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Impfstoff-Dosen (Symbolbild)

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    Corona: Die Ereignisse vom 17. Mai bis 23. Mai

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 17. Mai bis 23. Mai.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Sonntag, der 23. Mai

    21.16 Uhr: WHO berät über bessere Pandemievorbereitung

    Die 194 Mitgliedsländer der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wollen die Weichen für eine bessere Pandemievorbereitung stellen. Auf ihrer virtuellen Jahrestagung wollen sie ab Montag unter anderem Vorsorge, Impfungen und Basisdienste für Menschen in allen Ländern stärken. Deutschland und rund zwei Dutzend andere Länder machen sich auch für einen internationalen Pandemievertrag stark. Der soll Länder etwa zu einem besseren Austausch über etwaige Gefahren verpflichten und Regierungen dazu bringen, bessere Pläne und Schutzmaßnahmen im Fall einer Bedrohung auszuarbeiten. Deutschland ist mit Abstand größter Beitragszahler der WHO.

    20.31 Uhr: Auf EU-Gipfel auch Corona ein Thema

    Die EU-Staats- und Regierungschefs kommen am Pfingstmontag in Brüssel zu einem zweitägigen Gipfeltreffen zusammen. Sie beraten am Abend zunächst über die die jüngsten Spannungen mit Russland, das Verhältnis zu Großbritannien nach dem Brexit und die Vorbereitung des Gipfels mit US-Präsident Joe Biden Mittel Juni. Auch die von Belarus erzwungene Zwischenlandung eines Ryanair-Linienfluges am Sonntag dürfte ein Thema sein.

    In der Corona-Pandemie wollen die Staats- und Regierungschefs zur Vorsicht angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Virus-Varianten aufrufen. Geplant ist auch eine Zusage, bis Jahresende mindestens 100 Millionen Dosen Impfstoff an ärmere Länder zu spenden.

    20.11 Uhr: Tschechien diskutiert über Lockerungen

    In Tschechien deuten sich weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen für die Gastronomie an. Ministerpräsident Andrej Babis berichtete in den Sozialen Netzwerken über Pläne, die Bewirtung von Gästen ab dem 14. Juni auch in Innenräumen zu erlauben. Derzeit darf in dem EU-Land nur in der Außengastronomie bewirtet werden. Babis schrieb, dass die Lockerungspläne am Montag weiter diskutiert würden.

    Ebenfalls ab Mitte Juni könnten demnach Konzerte und Theateraufführungen mit bis zu 2.000 Teilnehmern im Freien zulässig sein, in Innenräumen soll das Limit dann bei 1.000 Menschen liegen. Für Anfang Juli beabsichtigt Babis eine Anhebung auf 5.000 beziehungsweise 2.000 Teilnehmer. Zur Debatte steht laut dem Ministerpräsidenten zudem eine Corona-Testpflicht nach der Rückkehr aus einem Urlaub im Ausland. So könnte das Einschleppen neuer Virusvarianten verhindert werden, meinte Babis.

    Während das Land mit rund 10,7 Millionen Einwohnern am Samstag die Marke von 30.000 Covid-19-bedingten Todesfällen überschritten hat, haben sich die Fallzahlen zuletzt deutlich verbessert. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt derzeit knapp unter 50.

    19.33 Uhr: Bolsonaro lässt sich ohne Maske von Anhängern feiern

    Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat die Gesundheitsvorschriften von Rio de Janeiro missachtet und sich ohne Maske von zahlreichen Menschen feiern lassen. Der rechte Staatschef nahm ohne Mund-Nasen-Schutz an einer Motorradrundfahrt durch die Millionenmetropole teil und hielt eine Rede vor seinen Anhängern. Damit verstieß er gegen die örtlichen Vorschriften im Kampf gegen die Corona-Pandemie, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. Einige Demonstranten zeigten Transparente, auf denen die Justiz kritisiert und ein Militärputsch gefordert wurde.

    Erst am Freitag hatte die Regierung des Bundesstaats Maranhão eine Geldbuße gegen Bolsonaro verhängt, weil er in der Ortschaft Açailândia einen Massenauflauf seiner Anhänger provoziert und gegen geltendes Recht keine Maske getragen hatte.

    18.55 Uhr: Kreuzfahrtbranche startet wieder durch

    Die krisengeschüttelte Kreuzfahrtbranche ist am Pfingstwochenende in Deutschland von Kiel aus nach monatelangem Corona-Lockdown in die Saison gestartet. Nachdem am Samstag bereits die "Aidasol" der Carnival-Tochter Aida Cruises in See gestochen war, folgte am Sonntagabend "Mein Schiff 1" von Tui Cruises. Das Unternehmen des Tourismusriesen Tui und des Kreuzfahrtkonzerns Royal Caribbean bot wie Aida eine "Blaue Reise" an, bei der die Urlauber zunächst ohne Landgang die ganze Zeit auf der Ostsee bleiben. Es sei nur ein technischer Stopp in Stockholm geplant.

    An Bord der 2.900 Passagiere fassenden "Mein Schiff 1" waren coronabedingt gut 1.100 Gäste. Auch nach Abzug der wegen der Corona-Pandemie frei zu haltenden Plätze sei der Kreuzfahrtriese nicht ganz ausgebucht, sagte eine Sprecherin. Tui Cruises-Chefin Wybcke Meier betonte: "Die Sommersaison mit Fahrten der "Mein Schiff"-Flotte ab Kiel - das gehört für uns einfach zusammen. Umso glücklicher sind wir, dass das seit heute möglich ist und wir somit unseren Gästen auch im Norden Auszeiten auf See anbieten können."

    17.55 Uhr: Erst ab Inzidenz unter 20 weitergehende Lockerungen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat als Zielmarke eine Inzidenz von unter 20 ausgegeben, damit es im Sommer weitreichende Lockerungen der Corona-Regeln geben kann. Für einen unbeschwerten Sommer müsse die Inzidenz weiter gesenkt werden, sagte er der "Bild am Sonntag". Im vergangenen Sommer hätte sie unter 20 gelegen. Das sollten man wieder anstreben. Vorsicht und Umsicht gelten weiterhin. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen - laut Robert Koch-Institut bundesweit bei knapp 65.

    16.50 Uhr: Indische Bundesstaaten setzen Corona-Impfungen für Jüngere aus

    Mehrere indische Bundesstaaten haben ihre Corona-Impfungen für 18- bis 40-Jährige aufgrund zu Neige gehender Vorräte vorläufig eingestellt. Dies teilten die zuständigen Behörden am Sonntag mit. Die Bundesstaaten, zu denen Chhattisgarh, Delhi, Karnataka, Maharashtra und Rajasthan gehören, gelten als besonders schwer betroffen von der heftigen zweiten Corona-Welle im südasiatischen Land.

    In einigen Regionen hatten jedoch auch Menschen, die 45 Jahre oder älter sind, Probleme damit, ihre zweite Impfdosis zu erhalten. In Städten wie Delhi, Mumbai und Pune blieben einige Impfzentren geschlossen. Auf Aushängen war zu lesen, dass die Vorräte aufgebraucht seien.

    Regierungsvertretern zufolge ist der Mangel an Impfdosen nur vorübergehend. Zwischen Juni und Dezember sollen demnach etwa zwei Milliarden Impfdosen zur Verfügung stehen. Einige Experten stellen diese Schätzungen jedoch infrage und weisen darauf hin, dass sich vier der Impfstoffe, auf die die Regierung ihre Prognosen stützt, noch in klinischen Phasen befinden.

    15.55 Uhr: Frankreich - Striktere Corona-Auflagen für britische Touristen möglich

    Frankreich erwägt strengere Corona-Beschränkungen für Besucher aus Großbritannien zum Start der Tourismussaison im Sommer. Damit solle die Ausbreitung einer zunächst in Indien festgestellten Virusvariante vermieden werden, die aktuell in Großbritannien Sorge bereite, sagte Außenminister Jean-Yves Le Drian. So könnte das Vereinigte Königreich eine eigene Gesundheitskategorie bekommen, die zwischen besonders strengen französischen Auflagen für Besucher aus Indien und 15 weiteren Staaten sowie gelockerten Vorgaben für jene aus der EU und einigen anderen Ländern angesiedelt sein könnte.

    Noch beobachte die Regierung in Paris zwar die Lage, ehe sie eine Entscheidung fällen werde, sagte Le Drian. Doch stelle die Zunahme der Fälle der zuerst in Indien entdeckten Variante in Großbritannien ein Problem dar. Frankreich sei daher wachsam und in Kontakt mit den britischen Behörden.

    Erst kürzlich hat die deutsche Bundesregierung Großbritannien als Virusvariantengebiet eingestuft. Damit müssen sich Einreisende für 14 Tage in Quarantäne begeben, Airlines, Bus- und Bahnunternehmen dürfen zudem nur deutsche Staatsbürger oder jene mit festem Wohnsitz in der Bundesrepublik von Großbritannien nach Deutschland befördern.

    14.46 Uhr: Ex-Berater: Britische Regierung strebte zunächst Herdenimmunität an

    Der britische Ex-Regierungsberater Dominic Cummings wirft der Regierung von Premierminister Boris Johnson vor, bei ihrer ursprünglichen Strategie im Kampf gegen die Pandemie gelogen zu haben. Die Regierung habe in Wirklichkeit Anfang 2020 zunächst vorgehabt, durch die Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung bis September des Jahres Herdenimmunität zu erreichen, erklärte er am Wochenende in einer Reihe von Tweets. Erst nachdem der Regierung von mehreren Seiten klargemacht worden sei, dass dieser Plan zur Katastrophe führen würde, sei diese Strategie geändert worden.

    Die Regierung widersprach den Vorwürfen. Auf die Frage, ob Herdenimmunität der ursprüngliche Plan gewesen sei, sagte Innenministerin Priti Patel am Sonntag der BBC: "Absolut nicht." Auch die heutige Leiterin der Behörde für Gesundheitsschutz und damalige Vize-Chefberaterin der Regierung in medizinischen Fragen, Jenny Harries, sagte: "Ich kann kategorisch sagen, dass ich in keiner Regierungssitzung gewesen bin, in der Herdenimmunität zu diesem Zeitpunkt der Pandemie als Kontrollmechanismus vorgeschlagen wurde."

    Cummings hatte seinen Posten in der Downing Street nach erbittertem Streit im engsten Beraterzirkel im Dezember verlassen. Der frühere enge Vertraute des Premiers hat in den vergangenen Wochen eine Reihe von Anschuldigungen gegen Johnson erhoben. Am Mittwoch soll er vor den Gesundheits- und Wissenschaftsausschüssen des Unterhauses aussagen, die die Pandemiereaktion der Regierung untersuchen.

    13.30 Uhr: Ungarn lockert Corona-Maßnahmen

    Ungarn lockert die Corona-Vorsichtsmaßnahmen nachdem das Land am Samstag bei den Erstimpfungen die Fünf-Millionen-Marke überschritten hat. Die Maskenpflicht unter freiem Himmel und die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen wurden abgeschafft. Ein Mund-Nasen-Schutz muss nur noch in geschlossenen öffentlichen Räumen wie Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. 

    Touristische Reisen nach Ungarn sind allerdings generell noch nicht möglich - außer für  Menschen, die in einem Land geimpft wurden, dessen Impfnachweise Ungarn anerkennt. Derzeit sind das Rumänien, Serbien, Montenegro, Kroatien, Slowenien, die Türkei und Bahrain. Ein Deutscher, der in einem dieser Länder geimpft wurde, kann als Tourist nach Ungarn einreisen.

    Ungarns rechtsnationale Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orban macht Lockerungen von Corona-Maßnahmen nicht von der Inzidenz des Virus abhängig, sondern nur vom Impfgeschehen.

    13.12 Uhr: Hunderte Festnahmen nach Berliner Demo-Verbot

    Nach dem Verbot von zwei großen Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik in Berlin hat die Polizei am Samstag Hunderte Menschen festgenommen. Bislang sind 300 Festnahmen bekannt, die genaue Bilanz liegt noch nicht vor. Es ging demnach um Verstöße gegen das Demo-Verbot, um Hygiene-Auflagen und auch um Auseinandersetzungen mit den Beamten. Vereinzelt seien Polizisten verletzt worden.

    Ein Großeinsatz der Sicherheitskräfte sollte am Wochenende verhindern, dass sich trotz des Verbots größere Gruppen bilden. Es kam trotzdem am Samstag zu Ansammlungen von einigen Hundert Menschen, die gegen die Corona-Politik Stimmung machten.

    13.10 Uhr: Israel will wieder Touristen ins Land lassen

    Israel hat seine Grenzen wieder für Touristen geöffnet. Ins Land gelassen werden sollen aber zunächst nur kleine Gruppen aus Ländern, die von der israelischen Regierung akzeptierte Impfstoffe nutzen. Es sei unwahrscheinlich, dass die ersten Touristengruppen vor Anfang Juni ankommen, sagte eine Sprecherin des Tourismusministeriums. Die Reisebranche hatte 2019 ein Rekordjahr. 4,55 Millionen Besucher kamen ins Land und trugen umgerechnet 5,8 Milliarden Euro zur Wirtschaftsleistung bei.

    13.03 Uhr: Memmingen bundesweiter Corona-Hotspot

    Der bundesweite Corona-Hotspot Nummer eins liegt in Bayern: Die Stadt Memmingen wies am Sonntag nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) eine Inzidenz von 238,1 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen auf und lag damit deutschlandweit an der Spitze. Mit einigem Abstand folgten die Landkreise Hildburghausen (196,2) und Gotha (180,9) in Thüringen.

    Bayernweit lag Coburg mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 160,7 auf Platz zwei hinter Memmingen, gefolgt von Schweinfurt (146,0). Insgesamt lagen in Bayern am Sonntag laut den Zahlen des RKI noch 14 Städte und Landkreise über der 100er-Schwelle. Am unteren Ende der Skala lag Weiden in der Oberpfalz (14,0), gefolgt von den Städten Bayreuth (17,4) und Amberg (19,0).

    In München rutschte die Inzidenz wieder über die 50er-Marke auf 53,5. Am Samstag hatte das RKI die Inzidenz noch mit 43,1 angegeben. Doch die Zahl war wohl zu niedrig. Die Stadt teilte mit, dass es bei der Übermittlung der Infektionszahlen technische Probleme gegeben habe.

    Bayernweit lag die Inzidenz am Pfingstsonntag bei 62,6 und damit noch etwas unter dem bundesweiten Schnitt, den das RKI mit 64,5 angab. 1.107 neue Corona-Infektionen wurden im Freistaat innerhalb von 24 Stunden bekannt - und 12 weitere Todesfälle.

    11.56 Uhr: Polizei löst Open-Air-Party mit 150 Personen in Erding auf

    Die Polizei hat gestern Abend in der Erdinger Innenstadt eine "Open-Air-Party" mit rund 150 feiernden Personen aufgelöst. Das teilt das zuständige Polizeipräsidium Oberbayern Nord am heutigen Sonntag mit.

    Demnach seien gegen 22:40 Uhr die Einsatzkräfte über den Notruf alarmiert worden, dass am Kleinen Platz in Erding eine Vielzahl von Personen lautstark feiern und randalieren würde. Vor Ort seien von den Polizeibeamten rund 150 Personen festgestellt worden, die sich zu lauter Musik grölend versammelt hatten. Vereinzelt seien aus der Menge Flaschen und andere Gegenstände auf die Beamten geworfen worden. Verletzt wurde dabei niemand, so die Polizei.

    Der Aufforderung der Polizei, die Party zu beenden und den Platz zu verlassen, sei die große Mehrheit der Feiernden nachgekommen, lediglich von zwölf zunächst unwilligen Personen seien laut Polizei die Personalien erhoben worden. Einem für die Innenstadt erteilten Platzverweis hätten letztendlich aber auch sie Folge geleistet.

    Neben Ermittlungen wegen Ruhestörung prüft die Erdinger Polizei nun auch etwaige Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz, so das Polizeipräsidium Oberbayern Nord.

    10.43 Uhr: Messebranche und Veranstalter fordern Lockdown-Ende im September

    Die Messebranche hat ein festes Öffnungsdatum für ihre Veranstaltungen spätestens im September gefordert. Ohne verlässliche Öffnungsperspektive seien in der Branche 160.000 Arbeitsplätze gefährdet, sagte der Geschäftsführer des Messeverbandes AUMA, Jörn Holtmeier, der "Bild am Sonntag". Holtmeier kritisierte: "In Berlin liegt die Inzidenz inzwischen bei 56 und in dieser Woche wurde die für September geplante Elektronikmesse IFA abgesagt, weil der Berliner Senat sich zu keiner klaren Öffnungs-Perspektive durchringen kann." Er forderte ein bundeseinheitliches Vorgehen mit einem festen Öffnungsdatum spätestens im September.

    Auch der Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, kritisiert die mangelnde Öffnungsperspektive: "Es ist gänzlich inakzeptabel, dass weder der Bund noch die Länder trotz unzähliger Anfragen sich außerstande sehen, mitzuteilen, unter welchen Rahmenbedingungen Konzerte, Tourneen und Festivals wieder ohne Einschränkungen stattfinden können." Der Verband geht davon aus, dass in diesem Jahr rund 100.000 Shows ausfallen müssen. Viele Veranstaltungen seien nach bereits zweifacher Verlegung auf einen dritten Termin im Herbst dieses Jahres verlegt worden. Sie sollten nun auch stattfinden.

    Die deutschen Messeveranstalter haben früheren Angaben des Branchenverbands AUMA zufolge im Corona-Jahr 2020 fast drei Viertel ihres üblichen Umsatzes eingebüßt. Von mehr als 360 geplanten internationalen und regionalen Messen hätten über 70 Prozent abgesagt oder verschoben werden müssen. Nicht nur die Veranstalter selbst, sondern auch Messebau, Hotels, Gastronomie sowie Taxifahrer und Spediteure hätten darunter gelitten.

    10.09 Uhr: Innengastronomie auf Mallorca wieder geöffnet

    Auf Mallorca ist ein weiteres Stück Normalität zurückgekehrt: Seit Sonntag dürfen die Gastronomen der spanischen Urlaubsinsel und der anderen Balearen aufgrund der entspannten Corona-Lage erstmals seit März auch im Innenbereich wieder Gäste bewirten - bis zum 5. Juni allerdings nur bis 18.00 Uhr. Die Außenbereiche dürfen auf den Balearen bis 23.00 Uhr offen bleiben.

    Es gelten allerdings weiterhin strenge Auflagen: Die Gastronomiebetriebe, die über Terrassen verfügen, dürfen in ihren Innenbereichen zunächst nur maximal 30 Prozent der üblichen Gästezahl bewirten. Für Lokale ohne Außenbereich gilt eine Maximalauslastung von 50 Prozent - solange es nicht mehr als 150 Gäste sind. An jedem Tisch dürfen höchstens vier Personen sitzen.

    Außerdem gilt auf allen Inseln der Region eine nächtliche Ausgehsperre. Zwischen Mitternacht und 6.00 Uhr morgens darf man nur mit triftigem Grund aus dem Haus. Zu beachten ist auch die strenge Maskenpflicht, die auch im Freien herrscht. Am Strand und beim Baden darf man die Maske aber ablegen.

    Zuletzt wurden auf den Balearen nur noch knapp 19 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit dem Coronavirus gemeldet. Dieser Wert liegt in Spanien derzeit nur in Valencia, Kastilien-La Mancha und Ceuta niedriger. Dabei hatten Mallorca und die anderen Inseln der Region im Winter zeitweilig die höchsten Werte des Landes. Die Inzidenzwerte der Balearen sind auch weiterhin deutlich niedriger als in allen deutschen Bundesländern.

    09.53 Uhr: FDP will Lolli-Tests bundesweit an Schulen

    Die FDP im Bundestag fordert einen bundesweiten Einsatz von sogenannten Lolli-Tests in Kitas und Grundschulen. "Kindern, Jugendlichen und ihren Familien muss die Politik endlich ein praxisnahes Angebot für mehr Normalität im Corona-Alltag vorlegen", sagte die FDP Gesundheitsexpertin Katrin Helling-Plahr den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Lolli-Tests, die bereits in Schulen in Nordrhein-Westfalen genutzt werden, seien ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ein FDP-Antrag, der den Funke Zeitungen vorliegt, fordert genügend Lolli-Tests, um Kinder in Kitas, Grund- und Förderschulen mindestens zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen zu können.

    Die Tests werden Lolli-Tests genannt, weil die Schülerinnen und Schüler auf dem Teststäbchen wie auf einem Lolli 30 Sekunden lang herumlutschen müssen. NRW führte sie vor zwei Wochen flächendeckend an allen Grund- und Förderschulen ein. Die Testung geschieht zunächst gruppenweise. Erst wenn eine Gruppe positiv getestet wurde, werden Einzeltests der Gruppenmitglieder vorgenommen. Die Proben werden in PCR-Testverfahren von Laboren untersucht.

    09.18 Uhr: Bedford-Strohm: Corona muss zu grundsätzlichem Umdenken führen

    Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie sollten nach Überzeugung des bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm zu einem grundsätzlichen Umdenken bewegen. Neben einer "tiefen Müdigkeit" sei Nachdenklichkeit das beherrschende Gefühl vieler Menschen, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

    Die Pandemie habe den Menschen schmerzlich ihre Grenzen aufgezeigt. Das könne aber der erste Schritt für "ein gutes Leben" in diesen Grenzen sein. Als Konsequenz aus der Pandemie sollten die Menschen Bedford-Strohm zufolge ihre Endlichkeit annehmen, "anstatt wissenschaftlichen Heilsehern aus der digitalen Welt" auf den Leim zu gehen, die Unverfügbarkeit des Lebens achten, mit den Ressourcen der Natur schonend umgehen und den eigenen materiellen Besitz auf ein Maß beschränken, das ein würdevolles Leben für alle ermögliche. Außerdem sollten die Menschen "Gott Schöpfer sein lassen, anstatt die Möglichkeiten moderner Reproduktionsmedizin dazu zu missbrauchen, sich nun selbst zum Schöpfer aufzuschwingen“", sagte der Bischof.

    Das Pfingstfest 2021 könne den Menschen Kraft geben für ihre erschöpften Seelen. "Wir erhoffen Orientierung von den alten Worten der Bibel, die schon so viele Menschen durch schwere Zeiten getragen haben", sagte Bedford-Strohm.

    09.00 Uhr: Studie: Recht hoher Impfschutz gegen indische Virus-Variante

    Die Corona-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Astrazeneca bieten laut einer Studie aus Großbritannien einen recht hohen Schutz gegen eine Erkrankung mit der zunächst in Indien aufgetretene Virus-Variante B.1.617.2. Die beiden Präparate schützen nach zweifacher Impfung beinahe so effektiv gegen eine durch diese Variante ausgelöste Corona-Erkrankung wie gegen eine durch die britische Variante B.1.1.7 hervorgerufene. Das geht nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA aus einer Studie der Regierungsbehörde Public Health England (PHE) hervor.

    Der Impfstoff von Pfizer/Biontech schützt demnach zwei Wochen nach der zweiten Dosis mit 88-prozentiger Effektivität gegen eine Erkrankung durch B.1.617.2., verglichen mit 93 Prozent bei der britischen Variante. Bei Astrazeneca liegt der Effekt gegen eine Erkrankung durch B.1.617.2 bei 60 Prozent, verglichen mit 66 Prozent bei B.1.1.7. Beide Impfstoffe wiesen den Angaben zufolge drei Wochen nach der Erstimpfung eine 33-prozentige Effektivität bei B.1.617.2 auf, während sie bei der britischen Variante zu dem Zeitpunkt jeweils bei rund 50 Prozent lag.

    Die Europäische Arzeimittel-Agentur (EMA) geht davon aus, dass auch der Impfstoff von Moderna eine gute Wirksamkeit gegen die indische Virus-Variante aufweist. Das Vakzin basiert ebenso wie das Mittel von Biontech/Pfizer auf mRNA-Technologie. Es gebe "vielversprechende" Hinweise darauf, dass es in der Lage sei, diese Corona-Mutante zu "neutralisieren".

    06.00 Uhr: Umfrage: Singles leiden seelisch mehr unter Pandemie als Paare

    Singles leiden in der Pandemie nach einer neuen Umfrage stärker unter seelischen Belastungen als fest gebundene Menschen. Demnach klagen 62 Prozent der Singles über psychische Belastungen, bei den 18- bis 29-jährigen Singles waren es sogar 74 Prozent, wie das Umfrageinstitut Yougov ermittelt hat. Die Meinungsforscher befragten im Auftrag der Swiss Life Ende April über 3.100 Erwachsene, davon gut 1.200 Alleinstehende und knapp 2.000 in Ehe oder fester Beziehung. Der Anteil der fest verbandelten Menschen, die über psychische Belastung klagten, war mit 58 Prozent etwas niedriger als bei den Alleinstehenden. Vor allem aber sagten 52 Prozent der Singles, dass die Leiden seit Beginn der Pandemie häufiger auftreten, dagegen nur 45 Prozent der Menschen in einer Partnerschaft.

    05.19 Uhr: RKI meldet 6.714 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6714 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Morgen hervor. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8500 Ansteckungen gelegen. Die 7-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 64,5 an (Vortag: 66,8; Vorwoche: 83,1). Am Wochenende sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil an diesen Tagen weniger getestet wird.

    Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 82 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 71 Tote gewesen. Insgesamt sind nach offiziellen Daten bislang 87.380 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

    04.20 Uhr: CDC empfiehlt Untersuchung von Herzmuskelentzündungen

    Das Komitee für Impfpraktiken der US-Gesundheitsbehörde CDC hat die weitere Untersuchung von sehr seltenen Herzmuskelentzündungen empfohlen, die in einigen wenigen Fällen nach einer Impfung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit mRNA-Vakzinen beobachtet worden seien. Die Fälle träten innerhalb von vier Tagen nach Erhalt der Dosis auf, würden jedoch oft ohne Komplikationen verschwinden und könnten durch eine Vielzahl von Viren verursacht werden, teilte die CDC-Gruppe mit. Man habe bei Untersuchungen nicht mehr Fälle gefunden als in Gesamtbevölkerung üblich, wolle die Gesundheitsdienste jedoch auf "mögliche unerwünschte Ereignisse" aufmerksam machen, hieß es.

    03.46 Uhr: Spahn: Jugendliche zügig impfen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, Biontech-Impfdosen für Schülerinnen und Schüler zu reservieren, damit die Schulen wieder öffnen können. "Ein Weg zu regulärem Unterricht nach den Sommerferien ist das Impfen der Jugendlichen", sagte Spahn der "Bild am Sonntag". Ziel sei es, dass alle Schüler bis Ende August ein Impfangebot bekämen. "Weil für sie wegen der Zulassung nur ein bestimmter Impfstoff infrage kommt, müssen dafür genügend Biontech-Dosen reserviert werden."

    Spahn kündigte an, Fördermaßnahmen für Kinder zu einem Schwerpunkt seiner politischen Arbeit in den nächsten Monaten zu machen. "Das Leid der Kinder in der Pandemie beschäftigt mich sehr", sagte der Minister. Er wolle noch vor den Sommerferien mit Kinderärzten, Psychologen und Erziehungswissenschaftlern sprechen, "wie wir diese Versäumnisse auffangen können". Besonders Kinder aus sozial benachteiligten Familien wolle er unterstützen. Wenig Verständnis zeigte der Gesundheitsminister für die Kritik der Ärzte-Funktionäre an der Aufhebung der Impfpriorisierung: "Dieselben, die vor vier Wochen gesagt haben, die Priorisierung sei Impf-Bürokratie und müsse weg, kritisieren jetzt die Aufhebung. Das passt nicht zusammen."

    03.01 Uhr: Moderna will Zulassung für Kinder in EU beantragen

    Das US-Pharmaunternehmen Moderna will Anfang Juni die Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der EU für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren beantragen. Ideal wäre es, diese Altersgruppe vor Ende August zu impfen, sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel der französischen Sonntagszeitung "Journal du dimanche". Andernfalls könne eine vierte Corona-Welle drohen. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) prüft derzeit bereits die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Zwölf- bis 15-Jährige. In den USA ist der Impfstoff schon für diese Altersgruppe zugelassen.

    02.47 Uhr: Bundesagentur für Arbeit: Weniger Bewerber für Ausbildung

    Der Ausbildungsmarkt in Deutschland ist in der Corona-Krise spürbar eingebrochen. Bis April 2021 ging sowohl die Zahl der Bewerber als auch das Angebot an Lehrstellen gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. Das geht aus neuen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegen. Demnach ging die Bewerberzahl im Ausbildungsjahr 2020/21 um zehn Prozent zurück. Bundesweit gab es bis April etwa 345.000 Interessenten für einen Ausbildungsplatz. Beim Lehrstellenangebot verzeichnete die BA im selben Zeitraum ein Minus von fünf Prozent.

    So lag die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze zuletzt bei rund 429.800. Allein vergangenen April waren laut BA noch 250.000 betriebliche Ausbildungsstellen unbesetzt. Gleichzeitig hatten 190.000 Bewerberinnen und Bewerber im vergangenen Monat noch keine Ausbildungsstelle oder eine Alternative gefunden. BA-Chef Detlef Scheele begründete diese Entwicklung vor allem mit Schwierigkeiten in der anhaltenden Corona-Krise.

    02.45 Uhr: IW: Pandemie-Kosten in Höhe von fast 300 Milliarden Euro

    Die Corona-Krise hat die deutsche Volkswirtschaft fast 300 Milliarden Euro an Wohlstand gekostet. Das ergeben Berechnungen des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für die "Welt am Sonntag". "Es wird Jahre dauern, bis die Verluste und die strukturellen Verwerfungen ausgeglichen sind", sagt IW-Chef Michael Hüther der Zeitung. Die Ökonomen hätten für ihre Berechnungen das tatsächliche und prognostizierte Wachstum mit dem sogenannten Potenzialwachstum verglichen.

    Ohne Corona wäre die Wirtschaft deutlich gewachsen. Knapp ein Drittel des Wertschöpfungsverlustes sei auf den erneuten Lockdown infolge der zweiten Welle zurückzuführen, der erst jetzt wegen den Impffortschritten und der sinkenden Inzidenzen gelockert werde.

    02.04 Uhr: Weltimpfprogramm: Forderung nach zügiger Finanzierung

    Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, kritisiert die Industriestaaten für ihren Umgang mit den Corona-Impfstoffen. "Es kann nicht sein, dass einige Länder sich fünf oder acht Impfdosen pro Kopf gesichert haben, während in Afrika derzeit nur zwei Prozent der Menschen eine Chance haben, geimpft zu werden", sagte der Minister der "Welt am Sonntag". Ziel müsse es bleiben, mindestens 30 Prozent der Menschen auch in Entwicklungsländern bis Anfang nächsten Jahres zu impfen. Das Weltimpfprogramm müsse jetzt zügig finanziert werden. Denn nur eine weltweite Impfkampagne sei der Weg aus der Krise - auch aus der weltweiten Wirtschaftskrise.

    01.19 Uhr: Spahn: Inzidenz von unter 20 ist das Ziel

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat als Zielmarke eine Inzidenz von unter 20 ausgegeben, damit es im Sommer weitreichende Lockerungen der Corona-Regeln geben kann. Für einen unbeschwerten Sommer müsse die Inzidenz weiter gesenkt werden, sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Im vergangenen Sommer lag sie unter 20. Das sollten wir wieder anstreben. Vorsicht und Umsicht gelten weiterhin." Gestern lag die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen - laut Robert Koch-Institut bundesweit bei 66,8 (Vortag: 67,3; Vorwoche: 87,3).

    Man habe aus dem vergangenen Sommer gelernt, sagte der Minister. "Damals haben die Auslandsreisen, häufig Verwandtschaftsbesuche in der Türkei und auf dem Balkan, phasenweise rund 50 Prozent der Neuinfektionen ausgelöst. Das müssen wir in diesem Jahr verhindern", sagte Spahn. Beispielsweise wolle er frühzeitig Vereinbarungen mit der Türkei über Tests bei der Ein- und Ausreise schließen.

    01.00 Uhr: Gauck fordert Toleranz für Querdenker und Impfgegner

    Altbundespräsident Joachim Gauck hat eine größere Toleranz für sogenannte Querdenker und Impfgegner gefordert. "Ja, das Ausmaß an Spinnerten, die Querfront von Linksaußen bis Rechtsaußen und das Esoterische, das alles schreckt ab", sagte er dem "Tagesspiegel" im Hinblick auf Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. "Aber nicht alle, die dort mitlaufen, sind eine Gefahr für die Demokratie. Wir können doch nicht alle ausgrenzen, die mit der Corona-Politik unzufrieden sind", so Gauck. Wer Hass und Hetze verbreite, dem müsse mit rechtsstaatlichen Mitteln entgegengetreten werden. "Aber ich möchte auch nicht, dass wir mit dem illiberalen Mittel des Verbots einschreiten, solange jemand nicht wirklich die Demokratie gefährdet."

    00.01 Uhr: Drastische Beschränkungen für Einreisen aus Großbritannien

    Die Einreise aus Großbritannien nach Deutschland ist seit Mitternacht drastisch beschränkt: Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen dürfen keine Reisenden aus Großbritannien mehr befördern, zudem gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht, die auch nicht durch negative Tests verkürzt werden kann. Wegen der Ausbreitung der als besonders ansteckend geltenden indischen Corona-Variante stuft die Bundesregierung Großbritannien nun als sogenanntes Virusvariantengebiet ein.

    Lockerungen gibt es hingegen bei Einreisen aus Frankreich. Nach der Rückstufung des Nachbarlands vom Hochinzidenz- zum einfachen Risikogebiet brauchen Pendler an der deutsch-französischen Grenze nun keinen Corona-Test mehr, wie der französische Europa-Staatssekretär Clément Beaune mitteilte. Für alle anderen Reisenden fällt die Quarantänepflicht weg, wenn sie einen weniger als 72 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen können, vollständig geimpft sind oder eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben.

    Samstag, der 22. Mai 2021

    22.06 Uhr: Nach Bad in der Menge muss Brasiliens Präsident Bolsonaro Geldstrafe bezahlen

    Geldstrafe für Brasiliens Präsident wegen Verstoßes gegen Corona-Auflagen: Jair Bolsonaro steht nach Bad in der Menge ohne Maske in der Kritik. "Das Gesetz gilt für alle gleich", erklärte der linksgerichtete Gouverneur des Bundesstaates Maranhão, Flavio Dino, am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter. Versammlungen von mehr als hundert Menschen seien in dem Bundesstaat verboten und Masken seien Pflicht. Dem Präsidenten droht nun eine Geldstrafe zwischen umgerechnet 300 und 230.000 Euro.

    Der ultrarechte Bolsonaro war am Freitag bei einer offiziellen Zeremonie in Açailandia rund 500 Kilometer von São Luis entfernt, der Hauptstadt von Maranhão im Nordosten Brasiliens. Videos von seinem Auftritt auf seinem Twitter-Account zeigten ihn inmitten einer Menge von mehreren hundert Menschen - ohne Maske. In dem Bundesstaat waren am Donnerstag die ersten Fälle der indischen Coronavirus-Variante bestätigt worden. Brasilien ist bereits jetzt schwer von der Pandemie getroffen, was Kritiker von Bolsonaro dem rechtsextremen Präsidenten anlasten, der das Coronavirus seit Beginn der Pandemie verharmlost.

    21.36 Uhr: US-Impfstoffe werden künftig auch in Südkorea hergestellt

    Die US-Konzerne Moderna und Novavax wollen ihren Impfstoff künftig auch in Südkorea herstellen. Beide Unternehmen einigen sich mit der Regierung in Seoul auf ein entsprechendes Abkommen. Der südkoreanische Präsident Moon Jae-in steht unter Druck, Impfstoff schneller im Land verfügbar zu haben. Am Freitag hatten Moon und US-Präsident Joe Biden eine umfassende Partnerschaft beider Länder für Covid-19-Impfstoffe abgeschlossen.

    21.07 Uhr: Viele Fußballfans trotz Corona-Auflagen am Stadion bei Spiel Ingolstadt gegen TSV 1860

    Trotz der Aufforderung an alle Fußballfans wegen der geltenden Corona-Auflagen nicht ans Stadion zu kommen, seien insgesamt rund 800 Fans - vorwiegend von 1860 München - zum Spiel angereist, so das für Ingolstadt zuständige Polizeipräsidium Oberbayern Nord in seiner ersten Bilanz am Abend. Am Stadion selbst sei von den Fans immer wieder Pyrotechnik gezündet worden, vereinzelt seien auch Gegenstände auf die Polizeikräfte geworfen worden, weshalb insgesamt zehn Fans - vorwiegend aus dem Lager von 1860 München - festgenommen werden mussten.

    Es war das für den Aufstieg entscheidende Drittliga-Spiel am heutigen Nachmittag zwischen 1860 München und dem FC Ingolstadt in Ingolstadt. Dabei ist es in der Stadt laut dem Polizeibericht immer wieder zu kleineren Zusammenstößen zwischen den Fans beider Mannschaften gekommen. Die Polizeibeamten seien den ganzen Nachmittag über immer wieder zu Gaststätten und weiteren Örtlichkeiten im Stadtgebiet gerufen worden, um dort für Ordnung zu sorgen, so die Polizei wörtlich in ihrem Bericht. In einem Biergarten im Süden der Stadt sei es nach dem Spiel noch zu einer Schlägerei zwischen einigen Anhängern beider Vereine gekommen, die jedoch auf Grund des zügigen Eingreifens von Polizeikräften schnell beendet werden konnte.

    Insgesamt zieht die Ingolstädter Polizei ein positives Fazit: Die Einsatzkräfte hätten die Lage durchgehend unter Kontrolle gehabt und größere Sicherheitsstörungen verhindern können. In München ist die Lage um die Stadien laut Polizei ruhig.

    20.49 Uhr: US-Basketball-Star "King" James bricht Corona-Regeln bei Promo-Event

    Der Superstar LeBron James aus der US Profiliga NBA von Meister Los Angeles Lakers hat laut Medienberichten beim Besuch einer Werbeveranstaltung die Coronaregeln der Basketball-Profiliga gebrochen. Der 36-jährige James, den sie auch "King" nennen, soll am Mittwoch bei einem Event eines Tequila-Herstellers gewesen sein, bei dem er Investor ist. Damit hat er offenbar einen Fehler gemacht. Angeblich droht James wegen der Missachtung der Sicherheits- und Hygienevorschriften aber keine Sperre. Die Lakers mit dem deutschen Nationalspieler Dennis Schröder starten am Sonntag gegen die Phoenix Suns ins Play-off-Achtelfinale. Alle Besucher der Veranstaltung mussten einen negativen Test oder einen Impfnachweis erbringen. Dennoch war James' Verhalten ein Regelbruch, das bestätigte ein NBA-Sprecher dem Sender ESPN. Grundsätzlich sind in solchen Fällen Verwarnungen, Geldstrafen oder Sperren möglich.

    19.33 Uhr: Indische Regierung wehrt sich gegen den Begriff "indische Variante" in Online-Medien

    Angesichts der weltweiten Angst vor der zuerst in Indien entdeckten Coronavirus-Mutante geht Neu Delhi gegen die Verbreitung des Begriffs "indische Variante" in Online-Medien vor: Die indische Regierung forderte Online-Plattformen auf, alle Inhalte mit dem Begriff "indische Variante" zu löschen. Die Mutante B.1.617 hat sich in Indien rasant ausgebreitet und wütet auch in Nachbarländern. Inzwischen wurde die sie auch in Deutschland und 43 anderen Ländern nachgewiesen.

    Die Anordnung für das Löschen der Inhalte mit dem Begriff "indische Variante" kam vom indischen Informations- und Technologie-Ministerium am Freitag. Es sei "völlig falsch", wenn Inhalte zirkulierten, dass eine "indische Variante" sich in anderen Ländern ausbreite. Zur Begründung hieß es, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO die Variante B.1.617 nicht mit einem bestimmten Land in Verbindung bringe.

    Eine Reihe von Ländern hat inzwischen Einreisen aus Indien untersagt oder mit strikten Auflagen versehen. Viele Gesundheitsexperten und Regierungen nutzen die Ländernamen für neue Coronavirus-Mutanten, die dort zuerst oder besonders häufig aufgetreten sind. Dazu zählen auch die britische, brasilianische oder südafrikanische Variante. Die Reaktion der indischen Regierung zeigt, wie stark sie angesichts von Vorwürfen unter Druck steht, sie habe falsch auf die neue Variante reagiert.

    In Indien hat sich das Corona-Virus auch wegen religiöser und politischer Massenveranstaltungen rasant ausgebreitet. Die Krankenhäuser sind hoffnungslos überfüllt, häufig fehlt es an Sauerstoff. Indien meldete am Samstag 257.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und 4194 Todesfälle. Insgesamt gab es offiziell bisher 295.525 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion - fast die Hälfte davon seit Ende März.

    18.57 Uhr: Sri Lanka verhängt Reiseverbot wegen Corona-Lage

    Mit einem neuen Reiseverbot versucht die Regierung in Sri Lanka angesichts steigender Corona-Fallzahlen gegenzusteuern. Seit Freitagabend (Ortszeit) dürfen keine Passagierzüge und Busse mehr fahren, die Maßnahme gilt bis Dienstagmorgen. Unterwegs sein dürfen nur Arbeiter und Fachkräfte in systemrelevanten Diensten wie dem Gesundheitswesen, den Lebensmittel- und Energiebranchen sowie jene, die medizinische Behandlung brauchen.

    Den Ärztekammern Sri Lankas gehen bisherige Beschränkungen indes nicht weit genug: Sie haben die Regierung zu einem zweiwöchigen Lockdown für das ganze Land aufgerufen. Die tatsächliche Zahl der Infektionen sei mehr als drei Mal so hoch wie jene der nachgewiesenen Ansteckungen, argumentieren die Ärztekammern. In Sri Lanka sind bereits öffentliche Versammlungen, Partys und Hochzeiten verboten, zudem sind Schulen und Universitäten geschlossen.

    18.48 Uhr: Türkei wirbt mit Impfkampagne für sicheren Urlaub

    Vor dem Beginn der Tourismussaison in der Türkei hat der türkische Tourismusminister Nuri Ersoy vor "unnötiger" Kritik an der Corona-Impfkampagne des Landes gewarnt. Ersoy wiederholte die Ankündigung der Regierung, bis Ende Juni alle Menschen in der Türkei über 20 Jahre impfen zu wollen. Das Land habe die Infrastruktur, das zu leisten, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Samstag in Antalya. Die Impfkampagne in der Türkei ist schnell gestartet, verläuft aber inzwischen schleppend. Knapp 19 Prozent der Einwohner haben bisher die erste Impfdosis erhalten. In der Türkei leben viele junge Menschen, das Ziel der Regierung gilt dennoch als sehr ambitioniert.

    Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte bei einem Besuch Anfang Mai in Berlin gesagt, jeden, den Touristen zu Gesicht bekommen könnten, werde man bis Ende Mai impfen. Ob das tatsächlich gelingen kann, scheint derzeit fraglich. "Wir wissen nicht, wer geimpft ist und wer nicht. Diese Information haben wir nicht", sagte Ersoy unter Bezug auf die Mitarbeiter im Tourismussektor.

    Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Türkei. Er war im vergangenen Jahr um rund 70 Prozent eingebrochen.

    18.02 Uhr: Nach Mallorca und anderswohin mit Corona-Test - 280 Starts und Landungen in München

    Ob Palma de Mallorca, Amsterdam oder Wien: Für diesen Samstag meldet der Flughafen München 280 Starts und Landungen. Dies war der verkehrsstärkste Tag der Pfingstferien, wie ein Sprecher des Flughafens mitteilte. Aber: Vor der Corona-Pandemie habe es am Samstag vor Pfingsten über 1000 Starts und Landungen gegeben. Obwohl jetzt deutlich mehr Flüge seien als in den Osterferien dieses Jahres, sei nur ein Viertel der Flugaufkommens in den Pfingstferien 2019 erreicht. Damals waren es 19 300. Mit dem Anstieg des Flugaufkommens sind laut Flughafen auch Teile des zuvor ungenutzten Terminals 1 wieder zum Einsatz gekommen. Zwar werden Ankünfte und Abflüge weiter ausschließlich über Terminal 2 abgewickelt, Terminal 1 stehe aber nun für Check-ins einiger Fluggesellschaften zur Verfügung.

    Das Lieblingsziel der Fluggäste bleibe Palma de Mallorca. Alleine am Samstag habe es jeweils 13 Flüge aus und nach Mallorca gegeben. In den Pfingstferien werden ab München rund 130 Ziele angeflogen. Obwohl die Passagiere ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen müssen und der Check-in damit länger dauert, habe es am Samstag keine Probleme gegeben. Die meisten Fluggäste hätten die richtigen Dokumente vorweisen können, einzelne hätten noch am Flughafen PCR-Tests machen müssen.

    17.12 Uhr: Polizei-Zwischenbilanz: Etwa 200 "Freiheitsbeschränkungen" von Gegnern der Coronapolitik in Berlin

    Nach dem Verbot von zwei großen Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik in Berlin hat es nach Polizeiangaben bis zum Samstagnachmittag etwa 200 "Freiheitsbeschränkungen" gegeben. Davon habe es sich in mehr als hundert Fällen um Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz gehandelt. Nach Polizeiangaben kann diese Zahl noch steigen "wenn sich die Personen in der Voßstraße nicht freiwillig entfernen. wie die Polizei per Twitter mitteilt. Außerdem warnt die Polizei vor Falschmeldungen, dass es erlaubte Demonstrationen gäbe.

    In der Voß-Straße hatten sich nach Angaben der Polizei mehrere Hundert Menschen versammelt. Sie wurden mit Lautsprecherdurchsagen weggeschickt und aufgefordert, sich an die Corona-Regeln zu halten. "Wer sich weigert zu gehen und die Hygieneregeln nicht einhält, wird von uns herausgeführt & erhält eine Anzeige, so die Polizei auf Twitter. Beamte nahmen Personalien von Demonstranten auf, einzelne Menschen wurden weggetragen.

    Am Freitagabend hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg das Verbot von zwei Demonstrationen bestätigt. Die negativen Erfahrungen aus der jüngsten Vergangenheit mit dem zu erwartenden Teilnehmerkreis aus der "Querdenker-Szene" rechtfertige die Annahme, dass gerade an den prominenten Orten der Stadt die notwendigen Hygienemaßnahmen nicht eingehalten würden, so das Gericht.

    16.45 Uhr: In Teilen Indiens stabilisiert sich die Lage

    In Teilen von Indien, das von der Pandemie besonders betroffen ist, stabilisiert sich die Lage nach offiziellen Angaben. Für eine Entwarnung sei es jedoch noch zu früh, sagt ein Mitglied des Corona-Krisenstabs der indischen Bundesregierung. "Während es sich in vielen Teilen des Landes stabilisiert hat und die Belastung sich insgesamt verringert hat, müssen wir noch einen langen Weg mit dieser Welle gehen", sagt der Krisenmanager Dr. V. K. Paul.16.32: Aida eröffnet Kreuzfahrtsaison ab Kiel mit Tour über die Ostsee

    Die Kreuzfahrtbranche startet nach mehrmonatiger Coronapause in Deutschland in die Saison. Den Anfang sollte am Samstagabend in Kiel die "Aidasol2 der Carnival-Tochter Aida Cruises machen. Das Schiff ist nach Angaben der Reederei ausgebucht und sollte mit rund 900 Passagieren an Bord zu einer Kurztour in die Ostsee aufbrechen.

    Den "Neustart 2.0" in Kiel verdankt die Kreuzfahrtindustrie den sinkenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein. Das Land zwischen Nord- und Ostsee hat seit längerem mit Abstand die niedrigsten Werte in Deutschland. Die Landesregierung hatte deswegen den Tourismus Mitte Mai geöffnet - unter strengen Vorgaben dürfen Reisende überall ins Land. "Dies ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Der Seetourismus ist von großer regionalwirtschaftlicher Bedeutung und gibt den Menschen ein Stück Freiheit zurück", sagte dazu der Geschäftsführer der Seehafen Kiel GmbH, Dirk Claus.

    Auf die Kreuzfahrer wie auf die Besatzungen warten strenge Hygiene- und Sicherheitsregeln; die Schiffe werden zudem nur etwa zur Hälfte ausgelastet. Coronatests sind Pflicht, an Bord gelten Abstandsregeln und Maskenpflicht. Statt am Buffet zu stehen, wird den Gästen das Essen am Tisch serviert. Für Infektionsfälle gibt es eigene Protokolle, die sicherstellen sollen, dass Passagiere isoliert und alle Kontakte nachverfolgt werden können.

    16.23 Uhr: Bundesregierung stuft Großbritannien als Virusvariantengebiet ein - Reisebeschränkungen

    Wegen der Ausbreitung der als besonders ansteckend geltenden indischen Corona-Variante stuft die Bundesregierung Großbritannien als sogenanntes Virusvariantengebiet ein. Das gilt ab Mitternacht in der Nacht für Großbritannien inklusive der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und britischen Überseegebiete, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte. Einreisen aus Großbritannien nach Deutschland werden damit drastisch eingeschränkt. Lockerungen gibt es hingegen für Pendler an der deutsch-französischen Grenze.

    Bei der Einreise gilt nun ein Beförderungsverbot für den Verkehr mit Zug, Bus, Schiff und Flugzeug aus Großbritannien. Einreisende müssen einen negativen Corona-Test vorweisen, zudem können sie ihre Quarantäne nicht mit Hilfe negativer Tests abkürzen.

    Dank der massiven Impfkampagne gehen die Infektionszahlen in Großbritannien seit Wochen zwar deutlich zurück. Gleichzeitig aber sorgt die starke Ausbreitung der indischen Coronavirus-Variante B.1.617.2 vor allem im Nordwesten Englands und in London für Besorgnis. Bis Mitte dieser Woche waren 3.000 Fälle dieser Mutation nachgewiesen worden. Deswegen hatte das RKI Großbritannien bereits vor einer Woche wieder als Corona-Risikogebiet eingestuft.

    15.55 Uhr: ESC mit 3.500 Zuschauern

    Der Countdown für das Finale des Eurovision Song Contests läuft. Dabei sein werden um 21 Uhr vor Ort trotz Corona auch 3.500 Fans, ein Bruchteil der sonst üblichen Besucherzahl der Rotterdamer Ahoy-Arena. Außerdem gelten strenge Infektionsschutz-Maßnahmen.

    Im vergangenen Jahr war der Song Contest pandemie-bedingt abgesagt worden. Für Deutschland ist der 26-jährige Jendrik Sigwart aus Hamburg mit seinem Lied "I Don't Feel Hate" dabei. Sind alle Künstler aufgetreten, haben die zig Millionen Fernsehzuschauer in Europa die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Die Fach-Jurys haben bereits gestern Punkte vergeben.

    15.20 Uhr: England hat 50 Millionen Vakzine verimpft

    In Großbritannien sind im Kampf gegen die Corona-Pandemie mittlerweile mehr als 50 Millionen Impfdosen gespritzt worden. Wie aus den jüngsten Zahlen der Gesundheitsbehörde NHS hervorging, haben seit Beginn der Impfkampagne im Dezember bis einschließlich Freitag rund 31,5 Millionen Menschen in England ihre erste Impfdosis gegen Covid-19 erhalten, knapp 18,7 Millionen auch schon ihre zweite. Das entspricht einem Gesamtanstieg im Vergleich zum Vortag um mehr als 560.000 weitere Impfungen, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete.

    Die Impfkampagne in Großbritannien ist im europäischen Vergleich sehr weit vorangeschritten. Es handele sich um eine der größten und wichtigsten nationalen Bemühungen der Geschichte, unterstrich Gesundheitsminister Matt Hancock auf Twitter. Mehr als 40 Prozent der Erwachsenen in England sind nach NHS-Angaben bereits vollständig geimpft. Seit Samstag konnten nun auch 32- und 33-Jährige Impftermine buchen.

    15.05 Uhr: Berliner Polizei sperrt Brandenburger Tor ab

    Nach dem Verbot von zwei großen Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik in Berlin hat die Polizei mit Gittern das Brandenburger Tor abgesperrt und Platzverweise erteilt. Am Rande des Tiergartens war zu sehen, wie die Beamten die Personalien von Demonstranten aufnahmen. Zugleich waren nach Angaben von dpa-Reportern Hunderte Menschen in Richtung Potsdamer Platz unterwegs. Sie wurden mit Lautsprecherdurchsagen weggeschickt und aufgefordert, sich an die Corona-Regeln zu halten.

    Nach Angaben der Polizei mussten bis zum frühen Nachmittag knapp hundert Menschen "in ihrer Freiheit vorübergehend beschränkt" werden. "Dazu zählten insbesondere Personenüberprüfungen und Platzverweise nach verschiedenen Verstößen", twitterte die Polizei.

    Am Freitagabend hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg das Verbot von zwei Demonstrationen bestätigt. Die negativen Erfahrungen aus der jüngsten Vergangenheit mit dem zu erwartenden Teilnehmerkreis aus der "Querdenker-Szene" rechtfertige die Annahme, dass gerade an den prominenten Orten der Stadt die notwendigen Hygienemaßnahmen nicht eingehalten würden, so das OVG.

    14.33 Uhr: Wissensstand von Schülern soll überprüft werden

    An den Schulen soll der Lernstand der Schüler nach den Worten von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek noch vor den Sommerferien flächendeckend gesondert überprüft werden. Dies sei mit den Ländern vereinbart worden, erklärte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk-"Interview der Woche". Damit sollten Nachhilfeprogramme im neuen Schuljahr passgenauer ausgerichtet werden können.

    Mit den Programmen sollen coronabedingte Lücken geschlossen werden. Der Bund stellt für diesen Zweck eine Milliarde Euro bereit und für soziale Förderprogramme eine weitere Milliarde.

    Die Tests sollten in den nächsten Wochen nicht als bundesweite Vergleichstests durchgeführt werden, sondern niedrigschwellig als Klassenarbeit, "aber ein bisschen standardisierter", wie sie sagte. "Dafür gibt es Module, die jetzt länderübergreifend genutzt werden können." Auf der Basis sollten die jeweiligen Klassenlehrer dann individuelle Empfehlungen aussprechen, was nachzuholen sei.

    Karliczek wies auf den Lehrerverband hin, der nach ihren Worten davon gesprochen hatte, dass 20 bis 25 Prozent der Kinder pandemiebedingt große Lücken hätten. Allerdings ist die Zeit für solche Erhebungen, soweit es sie nicht schon gibt, teils äußerst knapp bemessen: Die ersten Bundesländer gehen bereits in vier Wochen in die Sommerferien, für Klassenarbeiten bleiben dort allenfalls noch zwei bis drei Wochen.

    14.04 Uhr: Berliner Polizei verhindert Ansammlungen

    Nach dem Verbot von zwei großen Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik in Berlin hat die Polizei zunächst verhindert, dass sich größere Gruppen in der Stadt versammeln. "Bisher ist die Lage in Berlin weitestgehend ruhig", sagte Sprecher Thilo Cablitz. Auch Gruppen mit 50 bis 100 Menschen seien aufgehalten worden, so Cablitz. Reisebusse wurden demnach zurückgeschickt, an der Siegessäule wurden Lastwagen mit Bühnenaufbauten sichergestellt.

    Die Polizei war deutlich sichtbar: Ein Hubschrauber kreiste, Wasserwerfer standen bereit, auch mit Pferden waren die Beamten im Einsatz. Am Brandenburger Tor und an der Siegessäule wurden Demonstranten von der Polizei aufgefordert, sich nicht zu versammeln.

    Am Freitagabend hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg das Verbot von zwei Demonstrationen bestätigt. Die negativen Erfahrungen aus der jüngsten Vergangenheit mit dem zu erwartenden Teilnehmerkreis aus der "Querdenker-Szene", rechtfertige die Annahme, dass gerade an den prominenten Orten der Stadt die notwendigen Hygienemaßnahmen nicht eingehalten würden, so das OVG. Die Beschlüsse seien unanfechtbar.

    13.49 Uhr: 100 Corona-Fälle auf Mont Everest?

    Bei einem Corona-Ausbruch auf dem Mount Everest haben sich laut einem Kletterführer mindestens 100 Bergsteiger und Unterstützer infiziert. Der Österreicher Lukas Furtenbach sagte, einer seiner ausländischen Führer und sechs nepalesische Sherpas hätten sich infiziert. Von offizieller nepalesischer Seite ist der Corona-Herd auf dem höchsten Berg der Welt bestritten worden.

    Furtenbach berichtete der Nachrichtenagentur AP in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu, ihm seien Corona-Fälle bekannt, die von Rettungspiloten, Versicherungen, Ärzten und Expeditionsführern bestätigt worden seien. Er habe positive Tests und könne es beweisen. "Wir haben mindestens 100 Covid-positive Leute im Basislager", sagte er.

    Furtenbach hatte seine Mount-Everest-Expedition vergangene Woche wegen Corona-Sorgen abgebrochen. Offizielle nepalesische Stellen waren am Samstag nicht für eine Kommentaranfrage erreichbar. Andere Bergsteiger-Teams haben keine Corona-Infektionen unter ihren Mitgliedern oder Beschäftigten bekannt gegeben. Mehrere Bergsteiger haben berichtet, dass sie positiv getestet worden seien, nachdem sie vom Basislager heruntergebracht worden seien. Furtenbach sagte, die meisten Teams auf dem Mount Everest hätten keine Corona-Tests dabei.

    13.33 Uhr: Impfpanne in Sachsen

    Eine Panne am Impfzentrum Chemnitz hat dazu geführt, dass 17 Menschen versehentlich mit Astrazeneca statt Moderna geimpft wurden. Es habe noch nicht genau herausgefunden werden können, wer diese Personen waren, informierte die Kassenärtzliche Vereinigung. In dem Zeitraum am vergangenen Dienstag seien 69 Menschen an der betreffenden Impfstrecke geimpft worden. Sie seien nun schriftlich informiert worden, sagte Vorstandsvorsitzender Klaus Heckemann. Zum genauen Alter der Betroffenen konnten noch keine Angaben gemacht werden. Es habe sich um Erstimpfungen gehandelt.

    Die Kassenärztliche Vereinigung bedauerte die Verwechslung. "Leider konnte dies trotz höchster Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollmechanismen nicht verhindert werden", hieß es in der Mitteilung. Es seien personelle Konsequenzen gezogen worden. Zudem würden die Abläufe erneut geprüft und die Mitarbeiter der Impfzentren entsprechend instruiert.

    13.20 Uhr: Nur noch 14 Städte und Kreise über 100er-Inzidenz

    In Bayern liegen laut Zahlen des Robert Koch-Institutes (RKI) nur noch 14 Städte und Landkreise über einer 100er-Inzidenz. Spitzenreiter im Freistaat war am Samstagmorgen Memmingen mit 249,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Auf den weiteren Plätzen folgten die Städte Schweinfurt (170,3) und Coburg (160,7). Am anderen Ende der Skala lag die Stadt Amberg mit der bayernweit niedrigsten Inzidenz von 16,6, gefolgt von Weiden in der Oberpfalz (18,7) und dem Landkreis Wunsiedel (20,6).

    In München blieb die Inzidenz bei 43,1 und damit unter der magischen Marke von 50. Bayernweit lag die Inzidenz bei 65,3 und damit etwas unter dem bundesweiten Schnitt, den das RKI mit 66,8 angab. 855 neue Corona-Infektionen wurden im Freistaat innerhalb von 24 Stunden bekannt und 26 weitere Todesfälle.

    13.05 Uhr: Aus für 100.000 Einzelhändler befürchtet

    Der Städte- und Gemeindebund hat vor dem Aus für zehntausende Einzelhandelsgeschäfte in Folge der Corona-Pandemie gewarnt. "Wir befürchten, dass über 100.000 Einzelhandelsgeschäfte schließen oder gar nicht mehr wieder öffnen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Rheinischen Post". Damit stünden bis zu 500.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. "Hier müssen wir energisch gegensteuern", forderte Landsberg. "Die Lage wie sie vor der Pandemie war, kommt nicht zurück", zeigte er sich überzeugt. Die Menschen hätten die Vorteile des Onlinehandels kennengelernt und genutzt.

    Es müsse jetzt darum gehen, "die Innenstädte und Ortskerne als Visitenkarten der Kommunen umzugestalten und gleichzeitig dem Klimaschutz mehr Rechnung zu tragen", forderte Landsberg. Stichworte dabei seien: "mehr Erlebnisräume, mehr Kunst, mehr Handwerk, mehr Kultur, Erlebnisgastronomie und auch mehr Wohnraum, aber auch mehr Grün und Wasserstrukturen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität bei Hitze und Dürre."

    13.01 Uhr: Weltärztebund lobt Solidarität

    Der Weltärztebund begrüßt, dass die 20 führenden Wirtschaftsmächte ärmere Länder im Kampf gegen die Pandemie stärker unterstützen wollen. Weltärztepräsident Montgomery nannte es im Rundfunk Berlin-Brandenburg, ein gutes Zeichen, wenn Pharmakonzerne Entwicklungsländern große Mengen Impfstoff zu einem Sonderpreis verkauften. Montgomery fügte aber hinzu, man müsse auch die Infrastruktur aufbauen, um die Vakzine zu verimpfen. Die Europäische Union will Entwicklungsländern 100 Millionen Impfdosen schenken.

    12.39 Uhr: Spahn bestätigt Impfstoffknappheit für Erstimpfungen

    Von den verfügbaren Corona-Impfstoffmengen werden derzeit mehr für Zweitimpfungen als für die erste Spritze verwendet. Dies war erstmals am Donnerstag und Freitag der Fall, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mitteilte. "Eine erwartete, aber neue Entwicklung", schrieb er dort.

    Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 10.50 Uhr) wurden am Vortag 797.359 Menschen immunisiert, 465.678 davon bekamen ihre zweite Dosis. Damit lag der Anteil der Zweitimpfungen über der Hälfte. Die bisher meisten Impfdosen pro Tag wurden am 12. Mai verabreicht: 1,4 Millionen. Insgesamt sind nun 13,6 Prozent der Bevölkerung (11,3 Millionen) bereits vollständig geimpft. 39,9 Prozent (33,1 Millionen) haben bisher zumindest eine der Spitzen bekommen. In der Regel sind für den vollen Schutz zwei erforderlich, nur beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine.

    Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 43,9 Prozent, die niedrigste Sachsen mit 34,6. Während das Saarland jedoch auch unter Berücksichtigung der Zweitimpfungen beim Impftempo an der Spitze liegt, läuft die Kampagne laut RKI in Brandenburg am langsamsten. Das Saarland profitiert neben anderen Bundesländern von zusätzlichen Impfstofflieferungen, die es bekommen hatte, weil dort besonders viele Mutationen aufgetreten waren.

    11.42 Uhr: Zahlreiche Urlauber zu Pfingsten auf Sylt

    Heftiger Regen und teils stürmischer Wind schreckten zahlreiche Sylt-Urlauber nicht ab: Schon am Morgen haben sich die Fahrzeuge an der Autozug-Verladung in Niebüll gestaut. "Die Buchungslage ist sehr hoch, wer heute ohne Reservierung anreist, wird warten müssen", sagte Meike Quentin, Sprecherin des Betreibers des blauen Autozugs RDC.

    Eine Sprecherin der Deutschen Bahn (DB) berichtete von einer Stunde Wartezeit am Verladeterminal. "Generell erwarten wir für das kommende Feiertagswochenende viele Reisende am Sylt Shuttle und insbesondere in den Mittagsstunden eine erhöhte Auslastung der Autozüge."

    Auch die Syltfähre, die zwischen Sylt und der dänischen Nachbarinsel Römö pendelt, ist über das Pfingstwochenende gut gebucht. "Zahlreiche Camper aus ganz Deutschland haben die Nacht am Fähranleger verbracht, um am Sonnabend die erste Fähre zu erwischen", sagte Tim Kunstmann, Geschäftsführer der FRS Syltfähre.

    Seit dem 1. Mai dürfen Urlauber wieder auf Sylt übernachten. Grund dafür sind die touristischen Modellregionen in Schleswig-Holstein, zu denen auch Nordfriesland gehörte. Im ganzen Land ist Tourismus seit dem 17. Mai wieder möglich.

    11.29 Uhr: Bahn erhält Millionenhilfe

    Deutschland darf die Verlagerung von Güterverkehr von der Straße auf die Schiene mit weiteren Millionen unterstützen. Die EU-Kommission genehmigte für das laufende Jahr eine Aufstockung von Hilfen auf insgesamt 567 Millionen Euro, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Mit dem Geld sollen auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie abgefedert werden. Die Aufstockung betrifft ein Programm, das bereits 2018 von der EU-Kommission genehmigt wurde und eigentlich eine jährlich Unterstützung von 350 Millionen Euro bis 2023 vorsieht.

    11.01 Uhr: Corona-Spürhund in Thailand im Einsatz

    Thailand hat für das Aufspüren von Corona-Infizierten eine Hundetruppe in Dienst genommen. Angel, Bobby und Bravo gehören zu den sechs Labradoren, die Forscher der veterinärwissenschaftlichen Fakultät der Universität Chulalongkorn in Bangkok für das Erschnüffeln Infizierter trainiert haben. Die Hunde erkennen die Infizierten am Geruch ihres Schweißes, wie die Forscher erklärten.

    Seit dem 10. Mai haben die drei Hunde mehr als 1.000 Proben von Beschäftigten und Studierenden der Hochschule sowie Menschen von außerhalb getestet. Sie lagen zu 95 Prozent richtig. Nachdem sie einige Sekunden an Schweißproben in Metallbehältern schnüffeln, können die Hunde erkennen, welche von infizierten Personen stammen. Wenn es keine Anzeichen aufs Coronavirus gibt, läuft der Hund an der Probe vorbei. Bei einer positiven Probe bleibt er stehen.

    In Thailand hat die Zahl neuer Corona-Fälle jüngst zugenommen. Auf Baustellen, in dicht besiedelten Slums und auf großen Märkten traten Infektionen gehäuft auf.

    Prof. Kaywalee Chatdarong, die Leiterin des Forschungsteams, sagte, ihr sei bekannt, dass auch andere Länder Hunde eingesetzt hätten, um das Coronavirus aufzuspüren, darunter Deutschland, Finnland, die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien. Sie habe aber zuvor nicht gewusst, ob die Methode in Thailand trotz der dortigen gewürzreichen Küche funktionieren werde. "Menschen können einfach Wattebällchen unter ihre Achseln tun, um Schweißproben zu sammeln, und sie zum Labor schicken. Und das Ergebnis ist ziemlich genau", sagte sie.

    10.48 Uhr: Merkel nennt Grundgesetz "stabiles Fundament" in Corona-Zeiten

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das Grundgesetz als ein "stabiles Fundament" des Zusammenlebens auch in der Corona-Pandemie bezeichnet. Das gelte "uneingeschränkt" auch für die vergangenen Monate, "in denen uns die Pandemie zu teilweise harten und weitreichenden Einschränkungen von Freiheiten gezwungen hat", sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Sie äußerte sich zum Tag des Grundgesetzes am Sonntag. Dieses wurde am 23. Mai 1949 verkündet.

    Die eingeschränkten Freiheiten würden durch die Grundrechte des Grundgesetzes gegenüber Eingriffen des Staates geschützt, "aber eben nicht grenzenlos", sagte Merkel. "Wo Leben und Gesundheit auf dem Spiel stehen, sind zumindest zeitweise solche Einschränkungen erlaubt." Regierungen müssten dabei verhältnismäßig vorgehen und Einschränkungen zeitlich "auf das absolut nötige Maß" beschränken - "so wie wir es getan haben". Das Grundgesetz garantiere aber auch, dass über solche Maßnahmen gestritten werden könne. "Es ist gut und zutiefst demokratisch, dass das seit Beginn der Pandemie immer wieder auch geschehen ist", sagte die Kanzlerin.

    10.04 Uhr: Demo-Verbot in Berlin bestätigt

    Die Verbote von zwei am Wochenende in Berlin geplanten Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen bleiben bestehen. Nach dem Verwaltungsgericht bestätigte am Freitagabend auch das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin die Verbote. Das OVG wies die gegen die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts erhobenen Beschwerden zurück.

    Die Beschwerdeführer hätten die Annahme, dass die Versammlungen wegen zu befürchtender Verstöße gegen "infektionsschutzrechtliche Hygienevorschriften" verboten werden durften, "nicht durchgreifend in Zweifel gezogen", erklärte das OVG. Die negativen Erfahrungen aus der jüngsten Vergangenheit mit dem zu erwartenden Teilnehmerkreis aus der sogenannten Querdenker-Szene, rechtfertigten diese Annahme. Die Beschlüsse des Oberverwaltungsgerichts sind unanfechtbar.

    Die Großdemonstration unter dem Motto "Für Frieden, Freiheit und Grundrechte" hätte am Samstag stattfinden sollen. Diese wäre mit 16.000 angemeldeten Teilnehmern der größte Aufzug am Wochenende gewesen. Geplant war, aus verschiedenen Richtungen zur Siegessäule zu ziehen. Der zweite gerichtlich verbotene Aufzug ist die Versammlung "Pfingsten in Berlin". Die Polizei in Berlin stellt sich nach eigenen Angaben trotz des Verbots mehrerer Demonstrationen in der Stadt auf ein Protestwochenende ein. Neben coronakritischen Demonstrationen wurden zahlreiche andere Proteste unter anderem zu Mieten und dem Nahostkonflikt angemeldet.-

    09.31 Uhr: Mehr als 30.000 Corona-Tote in Tschechien

    In Tschechien hat die Zahl der Corona-Todesfälle die symbolische Schwelle von 30.000 überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben 30.012 Menschen in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion, meldet das Gesundheitsministeriums in Prag.

    Das Land mit knapp 10,7 Millionen Einwohnern zählte zeitweise zu den am stärksten betroffenen Regionen in Europa. Inzwischen hat sich die Lage sehr gebessert. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich noch 50 Menschen je 100.000 Einwohner an. Mehr als 1,1 Millionen Bürger sind bereits vollständig geimpft. In den nächsten Tagen wird die Impfanmeldung schrittweise für alle ab 30 Jahren geöffnet. Viele Menschen wollen im Sommer in den Urlaub fahren. Die Test- und Quarantänepflicht entfällt in den meisten Fällen für Reiserückkehrer, deren Erstimpfung mehr als 22 Tage zurückliegt. Das hat die Regierung beschlossen.

    Die Frage der Bewältigung der Pandemie hat sich zu einem Wahlkampfthema vor der Parlamentswahl Anfang Oktober entwickelt. Die konservative Opposition will im Juni ein Misstrauensvotum einbringen. Letzte Umfragen sahen die regierende ANO von Ministerpräsident Andrej Babis nur auf dem zweiten Platz hinter einem Bündnis aus Piraten- und Bürgermeisterpartei.

    09.04 Uhr: Kinder brauchen Sport trotz Corona

    Kinderärztin Kerstin Holze hat davor gewarnt, dass der durch die Corona-Pandemie verursachte Bewegungsmangel die gesunde körperliche und geistige Entwicklung von Kindern gefährdet. "Für das Erlernen motorischer Grundlagen gibt es ein goldenes Lernalter, das sich nicht einfach verschieben lässt", sagte die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kinderturn-Stiftung im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

    Man habe den Kindern die Bewegung, die sie zur gesunden Entwicklung brauchen, aus guten Gründen vorenthalten. Aber "Sport ist Grundlage für weiterführende Fähigkeiten. Wenn Kinder nicht komplexe Bewegungsabläufe lernen – und sie lernen diese durch qualifizierte Sportangebote, wie zum Beispiel das Kinderturnen –, werden sie sich später schwerer tun mit komplexen Denkvorgängen, mit schwierigen Zusammenhängen", schilderte Holze.

    Diese Defizite seien nicht einfach so auszugleichen. "Das wird sich nicht einfach zurechtruckeln." Auch vor Corona seien die Bedingungen für bewegtes Aufwachsen nicht optimal gewesen, und die Pandemie habe das verstärkt. "Wenn wir dorthin zurückkehren, wo wir vorher waren, werden nicht wenige Kinder das nicht aufholen können."

    Wenn man aber dem Thema die notwendige Priorität einräume, "können wir dies in einer gemeinsamen Kraftanstrengung schaffen. Kindheit findet jetzt statt", betonte die Medizinerin. "Sie ist nichts, was wir am Ende der Pandemie nachholen können. Es ist unsere Pflicht, die Rahmenbedingungen für ein bewegtes Aufwachsen zu schaffen. Alle gehören jetzt an einen Tisch."

    08.51 Uhr: Neuwahlen in Nepal trotz schwerer Corona-Welle

    Inmitten einer schweren Pandemie-Welle hat Nepals Präsidentin das Parlament aufgelöst und Neuwahlen ausgerufen. Die Abstimmung werde im November stattfinden, kündigte Staatschefin Bidhya Devi Bhandari am Samstag an. Zuvor seien sowohl Ministerpräsident KP Sharma Oli als auch Sher Bahadur Deuba, Chef des oppositionellen Nepali Congress, an der Regierungsbildung gescheitert. Das Parlament wurde bereits zum zweiten Mal innerhalb von fünf Monaten aufgelöst.

    Derweil kämpft Nepal gegen eine schwere Pandemie-Welle. In dem Land mit seinen knapp 29 Millionen Einwohnern fehlt es an Sauerstoff und Impfstoffen. Die Behörden berichten von etwa 200 Todesfällen pro Tag. Experten gehen jedoch von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.

    Der Himalaya-Staat kämpft neben der Corona-Pandemie mit schweren politischen Unruhen. Oli, Chef der nepalesischen Kommunisten-Partei, war erst vergangene Woche wieder zum Ministerpräsidenten ernannt worden, nachdem kein Parteiführer eine Mehrheit im Parlament zusammenbekam. Zuvor hatte der 69-Jährige allerdings eine Vertrauensabstimmung im Parlament verloren. Oli ist seit 2018 an der Macht. Seine Koalition zerbrach, weil sich seine Partner von der maoistischen Zentrumspartei gegen ihn wendeten.

    08.19 Uhr: Seltene Corona-Variante in Frankreich

    Im Kampf gegen eine seltene Corona-Variante will die französische Stadt Bordeaux die Bevölkerung des betroffenen Viertels Bacalan im Schnelltempo impfen. In dem Stadtteil seien fast 50 Menschen positiv auf eine "sehr seltene" Covid-19-Variante getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Alle erwachsenen Bewohner von Bacalan erhielten deshalb "bedingungslosen" Zugang zu Impfungen und sollen bereits dieses Wochenende oder spätestens Anfang kommender Woche geimpft werden, sagte Patrick Dehail, medizinischer Berater der regionalen Gesundheitsbehörde.

    Die Bemühungen würden später außerdem auf die gesamte Stadt ausgeweitet. "Wir sprechen über eine Variante, die bereits auf nationaler Ebene identifiziert wurde, die aber bisher sehr selten war", sagte Dehail. In Bordeaux wurde die Mutante bislang bei mindestens 46 Menschen nachgewiesen. Am Freitag startete die Stadt Massentests, um mögliche weitere Fälle zu entdecken. Keiner der Infizierten wurde bisher ins Krankenhaus eingeliefert.

    Der als VOC 20I/484Q bezeichnete Stamm ist mit der britischen Variante von Covid-19 verwandt, weist aber eine zusätzliche Mutation auf. Diese Mutation (E484K) haben auch die südafrikanische und brasilianische Variante, die als sehr ansteckend gelten und im Verdacht stehen, resistenter gegen die bekannten Impfstoffe zu sein.

    Die Variante wurde bislang in der nördlichen Pariser Region sowie in Bordeaux im Südwesten Frankreichs nachgewiesen. In ganz Frankreich sind die Impfungen bislang vor allem auf über 50-Jährige beschränkt. Ab dem 31. Mai können sich alle Erwachsenen in Frankreich impfen lassen.

    07.49 Uhr: Gute Noten vom Bundesamt für Katastrophenschutz

    Nach Einschätzung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist Deutschland gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Behördenchef Schuster sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", er sei felsenfest davon überzeugt, dass der Weg Deutschlands im Weltvergleich ein sehr erfolgreicher war. Der oft geäußerten Pauschalkritik könne er sich nicht anschließen, denn sehr viele Leute machten einen Bombenjob. Dazu gehörten das medizinische Personal, die Bundeswehr, die Mitarbeiter in den Stadtverwaltungen und Landratsämtern und die vielen Ehrenamtlichen in den Hilfsorganisationen. Als Lehre aus der Corona-Krise mahnte der oberste Katastrophenschützer an, künftig mehr Schutzmasken vorrätig zu haben.

    07.02 Uhr: Indiens Covid-Patienten vom Schwarzen Pilz bedroht

    Indien leidet seit Wochen unter einer rasanten Ausbreitung des Coronavirus, Engpässen bei der Sauerstoff- und Medikamentenversorgung und mittlerweile auch noch unter einer Infektion namens Mukormykose, auch Schwarzer Pilz genannt, als Komplikation bei Covid-19-Patienten. Die Infektion löst schwerste Beschwerden und sehr häufig den Tod aus. Eigentlich ist die Krankheit selten, während der heftigen zweiten Corona-Welle kommt sie nun aber tausendfach in Indien vor.

    Schwarzer Pilz wird nach Angaben der US-Seuchenkontrollbehörde CDC ausgelöst durch Schimmelpilze, die in Erde und verwesendem organischen Material wie verrottendem Laub gedeihen. Menschen können sich durch Einatmen der Pilzsporen infizieren. In Krankenhäusern können sich die Pilze über Luftbefeuchter ausbreiten oder über Sauerstofftanks, die verschmutztes Wasser enthalten. Die Pilzinfektion ist aber nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Bei Corona-Patienten kann ein gefährliches Phänomen namens Zytokin-Sturm auftreten. Dabei reagiert das Immunsystem des betroffenen Menschen über und greift auch dessen Organe an.

    06.43 Uhr: Strandampel und App für Sommerurlaub

    Mit digitalen Lenkungssystemen und Web-Apps stellen sich viele Urlaubsorte an der deutschen Nord- und Ostseeküste auf einen erwarteten Andrang von Touristen in diesem Sommer ein. An der niedersächsischen Nordseeküste etwa sollen Sensoren an beliebten Orten die Auslastung von Stränden, Parkplätzen und Freizeiteinrichtungen messen, wie die Marketingorganisation Die Nordsee GmbH mitteilte. Urlauber und Einheimische sollen sich so anhand eines Ampelsystems im Internet und über Info-Monitore über die Auslastung an Ausflugszielen informieren können.

    Starten soll das System an mehreren Orten in Ostfriesland, im Wangerland, in Butjadingen und im Raum Cuxhaven spätestens im Sommer. Mit der Besucherlenkung könnten touristische Hotspots entzerrt, gleichzeitig aber auch einem Infektionsgeschehen vorgebeugt werden, teilte die Geschäftsführerin der Die Nordsee GmbH, Sonja Janßen, mit. Die Datenauswertung in Echtzeit mit Kameras, Lichtschranken und Drehkreuzen soll datenschutzkonform erfolgen.

    Auch auf der größten deutschen Insel Rügen sollen Besucherströme künftig gelenkt werden. Das Ostseebad Binz setzt dafür auf eine "Strandampel". Mithilfe von Kameras und Zählungen soll an der berühmten Seebrücke sowie an 60 Strandaufgängen gemessen werden, wie viele Menschen sich dort tummeln, teilte der Tourismusverband kürzlich mit. Die Ergebnisse sollen dann im Internet abzulesen sein.

    06.04 Uhr: 7.082 Neuinfizierte - Inzidenzwert bei 66,8

    Das RKI meldet binnen 24 Stunden bundesweit 7.082 Neuinfizierte mit dem Corona-Virus. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist abermals gesunken. Sie liegt jetzt bei 66,8 Fällen pro 100.000 Einwohner. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Corona-Infektionen in Deutschland liegt jetzt bei 3.642.244. Die Zahl der Todesopfer liegt bei 87.298.

    Für Bayern werden 855 positiv Getestete binnen 24 Stunden gemeldet. 26 Menschen starben mit oder am Corona-Virus. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 65,3. Den höchsten Wert in Bayern weist die schwäbische Stadt Memmingen aus. Hier liegt die Inzidenz bei 249,4 gefolgt von der Stadt Schweinfurt (170,3) und der Stadt Coburg (160,7).

    02.02 Uhr: Apotheken wollen digitalen Impfpass ausstellen

    Die Mehrheit der Apotheken in Deutschland will in Zukunft digitale Impfpässe ausstellen. Damit rechnet der Vorsitzende des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, wie aus einem Vorabbericht der Düsseldorfer "Rheinischen Post" hervorgeht. "Wir gehen davon aus, dass ein großer Teil der 18.000 Apotheken in Deutschland sich dieser Aufgabe annehmen wird", sagte Preis. Er erklärte in den Apotheken werden keine Daten gespeichert, sondern nur einmalig an das RKI übermittelt.

    Der Deutsche Apothekerverband entwickele derzeit unter anderem mit IBM eine Plattform, um pünktlich Mitte Juni starten zu können. Die Umschreibung des Impf-Nachweises aus dem gelben Heft in einen elektronischen Ausweis soll für alle Bürger laut dem Entwurf zur Änderung der Impfverordnung kostenlos sein. Apotheken und Ärzte sollen vom Staat 18 Euro pro Pass-Ausstellung erhalten.

    00.02 Uhr: Heil will Kurzarbeit-Hilfen bis Ende September verlängern

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Finanzhilfen bei Kurzarbeit wegen der Corona-Krise verlängern. "Wir verlängern die derzeitigen Regeln der Kurzarbeitergeld-Verordnung zunächst bis Ende September", sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) laut Vorabbericht. "Wenn es notwendig ist, werden wir darüber hinaus auch weiter verlängern." Die zusätzlichen Kosten bezifferte Heil auf etwa 2,6 Milliarden Euro. Der für dieses Jahr erwartete Bundeszuschuss an die Bundesagentur für Arbeit (BA) steige dadurch voraussichtlich auf rund 19,6 Milliarden Euro.

    Freitag, 21. Mai 2021

    23.29 Uhr: Mehr als eine Million Corona-Tote in Lateinamerika

    In Lateinamarika und in der Karibik sind bislang mehr als eine Million Menschen an dem Coronavirus gestorben, wie eine Auswertung von offiziellen Behördenangaben durch die Nachrichtenagentur Reuters zeigt. Die meisten Todesfälle ereigneten sich demnach in Brasilien. Dort kamen im Zuge der Pandemie über 446.000 Personen ums Leben.

    22.43 Uhr: Astrazeneca-Impfstoff wirkt laut Hersteller gegen indische Mutation fast so wie gegen britische

    Die Wirksamkeit des Impfstoffs von Astrazeneca gegen die indische Mutation des Coronavirus ist nach Angaben von Konzernchef Pascal Soriot nur etwas geringer als gegen die erstmals im britischen Kent entdeckte Variante. Das sagt der CEO in einem Interview mit der "Financial Times".

    22.26 Uhr: Verwaltungsgericht untersagt Corona-Demos in Berlin

    Zwei geplante große Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik am Pfingstwochenende in Berlin bleiben verboten. Nach dem Verwaltungsgericht hat auch das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg am Freitagabend das Verbot bestätigt. Die negativen Erfahrungen aus der jüngsten Vergangenheit mit dem zu erwartenden Teilnehmerkreis aus der "Querdenker-Szene", rechtfertige die Annahme, dass gerade an den prominenten Orten der Stadt die notwendigen Hygienemaßnahmen nicht eingehalten würden, so das Oberverwaltungsgericht. Die Beschlüsse sind unanfechtbar.

    21.59 Uhr: Bundesregierung stuft Großbritannien als Virusvariantengebiet ein

    Wegen der Ausbreitung der zuerst in Indien entdeckten Corona-Variante wird Großbritannien von der Bundesregierung ab Sonntag als Virusvariantengebiet eingestuft. Das gab das Robert Koch-Institut bekannt. Damit wird die Einreise aus Großbritannien nach Deutschland drastisch beschränkt. Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen dürfen ab Sonntag nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen nach Deutschland befördern. Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht, die auch nicht durch negative Tests verkürzt werden kann.

    Großbritannien ist das erste Land in Europa seit einiger Zeit, das wieder zum Virusvariantengebiet wird. In diese höchste Risikokategorie fallen derzeit nur elf Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika. Die indische Virusvariante B.1.617.2 gilt als besonders ansteckend und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Infektionszahlen in Indien in den letzten Monaten explodiert sind.

    In Großbritannien sind - Stand 19. Mai - mehr als 3.400 Fälle der Variante bestätigt worden. Schwerpunkte sind vor allem die Städte Blackburn und Bolton in Mittelengland sowie ein Westlondoner Bezirk. Es gebe allerdings auch in anderen Gegenden einzelne "Cluster", teilte die Gesundheitsbehörde Public Health England mit. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegen zur indischen Variante noch keine ausreichenden Daten vor. Vermutet werde eine deutlich höhere Übertragbarkeit und wahrscheinlich ein leicht reduzierter Impfschutz, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler.

    21.20 Uhr: London zieht positive Bilanz nach Großveranstaltungen - Nur 15 von knapp 60.000 Pilotprojekt-Teilnehmern mit Coronavirus infiziert

    Nach einer Reihe von Großveranstaltungen, die als Pilotprojekte für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen dienten, haben die britischen Behörden eine positive Bilanz gezogen. Nur 15 der rund 60.000 Teilnehmer seien anschließend positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium in London mit.

    Um im Sommer wieder Massenveranstaltungen zulassen zu können, hatte die Regierung im Mai neun Veranstaltungen mit größeren Teilnehmerzahlen genehmigt, bei denen keine Masken getragen und auch kein Abstand eingehalten werden mussten. Einzige Bedingung war der Nachweis eines negativen Corona-Tests vor dem Eintritt.

    Zu den Pilotprojekten zählten drei Fußballspiele im Wembley-Stadion mit insgesamt 21.000 Fans, die Verleihung der Brit-Awards in der Londoner O2-Arena mit 4.000 Gästen, die Snooker-Weltmeisterschaft sowie mehrere Veranstaltungen in Liverpool, darunter eine Rave-Party mit 3.000 Teilnehmern. Anschließend mussten alle Teilnehmer erneut einen PCR-Test vornehmen. Die Zahl der Infizierten entsprach laut den Behörden in etwa der derzeitigen Infektionsrate von 22 pro 100.000 Menschen im Land.

    21.00 Uhr: Keine Abstandsregeln mehr in Kalifornien ab Mitte Juni

    In Kalifornien soll Mitte Juni wieder weitgehend Normalität einkehren. Es werde ab dann weder Abstandsregeln noch eine Begrenzung für Kundenzahlen in Geschäften geben, sagte der Gesundheitsbeauftragte des US-Staates, Mark Ghaly. Ungeimpfte müssen allerdings weiter Masken tragen.

    "Etwas sehr Wichtiges passiert in Kalifornien am 15. Juni", sagte Ghaly. Die niedrige Zahl der Neuinfektionen und die hohe Zahl der Geimpften machten es möglich von der Planung zu konkreten Schritten überzugehen.

    20.43 Uhr: Große Koalition will epidemische Lage über den Sommer fortsetzen

    Politiker von SPD und Union haben sich für eine Verlängerung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite als Grundlage zahlreicher Grundrechtseinschränkungen in der Pandemie über den Juni hinaus ausgesprochen. "Es ist unstrittig, dass wir die epidemische Lage noch einmal verlängern", sagt SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese der "Welt". "Viele Verordnungen seien daran geknüpft, darunter solche, die die Sicherung der Krankenhauskapazitäten betreffen."

    Die aktuelle gesetzliche Regelung, die Grundlage für eine Vielzahl von Corona-Eindämmungsmaßnahmen von Bund und Ländern ist, läuft am 30. Juni aus. CDU-Gesundheitspolitiker Rudolf Henke sagte dem Blatt: Bei aller Erleichterung über die Entwicklung der Lage ist es so, dass wir gerade mit viel Mühe aus der Bundesnotbremse herauskommen." Die Landesregierungen dürften jetzt nicht zu schnell ihre Schutzmaßnahmen lockern, sonst landen wir im nächsten "Jo-Jo-Effekt".

    20.02 Uhr: Merkel ruft zu Vorsicht bei Corona-Öffnungen auf

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu Vorsicht bei Lockerungen von Corona-Beschränkungen auch zu Pfingsten aufgerufen. Sie hoffe nach der langen Zeit des Schließens, dass die Menschen "sehr verantwortungsvoll mit diesen Möglichkeiten umgehen", so Merkel. "Das Virus ist nicht verschwunden", sagte sie in Berlin. Deshalb seien Schutzregeln nach wie vor unbedingt einzuhalten. "Maske tragen und Abstand halten, das ist von aller-, allergrößter Bedeutung."

    Merkel sagte mit Blick auf gesunkene Infektionszahlen: "Wir können uns angesichts der Entwicklung eben auch Öffnungsschritte erlauben." Sie gehe aber davon aus, dass "bei der gebotenen Aufmerksamkeit und Sorgfalt, die hoffentlich viele und die allermeisten anwenden, wir dann nicht darüber reden müssen, dass wir wieder schließen müssen."

    19.37 Uhr: AfD scheitert in Sachsen-Anhalt mit Klage gegen Testpflicht bei Schülern

    22 Abgeordnete des Landtags von Sachsen-Anhalt - alle Mitglieder der AfD-Fraktion sowie ein fraktionsloser Parlamentarier - sind mit einem juristischen Vorstoß gegen die Regelungen für Corona-Tests von Schülern gescheitert. Das Landesverfassungsgericht habe in einem Normenkontrollverfahren die Verfassungsmäßigkeit der entsprechenden Formulierungen in der beanstandeten Corona-Verordnung des Landes bestätigt, sagte Gerichtssprecherin Ana Bischoff dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Dessau-Roßlau.

    Die Landtagsabgeordneten hätten mit ihrem Antrag vom 30. April insbesondere eine Verletzung der allgemeinen Handlungsfreiheit und des Gleichheitsgrundsatzes sowie der Grundrechte auf Bildung und Informationelle Selbstbestimmung gerügt, erklärte sie. Das Gericht habe ohne mündliche Verhandlung den Normenkontrollantrag als offensichtlich unbegründet bewertet und zugleich einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung abgelehnt.

    19.05 Uhr: Merkel will bei Auffrisch-Impfungen ältere Menschen bevorzugen - Schulschließungen sollen verhindert werden

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet eine Welle von Nachimpfungen nicht vor Herbst. Wenn dies soweit sei, müssten dann zunächst wieder die Ältesten geimpft werden, sagt Merkel. Hintergrund ist, dass Impfstoffhersteller erwarten, dass nach einem halben bis zu einem Jahr die Impfungen aufgefrischt werden müssen, um weiter gegen das Corona-Virus geschützt zu sein.

    Mit Blick auf Schülerinnen und Schüler in Deutschland reagierte die Bundeskanzlerin heute gelassen. Sie sieht derzeit nicht die Gefahr erneuter Corona-Schließungen. Die sinkenden Infektionszahlen seien eine gute Nachricht, so Merkel.

    Sie setze darauf, das die Hygiene- und Abstandsregeln auch weiter eingehalten würden, fügte sie mit Blick auf die Öffnungen der Länder hinzu. "Wir müssen aber aufpassen", sagt Merkel. Man müsse wegen der indischen Virus-Variante besorgt sein, die noch etwas aggressiver sein könne als bisherige Mutationen.18.59 Uhr: Macron kündigt Kulturförderung für 18-Jährige an

    Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat einen "Kulturscheck" von 300 Euro für 18-Jährige angekündigt. Das Angebot sei zwei Jahre lang verfügbar und über eine besondere Applikation abrufbar, teilte Macron via Twitter mit. Im Land gibt es nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP rund 800.000 Menschen im Alter von 18 Jahren.

    Frankreich hatte erst Mitte der Woche coronabedingte Beschränkungen für Kultureinrichtungen wie Museen oder Kinos gelockert. Das Land ist hart von der Pandemie getroffen worden. Auch viele junge Menschen leiden stark unter den Folgen der Pandemie.

    18.56 Uhr: Montgomery will Patentschutz bei Corona-Impfstoffen beibehalten

    Der Präsident des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, hat sich gegen eine Aufhebung von Patenten auf Corona-Impfstoffe ausgesprochen. Eine Aufhebung des Patentschutzes nehme Pharmafirmen das Interesse, neue Wirkstoffe zu entwickeln, sagte Montgomery dem Südwestrundfunk. Denn die Forschung sei sehr komplex, teuer, aufwendig und langwierig. "Wichtiger ist die Verteilung des vorhandenen Impfstoffs zum Selbstkostenpreis", betonte Montgomery. Weltweit wird über die Möglichkeit einer Aufhebung des Patentschutzes sowie über mögliche Vor- und Nachteile diskutiert.

    18.46 Uhr: Deutschland spendet bis Ende des Jahres 30 Millionen Impfdosen

    Deutschland wird bis Jahresende 30 Millionen Corona-Impfdosen nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel an ärmere Staaten spenden. Die Lieferung solle "vorzugsweise an Entwicklungsländer" gehen, sagt die Kanzlerin. Dies sei Teil der EU-Spende von 100 Millionen Impfdosen in diesem Jahr.

    18.30 Uhr: UN-Generalsekretär warnt vor Corona-Folgen für südliche Länder

    UN-Generalsekretär António Guterres hat insbesondere mit Blick auf die südliche Erdhalbkugel davor gewarnt, die Corona-Pandemie zu früh als besiegt zu betrachten. "Die Pandemie ist immer noch da, sie gedeiht und mutiert", sagte Guterres bei einem "Welt-Gesundheitsgipfel" am Freitag in Rom. "Jetzt, wo der Winter im globalen Süden vor der Tür steht, befürchte ich, dass das Schlimmste erst noch kommt." Der UN-Chef forderte die Weltgemeinschaft auf, den Zugang zu Tests und Impfstoffen gerechter zu machen.

    18.10 Uhr: US-Immunologe Fauci hält Impfauffrischung im Herbst für eventuell unnötig

    Der führende US-Immunologe Anthony Fauci hält eine Auffrischung von Corona-Schutzimpfungen in diesem Herbst für eventuell nicht notwendig. Geimpfte müssten ihre Immunisierung nicht notwendigerweise auffrischen lassen, sagte Fauci dem Fernsehsender CBS. Ausschließen wolle er aber nicht, dass im weiteren Verlauf des Jahres eine zusätzliche Spritze nötig sei, um den Impfschutz aufrecht zu erhalten. Wissenschaftler verfolgten Daten über das Virus und mögliche Varianten, sagte er.

    17.57 Uhr: Mehr als 100 deutsche Touristen sind noch in Corona-Hotspot Nepal

    Mehr als 100 deutsche Touristen halten sich noch im Corona-Hotspot Nepal auf. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Freitag, dass eine niedrige dreistellige Zahl deutscher Touristen in dem asiatischen Land sei. Das arme Himalaya-Land hatte Anfang Mai aufgrund der Corona-Pandemie den internationalen Flugverkehr größtenteils eingestellt. Nach Angaben des örtlichen Tourismusministeriums waren zunächst rund 2.000 ausländische Touristen in Nepal gestrandet. Inzwischen seien knapp 500 von ihnen mit Spezialgenehmigungen ausgeflogen worden.

    Nepal erlebt derzeit wie sein Nachbarland Indien eine schlimme Corona-Welle. Krankenhausbetten und medizinischer Sauerstoff gehen aus, fast jeder zweite Corona-Test ist positiv. Deutschland schickte zuletzt eine Hilfslieferung mit Beatmungsgeräten, Sauerstoffflaschen und 2,4 Millionen Masken nach Nepal.

    17.55 Uhr: Niedersachsen hebt Maskenpflicht im Handel doch nicht auf

    Niedersachsen hebt die Maskenpflicht im Einzelhandel bei niedrigen Inzidenzwerten doch nicht kurzfristig auf. Das hat die Landesregierung nach vielfältiger Kritik entschieden. Der Entwurf für eine Lockerung der Corona-Regeln hatte zunächst vorgesehen, in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 die Maskenpflicht ab Dienstag nach Pfingsten aufzuheben. Allerdings entfällt nach Pfingsten in Niedersachsen die Testpflicht für den Einzelhandel in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50. Voraussetzung ist, das der Wert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten wird.

    17.38 Uhr: Weitere US-Bundesstaaten loben Geldgewinne für Geimpfte aus

    In den USA versuchen weitere Bundesstaaten, ihre Bürger mit Lotteriegewinnen zu einer Corona-Impfung zu bewegen. Nach Ohio kündigten auch Maryland und New York solche Anreize an. Der Ostküstenstaat Maryland startete eine Lotterie mit einem Umfang von insgesamt zwei Millionen US-Dollar (rund 1,6 Millionen Euro). Aus diesem Geldtopf sollen 40 Tage lang täglich 40.000 Dollar verlost werden - unter allen erwachsenen Bewohnern des Staates, die mindestens eine Impfung erhalten haben. Zum Abschluss sollen einmalig 400.000 US-Dollar verlost werden.

    In New York wiederum sollen erwachsene Bürger bei einer Impfung kostenlos Lotterietickets bekommen, mit denen sie Aussicht auf Gewinne zwischen 20 Dollar und 5 Millionen Dollar haben. Mitte Mai hatte bereits Ohio eine Lotterie ausgerufen: Über fünf Wochen hinweg wird dort jede Woche eine Million Dollar (rund 820.000 Euro) verlost unter Bürgern, die mindestens ihre erste Impfung erhalten haben.

    17.22 Uhr: EU will in Bau von Impfstoff-Produktionsstätten in Afrika investieren

    Mit Blick auf kommende Gesundheitskrisen will die EU den Bau von Standorten für die Impfstoffproduktion in Afrika mit einer Milliarde Euro finanzieren. "Afrika importiert heute 99 Prozent seiner Impfstoffe und das muss sich ändern", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beim Welt-Gesundheitsgipfel in Rom. Die sogenannten Hubs sollen ihr zufolge über den Kontinent verteilt werden.

    Über die genauen Standorte gab es noch keine Informationen. Aus Kommissionskreisen wurde mitgeteilt, dass die Infrastruktur, das wissenschaftliche Umfeld und das Angebot an Fachkräften vor Ort wichtig seien. Bei einer Gesundheitskrise in der Zukunft könnten an den Standorten dann Impfstoffe hergestellt werden, und afrikanische Länder hätten schneller Zugang, um ihre Bevölkerung impfen zu können. Bislang verlief die Corona-Impfkampagne in Afrika wegen fehlenden Impfstoffs relativ langsam.

    17.07 Uhr: Großbritanniens Milliardäre sind in der Pandemie noch reicher geworden

    Großbritanniens Milliardäre sind im vergangenen Jahr trotz der Turbulenzen rund um die Corona-Krise noch reicher geworden. Nach der von der "Sunday Times" veröffentlichten Liste der reichsten Menschen des Landes konnten die in Großbritannien ansässigen Milliardäre und Milliardärinnen ihr Vermögen insgesamt um ein Fünftel auf 597,2 Milliarden Pfund (695 Milliarden Euro) steigern.

    Nach Angaben der Verantwortlichen der Liste konnten vor allem Unternehmerinnen und Unternehmer trotz oder wegen der Corona-Krise reich werden, die in den Bereichen Onlinehandel oder Computerspiele tätig sind oder Apps zum sozialen Netzwerken entwickeln.

    Reichster Mann des Landes ist laut der Liste mit einem Vermögen von 23 Milliarden Pfund derzeit der Öl- und Medieninvestor Leonard Blavatnik. Er stieß damit den Unternehmer James Dyson und dessen Familie vom Thron. Insgesamt umfasst die "Rich List 2021" aktuell 171 Milliardäre und Milliardärinnen - laut "Sunday Times" ein neuer Rekord.

    16.58 Uhr: Dating-Plattformen in USA wollen Anreize zur Impfung geben

    Neue Funktionen auf mehreren großen Dating-Plattformen sollen in den USA vor allem jüngere Leute zu einer Corona-Impfung bewegen. Das Weiße Haus teilte in Washington mit, neun große Anbieter wie Tinder, Hinge und OkCupid wollten Anreize für Geimpfte einführen, um die Impfziele der Regierung zu unterstützen. Nutzer sollen in ihren Profilen angeben können, wenn sie bereits eine Impfung erhalten haben, oder gezielt nach geimpften Partnern suchen können. Tinder will auch Informationen zu nahe gelegenen Impfzentren anbieten. Das Weiße Haus erklärte, nach einer Untersuchung der Plattform OkCupid bekämen Nutzer, die bereits geimpft seien oder dies vorhätten, 14 Prozent mehr positive Dating-Rückmeldungen ("Matches").

    Insgesamt haben die USA in den vergangenen Monaten in rasantem Tempo geimpft. Knapp die Hälfte der Gesamtbevölkerung (gut 48 Prozent) hat inzwischen mindestens eine Spritze bekommen, gut 38 Prozent sind voll geimpft. Unter Älteren sind die Zahlen deutlich höher. Angesichts verbreiteter Impfskepsis ging das Tempo der Kampagne zuletzt aber zurück. Die Regierung nimmt nun jüngere Leute in den Blick: Die nationale Gesundheitsbehörde CDC hatte kürzlich mitgeteilt, in den Altersgruppen der 18- bis 29-Jährigen und der 30- und 39-Jährigen gebe es noch viele Ungeimpfte.

    16.44 Uhr: Keine Quarantäne mehr für Dänen nach Aufenthalt in Schleswig-Holstein

    Die Däninnen und Dänen dürfen wieder über die Grenze nach Schleswig-Holstein fahren, ohne nach der Rückkehr in ihre Heimat in Quarantäne zu müssen.

    Wie am Freitagnachmittag aus den wöchentlich aktualisierten Reiseempfehlungen der dänischen Regierung hervorging, wird das nördlichste deutsche Bundesland dank gesunkener Corona-Zahlen nun als "gelb" eingestuft. Das bedeutet, dass für Reisende nach der Rückkehr von einem Aufenthalt in Schleswig-Holstein keine mehrtägige Quarantäne mehr fällig wird. Der Grenzhandel auf der deutschen Seite der Grenze kann sich nun wieder auf deutlich mehr dänische Kunden einstellen. Die Änderungen treten am Samstag um 16.00 Uhr in Kraft.

    Für das restliche Deutschland rät das dänische Außenministerium weiter von nicht notwendigen Reisen ab. Das führt mit sich, dass nach solchen Aufenthalten weiterhin Quarantänepflicht besteht. Für die Einwohner Schleswig-Holsteins ändert sich nichts. Für sie gilt bereits seit Mitte Mai, dass sie nach der Einreise in Dänemark nicht in Quarantäne müssen. Beim Grenzübertritt reicht es, einen maximal 72 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen zu können.

    16.12 Uhr: Ost-Oberbürgermeister wollen Förderung für gebeutelte Innenstädte

    Die ostdeutschen Oberbürgermeister fordern vom Bund ein Förderprogramm für ihre von der Corona-Krise gebeutelten Innenstädte. Kurzfristig sollten dafür jährlich 500 Millionen Euro über insgesamt fünf Jahre bereitgestellt werden, sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), nach einer virtuellen Konferenz mit seinen ostdeutschen Amtskollegen.

    "Damit die Innenstädte lebendige Orte bleiben, müssen sie den Menschen mehr bieten als Einkaufsmöglichkeiten und Parkraum", betonte Jung. Es brauche neue Konzepte und einen Wandel hin zu einer Mischung aus Marktplatz, Handwerk, Kunst und Einzelhandel, Co-Working-Space und Kreativräumen, Schulen und Hochschulen, gepaart mit Gastronomie und bezahlbarem Wohnraum: "Außerdem muss alles getan werden, damit kleine Läden, Clubs und Geschäfte überleben können und nicht wegen Corona für immer schließen müssen."

    15.43 Uhr: Trotz Corona-Sorgen - Olympische Spiele sollen am 23. Juli beginnen

    Die Organisatoren der Olympischen Sommerspiele in Tokio halten trotz großer Corona-Sorgen der japanischen Bevölkerung am Eröffnungstermin 23. Juli fest. Die Spiele würden ausgetragen, auch wenn in Tokio der Notstand ausgerufen sei, sagte der Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), John Coates, in Tokio.

    Die Spiele seien dazu da, dass sich die Sportler ihre Träume erfüllen könnten. Man werde die Spiele austragen und dafür sorgen, dass sie für alle sicher seien - auch, wenn sich die öffentliche Meinung nicht aufhelle. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sind 70 Prozent der befragten Japanerinnen und Japaner dafür, die Spiele auch aus Sorge vor zusätzlichen Ansteckungsgefahren abzusagen oder zumindest erneut zu verschieben.

    Coates versuchte, diese Sorgen zu zerstreuen. "Ich kann jetzt klarer als je zuvor sagen, dass diese Spiele für jeden Teilnehmer sicher sein werden, und, noch wichtiger, auch für die japanischen Bürger." So würden bis zum 23. Juli mehr als 80 Prozent der Bewohner des Olympischen Dorfes geimpft sein, 60 Prozent der Athleten seien es jetzt schon. Während der Spiele sollen nach Angaben der japanischen Organisatoren zudem bis zu 60.000 Tests durchgeführt werden. Darüber hinaus ist laut IOC Entsendung von zusätzlichem medizinischen Personal geplant.

    15.22 Uhr: IWF legt 50-Milliarden-Dollar-Plan im Kampf gegen Corona-Pandemie vor

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der Internationale Währungsfonds (IWF) einen Plan mit einem Finanzvolumen von 50 Milliarden Dollar (41 Milliarden Euro) vorgelegt. Ziel sei es, bis zum Ende des Jahres mindestens 40 Prozent der Weltbevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva beim Welt-Gesundheitsgipfel in Rom. Bis Ende 2022 sollen dann mindestens 60 Prozent der Weltbevölkerung geimpft sein.

    "Unser Vorschlag setzt Ziele, schätzt den Finanzbedarf und legt pragmatische Handlungen dar", sagte Georgieva. Der IWF drängt unter anderem auf zusätzliche Mittel für die internationale Covax-Impfinitiative. Die internationale Finanzorganisation mit Sitz in der US-Hauptstadt Washington betont, ohne ein Ende der weltweiten Gesundheitskrise sei auch kein Ende der Wirtschaftskrise in Sicht.

    14.43 Uhr: Scholz erwartet gestärktes Europa nach Corona-Krise

    Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) rechnet damit, dass Europa nach der Corona-Krise stärker dastehen wird als zuvor. Die EU habe mit dem milliardenschweren gemeinsamen Corona-Aufbauprogramm einen großen Schritt gemacht, sagte Scholz am Rande eines Treffens der Finanzminister der Eurostaaten in Lissabon. Das werde den Ländern künftig auch beim Kampf gegen die Klimakrise, für Digitalisierung und für eine Modernisierung Europas helfen. "Europa wird aus dieser Krise besser herauskommen als es zuvor war", sagte Scholz.

    Die 27 EU-Staaten hatten sich im Sommer 2020 auf ein Corona-Aufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro geeinigt, das über EU-Schulden finanziert werden soll. Das Geld soll zu großen Teilen in Klimaschutz und Digitalisierung fließen. Allerdings werden die Hilfen immer noch nicht ausgezahlt, weil noch nicht alle 27 Staaten den Haushaltsbeschluss ratifiziert haben. Das müsse bis zum Sommer passieren, sagte Scholz.

    14.22 Uhr: Pharmafirmen sagen armen Ländern 3,5 Milliarden Corona-Impfdosen zu

    Die Pharmakonzerne Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson wollen 3,5 Milliarden Corona-Impfstoffdosen für arme Länder zur Verfügung stellen. Sie sagten diese Menge für die Jahre 2021 und 2022 auf dem Welt-Gesundheitsgipfel in Rom zu. Die G20-Staaten sowie Vertreter internationaler Organisationen beraten bei dem Gipfel über die Corona-Pandemie.

    Das deutsche Unternehmen Biontech und sein Partner Pfizer wollen in diesem Jahr eine Milliarde Dosen ihres Impfstoffs in ärmere Länder liefern. Eine weitere Milliarde Dosen solle im nächsten Jahr folgen, wie Pfizer-Chef Albert Bourla auf dem Global Health Summit sagte. "Pfizer und Biontech verpflichten sich, in den nächsten 18 Monaten zwei Milliarden Dosen unseres Covid-19-Impfstoffs für Länder mit mittlerem und niedrigem Einkommen bereitzustellen."

    14.06 Uhr: Mehr als 20.000 Corona-Tote in Pakistan

    In Pakistan sind inzwischen mehr als 20.000 Menschen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben. Das teilte das Gesundheitsministerium des südasiatischen Landes mit insgesamt etwa 220 Millionen Einwohnern in Islamabad mit. Die meisten Todesfälle wurden während der derzeitigen dritten Welle registriert. Seit Beginn der Pandemie gab es diesen Angaben zufolge insgesamt rund 900.000 Infektionen. Befürchtet wird, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen.

    Die Impfkampagne läuft in Pakistan bisher eher schleppend. Erst etwa fünf Millionen Menschen erhielten eine Impfung. Schuld ist pakistanischen Behörden zufolge ein Mangel an Impfstoffen, bedingt auch durch Verzögerungen bei den Lieferungen der globalen Impf-Initiative Covax.

    13.56 Uhr: EU will 100 Millionen Corona-Impfdosen spenden

    Die EU will dem internationalen Impfprogramm Covax sowie Entwicklungs- und Schwellenländern bis Ende des Jahres mindestens 100 Millionen Corona-Impfdosen spenden. Dies kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beim "Welt-Gesundheitsgipfel" in Rom an. Italiens Regierungschef Mario Draghi sagte zur Eröffnung des teils digitalen Treffens von 20 wichtigen Industrie- und Schwellenländern (G20), die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit sei.

    Die Teilnehmer, darunter auch Microsoft-Mitgründer Bill Gates, wollen Erfahrungen aus dem Kampf gegen die Covid-19-Pandemie austauschen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am frühen Abend äußern. Zum Abschluss soll es eine "Erklärung von Rom" geben, ein Papier mit Grundsätzen zur Verhinderung künftiger Gesundheitskrisen.

    13.31 Uhr: Seehofer nach Corona-Infektion weiterhin in häuslicher Isolation

    Nach seiner Infektion mit dem Coronavirus vor knapp zwei Wochen befindet sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nach wie vor in häuslicher Isolation. Er führe bis zu seiner Genesung die Amtsgeschäfte von zu Hause aus, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums. Nähere Auskünfte zum Gesundheitszustand Seehofers erteilte der Sprecher nicht.

    Am 10. Mai war bekannt geworden, dass Seehofer positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Minister hatte bereits Mitte April seine erste Impfung gegen Covid-19 erhalten. Kurz nach der Diagnose hieß es, er zeige keine Krankheitssymptome.

    13.22 Uhr: Spanien öffnet Grenzen am 7. Juni für Geimpfte aus aller Welt

    Spanien will seine Grenzen am 7. Juni für Geimpfte aus aller Welt öffnen. Dies gab Regierungschef Pedro Sánchez in Madrid bekannt. "Ab dem 7. Juni sind alle geimpften Personen und ihre Familien in unserem Land willkommen - unabhängig von ihrem Herkunftsland."

    Für britische Staatsbürger, die traditionell die größte ausländische Besuchergruppe in Spanien stellen, soll bereits am Montag alles möglich sein: War ihnen bisher die Einreise nur aus "dringenden Gründen" erlaubt, so entfällt diese Vorschrift. Die Briten könnten kommen "ohne Restriktionen und Sanitärkontrollen", sagte Sánchez. Der Regierungschef ließ dabei allerdings offen, ob britische Touristen auch keinen negativen PCR-Test vorweisen müssen, wie er eigentlich für alle Reisenden in Spanien vorgeschrieben ist. Für EU-Bürger ist die Einreise mit einem solchen Test ohnehin schon ohne Einschränkungen gestattet.

    Spanien verzeichnete 2019 nach offiziellen Angaben 83,5 Millionen ausländische Besucher. Im vergangenen Jahr brach die Zahl um 77 Prozent ein und fiel auf unter 19 Millionen. Die spanische Wirtschaft litt massiv unter den Verlusten für den Tourismus, der normalerweise zwölf Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes ausmacht.

    13.12 Uhr: Bundesregierung gegen Lockerungen bei Masken- und Abstandsregeln

    Berlin (dpa) - Die Bundesregierung lehnt mögliche Lockerungen der Regeln zum Maskentragen in Deutschland als verfrüht ab. Es gebe Grund genug, "dieses wirksame Mittel der Maske nicht aus der Hand zu geben", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

    Die Regierung in Niedersachsen erwägt eine Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel bei niedrigen Inzidenzwerten, wie eine Regierungssprecherin in Hannover mitteilte. Seibert wollte die Ankündigung aus nicht bewerten. Maskentragen und Abstandhalten seien aber "die einfachsten und wirksamsten Mittel" zum Schutz vor Ansteckungen.

    "Es gibt Fortschritte", sagte Seibert zur Pandemie-Lage. So habe die Impfkampagne großen Schwung. "Aber es gibt eben auch die Sorge über eine weitere noch ansteckendere Variante des Virus", mahnte Seibert. So sei die erstmals in Indien aufgetauchte Mutante auch in Deutschland aufgetreten. Es spreche vieles dafür, "die Grundregeln Abstand, Hygiene, Maske, Lüftung weiter beizubehalten".

    13.06 Uhr: Spahn wirbt für behutsame Öffnungen und Maskentragen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat für behutsame Öffnungsschritte und einen weiterhin wichtigen Schutz mit Abstand und Masken geworben. "Unsere Ungeduld darf am Ende nicht zu Übermut führen", sagte der CDU-Politiker in Berlin. Er habe den Eindruck, "dass im Moment wochenweise in einigen Ländern Lockerungen gemacht werden". Zwischen Bund und Ländern sei aber vereinbart, vor möglichen nächsten Schritten zunächst zwei, drei Wochen zu warten und zu sehen, welche Folgen dies auf das Infektionsgeschehen habe.

    Vorsicht gelte etwa auch für den Einzelhandel, machte Spahn deutlich. Drei Kunden in einem Schuh- oder Bekleidungsgeschäft seien okay. Etwa in großen Elektromärkten stünden am Handy-Stand aber oft 30 Leute in einer Traube.

    Mit Blick auf Schutzmasken sagte Spahn, im Vergleich zu anderem sei dies zwar eine nervige, aber doch auch händelbare Maßnahme, die für die allermeisten mittlerweile in den Alltag übergegangen sei. Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sagte, es gebe immer mehr Belege, wie wirksam Masken in Alltagssituationen seien. Wenn jetzt gelockert würde, müsste der "Basisschutz" mit Abstand, Hygiene und Masken von allen möglichst beibehalten werden.

    12.59 Uhr: Bundesbank sagt anziehende Konjunktur und Inflation voraus

    Angesichts der schrittweisen Öffnung der Wirtschaft kehrt die Konjunktur laut Bundesbank wieder in die Wachstumsspur zurück. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte im zweiten Quartal wieder deutlich zulegen, prognostiziert die deutsche Zentralbank in ihrem neuen Monatsbericht. Das Ausmaß der Erholung hänge maßgeblich davon ab, wie stark die Eindämmungsmaßnahmen im Vergleich zum ersten Quartal auf der Wirtschaft lasteten, so die Bundesbank-Volkswirte. Zu Jahresbeginn war das BIP um 1,7 Prozent geschrumpft.

    Bei schnellen Impffortschritten bestehe die Aussicht, dass die Eindämmungsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie in den kommenden Monaten erheblich gelockert werden könnten. "Dann könnte das BIP im dritten Vierteljahr stark zulegen und sein Vorkrisenniveau bereits im Herbst wieder überschreiten", heißt es in dem Bericht. Die Bundesregierung rechnet erst für das kommende Jahr mit der Rückkehr zum Vorkrisenniveau.

    Zugleich müssen sich Bürger demnach auf weiter anziehende Verbraucherpreise einstellen. Höhere Kosten für das Tanken und Heizen hatten die Jahresteuerungsrate im April so stark steigen lassen wie seit zwei Jahren nicht mehr: Waren und Dienstleistungen kosteten im Schnitt 2,0 Prozent mehr. Der für europäische Vergleichszwecke berechnete sogenannte Inflationsrate HVPI stieg sogar auf 2,1 Prozent.

    12.25 Uhr: Kinobetreiber wollen zum Juli bundesweit wieder öffnen

    Nach monatelanger Pause bereiten sich die deutschen Kinos auf eine Wiedereröffnung vor. Zum 1. Juli soll es nach dem Willen mehrerer Verbände an vielen Orten wieder Filmvorführungen geben, einige Kinos könnten auch schon früher öffnen. Angesichts "des Impffortschritts und der sinkenden Infektionszahlen" stehe die gesamte Kinobranche bereit, heißt es in einer Erklärung von Kino- und Verleihverbänden.

    Bundesweit sind Filmtheater wegen der Pandemie seit mehr als einem halben Jahr geschlossen gewesen.

    12.00 Uhr: Zugspitzseilbahn fährt wieder

    Der höchste Punkt Deutschlands, die Zugspitze, ist wieder per Seilbahn zu erreichen. Die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) eröffnet zusammen mit der Ersten Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, Elisabeth Koch, den Seilbahnbetrieb nach der coronabedingten siebenmonatigen Zwangspause mit einer gemeinsamen Fahrt zu Deutschlands höchstem Gipfel auf 2.962 Meter.

    Mit den Seilbahnen können wegen der aktuell stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 auch die Ausflugsbusse und die Seenschifffahrt wieder ihren Betrieb aufnehmen. Dennoch müssten weiter Hygieneregeln wie Tests, Abstandhalten und Maskentragen eingehalten werden, mahnte Schreyer. Dass die touristischen Verkehre rechtzeitig zu den Pfingstferien wieder öffnen könnten, sei ein großer Schritt in Richtung zu mehr Normalität.

    11.45 Uhr: Niedersachsen überdenkt Aufhebung der Maskenpflicht

    Nach kritischen Reaktionen rückt Niedersachsen möglicherweise von einer geplanten kurzfristigen Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel bei niedrigen Inzidenzwerten ab. "Die Landesregierung wird diesen Punkt nochmal sehr ernsthaft überdenken", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen in Hannover.

    Der Entwurf für eine kurzfristige Lockerung der Corona-Regeln sieht vor, in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 die Maskenpflicht ab Dienstag nach Pfingsten aufzuheben.

    11.10 Uhr: Impfwirkung bei Indien-Mutante leicht eingeschränkt

    Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sieht den Impfschutz der bisherigen Corona-Vakzine gegen die erstmals in Indien festgestellte Virus-Variante nur leicht eingeschränkt. Die Bundesregierung werde mit Blick auf die stärkere Ausbreitung der Mutation in Großbritannien die Risikoeinschätzung des Landes aber heute erneut bewerten, sagt Gesundheitsminister Jens Spahn.

    10.37 Uhr: Kölns OB Reker fordert mehr Impfdosen für eng bewohnte Stadtteile

    Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker fordert, dass mehr Impfdosen für Stadtteile mit beengten Wohnverhältnissen und Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen zur Verfügung gestellt werden. In Köln habe man gute Erfahrungen mit einem besonderen Impfangebot in solchen Gebieten gemacht, sagt sie. Deren Bewohner seien besonders gefährdet.

    10.35 Uhr: Zahl der weltweiten Corona-Toten wohl bis zu dreimal höher als offiziell angegeben

    Die Zahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus weltweit könnte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge etwa zwei bis dreimal höher sein als die bislang bestätigten rund 3,4 Millionen Sterbefälle. Nach einer vorsichtigen Schätzung könnten in der Pandemie bislang mindestens sechs bis acht Millionen Menschen gestorben sein, sagt die Chefin der WHO-Datenanalyse, Samira Asma, bei einer virtuellen Pressekonferenz.

    09.35 Uhr: Manching sagt Barthelmarkt ab

    Manching sagt Barthelmarkt auch für dieses Jahr ab. Dazu hat sich der Gemeinderat entschlossen. Die Corona-Situation sei bis Ende August "nach wie vor nicht kalkulierbar". Damit entfällt das beliebte Fest im Manchinger Ortsteil Oberstimm aus Pandemiegründen zum zweiten Mal. In ihrer Absage verweist die Gemeinde darauf, dass mit denselben Argumenten bereits viele große Volksfeste in Bayern abgesagt wurden, allen voran das Oktoberfest, das Rosenheimer Herbstfest und das Straubinger Gäubodenfest. Manching folge damit auch der Empfehlung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder von Anfang Mai, große Feste nicht abzuhalten. Im nächsten Jahr ist der Barthelmarkt von 26.08. bis 29.08.2022 geplant.

    9.31 Uhr: Zufriedenheit der Deutschen mit Impffortschritt steigt

    Das ZDF-Politbarometer verzeichnet eine steigende Zufriedenheit mit dem Impffortschritt in Deutschland. Zwar äußert sich immer noch eine Mehrheit von 56 Prozent kritisch. Aber mit 42 Prozent zeigen sich so viele Befragten wie noch nie im Politbarometer zufrieden. Bisher planen laut Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen 28 Prozent einen Sommerurlaub in Deutschland. 19 Prozent wollen ins europäische Ausland reisen, 35 Prozent planen keinen Urlaub. Ähnlich sahen die Pläne der Deutschen auch vor einem Jahr für den Sommer aus.

    09.25 Uhr: Lockerungen in Ungarn

    Ungarn kündigt den Wegfall vieler Beschränkungen an. Sobald die Zahl der Geimpften an diesem Wochenende die Marke von fünf Millionen überstiegen habe, würden unter anderem die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen aufgehoben, sagt Ministerpräsident Viktor Orban im staatlichen Rundfunk. Auch sei die Zeit gekommen, um auf öffentlichen Plätzen "Tschüss zu den Masken" zu sagen. "Wir haben die dritte Welle bezwungen."

    09.12 Uhr: Japan lässt zwei weitere Impfstoffe zu

    Die japanischen Behörden haben heute zwei weitere Corona-Impfstoffe zugelassen. Die Zulassung der Vakzine von Moderna und Astrazeneca erfolgte nur wenige Stunden vor der geplanten Ausweitung eines Corona-Notstands, der dann rund 40 Prozent der Bevölkerung betreffen sollte. Neun Wochen vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Tokio ist die Zahl der Neuinfektionen in Japan zuletzt deutlich angestiegen.

    09.02 Uhr: Britischer Einzelhandel profitiert stark von Corona-Lockerungen

    Der britische Einzelhandel hat im April stark von weniger strikten Corona-Beschränkungen profitiert. Die Umsätze der Einzelhändler seien gegenüber dem Vormonat um 9,2 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt ONS am Freitag in London mit. Analysten hatten mit einem Zuwachs von im Schnitt 4,2 Prozent gerechnet. Gegenüber dem Vorjahresmonat, in dem während der ersten Corona-Welle erhebliche Beschränkungen galten, sprangen die Umsätze um 42,4 Prozent an.

    Die deutlichen Zuwächse gehen nach Angaben des ONS darauf zurück, dass viele Geschäfte im April wieder öffnen durften. Die Einzelhändler außerhalb des Lebensmittelhandels steigerten ihre Umsätze besonders deutlich. Bekleidungshäuser erhöhten ihre Erlöse demnach um fast 70 Prozent, in den übrigen Geschäften stiegen die Umsätze um rund 25 Prozent. Der Anteil des Online-Handels war dagegen rückläufig.

    8.56 Uhr: Stiko-Mitglied - Keine Impfungen für Kinder- und Jugendliche in nächster Zeit

    Der Berliner Kinder- und Jugendarzt Martin Terhardt rechnet nicht mit einer baldigen Zulassung eines Corona-Impfstoffs für Unter-16-Jährige. Terhardt, der auch Mitglied der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut ist, sagte am Freitag im Inforadio vom rbb, derzeit befasse sich die Europäische Arzneimittelbehörde mit der Empfehlung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Zwölf- bis 15-Jährige: "Die EMA hat signalisiert, dass sie das Ende Mai schaffen könnte. Das wäre dann Ende nächster Woche - oder spätestens Anfang Juni könnte es diese Zulassung geben." Laut Terhardt wird es dann aber noch eine Weile dauern, bis auch eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission vorliegt: "Das Risiko des Impfstoffs können wir derzeit nur an einer kleinen Zulassungsstudie messen, die 1.131 geimpfte Kinder umfasst. Das ist zu gering, um seltene Komplikationen nach der Impfung vorhersagen zu können." Deshalb warte man auf Daten aus der USA und Kanada. Dort ist der Impfstoff schon für Unter-16-Jährige zugelassen. Terhardt betonte: "Das halte ich für völlig abwegig in der gegenwärtigen Situation, eine Impfpflicht auszusprechen und davon irgendwelche Rechte abhängig zu machen. Ich hoffe, dass das nicht kommt."

    08.09 Uhr: Schloss Neuschwanstein wieder geöffnet

    Nach monatelanger Corona-Zwangspause ist ab heute auch das Schloss Neuschwanstein wieder geöffnet. Das benachbarte Schloss Hohenschwangau und das Museum der Bayerischen Könige stehen den Besuchern ab morgen wieder offen. Wie die Bayerische Schlösserverwaltung auf Ihrer Internetseite mitteilt, sind Besuche im Schloss Neuschwanstein nur im Rahmen einer Führung möglich.

    Eintrittskarten sind ausschließlich online über das Ticketcenter buchbar. Die Gruppengrößen für die Führungen im Ostallgäuer Märchenschloss wurden wegen der Hygienevorschriften deutlich reduziert. Deshalb müssen Besucher auch mit erheblichen Wartezeiten rechnen. Im Schloss Neuschwanstein gilt FFP2-Maskenpflicht. Auch für Besuche im Schloss Hohenschwangau oder im Museum der Bayerischen Könige, die beide morgen wieder öffnen, gelten strenge Corona-Regeln.

    08.03 Uhr: Dehoga - Öffnungen für die Gastronomie kommen teils zu kurzfristig

    Eine zu kurzfristige Öffnung der Gastronomie nach sieben Monaten Lockdown ist aus Sicht der Branche oft nicht umsetzbar. Zwar könne man schon davon ausgehen, dass die Gastronomie innerhalb von zehn Tagen und die Hotellerie binnen zwei Wochen wieder hochgefahren werden könnten, sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Guido Zöllick, am Freitag im ZDF-Morgenmagazin. Aktuell agierten die Bundesländer jedoch deutlich kurzfristiger. Wenn teils nur wenige Tage blieben, sei das nicht machbar. "Denn den Betrieb wieder anzufahren, ist das eine. Aber die Gäste dafür zu gewinnen, ist das andere."

    Ob sich die Öffnung mit begrenzter Gästezahl und Schutzkonzepten lohne, müsse jeder Unternehmer für sich entscheiden, sagte Zöllick weiter. Wenn aber wie in Mecklenburg-Vorpommern die Hotellerie zunächst nur für Gäste aus dem eigenen Bundesland aufmachen dürfe, sei das für größere Unternehmen "ganz sicher nicht wirtschaftlich". Angesichts der unsicheren Wetterlage sei auch das Betreiben der Außengastronomie schwierig. Besser wäre eine bundeseinheitliche Öffnung der Außen- und Innengastronomie mit entsprechenden Schutzkonzepten gewesen, betonte Zöllick.

    07.56 Uhr: Kinoverbände - Wiedereröffnung zum Juli geplant

    Nach monatelanger Pause bereiten sich die deutschen Kinos auf eine Wiedereröffnung vor. Zum 1. Juli soll es nach dem Willen mehrerer Verbände an vielen Orten wieder Filmvorführungen geben. Angesichts "des Impffortschritts und der sinkenden Infektionszahlen" stehe die gesamte Kinobranche bereit, heißt es in einer Erklärung unter anderem von HDF Kino und AG Kino.

    Bundesweit sind die Filmtheater wegen der Pandemie seit mehr als einem halben Jahr geschlossen. In Berlin öffnen die ersten Freiluftkinos unter Auflagen. Die Betreiber hoffen, bald auch drinnen wieder Filme zeigen zu können. Das hängt auch von den Infektionszahlen und den Regelungen der Bundesländer ab.

    "Nur wenn alle Kinos bundesweit die Chance haben, zeitnah gemeinsam zu öffnen, können Verleiher überhaupt neue Filme starten und den Filmtheatern damit ihre wirtschaftliche Grundlage zurückbringen", heißt es in der Erklärung der Kinoverbände, die nach deren Angaben auch von Verleihern mitgetragen wird.

    07.00 Uhr: Pandemie belastet Schulkinder in Deutschland stark

    Weniger Treffen mit Freunden, kein regulärer Schulunterricht: Die Corona-Pandemie belastet einer Studie zufolge viele Kinder und Jugendliche in Deutschland. Mehr als die Hälfte aller Mädchen und Jungen ist im vergangenen Jahr unglücklicher geworden, wie der am Freitag veröffentliche Präventionsradar 2021 der DAK-Gesundheit ergab. Die Lebenszufriedenheit sei im Schnitt aller befragten Kinder um rund 20 Prozent im Vergleich zu der Situation vor der Corona-Krise gesunken.

    Jedes dritte Kind fühle sich zudem in der Schule nicht ausreichend vor dem Virus geschützt. 56 Prozent hielten die Corona-Regeln dort dagegen für angemessen. Gleichzeitig hätten die emotionalen Probleme stark zugenommen - vor allem bei Mädchen, wie die Krankenkasse mitteilte.

    In der aktuellen Befragung zeigen 23 Prozent Symptome depressiver Störungen wie Traurigkeit, geringes Selbstwertgefühl, Interessensverlust und sozialen Rückzug. Im Vorjahr waren es lediglich 18 Prozent. Den Angaben zufolge führt auch der Wegfall vieler Sportangebote zu Probleme.

    06.54 Uhr: Zaghafter Saisonstart - Freizeitparks öffnen nach und nach

    Als einer der ersten großen Freizeitparks Deutschlands öffnet der Europa-Park in Baden-Württemberg wieder seine Pforten für Besucher. Ab heute empfängt der Park in Rust nach mehr als sechs Monaten der Corona-Zwangspause wieder Besucher. Damit ist er nach Angaben des Verbands deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU) bundesweit der zweite klassische Freizeitpark mit konkretem Öffnungstermin.

    Noch früher konnte demnach nur der Heide-Park in Niedersachsen wieder aufmachen: am 1. Mai nach einer entsprechenden Gerichtsentscheidung. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben gut 90 Freizeiteinrichtungen.

    06.08 Uhr: China - CO2-Ausstoß nach Corona-Wirtschaftseinbruch deutlich gestiegen

    In China hat der CO2-Ausstoß in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Nach der Studie eines finnischen Klima-Forschungsinstituts stieg Chinas CO2-Ausstoß um fast 10 Prozent im Vergleich zum Vor-Coronakrisen-Niveau. Weltweit stößt kein Land der Welt mehr CO2 aus. Die Staats- und Parteiführung will das Land aber bis 2060 CO2-neutral machen.

    05.13 Uhr: RKI registriert 8.769 Corona-Neuinfektionen und 226 neue Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8.769 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.336 Ansteckungen gelegen. Die 7-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 67,3 an (Vortag: 68,0; Vorwoche: 96,5).

    05.10 Uhr: Wegen Corona - UEFA erwartet Einnahmeausfälle von über 8 Milliarden

    Die Europäische Fußball-Union rechnet für den Zeitraum von 2019 bis 2021 aufgrund der Coronavirus-Pandemie mit Einnahmeausfällen von 7,2 Milliarden Euro in den obersten Spielklassen des Profifußballs und 1,5 Milliarden in den unteren Ligen. Das geht aus dem zwölften UEFA-Bericht hervor. Allein der Verlust aus dem Eintrittskartenverkauf soll sich auf vier Milliarden Euro belaufen.

    2,7 Milliarden Euro Verluste werden im Bereich "Sponsoring und kommerzielle Einnahmen" erwartet. Immerhin wurden weitere Einnahme-Ausfälle in Höhe von zwei Milliarden Euro verhindert, indem in 38 Topligen die Saison 2019/20 noch zu Ende gespielt werden konnte.

    05.01 Uhr: Seilbahnen in Bayern starten

    Es geht aufwärts: Am Freitag starten nach fast sieben Monaten Stillstand die ersten Bergbahnen wieder Richtung Gipfel. Weitere folgen am Samstag. Pünktlich zu Pfingsten gelangen Ausflügler wieder kraftsparend auf die Berge. Die Zugspitzbahn fährt ab Freitag wieder auf Deutschlands höchsten Berg. Am Start sind unter anderem auch die Jennerbahn im Berchtesgadener Land, die Brauneck-Bahn, die Söllereckbahn im Allgäu und die Zahnradbahn am Wendelstein. Vielerorts öffnet auch die Gastronomie - teils mit Essen zum Mitnehmen oder nur draußen.

    Einen Tag später geht es unter anderem bei der Fellhorn- und Nebelhornbahn bei Oberstdorf sowie an der Imbergbahn in Oberstaufen im Oberallgäu wieder los. Am Großen Arber in Ostbayern hingegen ist die Entscheidung über eine Öffnung noch nicht gefallen. Voraussetzung für den Betrieb der Lifte sei eine stabile Inzidenz unter 100, ein negativer Corona-Test oder Nachweis über eine Impfung beziehungsweise Genesung, erläuterte der Verband Deutscher Seilbahnen.

    04.30 Uhr: Patientenschützer warnen vor Problemen in Praxen wegen Impf-Andrangs

    Angesichts des großen Andrangs auf Corona-Impfungen in vielen Arztpraxen warnen Patientenschützer vor Problemen bei anderen wichtigen Anliegen. "Es darf nicht sein, dass Patienten mit Arthrose, Diabetes, Asthma oder Herzinsuffizienz Abstriche bei ihrer Therapie hinnehmen müssen", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Viele Praxen hätten mittlerweile die telefonische Erreichbarkeit eingestellt. "Oft gibt es lediglich einen Hinweis, dass der Kontakt nur per E-Mail erfolgen kann. So werden ganze Patientengruppen ausgeschlossen. Das ist unzumutbar." Ärztevertreter hatten von einem großen Ansturm Impfwilliger berichtet, der teils den Praxisbetrieb behindere. Sie baten um Geduld beim Vereinbaren von Impfterminen.

    03.30 Uhr: Münchner Freibad-Saison wird eröffnet

    Die Münchner Freibäder starten heute in die Sommersaison: Ab 7.00 Uhr begrüßen die Bäderchefinnen Nicole Gargitter und Clara Kronberger persönlich die ersten Gäste im Schyrenbad. Geöffnet werden aber auch Dantebad, Prinzregentenbad, Maria Einsiedel, Ungererbad, Michaeli- und Westbad. De Preise bleiben wie 2020. Für Kinder bis zwölf Jahre ist der Eintritt frei. Besucher brauchen eine Online-Reservierung, ein aktuelles negatives Testergebnis und einen Impfnachweis oder einen Beleg für eine überstandene Corona-Infektion vorweisen.

    02.27 Uhr: Großbritannien und WHO wollen Pandemie-Überwachungssystem entwickeln

    Großbritannien will mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammenarbeiten, um ein "Pandemie-Radar"-System zu entwickeln. Mit dem System sollen neue Coronavirus-Varianten schneller identifiziert und aufkommende Krankheiten global besser verfolgt werden können. "Die Welt darf nie wieder von einem Virus überrascht werden, das sich unkontrolliert unter uns ausbreitet. Wir müssen ein System der Krankheitsüberwachung aufbauen, das für das 21. Jahrhundert geeignet ist", sagte Premierminister Boris Johnson. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte, er freue sich über die Zusammenarbeit, denn Großbritannien gelte als starkes Beispiel für die Überwachung und Sequenzierung von Krankheitserregern.

    Donnerstag, 20. Mai 2021

    22.55 Uhr: Corona-Zuschuss für die Künstlersozialkasse

    Wegen der Corona-bedingten Einnahmeausfälle erhält die Künstlersozialkasse (KSK) einen Bundeszuschuss von 84,5 Millionen Euro. Das beschloss der Bundestag am späten Donnerstagabend. Auf Honorare von Schauspielern oder Musikern zahlen Kultureinrichtungen normalerweise eine prozentuale Abgabe an die Sozialkasse. Da Konzerte, Theateraufführungen und ähnliche Events jedoch seit Monaten ausfallen, brechen auch die Einnahmen der KSK weg. Gleichzeitig reagiert der Bundestag auf die schwierige Lage der Künstler, die wegen der Pandemie oftmals nicht in ihrem üblichen Beruf arbeiten können. Normalerweise verlieren sie ihren Krankenversicherungsschutz bei der KSK, wenn sie monatlich mehr als 450 Euro aus nicht-künstlerischer Arbeit einnehmen. Diese Verdienstgrenze wird bis Ende des Jahres auf 1.300 Euro angehoben.

    21.25 Uhr: Bundestag lockert Maskenpflicht bei Kindern und erhöht Strafen für gefälschte Impfdokumente

    Trotz der Corona-Pandemie müssen Kinder von 6 bis 16 Jahren in Deutschland künftig in vielen Fällen keine FFP2-Masken mehr tragen. Der Bundestag strich am Donnerstagabend eine entsprechende Verpflichtung aus dem Infektionsschutzgesetz. Wenn der Bundesrat ebenfalls zustimmt, ist in Bussen und Bahnen, bei Friseurbesuchen oder medizinischen Terminen für Kinder künftig eine einfache OP-Maske ausreichend. Kinder unter sechs Jahren sind ohnehin generell von der Maskenpflicht ausgenommen. Gleichzeitig hat der Bundestag strengere Strafen für das Fälschen von Impfpässen beschlossen. Wer gefälschte Impfdokumente oder Testergebnisse nutzt, muss mit bis zu einem Jahr Gefängnis rechnen. Für das Eintragen falscher Angaben drohen sogar zwei Jahre Haft.

    21.10 Uhr: Spritzen lassen und Rubbeln: Lotterie für Impfwillige in New York

    Zur Förderung der Impfbereitschaft gegen das Coronavirus setzt der US-Staat New York auf Rubbellose mit einem potenziellen Millionengewinn. Wer sich in einer von zehn ausgewählten staatlichen Impfstätten in der kommenden Woche eine Spritze verabreichen lässt, erhält ein solches Los. Das Pilotprogramm laufe von kommendem Montag bis zum Freitag, die Preise reichten von 20 Dollar bis zu fünf Millionen Dollar (vier Millionen Euro), sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag. "Es ist eine Situation, in der jeder gewinnt", erklärte Cuomo in Buffalo. Die Chance auf einen Preis liege bei eins zu neun. Laut einer Presseerklärung sind Bewohner des Staats ab 18 Jahren teilnahmeberechtigt. New York folgt damit anderen US-Staaten wie Ohio, die bereits ähnliche Lotterie-Initiativen ergriffen haben. In New York sind etwa 43 Prozent der 20 Millionen Bewohner voll geimpft. Der Staat liegt damit über dem US-Durchschnitt von 37,8 Prozent. Doch laut Cuomo hat sich das Impftempo zuletzt verlangsamt.

    20.55 Uhr: Mallorcas Gastronomen dürfen wieder ihre Innenbereiche öffnen

    Auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca und auch auf den anderen Balearen darf die Innengastronomie ab Sonntag im Zuge der guten Corona-Lage erstmals seit März wieder öffnen. Restaurants, Bars und Cafés werden ihre Gäste allerdings zumindest bis zum 5. Juni nur bis 18.00 Uhr in den Innenbereichen bewirten dürfen, wie die Regionalregierung am Donnerstagabend in Palma mitteilte. Die Außenbereiche dürfen unterdessen auf den Balearen bis 23.00 Uhr offen bleiben. Es gelten aber strenge Auflagen: Die Gastronomiebetriebe, die über Terrassen verfügen, dürfen in ihren Innenbereichen zunächst nur maximal 30 Prozent der üblichen Gästezahl bewirten. Für Lokale ohne Außenbereich gilt unterdessen eine Maximalauslastung von 50 Prozent - solange es nicht mehr als 150 Gäste sind. Das ist das Ergebnis eines Treffens des sogenannten Runden Tisches zwischen Vertretern der Regierung, von Unternehmerverbänden und Gewerkschaften am Donnerstagnachmittag.

    20.40 Uhr: Zahl der Infektionen und der Intensivpatienten geht zurück

    Die Zahlen der Corona-Infektionen und der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Deutschland entwickeln sich weiter rückläufig. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Divi-Intensivregisters vom Donnerstag hervor. 3.594 Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind, werden demnach derzeit noch in Kliniken versorgt. Das sei ein Rückgang um 114 im Vergleich zum Vortag, hieß es. Zum Höhepunkt der dritten Welle in den Krankenhäusern Ende April waren mehr als 5.100 Covid-19-Patienten zeitgleich auf Intensivstationen behandelt worden. Seit Anfang Mai ist die Entwicklung rückläufig.

    Eine Trendumkehr zeichnet sich auch bei der Anzahl der Intensivbereiche ab, die aus Gründen wie fehlendem Personal eine eingeschränkte Betriebssituation melden. Es sind aber immer noch knapp 500 an der Zahl. Regulären Betrieb melden rund 430 Bereiche, Tendenz steigend. Weitere 275 Bereiche bewerten ihre Situation als teils eingeschränkt.

    20.25 Uhr: Über 40 Corona-Infektionen nach Gemeinderatssitzung

    Das Landratsamt Miesbach hat sich am Nachmittag zum diffusen Infektionsgeschehen im Landkreis Miesbach geäußert. Allein 42 Infizierte würden sich auf die Gemeinderatssitzung in Gmund vor rund zwei Wochen zurückführen lassen, genauer 12 Infizierte Sitzungsteilnehmer und 30 Folgeinfektionen. Landrat Olaf von Löwis (CSU) zeigt sich von der Entwicklung betroffen. "Über die ministeriellen Vorgaben hinaus erwarte ich von jedem Landkreisbürgermeister vollen Einsatz bei den Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. So etwas hätte nicht passieren müssen", so der Miesbacher Landrat.

    Rund 30 Neuinfektionen gebe es aber auch in den Gemeinden Fischbachau, Irschenberg und Weyarn sowie Waakirchen und Bayrischzell. Landrat von Löwis lässt jetzt prüfen, ob Alkoholverbote an stark frequentierten Plätzen möglich sind.

    20.10 Uhr: Indische Variante breitet sich in Großbritannien schneller aus

    Die zuerst in Indien nachgewiesene Variante des Virus breitet sich in Großbritannien schneller aus. Die Gesundheitsbehörde Public Health England gibt 3424 nachgewiesene neue Fälle mit der Mutation B.1.617.2 bekannt, eine Zunahme von 2111 zur Vorwoche. Am Mittwoch sprach Gesundheitsminister Matt von 2967 weiteren Fällen, bei denen die Variante gefunden worden sei.

    19.50 Uhr: BioNTech-Chef - Impfstoff bis zu 75 Prozent wirksam gegen indische Variante

    Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer dürfte BioNTech-Chef Ugur Sahin zufolge eine Wirksamkeit von 70 bis 75 Prozent haben gegen die zuerst in Indien nachgewiesene Variante des Virus. Die Tests in dieser Woche hätten sich auf diese Variante konzentriert, sagt Sahin im türkischen Fernsehen.

    19.35 Uhr: Italiens Regierung beschließt weiteres milliardenschweres Corona-Hilfspaket

    Die italienische Regierung hat neue milliardenschwere Corona-Hilfen verabschiedet. Der Ministerrat gab am Donnerstag grünes Licht für die Hilfen in Höhe von insgesamt 40 Milliarden Euro, die besonders schwer von der Pandemie betroffenen Unternehmen sowie Haushalten zugute kommen sollen.

    Mehr als 26 Milliarden Euro aus dem Paket sollen an Unternehmen und Selbstständige fließen, die durch die Corona-bedingte Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr Umsatz-Einbußen zu verzeichnen hatten. Von den Hilfen profitieren sollen auch der Tourismus-Sektor mit drei Milliarden Euro sowie Branchen, die weiterhin vom Teil-Lockdown in Italien betroffen sind. Dazu gehören etwa Spielhallen und Diskotheken. 100 Millionen Euro sollen in die angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia fließen, die seit 2017 unter staatlicher Verwaltung steht und Schwierigkeiten hat, die Gehälter ihrer Mitarbeiter zu bezahlen.

    19.20 Uhr: Fußballer Neymar gegen Corona geimpft

    Der brasilianische Fußballstar Neymar vom französischen Topklub Paris St. Germain ist am Donnerstag gegen das Coronavirus geimpft worden. "Nach so langem Warten bin ich nun an der Reihe. Was für eine Freude", schrieb der 29-Jährige auf seinem Instagram-Kanal unter einem Video, das den Moment der Impfung zeigt. Neymar hofft, "dass alles so schnell wie möglich wieder normal wird und die ganze Welt geimpft werden kann." Der Offensivspieler selbst war im vergangenen September nach einem umstrittenen Urlaubstrip nach Ibiza positiv auf Covid-19 getestet worden.

    19.05 Uhr: Eiffelturm soll nach monatelanger Corona-Zwangspause im Juli öffnen

    Der wegen der Corona-Pandemie monatelang geschlossene Eiffelturm soll Mitte Juli wieder öffnen. Tickets könnten ab dem 1. Juni gebucht werden, die Eröffnung ist für den 16. Juli geplant, teilte die Betreibergesellschaft des Wahrzeichens am Donnerstagabend mit. Es würden dann spezielle Hygienemaßnahmen gelten. Das berühmteste Wahrzeichen von Paris hatte seit vergangenem Herbst wegen der Corona-Beschränkungen geschlossen. Ursprünglich wollte der Turm bereits im Dezember wieder aufmachen. Daraus wurde damals aber wegen der Corona-Lage nichts. Auch im vergangenen Frühjahr war der Turm wegen der Pandemie geschlossen.

    18.55 Uhr: Pfingstbetrieb am Münchner Flughafen - dennoch nur rund ein Viertel an Vor-Corona-Auslastung

    Die Pfingstferien beginnen am Flughafen München auch heuer deutlich ruhiger als in Vor-Corona-Jahren: Von Freitag an bis zum Ferienende am 6. Juni werden 4.700 Starts und Landungen durchgeführt - 2019 waren es im gleichen Zeitraum etwa vier Mal so viele. Die meisten Flüge werden weiterhin ausschließlich über das Terminal 2 abgewickelt. Vereinzelt wurden aber auch der Abflugbereich C im Terminal 1 und der Bereich Z zwischen den Abfertigungsgebäuden wieder aktiviert. Die meisten Auslandsflüge führen nach Spanien, wobei Palma de Mallorca an erster Stelle steht, und nach Griechenland.

    18.43 Uhr: EU-Parlament und EU-Länder einigen sich auf Covid-19-Zertifikat

    Rechtzeitig vor der Sommersaison haben sich die EU-Länder und das EU-Parlament auf Details eines europaweiten Zertifikats zum Nachweis von Corona-Impfungen, -Tests und überstandenen Covid-19-Erkrankungen geeinigt. Das teilte die portugiesische Ratspräsidentschaft in Brüssel mit. Damit wächst die Chance auf weitere Reiseerleichterungen in der EU. Portugal hat derzeit turnusgemäß den Vorsitz der EU-Länder inne.

    Bis zuletzt war darüber gestritten worden, in welchem Maß EU-Länder Reiseerleichterungen und Restriktionen selbst bestimmen können. Der Kompromiss sieht nun vor, dass nicht in die Hoheit der Mitgliedsstaaten eingegriffen wird, aber zusätzliche Beschränkungen wie etwa Quarantäne für negativ Getestete, Geimpfte oder Geheilte nur eingeführt werden sollen, wenn es etwa die Infektionslage erfordere.

    In vielen Ländern ist es bereits jetzt schon möglich einzureisen, ohne in Quarantäne zu müssen. In Griechenland etwa muss lediglich eine abgeschlossene Impfung oder ein höchstens 72 Stunden alter PCR-Test vorgewiesen werden. Für die Einreise nach Österreich entfällt für die Deutschen seit Mittwoch die Quarantänepflicht, allerdings muss zumindest ein Test mit negativem Ergebnis gemacht worden sein. Auch in Italien besteht keine Pflicht zur Isolation mehr.

    17.29 Uhr: Verfassungsgericht weist weitere Eilanträge gegen Corona-Notbremse ab

    Bundesverfassungsgericht hat weitere Eilanträge gegen die im April beschlossene bundesweite Corona-Notbremse abgelehnt. Eilanträge gegen die Kontaktbeschränkungen, die Beschränkungen im Einzelhandel sowie die Schließung von Schulen und Kulturbetrieben seien erfolglos geblieben, teilten die Karlsruher Richter am Donnerstag mit. Damit ist nicht entschieden, dass die angegriffenen Vorschriften mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Diese Prüfung bleibt im Falle der Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung den jeweiligen Hauptsacheverfahren vorbehalten.

    Der Bundestag hatte vergangenen Monat die sogenannte Bundesnotbremse beschlossen. Sie ist seit dem 23. April in Kraft und regelt erstmals bundeseinheitlich, dass in Städten und Landkreisen ab einem Inzidenzwert von 100 zahlreiche Kontaktbeschränkungen gelten. Wegen der Bestimmungen des überarbeiten Infektionsschutzgesetzes hatten neben der FDP zahlreiche Bürgerinnen und Bürger das Bundesverfassungsgericht angerufen. Besonders umstritten war die Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr.

    17.24 Uhr: Schweden mit höchster Corona-Neuinfektionszahl in EU

    Schweden hat im europäischen Corona-Vergleich die traurige Spitze bei den Neuinfektionszahlen übernommen. Wie aus den am Donnerstag aktualisierten Zahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervorging, kam das skandinavische Land mit seinem viel beachteten Sonderweg im jüngsten Vergleichszeitraum auf eine 14-Tages-Inzidenz von 577 pro 100.000 Einwohner.

    Das ist der höchste Wert aller Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, zu dem neben den 27 EU-Staaten auch Norwegen, Island und Liechtenstein gehören. Knapp dahinter folgen Litauen (563), Zypern (522) und die Niederlande (483). Deutschland liegt in der Auflistung mit einem Wert von knapp 208 im Mittelfeld. Die geringsten Zahlen haben demnach die Inselstaaten Island (18) und Malta (25) sowie Portugal (48) und Finnland (53).

    Trotz der hohen Inzidenz ist die Zahl der mit den Corona-Infektionen in Verbindung stehenden Todesfälle in Schweden im EWR-Vergleich mit 12 pro 1 000 000 Einwohner relativ niedrig. Auf die Bevölkerung heruntergerechnet beträgt sie nur etwa ein Drittel des deutschen Wertes (35).

    17.17 Uhr: Frankreich gibt Impfung für alle Erwachsenen ab 31. Mai frei

    In Frankreich dürfen sich ab dem 31. Mai alle Erwachsenen impfen lassen. Das gab der französische Ministerpräsident Jean Castex bekannt.

    17.02 Uhr: Abiturfeier mit 300 Menschen in Heidelberg aufgelöst

    Mit ihrer Abiturfeier haben etwa 300 junge Menschen in Heidelberg einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, hatten sich die jungen Leute bei der wegen der Corona-Pandemie ohnehin verbotenen Feier zudem nicht an Abstandsgebot und Maskenpflicht gehalten. Der städtische Ordnungsdienst habe die Auflösung der Feier auf der Neckarwiese verfügt. Mit Lautsprecherdurchsagen wurden die Partygäste dazu aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Dennoch wollten manche der "alkoholisierten und diskussionsfreudigen" Feiernden nicht gehen. Die Wiese sei schließlich von Polizei und Ordnungsdienst geräumt worden.

    17.02 Uhr: Niedersachsen hebt Testpflicht für Einzelhandel ab Dienstag auf

    Niedersachsen hebt die Testpflicht für den Einzelhandel in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 ab Dienstag nach Pfingsten auf. Dies geht aus dem Entwurf einer kurzfristigen Lockerung der Corona-Beschränkungen des Landes hervor. Innerhalb der Landesregierung ist damit nach zähem Ringen ein Kompromiss erzielt worden, auf das Drängen des Einzelhandels nach weiteren Lockerungen einzugehen. Für den Besuch der Außengastronomie bleibt die Testpflicht zunächst bestehen.

    16.47 Uhr: Saarland öffnet Innengastronomie und Hotels Ende Mai

    Angesichts sinkender Corona-Zahlen steht das Saarland vor weitreichenden Lockerungen: Ab dem 31. Mai könnten Restaurants und Cafés Gäste auch wieder im Innenbereich empfangen, kündigte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) an. Auch Übernachtungen in Hotels und Pensionen sowie auf Campingplätzen seien dann mit Hygienekonzept und unter Auflagen wieder möglich. Ungeimpfte müssten für die Nutzung der Angebote einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorlegen.

    Auch Bus- und Schiffsreisen dürften dann wieder loslegen. Bereits ab Pfingstmontag (24. Mai) sollen nach dem Perspektivplan laut Hans Strandbäder und Freibäder wieder öffnen. Auch Kletterparks und andere Freizeitaktivitäten im Außenbereich sind dann wieder erlaubt - immer in einer Gruppengröße von bis zu zehn Personen. Bei allen Schritten sei Voraussetzung, dass die landesweite Inzidenz stabil unter 100 liege. Der landesweite Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sank am Donnerstag laut Robert Koch-Institut auf 78,2 nach 83,6 am Vortag.

    16.47 Uhr: Zwei weitere Corona-Impfstoffe in Japan vor der Zulassung

    Ein Gremium des japanischen Gesundheitsministeriums hat zwei weitere Impfstoffe gegen das Coronavirus vorläufig genehmigt. Die offizielle Zulassung der Präparate von Moderna und Astrazeneca werde für Freitag erwartet, erklärten Vertreter des Ministeriums. Bislang hat in Japan lediglich das Vakzin von Biontech/Pfizer eine Notfallzulassung.

    Gesundheitsminister Norihisa Tamura sagte, die Zulassung der beiden weiteren Vakzine werde die Impfkampagne beschleunigen. In Japan erhielten bislang lediglich etwa fünf Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis, das entspricht vier Prozent der Bevölkerung.

    16.39 Uhr: Maskenpflicht für vollständig Geimpfte: Lauterbach lehnt Aufhebung ab

    Gesundheitspolitiker von SPD und Grünen lehnen die Forderung nach einer Aufhebung der Maskenpflicht für vollständig Geimpfte ab. "Der Vorschlag geht in eine völlig falsche Richtung", sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) ab. Neben dem Restrisiko einer Corona-Infektion oder Weitergabe lasse sich die generelle Maskenpflicht in diesem Fall kaum noch wirksam durchsetzen. Auch der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen bezeichnete den Vorschlag im RND-Interview als "äußerst riskant".

    Gefordert hatte dies der Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, Peter Heinz. Ohne einen solchen Anreiz "bleiben wir irgendwann mit dem Impfen stecken", sagte er.

    16.37 Uhr: Aida will Mittelmeer-Kreuzfahrten wieder aufnehmen

    Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises will vom 10. Juli an wieder Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer anbieten. Auf den zwei je einwöchigen Routen sollen auch Landgänge in einigen spanischen Häfen möglich sein, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

    Start- und Zielhafen ist demnach Palma de Mallorca. Je nach Route sollen unter anderem Barcelona, Málaga, Ibiza und Alicante angelaufen werden. Wenn das Corona-Geschehen es zulässt, könnten später auch Häfen in anderen Ländern dazukommen, hieß es. Gebucht werden können die Reisen laut Aida ab dem 4. Juni. Aida hatte im April alle Mittelmeerkreuzfahrten wegen der Pandemie abgesagt. Nur rund um die Kanaren blieb ein Kreuzliner mit reduzierter Passagierzahl im Einsatz. 

    16.25 Uhr: Bundestag senkt wegen Corona-Pandemie Hürden für Teilnahme an Wahl im September

    Der Bundestag hat wegen der Corona-Pandemie die Hürden zur Teilnahme an der Bundestagswahl abgesenkt. Das Parlament stimmte am Donnerstag für eine Gesetzesänderung, mit der die Zahl der für Landeslisten und Kreiswahlvorschläge erforderlichen Unterstützungsunterschriften auf ein Viertel abgesenkt werden. Von der Neuregelung sollen vor allem die kleineren, nicht im Parlament vertretenen Parteien profitieren.

    Laut Bundeswahlgesetz müssen bisher Kreiswahlvorschläge von Parteien, die im Bundestag oder einem Landesparlament seit der jüngsten Wahl nicht ununterbrochen mit mindestens fünf Abgeordneten vertreten waren, von mindestens 200 Wahlberechtigten des Wahlkreises unterzeichnet sein - und Landeslisten von bis zu 2000 Wahlberechtigten. Derart hohe Anforderungen würden die betroffenen Parteien in der Pandemie überfordern, hieß es zur Begründung der Neuregelung.

    16.14 Uhr: Corona-Hotspot Nepal bittet um Impfstoffspenden

    Angesichts schnell steigender Corona-Zahlen hat Nepal die Weltgemeinschaft um Impfstoffspenden und andere Hilfe zur Bewältigung der Pandemie gebeten. Außerdem versucht das arme Land im Himalaya selbst Impfstoff zu kaufen. Nach einem Tweet der zuständigen EU-Botschafterin haben EU-Länder, darunter Deutschland, Nepal unter anderem 77 Beatmungsgeräte, 50 Sauerstoffflaschen und 2,4 Millionen Masken zur Verfügung gestellt.

    Nepal erlebt gerade wie sein Nachbarland Indien eine schlimme Corona-Welle, die Krankenhäuser überfordert. Betten und medizinischer Sauerstoff gehen aus. Die Positiv-Rate bei Corona-Tests ist hoch. Am Mittwoch wurden in dem 30-Millionen-Einwohner-Land bei 21 847 Tests 8173 Infektionen erfasst, wie es aus dem Gesundheitsministerium hieß. Auch auf dem Mount Everest, der sich an der Grenze zwischen Nepal und China befindet, haben Bergsteigerinnen und Bergsteiger schon Infektionen gemeldet.

    15.51 Uhr: Europaparlament für Aussetzung von Patenten für Corona-Impfstoffe

    Das Europaparlament hat sich für eine vorübergehende Aussetzung der Patente für Corona-Impfstoffe ausgesprochen. Die Abgeordneten forderten in einer am Donnerstag verabschiedeten Entschließung die EU auf, entsprechende Initiativen Indiens und Südafrikas bei der Welthandelsorganisation WTO zu unterstützen. Von Pharmaunternehmen verlangen sie zudem, "Wissen und Daten" zur Impfstoffherstellung über die WTO zur Verfügung zu stellen.

    Die neue WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala warnte aber vor überzogenen Erwartungen. "Der Verzicht auf geistige Eigentumsrechte wird nicht reichen", sagte sie vor dem Handelsausschuss des Europaparlaments. Nötig seien eine Ausweitung der Produktionsmöglichkeiten in Entwicklungs- und Schwellenländern, der Transfer von Technologie und Produktions-Know-how und eine Verringerung der Exportbeschränkungen für Impfstoffe.

    15.28 Uhr: Bericht - Pandemie wird auf Jahre hinaus arme Länder belasten

    Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen rechnet auf Jahre hinaus mit Folgen coronabedingter Armut vor allem in wirtschaftlich schwachen Ländern. Von zehn Menschen, die durch die Pandemie in Armut geraten, würden im Jahr 2030 acht in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Entwicklungsindex leben, erklärte der Leiter des Programms, Achim Steiner, am Donnerstag in Genf. Stärkere Kooperation sei der einzige Weg, um Covid-19 zu schlagen und wieder Fortschritte zur Erreichung der globalen Entwicklungsziele zu erzielen.

    15.10 Uhr: Covid-19 im April nur noch neunthäufigste Todesursache in England

    Auch wegen einer erfolgreichen Impfkampagne ist die Zahl der Corona-Toten in England zurückgegangen - das schlägt sich nun in den Statistiken nieder. Mit einem Anteil von 2,4 Prozent (941 Fälle) sei Covid-19 im April noch die neunthäufigste Todesursache im größten britischen Landesteil gewesen, teilte das Statistikamt ONS am Donnerstag mit. Von November 2020 bis Februar 2021 hingegen waren die meisten Menschen an Covid-19 gestorben, im März war die Krankheit noch die dritthäufigste Todesursache.

    Insgesamt starben im April in England laut ONS 38.899 Menschen, das waren 6,1 Prozent weniger als in dem Monat im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Es war zugleich der erste Monat mit unterdurchschnittlichen Todeszahlen in England seit August 2020. Die häufigste Todesursache im April waren Herzkrankheiten - mehr als jeder Zehnte (10,7 Prozent) starb deswegen.

    15.05 Uhr: IWF lobt deutsche Finanzpolitik zur Bekämpfung der Corona-Krise

    er Internationale Währungsfonds (IWF) stellt Deutschland in der Bekämpfung der Coronavirus-Krise ein gutes Zeugnis aus. Zwar sei die Wirtschaft vergangenes Jahr um rund fünf Prozent geschrumpft, Deutschland habe sich damit aber besser geschlagen als die meisten anderen europäischen Staaten, hieß es im IWF-Länderbericht zu Deutschland, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die konjunkturelle Erholung von der Pandemie dürfte im Laufe des Jahres 2021 wegen Fortschritten beim Impfen an Kraft gewinnen. Deutschland habe seine finanziellen Möglichkeiten in der Krise gut genutzt.Unter anderem wurde die Kurzarbeit als effektives Mittel gelobt.

    14.59 Uhr: Stark sinkende Corona-Zahlen in der EU - Kommissarin zuversichtlich

    Die registrierten Corona-Neuinfektionen in der Europäischen Union sind seit Mitte April um 39 Prozent zurückgegangen. Die Zahl nannte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides nach einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister. Auch seien inzwischen 40 Prozent der Erwachsenen zumindest einmal gegen Covid-19 geimpft, 17 Prozent hätten den vollen Impfschutz. Jede Woche erhielten 20 Millionen Europäer die Spritze.

    "Wir können jetzt mit mehr Zuversicht nach vorne blicken und mit vorsichtigem Optimismus auf den Sommer schauen", sagte Kyriakides. Trotzdem müsse man dem Virus einen Schritt voraus bleiben, vor allem mit Blick auf die Ausbreitung von Varianten. Dazu diene die Beschaffung weiterer Impfstoffe für Auffrischungen.

    14.40 Uhr: EU ringt weiter um digitalen Impfpass

    Die Europäische Union ringt weiter um einen digitalen Impfpass. Strittig ist laut EU-Vertretern noch, in welchem Maß die Impfnachweise Reisen innerhalb der Gemeinschaft erleichtern sollen. Europa-Abgeordnete fordern nach Einführung solcher Zertifikate unter anderem einen Verzicht der einzelnen Länder auf zusätzliche Quarantäne-Auflagen. Widerstand beim Umgang mit nationalen Grenzkontrollen gibt es demnach vor allem bei Deutschland und Schweden. Eine Kommissionsvertreterin zeigt sich aber zuversichtlich, dass bei weiteren Beratungen am Nachmittag eine Einigung erzielt werden könne.

    14.27 Uhr: EU-Vertrag über Riesenmenge Biontech-Impfstoff unterzeichnet

    Der angekündigte EU-Vertrag mit Biontech/Pfizer über den Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff ist unterzeichnet und damit in Kraft. Dies teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag in Brüssel mit. Sie hatte schon vor knapp zwei Wochen erklärt, dass die Verhandlungen abgeschlossen seien. Danach liefen noch Einspruchsfristen, die nun verstrichen sind.

    Der Vertrag mit Biontech/Pfizer läuft bis 2023. 900 Millionen Dosen sind fest bestellt, weitere 900 Millionen eine Option. So sollen die 70 bis 80 Millionen Kinder in der EU gegen Covid-19 geschützt und Impfungen von Erwachsenen aufgefrischt werden. Das Vertragsvolumen wird auf bis zu 35 Milliarden Euro geschätzt. Für die laufende Impfkampagne hat die EU bereits zwei Rahmenverträge mit Biontech/Pfizer über 600 Millionen Impfdosen geschlossen, die seit Ende 2020 ausgeliefert werden.

    14.14 Uhr: Vertrauen der EU-Bürger in jeweilige Regierung gesunken

    Das Vertrauen der EU-Bürger in ihre jeweiligen Regierungen ist einer Studie zufolge während der Pandemie gesunken. Das trifft auf 26 der 27 Mitgliedsländer zu, wie die Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen Eurofound mitteilt. Lediglich in Dänemark genießt die Regierung unverändertes Vertrauen. Auch die Gemeinschaft an sich hat nicht an Vertrauen eingebüßt. Das Vertrauen in die EU ist der Umfrage zufolge größer als in die jeweilige Landesregierung. Das geben Bürger unter anderem aus Frankreich, Ungarn, Malta, Portugal, Rumänien und Spanien an. In Deutschland - dem größten Mitgliedsland - ist die Zustimmung dagegen gesunken. Eurofound hat knapp 140.000 EU-Bürger befragt.

    13.54 Uhr: WHO - Impfstoffe schützen wohl vor allen Mutationen

    Die derzeit in Europa eingesetzten Corona-Impfstoffe scheinen nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO Schutz auch gegen sämtliche zirkulierende Mutationen des Virus zu bieten. "Alle Coronavirus-Varianten, die bislang aufgetaucht sind, reagieren auf die verfügbaren, zugelassenen Vakzine", sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge.

    Mit Blick auf die indische Variante B.1.617 fügte er hinzu, dass die Gesundheitsbehörden wachsam bleiben sollten: "Wir lernen immer noch dazu über die neue Variante, aber sie ist in der Lage, sich schnell auszubreiten." Mittlerweile sei die indische Mutation in mindestens 26 der 53 Länder aufgetreten, die von der WHO zur Region Europa gezählt werden. Theoretisch könne sie sich so rasant ausbreiten, dass sie die derzeit in Europa dominante Variante B.117, die erstmals in Großbritannien auftauchte, ablöse.

    13.49 Uhr: Spahn pocht auf breitere Bestellung künftiger Impfstoffe

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut an die EU-Kommission appelliert, für die Jahre 2022 und 2023 Corona- Impfstoffe von mehreren Herstellern zu bestellen. "Mit diesem Vertragsabschluss rüstet sich Europa für den weiteren Verlauf der Pandemie", sagt er am Rande der Beratungen der EU-Gesundheitsminister zu der Bestellung der EU-Kommission bei Biontech/Pfizer. "Neben diesem Vertrag braucht es ein Portfolio mit mehreren Herstellern und Impfstoff-Technologien. Das Virus verändert sich stetig. Darauf müssen wir vorbereitet sein", fügte der CDU-Politiker hinzu. Er hatte bereits in der vergangenen Wochen einen breiteren Ansatz bei der Impfstoff-Bestellung gefordert.

    13.42 Uhr: Münchner Staatsanwaltschaft - Impfpässe sind "heißeste Fälscherware"

    Die Staatsanwaltschaft München I rechnet mit einer Flut von Anzeigen wegen gefälschter Corona-Impfachweise. Bislang seien in dem Zusammenhang zwar noch keine Verfahren eingegangen, sagte eine Sprecherin, es sei aber "zu erwarten, dass sich dies mit der Einführung von mehr und mehr Lockerungen für vollständig Geimpfte sehr schnell ändern wird".

    Impfpässe seien derzeit "die wohl heißeste Fälscherware". Auf Internetplattformen wie Telegramm sei ein gefälschter Impfpass mit ebenso falschem Nachweis einer Corona-Impfung für Preise zwischen 100 und 120 Euro zu haben - "bei Großbestellungen wird Mengenrabatt gewährt".

    Die Fälschung eines kompletten Impfpasses oder auch nur des Impfnachweises in einem echten Pass sei sehr leicht, sagte die Sprecherin. Auch die Fälschung der Chargennummern sei kein großes Hindernis, da sie oft auf Bildern in den sozialen Netzwerken zu sehen sind.

    13.31 Uhr: Österreich hebt Impf-Priorisierung auf

    Auch in Österreich wird die Priorisierung nach Altersgruppen bei der Corona-Impfung aufgehoben. Die Hausärzte könnten nun nach ihrem Ermessen frei entscheiden, wen sie impfen wollten, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein in Wien. "Jetzt geht es mit dem Impfen tatsächlich voll los", sagte er angesichts der nun zur Verfügung stehenden Mengen an Vakzinen. Er rechne auch damit, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) den Impfstoff von Biontech/Pfizer in Kürze für 12- bis 15-Jährige zulassen werde. In Österreich haben bisher etwa 40 Prozent der aktuell impfbaren Bevölkerung ab 16 Jahren eine erste Impfung erhalten. 

    In Deutschland soll es ab 7. Juni keine Priorisierungsgruppen für die Corona-Impfungen mehr geben, unabhängig von der Art des Impfstoffs. In einigen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Bayern soll das schon früher gelten.

    13.15 Uhr: EU-Parlament für Aussetzung von Impfstoff-Patenten

    Das Europaparlament hat sich für eine vorübergehende Aussetzung der Patente für Corona-Impfstoffe ausgesprochen. Die Abgeordneten forderten in einer Entschließung die EU auf, entsprechende Initiativen Indiens und Südafrikas bei der Welthandelsorganisation WTO zu unterstützen. Von Pharmaunternehmen wird darin gleichzeitig verlangt, "Wissen und Daten" zur Impfstoffherstellung über die WTO zur Verfügung zu stellen.

    Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hatte Anfang Mai überraschend signalisiert, dass sie eine Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe unterstützen will. EU-Ratspräsident Charles Michel hatte aber nach einem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs erklärt, die Europäer sähen in diesem Schritt "keine Wunderlösung", der schnell mehr Impfstoff für ärmere Länder bringen werde.

    Das Europaparlament wollte eigentlich erst im Juni seine Position zu der Frage festlegen. Durch einen Änderungsantrag der Linken-Fraktion wurde aber in eine Entschließung zum Kampf gegen Aids eine entsprechende Passage eingefügt. Er wurde knapp mit 293 gegen 284 angenommen. 119 Abgeordnete enthielten sich. Unterstützung kam dabei neben den Linken insbesondere von Sozialdemokraten und Grünen.

    13.04 Uhr: Pleitewelle blieb Europa bisher erspart - Experten sehen sie aber kommen

    Das Corona-Jahr 2020 war mit seinen Lockdowns eine massive Herausforderung für Unternehmen in ganz Europa. Eine Welle von Firmenpleiten ist dem alten Kontinent dennoch bislang erspart geblieben, wie eine Studie der Wirtschaftsauskunftei Creditreform zeigt.

    Grund für eine Entwarnung sieht die Wirtschaftsauskunftei darin aber nicht. Der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch, befürchtet einen "deutlichen Insolvenzanstieg" in diesem und im nächsten Jahr - auch in Deutschland. Die Entwicklung der Insolvenzen in Europa spiegele nicht die wahre wirtschaftliche Situation vieler Unternehmen wider.

    Voraussichtlich würden die Folgen der coronabedingen Verwerfungen erst in den kommenden Jahren sichtbar werden. "Die Insolvenzwelle dürfte mit Auslaufen der Hilfsmaßnahmen Fahrt aufnehmen", sagte Hantzsch. In einer Studie war Creditreform zusammen mit dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu dem Ergebnis gekommen, dass allein in Deutschland rund 25.000 Unternehmen durch staatliche Hilfen künstlich am Leben erhalten worden seien.

    12.56 Uhr: In Bayerns Impfzentren gilt Priorisierung mindestens bis Anfang Juni

    In Bayerns Corona-Impfzentren werden mindestens noch bis Anfang Juni Termine nach der Priorisierungsregeln der Ständigen Impfkommission (Stiko) vergeben. Die Staatsregierung schaue sich die Entwicklung bei den Impfungen zunächst noch an und werde in den nächsten zwei Wochen über das weitere Vorgehen entscheiden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) im Landtag in München. Die Haus- und Fachärzte im Freistaat dürfen seit diesem Donnerstag Impfwilligen unabhängig von der Impfreihenfolge die Vakzine gegen das Coronavirus verabreichen.

    Wegen eines Mangels an Impfstoff haben die bayerischen Impfzentren aktuell aber die Erstimpfungen bis zum 7. Juni fast vollständig ausgesetzt. Die vorhandenen Dosen werden weitgehend für die anstehenden Zweitimpfungen gebraucht.

    12.48 Uhr: OECD - Depressionen und Angststörungen grassieren in Coronakrise unter Jugendlichen

    Jugendliche auf der ganzen Welt leiden seit dem Beginn der Corona-Pandemie verstärkt unter psychischen Störungen. In manchen Ländern vervielfachte sich die Zahl der Erkrankungen an Depressionen oder Angststörungen, wie aus zwei Studien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht. Demnach sind Jugendliche um 30 bis 80 Prozent stärker als die Gesamtbevölkerung betroffen.

    Die Studien verglichen die Verbreitung von Depressionen und Angststörung vor und im Lauf der Corona-Pandemie. In allen 15 verglichenen OECD-Ländern kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Störungen wesentlich häufiger auftreten. In Frankreich verdoppelte sich die Zahl der Menschen mit Anzeichen einer Depression im Jahr 2020 auf 20 Prozent, in den USA vervierfachte sich die Zahl beinahe auf 23,5 Prozent. Christopher Prinz von der OECD wies jedoch auf unterschiedliche Messmethoden in den einzelnen Ländern hin. Prinz forderte Maßnahmen von der Politik: Schulen und Jugendzentren müssten weiterlaufen, psychosoziale Leistungen ausgebaut werden.

    12.35 Uhr: Aktivisten melden neun Neu-Milliardäre dank Corona-Impfstoffen

    Die weltweiten Impfkampagnen gegen das Coronavirus haben nach Angaben einer Gruppe von Aktivisten mindestens neun Menschen zu Milliardären gemacht. Zusammen verfügten diese nun über ein Netto-Vermögen von 15,8 Milliarden Euro, erklärte die Initiative "People's Vaccine Alliance".

    Zu den Neu-Milliardären gehören demnach unter anderen der Biontech-Chef Ugur Sahin und Moderna-Chef Stephane Bancel. Zudem sind die drei Gründer des chinesischen Impfstoffkonzerns Cansino Biologics unter den neuen Milliardären. Die "People's Vaccine Alliance" fordert eine Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe.

    12.16 Uhr: Gericht - Corona-Ausgangssperre verletzte nicht Recht auf Freiheit

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat eine mehrwöchige Corona-Ausgangssperre als mit dem Recht auf Freiheit vereinbar beurteilt. Das Straßburger Gericht befand in seinem Urteil zu einem Fall aus Rumänien, dass die Ausgangssperre keinen Hausarrest für den Kläger, den Europaabgeordneten Cristian-Vasile Terhe , bedeutet habe. Es wies seine Klage einstimmig und endgültig als unzulässig ab.

    Rumänien hatte von Ende März bis Mitte Mai 2020 eine Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Allerdings sei das Verlassen der Wohnung in Ausnahmefällen erlaubt gewesen, erklärte der EGMR. Der Kläger habe somit aus verschiedenen Gründen zu jeder Tageszeit sein Heim verlassen können. Der Mann sei auch nicht individuell überwacht worden, vielmehr habe es sich um eine allgemeine Maßnahme gehandelt. Vor diesem Hintergrund wertete das Gericht die Ausgangssperre nicht als Hausarrest gegen den Kläger und somit nicht als Verletzung seiner individuellen Freiheit.

    12.04 Uhr: "Freundlicher Hacker" verschafft sich Daten aus Niedersachsens Impfportal

    Ein Hacker hat sich Zugriff auf Personendaten des niedersächsischen Corona-Impfportals verschafft und danach das Gesundheitsministerium selber auf die Sicherheitslücke hingewiesen. Die Panne habe frühzeitig behoben werden können, bevor sie von weiteren Personen ausgenutzt werden konnte, teilte das Ministerium mit.

    Der sogenannte freundliche Hacker habe sich am 7. Mai per Mail mit dem Hinweis gemeldet, dass es ihm gelungen sei, über das Impfportal Zugriff auf Namen und Adressen von impfwilligen Personen zu erhalten. Das Ministerium geht davon aus, dass alle Zugriffe dem "Friendly Hacker" zuzurechnen sind. Die Betroffenen Menschen sollen informiert werden.

    11.38 Uhr: Dänemark ermöglicht Astrazeneca-Impfungen außerhalb von Impfprogramm

    Die Menschen in Dänemark können sich in Kürze freiwillig mit den im nationalen Impfprogramm nicht verwendeten Präparaten von Astrazeneca und Johnson & Johnson impfen lassen. Eine entsprechende und von Gesundheitsminister Magnus Heunicke unterzeichnete Zusatzverordnung trat zum Donnerstag in Kraft, wie aus einer Mitteilung des dänischen Gesundheitsministeriums hervorging.

    Voraussetzung für eine solche Impfung bei einem privaten Anbieter ist allerdings eine vorherige Beratung mit einem Arzt und eine ausdrückliche Zustimmung. Die Impfungen sind für die Interessierten kostenlos. Attraktiv ist das vor allem für Däninnen und Dänen im Alter zwischen 25 und 39 Jahren, die bei der laufenden Impfkampagne als Letztes dran sind. In der Kampagne werden in Dänemark nur noch die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna verwendet.

    11.26 Uhr: Corona-Zahlen in Tschechien sinken - Beratergremium entlassen

    Die Corona-Lage in Tschechien entspannt sich trotz zahlreicher Lockerungsschritte weiter. Erstmals seit Anfang September sank die Zahl der Neuinfektionen an einem Tag unter der Woche unter die Marke 1.000. Am Donnerstag meldete das Gesundheitsministerium in Prag 777 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Die Inzidenz lag bei 58 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Deutschland: 68).

    Inzwischen sind in Tschechien alle Geschäfte wieder geöffnet. Die nächste Lockerungsrunde folgt am Montag. Dann öffnen Hotels und Pensionen - allerdings zunächst nur für inländische Touristen, wenn sie geimpft, getestet oder genesen sind. Zudem sollen dann alle Schulen und Hochschulen zum Präsenzunterricht übergehen.

    Kontrovers diskutiert wird die Entscheidung des Gesundheitsministeriums, künftig auf den Rat einer externen Expertengruppe zur Pandemiebekämpfung zu verzichten. Kurz zuvor hatte der Leiter der Gruppe, der Mediziner Petr Smejkal, gesagt, die Regierung habe die Herausforderung der Pandemie "wirklich nicht gemeistert". Seit Beginn der Pandemie gab es in dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern knapp 30.000 Corona-Todesfälle.

    11:11 Uhr: EU-Vertrag über weitere Biontech-Lieferung in Kraft

    Der angekündigte EU-Vertrag mit Biontech/Pfizer über den Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff ist unterzeichnet und damit in Kraft. Dies teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel mit. Sie hatte schon vor knapp zwei Wochen erklärt, dass die Verhandlungen abgeschlossen seien. Danach liefen noch Einspruchsfristen, die nun verstrichen sind.

    Der Vertrag läuft bis zum Jahr 2023. 900 Millionen Dosen sind fest bestellt, auf weitere 900 Millionen besteht eine Option. So sollen die 70 bis 80 Millionen Kinder in der EU gegen Covid-19 geschützt und Impfungen von Erwachsenen aufgefrischt werden. Das Vertragsvolumen wird auf bis zu 35 Milliarden Euro geschätzt. Für die laufende Impfkampagne hat die EU bereits zwei Rahmenverträge mit Biontech/Pfizer über 600 Millionen Impfdosen geschlossen, die seit Ende 2020 ausgeliefert werden.

    10.56 Uhr: Prinz William bekommt erste Corona-Impfung

    Prinz William (38) hat eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Der Kensington-Palast veröffentlichte ein Foto, das zeigt, wie ein Mitarbeiter des Nationalen Gesundheitsdiensts (NHS) dem Queen-Enkel eine Spritze im rechten Oberarm setzt. "Am Dienstag habe ich meine erste Dosis des Covid-19-Impfstoffs erhalten", hieß es in dem Tweet dazu: "Allen, die an der Verteilung des Impfstoffs arbeiten vielen Dank für alles, was Sie getan haben und weiterhin tun."

    Menschen im Alter von 38 und 39 Jahren wie William und seine Frau Herzogin Kate (39) sind seit dem 13. Mai in England zu einer Impfung berechtigt. Ob auch Kate eine erste Dosis erhalten hat, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

    Williams Großmutter, die Queen, hatte Anfang Januar ihre erste Corona-Impfung erhalten. Eigentlich sind Informationen zur Gesundheit der Royals Privatsache. Mit der Mitteilung hatte die Queen aber Spekulationen und Falschinformationen einen Riegel vorschieben wollen. Ob und wann die Monarchin eine zweite Dosis gespritzt wurde, teilte der Palast auch auf mehrfache Nachfrage nicht mit.

    10:47 Uhr: Koalition will offenbar Krankenkassenbeiträge stabil halten

    Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sollen trotz der Milliardenkosten der Corona-Pandemie vor steigenden Beiträgen bewahrt werden. Geplant sei, bei Bedarf den Steuerzuschuss so zu erhöhen, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag das heutige Niveau von 1,3 Prozent nicht übersteigt, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Koalitionskreisen in Berlin. Wie das "Handelsblatt" berichtete, sieht eine Formulierungshilfe der Regierung für die Koalitionsabgeordneten im Bundestag vor, dass dafür ein "abweichender Bundeszuschuss" greifen soll.

    Die konkrete Höhe des Zusatzbeitrags legen die Kassen jeweils selbst für ihre Mitglieder fest, sie können dabei vom Durchschnitt abweichen. Im Schnitt war der Aufschlag auf den allgemeinen Satz bereits in diesem Jahr wegen der gestiegenen Kosten der Corona-Krise um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Der Gesamtbeitrag umfasst den allgemeinen Satz von 14,6 Prozent und den kassenindividuellen Zusatzbeitrag.

    Bereits geplant war, dass die Krankenversicherung für 2022 zunächst einen zusätzlichen Zuschuss von sieben Milliarden Euro erhält und die Milliardenspritze für die Kassen je nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden kann. Vorgesehen ist, dass dies Finanz- und Gesundheitsministerium mit Zustimmung des Bundestags bestimmen.

    10:18 Uhr: Großbritannien hält trotz Urlaubsreisen an Lockerungen fest

    Trotz Reiseplänen vieler Briten für Länder, die als Corona-Risikogebiete eingestuft sind, hält die Regierung in London an den geplanten Lockerungen fest. Verkehrsminister Grant Shapps appellierte an den "gesunden Menschenverstand" seiner Landsleute: In Staaten, die auf einer roten oder bernsteinfarbenen Länderliste stehen, solle es keine Urlaubsreisen geben, sagte Shapps dem Sender "Sky News". Ansonsten gebe es "jede Menge Schwierigkeiten".

    Einem Bericht des "Telegraph" zufolge wollen in den kommenden Tagen bis zu 270.000 Menschen aus Großbritannien in sogenannte bernsteinfarbene Länder fliegen. Dazu gehören fast alle EU-Staaten, auch Deutschland. Menschen, die aus solchen Ländern im Vereinigten Königreich ankommen, müssen sich zehn Tage zu Hause isolieren und auf eigene Kosten zwei Corona-Tests machen. Dies gilt auch für Briten, die nach Hause zurückkehren. Wer aus einem "roten" Land - wie Indien, Brasilien, Südafrika oder Türkei - kommt, muss in Hotel-Quarantäne.

    Zugleich verteidigte der Minister, dass es weiterhin Direktflüge aus Indien gibt, obwohl sich die zunächst dort entdeckte Corona-Variante, die als hoch ansteckend gilt, weiterhin in Großbritannien ausbreitet. Am Mittwoch waren fast 3.000 Fälle bekannt.

    09.51 Uhr: Hausärzteverband - Nur einzelne Praxen ziehen sich vom Impfen zurück

    Laut dem Bundesvorsitzenden des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, ziehen sich bisher nur vereinzelte Hausärzte aus der Impfkampagne zurück. "Unserem Kenntnisstand nach sind das bisher Einzelfälle", sagte Weigeldt der Nachrichtenagentur Reuters. Der Grund sei bei diesen Praxen der stetige Druck sowie die Enttäuschung der Patienten, die noch keinen Impftermin erhalten könnten: "Ein Großteil der Hausarztpraxen tut weiterhin alles, um möglichst schnell, möglichst viele Patientinnen und Patienten zu impfen."

    09.23 Uhr: Müller verteidigt unterschiedliche Tourismusstrategien der Länder

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die voneinander abweichenden Öffnungsstrategien in den Bundesländern für den Tourismus verteidigt. Es gebe in den Ländern "unterschiedliche Voraussetzungen und unterschiedliche Infektionszahlen und Verläufe, unterschiedliche Testmöglichkeiten", sagte Müller im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. Er verwies zudem auf Gerichtsentscheidungen, "die das eine oder andere möglich machen oder nicht".

    Müller betonte zugleich unter anderem mit Blick auf Berlin, dass der Tourismus in Großstädten anders sei als etwa in ländlichen Regionen. In den Städten seien die Menschen nicht den ganzen Tag im Freien und zögen sich dann in ihre Ferienwohnung zurück, sondern hielten sich mehr in geschlossenen Räumen auf. Müller zeigte sich zugleich überzeugt, dass es aber in allen Bundesländern "schrittweise nach vorne" geht. Zum Sommer hin werde "dann sehr viel möglich sein", wenn die Entwicklung weiter günstig verläuft.

    09.02 Uhr: Pandemie sorgt für Umsatzeinbruch im Gastgewerbe

    Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie haben bei Deutschlands Gastwirten auch im ersten Quartal für Einbußen gesorgt. Obwohl die Geschäfte im März wieder etwas besser liefen, lagen die Umsätze von Hotels, Restaurants und Cafés in den drei Monaten preisbereinigt um 62,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Bundesamt errechnete.

    Überdurchschnittlich hart traf es demnach Hotels und Pensionen, die im Vergleich zum nur teilweise von der Pandemie betroffenen Vorjahreszeitraum real 77,2 Prozent ihrer Erlöse einbüßten. Touristische Übernachtungen waren im März 2021 wie schon in den Vormonaten verboten. Hotels, Pensionen oder Gasthöfe durften nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. Von Februar auf März erholten sich die Umsätze in der Branche leicht.

    08.32 Uhr: Bildungsgewerkschaft GEW gegen Impfpflicht für Lehrer

    Die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Marlis Tepe, hat sich gegen eine Corona-Impfpflicht für Lehrerinnen und Lehrer ausgesprochen. "Wir halten viel davon, ein Impfangebot für alle Lehrerinnen und Lehrer zu machen", sagte Tepe im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. Eine Impfpflicht lehne sie jedoch ab. Es sei auch gut verständlich, dass für Kinder in den Schulen keine Impfpflicht vorgesehen werde.

    Vor wenigen Tagen hatte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, eine Impfpflicht für verbeamtete Lehrer ins Spiel gebracht. Er rechne mit einer politischen Debatte über das Thema, sagte Meidinger der "Welt". Seiner Ansicht nach hätte der Staat bei entsprechender gesetzlicher Regelung die Handhabe dazu.

    08.10 Uhr: Inzidenz in München bleibt unter 50

    Die Sieben-Tage-Inzidenz in München liegt den zweiten Tag in Folge unter 50. Konkret meldet das Robert-Koch-Institut aktuell einen Wert von 47,6 (gestern: 47,3). Auch zahlreiche Landkreise im Großraum München haben mittlerweile Werte unter 50: Starnberg (32,2), Freising (32,8), (Erding 37,6) Fürstenfeldbruck (40,6) und Dachau (43,3). Bleibt es an fünf aufeinanderfolgenden dabei, könnten die Corona-Regeln weiter gelockert werden. Zum Beispiel könnten alle Geschäfte wieder normal geöffnet werden.

    08.01 Uhr: Über 276.000 Neuinfektionen und 3.874 weitere Tote in Indien

    Indien meldet 276.110 Neuinfektionen. Damit bleibt die Zahl in etwa stabil, nachdem sie am Montag erstmals seit dem 21. April wieder unter die Schwelle von 300.000 gefallen war. Zwischenzeitlich wurden in der zweiten Welle in Indien sogar täglich mehr als 400.000 Neuinfektionen registriert.

    Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich binnen 24 Stunden um 3.874 auf mehr als 287.000, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Erst am Vortag war mit 4.529 Toten ein Höchstwert verzeichnet worden. Mit mehr als 25,7 Millionen bestätigten Ansteckungen weist das südasiatische Land nach den USA weltweit die meisten Infektionen auf. Experten befürchten aber eine hohe Dunkelziffer.

    07.46 Uhr: Kolumbien öffnet Grenzen - Panama macht gleich wieder dicht

    Kolumbien hat die Grenzen mit vier seiner fünf Nachbarstaaten trotz Corona-Pandemie wieder geöffnet. Das Außenministerium des südamerikanischen Landes gab die Öffnung der Grenzen mit Panama, Peru, Ecuador und Brasilien bekannt - nur nicht mit Venezuela. Begründet wurde dies mit dem Wunsch nach einer Wiederbelebung der Wirtschaft. Panama machte die gemeinsame Grenze mit Kolumbien jedoch kurz darauf wieder dicht. Auch Ecuador will nicht ganz mitziehen.

    Panamas Außenministerium erklärte, die Entscheidung des Nachbarn gefährde Fortschritte in der Eindämmung der Pandemie sowie in der Grenzsicherung. Man habe daher entschieden, die Land-, See- und Flussgrenzen von Donnerstag an für Einreisende aus Kolumbien vorübergehend zu schließen. Ecuadors Außenministerium erklärte, eine Wiederöffnung der Grenze könne nur gemeinsam entschieden werden. Die Landgrenzen sollten wegen der Pandemie vorerst geschlossen bleiben.

    07.08 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 68,0

    Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter gesunken. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden in den vergangenen sieben Tagen bundesweit 68 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner nachgewiesen. Am Mittwoch hatte der Inzidenzwert noch bei 72,8 gelegen.

    Wie das RKI weiter mitteilte, wurden innerhalb eines Tages 12.298 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Am Mittwoch hatte das RKI 11.040 Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche waren noch rund 17.419 Neuinfektionen registriert worden.

    Es wurden zudem 237 neue Todesfälle nach Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Damit liegt die Zahl der Corona-Toten in Deutschland mittlerweile bei mindestens 86.902. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg nach Angaben des RKI auf 3.626.393. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf gut 3,3 Millionen.

    06.44 Uhr: IOC bekräftigt Sicherheit der Olympischen Spiele

    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat den Athleten und dem Gastgeberland erneut Corona-sichere Sommerspiele in Tokio zugesichert. In einer Videokonferenz sagte IOC-Chef Thomas Bach, dass er davon ausgehe, dass mehr als 80 Prozent der Bewohner des Olympischen Dorfes vor den Spielen am 23. Juli geimpft sein werden. Er wies zugleich Befürchtungen zurück, dass die Spiele eine neue Infektionswelle auslösen würden: Andere Sportereignisse hätten gezeigt, dass Veranstaltungen unter strikten Corona-Vorkehrungen sicher stattfinden könnten.

    06.07 Uhr: Ärztepräsident kritisiert Auslaufen der Impfpriorisierung

    Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat seine Kritik an der Aufhebung der Impfpriorisierung in einigen Bundesländern bekräftigt. Es seien nicht genügend Corona-Impfstoffe für alle Hausarztpraxen vorhanden, sagte Reinhardt der Düsseldorfer "Rheinischen Post": "Wir haben immer gefordert, die Impfpriorisierung dann aufzugeben, wenn es genügend Impfstoff für die Praxen gibt. Das ist im Moment aber noch nicht der Fall."

    In einigen Bundesländern würden niedergelassene Kolleginnen und Kollegen förmlich überrannt, sagte Reinhardt. "Wenn dann nicht alle Impfwilligen unmittelbar zum Zuge kommen, führt das natürlich zu Frust, der leider auch beim Praxispersonal abgeladen wird", kritisierte der Präsident der Bundesärztekammer: "Das geht so nicht. Das ist belastend und behindert den Praxisbetrieb enorm."

    Dass der Bundesgesundheitsminister den 7. Juni als Stichtag für die bundesweite Aufgabe der Impfreihenfolge nenne, sei gut und richtig, "wenn dann bitte auch die entsprechenden Liefermengen zur Verfügung stehen". Aber die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte benötigten an dieser Stelle auch die Unterstützung der Politik.

    05.30 Uhr: FDP-Abgeordneter: PCR-Test vor Urlaubssaison kostenlos machen

    Der FDP-Wirtschaftspolitiker Gerald Ullrich fordert, Urlaubern ohne Impfangebot vor der Sommerferien einen kostenlosen Corona-PCR-Test zu ermöglichen. Vor allem Familien mit Kindern seien durch die Corona-Krise seit über einem Jahr hart belastet. "Nun können sie den lang ersehnten Sommerurlaub nicht flexibel nach eigenen Bedürfnissen planen und gestalten. Denn aufgrund von Impfstoffmangel, den es in den nächsten Wochen in Deutschland noch geben wird, erhalten sie bis zum Start der Sommerferien kein Impfangebot", so Ullrich.

    Wenn ein PCR-Test gefordert wird, könnten bei einer vierköpfigen Familie nach jetzigem Stand 800 Euro auf das Urlaubsbudget obendrauf kommen. Die Bundesregierung sollte unkompliziert einen Weg finden, dass Urlaubsreisende vor Abreise aus Deutschland pro Person einen der oftmals geforderten PCR-Tests kostenlos erhalten können, forderte er. Auch bei der Heimreise sollte es möglich gemacht werden, beispielsweise mit einer Abrechnung über die Krankenkassen.

    02.00 Uhr: Städtetag: Vorsicht auch zu Pfingsten

    Der Deutsche Städtetag hat an die Menschen in Deutschland appelliert, auch über Pfingsten trotz gelockerter Corona-Auflagen vorsichtig zu sein. Die Welt sehe freundlicher aus als zu Ostern und die Menschen freuten sich, dass wieder mehr Aktivitäten möglich seien, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetages, Helmut Dedy, der "Rheinischen Post". "Die aktuellen Lockerungen sind allerdings Lockerungen auf Bewährung. Obwohl die Inzidenz-Zahlen weiter sinken und die Zahl der Geimpften zunimmt, ist die Pandemie nicht besiegt", warnte Dedy. Vorsicht bleibe angesagt, um die neuen Freiheiten nicht zu riskieren.

    00.20 Uhr: Lambrecht gegen Corona-Impfpflicht in Schulen und Kitas

    Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich dagegen ausgesprochen, für Schulen und Kitas analog zur Impfpflicht gegen Masern eine gesetzliche Impfpflicht gegen das Corona-Virus einzuführen. "Wir setzen darauf, dass sich ausreichend Kinder und Jugendliche freiwillig impfen lassen, sobald dies möglich ist. Ich gehe davon aus, dass dies noch im Sommer der Fall sein wird", sagte Lambrecht dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Die Corona-Infektion sei mit den Masern nicht vergleichbar, betonte sie: "Im Gegensatz zu Corona ist bei Masern das Risiko schwerer Komplikationen und Langzeitfolgen bei kleinen Kindern besonders hoch, zudem sind Masern extrem ansteckend."

    Mittwoch, 19. Mai 2021

    23.43 Uhr: Fast 1,7 Milliarden Überstunden im Pandemiejahr 2020

    Trotz der Pandemie haben die Beschäftigten in Deutschland im vergangenen Jahr fast 1,7 Milliarden Überstunden geleistet. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Zwar sank die Zahl der Überstunden im Vergleich zum Vorjahr etwas, doch gleichzeitig stieg der Anteil der unbezahlten Überstunden an. Er lag 2020 bei mehr als 50 Prozent.

    23.16 Uhr: Nur drei Prozent in Lateinamerika voll geimpft

    In Lateinamerika und der Karibik gibt es nach Angaben der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (Paho) "eklatante Lücken" beim Zugang zu Coronavirus-Impfstoffen. Nur drei Prozent der mehr als 650 Millionen Einwohner der Region seien bisher vollständig geimpft, sagte Paho-Direktorin Carissa Etienne.

    22.28 Uhr: Britische Studie soll Schutzwirkung dritter Corona-Impfung erforschen

    Eine britische Studie soll herausfinden, ob sich die Schutzwirkung gegen das Coronavirus durch die Verabreichung einer dritten Impfstoffdosis erhöht. Die Regierung in London gab am Mittwoch den Startschuss für die Studie, an der insgesamt knapp 2.900 bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Probanden teilnehmen sollen. Starten sollen die klinischen Studien mit sieben verschiedenen Corona-Impfstoffen im Juni; mit ersten Ergebnissen wird im September gerechnet.

    21.35 Uhr: Serbien will Tschechien 100.000 Corona-Impfstoffdosen schenken

    Serbien will dem EU-Mitgliedstaat Tschechien nach Angaben aus Prag 100.000 Corona-Impfstoffdosen mit dem Pfizer-Biontech-Wirkstoff kostenlos überlassen. Das sei ein "unglaubliches Geschenk", schrieb der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis bei Twitter. Zuvor hatte er den serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic zum Abschluss eines dreitägigen Besuchs in Prag empfangen.

    21.03 Uhr: Sexarbeiterinnen in Amsterdam dürfen wieder arbeiten

    Nach monatelanger coronabedingter Pause dürfen in Amsterdam die Sexarbeiterinnen wieder zur Arbeit zurückkehren. Erstmals seit mehr als fünf Monaten waren am Mittwoch hinter den berüchtigten Schaufenstern im Amsterdamer Rotlichtviertel wieder Sexarbeiterinnen zu sehen. Viele der Frauen beklagen, dass sie keine staatlichen Überbrückungshilfen bekommen hätten - und zuletzt illegal arbeiten mussten.

    20.56 Uhr: Bamberger Sandkirchweih fällt wieder aus

    Die Bamberger Sandkirchweih fällt coronabedingt auch in diesem Jahr aus. Der Stadtrat hat einstimmig für die Empfehlung der Stadtverwaltung gestimmt, das Volksfest wegen der Corona-Pandemie abzusagen. Das Traditionsfest lockt jedes Jahr 200.000 Besucher in die engen Gassen der Bamberger Altstadt.

    20.53 Uhr: Hamburg bleibt bei Impf-Priorisierung auch nach 7. Juni

    Hamburg wird die Impf-Priorisierung auch über die vom Bund zum 7. Juni angekündigte Aufhebung hinaus im zentralen Impfzentrum beibehalten. Dort würden kurzfristig nur noch Termine an Menschen vergeben, "die gemäß der Impf-Priorisierung einen Anspruch auf eine bevorzugte Schutzimpfung haben und bereits zur Terminvereinbarung aufgerufen wurden", sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Dort stünden aber vor allem Zweitimpfungen an. "Unsere Spielräume für Erstimpfungen sind begrenzt."

    Viele Menschen hätten bisher noch gar keine Chance gehabt, einen Termin zu vereinbaren, "weil wir schlicht nicht genug Impfstoff haben", sagte Leonhard. "Wir wollen diesen Menschen weiterhin einen bevorzugten Zugang bieten, soweit möglich." Für Schutzimpfungen in den Arztpraxen gelte ab dem 7. Juni die Priorisierung hingegen nicht mehr.

    20.15 Uhr: Lufthansa setzt Zinszahlung für Hybridanleihe aus

    Die Inhaber einer im Jahr 2015 emittierten Hybridanleihe des Dax-Konzerns Lufthansa werden zunächst keine weiteren Zinszahlungen erhalten. Solange der deutsche Staat über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds an der Lufthansa beteiligt sei, werde der Konzern auf eine Kuponzahlung verzichten, teilte das Unternehmen mit. Die Aktie gab auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion nachbörslich leicht nach.

    Der Grund für den Zinsaussetzer laut Lufthansa: Die EU-Kommission würde eine Zinszahlung als Verstoß gegen Regeln zur Staatshilfe in der Corona-Pandemie werten. Die Gläubiger der Hybridanleihe sollen die Zinsen allerdings nachträglich erhalten, sobald der Wirtschaftsstabilisierungsfonds als stiller Investor des Konzerns abgelöst ist.

    19.41 Uhr: Indische Variante laut RKI mit Anteil von zwei Prozent

    Bei der Verbreitung der als besorgniserregend eingestuften Coronavirus-Varianten in Deutschland hat es mehrere leichte Verschiebungen gegeben. Nach einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) ist die schon länger dominierende Variante B.1.1.7 mit einem Anteil von nun 87 Prozent an den untersuchten Proben im Vergleich zu den Vorwochen leicht zurückgegangen. Die Angabe bezieht sich auf die Woche vom 3. bis 9. Mai. Zeitweise hatte diese deutlich ansteckendere, zuerst in Großbritannien entdeckte Mutante mehr als 90 Prozent ausgemacht.

    Die in Indien entdeckte Variante B.1.617 wird laut Bericht in Deutschland zunehmend nachgewiesen, aber auf weiterhin niedrigem Niveau: Das RKI schreibt von einem geringen Anteil von zwei Prozent, in der Woche zuvor waren es 1,5 Prozent.

    19.34 Uhr: Berlin verbietet Demo gegen Corona-Maßnahmen

    Eine Demonstration von Kritikern der Corona-Maßnahmen in Berlin mit 16.000 angemeldeten Teilnehmern am Pfingstsonntag ist von der Versammlungsbehörde verboten worden. Auch für drei weitere Protestkundgebungen in der Bundeshauptstadt über Pfingsten wurde ein Verbot ausgesprochen. Das teilte die Berliner Polizei am Mittwochabend auf Anfrage mit. Zuvor hatten der RBB und der "Tagesspiegel" darüber berichtet. Zu den Gründen für die Verbote machte die Polizei keine Angaben.

    19.27 Uhr: Balearen heben Testpflicht für geimpfte Inlandstouristen auf

    Mallorca und die anderen Balearen-Inseln heben die Testpflicht für gegen das Coronavirus geimpfte Inlandstouristen auf. Gelten soll das ab Sonntag für vollständig geimpfte Einreisende aus dem Inland, wie die regionale Ministerpräsidentin Francina Armengol am Rande der Eröffnung der internationalen Tourismusmesse Fitur in Madrid mitteilte. "Die Balearen sind die sicherste Tourismus-Destination des Mittelmeeres", versicherte Armengol.

    18.44 Uhr: FC Bayern empfängt Augsburg vor Zuschauern

    Der FC Bayern München wird sein letztes Saisonspiel der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg am Samstag vor 250 Zuschauern in der Allianz Arena bestreiten. 100 Karten davon werden die Bayern an Personen aus dem Gesundheitswesen vergeben, "die während Corona so hart für unsere Gesellschaft arbeiten", hieß es in einer Mitteilung.

    "Es wird unser erstes Heimspiel vor Zuschauern seit dem 8. März 2020", wurde Präsident Herbert Hainer zitiert. "Wir sind glücklich über die kurzfristige Möglichkeit, diese Saison wenigstens in einem kleinen Rahmen auf eine Art abschließen zu können, die Hoffnung für die nächste Saison macht."

    18.42 Uhr: Landkreistag fordert gerechte Impfstoffverteilung

    Aus Sicht des bayerischen Landkreistages sollte auch die Zahl der über die Ärzte vergebenen Impfungen gegen das Coronavirus an der regionalen Einwohnerzahl bemessen werden. Abgesehen von Sonderkontingenten etwa für besonders stark getroffene Regionen sei die Verteilung der Impfstoffe an die Impfzentren der Landkreise und kreisfreien Städte einwohnergerecht, sagte der Präsident des Landkreistages, Christian Bernreiter (CSU). Seit jedoch auch die Haus- und Fachärzte mitimpften, gebe es starke Verschiebungen.

    Die Ärzte erhielten über das Bundesgesundheitsministerium in der Summe inzwischen mehr Dosen als die Impfzentren, erläuterte der Deggendorfer Landrat. Allerdings würden Gebiete mit geringer Ärztedichte benachteiligt. Zugleich könnten Dosen, die etwa wegen nicht besetzter Praxen nicht abgerufen werden, aufgrund der Zuständigkeiten nicht an die Impfzentren übertragen werden, sagte der CSU-Politiker.

    18.39 Uhr: In Miesbach bleibt alles dicht

    Enttäuschung im Landkreis Miesbach: Während Biergärten, Hotels und Seilbahnen zu Pfingsten vielerorts in Bayern öffnen, bleibt hier erst einmal alles dicht. Als einer der wenigen Landkreise im Süden Oberbayerns liege der Inzidenzwert noch über 100 und eine Öffnung von Gastronomie, Hotellerie und Freizeitanbietern am 21. Mai sei ausgeschlossen, teilte Landrat Olaf von Löwis (CSU) mit.

    17.10 Uhr: Knapp 3.000 Fälle von "indischer" Corona-Variante in Großbritannien

    Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante breitet sich in Großbritannien rasch aus. Es gebe 2.967 bestätigte Fälle im Land, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Mittwoch im Unterhaus in London. Das ist ein deutlicher Sprung von 28 Prozent im Vergleich zum Montag, als die Regierung 2.323 Fälle gemeldet hatte. Betroffen sind vor allem mehrere Städte in Mittelengland, aber auch der Westlondoner Bezirk Hounslow sowie die schottische Großstadt Glasgow. Hancock kündigte in diesen Gegenden mehr Corona-Tests und Testzentren an. Zudem soll dort die Impfkampagne forciert werden.

    16.55 Uhr: Druck im Streit um Details bei EU-Impfzertifikat steigt

    Einen Tag vor der womöglich letzten Gesprächsrunde der Unterhändler von Europaparlament und EU-Staaten um ein EU-Impfzertifikat erhöhen beide Seiten den Druck. "Wir werden nicht um jeden Preis zustimmen", sagte der Europaabgeordnete Peter Liese (CDU) am Mittwoch. Er betonte jedoch auch, dass es eine Annäherung gegeben habe. Ein EU-Diplomat sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wenn es aufgrund der destruktiven Blockadehaltung des Europäischen Parlaments keine rasche Lösung geben kann, wird es bald eine Lösung ohne das Europäische Parlament geben müssen."

    Im Juni soll das europaweite Impfzertifikat an den Start gehen. Das Zertifikat soll ein fälschungssicherer Nachweis für eine Corona-Impfung, einen frischen Test oder eine überstandene Covid-Erkrankung sein. Ziel ist einfacheres Reisen in Europa.

    16.30 Uhr: Einzelhandelsketten protestieren für Hilfen und Öffnungen

    Mehrere Einzelhandelsketten haben in Berlin für staatliche Hilfen und Lockerungen für den Handel demonstriert. "Es droht ein Fiasko", teilte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, am Mittwoch mit. "Die Obergrenzen bei den Hilfen müssen endlich weg. Ansonsten haben größere Handelsunternehmen, die die Fußgängerzonen bundesweit mit ihren vielen Filialen beleben, keine Chance." An der Protestaktion vor dem Kanzleramt, unter anderem mit einem Motivwagen des Künstlers Jacques Tilly, beteiligten sich große Einzelhändler wie s.Oliver, KiK oder die Buchhandelskette Thalia.

    16.15 Uhr: AMÖ fordert Impfpriorisierung für Möbelspediteure

    Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. fordert, die Beschäftigten in den Möbelspeditionen unverzüglich bei der Impfpriorisierung zu berücksichtigen - und das noch vor der für den 7. Juni 2021 angekündigten Aufhebung der Impfreihenfolge. "Das Personal in den Möbelspeditionen kommt regelmäßig und täglich wechselnd in engen Kontakt mit anderen Menschen, für die sie ihre Dienstleistungen erbringen, ob nun bei einem Umzug oder einer Möbelauslieferung - Tätigkeiten, die definitiv nicht aus dem Home-Office erledigt werden können", stellt AMÖ-Hauptgeschäftsführer Dierk Hochgesang fest. Für das Personal bedeute das einen schnellen, direkten und verlässlichen Zugang zu Impfterminen. Dabei sollten schnellstmöglich auch die Betriebsärzte in das Verfahren eingebunden werden, so die Forderung des AMÖ für seine Mitglieder und Mitarbeiter.

    16.00 Uhr: Island wird wegen Corona-Fall beim ESC nicht live auftreten

    Nach einem Corona-Fall wird Island nicht mehr live beim Eurovision Song Contest in Rotterdam auftreten. Das teilten die Organisatoren am Mittwoch in Rotterdam mit. Am Morgen war ein Mitglied der Band Dadi og Gagnamagnid positiv auf das Virus getestet worden. Daher mussten sich alle Bandmitglieder in Quarantäne begeben. Der Song werde aber im Wettbewerb bleiben. Mit einem Video von der letzten Probe in Rotterdam geht Island ins Halbfinale. Da die Band nur geschlossen als Gruppe auftreten wolle, habe sie den schweren Entschluss gefasst, sich zurückzuziehen, teilte die Organisation mit. Für das Land ist der Entschluss besonders bitter: Island galt bisher bei den Buchmachern als einer der Favoriten. Von den 17 auftretenden Ländern am Donnerstag kommen zehn ins Finale am Samstag. Deutschland hat wie Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Gastgeber Niederlande bereits einen sicheren Finale-Platz.

    15.50 Uhr: Polen schließt Covid-Notkrankenhaus im Warschauer Nationalstadion

    Polen will sein Covid-Notkrankenhaus im Warschauer Nationalstadion schließen. Am Sonntag werde der letzte Patient entlassen, sagte der Impfbeauftragte der Regierung, Michal Dworczyk, am Dienstag in Warschau. Das provisorische Spital war im Oktober 2020 eingerichtet worden. Nach Regierungsangaben war es das erste Versorgungszentrum dieser Art, das in Polen während der Pandemie entstand. Insgesamt 1800 Covid-Patienten seien dort behandelt worden, sagte Dworczyk. Später diente das Notkrankenhaus auch als Impfzentrum, mehr als eine Viertelmillion Impfungen wurden dort verabreicht. Nun wird der Betrieb vorerst eingestellt, die medizinische Infrastruktur soll aber zunächst im Stadion bleiben.

    15.30 Uhr: Malawi vernichtet fast 17.000 Astrazeneca-Impfdosen nach Ablauf von Haltbarkeitsdatum

    Im südostafrikanischen Malawi sind fast 17.000 Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca vernichtet worden, weil das Haltbarkeitsdatum Mitte April abgelaufen war. Wegen der negativen Berichterstattung über den britisch-schwedischen Impfstoff hätten viele Landsleute Bedenken, sich mit dem Vakzin impfen zu lassen, sagte Gesundheitsministerin Kumbize Kandodo am Mittwoch im Kamuzu-Zentralkrankenhaus in der Hauptstadt Lilongwe. Malawi erhielt bislang drei Lieferungen des Astrazeneca-Impfstoffs: 300.000 Dosen im Rahmen der Impfinitiative Covax, 50.000 von Indien und 102.000 von der Afrikanischen Union. Die Lieferung der Afrikanischen Union habe nur eine Haltbarkeit von zwei Wochen gehabt, und "leider konnten wir in diesen zwei Wochen nicht alles verbrauchen, vor allem wegen der Propaganda gegen den Impfstoff von Astrazeneca", sagte Kandodo.

    15.15 Uhr: Bergbahnen im Allgäu dürfen ab Freitag fahren

    Die Bergbahnen im Allgäu dürfen ab Freitag ihren Betrieb aufnehmen. In den Landkreisen Oberallgäu und Ostallgäu liegt die Inzidenz seit fünf Tagen unter 100 und beide Landratsämter haben den Antrag auf Öffnung bei der Regierung von Schwaben gestellt. Die OK-Bergbahnen fahren ja auf österreichischer Seite bereits seit heute mit der Heuberg-, der Ifen- und der Walmendingerhornbahn. Am Freitag starten dann die Zaferna- und die Kanzelwandbahn und auf deutscher Seite die Söllereckbahn. Am Nebelhorn und am Fellhorn geht es dann am Samstag los. Die neue Nebelhornbahn fährt vorerst mit verminderter Geschwindigkeit. Laut OK-Bergbahnen kann so der Lärmgrenzwert eingehalten werden.

    14.15 Uhr: DOSB nominiert erste Athleten für Olympische Spiele

    Die ersten deutschen Athleten sind nominiert, das IOC verspricht eine hohe Impfquote und will zusätzlich medizinisches Personal abstellen: 65 Tage vor dem Startschuss nehmen die Olympischen Spiele in Tokio immer mehr Konturen an, auch wenn Japans Bevölkerung wegen der Corona-Gefahr nach wie vor mehrheitlich gegen eine Austragung des Mega-Sportfestes (23. Juli bis 8. August) ist. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nominierte am Mittwoch die ersten 54 Athleten für die Sommerspiele.

    14.05 Uhr: NRW kehrt ab 31. Mai landesweit zum Präsenzunterricht zurück

    In Nordrhein-Westfalen sollen alle Schüler ab dem 31. Mai wieder landesweit Präsenzunterricht erhalten. Das kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag an. Das gelte für alle Schulformen und bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Die Sieben-Tage-Inzidenz für NRW war am Mittwoch laut Robert Koch-Institut auf 79,9 Neuinfektionen weiter gesunken. Laschet betonte, Corona sei besonders für die Jüngeren eine langfristige Gefahr, auch in psychosozialer Hinsicht. «Soziale Kontakte kann kein Bildschirm ersetzen, und deshalb ist der Präsenzunterricht so wichtig.» Der solle nun in den fünf Wochen vor den Sommerferien für alle wieder kommen. In NRW gibt es rund 2,5 Millionen Schüler.

    13.55 Uhr: Sorge vor Infektion am Arbeitsplatz bleibt hoch

    Trotz sinkender Inzidenz-Zahlen bleibt einer neuen Studie zufolge die Sorge unter den deutschen Beschäftigten vor einer Corona-Infektion im Job hoch. In der ersten Maihälfte gaben 32 Prozent der Befragten an, sich Sorgen vor einer Ansteckung am Arbeitsplatz oder auf dem Weg zur Arbeit zu machen, teilte das Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung am Mittwoch mit. Das sei nur ein minimaler Rückgang gegenüber dem Monat April (34 Prozent). Besonders betroffen sind laut Studie Beschäftigte mit niedrigen Löhnen. Unter Geringverdienern im untersten Fünftel der Lohnverteilung gaben in der ersten Maihälfte 43 Prozent der Befragten an, sich Sorgen zu machen - verglichen mit 23 Prozent unter Besserverdienenden im obersten Fünftel.

    13.45 Uhr: Arzt im Ruhrgebiet nutzt Kirche für Corona-Impfungen

    Einmal wöchentlich wird aus einer Kirche in Castrop-Rauxel im Ruhrgebiet seit diesem Mittwoch das Impfzentrum eines Hausärzteteams. Am Mittwoch sollten bis zu 250 Patientinnen und Patienten in der St. Antonius-Kirche im Stadtteil Ickern immunisiert werden. "Bis jetzt ist alles reibungslos und gut getaktet angelaufen", sagte der örtliche Pastor Bernhard Dlugos der Deutschen Presse-Agentur zum Start der Impfaktion. In Abstimmung mit den Gemeindegremien habe er die Kirche gerne für diesen Zweck zur Verfügung gestellt, weil in der nahegelegenen Gemeinschaftspraxis nicht ausreichend Platz war. Die Resonanz auf das Angebot sei sehr positiv. Auch für viele Risikopatienten, die in der Pandemie Gottesdienste gemieden hätten, sei der Impftermin im Kirchenschiff sicherlich "ein ganz besonderer Anlass" zurückzukehren.

    13.40 Uhr: Schwangere werden unverändert in Einzelfällen geimpft

    Die Hürden für Corona-Impfungen für Schwangere bleiben nach Einschätzung eines Frauenärzte-Verbandes auch nach einer Anpassung der Corona-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) hoch. "Da die Haftung im Falle eines Zwischenfalls immer noch ungeklärt ist, werden Schwangere nur in Einzelfällen geimpft", teilte der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring, auf mit.

    Die Stiko hatte vor rund einer Woche ihre 5. aktualisierte Impfempfehlung vorgelegt. Darin heißt es zunächst unverändert: "Die Stiko empfiehlt die generelle Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht." Verwiesen wird auf eine begrenzte Datenlage. Vorerkrankten Schwangeren, die ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 hätten, könne die Impfung "nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Aufklärung" angeboten werden.

    13.30 Uhr: Mehrheit der Deutschen befürwortet Aufhebung der Impfpriorisierung

    Fast zwei Drittel der Deutschen findet die ab Anfang Juni geplante Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung einer Umfrage zufolge gut. 65 Prozent der Befragten befürworten den Schritt, 18 Prozent lehnen ihn ab, wie am Mittwoch aus einer Mitteilung des Meinungsforschungsinstitut YouGov hervorging. Die weiteren Befragten machten keine Angabe. Besonders unter jungen Erwachsenen sei die Zahl der Befürworter groß, teilte YouGov mit. Ab 7. Juni soll es in Deutschland keine Priorisierungsgruppen für die Corona-Impfungen mehr geben, unabhängig von der Art des Impfstoffs. In einigen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Bayern soll das schon früher gelten.

    13.20 Uhr: Impfzentrum Bamberg lässt Erstimpfungen bis Sonntag zu

    Während in vielen Corona-Impfzentren in Bayern seit heute vorerst keine Erstimpfungen mehr durchgeführt werden, finden sie im Landkreis Bamberg entgegen erster Ankündigungen nun doch statt. Zu diesem Schluss seien Bambergs Landrat Johann Kalb (CSU) und Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) nach intensiven Gesprächen mit den Impfverantwortlichen gekommen, teilt das Landratsamt heute (19.05.21) mit.

    13.15 Uhr: Einsamkeit unter Senioren durch Corona-Pandemie deutlich verschärft

    Die Isolation älterer Menschen hat sich durch Corona deutlich verschärft. Zu diesem Ergebnis kam der Betreuungsvermittler Careship in einer deutschlandweiten Befragung seiner Kunden. 71% der Befragten haben weniger oder keine sozialen Kontakte und fühlen sich aufgrund von Corona isoliert und einsam.

    Besonders deutlich wurde dies bei der Frage, wie die Teilnehmer das letzte Weihnachten verbrachten: In 2020 begingen 42% das Fest allein. Zudem leiden über 2/3 der Umfrageteilnehmer sozial unter den Pandemie-Beschränkungen. 64% der Befragten gaben an, ihr Zuhause weniger häufig als einmal pro Tag zu verlassen. Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer verbringt täglich mehr als zwei Stunden mit Fernsehen, 23% sogar mehr als vier Stunden. Dabei ist der Wunsch nach einer anderen Alltagsgestaltung groß: 74% der Befragten wollen mehr Zeit draußen verbringen, 89% möchten weniger Fernsehen.

    13.05 Uhr: Zahl der täglichen Corona-Impfungen im Wochenvergleich niedriger

    Die Zahl der täglichen Corona-Impfungen ist im Vergleich zur Vorwoche deutlich gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand: 10.45 Uhr) wurden am Dienstag 828 213 Menschen immunisiert - in der Vorwoche waren es mehr als eine Million. Auch die am Dienstag gemeldeten Zahlen waren niedriger als die Impfzahlen eine Woche zuvor. Gestiegen ist hingegen der Anteil der Zweitimpfungen: Bei 40 Prozent der Impfungen handelte es sich am Dienstag um die jeweils zweite Injektion. Damit sind laut den Angaben bisher 38,1 Prozent (31,7 Millionen) der Deutschen mindestens einmal und 11,9 Prozent (9,9 Millionen) vollständig geimpft.

    12.55 Uhr: New York erlaubt volle Restaurants und Fitnessstudios mit Geimpften

    Für viele New Yorkerinnen und New Yorker wird sich das Leben nun wieder etwas normaler anfühlen. Seit (dem heutigen) Mittwoch müssen sie meist keine Maske mehr tragen und Restaurants, Geschäfte, Fitnessstudios und viele andere Betreiber dürfen wieder so viele Kunden wie vor der Pandemie einlassen - vorausgesetzt, sie überprüfen anhand von Impfausweisen oder Apps, dass alle geimpft sind.

    12.45 Uhr: Vollständig Geimpfte aus Drittstaaten dürfen wieder in EU einreisen

    Vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen aus Drittstaaten dürfen in Kürze wieder in die EU einreisen. Darauf einigten sich am Mittwoch nach AFP-Informationen die EU-Botschafter der Mitgliedstaaten. Zudem lockerten die EU-Regierungen den Inzidenzwert bei Corona-Infektionen, der bei Drittstaaten zu Einreiseverboten führt. Gleichzeitig wurde aber eine sogenannte Notbremsen-Regelung eingeführt, um mit der Wiedereinführung von Reisebeschränkungen schnell auf gefährlichere Virus-Varianten in einzelnen Ländern reagieren zu können.

    12.40 Uhr: Niederlande lockern Regeln für Cafés, Zoos, Fitness und Prostituierte

    Die Niederlande haben weitere Corona-Maßnahmen gelockert. So sind ab Mittwoch Zoos und Fitnessstudios wieder geöffnet. Auch Prostituierte dürfen nach mehr als fünf Monaten wieder Kunden empfangen. Cafés und Restaurants dürfen im Außenbereich Gäste täglich von 6.00 bis 20.00 Uhr bedienen - bisher war das nur von 12.00 bis 18.00 Uhr möglich. Verboten sind weiterhin Veranstaltungen mit Publikum. Auch Museen, Theater und Kinos bleiben geschlossen. Geschäfte sind bereits seit einigen Wochen wieder geöffnet.

    12.35 Uhr: Fraport öffnet ab Juni Terminal 2 am Flughafen Frankfurt

    Der Flughafenbetreiber wird das mit der Corona-Krise seit April 2020 stillgelegte Terminal 2 am 1. Juni wieder in Betrieb nehmen. Die Vorbereitungen dazu liefen schon, erklärte ein Fraport-Sprecher. Als erste Fluggesellschaft erklärte Air Astana aus Kasachstan, Maschinen vom T2 abheben zu lassen. Das kleinere der beiden Terminals wird von internationalen Airlines genutzt.

    12.25 Uhr: EU fordert in Debatte um Patent-Aufhebung für Impfstoffe Klarheit von den USA

    In der Debatte um eine Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe hat die EU die US-Regierung erneut zu einer Präzisierung ihres Vorschlages aufgefordert. Die EU sei bereit, "konkrete Vorschläge zu geistigen Eigentumsrechten für Impfstoffe zu diskutieren", sagte Portugals Außenminister Augusto Santos Silva, dessen Land derzeit den EU-Vorsitz innehat. Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hatte Anfang Mai überraschend signalisiert, dass sie eine Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe unterstützen will. EU-Ratspräsident Charles Michel hatte aber nach einem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs erklärt, die Europäer sähen in diesem Schritt "keine Wunderlösung", der schnell mehr Impfstoff für ärmere Länder bringen werde.

    12.15 Uhr: Ryanair-Klage geben Rettungshilfen für KLM und TAP erfolgreich

    Das EU-Gericht hat Klagen des Billigfliegers Ryanair gegen milliardenschwere staatlichen Finanzhilfen für die Konkurrenten KLM und TAP stattgegeben. Der Beschluss der EU-Kommission vom vergangenen Jahr über 3,4 Milliarden Euro Hilfe für die niederländische Airline KLM sei nichtig, weil er nicht ausreichend begründet worden sei, erklärte das Gericht am Mittwoch. Die Kommission habe grünes Licht gegeben, ohne in ihrem formellen Beschluss zu berücksichtigen, dass der KLM-Mutterkonzern Air France KLM zugleich sieben Milliarden Euro vom französischen Staat für die Schwester-Airline bekommt. Dem Gericht reichte es demnach nicht aus, dass die EU-Behörde in der Verhandlung auf Aussagen der Niederlande verwies, dass die Hilfe für Air France nicht auch KLM zugute komme. Aufgrund einer unzureichenden Begründung der Beihilfeentscheidung erklärte das Gericht auch die Genehmigung von bis zu 1,2 Milliarden Euro Staatshilfe für die portugiesische Fluggesellschaft TAP für nichtig.

    12.05 Uhr: Tourismusbeauftragter für dauerhafte Mehrwertsteuer-Senkung in Gastronomie

    Im Kampf gegen die Folgen der Pandemie fordert der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, eine dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie bei Speisen von 19 auf sieben Prozent. "Wir haben die Tourismusbranche von Anfang an unterstützt, zum Beispiel durch einen niedrigeren Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie. Dieser muss langfristig entfristet werden", sagt der CDU-Politiker im Interview von Merkur.de. Der in der Corona-Krise gesenkte Mehrwertsteuersatz für Speisen in Restaurants, Wirtshäusern und Cafés gilt derzeit befristet bis Ende 2022. Zudem sprach sich Bareiß für eine rasche Öffnung auch für Gäste aus nicht-europäischen Ländern aus. Dazu plädierte er für weltweit einheitliche Standards bei Covid-19-Tests und digitalen Impfausweisen. "Ein Corona-Test, der in Malaysia, Brasilien oder bei uns gemacht wird, muss dieselben Kriterien erfüllen. Es wäre zudem hilfreich, wenn es einen global anerkannten Corona-Impfpass gibt."

    11.50 Uhr: Finanzlage der Unternehmen erholt sich nur langsam

    Die Finanzlage der Unternehmen in der Corona-Krise erholt sich nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) nur sehr langsam. Noch immer beurteilten 43 Prozent der Betriebe ihre Finanzierungssituation als problematisch, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturumfrage unter mehr als 27 000 Unternehmen hervor. Insgesamt verbessere sich die Lage der Betriebe im Frühsommer aber merklich, vor allem bei den exportstarken Industrieunternehmen. Derzeit beurteilt laut Umfrage etwa jedes dritte Unternehmen seine Geschäfte als gut, fast ebenso viele als schlecht.

    11:35 Uhr: EU will Geimpfte grundsätzlich wieder einreisen lassen

    Die EU-Staaten wollen vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte aus aller Welt wieder einreisen lassen. Die zu Beginn der Pandemie verhängten Einschränkungen für nicht zwingend notwendige Einreisen sollen nach einer Einigung der EU-Botschafter aufgehoben werden, wie die Deutsche Presse-Agentur in Brüssel von mehreren EU-Diplomaten erfuhr. Dies solle dann gelten, wenn die EU-Staaten einen Impfnachweis auch für das Reisen innerhalb der EU akzeptierten.

    Zudem sollen künftig auch wieder mehr Menschen unabhängig von der Impfung einreisen können. Derzeit ist die Einreise von Touristen ohne zwingenden Grund nur aus sieben Ländern problemlos möglich, in denen die Viruslage gut ist. Die Kriterien dafür werden nun gelockert. Ausnahmen gelten bereits etwa für Familienmitglieder, Diplomaten oder medizinisches Personal.

    Zu Beginn der Pandemie hatten sich alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island auf einen weitgehenden Einreisestopp für nicht zwingend notwendige Reisen geeinigt. Rechtlich bindend ist dies jedoch nicht. Die Entscheidung vom Mittwoch muss noch formell von den EU-Staaten bestätigt werden.

    11.10 Uhr: EU liefert WTO Vorschläge zur Steigerung der Impfstoff-Produktion

    Die Europäische Union will der Welthandelsorganisation (WTO) Vorschläge zur Steigerung der Impfstoff-Produktion vorlegen. Allgemeiner und fairer Zugang zu Vakzinen und Behandlung müsse weltweit oberste Priorität haben, sagt EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis im EU-Parlament. Derzeit läuft eine Diskussion über eine vorübergehende Aufhebung des Patentschutzes bei Covid-Impfstoffen. Die EU-Kommission steht dem Vorschlag der USA kritisch gegenüber.

    10.31 Uhr: Indische Variante möglicherweise nicht so ansteckend wie befürchtet

    Die indische Virus-Mutante ist einem britischen Experten zufolge nicht in dem Maße ansteckend wie zunächst befürchtet. Sie sei immer noch um ein Vielfaches ansteckender als andere Varianten, sagt Neil Ferguson, Epidemiologe am Imperial College London im BBC Radio. Jüngste Daten zeigten jedoch, dass das etwas abgenommen habe. Die derzeit verfügbaren Impfstoffe würden auch bei dieser Mutante gegen einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 schützen. Aber auch bei Geimpften sei die Wahrscheinlichkeit der Verbreitung höher. Ferguson schränkt allerdings ein, dass es für eine verlässliche Einschätzung noch weit mehr Daten brauche.

    10.26 Uhr: Elbphilharmonie öffnet Ende des Monats wieder

    Nach sieben Monaten Corona-Zwangspause beginnt der Konzertbetrieb an der Hamburger Elbphilharmonie am 31. Mai wieder. Auf dem Plan stehe das Abschlusskonzert der Trilogie "Song of America: A Celebration of Black Music" mit Thomas Hampson (Bariton), weiteren Gesangsolistinnen und -solisten und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Roderick Cox, teilte das Presseteam der Elbphilharmonie am Dienstagabend mit. Das Konzert sei als Finale des Internationalen Musikfests Hamburg geplant gewesen, nun sei es zugleich die Premiere zur Wiedereröffnung.

    Konzertbesucher müssen einen gültigen negativen Coronatest vorlegen oder ihren Impfpass ab 14 Tage nach der Corona-Zweitimpfung bereithalten oder ihre Genesung nachweisen. Die FFP2-Maskenpflicht im Haus bleibt bestehen, auch am Platz während des Konzerts. Auch die Laeiszhalle ist ab 31. Mai wieder in Betrieb. Die Aussichtsplattform der "Elphi" wird bereits am 28. Mai wieder geöffnet.

    10.16 Uhr: EZB warnt vor Instabilität nach der Pandemie

    Europas Währungshüter sehen auch für die Zeit nach der Corona-Krise erhöhte Risiken für die Finanzstabilität im Euroraum. Insbesondere in einigen Ländern des Währungsgebiets seien "deutlich höhere Insolvenzquoten als vor der Pandemie nicht auszuschließen", konstatierte die Europäische Zentralbank anlässlich der Veröffentlichung ihres Finanzstabilitätsberichts. Das könnte wiederum Staaten und Banken belasten, welche die Unternehmen während der Pandemie unterstützten.

    "Eine höhere Schuldenlast der Unternehmen in Ländern mit größeren Dienstleistungssektoren könnte den Druck auf Regierungen und Banken in diesen Ländern erhöhen", erläuterte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos bei der Vorstellung des Berichts, den die Notenbank halbjährlich vorlegt.

    Für Banken könnten sich mögliche Kreditrisiken erst mit Zeitverzug materialisieren, warnte die EZB. Die Institute sollten sich mit einer erhöhten Vorsorge für mögliche Ausfälle rüsten. Die Profitabilität der Geldhäuser im Euroraum wird nach Einschätzung der Notenbank, die die größten Finanzinstitute im Währungsraum direkt überwacht, vergleichsweise schwach bleiben. Eine wachsende Herausforderung für Banken ist nach Ansicht der EZB der Klimawandel - sowohl bei der Kreditvergabe als auch der Besicherung von Finanzierungen.

    10.09 Uhr: IOC glaubt an sichere Spiele

    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) versichert, dass die Sommerspiele in Tokio sicher sein werden. Noch vor dem Beginn am 23. Juli würden mehr als 80 Prozent der Bewohner des Olympischen Dorfes geimpft sein oder hätten einen Impftermin, sagt IOC-Präsident Thomas Bach bei einem Besuch in Tokio. Forderungen nach einer Absage der Spiele, die im Zuge einer vierten Welle in Japan und der dort schleppenden Impfkampagne wieder lauter wurden, wies er zurück. Andere Sportveranstaltungen mit hohen Corona-Sicherheitsmaßnahmen hätten gezeigt, dass die Spiele stattfinden könnten. Wegen steigender Infektionszahlen wurde in Tokio und anderen Regionen der Notstand zuletzt bis Ende des Monats verlängert. Regierungsdaten zufolge sind bislang weniger als 40 Prozent des medizinischen Personals in Japan vollständig geimpft. Von den 126 Millionen Japanern haben lediglich 3,7 Prozent eine erste Impfung erhalten. Damit ist Japan Schlusslicht bei den wohlhabenden Ländern.

    9.32 Uhr: Karliczek dämpft Hoffnungen auf schnelle Impfung von Kindern

    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek dämpft die Erwartungen an schnelle Impfungen von Kindern. "Das wird noch etwas länger dauern, weil das eine Frage der Dosis ist. Kinder reagieren in der Regel stärker auf Impfstoffe als Erwachsene", sagt die CDU-Politikerin den Sendern RTL und ntv. Deshalb sei sie auch vorsichtig bei dem Thema Präsenzunterricht in Schulen. "Wir werden die Teststrategie beibehalten müssen, wir werden das Maskentragen beibehalten müssen, je mehr Menschen geimpft sind, umso sicherer ist das Schulgeschehen für die Kleineren."

    9.03 Uhr: Rohstoffknappheit könnte Konjunkturerholung bremsen

    Die Engpässe bei der Versorgung mit Rohstoffen in mehreren Branchen könnten einen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung nach der Corona-Krise gefährden. Wie das "Handelsblatt" berichtete, kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zu diesem Ergebnis. "Vor allem mit dem erneuten Einstieg in die gesellschaftliche und ökonomische Normalisierung infolge der Impffortschritte und der damit einsetzenden Entladung des aufgestauten Konsums halten diese Engpässe die konjunkturelle Erholungsdynamik zurück", heißt es in dem Papier.

    Um die Belastungen der deutschen Wirtschaft durch Lieferengpässe bei Gütern wie Bauholz oder Computerchips zu ermitteln, befragte das IW laut der Zeitung 23 betroffene Wirtschaftsverbände. Demnach sehen gut 40 Prozent derzeit kurzfristig starke Risiken durch inländische Lieferengpässe. Das gilt zum Beispiel für die Automobil- und Kunststoffindustrie, die Textil- und Lederindustrie, das Baugewerbe oder die Maler und Lackierer.

    Ein weiteres Drittel der Verbände wie etwa die Maschinen- und Anlagenbauer registriert demnach eine mittelschwere Beschränkung. Bei den ausländischen Vorleistungen sei dies nur unwesentlich anders. Die Aussichten für die kommenden Monate würden zwar etwas besser bewertet, lieferten aber laut IW keinen Grund zur Entwarnung.

    "Viele Engpässe werden in den nächsten Monaten verschwinden, einige Problemfälle werden aber länger anhalten", sagte Hubertus Bardt, Studienautor und Geschäftsführer des IW. "Gerade fehlende Halbleiter können noch länger zu Produktionsausfällen in den unterschiedlichsten Branchen führen", sagte er dem "Handelsblatt". Für die Politik sieht Bardt "nicht viel" Handlungsspielraum. "Sie muss vor allem die Grenzen für den Warenverkehr offenhalten, damit sich die Engpässe so schnell wie möglich auflösen können."

    Kritisch sieht das arbeitgebernahe IW die von mehreren SPD-Landeswirtschaftsministerien ins Spiel gebrachten Exportbeschränkungen. Ein direkter Eingriff in die Einkaufspolitik der Unternehmen dürfe aus der Rohstoffknappheit in der EU nicht abgeleitet werden. "Dies ist unternehmerische Verantwortung."

    08.59 Uhr: IOC Präsident bietet Japan medizinisches Personal für Olympia an

    Der Präsident des Internationalen Olympischen Kommitees (IOC), Thomas Bach, hat Japan medizinisches Personal für die in zwei Monaten geplanten Olympischen Spiele und die Paralympics in Tokio angeboten. Das IOC habe dem japanischen Organisationskomitee zusätzliches medizinisches Personal als Teil der nationalen Delegationen angeboten, um den medizinischen Betrieb und "die strikte Implementierung der Covid-19-Maßnahmen im Olympischen Dorf und den Wettkampfstätten zu unterstützen", sagte Bach zum Auftakt einer dreitägigen letzten Sitzung der IOC-Koordinierungskommission.

    Japans Organisationschefin Seiko Hashimoto begrüßte Bachs Angebot. Man werde jetzt besprechen, wie dies umgesetzt werden könne. In Japan mehrten sich zuletzt die Rufe nach Absage der Spiele. So erklärte der Ärzteverband in Tokio, Krankenhäuser hätten keine Kapazitäten mehr. «Wir halten es für die richtige Wahl, ein Ereignis abzusagen, das die Anzahl der Infektionen und Todesfälle erhöhen könnte», heißt es in einem Brief an Bach und Japans Verantwortliche.

    Bach bekräftigte jedoch am Mittwoch erneut die Entschlossenheit des IOC, zusammen mit Japans Olympia-Machern "sichere Spiele für jeden" zu veranstalten. So würden mehr als 80 Prozent der Bewohner des Olympischen Dorfes geimpft sein. Die Spiele und Paralympics waren wegen der weiter andauernden Pandemie um ein Jahr auf diesen Sommer verlegt worden.

    8.37 Uhr: Trotz Corona mehr Gründungen großer Unternehmen im ersten Quartal

    Trotz Corona-Pandemie wurden in Deutschland im ersten Quartal mehr größere Unternehmen gegründet. Ihre Zahl wuchs um 5,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf gut 34.000 Betriebe, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte sich die beginnende Corona-Krise bereits negativ auf die Zahl der Gewerbeanmeldungen ausgewirkt. Verglichen mit dem ersten Quartal 2019 - also noch vor der Pandemie - gab es hingegen einen Rückgang von 2,2 Prozent. Berücksichtigt werden in dieser Statistik Betriebe, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen.

    Im Unterschied dazu sank die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen auf 34.100. Das waren 11,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor und sogar 24,4 Prozent weniger als Anfang 2019. Bei neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe gab es dagegen eine Zunahme um 29,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf rund 94.900. "Besonders hoch war der Anstieg hier unter anderem in der Möbelherstellung und bei den Post-, Kurier- und Expressdiensten", hieß es dazu.

    Zugleich gaben zu Jahresbeginn rund 114.400 Betriebe ihr Gewerbe vollständig auf. Das sind 8,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. "Diese rückläufige Entwicklung kann mit den politischen Unterstützungsmaßnahmen in der Corona-Krise zusammenhängen, die wirtschaftliche Folgen der Pandemie für Gewerbetreibende mildern und Gewerbeaufgaben verhindern sollen", betonte das Statistikamt.

    8.30 Uhr: New York weitet Lockerungen erneut aus

    Eineinhalb Jahr nach dem Corona-Lockdown sollen die Shows am New Yorker Broadway am 17. September wieder starten. Der Ticket-Verkauf für die Theaterstücke und Musicals beginne am Donnerstag, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo mit. Die Säle könnten dann wie vor der Krise mit einer Kapazität von 100 Prozent genutzt werden. "Der Broadway ist ein wesentlicher Bestandteil der Identität und Wirtschaft unseres Staates und wir freuen uns, dass die Vorhänge wieder aufgehen werden", so Cuomo.

    Schon am 19. Mai dürfen Teile der Baseballstadien der Yankees und der Mets voll gefüllt sein - sofern die Besucher vollständig geimpft sind und Masken tragen. Cuomo kündigte zugleich einen Anreiz für Impf-Skeptiker an: Für alle Baseball-Fans gibt es ein kostenloses Ticket, wenn diese sich direkt beim Stadion impfen lassen.

    New York hatte gemeinsam mit den Nachbar-Bundesstaaten Connecticut und New Jersey zuletzt weitreichende Lockerungen der geltenden Corona-Beschränkungen angekündigt. Am 19. Mai sollen auch Restaurants, Theater, Museen, Friseursalons, Vergnügungsparks und Fitnessstudios ohne Kapazitätsgrenzen öffnen dürfen.

    Der Bundesstaat New York - und vor allem die darin gelegene gleichnamige Millionenmetropole - waren im vergangenen Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden. Inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen allerdings stabilisiert, die Zahl der Neuinfektionen war zuletzt stetig gesunken und die Impfkampagne kommt rasch voran.

    8.24 Uhr: Montgomery warnt vor Überlastung der Hausärzte

    Der Vorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, sieht die Hausärzte durch die angekündigte Aufhebung der Impfpriorisierung überfordert. Nun seien auch die Bürger gefragt, nicht alle auf einmal und sofort in den Praxen anzurufen, sagte er im Deutschlandfunk. Grundsätzlich sehe er aber die Aufhebung der Priorisierung positiv: Teilweise wollten Personen auch nicht geimpft werden. Deshalb müsse der Rest der Gesellschaft nicht darauf warten, dass alle geimpft seien, die nach der Reihenfolge eigentlich vor ihnen dran wären. Das zentrale Problem sei nicht die Impfpriorisierung, sondern der Mangel an Impfstoff.

    Montgomery bemängelte zudem den langsamen Fortschritt bei der Digitalisierung von Impfnachweisen. Inzwischen gebe es in Deutschland eine Debatte, in der man mehr über den Missbrauch von digitalen Instrumenten rede als über ihren sinnvollen Gebrauch, sagte er.

    8.05 Uhr: Prozess gegen "Gruppe S" wird nach Corona-Fall erneut verschoben

    Erneut bringt die Corona-Pandemie die Planung des großen Terrorprozesses gegen die mutmaßlich rechtsextremistische "Gruppe S." in Stuttgart durcheinander. In einer Justizvollzugsanstalt habe sich ein weiteres Mal ein Bediensteter oder Häftling mit dem Coronavirus angesteckt, teilte das Oberlandesgericht mit. Deshalb werde der heutige Hauptverhandlungstermin im Staatsschutzverfahren aufgehoben.

    Es ist nicht das erste Mal, dass ein Verhandlungstermin in dem Mammutverfahren wegen einer Infektion abgesagt werden muss. Zuvor hatten Fälle in der JVA Schwäbisch Hall und in der JVA Stuttgart den Justizbetrieb streckenweise lahmgelegt und Verhandlungstermine platzen lassen.

    Vor Gericht stehen insgesamt elf mutmaßliche Mitglieder und ein mutmaßlicher Unterstützer der rechtsterroristischen Vereinigung "Gruppe S.". Benannt nach ihrem mutmaßlichen Rädelsführer Werner S., der aus dem Raum Augsburg stammt, soll die Gruppe Waffen gehortet und Anschläge geplant haben. Der Anklage zufolge wollten die Männer Moscheen überfallen und Muslime töten, um "bürgerkriegsähnliche Zustände" auszulösen. Von den zwölf Angeklagten sitzen elf in Untersuchungshaft, einer befindet sich auf freiem Fuß.

    Die Angeklagten waren am 14. Februar 2020 festgenommen worden. Verhandlungstermine sind bis Mitte 2022 angesetzt.

    7.50 Uhr: Corona hat laut Umfrage das Leben der Jüngeren negativ beeinflusst

    64 Prozent der unter 30-Jährigen finden ihr Leben nach einer Umfrage derzeit schlechter als noch vor 12 bis 14 Monaten. Frauen und Mädchen leiden demnach besonders stark unter der Corona-Pandemie - für 71 Prozent hat sich das Leben negativ verändert. Bei den jungen Männern sind es 58 Prozent. Unterschiede bestehen auch in den Altersgruppen: Unter den 16- bis 19-Jährigen sind 81 Prozent überzeugt, dass sich ihr Leben stark verschlechtert hat. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Studie "Generation Corona" der pronova BKK, für die 1000 junge Menschen im Alter von 16 bis 29 Jahren befragt wurden.

    Mehr als die Hälfte der unter 30-Jährigen fühlt sich demnach häufiger traurig oder depressiv als noch vor einem Jahr. 52 Prozent klagen über innere Unruhe. Vor allem junge Frauen sind demnach derzeit öfter traurig - 63 Prozent klagen darüber. Ihnen fehlt der persönliche Kontakt, die herzliche Umarmung. 60 Prozent der unter 30-Jährigen geben an, dass ihre körperliche Fitness während der Corona-Krise gelitten hat. 58 Prozent fehlen sportliche Aktivitäten in der Gruppe.

    "Die 16- bis 29-Jährigen befinden sich während der Corona-Krise in entscheidenden Entwicklungsstufen", sagte Beratungsarzt Gerd Herold . "Die gravierenden Einflüsse der Lockdowns treffen sie besonders stark, wenn sie erwachsen werden, ihren Abschluss machen, den Berufeinstieg planen."

    7.45 Uhr: Laut Bericht mehr als 2.700 Demos gegen die Corona-Maßnahmen seit August

    Die Bundesregierung geht einem Zeitungsbericht zufolge davon aus, dass seit August 2020 bundesweit mehr als 2.700 Demonstrationen und Kundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen stattgefunden haben. Nur 28 dieser Demonstrationen wurden vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) als von Rechtsextremen durchgeführt oder dominiert eingestuft, wie das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zitierte. Die Bundesregierung teilte demnach mit, ihr lägen "teilweise unbestätigte" Hinweise auf über 2.700 Veranstaltungen vor. 28 Corona-Demos stufte das BfV den Angaben zufolge als klar rechtsextrem ein; 15 davon fanden in Halle an der Saale statt.

    7.35 Uhr: Söder will mit mobilen Teams impfen

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die Arbeit der Impfzentren nach der Aufhebung der Priorisierung stark auf einen Außeneinsatz ausrichten, um breite Bevölkerungsschichten zu erreichen. Die Impfzentren würden nun wichtig, um strategisch zu impfen, sagte der CSU-Vorsitzende der "Augsburger Allgemeinen". Mobile Teams könnten über Betriebsärzte ganze Unternehmen durchimpfen. "Dann sollen im Juni in Schulen die Abschlussklassen geimpft werden und vielleicht noch vor den Sommerferien Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren, sobald die Impfstoffe zugelassen sind."

    Auch solle es gezielt in Stadtteilen Impfangebote geben, in denen viele Menschen mit Migrationshintergrund lebten und es noch Vorbehalte gegen die Impfung gebe, sagte Söder. "Wir müssen auch unkonventionelle Wege gehen. Warum bieten wir nicht auch mal einen Impftag im Umfeld einer Moschee oder eines Kulturvereins an?", fügte er hinzu. "Zudem sollten auch Menschen in sozial schwierigen Verhältnissen beispielsweise über die Tafeln erreicht werden."

    Die Impfzentren hätten weiter eine zentrale Bedeutung: "Erstens, um die versprochenen Zweitimpfungen zu gewährleisten. Und zweitens werden die Impfzentren auf der langen Zielgeraden der Pandemie noch wichtig, um strategisch zu impfen», sagte Söder. Man werde weiter impfen und verschiedene Impfstoffe bestellen müssen. «Zum einen, um den Grundschutz auszubauen. Zum anderen, um auf mögliche Mutationen reagieren zu können."

    Bayerns Hausärzte dürfen Patienten ab heute unabhängig von der Impfreihenfolge mit sämtlichen Corona-Impfstoffen impfen. Bundesweit soll bei den Corona-Impfungen in Deutschland ab dem 7. Juni keine festgelegte Reihenfolge mehr gelten.

    7.27 Uhr: Indien meldet mehr als 4.500 Todesfälle innerhalb eines Tages

    Indien verzeichnet mit 4.529 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus einen neuen Höchstwert. Außerdem meldet das Gesundheitsministerium 267.334 Neuinfektionen. Damit bleibt die Zahl den dritten Tag in Folge unter der Schwelle von 300.000, unter die sie am Montag erstmals seit dem 21. April wieder gefallen war. Zwischenzeitlich hatte es sogar Tage mit mehr als 400.000 Neuinfektionen gegeben.

    Mit insgesamt 25,5 Millionen bestätigten Ansteckungen haben sich in Indien nach den USA weltweit die meisten Menschen mit dem Virus infiziert. Zudem sind mehr als 283.000 Todesfälle registriert. Einige Experten befürchten aber, dass die tatsächlichen Zahlen fünf- bis zehnmal höher liegen könnten. Indien ist im Zuge einer zweiten Welle zu einem Brennpunkt der Pandemie geworden. Das Gesundheitssystem des südasiatischen Landes ist überlastet und wird mit internationaler Hilfe unterstützt.

    7.17 Uhr: RKI: Drei Bundesländer unter 50er-Inzidenz

    Das Robert-Koch-Institut meldet erneut sinkende Corona-Zahlen. Mit Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen weisen nun drei Bundesländer eine Sieben-Tage-Inzidenz unterhalb der Schwelle von 50 Infektionen je 100.000 Einwohnern auf. Das geht aus den aktuellen RKI-Daten hervor. Nur noch Thüringen liegt mit 115,3 über der Schwelle von 100. Insgesamt verzeichnete das RKI 11.040 Neuinfektionen. Das sind mehr als 3.800 Fälle weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 72,8 von 79 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. In Zusammenhang mit dem Virus starben 284 weitere Menschen. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Deutschland auf 86.665 und, die Zahl der Infektionen legt auf über 3,61 Millionen zu.

    Laut RKI liegen noch 76 Landkreise über der Schwelle von 100, ab der die bundesweit verabredete "Notbremse" mit Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gilt. Unterhalb dieses Wertes in Landkreisen und Städten können Bundesländer Öffnungsschritte gehen, die etliche Landesregierungen auch bereits umgesetzt und angekündigt haben. 94 Landkreise oder Städte liegen nun wieder unter der Inzidenz von 50.

    7.05 Uhr: Emirate wollen Corona-Impfung schnell Auffrischen

    In den Vereinigten Arabischen Emiraten soll es nach einer vollständigen Impfung mit dem Coronavirus-Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinopharm eine rasche Auffrischung geben. Sechs Monate nach der zweiten Dosis werde man eine dritte anbieten, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörden der Emirate im staatlichen Fernsehen.

    Wegen Bedenken über eine relativ niedrige Zahl an Antikörpern hatten in den Emiraten Berichten zufolge bereits eine Reihe von Personen eine dritte Dosis erhalten. Auch der Leiter der chinesischen Behörde für Krankheitskontrolle, Gao Fu, hatte im April eingeräumt, dass die chinesischen Vakzine nicht sehr effizient seien.

    China hat Hunderte Millionen seiner im eigenen Land hergestellten Impfstoffe an andere Länder verteilt und setzt auch für die Impfung der eigenen Bevölkerung darauf. Die WHO erteilte dem Impfstoff von Sinopharm kürzlich eine Notfallzulassung, wodurch er potenziell auch über das internationale Impfprogramm Covax in ärmeren Ländern zum Einsatz kommen kann.

    In den Emiraten wurde so schnell geimpft wie in kaum einem anderen Land. Das Vakzin von Sinopharm wurde dabei vor allem Arbeitern aus dem Ausland gespritzt.

    6.45 Uhr: Industrieparks in Vietnam müssen wegen Corona-Ausbruch schließen

    Im Norden Vietnams müssen nach Angaben der Behörden vier Industrieparks wegen eines Corona-Ausbruchs bis auf Weiteres die Produktion einstellen. Auch drei Standorte des taiwanesischen Apple-Zulieferers und weltgrößten Elektronik-Auftragfertigers Foxconn sind von den Schließungen betroffen.

    6.40 Uhr: US-Kongress verabschiedet Gesetz gegen anti-asiatische Hassverbrechen

    Der US-Kongress hat ein Gesetz gegen Hassverbrechen an US-Bürgern asiatischer Herkunft verabschiedet. Das Repräsentantenhaus stimmte mit großer Mehrheit für das sogenannte Covid-19-Hassverbrechen-Gesetz. Vor einigen Wochen hatte bereits der Senat dem Gesetzentwurf mit breiter Mehrheit zugestimmt. Präsident Joe Biden will das Gesetz noch in dieser Woche unterzeichnen und damit in Kraft setzen, wie seine Sprecherin Jen Psaki ankündigte.

    Unter anderem in den USA gibt es seit Beginn der Corona-Pandemie zunehmend Angriffe auf Menschen asiatischer Herkunft. Aktivisten führen dies auch auf die Attacken des früheren US-Präsidenten Donald Trump gegen China zurück. Trump hatte das Coronavirus immer wieder als "China-Virus" bezeichnet, weil es im chinesischen Wuhan zuerst nachgewiesen wurde.

    Nach Angaben der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, wurden zwischen März 2020 und März 2021 mehr als 6600 Fälle von Gewalt oder Diskriminierung gegen US-Bürger mit Wurzeln in Asien oder im Pazifikraum verzeichnet. Die schlimmste Vorfall ereignete sich im März im Bundesstaat Georgia, wo ein 21-jähriger Mann bei Angriffen auf Massagesalons in und um Atlanta acht Menschen erschoss, darunter sechs Frauen asiatischer Herkunft.

    Das verabschiedete Gesetz soll eine Untersuchung der anti-asiatischen Hassverbrechen mit Bezug zur Corona-Krise beschleunigen. Es soll zudem dabei helfen, die Bevölkerung für das Problem zu sensibilisieren, und die Behörden von Bundesstaaten und Kommunen mit Handlungsempfehlungen ausstatten.

    6.30 Uhr: Frankreich weitet Lockerungen aus

    Nach einem deutlichen Absinken der Corona-Infektionszahlen in Frankreich lockert das Land seine Auflagen weiter: Erstmals seit sechseinhalb Monaten dürfen Cafés und Restaurants ihre Außenbereiche wieder öffnen. Zudem öffnen auch "nicht essenzielle" Geschäfte und Kaufhäuser, ebenso wie Museen, Kinos und Theater.

    Die nächtliche Ausgangssperre gilt ab heute in ganz Frankreich erst ab 21 Uhr und damit zwei Stunden später als bisher. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankreich ist stark rückläufig, zuletzt lag sie bei 140. Vor drei Wochen war sie noch mehr als doppelt so hoch. In Frankreich haben inzwischen gut 20 Millionen Bürger mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten, das entspricht knapp einem Drittel der Bevölkerung.

    6.25 Uhr: Handelsverband warnt vor Pleitewelle

    Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert einen Hilfsfonds, um dem Sterben der Innenstädte entgegenzuwirken. "Durch die Krise könnten bis zu 120.000 Geschäfte wegfallen, es droht vielerorts ein Anstieg der Leerstände. Dem muss massiv entgegengesteuert werden", sagt der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir brauchen einen Innenstadtfonds in Höhe von jährlich 500 Millionen Euro, der es den Städten und Kommunen ermöglicht, ihre aktuelle Lage zu analysieren und individuelle Konzepte zu erstellen." Aktuell würden rund 300.000 Einzelhändler etwa 450.000 Läden betreiben. Durch die Lockdowns hätten deutlich mehr Menschen online eingekauft. Einer Umfrage des Zahlungsdienstleisters Klarna zufolge wollen 70 Prozent der Deutschen auch im kommenden Jahr den Großteil ihrer Einkäufe online erledigen, berichten die Funke-Zeitungen.

    6.00 Uhr: Österreichs Lokale und Hotels dürfen wieder öffnen

    Nach monatelangem Lockdown dürfen in Österreich ab heute Cafés, Bars und Restaurants, aber auch Hotels und Kultureinrichtungen wieder öffnen. Besucht werden dürfen nicht nur die Außenbereiche, sondern auch die Innenräume der Lokale - dort ist allerdings nur eine geringere Auslastung erlaubt. Voraussetzung für den Besuch von Lokalen, Hotels und Kulturveranstaltungen ist ein negativer Corona-Test, ein vollständiger Corona-Impfschutz oder eine überstandene Infektion. In Museen ist dieser Nachweis nicht erforderlich.

    05.05 Uhr: RKI registriert 11.040 Corona-Neuinfektionen

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11.040 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gab das RKI am Mittwochmorgen mit bundesweit 72,8 an. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 284 neue Todesfälle verzeichnet.

    Aufgrund von Feier- und Brückentagen wie in der vergangenen Woche suchen dem RKI zufolge weniger Personen einen Arzt auf, wodurch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die Gesundheitsämter gemeldet werden.

    Dienstag, 18. Mai 2021

    21.10 Uhr: Zahl der Corona-Todesfälle in den USA auf niedrigstem Stand seit März 2020

    In den USA ist die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle auf den niedrigsten Stand seit März vergangenen Jahres gesunken. Im Durchschnitt seien in der vergangenen Woche 546 Menschen pro Tag an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben, teilte die Gesundheitsbehörde CDC am Dienstag mit. Auch die Zahl der täglichen Neuinfektionen lag mit rund 17.700 Fällen so niedrig wie seit Juni nicht mehr. "Die Impfstoffe haben zu einem dramatischen Rückgang der Fälle, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle geführt", sagte Andy Slavitt, Corona-Berater des Weißen Hauses. "Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie sind die Fälle in allen 50 Staaten zurückgegangen."

    20.25 Uhr: Indischer Impfstoffhersteller plant Covax-Lieferungen bis Jahresende

    Die weltweiten Impfungen über das von den UN unterstützte Programm Covax dürften sich weiter verzögern. Der Impfstoffhersteller Serum Institute of India teilte am Dienstag via Twitter mit, er hoffe, mit den Vakzin-Lieferungen für Covax bis Ende des Jahres zu beginnen. "Wir verstärken weiterhin die Herstellung und räumen Indien Priorität ein." Das Institut ist der Hauptlieferant für Coronavirus-Impfstoffe an Covax, das vor allem ärmeren Ländern Zugang zu Vakzinen verschaffen soll. Es teilte im März mit, dass es die Exporte verschiebe, um zunächst die Impfungen in Indien voranzutreiben. Das stoppte die Impfpläne von bis zu 60 Ländern, weil die meisten keinen Zugriff auf andere Impfstoffe hatten.

    20.15 Uhr: Lettland lockert weiter vorsichtig Corona-Beschränkungen

    Lettland lockert wegen sinkender Corona-Neuinfektionen weiter vorsichtig die geltenden Beschränkungen. In dem baltischen EU-Land dürfen unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln nun auch wieder Geschäfte in Einkaufszentren öffnen, die über einen direkten Zugang von der Straße oder einen separaten Eingang verfügen. Dies beschloss die Regierung in Riga am Dienstag. Weiter können sich künftig bis zu 20 statt bislang 10 Personen für Unterricht oder Gruppenaktivitäten wie Sport im Freien versammeln. In Innenräumen wie etwa Büros dürfen sich bis zu 20 Personen ohne Maske treffen, sofern sie geimpft oder von Corona genesen sind. 

    19.35 Uhr: Emirate bieten rasche Auffrischung für Sinopharm-Impfstoff

    In den Vereinigten Arabischen Emiraten soll es nach einer vollständigen Impfung mit dem Coronavirus-Vakzin des chinesischen Herstellers Sinopharm eine rasche Auffrischung geben. Sechs Monate nach der zweiten Dosis werde man eine dritte anbieten, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörden der Emirate am Dienstag im staatlichen Fernsehen. Wegen Bedenken über eine relativ niedrige Zahl an Antikörpern hatten in den Emiraten Berichten zufolge bereits eine Reihe von Personen eine dritte Dosis erhalten. Auch der Leiter der chinesischen Behörde für Krankheitskontrolle, Gao Fu, hatte im April eingeräumt, dass die chinesischen Vakzine nicht sehr effizient seien. China hat Hunderte Millionen seiner im eigenen Land hergestellten Impfstoffe an andere Länder verteilt und setzt auch für die Impfung der eigenen Bevölkerung darauf. Die WHO erteilte dem Impfstoff von Sinopharm kürzlich eine Notfallzulassung, wodurch er potenziell auch über das internationale Impfprogramm Covax in ärmeren Ländern zum Einsatz kommen kann.

    19.05 Uhr: Covid-Impfzertifikat: EU-Länder und EU-Parlament ringen weiterhin um Details

    Wenige Wochen vor dem geplanten Start eines europaweit gültigen Covid-Impfzertifikats im Juni streiten Vertreter des Europaparlaments und der EU-Staaten noch über die Details. Am Dienstagabend trafen sich Unterhändler der beteiligten Institutionen um die letzten strittigen Punkte zu klären. Falls es keine Einigung gebe, könne am Mittwoch und Donnerstag weiter verhandelt werden. Das Zertifikat soll ein fälschungssicherer Nachweis für eine Corona-Impfung, einen frischen Test oder eine überstandene Covid-Erkrankung sein. Ziel ist einfacheres Reisen in Europa.

    18.50 Uhr: Mehr als 2.700 Corona-Demonstrationen seit August

    Die Bundesregierung geht einem Medienbericht zufolge davon aus, dass seit August vergangenen Jahres bundesweit mehr als 2.700 Demonstrationen und Kundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen stattgefunden haben. Nur 28 der Demonstrationen werden vom Bundesamt für Verfassungsschutz als von Rechtsextremen organisiert oder dominiert eingestuft, wie laut „RedaktionNetzwerk Deutschland“ (Mittwoch) aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht.

    18.45 Uhr: Fast die Hälfte der Deutschen hat geistig schon die Urlaubskoffer gepackt

    Knapp die Hälfte der deutschen BundesbürgerInnen will in diesem Jahr auf jeden Fall in den Urlaub verreisen. Ein gutes Fünftel davon hat diesbezüglich bereits konkrete Planungen angestellt. Bei den Inlandsreisen liegen dabei Ost- und Nordsee als Ziele voll im Trend. Diejenigen, die in diesem Jahr nicht weg möchten, werden nach wie vor in erster Linie von der Corona-Pandemie und ihren Begleiterscheinungen abgehalten. Auf jeden Fall in den Urlaub verreisen, gleich ob im Inland oder/und im Ausland, wollen aktuell 48 Prozent der befragten Deutschen. In der konkreten Planung sind von dieser Gruppe bereits 22 Prozent. Ein knappes Drittel alle Befragten (30%) ist noch unsicher, ob verreist werden soll. Definitiv keinerlei Urlaubsreisen in 2021 plant derzeit ein gutes Fünftel aller Befragten (22%).

    18.30 Uhr: Nach Ansturm auf Autogrammstunde: Kinderkaufhaus in Moskau gesperrt

    Nach dem Massenansturm bei einer Autogrammstunde in Moskau mitten in der Corona-Pandemie haben die Behörden Russlands größtes Kinderkaufhaus gesperrt. Die Arbeit sei vorübergehend eingestellt worden, teilte das Spielwarengeschäft am Dienstag mit. Wann die Geschäfte wieder öffnen, war zunächst unklar. Die Behörden leiteten nach eigenen Angaben eine Untersuchung gegen das Unternehmen ein. Sie kritisierten mangelnde Kontrollen, ob alle Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Zudem gebe es keine Luftreiniger und nicht genügend Desinfektionsspender.

    18.20 Uhr: Indische Corona-Varinate bei Hochhaus-Bewohnerin in NRW nachgewiesen

    Im nordrhein-westfälischen Velbert bei Düsseldorf ist die als besonders ansteckend geltende indische Coronavirus-Variante bei der Bewohnerin eines Hochhausblocks nachgewiesen worden. Das teilt der Gesundheitsdezernent im Kreis Mettmann, Marcus Kowalczyk, vor Ort mit. Die Frau sei zunächst positiv auf Covid-19 getestet worden, eine routinemäßige Nachtestung habe eine Woche darauf eine Infektion mit der Virus-Mutation ergeben. Zwei Hochhäuser mit Dutzenden Bewohnern wurden unter Quarantäne gestellt. Tests bei 19 Personen aus vier Familien seien bereits positiv ausgefallen, wobei aber noch nicht klar sei, ob es sich auch hier um die indische Mutation handle. Das werde noch überprüft. Sollten darüber hinaus weitere Krankheitsfälle auftreten, würden auch diese "auf die Variante getestet, was dann leider wieder fünf bis sieben Tage dauert", sagt Kowalczyk.

    18.05 Uhr: Bund und Länder reden am 27. Mai über Impfung für Kinder

    Kanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten wollen am 27. Mai erneut über die Impfkampagnen reden. Dann soll auch die Frage geklärt werden, wie und wo man Kinder über zwölf Jahren nach einer Freigabe des Impfstoffes BioNTech durch die EU impfen soll, sagt Merkel nach Angaben aus Teilnehmerkreisen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

    17.51 Uhr: Landrat kritisiert Schülerimpfaktion am Gymnasium Planegg

    Die geplante Impfaktion für Schüler am Gymnasium in Planegg stößt beim zuständigen Landrat Christoph Göbel (CSU) auf deutliche Kritik. "Alte und kranke Menschen erhalten keinen Impftermin, während die verfügbaren Impfdosen bewusst vorbei an der noch bestehenden Impfreihenfolge anderweitig eingesetzt werden", sagte Göbel.

    Auch wenn die Rechtslage ein Schlupfloch biete und für die Aktion kein Impfstoff aus dem Kontingent des Landkreises München zum Einsatz komme, sollten Mediziner den Impfstoff für diejenigen bereit halten, die ihn am nötigsten brauchen: "Ich kann jedoch niemandem vermitteln, dass gesunde Jugendliche geimpft werden, wenn ich noch eine Vielzahl vulnerabler Personen auf der Warteliste habe."

    An dem Gymnasium im Münchner Vorort Planegg sollen sich Schüler ab 16 Jahren am Freitag impfen lassen können. Eine niedergelassene Praxis habe dies der Schule angeboten, sagte Schulleiter Matthias Spohrer. Die Biontech-Dosen seien den Ärzten regulär zugeteilt worden. Alle priorisierten Patienten der Praxis seien bereits geimpft. Bayerns Hausärzte dürfen Patienten ab diesem Donnerstag unabhängig von der Impfreihenfolge mit sämtlichen Corona-Impfstoffen impfen.

    17.45 Uhr: Ukrainischer Gesundheitsminister wegen schleppender Impfkampagne entlassen

    Der ukrainische Gesundheitsminister Maxim Stepanow ist wegen der schleppend laufenden Impfungen gegen das Coronavirus entlassen worden. Der 45-Jährige leitete das Ministerium erst seit Ende März vergangenen Jahres. Es ist bereits der dritte Gesundheitsminister, der während der Pandemie entlassen wurde.

    Derzeit verfügt das osteuropäische Land lediglich über etwas mehr als zwei Millionen Impfdosen für die rund 40 Millionen Einwohner. Eine Erstimpfung haben den Behörden zufolge knapp 950.000 Ukrainer erhalten. Vollständig geimpft sind bisher nur rund 28.000 Menschen. Offiziell sind in der Ex-Sowjetrepublik seit März vergangenen Jahres rund 50.000 Menschen in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Mehr als 2,1 Millionen Infektionen wurden offiziell registriert.

    17.34 Uhr: Italien registriert wieder mehr Neuinfektionen und Todesfälle

    In Italien steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen und -Todesfälle trotz des Impffortschritts wieder. Wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilte, nahm die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden von 3.455 auf 4.452 zu. Die Zahl der Todesfälle bezifferte die Behörde auf 201 nach 140 am Vortag. Seit dem Ausbruch der Pandemie starben mehr als 124.000 Menschen in Italien an oder mit dem Coronavirus. Die Zahl der Infektionen beläuft sich auf insgesamt 4,17 Millionen.

    17.23 Uhr: Biontech kann Impfstoff-Produktion in Marburg ausweiten

    Das Regierungspräsidium Gießen hat dem Mainzer Unternehmen Biontech eine weitere Genehmigung für die Produktion des Corona-Impfstoffes im mittelhessischen Marburg erteilt. Man habe den Anpassungen der Produktionskapazität zugestimmt, teilte die Behörde mit. Dies sei "ein wichtiger Schritt, um die geplante Jahreskapazität von bis zu einer Milliarde Impfstoffdosen am Standort Marburg planmäßig zu produzieren".

    Die Firma Biontech stellt seit wenigen Monaten Corona-Impfstoff in Marburg her. Das Werk hatten die Mainzer zuvor vom Pharmakonzern Novartis übernommen. Geplant ist, in Mittelhessen noch in diesem Halbjahr bis zu 250 Millionen Dosen des Impfstoffs zu produzieren. Mit vollständigem Betrieb können dort nach Unternehmensangaben jährlich bis zu einer Milliarde Dosen hergestellt werden.

    17.14 Uhr: Berlin will Hotels voraussichtlich erst Mitte Juni wieder öffnen

    Die Berliner Landesregierung will die Hotels in der Hauptstadt voraussichtlich erst ab Mitte Juni wieder öffnen lassen. Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) nannte nach Senatsberatungen den 18. Juni als möglichen Termin. Erst in der übernächsten Stufe des Öffnungsplans, die dann in Kraft tritt, könnten Hotels absehbar wieder öffnen. Berlin wolle sich zudem mit Brandenburg abstimmen.

    Der Berliner Plan sieht vor, dass Öffnungen im Zweiwochenrhythmus erfolgen. Über weitere Lockerungen ab dem 4. Juni soll laut Kollatz in der nächsten Senatssitzung am 1. Juni beraten werden. Mit den ersten Lockerungen beginnt Berlin bereits in dieser Woche.

    So dürfen ab Mittwoch wieder kulturelle Veranstaltungen mit maximal 250 Teilnehmern stattfinden, zudem Kinos, Theater und Opern unter Einhaltung der Hygienevorschriften öffnen. Ab Freitag können dann auch Gaststätten, Bars und Kantinen draußen wieder Gäste empfangen.

    16.49 Uhr: Taiwan schließt nach neuen Corona-Fällen alle Schulen

    Nach mehr als 1.000 Coronavirus-Neuinfektionen innerhalb einer Woche hat die Regierung in Taiwan die Schließung aller Schulen angeordnet. Ab Mittwoch werde der Präsenzunterricht für zwei Wochen ausgesetzt, teilte Bildungsminister Pan Wen Chung mit.

    Taiwan mit seinen rund 23 Millionen Einwohnern sieht sich derzeit mit dem stärksten Ausbruch seit Beginn der Pandemie konfrontiert, nachdem es bisher sehr glimpflich durch die Krise gekommen ist. Bisher wurden dort nur 14 Todesfälle und 2.260 Infektionen registriert, wodurch die 1.000 innerhalb einer Woche besonders ins Gewicht fallen. Allein am Montag wurden 333 neue Fälle gemeldet, am Dienstag waren es 240 und zwei neue Tote. Mehr als 600.000 Menschen mussten wegen des Ausbruchs für zwei Wochen in Quarantäne.

    16.34 Uhr: Kassenärzte drängen auf steigende Impfstoff-Lieferungen nach Wegfall der Priorisierung

    Die Kassenärzte hoffen nach der angekündigten Aufhebung der Priorisierung bei den Corona-Impfungen auf deutlich steigende Lieferungen an Vakzinen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe den 7. Juni sicher deshalb als Datum genannt, "da dann wohl mit deutlich steigenden Liefermengen zu rechnen sein dürfte", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das Ende der Priorisierung finde man "gut", sagte Gassen. Grundvoraussetzung sei aber, "dass ausreichend Impfstoffe da sind".

    Auch der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, forderte größere Impfstoffmengen. "Wer bei den Menschen Hoffnungen weckt und mit vollmundigen Stichtags-Ankündigungen die Illusion nährt, ab dem 7. Juni könne jede und jeder im Land plötzlich von einem Tag auf den anderen geimpft werden, der muss vor allem auch liefern - und zwar Impfstoff in nennenswertem Umfang", sagt Weigeldt dem RND.

    16.19 Uhr: Merkel - Auf gutem Weg, aber rettendes Ufer noch nicht erreicht

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich angesichts steigender Impfzahlen in der Corona-Pandemie optimistisch gezeigt, aber zugleich zur Vorsicht gemahnt. Man sei auf einem guten und hoffnungsfrohen Weg, habe aber "noch nicht das rettende Ufer erreicht", sagte Merkel nach Informationen von Teilnehmern in den Online-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag. Öffnungsschritte sollten gut durchdacht werden.

    Zwar funktionierten die Impfstoffe, sagte die Kanzlerin demnach. Je aggressiver aber eine neue Virus-Variante sei, desto mehr Menschen müssten geimpft sein, um eine Herdenimmunität zu bekommen. Ein Unruheherd sei die indische Virus-Variante, die sich schneller ausbreite als die britische.

    Merkel bestätigte nach den Informationen, dass es am 27. Mai weitere Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder über das Vorgehen bei den Impfungen geben solle. Dabei solle es um Impfungen von Kindern, Berufsschülern und Studenten gehen. Nach weiteren Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll es auch um den geplanten digitalen Impfnachweis sowie die Impflogistik gehen.

    16.04 Uhr: Brinkhaus rät zu Vorsicht bei Öffnungen

    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat angesichts der Lockerungs-Debatten in der Corona-Pandemie zu weiterer Vorsicht geraten. Ein großer Teil der Bevölkerung sei noch nicht geimpft und durch die indische Mutation bleibe die Situation angespannt, sagte Brinkhaus vor Online-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag. Insgesamt sprach er angesichts der steigenden Impfzahlen aber von einer sehr erfreulichen Entwicklung. Er mahnte jedoch: "Trotzdem sollten wir uns nicht zu früh freuen."

    Er erwarte einen weiteren Fortschritt des Impfprozesses im Juni, so Brinkhaus: "Die Inzidenzzahlen sind erfreulicherweise nach unten gegangen parallel zum Bundeslockdown und parallel natürlich zu den steigenden Impfzahlen." Beim Thema Impfpass geht Brinkhaus davon aus, dass Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) seine Zusagen einhalten werde. Spahn hatte angekündigt, dass Geimpfte und Genesene mit einem digitalen Impfpass leichter Urlaub machen können sollten.

    15.46 Uhr: Beherbergungsverbot für auswärtige Touristen in Niedersachsen gekippt

    Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die Regelung des Bundeslandes, den Tourismus nach dem Corona-Lockdown zunächst nur für eigene Einwohner zu öffnen, außer Vollzug gesetzt. Ab sofort können damit Touristen von überall her sich für einen Urlaub in Niedersachsen einquartieren, entschied das Gericht in einem Eilbeschluss.

    Wie das Gericht entschied, trage das bloße Verbot der Beherbergung auswärtiger Besucher nur wenig zur Eindämmung der Corona-Infektionslage bei. Außerdem führe das Verbot zu einer Ungleichbehandlung von Niedersachsen und Menschen aus anderen Bundesländern, die nicht gerechtfertigt sei.

    Wenige Tage vor dem langen Pfingstwochenende kann die Tourismusbranche, die gegen die Beschränkung protestiert hatte, damit auf zusätzliche Gäste hoffen. Vor allem aus Nordrhein-Westfalen reisen über Pfingsten traditionell viele Gäste an die niedersächsische Nordseeküste.

    15.36 Uhr: Strengere Strafen bei Missbrauch von Impfnachweisen geplant

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plant strengere Regeln gegen den Missbrauch von Impfnachweisen. Der CDU-Politiker sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Auch wer falsche Angaben in einen Impfpass einträgt, macht sich strafbar. Und wer so einen Pass nutzt, genauso." Vorgesehen sind daher jetzt gesetzliche Klarstellungen, die ebenfalls für Test- und Genesenen-Nachweise gelten sollen. Das Nutzen solcher unrichtiger Dokumente soll demnach mit Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe geahndet werden - das Ausstellen mit bis zu zwei Jahren Gefängnis oder einer Geldstrafe.

    "Fälschungen sind kein Kavaliersdelikt", betonte Spahn. Geahndet werden sollten auch Falschangaben aus Gefälligkeit. Das sorge für mehr Gerechtigkeit und besseren Schutz: "Nur wer wirklich geimpft, genesen oder negativ getestet ist, kann andere kaum noch infizieren." Die Neuregelungen soll der Bundestag voraussichtlich am Donnerstag mit Änderungen des Infektionsschutzgesetzes beschließen.

    Festgelegt werden soll außerdem, dass in der Regel Ärzte direkt nach der Impfung auch die geplanten zusätzlichen digitalen Impfnachweise erstellen können. Nachträgliche Nachweise sollen neben Ärzten auch Apotheken ausstellen dürfen. Dann müssen aber der Impfpass und der Personalausweis vorgelegt und überprüft werden.

    15.27 Uhr: Stiko-Chef Mertens warnt vor Aufhebung der Impfpriorisierung

    Für den Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, kommt die Aufhebung der Impfpriorisierung am 7. Juni zu früh. "Der entscheidende Punkt ist, dass wir sicherstellen müssen, dass die Menschen, die ein hohes Risiko für schwere Verläufe mit Covid19 haben, tatsächlich auch ein Impfangebot erhalten haben", so Mertens im ARD-Mittagsmagazin. Zwar seien die Priorisierungsgruppen zu großen Teilen schon geimpft, aber "wir dürfen nicht vergessen, die Menschen, die es dringend brauchen, auch weiterhin zu impfen."

    Die Entscheidung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sei "eine Konsequenz aus der gegebenen Situation, denn die Priorisierung ist ja an vielen Orten de facto schon seit einiger Zeit sehr löchrig."

    15.07 Uhr: Tourismus an Pfingsten - Gut die Hälfte der Kreise erfüllt Bedingungen

    In mehr als der Hälfte der 96 bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte könnte der Tourismus pünktlich zu Beginn der Pfingstferien starten. Am Dienstagvormittag lagen nach Zahlen des Robert Koch-Instituts mehr als 50 mindestens den fünften Tag bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Dies ist Voraussetzung dafür, dass beim Gesundheitsministerium die Zustimmung zu Öffnungen beantragt werden kann.

    Ab Freitag können Kreise mit stabilen Inzidenzwerten unter 100 wieder touristische Angebote erlauben. Durch eine Sonderregelung könnten auch einige Landkreise und Städte, die am Dienstag erst seit vier Tagen unter 100 lagen, schon am Freitag öffnen - sofern sie am Mittwoch ebenfalls unter 100 bleiben. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sagte, es gebe deutlich über 50 Landkreise und Städte, die die Bedingungen für die Öffnungen erfüllten. Es sei "höchste Zeit" gewesen, diese jetzt umzusetzen.

    Wieder erlaubt werden können unter anderem Übernachtungen in Hotels, Jugendherbergen und auf Campingplätzen. Zu den Bedingungen gehören dabei negative Corona-Tests bei Anreise und regelmäßige weitere Tests während des Aufenthalts. Auch Seilbahnen dürfen wieder fahren und der Ausflugsverkehr in der Fluss- und Seenschifffahrt, touristische Bahn- und Busreisen sowie Führungen im Freien wieder aufgenommen werden.

    14.45 Uhr: Münchens OB Reiter übt scharfe Kritik an Impfstrategie

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sieht die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), nach der die Impfpriorisierung ab 7. Juni wegfällt, kritisch. Dies wecke falsche Erwartungen, so Reiter, es gebe noch immer nicht genügend Impfstoff: "Während vom Wegfall der Priorisierung die Rede ist und von Erleichterungen und Reisemöglichkeiten für Geimpfte, sollte allen klar sein, dass die Mehrheit der Bundesdeutschen noch immer auf ein erstes Impfangebot wartet."

    Das Münchner Gesundheitsamt beispielsweise sei erst am Montag darüber informiert worden, dass das Impfzentrum in den kommenden Wochen kaum noch Erst-Impfungen durchführen könne, damit genug Impfstoff für Zweitimpfungen da sei. "Das ist nicht die Strategie, die ich mir vorstelle und erfüllt auch nicht das, was uns Kommunen von Monat zu Monat immer wieder aufs Neue zugesagt wurde: Im März, nein im April, nein im Mai, nein jetzt aber wirklich: Im Juni soll es endlich ausreichend Impfstoff für alle geben, die sich gegen Corona impfen lassen wollen. Die Realität vor Ort sieht anders aus", empörte sich Reiter.

    14.39 Uhr: Bayerns Freizeitparks fühlen sich bei Lockerungen vergessen

    Bayerns Freizeitparks fühlen sich von der bayerischen Politik vergessen. Noch im Mai dürften zahlreiche touristische Einrichtungen wieder für den Publikumsverkehr öffnen, doch die Freizeitparks suche man auf der Liste ebenso vergeblich wie eine Begründung dafür, heißt es in einer dem BR vorliegenden Erklärung des Verbandes Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen.

    Noch im vergangenen Jahr erhielten Freizeitparks noch vor den Beherbergungsbetrieben die Möglichkeit zur Wiedereröffnung, erklärt Silke Holzner, Betreiberin des Bayernparks im niederbayerischen Reisbach. "Warum in diesem Jahr plötzlich Freizeitparks risikoreicher als Hotels und Kinos eingestuft werden, obwohl Aerosolforscher und Virologen genau das Gegenteil bewiesen haben, ist nicht nachvollziehbar", wird die Unternehmerin in der Erklärung des Verbandes zitiert.

    Völlig unverständlich sei auch, warum zoologische Gärten bereits im April wieder öffnen durften und Freizeitparks nicht. Die bayerische Staatskanzlei , so der Verband, bleibe eine Erklärung schuldig, wie sie zu der Einschätzung kommt, dass das Infektionsrisiko in Zoos vergleichsweise niedriger zu bewerten sei.

    14.21 Uhr: Immer weniger Corona-Patienten in englischen Kliniken

    Die Zahl der Corona-Patienten in England ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem halben Jahr gefallen. Am Montagmorgen seien im größten britischen Landesteil noch insgesamt 798 Menschen in Kliniken behandelt worden, teilte der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) mit. Experten erklären das mit der Wirkung des monatelangen Lockdowns sowie den Erfolg des Impfprogramms. Mittlerweile sind mehr als 20 Millionen Menschen vollständig geimpft, knapp ein Drittel der britischen Bevölkerung.

    Allerdings bereitet den Behörden die rasche Ausbreitung der in Indien entdeckten und vermutlich hoch ansteckenden Corona-Variante Sorgen. In einigen Gegenden der schottischen Großstadt Glasgow dürfen deshalb nun alle über 18-Jährigen geimpft werden. Auch in den mittelenglischen Städten Bolton und Blackburn, in denen ein starker Anstieg der "indischen" Variante beobachtet wurde, erhalten alle Erwachsenen, die wollen, eine Spritze.

    Kabinettsmitglied George Eustice schloss regionale Lockdowns nicht aus, um die "indische" Variante einzudämmen. Die Regierung hält bislang an ihrem Plan fest, am 21. Juni alle Corona-Restriktionen aufzuheben. Premierminister Boris Johnson sagte, es gebe "keine endgültigen" Hinweise darauf, dass Großbritannien von diesem Vorhaben abweichen müsse.

    14.02 Uhr: Lockerungen bei Schulen und Kitas nach den Pfingstferien

    Die bayerischen Schulen und Kitas dürfen nach den Pfingstferien auf weitgehende Öffnungen hoffen. In Kommunen unter einem Corona-Inzidenzwert von 50 finde ab 7. Juni kompletter Präsenzunterricht statt, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung in München an.

    In den Kitas gebe es dann normalen Regelbetrieb mit Testangeboten. Für die Schulen bleibt die bisherige Regelung bestehen: In Regionen über einer Inzidenz von 165 findet Distanzunterricht, zwischen 50 und 165 Wechselunterricht mit Test- und Maskenpflicht statt. Tests und Masken bleiben an weiterführenden Schulen auch beim Präsenzunterricht ab einer Inzidenz unter 50 verpflichtend - laut Söder wegen der höheren Inzidenz unter den Jüngeren, zudem solle dadurch "die Stabilität der Schule" gewährleistet werden.

    Kitas müssen jedem Kind zweimal pro Woche einen Test anbieten, den die Eltern freiwillig zuhause durchführen können. Dafür will die Staatsregierung zunächst zehn Millionen Tests zur Verfügung stellen. Für die Kita-Öffnung gilt ebenfalls die bisherige Regelung weiter mit den Inzidenzstufen unter 50 (Regelbetrieb), 50 bis 165 (eingeschränkter Regelbetrieb in Kleingruppen) und über 165 (Notbetreuung).

    13.51 Uhr: Österreich lässt Impfungen mit Astrazeneca auslaufen

    Österreich stellt die Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca ein. Bis Anfang Juni würden voraussichtlich noch erste Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs verabreicht, danach liefen diese Impfungen aus, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein im Privatsender Puls 24. Er begründete die Entscheidung mit Lieferverzögerungen sowie mit "schlechter Presse" und in der Bevölkerung verbreiteten Vorbehalten gegen das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers.

    Mückstein, der selbst Arzt ist, versicherte, dass es sich bei dem Mittel um einen sicheren Impfstoff mit einem hohen Schutz gegen Corona-Infektionen handele. Diejenigen, die bereits eine erste Dosis Astrazeneca erhalten hätten, bekämen auch eine zweite Dosis davon. Für spätere Auffrischungsimpfungen würden aber voraussichtlich andere Vakzine genutzt.

    In Österreich hat mittlerweile etwa ein Drittel der 8,9 Millionen Einwohner eine Corona-Impfdosis erhalten. Für 2022 und 2023 hat die Alpenrepublik mehrere Millionen Impfdosen bestellt und setzt dabei vornehmlich auf die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

    13.42 Uhr: Zahl der Sterbefälle Anfang Mai weiter über Durchschnitt der Vorjahre

    Die Sterbefallzahlen in Deutschland haben Anfang Mai weiter über dem Schnitt der Vorjahre gelegen. In der 18. Kalenderwoche vom 3. bis zum 9. Mai starben 18.636 Menschen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren acht Prozent beziehungsweise 1.403 mehr als im Durchschnitt der Vergleichswochen in den Jahren 2017 bis 2020.

    In Brandenburg lagen die Sterbefallzahlen zuletzt Mitte April mit plus 18 Prozent am deutlichsten über dem Durchschnitt. In der 15. Kalenderwoche vom 12. bis zum 18. April lagen die Sterbefallzahlen in insgesamt neun Bundesländern höher als der Durchschnitt der Vorjahre. In Rheinland-Pfalz lagen sie genau auf dem Niveau der Vorjahre, in sechs Bundesländern darunter, am deutlichsten in Hamburg.

    13.33 Uhr: Österreich bietet kostenlose Corona-Tests für Urlauber an

    Österreich bietet ab nächster Woche kostenlose Corona-Tests auch für ausländische Gäste an, um so den Tourismus anzukurbeln. Diese Möglichkeit werde in öffentlichen Test-Straßen, Apotheken oder auch direkt im Hotel oder im Gasthaus bestehen, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in Wien. Jeder Wirt, jedes Hotel, jeder Betrieb könne Selbsttests für Gäste anbieten. Das solle auch spontane Restaurantbesuche ermöglichen. Der Vor-Ort-Test gelte in diesem Fall aber auch nur für die Dauer des Aufenthalts im Lokal. "Es liegt in der Entscheidung des Lokalbetreibers, ob er diese Tests anbietet", sagte Köstinger.

    Das System der Eintrittstests und weiterer Sicherheitsauflagen habe sich sehr bewährt. In der Modellregion Vorarlberg, in der bereits seit März die Gastronomie mit Zutrittstests geöffnet ist, habe es laut wissenschaftlichen Studien keinen einzigen Infektionsfall gegeben, so die Ministerin.

    In Österreich öffnen am Mittwoch nach sieben Monaten Lockdown die Gastronomie, die Hotellerie, die Kultur und viele Sportstätten. Zugleich entfällt für viele Länder - darunter auch Deutschland - die Quarantänepflicht bei Einreise. Allerdings müssen die Einreisenden getestet, geimpft oder von Covid-19 genesen sein. Für Regionen mit Virusvarianten und für Hochinzidenzgebiete gelten strengere Regeln. Falls ein Test nicht vorgelegt werden kann, muss er innerhalb von 24 Stunden in Österreich gemacht werden. Vor jeder Einreise ist weiter eine elektronische Registrierung nötig.

    13.24 Uhr: Labordaten - mRNA-Impfstoffe dürften auch vor indischen Varianten schützen

    Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna dürften vorläufigen US-Daten zufolge auch vor den indischen Corona-Varianten B.1.617 und B.1.618 gut schützen. Es gebe gute Gründe, das anzunehmen, schreiben Forscher mit Verweis auf Laborexperimente in einer Studie, die bislang nicht von Experten begutachtet und nicht in einem Fachjournal veröffentlicht wurde.

    Die Wissenschaftler um Nathaniel Landau von der New York University überprüften im Labor, inwieweit Antikörper von Genesenen und Geimpften an mutierte Virusproteine binden. Dabei stellten sie fest, dass die Wirksamkeit der Antikörper bei B.1.617 und B.1.618 zwar etwas geringer ausfiel als beim ursprünglichen Erregertyp, gegen den die Impfstoffe entwickelt wurden. Die Forscher gehen aber von einem weitgehenden Schutzeffekt aus. Zu beachten ist, dass es sich um Laborexperimente handelt. Inwieweit die Impfung tatsächlich vor den indischen Varianten schützt, lässt sich daraus nicht mit Sicherheit ableiten.

    Das Robert Koch-Institut schreibt auf seiner Seite über die indische Variante B.1.617, die auch hierzulande immer öfter nachgewiesen wird: "B.1.617 zeichnet sich durch Mutationen aus, die mit einer reduzierten Wirksamkeit der Immunantwort in Verbindung gebracht werden, wobei erste laborexperimentelle Daten darauf hindeuten, dass die Impfstoffwirksamkeit nicht substanziell beeinträchtigt ist." Das RKI beobachtet einen wachsenden Anteil von B.1.617 in Deutschland, wenn auch noch auf sehr niedrigem Niveau. Ihr Anteil an den untersuchten Proben betrug zuletzt weniger als zwei Prozent.

    11.45 Uhr: Bayerische Wirtschaft auf Erholungskurs - Industrie als Motor

    In der bayerischen Wirtschaft stehen die Zeichen auf Erholung von der Corona-Krise. Bei einer Konjunkturumfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) bewerteten 40 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut, nur noch 22 Prozent als schlecht. Das stäkste Zugpferd sei die Industrie, sagte BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl: Sie stehe für ein Viertel der Bruttowertschöpfung und sei "zurück in der Erfolgsspur". Die Tourismuswirtschaft und der stationäre Einzelhandel dagegen "liegen weiterhin am Boden".

    Mit besseren Geschäften in den kommenden Monaten rechnen den Angaben nach 27 Prozent der Betriebe, nur 17 Prozent mit einer Eintrübung. Sinkende Inzidenzzahlen und Öffnungsperspektiven ließen hoffen, "dass sich die Erholung weiter beschleunigen wird und auch die aktuell in der Krise befindlichen Branchen erfasst", sagte Gößl. Erstmals seit einem Jahr sind auch die Beschäftigungspläne nicht mehr im Abwärtstrend: 18 Prozent der Unternehmen möchten Personal einstellen, ebenso viele Stellen streichen. Rund 3.900 Unternehmen nahmen an der Erhebung Ende April teil.

    11.31 Uhr: Eurostar wendet Pleite mit Rettungspaket ab

    Wegen der Corona-Pandemie drohte dem Zugbetreiber Eurostar die Pleite, doch nun hat sich die Gesellschaft für ihre Verbindungen durch den Eurotunnel nach London ein Rettungspaket von rund 290 Millionen Euro gesichert. Eurostar verkündete heute den Durchbruch in den Verhandlungen mit Banken und Aktionären. Die Einigung ermögliche es, "die Zukunft von Eurostar zu sichern, wenn die Reisebeschränkungen aufgehoben werden und die Aktivität wieder anläuft", betonte der Zugbetreiber.

    Wegen der Corona-Pandemie waren die Verbindungen zwischen London und Paris oder Brüssel durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal größtenteils eingestellt. Derzeit wird täglich nur eine Fahrt pro Strecke angeboten, ab Ende Juni sollen es wieder drei pro Tag sein. Eurostar gehört zu 55 Prozent der schweizerischen SNCF, zu 40 Prozent einem kanadisch-britischen Finanzkonsortium und zu fünf Prozent der belgischen Bahn. Das Rettungspaket im Umfang von insgesamt 250 Millionen britischen Pfund (290 Millionen Euro) umfasst nach Angaben von Eurostar 50 Millionen Pfund Eigenkapital der Anteilseigner, eine Kreditbürgschaft in Höhe von 150 Millionen Pfund sowie 50 Millionen Euro bestehender Kredite, die umgeschuldet werden.

    11.09 Uhr: Mann trägt Maske falsch und verprügelt Sicherheitsmitarbeiter

    Nach einem Streit um seine falsch getragene Maske hat ein 38-Jähriger einen Bahn-Sicherheitsmitarbeiter (65) in Münster (NRW) krankenhausreif geschlagen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatte der 65-Jährige den 38-Jährigen am Montagnachmittag an einem Taxistand vor dem Hauptbahnhof angesprochen. Es kam zum Streit, bei dem der Mann mit der schiefen Maske dem 65-Jährigen mit der Faust auf die Nase schlug und ihn gegen ein Auto schubste. Als der Sicherheitsmitarbeiter am Boden lag, trat der 38-Jährige ihm laut Polizei noch gegen den Kopf. Das Opfer kam ins Krankenhaus, gegen den Verdächtigen wird ermittelt.

    11.00 Uhr: Euro-Zone schrumpft 2. Quartal in Folge - Deutschland als Bremsklotz

    Die Wirtschaft der Euro-Zone ist im 1. Quartal auch wegen der schwachen Konjunktur in Deutschland erneut geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel zwischen Januar und März inmitten der dritten Corona-Welle um 0,6 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag eine frühere Schnellschätzung bestätigte. Ende 2020 war es sogar um 0,7 Prozent gesunken. Damit hinkt die Euro-Zone den USA weit hinterher: Die weltgrößte Volkswirtschaft wuchs in den ersten drei Monaten auch wegen rasanter Impffortschritte um 1,6 Prozent.

    Maßgeblich zum schwachen Abschneiden beigetragen hat Deutschland. Europas größte Volkswirtschaft schrumpfte im 1. Quartal um überdurchschnittliche 1,7 Prozent, weil im Lockdown der private Konsum deutlich zurückging. Frankreich als zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone schaffte dagegen ein Wachstum von 0,4 Prozent. Italien als Nummer drei meldete ein Minus von 0,4 Prozent.

    Trotz des Fehlstarts traut die EU-Kommission der Euro-Zone angesichts der immer mehr in Gang kommenden Impfkampagne einen kräftigen Aufschwung in diesem Jahr zu. In ihrer Frühjahrsprognose erhöhte sie die Schätzung für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf 4,3 Prozent.

    10.30 Uhr: Dänemark öffnet alles außer Diskotheken

    In Dänemark fallen weitere Corona-Einschränkungen weg. Ab Freitag werden innerhalb des Landes so gut wie alle bislang noch geschlossenen Einrichtungen wieder geöffnet – außer Nachtclubs und Diskotheken. Darauf einigte sich die dänische Regierung mit einer breiten Mehrheit der Parlamentsparteien in Kopenhagen. Voraussetzung für die Öffnungen sind Abstandsregeln und vielerorts auch das Vorzeigen des Corona-Passes, mit dem man in Dänemark negative Corona-Tests, Impfungen und überstandene Infektionen nachweisen kann.

    Restaurants, Bars, Fitnessstudios und viele andere Einrichtungen sind bereits in vorherigen Lockerungsphasen geöffnet worden. Der Großteil der dänischen Schüler ist schon seit längerem zurück im Präsenzunterricht. Nun können auch Studierende komplett in die Universitäten zurückkehren, das Gleiche gilt für Abend- und Musikschulen. Auch die seit Monaten geschlossenen Saunas, Badelandschaften und Innenbereiche von Zoos und Vergnügungsparks dürfen wieder öffnen, weitere Sport-, Freizeit-, und Vereinsaktivitäten sind wieder möglich. Die Arbeit im Homeoffice wird zudem in drei Phasen zurückgefahren, so dass alle Däninnen und Dänen bis zum 1. August zurück an ihrem Arbeitsplatz sein können.

    9.53 Uhr: SPD will Testzentren auch zur Stammzellspender-Suche nutzen lassen

    Corona-Testzentren sollen nach Ansicht der Bayern-SPD auch für die Suche nach Stammzellspendern genutzt werden. Viele wären zu einer Typisierung bereit, wenn es einfache Gelegenheiten dazu gäbe, erklärte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ruth Waldmann, am Dienstag in einem Antrag im Gesundheitsausschuss. Stammzellspender werden händeringend gesucht und können Leben retten, etwa bei einer Erkrankung an Leukämie.In den Testzentren würden jeden Tag viele Abstriche vorgenommen. Diese Chance müsse genutzt werden für Synergien, und zusätzlich die Typisierung für eine Stammzellenspende angeboten werden, forderte Waldmann: "Der zusätzliche Aufwand ist sehr gering, aber für viele könnte ihre Lebensrettung davon abhängen".

    09.10 Uhr: Indiens Exportstop für Impfstoffe bleibt wohl mindestens bis Oktober

    Indien wird Regierungskreisen zufolge frühestens ab Oktober wieder Impfstoffe exportieren. Die Dosen sollten zunächst in Indien selbst verabreicht werden, sagen drei mit den Überlegungen vertraute Regierungsvertreter. Der Exportstopp gilt somit länger als zunächst gedacht und trifft insbesondere die weltweite Covax-Initiative, mit der ärmere Länder wie Bangladesch, Nepal oder afrikanische Staaten mit Impfstoff versorgt werden sollen. Das besonders heftig von einer zweiten Welle getroffene Indien hatte die Ausfuhr im April ausgesetzt. Eigentlich war mit einer Aufhebung des Exportstops im Juni gerechnet worden.

    08.33 Uhr: RKI meldet 4.209 Neuinfektionen

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 4.209 Neuinfektionen. Das sind mehr als 1.900 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 79 von 83,1 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. In Zusammenhang mit dem Virus starben weitere 221 weitere Menschen. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Deutschland auf insgesamt 86.381 und die der Infektionen auf über 3,6 Millionen.

    08.25 Uhr: Bayern fordert enge Koordinierung bei digitalem Impfnachweis

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat eine enge Bund-Länder-Koordinierung bei der Einführung eines digitalen Corona-Impfnachweises gefordert. "Der Bund muss den Auftrag vergeben, die Länder müssen das ausrollen", sagt der CSU-Politiker im ZDF. Die Bevölkerung erwarte, dass sie einen digitalen Impfnachweis für das Reisen nutzen könne. Holetschek reagiert ausweichend auf Kritik von Ärzten, dass die Praxen die Nach-Digitalisierung der Impfdaten ihrer Patienten kaum leisten könnten. Alle müssten zusammenarbeiten, sagt er. Bisher werden die Impfdaten in Deutschland nicht zentral digital erfasst. In der EU wird derzeit über einen digitalen Impfnachweis verhandelt.

    08.12 Uhr: Sanitätsdienst der Bundeswehr kehrt aus Indien zurück

    Nach 18 Tagen in Indien landet das Team des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr heute wieder in Deutschland. Die 13 Soldatinnen und Soldaten haben in Neu-Delhi eine mobile Sauerstofferzeugungs- und -abfüllanlage aufgebaut, um Indien im Kampf gegen die Coronapandemie zu unterstützen. Nach der Ausbildung indischer Techniker an der Anlage konnte diese bereits am Freitag der vergangenen Woche übergeben werden. Die Inder haben mit dem System die Möglichkeit, bis zu 400.000 Liter Sauerstoff täglich zu produzieren und abzufüllen. Auf Bitten der indischen Regierung und in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt hatten sich am 30. April eine Soldatin und 12 Soldaten aus den Sanitätsstandorten Dornstadt, Feldkirchen, Hamburg, Koblenz und Köln auf den Weg nach Indien gemacht.

    07.00 Uhr: Aktuelle Zahlen zur Verbreitung der Virus-Varianten in Deutschland

    Zur Verbreitung der Virus-Varianten in Deutschland hat die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf das RKi aktuelle Zahlen veröffentlicht. Demnach dominiert derzeit mit einem Anteil von mehr als 90 Prozent an den untersuchten Proben die vor einiger Zeit zunächst in Großbritannien nachgewiesene Mutante B.1.1.7 das Infektionsgeschehen in Deutschland. Der zunächst in Südafrika nachgewiesene Erreger B.1.351 liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) konstant bei bis zu 1 Prozent, die Variante P.1 - bekannt aus Brasilien - bei bis zu 0,5 Prozent.

    Die neu als besorgniserregend eingestufte, zunächst in Indien entdeckte und inzwischen schon in Dutzenden Ländern kursierende Mutante B.1.617 hatte zuletzt einen Anteil von weniger als 2 Prozent. Die absolute Zahl liege weiter "nur im zweistelligen Bereich" - zuletzt bei etwa 30 Fällen pro Woche, heißt es im RKI-Bericht vom vergangenen Mittwoch (12.5.). Der Anteil sei aber jüngst stetig gestiegen.

    06.58 Uhr: Scholz und Baerbock sehen Fehler bei Pandemie-Bekämpfung

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Vizekanzler Olaf Scholz Fehler eingeräumt. Es habe falsche Entscheidungen gegeben, sagte der SPD-Kanzlerkandidat am Abend im "Polittalk aus der Hauptstadt" von des Berliner Inforadio und der Süddeutschen Zeitung, unterstützt von der Bertelsmann-Stiftung.

    Beispielsweise sei es falsch gewesen, zu Beginn der Pandemie die Schulen zu schließen. Auch die Situation in Altenpflegeeinrichtungen mache ihn nachhaltig traurig, so Scholz. Da sei nicht rechtzeitig das Richtige geschehen. Außerdem kritisierte Scholz die Organisation der Impfstoffbestellung in Europa im vergangenen Jahr. Das habe zu lange gedauert. "Es hätte anders laufen müssen", sagte Scholz.

    Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock erklärte im "Polittalk", man könne nicht nur die regierenden Parteien zur Verantwortung ziehen. Alle demokratischen Parteien müssten selbstkritisch sein. Die größte Lehre aus der Corona-Situation sei, konkrete Pläne zu machen und nicht immer auf Sicht zu fahren. Jetzt müsse man sagen, "damit machen wir Schluss. In Zukunft schauen wir wirklich voraus und sagen, was brauchen wir in den nächsten Jahren", so Baerbock.

    06.30 Uhr: Weniger Neuinfektionen, aber mehr Todesfälle in Indien

    In Indien sinkt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter. Das Gesundheitsministerium meldet 263.533 neue Ansteckungen. Das sind etwa 18.000 weniger als am Vortag, als die Zahl erstmals seit dem 21. April wieder unter die Schwelle von 300.000 gefallen war. Zwischenzeitlich hatte es sogar Tage mit mehr als 400.000 Neuinfektionen gegeben. Allerdings registrierten die Behörden binnen eines Tages mit 4.329 weiteren Todesfällen in Verbindung mit dem Virus so viele wie noch nie. Damit stieg die Zahl der Toten auf mehr als 278.000. Mit insgesamt mehr als 25,2 Millionen bestätigten Ansteckungen weist Indien nach den USA weltweit die meisten Infektionen auf. Einige Experten befürchten aber, dass die tatsächlichen Zahlen fünf- bis zehnmal höher liegen könnten. Das Gesundheitssystem des südasiatischen Landes ist überlastet und wird mit internationaler Hilfe unterstützt.

    03.55 Uhr: Über 274 Millionen Impfungen in den USA

    Die USA haben nach Angaben der Seuchenbehörde CDC bereits mehr als 274 Millionen Impfungen vorgenommen. Über 157,8 Millionen Amerikaner seien mindestens einmal geimpft worden, bei knapp 124 Millionen Menschen seien die Impfungen sogar vollständig abgeschlossen. Die CDC-Zählung umfasst die Zweidosen-Vakzine von Moderna und Biontech/Pfizer sowie den Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson.

    03.37 Uhr: Kassenärzte hoffen auf steigende Liefermenge an Impfstoffen

    Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hofft auf deutlich steigende Liefermengen bei den Corona-Impfstoffen nach der Aufhebung der festen Impfreihenfolge im Juni. Die Kassenärzte gingen davon aus, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) "deshalb das Datum ab 7. Juni genannt hat, da dann wohl mit deutlich steigenden Liefermengen zu rechnen sein dürfte", sagte Gassen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Spahn hatte am Montag angekündigt, die Impfreihenfolge ab dem 7. Juni aufzuheben, um die Impfkampagne weiter zu beschleunigen. Gassen begrüßte die Entscheidung grundsätzlich: "Wir finden das gut", sagte er. "Es macht die Arbeit der niedergelassenen Kolleginnen und Kolleginnen leichter." Grundvoraussetzung sei aber, "dass ausreichend Impfstoffe da sind".

    02.33 Uhr: Japans Wirtschaft erneut geschrumpft

    Japans Wirtschaft ist in Folge des erneuten Corona-Notstands erstmals seit drei Quartalen wieder geschrumpft. Wie die Regierung auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt auf das Jahr hochgerechnet um 5,1 Prozent. In den vorangegangenen Quartalen hatte Japans Wirtschaft noch kräftig aufgeholt, nachdem die Exportnation im Zuge der Corona-Pandemie in eine schwere Rezession gerutscht war. Bezogen auf das gesamte abgelaufene Fiskaljahr, das am 31. März endete, schrumpfte Japans Wirtschaft im zweiten Jahr in Folge, und zwar um 4,6 Prozent. Das ist der stärkste Einbruch seit Beginn der Erfassung dieser Daten in 1955.

    02.00 Uhr: Lehrerverband empfiehlt Präsenzunterricht ab Inzidenzwert 50

    Der Deutsche Lehrerverband (DL) hält eine Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht ab einer Inzidenz von 50 für empfehlenswert. "Unterhalb der 100er Inzidenz können Länder vollständigen Präsenzunterricht anordnen, das liegt in ihrem Ermessen. Unsere Auffassung ist allerdings, dass man sich bei vollständigem Präsenzunterricht ohne Abstandsregelung an der Empfehlung des RKI (Inzidenz 50) orientieren sollte, solange viele Lehrkräfte und fast alle Kinder noch nicht geimpft sind", sagt DL-Präsident Heinz-Peter Meidinger der Zeitung "Rheinische Post".

    01.02 Uhr: Stiko ändert Impfempfehlung für Schwangere

    Vor dem Hintergrund eines erhöhten Risikos für schwere Verläufe von Covid-19 bei Schwangeren erweitert die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Impfempfehlung. "Es ist ein Signal an die Politik, aber auch an die betreuenden Frauenärzte, dass man Schwangeren eine Impfung nach individueller Prüfung großzügig empfehlen kann",  sagt Stiko-Mitglied Dr. Marianne  Röbl-Mathieu, die die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) vertritt,  den Zeitungen der Funke Mediengruppe.  Schwangere könnten ein entsprechendes Schreiben beim Hausarzt oder im Impfzentrum vorzeigen, wenn der Frauenarzt die Impfung nicht selbst vornehme.  Nach Ansicht von Röbl-Mathieu fallen Schwangere wie ihre Kontaktpersonen in Priorisierungsgruppe 2.

    Montag, 17. Mai 2021

    21.40 Uhr: Italien erlaubt ab Juni Fans bei Sportevents

    Die italienische Regierung setzt angesichts sinkender Infektionszahlen auch im Sport auf Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Ab dem 1. Juni ist der Zugang zu Veranstaltungen im Freien wieder erlaubt. Ab dem 1. Juli dürfen dann 25 Prozent der Plätze in Stadien mit bis zu maximal 1.000 Personen im Freien und 500 Personen in Hallen besetzt werden. Turnhallen öffnen ab dem 24. Mai, Hallenbäder ab dem 1. Juli. Beim Pokalfinale am Mittwoch zwischen Juventus Turin und Atalanta Bergamo im Mapei Stadion in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia werden laut eines Plans des Fußballverbandes FIGC 2300 Zuschauer zugelassen.

    21.10 Uhr: Nach Corona-Pause: Marathon in New York findet in diesem Jahr statt

    Der legendäre New-York-Marathon, der 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, soll in diesem Jahr wieder starten. Das Großereignis solle am 7. November stattfinden, ab dem 8. Juni könnten sich Teilnehmer registrieren, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Montag mit. Allerdings dürfen wegen der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie in diesem Jahr nur 33.000 statt der üblichen rund 55.000 Menschen dabei sein. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt.

    20.55 Uhr: Impfstoffe von Pfizer und Moderna wohl auch gegen indische Varianten wirksam

    Die Corona-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna sind laut einer US-Studie wohl auch gegen die zwei indischen Virus-Varianten B.1.617 und B.1.618 hoch wirksam. "Wir haben festgestellt, dass die Antikörper des Impfstoffs zwar ein wenig schwächer gegen die Varianten wirken, aber nicht so sehr, dass es unserer Auffassung nach große Auswirkungen auf die Schutzfähigkeit der Impfstoffe hätte", sagte Nathaniel Landau, einer der Verfasser der Studie, der Nachrichtenagentur APF am Montag. Die Studie der NYU Grossman School of Medicine und des NYU Langone Center wurde noch nicht durch mehrere Fachexperten unabhängig voneinander begutachtet. Ohne ein solches Peer-Review-Verfahren zur Sicherung der wissenschaftlichen Qualität ist die Korrektheit der Studie noch ungeklärt und ihre Aussagekraft deshalb begrenzt.

    20.45 Uhr: Österreich erlaubt Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne

    Österreich erlaubt ab Mittwoch die Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne. Das erklärte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein mit Verweis auf eine neue Verordnung. Verpflichtend bleibe allerdings der Nachweis einer Impfung, Testung oder Genesung. Als Impfnachweis würden die Impfstoffe anerkannt, die von der EU-Arzneimittel-Agentur EMA zugelassen worden seien oder den entsprechenden Prozess der Weltgesundheitsorganisation erfolgreich durchlaufen hätten. Für Regionen mit Virusvarianten oder Hochinzidenzgebiete würden weiterhin strengere Regeln gelten. Falls ein Test nicht vorgelegt werden könne, müsse dieser innerhalb von 24 Stunden in Österreich gemacht werden. Vor jeder Einreise sei weiter eine elektronische Registrierung nötig.

    20.30 Uhr: Italien lockert nächtliches Ausgangsverbot - Ende im Juni erwartet

    Italien lockert wegen sinkender Corona-Zahlen das nächtliche Ausgangsverbot und will es ab 21. Juni möglichst weitgehend beenden. Das berichteten offizielle Stellen in Rom nach einer Beratung der Regierung von Mario Draghi mit einem Gremium von Gesundheitsexperten am Montag. In den sogenannten Gelben Zonen Italiens mit moderatem Corona-Risiko solle der Beginn der Sperrstunde von jetzt 22.00 auf 23.00 Uhr verlegt werden. Sie geht aktuell bis 5.00 Uhr morgens. Diese Maßnahme trete kurzfristig in Kraft, sobald sie per Dekret erlassen werde, hieß es. Ab 7. Juni dürfe man in dem Mittelmeerland eine weitere Stunde länger bis Mitternacht draußen bleiben. Für den 21. Juni stellte Rom die Abschaffung der Maßnahme in Aussicht, wenn die Infektionswerte es zulassen.

    20.05 Uhr: In Weißenstadt Impfungen durch Betriebsärzte gestartet

    Gut drei Wochen vor dem offiziellen Start vom Impfungen durch Betriebsärzte haben die ersten Mitarbeiter von zwei Firmen in Weißenstadt im Landkreis Wunsiedel einen Schutz gegen Covid-19 erhalten. Dafür habe das Gesundheitsministerium ein Sonderkontingent von 800 Impfdosen des Herstellers Johnson&Johnson zur Verfügung gestellt, teilte das Landratsamt Wunsiedel am Montag (17.05.21) mit. Die Konjunktur ziehe wieder an, und viele Betriebe bräuchten ihre Mitarbeiter dringend, betonte Landrat Peter Berek (CSU). Mit dem Impfstoff von Johnson&Johnsonsei nur eine Impfung nötig. Die vollständige Immunisierung trete bereits nach zwei Wochen ein. In Bayern ist der Start der Impfungen gegen Covid-19 durch Betriebsärzte ab dem 7. Juni geplant.

    19.50 Uhr: Neue Prioritäten bei Corona-Impfkampagne in Bulgarien

    In Bulgarien sollen ältere und chronisch kranke Menschen nun vorrangig gegen das Coronavirus geimpft werden. Nur den von der bisherigen Impfgruppe vier erfassten Menschen soll jetzt an vier Wochentagen von den Hausärzten oder in Impfzentren ein Corona-Vakzin verabreicht werden. Die neue Priorisierung wurde von Interims-Gesundheitsminister Stojtscho Kazarow am Montag angeordnet. Dieser rief die Bulgaren auf, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen.

    Nach dem Impfplan der bisherigen Regierung von Ex-Ministerpräsident Boiko Borissow wurden bisher drei andere Risiko-Gruppen vorrangig geimpft. Dazu gehörten unter anderem Klinikpersonal, Apotheker, Heiminsassen und Beschäftigte in lebenswichtigen Bereichen. Bislang wurden in dem Balkanland mit einer Bevölkerung von 6,9 Millionen Menschen 1,1 Millionen Impfdosen verabreicht. An oder mit dem Coronavirus starben bis Montag insgesamt 17 259 Menschen. Damit gehört Bulgarien zu den EU-Ländern mit der höchsten Corona-Sterblichkeit.

    19.35 Uhr: Weitere Lockerungsschritte auf der Landesgartenschau in Ingolstadt

    Der Besuch der Landesgartenschau wird einfacher. Das teilte eine Sprecherin mit. Die 7-Tage-Inzidenz der Stadt Ingolstadt liegt konstant unter 100. Deshalb können auf der Landesgartenschau weitere Öffnungsschritte erfolgen. So können ab dem 18. Mai Ausstellungspavillons und die Blumenhalle für Besucher öffnen. Außerdem bieten die Gastronomiebetriebe auf dem Gelände eine Mischform aus Außengastronomie und to-go Angeboten an. Zudem wurde die maximale Besucherobergrenze auf 3444 Personen erhöht. Bislang lag sie bei 2.500 Besuchern. Voraussichtlich ab dem 21. Mai sollen auch Gästeführungen und Gruppenbesuche möglich sein.

    19.15 Uhr: Desmond Tutu erhält Corona-Impfung

    Der frühere südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Der 89-Jährige wurde am Montag im Rollstuhl in ein Impfzentrum in Kapstadt gefahren, wo er und seine Frau Leah ihre Spritzen erhielten. "Mein ganzes Leben habe ich versucht, das Richtige zu tun und sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, ist definitiv das Richtige", erklärte der Friedensnobelpreisträger in einer Stellungnahme. Er habe sich sehr gefreut, die engagierten Pflegekräfte kennenzulernen und danke allen, die seit einem Jahr für die Sicherheit der Menschen im Einsatz seien.

    19.05 Uhr: Johnson & Johnson halbiert EU-Impfstofflieferungen für diese Woche

    Der US-Konzern Johnson & Johnson hinkt bei den Lieferungen seines Corona-Impfstoffes in die EU hinterher. Von den 55 Millionen Dosen, die im zweiten Quartal geliefert werden sollen, sind bisher weniger als zehn Prozent tatsächlich angekommen. Die für die laufende Woche zugesagte Lieferung habe J&J um die Hälfte gekürzt und das mit zunehmenden Versorgungsproblemen mit Vorprodukten begründet, sagt ein EU-Insider. Einem Sprecher der EU-Kommission zufolge ist das aber nur eine vorübergehende Reduzierung, die später wieder aufgeholt werden soll. J&J peile nach wie vor die Lieferung von 55 Millionen Dosen im zweiten Quartal an. Der Konzern war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

    18.55 Uhr: Nationalspieler Kroos mit Corona infiziert

    Nationalspieler Toni Kroos vom spanischen Fußballmeister Real Madrid hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut Angaben der Königlichen fiel am Montag ein Test des 31-Jährigen positiv aus. Damit fehlt Kroos dem Traditionsklub im Saisonfinale, zudem droht der 2014er-Weltmeister den Start der EM-Vorbereitung mit der Nationalmannschaft am 28. Mai zu verpassen. Der Mittelfeldstar hatte sich wegen direkten Kontakts mit einer Person, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde, bereits seit Freitag in Isolation befunden. Wie lange er ausfallen wird, ist offen.

    18.45 Uhr: Hunderte Corona-Tote in brasilianischen Gefängnissen

    Die Zahl der Häftlinge sinkt, aber die Gefängnisse in Brasilien sind auch in der Corona-Pandemie extrem überfüllt. Dies geht aus dem am Montag veröffentlichten Gewaltmonitor hervor, den die Mediengruppe Globo regelmäßig gemeinsam mit der Universität von São Paulo und dem Forum für öffentliche Sicherheit erstellt. Demnach sitzen in den Gefängnissen des südamerikanischen Landes derzeit rund 688.000 Gefangene ein. Im vergangenen Jahr saßen rund 710.000 Gefangene ein.

    18.35 Uhr: USA wollen weitere 20 Millionen Dosen Impfstoff spenden

    Die Vereinigten Staaten wollen weitere 20 Millionen Dosen Corona-Impfstoff spenden. Aus US-Regierungskreisen verlautete, Präsident Joe Biden werde am Montag eine entsprechende Ankündigung machen. Die Dosen der Impfstoffe der Hersteller Pfizer und Biontech, Moderna und Johnson & Johnson wurden demnach in den USA produziert und sollen in den kommenden sechs Wochen verteilt werden. Bereits zuvor hatte die US-Regierung angekündigt, sie werde bis Ende Juni rund 60 Millionen Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca spenden. Noch nicht bekannt ist, wie die Verteilung ablaufen oder welche Länder begünstigt werden sollen.

    18.25 Uhr: Corona-Impfungen für ältere Schüler von Planegger Gymnasium

    An einem Gymnasium im Münchner Vorort Planegg können sich Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren am Freitag gegen das Coronavirus impfen lassen. Eine niedergelassene Praxis habe dies der Schule kurzfristig angeboten, sagte der Schulleiter Matthias Spohrer am Montag in Planegg. Die Biontech-Impfdosen seien den Ärzten regulär zugeteilt worden. Alle priorisierten Patienten der Praxis seien aber bereits geimpft worden.

    18.10 Uhr: Corona-Variante aus Indien in Großbritannien auf Vormarsch

    Die zunächst in Indien entdeckte Variante des Coronavirus breitet sich in Großbritannien weiter aus. Es gebe landesweit 2.323 bestätigte Fälle, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Montag im Parlament. Das sind gut 1.000 mehr als noch am 12. Mai. Vor allem die mittelenglischen Städte Bolton und Blackburn sind betroffen. Es gebe Hinweise, dass die Variante ansteckender sei als die bisher bekannten Formen. Aber der Umfang sei noch unbekannt. Hancock betonte, frühe Analysen legten nahe, dass die Impfungen gegen die Variante schützten. Zwar werden in Bolton und Blackburn insgesamt 27 Menschen wegen der Variante in Kliniken behandelt. Diese Patienten seien aber nicht geimpft gewesen.

    17.55 Uhr: Biontech-Vakzin länger bei Kühlschrank-Temperaturen lagerbar

    Der Corona-Impfstoff von Biontech kann künftig länger bei höheren Temperaturen aufbewahrt werden. Studien hätten ergeben, dass das Vakzin 31 Tage bei Kühlschrank-Temperaturen von zwei bis acht Grad Celsius gelagert werden könne und nicht wie bisher praktiziert nur fünf Tage, teilt die Mainzer Pharmafirma mit. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA habe einer entsprechenden Änderung der Lagervorschriften zugestimmt. Bisher war eine längere Aufbewahrung nur bei Temperaturen von minus 80 bis minus 60 Grad erlaubt, was logistisch bei längeren Wegen oder der Lagerung in Arztpraxen schwierig war.

    17.44 Uhr: Bund und Länder heben Impf-Priorisierung ab 7. Juni auf

    Bei den Corona-Impfungen in Deutschland soll ab dem 7. Juni keine festgelegte Reihenfolge mehr gelten. Die Priorisierung soll dann entfallen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin nach einem entsprechenden Beschluss der Ressortchefs von Bund und Ländern sagte.

    15 Millionen Impfungen von Menschen mit besonderem Risiko seien bis zum 7. Juni noch vorgesehen, so Spahn. Dann werde die Priorisierung in Impfzentren und in den Arztpraxen aufgehoben. Spahn wertete den bis dahin noch weiter geltenden Vorrang für Ältere, Kranke und Menschen in bestimmten Berufen als wichtig. "Sie zuerst zu impfen, das war epidemiologisch geboten", sagte er. Die Priorisierung sei auch moralisch geboten gewesen: "Das war keine Bürokratie, das hat Menschenleben gerettet." Dennoch könnten die Kommunen bestimmte Kontingente von Impfdosen weiter für bestimmte Stadtteile oder Personengruppen verwenden.

    17.42 Uhr: Südafrika beginnt mit groß angelegter Corona-Impfkampagne

    Nach langer Verzögerung hat Südafrika sein groß angelegtes Impfprogramm gegen das Coronavirus begonnen. Zu den ersten geimpften Senioren gehörte der 89-jährige Friedensnobelpreisträger und ehemalige Erzbischof Desmond Tutu. Bis Ende Juni sollen mehr als fünf Millionen Menschen über 60 Jahren geimpft sein - wenn die Lieferungen das Land so erreichen, wie geplant. Laut Gesundheitsminister Mkhize erwartet Südafrika in den nächsten sechs Wochen 4,5 Millionen Dosen des Biontech/Pfizer-Vakzins und zwei Millionen Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson.

    Obwohl Südafrika vor einer dritten Corona-Welle steht und mit mehr als 1,6 Millionen Infektionen und 55.210 Todesfällen das am stärksten vom Virus betroffene Land Afrikas ist, lief die Impfkampagne bislang schleppend. Weniger als 480.000 Menschen - also ein Prozent der Bevölkerung - wurden seit Februar geimpft. Darunter befanden sich vor allem Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden.

    Die Impfkampagne kam deshalb nicht voran, weil Südafrika ursprünglich auf das Präparat von Astrazeneca gesetzt hatte, dieses dann aber wegen Befürchtungen einer geringeren Wirksamkeit an andere afrikanische Länder verkaufte. Auch die Impfungen mit Johnson & Johnson wurden wegen Untersuchungen zu möglichen Blutgerinnseln für zwei Wochen ausgesetzt.

    17.35 Uhr: Italien begrüßt erste Touristen nach Ende der Quarantäne-Pflicht

    Nach der Lockerung der Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind die ersten Touristen in Italien eingetroffen. Den Anfang machte eine Maschine aus Griechenland. Alle Passagiere mussten vor dem Start einen negativen Corona-Test vorlegen.

    Italien hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass die Quarantäne-Bestimmungen für Reisende aus der EU, aus Großbritannien und Israel wegfallen würden. Damit sollte der italienischen Tourismusbranche ein Schub verliehen werden, die in den vergangenen Monaten praktisch zum Erliegen gekommen war. Noch in den Osterferien hatten die italienischen Behörden für Reisende aus der EU eine fünftägige Quarantäne angeordnet, um einen Ansturm von Touristen zu vermeiden.

    Inzwischen werden in Italien nach einem Winter mit mehreren Lockdowns und einer beschleunigten Impfkampagne weniger als 10.000 Neuinfektionen pro Tag registriert. Dennoch melden die Behörden noch immer rund 200 Todesfälle täglich. Italien verzeichnet nach Großbritannien die zweithöchste Todeszahl durch das Coronavirus in Europa.

    17.22 Uhr: Erste britische Touristen treffen in Portugal ein

    Mit einem Flugzeug aus Manchester sind die ersten der mehr als 5.000 Reisenden aus Großbritannien in Portugal eingetroffen, die am ersten Tag der gelockerten Reisebeschränkungen an der Algarve erwartet wurden. Begrüßt wurden die Britinnen und Briten am Flughafen von Faro von Mitarbeitern der Behörden, die Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel verteilten, sowie vom Chef der örtlichen Tourismus-Behörde.

    Die Ankommenden mussten einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein durfte. Sowohl in Portugal als auch in Großbritannien lag die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner zuletzt zwischen drei und vier. Daraufhin wurde beschlossen, die Reisebeschränkungen zu lockern.

    Die portugiesische Regierung hatte am Samstag erklärt, Menschen aus europäischen Ländern mit Inzidenzen unter 500 pro 100.000 Einwohner über 14 Tage werde die Einreise erlaubt. Damit können die meisten Europäer das Land wieder besuchen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen. Die britische Regierung setzte Portugal und elf weitere Länder auf eine Grüne Liste von Ländern mit niedrigem Infektionsrisiko. Briten, die aus solchen Ländern zurückkehren, müssen nicht in Quarantäne.

    17.00 Uhr: In Nürnberg Lockerungen bei Schulen und Geschäften

    In Nürnberg treten morgen Lockerungen für Schulen und Geschäfte in Kraft, weil der maßgebliche Inzidenzwert an fünf Tagen in Folge unterschritten wurde. Die Stadt teilte in einem Schreiben mit, dass Grundschulen ab dem 18.05. wieder mit Präsenzunterricht starten. In den Förderschulen wird für die Klassen 1 bis 6 im Wechsel und mit Mindestabstand unterrichtet. Außerdem können die Kinder wieder die Kita oder den Hort besuchen. In den Geschäften, die nicht dem täglichen Bedarf dienen, darf Kunden mit einem tagesaktuellen negativen Corona-Test und vorgebuchtem Termin wieder Einlass gewährt werden.

    16.53 Uhr: Weltwirtschaftsforum sagt Jahrestreffen in Singapur ab

    Wegen der Corona-Pandemie hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) sein für August geplantes Jahrestreffen endgültig abgesagt. Die Tagung sollte eigentlich Mitte August im südostasiatischen Stadtstaat Singapur stattfinden - statt wie sonst im schweizerischen Davos. Die tragischen Umstände machten das globale Treffen mit Vertretern aus Wirtschaft, Regierung und Zivilgesellschaft aus aller Welt im geplanten Maßstab unmöglich, teilte das WEF in Genf mit. Die nächste Jahrestagung solle nun in der ersten Jahreshälfte 2022 stattfinden. Zeit und Ort würden noch bekanntgegeben.

    Normalerweise findet das WEF-Treffen im Januar im Alpenort Davos statt. Wegen der Corona-Krise hatte die Organisation ihre Tagung, an der normalerweise etwa 3.000 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft teilnehmen, aber nach Singapur verlegt. Zunächst sollte sie Mitte Mai, dann Ende Mai stattfinden. Schließlich wurde der Termin auf Mitte August verschoben - und nun für 2021 komplett abgesagt.

    In dem Stadtstaat gab es nur wenige Corona-Neuinfektionen. Angesichts eines Anstiegs in jüngster Zeit hatte die Regierung aber die strengsten Einschränkungen seit fast einem Jahr verhängt. Seit Sonntag dürfen sich nur noch zwei Menschen treffen.

    16.28 Uhr: Spahn schlägt Ende der Impf-Priorisierung ab 7. Juni vor

    Bei den Corona-Impfungen in Deutschland soll nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ab dem 7. Juni keine Priorisierung mit einer festgelegten Reihenfolge mehr gelten. "Damit sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren berechtigt, einen Impftermin zu vereinbaren", heißt es in einem Beschlussentwurf des Bundes für Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder.

    Ab 7. Juni solle die Priorisierung bundesweit in Arztpraxen und den regionalen Impfzentren entfallen, heißt es dort. Zugleich wird betont, dass aufgrund der Liefermengen nicht gleich alle Impfwilligen bereits im Laufe des Juni geimpft werden könnten: "Die Impfkampagne wird wie angekündigt bis zum Ende des Sommers fortgesetzt werden müssen." Außerdem seien in den drei Wochen bis zum 7. Juni noch mindestens 15 Millionen Erst- und Zweitimpfungen vorgesehen. Spahn hatte mehrfach deutlich gemacht, dass vor einer völligen Freigabe zunächst noch die dritte und letzte Prioritätsgruppe zum Zuge kommen soll.

    Ebenfalls ab 7. Juni sollen dem Vorschlag zufolge auch Betriebs- und Privatärzte routinemäßig in die Impfungen einbezogen werden. Für sie soll von Beginn an keine Priorisierung gelten. Generell sollen noch im Rahmen der Priorisierung vereinbarte Termine für Erst- und Zweitimpfungen von der Impf-Freigabe unberührt bleiben.

    16.01 Uhr: Disneyland Paris öffnet im Juni wieder für Besucher

    Der Freizeitpark Disneyland Paris will nach monatelanger coronabedingter Schließung ab dem 17. Juni wieder für Besucher öffnen. Es werde eine begrenze Zahl von Tickets geben, die über ein Online-Reservierungssystem verfügbar seien, teilte der Betreiber mit. Es würden Gesundheits- und Abstandsmaßnahmen gelten. Alle Gäste ab sechs Jahren müssten zum Beispiel eine Maske tragen.

    Der Park in Marne-la-Vallée bei Paris musste im vergangenen Herbst wegen der Covid-19-Pandemie erneut schließen. Er ist nach eigenen Angaben eine der größten Tourismus-Attraktionen in ganz Europa. Der Park verzeichnete 2019 dem Tourismusverband der Hauptstadtregion zufolge rund 15 Millionen Besucher. In Frankreich dürfen ab dem 19. Mai die Außenbereiche der Restaurants sowie Geschäfte und Kultureinrichtungen wieder öffnen. Für Juni sind dann weitere Öffnungsschritte geplant.

    15.56 Uhr: NRW-Justizminister fordert bis 5 Jahre Haft für Impfpass-Fälscher

    Der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach (CDU) will sich dafür einsetzen, dass Fälschungen von Impfausweisen mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren geahndet werden. "Wer ein gefälschtes Gesundheitszeugnis verwendet, gefährdet die Gesundheit der Menschen seiner Umgebung", sagte Biesenbach in Düsseldorf: "Das ist hochgradig kriminell."

    Bislang seien solche Taten mit maximal einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet worden: "Ich möchte hier aber eine Bestrafung wie bei der Urkundenfälschung erreichen. Deshalb werde ich mich bei der Justizministerkonferenz für einen Strafrahmen bis zu fünf Jahren einsetzen." Biesenbach ist derzeit Vorsitzender der Justizministerkonferenz von Bund und Ländern, die Mitte Juni tagen wird.

    15.44 Uhr: Union Berlin will vor 2.000 Fans gegen Leipzig spielen

    Der 1. FC Union Berlin darf sein letztes Spiel in dieser Saison in der Fußball-Bundesliga erstmals seit Ende Oktober 2020 wieder vor Zuschauern austragen. Bis zu 2.000 Fans können bei der Begegnung gegen RB Leipzig an diesem Samstag im Stadion An der Alten Försterei dabei sein, wenn die Inzidenzzahlen in der Hauptstadt auch in den kommenden Tagen so niedrig bleiben wie aktuell. Das bestätigte Martin Pallgen, Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Aktuell liegt der Inzidenzwert in Berlin bei 68,6.

    Union hatte am Sonntag mitgeteilt, einen Antrag für ein Pilotprojekt zur Zuschauerrückkehr während der Corona-Pandemie gestellt zu haben. Zuletzt trat Union am 24. Oktober 2020 gegen den SC Freiburg vor Zuschauern an. 4.500 Fans waren in der normalerweise rund 22 000 Personen fassenden Arena im Berliner Stadtteil Köpenick dabei. Das bislang letzte Bundesligaspiel mit Fans auf den Tribünen war das 2:1 des VfL Wolfsburg gegen Arminia Bielefeld einen Tag später.

    An der Ostseeküste wird eine noch größere Fan-Rückkehr erwartet, wenn Hansa Rostock am Samstag vor 7.500 Zuschauern gegen den VfB Lübeck nach neun Jahren Drittklassigkeit in die 2. Liga zurückkehren kann. In Rostock liegt der Inzidenzwert derzeit weit unter 100. "Es geht darum, mögliche Fanmassen vor dem Stadiongelände mit in das Stadion zu nehmen. Hier versprechen wir uns eine gezielte und bessere Lenkung von Zuschauerströmen", sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) in Schwerin.

    15.20 Uhr: Pakistan hebt mehrere Corona-Beschränkungen auf

    In Pakistan haben Behörden mehrere Corona-Beschränkungen angesichts sinkender Infektionszahlen aufgehoben. Tausende Menschen reisten am Montag nach den Eid-Feiertagen zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan wieder zurück an ihre Arbeitsorte, nachdem öffentlicher Verkehr wieder erlaubt worden war. Märkte öffneten erneut vollständig und Büros dürfen nun wieder mit 50 Prozent der Mitarbeiter besetzt werden. Die Einschränkungen waren Anfang Mai vor allem mit Blick auf die Eid-Feiertage verhängt worden, zu denen sich viele Menschen treffen.

    In der vergangenen Woche wurde in dem südasiatischen Land ein Rückgang der Neuinfektionen verzeichnet. Bisher wurden in dem Land mit 220 Millionen Einwohnern mehr als 880.000 Infektionen und mehr als 19.600 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert.

    15.06 Uhr: Zugspitzbahn nimmt am Freitag Betrieb wieder auf

    Nach einer verlorenen Wintersaison stehen die Signale nun auf grün: Die Bayerische Zugspitzbahn nimmt den Betrieb am Freitag wieder auf. Nach knapp sieben Monaten Schließung gebe es endlich ein Öffnungsdatum, teilte die Bahn mit. Zwar sei der Betrieb weiter von stabilen Inzidenzwerten unter 100 abhängig, dennoch arbeite man mit Hochdruck an der Wiedereröffnung.

    Neben der Seilbahn Zugspitze und der Gletscherbahn werde auch die Bahn auf den nahen Wank den Betrieb aufnehmen. Die Zahnradbahn solle nach regulärem Fahrplan fahren, aber nur bis zum Zugspitzbahnhof Eibsee. Dort könnten Gäste nach Prüfung der Zugangsvoraussetzungen in die Seilbahn umsteigen.

    Voraussetzung ist ein negativer PCR- oder POC-Antigentests, der höchstens 24 Stunden zurückliegt. Zudem erhalten vollständig geimpfte und genesene Gäste nach Vorlage des Impfausweises oder mit Nachweis einer abgelaufenen Corona-Infektion Zutritt zu den Seilbahnen. Wie schon im Vorjahr dürfen weniger Gäste mitfahren, das Tragen einer FFP2-Maske ist Pflicht. Die Registrierung zur Kontaktnachverfolgung über Luca-/Corona-Warn-App oder analoges Kontakt-Formular ist ebenfalls verpflichtend.

    14.56 Uhr: Impfstart bei den Nürnberger Tafeln

    Bei den Nürnberger Tafeln sind heute die Corona-Schutzimpfungen angelaufen. Allein für den heutigen Tag hatte die Tafel an der Ausgabestelle im Stadtteil St. Leonhard 98 Anmeldungen. Die Impfungen durch mobile Teams fanden im Untergeschoss des Pfarrzentrums St. Bonifaz statt, die Termine wurden an den Erwerb von Lebensmitteln gekoppelt. Die ganze Woche lang wird an den unterschiedlichen Ausgabestellen der Nürnberger Tafel geimpft.

    Es ist das erste Angebot dieser Art in ganz Bayern. Das möchte der Nürnberger Oberbürgermeister Marcus König auch auf andere Einrichtungen ausweiten, betonte er zum Auftakt der Impfaktion, er wolle intensiv in den Stadtteilen weiter impfen. Noch in dieser Woche wolle er beispielsweise Gespräche mit muslimischen Einrichtungen führen

    14.45 Uhr: Laschet - Zeit ist Reif für Lockerungen

    Angesichts der sinkenden Corona-Inzidenzzahlen sieht der CDU-Vorsitzende Armin Laschet die Zeit für Lockerungen der Schutzauflagen gekommen. "Das Versprechen haben wir den Bürgern immer gegeben: Wenn Inzidenzzahlen sinken, müssen Grundrechtseingriffe zurückgenommen werden", sagte Laschet nach den Gremiensitzungen seiner Partei in Berlin: "Der Zeitpunkt ist jetzt da."

    Dass die Bundesländer dabei unterschiedlich vorgehen, müsse angesichts der unterschiedlichen Pandemielage in den einzelnen Ländern in Kauf genommen werden, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident. Den Einwand, dass dadurch ein Flickenteppich an abweichenden Regelungen entstehe, wollte Laschet nicht gelten lassen: "Ich würde das nicht Flickenteppich nennen, sondern eine angemessene Antwort auf das Infektionsgeschehen."

    Laschet verwies darauf, dass der Inzidenzwert etwa in Schleswig-Holstein auf deutlich unter 50 gesunken sei. "Dann ist das doch logisch, dass man eine andere Antwort geben muss als in einem Land, in dem die Inzidenz bei 150 liegt." Er finde die Lockerungsentscheidungen, welche die Länder bislang getroffen haben, "sehr verantwortungsvoll".

    14.32 Uhr: Hausärzteverband will mehr Freiheiten für Astrazeneca-Erstgeimpfte

    Der Deutsche Hausärzteverband befürwortet beim Corona-Impfstoff von Astrazeneca mehr Freiheiten für Erstgeimpfte. "Ansonsten gibt es das Dilemma: Entweder wird Astrazeneca erst gar nicht gewählt. Oder jemand will die zweite Impfung schon nach vier Wochen haben. Das ist aber nicht nur sinnlos, sondern kann sogar negative Effekte haben", sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt der "Wirtschaftswoche": "Deshalb kann für Astrazeneca gerade ein positiver Anreiz gesetzt werden, wenn nach der ersten Spritze schon die gleichen Freiheiten gelten wie für diejenigen, die zwei Dosen Biontech oder Moderna bekommen haben."

    Bereits nach der ersten Impfung mit einem Vektor-Impfstoff wie Astrazeneca sei der Impfschutz "sehr hoch", argumentierte Weigeldt. Aber: "Selbstverständlich darf für den vollen Impfschutz nicht auf die zweite Dosis verzichtet werden." Am Wochenende hatte sich auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) für Erleichterungen von Astrazeneca-Erstgeimpften ausgesprochen.

    In Absprache mit dem Arzt kann man bei Astrazeneca frei entscheiden, wann in der zugelassenen Spanne von vier bis zwölf Wochen die Zweitimpfung erfolgen soll. Die Impfkommission empfiehlt für das Präparat einen Abstand von zwölf Wochen zwischen erster und zweiter Dosis.

    14.23 Uhr: 80 Prozent der deutschen Olympia-Starter und Betreuer geimpft

    Von den rund 1.400 potenziellen deutschen Athleten, Trainern, Betreuern und Ärzten bei den Olympischen Spielen in Tokio sind inzwischen rund 80 Prozent gegen das Coronavirus geimpft worden. Dies gab Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, bei einem digitalen Fachgespräch der CDU/CSU zum Thema "Startschuss für den Neustart im Spitzen- und Breitensport" bekannt.

    Für die deutschen Mannschaftsärzte und Mitglieder des Organisationsteams gebe es eine Impfpflicht. "Wir gehen damit einen Schritt weiter als das IOC, das keine Impfpflicht vorgeschrieben hat", betonte Hörmann. Dass die Olympia-Anwärter die Priorisierung beim Impfen respektiert und Bedürftigen den Vortritt gelassen hätten, war für Stephan Mayer der richtige Weg. "Natürlich ist es ein sensibles Thema", sagte der für den Sport im Bundesinnenministerium zuständige CSU-Politiker: "Zu dem Zeitpunkt, an dem es gut vermittelbar war, haben wir in einer konzertierten Aktion die Athleten und Betreuer geimpft."

    14.14 Uhr: Ethikrats-Mitglied kritisiert Aufhebung der Impfpriorisierung

    Das Mitglied des Ethikrats Andreas Lob-Hüdepohl sieht die Aufhebung der Impfpriorisierung in einigen Bundesländern kritisch. Es verstoße gegen das Prinzip der Gerechtigkeit, "die noch nicht durchgeimpften Personen mit höherer Dringlichkeit dem Windhund- und Ellenbogenprinzip auszusetzen", sagte der Berliner Theologe im Interview mit "Welt". Während dies in Baden-Württemberg bereits gilt, wird den Hausärzten in Bayern im Lauf dieser Woche komplett freigestellt, in welcher Reihenfolge sie die Corona-Impfungen durchführen.

    Aus Sicht von Lob-Hüdepohl setzen die Länder mit der Priorisierung auch das Gerechtigkeitsprinzip in der Impfstoffverteilung außer Kraft. Im Interview forderte er zudem mehr Freiheiten für Nicht-Geimpfte: "Wer einen negativen aktuellen PCR-Test vorweisen kann, muss eine Party besuchen können, ähnlich wie Geimpfte". Ansonsten sehe er ein Akzeptanzproblem.

    Auch mit Blick auf die Verfassung sieht der Theologe Probleme. Den Nicht-Geimpften sei bereits ein doppelter Nachteil entstanden: Sie müssen länger Einschränkungen ihres Gesundheitsschutzes und ihrer Grundrechte hinnehmen.

    14.07 Uhr: Sanofi-Impfstoff geht in letzte Testphase

    Der Corona-Impfstoffkandidat des französischen Pharmakonzerns Sanofi und des britischen Herstellers GSK geht in die letzte Testphase vor der erhofften Zulassung. Die dritte Phase mit 35.000 Probanden soll zwischen Ende Mai und Anfang Juni beginnen, wie Sanofi in Paris mitteilte.

    Bisherige Tests hätten nach zwei Impfungen mit dem Vakzin in mehr als 95 Prozent der Fälle eine Antikörperbildung ergeben, betonte Sanofi. Der Impfstoff wurde allerdings bislang nicht auf seine Wirksamkeit gegen Varianten überprüft, wie etwa die weit verbreitete britische. In der dritten Phase sind Tests auch mit der südafrikanischen Mutante vorgesehen.

    Sanofi rechnet demnach weiter damit, dass der Impfstoff im vierten Quartal auf den Markt kommt. Die Entwicklung hatte sich verzögert, nachdem erste Testreihen bei älteren Menschen im Herbst nicht so gut verlaufen waren wie erhofft.

    14.01 Uhr: Verkehr am Münchner Flughafen nimmt wieder zu

    Die Pfingstferien und die aktuelle Entwicklung der Corona-Lage lassen den Verkehr am Münchner Flughafen wieder zunehmen. Vom 21. Mai bis 6. Juni sind insgesamt 4.700 Starts und Landungen geplant, wie der Flughafen mitteilte. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Aufkommen der ersten beiden Mai-Wochen beziehungsweise den Osterferien. In Letzteren hatte es 3.600 Flüge gegeben. Vom Niveau vor Corona ist man allerdings nach wie vor weit entfernt: 2019 hatte es in den Pfingstferien 19.300 Flugbewegungen gegeben.

    Mit dem Anstieg des Flugaufkommens soll auch das derzeit noch ungenutzte Terminal 1 wieder zum Einsatz kommen. Zwar werden Ankünfte und Abflüge weiter ausschließlich über Terminal 2 abgewickelt ab dem 19. Mai würden allerdings die Check-ins für rund ein Dutzend Fluggesellschaften wieder ins Terminal 1 verlegt.

    In den Pfingstferien werden ab München rund 130 Ziele angeflogen. Besonders viele Starts gibt es in Richtung Spanien mit 368. Alleine Palma de Mallorca wird 125 mal angeflogen. Auch Griechenland steht mit 224 Starts dorthin hoch im Kurs.

    13.56 Uhr: SPD kritisiert erneut mangelnde Mehrsprachigkeit des Impfportals

    Die bayerische SPD-Landtagsfraktion kritisiert die Staatsregierung scharf für die fehlende Mehrsprachigkeit des Corona-Impfportals. SPD-Abgeordneter Arif Tasdelen sagte einer Mitteilung vom Montag zufolge, er sei "fassungslos" über eine Antwort der Staatsregierung auf eine parlamentarische Anfrage seiner Fraktion. Demnach sei der Programmieraufwand für ein Portal mit mehreren Sprachen zu hoch. "Wenn wir auch nur ein einzelnes Menschenleben dadurch retten, kann ein Kostenaufwand nicht zu groß sein", hielt Tasdelen dem Gesundheitsministerium entgegen.

    Menschen mit Migrationserfahrung arbeiteten häufiger in Berufen mit höherem Infektionsrisiko, sie lebten häufiger in dicht besiedelten Stadtteilen mit weniger Freizeit- und Erholungsflächen. "Das sind alles soziale Faktoren, die das Risiko einer Covid-19-Infektion erhöhen", sagte Tasdelen. Dass das Ministerium auf impfende Hausärzte verweise, sei ungeheuerlich.

    13.37 Uhr: Zehn Polizisten bei Corona-Einsatz in Berlin verletzt

    Bei einem Polizeieinsatz im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen sind in Berlin-Kreuzberg in der Nacht zum Montag zehn Polizisten verletzt worden. Die Beamten seien aus einer Gruppe von rund hundert Menschen heraus mit Flaschen und Steinen beworfen worden, teilte die Berliner Polizei am Montag mit. Ein Beamter habe in einem Krankenhaus behandelt werden und seinen Dienst beenden müssen.

    Die Polizei setzte nach eigenen Angaben Schlagstöcke und Pfefferspray ein. 78 Menschen wurden vorläufig festgenommen und wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmen, schweren Landfriedenbruchs, Widerstands, tätlichen Angriffs, versuchter Gefangenbefreiung und Sachbeschädigung angezeigt.

    Die Polizeikräfte waren nach eigenen Angaben zum Einsatzort gerufen worden, weil sich dort trotz Ausgangssperre mehr als hundert Menschen aufhielten und Alkohol tranken. Statt der Aufforderung zum Verlassen des Platzes nachzukommen, habe ein Teil der Gruppe die Polizisten bedrängt und Steine und Flaschen geworfen, hieß es.

    13.10 Uhr: Bundesregierung sieht noch keine Corona-Entwarnung für den Sommer

    Die Bundesregierung sieht trotz der Entspannung der Corona-Lage noch keinen Anlass zur Entwarnung für den Sommer. Die täglich fallenden Neuinfektionszahlen und die mit großem Schwung laufende Impfkampagne könnten zuversichtlich machen, aber nicht voreilig, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin: "Wir haben noch nicht die Voraussetzungen dafür erreicht, einen genauso entspannten Sommer wie letztes Jahr zu genießen." Ziel müsse bleiben, die Zahl der Ansteckungen deutlich weiter zu senken.

    "Freuen wir uns, dass wir gemeinsam die dritte Welle brechen konnten. Genießen wir, was dadurch in den nächsten Tagen und Wochen wieder möglich wird", sagte Seibert. Masken, Abstand, Testen und die Corona-Warnapp blieben aber Verbündeten im Kampf gegen die Pandemie: "Und dieser Kampf ist noch nicht ganz vorbei."

    13.03 Uhr: Niederlande öffnen weiter

    Die Niederlande planen weitere Erleichterungen in dieser Woche. Ab Mittwoch können Vergnügungsparks und Zoos wieder aufmachen, wie Gesundheitsminister Hugo de Jonge mitteilt. Die Außengastronomie darf zwei Stunden länger bis 20.00 Uhr (MESZ) öffnen. Weitere Aufhebungen von Corona-Beschränkungen sollten in den nächsten drei Wochen folgen. Durch Impfungen sei die Belastung von Krankenhäusern gesunken.

    12.46 Uhr: EU lieferte 200 Millionen Impfdosen an Drittstaaten

    Die EU hat nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert bereits 200 Millionen Impfdosen an Staaten in aller Welt geliefert. Die EU bereite zudem ein Verfahren vor, wie man weitere Impfdosen zur Verfügung stellen könne. Daran werde sich Deutschland beteiligen, sagt er zu Forderungen einer stärkeren Unterstützung der Entwicklungsländer. Über die internationale Impfstoffallianz Covax, bei der Deutschland zweitgrößter Finanzier sei, seien zudem mehr als 54 Millionen Impfdosen in 121 Länder geliefert worden.

    12.39 Uhr: Bundesregierung - Kein Anlass für mehr Rechte nach Erstimpfung

    Die Bundesregierung sieht derzeit keine Veranlassung, mehr Freiheitsrechte bereits nach der Erstimpfung einzuräumen. "Bislang ist daran nicht gedacht", sagt ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. Er betonte, dass die vollständige Schutzwirkung erst zwei Wochen nach der zweiten Impfung bestehe.

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte am Wochenende gefordert, Freiheiten beim Reisen bereits nach der ersten Corona-Impfung einzuräumen. "Wer mit Astrazeneca geimpft wird, sollte schon drei Wochen nach der ersten Dosis mehr Freiheiten bekommen", sagte der CDU-Politiker in der "Berliner Morgenpost".

    12.28 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg unter 50

    Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Hamburg erstmals seit Mitte Oktober wieder unter die 50er-Marke gefallen. Laut Gesundheitsbehörde lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Montag bei 48,1. 95 neue Fälle kamen demnach zu Wochenbeginn hinzu. Das waren 7 weniger als am Sonntag und 97 weniger als am vergangenen Montag. Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz 83,9 betragen.

    Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert für Hamburg auf anderer Berechnungsgrundlage am Montag mit 45,3 an, was der zweitniedrigste unter den Bundesländern nach Schleswig-Holstein (35,1) wäre. Allerdings wies das Institut mit Blick auf das lange Himmelfahrtswochenende darauf hin, "dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden".

    Für den rot-grünen Hamburger Senat ist der eigene, strengere Wert maßgeblich. Er will am Dienstag über weitere Lockerungsschritte wie die Öffnung der Außengastronomie entscheiden.

    12.14 Uhr: Indien meldet 26 Zwischenfälle mit Astrazeneca-Impfstoff

    In Indien gibt es nach Angaben der Regierung 26 Fälle von Blutungen oder Blutverklumpungen im Zusammenhang mit dem Impfstoff Covishield des Herstellers Astrazeneca. Daten würden zeigen, dass es ein sehr kleines, aber definitives Risiko für "thromboembolische Ereignisse" gebe. Auch aus anderen Regionen hatte es ähnliche Berichte gegeben. So hatte etwa die europäische Arzneimittelbehörde EMA berichtet, bis zum 4. April seien es in der EU bei rund 34 Millionen verabreichten Astrazeneca-Impfdosen 169 Fälle von seltenen Gehirnthrombosen gemeldet worden. Diese seien vor allem bei Frauen im Alter von unter 60 Jahren binnen zwei Wochen nach der Impfung aufgetreten.

    11.31 Uhr: Förderbank KfW verdient Millionen: Corona-Hilfen weiter gefragt

    Die staatliche Förderbank KfW hat nach einem Verlust zu Beginn der Corona-Krise zum Jahresauftakt 2021 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die Bankengruppe verbuchte im ersten Quartal einen Konzerngewinn von 569 Millionen Euro nach einem Minus von 592 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Institut am Montag in Frankfurt mitteilte. Alle Geschäftsfelder hätten nach dem Krisenjahr 2020 überdurchschnittliche Beiträge zum Konzerngewinn geliefert. "Die positive Ertragsentwicklung der KfW des zweiten Halbjahrs 2020 hat sich auch im ersten Quartal 2021 fortgesetzt", erläuterte der im Sommer aus Altersgründen scheidende Vorstandschef Günther Bräunig.

    11.30 Uhr: British Airways und Flughafen Heathrow fordern mehr Öffnung

    Die Chefs von British Airways und des Londoner Flughafens Heathrow fordern zur Öffnung des internationalen Flugreiseverkehrs in Großbritannien weitere Lockerungsschritte. Bislang hat die Regierung erst ein Dutzend Länder im Corona-Ampelsystem mit grün eingestuft, so dass keine Quarantänepflicht nach der Rückkehr mehr besteht. Airline und Flughafen dringen darauf, dass die Auflagen auch für die Vereinigten Staaten und wichtige Reiseländer wie Griechenland und Spanien gelockert werden sollten. Die Regierung in London hatte am Freitag aber wegen der Ausbreitung der indischen Corona-Variante zu Vorsicht gemahnt und erklärt, es werde nicht so schnell eine Überarbeitung der Risikoländerliste geben.

    11.27 Uhr: Rekordzahl an Neuinfektionen in Thailand

    Thailand hat am Montag die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Die Behörden meldeten mehr als 9.600 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Jedoch wurden rund 70 Prozent der jüngsten Corona-Infektionen in Gefängnissen des südostasiatischen Landes registriert, speziell in der Hauptstadt Bangkok und im nördlichen Chiang Mai. Nur etwa 2.800 Fälle wurden außerhalb von Haftanstalten gemeldet, die meisten davon in Bangkok.

    11.22 Uhr: Taiwan: Bisher höchste Zahl von Corona-Infizierten

    Das als Vorbild bei der Bekämpfung des Corona-Virus geltende Taiwan hat plötzlich mit dem stärksten Ausbruch seit Beginn der Pandemie zu kämpfen. Nach bereits erhöhten Zahlen in den vergangenen Tagen verzeichnete die Inselrepublik am Montag laut Angaben der Behörden 333 neue lokal übertragene Infektionen. Bereits am Sonntag waren 206 neue Fälle gemeldet worden. Für das ostasiatische Land mit knapp 24 Millionen Einwohner ist das eine enorme Zahl. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat es nur rund 2.000 Infektionen gegeben - mehr als ein Viertel der Fälle stammt damit aus den vergangenen Tagen. Als Konsequenz auf den jüngsten Ausbruch kündigten die Behörden am Montag ein Einreise-Verbot für Ausländer an, deren regulärer Wohnsitz nicht Taiwan ist.

    10.59 Uhr: Brinkhaus warnt vor zu schnellen Lockerungen: "Nicht zu früh freuen"

    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnt vor zu schnellen Lockerungen. "Wir können uns freuen, dass das Impfen viel besser läuft als Anfang des Jahres. Aber wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht zu früh freuen", sagt der CDU-Politiker den Sendern RTL und ntv. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Im letzten Sommer hatten wir Inzidenzen von unter zehn, jetzt haben wir Inzidenzen um die 80", mahnt er. Er appelliere daher an die Bundesländer "mit Bedacht und Augenmaß" zu lockern, "aber nicht, um irgendwelche politischen Vorteile zu bekommen".

    10.35 Uhr: Tschechien öffnet Impfung für alle ab 40 Jahren

    In Tschechien können sich seit Montag alle Menschen ab 40 Jahren für einen Corona-Impftermin registrieren. Zu Beginn in der Nacht führte der große Andrang für knapp eine Stunde zum Kollaps des Online-Anmeldesystems. Inzwischen laufe wieder alles normal, teilten die Betreiber mit. Ministerpräsident Andrej Babis hatte die Nachfrage mit einem Tweet selbst angeheizt: "Ihr seid eine starke Altersgruppe und ich hoffe, dass ihr die Registrierung im Sturm nehmt", schrieb er kurz vor Mitternacht bei Twitter. Zugleich warten mehr als 100.000 Senioren immer noch auf einen Impftermin bei ihrem Hausarzt. Die Impfzentren befinden sich fast ausschließlich in großen Städten.

    10.24 Uhr: Ärzteverband warnt vor Aufhebung der Impfpriorisierung

    Die Chefin des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna, hat vor der Aufhebung der Impfpriorisierung in Arztpraxen gewarnt. Dadurch gebe es nicht mehr Impfstoff, "sondern einfach noch mehr Menschen, die um ein knappes Gut konkurrieren", sagte Johna am Montag im Deutschlandfunk. Wer besonders drängele komme dadurch möglicherweise früher zum Zug, als Menschen, die besonders geschützt werden müssen. "Wenn ich jetzt gleichzeitig allen Menschen die Vorstellung gebe, sie könnten drankommen, gleichzeitig aber das Gut so knapp ist, dass das gar nicht möglich ist, führt das doch zu Frustration." Mit Blick auf möglicherweise verkürzte Impfabstände, um etwa früher in den Urlaub zu kommen, sagte Johna: "Das ist einfach medizinisch nicht sinnvoll und so dürfen wir mit dem knappen Gut nicht umgehen."

    10.06 Uhr: Spahn: Mehr als 40 Millionen Corona-Impfungen in Deutschland

    Die Impfkampagne in Deutschland gewinnt weiter an Fahrt. Bis Montagmorgen wurden mehr als 40 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter bekanntgibt. Damit seien 30,7 Millionen oder 37 Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft. Mehr als 9,3 Millionen oder 11,2 Prozent hätten zwei Impfungen und somit den vollen Schutz.

    09.40 Uhr: Griechenland will Tourismusbranche mit 400 Millionen Euro unterstützen

    Griechenland will der angeschlagenen Tourismusbranche mit einem weiteren Finanzpaket von über 400 Millionen Euro unter die Arme greifen. Details sollten bekanntgegeben werden, sobald die Regierung ihre Pläne ausgearbeitet habe, sagt Finanzminister Christos Staikouras im Hörfunk. Erste Öffnungen im Tourismus gab es am Samstag.

    09.33 Uhr: Einzelhändler erwarten Klagewelle wegen November/Dezember-Hilfen

    Der Einzelhandelsverband HDE rechnet mit einer Klagewellen wegen der November- und Dezember-Hilfen. Der Verband spricht von einer Ungleichbehandlung gegenüber der Gastronomie, die eindeutig begünstigt werde. Diese war allerdings seit Anfang November zwangsweise geschlossen, der Einzelhandel erst ab Mitte Dezember. Die November- und Dezember-Hilfen, die bis zu drei Viertel des Umsatzausfalls ersetzen, gelten als besonders großzügig. Andere Branchen müssen sich dagegen mit der sogenannten Überbrückungshilfe III begnügen, das sind Zuschüsse zu den Fixkosten, wenn Firmen einen Corona-bedingten Umsatzeinbruch nachweisen können. Diese müsse zumindest schnell aufgestockt werden, so der HDE.

    09.17 Uhr: Großbritannien lockert Corona-Restriktionen deutlich

    Trotz Warnungen vor einer Ausbreitung einer sehr ansteckenden Variante des Coronavirus genießen die Menschen in weiten Teilen Großbritanniens wieder deutlich größere Freiheiten. Im größten Landesteil England dürfen sich seit Montag bis zu sechs Menschen oder zwei Haushalte in geschlossenen Räumen treffen und müssen dabei auch keinen Abstand mehr halten. Im Freien sind sogar Treffen mit bis zu 30 Personen erlaubt. Umarmungen und Küsse zwischen Freunden und Verwandten sind wieder gestattet. Museen, Zoos, Kinos, Theater und Sportstätten können ebenso öffnen wie Hotels und die Innengastronomie. Pubs und Restaurants dürfen aber nur am Tisch bedienen. Zudem ist Urlaub im Ausland wieder erlaubt.

    09.08 Uhr: Spätestens 2022 wohl Auffrischimpfung nötig

    Spätestens im kommenden Jahr müssen sich die Bürger in Deutschland wohl erneut gegen das Coronavirus impfen lassen. "Das Virus wird uns nicht wieder verlassen. Die aktuellen Corona-Impfungen werden deswegen nicht die letzten sein", sagte der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Grundsätzlich müssen wir uns darauf einstellen, dass möglicherweise im nächsten Jahr alle ihren Impfschutz auffrischen müssen."

    09.01 Uhr: Ifo - Staat fing vier Fünftel des Einkommensverlusts durch Corona auf

    Der Staat hat einen Großteil der finanziellen Verluste der Bundesbürger durch Corona ausgeglichen. Rund 80 Prozent des «Einkommensschocks» seien abgefedert worden, schreiben die Autoren einer am Montag veröffentlichten Studie des Ifo-Instituts und des Joint Research Centers der Europäischen Kommission. Dabei hätten die Menschen quer durch alle Einkommensschichten ähnlich profitiert. "Es ist gelungen, den Anstieg von Einkommensungleichheit und das Armutsrisiko abzufedern", sagt Andreas Peichl, Leiter des Ifo-Zentrums für Makroökonomik und Befragungen. Laut Ifo haben unter anderem die Corona-Zuwendungen für Familien und die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes dazu beigetragen, die Bruttoerwerbseinkommen in Deutschland zu stabilisieren.

    08.57 Uhr: Neuinfektionen in Indien sinken laut Behörden weiter - WHO skeptisch

    In Indien sinkt die Zahl der Neuinfektionen nach offiziellen Angaben erstmals seit dem 21. April wieder unter die Marke von 300.000. Es habe zuletzt 281.386 neue Fälle gegeben, erklärt das Gesundheitsministerium. Zwischenzeitlich hatte es mehr als 400.000 binnen eines Tages gegeben. Die Zahl der Toten stieg um 4.106 auf knapp 274.390. Der Chef-Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde indes in der Zeitung "Hindu" mit den Worten zitiert, es gebe große Teile Indiens, in denen der Höhepunkt noch nicht überschritten sein dürfte. Einige Experten sagen, dass die tatsächlichen Zahlen fünf- bis zehnmal höher als offiziell erklärt liegen könnten.

    08.49 Uhr: China untersagt Touren auf den Mount Everest

    Die chinesische Regierung hat ihre strikten Corona-Maßnahmen auf den Mount Everest ausgeweitet: Peking verhängte Medienberichten zufolge eine Sperre für sämtliche Touren auf der chinesischen Seite des Berges. China befürchtet eine Übertragung von Corona-Infektionen durch Bergsteiger, die ihren Aufstieg auf der nepalesischen Seite des Berges beginnen. In den vergangenen Wochen waren im Basislager auf nepalesischer Seite mehrere Corona-Infektionen festgestellt worden. Indiens Nachbarland Nepal leidet derzeit unter einer schweren zweiten Corona-Welle. Wie lange China die Sperre aufrecht erhalten will, war zunächst unklar.

    08.25 Uhr: Ramelow - Bevölkerung auf dem Land unvorsichtiger

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow weist auf ein Stadt-Land-Gefälle bei den Corona-Infektionszahlen hin. Es sei in Thüringen offensichtlich so, dass sich die Menschen auf dem Land unvorsichtiger verhielten, sagt der Linken-Politiker im ZDF. Die Infektionszahlen in den Städten seien niedriger, weil die Menschen dort stärker die Abstands- und Hygiene-Regeln beachteten.

    07.29 Uhr: Bayern - Immer weniger Corona-Neuinfektionen

    In Bayern sinkt die Zahl der Coronavirus-Neuinfizierten weiter - doch zwei Städte im Freistaat sind unter den bundesweiten Top Drei. So meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen für die Stadt Schweinfurt 228,4 Neuinfizierte binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner - genauso viele hat der sächsische Erzgebirgskreis. Dahinter folgt die Stadt Coburg mit einem Wert von 219,1.

    Bayernweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen mittlerweile bei 82,6, knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 83,1. 30 der 96 Landkreise und Städte haben noch eine Inzidenz von über 100, aber nur noch 2 davon von mehr als 200. Die Inzidenz ist wichtig beispielsweise für Lockerungen im Handel oder die Öffnung von Schulen. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 3.11 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

    07.22 Uhr: Ryanair nach Rekordverlust: Erholung hat begonnen

    Europas größte Billigfluglinie Ryanair sieht nach einem Rekordverlust im Corona-Jahr 2020/21 Anzeichen einer beginnenden Erholung. Die irische Fluggesellschaft bekräftigte am Montag ihre Prognose, dass die Passagierzahlen für das laufende Geschäftsjahr am unteren Ende einer Spanne von 80 bis 120 Millionen liegen würden. Im Quartal von April bis Juni wurden fünf bis sechs Millionen Fluggäste erwartet. Im Geschäftsjahr bis Ende März beförderte das Unternehmen 27,5 Millionen Passagiere und verbuchte einen Rekordverlust nach Steuern von 815 Millionen Euro.

    07.13 Uhr: Olympia-Umfrage - Mehr als 80 Prozent der Japaner gegen Austragung im Sommer

    Mehr als 80 Prozent der Japaner sind gegen eine Austragung der Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) in diesem Sommer. Das ergab eine am Montag veröffentlichte Umfrage weniger als zehn Wochen vor dem Start der wegen der Corona-Pandemie verschobenen Spiele. Derzeit kämpft Japan mit einer vierten Infektionswelle, am Freitag hatte die Regierung den Ausnahmezustand verlängert. Die Umfrage der Tageszeitung Asahi Shimbun ergab, dass 43 Prozent der Befragten für eine Absage der Spiele in diesem Jahr sind, 40 Prozent befürworten eine erneute Verschiebung.

    05.20 Uhr: RKI meldet 5.412 Neuinfektionen - Inzidenz bei 83,1

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 5.412 neue Positiv-Tests. Das sind 1510 weniger als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt wie am Vortag bei 83,1. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 64 weitere Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 86.160. Insgesamt fielen in Deutschland bislang rund 3,6 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    05.00 Uhr: Schleswig-Holstein öffnet sich Touristen

    Wenige Tage vor Pfingsten öffnet sich Schleswig-Holstein heute unter Auflagen für Touristen. Auch in weiteren Bereichen wird das öffentliche Leben in dem nördlichen Bundesland wieder hochgefahren. Lokale dürfen ihre Innenbereiche wieder öffnen, Ausflugsschiffe wieder Gäste an Bord nehmen. Die Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, forderte die anderen Länder auf, sich das nördliche Bundesland zum Vorbild zu nehmen. Bisher waren dort touristische Übernachtungen nur in vier Modellregionen möglich. Das Bundesland weist bundesweit die niedrigste Corona-Ansteckungsrate auf.

    04.00 Uhr: Ifo-Chef Fuest warnt vor Vermögenssteuer

    Ifo-Chef Clemens Fuest warnt vor einer Einführung einer Vermögenssteuer nach der Bundestagswahl zur Finanzierung der Kosten der Corona-Krise. "Die Einführung einer Vermögensteuer wäre ein lautes Signal an alle Investoren, Deutschland als Standort zu meiden", sagt Fuest der Zeitung "Augsburger Allgemeinen" (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Eine solche Abgabe, wie sie derzeit Grüne, SPD und Linke in ihren Wahlprogrammen planen, würde die wirtschaftliche Erholung nach der Krise behindern.

    02.25 Uhr: Unicef fordert zu Impfstoff-Spenden auf

    Die Direktorin des Kinderhilfswerks Unicef, Henrietta Fore, fordert die G7-Länder auf, das weltweite Covax-Impfprogramm der Vereinten Nationen (UN) mit der Spende von überschüssigen Corona-Impfstoffen zu unterstützen. Die UN-Organisation Unicef, die für das Covax-Programm zuständig ist, schätzt die Versorgungslücke infolge des des Exportstopps Indiens auf 140 Millionen Dosen bis Ende Mai und etwa 190 Millionen bis Ende Juni. Indien hat die Lieferung der zugesagten Einheiten ausgesetzt, um den vom Serum-Institut hergestellten AstraZeneca-Impfstoff im eigenen Land im Kampf gegen eine massive zweite Infektionswelle einzusetzen.

    00.21 Uhr: Zahl der Corona-Toten steigt weltweit auf über 3,5 Millionen

    Weltweit sind inzwischen mehr als 162,71 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Über 3,5 Millionen Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten.

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