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Impfstoff-Dosen (Symbolbild)

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    Corona: Die Ereignisse vom 7. Juni bis 13. Juni

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 7. Juni bis 13. Juni.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 13. Juni 2021

    20.09 Uhr: Corona-Folgen: Ehemaliger Schwergewichts-Weltmeister Powetkin beendet Karriere

    Der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Alexander Powetkin hat das Ende seiner Box-Karriere verkündet. Der 41-Jährige begründet seine Entscheidung mit den Folgen einer Corona-Erkrankung. "Ich fühle mich, als ob ich betrunken wäre", sagte Powetkin der russischen Nachrichtenagentur TASS. "Ich brauche eine umfangreiche Behandlung und bin keine 20 mehr". Der Russe hielt den Titel der World Boxing Association (WBA) zwischen 2011 und 2013 und brachte es in 40 Profi-Kämpfen auf 36 Siege (davon 25 durch Knockout), drei Niederlagen und ein Remis. Zwei seiner Niederlagen kassierte Powetkin in WM-Fights gegen zwei der besten Schwergewichtler der vergangenen Jahrzehnte: 2013 in Moskau gegen Wladimir Klitschko nach Punkten und 2018 in Wembley gegen Anthony Joshua durch technischen Knockout.

    19.45 Uhr: Dobrindt gegen Ende der Maskenpflicht in Innenräumen

    In der aufflammenden Diskussion über ein Ende der Maskenpflicht hat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt zur Vorsicht gemahnt. Richtig sei, dass die Verhältnismäßigkeit von Corona-Maßnahmen immer wieder überprüft werden müsse, sagte Dobrindt am Sonntag in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Hier müsse man auch zwischen drinnen und draußen unterscheiden.

    Er könne sich gut vorstellen, die Maskenpflicht da, wo sie überhaupt noch besteht draußen, entfallen zu lassen, betonte Dobrindt. Diese Entscheidung werde von den Ländern getroffen. Für Innenräume rate er aber zur Vorsicht, auch mit Blick auf ansteckendere Virusmutationen. Deshalb sollte man hier nicht unvorsichtig werden.

    18.41 Uhr: OB Reiter: Corona-Ausbruch in München durch EM-Feiern möglich

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hält einen erneuten Corona-Ausbruch in seiner Stadt durch Fan-Ansammlungen bei den Spielen der Fußball-EM außerhalb des Stadions für durchaus denkbar. "Bei den Feiern", sagte der SPD-Politiker in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vor dem EM-Auftaktmatch der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag um 21.00 Uhr gegen Weltmeister Frankreich, "können wir nicht für Abstände sorgen. Das können wir auch nicht entzerren." Vor dem Hintergrund der Erfahrungen der Münchner Behörden mit teils gewalttätig eskalierten Massenansammlungen im Englischen Garten nach Lockerungen der Corona-Schutzregeln soll eine kontinuierliche Auswertung der Erkenntnisse über das Verhalten der Anhänger rund um die Turnierspiele an der Isar erfolgen. "Wir werden genau hinschauen und analysieren, was wir gegebenenfalls anders regeln und können", kündigte Reiter an und setzt außerdem auf Vernunft und Verantwortungsbewusstsein der Fans: "Man muss sich nicht unbedingt in den Armen liegen, sondern kann auch alleine die Arme hochreißen und jubeln." Im direkten Umkreis des Münchner Stadions hingegen sieht der 63-Jährige trotz der Zulassung von rund 14.000 Zuschauern keine Gefahr eines neuen Infektionsherdes: Durch das Hygienekonzept sei weitgehend sichergestellt, dass rund um die Arena kein neuer Corona-Ausbruch entsteht.

    18.15 Uhr: Holetschek gegen schnelle Abschaffung der Maskenpflicht

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat sich gegen eine zu schnelle Abschaffung der FFP2-Maskenpflicht ausgesprochen. Dem BR sagte er, man sei bisher gut damit gefahren, die Maßnahmen schrittweise zu lockern. Daher werde man auch weiterhin genau hinschauen und abwägen, welche Maßnahmen wo notwendig und sinnvoll seien. Laut dem Minister sind dabei Außenbereiche anders zu bewerten als Innenbereiche. Holetschek zeigte Verständnis dafür, dass gerade an Schulen viele die Maskenpflicht lockern wollten. Er verwies jedoch auf die hohe Inzidenz unter Jüngeren und die hochansteckende Delta-Variante. Mehr dazu hier.

    17.40 Uhr: Berliner Raver tanzen nach Pandemie-Regeln

    Ausgestattet mit Tracker und Maske haben am Sonntagnachmittag im Berliner Club "Revier Südost" dutzende Menschen zusammen zu Techno-Beats gefeiert. Der Probelauf war Teil des Pilotprojekts "Open Air", mit dem getestet werden soll, wie in der Corona-Pandemie sicher unter freiem Himmel getanzt werden kann. "Das läuft bisher ganz gut", sagte eine Sprecherin des Clubs am Sonntag während des Ausprobierens. Das Masketragen auf der Tanzfläche werde akzeptiert. In anderen Bereichen des Clubs dürfe der Mund-Nasen-Schutz aber auch abgenommen werden. Das Pilotprojekt fand in der neuen Location des Technoclubs Griessmühle im Berliner Ortsteil Niederschöneweide statt.

    17.00 Uhr: Johnson lehnt Patentaufhebung bei Impfstoffen ab

    Der britische Premierminister Boris Johnson lehnt eine Aufhebung von Patenten für die Herstellung von Corona-Impfstoffen weiterhin ab. Zentral sei, weltweit, vor allem in Afrika, Produktionsstätten aufzubauen, sagte Johnson zum Abschluss des G7-Gipfels. im südwestenglischen Cornwall. Know-how müsse geteilt werden, aber zugleich müssten Anreize für Innovationen geschützt werden. Der richtige Weg sei es, Impfstoffe zum Selbstkostenpreis zu verteilen, wie es der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca tut.

    15.50 Uhr: G7 fordern WHO-Untersuchung zu Corona-Ursprung

    Die G7-Staaten fordern eine vertiefte Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Ursprung der Corona-Pandemie. In ihrer Abschlusserklärung zum Gipfeltreffen in Carbis Bay mahnten die Staats- und Regierungschefs am Sonntag eine "transparente" und "von Experten geleitete" Studie an. Dazu seien auch weitere Untersuchungen in China nötig.

    14.22 Uhr: Bundesländer bereiten Aus für Impfzentren vor

    Bis Ende September sollen viele Corona-Impfzentren geschlossen werden. Eine einheitliche Regelung der Bundesländer ist dabei aber nicht in Sicht, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) unter den Gesundheitsministerien ergab. Mehrere Länder sind offenbar skeptisch und wollen bei Bedarf ausgewählte Impfzentren weiter geöffnet lassen, darunter auch Bayern.

    Die Gesundheitsministerkonferenz hatte im März beschlossen, dass der Bund den Betrieb der Impfzentren bis mindestens zum 30. September 2021 finanziert: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag sind bislang 25,7 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland vollständig geimpft. 48,1 Prozent haben ihre erste Impfung bekommen.

    13.06 Uhr: EMA-Vertreter für Zurückhaltung mit Astrazeneca auch bei Älteren

    Ein Vertreter der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) wirbt für Zurückhaltung bei der Verimpfung des Wirkstoffs von Astrazeneca auch bei Menschen im Alter von über 60 Jahren. "Im Kontext der Pandemie war und ist es unsere Position, dass der Nutzen einer Astrazeneca-Impfung die Risiken in allen Altersgruppen übersteigt", sagt EMA-Impfexperte Marco Cavaleri der italienischen Zeitung "La Stampa". Auf Nachfrage sagte Cavaleri, die Behörden sollten aber nicht nur für Jüngere, sondern auch für Personen über 60 eher mRNA-Impfstoffe wie jene von Biontech/Pfizer und Moderna empfehlen. "Viele Länder wie Frankreich und Deutschland erwägen dies mit Blick auf die größere Verfügbarkeit von mRNA-Vakzinen."

    12.44 Uhr: Rund 20 Millionen Masken in Baden-Württemberg nicht nutzbar

    Fast 20 Millionen Masken in den Beständen des Landes Baden-Württemberg sind einem Zeitungsbericht zufolge derzeit nicht nutzbar, weil sie nicht ganz den Normen entsprechen. "Insgesamt sind 15,2 Millionen Masken aus Landesbeschaffungen aus den Jahren 2020 und 2021 im Lager gesperrt", teilte das Sozialministerium den "Stuttgarter Nachrichten" mit. Hinzu kämen rund 4,6 Millionen vom Bund gelieferte mangelhafte Masken. "Trotz sorgfältiger Auswahl der Lieferanten und der Vorgabe einer Herstellung in Deutschland waren zum Teil Masken nicht normentsprechend", hieß es.

    12.08 Uhr: Entwicklungsorganisationen fordern Klarheit über Impfspenden der G7

    Entwicklungsorganisationen haben "mehr Klarheit" über die versprochenen Impfstoffspenden der G7 für ärmere Länder gefordert. Auf dem Gipfel der großen Industrienationen (G7) im englischen Carbis Bay sprach Romilly Greenhill von der Organisation One am Sonntag von einem "geheimnisvollen Nebel", der die genannten Zahlen umhülle. "Die Welt muss einen klaren Fahrplan sehen."

    Fraglich sei, wo die Impfstoffe herkommen sollen. Auch sei unklar, was wirklich neu oder von früheren Zusagen erneuert worden sei. So hatte Gastgeber Großbritannien von einer Milliarde Impfspenden bis Ende nächsten Jahres gesprochen - Kanzlerin Angela Merkel eher vage von der Verteilung von insgesamt 2,3 Milliarden Dosen.

    11.21 Uhr: Ex-Premier Brown: G7 hat bei Impfstoffverteilung moralisch versagt

    Der britische Ex-Premierminister Gordon Brown hat die Ankündigung der G7-Gruppe scharf kritisiert, mindestens eine Milliarde Impfdosen gegen das Coronavirus zu spenden. «Dieser Gipfel wird als unverzeihliches moralisches Versagen in die Geschichte eingehen», sagte Brown am Sonntag dem Sender Sky News. "Als wir elf Milliarden Impfdosen brauchten, haben wir einen Plan für eine Milliarde angeboten bekommen." Dabei hätten die reichsten Länder die Macht, etwas zu verändern. Es fehle zudem ein verständlicher Plan, wie die Impfmittel verteilt werden - kurzum, der Gipfel sei eine verpasste Gelegenheit, sagte Brown.

    10.15 Uhr: Betriebsärzte bekommen zweiten Corona-Impfstoff

    Für die Corona-Impfungen über Betriebsärzte soll erstmals das Präparat von Johnson & Johnson als zweiter Impfstoff zur Verfügung stehen. In der Woche ab 21. Juni sollen 192.000 Dosen davon geliefert werden, wie es am Samstag vom Bundesgesundheitsministerium hieß. Hinzu kommen dann 602.550 Dosen von Biontech, so dass insgesamt 794.550 Dosen zusammenkommen. Zum Start hatten die Betriebsärzte in der ersten Woche ab 7. Juni zunächst 702.000 Dosen von Biontech bekommen, in der kommenden Woche ab 14. Juni sollen es 602.550 sein.

    09.47 Uhr: Bundesländer bereiten das Aus von Corona-Impfzentren vor

    Bis Ende September sollen viele Corona-Impfzentren geschlossen werden. Eine einheitliche Regelung der Bundesländer ist dabei aber nicht in Sicht, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) unter den Gesundheitsministerien ergab. Mehrere Länder sind offenbar skeptisch und wollen bei Bedarf ausgewählte Impfzentren weiter geöffnet lassen. Einen generellen Weiterbetrieb der Zentren fordert der Deutsche Städtetag.

    Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag sind bislang 25,7 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland vollständig geimpft. 48,1 Prozent haben ihre erste Impfung bekommen.„Noch sind die Impfzentren ein wichtiger Bestandteil der Impfkampagne“, betonte das Bundesgesundheitsministerium auf Nachfrage.

    08.46 Uhr: Vor Copa-Start: 13 Coronafälle bei Venezuela

    Die umstrittene Copa America schreibt vor dem Turnierstart am Sonntag weiter Negativschlagzeilen. Wie die südamerikanische Fußball-Konföderation CONMEBOL mitteilte, sind 13 Mitglieder seiner Delegation positiv auf Corona getestet worden. Mindestens acht Spieler als auch Mitglieder des Trainerstabs seien betroffen. Auch drei Spieler der Mannschaft Boliviens sowie ein Mitglied der Delegation wurden aufgrund positiver Tests isoliert. Alle Infizierten seien asymptomatisch und in ihren Hotelzimmern in Quarantäne, teilte das brasilianische Gesundheitsamt der französischen Nachrichtenagentur AFP mit.

    07.50 Uhr: Bundesjustizministerin: Länder müssen Verhältnismäßigkeit der Maskenpflicht prüfen

    Vor dem Hintergrund sinkender Corona-Infektionszahlen hat Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) dazu aufgefordert, die Verhältnismäßigkeit der Maskenpflicht zu überprüfen. "Die Verantwortlichen in den Ländern müssen laufend genau prüfen, ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig ist, wenn die Inzidenzzahlen niedrig sind und weiter sinken", sagte Lambrecht der "Bild am Sonntag". Dies gelte auch für die Schulen, da Schüler "von der Maskenpflicht besonders betroffen" seien.

    Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) forderte ein komplettes Ende der Maskenpflicht. "Bei einer klaren Inzidenz unter 35 darf der Staat gar keine Grundrechte pauschal für alle Bürger einschränken", betonte er. "Die allgemeine Maskenpflicht müsste daher bei strenger Auslegung des Infektionsschutzgesetzes aufgehoben werden, erst recht draußen", sagte Kubicki der Zeitung.

    07.45 Uhr: SPD-Vize Midyatli fordert 20 Milliarden für ein Bildungspaket

    SPD-Bundesvize Serpil Midyatli hat ein langfristigeres Bildungspaket für Kinder und Jugendliche gefordert. Das Corona-"Aufholprogramm" der Bundesregierung für dieses und das kommende Jahr sei zwar die richtige Antwort auf die akuten Auswirkungen der Pandemie, sagte die 45-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Ein einmaliger Impuls mit zwei Milliarden Euro reiche aber nicht. "Wir brauchen ein Jahrzehnt der Investitionen in Chancengleichheit und das gute Aufwachsen von Kindern. Deshalb fordere ich für jedes Jahr zusätzlich zwei Milliarden Euro für Bildung."

    07.01 Uhr: Impfkampagne für Kinder in China

    Kindern sind die schlimmsten Folgen der Pandemie zwar weitgehend erspart geblieben, da sie sich weniger leicht anstecken als Erwachsene und im Fall einer Infektion meist weniger schwere Symptome zeigen. Experten warnen aber, dass sie dennoch das Virus übertragen können. China startet deshalb eine Impfkampagne für Kinder. Insgesamt gibt die Volksrepublik das Ziel aus, bis zum Jahresende 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft zu impfen. Deshalb sind nun die Kinder dran. In einem ersten Schritt ließen die Behörden in der vergangenen Woche den Impfstoff des heimischen Herstellers Sinovac für Drei- bis 17-Jährige zu. Am Freitag folgte das Vakzin von Sinopharm. Einen Starttermin für die Impfungen hat die Nationale Gesundheitskommission allerdings noch nicht bekanntgegeben. China hat 1,4 Milliarden Einwohner, muss also 560 Millionen Menschen impfen, um seine angestrebte Impfquote von 40 Prozent im Juni zu erreichen. Für das 80-Prozent-Ziel müssen 1,12 Milliarden Menschen die Spritze bekommen haben. Das wird schwierig ohne die Impfung vieler der insgesamt 254 Millionen Kinder unter 14 Jahren.

    06.21 Uhr: Impfpläne der G7-Staaten als Ablenkungsmanöver kritisiert

    Die Überlegungen der reichen Industrienationen (G7) für eine Verteilung von 2,3 Milliarden Impfdosen an ärmere Länder bis Ende nächsten Jahres sind als "Ablenkungsmanöver" und unzureichend kritisiert worden. Entwicklungsorganisationen sprachen am Sonntag auf dem G7-Gipfel im englischen Carbis Bay in Cornwall von einem "Verwirrspiel mit Zahlen". Auch die neuen Pläne gingen angesichts der benötigten elf Milliarden Impfdosen nicht weit genug.

    "Das hört sich besser an, als es ist", sagte Fiona Uellendahl vom Kinderhilfswerk World Vision. Es reiche bei weitem nicht. "Die G7 werfen eine Nebelkerze." Sie wollten davon ablenken, dass sie gegen eine Freigabe des Patentschutzes seien. "Ein globaler Plan zur Bekämpfung der Pandemie sieht anders aus." Langfristig müsse in Forschung und Produktion in den ärmeren Ländern investiert werden.

    "Dass Kanzlerin Angela Merkel nach wie vor eine Aussetzung des Patentschutzes blockiert, ist unverständlich und empörend", sagte Jörn Kalinski von Oxfam International. In allen Regionen der Welt müsse die Produktion von Impfstoffen aufgebaut werden, um die strukturellen Ursachen für die ungerechte Verteilung zu beseitigen.

    06.13 Uhr: Rund 1.500 Neuinfektionen in Deutschland

    Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz bei Sars-Cov-2-Infektionen liegt bei 20,6. Den höchsten Wert bundes- und bayernweit meldet die Stadt Schweinfurt mit 86,1, gefolgt vom Landkreis Lindau (73,2). Im Freistaat gab es in den letzten 24 Stunden weitere 269 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus, sowie drei Todesfälle. Insgesamt hat Bayern den vierthöchsten Wert in Deutschland (20,6).

    Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter gesunken und liegt nun bei 17,3 Fällen pro 100.000 Einwohner. Wie das RKI meldete, wurden innerhalb eines Tages 1.489 Neuinfektionen sowie 18 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. Am vergangenen Sonntag waren 2.440 Neuinfektionen gezählt worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 24,7.

    Die Zahl der Neuinfektionen liegt in der Regel am Wochenende und am Montag niedriger als im Wochendurchschnitt, weil an den Wochenenden weniger getestet wird und weniger Testergebnisse übermittelt werden.

    Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.714.969. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 89.834. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf rund 3.576.800.

    05.32 Uhr: Deutsche Brauereien kommen glimpflich davon

    Die größten deutschen Brauereien haben sich im internationalen Vergleich während der Corona-Krise relativ gut geschlagen. Im neuen Ranking des weltgrößten Hopfenhändlers BarthHaas für 2020 sind acht deutsche Unternehmen unter den 40 größten Brauereien der Welt. Im Jahr zuvor waren es sieben. Kein anderes Land ist so oft im Top-40-Ranking vertreten.

    Veltins schafft es trotz eines Ausstoßrückgangs erstmals in das Ranking und belegt den 40. Platz. Zusammengenommen stehen die deutschen Brauer den Zahlen zufolge mit einem Produktionsrückgang von 5 Prozent auch ein bisschen besser da als die 40 insgesamt mit einem durchschnittlichen Minus von 6 Prozent.

    Größter deutscher Bierhersteller ist der Liste zufolge weiter die Oetker-Tochter Radeberger-Gruppe. Weltweit betrachtet steigt sie um einen Rang auf Platz 22. Dahinter folgt stabil auf Rang 24 die TCB Beteiligungsgesellschaft, zu der unter anderem die Gilde Brauerei, das Frankfurter Brauhaus und Feldschlößchen gehören. Die Oettinger-Gruppe belegt Rang 25. Das ist ein Aufstieg gleich um drei Plätze.

    Oettinger ist den Zahlen zufolge auch die einzige der deutschen Brauereien in dem Ranking, die beim Ausstoß deutlich zulegte. Auf den internationalen Plätzen 31 bis 33 folgen Krombacher, die Bitburger-Braugruppe und Paulaner. Die Warsteiner-Gruppe steigt mit einem deutlichen Ausstoßrückgang um einen Rang auf Platz 39 ab.

    03.35 Uhr: Junge Europäer fühlen sich nicht wertgeschätzt

    Die große Mehrheit der jungen Europäer fühlt sich einer Studie zufolge in der Pandemie nicht wertgeschätzt. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) fänden, dass ihr Verzicht während der Corona-Pandemie von der Gesellschaft nicht anerkannt werde, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben) unter Verweis auf die repräsentative TUI-Jugendstudie "Junges Europa", die kommende Woche vorgestellt werden soll.

    Für die Studie waren demnach im April 2021 über 6.000 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Polen befragt worden. Der Umfrage zufolge nahmen auch Krisen und Konflikte im persönlichen Umfeld der Jungen zu. Durchschnittlich 57 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage zu. Im europäischen Durchschnitt gaben zudem 38 Prozent der Befragten an, die Einhaltung von Abstands- und Hygienemaßnahmen gegen den Widerstand der Eltern und Großeltern durchsetzen zu müssen.

    02.22 Uhr: Österreich kein Corona-Risiko-Gebiet mehr

    Die Liste der von der Bundesregierung ausgewiesenen Corona-Risikogebiete wird ab heute deutlich kürzer. Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen entfallen unter anderem auch die letzten zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Nur Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen.

    Samstag, 12. Juni 2021

    22.02 Uhr: Johnson: Ausbreitung der Delta-Variante in Großbritannien "sehr besorgniserregend"

    Der britische Premierminister Boris Johnson hat wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus Zweifel, ob er die Corona-Beschränkungen im Vereinigten Königreich wie geplant in wenigen Tagen vollständig aufheben kann. Zurzeit werden in Großbritannien täglich mehr als 7.000 Neuinfektionen gemeldet - so viele wie zuletzt im Februar. Zwar sei noch unklar, in welchen Maß diese Entwicklung zu einer erhöhten Sterblichkeit führen werde, die derzeitige Lage sei aber "sehr besorgniserregend", betonte Johnson. Er deutete an, dass sich die für kommende Woche geplante Aufhebung der verbliebenen Corona-Auflagen verzögern könnten. Er sei weniger zuversichtlich als noch Ende Mai, dass die Beschränkungen wie vorgesehen am 21. Juni wegfallen können, sagte der Premier. Die in Indien zuerst entdeckte Delta-Variante könnte nach Einschätzung der britischen Gesundheitsbehörden um 60 Prozent ansteckender als die bisher in Großbritannien vorherrschende Alpha-Variante.

    21.35 Uhr: Laschet und Merz werben gemeinsam für Innovationen nach Corona-Krise

    Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet und der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz haben gemeinsam für eine stärkere Innovations- und Gründerkultur als Konsequenz aus der Corona-Pandemie geworben. Man werde nach der Pandemie sehen, welche Schäden durch die notwendigen Maßnahmen angerichtet worden seien, sagte Laschet beim Abschluss der Beteiligungskampagne für das CDU-Wahlprogramm. Ziel der CDU sei es, die 20er Jahre des Jahrhunderts zum "Modernisierungsjahrzehnt" zu machen - "auf dem Weg zum klimaneutralen Industrieland", betonte er.

    Laschet hatte Merz in sein Wahlkampfteam geholt, nachdem er den Machtkampf um die Kanzlerkandidatur mit CSU-Chef Markus Söder für sich entschieden hatte. Begründet hatte Laschet den Schritt mit der Wirtschafts- und Finanzkompetenz seines früheren Rivalen im Kampf um den CDU-Vorsitz. Merz sagte, nötig sei ein Kapitalmarkt, der neu gegründete Unternehmen im Land halte. Es dürfe nicht noch einmal passieren, dass Unternehmen wie die Impfstoffhersteller Curevac und Biontech in Deutschland gegründet würden, aber in den USA an den Kapitalmarkt gehen müssten. Wenn dafür die Voraussetzungen geschaffen würden, könne ein "drittes Wirtschaftswunder" ausgelöst werden - nach dem ersten nach dem Zweiten Weltkrieg und dem zweiten nach der deutschen Einheit.

    20.43 Uhr: USA: Erstmals wieder mehr als zwei Millionen Flugpassagiere pro Tag

    In den USA erholt sich die Luftfahrtbranche wieder von den Folgen der Corona-Pandemie. Wie die US-Transportsicherheitsbehörde TSA am Samstag bekannt gab, passierten am Tag zuvor, dem 11. Juni, 2,03 Millionen die Sicherheitskontrollen an den US-Flughäfen. Es war das erste Mal seit März 2020, das die Zwei-Millionen-Marke überschritten wurde. Seit in den USA ab dem Frühjahr immer mehr Menschen geimpft wurden, zogen auch die Flugbuchungen an. 2020 waren am 11. Juni 1,5 Millionen Menschen weniger geflogen. 2019 waren es aber noch um rund ein Viertel mehr gewesen als an diesem Freitag.

    20.30 Uhr: WHO-Chef: Bis nächstes Jahr 70 Prozent der Weltbevölkerung impfen

    Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, will mit Hilfe der G7-Staaten innerhalb eines Jahres mindestens 70 Prozent der Weltbevölkerung zu einer Corona-Impfung verhelfen. Dieses Ziel solle bis zum nächsten G7-Gipfel in Deutschland 2022 erreicht werden, sagte der WHO-Chef beim Treffen der führenden westlichen Wirtschaftsmächte im englischen Cornwall bei einer virtuellen Pressekonferenz am Samstag. Dazu seien jedoch weit größere Anstrengungen notwendig als bislang geplant. Er sei aber überzeugt, dass dieses Ziel erreichbar sei, so Tedros weiter. Die Produktionskapazitäten könnten bis dahin entsprechend erhöht werden.

    19.42 Uhr: Merkel: G7 will ärmeren Ländern mit 2,3 Milliarden Impfdosen helfen

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die G7-Staaten nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel ärmeren Ländern bis Ende nächsten Jahres mit 2,3 Milliarden Impfdosen helfen. Die G7-Gruppe habe eine globale Verantwortung, sagte Merkel am Samstag am Rande des G7-Gipfels im südwestenglischen Carbis Bay. Ein finaler Beschluss lag aber zunächst noch nicht vor. Ob es sich bei den von Merkel genannten 2,3 Milliarden Impfdosen nur um Spenden oder auch um Exporte oder die Finanzierung der internationalen Impfinitiative Covax handelt, blieb zunächst unklar. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte zuvor die von Johnson verkündete Milliarden-Spende als unzureichend kritisiert. "Eine Milliarde ist sehr willkommen. Aber offensichtlich benötigen wir mehr als das." Die USA hatten kurz vor dem Gipfel angekündigt, 500 Millionen Dosen bereitstellen zu wollen. Großbritannien hat 100 Millionen Dosen bis Ende kommenden Jahres zugesagt. Diese beiden Länder hatten Impfstoffe bislang aber kaum exportiert.

    18.52 Uhr: 30 Millionen Menschen in Frankreich mindestens ein Mal gegen Corona geimpft

    Frankreich hat am Samstag die symbolisch bedeutsame Schwelle von 30 Millionen Menschen mit mindestens einer Corona-Impfung überschritten. "Ziel erreicht! Danke an alle, die für die Impfungen mobil machen", erklärte Premierminister Jean Castex im Onlinedienst Twitter. Das Ziel, 30 Millionen der insgesamt rund 67 Millionen Bürger mindestens eine Corona-Impfspritze zu verabreichen, hatte sich die Regierung in Paris für Mitte Juni gesetzt. Am Freitag hatten die französischen Gesundheitsbehörden mitgeteilt, mittlerweile hätten 56,8 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten. Ein Fünftel der Bevölkerung ist demnach vollständig geimpft.

    17.39 Uhr: Österreich ab Sonntag nicht mehr länger Risikogebiet

    Auch die letzten österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg gelten ab Sonntag nicht mehr als Corona-Risikogebiete. Die Liste der von der Bundesregierung als Risikogebiete eingestuften Länder wird dann aktualisiert. Auch wer aus bestimmten Teilen Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz auf dem Landweg nach Deutschland einreist, muss keinerlei Auflagen erfüllen. Einen negativen Test brauchen weiterhin Flugpassagiere bei der Einreise. In Kroatien gelten ab Sonntag nur noch zwei Regionen im Landesinneren als Risikogebiete, alle Urlaubsgebiete an der Adria-Küste sind offiziell "risikofrei". In Griechenland werden der Peloponnes und die Inseln der nördlichen Ägäis, unter anderem Lesbos und Samos von der Risikoliste gestrichen.

    17.08 Uhr: Unterfranken - Maskenpflicht für Grundschüler bleibt

    Die Maskenpflicht für Grundschüler im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabenfeld bleibt bestehen, das hat der Landkreis am Samstag mitgeteilt. Die Regierung von Unterfranken hatte dem Antrag von Landrat Thomas Habermann (CSU), wonach Schüler am Platz und auf dem Außengelände von Schulen keine Maske tragen sollten, nicht stattgegeben. Wegen der fast im ganzen Freistaat niedrigen Inzidenz hatten die Freien Wähler, Kultusminister Michael Piazolo und Parteichef Hubert Aiwanger ebenfalls bereits eine Lockerung der Maskenpflicht für Schüler ins Gespräch gebracht.

    16.30: Russland testet Nasenspray-Impfung für Kinder

    Russland testet eine Verabreichung seines Impfstoffs Sputnik V per Nasenspray für Kinder. Das meldet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf einen bei der Entwicklung führenden Wissenschaftler. Demnach soll die Verabreichungsform für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren geeignet sein. Der Vertriebsstart sei für den 15. September geplant.

    16.01 Uhr: Erfinder des Sputnik-V-Impfstoffs ausgezeichnet

    Für die Entwicklung des russischen Impfstoffs wurde unter anderem der Chef des Gamaleja-Forschungszentrums für Epidemiologie und Mikrobiologie, Alexander Ginzburg von Präsident Putin geehrt. "Als die Menschen auf der ganzen Welt darauf gewartet haben, dass Wissenschaftler sie vor der Coronavirus-Pandemie retten, haben das unsere Forscher geschafft", begründete der russische Präsident die Ehrung laut Präsidialbüro.

    15.51 Uhr: Moskaus Bürger sollen zu Hause bleiben

    Nach einem deutlichen Anstieg der Positiv-Tests hat Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin per Verordnung verfügt, dass die Einwohner der russischen Metropole zu Hause bleiben sollen. Nachdem Montag Feiertag ist, hat Sobjanin kurzerhand den Rest der kommenden Woche ebenfalls zu arbeitsfreien Tagen erklärt. Einzig Einrichtungen, die die öffentliche Versorgung sicherstellen. dürfen geöffnet bleiben. Bars und Restaurants müssen vorzeitig Feierabend machen.

    15.32 Uhr: Mallorca: Nachtlokale sollen Mitte Juli wieder öffnen

    Einem Bericht der Zeitung "Diario de Mallorca" (Samstagsausgabe) zufolge, plant die Regionalregierung in Palma, Diskotheken, Pubs und Nachtlokale auf den Balearen um den 17. Juli herum wieder zu eröffnen. Regionalpräsidentin Francina Armengol sprach sich demnach dafür aus, die Lokale "eher früher denn später" wieder zu öffnen. Der Beschluss hängt dabei noch vom Ausgang eines einwöchigen Pilotprojekts Anfang Juli ab. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt auf den Balearen derzeit gut 20.

    15.28 Uhr: Wegen Delta-Variante: Großbritannien lockert doch nicht

    Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hat Hoffnungen auf eine Aufhebung aller restlichen Corona-Beschränkungen zum 21. Juni gedämpft. Der Grund: Johnson hält die Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus für beunruhigend, wie er im Sender Sky News sagte. Der Premier bestätigte, dass die Fallzahlen und die Zahl der Krankenhausaufenthalte wieder anstiegen. Am Montag will Boris Johnson bekanntgeben, wie die weitere Corona-Politik aussieht. Es wird mit einem Aufschub neuer Lockerungen um bis zu vier Wochen gerechnet.

    14.51 Uhr: LGL - bayernweite 7-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 22,08

    In Bayern sind seit gestern (11.06.21) 315 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Somit hat sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen die Gesamtzahl seit Pandemiebeginn auf insgesamt 644.735 Infizierte erhöht (Stand: 12.06.2021, 8.00 Uhr). 17 weitere Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben. Die Zahl der Verstorbenen hat sich im Freistaat somit auf 15.095 erhöht. Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt derzeit bei 22,08 und ist damit leicht gefallen. Aktuell liegen vier bayerische Städte bzw. Landkreise über dem Inzidenzwert von 50: Günzburg (55,89), Lindau (81,37), und Kronach (55,44) sowie die Stadt Schweinfurt (74,87). Alle anderen Städte und Landkreise liegen unter der Marke von 50. Schwaben hat mit 34,59 weiterhin den höchsten Inzidenzwert unter den bayerischen Regierungsbezirken, die Oberpfalz mit 16,01 den niedrigsten.

    14.46 Uhr: Hadsch wegen Corona nur für geimpfte Pilger

    Laut Nachrichtenagentur Saudi Press Agency plant Saudi-Arabien wegen Corona eine Einschränkung der Pilgerfahrt Hadsch nach Mekka im Juli. Demnach dürfen ausschließlich bereits geimpfte Pilger im Alter von 18 bis 65 Jahren nach Mekka pilgern. Maximal 60.000 Besucher sind zugelassen. Normalerweise strömen bis zu zwei Millionen Menschen zur Hadsch. Auch im vergangenen Jahr litt der Pilgerbetrieb in Mekka schon unter der Pandemie. Damals durften nur 1.000 einheimische Pilger die heiligen Stätten besuchen.

    14.38 Uhr: Pilotprojekt in Berliner Technoclub: Tanzen mit Abstand

    Das Pilotprojekt "Open Air" im Berliner Club Revier Südost soll für Behörden und Clubbetreiber Aufschluss darüber geben, wie trotz Corona unter freiem Himmel wieder Tanzveranstaltungen stattfinden können. Das Pilotprojekt findet in der neuen Location des Technoclubs Griessmühle statt. 300 Probanden – allesamt getestet, geimpft oder bereits von einer Corona-Infektion genesen – nehmen teil. Auf der Tanzfläche gilt Maskenpflicht. Per Tracker untersuchen Wissenschaftler der Alice Salomon Hochschule, der Beuth Hochschule für Technik und Mitglieder der Clubcommission das Abstandsverhalten der Versuchsteilnehmer. Der Versuch soll dabei helfen, ein praktikables Hygienekonzept zu erarbeiten.

    12.58 Uhr: Digitaler Impfpass - Holetschek hält holprigen Start für möglich

    Ab nächster Woche soll es den digitalen Impfnachweis Schritt für Schritt unter anderem in Apotheken geben. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hält einen holprigen Start für möglich. "In der Abwicklung könnte es schon das eine oder andere Problem geben. Es wird immer Fehler geben, nur wer nichts macht, macht nichts falsch", sagte der CSU-Politiker der Zeitung "Main-Echo".

    Beim digitalen Nachweis für die Covid-Impfung gebe es unterschiedliche Gruppen. "Wer in den Impfzentren geimpft wird, bekommt das nötige Zertifikat jetzt direkt ausgehändigt. Die technischen Voraussetzungen sind gegeben", sagte Holetschek. Für die, die bereits in einem Impfzentrum geimpft worden sind, wird es über eine "Schwester-Internetseite von BayIMCO" (dem bayerischen Impfportal) einen Zugang zum Zertifikat geben. Für alle anderen soll der Weg über Hotlines, die Apotheken und die Arztpraxen führen. "Unser Anspruch: Jeder soll möglichst schnell und einfach das Zertifikat bekommen können, um es in die beiden Apps CovPass oder die Corona-Warn-App hochladen zu können." Aber auch das gelbe Impfheftchen bleibt gültig.

    12.55 Uhr: Kubicki kündigt Corona-Untersuchungsausschuss nach der Wahl an

    Der Vize-Vorsitzende der Liberalen, Wolfgang Kubicki, hat einen von der FDP beantragten Bundestagsuntersuchungsausschuss zum Corona-Management der Regierung nach der Bundestagswahl in Aussicht gestellt. "Es bedarf einer parlamentarischen Aufarbeitung dazu nach der Wahl", sagte Kubicki am Samstag auf einem Parteitag der Thüringer FDP in Erfurt. "Das war die Ankündigung eines Untersuchungsausschusses", erklärte der FDP-Politiker nach seiner Rede auf Anfrage.

    Kubicki, der auch Vizepräsident des Bundestags ist, kritisierte unter anderem den Einkauf "untauglicher Masken" durch das Ministerium von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Bei deren Prüfung seien zwei von acht Kriterien gestrichen worden. "Es ist eine menschliche und rechtliche Sauerei, wenn man Menschen Sicherheit vorgaukelt, die es nicht gibt." Auch die Teststrategie und die Behauptung, die Intensivstationen seien bundesweit wegen der Pandemie an der Belastungsgrenze gewesen, seien zu untersuchen.

    12.42 Uhr: Betriebsärzte bekommen zweiten Corona-Impfstoff

    Für die Corona-Impfungen über Betriebsärzte soll erstmals das Präparat von Johnson & Johnson als zweiter Impfstoff zur Verfügung stehen. In der Woche ab 21. Juni sollen 192.000 Dosen davon geliefert werden, wie es am Samstag vom Bundesgesundheitsministerium hieß. Hinzu kommen dann 602.550 Dosen von Biontech, so dass insgesamt 794.550 Dosen zusammenkommen. Zum Start hatten die Betriebsärzte in der ersten Woche ab 7. Juni zunächst 702.000 Dosen von Biontech bekommen, in der kommenden Woche ab 14. Juni sollen es 602.550 sein.

    Die Arztpraxen sollen in der Woche vom 21. Juni rund 3,3 Millionen Impfdosen erhalten, nämlich 2,84 Millionen Dosen von Biontech und 504.000 von Astrazeneca. Die Länder sollen nach neuen Lieferdaten noch im Juni rund 700.000 Dosen mehr für die Impfzentren bekommen als zunächst geplant, wie es vom Gesundheitsministerium weiter hieß. In der kommenden Woche seien es 400.000 Dosen von Astrazeneca extra. Mehrere Länder wollten dies für Erstimpfungen verwenden.

    12.31 Uhr: DFB-Arzt Meyer zu Corona-Fällen bei EM - "Müssen wachsam bleiben"

    Deutschlands Teamarzt Tim Meyer hat nach den Corona-Fällen bei der Fußball-Europameisterschaft zur erhöhten Wachsamkeit im Umgang mit dem Virus aufgerufen. "Diese Fälle sind eine Erinnerung daran, dass das Coronavirus trotz der bei uns in Deutschland zum Glück günstigen Entwicklung nicht verschwunden ist. Sie sind eine Mahnung, sich weiter an alle immer noch nötigen Maßnahmen zu halten. Infektionen können weiterhin auftreten, auch wenn sich die pandemische Lage im Vergleich zum Jahresbeginn deutlich verbessert hat", sagte Meyer in einem am Samstag auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes veröffentlichten Interview.

    11.40 Uhr: Mehr als jeder Vierte in Deutschland vollständig geimpft

    Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das Bundesgesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut (RKI) gaben die Impfquote am Samstag mit 25,7 Prozent an. Dabei sind alle Impfungen bis einschließlich Freitag berücksichtigt. Vollständig geimpft seien damit 21.350.096 Menschen, hieß es weiter. Die Quote der Erstimpfungen wurde mit 48,1 Prozent der Bevölkerung angegeben. Dies betrifft nun mehr als 40 Millionen Menschen (40.003.604). In den Bundesländern Bremen, Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen ist bereits mehr als die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Am niedrigsten ist die Quote in Sachsen mit 43 Prozent.

    11.24 Uhr: 1.000 Teilnehmer - Polizei löst Open-Air-Party in Köln auf

    Die Polizei in Köln hat in der Nacht auf Samstag eine Open-Air-Party mit rund 1.000 Teilnehmern aufgelöst. Dabei wurden zwei Polizisten und ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes durch Flaschenwürfe leicht verletzt. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte die Stadt die Polizei gegen 23.00 Uhr um Amtshilfe bei der Auflösung der Party am Aachener Weiher gebeten. Zwei DJ-Pulte wurden sichergestellt, die DJs waren aber schon flüchtig. Die Menge habe sich dann zerstreut, so der Sprecher. Es kam zu mehreren Anzeigen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine organisierte Party gehandelt hat.

    10.29 Uhr: Spahn zieht Corona-Lehre - "Wir sind zu abhängig von China"

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert als Lehre aus der Corona-Pandemie, eine zu große Abhängigkeit von China zu verringern. Die Europäische Union müsse zudem souveräner werden und dürfe auch nicht auf Digitalkonzerne und die in dieser Branche entstehenden neuen Monopole angewiesen sein, sagte der CDU-Politiker beim "Tag des deutschen Familienunternehmens" in Berlin.

    " Also wenn wir eines wirklich schmerzhaft erlebt haben in dieser Pandemie (...), dann die viel zu große Abhängigkeit von China", sagte Spahn. "Wir sind zu abhängig von China als Hersteller bestimmter Produkte, die für uns lebensnotwendig sind, im wahrsten Sinne des Wortes: Wirkstoffe für Medikamente", sagte er. "Aber wir sind auch zu abhängig von China als Absatzmarkt, und das ist eine sehr viel schmerzhaftere Debatte fast noch. Wenn in China keine Autos gekauft werden, stehen in Wolfsburg die Bänder still."

    10.10 Uhr: Schweiz erlaubt Gottesdienste mit 1.000 Personen

    Die Schweizer Behörden wollen ab Ende Juni Gottesdienste mit bis zu 1.000 Menschen wieder erlauben. Die Maskenpflicht bleibt weiter bestehen, wie das Schweizer Portal kath.ch am Samstag berichtete. Chöre dürften bald nicht nur draußen singen, sondern auch in den Kirchen. Damit werte das Bundesamt für Gesundheit Gottesdienste als "sitzende Veranstaltungen" - ähnlich wie Konzerte. "Ein kurzer, geordneter Gang zur Kommunion oder das Aufstehen zum Gebet ändert daran nichts", zitiert das Portal das Schweizer Bundesamt für Gesundheit. Die Gottesdienstbesucher müssten kein Covid-Zertifikat vorlegen, um eine religiöse Feier zu besuchen. Prozessionen seien für maximal 250 Menschen zulässig. Auch Kirchenchöre dürften wieder in den Gotteshäusern singen. Bisher sind Laienchöre nur im Freien zugelassen. Wenn die Sängerinnen und Sänger eine Maske tragen, dann genüge der Abstand von 1,5 Metern. Die neuen Regeln sollen ab 28. Juni im Rahmen der schrittweisen Öffnungen in der Schweiz gelten.

    9.59 Uhr: Polizei löst illegale Open-Air-Party in Paris auf

    Die Pariser Polizei hat am Freitagabend eine illegale Party unter freiem Himmel mit Hunderten Teilnehmern aufgelöst. Hygiene- und Abstandsregeln seien nicht beachtet worden, so die Pariser Polizeipräfektur. Die Menschen hatten auf der Esplanade vor dem Invalidendom gefeiert.

    Medien berichteten, es habe zuvor einen Aufruf in sozialen Netzwerken gegeben. Auf Videos war zu sehen, wie zahlreiche junge Menschen ohne Masken und Abstand tanzten. Die Polizei griff gegen 23.00 Uhr ein, Berichten nach setzte sie auch Tränengas ein.

    9.04 Uhr: Nur die Hälfte aller bayerischen Gesundheitsämter nutzt Sormas-Software

    Seit Ende Februar haben alle 76 bayerischen Gesundheitsämter die Sormas-Anwendung installiert. Lediglich 50 Prozent davon nutzen jedoch auch die Software für die Identifizierung und Überwachung von Kontaktpersonen. Das teilt das bayerische Gesundheitsministerium mit. Weitere Gesundheitsämter wollen in Kürze folgen. Gleichzeitig seien während der Corona-Pandemie im Öffentlichen Gesundheitsdienst weitere 1.500 Stellen für medizinisches Fachpersonal geschaffen worden. Auch Leistungen für 100 Ärzte in dem Bereich wurden durch Beförderungen aufgestockt. Die Pandemie habe wie durch ein Brennglas gezeigt, wo nachjustiert werden müsse, erklärte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Über die Sormas-Anwendung sollen die Daten automatisch an das RKI übermittelt werden. Doch vor allem an der Schnittstelle zum Institut in Berlin kam es immer wieder zu Problemen. Das führt nach wie vor dazu, dass die Daten von vielen Gesundheitsämtern weiterhin per Hand übertragen werden.

    8.39 Uhr: Oxfam kritisiert unzureichendes Handeln der G7 in Corona-Pandemie als "unverzeihlich"

    Die Hilfsorganisation Oxfam hat den G7-Ländern unzureichendes Handeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie vorgeworfen. Es sei zwar zu begrüßen, dass die G7-Staaten sich künftigen Pandemien schneller entgegenstellen wollten, "aber das Fehlen dringender Maßnahmen, um die aktuelle Krise zu beenden, ist unverzeihlich", erklärte Oxfam-Vertreterin Anna Marriott in der Nacht zum Samstag.

    Sie verwies darauf, dass die Infektionszahlen insbesondere in einigen afrikanischen Ländern in die Höhe schnellten. Die "große Mehrheit der Menschheit" habe zudem keinen Zugang zu Impfstoffen. Die erwartete Spende der G7-Länder von einer Milliarde Dosen komme zu spät.

    8.20 Uhr: Ein Viertel der mexanischen Bevölkerung mit Corona infiziert

    In Mexiko hat sich nach Schätzungen des Gesundheitsministeriums insgesamt rund ein Viertel der Bevölkerung mit dem Corona-Virus infiziert. Eine landesweite Umfrage habe ergeben, dass sich etwa 31,1 Millionen der 126 Millionen Mexikaner angesteckt haben dürften, auch wenn sie nicht alle Symptome gezeigt hätten, so das Ministerium. Die Ergebnisse der Befragung von 2020 bestätigen den bereits zuvor auch von der Regierung geäußerten Verdacht einer sehr hohen Dunkelziffer: Die Zahl der bestätigten Infektionen beläuft sich auf rund 2,5 Millionen. Die offizielle Zahl der Todesopfer liegt bei knapp 230.000. Hier dürfte die tatsächliche Zahl nach früheren Schätzungen der Regierung mindestens 60 Prozent höher sein.

    7.59 Uhr: Städtetag betont Rolle der Impfzentren

    Die Corona-Impfzentren sollten aus Sicht des Deutschen Städtetags längerfristig weiter betrieben werden. "Bei dem zu erwartenden Andrang sind die Impfzentren mit ihren großen Kapazitäten, etwa in Messehallen, zu wichtig, um sie einfach abzuwickel", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Passauer Neuen Presse" mit Blick auf steigende Impfstofflieferungen. "Außerdem starten aus den Impfzentren die mobilen Impfteams in Pflegeeinrichtungen und soziale Brennpunkte. Wir brauchen leistungsstarke Strukturen. Die Pandemie ist noch nicht vorbei."

    7.15 Uhr: Rund 84.300 Neuinfektionen in Indien -Tiefststand seit mehr als zwei Monaten

    Indien verzeichnet 84.332 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist in dem stark von der Pandemie betroffenen Land der niedrigste Wert seit mehr als zwei Monaten, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Insgesamt wurden bislang 29,4 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. Weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA. In Indien stieg die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus zuletzt um 4.002 auf 367.081. Experten zufolge dürfte die Dunkelziffern allerdings weitaus höher sein.

    7.01 Uhr: Bundesländer bereiten Aus von Corona-Impfzentren vor

    Ein Großteil der Corona-Impfzentren soll bis Ende September geschlossen werden. Das ergab eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes unter den Gesundheitsministerien der Länder. Eine einheitliche Regelung ist nicht in Sicht. Bayern hält sich die Entscheidung anscheinend noch offen. Hintergrund ist, dass der Bund die finanzielle Unterstützung der Impfzentren ab Ende September einstellen will.

    6.46 Uhr: Studie zeigt mehr Infektionen nach Bundesliga-Spielen ohne Maskenpflicht für Zuschauer

    Forscher haben offenbar bei Bundesliga-Fußballspielen ohne Maskenpflicht für die Zuschauer im Stadion eine Zunahme der Infektionszahlen festgestellt. Die Dynamik sei an den Spieltagen im September und Oktober 2020 statistisch signifikant angestiegen, zitierte die "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) vorab unter Berufung auf die Studie des RWI-Leibniz Instituts für Wirtschaftsforschung. Der Anstieg habe sich vollständig den Spielen zuordnen lassen, bei denen Schutzmasken lediglich auf den Wegen zum Platz getragen werden mussten. Bei einer Tragepflicht auch am zugewiesenen Platz seien keine erhöhten Infektionszahlen aufgetreten.

    6.20 Uhr: Hohe Impfquote schützt auch junge Ungeimpfte

    Eine hohe Impfquote im Land kann offenbar das Risiko für ungeimpfte Jugendliche vermindern, sich mit Corona anzustecken. Das zeigen Gesundheitsdaten aus Israel, die im Fachjournal «Nature Medicine» vorgestellt werden. Mit zunehmender Zahl geimpfter Erwachsener wurden demnach immer weniger unter 16-Jährige positiv auf Corona getestet - im Mittel halbierte sich der Anteil positiv Getesteter in der noch ungeimpften Bevölkerung mit jedem Anstieg um 20 Prozentpunkte beim Anteil Geimpfter.

    Die Daten stützen die Hoffnung, dass die Kinder in Deutschland im Herbst vor größeren Ansteckungswellen geschützt sein könnten, wenn bis dahin ein Großteil der Erwachsenen den vollen Impfschutz hat. Die Forscher merken allerdings an, dass bei den Ergebnissen die Möglichkeit einer natürlich erworbenen Immunität gegen Corona - also durch überstandene Infektion - bei den unter 16-Jährigen nicht berücksichtigt wurde. Zudem habe es zeitweise Lockdown-Maßnahmen gegeben, deren Einfluss auf das Infektionsgeschehen in der Auswertung nicht berücksichtigt sei.

    5.30 Uhr: Millionen Impfdosen von Johnson & Johnson nach Produktionspanne unbrauchbar

    Die US-Gesundheitsbehörde FDA ordnet den Wegwurf von Millionen an Johnson&Johnson Impfdosen an, die in einer Fabrik in Baltimore hergestellt wurden. Die New York Times meldet unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass etwa 60 Millionen Dosen davon betroffen seien. In einer Pressemitteilung teilt die FDA keine genauen Angaben über die Anzahl der zu vernichtenden Impfdosen mit. Zwei Lieferungen seien zur Verwendung zugelassen worden, viele weitere seien jedoch nicht zur Verwendung geeignet, heißt es in der Pressemitteilung. Zwei mit der Situation vertraute Personen sagten Reuters, die Behörde habe etwa zehn Millionen Dosen aus der von Problemen geplagten Fabrik freigegeben.

    5.16 Uhr: RKI meldet 1.911 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 18,3

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.911 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2294 Corona-Neuinfektionen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 18,3 an (Vortag: 18,6; Vorwoche: 26,3). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 129 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 122 Tote.

    Freitag, 11. Juni 2021

    23.35 Uhr: "Gesundheitserklärung": G7-Staaten wollen neue Pandemie verhindern

    Die Gruppe der großen Industrienationen (G7) will eine neue Pandemie mit allen Mitteln verhindern. Dazu wollen die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfel in Südwestengland eine "Gesundheitserklärung von Carbis Bay" verabschieden, wie der britische G7-Vorsitz in der Nacht zum Samstag mitteilte. Vorgesehen sei, die Entwicklung von Impfstoffen, Behandlungsmethoden und Diagnosen für künftige Krankheiten auf unter 100 Tage zu drücken.

    22.19 Uhr: Nida-Rümelin erhält Big-Brother-Negativpreis

    Bürgerrechtsorganisationen haben mit den sogenannten Big-Brother-Awards Behörden und Firmen angeprangert, die aus ihrer Sicht in fragwürdiger Art und Weise Daten sammeln, die Privatsphäre von Menschen verletzen oder den Datenschutz an sich in Frage stellen. So bekam am Freitag unter anderem der Philosoph und stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Julian Nida-Rümelin, einen solchen Negativ-Preis für seine aus Sicht der Jury unhaltbare Behauptung, dass Datenschutz die Bekämpfung der Corona-Pandemie erschwert und Tausende von Toten zu verantworten habe.

    Nida-Rümelin hatte im März in einem Interview gesagt, die Entscheidung, die Corona-App freiwillig zu machen und nicht verpflichtend, sei falsch gewesen. "Manche Verteidiger des Datenschutzes sind zufrieden. Daneben steht aber die Bilanz der Krise: Über 70.000 Todesfälle, 500.000 zusätzliche Arbeitslose, vernichtete Existenzen, ein deutlicher Anstieg psychischer Erkrankungen in Deutschland."

    22.01 Uhr: Irak setzt nach Corona-Jahr auf Gasexport

    Der irakische Ölminister Ihsan Abdul-Dschabbar Ismail sieht den Ölsektor seines Landes nach einem durch die Corona-Pandemie ausgelösten Katastrophenjahr auf dem Weg der Besserung. Derzeit verkaufe der Irak Erdöl für 68 Dollar pro Barrel, sagte Ismail der Nachrichtenagentur AP. Das sei fast soviel wie nötig, um die Staatsausgaben zu decken. Damit könne er sich mehr um die Entwicklung der Erdgasförderung kümmern.

    Ismail sagte, er hoffe, in den kommenden Monaten Verträge über Schlüsselprojekte unterzeichnen zu können, die die Gasförderkapazität des Landes bis 2025 auf etwa 85 Millionen Kubikmeter pro Jahr steigern sollten. Derzeit importiert das Land noch rund 56 Millionen Kubikmeter Erdgas.

    Sein Ministerium stehe kurz vor einem Vertrag mit dem chinesischen Unternehmen Sinopec, das das Mansurija-Gasfeld in der Provinz Dijala entwickeln solle, sagte Ismail. Außerdem gebe es Gespräche mit dem französischen Konzern Total über ein Milliardenprojekt im Süden des Landes. Überdies verhandle der Irak mit dem US-Unternehmen Schlumberger und der saudischen Aramco über das Akkas-Gasfeld in der Provinz Anbar.

    21.26 Uhr: Deutsche Spieler einmal geimpft

    DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat sich insgesamt zufrieden mit dem Stand der Corona-Impfungen rings um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor dem EM-Start geäußert. Von den Spielern ist allerdings bislang noch keiner zweimal geimpft, wie Bierhoff sagte. Teilweise seien die Spieler einmal geimpft, bei einigen Genesenen sei keine Impfung mehr notwendig. Viele Betreuer seien zweimal geimpft worden.

    Die DFB-Auswahl startet am Dienstag in München gegen Weltmeister Frankreich in das paneuropäische Turnier. Weitere Gegner in der schweren deutschen Vorrundengruppe sind Titelverteidiger Portugal und Außenseiter Ungarn.

    Zur Stimmung im Team vor dem letzten Turnier unter Bundestrainer Joachim Löw bemerkte Bierhoff: "Hier merkt man einfach die große Freude, die Begeisterung, etwas zu leisten und mit der Nationalmannschaft ein neues Bild abzugeben". Drei Jahre nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Russland wüssten die Spieler auch, dass die Erwartungshaltung nicht ganz so hoch sei und kritisch hingeschaut werde.

    20.29 Uhr: G7 Impfspenden können nur ein Anfang sein

    UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Ankündigung von Impfspenden der G7 begrüßt, aber deutlich mehr Einsatz angemahnt. Die Gruppe sieben wirtschaftsstarker Demokratien hatte angekündigt, mindestens eine Milliarde Dosen zu spenden. "Eine Milliarde ist sehr willkommen. Aber offensichtlich benötigen wir mehr als das", sagte Guterres am Rande des G7-Gipfels vor Journalisten.

    Die Impfungen seien bisher sehr ungleich und unfair verteilt gewesen, rügte Guterres. Dabei sollten Impfstoffe öffentliche Güter sein. Gerade in Entwicklungsländern breite sich das Coronavirus wie ein Flächenbrand aus. Es gelte, schnell zu handeln und so viele Menschen weltweit wie möglich zu schützen, bevor das Virus immun gegen Impfstoffe werde, sagte Guterres. "Wir sind im Krieg mit dem Virus."

    Nötig sei ein globaler Impfplan, sagte Guterres. Regierungen, globale Organisationen und Finanzinstitutionen müssten sich mit der Pharmaindustrie zusammenschließen, um die Produktion von Impfstoffen zu verdoppeln, so der UN-Generalsekretär. Er mahnte Regelungen an, mit denen sowohl der Profit der Impfstoffproduzenten gewahrt werde, aber zugleich eine flächendeckende Produktion garantiere und die Herstellungskapazitäten verdoppele.

    Guterres forderte die G7 zudem auf, ihre Zusagen einzuhalten und den Entwicklungsländern rund 100 Milliarden US-Dollar im Jahr an Unterstützung im Klimawandel bereitzustellen.

    "Sie haben noch nicht geliefert." Antonio Guterres, UN-Generalsekretär

    Dies müsse von 2021 an gesichert sein. Die UN-Klimakonferenz in Glasgow im November biete in vielen Punkten eine letzte große Chance auf dem Weg, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. "Wir stehen am Abgrund", sagte Guterres. Nur eine gemeinsame Kraftanstrengung könne schlimme und unumkehrbare Folgen verhindern.

    20.12 Uhr: Briten verschieben Öffnung um einen Monat

    Der britische Premierminister Boris Johnson will einer Zeitung zufolge wegen des starken Anstiegs bei Neuinfektionen die geplanten Lockerungen um einen Monat verschieben. Diese sollten dann nicht schon am 21. Juni, sondern erst am 19. Juli vollzogen werden, berichtet "The Sun". Hintergrund sei die Verdreifachung der Fälle mit der Delta-Variante des Virus innerhalb einer Woche.

    Die Delta-Variante des Virus lässt die Fallzahlen in Großbritannien wieder steigen. Die Behörden geben 8.125 Neuinfektionen bekannt, 732 mehr als am Vortag und die höchste Zahl seit Ende Februar. Der Gesundheitsbehörde Public Health England zufolge macht die zuerst in Indien nachgewiesene Mutante inzwischen mehr als 90 Prozent der neuen Fälle auf der Insel aus. Der Anstieg gefährdet die Pläne der Regierung zur Aufhebung der Beschränkungen am 21. Juni. Premierminister Boris Johnson soll am Montag seine Entscheidung darüber bekanntgeben. In Großbritannien haben inzwischen mehr als drei Viertel der Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten.

    19.57 Uhr: Prüfstandards absichtlich abgesenkt?

    Im Koalitionsstreit um möglicherweise minderwertige Corona-Schutzmasken hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Teilen der Union ein Ablenkungsmanöver vorgeworfen. "Man muss aufpassen, dass eine Sachdebatte nicht vernebelt wird. Und ich erlebe schon, dass einige auf Unionsseite versuchen, das Ganze zu einer rein parteipolitischen Auseinandersetzung zu erklären, um nicht über die Sache sprechen zu müssen", sagte Heil dem "Spiegel". "Und es gibt den Versuch, über technische Fragen die Öffentlichkeit so zu verwirren, dass die Leute nicht mehr verstehen, worum es wirklich geht."

    Hintergrund der Debatte, die die schwarz-rote Koalition belastet, ist ein "Spiegel"-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Nach einer Intervention des SPD-geführten Arbeitsministeriums sei davon Abstand genommen worden. Spahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen, aus der SPD-Spitze kamen Rücktrittsforderungen.

    Es habe mehrere Versuche des Bundesgesundheitsministeriums gegeben, "Prüfstandards abzusenken, um anderweitig beschaffte Masken bei den Verteilaktionen auch in den Verkehr bringen zu können", betonte Heil erneut. "Das haben meine Fachleute im Ministerium abgelehnt, weil die Sicherheit dieser Masken aus unserer Sicht nicht zu gewährleisten war. Und wir haben uns durchgesetzt."

    Damit sei die Debatte für ihn eigentlich erledigt gewesen. "Nun gab es aber Berichterstattung darüber. Und wenn die Öffentlichkeit über ein solches Thema diskutiert, ist es Aufgabe von Bundesministern, auch wahrheitsgemäß über Abläufe zu informieren. Das haben wir als Bundesarbeitsministerium getan", so Heil.

    Unionsvertreter hatten mehrfach zurückgewiesen, dass die Masken zu wenig gegen eine Infektion mit dem Coronavirus schützen würden. "Das stimmt einfach nicht", hatte zum Beispiel CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak gesagt.

    19.10 Uhr: Corona-Fallzahlen sind weiterhin reale Bedrohung

    Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin hat sich wegen der vielen Corona-Infektionsfälle in seiner Stadt besorgt gezeigt. "Ziemlich viele Moskauer befinden sich auf Intensivstationen und werden künstlich beatmet", sagte Sobjanin in einer vom Fernsehen übertragenen Rede. "Die Gefahr ist real", betonte er. Die Behörden hätten erwartet, dass sich das Infektionsgeschehen in den Monaten April und Mai abmildern würde, wie es im vergangenen Jahr der Fall gewesen sei, sagte Sobjanin. "Aber jetzt sehen wir, dass sich dies in Richtung Juni, Juli verschiebt." Zugleich werde sichtbar, "wie aggressiv Covid ist", betonte Sobjanin. Es werde immer schwieriger, die Virus-Erkrankung zu behandeln.

    Die Gesundheitsbehörden in der russischen Hauptstadt meldeten am Freitag 5.853 neue Infektionsfälle - der höchste Wert seit Mitte Januar. Insgesamt wurden in Russland seit Pandemie-Beginn mehr als fünf Millionen Corona-Infektionen nachgewiesen. Nach offiziellen Angaben starben in dem Land mehr als 125.000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektionen. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

    Sobjanin, der zu den engen Verbündeten von Kreml-Chef Wladimir Putin zählt, sagte, rund die Hälfte der Bevölkerung von Moskau verfüge inzwischen über eine Form der Immunität gegen das Coronavirus. Russland hat mehrere eigene Corona-Impfstoffe produziert, darunter den auch in etlichen anderen Ländern zugelassenen Impfstoff Sputnik V. Allerdings stehen viele Russen einer Corona-Impfung skeptisch gegenüber. Um die Menschen zu einer Impfung zu bewegen, haben die Behörden deshalb zahlreiche Anreize in Aussicht gestellt, unter anderem kleine Bargeldbeträge für ältere Menschen.

    19.02 Uhr: Vakzin Johnson & Johnson-Impfstoff nur zum Teil freigegeben

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den in einer umstrittenen Produktionsstätte in Baltimore hergestellten Coronavirus-Impfstoff des US-Unternehmens Johnson & Johnson zunächst nur teilweise freigegeben. Zwei Ladungen könnten mit angepassten Regelungen in den USA zum Einsatz kommen oder exportiert werden, teilte die FDA mit. "Mehrere andere Ladungen" seien dagegen unter anderem wegen möglicher Verunreinigung nicht mehr benutzbar, weitere Ladungen würden noch untersucht.

    Um wie viele Ladungen es sich dabei insgesamt genau handelt und wie viele Impfdosen jede Ladung enthält, teilte die FDA zunächst nicht mit. US-Medien berichteten, dass rund zehn Millionen Impfdosen freigegeben wurden und rund 60 Millionen entsorgt werden müssten.

    Die Fabrik in der Ostküstenmetropole Baltimore war zuvor von Astrazeneca an den Konkurrenten Johnson & Johnson gegangen. Medienberichten zufolge hatte die US-Regierung Johnson & Johnson in einem ungewöhnlichen Schritt in die Verantwortung gedrängt, nachdem wegen eines Produktionsfehlers an dem Standort Millionen Impfdosen entsorgt werden mussten. Auslöser war den Berichten zufolge, dass Inhaltsstoffe der beiden Impfstoffe vermischt worden waren.

    Bei einer Überprüfung der vom US-Biopharma-Unternehmen Emergent Biosolutions betriebenen Produktionsstätte hatte die FDA zahlreiche Mängel entdeckt. Derzeit pausiert die Produktion. Die Fabrik sei noch nicht wieder freigegeben, hieß es am Freitag von der FDA.

    17.34 Uhr: J&J wird EU-Impfstoff-Zusagen wohl nicht einhalten können

    Johnson & Johnson (J&J) wird einem Insider zufolge vermutlich seine Zusage von 55 Millionen Impfdosen an die EU für Juni nicht einhalten können. Hintergrund ist dem EU-Vertreter zufolge, der Verzicht der Europäische Arzneimittelbehörde (EMA), auf gewisse Chargen nach einer Verunreinigung in einem US-Werk. Die EMA hat erklärt, zum Zeitpunkt des Vorfalls im April in dem Werk von Emergent Biosolutions sei dort auch Impfstoff für Europa hergestellt worden. Wie viele Dosen betroffen sind, teilte sie nicht mit. In der Fabrik im Bundesstaat Maryland soll Material für einen anderen Impfstoff in die Covid-Mittel gelangt sein. Die US-Behörden haben in dem Werk zahlreiche Mängel entdeckt.

    15.51 Uhr: Kultusministerium: Selbsttests an Bayerns Schulen funktionieren

    Das Testkonzept an Bayerns Schulen funktioniert nach Einschätzung des Bayerischen Kultusministeriums gut. Rückmeldungen der Schulen zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler die regelmäßigen Tests routiniert anwenden können, so ein Ministeriums-Sprecher. Eine Lockerung der Maskenpflicht sei bald wieder möglich, vorausgesetzt die Infektionszahlen bleiben niedrig.

    Exakte Infektionszahlen erhebt das Ministerium jedoch nicht, "da ein positiver Selbsttest lediglich ein Hinweis auf eine mögliche Infektion ist und zur Bestätigung immer noch ein PCR-Test außerhalb der Schule erforderlich ist." Auf diese "verwaltungsaufwändige Erfassung" werde verzichtet.

    Ende April habe es an einem Tag jedoch eine stichprobenartige Abfrage an den Schulen ergeben. Dabei lag der Anteil der positiv getesteten Schülerinnen und Schüler laut Ministerium bei 0,05 Prozent.

    15.33 Uhr: Bundestag verlängert Pandemie-Notlage

    Der Bundestag hat die Pandemie-Notlage nationaler Tragweite verlängert. Sie dient als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten. Dafür hatten Redner von Union und SPD geworben. Die Grünen stimmten trotz Kritik zu. Abgeordnete von FDP und AfD sowie der Linke wandten sich gegen eine Verlängerung. Die Opposition verband ihre Kritik am Koalitionskurs teils mit Angriffen gegen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

    Die festgestellte Lage gibt dem Bund das Recht, direkt ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen, zum Arbeitsschutz oder zur Einreise. Der Bundestag hatte die "epidemische Lage" erstmals am 25. März 2020 festgestellt und sie im November bestätigt. Ohne Verlängerung würde die epidemische Lage Ende Juni auslaufen. Nun wird sie maximal für drei Monate verlängert.

    Im September soll es vor der Bundestagswahl noch eine Bundestagssitzung geben. Beraten werden soll das erwartete Ende der Pandemie-Notlage, wie es in Fraktionskreisen in Berlin hieß.

    15.09 Uhr: Britische Wirtschaft nähert sich dem Niveau von Anfang 2020

    Die britische Wirtschaft ist dank einer Lockerung der Corona-Einschränkungen im April kräftig gewachsen. Das Nationale Statistikbüro teilte am Freitag mit, die Wirtschaft habe um 2,4 Prozent zugelegt, das war der höchste Wert seit Juli 2020. Im April durften im ganzen Land Geschäfte wieder öffnen, Restaurants konnten draußen Gäste empfangen und auch Friseure ihre Arbeit wiederaufnehmen.

    Trotz des Wachstums im April fiel die britische Wirtschaftsleistung allerdings immer noch 3,7 Prozent niedriger aus als im Februar 2020, kurz vor dem ersten Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus. Unter allen wichtigen Wirtschaftszweigen lag nur die Baubranche über dem Niveau kurz vor der Pandemie.

    Die vier Landesteile England, Schottland, Wales und Nordirland haben ihre Corona-Beschränkungen angesichts sinkender Inzidenzen und einer rasch voranschreitenden Impfkampagne schrittweise gelockert. Mit einem weiteren Anziehen der Wirtschaftsleistung wird im Verlauf des Sommers gerechnet.

    14.26 Uhr: Corona-Impfempfehlung der Stiko erfasst rund 452.000 Kinder

    Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für die Corona-Schutzimpfung von Zwölf- bis 17-Jährigen umfasst rund 452.000 Kinder und Jugendliche. Das sind etwa elf Prozent der Kinder in dieser Altersgruppe, wie eine am Freitag in Berlin veröffentlichte Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung zeigt.

    Die Stiko hatte am Donnerstag entschieden, die Impfung von Kindern und Jugendlichen nur bei bestimmten Vorerkrankungen oder anderen Risikofaktoren zu empfehlen. Allerdings sind Impfungen ab dem Alter von zwölf Jahren gleichwohl auf Wunsch und nach ärztlicher Beratung für alle möglich.

    Die Impfempfehlung umfasst insgesamt zwölf Erkrankungsgruppen. Dazu zählen unter anderen Adipositas, Diabetes, Herzinsuffizienz, Herzfehler, chronische Lungenerkrankungen und Trisomie 21.

    Unter den gesetzlich Versicherten gilt die Impfempfehlung demnach bundesweit etwa 402.000 Kindern und Jugendlichen. 45 Prozent davon leiden unter asthmatischen Erkrankungen.

    Hinzu kommen Privatversicherte, so dass das Zentralinstitut von insgesamt etwa 452.000 potenziellen Impflingen ausgeht. Die regionale Spannbreite reiche von einem Anteil von neuneinhalb Prozent in Baden-Württemberg bis 13,8 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern.

    Basis der Berechnung sind vertragsärztliche Abrechnungsdaten des Jahres 2019. Lagen bei Patienten mehrere Erkrankungen vor, wurden diese nur einmal gezählt.

    14.00 Uhr: Starker Anstieg der Neuinfektionen in Russland

    In Russland steigt die Zahl bestätigter Neuinfektionen mit dem Coronavirus rasant. 12.505 Fälle meldeten die Behörden am Freitag - eine Zunahme um 25 Prozent gegenüber der Zahl vom Montag. Mit 5.853 Fällen entfiel fast die Hälfte der Neuansteckungen auf Moskau, und damit fast doppelt so viele wie noch zu Wochenbeginn in der Hauptstadt registriert wurden. Trotz des Infektionsgeschehens hat der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin zuletzt einen Lockdown abgelehnt.

    In Sankt Petersburg wurden diese Woche lange Schlangen von Krankenwagen nahe Krankenhäusern gesichtet, die Covid-19-Patienten behandelten. Die zweitgrößte russische Stadt war vergangenen Woche Gastgeber eines großen Wirtschaftsforums, zudem sollen dort kommende Woche etliche Partien der Fußball-Europameisterschaft stattfinden.

    Die staatliche russische Corona-Arbeitsgruppe hat bisher fast 5,2 Millionen Infektionen und mehr als 125 000 Tote im Zusammenhang mit der Pandemie gemeldet. Die meisten Beschränkungen wurden bereits im vergangenen Sommer aufgehoben, seitdem scheuen sich die Behörden vor einer Durchsetzung neuer harter Maßnahmen.

    13.58 Uhr: G7-Staaten wollen eine Milliarde Impfdosen an ärmere Länder spenden

    Die G7-Staaten wollen nach den Worten des britischen Premierministers Boris Johnson eine Milliarde Corona-Impfdosen an ärmere Länder spenden. Allein Großbritannien werde 100 Millionen Dosen abgeben, kündigte er am Donnerstagabend vor Beginn des G7-Gipfels am Freitag an. Bereits am Donnerstag hatte US-Präsident Joe Biden von einer Spende von 500 Millionen Impfdosen geredet. Die EU will nach Aussagen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mindestens 100 Millionen Impfdosen bis Ende 2021 abgeben. Zudem hatte sie am Donnerstag betont, dass die EU anders als die USA bereits 150 Millionen in der EU produzierten Impfstoffe an mehr als 90 Länder exportiert habe.

    13.54 Uhr: Hausärzteverband sauer - Bessere Abstimmung gefordert

    Bayerns Hausärzte haben ihrem Ärger über die Corona-Politik in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Luft gemacht. "Politische Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung werden, wenn überhaupt, nur unzulänglich mit uns Ärztinnen und Ärzten abgestimmt und vorbereitet und dann letztlich auf dem Rücken der Praxen ausgetragen", schrieb Markus Beier, der Landesvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes.

    In dem am Freitag veröffentlichten Brief wird gefordert, Hausärzte stärker bei den Planungen zur Bekämpfung der Pandemie zu berücksichtigen. Zudem wird ein Bonus für die Medizinischen Fachangestellten verlangt. Obwohl dem Brief zufolge neun von zehn Corona-Patienten ambulant über die Praxen versorgt werden, habe es im Gegensatz zum Fachpersonal in den Krankenhäusern keinen staatlichen Corona-Bonus gegeben. "Und sie sind es, die den zunehmenden Frust vieler Impfwilliger über die mangelnde Versorgung mit Impfstoff abbekommen", sagte Beier laut Pressemitteilung.

    Kritisiert wird außerdem die Vergütung des zusätzlichen Aufwandes durch Planung, Beratung, Impfung, Nachbetreuung, höhere Personal- und Sachkosten in den Hausarztpraxen. "Im Verhältnis zu anderen Pandemieleistungen wird der Impfaufwand in den Praxen mit 20 Euro völlig inadäquat vergütet", schreibt Beier. "Schnelltestcenter konnten zum Beispiel bislang 18 Euro pro Test abrechnen, das reine Ausstellen einer digital lesbaren Impfbescheinigung soll ebenfalls mit 18 Euro honoriert werden." 

    13.36 Uhr: Kein AstraZeneca bei seltener Bluterkrankung

    Die europäische Arzneimittelbehörde rät von der Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffes bei Menschen mit einer seltenen Bluterkrankung ab. Dabei gehe es um Personen mit einem sogenannten Kapillarlecksyndrom. Dies müsse auch in die Liste der Nebenwirkungen des Vakzins aufgenommen werden. Die EMA untersucht außerdem Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen nach Corona-Impfungen mit den Mitteln verschiedener Hersteller.

    13.35 Uhr: Digitaler Impfnachweis künftig auch in der Luca-App

    Der neue digitale Corona-Impfnachweis wird vom kommenden Mittwoch an auch in der Luca-App angezeigt werden können. Das teilten die Betreiber der App am Freitag in Berlin mit. Damit stehen mit der App CovPass, der Corona-Warn-App des Bundes und der Luca-App nun drei unterschiedliche Lösungen zur Verfügung, um einen Impfnachweis auf dem Smartphone präsentieren zu können. Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier.

    Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Die App soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern. Der für den digitalen Nachweis erforderliche QR-Code wird in der Regel mit dem zweiten Impfgang ausgehändigt. Bereits vollständig Geimpfte bekommen das Schreiben mit der Klötzchengrafik entweder per Post zugesendet oder können sich die Bescheinigung bei ausgewählten Ärzten und Apotheken ausstellen lassen.

    13.25 Uhr: Zahlungsverhalten der Verbraucher in Deutschland ist in der Corona-Krise robust

    Die finanzielle Situation der privaten Haushalte ist auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie gut und stabil. Darauf weist jetzt Kirsten Pedd, Präsidentin des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU), anlässlich einer neuen Trendumfrage unter den gut 500 Inkassounternehmen ihres Verbands hin. "Viele Menschen haben die pandemiebedingt eingesparten Konsumausgaben in eine Entschuldung gesteckt und konnten sich so konsolidieren. Das private Zahlungsverhalten hat sich als resilient gegenüber der Krise gezeigt, kurzfristige Verschlechterungen aufgrund Einkommens- und Liquiditätseinbußen trüben das Gesamtbild nicht ein. Im Business-to-Business-Bereich zeigen sich die Negativ-Folgen der Pandemie sehr deutlich. Es ist zu befürchten, dass es bei den Unternehmen in den nächsten Monaten verstärkt zu Zahlungsausfällen und leider auch zu mehr Insolvenzen kommen wird."

    Mehr als die Hälfte der Inkassounternehmen berichtet, dass die Stückzahl der an sie übergebenen Forderungen im laufenden Jahr 2021 unter dem Niveau des Jahres 2020 liegt. Auch das Forderungsvolumen, also die Geldwertsumme, die Gläubigerinnen und Gläubiger insgesamt zur Einziehung an die Rechtsdienstleister weiterreichen, ist leicht rückläufig, wie 42 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen angeben. Fast genauso viele - 39 Prozent - sagen, das an sie übergebene Forderungsvolumen an offenen Rechnungen verändere sich derzeit kaum.

    13.15 Uhr: Stiko-Empfehlung zu Kinder-Impfung kann sich jederzeit ändern

    Die Ständige Impfkommission behält sich vor, ihre Empfehlung vom Donnerstag zur Corona-Impfung für Jugendliche jederzeit anzupassen. "Stiko-Empfehlungen sind ja nicht in Stein geschlagen", sagte Stiko-Mitglied Fred Zepp, ehemaliger Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz, am Freitag bei einer virtuellen Pressekonferenz des Science Media Centers. "Wenn wir in ein oder zwei Monaten erweiterte Erkenntnis haben, dann haben wir immer noch großen Spielraum bis zum Schulbeginn, darüber erneut zu beraten und das eventuell anzupassen."

    Die Stiko hatte am Donnerstag keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Laut Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung der Bundesrepublik Deutschland betrifft das etwa elf Prozent der Heranwachsenden dieser Altersgruppe - insgesamt rund eine halbe Million Kinder und Jugendliche.

    13.10 Uhr: Bereits in vier Bundesländern mehr als die Hälfte der Bevölkerung geimpft

    Nach Bremen, Schleswig-Holstein und dem Saarland hat auch das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen eine Corona-Impfquote von mehr als 50 Prozent gemeldet. Seit Donnerstag ist dort jeder zweite Bürger mindestens einmal gegen das Virus geimpft, wie die Staatskanzlei in Düsseldorf am Freitag mitteilte. Damit sei das zu Ostern ausgegebene Ziel, bis zu den Sommerferien jedem Zweiten in Nordrhein-Westfalen mindestens eine Corona-Impfung zu ermöglichen, bereits deutlich früher erreicht.

    "Jetzt haben wir ein wichtiges Versprechen eingelöst, das ich persönlich am Ostermontag gegeben habe", erklärte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Im 16. Monat der Pandemie sei festzuhalten, dass dieser Sommer "ein Wendepunkt" sein wird "Wir werden ein großes Stück unserer gewohnten Normalität zurückgewinnen", erklärte Laschet. Vollständig geimpft sind in Nordrhein-Westfalen laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Freitag 25,6 Prozent. Damit liegt das Bundesland auf einem der vorderen Plätze. Im Saarland erhielten bereits 29,3 Prozent beide Impfungen, in Hessen erst 22,2 Prozent.

    12.55 Uhr: Elbphilharmonie begrüßt erstes großes Orchester seit Corona

    In der Elbphilharmonie spielt erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie ein voll besetztes Orchester aus dem Ausland. Das Jerusalem Symphony Orchestra unter Leitung von Steven Sloane gastiere am 19. Juni im Großen Saal, teilte das Konzerthaus am Freitag in Hamburg mit. Alle Musiker seien vollständig geimpft und könnten daher mit gewohntem Abstand auf der Bühne Platz nehmen.Auf dem Konzertprogramm stehen den Angaben zufolge Werke von Beethoven, Strawinsky und dem israelischen Komponisten Noam Sheriff. Dessen Komposition "Akeda" wurde als Erinnerung an den ermordeten israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin verfasst. Die Pianistin Elisabeth Leonskaja ist Solistin bei Beethovens Klavierkonzert Nummer 4.

    12.35 Uhr: EU-Staaten beschließen wegen Virus-Varianten "Notbremse" für Sommerreisen

    Angesichts der Ausbreitung neuer Coronavirus-Varianten haben die EU-Mitgliedstaaten vor der Sommer-Reisesaison ihre Reiseempfehlungen angepasst. Die Botschafter der EU-Länder beschlossen am Freitag in Brüssel eine "Notbremse", die eine Wiedereinführung von Test- und Quarantänepflichten auch für vollständig geimpfte Reisende mit dem digitalen Corona-Zertifikat der EU ermöglicht. Im Gegenzug wurden Bestimmungen für die Einstufung von Risikogebieten etwas gelockert. Nach der beschlossenen Empfehlung kann fortan jeder Mitgliedstaat entscheiden, die Notbremse zu ziehen. Dies gelte "insbesondere aufgrund einer hohen Verbreitung von SARS-CoV-2-Varianten", heißt es in dem Text, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

    Beschränkungen wie Test- oder Quarantänepflichten können demnach bei der Einreise aus bestimmten betroffenen Städten oder Regionen oder auch ganzen EU-Ländern verhängt werden. "Ausnahmsweise und vorübergehend" sei dies auch für "Inhaber von Impfbescheinigungen oder Genesungsbescheinigungen" möglich, heißt es in dem Text. Auch von ihnen könne verlangt werden, "dass sie sich einem Test auf eine SARS-CoV-2-Infektion und/oder Quarantäne/Selbstisolierung unterziehen". Soweit möglich sollten "solche Maßnahmen auf die regionale Ebene beschränkt werden".

    12.20 Uhr: Ganz Österreich ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

    Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Österreich sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

    12.05 Uhr: Nach Corona-Test: Russlands Mostowoi fällt für EM aus

    Für den russischen Mittelfeldspieler Andrej Mostowoi ist die Fußball-Europameisterschaft noch vor Beginn des Turniers vorbei. Der 23-Jährige von Zenit St. Petersburg wurde am Freitag im Zusammenhang mit dem Coronavirus aus dem Kader der russischen Nationalmannschaft gestrichen. Das Team sprach im Kurznachrichtendienst Twitter von einem "ungünstigen Ergebnis von PCR-Tests", ohne Einzelheiten zu nennen. An seiner Stelle sei Roman Jewgenjew nominiert worden. Der 22-Jährige solle nun zum EM-Spielstandort St. Petersburg reisen. Dort trifft das russische Team am Samstag in der Gruppenphase auf Belgien.

    11.50 Uhr: Tokio will bis zur Olympia-Eröffnung 18.000 Helfer gegen Corona impfen

    In den sechs Wochen bis zur Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in Tokio wollen die Organisatoren noch rund 18.000 Mitarbeiter gegen das Coronavirus impfen, darunter Schiedsrichter, Doping-Tester und auch einige Freiwillige. Geimpft werden sollen alle, die regelmäßig engen Kontakt zu Athleten haben, wie Cheforganisatorin Seiko Hashimoto am Donnerstag ankündigte. Impfberechtigt sind demnach etwa Beschäftigte im Olympischen Dorf, Flughafen-Angestellte, Vertreter der Olympischen und Paralympischen Komitees sowie einige der 70.000 Freiwilligen. Die Impfungen sollen den Angaben zufolge am Freitag kommender Woche beginnen, damit bis zur Eröffnungsfeier alle noch ihre zweite Impfdosis bekommen können.

    11.35 Uhr: WHO begrüßt mögliche G7-Lieferung von Impfdosen an arme Länder

    Die Weltgesundheitsorganisation hat eine mögliche Lieferung von einer Milliarde Covid-19-Impfdosen durch die reichen G7-Staaten an arme Länder begrüßt. Eine derartige Aktion wäre sehr ermutigend , sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Freitag in Genf. Die WHO habe seit Monaten gefordert, dass die Länder mit einem Überschuss an Impfdosen die Wirkstoffe mit bedürftigen Ländern teilen sollten.Vor Beginn des G7-Gipfels in Großbritannien hatte Premierminister Boris Johnson in einem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ die anderen reichen Länder zum Handeln aufgerufen. Die G7 sollten sich darauf einigen, eine Milliarde Impfdosen an Entwicklungsländer zu geben.WHO-Sprecherin Harris sagte, bislang seien weltweit 1,9 Milliarden Impfdosen verteilt worden. Davon aber habe das internationale Programm Covax nur 81 Millionen liefern können.

    11.05 Uhr: Österreichs Notenbank erwartet starken Aufschwung

    Dank Impffortschritten und einer Öffnung der Wirtschaft nach der Corona-Krise kommt in Österreich laut der Notenbank ein starker Aufschwung in Gang. "Die Jahre 2021 und 2022 sind von einem deutlichen Aufholprozess geprägt", erklärte der Chef der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Robert Holzmann, am Freitag. Nach einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 6,7 Prozent im Vorjahr erwartet die OeNB für das laufende Jahr und 2022 ein Wachstum von 3,9 beziehungsweise 4,2 Prozent. Der private Konsum und Investitionen werden aus Sicht der Notenbank den Aufschwung befeuern. Durch die Öffnungsschritte Mitte Mai sei bereits die Basis gelegt worden: "In der Folge wird mit einer starken Erholung des privaten Konsums und einem raschen Rückgang der stark erhöhten Sparquote gerechnet", heißt es in der Konjunktur-Prognose der Notenbank.

    Nach dem massiven Einbruch um 9,4 Prozent im vergangenen Jahr soll der private Konsum demnach 2021 mit vier Prozent und 2022 mit 5,8 Prozent anziehen. Die Sparquote wird von ihrem Höchstwert von 14,4 Prozent im Jahr 2020 demnach auf unter acht Prozent im Jahr 2023 zurückgehen.

    10.55 Uhr: Malteser warnen vor möglicher Pandemie-Ausbreitung in Afrika

    Die Malteser warnen vor einer möglichen großflächigen Ausbreitung der Corona-Pandemie in Afrika. "Bislang blieben viele afrikanische Staaten noch von einem größeren Ausbruch verschont, aber es sieht so aus, als sei diese Welle, wie wir sie jetzt in Uganda erleben, größer als alle bisherigen. Es ist gut möglich, dass sich die Pandemie erst jetzt in Afrika richtig ausbreitet", erklärte der Leiter der Afrikaabteilung von Malteser International, Roland Hansen, am Freitag in Köln. In den vergangenen Wochen sei die Zahl der Corona-Infektionen in Uganda um rund 370 Prozent gestiegen. Nach offiziellen Angaben wurden den Maltesern zufolge bisher rund 55.000 Menschen in Uganda mit Covid-19 infiziert, derzeit kommen täglich mehr als 600 neue Infektionen hinzu. Fast jeder fünfte Test in dem ostafrikanischen Land falle seit einigen Tagen positiv aus.

    10.40 Uhr: Jedes dritte Startup erhielt Corona-Hilfen

    Rund jedes dritte deutsche Startup hat nach einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom Corona-Hilfen erhalten - doch nur ein kleiner Teil ist mit den Hilfsangeboten des Staates wirklich zufrieden. Wie eine Umfrage des Verbands unter 201 Tech-Startups in Deutschland ergab, beantragten und bekamen 38 Prozent der befragten Unternehmen finanzielle Unterstützung. Vier Prozent warteten noch auf ihr Geld und bei vier Prozent wurden die Anträge abgelehnt. Wie Bitkom am Freitag weiter mitteilte, beantragten 30 Prozent keine Hilfen, weil sie die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllen konnten. Zudem benötigten 22 Prozent keine staatliche Unterstützung. Neun von zehn Gründerinnen und Gründern kritisieren demnach, dass sich die staatlichen Hilfsmaßnahmen zu stark an den Bedürfnissen von Konzernen und Mittelständlern orientiert hätten und zu wenig an jenen von Startups. Die Hälfte (54 Prozent) fühlt sich von der Politik im Stich gelassen. Rund zwei Drittel (62 Prozent) erwarten in Folge der Pandemie eine Pleitewelle unter Startups in Deutschland, 16 Prozent glauben, dass aus diesem Grund dem eigenen Startup eine Insolvenz droht.

    10.25 Uhr: Berliner Tourismuschef erklärt Corona-Krise "für beendet"

    Der Geschäftsführer der offiziellen Tourismusorganisation der Hauptstadt, visitBerlin, Burkhard Kieker, hat sich mit Blick auf die Perspektiven nach der Corona-Krise optimistisch gezeigt. Ab diesem Freitag dürfen Hotels und Pensionen wieder Urlauber beherbergen. Im Inforadio vom rbb sagte Kieker, die Buchungen zögen schon an. Es fange langsam an, und man sei sehr zuversichtlich. "Das Reisebedürfnis ist da, das Bedürfnis, nach Berlin zu kommen ist da, und ich glaube, dass wir relativ schnell wieder den alten Platz einnehmen werden. Also ich glaube, dass wir ab Juli/August jede Menge Gäste in der Stadt sehen werden. Ob das sofort das Niveau von 2019 hat, ist schwer absehbar. Lassen wir uns mal bescheiden anfangen. Ich glaube, wenn wir bei 70, 80 Prozent der damaligen Zahlen landen, ist es ganz gut." Angesichts einer Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin von erstmals unter 20 sagte Kieker, für die Tourismusbranche sei die Krise jetzt beendet.

    09.55 Uhr: Zwei Corona-Fälle auf erster Kreuzfahrt ab Nordamerika seit Pandemie-Beginn

    Auf einem der ersten Kreuzfahrtschiffe, die seit Beginn der Corona-Pandemie von Nordamerika aus in See gestochen sind, hat es zwei Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. "Zwei Gäste, die sich eine Kabine an Bord der 'Celebrity Millennium' teilten, wurden positiv auf Covid-19 getestet", erklärte die US-Reederei Royal Caribbean am Donnerstag in Miami. Beide Infizierten zeigen demnach keine Krankheitssymptome und sind in Quarantäne. Das Schiff war am Samstag vergangener Woche vom niederländischen Teil der Karibikinsel St. Martin aus in See gestochen und sollte bei einer einwöchigen Karibik-Rundreise auf Barbados, Aruba und Curaçao anlegen. Alle 600 Passagiere und 650 Besatzungsmitglieder der "Celebrity Millenium" hatten den Angaben zufolge vor Beginn der Reise sowohl einen Nachweis über eine Corona-Impfung als auch ein negatives Testergebnis vorgelegt.

    09.35 Uhr: Kanuslalom-Weltcup im sächsischen Markkleeberg mit Zuschauern

    Der Kanuslalom-Weltcup vom 18. bis 20. Juni in Markkleeberg wird vor Zuschauern ausgetragen. Das teilte der Veranstalter am Freitag mit. Allerdings werden die deutschen Olympia-Starter sowie die versammelte Weltelite von den Fans strikt getrennt. Zudem wird der Zugang zur Anlage am Wildwasserkanal kontrolliert und Personen zur etwaigen Kontaktnachverfolgung erfasst. "Wir werden allerdings die Einhaltung der bekannten Abstandsregeln im Auge behalten und können, sobald die Kapazität der Tribüne erschöpft ist, keine Zuschauer mehr auf das Gelände lassen", sagte Organisationschef Christoph Kirsten. Die rund 150 Starter und Starterinnen reisen unmittelbar nach dem Weltcup an diesem Wochenende in Prag nach Markkleeberg bei Leipzig und sind dann in einer sogenannten Corona-Bubble.

    09.25 Uhr: Woidke sieht Regelung für Großveranstaltungen in nächsten zwei Wochen

    Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mahnt mit Blick auf die Corona-Einschränkungen bei Großveranstaltungen zur Geduld. Woidke hat am Freitag im Inforadio vom rbb den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom Donnerstag verteidigt, wonach jetzt eine Arbeitsgruppe die genauen Voraussetzungen für die Wiederzulassung klären soll: "Die Großveranstaltungen, die sind de facto seit 15 Monaten verboten, das wäre schon ein richtig großer Schritt .... Der muss bundesweit abgestimmt sein. Also wir haben ja jetzt ... sehr unterschiedliche Regelungen in den Ländern. Das geht natürlich bei 'ner Fußball-Bundesliga nicht. Also, wenn die Fußball-Bundesliga wieder startet, wir Zuschauer ins Stadion lassen wollen, dann muss es ähnliche Regelungen und gleiche Regelungen in den Ländern geben, und deswegen ist es hier notwendig, sich abzustimmen. Und ich finde den Vorschlag erstmal gut, ich hoffe natürlich sehr, dass es nicht allzu lange dauert, bis wir hier eine Regelung haben, ich hoffe, innerhalb der nächsten zwei Wochen."

    09.10 Uhr: Britische Wirtschaft erholt sich kräftig

    Die britische Wirtschaft ist stark in das zweite Quartal gestartet. Im April sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vormonat um 2,3 Prozent gewachsen, teilte das Statistikamt ONS am Freitag in London mit. Das ist der stärkste Anstieg seit Juli 2020. Analysten hatten ein schwächeres Wachstum erwartet. Das ONS begründete die robuste Entwicklung mit geringeren Beschränkungen in der Corona-Pandemie. Der unter diesen Beschränkungen besonders stark leidende Dienstleistungssektor wuchs im April entsprechend deutlich um 3,4 Prozent. Die Industrie schrumpfte hingegen um 1,3 Prozent. Besonders schwer wogen hier zeitweise Schließungen in der Ölförderung wegen Wartungsarbeiten. Trotz der Erholung liegt das BIP immer noch 3,7 Prozent unter dem Niveau vor der Corona-Krise im Februar 2020.

    08.55 Uhr: Indische Region revidiert Zahl der Corona-Toten stark nach oben

    Der indische Bundesstaat Bihar hat die Zahl seiner Corona-Toten stark nach oben revidiert. Statt 5.424 seien dort 9.429 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit und weckte damit Sorgen, dass möglicherweise viele weitere Todesfälle nicht offiziell registriert wurden. Indien vermeldete am Freitag 91.702 neue Corona-Fälle. Die bislang nicht genannten Todesfälle hätten sich im Mai ereignet, hieß es. Es handele sich um Menschen, die in privaten Krankenhäusern, während der Fahrt zu Gesundheitseinrichtungen, in häuslicher Isolation oder an Komplikationen nach einer Corona-Erkrankung gestorben seien.

    08.40 Uhr: Nach Corona-Ausbruch in G7-Hotel befindet sich ein deutscher Sicherheitsmann in Quarantäne

    Nach dem Corona-Ausbruch in einem Hotel beim G7-Gipfel in Cornwall hat sich ein Sicherheitsmann der deutschen Vorausdelegation von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorsorglich in Quarantäne begeben. Das teilte ein Regierungssprecher am Freitag in Berlin mit. Dies habe keine Auswirkungen auf die Reise der Kanzlerin und ihrer Delegation zu dem Gipfel in Carbis Bay, erklärte er weiter. Merkel wollte gegen Freitagmittag im englischen Cornwall eintreffen. In Berlin war am Donnerstagabend die Rede davon, dass zwei Mitglieder des Sicherheits-Vorauskommandos der Kanzlerin in dem betroffenen Hotel in St. Ives untergebracht waren. Ein Sprecher des britischen Premierministers Boris Johnson hatte auf Anfrage von Journalisten bestätigt, dass Merkel weiterhin am Gipfel teilnehmen werde.

    08.25 Uhr: Großhandelspreise ziehen so stark an wie seit 13 Jahren nicht mehr

    Die Preise im Großhandel steigen in Folge der Corona-Krise derzeit so stark wie seit Juli 2008 nicht mehr. Sie lagen im Mai um 9,7 Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Damit beschleunigte sich der Preisauftrieb nochmals: Im April 2021 hatte es ein Plus von 7,2 Prozent gegeben und im März von 4,4 Prozent. Von April auf Mai kletterten die Preise um 1,7 Prozent. Grund für die starke Veränderung sind die Auswirkungen der Virus-Pandemie. Denn vor einem Jahr waren im Zuge der Rezession viele Preise in den Keller gegangen. In der Folge ergeben sich jetzt im Vorjahresvergleich hohe Zuwächse. Aber auch der Anstieg der Import- und Erzeugerpreise hinterlässt Spuren. Größten Einfluss auf die Inflationsrate im Großhandel hatten im Mai Mineralölerzeugnisse, die sich um fast 47 Prozent verteuerten. Roh- und Schnittholz wurde im Vorjahresvergleich erheblich teurer (37,7 Prozent), ebenso Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel (22,9 Prozent) sowie chemische Erzeugnisse (11,4 Prozent).

    08.05 Uhr: 7,5 Prozent weniger Umsatz im 1. Quartal 2021 im Handwerk

    Im 1. Quartal 2021 sind die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk in Deutschland gegenüber dem 1. Quartal 2020 um 7,5 % gesunken. Dies ist der erste Umsatzrückgang des zulassungspflichtigen Handwerks im 1. Quartal eines Jahres seit 2013. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren Ende März 2021 im zulassungspflichtigen Handwerk 1,7 % weniger Personen tätig als Ende März 2020. In allen Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks wurden im 1. Quartal 2021 niedrigere Umsätze als im Vorjahresquartal erwirtschaftet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie erst am Ende des 1. Quartals 2020 begannen und die Ergebnisse des 1. Quartals 2020 davon noch kaum betroffen waren. Den größten Umsatzverlust verzeichneten die Handwerke für den privaten Bedarf (-23,0 %).

    07.55 Uhr: Bundesbank erwartet kräftigen Aufschwung der deutschen Wirtschaft

    Nach dem coronabedingten Konjunktureinbruch zu Jahresbeginn erwartet die Bundesbank einen kräftigen Aufschwung der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr. 3,7 Prozent Wirtschaftswachstum prognostiziert die Notenbank für 2021. Im Dezember hatten die Bundesbank-Ökonomen für 2021 ein Wachstum von 3,0 Prozent vorhergesagt. Inzwischen geht die Notenbank davon aus, dass durch das Fortschreiten der Impfungen die Corona-Pandemie "rasch und nachhaltig zurückgedrängt" werden könne und deswegen Einschränkungen für Wirtschaft und Bevölkerung "zügig gelockert" würden. "Schon in diesem Sommer könnte die Wirtschaftsleistung wieder das Vorkrisenniveau erreichen", erklärte Weidmann. Auch für 2022 ist die Bundesbank deutlich optimistischer als vor sechs Monaten: Statt 4,5 Prozent Wachstum trauen die Ökonomen der Notenbank Europas größer Volkswirtschaft im nächsten Jahr nun ein Plus von 5,2 Prozent zu. Im Jahr 2023 schwächt sich der Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) demnach ab, beträgt aber immer noch 1,7 Prozent.

    07.40 Uhr: Millionen fehlerhafte Anti-Corona-Produkte sichergestellt

    Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in der EU massenhaft gefälschte und fehlerhafte Produkte zum Gesundheitsschutz sichergestellt worden. Durch Ermittlungen der EU-Betrugsbekämpfungsbehörde "Olaf" seien rund 52 Millionen minderwertige Handgels, Schutzmasken und Testkits aufgespürt worden, erklärte die Behörde am Donnerstag in ihrem Jahresbericht für 2020. Dabei wurden demnach 1.150 verdächtige Händler identifiziert. "Seit März 2020 haben wir die wachsende Bedrohung durch gefälschte, minderwertige oder unsichere Produkte untersucht und darauf reagiert", erklärte Olaf-Generaldirektor Ville Itala. Die Produkte stammen demnach häufig aus Drittstaaten. "Viele Unternehmen sind opportunistisch, in dem Versuch, von der Pandemie zu profitieren, in eine Tätigkeit eingestiegen sind, ohne jegliche Erfahrung auf diesem Gebiet zu haben".

    07.35 Uhr: Bierhoff "zuversichtlich" für eine EM ohne Corona-Unterbrechungen

    Trotz der Corona-Fälle bei Spanien und Schweden vor Turnierbeginn rechnet DFB-Direktor Oliver Bierhoff mit einer regulären Fußball-EM. "Wenn man die Nachrichten aus Spanien oder Schweden hört, dann hat man natürlich immer Sorgen. Das führt natürlich auch bei uns immer wieder dazu, dass wir unsere Hygienemaßnahmen ganz strikt einhalten und durchziehen", sagte der 53-Jährige in den ARD-"Tagesthemen" auf die Frage zur Sorge, ob die EM bis zum 11. Juli wie geplant beendet werden kann. "Ein bisschen ist die Sorge immer da, auf der anderen Seite ist aber auch die Hoffnung und das Vertrauen da, dass andere Veranstaltungen wie die Champions League am Ende erfolgreich durchgeführt werden konnten."

    07.20 Uhr: GEW-Vorsitzende Finnern fordert mehr Geld für Schulbildung

    Die neue Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, fordert mehr Unterstützung für die Schulen in der Pandemie. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte Finnern, "wir müssen Bildung anders finanzieren, wir müssen mehr Geld für Bildung haben". Wörtlich fügte sie hinzu: "Es ist das größte Problem, dass wir es 15 Monate nach Beginn der Pandemie immer noch nicht geschafft haben, Schulen zum Beispiel mit Luftfiltern auszurüsten. Das können die Kommunen und Schulträger nicht allein machen, das überfordert die Haushalte." Finnern geht davon aus, dass es keine monatelangen Schulschließungen mehr geben wird. Man könne es zwar nicht ganz ausschließen, "wir haben aber eine etwas andere Situation als im letzten Jahr. Die Bereitschaft bei den Beschäftigten in den Schulen, sich impfen zu lassen, ist enorm hoch", betonte die Gewerkschafterin. Finnern warnte vor einer Überforderung der Schülerinnen und Schüler nach der monatelangen Corona-Pause.

    06.50 Uhr: Kolumbien meldet neuen Höchststand an Corona-Toten

    Kolumbien meldet einen neuen Höchststand an Covid-19-Toten. Wie die Tageszeitung "El Tiempo" berichtete, starben am Donnerstag (Ortszeit) 573 Menschen, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Zudem zählte das Land 29.302 Neu-Infektionen. Seit Ausbruch der Pandemie starben 94.046 Menschen. In Kolumbien ist eine Debatte darüber entbrannt, ob die seit Wochen anhaltenden Massenproteste gegen die rechtsgerichtete Regierung Ivan Duque die Infektionszahlen nach oben getrieben haben. Eigentlich hatte Ende April ein Gericht wegen der Pandemie jegliche Proteste im Land verboten.

    06.35 Uhr: Bundestag beschließt Stärkung des Verbraucherschutzes bei Pauschalreisen - auch für den Krisenfall

    Der Bundestag hat am frühen Freitagmorgen ein Gesetz zur Stärkung des Verbraucherschutzes bei Pauschalreisen verabschiedet. Zentrales Element ist ein Reisesicherungsfonds, wie der SPD-Abgeordnete Karl-Heinz Brunner erklärte. "Der Fonds sichert nicht nur gegen mögliche Schäden bei Insolvenzen ab, sondern deckt im Krisenfall auch die Kosten ab, um Reisende zurück nach Hause zu holen", erkärte Brunner weiter. Reiseveranstalter sollen 750 Millionen Euro in den Fonds einzahlen. Mit dem Fonds soll auch verhindert werden, dass der Staat bei insolvenzen von Reiseveranstaltern einspringen muss. Insbesondere die Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook hatte gezeigt, dass die Haftungsbegrenzung von Versicherungen für zu erstattende Beträge auf 110 Millionen Euro nicht ausreicht, wie es im Gesetzentwurf der Bundesregierung heißt.

    06.15 Uhr: Menschen nehmen Termine in der Corona-Krise verstärkt online wahr

    Menschen in Deutschland haben ihre Termine während der Corona-Pandemie verstärkt online wahrgenommen. Rund ein Fünftel erledigte Besprechungen, Konferenzen und Behördengänge über das Internet. Auch der private Bereich war demnach betroffen: 30 Prozent verlegten Treffen im Freundeskreis ins Internet. Für die Umfrage wurden 3.000 Menschen mit Wohnsitz in Deutschland befragt. Der Trend zu Online-Terminen ging laut der Umfrage auch an älteren Generationen nicht vorbei: 27 Prozent der Befragten ab 50 Jahren traf sich verstärkt online mit Freunden, rund ein Fünftel erledigte Behörden- und Bankangelegenheiten vorwiegend online. Jeder achte Mensch in Deutschland ab 50 Jahren nahm auch Arzttermine ohne körperliche Untersuchung über das Internet in Anspruch.

    05.58 Uhr: Oberstes Gericht in Brasilien erlaubt Copa América

    Die umstrittene Copa América kann einer Gerichtsentscheidung zufolge trotz des weiter grassierenden Coronavirus in Brasilien ausgetragen werden. Die elf Richter des Obersten Gerichtshof STF in Brasília sprachen sich einstimmig dafür aus, wie der Gerichtshof mitteilte.

    Das oberste Gericht wies zwei Anträge - der Brasilianischen Sozialistischen Partei und einer Metallarbeiter-Gewerkschaft -, zurück, die die Austragung der Copa América in Brasilien infrage gestellt hatten. Sie hatten die Gefahr für die öffentliche Gesundheit sowie die Ausbreitung des Coronavirus als Gründe für ihre Ablehnung des Turniers in ihrem Land angeführt. Am Mittwoch hatte Brasilien, ein 210 Millionen-Einwohner-Staat, innerhalb von 24 Stunden 2.693 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 registriert - so viele wie seit dem 5. Mai nicht mehr.

    Falls die Entscheidung nicht angefochten werden sollte, kann Gastgeber Brasilien mit Superstar Neymar zum Auftakt des Turniers in Brasília am Sonntag gegen Venezuela antreten. Bei Venezuela steht auch Sergio Córdova von Arminia Bielefeld im Kader.

    05.27 Uhr: Arbeitskräftemangel in der Gastronomie

    Mit zunehmenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen macht der Hotel- und Gastronomiebranche derzeit ein erheblicher Personalmangel zu schaffen. Das aktuell größte Problem des deutschen Gastgewerbes sei "eindeutig der riesige Mitarbeitermangel", sagte die Chefin des Branchenverbandes Dehoga, Ingrid Hartges, der "Passauer Neue Presse". Die Zahl der Mitarbeiter habe sich um zwölf Prozent reduziert. "Allein bis Februar haben wie 130.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verloren", sagt Hartges der Zeitung. "Auch die Zahl der Auszubildenden ist bei uns zuletzt um 25 Prozent eingebrochen." Sie forderte die Politik auf, alles zu tun, damit die Branche dauerhaft geöffnet bleiben kann. "Sie muss besser vorbereitet sein für den Fall einer nächsten Welle, ohne dass dann gleich wieder unsere Betriebe schließen müssen."

    Die jüngste Umfrage unter den Dehoga-Mitgliedern habe für Mai immer noch einen Umsatzrückgang von 67 Prozent festgestellt, fügte die Verbandschefin hinzu. "Die Testpflichten und Kontaktregeln werden von vielen Gästen und Gastronomen noch als Hürden empfunden." Dennoch steige besonders mit Blick auf den Sommer die Zuversicht in weiten Teilen der Branche. Allerdings mit Ausnahmen: "Die Stadt- und Tagungshotellerie steckt noch immer in einer schwierigen Lage", mahnte Hartges. Gleiches gelte für Clubs und Diskotheken.

    05.10 Uhr: RKI meldet 2.440 Neuinfektionen - Inzidenz bei 18,6

    Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 2.440 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3.165 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Morgen mit bundesweit 18,6 an (Vortag: 19,3; Vorwoche: 29,7). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 102 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 86 Tote gewesen.

    04.00 Uhr: Kritik an aufgeschobener Entscheidung der Ministerpräsidenten zu Veranstaltungen

    Nach der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag hat es Kritik an der aufgeschobenen Entscheidung zur Durchführbarkeit von Groß- und Sportveranstaltungen gegeben. Es wäre "wünschenswert" gewesen, wenn sich Bund und Länder hier auf einen gemeinsamen Fahrplan geeinigt hätten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der "Rheinischen Post". Linken-Fraktionschef Dietmar Barsch bezeichnete die Ministerpräsidentenkonferenz als "Bremsklotz auf dem Weg in die Normalität". Die Ministerpräsidenten hatten gestern mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) getagt. Merkel sagte anschließend, über die Frage der Groß- und Sportveranstaltungen würden nun die Staatskanzleichefs der Bundesländer beraten. Treffen seien hier in nächster Zeit alle vier Wochen geplant.

    02.41 Uhr: G7-Gipfel plant Impfstoff-Spende von einer Milliarde Dosen

    Der G7-Gipfel in Cornwall soll eine Impfstoff-Spende von einer Milliarden Dosen für andere Länder beschließen. "Es wird erwartet, dass die Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfeltreffen ankündigen werden, dass sie der Welt mindestens eine Milliarde Impfdosen gegen das Coronavirus zur Verfügung stellen", erklärte die Regierung des Gastgeberlandes Großbritannien am Abend. Laut Premierminister Boris Johnson will London 100 Millionen Dosen beisteuern.

    00.01 Uhr: PEI hat kein klares Bild bei Myokarditis und Corona-Impfung

    Bei einem möglichen Zusammenhang zwischen sehr seltenen Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) und einer Corona-Impfung insbesondere bei jungen Männern ab 16 Jahren hat das Paul-Ehrlich-Institut bislang kein klares Bild. Zwar habe man in den vergangenen Wochen "zunehmend Meldungen über den Verdacht einer Myokarditis oder Perimyokarditis im zeitlichen Zusammenhang mit der Verabreichung von Covid-19-mRNA-Impfstoffen erhalten", heißt es in einem Sicherheitsbericht des PEI. Andererseits weise es bezogen auf alle Altersgruppen nicht auf ein Risikosignal hin, wenn man die gemeldeten Fälle zu der Myokarditis-Quote ins Verhältnis setze, die auch ohne Impfung zu erwarten wäre. Bislang gehe es um 92 Fälle. Es fehle an Daten um zu berechnen, "ob die Zahl der gemeldeten Fälle einer (Peri)myokarditis in jüngeren Altersgruppen höher ist, als statistisch zufällig in ihrer Altersgruppe zu erwarten wäre".

    Donnerstag 10. Juni 2021

    22.10 Uhr: Zwei Sicherheitsleute Merkels in Hotel mit Corona-Ausbruch

    In einem Hotel, in dem zwei Sicherheitsleute von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beim G7-Gipfel in Cornwall untergebracht waren, hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Ein Sprecher des britischen Premierministers Boris Johnson bestätigte auf Anfrage von Journalisten am Donnerstag, dass die Bundeskanzlerin weiter am Gipfel teilnehmen werde. In Berlin hieß es am Abend ebenfalls, auf die Anreise der Kanzlerin und ihrer Delegation zum Gipfel habe der Fall keine Auswirkungen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind zwei Mitglieder des Sicherheits-Vorauskommandos von Merkel in dem betroffenen Hotel untergebracht. Am Abend war demnach zunächst unklar, welche Folgen der Ausbruch für die deutschen Sicherheitsbeamten haben könnte.

    21.15 Uhr: Johnson fordert G7 zur Spende von einer Milliarde Impfdosen auf

    Der britische Premierminister Boris Johnson hat die G7-Staaten unmittelbar vor deren Gipfeltreffen zur Spende von einer Milliarde Corona-Impfdosen an Entwicklungsländer aufgefordert. "Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, die Pandemie zu überwinden, die Gefahr eines neuen Auftretens zu minimieren und unsere Wirtschaft nach dieser Tragödie besser wiederaufzubauen", schrieb Johnson in einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag/Online). Daher müsse der am Freitag beginnende Gipfel im südwestenglischen Cornwall "ein hohes, aber absolut notwendiges Ziel" verabschieden und Entwicklungsländern eine Milliarde Impfstoffdosen zur Verfügung stellen, schrieb Gastgeber Johnson. Angepeilt werden müsse, dass bis Ende 2022 alle Menschen auf der Welt geimpft werden können. Wichtig sei dafür vor allem Kooperation.

    20.50 Uhr: Südafrika steckt in der dritten Corona-Welle

    Südafrika steckt nach offiziellen Angaben zum dritten Mal in einer Coronawelle. Das statistisch am schlimmsten betroffene afrikanische Land verzeichnete 9.149 Neuinfektionen. Das entspricht in etwa den Werten, die während der zweiten Welle gemeldet wurden. Südafrika sei somit "technisch heute in die dritte Welle eingetreten", erklärt das Gesundheitsinstitut NCID. Der Direktor der Afrikanischen Zentren für Krankheitsbekämpfung, John Nkengasong, hatte zuvor bereits gewarnt, dass 14 afrikanische Länder auf eine dritte Corona-Welle zusteuerten. Die indische Variante breite sich immer stärker aus.

    20.35 Uhr: Biden wirbt für globale Impfdosen-Spenden nach US-Vorbild

    Vor dem G7-Gipfel hat US-Präsident Joe Biden zu Großspenden von Corona-Impfstoffen an ärmere Länder aufgerufen. Amerika wolle vorangehen und 500 Millionen Dosen des Vakzins von Pfizer/Biontech kaufen und weggeben, um Menschenleben zu retten, kündigte Biden am Donnerstag in St. Ives im Südwesten Englands an. Dies täten die USA nicht, um sich Gefälligkeiten oder mögliche Zugeständnisse der fast 100 Länder mit geringerem Einkommen zu sichern, die die Impfdosen erhalten würden.

    20.15 Uhr: Bundestag berät über Verlängerung epidemischer Lage

    Der Bundestag berät in seiner Plenarsitzung am Freitag (ab 09.00 Uhr) über die Verlängerung der Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite wegen der Corona-Pandemie. Diese Feststellung würde ansonsten Ende Juni auslaufen. Abschließend beraten werden auch weitere Neuregelungen im Gesundheitsbereich, darunter die Pflegereform, Reformen im Krankenhausbereich und ein höherer Bundeszuschuss für die gesetzlichen Krankenkassen wegen der Corona-Krise. Weitere Themen sind die Förderung der Ganztagsbetreuung an Grundschulen und die nach langem Ringen vereinbarten schärferen Transparenzregelungen für Abgeordnete. Dies soll dem Missbrauch des Mandats für finanzielle Eigeninteressen entgegenwirken. Abschließend beraten wird auch das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst.

    20.05 Uhr: Ab nächster Woche wieder Erstimpfungen in Bayreuth möglich

    Im Bayreuther Impfzentrum an der Johannes-Kepler-Realschule werden ab Mitte kommender Woche (16.06.21) wieder Erstimpfungen stattfinden. Wie das Landratsamt Bayreuth in einem Schreiben mitteilte, stünden etwa 1.500 Impfdosen des Anbieters Moderna für Stadt und Landkreis Bayreuth zur Verfügung. Diese sollen zwischen dem 16. und 22. Juni verimpft werden. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, würde auch bei diesen Impfungen nach Impfpriorität vorgegangen. Die Verantwortlichen des Impfstoff-Managements und der Impfhotline bitten Bürgerinnen und Bürger, nur mit Termin im Impfzentrum zu erscheinen und alle erforderlichen Nachweise der Priorisierung mitzubringen.

    19.40 Uhr: Merkel nimmt Curevac bei verzögerter Impfstoff-Zulassung in Schutz

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Tübinger Biotechunternehmen CureVac in der Debatte über eine verzögerte Zulassung seines Corona-Impfstoffes in Schutz genommen. Sie glaube nicht, dass der Staat dabei jetzt helfen könne, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. Dass die Entwicklung nun länger als geplant dauere, zeige, wie kompliziert die Entwicklung der Corona-Impfstoffe sei. "Wir können gar nicht oft genug dankbar dafür sein, dass es innerhalb zwölf Monaten gelungen ist, mehrere Impfstoffe zu entwickeln", sagte sie mit Blick auf einige andere Hersteller. Deshalb wolle sie kein Unternehmen kritisieren, bei dem es etwas länger dauere. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte Anfang der Woche im Kreise der Gesundheitsminister von Bund und Ländern gesagt, dass die europäische Arzneimittelbehörde EMA des Curevac-Impfstoffes nicht mit einer Zulassung vor August rechne.

    19.25 Uhr: Merkel zurückhaltend bei zusätzlichen Impfdosis-Spenden

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich vor dem G7-Gipfel zurückhaltend zu zusätzlichen Corona-Impfstoff-Spenden Deutschlands für ärmere Länder der Welt geäußert. Sie sehe durchaus Sinn darin weiterzugeben, was überzählig sei, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. Angesichts nicht völlig klarer Liefermengen für Juli, August und September könne sie nun aber keine Verpflichtung für noch nicht gelieferte Mengen eingehen. Sie müsse "schon auch darauf achten, dass wir unseren Bürgerinnen und Bürgern jetzt ein Impfangebot machen, so wie die Vereinigten Staaten von Amerika das selbstverständlich ihren Bürgern auch gemacht haben".

    19.15 Uhr: RKI registriert 3.187 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 19,3

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3187 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4640 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 19,3 an (Vortag: 20,8; Vorwoche: 34,1). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 94 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 166 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 709 129 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

    18.55 Uhr: Münchner OB will Wiesn 2022 sicherstellen

    Das Oktoberfest soll nächstes Jahr wieder stattfinden - notfalls mit Vorkehrungen wie Sicherheitskontrollen und "technischen Mitteln", wenn Corona das wirklich immer noch nötig machen sollte. Das kündigte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) soeben in seiner Online-Sprechstunde an. Noch in diesem Sommer will er sich deshalb mit Fachleuten zusammensetzen und dann ein entsprechendes Konzept erstellen lassen. Dazu werde auch ein digitaler Impfpass gehören, so der OB. Reiter räumte ein, dass er sich bei der Absage der Wiesn im vergangenen Jahr nicht hätte vorstellen können, dass das auch 2021 noch einmal nötig sein werde. Er habe "nicht mal die Fantasie" gehabt zu denken, dass man im Folgejahr immer noch so intensiv über Corona reden müsse. Deshalb habe er damals noch gesagt, dass das Oktoberfest im Folgejahr "garantiert" wieder stattfinden werde.

    18.25 Uhr: Merkel sieht Corona-Impfwettlauf mit Delta-Variante

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor der Gefahr der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. "Das, was uns Sorge macht ist die sogenannte Delta-Variante, die sich in Großbritannien wieder sehr stark ausbreitet", sagte Merkel am Donnerstag im Anschluss an Beratungen mit der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin.

    Die Ausbreitung der zuerst in Indien nachgewiesenen Delta-Variante in Deutschland werde sich wohl nicht verhindern lassen, aber "entscheidend ist wann und unter welchen Bedingungen". "Wir sind im Grund in einem Wettlauf mit dem Impfen", sagte die Bundeskanzlerin.

    18.10 Uhr: Söder: Noch zu früh für generelle Lockerungen bei Großveranstaltungen

    Trotz der positiven Entwicklungen bei den Corona-Infektionszahlen hält Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Lockerungen für Großveranstaltungen noch für verfrüht. Die Lage sei zwar sehr positiv, es wachse jedoch jeden Tag die Sorge über die Entwicklung in Großbritannien, wo sich die sogenannte Delta-Variante des Virus stark ausbreite, sagte der CSU-Chef am Donnerstag nach der Ministerpräsidentenkonferenz. Aus diesem Grund könne jetzt nicht alles ohne Regeln freigegeben werden.

    "Wir sollten nicht kopflos sein", betonte Söder. Dies gelte gerade auch für den Umgang mit Großveranstaltungen, wo etwa die jeweilige Form der Veranstaltung - also etwa ob es sich um ein Rockkonzert oder um ein Fußballspiel handle, sehr unterschiedlich zu bewerten seien. Entscheidend seien zudem sowohl die Inzidenzzahlen als auch eine hohe Impfgeschwindigkeit.

    18.08 Uhr: Merkel - Ab Herbst muss Nachimpfung bei Älteren starten

    In Deutschland muss nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel im Herbst die Nachimpfungen von Älteren beginnen. Die Länder rechneten deshalb weiter mit der Arbeit der Impfzentren über den 30. September hinaus, sagt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller.

    17.30 Uhr: Von der Leyen sieht eine der schlimmsten Bildungskrisen wegen Corona

    "Covid-19 hat zu einer der schlimmsten Bildungskrisen der Geschichte für Kinder in der ganzen Welt geführt", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in einer Pressekonferenz zum Gipfel der sieben großen Wirtschaftsmächte im englischen Cornwall. Etwa elf Millionen Mädchen, von der Vorschule bis zur Sekundarschule, liefen Gefahr, nicht in die Schule zurückzukehren, was schwerwiegende Folgen für ihr Leben nach sich ziehe. "Wir wissen, dass insbesondere Mädchen und junge Frauen durch die Pandemie gefährdet sind", sagte sie.

    Nach Angaben von der Leyens wird die EU-Kommission deswegen ihren Beitrag für die Initiative globale Partnerschaft für Bildung um 32 Prozent erhöhen. Im Zeitraum von 2021 bis 2027 solle ein Gesamtbetrag in Höhe von 700 Millionen Euro fließen, sagte sie. Die Globale Partnerschaft für Bildung ist ein Zusammenschluss von Geber- und Entwicklungsländern sowie internationalen staatlichen und nicht staatlichen Organisationen, Stiftungen und der Privatwirtschaft.

    16.50 Uhr: Mehr Herzmuskelentzündungen als erwartet nach mRNA-Impfung von Jüngeren

    Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist es nach der Impfung mit einem mRNA-Corona-Impfstoff nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC unerwartet oft zu Herzmuskelentzündungen gekommen. Vorläufige Ergebnisse legten nahe, dass die Zahl von Herzmuskelentzündungen bei 16- bis 24-Jährigen nach der zweiten Impfdosis höher als zu erwarten gewesen sei, teilte die CDC am Donnerstag mit. Die Daten zeigten aber auch, dass sich die meisten Patienten vollständig von ihren Symptomen erholt hätten.

    Bislang zugelassene Impfstoffe auf Basis von Boten-RNA (mRNA) sind die von BioNTech/Pfizer sowie von Moderna. Das israelische Gesundheitsministerium hatte in der vergangenen Woche erklärt, es sehe einen möglichen Zusammenhang zwischen der zweiten Dosis des Covid-19-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer und Fällen von Herzmuskelentzündung bei jungen Männern. Bei 16- bis 19-jährigen Männern sei dies häufiger beobachtet worden als in anderen Altersgruppen. Israel, das bei der Einführung von Covid-19-Impfungen weltweit führend war, genehmigte gleichwohl die Impfung von 12- bis 15-Jährigen mit dem Präparat.

    16.40 Uhr: Neun von zehn afrikanischen Länder verpassen Impfziel

    Etwa 90 Prozent der afrikanischen Staaten werden es nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht schaffen, wie geplant bis September mindestens zehn Prozent ihrer Einwohner gegen das Coronavirus zu impfen. Es fehlten zusätzlich 225 Millionen Impfdosen, sagt die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti. Sie appelliert an Staaten, denen dies möglich sei, dringend Impfdosen bereitzustellen. Aktuell gingen die Vakzin-Lagerbestände und Lieferungen in Afrika zu Neige.

    Die Impfkampagne stecke fest, gerade einmal zwei Prozent der Menschen auf dem Kontinent insgesamt hätten eine erste Dosis erhalten, südlich der Sahara nur ein Prozent. Der Direktor der Afrikanischen Zentren für Krankheitsbekämpfung, John Nkengasong, warnt auf einer anderen Pressekonferenz, dass 14 afrikanische Länder aggressiv auf eine dritte Corona-Welle zusteuerten. Die indische Variante breite sich immer stärker aus.

    16.30 Uhr: Impfkommission empfiehlt Corona-Impfungen nur für vorerkrankte Kinder

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat in der Pandemie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. In der am Donnerstag veröffentlichten aktualisierten Empfehlung rät sie unter anderem 12- bis 17-Jährigen mit Adipositas, Immunsuppression, Herzfehlern, chronischen Lungenerkrankungen, Diabetes sowie Kindern und Jugendlichen mit Trisomie 21 zu einer Immunisierung gegen Covid-19.

    Wie bei Erwachsenen sollen auch Kinder und Jugendlichen zwei Dosen des Corona-Impfstoffs im Abstand von drei bis sechs Wochen verabreicht werden

    15.45 Uhr: Löw verzichtet auf Aufstellung von Corona-Reservekader

    Bundestrainer Joachim Löw verzichtet anders als etwa seine Kollegen aus Spanien und Schweden auf die Nominierung eines EM-Reservekaders für den Fall von Corona-Ausfällen. Löw hatte zuvor schon darauf hingewiesen, dass er den vom europäischen Verband UEFA auf 26 Spieler erweiterten Kader für groß genug halte, um auch auf Ausfälle reagieren zu können.

    Spanien und Schweden dagegen haben sich nach positiven Corona-Tests in ihren Aufgeboten entschieden, eine "Reserveblase"aufzubauen, also Ersatzspieler zusätzlich zum offiziellen Aufgebot zu isolieren. Löw nannte lediglich den Bielefelder Torhüter Stefan Ortega und den Dortmunder Mittelfeldspieler Mahmoud Dahoud als erste Nachrücker für den Notfall.

    15.15 Uhr: EU-Parlament spricht sich für Aussetzung des Impfstoff-Patentschutzes aus

    Das EU-Parlament plädiert für eine vorübergehende Aufhebung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe. Eine entsprechende Resolution wird mit 355 Stimmen zu 263 Gegenstimmen angenommen. Ziel ist es, Schwellenländern mehr Impfstoff-Produktion zu ermöglichen, um ärmere Regionen der Welt schneller versorgen zu können.

    Das Votum ist nicht bindend. Doch erhöhen die Abgeordneten damit den Druck auf die EU-Kommission, die eine solche Patentschutz-Aussetzung ablehnt. Die Brüsseler Behörde argumentiert, ein derartiger Schritt würde nicht zum gewünschten Ergebnis einer deutlichen Produktionsausweitung führen und zugleich die künftige Impfstoff-Forschung untergraben.

    14.55 Uhr: Moderna beantragt Zulassung in den USA ab 12 Jahren

    US-Hersteller Moderna hat nun auch in Amerika eine Notfallzulassung seines Corona-Impfstoffes für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragt. Man habe die nötigen Unterlagen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht, teilte Moderna mit. Bisher darf Menschen dieser Altersgruppe in den USA und auch in der Europäischen Union nur das Vakzin von Biontech/Pfizer gespritzt werden. Moderna hatte bereits am Montag in der EU die Zulassung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragt.

    Grundlage des Antrags sei eine Phase-2/3-Studie mit dem mRNA-1273 genannten Moderna-Impfstoff bei 2.500 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in den USA. Die Wirksamkeit habe dabei bei 100 Prozent gelegen. Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil seien wie bei der Phase-3 Studie von Erwachsenen, hieß es weiter.

    14.20 Uhr: Jeder zweite Erwachsene in der EU einmal gegen Corona geimpft

    Jeder zweite Erwachsene in der Europäischen Union ist mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Die Zahl nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag. Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC sind das 183,1 Millionen Menschen. Knapp 26 Prozent der Erwachsenen - rund 94,8 Millionen - haben demnach den vollen Impfschutz, für den in der Regel zwei Spritzen nötig sind.

    Von der Leyen schrieb auf Twitter, die EU sei auf gutem Weg zu dem Ziel, bis Ende Juli genügend Impfstoff zu haben, um 70 Prozent der Erwachsenen zu impfen. Ein Sprecher der EU-Kommission stellte klar, dass dieses Ziel gelte, auch wenn sich die Zulassung für den deutschen Hersteller Curevac verzögern sollte. Zuletzt hatte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) erklärt, eine Zulassung des Curevac-Impfstoffs sei statt im Juni realistisch erst im August zu erwarten.

    14.15 Uhr: Mehr als drei Millionen Corona-Infizierte im Iran

    Der Iran hat die symbolische Schwelle von drei Millionen Corona-Infektionen überschritten. Das Gesundheitsministerium in Teheran verzeichnete am Donnerstag 12.398 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionsfälle stieg damit auf 3.003.112. Die Zahl der bestätigten Todesfälle stieg um 153 auf 81.672.

    Der Iran ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Land der Region. Seit Ende März kämpft das Land gegen eine vierte Infektionswelle, die unter anderem durch Reisen zum iranischen Neujahr angeheizt wurde. Seit Mitte April gehen die Infektionszahlen langsam zurück.

    14.00 Uhr: WHO - Delta-Variante setzt sich in Europa fest

    Die Weltgesundheitsorganisation hat vor einer Ausbreitung der zuerst in Indien entdeckten Variante des Coronavirus in Europa gewarnt. Der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, erklärte am Donnerstag, die Delta-Variante sei im Begriff, sich in der Region durchzusetzen.

    Die Variante sei möglicherweise in der Lage, einigen Impfstoffen zu entgehen, sagte Kluge. Während in zahlreichen Ländern die Einschränkungen wegen der Pandemie langsam fielen und wieder viele Kontakte möglich seien, sei ein Teil der gefährdeten Bevölkerung immer noch ungeschützt, besonders Menschen im Alter von über 60 Jahren.

    "Wir waren schon einmal an diesem Punkt", erklärte Kluge. "Im Laufe des vergangenen Sommers stiegen die Fallzahlen allmählich in jüngeren Altersgruppen an und bewegten sich dann in ältere Altersgruppen, was zu einem verheerenden Wiederaufleben beitrug."

    13.45 Uhr: Holetschek - Bayern auf digitalen Impfpass vorbereitet

    Der Freistaat Bayern ist nach den Worten von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bereit für die Einführung des digitalen Impfnachweises. Zunächst würden in den Impfzentren digitale Impfnachweise für diejenigen erzeugt, die sich dort Erst- oder Zweitdosen verabreichen ließen. Das Nachtragen von bereits erfolgten und analog dokumentierten Impfungen - etwa in einem gelben Impfbuch - erfolge in einem zweiten Schritt. "Die technischen Lösungen, um nachträglich digitale Impfnachweise zu erstellen, werden aktuell finalisiert, benötigen aber noch etwas Zeit", sagte Holetschek.

    Für frisch in Impfzentren Geimpfte soll es mit dem digitalen Nachweis in Kürze losgehen. "Wenn der Bund nun den Startschuss gibt, können die digitalen Impfnachweise in den Impfzentren schnell, einfach und zuverlässig ausgestellt werden", erklärte Holetschek.

    13.30 Uhr: Apotheken verzeichnen Rekordumsatz im Corona-Jahr 2020

    In der Corona-Krise haben die Apotheker in Deutschland einen Rekordumsatz verzeichnet. Die Erlöse lagen im vergangenen Jahr bei 56,71 Milliarden Euro, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Das waren mehr als 2 Milliarden Euro mehr als im Jahr davor. Das habe zum einen mit dem Verkauf von Corona-Produkten wie Masken, Tests und Desinfektionsmittel zu tun, sagte Claudia Korf, ABDA-Geschäftsführerin für den Bereich Ökonomie.

    13.05 Uhr: GfK - Corona lässt Umsätze im Mode-Geschäft massiv einbrechen

    Die Corona-Krise hat den Einzelhandel mit Bekleidungsartikeln massiv einbrechen lassen. Das berichtet die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Demnach hatte die Modebranche in Deutschland im Jahr 2020 ein historisches Umsatzminus von 20 Prozent zu verzeichnen. Auch die ersten vier Monate dieses Jahres konnten diesen Trend nicht beenden. Der Modemarkt ist in Deutschland um fast drei Milliarden Euro auf 8,2 Milliarden Euro Umsatzvolumen zurückgegangen. Laut GfK hat nur knapp die Hälfte der Deutschen in den ersten vier Monaten überhaupt Modeartikel gekauft.

    12.40 Uhr: WHO - Europa ist bei Corona keineswegs außer Gefahr

    Trotz sinkender Corona-Infektionen und Todesfälle ist Europa nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO noch nicht außer Gefahr. Angesichts zunehmender Zusammenkünfte, einer größeren Mobilität der Bevölkerung und großer Festivals und Sportturniere, die in den kommenden Tagen und Wochen stattfinden, ruft die WHO zur Vorsicht auf, wie der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, sagt.

    12.25 Uhr: Bayerischer Ethikrat nimmt Corona-Folgen in den Blick

    Der Bayerische Ethikrat fordert eine interdisziplinäre Task-Force, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu bewältigen. Das Gremium solle aus Wissenschaftlern, Pädagogen, Medizinern sowie Sozial- und anderen Experten bestehen, heißt es in einer "Stellungnahme des Ethikrats zur Situation Bayerns in der Pandemie", die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

    Für benachteiligte Kinder und Jugendliche, die durch die Schulschließungen sehr stark zu leiden hätten, brauche es pädagogische Projekte. Diese müssten "weit über die Vermittlung von versäumtem Stoff hinausgehen", etwa durch Feriencamps, Sommerschulen und verstärkte Therapieangebote. Außerdem müsse eine zweite Impfwelle vorbereitet werden, wenn die zuerst Geimpften ihren Schutz womöglich während der Wintermonate wieder verlieren, mahnte der Ethikrat.

    11.05 Uhr: Kreise: Länder uneins in Debatte zu Regeln für Großveranstaltungen

    Der Umgang mit Großveranstaltungen in der aktuellen Corona-Lage sorgt unter den Ländern für teils massive Verstimmungen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sehen zumindest Teile der SPD-regierten Bundesländer an diesem Donnerstag bei der Ministerpräsidentenkonferenz Abstimmungsbedarf zum weiteren Vorgehen für allgemeine Großveranstaltungen, aber auch mit Blick auf die anstehende Fußball-Europameisterschaft. Dagegen sieht die B-Seite, also die unionsregierten Länder plus das Grünen-geführte Baden-Württemberg, laut Informationen aus Teilnehmerkreisen das Thema genau wie das Kanzleramt zunächst nicht auf der Tagesordnung. Eine Einigung zu dem Punkt gilt daher als sehr unwahrscheinlich.

    10.51 Uhr: Dänemark verabschiedet sich großteils von Mund-Nasen-Schutz

    In Dänemark wird man ab nächster Woche deutlich weniger Menschen mit Mund-Nasen-Schutz sehen. Die Pflicht zum Tragen einer Maske oder eines Visiers wird am Montag für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben. Einzige Ausnahme davon bleibt der öffentliche Nahverkehr - dort aber auch nur, wenn man nicht sitzt. Im Nahverkehr soll die Tragepflicht dann endgültig am 1. September fallen. Darauf und auf weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen hat sich die Regierung in der Nacht zum Donnerstag mit dem Großteil der Parlamentsparteien in Kopenhagen geeinigt.

    10.11 Uhr: Axa bietet französischen Gastronomen 300 Millionen Euro an

    Der Versicherungskonzern Axa hat im Streit um Corona-Entschädigungen in Frankreich Zahlungen für Gastronomen angeboten. Insgesamt 300 Millionen Euro könnten etwa 15 000 Menschen zugute kommen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Mit dem Angebot will Axa wohl den laufenden Rechtsstreit mit zahlreichen Restaurantbetreibern über Entschädigungszahlungen für coronabedingte Schließungen mit einem Vergleich beenden.

    In Frankreich laufen derzeit mehrere Rechtsstreitigkeiten um Versicherungszahlungen wegen Schließungen. Versicherer hatten teils die Abgrenzung zwischen einer Epidemie und einer Pandemie nicht eindeutig in ihren Policen definiert. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete allein für Axa von etwa 1500 Verfahren. Die Urteile fielen demnach unterschiedlich aus, Axa habe auch häufig verloren.

    09.42 Uhr: Von der Leyen: EU fördert mRNA-Impfstoffproduktion in Afrika

    Die EU wird den Aufbau von mRNA-Impfstoffproduktion in Afrika nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit einer Milliarde Euro unterstützen. Dies sei nicht nur für die Herstellung von Corona-Impfstoffen wichtig, sagt von der Leyen.

    09.31 Uhr: Bericht: Spaniens Nationalspieler sollen mit Biontech geimpft werden

    Die spanischen Fußball-Nationalspieler sollen Medienberichten zufolge mit dem Vakzin von Pfizer/Biontech geimpft werden. Das soll Spaniens Gesundheitsministerin Carolina Dias unter anderem laut "El Pais" bestätigt haben. Zunächst war immer angenommen worden, dass die Spanier im Falle einer Impfung das Vakzin von Johnson und Johnson bekommen würden. Dabei wäre nur eine Impfung nötig gewesen. Der Impfstoff von Pfizer/Biontech muss zweimal gespritzt werden. Laut der Zeitung würde die zweite Dosis am 31. Juni verabreicht.

    09.30 Uhr: EZB tagt zu Krisenhilfen und weiterem geldpolitischen Kurs

    Die EZB berät an diesem Vormittag vor dem Hintergrund einer sich langsam von der Pandemie befreienden Wirtschaft über ihren weiteren geldpolitischen Kurs. Volkswirte gehen davon aus, dass die Euro-Wächter auf der Zinssitzung beschließen werden, trotz der einsetzenden Konjunkturerholung und der anziehenden Inflation ihre Geldschleusen weit offen zu lassen. Erwartet wird, dass sie das Kauftempo ihres großen Krisen-Anleihenkaufprogramms PEPP erst einmal beibehalten, um günstige Finanzierungsbedingungen im Euro-Raum zu sichern. Auch an den Zinsen werden EZB-Präsidentin Christine Lagarde und die anderen Ratsmitglieder wohl nicht rütteln.

    08.51 Uhr: EU-Agentur: Mehr Fälle von Kindesmissbrauch und Rassismus während Corona-Pandemie

    Die EU-Agentur für Grundrechte (FRA) hat als Folge der Corona-Pandemie beispiellose und tiefgreifende Auswirkungen auf die Menschenrechte im Jahr 2020 festgestellt. Fälle von häuslicher Gewalt und Kindesmissbrauch sowie Rassismus hätten zugenommen und besonders ohnehin gefährdete Gruppen getroffen, erklärte die Agentur am Donnerstag in ihrem Jahresbericht. In Deutschland stieg die Zahl der Anrufe bei der Hotline für Betroffene von häuslicher Gewalt zwischen März und Juni des vergangenen Jahres um 20 Prozent, wie die Agentur mitteilte. In der Tschechischen Republik stieg demnach die Zahl im gleichen Zeitraum um 50 Prozent. Auch der sexuelle Missbrauch von Kindern im Internet habe zugenommen, erklärte die FRA unter Berufung auf Europol.

    Die Pandemie habe auch einen Anstieg rassistischer Vorfälle ausgelöst, erklärte die FRA. Marginalisierte Gruppen wie Roma, Flüchtlinge und Migranten waren demnach nicht nur einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt, sondern verloren aufgrund der strengen Corona-Beschränkungen auch ihre Arbeitsplätze.

    08.43 Uhr: Zahl der britischen Covid-Patienten in Krankenhäusern steigt wieder

    Die Zahl der Krankenhaus-Patienten mit Covid-19 ist in Großbritannien wieder deutlich angestiegen. Erstmals seit Mitte Mai liegt die Zahl wieder über 1000, wie die BBC am Donnerstag berichtete. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf rund 49, nachdem sie wochenlang knapp über 20 gelegen hatte. Wissenschaftler sprechen vom Beginn einer dritten Corona-Welle, die durch die Ausbreitung der wohl sehr ansteckenden, zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante verursacht wird.

    08.43 Uhr: Entwurf: Zulassung privater Testzentren soll verschärft werden

    Private Corona-Testzentren sollen künftig nur noch individuell nach Prüfung zugelassen werden. Das sieht der neue Entwurf der Testverordnung vor, den das Gesundheitsministerium in die Ressortabstimmung gegeben hat. Mit der Prüfung soll künftig Missbrauch bei den Corona-Testzentren verhindert werden.

    08.30 Uhr: Corona-Einschränkungen belasten Inlandstourismus weiter stark

    Die Corona-Einschränkungen haben den Inlandstourismus in Deutschland auch im April ausgebremst. Die Zahl der Gästeübernachtungen war mit 8,5 Millionen zwar fast doppelt so hoch (plus 94,9 Prozent) wie in dem von der Corona-Krise stark beeinträchtigten Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Gegenüber April 2019 wurde aber nur gut ein Fünftel der Übernachtungen gezählt (minus 79,0 Prozent). Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Vergleich zum Krisenmonat April 2020 um 98,4 Prozent auf 7,6 Millionen. Reisende aus dem Ausland standen für 0,9 Millionen Übernachtungen (plus 69,1 Prozent).

    08.25 Uhr: RKI meldet Inzidenz von Null für Tirschenreuth

    Tirschenreuth wird als erster bayerischer Landkreis seit Monaten vom Robert Koch-Institut mit einer Corona-Inzidenz von Null geführt. Am Donnerstagmorgen wies er laut dem Dashboard des RKI (Stand 7.42 Uhr) keine gemeldeten Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen auf. Zuletzt waren demnach am 2. Juni zwei Neuinfektionen gemeldet worden. Tirschenreuth war lange Zeit Corona-Hotspot und wies zeitweise die höchsten Inzidenzzahlen in Deutschland auf. Seit einigen Monaten hat sich das Bild aber gewandelt und der Landkreis wies regelmäßig besonders niedrige Werte aus. Neben Tirschenreuth weist das RKI derzeit in Deutschland nur noch die Stadt Schwerin mit einer Inzidenz von Null aus. In den vergangenen Tagen galt dies kurzfristig auch für die Landkreise Friesland und Goslar.

    07.33 Uhr: Ramelow für komplette Öffnung im Herbst

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich für eine umfassende Öffnung des gesellschaftlichen Lebens im Herbst ausgesprochen. „Ich glaube, wir können das Risiko der kompletten Öffnung im Herbst eingehen", sagte er der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Der Staat müsse aber Vorsorge für den Fall treffen, dass die Corona-Infektionszahlen wieder steigen. „Aber nicht mit den Methoden von vor 18 Monaten, die wir aus Unkenntnis angewandt haben“, betonte Ramelow. „Da müssen wir uns weiterentwickeln.“ Die Regierungschefs der Länder beraten an diesem Donnerstag unter anderem über künftige Corona-Regeln.

    07.18 Uhr: Indien meldet mit 6.148 neuen Corona-Todesfällen weltweiten Höchstwert

    Indien meldet 6.148 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden und damit einen neuen weltweiten Höchstwert. Dazu trug vor allem bei, dass der Bundesstaat Bihar seine Todeszahl am Vortag wegen einer neuen Erfassung um rund 4.000 Fälle nach oben korrigierte. Hier werden nun auch Fälle berücksichtigt, bei denen Menschen zuhause oder in privaten Kliniken an Covid-19 starben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in dem südasiatischen Land auf 359.676, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Das ist der dritthöchste Wert weltweit nach den USA und Brasilien. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen erhöhte sich in Indien um 94.052 auf 29,2 Millionen. Die täglich gemeldeten Neuinfektionen waren zuletzt unter die Schwelle von 100.000 gefallen, nachdem es Anfang Mai teils noch über 400.000 gewesen waren. Das Gesundheitssystem war teilweise überlastet, in Kliniken wurden Intensivbetten knapp.

    07.02 Uhr Privatvermögen in Corona-Krise gestiegen

    Ungeachtet der Corona-Krise sind die Privatvermögen weltweit auf einen Rekordwert gestiegen. 2020 erreichten die persönlichen Finanzvermögen 250 Billionen Dollar, wie aus dem Bericht "Global Wealth 2021" der Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG) hervorgeht. Geschuldet sei der Zuwachs von 8,3 Prozent binnen eines Jahres dem starken Anstieg der Aktienmärkte und einem sprunghaften Anstieg der Ersparnisse.

    06.55 Uhr: Kampf gegen Pandemien: G7-Staaten wollen Gesundheitssysteme stärken

    Die Gruppe der großen Industrienationen (G7) will ihre Kräfte bündeln, um die Covid-19-Pandemie zu beenden und besser gegen künftige Virus-Ausbrüche vorgehen zu können. Das sieht eine "Gesundheitserklärung von Carbis Bay" vor, die die Staats- und Regierungschefs nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf ihrem G7-Gipfel von Freitag bis Sonntag in dem südwestenglischen Badeort beschließen wollen. In dem Entwurf, der am Donnerstag der dpa vorlag, verpflichtet sich die G7-Gruppe, "die kollektiven Abwehrkräfte zu stärken, um durch wirksames multilaterales Handeln und ein gestärktes globales Gesundheitssystem besser gegen künftige Pandemien vorzubeugen, diese zu entdecken, darauf zu reagieren und sich davon zu erholen". "Globale Lösungen sind gefordert", hieß es weiter.

    06.00 Uhr: Krasser Mangel an Corona-Impfstoffen in Afrika

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht von einem eklatanten Mangel an Vakzinen auf dem Kontinent mit seinen insgesamt 1,3 Milliarden Einwohnern. In Südafrika, das die robusteste Wirtschaft und die meisten Corona-Fälle auf dem Kontinent aufweist, sind gerade mal 0,8 Prozent der Bevölkerung voll immunisiert, wie aus internationalen Statistiken der amerikanischen Johns Hopkins University hervorgeht. Und Hunderttausende Ärzte und Pflegekräfte, von denen es viele jeden Tag mit Infizierten zu tun haben, warten immer noch auf ihre Injektionen. In Nigeria, mit mehr als 200 Millionen Einwohnern Afrikas bevölkerungsreichstes Land, sind nur 0,1 Prozent voll geschützt. In Kenia mit seinen 50 Millionen Menschen liegt der Prozentsatz noch niedriger, und Uganda hat Dosen aus ländlichen Gebieten abgezogen, weil es bei weitem nicht genügend Impfstoff zur Eindämmung von Corona-Ausbrüchen in großen Städten gibt. Im Tschad ist erst am vergangenen Wochenende mit dem Impfen begonnen worden, und nach Angaben von Afrikas Seuchenkontrollbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) gibt es mindestens fünf andere Länder, in denen bislang keine einzige Spritze gegeben wurde.

    05.00 Uhr: Apothekerverband fordert höhere Vergütung für Impfstofflieferungen

    Der Deutsche Apothekerverband (DAV) hat höhere Vergütungen für Impfstofflieferungen an Privat-, Betriebs-, und Kassenärzte gefordert. "Der Aufwand, der in den Apotheken betrieben werden muss, um eine in einer derartigen Mangelsituation im Wesentlichen reibungslose Lieferung zu gewährleisten, ist enorm", sagte der DAV-Vorsitzende, Thomas Dittrich, am Donnerstag in Berlin. "Eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht, die schwierige Versorgungssituation wird noch eine ganze Weile bestehen bleiben." Derzeit erhielten Apotheker pro abgegebenem Impfstoff-Fläschchen 6,58 Euro. Das seit "weit entfernt von den tatsächlich in den Apotheken anfallenden Kosten". Die Politik sei aufgefordert, "Anpassungen der Vergütung vorzunehmen, um den Kolleginnen und Kollegen vor Ort eine kostendeckende Lieferung der Corona-Impfstoffe an die Ärzte zu ermöglichen", sagte Dittrich.

    05.00 Uhr: Holetschek: Bayern auf digitalen Impfpass vorbereitet

    Der Freistaat Bayern ist nach den Worten von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bereit für die Einführung des digitalen Impfnachweises. Zunächst würden in den Impfzentren digitale Impfnachweise für diejenigen erzeugt, die sich dort Erst- oder Zweitdosen verabreichen ließen. Das Nachtragen von bereits erfolgten und analog dokumentierten Impfungen - etwa in einem gelben Impfbuch - erfolge in einem zweiten Schritt. "Die technischen Lösungen, um nachträglich digitale Impfnachweise zu erstellen, werden aktuell finalisiert, benötigen aber noch etwas Zeit", sagte Holetschek. Für frisch Geimpfte soll es mit dem digitalen Impfausweis bereits im Juli losgehen. "Wenn der Bund nun den Startschuss gibt, können die digitalen Impfnachweise in den Impfzentren schnell, einfach und zuverlässig ausgestellt werden", sagte Holetschek der Deutschen Presse-Agentur.

    05.00 Uhr: RKI meldet 3.187 Neuinfektionen - Inzidenz bei 19,3

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 3.187 neue Positiv-Tests. Das sind 1,435 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 19,3 von 20,8 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 94 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 89.585. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    05.00 Uhr: Kultusminister beraten über neues Schuljahr unter Corona-Bedingungen

    Die Kultusministerkonferenz der Länder berät heute über die Vorbereitung des kommenden Schuljahres. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie der Schulbetrieb mit Blick auf die Corona-Pandemie nach den Sommerferien weitergehen soll. KMK-Präsidentin Britta Ernst hatte gesagt, es sei wichtig, dass die Schulen nach dem Sommer in voller Präsenz öffnen, unabhängig davon, ob Kinder geimpft sind oder nicht. Im noch laufenden Schuljahr haben erste Bundesländer wegen der gesunkenen Corona-Zahlen bereits Lockerungen bei der Maskenpflicht an den Schulen angekündigt.

    05.00 Uhr: Schwesig und Weil werben für einheitliche Regeln für Feste und Veranstaltungen

    Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, fordert bundeseinheitliche Corona-Regeln für Großveranstaltungen. Vor den Beratungen der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel sagte sie der "Rheinischen Post": Mecklenburg-Vorpommern werbe dafür, dass wir uns auf gemeinsame Regeln für den Umgang mit Volksfesten und Großveranstaltungen verständigen. Da sollte man möglichst einheitlich vorgehen. Zudem brauche es gemeinsame Regeln für Regionen, in denen die Corona-Zahlen wieder steigen.

    Angesichts der sinkenden Corona-Zahlen hat sich auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil vor den neuen Bund-Länder-Beratungen für eine bundesweite Regelung für Großveranstaltungen wie etwa Volksfeste ausgesprochen. "Das wäre auf jeden Fall von Vorteil", sagt der SPD-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Denn es gehe häufig um Veranstaltungen mit einem ähnlichen Format.

    05.00 Uhr: Bisher kein deutliches Wachstum von Virusvariante Delta in Deutschland

    Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta bleibt in Deutschland weiter relativ selten. Ihr Anteil an den untersuchten Proben betrage nun 2,5 Prozent, geht aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten hervor. Die Angabe bezieht sich auf Proben aus der Woche vom 24. bis 30. Mai. Mit einem Anteil von 94 Prozent an den untersuchten Proben löst die Variante Alpha, die zuerst in Großbritannien entdeckt wurde, bundesweit weiter den Großteil der Infektionen aus.

    05.00 Uhr: USA wollen 500 Millionen Impfdosen an andere Länder spenden

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die US-Regierung übereinstimmenden Medienberichten zufolge 500 Millionen Impfdosen erwerben und sie an andere Länder spenden. Das Weiße Haus habe sich entsprechend mit den Pharmakonzernen Pfizer und Biontech geeinigt, berichtete unter anderem die "Washington Post" unter Berufung auf mehrere mit den Plänen vertraute Personen. Den Berichten zufolge dürfte US-Präsident Joe Biden das Vorhaben vor oder beim G7-Gipfel im südwestenglischen Cornwall verkünden, an dem er während seiner ersten Auslandsreise als Präsident teilnimmt.

    01.01 Uhr: Spahn will ab Juli 5,50 Euro weniger pro Schnelltest erstatten

    Nach Betrugsfällen in Testzentren sollen die Kontrollen verschärft und die staatliche Kostenerstattung verringert werden. Private Betreiber von Teststellen sollen vom 1. Juli an nicht mehr 18 Euro sondern nur noch bis zu 12,50 Euro pro Schnelltest abrechnen können, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus dem Entwurf einer neuen Corona-Testverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) berichten. In der künftigen Erstattungssumme seien acht Euro für die Dienstleistung und bis zu 4,50 Euro für Sachkosten enthalten. Zudem würden die Kassenärztlichen Vereinigungen verpflichtet, mehr Kontrollen durchzuführen. "Die Kassenärztliche Vereinigung hat stichprobenartig und, sofern dazu Veranlassung besteht, gezielte Prüfungen durchzuführen."

    01.00 Uhr: Veranstaltungswirtschaft dringt auf Konzept für Events ohne Abstandsregeln

    Der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) kritisiert vor dem Bund-Länder-Treffen die Corona-Politik. "Es ist nicht erkennbar, was noch geschehen soll, damit die Branche endlich wieder Geld verdienen kann anstatt auf staatliche Hilfen angewiesen zu bleiben", sagt BDKV-Präsident Jens Michow den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagausgaben) laut Vorabbericht. Die Branche sei in der Lage, nur geimpften, getesteten oder genesenen Personen den Zutritt zu Veranstaltungen zu gewähren. "Sofern sich die aktuelle Entwicklung der Inzidenzrate fortsetzt, ist für mich nicht erkennbar, wieso Kapazitätseinschränkungen in Veranstaltungsstätten noch verhältnismäßig sein sollten." Er fordert Rahmenbedingungen, wie Veranstaltungen ohne Abstandsregeln wieder möglich sein können.

    00.08 Uhr: Kretschmer fordert Kostenanalyse der Pandemie

    Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) erwartet von der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag eine Bilanz der Corona-Bekämpfung und eine ehrliche Analyse der Finanzsituation. "Wir müssen offen über die Probleme, die Traumata, die Lage der Kinder und Jugendlichen sprechen. Auch über die Kosten dieser Pandemie von 400 Milliarden Euro", sagt Kretschmer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). Viele neue Leistungsgesetze in den vergangenen Jahren und die Anstrengungen in dieser Pandemie hätten Deutschland in eine Situation gebracht, "dass keine nennenswerten großen neuen Sozialausgaben mehr zu schultern sind in den nächsten Jahren". Die Schulden dürften nicht den nachfolgenden Generationen aufgebürdet werden. "Das muss unsere Generation zurückzahlen."

    Mittwoch 9. Juni 2021

    23.45 Uhr: Fast 480.000 Corona-Tote in Brasilien

    Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 85.748 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf rund 17,1 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 2.723 auf 479.515 zu.

    23.28 Uhr: "Schulen brauchen ein anderes Schutzkonzept"

    Trotz sinkender Corona-Zahlen hält der Münchner Physiker und Strömungsdynamiker, Christian Kähler, eine Abschaffung der Maskenpflicht an Schulen für falsch. Der Leiter des Instituts für Strömungsmechanik und Aerodynamik an der Universität der Bundeswehr in München sprach sich im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk für ein anderes, nachhaltigeres Schutzkonzepts an den Schulen aus. Eckpunkte eines solchen Konzepts sind Kählers Ansicht nach transparente Schutzwände, die vor direkter Infektion über kurze Abstände schützten, sowie häufiges Lüften oder mobile Raumluftreiniger. Letztere minimierten die Kontamination der Raumluft und schützten damit vor indirekter Infektion.

    Die Schutzwände würden an zahlreichen Schulen, Gerichten, Parlamenten und im Einzelhandel bereits genutzt. Sie seien "der beste Schutz vor einer direkten Infektion". Raumluftreiniger seien daneben das beste Instrument gegen eine indirekte Infektion. Würden diese beiden Schutzmöglichkeiten an Schulen installiert, bräuchte man auch keine Masken mehr tragen, erklärte Kähler. Leider scheuten die Kommunen den Aufwand und die Kosten für die genannten Maßnahmen, bemängelte der Wissenschaftler. Dabei würden sie auf lange Sicht Kosten sparen, denn Masken kämen mit der Zeit teuer. Außerdem verursachten sie viel Müll. Zudem gewährleisteten medizinische Masken keinen guten Schutz, betonte Kähler, da die Aerosolpartikel ungehindert durch den seitlichen Spalt ein- und ausgeatmet würden.

    22.01 Uhr: Illegales Impfzentrum in Panama entdeckt

    In Panama ist ein unerlaubtes Corona-Impfzentrum aufgeflogen. In einem Büro- und Wohngebäude in Panama-Stadt wurden angeblich die Impfstoffe von Pfizer und Biontech sowie von Astrazeneca verabreicht, wie der Gesundheitsminister des mittelamerikanischen Landes, Luis Sucre, im TV-Sender Telemetro sagte. Es werde noch untersucht, ob die Vakzine echt waren.

    Es wurden demnach auch Büros eines Privatlabors untersucht. Festnahmen gab es zunächst keine. Nach einem Bericht der Zeitung "La Prensa" ließen sich an dem Ort im gehobenen Stadtviertel Coco del Mar allein an einem Tag mindestens 17 Menschen impfen. In Panama darf nur der Staat Corona-Impfstoff ankaufen und verabreichen.

    Erst rund neun Prozent der gut vier Millionen Einwohner Panamas sind bisher vollständig gegen das Coronavirus geimpft worden. Seit Beginn der globalen Pandemie wurden dort knapp 384.000 Corona-Infektionen und mehr als 6.400 Todesfälle offiziell registriert. Die Sterberate liegt nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität in den USA bei 150,9 pro 100.000 Einwohner und damit deutlich höher als in Deutschland.

    21.46 Uhr: Söder erhöht Druck auf Bundesarbeitsminister Heil

    Im schwarz-roten Streit um Corona-Schutzmasken von angeblich zweifelhafter Qualität erhöht CSU-Chef Markus Söder den Druck auf SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil. "Sollten die Vorwürfe so nicht stimmen, (...) müsste diskutiert werden, ob Hubertus Heil noch im Amt bleiben kann", sagte der bayerische Ministerpräsident in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". Söder betonte, er könne nicht beurteilen, ob die Vorwürfe stimmten, gleichwohl vertraue er der Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich eindeutig hinter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) gestellt habe.

    Hintergrund der Debatte ist ein "Spiegel"-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Nach einer Intervention des SPD-geführten Arbeitsministeriums sei davon Abstand genommen worden. Spahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen, von der SPD-Spitze kamen Rücktrittsforderungen.

    21.32 Uhr: In USA steigen Zahl der Todesfälle durch Diabetes und Herzerkrankungen

    In der Corona-Pandemie ist die Zahl der Todesfälle durch Herzerkrankungen und Diabetes in den USA stark gestiegen. Ein wichtiger Grund dafür könnte nach Einschätzung von Experten darin bestehen, dass viele Menschen mit gefährlichen Symptomen aus Angst vor einer Ansteckung nicht ins Krankenhaus gingen.

    Die Todeszahlen, die in dieser Woche von den US-Gesundheitsbehörden veröffentlicht wurden, stützen die Vermutung, dass die Zahl der direkt oder indirekt durch das Coronavirus verlorenen Menschenleben in den USA weitaus höher ist als die offiziell gemeldete Todeszahl durch Covid-19 von fast 600.000 im Jahr 2020/2021.

    Wissenschaftler wissen schon seit Monaten, dass 2020 das tödlichste Jahr in der US-Geschichte war, hauptsächlich wegen Covid-19. Die nun veröffentlichten Daten zeigten den größten Anstieg bei den Todesfällen durch Herzerkrankungen und Diabetes seit mindestens 20 Jahren. "Ich würde wahrscheinlich das Wort 'alarmierend' verwenden", sagte die Diabetes-Expertin Tannaz Moin von der Universität von Kalifornien. Zuvor meldete bereits die Gesundheitsbehörde CDC, dass 2020 fast 3,4 Millionen Amerikaner gestorben seien, so viele wie nie zuvor innerhalb eines Jahres.

    20.34 Uhr: Zahl der Neuinfektionen steigt in Großbritannien

    Großbritannien hat die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit Februar gemeldet. 7.540 Menschen wurden nach Angaben der Behörden positiv auf das Virus getestet. Das war der höchste Wert seit dem 26. Februar. In den vergangenen Wochen stiegen die Zahlen im Land wieder an, was Experten auf die Ausbreitung der Delta-Variante zurückführten, die zuerst in Indien entdeckt wurde.

    Weitere 123 Menschen wurden wegen ihrer Corona-Infektion in Krankenhäusern stationär aufgenommen. Die Zahl der Menschen, die an Covid-19 starben, stieg um sechs auf 127.860. Gesundheitsexperten hoffen, dass eine noch raschere Impfkampagne die Entwicklung bremsen wird. Bisher gehören die meisten Infizierten zu den jüngeren Altersgruppen, bei denen die Erkrankung meist weniger schwer verläuft. Viele von ihnen sind noch nicht gegen das Coronavirus geimpft.

    20.30 Uhr: USA spenden 500 Millionen Biontech/Pfizer-Impfdosen an andere Länder

    Die US-Regierung will einem Insider zufolge 500 Millionen Impfdosen von Pfizer kaufen und über das Covax-Programm an ärmere Staaten spenden. Geplant sei der Kauf von 200 Millionen Dosen in diesem und 300 Millionen im kommenden Jahr, sagte die mit dem Vorgang vertraute Person. Präsident Joe Biden könne den Plan am Donnerstag ankündigen. Zuvor berichtete die "Washington Post" davon. Die Aktie von Pfizer - Partner des deutschen Unternehmens BioNTech - legte im Verlauf an der Wall Street zunächst zwei Prozent zu.

    20.03 Uhr: Johnson empfängt Biden - Gespräche über Corona-Folgen

    Bereits einen Tag vor Beginn des G7-Gipfels im britischen Carbis Bay empfängt Großbritanniens Premierminister Boris Johnson am Donnerstag US-Präsident Joe Biden in dem idyllischen Küstenort in Cornwall. Bei ihrem Treffen wird es neben den Folgen der Corona-Pandemie und dem Klimaschutz vor allem um die bilateralen Beziehungen gehen, die seit Jahrzehnten als "besondere Beziehungen" bezeichnet werden.

    Biden und Johnson nehmen ab Freitag am G7-Gipfel teil. Bevor der US-Präsident weiter nach Brüssel zum Nato-Gipfel am Montag reist, empfängt ihn Queen Elizabeth II. auf Schloss Windsor. Am Dienstag folgt ein EU-USA-Gipfel, bevor der US-Präsident am Mittwoch in Genf auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin trifft.

    19.52 Uhr: USA schließt Vorvertrag für Corona-Medikament ab

    Die US-Regierung hat einen milliardenschweren Vorvertrag mit dem US-Pharmakonzern Merck & Co. (MSD) zum Kauf eines experimentellen Corona-Medikaments abgeschlossen. Sollte die von MSD gegen Covid-19-Erkrankungen entwickelte Pille Molnupiravir eine notfallmäßige oder vollständige Zulassung durch die US-Behörden erhalten, würden die USA 1,7 Millionen Behandlungseinheiten des Medikaments bestellen, verkündete das Gesundheitsministerium in Washington. Molnupiravir befindet sich derzeit in Phase 3 der klinischen Tests. In der derzeitigen klinischen Testphase wird das Medikament bei 1850 Menschen eingesetzt. Die Studienergebnisse werden für den Herbst erwartet.

    Die Behandlung mit Molnupiravir dauert fünf Tage. Bei dem Medikament handelt es sich um einen sogenannten Polymerasen-Hemmer. Solche Medikamente blockieren ein bestimmtes Enzym, das Viren zur Vermehrung ihrer DNA benötigen. Vorläufige Ergebnisse der 2a-Testphase mit Molnupiravir hatten gezeigt, dass sich die Virenlast bei Corona-Patienten bis zum fünften Behandlungstag erheblich reduziert hatte. In der Kontrollgruppe war dies nur bei rund einem Viertel der Testpersonen der Fall gewesen. Molnupiravir wurde auch in klinischen Studien gegen Viruserkrankungen wie Influenza und Ebola getestet, ist jedoch gegen diese Krankheiten nicht zugelassen.

    19.40 Uhr: Zu wenig Transparenz bei Fördergeldvergabe

    Die neue EU-Generalstaatsanwältin Laura Codruţa Kövesi warnt vor Betrugsrisiken wegen laxer Vorschriften bei der Vergabe europäischer Fördergelder im Rahmen des Corona-Wiederaufbaufonds. "Die Regierungen haben jetzt die Möglichkeit, einen Auftrag direkt an ein Unternehmen zu vergeben. Das bedeutet, dass wir ein ernsthaftes Risiko haben, dass mehr Verbrechen begangen werden", sagte die Rumänin dem "Handelsblatt". Aus dem Mangel an Transparenz bei der Vergabe resultiere echte Gefahr.

    Dem Bericht zufolge soll Kövesi mit einem Etat von 44 Millionen Euro dafür sorgen, dass mehr als 700 Milliarden Euro aus dem Wiederaufbaufonds und weitere EU-Gelder nicht veruntreut werden. Dazu fordert sie mehr Stellen: "Wir brauchen Finanzermittler, die Immobilien und andere Vermögenswerte aufspüren, die beschlagnahmt werden können. Denn wichtig ist nicht nur, die Betrüger zu fassen, sondern auch das veruntreute Geld zurückzuerlangen". Geld habe die EU-Kommission zwar freigegeben, aber nicht die Genehmigung, mehr Personal einzustellen.

    Beim Betrug mit EU-Geld gehe es nicht nur um ein paar übliche Verdächtige, betonte sie. "Kein Land ist sauber."

    Die neue Ermittlungsbehörde in Luxemburg hatte am 1. Juni nach jahrelangem Vorlauf ihre praktische Arbeit im Kampf gegen Betrug, Unterschlagung und Korruption mit EU-Geldern aufgenommen. Sie ist eine Gemeinschaftseinrichtung von zunächst 22 der 27 EU-Staaten. Ziel ist, Straftaten zulasten des EU-Haushalts und damit der Steuerzahler einzudämmen.

    19.02 Uhr: Delta-Variante beträgt 2,5 Prozent in Deutschland

    Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta bleibt in Deutschland weiter relativ selten. Ihr Anteil an den untersuchten Proben betrage nun 2,5 Prozent, geht aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten hervor. Die Angabe bezieht sich auf Proben aus der Woche vom 24. bis 30. Mai. Die Entwicklung der Variante (B.1.617.2) der Wochen zuvor beschreibt das RKI in der Tendenz als ansteigend, auf bis zu 3,1 Prozent in der Woche vom 17. bis 23 Mai. In den RKI-Berichten der Vorwochen war der Anteil dieser Variante stets mit Werten um zwei Prozent beziffert worden, nun gab es aber rückwirkend Änderungen, die etwa mit Nachmeldungen begründet werden.

    Mit einem Anteil von 94 Prozent an den untersuchten Proben löst die Variante Alpha (B.1.1.7, entdeckt in Großbritannien) bundesweit weiter den Großteil der Infektionen aus. Die weiteren besorgniserregenden Varianten Beta und Gamma spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

    18.48 Uhr: Stadt München beugt Feiern von Fußball-Fans vor

    Auch während der Fußball-Europameisterschaft hat das spontane Feiern seine coronabedingten Grenzen: Das Kreisverwaltungsreferat hat deshalb jetzt ein Verbot von Glasflaschen und Pyrotechnik für den Bereich zwischen Odeonsplatz und Münchner Freiheit erlassen. Es gilt konkret auf Ludwig- und Leopoldstraße und an allen Spieltagen - nicht nur an denen in München. Die Regelung tritt jeweils eine Stunde vor Spielbeginn in Kraft und bleibt bis zum nächsten Tag um fünf Uhr früh bestehen. "Dadurch sollen Gefahren gemindert werden, die von Glasgefäßen und Pyrotechnik besonders in Verbindung mit größeren Menschengruppen und Alkohol ausgehen", heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Unabhängig davon ist das Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen wegen Corona ohnehin weiter verboten. Außerdem gelten die üblichen Kontaktbeschränkungen, und es muss ein Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. "Das gilt auch für emotionale Fußballmomente", betont die Stadt.

    17.59 Uhr: Münchner Stadtrat beschließt wieder Veranstaltung "Sommer in der Stadt" und Isarstrand

    Auch 2021 wird die Veranstaltung "Sommer in der Stadt" wieder stattfinden. Das hat der Münchner Stadtrat nach einer längeren Diskussion heute beschlossen. Ab spätestens Mitte Juli werden Schausteller auf verschiedenen Münchner Plätzen ein zumindest kleines Volksfest-Gefühl verbreiten. Im Olympiapark werden mit einem Riesenrad, Kinderkarussell und Autoscooter speziell Fahrgeschäfte für Familien aufgestellt. Entlang des Olympiasees soll es zudem Buden und kleine Gastronomiebetriebe geben. Auch der Königsplatz wird unter anderem mit einem Riesenrad wieder Teil des Sommer in der Stadt werden. Auch auf dem Orleansplatz, dem Weißenburger und rund um dem Friedensengel will man Möglichkeiten bieten, damit Schausteller dort ihre Fahrgeschäfte aufstellen können. Neben den unter Corona leidenden Schaustellern will die Stadt auch den Kulturschaffenden eine Möglichkeit zur Selbsthilfe geben. So wird es auch dieses Jahr wieder einen "Kultursommer in der Stadt" geben. Verschiedene Veranstaltungen wie eine Musikbühne im Olympiastadion oder Kulturbühnen auf der Theresienwiese und im Innenhof des Stadtmuseums bieten den Münchnerinnen und Münchner ein sommerliches Rahmenprogramm. Zusätzlich wird Anfang Juli auf dem Königsplatz unter dem Titel "Bayern spielt " ein Kultur Open Air stattfinden. Die Münchner Kammerspiele und das Volkstheater haben hierfür Programmbeiträge in Aussicht gestellt.

    17.15 Uhr: Cannstatter Volksfest erneut abgesagt

    Nach der Absage des Münchner Oktoberfests wegen des Coronavirus findet auch das Cannstatter Volksfest in Stuttgart erneut nicht statt. Das teilte Stadtsprecher Sven Matis via Twitter mit. Das zweitgrößte Volksfest in Deutschland war vom 24. September bis zum 10. Oktober 2021 geplant. Vor Corona haben jedes Jahr rund vier Millionen Menschen das Volksfest besucht. Schausteller und Marktkaufleute mit Ständen und Fahrgeschäften sollen in der City präsentieren dürfen und der Weihnachtsmarkt wird verlängert, so die Stadt.

    Die erneute Absage trifft wirtschaftlich nicht nur Schausteller, Wirte und Budenbesitzer, sondern auch Hotels, Gaststätten, Taxifahrer und Einzelhändler. Am Wasen hängen laut der Homepage rund 2.500 Arbeitsplätze direkt. Der Cannstatter Wasen ist ein rund 25 Hektar großes Festgelände im Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt. Das direkt am Ufer des Neckars gelegene Areal ist Teil des Veranstaltungsgeländes NeckarPark. Dazu gehören unter anderem die Mercedes-Benz Arena sowie das Mercedes-Benz Museum.

    16.51 Uhr: Länder sprechen über Öffnung von Großveranstaltungen

    Die 16 Ministerpräsidenten wollen in ihren Beratungen am Donnerstag nach Informationen von Reuters aus Verhandlungskreisen versuchen, eine gemeinsame Linie bei den Corona-Öffnungen für Großveranstaltungen und im Sport treffen. Dabei könnte auch eine Grenze bei der Sieben-Tage-Inzidenz festgelegt werden, ab der es bei wieder steigenden Infektionszahlen keine Zuschauer bei Sportveranstaltungen geben soll. Bei dem folgenden Bund-Länder-Spitzengespräch mit Kanzlerin Angela Merkel soll Corona am Donnerstagnachmittag aber keine Rolle spielen.

    16.48 Uhr: Ukraine bittet Deutschland um Impfstoff-Dosen

    Die Ukraine bittet Deutschland um die Lieferung überschüssiger Impfstoffdosen. Das sagte Außenminister Dmytro Kuleba nach einem Treffen mit seinem deutschen Kollegen Heiko Maas. Dieser verweist darauf, dass Deutschland zweitgrößter Geber der internationalen Covax-Initiative ist, die der Ukraine bisher eine Million Impfdosen geliefert habe und bis Ende Juni eine weitere Million liefern wolle.

    16.48 Uhr: Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung in der Corona-Krise

    Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung in der Corona-Krise. Die CDU-Politikerin sagte am Mittwoch, die Zahl der Arbeitslosen sinke, ebenso wie die Zahl der Kurzarbeiter. Die Konjunkturerwartungen seien besser geworden, im Einzelhandel zum Beispiel stiegen die Umsätze wieder. "Die derzeit deutlich sinkenden Infektionsraten machen Mut und zeigen, wie sehr unsere Maßnahmen und Verhaltensregeln wirken."

    16.44 Uhr: Wenig Erstimpfungen in Bayerns Impfzentren bis Ende des Monats

    In den rund 100 bayerischen Impfzentren wird es bis Ende Juni nur wenige Erstimpfungen gegen Covid-19 geben. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in München mit. "Voraussichtlich wird der Großteil der Impfungen in den Impfzentren bis Ende Juni aus Zweitimpfungen bestehen", erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

    Es werde erwartet, dass ab Mitte Juni wieder erste Erstimpfungen in den Impfzentren möglich sein werden. "Je nach Verfügbarkeit von Impfstoffen können Erstimpfungen in den Impfzentren voraussichtlich ab Mitte Juni wieder durchgeführt werden", erklärte die Sprecherin. Für den Juli gebe es noch keine Prognosen.

    16.24 Uhr: Steuerausfälle wegen Corona: Stadt Nürnberg fehlen heuer fast 57 Millionen Euro

    Die Steuerausfälle durch die Corona-Krise treffen die Stadt Nürnberg hart. Alleine in diesem Jahr rechnet Stadtkämmerer Harald Riedel (SPD) damit, dass fast 57 Millionen Euro fehlen werden. Im kommenden Jahr wird sich die Summe der Steuerausfälle nach Riedels Berechnung sogar auf fast 59 Millionen Euro erhöhen. „Wir stehen vor sehr schwierigen Haushaltsberatungen für die Jahre 2022 und 2023“, sagte Riedel. Der Finanzreferent und Oberbürgermeister Marcus König (CSU) fordern daher finanzielle Unterstützung durch Bund und Länder, wie bereits im vergangenen Jahr. Die Stadt Nürnberg könne sich sonst die dringend notwendigen Investitionen nicht leisten. "Wir brauchen neue Schulen, Brücken müssen saniert, Betreuungseinrichtungen und -angebote ausgebaut werden", sagte König. Zudem stünden in den kommenden Jahren Verbesserungen im Nahverkehr an, die es nicht zum Nulltarif gebe. Und die Innenstadt müsse für die Zeit nach Corona aufgemöbelt werden, um den Geschäftsleuten, Gastronomen und Hoteliers eine Perspektive bieten zu können, so König. Ohne schnelle Hilfen von Bund und Ländern könne die Stadt Nürnberg die großen finanziellen Herausforderungen nicht meistern, betonte Kämmerer Riedel, der auch Vorsitzender des Finanzausschusses des Deutschen Städtetags ist.

    16.19 Uhr: Pakistan führt Impfpflicht für Arbeitnehmer ein

    In Pakistan müssen sich Staatsbedienstete und Angestellte privater Unternehmen künftig gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilte die für die Pandemie-Bekämpfung zuständige Behörde NCOC am Mittwoch mit. Beschäftigte im öffentlichen Dienst müssen demnach bereits bis Ende Juni vollständig geimpft sein. Für private Unternehmen gab es noch keine näheren Bestimmungen.

    Die Regierung in Islamabad hat vor, bis Ende des Jahres 70 Millionen der 220 Millionen Landesbewohner impfen zu lassen. Bisher wurden etwas mehr als 10 Millionen Impfstoffdosen verabreicht. "Je mehr wir impfen, desto besser werden wir geschützt sein", sagte Planungsminister Asad Umar bei einer Zeremonie anlässlich der Verabreichung von nun zehn Millionen Dosen.

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    Moskau: Panorama mit Christ-Erlöser-Kathedrale.

    15.30 Uhr: Viele Neuinfektionen: Moskau verschärft Corona-Kontrollen

    Angesichts steigender Infektionszahlen verschärfen die Behörden in Russlands Hauptstadt Moskau die Kontrolle von Corona-Beschränkungen. Außerdem würden in den kommenden Tagen zusätzliche Krankenhäuser für Corona-Patienten geöffnet, sagte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin der Agentur Interfax zufolge. Zuletzt waren in Europas größter Metropole mehr als 4.100 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert worden - so viele wie seit Mitte Januar nicht mehr. In ganz Russland zählten die Behörden mehr als 10.400 neue Fälle und damit einen Höchststand seit Mitte März bei einer wahrscheinlich hohen Dunkelziffer.

    Sobjanin warb einmal mehr für die Impfung, der viele Moskauer weiterhin skeptisch gegenüberstehen. In der 12-Millionen-Einwohner-Stadt haben sich jüngsten Zahlen zufolge erst rund 12,5 Prozent der Menschen immunisieren lassen. Seit Monaten gibt es im öffentlichen Leben kaum noch Beschränkungen. Unter anderem Restaurants, Bars und Theater haben geöffnet. Ab sofort soll etwa verstärkt überprüft werden, ob die Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und ob Unternehmen Hygieneregeln einhalten.

    14.34 Uhr: LGL: Bayernweiter Inzidenzwert erneut leicht gesunken

    In Bayern sind seit gestern (08.06.21) 607 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Hinzu kommen 122 Nachmeldungen und 38 Löschungen. Somit hat sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen die Gesamtzahl seit Pandemiebeginn auf insgesamt 643.360 Infizierte erhöht (Stand: 09.06.2021, 8.00 Uhr). 26 weitere Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben. Die Zahl der Verstorbenen hat sich im Freistaat somit auf 15.061 erhöht. Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt derzeit bei 22,46 und damit unter der gestrigen Zahl von 23,73. Mittlerweile liegen wieder sechs bayerische Städte bzw. Landkreise über dem Inzidenzwert von 50: die Landkreise Neu-Ulm (54,79), Günzburg (50,38), seit heute Lindau (53,67) und Kronach (62,93) sowie die Städte Schweinfurt (52,41) und seit heute Ansbach (55,03). In Ansbach ist der Inzidenzwert damit von gestern auf heute sprunghaft gestiegen: Gestern hatte er noch bei 16,75 gelegen. Allerdings weicht die Zahl des LGL erheblich vom Wert des Robert-Koch-Instituts ab. Das RKI gibt für die Stadt Ansbach heute eine Inzidenz von 19,1 an. Alle anderen Städte und Landkreise liegen unter der Marke von 50. Schwaben hat mit 31,64 den höchsten Inzidenzwert unter den bayerischen Regierungsbezirken. Niederbayern hat mit 16,72 den niedrigsten.

    14.27 Uhr: Bis zu 1.000 Zuschauer beim Handball-Final-Four in Köln

    Beim Final-Four der Handball-Champions-League werden am kommenden Wochenende bis zu 1.000 Zuschauer in der Kölner Lanxess Arena zugelassen. Das teilte der europäische Handballverband EHF mit. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in der Rheinmetropole den fünften Werktag hintereinander unter 35, wodurch Lockerungsschritte möglich sind. Zuschauer brauchen für den Einlass einen negativen Corona-Schnelltest. Im ersten Halbfinale treffen am Samstag (15.15 Uhr) zunächst der dänische Klub Aalborg Handbold und das Starensemble von Paris Saint-Germain aufeinander. Im zweiten Semifinale stehen sich ab 18 Uhr der FC Barcelona und HBC Nantes gegenüber. Das Finale ist für Sonntag angesetzt.

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    Eine Boeing 757 der Fluggesellschaft Condor aus Mallorca landet auf dem Flughafen Düsseldorf.

    14.18 Uhr: Corona-Hilfe für Condor: EU-Gericht erklärt Genehmigung für nichtig

    Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat vor dem EU-Gericht einen Erfolg gegen staatliche Corona-Hilfen für den deutschen Ferienflieger Condor erzielt. Die Richter kippten am Mittwoch den Beschluss der EU-Kommission zur Genehmigung der Beihilfe von insgesamt 550 Millionen Euro. Die Entscheidung der Brüsseler Behörde sei nicht ausreichend begründet, erklärte das Gericht in Luxemburg. Praktisch hat das aber zunächst keine Folgen: Zumindest vorerst muss Condor kein Geld zurückzahlen. Denn das Gericht hat die Wirkung der Nichtigerklärung ausgesetzt, bis die EU-Kommission einen neuen Beschluss gefasst hat. Die Behörde soll nun darlegen, wie sie die Höhe des finanziellen Schadens für Condor berechnet hat. Ryanair begrüßte das Urteil als einen "wichtigen Sieg für die Kunden und den Wettbewerb". Die EU-Kommission müsse aufhören, diskriminierende Hilfen der Mitgliedstaaten für ihre heimischen Fluggesellschaften abzunicken, erklärte eine Sprecherin. Condor sieht die eigene Finanzlage und Zukunft durch das Urteil nicht gefährdet.

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    Nach einem Beschluss des EU-Parlamentes kann ein in allen Ländern der Union gültiger Corona-Ausweis eingeführt werden.

    12.22 Uhr: EU-Parlament macht Weg frei für Corona-Ausweis

    Nach einem Beschluss des EU-Parlamentes kann ein in allen Ländern der Union gültiger Corona-Ausweis eingeführt werden. "Die Mitgliedstaaten stellen den Ausweis kostenlos aus, und zwar entweder digital oder in Papierform mit QR-Code", heißt es in einer aktuellen Mitteilung aus Straßburg. Damit werde ab dem 1. Juli das grenzüberschreitende Reisen deutlich erleichtert, denn mit dem Dokument bestehe ein zweifelsfreier Nachweis über erfolgte Impfungen, negative Tests oder überstandene Covid-19- Erkrankungen. In der Praxis werde es deshalb drei verschiedene Arten von Zertifikaten geben, hieß es.

    Ein gemeinsamer EU-weiter Rahmen soll den Angaben nach sicherstellen, dass die Zertifikate der Mitgliedstaaten gegenseitig anerkannt und überprüft werden können. Außerdem sollen dadurch Betrug und Fälschungen verhindert werden. Die Regelung tritt am 1. Juli 2021 für zwölf Monate in Kraft. Der EU-Corona-Ausweis sei aber kein Reisedokument und auch keine Bedingung für Bewegungsfreiheit, hieß es. Für Inhaber des Ausweises dürfen künftig keine zusätzlichen Reisebeschränkungen wie Quarantäne, Selbstisolation oder Tests vorgeschrieben werden.

    Zudem wurde festgelegt, dass ein von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassener Impfstoff im Ausweis dokumentiert und von allen Staaten akzeptiert werden muss. Die Verordnung muss nun noch vom Rat der EU formell angenommen werden. Danach wird sie im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht, bevor sie am 1. Juli in Kraft tritt.

    12.05 Uhr: Zahl der Petitionen im Corona-Jahr gestiegen

    Im zurückliegenden, von der Corona-Pandemie geprägten Jahr haben den Petitionsausschuss des Bundestags erneut mehr Anliegen von Bürgern erreicht. Wie der Ausschussvorsitzende Marian Wendt (CDU) am Mittwoch in Berlin mitteilte, gingen 2020 insgesamt 14.314 Petitionen ein, 785 mehr als im Vorjahr. Mehr als zwölf Prozent hatten Wendt zufolge die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen zu Thema. Die höchsten Mitzeichnungsquoten hatten seinen Worten zufolge Petitionen für ein zeitlich befristetes bedingungsloses Mindesteinkommen in der Pandemie, gegen die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz und zur Forderung nach einer Studie über rassistische Einstellungen unter Polizisten.

    11.30 Uhr: Fast 47 Prozent der Deutschen mindestens einmal gegen Corona geimpft

    In Deutschland sind inzwischen 46,5 Prozent der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand: 10.55 Uhr) haben 38,6 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. 18,9 Millionen Menschen (22,8 Prozent) sind vollständig geimpft. Insgesamt sind demnach 56,6 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Am Dienstag wurden laut RKI 984.723 Dosen gespritzt.

    11.04 Uhr: Markt für illegale Drogen widerstandsfähig gegen Corona

    Der europäische Markt für illegale Drogen hat sich als widerstandsfähig gegen Störungen durch die Corona-Pandemie erwiesen. Die Risiken für die öffentliche Gesundheit nahmen sogar eher noch zu, da mehr Stoffe mit teils sehr hoher Wirksamkeit und Reinheit registriert wurden, wie die EU-Drogenbeobachtungsstelle (EMCDDA) in ihrem am Mittwoch in Lissabon vorgestellten Europäischen Drogenbericht 2021 betonte. Die EU-Kommissarin für Inneres, Ylva Johansson, hob die weiter anhaltende Bedrohung durch illegale Drogen hervor. "Ich bin besonders besorgt über die hoch reinen und hoch wirksamen Substanzen, die auf unseren Straßen und im Internet erhältlich sind, sowie über die 46 neuen Drogen, die allein im Jahr 2020 in der EU entdeckt wurden", sagte die Schwedin. Die Gesamtzahl der von der EMCDDA überwachten Substanzen sei auf 830 angewachsen.

    10.45 Uhr: Städtetag fordert mehr Hilfen wegen Steuerausfällen

    Vor den Bund-Länder-Gesprächen macht sich der Deutsche Städtetag für weitere Corona-Finanzhilfen stark. "Wir haben ausgerechnet, dass uns in diesem und im kommenden Jahr neun Milliarden Euro fehlen werden, und jetzt auf den letzten Metern der Koalition hoffen wir, dass dieses Notsignal auch ankommt", sagt der Vizepräsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe (CDU) "SWR Aktuell". Der Städtetag fordere einen 50-prozentigen Ausgleich der Steuer-Mindereinnahmen. Die Gewerbesteuerausfälle seien nicht allein zu schultern. "Wir erleben jetzt schon die ersten Städte, die nicht mehr in der Lage sind, wichtige Investitionen im Bereich der Schulen, der Kitas durchzuführen." Auch Brücken und Tunnel könnten nicht mehr saniert werden. Ohne weitere Hilfen müssten Städte und Kommunen viele freiwillige Leistungen und womöglich auch "lang gewachsene Produkte wegstreichen - und das werden viele Bürgerinnen und Bürger nicht mehr verstehen".

    10.42 Uhr: Hausärzte für Impfung von Jugendlichen in Praxen

    Die Hausärzte plädieren für eine Impfung von Jugendlichen ab zwölf Jahren vor allem in Arztpraxen: Sollte die Ständige Impfkommission die Impfung nur für Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen empfehlen, könne in den Praxen am besten beurteilt werden, wer dazu zähle, sagt Verbandschef Ulrich Weigeldt der Nachrichtenagentur Reuters. In den Praxen sei die Krankheitsgeschichte von Patienten bekannt. Ärztinnen und Ärzte könnten deshalb zusammen mit Patienten gemeinsam Risiken und Nutzen einer Impfung abwägen. Die Stiko will am Donnerstag ihre Empfehlung für die Impfungen der Altersgruppe von zwölf bis 17 abgeben.

    10.30 Uhr: Kabinett verlängert Kurzarbeitsregeln

    Für Unternehmen, die in der Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, wird der vereinfachte Zugang zu Kurzarbeit erneut verlängert. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine entsprechende Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Der Staat erstattet demnach auch über den 30. Juni hinaus die Sozialversicherungsbeiträge bei Kurzarbeit vollständig. Ab Oktober werden die Beiträge dann noch zur Hälfte übernommen, wenn mit der Kurzarbeit bis zum 30. September begonnen wurde. Zudem soll es für die Anmeldung von Kurzarbeit weiter ausreichen, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten betroffen sind und nicht wie sonst ein Drittel. Das galt zunächst nur für Unternehmen, die bis Ende dieses Monats Kurzarbeit anmelden. Auch hier wird die Frist bis Ende September verlängert.

    10.06 Uhr: Aktivisten: Corona und Digitalisierung grenzen Arme weiter aus

    Der Digitalisierungsschub in der Corona-Pandemie droht die Probleme armer Bevölkerungsgruppen zu verschärfen. Vertreter von Betroffenenorganisationen erklärten am Mittwoch in Berlin, die Ärmsten würden "digital unsichtbar". Die Existenzsicherung reiche für den immer höheren Bedarf nicht aus. Computer, Headset, Kamera oder ein Drucker seien aus den Hartz-IV-Regelsätzen nicht zu finanzieren. Die "digitale Hilflosigkeit"“ verstärke die Existenzängste und die Einsamkeit vieler Betroffener. Von der Politik verlangten sie Maßnahmen gegen die Ausgrenzung, darunter Technik und Know-How, um die digitale Anbindung zu gewährleisten sowie eine Erhöhung der Sozialleistungen und politische Mitsprache. Die Diakonie Deutschland unterstützt die Organisationen und ihre Forderungen. Die Corona-Pandemie verschärfe die soziale Lage, erklärte Diakonie-Vorstandsmitglied Maria Loheide.

    09.46 Uhr: Bovenschulte: Brauchen gemeinsame Regeln für Großveranstaltungen

    Angesichts sinkender Zahlen von Corona-Neuinfektionen dringt Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte auf bundesweit gemeinsame Regeln für Großveranstaltungen. Einheitliche Obergrenzen bei Massenveranstaltungen seien sinnvoll, weil diese durch den Reiseverkehr überregionale Auswirkungen hätten, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk. "Es ist schwierig, wenn in einem Land eine Veranstaltung mit 80.000 Leuten zulässig wäre. Und in einem anderen Land liegt die Obergrenze bei 1.000 zur Veranstaltung draußen. Das sind Diskrepanzen, die dann sicherlich nicht sinnvoll sind." Bovenschulte betonte, die derzeitige Entwicklung des Infektionsgeschehens ermögliche große Schritte hin zu einem normalen Leben. Er warnte aber auch: "Das muss mit Augenmaß passieren, damit wir nicht hinterher einen Rückschlag riskieren."

    09.33 Uhr: Kinderhilfswerk: Flüchtlinge in Lagern bei Impfungen "ignoriert"

    Die fast 80 Millionen Flüchtlinge weltweit werden bei den Impfungen gegen Covid-19 nach Angaben des Kinderhilfswerks World Vision weitgehend ausgeschlossen. "In den allermeisten Ländern werden sie ignoriert", kritisierte Gesundheitsexperte Marwin Meier am Mittwoch vor dem Gipfel der reichen Industrieländer (G7) im britischen Carbis Bay. Griechenland habe erst vergangene Woche mit Impfungen angefangen, während Polen die Flüchtlinge ganz ausschließe. Es gebe nur Hinweise aus 20 von 163 Ländern, dass Impfdosen in Flüchtlingslagern angekommen seien. "Das ist mehr als Impfnationalismus", beklagte Meier. Dabei sei die Ansteckungsgefahr in den dicht bevölkerten Lagern mindestens dreimal so hoch wie sonst. In der Pandemie zählten Flüchtlinge zu den besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppen.

    09.17 Uhr: US-Apotheker wegen Zerstörung von Corona-Impfstoff zu 3 Jahren Haft verurteilt

    Weil er hunderte Corona-Impfdosen des Herstellers Moderna zerstört hatte, ist ein Apotheker in den USA zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Wie das US-Justizministerium am Dienstag mitteilte, muss der Mann zudem Schadenersatz in Höhe von umgerechnet rund 69.000 Euro an das Krankenhaus im Bundesstaat Wisconsin bezahlen, in dem er arbeitete. Der 46-Jährige habe den Impfstoff absichtlich aus der Kühleinheit genommen, wodurch das Vakzin beschädigt wurde, hieß es in Gerichtsdokumenten. Nach Angaben des Justizministeriums wurden 57 Menschen mit dem nicht gekühlten und damit unwirksamen Mittel geimpft.

    09.11 Uhr: Impf-Offensive im Nordwesten Englands gegen Variante Delta

    Im Nordwesten Englands ist gegen die weitere Ausbreitung der in Indien entdeckten Delta-Variante des Coronavirus eine Offensive mit Massentests und Impfungen gestartet worden. Wie zuvor bereits im Corona-Hotspot Bolton setzt die Regierung das Militär ein, um Bürger in den besonders betroffenen Gegenden wie Greater Manchester oder der Grafschaft Lancashire systematisch auf das Virus zu testen, wie unter anderem die BBC berichtete. In Manchester und anderen Gemeinden wurden zudem bereits alle über 18-Jährigen aufgerufen, Impftermine zu buchen - obwohl englandweit eigentlich erst Menschen ab 25 Jahren impfberechtigt sind. Bürgermeister riefen die Regierung auf, ihnen noch mehr Impfstoff für ihre Offensive zur Verfügung zu stellen.

    Die zunehmende Verbreitung der wohl sehr ansteckenden Delta-Variante lässt die Fallzahlen in Großbritannien rapide ansteigen. Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz lange Zeit nur knapp über 20 lag, ist sie derzeit wieder bei rund 46 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

    08.35 Uhr: Piazolo: Inzidenzabhängig Lockerungen der Maskenpflicht an Schulen

    Bayerns Kultusminister Michael Piazolo macht den Schülern Hoffnung, dass auch in Bayern die Maskenpflicht bald gelockert wird. Das hat er dem BR auf Nachfrage mitgeteilt, nachdem Sachsen angekündigt hatte, ab kommendem Montag die Maskenpflicht in Schulen aufzuheben, vorausgesetzt, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt stabil unter 35. In Bayern liegt sie laut RKI bei 24. Bayern habe ein sehr gutes Sicherheitskonzept mit Tests, Lüftungskonzepten und - derzeit noch - mit Maskenpflicht. Aber, so der Minister, er möchte, dass in Bayern jetzt bald inzidänzabhängige Lockerungen der Maskenpflicht umgesetzt werden. Nach Aussage Piazolos werden vom Kultusministerium aktuell entsprechende Vorschläge erarbeitet und mit dem Gesundheitsministerium abgesprochen.

    08.34 Uhr: Globale Konjunkturerholung schiebt deutsche Exporte an

    Deutschlands Exporteure profitieren von der globalen Konjunkturerholung nach der Corona-Krise 2020. Im April lieferten sie Waren im Wert von 111,8 Milliarden Euro ins Ausland. Das waren 47,7 Prozent mehr als im schwachen Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Damals war der Außenhandel infolge von Grenzschließungen und Beschränkungen zur Bekämpfung der ersten Welle der Pandemie eingebrochen. Gegenüber März 2021 stiegen die Ausfuhren im April um 0,3 Prozent und damit weniger stark als von Experten erwartet. Die Corona-Krise hatte im vergangenen Jahr tiefe Löcher in die deutsche Exportbilanz gerissen. Für das laufende Jahr rechnet der Außenhandelsverband BGA mit einem deutlichen Plus.

    08.17 Uhr: Heil zu Streit um Schutzmasken: Sauber gehandelt

    Im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken zwischen Union und SPD hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sein Handeln verteidigt und Aufklärung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gefordert. "Es gab den Versuch des Gesundheitsministeriums, die Standards zu senken, anzupassen an die Beschaffung. Das haben meine Fachleute abgelehnt, und ich habe mich auch durchgesetzt", sagte Heil am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Er betonte: "Ich habe das Gefühl, dass wir sauber gehandelt haben." Nun gebe es Fragen an Spahn, die dieser beantworten müsse.

    08.04 Uhr: Insider: Corona-Überbrückungshilfe wird bis September verlängert

    Die Bundesregierung will Reuters-Informationen zufolge die Wirtschaftshilfen für Unternehmen bis Ende September verlängern. Das verlautete am Mittwoch aus Regierungskreisen. Bislang war die sogenannte Überbrückungshilfe III bis Ende Juni angelegt. Damit können Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch wegen der Corona-Pandemie nachweisen können, nun weiterhin große Teile ihrer Fixkosten ersetzt bekommen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte sich zuletzt sogar für eine Verlängerung bis Ende des Jahres ausgesprochen, um das Thema aus dem Bundestagswahlkampf herauszuhalten. Er konnte sich damit aber nicht in der großen Koalition durchsetzen.

    07.50 Uhr: "Bild": Regierung stoppt Impf-Werbevideo wegen Nähe zur Hamas

    Weil der für Corona-Impfungen werbende Berliner Arzt Najeeb Al-Saidi bei Facebook israelfeindliche Posts verbreitet hat, hat die Bundesregierung laut "Bild"-Zeitung das entsprechende Werbevideo gestoppt. Eine Regierungssprecherin sagte dem Blatt: "Die Äußerungen von Herrn Dr. Al-Saidi auf seinem Facebook-Account waren zum Zeitpunkt der Aufzeichnung und Veröffentlichung des Videos nicht bekannt.“ Das Video werde nicht weiter verbreitet. Dem Bericht zufolge finden sich auf dem Facebook-Profil des Mannes Einträge, in denen die Vertreibung von Juden aus dem Nahen Osten gefordert wird. Auch habe er Propagandafotos der Al-Qassam-Brigaden, des bewaffneten Arms der Terrorgruppe Hamas, verbreitet.

    06.51 Uhr: Weiterer Corona-Fall im spanischen Team: Llorente positiv getestet

    Nach Kapitän Sergio Busquets ist in der spanischen Fußball-Nationalmannschaft auch Diego Llorente positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Verband in der Nacht zum Mittwoch mitteilte, werde der 27-Jährige von Leeds United das EM-Quartier des dreimaligen Europameisters in Las Rozas de Madrid verlassen. Die Vorbereitung des Teams auf die an diesem Freitag beginnende EM werde mit individuellem Training fortgesetzt.

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    Bildrechte: dpa-Bildfunk/Adam Davy

    Tokio: Die Olympischen Ringe sind vor dem Olympischen Stadion aufgebaut.

    05.23 Uhr: Olympische Spiele in Tokio womöglich vor Publikum

    Die Olympischen Spiele in Tokio könnten einem Medienbericht zufolge nun doch vor Zuschauern stattfinden. Die Regierung in Japan und die Organisatoren der Spiele würden wegen sinkender Fallzahlen in Erwägung ziehen, einheimisches Publikum zuzulassen, berichtet die Zeitung Asahi. Wegen der Corona-Pandemie und ihrer Risiken sind ausländische Zuschauer bereits ausgeschlossen.

    05.01 Uhr: RKI meldet 3.254 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 20,8

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 3.254 neue Positiv-Tests. Das sind 1663 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 20,8 von 22,9 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 107 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 89.491. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    05.00 Uhr: Freizeitparks in Bayern öffnen wieder

    In ganz Bayern öffnen in diesen Tagen wieder die Freizeitparks. Am vergangenen Freitag hatte die Staatsregierung bekanntgegeben, dass Spaß auf Riesenrad und Wildwasserbahn ab sofort wieder möglich ist - wenn auch mit Einschränkungen. An Orten mit einer Inzidenz zwischen 50 und 100 müssen Besucher ab sechs Jahren vor dem Eintritt in Freizeitparks einen negativen Schnelltest vorweisen - es sei denn, sie sind vollständig geimpft oder genesen. Liegt die lokale Inzidenz stabil unter 50, so entfällt die Testpflicht. Auch gelten in allen Parks die bekannten Hygienekonzepte mit Abstandsregeln und FFP2-Maskenpflicht in geschlossenen Räumen.

    05.00 Uhr: Bundestag debattiert über umstrittene Corona-Masken

    Der in der Bundesregierung eskalierte Streit um angeblich weniger geprüfte Corona-Schutzmasken ist heute Thema im Bundestag. In einer Aktuellen Stunde wollen die Abgeordneten über schwere Vorwürfe gegen Gesundheitsminister Jens Spahn debattieren, die neben der Opposition auch der Koalitionspartner SPD erhebt. Hintergrund ist, dass in China bestellte Masken, die nicht nach hohen Standards getestet wurden, nach Plänen des Gesundheitsressorts an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen sollten. Nach Intervention des SPD-geführten Arbeitsministeriums wurde davon Abstand genommen.

    05.00 Uhr: Ärzteschaft ruft nach mehr Impfstoff

    Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, drängt die Bundesregierung, für mehr Impfstoff gegen das Coronavirus zu sorgen. Der Bedarf übersteige die zur Verfügung stehenden Kapazitäten deutlich, sagte Reinhardt der "Rheinischen Post". Wenn man Termine verschieben müsse, weil Lieferungen ausbleiben, führe das zu Frust bei den Patienten. Und den bekäme als Erstes das Praxispersonal zu spüren. Daran müsse sich schnell etwas ändern. Eine vierte Corona-Infektionswelle fürchtet Reinhardt nicht.

    05.00 Uhr: Weitere Lockerungen in Frankreich

    In Frankreich treten heute weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft. Die abendliche Ausgangssperre etwa wird von 21.00 Uhr auf 23.00 Uhr nach hinten verschoben. Auch die Einreise nach Frankreich wird aus zahlreichen Ländern wie Deutschland erleichtert. Es reicht dann ein Nachweis über eine vollständige Impfung oder ein negativer Antigen-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist. Zuvor war ein PCR-Test verpflichtend. Restaurants dürfen zudem ihre Innenräume mit einer Auslastung von 50 Prozent wieder öffnen.

    05.00 Uhr: USA lockern Reisewarnung für Dutzende Länder - auch für Deutschland

    Die USA haben in der Corona-Pandemie ihre Reisewarnung für amerikanische Staatsbürger für Ziele wie Deutschland und Dutzende andere Länder gelockert. Das Außenministerium in Washington bewertet Reiseziele auf einer Skala von eins bis vier - die Bundesrepublik steht neben Ländern wie Italien, Frankreich, Mexiko oder Kanada nun wieder auf Stufe drei des Warnsystems. Das bedeutet, dass US-Bürger ihre Reisepläne überdenken sollen. Auch Japan, das die Olympischen Sommerspiele ausrichtet, steht nun auf Stufe drei.

    04.45 Uhr: Tierschutzbund: Corona-Ausbrüche auf 400 Nerzfarmen in der EU

    Auf mehr als 400 Nerzfarmen in Ländern der Europäischen Union sind nach Angaben von Tierschützern Corona-Ausbrüche bekannt geworden. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes in Bonn waren dabei bis Mitte Mai in zehn EU-Staaten Millionen von Tieren betroffen. Laut einer Aufstellung der Organisation wurde Sars-CoV-2 in Dänemark auf 290 Nerzfarmen nachgewiesen, in den Niederlanden waren es 69 und in Schweden 13. In Griechenland habe es in 22 von 91 Nerzfarmen positive Testungen gegeben. Weitere Nachweise gab es laut Tierschutzbund in Italien, Litauen, Polen, Spanien, Frankreich und Lettland. Die Tierschutz-Organisation forderte ein Verbot der Zucht und Haltung von Pelztieren.

    04.01 Uhr: Lockdown in Melbourne wird aufgehoben

    Der Lockdown in Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne wird Regierungsangaben zufolge wie geplant in der Nacht zum Donnerstag aufgehoben. Bewohner dürften dann ihre Häuser verlassen, müssten aber innerhalb eines Radius von 25 Kilometern bleiben, teilt der Ministerpräsident des Bundesstaates Victoria, James Merlino, in Melbourne mit. Private Treffen in Haushalten blieben untersagt.

    03.16 Uhr: Brasilien: Oberstes Gericht will über Copa América entscheiden

    Brasiliens Oberster Gerichtshof hat für Donnerstag eine außerordentliche Sitzung angekündigt, um über die Austragung der Copa América in dem südamerikanischen Land zu urteilen. Der Fall werde in einer virtuellen Vollversammlung des Plenums analysiert, hieß es in einer Mitteilung des Gerichts am Dienstag (Ortszeit). Richterin Carmen Lucia, die die Verhandlung anberaumt hatte, sagte angesichts des Turnierstarts am kommenden Sonntag, dass der Fall mit außerordentlicher Dringlichkeit behandelt werden müsse. Die Brasilianische Sozialistische Partei und eine Metallarbeiter- Gewerkschaft hatten den Antrag eingebracht. Sie argumentieren, dass Brasilien keine internationalen Sportveranstaltungen ausrichten solle, solange wegen der Corona-Pandemie Maßnahmen zur sozialen Distanzierung gefordert sind.

    00.41 Uhr: Kubicki fordert Ende der Beschränkungen für Public Viewing

    Der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki fordert zum Start der Fußball-Europameisterschaft am Freitag die Aufhebung von Beschränkungen für Public Viewing. "Das wäre die rechtliche Konsequenz. Denn nach dem Infektionsschutzgesetz sind die Beschränkungen aufzuheben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenzzahl im jeweiligen Kreis unter 35 pro 100.000 Einwohner fällt. Dementsprechend gibt es keine rechtliche Handhabe für pauschale Verbote von Public Viewing", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwochausgaben) laut Vorabbericht.

    00.01 Uhr: Schülervertreter: Keine Prüfungscamps in letzten Schulwochen

    Die Bundesschülerkonferenz warnt davor, die letzten Schulwochen vor der Sommerpause mit Tests und Prüfungen zu überfrachten. "Ich sehe eine große Gefahr, dass die oberste Priorität in den Schulen jetzt ist, Leistung abzuprüfen", sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). Klassenarbeiten, Tests, Klausuren und Prüfungen seien lange Zeit nicht möglich gewesen. Die Lehrer stünden unter Druck, Zensuren zu vergeben. Dennoch müssten sich Kultusministerien, Schulen und Lehrer fragen, welche Prüfungen wirklich nötig seien. "Ich appelliere an alle Beteiligten, aus den verbleibenden Schulwochen keine Pauk- und Prüfungscamps zu machen", mahnte Schramm.

    Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sagte dem RND, die meisten Bundesländer machten bei den schriftlichen Leistungserhebungen und Prüfungen in diesem Jahr deutliche Abstriche. Das sei auch richtig so. Weder beim Unterrichtsstoff noch bei Klassenarbeiten und Klausuren könne in kürzester Zeit nachgeholt werden, was sich durch die Pandemie an Aufholbedarf aufgestaut habe. Klar müsse aber auch sein, dass man nicht auf jegliche "Lernstandserhebungen" verzichtet werden könne, machte Meidinger deutlich.

    Dienstag, 08. Juni 2021

    21.55 Uhr: Drosten warnt vor Rückschlägen beim Impfen

    Der Virologe Christian Drosten hat vor Rückschlägen für die Impfkampagne über den Sommer in Deutschland gewarnt. Man müsse aufpassen, dass die Menschen künftig nicht nachlässig würden und sich zum Beispiel die Zweitimpfung nicht mehr abholten, weil sie keine Lust mehr hätten oder es zu kompliziert sei, sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité im NDR-Podcast "Coronavirus-Update".

    "Solche Dinge dürfen einfach nicht eintreten. Das wird, glaube ich, die nächste große Aufgabe sein."

    21.20 Uhr: USA lockern Reisewarnung für Dutzende Länder - auch für Deutschland

    Die USA haben in der Corona-Pandemie ihre Reisewarnung für amerikanische Staatsbürger für Ziele wie Deutschland und Dutzende andere Länder gelockert. Das Außenministerium in Washington bewertet Reiseziele auf einer Skala von eins bis vier - die Bundesrepublik steht neben Ländern wie Italien, Frankreich, Mexiko oder Kanada seit Dienstag nun wieder auf Stufe drei des Warnsystems. Das bedeutet, dass US-Bürger ihre Reisepläne überdenken sollen. Auch Japan, das die Olympischen Sommerspiele ausrichtet, steht nun auf Stufe drei. Zuvor galt die höchste Stufe vier, die für mehrere andere EU-Länder wie Portugal, Belgien, die Niederlande und Polen aufrecht erhalten wurde.

    Die Neubewertung ändert nichts an dem wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisestopp in die USA für Ausländer aus dem europäischen Schengen-Raum, aus Großbritannien, Irland, Indien, China, Brasilien, Südafrika und dem Iran. Eine Einreise aus diesen Staaten ist weiterhin in der Regel nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich.

    20.55 Uhr: Pfizer will Corona-Impfstoff auch an Babys testen

    Das US-Pharmaunternehmen Pfizer weitet Tests seines Impfstoffs mit dem Unternehmen Biontech auf Kinder unter zwölf Jahren aus. Nach einer ersten Studie, in der eine kleine Anzahl von Minderjährigen verschiedene Dosierungen des Impfstoffs bekommt, will Pfizer in mehr als 90 Einrichtungen in den USA, Finnland, Polen und Spanien rund 4.500 junge Menschen für eine weitere Studie gewinnen.

    In dieser Woche begann eine Studie an Fünf- bis Elfjährigen. Diese erhalten entweder ein Placebo oder zwei Impfdosen von jeweils zehn Mikrogramm, was einem Drittel der Dosis entspricht, die Jugendliche und Erwachsene erhalten. In einigen Wochen sollen Kinder ab sechs Monate für eine Studie dazu geholt werden. Diese sollen nur drei Mikrogramm pro Impfung erhalten.

    Der Impfstoff von Biontech und Pfizer ist in den USA und in der EU für Menschen ab zwölf Jahren zugelassen.

    19.25 Uhr: Stiko-Entwurf - Corona-Impfung für besonders gefährdete Kinder

    Die Ständige Impfkommission spricht keine generelle Corona-Impfempfehlung für Jugendliche von 12 bis 17 Jahren aus. In einem Papier, das mehreren Nachrichtenagenturen vorliegt, plädiert die Stiko jedoch für Impfungen in dieser Altergruppe wenn bestimmte Vorerkrankungen vorliegen.

    In solchen Fällen soll laut den Experten eine Immunisierung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer erfolgen, das bereits von der EU-Kommission für diese Altersgruppe freigegeben wurde. Zu solchen Krankheitsbildern gehören etwa Adipositas, also starke Fettleibigkeit, Herz- und Lungenerkrankungen sowie Niereninsuffizienz und Krebsleiden. In diesen Fällen wird ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung angenommen.

    18.35 Uhr: München hebt Maskenpflicht in der Fußgängerzone auf

    Die Maskenpflicht in der Altstadt-Fußgängerzone und Umgebung gilt nur noch wenige Stunden: Ab morgen (Mittwoch) muss man dort im Freien keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Das hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse jetzt beschlossen.

    Bislang bestand zwischen neun und 21 Uhr eine Maskenpflicht. Auch das Alkoholkonsumverbot wird morgen in der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt aufgehoben. Bestehen bleibt es nur noch jeweils von 20 bis sechs Uhr auf dem Gärtnerplatz und auf dem Wedekindplatz. "Angesichts sinkender Inzidenz und steigender Impfquote können wir diese weiteren Schritte hin zu mehr Normalität im Alltag guten Gewissens gehen", erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

    16.25 Uhr: Sachsen hebt Maskenpflicht an Schulen ab Montag auf

    Sachsen hebt die Maskenpflicht an Schulen auf. Laut einer am Dienstag vom Kabinett in Dresden beschlossenen Verordnung des Kultusministeriums entfällt ab Montag die Maskenpflicht für Schüler und Personal im Schulgebäude, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 35 liegt. Das Tragen einer FFP2-Maske oder medizinischen Maske wird allerdings weiterhin empfohlen.

    Zudem sollen Schulen und Kindertageseinrichtungen unterhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 im Regelbetrieb geöffnet bleiben. Auch Schulfahrten im Inland sind ab kommender Woche wieder möglich, sofern sich die jeweilige Schule im Regelbetrieb befindet.

    "Ich halte die Lockerungsschritte nicht nur für verantwortbar, sondern für zwingend geboten", erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Kinder und Jugendliche hätten unter dem Lockdown sehr gelitten. "Damit muss jetzt Schluss sein".

    15.30 Uhr: Curevac-Impfstoff nicht vor August

    Die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma Curevac dauert länger als geplant. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte in Stuttgart, dass sich das Verfahren weiter verzögern wird. Zuletzt hatte es geheißen, man rechne mit einer Zulassung im Juni. Lucha sagte, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe in der Gesundheitsministerkonferenz mitgeteilt, "dass wir nach der derzeitigen Situation leider erst realistisch im August erwarten können, dass der Curevac-Impfstoff zulassungsfähig appliziert werden kann oder zugelassen wird". Der Grünen-Politiker erklärte, dass es bei der von Curevac durchgeführten klinischen Studie zu dem Vakzin "Komplikationen" gebe.

    15.00 Uhr: Union will epidemische Lage bis September verlängern

    Die Unionsfraktion will die sogenannte epidemische Lage von nationaler Tragweite nach Angaben von CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus über Ende Juni hinaus verlängern. "Wir halten es für angemessen und richtig, diese Lage bis in den September hinein zu verlängern", sagte der CDU-Politiker. Daran hingen viele Verordnungen von Bund und Ländern vom Impfen bis zu Reisebeschränkung in der Corona-Krise. Ohne einen Beschluss des Bundestages würde die Regelung Ende Juni auslaufen. Grundlage ist eine Regelung des Infektionsschutzgesetzes, dass eine epidemische Lage vorliegt, "wenn eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Bundesrepublik Deutschland besteht". Der Bundestag muss alle drei Monate über eine Verlängerung entscheiden.

    14.45 Uhr: Aspirin verbessert nicht Überlebensaussichten von Corona-Patienten

    Aspirin verbessert einer britischen Studie zufolge nicht die Überlebensaussichten bei schwer kranken Covid-19-Patienten. Da das Medikament dazu beiträgt, Blutgerinnsel bei anderen Krankheiten zu reduzieren, wurde es bei Corona-Patienten getestet, die ein höheres Risiko für Gerinnungsprobleme haben. Obwohl Aspirin mit einer leicht erhöhten Wahrscheinlichkeit in Verbindung gebracht werde, lebend entlassen zu werden, reiche das wohl nicht aus, um seine weit verbreitete Anwendung bei Covid-19-Patienten im Krankenhaus zu rechtfertigen, sagte Peter Horby, einer der Wissenschaftler, der an der Studie der Universität Oxford mit rund 15.000 Patienten beteiligt war.

    13.47 Uhr: ADAC: Ferienstaus übertreffen Vor-Corona-Niveau

    Die Lockerung der Corona-Beschränkungen macht sich auf Deutschlands Autobahnen gleich bemerkbar: Am vergangenen langen Wochenende gab es zum Ende der Pfingstferien nach Schätzung des ADAC sogar mehr Staus als vor der Krise 2019. Besonders stauträchtig war der Feiertag Fronleichnam am vergangenen Donnerstag: Der ADAC zählte 1.900 Staus, gut 700 mehr als 2019.

    Laut ADAC gab es aber durchaus Unterschiede, insbesondere eine größere Zahl von Tagesausflüglern oder kurzentschlossenen Urlaubern. Deshalb sei der Verkehr 2021 oft sogar stärker gewesen als 2019.

    13.44 Uhr: Produktpiraterie hat durch Corona zugenommen

    Das Problem der Produktpiraterie hat sich während der Corona-Pandemie und der einhergehenden Zunahme des Online-Handels weiter verschärft. Fälscher hätten vor allem die Unsicherheit von Menschen angesichts neuer Behandlungen und Impfstoffe ausgenutzt, geht aus einer Mitteilung des EU-Amtes für geistiges Eigentum (EUIPO) hervor, die am Dienstag an deren Sitz im spanischen Alicante veröffentlicht wurde. Beobachtet worden sei vor allem die Verbreitung gefälschter Arzneimittel wie Antibiotika und Schmerzmittel sowie zuletzt anderer medizinischer Produkte wie persönliche Schutzausrüstung und Gesichtsmasken.

    Bei 6,8 Prozent der EU-Einfuhren im Wert von 121 Milliarden Euro handele es sich um Fälschungen. Herstellern und den Staaten entgingen Milliarden an Einnahmen und Abgaben, auch Arbeitsplätze gingen verloren.

    13.34 Uhr: EU-Kommission zögerlich bei Versicherungen gegen Ausfälle durch Pandemien

    Die EU-Kommission reagiert reserviert auf Forderungen nach einer Versicherung für private Firmen, mit denen diese sich für künftige Fälle von pandemiebedingten Lockdowns gegen Geschäftsausfälle absichern können. "Das ist eine sehr komplexe Debatte und braucht Zeit", sagt John Berrigan, der in der Kommission für den Bereich Finanzdienstleistungen verantwortlich ist, auf einer Branchenveranstaltung.

    13.08 Uhr: Bayerischer Städtetag fordert Ausgleich für Ausfälle bei Gewerbesteuer

    Die Corona-Pandemie zieht für Städte und Gemeinden erhebliche Ausfälle beim Steueraufkommen nach sich. Der Vorsitzende des Bayerischen Städtetags, Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr, warnt: "Die Situation der kommunalen Haushalte ist ernst. Steuereinnahmen brechen weg, die finanziellen Spielräume werden enger. Kommunale Haushalte rutschen in eine strukturelle Schieflage. Vielen Städten bleibt nichts Anderes übrig, als Investitionen zurückzufahren." Pannermayer hält das aktuell für das falsche Signal für die regionale Wirtschaft. Um die Konjunktur wieder zu beleben, seien gerade jetzt kommunale Investitionen dringender denn je.

    Der Bayerische Städtetag appelliert zusammen mit allen kommunalen Spitzenverbänden im engen Schulterschluss mit der Bayerischen Staatsregierung an den Bund: "Der Ausgleich der Ausfälle bei der Gewerbesteuer soll nach dem gleichen Muster wie 2020 auch im Jahr 2021 fortgeführt werden. Der volle Ausgleich der Ausfälle bei der Gewerbesteuer 2020 hat den Kommunen eine dringend nötige Atempause verschafft." Auf Bayern entfielen insgesamt knapp 2,4 Milliarden Euro Bundes- und Landesmittel, womit die Rückgänge bei der Gewerbesteuer im Haushaltsjahr 2020 aufgefangen werden konnten. Ohne die Hilfe des Bundes könnte es für viele Gemeinden eng werden. Gerade bei der Gewerbesteuer ist keine Erholung in Sicht. Dies hat eine aktuelle interne Abfrage des Bayerischen Städtetags bei den Mitgliedern ergeben.

    Pannermayer: "Die Zahlen sind alarmierend. Für 2021 ist mit einem deutlichen Rückgang der Gewerbesteuer zu rechnen." Aktuell liegt das zu erwartende Aufkommen bei der Gewerbesteuer (Jahresanordnungssoll) bei den befragten Mitgliedstädten und Mitgliedgemeinden rund 21 Prozent unter dem Niveau vor Krisenzeiten: Die Gesamtsumme der Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer beträgt derzeit rund 1,68 Milliarden Euro. Damit ist der Rückgang 2021 noch breiter als 2020.

    12.01 Uhr: Finanzexperten schätzen aktuelle Lage der Konjunktur deutlich besser ein

    Die aktuelle Wirtschaftslage hat sich nach Einschätzung von Finanzexperten deutlich verbessert. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, stieg die Beurteilung der konjunkturellen Lage für Deutschland im Juni stark an. "Die wirtschaftliche Erholung schreitet voran", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Die ZEW-Konjunkturerwartungen sinken zwar im Juni, befinden sich aber auf einem sehr hohen Niveau", fügte Wambach hinzu.

    Damit werde die wirtschaftliche Situation in Deutschland "inzwischen beurteilt wie vor der Corona-Pandemie im August 2019". Zudem sei aufgrund der sehr hohen Konjunkturerwartungen der Ausblick jetzt wesentlich besser als im Sommer 2019.

    11.55 Uhr: Bayerische Industrie auf Vor-Corona-Niveau

    Die Umsätze des verarbeitenden Gewerbes in Bayern stabilisieren sich auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Im April lagen sie mit 30,4 Milliarden Euro um ein Prozent unter dem Wert von vor zwei Jahren, wie das Landesamt für Statistik am Dienstag mitteilte. Gegenüber dem schwer von der Pandemie getroffenen April 2020 ging es sogar um fast 61 Prozent nach oben. Im März hatte das verarbeitende Gewerbe das Vorkrisenniveau sogar leicht übertroffen.

    Noch positiver entwickelte sich zuletzt die Nachfrage. Preisbereinigt lag sie im April um 20 Prozent über dem Vor-Corona-Niveau. Noch keine positiven Auswirkungen zeigen sich beim Personalstand. Er lag mit 1,166 Millionen weiter klar unter den April-Werten von 2020 und 2019 und sogar minimal unter dem Wert aus dem März.

    11.19 Uhr: Wegfall vieler Minijobs lässt Teilzeitquote bröckeln

    In Deutschland wird so wenig Teilzeit gearbeitet wie zuletzt vor fünf Jahren. Im ersten Quartal 2021 ist die Teilzeitquote im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 0,4 Punkte auf 38,2 Prozent zurückgegangen. Das geht aus einer am Dienstag vorgelegten Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Ausschlaggebend für die Entwicklung bei den Teilzeitbeschäftigten sei der deutliche Rückgang bei den Minijobs. "Die Corona-Krise hat die Minijobs besonders hart getroffen", sagte der Leiter des IAB-Forschungsbereiches Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen, Enzo Weber. Ebenso wie Minijobs seien Nebenjobs häufig auf kurze Zeit angelegt, viele dieser Jobs seien weggefallen. 3,8 Millionen Beschäftigte seien im ersten Quartal einer Nebentätigkeit nachgegangen, das sind 4,2 Prozent weniger als im ersten Quartal 2020. Die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung weise dagegen keinen besonderen Rückgang auf.

    11.09 Uhr: Bayerns Spielbanken machen am Mittwoch wieder auf

    Bayerns Spielbanken dürfen wieder öffnen. Ab Mittwoch kann wieder am Roulette- und Black-Jack-Tisch und an den Automaten gespielt werden, wie das Bayerische Finanzministerium am Dienstag mitteilte. Voraussetzung für die Wiedereröffnung sei eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz unter 100, was an den Standorten aller neun bayerischen Spielbanken der Fall sei. Schon 2020 hätten die Betreiber der Spielbanken mit den Gesundheitsbehörden Schutz- und Hygienekonzepte entwickelt, die nun wieder umgesetzt würden. Die Gäste müssen in den Spielbanken eine FFP2-Maske tragen. Darüber hinaus schützen Plexiglasscheiben an den Spieltischen Gäste und Mitarbeiter. Es werden Desinfektionsmittelspender bereitgestellt, Jetons und Chips regelmäßig desinfiziert. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100, ist ein aktueller negativer Corona-Test erforderlich. Wer vollständig geimpft oder genesen ist, braucht keinen Test.

    11.04 Uhr: Organisationen wollen Impfstoff-Initiative Covax stärken

    Im Rahmen der internationalen Covax-Initiative hat Unicef in den vergangenen Monaten nach eigenen Angaben mehr als 80 Millionen Covid-19-Impfdosen für ärmste Länder und Krisenregionen verteilt. Bis Ende dieses Jahres sollen zwei Milliarden Impfdosen ausgeliefert werden, wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am Dienstag in Köln mitteilte. Die Covax-Initiative soll Impfstoffe für ärmere Länder zur Verfügung stellen. Der Deutsche Caritasverband forderte umfangreichere Covax-Unterstützung von Deutschland und Europa. Der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider, betonte: "Erst wenn das Virus weltweit besiegt ist, sind wir alle sicher. Wir müssen deshalb alles dafür tun, dass Covid-19-Impfstoffe allen zur Verfügung stehen, auch Menschen in den ärmsten Ländern."

    Save the Children teilte mit, dass fast 60 Prozent der Menschen in Deutschland vor dem anstehenden Gipfel der sieben Industriestaaten Forderungen nach mehr globaler Impfgerechtigkeit unterstützten. Bei einer Umfrage im Auftrag der Hilfsorganisation befürworten demnach 57 der Befragten, dass die G7-Staaten mehr Covid-19-Impfdosen an benachteiligte Länder abgeben.

    10.19 Uhr: Statt Rüstung: Forscher empfehlen "Corona-Friedensdividende"

    Friedensforscher fordern in der Pandemie mehr Investitionen in Soziales und humanitäre Hilfe statt in Rüstung. Angesichts pandemiebedingt sinkender Steuereinnahmen und schrumpfender Staatshaushalte sei eine "Corona-Friedensdividende" nötig. "Es gilt, Militärausgaben zu reduzieren, um die sozial-ökologische Erneuerung der Weltwirtschaft anzugehen und soziale Ungleichheiten abzubauen", empfehlen vier deutsche Forschungsinstitute in ihrem am Dienstag in Berlin vorgestellten diesjährigen "Friedensgutachten". Mit einer solchen "Dividende" könnten die Folgen der Pandemie besser bewältigt werden.

    10.11 Uhr: Produktion und Aufträge: Engpässe bremsen deutsche Industrie

    Lieferengpässe und knappe Rohstoffe dämpfen die eigentlich gute Entwicklung der deutschen Industrie. So lag die Gesamtherstellung im April im Vergleich zum März 1,0 Prozent tiefer, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mittelte. Der Rücksetzer folgt allerdings auf einen deutlichen Produktionsanstieg im März. Bereits am Montag hatte das Bundesamt zudem einen Rückgang der Aufträge gemeldet: Im Vergleich zum Vormonat gingen die Bestellungen im April um 0,2 Prozent zurück. Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin erklärte den Dämpfer für die Produktion mit einer Knappheit bei Vorprodukten, vor allem bei Halbleitern und Bauholz.

    09.44 Uhr: USA: Fast 16.000 Neuinfektionen und 302 weitere Tote

    In den USA sind bislang annähernd 600.000 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Binnen 24 Stunden stieg ihre Zahl um mindestens 302 auf 597.767, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Mindestens 15.920 Menschen wurden positiv auf das Virus getestet, seit Ausbruch der Pandemie sind es damit 33,54 Millionen. Die USA weisen bei Infektions- und Totenzahlen weltweit die höchsten Werte auf.

    09.32 Uhr: Bericht: Personalengpässe gefährden britische Gesundheitsversorgung

    Die Erschöpfung bei Mitarbeitern in den britischen Gesundheits- und Pflegediensten haben laut einem Bericht des zuständigen Parlamentsausschusses in London ein alarmierendes Niveau erreicht. «Der Burnout beim Personal quer durch den (Gesundheitsdienst) NHS und das Pflegesystem stellt ein außerordentlich gefährliches Risiko für das künftige Funktionieren beider Dienste dar», sagte der Ausschussvorsitzende und ehemalige Gesundheitsminister Jeremy Hunt am Dienstag einer Mitteilung zufolge. Das britische Gesundheitssystem wird anders als in Deutschland nicht über Beiträge der Versicherten, sondern durch von der Regierung jährlich festgelegte Beträge finanziert. Der Gesundheitsdienst NHS leidet seit Jahren unter Personalmangel und knappen Mitteln. Die Pandemie habe dieses Problem nun noch verstärkt, so der Bericht.

    08.37 Uhr: Spahn: 46 Prozent der Deutschen haben erste Corona-Impfung erhalten

    Mit 38 Millionen Menschen haben nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn 46 Prozent der Deutschen eine Erstimpfung erhalten. Bei einer vermuteten Impfbereitschaft von 75 Prozent der Bevölkerung blieben noch 15 Millionen, die auf eine Impfung warteten, sagt der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Angesichts des Impfstoffmangels wirbt Spahn um Geduld. "Es können jetzt nicht alle innerhalb von ein, zwei Wochen geimpft werden." Im Verlauf des Juli würden dann alle ein Impfangebot erhalten. "Allein für diesen Monat noch erwarten wir deutlich über 20 Millionen Dosen allein von Biontech, und im Juli wird es weitere Lieferungen geben." Außerdem verteidigte Spahn die Aufhebung der Reihenfolge bei den Corona-Impfungen gegen Kritik. Der Schritt sei nötig gewesen, um "dynamisch weiterimpfen zu können", sagte Spahn am Dienstag im ARD-Morgenmagazin.

    07.17 Uhr: Japans Olympia-Ministerin: Verschiebung der Spiele wäre schwierig

    Japans Olympia-Ministerin Tamayo Marukawa hält eine nochmalige Verschiebung der Sommerspiele in Tokio für schwierig. Nach einer Kabinettssitzung angesprochen auf eine Verschiebung wegen der andauernden Corona-Pandemie sagte Marukawa am Dienstag laut des japanischen Fernsehsenders NHK, dass sich eine Sicherstellung der Wettkampfstätten und Unterkünfte im Falle einer Terminverschiebung schwierig gestalten würde.

    Britische Medien hatten berichtet, dass angeblich einzelne Sponsoren eine Verschiebung der in weniger als zwei Monaten geplanten Spiele auf September oder Oktober vorgeschlagen hätten. Dazu sagte Marukawa, dass das Olympische Organisationskomitee zumindest nichts davon gehört habe. Sie jedenfalls halte eine Verschiebung der Spiele für ziemlich schwierig, zumal bereits die ersten ausländischen Athleten ihre Vorbereitungscamps in Japan bezogen hätten.

    06.56 Uhr: Zwei Landkreise wieder mit einer Inzidenz von 0

    In Deutschland gibt es seit heute wieder Landkreise mit einem Corona-Inzidenzwert von Null. Das heißt, es gab in den vergangenen 7 Tagen keinen einzigen neuen Corona-Fall. Für die niedersächsischen Landkreise Friesland und Goslar weist das Robert-Koch-Institut heute diesen Wert aus.

    Den niedrigsten Wert in Bayern hat heute wieder die Stadt Weiden mit 2,3. Das entspricht in absoluten Zahlen einem einzigen neuen Corona-Fall in den vergangenen sieben Tagen. Wenn dieser aus der Statistik verschwindet und kein neuer hinzukommt, wird auch Weiden einen Inzidenzwert von Null haben.

    06.40 Uhr: Rund 86.500 Neuinfektionen in Indien

    In Indien verzeichnen die Gesundheitsbehörden 86.498 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sei der niedrigste Wert seit 66 Tagen, teilt die Regierung mit. Insgesamt wurden bislang 29 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen, weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt in Indien um 2.123 auf 351.309. Experten zufolge dürften die Dunkelziffern allerdings weitaus höher sein.

    05.42 Uhr: Appell vor G7-Gipfel: Patente zur Impfstoffproduktion freigeben

    Vor dem G7-Gipfel in Großbritannien haben regierungsunabhängige Organisationen die reichen Industrieländer aufgefordert, im Kampf gegen die Pandemie die Patente für Impfstoffe freizugeben. Auch müsse Technologie in ärmere Länder transferiert werden, um dort eine Produktion aufzubauen. "Spenden können marginal helfen, aber die Entwicklungsländer brauchen die Rechte, das Know-how und die Technologie zur eigenen, regionalen Herstellung der Impfstoffe", sagte Jörn Kalinski von Oxfam International am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur vor dem Gipfel im britischen Carbis Bay.

    05.16 Uhr: RKI meldet 1.204 Neuinfektionen - Inzidenz bei 22,9

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1.204 neue Positiv-Tests. Das sind 581 weniger als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 22,9 von 24,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 140 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 89.384. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    05.00 Uhr: FDP fordert Sonderermittler im Streit um Corona-Schutzmasken

    In der Debatte um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken fordert die FDP den Einsatz eines Sonderermittlers. FDP-Bundestagsfraktionsvize Michael Theurer sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Die Faktenlage deutet auf eine lange Fehlerkette von Minister Spahn hin. Wir haben den Eindruck, bei den jetzt bekanntgewordenen Vorgängen um die Bestellung der Masken handelt es sich nur um die Spitze des Eisbergs." Die Vorgänge müssten schnell und lückenlos aufgeklärt werden.

    04.30 Uhr: DIHK-Umfrage: Unternehmen erholen sich nur langsam von Pandemie-Folgen

    Die deutschen Unternehmen erholen sich nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) nur langsam von den Folgen der Corona-Pandemie. In Gastronomie, Hotellerie und Freizeitwirtschaft steht beinahe jedes fünfte Unternehmen finanziell vor dem Aus, wie laut "Handelsblatt" eine Sonderauswertung der DIHK-Konjunkturumfrage ergab. In der Gastronomie klagen demnach zwei von drei Unternehmen über sinkendes Eigenkapital, in der Freizeitwirtschaft ist es jedes zweite. Gesamtwirtschaftlich seien davon 24 Prozent der gut 27.000 vom DIHK befragten Unternehmen betroffen.

    03.01 Uhr: Kostenlose Joints für Impfungen im US-Staat Washington

    Der US-Staat Washington lässt Joints für Impfungen gegen das Coronavirus verteilen. Das Programm "Joints for Jabs" (Joints für Spritzen) wurde am Montag von Behördenvertretern bekanntgegeben. Demnach dürfen Marihuanageschäfte jedem über 21, der sich bis spätestens 12. Juli in einer Impfklinik vor Ort gegen das Coronavirus impfen lässt, einen Joint schenken. Damit soll Werbung für die Kliniken gemacht werden. In dem Staat ist es bereits erlaubt, Gästen von Brauereien, Weinguten und Restaurants kostenlose Getränke zu geben, wenn sie eine Impfung nachweisen können. Zu anderen Aktionen, mit denen zu mehr Impfungen beigetragen werden soll, gehören kostenlose Tickets für Sportveranstaltungen und Preisgelder von bis zu einer Million Dollar.

    02.18 Uhr: US-Studie mit Biontech bei Kindern ab fünf Jahren

    Im US-Staat Louisiana hat eine Studie mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer gegen das Coronavirus bei Fünf- bis Elfjährigen begonnen. Bei den Studienteilnehmern im Ochsner Medical Center wurden am Montag die Temperatur und der Blutdruck gemessen. Ihnen wurden eine Probe in der Nase und eine Blutprobe entnommen. Zum Schluss bekamen sie entweder eine Impfung mit dem Vakzin oder mit einem Placebo. Die Familien der Studienteilnehmer sollen sechs Monate lang nicht erfahren, ob ihr Kind tatsächlich den Impfstoff bekommen hat.

    01.48 Uhr: Krankenhaushygieniker fordern Entsorgung minderwertiger Corona-Schutzmasken

    Führende Krankenhaushygieniker haben die sofortige Vernichtung der von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bestellten umstrittenen Import-Masken gefordert. "Die schnell geprüften FFP2-Masken sollten schnellstmöglich entsorgt werden. Sie gehören auch nicht in die Notfallreserve des Bundes", sagte Peter Walger, Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Zu den Importmasken liegt uns eine Fülle von Hinweisen auf Fake Ware vor, die die Qualitätsanforderungen im medizinischen Bereich nicht ansatzweise erfüllt, aber trotzdem zum Einsatz kommt." Grundsätzlich gelte, dass FFP2-Masken nur für den professionellen Einsatz im Pflege- und medizinischen Bereich geeignet seien, und dann nur unter Bedingungen, sagte Walger.

    Montag, 07. Juni 2021

    23.25 Uhr: WHO: Hohe Impfwerte gegen Coronavirus-Varianten nötig

    Die Weltgesundheitsorganisation hält einen Impfprozentteil von mindestens 80 Prozent zur Verhinderung eines Ausbruchs einer Coronavirus-Variante für nötig. Es setze "ziemlich hohe Impfwerte voraus, insbesondere im Kontext leichter übertragbarer Varianten, um auf der sicheren Seite zu sein", sagte der Notfallchef der WHO, Michael Ryan, am Montag.

    Großbritannien hat es mit einem Anstieg von Coronavirus-Fällen zu tun, die mit der sogenannten Variante Delta in Verbindung gebracht werden, die zuerst in Indien aufgetaucht war.

    21.19 Uhr: New York plant Großkonzert mit 60.000 Zuschauern

    Zu seinem Comeback nach der Corona-Krise plant New York ein riesiges Konzert im Central Park. Welche Stars auftreten werden, ist noch nicht bekannt, doch werde es "der Höhepunkt einer erstaunlichen, bemerkenswerten, einmaligen Woche" zur Feier der "Wiedergeburt" von New York City sein, sagte Bürgermeister Bill De Blasio bei der Ankündigung des Projekts.

    Um das Programm soll sich der prominente Musikproduzent Clive Davis kümmern, der in der Vergangenheit mit Stars wie Bruce Springsteen, Aretha Franklin und Whitney Houston arbeitete. Davis sagte dem Magazin "Times", er werde acht Stars von Kultrang für das dreistündige Konzert anheuern, das weltweit übertragen werden soll.

    Viele der 60.000 Eintrittskarten sollen kostenlos vergeben werden, allerdings sind auch VIP-Plätze vorgesehen. New York war zu Beginn der Corona-Pandemie eine der am schwersten betroffenen Städte der USA. Inzwischen sind nach offiziellen Daten 63 Prozent der Bewohner mindestens einmal geimpft, die Infektionszahlen gingen drastisch zurück.

    20.29 Uhr: Tschechien öffnet Grenzen für Touristen aus allen EU-Staaten

    Tschechien öffnet seine Grenzen vom 21. Juni an für Touristen aus allen EU-Staaten sowie Serbien. Das kündigte Gesundheitsminister Adam Vojtech an. Die Reisenden müssten nachweisen, dass sie gegen das Coronavirus geimpft, negativ getestet oder genesen seien. Es reiche, wenn die erste Impfung mehr als 22 Tage zurückliege. Die Tourismusbranche in Tschechien hat unter der Corona-Pandemie stark gelitten. Die Zahl der ausländischen Hotelgäste ging 2020 um knapp 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück.

    Bereits seit einiger Zeit dürfen geimpfte Touristen aus Deutschland, Österreich und fünf weiteren EU-Staaten wieder nach Tschechien reisen, wenn die erste Spritze mehr als 22 Tage zurückliegt. Es muss ein Online-Einreiseformular ausgefüllt werden. Für Deutschland ist Tschechien aufgrund sinkender Corona-Infektionszahlen ab Sonntag kein Risikogebiet mehr. Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner betrug zuletzt 22.

    20.07 Uhr: Account im Impfportal sollte nicht gelöscht werden

    Nach einer Zweitimpfung sollte der Account im Impfportal nicht gelöscht werden. Darauf hat das Nürnberger Impfzentrum hingewiesen. Wie es in einer Mitteilung heißt, werden auf der Plattform ab dem 19. Juli digitale Impfnachweise nachträglich eingestellt. Sie können dann einfach heruntergeladen werden. Für alle, die ihre Immunisierung abgeschlossen haben, und keinen Account mehr besitzen, arbeitet das bayerische Gesundheitsministerium ebenfalls an einer umfassenden digitalen Lösung. So sollen die Hausärzte vollständig Geimpfte an das Robert- Koch-Institut melden. Dort soll der digitale Impfausweis per QR Code generiert werden.

    19.18 Uhr: Im Maskenstreit stellt sich Merkel vor Spahn

    Die Bundesregierung hat Gesundheitsminister Spahn ausdrücklich gegen Kritik der SPD wegen des Streits um mutmaßlich minderwertige Masken in Schutz genommen. Regierungssprecher Seibert erklärte, das Gesundheitsministerium habe sehr klar dargelegt, warum Vorwürfe unbegründet seien. Die Sicherheit der Nutzer habe an oberster Stelle gestanden. Vorher hatten Teilnehmer der CDU-Vorstandssitzung Kanzlerin Merkel mit den Worten zitiert, die SPD wolle die Pandemiebekämpfung im schlechten Licht darstellen.

    Merkel erinnerte daran, dass die Masken mit den Stimmen der SPD in die nationale Pandemiereserve aufgenommen worden seien. In der Auseinandersetzung geht es um eine große Zahl mutmaßlich minderwertiger Masken, die Spahn angeblich an Obdachlose und Behinderte verteilen lassen wollte. Der Minister bestreitet das.

    18.56 Uhr: Fast jeder 5. Gastronomiebetrieb vor dem Aus

    In Gastronomie, Hotellerie und Freizeitwirtschaft steht beinahe jedes fünfte deutsche Unternehmen finanziell vor dem Aus, zeigt laut "Handelsblatt" eine Sonderauswertung der aktuellen Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). In der Gastronomie klagen demnach zwei von drei Unternehmen über sinkendes Eigenkapital, in der Freizeitwirtschaft ist es jedes zweite. Gesamtwirtschaftlich seien davon 24 Prozent der gut 27.000 vom DIHK befragten Unternehmen betroffen, berichtet die Zeitung vorab.

    18.42 Uhr: Piazolo sieht genug Möglichkeiten Versäumtes nachzuholen

    Schüler in Bayern, die wegen Corona in Rückstand geraten sind, haben nach Ansicht von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler), ausreichend Zeit, ihre Wissenslücken zu füllen. In der Rundschau im BR Fernsehen betonte Piazolo, dass es nicht nur im freiwilligen Sommerunterricht während der Ferien, sondern auch "im nächsten und übernächsten Schuljahr Mittel und Möglichkeiten" gebe, Versäumtes nachzuholen. Für dieses Jahr bestehe gar nicht die Erwartung, dass der ganze Lehrplan abgearbeitet werden könne, erklärte Piazolo. Die Sommerschule empfahl er vor allem für Schüler, die in Kernfächern zurückgefallen oder auf Probe vorgerückt seien.

    Für den Sommerunterricht würden vor allem pensionierte Lehrer, Referendare oder Menschen aus schulfremden Bereichen eingesetzt, so Piazolo. Die regulären Lehrkräfte hätten Großartiges geleistet und sollten nun entlastet werden. Im nächsten Schuljahr würden mehr als 1.000 neue Lehrerinnen und Lehrer eingestellt. Diese könnten bei einer "Binnendifferenzierung" helfen, für welche Schüler weitere Fördermöglichkeiten angebracht seien.

    Zur Forderung des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands BLLV sagte Piazolo, "der Verband will immer mehr." Im Koalitionsvertrag sei festgelegt worden, dass in dieser Legislaturperiode 5.000 neue Lehrerinnen und Lehrer eingestellt würden und daran halte man sich.

    18.37 Uhr: WHO fordert gerechtere Impfstoffverteilung

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wenige Tage vor Beginn des G7-Gipfels an die reichen Länder appelliert, umgehend für die dringend nötigen Corona-Impfstoffe im ärmeren Teil der Welt zu sorgen. Die G7-Staaten hätten bei ihrem Treffen im englischen St. Ives die Macht, zusätzliche 100 Millionen Dosen allein im Juni und Juli zur Verfügung zu stellen, um die weltweiten Impfziele zu erreichen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Das baldige Teilen von Impfstoff ist die beste Art, die akute Phase der Pandemie zu beenden." Bisher seien fast 44 Prozent aller Dosen in den reichen Ländern verabreicht worden, aber nur 0,4 Prozent in den armen Regionen. "Besonders frustrierend an diesen Zahlen ist, dass sich daran seit Monaten nichts geändert hat."

    WHO-Experte Mike Ryan erinnerte daran, dass erst eine Impfrate von etwa 80 Prozent der impfbaren Bevölkerung für eine hohe Sicherheit vor dem Virus sorge.

    18.22 Uhr: Slowakei verabreicht Impfstoff Sputnik V

    Die Slowakei setzt als zweites Mitgliedsland der Europäischen Union den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V ein. Zur Verfügung stehen 200.000 Dosen des Vakzins, das am 26. Mai in der Slowakei zugelassen wurde. Bisher haben sich allerdings nach Angaben der Behörden nur rund 5.000 Menschen für eine Impfung mit dem Wirkstoff registrieren lassen. Eine heimliche Order von zwei Millionen Dosen des Vakzins durch den damaligen Ministerpräsidenten Igor Matovic führte im März zum Zusammenbruch der Regierung. Der Impfstoff war damals in der Slowakei noch nicht zugelassen und hat bis heute keine Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA.

    18.01 Uhr: Umsatz im stationären Modehandel legt wieder zu

    Die sinkenden Inzidenzzahlen und die Lockerung der Corona-Auflagen in vielen Städten sorgen wieder für bessere Geschäfte im stationären Modehandel. Nach einer heute veröffentlichten Branchenumfrage des Fachblattes "Textilwirtschaft" lagen die Umsätze von Warenhäusern, Modehändlern und Markenshops in der vergangenen Woche im Schnitt nur noch um 5 Prozent unter dem Niveau der gleichen Woche im Vor-Krisenjahr 2019. Zum Vergleich: In der letzten Maiwoche hatte das Minus noch 32 Prozent betragen, in der letzten Aprilwoche sogar noch 80 Prozent.

    Allerdings trug auch ein Kalendereffekt ein Stück zu dem guten Abschneiden bei. Denn im Vergleich zu 2019 hatte die Woche mancherorts einen Verkaufstag mehr.

    17.53 Uhr: Europaparlament tagt erstmals wieder in Straßburg

    Nach mehr als einem Jahr Corona-Pause ist das Europaparlament zurück in Straßburg: Seit heute findet das Juniplenum in der Elsassmetropole statt und wird nicht wie zuletzt vom Sitz in Brüssel aus gehalten. Parlamentspräsident David Sassoli sprach vor der Eröffnung der Sitzung von einem sehr wichtigen Tag für das Parlament und das nicht wie gewöhnlich auf Italienisch, sondern auf Französisch. "Die Wiederaufnahme unserer normalen Aktivitäten ist ein Zeichen der Zuversicht und der Hoffnung", sagte Sassoli. Auch Straßburgs Bürgermeisterin Jeanne Barseghian wohnte der Sitzungseröffnung bei.

    Wie voll es in den Reihen der Abgeordneten in Straßburg im Laufe der Plenarwoche werden wird, ist noch unklar. Aus den Fraktionen hieß es, dass jeweils nur ein Bruchteil der Abgeordneten anreisen werde. Prall gefüllt war der Plenarsaal am Montag zunächst nicht. Auch weiterhin können die Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus ihren Mitgliedsländern an der hybriden Sitzung teilnehmen. Eine Reise nach Straßburg dürfte wegen der aktuellen Corona-Regeln für viele mit Hindernissen verbunden sein. Für die Einreise nach Frankreich wird noch immer ein negativer PCR-Test benötigt, bei der Rückreise kann Quarantäne drohen. Deshalb hatte es aus dem Parlament auch den Wunsch gegeben, erst nach dem Sommer zurück ins Elsass zu kommen.

    Der Sitz des Europaparlaments in Straßburg ist in den EU-Verträgen festgelegt. Normalerweise ziehen die Abgeordneten jeden Monat von Belgien in die ostfranzösische Stadt um.

    17.10 Uhr: Basketball-Finalpartien in München vor 1.000 Fans in der Halle

    Der deutsche Basketballmeister wird wieder vor Fans ermittelt. Nachdem bereits Alba Berlin die Rückkehr von Zuschauern in die Halle erlaubt worden war, bekam auch der Finalgegner FC Bayern München Grünes Licht für ein Comeback der Fans. Wie der Verein mitteilte, dürfen das dritte Spiel der Finalserie am Samstag (15.00 Uhr) im Audi Dome 1.000 Anhänger auf den Rängen verfolgen. Sollte eine vierte Partie am Sonntag (15.00 Uhr) notwendig sein, kann die Halle auch dann zu knapp einem Sechstel gefüllt werden. Wie die Münchner mitteilten, werden die Tickets zuerst an Fans mit Dauerkarten gehen. Sollten diese nicht alle verfügbaren Karten abgreifen, will der Verein unter der Woche das weitere Prozedere erläutern. Letztmals haben die Bayern am 4. März 2020 in der Euroleague vor Heimfans gespielt - danach waren wegen Corona nur Geisterspiele möglich. Im ersten Finale am Mittwoch (20.30 Uhr) in Berlin dürfen 1.450 Fans in die Arena, am Donnerstag dann sogar 2.000.

    17.00 Uhr: Malta erstmals wieder ohne Corona-Neuinfektionen

    Zum ersten Mal seit mehr als zehn Monaten hat Malta am Montag keinen einzigen neuen Corona-Fall registriert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es in dem Inselstaat im Mittelmeer derzeit insgesamt auch nur 72 Infizierte. Zuletzt waren in Malta am 25. Juli 2020 keine Corona-Neuinfektionen registriert worden. Wegen der sinkenden Infektionszahlen lockert Malta derzeit die Corona-Beschränkungen, am Montag durften in dem EU-Land zum ersten Mal seit Oktober die Bars wieder öffnen. Malta setzt zudem auf ein hohes Tempo beim Impfen: Drei Viertel der Erwachsenen haben schon mindestens eine Impfdosis erhalten. 235.000 der rund 500.000 Einwohner sind sogar schon vollständig geimpft.

    16.50 Uhr: Jugendherbergen wünschen sich geänderte Regeln für Klassenfahrten

    Das bayerische Jugendherbergswerk und die Jugendbildungsstätten in Bayern fordern, dass Genesene Getestete und vollständig geimpfte Menschen bei Klassenfahrten und Jugendfreizeiten wieder dabei sein dürfen. Dazu sei eine Änderung der Verordnung für den Infektionsschutz nötig, heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Die Verordnung nehme bisher die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen nur unzureichend in den Blick und unterlaufe die Corona-Aufhol- und Förderprogramme des Bundes und des Freistaats, indem sie bei sich nach der 7-Tage-Inzidenz richte. Es sei unverständlich, warum im Bereich des außerschulischen sozialen Lernens und der Begegnung zwischen Kindern und Jugendlichen noch immer der Inzidenzwert zum alleinigen Maßstab des Handelns gemacht werde, erklärte der Präsident des bayerischen Jugendherbergswerks, Klaus Umbach. Die Politik müsse jede Option nutzen, "um körperliche, psychische und seelische Schäden als Folge der Pandemie zu verhindern oder zu bearbeiten".

      16.40 Uhr: Berlin-Marathon möglicherweise mit bis zu 35.000 Teilnehmern

    Der Berlin-Marathon könnte am 26. September als Pilotprojekt mit bis zu 35.000 Läuferinnen und Läufern starten. Entsprechende Planungen in Abstimmung mit dem Berliner Senat stellte Veranstalter SCC-Events bei einer Pressekonferenz in Berlin vor. "Wir müssen uns auf den Weg machen, um Zukunft möglich zu machen", sagte der Berliner Innensenator Andreas Geisel. Der auch für den Sport zuständige Senator warnte aber: "Es gibt keine Sicherheit, dass der Berlin-Marathon stattfinden kann, aber die Wahrscheinlichkeit ist da. Wenn die Inzidenzwerte weiter sinken, ist eine Zulassung des Pilotprojektes denkbar." Die vom Veranstalter vorgestellten Hygiene-Konzepte bewertete Geisel als "für die Läufer sehr sicher". Es soll unter anderem ein umfangreiches PCR-Testsystem eingerichtet werden für diejenigen, die noch nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind oder aufgrund einer überstandenen Erkrankung Antikörper haben.

    16.25 Uhr: Indien kündigt kostenlose Impfungen für Erwachsene an

    Das von der Corona-Pandemie stark betroffene Indien will allen Erwachsenen ein kostenloses Impfangebot machen. "Es ist beschlossen worden, dass ab dem 21. Juni alle Erwachsenen über 18 Jahren kostenlos geimpft werden", sagt Regierungschef Narendra Modi in einer Fernsehansprache. Die Bundesregierung werde die Aufgabe von den Provinzregierungen übernehmen. Bislang ist die Bundesregierung nur für kostenlose Impfstoffe für ältere Menschen und Beschäftigte, die besonders großen Ansteckungsrisiken ausgesetzt sind. Sie überließ es den jeweiligen Provinzen und privaten Krankenhäusern, Dosen für eine Gebühr an Menschen in der Altersgruppe 18 bis 45 Jahre zu verabreichen.

    16.05 Uhr: Corona-Maßnahmen rechtmäßig? Belgien erzielt Teilerfolg vor Gericht

    Die belgische Regierung hat in einem Rechtsstreit über die Zulässigkeit von Corona-Beschränkungen einen Teilerfolg erzielt. Das zuständige Berufungsgericht entschied nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga, dass es grundsätzlich eine Rechtsgrundlage für Notmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gebe. Gleichwohl warf es die Frage auf, ob womöglich die belgische Verfassung oder die europäische Menschenrechtskonvention verletzt sein könnten. Die Entscheidung liege beim Verfassungsgericht. Ein Brüsseler Gericht hatte Ende März in erster Instanz die Regierung verpflichtet, die Corona-Maßnahmen binnen 30 Tagen zurückzunehmen oder eine geeignete Rechtsgrundlage dafür zu schaffen. Geklagt hatte die Liga für Menschenrechte. Sie hielt es für unrechtmäßig, dass die Entscheidungen per ministeriellen Erlassen verfügt wurden. Die Regierung legte Einspruch ein.

    15.45 Uhr: Linke beantragt Aktuelle Stunde zu Corona-Masken im Bundestag

    Angesichts des Streits in der Bundesregierung um den Umgang mit angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken hat die Linke eine Aktuelle Stunde im Bundestag beantragt. "Es stehen mehrere Vorwürfe im Raum, von der Abwertung benachteiligter Bevölkerungsgruppen bis hin zur Verbrennung von Milliarden Euro Steuergeldern", sagte Linke-Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte der Deutschen Presse-Agentur. Die Aktuelle Stunde könnte voraussichtlich an diesem Mittwoch stattfinden. Spahn, der auch vom Koalitionspartner SPD attackiert wird, hatte die Vorwürfe in der Sache klar zurückgewiesen. Hintergrund ist ein "Spiegel"-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen.

    15.35 Uhr: New York plant großes Konzert, um Ende von Krise zu feiern

    Zum Ende der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie plant die US-Ostküstenmetropole New York ein Konzert für Zehntausende im Central Park. Die für den 21. August geplante Show mit 60.000 Menschen soll von Star-Producer Clive Davis hochkarätig besetzt werden und Teil einer Festwoche werden, berichtete die "New York Times". "Dieses Konzert wird eine einmalige Gelegenheit sein", sagte Bürgermeister Bill de Blasio der Zeitung. "Es wird ein tolles Line-Up. Die ganze Woche wird so sein, wie man es noch nie zuvor in New York City gesehen hat." Noch ist nicht klar, wer auftreten wird. Davis denkt der "New York Times" zufolge aber über acht Interpreten in einer dreistündigen Show nach.

    15.25 Uhr: Thurn-und-Taxis-Schlossfestspiele auf 2022 verschoben

    Die Thurn und Taxis-Schlossfestspiele in Regensburg sind angesichts der Corona-Pandemie auf 2022 verschoben worden. Wie der Veranstalter mitteilte, findet das diesjährige Programm mit kleinen Änderungen im kommenden Jahr statt. Die Festspiele locken - in Nicht-Corona-Zeiten - jährlich Tausende Besucher in den Innenhof des Schlosses Emmeram. Bei der Eröffnung ist meist auch die Hausherrin, Gloria Fürstin von Thurn und Taxis, dabei. Auf dem Programm für 2022 stehen unter anderem Stargeiger David Garrett, Popsänger James Blunt und Jazzkünstler Gregory Porter. Unklar ist nach Veranstalterangaben noch, ob auch das geplante Konzert von Popsänger Xavier Naidoo im kommenden Jahr stattfinden wird.

    15.15 Uhr: Nach Rückgang der Corona-Fälle lockert Indien Beschränkungen

    Nach einem Rückgang der Corona-Infektionen haben Firmen in zwei der größten Städte Indiens am Montag wieder ihre Türen geöffnet. Die Hauptstadt Neu Delhi erlaubte Geschäften und anderen Betrieben, während eines eingeschränkten Zeitfensters zu öffnen, und die Metro der Region fuhr mit verminderter Kapazität. In der Region Maharashtra, in der sich die Finanzmetropole Mumbai befindet, öffneten Einkaufszentren, Kinos und Restaurants in Bezirken mit relativ wenigen neuen Infektionen. "Jetzt ist die Corona-Lage unter Kontrolle", sagte der Verwaltungschef der Hauptstadtregion, Arvind Kejriwal. Nun müsse die Wirtschaft wieder belebt werden. Auch andere Städte ließen wieder mehr öffentliches Leben zu. Manche Gesundheitsexperten warnten allerdings, dass die Lockerungen voreilig sein könnten.

    15.10 Uhr: Noch 18 Bewohner in Dresdner Hochhaus unter Quarantäne

    Nach dem Tod eines an Covid-19 erkrankten jungen Indien-Rückkehrers sind noch 18 Bewohner eines Hochhauses in Dresden unter Quarantäne. Ob sich einige der Bewohner mit der sogenannten Delta-Variante angesteckt hätten, sei weiter unklar, sagte eine Stadtsprecherin auf Anfrage. Die Ergebnisse der sogenannten Sequenzierung würden für Mittwoch erwartet. Das Gesundheitsamt hatte in der Vorwoche vorsorglich eine Quarantäne für das gesamte Studentenwohnheim verhängt, nachdem ein Bewohner des Studentenwohnheims am 1. Juni nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben war. Der Student war erst vor kurzem aus Bangalore zurückgekehrt, ein Schnelltest nach der Einreise fiel negativ aus. Laut Gesundheitsamt besteht der Verdacht, der Mann könne sich mit der sogenannten Delta-Variante angesteckt haben. Sieben Bewohner des Hochhauses waren daraufhin positiv auf das Coronavirus getestet worden.

    15.05 Uhr: Mögliches Alkoholverbot in Würzburg - Beratungen am Mittwoch

    Am Mittwoch wollen Stadt Würzburg, Gesundheitsamt und Polizei über ein mögliches nächtliches Alkoholverbot entlang Teilbereichen des Mains beraten. Wie die Stadt mitteilt, soll bei diesem Treffen "das weitere Vorgehen vorrangig unter pandemischen Gesichtspunkten abgestimmt" werden. Im Vorfeld des vergangenen Wochenendes hatte die Stadt angekündigt ein nächtliches Alkoholverbot in Erwägung zu ziehen, sollte es am Main weiterhin zu gehäuften Verstößen gegen Corona-Auflagen kommen. Immer wieder hatten sich dort in den vergangenen Wochen überwiegend junge Leute zum Feiern getroffen. Die Mehrheit verhielt sich friedlich, unter Einhaltung der Corona-Auflagen. Es gab jedoch auch Konflikte zwischen Feiernden einerseits und Polizei und Ordnungsamt andererseits. Anwohner klagten wiederholt über Müll und Lärm.

    15.00 Uhr: Spanien erwartet 50 Prozent der Touristen aus Rekordjahr 2019

    Spaniens Regierung geht davon aus, diesen Sommer trotz teilweise anhaltender Corona-Einschränkungen keine Touristen abweisen zu müssen. "Wir sind bereit, unter den besten Bedingungen alle Reisenden zu empfangen, die uns besuchen wollen", sagt Tourismus-Staatssekretär Fernando Valdes, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Da das Geschäft mit Langstrecken-Tourismus noch Zeit zur Erholung brauchen werde, rechne man für dieses Jahr zunächst nur mit einer etwa halb so großen Nachfrage wie im Rekordjahr 2019. Das Niveau vor der Corona-Krise dürfte die Tourismusbranche erst in den kommenden Jahren wieder erreichen. "Ich hoffe, dass wir zwischen 2022 und 2023 bereits von einer vollständigen Erholung sprechen können."

    14.50 Uhr: Bayerns Kommunen fordern Rettungsschirm für 2021 und 2022

    Bayerns Gemeinden fordern zur Abfederung der Geldnöte durch die Corona-Krise auch für 2021 und 2022. einen Rettungsschirm von Bund und Freistaat. "Bayerns Gemeinden und Städte werden ihren Beitrag leisten, um das Land aus der Corona-Krise zu führen. Dazu brauchen sie aber die finanziellen Mittel", sagte Gemeindetagspräsident Uwe Brandl (CSU) in München. Wie im vergangenen Jahr stünden Bund und Freistaat hier in der Pflicht und müssten für die Kommunen "mindestens" einen Rettungsschirm für dieses und nächstes Jahr aufspannen. Weil Bund und Freistaat 2020 die coronabedingten Gewerbesteuerausfälle großzügig kompensiert hätten, seien die bayerischen Gemeinden und Städte durch das erste Pandemie-Jahr gekommen, betonte Brandl. Mit dieser einmaligen Aktion sei das Problem aber nicht beseitigt

    14.45 Uhr: Viele Betriebsärzte starten erst ab Dienstag mit Corona-Impfungen

    Viele Betriebsärzte in Deutschland können erst am Dienstag oder Mittwoch in größerem Umfang mit den Corona-Schutzimpfungen beginnen. Der Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Wolfgang Panter, begründete dies damit, dass die Lieferungen von Impfdosen erst im Laufe des Montags erfolgten. Somit könnten die Ärzte erst für die Folgetage sicher planen. Die Bereitschaft unter den Betriebsärzten, beim Impfen mitzuwirken, sei sehr hoch, sagte Panter der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe. Das gelte auch für die Mitarbeiter. In Pilotprojekten hätten sich bis zu 70 Prozent der Mitarbeiter impfen lassen. Die Betriebsärzte starten an diesem Montag mit den Impfungen. In der ersten Woche sollen sie insgesamt 702.000 Dosen bekommen. Sie starten zunächst mit dem Präparat von Biontech/Pfizer.

    14.40 Uhr: Corona-Fall bei Lettland vor EM-Test - DFB rechnet nicht mit Absage

    Bei Gegner Lettland gibt es vor dem letzten EM-Test der deutschen Fußball-Nationalmannschaft einen Corona-Fall. Der Deutsche Fußball-Bund rechnet allerdings derzeit nicht mit einer Absage der Partie am Montagabend (20.45 Uhr/RTL). "So lange das Gesundheitsamt keine weiteren Maßnahmen einleitet, gehen wir davon aus, dass das Spiel wie geplant stattfindet", sagte ein Sprecher auf Anfrage. Der lettische Verband hat auf Twitter mitgeteilt, dass der Corona-Test eines Nationalspielers positiv ausgefallen sei. "Alle vorherigen Tests in diesem Trainingslager waren sowohl für diesen Spieler als auch für den Rest der Nationalmannschaft negativ", hieß es. "Es wurden alle notwendigen Schritte unternommen, um den Spieler vom Rest der Mannschaft zu isolieren, die engsten Kontaktperson zu identifizieren und zu isolieren, den Sachverhalt aufzuklären und Informationen zu sammeln."

    14.25 Uhr: Moderna beantragt bedingte EU-Marktzulassung für seinen Covid-19-Impfstoff für Jugendliche

    Nun hat auch der US-Hersteller Moderna bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren beantragt. Dies teilte das Unternehmen am Montag mit. Bisher darf in der EU nur das Vakzin von Biontech/Pfizer auch so jungen Menschen verabreicht werden. Moderna hat eine EU-Zulassung ab 18 Jahren. Grundlage des Antrags sei eine Phase-2/3-Studie mit dem mRNA-1273 genannten Moderna-Impfstoff bei 2500 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in den USA, teilte das Unternehmen mit. Die Wirksamkeit habe dabei bei 100 Prozent gelegen. Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil seien wie bei der Phase-3 Studie von Erwachsenen, hieß es weiter. Das Präparat werde «im Allgemeinen gut vertragen».

    13.55 Uhr: Spanien öffnet seine Grenzen für Touristen

    Mit der deutlichen Lockerung seiner Corona-Einreisebeschränkungen hat Spanien begonnen, seine Rolle als eines der wichtigsten Urlauberziele weltweit zurückzuerobern. Seit Montag können Touristen wieder deutlich einfacher ins Land kommen, auch Kreuzfahrtschiffe sind wieder willkommen. Überschattet wurde der Neustart von fortbestehenden Einschränkungen auf Seiten der wichtigen Touristen-Herkunftsländer Deutschland und Großbritannien. Grundsätzlich dürfen nun Geimpfte aus aller Welt in Spanien einreisen. Nicht-geimpfte Urlauber aus Europa müssen bei ihrer Einreise nicht mehr einen höchstens 72 Stunden alten PCR-Test vorlegen - der deutlich billigere und schnellere Antigen-Test reicht ab sofort.

    13.50 Uhr: RKI: Stiko-Empfehlung zu Kinder-Impfungen erscheint am Donnerstag

    Die zum Thema Kinder ergänzte Corona-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) soll am Donnerstag publiziert werden. Die neue Fassung werde dann im sogenannten Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI) erscheinen, sagte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage. Es wird erwartet, dass das Expertengremium mangels ausreichender Datenbasis keine generelle Impfempfehlung für alle Kinder ausspricht, sondern den Impfstoff zunächst vor allem etwa für vorerkrankte Kinder vorsieht. Ein Entwurf für den Stiko-Beschluss war am Freitag an Länder und Fachgesellschaften gegangen. Diese können noch Änderungen einbringen, bevor die Stiko den Beschluss fasst.

    13.40 Uhr: Bundesregierung wirbt für Festhalten an Corona-Schutzmaßnahmen

    Die Bundesregierung hält eine Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen über Ende Juni hinaus weiterhin für notwendig. Es lasse sich jetzt allerdings noch nicht sagen, welche konkreten Maßnahmen im August oder September ergriffen würden beziehungsweise "dann noch nötig sind", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Vorerst befinde sich das Land aber weiterhin in der Pandemie. Hintergrund ist die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Diese gilt derzeit bis Ende Juni und müsste vom Bundestag verlängert werden. Bislang war dies jeweils für drei weitere Monate erfolgt. Ein Antrag der Koalition, über den der Bundestag an diesem Donnerstag abstimmen soll, sieht eine solche Verlängerung vor. Ein Zeitraum wird in der Beschlussvorlage bislang nicht genannt. Sie würde damit bis Ende September gelten, sofern der Bundestag nicht zuvor die Aufhebung beschließt.

    13.30 Uhr: Corona-Impfungen: Fast 55 Millionen Dosen verimpft

    In Deutschland sind inzwischen 54,9 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag (Stand: 11.25 Uhr) sind 38 Millionen Menschen (45,7 Prozent) mindestens einmal geimpft worden, 17,7 Millionen Menschen (21,3 Prozent) sind vollständig geimpft. Am Sonntag wurden laut RKI 273.355 Dosen gespritzt. Impfwillige können sich ab diesem Montag unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste in Deutschland gegen Corona impfen lassen. Gleichzeitig steigen Tausende Betriebsärztinnen und -ärzte in die Impfungen ein. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb auf Twitter: "Ab heute impfen die Betriebsärzte flächendeckend mit - das hilft, manchen Unentschlossenen besser zu erreichen."

    13.20 Uhr: Kinderärzte: Stehen für Impfwillige ab 12 Jahren bereit

    Viele Kinderärzte stehen für die seit Montag auch für Heranwachsende ab 12 Jahren mögliche Schutzimpfung gegen das Coronavirus bereit. Die niedergelassenen Kinderärzte immunisierten bereits seit Wochen junge Patienten ab 16 Jahren, primär die besonders gefährdeten Jugendlichen mit Vorerkrankungen, schilderte eine Sprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Da die Ständige Impfkommission (Stiko) für die Gruppe ab 12 Jahren bisher keine generelle Impfempfehlung gegeben habe, sei der individuelle Beratungsbedarf in den Praxen groß. Zudem fehle Impfstoff.

    13.15 Uhr: Schiffbau-Zulieferer lassen Corona-Tal hinter sich

    Die deutschen Zulieferer für die Schiffbau- und Offshore-Industrie rechnen nach dem Corona-Rezessionsjahr 2020 mit einer spürbaren Erholung. Auch wenn in Teilen der Branche die Auslastung noch nicht ausreichend sei, «geben doch die steigenden Bestellungen für neue Schiffe mehr als Hoffnung für 2021 und 2022», sagte der Vorsitzende der entsprechenden Arbeitsgemeinschaft (AG) im Maschinenbauverband VDMA, Martin Johannsmann, am Montag in Hamburg. Impulse verzeichnet die Industrie demnach vor allem aus den großen Schiffbaunationen in Asien, allen voran China. Zudem kämen vermehrt Aufträge im Zusammenhang mit dem weltweiten Ausbau der Offshore-Windenergie.

    13.05 Uhr: Indien lockert Corona-Lockdowns in Großstädten

    Im von der Corona-Pandemie besonders hart getroffenen Indien haben mehrere Großstädte nach einem wochenlangen Lockdown erste Lockerungen eingeleitet. In der Hauptstadt Neu-Delhi etwa dürfen angesichts eines Rückgangs der Neuinfektionen seit Montag im täglichen Wechsel jeweils die Hälfte der Geschäfte wieder öffnen. Die U-Bahn nahm den Betrieb mit zunächst 50 Prozent Kapazität wieder auf. Büros dürfen ebenfalls zur Hälfte wieder besetzt sein. Einige zur Eindämmung des Virus verhängte Maßnahmen blieben aber in Kraft. So darf weiterhin nicht in Restaurants gegessen werden und auch Theater oder Fitnessstudios bleiben geschlossen. In der Finanzmetropole Mumbai dürfen Sportstudios, Schönheits- und Wellness-Salons dagegen wieder öffnen, Kinos und große Einkaufszentren bleiben aber geschlossen.

    12.50 Uhr: Kliniken im Allgäu melden weniger Covid-19-Behandelte auf Station

    In den Allgäuer Krankenhäusern entspannt sich die Covid-19-Lage zunehmend: Wie der Klinikverbund mitteilte, werden dort insgesamt derzeit 17 Patientinnen und Patienten mit Covid-19 behandelt, sechs davon liegen auf der Intensivstation. Die meisten Infektionsfälle innerhalb des Verbunds behandelt derzeit die Klinik in Mindelheim (8 Fälle), dort ist in der vergangenen Woche ein Patient im Zusammenhang mit dem Virus verstorben. Auch am Klinikum in Memmingen geht die Zahl der behandelten Fälle zurück: Derzeit behandelt das Lehrkrankenhaus neun Corona-Fälle, davon drei auf der Intensivstation.

    12.30 Uhr: Kombination von Corona-Impfstoffen verbessert Immunreaktion deutlich

    Eine Kombination der Corona-Impfstoffe von Astrazeneca und Biontech/Pfizer erhöht nach vorläufigen Erkenntnissen von Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes die Immunantwort des Körpers deutlich. Wie die Universität am Montag in Saarbrücken mitteilte, untersuchten die Forscher die Abwehrreaktionen von 250 Menschen in verschiedenen Testgruppen. Von diesen erhielt ein Teil beide Impfungen mit nur einem Wirkstoff. Bei anderen wurde hingegen erst Astrazeneca, dann Biontech/Pfizer verimpft. Zweifache Biontech/Pfizer-Impfungen oder kombinierte Impfungen mit den Präparaten von Astrazeneca und Biontech/Pfizer zeigten "wesentlich höhere" Wirksamkeiten als doppelte Immunisierungen mit Astrazeneca, wie die Universität mitteilte. Die Ergebnisse der Studie waren demnach allerdings noch nicht wissenschaftlich publiziert und daher zunächst lediglich als vorläufig anzusehen.

    12.20 Uhr: Bis Mitte Juli 80 Prozent der Erwachsenen geimpft

    Bis Mitte Juli werden nach Schätzungen des Bundesgesundheitsministeriums 80 Prozent der Erwachsenen in Deutschland geimpft sein. Ein Ministeriumssprecher verweist in Berlin mit Blick auf das Ende der Priorisierung aber darauf, dass anfangs nicht ausreichend Impfstoff für alle vorhanden sein werde. Ab sofort können sich alle Personen ab zwölf Jahren um einen Impftermin bemühen.

    12.10 Uhr: 130.000 neue Corona-Impftermine in Berlin

    Berlin will mit Aufhebung der Impfpriorisierung an diesem Montag rund 130 000 zusätzliche Corona-Erstimpfungstermine freischalten. Tatsächlich konnten am Montag über die Telefon-Hotline Impftermine für Anfang Juli gebucht werden. Trotz deutlich gesunkener Corona-Ansteckungszahlen lehnt Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) weitere umfassende Lockerungen der Corona-Regeln in der nächsten Zeit ab, etwa bei der Abstands- und Maskenpflicht in vielen Bereichen. Zuerst müsse man sehen, wie sich die aktuellen Lockerungen auswirkten. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag bei 26,5. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen neu mit dem Coronavirus infiziert haben. Rund 45 Prozent der Berliner sind inzwischen einmal geimpft worden, etwas mehr als 20 Prozent haben den vollen Impfschutz.

    11.55 Uhr: Erstmals seit elf Monaten keine Neuinfektionen auf Malta

    Auf Malta gibt es erstmals seit elf Monaten keine nachgewiesenen Neuinfektionen. Das teilt Gesundheitsminister Chris Fearne per Twitter mit und ruft zugleich zu Vorsicht auf: "Es ist wichtig, dass wir Disziplin und Verantwortungsbewusstsein bewahren", mahnt er. Zuletzt waren in dem EU-Land am 25. Juli keine neuen Corona-Fälle registriert worden. Auf der Mittelmeerinsel ist mehr als die Hälfte der Erwachsenen vollständig geimpft, drei Viertel haben mindestens eine erste Dosis erhalten.

    11.40 Uhr: Bayerische Gemeinden fordern Corona-Rettungsschirm

    Bayerische Städte und Gemeinden fordern von Bund und Freistaat einen Corona-Rettungsschirm für die Jahre 2021 und 2022. Um das Land aus der Pandemie zu führen, brauchten die Kommunen mehr finanzielle Mittel, teilte Gemeindetagspräsident Uwe Brandl am Montag in München mit. Die Corona-Pandemie werde "noch für eine lange Zeit" tiefe Löcher in die Gemeindehaushalte reißen. Gemeinden und Städte hätten das Corona-Jahr 2020 finanziell relativ gut überstanden, weil Bund und Freistaat die Gewerbesteuerausfälle großzügig kompensiert hätten, so Brandl. Mit dieser einmaligen Aktion sei das Problem aber nicht beseitigt. Der prognostizierte Anstieg der Steuereinnahmen 2021 werde "nicht ansatzweise ausreichen, um das Niveau des Jahres 2019 wieder zu erreichen".

    11.25 Uhr: Spanien nun offen für Geimpfte und Kreuzfahrtschiffe

    Spanien erleichtert die Einreise von Touristen im Zuge der positiven Entwicklung der Corona-Lage immer mehr. Seit Montag dürfen internationale Kreuzfahrtschiffe nach knapp einjähriger Zwangspause wieder in spanischen Häfen anlegen. Und vollständig geimpfte Besucher aus aller Welt dürfen erstmals ohne Corona-Beschränkungen ins Land. Für nicht Geimpfte herrscht eine Testpflicht - seit Montag sind aber auch Antigentests zugelassen. Lediglich Besucher aus Brasilien, Indien und Südafrika dürfen weiterhin nicht zu touristischen Zwecken in Spanien einreisen. Der Tourismus ist für die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone immens wichtig. Der Sektor hatte 2019 einen Anteil von mehr als zwölf Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Im vergangenen Jahr brach die Zahl der ausländischen Besucher wegen der Corona-Beschränkungen um gut 77 Prozent ein, von 83,5 Millionen auf weniger als 19 Millionen. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres wurde eine ähnlich schlechte Entwicklung registriert.

    10.55 Uhr: Chinesischen Metropole Guangzhou verhängt wegen Corona Reise- und Ausgangssperren

    Die Menschen im chinesischen Guangzhou dürfen ihre Stadt seit Montag nur noch mit einem negativen Corona-Test verlassen. Selbst das sei nur in absoluten Ausnahmefällen gestattet, teilte die Stadtregierung mit. Auch Reisen aus der umliegenden Provinz Guangdong seien nur für Personen gestattet, die vor höchstens 48 Stunden negativ getestet worden sind. In mindestens zwei Bezirken der 18-Millionen-Metropole galt eine völlige Ausgangssperre. In Guangzhou geht die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus um. Diese ist ansteckender als frühere Mutationen, weil Infizierte eine höhere Virenlast haben und sich Krankheitssymptome erst spät zeigen. Zuletzt wurden in Guangzhou vier Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Insgesamt gab es seit dem 21. Mai mehr als 100.

    10.35 Uhr: Warnungen vor Aufhebung der englischen Corona-Maßnahmen nehmen zu

    Zwei Wochen vor der geplanten Aufhebung aller Corona-Maßnahmen in England nehmen die Warnungen von Wissenschaftlern zu. «Ganz zurück zur Normalität zurückkehren, ist sicher nicht im allgemeinen Interesse», sagte der Immunologe Ravindra Gupta von der Universität Cambridge am Montag der BBC. Er sprach sich "für ein paar Wochen eher als ein paar Monate" aus, um die die verbliebenen Restriktionen verlängert werden sollten. Die britische Regierung plant bisher, am 21. Juni alle Maßnahmen aufzuheben. Dann sollen auch Abstandsregeln und Maskenpflicht fallen. Wegen der Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante erwägt Premierminister Boris Johnson, die Lockerungen auszusetzen. Am 14. Juni soll eine Entscheidung verkündet werden. Gastronomie, Wirtschaft und konservative Politiker drängen darauf, den Plan einzuhalten.

    10.20 Uhr: Milliarden für durch Corona benachteiligte Kinder und Jugendliche

    Mit dem "Aktionsprogramm Aufholen nach Corona" reagiert die Bundesregierung auf die Lernrückstände von Schülerinnen und Schülern - auch wegen des Ausfalls von Präsenzunterricht. Zwei Milliarden Euro stehen dafür bis Ende 2022 bereit. Das Programm ruht auf vier Säulen: Dem Abbau von Lernrückständen, den Maßnahmen zur Förderung der frühkindlichen Bildung, der Unterstützung für Ferienfreizeiten und außerschulische Angebote und der Unterstützung für Kinder und Jugendliche im Alltag und in der Schule. Eine Milliarde Euro teilen sich die Länder, aufgeteilt nach dem Königsteiner Schlüssel. Das Geld bekommen sie durch einen höheren Anteil aus der Umsatzsteuer.

    Gefördert werden sollen schulische Nachhilfe, Sommercamps und Lernwerkstätten. Weitere Hilfen gibt es für den Ausbau des Programmes "Sprachkitas". Gefördert wird auch die Bundesstiftung Frühe Hilfen. Kinder und Jugendliche sollen mehr Angebote zur Ferien- und Freizeitgestaltung wahrnehmen können - auch dafür fließt Geld aus dem Nachholpaket. Außerdem bekommen Familien Erholungsangebote, um Kraft tanken zu können. Insgesamt stehen dafür 530 Millionen Euro zur Verfügung.

    09.50 Uhr: Astrazeneca-Deal zu Covid-Tests treibt NetScientific

    Eine Vereinbarung zum weltweiten Vertrieb des Corona-Tests von AstraZeneca beschert NetScientific einen Kurssprung. Die Aktien der Medizintechnikfirma steigen in London um 25 Prozent auf 94 Pence. Den Angaben zufolge erhält die Pharmafirma für den Blut-Antikörpertest im Gegenzug eine Umsatzbeteiligung in nicht genannter Höhe.

    09.45 Uhr: Deutscher Gruppengegner Portugal muss vorerst in Quarantäne

    Nach dem positiven Corona-Befund bei Spaniens Nationalmannschaftskapitän Sergio Busquets muss sich einem Bericht der "As" zufolge auch die portugiesische Auswahl vorerst in Quarantäne begeben. Die Dauer soll dem spanischen Sportblatt zufolge bis zu zwölf Tage betragen. Eine offizielle Bestätigung vonseiten des portugiesischen Fußballverbandes oder der UEFA gab es dafür am Montag zunächst nicht. Titelverteidiger Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo hatte am Freitag vergangener Woche ein Testspiel in Madrid gegen die Spanier bestritten (0:0). Busquets war nach gut einer Stunde ausgewechselt worden. Bei der EM-Endrunde steht für die Portugiesen die erste Partie am Dienstag kommender Woche an. Gegner wird in Budapest Ungarn sein. Am darauffolgenden Samstag muss der Europameister von 2016 in München gegen die deutsche Nationalmannschaft spielen. Die Spanier bestreiten ihren EM-Auftakt am kommenden Montag gegen Schweden.

    09.10 Uhr: Handel erwartet mehr Konsum - aber keinen sprunghaften Anstieg

    Dank sinkender Infektionszahlen und erster Lockerungen der Corona-Maßnahmen hellt sich die Verbraucherstimmung im Juni weiter auf, wie der vierte Anstieg des Konsumbarometers des Handelsverbands HDE zeigt. Grund seien allein die verbesserten Konjunkturerwartungen der Verbraucher, die angesichts von Öffnungsschritten und der voranschreitenden Impfkampagne optimistisch gestimmt seien. "Aufgrund des Lockdowns in Handel, Gastronomie und Tourismus traf der Konsumwille der Verbraucher in den vergangenen Monaten auf einen Mangel an Konsummöglichkeiten", erklärte der HDE. Inzwischen seien in vielen Regionen Geschäfte und Restaurants unter Hygieneauflagen geöffnet, doch die Verbraucher zeigten sich zurückhaltend. "Doch im Zuge weiterer Öffnungsschritte ist von einer Zunahme des privaten Konsums auszugehen - mit einem sprunghaften Konsumanstieg ist allerdings nicht zu rechnen."

    8.50 Uhr: Chinas Außenhandel legt im Mai weiter zu

    Chinas Außenhandel hat im Mai weiter an Fahrt gewonnen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Exporte um 27,9 Prozent, wie die Zollbehörde am Montag in Peking mitteilte. Noch deutlicher legten die Importe in die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zu: Sie wuchsen um 51,1 Prozent - das ist der höchste Wert seit Januar 2011. Chinas Wirtschaft kommt für die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Corona-Pandemie eine besondere Rolle zu; auch für viele deutsche Firmen sind Unternehmen in der Volksrepublik ein bedeutender Handelspartner. Trotz des deutlichen Zuwachses blieben die Exportentwicklungen im Mai allerdings leicht hinter den Erwartungen zurück. Von der Finanznachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten hatten bei den Ausfuhren mit 32 Prozent Zuwachs gerechnet.

    08.20 Uhr: Deutsche Industrie mit unerwartetem Auftragsminus

    Die deutsche Industrie hat im April wegen der schwächelnden Nachfrage aus dem Inland überraschend weniger Aufträge an Land gezogen als im Vormonat. Die Bestellungen sanken seit März um 0,2 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet, nachdem es zuvor drei Anstiege in Folge gegeben hatte. Dabei wuchsen die Aufträge im Vormonat März mit revidiert 3,9 Prozent deutlich stärker als zunächst mit 3,0 Prozent gemeldet. Gemessen am Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie, liegen die Bestellungen nun um 9,9 Prozent höher. Verglichen mit April 2020 - dem ersten vollen Lockdown-Monat - schnellten sie sogar um 78,9 Prozent nach oben.

    7.55 Uhr: Weniger Kurzarbeiter im Mai - Hoher Anteil im Gastgewerbe

    Die Zahl der Kurzarbeiter ist einer Erhebung des Ifo-Instituts zufolge im Mai gesunken. Sie ging von 2,5 auf 2,3 Millionen zurück, wie die Münchner Forscher am Montag auf Basis ihrer Konjunkturumfrage und Daten der Bundesagentur für Arbeit ermittelten. Das entspreche noch 6,8 Prozent der abhängig Beschäftigten. Der Rückgang der Kurzarbeit, die wegen der Corona-Krise stark in Anspruch genommen wurde, war demnach in nahezu allen Branchen zu sehen. "Sehr hoch, bei 46,1 Prozent oder 489.000 der Beschäftigten, lag die Zahl der Kurzarbeiter weiterhin im Gastgewerbe", sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Im Einzelhandel sank die Zahl von 235.000 auf 227.000. Das sind noch 9,3 Prozent. Die Lockerungeren der Corona-Beschränkungen dürfte im Juni auch hier zu einem merklichen Rückgang führen.

    07.30 Uhr: Betriebsärzte-Verband: Große Nachfrage in Firmen nach Impfungen

    In den Unternehmen gibt es aus Sicht der Betriebsärzte ein großes Interesse an Corona-Schutzimpfungen. "Wir sind zunächst mal froh, dass es jetzt endlich losgeht, weil die Nachfrage aus den Betrieben ist groß. Daher freuen wir uns", sagte der Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Wolfgang Panter, am Montag im Bayerischen Rundfunk. Allerdings sei die Zahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen noch "überschaubar klein". Die Betriebsärzte starten an diesem Montag mit den Impfungen, laut Panter haben rund 6.300 Kollegen Impfstoff angefordert. In der ersten Woche sollen sie insgesamt 702.000 Dosen bekommen. Sie starten zunächst mit dem Präparat von Biontech/Pfizer. Panter riet, in den Betrieben wegen der geringen Mengen zunächst die am stärksten gefährdeten Kollegen zu impfen.

    06.55 Uhr: Bayern lockert Corona-Einschränkungen zum Ende der Pfingstferien

    Nach einem halben Jahr mit vielen Corona-Beschränkungen kehrt Bayern immer mehr zur Normalität zurück. Bei stabilen Inzidenzwerten unter 100 gilt: Privat können sich zehn Menschen aus drei Haushalten treffen - plus Geimpfte und Genesene. Geburtstage, Hochzeiten oder Vereinssitzungen sind unter freiem Himmel mit 50 Menschen erlaubt, in geschlossenen Räumen die Hälfte. Teilnehmer müssen einen negativen Test vorzeigen. In den Schulen soll es vom 21. Juni an wieder einen fast normalen Präsenzunterricht geben. Gleiches gilt für Kindertagesstätten. Schüler müssen weiter Masken tragen und zweimal pro Woche einen Corona-Selbsttest machen. Hochschulen dürfen wieder Präsenzveranstaltungen anbieten, mit den gleichen Regeln wie für Schüler. Gastwirte dürfen wieder drinnen und bis 24.00 Uhr bedienen. Im Handel gehen die Türen wieder auf, Testpflicht und Voranmeldung zum Einkaufen fallen weg. Allerdings darf jedes Geschäft nur einen Kunden pro zehn Quadratmetern Fläche hereinlassen. Händler auf Wochenmärkten dürfen wieder alles verkaufen. Alle Sportarten im Freien wie in der Halle sind mit Test wieder möglich. Freizeitparks, Saunabetriebe und Bäder darf man mit Test besuchen. Im Freien entfällt die Maskenpflicht. Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel dürfen 500 Zuschauer haben.

    06.20 Uhr: Kinder- und Jugendbücher profitieren von Corona-Krise

    Im Corona-Jahr 2020 haben die meisten Bereiche des Buchmarktes rückläufige Umsätze verzeichnet - doch an Kinder- und Jugendbüchern ging die Flaute vorbei. Sie verzeichneten nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verglichen mit 2019 ein Umsatzplus von 4,7 Prozent. Hingegen gingen Belletristik sowie Bücher zu den Themen Geisteswissenschaften, Kunst und Musik um 1,6 beziehungsweise 0,3 Prozent zurück. Größter Verlierer waren Reisebücher mit einem Einbruch von 26,1 Prozent. Neben Kinder - und Jugendbüchern waren dem Börsenverein zufolge Kochbücher Gewinner der Krise mit einem Plus von 7,6 Prozent. Insgesamt schloss der Buchmarkt 2020 mit einem um 2,3 Prozent rückläufigen Umsatz ab.

    06.05 Uhr: Chinas Außenhandel setzt Erholung nach Corona-Einbruch fort

    Chinas Außenhandel hat im Mai erneut zugelegt. Wie die Pekinger Zollbehörde am Montag mitteilte, stiegen die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft im Vergleich zum Mai des Vorjahres um 27,9 Prozent auf 263,9 Milliarden US-Dollar (etwa 216,9 Milliarden Euro). Die Importe machten einen Sprung um 51,1 Prozent auf 218,4 Milliarden Dollar. Die außergewöhnlich hohen Zuwächse im Vorjahresvergleich erklären sich zum Teil  damit, dass der Welthandel wegen der Corona-Pandemie damals stark eingebrochen war. Zwar geht es nun bereits seit Monaten für den Außenhandel weiter bergauf, jedoch hatten Analysten für den Mai im Durchschnitt mit einer noch stärkeren Erholung gerechnet. China, das die Corona-Krise schon lange überwunden hat, war mit einem Rekordwachstum ins neue Jahr gestartet. Die Wirtschaft wuchs in den ersten drei Monaten um 18,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres.

    05.40 Uhr: RKI meldet 1.117 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 24,3

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1.117 neue Positiv-Tests. Das sind 861 weniger als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 24,3 von 24,7 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 22 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 89.244. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus. Die Montagswerte sind meist weniger aussagekräftig als die an anderen Wochentagen, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten an das RKI übermitteln und weniger getestet wird.

    04.00 Uhr: Aufhebung der Priorisierung - Städte und Gemeinden befürchten "Enttäuschung und Frust"

    Die deutschen Städte und Gemeinden erwarten nach dem Fall der Impfpriorisierung am Montag "Enttäuschung und Frust" in der Bevölkerung. "Enttäuschung und Frust sind dabei vorprogrammiert, da nicht sofort ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht", sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der Zeitung "Rheinische Post" (Montagausgabe). Dies werde sich noch verschärfen, da bis Mitte Juni 2021, eventuell sogar bis Ende Juni, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen keine Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren zur Verfügung stünden. Dennoch sei die Aufhebung der Priorisierung richtig gewesen, nicht zuletzt im Hinblick auf die mit der Vergabe von Impfterminen verbundene Bürokratie. Mittelfristig werde die stärkere Einbindung der Haus- und Betriebsärzte das Impftempo beschleunigen, wenn auch die Menge der Impfstofflieferungen weiter zunehme.

    03.45 Uhr: Patientenschützer gegen Aufhebung der Impfpriorisierung

    Patientenschützer kritisieren die Aufhebung der Impfpriorisierung. "Die vom Bundesgesundheitsminister angekündigten 80 Millionen Impfdosen des zweiten Quartals werden reine Illusion bleiben. Daher haben am 7. Juni zig Millionen Kranke und Menschen in gefährdeten Berufsgruppen immer noch kein Impfangebot erhalten", sagt Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der Zeitung "Rheinische Post". Er wirft der Politik vor, sich mit der Aufhebung der Priorisierung aus der Verantwortung zu stehlen. So würden der Impfneid und Streit in die Gesellschaft getragen. Auch die Betriebsärzte schon jetzt zuzuschalten, werde den Konflikt vergrößern. Es mangele nicht an Impfstellen, sondern an Impfstoff. Für die Patienten sei das ein verheerendes Zeichen, wenn ihre Hausärzte für sie nur zehn Impfdosen pro Woche vorhalten könnten, aber "im Gewerbegebiet nebenan die Betriebe gleich mit Tausenden Ampullen" versorgt würden.

    01.00 Uhr: Hausärzte dämpfen Erwartung an das Ende der Priorisierung

    Die deutschen Hausärzte warnen vor zu hohen Erwartungen an das Ende der Impfpriorisierung an diesem Montag. Für viele werde der 7. Juni ein Tag wie viele andere seit Beginn der Impfkampagne sein, sagt Ulrich Weigelt, Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Montagausgaben) laut Vorabbericht. Die Impfstoff-Lieferungen sei "noch immer zu knapp für die hohe Nachfrage" und es "wird auch weiterhin zu unzuverlässig geliefert". Gleichzeitig werde mit der Aufhebung der Priorisierung und der Ankündigung der Kinder- und Jugendimpfungen die Nachfrage noch zunehmen.

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