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Drittimpfung im Impfausweis

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    Corona: Die Ereignisse vom 13. bis 19. September 2021

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 06. bis 12. September 2021.

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    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 19. September

    16.08 Uhr: Schulleiter wütend: Pooltests ab Montag unrealistisch

    Eigentlich sollten ab diesem Montag die sogenannten Pooltests in Grund- und Förderschulen starten - doch Schulleiter stehen wegen zusätzlicher Bürokratie auf den Barrikaden. "Die Einführung der Pooltests (...) mit diesem Zeitdruck ohne soliden verifizierten Verwaltungsvorlauf ist unrealistisch", schrieb die Vorsitzende des bayerischen Schulleitungsverbandes (bsv), Cäcilia Mischko, am Sonntag in einem Brief an Kultusminister Michael Piazolo.

    Sie beklagt den "immensen" Verwaltungsaufwand in den Schulen, die "vollkommen unrealistische und unnötige Terminsetzung" und eine umfangreiche medizinische Einarbeitung der Schulleiter. Viele Eltern stünden den neuen Tests skeptisch gegenüber, von ihnen braucht man allerdings eine Einwilligung. Außerdem seien in den Schulen genügend Selbsttests für viele Wochen eingelagert. "Was für eine Verschwendung der Ressourcen!"

    15.45 Uhr: Lauterbach sieht Après-Ski in der kommenden Wintersaison kritisch

    SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat kritisch auf den Vorstoß des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz reagiert, der eine sichere Wintersaison in dem Alpenland versprochen und Après-Ski nur für Geimpfte in Aussicht gestellt hatte. Wie die nächste Wintersaison aussehen wird, könne zum jetzigen Zeitpunkt niemand seriös vorhersagen - auch nicht der österreichische Bundeskanzler, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    Lauterbach erklärte, er würde aus heutiger Sicht "eher davon abraten, unter Ischgl-ähnlichen Bedingungen zu feiern" und verwies auf Impfdurchbrüche. Schon jetzt gebe es in Innenräumen viele Ansteckungen auch unter Geimpften. Diese Fälle würden noch zunehmen, wenn der Impfschutz nachlässt. Ob Après-Ski überhaupt möglich sein werde, hänge nicht zuletzt von Booster-Impfungen oder von weiterentwickelten Impfstoffen ab, merkte der Gesundheitsexperte an.

    Kurz hatte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag) gesagt, dass er eine sichere Wintersaison inklusive Après-Ski für möglich halte. Falls sich die Corona-Situation weiter verschärft, würden anstatt der aktuell geltenden 3G-Regel nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten, kündigte er an. In Österreich seien über 70 Prozent der impfbaren Bevölkerung geimpft, so Kurz. Die überwiegende Masse der Touristen, seien ebenfalls geimpft. Insofern stehe einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege.

    13.15 Uhr: Lindner appelliert an Bürger: "Bitte lassen Sie sich impfen"

    Mit einem Aufruf zum Impfen gegen das Coronavirus hat der FDP-Vorsitzende Christian Lindner seine Rede beim Bundesparteitag der Liberalen eröffnet. Die FDP sei die Partei der Freiheit, dieses Bekenntnis sei aber untrennbar verbunden mit dem Gedanken der Verantwortung, sagte Lindner am Sonntag in Berlin. "Wer in Freiheit leben will, muss dafür auch selbst Verantwortung übernehmen. Und deshalb ist unser Appell an die Menschen im Land: Bitte lassen Sie sich impfen! Schützen Sie sich und andere durch eine Impfung."

    Lindner betonte, es dürfe in Deutschland auch im Herbst nicht wieder zu pauschalen Freiheitseinschränkungen und einem Lockdown kommen. "Die Schäden, die sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Schäden sind bereits groß genug." Dazu könne jeder einen Beitrag leisten, betonte Lindner.

    10.32 Uhr: Kanzleramtschef lehnt "Freedom Day", aber auch flächendeckende 2G-Regel ab

    Kanzleramtschef Helge Braun hat sich - wie zuvor schon Bundesgesundheitsminister Spahn - gegen einen "Freedom Day" ausgesprochen. Es könnte gut sein, dass es noch eine weitere Corona-Welle geben wird, so Braun - und 20 Millionen Menschen hierzulande hätten noch keinen Impfschutz.

    Damit wandte sich der Kanzerlamtschef gegen die Forderung von Kassenärzte-Chef Andreas Gassen, Ende Oktober alle Corona-Beschränkungen aufzuheben. Braun ist dafür, erst dann eine Aufhebung der Besc hränkungen zu versprechen, wenn der Prozentsatz der Geimpften besonde rs bei älteren Menschen deutlich gestiegen ist.

    Er machte aber auch klar, dass er nichts von einer flächendeckenden 2G-Regel hält. Die von einigen Bundesländern nun in manchen Bereichen ermöglichte 2G-Regelung finde er richtig, wenn dort 3G nicht ausreiche, um Infektionen zu vermeiden. Aber ich bin nicht für eine flächendeckende Einführung von 2G, wenn dies nicht aufgrund einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens erforderlich ist." Bei der 2G-Regel haben nur Geimpfte und Genese, nicht aber Getestete Zugang etwa zu Veranstaltungen.

    07.19 Uhr: Pandemie treibt Zahl der Briefwähler nach oben

    Wegen der Corona-Pandemie ist bei der Bundestagswahl mit einem deutlichen Anstieg an Briefwählern zu rechnen. Das geht aus einer Umfrage der "Welt am Sonntag" in verschiedenen Großstädten hervor. Demnach verschickte Frankfurt am Main bisher 160.500 Briefwahlunterlagen - knapp doppelt so viele wie bei der Wahl 2017 im gleichen Zeitraum. Eine Verdoppelung auf derzeit mehr als 130.000 Briefwahlscheine verzeichne auch Bremen.

    In München wurden bislang mehr als 463.000 Briefwahlunterlagen beantragt, im vergleichbaren Zeitraum 2017 waren es gut 285.000. Auch in Nürnberg zeichnet sich ein Rekord ab.

    05.00 Uhr: DIHK macht Vorschläge für Wege aus der Corona-Krise

    Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat umfassende Vorschläge vorgelegt, wie die Wirtschaft in Zeiten der Pandemie zurück zu alter Stärke finden kann. In einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, der Weg aus der Krise sei kein Selbstläufer. Jetzt gehe es darum, "den weiteren Pandemie-Verlauf besser zu überstehen".

    Unter anderem fordert der DIHK eine bessere Abstimmung zwischen Politik, betroffenen Unternehmen und Verbänden. Außerdem brauche es einen stärkeren Einsatz von digitalen Tools - damit hätte man viele Schließungen verhindern können. Und: Auch die Digitalisierung der Verwaltung müsse vorangetrieben werden.

    04.18 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt den sechsten Tag in Folge

    Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist den sechsten Tag in Folge gesunken. Laut Robert Koch-Institut wurden binnen sieben Tagen knapp 7.340 bestätigte Neuinfektionen registriert. Damit liegt die Inzidenz aktuell bei 70,5 - nach 72 am Samstag. Vor einer Woche lag sie noch bei 80,2.

    Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 38 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es acht Todesfälle gewesen.

    03.00 Uhr: Hausärzte befürworten Doppel-Impfung gegen Covid und Influenza

    Der Deutsche Hausärzteverband steht einer gleichzeitigen Impfung gegen Covid-19 und Grippe an einem Termin offen gegenüber. Der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt sagte der Deutschen Presse-Agentur, aus hausärztlicher Sicht sprächen zwei klare Vorteile dafür: Zum einen bestünde andernfalls die Gefahr, dass manche Patientinnen und Patienten nur eine der beiden Impfungen wahrnehmen. Zum anderen wäre es aus organisatorischer Sicht einfacher und würde gleichzeitig das mögliche Ansteckungsrisiko reduzieren, indem man einen zusätzlichen Impftermin vermeide.

    Eine Doppel-Impfung hatte jüngst auch Thomas Mertens, der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), in einem MDR-Interview für unbedenklich gehalten.

    01.00 Uhr: Spahn zieht positive Bilanz der Impfwoche

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat eine positive Bilanz der Aktionswoche zum Impfen gegen Covid-19 gezogen. Den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte er: "Wir haben in der Aktionswoche insgesamt rund 500.000 der wichtigen Erstimpfungen geschafft, etwa die Hälfte dürfte auf Aktionen zurückgehen." Vereine, Organisationen, Privat-Initiativen und Freiwillige hätten bundesweit rund 1.500 Impfaktionen auf die Beine gestellt.

    Gleichzeitig zeigte sich Spahn besorgt über die große Gruppe Ungeimpfter in der älteren Bevölkerung. Von den 24 Millionen Menschen im Alter über 60 Jahren seien noch knapp vier Millionen ungeimpft, also fast jeder sechste in dieser Risikogruppe. Würde sich ein Großteil von ihnen innerhalb weniger Wochen mit der Delta-Variante infizieren, würden die Intensivstationen sehr unter Stress kommen, so der CDU-Politiker.

    00.01 Uhr: Zypern und Algarve sind keine Hochrisikogebiete mehr

    Zypern und die Algarve sind von diesem Sonntag an keine Corona-Hochrisikogebiete mehr. Die Bundesregierung hat das Land und die portugiesische Region von der Liste gestrichen. Damit ist das auch bei Urlaubern beliebte Portugal nun ganz aus dieser Kategorie verschwunden.

    Gestrichen von der Liste der Hochrisikogebiete wurden außerdem die Region West in Irland, Brasilien, Indien, Nepal, Bangladesch sowie einige afrikanische Länder. Neu als Hochrisikogebiete eingestuft werden Armenien, Venezuela, Guyana, Belize, Moldau, Barbados sowie Antigua und Barbuda.

    Nach Aufenthalten in Hochrisikogebieten gilt: Rückkehrer nach Deutschland, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Sie können sich aber nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien.

    Samstag, 18. September

    19.15 Uhr: Eintracht Frankfurt will Stehplätze öffnen

    Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt plant zum nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Köln mit 31.000 Zuschauern. Die Hessen haben beim zuständigen Gesundheitsamt einen Antrag auf die Rückkehr zu Stehplätzen für Heim- und Auswärtsfans gestellt, teilte der Verein am Samstag mit. Eine Entscheidung der Behörde werde zum Beginn der kommenden Woche erwartet. Derzeit dürfen maximal 25.000 Besucher die Heimspiele der Eintracht im Stadion verfolgen. "Wenn wir es schaffen, die Stehplätze wieder zu öffnen und Gästefans wieder zulassen können, haben wir ein aus meiner Sicht akzeptables Setup zurückgewonnen", sagte Vorstandssprecher Axel Hellmann auf der Mitgliederversammlung des Vereins.

    17.52 Uhr: 25.000 trotz Verbots bei Open-Air-Party in Madrid

    Rund 25.000 junge Menschen kamen in der Nacht zum Samstag in Madrid trotz Verbots zu einer riesigen Open-Air-Party zusammen. In Madrids Stadtteil Ciudad Universitaria tanzten die Feiernden und tranken Alkohol. Auch in Barcelona kam es auf dem Campus der Autonomen Universität zu einer ähnlich großen Ansammlung von Feiernden mit 8.000 Teilnehmern.

    Partygänger weichen wegen geschlossener Clubs auf die Straße aus

    Das Nachtleben in Spanien ist derzeit aufgrund der Corona-Pandemie noch stark reglementiert. Partys mit Alkoholausschank im Freien sind eigentlich verboten, erfreuen sich aber wegen der vielen geschlossenen Bars gerade bei jungen Menschen großer Beliebtheit - trotz drohender Bußgelder.

    Polizei in Madrid ließ die Feiernden gewähren

    In Madrid allerdings war die Polizei mit der Auflösung der Riesenparty nach eigenen Angaben überfordert: Man habe sich zurückgehalten, weil für die Auflösung einer derart großen Menschenmenge nicht genügend Kräfte im Einsatz gewesen seien. Die letzten Partygänger seien in Madrid erst am Samstagmorgen gegen 07.00 Uhr abgezogen. Elf Jugendliche kamen wegen Alkoholvergiftung in ärztliche Behandlung.

    16.11 Uhr: Lockerungen der Auflagen für Laienmusiker und -theater

    Kunstminister Bernd Sibler und Marcel Huber, Präsident des Bayerischen Musikrats e.V., haben am Samstag in Gersthofen im Rahmen der Verleihung der Zelter- / Pro Musica-Plaketten an Chöre und Musikkapellen ein neues Rahmenkonzept vorgestellt. Darin sind weitreichende Lockerungen für Laienmusiker und Amateurtheater vorgesehen. Bei Proben von Chören und Laienmusikensembles sind nun keine Mindestabstände mehr zwingend vorgeschrieben. Für Proben in den Bereichen Laienmusik und Amateurtheater gelten folgende Regelungen: Wird in einem Landkreis/einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz von 35 überschritten, dürfen zu den Proben in geschlossenen Räumen nur noch Personen zugelassen werden, die geimpft, genesen oder getestet sind. Davon ausgenommen sind Kinder bis zum sechsten Geburtstag, Schülerinnen und Schüler, die regelmäßigen Tests im Rahmen des Schulbesuchs bekommen, und noch nicht eingeschulte Kinder. Besucher haben in Gebäuden und geschlossenen Räumen eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen. Bei den Proben entfällt die Maskenpflicht für Teilnehmer, wenn am festen Sitz-/Stehplatz ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, die nicht dem eigenen Hausstand angehören. Und wenn das Tragen einer Maske das aktive Musizieren bzw. die künstlerische Konzeption des Schauspiels nicht zulässt, insbesondere beim Spielen von Blasinstrumenten oder bei Gesang.

    13.35 Uhr: Infektionslage in Iran entspannt sich

    Nach vier Wochen voller hoher Neuinfektionszahlen mit der Delta-Variante des Corona-Virus, entspannt sich die Situation in Iran nach Angaben der Behörden. Statt wie in den vergangenen Wochen 700 Menschen sterben aktuell noch 350 Menschen täglich im Zusammenhang mit dem Virus. Die Zahl der neu erfassten Infektionen innerhalb eines Tages ist von 50.000 auf weniger als 13.000 gefallen. Das teilt das Gesundheitsministerium auf seiner Webseite mit. Immer mehr Impfstoffe werden importiert oder im Land selbst hergestellt. Laut Gesundheitsministerium sind über ein Drittel der mehr als 83 Millionen Iraner mindestens einmal und 16 Prozent doppelt geimpft.

    13.07 Uhr: Spahn: Corona-Antikörpertest als Nachweis anerkennen

    Bisher kann den Genesenen-Status in Deutschland nur vorweisen, wer sich mit Corona infiziert hat und während der Infektion im Labor positiv getestet wurde. Wer eine Infektion nicht bemerkt hat beziehungsweise nicht darauf getestet wurde, gilt dagegen nicht als genesen. Er oder sie muss sich daher, wie jeder andere, in der Regel doppelt gegen Corona impfen lassen (außer beim Impfstoff von Johnson & Johnson).

    Genau das will Jens Spahn nun ändern, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Wer vermutet, infiziert gewesen zu sein, kann dann auch einen Antikörpertest durchführen lassen und so nachträglich nachweisen, dass er bereits infiziert war. Ist das der Fall, kann die Person diesen Nachweis anschließend nutzen und sich bereits nach einer Impfstoff-Dosis als vollständig geimpft ausweisen lassen. Für einen Genesenen-Nachweis, der wie ein Imp-Pass oder ein Test Zutritt zu bestimmten Orten verschafft, reicht der Antikörpertest allerdings weiter nicht.

    Die Regelung soll laut Jens Spahn in Kürze auf der Website des Paul-Ehrlich-Instituts bekannt gegeben und gelte dann sofort. Die Kosten des Antikörpertests muss der Getestete selbst tragen.

    12.20 Uhr: Ministerin erinnert: Ab Montag Testpflicht für Kita-Mitarbeiter

    Beschäftigte von Kindertagesstätten, sowohl pädagogisches Personal als auch Reinigungskräfte oder Musiklehrer, müssen sich in Bayern ab Montag dreimal wöchentlich testen lassen. Ohne negativen Test gibt es keinen Zugang zur Einrichtung. Gültig sind Selbsttests sowie Nachweise offizieller Teststellen, Geimpfte und Genesene sind von der Regel ausgenommen. Dennoch stellt der Freistaat auch ihnen Selbsttests zur Verfügung, sodass auch sie sich freiwillig testen lassen können.

    An diese vergangene Woche beschlossene Neu-Regelung erinnerte Bayerns Familienministerin Carolina Trautner (CSU) am heutigen Samstag. Für die Kinder soll es freiwillige Lollitests oder auch Selbsttest-Gutscheine für zuhause geben. Die Eltern brauchen keine Tests vorzuweisen, müssen jedoch weiter Masken tragen, wenn sie die Kita betreten.

    11.19 Uhr: Spahn beklagt Impf-Gefälle in Deutschland

    Bundesweit sind aktuell 62,9 Prozent der Bürger vollständig geimpft, 67,1 Prozent mindestens einmal. Doch innerhalb der Bundesrepublik gibt es teils deutliche Unterschiede bei den Impfquoten wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nun bei Twitter anmerkte. „Im Nordwesten sind wir fast am Ziel, im Südosten sollten wir noch deutlich höhere Quoten erreichen“, schrieb der CDU-Politiker dort.

    Tatsächlich sind die Quoten in Bundesländern wie Bremen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Nordrhein-Westfalen merklich höher als in östlichen und südlichen Bundesländern wie Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern. So kann Spitzenreiter Bremen 73,3 Prozent Bewohner mit vollem Impfschutz vorweisen, Schlusslicht Sachsen nur 53,6 Prozent. Auch Bayern liegt mit 60,8 Prozent vollständig Geimpften, deutlich hinter anderen großen Bundesländern wie NRW (65,9) oder Niedersachsen (65,0).

    10.31 Uhr: GEW-Chefin fordert flächendeckende PCR-Tests an Schulen

    Maike Finnern, Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, hat gegenüber dem „Business Insider“ das Vorgehen der Politik in Bezug auf Schulen und die Corona-Pandemie kritisiert. Der aktuelle Kurs sei der Falsche und zu zögerlich. Sie fürchtet daher, dass erneute Schulschließungen drohen könnten.

    Finnern fordert etwa flächendeckende PCR-Pooltests an den Schulen statt der weniger präzisen Schnelltests. Zudem brauche es mehr Luftfilter, mehr Personal für Unterricht in kleineren Gruppen und Kontaktnachverfolgung.

    09.17 Uhr: Städtetag fordert weitere kreative Impfangebote

    Zum Ende der Impfaktionswoche hat der Deutsche Städtetag von den Bundesländern Pläne für weitere kreative Impfangebote gefordert. Hauptgeschäftsführer Dedy sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Gelegenheit macht Impfungen. Umso wichtiger ist es, dass es diese wirksamen Angebote auch nach dem Ende der Impfzentren zum 1. Oktober 2021 gibt."

    Die Impfaktionswoche von Bund, Ländern und Gemeinden nannte Dedy einen Erfolg. Damit habe sich wieder mal gezeigt, wie wichtig niedrigschwellige Impfangebote seien. Nach seinen Worten muss man den Menschen auch weiterhin dort den schnellen Piks zum Schutz vor dem Coronavirus ermöglichen, wo sie sich im Alltag aufhalten. Laut Robert Koch-Institut sind bislang knapp 63 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

    08.01 Uhr: Kurz erwägt Après-Ski nur für Geimpfte

    Sollte sich die Corona-Lage im Verlauf des Winters weiter verschärfen, hat Österreichs Bundeskanzler eine 1G-Regelung für Après-Ski-Lokale angekündigt. Sowohl 70 Prozent der über 12-Jährigen in Österreich als auch die überwiegende Masse der Touristen seien ohnehin geimpft, erklärte er in einem Interview mit der deutschen "Funke Mediengruppe". Ohnehin werde die bereits geltende 3G-Regel für eine sichere Ski-Saison sorgen.

    Der österreichische Ski-Ort Ischgl war zu Beginn der Corona-Krise als ein Hotspot für die Verbreitung der Pandemie in Europa bekannt geworden. Aktuell klagen Angehörige von Corona-Toten gegen den Staat Österreich, da die Behörden vor Ort aus ihrer Sicht zu spät und falsch auf Corona-Ausbrüche reagiert haben. Die Republik Österreich weist diese Vorwürfe zurück.

    06.55 Uhr: Kassenärzte-Chef fordert "Freedom-Day" am 30. Oktober

    Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" einen bundesweiten "Freedom Day" nach britischem beziehungsweise dänischem Vorbild für Ende Oktober ins Spiel gebracht. In Großbritannien und Dänemark seien nach der Aufhebung aller Maßnahmen die Gesundheitssysteme nicht kollabiert. Der deutschen Corona-Politik attestiert er dagegen zu viel Vorsicht, "German Angst" und eine "Kontrollillusion".

    Für ein Ende der Corona-Regeln in Deutschland schwebt dem Vorstandsvorsitzenden der Bundes-KVB ein konkreter Zeitraum von sechs Wochen ab jetzt vor. "Das gibt jedem, der will, genug Zeit, sich noch impfen zu lassen. Meine Wette: Dann sind wir Ende Oktober bei einer Impfquote von 70 Prozent oder noch höher, weil sehr viele Menschen das Angebot dann doch schleunigst annehmen werden", so Gassen im Interview.

    05.00 Uhr: Lauterbach fordert staatliche Impfprämie

    Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach kann sich mittlerweile auch eine staatliche Prämie vorstellen, um mehr Menschen zum Impfen zu bewegen. Der "Passauer Neuen Presse" sagte er: "Aus meiner Sicht sollten wir in der Situation, in der wir sind, kein Mittel ausschließen, um mehr Menschen zum Impfen zu bewegen". Das gelte auch für die Zahlung von Impfprämien, die er bislang immer sehr skeptisch gesehen habe, so Lauterbach.

    Der SPD-Politiker mahnte, Deutschland brauche eine sehr viel höhere Impfquote, um in absehbarer Zeit in die Normalität zurückzukehren. Andernfalls drohe "ein schwieriger Herbst".

    04.44 Uhr: Inzidenz in Deutschland sinkt auf 72

    In Deutschland sind binnen 24 Stunden mehr als 8.900 Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden. Laut Robert Koch-Institut ist damit die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz abermals leicht zurückgegangen. Der Wert liegt jetzt bei 72. Gestern hatte er noch bei 75 gelegen.

    In Bayern liegt die Inzidenz höher als im Bundesdurchschnitt, nämlich bei 86,3.

    Zum Artikel: "7-Tage-Inzidenz und mehr: Corona-Zahlen in Bayerns Landkreisen"

    Freitag, 17. September

    22.11 Uhr: US-Expertengremium gegen Corona-Drittimpfung für alle ab 16

    Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich gegen Corona-Drittimpfungen für alle Menschen ab einem Alter von 16 Jahren ausgesprochen. Die Mitglieder der unabhängigen Impfkommission stimmten am Freitag gegen eine grundsätzliche Auffrischungsimpfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer. Sie verwiesen unter anderem auf mögliche Nebenwirkungen bei jüngeren Menschen. Es dürfte aber noch eine zweite Abstimmung zu einer Booster-Impfung für ältere Menschen folgen.

    Führende Gesundheitsvertreter der Regierung von Präsident Joe Biden hatten Mitte August angekündigt, allen US-Bürgern solle ab dem 20. September eine Booster-Impfung angeboten werden. In der Folge wurden aber Zweifel an dem Vorhaben laut. Während einige Experten für eine Auffrischungsimpfung plädieren, halten andere sie für derzeit nicht angebracht. Befürworter einer Drittimpfung argumentieren, eine zusätzliche Impfdosis erhöhe den Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Dies gelte insbesondere in Anbetracht der Ausbreitung der Delta-Variante und einer über die Zeit nachlassenden Schutzwirkung der Vakzine. Gegner einer Auffrischungsimpfung erklären dagegen, zwei Impfdosen der Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna würden bereits ausreichenden Schutz bieten.

    21.23 Uhr: Studie: Moderna-Impfung schützt besser vor schwerer Corona-Erkrankung als Biontech - Schutzwirkung bei Moderna hält länger an

    Laut einer US-Studie schützt der Impfstoff des Pharmakonzerns Moderna langfristig besser gegen schwere Corona-Erkrankungen als der Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die am Freitag von der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) veröffentlichte Studie ergab, dass der Impfschutz von Biontech nach vier Monaten deutlich abnahm, während er bei Moderna nahezu stabil blieb.

    Die CDC-Forscher hatten für die Studie 3689 Fälle von Krankenhaus-Patienten zwischen März und August untersucht. In den Untersuchungszeitraum fiel der massive Anstieg an Infektionen mit der deutlich ansteckenderen Delta-Variante in den USA. Von den Patienten mit schweren Covid-19-Verläufen waren 12,9 Prozent mit Moderna geimpft und 20 Prozent mit Biontech.

    Bei Patienten, die mit Moderna geimpft waren, machte es demnach kaum einen Unterschied, wie lange die Impfung bereits zurücklag: Der Impfschutz betrug in den ersten vier Monaten 93 Prozent und danach 92 Prozent. Bei Patienten mit Biontech-Impfung sank der Impfschutz hingegen von 91 Prozent in den ersten vier Monaten auf 77 Prozent.

    Immer mehr Untersuchungen deuten darauf hin, dass Moderna eine bessere langfristige Schutzwirkung als Biontech aufweist - und das, obwohl beide auf der neuartigen mRNA-Technologie basieren. Es wird vermutet, dass es mit der höheren Dosierung des Moderna-Impfstoffs sowie der längeren Wartezeit zwischen den beiden Dosen zusammenhängt. Die Forschungsergebnisse könnten bei der Frage nach Auffrischungsimpfungen eine Rolle spielen.

    21.00 Uhr: Spahn: Mit Antikörpertest genügt Corona-Infizierten eine Impfung

    Das Bundesgesundheitsministerium wertet den Corona-Antikörper-Test deutlich auf. Erleichtert werden solle so der Nachweis für unwissentlich Infizierte, die ebenfalls nur eine Impfdosis benötigen, berichtet "Bild". Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte dem Blatt, so solle unkompliziert der Nachweis ermöglicht werden, sich nur einmal impfen lassen zu müssen. "Viele Bürgerinnen und Bürger waren infiziert, ohne es zu merken. Mit einem qualitativ hochwertigen Antikörpertest kann man das mittlerweile sicher nachweisen." Die Kosten für den Antikörper-Test würden allerdings nicht übernommen. Derzeit liegen sie bei etwa 20 bis 25 Euro.

    20.36 Uhr: Einfachere Reiseregeln für England

    Angesichts einer hohen Corona-Impfquote hat Großbritannien vereinfachte Reiseregeln angekündigt. Die Corona-Ampel werde abgeschafft, sagte Verkehrsminister Grant Shapps am Freitag. Stattdessen solle es ab 4. Oktober nur noch zwei Kategorien geben. Länder, in denen das Virus grassiert, würden als rot eingestuft, alle andere als offen.

    Vollständig Geimpfte, die aus einem offenen Staat nach England einreisen, brauchen sich vor der Reise nicht mehr testen zu lassen, wie Shapps weiter sagte. Ein Test ist lediglich nach der Landung nötig. Ab Ende Oktober entfallen dabei die teuren PCR-Tests, es genügen billigere und weniger präzise Antigen-Tests. Ungeimpfte müssen sich allerdings weiter vor und nach der Reise testen und außerdem zehn Tage in Quarantäne. In Großbritannien sind nach Angaben von Shapps knapp 82 Prozent der Menschen ab 16 Jahre vollständig geimpft. Die neuen Regeln gelten zunächst nur für England. Schottland, Wales und Nordirland haben noch nicht entschieden, wie sie künftig vorgehen.

    20.11 Uhr: Mehr als 80 Prozent der über Zwölfjährigen in Frankreich mindestens einmal geimpft

    In Frankreich haben inzwischen mehr als 86 Prozent der Einwohner ab zwölf Jahren mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten. 50 Millionen Menschen über zwölf Jahren wurden nach Regierungsangaben mindestens einmal geimpft. "Der Impfstoff rettet Leben, das Virus tötet, so einfach ist das", sagte Präsident Emmanuel Macron in einem in den Online-Netzwerken veröffentlichten Video. Die Marke von 50 Millionen Geimpften sollte nach den Plänen der Regierung eigentlich bereits Ende August erreicht werden. Die Zahl der Geimpften war sprunghaft angestiegen, nachdem die Regierung Mitte Juli die Einführung eines Gesundheitspasses beschlossen hatte, der der deutschen 3-G-Regel entspricht (geimpft, genesen, getestet) und bei vielen Gelegenheiten vorgezeigt werden muss. Allerdings hatte es in Paris und anderen Städten mehrfach massive Proteste gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung gegeben. Für Samstag werden erneut rund 180 Demonstrationen im ganzen Land erwartet.

    19.39 Uhr: USA wollen Millionen Pfizer-Impfdosen kaufen und spenden

    Die USA wollen einem Medienbericht zufolge Hunderte Millionen zusätzliche Impfdosen des Biontech-Partners Pfizer kaufen und weltweit spenden. Der Kauf solle Anfang kommender Woche anlässlich der UN-Vollversammlung verkündet werden, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf zwei mit dem Vorhaben vertraute Personen. US-Präsident Joe Biden macht sich im Kampf gegen die Pandemie für eine weltweite Impfkampagne stark. Die USA drängen andere Länder dazu, bis 2022 eine Impfquote der Weltbevölkerung von 70 Prozent anzustreben, wie aus US-Diskussionsvorlagen für einen am Rande des UN-Treffens geplanten virtuellen Corona-Gipfel hervorgeht.

    19.33 Uhr: Löwen und Tiger im Zoo von Washington positiv auf Corona getestet

    Im Zoo der US-Hauptstadt Washington sind neun Raubkatzen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Zoo mitteilte, werden sechs Löwen und drei Tiger wegen der Symptome behandelt. Am vergangenen Wochenende hatten Pfleger demnach beobachtet, dass die sechs afrikanischen Löwen, ein Sumatra-Tiger und zwei Sibirische Tiger unter vermindertem Appetit und Husten litten und lethargisch waren.Die infizierten Tiere wurden mit Entzündungshemmern, Antibiotika und Medikamenten gegen Übelkeit behandelt. Der Zoo betonte, dass von den Tieren keine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgehe, da sie genügend Abstand zu Besuchern haben.

    Vor wenigen Tagen hatten mehrere US-Zoos - darunter auch der in Washington - eine Impfkampagne für gefährdete Tiere angekündigt. Neben Katzen sind auch Primaten von dem Virus betroffen. Vergangene Woche wurden etwa Gorillas im Zoo von Atlanta im Bundesstaat Georgia positiv auf das Coronavirus getestet. Die Tiere des Zoos in Washington sollen in den kommenden Monaten mit einem von dem Tierarzneimittelhersteller Zoetis entwickelten Serum geimpft werden.

    18.19 Uhr: Nena sagt 2022-Tour ab - Kritik an Corona-Auflagen

    Popsängerin Nena hat ihre für das kommende Jahr geplante Konzert-Tour abgesagt. "Ich will nicht lange drum rumreden. Meine Tour 2022 wird nicht stattfinden. Und ich werde sie auch kein zweites Mal verschieben", postete die 61-Jährige am Freitag bei Instagram. Als Grund nannte sie die coronabedingten Einschränkungen: "Ich stehe zu meiner Aussage: Auf einem Nena-Konzert sind ALLE MENSCHEN WILLKOMMEN. Hier in unserem Land geht es derzeit in eine ganz andere Richtung, und ich mache da nicht mit." Tickets könnten dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden.

    Die in Hamburg lebende Sängerin hat in der Pandemie mehrfach für Diskussionen gesorgt. Im März veröffentlichte sie bei Instagram ein Video mit dem Titel "Danke Kassel", nachdem in der Stadt Tausende Menschen gegen die Corona-Eindämmungsmaßnahmen auf die Straße gegangen waren. Im Oktober löste sie mit einem Post auf Instagram Diskussionen über mögliche Verschwörungstheorien aus, betonte aber, dass sie nicht als Corona-Leugnerin verstanden werden wolle.

    Ende Juli war bei Berlin ein Konzert vor einer möglichen Zugabe beendet worden. Zuvor hatte sich Nena laut einem Bericht des "Tagesspiegels" und mehrerer Videos bei Twitter über die Hygienevorschriften geäußert. "Mir wird gedroht, (...) dass sie die Show abbrechen, weil ihr nicht in eure (...) Boxen geht", sagte Nena demzufolge. "Ich überlasse es in eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht." Nach dem Konzert in Berlin wurden ein Konzert im hessischen Wetzlar und ein weiteres in Bad Segeberg abgesagt.

    17.40 Uhr: WHO schlägt Alarm wegen Lage im libanesischem Gesundheitssystem

    Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation hat vor einer Gesundheitskrise im Libanon gewarnt. Besonders problematisch sei, dass immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Krankenhäusern das von einer schweren Wirtschaftskrise gebeutelte Land verlassen, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Beirut. Berichten zufolge seien Tausende ins Ausland gegangen. "Krankenschwestern gehen, Ärzte gehen", sagte Tedros. "Die Auswirkungen werden viele Jahre anhalten." Dazu komme die Corona-Pandemie. Die Situation sei sehr ernst.

    Im Libanon leben neben fünf Millionen Einwohnern auch eine Million syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Die Regale der Apotheken im Land sind seit Monaten leer gefegt, einerseits wegen Panikkäufen, aber auch weil Lieferanten Medikamente zurückhielten, in der Hoffnung, sie später teurer verkaufen zu können. Arzneimittelengpässe bedrohen Zehntausende. Krankenhäuser haben kein Diesel für ihre Notstromgeneratoren mehr. Beatmungsgeräte können bisweilen nur tageweise eingesetzt werden, weil die unter Devisenknappheit leidende Regierung Schwierigkeiten hat, Zubehör zu besorgen. WHO-Chef Tedros sagte: "Ich weiß nicht, ob es noch irgendein Land gibt, das in einer solch wirklich schrecklichen Lage steckt."

    17.23 Uhr: Laschet findet Impfvorschriften in Frankreich zu streng: "Ich setze auf die Kraft des Arguments"

    Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) findet die in Frankreich geltenden Vorgaben zur Corona-Impfung bestimmter Berufsgruppen zu weitgehend. Er lobte in einem am Freitag in Auszügen veröffentlichten Interview mit mehreren Zeitungen zwar die gestiegene Impfquote in Frankreich. "Trotzdem lehne ich die Rigorosität der Franzosen in dieser Frage ab", fügte er hinzu. In Frankreich gilt seit Mittwoch eine Corona-Impfpflicht für Pflegepersonal und Feuerwehrleute. Millionen Mitarbeitende von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Pflege- und Rettungsdiensten sowie der Feuerwehr müssen nun mindestens mit einer Dosis geimpft sein; ab Mitte Oktober ist der volle Impfschutz vorgeschrieben. Andernfalls drohen Suspendierung und Gehaltsausfall.

    "Ich setze auf die Kraft des Arguments", sagte Laschet zur Impfkampagne in Deutschland in dem Interview der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Wir haben unseren Bürgerinnen und Bürgern versprochen, dass es keine Impflicht geben wird. Daran halte ich mich auch als Bundeskanzler."

    16.45 Uhr: Zypern und ganz Portugal keine Corona-Hochrisikogebiete mehr

    Die Bundesregierung streicht Zypern und die Algarve ab Sonntag von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Damit verschwindet das auch bei Urlaubern beliebte Portugal nun ganz aus dieser Kategorie. Die Tourismusbranche der Algarve reagierte mit Erleichterung. "Wir sind sehr erfreut, dass die letzten Reisebeschränkungen für Gäste aus Deutschland nun gefallen sind. Die Algarve sieht nun einer starken Herbst- und Wintersaison entgegen, die vor allem bei Deutschen immer beliebter wird", sagte der Präsident der Tourismusverbandes der Algarve, João Fernandes, der Deutschen Presse-Agentur. 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie, verbrachten mehr als 1,5 Millionen Deutsche ihren Urlaub in Portugal.

    Bei den Impfungen ist Portugal Deutschland weit voraus. 87 Prozent haben mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten, 81,8 Prozent sind vollständig geimpft. Für die Einreise nach Portugal ist ein EU-Impf-Zertifikat oder ein negativer Corona-Test sowie eine elektronische Reiseanmeldung vorgeschrieben.

    16.30 Uhr: Hunderte abgelaufene Impfdosen von Moderna verabreicht

    Wegen eines falschen Etiketts sind in Sindelfingen, Reutlingen und Esslingen 840 abgelaufene Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna verabreicht worden. Der Impfstoff wurde vorschriftsmäßig in Kühlboxen transportiert. Auf den Paketen war eine längere Ablaufzeit notiert, wie die drei zuständigen Landkreise in Baden-Württemberg am Freitag mitteilten. Daher sei der Impfstoff teilweise noch gespritzt worden. Das Datum habe sich später als falsch herausgestellt. Die Verantwortlichen erwarteten wegen des Fehlers zunächst keine Folgen für die Betroffenen.

    "Es gibt bisher keine Rückschlüsse, dass sich aus der längeren Aufbewahrungszeit Auswirkungen auf die Wirksamkeit ergeben hätten", sagte die ärztliche Leiterin des Sindelfinger Kreisimpfzentrums, Martina Burchert-Graeve. Einer neuen Studie des Herstellers zufolge sei der Impfstoff so stabil, dass er drei Monate lang bei normalen Kühlschranktemperaturen gelagert werden könne. In Europa gelte aber derzeit noch die Vorgabe der Europäische Arzneimittel-Agentur, nach der die Lagerung eine Dauer von 30 Tagen nicht überschreiten soll.

    16.10 Uhr: Unicef mahnt schnellstmögliche Öffnung von Schulen weltweit an

    Unicef hat an Regierungen weltweit appelliert, noch wegen der Corona-Pandemie geschlossene Schulen schnellstmöglich wieder zu öffnen. Seit Beginn der Pandemie und der damit verbundenen Lockdowns hätten Schulkinder auf der ganzen Welt bereits schätzungsweise 1,8 Billionen Stunden an Präsenzunterricht verpasst, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am Freitag in New York mit. In rund 27 Prozent der Länder weltweit seien die Schulen immer noch ganz oder teilweise geschlossen. Dadurch bleibe Mädchen und Jungen der Zugang zu Bildung und anderen wichtigen Unterstützungsangeboten verwehrt.

    15.20 Uhr: Studie: Kinder scheiden weniger Aerosolpartikel aus als Erwachsene

    Grundschulkinder geben einer kleinen Studie zufolge beim Atmen, Sprechen und Singen in Innenräumen deutlich weniger kleine Schwebeteilchen in die Luft ab als Erwachsene. In der Corona-Pandemie würden Gefährdungsbeurteilungen bisher allerdings auf den Werten von Erwachsenen beruhen, heißt es in einer gemeinsamen Untersuchung der Berliner Charité und der Technischen Universität Berlin. An der Studie nahmen 15 Chormitglieder zwischen acht und zehn Jahren und in der Vergleichsgruppe 15 erwachsene Chorsängerinnen und -sänger zwischen 23 bis 64 Jahren teil.

    Beim Vergleich der Werte zeigten sich bei den Grundschülern für Ruheatmung, Sprechen und Singen signifikant geringere Emissionsraten. Der Faktor zwischen Kindern und Erwachsenen betrug 2,8 bei Ruheatmung, 5,9 beim Sprechen sowie 13,4 beim Singen, heißt es in der Untersuchung. Beim Rufen zeigten sich dagegen keine bemerkenswerten Unterschiede zwischen beiden Gruppen. Als Erklärung dafür gehen die Wissenschaftler von anatomischen Unterschieden und die geringeren Schallpegel der Kinderstimmen bei mittlerer Lautstärke sein.

    15.11 Uhr: Baerbock für zeitlich begrenzten Verzicht auf Impfstoff-Patentschutz

    Anders als die Bundesregierung dringt Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock auf eine zeitweise Aufweichung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe. "Monopole auf geistiges Eigentum zur Bekämpfung einer weltweiten Pandemie dürfen den Zugang zu überlebenswichtigen Schutzmaterialien, Impfstoffen und Arzneimitteln nicht versperren", schreibt Baerbock in einer Antwort auf den Appell von Nobelpreisträgern und ehemaligen Regierungschefs, sich für die Freigabe von Impfpatenten einzusetzen. Diese Antwort liegt der Nachrichtenagentur Reuters vor. Es handele sich um einen engen, zeitlich begrenzten Verzicht auf die Eigentumsrechte. Dieser ziele nur darauf ab, den weltweiten Zugang zu Covid-19-verwandten Produkten zu erleichtern.

    15.00 Uhr: Schweiz verschärft Einreisebestimmungen

    Zur Eindämmung der Infektionszahlen erhöht die Schweiz die Hürden für Einreisen. Ab dem 20. September müssen Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, an der Grenze einen negativen Test vorweisen - unabhängig davon, woher sie kommen und mit welchem Verkehrsmittel sie einreisen. Nach vier bis sieben Tagen werde ein zweiter Test verlangt. Die Regierung wolle damit eine Zunahme der Fälle durch Reiserückkehrer nach den Herbstferien verhindern. Auslöser des Entscheids seien Erfahrungen nach den Sommerferien gewesen, als Reisende zur der besorgniserregenden Situation in dem Land beigetragen hätten.

    15.05 Uhr: Bundesregierung plant keine neuen Corona-Regeln am Arbeitsplatz wie in Italien

    Firmen und Angestellte in Deutschland müssen sich vorerst nicht auf verschärfte Corona-Vorschriften am Arbeitsplatz einstellen, wie sie bald in Italien gelten. Ihr seien dazu "keine Pläne aus unserem Haus bekannt", sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums am Freitag in Berlin.

    Regierungssprecher Steffen Seibert verwies darauf, dass erst kürzlich die Corona-Arbeitsschutzverordnung bis zum Jahresende verlängert worden war. Diese sieht unter anderem vor, dass Arbeitgeber den in Präsenz tätigen Beschäftigten zweimal die Woche Corona-Testmöglichkeiten anbieten müssen. Auch betriebliche Hygienepläne sind darin vorgeschrieben.

    In Italien müssen künftig alle Arbeitnehmer eine Corona-Impfung oder einen negativen Test vorweisen, wenn sie ihrer Arbeit nachgehen. Vom 15. Oktober an sind sie verpflichtet, dies mit dem sogenannten grünen Pass nachzuweisen.

    14.55 Uhr: Angst vor Corona führt zu mehr Unfällen in Londoner U-Bahn

    In den Londoner U-Bahn-Stationen ist die Zahl der Unfälle zuletzt stark angestiegen, weil viele Passagiere aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus davor zurückschrecken, den Handlauf der Rolltreppen zu berühren. Die Folge sei ein Anstieg potenziell tödlicher Stürze, zitierten britische Medien am Freitag die Londoner Verkehrsgesellschaften. Am gefährdetsten seien ältere Menschen. Da seit dem Ende des Lockdowns aber auch das Nachtleben wieder an Fahrt aufgenommen habe, stürzten auch mehr angetrunkene Menschen.

    Zwischen April und Juni dieses Jahres gab es demnach zwölf Tote oder Schwerverletzte in den U-Bahn-Stationen der britischen Hauptstadt sowie 23 in Bussen. Das seien mehr als in den vergangenen Quartalen, berichteten die Zeitungen "Daily Telegraph" und "Evening Standard".

    Neben den bereits bestehenden Reinigungsmaßnahmen plant die U-Bahn-Gesellschaft TfL den Einsatz von Geräten mit Ultraviolettstrahlung auf den Handläufen der Rolltreppen, um das Virus zu entfernen.

    14.40 Uhr: Wales verlangt Impf- oder Testnachweis von Nachtclub-Besuchern

    Nachtschwärmer im britischen Landesteil Wales müssen ab dem 11. Oktober vor Betreten von Nachtclubs und größeren Events einen Corona-Impf- oder Testnachweis vorlegen. Das teilte der walisische Regierungschef Mark Drakeford am Freitag mit. Angesichts hoher Fallzahlen in dem Landesteil mit rund 3,1 Millionen Einwohnern rief der Labour-Politiker die Menschen auch dazu auf, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten. "Das letzte was wir wollen, sind weitere Lockdowns, und dass Geschäfte ihre Türen wieder schließen müssen", sagte Drakeford der Mitteilung zufolge.

    14.30 Uhr: Zehn weitere Corona-Tote in Bayern

    In Bayern haben sich innerhalb eines Tages 2.516 weitere Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mitteilt, sind zehn weitere Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Damit hat sich die Zahl der Todesfälle im Freistaat seit Beginn der Pandemie auf 15.512 erhöht. Die Gesamtzahl der Infizierten liegt bei 706.649.

    Die höchste 7-Tage-Inzidenz unter den Regierungsbezirken hat mittlerweile Oberbayern mit derzeit 103,9, die niedrigste hat weiterhin Oberfranken mit 52,4. Der Landkreis Traunstein hat unter den Städten und Landkreisen mit 218,61 die bayernweit höchste 7-Tage-Inzidenz. Am niedrigsten ist sie im Landkreis Hof mit 12,70.

    Aktuell sind im Freistaat 269 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt. Die Krankenhaus-Ampel in Bayern steht weiterhin auf grün. Sie wird erst auf Rot geschaltet, wenn mehr als 600 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen liegen bzw. auf Gelb, wenn innerhalb einer Woche mehr als 1.200 Covid-19-Patienten neu in den Krankenhäusern aufgenommen werden.

    14.25 Uhr: Arbeitgeberpräsident kann sich Impfprämie vorstellen

    Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kann sich eine Geldprämie als Impfanreiz vorstellen. Im Gespräch mit der "Wirtschaftswoche" sagte Dulger zu neuen Anreizen für eine Corona-Impfung: "Das kann man ja auch regional unterschiedlich gestalten: In München zum Beispiel mit Tickets für den FC Bayern, da würde sich wahrscheinlich die halbe Stadt piksen lassen. " Dulger würde auch eine Geldprämie begrüßen. Denn alles, was helfe, zur Normalität zurückzukehren, sei richtig. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hingegen hatte sich erneut gegen staatliche Impfprämien gewandt.13.37 Uhr: Corona-Pandemie hat Trauerprozesse erschwert

    Die Psychologieprofessorin Birgit Wagner rechnet in den kommenden Monaten mit Therapiebedarf bei Menschen, die sich während der Corona-Pandemie nicht von sterbenden Angehörigen verabschieden konnten. "Es ist schlicht grausam gewesen, Angehörigen einen Besuch des Sterbenden zu verweigern", sagte sie dem "Spiegel" (Samstag). Gerade zu Beginn der Pandemie habe dies Trauerprozesse erheblich erschwert.

    Oft sei die Vorstellung, was der oder die Verstorbene in den letzten Stunden erlebt habe, viel schlimmer als das, was wirklich geschehen sei, erklärte die Expertin für Klinische Psychologie. Forschungen deuteten außerdem darauf hin, dass auch ein Blick auf den Leichnam des geliebten Menschen bei der Verarbeitung der Trauer helfen könne, genauso wie eine gelungene Abschiedsfeier. Der "Bundesverband Trauerbegleitung" rechnet laut Magazin ebenfalls damit, dass "aus vielen Trauerverläufen manifeste psychische Störungen" werden könnten.

    13.15 Uhr: Gesundheitsminister Spahn gegen Impfprämie

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lehnt staatliche Impfprämien nach wie vor ab. "Ich finde die Frage spannend, was denn die 55 Millionen dazu sagen, die schon geimpft sind, die sich einen Termin besorgt haben, die mögliche Impfreaktionen in Kauf genommen haben, um sich und andere zu schützen", sagt der CDU-Politiker der Sendergruppe RTL/ntv. Er verstehe den Ansatz und finde es auch gut, dass Unternehmen und Einzelhändler Rabattaktionen anbieten. Aber er sei gegen staatliche Prämien. "Das ist auch eine Frage der Fairness."

    13.12 Uhr: Israels Sanitätstruppe betreut Corona-Kranke zu Hause

    Um die Krankenhäuser in der Corona-Krise zu entlasten, betreut die Sanitätstruppe der israelischen Armee seit dieser Woche Corona-Infizierte zu Hause. Dutzende Teams aus Arzt, Krankenpfleger und Fahrer würden zunächst 250 Kranke täglich besuchen, teilte die Armee am Freitag mit. Die Operation "Hand in Hand" könne bei Bedarf aber noch ausgebaut werden.In Israel wurden zuletzt mehrfach mehr als 10 000 neue Corona-Fälle pro Tag registriert - die höchsten Zahlen seit Beginn der Pandemie. Am Freitag meldete das Gesundheitsministerium 3171 neue Corona-Infizierte für den Vortag. Allerdings war auch deutlich weniger getestet worden. 658 Corona-Infizierte sind demnach schwer krank. Knapp 60 Prozent der rund 9,4 Millionen Israelis sind geimpft.

    12.45 Uhr: IOC-Chef Bach kündigt Impfprogramm für Winterspiele an

    Mit einer Neuauflage seines Impfprogramms will das Internationale Olympische Komitee die Winterspiele in Peking sicherer machen. Das IOC werde Verbände und weitere Partner dabei unterstützen, Impfstoffe gegen das Coronavirus für alle Teilnehmer der Spiele verfügbar zu machen, schrieb IOC-Präsident Thomas Bach in einem am Freitag veröffentlichten Brief an die olympische Bewegung. Dabei werde man sich "natürlich im Rahmen der nationalen Bestimmungen" bewegen, versicherte Bach.

    12.05 Uhr: 1.420 Aktionen bei bundesweiter Impfwoche

    Bei der bundesweiten Impfwoche hat es bislang 1420 Aktionen gegeben, wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilt. Allein in den vergangenen zwei Tagen seien 500.000 Menschen geimpft worden. Insofern sei die Aktion kein Misserfolg, betont Seibert.

    11.25 Uhr: Zypern und ganz Portugal keine Corona-Hochrisikogebiete mehr

    Die Bundesregierung streicht Zypern und die Algarve ab Sonntag von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Damit verschwindet das auch bei Urlaubern beliebte Portugal nun ganz aus dieser Kategorie, wie am Freitag aus einer Mitteilung des Robert Koch-Institutes hervorging.

    Gestrichen werden außerdem die Region West in Irland, Brasilien, Indien, Nepal, Bangladesch, Botsuana, Sambia, Simbabwe, Eswatini (Swasiland), Lesotho, Malawi und Zentralafrika. Neu als Hochrisikogebiete eingestuft werden Armenien, Venezuela, Guyana, Belize, Moldau, Barbados sowie Antigua und Barbuda.

    11.11 Uhr: Massenhaft Nachmeldungen - Münchner Inzidenz springt um 42 Prozent

    Eine Welle an Nachmeldungen hat die Corona-Inzidenz in München sprunghaft steigen lassen. Innerhalb eines Tages stieg sie nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Freitagmorgen um 42 Prozent auf 88,2 - den höchsten Stand seit Mai. Die Stadt hatte bereits am Donnerstag vorgewarnt, dass es «aufgrund des zuletzt stark angestiegenen Meldeaufkommens» zu Verzögerungen bei der Datenerfassung und daher mehr Nachmeldungen kommen werde.

    Die Zahlen beziehen sich auf den vom RKI am Freitagmorgen gemeldeten Stand. Sie können sich nachträglich ändern. Die Inzidenz hat in Bayern an Bedeutung für Corona-Maßnahmen verloren. Stattdessen ist die Auslastung der Krankenhäuser zur entscheidenden Größe geworden.

    10.55 Uhr: 67 Prozent in Deutschland mindestens einmal geimpft

    In Deutschland sind nach Angaben der Bundesregierung mittlerweile 67 Prozent mindestens einmal geimpft. Am Donnerstag seien 263.071 Impfdosen verabreicht worden. Vollständig geimpft sind nun 62,8 Prozent. Bei den über 60-Jährigen liegt der Anteil der vollständig Geimpften bei 83,7 Prozent, bei den 18- bis 59-Jährigen bei 68,1 Prozent und bei den 12- bis 17-Jährigen bei nur 27,8 Prozent.

    Zum Artikel "Datenanalyse: Corona-Inzidenz nach Impfstatus in Bayern"

    10.46 Uhr: Bayern verkürzt Corona-Quarantäne

    Bayern verkürzt die Corona-Quarantänezeiten und stellt die Kontaktnachverfolgung neu auf. Enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen nun zehn Tage in Isolation oder können sich nach fünf Tagen mit einem PCR- oder nach sieben Tagen mit einem Antigenschnelltest freitesten, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag in München sagte. Für vollständig Geimpfte und Genesene ist keine Quarantäne vorgeschrieben.

    Bei der Kontaktnachverfolgung wird künftig priorisiert: Situationen mit einem hohen Übertragungsrisiko, wie etwa Feiern, werden zuerst behandelt. Auch Fälle, bei denen Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf involviert sind wie in Altersheimen, sollen schneller bearbeitet werden. "In Situationen mit geringem Übertragungsrisiko und ohne Gefährdung von Risikogruppen können die Gesundheitsämter die Kontaktpersonen-Nachverfolgung nachrangig behandeln", heißt es in der Mitteilung. Die Änderungen, die auf Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) beruhen, sind seit Donnerstag in Kraft.

    10.44 Uhr: Impfskandal Friesland - Land zahlt Entschädigung für Nachimpfung

    Im Impfskandal im niedersächsischen Landkreis Friesland bieten das Land und der Landkreis den von einer Nachimpfung betroffenen Menschen auf Antrag eine finanzielle Aufwandsentschädigung an. Wer eine Nachimpfung erhalte, könne pauschal 35 Euro bekommen, teilte der Landkreis am Freitag auf seiner Website mit. Bei zwei Impfungen seien es 50 Euro. Insgesamt könnten 10.183 Personen einen Antrag stellen. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatte eine Krankenschwester im April in mindestens sechs Fällen im Impfzentrum Schortens-Roffhausen Impfstoff gegen eine Kochsalzlösung ausgetauscht. Als Grund gab die examinierte Pflegekraft laut den Ermittlern an, dass ihr eine Ampulle mit dem Vakzin zerbrochen sei. Aus Furcht vor einer Entlassung habe sie dann die Spritzen lediglich mit Kochsalz aufgefüllt. Später hieß es, die Ermittler könnten nicht ausschließen, dass die Frau bereits zuvor mehrfach ausschließlich Kochsalz verwendet habe. Deshalb müssten nun rund 10.000 Menschen nachgeimpft werden.

    10.32 Uhr: Corona-Welle treibt Kliniken im Westen der USA in Krisenmodus

    Wegen dramatisch steigender Corona-Fallzahlen stoßen Krankenhäuser in einigen Staaten im Westen der USA an ihre Kapazitätsgrenzen. In Idaho ordnete die Gesundheitsbehörde den Notfallmodus in Kliniken an. Ähnliche Schritte wurden auch in Alaska und Montana ergriffen, wo vor allem immer mehr ungeimpfte Patienten mit Covid-19 eingeliefert werden. In Alaska allein litten inzwischen rund 20 Prozent der Menschen in stationärer Behandlung an Covid-19, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde mit. Personal und Kapazitäten seien knapp.

    10.15 Uhr: Vermehrt Impfdurchbrüche bei Vakzin von Johnson & Johnson

    Experten und Behörden fallen vermehrte Impfdurchbrüche beim Impfstoff von Johnson & Johnson auf. Bislang erkrankten in 6.106 Fällen Menschen trotz vollständigem Impfschutz durch das Mittel, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Wochenbericht. Laut RKI haben bislang gut drei Millionen Menschen eine Johnson&Johnson-Impfung bekommen. Auf eine Million Geimpfte kämen demnach grob überschlagen 2.000 Impfdurchbrüche. Zum Vergleich: Beim am häufigsten in Deutschland verwendeten Impfstoff - Biontech/Pfizer - sind es diesen Zahlen zufolge rund 640 Durchbrüche pro eine Million vollständig Geimpfte.

    Das Vakzin von Johnson & Johnson ist der einzige bisher in der EU zugelassene Corona-Impfstoff, bei dem es laut EU-Arzneimittelbehörde (EMA) nur eine Dosis braucht. Nach dieser Impfung dauere es länger als nach den mRNA-Impfungen, bis sich ausreichend Antikörper gebildet hätten, sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der Deutschen Presse-Agentur. "Teilweise steigen die Spiegel mehr als einen Monat nach der Impfung noch an."Da die Antikörperspiegel deutlich unterhalb derer lägen, die durch die anderen Impfstoffe erzeugt werden, scheine der Schutz vor einer Corona-Infektion nach der Janssen-Impfung also deutlich schlechter, sagte Watzl. Vor einer schweren Corona-Erkrankung schütze das Vakzin aber sehr wohl, betonte er.

    09.37 Uhr: Wegen Corona Millionen Kinder Lateinamerikas nicht in der Schule

    Rund 86 Millionen Kinder und Jugendliche in Lateinamerika gehen wegen der Corona-Pandemie weiter nicht zur Schule. Das berichtet das UN-Kinderhilfswerk Unicef. In den vergangenen 18 Monaten habe ein Großteil der Kinder und Jugendlichen ihre Lehrer und Mitschüler nicht außerhalb des Bildschirms gesehen. Ärmere Familien ohne Zugang zum Internet seien komplett außen vor, sagte eine Unicef-Sprecherin der Zeitung "El Pais" aus Honduras. Der digitale Unterricht müsse fortgesetzt und verbessert werden, fordert Unicef zugleich. Es sei allerdings auch klar geworden, das ärmere Familien praktisch keinen Zugang zu diesem Unterricht hätten. Jeder Tag außerhalb der Schule mache Jugendliche anfälliger für Schulabbruch und damit auch für Bandenkriminalität und deren Konsequenzen wie Migration und Menschenhandel.

    09.04 Uhr: Italien schreibt Beschäftigten Test oder Impfung vor

    Als erstes Land in Europa schreibt Italien künftig allen Beschäftigten im privaten und öffentlichen Bereich Impfungen oder negative Corona-Tests vor, um ihrer Arbeit nachzugehen. Wer kein Zertifikat vorweisen kann, darf vom 15. Oktober an nicht mehr zur Arbeit in Büros, Behörden, Geschäften oder der Gastronomie gehen.

    Verstöße gegen die Regeln sollen scharf geahndet werden: Wer keinen Grünen Pass - dazu zählt auch der EU-Corona-Zertifikat - hat und deshalb nicht zur Arbeit erscheint, darf ohne Bezahlung freigestellt werden - in öffentlichen Einrichtungen nach fünf Tagen, in der Privatwirtschaft sofort. In einigen Bereichen wie etwa an Schulen ist der Grüne Pass bereits Pflicht. Arbeitgebern, die keine Kontrollen durchführen, drohen Bußgelder bis zu 1500 Euro.

    08.05 Uhr: Weniger Kinderschutz-Meldungen im Lockdown

    Im Corona-Jahr 2020 stellten die Jugendämter in Deutschland bei 60.551 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung fest. Bei weiteren 66.557 Minderjährigen kamen die Behörden zu dem Ergebnis, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber Hilfe- oder Unterstützungsbedarf vorlag. In 15 % oder 19.028 dieser insgesamt 127.108 Kinderschutzfälle kam der Hinweis von einer Schule oder Kindertagesstätte (einschließlich Kindertagespflege). Fachleute hatten vor dem ersten Corona-Lockdown im Jahr 2020 davor gewarnt, dass ein Teil der Kinderschutzfälle durch die vorübergehenden Schul- und Kitaschließungen unentdeckt bleiben könnte. Neue monatliche Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigen nun, dass die Meldungen von Schulen und Kitas im Frühjahr 2020 tatsächlich zeitweise stark zurückgegangen sind, insbesondere im April und Mai, also einen Monat nach den ersten coronabedingten Schulschließungen. 06.50 Uhr: Sydney erprobt neues Quarantänesystem für vollständig geimpfte Einreisende

    Sydney testet ein neues Quarantänesystem für vollständig geimpfte Einreisende aus dem Ausland. "Dies ist der nächste Schritt in unserem Plan, wieder sicher aufzumachen und sicher aufzubleiben", sagt Ministerpräsident Scott Morrison. Die Behörden wollen eine Handy-App mit Gesichtserkennung einsetzen, um die Einhaltung der Vorschriften der rund 175 Test-Personen zu überwachen. Der Probelauf soll noch im September stattfinden. Australien hatte seine Grenze wegen der Pandemie im März 2020 geschlossen und erlaubt die Einreise fast ausschließlich nur Staatsbürgern und Personen mit ständigem Wohnsitz, die sich auf eigene Kosten zwei Wochen in einem Hotel in Quarantäne begeben müssen. Dies soll nun auch zu Hause möglich werden.06.15 Uhr: Arbeitgeberpräsident kann sich Impfprämie vorstellen

    Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kann sich eine Geldprämie als Impfanreiz vorstellen. Im Gespräch mit der "Wirtschaftswoche" sagte Dulger zu neuen Anreizen für eine Corona-Impfung: "Das kann man ja auch regional unterschiedlich gestalten: In München zum Beispiel mit Tickets für den FC Bayern, da würde sich wahrscheinlich die halbe Stadt piksen lassen. Und ja: Ich würde auch eine Geldprämie begrüßen - alles, was hilft, ist richtig, um in die Normalität zurückzukehren." Die Corona-Impfkampagne stockt bereits seit einiger Zeit, Grund ist die mangelnde Nachfrage in der Bevölkerung.

    05.55 Uhr: Reisekorridor zwischen Neuseeland und Australien bleibt geschlossen

    Das quarantänefreie Reisen zwischen Australien und Neuseeland wird für weitere acht Wochen ausgesetzt. "Wir haben große Fortschritte bei der Eindämmung des aktuellen Ausbruchs gemacht und arbeiten hart daran, die Beschränkungen nächste Woche zu lockern. Die Wiedereröffnung des quarantänefreien Reiseverkehrs mit Australien zum jetzigen Zeitpunkt könnte diese Errungenschaften gefährden", sagt der zuständige Minister für Coronabekämpfung, Chris Hipkins, in einer Erklärung. Am 23. Juli war ein Reisekorridor zwischen beiden Ländern geöffnet worden, der aber wegen des Ausbruchs der Delta-Variante nur wenige Wochen später wieder geschlossen werden musste.

    05.30 Uhr: Holetschek - Sorgen über ungenaue Krankenhaus-Ampel sind unbegründet

    Nach Berichten über eine ungenaue Berechnung der Krankenhausampel hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek Zweifel am Corona-Sicherheitskonzept zurückgewiesen. "Mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) als Ampelwächter und Wissensknotenpunkt in Bayern haben wir ein so umfassendes und weitreichendes Monitoring aufgesetzt, dass wir die Corona-Lage Bayern sowohl kurz- wie mittelfristig verlässlich einschätzen können", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München.

    Statistikexperten hatten jüngst erklärt, dass die der Ampel zugrunde gelegten Werte wie die Sieben-Tage-Fallzahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern und die Anzahl der durch Corona-Patienten belegten Intensivbetten ungenau berechnet werden und die tagesaktuellen Werte für Bayern bis zu 80 Prozent zu niedrig liegen. Ursache sei der Übermittlungsverzug bei den Fallzahlen. 05.01 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt vierten Tag in Folge

    Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am vierten Tag in Folge gesunken.

    Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagtagmorgen mit 74,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 76,3 gelegen, vor einer Woche bei 83,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.022 Corona-Neuinfektionen.

    Die Zahl der Corona-bedingten Krankenhauseinweisungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 1,87 an. Die sogenannte Hospitalisierungs-Inzidenz gilt seit einer vor kurzem beschlossenen Neufassung des Infektionsschutzgesetzes als wichtigste Größe für die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Allerdings gibt es angesichts großer regionaler Unterschiede keinen bundesweit einheitlichen Schwellenwert zur Beurteilung des Infektionsgeschehens; vielmehr wird dieser jeweils von den Landesregierungen mit Blick auf die Bedingungen vor Ort selbst festgelegt. Der höchste Wert bei der Hospitalisierungs-Inzidenz wurde um Weihnachten mit rund 15,5 verzeichnet.

    Donnerstag, 16. September 2021

    23.30 Uhr: Kuba startet Corona-Impfungen für Kinder ab zwei Jahren

    In Kuba werden nun auch Kinder im Alter von zwei bis zehn Jahren gegen das Coronavirus geimpft. Dies sei notwendig, um die Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus zu bremsen, teilte die Regierung mit. Das Land verfügt über zwei Vakzine aus heimischer Produktion, die Präparate Abdala und Soberana, die die Behörden als sicher und wirksam beschrieben haben. Von beiden Mitteln müssen drei Dosen verabreicht werden. In den vergangenen Wochen hatte die Regierung bereits begonnen, Kinder und Jugendliche zwischen elf und 18 Jahren zu impfen.

    Kuba hat mit einem hartnäckigen Corona-Ausbruch zu kämpfen, der die medizinischen Einrichtungen belastet und wirtschaftliche Probleme im sozialistischen Karibikstaat verschärft. Besonders hart getroffene Provinzen wie Matanzas, Ciego de Ávila und Cienfuegos haben Hilfe von Ärzten aus anderen Regionen des Landes sowie internationale Spenden erhalten.

    21.00 Uhr: Italien schreibt allen Beschäftigten Impfung oder Corona-Tests vor

    Als erstes Land in Europa schreibt Italien künftig allen Beschäftigten im privaten und öffentlichen Bereich Impfungen oder negative Corona-Tests vor, um ihrer Arbeit nachzugehen. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi beschloss am Abend, den "Grünen Pass" umfangreich auszuweiten. Wer kein Zertifikat vorweisen kann, darf vom 15. Oktober an nicht mehr zur Arbeit in Büros, Behörden, Geschäften oder der Gastronomie gehen. Damit soll die Impfquote erhöht werden. Aktuell sind in Italien 75 Prozent der Menschen über zwölf Jahren durchgeimpft.

    Verstöße gegen die Regeln sollen scharf geahndet werden: Wer keinen Grünen Pass - dazu zählt auch der EU-Corona-Zertifikat - hat und deshalb nicht zur Arbeit erscheint, darf ohne Bezahlung freigestellt werden. Gegen das Dekret hatten Gewerkschaften und Teile der rechten Parteien protestiert. Diese hatten in den Beratungen mit dem Regierungschef erfolglos gefordert, dass Covid-Tests als Alternativen zu Impfungen kostenlos bleiben müssten. Es dürfe nicht sein, dass man bezahlen müsse, um arbeiten zu gehen, hieß es. Draghis Kabinett aber beschloss lediglich Preisdeckelungen: Erwachsene dürfen pro Test höchstens 15 Euro zahlen, Kinder 8 Euro.

    20.00 Uhr: Mehr als eine Milliarde Menschen in China hat vollen Corona-Impfschutz

    In China sind nach offiziellen Angaben mehr als eine Milliarde Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft worden. Das entspricht 72 Prozent der 1,4 Milliarden Menschen umfassenden Bevölkerung im bevölkerungsreichsten Land der Erde. Ein Vertreter der nationalen Gesundheitskommission erklärte, 2,16 Milliarden Vakzin-Dosen seien verimpft worden, 1,01 Milliarden Menschen hätten den vollen Impfschutz erhalten.

    China hat die Ausbreitung des Coronavirus weitgehend eingedämmt - durch scharfe Beschränkungen und Massentests an allen Orten, an denen neue Corona-Fälle auftreten. Derzeit wird in der südöstlichen Provinz Fujian gegen einen von der hochinfektiösen Delta-Variante getriebenen Ausbruch angekämpft. 200 Fälle wurden in den vergangenen sechs Tagen bestätigt. Betroffene Viertel wurden in den Lockdown geschickt, Schulen und Unterhaltungsbetriebe wurden geschlossen, der Reiseverkehr aus der Region wurde beschränkt.

    17.30 Uhr: Kostenlose Tests für Schwangere und Jugendliche bis Jahresende

    Kinder von 12 bis 17 Jahren und Schwangere sollen nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch "bis Ende des Jahres" kostenlose Corona-Schnelltests bekommen können. "Für beide Gruppen ist die Impf-Empfehlung erst kürzlich gekommen", sagte der CDU-Politiker der "Welt". Sie hätten daher in diesen Wochen die Chance, sich impfen zu lassen. Geregelt werden soll dies in einer neuen Testverordnung, die einen Bund-Länder-Beschluss umsetzt. Ein erster Entwurf für die neue Verordnung hatte zunächst vorgesehen, dass Tests für Kinder von 12 bis 17 Jahren noch bis 30. November gratis sein sollten.

    Ungeimpfte müssen ab dem 11. Oktober Corona-Test selber bezahlen. Generell möglich bleiben sollen Gratis-Tests für alle, die sich nicht impfen lassen können - darunter Kinder unter zwölf Jahren (und jetzt eben noch vorübergehend Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren).

    15.30 Uhr: Italien will Gesundheitspass für alle Beschäftigte einführen

    In Italien soll ab dem 15. Oktober ein sogenannter Grüner Pass für alle Beschäftigten obligatorisch werden. Regierungskreisen zufolge soll dann eine entsprechende Verordnung in Kraft treten, die das Kabinett noch heute beschließen will. Das Zertifikat zeigt an, dass der Inhaber wenigstens eine Impfdosis erhalten hat, negativ getestet ist oder vor kurzem von Corona genesen ist.

    Es wäre die erste solche Bestimmung für alle Beschäftigten im öffentlichen und privaten Sektor in einem europäischen Land. Die meisten politischen Parteien und die großen Arbeitgeberverbände unterstützen die Maßnahme in der Hoffnung, dass damit künftig Lockdowns vermieden werden. Es gab aber immer wieder Proteste dagegen in den vergangenen Wochen. Beschäftigte, die keinen solchen Pass vorweisen, sollen ohne Bezahlung von der Arbeit freigestellt werden. Wer trotzdem zur Arbeit geht, muss mit einer Geldbuße von bis zu 1.000 Euro rechnen.

    15.05 Uhr: Krankschreibung per Telefon bei Erkältungen bis Jahresende möglich

    Angesichts der weiter angespannten Corona-Lage bleiben Krankschreibungen wegen leichter Erkältungsbeschwerden bis Jahresende auch telefonisch und ohne Besuch einer Arztpraxis möglich. Die Sonderregelung wird nochmals um drei Monate bis 31. Dezember verlängert, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken am Donnerstag beschloss. Dies solle wegen der leichter übertragbaren Delta-Virusvariante und langsam voranschreitender Impfungen weiterhin helfen, Kontakte zu vermeiden und Infektionsrisiken zu minimieren.

    Telefonische Krankschreibungen sind bis zu sieben Tage möglich und können ebenfalls telefonisch für weitere sieben Kalendertage verlängert werden. Ärztinnen und Ärzte müssen sich dafür durch «eingehende telefonische Befragung» persönlich vom gesundheitlichen Zustand überzeugen.

    In den Krankenhäusern soll eine Corona-Sonderregelung auslaufen. Ab 1. Oktober sollen ausgesetzte Vorgaben zu einer Mindestbesetzung mit Pflegefachkräften in bestimmten Stationen wieder greifen. Diese Mindestausstattung solle gerade in kritischen Bereichen wie der Versorgung Frühgeborener und von Kindern nach einer Herzoperation oder einer Krebsbehandlung wieder gewährleistet sein.

    14.25 Uhr: Frankreich suspendiert 3.000 Ungeimpfte aus Gesundheitssektor

    In Frankreich sind nach Regierungsangaben rund 3.000 Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Ärztezentren vom Dienst suspendiert, weil sie der Pflicht zur Corona-Impfung nicht fristgemäß nachgekommen sind. Nach Worten von Gesundheitsminister Olivier Veran ergibt sich daraus kein größeres Problem für das französische Gesundheitswesen. "Es gab kein Chaos, bei weitem nicht", sagt er dem Radiosender RTL und beziffert die Zahl der in dem Sektor insgesamt Beschäftigten auf 27 Millionen. Gewerkschaften warnen dagegen vor Beeinträchtigungen in der Versorgung. Der Ausfall von wenig Personal reiche bereits aus, um einen Teufelskreis aus Überlastung und zusätzlichen Fehlzeiten in Gang zu bringen, argumentieren Branchenvertreter.

    13.55 Uhr: Biontech-Booster erhöht Corona-Schutz bei Senioren deutlich

    Eine Corona-Auffrischungsimpfung bei Menschen über 60 Jahren erhöht die Schutzwirkung des Biontech-Mittels einer Studie zufolge beträchtlich. So habe es bei zweifach Geimpften in Israel mehr als 10 Mal so viele nachgewiesene Infektionen und knapp 20 Mal mehr schwere Erkrankungen gegeben als bei 3-fach-Geimpften, schreiben israelische Forscher im "New England Journal of Medicine". Ein deutscher Experte zeigte sich beeindruckt vom Effekt der Booster-Impfung.

    In Israel haben mittlerweile alle Geimpften die Möglichkeit, frühestens fünf Monate nach der zweiten Dosis eine Auffrischungsimpfung zu bekommen. In der Studie wurden Daten von insgesamt mehr als einer Million Senioren in Israel berücksichtigt.

    Israel wird trotz sehr hoher Impfquoten derzeit von einer schweren Corona-Welle geplagt. Die israelischen Forscher gehen davon aus, dass die ansteckendere Delta-Variante und der nachlassende Immunschutz sechs Monate nach einer zweiten Dosis dazu führen, dass die Wirksamkeit bezüglich einer Infektion auf 50 Prozent fällt - mit dem Booster werde die Wirksamkeit auf 95 Prozent gesteigert. Das sei vergleichbar mit dem Impfschutz, der anfangs gegen die Alpha-Variante berichtet wurde.

    13.30 Uhr: Gemeinsamer Ausschuss zurückhaltend bei Nutzen von Remdesivir

    Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen hat sich zurückhaltend zum Nutzen des Medikaments Remdesivir bei der Behandlung von Covid-19-Erkrankungen geäußert. Erwachsene Patienten mit noch nicht sehr schwerer Lungenentzündung könnten davon profitieren, teilte das oberste Entscheidungsgremium des deutschen Gesundheitswesens am Donnerstag mit. Das Ausmaß des Zusatznutzens werde aber nur als gering eingestuft. Für schwerer erkrankte Erwachsene und Jugendliche von 12 bis 18 Jahren habe in einer eigenen Bewertung kein Zusatznutzen festgestellt werden können.

    Remdesivir war vom US-Pharmakonzern Gilead ursprünglich für die Bekämpfung des Ebola-Virus entwickelt worden. Nach Ausbruch der Corona-Pandemie galt es eine Zeit lang als Hoffnungsträger. Es erhielt im Juli 2020 als erstes Mittel in der EU eine Zulassung unter Auflagen zur spezifischen Behandlung bestimmter Patienten.

    13.05 Uhr: 83 Infizierte nach 2G-Party in Münster - Keine Verstöße bei Impfnachweis

    Nach einer Clubparty nur für Geimpfte und Genesene in Münster ist die Zahl der mit Corona infizierten Besucher auf 83 gestiegen. Bis Donnerstag seien 59 Impfnachweise eingereicht und überprüft worden, teilte die Stadt mit. "Bisher ist kein Verstoß bei den Impfnachweisen festgestellt worden."

    Insgesamt hatten am 3. September rund 380 Menschen an der Partynacht teilgenommen. Für den Zutritt galt die sogenannte 2G-Regel, das heißt, nur Geimpfte oder Genesene wurden reingelassen.

    Die Betroffenen zeigten weiterhin nur milde oder gar keine Symptome, teilte die Stadt weiter mit. Bereits am Dienstag hieß es, dass die meisten infizierten Gäste aus Münster kommen, die übrigen Personen in der erweiterten Region wohnen. Auch ein Mitarbeiter des Clubs sei infiziert.

    12.45 Uhr: Hacker erbeuten Corona-Test-Daten von 1,4 Millionen Menschen in Paris

    Bei einem Hacker-Angriff auf den öffentlichen Gesundheitsdienst im Großraum Paris sind Daten zu Corona-Tests von 1,4 Millionen Menschen gestohlen worden. Es sei Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet worden, teilte der Gesundheitsdienst der Pariser Krankenhäuser mit. Die Attacke habe einen Bereich betroffen, in dem Labordaten zur Weitergabe an Krankenversicherungen und Gesundheitsbehörden zur Kontaktnachverfolgung abgespeichert wurden. Die gestohlenen Daten beträfen im vergangenen Sommer auf das Coronavirus getestete Menschen aus dem Großraum Paris. Dabei gehe es um die Namen der Betroffenen, die Krankenversicherungsnummer sowie das Testergebnis.

    Wie der Gesundheitsdienst betonte, sei das landesweit genutzte System zum Datenaustausch für Corona-Tests von der Attacke, zu der es in diesem Sommer kam, nicht betroffen. Nach ersten Erkenntnissen handele es sich um eine Schwachstelle in den eigenen Systemen zur Datenspeicherung. Diese seien im vergangenen Sommer auch nur punktuell zum Austausch mit anderen Behörden genutzt worden, als es technische Probleme mit dem landesweiten System gab. Die Ermittlungen zu Herkunft und Hintergrund der Attacke dauerten an. Der Gesundheitsdienst entschuldigte sich bei den Betroffenen, die individuell informiert werden sollten.

    11.15 Uhr: China: Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung geimpft

    China hat mehr als 70 Prozent seiner 1,4 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner geimpft. Diese Zahl gab die Nationale Gesundheitskommission bekannt. Demnach seien 1,01 Milliarden Menschen vollständig geimpft, wie Kommissionssprecher Mi Feng auf einer Pressekonferenz sagt. Die Impfstoffe stammen zumeist von Sinovac Biotech und dem staatlich unterstützten Hersteller Sinopharm.

    11.01 Uhr: Deutsche Schulen waren in Pandemie im Vergleich weniger zu

    Die Corona-Pandemie hat laut einem Bildungsbericht der OECD weltweit im Schnitt zu längeren Schulschließungen geführt als in Deutschland. Im Bereich der Sekundarstufe II waren die Schulen in Deutschland zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 20. Mai 2021 durchschnittlich an 83 Tagen geschlossen, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Donnerstag mitteilte. Im OECD-Durchschnitt waren es 101 Tage.

    Lediglich im Bereich der Vorschule öffneten die OECD-Länder im Schnitt schneller wieder die Einrichtungen. Zudem hielt Deutschland die Schulen deutlich häufiger teilgeöffnet als die Vergleichsländer. Im gleichen Zeitraum gab es an 103 Tagen Unterricht zum Teil in den Klassenräumen, der OECD-Durchschnitt lag bei 57 Tagen. Die Auswirkungen der Pandemie und der Schulschließungen auf die Bildungsgerechtigkeit seien Grund zur Sorge, erklärte die OECD.

    10.56 Uhr: Oktoberfest 2022: Geimpft, genesen - Wiesn?

    Nach zwei Jahren ohne Oktoberfest soll es 2022 in München wieder heißen: "Ozapft is". "Nächstes Jahr wird es die echte Wiesn geben", verspricht der Wiesnchef und Münchner Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU). "Nächstes Jahr sehen wir uns wieder live auf der Wiesn." Dafür laufen bereits die Planungen, wie Baumgärtner der Deutschen Presse-Agentur sagte. Voraussetzung sei, dass nicht Bundes- oder Landesregelungen dagegen stehen. Die Sicherheit der Gäste habe oberste Priorität. Er halte es tendenziell für möglich, dass das Oktoberfest mit Geimpften und Genesenen gefeiert werden könne, sagte Baumgärtner - möglich seien auch zusätzliche Tests für die geimpften oder genesenen Besucher, da auch diese das Virus verbreiten könnten. "Worüber wir nachdenken, ist 2G und zusätzliche Tests", sagte Baumgärtner.

    09.48 Uhr: Putin noch für einige Tage in Quarantäne

    Im Umfeld von Russlands Präsident Wladimir Putin hat es mehr Corona-Fälle gegeben als ursprünglich bekannt. "Nicht nur ein oder zwei, sondern mehrere Dutzend Menschen" seien mit dem Virus infiziert, sagte Putin am Donnerstag per Videokonferenz auf der Tagung der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS). Der Staatschef hatte sich am Dienstag in Selbstisolation begeben, nachdem ein Infektionsfall eines engen Mitarbeiters festgestellt worden war. Putin musste den OVKS-Gipfel in Tadschikistan wegen der Quarantäne absagen. Er entschuldigte sich bei den Partnerländern für die Absage aufgrund dutzender Fälle des Coronavirus in seinem engen Umfeld. Der 68-jährige Staatschef ist nach eigenen Aussagen im Juni mit dem russischen Impfstoff Sputnik V geimpft worden. Putin sei "absolut gesund", sagte sein Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag.

    09.45 Uhr: Nach Anschlag auf Impfzentrum: Polizei erhöht Sicherheitsmaßnahmen

    Nach dem Brandanschlag auf das Impfzentrum in Treuen (Sachsen) hat die Polizei die Sicherheitsmaßnahmen an Impfzentren und an Schulen, an denen es ein Impfangebot gibt, verstärkt. Rund um Zwickau fahre die Polizei häufiger Streife und habe ihre Präsenz ingesamt erhöht, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts Sachsen am Donnerstag. Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des LKA hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen, weil eine politische Motivation nicht ausgeschlossen werden kann.

    09.00 Uhr: Schweizer Regierung senkt Wachstumsprognose

    Die Schweizer Regierung senkt angesichts der langsamer als erwarteten weltweiten Konjunkturerholung und neuer Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ihre Wachstumsprognose. Die beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) angesiedelten Ökonomen des Bundes rechnen für 2021 nun lediglich mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,2 Prozent, wie aus ihrer am Donnerstag vorgelegten Prognose hervorgeht. Im Juni hatten sie noch ein Plus von 3,6 Prozent veranschlagt. Die Erholung dürfte sich fortsetzen, wenn auch kurzfristig etwas weniger dynamisch, erklärten die Wirtschaftsexperten.

    08.52 Uhr: Bedford-Strohm: Ungeimpfte nicht ausgrenzen

    Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat dazu aufgerufen, ungeimpfte Menschen nicht auszugrenzen. Es sei aus seiner Sicht falsch, Ungeimpfte pauschal als Egoisten abzustempeln, sagte er am Donnerstag in Deutschlandfunk. Vielmehr gelte es, die unterschiedlichen Motive zu beachten, warum sich jemand nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wolle. Neben Verschwörungstheoretikern gebe es auch Menschen, "die aus bestimmten Gründen einfach Angst vor Eingriffen in ihren Körper haben", sagte der bayerische Landesbischof. Wichtig sei der Dialog mit Ungeimpften, um sie über die Immunisierung aufzuklären, betonte Bedford-Strohm.

    08.25 Uhr: Finanzvermögen des Staates übertrifft erstmals Billionengrenze

    Das Finanzvermögen des deutschen Staates ist im Corona-Jahr 2020 erstmals über die Billionen-Grenze gestiegen. Der Bestand an Bargeld, Einlagen, Wertpapieren, Ausleihungen sowie sonstigen Forderungen summierte sich am Jahresende auf 1,0293 Billionen Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das sind 5,7 Prozent oder 55,1 Milliarden Euro mehr als Ende 2019. Dieser Anstieg sei "insbesondere durch nicht abgeflossene Mittel aus Kreditaufnahmen des Bundes in der Corona-Krise begründet", erklärten die Statistiker. Dem stehen allerdings auch Schulden der öffentlichen Hand von rund 2,2 Billionen Euro gegenüber. Der Bund allein steigerte sein Finanzvermögen um 22,8 Prozent oder 74,3 Milliarden Euro auf 400,5 Milliarden Euro. "Diese Entwicklung ist insbesondere durch die erhöhte Kreditaufnahme des Bundes zur Finanzierung von Maßnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie verursacht", hieß es dazu.

    07.59 Uhr: Bayerische Kreise haben höchste Inzidenz in Deutschland

    Drei Bayerische Landkreise beziehungsweise kreisfreie Städte haben die höchsten Corona-Inzidenzen in Deutschland. Laut vom Robert Koch-Institut am Donnerstag veröffentlichten Zahlen (Stand 3:14 Uhr) handelt es sich um die Landkreise Berchtesgadener Land mit einer Inzidenz von 221 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche, den Landkreis Traunstein mit 219,7 und den Stadtkreis Rosenheim mit 202,9. Sie waren demnach am Donnerstag auch bundesweit die einzigen Kreise mit Werten über 200.

    Auf Bundeslandebene liegt Bayern mit einer Inzidenz von 84,3 dagegen eher im oberen Mittelfeld. Der bundesweite Durchschnitt wurde am Donnerstagmorgen mit 76,3 angegeben. Die niedrigsten Inzidenzen in Bayern gab es in den Landkreisen Hof mit 19,0 Tirschenreuth mit 19,5 und Neustadt an der Waldnaab mit 21,1. Die Zahlen beziehen sich auf den vom RKI am Donnerstagmorgen gemeldeten Stand. Sie können sich nachträglich ändern.

    07.45 Uhr: Unicef dringt auf Öffnung der Schulen

    Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen fordert die Länder, in den die Schulen wegen der Corona-Pandemie geschlossenen sind, auf, diese so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Wie ein von Unicef veröffentlichter Bericht zeigt, sind in 17 Ländern die Schulen derzeit vollständig zu, etwa in Venezuela, Bangladesch, auf den Philippinen und in Saudi-Arabien. In 39 Ländern sind sie nur teilweise geöffnet. Dies sei eine Krise, die nicht ignoriert werden dürfe, sagt Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. "Überall müssen die Schulen so schnell wie möglich geöffnet werden."

    07.36 Uhr: Prognose: Immobilienpreise steigen nach Corona noch schneller

    Konnte die Corona-Krise dem Immobilienmarkt in Deutschland schon nichts anhaben, so rechnen Experten nun mit Nachholeffekten und weiter steigenden Preisen. Laut einer Prognose des Hamburger Gewos-Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung wird der Immobilien-Gesamtumsatz im laufenden Jahr um 6,3 Prozent auf 311,1 Milliarden Euro steigen. Im bisherigen Rekordjahr 2020 hatte der Umsatz knapp 293 Milliarden Euro betragen. Treiber seien vor allem die Wohnimmobilien, deren Volumen vom Vorjahr voraussichtlich um 7,5 Prozent auf 237,7 Milliarden Euro wächst. Das geht aus der aktuellen Gewos-Prognose hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Gleichzeitig werde die Zahl der Transaktionen nur leicht um 1,4 Prozent steigen. Der Durchschnittspreis pro Kauffall steigt weiter.

    06.00 Uhr: VDMA: Maschinenbau wächst auch im kommenden Jahr stark

    Die deutschen Maschinenbauer werden nach Einschätzung ihres Verbandes VDMA bereits im kommenden Jahr die Corona-Krise deutlich hinter sich lassen. Für 2022 rechnet Chef-Volkswirt Ralph Wiechers mit einem um die Preissteigerungen bereinigten Produktionszuwachs von 5 Prozent, wie der Verband am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im laufenden Jahr werden die Unternehmen nach erneut bestätigter Prognose sogar rund 10 Prozent mehr herstellen als im Krisenjahr 2020, aber damit den vorhergehenden Einbruch um 11,8 Prozent noch nicht ganz wettmachen können.

    05.40 Uhr: Hongkonger Experten: Nur Einzeldosis von BioNTech/Pfizer für Teenager

    Gesundheitsexperten in Hongkong empfehlen wegen des erhöhten Auftretens von Myokarditis nur eine Impfung mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer für Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren. Die Herzmuskelentzündung trete in dieser Altersgruppe häufiger auf als ursprünglich angenommen, sagt Lau Yu-lung, Vorsitzender des Impf-Gremiums, das die Regierung berät. Mit einer Einmal-Gabe des Vakzins könne das Risiko einer Herzmuskelentzündung "deutlich verringert" werden.

    05.02 Uhr: Hacker erbeuten Corona-Test-Daten von 1,4 Millionen Menschen in Paris

    Bei einem Hacking-Angriff auf den öffentlichen Gesundheitsdienst im Großraum Paris sind Daten zu Corona-Tests von 1,4 Millionen Menschen gestohlen worden. Es sei Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet worden, teilte der Gesundheitsdienst der Pariser Krankenhäuser mit. Die Attacke habe einen Bereich betroffen, in dem Labordaten zur Weitergabe an Krankenversicherungen und Gesundheitsbehörden zur Kontaktnachverfolgung abgespeichert wurden. Die gestohlenen Daten beträfen im vergangenen Sommer auf das Coronavirus getestete Menschen aus dem Großraum Paris.

    04.43 Uhr: RKI meldet 12.925 Neuinfektionen

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 12.925 neue Positiv-Tests. Das sind 2416 weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 15.341 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 76,3 von 77,9 am Vortag. 68 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 92.837. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,1 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    04.18 Uhr: Baden-Württemberg will Testpflicht für Beschäftigte mit Außenkontakt

    Baden-Württemberg macht sich für eine bundesweite Testpflicht von Beschäftigten und Selbstständigen ohne Impf- oder Genesenennachweis stark, wenn sie im Publikumsverkehr tätig sind. Kundinnen und Kunden sowie Besucherinnen und Besucher müssten in fast allen Innenräumen etwa der Gastronomie, in Kultureinrichtungen oder Fitnessstudios einen Nachweis über Impfung, Test oder Genesenenstatus vorlegen, heißt es in einem Antrag Baden-Württembergs für die Gesundheitsministerkonferenz, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Für Beschäftigte der jeweiligen Branchen gelten jedoch weiterhin keine 3G-Pflichten", so der Antrag.

    02.47 Uhr: Ausschreitungen bei Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Slowenien

    In der slowenischen Hauptstadt Ljubljana ist es am Mittwoch zu Ausschreitungen bei Protesten gegen eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen gekommen. Die Sicherheitskräfte reagierten mit Wasserwerfern und Tränengas auf Demonstranten, die Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper auf die Einsatzkräfte warfen. Laut Polizeiangaben nahmen rund 8000 Menschen an den Protesten teil. Mehrere Polizisten seien verletzt und einige Demonstranten festgenommen worden, berichtete die Nachrichtenseite N1.

    Die jüngsten Corona-Regelungen in Slowenien machen seit Mittwoch ein sogenanntes PCT-Zertifikat zur Voraussetzung für die Teilnahme an vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Es wird etwa beim Betreten von Geschäften verlangt oder um zur Arbeit zu gehen. Das Zertifikat erhält nur, wer entweder geimpft, getestet oder nach einer Corona-Infektion genesen ist.

    00.48 Uhr: US-Notenbank Fed schreibt Impfung für Mitarbeiter vor

    Die US-Notenbank Fed verlangt von ihren Mitarbeitern eine vollständige Impfung gegen Covid-19. Die Fed in Philadelphia informiert ihre Mitarbeiter in einem Memo über die neue Vorschrift und ist damit die letzte der zwölf regionalen Fed-Banken, die die Impfung verpflichtend einführt. Auch im Hauptsitz in Washington müssen alle Mitarbeiter bis zum 30. November vollständig geimpft sein, sagt ein Sprecher der Notenbank der Nachrichtenagentur Reuters. Insgesamt beschäftigen die zwölf regionalen Notenbanken fast 20.000 Mitarbeiter, in Washington sind es etwa 2.900.

    00.05 Uhr: Nach Impfzentrum-Attacke: Politiker warnen vor radikalen Impfgegnern

    Nach einem versuchten Brandanschlag auf ein sächsisches Impfzentrum haben Innenpolitiker des Bundestags vor einer Radikalisierung der Impfgegner gewarnt. "Die zunehmende Gewalt aus der so genannten Querdenker-Szene gegen öffentliche Institutionen und Gesundheitseinrichtungen ist zutiefst besorgniserregend", sagte der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Konstantin Kuhle, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Radikale Impfgegner und Querdenker seien eine Gefahr für die Gesellschaft und trügen durch Falschinformationen und Verunsicherung dazu bei, dass sich weniger Menschen impfen ließen.

    Die innenpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Irene Mihalic, sagte, seit Monaten beobachte man eine Radikalisierung der Szene. Der Unionsinnenpolitiker Mathias Middelberg (CDU) forderte eine konsequente Aufklärung durch Polizei und Justiz. Der Verfassungsschutz müsse bei der Szene weiter genau hinsehen.

    Mittwoch, 15. September 2021

    23.10 Uhr: Hacker erbeuten Corona-Test-Daten von 1,4 Millionen Menschen in Paris

    Bei einem Hacking-Angriff auf den öffentlichen Gesundheitsdienst im Großraum Paris sind Daten zu Corona-Tests von 1,4 Millionen Menschen gestohlen worden. Es sei Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet worden, teilte der Gesundheitsdienst der Pariser Krankenhäuser (AP-HP) am Mittwochabend in Paris mit. Die Attacke habe einen Bereich betroffen, in dem Labordaten zur Weitergabe an Krankenversicherungen und Gesundheitsbehörden zur Kontaktnachverfolgung abgespeichert wurden. Die gestohlenen Daten beträfen im vergangenen Sommer auf das Coronavirus getestete Menschen aus dem Großraum Paris. Dabei gehe es um die Namen der Betroffenen, die Krankenversicherungsnummer sowie das Testergebnis.

    22.25 Uhr: Moderna - Schutzwirkung der Covid-19-Impfung lässt nach

    Laut dem Vakzin-Hersteller Moderna lässt die Schutzwirkung seiner Covid-19-Impfung über die Zeit nach. Das hätten neue Daten aus umfangreichen Studien ergeben, teilt das US-Unternehmen mit. Die Untersuchungen stützten die Argumentation für eine Booster-Impfung. Moderna hatte am 1. September bei der US-Arzneimittelbehörde FDA erste Daten für die Prüfung einer Auffrischungsimpfung eingereicht. Die Booster-Impfung ruft dem Impfstoff-Hersteller zufolge eine robuste Antikörperreaktion auf die Delta-Variante hervor. Nach Ansicht mehrerer führender Wissenschaftler sind zusätzliche Corona-Auffrischungsimpfungen für die allgemeine Bevölkerung nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht erforderlich.

    20.30 Uhr: Ausreisekontrollen aus dem österreichischen Bezirk Braunau ab Samstag

    Angesichts hoher regionaler Corona-Infektionszahlen wird die Ausreise aus dem Bezirk Braunau in Österreich ab Samstag kontrolliert. Wer die Region an der deutschen Grenze verlassen will und weder vollständig geimpft noch genesen ist, muss sich unabhängig von der Dauer seines Aufenthalts testen lassen, wie die Landesregierung am Mittwoch berichtete. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei über 300. Bei unverändert niedriger Impfquote von derzeit 50 Prozent der Bevölkerung, muss sie unter 200 sinken, bevor die Maßnahme wieder aufgehoben werden kann. Steige die Impfquote, sei auch der Schritt wieder einfacher zurückzunehmen, hieß es.

    19.10 Uhr: Papst rüffelt Impfverweigerer

    Papst Franziskus hat wenig Verständnis für Verweigerer von Corona-Impfungen. Die Menschheit blicke auf eine "Geschichte der Freundschaft mit Vakzinen" zurück, sagte Franziskus am Mittwoch auf seinem Rückflug von seiner Slowakei-Visite. Selbst im Kardinalskollegium gebe es aber einige Leugner. Einer der Mitglieder - ein "armer Kerl" - sei sogar mit dem Virus ins Krankenhaus gebracht worden. Der Papst meinte offensichtlich den US-Kardinal Raymond Burke, der nach seiner Infektion in der Klinik an ein Beatmungsgerät angeschlossen wurde.

    18.05 Uhr: Corona-Ausbruch und ein Toter in Altenheim im Kreis Schwandorf

    In einem Seniorenheim im südlichen Landkreis Schwandorf gibt es einen Corona-Ausbruch, einer der Bewohner ist verstorben. Das hat das Landratsamt Schwanorf am Mittwoch mitgeteilt. Eine Reihentestung habe ergeben, dass sich in der Einrichtung mittlerweile 16 Bewohnerinnen und Bewohner, sowie drei Beschäftigte mit Corona Infiziert hätten, teilte das Amt mit. Drei der Betroffenen müssen demnach stationär im Krankenhaus behandelt werden. Bei dem verstorbenen Heimbewohner handelt es sich der Behörde zufolge um einen Mann mit Jahrgang 1932. Er ist der 158. Tote im Zusammenhang mit Corona im Landkreis Schwandorf seit Beginn der Pandemie.

    17.40 Uhr: Strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte - Berlin ändert 2G-Regel

    Geplante strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte in mehreren Bundesländern haben unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. In Berlin verständigte sich der Senat nach breitem Protest am Mittwoch darauf, dass doch auch Kinder unter zwölf Jahren Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen haben sollen, die sonst nur von Geimpften und Genesenen besucht werden dürfen. Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte dazu aufgerufen, bei der Umsetzung sogenannter 2G-Regeln in der Corona-Pandemie Rücksicht auf Familien mit Kindern zu nehmen. Familien dürften nicht noch einmal zusätzlich belastet werden, sagte Lambrecht. In Berlin hatte der Senat zunächst die Einführung eines 2G-Optionsmodells beschlossen - Betreiber sollten für viele Bereiche künftig selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu Innenräumen nur noch Geimpften und Genesenen vorbehalten wollen. Kinder wären dann außen vor gewesen. Schließlich ließ Berlin doch Ausnahmen zu - auch Kinder unter zwölf Jahren sollen nun Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen haben.

    17.20 Uhr: Impfpflicht gilt nun in Frankreich für bestimmte Berufsgruppen

    In Frankreich gilt seit Mittwoch für bestimmte Berufsgruppen eine Impfpflicht gegen das Coronavirus, insgesamt geht es um rund 2,7 Millionen Beschäftigte. Bei Missachtung droht eine Suspendierung ohne Fortzahlung des Lohns. Mindestens eine erste Impfung müssen nun Beschäftigte nachweisen, die im Krankenhaus- und Pflegebereich arbeiten, aber auch Feuerwehrleute, Beschäftigte des Zivilschutzes sowie die Beamten der Gendarmerie. Wer bislang nur die erste Impfdosis erhalten hat, muss zudem einen negativen Test auf der Arbeit vorlegen, bis er einen vollständigen Impfschutz hat. Ihre Impftermine dürfen die Beschäftigten ausdrücklich in die Arbeitszeit legen, um die Impfung zu erleichtern.

    17.00 Uhr: Impfaktion in Schule - Gegner attackieren mobiles Impfteam

    Impfgegner haben heute Früh in Kösching gegen eine Impfaktion an einer dortigen Schule demonstriert und sollen das mobile Impfteam attackiert haben. Die Kripo Ingolstadt ermittelt.

    Wie das Präsidium in Ingolstadt berichtet, versammelte sich zur geplanten Impfaktion kurz nach acht Uhr eine Gruppe von 15 Personen vor dem Schulgebäude, um gegen die Impfung zu demonstrieren. Die Versammlung sei nicht angemeldet gewesen. Dabei sollen die Demonstranten das mobile Impfteam "angegangen" haben, es sei zu "körperlichen Auseinandersetzungen" gekommen. Die Polizei beruhigte die Lage, so dass die Impfaktion fortgesetzt werden konnte. Verletzt wurde offenbar niemand.

    16.50 Uhr: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof erklärt 3G-Regel für rechtmäßig

    Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die 3G-Regelung im Freistaat für voraussichtlich rechtmäßig erklärt. Die Richter weisen damit einen gegen die Vorschrift gerichteten Eilantrag zurück. Angesichts der anhaltenden Pandemie seien die Eingriffe in die Freiheitsrechte der Betroffenen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens geeignet, erforderlich und angemessen, erklären die Richter. Insbesondere sei die Regelung ein milderes Mittel gegenüber einer vollständigen Schließung oder einer stärkeren Beschränkung der grundrechtlichen Freiheiten, heißt es zur Begründung.

    Eine Antragstellerin war gerichtlich gegen die 3G-Regel vorgegangen, weil sie dadurch ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, ihre allgemeine Handlungsfreiheit und den allgemeinen Gleichbehandlungssatz verletzt sah.

    16.35 Uhr: Lufthansa stockt Kapazität wegen Geschäftsreisen auf

    Die Lufthansa profitiert davon, dass im Zuge der Corona-Lockerungen wieder mehr Menschen mit dem Flugzeug auf Dienstreisen gehen wollen. "Wir sehen jetzt ganz deutlich, dass die Geschäftsreisenden wieder zurückkommen", sagte Konzerchef Carsten Spohr der Nachrichtenagentur Reuters. "Im September haben wir daher die innerdeutsche Kapazität bereits um 30 Prozent erhöht." Im Oktober wolle Lufthansa aufgrund großer Nachfrage hier um weitere 15 Prozent aufstocken. "Damit führen wir den für Geschäftsreisende wichtigen Stundentakt zwischen Frankfurt und Hamburg sowie Frankfurt und Berlin an den Tagesrändern wieder ein", erläuterte Spohr. "In Europa fliegen wir bereits wieder 60 Prozent unseres Programms."

    16.15 Uhr: Frankfurter Buchmesse plant weiter mit bis zu 25.000 Teilnehmern

    Die Veranstalter der Frankfurter Buchmesse sind weiter zuversichtlich, die diesjährige Veranstaltung weitgehend in Präsenz abhalten zu können. Nach heutigem Stand gehe man davon aus, dass die Buchmesse vom 20. bis 24. Oktober als physische Veranstaltung mit digitalen und hybriden Programmangeboten stattfinden könne, teilte eine Sprecherin auf Anfrage dem Evangelischen Pressedienst mit. Sie verwies auf eine Sondergenehmigung des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt am Main, wonach die Buchmesse täglich 25.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer empfangen dürfe.

    Voraussetzung dafür seien nach derzeitigem Stand die Einhaltung des vorliegenden Hygienekonzeptes und der 3G-Regel, erklärte Grün. .Im vergangenen Jahr hatte die Frankfurter Buchmesse lange an einer Präsenzveranstaltung festgehalten, diese dann aber kurz vor Beginn abgesagt. Die Messe gilt als weltweit wichtigster Branchentreffpunkt für Verlage, Buchhandel, Autoren, Agenten, Dienstleister und Privatpersonen. Die Leipziger Buchmesse war im Mai das zweite Jahr in Folge coronabedingt ausgefallen.

    15.35 Uhr: Baden-Württemberg beschließt strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte

    In Baden-Württemberg gelten ab diesem Donnerstag strengere Regeln für Ungeimpfte. Das Kabinett von Ministerpräsident Wilfried Kretschmann (Grüne) beschloss am Mittwoch im Umlaufverfahren eine neue Corona-Verordnung mit einem dreistufigen Alarmsystem. Sie stützt sich nicht mehr auf die Sieben-Tages-Inzidenz an Neuinfektionen, sondern auf die Belastung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten.

    Nach dem neuen System gilt derzeit die so genannte Basisstufe. Eine Warnstufe wird ausgerufen, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder acht von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurden. Dann haben Ungeimpfte nur noch mit negativem PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen. Ein Antigentest reicht nicht mehr.

    Stufe drei - die Alarmstufe - gilt, sobald 390 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden oder die so genannte Hospitalisierungsinzidenz bei 12 liegt. Dann haben Ungeimpfte gar keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen. Aktuell werden 206 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen der baden-württembergischen Krankenhäuser behandelt.

    15.25 Uhr: Deutschland unterstützt Palästinenser in der Pandemie mit 100 Mio. Euro

    Deutschland unterstützt in den kommenden zwei Jahren neue Projekte in der palästinensischen Wirtschaft mit 100 Millionen Euro. Ziel sei unter anderem, die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern und jungen Menschen eine gute Ausbildung zu ermöglichen, hieß es in einer Mitteilung des deutschen Vertretungsbüros in Ramallah vom Mittwoch. Außerdem sollen Gemeinden bei Verwaltungsreformen unterstützt werden. Auf die Entwicklungszusammenarbeit habe man sich bei virtuellen Regierungsverhandlungen geeinigt, hieß es.

    14.50 Uhr: Bundesregierung strebt Corona-Schulstudie an

    Die Rolle von Schulen in der Pandemie soll nach dem Willen der Bundesregierung durch eine Studie näher untersucht werden. "Die Bundesregierung strebt an, eine mit der Corona-Kita-Studie vergleichbare Studie für den Schulbereich aufzulegen", heißt es in einem gemeinsamen Bericht von Bundesgesundheits- und Bundesfamilienministerium, mit dem sich das Bundeskabinett befasst hat.

    Für den Bericht hatte eine Arbeitsgruppe beider Häuser unter Mitwirkung von Experten die gesundheitlichen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche durch Corona untersucht. In dem 21-seitigen Papier werden Empfehlungen für Maßnahmen gegeben, um künftige Belastungen für Kinder und Jugendliche möglichst zu vermeiden.

    14.15 Uhr: Durchschnittliche Sterblichkeit in der EU noch leicht höher als vor Corona

    Noch immer liegt die Zahl der Todesfälle in der Europäischen Union über dem Durchschnittsniveau der Jahre zuvor - aber nur noch knapp. Im Juli dieses Jahres starben gut vier Prozent mehr Menschen als im Vergleichszeitraum der Jahre vor der Corona-Pandemie, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten des Statistikamts Eurostat hervorgeht. Wie viele Menschen tatsächlich an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben sind, zeigt die Auswertung nicht. Die Daten unterscheiden keine Todesursachen und differenzieren nicht nach Geschlecht oder Alter.

    In Deutschland entwickelten sich die Zahlen der Auswertung zufolge ähnlich wie in der EU, wobei die Übersterblichkeit hier tendenziell unter dem Schnitt der Europäischen Union lag. So habe diese im Juli 2021 bei gut zwei Prozent gelegen. Der Höhepunkt mit 30 Prozent über den Vergleichswerten wurde hierzulande den Informationen zufolge im Dezember 2020 erreicht.

    EU-weit sinkt derzeit laut Eurostat die Übersterblichkeit. Der höchste Wert seit Pandemiebeginn wurde demnach im November 2020 mit 40 Prozent verzeichnet. Er sank dann bis Februar auf knapp sechs Prozent, bevor es im Frühjahr wieder zu einem Anstieg kam. Der höchste Wert dieses Jahres wurde im April mit gut 20 Prozent erreicht. Seitdem sinken die Zahlen in der EU bemerkbar, wie aus den Ergebnissen der Statistiker hervorgeht.

    13.45 Uhr: Ärger bei Lehrerverbänden - Lolli-Tests zu kurzfristig

    Unmittelbar nach Beginn des neuen Schuljahrs haben sich Lehrervertreter am Mittwoch erbost zu Wort gemeldet. Grund sind die Vorgaben des Kultusministeriums zu den kurzfristig einzuführenden Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen sowie die Organisation von Impfangeboten.

    "Das Schuljahr beginnt, wie das alte geendet hat: Hektik, Stress und großer Druck. Musste das so sein?", so die Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann, in München. Erst am Freitag habe das Ministerium die Schulen über die neuen PCR-Pooltests informiert, bemängelte auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Mit den kindgerechten Lolli-Tests zum Lutschen soll es bereits am nächsten Montag flächendeckend losgehen. "Das ist Wahnsinn", so Landesvize Florian Kohl. Binnen weniger Tage sollten die Eltern informiert, Einverständniserklärungen eingeholt, Elternabende abgehalten, Zugänge zu einer digitalen Schnittstelle erstellt und die Logistik geklärt sein. "Das ist schlicht unmöglich", betonte Kohl. Fleischmann kritisierte zudem, dass die Schulleitungen obendrein noch Impfangebote direkt an den Schulen zu organisieren hätten.

    11.15 Uhr: 62,4 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

    Mehr als 62 Prozent aller Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht 51,9 Millionen Menschen (62,4 Prozent), wie Gesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch via Twitter mitteilte. 66,7 Prozent oder 55,5 Millionen Menschen sind demnach mindestens einmal geimpft. Der CDU-Politiker warb erneut für die Impfung. "Aktuell ist es besonders einfach, sich impfen zu lassen. Überall im Land gibt es niedrigschwellige Angebote." Bis Sonntag läuft eine bundesweite Aktionswoche in der Impfungen zum Beispiel in speziellen Bussen auf Parkplätzen oder in einer Berliner S-Bahn angeboten werden.

    11.01 Uhr: Studie: Mieten und Immobilien-Preise weiter gestiegen

    Einer Studie zufolge sind auch im Corona-Jahr 2020 Immobilienpreise und Mieten bei Neuvermietungen weiter gestiegen. Teilweise habe die Pandemie den Preisauftrieb sogar verstärkt, ergab eine am Mittwoch in Düsseldorf vorgestellte Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung. Im bundesweiten Durchschnitt legten demnach die Angebotspreise für Eigentumswohnungen zwischen dem ersten Quartal 2020 und dem zweiten Quartal 2021 um durchschnittlich 17 Prozent zu, die für Einfamilienhäuser um 15,6 Prozent. Die Angebotsmieten für Neuverträge stiegen den Angaben zufolge im gleichen Zeitraum um fünf Prozent. Da gleichzeitig die Einkommen vieler Menschen weniger stiegen als die Mieten, dürfte der Anteil der Mietausgaben am durchschnittlichen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte im Jahr 2020 gewachsen sein, hieß es weiter.

    11.00 Uhr: Sparkassen - 93 Prozent der Mittelständler trotz Corona 2020 mit Gewinn

    Die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland haben die Folgen der Corona-Pandemie bislang besser weggesteckt als vielfach befürchtet. Trotz harter Rückschläge in manchen Branchen schafften rund 93 Prozent der Firmen auch 2020 noch einen Gewinn, wie am Mittwoch aus einer Umfrage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) hervorgeht. "Die Umsätze der Mittelständler sanken insgesamt nur um rund drei Prozent, die Gewinne gingen gut fünf Prozent zurück", sagte Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis. Für das laufende Jahr rechnet er im Schnitt mit gut fünf Prozent Umsatzplus.

    09.58 Uhr: Regierung verlängert Corona-Regeln für Kurzarbeit

    Kurzarbeitergeld wird es vorerst bis Ende 2021 geben. Die Bundesregierung hat die Corona-Sonderregeln für Kurzarbeit um drei weitere Monate bis Ende 2021 verlängert. Das Kabinett stimmte am Mittwoch nach Angaben aus Regierungskreisen einer entsprechenden Verordnung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zu. Damit gilt bis Jahresende, dass nur zehn Prozent der Beschäftigten eines Betriebes vom Arbeitsausfall betroffen sein müssen, damit der Betrieb Kurzarbeit anmelden kann. Zudem erstattet die Bundesagentur für Arbeit den Arbeitgebern weiterhin die Sozialbeiträge bei Kurzarbeit in voller Höhe. Die Mehrausgaben werden im Reuters vorliegenden Entwurf der Verordnung auf rund 1,2 Milliarden Euro beziffert.

    09.22 Uhr: EU will 200 Millionen Impfdosen spenden

    Die Europäische Union will 200 Millionen weitere Corona-Impfdosen für ärmere Länder spenden. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch in ihrer zweiten Rede zur Lage der Union in Straßburg an. Von der Leyen sprach von einer "Investition in die Solidarität und einer Investition in die weltweite Gesundheit".

    09.12 Uhr: Kritik an Plänen zum Stopp der Entgeltfortzahlung für Ungeimpfte

    Gewerkschaften kritisieren die Pläne mehrerer Bundesländer zum Stopp von Quarantäne-Entschädigungen für Ungeimpfte. Man müsse für Impfungen werben, statt den Druck auf Ungeimpfte immer weiter zu erhöhen, sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, am Mittwoch im Deutschlandfunk. Ver.di nannte die Pläne eine "Impfpflicht durch die Hintertür": "Die Politik steht im Wort, dass Impfen freiwillig bleiben soll", sagte ver.di-Chef Frank Werneke den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mehrere Bundesländer haben angekündigt, keine Entschädigungen mehr für Verdienstausfälle von Ungeimpften zu zahlen, die in Corona-Quarantäne müssen.

    08.25 Uhr: Corona-Überlastung: Größte Klinik in Alaska rationiert Behandlungen

    Wegen einer Überlastung mit Corona-Patienten rationiert das größte Krankenhaus im US-Staat Alaska die medizinische Versorgung. Ressourcen und Behandlungen würden vorrangig an Patienten gehen, die potenziell am meisten davon profitierten, erklärte das Providence Alaska Medical Center am Dienstag. "Wir sind nicht länger in der Lage, jedem einzelnen Patienten, der unsere Hilfe braucht, den (üblichen) Standard an Versorgung zu bieten", sagte die Ärztin Kristen Solana Walkinshaw, Personalchefin der Klinik. Providence ist eines von drei Krankenhäusern in Anchorage, einer Stadt mit 300.000 Menschen. Die Notaufnahme sei völlig überlastet, Menschen müssten stundenlang in ihren Autos darauf warten, einen Arzt zu sehen, sagte Walkinshaw. In Alaska ist die Zahl der Corona-Infektion zuletzt deutlich gestiegen, nicht zuletzt wegen der hochansteckenden Delta-Variante des Virus.

    08.05 Uhr: Holetschek will Lohnfortzahlung für Ungeimpfte streichen

    Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek will ein gemeinsames Vorgehen der Länder bei der Streichung des Entgeltersatzes für Ungeimpfte vereinbaren. Es gebe die Regel im Bundesinfektionsschutzgesetz, wonach der Anspruch auf Entschädigung entfällt, wenn eine öffentlich empfohlene Impfung möglich ist, sagt der CSU-Politiker in der ARD. "Es geht jetzt um das Datum, wann man die (Regel) gemeinsam umsetzt." Es sei genügend Impfstoff da. "Jedem, dem es zumutbar ist und wo keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen, kann sich impfen lassen und damit auch die Quarantäne vermeiden."

    07.51 Uhr: Brandanschlag auf Impfzentrum im Vogtlandkreis

    Im sächsischen Vogtlandkreis hat es nach Angaben der Polizei einen Brandanschlag auf ein Impfzentrum gegeben. Drei Unbekannte sollen am Dienstagabend Bierflaschen mit einer brennbaren Flüssigkeit auf das Gebäude in Treuen geworfen haben, wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte. Es wurde den Angaben zufolge niemand verletzt, einen größeren Schaden gab es ebenfalls nicht. Laut Zeugen sollen die Täter in einer roten Limousine geflüchtet sein. Die Hintergründe der Tat sowie weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

    07.00 Uhr: Erster Prozess im Fall Ischgl: Witwe fordert 100.000 Euro

    Tausende von Corona-Fällen der ersten Welle sollen ihren Ursprung im österreichischen Skiort Ischgl gehabt haben. Nun klagen Hinterbliebene von Corona-Toten gegen die Republik Österreich. Am 17. September beginnt mit der Klage der Witwe und ihres Sohnes auf 100.000 Euro Schadenersatz das erste von vielen Verfahren auch deutscher Kläger gegen die Republik Österreich. Die sogenannte Amtshaftungsklage sieht ein Versagen der Behörden, die zu spät vor dem Virus gewarnt und zu spät gehandelt hätten. "Ich schätze, dass letztlich bis zu 3.000 Ansprüche an die Republik gestellt werden", sagt Peter Kolba vom Verbraucherschutzverein (VSV) in Wien, der die Kläger betreut. Der VSV hat vor, Sammelklagen einzubringen.

    06.58 Uhr: Hit-Musicals feiern erste Broadway-Vorstellungen nach Pandemie

    Am New Yorker Broadway haben Tausende Zuschauer die Rückkehr von gleich vier Erfolgs-Musicals nach der Corona-Pandemie gefeiert. Der Komponist und einstige Hauptdarsteller Lin-Manuel Miranda begrüßte unter begeistertem Applaus die Zuschauerinnen und Zuschauer vor der Vorstellung des Polit-Musicals "Hamilton". Bei der Disney-Adaption "The Lion King" hieß Julie Taymor die Besucher willkommen, die einstige Regisseurin und Verantwortliche für die spektakulären Kostüme der Show, die in der afrikanischen Tierwelt spielt. Auch das Hexen-Musical "Wicked" feierte seine Wiederaufführung im Gershwin-Theater, mit 1933 Sitzen das größte unter den 41 Broadway-Theatern. Alle drei zählen zu den umsatzstärksten Shows des weltberühmten Theaterviertels. Mit "Chicago" erlebte zudem eine seit 1996 laufende Erfolgsproduktion eine Wiederaufnahme. In allen Theatern müssen Zuschauer am Eingang einen vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus nachweisen und während der Vorstellung Masken tragen.

    06.41 Uhr: WHO fordert mehr Gerechtigkeit bei Impfstoff-Verteilung

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung der Impfstoffe im Kampf gegen die Corona-Pandemie angemahnt und dabei vor allem auf Versorgungslücken in Afrika hingewiesen. "Weltweit wurden mehr als 5,7 Milliarden Dosen verabreicht, aber nur 2 Prozent davon in Afrika", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag. Das schade nicht nur den Menschen in Afrika, sondern allen. Tedros sagte weiter: "Je länger die Ungleichheit bei den Impfstoffen anhält, desto mehr wird das Virus weiter zirkulieren und sich verändern, desto länger werden die sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen andauern und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Varianten auftauchen, die die Wirksamkeit der Impfstoffe beeinträchtigen."

    05.58 Uhr: Corona-Welle in China weitet sich aus

    Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in der südostchinesischen Provinz Fujian weiter aus. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, wurden in der Provinz 50 weitere Infektionen entdeckt. Seit dem Ausbruch der Delta-Variante am vergangenen Freitag gab es damit 152 Infizierte. In zwei Großstädten der Provinz, Putian und Xiamen, war daraufhin ein Lockdown angeordnet worden. 

    Die chinesische Regierung verfolgt eine "Null-Covid-Strategie". Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus weitgehend im Griff. Zuletzt hatte es jedoch trotz strenger Maßnahmen eine Häufung lokaler Ausbrüche der Delta-Variante gegeben. 

    05.35 Uhr: Produktionsstopp im Suzuki-Werk in Japan

    In Japan stehen einem Medienbericht zufolge die Bänder in einem Suzuki-Werk in Shizuoka wegen eines Corona-Ausbruchs still. Das Unternehmen werde je nach Entwicklung der Ansteckungen entscheiden, ob die Produktion ab frühestens Freitag wieder aufgenommen werden könne, berichtet die Zeitung "Nikkei".

    04.30 Uhr: Impfpflicht gilt nun in Frankreich für bestimmte Berufsgruppen

    In Frankreich gilt von diesem Mittwoch an für bestimmte Berufsgruppen eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Bei Missachtung droht eine Suspendierung ohne Fortzahlung des Lohns. Mindestens eine erste Impfung müssen nun Beschäftigte nachweisen, die im Krankenhaus- und Pflegebereich arbeiten, aber auch Feuerwehrleute, Beschäftigte des Zivilschutzes sowie die Beamten der Gendarmerie. Wer bislang nur die erste Impfdosis erhalten hat, muss zudem einen negativen Test auf der Arbeit vorlegen, bis er einen vollständigen Impfschutz hat. Ihre Impftermine dürfen die Beschäftigten ausdrücklich in die Arbeitszeit legen, um die Impfung zu erleichtern, hieß es.

    04.24 Uhr: RKI meldet 12.455 neue Positiv-Tests

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 12.455 neue Positiv-Tests. Das sind 1110 weniger als am Mittwoch vor einer Woche, als 13.565 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 77,9 von 81,1 am Vortag. 83 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 92.769. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,1 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    03.33 Uhr: Stabile Infektionszahlen: Experte warnt vor Wiederanstieg

    Trotz einer seit mehreren Tagen stabilen Infektionslage in Deutschland warnt ein Experte vor voreiligen Schlüssen. Der Saarbrücker Experte für Corona-Prognosen Thorsten Lehr hält die Stagnation bei den Neuinfektionen nicht für das Ende der vierten Welle und einen sprunghaften Wiederanstieg der Corona-Zahlen für möglich. "Dieses Verhalten der Inzidenzkurve haben wir fast auf den Tag genau im letzten Jahr beobachten können", sagte Lehr der Deutschen Presse-Agentur.

    Auch vor einem Jahr sei die Inzidenz leicht abgesunken und auf konstantem, etwas niedrigerem Niveau wie jetzt verharrt, bevor sie Ende September wieder stark angestiegen sei. "Bei der aktuellen Impfsituation und den gelockerten Kontaktbeschränkungen ist ein ähnlicher Anstieg Ende September, Anfang Oktober wieder erwartbar", warnte Lehr.

    01.15 Uhr: Lambrecht fordert mehr Hilfe für durch Corona belastete Kinder

    Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht hat mehr Hilfe für durch die Corona-Pandemie psychisch belastete Kinder gefordert. "Für die Kinder, die unter psychischen Erkrankungen leiden, brauchen wir eine bessere und frühzeitigere Versorgung. Eltern müssen schneller einen Therapieplatz für ihr Kind bekommen", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. An diesem Mittwoch solle der Bericht einer gemeinsamen Arbeitsgruppe des Bundesgesundheits- und des Bundesfamilienministeriums "Gesundheitliche Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche durch Corona" ins Bundeskabinett kommen. Kinder hätten in der Pandemie stark unter Ängsten, Einsamkeit und Bewegungsmangel gelitten, so Lambrecht.

    01.00 Uhr: Verdi-Chef Werneke für Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne

    Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kritisiert das Vorhaben mehrerer Bundesländer, die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne zu beenden. Aus Sicht der Gewerkschaft sei es falsch zu versuchen, eine "Impfpflicht durch die Hintertür einzuführen", sagt der Gewerkschaftsvorsitzende Frank Werneke den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Politik steht im Wort, dass Impfen freiwillig bleiben soll." Die von Arbeitgeberverbänden und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ausgelöste Debatte zur Streichung des Entgeltersatzes sei kontraproduktiv, verlagere die Konflikte in Betriebe und Belegschaften und sorge für Verunsicherung.

    00.01 Uhr: Neue Corona-Kriterien und Impfstatus-Auskunft in Kraft getreten

    Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie im Herbst und Winter sind am Mittwoch mehrere Neuregelungen in Kraft getreten. Dabei geht es unter anderem um Bewertungskriterien der Pandemielage und Auskünfte zum Impfstatus von Beschäftigten. Sie waren am Dienstag im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Wesentliche Messlatte zur Lage-Einschätzung soll demnach die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken sein. Diese soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die angesichts der Impfungen nicht mehr als so aussagekräftig gelten. Berücksichtigt werden sollen aber auch "weitere Indikatoren". Die Länder sollen dann jeweils festlegen können, wo kritische Schwellen liegen, ab denen weitergehende Alltagsbeschränkungen greifen. Zudem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

    Dienstag 14. September

    21.56 Uhr: Verband: Maskenproduktion in Deutschland steht weitgehend still

    Die deutschen Hersteller von Corona-Schutzmasken haben nach Angaben des Maskenverbandes Deutschland ihre Produktion fast vollständig eingestellt. "Bis auf wenige Ausnahmen stehen alle Maschinen still", sagte Sprecher Stefan Bergmann dem "General-Anzeiger" am Dienstag. Als Grund nannte er ausbleibende Großaufträge öffentlicher Abnehmer und des Gesundheitswesens wegen des großen Angebots billiger Masken aus China.

    "Wir sind angewiesen auf Großaufträge vom Gesundheitswesen, Kommunen und Behörden wie der Polizei", sagte Bergmann. Die Landesministerien müssten Anweisungen herausgeben, dass Behörden nicht nur nach dem Preis Aufträge vergeben dürfen. Sollte die Nachfrage nach deutschen Masken durch Lieferschwierigkeiten der chinesischen Hersteller wieder steigen, könnte der Betrieb schnell wieder hochgefahren werden. "Noch haben wir die Maschinen, aber in einem halben Jahr wird das vermutlich nicht mehr so sein."21.35 Uhr: Niederlande ändern Corona-Regeln

    In den Niederlanden gelten ab Ende kommender Woche die wegen der Pandemie eingeführten Abstandsregeln nicht mehr. Stattdessen soll ein Corona-Gesundheitspass eingeführt werden, der in Bars und Restaurants sowie bei Festivals vorgezeigt werden muss, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstag ankündigte.

    "Ich freue mich, ihnen heute mitzuteilen, dass ab dem 25. September kein Abstand von 1,5 Metern mehr eingehalten werden muss", sagte Rutte in einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Dies bedeute, dass dann mehr Menschen gleichzeitig ein Cafe oder Restaurant besuchen können. Auch Festivals und Sportveranstaltungen unter freiem Himmel seien dann mit voller Auslastung möglich. Im Gegenzug müssten Menschen ab 13 Jahren ab dem 25. September nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet seien, führte Rutte weiter aus.

    21.30 Uhr: Deutscher Gründerpreis für BioNTech-Mitgründer

    Özlem Türeci und Uğur Şahin haben gemeinsam mit ihrem Team den Deutschen Gründerpreis als Sonderpreis für "Expertise, Engagement und Forscherdrang" erhalten. Die Mitgründer des Mainzer Biopharma-Unternehmens BioNTech und ihr Team leisteten mit der Entwicklung des ersten mRNA-basierten COVID-19-Impfstoffes einen bedeutenden Beitrag zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie, so die Begründung der Partner des Deutschen Gründerpreises.

    20.50 Uhr: Pandemiehilfen lassen US-Armutsquote sinken

    Die Armutsquote der USA ist inmitten der Corona-Pandemie leicht gesunken. Das geht aus den am Dienstag veröffentlichten Statistiken des Volkszählungsbüros hervor. Ursache dafür sind laut Angaben von Experten massive Finanzhilfen der US-Regierung zu Beginn der Coronakrise für Amerikaner mit niedrigem Einkommen. Dadurch fiel die Zahl der von Armut betroffenen Amerikaner um mehr als neun Prozent. Das Volkszählungsbüro definiert Armut bei einem jährlichen Einkommen unterhalb von 26.200 US-Dollar für eine vierköpfige Familie. Die umfangreichen staatlichen Hilfen, die der Kongress zu Beginn der Pandemie beschlossen hatte, retteten den Angaben zufolge Millionen Amerikaner vor einer schweren finanziellen Notlage.

    20.05 Uhr: In Frankreich gilt ab Mittwoch Impfpflicht für Pflegepersonal und Feuerwehr

    In Frankreich gilt ab Mittwoch eine Corona-Impfpflicht für alle Mitarbeiter von Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen, Pflegediensten sowie für Mitarbeiter von Rettungsdiensten und Feuerwehr. Gesundheitskräfte, die nicht mindestens eine erste Impfdosis erhalten haben, müssen von Mittwoch an mit Sanktionen rechnen. Wer bis zum 15. Oktober nicht vollständig immunisiert ist, dem drohen Konsequenzen bis hin zum Berufsverbot.

    19.45 Uhr: Niederlande schafft Abstands-Regel ab

    Nach rund 18 Monaten machen die Niederlande in der Corona-Pandemie einen großen Schritt zurück zur Normalität. Der verpflichtende Sicherheitsabstand von 1,5 Meter werde ab dem 25. September abgeschafft, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. Zugleich wird aber ein sogenannter Corona-Pass für Gaststätten, Sportveranstaltungen und Kultur eingeführt. Besucher müssen nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind. Premier Rutte ermahnte aber weiterhin zur Vorsicht.

    19.18 Uhr: Durch Corona weniger Krebserkrankungen entdeckt

    Im Corona-Jahr 2020 ist in Bayern sowohl die Zahl der neu entdeckten Krebserkrankungen als auch die Zahl der Krebstherapien zurückgegangen. Experten zufolge hätten viele Menschen in der Pandemie die Vorsorge vernachlässigt und seien nicht zu Untersuchungen gegangen, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag in München. "Das kann gefährlich sein."

    "Zwischen Januar und September 2020 ist die Zahl der diagnostizierten Krebsneuerkrankungen um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Zudem wurden vier Prozent weniger Therapien vorgenommen", erläuterte der Minister. "Schaut man auf die einzelnen Monate, zeigt sich ein alarmierendes Bild. Im April 2020 ging die Zahl der registrierten Neuerkrankungen um 18 Prozent, im Mai um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück."

    Der Rückgang betraf vor allem Neuerkrankungen und Operationen in einem frühen Stadium, bei dem die Heilungschancen besonders hoch sind. Holetschek appellierte deshalb eindringlich, Vorsorgen zu Brust-, Darm-, Gebärmutterhals-, Haut- und Prostatakrebs wahrzunehmen.

    18.44 Uhr: Aiwanger fordert kostenlose Antikörper-Tests

    Bayerns stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat kostenlose Antikörpertests auf das Coronavirus gefordert. Diese kosteten höchstens 20 Euro, bei zugleich sehr großem Nutzen, sagte Aiwanger dem "Donaukurier". Denn: "Viele wissen ja gar nicht, ob sie bereits infiziert waren. Andere wissen es; doch der Status als "genesen" endet nach nur sechs Monaten und dann muss ich wieder – bald selbst zu bezahlende – Tests machen oder mich impfen lassen. Dabei haben viele Genesene deutlich länger ausreichend Antikörper."

    Zudem könne man erkennen, ob eine Impfung gewirkt habe oder ob eine dritte Spritze sinnvoll sei, argumentierte Aiwanger. Renommierten Immunologen zufolge ist jedoch unklar, ab welchem konkreten Grenzwert die Menge der gemessenen Antikörperkonzentration im Blut ausreichend vor einer Infektion schützt. Dennoch forderte Aiwanger pointiert: "Also anstatt Bratwurst gratis und Testen kostenpflichtig, lieber Antikörpertest gratis."

    18.34 Uhr: Hamburgs Handballer setzen künftig auf die 2G-Regel

    Handball-Bundesligist HSV Hamburg richtet seine Heimspiele bis auf weiteres nach der 2G-Regel aus. So sind schon bei der Partie gegen die Rhein-Neckar Löwen am Sonntag (16.00 Uhr/Sky) nur Geimpfte und Genesene sowie Kinder in der Arena zugelassen. Wie der Verein am Dienstag mitteilte, sind für das Spiel 5000 Zuschauer zugelassen. Zum Saisonauftakt gegen Frisch Auf Göppingen waren es nur 3000 gewesen.

    "Aus rein betriebswirtschaftlichen Gründen sind wir gezwungen, unter 2G-Bedingungen die Möglichkeit zu nutzen, mehr Zuschauer in die Halle zu bekommen, um unsere laufenden Kosten über die Saison decken zu können", sagt Vereinspräsident Marc Evermann. Er bedauere sehr, dass mit diesem Schritt für den Moment einige Fans nicht in der Halle begrüßt werden könnten: "Aber 3G-Heimspiele sind mit all ihren Beschränkungen für uns wirtschaftlich nicht darstellbar."

    17.43 Uhr: Bayerischer Städtetag kritisiert Vorgehen bei PCR-Pooltests für Kitas

    Die Ankündigung der Staatsregierung, auch in Kindertagesstätten PCR-Pooltests anzubieten, wirft bei Städten und Gemeinden Fragen und Bedenken auf. Der Bayerische Städtetag begrüßte zwar, dass diese Tests als Alternative zu den etablierten Antigen-Schnelltests künftig vom Freistaat finanziell gefördert werden sollen. Geschäftsführer Bernd Buckenhofer forderte aber auf BR-Anfrage logistische Unterstützung: „Es wäre sinnvoll, die Tests nach dem Vorbild der Grundschulen mit einer übergeordneten Logistik auf Landesebene zu organisieren.“ Der Freistaat selbst wolle diese Aufgabe für die Kitas nicht übernehmen und schiebe die Umsetzung nun an die Kommunen weiter. Buckenhofer befürchtet, dass sich in der Praxis „wegen der kleinräumigen Struktur der Kitas eine Fülle an Problemen aufwerfen“ würden. „Leider weckt die Staatsregierung, wie schon so oft in den letzten Wochen und Monaten, mit voreiligen Versprechungen Erwartungen bei Eltern, Kindern und Erzieherinnen und Erziehern, die dann die Kommunen erfüllen müssen, aber so schnell kaum erfüllen können“, so Buckenhofer weiter.

    15.48 Uhr: Boeing erwartet nach Corona-Krise wieder wachsende Flugzeugnachfrage

    Der US-Flugzeugbauer Boeing rechnet nach dem Geschäftseinbruch in der Corona-Krise für die kommenden Jahre mit einer Erholung der Nachfrage nach neuen Jets. In den Jahren 2021 bis 2040 dürften Flugzeughersteller weltweit insgesamt 43.610 Passagier- und Frachtmaschinen ausliefern, teilte der Airbus-Rivale am Dienstag in Chicago mit. Vor einem Jahr hatte der US-Konzern für die Zeit bis 2039 einen Bedarf von 43. 110 Flugzeugen vorausgesagt.

    "Die Luftfahrtbranche hat bei ihrer Erholung bedeutende Fortschritte gemacht", sagte der Chef der Verkehrsflugzeugsparte, Stan Deal. Er erwartet, dass sich nach dem Kurz- und Mittelstreckenverkehr auch die Nachfrage nach Langstreckenflügen erholt - und im Jahr 2023 oder 2024 auf das Vorkrisenniveau zurückkehrt. Dies soll sich auf die Nachfrage nach neuen Flugzeugen auswirken.

    15.19 Uhr: Hausärzte und Stiko fordern zur Grippe-Impfung auf

    Parallel zum Kampf gegen die Corona-Pandemie sollten sich Experten zufolge auch in diesem Jahr möglichst viele Menschen gegen Grippe impfen lassen. Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, hat dafür mehr Unterstützung gefordert. "Das Wichtigste für den zweiten Corona-Herbst wird sein, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen, und das nicht nur gegen das Coronavirus, sondern auch gegen die Grippe", sagte er der "Rheinischen Post". Die Influenza-Impfung dürfe keineswegs vergessen werden, auch sie trage entscheidend zum Schutz der Bevölkerung wie auch zur Entlastung des Gesundheitswesens bei. "Es muss daher alles daran gesetzt werden, dass auch hier den Praxen logistisch wie organisatorisch keine Steine in den Weg gelegt werden", sagte Weigeldt.

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Grippeimpfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, für Schwangere, Vorerkrankte und für medizinisches Personal. Für gesunde Unter-60-Jährige und Kinder gibt es keine explizite Empfehlung - die Stiko rät aber auch nicht davon ab.

    14.52 Uhr: LGL: Knapp 1.000 neu registrierte Corona-Fälle in Bayern

    In Bayern haben sich seit gestern 572 weitere Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Hinzu kommen 426 Nachmeldungen und 44 Löschungen, berichtet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen. Fünf weitere Menschen sind an oder mit dem Coronavirus gestorben. Damit hat sich die Zahl der Todesfälle im Freistaat seit Beginn der Pandemie auf 15.480 erhöht. Die Gesamtzahl der Infizierten liegt bei 699.411.

    Die Zahl der hospitalisierten Corona-Fälle der letzten sieben Tage liegt bayernweit derzeit bei 306, aktuell sind im Freistaat 244 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt. Beide Werte sind aber im Vergleich zu gestern leicht gestiegen. Dennoch steht die Krankenhaus-Ampel in Bayern weiterhin auf grün.

    14.38 Uhr: Britische Regierung bietet Menschen über 50 Auffrischungsimpfungen gegen Corona an

    Die britische Regierung wird allen über 50-Jährigen und anderen gefährdeten Personen ab der kommenden Woche eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus anbieten. Gesundheitsminister Sajid Javid sagte am Dienstag, die Regierung folge damit einer entsprechenden Empfehlung eines Beratergremiums aus Experten. Das Gemeinsame Komitee für Impfung und Immunisierung hatte erklärt, Auffrischungsimpfungen seien nötig, um einen Schutz besonders gefährdeter Menschen vor Covid-19 zu gewährleisten.

    Studien hätten gezeigt, dass sich die von den Vakzinen bewirkte Immunität im Lauf der Zeit abschwäche. Menschen über 50 sollten deshalb sechs Monate nach ihrer zweiten Impfdosis eine Boosterimpfung erhalten. Damit werde der individuelle Schutz vor einem unberechenbaren Winter maximiert, sagte der Vorsitzende des JCVI, Professor Wei Shen Lim.

    14.35 Uhr: Corona-Pandemie - Sachsen führt 2G-System als Optionsmodell ein

    achsen will mit der neuen Corona-Schutzverordnung das sogenannte 2G-System als Optionsmodell einführen und damit Hamburg folgen. Demnach sollen nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu Restaurants, Einrichtungen oder Events von bis zu 5000 Menschen erhalten, wenn der Veranstalter das für sich selbst entscheidet, gab Staatskanzleichef Oliver Schenk (CDU) am Dienstag in Dresden bekannt.

    Im Gegenzug bestehe die Möglichkeit, Beschränkungen wie die Maskenpflicht und das Abstandsgebot aufzuheben. Allerdings muss eine Einlasskontrolle erfolgen. Unklar ist bisher, ob Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren und Menschen, die sich nicht impfen lassen können, beim Besuch entsprechender Einrichtungen einen Test benötigen.

    13.45 Uhr: PCR-Pool-Tests in Kitas sollen Corona-Sicherheit in Bayern weiter verbessern

    Mit sogenannten Lollitests soll in Bayern die Corona-Sicherheit in Kitas weiter verbessert werden. Nach einem Kabinettsbeschluss vom Dienstag übernimmt der Freistaat ab sofort auch die Kosten für solche Pool-Tests auf PCR-Basis - PCR-Tests gelten als zuverlässiger als Antigen-Schnell- oder Selbsttests.

    Neu ist zudem: Künftig müssen Beschäftigte in Kitas, die nicht geimpft oder genesen sind, regelmäßig negative Tests nachweisen. Mit dieser Testnachweispflicht erhöhe man die Sicherheit noch weiter, betonten Trautner und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

    13.34 Uhr: Zwei Drittel der Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona geimpft

    Zwei Drittel aller Menschen in Deutschland sind nach offiziellen Angaben jetzt mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Zumindest eine erste Spritze bekommen haben inzwischen 55,4 Millionen Menschen oder 66,6 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag hervorgeht. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 51,8 Millionen Menschen oder 62,3 Prozent aller Einwohner.

    13.42 Uhr: Niederlande streicht Corona-Auflagen teilweise

    Die Niederlande heben einem Medienbericht zufolge bestimmte Auflagen auf und führen einen sogenannten Coronapass ein. Ab dem 25. September würden Abstandsregeln aufgehoben, berichtet der Sender NOS. Die Maskenpflicht beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr und in Schulen sowie die Aufforderung zum Homeoffice blieben jedoch bestehen. Der Coronapass als Nachweis über eine Impfung soll bei Restaurantbesucht und Kulturveranstaltungen zum Einsatz kommen und gilt für alle ab 13 Jahren. In den Niederlanden sind nach offiziellen Angaben 65 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

    13.35 Uhr: Niederländische Experten: Generelle Auffrischungsimpfung vorerst nicht nötig

    In den Niederlanden sollen nach dem Willen eines Expertengremiums vorerst nur Menschen mit einem geschwächten Immunsystem ein Auffrischung ihres Impfschutzes gegen Corona erhalten. Eine generelle Auffrischung bei allen Geimpften sei nicht nötig, schrieb der niederländische Gesundheitsrat am Dienstag. Der durch die Vakzine erreichte Schutz vor Infektionen lasse zwar etwas nach, der Schutz vor schweren Verläufen aber nicht.

    Der Rat erklärte, eine Auffrischung zum Schutz vor schweren Corona-Erkrankungen sei daher derzeit wenig sinnvoll. Die Regierung solle sich jedoch auf eine Auffrischungsimpfung für alle vorbereiten, falls auch der Schutz vor schweren Covid-19-Verläufen nachlassen sollte.

    In den Niederlanden sind etwa 62 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft. Die Regierung folgt üblicherweise den Empfehlungen des Gesundheitsrates.

    13.01 Uhr: Großbritannien genehmigt Impfauffrischung für über 50-Jährige

    In Großbritannien können über 50-Jährige sowie Heimbewohner und Pflegekräfte eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Wie die Regierung am Dienstag mitteilte, gilt die Regelung auch für klinisch extrem gefährdete Menschen sowie für Risikopatienten zwischen 16 und 65 Jahren. Insgesamt kommen damit mehr als 30 Millionen Menschen für eine dritte Impfung in Frage.

    Ihnen soll frühestens sechs Monate nach der zweiten Dosis das Mittel der Konzerne Biontech und Pfizer gespritzt werden, das Studien zufolge gut als Auffrischung wirken und sehr verträglich sein soll. Alternativ sei auch der Impfstoff von Moderna möglich. Verabreicht werden soll die Spritze zusammen mit der normalen Grippeimpfung. Ob auch gesunde Menschen unter 50 eine sogenannte Booster-Impfung erhalten, soll entschieden werden, wenn mehr Daten vorliegen.

    12.30 Uhr: Neue Corona-Kriterien und Impfstatus-Auskunft treten in Kraft

    Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie im Herbst und Winter können jetzt weitere Maßnahmen umgesetzt werden. Von Bundestag und Bundesrat beschlossene Neuregelungen zu den Bewertungskriterien der Pandemielage und zu Auskünften zum Impfstatus von Beschäftigten wurden am Dienstag im Bundesgesetzblatt verkündet und treten damit an diesem Mittwoch in Kraft.

    Wesentliche Messlatte zur Lage-Einschätzung soll demnach die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken sein. Diese soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die angesichts der Impfungen nicht mehr als so aussagekräftig gelten. Berücksichtigt werden sollen aber auch "weitere Indikatoren". Die Länder sollen dann jeweils festlegen können, wo kritische Schwellen liegen, ab denen weitergehende Alltagsbeschränkungen greifen.

    Zudem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

    12.26 Uhr: Umfrage: Corona verändert Einkauf von Lebensmitteln

    In der Coronakrise haben die Menschen in Deutschland auch Lebensmittel häufiger online eingekauft. Das geht aus den Zahlen einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Danach bestellen derzeit 26 Prozent der Menschen in Deutschland zumindest hin und wieder Lebensmittel im Internet - vor Beginn der Pandemie waren es erst 16 Prozent. Der Verband geht davon aus, dass dieser Trend nachhaltig ist.

    12.16 Uhr: Ministerpräsident Söder: Nachholbedarf bei der Anschaffung von Luftfiltern in Schulen

    Zum Beginn des neuen Schuljahres hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Nachholbedarf bei der Beschaffung von Luftreinigern für Klassenzimmer eingeräumt. Der Wunsch sei nach wie vor, viele Luftreiniger anzuschaffen. "Da gibt es tatsächlich noch bei einigen Nachholbedarf", sagte Söder am Dienstag beim Besuch eines Gymnasiums in München.

    Söder und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) versicherten den Schülern bei ihrem Besuch einen "Präsenzunterricht mit Sicherheitsmaßnahmen". Zu den Sicherheitsmaßnahmen gehöre "das Testen", "die Maske" sowie "flächendeckende Impfungen". Ziel sei es, so viele Schüler wie möglich zur Impfung zu bewegen. Nach Angaben von Söder seien in Bayern knapp 33 Prozent der 12- bis 17-Jährigen erst- und 25 Prozent vollständig geimpft. Um diese Zahlen zu steigern, sollen für Schüler ab zwölf Jahren Anreize mit Impfangeboten in Schulen gemacht werden. Impfen sei der einzige Weg aus der Pandemie, betonte Söder.

    11.41 Uhr: 3G-Regel im Landkreis Hof wird aufgehoben

    Der Landkreis Hof hat heute die Sieben-Tage-Inzidenz von 35 den dritten Tag in Folge unterschritten. Damit fallen ab Donnerstag bestimmte Corona-Maßnahmen für die Region weg, unter anderem die 3G-Regelung. Wie das Landratsamt Hof mitteilt, sind Betreiber von Restaurants, Fitnessstudios oder Kinos demnach nicht mehr verpflichtet, Impfnachweise, Genesenen- oder Testnachweise zu kontrollieren.

    Während die Inzidenz im Landkreis aktuell bei 32,8 liegt, verzeichnet die Stadt Hof einen Wert von 161,6. Dabei handelt es sich um die vierthöchste Inzidenz in Bayern.

    11.39 Uhr: Putin nach Corona-Kontakt vorsichtshalber in Selbstisolation

    Nach Kreml-Angaben hat sich der russische Präsident Wladimir Putin hat sich nach mehreren Corona-Fällen in seinem engen Umfeld in Selbstisolation begeben. Auf die Frage, ob Putin negativ auf das Coronavirus getestet worden sei, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag: "Natürlich, ja." Putin ist vollständig mit dem russischen Vakzin Sputnik V geimpft; die zweite Dosis erhielt er im April.

    Am Montag nahm Putin an mehreren öffentlichen Veranstaltungen teil. Er traf russische Teilnehmer der Paralympics, wohnte einem Militärmanöver bei und traf den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Wie lange Putin in Selbstisolation bleibe, sagte Peskow nicht. Der Präsident werde wie gewohnt weiterarbeiten, sagte er.

    11.10 Uhr: AfD-Fraktion klagt gegen 2G-Regel

    Die AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag wird gegen die Anwendung der 2G-Regel klagen. Laut AfD sollen in einem Schreiben von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zur Veranstaltung "Going Dark" Anfang Oktober in der Münchner Kongresshalle nur genesene und geimpfte Personen zugelassen sein. Dies widerspricht aus Sicht der AfD-Fraktion der 14. Bayerischen Infektionschutzmaßnahmenverordnung, in der 3G-Regeln festgelegt sind (genesen, geimpft, getestet). AfD-Fraktionschef Ingo Hahn ist der Ansicht, der Innenminister lasse hier ohne rechtliche Grundlage Ungeimpfte von öffentlichen Veranstaltungen ausschließen.

    10.59 Uhr: EU gibt grünes Licht für französische Corona-Hilfen

    Frankreich hat grünes Licht von der EU-Kommission für seine milliardenschweren Hilfen für die von der Corona-Pandemie geplagten Unternehmen bekommen. Die Regelung entspreche den gelockerten EU-Beihilfevorschriften, wie die EU-Wettbewerbsbehörde mitteilt. Damit kann die Regierung in Paris nun drei Milliarden Euro an Unternehmen verteilen, die damit ihre Kapitalbasis oder ihre Schuldenlage verbessern können. Bis zu 100 Unternehmen sollen von der Maßnahme profitieren.

    10.40 Uhr: Hospitalisierungs-Inzidenz in Deutschland auf 1,86 gestiegen

    Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei der Hospitalisierung steigt auf 1,86 pro 100.000 Einwohner, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Am Montag lag sie bei 1,79. Der Wert ist im aktualisierten Infektionsschutzgesetz maßgebend für den Umgang mit der Pandemie und hat dabei die Sieben-Tage-Inzidenz der neuen Positiv-Tests abgelöst. Nach RKI-Angaben sind seit dem 26. Dezember 130.383.787 Impfungen verabreicht worden. Damit haben mindestens 65,9 Prozent der Bevölkerung eine Impfung erhalten. Vollständig durchgeimpft sind 61,7 Prozent.

    10.36 Uhr: Bund und Länder suchen Regelung bei Lohnersatzleistung für Ungeimpfte

    Im Streit um Quarantäne-Entschädigungen für Ungeimpfte streben Bund und Länder nach den Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine gemeinsame Regelung an. „Wir versuchen, mit den Ländern eine gemeinsame Linie bei der Lohnersatzleistung zu finden“, sagte Spahn der "Rheinischen Post". Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern kommen am Mittwoch kommender Woche zu Beratungen zusammen.Mehrere Bundesländer haben angekündigt, keine Entschädigungen mehr für Verdienstausfälle von Ungeimpften zu zahlen, die in Corona-Quarantäne müssen. Sie berufen sich dabei auf einen Passus im Infektionsschutzgesetz, wonach der Anspruch auf Lohnfortzahlung entfallen kann, wenn die Quarantäne durch eine Schutzimpfung hätte vermieden werden können.

    10.08 Uhr: Grippe- und Corona-Impfung gleichzeitig möglich

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat keine Bedenken gegen die gleichzeitige Verabreichung von Corona- und Grippeimpfung. Es gebe keine Hinweise, dass bei einer gleichzeitigen Impfung einer der beiden Impfstoffe nicht mehr wirke, erklärt der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens. "Insofern ist diese Vorsichtsmaßnahme des Auseinanderziehens der beiden Impfungen nicht mehr nötig." Vor dem Hintergrund, dass in diesem Winter anders als im Vorjahr, weniger Corona-Regeln gelten dürften, hält Mertens eine Grippeschutzimpfung für dringend geboten. "Angesichts der Tatsache, dass wir in der vergangenen Saison einen Ausfall der Grippe hatten, würde ich sehr dazu raten, dass sich die Menschen, die ein Risiko für eine schwere Grippe-Erkrankung haben, tatsächlich gerade jetzt impfen lassen sollten."

    09.33 Uhr: Weniger Abstands- und Maskenpflicht für Laienmusiker

    Mit dem 3G-Prinzip soll wieder Schwung in Bayerns kulturelles Leben kommen. Wer Theater spielen oder gemeinsam Musizieren will, könne das mit neuen Corona-Lockerungen künftig wieder „möglichst frei“ tun, sagte Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Dienstag anlässlich der Veröffentlichung des neuen Rahmenkonzepts für Proben im Laienmusik- und Amateurtheaterbereich. Demnach sind bei Proben auch in Innenräumen keine Mindestabstände und das Tragen von Masken mehr zwingend vorgeschrieben. Voraussetzung ist, dass jeder Teilnehmer geimpft, getestet oder genesen (3G) ist. Laut neuem Rahmenkonzept muss der Mindestabstand grundsätzlich dann nicht eingehalten werden, „wenn dies zu einer Beeinträchtigung der künstlerischen Betätigung oder Darbietung führen würde“.

    08.50 Uhr: Chinesische Metropole Xiamen geht in Lockdown

    Ein neuer Ausbruch der Delta-Variante des Coronavirus hat für Menschen im Südosten Chinas weitreichende Einschränkungen zur Folge. Die Behörden der Küstenmetropole Xiamen in der Provinz Fujian forderten Bewohner am Dienstag dazu auf, die Stadt nicht mehr zu verlassen. Großveranstaltungen wurden abgesagt, Restaurants und Einkaufszentren angewiesen, die Zahl der Besucher zu reduzieren. Schulen schwenkten auf Online-Unterricht um. Die Maßnahmen erfolgten, nachdem in der Stadt am Montag 32 neue Corona-Fälle entdeckt worden waren, womit die Zahl der Infektionen in der Provinz Fujian seit der vergangenen Woche auf über 100 angestiegen ist. 

    08.40 Uhr: Rekordeinnahmen aus Hundesteuer im Corona-Jahr 2020

    Zwischen Lockdown und geplatzten Urlaubsträumen haben offenbar viele Menschen in Deutschland im Jahr 2020 ihren langgehegten Wunsch nach einem Vierbeiner in die Tat umgesetzt: Im ersten Pandemiejahr wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Rekordeinnahmen aus der Hundesteuer erzielt. Die öffentlichen Kassen nahmen im Jahr 2020 rund 380 Millionen Euro aus der Hundesteuer ein. Für die Städte und Gemeinden bedeutete dies nach Angaben der Behörde am Dienstag ein Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

    08.29 Uhr: Mann in USA von Dutzenden Kliniken wegen Corona-Überfüllung abgelehnt

    Ein Mann aus dem US-Staat Alabama ist nach einem Herzanfall von Dutzenden Krankenhäusern abgewiesen worden, weil deren Intensivstationen mit zumeist ungeimpften Covid-19-Patienten überfüllt waren. Das schreibt die Familie des Mannes in dessen Nachruf. Klinikmitarbeiter in Nordalabama hätten 43 Krankenhäuser in drei US-Staaten kontaktiert, um ein Intensivbett in einer kardiologischen Abteilung für ihn zu finden. Der 73-jährige Antiquitätenhändler sei schließlich ins 275 Kilometer entfernte Meridian in Mississippi verlegt worden. Am 1. September starb er infolge seines Herzanfalls. In dem Nachruf rief seine Familie Ungeimpfte auf, sich impfen zu lassen, um Kapazitäten für Patienten zu schaffen, die nicht am Coronavirus erkrankt sind.

    07.55 Uhr: Bund: Pandemie-belastete Familien stärker unterstützen

    Der Bund will in einer konzertierten Aktion Corona-geschädigte Familien stärker entlasten. "Kinder und Jugendliche haben in der Pandemie ganz besonders gelitten. Wir wollen sie auf dem Weg zurück in die Normalität besonders unterstützen und hier stärker in Prävention und Vorsorge investieren", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Dazu gehörten auch mehr Vorsorgeuntersuchungen, um psychische und physische Probleme frühzeitig zu erkennen, so der Minister. Hier gehe es etwa um Bewegungsmangel und psychosomatische Erkrankungen.

    07.06 Uhr: US-Staat Florida droht Landkreisen mit Strafen bei Impfpflicht

    Der Gouverneur vom US-Bundesstaat Florida, Ron DeSantis, droht Städten und Landkreisen mit Strafen, falls sie ihre Angestellten zu Impfungen zwingen wollen. Er kündigt für jeden einzelnen Fall eine Strafe von 5.000 Dollar an. "Das sind potenziell Millionen und Abermillionen Dollar an Strafen", sagt er. US-Präsident Joe Biden hat vergangene Woche Impfungen für alle Mitarbeiter der Bundesregierung angeordnet.

    06.50 Uhr: Canberra verlängert Lockdown bis Mitte Oktober

    Die Region Australian Capital Territory (ACT) mit der australischen Hauptstadt Canberra bleibt einen weiteren Monat im Lockdown. Diese Entscheidung traf die Regionalregierung am Dienstag, nachdem die Behörden in dem Territorium 22 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet hatten. Canberra ist vom Bundesstaat New South Wales umschlossen, der von der derzeitigen Welle besonders schwer betroffen und seit einem guten Monat im Lockdown ist. Mitte August wurde im ACT erstmals seit einem Jahr wieder ein Corona-Fall bestätigt. Die Regionalregierung teilte weiter mit, dass bislang etwa 50 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft seien.

    06.12 Uhr: Weltweit Zunahme von Hunger und Armut - auch wegen Corona

    Kurz vor dem UN-Ernährungsgipfel in New York mahnt der Bonner Agrar- und Entwicklungsexperte Joachim von Braun mehr Elan beim Kampf gegen den Hunger an. "Wir haben derzeit ungefähr 768 Millionen hungernde Menschen", sagte von Braun am Dienstag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Diese Zahl ist noch mal hochgegangen um circa 118 Millionen, unter anderem wegen Corona."

    Weltweit habe die Armut zugenommen und damit auch der Hunger, so von Braun. "Zudem können sich 3 Milliarden Menschen keine gesunde Ernährung leisten." Es brauche mehr Geld und neue Allianzen, um dem von der Staatengemeinschaft vorgesehen Ziel nahezukommen, bis 2030 ein Ende des Hungers zu erreichen. "Das ist möglich, aber nicht ohne die Verdoppelung der Anstrengungen", betonte der Forscher.

    05.31 Uhr: Japan spendet 1,3 Millionen Impf-Dosen an Taiwan und weitere Länder

    Japan stellt Taiwan und anderen Nachbarländern 1,3 Millionen Impfeinheiten des Vakzins von AstraZeneca zur Verfügung. Taiwan werde 500.000 weitere Dosen erhalten, womit sich die Gesamtspende Japans an die Insel auf 3,9 Millionen erhöhe, sagt Außenminister Toshimitsu Motegi. Weitere 400.000 Einheiten gingen an Vietnam, 300.000 an Thailand und 100.000 an Brunei.05.15 Uhr: Dobrindt gegen Impfpflicht: "Kein weiterer Lockdown im Herbst"

    CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich trotz stockender Impfbereitschaft klar gegen eine Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie ausgesprochen. "Ich lehne eine Impfpflicht ab. Wir werben weiter für das Impfen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Frage, ob er angesichts der in den vergangenen Wochen gestiegenen Infektionszahlen neue weitreichende Beschränkungen im Herbst erwarte, verneinte Dobrindt klar: "Es wird keinen weiteren Lockdown geben. Man sieht auch jetzt bereits, dass sich das Infektionsgeschehen durch die Zahl der erreichten Impfungen verlangsamt."

    04.30 Uhr: RKI meldet 6.325 Neuinfektionen

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 6325 neue Positiv-Tests. Das sind 401 weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 6726 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 81,1 von 81,9 am Vortag. 68 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 92.686. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,08 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    04.00 Uhr: Bayern will kostenlose Lollitests in Kitas ermöglichen

    Bayern will zum Schutz vor Corona-Infektionen in Kinderbetreuungseinrichtungen sogenannte Lollitests mit PCR-Standard möglich machen. Es würden auf Wunsch der Eltern Lollitests ermöglicht, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) der "Augsburger Allgemeinen". Entscheiden sollen und organisieren müssten das die Kommunen. Sie sollen laut Söder ein Wahlrecht erhalten, ob sie die Lollitests mit hohem PCR-Standard einführen oder die bisherigen Antigen-Schnelltests weiter anbieten wollen. Bayern werde für beide Varianten die Kosten übernehmen.

    04.00 Uhr: Josef Schuster: Mehr Aggression durch Corona

    Die Pandemie hat die Gesellschaft verrohen lassen - dieser Meinung ist der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. "Aggression und Hetze haben zugenommen, ganz massiv durch Menschen, die sich ausgerechnet als Quer-Denker bezeichnen", sagte Schuster der "Augsburger Allgemeinen". Die "immer stärker verbreitete Herabsetzung von Menschen" treffe vor allem Minderheiten: "Juden, Muslime, homosexuelle oder behinderte Menschen, häufig aber auch Frauen." Hass schlage zudem oft "Polizisten, Feuerwehrleuten oder Rettungssanitätern entgegen - ausgerechnet jenen Menschen, die für unsere Sicherheit und Gesundheit den Kopf hinhalten". Schuster mahnte: "Nachdenken wäre besser als Querdenken." Der Zentralratspräsident forderte: "'Was dir selbst zuwider ist, das tue deinem Nächsten nicht an' - an diese Regel sollten sich alle wieder erinnern." Und weiter: "Für die nahe Zukunft wünsche ich mir etwas, was im ersten Moment altmodisch klingt: Respekt und Anstand."

    Montag, 13. September 2021

    22.25 Uhr: Spahn ruft eindringlich zu Corona-Impfung auf

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürgerinnen und Bürger noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Es werde auf jeden Fall bis zum Frühjahr eine "Grundimmunität" der Bevölkerung erreicht werden - und zwar "durch Infektionen oder durch Impfung", sagte Spahn am Montagabend. Er empfehle den Weg der Impfungen, denn das erspare Pflegekräften viel Arbeit und viele Tote. "Die Zahl der Ungeimpften in Deutschland ist noch zu groß." Die Delta-Variante des Coronavirus sei so ansteckend, dass, wenn man sich nicht zu Hause allein für sechs Monate einschließen wolle, man nur noch eine Wahl habe: "Entweder Sie infizieren sich ohne Schutz oder Sie werden sich impfen lassen." Noch sei auch eine Überlastung der Krankenhäuser nicht ausgeschlossen.

    21.10 Uhr: FC St. Pauli: 15.000 Fans und 2G-Regel beim nächsten Heimspiel

    Der FC St. Pauli wird sein nächstes Heimspiel in der 2. Fußball-Bundesliga vor 15.000 Fans bestreiten dürfen. Am Sonntag gegen den FC Ingolstadt werde nach Abstimmung mit den Hamburger Behörden dazu die 2G-Regel eingeführt, teilte der Verein am Montag mit. Das bedeutet, dass nur Geimpfte und nachweislich Genesene ins Millerntor-Stadion dürfen. Eine Lösung für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, wurde mit den Behörden nicht gefunden. Das Millerntor-Stadion bietet etwas weniger als 30.000 Fans Platz. Im letzten Heimspiel am 29. August gegen Jahn Regensburg waren nur 10.003 Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen.

    20.50 Uhr: Bereits 280 Kirchenvertreter in Mexiko an Covid gestorben

    In Mexiko sind bereits 280 Vertreter der katholischen Kirche an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Das berichtet das Portal "La Prensa" (Sonntag Ortszeit) unter Berufung auf das Katholische Multimediale Zentrum (CCM). Demnach seien bislang sechs Bischöfe, 251 Geistliche, 13 Diakone sowie zehn Ordensschwestern an Corona gestorben. Mexiko gehört zu den weltweit besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern. Insgesamt wurden in Mexiko bislang knapp 268.000 Covid-Tote registriert. Das entspricht eine Todesrate von rund 210 auf 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Wert bei etwa 111 Toten.20.25 Uhr: Zahl der Covid-Patienten in Kliniken sinkt in Frankreich

    In Frankreich ist die Zahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern erstmals seit Mitte August wieder unter die Marke von 10.000 gefallen. Das Gesundheitsministerium meldete zudem erstmals seit dem 20. Juli wieder weniger als 10.000 Neuinfektionen im Durchschnitt der letzten sieben Tage. In Frankreich sind insgesamt 6,9 Millionen Corona-Infektionen bestätigt.

    19.45 Uhr: Bouffier für Einschränkungen für Ungeimpfte

    Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat sich dafür ausgesprochen, die Rechte von Ungeimpften einzuschränken - unter anderem bei der Lohnfortzahlung für in Quarantäne befindliche ungeimpfte Arbeitnehmer. "Klar ist: Es gibt nur eine Entschädigung, wenn es für den Betroffenen unvermeidbar war. So steht es bereits im Gesetz. Ich will das nicht überstürzen, aber dem Grundgedanken stimme ich zu", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt". Im öffentlichen Bereich, wo der Zugang für alle nötig ist, soll laut Bouffier ein Schnelltest nicht mehr genügen. Er gehe davon aus, dass ein PCR-Test nötig sein wird. Auch unterstütze er, dass private Unternehmen Ungeimpften den Zugang in ein Geschäft verwehren.

    19.20 Uhr: NRW-FDP fordert Abschaffung der Maskenpflicht bei Großveranstaltungen

    Das Land NRW berät derzeit über weitere Corona-Lockerungen. Die FDP-Fraktion fordert, die Maskenpflicht und Abstandsregeln künftig bei Großveranstaltungen wie Weihnachtsmärkten abzuschaffen, wie das Medienportal nw.de der in Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfälischen" berichtet. FDP-Fraktionschef Christof Rasche bezeichnet die Lockerungen als "verantwortbaren Schritt", da das Ansteckungsrisiko im Freien extrem niedrig sei. Die Kommunen bräuchten jetzt schnell Klarheit, unter welchen Bedingungen sie Weihnachtsmärkte durchführen dürfen, so Rasche. NRW solle sich dabei an den Lockerungen orientieren, wie sie die Landesregierung in Schleswig-Holstein vorsieht. Dort sind ab dem 20. September Veranstaltungen drinnen und draußen wieder ohne Einhaltung des Abstandsgebotes und der Maskenpflicht möglich. Die aktuelle Corona-Schutzverordnung in NRW sollte eigentlich am kommenden Freitag auslaufen, wurde aber in der vergangenen Woche bis zum 8. Oktober verlängert.

    18.55 Uhr: Experten sehen derzeit keine breite Notwendigkeit von Auffrischungen

    Zusätzliche Corona-Auffrischungsimpfungen sind nach Ansicht mehrerer führender Wissenschaftler für die allgemeine Bevölkerung nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht erforderlich. Es seien mehr Belege erforderlich, um solche "Booster" zu rechtfertigen, heißt es in einem Artikel der Experten im Medizin-Fachjournal "Lancet". Die Verfasser räumen aber ein, dass einige Personen, etwa Menschen mit geschwächtem Immunsystem, von einer zusätzlichen Impfdosis profitieren könnten. Eine breitere Anwendung von Auffrischungsimpfungen könnte zudem künftig erforderlich sein, wenn die Immunität bei Geimpften nachlasse oder sich neue Varianten entwickelten. Zu den Autoren zählen zwei scheidende Spezialisten der US-Arzneimittelaufsicht FDA, sowie zwei ranghohe Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation WHO. Sie verweisen darauf, dass mit den derzeitigen Impfvorräten mehr Menschen gerettet werden könnten, wenn sie bei bislang Ungeimpften zum Einsatz kämen.18.20 Uhr: 12- bis 15-Jährige in Großbritannien sollen Corona-Impfung erhalten

    In Großbritannien sollen alle 12- bis 15-Jährigen ein Angebot zur Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Die obersten medizinischen Regierungsberater der vier Landesteile sprachen sich am Montag dafür aus, Kindern und Jugendlichen dieser Altersgruppe das Mittel der Konzerne Biontech und Pfizer zu spritzen. Ausschlaggebend für die Entscheidung war nach Angaben der Experten vor allem die erwartete positive Auswirkung für die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs. "Wir denken, dass es ein wichtiges und potenziell nützliches zusätzliches Werkzeug ist, um die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit durch Störung der Bildung zu verringern", sagte der Chefberater der britischen Regierung Chris Whitty bei einer Pressekonferenz in London. 17.45 Uhr: Streit um Freigabe von Impfstoff-Patenten geht weiter

    Der Streit um eine mögliche Freigabe von Patenten auf Covid-19-Impfstoffe geht weiter. Ein internationales Bündnis von rund 75 Hilfsorganisationen dringt erneut auf die Aufhebung. Mit einer weltweiten Aktionswoche von diesem bis zum kommenden Dienstag wollen die Unterstützer politische Entscheidungsträger dazu aufrufen, eine Aufhebung eines Abkommens über geistiges Eigentum (Trips) für alle Covid-19-bezogenen Technologien bei der Welthandelsorganisation zu unterstützen. Außerdem soll der Transfer von Impfstoff-Technologien vorangetrieben werden, wie die People's Vaccine Alliance am Montag forderte. Dem Bündnis gehören unter anderem Oxfam, Amnesty International, Brot für die Welt und UNAIDS an. Deutschland und einige andere Länder blockierten weiterhin den Verzicht auf Patentrechte, kritisierte das Bündnis. Diese Freigabe sei aber von entscheidender Bedeutung für die Überwindung von Impfstoff-Monopolen, den Transfer von Impfstoff-Technologie und die Ausweitung der Impfstoff-Herstellung auf der ganzen Welt.17.35 Uhr: Bei Immunschwäche ermöglicht Italien dritte Corona-Impfung ab 20. September

    Italien beginnt am 20. September damit, bestimmten Bevölkerungsgruppen eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus zu verabreichen. Diese zusätzlichen Dosen oder "Booster" sollen zunächst an immungeschwächte Menschen gehen, beschlossen Gesundheitsminister Roberto Speranza und der außerordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, am Montag. Die Experten der italienischen Arzneimittelbehörde und die spezielle Corona-Kommission der Regierung hatten sich für eine dritte Impfung ausgesprochen. Mit den Regionen soll nun geklärt werden, wie die Verteilung der dritten Impfdosen organisiert wird. Verimpft werden die mRNA-Vakzine von BioNTech/Pfizer und Moderna. Insgesamt hatten bis Montag in Italien rund 74 Prozent der Menschen ab 12 Jahren den regulären Impfzyklus abgeschlossen.

    17.20 Uhr: Covid-Zertifikat löst die Kontaktdatenerfassung in der Schweiz ab

    Statt der Kontaktdatenerfassung müssen Gastronomen in der Schweiz nun das Covid-Zertifikat und ein Ausweisdokument ihrer Gäste überprüfen. Passiert dies nicht, drohen den Betrieben empfindliche Strafen. Was nun mit den Unternehmen die Systeme zur Erhebung der Kontaktdaten anboten, passiert, bleibt offen. Sie werden nicht länger benötigt und wohl auch nicht mehr weiterentwickelt. Der aktuelle Stand Seit Montag, dem 13. September 2021, gilt auch in der Schweiz die Zertifikatspflicht in Innenräumen von Restaurants sowie bei Freizeit- und Kulturveranstaltungen. Diese Maßnahmenverschärfung beschloss der Bundesrat aufgrund der anhaltend angespannten Lage in zahlreichen Spitälern und gilt vorerst bis zum 24. Januar 2022. Noch keine Maßnahme hat die Gesellschaft stärker gespaltet.

    17.00 Uhr: Mehr Infizierte nach "2G"-Party

    Nach einer Clubparty unter "2G"-Bedingungen in Münster ist die Zahl der bekannten Corona-Infektionen auf 63 gestiegen. Das teilte die Stadt am Montag auf Anfrage mit. Die Krankheitsverläufe seien nach Kenntnis des Gesundheitsamtes aber bislang weiterhin mild oder liefen symptomfrei ab. 46 Infizierte kämen aus Münster. Die Gäste hatten sich bei einer Partynacht mit rund 380 Gästen angesteckt. Teilnehmen durften ausschließlich Geimpfte oder Genesene.

    Nach Bekanntwerden des Ausbruchs hatte die Stadt Münster das Hygienekonzept des Clubs als vorbildlich gelobt: Nicht nur hatte der Club nur immunisierten Menschen Zutritt gewährt, auch die Lüftungsanlagen überträfen laut Wartungsfirma die Anforderungen. Das Gesundheitsamt empfahl allen Gästen der Party, einen Bürgertest vornehmen zu lassen. Bei Symptomen sollten sich die Partygäste an einen Hausarzt wenden. 16.15 Uhr: Mit Attraktionen in die Impf-Aktionswoche

    Zum Auftakt der deutschlandweiten Aktionswoche "HierWirdGeimpft" konnten sich Menschen auch an einem Riesenrad in München überzeugen lassen. Bei "Impf'n'Ride" bekam der Impfling mitsamt seiner Angehörigen am Montag anschließend eine Gratisrunde auf dem Riesenrad im Werksviertel geschenkt. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hofft, mit solchen Aktionen "den einen oder anderen, der vielleicht noch zögert", zu überzeugen. "So leicht wie jetzt war es noch nie, sich impfen zu lassen", sagte er bei der Aktion, bei der auch Fernsehkoch Alexander Herrmann als "Impf-Testimonial" dabei war.

    Das Riesenrad ist eine von Hunderten Aktionen in Bayern diese Woche, mit der die Impfquote steigen soll - unter anderen in Einkaufszentren und in Gaststätten. In Bayern sind derzeit rund 60 Prozent vollständig geimpft - damit liegt der Freistaat im Bundesvergleich hinter vielen anderen Bundesländern.

    15.44 Uhr: Serie A-Liga richtet Appell an Regierung

    Die Fußball-Serie-A-Liga hat einen Appell an die italienische Regierung gerichtet, damit in den Stadien wieder alle Plätze besetzt werden können. Fans müssen derzeit einen Corona-Impf-, Negativtest- oder Genesungsnachweis vorweisen, um Zugang zum Stadion zu haben. Lediglich 50 Prozent der Plätze dürfen in den Arenen besetzt werden.

    "Die Klubs können es nicht länger ertragen, dass sie im Wettbewerb mit ausländischen Vereinen finanziell benachteiligt werden. Eine spannende Meisterschaft hat begonnen, es ist schade, dass nur 50 Prozent der Plätze besetzt werden dürfen und nicht 100 Prozent wie in anderen Ländern", sagte Paolo Dal Pino, Präsident der Lega Serie A und stellvertretender Vizepräsident des Fußballverbandes FIGC.

    15.35 Uhr: Teenager ab zwölf sollen in Großbritannien Corona-Imfpung erhalten

    In Großbritannien sollen Zwölf- bis 15-Jährige eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Die obersten medizinischen Regierungsberater der vier Landesteile sprachen sich am Montag dafür aus, den Teenagern das Mittel der Konzerne Biontech und Pfizer zu spritzen. Damit könnten sich insgesamt etwa drei Millionen Jugendliche impfen lassen.

    14.57 Uhr: Bayerische Krankenhausgesellschaft: Vor allem Ungeimpfte auf Intensivstationen

    Mehr als 90 Prozent der Covid-19-Intensivpatienten sind laut Bayerischer Krankenhausgesellschaft (BKG) nicht geimpft. Man erlebe eine "Pandemie der Ungeimpften", hieß es in einer Pressemitteilung der Gesellschaft, die die bundesweite Impfkampagne #HierWirdGeimpft unterstützt. Derzeit würden sich die Intensivstationen wieder füllen, warnte die BKG in einer Pressemitteilung: "Auf den Intensivstationen liegen inzwischen jüngere Patientinnen und Patienten aus jener Gruppe, in der erst zu knapp zwei Drittel geimpft ist."

    Zwar sei die Situation eine ganz andere als vor einem Jahr, der Impffortschritt habe die Krankenhäuser entlastet. Trotzdem müssten sich noch viel mehr Menschen impfen lassen, um das Gesundheitswesen nicht zu überlasten. Nur die Impfung mache die Pandemie beherrschbar.

    14.04 Uhr: Online-Kanäle von Verschwörungsprediger Hildmann gekapert

    Mehrere Online-Kanäle des rechtsradikalen Kochbuch-Autors Attila Hildmann wurden von Hackern übernommen. Auf seiner Webseite prangt ein Banner des Hackerkollektivs "Anonymous". Auch Hildmanns Telegram-Kanal enthält eine Nachricht von "Anonymous". Das Hackerkollektiv hat in einem Blogbeitrag die Übernahme der Kanäle für sich reklamiert und behauptet, im Besitz zahlreicher E-Mails von Hildmann zu sein.Dem Bekennerschreiben zufolge soll ein ehemaliger Vertrauter Hildmanns die Zugriffsdaten zur Verfügung gestellt haben.

    14.03 Uhr: Eltern von Grundschülern mehrheitlich von Homeschooling gestresst

    Eltern von Grundschulkindern waren mehrheitlich durch den Distanzunterricht ihrer Kinder während der Corona-Pandemie starkem Druck ausgesetzt. Mehr als 60 Prozent hätten sich durch den digital erteilten Unterricht immer oder sehr häufig gestresst gefühlt, teilte das RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung am Montag in Essen ein zentrales Ergebnis einer Erhebung mit. Im Juni und Juli waren knapp 6.000 Eltern von Grundschulkindern in Nordrhein-Westfalen zu Lern- und Alltagssituationen während der zweiten Phase der Pandemie befragt worden. Einbezogen wurden auch Daten etwa zum Einkommen in den jeweiligen Stadtvierteln der Schulen.

    14.01 Uhr: Regierung erwartet Kurzarbeit-Mehrkosten von 1,2 Milliarden Euro

    Die Bundesregierung will am Mittwoch die Corona-Sonderregeln für Kurzarbeit um drei weitere Monate bis Ende 2021 verlängern. Sie rechnet dadurch mit Mehrausgaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) von rund 1,2 Milliarden Euro, wie aus dem Reuters am Montag vorliegenden Verordnungsentwurf hervorgeht. Zudem wird der Stichtag 30. September aufgehoben. Die Sozialbeiträge werden den Arbeitgebern somit auch dann in voller Höhe erstattet, wenn mit Kurzarbeit erst nach diesem Datum begonnen wird. Gleiches gilt für die abgesenkte Schwelle, dass nur zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sein müssen, damit ein Betrieb Kurzarbeit anmelden kann.

    13.11 Uhr: Heathrow nur noch zehntgrößter Flughafen Europas

    Großbritanniens größter Flughafen, Heathrow, fällt wegen strenger Reisebestimmungen weiter hinter die Konkurrenz zurück. Das Passagieraufkommen sei mit 2,23 Millionen im August noch immer 71 Prozent unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie, teilte der Flughafenbetreiber mit. Damit rutsche der Flughafen auf den zehnten Platz im europäischen Ranking, vom ersten Platz im Jahr 2019.13.08 Uhr: 30 Orang-Utans auf Malaysia auf Corona getestet

    30 Orang-Utans haben sich in Malaysia Corona-Abstrichen über die Nase unterziehen müssen. Sehr zur Freude ihrer Pfleger kamen alle Tests mit negativem Ergebnis zurück. Den Gesichtern der Menschenaffen war aber abzulesen, dass sie den Stäbchentest als ebenso unangenehm empfinden wie die Menschen. Es war das erste Mal, dass Orang-Utans in dem südostasiatischen Land auf das Virus getestet wurden."Einige der Tierpfleger waren positiv getestet worden, also wollten wir kein Risiko eingehen", sagte Sen Nathan, stellvertretender Direktor des Sabah Wildlife Department auf der Insel Borneo, das vergangene Woche die Tests an den vom Aussterben bedrohten Primaten durchgeführt hat. "Zum Glück gab es bei den Orang-Utans keine Anzeichen und Symptome."

    13.07 Uhr: Großbritannien beendet Liefervertrag mit Impf-Konzern

    Großbritannien hat eine Bestellung von 100 Millionen Corona-Impfdosen des französisch-österreichischen Konzerns Valneva storniert. "Die britische Regierung behauptet, Valneva habe seine Verpflichtungen nicht erfüllt. Das bestreitet Valneva entschieden", erklärte das Unternehmen am Montag an seinem Hauptsitz in Saint-Herblain in Westfrankreich. Aus London kam zunächst keine Stellungnahme.

    Die Absage ist ein harter Schlag für das Unternehmen, das vergeblich mit der Europäischen Union über einen Vertrag verhandelt hat. Großbritannien war bislang der einzige Kunde des Impfstoffes VLA2001, der derzeit in einer klinische Studie der Phase 3 getestet wird.

    13.06 Uhr: Deutsche Logistik holt weiter auf

    Die deutsche Logistik-Wirtschaft blickt zuversichtlich auf das Sommerquartal - spürt aber einen Dämpfer. Das Barometer für das Geschäftsklima im August sei trotz eines leichten Rückgangs auf "sehr guten 106,4 Punkten", wie das Münchner Ifo-Institut zum Indikator im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) mitteilte.

    BVL-Chef Thomas Wimmer bezeichnete es als gute Nachricht, dass die Werte für Geschäftslage, -erwartungen und somit auch das gesamte Geschäftsklima auf dem Niveau der Vor-Corona-Jahre 2018 und 2019 liegen - "obwohl die Pandemie noch immer nicht vorbei ist". Allerdings sorgten die August-Daten für einen Rückschlag. "Denn gerade in den letzten Wochen haben sich die Lageeinschätzung und vor allem die Erwartungen deutlich verschlechtert – in der Industrie, im Handel und bei den Logistikdienstleistern."

    13.03 Uhr: UPS rechnet auch 2022 mit anhaltenden Problemen in Lieferketten

    Das Versandunternehmen UPS bereitet sich auf anhaltende Probleme in der Lieferkette vor. "Die Logistikbranche geht nicht davon aus, dass es 2022 weniger Störungen in den Lieferketten geben wird als 2021", sagte der für das internationale Geschäft zuständige UPS-Manager Scott Price der Nachrichtenagentur AFP. Er rechne jedoch nicht damit, dass die Störung zu einem massiven Anstieg der Transportkosten führen werde.

    Eine Schlüsselfrage werde die wirtschaftliche Auswirkung des "ungleichen Zugangs zu Covid-Impfstoffen" zwischen den Industrie- und den Entwicklungsländern sein, sagte Price weiter.13.01 Uhr: Corona-Regeln für Geimpfte in Sydney gelockert

    Australiens größte Stadt Sydney hat die Corona-Regeln für Geimpfte gelockert - kleine Gruppen von maximal fünf Geimpften dürfen sich nach elf Wochen im Lockdown wieder für eine Stunde im Freien treffen. In Parks und an Stränden kamen am Montag Familien und Freunde zusammen, die sich seit Monaten nicht mehr gesehen hatten.

    12.59 Uhr: Maskenpflicht im Freien in Portugal aufgehoben

    Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen und einer hohen Impfquote ist in Portugal am Montag die Maskenpflicht im Freien aufgehoben worden. Sie gilt nun nur noch in Innenräumen wie Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln und Schulen. Wie die portugiesische Gesundheitsbehörde mitteilte, wird aber weiter empfohlen, auch im Freien eine Maske zu tragen, wenn viele Menschen zusammenkommen und kein Abstand gehalten werden kann.

    Im Juli waren in dem Land mit seinen rund zehn Millionen Einwohnern zeitweise mehr als 3.000 Neuinfektionen am Tag verzeichnet worden. Inzwischen sind es nur noch halb so viele.

    Außerdem sind inzwischen fast 80 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft - das ist eine der höchsten Impfquoten weltweit. Sobald eine Impfquote von 85 Prozent erreicht ist, sollen weitere Lockerungen folgen. Dann sollen etwa auch Bars und Nachtclubs wieder öffnen dürfen.

    12.31 Uhr: Drittimpfungen gegen Corona starten in Frankreich

    Frankreich hat mit den Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Seit Montag können sich besonders gefährdete Menschen mit einer dritten Impfung gegen das Virus schützen lassen. Wie Premierminister Jean Castex sagte, gelte das Angebot derzeit für Menschen in Altersheimen, mit Vorerkrankungen und über 65 Jahren. Betroffene seien demnach mehrere Millionen Menschen. Die 600.000 Bewohnerinnen und Bewohner der Altenheime sollten innerhalb der kommenden fünf Wochen ihre dritte Impfdosis erhalten.

    Inzwischen sind in Frankreich knapp 70 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Der landesweite Inzidenzwert sinkt seit Wochen. Zuletzt steckten sich innerhalb einer Woche etwa 109 Menschen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner an. Auch die Zahl der Krankenhauseinlieferungen ging zuletzt zurück.

    11.26 Uhr: Studie - Junge Menschen fühlen sich in Pandemie im Stich gelassen

    Eine große Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland hat spürbar unter den Folgen der Corona-Krise gelitten und fühlt sich von der Politik im Stich gelassen, wie aus der Jugendstudie 2021 des Bankenverbandes BdB hervorgeht. Demnach geben 85 Prozent der 14- bis 24-Jährigen an, dass die Politik sehr wenig bis wenig in der Pandemie für sie getan habe. 82 Prozent fühlten sich im Vergleich mit Älteren benachteiligt. Jugendliche hätten stark unter Kontaktbeschränkungen, dem ausbleibenden Präsenzunterricht an Schulen und Universitäten und geschlossenen Sportvereinen gelitten, erklärt BdB-Hauptgeschäftsführer Andreas Krautscheid. "Die Jüngeren dürfen nicht Verlierer der Corona-Pandemie sein." Dennoch schauen 83 Prozent zuversichtlich in die Zukunft, 87 Prozent sind mit ihrem Leben eher zufrieden. Allerdings sehen vier von zehn Befragten ihre Zukunftschancen durch die Pandemie etwas (36 Prozent) bis stark (acht Prozent) beeinträchtigt.

    11.23 Uhr: Spahn: Impfunwillige müssen finanzielle Konsequenzen tragen

    Wer sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen will, obwohl für ihn ein zugelassener Impfstoff zur Verfügung steht, muss nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die finanziellen Konsequenzen tragen. Dies gelte zum Beispiel für die Kosten eines Tests vor einem Restaurantbesuch, sagte Spahn am Montag im „Morgenecho“ des WDR-Radio. Es sei auch nicht einzusehen, warum andere den Verdienstausfall zahlen sollten, wenn jemand als Kontaktperson oder Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet in Quarantäne müsse. Mehrere Bundesländer hatten zuletzt ein Ende der Entschädigung des Verdienstausfalls für Ungeimpfte beschlossen, darunter auch Nordrhein-Westfalen. Ab 11. Oktober werden auch die Corona-Tests bundesweit kostenpflichtig sein, außer für Menschen, die sich nicht impfen lassen können oder für die es keine Impfempfehlung gibt.

    10.58 Uhr: Hospitalisierungs-Inzidenz fällt auf Wert von 1,79

    Die Sieben-Tage-Inzidenz bei der Hospitalisierung sinkt auf 1,79 pro 100.000 Einwohner, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Am Freitag lag sie bei 1,95. Der Wert ist im aktualisierten Infektionsschutzgesetz maßgebend für den Umgang mit der Pandemie und hat dabei die Sieben-Tage-Inzidenz der neuen Positiv-Tests abgelöst. Welche Schritte bei welchen Grenzwerten eingeleitet werden sollen, ist Sache der Bundesländer.

    10.56 Uhr: 30 Orang-Utans in Malaysia positiv auf Corona getestet

    In Malaysia sind 30 Orang-Utans auf das Coronavirus getestet worden. Die vom Aussterben bedrohten Menschenaffen wurden den Tests unterzogen, weil sich mehrere Mitarbeiter eines Auswilderungszentrums und eines Schutzgebietes auf der Insel Borneo mit dem Virus infiziert hatten, wie die Naturschutzbehörde der Provinz Sabah mitteilte. Tierärzte in Schutzanzügen übernahmen am Dienstag vergangener Woche die schwierige Aufgabe, die rothaarigen Affen per Nasenabstrich zu untersuchen. Alle Tests fielen aber negativ aus.

    Corona-Tests seien für die Orang-Utan-Population auf Borneo genauso wichtig wie für uns Menschen, sagte der stellvertretende Leiter der Naturschutzbehörde, Sen Nathan. Eine Corona-Infektion könne die Affen sehr krank machen "und ihre Auswilderung verzögern". Die Tierärzte sollen die Orang-Utans daher weiter aufmerksam beobachten und sie auch regelmäßig testen.

    10.48 Uhr: Frankreich beginnt Impfkampagne mit dritter Dosis in Altenheimen

    In Frankreich hat am Montag die Impfkampagne mit der dritten Dosis in Alten- und Pflegeheimen begonnen. Über-65-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen können bereits seit dem 1. September die Auffrischimpfung erhalten, wenn die zweite Dosis sechs Monate zurückliegt. Die dritte Dosis sei nötig, weil bei älteren und geschwächten Menschen die Wirkung des Impfstoffes nachlasse, hatte Premierminister Jean Castex zuvor betont. In Frankreich sind derzeit knapp 70 Prozent der Einwohner doppelt geimpft. Von den Patienten im Krankenhaus sind etwa 80 Prozent nicht geimpft. Die Impfung wird in Frankreich von Mittwoch an verpflichtend für Pflegepersonal, Krankenwagenfahrer und Feuerwehrleute.

    10.39 Uhr: Bündnis dringt weiter auf Freigabe von Impfstoff-Patenten

    Ein internationales Bündnis von rund 75 Hilfsorganisationen dringt weiter auf die Aufhebung der Patente für Covid-19-Impfstoffe. Mit einer weltweiten Aktionswoche von diesem bis zum kommenden Dienstag wollen die Unterstützer politische Entscheidungsträger dazu aufrufen, eine Aufhebung eines Abkommens über geistiges Eigentum (Trips) für alle Covid-19-bezogenen Technologien bei der Welthandelsorganisation zu unterstützen. Außerdem soll der Transfer von Impfstoff-Technologien vorangetrieben werden, wie die People's Vaccine Alliance am Montag forderte. Dem Bündnis gehören unter anderem Oxfam, Amnesty International, Brot für die Welt und UNAIDS an.

    10.08 Uhr: Weitere Corona-Fälle in chinesischer Provinz Fujian bestätigt

    Die südostchinesische Provinz Fujian hat am Montag 22 weitere Infektionsfälle mit dem Coronavirus gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infektionen dort auf insgesamt 43. Der Ausbruch wird auf die hochansteckende Delta-Variante des Virus zurückgeführt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden vom Montag wurden in der Stadt Putian binnen 24 Stunden 15 Fälle bestätigt, sechs wurden demnach in Quanzhou entdeckt und ein weiterer in Xiamen. In Putian blieben die Schulen geschlossen, die Stadt stellte am Samstag den Betrieb von Bussen und Zügen ein, auch Kinos und Bars wurden geschlossen. Wer die Stadt verlassen möchte, muss einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist.10.00 Uhr: Regierung: Engpässe belasten deutsche Industrie noch Monate

    Die Materialknappheit wird die deutsche Wirtschaft nach Prognose der Bundesregierung noch eine ganze Weile belasten. Die Industrie sei zwar trotz der Probleme mit einem Produktionsplus in die zweite Jahreshälfte gestartet. "Die bestehenden Lieferengpässe werden die Industriekonjunktur jedoch auch in den kommenden Monaten belasten", heißt es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. So klagen etwa die Autobauer über fehlende Halbleiter. Zugleich mache sich bei den Dienstleistern "eine erhöhte Unsicherheit durch das verstärkte Infektionsgeschehen bemerkbar". Den Aufschwung sieht das Ministerium aber nicht gefährdet. Für das vierte Quartal zeichne sich eine Normalisierung des Wachstums ab. Im Frühjahr war Europas größte Volkswirtschaft um 1,6 Prozent gewachsen, nachdem sie zu Jahresbeginn wegen der dritten Corona-Welle noch um 2,0 Prozent geschrumpft war.

    09.34 Uhr: Berliner Senatorin will mit Gratis-Döner Impfmuffel locken

    Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) will zum Start der Corona-Impfwoche Ungeimpfte mit einem Gratis-Imbiss zum Impfen bewegen. Zum Beispiel "mit einer langen Nacht des Impfens und mit Döner-Gutscheinen", sagt sie im Sender RTL/ntv. Die Impfquote komme nur schleppend voran. "Wenn man ehrlich ist, muss man sagen, wir haben es nicht geschafft. Der Herbst steht vor der Tür, wir sind in der vierten Welle, und wir haben Impfquoten, die sind tatsächlich nicht ausreichend, um das Schlimmste zu vermeiden."09.06 Uhr: Neuseeland verlängert Lockdown in Auckland

    Der Corona-Lockdown in Neuseelands größter Stadt Auckland wird verlängert. Wie Premierminister Jacinda Ardern am Montag mitteilte, müssen sich die zwei Millionen Einwohner noch mindestens eine Woche lang an strenge Ausgangsbeschränkungen halten. Zur Begründung sagte Ardern, in der Stadt tauchten immer wieder neue "rätselhafte" Ansteckungsfälle auf, die sich nicht auf bekannte Infektionsherde zurückverfolgen ließen.

    Neuseeland hatte Mitte August einen landesweiten Lockdown verhängt, um einen Ausbruch der hochansteckenden Delta-Variante einzudämmen. Im Rest des Landes wurden die Beschränkungen vergangene Woche weitgehend aufgehoben. In Auckland wurden sie aber noch beibehalten, weil alle Fälle dort aufgetreten waren.08.10 Uhr: Laschet zu Corona-Impfung: "Vertraue auf die Einsicht der Menschen"

    Unionskanzlerkandidat Armin Laschet setzt darauf, dass sich möglichst viele Menschen in der Aktionswoche der Bundesregierung gegen das Coronavirus impfen lassen. "Ich vertraue noch auf die Einsicht der Menschen", sagt der CDU-Chef im ARD-Morgenmagazin. "Echte Impfverweigerer gibt es gar nicht so viele." Mann müsse nun diejenigen ermutigen, die noch nicht den Schritt für eine Impfung getan hätten. Man müsse aber auch den Druck erhöhen und klarmachen, dass ab Oktober jeder seinen Test selbst bezahlen müsse und das Leben leichter werde und es eine größere Freiheit gebe, wenn man geimpft sei. Er sei aber gegen eine Impfpflicht, bekräftigte Laschet.

    07.40 Uhr: FDP: Impfaktionswoche ist Vorwand für Impfzwang

    Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, kritisiert die Initiative für vermehrtes Impfen. "Die Impfaktionswoche der Bundesregierung ist der klägliche Versuch von eigenem Versagen abzulenken", sagt er dem "Handelsblatt". Eine Informationskampagne mit Prominenten hätte vor Monaten gestartet werden können. Stattdessen diene die Impfaktionswoche der Bundesregierung als "fadenscheiniger Vorwand, doch noch einen Impfzwang einzuführen".

    06.03 Uhr: Lauterbach rechnet mit Anstieg der Geimpften im Winter

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hofft, dass die Corona-Pandemie im Frühjahr weitgehend überstanden sein wird. "Der Herbst wird noch einmal schwierig werden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Köln. "Wir werden noch einmal steigende Fallzahlen haben. Im Winter könnte es dann aber besser werden, wenn die Zahl der Ungeimpften abgenommen hat." Er rechne damit, dass insbesondere nach der Bundestagswahl zunehmend die 2G-Regel eingeführt werde, wonach nur Geimpfte und Genesene zugelassen sind. "Das wird viele dazu bewegen, sich impfen zu lassen." Im Frühjahr könne die Pandemie dann weitgehend überstanden sein - "wenn es keine neuen Mutationen gibt".

    05.30 Uhr: Impfaktionswoche startet - "HierWirdGeimpft"

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll ab diesem Montag eine bundesweite Impfaktionswoche neue Fortschritte bringen. Jeder Bürger kann sich dann an zahlreichen Stellen mit dem Motto #HierWirdGeimpft ohne Termin und kostenfrei gegen Corona impfen lassen. Neben den dauerhaften Impfmöglichkeiten etwa in den Impfzentren sollen zahlreiche temporäre Angebote, zum Beispiel in Bibliotheken oder Einkaufszentren, die Impfquote nach oben treiben. Diese Aktionen sollen aber auch nach dieser Woche fortgeführt werden, wie Kanzleramtsminister Helge Braun am Sonntagabend in der ZDF-Sendung «Berlin direkt» ankündigte.

    05.45 Uhr: Studie: Corona erhöht Risiko von Cyberangriffen auf Unternehmen

    Die Corona-Krise wirkt sich häufig negativ auf die IT-Sicherheit von Unternehmen aus. Zu diesem Ergebnis kommt ein am Montag veröffentlichter Forschungsbericht des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN). Arbeit im Homeoffice und die Nutzung privater Hard- und Software erhöhen demnach das Risiko einer Infektion mit Schadenssoftware sowie von Phishing-Attacken. Das sind E-Mails vermeintlich seriöser Absender, mit denen Betrüger zum Beispiel an Passwörter gelangen wollen. Bedroht seien vor allem Firmen mit angespannter wirtschaftlicher Situation, die seltener zusätzliche IT-Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.

    Die Autoren des Berichts hatten in den Jahren 2018/19 insgesamt 5.000 Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten befragt. An einer Folgebefragung zwischen Juli und September 2020 nahmen mehr als 600 Firmen erneut teil. 60 Prozent von ihnen berichteten, dass sie innerhalb eines Jahres mindestens einen Cyberangriff reagieren mussten. Automatisch abgewehrte Angriffe, durch eine Firewall etwa, sind darin nicht enthalten. In 85 Prozent der Fälle konnten die Cyberkriminellen in einem frühen Versuchsstadium abgewehrt werden.

    05.07 Uhr: Karliczek mahnt zur Corona-Impfung zum Schutz der Kinder

    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) ruft zum Start der bundesweiten Impf-Aktionswoche zu einer breiten Teilnahme auf. "In dieser Woche sollten sich alle die, die sich bisher nicht haben impfen lassen, einen Ruck geben", sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Sie wolle "daran erinnern, dass eine hohe Impfquote jetzt auf besondere Weise unseren Kindern nützt". Für Kinder unter zwölf gibt es bisher keine zugelassenen Corona-Impfstoffe. "Ihre Gesundheit ist also umso besser geschützt, je mehr Jugendliche und Erwachsene sich impfen lassen", betonte Karliczek. "Eine hohe Impfquote wird auch dazu beitragen, dass die Schule in den nächsten Monaten weiter normal laufen kann. Wir alle können und sollten dazu beitragen, die Zeit der Unsicherheit an den Schulen endgültig zu überwinden."

    04.13 Uhr: RKI meldet 5.511 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 81,9

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 5.511 neue Positiv-Tests. Das sind 762 mehr als am Montag vor einer Woche, als 4.749 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 81,9 von 80,2 am Vortag. Zwölf weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 92.618. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,08 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    03.01 Uhr: Städte und Gemeinden: Mehr Anstrengung für höhere Impfquote

    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert einen massiven Ausbau der Impfangebote und bringt prominente Impfbotschafter in Spiel. "Das Impfgeschehen hat sich leider deutlich verlangsamt und wir müssen eine massive vierte Welle im Herbst befürchten, wenn es nicht gelingt, wieder mehr Menschen von einer Impfung zu überzeugen", sagt der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der Zeitung "Rheinische Post" (Montagausgabe). Es brauche mehr mobile Angebote "überall dort, wo sich die Menschen gerne aufhalten", wie beispielsweise bei Kirchen, Moscheen und Fußballplätzen und die Unterstützung von Prominenten. Es sei immer hilfreich, "wenn Prominente aus Kunst, Kultur und Sport sich klar zur Impfung bekennen und dazu aufrufen."

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