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Ende der Corona-Regeln in England

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    Corona: Die Ereignisse vom 19. Juli bis 25. Juli 2021

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 19. Juli bis 25. Juli 2021.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 25. Juli 2021

    22.15 Uhr: Südafrikas Präsident - Höhepunkt der dritten Welle wohl hinter uns

    Südafrika hat nach Einschätzung von Präsident Cyril Ramaphosa den Höhepunkt der dritten Corona-Welle voraussichtlich überschritten. Deswegen würden bestimmte Beschränkungen von Reisen und beim Alkoholverkauf aufgehoben, sagt Ramaphosa im Fernsehen. Das am stärksten industrialisierte Land des afrikanischen Kontinents ist auch wegen der Delta-Variante besonders stark von der Pandemie betroffen.

    20.12 Uhr: Tausende Tunesier demonstrieren gegen Corona-Politik der Regierung

    In Tunesien haben am Sonntag landesweit tausende Menschen gegen die Corona-Politik der Regierung demonstriert. In der Hauptstadt Tunis versammelten sich hunderte Menschen vor dem Parlament und warfen der regierenden Ennahdha-Partei und Ministerpräsident Hichem Mechichi Versagen im Kampf gegen steigende Infektionszahlen vor.

    In Tunesien steigt die Zahl der Corona-Infektionen massiv, in Krankenhäusern ist der Sauerstoff knapp. Bislang starben in dem Zwölf-Millionen-Einwohnerland mehr als 18.000 Menschen an Covid-19. Viele Tunesier sind angesichts der Lage verärgert über das Gezänk zwischen den Parteien im Parlament und den Machtkampf zwischen dem Parlamentspräsidenten Rached Ghannouchi, der auch der Vorsitzende von Ennahdha ist, und dem Staatspräsidenten Kaïs Saïed.

    19.20 Uhr: Coronainzidenz über 25: Maskenpflicht in Schulen im Lkr. Starnberg

    Weil die Corona-Inzidenz am Freitag den dritten Tag in Folge über 25 lag, besteht für die Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse in der neuen Woche wieder eine eine durchgängige Maskenpflicht. Gleiches gilt für die Lehrkräfte. Vorgeschrieben sind medizinische Gesichtsmasken.

    17.08 Uhr: Lauterbach und Habeck für mehr Möglichkeiten für Corona-Geimpfte

    Grünen-Parteichef Robert Habeck und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach halten es für richtig, vollständig gegen Corona Geimpften ab einem bestimmten Zeitpunkt wieder mehr Möglichkeiten im Alltag einzuräumen. "In dem Moment, wo allen Menschen ein Impfangebot gemacht worden ist, sieht Solidarität so aus: Man muss sich nicht impfen lassen, aber kann nicht damit rechnen, dass alle anderen auf ihre Freiheit verzichten, weil man sich nicht hat impfen lassen", sagte Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Konsequenz ist, dass Geimpfte beziehungsweise Genesene zukünftig unter Umständen mehr Möglichkeiten und Zugänge haben können, als Menschen, die sich gegen eine Impfung entschieden haben." Für diejenigen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen könnten, müsse es Ausnahmen geben.

    Lauterbach zufolge werde bald "nichts anderes übrigbleiben, als den Zutritt zu Räumen, wo viele Leute eng zusammenkommen, auf Genesene und Geimpfte zu beschränken".

    16.56 Uhr: Proteste gegen tunesische Regierung wegen Corona-Welle

    In Tunesien haben Hunderte wegen eines starken Anstiegs der Corona-Infektionen im Land protestiert und den Rücktritt der Regierung sowie die Auflösung des Parlaments gefordert. In der Hauptstadt Tunis blockierten Sicherheitskräfte die Straßen nahe dem Parlamentsgebäude. Hunderte Menschen drangen laut Augenzeugen trotzdem bis dorthin vor. Teils kam es dabei zu Rangeleien zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Auch in anderen Teilen des Landes kam es zu Protesten. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

    16.53 Uhr: Polizist im Kongo erschießt Studenten wegen fehlender Maske

    Wegen einer fehlenden Schutzmaske hat ein Polizist in der Demokratischen Republik Kongo einen Studenten erschossen. Der Student der Kunstfakultät an der Universität von Kinshasa habe als Teil seines Studiums auf der Straße ein Video gedreht, als ein Polizist ihn zum Maskentragen aufgefordert habe, berichtete ein Freund und Augenzeuge. Obwohl der junge Mann sich gerechtfertigt und auch eine Maske vorgezeigt habe, habe der Beamte ihm Widerstand vorgeworfen und ihn aus nächster Nähe erschossen.

    Kinshasas Polizeichef Sylvano Kasongo sagte der Nachrichtenagentur AFP, nach dem flüchtigen Polizisten werde gefahndet. Zwei Kollegen, die bei dem Vorfall anwesend waren, sowie der Chef einer Wache seien festgenommen worden.

    16.00 Uhr: Söder will zum 1. August neue Regeln für Reiserückkehrer

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Ministerpräsidenten der von der CDU geführten Bundesländer auf eine gemeinsame Strategie in der weiteren Corona-Politik einschwören. Er habe vorsorglich für kommenden Dienstag die Ministerpräsidenten der unionsgeführten Länder zu einer Schaltkonferenz eingeladen, sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen". Denn eine baldige Ministerpräsidentenkonferenz mit Regierungschefs aller Bundesländer ergebe nur Sinn, wenn wirklich die Bereitschaft bestehe, Grundlegendes zu beschließen.

    Söder sagte, "dazu zählt: Die neuen Regeln für Reiserückkehrer müssen von 11. September auf 1. August vorgezogen werden, denn eine Quarantäne-Verordnung erst nach den Ferien ergibt keinen Sinn". Außerdem stellte er erneut kostenlose Tests für Ungeimpfte zur Debatte. "Klar muss sein: Wer ein Impfangebot hatte und dies bewusst ausschlägt, kann auf Dauer nicht mehr kostenlos getestet werden."

    15.58 Uhr: Schwesig fordert Strategie für Impfung von Kindern ab zwölf Jahren

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) fordert eine Strategie für die Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren. Diese sollte vom Bund gemeinsam mit medizinischen Experten und der Ständigen Impfkommission (Stiko) entwickelt werden, sagt die frühere Familienministerin dem "Handelsblatt". Die aktuellen Empfehlungen "verunsichern viele Eltern von Kindern zwischen zwölf und 16. Wir brauchen da klare Empfehlungen". Zudem müsse erst für Ende August geplante Ministerpräsidentenkonferenz mit der Kanzlerin vorgezogen werden.

    Schwesig fordert auch schärfere Regeln für Reiserückkehrer. "Schon bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet sollten zwei Tests und eine Quarantäne bis zum zweiten Test verpflichtend sein." Ein Test bei der Rückkehr sei nicht aussagekräftig genug.

    15.55 Uhr: Polizei löst Partys mit Hunderten Teilnehmern auf - 4.000 in Berlin

    In mehreren Großstädten hat die Polizei in der Nacht zu Sonntag Partys mit Hunderten Teilnehmern aufgelöst. Im Berliner Volkspark Hasenheide waren sogar rund 4.000 Menschen zusammengekommen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. In München und Dortmund wurden Gruppen von etwa 500 Leuten aufgelöst.

    14.58 Uhr: Corona-Impfbus macht Station vor dem Max-Morlock-Stadion in Nürnberg

    Zum Saisonauftakt der 2. Fußball-Bundesliga hat die Koordinierungsstelle Impfzentrum der Stadt Nürnberg eine Impfaktion am Stadion angeboten. Zwei Ärzte verimpften vor, während und nach dem Heimspiel des 1. FC Nürnberg gegen Erzgebirge Aue das Vakzin Johnson & Johnson auf dem Max-Morlock-Platz. Zu Beginn der Aktion sagte Impfarzt Dieter Rührig, dass er mit etwa 100 verimpften Dosen an diesem Tag rechne.

    Man könne hier viele Menschen erreichen, erläutert die Sprecherin der Nürnberger Impfzentren Ulrike Goeken-Haidl die Auswahl des Orts: "Wir haben festgestellt, dass gerade die Altersgruppen zwischen 20 und 50 noch nicht oder vielfach ungeimpft sind und auch nicht auf das Impfangebot in den Impfzentren bei uns eingegangen sind. So kommen wir einfach zu den Menschen vor Ort." Für den Impfstoff Johnson & Johnson habe man sich entschieden, weil das Vakzin gut zu transportieren sei, so Goeken-Haidl.

    14.19 Uhr: Olympia-Regel angepasst: Maske darf bei Siegerehrung kurz weg

    Bei Siegerehrungen dürfen die olympischen Medaillengewinner in Tokio nun doch für Fotos ihre Maske abnehmen. Dies teilte das Internationale Olympische Komitee mit. Das Protokoll sei in den Playbooks, den umfassenden Handbüchern für die Corona-Regeln bei den Sommerspielen, angepasst worden.

    Konkret erklärte das IOC, dass Fotos ohne Mundnasenschutz nach dem Abspielen der Nationalhymne für den Sieger erlaubt sind, wenn die Athleten auf ihrem jeweiligen Treppchen Abstand voneinander halten. Ein gemeinsames Posieren für ein Gruppenfoto auf dem obersten Podest sei für 30 Sekunden erlaubt - da allerdings wieder mit Maske.

    Man wolle "den Athleten ein Pressefoto ermöglichen, das sie mit freiem Gesicht und mit ihren Emotionen während dieses einzigartigen Moments in ihrer Karriere zeigt", teilte das IOC mit. "Und ebenso gemeinsam mit den anderen Medaillengewinnern die Leistung zu feiern." In vier Punkten wird das vorgeschriebene Procedere genau erklärt.

    14.14 Uhr: LGL meldet 255 Corona-Neuinfektionen in Bayern

    Seit gestern haben sich 255 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hervor. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie im Freistaat 651.940 Menschen mit dem Virus angesteckt. Seit gestern wurde kein weiterer Todesfall gemeldet. Insgesamt starben im Freistaat seit Beginn der Pandemie demnach 15.319 Menschen an oder mit dem Coronavirus. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern bei 12,86.

    13.25 Uhr: Party mit 500 Menschen wegen Verstoß gegen Infektionsschutz aufgelöst

    Eine Party mit rund 500 Gästen hat die Polizei in München aufgelöst. Nach Angaben der Polizei vom Sonntag schätzte man die Situation in der Nacht an einer Brücke nahe der Isar aufgrund des hohen Wasserstands als gefährlich ein. Zusätzlich wäre der Infektionsschutz nicht mehr gewährleistet gewesen, und die Teilnehmerzahl überschritt die derzeit erlaubte Anzahl für Treffen nach dem Infektionsschutzgesetz. Der Großteil der feiernden Jugendlichen verließ die Party nach dem Eingreifen der Polizei ruhig. Einige Partygäste wären jedoch aggressiv geworden und es wäre unter anderem ein Stein auf die Beamten geworfen worden, so die Polizei.

    13.15 Uhr: Bundesregierung befürchtet 100.000 Neuinfektionen am Tag und harte Maßnahmen Ende September

    Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hält es für möglich, dass binnen rund zwei Monaten die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf 100.000 und die Sieben-Tage-Inzidenz auf einen Wert von 850 steigt. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schrieb am Sonntag bei Twitter, wahrscheinlich müssten kurz vor der Bundestagswahl am 26. September Einschränkungen beschlossen werden. Lauterbach nannte 100.000 Ansteckungen pro Tag eine Katastrophe. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen werde wieder steigen. Am Sonntagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für die zurückliegenden 24 Stunden 1.387 neue Corona-Infektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 13,8 gegenüber 13,6 tags zuvor. Außerdem starben vier weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle laut RKI auf 91.524.Ein Tiefstand bei der Sieben-Tage-Inzidenz war in Deutschland am 6. Juli mit 4,9 erreicht worden. Seitdem steigt die Zahl der Neuansteckungen bezogen auf 100.000 Einwohner pro Woche wieder an.

    13.10 Uhr: Gesundheitsamt Landkreis Berchtesgadener Land bittet Bürger, sich testen zu lassen

    Der Landkreis Berchtesgadener Land hat zum dritten Mal in Folge den Inzidenzwert von 25 überschritten und liegt derzeit bei 37,8. Entsprechend der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt morgen (Montag, 26.7.) an weiterführenden Schulen ab der 5. Jahrgangsstufe wieder die Maskenpflicht am Platz. Grundschulen und Förderschulen sind davon ausgenommen. Wegen des hohen Infektionsgeschehens wurden heute zusätzliche Testangebote geschaffen. Das Gesundheitsamt bittet die Bürgerinnen und Bürger sich testen zu lassen, um die Ausbreitung von Corona-Infektionen zu unterbinden.

    13.05 Uhr: Slowakisches Parlament billigt Erleichterungen für Geimpfte

    In der Slowakei soll das digitale Covid-Zertifikat der EU künftig als Eintrittskarte zum Beispiel für Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe dienen können. Das Parlament in Bratislava schuf dafür am Sonntag die rechtliche Grundlage. Dafür stimmten nach Angaben der Agentur TASR 77 Abgeordnete des Nationalrats. Es gab 55 Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Zum Einsatz kommen soll der sogenannte Grüne Pass erst im Fall einer weiteren Coronavirus-Welle. Das Zertifikat gibt Aufschluss über eine vollständige Impfung oder einen negativen Test. Das Gesetzesvorhaben war von heftigen Protesten begleitet worden. Am Freitag hatte die Polizei Tränengas eingesetzt, um Hunderte Impfgegner an der Stürmung des Parlamentsgebäudes zu hindern. Bei den Zusammenstößen wurde eine Polizistin verletzt. Kritik an dem Gesetz übte auch der sozialdemokratische Ex-Ministerpräsident Peter Pellegrini: Er warnte vor der Aufspaltung der Menschen in zwei Klassen. Gesundheitsminister Vladimir Lengvarsky entgegnete, dass von Geimpften nur ein "minimales Risiko" ausgehe.

    12.55 Uhr: Laschet lehnt Braun-Vorschlag für Druck auf Ungeimpfte ab

    Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sich gegen den Vorstoß von Kanzleramtchef Helge Braun ausgesprochen, Geimpften künftig Sonderrechte gegenüber Getesteten zu geben. Er lehne sowohl eine Impfpflicht als auch indirekten Druck auf Ungeimpfte ab, sagt der CDU-Chef im ZDF-Sommerinterview. Bisher gelte die Regel, dass Geimpfte, Genese und Getestete etwa beim Zugang zu Veranstaltungen gleichgestellt seien. "Dieses Prinzip ist gut", sagt Laschet.

    12.40 Uhr: Russland schickt humanitäre Hilfe nach Kuba

    Russland hat angesichts der Massenproteste in Kuba mehr als 88 Tonnen humanitäre Hilfsgüter in den Karibikstaat geschickt. Zwei Flugzeuge vom Typ Antonow AN-124 «Ruslan» brachten auf Anweisung von Präsident Wladimir Putin Nahrungsmittel sowie Waren für den individuellen Schutz, darunter auch eine Million Masken, in das Land, wie das Verteidigungsministerium am Samstag in Moskau mitteilte. Wegen der Corona-Krise hatte sich die wirtschaftliche Lage in dem Land zuletzt zugespitzt und Proteste ausgelöst. Das Ministerium veröffentlichte ein Video von Soldaten, die die Hilfsgüter verluden. Wenig später starteten die Maschinen vom Militärflughafen Tschkalowski im Moskauer Gebiet. Russland hatte zuletzt mit Blick auf die USA vor einer Einmischung in die gespannte Lage in Kuba gewarnt. Russland ist traditionell enger Verbündeter der kubanischen Führung im Konflikt mit den USA.

    12.25 Uhr: Vorziehen der angepassten Quarantäne-Regelungen in Diskussion

    CSU-Chef Markus Söder fordert Quarantäne-Regelungen für Reise-Rückkehrer schon ab kommenden Sonntag. "Die neuen Regeln für Reiserückkehrer müssen von 11. September auf 1. August vorgezogen werden, denn eine Quarantäne-Verordnung erst nach den Ferien ergibt keinen Sinn", sagt Söder der "Augsburger Allgemeinen". Dies sollte auf einer Ministerpräsidentenkonferenz geregelt werden. Deshalb habe er die Regierungschefs der unionsgeführten Länder für kommenden Dienstag zu einer Schalte eingeladen. Es müsse auch über ein gemeinsames Impfprogramm für Schülerinnen und Schüler sowie über eine verbindliche Formel aus Inzidenzwert, Impfquote und Krankenhausbetten gesprochen werden, um künftig zu wissen, ab wann Maßnahmen ergriffen werden müssten.

    12.05 Uhr: Wütende Proteste gegen Corona-Auflagen in mehreren Ländern

    In Italien demonstrierten am Samstag tausende Menschen gegen die Einführung eines obligatorischen Gesundheitspasses für den Zugang zu Innenräumen von Bars und Restaurants sowie Freizeiteinrichtungen. "Freiheit" und "Nieder mit der Diktatur" skandierten die Demonstranten, die italienische Flaggen schwenkten und mehrheitlich keine Masken trugen. Proteste fanden unter anderem in Rom, Neapel, Turin und Mailand statt. In Genua trugen Demonstranten gelbe Juden-Sterne, auf denen "ungeimpft" stand. Das als "grüner Pass" bekannte Dokument wird in Italien an Menschen ausgegeben, die ihre erste Corona-Impfdosis erhalten haben, von Covid-19 genesen sind oder in den 48 Stunden zuvor negativ getestet wurden. Seit der Bekanntgabe der Maßnahme am Donnerstag stiegen die Buchungen von Impfterminen in einigen kleineren Regionen nach Behördenangaben um 200 Prozent. In Australien beteiligten sich am Samstag tausende Menschen an Protestmärschen. In Sydney wurden dutzende Demonstranten festgenommen, die sich an einer nicht genehmigten Demo gegen die Lockdown-Maßnahmen beteiligten und Polizisten mit Flaschen und anderen Gegenständen bewarfen.

    11.50 Uhr: IOC fordert zur Einhaltung der Corona-Regeln bei der Siegerehrung

    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Athletinnen und Athleten bei den Sommerspielen in Tokio zur Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände bei der Siegerehrung aufgefordert. "Wir bitten und ermahnen jeden, sich an die Regeln zu halten, egal welcher Interessengruppe man angehört", sagte IOC-Kommunikationschef Mark Adams am Sonntag. Dies sei kein "nice to have", sondern ein "must have". Bei Siegerehrungen im Judo und Schwimmen waren verschiedene Sportler unter anderem für Fotos eng zusammengerückt, hatten sich teilweise kurz umarmt oder keine Maske getragen. Ein Verhalten, das vor Ausbruch der Corona-Pandemie gang und gäbe war, in den sogenannten "Playbooks" für Olympia zwecks Eindämmung von Infektionen aber untersagt ist. "Es sendet eine starke Botschaft, also bitte befolgt die Spielregeln", führte Adams aus: "Wir verstehen die freudige Erregung und fühlen mit den Athleten, aber leider mussten wir die Regeln so streng machen. Es ist im Interesse aller." Seit dem 1. Juli wurden von den Organisatoren 132 Corona-Neuinfektionen verzeichnet, die im Zusammenhang mit den Spielen stehen. 13 Fälle betreffen Aktive.

    11.35 Uhr: Söder gegen kostenlose Corona-Tests für Impfverweigerer

    Impfverweigerer sollen nach Meinung von CSU-Chef Markus Söder künftig keine kostenlose Tests mehr bekommen. "Klar muss sein: Wer ein Impfangebot hatte und dies bewusst ausschlägt, kann auf Dauer nicht mehr kostenlos getestet werden", sagt der bayerische Ministerpräsident der "Augsburger Allgemeinen".

    11.25 Uhr: Britischer Minister nach "Nicht-vor-Virus-wegducken"-Tweet in der Kritik

    In Großbritannien steht Gesundheitsminister Sajid Javid in der Kritik. Er hatte am Samstag an die Bevölkerung getwittert: "Falls Sie es noch nicht getan haben, lassen Sie sich bitte sich impfen, da wir lernen müssen, mit diesem Virus zu leben, anstatt sich davor wegzuducken." Die Vize-Chefin der oppositionellen Labour-Partei twitterte zurück, 127.000 Briten seien an dem Virus gestorben, davon könnten Zehntausende noch leben, wenn die Regierung in der Corona-Krise nicht versagt hätte. "Wie können Sie es also wagen, Menschen zu verunglimpfen, die versuchen, sich und ihre Familien zu schützen?"

    11.05 Uhr: Zuschauer könnten im Herbst für Premier League Impfnachweis brauchen

    Bei Spielen der englischen Fußball-Premier-League könnten ab Oktober nur noch vollständig gegen Corona geimpfte Zuschauer zugelassen werden. Das geht aus Plänen der britischen Regierung hervor, über die die Nachrichtenagentur PA am Sonntag berichtete. Für andere Sportevents mit mehr als 20.000 Zuschauern könnten dieselben Regeln gelten. "Damit könnte nicht nur eine volle Kapazität in Stadien ermöglicht werden, sondern es hat auch den Bonus, Menschen allen Alters dafür zu belohnen, sich impfen zu lassen", zitiert PA eine Quelle aus Regierungskreisen. Bei Veranstaltungen ohne Sitzplätze - etwa bei Konzerten - könnte dem Bericht zufolge sogar schon ab 5.000 Teilnehmern ein verpflichtender Impfnachweis notwendig werden. Auch in Nachtclubs plant die Regierung von Premierminister Boris Johnson, diese zu verlangen. Ein negativer Testnachweis soll in diesem Fall nicht als Ersatz ausreichen, wie Johnson vor einigen Tagen erklärte. Die Nachweispflicht wäre eine massive Verschärfung der bislang in England geltenden Regeln: Bislang sind etwa in Nachtclubs, die seit einigen Tagen wieder öffnen dürfen, nicht einmal Nachweise über einen negativen Corona-Test verpflichtend.

    10.50 Uhr: Pandemiekosten werden Großbritannien noch Jahrzehnte beschäftigen

    Der britische Staat wird einem Parlamentsausschuss zufolge noch lange mit finanziellen Unwägbarkeiten wegen der umgerechnet rund 434 Milliarden Euro teuren Maßnahmen gegen die Corona-Krise zu kämpfen haben. Das Risiko für den Steuerzahler werde noch 20 Jahre andauern, ganz zu schweigen von den anderen Risiken, die noch bevorstünden, heißt es in dem am Sonntag veröffentlichten Bericht des parlamentarischen Rechnungsprüfungsausschuss PAC. "Angesichts der horrenden Summen, die bisher für Covid-Maßnahmen ausgegeben wurden, muss die Regierung jetzt klarstellen, wie dies in Zukunft gehandhabt werden soll und über welchen Zeitraum", sagte PAC-Vorsitzende Meg Hillier. Der Ausschuss schätzt, das allein durch Betrug und Rückzahlungsausfälle bei Krediten an Unternehmen ein Verlust von 26 Milliarden Pfund auflaufen dürften. In einem zweiten Bericht wird zudem ein "inakzeptabel hohes" Maß an verschwenderischen Ausgaben kritisiert. So seien für 2,1 Milliarden Pfund ungeeignete persönliche Schutzausrüstungen gekauft worden.

    10.35 Uhr: Olympia-Aus für Golf-Favoriten Rahm und DeChambeau

    Die Golfstars Jon Rahm und Bryson DeChambeau werden wegen positiver Corona-Tests die Olympischen Spiele in Tokio verpassen. Beim Weltranglistenersten und US Open-Sieger Rahm (26) sei der letzte der drei obligatorischen PCR-Tests nach seiner Rückkehr von den British Open positiv gewesen, teilte Spaniens Olympia-Team am Sonntag mit. Beim 27-jährigen Amerikaner DeChambeau wurde die Infektion vor seiner Abreise in die japanische Hauptstadt festgestellt, so das US-Team. Damit fehlen zwei Favoriten auf die Goldmedaille beim olympischen Golfturnier (29. bis 1. August) im Kasumigaseki Country Club. Der US-Open-Sieger von 2020 wird nun durch seinen Landsmann Patrick Reed ersetzt. Bei den Spaniern startet nur Adri Arnaus. Die Zeit, bei all den Formalien einen Ersatzmann für Rahm zu schicken, sei zu kurz.

    10.20 Uhr: 25 Festnahmen bei Demo von Impfgegnern in Athen

    Bei Krawallen auf einer Demo von Impfgegnern hat die griechische Polizei am Samstagabend 25 Menschen vorübergehend festgenommen. Zuvor hatten sich nach Angaben der Behörden mehrere Tausend Menschen auf dem zentralen Athener Syntagma-Platz versammelt, um gegen die teilweise Corona-Impfpflicht zu protestieren, die es in Griechenland inzwischen gibt. Nach einer friedlichen Kundgebung eskalierte die Situation, als Demonstranten Brandsätze und Steine auf die Einsatzkräfte warfen und diese Wasserwerfer und Tränengas einsetzten.

    10.05 Uhr: Zehn Corona-Neuinfektionen in Bayern - drei Regionen mit Inzidenz 0

    In Bayern haben sich nur in drei Regionen in den vergangenen sieben Tagen keine Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag für die Städte Straubing und Schwabach und den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz keine Neuinfizierten für diesen Zeitraum. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag im Landkreis Berchtesgadener Land mit 35,9 bayernweit am höchsten. Dahinter folgen die Stadt Bamberg mit einem Wert von 27,1 und die Stadt Amberg mit 26,1 je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Insgesamt meldeten die Gesundheitsämter in Bayern dem RKI binnen eines Tages 10 Corona-Neuinfektionen nach 220 am Samstag.

    09.40 Uhr: Bayern droht vierte Corona-Welle im Herbst

    Bayern und Deutschland droht eine vierte Corona-Welle im Herbst. Trotz niedriger absoluter Fallzahlen steigen die Infektionsraten derzeit wieder exponentiell an. Für die nähere Zukunft rechnet das Gesundheitsministerium in München zunächst damit, dass die Urlaubssaison mit ihrem erhöhten Reiseverkehr auch zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen kann. "Deshalb muss in der nächsten Zeit eher mit einem weiteren Anstieg gerechnet werden", sagte ein Sprecher. Was die weitere Entwicklung betrifft, so rechnet das Robert Koch-Institut in Berlin in Modellszenarien mit einem neuerlichen starken Anstieg der deutschlandweiten Fallzahlen ab Ende Oktober. Die Bevölkerung soll «frühzeitig darüber informiert werden, dass es im Winter wieder zu einer starken Belastung des Gesundheitswesens» und möglicherweise einer regionalen oder lokalen Überlastung kommen könne, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Papier.

    09.10 Uhr: Mehr als 160.000 Franzosen demonstrieren gegen verschärfte Corona-Regeln

    In Frankreich sind am Samstag erneut zehntausende Gegner von verschärften Corona-Regeln auf die Straße gegangen. Nach Angaben des Innenministeriums vom Abend demonstrierten landesweit rund 161.000 Menschen unter anderem gegen den Gesundheitspass, der Aufschluss über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt, und die geplante Impfpflicht für das Gesundheitspersonal. In der Hauptstadt Paris gingen laut Innenministerium 11.000 Menschen auf die Straße. In Paris skandierten die Demonstranten unter anderem "Freiheit, Freiheit" und riefen zum Sturz von Präsident Emmanuel Macron auf, den sie als "Tyrannen" bezeichneten. In der Nähe der Champs-Elysées kam es zu Ausschreitungen. Innenminister Gérald Darmanin verurteilte im Kurzbotschaftendienst Twitter die Gewalt. Seinen Angaben zufolge gab es neun Festnahmen in der Hauptstadt. Proteste fanden darüberhinaus in mehr als hundert weiteren französischen Städten statt, darunter Toulouse, Lyon, Straßburg, Lille, Nizza, Montpellier und Marseille.

    08.50 Uhr: Viele Japaner ignorieren wegen Olympia Corona-Regeln

    Die Olympischen Spiele drohen nach Ansicht eines Experten indirekt zu einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen zu führen. Nicht die Olympia-Teilnehmer seien das Hauptproblem, sagte der Politikprofessor Koichi Nakano von der Sophia University in Tokio. Vielmehr sei es der Umstand, dass die Spiele überhaupt stattfinden zu einem Zeitpunkt, da die Bevölkerung über den immer wieder verlängerten Corona-Notstand zunehmend "frustriert" sei. §Die Leute werden ungeduldig und hören nicht mehr auf die Regierung", sagte Nakano und führte als Beispiel die Radrennen am Vortag an. Zahlreiche Zuschauer waren am Straßenrand zu sehen, mitunter standen sie in mehreren Reihen an der Strecke

    08.20 Uhr: Alle Inzidenzwerte in Unterfranken wieder unter 20

    Die Corona-Inzidenzahlen in Unterfranken sind größtenteils gesunken. Den höchsten Wert hat aktuell die Stadt Würzburg mit 18,0, gefolgt von der Stadt Schweinfurt mit 15,0. In acht von 12 Regionen sind die Inzidenzwerte gesunken, in den übrigen vier Regionen hat sich der Wert nicht verändert. Das könnte natürlich auch am Wochenende liegen, da wird bekannterweise weniger getestet bzw. Testergebnisse erst mit Verspätung weitergegeben. Den niedrigsten Wert in Unterfranken hat aktuell der Landkreis Schweinfurt mit 1,7.

    07.45 Uhr: Peru sorgt sich vor der Lambda-Variante

    Peru ist weltweit das Land mit der höchsten Sterblichkeit durch die Corona-Pandemie. Nun macht den Virologen vor allem die neue Lambda-Variante Sorge. Es fehlen Mittel und Daten für eine fundierte Überwachung. Mikrobiologe Pablo Tsukayama isolierte sie im Dezember 2020 erstmals, inzwischen ist sie für 80 Prozent der Neuinfektionen in Peru verantwortlich. Und es gebe kaum Studien zu den chinesischen Impfstoffen, die in Peru am meisten eingesetzt werden.

    07.20 Uhr: Nach Corona-Wirbel im deutschen Team: Buchmann wie geplant abgereist

    Radprofi Emanuel Buchmann ist wie geplant von den Olympischen Spielen abgereist. Das bestätigte sein Teamkollege Simon Geschke am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem positiven Corona-Test von Geschke war zunächst unklar, ob dessen Zimmerkollege Buchmann nach Hause fliegen durfte. Der Ravensburger war mehrfach negativ getestet worden, musste aber statt im Teamhotel im Olympischen Dorf übernachten. Buchmann hatte in der Nacht vor dem Straßenrennen das Hotel der deutschen Radsportler am Mount Fuji verlassen müssen und wurde ins knapp zwei Stunden entfernte Tokio zu einem PCR-Test gefahren. Erst vier Stunden vor dem Rennen am Samstag erhielt der 28-Jährige die Starterlaubnis. Im Rennen hielt Buchmann bis etwa 35 Kilometer vor dem Ziel mit der Spitzengruppe mit, belegte am Ende Platz 29.

    07.05 Uhr: Weltweit über 193,1 Mio Infizierte und 4,3 Mio Tote

    Weltweit haben sich nachweislich mehr als 193,12 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 4,3 Millionen Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Mit über 34,4 Millionen Infizierten und über 609.000 Toten weisen die USA die höchsten Zahlen auf. Indien verzeichnet über 31,3 Millionen Infektions- und mehr als 420.000 Todesfälle. In Brasilien wurden mehr als 19,5 Millionen Ansteckungen registriert, rund 547.000 Menschen starben.

    06.45 Uhr: Algerien kündigt Produktion von chinesischem Sinovac-Impfstoff an

    Algerien will künftig den chinesischen Corona-Impfstoff Sinovac im eigenen Land herstellen. Experten aus China seien dazu bereits am Freitag in dem nordafrikanischen Land eingetroffen, um die Produktionsanlagen der staatlichen Pharmafirma Saidal zu inspizieren, teilte die Regierung in Algier am Samstag mit. Ein Datum für den Produktionsbeginn wurde zunächst nicht genannt. Ab September ist in dem Land zudem die Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik-V geplant. Bisher haben die Behörden mehr als 160.000 Corona-Fälle und 4.000 Tote seit dem Beginn der Pandemie registriert. Am Freitag wurde mit 1.350 Ansteckungen binnen eines Tages ein neuer Höchstwert gemeldet. Rund sechs Monate nach dem Beginn der Impfkampagne sind nur knapp zehn Prozent der 44 Millionen Einwohner des Landes immunisiert.

    06.35 Uhr: Zehn weitere Corona-Fälle im Olympia-Umfeld

    Die Olympia-Organisatoren von Tokio haben zwei weitere Corona-Fälle bei Athleten bestätigt. Insgesamt vermeldeten die Macher der Sommerspiele am Sonntag zehn Neuinfektionen im Umfeld der Sommerspiele. Damit stieg die Zahl der positiven Tests bei den Spielen seit Beginn der Erfassung am 1. Juli auf 132. Einer der betroffenen Athleten ist der Mitteilung zufolge ein niederländischer Ruderer. Das Oranje-Team hatte bereits am Samstag den Corona-Fall des 21 Jahre alten Finn Florijn bestätigt. Im deutschen Team hatte es am Eröffnungstag durch Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben.

    06.10 Uhr: Kretschmann schließt Impfpflicht nicht aus

    Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält eine Impfpflicht im weiteren Kampf gegen die Corona-Krise für denkbar. "Wir planen keine Impfpflicht. Für alle Zeiten kann ich eine Impfpflicht nicht ausschließen", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "Es ist möglich, dass Varianten auftreten, die das erforderlich machen." Es könne gut sein, "dass wir irgendwann gewisse Bereiche und Tätigkeiten nur noch für Geimpfte zulassen". Ohne Impfungen werde man die Pandemie nicht in die Knie zwingen können. Kretschmann warnt seit längerem vor einer vierten Welle und blickt eher pessimistisch auf Herbst und Winter. Das Virus könnte aus seiner Sicht noch einmal genauso gefährlich zurückkommen wie im vergangenen Herbst

    05.50 Uhr: Kommunen fordern, Corona-Lockdown im Herbst zu verhindern

    Die Kommunen appellieren an Bund und Länder, einen weiteren Corona-Lockdown im Herbst zu verhindern. Ein Lockdown wäre verheerend für die Menschen, aber auch für die Wirtschaft, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Viele Bürgerinnen und Bürger würden eine solche Maßnahme kaum akzeptieren, meinte er. Bund und Länder müssten sich zeitnah darauf verständigen, welche Maßstäbe wann und wo gelten für weitere Einschränkungen im Herbst.

    05.35 Uhr: Holetschek ruft zu Impfungen in den Sommerferien auf

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Menschen in Bayern dazu aufgerufen, sich trotz der anstehenden Sommerferien gegen Corona impfen zu lassen. "Es war noch nie so leicht wie jetzt, eine Corona-Impfung zu bekommen", sagte der CSU-Politiker in einer am Sonntag verbreiteten Mitteilung. "Corona macht keine Ferien, und auch unsere Impfangebote sind in den Ferien weiter für alle Impfwilligen offen. Dieser Sommer ist ein Impf-Sommer." Wer seinen Termin zur Zweitimpfung in den Sommerferien habe, solle diesen auch wahrnehmen, betonte Holetschek.

    05.10 Uhr: Kanzleramtsminister: Geimpfte werden mehr Freiheiten haben

    Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat die Menschen zur Corona-Impfung aufgerufen und mögliche Einschränkungen im Herbst für Ungeimpfte angekündigt. Es gebe zwei Argumente für die Impfung, sagte Braun der "Bild am Sonntag". Die Impfung schütze zu 90 Prozent vor einer schweren Corona-Erkrankung. "Und: Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte." Solange die Impfstoffe gegen die Delta-Variante so gut helfen, sei ein klassischer Lockdown nicht mehr nötig, sagte Braun. Aber wenn Deutschland eine hohe vierte Welle bekäme, würde das nicht ohne Auswirkungen bleiben. "Bei hohem Infektionsgeschehen trotz Testkonzepten würden Ungeimpfte ihre Kontakte reduzieren müssen", erklärte er. "Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich wären, weil das Restrisiko zu hoch ist." Auf die Frage, ob das rechtlich zulässig wäre, antwortete Braun mit einem "Ja".

    04.50 Uhr: RKI meldet 1.387 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 13,8

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1.387 neue Positiv-Tests. Das sind 95 mehr als am Samstag vor einer Woche, als 1.292 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 13,8 von 13,6 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Vier weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.524. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,75 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    Samstag, 24. Juli 2021

    21.50 Uhr: Proteste gegen strengere Corona-Regeln in Italien

    In Italien haben Medienberichten zufolge Tausende Menschen gegen strengere Corona-Regeln protestiert. In Rom versammelten sich Schätzungen zufolge etwa 3.000 Gegner des sogenannten Grünen Passes, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag meldete. Das digitale Corona-Zertifikat der EU wird in Italien auch Grüner Pass genannt. Auch in weiteren Städten, darunter Mailand, Turin und Neapel, kam es zu Protesten, wie unter anderem die Zeitung "Corriere della Sera" berichtete.

    Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte angesichts deutlich steigender Infektionszahlen strengere Corona-Maßnahmen auf den Weg gebracht und die Zutrittsregeln zu zahlreichen Aktivitäten im Innenbereich verschärft. Ab dem 6. August ist in dem Land etwa für Restaurantbesuche im Innenbereich, in Museen, Fitnessstudios und Schwimmbädern ein Impfnachweis, ein 48 Stunden lang gültiger negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig.

    20.00 Uhr: Bundesärztekammer: Schulschließungen unbedingt vermeiden

    Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, forderte, die Sommerferien dafür zu nutzen, die Infektionsschutzmaßnahmen "für den flächendeckenden Einsatz" vorzubereiten. Nötig seien auch tägliche Tests, sagte er der "Rheinischen Post". Erneute Schulschließungen müssten unbedingt vermieden werden.

    "Schon jetzt ist ersichtlich, wie gravierend die Folgen der bisherigen Schulschließungen für die junge Generation sind", sagte Reinhardt. "Dazu zählen vermehrt auftretende Angststörungen, Konzentrations- und Schlafstörungen, Depressionen, Suizidgedanken sowie eine verzögerte Sprachentwicklung und eine Zunahme von Verhaltensauffälligkeiten."

    19.55 Uhr: Virologe: "Datenerhebungskatastrophe" hemmt Pandemie-Abwehr

    Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit ist davon überzeugt, dass die Pandemie mit einer besseren Erhebung von Daten in Deutschland leichter bewältigt werden könnte. "Wir haben eine Datenerhebungskatastrophe", sagte er im Podcast "Die Wochentester" von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)". Deshalb fehle in der Corona-Krise eine Datengrundlage für wirksame Maßnahmen.

    Dies betreffe etwa die Frage, wer nachgeimpft werden müsse. Die Frage nach der Impf-Auffrischung müsse ohnehin in den kommenden Wochen und Monaten dringend beantwortet werden, betonte er erneut. Denn: "Das Virus wird uns unser ganzes Leben weiter beschäftigen."

    18.30 Uhr: Brasilianer protestieren gegen Corona-Politik von Präsident Bolsonaro

    Tausende Brasilianer sind gegen die Corona-Politik der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro auf die Straße gegangen. Bei Demonstrationen im ganzen Land forderten sie ein Amtsenthebungsverfahren gegen den rechten Staatschef, mehr Impfungen gegen das Coronavirus und wirtschaftliche Hilfen in der Pandemie, wie das Nachrichtenportal "G1" berichtete. Zu Protesten kam es in mindestens 13 Provinzhauptstädten, darunter Rio de Janeiro, Recife und Salvador.

    Die Regierung von Präsident Bolsonaro verharmloste die Pandemie von Anfang an und stemmte sich mit Verweis auf die wirtschaftlichen Folgen gegen harte Ausgangsbeschränkungen. Zuletzt zog Bolsonaro auch den Sinn von Impfungen in Zweifel. Mittlerweile prüft ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss Bolsonaros Krisenmanagement in der Pandemie.

    18.10 Uhr: Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei in Paris

    In Paris kommt es bei Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen und Impfbestimmungen zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Fernsehberichten zufolge setzt die Polizei im Zentrum der Hauptstadt Tränengas ein. Laut dem Sender France Info hatten einige Demonstranten Polizisten angegriffen.

    16.43 Uhr: Tansania erhält erste Lieferung von Corona-Impfstoffen

    Das ostafrikanische Tansania hat erstmals eine Lieferung von Corona-Impfstoffdosen erhalten. Außenministerin Liberata Mulamula und der amerikanische Botschafter Donald Wright nahmen die Charge von einer Million Dosen des Herstellers Johnson & Johnson am Julius-Nyerere-Flughafen in Daressalam in Empfang. Tansania hatte zu den wenigen Ländern in Afrika gehört, die bisher noch keine Impfstoffe gegen das Coronavirus bekommen oder mit einem Impfprogramm für ihre Bevölkerungen begonnen hatten.

    Hauptgrund war die Verweigerungshaltung des früheren Präsidenten John Magufuli, der im März starb. Er hatte im Juni 2020 behauptet, dass drei Tage langes Gebet das Virus in Tansania in die Knie gezwungen hätten. Daher wolle er keine Vakzindosen annehmen.

    15.42 Uhr: Proteste in Frankreich gegen Impfpflicht für Gesundheitspersonal

    In Frankreich sind am Samstag erneut zahlreiche Gegner der geplanten Impfpflicht für das Gesundheitspersonal auf die Straße gegangen. In Paris und Toulouse versammelten sich am Nachmittag bereits hunderte Demonstranten. Proteste waren im Laufe des Tages unter anderem für Lyon, Straßburg, Lille und Marseille angekündigt. Nach Behördenangaben wurden landesweit mehr als hunderttausend Demonstranten erwartet. Der Protest richtet sich neben der Impfpflicht auch gegen den Gesundheitspass, der Aufschluss über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt.

    15.17 Uhr: Polen plant längere Isolierung bei Delta-Variante

    Im Kampf gegen die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus und andere neue Mutanten verschärft Polen seine Quarantäneregeln. Wenn bei einem Infizierten eine Variante mit erhöhter Ansteckungsgefahr festgestellt wird, kann das Gesundheitsamt künftig über eine Verlängerung der häuslichen Isolierung auf bis zu drei Wochen entscheiden. Das geht aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor, wie das Nachrichtenportal "Gazeta.pl" berichtete. Bisher galt, dass die Isolierung bereits nach zehn Tagen beendet werden kann, wenn der Betroffene keine Symptome mehr zeigt.

    15.15 Uhr: Die meisten Urlauber wollen auf Mallorca bleiben

    Nach der angekündigten Hochstufung Spaniens zum Corona-Hochinzidenzgebiet gibt es zunächst keine Hinweise, dass eine größere Zahl von Menschen ihre Mallorca-Urlaub vorzeitig abbrechen oder gebuchte Aufenthalte stornieren wollen. "Erste Informationen von der Playa de Palma deuten darauf hin, dass die Gäste weiter ihren Urlaub auf Mallorca verbringen möchten. Sie fühlen sich vor Ort gut aufgehoben, meiden größere Menschenansammlungen und sind zum großen Teil schon geimpft", sagte der Sprecher des Reiseveranstalters Tui, Aage Dünhaupt, der Deutschen Presse-Agentur.

    15.00 Uhr: Ungarn stellt Bedingungen an EU-Corona-Hilfen

    Ungarn will von der EU keine Mittel aus dem Corona-Wiederaufbaufonds annehmen, falls Brüssel dies von einer Abschaffung des Gesetzes zur Einschränkung von Informationen über Homo- und Transsexualität abhängig macht. Das verfügte Ungarns rechtsnationaler Ministerpräsident Viktor Orban in einer Verordnung, die im Ungarischen Gesetzblatt erschienen ist. Die EU-Kommission prüft seit Wochen rechtliche Schritte gegen das Gesetz, weil sich dieses gegen nicht-heterosexuelle Menschen richte.

    Die EU-Kommission verzögere die Genehmigung für den ungarischen Corona-Wiederaufbauplan "aufgrund ihrer politischen Ablehnung der nationalen Gesetzgebung zum Schutz der Kinder", heißt es in Orbans Verordnung. Ungarn werde in diesem Zusammenhang nur ein Abkommen akzeptieren, in dem "die Europäische Kommission Ungarn keine Bedingung auferlegt, die für andere Mitgliedstaaten nicht gilt".

    14.21 Uhr: Berliner Regierungschef: Bund und Länder müssen sich abstimmen

    Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen sieht Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) aktuell einen kurzfristigen Abstimmungsbedarf zwischen Bund und Ländern. "Auch wenn die Lage auf den Intensivstationen deutlich besser geworden ist, dürfen wir jetzt nicht die gute Ausgangslage für den Herbst verspielen", teilte er der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Impfen müsse unkomplizierter werden. "Jede Impfung zählt, auch um die aktuellen Freiheiten zu sichern." Gleichzeitig müssten Ungeimpfte wieder umfassender mit negativen Tests nachweisen, dass sie nicht ansteckend sind, wenn sie irgendwo Zugang haben wollten.

    14.00 Uhr: Bundesweite Impfquote von 50 Prozent rückt näher

    In den nächsten Tagen dürfte Deutschland bei der Corona-Impfquote die Marke von 50 Prozent überschreiten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind inzwischen 49,1 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht 40,82 Millionen Menschen. Mindestens eine Impfdosis haben dem RKI zufolge 60,8 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 50,54 Millionen Menschen verabreicht bekommen. Allein am Freitag wurden 517.470 Dosen gespritzt.

    12.15 Uhr: Britische Regierung lockert Quarantäne-Regeln für weitere Berufe

    Wegen massiver Personalausfälle in vielen Bereichen hat die britische Regierung die Corona-Quarantäne-Regeln für weitere Berufsgruppen gelockert. So dürfen in England auch Zugführer, Grenzbeamte oder Feuerwehrleute, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten, sich nun täglich testen, statt in Quarantäne zu gehen. Dies gab die Regierung am Samstag bekannt. Zunächst hatten diese Sonderregeln nur für Beschäftigte des Gesundheitsdienstes und später auch für Beschäftigte der Lebensmittelversorgung gegolten. Weil in Großbritannien derzeit so viele mit dem Coronavirus infiziert sind und noch deutlich mehr Menschen mit diesen in Kontakt gekommen sind, hapert es an vielen Stellen des öffentlichen Lebens: Züge fallen aus, Supermarktregale bleiben zeitweise leer und Mülltonnen werden nicht geleert. Millionen Briten müssen sich zu Hause isolieren. Mitte August sollen die Quarantäne-Regeln in England für alle vollständig Geimpften gelockert werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Vereinigten Königreich zuletzt bei 497 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

    11.40 Uhr: Russische Behörden - Zahl der Neuinfektionen sinkt leicht

    In Russland steigt die Zahl der Corona-Toten mit hohem Tempo. Die Behörden melden 799 neue Todesfälle binnen 24 Stunden, die Zahl der Neuinfektionen habe um knapp 24.000 zugelegt. Das sind allerdings rund fünf Prozent weniger als vor einer Woche. In der Hauptstadt Moskau sei die Zahl gar um rund ein Viertel auf 3.376 gesunken. Der Moskauer Bürgermeister war am Freitag mit den Worten zitiert worden, die Behörden hofften, dass der Höhepunkt in Moskau damit überschritten sei.

    11.15 Uhr: Uneinigkeit über Coronafall: Bochums Testspiel gegen Turin abgesagt

    Das für Samstag angesetzte Testspiel des VfL Bochum gegen den italienischen Klub FC Turin findet nicht statt. Wie der VfL mitteilte, begründet Turin die Absage mit einem Corona-Fall im Lager des Fußball-Bundesligisten und bezieht sich damit mutmaßlich auf Herbert Bockhorn, der am Freitag positiv getestet wurde. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der 26-Jährige aber bereits wieder in Bochum und nicht mehr im Trainingslager in Südtirol. Daher sei die von Turin kommunizierte Darstellung «falsch», teilte der VfL mit: "Sämtliche Tests, die bei Mannschaft und Staff engmaschig durchgeführt wurden, waren und sind allesamt negativ ausgefallen." Daher "gab und gibt es von Seiten der Gesundheitsbehörden keine Anordnung, den Trainings- und Spielbetrieb einzuschränken oder zu unterbrechen". Statt nun um 17.00 Uhr gegen Turin zu testen, wird Bochum ein normales Training absolvieren.

    11.05 Uhr: Krankenhäuser im Libanon nicht für weitere Corona-Welle gewappnet

    Wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise im Libanon ist das Gesundheitssystem nach Angaben eines führenden Mediziners kaum für eine weitere Ansteckungswelle mit dem Coronavirus gewappnet. "Alle Krankenhäuser (...) sind jetzt noch weniger vorbereitet als während der Welle zu Beginn des Jahres", warnte der Leiter des größten öffentlichen Krankenhauses des Landes, Firass Abiad, am Freitag. Es mangele mehr denn je an medizinischem Personal, die Medikamente würden knapp und es gebe ständig Stromausfälle. Nachdem die Zahl der Covid-19-Fälle im Frühjahr gesunken war, steigt sie nun wieder an. Derzeit kommen viele Libanesen für den Sommer aus dem Ausland nach Hause und treffen Freunde und Familie. Allein am Donnerstag wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 98 Menschen bei der Ankunft am Beiruter Flughafen positiv getestet.

    10.50 Uhr: 220 Corona-Neuinfektionen in Bayern - zwei Regionen mit Inzidenz 0

    In Bayern steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter - und nur noch in zwei Regionen haben sich in den vergangenen sieben Tagen keine Menschen mit dem Erreger der Krankheit Covid-19 angesteckt. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag für die Stadt Straubing und den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz keine Neuinfizierten für diesen Zeitraum. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag im Landkreis Berchtesgadener Land mit 37,8 bayernweit am höchsten. Dahinter folgen die Stadt Bamberg mit einem Wert von 33,6 und der Landkreis Dillingen an der Donau mit 30,0. Insgesamt meldeten die Gesundheitsämter in Bayern dem RKI binnen eines Tages 220 Corona-Neuinfektionen und 2 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Erreger. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 3.13 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Bayernweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen mittlerweile bei 12,2, im Bundesdurchschnitt bei 13,6.

    10.35 Uhr: Trump-Wähler zögern weiter bei der Corona-Impfung

    Monatelang gingen in den USA die Corona-Infektionszahlen zurück. Seit Anfang Juli steigen sie wieder. Nach offiziellen Angaben sind die allermeisten Covid-19-Patienten, die zurzeit im Krankenhaus landen, nicht gegen das Virus geimpft. Die Direktorin der Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention, Rochelle Walensky, warnt vor einer „Pandemie bei den Nicht-Geimpften“. Die USA seien an einem „entscheidenden Punkt“ angelangt, sagte Walensky am Donnerstag.Anthony Fauci, der Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden, sprach von einem möglicherweise zweigeteilten Amerika. Impfskepsis und Verweigerung spiegeln die politische Landschaft: Die Ungeimpften sind offenbar überproportional Anhänger der Republikanischen Partei und weiße Evangelikale - Menschen aus Bevölkerungsschichten, die mehrheitlich Donald Trump gewählt haben. Die ländliche Bevölkerung hat niedrigere Impfraten als die städtische.Nach Angaben der Gesundheits-Forschungsstiftung Kaiser Family Foundation waren in Landkreisen mit einer Mehrheit für Biden Anfang Juli 46,7 Prozent vollständig geimpft, in Trump-Landkreisen nur 35 Prozent.

    10.20 Uhr: Olympiateilnehmer Geschke in Tokio im Quarantäne-Hotel

    Nach seinem positiven Corona-Test ist der deutsche Radprofi Simon Geschke in ein Quarantäne-Hotel in Tokio eingezogen. Wie Bernd Wolfarth, Chefmediziner des deutschen Olympia-Teams, am Samstag mitteilte, muss der 35-jährige gebürtige Berliner nach den geltenden Regeln dort bis zu zehn Tage bleiben. Sein Zimmerkollege im Außenquartier nahe der Strecke am Mount Fuji, Emanuel Buchmann, war negativ getestet worden und konnte am Samstag am olympischen Rennen über 234 Kilometer teilnehmen. Er muss sich als enge Kontaktperson von Geschke danach in eine zehntägige Selbstisolation im Hotelzimmer begeben und darf nur dort das Essen einnehmen. Allerdings kann Buchmann das Hotel zum Training und im Falle eines weiteren Olympia-Starts verlassen.

    10.05 Uhr: Hanoi wegen Anstiegs der Coronavirus-Fälle im Lockdown

    Die vietnamesische Hauptstadt Hanoi geht wegen eines Anstiegs der Coronavirus-Fälle in einen 15-tägigen Lockdown. Nach der am Freitagabend veröffentlichten Anordnug dürfen sich in der Öffentlichkeit nicht mehr als zwei Personen treffen. Nur Behörden, Krankenhäuser und systemrelevante Geschäfte dürfen öffnen. Bereits vor einigen Tagen waren alle Aktivitäten im Freien verboten worden. Am Freitag registrierte Hanoi 70 Neuinfektionen, landesweit wurde die bislang höchste Zahl mit 7.295 Fällen festgestellt. Fast 5.000 davon waren in der größten Metropole, Ho-Chi-Minh-Stadt. Die ist auch bis zum 1. August im Lockdown. In der jüngsten Covid-Welle seit April hat Vietnam 83.000 Infektionen und 335 Tote verzeichnet.

    09.50 Uhr: IOC warnt olympische Athleten bei weiteren Hygieneverstößen

    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat bei weiteren «eklatanten» Hygieneverstößen von Athleten und Funktionären bei den Olympischen Spiele in Tokio vor Maßnahmen gewarnt. Bei der Eröffnungsfeier am Freitagabend waren mehrere Athleten aus Kirgisistan und Tadschikistan aufgefallen, die keine Maske trugen. Auch bei den zwei pakistanischen Fahnenträgern fehlte der Mund-Nasen-Schutz. Im Playbook des IOC heißt es, dass Athleten jederzeit eine Maske zu tragen haben, außer beim "Training, Essen, Trinken oder während der Interviews". Christophe Dubi, IOC-Exekutivdirektor für die Spiele in Tokio, nannte in Bezug auf die Verstöße keine Nationen oder Athleten namentlich und ließ offen, ob bereits disziplinarische Maßnahmen eingeleitet werden. Sollten weitere schwere Regelverstöße vorliegen, werde das IOC laut Dubi aber umgehend handeln. «Wenn es eklatante und unhaltbare Regelverstöße gibt, werden wir definitiv Maßnahmen ergreifen. Aber es ist wichtig, dass wir dieses Thema immer wieder ansprechen, damit die Masken getragen werden», sagte Dubi.

    09.35 Uhr: Karliczek: Erwachsene sollen sich aus Solidarität zu Kindern impfen

    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fordert Erwachsene auf, sich gegen Corona impfen zu lassen - auch aus Solidarität gegenüber Kindern und Jugendlichen. "Gerade jetzt, wo die Infektionszahlen wieder ansteigen, sollten sich möglichst alle Erwachsenen mit den Kindern und Jugendlichen solidarisch zeigen, indem nicht geimpfte Personen die Impfangebote wahrnehmen", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Solidarität der Erwachsenen wäre ein ganz wichtiger Beitrag, um nach den Sommerferien einen regulären Schulbetrieb zu ermöglichen. Je weniger das Virus unter den Erwachsenen zirkuliert, desto weniger kann es auch für die Jüngeren zu einer Gefahr werden. Auch Kinder und Jugendliche können schwer erkranken, und wir wissen auch noch zu wenig über Long Covid bei Kindern und Jugendlichen."

    09.15 Uhr: Patientenschützer bemängeln geringe Impfbereitschaft Jüngerer

    Patientenschützer werfen den jüngeren Generationen in Deutschland eine mangelnde Impfbereitschaft vor. "Obwohl mittlerweile Impfstoff für täglich zwei Millionen Menschen bereitsteht, werden nur 500.000 Dosen abgerufen, denn der Impffortschritt dümpelt in der jungen und mittleren Generation nur so vor sich hin", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Es ist also allerhöchste Zeit, dass jetzt auch die Jüngeren ihre Impfsolidarität in der Pandemie unter Beweis stellen", fügte er hinzu. Immer wieder sei beklagt worden, die Jungen müssten zugunsten Älterer auf ihre Freiheit verzichten. Dass die Impfbereitschaft bei ihnen nun so gering sei, zeige, "dass an dem Vorwurf nichts dran war", sagte Brysch der Zeitung. Die über 60-Jährigen hingegen würden "mit erwartbarer fast 90-prozentiger vollständiger Impfquote ihren Teil zur Pandemiebekämpfung beitragen". Schon jetzt hätten 85 Prozent dieser Altersgruppe das Impfangebot angenommen.

    09.00 Uhr: Zusammenstöße mit Polizei bei Protesten gegen Corona-Lockdown in Sydney

    Bei Protesten gegen den seit rund einem Monat geltenden Corona-Lockdown in Sydney ist es zu Zusammenstößen von Demonstranten mit der Polizei gekommen. Protestierende in der bevölkerungsreichsten Stadt Australiens bewarfen die Sicherheitskräfte am Samstag mit Flaschen und Blumentöpfen, wie AFP-Reporter berichteten. Laut Polizei gab es zahlreiche Festnahmen. Im ganzen Land steigt der Unmut wegen der Gesundheitspolitik der Behörden. Auch in Melbourne, der zweitgrößten Stadt des Landes, gingen Lokalmedien zufolge Tausende Menschen auf die Straße. Angesichts der weiter steigenden Corona-Infektionen riefen die Behörden des Bundesstaats New South Wales, dessen Hauptstadt Sydney ist, am Freitag den Notstand aus.

    08.45 Uhr: Rio erwartet Dominanz von Delta-Variante

    Nach den ersten Todesfällen durch die Delta-Variante des Coronavirus hat die Stadtverwaltung von Rio de Janeiro vor deren weiteren Ausbreitung gewarnt. «Es wird erwartet, dass die Delta-Variante in der Stadt bald vorherrschend sein wird», sagte der Gesundheitssekretär Rios, Daniel Soranz, bei der Pressekonferenz zur Situation der Corona-Pandemie in der brasilianischen Millionenmetropole am Freitag (Ortszeit). Demnach dominiert in Rio de Janeiro noch die Variante Gamma. Am Vortag waren im Bundesstaat Rio de Janeiro die ersten vier Todesfälle im Zusammenhang mit der Delta-Variante B.1 617.2 des Coronavirus bekanntgeworden. Die vier außerhalb der Hauptstadt Rio Verstorbenen waren noch nicht komplett gegen Corona geimpft gewesen.

    08.30 Uhr: RKI und Gesundheitsministerium rechnen mit "vierter Welle" im Herbst in Bayern

    Bayern und Deutschand droht eine vierte Corona-Welle im Herbst. Trotz niedriger absoluter Fallzahlen steigen die Infektionsraten derzeit wieder exponentiell an. Für die nähere Zukunft rechnet das Gesundheitsministerium in München zunächst damit, dass die Urlaubssaison mit ihrem erhöhten Reisesverkehr auch zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen kann. Was die weitere Entwicklung betrifft, so rechnet das Robert Koch-Institut in Berlin in Modellszenarien mit einem neuerlichen starken Anstieg der deutschlandweiten Fallzahlen ab Ende Oktober. Die Bevölkerung soll "frühzeitig darüber informiert werden, dass es im Winter wieder zu einer starken Belastung des Gesundheitswesens" und möglicherweise einer regionalen oder lokalen Überlastung kommen könne, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Papier. Ein wesentlicher Indikator für die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreitet, ist die Reproduktionszahl. Diese gibt an, an wie viele Menschen ein Infizierter das Virus in einem bestimmten Zeitraum durchschnittlich weitergibt. "Bei SARS-CoV-2 beträgt dieses serielle Intervall 4 Tage", erläutert ein Sprecher des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittel. In Bayern liegt der R-Wert seit gut zwei Wochen wieder über 1, was auf eine rasche Ausbreitung des Virus hindeutet.

    08.10 Uhr: Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte kritisiert Stiko

    In der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder kritisiert der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, die Ständige Impfkommission (Stiko) scharf. "Ich ärgere mich über die intransparente Art, wie da im Moment gearbeitet wird. Es wird gesagt, dass man die Datenlage nicht für ausreichend hält, aber nicht warum man das so einschätzt und auch nicht, wann es denn ausreichend wäre", sagt Fischbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorab. Faktoren wie Herdenimmunität oder soziale Auswirkungen wie eine Zunahme von Kindeswohlgefährdungen, wenn es wieder zu Einschränkungen für Kinder kommen sollte, würden von der Stiko nicht berücksichtigt. Fischbach appelliert auch an Erwachsene, sich impfen zu lassen, um Kinder zu schützen.

    07.45 Uhr: Arbeitsminister Heil beziffert Gesamtausgaben für Kurzarbeitergeld auf 38 Milliarden Euro

    Laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) belaufen sich die Gesamtausgaben für das Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise seit Anfang 2020 auf 38 Milliarden Euro. "Das ist verdammt viel Geld. Die Alternative Massenarbeitslosigkeit wäre aber für unser Land sehr viel teurer", sagt Heil. Dem Bundesarbeitsminister zufolge habe der Bund 26 Milliarden Euro an Rücklagen aus guten Arbeitsmarktzeiten gehabt und die Bundesagentur für Arbeit habe schnell und unbürokratisch geholfen. "Ich will nicht ausschließen, dass es in Einzelfällen Fehler gegeben hat. Das wird zu gegebener Zeit nach Recht und Gesetz kontrolliert werden", räumt der SPD-Politiker ein.

    07.35 Uhr: Direktvertrieb kommt glimpflich durch Corona-Krise

    Das Coronajahr 2020 war eigentlich keine gute Zeit für Unternehmen, die ihre Waren direkt an den Kunden verkaufen: Denn die branchentypischen Verkaufspartys und Vertreterbesuche mussten pandemiebedingt oft ausfallen. Dennoch konnte die Direktvertriebsbranche ihre Umsätze im vergangenen Jahr um rund ein Prozent auf 18,7 Milliarden Euro steigern, wie aus einer am Samstag veröffentlichten Studie der Universität Mannheim im Auftrag des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland (BDD) hervorgeht. Das leichte Wachstum sei «ein unglaublicher Erfolg», wenn man berücksichtige wie stark der Direktvertrieb durch die Beschränkungen bei der persönlichen Beratung beeinträchtigt gewesen sei, urteilte Studienautor Florian Kraus. Die Hauptgrund für den Erfolg sieht die Branche in dem Digitalisierungsschub, den sie in der Pandemie erfahren hat.

    07.25 Uhr: Trotz Corona-Notstand: Viele Zuschauer an der Radstrecke

    iele Japaner haben am Samstag eine der wenigen Chancen genutzt, olympischen Sport live zu verfolgen. Beim Radrennen der Männer waren zahlreiche Zuschauer am Straßenrand zu sehen, mitunter standen die Fans in mehreren Reihen an der Strecke. Die Behörden hatten die Bevölkerung eigentlich aufgerufen, wegen den steigenden Corona-Zahlen nicht an die Strecke zu gehen. Ein Verbot gab es aber nicht. Tokio befindet sich noch bis weit nach Ende der Olympischen Spiele im vierten Corona-Notstand. Daher werden die Wettkämpfe in der Region Tokio ohne Zuschauer ausgetragen. Anders verhält es sich im Zielbereich des Radrennens auf dem International Speedway. An der früheren Formel-1-Strecke sind 11.000 Zuschauer, also die Hälfte der Tribünenkapazität, erlaubt.

    07.20 Uhr: Dreyer fordert neuen Warnwert in der Corona-Politik

    Angesichts der wachsenden Zahl der gegen das Coronavirus geimpften Menschen hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) für angepasste Bewertungskriterien in der Corona-Politik ausgesprochen. Die Inzidenz sage laut Dreyer "heute viel weniger über die Gefahr einer Erkrankung und die mögliche Belastung des Gesundheitssystems aus als noch vor einem halben Jahr, weil immer mehr Menschen geimpft werden." Die Inzidenz bleibe wichtig, aber sie sollte mit der Lage in den Krankenhäusern verknüpft werden, sagte Dreyer. Dazu zähle, wer dort eingeliefert werde und wer auf eine Intensivstation müsse. "Die Bundesländer müssen mit der Bundesregierung zu einem neuen Warnwert kommen. Wir sollten uns rasch auf eine bundeseinheitliche Regelung verständigen." Dreyer lobte ein von der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), vorgeschlagenes System als "sehr kluges Ampelsystem". "Genau so eine Orientierung brauchen wir bundesweit."

    07.15 Uhr: Auer Dult unter Corona-Bedingungen in München

    Nachdem die Maidult noch coronabedingt abgesagt worden war, findet nun zumindest die Jakobidult in der Au statt. Allerdings fällt sie wegen der Pandemie kleiner als gewohnt aus: 144 Händler - nur etwa halb so viele wie sonst - bieten von Samstag bis 1. August ihre Waren und Produkte auf dem Münchner Mariahilfplatz an. Außerdem gibt es einen Kettenflieger, eine Schiffschaukel und das Russenrad - das kleinste Riesenrad Münchens. Am Dienstag ist Familientag mit ermäßigten Preisen im Schaustellerteil. Das Hygienekonzept sieht unter anderem eine FFP2-Masken-Pflicht vor. Auch dürfen höchstens 1.500 Menschen gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände sein, das deshalb umzäunt ist. Ist die Höchstgrenze erreicht, wird das Gelände geschlossen. Die Auer Dult ist täglich von zehn bis 20 Uhr geöffnet.

    07.05 Uhr: Weltärzte-Präsident Montgomery fordert straffere Maßnahmen gegen "vierte Welle"

    Der Präsident des Weltärztebundes, Ulrich Montgomery, warnt vor einem Infektionsanstieg durch Reiserückkehrer aus Spanien und Italien. "Spanien und Italien sind beliebte Urlaubsländer vor allem bei jüngeren Menschen, die oft noch nicht zwei Mal geimpft sind. Der Viren-Eintrag nach Deutschland aus diesen Ländern wird durch die Reiserückkehrer ganz klar steigen", sagt Montgomery. Deutschland befinde sich bereits in der vierten Welle, da man alle zehn Tage eine Verdoppelung der Ansteckungen sehen könne. "Wir müssen mit konsequenter Quarantäne für ungeimpfte Reiserückkehrer und der Einhaltung der AHA-Regeln dafür sorgen, dass aus der vierten Welle kein Tsunami wird", so der Weltärztepräsident.

    06.55 Uhr: Saarlands Ministerpräsident will Impfverweigerern weniger Freiheiten zugestehen

    Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, Impfverweigerern nicht die gleichen Freiheiten zurückzugeben wie Geimpften. "Mit Impfen zeigt man Solidarität, mit Impfverweigerung zeigt man Egoismus", sagt Hans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) einem Vorabbericht zufolge. Laut dem Ministerpräsidenten sollten Impfverweigerer beispielsweise für Schnelltests zahlen oder nicht an jeder Veranstaltung teilnehmen dürfen. Es könne nicht sein, dass sich für Geimpfte nichts ändere, nur weil die Gesellschaft dauerhaft Rücksicht auf die Verweigerer nehmen müsse.

    06.45 Uhr: Niederländer Florijn corona-positiv - Franzosen in Quarantäne

    Ruderer Finn Florijn aus den Niederlanden ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 21 Jahre alte Sohn des 1988er-Olympiasiegers Ronald Florijn wollte nach Platz vier am Freitag am Samstag im Zweier-Hoffnungslauf noch einmal angreifen. "Ich hatte gehofft, mich zu verbessern. Doch jetzt ist es im Nu vorbei, viel mehr kann ich dazu nicht sagen", sagte Florijn, der als viertes Mitglied der niederländischen Olympia-Mannschaft positiv auf Covid-19 getestet worden war. Anfang der Woche hatten die Niederländer mitgeteilt, dass neben einem Mitarbeiter des Ruderteams auch die Taekwondo-Athletin Reshmie Oogink corona-positiv sei. Die Skateboarderin Candy Jacobs hatte ihren Positiv-Test via Instagram selbst bekannt gemacht. Das Französische Olympische Komitee teilte am Samstag mit, dass Betreuer des Basketball-Teams der Männer unter Quarantäne gestellt worden seien, weil ein Passagier an Bord des Fluges nach Japan positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

    06.30 Uhr: Besserer Infektionsschutz in Schulen gefordert

    Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen vor allem bei jungen Menschen haben Lehrer- und Ärztevertreter die Bundesländer davor gewarnt, Schulöffnungen nach den Sommerferien zu gefährden. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger zeigt sich besorgt, dass die Landesregierungen "aus den damaligen Fehlern nicht genug gelernt haben" und kritisiert die mangelnden Maßnahmen in Schulen im Vergleich zum Vorjahr. Zu wenige Klassenzimmer seien bisher mit Raumfilteranlagen nachgerüstet worden.

    Das Risiko einer "kompletten Durchseuchung" der weitgehend ungeimpften Kinder und Jugendlichen sei nach den Schulferien groß, warnte er. Die Schnelltests an Schulen müssten deutlich auf mindestens drei Testungen pro Woche ausgeweitet werden. Gleichzeitig müsse in den wenigen verbleibenden Wochen bis zum Schuljahresstart die Digitalisierung der Schulen mit voller Kraft vorangetrieben werden.

    Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, forderte, noch in den Sommerferien die Infektionsschutzmaßnahmen für Schulen und Kitas vorzubereiten. Außerdem reichten die bisher in vielen Bundesländern üblichen zwei Schnelltests pro Woche bei weitem nicht aus, sagte er der "Rheinischen Post". Um die Infektionsdynamik zu verringern und Wechselunterricht zu vermeiden, müssten PCR-Pooltests, sogenannte Lolly-Tests, flächendeckend für alle Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt werden und täglich zum Einsatz kommen.

    06.10 Uhr: Mehr als 40 Millionen Corona-Fälle seit Pandemiebeginn in Lateinamerika und Karibik

    In Lateinamerika und der Karibik sind seit dem Beginn der Corona-Pandemie mehr als 40 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Toten stieg auf 1.353.335 Menschen, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Daten am Samstag ergab. In zahlreichen Ländern stiegen die Inzidenzen zuletzt wieder an, unter anderem befeuert durch die Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante. Weltweit wurden bisher rund 193 Millionen Menschen positiv getestet. 4.143.687 Menschen starben.

    05.30 Uhr: USA spenden diese Woche 22 Millionen Dosen Corona-Impfstoff

    Die USA haben in dieser Woche 22 Millionen Dosen Corona-Impfstoff ins Ausland verschickt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, erklärte am Freitag, es handele sich um eine Rekordzahl für eine Woche. Die Impfstoffe seien an 23 Länder geliefert worden, darunter Pakistan, Vietnam, Guatemala, Kamerun und Marokko. Bis zum Wochenende wollten die USA rund 80 Millionen Impfdosen ins Ausland geliefert haben.

    05.10 Uhr: RKI meldet 1919 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 13,6

    Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 1.919 neue Positiv-Tests. Das sind 311 mehr als am Samstag vor einer Woche, als 1.608 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 13,6 von 13,2 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 28 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.520. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,75 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    04.45 Uhr: In Tokio steigt Zahl der mit Coronavirus infizierten Athleten auf 123

    Bei den Olympischen Spielen in Tokio werden 17 weitere Sportler positiv auf Corona getestet. Die Gesamtzahl steigt damit auf 123 an, berichten die Organisatoren.

    01.30 Uhr: Corona-Test negativ: Buchmann darf bei Olympia-Radrennen starten

    Nach dem corona-bedingten Aus von Zimmerkollege Simon Geschke darf Emanuel Buchmann beim olympischen Straßen-Radrennen am Samstag (4.00 Uhr) an den Start gehen. Auch ein zweiter PCR-Test des 28-Jährigen sei negativ ausgefallen, teilte der Bund Deutscher Radfahrer knapp drei Stunden vor Beginn des Wettkampfs mit. Buchmann war durch das Organisationskomitee in der Fieber-Klinik von Tokio getestet worden. Bis das Ergebnis vorlag, hielt er sich in einem separaten Appartement auf, wie der BDR weiter mitteilte. Die weiteren deutschen Starter Nikias Arndt und Maximilian Schachmann hatten die Freigabe für das 234 Kilometer lange Rennen bereits erhalten.

    Freitag, 23. Juli 2021

    21.11 Uhr: USA kaufen weitere 200 Millionen Impfdosen

    Die USA kaufen weitere 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer. Damit treffe die Regierung Vorbereitungen für die Impfung jüngerer Kinder und möglicherweise nötige Auffrischungsimpfungen für Erwachsene, erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Freitag in Washington. "Wir bereiten uns auf alle Möglichkeiten vor."

    Gut die Hälfte der Dosen soll bis zum Jahresende geliefert werden, der Rest bis April 2022, wie das US-Pharmaunternehmen Pfizer erklärte. Damit seien von der US-Regierung bislang 500 Millionen Dosen bestellt worden. Washington hatte sich vergangenes Jahr Optionen für die Bestellung von bis zu 600 Millionen Dosen gesichert. Zusätzlich hat die US-Regierung 500 Millionen Dosen bestellt, die an andere Länder abgegeben werden sollen. Sie hat bereits damit begonnen, Impfdosen der Hersteller Moderna, Johnson & Johnson, Astrazeneca und Pfizer/Biontech zu verschicken. Allein in dieser Woche seien 22 Millionen Dosen verschickt worden, sagte Psaki.

    19.41 Uhr: Impfpflicht-Gegner gehen in Frankreich erneut auf die Straße

    In Frankreich haben Gegner der geplanten Impfpflicht für das Gesundheitspersonal für Samstag erneut zu Demonstrationen aufgerufen. Kundgebungen sind unter anderem in Paris, Lyon, Rennes und anderen Städten geplant. Dabei soll auch gegen den Gesundheitspass protestiert werden, der Aufschluss über eine Impfung oder einen Negativ-Test gibt.

    Seit dieser Woche ist der Pass in Kinos oder Museen Pflicht, ab August auch in Cafés und Restaurants. Die Regierung will die gesetzliche Grundlage bis Sonntag im Schnellverfahren vom Parlament besiegeln lassen.

    19.20 Uhr: Neuinfektionen in Türkei auf höchstem Stand seit Mitte Mai

    In der Türkei ist die Zahl der Neuinfektionen auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete 11.094 Neuinfektionen - so viele wie seit Mitte Mai nicht mehr. Innerhalb eines Tages starben 60 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Das 82 Millionen-Einwohner-Land hatte Anfang Juli alle Ausgangsbeschränkungen wegen der Pandemie aufgehoben. Seitdem steigen die Fallzahlen wieder.

    Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte erst kürzlich eindringlich an seine Landsleute appelliert, sich impfen zu lassen. Die Türkei setzt die Impfstoffe des chinesischen Herstellers Sinovac sowie von Biontech/Pfizer ein. Etwa 46 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) sind vollständig geimpft. Der Anteil der ansteckenderen Delta-Variante steigt auch in der Türkei. Wie viel Prozent diese zurzeit ausmacht, wurde aber bisher nicht bekanntgegeben.

    19.04 Uhr: Mexiko: Archäologen schütten Fund wegen Pandemiekosten wieder zu

    Aus Geldmangel im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie müssen mexikanische Archäologen eine Ausgrabungsstätte mit einem ungewöhnlichen Fund wieder zuschütten. Dabei handelt es sich um einen historischen Tunnel zur Hochwasserkontrolle am Rand von Mexiko-Stadt, dessen Entdeckung das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte 2019 bekanntgegeben hatte. Der Tunnel weist Konstruktionstechniken aus der spanischen Kolonialzeit auf, aber auch eingeritzte aztekische Symbole. Die Corona-Pandemie habe alle Regierungsebenen gezwungen, Geld vorrangig für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. "Deshalb musste das archäologische Projekt verschoben werden."

    17.55 Uhr: Holetschek begrüßt Moderna-Freigabe für Jugendliche

    Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hofft auf einen weiteren Impffortschritt in der Corona-Pandemie. Die Zulassungsempfehlung des Moderna-Impfstoffs für Jugendliche sei eine "wegweisende Entscheidung", sagte er heute laut Mitteilung. Junge Leute weisen derzeit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte zuvor in Amsterdam die Zulassung des Impfstoffs von Moderna für 12- bis 17-Jährige empfohlen. Die endgültige Entscheidung liegt bei der EU-Kommission.

    "Das zeigt uns ganz deutlich, dass wir junge Menschen jetzt verstärkt beim Impfen in den Fokus nehmen sollte", sagte Holetschek. Denn bislang sei auch noch unklar, welche Langzeitfolgen eine Corona-Infektion für Kinder habe. "Wir sind es den Kindern und Jugendlichen schuldig, auch sie nach Kräften zu schützen", sagte der Minister. Er hoffe nun, dass auch die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung zum Impfen von Jugendlichen aktualisiere.

    17.48 Uhr: Corona-Infektionen in Italien deutlich gestiegen - Delta herrscht vor

    In Italien sind die Corona-Infektionszahlen deutlich gestiegen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert erhöhte sich auf landesweit durchschnittlich 41 Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, in der Vorwoche waren es noch 19. Vor allem bei jungen Menschen seien mehr Infektionen verzeichnet worden, hieß es heute im wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums in Rom. Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen blieb Experten zufolge auf ähnlichem niedrigem Niveau wie in der Vorwoche.

    Die ansteckendere Delta-Variante breite sich in Italien weiter aus und sei inzwischen vorherrschend. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte am Donnerstagabend bereits mit strengeren Coronaregeln reagiert. Ab dem 6. August ist in dem Land für zahlreiche Aktivitäten im Innenbereich ein Impfnachweis, ein negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig. Zudem wurde der Notstand bis zum 31. Dezember verlängert.

    17.39 Uhr: Frankreich unterstützt Tunesien im Kampf gegen Corona-Welle

    Mit einer Versorgungsbrücke liefert Frankreich dem schwer von der Corona-Pandemie getroffenen Tunesien Impfstoffe und Sauerstoff. In den vergangenen fünf Tagen habe Frankreich 1,1 Millionen Dosen Impfstoff in das nordafrikanische Land geflogen, teilte Tourismusminister Jean-Baptiste Le Moyne heute mit. Die französische Marine habe am Donnerstag drei riesige Container mit dringend benötigtem Sauerstoff geliefert, twitterte der Minister. Von den Impfstoffdosen kamen 800.000 aus französischen Beständen.

    Tunesien hat pro Kopf der Bevölkerung mehr Todesopfer in Verbindung mit der Pandemie gemeldet als jedes andere afrikanische Land; in den vergangenen Wochen zählten die Todesraten zu den höchsten weltweit.

    17.09 Uhr: Erster Coronafall im deutschen Olympiateam

    Das deutsche Olympiateam hat seinen ersten Coronafall: Radprofi Simon Geschke wurde positiv auf COVID-19 getestet. Das Ergebnis wurde am Abend durch einen nachfolgenden PCR-Test des Organisationskomitees bestätigt. Geschke fällt damit für das Straßenrennen am Samstag am Mount Fuji aus. Dort tritt nunmehr das Trio Maximilian Schachmann, Emanuel Buchmann und Nikias Arndt an. Geschke wird auch nicht als Ersatz für das Einzelzeitfahren am 28. Juli zur Verfügung stehen.

    16.46 Uhr: Vietnam verzeichnet so viele Corona-Neuinfektionen wie noch nie

    Vietnam hat heute innerhalb von 24 Stunden mehr als 7.300 Corona-Neuinfektionen registriert - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl sei fünf Mal so hoch wie die im Gesamtjahr 2020 verzeichneten Infektionen, teilten die Gesundheitsbehörden des südostasiatischen Staates mit. Am schlimmsten betroffen ist Ho-Chi-Minh-Stadt. In der größten Stadt des Landes und in der Hauptstadt Hanoi gelten strenge Einschränkungen. Die Menschen sollen ihre Häuser nur noch verlassen, wenn es absolut notwendig ist.

    Am Donnerstag waren alle 689 Patienten und Mitarbeiter eines Rehabilitationszentrums für Drogenabhängige in Binh Duong im Süden des Landes positiv auf das Virus getestet worden, wie lokale Medien berichteten. Im vergangenen Jahr galt Vietnam mit 98 Millionen Einwohnern noch als Vorzeigestaat im Kampf gegen die Pandemie. Seit April sind die Zahlen aber immer weiter gestiegen.

    Insgesamt wurden bisher rund 78.000 Infektionen bestätigt. 370 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Geimpft ist wegen fehlender Impfstoffe bisher nur ein Bruchteil der Bevölkerung. Fast ganz Südostasien kämpft wegen der hochansteckenden Delta-Variante gegen schwere Corona-Wellen.

    16.38 Uhr: Corona: Surfer Morais positiv getestet

    Der portugiesische Surfer Frederico Morais kann aufgrund eines positiven Coronatests nicht an der olympischen Premiere im Wellenreiten teilnehmen. Dies gab der 29-Jährige selbst bei Instagram bekannt. "Dies ist wahrscheinlich das traurigste Video, das ich jemals posten musste", schrieb Morais: "2019 qualifizierte ich mich für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, die wegen COVID-19 verschoben wurden. Und jetzt, wegen des Virus, werde ich nicht antreten und mein Land vertreten können." Er fasse nun Paris 2024 in den Blick.

    16.20 Uhr: Apotheken können ab nächster Woche wieder Impfzertifikate ausstellen

    Ab nächster Woche sollen Apotheken in Deutschland schrittweise wieder Corona-Impfzertifikate ausstellen können. Das Bundesgesundheitsministerium teilte der Deutschen-Presse Agentur am Freitag mit, Apotheken würden in der nächsten Woche nach und nach wieder Zugang zum Portal des Deutschen Apothekerverbands (DAV) bekommen und somit wieder Impfzertifikate aushändigen können. Der DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Ministerium gestoppt, da es am Donnerstag Berichte über eine Sicherheitslücke gab.

    Dem "Handelsblatt" war es demnach gelungen, "mithilfe von professionell gefälschten Dokumenten" auf dem DAV-Server einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber zu erzeugen, mit dem dann zwei Impfzertifikate online ausgestellt worden seien. Laut Gesundheitsministerium waren von der Sicherheitslücke potenziell nur die wenigen hundert Apotheken betroffen, die nicht Mitglied des DAV sind. "Alle erteilten Zugänge werden bereits überprüft und verifiziert. Nach aktuellem Kenntnisstand ist es zu keinem Betrug bei der Erstellung von Impfzertifikaten gekommen", teilte das Ministerium mit.

    16.05 Uhr: Verlängerte Corona-Überbrückungshilfe gestartet

    Die verlängerten staatlichen Hilfen für besonders belastete Firmen in der Corona-Krise können seit heute beantragt werden. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die Bundesregierung hatte entschieden, dass die bisher bis Ende Juni befristete Überbrückungshilfe III als "Überbrückungshilfe III Plus" bis September fortgeführt wird. Neu ist eine "Restart-Prämie", mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu Personalkosten erhalten können - falls sie etwa Personal aus der Kurzarbeit zurückholen oder neu einstellen. Die Überbrückungshilfe ist das zentrale Kriseninstrument der Regierung, um Folgen der Pandemie auf Jobs und Firmen abzufedern.

    15.50 Uhr: Spanien und Niederlande werden Hochrisikogebiete

    Die Bundesregierung hat ganz Spanien und die Niederlande wegen hoher Corona-Infektionszahlen in der Pandemie zum Hochrisikogebiet erklärt. Die Einstufung gelte ab Dienstag, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag in Berlin mit.

    Damit gilt für Einreisende oder Reiserückkehrer eine zehntägige Quarantänepflicht für alle, die nicht geimpft oder von Corona seit bis zu sechs Monaten genesen sind. Bei Hochrisikogebieten kann ein vorgelegter Negativtest erst nach fünf Tagen von der Quarantänepflicht befreien.

    15.33 Uhr: Hochschule testet Einsatz von Corona-Spürhunden bei Konzerten

    Für ein Projekt zum Einsatz von Corona-Spürhunden bei Konzerten stellt das niedersächsische Kulturministerium 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei wollen die Tierärztliche Hochschule Hannover und der Konzertveranstalter "Hannover Concerts" prüfen, ob und wie Großveranstaltungen durch den Einsatz der Spürhunde sicherer werden können, wie das Ministerium für Wissenschaft und Kultur am Freitag in Hannover mitteilte. "Die Studie könnte ein Lichtblick für Künstlerinnen und Künstler und Veranstalter werden", sagte Kulturminister Björn Thümler (CDU).

    Schon eine Pilotstudie der Tierärztlichen Hochschule hatte gezeigt, dass die Corona-Hunde mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn in der Lage sind, Speichelproben von infizierten und gesunden Menschen mit rund 94-prozentiger Sicherheit zu unterscheiden. Eine Folgestudie ergab, dass auch Schweiß und Urin geeignetes Probenmaterial sind. Hunde träfen ihre Entscheidung innerhalb von Sekunden und seien damit viel schneller als Antigen-Schnelltests, sagte Thümler.

    15.15 Uhr: Kroatien verschärft Corona-Maßnahmen an Adria-Küste

    Angesichts steigender Corona-Inzidenzzahlen an der Adriaküste hat Kroatien die Vorsichtsmaßnahmen in diesem Urlaubsgebiet verstärkt. Versammlungen von mehr als 1000 Menschen sind ab kommendem Montag verboten - unabhängig davon, ob die Anwesenden gegen Corona geimpft sind oder eine Covid-Erkrankung überstanden haben. Das beschloss der Corona-Krisenstab der Regierung in Zagreb heute. Die neuen Beschränkungen betreffen auch die Gastronomie sowie private Zusammenkünfte, an denen nur noch bis zu 15 Personen ohne Covid-Immunitätszertifikat teilnehmen dürfen.

    EU-Bürger dürfen weiterhin nach Kroatien einreisen, wenn sie das EU-weit gültige Corona-Zertifikat vorlegen. An der Adria wurden zum Teil um ein Vielfaches höhere Corona Inzidenzzahlen gemeldet als im Landesinneren. Die landesweite 14-Tage-Inzident betrug zuletzt 33,69 pro 100.000 Einwohner.

    15.05 Uhr: EU-Arzneibehörde EMA lässt Moderna-Impfstoff für Jugendliche zu

    Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna kann nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren gespritzt werden. Die Experten der EMA bewerteten heute in Amsterdam die entsprechenden Daten von Studien positiv und machten den Weg frei für die Zulassung des Impfstoffes für 12- bis 17-Jährige. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, das aber gilt als Formsache.

    Das Präparat von Moderna "Spikevax" wäre damit der zweite Corona-Impfstoff, der auch jungen Menschen verabreicht werden darf. Ende Mai war der Impfstoff von Pfizer/Biontech auch für 12- bis 17-Jährige zugelassen worden. Grundlage des Antrags von Moderna war eine Studie bei 2.500 Jugendlichen in den USA. Die Wirksamkeit lag nach Angaben des Unternehmens bei 100 Prozent.

    15.00 Uhr: Kommunalwahlen in Südafrika sollen auf 2022 verschoben werden

    Die bisher für den 27. Oktober vorgesehenen Kommunalwahlen in Südafrika werden nach dem Willen der nationalen Wahlkommission wegen der Corona-Pandemie auf Anfang 2022 verschoben. Das gab das Gremium heute bekannt, das damit der Empfehlung einer Berater-Kommission folgt. Endgültig muss noch ein Gericht die Verschiebung und das geplante neue Datum im Februar bestätigen. Südafrika befindet sich aktuell im Griff einer dritten Corona-Infektionswelle, auf die die Regierung mit einer deutlichen Verschärfung der Corona-Restriktionen reagiert hat. Das Land erholt sich zudem gerade von einer Welle der Gewalt in einigen Regionen.

    14.49 Uhr: Söder: Die Ferien werden Corona-Treiber sein

    Die Urlaubszeit wird die Corona-Infektionen nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in die Höhe treiben. Grund seien die hohen Zahlen in anderen europäischen Staaten. "Die Ferien werden der Corona-Treiber sein", sagt der CSU-Chef nach dem Kabinett. Die neue Einreiseverordnung müsse schneller beschlossen werden als von der Bundesregierung derzeit geplant.

    14.38 Uhr: Bars und Kneipen in Bayern dürfen auch innen öffnen

    Reine Kneipen und Bars im Freistaat dürfen ab sofort auch innen wieder öffnen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof kippte die Regelung zur Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften, wie das Gericht heute mitteilte. Für Bars und Kneipen ohne Essensangebot gelten damit ab sofort die gleichen Regeln wie für Restaurants. Discos und Clubs sind von der Entscheidung nicht betroffen.

    14.23 Uhr: Corona-Fall in Diskothek - 400 Menschen in Quarantäne?

    Nach dem Besuch eines mit Corona infizierten Mannes in einer Osnabrücker Diskothek am vergangenen Samstag könnten mehr als 400 Menschen aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück in Quarantäne geschickt werden. Das hänge davon ab, welche Virus-Variante der Disko-Besucher gehabt habe, sagte eine Stadtsprecherin heute. Bei der Delta-Variante seien die Geimpften und Genesenen von der Quarantäne ausgenommen, bei der ansteckenderen Gamma-Variante müssten auch sie in Quarantäne. Die Bestimmung des Virustyps sei vom Labor noch nicht abgeschlossen.

    Insgesamt hatten den Angaben zufolge etwa 405 Menschen aus der Region Osnabrück mit dem aus dem Landkreis Vechta stammenden Besucher Kontakt. Bei ihm wurde inzwischen eine Infektion nachgewiesen und inzwischen zeige er auch Krankheitssymptome, hieß es.

    14.11 Uhr: Gericht lehnt Eilanträge zum Einbau von Lüftungsanlagen an Schulen ab

    Eine Gruppe von Eltern schulpflichtiger Kinder ist vor Gericht mit ihrem Antrag gescheitert, zum Schutz vor Corona den Einbau von Lüftungsanlagen in Klassenzimmern zu erzwingen. Das Verwaltungsgericht Hannover wies die Eilanträge der Eltern als unzulässig ab, wie ein Gerichtssprecher heute mitteilte. Die Gruppe wollte erreichen, dass das niedersächsische Kultusministerium bei den Trägern der Schulen ihrer Kinder darauf hinwirkt, raumlufttechnische Anlagen oder mobile Luftreinigungsgeräte zu installieren und diese im Unterricht zu betreiben.

    Die Anträge der Eltern seien jedoch nicht bestimmt genug formuliert, entschieden die Richter. Es sei nicht zu erkennen, welche konkreten Unterrichtsräume von den Kindern beim Schulbesuch genutzt würden. Somit fehle es den Anträgen an einem vollstreckungsfähigen Inhalt. Inhaltlich bewertete das Gericht das Anliegen der Eltern zwar als sinnvoll und umsetzenswert. Allerdings sei der Ermessensspielraum der Behörden noch nicht so eng, dass es einer einstweiligen Anordnung durch das Gericht bedürfe.

    13.43 Uhr: Schärfere Regeln für Corona-Teststellen in Brandenburg

    Für die rund 480 Corona-Teststellen in Brandenburg gelten von August an schärfere Regeln. So wird ab 1. August die Anbindung an die Corona-Warn-App für alle Teststellen verpflichtend, teilte das Brandenburger Gesundheitsministerium am Freitag in Potsdam mit. Sonst werden die kostenlosen Bürgertests nicht mehr vom Bund vergütet. Bereits seit 1. Juli dürfen die Testellen bundesweit nur noch nach Prüfung und Genehmigung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst beauftragt werden.

    Gerade in der Reise- und Urlaubszeit sei es wichtig, dass alle Brandenburgerinnen und Brandenburger landesweit dieses kostenfreie Testangebot nutzen könnten. Ohne die Test-Infrastruktur könnten zudem die aktuellen Lockerungen, die sich oftmals auf tagesaktuelle Testergebnisse stützen, in dieser Form nicht umgesetzt werden.

    13.31 Uhr: Schweden lässt Einsatz von Astrazeneca-Impfstoff auslaufen

    Schweden verabschiedet sich allmählich vom Einsatz des Corona-Impfstoffes des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca. Wie die schwedische Gesundheitsbehörde heute mitteilte, sind 89 Prozent der Menschen über 65 Jahre - die Bevölkerungsgruppe, die in Schweden hauptsächlich Astrazeneca erhalten hat - mittlerweile vollständig geimpft. Aus diesem Grund hat sich die Behörde nun dazu entschlossen, die Verteilung des Präparats an die einzelnen Regionen des skandinavischen EU-Landes zu beenden und die Verwendung des Mittels somit nach und nach einzustellen.

    In Schweden haben bislang rund 75 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Mehr als 47 Prozent haben auch schon ihre zweite Dosis bekommen.

    13.15 Uhr: Pfizer und Biontech erhalten weiteren Großauftrag der USA

    Die US-Regierung kauft weitere 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Pfizer und Biontech. Davon sollen 110 Millionen bis Ende Dezember und die übrigen 90 Millionen bis Ende April kommenden Jahres geliefert werden, wie die beiden Unternehmen mitteilen. Damit summiert sich die Gesamtzahl der von den USA bestellten Dosen auf 500 Millionen. Die USA sichern sich außerdem eine Option auf eine mögliche aktualisierte Fassung des Impfstoffs, um auch gegen neue Virusvarianten gewappnet zu sein. In den USA haben nach Behördenangaben bisher rund 86 Millionen Menschen den vollen Impfschutz erhalten.

    13.01 Uhr: Ferienfreizeit: 78 von 100 Teilnehmern corona-positiv

    78 von rund 100 Teilnehmern einer von einem Hamburger Träger organisierten Ferienfreizeit haben sich mit dem Corona-Virus infiziert. Die Betroffenen - Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene - stammten größtenteils aus Hamburg, sagte Martin Helfrich, Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, heute. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur fand die Freizeit in Dänemark statt.

    "Nachdem die Ferienmaßnahme vor Ort unter Quarantäne gestellt worden war, wird diese nun beendet", sagte Helfrich. "Die Teilnehmenden kehren nun an ihre Heimatorte zurück, wo sie sich in der eigenen Häuslichkeit isolieren." Auch für negativ getestete Kontaktpersonen und die mit den positiven Rückkehrern in einem Haushalt lebenden Personen werde Quarantäne angeordnet. "Die nach Wohnort örtlich zuständigen Gesundheitsämter in den Hamburger Bezirken und umliegenden Kommunen übernehmen die weitere Betreuung", hieß es.

    12.46 Uhr: Holetschek: Auffrischungs-Impfungen sind dringendstes Thema

    Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält Auffrischungs-Impfungen für eines der dringendsten Themen, über die nun in der Corona-Pandemie gesprochen werden müsse. "Die Pandemie hat uns gezeigt, dass wir schnell handeln müssen, denn auch das Virus entwickelt sich schnell", sagte der Minister heute. Er sei der Meinung, "dass auch aus präventiven Gründen eine Auffrischungs-Impfung zumindest für bestimmte Personengruppen sinnvoll ist".

    Er werde sich bei diesem Thema für ein bundeseinheitliches Vorgehen einsetzen, kündigte Holetschek an, der derzeit den Vorsitz in der Gesundheitsministerkonferenz innehat. Er halte es für "günstig", wenn die Ständige Impfkommission (Stiko) zeitnah eine Empfehlung aussprechen würde. Es müsse so bald wie möglich belastbare Daten vor allem zu den Abständen geben, wann eine Auffrischungsimpfung nötig ist.

    12.33 Uhr: Religionsgemeinschaften in Myanmar vereint gegen Corona

    Christen, Muslime und Buddhisten im mehrheitlich buddhistischen Myanmar verstärken inmitten der dritten Coronawelle angesichts des Mangels an Sauerstoff für Corona-Patienten und überlasteter Krankenhäuser ihren Kampf gegen die Pandemie. Die katholische Kirche habe Schritte unternommen, um in der Bevölkerung das Bewusstsein für die Covid-19-Prävention zu fördern und leiste zudem durch die Vermietung von Sauerstoffflaschen an Betroffene medizinische Unterstützung, berichtete der asiatische Pressedienst Ucanews heute. Einrichtungen der Kirche wie Seminare und Gemeindehäuser seien in Pflege- und Quarantänezentren umgewandelt worden, in denen Covid-19-Patienten aller Ethnien und Religionen aufgenommen würden. Ähnliche Maßnahmen starteten den Angaben zufolge buddhistische Tempel und Klöster sowie Moscheen und andere islamische Institutionen.

    Der UN-Sonderberichterstatter für Myanmar, Tom Andrews, warnte in dieser Woche: "Eine Explosion von Covid-Fällen, einschließlich der Delta-Variante, der Zusammenbruch von Myanmars Gesundheitssystem und das tiefe Misstrauen der Bevölkerung Myanmars gegenüber allem, was mit der Militärjunta zu tun hat, sind ein perfekter Sturm von Faktoren, die ohne Nothilfe der internationalen Gemeinschaft einen erheblichen Verlust an Menschenleben verursachen könnten."

    12.12 Uhr: Mitsotakis: Impfpflicht in Griechenland ist nicht verfassungswidrig

    Impfungen gegen Corona können in Griechenland laut Regierungschef Kyriakos Mitsotakis verpflichtend gemacht werden. Dies sei nicht verfassungswidrig, wie Impfgegner immer wieder behaupteten, sagte Mitsotakis heute. "Der Staat ist berechtigt, von allen Bürgern die Erfüllung ihrer Pflicht zu gesellschaftlicher und nationaler Solidarität zu fordern." Dies stehe im Artikel 25 der griechischen Verfassung und damit sei die Impfpflicht im Einklang mit der Verfassung, so der Regierungschef.

    In Athen und anderen Städten Griechenlands war es in den vergangenen Tagen zu Demonstrationen von Impfgegnern gekommen. Sie warfen der Regierung vor, dass eine Impfpflicht nicht verfassungskonform sei. Unter den Demonstranten waren zahlreiche Rechtsextremisten und religiöse Eiferer. In einigen Fällen kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein, um radikale Impfgegner auseinander zu treiben.

    11.49 Uhr: Mehr als eine Million Corona-Fälle in Pakistan

    Pakistan hat Behörden zufolge die Marke von einer Million Corona-Fällen seit Beginn der Pandemie überschritten. Das Gesundheitsministerium zeigte sich am Freitag zugleich alarmiert über die Ausbreitung der als besonders ansteckend geltenden Delta-Variante des Coronavirus in der derzeitigen vierten Welle. Diese erstmals im Nachbarland Indien aufgetretene Variante ist mittlerweile auch in Pakistan vorherrschend. Neben einem schwach aufgestellten Gesundheitssystem sehen Experten auch die bisher niedrige Impfrate als Problem im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus an.

    In Pakistan haben bisher etwa 20 Millionen Menschen die erste Corona-Impfung erhalten - das entspricht nur etwa zehn Prozent der Bevölkerung. Regierungsbeamte machten für die schleppende Impfkampagne den Mangel an Impfstoffen auf dem internationalen Markt und verzögerte Lieferungen im Rahmen des UN-Impfprogramms Covax verantwortlich.

    11.35 Uhr: Piazolo will möglichst viel Präsenzunterricht

    Das kommende Schuljahr in Bayern soll mit einer mehrwöchigen Maskenpflicht beginnen. Es gebe dazu zwar noch keinen Beschluss, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) heute in München. Aber wegen der Reiserückkehrer nach den Sommerferien seien höhere Corona-Inzidenzen zu erwarten. Er begrüße daher eine Maskenpflicht im Klassenzimmer für die ersten zwei oder drei Wochen. Sein erklärtes Ziel fürs kommende Schuljahr sei der Präsenzunterricht, betonte Piazolo. Da die Corona-Pandemie nicht vorbei sei und man die weitere Entwicklung mit der Delta-Variante noch nicht abschätzen könne, bleibe der Wechselunterricht im Repertoire. Um möglichst viel Präsenzunterricht sicherstellen zu können, setzt Piazolo vor allem auf Schutz- und Hygienestandards. Neben der anfänglichen Maskenpflicht soll in den Klassenzimmern weiterhin regelmäßig gelüftet und getestet werden. Außerdem forderte Piazolo die Kommunen auf, von der Unterstützung des Bundes und des Freistaats Gebrauch zu machen und Luftreinigungsgeräte anzuschaffen. Die Impfsituation unter den Lehrkräften sei gut, sagte der Minister weiter. Laut einer Umfrage eines Lehrerverbandes seien rund 90 Prozent bereits geimpft.

    11.19 Uhr: Söder kündigt Gespräche über neue Maßstäbe für Corona-Auflagen an

    Ministerpräsident Markus Söder strebt neue Bewertungsmaßstäbe für künftige Corona-Auflagen an. "Wir müssen jetzt die Zeit nutzen, um die Frage zu klären: ab wann greift man ein", sagte der CSU-Chef nach Angaben von Teilnehmern bei der Klausur des Parteivorstands heute in Gmund am Tegernsee. Für die Entscheidungen müssten neben der Inzidenz auch die erfolgten Impfungen und die Krankenhauszahlen zugrunde gelegt werden. "Wir wollen keinen weiteren Lockdown, aber wir müssen die Denkaufgabe für den Herbst lösen." Söder kündigte an, sich in der kommenden Woche mit den sogenannten B-Ländern, also den unionsgeführten Bundesländern, und dem von den Grünen regierten Baden-Württemberg, darüber abstimmen zu wollen.

    11.12 Uhr: Mehr Zahlungen ohne Bargeld im Corona-Krisenjahr

    Der Trend zum Bezahlen ohne Scheine und Münzen hat in der Corona-Krise im Euroraum einen weiteren Schub erhalten. Im vergangenen Jahr wurden fast 102 Milliarden Zahlungen (Vorjahr: 98 Mrd) im gemeinsamen Währungsraum bargeldlos abgewickelt, wie die Europäische Zentralbank (EZB) heute mitteilte. Der Gesamtwert der Transaktionen stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent auf gut 167 Billionen Euro.

    Fast die Hälfte (47 Prozent) der bargeldlosen Transaktionen waren Kartenzahlungen, jeweils fast ein Viertel machten Überweisungen (23 Prozent) und Lastschriften (22 Prozent) aus. Der Rest waren nach EZB-Angaben unter anderem elektronische Zahlungsmittel wie zum Beispiel Apple Pay oder Google Pay.

    In Zeiten der Corona-Pandemie gilt etwa das kontaktlose Bezahlen an der Ladenkasse als besonders hygienisch.

    10.47 Uhr: Frankreichs Unterhaus stimmt strengeren Corona-Regeln zu

    Die französische Nationalversammlung hat die von der Regierung angestrebte Verschärfung der Corona-Regeln gebilligt. In erster Lesung stimmten die Abgeordneten am frühen Freitagmorgen einem Gesetzesvorhaben zu, das die Ausweitung der Nachweispflicht über einen negativen Coronatest, eine Impfung oder Genesung vorsieht. Auch der Impfpflicht für Gesundheitspersonal gaben die Abgeordneten ihre Zustimmung. Nun muss noch der Senat als zweite Parlamentskammer die neuen Regelungen genehmigen, damit ein Nachweis ab August auch für Fernzüge, Bars, Restaurants und Einkaufszentren nötig wird.

    Angesichts eines Aufflammens des Coronavirus in Frankreich hatte Staatschef Emmanuel Macron unlängst eine Verschärfung der geltenden Hygienebestimmungen in dem Land angekündigt. Zuletzt hatte es auf 100.000 Menschen innerhalb einer Woche landesweit etwa 87 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Die Delta-Variante macht eine deutliche Mehrheit der Fälle aus.

    10.45 Uhr: Über 48 Prozent der Bevölkerung in Deutschland voll geimpft

    In Deutschland sind inzwischen 48,5 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach heutigen Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden am Donnerstag 565.235 Impfdosen verabreicht. Damit sind nun rund 40,3 Millionen Menschen vollständig geimpft. Rund 50,4 Millionen (60,6 Prozent) haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

    Unter den Bundesländern lag Bremen dem RKI zufolge nach wie vor an erster Stelle mit einem Anteil von 69,5 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen. Auch bei den vollständig Geimpften belegte Bremen mit 55,5 Prozent den Spitzenplatz. Schlusslicht bei den Erstimpfungen blieb Sachsen (51,4 Prozent), genau wie bei den vollständig Geimpften (44,9 Prozent).

    10.39 Uhr: Coronavirus breitet sich vor allem unter jungen Menschen schnell aus

    Das Coronavirus breitet sich derzeit in Deutschland vor allem unter jungen Menschen aus. "Der derzeitige Anstieg der Inzidenz ist vor allem in den Altersgruppen der 15- bis 34-Jährigen zu beobachten", heißt es in dem am Donnerstagabend vorgelegten wöchentlichen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Gruppe der 15- bis 24-jährigen lag demnach in der Berichtswoche bei 32 - und damit fast doppelt so hoch wie in der Vorwoche.

    In der Gruppe der 25- bis 29-Jährigen lag der Inzidenzwert bei 25, bei den 30- bis 34-Jährigen bei 18. Zum Vergleich: Die älteren Bürgerinnen und Bürger, die zu Beginn der Pandemie besonders stark betroffen waren, haben aktuell weit weniger unter den Infektionen zu leiden - das Institut führt dies auf die hohe Impfquote in dieser Altersgruppe zurück. In den Altersgruppen über 45 treten nur einstellige Inzidenzwerte auf - besonders niedrig sind sie im Bereich der über 60-Jährigen: Dort bewegen sich die Werte zwischen eins und drei. Die Gesamt-Inzidenz lag bundesweit am Freitag laut RKI bei 13,2.

    Aufgrund der steigenden Fallzahlen werde es "noch wichtiger", alle Corona-Schutzregeln einzuhalten, mahnte das RKI. Insbesondere riet es, "Situationen, bei denen so genannte Super-Spreading-Events auftreten können, möglichst zu meiden".

    10.33 Uhr: Sportpolitikerin Freitag: Olympia in der Pandemie nicht verantwortbar

    SPD-Sportpolitikerin Dagmar Freitag sieht die Olympischen Spiele in Tokio mitten in der Corona-Pandemie kritisch. Zwar könne sie die Sportlerinnen und Sportler verstehen, an den Spielen teilzunehmen, sagte die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag am Freitagmorgen im Inforadio des rbb. Aber wenn sie sehe, was gesundheitlich auf der Welt los sei, müsse sie sagen, "eine Veranstaltung, zu der fast 100.000 Menschen aus fünf Kontinenten kommen, passt nicht in die Zeit einer Pandemie, und deshalb, denke ich, ist es eigentlich nicht verantwortbar." Die Vorfreude sei bei ihr nicht da.

    Das Internationale Olympische Komitee entscheide nicht ganz allein, sagte Freitag. Doch wenn man das Gebaren von Sportfunktionären, insbesondere auf internationaler Ebene kenne, "dann wissen Sie, dass die sehr wohl Druck ausüben können".

    10.24 Uhr: Mehr Corona-Fälle in den USA - niedrige Impfquote beunruhigt

    In den USA nimmt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zu. Die Behörden meldeten am Donnerstag 56 069 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitagmorgen hervorging. Das sind etwa 27.600 mehr als vor genau einer Woche. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion stieg im Wochenvergleich von 283 auf 330. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300.462 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4461 Toten verzeichnet.

    Wie der Corona-Koordinator der Regierung, Jeff Zients, am Donnerstag in einer Pressekonferenz mitteilte, steigt die Zahl der Neuinfektionen in Landesteilen mit niedrigerer Impfquote besonders stark an. Nach Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC ist die besonders ansteckende Delta-Variante inzwischen für rund 83 Prozent aller erfassten Infektionen im Land verantwortlich.

    In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang fast 34,3 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 610.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen - aber nicht relativ zur Bevölkerung - sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

    09.26 Uhr: London nimmt Lebensmittelhandel von Isolationspflicht aus

    Die britische Regierung hat kurzfristig Ausnahmeregelungen für Mitarbeiter im Lebensmittelhandel eingeführt, die Kontakt mit Corona-Infizierten hatten. Hintergrund sind Personalengpässe und mancherorts leere Supermarktregale. Die Regierung teilte am späten Donnerstagabend mit, dass Mitarbeiter in Lebensmittel-Verteilzentren nun von der Pflicht zur Selbstisolation ausgenommen seien und stattdessen regelmäßige Coronatests durchführen.

    Zuvor waren immer mehr Menschen per Corona-Warnapp oder von Mitarbeitern des Gesundheitsdiensts "gepingt" worden, das bedeutet als Kontaktpersonen identifiziert und zur häuslichen Quarantäne aufgefordert worden. Das führt in vielen Bereichen zu Personalengpässen.

    In Großbritannien steigen die Infektionszahlen seit Wochen wieder an. Das wird vor allem auf die starke Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zurückgeführt. Hinzu kommt, dass die britische Regierung für den größten Landesteil England inzwischen fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben hat. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit 488 angegeben.

    08.48 Uhr: Behörden in Sydney erklären Notstand

    Angesichts der sprunghaft ansteigenden Corona-Infektionen in der australischen Metropole Sydney haben die Behörden den Notstand ausgerufen. Die Regierung des Bundesstaats New South Wales, dessen Hauptstadt Sydney ist, räumte heute ein, dass es trotz eines einmonatigen Lockdown nicht gelungen sei, die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zu stoppen. Sie rief die Regierung in Canberra auf, Impfstoffe und Ressourcen in den Bundesstaat zu schicken.

    Die Regierungschefin von New South Wales, Gladys Berejiklian, rief die australische Regierung auf, ihre schleppende Impfkampagne zu beschleunigen. Da sich das Virus "überall ausbreitet" und die Hälfte der 25 Millionen Einwohner Australiens sich im Lockdown befinde, müsse die Regierung ihre Impfpolitik "neu ausrichten", forderte Berejiklian.

    New South Wales verzeichnete heute einen neuen Höchststand von 136 Neuinfektionen. Besonders betroffen sind die westlichen und südwestlichen Vororte Sydneys.

    08.44 Uhr: Ungeeignete Schutzmasken wurden offenbar teilweise verwendet

    Ein Teil der rund zehn Millionen OP-Masken mit mutmaßlich gefälschter Qualitätsbestätigung wurde in der frühen Phase der Corona-Pandemie offenbar verwendet. Das geht aus der Antwort des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hervor.

    Das LGL hatte die Masken an die Kreisverwaltungsbehörden weitergegeben, nun erklärte es: "Es ist davon auszugehen, dass ein Teil der Masken, als diese noch als verwendbar galten, von den Kreisverwaltungsbehörden an Bedarfsträger ausgeliefert und dort aufgrund des großen Bedarfs während der ersten pandemischen Welle und des zusammengebrochenen Marktes für Schutzmasken verbraucht wurde."

    Die Behörde hatte die Masken im April 2020 für rund neun Millionen Euro von zwei Unternehmern aus der Oberpfalz gekauft. Einer der beiden ist Kommunalpolitiker der Freien Wähler.

    07.49 Uhr: Augsburg lockert Alkoholverbot in der Innenstadt

    Die Stadt Augsburg lockert das Alkoholverbot in der Innenstadt. Künftig gilt es nur noch an Freitagen und Samstagen ab 20 Uhr und jeweils bis 6 Uhr am nächsten Tag. Alkohol darf im Freien in dieser Zeit auf zahlreichen Straßen der Innenstadt nur in den Außenbereichen von Gastronomiebetrieben verkauft und konsumiert werden. Außerdem darf auf Teilen der Ludwigstraße freitags und samstags ab 22 Uhr und jeweils bis 6 Uhr am nächsten Tag kein Alkohol verkauft werden. Das Verbot stützt sich auf das Infektionsschutzgesetz und auf die 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

    05.40 Uhr: Neuseeland stoppt quarantänefreien Reiseverkehr mit Australien

    Neuseeland wird quarantänefreies Reisen zwischen Australien und dem eigenen Land ab Freitagabend für mindestens acht Wochen aussetzen. Wie Regierungschefin Jacinda Ardern mitteilt, habe man die Entscheidung getroffen, weil Australien gegen einen Ausbruch der hochinfektiösen Delta-Variante kämpfe. "Wir haben immer gesagt, dass sich unsere Reaktion mit der Entwicklung des Virus weiterentwickeln würde. Dies ist keine Entscheidung, die wir leichtfertig getroffen haben, aber es ist die richtige Entscheidung, um die Neuseeländer zu schützen", so Ardern.

    04.29 Uhr: 19 neue Corona-Fälle bei Olympia

    Am Tag der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio haben die Organisatoren 19 weitere Corona-Fälle veröffentlicht. Das ist der bisherige Höchstwert seit Beginn der Erfassung der Tests am 1. Juli. Damit stieg die Zahl der positiven Tests auf insgesamt 106. Wie das Organisationskomitee in dem heute veröffentlichten Tagesbericht bekanntgab, gehören zu den Betroffenen drei Athletinnen oder Athleten, die nicht aus Japan kommen. Namen oder Herkunftsländer werden vom Organisationskomitee nicht genannt.

    04.10 Uhr: RKI meldet 2.089 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 13,2

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 2.089 neue Positiv-Tests. Das sind 633 mehr als am Freitag vor einer Woche, als 1.456 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 13,2 von 12,2 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 34 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.492. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,75 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    03.42 Uhr: Ärztepräsident fordert tägliche Corona-Tests an Schulen

    Angesichts steigender Corona-Inzidenzen und der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante fordert der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, mehr Schutzmaßnahmen für Schüler zu Beginn des neuen Schuljahres. Wie Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht sagt, müsse es Ziel sein, tägliche Testungen vor dem Unterrichtsbeginn zu ermöglichen. So könne man die Infektionsdynamik verringern und Wechselunterricht vermeiden. Reinhardt schlägt dafür die Nutzung von leicht durchführbaren, sogenannten Lolly-Tests vor. Diese sollten flächendeckend für alle Schüler zur Verfügung gestellt werden.

    02.45 Uhr: Intensivmediziner fordern mehr Impftempo wegen Delta-Variante

    Intensivmediziner fordern eine Erhöhung des Impftempos, um eine vierte Welle mit der hochansteckenden Delta-Variante besser unter Kontrolle zu halten. "Es ist das Wichtigste, dass sich möglichst viele vollständig impfen lassen. Das ist unsere effektivstes Mittel gegen die Pandemie. Nur so lässt sich die vierte Welle abschwächen´", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. Um gegen die Delta-Welle gerüstet zu sein, sei eine Impfrate von 85 Prozent nötig. Marx sei besorgt, weil etwa zehn Millionen Menschen in Deutschland nicht vollständig und 32 Millionen gar nicht geimpft seien.

    02.38 Uhr: Australien lässt Impfstoff von Biontech und Pfizer für 12- bis 15-Jährige zu

    Die australische Arzneimittelbehörde lässt den Impfstoff vom Biontech und Pfizer nun auch für zwölf bis 15-Jährige zu. Laut Gesundheitsminister Greg Hunt habe sich die Behörde alle Bewertungen gründlich angeschaut und dann für eine Zulassung entschieden. Bisher war das Vakzin in Australien nur für Personen ab 16 Jahren zugelassen.

    02.00 Uhr: Ethikratsvorsitzende Woopen kritisiert Impfpflicht-Debatte

    Die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Christiane Woopen, hat die Debatte über eine Corona-Impfpflicht in Deutschland kritisiert. "Derzeit ist eine solche Diskussion ganz unangemessen", sagte Woopen der "Rheinischen Post". "Eine Herdenimmunität ist ohnehin nicht erreichbar, weil auch doppelt Geimpfte das Virus weitergeben, erkranken und sterben können, wenn auch mit erheblich niedrigerem Risiko. Eine Impfpflicht wäre nur im alleräußersten Notfall gerechtfertigt, wenn die gesundheitliche Situation völlig aus dem Ruder läuft. Und dann auch nur für bestimmte Berufsgruppen."

    00.20 Uhr: Spanien will 7,5 Millionen Impfdosen spenden

    Spanien will diese Woche damit beginnen, 7,5 Millionen Impfdosen zu spenden. Laut Regierungschef Pedro Sanchez sollen die Vakzine vor allem nach Lateinamerika gehen. Wie Sanchez in einem Interview mit CNN erklärt, werden die Impfstoffe über die internationale Impfallianz Covax verteilt.

    Donnerstag, 22. Juli 2021

    23.45 Uhr: Großbritannien führt tägliche Corona-Tests im Lebensmittelsektor ein

    Großbritannien will tägliche Corona-Tests für Mitarbeiter im Lebensmittelsektor einführen, um die Branche am Laufen zu halten. Mit einem negativen Testergebnis könnten Angestellte weiterarbeiten, auch wenn sie vorher von einer App-Warnung aufgefordert worden seien, sich in Quarantäne zu begeben, teilt die Regierung mit. Nach offiziellen Corona-Warnungen für hunderttausende Mitarbeiter im Einzel- und Großhandel waren in Großbritannien Regale in Supermärkten leer geblieben. Die mit der App-Warnung zusammenhängenden Probleme - in England kurzerhand Pingdemic getauft - fallen in eine Zeit, in der Premierminister Boris Johnson die Wirtschaft gerade erst weitgehend von Corona-Restriktionen befreit hat.

    21.35 Uhr: Italien will nach wieder mehr Neuinfektionen "Grünen Pass" einführen

    Italien will zur Eindämmung der zuletzt wieder stark zunehmenden Corona-Infektionen Immunitätsnachweise bei zahlreichen Einrichtungen und Veranstaltungen verlangen. Gesundheitsminister Roberto Speranza teilte mit, dass ab 6. August der "Grüne Pass" benötigt werde, um beispielsweise Sportstadien, Fitnesscenter, Museen, Kinos, Schwimmbäder und Handelsmessen zu besuchen.

    Auch für den Innenbereich von Restaurants müssten die Gäste das Zertifikat vorweisen. Es bescheinigt in Italien, dass eine Person mindestens einmal geimpft, negativ getestet oder genesen ist.

    21.30 Uhr: Impfquoten in stark von Corona betroffenen US-Staaten steigen

    In den besonders stark von der Delta-Variante betroffenen US-Staaten steigt nach Angaben des Weißen Hauses die Impfquote. Der Corona-Koordinator Jeff Zients erklärte, in mehreren Staaten mit den höchsten Anteilen an den Neuinfektionen werde nun häufiger geimpft als im Landesdurchschnitt.

    Dies sei in Arkansas, Florida, Louisiana, Missouri und Nevada der Fall, verlautete aus Regierungskreisen. Die Delta-Variante, die sich rascher ausbreitet als andere bisherige Varianten, macht 83 Prozent aller Corona-Neuinfektionen in den USA aus. Sie dominiert inzwischen in allen Regionen das Infektionsgeschehen.

    21.20 Uhr: China lehnt WHO-Pläne für Laborinspektionen ab

    China stellt sich gegen Pläne der WHO einer Labor-Inspektion in der zentralchinesischen Metropole Wuhan auf der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus. China könne einen solchen Plan nicht akzeptieren, sagte Zeng Yixin, Vizeminister von Chinas Nationaler Gesundheitskommission. Er sei überrascht gewesen, als er die neuen Pläne der WHO studierte. Der Fokus auf einen möglichen Laborausbruch zeuge von einer arroganten Haltung gegenüber der Wissenschaft.

    Auf der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus hatte die WHO vergangene Woche in einem Brief an die Mitgliedsländer eine neue ständige Arbeitsgruppe angekündigt. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte zudem, dass neben der Untersuchung von Wildtieren und Tiermärkten im chinesischen Wuhan, wo das Virus Ende 2019 zum ersten Mal aufgetaucht war, auch die dortigen Labore inspiziert werden müssen.

    20.05 Uhr: RKI stellt Inzidenzanstieg vor allem bei 15- bis 34-Jährigen fest

    Der Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut (RKI) bisher vor allem bei Menschen zwischen 15 und 34 Jahren zu beobachten. Während sich die Werte in den Gruppen ab 60 Jahren in den vergangenen Wochen nur minimal und auf sehr niedrigem Niveau (unter 5 Fälle pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen) veränderten, verzeichnet das RKI für Jüngere relativ starke Zuwächse. Das geht aus einem wöchentlichen Covid-19-Lagebericht hervor, den das RKI neuerdings donnerstags vorlegt.

    Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz von 32 in der vergangenen Woche verzeichnen demnach die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 24 Jahren. In dem Alter sind schwere Krankheitsverläufe von Covid-19 relativ selten. Die Impfquoten bei den Menschen unter 60 sind zudem auch deutlich geringer als bei den über 60-Jährigen. Das RKI schreibt, der Rückgang der Patientenzahlen in Krankenhäusern und auf Intensivstationen setze sich aktuell jedoch nicht weiter fort. Die Werte lägen zurzeit aber auf einem niedrigen Niveau.

    19.45 Uhr: Laumann kündigt Verschärfung der Covid-Maßnahmen in NRW an

    NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat angesichts der steigenden Inzidenzen eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen in NRW angekündigt. Ab Montag gilt daher vermutlich für das Land wieder die Inzidenzstufe 1 mit ersten zusätzlichen Schutzmaßnahmen, so Laumann im Gespräch mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Wir werden jetzt in den nächsten Wochen genau anschauen, welche Dynamik der Infektionsanstieg erreicht und auch welche Auswirkungen die steigenden Inzidenzen auf die Belegung der Krankenhäuser haben", sagte der Politiker aus dem Münsterland.

    Während es in der Inzidenzstufe Null keine Kontaktbeschränkungen gibt, treten in der Stufe 1 erste Vorsichtsmaßnahmen in Kraft. So sind Treffen im öffentlichen Raum ohne Test für Angehörige aus fünf Haushalten erlaubt.

    18.30 Uhr: Apotheken stoppen digitalen Impfausweis nach Sicherheitslücke

    Die Apotheken in Deutschland können derzeit keine digitalen Impfpässe ausstellen. Nach Bekanntwerden einer Sicherheitslücke musste der Service vollständig deaktiviert werden, wie der Deutsche Apothekerverband (DAV) mitteilt. Bei der Sicherheitspanne hätten zwei IT-Experten mit Hilfe von professionell gefälschten Dokumenten einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber erzeugt.

    Unter der gefälschten Apotheken-Identität seien insgesamt zwei Impfzertifikate ausgestellt worden. Nach einer Prüfung sei aber davon auszugehen, dass die über 25 Millionen Impfzertifikate, die bisher über Apotheken ausgestellt worden seien, alle von rechtmäßig registrierten Apotheken ausgestellt worden seien.

    18.20 Uhr: Untersuchungsausschuss zu Maskenaffäre zeichnet sich ab

    In der Affäre um Corona-Schutzmasken läuft alles auf einen Untersuchungsausschuss im bayerischen Landtag hinaus. Die von der Opposition geforderte Untersuchung durch einen Sonderermittler wird es nach dem Willen der Staatsregierung nicht geben. Dafür gebe es "aus guten Gründen weder eine juristische noch politische Legitimation", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) dem Bayerischen Rundfunk. Grüne, SPD und FDP kündigten daraufhin an, einen Untersuchungsausschuss zu beantragen.

    Herrmann sagte, das Parlament verfüge über wirkungsvolle Instrumente wie Anfragen und Untersuchungsausschuss, um seine Kontrollfunktion wahrzunehmen. Außerdem gebe es im Freistaat eine unabhängige Justiz, die ohne Rücksicht auf Ämter und Personen ermittle.

    18.10 Uhr: EU will 200 Millionen Corona-Impfdosen spenden

    Die Staaten in der EU wollen bis Ende des Jahres mindestens 200 Millionen Corona-Impfdosen an Entwicklungs- und Schwellenländer spenden. Das kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an. Damit werde die bereits im Mai zugesagte Zahl von 100 Millionen Dosen übertroffen. Beim G7-Gipfel vergangenen Monat hatte Merkel bereits die Zahl 2,3 Milliarden Impfdosen bis Ende 2022 für ärmere Länder in Aussicht gestellt.

    17.54 Uhr: EU-Arzneimittelbehörde entscheidet über zweiten Impfstoff für Jüngere

    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA will eine Vorentscheidung über die Zulassung eines weiteren Corona-Impfstoffs für Kinder treffen. Die Experten der Behörde beraten morgen über die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Moderna auch für 12- bis 17-Jährige. Die Bewertung von Studien des Herstellers sollten abgeschlossen werden, teilte die EMA in Amsterdam mit. Wenn die Experten grünes Licht geben, müsste nur noch die EU-Kommission zustimmen. Das gilt als Formsache.

    Grundlage des Antrags des Herstellers Moderna war eine Studie bei 2.500 Jugendlichen in den USA. Danach lag die Wirksamkeit des Präparates nach Angaben des Unternehmens bei 100 Prozent. Außerdem soll das Präparat für Minderjährige ebenso sicher und verträglich sein wie für Erwachsene.

    17.40 Uhr: Indien weist Studien zu angeblich Millionen Corona-Toten zurück

    Indien hat die Einschätzung von US-Forschern zurückgewiesen, wonach die Zahl der Corona-Toten in dem Land bei mindestens 3,4 Millionen liegen dürfte - und damit um ein Mehrfaches höher als offiziell angegeben. Mehrere Bundesstaaten würden nun ihre Daten zu den Todesfällen abgleichen, erklärte die Regierung in Neu Delhi heute. Dass Todesfälle nicht registriert worden seien, sei aber "unwahrscheinlich". In Indien wurden bislang 419.000 Corona-Tote offiziell verzeichnet.

    In einer am Dienstag veröffentlichten Studie des in den USA ansässigen Center for Global Development hieß es, in Indien seien vermutlich 3,4 bis 4,7 Millionen Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Wissenschaftler werteten für ihre Studie vor allem Daten zur sogenannten Übersterblichkeit in Indien aus und verglichen die Corona-Sterberate in Indien mit jener in anderen Ländern. Die indische Regierung kritisierte die Methodik der Wissenschaftler. Die Annahme, dass alle überzähligen Todesfälle auf das Coronavirus zurückzuführen seien, basiere "nicht auf Fakten, und ist völlig abwegig". Die Prämisse, dass die Wahrscheinlichkeit, an den Folgen einer Corona-Infektion zu sterben, in verschiedenen Ländern gleich sei, sei "dreist".

    17.21 Uhr: Israel will Grünen Pass wegen Corona-Neuanstiegs wieder einführen

    Angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen in Israel soll in dem Land der sogenannte Grüne Pass wieder eingeführt werden. Das Corona-Kabinett beschloss heute, für Versammlungen von mehr als 100 Menschen erneut Beschränkungen zu verhängen. Teilnehmer, die älter als zwölf Jahre alt sind, müssen demnach am Eingang eine Bescheinigung für Geimpfte oder Genesene vorzeigen oder ein negatives Corona-Testergebnis. Dies soll unter anderem für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Fitnessstudios, Restaurants, Konferenzen und Gebetshäuser gelten.

    17.13 Uhr: Saisonauftakt: Impftruck vor Werder-Stadion

    Stadionbesuch mit Piks: Werder Bremen setzt Impfanreize. Der Fußball-Zweitligist stellt für die noch nicht gegen COVID-19 Geschützten der 14.000 Zuschauer zum ersten Saisonheimspiel gegen Hannover 96 am Samstag einen Impftruck vor seine Arena. Verimpft wird in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden das Vakzin von Johnson and Johnson.

    16.45 Uhr: Mehr als Hälfte der Erwachsenen in EU vollständig gegen Corona geimpft

    Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung in der EU ist nach Angaben der Europäischen Kommission inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Bis heute wurden rund 200 Millionen Menschen in der EU vollständig geimpft, wie eine Kommissionssprecherin in Brüssel mitteilte. Dies entspreche 54,7 Prozent der erwachsenen Bevölkerung.

    Die EU-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis zum Ende des Sommers 70 Prozent der Erwachsenen in der EU vollständig gegen Corona geimpft sein sollen. Bei den meisten der in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe sind für die vollständige Immunisierung zwei Dosen notwendig. Nur bei dem Vakzin des US-Herstellers Johnson&Johnson reicht eine Spritze.

    "Wir gehören jetzt zu den Regionen in der Welt, die am meisten geimpft haben", sagte die Kommissionssprecherin. "Aber es ist wichtig, dass diese Fortschritte gleichmäßiger verteilt sind, damit es keine Inseln gibt, wo das Virus sich ausbreiten und mutieren kann."

    16.31 Uhr: EU-Kommission: 120 Millionen Euro für neue Projekte gegen Corona

    Die EU-Kommission hat 120 Millionen Euro für elf neue Forschungsprojekte zur Bekämpfung des Coronavirus und seiner Varianten zugesichert. Die Gelder stammen aus dem EU-Programm "Horizont Europa", wie die Behörde heute mitteilte. An den Projekten seien mehr als 300 Forschungsteams aus 40 Ländern - darunter auch Deutschland - beteiligt. Viele der Projekte dienen den Angaben zufolge dazu, klinische Prüfungen für neue Therapien und Impfstoffe zu unterstützen. Andere wiederum wollen sich mit dem Austausch von Daten, Fachwissen und Forschungsressourcen beschäftigen, hieß es weiter.

    16.06 Uhr: Schlagerhit soll Skeptiker von Impfung überzeugen

    Die Bundesregierung hat den Schlagerhit "Hello again" von Howard Carpendale in einem Fernsehspot neu aufgelegt, um mehr Menschen von einer Corona-Impfung zu überzeugen. Der Clip mit einem Cover des Songs wurde heute online veröffentlicht, ab Freitag soll er im Fernsehen und auf Streamingdiensten ausgestrahlt werden, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Der kurze Spot zeigt eine Frau, die nach einer Impfung die Straßen betritt, welche gerade wieder zum Leben erwachen.

    Das Video zeigt Menschen bei Geburtstagsfeiern, in Cafés, auf Konzerten und bei Fußballspielen. Die Botschaft am Ende lautet: "Holen wir uns das volle Leben zurück" und "Jede Impfung zählt". Laut Gesundheitsministerium sollen weitere TV-Spots folgen, die an die Zweitimpfung gegen Corona erinnern. "Ziel ist dabei u.a. bisher unentschlossene Bürgerinnen und Bürger für eine Erstimpfung zu erreichen", so eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

    15.46 Uhr: WHO warnt vor nachlassendem Impftempo

    Im Hinblick auf steigende Corona-Infektionszahlen warnt der Europachef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einem nachlassenden Tempo bei den Impfungen. Angesichts des noch nicht ausreichenden Impffortschritts lege die Delta-Variante die Achillesferse Europas frei, sagte Hans Kluge dem "Handelsblatt". "Je langsamer wir impfen, umso mehr Varianten werden entstehen."

    Das Impftempo nehme in vielen Ländern ab einer Impfquote von 40 bis 50 Prozent deutlich ab, so Kluge. Das reiche aber noch nicht annähernd aus. Die Maskenpflicht müsse daher beibehalten werden. Einer Impfpflicht steht Kluge demnach skeptisch gegenüber, sie müsse ein Mittel der letzten Wahl sein. "Wir können aber an einen Punkt gelangen, an dem die WHO eine Impfpflicht empfehlen wird."

    15.29 Uhr: Regierung will Spanien und Niederlande zu Hochinzidenzgebieten erklären

    Die Bundesregierung will Spanien und die Niederlande einem Medienbericht zufolge am Freitag zu Hochinzidenzgebieten erklären. Außerdem soll Luxemburg als einfaches Risikogebiet eingestuft werden, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Regierungskreise heute berichteten. Spanien gilt seit anderthalb Wochen als einfaches Risikogebiet, die Niederlande erst seit Sonntag.

    Die Einstufungen haben Folgen für die Quarantäneregeln. Bei Hochinzidenzgebieten müssen Touristen nach einer Rückkehr in eine zehntägige Quarantäne gehen, die sie aber nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test vorzeitig beenden können.

    Rückkehrer aus Risikogebieten müssen die digitale Einreiseanmeldung vornehmen. Zudem bringt die Einstufung als Risikogebiet zwar grundsätzlich eine Quarantänepflicht mit sich. Diese kann aber durch ein negatives Testergebnis beziehungsweise einen Genesenen- oder Impfnachweis vermieden werden.

    15.05 Uhr: Delta-Variante – erneut Maskenpflicht in vielen französischen Urlaubsregionen

    Egal ob an der Côte d’Azur, der Normandie oder den französischen Atlantikküsten, mit dem Zustrom der Touristinnen und Touristen steigen die Corona-Neuinfektionen noch stärker an, als in anderen Teilen des Landes. Die lokalen Behörden reagieren mit regional beschränkten Maßnahmen. In vielen Ferienorten gilt nun wieder eine Maskenpflicht im Freien, in einigen Regionen müssen Restaurants und Bars um 23 Uhr schließen.

    14.49 Uhr: Erkältungssaison 2021 ist fast komplett ausgefallen

    Die Abstands- und Hygieneregeln wegen der Corona-Pandemie und die eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten haben den Krankenstand im ersten Halbjahr auf ein Rekordtief sinken lassen. Die Erkältungssaison 2021 etwa "ist nahezu komplett ausgefallen", erklärte heute die Krankenkasse DAK. Beschäftigte hatten demnach von Januar bis Juni pro Kopf durchschnittlich 6,7 Fehltage und damit 22 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

    "Die wegen der Pandemie eingeführten Abstands- und Hygienemaßnahmen haben sich als wirkungsvoller Infektionsschutz erwiesen", erklärte DAK-Chef Andreas Storm. In der Arbeitswelt, etwa mit Plexiglasscheiben vor den Supermarktkassen oder Belüftungskontrollen in Konferenzräumen, sei "ein neuer Standard erreicht, den wir nicht mehr aufgeben sollten". Er äußerte die Erwartung, dass viele Menschen sich künftig an Asien ein Beispiel nehmen und in Zukunft während der Erkältungszeit in der Öffentlichkeit konsequent eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung tragen werden. Die Maske sei im Kampf gegen Krankheitserreger "so einfach wie wirkungsvoll".

    14.30 Uhr: Briten leiden unter "Pingdemic"

    Weil Hunderttausende als Kontaktpersonen von Corona-Infizierten in häusliche Quarantäne geschickt werden, fehlt es in britischen Unternehmen und dem öffentlichem Dienst immer mehr an Mitarbeitern. Die Auswirkungen sind in vielen Lebensbereichen zu spüren. Mehrere Supermarktketten entschuldigten sich am Donnerstag für teilweise leere Regale. Wie die BBC berichtete, konnten teilweise Mülltonnen nicht geleert werden. Auch die Polizei warnte vor längeren Wartezeiten, da viele Kräfte fehlten. Schulen gingen wegen Lehrermangels teilweise schon früher in die Sommerferien, und Tankstellen wurden vorübergehend geschlossen.

    Allein in der zweiten Juli-Woche wurden durch die britische Corona-Warn-App etwa 620.000 Menschen in England und Wales "gepingt", also in häusliche Quarantäne geschickt, weil sie als Kontaktpersonen identifiziert wurden. Schätzungen zufolge sollen sich derzeit rund 1,7 Millionen Briten selbst isolieren.

    14.19 Uhr: WHO warnt vor langfristigen Folgen von Pandemie für psychische Gesundheit

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit gewarnt. "Von der Angst rund um die Ausbreitung des Virus und Auswirkungen von Lockdowns und Isolation über die Folgen von Arbeitslosigkeit, finanziellen Sorgen und sozialer Ausgrenzung bis hin zur direkten Versorgung - jeder ist auf irgendeine Weise betroffen", erklärte die Organisation heute anlässlich eines Treffens von WHO-Vertretern und Gesundheitsministern in Athen.

    Der WHO-Europadirektor Hans Kluge betonte: "Die Pandemie hat die Welt erschüttert." Mehr als vier Millionen Menschen seien gestorben, andere hätten ihre Jobs verloren, seien von ihren Familien und Freunden getrennt worden oder hätten Insolvenz für ihr Unternehmen anmelden müssen. "Psychische Gesundheit und Wohlbefinden sollten als grundlegende Menschenrechte betrachtet werden", forderte Kluge. An die WHO-Mitgliedstaaten appellierte er, den Zugang zur psychischen Gesundheitsversorgung in ihren Ländern zu überdenken.

    13.33 Uhr: Afrikas Impfziel verzögert sich um ein ganzes Jahr

    In Afrika verzögert sich das Ziel einer Impfung von 60 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 bis weit ins kommende Jahr. "Wir bleiben sehr optimistisch, bis zum Jahresende 25 Prozent geimpft zu haben", sagte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union, der Africa CDC. Das ursprünglich für dieses Jahr anvisierte Ziel einer Impfung von 60 Prozent der Bevölkerung sei aber kaum vor Ende 2022 zu erreichen. Burundi, Eritrea und Tansania hätten nicht einmal mit Impfungen begonnen.

    Bisher hat Afrika laut CDC erst 82,7 Millionen Impfdosen von den für dieses Jahr geplanten 700 Millionen beschafft - 74 Prozent davon wurden verabreicht. Ausdrücklich begrüßt wurden Partnerschaften wie die mit dem Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech, das künftig seinen Covid-19-Impfstoff auch bei einem Partner in Afrika abfüllt.

    Der Kontinent befindet sich aktuell im Griff einer dritten Infektionswelle - in Algerien und Tunesien wurde laut CDC bereits die vierte registriert. Die Infektionswelle wird von der hochansteckenden Delta-Variante getrieben. Insgesamt wurden bisher in Afrika gut 6,3 Millionen Infektionen dokumentiert, von denen mehr als 160.000 tödlich waren. Die Dunkelziffer dürfte nach Expertenansicht aber höher liegen.

    13.12 Uhr: Biden appelliert an US-Bürger - Impfungen "gigantisch wichtig"

    US-Präsident Joe Biden hat sich frustriert über die ins Stocken geratene Corona-Impfkampagne in seinem Land gezeigt. Bei einem Bürgertreffen in Cincinnati appellierte er an die Menschen, sich rasch immunisieren zu lassen. Denn die Impfungen seien angesichts wieder steigender Fallzahlen in Amerika durch die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus "gigantisch wichtig".

    Die öffentliche Gesundheitskrise habe sich zunehmend in eine Misere der Ungeimpften gewandelt, sagte Biden in der von CNN übertragenen "Town Hall" in der Mount St. Joseph University: "Wir haben eine Pandemie für jene, die sich noch keine Impfung geholt haben - so grundsätzlich ist das, so einfach."

    "Wenn Sie geimpft sind, werden Sie nicht ins Krankenhaus kommen, Sie werden nicht auf der Intensivstation sein, und Sie werden nicht sterben.", sagte Biden. Daher müssten alle Amerikaner auf ihre Mitbürger achtgeben.

    Allerdings trifft Bidens Versprechen nicht immer ein. Bis zum 12. Juli zählten die US-Behörden rund 5.500 geimpfte Personen, die positiv auf das Virus getestet wurden, ins Krankenhaus kamen oder starben. Aufgetreten seien diese Fälle allerdings unter mehr als 159 Millionen vollständig geimpften Personen. Die Direktorin der US-Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention, Rochelle Walenksy, betonte daher: "99,5 Prozent aller Toten durch Covid-19 gibt es bei den Ungeimpften."

    12.56 Uhr: Länder setzen vermehrt auf mobile Impfangebote

    Angesichts sinkender Nachfrage nach Corona-Impfungen setzen die Bundesländer zunehmend auf flexible Lösungen, um mehr Menschen zu erreichen. Das Interesse an einer Impfung lässt vielerorts nach, teilweise werden Impfzentren geschlossen. Dagegen gibt es immer mehr mobile Impfteams, und Menschen können sich vielerorts auch ohne Termin eine Spritze holen.

    "Wenn die Menschen nicht zu den Impfungen kommen, dann müssen die Impfungen eben zu den Menschen kommen", betonte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) gegenüber dpa. "Ob eine Impfung im Fußballstadion, mobile Impfteams auf Markt- und Supermarktplätzen oder Impfungen ohne Termin in den Zentren - alle Initiativen sind willkommen", erklärte Baden-Württembergs Ressortchef Manne Lucha (Grüne).

    In vielen Ländern sind mobile Impfteams unterwegs, oder es gibt Impfungen bis in die Nacht hinein. In Thüringen kann man sich in Sonneberg mit der Spritze eine Bratwurst abholen. In Berlin gibt es Drive-In- oder Walk-In-Impfungen an einer Ikea-Filiale. Vielerorts kann man auch ohne Termin in Impfzentren eine Spritze bekommen.

    Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, dämpfte jedoch die Erwartungen für solche Methoden. "Mobile Impfangebote können helfen, Menschen zu erreichen, aber richtig Strecke machen Sie damit voraussichtlich nicht", sagte Gassen: "Es gibt eine relevante Zahl von Menschen, die sich schlicht nicht impfen lassen will."

    12.40 Uhr: Lauterbach - Delta-Variante ansteckender und auch tödlicher

    SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält die Delta-Variante für deutlich gefährlicher als bisherige Mutanten des Coronavirus. "Von allem, was wir bisher wissen, müssen wir davon ausgehen, dass die Delta-Variante sowohl ansteckender als auch tödlicher ist", sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dies hätten Auswertungen aus Kanada gezeigt. Auch Daten aus England hätten die Hoffnung, Delta wäre zwar ansteckender, aber nicht tödlicher, nicht bestätigt. Der Epidemiologe zeigte sich daher "sehr sorgenvoll für den Herbst".

    Lauterbach sagte, die Delta-Variante könne auch für jüngere Menschen und Kinder schwere gesundheitliche Folgen haben. "Obwohl wir dort keine oder nur sehr wenige Todesfälle erwarten müssen, wird es viele auch schwere Verläufe geben, deren Endergebnis Long Covid auch für Kinder sein kann", sagte Lauterbach. Patienten mit Long Covid haben auch nach einer Infektion anhaltende Symptome.

    12.33 Uhr: Gericht bestätigt Versammlungsverbot für "Querdenker" in Kassel

    Das Verwaltungsgericht Kassel hat das von der Stadt erlassene Verbot eines Aufzugs von Anhängern der sogenannten "Querdenker"-Bewegung bestätigt. Der Eilantrag der Anmelderin der für diesen Samstag vor dem Hauptbahnhof geplanten Versammlung "Für Frieden, Freiheit, Menschenrechte und für eine geschlossene Gesellschaft" sei abgelehnt worden, teilte das Gericht mit.

    Zur Begründung verwies das Gericht auf eine Gefährdungslagenbewertung des Polizeipräsidiums Nordhessen und die Erfahrung mit vergleichbaren - teilweise verbotenen - Veranstaltungen am 20. März dieses Jahres, als es zu vielen Verstößen gegen die Corona-Auflagen gekommen war.

    Das Robert Koch-Institut gehe aktuell weiterhin von einer hohen Gefährdung für die Gesundheit der nicht oder nur einmal geimpften Bevölkerung in Deutschland insgesamt und von einer moderaten Gefährdung für vollständig Geimpfte aus, argumentiert das Verwaltungsgericht. Auch der Deutsche Bundestag schätze die Situation weiterhin als problematisch ein.

    12.19 Uhr: Bayern registriert erhöhte Sterbefallzahlen in der Pandemie

    In den Monaten, in denen Bayern am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen war, sind die Sterbefallzahlen deutlich erhöht gewesen. So seien im April 2020 fast 22 Prozent, im November mehr als 13 Prozent, im Dezember etwa 35 Prozent und im Januar 2021 rund 22 Prozent mehr Menschen gestorben als durchschnittlich in den Jahren 2016 bis 2019. Das teilt das Landesamt für Statistik in seinem bevölkerungsstatistischen Bericht für das erste Quartal 2021 mit.

    Dagegen lag die Zahl der Sterbefälle in den Monaten Februar (-3 Prozent) und März (-8 Prozent) 2021 bayernweit unter dem Durchschnitt der Vorjahre. Die Gesamtzahl der Gestorbenen im ersten Quartal dieses Jahres liege mit 38.509 leicht über dem Vergleichswert aus den Vorjahren (2020: 36.921), heißt es in der Mitteilung weiter.

    Beim Vergleich der Einwohnerzahlen zeige die Pandemie ebenfalls Spuren. In den Jahren 2016 bis 2019 sei die bayerische Bevölkerung jährlich um etwa 0,5 Prozent angestiegen. Im vergangenen Jahr lag die Zunahme nur bei 0,1 Prozent, so das Landesamt. Auch die Zahl der Eheschließungen in Bayern sind demnach von der Corona-Pandemie betroffen gewesen. Im April 2020 – im ersten Lockdown – hätten mit 2.596 Eheschließungen fast 42 Prozent Trauungen weniger stattgefunden als durchschnittlich im April in den Jahren 2016 bis 2019 (4.456).

    12.02 Uhr: UN-Sonderberichterstatterin fordert Corona-Intervention in Myanmar

    Die UN-Sonderberichterstatterin für Myanmar, Yanghee Lee, hat zur Bekämpfung von Covid-19 eine "massive, von den UN geführte humanitäre Intervention in Myanmar" gefordert. Der Junta warf Lee vor, den lebensrettenden Sauerstoff für Corona-Patienten nur noch Militärkrankenhäusern und den Familien von Armeeangehörigen zu liefern. "Seit dem Putsch vom Februar hat die Junta Mitarbeiter des Gesundheitswesens getötet, medizinische Einrichtungen zerstört und lässt Sauerstoff beschlagnahmen", sagte Yanghee Lee.

    11.47 Uhr: Neuinfektionen in Tokio steigen drastisch

    Kurz vor Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio steigt die Zahl der Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt auf den höchsten Wert seit Januar. Binnen 24 Stunden seien 1.979 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilt die Stadtverwaltung mit. Das seien 671 Fälle mehr als am Donnerstag vergangener Woche. Die Olympischen Sommerspiele 2020, die wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben wurden, werden am Freitag eröffnet, einzelne Wettkämpfe finden bereits statt.

    11.35 Uhr: Gamma-Variante in Russland entdeckt

    Die erstmals in Brasilien aufgetauchte Gamma-Variante des Coronavirus ist in Russland nachgewiesen worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Interfax und beruft sich auf das Vector Institut in Sibirien, das den russischen Impfstoff EpivacCorona entwickelt hat. Die Mutante komme bislang in geringen Mengen vor.

    In Russland grassiert derzeit die Delta-Variante. Knapp 24.500 Neuinfektionen und 796 weitere Todesfälle verzeichnen die Behörden binnen 24 Stunden. Die Delta- und die Gamma-Variante seien als besorgniserregend eingestuft, da sie sich leichter ausbreiten als das ursprüngliche Virus und die Wirksamkeit von Antikörpern verringern könnten, erklärt das Institut.

    11.20 Uhr: Merkel - Ministerpräsidentenkonferenz könnte vorgezogen werden

    Kanzlerin Angela Merkel hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Aussicht gestellt, die nächste Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Pandemie vorzuziehen. Sie werde sich Bitten von Regierungschefs der Länder nicht verschließen, sagte Merkel heute in Berlin. Sie sprach von einer dynamischen Lage in der Corona-Krise. Bisher ist das Treffen für Ende August geplant. Merkel sagte, das Thema Corona könne auch bei einem Treffen von Ministerpräsidenten zur Katastrophenhilfe besprochen werden, das deutlich früher als Ende August stattfinden soll.

    Außerdem warb Merkel eindringlich für mehr Impfungen in Deutschland. "Der Schlüssel, die Pandemie zu überwinden, da ist das einzige Mittel das Impfen", so die Kanzlerin bei ihrer Sommerpressekonferenz. Die Infektionszahlen stiegen wieder besorgniserregend an, daher brauche man auch weiter Masken und Abstandsregeln. "Wir wollen alle unsere Normalität zurück." Dies gehe aber nur gemeinsam über das Impfen: "Je mehr geimpft sind, desto freier werden wir wieder sein."

    Zwar sei die Inzidenz nicht mehr die einzige Kennziffer. Das Gesundheitssystem dürfe aber nicht überlastet werden. "Das bleibt die Richtschnur unseres Handelns", betonte sie. "Dafür brauchen wir noch deutlich mehr Impfschutz."

    11.13 Uhr: Landesbischof will Corona-Trauergruppen aufbauen

    Der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, will Corona-Trauergruppen gründen. Ziel sei ein bayernweites Netzwerk von Selbsthilfegruppen für Angehörige von Corona-Opfern, hieß es in einer Mitteilung der evangelischen Landeskirche am Donnerstag. Angehörige könnten bei einer zentralen Stelle eine Trauergruppe in ihrer Nähe erfragen oder Hilfe zur Gründung einer neuen Gruppe bekommen.

    Die erste Trauergruppe soll sich am 4. August in Weiden in der Oberpfalz treffen. "Der Bedarf ist gerade dort hoch, denn Weiden und Umgebung, besonders der Landkreis Tirschenreuth waren ein Corona-Hotspot mit bislang 551 Corona-Toten." Das "Weidener Modell" soll dann Beispiel für ähnliche Projekte sein.

    11.00 Uhr: RKI empfiehlt Schutzmaßnahmen bis zum Frühjahr

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) erwartet für den Herbst und Winter in Deutschland noch einmal einen Anstieg der Corona-Infektionszahlen und eine "fortgesetzte globale Zirkulation des Virus". Deutschland befinde sich mit den steigenden Impfquoten in der Übergangsphase vom pandemischen in ein endemisches Geschehen, erklärte das RKI heute in Berlin. Wann dieser Übergang abgeschlossen sein werde, könne derzeit aber noch nicht genau vorausgesagt werden.

    Wenn ein Virus endemisch ist, bedeutet das, dass es nicht mehr verschwindet und in der betreffenden Weltregion zu bestimmten Zeitpunkten immer wieder Infektionen auftreten. Eine Pandemie ist dagegen eine Krankheit, die sich weltweit schnell ausbreitet.

    Herdenimmunität im Sinne der kompletten Auslöschung des Virus sei nicht realistisch, schätzt das RKI. Das Institut empfiehlt grundsätzlich, dass die Basis-Schutzmaßnahmen bis zum Frühjahr eingehalten werden sollten: Vor allem wenn gefährdete Menschen dabei seien, sollte in Innenräumen wie beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr weiter Maske getragen, Abstand gehalten, gelüftet und auf Hygiene geachtet sowie die Corona-Warn-App genutzt werden.

    10.56 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in USA steigt wieder

    In den USA nimmt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen wieder zu. Mit 52.032 neuen Fällen am Mittwoch meldeten die Behörden rund 20.000 mehr als vor genau einer Woche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion blieb mit 333 vergleichsweise stabil. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300.462 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4.461 Toten verzeichnet.

    Nach jüngsten Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC ist die besonders ansteckende Delta-Variante inzwischen für rund 83 Prozent aller erfassten Infektionen im Land verantwortlich. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Infizierten nahm zuletzt wieder zu und soll laut CDC-Prognose in den kommenden Wochen weiter ansteigen.

    10.20 Uhr: Weitere Corona-Fälle im Olympischen Dorf

    Im Olympischen Dorf in der Bucht von Tokio gibt es neue Corona-Fälle. Vier weitere Bewohner, darunter zwei Athleten, seien positiv getestet worden, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Skateboarderin Candy Jacobs aus den Niederlanden und der tschechische Tischtennisspieler Pavel Sirucek mussten nach den Testresultaten bereits das Olympische Dorf verlassen und sich in ein Quarantänehotel begeben. Festgestellt wurde das Virus zudem bei zwei Mitgliedern des olympiarelevanten Personals - eine Kategorie, die Trainer und Funktionäre umfasst.

    Seit Anfang Juli sind damit 91 Personen, die für die Sommerspiele in Tokio angemeldet waren, positiv auf das Virus getestet worden. Diese Fälle schließen nicht Athleten ein, bei denen der Erreger vor ihrer geplanten Reise nach Tokio noch in ihrer Heimat festgestellt worden war. Für sie waren die Wettkämpfe damit vorbei, ehe sie begonnen haben.

    10.13 Uhr: NRW will 12- bis 15-Jährige in Impfzentren gegen Corona impfen

    Nordrhein-Westfalen will nun auch 12- bis 15-jährige in Impfzentren gegen das Coronavirus impfen. Das Land wolle dabei die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beachten, teilt das Gesundheitsministerium mit. Diese empfehle Impfungen für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren bei Vorliegen bestimmter Vorerkrankungen oder bei regelmäßigem Kontakt zu Personen mit erhöhtem Risiko schwerer Krankheitsverläufe, die selbst nicht geimpft werden können. Aber auch weitere Kinder und Jugendliche könnten nach ärztlicher Aufklärung eine Impfung erhalten. "Ein Ärmel hoch und Spritze rein' soll es bei jungen Menschen nicht geben", sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

    09.50 Uhr: Pandemie hat kaum Einfluss auf Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland

    Die Corona-Pandemie hat die Jungendarbeitslosigkeit in Deutschland bisher kaum beeinflusst. Dies ist das Ergebnis einer Auswertung aktueller Daten der OECD, wie das Münchner Ifo-Institut heute erklärte. Im Durchschnitt stieg die Arbeitslosigkeit von Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren in den OECD-Ländern von September 2019 bis März 2020 um über 50 Prozent. In Deutschland konnte jedoch kaum ein Anstieg festgestellt werden.

    Die Entwicklung in den einzelnen OECD-Ländern sei "sehr unterschiedlich", erklärte Ifo-Forscherin Lavinia Kinne. Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in den USA, Kanada und in Schweden sei zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 besonders deutlich gewesen, danach jedoch wieder stark abgefallen. Eine ähnliche Entwicklung habe es in Frankreich gegeben, wenn auch weniger stark ausgeprägt. Dieser Trend entspreche dem OECD-Durchschnitt. Ausnahmen bildeten dabei Italien und das Vereinigte Königreich: Auch hier stieg die Jugendarbeitslosigkeit an. Der Anstieg war dabei weniger stark, hält laut Ifo-Institut jedoch bis heute an. Im Gesamtdurchschnitt aller OECD-Länder waren junge Frauen häufiger von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als Männer.

    09.40 Uhr: Massenquarantäne bereitet Großbritannien Probleme

    Die hohe Zahl an Menschen in coronabedingter Quarantäne stellt Großbritannien vor neue Herausforderungen. Mehrere Supermärkte haben Probleme, ihre Regale zu befüllen, wie britische Medien heute berichteten. In den sozialen Netzwerken kursieren Fotos von ersten leeren Regalen. In manchen Orten fällt der BBC zufolge außerdem die Leerung der Mülltonnen aus. Auch die Polizei warnt vor längeren Wartezeiten, da viele Kräfte ausfallen.

    Schätzungen zufolge sollen sich derzeit rund 1,7 Millionen Briten selbst isolieren, da sie entweder an Covid-19 erkrankt sind oder als enge Kontakte von Infizierten "gepingt" - also von der englischen Corona-App oder vom Gesundheitsdienst - benachrichtigt wurden. Die "Pingdemic", wie das Phänomen von britischen Medien bezeichnet wird, hat eine Debatte darüber ausgelöst, ob vollständig Geimpfte der Pflichtquarantäne entgehen können und sich stattdessen täglich testen dürfen. Ab Mitte August soll diese Regelung gelten. Bislang gelten Ausnahmen jedoch nur für Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Pilotprojektes oder etwa für Beschäftigte des Gesundheitsdienstes.

    Die hochansteckende Delta-Variante lässt die Corona-Zahlen trotz hoher Impfquote im Vereinigten Königreich weiter ansteigen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 472.

    09.24 Uhr: Australiens Premier entschuldigt sich für langsame Impfkampagne

    Australiens Premierminister Scott Morrison hat wegen der langsamen Impfkampagne gegen das Coronavirus um Entschuldigung gebeten. "Es tut mir Leid, dass wir die erhofften Zielmarken nicht erreichen konnten", sagte Morrison am Donnerstag. Die Behörden in der Metropole Sydney hatten zuvor angekündigt, dass es wegen des anhaltenden Anstiegs der Ansteckungszahlen wohl zu längerfristigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens kommen wird.

    Morrison steht derzeit stark unter Druck. Die lange Zeit sehr niedrigen Ansteckungszahlen in Australien waren zuletzt so schnell angestiegen wie seit Beginn der Pandemie nicht. Zugleich sind nur rund elf Prozent der Bevölkerung geimpft - eine der niedrigsten Impfraten unter den reicheren Ländern.

    08.35 Uhr: Niedersachsen schließt tägliche Corona-Tests in Schulen nicht aus

    Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) will nach den Sommerferien die Corona-Testfrequenz in den Schulen erhöhen. Möglicherweise solle statt zweimal wöchentlich täglich getestet werden, sagte der Minister der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Niemand wird nach den Sommerferien ohne einen negativen Corona-Test in die Schule gehen", sagte Tonne.

    07.42 Uhr: Studie: Flexiblere Arbeitsmodelle auch nach der Corona-Krise

    Umfragen des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos zufolge haben die Erfahrungen in der Corona-Pandemie vielerorts zum Umdenken geführt und den Weg für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf geebnet. Wie das ARD-Hauptstadtstudie berichtete, wollen 65 Prozent der befragten Unternehmen flexiblere Arbeitsmodelle nach dem Ende der Corona-Krise zumindest zum Teil beibehalten. Eine wesentliche Erkenntnis der Prognos-Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums ist dem Bericht zufolge, dass eine gute Kommunikation entscheidend ist. Es gehe meist darum, individuelle Lösungen zu finden und nicht eine Regel für alle. Laut der Studie haben viele Eltern mit Kindern unter 15 Jahren das Gespräch mit Vorgesetzten gesucht. 81 Prozent hätten angegeben, dass ihnen weitergeholfen wurde. 30 Prozent seien der Meinung, durch Corona habe sich in ihrem Betrieb jetzt insgesamt die Möglichkeit verbessert, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Familienministerin Christine Lambrecht (SPD) sagte der ARD, mit den Erfahrungen aus der Krise müsse es nun weitere Schritte geben in eine moderne und flexible Arbeitswelt. Es liege auch im wirtschaftlichen Interesse der Unternehmen, dass arbeitende Eltern Arbeit und Familie besser miteinander vereinbaren können.

    Die repräsentative Studie wurde laut ARD von der Prognos AG in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach erstellt.

    07.41 Uhr: Inzidenz in Bayern steigt weiter

    Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter. Heute (Stand 3.15 Uhr) meldete das Robert Koch-Institut 11,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das sind 0,7 mehr als am Mittwoch und 3,0 mehr als vor Wochenfrist.

    Innerhalb des Freistaats gibt es große Unterschiede. Die höchsten Inzidenzen gibt es mit 33,6 und 33,2 in den Städten Bamberg und Amberg. Dagegen liegt der Wert in der Stadt Hof und dem Landkreis Bayreuth bei 0. Vor einer Woche hatte es allerdings noch sechs Landkreise und kreisfreie Städte mit einer Nullinzidenz gegeben.

    06.30 Uhr: China lehnt WHO-Pläne für Studie über Corona-Ursprung ab

    China lehnt Pläne der WHO ab, den Ursprung des Coronavirus in einer zweiten Phase zu untersuchen. Dann soll die Hypothese geprüft werden, dass das Virus aus einem chinesischen Labor entwichen sein könnte. China werde ein solches Vorhaben nicht akzeptieren, da es in einigen Aspekten den Erkenntnissen der Wissenschaft und dem gesunden Menschenverstand widerspreche, sagt der Vize-Minister der Nationalen Gesundheitskommission, Zeng Yixin. China lehne es ab, die Studie zu politisieren. Die Herkunft des Virus ist unter Experten umstritten. Die ersten bekannten Fälle traten im Dezember 2019 in Wuhan auf. Es wurde angenommen, dass das Virus von Tieren, die auf einem Markt für Lebensmittel verkauft wurden, auf den Menschen übergesprungen ist. US-Geheimdiensten zufolge könnte es sich aber auch um einem Labor-Unfall handeln.

    05.30 Uhr: Einzelhandel appelliert an Kunden: "Impfen, Impfen, Impfen"

    Angesichts rasch steigender Inzidenzzahlen in Deutschland appelliert der Einzelhandel an die Bevölkerung, sich gegen Corona impfen zu lassen. "Nur mit einer wirkungsvollen und schnellen Impfkampagne können wir die Pandemie nachhaltig zurückdrängen und uns dauerhaft mehr Normalität auch beim Einkaufen zurückerobern", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, heute in Berlin.

    Unterstützt wurde der Aufruf des HDE von Vertretern namhafter deutscher Handelskonzerne wie der Rewe Group, der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland), der Edeka-Zentrale, von Aldi, Otto, Douglas, Galeria Karstadt Kaufhof und Ikea.

    Es gehe jetzt darum, möglichst viele Menschen von der Notwendigkeit einer Impfung zu überzeugen, sagte Genth. Vorstand und Präsidium des HDE betonten, mit einer Impfung könne jeder einzelne einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der Pandemie leisten. Dies gelte für Kunden und Mitarbeiter. Die Gefahr einer vierten Infektionswelle sei nach wie vor nicht gebannt. "Wir müssen diesen Sommer nutzen, um uns noch besser gegen die Pandemie aufzustellen", sagte Genth. "Jetzt heißt es: Impfen, Impfen, Impfen".

    04.45 Uhr: Jeder Zweite bei Impfangebot für Ende der Corona-Maßnahmen

    Jeder Zweite in Bayern ist einer Umfrage im Auftrag der FDP zufolge für ein Ende aller Anti-Corona-Maßnahmen, sobald jeder Erwachsene ein vollständiges Impfangebot bekommen hat. 50 Prozent sind dafür oder eher dafür, 35 Prozent sind dagegen oder eher dagegen. Elf Prozent antworteten in der Erhebung mit "weiß nicht", vier Prozent machten auf die entsprechende Frage keine Angaben.

    Die Umfrage wurde vom Institut Insa Consulere im Auftrag der Landtags-FDP zwischen dem 12. und 19. Juli als Online-Befragung durchgeführt. 1000 Personen aus Bayern ab 18 Jahren nahmen teil.

    04.30 Uhr: Impfkampagne kommt in Bayern nicht recht voran

    Die Impfkampagne in Bayern kommt weiter nur schleppend voran. Rund 360 000 Impfungen wurden in der vergangenen Woche in den bayerischen Arztpraxen verabreicht, wie die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) mitteilte. Das ist zwar etwas mehr als in der Vorwoche (rund 353 000). Anfang Juni waren es aber noch rund 524 000 pro Woche gewesen. In den Impfzentren werden die Kapazitäten heruntergefahren.

    Impfdosen sind dort laut bayerischem Gesundheitsministerium ausreichend vorhanden. Bislang sei der Verfall von 1.751 Impfdosen gemeldet worden. Mittlerweile sei es in den meisten Zentren möglich, auch ohne Termin eine Impfung zu erhalten, teilte das Ministerium mit.

    Bereits vergangene Woche hatten erste Impfzentren geschlossen. Aufgrund der aktuell relativ geringen Auslastung seien auch die verbliebenen Zentren zum Teil nicht mehr im bisherigen Umfang geöffnet. Das Herunterfahren weiterer fester Standorte werde vorbereitet.

    04.25 Uhr: RKI meldet 1890 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 12,2

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1890 neue Positiv-Tests. Das sind 248 mehr als am Donnerstag vor einer Woche, als 1642 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 12,2 von 11,4 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 42 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.458. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,75 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    01.37 Uhr: Doppelimpfungen mit Biontech oder Astrazeneca hoch wirksam gegen Delta-Variante

    Eine britische Studie bestätigt eine hohe Wirksamkeit der Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Astrazeneca gegen die Delta-Variante des Coronavirus. Zwei Dosen des Impfstoffs Covid-19 von Biontech/Pfizer oder Astrazeneca seien gegen die hochgradig übertragbare Delta-Variante des Coronavirus fast genauso wirksam wie gegen die bisher dominierende Alpha-Variante, heißt es in der im New England Journal of Medicine veröffentlichten Untersuchung. Demnach sind zwei Impfungen mit Biontech/Pfizer 88 Prozent wirksam, um eine symptomatische Erkrankung durch die Delta-Variante zu verhindern, verglichen mit 93,7 Prozent gegen die Alpha-Variante. Die Zweifachimpfung mit Astrazeneca schützt zu 67 Prozent wirksam gegen die Delta-Variante, verglichen mit 74,5 Prozent gegen die Alpha-Variante.

    Mittwoch, 21. Juli 2021

    20.25 Uhr: Fast 162 Millionen US-Bürger vollständig geimpft

    In den USA sind inzwischen fast 162 Millionen Menschen vollständig geimpft, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Insgesamt seien über 339 Millionen Dosen verabreicht worden. Knapp 187 Millionen Menschen seien mindestens einmal geimpft worden. In den USA leben 328 Millionen Menschen.

    19.55 Uhr: Inter Mailand sagt Turnierstart in USA ab

    Der italienische Fußballmeister Inter Mailand hat angesichts der weltweit wieder steigenden Corona-Zahlen seinen Start beim Florida Cup in den USA abgesagt. Angesichts der Risiken, die derzeit internationale Reisen aufgrund der Ausbreitung der Pandemie mit sich brächten, werde man nicht teilnehmen, teilte der Verein am Mittwoch mit. Am Dienstag hatte bereits der englische Premier-League-Club FC Arsenal seine geplante USA-Reise in der Saisonvorbereitung wegen einiger positiver Coronavirus-Tests im Verein kurzfristig abgesagt. Die Gunners wollten noch in dieser Woche in die USA fliegen, um in Orlando beim sogenannten Florida Cup gegen den Ligarivalen FC Everton, Inter und den FC Millonarios aus Kolumbien anzutreten. Ob und wie das Turnier, eventuell mit Nachrückern, jetzt gespielt werden soll, ist noch offen.

    19.40 Uhr: Gehaltserhöhung von drei Prozent im englischen Gesundheitsdienst

    Die Angestellten des nationalen britischen Gesundheitsdiensts NHS in England erhalten eine Gehaltserhöhung von drei Prozent. Diese werde rückwirkend bis April 2021 gelten, teilt die Regierung mit. Damit folge man der Empfehlung unabhängiger Experten.

    19.25 Uhr: ManCitys Testspiel in Troyes abgesagt

    Das Testspiel des englischen Meisters Manchester City beim französischen Erstligisten ES Troyes AC ist aufgrund gesundheitlicher Bedenken abgesagt worden. Der Ligue-1-Aufsteiger gab an, dass "gesundheitliche Einschränkungen im Zusammenhang mit der kritischen Entwicklung von COVID-19, vor allem in Großbritannien", zur Absage des für den 31. Juli geplanten Spiels geführt haben. Die Citizens wären zudem bei ihrer Rückkehr nach England «zu starken» Einschränkungen ausgesetzt gewesen. Troyes, das in der kommenden Saison nach drei Jahren Abstinenz wieder erstklassig spielt, ist seit September 2020 Teil der global agierenden City Football Group um Scheich Mansour.

    19.10 Uhr: Polizei in Athen setzt Tränengas gegen Impfgegner ein

    Die griechische Polizei hat am Mittwochabend Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt, um eine Demonstration von Impfgegnern vor dem griechischen Parlament in Athen aufzulösen. Die rund 3000 Demonstranten, darunter zahlreiche religiöse Eiferer, protestierten gegen Corona-Maßnahmen, die den Druck auf die Impfverweigerer erhöhen, sich doch noch impfen zu lassen, berichteten der staatliche Rundfunk und Reporter vor Ort. Zum Einsatz der Sicherheitskräfte sei es gekommen, weil zahlreiche Demonstranten sich dem Parlament zu sehr genähert hätten, hieß es seitens der Polizei. Die konservative Regierung hat es bereits gesetzlich durchgesetzt, dass sich nur noch Geimpfte in den Innenräumen von Gastronomie- und Kulturbetrieben aufhalten dürfen. In Gaststätten dürfen die Kunden nur sitzen und nicht mehr beisammen tanzen. Beschäftigte im Gesundheitssektor und in der Altenpflege müssen sich zudem künftig verpflichtend impfen lassen - sonst können sie von ihrer Arbeit freigestellt werden und werden - solange sie nicht geimpft sind - nicht bezahlt.   

    18.45 Uhr: Tunesiens Gesundheitsminister nach Ansturm auf Impfzentren gefeuert

    Tunesiens Gesundheitsminister Faouzi Mehdi muss wohl wegen einer umstrittenen Corona-Impfeinladung für alle volljährigen Bürger des Landes seinen Posten räumen. Ministerpräsident Hichem Mechichi entließ ihn zwar ohne Nennung konkreter Gründe - er zeigte sich am Dienstag aber entsetzt über eine von Mehdi ins Leben gerufene Öffnungsaktion für alle Impfzentren. Am Montag hatte Mehdi angekündigt, dass anlässlich des Opferfestes am Dienstag und Mittwoch allen Bürgern ab 18 Jahren der Zugang zu den 29 Impfzentren des Landes erlaubt wird. Alle Impfwilligen sollten immunisiert werden - solange der Vorrat reicht. Die Folge: Es kam zu Massenaufläufen und mitunter zu Sachbeschädigungen, in mehreren Fällen musste die Polizei einschreiten. Tunesiens Bestände an Corona-Impfdosen sind äußerst knapp, nicht einmal acht Prozent der Bevölkerung sind bislang vollständig geimpft.

    18.35 Uhr: Serie A: Vier weitere Coronafälle bei Spezia Calcio

    Beim italienischen Fußball-Erstligisten Spezia Calcio hat sich die Anzahl der Corona-Infektionen weiter erhöht. Nachdem in der vergangenen Woche zehn Fälle registriert worden waren, meldete der Serie-A-Klub am Mittwoch, dass ein weiterer Spieler und drei Betreuer positiv getestet wurden. Der italienische Fußballverband FIGC ist besorgt, da bisher nur ein kleiner Teil der Fußballer der Serie A und B immunisiert ist. Verbandschef Gabriele Gravina setzt sich für eine Impfung aller Spieler noch vor Beginn der neuen Saison ein.

    18.20 Uhr: Britische Fleischindustrie warnt vor Zusammenbruch der Lieferketten

    Die Fleischindustrie in Großbritannien warnt vor einem Zusammenbruch der Lieferketten. Der Verband BMPA teilt mit, dass die Corona-Pandemie die bereits schwierige Lage in der Branche verschlimmere. Durch die Aufforderung zur Quarantäne sei der Personalmangel verschärft worden. Auch andere Sektoren ächzen bereits unter der rasant steigenden Zahl von Personen, die sich vorbeugend in Selbstisolation begeben müssen. Betroffen sind auch Automobilwerke und Supermärkte.

    17.49 Uhr: Tunesiens Gesundheitsminister nach Ansturm auf Impfzentren gefeuert

    Tunesiens Gesundheitsminister Faouzi Mehdi muss wohl wegen einer umstrittenen Corona-Impfeinladung für alle volljährigen Bürger des Landes seinen Posten räumen. Ministerpräsident Hichem Mechichi entließ ihn zwar ohne Nennung von Gründen - zeigte sich aber entsetzt über eine von Mehdi verantwortete Öffnungsaktion für alle Impfzentren.

    Am Montag hatte Mehdi angekündigt, dass anlässlich des Opferfestes am Dienstag und Mittwoch allen Bürgern ab 18 Jahren der Zugang zu den 29 Impfzentren des Landes erlaubt wird. Alle Impfwilligen sollten immunisiert werden - solange der Vorrat reicht. Die Folge: Es kam zu Massenaufläufen und Sachbeschädigungen, in mehreren Fällen musste die Polizei einschreiten.

    Angesichts der Gefährdung der Bürger während der Aktion könne sie als "kriminell" eingestuft werden, sagte Ministerpräsident Mechichi der staatliche Nachrichtenagentur TAP zufolge. Sie sei nicht abgesprochen gewesen. Inzwischen wurde die Aktion gestoppt.

    Tunesien mit seinen rund 11,5 Millionen Einwohnern ist hart von der Pandemie getroffen worden, das Land registriert täglich tausende neue Corona-Fälle. Rund ein Drittel aller Corona-Tests im Land fällt positiv aus. Mehr als 17.000 Menschen sind bereits an oder mit dem Virus gestorben. Tunesiens Bestände an Corona-Impfdosen sind äußerst knapp, nicht einmal acht Prozent der Bevölkerung sind bislang vollständig geimpft.

    17.44 Uhr: Russland strebt Impfquote von 80 Prozent bis November an

    Russland strebt eine Impfquote von 80 Prozent der Bevölkerung bis zum 1. November an. Die Impfrate habe sich zuletzt verdoppelt, sagte Vizepräsidentin Tatjana Golikowa bei einem im Fernsehen übertragenen Regierungstreffen. 33,6 Millionen Russen seien mindestens einmal geimpft und 22,6 Millionen vollständig durchgeimpft. In Russland leben rund 145 Millionen Menschen.

    17.38 Uhr: WHO betont Gefährlichkeit der Delta-Variante

    Die Delta-Variante des Coronavirus ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in 124 Ländern nachgewiesen worden, 13 mehr als eine Woche zuvor. Die WHO zitierte zwei Studien, die die hohe Gefährlichkeit der Variante untermauern, eine aus China und eine aus Kanada.

    In China wurden Menschen untersucht, die nach Kontakt mit einem Delta-Infizierten in Quarantäne waren. Der PCR-Test sei bei ihnen schon nach vier statt wie bei frühen Varianten nach sechs Tagen positiv gewesen. Außerdem sei die Viruslast beim Positiv-Test 1.200 mal höher gewesen als bei ursprünglichen Virusvarianten. "Das legt nahe, dass diese besorgniserregende Variante sich möglicherweise schneller vermehrt und in den frühen Stadien der Infektion ansteckender ist", so die WHO.

    Der kanadischen Studie zufolge waren bei einer Covid-19-Erkrankung mit Delta-Variante auch die gesundheitlichen Risiken deutlich höher als bei frühen Corona-Typen: Das Risiko, ins Krankenhaus zu müssen, war um etwa 120 Prozent erhöht, und die Gefahr, Intensivpflege zu benötigen, um etwa 287 Prozent. Das Sterberisiko war demnach um etwa 137 Prozent höher.

    17.26 Uhr: New York - Medizinisches Personal braucht entweder Impfung oder Tests

    Medizinisches Personal in New York muss künftig entweder einen Impf-Nachweis vorlegen oder sich regelmäßig testen lassen. Bürgermeister Bill de Blasio teilte mit, dass all jene, die nicht durch eine Impfung geschützt seien, von August an jede Woche einen negativen Covid-Test zu zeigen hätten. Die US-Ostküstenmetropole will damit die sich rasch ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus bekämpfen. Sie ist mittlerweile in den USA dominant und sorgte zuletzt auch in New York für steigende Infektionszahlen vor allem bei nicht Geimpften.

    17.08 Uhr: Sonderimpfaktion für Kinder und Jugendliche in Wiesbaden

    Das Impfzentrum Wiesbaden hat am Mittwoch Sonderimpfungen für Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren angeboten. Die zusätzliche Impfmöglichkeit mit dem Biontech-Vakzin sei sehr gut angenommen worden, sagte der städtische Pressereferent Sebastian Wenzel. Bereits kurz nach elf Uhr seien bereits mehr als 100 Personen geimpft gewesen, darunter auch Erziehungsberechtigte. Die Ärzte schätzten, dass bis zum Abend 400 Menschen geimpft seien.

    Einige der Kinder und Jugendlichen hätten Vorerkrankungen als Grund genannt, sich impfen zulassen, andere den Schutz der Eltern- und Großeltern sowie ein besseres Sicherheitsgefühl.

    16.37 Uhr: Lebenserwartung in den USA sank 2020 im Schnitt um 1,5 Jahre

    Die Lebenserwartung der Bevölkerung in den USA hat 2020 um 1,5 Jahre abgenommen. Das US-Seuchenzentrum CDC gibt die durchschnittliche Lebensdauer nun mit 77,3 Jahren an. Das ist der stärkste Rückgang seit den Weltkriegs-Jahren 1942/43.

    Das CDC führt dies vor allem auf die zusätzlichen Corona-Toten zurück, zum kleinere Teil auf den Anstieg an Drogen-Toten. Besonders groß war der Rückgang bei der afroamerikanischen Bevölkerung mit minus 2,9 Jahre auf 71,8 Jahre 2020. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Hispanics ging sogar um 3,7 Jahre auf 75,3 Jahre zurück.

    16.14 Uhr: Medientage München 2021 als Hybrid-Konferenz

    Die Münchner Medientage wollen nach einer zuletzt wegen Corona rein digitalen Auflage in diesem Jahr eine hybride Konferenz wagen. Das Branchentreffen soll fünf Tage lang mehr als 100 Veranstaltungen bieten - vom 25. bis 29. Oktober.

    Das Programm der 35. Medientage finde dabei sowohl digital als auch in Präsenzveranstaltungen mit Publikum statt, so die Veranstalter. Erstmals bündeln die Organisationen alle Veranstaltungen an einem Ort in der Innenstadt: dem Isarforum München. Vor der Pandemie hatten die Medientage ihr Zuhause am Rande der Stadt auf dem Münchner Messegelände.

    Die Konferenz zählt zu den größten der Medienbranche in Deutschland. Vor Corona kamen zuletzt rund 7.000 Besucher. Veranstalterin ist die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM).

    15.51 Uhr: DGIIN-Präsident sieht Bedeutung der Inzidenz relativiert

    Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensiv- und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, hat im ARD-Morgenmagazin erkläart, dass die Bedeutung des Inzidenzwertes zur Bekämpfung der Pandemie sich aufgrund der Impfquote bei Risikogruppen verschoben habe.

    Die Inzidenzwerte blieben zwar wichtig, seien aber wegen der sgteigenden Impfquote nicht mehr Gradmesser dafür, wie viele Menschen wirklich schwer erkranken, so Karagiannidis. Deshalb müsse man in einem "Dreiklang" zusätzlich beachten, wie viele Patienten ins Krankenhaus kommen und wie viele auf die Intensivstation, sagte Karagiannidis: "Es bleibt aber dabei, dass diese drei Werte immer zusammen betrachtet werden müssen."

    15.03 Uhr: Novartis plant weiter Herstellung des Curevac-Impfstoffs

    Der Schweizer Pharmakonzern Novartis geht weiter davon aus, den Covid-19-Impfstoff des deutschen Biotechunternehmens Curevac herzustellen. "Wir haben die Produktion wie geplant gestartet. Wir planen, dieses Jahr 50 Millionen Dosen auszuliefern", sagte Novartis-Finanzchef Harry Kirsch. Zur Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs oder der Wahrscheinlichkeit einer Zulassung könne sich Novartis nicht äußern. Wenn es Bedarf für zusätzliche Produktionskapazitäten gebe, etwa von Biontech/Pfizer oder anderen, könne Novartis diese weiter ausbauen: "Wir sind nicht auf den einen oder anderen beschränkt."

    Novartis unterstützt bereits Biontech/Pfizer bei der Produktion ihres Impfstoffs. Das Vakzin von Curevac soll im österreichischen Werk Kundl von Novartis hergestellt werden. Der Impfstoff erzielte in der entscheidenden klinischen Studie nur eine Wirksamkeit von nur 48 Prozent. Curevac hofft trotz der enttäuschenden Studienergebnisse aber weiter auf eine Verwendung durch die Europäische Union.

    14.30 Uhr: Bundesregierung verlängert Einreiseregeln bis Mitte September

    Die Bundesregierung hat die bestehenden Corona-Regeln für Einreisende bis zum 10. September verlängert und Erleichterungen bei der Quarantäne-Pflicht verabschiedet. Das geht aus einem Kabinettsbeschluss zur Einreiseverordnung hervor, den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin vorgestellt hat. Die aktuellen Regeln zur Einreise nach Deutschland unter Pandemiebedingungen hätten regulär nur noch bis zum 28. Juli gegolten.

    Die nun beschlossene Änderung der Quarantäne-Regeln sieht vor, dass vollständig Geimpfte, die aus sogenannten Virusvariantengebieten einreisen, künftig ihre Quarantäne vorzeitig beenden können, wenn sie nachweisen, dass ihr Impfschutz gegen die Virusvariante im bereisten Gebiet wirksam ist. Bislang galt auch für vollständig Geimpfte, die aus Virusvariantengebieten einreisen, eine strikte Quarantänepflicht.

    Darüber hinaus beschloss das Kabinett eine Neuerung, die greifen soll, wenn ein Virusvariantengebiet zum Hochinzidenz-Gebiet heruntergestuft wird, während sich Rückkehrer noch in Quarantäne befinden. Dann sollen für das Ende der Quarantäne künftig die Regeln für Hochinzidenzgebiete gelten - und folglich eine Verkürzung der 14-tägigen Quarantänepflicht möglich sein.

    Die neuen Regeln treten mit dem Auslaufen der alten Verordnung am 28. Juli in Kraft. Die Lage mache es erforderlich, die bestehenden Regelungen zu verlängern, erklärte Spahn: "Wir haben aus dem letzten Sommer gelernt, dass wir aufpassen müssen, auch in und beim Reisen."

    14.02 Uhr: Spahn warnt vor Inzidenz über 800 im Oktober

    Gesundheitsminister Jens Spahn hat vor einem drastischen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gewarnt. Im September schon könne die Marke von 400 und im Oktober die von 800 überschritten werden, wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetze, sagte Spahn in Berlin. Alle miteinander müssten sich die Frage stellen, "wollen wir das passieren lassen?" und die Schutzmaßnahmen weiter beachten. Man habe derzeit schon eine sehr schnelle Steigerung der Infektionszahlen, so Spahn. Das Robert-Koch-Institut hatte am Mittwoch die Sieben-Tage-Inzidenz mit 11,4 beziffert, nach 10,9 am Dienstag.

    Der sogenannte R-Wert, der angibt, wie viele andere Menschen eine Infizierte oder ein Infizierter im Schnitt ansteckt, liege über dem kritischen Wert von eins, sagte Spahn. "Jetzt im Juli wird entschieden, wie die Situation im Herbst sein wird." Man müsse alles tun, um die Zahlen möglichst niedrig zu halten, etwa durch eine konsequente Nutzung der Schutzmasken.

    Mit den Ländern müsse beraten werden, ab welchen Inzidenz-Werten neue Beschränkungen greifen müssten. Spahn verwies darauf, dass man nicht auf die alten Grenzwerte zurückgreifen könne, weil durch die höhere Impfquote etwa die Zahl der Hospitalisierungen und Corona-Patienten auf Intensivstationen geringer sei als früher. Es scheine so zu sein, dass "200 das neue 50 ist", sagte er zu früheren Grenzwerten für Corona-Beschränkungen. Man dürfe aber nicht solange warten, bis hohe Zahlen wieder erreicht seien.

    13.38 Uhr: Britische Impfkampagne gerät ins Stocken

    Ähnlich wie in Deutschland gerät auch in Großbritannien die Corona-Impfkampagne ins Stocken. Etliche Hausärzte müssten ungenutzte, bald ablaufende Dosen an den Gesundheitsdienst zurücksenden, berichtete die "Times". In den vergangenen Tagen hatte die Zahl der verabreichten Erstimpfungen so niedrig gelegen wie noch nie seit Beginn des Impfprogramms im Dezember. Im Sieben-Tage-Schnitt wurden zuletzt täglich rund 55.000 erste Impfungen verabreicht - in Hochzeiten waren es rund viermal so viel. Seit einigen Wochen sind alle Erwachsenen im Land impfberechtigt.

    Knapp 69 Prozent der erwachsenen Briten sind bereits vollständig geimpft, 88 Prozent haben die erste Dosis erhalten. In England setzt Premierminister Boris Johnson voll auf den Schutz der Impfungen: Fast alle anderen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie sind seit Montag trotz hoher Inzidenz aufgehoben.

    13.20 Uhr: Biontech-Impfstoff soll bald in Afrika abgefüllt werden

    In Afrika wird bald erstmals der Covid-19-Impfstoff von Biontech und Pfizer direkt abgefüllt. Die beiden Partner arbeiten dabei mit dem südafrikanischen Biotechunternehmen Biovac zusammen, wie Biontech und Pfizer mitteilten. Die Vorbereitungen für die Aufnahme von Biovac in das Produktionsnetzwerk sollen sofort beginnen, bis Ende des Jahres könne die Produktionsstätte in Kapstadt in die Lieferkette eingebunden werden. Erste Lieferungen sind für Anfang 2022 geplant.

    Es wird erwartet, dass Biovac bei vollem Betriebsumfang mehr als 100 Millionen Impfdosen im Jahr fertigstellen kann. Das Unternehmen soll den letzten Herstellungsschritt für das Vakzin übernehmen, also das Abfüllen und Verpacken. Dazu wird es die Verteilung innerhalb der Afrikanischen Union, für die alle Dosen ausschließlich gedacht sind, unterstützen. Die Wirkstoffsubstanz für den Impfstoff soll Biovac aus Werken in Europa erhalten, darunter auch aus Biontechs Werk in Marburg.

    13.12 Uhr: Bund legt nationale Reserve für Gesundheitsgüter an - Konsequenz aus Corona-Pandemie

    Als Konsequenz aus den schwierigen Erfahrungen zu Beginn der Corona-Pandemie legt die Bundesregierung eine nationale Reserve für Gesundheitsgüter an. Die Reserve solle in akuten Notsituationen die Versorgung des Gesundheitssektors für sechs Monate mit Waren wie Masken, Einmalhandschuhen, Schutzanzügen und Medikamenten sicherstellen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin. Zudem sichere sich der Bund große Produktionskapazitäten für Impfstoffe.

    Das Bundeskabinett stimmte einem entsprechenden Konzept der Bundesministerien für Gesundheit und Inneres zu, wie Spahn mitteilte. Die neue Reserve solle für drei Szenarien zur Verfügung stehen: für Pandemien, für den Fall der Störung weltweiter Lieferketten und für akute Notsituationen wie etwa Naturkatastrophen und für Verteidigungsfälle.

    Zur Begründung verwies Spahn auf die Mangel-Erfahrungen zu Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr. Damals seien "aus Cent-Artikeln teure Produkte geworden", sagte Spahn mit Verweis auf den damaligen Ansturm auf medizinische Schutzmasken rund um den Globus. Auf dem Weltmarkt habe eine "Wildwest-Situation" geherrscht.

    "In diese Situation wollen wir nicht mehr geraten", sagte Spahn. Die neue nationale Reserve führe zwar zu Kosten - "aber nicht vorbereitet sein, kostet noch viel mehr", sagte der Minister. Er schätzte die laufenden Kosten für die neue nationale Reserve auf "mindestens eine zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr".

    13.01 Uhr: Krankenhäuser in Millionenmetropole Karachi weisen Patienten ab

    In der pakistanischen Hafenmetropole Karachi müssen aufgrund einer massiv steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen Krankenhäuser Patienten abweisen. Das teilten Vertreter von Behörden und Spitälern mit. "Die Situation ist sehr ernst", sagte ein Sprecher der Provinzregierung von Sindh. Am Dienstag seien knapp ein Viertel der Corona-Tests in der Stadt mit geschätzt 20 Millionen Einwohnern positiv ausgefallen.

    Der Anstieg der Zahl der täglichen Neuinfektionen wird Behörden zufolge von der Delta-Variante angetrieben, die als besonders ansteckend gilt. Fast 90 Prozent der neu positiv getesteten Fälle seien dieser Virusmutante zuzuordnen, sagte der Sprecher weiter. Man fürchte eine weitere Verschärfung der Situation durch die heute beginnenden muslimischen Eid-Feiertage, zu denen traditionell Menschen in großer Zahl zusammenkommen.

    Vor kurzem wurden in Pakistan in den Virus-Hotspots des Landes erneut teilweise Lockdowns verhängt. Bisher hat das Land fast eine Million Corona-Infektionen registriert. Rund 23.000 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

    12.45 Uhr: Lehrerverband fordert weiter Vorsicht an Schulen wegen Corona

    Angesichts steigender Corona-Inzidenzen hat der Deutsche Lehrerverband zu Vorsicht bei Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach den Ferien aufgerufen. "Niemand kann ausschließen, dass wir wegen der Delta-Variante und der mangelnden Impfquote eine enorme vierte Welle bekommen, in der dann auch wieder Wechselunterricht nötig wird", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Welt". Es sei fahrlässig, wenn die Politik den Eindruck erwecke, an den Schulen sei alles im Griff.

    Bei einem exponentiellen Anstieg der Infektionszahlen könne sich im Herbst die Situation des vergangenen Jahres wiederholen, als hunderttausende Schüler als Kontaktpersonen in Quarantäne gehen mussten. Allein das gefährde das Ziel eines Präsenzunterrichts für alle. "Ich fürchte, wir werden auch im nächsten Schuljahr große Einschränkungen haben", sagte Meidinger der Zeitung weiter.

    12.26 Uhr: Studie - Zwei Drittel der Menschen in Indien haben Corona-Antikörper

    Zwei Drittel der Menschen in Indien ab sechs Jahren haben Kontakt mit dem Coronavirus gehabt oder eine Corona-Impfung erhalten und Antikörper entwickelt. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung im Auftrag der Regierung mit Proben von mehr als 36.000 Menschen vom Juni und Juli, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Ergebnisse seien zwar ein Hoffnungsschimmer. Die Behörden forderten die Bürger jedoch auf, sich weiter an Corona-Regeln zu halten. Denn noch hätten rund 400 Millionen der mehr als 1,3 Milliarden Einwohner des Landes keine Antikörper.

    In Indien gibt es weltweit nach den USA die zweithöchste Zahl an Coronafällen - insgesamt mehr als 31 Millionen. Doch offensichtlich gibt es eine sehr hohe Dunkelziffer. Die Situation hatte sich im April und Mai unter anderem im Zusammenhang mit der dort erstmals entdeckten Delta-Variante des Coronavirus dramatisch zugespitzt. An einigen Tagen wurden 400.000 Neuinfektionen gemeldet.

    Inzwischen hat sich die Lage wieder entspannt. Es werden täglich zwischen 30.000 und 40.000 neue Corona-Fälle gemeldet. Angesichts einer niedrigen Impfrate und einer zurückkehrenden Normalität warnen Experten jedoch vor einer dritten Welle. Bislang sind knapp 24 Prozent der Menschen mindestens einmal gegen Corona geimpft und rund 6 Prozent vollständig.

    12.17 Uhr: Gericht - Keine automatische Maskenpflicht für Bedienungen im Freien

    Bedienungen müssen im Freien nicht automatisch eine Maske tragen. Stattdessen kommt es auf das individuelle Hygienekonzept des Wirts und Einzelentscheidungen der Behörden vor Ort an. Das ergibt sich aus einem Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, über den die "Augsburger Allgemeine" und die "Main-Post" berichtet hatten. Ein Verstoß sei derzeit nicht bußgeldbewehrt, bestätigte ein Sprecher des Gerichts heute.

    Das Gericht hatte eine Normenkontrollklage gegen die Maskenpflicht für Bedienungen im Freien nicht zugelassen und dies damit begründet, dass dies nicht Teil der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sondern nur Teil eines Rahmenkonzeptes sei, auf das in der Verordnung verwiesen wird. Die Gastwirte sind zwar verpflichtet, ihr Hygienekonzept auf Grundlage dieses Rahmenkonzepts zu erstellen, können aber davon abweichen. Dann es ist letztlich eine Entscheidung der Behörden vor Ort, ob sie das Hygienekonzept für ausreichend halten.

    Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband, der die Klage unterstützt hatte, sieht nach dem Beschluss die Möglichkeit, dass "ein Betreiber im Einzelfall unter Berücksichtigung seiner konkreten Umstände sein eigenes Hygienekonzept so ausgestalten kann, dass er die Maskenpflicht für sein Personal im Außenbereich aufhebt".

    12.03 Uhr: Israel verschärft Corona-Beschränkungen

    Angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen in Israel sind in dem Land neue Beschränkungen in Kraft getreten. Diese gelten vor allem für Festhallen und bei Versammlungen von mehr als 100 Menschen in geschlossenen Räumen. An solchen Veranstaltungen dürfen ab sofort wieder nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Testergebnis teilnehmen. Die im Juni kurzfristig aufgehobene Maskenpflicht in geschlossenen Räumen gilt inzwischen wieder.

    Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Israel hat zuletzt wieder die 1.000er-Marke überschritten. Am Mittwoch teilte das Gesundheitsministerium mit, binnen 24 Stunden seien 1.400 neue Fälle gemeldet worden. Für den Neuanstieg wird vor allem die Delta-Variante verantwortlich gemacht, die als besonders ansteckend gilt.

    Rund 62 Prozent der 9,3 Millionen Landesbewohner haben bereits eine erste Corona-Impfung erhalten, mehr als 56 Prozent auch die zweite Dosis. Die Zahl der Schwerkranken ist binnen eines Monats von 19 auf 63 gestiegen. Mehr als die Hälfte davon hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Im Januar lag die Zahl der Schwerkranken noch bei rund 1.200.

    11.52 Uhr: Holetschek fordert Kirche zur Beteiligung an Impfkampagne auf

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die katholische Kirche zur Beteiligung an der Impfkampagne gegen das Coronavirus aufgefordert. Er hoffe, dass sie mit allen in ihr beheimateten Gruppen "an diesem Thema mitwirkt und ihr Netzwerk nutzt, um über den unbedingten Nutzen und die Sinnhaftigkeit der Impfung zu informieren", sagte der Minister in einem Interview der "Münchner Kirchenzeitung". Vielleicht könne sie auch Räume zur Verfügung stellen und gemeinsam mit den Impfzentren Impfungen anbieten.

    Alle gesellschaftlichen Kräfte einschließlich der Kirchen müssten in einem gemeinsamen Kraftakt möglichst viele Menschen bewegen, sich impfen zu lassen, sagte Holetschek. Das Impfen sei "tatsächlich die Lösung für die Pandemie". Für den notwendigen Grad der Herdenimmunität müssten nach aktuellen Einschätzungen von Virologen 85 bis 90 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Das sei "schon ein ehrgeiziges Ziel". Die Entscheidung dazu solle freiwillig bleiben, er sehe das Impfen aber "ein Stück weit als Bürgerpflicht".

    11.40 Uhr: Wiener Stephansdom bekommt Impfstation

    Die meistbesuchte Kirche Österreichs, der Wiener Stephansdom, soll ab August teilweise zur Corona-Impfstation werden. Die Einrichtung in der Barbara-Kapelle der Kathedrale werde vom Arbeiter Samariter Bund im Auftrag des Gesundheitsstadtrates betrieben, wie der Wiener Kardinal Christoph Schönborn der Tageszeitung "Kurier" bestätigte. Weitere Details wie Öffnungszeiten seien noch zu klären; auch müsse sichergestellt sein, dass die Messfeiern dadurch nicht gestört werden, so der Erzbischof. Der ebenso unkonventionelle wie prominente Standort werde nach Einschätzung der Stadt Wien die sinkende Impfbereitschaft erhöhen, hieß es.

    11.04 Uhr: Zahl der Infektionen in Tokio steigt auf Sechs-Monats-Hoch

    Zwei Tage vor Eröffnung der Olympischen Spiele ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Tokio auf den höchsten Stand seit Mitte Januar gestiegen. Heute meldete die Hauptstadt 1.832 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind 680 mehr Fälle als vor einer Woche. Der deutliche Anstieg angesichts der Delta-Variante des Virus schürt die Sorgen in der Bevölkerung vor einer weiteren Ausbreitung. Experten hatten schon vor der am Freitag anstehenden Eröffnungszeremonie für die Olympischen Spiele gewarnt, dass die Neuinfektionen binnen eines Tages Anfang August während der Spiele auf über 3.000 steigen könnten. Die Lage könnte "kritisch" werden.

    Tokio befindet sich noch bis weit nach Ende der Olympischen Spiele im inzwischen vierten Notstand. Eine Mehrheit der japanischen Bevölkerung hatte sich in Umfragen immer wieder für eine erneute Verschiebung oder eine Absage der Spiele ausgesprochen. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, sagte jedoch, Japan müsse "über die Sicherheit nicht besorgt sein".

    10.05 Uhr: Leopoldina fürchtet wachsende Ungleichheit durch Corona

    Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina befürchtet langfristig eine Verschärfung der Einkommens-Ungleichheit in Deutschland durch die Corona-Pandemie. Kurzfristig seien die Einkommensverluste vieler Menschen durch die sozialen Sicherungssysteme begrenzt worden. Langfristig könne die Krise aber erhebliche Auswirkungen auf die Höhe und die Verteilung des Einkommens haben, warnen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in der heute veröffentlichten Stellungnahme "Ökonomische Konsequenzen der Coronavirus-Pandemie – Diagnosen und Handlungsoptionen".

    10.00 Uhr: 95 Prozent der 430 deutschen Olympia-Athleten sind geimpft

    95 Prozent der rund 430 deutschen Olympia-Athleten gehen bei den Tokio-Spielen vollständig geimpft an den Start. Wie Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, am Mittwoch mitteilte, habe für die Mediziner und das Funktionsteam des DOSB sogar eine Corona-Impfpflicht bestanden. Dies hätten weder die Japaner noch das Internationale Olympische Komitee vorgegeben.

    «Aber wir wollten damit auch unseren besonderen Respekt vor den Bürgern und dem Gastgeber in Tokio zeigen und klar signalisieren: Wir tun alles dafür, damit die Spiele sicher und verantwortungsvoll umgesetzt werden können», erklärte Hörmann.

    09.45 Uhr: Mehr als 50 Millionen Menschen einmal geimpft

    Mehr als 50 Millionen Menschen in Deutschland sind nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn mindestens einmal geimpft. Das seien 60,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. 39,3 Millionen Menschen oder 47,3 Prozent seien vollständig geimpft. "Aber das reicht noch nicht gegen Delta: Bitte lassen Sie sich impfen", schreibt Spahn auf Twitter.

    09.42 Uhr: Frankreich verschärft wieder Corona-Regeln

    Im Kampf gegen eine neue Corona-Welle gelten in Frankreich verschärfte Corona-Regeln. Im Kino, Theater oder Museum ist vom Mittwoch an ein negativer Corona-Test oder ein Impf- oder Genesungsnachweis notwendig. Das gilt, sobald mehr als 50 Menschen zusammenkommen. Die Änderungen hatte Staatschef Emmanuel Macron in der zurückliegenden Woche angekündigt. Betroffen sind laut Amtsblatt auch andere Veranstaltungen oder Orte wie beispielsweise Messen oder bestimmte Sporteinrichtungen.

    Das Land sei zurzeit mit einer vierten Corona-Welle konfrontiert, hatte Regierungssprecher Gabriel am Montag gesagt. Diese Welle könne «sehr hoch» ansteigen, warnte er. In dem Land mit rund 67 Millionen Menschen hat weit über die Hälfte zumindest eine Impfung erhalten.

    Von Anfang August an wird in Land dann auch ein Nachweis in Fernzügen, Bars, Restaurants, Einkaufszentren oder Krankenhäusern verpflichtend sein. Die Regierung brachte dazu ein Gesetz auf den Weg. Ein genauer Termin für die Änderung steht bisher nicht fest.

    08.52 Uhr: Jugendämter melden Höchststand an Kindeswohlgefährdungen

    Im vergangenen Jahr haben die Jugendämter in Deutschland so viele Kindeswohlgefährdungen festgestellt wie noch nie seit Einführung einer entsprechenden Statistik 2012. Das Statistische Bundesamt meldete am Mittwoch in Wiesbaden fast 60.600 Fälle, rund neun Prozent mehr als 2019. Neben einer zunehmenden Sensibilisierung der Bevölkerung für den Kinderschutz könnten im Corona-Jahr 2020 auch die Belastungen von Familien infolge der Kontaktbeschränkungen ein Grund für die Zunahme gewesen sein, hieß es. Zugleich sei nicht auszuschließen, dass ein Teil der Fälle etwa wegen vorübergehender Schulschließungen unentdeckt geblieben ist. Bundesweit prüften die Jugendämter im Jahr 2020 knapp 194.500 Verdachtsmeldungen, das waren zwölf Prozent mehr als 2019.Bereits in den beiden Jahren zuvor war die Zahl der festgestellten Kindeswohlgefährdungen um jeweils zehn Prozent gestiegen.

    08.00 Uhr: Neuer Tagesrekord bei Corona-Fällen in Südkorea

    Südkorea hat einen neuen Tagesrekord bei Corona-Fällen gemeldet. Binnen 24 Stunden seien 1.784 Neu-Infektionen registriert worden - und damit der höchste Tagesanstieg seit Pandemiebeginn, teilte die Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention am Mittwoch mit. Seit zwei Wochen schon werden täglich mehr als 1000 Fälle pro Tag gemeldet. Angetrieben wird das Infektionsgeschehen durch eine schleppende Impfkampagne, mangelnder Vorsicht vieler Bürger und die Ausbreitung der als besonders ansteckend geltenden Delta-Variante des Virus.

    Der Großteil der Fälle wurde unter Bewohnern der Metropolregion Seoul festgestellt, doch breitet sich das Virus nun zunehmend außerhalb der Hauptstadt aus.

    07.32 Uhr: Neun Corona-Infektionen - Hunderte Flüge in China gestrichen

    Nach der Entdeckung von neun Corona-Infektionen unter Mitarbeitern des Flughafens von Nanjing sind in der ostchinesischen Stadt heute mehr als 300 Flüge gestrichen worden. Schon am Vortag waren mehr als 100 Flüge abgesagt worden, wie die Behörden berichteten. In vier Gebieten nahe des Flughafens gab es Massentests. Wer die acht Millionen Einwohner zählende Metropole verlassen will, muss jetzt einen negativen Coronatest nachweisen. Die Infektionen waren bei Routinetests festgestellt worden. Die Angestellten kamen in Quarantäne. Weitere Mitarbeiter wurden getestet.

    China hat das Virus weitgehend im Griff und verzeichnet seit mehr als einem Jahr meist nur lokal begrenzte, kleinere Ausbrüche. Gegenwärtig hat auch die südwestchinesische Provinz Yunnan, die an das schwer von Covid-19 heimgesuchte Myanmar grenzt, mit Infektionen zu kämpfen. Besonders die Präfektur Dehong ist betroffen. 267 Infizierte seien in Krankenhäusern, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Darunter seien 82 lokale Übertragungen. Auch wurden 31 asymptomatische Infektionen gemeldet.

    04.48 Uhr: Acht weitere Corona-Fälle bei Olympia

    Kurz vor Eröffnung der Olympischen Spiele von Tokio haben die Organisatoren acht weitere Corona-Fälle festgestellt. Wie das Organisationskomitee in dem am Mittwoch veröffentlichten Tagesbericht mitteilte, ist auch ein Athlet darunter, der nicht im olympischen Dorf wohnt. Insgesamt stieg damit die Zahl der positiven Tests, die seit dem 1. Juli ermittelt wurden, auf 75.

    04.48 Uhr: Acht weitere Corona-Fälle bei Olympia

    Kurz vor Eröffnung der Olympischen Spiele von Tokio haben die Organisatoren acht weitere Corona-Fälle festgestellt. Wie das Organisationskomitee in dem am Mittwoch veröffentlichten Tagesbericht mitteilte, ist auch ein Athlet darunter, der nicht im olympischen Dorf wohnt. Insgesamt stieg damit die Zahl der positiven Tests, die seit dem 1. Juli ermittelt wurden, auf 75.

    04.15 Uhr: RKI meldet 2.203 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 11,4

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 2.203 neue Positiv-Tests. Das sind 655 mehr als am Mittwoch vor einer Woche, als 1548 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 11,4 von 10,9 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 19 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.416. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    04.00 Uhr: WHO-Chef rügt weltweite Impfstoffverteilung

    Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, kritisiert die weltweite Impfstoffverteilung. "Anstatt breit eingesetzt zu werden, sind die Impfstoffe in den Händen einiger weniger Glücklicher gebündelt", sagt er. Die Pandemie werde erst enden, wenn die Welt sich dafür entscheide, sie zu beenden. "Wir haben alle Werkzeuge, die wir brauchen. Wir können dieser Krankheit vorbeugen, wir können auf sie testen und wir können sie behandeln. Es liegt in unseren Händen."

    03.13 Uhr: Sonderimpfaktion in Passau für Studierende

    Heute können sich in Passau Studierenden gegen das Corona-Virus impfen lassen. Stadt und Universität bieten die Aktion für alle an, die an der Uni eingeschrieben sind oder promovieren – unabhängig von Wohnsitz oder Nationalität. Wie die Stadt mitteilt, werden die Stoffe von Biontech und Moderna verimpft. 80 Studierende haben sich laut Uni zur Impfung angemeldet. Los geht es um 9.00 Uhr im Impfzentrum der Stadt.

    03.00 Uhr: WHO-Chef vor Olympia: "Gibt kein Nullrisiko im Leben"

    Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Olympia-Macher von Tokio für ihre Corona-Maßnahmen gelobt. "Sie haben ihr Bestes getan, um diese Spiele so sicher wie möglich zu machen", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus heute als Gastredner bei der 138. Session des Internationalen Olympischen Komitees. Das Zeichen des Erfolgs seien "nicht null Fälle", sondern das schnelle Erkennen und Isolieren auftretender Neuinfektionen und das Verhindern der Weiterverbreitung des Virus, sagte der Äthiopier. "Es gibt kein Nullrisiko im Leben", betonte der WHO-Chef.

    Die UN-Organisation hatte das IOC und die japanischen Gastgeber bei der Entwicklung der Corona-Maßnahmen für die Sommerspiele beraten. Die Pläne und Vorsichtsmaßnahmen würden nun auf dem Prüfstand stehen, sagte Tedros.

    Dienstag, 20. Juli 2021

    21.02 Uhr: STIKO-Mitglied: Statt der Kinder mehr Erwachsene impfen

    Die Medizinerin Eva Hummers, die der Ständigen Impfkommission des RKI (STIKO) angehört, hat an die noch nicht gegen Corona geimpften Erwachsenen appelliert, sich die Spritze geben zu lassen - auch zu Gunsten der Kinder. "Es kann ja nicht sein, dass wir jetzt die Kinder in die Verantwortung nehmen und sagen, sie müssen sich impfen lassen, um impfunwillige Erwachsene in ihrem Umfeld zu schützen, während wir noch nicht wissen, ob die Impfung möglicherweise oder in welchem Umfang sie möglicherweise für die Kinder eine Gefährdung ist", sagte Hummers dem "Mannheimer Morgen".

    Zugleich kritisierte die Professorin aus Göttingen die Forderungen an die STIKO, die Corona-Impfung auch für Kinder zu empfehlen. "Ich finde es nicht sachgerecht und auch unangemessen, wenn die STIKO von manchen Politikern als eine etwas verschlafene Gruppe dargestellt wird, die man daran erinnern müsse, eine 'Meinung' zu äußern", sagte Hummers. "Eine STIKO-Empfehlung ist immer das Ergebnis einer systematischen Aufarbeitung aller verfügbaren Daten. Dafür hat sie eine eigene Geschäftsstelle mit hoch qualifizierten Wissenschaftlern, die diese aufwendige Arbeit vorbereitet."

    20.52 Uhr: Spanien: Mehr als 80 Prozent neuer Fälle bei Ungeimpften

    Mehr als 80 Prozent der neuen Fälle in Spanien in den vergangenen fünf Wochen sind Gesundheitsministerin Carolina Darias zufolge bei Ungeimpften aufgetreten. Nur gut fünf Prozent entfielen auf komplett Geimpfte, sagte sie. Seit Ende Juni steigt die Zahl der neuen Fälle in Spanien wieder kontinuierlich.

    19.30 Uhr: Frankreich verschärft Corona-Maßnahmen auch für Touristen

    Angesichts deutlich steigender Infektionszahlen verschärft Frankreich ab Mittwoch die Auflagen für Einheimische und auch für Touristen. In Sehenswürdigkeiten wie dem Pariser Eiffelturm sowie in Freizeitparks, Konzertsälen, Museen oder Kinos mit mindestens 50 Besuchern wird ein sogenannter Gesundheitspass Pflicht. Er gibt Aufschluss über eine Impfung, eine überstandene Infektion oder einen negativen Corona-Test. In Diskotheken und bei Festivals gilt er bereits.

    Touristen oder andere Frankreich-Reisende aus dem Ausland können eine vollständige Impfung etwa mit dem EU-weit gültigen Corona-Zertifikat auf dem Handy nachweisen. Ein negativer Corona-Test darf in der Regel höchstens 48 Stunden alt sein und kann auch in Papierform vorliegen.

    20.11 Uhr: Corona-Zahlen auf Mallorca steigen weiter

    Die Infektionszahlen auf Mallorca sind weiter angestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums am Abend mit 335 angegeben. Am Vortag hatte der Wert bei 310, vergangenen Freitag noch bei 270 gelegen. Im Corona-Hotspot Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona gingen die Zahlen hingegen erstmals wieder leicht zurück. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 612 am Montag auf 579 am Dienstag. Alle Daten, auch die für ganz Spanien mit 327, liegen allerdings weit über der Marke von 200, ab der Deutschland eine Region oder ein ganzes Land zum Hochinzidenzgebiet erklären kann. Dann kommt auf Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder von Corona genesen sind, eine Quarantäne von mindestens fünf Tagen zu.

    Da die Corona-Zahlen vor allem durch die vielen Infektionen junger, meist noch ungeimpfter Menschen stark angestiegen sind, will die Regionalregierung der Balearen, zu denen neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, das Nachtleben ab dem Wochenende stark einschränken.

    18.33 Uhr: Höchste Tageszahl von Corona-Todesfällen in Großbritannien seit März

    Großbritannien hat heute die höchste Tageszahl an Todesfällen mit dem Coronavirus seit dem 24. März verzeichnet. Nach Angaben der Regierung starben in 24 Stunden 96 Menschen mit dem Virus, Neuinfektionen wurden in dem Zeitraum 46.558 registriert.

    Seit Beginn der Pandemie sind in Großbritannien mehr als 128.000 Menschen mit dem Virus gestorben. Am Montag waren in England die meisten der noch verbliebenen Beschränkungen wegen des Coronavirus beendet worden. Bars und Restaurants dürfen wieder bei voller Kapazität öffnen.

    17.46 Uhr: Delta-Variante macht in den USA mehr als 80 Prozent der Infektionen aus

    Die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus ist in den USA offiziellen Schätzungen zufolge inzwischen für rund 83 Prozent aller untersuchten Infektionen verantwortlich. "Das ist ein dramatischer Anstieg", sagte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am bei einer Anhörung im Senat. Noch Anfang Juli sei die Variante nur für rund die Hälfte der untersuchten Infektionen verantwortlich gewesen.

    In Landesteilen mit niedrigerer Impfquote liege der Anteil der Delta-Variante inzwischen sogar noch höher als 83 Prozent, sagte Walensky. Sie forderte alle Amerikaner erneut auf, sich möglichst bald impfen zu lassen. Rund 99,5 Prozent aller Corona-Todesfälle beträfen inzwischen Ungeimpfte. Die Impfungen schützten auch gegen die Delta-Variante und seien die wichtigste Waffe gegen die Pandemie.

    In den USA haben bislang gut 68 Prozent der Erwachsenen - das sind etwas mehr als 176 Millionen Menschen - mindestens die erste Impfung erhalten. Gut 59 Prozent aller Erwachsenen haben bereits beide Spritzen bekommen.

    17.35 Uhr: Experten - Problem mit QR-Code beim Grünen Corona-Pass in Österreich

    Die App zur Speicherung des Grünen Corona-Passes in Österreich weist nach Darstellung von Experten Sicherheitsmängel auf. Der benötigte QR-Code lasse sich relativ leicht fälschen, berichtete das Onlinemedium futurezone.at unter Berufung auf Studierende der Hochschule Hagenberg. 

    In der App können Getestete, Geimpfte und Genesene ihre Nachweise speichern. Dafür müssen sie QR-Codes einscannen, die über die Webseite des Gesundheitsportals heruntergeladen werden können. Die Studenten stellten fest, dass dabei nicht geprüft wird, ob der QR-Code gültig ist. Die Überprüfung erfolge erst durch den Scan mit der App "Green Check" durch das Personal in Restaurants, beim Friseur oder auf Reisen. Allerdings findet diese Überprüfung nicht immer statt. Das Gesundheitsministerium kündigte eine Behebung der Sicherheitslücke per Update an.

    In Deutschland überprüft die App des Robert Koch-Instituts direkt beim Hinzufügen des Zertifikats, ob der QR-Code gültig ist. Falls nicht, kann das Zertifikat nicht gespeichert werden.

    16.49 Uhr: Sprunghafter Anstieg der Corona-Infektionen in Frankreich

    In Frankreich hat sich die Corona-Lage deutlich verschlechtert. Wie Gesundheitsminister Olivier Véran mitteilte, wurden binnen eines Tages 18.000 Neuinfektionen registriert. Das entspricht nach Angaben des Ministers einem Anstieg von 150 Prozent in einer Woche. "So etwas haben wir noch nie gesehen", sagte Véran. Die französische Regierung spricht von einer vierten Corona-Welle und führt sie auf die hoch ansteckende Delta-Variante zurück.

    Ab Mittwoch verschärft die Regierung deshalb die Corona-Auflagen wieder: In Sehenswürdigkeiten wie dem Pariser Eiffelturm sowie in Freizeitparks, Konzertsälen, Museen oder Kinos mit mindestens 50 Besuchern wird ein sogenannter Gesundheitspass Pflicht. Er gibt Aufschluss über eine Impfung, eine überstandene Infektion oder einen negativen Corona-Test.

    In Diskotheken oder bei großen Festivals gilt der Pass bereits, ab August muss er erstmals auch in Restaurants oder Fernzügen vorgezeigt werden. Am Wochenende hatten zehntausende Franzosen gegen die neuen Maßnahmen demonstriert. Bisher sind gut 45 Prozent der Franzosen vollständig geimpft.

    17.20 Uhr: Holetschek fordert verstärkte Corona-Kontrollen bei Reisenden

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) warnt davor, "die Fehler des Sommers 2020" zu wiederholen und Reiseverkehr erneut zum Pandemietreiber werden zu lassen. Test- und Quarantänevorgaben müssten deshalb stärker kontrolliert werden. "An Flughäfen und auf Autobahnen, aber auch im Bahnverkehr sollte der Bund verstärkte Kontrollen gewährleisten", sagte er dem Münchner Merkur (Mittwoch). Die ersten negativen Erfahrungen mit Reiserückkehrern seien in Bayern bereits spürbar.

    16.14 Uhr: In Berlin 433 Krankheitsfälle trotz Corona-Impfung

    In Berlin sind 433 Fälle bekannt, in denen es nach Corona-Impfungen zu einer Erkrankung an Covid-19 gekommen ist. Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel (Linke) sagte, diese Zahl sei allerdings verschwindend gering im Verhältnis zu den Menschen, die mittlerweile geimpft seien. "Das heißt, die Impfung hilft auch wirklich gegen Ansteckungen und gegen die Delta-Variante", sagte Scheel.

    In Berlin haben laut Corona-Lagebericht von heute bereits mehr als 1,6 Millionen Menschen ihre zweite Impfdos erhalten. "Aber trotzdem darf man das nicht kleinreden", sagte Scheel, "denn ein Impfdurchbruch kann auch gravierende Folgen haben, es gibt auch Todesfälle zu beklagen unter diesen Impfdurchbrechern".

    16.31 Uhr: Bekannter Impf-Befürworter räumt Impf-Panne ein

    Der bundesweit bekannte schwäbische Hausarzt und Impf-Befürworter Christian Kröner hat auf eine Panne bei den Corona-Schutzimpfungen in seiner Praxis hingewiesen. Der Mediziner hat seinen Patienten mitgeteilt, dass die Impfstoffe möglicherweise zu warm gelagert worden seien und damit die Wirksamkeit beeinträchtigt sein könnte. "Wir sind alle über diesen Vorfall erschüttert, können es aber leider nicht mehr nachträglich korrigieren" heißt es in einer Erklärung der Praxis.

    Zu der Panne mit den Impfstoffen sei es gekommen, weil der Praxis-Kühlschrank "etwas zu warm" eingestellt gewesen sei. Um zu prüfen, dass die Impfung dennoch wirksam sei, empfiehlt Kröner nun, das Blut auf Antikörper kontrollieren zu lassen.

    Der Allgemeinarzt aus Neu-Ulm hat seit Anfang der Impfkampagne in zahlreichen Medien für die Impfung geworben und zählt zu den bekanntesten Befürwortern in Deutschland. Wegen seiner Haltung wird er allerdings auch scharf kritisiert. Die Kripo ermittelt wegen zahlreicher Drohungen gegen Kröner. Er selbst berichtete von Morddrohungen gegen sich und dass er deswegen auch unter Polizeischutz stehe.

    15.45 Uhr: Königin Margrethe verschiebt Grönland-Reise wegen Corona-Lage

    Die dänische Königin Margrethe II. (81) muss ihre geplante Reise nach Grönland wegen der dortigen Corona-Lage verschieben. Der grönländische Regierungschef Múte B. Egede habe angesichts von mehreren Infektionsausbrüchen auf der größten Insel der Erde erbeten, den Besuch der Monarchin aufzuschieben, teilte das dänische Königshaus mit.

    Margrethe habe dafür Verständnis, freue sich aber darauf, die Reise zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Ursprünglich war ihr Grönland-Besuch für den Zeitraum vom 24. Juli bis zum 5. August geplant gewesen. Grönland hatte zuletzt eine Zunahme der aktiven Corona-Fälle verzeichnet und deshalb einige Reise- und Versammlungsbeschränkungen eingeführt, die vorläufig noch bis Ende Juli gelten.

    15.22 Uhr: Ex-Berater erhebt neue Vorwürfe gegen Premier Johnson

    Der ehemalige Regierungsberater Dominic Cummings hat erneut schwere Vorwürfe gegen den britischen Premierminister Boris Johnson erhoben. Johnson habe 2020 keinen Lockdown verhängen wollen, weil die Opfer der Corona-Pandemie mehrheitlich Senioren gewesen seien, sagte Cummings der BBC. Der einst wichtigste Berater des Premiers verließ die Regierung im November und hat seitdem wiederholt Kritik geäußert.

    Cummings erklärte, Johnsons Haltung sei eine Mischung aus "Das ist alles Unsinn und Lockdowns funktionieren sowieso nicht" und "Wir können die Wirtschaft nicht killen, nur weil Leute über 80 sterben" gewesen. Johnson habe zudem zu Beginn der Pandemie die Queen weiterhin persönlich treffen wollen. Er selbst habe seinen Chef davon überzeugen müssen, dass er die heute 95-jährige Monarchin damit umbringen könne, behauptete Cummings.

    Ein Regierungssprecher dementierte diese Darstellung. Kritiker werfen Cummings vor, er übe Vergeltung und versuche, seine eigene Verantwortung als Berater der Regierung zu verschleiern.

    14.52 Uhr: Coronavirus-Fälle im Iran auf neuem Höchststand

    Eine von der Deltavariante ausgelöste Welle von Coronavirus-Infektionen hat im Iran einen weiteren Tageshöchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium in Teheran mitteilte, wurden in 24 Stunden 27.444 neue Corona-Fälle registriert, 250 Menschen starben mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 87.624 bei mehr als 3,5 Millionen Infektionen insgesamt.

    Die iranischen Behörden haben vor kurzem vor einer neuen Covid-Welle wegen der hochansteckenden Deltavariante gewarnt. Im von internationalen Sanktionen hart getroffenen Land kommt die Impfkampagne nur schleppend voran, weniger als zwei Prozent der 84 Millionen Menschen im Iran haben bisher zwei Impfdosen erhalten, meist mit russischen und chinesischen Vakzinen.

    14.35 Uhr: Holetschek - Neue Mess-Formel für Corona in Arbeit

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, bei zunehmendem Impffortschritt auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen in die Beurteilung der Corona-Gefahr einzubeziehen. "Inzidenz ist weiter ein wichtiger Vorwarnwert, wir wissen aber, dass wir sie ergänzen wollen um die Frage der Hospitalisierung", sagte Holetschek. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) arbeite gerade an einer Modellierung, wie man Hospitalisierung vor dem Impfen und danach sehen könne und wie man dies ins Verhältnis zur Inzidenz setzen könne.

    Eine Arbeitsgruppe der Gesundheitsministerkonferenz solle dies auf eine "einfache, kommunikative Formel" bringen. "Ich bin der Meinung, dass die jetztigen Werte natürlich in der Zukunft höher sein müssen", sagte Holetschek. Das LGL sei dabei, eine Lösung zu erarbeiten.

    Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Markus Söder erklärt: "Wir werden mit höheren Inzidenzwerten arbeiten müssen. Wenn wir eine Situation haben, in der ungefähr die Hälfte geimpft ist, muss es mindestens die doppelte Inzidenz geben, bevor man überlegt, was man macht", sagte Söder am Samstag.

    Am Dienstag zählte das Robert Koch-Institut für Bayern 120 neue Infektionsfälle. Eine Woche zuvor waren es mit 66 nur gut halb so viele. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag bei elf und steigt seit Tagen kontinuierlich. 68 Prozent der Volljährigen haben laut Holetschek eine Erstimpfung erhalten, 51 Prozent seien vollständig geimpft.

    Der Blick richte sich mit einer gewissen Sorge nach Großbritannien. Dort hat die Regierung praktisch sämtliche Vorsichtsmaßnahmen aufgegeben, die Infektionszahlen steigen rapide.

    14.20 Uhr: Nachverfolgung von Corona-Kontakten auf Mallorca wird schwieriger

    Angesichts stark steigender Corona-Zahlen wird die Nachverfolgung enger Kontakte von Infizierten auf Mallorca einem Medienbericht zufolge zunehmend schwieriger. Zurzeit gebe es auf den Balearen, zu denen neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, insgesamt 7.460 mit dem Virus Infizierte, schrieb die Zeitung "Diario de Mallorca". Statistisch kämen auf jeden Infizierten fünf enge Kontakte - also insgesamt 37.300 Menschen, die sich für zehn Tage isolieren müssten.

    Für die Nachverfolgung so vieler Kontakte und die Kontrolle, ob sich die Menschen auch an die Vorgaben hielten, hätten die Behörden nicht ausreichend Personal, hieß es. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen kletterte auf den Balearen auf 322.

    Obwohl es sich bei den meisten Betroffenen um junge Menschen handelt, die oft mildere Krankheitssymptome aufweisen, nahm der Druck auf die Krankenhäuser der Inseln langsam wieder zu. Die Zahl der Corona-Patienten stieg von 23 vor vier Wochen auf jetzt 181, davon 33 auf Intensivstationen. Insgesamt waren damit mehr als zwölf Prozent aller Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt.

    14.05 Uhr: Corona-Sorgen vor Beginn der Olympischen Spiele - Doch noch Absage?

    Drei Tage vor Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio schließen die Veranstalter angesichts steigender Corona-Zahlen eine Absage in letzter Minute nicht aus. Organisations-Chef Toshiro Muto sagte auf die Frage von Journalisten, ob das weltgrößte Sportfest noch gekippt werden könnten, man werde ein Auge auf die Infektionszahlen haben. "Wir können nicht vorhersagen, was mit den Zahlen passiert. Wenn es einen kräftigen Anstieg gibt, werden wir darüber diskutieren."

    Zuvor waren Positiv-Tests von zwei weiteren Athleten bekannt geworden. Damit stieg deren Zahl unter den seit Anfang Juli nach Japan gekommenen Sportlern, Funktionären und Journalisten auf 67. Die Veranstalter haben zwar das Konzept der "Blase" entwickelt, das die Teilnehmer isoliert, ihre Bewegungen einschränkt und häufige Tests vorschreibt. Experten sehen aber Lücken. Die Spiele waren wegen der Pandemie bereits von 2020 auf 2021 verschoben worden.

    Nach Angaben des mexikanischen Verbandes wurden zwei Mitglieder der Baseball-Mannschaft im Teamhotel positiv auf Corona getestet. Die Athleten seien isoliert und würden nun ebenso wie ihre Teammitglieder auf Ergebnisse weiterer Tests warten. Am Montag waren ein Beach-Volleyballer aus Tschechien und eine Turnerin aus den USA positiv getestet worden.

    13.42 Uhr: Lauterbach gegen Sammelunterkünfte für Flutopfer

    Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach davor gewarnt, Flutopfer in den Hochwasserregionen in Sammelunterkünften unterzubringen. "Massenunterkünfte sind eine Gefahr für die Menschen, denn dort herrscht ein hohes Corona-Ansteckungsrisiko", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    Solche beengten Unterkünfte seien daher unbedingt zu vermeiden, mahnte der Mediziner. Stattdessen sollten Flutopfer in Hotels und Einzelunterkünften untergebracht werden. Nur so ließen sich Massenausbrüche verhindern und die Zahl der vermeidbaren Kontakte eingrenzen. "Es wäre fatal, wenn die ohnehin dramatische Situation in den Hochwasserregionen durch massenhafte Infektionen mit der Delta-Variante zusätzlich erschwert würde." Zugleich rief Lauterbach dazu auf, mobile Impfteams in den Katastrophenregionen einzusetzen.

    13.23 Uhr: Dutzende griechische Feuerwehrleute wegen Impfverweigerung versetzt

    Weil sie sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, sind 54 griechische Feuerwehrleute aus der Elite-Einheit des Katastrophenschutzes zu anderen Dienststellen versetzt worden. Dies teilte der Chef der Gewerkschaft der Feuerwehrleute mit. Die Eliteeinheit EMAK wird im Fall von schweren Erdbeben, Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen eingesetzt.

    Die Direktion der Feuerwehr hatte allen Feuerwehrleuten Zeit bis Ende Juni eingeräumt, sich impfen zu lassen. Nach Ablauf der Frist habe man die Konsequenzen gezogen, hieß es. In Griechenland gilt keine flächendeckende Impfpflicht, doch der Druck wächst: Per Dekret hatte die Regierung vergangene Woche angeordnet, dass Beschäftigte in Krankenhäusern und Altersheimen suspendiert werden können, wenn sie sich nicht impfen lassen. Dann würden sie kein Geld bekommen. Auch beim Militär gilt eine Impfpflicht.

    13.09 Uhr: Teilnehmerlimit bei Begräbnissen in Österreich verfassungswidrig

    Die in Österreich wegen der Corona-Krise erlassene Beschränkung der Teilnehmerzahl bei Begräbnissen ist verfassungswidrig gewesen. Das stellte der Verfassungsgerichtshof (VfGH) fest. Auch wenn die entsprechende Verordnung legitime Ziele verfolgt habe, so sei die letzte Verabschiedung von Verstorbenen weder "wiederhol- noch substituierbar" und die Begrenzung stelle einen besonders schweren Eingriff in das Recht auf Privatleben dar. Die Maßnahme sei unverhältnismäßig gewesen, befand das Gericht. 

    Geklagt hatte eine Frau, die wegen des Limits von 50 Personen nicht an der Bestattung ihrer Tante teilnehmen konnte. Die entsprechende Verordnung trat Ende 2020 in Kraft und galt einige Wochen lang.

    12.56 Uhr: Ab August wieder Messen in Bayern möglich

    Ab August sollen im Freistaat wieder Messen stattfinden dürfen. Die Pilot-Messe "TrendSet" sei erfolgreich durchgeführt worden, entsprechend könne der Messestandort Bayern seinen Betrieb wieder aufnehmen, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. Die IAA, die Internationale Automobil-Ausstellung, soll als eine der größten und international bedeutendsten Automobil-Fachmessen nun im September erstmals in München stattfinden.

    Wesentlicher Bestandteil für einen sicheren Messebetrieb sei das 3-G-Konzept, das eine Teilnahme nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete vorsieht. Dazu brauche es digitale Registrierungs- und Zutrittssysteme, optimale Belüftung, Kontaktnachverfolgung, Flächen- und Kapazitätsmanagement, Besucherlenkung und Testkonzepte.

    Weiter betonte Holetschek die Bedeutung von Tests für Reiserückkehrer, um größere Ausbrüche nach der Urlaubszeit zu verhindern. Auch sei wichtig, die Impfmüdigkeit im Freistaat zu bremsen: "Wir müssen niedrigschwellig alles tun, damit die Zahl der Geimpften deutlich nach oben geht." Aktuell seien 61 Prozent der Über 18-Jährigen erst- und 51 Prozent komplett geimpft. Der Freistaat bereite zudem Auffrischungsimpfungen ab Herbst vor, gerade für Alten- und Pflegeheime.

    12.38 Uhr: Bus bietet Corona-Impfungen im Ahrtal an

    Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Corona-Pandemie im Hochwasser-Katastrophengebiet haben Landesregierung und Kreisverwaltung im Ahrtal einen Impfbus gestartet. Ohne Anmeldung für einen Termin können sich Bewohner der Region dort impfen lassen. In dem Bus gibt es auch die Möglichkeit zu Corona-Schnelltests. Impfen und Testen seien die beiden wichtigsten Vorkehrungen gegen eine Zunahme von Infektionen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Mainz: "Angesichts einer Infrastruktur, die so schwer beschädigt ist, ist die Gefahr da."

    In der Katastrophenhilfe werde "notwendigerweise Hand in Hand" gearbeitet, "oftmals ohne Corona-Schutzmaßnahmen umfänglich einhalten zu können", erklärte Staatssekretär Denis Alt (SPD): "Mit Impfungen und Schnelltests wollen wir den Betroffenen und den zahlreichen Helferinnen und Helfern ein unbürokratisches Schutzangebot machen, um so die Pandemie im Katastrophengebiet im Griff zu behalten."

    12.30 Uhr: Medizinrechtler - "Impfung für Minderjährige auch ohne Zustimmung der Eltern"

    Eine Corona-Impfung von Minderjährigen ist auch ohne Zustimmung der Eltern möglich, sagt Prof. Josef Lindner, Medizinrechtler der Universität Augsburg. "Das ist natürlich ein heikler Punkt und im Medizinrecht ein generelles Problem, aber ich denke nicht, dass man die Frage der Impfung handhaben kann wie bei der Geschäftsfähigkeit, die ja erst ab 18 eintritt", so Lindner. Es gehe um die körperliche Integrität: "Dabei ist entscheidend, ob der Jugendliche reif genug ist, um selbst entscheiden zu können. Ob er versteht, was eine Impfung bedeutet." Dies müsse letztlich der Impfarzt entscheiden.

    Eine Impfung nur von der Zustimmung der Eltern abhängig zu machen, ginge dem Juristen zu weit: "Das würde ja de facto ein Veto-Recht bedeuten." Grudsätzlich könnten ab 16 Jahren Jugendliche entscheiden, die Eltern müssten einer Impfung nicht zustimmen, ihr Widerspruch wäre unbeachtlich. Etwas Anderes gilt nur dann, wenn die Einsichtsfähigkeit erkennbar nicht vorhanden sei. Ab 14 Jahren bis 16 Jahren komme es auf die Einwilligungsfähigkeit des Jugendlichen an. Ist diese gegeben, genüge dessen Einwilligung. Vor Vollendung des 14. Lebensjahres sei die Einwilligungsfähigkeit grundsätzlich nicht gegeben, so dass die Eltern zustimmen müssten. Doch auch hier könne es im Einzelfall Ausnahmen geben.

    12.04 Uhr: Über sechs Millionen Infektionsfälle in Russland

    In Russland überschreitet die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionsfälle die Marke von sechs Millionen. Binnen 24 Stunden seien 23.770 Neuinfektionen registriert worden, teilt die Regierung mit. Insgesamt seien damit seit Beginn der Pandemie 6.006.536 Ansteckungsfälle bekanntgeworden. 784 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus, allein in Moskau 101.

    11.51 Uhr: 60 Prozent der Bundesbürger mindestens einmal geimpft

    In Deutschland sind inzwischen 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mindestens einmal gegen das Corona-Virus geimpft. Dies sei ein "wichtiger Meilenstein", schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter. Mindestens einmal geimpft sind demnach 49,9 Millionen Menschen. Den vollen Impfschutz haben inzwischen 38,8 Millionen Menschen, das sind laut Spahn 46,7 Prozent.

    Der Gesundheitsminister rief dazu auf, die Impfungen gegen das Coronavirus weiter wahrzunehmen. "Für einen sicheren Herbst und Winter brauchen wir allerdings noch mehr, die mitmachen und so sich und andere schützen", sagte Spahn.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte vergangene Woche mit Verweis auf Fachleute gesagt, in Deutschland müssten Impfquoten von 85 Prozent unter den Zwölf- bis 59-Jährigen erreicht werden. Bei den Über-60-Jährigen müsse die Quote bei 90 Prozent liegen, um angesichts der Verbreitung der Deltavariante einen neuen starken Anstieg der Fallzahlen zu vermeiden.

    11.38 Uhr: Rund die Hälfte der Australier im Lockdown

    Nach den Metropolen Sydney und Melbourne geht auch der australische Bundesstaat South Australia mit der Großstadt Adelaide in einen strengen Corona-Lockdown. Seit 18.00 Uhr (Ortszeit) dürfen die Bürger nur noch unter bestimmten Bedingungen das Haus verlassen, etwa um einzukaufen oder zur Arbeit zu gehen. Insgesamt befinden sich nun fast 14 der 25 Millionen Australier im Lockdown, wie die Nachrichtenagentur AAP berichtete. Die Einschränkungen sollen zunächst für sieben Tage gelten, kündigte die Regionalregierung an. Besucher dürfen nicht mehr empfangen werden. Restaurants müssen schließen, Speisen dürfen nur noch abgeholt werden. Vorausgegangen waren mehrere Neuinfektionen mit der hoch ansteckenden Delta-Variante in Adelaide.

    Bisher ist das Land wegen der extrem strikten Regeln erfolgreich im Kampf gegen die Pandemie. Landesweit wurden rund 32.000 Fälle bestätigt. 914 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Die Grenzen sind schon seit März 2020 weitgehend geschlossen.

    11.32: Sorge wegen Virus-Ausbreitung bei Olympischen Spielen wächst

    Drei Tage vor Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio nimmt die Furcht vor einer weiteren Corona-Ausbreitung durch die Großveranstaltung zu. Am Dienstag wurden Positiv-Tests von zwei weitere Athleten bekannt. Damit stieg deren Zahl unter den seit Anfang Juli nach Japan gekommenen Sportlern, Funktionären und Journalisten auf 67. Die Veranstalter haben zwar das Konzept der "Blase" entwickelt, das die Teilnehmer isoliert, ihre Bewegungen einschränkt und häufige Tests vorschreibt. Experten sehen aber Lücken in dem System. Der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, machte indes erneut klar, eine Absage komme für ihn nicht infrage. Die Spiele waren wegen der Pandemie bereits von 2020 auf 2021 verschoben worden.

    11.30 Uhr: Aiwanger verteidigt sich in Affäre um 10 Millionen Masken

    In der Affäre um den Verkauf von rund 10 Millionen mutmaßlich ungeeigneten OP-Masken an den Freistaat durch zwei Unternehmer hat sich Wirtschaftsminister und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger für sein Verhalten gerechtfertigt. Einer der beiden Verdächtigen ist Kommunalpolitiker der Freien Wähler. Aiwanger betonte in einem Interview mit der "Mittelbayerischen Zeitung", der Mann sei für ihn "genauso ein Handelspartner wie Dutzende und Hunderte andere".

    Das Wirtschaftsministerium habe damals ausdrücklich den Auftrag des Kabinetts gehabt, gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium "knappe Ware zu beschaffen", sagte Aiwanger. Es sei also nicht nur kein Fehler gewesen, dass er den Kontakt weitergegeben habe, "sondern es war genau unsere Aufgabe, Masken für Bayern zu organisieren". Dieser Auftrag stehe nicht infrage, falls "irgendwo ein Zertifikat gefälscht" worden sei. "Für die Qualitätsprüfung bin ich als Wirtschaftsminister nicht zuständig."

    Die beiden Männer stehen laut Staatsanwaltschaft im Verdacht, im April 2021 rund 10 Millionen OP-Masken mithilfe eines mutmaßlich gefälschten Zertifikats an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit verkauft zu haben. Seit vergangener Woche sitzen sie in Untersuchungshaft.

    10.51 Uhr: Studie - Übersterblichkeit in Indien zehnmal höher als gemeldet

    In Indien könnte die Übersterblichkeit die offizielle Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie nach jüngsten Forschungsergebnissen um das Zehnfache übersteigen. Nach Regierungsangaben sind mehr als 414.000 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, die meisten Experten halten diese Zahl allerdings für deutlich zu niedrig. Ein heute veröffentlichter Bericht schätzt die Übersterblichkeit von Januar 2020 bis Juni 2021 auf zwischen drei Millionen und 4,9 Millionen Menschen.

    Genaue Angaben ließen sich wohl nicht herausfinden, doch liege die wahre Zahl der Todesopfer "wahrscheinlich um eine Zehnerpotenz höher als die offizielle Zählung". In den Zahlen der Regierung seien Todesfälle in überforderten Krankenhäusern oder in Phasen der völligen Überlastung des Gesundheitssystems insbesondere während des enormen Anstiegs der Infektionszahlen im April möglicherweise nicht enthalten, heißt es in dem Bericht. Er wurde von Arvind Subramanian, dem früheren wirtschaftlichen Chefberater der indischen Regierung, und zwei weiteren Forschern am Zentrum für Globale Entwicklung und der Harvard-Universität veröffentlicht.

    09.49 Uhr: Südkoreanische Regierung entschuldigt sich für Corona-Ausbruch

    Nach dem Corona-Ausbruch an Bord eines Zerstörers der südkoreanischen Marine hat sich Ministerpräsident Kim Boo Kyum in einer Fernsehansprache entschuldigt. Der Regierung tue es sehr leid, dass sie sich nicht ausreichend um die Gesundheit der Soldaten gekümmert habe, die ihr Leben dem Land widmeten, sagte Kim am Dienstag. In den vergangenen Tagen wurden 247 der 301 Besatzungsmitglieder des Zerstörers "Munumu" positiv auf das Coronavirus getestet. Die gesamte Besatzung wurde mit Militärflugzeugen abgeholt.

    Der Zerstörer war Teil einer Mission im Kampf gegen Piraterie vor der Küste von Ostafrika. Keiner der Seeleute wurde vor dem Ablegen in Südkorea Anfang Februar geimpft, weil die Impfkampagne zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen hatte.

    08.44 Uhr: Mehr Mütter als Väter haben in der Pandemie Arbeitszeit verschoben

    Homeoffice und Schwierigkeiten bei der Kinderbetreuung haben in der Corona-Pandemie zu einer Verschiebung von Arbeitszeiten in die Abendstunden und auf das Wochenende geführt. Davon waren mehr Frauen als Männer betroffen, wie aus Erhebungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. „Vor allem Mütter arbeiteten häufiger am Wochenende oder abends, unter anderem um ihre Kinder bei Schul- und Kitaschließungen oder während des Distanzunterrichts betreuen zu können“, erklärte die Forscherin Corinna Frodermann heute in Nürnberg. Rund 52 Prozent der Mütter mit Kindern unter 14 Jahren haben laut dem Institut ihre Arbeitszeit zu Beginn der Pandemie im April 2020 zumindest teilweise auf die Abendstunden oder das Wochenende verlagert. Bei Vätern habe dies auf rund 31 Prozent zugetroffen. Der Anteil bei Müttern sank demnach bis Oktober 2020 auf rund 26 Prozent, lag im Schnitt aber immer noch deutlich höher als bei Vätern mit rund 18 Prozent. Insgesamt hätten 33 Prozent der Beschäftigten, die im April 2020 Kinder unter 14 Jahre zu betreuen hatten, ihre Arbeitszeiten zumindest teilweise verlagert, hieß es.

    07.59 Uhr: Niedersachsen fordert Corona-Tests für Autofahrer an Grenzen

    Mit Blick auf das neue Corona-Risikogebiet Niederlande hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil den Bund aufgefordert, endlich Voraussetzungen für Kontrollen des Autoreiseverkehrs zu schaffen. "Wir sind der Auffassung, dass Tests, so wie wir sie aus unserem normalen Alltag kennen, bei jeder Einreise verlangt werden sollten. Und dass an der Grenze zumindest Stichproben vorgesehen werden", sagte der SPD-Politiker dem Bremer "Weser-Kurier". Die Bundesregierung müsse dafür schnell die angekündigte Änderung der Einreiseverordnung umsetzen.

    Impfverweigerer sollten nach Weils Auffassung künftig für Tests, die zum Zutritt in Restaurants, Kinos oder Veranstaltungen berechtigen, zahlen müssen. "Das ist eine denkbare Option», sagte der Regierungschef der Zeitung. «Jetzt gibt es für alle Bürgerinnen und Bürger die faire Chance, sich und auch die Gemeinschaft zu schützen, indem man sich impfen lässt. Wer das aus freier Entscheidung heraus nicht tun will, wird auch mit dem einen oder anderen Nachteil leben müssen."

    07.17 Uhr: Gericht erklärt Impfpflicht an US-Universität für rechtmäßig

    Ein US-Bundesrichter hat am Montag die Corona-Impfpflicht einer Universität für rechtmäßig erklärt. Acht Studenten hatten gegen die verpflichtende Impfung für die 90.000 Studenten und 40.000 Angestellten der Indiana University vor dem Gericht in South Bend geklagt. Die Entscheidung von Richter Damon Leichty kann noch vor dem Obersten Gerichtshof angefochten werden. Die Universität hatte die Impfpflicht erlassen, Ausnahmen aus religiösen oder medizinischen Gründen aber zugelassen.

    Die Impfkampagne in den Vereinigten Staaten, die zunächst enorme Fortschritte gemacht hatte, ist in den vergangenen Wochen ins Stocken geraten. Etwa 68 Prozent der Erwachsenen haben bislang mindestens eine Impfdosis erhalten.

    07.05 Uhr: Neuinfektionen in Indien auf niedrigstem Stand seit vier Monaten

    In Indien geht die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen zurück. Das Gesundheitsministerium registriert 30.093 neue Fälle, das ist der niedrigste Stand seit vier Monaten. Insgesamt haben sich bisher mehr als 31,17 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt binnen 24 Stunden um 374 auf 414.482.

    06.00 Uhr: Forschungsprojekt - Corona-Spätfolgen sind vielfach Organschäden

    Ein Forschungsprojekt der Universitätsklinik Ulm zu Corona-Spätfolgen hat bislang bei etwa jedem fünften seiner Patienten Organschäden festgestellt. "Wir hatten bislang rund 250 Patienten. 20 Prozent von ihnen haben Organschäden", sagte Dominik Buckert, betreuender Oberarzt der Spezialambulanz für Covid-Spätfolgen an Lunge, Herz und Gefäßen am Uniklinikum Ulm. Der größte Teil der übrigen Patienten fühle sich schlechter belastbar als vor der Erkrankung, sagte Buckert. Bei ihnen konnten die Mediziner aber keine Organschäden feststellen.

    Die meisten Menschen, die in die Sprechstunde kommen, sind demnach zwischen 40 und 50 Jahre alt. "Und eigentlich verhältnismäßig gesund, also ohne chronische Vorerkrankungen", so der Oberarzt. Die jüngsten der etwas mehr männlichen Patienten sind um die 20 Jahre alt. Die Ulmer Spezialisten für innere Medizin beobachten bei den Organschäden vor allem Herzmuskelentzündungen und die Folgen davon.

    04.10 Uhr: RKI meldet 1.183 Neuinfektionen- Inzidenz klettert auf 10,9

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1.183 neue Positiv-Tests. Das sind 537 mehr als am Dienstag vor einer Woche, als 646 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 10,9 von 10,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 34 weiterere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.397. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    03.45 Uhr: China - Anstieg von Fällen an der Grenze zu Myanmar

    China meldet ein Wiederaufflammen des Virus in der Grenzregion zu Myanmar. Das chinesische Festland verzeichnet binnen 24 Stunden 65 neue bestätigte Fälle, verglichen mit 31 am Vortag, wie die Nationale Gesundheitskommission mitteilt. Das war die höchste Zahl an Neuinfektionen seit dem 30. Januar, als 92 Ansteckungen gemeldet wurden. Bei 41 der neue Fälle handele es sich um chinesische Staatsbürger, die kürzlich aus Myanmar zurückgekehrt waren, heißt es weiter.

    01.01 Uhr: Weltärzte-Präsident warnt vor übereilten Lockerungen

    Angesichts von erneut rapide steigenden Infektionszahlen warnt Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery vor zu schnellen Öffnungen. Schon die kleineren Öffnungsschritte der vergangenen Wochen hätten die Inzidenzwerte anwachsen lassen, sagt Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Momentan verdoppele sich die Zahl der Infizierten im Wochenrhythmus. "Jetzt die Einschränkungen unserer Kontakte einfach fallenzulassen und 'alles zu öffnen' wäre brandgefährlich", erklärte der Mediziner. "Wer das tut, riskiert den Einstieg in die vierte Welle." Stattdessen plädiert Montgomery für ein schrittweises und kontrolliertes Vorgehen.

    00.35 Uhr: Europa überschreitet die Marke von 50 Millionen Fällen

    Die Coronavirus-Infektionen in Europa haben einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge als erste Region weltweit die Marke von 50 Millionen Fällen durchbrochen. Etwa alle acht Tage kommen eine Million Neuinfektionen hinzu, seit Beginn der Pandemie gibt es fast 1,3 Millionen Todesfälle. Europa ist weiterhin mit von der Pandemie am stärksten betroffenen und zeichnet sich weltweit für 27 Prozent der Ansteckungen und 31 Prozent der Todesfälle verantwortlich.

    00.00 Uhr: Sorge um Corona-Ausbreitung in Hochwasser-Katastrophengebieten

    In den Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gibt es Befürchtungen, dass durch die Hilfsaktionen und Notunterkunft-Unterbringung vieler Menschen nach der Flutkatastrophe die Zahl der Corona-Infektionen steigt. "Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird", sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Das Landesgesundheitsministerium bereite in Absprache mit den Behörden der betroffenen Landkreise eine Sonderimpfaktion in den Katastrophengebieten vor.

    Montag, 19. Juli 2021

    23.50 Uhr: Amazon beendet Corona-Tests von Mitarbeitern im Warenlager

    Amazon will einem Medienbericht zufolge trotz steigender Neuinfektionen bald die Corona-Tests von Mitarbeitern im Warenlager beenden. Die Technologie-Nachrichtenplattform "The Information" berichtet, dass der Online-Händler ab dem 30. Juli die Covid-19-Tests vor Ort einstellen werde. Bei Amazon war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

    23.14 Uhr: Frankreichs Regierung beschließt Einführung von Gesundheitspass

    Die französische Regierung hat ein Gesetz zur Einführung eines Gesundheitspasses verabschiedet, mit dessen Hilfe die Impfbereitschaft in der Bevölkerung angekurbelt werden soll. Beim Betreten von Kultur- und Freizeiteinrichtungen muss ab Mittwoch per Gesundheitspass die vollständige Corona-Impfung, eine überstandene Corona-Infektion oder ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden. Ab Anfang August ist der Pass auch beim Besuch von Restaurants und Bars Pflicht.

    Am Wochenende hatten zehntausende Franzosen gegen die jüngsten Corona-Maßnahmen der Regierung demonstriert. Die Regierung sieht die Regelungen als unerlässlich im Kampf gegen eine vierte Corona-Welle. Am Sonntag hatten die Behörden rund 12.500 Neuinfektionen gemeldet, doppelt so viele wie eine Woche zuvor. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg laut Regierungssprecher Gabriel Attal um fast 125 Prozent auf jetzt 86 Fälle pro 100.000 Einwohner.

    23.00 Uhr: Mallorca schränkt Parties ein

    Angesichts stark steigender Corona-Zahlen werden auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca voraussichtlich wieder schärfere Einschränkungen ergriffen. Um Partys und Trinkgelage vor allem junger Leute unter freiem Himmel zu bekämpfen, sollen Strände und Parks künftig von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr geschlossen werden. Die Justiz muss den Plänen noch zustimmen, wie die "Mallorca Zeitung" berichtete. Teilnehmern solcher Partys drohen demnach künftig saftige Bußgelder in Höhe von 1000 Euro. Wenn ein Partygast mit seiner Teilnahme gegen eine Quarantäne verstößt, soll sich das Bußgeld auf 2000 Euro erhöhen. Wenn der Teilnehmer positiv auf Corona getestet wurde, werden sogar 5000 Euro fällig. Den Organisatoren illegaler Parties drohen Strafen von bis zu 100.000 Euro.

    22.30 Uhr: Britischer Experte korrigiert Angaben zu Einweisungen bei komplett Geimpften

    Der britische Regierungsberater Patrick Vallance korrigiert auf Twitter https://twitter.com/uksciencechief/status/1417204235356213252 seine Angaben zum Anteil von Geimpften unter den neuen Krankenhausfällen. "60 Prozent der Krankenhauseinweisungen wegen Covid stammen derzeit von ungeimpften Personen", schreibt er. Zuvor hatte er bei einer Pressekonferenz mit Premierminister Boris Johnson gesagt, 60 Prozent der Eingewiesenen seien komplett geimpft gewesen.

    21.35 Uhr: Mehr als 161 Millionen US-Bürger vollständig geimpft

    In den USA sind inzwischen mehr als 161 Millionen Menschen oder knapp die Hälfte der Bevölkerung vollständig geimpft, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Insgesamt seien über 338 Millionen Dosen verabreicht worden. Mehr als 186 Millionen Menschen seien mindestens einmal geimpft worden. In den USA leben 328 Millionen Menschen.

    20.58 Uhr: Frankreich - Vierte Pandemie-Welle hat begonnen

    In Frankreich hat nach Darstellung der Regierung die vierte Welle der Pandemie begonnen. "Wir sind in die vierte Welle der Epidemie eingetreten", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal nach einer Sitzung des französischen Kabinetts. Kein Departement werde verschont, erklärt er. Am Morgen schloss Europa-Minister Clement Beaune neue Einschränkungen nicht aus, sollten die Fälle weiter zunehmen.

    19.55 Uhr: US-Experten - Corona-Rezession war kürzeste jemals

    Die von der Coronavirus-Pandemie ausgelöste Rezession war US-Experten zufolge mit zwei Monaten die kürzeste, die jemals verzeichnet wurde. Den Beschäftigungs- und Produktionsdaten zufolge war April 2020 eindeutig der Tiefpunkt, teilt der U.S. Business Cycle Dating Committee mit. Die Erholung habe dann im Mai eingesetzt. Die Ökonomen des Ausschusses beschreiben traditionell die Anfangs- und Endpunkte von Konjunkturzyklen in den USA.

    19.25 Uhr: Britische Regierung: Impfung für Jugendliche nur bei Vorerkrankungen

    Ähnlich wie in Deutschland sollen auch in Großbritannien Jugendliche nur unter bestimmten Bedingungen gegen Corona geimpft werden. Nach aktueller Datenlage gebe es keine generelle Impfempfehlung für unter 18-Jährige, erklärte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid in London.

    Die Regierung folgt damit der aktuellen Einschätzung der britischen Impfkommission. Jugendliche mit Vorerkrankungen wie etwa Autoimmunkrankheiten sollten der Empfehlung zufolge eine Corona-Impfung bekommen, genauso wie 12- bis 17-Jährige, die mit besonders gefährdeten Menschen in einem Haushalt leben. Die Einschätzung könne sich jedoch ändern, wenn mehr Daten aus laufenden Studien vorlägen, so die Regierung.

    19.15 Uhr: USA rufen höchste Covid-Warnstufe für Großbritannien aus

    Die US-Gesundheitsbehörde CDC warnt angesichts der starken Zunahme der Coronavirus-Infektionen in Großbritannien vor Reisen in das Land. Der Reisehinweis wurde am Montag auf die Stufe vier von vier angehoben. Angesichts der Infektionslage bestehe selbst für vollständig geimpfte Reisende das Risiko, sich zu infizieren und Varianten des Coronavirus weiterzuverbreiten, hieß es.

    Die CDC-Mitteilung kam just an dem Tag, an dem die Regierung in Großbritannien fast alle verpflichtenden Corona-Maßnahmen für den Landesteil England aufhob. Wegen der hochansteckenden Delta-Variante ist die Zahl der Infektionen dort zuletzt stark angestiegen. Fast täglich werden in Großbritannien mehr als 50 000 neue Fälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit 399 angegeben (Stand: 14. Juli) - sie ist damit fast so hoch wie zum Höhepunkt der zweiten Welle zum Jahreswechsel.

    Zugleich wurde bekannt, dass in Großbritannien bei etwa 60 Prozent der ins Krankenhaus eingelieferten Corona-Fälle eine abgeschlossene Impfung vorliegt. Das geht aus Angaben des Regierungsberaters Patrick Vallance hervor. In Großbritannien haben mehr als 68 Prozent der Bevölkerung eine komplette Corona-Impfung erhalten.

    18.30 Uhr: Deutschland steuert auf Überangebot an Impfstoff zu

    Mehr als ein halbes Jahr nach Start der Corona-Impfungen steuert Deutschland auf ein Überangebot an Impfstoff zu. Die Verfügbarkeit an Impfstoffen werde die Nachfrage schon bald "deutlich" übersteigen, stellten die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern am Montag in einem Beschluss nach einer Videoschalte fest. Ein Rückgang der Nachfrage sei sowohl in den Impfzentren als auch in den Arztpraxen und bei den Betriebsärzten zu verzeichnen, hieß es.

    18.20 Uhr: Ab 16. August endet gleichmäßige Verteilung der Impfstoffe

    Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich darauf geeinigt, dass die Länder ab dem 16. August nur noch die Menge an Impfstoff erhalten, die sie in der Vorwoche bestellt haben. Das geht aus dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz hervor. Damit endet die bisher gleichmäßige Verteilung nach dem Bevölkerungsschlüssel.

    Grund ist, dass dann genug Impfstoffe zur Verfügung stehen sollen, um alle Bestellwünsche zu erfüllen. Der Bund soll zudem nicht genutzte Impfstoffe aus den Verteilzentren der Länder abholen, um zu vermeiden, dass sie weggeworfen werden müssen. Die Bundesregierung hatte bekanntgegeben, dass sie neben einer Vorrats-Lagerhaltung auch mindestens 30 Millionen Impfdosen an Drittstaaten spenden will.

    16.43 Uhr: In Griechenland künftig Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren

    In Griechenland sollen Eltern ihre Kinder bald ab dem Alter von zwölf Jahren impfen lassen können. Die Impfung sei jedoch nicht obligatorisch, sagte der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis heute bei einem Besuch auf der Halbinsel Peloponnes. Die Regierung richte sich bei der Ausweitung auf Impfungen für Kinder strikt nach den Empfehlungen der griechischen Impfkommission, berichtete eine griechische Tageszeitung. Bisher dürfen sich die Menschen in Griechenland ab dem Alter von 16 impfen lassen.

    Griechenland treibt seine Impfkampagne seit Wochen verstärkt voran, unter anderem mit einer Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegesektor. Lassen sie sich nicht impfen, werden sie ohne Gehalt von ihrer Arbeit freigestellt. Auch beim Militär gibt es mittlerweile Impfpflicht. Ziel sei es, dass bis Anfang September mindestens 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung geimpft seien, heißt es seitens der Regierung. Die Delta-Variante habe Corona deutlich gefährlicher gemacht, lautet die Begründung.

    16.20 Uhr: Bangladesch lockert Lockdown für religiöses Fest

    Trotz hoher Corona-Zahlen lockert Bangladesch vorübergehend seinen Lockdown, um Gläubigen die Teilnahme am muslimischen Opferfest Eid Al-Adha zu ermöglichen. Zehntausende Menschen reisen derzeit von der Hauptstadt Dhaka in ihre Dörfer, um dort am Mittwoch zu feiern. Allein am Montagfrüh seien rund 12.000 Menschen dicht gedrängt in 84 Fähren unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher der Wassertransportbehörde des Landes der Deutschen Presse-Agentur. Behörden begründeten die temporären Lockerungen damit, dass das Reisen und die Geschäfte im Vorfeld des Festes auch angesichts der Armut im Land wichtig seien. Sie wiesen die Menschen aber an, Masken zu tragen und Abstand zu halten.

    Ab Freitag soll der jüngst eingeführte strikte Lockdown dann wieder mindestens zwei Wochen gelten. In dem muslimisch geprägten 160-Millionen-Einwohner-Land dürfen die Menschen dann wieder nur aus gutem Grund auf die Straße - etwa um Essen oder Medikamente zu kaufen.

    16.08 Uhr: SPD-Politiker will Impfverweigerer künftig für Tests zahlen lassen

    Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, will, dass Impfverweigerer ihre Corona-Tests perspektivisch selbst zahlen müssen. "Auf Dauer werden wir uns kostenlose Tests nicht leisten können", sagte Schneider. Wer sich nicht impfen lasse, könne nicht erwarten, dass die Allgemeinheit dauerhaft alles für ihn finanziere. Ausgenommen seien Kinder, Jugendliche und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könnten.

    Derzeit sei es jedoch noch zu früh für kostenpflichtige Tests, deutete Schneider an. Im Moment müsse man die Menschen vor allem besser von der Impfung überzeugen. "Wir müssen an die Vernunft appellieren", sagte Schneider. "Gleichzeitig sollten wir den Leuten auch die Konsequenzen aufzeigen, wenn sie sich nicht impfen lassen." Werde die Herdenimmunität nicht erreicht, "gibt es das alte, normale Leben nicht zurück". Dann drohten etwa im Herbst und Winter auch wieder stärkere Einschränkungen im öffentlichen Leben.

    15.44 Uhr: Westfälische Ärzte dringen auf Corona-Impfungen bei Kindern

    Die Ärztekammer Westfalen-Lippe und die Uni-Klinik Münster fordern den umgehenden Start von Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren. Wenn man nicht schnell handle, werde sich Corona auch in dieser Altersgruppe "unaufhaltsam ausbreiten", warnten Kammerpräsident Hans-Albert Gehle und der Ärztliche Direktor des Klinikums, Hugo Van Aken, heute in Münster, wie die Ärztekammer mitteilte. Die Alternative für die Über-Zwölfjährigen laute "Impfen oder Infizieren", erklärten die beiden Mediziner. Gehle betonte, dass die Europäische Arzneimittelagentur den Impfstoff von Biontech/Pfizer für 12- bis 17-Jährige zugelassen habe. Er hoffe, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) ihr Votum anpasse.

    15.31 Uhr: Delta-Variante des Coronavirus dominiert in Tschechien

    Die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus dominiert inzwischen das Infektionsgeschehen in Tschechien. Sie mache 70 bis 80 Prozent aller untersuchten Fälle aus, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde SZU heute in Prag mit. Die einst vorherrschende Alpha-Mutante - auch als "britische Variante" bekannt - sei indes nur noch für zehn Prozent der Fälle verantwortlich. Die Zahl der Neuinfektionen blieb zuletzt auf einem niedrigen Niveau. Nach aktuellen Zahlen steckten sich innerhalb von sieben Tagen 15 Menschen je 100 .00 Einwohner mit dem Coronavirus an. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis warnte indes vor Nachlässigkeit. "Die Delta-Variante ist hier", sagte der 66-Jährige.

    14.55 Uhr: "Freedom Day": England fast ohne Corona-Regeln

    Trotz drastisch steigender Corona-Fallzahlen haben die Menschen in England seit heute wieder deutlich mehr Freiheiten. Tausende Feierwütige begrüßten den sogenannten "Freedom Day" laut Medienberichten bereits in der Nacht in den Clubs des Landes, die seit mehr als einem Jahr wieder öffnen durften. Die Regierung hat fast alle verpflichtenden Corona-Maßnahmen aufgehoben und appelliert an die Eigenverantwortung der Menschen. Abstand halten und Maske tragen sind in vielen Bereichen fortan Privatsache. Begründet wird dies mit der hohen Impfquote des Landes - 88 Prozent der Erwachsenen im Vereinigten Königreich haben eine erste Impfung erhalten. In London wird ein strikterer Corona-Kurs beibehalten, auch in Wales und Schottland bleiben die bisherigen Restriktionen zunächst bestehen.

    Experten warnen, dass die Situation trotz der hohen Impfquote außer Kontrolle geraten könnte. Bereits jetzt werden täglich zum Teil mehr als 50.000 Fälle registriert - beinahe so viele wie zum Höhepunkt der zweiten Welle zum Jahreswechsel. Premierminister Boris Johnson hatte den Weg seines Landes aus dem Lockdown stets als "vorsichtig aber unumkehrbar" beschrieben. "Bitte, bitte, seien Sie vorsichtig", flehte er die Briten an. Ob er damit noch überzeugen kann, scheint fraglich. Er selbst verbringt den "Freedom Day" als enge Kontaktperson einer positiv getesteten Person in Quarantäne.

    14.35 Uhr: Brüssel genehmigt tschechischen Corona-Aufbauplan

    Tschechien hat von der EU-Kommission grünes Licht für seinen Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise erhalten. Tschechien erhält rund sieben Milliarden Euro aus dem gemeinsamen Corona-Hilfsfonds der EU. Bis zur Rückkehr zur Normalität sei es noch ein langer Weg, sagte der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis heute in Prag bei einer Pressekonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

    Der Großteil der Mittel soll für den Ausbau der Infrastruktur, den sogenannten grünen Wandel sowie die Digitalisierung eingesetzt werden. Davon dürften auch viele deutsche Firmen profitieren, die Tschechien als sogenannte verlängerte Werkbank nutzen. Das Land war stark von der Corona-Pandemie betroffen: Mehr als 30 300 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

    14.28 Uhr: Umfrage: Jeder Achte will die großen Städte verlassen

    Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie könnten viele Menschen aus den großen deutschen Städten treiben. Mehr als jeder achte Bewohner (12,9 Prozent) der Städte mit mehr als einer halben Million Einwohner will diese laut einer Befragung des Münchner Ifo-Instituts und des Immobilienportals Immowelt binnen maximal eines Jahres verlassen. Fast die Hälfte davon nennt Corona dabei als wichtigen Grund für die Entscheidung, aufs Land oder in einer kleinere Stadt ziehen zu wollen.

    14.01 Uhr: Große Nachfrage nach Corona-Hilfsprogramm "Neustarthilfe Plus"

    Die Nachfrage nach dem neu aufgelegten Corona-Hilfsprogramm für Soloselbstständige, "Neustarthilfe Plus", ist nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums groß: Bis Montagvormittag gingen knapp 7.300 Anträge mit einer beantragten Gesamtfördersumme von 26,6 Millionen Euro ein, wie das Ministerium mitteilte. Mit dem Hilfsprogramm hat die Bundesregierung die Unterstützung für Soloselbständige, die stark von der Corona-Pandemie betroffen sind, erhöht und bis Ende September verlängert.

    Im Zeitraum Januar bis Juni hatte die maximale Förderhöhe bei 1.250 Euro pro Monat gelegen, für das dritte Quartal Juni bis September gilt nun eine Förderhöhe von 1.500 Euro. Aktuell können natürliche Personen die "Neustarthilfe Plus" beantragen. Für Soloselbstständige, die als juristische Person organisiert sind, startet die Antragsstellung laut Wirtschaftsministerium "in wenigen Wochen".

    13.56 Uhr: Opposition droht mit Untersuchungsausschuss zu Maskenaffäre

    In der Maskenaffäre fordert die Opposition im Bayerischen Landtag von der Staatsregierung den Einsatz eines unbanhängigen Sonderermittlers. In einer gemeinsamen Erklärung von Grünen, SPD und FDP heißt es, bis Ende Juli habe die Staatsregierung Zeit, hier einen Vorschlag zu machen. Wörtlich geht es weiter: "Ansonsten werden SPD, Grüne und FDP die Aufklärung im Rahmen eines Untersuchungsausschusses erzwingen."

    Laut Opposition kommen immer neue Details über die Bereicherung einiger in der Coronakrise ans Licht: Stichworte wie Tandler-Deal, Unsummen an Provisionen für CSU-Abgeordnete sowie neue Verdachtsmomente auf Verstrickungen der Freien Wähler. Die schriftlichen Anfragen der Oppositionsparteien hierzu seien bisher nur schleppend und unzureichend beantwortet worden, heißt es.

    13.22 Uhr: Bei Kapillarlecksyndrom - Warnung vor Johnson & Johnson-Impfung

    Menschen die in der Vergangenheit das extrem seltene Kapillarlecksyndrom entwickelt haben, sollen keinen Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten. Das geht aus dem sogenannten Rote-Hand-Brief des Herstellers hervor, der vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) verbreitet wurde. Demnach wurden in den ersten Tagen nach Verabreichung dieses Impfstoffes "sehr selten Fälle des Kapillarlecksyndroms berichtet, in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang".

    Somit sei der Impfstoff kontraindiziert bei Menschen, die in der Vergangenheit ein Kapillarlecksyndrom entwickelt hatten, hieß es. Das Kapillarlecksyndrom gilt als äußerst seltenes, aber potenziell lebensbedrohliches Krankheitsbild. Den Angaben zufolge ist es unter anderem charakterisiert durch akute Episoden von Ödemen (Wassereinlagerungen) hauptsächlich in den Extremitäten und niedrigem Blutdruck. Bei Symptomen nach einer Impfung mit Johnson & Johnson sei eine unmittelbare Behandlung notwendig.

    Nach Angaben auf dem Aufklärungsmerkblatt zum Impfen dürfen Menschen, die jemals das Kapillarlecksyndrom hatten, auch nicht mit dem Produkt von AstraZeneca (Vaxzevria) geimpft werden.

    13.06 Uhr: Immer mehr Corona-Tote in Myanmar

    Im Krisenland Myanmar sterben immer mehr Menschen an den Folgen von Covid-19. In den vergangenen Tagen seien allein in der größten Stadt Yangon mehr als 1.000 Tote auf drei großen Friedhöfen beerdigt worden, berichteten lokale Medien und Bestattungsunternehmen. Die Lage bleibt aber unübersichtlich. Die wahre Zahl der Kranken und Toten soll laut Ärzten und Beobachtern viel höher sein als die offizielle Statistik der Militär-Junta.

    "Viele Leute sterben, weil es nicht genug Sauerstoff gibt", sagte Shwe Shwe, die als freiwillige Helferin im Einsatz ist, um Sauerstoff für Kranke zu besorgen. "Wir versuchen alles, aber es ist sehr schwer, weil es unter der Junta keinerlei Krisenmanagement gibt", erzählte sie der Deutschen Presse-Agentur. Der private Verkauf von Sauerstoff war zuletzt stark beschränkt worden - dieser solle nur "unter Aufsicht" verwendet werden, hatten die Generäle angekündigt.

    Das Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, dass innerhalb von 24 Stunden rund 5.200 Neuinfektionen bestätigt worden seien. Im gleichen Zeitraum seien 231 Menschen in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Insgesamt bezifferte die Junta die bisherige Zahl der Corona-Toten in dem südostasiatischen Land auf 5.000.

    12.27 Uhr: Tausende neue Corona-Fälle in Moskau - Beschränkungen zurückgenommen

    Trotz Tausender neuer Corona-Fälle nimmt die russische Hauptstadt Moskau Beschränkungen zurück. Seit Montag können in Europas größter Metropole mit schätzungsweise 15 Millionen Einwohnern auch Ungeimpfte wieder in Bars und Restaurants gehen. Das war zuvor nur möglich mit einem negativen PCR-Test und für Menschen nach einer Impfung mit einem QR-Code. Gaststätten beschwerten sich über ausbleibende Kundschaft. In Parks im Zentrum sammelte sich regelmäßig Müll an, weil dort viele etwa Fastfood verspeisten.

    Bürgermeister Sergej Sobjanin begründete die Lockerungen mit der besser werdende Corona-Lage in Moskau. Am Montag meldeten die Behörden allerdings immer noch 4.000 Corona-Neuinfektionen binnen einem Tag. Zuletzt waren es zu Spitzenzeiten mehr als 9.000. 103 Menschen starben demnach mit dem Virus innerhalb von 24 Stunden. Landesweit wurden 764 Todesfälle gemeldet, ebenfalls weniger als zuletzt. Insgesamt gab es laut offizieller Statistik mehr als 24.600 Neuinfektionen.

    Russische Forscher haben im Kampf gegen die Pandemie mehrere Impfstoffe entwickelt. Viele Menschen in Russland sind skeptisch und lehnen eine Immunisierung ab. In mehreren Regionen gibt es eine Impfpflicht für Angestellte bestimmter Berufe. In Moskau bildeten sich zuletzt mitunter lange Warteschlangen vor den Impfstationen.

    11.54 Uhr: Dritter Athlet im olympischen Dorf positiv auf Corona getestet

    Vor Beginn der Olympischen Spiele von Tokio ist der dritte Sportler im Athletendorf positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Beachvolleyballspieler Ondrej Perusic sei betroffen, teilte das Nationale Olympische Komitee Tschechiens mit. Noch am Vormittag hatten die Olympia-Organisatoren erklärt, dass nach den ersten beiden Corona-Fällen im olympischen Dorf keine weiteren dortigen Neuinfektionen bei Sportlern festgestellt worden seien.

    Perusic zeige keine Krankheitssymptome, ein PCR-Test habe aber das Ergebnis eines vorhergehenden Schnelltests bestätigt, sagte Delegationsleiter Martin Doktor. Der 26 Jahre alte Sportler wurde den Angaben zufolge von den übrigen Athleten getrennt und in ein eigens für solche Fälle bestimmtes Hotel gebracht. Aufgrund der Quarantäneregeln dürfte er nun am 26. Juli nicht gemeinsam mit seinem Kollegen David Schweiner im olympischen Beachvolleyball-Turnier antreten, hieß es weiter. Die tschechische Delegation will über eine Verschiebung der Begegnung verhandeln.

    11.41 Uhr: Impfen auf dem Campus - Landesweite Aktion für Studierende gestartet

    Rund zweieinhalb Monate vor Beginn des Wintersemesters hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München die landesweite Corona-Impfkampagne für Studierende begonnen. "Ziel der Kampagne ist, impfwilligen jungen Menschen, die an einer bayerischen Hochschule immatrikuliert sind beziehungsweise zum Wintersemester 2021/2022 im Freistaat ein Studium beginnen, bis zum Start des Lehrbetriebs im Wintersemester Impfungen anzubieten", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) in München.

    Für die Rückkehr zu mehr Präsenz an den Hochschulen seien die Impfungen ein entscheidender Baustein und eine wichtige Grundlage. "Mit den Impfaktionen wollen wir es unseren Studentinnen und Studenten – auch den künftigen – erleichtern, ihr Impfangebot wahrzunehmen. Denn das Ziel für das kommende Wintersemester ist klar: Präsenzveranstaltungen sollen an unseren Hochschulen wieder die Regel sein", betonte Sibler.

    Im Wintersemester 2019/2020 waren bayernweit rund 394.000 Studierende an den Hochschulen eingeschrieben. Das Impfkonzept sieht vor, dass sich Studentinnen und Studenten und Studienanfängerinnen und Studienanfänger bei Sammelterminen in den örtlichen Impfzentren oder auf dem Hochschulgelände durch mobile Teams impfen lassen können. Alternativ können auch individuell in Impfzentren oder in einer Arztpraxis Termine vereinbart werden.

    11.21 Uhr: Sechstägiger Corona-Lockdown in Teheran verhängt

    Nach einem Anstieg der Todes- und Infektionszahlen im Zusammenhang mit der Delta-Variante des Coronavirus hat die iranische Regierung einen sechstägigen Lockdown in der Hauptstadt Teheran verhängt. "Teheran ist zur Roten Zone erklärt worden und daher bleiben alle Behörden in der Stadt von diesem Dienstag bis kommenden Sonntag geschlossen", sagte Regierungssprecher Ali Rabiei im Staatsfernsehen. Medienberichten zufolge sollen auch der Basar und die Einkaufspassagen während dieses Zeitraums geschlossen bleiben. Unklar sei noch, ob auch die Banken schließen oder nicht.    

    Die Delta-Variante hatte in den vergangenen Wochen für eine Zunahme der Corona-Zahlen in dem Land gesorgt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es zuletzt pro Tag bis zu 200 Tote und über 22.000 Neuinfektionen. Seit Beginn der Pandemie wurden im Iran mehr als 87.000 Todesfälle und über 3,5 Millionen Infektionen registriert. 

    09.53 Uhr: FDP will "geordneten Ausstieg" aus Corona-Notlage

    Die FDP hat die Bundesregierung aufgefordert, rechtzeitig einen "geordneten Ausstieg" aus der Corona-Notlage vorzubereiten. "Die epidemische Lage von nationaler Tragweite ist nicht mehr das geeignete Mittel in der Pandemiebekämpfung", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Montag. Er drängte darauf, bis zur nächsten Bundestags-Sitzung am 7. September gesetzliche Regelungen für die Zeit danach vorzubereiten.

    Die epidemische Lage von nationaler Tragweite ist Grundlage zahlreicher Corona-Regeln und Verordnungsermächtigungen, aber auch zum Beispiel für staatliche Unterstützungsleistungen. Sie gilt derzeit bis zum 30. September und war zuletzt am 11. Juni vom Bundestag verlängert worden. Buschmann sprach sich nun dafür aus, "einen geordneten Ausstieg aus der epidemischen Lage von nationaler Tragweite zu ermöglichen", ohne dass es ab Oktober eine Regelungslücke gebe.

    09.45 Uhr: Impfgegner randalieren auf Zypern

    Eine Demonstration gegen Corona-Maßnahmen und -Impfungen ist am Sonntagabend auf Zypern eskaliert. Ein wütender Mob drang in die Räume des zyprischen Fernsehsenders Sigma ein und zerstörte das Mobiliar. Vor dem Medienhaus wurden Autos der Mitarbeiter des Senders angezündet, es flogen Steine und Brandsätze, mindestens zwölf Polizisten wurden verletzt, zwei von ihnen schwer, wie zyprische Medien heute berichteten. Bis zum Montagmorgen gab es fünf Festnahmen. Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades sprach von einem "Schlag gegen die Demokratie".

    Rund 2000 Demonstranten waren am Nachmittag zunächst vor den Präsidialpalast in Nikosia gezogen und hatten den Rücktritt des Präsidenten gefordert. Am späten Abend gelangten sie dann vor das Medienhaus. Bei den Demonstranten handelt es sich Medienberichten zufolge um eine Mischung aus religiösen Eiferern und Impfgegnern, aber auch Randalierern aus der links- und rechtsextremen Szene.

    Sie kritisieren die Corona-Maßnahmen und die teilweise Impfpflicht, die mittlerweile auf Zypern gilt.

    07.50 Uhr: Indien meldet über 38.000 Neuinfektionen und 499 Tote

    In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 38.164 Neuinfektionen binnen eines Tages. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie mehr als 31,1 Millionen Fälle nachgewiesen. Weltweit weisen nur die USA mehr Ansteckungsfälle auf. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Virus legt in Indien um 499 auf 414.108 zu. Das ist der niedrigste Anstieg binnen 24 Stunden seit drei Monaten.

    05.10 Uhr: Mehrheit für weniger Zuschauer in Fußball-Stadien

    Mehr als die Hälfte der Deutschen ist der Meinung, dass die Regelung mit bis zu 25.000 Zuschauern in der Fußball-Bundesliga zu weit geht. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur meinten 36 Prozent, dass angesichts der Coronavirus-Pandemie weniger Zuschauer zugelassen werden sollten. 19 Prozent sind gar der Ansicht, dass die Stadien auch in der neuen Saison völlig leer bleiben sollten.

    In vielen Teilen Deutschlands sind bis zu 50 Prozent Auslastung mit maximal 25.000 Zuschauern in den Arenen erlaubt. 24 Prozent finden diese Regelung laut der Umfrage genau richtig. Allerdings wird zum Zweitliga-Auftakt die Maximalkapazität nicht ausgeschöpft: Nach derzeitigem Stand sind am Freitag beim Auftaktspiel zwischen Bundesligaabsteiger FC Schalke 04 und dem Hamburger SV in der 62.271 Besucher fassenden Gelsenkirchener Arena 19.770 Fans willkommen.

    In Bayern dürfen die Vereine ihre Stadien lediglich zu 35 Prozent auslasten. Maximal sind 20.000 Fans erlaubt.

    04.48 Uhr: RKI meldet 546 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 10,3

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 546 neue Positiv-Tests. Das sind 222 mehr als am Montag vor einer Woche, als 324 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 10,3 von 10,0 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ein weiterer Mensch starb im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.363. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,7 Millionen Corona-Tests positiv aus. Die Montagswerte sind meist weniger aussagekräftig als die an anderen Wochentagen, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten an das RKI übermitteln und weniger getestet wird.

    03.09 Uhr: England hebt trotz steigender Corona-Zahlen fast alle Beschränkungen auf

    Trotz Warnungen von Wissenschaftlern und der Opposition hat die britische Regierung fast alle Corona-Beschränkungen für England aufgehoben. In der Nacht zu Montag trat der Beschluss in Kraft, wodurch unter anderem die Maskenpflicht und Abstandsregeln wegfielen. Auch Diskotheken dürfen wieder öffnen, Theater und Sportstadien sämtliche Plätze besetzen. Die Empfehlung zum Homeoffice wurde ebenfalls aufgehoben. Experten befürchten eine erneute große Corona-Welle - bereits jetzt steigen in ganz Großbritannien die Fallzahlen.

    Ausnahmen gelten in London, wo Bürgermeister Sadiq Khan von der Labour-Partei einen strikteren Corona-Kurs beibehalten will als die Zentralregierung. Auch in den in der Gesundheitspolitik eigenständigen Provinzen Wales und Schottland bleiben die bisherigen Restriktionen zunächst bestehen.

    Die Regierung des konservativen Premierministers Boris Johnson hatte den hochumstrittenen Öffnungsschritt mit der hohen Impfquote im Land begründet. Mehr als zwei Drittel der Erwachsenen sind bereits vollständig geimpft.

    Bereits jetzt breitet sich die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus in Großbritannien stark aus. Zuletzt überschritt die Zahl der täglichen Neuinfektionen die Marke von 50.000.

    03.20 Uhr: Zwei Drittel der Japaner zweifeln an sicheren Spielen

    Vier Tage vor Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio glauben einer Umfrage zufolge mehr als zwei Drittel der Japaner nicht an Corona-sichere Spiele. 68 Prozent der Befragten äußerten Zweifel an der Fähigkeit der Olympia-Organisatoren, Ausbrüche verhindern zu können, berichtet die Zeitung "Asahi". Die Verantwortlichen der Spiele meldeten am Sonntag den ersten Covid-19-Fall unter den Teilnehmern im Athletendorf in Tokio, womit sich die Gesamtzahl der Infektionen im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen auf mindestens zehn erhöht.

    01.33 Uhr: Großbritannien - Keine Quarantänepflicht für geimpfte Mitarbeiter im Gesundheitswesen

    In Großbritannien dürfen geimpfte Mitarbeiter des Gesundheits- und Sozialwesens Regierungsangaben zufolge auch nach dem Kontakt mit einem Infizierten weiter arbeiten. "Während wir lernen, mit diesem Virus zu leben, ist es wichtig, dass wir sicherstellen, dass das Personal an vorderster Front weiterhin die bestmögliche Pflege und Unterstützung für die Menschen im ganzen Land bieten kann", sagt Gesundheitsminister Sajid Javid, der sich nach einem positiven Testergebnis am Samstag in Quarantäne befindet. Die Ausnahmeregelung gelte für vollständig geimpfte Beschäftigte, deren Ausfall ein erhebliches Risiko für die Versorgung darstellen würde. Voraussetzung seien tägliche Tests während des gesamten Zeitraums, in dem sie isoliert werden müssten.

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