichten zufolge mit einem Mitglied einer brasilianischen Delegation für Fotos posiert, das später positiv auf das Virus getestet wurde.

17.35 Uhr: Notbetrieb bei Proben für Passionsspiele Oberammergau

Die Proben für die weltbekannten Oberammergauer Passionsspiele sind stark eingeschränkt worden. Alle Massenszenen sind vorerst bis Ende März ausgesetzt. Nur noch in Gruppen mit maximal zehn Darstellern werde geprobt, sagt Spielleiter Christian Stückl. Mit rund 2.400 Darstellern und Sängern wirkt fast der halbe Ort an den Aufführungen mit. Die Premiere soll eigentlich am 15. Mai sein. Bei einer Absage droht Oberammergau ein Millionenschaden. Am Montag soll es eine Sondersitzung mit Gemeindrat und Verantwortlichen der Passion geben.

17.30 Uhr: Syrien verschiebt Parlamentswahl

Wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus hat Syrien seine für April geplante Parlamentswahl um mehr als fünf Wochen verschoben. Neuer Termin ist der 20. Mai, wie das Präsidentenamt in der Hauptstadt Damaskus mitteilte. Das habe Präsident Baschar al-Assad als Präventivmaßnahme angeordnet. Die syrische Regierung hat bisher noch keinen Fall von Coronavirus gemeldet. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden jedoch Dutzende Menschen unter Quarantäne gestellt.

17.10 Uhr: USA verbieten auch Briten und Iren Einreise

Die US-Regierung hat ihr Einreiseverbot für europäische Staaten auch auf Großbritannien und Irland ausgeweitet. Das kündigte US-Präsident Trump mit. Laut Vizepräsident Mike Pence tritt die Maßnahme um Mitternacht in der Nacht von Montag auf Dienstag in Kraft. Amerikaner und Personen mit Green Card, die sich in diesen beiden Ländern aufhielten, dürften auch danach weiter in die USA einreisen. Sie müssten sich aber testen lassen und sollten sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben. Die beiden Länder waren von dem bereits geltenden Einreisestopp für 26 europäische Staaten bislang ausgenommen.

17.00 Uhr: Spanien verhängt wohl Ausgangssperre

Nach Italien will nun wohl auch die spanische Regierung den Notstand erklären. Der Nachrichtenagentur Reuters liegt ein entsprechendes Regierungsdokument vor, in dem von einem 15-tägigen Notstand die Rede ist. Die Tageszeitung "El Mundo" berichtet von bevorstehenden strengen Auflagen. Die Zahl der Infektionen in Spanien ist binnen 24 Stunden um mehr als 1.500 nach oben geschnellt. Insgesamt sind laut Gesundheitsbehörden jetzt 5.753 Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 bekannt. Bis Freitag waren 120 Menschen an der Infektion gestorben.

16.05 Uhr: Weitere Corona-Infektionen im Bundestag

Auch in der Bundestagsfraktion der Grünen gibt es nun einen Corona-Fall. Ein Abgeordneter sei positiv getestet worden, sagte eine Sprecherin. Alle erforderlichen Maßnahmen seien ergriffen. In der FDP-Fraktion gibt es inzwischen einen dritten Fall, wie ein Fraktionssprecher bestätigte.

15:15 Uhr Einreiseverbote für Europäer auch in Südostasien

Auch Regierungen in Südostasien setzen nun auf Einreiseverbote für europäische Bürger und Schulschließungen. Vietnam und Kambodscha schlossen von Samstag an für einen Monat ihre Grenzen für Reisende aus mehreren europäischen Ländern, darunter auch aus Deutschland. Die Zahl der Infektionen in den südostasiatischen Ländern steigt: In Malaysia gab es am Samstag 238 Fälle, auf den Philippinen 98, in Indonesien 96, Thailand 82, Vietnam 47 und in Kambodscha sieben.

14.50 Uhr: Klöckner rät von Hamsterkäufen ab

Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hat von Hamsterkäufen abgeraten. Wegen der Coronakrise sei es vielerorts dazu gekommen, jedoch gebe es "keinen Anlass" für Hamsterkäufe, mahnte Klöckner. Es gebe aktuell keine Versorgungsengpässe. Die Ministerin rief alle Bürger auf, ihre Vorräte "mit Augenmaß und umsichtig aufzustocken". Wichtig sei, nur das zu lagern, "was auch normalerweise im Alltag genutzt und verbraucht wird, um nicht Lebensmittel und wichtige Ressourcen zu verschwenden".

14.30 Uhr: Heiligenblut in Kärnten unter Quarantäne

Der Ort Heiligenblut an der Großglockner Hochalpenstraße im österreichischen Bundesland Kärnten steht bis zum 29. März unter Quarantäne. "Einheimische und österreichische Urlaubsgäste sollen in ihren Quartieren bzw. Häusern bleiben", heißt es in einer Mitteilung der Bezirkshauptmannschaft Spittal an der Drau. Wie in Tirol können auch in dem Kärtner Ort die ausländischen Gäste eine "geordnete Heimreise" antreten. Neben den Tiroler Orten Ischgl, Kappl, See, Galtür und St. Anton am Arlberg ist nun ein weiterer Ort in Österreich isoliert.

13.50 Uhr: Zahl der Coronavirus-Infektionen in Bayern bei 681

In Bayern ist die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf 681 Menschen gestiegen (Stand 13.00 Uhr). Dies seien 123 Fälle mehr als am Vortag, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Mit 364 gibt es die meisten registrierten Infektionen in Oberbayern, davon in München 178 Fälle, in Freising 51 Fälle und in Starnberg 34 Fälle. Die Zahl 681 beinhaltet die 14 sogenannten Webasto-Fälle und drei Bayern, die außerhalb des Freistaats positiv getestet wurden.

13.45 Uhr: Zugspitzbahn stellt Gästebetrieb ein

Die Bayerische Zugspitzbahn stellt bis auf Weiteres den Gästebetrieb auf der Zugspitze und im Skigebiet Garmisch Classic ab Montag ein. Das bedeutet das vorzeitige Saisonende für die Skigebiete, sowie die komplette Schließung der Zugspitze, darunter fallen beispielsweise auch die Seilbahn und die Gletscherbahn. Für Sonntag meldete der Betreiber eine Limitierung der Besucherzahl. Von der Schließung nicht betroffen ist der öffentliche Nahverkehr zwischen Garmisch-Partenkirchen und Grainau. Weitere bayerische Skigebiete schließen.

12.42 Uhr: Bundesgesundheitsministerium warnt vor Fake-News

Das Bundesgesundheitsministerium hat die Bevölkerung vor Falschnachrichten und Panikmache angesichts der Corona-Krise gewarnt. "Achtung Fake News", schrieb das Ministerium am Samstag auf Twitter. "Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit/die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT! Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen."

11:52 Uhr: Kanzlerin Merkel bildet Kabinettsausschuss

Die Bundesregierung hat einen Kabinettsausschuss zum Coronavirus sowie ein Krisenstab von Gesundheits- und Innenministerium gebildet und eine enge Abstimmung mit den europäischen Partnern sowie Ländern und Kommunen verabredet. Alle politischen Maßnahmen würden an den Empfehlungen der Fachleute in Deutschland ausgerichtet. Das gab Kanzlerin Merkel (CDU) in ihrem Podcast bekannt.

11.38 Uhr: Merkel: Auch Kontakt im familiären Umfeld vermeiden

In ihrer wöchentlichen Videobotschaft hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu aufgerufen, soziale Kontakte derzeit weitgehend einzustellen, "wo immer das möglich ist". "Jeder und jede kann mit seinem und ihrem persönlichen Verhalten dazu beitragen, dass sich die Geschwindigkeit, in der Menschen infiziert werden, so verlangsamt, dass unser Gesundheitssystem nicht überfordert wird", sagte sie. Gleichzeitig fordert sie Veranstaltungen zu meiden, die nicht notwendig seien - auch bis hinein ins familiäre Umfeld.

11:31 Uhr: Türkei verhängt Einreisestopp für Deutsche

Die Türkei hat seit Samstagmorgen die Einreise für Bürger aus neun europäischen Ländern verboten - zunächst unbefristet. Dazu zählen neben Deutschland auch Österreich, Spanien, Frankreich, Dänemark und Schweden. Die Flüge in die neun Länder werden bis zum 17. April ausgesetzt.

11.20 Uhr: Landesschülerrat: Keine Nachteile durch Corona

Nach der Schließung der Schulen fordert der Landesschülerrat in Bayern einen runden Tisch, um die Interessen der Schüler vertreten zu können. Den Schüler-Vertretern aus Bayern geht es darum, die gleichen Chancen wie Schüler aus anderen Bundesländern zu haben. Wegen Corona dürfe es keine Nachteile geben, sagt Joshua Grasmüller, Landesschülersprecher der Gymnasien in Bayern. Auch die Planungssicherheit der Abschlussprüfungen ist ein wichtiges Anliegen.

10.44 Uhr Italiener musizieren an Fenstern und auf Balkonen

In den vergangen Tagen wurden in den Online-Diensten Facebook, Instagram und Twitter zahlreiche Videos von musizierenden Italienern veröffentlicht, die sich trotz Coronavirus-Epidemie ihr positives Lebensgefühl nicht nehmen lassen. Auf den Videos sind Menschen zu sehen, die sich an ihren Fenstern versammeln, tanzen, den Nachbarn zuwinken und etwa die Nationalhymne "Fratelli d'Italia" singen. Ein weiterer Titel, der am Freitagabend in Rom zu hören war: "Grazie Roma", ein beliebtes Lied aus den 1990er Jahren. Im Liedtext heißt es unter anderem: "Sag mir, was es ist, das uns das Gefühl gibt, zusammen zu sein, auch wenn wir getrennt sind."

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Millionen Italiener müssen wegen des Coronavirus zuhause bleiben - aber Musizieren dürfen sie noch. In Turin und anderen Orten stellten sich Menschen mit ihren Instrumenten auf die Balkone, um gegen die Langeweile anzuspielen.

09.54 Uhr: Bundeswehr unterstützt im medizinischen Bereich

Kreise und Kommunen erhalten in der Corona-Krise auch Unterstützung von der Bundeswehr. "Die Bundeswehr unterstützt aktuell die zivilen Gesundheitsbehörden im Kampf gegen das Coronavirus im Rahmen von Amtshilfe", sagte ein Sprecher der "Rheinischen Post". Es gehe zurzeit um Bereitstellung von Laborkapazitäten, medizinischer Schutzausrüstung wie Masken und Kittel sowie Unterstützung mit medizinischem Fachpersonal.

Eine stärkere Einbindung der Bundeswehr zur Krisenbekämpfung fordert der bayerische Ministerpräsident Söder (CSU). Sie müsse mit Pflegepersonal, Ärzten, Laboreinrichtungen und Kapazitäten in ihren Krankenhäusern mithelfen. "Das ist angesichts dieser Krise unabdingbar", sagte der CSU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

09.42 Uhr: Vatikan ruft zu Solidarität auf

Der Vatikan hat Regierungen weltweit zur Unterstützung armer Staaten beim Kampf gegen die Corona-Krise aufgerufen. Länder mit schwachen Gesundheitssystemen seien mit den Auswirkungen der Virus-Epidemie überfordert. Jetzt gelte es internationale Solidarität zu zeigen und Mittel und Ressourcen zu teilen, erklärte der für Entwicklungsfragen zuständige Kurienkardinal Peter Turkson in Rom. Die Krise müsse eine Gelegenheit sein, Verbundenheit zwischen Staaten und Freundschaft zwischen Völkern zu stärken.

09.20 Uhr: Apple schließt Läden weltweit - außer in China

Apple schließt wegen der Coronavirus-Ausbreitung alle seine Läden außerhalb Chinas für zwei Wochen. Man wolle damit dazu beitragen, die Krankheit zu bremsen, erklärt Firmenchef Tim Cook am Samstag. Der iPhone-Konzern hat außerhalb Chinas rund 460 hauseigene Geschäfte. In den vergangenen Tagen hatte Apple bereits die Geschäfte in Italien dicht gemacht. Die gut 40 Apple Stores in China sind inzwischen nach zum Teil längeren Schließungen alle wieder geöffnet. Die Coronavirus-Krise hatte in den vergangenen Wochen auch die iPhone-Produktion beeinträchtigt.

09.07 Uhr: Bayerns Sehenswürdigkeiten schließen

Die Bayerische Schlösserverwaltung schließt alle ihre Sehenswürdigkeiten. Das teilt die Abteilung des Finanzministeriums online mit. Damit ist ab sofort ein Besuch der Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau im Ostallgäu nicht mehr möglich. Auch die Schlösser Linderhof und Nymphenburg, die Münchner Residenz, die Nürnberger Kaiserburg wie auch die Würzburger Residenz bleiben bis auf weiteres geschlossen, genauso wie Herrenchiemsee, die Walhalla oder die Befreiungshalle in Kelheim. Wie lange, ist nicht bekannt. Auch große Museen wie das Deutsche Museum in München mit allen Zweigstellen bleiben ab heute geschlossen, mindestens bis zum 19. April, dem letzten Tag der Osterferien.

08.14 Uhr: Erster Corona-Todesfall in Luxemburg

In Luxemburg gibt es einen ersten Corona-Todesfall. Eine 94-jährige Person sei an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus gestorben, teilte die luxemburgische Regierung am Freitagabend mit. Der Fall zeige, dass vor allem ältere Menschen besonders geschützt werden müssten. Mit einem Paket an Maßnahmen versucht auch Luxemburg, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Unter anderem sind Schulen und Kindertagesstätten ab Montag für zwei Wochen geschlossen. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 ist im Großherzogtum auf 38 gestiegen.

07.00 Uhr: USA einigt sich auf Coronavirus-Hilfspaket

In den USA haben sich Regierung und Opposition auf ein Hilfspaket im Kampf gegen das Coronavirus geeinigt. Das Repräsentantenhaus stimmte in der Nacht zum Samstag mit großer Mehrheit für ein Gesetzespaket, das unter anderem kostenlose Virustests ermöglichen soll.

Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in den USA sei das Wichtigste nun "testen, testen, testen", sagte Oppositionsführerin Nancy Pelosi nach der Einigung mit der Regierung. Das Hilfspaket soll es daher auch Menschen ohne Krankenversicherung ermöglichen, sich kostenlos testen zu lassen. Außerdem soll es eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sicherstellen, die Arbeitslosenversicherung stärken und mehr Geld für das staatliche Gesundheitssystem Medicaid und für kostenlose Schulessen bereitstellen.

06.36 Uhr: Tirol zu Risikogebiet erklärt - Madrid ebenfalls

Das Robert Koch-Institut hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus jetzt auch das österreichische Bundesland Tirol zum Risikogebiet erklärt. Ebenfalls zum Risikogebiet ernannt wurde die spanische Metropolregion Madrid. Das RKI ergänzte seine Liste der internationalen Risikogebiete, auf der bereits Italien, der Iran, die Provinz Hubei in China, die Provinz Nord-Gyeongsang in Südkorea und die Region Grand Est in Frankreich standen, am Freitagabend um Madrid und Tirol.Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) empfahl allen Reisenden, die in den vergangenen zwei Wochen in Italien, in Österreich oder in der Schweiz waren, zwei Wochen zu Hause zu bleiben. "Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie 2 Wochen zu Hause - unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht", schrieb Spahn am Abend auf Twitter.

Samstag, 14. März 2020

22.10 Uhr: Merkel verspricht Wirtschaftsverbänden umfassende Hilfe

Kanzlerin Angela Merkel hat den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft bei einem Gespräch im Kanzleramt zugesagt, "alles Notwendige zu tun, um die Wirtschaft in dieser besonderen Lage zu stabilisieren". Bei dem Gespräch sei diskutiert worden, wie sich die Epidemie voraussichtlich auf die Wirtschaft in Deutschland auswirken werde, teilt ein Regierungssprecher mit. Dabei hätten diejenigen Branchen im Fokus gestanden, die besonders stark von den Verwerfungen betroffen seien. Auch die mögliche Störung von Lieferketten sei ein Thema gewesen.

21.52 Uhr: Wirtschaftliche Unterstützung für Tourismusbranche

Das Bundeswirtschaftsministerium hat der besonders vom Coronavirus betroffenen Tourismusbranche explizit Unterstützung zugesagt. "Die Bundesregierung wird alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, damit Unternehmen sicher durch die Krise kommen", hieß es. Zentrale Instrumente seien umfassende Liquiditätshilfen und Expressbürgschaften.

21.49 Uhr: Länderspiel gegen Italien abgesagt

Die Stadt Nürnberg hat die Austragung des Länderspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 31. März gegen Italien untersagt. Wie der DFB am Freitagabend mitteilte, verbot die Stadt wegen der Coronavirus-Krise Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen, wodurch eine Absage des Spiels unumgänglich sei.

20.47 Uhr: Italien-Rückkehrer sollen auch ohne Symptome daheim bleiben

Das Bundesgesundheitsministerium hat alle kürzlich aus Italien, Österreich oder der Schweiz Zurückgekehrten aufgefordert, sich selbst in Quarantäne zu begeben. "Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen zu Hause", hieß es von Minister Spahn (CDU) und seinem Ministerium im Kurznachrichtendienst Twitter. Dies gelte "unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht".

20.38 Uhr: Trump ruft nationalen Notstand aus

US-Präsident Donald Trump ruft wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA den nationalen Notstand aus. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus freigesetzt, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. Die Verkündung des nationalen Notstandes war erwartet worden.

20.16 Uhr: TV-Moderator Johannes B. Kerner positiv getestet

TV-Moderator Johannes B. Kerner ist nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Testergebnis sei für ihn "etwas überraschend" gekommen, schrieb der 55-Jährige am Freitag im Onlinedienst Instagram. "Ich befinde mich in häuslicher Quarantäne, so wie das jetzt notwendig ist."

Ihm gehe es sehr gut, er habe "praktisch keine Symptome", schrieb er und ermunterte gleichzeitig dazu, sich umsichtig zu verhalten: "Abstand halten, hygienisch sein, möglichst wenig direkte soziale Kontakte".

19.59 Uhr: Polen schließt ebenfalls Grenzen

Polen macht seine Grenzen für Deutsche und alle anderen Ausländer dicht. Dies teilte der Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Warschau mit. Polnische Staatsbürger, die ins Land zurückkehrten, würden für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Restaurants, Bars und Casinos würden vorübergehend geschlossen.

19.50 Uhr: Spahn will medizinisches Personal aus Ruhestand holen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will einem Medienbericht zufolge in der Corona-Krise Arzt-Rentner sowie Pfleger und Krankenschwestern, die im Ruhestand sind, reaktivieren. Das berichtete zuerst die "Bild" unter Berufung auf einen Brief Spahns an die Geschäftsführer der deutschen Krankenhäuser.

19.16 Uhr: Dänemark schließt Grenzen ab Samstag

Dänemark schließt in der Corona-Krise bis auf Weiteres seine Grenzen. Die Maßnahme gelte ab dem morgigen Samstag um 12.00 Uhr, teilte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen mit.

19.00 Uhr: Inzwischen laut RKI 3062 bestätigte Infektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet einen Anstieg der bestätigten Infektionen in Deutschland, inzwischen seien es 3062. Am Donnerstag waren es noch 2369. Die Zahl der Todesfälle wurde mit fünf angegeben.

18.59 Uhr: In Berlin sollen ab Dienstag Kneipen und Bars geschlossen bleiben

In Berlin sollen einem Medienbericht zufolge alle Kneipen und Bars geschlossen werden. Das Verbot gelte ab Dienstag, weil erst dann der Senat formal die rechtlichen Voraussetzungen schaffen könne, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller laut der "Berliner Morgenpost". Restaurants bleiben demnach mit Auflagen wie bestimmten Abstandsregeln vorerst geöffnet.

18.42 Uhr: Mehr Briefwahlen wegen Coronavirus in Franken

Wegen der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus haben dieses Jahr wesentlich mehr Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Das teilte das Wahlamt der Stadt Nürnberg mit. 23,1 Prozent der Wahlberichtigten haben Briefwahl beantragt. Bis zum Abend gingen mehr als 90.000 Anträge ein, die Hälfte davon auf elektronischem Weg.

Bei der Kommunalwahl vor sechs Jahren stimmten 17,2 Prozent der Nürnberger per Post ab. Ähnlich sind die Zahlen in Fürth. Dort stieg die Anzahl der Briefwahlanträge um etwa 6.000 auf fast 18.000, das sind rund 18 Prozent aller Wahlberechtigten. Lediglich in Erlangen gab es keinen signifikanten Anstieg gegenüber der Wahl vor sechs Jahren: Auch heuer haben nach Informationen des Wahlamts rund 28 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme per Post abgegeben.

18.30 Uhr: Zahl der Todesfälle in Italien schießt in die Höhe

In Italien ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus binnen 24 Stunden um 25 Prozent auf 1266 gestiegen. Die Zahl neuer Todesfälle von 250 sei die höchste seit Beginn des Krankheitsausbruchs, meldet die Zivilschutzbehörde. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages um rund 17 Prozent auf 17.660.

18.25 Uhr: Berliner Philharmoniker gratis im Stream

Die Berliner Philharmoniker stellen während der Schließung ihres Saals mehr als 600 Konzerte kostenlos als Streams im Internet zur Verfügung. In der "Digital Concert Hall" seien Aufnahmen aus mehr als zehn Jahren abrufbar, darunter 15 Konzerte mit dem neuen Chefdirigenten Kirill Petrenko, teilte das Orchester am Freitag mit. Dazu kämen Pausengespräche mit Dirigenten und Solisten sowie Dokumentationen zur Orchestergeschichte ebenso wie die Projekte des Education-Programms des Orchesters.

Mit dem Code "BERLINPHIL" könnten nach einer Registrierung alle Konzerte und Filme für 30 Tage kostenfrei abgerufen werden. Der späteste Termin zum Einlösen des Codes sei der 31. März 2020.

18.10 Uhr: Türkei stellt wegen Coronavirus Flüge nach Deutschland ein

Die Türkei stellt als Vorsichtsmaßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus Flüge nach Deutschland und in acht weitere europäische Länder vorübergehend ein. Ab Samstagmorgen 8.00 Uhr Ortszeit (6.00 Uhr MEZ) werde es keine Flugverbindungen nach Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Norwegen, Niederlande, Spanien und Schweden geben, sagte der türkische Transportminister Mehmet Cahit Turhan am Freitag in Ankara. Die Maßnahme gelte vorerst bis 17. April.

18.05 Uhr: Britische Regierung verschiebt Kommunalwahlen

Die Regierung in London will die anstehenden Kommunalwahlen in Großbritannien um ein Jahr verschieben. Entsprechende Gesetzgebung werde auf den Weg gebracht, sagte eine Regierungssprecherin am Freitag. Eigentlich sollten viele Briten am 7. Mai neue Bezirksräte, Bürgermeister und Polizeichefs wählen.

17.45 Uhr: RKI: Langfristig mehr als 50 Millionen Corona-Infektionen möglich

In Deutschland könnten sich nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts in einem Zeitraum von ein bis zwei Jahren 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung mit dem neuen Coronavirus infizieren. Das entspricht bei gut 83 Millionen Einwohnern etwa 50 bis 58 Millionen Menschen. Diese Schätzung beruhe auf Modellrechnungen, erläuterte RKI-Präsident Lothar Wieler. Kalkuliert werde das unter anderem mit dem Wissen, dass hier ein bisher unbekanntes Virus durch Tröpfcheninfektion übertragen wird und eine Pandemie auslöst.

Die Pandemie werde von selbst gestoppt, wenn sich immer mehr Menschen infiziert hätten und eine Immunität aufbauen, sagte Wieler. Von den bisher mehr als 2300 beim RKI registrierten Infizierten in Deutschland seien viele bisher gar nicht erkrankt oder schon wieder genesen. Dennoch werde diese Pandemie Deutschland noch lange beschäftigen. "Es wird weiter einen Anstieg der Fallzahlen geben. Wie lange, ist unklar."

17.41 Uhr: Louisiana verschiebt wegen Corona als erster US-Bundesstaat Vorwahl

Wegen der Coronavirus-Krise verschiebt Louisiana als erster US-Bundesstaat die Präsidentschaftsvorwahl der oppositionellen Demokraten. Die für Anfang April geplante Vorwahl werde auf den 20. Juni verschoben, sagte ein Vertreter des Bundesstaates am Freitag. In Louisiana wurde wegen des Coronavirus zudem der Notstand ausgerufen.

17.35: Biathlon-Saison wird am Samstag beendet

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Saison der Biathleten am Samstag vorzeitig beendet. Im finnischen Kontiolahti sollen noch die beiden Verfolgungsrennen der Männer (13.45 Uhr/ARD und Eurosport) und Frauen (15.45 Uhr) unter Ausschluss der Zuschauer ausgetragen werden, ehe der Wettkampfbetrieb eingestellt wird. Das teilte der Weltverband IBU am Freitag mit, nachdem es nach dem Frauen-Sprint ein Teammeeting gegeben hatte. Damit fallen die beiden Mixed-Staffeln am Sonntag aus.

Zuvor war bereits das Weltcup-Finale kommende Woche in Oslo ersatzlos gestrichen worden, zudem waren wie auch im tschechischen Nove Mesto in Kontiolahti die Fans ausgeschlossen worden.

17.15 Uhr: WHO: Europa jetzt Epizentrum der Coronavirus-Pandemie

Europa ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt weltweit die am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Region der Welt. In Europa würden mehr Infektionen und Todesfälle gemeldet als in allen anderen Ländern außerhalb Chinas zusammen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. "Europa ist jetzt zum Epizentrum der Covid-19-Pandemie geworden", sagte er. "Es werden jeden Tag mehr Fälle gemeldet als auf der Höhe der Epidemie in China" sagte er.

Tedros rief alle Länder der Welt auf, weiter rigoros gegen die Ausbreitung zu kämpfen, Infizierte zu finden, zu isolieren, Kontaktpersonen der Infizierten zu überwachen und Abstand zu anderen Menschen zu halten.

17.00 Uhr: Macron: G7-Videokonferenz wegen Coronavirus am Montag

Im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie wollen sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Videokonferenz beraten. Die Sonder-Schalte soll am Montag stattfinden, wie Macron am Freitag ankündigte. Dabei soll über gemeinsame Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wie die Entwicklung eines Impfstoffes beraten werden.

16.16 Uhr: Die DFL stellt Spielbetrieb vorerst ein

Die Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundesliga am Wochenende werden nun doch verschoben. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) sagt die Spiele ab. Bei zwei Zweitligisten hatten sich Spieler mit dem Coronavirus angesteckt.

16.05 Uhr: Keine LKW-Grenzkontrollen von und nach Tirol

Joachim Herrmann, bayerischer Innenminister, sagte im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Abend), dass es vorerst keine Beschränkungen für LKW an der bayerisch-österreichischen Grenze geben wird: "Es ist zwischen dem Landeshauptmann von Tirol und mir gestern Abend abgestimmt worden, dass Tirol die ganzen Beschränkungen, die Tirol ja gerade in den letzten Monaten immer wieder für den LKW-Verkehr erlassen hat, aufhebt. Und Tirol auch ungehinderten LKW-Verkehr, nun auch ausdrücklich am Wochenende, am Samstag und am Sonntag zulässt, und wir machen das parallel dazu in Bayern auch."

Darüber hinaus forderte Herrmann, dass sich die Innenminister auch mit Einreiseverboten  für Menschen aus China und dem Iran beschäftigen. "Darüber muss jetzt schon sehr schnell geredet werden, ob über die üblichen Kontrollen beispielsweise bei der Einreise am Flughafen hinaus, wir ein generelles Einreiseverbot von Personen aus solchen Ländern erlassen."

16.00 Uhr: In 13 Bundesländern bleiben Schulen und Kitas vorerst zu

Die meisten Bundesländer schließen ab Montag ihre Schulen und Kindertagesstätten, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verlangsamen. Am Freitag haben 13 der 16 Landesregierungen angekündigt, dass die Einrichtungen ganz oder teilweise dicht bleiben. Hessen und Brandenburg wollten im Laufe des Abends noch eine Entscheidung bekanntgeben.

15.50 Uhr: Nationalpark Bayerischer Wald schließt alle Besuchereinrichtungen

Wegen der Coronakrise schließt auch der Nationalpark Bayerischer Wald ab Montag all seine Besuchereinrichtungen, also das Haus zur Wildnis in Luwdigsthal, das Hans-Eisenmann-Haus, das Waldgeschichtliche Museum, außerdem das Wildniscamp und das Jugendwaldheim. Außerdem finden keine Führungen mehr statt und auch keine sonstigen Veranstaltungen. Das gilt zunächst bis zum Ende der Osterferien, also bis 19. April. Offen bleiben alle Wanderwege im Nationalpark und auch die Tierfreigelände, durch die man ohnehin ohne Eintritt durchspazieren kann. Die Nationalparkverwaltung weist aber darauf hin, dass auf grenzüberschreitenden Wanderwegen im Nationalpark kein Grenzübertritt nach Tschechien erlaubt ist. Tschechien schließt heute Nacht alle Grenzen nach Deutschland, um die Virusverbreitung einzudämmen.

15.46 Uhr: Spanien ruft wegen Coronavirus den Alarmzustand aus

Spanien ruft wegen der Corona-Krise den Alarmzustand aus. Diese Maßnahme solle am Samstag bei einem außerordentlichen Ministerrat verabschiedet werden, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Freitag in Madrid an. "Wir wollen alle Mittel des Staates mobilisieren, um die Bürger besser schützen zu können", betonte der Sozialist, der von einer "außerordentlichen Krise" sprach, auf einer Pressekonferenz. Spanien stehe "vor harten, schwierigen Wochen".

Der Alarmzustand ist die dritthöchste der in der spanischen Verfassung vorgesehenen Notfallstufen. Der Alarmzustand war bisher in Spanien nach der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1975 nur einmal ausgerufen worden: 2010 wegen eines Fluglotsenstreiks.

15.35 Uhr: Erzbistum München und Freising sagt alle Gottesdienste ab

Das Erzbistum München und Freising sagt wegen des Coronavirus alle öffentlichen Gottesdienste bis zum 3. April ab. Den Verantwortlichen sei bewusst, dass dieser Schritt das kirchliche Leben der Gläubigen erheblich einschränke. Dennoch habe der Gesundheitsschutz im Moment Vorrang, teilte das erzbischöfliche Ordinariat mit. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, entbindet die Gläubigen ausdrücklich von der sogenannten Sonntagspflicht, also von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen.

15.30 Uhr: Virologe Drosten: Ins Freie gehen - Flaschenbier trinken

Wegen der Coronavirus-Epidemie müssen sich die Menschen in Deutschland nach den Worten des Virologen Christian Drosten nicht von heute auf morgen zu Hause einschließen. "Wir haben jetzt im Moment in Deutschland noch nicht eine so hohe Infektionsdichte, dass man überall hinter jeder Ecke den nächsten Infizierten vermuten muss", sagte der Wissenschaftler der Berliner Charité am Freitag im NDR-Podcast. Bei Menschen, die momentan Symptome hätten, sei derzeit immer noch wahrscheinlicher, dass eine Grippe oder eine normale Erkältungskrankheit dahinterstecke.

"Natürlich kann man jetzt noch einkaufen gehen in den Supermarkt", sagte Drosten. Über Hamsterkäufe nachzudenken, sei Unsinn. Dazu gebe es keinen Anlass. Er empfehle insbesondere den Aufenthalt im Freien: Virus-Tröpfchen seien nur eine kurze Zeit in der Luft und fielen dann zu Boden. "Es ist nicht so, dass man sich beim Spazieren gehen, wenn man sich begegnet, infiziert."

Den Besuch einer Kneipe solle man sich hingegen eher überlegen - ein Treffen mit Freunden könne auch in die eigenen vier Wände verlagert werden. Aber im engen Kontakt mit vielen anderen Menschen über den Abend verteilt in einer Kneipe erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit. Auch über unzureichend gespülte Gläser könne das Virus übertragen werden. Er selbst bestelle generell immer, schon seit vielen Jahren, Bier aus der Flasche, sagte Drosten.

15.15 Uhr: Erzbistum München und Freising sagt alle Gottesdienste ab

Das Erzbistum München und Freising sagt wegen des Coronavirus alle öffentlichen Gottesdienste bis zum 3. April ab. Den Verantwortlichen sei bewusst, dass dieser Schritt das kirchliche Leben der Gläubigen erheblich einschränke. Dennoch habe der Gesundheitsschutz im Moment Vorrang, teilte das erzbischöfliche Ordinariat mit.

15.00 Uhr: Forderung, Flüchtlingslager in Griechenland zu evakuieren

Hilfswerke dringen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus auf eine Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland. "Die entsetzlichen Lebensbedingungen in den überfüllten Hotspots auf den Inseln sind ein idealer Nährboden für Covid-19", erklärte die Organisation Ärzte ohne Grenzen am Freitag in Berlin. Zuvor war die erste Infektion auf Lesbos bei einer Griechin bestätigt worden. Angesichts der mangelhaften Hygienebedingungen und der äußerst eingeschränkten medizinischen Hilfe sei nun die Gefahr groß, dass sich das Virus verbreite, hieß es weiter.

14.57 Uhr: Auch in Hamburg Schulen und Kitas von Montag an geschlossen

Wegen der Coronavirus-Pandemie werden auch in Hamburg die Schulen am Montag vorerst geschlossen. Außerdem wird der Regelbetrieb in den Kitas eingestellt. Das beschloss der Senat am Freitag auf einer Sondersitzung, über die Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Anschluss berichtete. Hamburg ist das zwölfte Bundesland mit flächendeckenden Schulschließungen.

14.55 Uhr: Freistaat schließt Museen und Bibliotheken

Im Freistaat schließen alle staatlichen Museen, Sammlungen, Archive von Samstag an bis zum 20. April, also bis nach den Osterferien. Dazu gehören auch Bibliotheken an Hochschulen.

14.52 Uhr: Bergbahnen an Wendelstein und Großem Arber stellen Betrieb ein

Die Bergbahnen am Wendelstein kündigten am Freitag die Einstellung ihres Betriebs an. Von Samstag an fahren die Wendelstein-Zahnradbahn in Brannenburg und die Seilbahn in Bayrischzell nicht mehr. An der Zugspitze läuft der Betrieb derzeit noch.

Nach Angaben des Verbandes Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte haben auch der Große Arber und das Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut im Bayerischen Wald auf freiwilliger Basis die Wintersaison wegen des Coronavirus beendet. "Wir rechnen allerdings in Kürze mit behördlichen Schließungen in Bayern", teilte der Verband mit.

14.45 Uhr: Thüringer Schulen bleiben ab Dienstag geschlossen

Auch in Thüringen bleiben zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus von Dienstag an alle Schulen und Kitas geschlossen. Das teilte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Freitag mit. Zuvor hatten sich wegen der Infektionsgefahr bereits zehn andere Bundesländer zu Schulschließungen in der kommenden Woche entschieden.

14.36 Uhr: Auch Hessen plant Schließung der Schulen

Wegen des Coronavirus sollen auch in Hessen landesweit die Schulen geschlossen werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Wiesbaden am Freitag aus Regierungskreisen. Unter Führung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will das Kabinett im Laufe des Tages zu einer Sondersitzung zusammenkommen und ein Maßnahmenpaket beschließen. Mit Hessen haben nun schon zehn Länder flächendeckende Schulschließungen geplant.

14.10 Uhr: Österreich schränkt Handel, Quarantäne für zwei Skigebiete

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz hat soeben Maßnahmen verkündet, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Bars, Cafés und Restaurants werden ab Montag um 15 Uhr geschlossen. Unternehmen sollen nach Möglichkeit auf Telearbeit umstellen. Außerdem bleiben viele Geschäfte in Österreich geschlossen. Offen bleiben Lebensmittelgeschäfte, Banken, Apotheken, Tierfuttergeschäfte, Drogerien, die Postfilialen und was sonst zur Grundversorgung notwendig ist.

Außerdem will Österreich ab Montag die Flugverbindungen zu den Ländern Schweiz, Spanien und Frankreich einstellen. Außerdem werden besonders betroffene Gebiete in Österreich unter Quarantäne gestellt. Dies sind das Paznauntal und die Gemeinde St. Anton am Arlberg. Die Gebiete würden bestmöglich versorgt, so Kurz. Auch Urlauber sind betroffen.

14.05 Uhr: Auch Rheinland-Pfalz schließt alle Schulen und Kitas

Auch Rheinland-Pfalz schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Montag die Schulen und Kindertagesstätten. Die Regelung gilt zunächst bis Ende der Osterferien am 17. April, wie das Bildungsministerium mitteilte. Eine Notbetreuung werde vor Ort ermöglicht. Rheinland-Pfalz ist das achte Bundesland, das flächendeckende Schulschließungen ankündigt.

13.30 Uhr: Stundung der Steuerschuld soll zinsfrei sein

Von der Virus-Krise betroffene Unternehmen sollen fällige Steuerzahlungen zinslos stunden können. Dies sollten die Finanzämter "ohne allzu detaillierte Prüfung schnell und unbürokratisch" genehmigen, sagt Finanzminister Olaf Scholz. "Wenn sie das tun, dann soll das auch zinsfrei geschehen." Bisher können die Finanzämter bei einer Stundung der Steuerschuld pro Monat 0,5 Prozent Zinsen verlangen.

13.15 Uhr: Olympischer Fackellauf in Griechenland abgesagt

Der Olympische Fackellauf in Griechenland ist abgesagt. Das teilt das Hellenische Olympische Komitee mit. Die erste Etappe nach der Entzündung der Flamme am Donnerstag hätte zu viele Zuschauer angezogen. Wegen der befürchteten Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus sei entschieden worden, die restlichen Etappen in Griechenland abzusagen. Die Fackel sollte eigentlich mehrere Tausend Kilometer durch Griechenland getragen werden, bevor sie einer Delegation aus Tokio übergeben wird. Die japanische Hauptstadt ist Austragungsort der diesjährigen Olympischen Sommerspiele.

13.10 Uhr: Bayern hebt Sonntagsfahrverbot für LKW auf

Innenminister Joachim Herrmann hat das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen in Bayern aufgehoben. Das gab sein Ministerium heute in einer Pressemitteilung bekannt. Das Ziel sei, dass Geschäfte und Firmen bestmöglich mit Waren beliefert werden könnten, sagte Herrmann. Die Regelung gelte ab sofort bis einschließlich Sonntag, den 29. März, für Transporte mit allen Gütern und Leerfahrten.

Das bayerische Innenministerium hatte bereits vor einer Woche aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus und der verstärkten Warennachfrage das Sonntagsfahrverbot für bestimmte Transporte des Einzelhandels gelockert. Dazu zählen laut Innenministerium Fahrten mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Für diese Transporte gelte die Regelung bis zum 30. Mai.

Das Sonn- und Feiertagsfahrverbot ist in der Straßenverkehrsordnung geregelt und gilt von 0 bis 22 Uhr für schwere Lkw. Für Transporte in andere Bundesländer brauchen die Fahrer eine Ausnahmegenehmigung aus dem entsprechenden Bundesland.

13.00 Uhr: Tschechien verhängt ab Montag kompletten Reisebann wegen Coronavirus

Tschechien verhängt im Kampf gegen das Coronavirus ab Montag einen kompletten Reisebann. Ausländer dürfen ab dem 16. März nicht mehr einreisen, Tschechen nicht mehr ausreisen, wie die Regierung in Prag am Freitag mitteilte. Bislang sind 117 Fälle von Corona-Infizierten in dem EU-Land registriert worden.

Bereits am Donnerstag hatte die tschechische Regierung ihre Grenzen für Reisende aus Deutschland und 14 weiteren "Risiko"-Ländern dicht gemacht. Regierungschef Andrej Babis rief zudem einen 30-tägigen Notstand aus und kündigte ein Verbot für Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit mehr als 30 Menschen an.

12.55 Uhr: Stadt Deggendorf schließt alle öffentlichen Einrichtungen

Die Stadt Deggendorf plant, alle öffentlichen Einrichtungen wegen der Corona-Krise zu schließen. Ab morgen (14.3.) wird das Ganzjahresbad "elyspo" geschlossen, ab Montag (16.3.) sollen alle Museen der Stadt, die Stadtbibliothek, das Jugendcenter, das Eisstadion und alle Turnhallen für den Vereinssport geschlossen werden. Ab Montag soll es zudem eine Hotline geben, um sich mit Sorgen und Nöten an die Stadt Deggendorf wenden zu können.

12.45 Uhr: Corona-Virus hat Auswirkungen auf Fürther Stadtverkehr

Das Corona-Virus hat Auswirkungen auf den Fürther Stadtverkehr. Bis auf Weiteres gibt es keinen Ticketverkauf durch das Fahrpersonal in den Fürther Bussen des Verkehrsbetriebs Infra. Zusätzlich ist der Einstieg nur noch über die hinteren Türen möglich. Das teilte die Infra Fürth mit. Zudem tritt der Ferienfahrplan schon ab Montag (16.03.20) in Kraft. Diese Vorkehrungsmaßnahmen werden getroffen, um Fahrgäste und Beschäftigte zu schützen, heißt es in der Mitteilung. Die Infra bittet die Fahrgäste zudem Tickets vor Fahrtantritt über öffentliche Automaten, das Kundencenter am Hauptbahnhof, online oder über die App der VGN zu kaufen. Als weitere Vorsichtsmaßnahme werden die Fürther Busse ab sofort täglich desinfiziert.

12.40 Uhr: Regierung sagt Kredite ohne Begrenzung zu

In der Coronavirus-Krise will die Bundesregierung den Unternehmen mit unbegrenzten Kreditprogrammen helfen. Als konkrete Hilfe für Unternehmen kündigt Finanzminister Olaf Scholz Steuererleichterungen an, etwa die Stundung von fälligen Steuern. Hinzu kämen Liquiditätshilfen: Die Bundesregierung werde "ohne Begrenzung" ein Kreditprogramm zu Absicherung der Kreditprogramme der Banken bereitstellen. Damit sei die Liquidität der Betriebe für die nächsten Jahre sichergestellt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier sagt, die Hilfszusagen würden für alle Unternehmen gelten, vom Klein- bis zum Großbetrieb.

12.30 Uhr: Iran: Zahl der Corona-Toten erneut drastisch gestiegen

Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten erneut drastisch gestiegen. Binnen eines Tages habe sich die Zahl der Toten von 429 auf 514 erhöht, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums Kianush Dschahanpur am Freitag in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen mit Sars-CoV-2 steigt auf 11364 – 1289 mehr als am Vortag.

11.58 Uhr: 1. FC Nürnberg meldet ersten positiven Corona-Befund

Mindestens eine Person beim 1. FC Nürnberg hat ein positives Corona-Testergebnis. Das hat der Verein bekannt gegeben. Demnach haben sich nach Bekanntwerden des Corona-Falls bei Nürnbergs letztem Zweitliga-Gegner Hannover 96 am Mittwoch, alle Spieler, Trainer und Betreuer des Clubs vorsorglich einem Corona-Test unterzogen. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass bei mindestens einer Testperson ein positiver Befund vorliegt. Einige Testergebnisse stehen noch aus, so der Verein.

11.27 Uhr: Bahn ermöglicht Umtausch von Sparpreis-Tickets in Gutscheine

Bahnreisende können ab nächster Woche Spartickets in Gutscheine umtauschen, um die Absage von Reisen in Zeiten von Corona zu erleichtern. Wie Bahnchef Richard Lutz im Bundesverkehrsministerium mitteilte, gelte die Regelung zunächst für Reisen bis Ende April. Es sei wichtig, um ein Zeichen zur Beruhigung zu senden, sagte Lutz. Gleichzeitig werde die Bahn ihren Betrieb möglichst aufrecht erhalten.

11.15 Uhr: DFL will Spielbetrieb einstellen

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will den Spielbetrieb in der ersten und zweiten Bundesliga ab kommenden Dienstag bis zum 2. April einstellen. Das teilte die DFL auf ihrer Homepage mit. Am Montag zuvor muss demnach erst noch die Mitgliederversammlung zustimmen.

11.10 Uhr: UEFA stoppt vorerst Spielbetrieb im Fußball-Europapokal

Die Europäische Fußball-Union hat den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Coronavirus-Krise vorerst ausgesetzt. Das teilte die UEFA am Freitag mit.

10.39 Uhr: Zwangspause für Bayerns Fußball-Amateure

Mehr als 25.000 Mannschaften in Bayern müssen wegen der Coronavirus-Epidemie eine Zwangspause einlegen. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) setzte am Freitag "als Vorsorgemaßnahme hinsichtlich der weiter steigenden Zahl von Corona-Infizierten und der dynamischen Lageentwicklung den kompletten Spielbetrieb bis einschließlich 23. März 2020 im ganzen Freistaat aus". Für den weiteren Tagesverlauf kündigte der BFV für den Laufe des weiteren Tages weitere Informationen an. Auch vom Training der Mannschaften wird abgeraten.

10.24 Uhr: Bundestag beschließt erleichtertes Kurzarbeitergeld im Schnellverfahren

Arbeitnehmer in Deutschland sollen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus durch öffentlich finanziertes Kurzarbeitergeld vor Arbeitslosigkeit geschützt werden. Der Bundestag beschloss in einem beispiellosen Schnellverfahren einstimmig einen Gesetzentwurf für erleichtertes Kurzarbeitergeld. Mehr Unternehmen als bisher sollen die Leistung der Bundesagentur für Arbeit ab April beantragen können. Betriebe sollen Kurzarbeitergeld schon nutzen können, wenn nur zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind - statt wie bisher ein Drittel. Die Sozialbeiträge sollen ihnen zudem voll von der Arbeitsagentur erstattet werden. Auch für Leiharbeiter soll Kurzarbeitergeld gezahlt werden können.

09.51 Uhr: Spanien ruft erstes Sperrgebiet aus

Erstmals nach Ausbreitung des Coronavirus ist in Spanien ein Gebiet zur Sperrzone erklärt worden. Die insgesamt knapp 70.000 Einwohner der katalanischen Nachbargemeinden Igualada, Vilanova del Camí, Santa Margarida de Montbui und Òdena dürfen das Sperrgebiet rund 60 Kilometer nordwestlich von Barcelona seit Donnerstagabend nicht mehr verlassen. Die Maßnahme gelte zunächst für 14 Tage, teilte die katalanische Regionalregierung mit. In dem Gebiet war die Zahl der Infektionsfälle am Donnerstag innerhalb kurzer Zeit von 20 auf 58 geklettert. Drei Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, kamen im Krankenhaus von Igualada bereits ums Leben.

09.20 Uhr: Vorsitzender des Zentralrats der Muslime: Freitagsgebete absagen

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat Moscheegemeinden empfohlen, ab sofort das Freitagsgebet in muslimischen Gotteshäusern auszusetzen. Auch weitere Veranstaltungen in den Moscheen sollten abgesagt oder verschoben werden, erklärte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek am Freitag in Berlin. Diese Regelung solle mindesten bis Ende März gelten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

09.15 Uhr: Markus Söder rüstet Bayern gegen Coronavirus-Ausbreitung

Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus im Freistaat hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) grundlegende Weichen gestellt: Von kommenden Montag an blieben die Schulen in Bayern geschlossen, gleiches gelte für Kindertagesstätten. "Das Ganze gilt jetzt vorläufig bis Ende der Osterferien", sagte Söder. Danach müsse neu sondiert werden. Unter Berufung auf Virologen sei Söder aber optimistisch, dass der beschlossene Schließungszeitraum dazu beitragen wird, die Ausbreitung des Coronavirus weiter zu verlangsamen.

"Kein Schüler soll aus dieser Situation einen Nachteil haben", versicherte Söder. Gleichzeitig warnte der CSU-Vorsitzende davor, Kleinkinder nun von Oma und Opa betreuen zu lassen. Ältere Menschen sind im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus besonders gefährdet. Entsprechend rief Söder dazu auf, die Kinderbetreuung in den nächsten Wochen "anders zu machen".

Zum Schutz der älteren Menschen würden die Besuchsrechte in Pflegeheimen, Krankenstationen oder ähnlichen stationären Einrichtungen mit hohem Anteil an Risikogruppen "massiv" eingeschränkt, um deren Gefährdung möglichst zurückzufahren.

Außerdem reduzierte der Ministerpräsident weiter die Teilnehmerzahl, die aus Sicht der Landesregierung derzeit bei Veranstaltungen angemessen sei. "Alles, was über 100 ist, ist jetzt in den nächsten Wochen nicht zu machen", sagte Söder. Entgegen anders lautender Medienberichte ergehe in den Städten aber keine Aufrufe an Gastronomiebetriebe, Bars oder Restaurants zu schließen.

08.18 Uhr: Australiens Innenminister mit Coronavirus infiziert

Der australische Innenminister Peter Dutton hat das Coronavirus. Er sei im Krankenhaus, teilte Dutton am Freitag mit. Er sei am Morgen mit erhöhter Temperatur und Halsschmerzen aufgewacht und habe sich testen lassen. Es gehe ihm gut. Das Virus Sars-CoV-2 breitet sich auch in Australien immer mehr aus. Die Regierung empfahl deswegen, ab Montag Veranstaltungen mit 500 oder mehr Menschen abzusagen, wenn sie nicht unbedingt nötig sind.

08.15 Uhr: Estland erklärt Ausnahmezustand

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hat Estland den Ausnahmezustand ausgerufen. Nach Angaben der Regierung in Tallinn gilt der Notstand bis zum 1. Mai. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen ab Montag geschlossen bleiben. Auch öffentliche Veranstaltungen sind untersagt, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zum Freitag mit. An Grenzen, Flughäfen und Häfen des baltischen EU-Landes werden Gesundheitskontrollen eingeführt, Einreisende müssen zudem in einem Fragebogen ihre vorherigen Aufenthaltsorte angeben. In dem baltischen Staat waren zuvor am Donnerstagabend 10 neue Corona-Infektionsfälle festgestellt worden. Damit stieg die Zahl an bestätigten Fällen auf 27.

07.43 Uhr: Tschechien kappt Zugverkehr nach Deutschland

Die tschechische Staatsbahn Ceske Drahy stellt ab der Nacht zu Samstag den Verkehr von und nach Deutschland ein. "Die Züge werden bis zur Staatsgrenze fahren und dann umkehren", teilte der Konzern am Donnerstag bei Twitter mit. Man reagiere damit auf die Ausrufung des Notstands durch die Regierung in Prag, um eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern.

06.30 Uhr: Saarland beschließt landesweite Schulschließungen

Als deutschlandweit erstes Bundesland hat das Saarland landesweite Schulschließungen ab Montag beschlossen. Dies geschehe aufgrund der Situation des Saarlandes als Grenzland zum Risikogebiet Grand Est in Frankreich, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zu Freitag mit. Demnach sollen von den Schließungen bis zum Ende der Osterferien auch Kitas geschlossen bleiben. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt.

03.41 Uhr: Chelsea-Stürmer Callum Hudson-Odoi mit Coronavirus infiziert

Kurz vor dem Champions-League-Duell beim FC Bayern ist FC Chelseas Stürmer Callum Hudson-Odoi positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der einst von den Münchnern umworbene 19-Jährige ist damit der erste Spieler in der Premier League, der sich mit Corona infiziert hat. Er zeigte am Montagmorgen Symptome vergleichbar mit einer leichten Erkältung und trainierte seitdem nicht. Hudson-Odoi muss nun in Quarantäne. Dies betrifft auch alle Personen, die zuletzt Kontakt mit ihm im Mannschaftsgebäude hatten. Dies betrifft erstmal das gesamte erste Team, die Trainer und einige Betreuer, wie der englische Fußball-Erstligist am Freitag mitteilte.

Freitag, 13. März 2020

23.45 Uhr: Kreuzfahrtschiff-Passagiere dürfen in Zypern nicht von Bord gehen

Wegen mehrerer Verdachtsfälle an Bord der "Marco Polo" dürfen die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs nicht in Zypern von Bord gehen. Wie der zyprische Verkehrsminister Yiannis Karousos am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte, darf das Schiff zwar in der Nähe der Küste der Mittelmeerinsel vor Anker gehen, die rund 800 Passagiere dürften das Schiff aber nicht verlassen. Medienberichten zufolge zeigten bereits mehrere Insassen der "Marco Polo" Corona-Symptome.

23.35 Uhr: Arsenal-Teammanager Artera positiv getestet

Prominenter Coronafall im englischen Fußball: Teammanager Mikel Arteta vom Premier-League-Klub FC Arsenal ist positiv auf das neue Virus Sars-Cov-2 getestet worden. Das teilten die Gunners am späten Donnerstagabend mit. Wie der Klub weiter mitteilte, wird als Folge der gesamte Trainerstab und der Profikader um die 2014er-Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi sowie Torwart Bernd Leno in Quarantäne gebracht. Das Trainingszentrum wurde vorübergehend geschlossen und soll desinfiziert werden. «Das ist sehr enttäuschend. Ich habe den Test gemacht, nachdem ich mich schlecht gefühlt hatte. Ich werde zurückkehren, sobald es mir erlaubt wird», wird Arteta zitiert. Arsenal erklärte weiterhin, die geplanten kommenden Spiele nicht auszutragen. Am Samstag hätte der Klub eigentlich bei Brighton and Hove Albion spielen sollen.

23.32 Uhr Olaf Scholz: Staatliche Beteiligungen sind als Krisenhilfe nicht auszuschließen

Als Hilfe für in Not geratene Unternehmen schließt Bundesfinanzminister Olaf Scholz auch zeitweise staatliche Beteiligungen nicht aus. "Natürlich ist das vorstellbar", sagt der SPD-Politiker am Abend im ZDF. "Das steht jetzt nicht an, aber das kann passieren, wenn die Dinge sich lange weiterentwickeln." Scholz fügte hinzu: "Und aus meiner Sicht ist das etwas, vor dem man überhaupt nicht zurückscheuen muss." Zusammen mit Wirtchaftsminister Peter Altmaier stellt Scholz am Freitag weitere Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft vor - bis hin zur Stundung von Steuerzahlungen.

23.34 Uhr: IOC Präsident Bach bekräftigt: Olympia findet statt

IOC-Präsident Thomas Bach hat erneut bekräftigt, dass die Olympischen Spiele 2020 in Tokio trotz der Coronavirus-Pandemie stattfinden sollen. Sollte die Weltgesundheitsorganisation WHO dem Internationalen Olympischen Komitee aber zur Absage raten, werde das IOC dem folgen, sagte Bach am Donnerstagabend in den «Tagesthemen» der ARD. «Wir hören auf den Rat der Weltgesundheitsorganisation, das ist die Expertengruppe, die für alle diese Fragen zuständig ist.»

23.29 Uhr: Fünf Coronavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff

Die Bahamas wollen ein Kreuzfahrtschiff eines britischen Unternehmens mit fünf Coronavirus-Patienten an Bord nicht andocken lassen. Vier Crew-Mitglieder und ein Passagier waren am Mittwoch auf der Insel Curaçao positiv auf das Virus getestet worden, wie das britische Unternehmen Fred. Olsen am Donnerstag mitteilte. Das Schiff Braemar habe deshalb vom Kurs einer Karibik-Kreuzfahrt, die am Donnerstag auf Barbados enden sollte, abweichen müssen. Es steuere nun die Bahamas an, wo es registriert sei.

23.20 Uhr: Bulgariens Regierungschef will den Notstand ausrufen

Bulgariens Regierungschef Boyko Borissov will für den Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie den Notstand ausrufen. Dem Parlament werde ein entsprechender Antrag vorgelegt. Dann können Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen werden.

23.01 Uhr: In Belgien bleiben Schulen, Restaurants und Clubs geschlossen

Im Kampf gegen das Coronavirus ordnet die belgische Regierung die vorübergehende Schließung von Schulen, Restaurant sowie Clubs an. Nur Lebensmittelgeschäfte und Apotheken sollen geöffnet bleiben, wie die Regierung mitteilt. Einige andere Läden müssten am Wochenende schließen. Die Maßnahmen sollen ab Mitternacht zunächst bis zum 3. April greifen. Der öffentliche Verkehr solle weiter in Betrieb bleiben.

22.50 Uhr: Portugal schließt ab Montag landesweit alle Schulen

Die Regierung Portugals schließt landesweit alle Schulen ab Montag, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Maßnahme gelte zunächst bis zum 9. April, teilte Ministerpräsident Antonio Costa im Fernsehen mit.

21.35 Uhr: Schulschließungen je nach Lage möglich

Nach einem Beschluss von Bund und Ländern sind bundesweit einheitliche Schulschließungen weiterhin nicht vorgesehen. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mitteilte, sei die Ausbruchslage regional verschieden, sodass Bund und Länder von einer bundesweit einheitlichen Schulschließung absehen. Je nach Lage müssten und könnten die Länder aber entscheiden, vorgezogene Osterferien zu veranlassen. Gleichzeitig rief Merkel dazu auf, "so weit wie möglich Sozialkontakte zu vermeiden".

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) deutete aber für Bayern bevorstehende Schulschließungen an. Am Freitag werde man "endgültig entscheiden, dass und wann wir die Schule vor Ostern schließen". Ob dies landesweit oder nur in Teilen Bayerns geschehen wird, blieb am Abend noch offen.

"Was notwendig ist, werden wir tun", sagte Söder. Das gelte auch für die Vorbereitung der Krankenhäuser, wofür man einen "Schutzschirm" beschlossen habe. "Durch Corona ist die Welt eine andere", daher brauche man nun "keine Panik, aber entschlossenes Handeln", so Söder.

  • Näheres will Söder am Freitag um 9 Uhr bekanntgeben. BR24 überträgt live.

21.20 Uhr: Dow Jones: Schwerster Verlust seit 33 Jahren

Die Aktienkurse an der Wall Street haben am Donnerstag den freien Fall nochmals beschleunigt. Das wegen des Coronavirus von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Europäer verschärfte die Talfahrt vom Vortag. Der US-Aktienindex Dow Jones verlor knapp zehn Prozent - der schwerste Verlust seit 33 Jahren, seit dem Börsencrash von Oktober 1987. Der Dow Jones büßte rund 2.350 Punkte ein und stand nach Handelsschluss bei etwa 21.200 Punkten.

21.06 Uhr: Tirol und Salzburg schließen alle Skigebiete

Tirol und Salzburg schließen wegen der Corona-Epidemie vorzeitig alle Seilbahnen und beenden die Wintersaison vorzeitig. Das teilten die Landesregierungen der beiden österreichischen Bundesländer mit. Grund seien die Versuche des Alpenlandes, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen.

Die Seilbahnen seien nur noch bis einschließlich Sonntag geöffnet, die Hotels und andere Beherbungsbetriebe bis einschließlich Montag. Der Montag sei gewählt worden, damit eine "geordnete Rückreise der Gäste" aus den Skigebieten erfolgen könne, hieß es aus Innsbruck und fast wortgleich aus Salzburg.

20.45 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Deutschland steigt auf sechs

Die Zahl der durch das Coronavirus gestorbenen Menschen in Deutschland ist auf sechs gestiegen. Eine 78-Jährige sei im Krankenhaus Heinsberg verstorben, teilte der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen mit. Die Frau habe an einer Lungenentzündung gelitten. "Die Infektion verlief aufgrund einer Vorerkrankung aus dem neurologischen Bereich kritisch." Wo sich die Frau angesteckt hatte, war den Angaben zufolge zunächst unklar.

20.20 Uhr: Frankreich schließt alle Schulen im Land

Wegen der Coronavirus-Krise bleiben in Frankreich alle Schulen geschlossen. "Ab Montag und bis auf Weiteres werden alle Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Universitäten geschlossen", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer TV-Ansprache.

20.14 Uhr: AfD verschiebt Bundesparteitag

Die AfD hat angesichts des sich weiter ausbreitenden Coronavirus in Deutschland ihren Parteitag verschoben. Die teilte ein Sprecher mit. Ursprünglich war das Parteitreffen für den 25. und 26. April in Offenburg angesetzt.

18.52: Weitere Landkreise verbieten Veranstaltungen ab 500 Teilnehmern

In Bayern haben die ersten Landratsämter ein Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern ausgesprochen. Das gilt bereits für die Landkreise Kronach, Lichtenfels, Hof, Bayreuth, Coburg, Bamberg, Kulmbach, Unterallgäu, Neu-Ulm und Fürth.

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus sei das auch die Empfehlung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), betonte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Bei Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen gebe das LGL schon allein aufgrund der Teilnehmerzahl die Empfehlung an die örtlichen Behörden, die Veranstaltung abzusagen oder zu verschieben. Bereits seit Mittwoch gilt in Bayern ein Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern.

18.45 Uhr: Todesfälle in Italien steigen auf mehr als 1.000

In Italien ist die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus auf mehr als tausend gestiegen. Seit dem Vortag seien 189 neue Todesfälle registriert worden, teilten die Behörden mit. Damit sind in Italien inzwischen 1.016 Menschen an ihrer Corona-Infektion gestorben. 15.113 Infektionen vermeldeten die Behörden am Donnerstag insgesamt - 2.651 mehr als am Vortag.

18.41 Uhr: Historischer Kurseinbruch an Frankfurter Börse

Die Ausbreitung des Coronavirus hat am Donnerstag historische Kurseinbrüche an den Börsen ausgelöst. In Frankfurt am Main schloss der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem Minus von 12,24 Prozent. Das ist der stärkste Tagesverlust seit 1989. Heftige Kurseinbrüche gab es auch in London und Paris. In der französischen Hauptstadt gab der Leitindex CAC der 40 größten Unternehmen um 565 Zähler auf 4.044,26 Punkte nach. Das war mit minus 12,28 Prozent ein größerer Verlust als am Tag der Terroranschläge in den USA vom 11. September 2001. Auch in den USA kam es zu massiven Kursverlusten: Der Aktienindex S&P 500 rutschte nach Handelsbeginn um sieben Prozent ab. Daraufhin wurde der Handel automatisch für 15 Minuten ausgesetzt.

18.00 Uhr: Universität der Bundeswehr stelle Lehrbetrieb ein

Wegen der Coronavirus-Epidemie stellt die Universität der Bundeswehr in Neubiberg ihren Lehrbetrieb bis 14. April ein. Wie ein Sprecher mitteilte, werde die Hochschule wohl aber "nicht komplett dicht gemacht". Wichtige Prüfungen sollen weiter abgehalten werden. Auch der Forschungsbetrieb läuft weiter. "Die Uni wird nicht komplett dicht gemacht." An der Universität der Bundeswehr im Münchner Stadtteil Neubiberg gibt es derzeit rund 3.400 Studierende, die von gut 200 Dozenten unterrichtet werden.

17.03 Uhr: Formel-1-Auftakt in Melbourne wird verschoben

Der Formel-1-Auftakt in Melbourne wird der BBC zufolge wegen des Coronavirus verschoben. Wie der britische Fernsehsender unter Berufung auf zwei hochrangige Funktionäre aus der Rennserie berichtet, findet der erste Grand Prix des Jahres in Australien nun doch nicht am Sonntag statt. Kurz zuvor hatte es den ersten Coronavirus-Fall in der Formel 1 gegeben und das betroffene McLaren-Team seinen Rückzug für das Rennen bekanntgegeben. Die Formel 1 musste wegen der Epidemie bereits das für den 19. April in China geplante Rennen verschieben. Der Grand Prix von Bahrain am 22. März wird im besten Fall und aus Sicherheitsgründen vor leeren Rängen ausgetragen.

16.50 Uhr: Kultusminister beraten in Berlin über Schulschließungen

Bei ihrem heutigen Treffen in Berlin waren sich die Kultusminister der Länder einig: Man dürfe der Corona-Ausbreitung nicht hinterlaufen. Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mahnte seine Amtskollegen an, es gelte nun, Maßnahmen zu treffen, die "auf den ersten Blick vielleicht hart wirken". Für Bayern schloss er landesweite Schulschließungen jedenfalls nicht aus - am morgigen Freitag hat er für 9 Uhr eine eigene Pressekonferenz in München angekündigt.

16.53 Uhr: Größtes NATO-Manöver "Defender 2020" fällt kleiner aus

Nach Exklusiv-Informationen des BR wird die größte Verlegung von US-Truppen nach Europa, das Manöver "Defender 2020" der NATO, stark modifiziert. Laut einem Sprecher der Bundeswehr fahren die US-Amerikaner ihre Truppenbeteiligung stark herunter. Aktuell sind bereits 5.600 US-amerikanische Soldaten in Europa, viel mehr werden es laut dem Sprecher nicht mehr werden. Demnach werde sich auch Trump demnächst dazu äußern.

Ursprünglich sollten 20.000 US-amerikanische Soldaten kommen. Die Transitveranstaltung in Deutschland wird voraussichtlich abgesagt.

16.40 Uhr: Landkreis Neu-Ulm erlässt Besuchsverbot in stationären Einrichtungen

Der Landkreis Neu-Ulm will besonders gefährdete Menschen vor Corona schützen. Deswegen hat das Landratsamt Neu-Ulm eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese besagt, dass Besucher die Alten- und Pflegeheime, Reha-Einrichtungen, ambulant betreute Wohngemeinschaften, Krankenanstalten, Hospize, Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie die drei Kliniken der Kreisspitalstiftung im Landkreis Neu-Ulm nicht mehr betreten dürfen. Das Landratsamt bittet alle Einrichtungen, dass sie das Besuchsverbot sofort umsetzen. Die Allgemeinverfügung ist bis auf Weiteres unbefristet gültig. Ausnahmen für das Besuchsverbot sind therapeutisch oder medizinisch notwendige Besuche, Handwerker für nicht aufschiebbare bauliche Maßnahmen sowie betriebsnotwendige An- und Ablieferungen.

16.00 Uhr: Erster Coronavirus-Todesfall in Bayern

Nun hat auch Bayern den ersten Coronavirus-Toten. Es handelt sich um einen 83-jährigen Patienten mit Vorerkrankung und Pflegebedürftigkeit, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Er verstarb demnach in der Nacht zum Donnerstag im Universitätsklinikum Würzburg.

15.35 Uhr: Hannover 96 stellt Mannschaft unter Quarantäne

Nach Timo Hübers hat sich auch Jannes Horn vom Fußball-Zweitligisten Hannover 96 mit dem Coronavirus infiziert. Der gesamte Kader der Niedersachsen befindet sich ab Donnerstag für 14 Tage in häuslicher Quarantäne. Dies teilte der Klub mit.

15.15 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten in Bayern erreicht 500

In Bayern ist die Zahl der nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus Infizierten auf 500 gestiegen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Webseite mit (Stand: 12 Uhr). Im Vergleich zum Vortag bedeutet das ein Plus von 134 Fällen. Zuletzt hatte es um die 50 Neuinfektionen pro Tag gegeben.

Am stärksten betroffen ist laut Übersichtskarte des Landesamtes der Großraum München mit derzeit 96 Fällen in der Stadt und 24 im Landkreis München, gefolgt vom Landkreis Freising mit 56 Fällen und dem Landkreis Starnberg mit 28 Fällen.

14.45 Uhr: Dax fällt um mehr als zehn Prozent

Aus Enttäuschung über die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Stützung der Wirtschaft fliehen immer mehr Anleger aus Aktien. Der Dax fiel am Donnerstag um bis zu 10,2 Prozent und steuerte auf den zweitgrößten Tagesverlust seiner Geschichte zu.

14.17 Uhr: Drastische Maßnahmen in Tschechien

Die tschechische Regierung hat in einer Sondersitzung beschlossen, für das Land den Notstand zu erklären. Laut Premierminister Andrej Babis gilt dies für 30 Tage. Bürger von 13 Ländern, die Tschechien als Krisengebiete einstufe, dürften nicht mehr einreisen. Dazu zählten neben China, Korea, dem Iran und Italien auch Länder wie Deutschland und Österreich.

14.15 Uhr: EZB kündigt zusätzliche Anleihekäufe an

Die Europäische Zentralbank wird ihre Anleihekäufe auf 120 Milliarden Euro steigern. Banken sollten günstig Kredite bekommen. Damit sollten sie die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie mildern.

14.05 Uhr: Slowakei schottet sich ab

Als Vorkehrung gegen die Ausbreitung des Coronavirus schottet sich die Slowakei von den umliegenden Ländern ab. Wie die Regierung mitteilte, werde der internationale Bus- und Zugverkehr ins Land gestoppt. Wer aus dem Ausland komme, müsste für 14 Tage in Quarantäne, sagte Ministerpräsident Peter Pellegrini. Internationale Flughäfen sollen geschlossen werden, ebenso alle Sport- und Freizeitzentren wie Schwimmbäder und Skigebiete. Es werden Grenzkontrollen eingeführt und nur Menschen mit Wohnsitz in der Slowakei ins Land gelassen. Schulen bleiben für 14 Tage geschlossen. Der internationale Frachtverkehr soll aber aufrechterhalten werden. Die Slowakei verzeichnet bislang zehn Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

13.30 Uhr: Taxifahrer wollen mit Preisnachlässen Insolvenzwelle verhindern

Die Taxibranche befürchtet angesichts der Einbußen durch die Coronavirus-Epidemie zahlreiche Insolvenzen und will darum mit Preissenkungen gegensteuern. Bundesverbands-Präsident Michael Müller schlägt vor, dass Inhaber von Monats- oder Jahreskarten für den öffentlichen Personennahverkehr zum halben Preis Taxi fahren können. Zugleich sollten für die Branche Sozialbeiträge, deren Meldung ansonsten zum 25. März fällig wäre, suspendiert werden können. Als dritten Schritt fordert der Verband eine Liquiditätsbeihilfe in Höhe von 1.500 Euro pro Fahrzeug und Monat der Krise, beginnend noch im März.

13.25 Uhr: Mehr als 100 Schulen in Bayern wegen Coronavirus geschlossen

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus waren am Donnerstag mehr als 100 Schulen in Bayern vollständig geschlossen. Davon betroffen waren nahezu alle Schularten, wie auf einer Internetseite des Kultusministeriums stand. Am Dienstag waren es noch rund 50 geschlossene Einrichtungen gewesen. Zur Einordnung: Insgesamt gibt es im Freistaat rund 6.000 Schulen.

Unter anderem der Verband Deutscher Realschullehrer hatte gefordert, Schulen auch in Bayern wegen der Infektionsgefahr sofort flächendeckend zu schließen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Dienstag allerdings gesagt, generelle Schulschließungen werde es im Freistaat aktuell nicht geben.

13.00 Uhr: Steinmeier: Deutschland wird Corona-Epidemie meistern

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist zuversichtlich, dass Deutschland die sich ausbreitende Corona-Epidemie bewältigen wird - auch dank des gut funktionierenden Gesundheitssystems. Das Virus fordere aber nicht nur den Staat, sondern auch jeden Einzelnen. Corona sei auch eine Probe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt: "Jeder Einzelne muss sich jetzt fragen: Was kann ich tun, um die Ausbreitung zu verlangsamen? Was kann ich tun, um Alte, Kranke und Schwache zu schützen? Was kann ich tun, meine Eltern und Großeltern, meine Arbeitskollegen zu schützen?

Die Menschen müssten außerdem auf Fußballspiele, große Konzerte oder Partys verzichten, auf alles, was nicht dringend erforderlich sei, um die Schwachen zu schützen. Und: "Wir müssen anderen, die die Öffentlichkeit meiden müssen, konkret helfen, zum Beispiel mit Einkäufen oder Behördengängen. (...) Unsere Selbstbeschränkung heute wird morgen Leben retten", sagte Steinmeier.

12.40 Uhr: EU verurteilt US-Verbot für Reisen aus Europa

Die Europäische Union hat das neue Einreiseverbot von US-Präsident Donald Trump wegen des Coronavirus als "einseitige" Regelung kritisiert. EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen argumentierten am Donnerstag, die Coronavirus-Pandemie sei eine "globale Krise, nicht auf irgendeinen Kontinent begrenzt und sie erfordert Kooperation statt einseitige Maßnahmen". Die EU sei nicht damit einverstanden, dass das Einreiseverbot "einseitig und ohne Absprache" verhängt worden sei.

Angesichts der landesweiten Schließung in Italien und anderer Maßnahmen wiesen von der Leyen und Michel Trumps Andeutung zurück, dass die EU nicht genug getan habe, um gegen das Virus vorzugehen. Trump hatte gesagt, die Infektionen in den USA seien auf Reisende aus Europa zurückzuführen, und von einem "ausländischen" Virus gesprochen.

12.25 Uhr: China sieht Höhepunkt der Epidemie überschritten

Im Kampf gegen die Corona-Krise geht China davon aus, den Höhepunkt der Virus-Epidemie hinter sich zu haben, so ein Sprecher der Nationalen Gesundheitskommission am Donnerstag. Die Zahl der Neuerkrankungen gehe zurück. Die am schwersten betroffene Provinz Hubei, in deren Hauptstadt Wuhan die Epidemie zuerst ausbrach, verzeichnete nach Angaben der Behörden mit acht Neuinfektionen erstmals nur eine einstellige Zahl.

12.20 Uhr: CDU verschiebt Sonderparteitag wegen Corona-Krise

Die CDU verschiebt wegen der Corona-Krise ihren für den 25. April geplanten Sonderparteitag zur Wahl eines Nachfolgers der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Ein neuer Termin steht noch nicht fest, wie es am Donnerstag in der Partei hieß.

Kramp-Karrenbauer erklärte, für die CDU sei klar, "die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen in unserem Land haben höchste Priorität". Jeder sei aufgerufen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

11.46 Uhr: Vierter Corona-Todesfall in Deutschland

In Baden-Württemberg ist erstmals ein positiv auf das neuartige Coronavirus getesteter Mensch gestorben. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Stuttgart mit. Es handle sich um einen 67 Jahre alten Mann. Es ist der bislang 4. Todesfall in Deutschland.

11.30 Uhr: Steinmeier ruft Bevölkerung zur Solidarität auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft die Bevölkerung dazu auf, sich gegenseitig bei der Bewältigung der Epidemie zu unterstützen. Nicht nur die Politik, sondern jeder Einzelne müsse sich fragen, was er tun könne um eine Ausbreitung zu verlangsamen und andere zu schützen. "Wir müssen unseren Alltag ändern, nicht allmählich, sondern jetzt."

Verzichtet werden müsse auf alles, was nicht dringend erforderlich sei. "Nach allem, was wir heute wissen, stehen wir noch am Anfang einer sehr ernst zu nehmenden Entwicklung." Die Epidemie sei eine Herausforderung, "die wir dank unseres gut funktionierenden Gesundheitssystems meistern können und die wir meistern werden".

11.19 Uhr: Großstadt Halle schließt alle Schulen und Kitas

Die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt schließt von diesem Freitag an alle Kindertagesstätten und Schulen. Das gelte vorerst bis zum 27. März, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Donnerstag in Halle.

11.10 Uhr: Spanische Minister müssen sich allesamt testen lassen

Sämtliche Minister der spanischen Regierung werden noch im Laufe des Tages auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Anlass der Maßnahme ist ein positiv verlaufener Test bei Gleichstellungsministerin Irene Montero. Der stellvertretende Ministerpräsident Pablo Iglesias befindet sich zudem in Quarantäne. Derweil überlegt die spanische Regierung nach Angaben lokaler Behörden eine Abriegelung Madrids.

11.08 Uhr: Erster Todesfall in Österreich

In Österreich ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus Infizierter am neuen Coronavirus gestorben. Wie der medizinische Krisenstab der Stadt Wien mitteilte, handelt es sich bei dem Todesopfer um einen 69 Jahre alten Mann, der aus Italien nach Österreich zurückgekehrt war. Der Mann hatte laut der Mitteilung Vorerkrankungen und starb in der Nacht auf Donnerstag im Krankenhaus.

10.29 Uhr: Slowenien schließt ab Montag alle Schulen

In Slowenien bleiben nach Angaben der Regierung ab Montag alle Schulen geschlossen. "In dieser Lage ist dieses Dekret notwendig", erklärt Ministerpräsident Marjan Sarec. Wie lange die Schulen zu bleiben, erläutert er nicht. Bislang sind in dem Land 57 Coronavirus-Infektionen bestätigt. Die ersten beiden Grundschulen mussten am Mittwoch schließen, nachdem dort Lehrer positiv getestet worden waren.

09.10 Uhr Großbritannien schließt Grenzen vorerst nicht

Großbritanniens Grenzen bleiben im Rahmen der Corona-Viruskrise noch offen. Finanzminister Rishi Sunak sieht bisher keinen Anlass ein ähnliches Einreiseverbot wie die USA zu verhängen. Für eine solche Maßnahme gebe es keine Notwendigkeit, sagte Sunak der BBC.

09.05 Uhr: Tschechien kontrolliert an Grenzen zu Deutschland und Österreich

Tschechien führt Kontrollen an seinen Grenzen zu Deutschland und Österreich ein. Grenzübertritte abseits offizieller Grenzübergänge werden zudem verboten, wie Innenminister Jan Hamacek mitteilt. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur CTK soll mit den Kontrollen am Freitag begonnen werden. Tschechien gehört zu den Staaten des Schengen-Abkommens, mit dem die Abschaffung von Kontrollen an Binnengrenzen der teilnehmenden Länder vereinbart wurde.

07.40 Uhr: Deutschland verstärkt Grenzkontrollen

Während Österreich wegen des Coronavirus flächendeckende Grenzkontrollen an der Grenze zu Italien einführt, fährt auch die Bundesrepublik ihre Grenzschutzmaßnahmen hoch. Wie das Bundesinnenministerium dem BR auf Anfrage bestätigte, hat die Bundespolizei ihre Kontrollen im 30-Kilometer-Grenzraum bereits verstärkt und intensiviert sie nun an den Südgrenzen.

Bei einem Verdacht informieren die Bundespolizeibeamten die örtlichen Sicherheitsbehörden. Ob Fiebermessungen Teil der Kontrollen sind, teilte das Ministerium nicht mit.

Zudem wurden Bahn-Unternehmen, die die Grenze passieren, angewiesen, Verdachtsfälle zu melden. In einem solchen Fall müssen die Reisenden eines Zuges außerdem sogenannte Aussteigekarten mit Informationen über sich und ihre Reise ausfüllen, um mögliche Infektionsketten besser ermitteln zu können. Firmen, die Menschen per Flugzeug, Schiff, Bahn oder Bus über die Grenze bringen, müssen ihre Passagiere außerdem mit Informationen zur Krankheitsvorbeugung versorgen.

06.50 Uhr: Mitarbeiter am Münchner Flughafen infiziert

Ein Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen München ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Regierung von Oberbayern dem BR mit. Er arbeitet für die Sicherheitsfirma, die für die Passagierkontrollen zuständig ist.

Der Angestellte sowie seine Schichtkollegen wurden aus dem Dienst genommen. Die Kontrollen laufen derweil wie gewohnt weiter. Unterdessen wird nach Kontaktpersonen des Betroffenen gesucht.

05.21 Uhr: Weltstar Tom Hanks und Frau Rita Wilson infiziert

Der Coronavirus betrifft auch echte Weltstars. So gab der Schauspieler Tom Hanks in der Nacht zum Donnerstag bekannt, dass er und seine Frau, die Filmproduzentin Rita Wilson, positiv auf das Virus getestet worden seien. Während Dreharbeiten in Australien hätte das Paar unter Erkältungssymptomen, Gliederschmerzen und Schüttelfrost sowie leichtem Fieber gelitten und sich daraufhin testen lassen.

Sie würden nun beobachtet, getestet und isoliert. Die Dreharbeiten für einen Film über Elvis Presley, für die die beiden in Australien weilten, wurden eingestellt.

02.10 Uhr: USA verhängen ab Freitag Einreiseverbot für Menschen aus Europa

"Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen", sagte US-Präsident Trump in einer Ansprache an die Nation. Amerikaner, die sich entsprechenden Tests unterzögen, seien ausgenommen. Die Maßnahme gelte außerdem nicht für Reisende aus Großbritannien.

Die Regelung tritt ab Freitag, 23:59 Uhr, in Kraft. In mitteleuropäischer Zeit gelten sie folglich ab Samstag, 4:59 Uhr. Trump warf der Europäischen Union vor, dass sie nicht schnell genug auf die Gefahr durch das Virus reagiert habe. Die Infektionen in den USA seien auf Reisende aus Europa zurückzuführen, sagte er.

Auch andere amerikanische Staaten kündigten entsprechende Maßnahmen an: El Salvador stoppt für 30 Tage die Einreise aller Ausländer, nach Guatemala dürfen vorerst keine Europäer, Chinesen, Iraner sowie Nord- und Südkoreaner mehr einreisen.

Donnerstag, 12. März 2020

22.20 Uhr: Italien schließt Bars, Restaurants und Geschäfte

Die italienische Regierung ordnet weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus an. Ministerpräsident Guiseppe Conte teilte am Abend via Facebook mit, dass künftig nur noch Apotheken, Lebensmittelmärkte und Geschäfte öffnen dürften, die "wichtige" Dinge verkauften. Alle anderen Läden müssten geschlossen bleiben. Ferner sollen auch alle Firmenabteilungen geschlossen werden, die nicht nötig für die Produktion seien. Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Italien stieg am Mittwoch auf mehr als 12.000. Mehr als 800 sind gestorben. Italien ist neben China das am stärksten von der Ausbreitung des Virus betroffenen Land der Welt.

21.40 Uhr: Eiskunstlauf-WM in Kanada abgesagt

Die Eiskunstlauf-WM in Kanada, die eigentlich vom 16. bis 22. März stattfinden sollte, ist wegen des Coronavirus abgesagt worden. Dies entschied die Regierung der Provinz Quebec, in der die Austragungsstadt Montreal liegt. Zuletzt war 1961 eine Eiskunstlauf-WM abgesagt worden. Damals war ein Flugzeugabsturz mit 73 Toten der Grund.

20.30 Uhr: Spanien schließt Prado und andere staatliche Museen in Madrid

Die spanischen Behörden machen alle staatlichen Museen in Madrid wie den Prado dicht, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Maßnahme gelte ab 12. März bis auf weiteres, teilt das Kultusministerium mit. In Madrid sind bereits die Schulen für 15 Tage geschlossen und größere Versammlungen verboten.

19.46 Uhr: Zahl der Todesfälle in Frankreich steigt auf 48

In Frankreich steigt die Zahl der festgestellten Infektionen um 497 auf 2.281, wie die Gesundheitsbehörden melden. Die Zahl der Todesfälle legt um 15 auf 48 zu. Gesundheitsminister Olivier Veran kündigt Einschränkungen in zwei weiteren Regionen an. Sie gelten nun auch für die Insel Korsika und den Großraum Montpellier im Süden des Landes.

19.40 Uhr: FDP bestätigt Infektion eines Abgeordneten

Die FDP-Fraktion im Bundestag bestätigt die Infektion eines Abgeordneten. Sie prüft nun nach eigener Auskunft mit der Bundestagsverwaltung mögliche Auswirkungen auf den Parlamentsbetrieb. Die Mitarbeiter des Betroffenen hätten sich freiwillig in häusliche Isolation begeben, so ein Sprecher der Fraktion. Derzeit würden weitere Kontaktpersonen identifiziert. Auch mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion befinden sich vorsorglich in häuslicher Quarantäne, da sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten.

19.19 Uhr: 800 Millionen zusätzlich für Kampf gegen Corona

Die Bundesregierung kann rund 800 Millionen Euro zusätzlich im Kampf gegen die Corona-Epidemie ausgeben. Der Haushaltsausschuss des Bundestags bewilligte dem Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin weitere 650 Millionen Euro für die Beschaffung von Schutzkleidung sowie Material für die Intensivpflege. 145 Millionen Euro bekommt das Forschungsministerium laut Deutscher Presseagentur für die Impfstoffentwicklung und die Erprobung von Behandlungen.

18.58 Uhr: Trump trifft sich mit Bankchefs im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump wird sich am Abend mit führenden Wall-Street-Managern treffen. Dabei soll diskutiert werden, wie die Finanzbranche auf die wirtschaftlichen Folgen des Virus-Ausbruchs reagieren soll, wie das Präsidialamt mitteilt. Im Weißen Haus erwartet werden die Chefs von Bank of America, Citigroup, Wells Fargo, Goldman Sachs, Truist Financial und U.S. Bancorp.

18.47 Uhr: Virologe kritisiert Haltung der Bundesregierung bei der Corona-Krise

Der Virologe Alexander Kekulé hat auf Twitter die "Ignoranz" der Bundesregierung bei der Bekämpfung des Coronavirus kritisiert. Während Österreich nun schrittweise die Schulen schließe, obwohl es dort wesentlich weniger Fälle gebe, erinnere die Haltung Deutschlands eher an die Anfänge der Epidemie in China.

18.34 Uhr: Infektionen und Todesfälle steigen in Italien weiter an

In Italien steigt die Zahl der Infizierten und der Todesfälle weiter deutlich an. Wie der Katastrophenschutz mitteilt, sind inzwischen 12.462 Infektionen bekannt und damit 22,8 Prozent mehr als am Dienstag. 827 Menschen sind an den Folgen der Erkrankung gestorben, was einem Anstieg von 31 Prozent entspricht.

18.18 Uhr: Bundestagsabgeordneter positiv auf Corona getestet

Im Bundestag gibt es einen ersten Corona-Fall. Ein FDP-Abgeordneter wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur durch die Parlamentsärztin positiv auf das Virus getestet.

18.03 Uhr: Grimme-Preisverleihung wegen Corona-Epidemie abgesagt

Wegen des Coronavirus fällt die Verleihung der Grimme-Fernsehpreise am 27. März in Marl aus. Die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stünde an erster Stelle, zudem wolle man so beitragen, die Verbreitung des Virus einzudämmen, erklärte die Geschäftsführerin des Grimme Instituts. Eine mögliche Verschiebung werde geprüft oder eine "alternative Form der Würdigung der Preisträgerinnen und Preisträger zu einem späteren Zeitpunkt".

18.00 Uhr: Erzbistum München sagt Firmungen und Taufen ab

Im Erzbistum München und Freising werden alle Taufen und Firmungen, die bis Ostern stattfinden sollten, wegen der Corona-Gefahr bis auf Weiteres verschoben. Das gab der Corona-Krisenstab des Erzbistums am Mittwochabend bekannt. Grund sei der verstärkte Körperkontakt bei der Firm- und Taufsalbung. Auch sonst sollen Gottesdienste, bei denen „mit einer hohen Dichte an Gläubigen gerechnet wird“ – so zum Beispiel Kindergottesdienste – abgesagt werden. Die anderen bayerischen Bistümer halten sich mit solchen Maßnahmen gegen Corona bisher zurück. Sie verweisen auf die Empfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz:

17.45 Uhr: BR sagt Konzerte mit eigenen Klangkörpern bis 19. April ab

Um Publikum und Mitwirkende vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, sagt der Bayerische Rundfunk ab sofort bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020, alle Konzertveranstaltungen unter Beteiligung der eigenen Klangkörper, also Symphonieorchester und Chor des BR sowie Münchner Rundfunkorchester, ab. Bereits gekaufte Tickets werden erstattet. Als Alternative für Musikfreunde erweitert BR-KLASSIK sein Online-Angebot mit Konzertmitschnitten zum Abruf. Mehr dazu hier.

17.50 Uhr: Schulschließungen in Österreich

In Österreich wird es ab Montag keinen Unterricht mehr für Schüler ab 14 Jahre geben. Ab Mittwoch sollen alle anderen Klassen folgen, sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz nach einem Gipfel im Kanzleramt. Die Maßnahmen sollen vorerst zumindest bis Ostern gelten. Für die Unterstufe, also Kinder unter 14 Jahre, soll es die Möglichkeit der Betreuung in den Schulen geben. "Das bedeutet, dass alle, die zu Hause betreut werden können, auch zu Hause betreut werden sollen", sagte Kurz. Keinesfalls sollen die Kinder zu den Großeltern gebracht werden, da diese besonders gefährdet seien und bestmöglich geschützt werden sollen. In Österreich sind bisher 246 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

17.35 Uhr: WHO bezeichnet Coronavirus-Verbreitung als Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 nun als Pandemie ein. Das sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Angesichts der weltweiten Verbreitung des Erregers sei er "tief besorgt" über das "alarmierende Niveau der Untätigkeit" im Kampf gegen das Virus. Weltweit erkrankten bereits mehr als 110.000 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Nach Angaben der WHO hat sich das Virus inzwischen in 115 Länder ausgebreitet, fast 4.300 Menschen sind gestorben.

Was ist eine Pandemie und wann wird sie gefährlich? Mehr dazu hier.

17.25 Uhr: Erste Todesfälle in Irland und Schweden

Schweden meldet den ersten Toten wegen des Coronavirus. Nach Angaben der Universitätsklinik von Huddinge bei Stockholm ist ein älterer Patient mit Vorerkrankungen auf der Intensivstation verstorben. Auch in Irland gibt es einen ersten Todesfall, wie das Gesundheitsministerium in Dublin mitteilt.

17.15 Uhr: Wieder etwas Normalität in China

Gut sechs Wochen nach Ausbruch des Coronavirus kehrt in China langsam wieder Alltag ein - mit Ausnahme der Provinz Hubei. Vielerorts rücken nun die wirtschaftlichen Folgen in den Fokus, wie Steffen Wurzel berichtet:

17.05 Uhr: Mehr als 1.800 Coronavirus-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bislang mindestens 1.850 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur dpa hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders stark betroffen sind demnach Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. Im Freistaat sind aktuell 366 Fälle bekannt.

Die Zahlen auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) waren bis zum Mittwochnachmittag zum Teil deutlich niedriger als die von den Bundesländern veröffentlichten Angaben. Das RKI listet nach eigenen Angaben ausschließlich Fälle auf, die ihm über den Meldeweg oder über offizielle Quellen mitgeteilt werden. "Da gibt es immer etwas Zeitverzug, vor allem in solch dynamischen Lagen."

17.00 Uhr: Münchner attackiert Chinesin mit Desinfektionsmittel

Seine chinesische Nachbarin hat ein Mann in München nach Polizeiangaben mit Desinfektionsmittel besprüht und ihr mit dem Tod gedroht. Der Angreifer hat dabei mehrfach das Wort "Corona" gerufen und gedroht, sie "einen Kopf kürzer zu machen", wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Frau alarmierte die Beamten, die gegen den 45-jährigen Nachbarn nun ermittelt. Geprüft werde auch ein fremdenfeindliches Motiv.

16.55 Uhr: 73-jähriger Dialysepatient gestorben

Bei dem dritten Todesopfer in Deutschland handelt sich nach Angaben des Kreises Heinsberg um einen 73-jährigen Patienten aus Übach-Palenberg, der im Krankenhaus Heinsberg verstorben sei. Die Todesursache sei bei dem Dialysepatienten mit schweren Vorerkrankungen eine Lungenproblematik gewesen. "Die Infektion mit dem Coronavirus hatte seinen Gesundheitszustand zusätzlich beeinträchtigt." Wo der Patient sich mit dem Virus angesteckt hatten könnte, sei nicht bekannt.

16.45 Uhr: Absage von Parteitagen

Die bayerische FDP hat ihren für das übernächste Wochenende geplanten Landesparteitag abgesagt. Die Partei folge den entsprechenden Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI), hieß es. Der Parteitag sollte am 21. und 22. März in Hirschaid stattfinden. Auch mehrere sogenannte Townhallmeetings mit dem FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner in Augsburg, Ingolstadt, Nürnberg und Erlangen finden nicht statt.

Die Freien Wähler sagen ihren für den 25. April in Güstrow geplanten Bundesparteitag ab. "In Zeiten, wo aus Präventionsgründen überall in der Republik öffentliche Veranstaltungen abgesagt werden, halten wir es für zu riskant, dass die erwarteten über 300 Delegierte aus allen Teilen des Landes die Reise nach Mecklenburg-Vorpommern antreten", erklärte der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger.

16.30 Uhr: Bayerns Amateurfußball "wie geplant"

Im Amateurfußball des Freistaates soll es trotz der Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus keine großen Änderungen im Spielplan geben. Das teilte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) mit und ging davon aus, "dass der Spielbetrieb wie geplant stattfindet". Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte zuvor zwei Spieltage der 3. Liga, in der 1860 München, Würzburg, Ingolstadt, Unterhaching und die Bayern-Amateure spielen, abgesagt.

16.00 Uhr: Ansturm auf ärztlichen Bereitschaftsdienst

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) hat sein Personal für den ärztlichen Bereitschaftsdienst und die damit verbundene Telefon-Hotline aufgestockt. Damit reagiert die KVB auf gut 15.000 Anrufe bei der Hotline 116117 allein in den vergangenen drei Tagen. Das sei zehn Mal so viel wie im Normalfall, sagte ein Sprecher dem BR. Die meisten Anrufer melden sich wegen des Verdachts auf eine Corona-Infektion bei dem Bereitschaftsdienst, der rund um die Uhr im Einsatz ist. Mittlerweile kommen täglich 215 Ärzte zu den Patienten nach Hause. Täglich testet der KVB rund 800 Personen auf Corona. In der Regel liegt die Wartezeit auf das Ergebnis bei gut 24 Stunden. Am Wochenende könne es aber auch länger dauern, hieß es.

15.45 Uhr: DFB verlegt zwei Drittliga-Spieltage

Zwangspause für die 3. Liga: Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) drastische Maßnahmen ergriffen und die kommenden beiden Spieltage verlegt. Die Spiele sollen nach Ostern frühestens Anfang Mai nachgeholt werden. Das teilte der DFB mit. Mehr dazu hier.

15.40 Uhr: Bayerische Unis stellen Betrieb wegen Corona ein

Das bayerische Wissenschaftsministerium stoppt weitgehend den Betrieb an bayerischen Hochschulen und Universitäten. Diese befinden sich derzeit noch in der vorlesungsfreien Zeit. Für die einen bedeutet das: Semesterferien. Für die anderen finden in diesem Zeitraum etwa Prüfungen und Vorbereitungskurse statt. Vor allem für letztere hat der Stopp Auswirkungen. Die Universitäten sollten Prüfungen zu verschieben, "wo immer dies möglich und zumutbar ist", so das Wissenschaftsministerium. Mehr dazu hier.

15.30 Uhr: Besuchsverbot in Heimen und Krankenhäusern im Ostallgäu

In den Landkreisen Oberallgäu und Ostallgäu sowie in den kreisfreien Städten Kempten und Kaufbeuren dürfen Besucher Heime und Krankenhäuser ab sofort nicht mehr betreten. Das teilte das Landratsamt Ostallgäu mit. Gerade in Heimen und Krankenhäusern wäre der Ausbruch der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 fatal, so die Begründung. Außerdem gilt in den beiden Landkreisen sowie den kreisfreien Städten ab sofort ein Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern.

15.15 Uhr: 999 Besucher - SPD-Politiker Lauterbach kritisiert Veranstalter

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat Versuche kritisiert, Kulturveranstaltungen mit einer Deckelung der Besucherzahlen auf unter 1.000 über die Bühne zu bringen. "Wenn das Schule macht muss die Grenze deutlich reduziert werden. Verantwortungsloser Vorgang", twitterte Lauterbach über eine Veranstaltung in Mannheim. Eine Auswahl abgesagter Veranstaltungen in Bayern finden Sie hier.

15.05 Uhr: Mediziner kämpfen um Leben eines 80-Jährigen

Tagelang kämpften Ärzte im Krankenhaus Weilheim um das Leben eines 80-Jährigen Corona-Patienten. Jetzt hat sich sein Gesundheitszustand so verschlechtert, dass er kurzfristig in das Münchner Klinikum rechts der Isar verlegt werden musste. Dort gibt es spezielle Herz-Lungen-Maschinen. Per Sondergenehmigung hatte die Regierung von Oberbayern erlaubt, dass der Patient ein in Deutschland noch nicht zugelassenes Medikament mit dem Wirkstoff Remdesivir bekommt. Bei der Klinik Weilheim hieß es, die Nachfrage nach dem Mittel sei weltweit extrem hoch, seit Freitag habe man auf den Wirkstoff gewartet. Mehr dazu hier.

15.00 Uhr: Lehrerverband für flächendeckende Schulschließungen

Der Verband deutscher Realschullehrer fordert angesichts der Corona-Entwicklungen eine flächendeckende Schulschließung von mindestens einer Woche. Jürgen Böhm, der Bundesvorsitzende des Deutschen Realschullehrerverbands, sagte, er halte es für nahezu unverantwortlich von den Kultusbehörden der Länder, dass in puncto Schulschließungen die Entscheidung vielfach immer noch auf regionale Verantwortliche abgeschoben werde. "Diese Salamitaktik wird der aktuellen Herausforderung nicht gerecht."

Der Bayerische Philologenverband verwies darauf, dass bei Schulschließungen das Internetportal "mebis" von allen bayerischen Lehrern und Schülern kostenlos genutzt werden könne, um in Kontakt zu bleiben.

14.45 Uhr: München testet in Drive-in-Station auf Coronavirus

Es dauert nur ein paar Minuten: Angesichts steigender Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus hat die Stadt München ihre Testkapazitäten mit einer Drive-in-Station ausgeweitet. In Absprache mit dem Gesundheitsamt fahren potenziell Infizierte dort mit dem Auto in ein Zelt, in dem medizinisches Fachpersonal in Schutzkleidung durch das heruntergelassene Fenster einen Rachenabstrich nimmt. Nach etwa fünf bis sechs Minuten können die Betroffenen bereits wieder die Heimfahrt antreten, wie Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter erläuterte. Mehr dazu hier.

14.30 Uhr: RKI stuft Elsass und Lothringen als Risikogebiete ein

Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft die an Deutschland grenzenden ostfranzösischen Gebiete Elsass und Lothringen als Coronavirus-Risikogebiet ein. Auch die Region Champagne-Ardenne, die eine Grenze mit Belgien teilt, gelte als Risikogebiet, gab das RKI auf seiner Homepage bekannt. Die drei Gebiete bilden zusammen die Region Grand Est. Sie grenzt an Baden-Württemberg, an das Saarland und an Rheinland-Pfalz.

Risikogebiete sind nach RKI-Angaben Gegenden, in denen eine fortgesetzte Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Das Institut hatte am Dienstag ganz Italien zum Risiko-Gebiet erklärt. Schon länger gilt diese RKI-Einstufung für Provinzen in China und Südkorea sowie den Iran. Zur Situation in Deutscland sagt der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler:

14.15 Uhr: Kliniken haben Lage im Griff

Die Krankenhäuser in Bayern haben die Corona-Lage nach eigener Einschätzung im Griff. Ein Sprecher der Bayerischen Krankenhausgesellschaft sagte in München, er wisse nichts von abgesetzten oder verschobenen Operationen wegen der Epidemie. Auch reichten die Kapazitäten, um Patienten zu isolieren. Hilfreich sei, dass manche Fälle zu Hause behandelt werden können. Die Auslastung halte sich im Rahmen.

14.00 Uhr: Stadt Augsburg sagt Plärrer ab

Die Stadt Augsburg hat den Osterplärrer abgesagt. Oberbürgermeister Kurt Gribl sagte auf einer eigens angesetzten Pressekonferenz im Augsburger Rathaus zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die Stadt, die Vorgaben ließen keine Spielräume, was den Plärrer und andere Großveranstaltungen angeht. Die Eröffnung von Schwabens größtem Volksfest wäre am Ostersonntag, dem 12. April, gewesen. Das Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern, das die Staatsregierung gestern verhängt hat, gilt bis zum 19. April. Mehr dazu hier.

13.45 Uhr: Coronavirus erreicht den Bundestag

Das Coronavirus hat nun auch den Deutschen Bundestag erreicht. Nach BR-Informationen ist ein Klausur-Teilnehmer einer SPD-Fraktionsarbeitsgruppe positiv getestet worden. Mehr dazu hier.

13.30 Uhr: Fußballspieler von Hannover 96 angesteckt

Ein Fußballspieler der Profi-Mannschaft von Hannover 96 ist nach Angaben des Vereins positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 23-Jährige Timo Hübers habe aber seit der Ansteckung keinen Kontakt zu seinen Teamkollegen gehabt, heißt es auf dem Twitter-Account des Zweitligisten. Daher sei nicht davon auszugehen, dass sich Mitspieler bei ihm infiziert hätten.

13.00 Uhr: 52 neue Infektionen in Bayern

In Bayern haben sich weitere 52 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf seiner Homepage mit. Insgesamt gibt es im Freistaat damit mindestens 366 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden.

12.51 Uhr: Fußball-Bundesliga: Nur Geisterspiele am 26. Spieltag

Die Anzahl der Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga ist auf zehn gestiegen. Betroffen sind jetzt alle neun Partien von Freitag bis Montag am 26. Spieltag. Auch RB Leipzig gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr), Union Berlin gegen Bayern München am Samstag (18.30 Uhr) und Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag (15.30 Uhr) werden ohne Zuschauer ausgetragen.

12.00 Uhr: Merkel wirbt um Verständnis für Einschränkungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erstmals öffentlich zur Corona-Krise geäußert. Vor der Bundespressekonferenz sagte Merkel, es komme vor allem darauf an, dass die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird. Es gehe "um das Gewinnen von Zeit", erklärte Merkel in Berlin. Ziel sei es, das deutsche Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Zugleich warb die Kanzlerin um Verständnis für Einschränkungen, etwa die Absage von Großveranstaltungen. Es sei jetzt "nicht das zentrale Problem, ob ein Fußballspiel mit oder ohne Publikum stattfindet". Es gehe darum, Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen zu schützen. Mehr dazu hier.

11.55 Uhr: Dritter Todesfall in Deutschland

Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben - es ist der dritte bekannte Todesfall in Deutschland. Der Patient sei im Heinsberger Krankenhaus gestorben, sagte eine Sprecherin des Kreises am Mittwoch, ohne weitere Details zu nennen.

11.44 Uhr: Italien beschließt Milliardenpaket

Die italienische Regierung hat im Kampf gegen die Coronavirus-Krise Hilfspakete in Höhe von bis zu 25 Milliarden Euro beschlossen. Das sagte Premierminister Giuseppe Conte am Mittwoch vor der Presse in Rom. Nicht alles davon sei als Sofortmaßnahme geplant. "Wir haben eine außerordentliche Summe von 25 Milliarden eingeplant, die nicht als Ganzes sofort verwendet werden soll, aber sie könnte nötig werden, um die Probleme dieses Notfalls in den Griff zu bekommen", sagte Conte. Diese Summe ist höher als die 10 bis 13 Milliarden Euro, die im Vorfeld erwartet worden waren.

10.34 Uhr: Bayern München gegen Union Berlin doch ohne Zuschauer

Das Fußball-Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin im und dem FC Bayern München an diesem Samstag wird nun doch ohne Zuschauer stattfinden. Das zuständige Gesundheitsamt in Treptow-Köpenick gab am Mittwoch eine entsprechende Anordnung bekannt, nachdem es tags zuvor widersprüchliche Angaben vom Bezirk und vom Verein gegeben hatte.

10.18 Uhr: Österreich stellt Personen-Zugverkehr von und nach Italien ein

Der Personen-Zugverkehr von und nach Italien über die österreichische Grenze ist eingestellt. "Wir folgen den Anweisungen der Behörden", sagte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Nicht betroffen sei der Güterverkehr.

Außerdem werden aktuell Grenzkontrollen an der Brenner-Autobahn vorbereitet, wie BR-Korrespondent Michael Mandlik twittert.

09.11 Uhr: Erster bestätigter Coronavirus-Fall in der Türkei

In der Türkei ist der erste Coronavirus-Fall gemeldet worden. Der positiv getestete Mann sei kürzlich von einer Europareise zurückgekehrt, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in der Nacht zu Mittwoch mit. Es handele sich um einen Türken, sein Zustand sei gut. Der Patient sei isoliert worden, seine Familie stünde unter Beobachtung. Unter Verweis auf den Schutz seiner Privatsphäre machte Koca keine näheren Angaben zu den Reiseaufenthalten des Patienten in Europa. Gleichzeitig rief der Minister türkische Staatsbürger dazu auf, Auslandsreisen möglichst zu vermeiden. Wer aus dem Ausland zurückkehre, solle sich zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben.

08.05 Uhr: Indien erklärt Visa von Deutschen für ungültig

Indien hat alle Visa von Deutschen für ungültig erklärt, die vor dem 11. März ausgestellt wurden. Nach Informationen von HR-Auslandskorrespondent Peter Gerhardt in Neu-Delhi gilt die Verordnung auch für italienische und spanische Staatsbürger. Eingereiste aus den betroffenen Ländern mit älterem Visum dürfen jedoch im Land bleiben.

05.50 Uhr: Kultusminister beraten über Notfallstrategie für Abiturprüfungen

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wollen die Kultusminister der Bundesländer bei ihrer zweitägigen Sitzung ab Donnerstag eine bundesweite Notfallstrategie für die Abiturprüfungen erarbeiten. Es gehe es um die schriftlichen und mündlichen Prüfungen, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Stefanie Hubig (SPD) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In den meisten Bundesländern beginnen in den nächsten Wochen die schriftlichen Prüfungen. Am 30. April steht der bundesweit zentrale Termin für die Deutschklausuren an, am 5. Mai folgen die Klausuren in Mathematik. Analog zu den Abiturprüfungen müssten analoge Regelungen auch für die Prüfungen an beruflichen Schulen, für die Fristen zur Zulassung zum Studium sowie für anstehende Staatsexamina und zentrale Prüfungen an den Universitäten getroffen werden, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin.

Mittwoch, 11. März 2020

21.55 Uhr: Generalaudienz mit Papst nur online zu verfolgen

Die wöchentliche Generalaudienz mit Papst Franziskus am Mittwoch wird nicht auf den Petersplatz übertragen, sondern ist nur online mitzuverfolgen. Wie der Vatikan am Abend mitteilte, wird die Ansprache des Kirchenoberhauptes nur über Vatican News und kirchliche TV-Sender zu sehen sein. Eine Zusammenkunft der Gläubigen auf dem Petersplatz und die Übertragung auf die Großbildschirme vor dem Petersdom wie noch am Sonntag beim Angelus-Gebet sei wegen der jüngsten Einschränkungen der italienischen Regierung nicht mehr möglich.Diese hat jegliche Menschenansammlungen in ganz Italien verboten, um die zuletzt drastisch gestiegene Verbreitung des Coronavirus einzudämmen

21.45 Uhr: Leben in der Sperrzone - Eindrücke von Italien-Reporter Schramm

Nicht mehr nur in den besonders betroffenen Gebieten, nein, in ganz Italien sollen die Bürger ihre eigenen vier Wände möglichst nicht verlassen. BR-Korrespondent Michael Schramm im Gespräch.

21.30 Uhr: WHO-Sprecher über den Kampf gegen das Virus

Italien hat heute das komplette Land unter Quarantäne gestellt. Schulen und Unis haben geschlossen, beim Fußball nur noch Geisterspiele und am Flughafen geht auch nicht mehr viel. Ob drastische Maßnahmen das Mittel gegen den Coronavirus sind, beantwortet der Sprecher der WHO, Christian Lindmeier, im Gespräch.

21.10 Uhr: Landtag will weiter arbeiten - ohne Besuchergruppen

Trotz des sich ausbreitenden Coronavirus soll die Arbeit im bayerischen Landtag weitergehen. "Bayerns Parlament wird weiter arbeiten - aber wir werden uns auf die zugespitzte Situation einstellen", sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) in München. Ziel sei es, Infektionsrisiken im Haus und nach außen möglichst zu minimieren. Bis zum 19. April bleibt der Landtag jedoch für alle Besuchergruppen geschlossen, auch alle anderen geplanten Veranstaltungen im Landtag werden abgesagt beziehungsweise verschoben. Einzelbesuche sollen nur noch in Ausnahmen möglich sein.

21.00 Uhr: Merkel rechnet mit hoher Zahl an Infizierten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht davon aus, dass sich rund zwei Drittel der Deutschen mit dem neuen Coronavirus anstecken könnten. 60 bis 70 Prozent könnten sich infizieren, sagte sie nach Teilnehmerangaben in einer Fraktionssitzung. Eine solche Schätzung hatten Experten wie der Berliner Virologe Christian Drosten bereits vor einiger Zeit abgegeben.

20.45 Uhr: EU-Fonds über 25 Milliarden Euro

Die EU-Kommission bereitet Hilfen vor, um den wirtschaftlichen Schaden durch das Coronavirus abzumildern. Kommissionschefin Ursula von der Leyen kündigte dazu einen Fonds an, der mit 25 Milliarden Euro ausgestattet werden soll. Ferner sollen bis Ende der Woche Richtlinien vorgelegt werden, wie Haushalts- und Subventionsregeln flexibel genutzt werden können.

20.25 Uhr: Entwarnung bei Seehofer

Nach dem negativen Coronavirus-Test bei einer Kontaktperson von Bundesinnenminister Horst Seehofer kehrt der CSU-Politiker am Mittwoch nach Berlin zurück. "Alle Testergebnisse liegen vor. Seehofer ist morgen wieder in Berlin", erklärte sein Sprecher Steve Alterim Kurzbotschaftendienst Twitter. Seehofer war zu Wochenbeginn zu Hause in Ingolstadt geblieben, weil er vergangene Woche in Brüssel Kontakt zu einem Corona-Verdachtsfall hatte.

Zu der Begegnung war es bei einem Treffen der EU-Innenminister gekommen. Der 70-jährige Seehofer und die Kontaktperson hielten sich laut Alter im selben Raum auf. Der Minister kehrte am Montag nicht von seinem Wohnort Ingolstadt nach Berlin zurück, da er zunächst das Testergebnis der Kontaktperson abwarten wollte. Der Minister selbst war nach der Reise nach Brüssel negativ auf das Virus getestet worden.

20:15 Uhr: Mehr als 50 Neuinfektionen in Bayern

Insgesamt gibt es in Bayern laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 313 Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden (Stand: Dienstagmittag). Am Vortag waren es 256. Ein Schwerpunkt ist Oberbayern mit 181 Infektionen.

In die Gesamtzahl mit eingerechnet sind auch die 14 Coronavirus-Patienten, die dank einer Gesundung bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten - und drei bayerische Fälle, die außerhalb des Freistaates positiv getestet wurden. Eine Übersicht zu den bayerischen Zahlen finden Sie hier.

20.05 Uhr: Intensivere Kontrollen an deutschen Grenzen

Die Bundesregierung bringt weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus auf den Weg. So soll der Bund ab sofort für die intensivmedizinische Versorgung in Kliniken die zentrale Beschaffung übernehmen. Das hat der Krisenstab von Gesundheits- und Innenministerium beschlossen. Um Liefer- und Versorgungsengpässe zu vermeiden, sollen Lastwagen ausnahmsweise auch sonntags fahren dürfen und mehr Sonntagsarbeit erlaubt werden. Außerdem soll die Bundespolizei ihre Kontrollen vor allem an den Grenzen im Süden Deutschlands verstärken.

20:00 Uhr: Gastgewerbe: Lage wegen Corona "existenzbedrohend"

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern sieht infolge der Coronavirus-Epidemie drastische Folgen auf die Tourismusbranche im Freistaat zukommen. "Was viele noch nicht begriffen haben ist: Heute sind es die Restaurants und Hotels, die schließen müssen, morgen alle vom Gastgewerbe und Tourismus abhängigen Zulieferer und Dienstleister", sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert nach einem Krisentreffen der Kreis- und Bezirksvorsitzenden in Bamberg.

18.45 Uhr: Italien zählt 631 Covid-19-Tote

In Italien ist die Zahl der Infizierten über die Marke von 10.000 gesprungen. Nach Angaben des Katastrophenschutzes stieg sie binnen eines Tages um 10,7 Prozent auf 10.149. Die Zahl der Menschen, die an der Lungenkrankheit gestorben sind, liegt jetzt bei 631, das sind 168 mehr als am Vortag.

Die französische Fluggesellschaft Air France hat aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 alle Flüge nach Italien ab dem 14. März gestrichen. Auch die Billigflieger Ryanair und Easyjet streichen ihr komplettes Flugprogramm nach Italien. Slowenien will die Grenze zu Italien schließen, wie Ministerpräsident Marjan Sarec auf Twitter ankündigt.

18.10 Uhr: Eishockey-Saison vorzeitig beendet - kein Meister

Die Coronakrise hat die Deutsche Eishockey Liga (DEL) zur Absage der Play-offs um die 100. deutsche Meisterschaft gezwungen. Das gab die DEL am Dienstag bekannt. Es ist ein Novum in der 26-jährigen Geschichte der Liga. Es gibt keinen deutschen Meister 2020. Mehr dazu hier.

17.55 Uhr: FC Bayern gegen Chelsea ohne Publikum

Das Achtelfinal-Rückspiel des FC Bayern München gegen den FC Chelsea am 18. März findet als Geisterspiel statt. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister mitteilte, wird diese Partie wegen der Folgen des neuartigen Coronavirus vor leeren Zuschauerrängen ausgetragen.

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hatte der Freistaat Bayern zuvor Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen zunächst bis einschließlich 19. April abgesagt. Wie mit den anderen Spielen in diesem Zeitraum verfahren wird, stünde gegenwärtig noch nicht fest, erklärte der FC Bayern. In der Bundesliga empfangen die Münchner am 22. März Eintracht Frankfurt und am 11. April Fortuna Düsseldorf. Sollte der deutsche Fußball-Rekordmeister in einem wahrscheinlichen Königsklassen-Viertelfinale am 7./8. April Heimrecht haben, wäre auch dieses Spiel betroffen.

16.52 Uhr: Spahn sieht Deutschland gut gewappnet

Gesundheitsminister Jens Spahn sieht Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Staaten relativ gut gewappnet in der Coronavirus-Krise. Deutschland verfüge über 28.000 Intensivplätze in deutschen Krankenhäusern, sagt Spahn nach Angaben von Teilnehmern in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Davon hätten 25.000 Betten Beatmungsmöglichkeiten.

16.25 Uhr: Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Italien ohne Zuschauer

Das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 31. März in Nürnberg gegen Italien wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus ohne Zuschauer ausgetragen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstag mit. Vorausgegangen war die Entscheidung des Freistaats Bayern, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern zu untersagen. Mehr dazu hier.

16.15 Uhr: Gesundheitsministerin Huml: Punktuelle Schulschließungen noch ausreichend

Nach der Kritik eines fränkischen Kinderarztes an zu zaghaften Schulschließungen hat Gesundheitsministerin Huml ihr Vorgehen gerechtfertigt. Auf BR-Anfrage heißt es aus dem Ministerium: "Der bayerische Coronavirus-Krisenstab hält nach derzeitigem Stand eine bayernweite Schließung von Schulen für nicht erforderlich. Uns geht es darum, mit gezielten Maßnahmen die Verbreitung des Coronavirus in Bayern einzudämmen. Das Vorgehen muss aber verhältnismäßig sein und dem Infektionsgeschehen angepasst. Es gibt derzeit Regionen in Bayern ohne Coronavirus-Fälle. Der Krisenstab überlegt jedoch täglich, ob weitere Schritte notwendig sind. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass es zumindest in Teilgebieten Bayerns mehr Schulschließungen geben wird."

16.05 Uhr: Münchner Grüne sagen Wahlparty ab und beenden Haustür-Wahlkampf

Nach der CSU blasen auch die Münchner Grünen ihre Wahlparty am Sonntag ab. Außerdem haben sie ihre Veranstaltung mit Robert Habeck morgen auf dem Marienplatz abgesagt und beenden "mit sofortiger Wirkung" den Haustürwahlkampf. "Es gibt keinen Grund zur Panik", betont Vorsitzender Dominik Krausse. Aber die Eindämmung des Corona-Virus sei wichtiger als Wahlkampf.

16.00 Uhr: CSU sagt alle öffentlichen Veranstaltungen bis 19. April ab

Die CSU sagt bis zum Ende der Osterferien am 19. April alle öffentlichen Veranstaltungen ab - voraussichtlich bayernweit. "Nach den Rückmeldungen unserer Verbände gehen wir davon aus, dass auch in der Fläche alle öffentlichen CSU-Veranstaltungen abgesagt werden", sagte Generalsekretär Markus Blume am Dienstag. Er rechne damit, dass auch andere Parteien ihre öffentlichen Veranstaltungen absagen werden. "Der Schutz aller Mitbürgerinnen und Mitbürger muss immer an erster Stelle stehen - auch in Wahlkampfzeiten", betonte Blume.

In einer E-Mail an alle Orts-, Kreis- und Bezirksverbände sowie den Parteivorstand hatte Blume zuvor über den Schritt der CSU auf Landesebene informiert und allen Parteigliederungen "dringend" empfohlen, dieser Vorgabe ebenfalls zu folgen. "Hierbei ist insbesondere an Kundgebungen, Podiumsdiskussionen, Wahlpartys und dergleichen zu denken."

15.48 Uhr: München bekommt Drive-In für Corona-Tests

Hinfahren, Fenster auf, Rachenabstrich und sofort wieder nach Hause. Nach Augsburg testet auch München potenziell mit dem neuen Coronavirus Infizierte per "Drive-in". Auf dem Gelände der Bayernkaserne sollen nach Terminabsprache mit dem Gesundheitsamt von diesem Mittwoch an diejenigen getestet werden, die unmittelbaren Kontakt mit einem bestätigten Infizierten hatten, wie das Referat für Gesundheit und Umwelt am Dienstag mitteilte.

Es ist also keine Anlaufstelle, bei der jeder nach eigenem Gutdünken vorbeifahren kann.

15.20 Uhr: Bundestag gibt bis einer Milliarde für Corona-Abwehr

Der Bundestag stellt massive Finanzmittel zum Kampf gegen den neuartigen Coronavirus zur Verfügung. "Wir werden zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung stellen bis zu einer Milliarde Euro", kündigte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) am Dienstag vor einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin an.

Damit solle das klare Signal gesetzt werden, dass der Gesundheitsminister und die Gesundheitsbehörden "alle Mittel kriegen, die sie brauchen, um gegen die Corona-Krise vorzugehen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin. Nach Angaben des Haushaltsexperten der Unionsfraktion, Eckhard Rehberg, sollen zu den bereits geplanten 275 Millionen Euro für Schutzausrüstung noch einmal 500 Millionen Euro dazukommen. Zudem seien 145 Millionen Euro als deutscher Anteil an dem Forschungsverbund Cepi geplant, sagte Rehberg. Der Krisenstab der Bundesregierung solle dies am Abend noch absegnen.

15.00 Uhr: Bundesregierung beschließt Gesetzentwurf für Kurzarbeit

Die Bundesregierung hat im Schnellverfahren einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Folgen der Corona-Krise für die deutsche Wirtschaft eindämmen soll. Dabei geht es um die Änderungen, auf die sich der Koalitionsausschuss geeinigt hatte: Unternehmen können künftig früher Kurzarbeit anmelden, Arbeitgeber müssen keine Sozialversicherungsbeiträge mehr zahlen und auch Leiharbeiter können künftig in Kurzarbeit gehen. Arbeitsminister Heil sagte, man wolle das Gesetz rasch umsetzen, sodass es in der ersten Aprilhälfte wirksam werde. Die Regierungsfraktionen wollen demnach heute über eine parallele Einbringung in den Bundestag beraten.

14.40 Uhr: Spanisches Parlament setzt für eine Woche Arbeit aus

Wegen des Coronavirus setzt das spanische Parlament seine Arbeit für mindestens eine Woche lang aus. Ein Abgeordneter der rechtsextremen Partei Vox war zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden.

14.15 Uhr: Spekulationen um EM-Verschiebung

Die Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie sorgt für zunehmende Spekulationen um eine mögliche Verschiebung der Fußball-EM um ein Jahr in den Sommer 2021. Wie mehrere internationale Medien berichten, wachse der Druck auf UEFA-Chef Aleksander Ceferin. Hintergrund ist die Sorge nationaler Verbände und Ligen, dass sie ihre Meisterschaftswettbewerbe nicht wie geplant bis Mitte Mai beenden können. Die UEFA äußerte sich auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zum Thema bislang nicht.

Die 51 EM-Spiele sind für den 12. Juni bis 12. Juli in zwölf Ländern geplant.

13.53 Uhr: Polizei sperrt Petersplatz in Rom - auch Zugang zu Petersdom gesperrt

Italienische Polizisten haben am Dienstagmorgen begonnen, den Petersplatz in Rom für Touristen zu sperren. Der Zugang sei derzeit nur zu Arbeitszwecken gestattet, hieß es auf Nachfrage vor Ort. Soldaten der Päpstlichen Schweizergarde bestätigten, dass damit automatisch auch der Zugang zum Petersdom gesperrt sei. Ein im Internet kursierendes Video zeigt die Basilika, ansonsten ein Touristenmagnet, am Mittag nahezu menschenleer.

13:20 Uhr: Wirtschaftliche Folgen lassen sich laut Altmaier finanziell abfedern

Die Bundesländer sind nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier stark betroffen von der Corona-Epidemie. Das sagte der CDU-Politiker nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus den 16 Bundesländern. Laut Altmaier stehen mehrere Milliarden Euro zur Verfügung, um die ökonomischen Folgen abzufedern.

13:45 Uhr: Bisher stichprobenartige Corona-Kontrollen an österreichischer Grenze

Bis die angekündigten Einreisebegrenzungen an der Grenze zwischen Italien und Österreich greifen, kontrollieren ÄrztInnen und Sanitäter weiterhin stichprobenartig Reisende an den Übergängen. Am Brenner geschieht dies nach Angaben der österreichischen Polizei auf dem Brennerpass an der A13, in Zügen und auf der Brenner Bundesstraße. LKWs und PKWs seien gleichermaßen betroffen. Reisende werden angehalten und nach ihrem letzten Aufenthaltsort gefragt. Anschließend messen ÄrtzInnen und Sanitäter Fieber. Liegt die Temperatur über 37,5 Grad müssen die Personen zum Corona-Test vor Ort. Bei den Kontrolllen am Vormittag an der Brennerautobahn haben die Kontrollen keinen Verdachtsfall ergeben. Der Verkehr am Brennerpass ist durch die Aktionen nicht beeinträchtigt.

13:15 Uhr: Aktuell keine flächendeckenden Schulschließungen in Bayern

Generelle Schulschließungen wird es in Bayern wegen des Coronavirus aktuell nicht geben. Das hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München mitgeteilt. Es bleibe beim bisherigen Vorgehen. Derzeit hätten 52 Schulen geschlossen.

13:14 Uhr: Zweiter Corona-Fall im Landkreis Hof

Im Landkreis Hof gibt es einen zweiten Corona-Fall. Die infizierte Person sei gestern aus dem Israel-Urlaub zurückgekehrt. Das teilte das Staatliche Gesundheitsamt Hof heute mit. Ob es sich um ene Frau oder Mann handelt, wurde nicht mitgeteilt. Die Person sei gestern mit drei weiteren Personen aus Israel nach Deutschland geflogen und noch am Flughafen gezielt getestet worden, denn sie hatten im Urlaub Kontakt mit einer weiteren Person, bei der der Virus bereits nachgewiesen sei. Bei einer der vier Reisenden aus dem Landkreis Hof wurde der Corona-Verdacht nun bestätigt.

Alle vier Urlauber seien mittlerweile in häuslicher Quarantäne. "Keiner von ihnen hatte Kontakt zu weiteren Personen in Stadt und Landkreis Hof", teilt das Gesundheitsamt auf der Internet-Seite des Landkreises Hof mit. Gleichzeitig betont, dass momentan eine vorübergehende Schul-Schließung in der Region Hof nur das Reinhart-Gymnasium in der Stadt Hof betrifft.

13:10 Uhr: Keine Großveranstaltungen in Bayern bis 19. April

In Bayern werden Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen zunächst bis einschließlich 19. April untersagt. Das teilte die Staatskanzlei des Freistaats am Dienstagmittag mit. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte, das betreffe auch alle sportlichen Großveranstaltungen. Für Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Personen sollen die Behörden eine Risikobewertung vornehmen. "Im Zweifel lieber absagen", sagte Söder. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

13.05 Uhr: Polen sagt alle Großveranstaltungen ab

Zur Vorbeugung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus sagt Polen alle Großveranstaltungen ab. Es sei besser, rechtzeitig vorzubeugen, als hinterher mit den Folgen einer Epidemie zu kämpfen, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Warschau.

Ein vor kurzem verabschiedetes Gesetz gibt der Regierung mehr Spielraum bei Präventionsmaßnahmen gegen das Coronavirus. Abgesagt werden demnach alle Großveranstaltungen aus den Bereichen Unterhaltung und Sport, darunter auch Fußballspiele.

12.48 Uhr: Bayern-SPD fordert wegen Corona Zwei-Milliarden-Paket für Bayern

Zum Schutz der bayerischen Wirtschaft vor den Folgen des Coronavirus fordert die SPD im Landtag von der Regierung ein zwei Milliarden Euro schweres Konjunkturprogramm. "Bayern hat ausreichend Mittel und Möglichkeiten, um bei einbrechenden Absatzmärkten und Lieferketten durch das Coronavirus kleineren Unternehmen und Betrieben notfalls wirksam helfen zu können", so Fraktionschef Horst Arnold in München.

Der Bund habe schon vorgelegt und Liquiditätshilfen für Unternehmen angekündigt. "Der Freistaat muss dementsprechend nachziehen und die künftige wirtschaftliche Handlungsfähigkeit sicherstellen."

12.30 Uhr: RKI fordert alle Kommunen auf, Krisenpläne zu aktivieren

12.15 Uhr: Auswärtiges Amt rät von "nicht notwendigen" Reisen nach ganz Italien ab

Das Auswärtige Amt hat die Reisehinweise für Italien aktualisiert und warnt nun vor "nicht notwendigen" Reisen nach Italien. Zuvor hatte die italienische Regierung die Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit auf das ganze Land ausgeweitet. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von Reisen in besonders stark betroffene Regionen im Norden des Landes ausdrücklich abgeraten.

12.04 Uhr: Zahl der Corona-Toten im Iran drastisch gestiegen

Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten erneut drastisch gestiegen. Binnen eines Tages habe sich die Zahl der Toten von 237 auf 291 erhöht, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land steigt auf 8042 – 881 mehr als am Vortag.

11.47 Uhr: Österreich verhängt Einreisestopp für Personen aus Italien

Österreich verhängt ab sofort ein Einreisestopp für Personen aus Italien. Bundeskanzler Sebastian Kurz sagt zur Begründung: "Oberstes Ziel ist, die Verhinderung des Austausches und damit das Einschleppen in unsere Gesellschaft." Eine Ausnahme soll es für Menschen mit einem ärztlichen Attest geben. Zudem werden Lehrveranstaltungen an Universitäten spätestens ab Montag vorübergehend eingestellt.

11.07 Uhr: Erstes "Geisterspiel" in der Geschichte der Fußball-Bundesliga

Das erste "Geisterspiel" in der Geschichte der Fußball-Bundesliga ist perfekt: Das rheinische Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Mittwoch wird ohne Publikum ausgetragen. Diese Entscheidung gab die Stadt Mönchengladbach am Dienstag bekannt. Damit reagieren die Behörden auf die Ausbreitung des Coronavirus. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte wiederholt die Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern empfohlen.

10.22 Uhr: Tschechien schließt Schulen und verbietet größere Veranstaltungen

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließt Tschechien alle Schulen und untersagt Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern. Das teilte Ministerpräsident Andrej Babis der Agentur CTK zufolge nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats in Prag mit. Das Verbot gilt für kulturelle, sportliche und religiöse Veranstaltungen sowie Messen und Märkte. Ab Mittwoch wird der Lehrbetrieb an allen Schulen eingestellt. Die Maßnahme gilt vorerst unbefristet. Weiter geöffnet bleiben dürfen indes Kindergärten und Kitas.

In Tschechien wurden bis Dienstagvormittag 40 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt.

10.15 Uhr: Rottaler Volksfest mit über 25.000 Besuchern abgesagt

Das große Rottaler Volksfest in Pfarrkirchen in Niederbayern ist von seinem Veranstalter wegen des Coronavirus abgesagt worden. Das sechstägige Volksfest hätte vom 31.3. bis 5.4.2020 in Pfarrkirchen im Landkreis Rottal-Inn stattgefunden. Hier finden Sie eine Auflistung von Veranstaltungen, die in Niederbayern abgesagt werden.

10.10 Uhr: Robert-Koch-Institut stuft ganz Italien als Risikogebiet ein

Das Robert-Koch-Institut wird im Laufe des Tages ganz Italien als Risikogebiet einstufen. Das hat RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstagmorgen ankündigt. In Deutschland werde die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung insgesamt weiter als mäßig eingeschätzt, im besonders betroffenen Kreis Heinsberg liege sie jedoch höher. Dort sei es auch schwer die Infektionsketten noch nachzuvollziehen – in anderen Regionen gelinge das besser.

Die Situation sei ernst, so Wieler. Er forderte alle Bürgermeister, Landräte, Ärzte und Krankenhäuser auf, ihre Krisenpläne anzupassen. Die Strukturen müssten so verändert werden, dass mehr schwer an Covid-19 erkrankte Menschen in Krankenhäusern behandelt werden könnten. Aber: „Wir haben den Beginn der Epidemie sehr früh erkannt“, sagte der RKI-Chef weiter. Das sei der Vorteil. Man müsste sich jedoch darauf einstellen, dass es mehr Infektionen geben würde.

10.01 Uhr: Passagiere dürfen in Oakland von Kreuzfahrtschiff

Nach Tagen des Leerlaufs vor der Küste Kaliforniens aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus dürfen die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Grand Princess" von Bord gehen. Beamte begannen am Montag (Ortszeit) damit, Tausende Menschen für Quarantänemaßnahmen zu Militärstützpunkten oder in ihre Heimatländer zu bringen. Die "Grand Princess" war zuvor mit mehr als 3.500 Menschen an Bord in den Hafen von Oakland eingelaufen. Bei 21 von ihnen wurde eine Infektion mit dem Virus festgestellt.

09.43 Uhr: Chinas Behörden lockern Corona-Restriktionen für Provinz Hubei

Anderthalb Monate nach der Verhängung einer Quarantäne über die gesamte chinesische Provinz Hubei lockern die Behörden die Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Epidemie. Gesunde Menschen dürften nun innerhalb der zentralchinesischen Provinz wieder reisen, teilte die Provinzregierung am Dienstag mit. Das neuartige Coronavirus war im Dezember in Hubei erstmals bei Menschen aufgetreten, Ende Januar riegelten die Behörden die gesamte Provinz mit ihren rund 56 Millionen Einwohnern ab.

09.41 Uhr: Corona-Fall in Sachsen-Anhalt - nun alle Bundesländer betroffen

Mit einem ersten Nachweis in Sachsen-Anhalt sind nun alle Bundesländer in Deutschland vom Coronavirus betroffen. Bei einem Mann aus Halle sei Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Magdeburg mit.

09.13 Uhr: Österreich spricht für Italien höchste Reisewarnstufe aus

Österreichs Außenministerium hat wegen des Coronavirus eine sogenannte volle Reisewarnung für Italien ausgesprochen. Die Sicherheitsstufe wurde auf die höchste Stufe sechs hinaufgesetzt, gab das Ministerium auf seiner Internetseite bekannt. Volle Reisewarnungen werden vom Außenministerium in der Regel nur in besonderen Krisensituationen ausgerufen, zum Beispiel bei kriegs- oder bürgerkriegsähnlichen Situationen in einem Land oder wenn eine generelle Gefährdung für Leib und Leben besteht. Österreichern wird dringend empfohlen, aus Italien zurückzukommen.

09.03 Uhr: Italien stellt zehn Milliarden Euro für Anti-Virus-Maßnahmen bereit

Italien will rund zehn Milliarden Euro im Kampf gegen die Folgen der Coronavirus-Epidemie lockermachen. Dies werde wahrscheinlich dazu führen, dass die staatliche Neuverschuldung in diesem Jahr auf knapp drei Prozent der Wirtschaftsleistung steigen werde, sagte Industrieminister Stefano Patuanelli am Dienstag. Der europäische Stabilitätspakt sieht eine Obergrenze von drei Prozent vor. Die Regierung werde wegen der Epidemie um eine Überprüfung der Regeln nachsuchen, sagte Patuanelli.

08.27 Uhr: 50 Deutsche auf Nil-Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne

Ein Nil-Kreuzfahrtschiff mit mehr als 50 deutschen Passagieren steht laut ARD Studio Kairo in Luxor unter Quarantäne. Es laufen Corona-Tests. Das Auswärtiges Amt ist in Kontakt mit dem Reiseveranstalter.

07.50 Uhr: Sorgen um Oberammergauer Passionsspiele

Oberammergau steckt mitten in den Vorbereitungen für die Passionsspiele - fast täglich wird geprobt. Nachdem am Wochenende der erste Corona-Fall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen publik wurde, steht die Frage im Raum, ob die Passionsspiele überhaupt wie geplant stattfinden können. Wie es nun weitergeht, lesen Sie hier.

07.18 Uhr: Coronavirus-Fall bei EZB - Rund 100 Mitarbeiter im Homeoffice

Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) gibt es einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Ein Mitarbeiter sei positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden, teilte die EZB am Montagabend in Frankfurt am Main mit. Rund 100 Kollegen, die in der Nähe des Betroffenen gearbeitet haben, sollen als Vorsichtsmaßnahme demnach nun von zu Hause aus arbeiten. "Potenziell betroffene" Büros würden gründlich gereinigt.

Die EZB hatte erst am Montag den Notfall getestet und ihre rund 3.700 Beschäftigten in Frankfurt am Main aufgefordert, von zu Hause zu arbeiten. Mit dem eintägigen Homeworking-Test sollte vor allem die IT-Infrastruktur der Zentralbank getestet werden - also etwa das Funktionieren der Datenübermittlung. Der Test sei "erfolgreich" verlaufen, erklärte die EZB.

06.19 Uhr: Musikfestival Coachella wird wohl abgesagt

"Coachella", eines der größten Musikfestivals der Welt, wird in diesem Frühjahr wohl nicht stattfinden. Mehrere US-Medien berichten, dass die Veranstalter das Festival innerhalb der kommenden 48 Stunden erst einmal absagen werden. Gleiches gelte auch für das Folgeevent "Stagecoach". Die Festivals sollen offenbar in den Herbst verlegt werden - all das eine Vorsichtsmaßnahme aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus.

03.12 Uhr: Österreich ruft Bürger auf, Italien zu verlassen

Österreichs Außenministerium ruft die Bürger des Landes auf, aus Italien zurückzukommen. "Österreichischen Reisenden wird dringend nahegelegt nach Österreich zurückzukehren", heißt es auf der Webseite des Ministeriums. Vor Reisen nach Italien wird dort gewarnt.

Alle bisherigen Entwicklungen zum Corona-Virus können Sie hier weiterlesen.

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