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    Corona: Die Ereignisse vom 14. Juni bis 20. Juni

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 14. Juni bis 20. Juni.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Dienstag, 15.06.2021

    21.23 Uhr: Mallorca verschiebt Sperrstunde auf zwei Uhr morgens

    Die Party-Insel Mallorca nähert sich im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage immer mehr der Normalität. Die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe und Nachtlokale wird ab Samstagabend auf der spanischen Insel und den anderen Balearen Ibiza, Menorca und Formentera von bisher Mitternacht auf zwei Uhr morgens verlegt. Die neuen Regeln wolle man am Freitag offiziell beschließen, sagte der Sprecher der Regionalregierung, Iago Negueruela, am Dienstagabend vor Journalisten in Palma.

    20.43 Uhr: New York hebt nahezu alle Corona-Einschränkungen auf

    Im US-Bundesstaat New York werden nahezu alle Corona-Einschränkungen aufgehoben. Lediglich Maßnahmen, die auf Richtlinien der US-Gesundheitsbehörde CDC fußen, bleiben in Kraft. Betroffen davon sind etwa das öffentliche Verkehrs- und Gesundheitswesen. Die letzten vom Bundesstaat selbst angeordneten und bislang noch nicht zurückgenommenen Einschränkungen im kommerziellen und sozialen Bereich würden aber umgehend aufgehoben, teilt Gouverneur Andrew Cuomo mit.

    Unternehmen und Einzelpersonen könnten allerdings davon unabhängig weiter Vorkehrungen treffen, wenn sie dies wollten. Cuomo begründet die Aufhebung damit, dass mittlerweile 70 Prozent der Erwachsenen in dem Bundesstaat mindestens eine Impfdosis erhalten hätten. New York zählte mit der gleichnamigen Millionenmetropole im vergangenen Jahr zu den Pandemie-Brennpunkten in den USA.

    20.16 Uhr: Kaum Verstöße gegen Corona-Auflagen vor EM-Spiel in München

    Die Münchner Polizei hat vor dem EM-Spiel Deutschland gegen Frankreich am Dienstagabend zunächst kaum Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen festgestellt. "Es ist bislang ein gesitteter Abend ohne größere Vergehen", sagte ein Polizeisprecher kurz vor Beginn der Partie.

    Insgesamt waren 14.500 Menschen in der Arena zugelassen. Hinzu kamen wohl Tausende, die in Biergärten mitfieberten. Um einen Anstieg der Infektionszahlen zu verhindern, galt jedoch: Feiern nur mit strengen Abstands- und Hygieneregeln.

    19.35 Uhr: EU-Kommission legt Maßnahmenkatalog für Kampf gegen künftige Pandemien vor

    Die EU-Kommission hat einen Maßnahmenkatalog für den Kampf gegen mögliche künftige Pandemien vorgelegt. Demnach sollen unter anderem die Kapazitäten für die Produktion von Impfstoffen deutlich erweitert und das Ausrufen eines EU-weiten epidemischen Notstands möglich sein, wie die Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte.

    Der Maßnahmenkatalog sieht unter anderem vor, dass sich künftig in der EU jederzeit 500 bis 700 Millionen Impfdosen im Jahr herstellen lassen. Davon soll die Hälfte bereits in den ersten sechs Monaten einer Pandemie verfügbar sein.

    18.55 Uhr: 70 Prozent der Erwachsenen in New York geimpft

    Nachdem mehr als 70 Prozent der Erwachsenen im US-Bundesstaat New York mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen haben, hat Gouverneur Andrew Cuomo alle noch verbliebenen Einschränkungen aufgehoben. "Heute ist ein bedeutsamer Tag", sagte Cuomo am Dienstag bei einer Pressekonferenz. "Wir können jetzt in das Leben zurückkehren, was wir kennen." Zuvor hatte es unter anderem noch Beschränkungen für Großveranstaltungen und ähnliches gegeben, die meisten Einschränkungen des Alltags waren allerdings schon in den vergangenen Wochen aufgehoben worden.

    18.40 Uhr: EU-Kommission nimmt die ersten 20 Milliarden Euro auf

    Für die europäischen Corona-Hilfen hat die EU-Kommission die ersten 20 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Dafür wurden zehnjährige Anleihen platziert, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstagabend mitteilte. Die Konditionen seien mit weniger als 0,1 Prozent Zinsen sehr günstig. Insgesamt würden dieses Jahr 100 Milliarden Euro aufgenommen.

    Die EU hatte im vergangenen Jahr ein Wiederaufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro beschlossen - 800 Milliarden in an die Inflation angepassten Preisen, wie von der Leyen erklärte. Das Geld soll helfen, die wirtschaftlichen Schäden durch die Pandemie zu bewältigen. Finanziert wird dies über Schulden, die bis 2058 gemeinsam getilgt werden sollen.

    18.28 Uhr: Lettland lockert Corona-Einreisebeschränkungen

    Lettland hat die coronabedingten Einreisebeschränkungen für nachweislich Geimpfte und Genese gelockert. Wer bei Einreise in das baltische EU-Land ein digitales Covid-19-Zertifikat vorlegt, muss sich von Mittwoch an nicht mehr testen lassen und nicht mehr für 10 Tage in Quarantäne. Auch darf jeder künftig wieder ohne triftigen Grund in den Ostseestaat im Nordosten Europas einreisen. Dies teilte das Verkehrsministerium in Riga am Dienstag mit.

    18.20 Uhr: Kleine Lockerung in Frankreich bei EM-Spiel gegen Deutschland

    Kleine Corona-Lockerungen in Frankreich für die EM-Fans: Wer in Frankreich das Spiel des Fußball-Weltmeisters gegen die deutsche Nationalmannschaft ab 21.00 Uhr in einer Kneipe verfolgen möchte, muss nicht pünktlich um 23.00 Uhr zu Hause sein. Dann beginnt im ganzen Land eigentlich die abendliche Ausgangssperre.

    Es gebe eine Toleranz für die Menschen, die nach dem Spiel nach Hause gehen, kündigte Sportministerin Roxana Maracineanu an. "Man muss die Regel respektieren, in einem Café mit Sitzplätzen zu sein, um das Spiel zu verfolgen und dann nach dem Spiel nach Hause zu gehen", sagte sie dem Sender Franceinfo.

    Wer um 23:15 Uhr in den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Nähe seiner Wohnung kontrolliert werde, werde keine Schwierigkeiten bekommen, sagte Laëtitia Vallar, Sprecherin der Pariser Polizeipräfektur dem Sender BFMTV.

    17.47 Uhr: Länder wollen strengere Einreisevorschriften wegen Delta-Variante

    Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus wollen die Bundesländer einem Bericht zufolge strengere Einreisevorschriften durchsetzen. Kritisiert werden in einem Beschlussentwurf für die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am Mittwoch insbesondere die Regeln für Einreisen aus einfachen Risikogebieten, wie das Magazin "Business Insider" am Dienstag berichtete.

    Wer aus einem einfachen Risikogebiet einreist, kann die häusliche Quarantäne umgehen, indem er sich unmittelbar auf Corona testen lässt und das negative Testergebnis über ein zentrales Portal meldet. "Die umfassende Freitestmöglichkeit für alle Einreisen aus einfachen Risikogebieten führt zu einer lückenhaften Früherkennung möglicher Infektionen", heißt es dem Bericht zufolge dazu in dem Papier.

    "Es ist angesichts der neuen Virusvarianten notwendig, vor der anstehenden Reisesaison über eine einfache, aber effiziente Absicherung von Einschleppungen zur Verhinderung einer vierten Welle zu diskutieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen", zitierte "Business Insider" weiter aus dem Entwurf. Eine Option sei eine generelle "Zwei-Test-Strategie". Dann müsste sich jeder bei der Einreise testen lassen und fünf Tage später erneut. Verpflichtend solle auch werden, vorsorglich eine Kontaktliste für die Zeit bis zum zweiten Test zu führen. Diese müsse "im Fall des positiven Testergebnisses dem Gesundheitsamt übermittelt werden".

    17.00 Uhr: 6,6 Millionen digitale Impfnachweise ausgestellt

    Großer Andrang auf den neuen digitalen Corona-Impfnachweis hat am Dienstag zwischenzeitlich zu einzelnen technischen Verzögerungen geführt. Das System sei wegen des Ansturms zeitweise überlastet gewesen, teilte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage in Berlin mit. Insgesamt seien aber bis zum Nachmittag inzwischen 6,6 Millionen Zertifikate von Impfzentren, mobilen Diensten, Arztpraxen und Apotheken ausgegeben worden.

    Gesundheitsminister Jens Spahn sagte am Rande eines Treffens mit seinen EU-Kollegen in Luxemburg, gerade jetzt zu Beginn des Sommers und der Reisezeit sei es für viele Bürgerinnen und Bürger wichtig, dass es eine Einheitlichkeit gebe: "Dass ein digitaler Impfpass, der in Deutschland oder Spanien oder Finnland ausgestellt wird, eben auch dann in allen europäischen Ländern genutzt werden kann und gültig ist", sagte der CDU-Politiker.

    Der EU-weit vereinbarte digitale Nachweis einer vollständigen Impfung ist eine freiwillige Ergänzung zum weiter gültigen gelben Impfheft aus Papier. Erstellt werden soll der digitale Nachweis direkt an der Impfstelle, nachträglich ist es seit Montag auch in vielen Apotheken möglich.

    16.42 Uhr: Berlin will Aufklärung über Impfung von Italienern in Bayern

    Das Bundesgesundheitsministerium hat die bayerischen Behörden zur Aufklärung der fragwürdigen Corona-Impfung von italienischen Hotel-Mitarbeitern in Deutschland aufgefordert. Ein Sprecher des Ministeriums in Berlin betonte am Dienstag, dass nach der Rechtslage nur Personen mit Wohnsitz oder mit Arbeitsstätte in der Bundesrepublik hier geimpft werden dürften. "Beides trifft auf die Beschäftigten eines italienischen Hotels nicht zu." Damit verstoße die Impf-Aktion gegen geltendes Recht und müsse vor Ort aufgeklärt werden. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits Aufklärung verlangt. "Wir wollen keinen Impftourismus nach Deutschland", sagte er.

    Hintergrund war eine Kurzreise von etwa 100 Hotel-Mitarbeitern im Mai von Sardinien nach Bayern. Nach Medienberichten wurden die Beschäftigten einer Ferienanlage eingeflogen und am Münchner Flughafen gegen Covid-19 geimpft. Nach einem kurzen Aufenthalt flog die Gruppe wieder zurück. Ein Münchner Arzt bestätigte später an der Impfaktion beteiligt gewesen zu sein.

    16.40 Uhr: Brandenburg hebt Kontaktbeschränkungen auf und öffnet Clubs

    Brandenburgs Landesregierung hat angesichts sinkender Infektionszahlen weitreichende Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen. So würden sämtliche Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit aufgehoben und Tanz-Clubs könnten mit beschränkter Personenzahl und strengen Hygiene-Auflagen wieder öffnen, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung.

    Zudem soll die Maskenpflicht im Freien komplett entfallen. Auch in Grundschulen und Horten müssen Kinder keine Masken mehr tragen. Weiter gelten soll die Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen wie in Geschäften und im Nahverkehr.

    16.23 Uhr: Auch Schottland wird weitere Lockerungen wohl verschieben

    Wie in England müssen sich auch die Menschen in Schottland wohl noch länger gedulden, bis weitere Corona-Maßnahmen gelockert werden. Regierungschefin Nicola Sturgeon sagte am Dienstag in Edinburgh, es sei sehr unwahrscheinlich, dass am 28. Juni weiter gelockert werden könne. Ursprünglich sollte an diesem Datum das gesamte Land wieder weitgehend zur Normalität zurückkehren. Eine endgültige Entscheidung soll kommende Woche getroffen werden.

    Man müsse sich genügend Zeit verschaffen, um noch deutlich mehr Menschen vollständig zu impfen, sagte Sturgeon. Wegen der rapiden Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten, sehr ansteckenden Delta-Variante liegen die Corona-Fallzahlen in Schottland derzeit wieder fünfmal so hoch wie noch Anfang Mai.

    16.12 Uhr: Mehrere Bundesländer lockern Maskenpflicht in Schulen

    Mehrere Bundesländer haben am Dienstag angekündigt, die Maskenpflicht in Schulen zu lockern oder abzuschaffen. Ab übernächster Woche müssen Schüler in Klassenzimmern in Baden-Württemberg unter bestimmten Umständen keine Masken mehr im Unterricht tragen. Rheinland-Pfalz hebt die Maskenpflicht an Schulen auf. Dort gilt die neue Regelung bereits ab dem kommenden Montag. Auch Bremen hebt die Maskenpflicht in Klassenräumen für Schüler und Lehrer an weiterführenden Schulen ab kommendem Montag auf. Das Saarland kündigte an, die Maskenpflicht während des Unterrichts in Klassenzimmern ab kommendem Donnerstag aufzuheben.

    Bayern lockert ebenfalls seine Regeln für Schulen. Im Freien und auf Schulhöfen besteht künftig keine Maskenpflicht mehr, wie die Landesregierung am Dienstag ankündigte. In Gebäuden hingegen bleibt sie bestehen.

    14.42 Uhr: Oberallgäu meldet erstes Opfer der Delta-Mutante

    Im Oberallgäu ist erstmals ein Mensch an der Delta-Variante des Corona-Virus gestorben. Das teilt das Landratsamt mit. Das Gesundheitsamt habe von dem Fall selbst erst in der vergangenen Woche erfahren. Bei dem Toten handelt es sich laut Behörde um einen 60-jährigen Mann mit Vorerkrankungen. Er sei nach einigen Tagen stationärer Krankenhausbehandlung am vergangenen Samstag, 12. Juni verstorben. Nun sind die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes damit beschäftigt, die Kontakte des Mannes ausfindig zu machen und mögliche Verbreitungswege der Virus-Mutante herauszufinden und Infektionsketten zu identifizieren, um sie unterbrechen zu können. Auch die Mitglieder einer Kirchengemeinde werden diesbezüglich kontaktiert. Um welche Kirchengemeinde es sich handelt, wollte das Landratsamt auf Bitten der Gemeinde nicht sagen.

    14.40 Uhr: Krise setzt mehr Verbraucher finanziell unter Druck

    Die Folgen der Corona-Pandemie bringen viele Verbraucher finanziell in Bedrängnis. Wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform ergab, beklagen 39 Prozent coronabedingte Einkommenseinbußen. Hochgerechnet auf die Bevölkerung hatten der repräsentativen Erhebung zufolge 16,4 Millionen Haushalte weniger Geld zur Verfügung als zuvor. Das waren 1,7 Millionen Haushalte mehr als in der Herbst-Befragung (35 Prozent). Kurzarbeiter, Minijobber und Solo-Selbstständige sind besonders betroffen. 29 Prozent der Befragten gehen davon aus, in den kommenden zwölf Monaten gewisse Kosten nicht mehr tragen zu können, ob Stromrechnung oder Miete.

    14.30 Uhr: Impfungen in Bayerns Abschlussklassen frühestens Ende Juni

    Voraussichtlich Ende Juni oder Anfang Juli sollen in Bayern die Schüler der Abschlussklassen Angebote für Corona-Impfungen erhalten. Derzeit liefen noch die Planungen für die Umsetzung, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit Blick auf die kommenden Wochen. "Wir planen jetzt mal so in Richtung Ende Juni Anfang Juli, das dann zeitlich natürlich nicht auf einmal, aber immer wieder durchzuführen und hoffen, dass uns der Impfstoff auch zur Verfügung steht, den wir dazu natürlich brauchen."

    Mitte Mai hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt, dass noch im Juni in Schulen die Abschlussklassen geimpft werden und "vielleicht noch vor den Sommerferien Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren, sobald die Impfstoffe zugelassen sind".

    14.18 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern schafft Maskenpflicht im Freien weitgehend ab

    Die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien soll in der kommenden Woche in Mecklenburg-Vorpommern weitestgehend abgeschafft werden. Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin an. Außerdem werde es ein neues Ampelsystem geben, anhand dessen weitere Corona-Maßnahmen oder Lockerungen abgeleitet werden sollen. Es berücksichtigt laut Schwesig nicht allein die Sieben-Tage-Inzidenz, also den Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, sondern zudem etwa die Krankenhausauslastung mit Covid-19-Patienten.

    14.08 Uhr: Epidemische Lage in NRW endet am Freitag

    Im Gegensatz zum Bundestag will Nordrhein-Westfalen die wegen der Corona-Pandemie verhängte epidemische Lage im Land beenden. Bereits am Freitag sollen die erweiterten Befugnisse für die Landesregierung zurückgenommen werden, wie die CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag am Dienstag mitteilte. Auch der Koalitionspartner FDP und die SPD unterstützten die Beendigung der sogenannten epidemischen Notlage von landesweiter Tragweite.

    Den Menschen müsse ihre Freiheit zurückgegeben werden, schrieb der FDP-Fraktionsvorsitzende Christof Rasche im Kurzbotschaftendienst Twitter. Deswegen sei seine Fraktion für ein Auslaufen der epidemischen Notlage. Von einer Überlastung des Gesundheitssystems, die die Corona-Maßnahmen verhindern sollten, sei das Land "weit entfernt".

    14.02 Uhr: Sorge vor Ausbreitung der Delta-Variante in Frankreich

    In Frankreich wächst die Sorge vor einer Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus. Derzeit werde bei zwei bis vier Prozent der positiven Corona-Tests, die auf Varianten untersucht werden, die zunächst in Indien entdeckte Variante festgestellt, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Dienstag in Paris. Das klinge zwar nach wenig, sei aber vergleichbar mit der Lage in Großbritannien vor einigen Wochen.

    Die Delta-Variante hat die Corona-Zahlen in Großbritannien wieder ansteigen lassen. Die geplante Aufhebung aller Restriktionen wurde deshalb am Montag um vier Wochen verschoben. In Frankreich hat sich die Corona-Lage zuletzt deutlich entspannt. Zuletzt wurden landesweit etwa 43 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gezählt.

    13.58 Uhr Sachsen-Anhalt lockert Corona-Regeln noch diese Woche

    Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt will die Corona-Regelungen noch vor dem Wochenende lockern. Die Regierung habe "in vielen Bereichen zentrale Lockerungen" beschlossen, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Magdeburg. So sollen die bislang geltenden Kontaktbeschränkungen in Kontaktempfehlungen umgewandelt werden. Bislang darf jeder bis zu zehn andere Menschen treffen, egal aus welchem Haushalt.

    Außerdem muss im öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften künftig nur noch ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske fällt dort damit künftig weg. Das sei angesichts des warmen Wetters eine Erleichterung, so Grimm-Benne weiter. Auch für den Gastronomiebereich und die Schulen wurden Lockerungen beschlossen.

    13.47 Uhr: Pandemie geht laut Intensivmediziner in "chronische Phase" über

    Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, fordert ein Ende des "pandemischen Denkens" in Bezug auf das Coronavirus. Man werde in den kommenden Wochen und Monaten aus der pandemischen Phase herauskommen, künftig werde Covid eine Erkrankung des Klinikalltags werden und den Schrecken einer in Wellen verlaufenden Pandemie verlieren, sagte Karagiannidis bei einer digitalen Pressekonferenz des Verbands am Dienstag.

    "Wir werden in den kommenden Tagen die magische Grenze von 1000 Patienten unterschreiten." Nun sei die Zeit gekommen, "in eine chronische Phase" überzugehen, sagte Karagiannidis. Corona werde den Klinikalltag in den nächsten Jahren "wie die jährliche Grippewelle" begleiten.

    13.35 Uhr: Maskenpflicht in Bayerns Klassenzimmern bleibt

    Trotz einer "wirklich positiven" Entwicklung der Corona-Infektionslage in Bayern und Deutschland wird es im Freistaat vorerst keine weiteren Lockerungen geben. Die Staatsregierung habe sich am Dienstag mit Fachleuten von der Ludwig-Maximilians-Universität München beraten und deren Expertise eingeholt, sagte Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) nach der Kabinettssitzung in München. Es gehe "nicht um Alarmismus oder Panikmache", mit Blick auf die aus Indien stammende Delta-Variante seien weitere Lockerungen aber vorerst nicht denkbar - auch nicht beim Thema Maskenpflicht.

    Mit Blick auf Großbritannien sagte er, die Inzidenz sei in den vergangenen vier Wochen dort von 20 auf nun 70 gestiegen - obwohl dort 60 Prozent der Menschen bereits doppelt geimpft sind. "Die Delta-Variante ist sehr viel ansteckender", erläuterte Herrmann.

    Mit Blick auf die Diskussionen um ein mögliches Ende der Maskenpflicht an den Schulen sagte der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler), man habe keine weiteren Beschlüsse in der Staatsregierung gefasst - weil man sich nicht ganz einig sei mit dem Koalitionspartner CSU. So gehen die Meinungen zum Tragen der Maske während des Unterrichts im Klassenzimmer auseinander, sagte Piazolo.

    13.26 Uhr: Bayern warnt bei Pandemiebekämpfung vor Delta-Variante

    Die bayerische Staatsregierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine deutliche Warnung vor der in Großbritannien inzwischen dominanten Delta-Variante des Coronavirus ausgesprochen. Nach Ansicht von Virologen sei diese zuerst in Indien bekanntgewordene Virus-Variante deutlich ansteckender und verursache schwererer Krankheitsverläufe, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. An der Sitzung am Dienstag in München hatten auch Virologen teilgenommen.

    In Bayern seien bereits 132 Fälle der Delta-Variante bekanntgeworden. Ihr Anteil sei innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit aber bereits von zwei auf zehn Prozent auch in Bayern gestiegen, sagte Herrmann. Der Impffortschritt sei mit knapp 50 Prozent bei Erstimpfungen und 26 Prozent bei Zweitimpfungen gut, reiche aber noch nicht aus, um dem Pandemieverlauf alleine und ohne Einhaltung von Hygieneregeln zu begegnen. Wenn alle Maßnahmen so blieben wie bisher, dann würden nach Einschätzung von Virologen die Infektionszahlen allein wegen der Delta-Variante nach oben gehen.

    12.54 Uhr: Bund zahlt Luftfilteranlagen an Schulen und Kitas

    Schulen und Kitas können nun beim Bund Fördermittel für den Einbau von festen Luftfilteranlagen beantragen. Seit Freitag können entsprechende Anträge gestellt werden, wie das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) mitteilte. Die Förderung ist allerdings begrenzt auf Räume und Einrichtungen für Kinder bis 12 Jahren, da für diese Altersgruppe bisher kein Impfstoff gegen Corona zugelassen ist.

    Anträge können direkt online beim Bafa gestellt werden, entweder durch die Träger der Einrichtungen oder durch Schulen, Kitas und Horte selbst. Es gibt maximal 500 000 Euro. Nicht gefördert werden mobile Luftfilter, Umbauten an Fenstern oder sogenannte Klappenlüftungen. Außerdem gibt es nur dann Geld, wenn nicht bereits Fördergelder von anderen Stellen, wie dem Land oder der EU fließen. Das Programm ist bis Ende des Jahres befristet.

    Mit dem ursprünglichen Luftfilterprogramm des Bundes in Höhe von rund 500 Millionen Euro, das im vergangenen Jahr aufgelegt wurde, wird bereits der Einbau von Anlagen in öffentlichen Gebäuden, Theatern, Museen und auch Schulaulen gefördert. Dies wurde nun um Kitas und Schulen ergänzt. Zudem gibt es vom Bund jetzt auch Zuschüsse für die Um- und Aufrüstung bestehender Luftfilteranlagen unter anderem in Einrichtungen der Rehabilitation und der Kinder- und Jugendhilfe.

    12.47 Uhr: Kulturveranstaltungen können sich für Hilfen registrieren

    Mit einem Sonderfonds von 2,5 Milliarden Euro will die Bundesregierung die Wiederaufnahme und finanzielle Planbarkeit von Konzerten, Theateraufführungen, Kinovorstellungen und vielen anderen kulturellen Veranstaltungen unterstützen. Dazu können sich Kulturveranstalter ab sofort unter www.sonderfonds-kulturveranstaltungen.de registrieren, wie die Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und das Bundesfinanzministerium am Dienstag in Berlin mitteilten.

    Die Länder setzen den Sonderfonds um und führen die Antragsbearbeitung und Bewilligung über ihre Landeskulturbehörden oder beauftragte Stellen durch. Der Sonderfonds bietet demnach Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Veranstaltungen, die wegen der geltenden Hygienebestimmungen nur mit reduziertem Publikum stattfinden können und übernimmt teilweise eine Ausfallabsicherung für geplante Veranstaltungen, falls es aufgrund der Corona-Pandemie zu einer Absage kommt.

    12.29 Uhr: Umfrage: Beschäftigte wollen im Homeoffice bleiben

    Die Mehrheit der Beschäftigten möchte einer neuen Umfrage zufolge auch nach der Corona-Pandemie von zu Hause aus arbeiten. Im Mai befand sich jeder zweite Beschäftigte mindestens gelegentlich im Homeoffice, wie die jüngste repräsentative Befragung des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BADW) laut Mitteilung vom Dienstag ergab. Damit sei die Nutzung weiter gestiegen.

    Für Arbeitgeber könnten Homeoffice-Angebote den Angaben zufolge im Wettbewerb um knappe Fachkräfte zum Wettbewerbsfaktor werden: 55 Prozent der Befragten wünschten sich, weiterhin mindestens ab und zu von zu Hause aus arbeiten zu können. 72 Prozent aller Berufstätigen, deren Tätigkeit Homeoffice prinzipiell zulässt, sahen Homeoffice bei der künftigen Wahl einer Arbeitsstelle als wichtig an. Auch die Sicht der Arbeitgeber auf das Homeoffice hat sich der Umfrage zufolge verbessert: 80 Prozent der Arbeitnehmer gaben an, dass ihr Arbeitgeber Homeoffice infolge der Corona-Pandemie positiver sieht als zuvor.

    12.27 Uhr: Berlin lockert die Maskenpflicht

    Berlin hebt die Maskenpflicht nicht auf, aber es gibt zumindest Lockerungen. Auf den Bürgersteigen von Einkaufsstraßen und auf sehr belebten Plätzen, für die das bisher vorgeschrieben war, müssen keine Masken mehr getragen werden - bis auf Stellen, an denen kein Mindestabstand möglich ist. Auch im Zoo und im Tierpark fällt im Freien die Maskenpflicht weg. Das hat der Berliner Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschlossen. Die geltende Infektionsschutzverordnung soll entsprechend geändert werden.

    Dagegen gibt es keine Änderung bei der Maskenpflicht für Busse und Bahnen. Im ÖPNV müssen weiterhin FFP2-Masken getragen werden.

    12.18 Uhr: Maskenpflicht in Israel auch in Innenräumen aufgehoben

    Angesichts der gesunkenen Corona-Ansteckungsgefahr fällt in Israel die Maskenpflicht. Die Bürger müssten künftig auch in geschlossenen Räumen keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen, teilte die Regierung mit. Die Maskenpflicht im Freien war bereits im April aufgehoben worden. Nun können Schüler und Arbeitnehmer die Maske auch im Klassenzimmer oder im Büro weglassen. Rund 55 Prozent der 9,3 Millionen Israelis haben den vollen Impfschutz erhalten. Doch ist die mit großem Tempo betriebene Impfkampagne zuletzt ins Stocken geraten, obwohl sich mittlerweile auch Jugendliche eine Spritze gegen Covid-19 geben lassen können.

    11.27 Uhr: Von der Leyen und Braun verteidigen Impfstoffstrategie Europas

    Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, und Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) haben den gemeinsamen europäischen Weg der Impfstoffverteilung verteidigt. Sie wolle es sich nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn Deutschland oder andere große europäische Länder beim Impfstoff einen Alleingang gemacht hätten, sagte von der Leyen am Dienstag beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit. "Das hätte die europäische Einheit zerrissen."Von der Leyen räumte ein, dass die USA und Großbritannien beim Impfen anfangs schneller gewesen seien. Letztendlich zähle aber, dass die EU einen verlässlichen gemeinsamen Weg aus der Krise gefunden habe. Mittlerweile seien mehr als 320 Millionen Impfdosen ausgegeben und mehr als 280 Millionen EU-Bürger geimpft worden.

    Auch Braun sagte, wenn Deutschland zuerst für sich gesorgt hätte, wäre ein schwerer Schaden entstanden. Heute lägen die europäischen Länder bei den Impfraten nah beieinander. "Das hat den europäischen Zusammenhalt gestärkt." Der Kanzleramtsminister warb mit Blick auf künftige Epidemien für den Aufbau einer gemeinsamen europäischen Wertschöpfungskette bei Schutzmaterial und der Produktion von Impfstoffen und Medikamenten.

    11.03 Uhr: Ab Mittwoch in Griechenland Impfung für alle ab 18

    Von morgen an können sich in Griechenland alle Erwachsenen im Alter ab 18 Jahren impfen lassen. Die Impfpriorisierung nach Altersgruppen wird damit aufgehoben, wie das griechische Impfkomitee mitteilte.

    Zudem wurde der Einsatz des Impfstoffs Astrazeneca erneut eingeschränkt - er soll künftig nur noch Menschen über 60 verabreicht werden. Begründet wird die Entscheidung mit den niedrigen Fallzahlen in Griechenland. Den Impfexperten zufolge ist es für jüngere Menschen derzeit unwahrscheinlicher, sich mit Corona zu infizieren, als durch Astrazeneca ein lebensgefährliches Blutgerinnsel zu entwickeln.

    Fast die Hälfte der rund elf Millionen Einwohner des Landes ist nach Angaben der Gesundheitsbehörde bisher mindestens einmal geimpft worden. Am Montag zählte die Behörde 472 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. In Griechenland sind die meisten strengen Corona-Auflagen mittlerweile abgeschafft; es gelten allerdings zahlreiche Abstands- und Sicherheitsmaßnahmen sowie Maskenpflicht im öffentlichen Raum.

    10.52 Uhr: 22,3 Millionen Menschen mit vollem Impfschutz

    Immer mehr Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 22,3 Millionen Menschen haben den vollständigen Impfschutz, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Das sind 26,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Knapp 40,5 Millionen Menschen (48,7 Prozent) haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Am Montag wurden 590.529 Millionen Impfdosen verabreicht. 407.728 davon führten zur vollständigen Impfung.

    Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 54,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Auch das Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen haben die 50-Prozent-Marke geschafft, Mecklenburg-Vorpommern steht kurz davor. In Bayern sind 46,6 Prozent aller Menschen erstgeimpft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 43,5 Prozent. Das Saarland zählt mit 31,9 Prozent den höchsten Anteil an Einwohnern mit vollständigem Impfschutz. Hessen ist hier mit 24,5 Prozent am Ende der Rangliste.

    10.37: Verfassungsschutzbericht - Rechtsextreme nutzten Corona-Proteste für sich

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat vor einer gestiegenen Gefahr durch Rechtsextremismus in Deutschland gewarnt. Es gebe eine "besondere Sicherheitslage, die ein dickes Problem ist", sagte Seehofer am Dienstag bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts für das Jahr 2020 in Berlin. So habe die Corona-Pandemie zur Verstärkung der rechten Szene beigetragen. Die Zahl der Rechtsextremen sei auf etwa 33.300 gestiegen, von denen 13.300 potenziell gewaltorientiert seien.

    Seehofer sagte, im vergangenen Jahr seien zwar zahlreiche rechtsextremistische Großveranstaltungen abgesagt worden. Rechtsextreme hätten sich aber bemüht, über die Proteste gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen Anschluss an das bürgerliche Spektrum zu finden. "Besonders besorgt muss uns machen, dass sich die bürgerlichen Demonstranten nicht klar von den rechtsextremistischen abgegrenzt haben."

    10.08 Uhr: EU-Gesundheitskommissarin warnt vor Nachlassen beim Impfen

    EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat beim Treffen der EU-Gesundheitsminister in Luxemburg zu weiterhin hohem Druck bei der Impfkampagne gemahnt. Es gebe "jeden Grund zu Optimismus", man dürfe jedoch nicht "zu selbstgefällig" sein, sagte Kyriakides zum Auftakt des eintägigen Ministertreffens am Dienstag. Inzwischen seien mehr als 53 Prozent der Erwachsenen in der EU gegen Corona geimpft; jeder Dritte habe die zweite Dosis erhalten. Man beobachte aber genau die Situation bei den Virusvarianten. "Daher ist wichtig, dass wir die Botschaft senden: impfen, impfen, impfen." Bei der ersten persönlichen Beratung der Gesundheitsminister seit einem Jahr soll es nach Worten von Kyriakides auch um die Notwendigkeit gehen, mittel- und langfristig besser vorbereitet zu sein. Die EU-Kommissarin sprach sich für eine Stärkung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Stockholm sowie der europäischen Arzneimittel-Agentur EMA in Amsterdam aus. Für Deutschland nahm Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an der Arbeitsrunde teil.

    09.49 Uhr: Länder wollen bundeseinheitliches Vorgehen bei Großveranstaltungen

    Angesichts sinkender Corona-Inzidenzen streben die Länder offenbar ein bundeseinheitliches Vorgehen bei Großveranstaltungen an. In der kommenden Woche solle es einen Vorschlag für eine gemeinsame Regelung geben, kündigte die niedersächsische Staatskanzlei am Dienstag in Hannover an. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte sich bereits in der vergangenen Woche für einheitliche Corona-Regeln bei Großveranstaltungen ausgesprochen.

    Oft gehe es um ähnliche Veranstaltungen im gleichen Format, etwa bei der Fußballbundesliga oder Konzerttourneen, erklärte der Ministerpräsident. Er forderte unter anderem klare Hygienekonzepte "insbesondere mit der Gewährleistung von Abstand". Dann könne man sich auch wieder an größere Veranstaltungsformate herantasten.

    09.44 Uhr: Brasilien - Mehr als 40 Corona-Fälle rund um Copa América

    Rund um die Copa América in Brasilien sind 41 Corona-Fälle festgestellt worden. Betroffen seien 31 Spieler oder Angestellte teilnehmender Nationalmannschaften sowie zehn Arbeiter, die für die Fußball-Südamerikameisterschaft angeheuert worden seien, teilte das brasilianische Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

    Alle Mitarbeiter mit positivem Testergebnis seien in Brasilia gemeldet worden, wo die brasilianische Auswahl das Turnier am Sonntag mit einem klaren Sieg über Venezuela eröffnete. Die venezolanische Nationalmannschaft meldete zuvor fast ein Dutzend Corona-Fälle unter Spielern und dem Trainerstab und beorderte daher kurzfristig 15 neue Kicker nach Brasilien.

    09.37 Uhr: Impfung verhindert Klinikaufenthalt bei Delta-Variante

    Ein vollständiger Impfschutz mit zwei Dosen der Mittel von Biontech/Pfizer oder Astrazeneca verhindert einer britischen Datenanalyse zufolge sehr gut schwere Krankheitsverläufe bei der Delta-Variante des Coronavirus. Die Effektivität sei in etwa so hoch wie bei der zuvor dominierenden Alpha-Variante, teilte die Behörde Public Health England (PHE) am späten Montagabend mit.

    Das Risiko für eine Krankenhauseinweisung wurde bei den vollständig Geimpften jeweils um mehr als 90 Prozent verglichen mit dem von Ungeimpften verringert. Die Untersuchung bestätige, wie wichtig es sei, die zweite Impfung zu erhalten, sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. Vor allem beim Astrazeneca-Impfstoff fiel die Schutzwirkung nach der ersten Dosis der Auswertung zufolge noch merklich geringer aus.

    Für die PHE-Studie wurden zwischen dem 12. April und dem 4. Juni insgesamt symptomatische 14.019 Infektionen mit der Delta-Variante in England berücksichtigt, von denen 166 in Krankenhäusern behandelt wurden. Zuvor hatte bereits eine im Fachjournal "Nature" veröffentlichte Studie ergeben, dass der Impfstoff von Biontech und Pfizer vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2) gut schützt.

    09.26 Uhr: London - Neue Verschiebung von Corona-Öffnung nur im Ausnahmefall

    Die britische Regierung will das Ende aller Corona-Maßnahmen nur im Ausnahmefall erneut verschieben. "Es müsste eine beispiellose und bemerkenswerte Veränderung in der Entwicklung der Krankheit geben", sagte Staatsminister Michael Gove am Dienstag dem Sender Sky News.

    Am Vorabend hatte Premierminister Boris Johnson angekündigt, die für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Restriktionen wegen der Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante um vier Wochen bis zum 19. Juli zu verschieben.

    "Es ist bedauerlich, dass wir diese Pause einlegen müssen", sagte Gove. "Aber wir wollen sicherstellen, dass wir nichts zurücknehmen müssen, wenn wir diesen Schritt gehen." Es wäre für Unternehmen und Gesellschaft fatal, wenn Freiheiten erneut gestrichen werden müssten. Die Regierung will die kommenden Wochen nutzen, um noch mehr Tempo beim Impfprogramm zu machen. So sollen alle über 40-Jährigen spätestens in der Woche ab 19. Juli ihre für den vollen Schutz nötige zweite Dosis erhalten, alle über 18-Jährigen ihre erste. Seit Dienstag können sich 23- und 24-Jährige für eine Impfung anmelden.

    Wissenschaftler haben die Verschiebung begrüßt. Viele konservative Politiker aus Johnsons Regierungspartei hingegen murren und drängen darauf, dass der 19. Juli wirklich der «Tag der Freiheit» sein müsse.

    08.44 Uhr: Corona-Antikörpertherapie von Astrazeneca floppt in klinischer Studie

    Eine Corona-Antikörpertherapie von Astrazeneca ist in einer klinischen Studie gescheitert. In der Untersuchung, in der das Mittel zur Vorbeugung von Covid-19 mit einem symptomatischen Verlauf getestet wurde, wurde das Studienziel nicht erreicht, teilt Astrazeneca mit. An der Studie nahmen ungeimpfte Erwachsene ab 18 Jahren teil, die innerhalb der vergangenen acht Tage vor Behandlung Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Das Mittel reduzierte zwar das Risiko symptomatischer Covid-Verläufe um 33 Prozent im Vergleich zu einem Placebo, statistisch war das aber nicht signifikant. Die Rivalen Regeneron und Eli Lilly haben ähnliche Antikörpertherapien entwickelt, deren Einsatz bereits freigegeben wurde.

    08.38 Uhr: US-Abgeordnete Greene tut Holocaust-Vergleich mit Maskenpflicht leid

    Die US-Abgeordnete Marjorie Taylor Greene hat sich dafür entschuldigt, die Maskenpflicht im Parlament mit den Schrecken des Holocaust gleichgesetzt zu haben. Es tue ihr sehr leid, dass sie Menschen mit ihren Äußerungen verletzt habe, sagte die Republikanerin aus Georgia vor Reportern vor dem Kapitol. Sie habe zuvor das Holocaust-Museum in Washington besucht. "Es gibt keinen Vergleich und es wird niemals einen geben." Antisemitismus sei "echter Hass", erklärte Greene weiter.

    Vor rund drei Wochen hatte Greene in einem konservativen Podcast die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor Corona kritisiert, die Demokraten im Repräsentantenhaus durchgesetzt haben. Die Auflagen erinnerten sie an "eine Zeit und Geschichte, in der Menschen angehalten wurden, einen goldenen Stern zu tragen", erklärte Greene damals. Sie seien "in Züge gesteckt und in Gaskammern in Nazideutschland gebracht" worden. "Dies ist genau die Art von Übergriff, von dem Nancy Pelosi spricht." Pelosi ist die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses.

    Greenes Einlassungen wurden auch von der republikanischen Führung verurteilt. Zuletzt scheuten sich die Parteigranden aber, Greene - eine enge Verbündete von Expräsident Donald Trump - zu tadeln.

    08.24 Uhr: Mehrheit für Aufhebung der Maskenpflicht in Schulräumen

    Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Aufhebung der Maskenpflicht in Unterrichtsräumen an Schulen. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 59 Prozent dafür aus. 31 Prozent lehnen dies ab. 10 Prozent machten keine Angaben. Frauen befürworten eine Aufhebung mit 62 Prozent etwas stärker als Männer mit 56 Prozent.

    Der Deutsche Lehrerverband hatte sich gegen eine schnelle Aufhebung der Maskenpflicht an den Schulen ausgesprochen. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin, er rate insbesondere während des Unterrichts zu "größtmöglicher Vorsicht". "Das Virus ist ja noch nicht von der Bildfläche verschwunden." Maskenpflicht und auch regelmäßige Tests sollten im auslaufenden Schuljahr bleiben.

    07.38 Uhr: Forscherin von Virus-Labor in Wuhan weist Theorie über Laborunfall zurück

    Die renommierte Wissenschaftlerin vom Virus-Forschungslabor in Wuhan, Shi Zhengli, hat die Theorie eines Corona-Ausbruchs durch einen Laborunfall zurückgewiesen. "Wie um alles in der Welt kann ich Beweise für etwas vorlegen, für das es keine Beweise gibt?" sagte die chinesische Forscherin der "New York Times". Es sei ihr ein Rätsel, "wie die Welt so weit gekommen ist, einen unschuldigen Wissenschaftler ständig mit Dreck zu bewerfen".

    Schon früh nach Beginn der Pandemie war die Theorie aufgetaucht, das Corona-Virus könnte aus dem Labor in Wuhan entwichen sein, obwohl es dafür bisher keine Belege gibt. Der frühere US-Präsident Donald Trump und seine Anhänger bauschten dies zu einem Vorwurf gegen China auf, manche meinten sogar, das Virus sei womöglich absichtlich freigesetzt worden.

    Trumps Nachfolger Joe Biden ordnete im Mai eine Untersuchung durch den US-Geheimdienst an. Die angekündigten Ermittlungen sowie Berichte, wonach drei Forscher des Instituts im Jahr 2019 nach dem Besuch einer Fledermaus-Höhle krank geworden seien, verschafften der Theorie neuen Aufwind.

    Shi gilt als Expertin für Coronaviren bei Fledermäusen. Einige Wissenschaftler halten es für möglich, dass das Team in Wuhan bei Experimenten die Stärke eines solchen Virus künstlich erhöht haben könnte, um seine Auswirkungen auf Wirte besser zu untersuchen.

    07.18 Uhr: Japan verdoppelt Impfdosen für Olympia-Mitarbeiter

    Japan hat sich weitere 20.000 Impfdosen für Mitarbeiter bei den Olympischen Spielen in Tokio gesichert. Wie Olympia-Ministerin Tamayo Marukawa heute bekanntgab, hat die Regierung eine entsprechende Vereinbarung mit dem US-Konzern Pfizer getroffen. Damit erhält Japan für Olympia-Mitarbeiter nun insgesamt 40.000 Impfdosen, nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) zuvor mit Pfizer bereits eine Vereinbarung über die Bereitstellung von 20.000 Dosen getroffen hatte. So sollen nun auch Freiwillige, die im Olympischen Dorf eingesetzt werden, Mitarbeiter des Organisationskomitees sowie einheimische Journalisten das Angebot einer Corona-Impfung erhalten.

    Das Impfprogramm für Mitarbeiter werde am Donnerstag im Ajinomoto Training Center in Tokio beginnen, wo Mitglieder der japanischen Olympia-Delegation seit 1. Juni ihre Impfungen erhalten. Laut IOC werden 80 Prozent der Athleten im Olympischen Dorf mit Beginn der Spiele am 23. Juli geimpft sein. Ungeachtet breiter Ablehnung in der Bevölkerung setzen Japans Olympia-Macher ihre Vorbereitungen für die Spiele unbeirrt fort. Sie waren wegen Corona um ein Jahr verschoben worden.

    05.46 Uhr: Brasilien - Bolsonaro bittet Pfizer um schnellere Impfstoff-Lieferung

    Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro will Insidern zufolge das Impfprogramm beschleunigen. Bolsonaro habe bei Pfizer angefragt, ob die für das vierte Quartal bestimmte Lieferung auf Juni vorgezogen werden könne, sagt ein mit der Angelegenheit vertrauter Regierungsbeamter. Das Büro des Präsidenten bestätigt in den sozialen Medien eine Telefonkonferenz zwischen Bolsonaro, seinem Stabschef, dem Gesundheitsminister sowie Außenminister und den Geschäftsführern von Pfizer Brasilien und Pfizer Lateinamerika. Pfizer lehnt einen Kommentar ab. Brasilien verzeichnet nach den USA die meisten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Bolsonaro hatte Covid-19 zunächst als Grippe verharmlost und laut Aussage einer brasilianischen Untersuchungskommission im vergangenen Jahr Impfangebote von Pfizer ignoriert.

    04.55 Uhr: 166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt

    In den vergangenen zwölf Monaten sind rund 166 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studenten ausgezahlt worden. Die Summe nannte das Deutsche Studentenwerk (DSW) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Im Durchschnitt hätten die Betroffenen knapp 450 Euro im Monat bekommen. Die sogenannte Überbrückungshilfe kann seit einem Jahr (16. Juni 2020) online beantragt werden.

    Insgesamt seien bei den 57 Studenten- und Studierendenwerken, die sich um die Bearbeitung kümmern, 548.000 Anträge eingegangen. 370.000 Mal sei Überbrückungshilfe gewährt worden. Da die Leistung für jeden Monat neu beantragt werden muss, lässt sich aus den Zahlen aber nicht schließen, wieviele Studentinnen und Studenten sie in Anspruch genommen haben.

    Die Unterstützung ist für Betroffene gedacht, die während ihres Studiums zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Überwiesen werden 100 bis maximal 500 Euro pro Monat, wenn per Kontoauszug nachgewiesen werden kann, dass eine pandemiebedingte Notlage besteht. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

    04.36 Uhr: RKI meldet 652 Neuinfektionen - Inzidenz fällt weiter

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 652 neue Positiv-Tests. Das sind 552 weniger als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 15,5 von 16,6 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 93 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 89.937. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    03.59 Uhr: UN-Nothilfekoordinator bezeichnet Impfstoffzusage der G7 als "Almosen"

    Der scheidende UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock bezeichnet die zugesagten Impfstofflieferungen der G7-Länder als "Almosen". "Diese sporadischen, kleinen, wohltätigen Almosen von reichen Ländern an arme Länder sind kein ernsthafter Plan und wird die Pandemie nicht beenden", sagt Lowcock der Nachrichtenagentur Reuters. "Was die Welt von den G7 brauchte, war ein Plan, um die Welt zu impfen. Und was wir bekommen haben, ist ein Plan, etwa zehn Prozent der Bevölkerung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen vielleicht in einem Jahr zu impfen."

    02.00 Uhr: Hotel- und Gaststättenverband begrüßt Überprüfung der Maskenpflicht

    Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) nimmt die Debatte über die generelle Aufhebung der Maskenpflicht positiv auf. "Es ist richtig und konsequent, dass die Maskenpflicht auf den Prüfstand kommt, denn die Inzidenzzahlen sinken und die Impfquote steigt", sagt Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbandes, der Zeitung "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Jede Einschränkung - auch die Maskenpflicht - müsse nachvollziehbar, geeignet und verhältnismäßig sein. Insbesondere an der frischen Luft tendiere die Ansteckungsgefahr auch laut führender Aerosolforscher gen Null. Es sei jetzt Aufgabe der Politiker zu entscheiden, ob und wenn ja wo eine Maskenpflicht noch sinnvoll und im Rechtssinne verhältnismäßig ist.

    00.00 Uhr: Intensivmediziner offen für Lockerung der Maskenpflicht

    Die Intensivmediziner stehen einer Lockerung der Maskenpflicht positiv gegenüber, wollen aber das Tragen von Masken in Innenräumen beibehalten. "Generell spricht nichts dagegen: Jetzt im Sommer halten wir uns viel im Freien auf, die Inzidenzen sinken weiter. Und das Wichtigste: Es sind immer mehr Menschen bereits ein- oder zweimal geimpft", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Um kein Risiko einzugehen, solle man seiner Meinung nach in Innenräumen aber weiterhin Maske tragen. "Draußen, wo auf großer Fläche viel Abstand zwischen viele Menschen kommen kann und die Aerosole sich nicht in einem Raum sammeln, kann man durchaus die Maske einmal ablegen und ein bisschen frühere Normalität zurückgewinnen."

    Montag, 14.06.2021

    23.30 Uhr: Rückschlag für Chile - Notstand bis Ende September verlängert

    Chile verlängert angesichts steigender Infektionszahlen die bis zum 30. Juni geltende Corona-Notstandslage um drei Monate bis Ende September. Die Regierung soll damit in der Lage bleiben, Restriktionen anzuordnen. Chile verzeichnete zuletzt einige der höchsten Stände bei den Ansteckungen seit Beginn der Pandemie, obwohl das Land eine der höchsten Impfquoten weltweit hat. Mehr als 60 Prozent der Einwohner haben mindestens eine Impfung erhalten, knapp 50 Prozent sind bereits vollständig geimpft.

    23.05 Uhr: Israel hebt Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden auf

    In Israel wird ab Dienstag die Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden aufgehoben. Das teilte das Gesundheitsministerium am Abend mit. Damit beendet die Regierung eine der letzten Corona-Beschränkungen, die noch in Kraft sind. Anfang Juni waren die meisten Regelungen bereits gelockert worden, nur für Besucher aus dem Ausland gelten weiterhin strikte Einschränkungen. Sie dürfen nur nach Israel einreisen, wenn zwingende berufliche oder familiäre Gründe vorliegen.

    Mehr als 55 Prozent der Bevölkerung Israels sind bereits vollständig gegen Corona geimpft. Dies ist auf die Ende Dezember gestartete großangelegte Impfkampagne zurückzuführen, die durch ein Abkommen über einen Datenaustausch mit den Impfstoffherstellern Biontech und Pfizer ermöglicht wurde. Dabei verpflichtete sich Israel, das die medizinischen Daten seiner gesamten Bevölkerung digitalisiert hat, gegen eine bevorzugte Belieferung mit Impfstoff rasch Informationen über dessen Wirksamkeit weiterzugeben.

    Seit Beginn der Pandemie haben sich in dem Land mit 9,3 Millionen Einwohnern mehr als 839.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 6400 starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums.

    21.41 Uhr: Großbritannien erlaubt trotz Variante 40.000 Zuschauer bei EM-Finale

    Trotz der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante erlaubt Großbritannien bei mehreren großen Sport-Events in den kommenden Wochen Zehntausende Zuschauer. So dürfen beim Finale der Fußball-EM am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40.000 Zuschauer dabei sein, wie Kultur- und Sportminister Oliver Dowden am Montag der Nachrichtenagentur PA zufolge mitteilte. Auch die finalen Wimbledon-Matches am 10. und 11. Juli dürfen vor einem mit 15.000 Zuschauern voll besetzten Centre Court stattfinden. Vorherige Spiele der Turniere werden den Berichten zufolge noch bei halber Zuschauerkapazität stattfinden. Die Großevents sind Teil einer Testreihe der britischen Regierung, mit denen diese Erkenntnisse über die Sicherheit von Großveranstaltungen in Zeiten der Pandemie sammeln will. Für viele andere Bereiche wurden in England die Corona-Maßnahmen wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante um mehrere Wochen bis voraussichtlich 19. Juli verlängert. Die Variante ließ die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen wieder in die Höhe schnellen, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Land derzeit wieder bei knapp 67.

    21.25 Uhr: Studie: Zwei Impfdosen verhindern bei Delta-Virusvariante meist schwere Verläufe

    Mit einer vollständigen Corona-Impfung lassen sich laut einer britischen Studie auch bei der Delta-Variante des Coronavirus schwere Krankheitsverläufe vermeiden. Zwei Dosen des Wirkstoffs von Pfizer/Biontech verhinderten der am Montag vorgestellten Studie der Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) zufolge in 96 Prozent der Fälle eine stationäre Behandlung. Für das Vakzin von Astrazeneca lag die Quote bei 92 Prozent.

    21.00 Uhr: WHO kritisiert Impfstoff-Zusagen der G7 als unzureichend

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Zusagen der G7-Staaten für eine Verteilung von Corona-Impfstoffen an ärmere Länder als unzureichend kritisiert. Er befürworte die angekündigte Bereitstellung von einer Milliarde Impfdosen durch die G7, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. "Das ist eine große Hilfe, aber wir brauchen mehr und wir brauchen sie schneller." Derzeit komme das Virus "schneller voran als die weltweite Verteilung der Impfstoffe". Die Menschen seien auf Impfstoffe angewiesen, "und sie brauchen sie jetzt und nicht nächstes Jahr". Während die Industriestaaten dank großangelegter Impfkampagnen allmählich wieder zur Normalität zurückkehren, sind die Vakzine in ärmeren Weltregionen noch Mangelware. Die WHO hat als Ziel ausgegeben, dass bis zum G7-Gipfel in Deutschland im kommenden Jahr mindestens 70 Prozent der Weltbevölkerung gegen Corona geimpft sind. Dafür seien elf Milliarden Impfdosen nötig, sagte WHO-Chef Tedros. "Die G7 und die G20 können das möglich machen."

    20.04 Uhr: Iran erteilt heimisch produziertem Corona-Impfstoff Notfallzulassung

    Wegen eines akuten Mangels an Corona-Impfstoffen hat die iranische Regierung einem im Land produzierten Impfstoff eine Notfallzulassung erteilt. Für die Impfungen soll ab Samstag das Präparat "CovIran Barekat" eingesetzt werden, von dem nach Schätzungen bereits drei Millionen Dosen produziert wurden. Der Iran ist im Nahen und Mittleren Osten das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Bislang wurden offiziell 82.000 Todesfälle verzeichnet, drei Millionen Menschen infizierten sich mit dem Virus. Die offiziellen Zahlen werden selbst von den Behörden in Zweifel gezogen. Unter dem Druck von US-Sanktionen, über die sich die Regierung in Teheran beschwert, gelingt es dem Iran nicht, genügend Impfstoffdosen für den Schutz der Bevölkerung zu besorgen.

    19.46 Uhr: Über 600.000 Corona-Tote in den USA

    Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle in den USA hat nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters die Marke von 600.000 überstiegen. Die Zahl der neu verzeichneten Toten sank dabei in den vergangenen Wochen deutlich: Im Mai lag sie bei 18.587, ein Rückgang von gut 80 Prozent zum Januar. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC vom Sonntag haben fast 52 Prozent der US-Bürger mindestens eine Impfung erhalten.

    19.30 Uhr: Mehrheit der Deutschen für Aufhebung der Maskenpflicht im Freien

    Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger ist einer Umfrage zufolge für eine Aufhebung der Maskenpflicht im Freien. Der Anteil betrage 80,5 Prozent, berichtet das "Handelsblatt" vorab unter Berufung auf eine Yougov-Umfrage. Für eine Aufhebung der Vorgaben auch in Innenbereichen waren demnach 35,2 Prozent. Befragt wurden am Montag 553 Personen.

    19.07 Uhr: Großbritannien verschiebt Lockerungen um einen Monat

    Großbritannien verschiebt wegen der Ausbreitung der Delta-Variante geplante Lockerungen um einen Monat. Die Zahl der Fälle steige um 64 Prozent je Woche und es müssten immer mehr Patienten auf den Intensivstationen behandelt werden, erklärt Premierminister Boris Johnson. Ein umsichtiges Vorgehen jetzt könne Tausende Leben retten.

    19.01 Uhr: Südafrika muss auf zwei Millionen Impfdosen verzichten

    Südafrika muss mindestens zwei Millionen Impfdosen des Mittels von Johnson & Johnson aussortieren. In den USA hergestellte Zutaten seien nach Informationen der dortigen Behörden möglicherweise verunreinigt worden, teilte die südafrikanische Arzneimittelbehörde mit. Daher habe man entschieden, die damit hergestellten Impfdosen nicht zu verwenden.

    Südafrika will den Impfstoff in Gqeberha herstellen lassen, das früher als Port Elizabeth bekannt war. Die dortige Fabrik hat einen Vertrag mit Johnson & Johnson geschlossen, das Grundstoffe liefern soll. Diese sollen in Südafrika gemischt und in Phiolen abgefüllt werden. Geplant ist eine Jahresproduktion von 200 Millionen Dosen. Die ersten zwei Millionen können jetzt aber nicht verwendet werden. Präsident Cyrill Ramaphosa versprach, die Produktion mit frischen Zutaten solle noch in dieser Woche aufgenommen werden.

    Es ist bereits der zweite große Rückschlag für das südafrikanische Impfprogramm. Im Februar hatte das Land eine Million Dosen von Astrazeneca zurückgewiesen, weil dieses Mittel nur einen geringen Schutz gegen die damals in Südafrika grassierende Virusmutation bot.

    Zum Artikel: Afrika: Licht und Schatten bei der Pandemie-Bekämpfung

    18.57 Uhr: Indiens größte Touristenattraktion Taj Mahal öffnet am Mittwoch wieder

    Angesichts zurückgehender Corona-Infektionszahlen öffnet Indien die größte Touristen-Attraktion des Landes wieder: Das Taj Mahal, das zu den sieben Weltwundern gerechnet wird, soll ab Mittwoch wieder zugänglich sein, teilte die Regierung mit. Vor zwei Monaten war das Mausoleum wegen der Corona-Pandemie zum wiederholten Male geschlossen worden. Die Zahl der Corona-Infektionen und -Todesfälle unter den rund 1,3 Milliarden Indern hatte im April und Mai Höchststände erreicht, die Regierung verhängte Ausgangssperren und andere Einschränkungen des öffentlichen Lebens. In den vergangenen Wochen ging die Zahl der Infektionen spürbar zurück, so dass die Einschränkungen, auch in der Hauptstadt Neu Delhi, gelockert wurden.

    18.37 Uhr: NRW-Kommunen fordern neuen Corona-Rettungsschirm

    Die Corona-Krise wird den Kommunen in NRW auch in diesem Jahr ein Milliarden-Loch in die Kassen reißen, befürchtet der nordrhein-westfälische Städte- und Gemeindebund. Hauptgeschäftsführer Christof Sommer fordert in der Neuen Ruhr/Neue Rhein Zeitung deswegen eine Neuauflage des im vergangenen Jahr von Bund und Land aufgelegten Rettungsschirms. Die Einbußen bei der Gewerbesteuer und den Anteilen der Einkommens- und Umsatzsteuer, die den Kommunen zustehen, hätten zu "massiven Ausfällen" geführt. "Laut Steuerschätzung werden davon 2021 und 2022 je zwei Milliarden Euro fehlen", so Sommer. Dazu kämen fehlende Einnahmen zum Beispiel durch geschlossene Museen, Theater oder Schwimmbäder. Gleichzeitig seien die Kosten weitergelaufen, etwa für Mieten und Personal. Für Infektionsschutz oder die Infrastruktur fürs Homeoffice seien zusätzliche Ausgaben angefallen. "Es wird gerade für die Kommunen, die schon vorher klamm waren, immens schwierig, die großen Herausforderungen zu bewältigen, die vor uns liegen, Stichwort Klimaschutz oder Verkehrswende", warnt der Verbands-Geschäftsführer.

    18.17 Uhr: WHO: Corona-Fallzahl sinkt seit sieben Wochen - aber keine Entwarnung

    Die globale wöchentliche Zahl an Covid-Fällen ist sieben Wochen in Folgen gefallen - der längste Rückgang seit Beginn der Pandemie. Dieser Trend verdecke jedoch die beunruhigende Zunahme von Krankheits- und Todesfällen in vielen einzelnen Ländern, warnte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, in Genf. Der Anstieg in Afrika sei besonders alarmierend, da diese Region weltweit am wenigsten Impfdosen, Tests und Sauerstoff für Patienten zur Verfügung habe, sagte Tedros. Er nannte keine konkreten globalen oder regionalen Zahlen. Die WHO legt ihre Corona-Wochenstatistik meist am Dienstag oder Mittwoch vor. Beim G7-Gipfel gaben führende Industrienationen am Wochenende Zusagen über 870 Millionen Impfdosen bekannt, die möglichst schnell und zur Hälfte bis Jahresende an die bedürftigsten Länder ausgeliefert werden sollen. Tedros forderte am Montag erneut noch raschere Hilfe in noch höheren Mengen. "Die Ausbreitung des Virus ist derzeit schneller als die globale Auslieferung von Impfstoffen", sagte er. Laut Tedros sterben täglich mehr als 10.000 Menschen an Covid-19.

    17.32 Uhr: New York will Pandemie-Einsatzkräfte mit Konfettiparade feiern

    Die US-Millionenmetropole New York will die am Kampf gegen die Corona-Pandemie beteiligten Menschen mit einer großen Konfettiparade feiern. Die "Hometown Heroes Parade" sei für den 7. Juli geplant, teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit. Bereits im vergangenen April - auf dem Höhepunkt der Pandemie in New York - hatte de Blasio "die größte, beste Parade" für den Zeitpunkt versprochen, an dem die Pandemie in der Metropole unter Kontrolle sei. "Wenn der Tag kommt, an dem wir das vibrierende wunderschöne Leben dieser Stadt wieder starten können, dann ist das Erste, was wir machen werden, eine Konfettiparade für unsere Gesundheits- und Rettungskräfte", hatte der Bürgermeister damals gesagt. "Wir werden diejenigen ehren, die uns gerettet haben." Das Ende der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie soll in New York zudem im August mit einem großen Konzert im Central Park gefeiert werden. Die Ostküstenmetropole war im vergangenen Frühjahr das Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA. Inzwischen ist das Infektionsgeschehen unter Kontrolle, die Impfkampagne kommt rasch voran.

    17.30 Uhr: Zu wenig Impfstoff für Landkreis Rottal-Inn

    Michael Fahmüller (CSU), Landrat in Kreis Rottal-Inn hat sich mit einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt. Sein Landkreis sei bei der Verteilung des Impfstoffes benachteiligt. Ihm zufolge haben bundesweit gut 48 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten. Im Landkreis Rottal-Inn seien es nur 38,5 Prozent.

    Grund ist, dass die Zahl der Dosen sich nach der Zahl der Arztpraxen richte und nicht nach der Bevölkerungszahl. In dem Brief an Merkel schreibt Fahmüller, es könne nicht sein, dass Menschen im ländlichen Raum aufgrund der – ohnehin in vielerlei Hinsicht problematischen – geringen Ärztedichte nun auch noch bei der Impfstoffverteilung benachteiligt werden.

    Vor knapp einem Monat hatte sich Fahmüller bereits an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gewandt, ohne dass er - nach eigener Aussage - eine Antwort erhalten hat.

    16.45 Uhr: Holetschek verweist auf Corona-Regeln bei EM-Spiel in München

    Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) empfiehlt für die Fußball-Europameisterschaft eine Mischung aus Fußballfreude und Vorsicht. "Wir dürfen trotz sinkender Inzidenzen jetzt nicht leichtsinnig werden", sagte der Minister in einer Pressekonferenz. Deshalb sei für den Eintritt ins Stadion in München neben dem Ticket ein aktueller negativer Corona-Test oder der Nachweis über die vollständige Impfung nötig. Die FFP2-Maske müsse im gesamten Stadion getragen werden, auch auf den Sitzplätzen.

    Aber auch außerhalb des Stadions sei Zurückhaltung geboten, sagte Holetschek. Gemeinsame Feiern im großen Stil, wie früher auf den "Fanmeilen", seien nicht erlaubt. Auch das Public Viewing könne nicht so stattfinden wie gewohnt. Denn breite Ausnahmeregelungen beim Public Viewing würden die bisherigen Erfolge im Kampf gegen die Pandemie gefährden, befürchtet der Minister. In Wirtschaften und Gasthäusern könnten Fußballspiele nur im Rahmen des "gewöhnlichen Gastronomiebetriebs" gezeigt werden.

    15.45 Uhr: Delta-Variante erhöht Krankenhaus-Risiko

    Eine Infektion mit der Delta-Variante verdoppelt einer Studie zufolge das Risiko, im Krankenhaus behandelt werden zu müssen. Zudem scheinen Impfungen etwas weniger wirksam gegen die zuerst in Indien nachgewiesene Mutation zu sein, wie aus der im Fachblatt "Lancet" veröffentlichten Untersuchung schottischer Forscher hervorgeht. Demnach schützt Biontech/Pfizer zu 79 Prozent gegen Delta im Vergleich zu 92 Prozent gegen die zunächst in England nachgewiesene Alpha-Variante. Bei Astrazeneca liege der Schutz bei 60 Prozent im Vergleich zu 73 Prozent. Die zunehmende Verbreitung der Delta-Variante in Großbritannien gefährdet geplante Lockerungen.

    15.15 Uhr: DEHOGA gegen Sperrstunde und für Lockerungen bei Bedienungen

    Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern fordert die Lockerung der Maskenpflicht in der Außengastronomie für Bedienungen und das Ende der Corona-bedingten Sperrstunde. Wie Landesgeschäftsführer Thomas Geppert in einem Interview mit dem BR erläuterte, wäre es schon aus Gesundheitsgründen sinnvoll, wenn die Sperrzeit aufgehoben würde: "Wir stellen fest, dass sich nach der Schließung der Gastronomie Menschen dicht an dicht ohne Maske im öffentlichen Raum unorganisiert treffen.“ Mit Bezug auf die Maskenpflicht forderte Geppert: "Wie bei jeder Auflage sollte man jetzt auch angesichts der neuen Ergebnisse der Aerosolforscher die Verhältnismäßigkeit überprüfen." So sollten nach Ansicht der Dehoga auch Schankwirtschaften, Discos und Clubs wieder öffnen dürfen. Gerade für Bedienungen bei schönem Wetter im Außenbereich wäre eine Lockerung der Auflagen laut Geppert eine große Erleichterung. Sein Vorschlag: zumindest auf medizinische Masken umzustellen.

    15.05 Uhr: Iran lässt ersten heimischen Impfstoff zu

    Der Iran hat einem Medienbericht zufolge dem ersten Corona-Impfstoff aus heimischer Produktion eine Notfallzulassung erteilt. Das staatliche Fernsehen zitierte den iranischen Gesundheitsminister Said Namaki mit den Worten: "Die Genehmigung zur Verwendung des iranischen Impfstoffs COVIran Barekat wurde gestern erteilt." Das Land hat derzeit Probleme, ausreichend Vakzine für die Bevölkerung zu importieren. Das iranische Pharmaunternehmen Shifafarmed produziert den Impfstoff auf Basis eines deaktivierten Virus; die erste Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit begann Ende Dezember. Der Iran hat außerdem erklärt, er arbeite in Kooperation mit einem Partnerland an einem weiteren Vakzin. Namaki sagte, ein Impfstoff, der vom Iran und Kuba gemeinsam hergestellt werde, werde in der kommenden Woche zugelassen.

    14.55 Uhr: Bundespressekonferenz beendet Live-Übertragungen in Pandemie-Zeit

    Der Verein Bundespressekonferenz beendet mit dem Abflauen der Corona-Welle auch wieder die Möglichkeit von regelmäßigen Live-Übertragungen der Pressekonferenzen mit der Bundesregierung. Ab 28. Juni werde die Übertragung eingestellt, teilte der Vereinsvorstand am Montag in Berlin mit. Öffentlich-rechtliche und auch private TV-Programme hatten in der Pandemiezeit mit hohen Infektionszahlen immer wieder Pressekonferenzen live ausgestrahlt, diese Möglichkeit hatte der Verein für die Öffentlichkeit eingeräumt. Der Vorstand traf die Entscheidung nun auch mit Blick auf die parlamentarische Sommerpause. In dem Verein Bundespressekonferenz sind zahlreiche Journalisten Mitglied, die über die Bundespolitik berichten und in ihrer regelmäßigen Konferenz die Bundesregierung befragen. An den Konferenzen können nur Vereinsmitglieder sowie Mitglieder des Vereins der Ausländischen Presse teilnehmen.

    14.40 Uhr: Gewerkschaft kündigt Streik von Pflegekräften in Dänemark an

    In Dänemark kommt es am Samstag zu einem Streik von Pflegekräften. Laut Gewerkschaft haben die Mitglieder mehrheitlich den mit den öffentlichen Arbeitgebern erzielten Tarifabschluss abgelehnt. Der Streik betrifft rund ein Zehntel der insgesamt 5350 Pflegekräfte im Land. Die Unzufriedenheit mit den Löhnen sei angesichts der im Zuge der Corona-Krise gestiegenen Arbeitsbelastung einfach zu hoch, so Gewerkschaftschefin Grete Christensen. Wie lange der Streik andauern soll, blieb offen.

    14.30 Uhr: Covid-Kliniken in Afghanistan wegen Überlastung geschlossen

    In Afghanistan müssen die beiden einzigen Krankenhäuser für Covid-19-Patienten ihre Türen wegen Überfüllung schließen. Es gebe keine Betten sowie keine ausreichenden Instrumente und Medikamente mehr, heißt es in Regierungs- und Mediziner-Kreisen. Auch Sauerstoff sei in den beiden Kliniken in der Hauptstadt Kabul knapp. Amnesty International beklagt, ohne ausländische Hilfe könne die Lage in Afghanistan schnell eskalieren.

    14.25 Uhr: Corona-"Aufholprogramm" wird schnell umgesetzt

    Das sogenannte Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche soll nach dem Willen des Bundesfamilienministeriums schnell wirken. Die konkrete Umsetzung beginne jetzt, erste Angebote starteten im Sommer, sagte Staatssekretärin Juliane Seifert am Montag in Berlin. Das Aktionsprogramm soll bis Ende 2022 laufen. Am Freitag hatte der Bundestag dafür nötige Gesetzesänderungen beschlossen, unter anderem einen Kinderfreizeitbonus von 100 Euro für Kinder, deren Familien Leistungen aus der Grundsicherung erhalten.Das Aufholprogramm der Bundesregierung umfasst zwei Milliarden Euro. Eine Hälfte ist für das Verringern von Lernrückständen vorgesehen, die andere Hälfte geht in den außerschulischen Bereich. Seifert brachte diesen Teil auf die Formel "Freunde, Freude und Förderung". Kinder und Jugendliche sollten nicht das Gefühl haben, dass es nur darum gehe, so schnell wie möglich Lernrückstände aufzuholen, sagte die Staatssekretärin. Vielmehr sollten sie so leben können, wie es ihnen entspreche.

    Mit der Milliarde aus dem Bereich des Familienministeriums sollen etwa "Sprach-Kitas" zur gezielten Sprachförderung weiter unterstützt werden. Mit 100 Millionen Euro fördert der Bund 1.000 zusätzliche Fachkräfte für sprachliche Bildung, die bereits zum Start des neuen Kitajahres nach dem Sommer da sein sollen. 50 Millionen Euro sind für Angebote für belastete Familien mit kleinen Kindern eingeplant. Weitere zusätzliche Angebote werden im Sport, in Musik und Kunst sowie bei Pfadfindern oder Jugendbildungsstätten gefördert.

    14.15 Uhr: Freizeitbonus von 100 Euro wird ab August ausgezahlt

    Bedürftige Familien können ab August einmalig mit 100 Euro extra pro Kind rechnen. Die Auszahlung erfolge automatisch, sagte die Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Juliane Seifert, am Montag in Berlin. Der "Kinderfreizeitbonus" war Ende vergangener Woche vom Bundestag beschlossen worden, damit die Familien mehr Mittel für Freizeit- und Sportaktivitäten ihrer Kinder haben. Das Geld soll helfen, die Einschränkungen während der Corona-Lockdowns auszugleichen.

    Der Freizeitbonus ist Bestandteil des Corona-Aufholpakets für Kinder und Jugendliche, das die Bundesregierung aufgelegt hat und gemeinsam mit den Ländern umsetzt. Der Bonus steht Familien zu, die von Hartz IV oder Asylbewerberleistungen leben, die den Kinderzuschlag erhalten und/oder Wohngeld bekommen. Eltern, die nur Wohngeld aber keine andere Unterstützung beziehen sowie Familien, die von Sozialhilfe leben, müssen für den Bonus einen formlosen Antrag bei der Familienkasse stellen.

    14.05 Uhr: London will Corona-Maßnahmen wegen Variante verlängern

    Der britische Premierminister Boris Johnson will Medienberichten zufolge die Corona-Maßnahmen in England verlängern. Hintergrund ist die Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante. Der bislang für den 21. Juni geplante "Tag der Freiheit" solle um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden, meldeten mehrere britische Medien am Montag. Mit einer offiziellen Ankündigung des Regierungschefs wurde am Abend gerechnet. Geplant war bislang, dass am Montag kommender Woche alle noch geltenden Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Geschäfte und Gastronomie haben bereits seit Wochen wieder geöffnet. Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden.

    Obwohl die britische Impfkampagne weit vorangeschritten ist und bereits mehr als 56 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft sind, hat die Delta-Variante die Infektionszahlen im Land wieder in die Höhe schnellen lassen. Nachdem wochenlang nur sehr wenig Neuinfektionen gezählt wurden, liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun wieder bei knapp 65. Der Wert spiegelt die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche wieder.

    13.50 Uhr: Verordnung für digitalen EU-Impfnachweis unterzeichnet

    Die Verordnung für den digitalen EU-Impfnachweis ist offiziell unterzeichnet worden. Damit ist der Prozess für die Rechtsgrundlage der Zertifikate am Montag abgeschlossen worden. Mitte der Woche sollen bereits mindestens 15 EU-Länder an die notwendige Technik angeschlossen sein. Offiziell werden die EU-weit gültigen Nachweise für Covid-Impfungen, frische Tests und überstandene Infektionen erst zum 1. Juli eingeführt. In mehreren Ländern - darunter Deutschland - werden die Zertifikate aber schon ausgegeben. Unter portugiesischer Ratspräsidentschaft hatten sich das Europaparlament und die EU-Länder in einer für EU-Verhältnisse extrem kurzen Zeit von zwei Monaten auf die Verordnung geeinigt.

    Mit den digitalen Nachweisen, die auch in Papierform ausgegeben werden, sollen Reisen und Pendeln in Europa wieder einfacher werden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte: "Dieses Zertifikat ist ein Symbol eines offenen und digitalen Europas." Sie sieht in dem EU-Impfnachweis einen Beleg für die Führungsrolle der Union im digitalen Zeitalter.

    13.40 Uhr: KBV-Chef Gassen für sofortigen Wegfall der Maskenpflicht im Freien

    Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, fordert ein Ende der Maskenpflicht im Freien. "In Außenbereichen kann eine Maskenpflicht eigentlich sofort wegfallen", sagt der Mediziner der "Rheinischen Post." Der Sinn der Maßnahme sei schon immer zu hinterfragen gewesen. Aber nun fehle dafür "jegliche medizinische oder juristische Grundlage." Auch für den Innenraum sehe er nur bedingt noch einen Nutzen. Eine Maske in Innenräumen mache nur da Sinn, wo es zu Kontakten auf engem Raum von vielen Menschen komme und unklar sei, ob jeder geimpft sei. "Bei einem weiteren Absinken der Infektionszahlen kann die Maskenpflicht aber sehr bald überall entfallen", meint Gassen.

    13.25 Uhr: Corona-Lockerungen in Island - Maske nur noch bei Sitzveranstaltungen

    Die Menschen auf der Nordatlantik-Insel Island können sich auf weitere gelockerte Corona-Maßnahmen und eine weniger strikte Maskenpflicht einstellen. Ab Dienstag sind nach Angaben der Regierung in Reykjavik wieder Zusammenkünfte mit bis zu 300 Menschen erlaubt, Restaurants und Kneipen dürfen bis Mitternacht offen bleiben. Einen Mund-Nasen-Schutz müssen die Isländerinnen und Isländer dann nur noch bei Veranstaltungen tragen, bei denen sie sitzen, also zum Beispiel im Theater, bei Gottesdiensten und Sportveranstaltungen. Die Abstandsregel wird von zwei auf einen Meter verringert. Island hat in den vergangenen zehn Tagen kaum noch Corona-Fälle verzeichnet, und die wenigen Neuinfektionen traten ausschließlich bei Menschen auf, die bereits in Quarantäne waren. Mehr als 200.000 Menschen haben auf der Insel mit ihren 360.000 Einwohnern mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten, mehr als 100.000 auch schon ihre zweite.

    13.10 Uhr: WTO beklagt zunehmende Handelshemmnisse - "Falsche Richtung"

    Die Welthandelsorganisation (WTO) beklagt inmitten der Corona-Pandmie zunehmende Hürden beim globalen Austausch von medizinischen Gütern. "Der Trend geht in die falsche Richtung", sagte WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala am Montag bei einem virtuellen UN-Forum. "Wir müssen diese Beschränkungen abbauen, damit wir medizinische Güter, Lieferungen und Impfstoffe (schneller) transportieren können." Die Zahl der Handelsbeschränkungen habe zu Beginn der Pandemie Anfang vergangenen Jahres bei 109 gelegen, sei später auf 51 gesunken, seither aber wieder auf 53 gestiegen. Okonjo-Iweala forderte die WTO-Mitgliedsstaaten auf, sich bis Juli über die Verbesserung des Zugangs zu Corona-Impfstoffen zu einigen. Die meisten Entwicklungsländer unterstützen den Verzicht auf die geistigen Eigentumsrechte der Pharmaunternehmen, aber einige wohlhabende Länder sind nach wie vor strikt dagegen. Damit werde Forschung behindert, die es überhaupt erst ermöglicht habe, die Impfstoffe so schnell zu produzieren, lautet deren Argument.

    13.00 Uhr: Gesundheitsminister Holetschek kritisiert Vorpreschen bei Maskenpflicht-Abschaffung

    In der bayerischen Bevölkerung sind derzeit bei 46Prozent Erst- und bei 26Prozent Zweitimpfungen gegen Corona durchgeführt worden. Mit diesen Zahlen sieht Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek den Freistaat auf einem guten Weg. Konkrete Ankündigungen, wie es mit dem Impfen in Bayern weitergeht, machte Holetschek bei BR24Live jedoch nicht.

    Zum Thema Maskenpflicht kritisierte der CSU-Politiker, dass derzeit ein Wettbewerb darüber stattfinde, wer schneller und öfter eine Aussage zu diesem Thema trifft. Es sei nötig, die Maßnahmen abzuwägen. Allerdings könne man die ansteckende Delta-Mutation des Coronavirus nicht negieren.

    12.50 Uhr: Nach Moskau verschärft auch St. Petersburg Corona-Restriktionen

    Angesichts des starken Anstiegs der Corona-Fallzahlen in Russland hat nach der Hauptstadt Moskau nun auch St. Petersburg die Restriktionen wieder verschärft. In der Gastgeberstadt für die derzeit laufende Fußball-EM gilt laut einer am Montag veröffentlichten Anordnung ab Donnerstag eine Maskenpflicht im Freien, in Einkaufszentren werden alle Restaurants und Kinderzonen geschlossen. Zudem wird in den EM-Fanzonen kein Essen mehr verkauft. Die russischen Behörden haben versichert, alle nötigen Corona-Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

    Zu den ab Donnerstag geltenden neuen Maßnahmen in der Millionenmetropole gehören eine generelle Maskenpflicht auch bei Open-Air-Veranstaltungen sowie eine nächtliche Restaurant-Schließung. In Russland geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit einiger Zeit wieder deutlich nach oben. In einigen Städten werden die höchsten Zahlen seit Dezember verzeichnet. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin ordnete deshalb für diese Woche eine arbeitsfreie Woche an, öffentliche Spielplätze wurden geschlossen.

    12.40 Uhr: Söder will Impftourismus mit Regeln unterbinden

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert Maßnahmen gegen Impftourismus und reagiert damit auf Medienberichte, wonach sich Ausländer bei Besuchen in München haben impfen lassen. "Ich habe da große Bauchschmerzen." Es müsse Regeln geben, um einen Impftourismus nach Deutschland auszuschließen, sagt der CSU-Chef.

    12.25 Uhr: Bundesregierung mahnt zu Vorsicht beim Lockern der Maskenpflicht

    In der Debatte um Lockerungen der Maskenpflicht angesichts sinkender Corona-Zahlen mahnt die Bundesregierung zur Vorsicht. Man sollte sie nicht zu schnell lockern, vor allem in Innenräumen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz. "Wir haben alle mehr davon, wenn wir uns noch ein wenig disziplinieren und vorsichtig sind."

    Dieser Ansicht ist auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und warnt vor einer übereilten Aufgabe der Maskenpflicht. "Sie hat sehr gute Dienste geleistet". Gerade in Innenbereichen wie in Schulen müsse man vorsichtig bleiben. In Außenbereichen sei dagegen viel mehr möglich. Vorsicht sei aber trotz zuletzt deutlich gefallener Infektionszahlen weiter angebracht. "Es geht so schnell."

    Es gelte im Blick zu behalten, dass es neue Virusvarianten gebe, die gefährlich werden könnten. Generell sei es zu begrüßen, dass die Neuinfektionen zurückgingen. Natürlich müssten "peu à peu" dann auch Schutzmaßnahmen aufgehoben werden, machte Fietz deutlich.

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag): "Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: In einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen grundsätzlich entfallen."

    12.15 Uhr: Novavax-Impfstoff laut Hersteller gut wirksam gegen Corona

    Der Corona-Impfstoff von Novavax hat sich in einer Studie als hochwirksam erwiesen. Das teilte das amerikanische Pharmaunternehmen am Montag mit.

    11.50 Uhr: Forschungsministerium stockt Mittel für Entwicklung von Covid-Medikamenten auf

    Das Bundesforschungsministerium stellt weitere 40 Millionen Euro zur Verfügung, um Medikamente gegen eine Corona-Erkrankung zu entwickeln. "Selbst bei einer hohen Impfrate müssen wir leider damit rechnen, dass Menschen weiter an Covid-19 erkranken. Wir benötigen daher spezifische Therapeutika, um Patientinnen und Patienten bestmöglich behandeln zu können", sagt Forschungsministerin Anja Karliczek. Bislang standen dafür bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung.

    11.35 Uhr: Spahn - Hälfte der über 60-Jährigen hat vollen Impfschutz

    Etwa die Hälfte der Menschen über 60 Jahre hat nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den vollen Impfschutz gegen das Coronavirus erhalten. Über 80 Prozent dieser Gruppe hat mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, wie Spahn heute via Twitter mitteilte.

    Der Anteil der Erstgeimpften an der Gesamtbevölkerung nähert sich der 50-Prozent-Marke. 48,4 Prozent (40,2 Millionen Menschen) haben bislang mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Den vollständigen Impfschutz haben nun 26,2 Prozent (21,8 Millionen Menschen). Insgesamt wurden laut RKI bislang 60,7 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht. Am Wochenende kamen über 622 000 hinzu. Am Samstag waren es 391 072 Dosen, am Sonntag 231 211.

    Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 53,5 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Auch das Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 43,3 Prozent. Das Saarland zählt mit 31,0 Prozent den höchsten Anteil an Einwohnern mit vollständigem Impfschutz. Hessen ist hier mit 23,9 Prozent am Ende der Rangliste.

    Die Impfkampagne gegen den Erreger Sars-CoV-2 hat in Deutschland Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft. Seit Montag vergangener Woche können sich Menschen auch unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste impfen lassen.

    11.20 Uhr: Kassenärzte - Spahn verlangt "unmögliches"

    Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für schärfere Kontrollen von Corona-Test-Anbietern abgelehnt. Ein entsprechender Referentenentwurf verlange von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) "Unmögliches", so eine KBV-Stellungnahme, auf die die KBV heute auf Twitter hinwies. Es sei unmöglich, die Abrechnungen tausender Teststellen rasch zu überprüfen und die Gelder zeitnah auszuzahlen.

    Der Entwurf für eine geänderte Testverordnung war vergangene Woche in die Abstimmung zwischen den Bundesministerien gegangen. Er sieht vor, dass die KVen "die Rechtmäßigkeit und Plausibilität der Abrechnungen" prüfen sollen.

    Die KBV stört sich vor allem an der vorgesehenen Prüfung auf Rechtmäßigkeit. "Hiermit würde sich der Vorstand einer jeden Kassenärztlichen Vereinigung einem erheblichen Haftungsrisiko aussetzen." Er könnte im Fall rechtswidriger Auszahlungen haftbar gemacht werden. Eine Bestätigung der Rechtmäßigkeit würde sehr lange dauern - die zeitnahe Auszahlung von Geldern "wird daher mit der neuen Testverordnung nicht fortgeführt werden können".

    Mit der neuen Verordnung sollen Betreiber von Teststellen zudem weniger für die Tests abrechnen können. Geändert werden soll die Testverordnung wegen Verdachts auf Betrug von Testbetreibern.

    11.08 Uhr: Impfnachweis - Online-Portal für Apothekensuche überlastet

    Die Online-Suche nach Apotheken, die den digitalen Impfnachweis ausstellen, war am Montagvormittag phasenweise nicht erreichbar. Das liege am großen Andrang auf mein-apothekenmanager.de, sagte ein Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Es werde sich aber kurzfristig einpendeln. Grundsätzlich sei das System erfolgreich gestartet. "Bereits in den ersten Morgenstunden wurden etliche tausend Zertifikate ausgestellt", so der Sprecher.

    Seit Montag können sich alle Menschen mit vollständigem Impfschutz ihren digitalen Impfnachweis in Apotheken abholen. Laut ABDA sind bereits mehr als 13.000 der insgesamt knapp 19.000 Apotheken in Deutschland dafür gelistet.

    Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Die App soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern.

    10.23 Uhr: Apothekerverband bittet um Geduld bei Ausstellung des digitalen Impfnachweises

    Zum Start der Ausstellung von digitalen Corona-Impfausweisen in den Apotheken bittet Verbandschef Thomas Dittrich die Bürgerinnen und Bürger um etwas Geduld. "Die Apotheken müssen sich an diesen neuen Ablauf gewöhnen, die müssen diese Sachen umsetzen", sagte der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbands, Thomas Dittrich, im ZDF-"Morgenmagazin". "Insofern ist es wirklich hilfreich, wenn nicht alle sofort heute oder morgen kommen, sondern über die Zeit verteilt." "Es werden alle, die einen digitalen Impfnachweis haben wollen, diesen auch bekommen", versicherte Dittrich zugleich. Die Apotheken hätten zwar "relativ wenig Zeit" für die Umsetzung gehabt, "wir haben es aber geschafft". Am Sonntagabend seien noch letzte Tests vorgenommen worden - "das Ganze funktioniert".Wer vollständig gegen Corona geimpft wurde, kann mit seinem gelben Impfausweis oder mit einer Bescheinigung des Impfarztes in die Apotheke kommen. Wichtig ist, auch den Personalausweis oder Reisepass dabei zu haben. Die Apotheke kann dann ein digitales Impfzertifikat erstellen, das die Kunden später - etwa bei einer Reise - in Form eines QR-Codes auf dem Smartphone mithilfe einer App vorzeigen können.

    Wer kein Smartphone hat oder es nicht für den Impfnachweis nutzen will, kann sich das Zertifikat mit dem QR-Code auch ausdrucken lassen. Ein Nachweis des Impfstatus' ist weiterhin auch per gelbem Impfheft oder ärztlicher Bescheinigung möglich.

    09.58 Uhr: Kubicki sieht keine gesetzliche Grundlage mehr für Maskenpflicht

    FDP-Vize Wolfgang Kubicki sieht angesichts der deutlich gesunkenen Corona-Infektionswerte keine juristischen Voraussetzungen mehr für eine Maskenpflicht. "Wer die längerfristige Aufrechterhaltung der allgemeinen Maskenpflicht möchte - egal, ob in Innenräumen oder im Freien - muss dafür die gesetzliche Grundlage schaffen. Die gibt es bei einer dauerhaften Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 nicht", sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende der Deutschen Presse-Agentur.

    Kritik des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach, der Hinweis auf die geltende Rechtslage sei Wahlkampf mit der Gesundheit der Bürger, wies Kubicki als "wirklich sehr traurig" zurück. Lauterbach habe das Infektionsschutzgesetz, das er selbst mit auf den Weg gebracht habe, nicht verstanden. "Wir leben in einem Rechtsstaat. Auch Karl Lauterbach muss das akzeptieren. Sein Wille ist nicht Gesetz."

    09.29 Uhr: Lehrerverband gegen Ende der Maskenpflicht an Schulen

    Der Deutsche Lehrerverband ist gegen eine schnelle Aufhebung der Maskenpflicht an den Schulen. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte der Deutschen Presse-Agentur, er rate insbesondere während des Unterrichts zu "größtmöglicher Vorsicht". "Das Virus ist ja noch nicht von der Bildfläche verschwunden." Maskenpflicht und auch regelmäßige Tests sollten im auslaufenden Schuljahr bleiben. Wegen der stark gesunkenen Corona-Zahlen wird in Deutschland verstärkt über die Maskenpflicht diskutiert, insbesondere auch an Schulen.

    Meidinger sagte, alle freuten sich sehr über die fallenden Inzidenzen und die Rückkehr zum Präsenzunterricht. Es gebe aber noch immer erhöhte Infektionszahlen in der Gruppe der Kinder und Jugendlichen, die bisher kaum geimpft seien. "Auch rund 50 Prozent aller Lehrkräfte verfügen noch nicht über einen vollständigen Impfschutz." Zudem sei die Gefahr einer vierten Welle wegen der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus auch für Deutschland nicht völlig auszuschließen. "Es ist zwar richtig, dass Masken eine Belastung für die Betroffenen sind, sowohl für Lehrkräfte als auch für Schüler, aber in der Gesamtabwägung warnen wir vor einer vorschnellen Abschaffung", sagte der Präsident des Lehrerverbands.

    09.11 Uhr: London will Corona-Maßnahmen wegen Variante verlängern

    Der britische Premierminister Boris Johnson will Medienberichten zufolge die Corona-Maßnahmen in England wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante verlängern. Der bislang für den 21. Juni geplante "Tag der Freiheit" solle um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden, meldeten heute verschiedene britische Medien. Mit einer offiziellen Ankündigung des Regierungschefs wurde am Abend gerechnet.

    Geplant war bislang, dass am Montag nächster Woche alle noch geltenden Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Geschäfte und Gastronomie haben bereits seit Wochen wieder geöffnet. Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden.

    Obwohl die britische Impfkampagne weit vorangeschritten ist und bereits mehr als 56 Prozent der Erwachsenen voll geimpft sind, hat die Delta-Variante die Infektionszahlen im Land wieder in die Höhe schnellen lassen. Nachdem wochenlang nur sehr wenig Neuinfektionen gezählt wurden, liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun wieder bei knapp 65.

    08.25 Uhr: Lauterbach sieht Aufhebung der Maskenpflicht erst bei Herdenimmunität

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich gegen eine generelle Lockerung der Maskenpflicht aus. Erst wenn 70 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft seien, könne auf eine Maskenpflicht - auch in den Innenräumen - verzichtet werden, sagt er im ZDF-Morgenmagazin. Im Außenbereich könne allerdings heute schon gelockert werden. "Die Maskenpflicht im Außenbereich ist in der Tat zum jetzigen Zeitpunkt bei der niedrigen Inzidenz für viele Bereiche nicht mehr sinnvoll, nicht mehr nötig." Dabei seien aber Abstand und eine Oberzahl von Menschen zu beachten. In den Innenräumen sei die Maskenpflicht dagegen weiter sinnvoll - auch in den Schulen. "Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich die Maskenpflicht in den Schulen nicht aufheben, weil für das noch laufende Schuljahr wäre es nicht schön, wenn sich die Kinder infizieren würden kurz vor den Sommerferien."

    07.58 Uhr: St. Petersburg beschränkt Massenevents

    Die örtlichen Behörden in St. Petersburg haben aufgrund der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie Massenevents mit über 3.000 Menschen verboten. Dies teilte die Stadtverwaltung heute nach dem ersten Wochenende der Fußball-EM mit. In der nördlichsten Millionenstadt der Welt war am Wochenende an der  Blutskirche das große Public Viewing gestartet, wo tausende Menschen das Russland-Spiel gegen Belgien (0:3) verfolgten. Zu große Ansammlungen sollen nun zunächst ausbleiben.

    Ab Donnerstag soll in den öffentlichen Fanzonen zudem kein Catering oder Essensverkauf mehr stattfinden, Ausnahme sind Getränke. Russlands Nationalmannschaft bestreitet ihr zweites Vorrundenspiel am Mittwoch gegen Finnland erneut in St. Petersburg.

    07.15 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Indien sinkt

    In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 70.421 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist der niedrigste Wert seit dem 31. März. Insgesamt wurden in dem Land mit seinen 1,36 Milliarden Einwohnern mehr als 29,51 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. Das ist der zweithöchste Wert weltweit nach den USA. Die Dunkelziffer dürfte Experten zufolge aber weitaus höher sein. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen eines Tages um 3921 auf 374.305.

    06.55 Uhr: Bislang fast 600.000 Virus-Tote in USA

    In den USA sind seit Ausbruch des Coronavirus fast 600.000 Menschen nach einer Ansteckung damit gestorben. Binnen 24 Stunden stieg die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus um mindestens 81 auf 599.894, wie eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten ergibt. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle kletterte um mindestens 4.698 auf 33,62 Millionen. Die USA weisen weltweit die höchsten Ansteckungs- und Totenzahlen auf.

    06.01 Uhr: Maskenpflicht in Dänemark quasi beendet

    Die Däninnen und Dänen müssen von nun an kaum noch Mund-Nasen-Schutz tragen. Die seit Monaten geltende Pflicht zum Tragen einer Maske ist zum heutigen Tag für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben worden. Einen Corona-Schutz muss man in Dänemark jetzt nur noch im öffentlichen Nahverkehr tragen, wenn man dort nicht sitzt. Bis zum 1. September soll die Maske dann gänzlich verschwinden. Dänemark hatte seinen schrittweisen Weg aus den Corona-Maßnahmen schon im Frühjahr eingeleitet. Seitdem sind zahlreiche Beschränkungen im Land zurückgefahren worden, so dass mittlerweile im Grunde alles wieder offen ist bis auf die Diskotheken, die voraussichtlich Anfang September öffnen dürfen.

    Die Zahl der Neuinfektionen war in Dänemark im Zuge der Lockerungen leicht gestiegen, allerdings nicht in die Höhe geschossen. Seit einigen Tagen sinkt die Inzidenz wieder: Am Sonntag wurden nur 315 nachgewiesene Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden gemeldet - das war der niedrigste Wert seit Mitte Februar. Allerdings wurden auch weniger Menschen als normalerweise getestet. Bei den jüngsten Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC lag Dänemark bei einer 14-Tages-Inzidenz von rund 215, was dem höchsten Wert im Europäischen Wirtschaftsraum entsprach.

    06.00 Uhr: Studie - Rekordminus in gesetzlicher Krankenversicherung droht

    Der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland droht nach einer Untersuchung des Iges Instituts ein Rekorddefizit. Bis 2025 könnte es der Studie im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit zufolge 27,3 Milliarden Euro betragen. Die wachsende Finanzlücke bedrohe die Handlungsfähigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung, teilte der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm mit. "Wenn jetzt nicht gehandelt wird, droht den Versicherten schon 2023 der historisch größte Beitragssprung." Der durchschnittliche Zusatzbeitrag könnte um 1,6 Prozentpunkte steigen.

    Gründe für das drohende Milliarden-Defizit seien die Bekämpfung der Corona-Pandemie, die Gesetzgebung der Bundesregierung, höhere Kosten aufgrund des medizinisch-technischen Fortschritts und die demografische Entwicklung.

    Storm forderte, die sogenannten versicherungsfremden Leistungen, zu denen etwa die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern, Ehepartnern, Rentnern, aber auch das Erziehungs- und Mutterschaftsgeld gehören, stärker mit Steuergeld zu finanzieren. Der Iges-Studie zufolge steht versicherungsfremden Leistungen von rund 41 Milliarden Euro ein regulärer Bundeszuschuss von 14,5 Milliarden Euro gegenüber.

    05.21 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Reiter mahnt Fans zur Vorsicht

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Fußball-Fans vor dem ersten EM-Auftritt der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie zur Vorsicht ermahnt. "Man muss sich nicht unbedingt in den Armen liegen, sondern kann auch allein die Arme hochreißen und jubeln", sagte der SPD-Politiker in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung".

    Sorgen vor einem neuen Corona-Ausbruch während der Partie an diesem Dienstag hat Reiter nicht, weil in der und rund um die Münchner Arena ein strenges Hygienekonzept greife. "Aber bei den Feiern danach können wir nicht für Abstände sorgen, das können wir auch nicht zeitlich entzerren", warnte er.

    Mit Blick auf die Ereignisse der vergangenen Wochen im Englischen Garten, bei denen teilweise Gewalt eskaliert war, kündigte Reiter ein energisches Vorgehen an. Vor und nach jedem Spiel werde es daher einen Krisenstab mit der Polizei geben.

    05.05 Uhr: RKI meldet 549 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 16,6

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 549 neue Positiv-Tests. Das sind 568 weniger als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 16,6 von 17,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Zehn weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 89.844. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus. Die Montagswerte sind meist weniger aussagekräftig als die an anderen Wochentagen, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten an das RKI übermitteln und weniger getestet wird.

    01.00 Uhr: Spahn befürwortet Ende der Maskenpflicht

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht sich für ein Ende der Maskenpflicht aus. "Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: In einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen entfallen", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht. "In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote nach und nach auch drinnen." Das Tragen von Masken sei aber auch ohne Pflicht weiter zu empfehlen, etwa bei Reisen oder Treffen in Innenräumen. Mehr Sicherheit gebe es nur, wenn alle Anwesenden geimpft oder regelmäßig getestet seien.

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