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Corona-Ticker
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Symbolbild: Impfung einer jungen Frau

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    Corona-Ticker: Geringe Impfbereitschaft Jüngerer in der Kritik

    Patientenschützer werfen den jüngeren Generationen eine mangelnde Impfbereitschaft vor. Der mittlerweile ausreichend verfügbare Impfstoff werde gerade von jüngeren Menschen nicht abgerufen, so die Stiftung Patientenschutz. Alle News im Corona-Ticker.

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    • BR24 Redaktion

    Die wichtigsten Corona-News des Tages:

    14.00 Uhr: Impfquote von 50 Prozent rückt näher

    In den nächsten Tagen dürfte Deutschland bei der Corona-Impfquote die Marke von 50 Prozent überschreiten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind inzwischen 49,1 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft . Das entspricht 40,82 Millionen Menschen. Mindestens eine Impfdosis haben dem RKI zufolge 60,8 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 50,54 Millionen Menschen verabreicht bekommen. Allein am Freitag wurden 517.470 Dosen gespritzt.

    12.15 Uhr: Britische Regierung lockert Quarantäne-Regeln für weitere Berufe

    Wegen massiver Personalausfälle in vielen Bereichen hat die britische Regierung die Corona-Quarantäne-Regeln für weitere Berufsgruppen gelockert. So dürfen in England auch Zugführer, Grenzbeamte oder Feuerwehrleute, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten, sich nun täglich testen, statt in Quarantäne zu gehen. Dies gab die Regierung am Samstag bekannt. Zunächst hatten diese Sonderregeln nur für Beschäftigte des Gesundheitsdienstes und später auch für Beschäftigte der Lebensmittelversorgung gegolten. Weil in Großbritannien derzeit so viele mit dem Coronavirus infiziert sind und noch deutlich mehr Menschen mit diesen in Kontakt gekommen sind, hapert es an vielen Stellen des öffentlichen Lebens: Züge fallen aus, Supermarktregale bleiben zeitweise leer und Mülltonnen werden nicht geleert. Millionen Briten müssen sich zu Hause isolieren. Mitte August sollen die Quarantäne-Regeln in England für alle vollständig Geimpften gelockert werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Vereinigten Königreich zuletzt bei 497 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

    11.40 Uhr: Russische Behörden - Zahl der Neuinfektionen sinkt leicht

    In Russland steigt die Zahl der Corona-Toten mit hohem Tempo. Die Behörden melden 799 neue Todesfälle binnen 24 Stunden, die Zahl der Neuinfektionen habe um knapp 24.000 zugelegt. Das sind allerdings rund fünf Prozent weniger als vor einer Woche. In der Hauptstadt Moskau sei die Zahl gar um rund ein Viertel auf 3.376 gesunken. Der Moskauer Bürgermeister war am Freitag mit den Worten zitiert worden, die Behörden hofften, dass der Höhepunkt in Moskau damit überschritten sei.

    11.15 Uhr: Uneinigkeit über Coronafall: Bochums Testspiel gegen Turin abgesagt

    Das für Samstag angesetzte Testspiel des VfL Bochum gegen den italienischen Klub FC Turin findet nicht statt. Wie der VfL mitteilte, begründet Turin die Absage mit einem Corona-Fall im Lager des Fußball-Bundesligisten und bezieht sich damit mutmaßlich auf Herbert Bockhorn, der am Freitag positiv getestet wurde. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der 26-Jährige aber bereits wieder in Bochum und nicht mehr im Trainingslager in Südtirol. Daher sei die von Turin kommunizierte Darstellung «falsch», teilte der VfL mit: "Sämtliche Tests, die bei Mannschaft und Staff engmaschig durchgeführt wurden, waren und sind allesamt negativ ausgefallen." Daher "gab und gibt es von Seiten der Gesundheitsbehörden keine Anordnung, den Trainings- und Spielbetrieb einzuschränken oder zu unterbrechen". Statt nun um 17.00 Uhr gegen Turin zu testen, wird Bochum ein normales Training absolvieren.

    11.05 Uhr: Krankenhäuser im Libanon nicht für weitere Corona-Welle gewappnet

    Wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise im Libanon ist das Gesundheitssystem nach Angaben eines führenden Mediziners kaum für eine weitere Ansteckungswelle mit dem Coronavirus gewappnet. "Alle Krankenhäuser (...) sind jetzt noch weniger vorbereitet als während der Welle zu Beginn des Jahres", warnte der Leiter des größten öffentlichen Krankenhauses des Landes, Firass Abiad, am Freitag. Es mangele mehr denn je an medizinischem Personal, die Medikamente würden knapp und es gebe ständig Stromausfälle. Nachdem die Zahl der Covid-19-Fälle im Frühjahr gesunken war, steigt sie nun wieder an. Derzeit kommen viele Libanesen für den Sommer aus dem Ausland nach Hause und treffen Freunde und Familie. Allein am Donnerstag wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 98 Menschen bei der Ankunft am Beiruter Flughafen positiv getestet.

    10.50 Uhr: 220 Corona-Neuinfektionen in Bayern - zwei Regionen mit Inzidenz 0

    In Bayern steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter - und nur noch in zwei Regionen haben sich in den vergangenen sieben Tagen keine Menschen mit dem Erreger der Krankheit Covid-19 angesteckt. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag für die Stadt Straubing und den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz keine Neuinfizierten für diesen Zeitraum. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag im Landkreis Berchtesgadener Land mit 37,8 bayernweit am höchsten. Dahinter folgen die Stadt Bamberg mit einem Wert von 33,6 und der Landkreis Dillingen an der Donau mit 30,0. Insgesamt meldeten die Gesundheitsämter in Bayern dem RKI binnen eines Tages 220 Corona-Neuinfektionen und 2 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Erreger. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 3.13 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Bayernweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen mittlerweile bei 12,2, im Bundesdurchschnitt bei 13,6.

    10.35 Uhr: Trump-Wähler zögern weiter bei der Corona-Impfung

    Monatelang gingen in den USA die Corona-Infektionszahlen zurück. Seit Anfang Juli steigen sie wieder. Nach offiziellen Angaben sind die allermeisten Covid-19-Patienten, die zurzeit im Krankenhaus landen, nicht gegen das Virus geimpft. Die Direktorin der Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention, Rochelle Walensky, warnt vor einer „Pandemie bei den Nicht-Geimpften“. Die USA seien an einem „entscheidenden Punkt“ angelangt, sagte Walensky am Donnerstag.Anthony Fauci, der Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden, sprach von einem möglicherweise zweigeteilten Amerika. Impfskepsis und Verweigerung spiegeln die politische Landschaft: Die Ungeimpften sind offenbar überproportional Anhänger der Republikanischen Partei und weiße Evangelikale - Menschen aus Bevölkerungsschichten, die mehrheitlich Donald Trump gewählt haben. Die ländliche Bevölkerung hat niedrigere Impfraten als die städtische.Nach Angaben der Gesundheits-Forschungsstiftung Kaiser Family Foundation waren in Landkreisen mit einer Mehrheit für Biden Anfang Juli 46,7 Prozent vollständig geimpft, in Trump-Landkreisen nur 35 Prozent.

    10.20 Uhr: Olympiateilnehmer Geschke in Tokio im Quarantäne-Hotel

    Nach seinem positiven Corona-Test ist der deutsche Radprofi Simon Geschke in ein Quarantäne-Hotel in Tokio eingezogen. Wie Bernd Wolfarth, Chefmediziner des deutschen Olympia-Teams, am Samstag mitteilte, muss der 35-jährige gebürtige Berliner nach den geltenden Regeln dort bis zu zehn Tage bleiben. Sein Zimmerkollege im Außenquartier nahe der Strecke am Mount Fuji, Emanuel Buchmann, war negativ getestet worden und konnte am Samstag am olympischen Rennen über 234 Kilometer teilnehmen. Er muss sich als enge Kontaktperson von Geschke danach in eine zehntägige Selbstisolation im Hotelzimmer begeben und darf nur dort das Essen einnehmen. Allerdings kann Buchmann das Hotel zum Training und im Falle eines weiteren Olympia-Starts verlassen.

    10.05 Uhr: Hanoi wegen Anstiegs der Coronavirus-Fälle im Lockdown

    Die vietnamesische Hauptstadt Hanoi geht wegen eines Anstiegs der Coronavirus-Fälle in einen 15-tägigen Lockdown. Nach der am Freitagabend veröffentlichten Anordnug dürfen sich in der Öffentlichkeit nicht mehr als zwei Personen treffen. Nur Behörden, Krankenhäuser und systemrelevante Geschäfte dürfen öffnen. Bereits vor einigen Tagen waren alle Aktivitäten im Freien verboten worden. Am Freitag registrierte Hanoi 70 Neuinfektionen, landesweit wurde die bislang höchste Zahl mit 7.295 Fällen festgestellt. Fast 5.000 davon waren in der größten Metropole, Ho-Chi-Minh-Stadt. Die ist auch bis zum 1. August im Lockdown. In der jüngsten Covid-Welle seit April hat Vietnam 83.000 Infektionen und 335 Tote verzeichnet.

    09.50 Uhr: IOC warnt olympische Athleten bei weiteren Hygieneverstößen

    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat bei weiteren «eklatanten» Hygieneverstößen von Athleten und Funktionären bei den Olympischen Spiele in Tokio vor Maßnahmen gewarnt. Bei der Eröffnungsfeier am Freitagabend waren mehrere Athleten aus Kirgisistan und Tadschikistan aufgefallen, die keine Maske trugen. Auch bei den zwei pakistanischen Fahnenträgern fehlte der Mund-Nasen-Schutz. Im Playbook des IOC heißt es, dass Athleten jederzeit eine Maske zu tragen haben, außer beim "Training, Essen, Trinken oder während der Interviews". Christophe Dubi, IOC-Exekutivdirektor für die Spiele in Tokio, nannte in Bezug auf die Verstöße keine Nationen oder Athleten namentlich und ließ offen, ob bereits disziplinarische Maßnahmen eingeleitet werden. Sollten weitere schwere Regelverstöße vorliegen, werde das IOC laut Dubi aber umgehend handeln. «Wenn es eklatante und unhaltbare Regelverstöße gibt, werden wir definitiv Maßnahmen ergreifen. Aber es ist wichtig, dass wir dieses Thema immer wieder ansprechen, damit die Masken getragen werden», sagte Dubi.

    09.35 Uhr: Karliczek: Erwachsene sollen sich aus Solidarität zu Kindern impfen

    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fordert Erwachsene auf, sich gegen Corona impfen zu lassen - auch aus Solidarität gegenüber Kindern und Jugendlichen. "Gerade jetzt, wo die Infektionszahlen wieder ansteigen, sollten sich möglichst alle Erwachsenen mit den Kindern und Jugendlichen solidarisch zeigen, indem nicht geimpfte Personen die Impfangebote wahrnehmen", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Solidarität der Erwachsenen wäre ein ganz wichtiger Beitrag, um nach den Sommerferien einen regulären Schulbetrieb zu ermöglichen. Je weniger das Virus unter den Erwachsenen zirkuliert, desto weniger kann es auch für die Jüngeren zu einer Gefahr werden. Auch Kinder und Jugendliche können schwer erkranken, und wir wissen auch noch zu wenig über Long Covid bei Kindern und Jugendlichen."

    09.15 Uhr: Patientenschützer bemängeln geringe Impfbereitschaft Jüngerer

    Patientenschützer werfen den jüngeren Generationen in Deutschland eine mangelnde Impfbereitschaft vor. "Obwohl mittlerweile Impfstoff für täglich zwei Millionen Menschen bereitsteht, werden nur 500.000 Dosen abgerufen, denn der Impffortschritt dümpelt in der jungen und mittleren Generation nur so vor sich hin", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Es ist also allerhöchste Zeit, dass jetzt auch die Jüngeren ihre Impfsolidarität in der Pandemie unter Beweis stellen", fügte er hinzu. Immer wieder sei beklagt worden, die Jungen müssten zugunsten Älterer auf ihre Freiheit verzichten. Dass die Impfbereitschaft bei ihnen nun so gering sei, zeige, "dass an dem Vorwurf nichts dran war", sagte Brysch der Zeitung. Die über 60-Jährigen hingegen würden "mit erwartbarer fast 90-prozentiger vollständiger Impfquote ihren Teil zur Pandemiebekämpfung beitragen". Schon jetzt hätten 85 Prozent dieser Altersgruppe das Impfangebot angenommen.

    9.00 Uhr: Zusammenstöße mit Polizei bei Protesten gegen Corona-Lockdown in Sydney

    Bei Protesten gegen den seit rund einem Monat geltenden Corona-Lockdown in Sydney ist es zu Zusammenstößen von Demonstranten mit der Polizei gekommen. Protestierende in der bevölkerungsreichsten Stadt Australiens bewarfen die Sicherheitskräfte am Samstag mit Flaschen und Blumentöpfen, wie AFP-Reporter berichteten. Laut Polizei gab es zahlreiche Festnahmen. Im ganzen Land steigt der Unmut wegen der Gesundheitspolitik der Behörden. Auch in Melbourne, der zweitgrößten Stadt des Landes, gingen Lokalmedien zufolge Tausende Menschen auf die Straße. Angesichts der weiter steigenden Corona-Infektionen riefen die Behörden des Bundesstaats New South Wales, dessen Hauptstadt Sydney ist, am Freitag den Notstand aus.

    08.45 Uhr: Rio erwartet Dominanz von Delta-Variante

    Nach den ersten Todesfällen durch die Delta-Variante des Coronavirus hat die Stadtverwaltung von Rio de Janeiro vor deren weiteren Ausbreitung gewarnt. «Es wird erwartet, dass die Delta-Variante in der Stadt bald vorherrschend sein wird», sagte der Gesundheitssekretär Rios, Daniel Soranz, bei der Pressekonferenz zur Situation der Corona-Pandemie in der brasilianischen Millionenmetropole am Freitag (Ortszeit). Demnach dominiert in Rio de Janeiro noch die Variante Gamma. Am Vortag waren im Bundesstaat Rio de Janeiro die ersten vier Todesfälle im Zusammenhang mit der Delta-Variante B.1 617.2 des Coronavirus bekanntgeworden. Die vier außerhalb der Hauptstadt Rio Verstorbenen waren noch nicht komplett gegen Corona geimpft gewesen.

    08.30 Uhr: RKI und Gesundheitsministerium rechnen mit "vierter Welle" im Herbst in Bayern

    Bayern und Deutschand droht eine vierte Corona-Welle im Herbst. Trotz niedriger absoluter Fallzahlen steigen die Infektionsraten derzeit wieder exponentiell an. Für die nähere Zukunft rechnet das Gesundheitsministerium in München zunächst damit, dass die Urlaubssaison mit ihrem erhöhten Reisesverkehr auch zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen kann. Was die weitere Entwicklung betrifft, so rechnet das Robert Koch-Institut in Berlin in Modellszenarien mit einem neuerlichen starken Anstieg der deutschlandweiten Fallzahlen ab Ende Oktober. Die Bevölkerung soll "frühzeitig darüber informiert werden, dass es im Winter wieder zu einer starken Belastung des Gesundheitswesens" und möglicherweise einer regionalen oder lokalen Überlastung kommen könne, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Papier. Ein wesentlicher Indikator für die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreitet, ist die Reproduktionszahl. Diese gibt an, an wie viele Menschen ein Infizierter das Virus in einem bestimmten Zeitraum durchschnittlich weitergibt. "Bei SARS-CoV-2 beträgt dieses serielle Intervall 4 Tage", erläutert ein Sprecher des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittel. In Bayern liegt der R-Wert seit gut zwei Wochen wieder über 1, was auf eine rasche Ausbreitung des Virus hindeutet.

    08.10 Uhr: Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte kritisiert Stiko

    In der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder kritisiert der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, die Ständige Impfkommission (Stiko) scharf. "Ich ärgere mich über die intransparente Art, wie da im Moment gearbeitet wird. Es wird gesagt, dass man die Datenlage nicht für ausreichend hält, aber nicht warum man das so einschätzt und auch nicht, wann es denn ausreichend wäre", sagt Fischbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorab. Faktoren wie Herdenimmunität oder soziale Auswirkungen wie eine Zunahme von Kindeswohlgefährdungen, wenn es wieder zu Einschränkungen für Kinder kommen sollte, würden von der Stiko nicht berücksichtigt. Fischbach appelliert auch an Erwachsene, sich impfen zu lassen, um Kinder zu schützen.

    07.45 Uhr: Arbeitsminister Heil beziffert Gesamtausgaben für Kurzarbeitergeld auf 38 Milliarden Euro

    Laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) belaufen sich die Gesamtausgaben für das Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise seit Anfang 2020 auf 38 Milliarden Euro. "Das ist verdammt viel Geld. Die Alternative Massenarbeitslosigkeit wäre aber für unser Land sehr viel teurer", sagt Heil. Dem Bundesarbeitsminister zufolge habe der Bund 26 Milliarden Euro an Rücklagen aus guten Arbeitsmarktzeiten gehabt und die Bundesagentur für Arbeit habe schnell und unbürokratisch geholfen. "Ich will nicht ausschließen, dass es in Einzelfällen Fehler gegeben hat. Das wird zu gegebener Zeit nach Recht und Gesetz kontrolliert werden", räumt der SPD-Politiker ein.

    07.35 Uhr: Direktvertrieb kommt glimpflich durch Corona-Krise

    Das Coronajahr 2020 war eigentlich keine gute Zeit für Unternehmen, die ihre Waren direkt an den Kunden verkaufen: Denn die branchentypischen Verkaufspartys und Vertreterbesuche mussten pandemiebedingt oft ausfallen. Dennoch konnte die Direktvertriebsbranche ihre Umsätze im vergangenen Jahr um rund ein Prozent auf 18,7 Milliarden Euro steigern, wie aus einer am Samstag veröffentlichten Studie der Universität Mannheim im Auftrag des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland (BDD) hervorgeht. Das leichte Wachstum sei «ein unglaublicher Erfolg», wenn man berücksichtige wie stark der Direktvertrieb durch die Beschränkungen bei der persönlichen Beratung beeinträchtigt gewesen sei, urteilte Studienautor Florian Kraus. Die Hauptgrund für den Erfolg sieht die Branche in dem Digitalisierungsschub, den sie in der Pandemie erfahren hat.

    07.25 Uhr: Trotz Corona-Notstand: Viele Zuschauer an der Radstrecke

    iele Japaner haben am Samstag eine der wenigen Chancen genutzt, olympischen Sport live zu verfolgen. Beim Radrennen der Männer waren zahlreiche Zuschauer am Straßenrand zu sehen, mitunter standen die Fans in mehreren Reihen an der Strecke. Die Behörden hatten die Bevölkerung eigentlich aufgerufen, wegen den steigenden Corona-Zahlen nicht an die Strecke zu gehen. Ein Verbot gab es aber nicht. Tokio befindet sich noch bis weit nach Ende der Olympischen Spiele im vierten Corona-Notstand. Daher werden die Wettkämpfe in der Region Tokio ohne Zuschauer ausgetragen. Anders verhält es sich im Zielbereich des Radrennens auf dem International Speedway. An der früheren Formel-1-Strecke sind 11.000 Zuschauer, also die Hälfte der Tribünenkapazität, erlaubt.

    07.20 Uhr: Dreyer fordert neuen Warnwert in der Corona-Politik

    Angesichts der wachsenden Zahl der gegen das Coronavirus geimpften Menschen hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) für angepasste Bewertungskriterien in der Corona-Politik ausgesprochen. Die Inzidenz sage laut Dreyer "heute viel weniger über die Gefahr einer Erkrankung und die mögliche Belastung des Gesundheitssystems aus als noch vor einem halben Jahr, weil immer mehr Menschen geimpft werden." Die Inzidenz bleibe wichtig, aber sie sollte mit der Lage in den Krankenhäusern verknüpft werden, sagte Dreyer. Dazu zähle, wer dort eingeliefert werde und wer auf eine Intensivstation müsse. "Die Bundesländer müssen mit der Bundesregierung zu einem neuen Warnwert kommen. Wir sollten uns rasch auf eine bundeseinheitliche Regelung verständigen." Dreyer lobte ein von der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), vorgeschlagenes System als "sehr kluges Ampelsystem". "Genau so eine Orientierung brauchen wir bundesweit."

    07.15 Uhr: Auer Dult unter Corona-Bedingungen in München

    Nachdem die Maidult noch coronabedingt abgesagt worden war, findet nun zumindest die Jakobidult in der Au statt. Allerdings fällt sie wegen der Pandemie kleiner als gewohnt aus: 144 Händler - nur etwa halb so viele wie sonst - bieten von Samstag bis 1. August ihre Waren und Produkte auf dem Münchner Mariahilfplatz an. Außerdem gibt es einen Kettenflieger, eine Schiffschaukel und das Russenrad - das kleinste Riesenrad Münchens. Am Dienstag ist Familientag mit ermäßigten Preisen im Schaustellerteil. Das Hygienekonzept sieht unter anderem eine FFP2-Masken-Pflicht vor. Auch dürfen höchstens 1.500 Menschen gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände sein, das deshalb umzäunt ist. Ist die Höchstgrenze erreicht, wird das Gelände geschlossen. Die Auer Dult ist täglich von zehn bis 20 Uhr geöffnet.

    07.05 Uhr: Weltärzte-Präsident Montgomery fordert straffere Maßnahmen gegen "vierte Welle"

    Der Präsident des Weltärztebundes, Ulrich Montgomery, warnt vor einem Infektionsanstieg durch Reiserückkehrer aus Spanien und Italien. "Spanien und Italien sind beliebte Urlaubsländer vor allem bei jüngeren Menschen, die oft noch nicht zwei Mal geimpft sind. Der Viren-Eintrag nach Deutschland aus diesen Ländern wird durch die Reiserückkehrer ganz klar steigen", sagt Montgomery. Deutschland befinde sich bereits in der vierten Welle, da man alle zehn Tage eine Verdoppelung der Ansteckungen sehen könne. "Wir müssen mit konsequenter Quarantäne für ungeimpfte Reiserückkehrer und der Einhaltung der AHA-Regeln dafür sorgen, dass aus der vierten Welle kein Tsunami wird", so der Weltärztepräsident.

    06.55 Uhr: Saarlands Ministerpräsident will Impfverweigerern weniger Freiheiten zugestehen

    Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, Impfverweigerern nicht die gleichen Freiheiten zurückzugeben wie Geimpften. "Mit Impfen zeigt man Solidarität, mit Impfverweigerung zeigt man Egoismus", sagt Hans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) einem Vorabbericht zufolge. Laut dem Ministerpräsidenten sollten Impfverweigerer beispielsweise für Schnelltests zahlen oder nicht an jeder Veranstaltung teilnehmen dürfen. Es könne nicht sein, dass sich für Geimpfte nichts ändere, nur weil die Gesellschaft dauerhaft Rücksicht auf die Verweigerer nehmen müsse.

    06.45 Uhr: Niederländer Florijn corona-positiv - Franzosen in Quarantäne

    Ruderer Finn Florijn aus den Niederlanden ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 21 Jahre alte Sohn des 1988er-Olympiasiegers Ronald Florijn wollte nach Platz vier am Freitag am Samstag im Zweier-Hoffnungslauf noch einmal angreifen. "Ich hatte gehofft, mich zu verbessern. Doch jetzt ist es im Nu vorbei, viel mehr kann ich dazu nicht sagen", sagte Florijn, der als viertes Mitglied der niederländischen Olympia-Mannschaft positiv auf Covid-19 getestet worden war. Anfang der Woche hatten die Niederländer mitgeteilt, dass neben einem Mitarbeiter des Ruderteams auch die Taekwondo-Athletin Reshmie Oogink corona-positiv sei. Die Skateboarderin Candy Jacobs hatte ihren Positiv-Test via Instagram selbst bekannt gemacht. Das Französische Olympische Komitee teilte am Samstag mit, dass Betreuer des Basketball-Teams der Männer unter Quarantäne gestellt worden seien, weil ein Passagier an Bord des Fluges nach Japan positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

    06.30 Uhr: Besserer Infektionsschutz in Schulen gefordert

    Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen vor allem bei jungen Menschen haben Lehrer- und Ärztevertreter die Bundesländer davor gewarnt, Schulöffnungen nach den Sommerferien zu gefährden. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger zeigt sich besorgt, dass die Landesregierungen "aus den damaligen Fehlern nicht genug gelernt haben" und kritisiert die mangelnden Maßnahmen in Schulen im Vergleich zum Vorjahr. Zu wenige Klassenzimmer seien bisher mit Raumfilteranlagen nachgerüstet worden.

    Das Risiko einer "kompletten Durchseuchung" der weitgehend ungeimpften Kinder und Jugendlichen sei nach den Schulferien groß, warnte er. Die Schnelltests an Schulen müssten deutlich auf mindestens drei Testungen pro Woche ausgeweitet werden. Gleichzeitig müsse in den wenigen verbleibenden Wochen bis zum Schuljahresstart die Digitalisierung der Schulen mit voller Kraft vorangetrieben werden.

    Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, forderte, noch in den Sommerferien die Infektionsschutzmaßnahmen für Schulen und Kitas vorzubereiten. Außerdem reichten die bisher in vielen Bundesländern üblichen zwei Schnelltests pro Woche bei weitem nicht aus, sagte er der "Rheinischen Post". Um die Infektionsdynamik zu verringern und Wechselunterricht zu vermeiden, müssten PCR-Pooltests, sogenannte Lolly-Tests, flächendeckend für alle Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt werden und täglich zum Einsatz kommen.

    06.10 Uhr: Mehr als 40 Millionen Corona-Fälle seit Pandemiebeginn in Lateinamerika und Karibik

    In Lateinamerika und der Karibik sind seit dem Beginn der Corona-Pandemie mehr als 40 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Toten stieg auf 1.353.335 Menschen, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Daten am Samstag ergab. In zahlreichen Ländern stiegen die Inzidenzen zuletzt wieder an, unter anderem befeuert durch die Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante. Weltweit wurden bisher rund 193 Millionen Menschen positiv getestet. 4.143.687 Menschen starben.

    05.30 Uhr: USA spenden diese Woche 22 Millionen Dosen Corona-Impfstoff

    Die USA haben in dieser Woche 22 Millionen Dosen Corona-Impfstoff ins Ausland verschickt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, erklärte am Freitag, es handele sich um eine Rekordzahl für eine Woche. Die Impfstoffe seien an 23 Länder geliefert worden, darunter Pakistan, Vietnam, Guatemala, Kamerun und Marokko. Bis zum Wochenende wollten die USA rund 80 Millionen Impfdosen ins Ausland geliefert haben.

    05.10 Uhr: RKI meldet 1919 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 13,6

    Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 1.919 neue Positiv-Tests. Das sind 311 mehr als am Samstag vor einer Woche, als 1.608 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 13,6 von 13,2 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 28 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.520. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,75 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    04.45 Uhr: In Tokio steigt Zahl der mit Coronavirus infizierten Athleten auf 123

    Bei den Olympischen Spielen in Tokio werden 17 weitere Sportler positiv auf Corona getestet. Die Gesamtzahl steigt damit auf 123 an, berichten die Organisatoren.

    01.30 Uhr: Corona-Test negativ: Buchmann darf bei Olympia-Radrennen starten

    Nach dem corona-bedingten Aus von Zimmerkollege Simon Geschke darf Emanuel Buchmann beim olympischen Straßen-Radrennen am Samstag (4.00 Uhr) an den Start gehen. Auch ein zweiter PCR-Test des 28-Jährigen sei negativ ausgefallen, teilte der Bund Deutscher Radfahrer knapp drei Stunden vor Beginn des Wettkampfs mit. Buchmann war durch das Organisationskomitee in der Fieber-Klinik von Tokio getestet worden. Bis das Ergebnis vorlag, hielt er sich in einem separaten Appartement auf, wie der BDR weiter mitteilte. Die weiteren deutschen Starter Nikias Arndt und Maximilian Schachmann hatten die Freigabe für das 234 Kilometer lange Rennen bereits erhalten.

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