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Corona-Ticker
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Bildrechte: picture alliance/dpa | Hauke-Christian Dittrich

Symbolbild: Raumluftfilter in einem Klassenzimmer

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    Corona-Ticker: Besserer Infektionsschutz in Schulen gefordert

    Angesichts steigender Infektionszahlen bei jungen Menschen warnen Lehrer- und Ärztevertreter davor, Schulöffnungen nach den Sommerferien zu gefährden. Zu wenige Klassenzimmer seien mit Raumfilteranlagen ausgestattet. Alle News im Corona-Ticker.

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    • BR24 Redaktion

    Die wichtigsten Corona-News des Tages:

    07.45 Uhr: Arbeitsminister Heil beziffert Gesamtausgaben für Kurzarbeitergeld auf 38 Milliarden Euro

    Laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) belaufen sich die Gesamtausgaben für das Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise seit Anfang 2020 auf 38 Milliarden Euro. "Das ist verdammt viel Geld. Die Alternative Massenarbeitslosigkeit wäre aber für unser Land sehr viel teurer", sagt Heil. Dem Bundesarbeitsminister zufolge habe der Bund 26 Milliarden Euro an Rücklagen aus guten Arbeitsmarktzeiten gehabt und die Bundesagentur für Arbeit habe schnell und unbürokratisch geholfen. "Ich will nicht ausschließen, dass es in Einzelfällen Fehler gegeben hat. Das wird zu gegebener Zeit nach Recht und Gesetz kontrolliert werden", räumt der SPD-Politiker ein.

    07.35 Uhr: Direktvertrieb kommt glimpflich durch Corona-Krise

    Das Coronajahr 2020 war eigentlich keine gute Zeit für Unternehmen, die ihre Waren direkt an den Kunden verkaufen: Denn die branchentypischen Verkaufspartys und Vertreterbesuche mussten pandemiebedingt oft ausfallen. Dennoch konnte die Direktvertriebsbranche ihre Umsätze im vergangenen Jahr um rund ein Prozent auf 18,7 Milliarden Euro steigern, wie aus einer am Samstag veröffentlichten Studie der Universität Mannheim im Auftrag des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland (BDD) hervorgeht. Das leichte Wachstum sei «ein unglaublicher Erfolg», wenn man berücksichtige wie stark der Direktvertrieb durch die Beschränkungen bei der persönlichen Beratung beeinträchtigt gewesen sei, urteilte Studienautor Florian Kraus. Die Hauptgrund für den Erfolg sieht die Branche in dem Digitalisierungsschub, den sie in der Pandemie erfahren hat.

    07.25 Uhr: Trotz Corona-Notstand: Viele Zuschauer an der Radstrecke

    iele Japaner haben am Samstag eine der wenigen Chancen genutzt, olympischen Sport live zu verfolgen. Beim Radrennen der Männer waren zahlreiche Zuschauer am Straßenrand zu sehen, mitunter standen die Fans in mehreren Reihen an der Strecke. Die Behörden hatten die Bevölkerung eigentlich aufgerufen, wegen den steigenden Corona-Zahlen nicht an die Strecke zu gehen. Ein Verbot gab es aber nicht. Tokio befindet sich noch bis weit nach Ende der Olympischen Spiele im vierten Corona-Notstand. Daher werden die Wettkämpfe in der Region Tokio ohne Zuschauer ausgetragen. Anders verhält es sich im Zielbereich des Radrennens auf dem International Speedway. An der früheren Formel-1-Strecke sind 11.000 Zuschauer, also die Hälfte der Tribünenkapazität, erlaubt.

    07.20 Uhr: Dreyer fordert neuen Warnwert in der Corona-Politik

    Angesichts der wachsenden Zahl der gegen das Coronavirus geimpften Menschen hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) für angepasste Bewertungskriterien in der Corona-Politik ausgesprochen. Die Inzidenz sage laut Dreyer "heute viel weniger über die Gefahr einer Erkrankung und die mögliche Belastung des Gesundheitssystems aus als noch vor einem halben Jahr, weil immer mehr Menschen geimpft werden." Die Inzidenz bleibe wichtig, aber sie sollte mit der Lage in den Krankenhäusern verknüpft werden, sagte Dreyer. Dazu zähle, wer dort eingeliefert werde und wer auf eine Intensivstation müsse. "Die Bundesländer müssen mit der Bundesregierung zu einem neuen Warnwert kommen. Wir sollten uns rasch auf eine bundeseinheitliche Regelung verständigen." Dreyer lobte ein von der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), vorgeschlagenes System als "sehr kluges Ampelsystem". "Genau so eine Orientierung brauchen wir bundesweit."

    07.15 Uhr: Auer Dult unter Corona-Bedingungen in München

    Nachdem die Maidult noch coronabedingt abgesagt worden war, findet nun zumindest die Jakobidult in der Au statt. Allerdings fällt sie wegen der Pandemie kleiner als gewohnt aus: 144 Händler - nur etwa halb so viele wie sonst - bieten von Samstag bis 1. August ihre Waren und Produkte auf dem Münchner Mariahilfplatz an. Außerdem gibt es einen Kettenflieger, eine Schiffschaukel und das Russenrad - das kleinste Riesenrad Münchens. Am Dienstag ist Familientag mit ermäßigten Preisen im Schaustellerteil. Das Hygienekonzept sieht unter anderem eine FFP2-Masken-Pflicht vor. Auch dürfen höchstens 1.500 Menschen gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände sein, das deshalb umzäunt ist. Ist die Höchstgrenze erreicht, wird das Gelände geschlossen. Die Auer Dult ist täglich von zehn bis 20 Uhr geöffnet.

    07.05 Uhr: Weltärzte-Präsident Montgomery fordert straffere Maßnahmen gegen "vierte Welle"

    Der Präsident des Weltärztebundes, Ulrich Montgomery, warnt vor einem Infektionsanstieg durch Reiserückkehrer aus Spanien und Italien. "Spanien und Italien sind beliebte Urlaubsländer vor allem bei jüngeren Menschen, die oft noch nicht zwei Mal geimpft sind. Der Viren-Eintrag nach Deutschland aus diesen Ländern wird durch die Reiserückkehrer ganz klar steigen", sagt Montgomery. Deutschland befinde sich bereits in der vierten Welle, da man alle zehn Tage eine Verdoppelung der Ansteckungen sehen könne. "Wir müssen mit konsequenter Quarantäne für ungeimpfte Reiserückkehrer und der Einhaltung der AHA-Regeln dafür sorgen, dass aus der vierten Welle kein Tsunami wird", so der Weltärztepräsident.

    06.55 Uhr: Saarlands Ministerpräsident will Impfverweigerern weniger Freiheiten zugestehen

    Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, Impfverweigerern nicht die gleichen Freiheiten zurückzugeben wie Geimpften. "Mit Impfen zeigt man Solidarität, mit Impfverweigerung zeigt man Egoismus", sagt Hans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) einem Vorabbericht zufolge. Laut dem Ministerpräsidenten sollten Impfverweigerer beispielsweise für Schnelltests zahlen oder nicht an jeder Veranstaltung teilnehmen dürfen. Es könne nicht sein, dass sich für Geimpfte nichts ändere, nur weil die Gesellschaft dauerhaft Rücksicht auf die Verweigerer nehmen müsse.

    06.45 Uhr: Niederländer Florijn corona-positiv - Franzosen in Quarantäne

    Ruderer Finn Florijn aus den Niederlanden ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 21 Jahre alte Sohn des 1988er-Olympiasiegers Ronald Florijn wollte nach Platz vier am Freitag am Samstag im Zweier-Hoffnungslauf noch einmal angreifen. "Ich hatte gehofft, mich zu verbessern. Doch jetzt ist es im Nu vorbei, viel mehr kann ich dazu nicht sagen", sagte Florijn, der als viertes Mitglied der niederländischen Olympia-Mannschaft positiv auf Covid-19 getestet worden war. Anfang der Woche hatten die Niederländer mitgeteilt, dass neben einem Mitarbeiter des Ruderteams auch die Taekwondo-Athletin Reshmie Oogink corona-positiv sei. Die Skateboarderin Candy Jacobs hatte ihren Positiv-Test via Instagram selbst bekannt gemacht. Das Französische Olympische Komitee teilte am Samstag mit, dass Betreuer des Basketball-Teams der Männer unter Quarantäne gestellt worden seien, weil ein Passagier an Bord des Fluges nach Japan positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

    06.30 Uhr: Besserer Infektionsschutz in Schulen gefordert

    Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen vor allem bei jungen Menschen haben Lehrer- und Ärztevertreter die Bundesländer davor gewarnt, Schulöffnungen nach den Sommerferien zu gefährden. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger zeigt sich besorgt, dass die Landesregierungen "aus den damaligen Fehlern nicht genug gelernt haben" und kritisiert die mangelnden Maßnahmen in Schulen im Vergleich zum Vorjahr. Zu wenige Klassenzimmer seien bisher mit Raumfilteranlagen nachgerüstet worden.

    Das Risiko einer "kompletten Durchseuchung" der weitgehend ungeimpften Kinder und Jugendlichen sei nach den Schulferien groß, warnte er. Die Schnelltests an Schulen müssten deutlich auf mindestens drei Testungen pro Woche ausgeweitet werden. Gleichzeitig müsse in den wenigen verbleibenden Wochen bis zum Schuljahresstart die Digitalisierung der Schulen mit voller Kraft vorangetrieben werden.

    Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, forderte, noch in den Sommerferien die Infektionsschutzmaßnahmen für Schulen und Kitas vorzubereiten. Außerdem reichten die bisher in vielen Bundesländern üblichen zwei Schnelltests pro Woche bei weitem nicht aus, sagte er der "Rheinischen Post". Um die Infektionsdynamik zu verringern und Wechselunterricht zu vermeiden, müssten PCR-Pooltests, sogenannte Lolly-Tests, flächendeckend für alle Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt werden und täglich zum Einsatz kommen.

    06.10 Uhr: Mehr als 40 Millionen Corona-Fälle seit Pandemiebeginn in Lateinamerika und Karibik

    In Lateinamerika und der Karibik sind seit dem Beginn der Corona-Pandemie mehr als 40 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Toten stieg auf 1.353.335 Menschen, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Daten am Samstag ergab. In zahlreichen Ländern stiegen die Inzidenzen zuletzt wieder an, unter anderem befeuert durch die Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante. Weltweit wurden bisher rund 193 Millionen Menschen positiv getestet. 4.143.687 Menschen starben.

    05.30 Uhr: USA spenden diese Woche 22 Millionen Dosen Corona-Impfstoff

    Die USA haben in dieser Woche 22 Millionen Dosen Corona-Impfstoff ins Ausland verschickt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, erklärte am Freitag, es handele sich um eine Rekordzahl für eine Woche. Die Impfstoffe seien an 23 Länder geliefert worden, darunter Pakistan, Vietnam, Guatemala, Kamerun und Marokko. Bis zum Wochenende wollten die USA rund 80 Millionen Impfdosen ins Ausland geliefert haben.

    05.10 Uhr: RKI meldet 1919 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 13,6

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1.919 neue Positiv-Tests. Das sind 311 mehr als am Samstag vor einer Woche, als 1.608 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 13,6 von 13,2 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 28 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.520. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,75 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    04.45 Uhr: In Tokio steigt Zahl der mit Coronavirus infizierten Athleten auf 123

    Bei den Olympischen Spielen in Tokio werden 17 weitere Sportler positiv auf Corona getestet. Die Gesamtzahl steigt damit auf 123 an, berichten die Organisatoren.

    01.30 Uhr: Corona-Test negativ: Buchmann darf bei Olympia-Radrennen starten

    Nach dem corona-bedingten Aus von Zimmerkollege Simon Geschke darf Emanuel Buchmann beim olympischen Straßen-Radrennen am Samstag (4.00 Uhr) an den Start gehen. Auch ein zweiter PCR-Test des 28-Jährigen sei negativ ausgefallen, teilte der Bund Deutscher Radfahrer knapp drei Stunden vor Beginn des Wettkampfs mit. Buchmann war durch das Organisationskomitee in der Fieber-Klinik von Tokio getestet worden. Bis das Ergebnis vorlag, hielt er sich in einem separaten Appartement auf, wie der BDR weiter mitteilte. Die weiteren deutschen Starter Nikias Arndt und Maximilian Schachmann hatten die Freigabe für das 234 Kilometer lange Rennen bereits erhalten.

    21.11 Uhr: USA kaufen weitere 200 Millionen Impfdosen

    Die USA kaufen weitere 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer. Damit treffe die Regierung Vorbereitungen für die Impfung jüngerer Kinder und möglicherweise nötige Auffrischungsimpfungen für Erwachsene, erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Freitag in Washington. "Wir bereiten uns auf alle Möglichkeiten vor."

    Gut die Hälfte der Dosen soll bis zum Jahresende geliefert werden, der Rest bis April 2022, wie das US-Pharmaunternehmen Pfizer erklärte. Damit seien von der US-Regierung bislang 500 Millionen Dosen bestellt worden. Washington hatte sich vergangenes Jahr Optionen für die Bestellung von bis zu 600 Millionen Dosen gesichert. Zusätzlich hat die US-Regierung 500 Millionen Dosen bestellt, die an andere Länder abgegeben werden sollen. Sie hat bereits damit begonnen, Impfdosen der Hersteller Moderna, Johnson & Johnson, Astrazeneca und Pfizer/Biontech zu verschicken. Allein in dieser Woche seien 22 Millionen Dosen verschickt worden, sagte Psaki.

    19.41 Uhr: Impfpflicht-Gegner gehen in Frankreich erneut auf die Straße

    In Frankreich haben Gegner der geplanten Impfpflicht für das Gesundheitspersonal für Samstag erneut zu Demonstrationen aufgerufen. Kundgebungen sind unter anderem in Paris, Lyon, Rennes und anderen Städten geplant. Dabei soll auch gegen den Gesundheitspass protestiert werden, der Aufschluss über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt.

    Seit dieser Woche ist der Pass in Kinos oder Museen Pflicht, ab August auch in Cafés und Restaurants. Die Regierung will die gesetzliche Grundlage bis Sonntag im Schnellverfahren vom Parlament besiegeln lassen.

    19.20 Uhr: Neuinfektionen in Türkei auf höchstem Stand seit Mitte Mai

    In der Türkei ist die Zahl der Neuinfektionen auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete 11.094 Neuinfektionen - so viele wie seit Mitte Mai nicht mehr. Innerhalb eines Tages starben 60 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Das 82 Millionen-Einwohner-Land hatte Anfang Juli alle Ausgangsbeschränkungen wegen der Pandemie aufgehoben. Seitdem steigen die Fallzahlen wieder.

    Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte erst kürzlich eindringlich an seine Landsleute appelliert, sich impfen zu lassen. Die Türkei setzt die Impfstoffe des chinesischen Herstellers Sinovac sowie von Biontech/Pfizer ein. Etwa 46 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) sind vollständig geimpft. Der Anteil der ansteckenderen Delta-Variante steigt auch in der Türkei. Wie viel Prozent diese zurzeit ausmacht, wurde aber bisher nicht bekanntgegeben.

    19.04 Uhr: Mexiko: Archäologen schütten Fund wegen Pandemiekosten wieder zu

    Aus Geldmangel im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie müssen mexikanische Archäologen eine Ausgrabungsstätte mit einem ungewöhnlichen Fund wieder zuschütten. Dabei handelt es sich um einen historischen Tunnel zur Hochwasserkontrolle am Rand von Mexiko-Stadt, dessen Entdeckung das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte 2019 bekanntgegeben hatte. Der Tunnel weist Konstruktionstechniken aus der spanischen Kolonialzeit auf, aber auch eingeritzte aztekische Symbole. Die Corona-Pandemie habe alle Regierungsebenen gezwungen, Geld vorrangig für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. "Deshalb musste das archäologische Projekt verschoben werden."

    17.55 Uhr: Holetschek begrüßt Moderna-Freigabe für Jugendliche

    Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hofft auf einen weiteren Impffortschritt in der Corona-Pandemie. Die Zulassungsempfehlung des Moderna-Impfstoffs für Jugendliche sei eine "wegweisende Entscheidung", sagte er heute laut Mitteilung. Junge Leute weisen derzeit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte zuvor in Amsterdam die Zulassung des Impfstoffs von Moderna für 12- bis 17-Jährige empfohlen. Die endgültige Entscheidung liegt bei der EU-Kommission.

    "Das zeigt uns ganz deutlich, dass wir junge Menschen jetzt verstärkt beim Impfen in den Fokus nehmen sollte", sagte Holetschek. Denn bislang sei auch noch unklar, welche Langzeitfolgen eine Corona-Infektion für Kinder habe. "Wir sind es den Kindern und Jugendlichen schuldig, auch sie nach Kräften zu schützen", sagte der Minister. Er hoffe nun, dass auch die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung zum Impfen von Jugendlichen aktualisiere.

    17.48 Uhr: Corona-Infektionen in Italien deutlich gestiegen - Delta herrscht vor

    In Italien sind die Corona-Infektionszahlen deutlich gestiegen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert erhöhte sich auf landesweit durchschnittlich 41 Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, in der Vorwoche waren es noch 19. Vor allem bei jungen Menschen seien mehr Infektionen verzeichnet worden, hieß es heute im wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums in Rom. Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen blieb Experten zufolge auf ähnlichem niedrigem Niveau wie in der Vorwoche.

    Die ansteckendere Delta-Variante breite sich in Italien weiter aus und sei inzwischen vorherrschend. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte am Donnerstagabend bereits mit strengeren Coronaregeln reagiert. Ab dem 6. August ist in dem Land für zahlreiche Aktivitäten im Innenbereich ein Impfnachweis, ein negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig. Zudem wurde der Notstand bis zum 31. Dezember verlängert.

    17.39 Uhr: Frankreich unterstützt Tunesien im Kampf gegen Corona-Welle

    Mit einer Versorgungsbrücke liefert Frankreich dem schwer von der Corona-Pandemie getroffenen Tunesien Impfstoffe und Sauerstoff. In den vergangenen fünf Tagen habe Frankreich 1,1 Millionen Dosen Impfstoff in das nordafrikanische Land geflogen, teilte Tourismusminister Jean-Baptiste Le Moyne heute mit. Die französische Marine habe am Donnerstag drei riesige Container mit dringend benötigtem Sauerstoff geliefert, twitterte der Minister. Von den Impfstoffdosen kamen 800.000 aus französischen Beständen.

    Tunesien hat pro Kopf der Bevölkerung mehr Todesopfer in Verbindung mit der Pandemie gemeldet als jedes andere afrikanische Land; in den vergangenen Wochen zählten die Todesraten zu den höchsten weltweit.

    17.09 Uhr: Erster Coronafall im deutschen Olympiateam

    Das deutsche Olympiateam hat seinen ersten Coronafall: Radprofi Simon Geschke wurde positiv auf COVID-19 getestet. Das Ergebnis wurde am Abend durch einen nachfolgenden PCR-Test des Organisationskomitees bestätigt. Geschke fällt damit für das Straßenrennen am Samstag am Mount Fuji aus. Dort tritt nunmehr das Trio Maximilian Schachmann, Emanuel Buchmann und Nikias Arndt an. Geschke wird auch nicht als Ersatz für das Einzelzeitfahren am 28. Juli zur Verfügung stehen.

    16.46 Uhr: Vietnam verzeichnet so viele Corona-Neuinfektionen wie noch nie

    Vietnam hat heute innerhalb von 24 Stunden mehr als 7.300 Corona-Neuinfektionen registriert - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl sei fünf Mal so hoch wie die im Gesamtjahr 2020 verzeichneten Infektionen, teilten die Gesundheitsbehörden des südostasiatischen Staates mit. Am schlimmsten betroffen ist Ho-Chi-Minh-Stadt. In der größten Stadt des Landes und in der Hauptstadt Hanoi gelten strenge Einschränkungen. Die Menschen sollen ihre Häuser nur noch verlassen, wenn es absolut notwendig ist.

    Am Donnerstag waren alle 689 Patienten und Mitarbeiter eines Rehabilitationszentrums für Drogenabhängige in Binh Duong im Süden des Landes positiv auf das Virus getestet worden, wie lokale Medien berichteten. Im vergangenen Jahr galt Vietnam mit 98 Millionen Einwohnern noch als Vorzeigestaat im Kampf gegen die Pandemie. Seit April sind die Zahlen aber immer weiter gestiegen.

    Insgesamt wurden bisher rund 78.000 Infektionen bestätigt. 370 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Geimpft ist wegen fehlender Impfstoffe bisher nur ein Bruchteil der Bevölkerung. Fast ganz Südostasien kämpft wegen der hochansteckenden Delta-Variante gegen schwere Corona-Wellen.

    16.38 Uhr: Corona: Surfer Morais positiv getestet

    Der portugiesische Surfer Frederico Morais kann aufgrund eines positiven Coronatests nicht an der olympischen Premiere im Wellenreiten teilnehmen. Dies gab der 29-Jährige selbst bei Instagram bekannt. "Dies ist wahrscheinlich das traurigste Video, das ich jemals posten musste", schrieb Morais: "2019 qualifizierte ich mich für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, die wegen COVID-19 verschoben wurden. Und jetzt, wegen des Virus, werde ich nicht antreten und mein Land vertreten können." Er fasse nun Paris 2024 in den Blick.

    16.20 Uhr: Apotheken können ab nächster Woche wieder Impfzertifikate ausstellen

    Ab nächster Woche sollen Apotheken in Deutschland schrittweise wieder Corona-Impfzertifikate ausstellen können. Das Bundesgesundheitsministerium teilte der Deutschen-Presse Agentur am Freitag mit, Apotheken würden in der nächsten Woche nach und nach wieder Zugang zum Portal des Deutschen Apothekerverbands (DAV) bekommen und somit wieder Impfzertifikate aushändigen können. Der DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Ministerium gestoppt, da es am Donnerstag Berichte über eine Sicherheitslücke gab.

    Dem "Handelsblatt" war es demnach gelungen, "mithilfe von professionell gefälschten Dokumenten" auf dem DAV-Server einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber zu erzeugen, mit dem dann zwei Impfzertifikate online ausgestellt worden seien. Laut Gesundheitsministerium waren von der Sicherheitslücke potenziell nur die wenigen hundert Apotheken betroffen, die nicht Mitglied des DAV sind. "Alle erteilten Zugänge werden bereits überprüft und verifiziert. Nach aktuellem Kenntnisstand ist es zu keinem Betrug bei der Erstellung von Impfzertifikaten gekommen", teilte das Ministerium mit.

    16.05 Uhr: Verlängerte Corona-Überbrückungshilfe gestartet

    Die verlängerten staatlichen Hilfen für besonders belastete Firmen in der Corona-Krise können seit heute beantragt werden. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die Bundesregierung hatte entschieden, dass die bisher bis Ende Juni befristete Überbrückungshilfe III als "Überbrückungshilfe III Plus" bis September fortgeführt wird. Neu ist eine "Restart-Prämie", mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu Personalkosten erhalten können - falls sie etwa Personal aus der Kurzarbeit zurückholen oder neu einstellen. Die Überbrückungshilfe ist das zentrale Kriseninstrument der Regierung, um Folgen der Pandemie auf Jobs und Firmen abzufedern.

    15.50 Uhr: Spanien und Niederlande werden Hochrisikogebiete

    Die Bundesregierung hat ganz Spanien und die Niederlande wegen hoher Corona-Infektionszahlen in der Pandemie zum Hochrisikogebiet erklärt. Die Einstufung gelte ab Dienstag, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag in Berlin mit.

    Damit gilt für Einreisende oder Reiserückkehrer eine zehntägige Quarantänepflicht für alle, die nicht geimpft oder von Corona seit bis zu sechs Monaten genesen sind. Bei Hochrisikogebieten kann ein vorgelegter Negativtest erst nach fünf Tagen von der Quarantänepflicht befreien.

    15.33 Uhr: Hochschule testet Einsatz von Corona-Spürhunden bei Konzerten

    Für ein Projekt zum Einsatz von Corona-Spürhunden bei Konzerten stellt das niedersächsische Kulturministerium 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei wollen die Tierärztliche Hochschule Hannover und der Konzertveranstalter "Hannover Concerts" prüfen, ob und wie Großveranstaltungen durch den Einsatz der Spürhunde sicherer werden können, wie das Ministerium für Wissenschaft und Kultur am Freitag in Hannover mitteilte. "Die Studie könnte ein Lichtblick für Künstlerinnen und Künstler und Veranstalter werden", sagte Kulturminister Björn Thümler (CDU).

    Schon eine Pilotstudie der Tierärztlichen Hochschule hatte gezeigt, dass die Corona-Hunde mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn in der Lage sind, Speichelproben von infizierten und gesunden Menschen mit rund 94-prozentiger Sicherheit zu unterscheiden. Eine Folgestudie ergab, dass auch Schweiß und Urin geeignetes Probenmaterial sind. Hunde träfen ihre Entscheidung innerhalb von Sekunden und seien damit viel schneller als Antigen-Schnelltests, sagte Thümler.

    15.15 Uhr: Kroatien verschärft Corona-Maßnahmen an Adria-Küste

    Angesichts steigender Corona-Inzidenzzahlen an der Adriaküste hat Kroatien die Vorsichtsmaßnahmen in diesem Urlaubsgebiet verstärkt. Versammlungen von mehr als 1000 Menschen sind ab kommendem Montag verboten - unabhängig davon, ob die Anwesenden gegen Corona geimpft sind oder eine Covid-Erkrankung überstanden haben. Das beschloss der Corona-Krisenstab der Regierung in Zagreb heute. Die neuen Beschränkungen betreffen auch die Gastronomie sowie private Zusammenkünfte, an denen nur noch bis zu 15 Personen ohne Covid-Immunitätszertifikat teilnehmen dürfen.

    EU-Bürger dürfen weiterhin nach Kroatien einreisen, wenn sie das EU-weit gültige Corona-Zertifikat vorlegen. An der Adria wurden zum Teil um ein Vielfaches höhere Corona Inzidenzzahlen gemeldet als im Landesinneren. Die landesweite 14-Tage-Inzident betrug zuletzt 33,69 pro 100.000 Einwohner.

    15.05 Uhr: EU-Arzneibehörde EMA lässt Moderna-Impfstoff für Jugendliche zu

    Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren gespritzt werden. Die Experten der EMA bewerteten heute in Amsterdam die entsprechenden Daten von Studien positiv und machten den Weg frei für die Zulassung des Impfstoffes für 12- bis 17-Jährige. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, das aber gilt als Formsache.

    Das Präparat von Moderna "Spikevax" wäre damit der zweite Corona-Impfstoff, der auch jungen Menschen verabreicht werden darf. Ende Mai war der Impfstoff von Pfizer/Biontech auch für 12- bis 17-Jährige zugelassen worden. Grundlage des Antrags von Moderna war eine Studie bei 2.500 Jugendlichen in den USA. Die Wirksamkeit lag nach Angaben des Unternehmens bei 100 Prozent.

    15.00 Uhr: Kommunalwahlen in Südafrika sollen auf 2022 verschoben werden

    Die bisher für den 27. Oktober vorgesehenen Kommunalwahlen in Südafrika werden nach dem Willen der nationalen Wahlkommission wegen der Corona-Pandemie auf Anfang 2022 verschoben. Das gab das Gremium heute bekannt, das damit der Empfehlung einer Berater-Kommission folgt. Endgültig muss noch ein Gericht die Verschiebung und das geplante neue Datum im Februar bestätigen. Südafrika befindet sich aktuell im Griff einer dritten Corona-Infektionswelle, auf die die Regierung mit einer deutlichen Verschärfung der Corona-Restriktionen reagiert hat. Das Land erholt sich zudem gerade von einer Welle der Gewalt in einigen Regionen.

    14.49 Uhr: Söder: Die Ferien werden Corona-Treiber sein

    Die Urlaubszeit wird die Corona-Infektionen nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in die Höhe treiben. Grund seien die hohen Zahlen in anderen europäischen Staaten. "Die Ferien werden der Corona-Treiber sein", sagt der CSU-Chef nach dem Kabinett. Die neue Einreiseverordnung müsse schneller beschlossen werden als von der Bundesregierung derzeit geplant.

    14.38 Uhr: Bars und Kneipen in Bayern dürfen auch innen öffnen

    Reine Kneipen und Bars im Freistaat dürfen ab sofort auch innen wieder öffnen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof kippte die Regelung zur Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften, wie das Gericht heute mitteilte. Für Bars und Kneipen ohne Essensangebot gelten damit ab sofort die gleichen Regeln wie für Restaurants. Discos und Clubs sind von der Entscheidung nicht betroffen.

    14.23 Uhr: Corona-Fall in Diskothek - 400 Menschen in Quarantäne?

    Nach dem Besuch eines mit Corona infizierten Mannes in einer Osnabrücker Diskothek am vergangenen Samstag könnten mehr als 400 Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück in Quarantäne geschickt werden. Das hänge davon ab, welche Virus-Variante der Disko-Besucher gehabt habe, sagte eine Stadtsprecherin heute. Bei der Delta-Variante seien die Geimpften und Genesenen von der Quarantäne ausgenommen, bei der ansteckenderen Gamma-Variante müssten auch sie in Quarantäne. Die Bestimmung des Virustyps sei vom Labor noch nicht abgeschlossen.

    Insgesamt hatten den Angaben zufolge etwa 405 Menschen aus der Region Osnabrück mit dem aus dem Landkreis Vechta stammenden Besucher Kontakt. Bei ihm wurde inzwischen eine Infektion nachgewiesen und inzwischen zeige er auch Krankheitssymptome, hieß es.

    14.11 Uhr: Gericht lehnt Eilanträge zum Einbau von Lüftungsanlagen an Schulen ab

    Eine Gruppe von Eltern schulpflichtiger Kinder ist vor Gericht mit ihrem Antrag gescheitert, zum Schutz vor Corona den Einbau von Lüftungsanlagen in Klassenzimmern zu erzwingen. Das Verwaltungsgericht Hannover wies die Eilanträge der Eltern als unzulässig ab, wie ein Gerichtssprecher heute mitteilte. Die Gruppe wollte erreichen, dass das niedersächsische Kultusministerium bei den Trägern der Schulen ihrer Kinder darauf hinwirkt, raumlufttechnische Anlagen oder mobile Luftreinigungsgeräte zu installieren und diese im Unterricht zu betreiben.

    Die Anträge der Eltern seien jedoch nicht bestimmt genug formuliert, entschieden die Richter. Es sei nicht zu erkennen, welche konkreten Unterrichtsräume von den Kindern beim Schulbesuch genutzt würden. Somit fehle es den Anträgen an einem vollstreckungsfähigen Inhalt. Inhaltlich bewertete das Gericht das Anliegen der Eltern zwar als sinnvoll und umsetzenswert. Allerdings sei der Ermessensspielraum der Behörden noch nicht so eng, dass es einer einstweiligen Anordnung durch das Gericht bedürfe.

    13.43 Uhr: Schärfere Regeln für Corona-Teststellen in Brandenburg

    Für die rund 480 Corona-Teststellen in Brandenburg gelten von August an schärfere Regeln. So wird ab 1. August die Anbindung an die Corona-Warn-App für alle Teststellen verpflichtend, teilte das Brandenburger Gesundheitsministerium am Freitag in Potsdam mit. Sonst werden die kostenlosen Bürgertests nicht mehr vom Bund vergütet. Bereits seit 1. Juli dürfen die Testellen bundesweit nur noch nach Prüfung und Genehmigung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst beauftragt werden.

    Gerade in der Reise- und Urlaubszeit sei es wichtig, dass alle Brandenburgerinnen und Brandenburger landesweit dieses kostenfreie Testangebot nutzen könnten. Ohne die Test-Infrastruktur könnten zudem die aktuellen Lockerungen, die sich oftmals auf tagesaktuelle Testergebnisse stützen, in dieser Form nicht umgesetzt werden.

    13.31 Uhr: Schweden lässt Einsatz von Astrazeneca-Impfstoff auslaufen

    Schweden verabschiedet sich allmählich vom Einsatz des Corona-Impfstoffes des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca. Wie die schwedische Gesundheitsbehörde heute mitteilte, sind 89 Prozent der Menschen über 65 Jahre - die Bevölkerungsgruppe, die in Schweden hauptsächlich Astrazeneca erhalten hat - mittlerweile vollständig geimpft. Aus diesem Grund hat sich die Behörde nun dazu entschlossen, die Verteilung des Präparats an die einzelnen Regionen des skandinavischen EU-Landes zu beenden und die Verwendung des Mittels somit nach und nach einzustellen.

    In Schweden haben bislang rund 75 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Mehr als 47 Prozent haben auch schon ihre zweite Dosis bekommen.

    13.15 Uhr: Pfizer und Biontech erhalten weiteren Großauftrag der USA

    Die US-Regierung kauft weitere 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Pfizer und Biontech. Davon sollen 110 Millionen bis Ende Dezember und die übrigen 90 Millionen bis Ende April kommenden Jahres geliefert werden, wie die beiden Unternehmen mitteilen. Damit summiert sich die Gesamtzahl der von den USA bestellten Dosen auf 500 Millionen. Die USA sichern sich außerdem eine Option auf eine mögliche aktualisierte Fassung des Impfstoffs, um auch gegen neue Virusvarianten gewappnet zu sein. In den USA haben nach Behördenangaben bisher rund 86 Millionen Menschen den vollen Impfschutz erhalten.

    13.01 Uhr: Ferienfreizeit: 78 von 100 Teilnehmern corona-positiv

    78 von rund 100 Teilnehmern einer von einem Hamburger Träger organisierten Ferienfreizeit haben sich mit dem Corona-Virus infiziert. Die Betroffenen - Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene - stammten größtenteils aus Hamburg, sagte Martin Helfrich, Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, heute. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur fand die Freizeit in Dänemark statt.

    "Nachdem die Ferienmaßnahme vor Ort unter Quarantäne gestellt worden war, wird diese nun beendet", sagte Helfrich. "Die Teilnehmenden kehren nun an ihre Heimatorte zurück, wo sie sich in der eigenen Häuslichkeit isolieren." Auch für negativ getestete Kontaktpersonen und die mit den positiven Rückkehrern in einem Haushalt lebenden Personen werde Quarantäne angeordnet. "Die nach Wohnort örtlich zuständigen Gesundheitsämter in den Hamburger Bezirken und umliegenden Kommunen übernehmen die weitere Betreuung", hieß es.

    12.46 Uhr: Holetschek: Auffrischungs-Impfungen sind dringendstes Thema

    Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält Auffrischungs-Impfungen für eines der dringendsten Themen, über die nun in der Corona-Pandemie gesprochen werden müsse. "Die Pandemie hat uns gezeigt, dass wir schnell handeln müssen, denn auch das Virus entwickelt sich schnell", sagte der Minister heute. Er sei der Meinung, "dass auch aus präventiven Gründen eine Auffrischungs-Impfung zumindest für bestimmte Personengruppen sinnvoll ist".

    Er werde sich bei diesem Thema für ein bundeseinheitliches Vorgehen einsetzen, kündigte Holetschek an, der derzeit den Vorsitz in der Gesundheitsministerkonferenz innehat. Er halte es für "günstig", wenn die Ständige Impfkommission (Stiko) zeitnah eine Empfehlung aussprechen würde. Es müsse so bald wie möglich belastbare Daten vor allem zu den Abständen geben, wann eine Auffrischungsimpfung nötig ist.

    12.33 Uhr: Religionsgemeinschaften in Myanmar vereint gegen Corona

    Christen, Muslime und Buddhisten im mehrheitlich buddhistischen Myanmar verstärken inmitten der dritten Coronawelle angesichts des Mangels an Sauerstoff für Corona-Patienten und überlasteter Krankenhäuser ihren Kampf gegen die Pandemie. Die katholische Kirche habe Schritte unternommen, um in der Bevölkerung das Bewusstsein für die Covid-19-Prävention zu fördern und leiste zudem durch die Vermietung von Sauerstoffflaschen an Betroffene medizinische Unterstützung, berichtete der asiatische Pressedienst Ucanews heute. Einrichtungen der Kirche wie Seminare und Gemeindehäuser seien in Pflege- und Quarantänezentren umgewandelt worden, in denen Covid-19-Patienten aller Ethnien und Religionen aufgenommen würden. Ähnliche Maßnahmen starteten den Angaben zufolge buddhistische Tempel und Klöster sowie Moscheen und andere islamische Institutionen.

    Der UN-Sonderberichterstatter für Myanmar, Tom Andrews, warnte in dieser Woche: "Eine Explosion von Covid-Fällen, einschließlich der Delta-Variante, der Zusammenbruch von Myanmars Gesundheitssystem und das tiefe Misstrauen der Bevölkerung Myanmars gegenüber allem, was mit der Militärjunta zu tun hat, sind ein perfekter Sturm von Faktoren, die ohne Nothilfe der internationalen Gemeinschaft einen erheblichen Verlust an Menschenleben verursachen könnten."

    12.12 Uhr: Mitsotakis: Impfpflicht in Griechenland ist nicht verfassungswidrig

    Impfungen gegen Corona können in Griechenland laut Regierungschef Kyriakos Mitsotakis verpflichtend gemacht werden. Dies sei nicht verfassungswidrig, wie Impfgegner immer wieder behaupteten, sagte Mitsotakis heute. "Der Staat ist berechtigt, von allen Bürgern die Erfüllung ihrer Pflicht zu gesellschaftlicher und nationaler Solidarität zu fordern." Dies stehe im Artikel 25 der griechischen Verfassung und damit sei die Impfpflicht im Einklang mit der Verfassung, so der Regierungschef.

    In Athen und anderen Städten Griechenlands war es in den vergangenen Tagen zu Demonstrationen von Impfgegnern gekommen. Sie warfen der Regierung vor, dass eine Impfpflicht nicht verfassungskonform sei. Unter den Demonstranten waren zahlreiche Rechtsextremisten und religiöse Eiferer. In einigen Fällen kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um radikale Impfgegner auseinander zu treiben.

    11.49 Uhr: Mehr als eine Million Corona-Fälle in Pakistan

    Pakistan hat Behörden zufolge die Marke von einer Million Corona-Fällen seit Beginn der Pandemie überschritten. Das Gesundheitsministerium zeigte sich am Freitag zugleich alarmiert über die Ausbreitung der als besonders ansteckend geltenden Delta-Variante des Coronavirus in der derzeitigen vierten Welle. Diese erstmals im Nachbarland Indien aufgetretene Variante ist mittlerweile auch in Pakistan vorherrschend. Neben einem schwach aufgestellten Gesundheitssystem sehen Experten auch die bisher niedrige Impfrate als Problem im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus an.

    In Pakistan haben bisher etwa 20 Millionen Menschen die erste Corona-Impfung erhalten - das entspricht nur etwa zehn Prozent der Bevölkerung. Regierungsbeamte machten für die schleppende Impfkampagne den Mangel an Impfstoffen auf dem internationalen Markt und verzögerte Lieferungen im Rahmen des UN-Impfprogramms Covax verantwortlich.

    11.35 Uhr: Piazolo will möglichst viel Präsenzunterricht

    Das kommende Schuljahr in Bayern soll mit einer mehrwöchigen Maskenpflicht beginnen. Es gebe dazu zwar noch keinen Beschluss, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) heute in München. Aber wegen der Reiserückkehrer nach den Sommerferien seien höhere Corona-Inzidenzen zu erwarten. Er begrüße daher eine Maskenpflicht im Klassenzimmer für die ersten zwei oder drei Wochen. Sein erklärtes Ziel fürs kommende Schuljahr sei der Präsenzunterricht, betonte Piazolo. Da die Corona-Pandemie nicht vorbei sei und man die weitere Entwicklung mit der Delta-Variante noch nicht abschätzen könne, bleibe der Wechselunterricht im Repertoire. Um möglichst viel Präsenzunterricht sicherstellen zu können, setzt Piazolo vor allem auf Schutz- und Hygienestandards. Neben der anfänglichen Maskenpflicht soll in den Klassenzimmern weiterhin regelmäßig gelüftet und getestet werden. Außerdem forderte Piazolo die Kommunen auf, von der Unterstützung des Bundes und des Freistaats Gebrauch zu machen und Luftreinigungsgeräte anzuschaffen. Die Impfsituation unter den Lehrkräften sei gut, sagte der Minister weiter. Laut einer Umfrage eines Lehrerverbandes seien rund 90 Prozent bereits geimpft.

    11.19 Uhr: Söder kündigt Gespräche über neue Maßstäbe für Corona-Auflagen an

    Ministerpräsident Markus Söder strebt neue Bewertungsmaßstäbe für künftige Corona-Auflagen an. "Wir müssen jetzt die Zeit nutzen, um die Frage zu klären: ab wann greift man ein", sagte der CSU-Chef nach Angaben von Teilnehmern bei der Klausur des Parteivorstands heute in Gmund am Tegernsee. Für die Entscheidungen müssten neben der Inzidenz auch die erfolgten Impfungen und die Krankenhauszahlen zugrunde gelegt werden. "Wir wollen keinen weiteren Lockdown, aber wir müssen die Denkaufgabe für den Herbst lösen." Söder kündigte an, sich in der kommenden Woche mit den sogenannten B-Ländern, also den unionsgeführten Bundesländern, und dem von den Grünen regierten Baden-Württemberg, darüber abstimmen zu wollen.

    11.12 Uhr: Mehr Zahlungen ohne Bargeld im Corona-Krisenjahr

    Der Trend zum Bezahlen ohne Scheine und Münzen hat in der Corona-Krise im Euroraum einen weiteren Schub erhalten. Im vergangenen Jahr wurden fast 102 Milliarden Zahlungen (Vorjahr: 98 Mrd) im gemeinsamen Währungsraum bargeldlos abgewickelt, wie die Europäische Zentralbank (EZB) heute mitteilte. Der Gesamtwert der Transaktionen stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent auf gut 167 Billionen Euro.

    Fast die Hälfte (47 Prozent) der bargeldlosen Transaktionen waren Kartenzahlungen, jeweils fast ein Viertel machten Überweisungen (23 Prozent) und Lastschriften (22 Prozent) aus. Der Rest waren nach EZB-Angaben unter anderem elektronische Zahlungsmittel wie zum Beispiel Apple Pay oder Google Pay.

    In Zeiten der Corona-Pandemie gilt etwa das kontaktlose Bezahlen an der Ladenkasse als besonders hygienisch.

    10.47 Uhr: Frankreichs Unterhaus stimmt strengeren Corona-Regeln zu

    Die französische Nationalversammlung hat die von der Regierung angestrebte Verschärfung der Corona-Regeln gebilligt. In erster Lesung stimmten die Abgeordneten am frühen Freitagmorgen einem Gesetzesvorhaben zu, das die Ausweitung der Nachweispflicht über einen negativen Coronatest, eine Impfung oder Genesung vorsieht. Auch der Impfpflicht für Gesundheitspersonal gaben die Abgeordneten ihre Zustimmung. Nun muss noch der Senat als zweite Parlamentskammer die neuen Regelungen genehmigen, damit ein Nachweis ab August auch für Fernzüge, Bars, Restaurants und Einkaufszentren nötig wird.

    Angesichts eines Aufflammens des Coronavirus in Frankreich hatte Staatschef Emmanuel Macron unlängst eine Verschärfung der geltenden Hygienebestimmungen in dem Land angekündigt. Zuletzt hatte es auf 100.000 Menschen innerhalb einer Woche landesweit etwa 87 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Die Delta-Variante macht eine deutliche Mehrheit der Fälle aus.

    10.45 Uhr: Über 48 Prozent der Bevölkerung in Deutschland voll geimpft

    In Deutschland sind inzwischen 48,5 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach heutigen Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden am Donnerstag 565.235 Impfdosen verabreicht. Damit sind nun rund 40,3 Millionen Menschen vollständig geimpft. Rund 50,4 Millionen (60,6 Prozent) haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

    Unter den Bundesländern lag Bremen dem RKI zufolge nach wie vor an erster Stelle mit einem Anteil von 69,5 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen. Auch bei den vollständig Geimpften belegte Bremen mit 55,5 Prozent den Spitzenplatz. Schlusslicht bei den Erstimpfungen blieb Sachsen (51,4 Prozent), genau wie bei den vollständig Geimpften (44,9 Prozent).

    10.39 Uhr: Coronavirus breitet sich vor allem unter jungen Menschen schnell aus

    Das Coronavirus breitet sich derzeit in Deutschland vor allem unter jungen Menschen aus. "Der derzeitige Anstieg der Inzidenz ist vor allem in den Altersgruppen der 15- bis 34-Jährigen zu beobachten", heißt es in dem am Donnerstagabend vorgelegten wöchentlichen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Gruppe der 15- bis 24-jährigen lag demnach in der Berichtswoche bei 32 - und damit fast doppelt so hoch wie in der Vorwoche.

    In der Gruppe der 25- bis 29-Jährigen lag der Inzidenzwert bei 25, bei den 30- bis 34-Jährigen bei 18. Zum Vergleich: Die älteren Bürgerinnen und Bürger, die zu Beginn der Pandemie besonders stark betroffen waren, haben aktuell weit weniger unter den Infektionen zu leiden - das Institut führt dies auf die hohe Impfquote in dieser Altersgruppe zurück. In den Altersgruppen über 45 treten nur einstellige Inzidenzwerte auf - besonders niedrig sind sie im Bereich der über 60-Jährigen: Dort bewegen sich die Werte zwischen eins und drei. Die Gesamt-Inzidenz lag bundesweit am Freitag laut RKI bei 13,2.

    Aufgrund der steigenden Fallzahlen werde es "noch wichtiger", alle Corona-Schutzregeln einzuhalten, mahnte das RKI. Insbesondere riet es, "Situationen, bei denen so genannte Super-Spreading-Events auftreten können, möglichst zu meiden".

    10.33 Uhr: Sportpolitikerin Freitag: Olympia in der Pandemie nicht verantwortbar

    SPD-Sportpolitikerin Dagmar Freitag sieht die Olympischen Spiele in Tokio mitten in der Corona-Pandemie kritisch. Zwar könne sie die Sportlerinnen und Sportler verstehen, an den Spielen teilzunehmen, sagte die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag am Freitagmorgen im Inforadio des rbb. Aber wenn sie sehe, was gesundheitlich auf der Welt los sei, müsse sie sagen, "eine Veranstaltung, zu der fast 100.000 Menschen aus fünf Kontinenten kommen, passt nicht in die Zeit einer Pandemie, und deshalb, denke ich, ist es eigentlich nicht verantwortbar." Die Vorfreude sei bei ihr nicht da.

    Das Internationale Olympische Komitee entscheide nicht ganz allein, sagte Freitag. Doch wenn man das Gebaren von Sportfunktionären, insbesondere auf internationaler Ebene kenne, "dann wissen Sie, dass die sehr wohl Druck ausüben können".

    10.24 Uhr: Mehr Corona-Fälle in den USA - niedrige Impfquote beunruhigt

    In den USA nimmt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zu. Die Behörden meldeten am Donnerstag 56 069 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitagmorgen hervorging. Das sind etwa 27.600 mehr als vor genau einer Woche. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion stieg im Wochenvergleich von 283 auf 330. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300.462 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4461 Toten verzeichnet.

    Wie der Corona-Koordinator der Regierung, Jeff Zients, am Donnerstag in einer Pressekonferenz mitteilte, steigt die Zahl der Neuinfektionen in Landesteilen mit niedrigerer Impfquote besonders stark an. Nach Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC ist die besonders ansteckende Delta-Variante inzwischen für rund 83 Prozent aller erfassten Infektionen im Land verantwortlich.

    In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang fast 34,3 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 610.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen - aber nicht relativ zur Bevölkerung - sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

    09.26 Uhr: London nimmt Lebensmittelhandel von Isolationspflicht aus

    Die britische Regierung hat kurzfristig Ausnahmeregelungen für Mitarbeiter im Lebensmittelhandel eingeführt, die Kontakt mit Corona-Infizierten hatten. Hintergrund sind Personalengpässe und mancherorts leere Supermarktregale. Die Regierung teilte am späten Donnerstagabend mit, dass Mitarbeiter in Lebensmittel-Verteilzentren nun von der Pflicht zur Selbstisolation ausgenommen seien und stattdessen regelmäßige Coronatests durchführen.

    Zuvor waren immer mehr Menschen per Corona-Warnapp oder von Mitarbeitern des Gesundheitsdiensts "gepingt" worden, das bedeutet als Kontaktpersonen identifiziert und zur häuslichen Quarantäne aufgefordert worden. Das führt in vielen Bereichen zu Personalengpässen.

    In Großbritannien steigen die Infektionszahlen seit Wochen wieder an. Das wird vor allem auf die starke Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zurückgeführt. Hinzu kommt, dass die britische Regierung für den größten Landesteil England inzwischen fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben hat. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit 488 angegeben.

    08.48 Uhr: Behörden in Sydney erklären Notstand

    Angesichts der sprunghaft ansteigenden Corona-Infektionen in der australischen Metropole Sydney haben die Behörden den Notstand ausgerufen. Die Regierung des Bundesstaats New South Wales, dessen Hauptstadt Sydney ist, räumte heute ein, dass es trotz eines einmonatigen Lockdown nicht gelungen sei, die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zu stoppen. Sie rief die Regierung in Canberra auf, Impfstoffe und Ressourcen in den Bundesstaat zu schicken.

    Die Regierungschefin von New South Wales, Gladys Berejiklian, rief die australische Regierung auf, ihre schleppende Impfkampagne zu beschleunigen. Da sich das Virus "überall ausbreitet" und die Hälfte der 25 Millionen Einwohner Australiens sich im Lockdown befinde, müsse die Regierung ihre Impfpolitik "neu ausrichten", forderte Berejiklian.

    New South Wales verzeichnete heute einen neuen Höchststand von 136 Neuinfektionen. Besonders betroffen sind die westlichen und südwestlichen Vororte Sydneys.

    08.44 Uh: Ungeeignete Schutzmasken wurden offenbar teilweise verwendet

    Ein Teil der rund zehn Millionen OP-Masken mit mutmaßlich gefälschter Qualitätsbestätigung wurde in der frühen Phase der Corona-Pandemie offenbar verwendet. Das geht aus der Antwort des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hervor.

    Das LGL hatte die Masken an die Kreisverwaltungsbehörden weitergegeben, nun erklärte es: "Es ist davon auszugehen, dass ein Teil der Masken, als diese noch als verwendbar galten, von den Kreisverwaltungsbehörden an Bedarfsträger ausgeliefert und dort aufgrund des großen Bedarfs während der ersten pandemischen Welle und des zusammengebrochenen Marktes für Schutzmasken verbraucht wurde."

    Die Behörde hatte die Masken im April 2020 für rund neun Millionen Euro von zwei Unternehmern aus der Oberpfalz gekauft. Einer der beiden ist Kommunalpolitiker der Freien Wähler.

    07.49 Uhr: Augsburg lockert Alkoholverbot in der Innenstadt

    Die Stadt Augsburg lockert das Alkoholverbot in der Innenstadt. Künftig gilt es nur noch an Freitagen und Samstagen ab 20 Uhr und jeweils bis 6 Uhr am nächsten Tag. Alkohol darf im Freien in dieser Zeit auf zahlreichen Straßen der Innenstadt nur in den Außenbereichen von Gastronomiebetrieben verkauft und konsumiert werden. Außerdem darf auf Teilen der Ludwigstraße freitags und samstags ab 22 Uhr und jeweils bis 6 Uhr am nächsten Tag kein Alkohol verkauft werden. Das Verbot stützt sich auf das Infektionsschutzgesetz und auf die 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

    05.40 Uhr: Neuseeland stoppt quarantänefreien Reiseverkehr mit Australien

    Neuseeland wird quarantänefreies Reisen zwischen Australien und dem eigenen Land ab Freitagabend für mindestens acht Wochen aussetzen. Wie Regierungschefin Jacinda Ardern mitteilt, habe man die Entscheidung getroffen, weil Australien gegen einen Ausbruch der hochinfektiösen Delta-Variante kämpfe. "Wir haben immer gesagt, dass sich unsere Reaktion mit der Entwicklung des Virus weiterentwickeln würde. Dies ist keine Entscheidung, die wir leichtfertig getroffen haben, aber es ist die richtige Entscheidung, um die Neuseeländer zu schützen", so Ardern.

    04.29 Uhr: 19 neue Corona-Fälle bei Olympia

    Am Tag der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio haben die Organisatoren 19 weitere Corona-Fälle veröffentlicht. Das ist der bisherige Höchstwert seit Beginn der Erfassung der Tests am 1. Juli. Damit stieg die Zahl der positiven Tests auf insgesamt 106. Wie das Organisationskomitee in dem heute veröffentlichten Tagesbericht bekanntgab, gehören zu den Betroffenen drei Athletinnen oder Athleten, die nicht aus Japan kommen. Namen oder Herkunftsländer werden vom Organisationskomitee nicht genannt.

    04.10 Uhr: RKI meldet 2.089 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 13,2

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 2.089 neue Positiv-Tests. Das sind 633 mehr als am Freitag vor einer Woche, als 1.456 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 13,2 von 12,2 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 34 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.492. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,75 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    03.42 Uhr: Ärztepräsident fordert tägliche Corona-Tests an Schulen

    Angesichts steigender Corona-Inzidenzen und der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante fordert der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, mehr Schutzmaßnahmen für Schüler zu Beginn des neuen Schuljahres. Wie Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht sagt, müsse es Ziel sein, tägliche Testungen vor dem Unterrichtsbeginn zu ermöglichen. So könne man die Infektionsdynamik verringern und Wechselunterricht vermeiden. Reinhardt schlägt dafür die Nutzung von leicht durchführbaren, sogenannten Lolly-Tests vor. Diese sollten flächendeckend für alle Schüler zur Verfügung gestellt werden.

    02.45 Uhr: Intensivmediziner fordern mehr Impftempo wegen Delta-Variante

    Intensivmediziner fordern eine Erhöhung des Impftempos, um eine vierte Welle mit der hochansteckenden Delta-Variante besser unter Kontrolle zu halten. "Es ist das Wichtigste, dass sich möglichst viele vollständig impfen lassen. Das ist unsere effektivstes Mittel gegen die Pandemie. Nur so lässt sich die vierte Welle abschwächen´", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. Um gegen die Delta-Welle gerüstet zu sein, sei eine Impfrate von 85 Prozent nötig. Marx sei besorgt, weil etwa zehn Millionen Menschen in Deutschland nicht vollständig und 32 Millionen gar nicht geimpft seien.

    02.00 Uhr: Ethikratsvorsitzende Woopen kritisiert Impfpflicht-Debatte

    Die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Christiane Woopen, hat die Debatte über eine Corona-Impfpflicht in Deutschland kritisiert. "Derzeit ist eine solche Diskussion ganz unangemessen", sagte Woopen der "Rheinischen Post". "Eine Herdenimmunität ist ohnehin nicht erreichbar, weil auch doppelt Geimpfte das Virus weitergeben, erkranken und sterben können, wenn auch mit erheblich niedrigerem Risiko. Eine Impfpflicht wäre nur im alleräußersten Notfall gerechtfertigt, wenn die gesundheitliche Situation völlig aus dem Ruder läuft. Und dann auch nur für bestimmte Berufsgruppen."

    02.38 Uhr: Australien lässt Impfstoff von Biontech und Pfizer für 12- bis 15-Jährige zu

    Die australische Arzneimittelbehörde lässt den Impfstoff vom Biontech und Pfizer nun auch für zwölf bis 15-Jährige zu. Laut Gesundheitsminister Greg Hunt habe sich die Behörde alle Bewertungen gründlich angeschaut und dann für eine Zulassung entschieden. Bisher war das Vakzin in Australien nur für Personen ab 16 Jahren zugelassen.

    00.20 Uhr: Spanien will 7,5 Millionen Impfdosen spenden

    Spanien will diese Woche damit beginnen, 7,5 Millionen Impfdosen zu spenden. Laut Regierungschef Pedro Sanchez sollen die Vakzine vor allem nach Lateinamerika gehen. Wie Sanchez in einem Interview mit CNN erklärt, werden die Impfstoffe über die internationale Impfallianz Covax verteilt.

    Freitag, 23. Juli 2021

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