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Im Infektionszimmer für Covid-19-Patienten auf der Intensivtherapiestation (ITS) der Universitätsmedizin Rostock

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    Corona: Die Ereignisse vom 22. bis 28. März

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 22. bis 28. März.

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    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 28. März 2020

    22.10 Uhr: Rund 3,5 Millionen Impfungen an einem Tag - USA stellen Rekord auf

    Bei ihrem Corona-Impfprogramm haben die USA ihren bisherigen Rekord der innerhalb eines Tages verabreichten Impfdosen gebrochen. Am Samstag seien 3,5 Millionen Impfungen gemeldet worden, schrieb der ranghohe Corona-Berater im Weißen Haus, Andy Slavitt, auf Twitter. Dies sei ein Höchstwert. Zuvor hatte der Rekord am Freitag bei knapp 3,4 Millionen verabreichten Dosen innerhalb eines Tages gelegen. Laut Weißem Haus wurde am Sonntag erneut ein Wert von mehr als 3 Millionen Impfungen erreicht - am dritten Tag in Folge. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden landesweit bislang mehr als 143 Millionen Impfdosen gespritzt. Gut 36 Prozent der Erwachsenen im Land haben demnach mindestens eine Impfdosis bekommen, 20 Prozent der Erwachsenen sind voll geimpft. In den USA kommen derzeit drei Impfstoffe zum Einsatz: Neben den Präparaten von Moderna und Biontech/Pfizer, bei denen zwei Dosen gespritzt werden, wird auch der Impfstoff von Johnson & Johnson eingesetzt, der bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung entfaltet.

    21.50 Uhr: Merkel erwartet Verpflichtung der Firmen zu Corona-Test-Angeboten

    Bundeskanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass die Bundesregierung den Unternehmen vorschreiben muss, ihren Mitarbeitern zweimal wöchentlich Corona-Tests anzubieten. Es sehe so aus, als ob die Selbstverpflichtung der Wirtschaft nicht ausreichend umgesetzt werde, sagt sie bei der Vorab-Aufzeichnung der ARD-Sendung Anne Will. Man müsse das Testen in den Betrieben "wahrscheinlich verpflichtend" machen, sagt Merkel.

    21.30 Uhr: Kanzlerin will Rest-Impfdosen abends verimpfen lassen

    Kanzlerin Angela Merkel fordert mehr Flexibilität beim Impfen gegen das Corona-Virus. Die Flexibilität, die das Infektionsschutzgesetz vorsehe, müsse angewandt werden, sagt Merkel in der ARD-Sendung Anne Will. "Wenn drei Dosen abends übrig bleiben, müssen sie verimpft werden.". Man sei in Deutschland manchmal zu perfektionistisch. "Wir müssen an vielen Stellen noch flexibler werden."

    21.15 Uhr: Flugverband IATA erwartet keine rasche Normalisierung

    Der Weltverband der Fluggesellschaften erwartet kurzfristig weder eine wirtschaftliche Erholung der Branche noch ein Ende der Auflagen für Passagiere. "Wir sehen ein paar kleine Signale in Nordamerika und Asien, aber es ist alles immer noch auf sehr niedrigem Niveau", sagte IATA-Chef Alexandre de Juniac der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe) laut Vorabmeldung. "In den nächsten zwölf bis 18 Monaten werden Flugreisen ziemlich so ablaufen wie heute", sagte de Juniac. "Hoffentlich mit ein paar digitalen Schritten, durch die der Gesundheitszustand verifiziert wird, und wahrscheinlich auch mit Masken."

    20.30 Uhr: Ziemiak zeigt sich offen für flexiblere Impfreihenfolge

    CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich offen dafür gezeigt, die Reihenfolge beim Impfen gegen Corona künftig flexibler zu handhaben. «Wenn auf Dauer es so ist, dass diejenigen, die eigentlich priorisiert sind - nämlich aus guten Gründen, weil diese Gruppen besonders die Folgen einer Corona-Erkrankung befürchten müssen - wenn die nicht mehr geimpft werden wollen, dann müssen wir darüber nachdenken, eben sehr schnell möglichst viele Menschen zu impfen», sagte Ziemiak am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin". Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt forderte ebenfalls im "Bericht aus Berlin" Pragmatismus: "Überall wo noch Impfstoff da ist, sollte er sehr schnell, sehr unbürokratisch und flexibel verimpft werden." Auch über die Osterfeiertage sollte - sofern Vorräte da sind - geimpft werden.

    20.15 Uhr: Rund 400 Demonstrations-Teilnehmer in Darmstadt

    Gut eine Woche nach der Demonstration Tausender gegen Corona-Auflagen mit gewalttätigen Auseinandersetzungen in Kassel haben sich am Sonntag in Darmstadt deutlich weniger Menschen an einem Protest der "Querdenken"-Bewegung beteiligt. Bis zu 1500 Gegner der Corona-Maßnahmen waren erwartet worden, rund 400 folgten dem Aufruf und versammelten sich am Rande der hessischen Stadt. Rund 600 Menschen demonstrierten gegen die Aktion. Alle Veranstaltungen seien «aus polizeilicher Sicht ohne nennenswerte Vorkommnisse» verlaufen, hieß es am Abend seitens der Polizei. Bei mehreren Personen sei «wegen kleinerer Verstöße» wie Nötigung, Beleidigungen, Sachbeschädigungen und illegalen Substanzen die Identität festgestellt worden, "unter anderem auch gegen eine Person, die einem Pressevertreter die Kamera aus der Hand schlug".

    19.30 Uhr: Slowenische Regierung verhängt neuen Lockdown

    Slowenien verschärft die Corona-Beschränkungen und begibt sich Anfang April erneut in einen Lockdown. "Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit", sagte Regierungschef Janez Jansa am Sonntag bei einer Pressekonferenz. Er verwies auf die "alarmierende Situation" in den Nachbarländern. Nach der Lockerung der Corona-Einschränkungen im Februar ordnet die Regierung nun wieder schärfere Maßnahmen an. Die meisten Geschäfte sowie Schulen, kulturelle und religiöse Einrichtungen müssen vom 1. bis 12. April schließen, wie Jansa ankündigte. Die Unternehmen sollen ihren Angestellten nach Möglichkeit anbieten, von zu Hause aus zu arbeiten. Bereits ab Montag dürfen Slowenen nicht mehr das Land verlassen. Ausnahmen gelten für alle, die vollständig geimpft sind oder nachweisen können, dass sie nach einer Corona-Infektion immun sind.

    19.20 Uhr: Frankreich meldet neue Höchstzahl an Intensivpatienten

    In Frankreich steigt die Zahl der Intensivpatienten mit einer Corona-Infektion weiter und erreicht erneut einen Höchststand seit Jahresbeginn. Dem Gesundheitsministerium zufolge werden 4872 Menschen auf Intensivstationen behandelt nach 4791 am Samstag. Die Zahl liegt unter der vom November und unter den mehr als 7000 Intensivpatienten im Frühling vergangenen Jahres. In einem Beitrag für die Zeitung "Le Journal du Dimanche" erklären 41 Krankenhausärzte aus der Region Paris, es bestehe die Gefahr, dass nicht mehr alle Patienten eine Notfallbehandlung bekommen könnten.

    19.15 Uhr: Schrittweise Lockerung des Corona-Lockdowns in England

    In England beginnt am Montag eine schrittweise Lockerung des Corona-Lockdowns. Die Ausgangsbeschränkungen werden aufgehoben, Gruppen von bis zu sechs Menschen dürfen sich wieder im Freien treffen. Ab dem 12. April sollen auch die Pubs ihre Terrassen wieder öffnen und nicht lebensnotwendige Geschäfte wie Friseure wieder Kunden empfangen dürfen. Wales hatte seine Maßnahmen bereits am Samstag gelockert und die Reisebeschränkungen aufgehoben. Die britische Regierung hält trotz einer drohenden dritten Corona-Welle an den Lockerungen fest. Premierminister Boris Johnson begründete dies mit der fortgeschrittenen Impfkampagne im Land. Inzwischen haben mehr als 29 Millionen Briten mindestens eine Impfdosis erhalten. Bis Sonntag starben mehr als 126.000 von rund 4,3 Millionen Infizierten in Großbritannien.

    18.50 Uhr: EU-Kommissar Breton sieht bei Corona-Impfungen "Licht am Ende des Tunnels"

    EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton sieht die Produktion von Corona-Impfstoffen in der EU auf einem guten Weg. Die Impfstoffproduktion laufe europaweit in 52 Fabriken rund um die Uhr, sagte Breton am Sonntag in der französischen Interview-Sendung "Le Grand Jury". Die Kapazitäten seien ausreichend, um 360 Millionen Impfdosen bis zum Ende des zweiten Quartals auszuliefern und 420 Millionen Dosen bis Mitte Juli, um das Ziel des Herdenimmunität in der EU zu erreichen. Es sei "Licht am Ende des Tunnels" zu sehen, sagte Breton. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron äußerte sich mit Blick auf den Verlauf der Impfkampagne zuversichtlich. Sein Land werde Großbritannien bei der Zahl der Geimpften "in einigen Wochen" eingeholt haben, sagte Macron dem "Journal du Dimanche". In Frankreich haben bislang 11,45 Prozent der Einwohner mindestens eine Impfdosis erhalten, in Großbritannien liegt die Quote bei fast 44 Prozent. Während in Frankreich das Impftempo zunehme, stehe Großbritannien aber vor dem Problem, zunehmend von Lieferungen aus der EU abhängig zu sein, betonte Macron.

    18.40 Uhr: Ex-Corona-Beraterin berichtet von "unangenehmem" Telefonat mit Trump

    Die frühere US-Regierungsberaterin Deborah Birx hat nach eigenen Angaben mit Aussagen zur Corona-Pandemie die Wut des damaligen US-Präsidenten Donald Trump auf sich gezogen. Birx sagte dem Fernsehsender CNN, Trump habe sie im vergangenen Sommer nach Interview-Äußerungen zur Gefahr durch das Coronavirus persönlich angerufen. Das Telefonat im August sei "sehr unangenehm" gewesen, berichtete Birx in einem Videoclip, der am Sonntag veröffentlicht wurde. "Es war sehr unangenehm, sehr direkt und sehr schwierig anzuhören", sagte sie mit Blick auf Trumps Worte in dem Gespräch. Auf die Frage, ob sie bedroht worden sei, reagierte Birx nach kurzem Zögern ausweichend und wiederholte: "Ich würde sagen, es war eine sehr unangenehme Unterhaltung." Birx berichtete, Trumps Anruf sei damals auf ein CNN-Interview gefolgt, bei dem sie vor den Gefahren durch die Pandemie gewarnt habe. "Das war eine sehr schwierige Zeit, weil alle im Weißen Haus verärgert waren über dieses Interview und die Deutlichkeit, mit der ich über die Epidemie gesprochen habe."

    18.25 Uhr: Zwei Milliarden Reserve-Impfdosen pro Jahr nötig

    Um Versorgungsengpässe mit Impfstoff künftig zu vermeiden, sollten aus Sicht des Impfstoffbeauftragten der Bundesregierung jährlich für die gesamte EU zwei Milliarden Reserve-Impfdosen produziert werden. Der Leiter der Taskforce Impfstoffproduktion, Christoph Krupp, sagte im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag), Ziel sei es, in einem Quartal so viele Impfdosen zusätzlich produzieren zu können, um alle Europäer einmal zu impfen. "Das wären 500 Millionen Impfdosen in einem Quartal, also zwei Milliarden Impfdosen im Jahr." Dies sei sowohl wegen der Mutationen des Coronavirus nötig als auch für den Fall neuer Pandemien. Man sei mit den Impfstoff-Herstellern darüber bereits in Gesprächen, so Krupp. Deutschland soll "einen überproportionalen Anteil" dieser Produktionskapazitäten bereitstellen. Das neue Biontech-Werk in Marburg habe eine Kapazität von etwa 750 Millionen Impfdosen im Jahr, sagte Krupp. "Rein rechnerisch brauchen wir also ungefähr drei solcher Werke zusätzlich in Europa."

    18.10 Uhr: Bayerns Innenminister Herrmann will Negativtests auch an der Landgrenze

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will weiterhin negative Corona-Tests von allen verlangen, die nach Deutschland einreisen. Diese Regelung müsse aus seiner Sicht "absolut erhalten" bleiben, sagte Herrmann in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Der Innenminister äußerte sich zum Wegfall der Einreisebeschränkungen, nachdem das Robert Koch-Institut Tirol, Tschechien und die Slowakei nicht mehr als Virusvariantengebiete einstuft. Einen Verzicht auf einen solchen Negativtest hält er für "überhaupt nicht vertretbar". Ab Dienstag müssten Flugreisende aus dem Ausland einen Negativtest vorweisen, so Herrmann. Eine gleichzeitige Lockerung an den Landgrenzen würde wenig Sinn machen. Jeder, der in Deutschland einreise müsse einen negativen Test haben, forderte der bayerische Innenminister. Da die Inzidenzen in Österreich und insbesondere Tschechien noch höher seien als in Deutschland, sei diese Frage sehr ernst zu nehmen. Die Polizei an den Flughäfen und den Landgrenzen melde Quarantänefälle an die örtlichen Gesundheitsämter, die dann zuständig seien.

    17.50 Uhr: Patientenschützer kritisiert "tödliche Insellösungen" bei Luca-App

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die bundesweite Einführung der Kontaktverfolgungs-App Luca gefordert. "Wenigstens bei dieser kleinen Frage brauchen wir einen Konsens", sagte der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Es sei unverständlich, dass sich die Länder "nicht einmal in dieser winzigen Frage" auf einen gemeinsamen Kurs einigen könne. "Diese Insellösungen sind tödlich für die Patienverfolgung." Mehrere Bundesländer, darunter Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wollen die Software für die Kontaktverfolgung nutzen. Eine bundesweite Einigung dazu gibt es bisher nicht. Die Länder sollten sich daher auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) verbindlich darauf einigen, forderte Brysch.

    17.35 Uhr: Auch Esken fordert konsequente Anwendung der Notbremse

    Auch die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken verlangt eine konsequente Anwendung der Notbremse. "Alle vorsichtigen Öffnungsschritte müssen mit sofortiger Wirkung zurückgenommen werden, wenn die Inzidenz den Wert von 100 stabil übersteigt", sagt Esken dem "Handelsblatt" einem Vorabbericht zufolge. Um angemessen auf den neuen Anstieg der Fallzahlen zu reagieren, brauche es keinen neuen Corona-Gipfel.

    17.03 Uhr: Brasilianische Virus-Mutante in Bayern

    Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen sind den Gesundheitsbehörden in Bayern bislang 57 Menschen bekannt, die sich mit der brasilianischen Corona-Variante angesteckt haben. "Dabei ist die brasilianische Corona-Mutante eine besorgniserregende Variante", sagt Oberarzt Dr. Christoph Spinner, der Pandemiebeauftragte am Münchner Klinikum rechts der Isar.

    Das einzige, was helfe, sei, noch mehr zu impfen. Dabei sei es egal, mit welchem Impfstoff, ob von Astrazeneca, Biontec/Pfizer oder dem neuen von Johnson & Johnson, der bald zur Verfügung stehen werde, so der Infektiologe. Leider hat Deutschland beim Impfen viel Nachholbedarf.

    16.15 Uhr: Initiative Kultursommer gestartet

    Mit einer Initiative namens "Bayern spielt" will der Freistaat im Sommer Kulturveranstaltungen unterstützen. Kulturbegegnungen sollen dort möglich gemacht werden, wo es geht, sagte Kunstminister Bernd Sibler (CSU). Dank zunehmender Impf- und Testangebote sowie ausgefeilter Hygienekonzepte ergäben sich für den Sommer neue Perspektiven für einen Aufbruch in der Kultur. "Kunst- und Kulturschaffende und das Publikum sollen sich endlich wieder direkt begegnen können", so der Minister.

    Der Freistaat stellt nach Siblers Worten öffentliche Freiflächen zur Verfügung und richtet eine Plattform ein, die Informationen für Veranstalter, Künstler und Besucher bereithalten soll. Sibler appellierte an die mehr als 2000 Kommunen in Bayern, "das Kulturprojekt" mitzutragen, geeignete Freiflächen für den Kultursommer 2021 zur Verfügung zu stellen und kulturelle Veranstaltungen dort, wo immer es möglich ist, zu unterstützen-

    15.25 Uhr: Modellversuch zur Durchimpfung ganzer Region

    Mehrere Bayerische Landtagsabgeordnete der FDP fordern einen Modellversuch, bei dem unabhängig von den derzeit gültigen Prioritätsstufen alle Impfwilligen in einer stark von Corona betroffenen Region durchgeimpft werden. Denkbar sei ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt im Corona-Hotspot Ostbayern, schlugen Alexander Muthmann, Christoph Skutella und Sebastian Körber am Sonntag in einem Schreiben an Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) vor.

    Sie wollen erreichen, dass auf dem geplanten bayerischen Corona-Impfgipfel in der kommenden Woche ein solches Modellprojekt beschlossen wird. Es könne darüber Aufschluss geben, wie sich die Durchimpfung der Bevölkerung auf die Inzidenz in der Region im Vergleich zu allen anderen Regionen in der Nachbarschaft auswirke, teilten die Politiker mit.

    14.59 Uhr: Keine Einreisebeschränkungen nach Tirol und Tschechien

    Nach der neuen RKI-Einstufung Tschechiens und Tirols fallen die auf systemrelevante Berufe begrenzten Einreisebeschränkungen weg. Auch wenn Tschechien, die Slowakei und Tirol nicht mehr als Virusvariantengebiete gelten, bleibt die Bundespolizei nach wie vor an der Grenze präsent und kontrolliert Regelungen wie Anmelde- und Testpflicht.

    Das RKI hatte am Freitag angekündigt, dass ab Sonntag, 0.00 Uhr Tschechien und die Slowakei nicht mehr als Virusvarianten- sondern als Hochinzidenzgebiete gelten, Tirol sogar nur noch als "normales" Risikogebiet. Wer aus diesen Ländern einreist, ist allerdings nach wie vor diversen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus unterworfen. So muss man sich anmelden und weiterhin ein negativer Coronatest vorgelegt werden. Auch die vom Bundesland angeordnete Quarantäne gilt weiterhin.

    13.11 Uhr: Tausende fliegen nach Mallorca

    Zum Beginn der Osterferien sind am Wochenende trotz Corona und aller Appelle zum Reiseverzicht Tausende Urlauber nach Mallorca geflogen. Am Samstag kamen 60 Flugzeuge aus Deutschland in der Inselhauptstadt Palma an, weitere 70 werden nach Angaben des Flughafens am Sonntag erwartet.

    Alleine Eurowings flog die Insel am Samstag und Sonntag nach eigenen Angaben 44 Mal von neun deutschen Flughäfen an. Das sind fast vier Mal so viele Flüge wie am Wochenende zuvor mit nur zwölf. Genaue Passagierzahlen nannte die Fluggesellschaft nicht. Alle Flüge seien aber "recht gut gebucht" gewesen, teilte ein Sprecher des Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Das Flugangebot liege aber im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit immer noch bei weniger als 40 Prozent.

    Tui brachte knapp 2.000 Pauschalurlauber mit 15 Maschinen von fünf deutschen Flughäfen auf die Insel. Die Flüge seien nicht ausgebucht gewesen und "auf dem gleichen Niveau wie vergangenes Wochenende", sagte ein Sprecher der dpa.

    Die Bundesregierung hatte Mallorca und die anderen Balearen-Inseln am 14. März von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen, nachdem die Zahl Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen unter den Grenzwert 50 gesunken war. Derzeit liegt die sogenannte Inzidenz nach der aktuellsten Berechnung des spanischen Gesundheitsministeriums bei 28,71.

    Mit der Streichung von der Risikoliste entfielen für Mallorca-Urlauber Quarantäne und Testpflicht bei Rückkehr, was zu einem Buchungsboom für die Osterferien führte. Ab Dienstag muss allerdings jeder aus dem Ausland einreisende Flugpassagiere einen negativen Corona-Test vorweisen.

    12.12 Uhr: Baden-Württemberg lockert Regeln

    Die Landesregierung von Baden-Württemberg lockert die Regeln für private Zusammenkünfte in Gebieten mit hohen Infektionszahlen. Treffen von zwei Haushalten mit bis zu fünf Personen sind von diesem Montag an auch in Gegenden mit mehr als 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche erlaubt. "Dabei zählen Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht mit. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt", heißt es in der Mitteilung des Staatsministeriums zur neuen Corona-Verordnung.

    Eigentlich sieht die sogenannte Notbremse vor, dass sich in Hotspot-Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 nur ein Haushalt mit einer zusätzlichen Person treffen darf. Zuletzt hatte es geheißen, die Lockerung sei eine Sonderregelung für die Osterfeiertage.

    12.03 Uhr: Söder sieht Bund-Länder-Treffen skeptisch

    Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert die strikte Umsetzung der Notbremse aller Länder. Forderungen nach einem neuen Bund-Länder-Treffen sieht er kritisch. "Es braucht nicht ständig neue Gespräche, sondern die konsequente Umsetzung der Notbremse", sagt Söder der "Augsburger Allgemeinen" (Montagausgabe). "Überall in Deutschland muss bei einer Inzidenz über 100 automatisch die Notbremse greifen." Auch Ausgangsbeschränkungen müsse es geben. "Die Corona-Lage spitzt sich zu, einige Länder haben den Ernst der Lage leider noch nicht verstanden."

    12.01 Uhr: Sozialverbände fordern mehr Geld für Benachteiligte

    Der Sozialverband VdK unterstützt die Forderung weiterer Sozialverbände, Empfänger von Sozialleistungen in der Pandemie stärker finanziell zu unterstützen. Verbandspräsidentin Verena Bentele sagte dem Hörfunksender "NDR Info", damit sich die Menschen besser gegen das Virus schützen könnten, müssten sie mindestens 100 Euro mehr im Monat zur Verfügung haben. Deswegen habe sich der VdK einem Bündnis von Verbänden angeschlossen. Sie forderten einen Zuschlag von 100 Euro für Personen, die Grundsicherung erhielten.

    Dem Bündnis gehören unter anderem der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Diakonie, der Deutsche Kinderschutzbund und der Deutsche Gewerkschaftsbund an.

    Bentele verwies darauf, dass sozial Benachteiligte ein höheres Infektionsrisiko hätten. Dafür seien mehrere Faktoren verantwortlich: "Für uns ist ganz klar, dass Menschen, die in Armut leben oder von Armut bedroht sind, eben deutlich beengter leben und weniger finanzielle Möglichkeiten haben, um sich gut zu schützen." Sie hätten weniger Geld für Schutzmasken und Desinfektionsmöglichkeiten. Um die Ungleichheit in Deutschland langfristig zu bekämpfen, sind nach Ansicht Benteles allerdings weitreichendere Maßnahmen notwendig. Als Beispiele nannte sie einen höheren Mindestlohn sowie eine Kindergrundsicherung.

    11.47 Uhr: Corona-Mutation in Afghanistan nachgewiesen

    In Afghanistan ist erstmals die britische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Man habe sieben Fälle in der östlichen Provinz Nangarhar registriert, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Ghulam Dastagir Nasari, mit. Die Infizierten seien in der Vergangenheit in das Nachbarland Pakistan gereist. Sie und alle Kontaktpersonen befänden sich in Quarantäne.

    Seit zehn Tagen haben die lokalen Behörden durch spezielle Test-Sets die Möglichkeit, unterschiedliche Virusvarianten nachzuweisen. Zurzeit gibt es in Afghanistan keine Coronavirus-Beschränkungen. Schulen, Geschäfte, Märkte, Restaurants, Moscheen oder Behörden sind geöffnet.

    Afghanistan verzeichne derzeit nur einen kleinen Anstieg an Neuinfektionen, sagte Nasari weiter. Auch eine mögliche dritte Welle sehe man nicht kritisch. Es werde davon ausgegangen, dass diese Afghanistan nicht so stark wie andere Länder treffen werde, "da bereits in der ersten und zweiten Welle eine große Zahl an Menschen infiziert war", so Nasari. Zudem sei mehr als die Hälfte der afghanischen Bevölkerung jünger als 18 Jahre alt. Bislang wurden in Afghanistan rund 56.000 Infektionen und mehr als 2.450 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus nachgewiesen. Vermutet wird, dass die tatsächlichen Zahlen deutlich höher sind.

    11.06 Uhr: Linke: Wirtschaft muss stärker einbezogen werden

    Aus Sicht der Linken-Co-Vorsitzenden Janine Wissler muss die Arbeitswelt stärker in die Anti-Corona-Maßnahmen einbezogen werden. "Im Moment ist es so, dass die Betriebsbeschränkungen am Betriebstor enden, aber die Corona-Infektionen enden nicht am Betriebstor", sagte Wissler im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. "Wir haben viele Menschen in diesem Land, die ganz normal zur Arbeit gehen, die jeden Tag in Großraumbüros fahren, in Call-Zentren, in Fertigungshallen. Und dort finden Infektionen statt." Busse und Bahnen seien voll.

    "Ich finde, wenn die Zahlen weiter so in die Höhe gehen, dann muss man auch darüber reden, dass nicht dringend notwendige Produktion ein paar Tage stillgelegt werden muss, um einfach die Infektionsketten zu brechen", sagte Wissler. Wenn man die Zahlen nicht runter bekomme und in eine Dauerschleife gerate, dann sei das auch wirtschaftlich kurzfristig gedacht. Im Kampf gegen das Virus müsse zudem die Impfquote gesteigert werden, so die Linken-Chefin.

    10.45 Uhr: Sibler will "Aufbruch in der Kultur"

    Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) will die bevorstehenden Sommermonat für einen "Aufbruch in der Kultur" nutzen. Dafür habe sein Haus das Programm "Bayern spielt" aufgesetzt, sagte Sibler laut einer Mitteilung. Von Juni bis September wolle man mit vielfältigen Veranstaltungen vor allem im Freien und verantwortungsvollen Sicherheitskonzepten Kunst und Kultur für Gäste wieder "direkt erlebbar, spürbar, sichtbar" machen, betonte er. Kunst- und Kulturschaffende und Publikum sollten sich "endlich wieder direkt begegnen können". Dafür stelle der Freistaat zusätzliche öffentliche Freiflächen zur Verfügung, um dort Open-Air-Bühnen zu errichten.

    Kunstminister Sibler appellierte an die mehr als 2.000 Kommunen im Freistaat, das Projekt mitzutragen und ebenfalls geeignete Flächen für den Kultursommer 2021 zur Verfügung zu stellen. Mit dem Projekt soll der von der Corona-Pandemie besonders getroffenen Kultur- und Veranstaltungsbranche geholfen werden. Das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (bayernkreativ) richte für dieses Projekt eine Informations- und Serviceplattform ein.

    09.17 Uhr: Hohe Zahl an Neuinfektionen in der Ukraine

    In der Ukraine sind binnen 24 Stunden so viele Patienten mit Covid-19 in Krankenhäuser gekommen wie noch nie. 5.052 Menschen seien stationär aufgenommen worden, teilt Gesundheitsminister Maksim Stepanow auf Facebook mit. Das übertrifft den letzten Höchststand von 4.887 Patienten am 17. März.

    In der Ukraine sind die Infektionszahlen zuletzt stark gestiegen. Am Sonntag meldet das Land 11.932 Neuinfektionen binnen eines Tages. 203 weitere Menschen starben in Verbindung mit dem Virus. Seit dem Beginn der Pandemie verzeichnet die Ukraine 1,64 Millionen Infektionen und 31.954 Todesfälle. Geimpft wird seit etwa einem Monat. Bislang erhielten knapp 200.000 der 41 Millionen Ukrainer die Erstimpfung.

    09.01 Uhr: Weitere Diskussion um Lockdown

    Nur wenige Tage nach der letzten Bund-Länder-Runde scheint sich die Stimmung zu drehen. Die Forderungen nach einem harten Lockdown und nach einem neuen Corona-Gipfel werden lauter. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) stellte für Anfang der Woche weitere Gespräche zwischen Bund und Ländern über einen harten Lockdown in Aussicht.

    "Erstmal überlegen wir alle solche Sachen", sagte Kretschmann. "Wir müssen das auch mit anderen Ländern vorbesprechen, mit dem Bundeskanzleramt. Wir sehen halt, die Zahlen rasen förmlich hoch." Bei den Gesprächen am Montag und Dienstag müsse man "zu Klarheit kommen". Ob die nächste Konferenz der Ministerpräsidenten, die im April geplant ist, vorgezogen werden muss, sagte der Grüne nicht. Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte einen raschen neuen Corona-Gipfel gefordert.

    07.41 Uhr: Tirol und Tschechien kein Virusvariantengebiet mehr

    Tschechien und Tirol sind in der Risikoeinstufung des Robert Koch-Instituts zurückgerutscht. Seit Sonntag 0.00 Uhr gelten sie nicht mehr als Virusvariantengebiet. Einreisen aus solchen Gebieten sind besonders strengen Regeln unterworfen. Sofortige weitgehende Lockerungen bedeutet die Änderung allerdings nicht. Wie es mit den geltenden Grenzkontrollen weitergeht blieb zunächst offen.

    Die Einstufung als Virusvariantengebiet bringt unter anderem Einreisebeschränkungen, eine längere, 14-tägige Quarantäne ohne Möglichkeit sich nach fünf Tagen freizutesten und die Verpflichtung bereits bei Einreise einen negativen Coronatest vorzulegen mit sich. Die größte Veränderung ist für Tirol zu erwarten, das künftig nur noch als "normales" Risikogebiet gilt. Tschechien bleibt in der höheren Kategorie Hochinzidenzgebiet, so dass dort weniger Erleichterungen im Vergleich zu den aktuellen Regeln erwartet werden.

    Für beide Länder gilt, dass die Einstufung als Virusvariantengebiet auch nach ihrem Ende noch einige Zeit nachwirkt. Für die verschärfte Test-, Anmelde- und Quarantänepflicht reicht es, sich in den zehn Tagen vor Einreise in einem Virusvariantengebiet aufgehalten zu haben, wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte. Dies gelte auch, wenn das Gebiet zwischenzeitlich zurückgestuft worden sei, wie jetzt bei Tirol und Tschechien der Fall.

    07.15 Uhr: Frankreich jetzt Hochinzidenzgebiet

    Ganz Frankreich gilt seit 0 Uhr als Hochinzidenzgebiet. Die Grenze darf bis auf weiteres nur bei Vorliegen eines negativen Corona-Tests überquert werden, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ob ein Grenzgänger einen negativen Test hat, wird aber nicht direkt an der Grenze zu Deutschland kontrolliert, sondern im Hinterland mit Hilfe der Schleierfahndung.

    Frankreich befindet sich inmitten der dritten Corona-Welle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei deutlich über 300 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Deswegen wurde am Samstag der Lockdown auf drei weitere Départements ausgeweitet. Geschäfte mussten schließen und die Bewegungsfreiheit der Bürger wurde eingeschränkt. Insgesamt betreffen die verschärften Corona-Auflagen 19 Verwaltungsbezirke mit mehr als 23 Millionen Menschen. Seit einer Woche gilt der Lockdown bereits im Pariser Großraum und Teilen Nord- und Südfrankreichs.

    06.03 Uhr: Inzidenzwert steigt bundesweit auf 129,7

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 17.176 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 129,7 (Vortag: 124,9). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 90 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 75.870. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,75 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

    In Bayern haben sich in den letzten 24 Stunden rund 2.800 Menschen (2.817) neu mit dem Virus infiziert. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt bei 135,8 pro 100.000 Einwohner. Die höchsten Werte vermelden im Freistaat nach wie vor die Stadt Hof (353,1), der Landkreis Cham (322,7), der Landkreis Kulmbach (315,8) und der Landkreis Schwandorf (289,4).

    05.02 Uhr: Deutsche horten ihr Geld

    Deutschlands Bürger haben in der Corona-Krise Unsummen an Geld gehortet. Doch weder Ökonomen noch die Finanzszene rechnen mit einem baldigen Konsumboom. Nach Zahlen der Bundesbank sind die Bankeinlagen der privaten Haushalte von Januar 2020 bis Januar 2021 um 182 Milliarden auf 1,73 Billionen Euro gestiegen, wie der im März-Monatsbericht enthaltenen Statistik zu entnehmen ist. Das Münchner Ifo-Institut schätzt die "Überschussersparnis" 2020 in seiner jüngsten Konjunkturprognose auf 100 Milliarden Euro und geht davon aus, dass diese Summe im ersten Quartal noch einmal steigt.

    Die Corona-Wirtschaftskrise hat auf den ersten Blick die paradoxe Folge, dass viele Bürger erheblich mehr Geld auf dem Konto haben als vor einem Jahr. Und ein Ende der Konsumzurückhaltung ist kurzfristig nicht in Sicht.

    03.43 Uhr: Konzert mit 5.000 Menschen in Barcelona

    5.000 Menschen, die ohne Sicherheitsabstand zu Live-Musik tanzen - in Barcelona hat am Samstagabend erstmals seit langem ein großes Rockkonzert stattgefunden. Mit der von strengen Sicherheitsvorkehrungen begleiteten Veranstaltung in der spanischen Großstadt sollten Möglichkeiten erforscht werden, trotz der Corona-Pandemie wieder kulturelle Großveranstaltungen zu organisieren.

    Das Konzert wurde von mehreren Festivals, Musik-Veranstaltern und einem Krankenhaus organisiert. Alle Besucher mussten vorher einen Corona-Antigen-Test machen. Dafür wurden am Vormittag drei wegen der Pandemie geschlossene Diskotheken zu Testzentren umfunktioniert. In das Konzert kamen natürlich nur Menschen mit negativem Testergebnis. Außerdem mussten sie FFP2-Masken tragen. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wurde im Palau Sant Jordi eine besonders leistungsfähige Lüftungsanlage installiert.

    Auch nach dem Konzert wird weiter beobachtet, ob bei der Menschenansammlung das Coronavirus weitergegeben wurde. Die Zuschauer würden 14 Tage lang überwacht und jeder mögliche Ansteckungsfall werde festgehalten, sagte die Ärztin María Llibre vom Krankenhaus Germans Trias i Pujol de Badalone nahe Barcelona. Ihr Team hatte im Dezember bereits ein Pilotprojekt in einem Konzertsaal in Barcelona mit 500 Zuschauern organisiert. In der Folge waren keine Corona-Infektionen registriert worden.

    02.06 Uhr: Sterberate im vergangenem Jahr gesunken

    Die Sterberate bei Covid-19-Patienten ist in deutschen Unikliniken einer Studie zufolge im Laufe des Jahres 2020 deutlich gesunken. Das kann aus Sicht der Wissenschaftler ein Beleg für verbesserte Behandlungen und zunehmende Erfahrung der Klinikteams in der Pandemie sein, teilte eine Forschungsgruppe der Universität Erlangen mit. Sie untersuchte Klinikaufenthalte von rund 1.300 Covid-19-Patienten in 14 deutschen Unikliniken von Januar bis September 2020.

    Die gute Nachricht: Die Analyse zeigt einen Rückgang der durchschnittlichen Sterberate von anfangs 20,7 Prozent (Januar bis April) auf 12,7 Prozent (Mai bis September). Dabei gibt es aber auch viele Wermutstropfen: Insgesamt starb von Januar bis September in den 14 Unikliniken fast ein Fünftel aller Covid-Patienten (18,8 Prozent). Bei beatmeten Menschen lag die Sterberate im ersten Abschnitt von Januar bis April sogar bei 39,8 Prozent. Im späteren Zeitraum von Mai bis September sank sie leicht auf rund ein Drittel (33,7 Prozent).

    Die Ergebnisse bestätigen Beobachtungen aus dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). Auch sie sieht auf Intensivstationen Lehren aus der ersten Welle und Fortschritte beim Vermeiden schwerer Krankheitsverläufe.

    Samstag, 27. März 2021

    21.43 Uhr: Kretschmann: Anfang der Woche Gespräche mit Kanzleramt über Lockdown

    Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat für Anfang der Woche weitere Gespräche zwischen Bund und Ländern über einen harten Lockdown in Aussicht gestellt. "Erstmal überlegen wir alle solche Sachen", sagte Kretschmann am Samstagabend in Stuttgart. "Wir müssen das auch mit anderen Ländern vorbesprechen, mit dem Bundeskanzleramt. Wir sehen halt, die Zahlen rasen förmlich hoch." Bei den Gesprächen am Montag und Dienstag müsse man "zu Klarheit kommen". Ob die nächste Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die eigentlich erst für den 12. April geplant ist, vorgezogen werden muss, sagte der Grüne nicht.

    Zu dem Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wegen der schnell steigenden Infektionszahlen das gesellschaftliche Leben 10 bis 14 Tage richtig herunterzufahren, sagte Kretschmann: "Aus pandemischer Sicht wäre das am besten." Allerdings müsse man genau abwägen, ob es sinnvoll und machbar sei, alles zuzumachen. Zuletzt hatte Kretschmann erklärt, die britische Mutante breite "sich gerade so schnell aus, dass sich die Infektionszahlen bei uns alle zehn Tage verdoppeln". Darauf müsse die Politik reagieren, sonst liefen die Intensivstationen schon im April über.

    19.44 Uhr: 5.000 auf Corona getestete Besucher bei Rock-Konzert in Barcelona

    Ein Rock-Konzert mit 5.000 Gästen ist für Samstagabend in Barcelona geplant. Die Besucherinnen und Besucher mussten sich am gleichen Tag einen Corona-Test unterziehen. Damit soll untersucht werden, ob ein solches Vorgehen Infektionen bei großen Kulturveranstaltungen verhindern kann.

    Der Auftritt der spanischen Band Love of Lesbian hat eine Sondergenehmigung der Gesundheitsbehörden. Im Rest des Landes dürfen Personengruppen in geschlossenen Räumen aus höchstens vier Personen bestehen, doch die Konzertbesucherinnen und -besucher werden sich uneingeschränkt vermischen dürfen. Masken sind allerdings Pflicht.

    19.07 Uhr: Merkel stellt sich in ARD-Sendung "Anne Will" Fragen zu Corona-Politik

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellt sich am Sonntagabend (21.45 Uhr) in der ARD-Sendung "Anne Will" Fragen zur Corona-Politik der Bundesregierung. In der Sendung soll es nach ARD-Angaben unter anderem darum gehen, was das Fehlereingeständnis im Zusammenhang mit zusätzlichen Oster-Ruhetagen für das weitere Krisenmanagement von Bund und Ländern bedeutet.

    Thema ist auch die Frage, wo Deutschland gegenwärtig im Kampf gegen das Coronavirus steht und wie die dritte Infektionswelle gebrochen werden solle. Merkel war bereits öfter Gast bei "Anne Will", so ging es im Oktober 2015 und im Februar 2016 um ihren Kurs in der Flüchtlingspolitik. Zuletzt trat sie im Juni 2018 in der Sendung auf.

    17. 22 Uhr: Verbesserte Qualität der Corona-Selbsttests

    Die Qualität vieler Corona-Selbsttests ist in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. "Die Empfindlichkeit dieser Schnelltests ist immer besser geworden, und das ist die Voraussetzung dafür, dass wir sie jetzt in der Breite anwenden", sagte der Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Karl Broich, bei einer Online-Diskussionsveranstaltung der Bundesregierung, bei der Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen konnten.

    Bei 22 von dem Institut geprüften Produkten lägen die Gütekriterien Empfindlichkeit wie auch Spezifität - also die Zuverlässigkeit, Infektionen und Nicht-Infektionen zu erkennen - weit über 90 Prozent, betonte Broich. "Das Problem der falsch-positiven und falsch-negativen Testergebnisse ist dadurch deutlich geringer geworden." Allerdings habe das Institut bei seiner Prüfung auch Produkte aussortiert. Die zuverlässigen Schnelltests listet das BfArM auf seiner Website auf.

    17.15 Uhr: Spahn für "richtiges Herunterfahren"

    Wenige Tage vor Ostern hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Menschen in Deutschland auf die Fortsetzung des Corona-Lockdowns über die Feiertage hinaus eingestimmt. "Wenn wir die Zahlen nehmen, brauchen wir noch einmal zehn, 14 Tage richtiges Herunterfahren unserer Kontakte und Mobilität", sagte der Minister am Samstag bei einer im Internet übertragenen Diskussionsrunde.

    Dies sei ein Lockdown, "so wie wir es auch im letzten Jahr an Ostern erlebt haben", sagte der Minister. Familie im großen Kreis "geht halt dieses Jahr noch nicht". Wenn die dritte Welle bei den Infektionen gebrochen werden könne, seien dann Öffnungsschritte begleitet von Tests möglich.

    17.12 Uhr: Tübinger Testprojekt: Corona-Tests auf Bürger übertragen

    Das Testen auf Corona-Infektionen muss aus Sicht der Tübinger Pandemiebeauftragten Lisa Federle mittelfristig an die Bürger übertragen werden. Das bundesweit beachtete Modellprojekt in der Universitätsstadt sei sehr aufwendig und teuer. Jeder Test an einer der neun Teststationen in Tübingen koste den Steuerzahler 15 Euro, sagte Federle bei einer Online-Diskussionsveranstaltung der Bundesregierung, bei der Bürgerinnen und Bürger unter anderem Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Fragen stellen konnten. Daher müsse man die Verantwortung für die Selbsttests "schon in die Hände der Bevölkerung geben".

    Tübingen testet seit knapp zwei Wochen, ob mehr Öffnungsschritte mit möglichst flächendeckendem Testen umsetzbar sind, ohne dass die Zahl der Corona-Fälle deutlich zunimmt. Menschen können in der Stadt kostenlose Tests machen, das Ergebnis wird bescheinigt. Mit dem Zertifikat können die als gesund getesteten Personen zum Beispiel in Modeläden einkaufen, zum Friseur oder auch in Theater und Museen gehen.

    16:56 Uhr: Lehrerverband: Zwei Milliarden für Schüler-Nachhilfe gebraucht

    Das Aufholen coronabedingter Lernrückstände von Schülern erfordert nach Schätzungen des Deutschen Lehrerverbands (DL) rund zwei Milliarden Euro. DL-Präsident Heinz-Peter Meidinger sagte der Deutschen Presse-Agentur, beim Großteil der Schülerinnen und Schüler könnten die coronabedingten Lerndefizite in den nächsten zwei Schuljahren wieder aufgeholt werden. Bei mindestens 20 Prozent der Schüler gehe er davon aus, dass wegen der Corona-Krise ein stark erhöhter Förderbedarf entstanden sei. "Da haben wir Bedenken, ob sie überhaupt noch den verpassten Stoff aufholen können."

    16.21 Uhr: Cichutek: Hoffnung in Prüfung weiterer Covid-Impfstoffe

    Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) sieht die derzeit laufende Prüfung neuer Covid-19-Impfstoffe mit Hoffnung. Derzeit prüfe die europäische Zulassungsbehörde EMA drei weitere Präparate in einem "Rolling-Review-Verfahren", sagte Klaus Cichutek bei einer Online-Diskussionsveranstaltung der Bundesregierung, bei der Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen konnten. Dies seien ein mRNA-Impfstoff des Tübinger Unternehmens Curevac, das russische Präparat Sputnik V sowie ein Vakzin des Unternehmens Novovax.

    Beim "Rolling-Review-Verfahren" werden Testergebnisse bereits geprüft, auch wenn noch nicht alle Ergebnisse vorliegen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ergänzte, voraussichtlich ab Mitte April werde der bereits zugelassene Impfstoff von Johnson & Johnson zum Einsatz kommen, allerdings anfangs noch in geringen Mengen.

    16.06 Uhr: Spahn: Bis Anfang Mai bis zu 100.000 Impfpraxen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass Ende April/Anfang Mai 80.000 bis 100.000 Arztpraxen Coronavirus-Impfungen verabreichen könnten. Nach Ostern werde man beginnen, auch Hausärzte in die Impfkampagne einzubeziehen, sagte Spahn bei einer Online-Diskussionsveranstaltung der Bundesregierung, bei der Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen konnten. Derzeit impfen Hausärzte nur in Modellprojekten mit. An der geplanten Ausweitung auf Hausärzte sollen laut Spahn zunächst bis zu 50.000 Praxen beteiligt sein.

    15.17 Uhr: 7-Tage-Inzidenz steigt in Bayern weiter stark

    In Bayern liegt die 7-Tage-Inzidenz nun bei genau 131,14. Diese lag gestern laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) noch bei 124,88. Am höchsten ist der Wert weiterhin in der Oberpfalz mit 198,00. Die niedrigste 7-Tage-Inzidenz hat Unterfranken mit 92,36. Alle anderen Regierungsbezirke sind dreistellig. In den vergangenen 24 Stunden sind in Bayern elf Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden.

    Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie im Freistaat 488.054 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit gestern wurden 3.206 neue Fälle im Freistaat gemeldet.

    15.04 Uhr: Vatikan impft neben Obdachlosen auch Diplomaten

    Nicht nur Obdachlose, auch Diplomaten können sich im Vatikan gegen Corona impfen lassen. Anders als die Bedürftigen in Rom zahlen die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschafter aber 55 Euro pro Immunisierung. Das Angebot gilt auch für Botschaftsmitarbeiter, wie die Deutsche Botschaft der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) bestätigte. Ein ähnliches Angebot macht auch Deutschland den in Berlin akkreditierten Diplomaten. Allerdings müssen sich diese an die dort geltende Impfordnung halten.

    13.55 Uhr: Johnson: Auswirkungen von dritter Corona-Welle unklar

    Der britische Premierminister Boris Johnson warnte erneut vor einer neuen Ausbreitung des Coronavirus im Vereinigten Königreich. Es sei offen, welche Auswirkungen eine dritte Corona-Welle auf dem europäischen Festland für das Land haben werde, sagte Johnson bei einer Online-Tagung mit Mitgliedern seiner konservativen Partei. Die "bittere Erfahrung" sei, dass Großbritannien drei Wochen nach Europa getroffen werde. "Die Frage ist: Wird es diesmal so schlimm sein, wie es in der Vergangenheit war? Oder haben wir die Auswirkungen durch die Ausgabe von Impfstoff ausreichend gemildert, gedämpft und abgestumpft?", sagte Johnson.

    Der Regierungschef betonte, dass er an seinem Fahrplan für eine Lockerung der strikten Corona-Regeln festhalte. Demnach sind von diesem Montag an im größten Landesteil England wieder Treffen von zwei Haushalten oder bis zu sechs Menschen im Freien erlaubt. Nicht-essenzielle Geschäfte sowie Außengastronomie dürfen aber frühestens am 12. April öffnen. Die Regierung rief die Bevölkerung zur Vorsicht auf.

    13.02 Uhr: Einsatz von Luca-App auf Buga

    Zur Corona-Kontaktverfolgung bei Besuchern der Bundesgartenschau in Erfurt soll nach Angaben des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) neben der Corona-Warnapp auch die Luca-App zum Einsatz kommen. Dies sei Teil eines umfangreichen Schutzkonzepts für die Großveranstaltung, sagte Ramelow in Erfurt.

    Die elektronische Kontaktverfolgung mit der Luca-App werde bereits bei einem an diesem Montag in Weimar beginnenden Modellprojekt zur Öffnung von Geschäften und Museen unter Pandemiebedingen geprobt. Dies sei auch ein Test für die Bundesgartenschau, die am 23. April in Erfurt eröffnet werden soll.

    12.27 Uhr: Schärfere Regeln gelten jetzt in vielen Teilen Frankreichs

    Im Kampf gegen die angespannte Corona-Lage im Land greift Frankreich erneut härter durch. Ab dem Wochenende gelten in drei weiteren Départements verschärfte Beschränkungen. Auch in den Verwaltungsbezirken Aube und Nièvre in der Landesmitte sowie Rhône im Südosten gibt es nun auch tagsüber Ausgangsbeschränkungen. Menschen dürfen sich dort etwa nur zehn Kilometer von ihrem Wohnort entfernen, viele Geschäfte sind geschlossen.

    Diese härteren Maßnahmen gelten seit dem vergangenen Wochenende bereits in 16 Départements, darunter auch der Großraum Paris. Schulklassen sollen in den Gebieten bereits bei einem Corona-Fall komplett nach Hause geschickt werden, hatte es zuletzt geheißen. An Bahnhöfen, Flughäfen und Mautstellen verstärkt die Regierung die Kontrollen, um durchzusetzen, dass Menschen aus den betroffenen Gegenden, ihre Region nicht ohne triftigen Grund verlassen.

    Frankreich ist schwer von der Pandemie getroffen. Ab Sonntag will Deutschland das Nachbarland als Hochinzidenzgebiet mit Testpflicht bei der Einreise einstufen.

    12.17 Uhr: Spanien will Test bei Einreise aus Frankreich

    Spanien will für Einreisen über den Landweg aus Frankreich einen negativen Corona-Test verlangen. Lastwagenfahrer, Berufspendler und Anwohner der Grenzregion sollen ausgenommen werden, kündigt das Gesundheitsministerium an. Viele Franzosen fahren angesichts des Lockdowns in ihrem Land über die Grenze, um etwa in Madrid in Gaststätten und Bars zu gehen. In der vergangenen Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen in Spanien.

    12.11 Uhr: Impftourismus in Serbien

    Serbien ist zum Anziehungspunkt für Tausende Impfwillige aus seinen Nachbarländern geworden. Vor dem größten Corona-Impfzentrum der Hauptstadt Belgrad standen am Samstag zahlreiche Menschen aus Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien Schlange. Oft waren ganze Familien angereist, nachdem die serbischen Behörden erklärt hatten, am Wochenende würden Ausländer gratis gegen Corona geimpft. An Grenzübergängen gab es Staus, wie das bosnische Nachrichtenportal Klix berichtete.

    Serbien gehört zu den Ländern mit dem größten Impferfolgen in Europa. Es setzt nicht nur die Mittel von Biontech und Pfizer sowie Astrazeneca ein, sondern auch das russische Sputnik V und den Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinopharm. Von den sieben Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern das Landes haben mehr als zwei Millionen mindestens eine Dosis gespritzt bekommen. Allerdings ist die Impfbereitschaft in jüngster Zeit deutlich zurückgegangen.

    Die meisten Nachbarstaaten haben dagegen gerade erst mit Massenimpfungen begonnen und mit Engpässen zu kämpfen. Serbien hat bereits kleinere Mengen Impfstoff an Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Nordmazedonien verschenkt.

    11.37 Uhr: Lauterbach fordert Corona-Beratungen

    SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert angesichts stark steigender Neuinfektionszahlen zeitnah erneute Corona-Beratungen. "Wir müssen rasch nochmal neu verhandeln", sagte Lauterbach dem "Tagesspiegel". "Ohne einen scharfen Lockdown wird es nicht gehen", betonte er und verteidigte seine Forderung nach bundesweiten Ausgangssperren. "Ausgangsbeschränkungen ab 20 Uhr für zwei Wochen würden wirken - wir haben es in Frankreich, Großbritannien und Portugal gesehen."

    "Es wird allgemein im politischen Berlin zu wenig über die Gefahren gesprochen", kritisierte Lauterbach. "Es wird viel zu wenig über die Stärke der dritten Welle gesprochen, welche Altersgruppen das betrifft und wie gefährlich die Mutationen für die mittleren Altersgruppen sind."

    11.22 Uhr: Kloster sitzt auf 2,8 Tonnen Käse

    Weil sie aufgrund der Corona-Pandemie auf ihrem berühmten Reblochon-Käse sitzengeblieben sind, haben sich die Mönche des französischen Zisterzienser-Klosters Abbaye de Cîteaux eine eigene "Internet-Challenge" gesetzt: Bis Dienstag wollten sie die 4.000 zusätzlichen Käselaibe mit einem Gesamtgewicht von 2,8 Tonnen, die sich in ihrem Keller stapeln, loswerden. Schon wenige Stunden nach Beginn der "Herausforderung" am Freitag hatten sie über zwei Drittel verkauft.

    Die Pandemie hatte auch im Kloster für Absatzschwierigkeiten gesorgt, obwohl sein seit 1925 produzierter und preisgekrönter Reblochon normalerweise sehr begehrt ist. Aber wegen der Corona-Beschränkungen kämen weniger Kunden in den Klosterladen und auch die geschlossenen Restaurants bestellten keinen Käse mehr, sagte Bruder Jean-Claude der Nachrichtenagentur AFP. Die Verkäufe seien deshalb um fast 50 Prozent zurückgegangen.

    11.05 Uhr: Hoffnung auf Rentenerhöhung in 2022

    Rentenpräsidentin Gundula Roßbach macht nach der diesjährigen Nullrunde Hoffnung auf eine Rentenerhöhung 2022. Die Prognosen gingen bisher wegen des für 2021 erwarteten Rückgangs der Kurzarbeit von steigenden Löhnen aus, sagte Roßbach der "Rheinischen Post". "Insofern erwarte ich eine wieder positive Entwicklung für die Rentner im kommenden Jahr." Roßbach sprach sich dafür aus, die in der Corona-Krise verbesserten Hinzuverdienstregeln bei der Flexi-Rente dauerhaft zu erhalten.

    Voraussetzung für eine Rentenerhöhung 2022 sei, "dass die dritte Welle der Pandemie nicht bis Dezember andauert", sagte Roßbach. Sie verwies auf die hohen Rentenanpassungen vor der Corona-Krise. Sogar im vergangenen Jahr, das stark von der Pandemie geprägt war, seien die Altersbezüge deutlich gestiegen.

    10.53 Uhr: Quarantäne-, Test- und Anmeldepflichten gelten weiterhin

    Viele Einreisende aus Tschechien und Tirol müssen auch nach Wegfall der Einstufung als Virusvariantengebiet in der Nacht zum Sonntag noch verschärfte Quarantäne-, Test- und Anmeldepflichten erfüllen. Entscheidend sei, ob man sich in den vergangenen zehn Tagen in einem Virusvariantengebiet aufgehalten habe, teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Dies gelte auch, wenn das Gebiet zwischenzeitlich zurückgestuft worden sei, wie dies für Tschechien und Tirol mit Wirkung ab Sonntag 0.00 Uhr gilt.

    Bei Einreisenden, die in den vergangenen zehn Tagen in einem Virusvariantengebiet waren, ist die Quarantäne mit 14 Tagen länger. Zudem können sie sich nicht fünf Tage nach Einreise freitesten.

    Auch bei der Einreise gelten zunächst noch strengere Regeln: Wer in den zehn Tagen vor Einreise in einem Virusvarianten- oder Hochinzidenzgebiet war, muss schon bei der Einreise einen negativen Test vorlegen. Bei Einreise aus einem normalen Risikogebiet wäre dies auch nachträglich möglich. Dies ist vor allem für Tirol relevant, Tschechien ist noch Hochinzidenzgebiet. Zur Frage, ob es weiter Grenzkontrollen geben wird, verwies das bayerische Ministerium auf den Bund.

    10.11 Uhr: Tokio meldet Anstieg bei Neuinfizierten

    In Japans Hauptstadt Tokio steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit der Aufhebung des Notstands wieder an. Am Samstag meldete der Austragungsort der im Sommer geplanten Olympischen Spiele 430 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das ist der höchste Stand seit dem 18. Februar. Erst vor einer Woche hatte die konservative Regierung des Landes nach mehr als zwei Monaten den Notstand aufgehoben. Seither gehen wieder deutlich mehr Menschen aus, zumal die Kirschblütenzeit begonnen hat. Auch andernorts nimmt die Sorge über wieder steigende Infektionszahlen zu. Am Freitag meldete Japan erstmals seit dem 6. Februar mehr als 2.000 Neuinfektionen.

    Der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga hatte am 7. Januar einen zunächst einmonatigen Notstand für den Großraum Tokio verhängt und ihn später auf insgesamt elf Präfekturen bis zum 7. März ausgeweitet. Für Tokio und drei Nachbarprovinzen war die Maßnahme dann für weitere zwei Wochen bis zum vergangenen Sonntag verlängert worden.

    10.07 Uhr: Mehr Besuche in Heimen möglich

    Bewohner von Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen in Bayern können ab heute wieder mehr Besuch empfangen. Die Beschränkung auf eine Person pro Tag fällt weg, wie aus der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hervorgeht.

    Der Schritt wird damit begründet, dass in den Einrichtungen bereits sehr viele Menschen geimpft sind. Besucher müssen weiter einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Dies ist nun aber auch mit einem Selbsttest unter Aufsicht in der Einrichtung möglich.

    09.30 Uhr: Briten sprechen schon von Impf-Auffrischung

    Zum Schutz gegen neue Varianten des Coronavirus sollen die Menschen in Großbritannien eine dritte Impfung erhalten. Über 70-Jährige könnten diese "Booster"-Impfung bereits im September bekommen, sagte der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi der Zeitung "Daily Telegraph". Auch medizinisches Personal und Pflegekräfte sollen dann ihre dritte Dosis innerhalb von zehn Monaten bekommen. Bis zum Herbst würden vermutlich acht verschiedene Impfstoffe zur Verfügung stehen, sagte Zahawi. "Wie auch immer das Virus sich verhält - wir werden bereit sein."

    Der Staatssekretär kündigte an, dass bald Drive-Through-Impfzentren öffnen sollen. Man könnte dann beispielsweise im Auto geimpft werden. Damit solle die Impfskepsis jüngerer Menschen reduziert werden, sobald sie an der Reihe sind, so Zahawi.

    Die Regierung hat angekündigt, dass alle Erwachsenen bis Ende Juli eine erste Dosis gegen das Coronavirus erhalten sollen. Über die Zeit danach hat sie aber noch keine konkreten Ankündigungen gemacht. Bisher haben etwa 30 Millionen Menschen eine erste Dosis gespritzt bekommen, mehr als die Hälfte der Erwachsenen.

    08.30 Uhr: BDA kritisiert schleppende Auszahlung

    Arbeitgeber-Präsident Rainer Dulger kritisiert, dass der Wahlkampf zur Bundestagswahl schon jetzt notwendige Maßnahmen in der Corona-Krise blockiere. Der BDA-Chef sehe mit Sorge, dass Finanzminister Olaf Scholz Wirtschaftsminister Peter Altmaier immer häufiger Knüppel zwischen die Beine wirft, beispielsweise mit der schleppenden Auszahlung von Staatshilfen. Mit einer solchen destruktiven Form der Profilierung muss jetzt Schluss sein."

    Mit Blick auf die Hilfen für Betriebe sagte Dulger: "Wenn ich auf die Hotellerie, die Gastronomie, die Veranstaltungsbranche oder beispielsweise auf körpernahe Dienstleistungen im Handwerk blicke, dann stelle ich fest: Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, an dem viele mit ihren Anstrengungen am Ende sind."

    08.18 Uhr: Spahn stellt sich Bürgerfragen

    Bundesgesundheitsminister Spahn stellt sich heute online Bürgerfragen rund um Corona. An dem sogenannten "Town Hall Meeting" nehmen neben Spahn Experten teil - unter anderem der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Wieler, und der Chef des Paul-Ehrlich-Instituts, Cichutek. Im Mittelpunkt soll das Thema Impfung stehen. Wer eine Frage hat, kann sie auf der Internetseite zusammengegencorona.de einreichen. Inzwischen sind in Deutschland 4,4 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft. Bayern liegt mit 4,9 Prozent etwas über dem Schnitt und auf Platz 3 der Bundesländer.

    08.13 Uhr: Mehr Fingerspitzengefühl gefordert

    Die bayerischen Grenzregionen zu Tirol wünschen sich von der Politik bei künftigen Corona-Entscheidungen mehr Fingerspitzengefühl. Mit einem entsprechenden Appell haben sich mehrere Bürgermeister an Bundesinnenminister Seehofer und Bayerns Ministerpräsident Söder gewandt. Hintergrund sind die zu erwartenden gelockerten Einreisebestimmungen für das österreichische Bundesland. In einem offenen Brief schreiben die Kommunalpolitiker, die letzten Wochen seien wirtschaftlich, aber vor allem menschlich, eine einzige Belastung gewesen. Seit Mitte Februar hätten sich Dramen abgespielt, da sich Familien, die diesseits und jenseits der Grenze leben, nicht besuchen durften. Die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen seien einschneidend und hätten noch lange negative Folgen.

    07.45 Uhr: FDP will mehr digitale Bildung

    Die bayerische FDP will die digitale Schulbildung vorantreiben und sich für eine bundeseinheitliche Infrastruktur stark machen. Ein entsprechender Leitantrag soll am Vormittag beim digitalen Landesparteitag beschlossen werden. Demnach sollen alle Schulen mit Breitband-Internet ausgestattet werden, und Lehrer und Schüler digitale Endgeräte erhalten. Rechenzentren sollen mit leistungsfähigen Plattformen ausgestattet werden

    06.46 Uhr: Gesundheitsminister appelliert, auf Urlaub zu verzichten

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat an die Bürger appelliert, derzeit nicht in den Urlaub zu fahren. "Das Virus kennt keine Landesgrenzen und keine Osterferien", sagte der CSU-Politiker. Wer dennoch reise, solle sich testen lassen - schon bevor ab Dienstag die Corona-Testpflicht vor der Einreise per Flugzeug gilt. "An den drei bayerischen Flughäfen in München, Nürnberg und Memmingen gibt es ausreichend kostenlose Testmöglichkeiten bei der Ankunft", sagte Holetschek.

    Weiter sagte der Minister, in mehr als 800 Apotheken in Bayern könnten sich die Bürger mit einem Antigen-Schnelltest mindestens einmal in der Woche kostenlos testen lassen. Eine Liste der teilnehmenden Apotheken sei auf der Webseite des Gesundheitsministeriums abrufbar. Auch die lokalen Testzentren in allen Landkreisen und kreisfreien Städten stünden neben Apotheken und Ärzten zur Verfügung.

    06.25 Uhr: Neues Impfstoffabkommen geplant

    Großbritannien steht kurz davor, ein Impfstoff-Abkommen mit der Europäischen Union (EU) zu beschließen. Wie die englische Tageszeitung "The Times" berichtet, könnte die Vereinbarung die Gefahr eines Lieferstopps durch die EU beseitigen. Im Rahmen des Abkommens wolle die EU ihre Drohung, den Export von Pfizer-Biontech-Impfstoffen nach Großbritannien zu verbieten, aufheben. Im Gegenzug sei die britische Regierung bereit, auf einige langfristige Lieferungen des Astrazeneca-Impfstoffs zu verzichten, der aus Holland exportiert werden sollte. Die britische Regierung, Pfizer-Biontech und Astrazeneca waren bisher nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

    06.05 Uhr: Inzidenzwert steigt auf 124,9

    In Deutschland sind binnen eines Tages mehr als 20.400 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte, wurden 20.472 neue Ansteckungen nachgewiesen. Das sind 1.101 weniger als am Vortag, aber mehr als 4.000 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter auf 124,9. Am Freitag hatte der Inzidenzwert bundesweit bei 119,1 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gelegen und am Samstag vergangener Woche noch bei 99,9.

    In Bayern liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 130,3. Innerhalb eines Tages wurden 3.457 Neuinfzierungen gemeldet. Elf Menschen starben an oder mit dem Sars-Cov-2-Virus. Nach wie vor den höchsten Inzidenzwert im Freistaat weist die Stadt Hof mit 381,9 aus. Gefolgt vom Landkreis Cham (310,2) und dem Landkreis Schwandorf (282,0).

    Die Zahl der deutschlandweiten Corona-Infektionen beträgt mittlerweile insgesamt 2.755.225. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Freitag gewarnt, wenn die Corona-Fallzahlen ungebremst weiter stiegen, laufe Deutschland "Gefahr, dass unser Gesundheitssystem im Laufe des Aprils an seine Belastungsgrenze kommt".

    05.42 Uhr: Kritik am Öffnungskurs der Länder

    Die dritte Corona-Welle rollt und dennoch schlagen einige Bundesländer einen Öffnungskurs ein - bei medizinischen Experten sorgt das für Entsetzen. Der Präsident der Intensivmediziner-Gesellschaft DGIIN, Christian Karagiannidis, fordert angesichts der stark steigenden Infektionszahlen einen harten Lockdown und sofortigen Stopp aller geplanten Öffnungsschritte. "Die Beschlüsse für Modellprojekte nach Ostern sind völlig unpassend und müssen von Bund und Ländern sofort zurückgenommen werden", sagte Karagiannidis, der auch wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters ist, der "Rheinischen Post". "Es braucht eine Mischung aus hartem Lockdown, vielen Impfungen und Tests. Nur so lässt sich ein Überlaufen der Intensivstationen noch verhindern", sagte er.

    05.02 Uhr: Söder fordert "aus den schlechten Erfahrungen zu lernen"

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte im Interview mit der "Passauer Neuen Presse" und dem "Donaukurier", es müsse "so schnell wie möglich über die Zulassung von Sputnik V entschieden werden".

    "Und wir sollten aus den schlechten Erfahrungen bei der ersten Bestellung gelernt haben", mahnte Söder. "Deshalb sollte die EU diesmal zügig alle nötigen Verträge abschließen, um so viel Impfstoff wie möglich zu bekommen." Die Corona-Pandemie werde schließlich nur durch Impfen besiegt, so Söder.

    04.01 Uhr: Besucherströme sollen gelenkt werden

    Besucherströme besser lenken - das ist das Ziel eines neuen Konzepts des Umweltministeriums, das ökologisch sensible Gebiete noch besser als bisher schützen soll. "Unsere Natur wird zu einem wahren Tourismusmagnet. Gerade in Zeiten von Corona brauchen wir Lösungen für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) zum Ferienstart. "Ein Ausgleich der Interessen soll durch eine bestmögliche Lenkung der Besucher gelingen. Nicht jedes Eck Bayerns darf touristisch erschlossen werden", sagte Glauber weiter.

    Eine erste Musterregion für Besucherlenkung entstehe im Oberallgäu, dafür stehe eine halbe Million Euro zur Verfügung. Bei dem Konzept sollen Maßnahmen zusammengefasst werden, die teils bereits in Nationalparken umgesetzt sind. Besucherzählgeräte sollen es beispielsweise ermöglichen, dass die Gäste schon von Zuhause aus sehen, wie stark besucht eine Region ist. "Digital-Ranger" sollen Informationen über Online-Plattformen und Soziale Medien verbreiten. In schwer zugänglichem Gelände soll der Einsatz von Drohnen getestet werden. Regionale Kampagnen sowie der Wettbewerb "Ausgewildert" sollen den Menschen die schützenswerte Natur näherbringen.

    01.55 Uhr: Karliczek plant Nachhilfeprogramm für Schüler

    Damit Schüler durch die Corona-Pandemie nicht den Anschluss verlieren, will Bildungsministerin Anja Karliczek eine Milliarde Euro für ein bundesweites Nachhilfeprogramm ausgeben. Dazu solle es am Ende dieses Schuljahres in allen Bundesländern Lernstandserhebungen in den Kernfächern geben, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "20 bis 25 Prozent der Schüler haben vermutlich große Lernrückstände - vielleicht sogar dramatische", sagte Karliczek. "Wenn wir ein Nachhilfeprogramm für die Kernfächer auflegen, brauchen wir dazu etwa eine Milliarde Euro", führte die Ministerin aus.

    Sie nannte weitere konkrete Details des geplanten Bund-Länder-Programms: Spätestens zum neuen Schuljahr würden zusätzliche Förderangebote bereitgestellt, die sich auf Kernfächer, also etwa Deutsch, Mathe und möglicherweise auch die erste Fremdsprache beziehen sollten. Zielgruppe des Programms seien vor allem Schülerinnen und Schüler, bei denen ein Wechsel bevorstehe - entweder auf eine weiterführende Schule oder in eine Ausbildung. Der jeweilige Bedarf müsse "vorher in einer Lernstandserhebung ermittelt werden", erklärte Karliczek. Schon in den Sommerferien solle es erste Angebote geben.

    Freitag, 26. März 2021

    23.45 Uhr: 180 UN-Länder sprechen sich für fairen Zugang zu Corona-Impfstoff aus

    Ein Großteil der 193 UN-Mitgliedsstaaten hat sich für einen gleichberechtigten Zugang zu den Corona-Impfstoffen ausgesprochen. Lediglich 13 Staaten hätten die bei der Sitzung der Vollversammlung vom Libanon eingebrachte politische Erklärung nicht unterstützt, teilten die Vereinten Nationen am Freitag mit. Unter ihnen seien Nordkorea, Myanmar, Syrien, die Zentralafrikanische Republik, der Südsudan und die Seychellen.

    In der Erklärung zeigen sich die Unterzeichnerstaaten "zutiefst besorgt", dass allen internationalen "Vereinbarungen, Initiativen und Erklärungen" zum Trotz die Covid-Impfstoffe immer noch weltweit ungleich verteilt seien, und zwar nicht nur "zwischen", sondern auch "in den Ländern".

    23.15 Uhr: Brasilien meldet neuen Höchstwert an Todesfällen

    Brasilien meldet zum zweiten Mal in dieser Woche einen Rekord bei der Zahl neuer Todesfälle pro Tag. Das Gesundheitsministerium gibt 3.650 weitere Tote und 84.245 Neuinfektionen bekannt.

    21.15 Uhr: Brandenburg kündigt Ausgangsbeschränkung über Ostern an

    Brandenburg steht vor einer Verschärfung der Corona-Regeln im privaten Umfeld. Während der Osterzeit vom 1. bis 6. April solle es eine Ausgangsbeschränkung von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 an drei Tagen hintereinander geben, teilte die Staatskanzlei in Potsdam mit. Ausnahmen aus triftigem Grund seien möglich. Darauf habe sich das Kabinett am Freitag verständigt, der Beschluss soll aber erst am Dienstag fallen. Wenn die Inzidenz länger erheblich über 100 liegt, sollen Kreise und kreisfreie Städte weitere Schritte ergreifen. Lockerungen für Kultur und Tourismus sollten regional ab Mitte April über Modellprojekte möglich sein. Geplant ist eine App zur Nachverfolgung von Kontakten.

    20.50 Uhr: Touristen ohne Masken in Mexiko: Maya-Ruinen über Ostern geschlossen

    Die Behörden auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán klagen über eine mangelnde Maskendisziplin bei Touristen inmitten der Corona-Pandemie. Es sei frustrierend zu sehen, wie Hunderte Menschen ohne Mund-Nasen-Bedeckung durch die archäologischen Stätten von Tulúm spazierten, sagte der amtierende Polizeichef des an der Karibikküste gelegenen Staats Quintana Roo, Lucio Hernández Gutiérrez. Am schlimmsten seien in dieser Beziehung Touristen. Die berühmte Maya-Ruinenstätte Chichén Itzá im benachbarten Staat Yucatán bleibt nach einer Entscheidung der Behörden über Ostern geschlossen, um eine Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die weitläufige Tempelanlage ist die am zweithäufigsten besuchte archäologische Stätte des Landes und zieht normalerweise rund 1,8 Millionen Besucher im Jahr an.

    20.40 Uhr: Tschechien verlängert Corona-Notstand um zwei Wochen

    In Tschechien wird der Corona-Notstand um zwei weitere Wochen bis zum 11. April verlängert. Im Parlament in Prag stimmten am Freitagabend 53 Abgeordnete dafür. Dagegen waren 34. Ministerpräsident Andrej Babis sagte, es gebe Hoffnung, dass dies der letzte Lockdown sein könnte. Zugleich bat er seine Landsleute um Geduld. Der Notstand gibt der Regierung mehr Vollmachten und ermöglicht es, Grundrechte auszusetzen. In Tschechien darf man seinen Wohnbezirk - vergleichbar einem Landkreis - derzeit nur in Ausnahmefällen verlassen. Eine Mehrheit der Abgeordneten forderte die Regierung auf, diese Maßnahme spätestens nach Ostern aufzuheben. Zudem solle die Maskenpflicht entfallen, wenn man allein auf der Straße ist.

    20.30 Uhr: EU genehmigt weitere Corona-Hilfen für Alitalia

    Die EU-Kommission hat Hilfen der italienischen Regierung in Höhe von 24,7 Millionen Euro für die staatliche Fluggesellschaft genehmigt. Damit steige die insgesamt erlaubte Summe im Zusammenhang mit der Pandemie auf fast 300 Millionen Euro, hieß es in einer Erklärung. Die EU und die Regierung in Rom führen Verhandlungen über eine Neuaufstellung der seit Jahren strauchelnden Airline.

    20.15 Uhr: US-Seuchenbehörde gibt an, über 177 Millionen Dosen ausgeliefert zu haben

    Die US-Seuchenbehörde CDC gibt die Auslieferung von inzwischen insgesamt 177,5 Millionen Impfdosen bekannt. Die Zahl entspricht mehr als das Doppelte der deutschen Bevölkerung. Verimpft worden seien bislang 136,7 Millionen Dosen der Konzerne Pfizer/BioNTech, Moderna und Johnson & Johnson, heißt es weiter. Bei knapp 49 Millionen Amerikanern sei die Impfung abgeschlossen. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

    20.05 Uhr: Lazio muss Strafe zahlen - Klubboss sieben Monate gesperrt

    In der Affäre um vermeintlich vertuschte Testergebnisse von Stürmer Ciro Immobile sind der italienische Fußball-Erstligist Lazio Rom und dessen Besitzer Claudio Lotito verurteilt worden. Das Sportgericht des italienischen Fußball-Verbandes FIGC verhängte eine Sperre über sieben Monate gegen Lotito, dem Verstöße gegen das Corona-Schutzprotokoll vorgeworfen worden. Lazio soll 150.000 Euro Strafe zahlen, zwei in dem Fall involvierte Ärzte wurden für ein Jahr für jede Tätigkeit im Fußball gesperrt. Das Sportgericht hatte zunächst eine Geldstrafe von 200.000 Euro, eine 13-monatige Sperre gegen Lotito und eine 16-monatige Sperre gegen die Ärzte gefordert, wich bei seinem Urteil allerdings davon ab. Dennoch kündigte Lazio an, Einspruch einzulegen. Immobile war Ende Oktober 2020 und Anfang November jeweils positiv auf das Coronavirus getestet worden.

    19.55 Uhr: Zahl der Intensivfälle in Frankreich auf Jahreshöchstwert

    In Frankreich erreicht die Zahl der Corona-Erkrankten auf den Intensivstationen mit 4.766 den höchsten Stand in diesem Jahr. Die Zahl der Neuinfektionen liegt mit 41.869 deutlich höher als vor einer Woche mit 35.088. Präsident Emmanuel Macron hat mit Blick auf die Lage in den Krankenhäusern erklärt, vermutlich würden wegen der dritten Welle neue Beschränkungen notwendig werden.

    19:45 Uhr: Pilotprojekt in Tübingen kann weiterlaufen

    Weil es bisher keine Anzeichen für einen Anstieg der Infektionen gebe, erlaubt das baden-württembergische Sozialministerium der Stadt Tübingen, ihr Modellprojekt mit Corona-Schnelltests bis zum 18. April weiterzuführen. Nach Ostern soll der Versuch ausgewertet und weitere Projekte getestet werden. Zahlreiche weitere Städte und Kommunen in Baden-Württemberg wollen dem Modell folgen.Seit dem 16. März können sich Menschen in Tübingen an mehreren Stationen kostenlos testen lassen, mit der Bescheinigung des Ergebnisses können sie dann in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen.

    19.30 Uhr: Türkischer Ärztebund fordert Kurswechsel der Regierung

    Der türkische Ärztebund TTB fordert angesichts hoher Fallzahlen einen Kurswechsel der Regierung. Es müssten Bewegungs- und Kontaktbeschränkungen verhängt werden, heißt es in einer Erklärung. Die Türkei stehe "wie viele andere Länder in Europa vor einem Tsunami". Die Regierung sei nicht in der Lage, die Pandemie zu bewältigen, die Verantwortlichen im Gesundheitsministerium sollten zurücktreten. Die Regierung in Ankara hat eine langsame Rückkehr zum normalen Leben angekündigt. Die Zahl der neuen Fälle betrug zuletzt gut 29.000, knapp unter dem bisherigen Jahreshöchstwert.

    19.15 Uhr: Regierung will gegen Impfverweigerer beim Gesundheitspersonal vorgehen

    Regierungschef Draghi will künftig gegen Mitarbeiter im Gesundheitswesen vorgehen, die sich einer Corona-Impfung verweigern und damit möglicherweise Patienten gefährden. Justizministerin Marta Cartabia arbeite bereits an möglichen Sanktionen, doch stünden die Details noch nicht fest, sagte der Ministerpräsident. Er fügte hinzu, es sei "nicht hinnehmbar, dass ungeimpftes Gesundheitspersonal in Kontakt mit Kranken kommt". Bereits am Donnerstag hatte der Präsident der Region Ligurien, Giovanni Toti, ein Gesetz gegen Pflegekräfte gefordert, die sich weigerten, sich impfen zu lassen. Er verwies auf einen Fall, in dem zwei infizierte Impfverweigerer unter dem Personal von zwei Krankenhäusern mindestens zwölf Patienten angesteckt hatten. Wieviele Angestellte des italienischen Gesundheitswesens sich gegen eine Impfung entschieden haben, ist nicht bekannt. Gesundheitsminister Speranza sprach von einer "sehr geringen" Anzahl. In dem Land herrscht ebenso wie in Deutschland keine Impfpflicht.

    19.05 Uhr: Spahn und Impfexperten beantworten Fragen zu Corona-Immunisierung

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sowie mehrere Expertinnen und Experten beantworten am Samstag (14.00 Uhr) Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zum Thema Corona-Impfung. Auch um die Nutzung von PCR-, Schnell- und Selbsttests soll es in der Veranstaltung gehen, die live im Internet übertragen wird. Fragen können vorab über eine Onlineformular eingereicht werden. Neben Spahn nehmen unter anderem der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, und der Präsident des für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek teil. Mit dabei ist auch Karl Broich, Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, das unter anderem für die Zulassung von Corona-Selbsttests zuständig ist.

    18.55 Uhr: Corona-Zahlen auf Mallorca zu Beginn der Osterferien niedrig

    Zum Auftakt der Osterferien in Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln weiter niedrig. Auf der Insel, wo schon seit Tagen Tausende Deutsche im Urlaub sind und ab Samstag viele weitere volle Ferienflieger aus Deutschland erwartet wurden, gab es am Freitag nur wenige Neuinfektionen. Seit dem Vortag seien 40 neue Fälle registriert worden, teilte das regionale Gesundheitsministerium in Palma mit. Das Gesundheitsministerium in Madrid gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 28,71 an, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vortag. Zum Vergleich: In Deutschland lag der Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 119. Bis einschließlich Ostermontag erwartet der spanische Flughafenbetreiber Aena 532 Flugverbindungen von und nach Deutschland für den Flughafen Mallorca. Das berichtete die "Mallorca Zeitung" am Freitag unter Berufung auf Aena-Angaben für den Zeitraum 26. März bis 5. April. Das seien 51 Prozent weniger, als zu den Osterferien des letzten Vor-Pandemie-Jahres 2019.

    18.40 Uhr: Laschet fordert mehr Handeln und weniger Ankündigungen

    Der CDU-Chef und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet mahnt hinsichtlich der Lockerungspläne des Saarlands zur Vorsicht. "Auch dort muss man vorsichtig bleiben, denn die brasilianische Variante, die noch gefährlicher ist, ist direkt hinter der Grenze in Frankreich", sagte Laschet am Freitag im Fernsehsender Phoenix. Das Saarland will die Corona-Maßnahmen nach Ostern weitreichend lockern: Von Dienstag nach Ostern an sollen unter anderem Kinos, Theater, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen. Voraussetzung sei ein negativer Schnelltest, hatte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Donnerstag angekündigt.

    18.35 Uhr: Corona-Tests in 90 Prozent der Firmen ist unrealistisch-

    Der Mittelstand hält regelmäßige Corona-Tests in mindestens 90 Prozent der deutschen Unternehmen für unrealistisch. Das sei über die Oster-Feiertage nicht zu schaffen, sagte Ferdinand Munk, der beim Mittelstandsverband BVMW die Kommission Arbeit und Soziales leitet, am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Bundesregierung wolle mit ihrem Druck vom eigenen Versagen beim Impfen und Testen ablenken. "Es ist völlig ungeklärt, welche Corona-Tests von den Unternehmen angewendet werden sollen, wie mit den Ergebnissen der Tests verfahren werden soll und vor allem wo die fehlenden Tests herkommen sollen. Der Mittelstand erwartet insbesondere eine Antwort auf die Frage, wer für die immensen Kosten aufkommt."

    18.25 Uhr: Eilantrag zum EU-Wiederaufbaufonds stoppt vorerst Ratifizierung

    Das Bundesverfassungsgericht stoppt wegen einer Verfassungsbeschwerde vorläufig das deutsche Ratifizierungsgesetz zum Finanzierungssystem der EU bis zum Jahr 2027. Die Karlsruher Richter ordneten am Freitag an, dass der Bundespräsident das in Bundestag und Bundesrat beschlossene Gesetz zunächst nicht ausfertigen darf. Dies gilt, bis der Zweite Senat über einen mit der Beschwerde verbundenen Eilantrag entschieden hat. Damit liegt auch der 750 Milliarden Euro schwere Corona-Wiederaufbaufonds vorerst auf Eis. (Az. 2 BvR 547/21). Das Geld soll dem wirtschaftlichen Aufbau in der EU nach der Pandemie dienen. Einen Teil gibt es als Zuschüsse, einen Teil als Darlehen. Dafür wollen die EU-Staaten gemeinsam Schulden aufnehmen. Vor allem dagegen richtet sich die Verfassungsbeschwerde, die eine Professorengruppe um den früheren AfD-Vorsitzenden Bernd Lucke unmittelbar nach dem Beschluss des Gesetzes im Bundesrat am Vormittag eingereicht hatte. Die Klage wird von mehr als 2200 Bürgern unterstützt, wie das «Bündnis Bürgerwille» mitteilte.

    18.15 Uhr: Italien will nach Osterferien Schulen bis zur sechsten Klasse wieder öffnen

    Die italienische Regierung will nach den Osterferien landesweit alle Schulen für jüngere Kinder wieder öffnen. Alle Schüler bis zur sechsten Klasse sollen dann wieder ganz normal Präsenzunterricht haben, sagte Ministerpräsident Mario Draghi am Freitag. Dies gelte unabhängig davon, ob die Schulen in Regionen mit niedrigem oder hohem Infektionsrisiko liegen. Im Kampf gegen die dritte Corona-Welle sind die Schulen in ganz Italien seit dem 15. März wieder geschlossen, was bei Schülern, Eltern und einigen Lehrern zu massiven Protesten führte. Allein am Freitag gab es Demonstrationen in mehr als 60 Städten. In Italien gelten je nach Region unterschiedlich scharfe Beschränkungen. Diese laufen am 6. April aus. Allerdings soll das ganze Land zuvor an den Osterfeiertagen bis zum 5. April zur "roten" Risikozone erklärt werden, damit gelten strikte Corona-Beschränkungen. Nach den Worten von Gesundheitsminister Roberto Speranza erlauben "frühe Anzeichen" einer Verlangsamung des Infektionsgeschehens jedoch einige vorsichtige Lockerungen.

    18.05 Uhr: Hannovers Handballer nach Corona-Fall für zwei Wochen in Quarantäne

    Nach dem positiven Corona-Test bei einem ihrer Spieler muss die komplette Mannschaft des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf bis zum 7. April in Quarantäne. Das gaben die «Recken» am Freitag nach dem Erhalt einer entsprechenden Anordnung des Gesundheitsamtes bekannt. Nach dem für Donnerstagabend geplanten Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen muss deshalb auch das ursprünglich am Ostersonntag angesetzte Bundesliga-Spiel gegen GWD Minden verlegt werden.

    17.55 Uhr: WHO bittet um Impfdosen für die ärmsten Staaten

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bittet um Spenden von insgesamt zehn Millionen Impfdosen für die ärmsten Staaten. Das weltweite Covax-Impfprogramm stehe bereit zu liefern, "aber wir können keine Impfdosen liefern, die wir nicht haben", sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Bilaterale Verträge, Exportverbote und Impf-Nationalismus hätten den Markt verzerrt und zu großen Ungleichheiten bei Angebot und Nachfrage geführt. "Zehn Millionen Dosen sind nicht viel und es sind nicht annähernd genug."

    17.32 Uhr: Österreich drängt auf Ende der Reisebeschränkung für Tirol

    Österreichische Spitzenpolitiker gehen davon aus, dass die deutsche Regierung die Einreisebeschränkung für Tirol aufhebt. "Ich freue mich, dass das Ende der Kontrollen nun offiziell ist", schrieb Kanzler Sebastian Kurz in einer Stellungnahme, nachdem das Robert Koch-Institut (RKI) Tirol von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen hatte.

    Kurz wertete dies als Zeichen, dass die Maßnahmen in Tirol gegen die Südafrika-Mutante gegriffen hätten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen habe zum Erfolg beigetragen, betonte er. Mit Hilfe der EU waren zusätzliche Impfdosen an den Tiroler Bezirk Schwaz geliefert worden, um die ansteckendere Südafrika-Variante des Coronavirus zurückzudrängen.

    Die Beschränkung des Grenzverkehrs zwischen Tirol und Bayern seit Mitte Februar sei "eine enorme Belastung und für uns so nicht hinnehmbar" gewesen, sagte Tirols Landeschef Günther Platter. "Nach intensiven Gesprächen in den letzten Tagen konnten wir Deutschland endlich davon überzeugen, die unverhältnismäßigen Grenzkontrollen zu beenden", erklärte er.

    17.26 Uhr: Mehr als 35.000 Neuinfektionen in Polen

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat den dritten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 35.143 neue Fälle hinzu, die meisten davon (5.264) in der Region Masowien mit der Hauptstadt Warschau, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 443 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Rekord war mit 34.151 erst am Donnerstag erreicht worden. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

    Angesichts der drastisch steigenden Zahl verschärft Polen den Lockdown ab Samstag weiter. Möbelgeschäfte und Baumärkte müssen wieder schließen, das gleiche gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios. Die Bundesregierung hat Polen als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Die Einreise aus dem Nachbarland ist nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

    16.45 Uhr: Zwei-Millionen-Marke bei Corona-Impfungen in Bayern geknackt

    In Bayern sind inzwischen mehr als zwei Millionen Corona-Impfungen verabreicht worden. Darunter sind 1,38 Millionen erst- und bereits 643.228 Zweitimpfungen, sagte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) laut Mitteilung: "Das heißt, dass knapp die Hälfte der Geimpften inzwischen den vollen Immunschutz gegen eine Covid-19-Erkrankung mit möglicherweise schweren Verläufen hat."

    Man sehe anhand der Zahlen, dass sich die Impfgeschwindigkeit verdoppelt habe. Die erste Million Impfungen habe man nach etwa zwei Monaten Impfkampagne erreicht, "für die zweite Million haben wir nur noch vier Wochen gebraucht", sagte Holetschek. Dies zeige trotz aller Unwägbarkeiten bei den Lieferungen: "Der Impfturbo nimmt fahrt auf."

    Bayern hatte am 27. Dezember 2020 mit den Impfungen begonnen. Etwa 81 Prozent der Bewohner von Alten- und Pflegheimen seien bereits geimpft, rund 80 Prozent bereits zum zweiten Mal. Beim Personal in Alten- und Pflegeheimen liegt die Quote den Angaben zufolge bei 59 Prozent, in Kliniken bei 51,5 Prozent. Zudem hätten mobile Teams 85,6 Prozent der Einrichtungen für Menschen mit Behinderung für Erstimpfungen besucht, teilte das Ministerium weiter mit.

    16.41 Uhr: China nennt Details zu WHO-Bericht über Herkunft des Coronavirus

    China hat Einzelheiten über die Forschungen zur Herkunft des Coronavirus veröffentlicht. Experten der Weltgesundheitsorganisation hätten vier mögliche Wege untersucht, auf denen das Virus nach Wuhan gelangt sein könnte, von wo die weltweite Pandemie ihren Ausgang nahm, sagte Feng Zijian, der dem Forscherteam angehört, vor Diplomaten.

    Das Virus könne direkt von einer Fledermaus auf einen Menschen übertragen worden sein, eine Fledermaus könne ein weiteres Säugetier angesteckt haben, das dann einen Menschen infiziert habe, das Virus könne sich in gefrorenen oder gekühlten Nahrungsmitteln befunden haben oder aus einem Labor entwichen sein, sagte Feng, der auch Vizedirektor der chinesischen Seuchenkontrollbehörde ist. Die Experten hätten die ersten beiden Möglichkeiten für die wahrscheinlichsten gehalten.

    Der Bericht ist noch nicht abgeschlossen, hat sich mehrfach verzögert und ist Gegenstand diplomatischer Zänkereien geworden. Mit dem Briefing versucht China möglicherweise, seine Sicht der Dinge zu verbreiten.

    16.32 Uhr: Bundeswehr beendet Hilfseinsatz in Portugal

    Die Bundeswehr hat ihren Corona-Hilfseinsatz in Portugal beendet. Rund 30 Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsregiments 3 aus Dornstadt bei Ulm (Alb-Donau-Kreis) sind am Flughafen in Stuttgart angekommen. Sie hatten zuletzt in einem Krankenhaus in Lissabon auf einer Intensivstation bei der Behandlung von Covid-19-Patienten geholfen, wie ein Sprecher der Bundeswehr mitteilte.

    Da die Sieben-Tage-Inzidenz in Portugal inzwischen auf ein mit Deutschland vergleichbares Maß gesunken sei, habe die Bundeswehr ihren Einsatz in Abstimmung mit Portugal nun beendet, so der Sprecher. Das Gesundheitssystem in Portugal war zu Jahresbeginn von der Corona-Pandemie schwer getroffen. Das Land hatte deshalb die Bundesregierung um Unterstützung gebeten.

    16.03 Uhr: Frankreich wird Hochinzidenzgebiet - Tirol, Tschechien zurückgestuft

    Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Frankreich ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet mit Testpflicht bei der Einreise ein. Das österreichische Bundesland Tirol sowie Tschechien und die Slowakei werden gleichzeitig von der Liste der Virusvariantengebiete mit den strengsten Reiseregelungen gestrichen, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Allerdings sind die Fallzahlen in Tschechien und der Slowakei so hoch, dass sie zu den Hochinzidenzgebieten zählen.

    Zumindest Einreisen aus Tirol könnten damit demnächst wieder leichter werden, die Grenzkontrollen könnten aufgehoben werden, da Tirol ab Sonntag nur noch "normales" Risikogebiet ist.

    Für Hochinzidenzgebiete gilt dagegen, dass Einreisende einen negativen Corona-Test vorlegen müssen. Für Pendler treffen die jeweiligen Bundesländer in der Regel spezielle Regelungen.

    Die Infektionslage in Frankreich hatte sich in den vergangenen Wochen kontinuierlich verschlechtert. Täglich melden die Behörden etwa 30.000 neue Ansteckungen. Die Einstufung als Hochinzidenzgebiet erfolgt ab einem Inzidenzwert von 200.

    15.56 Uhr: Steinmeier darf Gesetz zum EU-Corona-Hilfsfonds vorerst nicht unterzeichnen

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier darf das deutsche Ratifizierungsgesetz über den gemeinsamen EU-Fonds zur Bekämpfung der Pandemie-Folgen vorerst nicht unterzeichnen. Bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung dürfe das Gesetz nicht ausgefertigt werden, teilte das Gericht mit. Eine Gruppe von Professoren rund um den Hamburger Wirtschaftsprofessor und AfD-Mitgründer Bernd Lucke hat beim Bundesverfassungsgericht einen Eilantrag gegen die deutsche Zustimmung zum Fonds eingereicht.

    Der sogenannte Eigenmittelbeschluss ermächtigt die EU-Kommission, für den Wiederaufbaufonds bis zu 750 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufzunehmen. Aus dem Corona-Hilfsfonds sollen 390 Milliarden Euro als Zuschüsse verteilt werden, die restlichen 360 Milliarden Euro als Kredite fließen. Diese Gelder müssen von den Empfängern an die EU-Kommission zurückgezahlt werden, die dann damit die entsprechenden EU-Schulden tilgt.

    Das Bundesverfassungsgericht hat nun einen sogenannten Hängebeschluss erlassen, der es dem Bundespräsidenten vorläufig verbietet, das Gesetz zu unterzeichnen. Eine Begründung lieferte Karlsruhe noch nicht, sie soll nachgereicht werden.

    15.47 Uhr: Luftwaffe bringt 80 Beatmungsgeräte nach Brasilien

    Angesichts der dramatischen Corona-Lage in Brasilien liefert die Luftwaffe 80 Beatmungsgeräte in die Amazonas-Metropole Manaus. Ein Transportflugzeug hob in Köln-Wahn ab.

    Brasilien registrierte erstmals mehr als 100.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Donnerstagabend (Ortszeit) 100.158 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden.

    In Manaus werden die deutschen Soldaten den Informationen zufolge nur etwa zwei Stunden am Boden sein und Kontakte vermeiden. Die Beatmungsgeräte stammen aus Beständen des Bundesgesundheitsministeriums und werden im Auftrag des Auswärtigen Amtes nach Brasilien gebracht.

    15.35 Uhr: EMA erlaubt Lagerung von Biontech-Impfstoff bei Gefrierschrank-Temperaturen

    Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer kann laut einer Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) künftig vorübergehend auch bei weniger tiefen Temperaturen gelagert werden, was eine Verimpfung auch durch Hausärzte möglich macht. Wie die EMA mitteilte, kann der Impfstoff bis zu zwei Wochen lang bei Temperaturen zwischen minus 25 und minus 15 Grad gelagert werden und damit in üblichen pharmazeutischen Gefrierschränken etwa in Apotheken.

    15.22 Uhr: NRW lässt bei negativen Tests Ausnahmen von Notbremse zu

    In nordrhein-westfälischen Kreisen, in denen wegen einer Inzidenz von über 100 die Corona-Notbremse greift, sollen Verbraucher mit negativen Corona-Tests weiter in Geschäften einkaufen können. Kreise und kreisfreie Städte könnten bestimmen, dass entsprechende Angebote bei einem negativen Test genutzt werden können, heißt es in der ab 29. März gültigen neuen Coronschutzverordnung des Landes. Die Bürger könnten dann etwa weiter in Baumärkten oder Textilgeschäften einkaufen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Damit werde für die Bürger auch ein Anreiz geschaffen, sich testen zu lassen.

    Fast jeder Kreis, der drei Tage über einer Inzidenz von 100 liege, werde sich die Möglichkeit sehr genau ansehen. "Es besteht ein sehr hohes Interesse, mit der Sicherheit von Tests wirtschaftliche Dinge möglich zu machen", sagte der CDU-Politiker. Negative Tests seien auch eine Eintrittskarte für viele körpernahe Dienstleistungen. Lockerungen von Kontaktbeschränkungen solle es auch über die Ostertage geben, sagte Laumann.

    NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte bereits Mitte März mit Blick auf die Notbremse gesagt, es sei kein "Automatismus", dass bei steigenden Infektionszahlen Öffnungsschritte wieder zurückgenommen werden müssten. Die Kreise seien aufgefordert, den von Bund und Ländern vereinbarten Notfallmechanismus "pragmatisch umzusetzen".

    15.10 Uhr: Vatikan will 1.200 Bedürftige vor Ostern impfen

    Der Vatikan will in der Karwoche vor Ostern 1.200 Arme gegen Covid-19 impfen. Es handele sich um Menschen, die aufgrund ihrer Situation am meisten dem Virus ausgesetzt seien, teilte der Päpstliche Wohltätigkeitsdienst mit. Der Heilige Stuhl habe die Impfdosen von Biontech/Pfizer über das italienische Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani gekauft, hieß es weiter.

    Zu Beginn der Impfkampagne im Januar hatte der Vatikan schon einmal Bedürftige geimpft. Damals erhielten rund 50 meist obdachlose Menschen, die um den Petersdom lebten und vom Päpstlichen Wohltätigkeitsdienst unterstützt wurden, eine Impfung. Papst Franziskus hatte immer wieder betont, dass der Impfstoff allen zugänglich gemacht werden müsse. Er forderte die Menschen zudem immer wieder dazu auf, sich aus Verantwortung anderen gegenüber impfen zu lassen.

    15.03 Uhr: Höchste Zahl von Todesfällen in Italien seit dem Zweiten Weltkrieg

    Wegen der Corona-Pandemie hatte Italien im vergangenen Jahr die höchste Zahl an Sterbefällen seit dem Zweiten Weltkrieg zu beklagen. Nach den Zahlen der Statistikbehörde Istat wurden 2020 insgesamt 746.146 Todesfälle registriert, mehr als 100.000 Todesfälle mehr als sonst im jährlichen Durchschnitt.

    Zugleich ging die Zahl der Geburten in Italien im vergangenen Jahr auf 404.104 zurück, was einem Minus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Somit gab es binnen Jahresfrist gut 342.000 mehr Todesfälle als Geburten. Dies sei, wie wenn eine Stadt von der Größe von Florenz "verschwunden" sei, erklärte die Statistikbehörde.

    Italien hatte nach den Erkenntnissen der Statistiker zum Jahreswechsel eine Bevölkerung von 59.257.566 Einwohnern. Dies sei ein Rückgang um 0,6 Prozent. Die Zahl der Corona-Toten belief sich zur Jahreswende auf 74.000, stieg aber inzwischen auf mehr als 100.000.

    14.57 Uhr: EU-Behörde gibt grünes Licht für zwei neue Impfstoff-Werke

    Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat zwei Produktionsstandorten von Corona-Impfstoffen in Deutschland und den Niederlanden die offizielle Zulassung erteilt. Das Werk in Marburg produziert den Impfstoff von Pfizer/Biontech.

    Die Firma Halix im niederländischen Leiden stellt das Präparat von Astrazeneca her. Mit der Entscheidung könnten nun auch Engpässe bei der Bereitstellung des Astrazeneca-Impfstoffs kurzfristig erleichtert werden, da die vorproduzierten Impfdosen schnell ausgeliefert werden könnten. Beide Firmen haben bisher schon produziert, durften aber ohne EMA-Zulassung nicht ausliefern. Unbekannt ist, wie groß die Vorräte sind.

    EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides begrüßte die Zulassung und hofft, dass wenigstens ein Teil der Lieferrückstände von Astrazeneca wettgemacht werden kann. "Wir erwarten jetzt, dass die Impfstoffe, die in diesem Werk hergestellt werden, in den nächsten Tagen an die EU-Mitgliedsstaaten ausgeliefert werden, als Teil der vertraglichen Verpflichtung und der Zusagen von Astrazeneca an die Bürger Europas", erklärte die Kommissarin in Brüssel.

    Bisher war für die Produktion von Astrazenca in der EU nur ein Werk in Belgien offiziell zugelassen. Der Impfstoff wird auch in den USA und in Großbritannien hergestellt. Durch die Zulassung des Werkes in Marburg kann auch die Produktion des Pfizer/Biontech-Wirkstoffes erhöht werden.

    14.33 Uhr: EU-Gipfel - Dreimal so viel Corona-Impfstoff im zweiten Quartal

    Die EU-Staaten wollen endlich mehr Tempo beim Impfen gegen das Coronavirus. "Endlich kommen die Impfungen stetig voran", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einem Videogipfel. In den nächsten drei Monaten solle dreimal so viel Impfstoff kommen wie seit Jahresbeginn, erklärte von der Leyen. Produktion, Lieferung und Abgabe sollen weiter hochgefahren werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellte sich erneut hinter den europäischen Weg. Streit gab es zwischen den 27 Staaten aber über die interne Verteilung der Impfstoffe. Hier wurde in der Videokonferenz wurde nach Angaben von Teilnehmern "hart argumentiert".

    Österreichs Kanzler Sebastian Kurz beharrte bei der Videokonferenz darauf, dass einige EU-Staaten zusätzlichen Corona-Impfstoff bekommen sollen. Er hatte vorab gesagt, wenn es keine Lösung gebe, könne das einen Schaden für die EU nach sich ziehen, "wie wir es schon lange nicht erlebt haben".

    In der Europäischen Union wurden bisher 62 Millionen Dosen Corona-Impfstoff verabreicht, 18,2 Millionen Menschen wurden zweimal geimpft. Die EU-Staaten erhielten von den Pharmakonzernen bisher rund 88 Millionen Impfdosen. Bis 31. März sollen es rund 100 Millionen Dosen sein. Für die Monate April bis Juni hätten die Pharmakonzerne dann 360 Millionen zugesagt, sagte von der Leyen.

    Die Kommissionschefin legte auch dar, dass trotz des Impfstoffmangels in der EU erhebliche Mengen exportiert wurden: Seit 1. Dezember waren es 77 Millionen Dosen, davon gingen nach Angaben aus EU-Kreisen allein 21 Millionen Dosen an Großbritannien.

    14.26 Uhr: Hauptmann tritt nach Vorwürfen in Maskenaffäre aus der CDU aus

    Der frühere thüringische CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann ist aus der CDU ausgetreten. Das bestätigte der Landesvorsitzende Christian Hirte. Hirte hatte Hauptmann wegen der Vorwürfe in der Maskenaffäre zuvor zum Parteiaustritt aufgefordert. In den vergangenen Tagen waren Vorwürfe bekannt geworden, dass Hauptmann finanziell von der Anbahnung von Maskengeschäften in der Corona-Krise im Jahr 2020 profitiert haben soll. Am Donnerstag wurden mehrere CDU-Büros in Thüringen durchsucht. Hauptmann war als Bundestagsabgeordneter zurückgetreten, nachdem es zunächst Vorwürfe gab, er habe von Kontakten zu Aserbaidschan in unlauterer Weise profitiert. Später kamen Vorwürfe einer Verwicklung in Maskengeschäfte hinzu.

    14.22 Uhr: Auch Söder skeptisch für "Wies'n 2021"

    Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist ebenso wie Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) skeptisch, was die Ausrichtung des Oktoberfestes 2021 angeht. "Ich halte die Skepsis des Oberbürgermeisters für absolut berechtigt und teile sie, auch wenn es heute noch keine abschließende Bewertung geben kann", sagte Söder nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München.

    Reiter hatte zuvor in einer Bürgersprechstunde über die Wies`n 2021 gesagt: "Man darf sehr skeptisch sein. Aber ich würde keine Wetten auf ein Oktoberfest 2021 abschließen." Die Entscheidung soll spätestens im Mai fallen.

    "Ich glaube, dass wir in den nächsten zehn Tagen noch eine Menge an Steigerungen erleben werden", sagte Söder mit Blick auf die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. "Alle, die noch vor zehn Tagen gesagt haben, jetzt muss geöffnet werden um jeden Preis, die rudern alle schon wieder ein Stück zurück", sagte Söder. Er forderte dazu auf, dem Expertenrat zu folgen.

    13.46 Uhr: Lauterbach glaubt den Fallzahlen von Mallorca nicht

    SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält die niedrigen Corona-Fallzahlen auf Mallorca für geschönt. Mallorca habe bestritten, dass es die besonders ansteckende Corona-Variante P1 auf der Insel gebe - "ich glaube das übrigens nicht, also ich glaube, dass dort P1 ist", sagte er in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". "Da wird auch noch getrickst, ich glaube da kein Wort. Ich glaube, dass die mittlerweile längst P1 haben. Und ich glaube auch den Fallzahlen nicht."

    Die Uni-Klinik Son Espases der Insel hatte schon am Dienstag die auch in Deutschland kursierenden Berichte dementiert, es sei P1 auf Mallorca diagnostiziert worden. "Wir haben die Variante B.1.1.28 gefunden. Die gefährliche Variante (aus Brasilien) ist die B.1.1.28.1, auch als P1 bezeichnet", sagte der Sprecher der Klinik, Juan Carlos González der Deutschen Presse-Agentur.

    13.20 Uhr: Corona-Infektionszahlen auf Mallorca weiterhin niedrig

    Die Zahl der Corona-Infektionen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln ist weiterhin relativ niedrig. Nach den aktuellen Zahlen des regionalen Gesundheitsministeriums vom Donnerstag wurden binnen eines Tages 36 Menschen auf den Inseln im Mittelmeer positiv auf das Virus getestet. Davon entfielen 30 auf Mallorca, wo zurzeit viele Deutsche trotz der Warnungen der Bundesregierung ihren Urlaub verbringen, und je drei auf Ibiza und Menorca.

    Das Gesundheitsministerium in Madrid gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen für die Balearen am Donnerstagabend mit 29,32 an, ein leichter Rückgang im Vergleich zu Mittwoch.

    13.15 Uhr: Söder - Notbremse konsequent umsetzen

    Angesichts steigender Corona-Zahlen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder alle Bundesländer eindringlich zur regionalen Umsetzung der Notbremse in Hotspots aufgefordert. Wo die Notbremse ausgesetzt werde, drohe die Gefahr einer Verharmlosung der Pandemie, sagte der CSU-Chef nach einer Videokonferenz des CSU-Vorstands.

    Nötig sei das Motto "Sicherheit zuerst". Söder mahnte, es dürfe angesichts der neuen gefährlichen Lage keinen "Ermüdungsbruch" in der Bekämpfung der Pandemie geben. "Viele scheinen die Nerven auch zu verlieren", sagte Söder und mahnte auch die Union: "Wer Nerven verliert, verliert ganz sicher auch Wahlen."

    13.12 Uhr: Branche warnt - Passagiere könnten im Ausland stranden

    Die Luftverkehrsbranche hat bei der Corona-Testpflicht für Flugpassagiere vor der Rückreise nach Deutschland davor gewarnt, dass Passagiere im Ausland zurückbleiben könnten. Aus Branchenkreisen hieß es, dies könnten beispielsweise Kuba, die Malediven und die Dominikanische Republik sein.

    Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft erklärte, nicht an allen weltweiten Destinationen stünden ausreichende Testkapazitäten und Testinfrastrukturen zur Verfügung. Deswegen müssten für diese Destinationen dringend Ausnahmemöglichkeiten geregelt werden. "Sonst bleiben Passagiere im Ausland zurück."

    12.36 Uhr: Proteste gegen Corona-Beschränkungen in Italien

    In Italien wächst der Unmut vieler Menschen wegen der Corona-Beschränkungen. In zahlreichen Städten gingen Schülerinnen und Schüler auf die Straßen, um für eine schnelle Rückkehr in die Klassenräume zu demonstrieren. Millionen Kinder und Jugendliche in Italien haben seit langem hauptsächlich Fernunterricht. Die Proteste von Schülern, Lehrern und Eltern gegen den Fernunterricht, der als wenig effizient gilt, waren nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa in 60 Städten geplant - darunter Mailand, Florenz, Rom und Neapel. Die Regierung in Rom hatte kürzlich versprochen, die schrittweise Öffnung der Schulen nach Ostern zu prüfen.

    Im Zentrum der italienischen Hauptstadt protestierten zudem Zirkusleute in bunten Kostümen und mit Karussell-Pferden gegen die Einschränkungen für ihr Gewerbe.

    12.33 Uhr: Steinmeier - "Verstehe den Frust"

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der nicht enden wollenden Pandemie Verständnis für wachsende Unzufriedenheit gezeigt, aber zugleich zu Zuversicht aufgerufen. "Ich verstehe den Frust", sagte er. "Ja, der Tunnel ist länger, als wir gedacht und gehofft haben. Aber gerade jetzt im Angesicht der dritten Welle ist nicht die Zeit für Resignation, Verzweiflung oder Abrechnung."

    Steinmeier rief dazu auf, die Geduld nicht zu verlieren. "Der Kampf gegen das Coronavirus ist ein Marathonlauf, das letzte Drittel ist der härteste Teil der Strecke. Auf diesem Abschnitt dürfen wir nicht den Mut, nicht die Zuversicht, auch nicht das Selbstvertrauen verlieren", sagte er. "Wir wissen, was getan werden muss, um ins Ziel zu gelangen: Wir müssen impfen, schneller und umfassender als bisher, mit allen Mitteln, die wir haben, und mit mehr Pragmatismus als bisher."

    12.05 Uhr: Thailand will für Geimpfte quarantänefreies Reisen ermöglichen

    Thailand will geimpften Reisenden ab Juli wieder quarantänefreies Reisen auf die beliebte Insel Phuket ermöglichen. Der Plan sollte noch am Freitag bei einem Treffen des Zentrums für wirtschaftliche Situationsverwaltung (CESA) unter Leitung von Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha abgesegnet werden und könnte als Modell für andere beliebte Urlaubsregionen des südostasiatischen Landes gelten, zitierte die Zeitung Bangkok Post Vize-Regierungschef Supattanapong Punmeechaow.

    Zuvor hätten die Behörden und der Privatsektor der Insel einen detaillierten Plan zur Wiedereröffnung vorgelegt. Voraussetzung sei aber, dass bis Juli 70 Prozent der lokalen Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft seien, um eine Herdenimmunität zu erreichen, hieß es. Für Touristen würde dann zur Einreise ein Impfpass reichen, in dem die erfolgte Corona-Impfung verzeichnet ist. Jedoch sollen Einreisende weiterhin einen PCR-Test bei der Ankunft am Flughafen machen und eine App zur Kontaktverfolgung auf Phuket herunterladen.

    11.34 Uhr: EU-Wiederaufbaufonds passiert Bundesrat

    Nach dem Bundestag hat sich auch der Bundesrat hinter die gemeinsame Schuldenaufnahme der EU für den Corona-Wiederaufbaufonds gestellt. Die Länderkammer votierte einstimmig dafür. Mit dem sogenannten Eigenmittelbeschluss soll der EU-Kommission erlaubt werden, für den 750 Milliarden Euro schweren Corona-Topf erstmals im großen Stil Schulden aufzunehmen.

    Der Regelung müssen alle EU-Regierungen zustimmen, mehr als die Hälfte hat dies bereits getan. Der Bundestag hatte am Donnerstag mit großer Mehrheit grünes Licht gegeben.

    10.48 Uhr: Mehr als 10 Prozent der Menschen in Deutschland geimpft

    Etwas mehr als 10 Prozent der Menschen in Deutschland haben mindestens die erste Dosis der Corona-Impfung erhalten. Insgesamt seien mehr als 12 Millionen Dosen verabreicht worden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin. Die zweite Dosis haben bereits 4,4 Prozent der Menschen bekommen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts von Freitagmorgen hervorgeht.

    Im April werden 15 Millionen Impfdosen erwartet, sagte Spahn. Das seien mehr, als im ganzen ersten Quartal verimpft worden seien. Das mache deutlich, "wie die Impfkampagne an Dynamik gewinnen kann und gewinnen wird". Alle aus der 2. Prioritätsgruppe - unter anderem Menschen ab 70 Jahren, Menschen mit Vorerkrankungen und bestimmte Berufsgruppen - sollten nun in die Impfkampagne einbezogen werden.

    Spahn wies darauf hin, dass die Impfungen bei älteren Menschen schon deutlich Wirkung zeigen. So sei die 7-Tage-Inzidenz bei Menschen über 80 Jahren von über 290 Anfang Januar auf jetzt 55 gefallen. Am aktuellen Infektionsgeschehen seien sie "unterdurchschnittlich" beteiligt. Auch die Corona-Ausbrüche in den Pflegeheimen seien deutlich zurückgegangen, von über 370 pro Woche Ende des vergangenen Jahres auf aktuell weniger als 20 pro Woche.

    10.19 Uhr: Corona-Hilfen für Familien und Pflegeheime verlängert

    Der Bundesrat hat einer Verlängerung der Corona-Hilfen für Pflegeheime, pflegende Angehörige und berufstätige Eltern zugestimmt. Zahlreiche bislang bis Ende März befristete Unterstützungsangebote werden damit zunächst bis Ende Juni ausgedehnt. Der finanzielle Rettungsschirm für Pflegeheime bleibt damit bestehen. Pandemiebedingte Mindereinnahmen werden weiterhin ausgeglichen. Auch Arztpraxen profitieren davon.

    10.14 Uhr: Spahn - Einreiseverordnung tritt erst Montagnacht in Kraft

    Die generelle Corona-Testpflicht für Einreisen per Flugzeug nach Deutschland soll erst in der Nacht von Montag zu Dienstag in Kraft treten. Der Starttermin werde noch einmal etwas verschoben, um mehr Zeit für die Vorbereitung zu geben, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin. Die entsprechende Verordnung habe er unterschrieben. Zunächst war geplant, dass die neuen strengeren Vorgaben in der Nacht zu Sonntag in Kraft treten.

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten beschlossen, dass der Bund angesichts der weltweiten Pandemie eine generelle Testpflicht vor Abflug als Einreisevoraussetzung bei Flügen nach Deutschland festschreiben soll. Schon jetzt müssen Einreisende einen negativen Test vor dem Abflug vorweisen, die aus "Hochinzidenzgebieten" mit besonders vielen Infektionen sowie Gebieten mit neuen Virusvarianten kommen.

    Flugreisende sollen die Kosten der Tests grundsätzlich selbst tragen. Eine Beförderung durch die Fluggesellschaft ist nur mit negativem Testnachweis gestattet. Andernfalls soll man sich nach den örtlichen Vorschriften auf eigene Verantwortung in Isolierung begeben müssen.

    Zum Reizthema geworden war zuletzt, dass Tausende deutsche Urlauber auf die spanische Insel Mallorca flogen, für die Testpflichten wegen gesunkener Infektionszahlen weggefallen waren. Die neue Regelung gilt nun aber nicht nur für Mallorca, sondern generell. Und nur für Flüge, nicht für Reisen mit anderen Verkehrsmitteln.

    09.58 Uhr: Biontech/Pfizer prüfen Corona-Impfstoff an Kindern

    Biontech und Pfizer haben mit Studien zu Wirkung und Sicherheit ihres Corona-Impfstoffs bei Kindern unter 11 Jahren begonnen. Bisher ist der Covid-19-Impfstoff, den das Mainzer Unternehmen zusammen mit dem US-Hersteller entwickelt hat, für Jugendliche ab 16 bedingt zugelassen. Nun wurden Kinder zwischen 11 Jahren und 6 Monaten in die Studien einbezogen, wie eine Biontech-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

    Die ersten Probanden hätten am Donnerstag die ersten Dosen erhalten, berichteten Pfizer und Biontech am Freitag. Das sei Teil der fortgeführten Studien der Phasen 1, 2 und 3, mit denen Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität des Pfizer-Biontech-Impfstoffs BNT162b2 überprüft würden. Einbezogen würden gesunde Kinder zwischen sechs Monaten und elf Jahren.

    Wenn Sicherheit und Wirksamkeit bestätigt werden und die Behörden die Zulassung genehmigen, könne der Impfstoff für jüngere Kinder Anfang 2022 verfügbar sein.

    An Kindern zwischen 12 und 15 Jahren wird der Impfstoff als Teil der Phase 3 bereits getestet. 2259 Kinder in dieser Altersgruppe nehmen den Angaben zufolge an diese Studie teil. Die Daten seien vielversprechend und sollen bald veröffentlicht werden.

    09.42 Uhr: Deutschland schickt Hilfsflug nach Brasilien

    Wegen der dramatischen Corona-Lage in Brasilien schickt die Bundesregierung einen Hilfsflug in das südamerikanische Land. Ein Flug der Flugbereitschaft sollte am Freitag um 10.00 Uhr vom Flughafen Köln-Bonn aus in Richtung Brasilien starten, wie ein Sprecher der Luftwaffe der Nachrichtenagentur AFP sagte. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes und des Bundesgesundheitsministeriums sollen 80 Beatmungsgeräte in die besonders schwer von der Pandemie getroffene Region Manaus gebracht werden.

    09.05 Uhr: Bundesregierung will Frankreich als Hochinzidenzgebiet einstufen

    Die Bundesregierung will noch heute ganz Frankreich als Corona-Hochinzidenzgebiet einstufen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen. Die Entscheidung bedeutet, dass die Grenze bis auf weiteres nur bei Vorliegen eines negativen Corona-Tests überquert werden dürfe.

    Grund für die Entscheidung sei, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankreich deutlich über der Schwelle von 200 liege. Die Regelung solle in der Nacht zu Montag in Kraft treten. Der negative Corona-Test für den Grenzübertritt dürfe nicht älter als 48 Stunden sein, hieß es in den Kreisen weiter.

    Eine Ausnahme solle es für Pendler geben: Sie müssten sich nur zwei Mal pro Woche testen lassen. Dafür sollten gegebenenfalls Teststationen in Grenznähe aufgebaut werden.

    08.34 Uhr: Handelsverband: 40 Milliarden Euro Umsatzverlust

    Der deutsche Einzelhandel zieht nach 100 Tagen Corona-Lockdown eine bittere Bilanz. Die betroffenen Geschäfte dürften seit dem 16. Dezember zwischen 35 und 40 Milliarden Euro an Umsatz verloren haben, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) schätzte.

    Die erneute Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April sorge pro geschlossenem Verkaufstag für weitere Verluste von bis zu 700 Millionen Euro. In der Folge seien bis zu 120.000 Geschäfte in Existenzgefahr.

    08.27 Uhr: Heil empfiehlt zwei Tests pro Woche am Arbeitsplatz

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil drängt die Unternehmen, ihren Beschäftigten ausreichend Corona-Tests zur Verfügung zu stellen. "Ich setze jetzt darauf, dass die Wirtschaft ihrer Selbstverpflichtung nachkommt", sagt der SPD-Politiker im ZDF. Andernfalls müsse die Politik entsprechende Vorgaben machen.

    Er habe den Eindruck, dass die Test-Kapazitäten in den Firmen hochgefahren werden. Heil macht deutlich, es gehe um ein Angebot für die Mitarbeiter. Es gebe "keine Möglichkeit, die Beschäftigten zu zwingen". Der Minister ergänzt, er empfehle aber zwei Tests pro Woche am Arbeitsplatz.

    07.45 Uhr: Pandemie "mit derzeitigem Instrumentenkasten" nicht aufzuhalten

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer warnt vor einer Verschärfung der Pandemie. Das Virus sei durch die Mutationen deutlich ansteckender geworden, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Daher können die Pandemie "mit dem derzeitigen Instrumentenkasten" nicht aufgehalten werden. Aber in der Bevölkerung hielten sich viele nicht mehr an die Einschränkungen. "Die Menschen haben die Kraft nicht mehr", sagt Kretschmer. Dies müsse die Politik akzeptieren. Der Ministerpräsident äußert sich aber überzeugt, dass die Bereitschaft, bestimmte Maßnahmen mitzutragen, wieder steigen werde, wenn sich das Infektionsgeschehen zuspitze.

    07.16 Uhr: Umfrage - Händeschütteln auch nach der Pandemie out

    Die meisten Deutschen (62 Prozent) wollen einander auch nach der Corona-Pandemie lieber freundlich grüßen, statt anderen die Hand zu geben. Bei den Frauen liegt der Anteil derer, die künftig an dieser Gewohnheit aus der Pandemie festhalten wollen, sogar bei 70 Prozent, wie eine Umfrage für das evangelische Monatsmagazin "chrismon" ergab. Weiterhin viel spazieren gehen wollen auch nach der Corona-Zeit 79 Prozent der Befragten.

    In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mund-Nasen-Schutz tragen wollen auch nach der Pandemie 35 Prozent der Befragten, während 31 Prozent weniger ins Restaurant gehen und mehr selbst kochen wollen. Dagegen haben nur 23 Prozent der Befragten vor, künftig häufiger im Homeoffice zu arbeiten.

    06.28 Uhr: Hinterbliebene in den USA fordern nationales Pandemie-Denkmal

    Über 540.000 Menschen sind in den USA bisher durch Corona gestorben - mehr als in jedem anderen Land der Welt. All diese Toten dürften nicht vergessen werden, mahnen die Hinterbliebenen und fordern ein nationales Denkmal. Solche Gedenkstätten könnten "zukünftigen Generationen die harte Wahrheit vermitteln über das, was passiert ist, und warum es passiert ist", sagt Kristin Urquiza von einer Hinterbliebenen-Initiative.

    Seit Joe Biden Ende Januar Donald Trump als Präsident im Weißen Haus ablöste, gibt es in den USA zumindest mehr offizielle Gedenkveranstaltungen für die Opfer der Pandemie mit Schweigeminuten oder Flaggen auf Halbmast. Doch die Hinterbliebenen wollen mehr. "Wir setzen uns für eine dauerhafte Gedenkstätte auf der Mall in Washington ein und lokale Gedenkstätten im ganzen Land", sagt Urquiza von "Marked by Covid", einer Initiative, die sie nach dem Tod ihres Vaters vergangenes Jahr mitbegründete.

    06.09 Uhr: Gibraltar hebt Corona-Auflagen teils auf

    Gibraltar hat keine Covid-19-Patienten mehr im Krankenhaus, in einer Woche nur einen Corona-Fall gemeldet und lässt daher die Zügel vorsichtig locker. Am Donnerstag endete eine vor drei Monaten verhängte Ausgangsbeschränkung von 0.00 bis 05.00 Uhr, womit Bars und Lokale bis 02.00 Uhr aufbleiben können, wie die Regierung bekanntgab. Ab Samstagmitternacht gebe es in allen Arealen im Freien auch keine Maskenpflicht mehr. "Wir lassen endlich unseren tödlichsten Winter hinter uns und betreten unseren hoffnungsfrohsten Frühling", erklärte der Regierungschef von Gibraltar, Fabian Picardo.

    06.00 Uhr: Corona-Spätfolgen bei Jugendlichen befürchtet

    Mit der Zunahme der Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen sind nach Einschätzung eines pädiatrischen Infektiologen auch mehr Spätfolgen in diesen Gruppen zu erwarten. "Wir rechnen durch die Lockerungen der Maßnahmen mit mehr Betroffenen mit meist diffusen, länger anhaltenden gesundheitlichen Problemen", sagte Markus Hufnagel vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinik Freiburg der Deutschen Presse-Agentur. "Darauf ist die Pädiatrie im Vergleich zur Versorgungssituation bei Erwachsenen nach überstandener Infektion noch nicht vorbereitet."

    05.25 Uhr: RKI meldet 21.573 Neuinfektionen

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Freitag 21.573 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 119,1 (Vortag: 113,3). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 183 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 75.623. Insgesamt wurden bislang mehr als 2.73 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

    05.04 Uhr: Biontech/Pfizer testet Corona-Impfstoff nun auch an jüngeren Kindern

    Nach den Konkurrenten Moderna und Astrazeneca haben auch die Mainzer Firma Biontech und ihr US-Partner Pfizer begonnen, ihren Corona-Impfstoff an jüngeren Kindern zu testen. "Gemeinsam mit unserem Partner Biontech haben wir den ersten gesunden Kindern in einer globalen fortlaufenden Phase 1/2/3-Studie eine Dosis verabreicht", teilte Pfizer am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit. Mit den klinischen Tests solle die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Vakzins bei mit Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren untersucht werden, hieß es weiter. "Wir sind stolz, diese dringend benötigte Studie für Kinder und Familien, die sehnlich auf eine mögliche Impfoption warten, zu machen", erklärte Pfizer. Das Vakzin könne hoffentlich ab Anfang kommenden Jahres auch bei dieser Altersgruppe eingesetzt werden.

    05.00 Uhr: Saarlands Ministerpräsident verteidigt Öffnungspläne nach Ostern

    Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat die vielfach kritisierten Öffnungspläne für sein Bundesland nach Ostern verteidigt. In den ARD-"Tagesthemen" betonte er, dass die Lockerungen Anreize für Corona-Tests sein sollen, mit denen Infizierte schnell entdeckt werden könnten. Das an das Bundesland angrenzende Frankreich könnte am Freitag als Corona-Hochinzidenzgebiet eingestuft werden, wie Kanzlerin Angela Merkel in Aussicht stellte.

    Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sprach sich derweil für eine härtere Gangart in der Pandemiebekämpfung aus. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, informieren über die Corona-Lage.

    04.30 Uhr: Hoher Jobverlust in der Gastronomie

    Im Hotel- und Gaststättengewerbe gingen schon nach der ersten Welle der Corona-Pandemie trotz massiver Kurzarbeit etwa 200.000 Jobs verloren. Am härtesten traf es geringfügig Beschäftigte, gab die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen einem Vorabbericht der "Augsburger Allgemeine" zufolge an. In der Tourismusbranche befinden sich bis zu 70 Prozent der Mitarbeiter in Kurzarbeit.

    04.10 Uhr: Nato beginnt mit vorzeitigen Corona-Impfungen

    Um eine reibungslose Organisation des ersten Nato-Gipfels mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden zu ermöglichen, werden derzeit rund 3.500 Beschäftigte in der Brüsseler Bündniszentrale vorzeitig gegen Corona geimpft. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat medizinisches Personal am Donnerstag mit dem Spritzen der Vakzine begonnen. Bereits an diesem Samstagabend soll die erste Impfrunde abgeschlossen sein. Als Termin für den ersten Nato-Gipfel mit Biden wird derzeit der 14. Juni in Erwägung gezogen.

    Die Immunisierung des Nato-Personals kann erfolgen, weil sich Polen trotz Impfstoffknappheit im eigenen Land dazu bereit erklärt, die insgesamt rund 7.000 notwendigen Dosen zur Verfügung zu stellen. Das Nato-Gastland Belgien wollte nicht von der normalen Impfreihenfolge abweichen. Nach ihr wäre in der Nato-Zentrale frühestens im kommenden Monat geimpft worden. In Belgien werden derzeit nur Menschen geimpft, die älter als 65 Jahre sind, in der medizinischen Versorgung arbeiten oder zum Beispiel bestimmte Gesundheitsprobleme haben.

    03.30 Uhr: Alle Länder wollen Härtefallhilfen für Firmen nutzen

    Am geplanten milliardenschweren Härtefallfonds bei den Coronahilfen wollen sich alle 16 Bundesländer beteiligen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach der politischen Verständigung zwischen Bund und Länder hätten alle Länder Interesse und Bereitschaft signalisiert, die Härtefallhilfen in ihrem jeweiligen Bundesland nutzen zu wollen. Die Hilfen sind für Firmen vorgesehen, die bei den Förderprogrammen bisher durchs Raster fallen. Notwendige Verwaltungsvereinbarungen liegen demnach allen Ländern zur Unterschrift vor. Der Fonds hat ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro.

    03.04 Uhr: Mexiko meldet mehr als 200.000 Corona-Tote

    In Mexiko sind bereits mehr als 200.000 Menschen nachweislich nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Dies bestätigten die Behörden am Donnerstag. Gemeinhin wird angenommen, dass die Zahl der Todesfälle noch viel höher liegt, da die Testquote im Land als extrem niedrig gilt. Ende 2020 hörte die mexikanische Regierung mit der Veröffentlichung von Daten zur Übersterblichkeit auf.

    Präsident Andrés Manuel López Obrador hat die verstärkte Impfkampagne als Wettlauf gegen die Zeit bezeichnet. So plant er, mehr Soldaten sowie Beamte auf kommunaler und staatlicher Ebene für die Verteilung der Vakzine heranzuziehen. Mexiko erwartet eine Lieferung von 1,7 Millionen Dosen des Herstellers Astrazeneca, die Großbritannien dem Land "ausgeliehen" hat.

    00.45 Uhr: Brasilien meldet Rekordzahl von Neuinfektionen

    Brasilien meldet mehr als 100.000 Neuinfektionen und damit so viele wie nie zuvor. Die Zahl der Toten stieg um 2.777, gab das Gesundheitsministerium am Donnerstag bekannt. Die Rekordfallzahl kommt einen Tag, nachdem Brasilien die Zahl von 300.000 Todesopfern durch die Pandemie überschritten hat. Damit verbucht Brasilien nach den Vereinigten Staaten die zweithöchste Zahl an Todesopfern weltweit.

    00.43 Uhr: USA geben Palästinenser im Anti-Corona-Kampf Millionen

    Die USA wollen die Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen in ihrem Anti-Corona-Kampf mit umgerechnet 12,6 Millionen Euro unterstützen. Dies gab die UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield am Donnerstag bei der monatlichen Nahost-Sitzung des Sicherheitsrats in New York bekannt. Das Geld fließt demnach von der US-Entwicklungshilfsbehörde USAID an Corona-Bekämpfungsmaßnahmen katholischer Hilfsdienste in medizinischen Einrichtungen und in deren Einsatz für anfällige Familien in den palästinensischen Gebieten. Die Mittel würden zudem in eine Notfallversorgung mit Lebensmitteln für Gemeinden gesteckt, die als Folge der Pandemie bedürftig seien.

    Die US-Ankündigung markierte eine scharfe Abkehr von der Linie der Vorgängerregierung unter Donald Trump, die die Beziehungen zu den Palästinensern abgebrochen und Finanzhilfen für sie nahezu gestoppt hatte.

    00.31 Uhr: Umfrage: Jeder Dritte für härtere Corona-Maßnahmen in Deutschland

    Gut ein Drittel der Menschen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge für härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. In einem ZDF-"Trendbarometer" der Forschungsgruppe Wahlen befürworteten 36 Prozent der Befragten rigidere Mittel, 26 Prozent halten die aktuellen Maßnahmen dagegen schon für übertrieben. 31 Prozent sagten, die Regeln seien gerade richtig. Die inzwischen wieder gekippte Osterruhe bezeichneten 54 Prozent als "nicht richtig", 41 Prozent stuften sie dagegen als "richtig" ein.

    Donnerstag, 25. März 2021

    23.45 Uhr: Weltweit mehr als 125 Millionen Infizierte und fast 2,9 Millionen Tote

    Weltweit haben sich über 125,11 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind mehr als 2,87 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 30,05 Millionen Infektionen und 545.582 Toten.

    23.35 Uhr: Intensivmediziner rät zu Selbsttests vor Osterbesuch bei Großeltern

    Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis hat vor einer großen Ansteckungsgefahr beim Besuch der Großeltern an Ostern gewarnt. Die Virusvariante B.1.1.7 habe alles verändert, diesmal seien auch die Kinder Infektionstreiber, sagte der wissenschaftliche Leiter des Intensivregisters der Fachgesellschaft Divi. Sein dringender Appell sei deshalb: "Wenn ihr euch Karfreitag oder Ostersonntag mit den Großeltern trefft, macht doch morgens einfach kurz den Test." Divi steht für Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Über die Pandemie-Lage sagte er: "Wir sind am absolut kritischsten Punkt der Pandemie seit zwölf Monaten." Mit den jetzigen Maßnahmen sei nicht zu verhindern, «dass wir wieder ein Allzeithoch der Intensivpatienten mit Covid-19 sehen werden.» Allein das Impfen reiche jetzt nicht mehr aus, "die Welle zu stoppen, dass wir noch einmal extrem viele Patienten auf der Intensivstation sehen werden."

    23.10 Uhr: AstraZeneca muss vor Export Verträge erfüllen

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den Impfstoff-Hersteller AstraZeneca gewarnt, dass er keinen in der EU hergestellten Impfstoff mehr exportieren kann, wenn er die Lieferverpflichtungen gegenüber der EU nicht einhält. "Wir müssen und wollen unseren europäischen Bürgern erklären, dass sie ihren fairen Anteil bekommen", sagt sie nach dem EU-Gipfel. "Ich denke, es ist klar für die Firma, dass sie zuerst die Verträge mit den EU-Staaten einhalten muss, bevor sie wieder an den Export von Impfstoffen denken kann", sagt von der Leyen.

    22.55 Uhr: Berlins Bürgermeister wehrt sich gegen Kritik zu vermeintlich gelagertem Impfstoff

    Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD) hat Vorwürfe zurückgewiesen, in Berlin würden Impfdosen gegen das Coronavirus ungenutzt lagern. "Es stimmt einfach nicht, dass Impfstoff zur Verfügung steht, der rumliegt", sagte Müller in der Fernsehsendung "rbb Spezial: Der Talk" am Donnerstag. Er reagierte damit auf Kritik des FDP-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Czaja, der ein schnelleres Impftempo anmahnte. Müller räumte jedoch ein, dass es Tage gegeben habe, an denen durch das Hin und Her bei AstraZeneca nur 1.000 Menschen in die Impfzentren gekommen seien und auch das Thema Schnelltests in Berlin nach wie vor eine Baustelle ist.

    22.45 Uhr: Merkel: Reisebeschränkungen juristisch schwierig

    Die Beschränkung touristischer Auslandsreisen in der Corona-Krise gestaltet sich nach Worten von Kanzlerin Angela Merkel rechtlich schwierig. "Es gibt schon erhebliche juristische Bedenken. Die muss man erst nehmen", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend in Berlin nach dem digitalen EU-Gipfel. Angesichts der hitzigen Diskussion über Urlaub auf Mallorca erwägt die Bundesregierung, Reisen in beliebte Urlaubsgebiete im Ausland vorübergehend zu unterbinden. Merkel bat die zuständigen Ministerien, Möglichkeiten dafür zu prüfen. Sie könne dem Ergebnis nicht vorgreifen, sagte die Kanzlerin. "Wir können uns nicht rechtswidrig verhalten. Und deshalb bin ich auf die wiederholte Prüfung gespannt." Nachdem Mallorca am 14. März von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen worden war, boomten Urlaubsbuchungen für die Balearen-Insel. Die Reisewarnung des Auswärtigen Amts war aufgehoben worden, weil die Zahl der Neuinfektionen dort unter 50 pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gesunken war. Damit wurde Urlaub auf Mallorca wieder ohne Quarantäne und Testpflicht bei der Rückkehr möglich.

    22.40 Uhr: Von der Leyen: Erste Impferfolge werden sichtbar

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht trotz vielerorts steigender Infektionszahlen erste Corona-Impferfolge in Europa. Glücklicherweise nehme die Sterblichkeit nicht so schnell zu wie sich das Virus ausbreite, sagte von der Leyen am Donnerstag nach Abschluss einer Videokonferenz der Staats- und -Regierungschefs der EU. Man sehe nun die ersten Auswirkungen davon, dass die meisten über 80-Jährigen geimpft seien. Insgesamt seien 18,2 Millionen Menschen in der EU bereits vollständig geimpft.

    22.20 Uhr: Jeder Dritte für härtere Corona-Maßnahmen in Deutschland

    Gut ein Drittel der Menschen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge für härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. In einem ZDF-"Trendbarometer" der Forschungsgruppe Wahlen befürworteten 36 Prozent der Befragten rigidere Mittel, 26 Prozent halten die aktuellen Maßnahmen dagegen schon für übertrieben. 11 Prozent sagten, die Regeln seien gerade richtig. Die inzwischen wieder gekippte Osterruhe bezeichneten 54 Prozent als «nicht richtig», 41 Prozent stuften sie dagegen als "richtig" ein.

    22.10 Uhr: Einstufung Frankreich bedeutet nicht unbedingt Grenzkontrollen

    Kanzlerin Angela Merkel hat die Einstufung Frankreichs als Corona-Hochrisikogebiet als "fast automatischen" Schritt wegen der dortigen hohen Inzidenzwerte verteidigt. Dies sei aber nicht unbedingt mit neuen Grenzkontrollen verbunden, sagt sie nach dem EU-Gipfel. Es habe sich bereits mit den Pendlern etwa ins Saarland ein eingespieltes Verfahren herausgebildet.

    21.30 Uhr: Kalifornien will ab April alle Erwachsenen impfen

    Kalifornien will ab April allen Erwachsenen Impfungen gegen das Coronavirus anbieten. Ab dem 1. April können sich Einwohner ab 50 Jahren impfen lassen, ab Mitte April dann alle Bürger ab 16 Jahren. Dies gab der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom am Donnerstag bekannt. «Das Licht am Ende des Tunnels wird heller», sagte Newsom mit Blick darauf, dass in dem Westküstenstaat in den vergangenen Monaten bereits mehr als 15 Millionen Impfungen verabreicht wurden. Die Gesundheitsbehörde in Kalifornien stellte einen «dramatischen» Anstieg der Impfstoffvorräte in den kommenden Monaten in Aussicht.

    20.20 Uhr: Dreyer: Bürger sollen Ostern zu Hause bleiben

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat an die Bürger appelliert, Ostern zu Hause zu bleiben. "Wir erleben in ganz Deutschland wieder einen starken Anstieg der Infektionszahlen und bitten die Bürger und Bürgerinnen über Ostern zu Hause zu bleiben. In dieser Phase setzen wir in Rheinland-Pfalz alles daran, eine dritte Welle abzuwehren." Mit einzelnen Kommunen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz unter 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern wolle das Land zudem "neue Wege finden, um Infektionssicherheit und Öffnungsmöglichkeiten für Einzelhandel, Gastronomie, Sport und Kultur zu finden."

    19.55 Uhr: RKI registriert 22 657 Corona-Neuinfektionen und 228 neue Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 22.657 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 228 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17 504 Neuinfektionen und 227 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zuletzt gab es am 14. Januar mehr Neuinfektionen. An diesem Tag wurden 25.164 registriert. Zudem wurden 1244 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.

    19.45 Uhr: Moderna plant Impfstoffwerk in Ostdeutschland

    Der US-Pharmakonzern will einem Zeitungsbericht zufolge ein Impfstoffwerk in Ostdeutschland errichten. Die neue Produktionsstätte solle in zwei Jahren den Betrieb aufnehmen, berichtete die "FAZ". Details seien noch unklar. Von dem Unternehmen, das einen der vier in der EU zugelassenen Covid-19-Impfstoffe herstellt, war zunächst kein Kommentar zu erhalten. Das Wirtschaftsministerium in Berlin wollte den Bericht nicht kommentieren.

    19.35 Uhr: Bremen zieht Corona-Notbremse - Museen müssen wieder schließen

    Im Bundesland Bremen treten wegen steigender Infektionsraten ab kommender Woche wieder schärfere Corona-Regeln in Kraft. «Wir müssen uns jetzt mit der Notbremse auseinandersetzen», sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) dem Landesparlament in einer Regierungserklärung. Das sogenannte Terminshopping werde ausgesetzt, die erst vor kurzem geöffneten Museen müssten wieder schließen, sagte er am Donnerstag. Er forderte die Bevölkerung auf, über die Ostertage Kontakte möglichst zu vermeiden. In der Stadt Bremen war am Donnerstag ein Wert von 103,1 Infektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen ermittelt worden. Bovenschulte verwies auf den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz von Anfang März: Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage lang über 100 liegt, sollen als Notbremse bestimmte Lockerungen zurückgenommen werden.

    19.20 Uhr: EU-Gipfel: Dreimal so viel Corona-Impfstoff im zweiten Quartal

    Die zähe Corona-Impfkampagne in der Europäischen Union könnte nun endlich Fahrt aufnehmen. In den nächsten drei Monaten soll dreimal so viel Impfstoff kommen wie seit Jahresbeginn, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Donnerstag beim EU-Videogipfel darlegte. Produktion, Lieferung und Abgabe sollen weiter hochgefahren werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich erneut hinter diesen europäischen Weg. Streit gab es zwischen den 27 Staaten aber über die interne Verteilung der Impfstoffe. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz beharrte bei der Videokonferenz darauf, dass einige EU-Staaten zusätzlichen Corona-Impfstoff bekommen sollen. Zusammen mit fünf weiteren EU-Staaten beklagt Kurz eine ungleiche Verteilung. Sie kommt dadurch zustande, dass nicht alle EU-Staaten die ihnen nach Bevölkerungszahl zustehenden Mengen von allen Herstellern gekauft hatten. Die Lieferschwierigkeiten von Astrazeneca werfen einige Staaten zurück.

    19.15 Uhr: NRW plant nach den Osterferien keinen Regelunterricht an den Schulen

    An den Schulen in Nordrhein-Westfalen wird es auch nach den Osterferien keinen regulären Unterricht geben. Zunächst bis zum 23. April sollten die Schüler wie schon jetzt abwechselnd im Klassenraum und zu Hause lernen, schrieb das NRW-Schulministerium am Donnerstag in einer Mail an die Schulen. Das Ministerium versprach den Schulen, dass nach den Osterferien pro Woche zwei Selbsttests für alle Lehrer und die Schüler an weiterführenden Schulen zur Verfügung stünden. Für Schüler in Grundschulen gilt diese Zusage zunächst nicht. Die Landesregierung sei aber "bestrebt", auch Grund- und Förderschülern "schnellstmöglich ein alters- und kindgerechtes Testangebot machen zu können", schrieb das Ministerium. Für die Abiturienten soll unmittelbar nach den Osterferien eine gezielte Vorbereitung in den Abiturfächern starten. Der Unterricht in allen anderen Fächern entfalle für die Abiturienten komplett.

    18.55 Uhr: Uni Oxford kündigt Tests von AstraZeneca-Impfung über die Nase an

    Die Oxford University kündigt Versuche mit einer Gabe des AstraZeneca-Impfstoffs über die Nase an. Zunächst sollten 30 Freiwillige im Alter von 30 bis 40 Jahren untersucht werden, teilt die Universität mit.

    18.40 Uhr: Frankreich meldet Jahreshöchststand bei Intensiv-Patienten

    In Frankreich werden 4.709 Menschen wegen Covid auf den Intensivstationen behandelt, die höchste Zahl seit Jahresbeginn. Im Frühjahr 2020 wurden Werte über 7.000 verzeichnet. Entsprechend düster zeichen Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Veran das derzeitige Lagebild im Land. Die Situation sei "nicht gut", sagt er, die Pandemie breite sich fast überall immer schneller aus. Veran kündigt einen Lockdown für drei weitere Regionen an, darunter die um Lyon.

    17.55 Uhr: Pfizer und BioNTech beginnt mit Impfstoff-Tests bei Kindern

    Pfizer und BioNTech geben den Beginn von Impfstoff-Tests bei Kindern unter zwölf Jahren bekannt. Die ersten Freiwilligen hätten ihre ersten Spritzen am Mittwoch erhalten, sagt eine Pfizer-Sprecherin. Daten könnten in der zweiten Jahreshälfte 2021 vorliegen in der Hoffnung, 2022 mit Massenimpfungen in der entsprechenden Altersgruppe beginnen zu können. Die jüngsten Teilnehmer sind sechs Monate alt. Moderna gab den Beginn von ähnlichen Test-Impfungen vergangene Woche bekannt. Bei Pfizer läuft bereits eine Studie für die Altersgruppe von zwölf bis 15 Jahren. Der Pharmakonzern hofft auf Daten daraus in den kommenden Wochen.

    17.25 Uhr: Gibraltar lockert Regeln - Hohe Impfquote und keine neuen Fälle

    Gibraltar lockert die Maßnahmen und hebt auch die Maskenpflicht zum großen Teil auf. Angesichts keiner neuen Infektionen am Mittwoch und einer hohen Impfquote werde ab sofort die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben, teilt das britische Gebiet mit etwa 33.000 Einwohnern mit. Ab Sonntag sind Masken nur noch in Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Gibraltar wurde 2020 von der Pandemie schwer getroffen. Mit 94 Todesfällen erlitt es der Website Worldometer zufolge weltweit die höchste Todesrate gemessen an der Bevölkerungszahl.

    17.15 Uhr: Lauterbach: Sehe keinen anderen Weg als "Ausgangssperre ab 20 Uhr"

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich angesichts geplanter Lockerungen im Saarland und der gekippten Osterruhe für strenge Corona-Regeln ausgesprochen. "Ich sehe keinen anderen Weg, als hier mit einer Ausgangssperre ab 20 Uhr zu arbeiten, zumindest für eine befristete Zeit für zwei Wochen", sagte er am Donnerstag im ARD-"Mittagsmagazin". Wichtig ist nach seiner Einschätzung, vor Lockerungen zunächst Stabilität ins Infektionsgeschehen zu bekommen.

    16.58 Uhr: Alkoholkonsum im Corona-Jahr 2020 deutlich gesunken

    Geschlossene Restaurants, abgesagte Veranstaltungen und weniger Geselligkeit: Der Alkoholkonsum in Deutschland ist im Corona-Jahr 2020 gesunken. Am stärksten brach der Bierverbrauch ein, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Pro Kopf wurden nur noch 86,9 Liter getrunken, das war der stärkste Rückgang in den vergangenen zehn Jahren. Damit konsumierte jeder Einwohner im Durchschnitt knapp fünf Liter Bier weniger als im Vorjahr. Den bislang stärksten Absatzrückgang beim Bier gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat gab es mit minus 27 Prozent im Januar diesen Jahres.

    16.56 Uhr: Neue Klagen über Cuomo: Familie in Pandemie bevorzugt

    Der heftig in der Kritik stehende New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo sieht sich neuen schweren Vorwürfen ausgesetzt. Die Familie sowie Vertraute der Regierung des 63-Jährigen seien zu Beginn der Corona-Krise im vergangenen Jahr mit einem schnelleren Zugang zu den begrenzt verfügbaren Covid-19-Test bevorzugt worden, berichteten unter anderem die Zeitungen «Times Union» in der New Yorker Hauptstadt Albany und die "New York Times". Unter den Nutznießern sie dabei auch Cuomos jüngerer Bruder Chris gewesen, der ein bekannter Moderator beim TV-Sender CNN ist.

    16.55 Uhr: Novavax zögert Vertrag mit EU über Impfdosen heraus

    Der Vertrag der EU mit dem US-Biotechnologiekonzern Novavax zur Lieferung von Corona-Impfstoff verzögert sich Insidern zufolge. Wie ein mit den Verhandlungen vertrauter EU-Vertreter Reuters sagt, hat Novavax Schwierigkeiten an genügend Stoffe zur Produktion des Vakzins zu kommen. "Sie ziehen den Abschluss des Vertrags in die Länge", sagt die Person. Eine Novavax-Sprecherin erklärt, die Gespräche mit der EU dauerten an. Ins Details gehen wollte sie nicht. Die EU-Kommission hat mit Novavax den Erwerb von bis zu 200 Millionen Impfdosen vereinbart. Das sollte Anfang diesen Jahres festgezurrt werden.

    16.32 Uhr: Testpflicht für Einreisende soll ab Sonntag gelten

    Die Testpflicht für alle Flugreisende bei der Einreise aus dem Ausland soll Insidern zufolge jetzt erst ab Sonntagfrüh gelten. Der entsprechende Verordnungsentwurf sei geändert worden, damit sich Reisende und Fluggesellschaften auf die neuen Regeln einstellen könnten, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Die Regelung soll nun ab dem 28. März Null Uhr gelten.

    16.25 Uhr: Biden will Ziel auf 200 Millionen Impfungen in 100 Tagen heraufsetzen

    US-Präsident Joe Biden will dem Sender CNBC zufolge das Impfziel für seine ersten 100 Amtstage erhöhen: Statt ursprünglich 100 Millionen Impfungen in dieser Zeit sollen es 200 Millionen werden. Die US-Seuchenbehörde CDC gab am Mittwoch knapp 130,5 Millionen vollzogene Impfungen bekannt bei 169 Millionen ausgelieferten Impfdosen. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

    16.05 Uhr: Frankreich soll als Hochrisikogebiet eingestuft werden

    Die Bundesregierung will Frankreich einem Zeitungsbericht zufolge als Hochrisikogebiet einstufen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) wolle das am Freitag bekanntgeben, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Eine Einstufung als Hochrisikogebiet bedeutet für Einreisende, dass eine Quarantänepflicht von zehn Tagen nach der Rückkehr besteht. "Eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist nur durch einen negativen Test möglich, der frühestens am fünften Tag nach der Einreise vorgenommen werden darf", heißt es auch in dem Bund-Länder-Beschluss von Montag. Zudem ist dann eine digitale Einreiseanmeldung verpflichtend.

    15.48 Uhr: Kurz beharrt auf Umverteilung von Corona-Impfstoff

    Österreichs Kanzler Sebastian Kurz beharrt weiter darauf, dass einige EU-Staaten zusätzlichen Corona-Impfstoff bekommen. In den Verhandlungen mit den 27 EU-Ländern darüber sieht der 34-Jährige Fortschritte, wie er am Donnerstag vor dem EU-Videogipfel klarmachte. "Ich glaube, dass es jetzt mehr und mehr Verständnis dafür gibt, dass es einen Ausgleich in Europa braucht." Er sei optimistisch, dass dies gelinge.Kurz hatte zusammen mit fünf weiteren EU-Staaten eine ungleiche Verteilung der Impfstoffe in der EU beklagt.

    Grundsätzlich wird der Impfstoff in der Staatengemeinschaft nach der Bevölkerungsgröße der einzelnen Länder verteilt. Doch haben nicht alle Staaten tatsächlich die ihnen zustehenden Mengen von allen Herstellern gekauft. Die übrigen Dosen konnten von den anderen Ländern aufgekauft werden, die dadurch überproportional viel haben.

    15.22 Uhr: Pandemiesorgen und Notenbankaussagen belasten die Börse

    Der Dax hat am Donnerstagnachmittag die Verluste ausgeweitet. Nach einem zunächst durchwachsenen Handelsverlauf stand der deutsche Leitindex zuletzt 0,83 Prozent tiefer bei 14 488,47 Punkten. Als Belastung erwiesen sich neben den anhaltenden Pandemiesorgen auch jüngste Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell. Ihm zufolge soll nach einer fast vollständigen Erholung der Wirtschaft die in der Krisenzeit geleistete geldpolitische Unterstützung sehr vorsichtig und mit großer Transparenz für die Märkte zurückgefahren werden. Der MDax verzeichnete mit minus 1,45 Prozent deutlichere Verluste und stand bei 31 055,40 Punkten. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es um 0,8 Prozent nach unten.

    15.15 Uhr: Ab April wieder Flüge von Russland nach Deutschland

    Ab 1. April darf von Russland aus wieder nach Deutschland geflogen werden. Auch Venezuela, Syrien, Tadschikistan, Usbekistan und Sri Lanka können wieder angeflogen werden, teilt die russische Corona-Taskforce mit. Russland hatte im März vergangenen Jahres internationale Flüge wegen der Pandemie ausgesetzt. Seither wurden ausgewählte Ziele wieder erlaubt.

    15.03 Uhr: Arbeitgeber greifen Politik wegen Testpflicht an

    Der Arbeitgeberverband BDA weist Drohungen mit einer Corona-Testpflicht in Unternehmen mit scharfen Worten zurück. Es gebe auf politischer Ebene im Bund und bei den Ländern Versagen und Fehler, sagt BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter. "Beschaffungsverzögerungen können jedoch nicht durch eine Verordnung behoben werden." Nach Ostern sei mit einer hohen Quote von Unternehmen zu rechnen, die ihre Mitarbeiter im Büro regelmäßig testen würden. Es sei aber bewusst keine Zielvorgabe genannt worden. "Die öffentlichen Arbeitgeber zeigen ja, dass bei ihnen auch nicht alles über Nacht geht." Die Bundesregierung erwartet Anfang April, dass mindestens 90 Prozent der Firmen mitziehen. Ansonsten sollen sie über eine Verordnung dazu gezwungen werden.

    14.33 Uhr: An Covid erkrankte französische Kulturministerin erhält Sauerstoff

    Die französische Kulturministerin Roselyne Bachelot bekommt zur Behandlung ihrer Covid-19-Erkrankung Sauerstoff. Das twittert sie aus dem Krankenhaus. Die 74-Jährige war am Mittwoch nach Angaben ihres Ministeriums für ein paar Tage zur Beobachtung stationär aufgenommen worden.

    14.20 Uhr: Schweden will Astrazeneca bei über 65-Jährigen wieder verimpfen

    Schweden will Astrazeneca bei über 65-Jährigen wieder verimpfen. Bei Jüngeren werde das Vakzin aber weiter ausgesetzt, teilt die Gesundheitsbehörde mit. Ein möglicher Zusammenhang mit Blutgerinnseln werde weiter geprüft. Binnen 24 Stunden seien 7706 Neuinfektionen registriert worden. 16 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Insgesamt verzeichnet das Land mit zehn Millionen Einwohnern 13.373 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus.

    14.18 Uhr: Bundestag ratifiziert EU-Schuldenaufnahme für Corona-Aufbaufonds

    Der Bundestag hat mit großer Mehrheit die gemeinsame Schuldenaufnahme in der EU für den Corona-Wiederaufbaufonds gebilligt. Union, SPD, Grüne und FDP hatten angekündigt, für den Gesetzentwurf stimmen zu wollen, den sogenannten EU-Eigenmittelbeschluss. Damit soll der EU-Kommission erlaubt werden, für den 750 Milliarden Euro schweren Corona-Topf erstmals im großen Stil Schulden aufzunehmen. Der Regelung müssen alle EU-Regierungen zustimmen.

    14.04 Uhr: Bundesregierung zieht Bitte um virtuelle Oster-Gottesdienste zurück

    Die Bundesregierung zieht ihre Bitte an die Kirchen, über Ostern auf Präsenzgottesdienste zu verzichten, zurück. Das Bundespresseamt verschickte am Donnerstag eine Neufassung der Beschlüsse der Bund-Länder-Runde vom frühen Dienstagmorgen, in der die komplette Passage zur ursprünglich geplanten Osterruhe wegfällt. Damit entfällt auch der dort enthaltene Satz: "Bund und Länder werden auf die Religionsgemeinschaften zugehen, mit der Bitte, religiöse Versammlungen in dieser Zeit nur virtuell durchzuführen." Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Vereinbarungen zu zwei zusätzlichen "Ruhetagen" über Ostern am Mittwoch zurückgezogen. Sie entschuldigte sich und begründete den Schritt mit Schwierigkeiten bei der Umsetzung.

    13.49 Uhr: Abgabewelle von Haustieren nach Corona-Krise befürchtet

    Wegen des Corona-bedingten Haustierbooms befürchten der Deutsche Tierschutzbund und seine Tierheime eine Abgabewelle nach dem Ende der Pandemie. "Viele Menschen haben die Corona-Krise genutzt, um ihren langgehegten Traum nach einem Tier endlich in die Tat umzusetzen", sagte der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, am Donnerstag in Bonn. "Wir befürchten jedoch, dass sich mindestens genauso viele spontan für einen tierischen Mitbewohner entschieden und sich zu wenig Gedanken gemacht haben, was nach Lockdown, Homeoffice und Homeschooling mit einem Tier auf sie zukommt." 2020 hätten fast eine Million Haustiere mehr in deutschen Haushalten als noch im Vorjahr gelebt, hieß es.

    13.22 Uhr: Polen verschärft Lockdown - Mehr als 34.000 Neuinfektionen

    Angesichts einer drastisch steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen verschärft Polen den Lockdown weiter. Ab Samstag würden Möbelgeschäfte und Baumärkte mit großer Verkaufsfläche für einen Zeitraum von zwei Wochen geschlossen, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski. Das gleiche gelte für Friseursalons und Kosmetikstudios. Auch Kindergärten und Krippen müssen schließen, Ausnahmen gelten nur für Kinder des medizinischen Personals und der Ordnungskräfte.

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen erreichte den zweiten Tag in Folge einen Rekortwert. Innerhalb von 24 Stunden kamen 34.151 neue Fälle hinzu, die meisten davon (5.430) in Schlesien, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 520 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Rekord war mit 29.978 erst am Mittwoch erreicht worden. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

    Die Bundesregierung hat Polen seit Sonntag wegen stark steigender Infektionszahlen als Hochinzidenzgebiet eingestuft. In dieser Kategorie finden sich Länder und Regionen wieder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt.

    13.12 Uhr: Dänemark setzt Astrazeneca-Impfstoff weiter aus

    Die dänische Regierung will den Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca vorerst nicht wieder einsetzen. "Wir verlängern die Pause um drei Wochen", sagte Søren Brostrøm von der Gesundheitsbehörde.

    Der Einsatz war am 11. März gestoppt worden, nachdem eine Frau nach der Impfung an mehreren Blutgerinnseln gestorben war. Auch andere Länder berichteten von Fällen von Hirnvenenthrombosen und hatten ebenfalls die Impfung mit dem Astrazeneca-Wirkstoff ausgesetzt. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA kam inzwischen zu dem Schluss, dass der Impfstoff sicher sei. Es werde aber eine extra Warnung vor den möglichen seltenen Blutgerinnseln hinzugefügt.

    Die meisten Länder haben die Impfung mit dem Mittel inzwischen wieder aufgenommen. Finnland und Island wollen das Vakzin zunächst aber nur bei Menschen über 65 beziehungsweise 70 Jahren einsetzen.

    13.03 Uhr: CDU-Büros in Thüringen in Maskenaffäre vom LKA durchsucht

    In der Maskenaffäre sind laut Thüringer CDU die ehemaligen Wahlkreisbüros des früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann und mehrere CDU-Kreisgeschäftsstellen in Südthüringen vom LKA durchsucht worden. Eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft bestätigte die Durchsuchungen im Zuge von Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit von Mandatsträgern.

    Durchsucht wurden laut CDU die Kreisgeschäftsstellen in Suhl, Hildburghausen, Sonneberg und Schmalkalden-Meiningen. "Wir sichern den Ermittlern unsere uneingeschränkte Unterstützung zu", erklärte Thüringens CDU-Generalsekretär Christian Herrgott. Er verwies darauf, dass die Landespartei selbst nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Hauptmann sofort gehandelt und unter anderem in allen Thüringer Kreisverbänden CDU-Parteispenden der vergangenen Jahre geprüft habe.

    Hauptmann hatte kürzlich sein Bundestagsmandat niedergelegt. Zuvor war der 36-Jährige nach Lobby-Vorwürfen in die Kritik geraten. Später wurde bekannt, dass er Corona-Schutzmasken einer Frankfurter Firma an Landkreise vermittelt haben soll.

    13.00 Uhr: Zahl der Corona-Intensivpatienten steigt auf 3248

    Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Corona-Intensivpatienten steigt laut Divi-Register weiter auf 3.248.

    12.48 Uhr: Studie - In Deutschland droht deutlicher Anstieg der Insolvenzen

    In der zweiten Jahreshälfte droht in Deutschland Wirtschaftsexperten zufolge ein deutlicher Anstieg der Unternehmensinsolvenzen. Durch staatliche Hilfen seien in der Corona-Crise rund 25.000 Unternehmen künstlich am Leben gehalten worden, berichteten die Wirtschaftsauskunftei Creditreform und das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in einer gemeinsamen Untersuchung.

    "Die undifferenzierte Verteilung der Hilfsgelder und die fehlenden Öffnungsperspektiven werden in Verbindung mit dem andauernden Insolvenzmoratorium ab der zweiten Jahreshälfte 2021 einen signifikanten Anstieg der Unternehmensinsolvenzen zur Folge haben", sagte Patrik-Ludwig Hantzsch von Creditreform. Betroffen seien vor allem kleine Betriebe.

    Die Experten stützten sich auf die Auswertung der Bonitätsdaten von etwa 1,5 Millionen Unternehmen. "Dabei zeigte sich, dass insbesondere kleine, finanziell schwache Unternehmen, die unter normalen wirtschaftlichen Umständen mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Insolvenz gegangen wären, ohne Perspektive auf eine erfolgreiche Sanierung durch staatliche Hilfen am Leben gehalten wurden", sagte Simona Murmann, eine der Autorinnen der Studie. Insgesamt habe sich dadurch ein Rückstau von 25.000 Insolvenzen gebildet.

    12.26 Uhr: Müller will in Berlin keine Corona-Notbremse

    Berlin nimmt vorsichtige Öffnungsschritte der vergangenen Wochen trotz stark steigender Corona-Infektionszahlen nicht wieder zurück. "Ich glaube, dass es kein gangbarer Weg ist, jetzt wieder alles zurückzudrehen, was wir uns in den letzten Tagen und Wochen an Möglichkeiten und Freiheiten erkämpft haben", sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) in einer Regierungserklärung. Vielmehr gebe es durch das Impfen und Testen neue Möglichkeiten, so dass man nicht mehr wie in der Vergangenheit ausschließlich mit einschränkenden Maßnahmen reagieren müsse.

    Müller rückte damit ab vom Bund-Länder-Beschluss einer sogenannten Notbremse, der bei den Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Nacht zum Dienstag noch einmal bekräftigt worden war. Demnach müssten Lockerungen bei einer stabilen Inzidenz von über 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zurückgenommen werden. In Regionen mit einer Inzidenz von über 100 sollen Beschränkungen laut Bund-Länder-Beschluss sogar verschärft werden. In Berlin lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 118,2 nach 102,3 am Vortag.

    12.13 Uhr: Haftbefehl in Masken-Affäre

    In der Masken-Affäre um Politiker hat die Generalstaatsanwaltschaft München Haftbefehl beantragt. Einer der Beschuldigten in dem Komplex sei festgenommen worden, teilte die Ermittlungsbehörde mit. Einen Namen des Verdächtigen nannten die Ermittler nicht.

    Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft lag ein zunächst nicht benannter Haftgrund gegen den Tatverdächtigen fest, dies könnten etwa Fluchtgefahr oder Verdunkelungsgefahr sein. Zwischenzeitlich seien "in größerem Umfang" auch vermögenssichernde Maßnahmen veranlasst worden.

    In dem Komplex hatte die Generalstaatsanwaltschaft zuletzt ihre Ermittlungen auf fünf Verdächtige ausgeweitet. Darunter sind der früher für die CSU im Bundestag sitzende Abgeordnete Georg Nüßlein und der langjährige CSU-Landtagsabgeordnete Alfred Sauter. Beide sollen hohe Provisionszahlungen im Zusammenhang mit Maskengeschäften kassiert haben.

    12.08 Uhr: Bremen zieht Corona-Notbremse

    Im Bundesland Bremen treten wegen steigender Infektionsraten ab kommender Woche wieder schärfere Corona-Regeln in Kraft. "Wir müssen uns jetzt mit der Notbremse auseinandersetzen", sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) in einer Regierungserklärung. Das sogenannte Terminshopping werde ausgesetzt, die erst vor kurzem geöffneten Museen müssten wieder schließen. Er forderte die Bevölkerung auf, über die Ostertage Kontakte möglichst zu vermeiden.

    In der Stadt Bremen war am Mittwoch ein Wert von 101,7 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen ermittelt worden. Bovenschulte verwies auf den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz von Anfang März: Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage lang über 100 liegt, sollen als Notbremse bestimmte Lockerungen zurückgenommen werden.

    In Bremerhaven lag die Inzidenz am Mittwoch bei 193,6 und näherte sich der kritischen Marke von 200. Für diesen Fall hat der Magistrat vorsorglich nächtliche Ausgangsbeschränkungen beschlossen.

    "Wenn man ehrlich ist, ist ein Ende der Entwicklung nicht abzusehen", sagte Bovenschulte. Es bleibe nichts anderes übrig, "als alle zu bitten, weiter mitzumachen". Die nächsten Tage und Wochen würden noch schwierig, bevor sich im Sommer die Lage bessere.

    11.45 Uhr: Corona-Testpflicht für alle Flug-Rückkehrer ab Freitag vorgesehen

    Für alle Reisenden, die mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen wollen, soll ab Freitag vor dem Abflug eine Corona-Testpflicht gelten. Die Betroffenen müssten "vor der Abreise im Ausland dem Beförderer einen Nachweis" vorlegen, heißt es in einem Entwurf für eine entsprechende Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Der Entwurf befindet sich allerdings noch in der Ressortabstimmung.

    11.40 Uhr: Intensivbetten in Oberfranken teilweise knapp

    Die Zahl der freien Intensivbetten ist in Oberfranken teilweise knapp. So ist im Landkreis Hof von insgesamt 17 Intensivbetten keines mehr frei. Das geht aus den Zahlen des Registers der Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervor. Auch in Kulmbach ist die Lage ernst: Dort ist aktuell nur eines von 27 Betten nicht belegt. Des Weiteren sind in den Städten Bamberg (drei von 33) und Coburg (drei von 32) weniger als zehn Prozent der Intensivbetten verfügbar, die Städte liegen damit im roten Bereich. In Lichtenfels und Wunsiedel sowie in den Landkreisen Bamberg und Bayreuth sind dagegen noch mehr als 25 Prozent der Intensivbetten frei. Zudem ist zu beachten, dass nicht alle Patienten in den Intensivbetten aufgrund einer Corona-Infektion behandelt werden. So sind von den 17 Intensivbetten in Hof vier mit Covid-Patienten belegt.

    11.32 Uhr: Regierung verlängert Corona-Sonderkredite bis Ende 2021

    Die Bundesregierung verlängert angesichts des Lockdowns bis Mitte April einen Teil ihrer Corona-Hilfen für Unternehmen. Sie können nun bis Ende des Jahres Sonderkredite über die Förderbank KfW bekommen, sechs Monate länger als bisher geplant. "Die Pandemie stellt uns auch weiterhin vor große Herausforderungen", sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD): "Unser Schutzschirm für Beschäftigte und Unternehmen bleibt daher weit geöffnet."

    Vor rund einem Jahr wurden die Kredithilfen gestartet. Seitdem wurden Unternehmen mit 49 Milliarden Euro unterstützt. Profitiert haben vor allem kleine und mittelständische Firmen. Allerdings wird befürchtet, dass viele davon nach der Krise überschuldet sind.

    Zum 1. April ändert die KfW auch die Konditionen. So soll auch größeren Mittelständlern geholfen werden. Beim KfW-Schnellkredit für Firmen mit über 50 Mitarbeitern wird die Obergrenze auf 1,8 Millionen erhöht. Bei kleineren Betrieben mit bis zu zehn Beschäftigten sind es künftig 675.000 Euro.

    11.25 Uhr: Aiwanger - Täglich 200.000 FFP-2-Masken mit deutschem Zertifikat aus Bayern

    Bayern kann nach Aussage von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) seine Grundversorgung an in Deutschland zertifizierten FFP2-Masken zum Schutz vor Corona-Infektionen inzwischen weitgehend selbst decken. Ein Hersteller arbeite mit deutschem Zertifikat und komme auf eine Tagesproduktion von etwa 200.000 Masken, sagte Aiwanger im Landtag. Hinzu kämen weitere Hersteller, die mit türkischem oder ungarischem Zertifikat arbeiteten. Aiwanger betonte, es sei für die inländischen Hersteller schwierig, dem Kostendruck durch Billigimporte vor allem aus Asien standzuhalten. "Ich hoffe nicht, dass wir schnell vergessen und sich wieder nur das billigste durchsetzt und wir dann in der kurzen Hose im Wind stehen."

    11.14 Uhr: Bahn fährt Rekordverlust ein

    Die Deutsche Bahn ist während der Corona-Krise so tief in die Verlustzone gefahren wie noch nie in ihrer Geschichte. Auch wegen des Einbruchs der Passagierzahlen türmte sich unterm Strich ein Minus von 5,7 Milliarden Euro auf und damit noch mehr als zuletzt erwartet, bestätigte der Staatskonzern. Der Betriebsverlust (Ebit) lag bei 2,9 Milliarden Euro. Der Umsatz sackte um zehn Prozent auf knapp unter 40 Milliarden Euro ab.

    Für dieses Jahr erwartet die Bahn eine leichte Besserung, "dennoch sind erneut beträchtliche Verluste zu erwarten", erklärte das Unternehmen. Konzernkreisen zufolge werde mit einem Betriebsverlust (Verlust vor Zinsen und Steuern) von 2,5 Milliarden Euro gerechnet. 2022 will die Bahn zurück in die Gewinnzone.

    Hauptgrund für die Höhe des Verlustes von 2020 ist, dass die Bahn ihr Angebot trotz drastisch gesunkener Passagierzahlen im Lockdown weitgehend aufrecht erhalten hat. Dies war auch der Wunsch der Bundesregierung.

    11.07 Uhr: Lauterbach kritisiert saarländische Öffnungspläne

    SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat mit Blick auf gefährliche Virusmutationen die Entscheidung des Saarlands kritisiert, nach Ostern den Lockdown für ein Modellprojekt zu öffnen. "Der Kurs des Saarlandes ist fahrlässig. Die Modellregion im Saarland ist ein Experiment, das zu einer schnellen Verbreitung gefährlicherer Mutationen in Deutschland führen kann", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post". "Das Saarland hat von anderen Bundesländern mehr Impfstoff gegen Mutanten bekommen und geht jetzt ins Risiko. Das macht keinen Sinn", so der SPD-Politiker.

    11.04 Uhr: Evangelische Landeskirche will Präsenzgottesdienste und digitale Formate anbieten

    Nach der gestrigen Einigung mit der Staatsregierung auf die Möglichkeit von Präsenzgottesdiensten wollen viele Gemeinden digitale Gottesdienstformate anbieten, teilte die evangelische Landeskirche mit. Anders als an Weihnachten bestehe keine generelle Anmeldepflicht für die Präsenzgottesdienste. Zu Gottesdiensten, bei denen die Platzkapazitäten voraussichtlich ausgelastet werden, müssten sich die Besucher aber vorher anmelden. Man weise zudem darauf hin, dass die nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr in Regionen mit einer Inzidenz über 100 auch für die Osternachtgottesdienste gelte.

    10.53 Uhr: Forscher rechnen mit Rückgang der Arbeitslosigkeit um 110.000

    Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland wird laut Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in diesem Jahr um 110.000 zurückgehen. Auch die Erwerbstätigkeit werde sich im Jahresverlauf spürbar erholen, sinke im Jahresdurchschnitt aber um 80.000 Menschen, teilte das IAB mit. Die Forscherinnen und Forscher erwarten zudem rund 1,6 Millionen Kurzarbeitende im Jahresschnitt.

    "Die Arbeitsmarktentwicklung zeigt sich im zweiten Lockdown sehr robust und verbessert sich im Zuge der wirtschaftlichen Erholung", erklärte das IAB. Die Forscherinnen und Forscher gehen demnach von einem Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent im Jahresverlauf aus.

    Die Branchen entwickeln sich wegen des derzeit andauernden Lockdowns sehr unterschiedlich: Das IAB erwartet in diesem Jahr einen Rückgang um durchschnittlich 30.000 Stellen im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe. Auch im produzierenden Gewerbe werden demnach 90.000 Arbeitsplätze wegfallen. Im Baugewerbe dagegen dürfte die Beschäftigung demnach um 30.000 Menschen wachsen. Ein Plus von 190.000 Stellen sehen die Forscherinnen und Forscher im Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit.

    10.46 Uhr: Neuinfektionen in den USA steigen an

    In den USA sind am Mittwoch 85.748 neue Corona-Fälle und 1410 Tote nach einer Infektion gemeldet worden. Dies geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Donnerstagmorgen (MEZ) hervor. Am selben Tag der Vorwoche waren es noch 58.971 Neuinfektionen und 1.173 Tote. Die Geschwindigkeit beim Rückgang der landesweiten Neuinfektionen hatte sich zuletzt verlangsamt.

    Am Mittwoch hatte die Zahl der nachgewiesen Ansteckungen mit dem Virus in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern die Marke von 30 Millionen überschritten. Mehr als 545.000 Menschen starben bislang. In absoluten Zahlen gemessen, aber nicht relativ zur Bevölkerung, sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

    Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC erhielten bisher rund 85,5 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis, mehr als 46,3 Millionen gelten als voll geimpft. Zugelassen sind die Vakzine von Pfizer/Biontech, Moderna und Johnson & Johnson.

    10.17 Uhr: Bayern erwartet im April rund 2,3 Millionen Impfdosen

    Bayern erwartet im April rund 2,3 Millionen Corona-Impfdosen. Die Impfzentren erhielten davon etwa 1,4 Millionen Impfdosen, die Arztpraxen 942.641, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) im Landtag in München. Bayern erhält damit 15,78 Prozent der Impfdosen, die im nächsten Monat für ganz Deutschland erwartet werden (etwa 14,978 Millionen).

    10.01 Uhr: Saarland beginnt nach Ostern Modellprojekt zum Ausstieg aus Lockdown

    Das Saarland steigt nach Ostern aus dem Corona-Lockdown aus. Vom 6. April an sollen Kinos, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen. Voraussetzung sei ein tagesaktueller negativer Schnelltest, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Die lang anhaltenden Einschränkungen stießen bei den Menschen immer mehr an ihre Grenzen. Daher solle "ab dem 6. April wird wieder mehr privates, wieder mehr öffentliches Leben möglich sein". Weitere Öffnungsschritte könne es nach dem 18. April geben: in der Gastronomie, beim Ehrenamt, in den Schulen.

    Für diesen Ausstiegsplan starte das Saarland ein Modellprojekt, sagte der CDU-Politiker. Bund und Länder hatten beim jüngsten Corona-Gipfel beschlossen, dass in Ländern und einzelnen Regionen zeitlich befristete Modellprojekte möglich sein sollen - "mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept, um einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens zu öffnen".

    Das Saarland habe für ein solches Modellprojekt beste Voraussetzungen, sagte Hans. Die Sieben-Tage-Inzidenz sei mit um die 70 eine der niedrigsten bundesweit, es gebe eine gute Infrastruktur für Tests, das Saarland habe frühzeitig 2,5 Millionen Schnelltests bestellt. Schließlich sei die Impfquote im Saarland mit knapp einer Million Einwohnern hoch.

    09:38 Uhr: Söder fordert Verschärfung der Corona-Notbremse

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine Verschärfung der Corona-Notbremse in den Bundesländern gefordert. "Die neue Welle, die auf uns zukommt, läuft und sie ist auch viel gefährlicher", sagte Söder im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. Er empfehle daher, "bei der Notbremse eine wirklich deutliche Verschärfung in den Ländern zu machen, einen Automatismus einzuführen." Es gebe einige Länder, in denen das eine Einzelfallentscheidung sei. Der zweite Punkt sei, "dass wir in den nächsten zwei Wochen nicht öffnen".

    Söder sprach sich zudem für Änderungen an den Bund-Länder-Runden in der Corona-Pandemie aus. Die Runden müssten besser vorbereitet werden, zudem müsse man früher tagen und "nicht immer erst sich um 14.00 Uhr oder 15.00 Uhr treffen", sagte der CSU-Chef auf Bayern2: "Dann bin ich der festen Überzeugung, dass man manchmal auch abbrechen kann, noch mal eine Nacht drüber schlafen kann, um das am nächsten Tag anzugehen." Auch komplett öffentliche Runden brachte Söder ins Spiel: "Es wird ja ohnehin nur immer durchgestochen und für Verwirrung gesorgt."

    09.15 Uhr: Pandemie treibt Schulden des deutschen Staates nach oben

    Teuere Corona-Hilfe haben die Schulden des deutschen Staates im vergangenen Jahr um mehr als eine viertel Billion Euro nach oben getrieben. Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte standen zum Jahresende mit 2.171,8 Milliarden Euro in der Kreide, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit erhöhten sich die Verbindlichkeiten um 14,4 Prozent oder 273,1 Milliarden Euro im Vergleich zu 2019. Sie entsprechen einer Pro-Kopf-Verschuldung von 26.128 Euro (2019: 22.857 Euro). "Der Anstieg ist im Wesentlichen in der Aufnahme finanzieller Mittel zur Bewältigung der Corona-Krise begründet", erklärte das Statistikamt.

    Mit Ausnahme der Sozialversicherung waren dabei alle staatlichen Ebenen stärker verschuldet als Ende 2019. Der Bund meldete mit einem Anstieg um 18,1 Prozent oder 214,9 Milliarden Euro auf 1.403,4 Milliarden Euro den stärksten Schuldenzuwachs. Die Länder meldeten ein Plus von 9,9 Prozent auf 635,8 Milliarden Euro. "Die Verschuldung ist in allen Ländern gestiegen", hieß es dazu. Prozentual nahm sie in Sachsen am stärksten zu (+344,0 Prozent), gefolgt von Bayern (+38,0) und Bremen (+31,0).

    Die Kommunen waren Ende 2020 mit 132,5 Milliarden Euro verschuldet. Im Vergleich zum Bund und zu den Ländern fiel der Anstieg mit 0,9 Prozent oder 1,1 Milliarden Euro jedoch gering aus. Die Entwicklung verlief regional unterschiedlich. Die Schulden stiegen vor allem in den Kommunen in Baden-Württemberg (+7,7 Prozent), Bayern (+6,8) und Hessen (+6,2).

    09.07 Uhr: Weber will Exportstopp für Astrazeneca-Impfstoff

    Der Vorsitzende der EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber, hat sich für einen Exportstopp für den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca ausgesprochen. Dem NDR sagte der CSU-Politiker, der Konzern beliefere Großbritannien bevorzugt. Astrazeneca produziere aber mit Unterstützung der EU und habe "mehrfach seine Zusagen gebrochen. Daher sollte die Europäische Union dafür sorgen, dass es in den Mitgliedsländern genügend Impfstoff gibt". Auf Twitter verlangte Weber Aufklärung über die in Italien gelagerten 29 Millionen-Impfstoffdosen von Astrazeneca und meinte: "Das ist völlig inakzeptabel."

    08.28 Uhr: Hälfte der Israelis hat zweite Impfdosis gegen das Coronavirus

    Die Hälfte der Israelis hat bereits die zweite Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Dies teilte Gesundheitsminister Juli Edelstein auf Twitter mit. Nach Daten seines Ministeriums erhielten knapp 4,7 Millionen Menschen die zweite Dosis. Die Zahl der Erstimpfungen betrug mehr als 5,2 Millionen, sie hatte in den vergangenen Tagen nur noch leicht zugenommen. Mehr als 800 000 Menschen galten in Israel als genesen.

    Die Impfkampagne in Israel hatte kurz vor Weihnachten begonnen, sie zählt zu den erfolgreichsten weltweit. In den vergangenen Wochen gingen die Zahlen der Schwerkranken und der Neuinfektionen deutlich zurück. In dem Mittelmeerstaat lebten nach Angaben des nationalen Statistikamtes im Januar 9,305 Millionen Menschen. Israel ist ein sehr junges Land, rund 30 Prozent der Bürger sind unter 16 Jahre alt. Diese Altersgruppe kann bisher noch nicht geimpft werden.

    Zum Vergleich: In Deutschland leben etwa neun Mal so viele Menschen. Dort erhielten bislang mehr als 7,9 Millionen Menschen die Erst- und mehr als 3,5 Millionen Menschen auch die Zweitimpfung.

    07.44 Uhr: BDI - Wettbewerbsfähigkeit der EU wegen Corona-Management in Gefahr

    Mit Blick auf das Corona-Krisenmanagement der EU hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vor einem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit Europas gewarnt. "Die EU droht weltweit abgehängt zu werden", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die dritte Infektionswelle sowie "strukturelle Probleme der Test- und Impfstrategien" gefährdeten eine rasche wirtschaftliche Erholung. Vor einer schärferen Exportkontrolle bei Impfstoffen warnte der BDI-Hauptgeschäftsführer.

    Lang verwies auf Schätzungen internationaler Wirtschaftsorganisationen, wonach in der EU in diesem Jahr mit einem Wachstum von gut vier Prozent zu rechnen sei, während für die USA ein Wachstum um rund 6,5 Prozent und für China ein Wachstum von mehr als Prozent prognostiziert würden. Der BDI-Hauptgeschäftsführer mahnte im Corona-Management ein "einheitliches EU-Konzept" an, "das Test-, Hygiene-, Impf- und Öffnungsstrategien miteinander verzahnt". Nationale Alleingänge seien kontraproduktiv.

    05.17 Uhr: RKI: Corona-Welle kann nicht ohne Lockdown gestoppt werden

    Die jüngste Zunahme der Corona-Neuinfektionen in Deutschland kann nach Ansicht des Robert Koch-Instituts nur mit Hilfe eines Lockdowns gestoppt werden. Bis ein Großteil der Bevölkerung gegen das Coronavirus immun sei, gebe es keine andere Lösung, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in einer Online-Veranstaltung der deutschen Botschaft in Washington. Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt fordert dagegen , auch andere Möglichkeiten als den Lockdown in den Blick zu nehmen.

    "Der monatelange Jo-Jo-Dauerlockdown zermürbt die Menschen. Er darf nicht unsere einzige Antwort auf die dritte Corona-Welle sein", sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Städte wie Tübingen oder Rostock, zeigten wie es gehe. "Sie kombinieren kostenlose Schnelltests mit lokalen Lockerungen."

    05.16 Uhr: Inzidenz steigt auf 113,3

    Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 22.657 Neuinfektionen. Das sind 5.153 Fälle mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 113,3 von 108,1 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 228 weitere Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 75.440. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,71 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

    04.00 Uhr: Mehr Schwarzarbeit in der Corona-Krise

    Schwarzarbeit und Verstöße gegen das Mindestlohngebot haben nach Angaben der Bundesregierung während der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen stieg der bei Finanzkontrollen aufgedeckte volkswirtschaftliche Schaden durch Schwarzarbeit und Arbeitsausbeutung im vergangenen Jahr auf 816,5 Millionen Euro, wie die "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf das ihr vorliegende Schreiben vorab berichtet. Die Summe stieg demnach trotz weniger Kontrollen im Jahr 2020 um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

    02.30 Uhr: Wirksamkeit von AstraZeneca bei 76 Prozent

    Eine neue Studie bescheinigt dem Impfstoff von AstraZeneca eine 76-prozentige Wirksamkeit gegen symptomatische Covid-19-Erkrankungen. Schwere oder kritische Verläufe würden sogar vollständig verhindert, teilt AstraZeneca unter Berufung auf die Analyse aktueller Ergebnisse einer breiten US-Studie.

    01.00 Uhr: Zweiter deutscher Corona-Impfstoff erwartet

    Der Impfstoffbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Krupp, rechnet bald mit einem zweiten deutschen Corona-Impfstoff. "Die Bundesregierung setzt große Hoffnungen in die Impfstoffherstellung durch Curevac", sagt Krupp den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wenn die EMA-Zulassung wie vom Unternehmen geplant klappe, könne der Curevac-Impfstoff ab der zweiten Jahreshälfte verimpft werden.

    Mittwoch, 24. März 2021

    23.50 Uhr: Insgesamt mehr als 300.000 Tote in Brasilien

    Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 89.992 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als zwölf Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 2009 auf über 300.000 zu. Brasiliens Gesundheitssystem steht mittlerweile kurz vor dem Zusammenbruch. Vor allem die hochansteckende Variante P.1 macht dem südamerikanischen Land zu schaffen.

    23.25 Uhr: Weltweit mehr als 124 Millionen Infizierte und 2,8 Millionen Tote

    Weltweit haben sich über 124,49 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind mehr als 2,86 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 29,98 Millionen Infektionen und 544.080 Toten.

    22.55 Uhr: Saarland will als Modellregion nach Ostern massiv lockern

    Das Saarland wird nach monatelangem Lockdown weite Teile des öffentlichen Lebens nach Ostern wieder hochfahren. Das berichtete der Nachrichtensender ntv am Mittwochabend. Ab dem 6. April sollen dann unter anderem Kinos, Fitnessstudios und die Außengastronomie an der Saar wieder aufsperren. Bedingung für Gäste und Nutzer seien negative Corona-Schnelltests, die nicht älter als 24 Stunden sein dürfen. Die Landesregierung wollte die Pläne am Abend nicht bestätigen und verwies auf die Pressekonferenz am nächsten Tag mit Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD).

    22.35 Uhr: Präsenzgottesdienste zu Ostern

    Nach der Empfehlung der Staatsregierung an die Kirchen und Glaubensgemeinschaften vor zwei Tagen, möglichst auf Präsenzgottesdienste zu Ostern zu verzichten und stattdessen virtuelle Angebote zu machen, war die Aufregung groß. So groß, dass Staatskanzleiminister Florian Herrmann und Innenminister Joachim Herrmann zu einer virtuellen Konferenz mit Religionsvertretern im Landtag einluden. Eine Stunde tauschte man sich intensiv aus. Das Ergebnis: Die Kirchen und Religionsgemeinschaften werden auf Präsenzgottesdienste an Ostern nicht, wie von der Politik ursprünglich gewünscht, verzichten. Die Vertreter sicherten zu, sie werden die Gottesdienste mit allen erforderlichen Hygienemaßnahmen verantwortungsvoll gestalten. Und, sofern noch möglich, auch online noch mehr bieten.

    22.20 Uhr: Frankreich weitet Lockdown auf 23 Millionen Bürger aus

    Wegen der Wucht der dritten Corona-Welle weitet Frankreich die regionalen Lockdowns aus: In drei weiteren Départements sollen Geschäfte schließen und die Bewegungsfreiheit der Bürger eingeschränkt werden, wie Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung unter Leitung von Präsident Emmanuel Macron mitteilte. Insgesamt betreffen die verschärften Corona-Auflagen damit 19 Verwaltungsbezirke mit mehr als 23 Millionen Menschen.

    In ganz Frankreich soll zudem ein Versammlungsverbot im Freien für Gruppen von mehr als sechs Menschen gelten. Lockdowns sollen nun auch im Département Rhone um die Großstadt Lyon im Osten Frankreichs gelten sowie in den Verwaltungsbezirken Aube südöstlich von Paris und Nièvre südlich der Hauptstadt. Die Wochen-Inzidenz liegt dort zwischen 300 und 450 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Im Pariser Großraum und anderen Teilen Frankreichs war bereits am Wochenende ein dritter Lockdown in Kraft getreten. Fast alle Geschäfte des nicht täglichen Bedarfs mussten schließen. Auch die Bewegungsfreiheit von rund 21 Millionen Menschen wurde erneut eingeschränkt.

    22.05 Uhr: Zuschauer zurück in der Halle: BR Volleys siegen vor 800 Fans

    Bei der Rückkehr der Zuschauer haben die Berlin Recycling Volleys in der Max-Schmeling-Halle mit der so lange vermissten Unterstützung von den Rängen das Aus in den Play-offs verhindert. Vor rund 800 Fans, die dank eines Pilotprojekts dabei sein durften, schlug der deutsche Serienmeister die SWD powervolleys Düren mit 3:1 (25:22, 25:20, 24:26, 29:27) und glich im Halbfinale zum 1:1 aus. Die Entscheidung fällt am Samstag in Düren - ohne Publikum. Erstmals seit Mitte Oktober durften wieder Fans der BR Volleys auf die Tribüne, natürlich nur nach vorherigem Coronatest - alle am Mittwoch genommen Proben waren negativ. Mit Trommeln und Klatschpappen sorgten die Besucher für Stimmung, gleichmäßig zwischen «Pappkameraden» verteilt.

    21.35 Uhr: AstraZeneca beantragt Zulassung für niederländisches Werk

    AstraZeneca hat bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) eine Zulassung für sein Impfstoff-Werk in den Niederlanden eingereicht. Darüber werde nun in einem beschleunigten Verfahren entschieden, erklärt Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides in einer E-Mail. Sollte es wie erwartet keine Probleme geben, könnten Lieferungen noch in diesem Monat erfolgen. Das Werk wird von dem Subunternehmer Halix betrieben.

    21.20 Uhr: Corona-Testzentrum auf Flughafen von Mallorca eröffnet

    Mallorca-Urlauber können sich künftig am Flughafen vor dem Rückflug nach Deutschland auf das Coronavirus testen lassen. Das Testzentrum in Palmas Flughafen sei einsatzbereit, teilte die Flughafengesellschaft Aena am Mittwoch mit. Angeboten werden PCR-Tests und Antigentests. Das Ergebnis der PCR-Tests, die rund 70 Euro kosten, soll schon 30 Minuten bis eineinhalb Stunden später vorliegen. Der Service sei vor allem für abfliegende Passagiere gedacht, falls sie einen Test bei der Rückkehr im Herkunftsland vorweisen müssen.

    20.25 Uhr: Markus Söder im BR Extra: "In Europa sehe ich niemanden, der es anders macht"

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seine Entschuldigung zum Zickzackkurs um die nach der Bund-Länder-Konferenz verkündete Osterruhe im BR Fernsehen noch einmal bekräftigt. Für Bayern hätte diese Osterruhe nicht viel verändert. Für ganz Deutschland wäre es gut gewesen, deshalb habe die Kanzlerin mit diesem Instrument nachlegen wollen. Aber es sei rechtlich nun mal nicht möglich, sagte Söder dazu im BR Extra. Dabei nahm er Bundeskanzlerin Angela Merkel in Schutz: Alle Konferenzteilnehmer hätten darüber abgestimmt, die Osterruhe sei keine alleinige Entscheidung der Kanzlerin gewesen. Mediziner und Virologen hätten eine verlängerte Ruhephase an Ostern auch begrüßt. Nach Ansicht von Söder wäre es ein wichtiges "Signal" gewesen "ob der Gefährlichkeit der Pandemie". Die britische Mutation sei gefährlicher und ansteckender, auch für jüngere Menschen, warnte Söder erneut.

    20.15 Uhr: Reiseverband kritisiert Überlegungen für Verbot von Auslandsreisen

    Der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, kritisiert Überlegungen der Bundesregierung, Reisen in beliebte Urlaubsgebiete im Ausland vorübergehend zu unterbinden. "Die Bundesregierung hat Kurs und Kompass verloren", sagt Fiebig dem "Handelsblatt". Aus ihrem Zickzackkurs werde nun ein "Schlingerkurs mit doppeltem Rückwärtssalto". Kanzlerin Angela Merkel revidiere die Osterruhe und entschuldige sich für diesen Fehler. Und im gleichen Atemzug prüfe die Bundesregierung nun, wie sie Reisen an Ostern gänzlich verbieten könne. "Mehr Rückwärtssalto geht nicht."

    20.00 Uhr: Corona-Infektionen steigen in Türkei

    Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus sind in der Türkei wieder stark angestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete am Mittwoch rund 30.000 Neuinfektionen an einem Tag - die höchste Zahl seit Ende vergangenen Jahres. Das türkische Gesundheitsministerium meldete am Mittwoch zudem 146 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Millionenmetropole Istanbul lag vergangene Woche bei rund 251, in der Hauptstadt Ankara bei rund 108. Die Türkei hatte Anfang März mit einer schrittweisen Lockerung in mehreren Regionen, darunter in Istanbul, begonnen. Etwa durften Restaurants und Cafés in der Metropole wieder öffnen. Ausgangssperren am Abend bestehen nach wie vor landesweit. Das Land mit rund 84 Millionen Einwohnern hat seit Beginn der Pandemie rund drei Millionen Coronavirus-Infektionen und rund 30.500 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Seit Mitte Januar impft die Türkei mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac gegen das Coronavirus.

    19.50 Uhr: Bund erwartet bis zu 73,5 Millionen Impfdosen im zweiten Quartal

    Das Bundesgesundheitsministerium erwartet im zweiten Quartal zwischen 70,5 und 73,5 Millionen Corona-Impfdosen für Deutschland. Das geht aus Lieferprognosen hervor, die das Ministerium im Internet veröffentlichte. Im ersten Quartal sind es 19,8 Millionen Dosen. Im zweiten Quartal sollen dabei auch 10,1 Millionen Dosen des Impfstoffs des US-Herstellers Johnson & Johnson geliefert werden, von dem anders als bei den bisher eingesetzten Impfstoffen nur eine Dosis nötig ist. Bereits zuvor hatte das Ministerium angegeben, dass vom 5. April bis 1. Mai bis zu 15,3 Millionen Dosen Impfstoff geliefert werden sollen. Sämtliche Prognosen sind nach Angaben des Ministeriums noch mit Unsicherheiten behaftet. Für das gesamte Jahr 2021 rechnet das Ressort von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit 323,7 Millionen Impfdosen gegen Corona für Deutschland.

    19.45 Uhr: Österreich beschließt harten Lockdown für Wien und andere Regionen

    Österreich verschärft angesichts einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens in der Hauptstadt Wien und in zwei anderen Bundesländern die Corona-Maßnahmen über Ostern. Von 1. bis 6. April wird das öffentlichen Leben herunter gefahren und alle nicht versorgungsnotwendigen Geschäfte geschlossen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Mittwochabend nach langen Verhandlungen mit den Landeschefs von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Körpernahe Dienstleister müssen wieder schließen und es gilt eine Ausgangsbeschränkung über den ganzen Tag. Schüler sollen nach den Osterferien erneut in den Fernunterricht wechseln.

    19.35 Uhr: Merkel lehnt Vertrauensfrage ab

    Bundeskanzlerin Angela Merkel weist Forderungen der Opposition nach der Vertrauensfrage zurück. "Nein, das werde ich nicht tun", sagt sie dem ARD-Brennpunkt laut redaktioneller Fassung. "Ich habe heute um Verzeihung gebeten die Menschen für einen Fehler. Das ist, glaube ich, das Richtige, was zu tun ist." Ansonsten haben sie die Unterstützung der gesamten Bundesregierung und damit auch des Parlamentes. "Das ist nicht nötig."

    19.25 Uhr: EU und Großbritannien wollen "win-win" im Impfstreit erreichen

    Im Impfmittel-Streit zwischen der EU und Großbritannien bekennen sich beide Seiten zum Versuch, eine "win-win"-Situation zu erreichen, in der alle Bürger Zugang zu mehr Impfstoff erhalten. Es werde an spezifischen Schritten kurz-, mittel- und langfristiger Art gearbeitet, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Einzelheiten werden zunächst nicht bekannt.

    19.15 Uhr: Erdogan für Parteitag mit Tausenden Anhängern kritisiert

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan steht in der Kritik, weil er trotz Corona-Pandemie einen Parteitag in einer voll besetzten Sportanlage hat abhalten lassen. Tausende Anhänger der regierenden Partei AKP kamen in Ankara auf engem Raum zusammen, obwohl die Regierung Abstandsregeln erlassen hat. Videoaufnahmen in sozialen Medien zeigten, wie offenbar Parteianhänger in zahlreichen Bussen zum Parteitag kamen. Viele von ihnen trugen keine Maske. Das Tragen von Mund-und-Nasenschutz an öffentlichen Orten ist aber in der Türkei Pflicht. Der Oppositionsabgeordnete und Mediziner Murat Emir schrieb am Mittwoch auf Twitter, Erdogan solle sich schämen. Der Ablauf der Veranstaltung zeuge von einer Geringschätzung der Mitarbeiter des Gesundheitswesens, "die Tag und Nacht im Kampf gegen die Pandemie arbeiten". Erdogan sagte, er habe seine Äußerungen bei dem Parteitag kurz gehalten, um die Teilnehmer nicht dem Virus auszusetzen. Die Rede dauerte allerdings fast zwei Stunden.

    19.05 Uhr: Laschet ruft zum Schulterschluss mit Wirtschaft auf

    CDU-Chef Armin Laschet hat nach dem Kippen der Osterruhe-Regelung die Notwendigkeit eines Schulterschlusses mit der Wirtschaft betont. Laschet erklärte am Mittwoch nach einer Präsidiumssitzung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, an der er als Gast teilnahm: "Politik muss auch zuhören. Das haben wir getan und auf die sachbezogene Kritik der Wirtschaft reagiert. Auch in der Pandemie auf die Stimme der Wirtschaft zu hören ist für die nachhaltige Bewältigung der Situation entscheidend." Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger forderte mehr Tempo beim Impfen. Er sagte außerdem, die deutsche Wirtschaft sei sehr dankbar für den vertrauensvollen und kompetenten Meinungsaustausch mit Laschet gewesen, gerade in diesen bewegten Zeiten. "Er hatte ein offenes Ohr für unsere Anliegen."

    18.55 Uhr: Goldman-Mitarbeiter in Bangalore wieder im Homeoffice

    Angesichts steigender Fälle in Indien schickt Goldman Sachs Insidern zufolge seine Mitarbeiter in Bangalore wieder ins Homeoffice. Wie Reuters aus Kreisen der US-Großbank erfährt, sollen nur noch unabdingbare Mitarbeiter in eines der größten weltweiten Büros des Konzerns kommen. Einer der Insider ging davon aus, dass die Regelung drei bis vier Monate beibehalten werde. Ein Goldman-Sprecher sagt, die Sicherheitsmaßnahmen richteten sich jeweils nach den örtlichen Begebenheiten. Goldman-Chef David Solomon befürwortet in der Pandemie eine möglichst schnelle Rückkehr der Belegschaft der Bank ins Büro.

    18.40 Uhr: Inzwischen mehr als 30 Millionen Corona-Fälle in den USA

    In den USA übersteigt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters die Marke von 30 Millionen. Demnach steigen die Infektionszahlen im Wochenvergleich in 30 der 50 Bundesstaaten. Die Zahl der Toten liegt bei 544.000. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

    18.25 Uhr: Gericht ermöglicht Kurzarbeitergeld für deutsche Ryanair-Crews

    Die in Deutschland stationierten Crews der Ryanair-Gruppe können nun doch auf Kurzarbeitergeld hoffen. Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalens entschied im vorläufigen Verfahren, dass die deutschen Stützpunkte der Ryanair-Tochter Malta Air als eigenständige Betriebe zu bewerten sind. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die rund 1.000 Piloten und Flugbegleiter deutsche Sozialleistungen erhalten können. Der Ryanair-Konzern hatte 2019 auf Druck der Gewerkschaften den Flugbetrieb seiner deutschen Basen von der irischen Ryanair auf die maltesische Gesellschaft übertragen, um den Beschäftigten den Zugang zu den deutschen Sozialkassen zu ermöglichen. Sie müssen auch hierzulande Steuern und Sozialabgaben zahlen. Mit dem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss wird die Bundesagentur für Arbeit per einstweiliger Anordnung verpflichtet, Malta Air einen sogenannten Anerkennungsbescheid zu erteilen. Für einen eigenständigen Flugbetrieb brauche es nur Flugzeuge und Personal, begründeten die Sozialrichter ihre Entscheidung. Für alles Übrige könnten Fluggesellschaften auf die Infrastruktur der Flughäfen zurückgreifen. In einer zweiten Stufe kann dann Malta Air Kurzarbeitergeld für ihre Beschäftigten beantragen.

    18.15 Uhr: Regensburg bewirbt sich als Corona-Modellprojektstadt

    Die Stadt Regensburg will Corona-Modellprojektstadt nach dem "Tübinger Vorbild" werden. Wie die Stadt mitteilt, hat Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) ein entsprechendes Schreiben an das Bayerische Staatsministerium geschickt. "Wir haben unterschiedliche gastronomische Betriebe, einen vielfältigen Einzelhandel und verschiedene Kultureinrichtungen, die alle passgenaue Test- und Schutzkonzepte realisieren könnten", so Maltz-Schwarzfischer in einer Mitteilung. Außerdem gebe es Schulen, die bereits an Gurgeltest-Studien teilnehmen. So könne man das Modellprojekt wissenschaftlich begleiten. Das Universitätsklinikum Regensburg habe dies bereits zugesagt, so Maltz-Schwarzfischer.

    18.10 Uhr: Island verschärft Lockdown ab Donnerstag für drei Wochen

    Nach einem sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen verschärft Island für drei Wochen die Corona-Einschränkungen. Ab Donnerstag bleiben Fitness-Studios, Kinos und Nachtclubs geschlossen, während Frisöre weiter öffnen und Restaurants bis 22.00 Uhr noch bedienen dürfen. Schulen und Universitäten bleiben dagegen bis mindestens nach den Osterferien zu, teilt die Regierung mit. Alle neu nachgewiesenen Fälle auf der Insel gehen auf die zuerst in Großbritannien nachgewiesene, ansteckendere Variante des Virus zurück.

    17.55 Uhr: Kritik von GEW zu Impf-"Bevorzugung" bei Schulamts-Mitarbeitern

    Nach BR-Berichten über die vermeintliche Bevorzugung von Schulamtsmitarbeitern bei Corona-Impfungen im Raum Regensburg kommt nun Kritik vom Regensburger Kreisverband der Bildungsgewerkschaft GEW. Viele Lehrkräfte seien auch in den letzten Tagen vor Ostern noch im Präsenzunterricht in den Abschlussklassen. Ein Impfangebot haben die wenigsten von ihnen bekommen, heißt es in einer Mitteilung der GEW. Dass stattdessen Schulamts-Mitarbeiter geimpft wurden, stößt bei der Gewerkschaft auf Unverständnis. Zwar habe sich die GEW nicht explizit für eine Hochstufung der Lehrkräfte in der Impfreihenfolge ausgesprochen. Die aktuellen Vorgänge "lassen diese Zurückhaltung aber als falsch erscheinen", heißt es in der GEW-Mitteilung.

    17.45 Uhr: Moscheeverbände halten Hygieneregeln für ausreichend

    Moscheeverbände in Deutschland sehen angesichts ihres seit fast einem Jahr bestehenden Hygienekonzepts keinen Grund zu Einschränkungen beim Freitagsgebet. Der Vorsitzende des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland (IRD), Burhan Kesici, sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Mittwoch, ihm sei generell kein Fall einer Covid-19-Ansteckung während eines Gottesdienstes unter Hygienregeln bekannt. Bitten der Politik, die Gottesdienste einzuschränken, könne er deshalb "nicht ganz nachvollziehen".Nun warte man auf mögliche Verordnungen der Bundesländer, so Kesici. "Es liegt im Interesse der Religionsgemeinschaften, dass bei den Gottesdiensten keine Ansteckung stattfindet." Größter IRD-Mitgliedsverband ist die türkische Milli Görüs mit mehr als 300 Moscheegemeinden. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) teilte auf KNA-Anfrage mit, man habe seitens der Politik keine Bitte bezüglich des Freitagsgebets erhalten.

    17.40 Uhr: Kanzleramtsminister Braun fordert Bevölkerung auf, Ostern wie Weihnachten zu feiern

    Kanzleramtsminister Helge Braun fordert die Deutschen auf, über Ostern besonders vorsichtig zu sein und verweist auf das Verhalten zu Weihnachten. "Im Sommer wird durch das Impfen alles deutlich einfacher, aber eben noch nicht jetzt", sagt er dem Sender RTL und dem Magazin "Stern" laut redaktioneller Fassung. Das Testen helfe zwar, reiche aber allein nicht aus. "Darum wäre es sehr, sehr gut, wenn sich über Ostern alle sehr, sehr zurücknehmen und es ähnlich machen wie über Weihnachten."

    17.35 Uhr: Finnland und Island nehmen Astrazeneca-Impfstoff wieder in Gebrauch

    Die beiden nordeuropäischen Staaten Finnland und Island haben angekündigt, die Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca wiederaufzunehmen. Wie das finnische Gesundheitsinstitut THL am Mittwoch mitteilte, wird der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers ab dem kommenden Montag zunächst nur bei Menschen über 65 Jahren wieder eingesetzt. Jüngeren wird das Mittel dagegen vorsichtshalber vorerst weiter nicht verabreicht. Sie bekommen dafür andere Impfstoffe. Die Wiederaufnahme auf Island gab Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir am Mittwochnachmittag auf einer Pressekonferenz in Reykjavik bekannt. Das Präparat wird demnach in den kommenden beiden Wochen verwendet, um Menschen über 70 und Mitarbeiter des Gesundheitswesens zu impfen.

    17.25 Uhr: Astrazeneca lagert große Mengen Corona-Impfstoff in Italien

    Der Hersteller Astrazeneca lagert in Italien 29 Millionen Dosen Corona-Impfstoff: Weil der Konzern mit seinen vertraglich zugesicherten Lieferungen an die Europäische Union massiv im Rückstand ist und Impfstoff in der EU überall fehlt, sorgte diese Nachricht der italienischen Zeitung "La Stampa" am Mittwoch für erheblichen Wirbel. Das britisch-schwedische Unternehmen versuchte schließlich, die Sache aufzuklären. Zumindest ein Teil des Impfstoffs - 16 Millionen Dosen - solle in den nächsten Wochen an die EU geliefert werden, man warte auf die Freigabe durch die Qualitätskontrolle, erklärte der Hersteller. Die übrigen 13 Millionen Dosen sollten an die Initiative Covax gehen, die Impfstoff in ärmere Länder bringt. "Der Impfstoff wurde außerhalb der EU hergestellt und in das Agnani-Werk gebracht, um in Fläschchen abgefüllt zu werden", erklärte Astrazeneca.

    Zum Artikel "Gefundener Astrazeneca-Impstoff: EU reagiert zurückhaltend"

    17.15 Uhr: Daimler-Vorstand - Corona-Maßnahmen besser durchdenken

    Die Tarifparteien der Metallindustrie in Baden-Württemberg reagieren erleichtert auf die Kehrtwende der Bundesregierung beim Oster-Lockdown. Er habe Respekt vor Bundeskanzlerin Angela Merkel, diesen Fehler einzuräumen, sagte Daimler-Personalvorstand und Südwestmetall-Chef Winfried Porth. "Vielleicht ist es ein Wendepunkt in der Politik, dass man Themen vollständig durchdenkt, die Praktikabilität durchdenkt, bevor man an die Bevölkerung herantritt", sagte er. Das löse sonst Unsicherheit aus. "Gut so, das muss man nicht weiter kommentieren", sagte IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger nach der fünften Tarifverhandlungsrunde der Branche im Südwesten, die Annäherung, aber noch kein Ergebnis brachte.

    17.05 Uhr: Intensivmediziner enttäuscht über Lockdown-Rücknahme

    Intensiv-Mediziner zeigen sich enttäuscht über die Rücknahme des geplanten Oster-Lockdowns. Eine Osterpause hätte "sicherlich wieder einige Infektionen verhindern können, die jetzt unvermeidbar stattfinden werden", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. Er verweist dabei auf das gegenwärtige exponentielle Wachstum bei der Zahl der Intensivpatienten.

    16.45 Uhr: Haushaltsausschuss gibt weitere 6 Mrd. Euro für Pandemie-Bekämpfung frei

    Der Haushaltsausschuss gibt grünes Licht für weitere Finanzhilfen zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise. "Heute geben wir im Haushaltsausschuss erneut über sechs Milliarden Euro für die Pandemie-Bekämpfung frei", sagt der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckhardt Rehberg am Mittwoch. Allein 5,8 Milliarden Euro davon bekomme Gesundheitsminister Jens Spahn für das Testen, das Impfen und zum Erhalt der Leistungsfähigkeit unserer Krankenhäuser. "Der größte Teil davon dient zur Finanzierung der kostenlosen Corona-Schnelltests, die jeder seit dem 8. März regelmäßig in einem Testzentrum vor Ort in Anspruch nehmen kann." Weitere 1,5 Milliarden Euro seien für Impfungen zur Verfügung gestellt.

    16.21 Uhr: Keine Lockerungen in Litauen über Ostern

    Im katholisch geprägten Litauen muss sich die Bevölkerung auf einen Lockdown und Einschränkungen über Ostern wegen der Corona-Pandemie einstellen. "Wir sehen leider keine Grundlage, um bald über zusätzliche Lockerungen zu sprechen", sagte Regierungschefin Ingrida Simonyt" in Vilnius. «Wir werden nach Ostern über Diskussionen zu diesen Themen sprechen können und nur unter der Bedingung, dass sich die epidemiologische Situation in dieser Zeit zumindest stabilisiert". Nach Angaben von Simonyte verschlechtere sich gegenwärtig die Corona-Lage besonders in der Region um die Hauptstadt Vilnius und der Stadt Marijampole im Südwesten des baltischen EU-Landes. Die Regierung werde deshalb in dieser Woche über eine mögliche strengere Beschränkungen entscheiden, sagte sie. Das Erzbistum Vilnius ging schon einen Schritt weiter und setzte Gottesdienste mit Besuchern bis Ostermontag aus. 

    15.43 Uhr: Acht Modellregionen für vorsichtiges Öffnen in Bayern

    Bayern will das vorsichtige Zurückfahren von Corona-Schutzmaßnahmen etwa in Handel oder Kultur nach Ostern in acht Modellregionen testen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Landtag an. Es solle aus jedem der sieben Regierungsbezirke eine Stadt oder ein Landkreis mit einer Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von mehr als 100 und weniger als 150 teilnehmen, aus Oberbayern zwei, sagte Söder. Es gebe bereits mehr Bewerber als mögliche Plätze.

    15.35 Uhr: Vereinfachter Zugang zu Kurzarbeit verlängert

    Der vereinfachte Zugang zur Kurzarbeit in der Corona-Krise wird um drei Monate verlängert. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen. Die Ausnahmeregeln gelten bisher für Betriebe, die bis zum 31. März Kurzarbeit eingeführt haben. Nun soll die Frist bis zum 30. Juni verlängert werden. Die entsprechende Verordnung soll nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums bis zum Monatsende in Kraft treten.

    Die Sonderregeln sehen unter anderem vor, dass Betriebe in der Krise Kurzarbeitergeld beantragen können, wenn jeder zehnte Beschäftigte von Arbeitsausfall betroffen ist. Normalerweise muss es jeder Dritte sein.

    15.33 Uhr: IWF will Finanzkraft wegen Corona um 650 Milliarden Dollar erhöhen

    Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, hat eine Erhöhung der finanziellen Schlagkraft der Organisation um 650 Milliarden US-Dollar vorgeschlagen. Damit will der IWF zur Überwindung der Corona-Krise vor allem Entwicklungs- und Schwellenländern zusätzliche Liquidität zur Verfügung stellen - ohne deren Verschuldung zu erhöhen. "Damit würden für Mitgliedsländer dringend benötigte Mittel frei, um im Kampf gegen die Pandemie zu helfen, inklusive für Impfkampagnen und andere dringende Maßnahmen", erklärte Georgiewa in einer am Dienstagabend (Ortszeit) verbreiteten Pressemitteilung.

    Die Erhöhung bedarf noch der Zustimmung von 85 Prozent der Stimmrechte eines Aufsichtsgremiums des IWF, in dem die 190 Mitgliedstaaten etwa nach der Stärke ihrer Wirtschaft vertreten sind. Seit dem Regierungswechsel in Washington im Januar unterstützen auch die USA, der größte Mitgliedstaat, das Vorhaben. Auch Deutschland, die EU und die Staaten der G-20 haben bereits im Grundsatz ihre Zustimmung signalisiert.

    15.23 Uhr: Indien: Hindu-Farbenfest Holi in Delhi und Mumbai verboten

    Angesichts deutlich steigender Corona-Zahlen in Indien sind öffentliche Feierlichkeiten des wichtigen Hindu-Farbenfests Holi in den Großstädten Delhi und Mumbai verboten worden. Bei dem Fest an diesem Montag bewerfen sich Menschen normalerweise mit Farbpulver. Außerdem soll es künftig an Flughäfen, Bahnhöfen und Bushaltestellen in den beiden Megametropolen stichprobenartige Corona-Tests geben, wie Behörden am Mittwoch mitteilten.

    Die größte Demokratie der Welt mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern steuert nach Einschätzung mehrerer Experten auf eine zweite Welle zu. Vor einigen Wochen noch sind an einigen Tagen weniger als 10.000 Corona-Fälle erfasst worden. Inzwischen sind es seit mehreren Tagen mehr als 40.000 Neuinfektionen täglich.

    15.13 Uhr: Erdogan für Auftritt mit Tausenden Anhängern in der Kritik

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist wegen der Abhaltung eines Parteitages in einer vollen Sportanlage trotz Corona-Pandemie kritisiert worden. Tausende Anhänger der regierenden Partei AKP kamen in Ankara zusammen, obwohl die Regierung Regeln für den Abstand zueinander erlassen hat. Viele Teilnehmer trugen keine Maske. Das Tragen von Mund-und-Nasenschutz an öffentlichen Orten ist aber in der Türkei Pflicht. Der Oppositionsabgeordnete und Mediziner Murat Emir beschrieb das Geschehen beim Parteitag als schändlich. Die Zusammenkunft habe "die Mitarbeiter des Gesundheitswesens" missachtet, "die Tag und Nacht im Kampf gegen die Pandemie arbeiten", schrieb Emir bei Twitter.

    Erdogan sagte, er habe Äußerungen bei dem Parteitag kurz gehalten, um Teilnehmer nicht dem Virus auszusetzen. Er ist bereits für ähnlich volle Parteizusammenkünfte in den vergangenen Wochen kritisiert worden.

    14.58 Uhr: Auch an den Osterfeiertagen soll in Bayern geimpft werden

    In Bayern sollen die Corona-Impfungen auch an den Ostertagen fortgesetzt werden. Das Gesundheitsministerium in München erklärte am Mittwoch, dass die Impfzentren im Freistaat möglichst an jedem Tag unabhängig von Feiertagen den Bürgern ein Impfangebot ermöglichen sollen. Bundesweit war zunächst geplant worden, wegen der Pandemie von Gründonnerstag bis Ostermontag das öffentliche Leben weitgehend herunterzufahren. Am Mittwoch hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dann mitgeteilt, dass sie die in der Nacht auf Dienstag von Bund und Ländern beschlossene Osterruhe nicht umsetzen werde.

    14.42 Uhr: Stadt Bayreuth ordnet für Beschäftigte in Pflege- und Behindertenheimen Testpflicht an

    Aufgrund des hohen Corona-Inzidenzwertes in Bayreuth hat die Stadtverwaltung eine Testpflicht für Beschäftigte in vollstationären Pflege- und Behinderteneinrichtungen angeordnet. Alle Mitarbeiter müssen sich an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche, an denen sie Dienst haben, einem Test unterziehen, teilte die Stadt mit. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts beträgt der 7-Tage-Inzidenzwert seit drei Tagen über 100 und steigt vermutlich weiter am. Aktuell beträgt er 136,4. Gestern lag er noch bei 128,4. Beschäftigte, die bereits einmal gegen Covid-19 geimpft sind, müssen mindestens einmal pro Woche getestet werden.

    14.29 Uhr: Belgien verschärft Corona-Regeln

    Die belgische Regierung verschärft angesichts steigender Ansteckungszahlen wieder die Corona-Beschränkungen. Ab Samstag werden die Schulen mit Ausnahme der Vorschulen für vier Wochen geschlossen, wie Ministerpräsident Alexander De Croo am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Nicht lebensnotwendige Geschäfte seien dann nur noch für Kunden nach vorheriger Terminvereinbarung geöffnet. Geschäfte mit engem Kundenkontakt - etwa Friseure, Tattoostudios und Kosmetiker - müssen hingegen komplett schließen. Treffen im Freien sind ab Samstag nicht mehr wie bisher mit zehn, sondern nur noch mit vier Menschen möglich. Geplant ist, ab 19. April die Schulen wieder vollständig zu öffnen und die Maßnahmen zu lockern. Derzeit gilt in Belgien bereits eine nächtliche Ausgangssperre. Die Pandemie "ist eine große Lektion in Demut für Politiker, für jeden", sagte De Croo. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen war in dem Land mit 11,5 Millionen Einwohnern zuletzt auf mehr als 4.000 gestiegen, ein Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die Krankenhauseinweisungen stiegen um zwölf Prozent.

    14.12 Uhr: Papst kürzt Gehälter von Kardinälen und Kurienchefs

    Wegen finanzieller Schwierigkeiten unter anderem durch die Corona-Pandemie hat Papst Franziskus die Gehälter von Kardinälen und Kurienchefs gekürzt. "Eine wirtschaftlich tragbare Zukunft verlangt heute neben anderen Entscheidungen auch Maßnahmen, die das Gehalt der Mitarbeiter betreffen", teilte der Vatikan in einem apostolischen Schreiben am Mittwoch mit. Darin heißt es, dass Kardinäle ab April zehn Prozent, Kurienchefs sowie Sekretäre der Dikasterien acht Prozent und Priester sowie Ordensleute im Vatikan drei Prozent weniger Geld erhalten. Der Vatikan begründete den Schritt mit dem jahrelangen Defizit in seinen Kassen und den finanziellen Auswirkungen der Pandemie. Für das Jahr 2021 rechnet der Heilige Stuhl in seinem Budget mit einem Minus von 50 Millionen Euro. Mit den Gehaltskürzungen will der Vatikan auch Arbeitsplätze sichern.

    13.57 Uhr: Verdacht auf schwere Nebenwirkungen bei 0,3 von 1.000 Impfdosen

    Schwerwiegende Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen sind weiterhin die absolute Ausnahme. Nach fast neun Millionen Impfungen in Deutschland nannte das für die Sicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut am Mittwoch eine Quote von 0,3 pro 1.000 Impfdosen. Insgesamt wurde dem Paul-Ehrlich-Institut seit Beginn der Impfkampagne 351 Mal ein Verdacht auf einen Todesfall gemeldet. Die Verstorbenen waren zwischen wenigen Stunden und 40 Tagen zuvor geimpft worden. 286 Fälle betrafen eine Impfung mit Comirnaty, je vier Moderna und Astrazeneca, bei den weiteren war der Impfstoff nicht bekannt. Bei den meisten Betroffenen bestanden laut PEI "zum Teil multiple Vorerkrankungen".

    2.287 Mal wurden schwerwiegende unerwünschte Reaktionen gemeldet. Als schwerwiegend gelten laut PEI Nebenwirkungen, «bei denen die Personen im Krankenhaus behandelt werden oder Reaktionen, die als medizinisch bedeutsam eingeordnet wurden». 1.728 davon betrafen Comirnaty, 113 Moderna und 352 Astrazeneca. Prozentual - also im Verhältnis zu den verimpften Dosen - wurden damit nach Impfungen mit Astrazeneca weniger schwere Verdachtsfälle gemeldet als bei den beiden anderen Vakzinen.

    Die Beschwerden unterscheiden sich bei den drei Herstellern: Während nach Comirnaty Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen und Ermüdung am häufigsten berichtet wurden, wurden nach Impfung mit Astrazeneca vor allem grippeähnliche Erkrankungen, Schüttelfrost und Fieber gemeldet. Ein Hautauschlag als unerwünschte Reaktion fiel bei Moderna auf.

    13.53 Uhr: Corona-Lage spitzt sich in den meisten EU-Staaten wieder zu

    Die Corona-Lage spitzt sich nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen EU-Staaten wieder zu. In 19 der 27 Mitgliedsstaaten würden steigende Fallzahlen beobachtet, gab EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides in Brüssel bekannt. In 15 Ländern würden wieder mehr Menschen in Krankenhäuser und Intensivstationen aufgenommen, in acht Staaten steige auch die Zahl der Todesfälle wieder schneller. Die Lage sei besorgniserregend, auch wegen der immer stärkeren Ausbreitung von Virusvarianten. "Um diese Situation unter Kontrolle zu bringen, bedarf es des Zugangs zu sicheren und wirksamen Impfstoffen", sagte Kyriakides. Das sei der Hintergrund der am Mittwoch verschärften EU-Exportkontrollen für Corona-Impfstoffe.

    13.27 Uhr: Handel begrüßt Rücknahme der Osterruhe

    Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat die Rücknahme der Osterruhe begrüßt. "Es ist die richtige Entscheidung, die Osterruhe zurückzunehmen und dem Lebensmittelhandel so auch am Gründonnerstag die Öffnung zu ermöglichen", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "In Zeiten von Corona muss es darum gehen, den Kundenandrang zu verteilen und nicht durch zusätzliche Schließungen für Schlangen vor den Geschäften zu sorgen." Auch für die Lebensmittellogistik hätten mit der kurzfristigen Anordnung der Osterruhe erstzunehmende Probleme gedroht. "Mit dem heutigen Beschluss kehrt ein Stück Vernunft in die Corona-Politik zurück", sagt Genth.

    13.05 Uhr: EU verschärft Exportregeln für Impfstoffe

    Im Streit um Impfstofflieferungen des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca hat die EU-Kommission die Möglichkeiten für Exportstopps deutlich ausgeweitet. Die Brüsseler Behörde nahm eine Verordnung an, die Ausfuhrsperren erlaubt, wenn das Zielland selbst Impfstoff produziert aber nicht exportiert, oder wenn dessen Bevölkerung bereits weitgehend geimpft ist. Zudem wurde der Großteil der Ausnahmen von der geltenden Ausfuhrgenehmigungspflicht gestrichen.

    Hintergrund sind massive Lieferrückstände bei Astrazeneca. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte dem Unternehmen deshalb wiederholt mit einem Exportverbot gedroht. Im Fokus stehen hier Lieferungen an Großbritannien, das von den Lieferproblemen bislang deutlich weniger betroffen war und zugleich große Mengen Impfstoff aus der EU importiert. Brüssel wirft London zudem vor, die Ausfuhr von Astrazeneca-Impfstoff britischer Produktion de facto zu unterbinden. Die Kommission stufte dies nun als Gefahr für die Impfstoffversorgung der EU ein.

    "Die Mitgliedstaaten sollten Ausfuhrgenehmigungen dementsprechend verweigern", erklärte die Behörde. Dasselbe gelte für Länder, "in denen die Impfquote höher als in der Union oder die aktuelle Infektionslage weniger ernst ist".

    12.55 Uhr: Auch Skigebiet Zugspitze sagt Saison ab

    Nach dem bereits im Februar das Skigebiet Garmisch-Classic und vorgestern auch die Skiregion Alpenplus mit Sudelfeld, Spitzingsee und Brauneck die Skisaison offiziell beendet haben ist die Wintersaison, die gar keine war, auch auf der Zugspitze endgültig abgesagt. Die Zugspitzbahn Bergbahn AG erklärte, jetzt noch verspätet die Saison zu starten, mache keinen Sinn mehr. Der organisatorische und wirtschaftliche Aufwand sei unter diesen Umständen nicht mehr tragbar.

    12.48 Uhr: Merkel entschuldigt sich nach Rücknahme der Osterruhe-Regelung

    Nach dem Kippen der umstrittenen Osterruhe-Regelung hat sich Kanzlerin Angela Merkel bei den Bürgern entschuldigt. Der ganze Vorgang habe zusätzliche Verunsicherung ausgelöst, sagte die CDU-Politikerin in Berlin: "Das bedauere ich zutiefst, und dafür bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung."

    Den Verzicht auf die geplanten "Osterruhetage" im Kampf gegen die Corona-Pandemie mit zu vielen ungeklärten Fragen bei der Umsetzung begründet. Die Idee sei mit bester Absicht entworfen worden, sagte Merkel nach kurzfristig angesetzten Beratungen mit den Ministerpräsidenten. Zu viele Fragen von der Lohnfortzahlung bis zur Lage in Geschäften und Betrieben hätten aber in der Kürze der Zeit nicht gelöst werden können.

    Bund und Länder hatten in der Nacht zu Dienstag unter anderem einen verschärften Oster-Lockdown vom 1. bis 5. April beschlossen, um das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben stärker herunter zu fahren. Der Gründonnerstag und der Karsamstag sollten dafür zu Ruhetagen erklärt werden. Daran war aber massive Kritik laut geworden, es gab zudem große Verwirrung um die praktische Umsetzung.

    12.36 Uhr: Bundesregierung - EU soll Sputnik-Bestellung vorbereiten

    Die Bundesregierung bringt Vorgespräche für Bestellungen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V ins Gespräch. Die EU-Kommission könne bereits jetzt Bestellwünsche der EU-Länder aufnehmen, auch wenn das Mittel noch nicht von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA genehmigt sei, sagte ein Regierungsvertreter in Berlin.

    Bei einem Exportverbot für Impfstoffe aus der EU an Drittstaaten sei die Bundesregierung zurückhaltend, sagte der Vertreter. Der Import von Vorprodukten dürfe nicht gefährdet werden. Dennoch müsse man sehen, dass andere Länder ihrerseits Exportbeschränkungen für Impfstoffe hätten, hieß es mit Verweis auf Pläne der EU-Kommission, auf Reziprozität zu dringen. Viele Mitgliedstaaten sähen keine Notwendigkeit, den Verteilmechanismus der Impfstoffe innerhalb der EU zu ändern, wie dies etwa Österreich fordert.

    12.29 Uhr: Bartsch - Merkel sollte wegen Corona-Politik Vertrauensfrage stellen

    Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat nach der Rücknahme der geplanten Corona-Osterruhe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu aufgefordert, im Bundestag die Vertrauensfrage zu stellen. "Wir haben inzwischen eine veritable Vertrauenskrise gegenüber der politischen Führung des Landes", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Konsequente Pandemiebekämpfung gehe nur, wenn die Kanzlerin das Vertrauen der Mehrheit des Parlaments genieße: "Sie sollte im Deutschen Bundestag die Vertrauensfrage stellen."

    Bartsch sprach von "Dilettantismus im Kanzleramt". Statt die Krise zu lösen, mache die Bundesregierung in der Pandemiebekämpfung Fehler auf Fehler. Er fügte hinzu, es sei richtig, wenn unsinnige Fehler korrigiert würden.

    12.12 Uhr: Insider - Merkel lässt Einschränkung von Mallorca-Reisen prüfen

    Bundeskanzlerin Angela Merkel zieht nun doch eine Einschränkung von Mallorca-Reisen in Betracht. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz kündigt die CDU-Politikerin nach Auskunft aus Teilnehmerkreisen an, dass das Innenministerium und das Justizministerium dies prüfen sollten. An anderer Stelle hieß es, viele hätten den Wunsch, Mallorca-Reisen wegen der damit verbundenen Infektionsgefahr bei Reiserückkehrern einzuschränken. Rechtlich sei das aber offenbar kaum möglich.

    11.59 Uhr: Landtagsfraktionen verwundert über Kurswechsel bei Oster-Regelungen

    Mehrere Fraktionen im Bayerischen Landtag reagieren mit Unverständnis auf das Hin und Her bei den Corona-Regelungen für Ostern. Man erlebe Chaostage in Berlin, so der FDP-Fraktionsvorsitzende Martin Hagen gegenüber dem BR. Er frage sich, ob die Ministerpräsidentenkonferenz noch das richtige Gremium sei, um Beschlüsse zu fassen. Es gebe keinen klaren Kurs, nur Chaos - und das könne man sich momentan nicht leisten. Ähnlich äußerte sich auch der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Ludwig Hartmann. Die Bundesregierung verspiele weiter Vertrauen bei den Menschen, sagte Hartmann dem BR. Man könne nicht mehr Vertrauen verspielen, als mit einer Maßnahme, die zwei Tage später wieder kassiert werde. Der Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger schrieb auf Twitter nur: "Gründonnerstagsregelung gekippt – na also."

    11.52 Uhr: NRW will Modellregionen nach Tübinger Vorbild einführen

    Die nordrhein-westfälische Landesregierung will nach Ostern in ausgewählten Modellkommunen gelockerte Corona-Beschränkungen gekoppelt an ein IT-gestütztes Testkonzept einführen. Die zeitlich befristeten Modellprojekte sollen in fünf bis sechs Städten und Landkreisen umgesetzt werden, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) im Düsseldorfer Landtag. Voraussetzung seien lückenlos negative Corona-Testergebnisse und IT-Systeme zur Kontaktnachverfolgung.

    "Das reine Schließen ist an seine Grenzen gekommen", sagte Laschet. Die Modellprojekte ermöglichten es, "rauszukommen aus diesem Dauerkreislauf des Lockdown". Getestet werden soll das Konzept sowohl im Rheinland als auch in Westfalen. Wo genau, werde in den kommenden Tagen bekanntgegeben.

    Als Vorbild diene die baden-württembergische Stadt Tübingen, in der seit einer Woche das Projekt "Öffnen mit Sicherheit" läuft und Kinos, Theater und Gastronomie mit Außenbereich wieder öffnen dürfen. Um das zu ermöglichen, wurden flächendeckend Schnellteststationen eingeführt. "Wir brauchen Tübingen überall", sagte der NRW-Ministerpräsident. "Wir müssen lernen, dies bei uns umzusetzen."

    11.49 Uhr: Söder stützt Merkel-Entscheidung gegen Corona-Osterruhe

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) steht hinter der Entscheidung von Kanzlerin Angela Merkel, den geplanten Corona-Osterlockdown zu stoppen. "Ich habe persönlichen Respekt vor der Erklärung der Kanzlerin. Es ist am Ende besser jetzt abräumen, wenn es rechtlich nicht geht", sagte er nach Angaben von Teilnehmern bei der kurzfristig anberaumten Schalte von Bund und Ländern. Letztlich seien die Verfahrensabläufe "auch Teil des Problems".

    Söder wies zugleich darauf hin, dass die zuständigen Ministerien noch in der Nacht der Ministerpräsidentenkonferenz befragt worden seien, ob die Umsetzung der sogenannten Osterruhe rechtlich möglich sei.

    11.45 Uhr: Bericht - Astrazeneca lagert riesige Mengen Impfstoff in Italien

    Astrazeneca lagert in Italien offenbar 29 Millionen Dosen Corona-Impfstoff. Nach einem Bericht der italienischen Zeitung "La Stampa" sind sie für den Export nach Großbritannien vorgesehen. Seitens der französischen Regierung wurde hingegen erklärt, es müsse erst noch geklärt werden, für wen die Impfdosen bestimmt sind. Aus deutschen Regierungskreisen verlautete, womöglich gebe es nun die Möglichkeit, die Lieferungen an die EU merklich zu steigern. Das habe der Astrazeneca-Chef ja zugesagt.

    Die Entdeckung ist brisant, weil Astrazeneca bei den Lieferungen an die Europäische Union sehr stark im Rückstand ist. Statt bis zu 220 Millionen Dosen will das Unternehmen den EU-Staaten bis zur Jahresmitte nur 100 Millionen liefern.

    "La Stampa" berichtete, das Lager mit den 29 Millionen Impfdosen sei in der italienischen Abfüllfirma Catalent in Anagni entdeckt worden. Der Impfstoff wurde demnach in der niederländischen Fabrik Halix in Leiden hergestellt und dann in Italien abgefüllt.

    11.43 Uhr: Polen registriert knapp 30.000 Corona-Neuinfektionen

    In Polen hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals der Marke von 30.000 genähert. Innerhalb von 24 Stunden kamen 29.978 neue Fälle hinzu, die meisten davon (4.605) in Schlesien, wie das polnische Gesundheitsministerium mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 575 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

    Der bisherige Rekordwert war mit 27.875 Fällen Anfang November erreicht worden. Seit dem Beginn der Pandemie gab es in Polen 50.340 Todesfälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki kündigte an, er werde am Donnerstag weitere Restriktionen verkünden. Diese sollen dann auch über die Osterfeiertage gelten.

    Die Bundesregierung hat Polen seit Sonntag wegen stark steigender Infektionszahlen als Hochinzidenzgebiet eingestuft.

    11.22 Uhr: Merkel kippt Osterruhe

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach massiver Kritik entschieden, den Bund-Länder-Entscheid zur sogenannten Osterruhe zu stoppen. Das teilte sie in einer kurzfristig einberufenen Schalte mit den Ministerpräsidenten der Länder mit, wie Teilnehmer dem BR bestätigten.

    Über ihre Entscheidung unterrichtete die Kanzlerin die Regierungschefs demnach in den ersten Sätzen der Schalte. Sie habe für die kurzfristige Bereitschaft zu einer erneuten Runde gedankt. Daraufhin habe sie erklärt, sie habe am Vormittag entschieden, die Verordnungen zu Osterruhe nicht auf den Weg zu bringen, sondern zu stoppen. Unmut hatte sich vor allem daran entzündet, dass nach den stundenlangen Corona-Beratungen in der Nacht zum Dienstag die Umsetzung zentraler Beschlüsse noch offen war.

    11.18 Uhr: Ifo-Forscher nennt Corona-Politik "planlos"

    Das Ifo-Institut kritisiert die Corona-Politik in Deutschland. "Im Moment wird relativ viel falsch gemacht", sagte der Leiter des Ifo-Zentrums für Makroökonomik und Befragungen, Andreas Peichl: "Es fehlt eine Strategie. Es wird planlos agiert." Man laufe dem Virus hinterher. Die Politik begehe die gleichen Fehler wie schon im Herbst. Trotz fehlender Teststrategie seien die Beschränkungen Anfang März gelockert worden. Der Mini-Lockdown über Ostern könne die Infektionszahlen vielleicht abflachen, sie aber nicht wirklich senken.

    In Betrieben und Schule müssen nun endlich breitflächig gestestet werden. "Das wäre viel billiger, so etwas durchzuführen als das, was wir jetzt machen", sagte Peichl. Auch das Impfen laufe nicht gut: "Wir müssen einfach das Tempo um ein Vielfaches erhöhen."

    Teile der Politik seien inzwischen beratungsresistent. "Das ist ein bisschen erschreckend", sagte Peichl. Andere Abwägungen spielten zunehmend eine Rolle bei den Entscheidungen, etwa der beginnende Bundestagswahlkampf.

    11.05 Uhr: Fränkische Großunternehmen wollen ihre Beschäftigten selbst impfen

    Sechs Großunternehmen aus dem Raum Nürnberg haben sich mit der Bitte an die Politik in Bund und Land gewandt, ihre Beschäftigten mit Hilfe der Betriebsärzte selbst impfen zu dürfen. Die Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführer der Firmen Adidas, Puma, Schaeffler, Datev, Leoni und GfK wandten sich in einem offenen Brief an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

    "Konkret bieten wir gerne an, die vorhandene Infrastruktur unserer Unternehmen zur Verfügung zu stellen. So könnten in dem Fall, dass zeitnah große Mengen Impfstoff zur Verfügung stehen, unsere Betriebsärztinnen und -ärzte sowohl die bei uns Beschäftigten als auch deren Familienangehörige impfen", heißt es in dem Schreiben. Binnen kürzester Zeit könnten so rund 33.000 Mitarbeiter und ihre Familienangehörigen geimpft werden, ohne die öffentlichen Systeme zu belasten.

    Um das Vorhaben umzusetzen, müsste die Impfverordnung des Bundes, die bisher eine Priorisierung etwa nach Alter oder Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsgruppen vorsieht, geändert oder außer Kraft gesetzt werden.

    10.57 Uhr: Günther - Erhebliche Umsetzungsprobleme bei Oster-Beschlüssen

    Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat auf Umsetzungsprobleme der Oster-Beschlüsse von Bund und Ländern in der Corona-Pandemie hingewiesen. "Wir haben auch Gesprächsbedarf gegenüber dem Bund in den letzten Stunden signalisiert", sagte Günther in Kiel. Die Landesregierung sei bekanntermaßen nicht mit allen Beschlüssen von Anfang der Woche zufrieden: "Aber insbesondere das, was zum Thema Ostern verabredet worden ist, stößt auf erhebliche Umsetzungsschwierigkeiten, die vom Bund bis heute nicht geklärt werden konnten." Nötig sei eine Lösung, die Neuinfektionen möglichst verhindere.

    10.43 Uhr: Laschet - "Wir können so nicht weitermachen"

    Nach der massiven Kritik an den Oster- und Lockdown-Beschlüssen der Bund-Länder-Runde hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) einen neuen Regierungsstil gefordert. Die Ministerpräsidentenkonferenz habe die Menschen enttäuscht, sagte Laschet im Düsseldorfer Landtag. "Wir können so nicht weitermachen", sagte der CDU-Bundesvorsitzende. Darüber werde er "sehr kritisch" auch am Mittwoch in der kurzfristig anberaumten Schalte von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs reden.

    Unmut hatte sich vor allem daran entzündet, dass nach den stundenlangen Corona-Beratungen in der Nacht zum Dienstag die Umsetzung zentraler Beschlüsse noch offen war.

    10.15 Uhr: Drei Millionen Menschen in Bayern für Impfung registriert

    Über das bayerische Impfportal BayIMCO haben sich bereits drei Millionen Menschen für eine Corona-Impfung angemeldet. Das haben Gesundheits- und Digitalministerium in einer gemeinsamen Erklärung heute bekannt gegeben. BayIMCO steht für "Bayerisches Impfmanagement gegen Corona".

    Gesundheitsminister Klaus Holtetschek (CSU) sprach von einem starken Signal, dass sich ein Viertel der Menschen in Bayern angemeldet hat. "Denn eine Registrierung auf BayIMCO ist der erste Schritt hin zur Impfung – also hin zu einem individuellen Schutz gegen Covid-19 und gegen einen schweren Krankheitsverlauf. Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich noch nicht registriert haben, rufe ich auf: Starten Sie noch heute, und melden Sie sich an."

    Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) nannte BayIMCO ein effektives Tool "zur Bewältigung der Corona-Situation". Über die Software können sich Impfwillige online registrieren und bekommen dann per SMS, E-Mail oder Telefon je nach Zugehörigkeit zu den Priorisierungsgruppen einen Impftermin angeboten.

    Beim Impfmanagement werde Datenschutz großgeschrieben, so Gesundheitsminister Holetschek: "Sensible Gesundheitsdaten werden während des Impfprozesses ausdrücklich nicht auf einem Server gespeichert, sondern lediglich auf dem Impfbogen des Nutzers. Auf dem Endgerät des Arztes im Impfzentrum werden sie zudem verschlüsselt."

    10.04 Uhr: Merkel berät kurzfristig erneut mit Ministerpräsidenten

    Nach der massiven Kritik an den Oster-Beschlüssen der Bund-Länder-Runde Anfang der Woche will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kurzfristig erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten. Um 11.00 Uhr werde es eine Schalte der Kanzlerin mit den Regierungschefs geben, melden mehrere Nachrichtenagenturen. Dabei werde es um den Umgang mit der anhaltenden Kritik gehen. Unmut hatte sich vor allem daran entzündet, dass nach den stundenlangen Corona-Beratungen in der Nacht zum Dienstag die Umsetzung zentraler Beschlüsse noch offen war.

    09.55 Uhr: Bad Kissingen möchte Modellstadt für Öffnungsschritte werden

    Bad Kissingen bewirbt sich als bayerische Modellstadt für Öffnungen in der Corona-Pandemie. Das hat Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD) bekannt gegeben. Ein entsprechender Antrag wurde bereits bei Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eingereicht. Söder hatte angekündigt, nach den Osterferien in einem Modellprojekt Lockerungen mit einem Test- und Impfkonzept zu verknüpfen. Dafür sollen drei oder vier Städte mit einem Inzidenzwert über 100 ausgewählt werden. Maximal zwei Wochen lang soll dort erprobt werden, wie sich Öffnungen in einzelnen Bereichen in Kombination mit einem Testmanagement in der Realität auswirken.

    09.48 Uhr: Ramelow kritisiert Einstufung Mallorcas als Nicht-Risikogebiet

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat die Einstufung Mallorcas als Nicht-Risikogebiet kritisiert. "Wir haben eine fatale Fehlentwicklung gehabt mit den Mallorcaflügen. Das hätte nicht passieren dürfen", sagte Ramelow im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. Er kritisierte, dass die Ferieninsel ohne vorherige Absprache mit den Ministerpräsidenten von der Liste der Risikogebiete genommen worden sei.

    Dadurch sei der Eindruck entstanden, dass es ungerecht sei, Hotels auf Mallorca zu öffnen, während sie beispielsweise in Schleswig-Holstein nicht öffnen dürften. "Das hat zu einer fatalen Kommunikationsproblematik geführt", sagte Ramelow. Innerhalb der Bundesregierung sei nach der Entscheidung, Mallorca nicht mehr als Risikogebiet einzustufen, plötzlich Druck entstanden, "weil alle Menschen dachten, dass jetzt Urlaub angesagt ist".

    09.36 Uhr: Corona-Krise drückt Löhne in Deutschland erstmals seit Jahren

    Die Arbeitnehmer in Deutschland haben im vorigen Jahr wegen der Corona-Krise erstmals seit mindestens 2007 weniger verdient. Ihre Bruttomonatsverdienste samt Sonderzahlungen sanken durchschnittlich um 0,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

    Die Lohnentwicklung sei stark durch vermehrte Kurzarbeit in der Pandemie beeinflusst. Denn Kurzarbeit reduziere den Bruttomonatsverdienst. "Erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007 gehen die Nominallöhne im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr zurück." Da die Inflation bei knapp 0,5 Prozent lag, sanken die Reallöhne rund 1,1 Prozent und damit erstmals seit 2013.

    Insgesamt reduzierte sich die bezahlte Wochenarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten 2020 binnen Jahresfrist um durchschnittlich 2,9 Prozent. Den stärksten Rückgang gab es im Gastgewerbe mit minus 19,4 Prozent, gefolgt von "Kunst, Unterhaltung und Erholung" mit minus 9,0 Prozent. Der Verdienstrückgang war mit 2,5 Prozent bei angelernten Arbeitnehmern am größten, gefolgt von ungelernten Angestellten (minus 1,6 Prozent), Fachkräften (minus 1,2 Prozent) sowie herausgehobenen Fachkräften (minus 0,2 Prozent).

    09.10 Uhr: Bayern fordert Ausweitung von Corona-Hilfen

    Bayern fordert eine Verlängerung und Ausweitung der Corona-Hilfen. "Lockdown-Verlängerung und Fortführung der Überbrückungshilfe über Juni hinaus gehen Hand in Hand. Denn wer den Unternehmen weiter das Arbeiten verbietet, muss auch für die finanzielle Kompensation sorgen", sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) dem Magazin "WirtschaftsWoche".

    Die Bundesregierung in Berlin stehe nun "ganz klar in der Pflicht". Die Überbrückungshilfe müsse verlängert werden, "zumindest bis Ende September 2021". Aiwanger verlangt, die Hilfen müssten zudem ausgeweitet werden auf Start-ups, die nach dem 30. April 2020 gegründet worden seien, und Kleinunternehmer, die die sogenannte Neustart-Hilfe des Bundes nicht beantragen könnten. "Damit diese Gruppe nicht leer ausgeht, brauchen wir für Personalgesellschaften einen fiktiven Unternehmerlohn im Sinne einer Betriebskostenpauschale."

    08.51 Uhr: Russen wollen in Schwaben Corona-Impfstoff produzieren

    Der russische Pharmakonzern R-Pharm will von Juni oder Juli an im bayerischen Illertissen den in Moskau entwickelten Corona-Impfstoff Sputnik V produzieren. "Wir unternehmen alle Anstrengungen, damit es im Sommer losgehen kann", sagte R-Pharm-Manager Alexander Bykow der Deutschen Presse-Agentur. In Illertissen könnten monatlich Millionen Dosen produziert werden. "Wir haben die Ausrüstung schon dort und die Kader", sagte Bykow. Die genaue Produktionskapazität nannte er nicht. Im Moment prüft die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) die Zulassung des Präparats.

    "Wir warten auf die Entscheidung der EMA, weil das eine legitime Grundlage ist, auf der wir produzieren können", sagte Bykow. Von Illertissen aus könnten dann auch andere Staaten in der EU mit Sputnik V versorgt werden.

    Bei einer Veranstaltung in Moskau zur deutsch-russischen Zusammenarbeit in der Pharmazie sagte der EU-Gesundheitsexperte Jérôme Lepeintre, dass erst im Juni oder Juli mit einer EMA-Zulassung des Präparats zu rechnen sei. Im April seien zwei EMA-Inspektionen in Russland geplant. Dabei würden einmal die Produktionsanlagen und einmal die Lagerstätten begutachtet.

    Sputnik V wurde vom Gamaleja-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau entwickelt. Der Impfstoff ist inzwischen in mehr als 50 Ländern zugelassen und wird international vom staatlichen Direktinvestmentfonds RDIF vertrieben.

    08.29 Uhr: Kubicki fordert mehr Freiheiten für Geimpfte

    Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki dringt darauf, Geimpften ihre Freiheitsrechte zurückzugeben. "Die Passivität der Bundesregierung in dieser Frage ist auf Dauer rechtswidrig", sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Wenn in Israel Geimpfte ihre Grundrechte weitgehend wieder wahrnehmen können und sogar Nachtclubs wieder aufhaben, werden das Bundesgesundheitsministerium und das Robert Koch-Institut (RKI) erklären müssen, warum in Deutschland Enkel ihre geimpften Großeltern nicht besuchen können."

    Der Verweis auf die eigene Unwissenheit, wie ihn das Gesundheitsministerium gerne wiederhole, reiche irgendwann nicht mehr, so Kubicki. Er reagierte damit auf die Antwort der Bundesregierung auf seine Parlamentsanfrage. Darin hieß es, dass immer noch ungeklärt sei, ob eine Übertragung von SARS-CoV-2 auch durch geimpfte Personen noch möglich ist, sie also infektiös sein können.

    08.08 Uhr: Großbritannien will ab August auch Kinder impfen

    Großbritannien will bereits im August mit dem Impfen von Kindern beginnen. Dies geht aus vorläufigen Plänen der Regierung hervor, schreibt die Zeitung "The Telegraph". Das wäre Monate früher als erwartet, heißt es unter Berufung auf zwei an den Plänen beteiligte Personen. Grundlage sind dem Bericht zufolge die Ergebnisse einer Studie der Universität Oxford in Zusammenarbeit mit Astrazeneca mit 300 Probanden im Alter von 6 bis 17 Jahren, die im Juni oder Juli vorliegen sollen.

    07.52 Uhr: Intensivmediziner - Impfungen machen sich bereits bemerkbar

    Die deutschen Intensivmediziner registrieren nach Angaben ihres Verbandes Divi bereits Auswirkungen der Impfungen. Auf den Intensivstationen gebe es nur noch "sehr wenig" Corona-Patienten im Alter von 80 Jahren, sagt Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), im Deutschlandfunk. Das sei deutlich zu sehen. "Die Impfungen scheinen wirklich zu wirken", ergänzt Marx: "Wenn wir die über 65-Jährigen geimpft haben, werden wir einen Effekt deutlich merken."

    07.39 Uhr: Bundesliga will offenbar trotz Osterruhe spielen

    Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sieht nach einem "Kicker"-Bericht momentan keinen Anlass für eine Oster-Pause. Die Begegnungen des 27. Spieltags der Bundesliga und 2. Bundesliga seien nach wie vor angesetzt, erklärte ein DFL-Sprecher dem Fachmagazin. "Eine Austragung ist wie gehabt auf Grundlage des medizinisch-hygienischen Konzepts der 'Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb' vorgesehen, das mit Wirkung vom 1. April noch einmal erweitert wird. Der DFL liegen derzeit keine Informationen oder sachlichen Gründe vor, die dem entgegenstehen", zitiert der "Kicker".

    Zuletzt war die Politik beim Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderchefs und -chefinnen übereingekommen, dass von Gründonnerstag bis Ostermontag das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben weitgehend heruntergefahren werden soll, um die dritte Corona-Welle zu brechen. Der Bund arbeitet aktuell an einer Rechtsverordnung, um Fragen wie die Erlaubnis von Profisport über Ostern zu klären.

    Ein Betriebsverbot für den Profi-Fußball über Ostern nicht mehr tabu. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hatte am Dienstag Gespräche zwischen Politik und Fußball bestätigt, ob die für Ostern geplanten Spiele trotz der verordneten "Ruhetage"-stattfinden dürfen. "Das muss bundeseinheitlich geklärt werden", sagte der SPD-Politiker.

    07.34 Uhr: Institut der deutschen Wirtschaft senkt Konjunkturprognose

    Der erwartete Rückgang der Wirtschaftsleistung zu Jahresanfang infolge des Corona-Lockdowns und die Infektionsgefahr dämpfen nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) die Konjunkturaussichten in Deutschland im Gesamtjahr. Das arbeitgebernahe Institut rechnet nun mit einem Anstieg der Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 3 Prozent. Im Herbst war das IW noch von einem Plus von 4 Prozent ausgegangen. Das Vorkrisenniveau werde erst Anfang 2022 erreicht, heißt es in der Prognose Im vergangenen Jahr war die Wirtschaftsleistung in Europas größter Volkswirtschaft um 4,9 Prozent eingebrochen.

    Die Konjunkturexperten beobachten eine zunehmende Spaltung der deutschen Wirtschaft. Die Industrie, die von der Nachfrage insbesondere aus China und den USA profitiere, stütze die Konjunktur. Der Dienstleistungssektor stehe dagegen weitestgehend still. Der erhoffte Aufschwung im zweiten Halbjahr hängt nach Einschätzung des IW am Erfolg der Impfkampagne. "Wir müssen schnell impfen, um möglichen Resistenzen durch Mutationen zuvorzukommen", sagte IW-Direktor Michael Hüther: "Ein langer dritter Lockdown wäre ein teurer Rückschlag für Unternehmer und Einzelhändler."

    07.20 Uhr: Brasilien meldet erstmals über 3.000 Corona-Tote an einem Tag

    Die Zahl der Corona-Toten in Brasilien hat mit 3.158 Opfern innerhalb von 24 Stunden einen neuen Tagesrekord erreicht. Zudem wurden rund 85.000 Neuinfektionen gemeldet. Am Abend kam es daraufhin während einer Fernsehansprache von Präsident Jair Messias Bolsonaro zu Protesten. Bolsonaro hat die Pandemie bisher heruntergespielt, angesichts sinkender Umfragewerte setzt er nun aber auf Corona-Hilfen und die Beschaffung von Impfstoffdosen.

    Derzeit scheint die Pandemie in Brasilien außer Kontrolle geraten zu sein. Am 10. März wurde erstmals die Marke von 2.000 Toten pro Tag überschritten, am 16. März war mit 2.798 Toten der bisherige Tagesrekord aufgestellt worden. In den vergangenen Tagen verzeichnet Brasilien rund ein Viertel aller Corona-Toten weltweit, obwohl die 210 Millionen Brasilianer nur 2,7 Prozent der Weltbevölkerung darstellen.

    05.32 Uhr: Seehofer hält Ostergottesdienste für möglich

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) distanziert sich von der Bund-Länder-Entscheidung, die Kirchen aufzufordern, in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie auf Präsenzgottesdienste zu Ostern zu verzichten. Sein Haus habe diesen Vorschlag nicht gemacht, obwohl es für die Religionen zuständig sei. "Es hat mich schon erstaunt, dass ausgerechnet Parteien, die das C im Namen führen, den Kirchen den Verzicht auf Gottesdienste nahelegen, noch dazu an Ostern", sagte Seehofer der "Bild"-Zeitung. Der CSU-Politiker betonte, es gebe kein Verbot und keine Forderung, Gottesdienste zu Ostern ausfallen zu lassen. "Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich hier um eine Bitte handelt", fügte er hinzu.

    05.26 Uhr: RKI registriert 15.813 Corona-Neuinfektionen und 248 neue Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 15.813 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 248 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 13.435 Neuinfektionen und 249 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag bundesweit bei 108,1 - und damit etwas höher als am Vortag (107,3). Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert beträgt nun 1,04 (Vortag 1,12). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 104 weitere Menschen anstecken. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in Deutschland stieg inzwischen auf 75.212.

    01.35 Uhr: Astrazeneca der Rosinenpickerei bei Daten für Impf-Studie beschuldigt

    Gesundheitsexperten der US-Regierung haben Zweifel an den Ergebnisse einer großangelegten Studie zum Corona-Impfstoff von Astrazeneca geweckt. Möglicherweise seien dabei auch «veraltete Informationen» herangezogen worden, erklärte das Nationale Institut für Allergie und Infektionskrankheiten der USA am Dienstag. Das für die Überwachung der Studie zuständige Gremium beschuldigte das Unternehmen der Rosinenpickerei bei den Daten, wie aus Regierungskreisen verlautete. Astrazeneca teilte in Reaktion darauf mit, an aktuelleren Informationen zu arbeiten und dass die jüngsten Erkenntnisse im Einklang mit der ursprünglichen Aussage stünden, dass der Impfstoff einen starken Schutz biete. Der Konzern kündigte eine Aktualisierung innerhalb von 48 Stunden an.

    Das Institut schrieb Astrazeneca und Führungskräften des US-Gesundheitswesens, es sei besorgt, weil das Unternehmen sich entschieden habe, veraltete und möglicherweise irreführende Daten zu nutzen statt der aktuellsten und vollständigsten Ergebnisse, wie aus Regierungskreisen verlautete. In dem Brief stand weiter: "Entscheidungen wie diese sind es, die das öffentliche Vertrauen in den wissenschaftlichen Prozess zerfressen." Der Konzern hatte am Montag erklärt, der Coronavirus-Impfstoff des Unternehmens sei nach einer überwiegend in den USA durchgeführten Studie mit mehr als 32.000 Probanden zu 79 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung mit Symptomen effektiv, auch bei älteren Erwachsenen.

    01.05 Uhr: Ramelow: Besser keine Föderalismus-Debatte mitten in der Pandemie

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow wirbt um Verständnis für die oft mühsamen und langwierigen Beratungen von Bund und Ländern in der Corona-Pandemie. "Es entsteht der Eindruck, als ob die Ministerpräsidentenkonferenz eine Tombola wäre. Loser sind die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin", sagte der Linken-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). Grundsatzdiskussionen seien aber fehl am Platz. "Ich sehe immer einen Anlass für eine Föderalismus-Debatte, aber nicht mitten in der Pandemie. Wir sind eine Republik. Das ist ein Bund von Ländern, die gemeinsam den Bund bilden." Ramelow betonte, die verfassungsrechtliche Hoheit liege in den Ländern. "Auch über die Feiertage kann der Bund nicht entscheiden; das müssen die Länder tun. Wenn man eine andere Infektionsabwehr leisten wollte, dann müsste man einen anderen gesetzlichen Rahmen schaffen."

    0.45 Uhr: Regelstudienzeit in Bayern wird erneut verlängert

    Wegen der Corona-Pandemie wird die Regelstudienzeit an Münchens Hochschulen erneut verlängert. Die entsprechende Änderung im Bayerischen Hochschulgesetz beschloss der Bayerische Landtag am Dienstag in Zweiter Lesung, wie das Wissenschaftsministerium mitteilte. Nach dem Sommersemester 2020 und dem Wintersemester 2020/2021 wird damit auch das Sommersemester 2021 nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet. §Unsere Studentinnen und Studenten sollen sich weiterhin keine Sorgen um Bafög-Bezug oder Fachsemester-gebundene Regeltermine und Fristen machen müssen", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU). Die Änderung sieht demnach vor, dass sich Termine und Fristen im Zusammenhang mit dem Fachsemester und der Regelstudienzeit automatisch um ein Semester verschieben. Dies hat unter anderem zur Folge, dass Bafög länger bezogen werden kann.

    0.25 Uhr: Österreichs Kanzler Kurz warnt vor Spaltung Europas wegen Impfstoffverteilung

    Vor dem EU-Videogipfel am Donnerstag warnt Österreich wegen der Verteilung der Impfstoffe vor einer Spaltung Europas. "Wir können kein Interesse daran haben, dass sich die Kluft innerhalb der Europäischen Union (EU) bei der Durchimpfung der Bevölkerung immer mehr vergrößert und wir somit EU-Mitgliedstaaten zweiter Klasse schaffen", sagt Österreichs Kanzler Sebastian Kurz der Zeitung "Welt" (Mittwochausgabe) laut einem Vorabbericht. So hätten die Staats- und Regierungschefs im Januar vereinbart, den Impfstoff zur gleichen Zeit nach dem Bevölkerungsschlüssel anteilsmäßig auszuliefern. "Es hat sich jedoch herausgestellt, dass die Auslieferung der Impfstoffe nicht nach Bevölkerungsschlüssel, sondern nach Bestellmenge erfolgt." Ohne Korrektur führe dies dazu, dass einige Mitgliedstaaten die sogenannte Herdenimmunität bereits Ende Mai erreichten, andere Länder hingegen erst im späten Sommer oder zum Jahresende hin.

    0.15 Uhr: Corona verstärkt globalen Trend zu politischen Unruhen

    Die Corona-Pandemie wird nach Einschätzung der Allianz-Versicherung den globalen Trend zu Protestbewegungen verstärken. Ursache sind demnach sowohl die Einschränkungen des Alltagslebens als auch der wirtschaftliche Abschwung, wie die Fachleute des zur Allianz gehörenden Industrieversicherers AGCS in einem Aufsatz schreiben. "Wir beobachten in den vergangenen drei Jahren, dass unser ehemaliges politisches Hauptrisiko Terrorismus durch politische zivile Unruhen abgelöst worden ist", sagt AGCS-Manager Björn Reusswig, Leiter des Bereichs "Political Violence and Hostile Environment Solutions". Versicherung gegen politische Gewalt und Terror ist ein Zweig der Industrieversicherung, weswegen die Branche diese Risiken analysiert und bewertet. Schon vor Beginn der Pandemie war demnach die Zunahme politischer Protestbewegungen zu beobachten, doch geht die AGCS davon aus, dass sich dies noch verstärken wird.

    0.05 Uhr: CDU-Wirtschaftsrat - Fixierung auf Inzidenzwerte kostet Regierung "Glaubwürdigkeit"

    Der CDU-Wirtschaftsrat kritisiert die von der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossene "Ruhezeit an Ostern". "Warum an Ostern beispielsweise die Außenbereiche von Gaststätten doch nicht öffnen dürfen, verstehen immer weniger Menschen. Denn im vergangenen Sommer wurden vorbildliche Hygiene- und Abstandskonzepte umgesetzt", sagt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V., der Zeitung "Bild" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. Wichtiger als umfassende Schließungen sei mehr Druck beim Impfen. "Durch die Fixierung auf die Inzidenzwerte verlieren die Maßnahmen an Glaubwürdigkeit. Was erwiesenermaßen hilft, sind kluge Konzepte aus Testen und Impfen. Deshalb kommt es jetzt in erster Linie darauf an, den Impf-Turbo zu zünden."

    Dienstag, 23. März 2021

    23.55 Uhr: Drei weitere NHL-Spiele der Canadiens abgesagt

    Die NHL hat drei weitere Spiele der Montreal Canadiens im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie abgesagt. Das teilte die National Hockey League am Dienstag mit und verwies auf die zwei Eishockey-Profis der Kanadier, die am Montag auf die Corona-Liste gekommen waren. Die für den Abend geplante Partie gegen die Edmonton Oilers um Leon Draisaitl und Dominik Kahun war deswegen auch schon abgesagt worden, insgesamt sind nun vier Spiele betroffen. Die NHL hofft, dass die Canadiens am kommenden Montag ihr Trainingsgelände wieder nutzen und mit dem Training beginnen können.

    23.45 Uhr: Mercedes-Benz unterbricht vorübergehend Lkw-Produktion in Brasilien

    Mercedes-Benz stoppt vorübergehend die Lkw-Produktion in Brasilien. Die Herstellung werde vom 26. März bis zum 5. April ausgesetzt, teilt der Autobauer mit. Grund sei der Anstieg der Corona-Neuinfektionen in dem südamerikanischen Land.

    23.20 Uhr: Weltweit fast 124 Millionen Infizierte und mehr als 2,8 Millionen Tote

    Weltweit haben sich über 123,97 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind mehr als 2,85 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 29,92 Millionen Infektionen und 543.152 Toten.

    22.55 Uhr: DFB geht von Spielbetrieb auch zu Ostern aus

    Der Deutsche Fußball-Bund rechnet damit, dass in der 3. Liga auch an Ostern gespielt wird. Damit würde es zum Spitzenspiel zwischen der SG Dynamo Dresden und dem FC Hansa Rostock am Ostersonntag kommen. Unabhängig von der Verlängerung des bundesweiten Lockdowns bis zum 18. April und der Verschärfung für die Osterfeiertage soll der Spielbetrieb in den Profiligen, zu denen die 3. Liga zählt, weiterhin unter dem verbindlichen Hygienekonzept weitergehen, teilte der DFB am Dienstag auf Anfrage vom "Sportbuzzer" mit. Angesichts der aktuellen Beschlüsse sei in den kommenden Tagen eine Anpassung des Hygienekonzepts geplant. "Diese Anpassungen sollen helfen, Mannschaftsquarantänen im Saisonendspurt bestmöglich zu verhindern, und damit der Sicherung des Spielbetriebs dienen", heißt es im Statement des Verbandes.

    22:40 Uhr: Autoindustrie warnt vor Folgen von Oster-Lockdown

    Die Autoindustrie hat vor den Folgen des von Bund und Ländern beschlossenen «Oster-Lockdowns» gewarnt und sieht viele offene Fragen. "Plötzliche Betriebsstilllegungen sind für eine international vernetzte Wirtschaft nicht darstellbar", erklärte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, am Dienstagabend nach einem "Autogipfel" mit Kanzlerin Angela Merkel. Dabei ging es eigentlich um Themen wie EU-Klimaziele. Im Rahmen des "Autogipfels" habe die Automobilwirtschaft ungeklärte Fragen zur Umsetzung des Sonder-Lockdowns zu Ostern angesprochen, so Müller. "Lackierwerke und Energiezentralen sowie vieles andere mehr können nicht einfach auf Zuruf stillgelegt werden." Es gebe aber auch logistische Herausforderungen, man benötige beispielsweise Feiertagsfahrerlaubnisse, Notfallsysteme müssten einsatzbereit sein. Die Branche erwarte vernünftige und an unternehmerische Aktivitäten ausgerichtete praktikable Regelungen, die auch rechtssicher umzusetzen seien. Der Verband begrüße, dass eine "Task Force" eingerichtet werden solle. In dem Oster-Lockdown wollen Bund und Länder den Gründonnerstag und den Karsamstag wie Sonn- und Feiertage behandeln. Das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben soll von Gründonnerstag bis Ostermontag weitgehend ruhen.

    22.15 Uhr: Sachsen will Schulbetrieb ab 12. April ermöglichen

    Sachsen will die Schulen ab dem 12. April wieder öffnen. Die Bedingungen für Präsenzunterricht werden derzeit diskutiert, sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) bei einer Videokonferenz der Regierung am Dienstagabend. Dabei sollen die für Lehrer und Schuler aller Schularten zwei Mal in der Woche vorgesehenen Tests helfen. "Dafür brauchen wir jeweils 1,2 Millionen Schnelltests, an der Beschaffung arbeiten wir." Piwarz sprach von einer Übergangslösung, bis man beim Impfen weiter und die Schulen dadurch sicher seien. Impfstoff werde wohl bis Mai "nicht so zur Verfügung stehen wie wir es brauchen", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

    21.50 Uhr: Albaniens Fußballchef: Geimpfte Fans ins Stadion

    Der albanische Fußballverband hat Premierminister Edi Rama aufgefordert, geimpfte Fans zum WM-Qualifikationsspiel der Nationalmannschaft am Sonntag gegen England zuzulassen. «Ich würde vorschlagen, dass alle Personen, die geimpft wurden und von der Massenimpfung profitieren, die sie als Regierung durchgeführt haben, im Stadion zugelassen werden», schrieb Verbandspräsident Armand Duka in einem Brief, wie die Nachrichtenagentur AP am Dienstag berichtete. "Ich bin zuversichtlich, dass Sie diese Bitte zum Wohle des albanischen Fußballs und der Liebe unserer Fans für das rot-schwarze Trikot berücksichtigen werden", schrieb Duka weiter. Demnach sollen 30 Prozent der Plätze in der National Arena in Tirana, etwa 6.500 Plätze, für das Spiel am Sonntag freigegeben werden. Das albanische Gesundheitsministerium hatte den Antrag des Verbandes wegen der täglich steigenden Corona-Fälle abgelehnt. Von den 2,8 Millionen Albanern wurden bisher nur etwa 50.000 medizinische Mitarbeiter, Lehrer und Menschen über 80 Jahren geimpft. Seit Monaten gibt es bei Fußballspielen in Albanien keine Zuschauer und Versammlungen von mehr als zehn Personen sind verboten.

    21.35 Uhr: Fußball-Bundesliga: Gespräche über Oster-Zwangspause

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat Gespräche über eine mögliche Absage des Oster-Spieltages in der Fußball-Bundesliga zwischen Bundespolitik und der Deutschen Fußball Liga (DFL) bestätigt. "Das muss bundeseinheitlich geklärt werden. Wenn es die Verständigung auf der Bundesebene gibt, diese Ligaspiele sollen stattfinden, dann werden sie ohne Publikum stattfinden", sagte Müller bei der Pressekonferenz des Berliner Senats.In Niedersachsen rechnen die Verantwortlichen nicht damit, dass der Ball rollt. "In Niedersachsen gehen wir davon aus, dass am Osterwochenende kein Profisport stattfinden wird", sagt Anke Pörksen als Sprecherin der niedersächsischen Landesregierung dem "Sportbuzzer". Betroffen wären die Bundesliga-Partie am 3. April zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FC Köln sowie einen Tag später das Nordderby in der 2. Liga zwischen Hannover 96 und dem Hamburger SV. Am 3. und 4. April sind insgesamt neun Bundesliga-Spiele angesetzt, unter anderem das Spitzenspiel zwischen RB Leipzig und Bayern München am Karsamstag und das Berliner Derby zwischen dem 1. FC Union und Hertha BSC am Ostersonntag. Für das Hauptstadt-Duell hat der Berliner Senat einen Antrag auf die Zulassung von Fans im Rahmen eines Pilotprojekts in der Hauptstadt abgelehnt.

    21.15 Uhr: Parteiübergreifende Entscheidung bei Corona-Beschlüssen

    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat die Bund-Länder-Beschlüsse verteidigt und betont, dass dies parteiübergreifende Entscheidungen gewesen seien: Die FDP sei an drei Landesregierungen beteiligt, sagt er nach einer Schalte mit dem Kreisverband der CDU Dresden. Die Beschlüsse hätten Ministerpräsidenten von CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken getroffen. Es gehe darum, dass die Infektionszahlen nicht so aus dem Ruder liefen, dass man nach Ostern "zu ganz scharfen Maßnahmen" greifen müsse. Mit der Entscheidung für Modellregionen mit Teststrategien sei klar geworden, dass es Alternativen zu dem Lockdown gebe.

    21.00 Uhr: 32 Prozent sind aktuelle Lockdown-Beschlüsse zu streng

    Nur einer Minderheit der Deutschen hält einer Umfrage zufolge die jüngsten Lockdown-Beschlüsse von Bund und Ländern für zu scharf. Lediglich 32 Prozent fänden, dass sie zu weit gingen, teilt der Sender RTL unter Verweis auf eine Forsa-Blitzumfrage im Auftrag von RTL und ntv mit. 32 Prozent hielten sie für angemessen, 31 Prozent gingen die Maßnahmen nicht weit genug. 22 Prozent wollten aufgrund der neuen Maßnahmen ihre Planungen für die Osterfeiertage ändern, bei 76 Prozent hätten sie indes keinen Einfluss, hieß es zudem. 76 Prozent wollten sich an die für die Ostertage geltenden verschärften Kontakt-Beschränkungen halten. 86 Prozent der Befragten teile die Kritik daran, dass Reisen nach Mallorca möglich sind, in deutsche Feriengebiete aber nicht. Forsa befragte den Angaben zufolge am 23. März 1.011 Personen.

    20.40 Uhr: Niederlande verlängern Lockdown bis 20. April

    Die Niederlande verlängern ihre Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung bis zum 20. April. "Das ist enttäuschend", räumte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstabend bei einer Pressekonferenz in Den Haag ein. Angesichts weiter steigender Infektionszahlen und Krankenhausaufnahmen von Infizierten habe die Regierung jedoch keine andere Wahl. "Das ist die besorgniserregende Realität von heute." Der Beginn der abendlichen Ausgangssperre wurde um eine Stunde auf 22.00 Uhr verschoben - aber auch das erst ab dem 31. März. "Ansonsten bleibt alles wie es ist", sagte Rutte nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Für die Ungeduld der Bürger habe er Verständnis, fügte der Regierungschef hinzu. Weiterhin werde bis mindestens Mitte Mai von touristischen Reisen abgeraten. Es gebe aber "gute Hoffnung" auf mehr Möglichkeiten für die Zeit der Sommerferien.

    20.25 Uhr: Curevac eröffnet Dependance in der Schweiz

    Der deutsche Pharmaforscher Curevac eröffnet mit Blick auf eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs in der Schweiz ein Büro in Basel. Die Schweiz hat bereits die Impfstoffe von Pfizer/Biontech, Moderna und Johnson & Johnson zugelassen, nicht aber den von Astrazeneca. Von dem auch in der EU noch nicht zugelassenen Curevac-Vakzin hat die Schweiz fünf Millionen Dosen bestellt.

    20.15 Uhr: Auch Texas erlaubt Corona-Impfungen für alle Erwachsenen

    In den USA dürfen sich ab Montag auch im bevölkerungsreichen Bundesstaat Texas alle Erwachsenen unabhängig von Altersgruppe oder Vorerkrankungen gegen Corona impfen lassen. Jeder Texaner könne sich um einen Termin bemühen, Bürger im Alter von mehr als 80 Jahren würden bei der Vergabe aber weiter bevorzugt, erklärte das Gesundheitsministeriums am Dienstag. In dem Bundesstaat leben rund 29 Millionen Menschen. Von ihnen haben bislang gut sechs Millionen Menschen mindestens die erste Impfung erhalten, drei Millionen sind voll geimpft, wie das Ministerium erklärte.

    20.10 Uhr: Laschet: Niemand interessiert, ob Corona-Beschlüsse der Union nützen

    Der CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hat die jüngsten Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern verteidigt und vor parteipolitischen Erwägungen bei solchen Entscheidungen gewarnt. Es gehe darum, das Land gut durch die Pandemie zu führen und aus der Pandemie keine Parteipolitik zu machen, sagte er am Dienstagabend nach einer Videokonferenz mit dem CDU-Kreisverband Dresden. Niemand interessiere die Frage, ob die Beschlüsse der Union nutzten. Es gehe nur darum, ob Intensivstationen überlastet sind oder nicht: "Das ist die Kernfrage." Der nordrhein-westfälische Regierungschef sagte weiter, Deutschland müsse auf Dauer zu anderen Methoden kommen als ausschließlich Lockdowns zu verhängen. Man müsse weiterkommen mit der App, die den Zugang etwa zur Gastronomie, zu Kino und Theater ermöglicht, sagte er - und sprach sich für Modellregionen aus. Mehr zu testen sei auch ein Anreiz: "Viele Menschen haben keine Veranlassung sich testen zu lassen, wenn es keinen Anreiz gibt." Wenn das aber mit einem Zugang zu bestimmten Bereichen kombiniert werde, steige der Anreiz. Jetzt gehe es zuerst darum, das Land gut durch diese Krise bringen, erklärte Laschet. Dass das alles nicht schön und populär sei, wisse jeder. In so einer Krise dürfe man nicht auf Umfragen schauen.

    20.05 Uhr: Easyjet will Fluggäste nicht selbst auf Corona testen

    Der britische Billigflieger Easyjet will laut "Tagesspiegel" trotz der Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz Fluggäste nicht selbst auf das Coronavirus testen. Das Testen vor Abflug und bei Ankunft liege in der Verantwortung der Passagiere, berichtete die Zeitung unter Berufung auf eine Erklärung des Unternehmens. Tests seitens der Airline im Zielgebiet seien organisatorisch und medizinisch nicht umsetzbar. Easyjet-Deutschlandchef Stephan Erler zeigte sich von den Beschlüssen enttäuscht. "Es gibt noch immer keine bundeseinheitliche Test- und Einreisestrategie, geschweige denn eine europäische Lösung", sagte er dem "Tagesspiegel". Easyjet erwarte basierend auf den Beschlüssen "schnellstmöglich eine allgemeingültige, verbindliche Regelung wie grenzüberschreitender Verkehr nach Deutschland aus Risikogebieten, aber auch aus Nicht-Risikoländern erfolgen" könne.

    19.50 Uhr: Virologin Ciesek warnt vor verpuffenden Effekt des "Oster-Lockdowns"

    Laut der Virologin Sandra Ciesek wird der geplante "Oster-Lockdown" keine große Wirkung auf die Infektionszahlen in Deutschland haben. Das sagte die Virologin in der neuen Folge des NDR Info Podcasts Coronavirus-Update mit Blick auf die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels."Ich befürchte, dass in Deutschland ein so kurzer Shutdown, der ja zudem am Ostersamstag unterbrochen wird, nicht den Effekt haben wird, den sich viele vorstellen oder wünschen." Die Leiterin der Virologie des Universitätsklinikums Frankfurt hält die "Ruhepause" für schlichtweg zu kurz, um eine starke Wirkung bei den Infektionszahlen erzielen zu können.Zwar sei in Australien ein ähnlicher mehrtägiger Lockdown erfolgreich gewesen. In Deutschland sei mit einem solchen Effekt laut Ciesek aber nicht zu rechnen. Die Ausgangssituation sei in Deutschland mit den recht hohen Sieben-Tage-Inzidenzwerten eine ganz andere als Anfang des Jahres in Australien. Dort wurden Kurz-Lockdowns eingesetzt, sobald wenige neue Corona-Fälle bekannt wurden.

    19.40 Uhr: Polen vor neuen Lockdown-Beschränkungen

    Polen wird nach Angaben von Regierungschef Mateusz Morawiecki spätestens am Donnerstag neue Lockdown-Beschränkungen verkünden. Details dazu will er aber noch nicht nennen. Angesichts stark steigender Neuinfektionszahlen vor allem mit der ansteckenderen britischen Corona-Variante hatte die Regierung bereits in der vergangenen Woche erklärt, Theater, Einkaufszentren, Hotels und Kinos müssten landesweit wohl schließen.

    19.35 Uhr: Putin beim Impfen ungewöhnlich kamerascheu

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich nach Kremlangaben gegen das Coronavirus impfen lassen - sich dabei aber anders als viele andere Staatschefs nicht filmen lassen. Der Kremlchef fühle sich nach der ersten von zwei nötigen Injektionen gut, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow am Dienstagabend der Staatsagentur Tass zufolge. Am Mittwoch stehe für den Präsidenten "ein vollwertiger Arbeitstag" an.

    19.10 Uhr: Radrennen "Rund um Köln" abgesagt

    Wie schon im Vorjahr ist das traditionelle Radrennen "Rund um Köln" für das Jahr 2021 abgesagt worden. Wie die Veranstalter mitteilten, kann die für den 6. Juni geplante 104. Auflage des Rennens nicht stattfinden. Eine Austragung zu einem späteren Zeitpunkt sei "aufgrund der extremen Dichte an Rennen in der zweiten Jahreshälfte nicht geplant". «Die aktuellen Corona-Regeln einhergehend mit einer sehr holprigen Impfkampagne, steigenden Infektionszahlen und verschiedenen Virusmutationen lassen leider keine andere Entscheidung zu», erklärte Geschäftsführer Markus Frisch von der «Köln Marathon Veranstaltungs- und Werbe GmbH», die nach der Übernahme 2019 weiter auf die erste Austragung des ältesten Eintagesrennens in Deutschland unter ihrer Regie warten muss. Die Absage sei "sehr schade, denn wir hatten schon von einigen namhaften Profiteams Anfragen vorliegen", sagte der Vereinsvorsitzende Berthold Schmitt und versicherte: "2022 werden wir dann endlich wieder großen Radsport in Köln bieten."

    19.00 Uhr: Mitglied des Deutschen Ethikrats bezeichnet "Ruhezeit" zu Ostern als zynisch

    Der Gießener Rechtswissenschaftler Steffen Augsberg hat die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern scharf kritisiert. Die "erweiterte Ruhezeit" über Ostern sei ein "Kandidat für den Euphemismus des Jahres", sagte Augsberg, der auch Mitglied im Deutschen Ethikrat ist, im Interview der "Welt" (Mittwoch). "Uns werden Freiheitsbeschränkungen auferlegt, und das wird als Urlaubszeit verkauft. Das ist zynisch, vor allem für diejenigen, die gehofft hatten, am Gründonnerstag noch einmal Umsatz zu machen." Was damit genau bezweckt werde, bleibe unklar, so Augsberg.

    18.50 Uhr: In Belgien zeichnet sich erneut ein harter Lockdown ab

    In Belgien zeichnet sich angesichts stark steigender Ansteckungszahlen ein weiterer harter Corona-Lockdown ab. Regierungschef Alexander De Croo setzte am Dienstag für Mittwoch eine Krisensitzung mit Vertretern der Regionalregierungen an. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge stehen dabei unter anderem Geschäfts- und Schulschließungen und eine Ausweitung der nächtlichen Ausgangssperre bis mindestens nach Ostern zur Debatte. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen war in dem Land mit 11,5 Millionen Einwohnern zuletzt auf über 4000 gestiegen, ein Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die Krankenhauseinweisungen stiegen um zwölf Prozent. Die Regierung hatte erst vergangene Woche wegen der schlechten Lage eine Sitzung des zuständigen Ausschusses um eine Woche vorgezogen. Die Politiker beschlossen am Freitag aber lediglich, geplante Lockerungen auszusetzen. Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke und vielen Corona-Experten ging dies nicht weit genug.

    18.40 Uhr: Spahn erwartet bis Ende April fast 20 Millionen Impfdosen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet bis Ende April die Lieferung von fast 20 Millionen Corona-Impfdosen. Das geht aus einem vertraulichen Papier zur Impfstoffbeschaffung vom Montag hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Danach wird die wöchentliche Liefermenge von Biontech/Pfizer ab dem 5. April auf 2.515.500 Impfdosen pro Woche steigen nach weiteren 1.368.900 Dosen in dieser Woche. Außerdem sollen von Beginn kommender Woche an mehr als 1,7 Millionen Dosen von Moderna bis Ende April geliefert werden. Von AstraZeneca werden im selben Zeitraum weitere 4.587.200 Impfdosen erwartet. Für das zweite Quartal rechnet das Gesundheitsministerium nach der Vorlage weiter mit mindestens 70,5 Millionen Impfdosen. Ein Teil davon soll eine Lieferung von 10,1 Millionen Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson sowie 1,4 Millionen Dosen von Curevac sein, der allerdings noch nicht in der EU zugelassen wurde. AstraZeneca soll danach 12,4 bis 15,4 Millionen Impfdosen liefern - das sind weniger als die 16,7 Millionen, mit denen man noch am 22. Februar gerechnet hatte. Das Gesundheitsministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass die Zahlen auf Prognosen beruhen und mit Unsicherheiten behaftet sind.

    18.32 Uhr: Polizeifunktionär warnt vor "aggressiver Gesamtstimmung" an Ostern

    Der bayerische Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Jürgen Köhnlein, sieht die Polizei wegen der Corona-Maßnahmen vor schwierigen Einsätzen an Ostern. Der beschlossene strikte Lockdown rund um die Feiertage sei nicht mit der Situation im vergangenen Jahr zu vergleichen, sagte Köhnlein am Dienstag bei "Bild live".

    Mittlerweile gebe es "eine aggressivere Gesamtstimmung", warnte er. "Die Leute sind gestresst. Das war im letzten Jahr nicht so." Der Polizeifunktionär befürchtet, dass es am Samstag vor den Osterfeiertagen schwierig werde, weil es dann einen "Run auf die Supermärkte" geben werde. Gleichzeitig wollten die Menschen, falls schönes Wetter sei, in die Natur. "Und dann haben wir wieder die Problematik der Abstandsregelungen, die wir als Polizeikräfte überprüfen müssen."

    18.22 Uhr: Macron setzt auf Massenimpfungen angesichts hoher Infektionszahlen

    Angesichts rapide steigender Corona-Infektionszahlen in Nordfrankreich und Paris dringt der französische Präsident Emmanuel Macron auf Massenimpfungen. "Das Zentrum der Schlacht, in den kommenden Wochen und Monaten, wird das Impfen sein", sagte Macron bei einem Besuch in einem Impfzentrum in Valenciennes. Vom Wochenende an sollte auch die Altersgruppe der 70- bis 75-Jährigen gegen das Coronavirus geimpft werden.

    Im Großraum Paris ist die Infektionsrate bei den 20- bis 50-Jährigen auf über 800 je 100 000 Einwohner gestiegen. Das Gesundheitsministerium kündigte an, in "Megazentren" sollten pro Woche eine Million Impfdosen gespritzt werden. Die ersten sollten Ende des Monats eröffnet werden. "Es gibt keine Feiertage, keine Wochenenden", erklärte Macron. "Wir müssen jeden Tag impfen, auch an den Abenden."

    18.12 Uhr: Neuer Negativrekord bei Infektionszahlen in Griechenland

    In Griechenland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen heute auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Laut griechischer Gesundheitsbehörde wurden binnen 24 Stunden 3.586 neue Fälle registriert, die Hälfte davon im Großraum Athen. Die Zahl der zu beatmenden Patienten stieg auf 699. Beide Werte sind die höchsten seit Beginn der Pandemie in Griechenland. Die Zahl der Menschen, die bisher mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 51 auf 7582 Menschen.

    Das griechische Gesundheitssystem gerät durch den ungebremsten Anstieg zunehmend unter Druck. Zu Beginn der Woche hat die Regierung 200 freiberufliche Lungen- und Allgemeinärzte zum Corona-Dienst verpflichtet, um das überlastete Personal in den staatlichen Krankenhäusern zu entlasten. Auch private Kliniken sind bereits verpflichtet worden, Plätze für Patienten vorzuhalten, die nicht mit Corona infiziert sind, sondern an anderen Krankheiten leiden.

    18.02 Uhr; Kein Impfstopp über Ostern in mehreren Bundesländern

    Mehrere Bundesländer wollen trotz des von Bund und Ländern beschlossenen strengen Oster-Lockdowns mit Ruhetagen die Impfungen gegen das Coronavirus fortsetzen. "In Thüringen wird an Sonn- und Feiertagen geimpft. Darauf hat der MPK-Beschluss keinen Einfluss", sagte ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums auf Anfrage. Das hessische Innenministerium teilte ebenfalls mit, dass die Impfzentren über Ostern geöffnet bleiben. Landesweit gelte, dass über Ostern weiter geimpft werde, hieß es. Auch in Sachsen-Anhalt sollen die Impf- und Testzentren über Ostern geöffnet haben. "Wir wollen das Dunkelfeld aufhellen", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).

    17.44 Uhr: Stadt Schweinfurt weitet Maskenpflicht in der Innenstadt aus

    Weil die Zahl der Neuinfektionen in Schweinfurt zunimmt und der Inzidenzwert nach wie vor über dem Grenzwert 100 liegt, weitet die Stadt die Maskenpflicht in der Innenstadt aus. Wie es heute von der Stadt heißt, läuft die aktuell gültige Allgemeinverfügung ohnehin an diesem Dienstag aus. Daher hat die Stadt eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die ab morgen und vorerst bis zum 6. April gilt. Darin ist festgelegt, dass weiterhin auf öffentlichen Plätzen und auf öffentlichen Verkehrsflächen im Innenstadtbereich ganztägig kein Alkohol konsumiert werden darf. Neu ist laut Stadt Schweinfurt die Ausweitung der Maskenpflicht in der Innenstadt.

    17.23 Uhr: Münchens OB bietet Mitwirkung an Pilotprojekten an

    Auch die bayerische Landeshauptstadt bietet sich "für etwaige Pilotprojekte" an, die in den Bereichen Kultur, Sport, Einzelhandel oder Gastronomie Öffnungen mit aktuellem negativen Corona-Test oder Impfung ermöglichen. München arbeite gerne an zukunftsfähigen Strategien, "statt nur von MPK zu MPK zuzuwarten, was dort dann beschlossen wird", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) nach der jüngsten Ministerpräsidenten-Konferenz (MPK). Die Festlegungen und deren bayerische Umsetzung seien lediglich eine Fortsetzung des bestehenden Lockdown und damit ein etwas enttäuschendes "weiter so bis 18. April", stellt der OB fest: "Und ob der ergänzende Pseudo-Feiertag Gründonnerstag oder die damit verbundene 5-tägige "Ruhephase" an Ostern infektiologisch etwas bewirken kann, darf getrost bezweifelt werden."

    16.38 Uhr: Neue Regeln für den Schulunterricht nach den Osterferien in Bayern

    Das bayerische Kabinett hat neue Regeln für den Schulbetrieb nach den Osterferien verabschiedet. So sollen bei einem Inzidenzwert unter 50 sämtliche Schulklassen der Grundschulen Präsenzunterricht erhalten, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München sagte. Zwischen 50 und 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche erfolgt für alle Jahrgänge Wechselunterricht. Bei einem Wert von über 100 gilt grundsätzlich Distanzunterricht - allerdings mit Ausnahmen.

    So findet in den Abschlussklassen sowie in der vierten Klasse der Grundschule und den Jahrgangsstufen 11 an Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsoberschulen Präsenzunterricht mit Mindestabstand oder Wechselunterricht statt. In die Klassenzimmer dürfen dabei aber nur Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, die über einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test verfügen oder in der Schule einen entsprechenden Selbsttest mit negativem Ergebnis gemacht haben. Alle anderen müssen per Distanzunterricht lernen.

    16.35 Uhr: Corona-Steuerhilfen werden verlängert

    Mehrere steuerliche Erleichterungen werden wegen des andauernden Corona-Lockdowns in Deutschland verlängert. So können alle, die wirtschaftlich erheblich von der Pandemie betroffen sind, weiterhin einen Antrag auf Aufschub bei der Steuerzahlung stellen. Steuern, die eigentlich bis Mitte des Jahres fällig werden, müssen so erst Ende September gezahlt werden. Darüber hinaus können auch Ratenzahlungen vereinbart werden, wie aus einem Schreiben des Finanzministeriums an die Länder-Finanzbehörden hervorgeht. Auch Vollstreckungsmaßnahmen wegen nicht gezahlter Steuern können ausgesetzt werden. Außerdem sollen Steuervorauszahlungen ohne eine strenge Nachprüfung angepasst werden.

    16.33 Uhr: Merkel wirbt um Unterstützung für Oster-Lockdown

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat trotz wachsenden Frusts der Bürgerinnen und Bürger um Rückendeckung für die Bund-Länder-Beschlüsse zum strengeren Oster-Lockdown geworben. Das Impfen sei der Weg aus der Krise, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer teils online und teils in Präsenz organisierten Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Je geringer die Corona-Fallzahlen seien, umso schneller zeige die Impfung Wirkung. Gebe es hohe Fallzahlen, sei davon nur schwer herunter zu kommen.

    Nach Ostern werde man in der Impfkampagne auf die Hausärzte zugehen, sagte Merkel demnach. Schon in der zweiten Aprilhälfte würden die Hausärzte mehr Impfstoffe als die Impfzentren haben. Es gebe Licht am Ende des Tunnels - "das Licht wird heller werden", wurde die Kanzlerin zitiert. "Auf diesem Wege bitte ich Sie, mitzugehen", warb Merkel, die sich online zu der Sitzung zuschalten ließ, bei den Abgeordneten. Die Belastung der Krankenhäuser in anderen Ländern sei extrem. "Das will ich uns ersparen."

    16.18 Uhr: Modellprojekt - Gastronomie in Oberwiesenthal und Augustusburg öffnet

    Trotz des geplanten radikalen Lockdowns über Ostern werden Gastronomie und Freizeiteinrichtungen in den Erzgebirgsorten Oberwiesenthal und Augustusburg voraussichtlich ab 1. April für Gäste öffnen. Die sächsische Landesregierung habe für das Modellprojekt grünes Licht gegeben, sagte der Bürgermeister von Augustusburg, Dirk Neubauer (SPD). Das Vorhaben werde wissenschaftlich begleitet und solle zeigen, wie Öffnungen unter Pandemie-Bedingungen möglich seien. Alle Gäste müssen dazu voraussichtlich täglich einen Corona-Test absolvieren. Schätzungen zufolge könnten in Oberwiesenthal täglich 600 bis 1.000 Übernachtungsgäste bewirtet werden, hieß es.

    16.08 Uhr: Easyjet will Passagiere nicht selbst auf Corona testen

    Die Fluggesellschaft Easyjet geht davon aus, dass auch künftig die Reisenden selbst für Coronatests zuständig sind. Trotz des jüngsten Beschlusses auf der Bund-Länder-Konferenz liegt nach Meinung der Airline das Testen vor Abflug und bei Ankunft in der Verantwortung der Passagiere, teilte Easyjet auf Tagesspiegel-Anfrage mit. Eine direkte Testdurchführung seitens der Airlines im Zielgebiet sei organisatorisch und medizinisch nicht darstellbar. Bund und Länder hatten auf ihrer Konferenz beschlossen, dass die Fluglinien Reiserückkehrer aus dem Ausland sowie ihre Crews testen müssen.

    Easyjet-Deutschlandchef Stephan Erler zeigte sich von den neuen Beschlüssen enttäuscht. "Es gibt noch immer keine bundeseinheitliche Test- und Einreisestrategie, geschweige denn eine europäische Lösung", sagte er dem Tagesspiegel.

    16.00 Uhr: Nürnberg trauert um Corona-Tote

    Mit einer Schweigeminute haben heute Menschen in ganz Bayern an die Opfer der Corona-Pandemie erinnert. Auch in Nürnberg wurde der knapp 13.000 Corona-Toten in Bayern gedacht. Mehrere Kirchen läuteten die tiefsten Glocken. Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) besuchte die Sebalduskirche und nahm an der Schweigeminute teil. "Es ist ganz wichtig, dass wir heute auch an die Toten durch Corona denken und auch an die vielen Hinterbliebenen, die offene Wunden haben. Deshalb ist es ein gutes Zeichen, dass wir alle innehalten", sagte König. Allein Nürnberg zählt 823 Corona-Tote. Um die trauernden Angehörigen zu unterstützen, waren zum Beispiel in der Egidienkirche und in der Sebalduskirche Seelsorger vor Ort. Zudem standen heute in ganz Nürnberg um 14.30 Uhr die Busse und Bahnen für eine Minute still.

    15.27 Uhr: Labore warnen vor Leichtsinn nach negativem Testergebnis

    Der Anteil positiver Coronatests hat laut dem Laborverband ALM in Deutschland erneut zugenommen. Die Positivrate sei im Vergleich zur Vorwoche von rund 7,2 Prozent auf nun 8,3 Prozent gestiegen, teilte der Verband Akkreditierter Labore in der Medizin mit. Demnach fielen 98.762 Tests der rund 1,2 Millionen PCR-Tests in der Woche vom 15. bis 21. März positiv aus. In der Vorwoche gab es 77.646 positive Ergebnisse bei rund 1,1 Millionen Tests. In der ersten Märzwoche lag die Positivrate bei rund 6,4 Prozent. Damals wurden rund eine Million PCR-Tests durchgeführt.

    Ein negatives Testergebnis sei kein Freifahrtschein, sagte Vorstandsmitglied Wolf Frederic Kupatt: "Ein negativer Test hat psychologisch natürlich den Effekt, die Disziplin erst einmal hintenan zu stellen." In vielen Köpfen habe sich der Denkfehler verbreitet, dass man mit einem negativen Ergebnis machen könne, was man wolle. Es sei trotzdem Disziplin erforderlich. 

    15.14 Uhr: Impfbeauftragter erwartet Produktion von sechs Millionen Dosen pro Woche

    Der Impfstoffbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Krupp (SPD), geht davon aus, dass das Impftempo in Deutschland in den kommenden Wochen durch eine Steigerung der Impfstoffproduktion im Land deutlich erhöht werden kann. "Meine Einschätzung ist, dass wir im Mai auf eine wöchentliche Produktionsrate von ungefähr sechs Millionen (Dosen) kommen können und dass die auch noch weiter steigen kann", sagte er im Podcast "Aus Regierungskreisen" der Bundesregierung. Damit werde man weit über die Impfzentren hinaus auch die Hausärzte mobilisieren können, um die Corona-Impfung schnell voranzutreiben, sagte Krupp. Er glaube, dass sich die Zusage der Bundesregierung, bis Ende des Sommers jedem ein Impfangebot zu machen, einhalten lasse.

    15.05 Uhr: Landtag und Staatsregierung gedenken der Corona-Toten in Bayern

    Mit einem Trauerakt haben Landtag und Staatsregierung in Bayern der bisher rund 13.000 Todesopfer der Corona-Pandemie im Freistaat gedacht. Ministerpräsident Markus Söder, Landtagspräsidentin Ilse Aigner (beide CSU) und die Vorsitzende des Bayerischen Ethikrates und ehemalige Regionalbischöfin, Susanne Breit-Keßler, erinnerten in dem Gedenkakt am Dienstag an die Toten.

    "13020 Menschen in Bayern sind bis zum heutigen Tage an und mit Covid-19 verstorben", sagte Aigner. "13 020 Menschen sind aus dem Leben gerissen: aus ihren Familien, aus ihren Freundeskreisen, aus unserer Mitte. 13 020 Menschen – das ist eine unvorstellbare Zahl."

    Söder betonte ebenfalls, es seien nicht nur Zahlen, sondern Namen und Schicksale. "Sie sind nicht nur Statistik, sondern sie sind in unserem Herzen und unserem Bewusstsein." Jeder Verstorbene hinterlasse eine Lücke. "Wir werden sie auf keinen Fall vergessen."

    14.57 Uhr: "Mega-Feiertag" und Lockdown - Rio de Janeiro macht dicht

    Angesichts des rasanten Anstiegs der Corona-Zahlen und der Angst vor dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems haben Rio und die Zwillingsstadt Niterói die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus verschärft. So werden von Freitag an bis zum Ostersonntag nur essenzielle Aktivitäten erlaubt sein, wie aus einem Dekret in einer Sonderausgabe des Amtsblatts hervorgeht. Der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Cláudio Castro, hatte ein Gesetzesprojekt eingebracht, mit dem Feiertage aus dem Jahr vorverlegt und ein "Mega-Feiertag" über diesen Zehn-Tages-Zeitraum geschaffen werden sollten.

    Rio de Janeiro hatte bereits vor mehr als zwei Wochen einen "Lockdown-Light", in dem Bars und Restaurants um 17 Uhr beziehungsweise 21 Uhr schließen müssen, und eine Ausgangssperre ausgerufen. Der Aufenthalt auf öffentlichen Straßen und Plätzen nach 23 Uhr ist weiter verboten.

    14.38 Uhr: Papst feiert Liturgien der Karwoche mit wenigen Gläubigen

    Papst Franziskus wird die Ostergottesdienste im Vatikan in diesem Jahr erneut nur mit wenigen Gläubigen feiern. Das geht aus dem heute im Vatikan veröffentlichten Terminkalender für die Karwoche hervor. Demnach wird das Kirchenoberhaupt wie bereits im vergangenen Jahr wegen der Corona-Beschränkungen die Ostermesse mit dem Segen "Urbi et orbi" (der Stadt und dem Erdkreis) nicht auf dem Petersplatz, sondern im Petersdom feiern.

    Die Osternacht wird der Pontifex am Vorabend mit einer beschränkten Anzahl von Gläubigen ebenfalls in der Basilika feiern. Wie bereits im vergangenen Jahr wird auch der traditionelle Kreuzweg am Karfreitag nicht im römischen Kolosseum, sondern auf dem Petersplatz stattfinden.

    14.33 Uhr: Keine Fans bei Berliner Bundesliga-Derby am Ostersonntag

    Das am Ostersonntag geplante Derby zwischen dem 1. FC Union und Hertha BSC in der Fußball-Bundesliga wird ohne Zuschauer stattfinden. Wie ein Sprecher des Berliner Innensenators mitteilte, wird die Partie am 4. April im Stadion an der Alten Försterei nicht Teil des Pilotprojektes für eine Fan-Rückkehr in der Corona-Pandemie sein. Berichte über eine Absage des Spiels wurden vom Senat zurückgewiesen. Ob am Osterwochenende überhaupt Bundesligaspiele stattfinden, wird dem Vernehmen nach allerdings zwischen Politik und Deutscher Fußball Liga beraten.

    Grundsätzlich sollen in Berlin Modelle für Spiele vor Zuschauern vorangetrieben werden, allerdings nicht über die Osterfeiertage, hieß es. Der 1. FC Union hatte einen Antrag auf die Zulassung von einigen tausend Besuchern mit vorheriger Corona-Testung gestellt, diesen aber nach Auskunft der Köpenicker nicht an ein bestimmtes Spiel geknüpft. Nach der Partie gegen die Hertha bestreitet Union sein nächstes Heimspiel zwei Wochen nach Ostern gegen den VfB Stuttgart.

    14.04 Uhr: Altmaier kündigt erneuten "Wirtschaftsgipfel" an

    Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) hat einen neuen "Wirtschaftsgipfel" angekündigt. Altmaier sagte am Dienstag in Berlin, er werde Ende der kommenden Woche erneut Vertreter von mehr als 40 Verbänden einladen. Dabei solle es neben der aktuellen Lage auch darum gehen, wie es nach dem Ende der Pandemie bei Innovationen und Erneuerungen vorangehen könne. Altmaier hatte bereits Mitte Februar zu einem Wirtschaftsgipfel eingeladen.

    Altmaier kündigte außerdem bis Ende dieser oder Anfang der kommenden Woche Details über zusätzliche Coronahilfen für Firmen an. Laut Beschluss ist ein "ergänzendes Hilfsinstrument" geplant für Unternehmen, die im Zuge der Pandemie besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind.

    14.03 Uhr: Söder fordert "effektivere" Bund-Länder-Treffen

    Bayerns Ministerpräsident Söder hat die Arbeitsweise bei den Ministerpräsidentenkonferenzen (MPK) mit Kanzlerin Merkel (CDU) in der Corona-Krise massiv kritisiert. "MPks, die 15 Stunden dauern, bei denen dann die wesentlichen Entscheidungen zwischen ein und drei Uhr nachts gefällt werden, bergen die Gefahr, dass am Ende nicht alle Details geklärt sind und damit auch Kommunikation, gerade auch bei so sensiblen Fragen, schwieriger wird", sagte der CSU-Chef heute nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Das Verfahren von Bund und Ländern müsse sich deutlich verbessern und "effektiver werden".

    "Ich bin aber ohnehin für mehr Transparenz. Ich glaube, dass jede dieser Schalten, wie wir sie haben, besser gleich öffentlich ist", betonte Söder. Dies würde auch zu "mehr Einsichtsfähigkeit" in die Entscheidungen führen.

    13.58 Uhr: Dehoga fordert erneut finanzielle Hilfen für Gastro-Branche

    Nach den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern hat der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga erneut finanzielle Hilfen für die betroffenen Gastronomen gefordert. "Spätestens am 12. April muss die Politik liefern", teilte Dehoga-Präsident Guido Zöllick mit. "Insbesondere erwarten wir, dass dann auch für das Gastgewerbe ein konkreter Fahrplan für die Wiedereröffnung vorgelegt wird." Ergänzende Hilfsinstrumente, die in dem Beschluss erwähnt würden, müssten noch vor Ostern in konkrete Hilfszusagen münden. Die dritte Auflage der Überbrückungshilfe sei in der "jetzigen Form" nicht ausreichend. "Die durch die staatlichen Versäumnisse entstandenen Schäden müssen schnell und umfassend erstattet werden."

    13.55 Uhr: Erste Hausärzte in Bayern sollen ab 31. März an impfen

    Bayern will schon am 31. März mit dem Impfen gegen das Corona-Virus bei Hausärzten beginnen. Der Freistaat sei in dieser Angelegenheit mit den Ärzte-Organisationen im Gespräch, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) heute nach einer Kabinettssitzung. Das Impfen solle zunächst mit 1500 Hausarztpraxen aufgenommen werden. Man wolle keinen Tag verstreichen und ein Zeichen setzen, sagte Holetschek. Das Vertrauensverhältnis von Hausärztzen und Patienten solle auch zu einer größeren Akzeptanz des Impfstoffs von Astrazeneca führen.

    13.42 Uhr: Luftfahrtbranche - Zusätzliche Tests auf Mallorca nur über Ostern

    Die deutsche Luftverkehrsbranche will zusätzliche Corona-Tests für Mallorca-Urlauber nur über die Ostertage organisieren. Diese Tests für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten müssten eine zeitlich befristete Ausnahme in der gegenwärtigen akuten Phase der Pandemie bleiben, forderte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Luftverkehrswirtschaft, Matthias von Randow. Er erklärte laut einer Mitteilung: "Nach dem geplanten Oster-Lockdown sollten wir wieder zur einer Regelung zurückkommen, die sich am tatsächlichen Infektionsgeschehen orientiert." Im Grundsatz habe sich die Unterscheidung von Risiko- und Nichtrisikogebieten bewährt.

    Den Reisenden sollten Testangebote gemacht und die Tests vor Abflug kontrolliert werden. Es seien aber noch viele organisatorische und logistische Details ungeklärt.

    13.35 Uhr: Virologen Ciesek und Drosten sind "Hochschullehrer des Jahres"

    Der Preis "Hochschullehrer/in des Jahres" geht an die Virologen Sandra Ciesek aus Frankfurt am Main und Christian Drosten aus Berlin. Als Protagonisten des NDR-Podcasts "Coronavirus Update" kommunizierten die beiden Wissenschaftler in der Pandemie Woche für Woche neue Erkenntnisse der Corona-Forschung und ordneten diese kompetent und allgemeinverständlich ein, teilte der Deutsche Hochschulverband in Bonn zur Begründung mit. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und soll am 31. Mai verliehen werden.

    Ciesek ist Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt, Drosten Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité.

    13.12 Uhr: Dänemark will Corona-Maßnahmen lockern

    Während Deutschland den Lockdown verlängert, will Dänemark sich im Zuge der Impfkampagne in den kommenden Wochen nach und nach von den Corona-Maßnahmen verabschieden. Die sozialdemokratische Regierung und fast alle Parlamentsparteien einigten sich auf einen Plan zur Abkehr von den Beschränkungen.

    Friseure und vergleichbare Dienstleister dürfen ab dem 6. April - also nach Ostern - landesweit wieder öffnen. Auch in den Schulen gibt es weitere Lockerungen: Nachdem die Schüler bis zur vierten Klasse bereits seit längerem zurück im Klassenzimmer sind, dürfen nun unter anderem auch die fünften bis achten Jahrgangsstufen zur Hälfte - das bedeutet jede zweite Woche - zum Präsenzunterricht zurückkehren.

    Danach soll es in 14-Tages-Intervallen weitergehen mit den Lockerungen, etwa mit der Öffnung der Außenbereiche von Restaurants und Cafés sowie von Museen und Büchereien am 21. April. Am 6. Mai sollen Innenbereiche der Lokale sowie Theater und Kinos öffnen dürfen.

    13.03 Uhr: Frankreich öffnet Corona-Impfungen für über 70-Jährige

    Frankreich öffnet die Corona-Impfungen ab Samstag für alle Menschen ab 70 Jahren. Präsident Emmanuel Macron kündigte die nächste Stufe der Impfkampagne bei einem Besuch in einem Impfzentrum in Valenciennes in Nordfrankreich an. Zugleich räumte er ein, dass noch nicht alle über 75-Jährigen in Frankreich eine erste Dosis erhalten haben.

    Macron sagte, es solle jeden Tag "morgens, mittags und abends" geimpft werden, um den "Kampf" gegen das Coronavirus zu gewinnen. Bisher können sich in Frankreich alle Menschen ab 75 Jahren impfen lassen sowie solche ab 50 Jahren, die unter Vorerkrankungen wie Krebs, Diabetes oder starkem Übergewicht leiden.

    12.50 Uhr: Mallorca rudert beim Tourismus zurück - Wollten gar keine Urlauber

    Angesichts wieder steigender Corona-Zahlen auf Mallorca und der heftigen Reaktionen in Deutschland hat die Regionalregierung beim Tourismus die Notbremse gezogen. Man habe es ja gar nicht darauf angelegt, dass zu Ostern schon wieder ausländische Touristen kommen, berichtete die Zeitung "Diario de Mallorca" unter Berufung auf den Wirtschaftsminister der Balearen, Iago Negueruela. "Für uns hat Ostern keine Priorität. Wichtig ist es, die Sommersaison zu sichern", zitierte die Zeitung den Minister.

    Dass nun trotzdem wieder Touristen anreisen dürften, sei nicht Sache Mallorcas, sondern falle in die Verantwortung der Regierungen Spaniens und Deutschlands, betonte Negueruela. Allerdings hatte die Regierungschefin der Balearen, Francina Armengol, Deutsche noch vor zwei Wochen ausdrücklich eingeladen, ihren Osterurlaub auf Mallorca zu verbringen.

    Seit einigen Tagen ist Corona aber auch auf der Mittelmeerinsel wieder auf dem Vormarsch. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg in einer Woche von rund 20 auf 30. Deshalb will die Regionalregierung die erst Mitte März wieder geöffneten Innenräume von Cafés, Restaurants und Kneipen erneut schließen.

    11.38 Uhr: Auszahlung des Corona-Kinderbonus im Mai

    Der Corona-Kinderbonus 2021 wird laut Bundesagentur für Arbeit im Mai ausgezahlt. Der Zuschuss in Höhe von 150 Euro pro Kind erfolge automatisch an alle Kindergeldbezieherinnen und -bezieher. Die Eltern müssten keinen Antrag stellen, teilt die Behörde mit. Eltern, die im Mai kein Kindergeld bekommen, aber vorher oder nachher in diesem Jahr mindestens einen Monat kindergeldberechtigt waren oder werden, sollen den Bonus erst später überwiesen bekommen. Der einmalige Bonus werde nicht auf Sozialleistungen angerechnet, das heißt, auch Hartz-IV-Empfängerinnen und -empfänger bekommen ihn ohne Abzüge für jedes Kind. Im vergangenen Jahr war ein Corona-Kinderbonus von 300 Euro pro Kind gezahlt worden.

    11.29 Uhr: AfD kritisiert Corona-Beschlüsse als "Willkür"

    Die AfD hat die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Verlängerung und Verschärfung der Corona-Maßnahmen scharf kritisiert. "Das Maß ist nun endgültig voll, die vollständige Einschränkung der Freiheit ist den Bürgern nicht länger zumutbar", schrieb die Chefin der AfD-Bundestagsfraktion Alice Weidel auf ihrer Facebook-Seite. Weidel sprach von „Willkür“, «Kopflosigkeit» und «Unsinnigkeit» der Maßnahmen und Beschlüsse. Die Reduzierung auf nur drei Öffnungstage in der Osterwoche bedeute einen deutlich höheren Andrang im Einzelhandel. "Die Kunden werden entweder dicht gedrängt in den Läden stehen, oder aber lange Warteschlangen vorfinden." Die Infektionsgefahr werde damit nicht vermindert, sondern "künstlich und drastisch" erhöht.

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten in der Nacht einen verschärften Oster-Lockdown beschlossen.

    11.12 Uhr: Dreyer bittet um Verzicht auf Auslandsreisen über Ostern

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz dazu aufgerufen, über Ostern nicht ins Ausland in den Urlaub zu fliegen. „Ich kann nur darum bitten, möglichst nicht ins Ausland zu reisen", sagte die SPD-Politikern. Reisen nach Mallorca, das seit dem 12. März nicht mehr als Corona-Risikogebiet gilt, seien ein "emotionales Thema, so Dreyer. Bei den Verhandlungen sei es auch darum gegangen, Urlaube im eigenen Bundesland zu ermöglichen. Es sei schwer begreifbar, dass Flüge nach Mallorca möglich seien, im eigenen Bundesland im Hotel zu übernachten hingegen nicht, sagte Dreyer. An der rechtlichen Lage könne derzeit nichts geändert werden.

    Nach eigener Aussage sei sie dafür gewesen, Campingplätze zu öffnen. Dies sei ein Vorschlag der nördlichen Bundesländer gewesen. Mehrere Maßnahmen seien in der Runde diskutiert worden. Am Ende hätten sich die Ministerpräsidenten auf eine fünftägige Ruhezeit über Ostern geeinigt.

    11.10 Uhr: Intensivmediziner rechnen mit mehr Patienten und loben Kontaktbeschränkungen

    Die deutschen Intensivmediziner rechnen für die kommenden Wochen mit einer weiter zunehmenden Zahl von Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen. Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx sagte das in der "Rheinischen Post. Er begrüßte ausdrücklich die in der Nacht von Bund und Ländern vereinbarten schärferen Corona-Einschränkungen. "Die Politik hat auf die dritte Welle jetzt aus Sicht der Intensivmedizin vollkommen richtig gehandelt", hob Marx hervor. Möglichst wenig Kontakte zu anderen Menschen, sei leider eines der wenigen Mittel, die wir gegen Corona in der Hand haben.“

    Die Intensivmediziner-Vereinigung verweist vor allem auf das gesteigerte Risiko durch die sich ausbreitenden Varianten des Coronavirus. Die Inzidenzen, "die wir jetzt sehen,“ sind laut Gernot Marx der britischen Mutation geschuldet“. Daher seien die Verschärfungen über Ostern als Reaktion auf das aktuelle Infektionsgeschehen angebracht.

    10.46 Uhr: Oster-Lockdown laut Institut ohne große wirtschaftliche Folgen

    Der von Bund und Ländern beschlossene verschärfte Oster-Lockdown wird nach Einschätzung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung keine großen direkten Einflüsse auf die Wirtschaftsaktivität haben. Der Leiter des gewerkschaftsnahen Instituts Sebastian Dullien rechnet damit, dass Einkäufe, die in der Schließzeit über Ostern nicht stattfinden, entweder davor oder danach aufgeholt werden.

    In Deutschland soll von Gründonnerstag bis Ostermontag das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Welle der Corona-Pandemie zu brechen.

    Die Anfang März eingeleitete Öffnungsstrategie habe allerdings "wirtschaftlich mehr Schaden als Nutzen gebracht", kritisierte Dullien. Da vor der Lockerung versäumt worden sei, die Infektionszahlen deutlich unter die Inzidenz von 50 zu senken, habe sich nun die Erholung des inländischen Konsums verzögert. Den April könne man für Gastgewerbe und Freizeitwirtschaft abschreiben.

    10.35 Uhr. Bundesregierung für europäischen Impfpass bis 1. Juni

    Mit Blick auf einen Sommerurlaub trotz Corona stellt sich Deutschland ausdrücklich hinter EU-Pläne, bis 1. Juni ein "digitales grünes Zertifikat" für Geimpfte, Genesene und Getestete einzuführen. "Wir wollen mit Kraft dazu beitragen, dass dieser Zeitplan eingehalten werden kann." sagte Europa-Staatsminister Michael Roth (SPD) am Dienstag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen. "Wir können uns hier keine leere Versprechungen leisten."

    Die EU-Kommission hatte ein solches Zertifikat vor einigen Tagen vorgeschlagen. Ziel ist eine gemeinsame technische Lösung der 27 EU-Staaten, damit der Nachweis von Corona-Impfungen, aber auch von überstandenen Erkrankungen und frischen Tests überall anerkannt wird. Der Zeitplan für den Impfpass sei sehr ambitioniert, sagte Roth. Es sei jedoch von gemeinsamem Interesse, dass die EU hier erfolgreich sei.

    Die Europaminister bereiten den EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag vor, bei dem der Kampf gegen Corona wieder das Topthema ist.

    10.30 Uhr: Kirchen überrascht von verschärftem Lockdown an Ostern

    Für die Kirchen kommt die Lockdown-Verschärfung um die Osterfeiertage überraschend. Gestern war der evangelische Landesbischof noch fest davon überzeugt: dass die Oster-Gottesdienste stattfinden können. Er habe "keinen Anlass" daran zu zweifeln, sagte Heinrich Bedford-Strohm bei der Tagung der bayerischen Landessynode: "Die Hygienekonzepte der Kirchen haben sich bewährt", so sein Fazit. Seitdem wieder öffentliche Gottesdienste möglich sind, gelten in allen Kirchen strenge Abstandsregeln und Obergrenzen bei der Teilnehmerzahl. Zuletzt wurde in Bayern die generelle Maskenpflicht noch einmal verschärft: Auch Gottesdienstbesucher müssen FFP2 Masken tragen. In den Kirchen gibt es beim Ein- und Ausgang geregelte Wege. Gemeindegesang ist in den meisten Bistümern und Landeskirchen verboten, in Bayern generell. Dass trotz dieser Auflagen, die Politik nun einen Verzicht auf Präsenzgottesdienste an Ostern fordert, kommt für die Kirchen unerwartet. Jetzt seien erst einmal die Länder am Zug, heißt es im Erzbistum München-Freising. "Das Ergebnis hat uns ohne jede Vorwarnung durch die Nachrichten heute Morgen überrascht", sagt ein Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz. Bund und Länder wollen nach ihrer Sitzung auf die Religionsgemeinschaften zugehen, mit der Bitte, "religiöse Versammlungen an den Osterfeiertagen nur virtuell durchzuführen". Ostern ist das höchste Fest der Christenheit.

    10.15 Uhr: Verlängerter Lockdown belastet den Dax

    Die Börse reagiert mit Verlusten auf die die Lockdown-Verlängerung in Deutschland. Nach dem robusten Wochenauftakt ist der Dax nun schwach in den Handel gestartet, am Ende der ersten Handelsstunde büßte er 0,52 Prozent auf 14 580,42 Punkte ein. Der MDax verlor 0,49 Prozent auf 31 692,47 Punkte und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx fiel um 0,3 Prozent.

    Der seit Monaten andauernde Lockdown in Deutschland wird angesichts steigender Corona-Infektionszahlen bis zum 18. April verlängert, dies hatte sich zuvor aber schon angedeutet.

    Aus Sicht von Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners müssen Börsianer jetzt bestimmen, wie groß Auswirkungen auf Unternehmen werden und wie sehr sich die wirtschaftliche Erholung dadurch nach hinten verschiebt. Laut Marktbeobachter Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets hinterlässt der Lockdown über Ostern "bei allem berechtigten Optimismus einen faden Beigeschmack." Er fürchtet deshalb, dass die Luft beim Dax vorerst etwas raus sein könnte.

    09.12 Uhr: US-Experten vermuten veraltete Daten bei Astrazeneca-Studie

    Bei einer großangelegten US-Studie zur Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca sind nach Ansicht von US-Experten möglicherweise veraltete Daten zum Einsatz gekommen. Das teilte das US-Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) mit.

    Die am Montag von Astrazeneca veröffentlichte Studie hatte ergeben, dass das Vakzin auch bei älteren Menschen sehr wirksam ist und nicht zu einem erhöhten Thrombose-Risiko führt. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Phase-III-Studie mit etwa 32 500 Probanden, die laut Hersteller eine hohe Wirksamkeit des Vakzins zeigen. Frühere Untersuchungen, die ebenfalls für eine gute Wirksamkeit des Präparats sprechen, zweifelt die NIAID in ihrem neuen Statement nicht an. Das Unternehmen müsse die Daten überprüfen und sicherstellen, dass die genauesten und aktuellsten Wirksamkeitsdaten so schnell wie möglich veröffentlicht werden.

    Das britisch-schwedische Unternehmen hat den Impfstoff namens AZD1222 zusammen mit der Universität Oxford entwickelt. Er wird seit Januar in Großbritannien in großem Stil eingesetzt.

    Deutschland und mehrere andere Staaten hatten die Impfung mit dem Astrazeneca-Stoff zeitweise ausgesetzt, weil mehrere Fälle mit Thrombosen (Blutgerinnseln) in den Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zur Impfung gemeldet wurden. Mittlerweile wird das Vakzin wieder eingesetzt.

    09.08 Uhr: Reiseverband hält Testpflicht für Urlauber für sinnvoll

    Der Präsident des deutschen Reiseverbands, Norbert Fiebig, begrüßt, dass nach den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern nicht alle Reiserückkehrer einer Quarantänepflicht unterliegen sollen. Es sei sinnvoll, stattdessen auf eine Testpflicht zu setzen, sagte Fiebig im ZDF-"Morgenmagazin".

    Die Reisemöglichkeiten im Inland hängen aus seiner Sicht "von den individuellen Bedingungen" am jeweiligen Ort ab, sagte Fiebig. Da wo es gesundheitlich vertretbar sei, sollte auch im Inland geprüft werden, ob Reisen mit Übernachtung möglich ist. Fiebig rät darüber hinaus von Vergleichen zwischen Deutschland und der spanischen Urlaubsinsel Mallorca ab. Dort seien die Inzidenzwerte deutlich niedriger, Vergleiche zwischen In- und Ausland seien nicht zielführend. Zur möglichen Finanzierung der Tests sagte der Vertreter des Reiseverbandes, da kämen auch Airlines oder die Reiseveranstalter infrage.

    8.34 Uhr: Epidemiologe traut Oster-Lockdown "sehr positiven Effekt" zu

    Der Epidemiologe Dirk Brockmann vom Robert Koch-Institut (RKI) hält die Verschärfung der Corona-Maßnahmen über Ostern für wirksam. "Das könnte nach meiner Ansicht einen sehr positiven Effekt haben, weil eine ganze Reihe von Tagen dann quasi Ruhetage sind, also Sonntage", sagte Brockmann im Deutschlandfunk. Schon beim "Wellenbrecher" im Frühjahr habe sich gezeigt, dass viele Menschen ihre Aktivitäten runtergefahren hätten. "Und das hatte dann ein, zwei Wochen später einen sehr starken Effekt auf die Fallzahlen, weil sehr viel weniger Kontakte stattfinden."

    Laut Beschluss von Bund und Ländern soll vom von Gründonnerstag bis Ostermontag (1. bis 5. April) deutschlandweit das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Welle der Pandemie zu brechen. Nur am Karsamstag (3. April) soll demnach der Lebensmittelhandel geöffnet bleiben.

    Ohne weitere Maßnahmen zu Ostern könne es unter den gegenwärtigen Voraussetzungen in Deutschland bis zu 60 000 Neuinfektionen jeden Tag geben, so der Wissenschaftler.

    7.49 Uhr: Gastronomie kritisiert harten Oster-Lockdown

    Die in der Nacht gefassten Beschlüsse zum harten Lockdown über Ostern stoßen beim Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband auf scharfe Kritik. Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert sagte dem Bayerischen Rundfunk, es werde hier "mutlos ein Dauer-Lockdown verwaltet". Die Politik mache es sich zu leicht. Man hätte intelligentere und differenziertere Lösungen finden können, so Geppert. Ansteckungen fänden gerade im privaten Bereich statt. Es sei nicht nachvollziehbar, die Menschen an Ostern privat zusammenkommen zu lassen, aber nicht in den Betrieben mit sicheren Hygienekonzepten. Dafür hätten die Gaststättenbetreiber "keinerlei Verständnis mehr." Die Betriebe bräuchten nun dringend Entschädigungen, so der Landesgeschäftsführer der Dehoga: „Es geht ums nackte Überleben.“ Versäumnisse der Regierung beim Impfen und Testen seien die Ursache für die jetzigen Schließungen, die Betriebe aber könnten dafür nichts und sollten diese Versäumnisse nicht ausbaden müssen. Es gebe viele Bausteine, die eine kontrollierte, verantwortbare Öffnung von Hotels und Gaststätten erlaubten.

    07.30 Uhr: Umfrage: Corona-Pandemie verursacht oft Schlafprobleme

    Jeder fünfte Mensch in Deutschland leidet aktuell pandemiebedingt unter Schlafstörungen. Das geht aus einer Umfrage des Forsa-Institutes im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) hervor.

    Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren leiden den Angaben zufolge stärker unter diesem Problem als Befragte ohne oder mit älteren Kindern. Rund 30 Prozent der befragten Eltern mit kleinen Kindern hätten angegeben, dass ihnen die Pandemie den Schlaf raube, so die Krankenkasse.Mit der Umstellung auf Sommerzeit komme am Wochenende (Sonntag, 28. März) eine weitere Herausforderung für den Schlafrhythmus hinzu. Jeder dritte Umfrageteilnehmer berichte von Problemen, morgens in den Tagen nach der Umstellung aufzustehen. Das Marktforschungsinstitut Forsa hat für die Studie im Auftrag der KKH 1004 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren im März 2021 repräsentativ befragt.

    06.38 Uhr: Geldtransport-Branche meldet 25 Prozent weniger Umsatz wegen Corona

    Weil weniger Bargeld benutzt wird, sinken die Umsätze der Geldtransport-Branche. Die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste BDGW beziffert den Corona-bedingten Umsatzrückgang 2020 auf etwa 25 Prozent, da deutlich weniger Bargeld transportiert und als Zahlungsmittel eingesetzt wurde. BDGW-Hauptgeschäftsführer Harald Olschok sagte der "Heilbronner Stimme" zum rückläufigen Trend: "Die Einbußen treffen unsere Mitgliedsunternehmen deutlich. Wir hoffen aber auf etwas Entspannung." Wenn erst einmal Geschäfte, Hotellerie, Gastronomie oder Kinos geöffnet haben, würden auch Barzahlungen wieder zunehmen. Der Umsatz der gesamten Branche lag im Jahr 2019 bei circa 600 Millionen Euro, das Minus von 25 Prozent bedeute also in absoluten Zahlen ein Umsatzminus von etwa 150 Millionen Euro.

    05.27 Uhr: RKI verzeichnet knapp 7.500 Neuinfektionen in Deutschland

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7.485 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden wurden außerdem 250 neue Todesfälle an oder mit Corona verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervor. Die Sieben-Tage-Inzidenz erhöhte sich leicht. Bundesweit liegt sie den Angaben zufolge nun bei 108,1. Vor genau einer Woche hatte das Institut binnen eines Tages 5.480 Neuinfektionen und 238 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglichDer Inzidenzwert ist demnach weiter gestiegen: Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 108,1 - und damit etwas höher als am Vortag (107,3).

    Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg zuletzt stetig an, nachdem sie im Februar zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen war. Am Wochenende hatte der bundesweite Inzidenzwert die Marke von 100 überschritten.

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 1,12 (Vortag 1,22). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 112 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

    05.01 Uhr: Jugendliche fühlen sich einsam und alleingelassen "Orte zum Abhängen" fehlen

    Jugendliche in Deutschland klagen einer neuen Studie zufolge in der Corona-Zeit über psychische Probleme, Vereinsamung und Zukunftsängste. Mit ihren Sorgen fühlten sie sich überwiegend alleingelassen und setzten in die Politik nur wenig Hoffnung,. Das erklärte die Bertelsmann Stiftung am Dienstag in Gütersloh bei der Vorstellung der Ergebnisse zweier Befragungen. Dabei wären angesichts der Belastungen durch die Pandemie Aufmerksamkeit und Unterstützung für die jungen Menschen besonders wichtig. Den Umfrageergebnissen zufolge geben 61 Prozent der Jugendlichen an, sich teilweise oder dauerhaft einsam zu fühlen. 64 Prozent stimmen zum Teil oder voll zu, psychisch belastet zu sein; fast 70 Prozent sind demnach von Zukunftsängsten geplagt. Besonders häufig wurden diese Sorgen von jungen Leuten mit finanziellen Problemen geäußert - sie machten etwa ein Drittel der Befragten aus .Etwa zwei Drittel der Jugendlichen gaben während des zweiten Lockdowns im November an, dass ihre Sorgen "eher nicht oder gar nicht gehört" werden

    03.00 Uhr: Merkel rechtfertigt weitere Corona-Beschränkungen

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der stark steigenden Corona-Infektionszahlen notwendige weitere Beschränkungen gerechtfertigt. "Wir haben das Virus noch nicht besiegen können, es lässt nicht locker", sagte sie am frühen Dienstagmorgen in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Deutschland sei in einer sehr ernsten Lage mit exponentiell steigenden Fallzahlen, einer steigenden Belastung der Intensivstationen in den Kliniken und der Ausbreitung ansteckenderer Coronavirus-Varianten.

    "Wir sind in einem Wettlauf mit dem Impfen", sagte Merkel. Und je geringer die Neuinfektionen seien, desto schneller könnten Impfungen Wirkung auf die Gesamtlage haben. Daher komme es unter anderem auch darauf an, in besonders betroffenen Regionen die von Bund und Ländern vereinbarte "Notbremse" anzuwenden. Ziel bleibe, dass es zu keiner Überlastung des Gesundheitswesens komme.

    02.40 Uhr: Fünftägiger Oster-Lockdown beschlossen

    Bund und Länder haben einen fünftägigen verschärften Lockdown in der Osterwoche mit harten Kontaktbeschränkungen beschlossen. Zusätzlich zu den Osterfeiertagen sollen der Gründonnerstag und der Ostersamstag als "Ruhetage" mit "Ansammlungsverbot" definiert werden, heißt es in dem Beschluss, den Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder in stundenlangen Beratungen in der Nacht zu Dienstag fassten. Ostergottesdienste mit Präsenzpublikum soll es demnach nicht geben, religiöse Versammlungen sollten nur virtuell abgehalten werden.

    01.30 Uhr: Scharfer Oster-Lockdown in neuem Entwurf

    Die Bund-Länder-Runde erwägt einen verschärften Lockdown von Gründonnerstag bis Ostermontag. "Angesichts der ernsten Infektionsdynamik wollen Bund und Länder die Ostertage nutzen, um durch eine mehrtägige, sehr weitgehende Reduzierung aller Kontakte das exponentielle Wachstum der 3. Welle zu durchbrechen", heißt es in einem neuen Beschlussentwurf. "Deshalb sollen der 1. April (Gründonnerstag) und der 3. April (Samstag) 2021 zusätzlich einmalig als Ruhetage definiert werden und mit weitgehenden Kontaktbeschränkungen sowie einem Ansammlungsverbot vom 1. bis 5. April verbunden werden ('Erweiterte Ruhezeit zu Ostern')." Gottesdienste sollen nur virtuell stattfinden. "Bund und Länder werden auf die Religionsgemeinschaften zugehen, mit der Bitte, religiöse Versammlungen in dieser Zeit nur virtuell durchzuführen", heißt es in dem Papier, das dem BR vorliegt.

    00.15 Uhr: Ramelow beim Corona-Gipfel: ÄÄÄÄÄÄ

    Mit einem einzelnen "Ä" hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) den erfolgreichsten Tweet seines Lebens gelandet - nun legte sein Thüringer Amtskollege Bodo Ramelow (Linke) nach: Dutzendfach twitterte Ramelow den Buchstaben in der Nacht auf Dienstag während der Bund-Länder-Verhandlungen über die kommenden Corona-Regeln. Ob er damit seinen Unmut über den Verhandlungsstand ausdrücken wollte, war zunächst nicht klar.

    00.10 Uhr: Harter Lockdown über Ostern?

    Beim Corona-Gipfel liegt ein neuer Vorschlag auf dem Tisch: Nach Informationen mehrerer Medien haben sich Kanzlerin Angela Merkel, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Vizekanzler Olaf Scholz auf einen harten Lockdown über die Ostertage verständigt. Vom 1. bis 5. April könnten demnach selbst Supermärkte schließen. Es ist jedoch ungewiss, ob der Vorschlag in der kompletten Bund-Länder-Runde eine Mehrheit findet.

    Montag, 22. März 2021

    23.00 Uhr: Zahl der Flugreisenden in den USA übersteigt 1,5 Millionen

    Die Zahl der Flugreisenden in den USA ist am Sonntag zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie über 1,5 Millionen gestiegen. Es war bereits der elfte Tag in Folge, an dem mehr als eine Million Menschen die Sicherheitskontrollen der Flughäfen des Landes passierten. Zurückgeführt wurde der Pandemie-Spitzenwert an Reisenden am Sonntag unter anderem auf die wachsende Zahl von Corona-Geimpften und ein verstärktes Reiseaufkommen wegen des "Spring Break". Manager von Fluggesellschaften berichteten von einem Anstieg der Buchungen in den zurückliegenden Wochen. Der Reiseverkehr liegt jedoch weiterhin deutlich unter dem Niveau des Jahres 2019.

    22.50 Uhr: Vierrunde berät über Ausweg beim Streit um Reisen

    Die Beratungen von Bund und Ländern finden immer noch nicht wieder in großer Runde statt. Nun beraten Kanzlerin Angela Merkel, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Vizekanzler Olaf Scholz über einen Ausweg im Streit um innerdeutsche Reisen an Ostern, heißt es in Verhandlungskreisen. Zuvor hatte lange Zeit die SPD-Seite untereinander verhandelt, ebenso wie die Unions-Länderchefs. Die Konfliktlinien verliefen dabei beispielsweise zwischen Sachsen und Schleswig-Holstein bei den unionsgeführten Ländern sowie Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern auf der SPD-Seite, heißt es. Hintergrund ist der Wunsch etwa der Küstenländer, trotz steigender Infektionszahlen über Ostern "kontaktarmen Urlaub" innerhalb ihrer Bundesländer zu erlauben.

    22.40 Uhr: Miami Beach verlängert Ausnahmezustand bis zum Ende der Semesterferien

    Wegen des nach wie vor starken Andrangs von feiernden Besuchern inmitten der Corona-Pandemie haben die Behörden von Miami Beach vorsorglich den Ausnahmezustand verlängert. Er gelte nun bei Bedarf bis zum Ende der Semesterferien am 13. April, wie eine Sprecherin der Stadt am Montag erklärte. Miami Beach im US-Bundesstaat Florida zieht während der Semesterferien, dem sogenannten Spring Break, jedes Jahr zahlreiche Studierende aus dem ganzen Land an. Trotz der Corona-Pandemie waren wieder viele junge Leute angereist, um in der Strandmetropole wilde Partys zu feiern. Bürgermeister Dan Gelber sprach jedoch von deutlich mehr Feiernden als in den Vorjahren. Er vermutete, dass es viele andere Touristen nach Miami Beach zieht, weil nur wenige andere Orte ebenfalls geöffnet sind.

    22.15 Uhr: Spanien gibt Corona-Impfstoff von Astrazeneca nun auch für über 55-Jährige frei

    Der Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca kann in Spanien nun auch für Menschen genutzt werden, die zwischen 55 und 65 Jahren alt sind. Dies teilte Gesundheitsministerin Carolina Darias am Montag in Madrid mit. Bislang durften Spanier bei Impfungen mit diesem Vakzin nicht älter als 55 Jahre sein. Mehrere Staaten hatten anfangs Beschränkungen mit der Begründung erlassen, dass es für eine Anwendung bei älteren Menschen nur "unzureichende" Daten gebe. Mittlerweile haben klinische Tests jedoch die Wirksamkeit auch bei Älteren bestätigt. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte in ihrer Zulassungs-Empfehlung keine Einschränkungen für Ältere gemacht. Der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns hatte im Januar die Zulassung in der EU erhalten. An der Entwicklung war die Universität Oxford beteiligt.

    21.50 Uhr: WHO-Expertin: Zahl globaler Corona-Todesfälle steigt wieder

    Die Zahl der weltweiten Corona-Todesfälle pro Woche steigt nach Angaben einer Expertin der Weltgesundheitsorganisation wieder. Nach etwa sechs Wochen, in denen Rückgänge bei den weltweiten Neuinfektionen verzeichnet worden waren, bezeichnete die Epidemiologin und Technische Leiterin für Covid-19 bei der WHO, Maria van Kerkhove, den Wiederanstieg am Montag als «beunruhigendes Zeichen». Der Anstieg gehe in Teilen auf die zunehmende Ausbreitung einer zuerst in Großbritannien entdeckten Virusvariante zurück.

    21.05 Uhr: Keine Lockerung der Kontaktregeln für Besuche über Ostern

    Bund und Länder wollen die strengen Kontaktregeln für Verwandtenbesuche über Ostern nicht lockern. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus mehreren Quellen aus den Beratungen von Bund und Ländern. Ein endgültiger Beschluss über die künftigen Maßnahmen stand aber noch aus. Vor den Beratungen war im Gespräch, über Ostern die Kontaktregeln leicht zu lockern und Verwandtenbesuche in einem größeren Rahmen als bislang zu erlauben. Konkret lag ein Vorschlag vor, Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis zu erlauben. Dies sah ein Punkt in einem Beschlussentwurf hervor, der am Montagvormittag vom Kanzleramt verschickt worden war. Dort hieß es als Vorschlag: "Anders als im Lockdown über Ostern im letzten Jahr sollen Verwandtenbesuche in diesem Jahr möglich sein." Anfang März hatten Bund und Länder die Lockerung beschlossen, dass private Zusammenkünfte des eigenen Haushalts wieder mit einem weiteren Haushalt möglich sind, jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Paare zählen als ein Haushalt.

    20.55 Uhr: WHO warnt davor, Impfungen als einziger Strategie gegen Corona-Krise zu haben

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die wachsende Kluft zwischen armen und reichen Ländern bei den Corona-Impfraten angeprangert. Die Kluft wachse "jeden Tag und werde jeden Tag grotesker", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. In vielen reicheren Ländern würden bereits "jüngere, gesunde Menschen mit geringem Krankheitsrisiko" geimpft und dies "auf Kosten des Lebens von Gesundheitspersonal, älteren Menschen und anderen Risikogruppen in anderen Ländern". Dies sei nicht nur moralisch ein "Skandal", sondern epidemiologisch gefährlich, sagte Tedros weiter. Denn in den Ländern mit hohen Fallzahlen drohten neue Mutanten, die gegen die bestehenden Impfstoffe immun werden könnten. Weltweit wurden nach WHO-Angaben bislang mehr als 430 Millionen Impfdosen verabreicht, die meisten davon in wohlhabenderen Ländern. Andere Länder hingegen warteten trotz der internationalen Covax-Hilfsinitiative immer noch auf ihre erste Lieferung.

    20.45 Uhr: Deutsche Fluggesellschaften wollen Mallorca-Rückkehrer selbst testen

    Deutsche Fluggesellschaften wollen Mallorca-Rückkehrer selbst auf Corona testen. Das berichtete die "Bild"-Zeitung am Montagabend. Der Deutschen Presse-Agentur wurde dies in Regierungskreisen bestätigt. Die Zeitung nannte die Fluggesellschaften Tui, Condor, Eurowings und Lufthansa, die noch auf der Insel testen wollten. Es werde nun nach Örtlichkeiten gesucht, es gehe um bis zu 40 000 Rückkehrer zu Ostern. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) habe sich in den vergangenen Stunden massiv dafür eingesetzt, dass die Fluggesellschaften testen.

    20.40 Uhr: Trauerakt und Schweigeminute für Bayerns Corona-Tote

    Mit einer landesweiten Schweigeminute und einem Trauerakt gedenken der bayerische Landtag und die Staatsregierung morgigen Dienstag der Corona-Toten. Beim Trauerakt sprechen Ministerpräsident Markus Söder, Landtagspräsidentin Ilse Aigner und die Vorsitzende des Bayerischen Ethikrates, die ehemalige evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Allein in Bayern sind bisher mehr als 12.000 Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie gestorben. Für alle staatlichen Dienstgebäude im Freistaat gilt Trauerbeflaggung. Die Nürnberger Innenstadtkirchen lassen um 14 Uhr fünf Minuten lang ihre tiefsten Glocken läuten. Zudem gibt es um 14.30 Uhr eine landesweite Schweigeminute.

    20.30 Uhr: Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Bosnien-Herzegowina

    Hunderte Menschen haben im serbisch kontrollierten Teil Bosnien-Herzegowinas gegen die Verschärfung von Corona-Eindämmungsmaßnahmen protestiert. «Nieder mit den Maßnahmen», skandierten Demonstranten am Montag in der nördlichen Stadt Banja Luka. Von der Regierung forderten sie Hilfen für Besitzer von Bars, Restaurants und anderen von der Krise betroffenen Betrieben. Die Behörden in der serbischen Entität in Bosnien haben unter anderem Skiresorts geschlossen, um der Lage Herr zu werden. Ärzte hatten vor einem Kontrollverlust und knapper werdenden Betten in den Krankenhäusern gewarnt. Massenimpfungen finden in Bosnien-Herzegowina bislang nicht statt. Bosnische Serben erhielten teils Impfungen im benachbarten Serbien. Bosnien-Herzegowina erhielt bislang 5.000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca als Spende aus Serbien und wartet noch auf eigene Lieferungen.

    20.20 Uhr: Mallorca schließt Innenräume von Gaststätten

    Wegen zuletzt wieder steigender Corona-Zahlen will die Regionalregierung Mallorcas die erst vor kurzem wieder geöffneten Innenräume von Cafés, Restaurants und Kneipen schließen. Die Maßnahme solle noch diese Woche umgesetzt werden, schrieb die deutschsprachige "Mallorca-Zeitung" am Montag. Die Zahl der Neuansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf den Balearen, zu denen Mallorca gehört, stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid vom Montagabend auf 26,45. Vergangene Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch unter 20 gelegen. Im Vergleich zu Deutschland ist das ein immer noch relativ niedriger Wert. Über das Wochenende wurden nach Behördenangaben fast 8.000 Einreisende aus dem Ausland auf dem Flughafen der Insel kontrolliert, die meisten waren Urlauber aus Deutschland. Bei der Einreise muss ein negativer PCR-Test nicht älter als 72 Stunden vorgelegt werden. Insgesamt 121 Reisende, bei denen es Unstimmigkeiten mit ihrem Einreiseformular gab, seien einem zweiten Test unterzogen worden. Keiner davon sei positiv ausgefallen.

    20.10 Uhr: Kinderhilfswerk besorgt über psychische Probleme junger Menschen

    Der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks, Thomas Krüger, hält die Befunde der Bertelsmann-Stiftung zur Lage von Jugendlichen in der Corona-Pandemie für "alarmierend". Der Studie, die am Dienstag vorgestellt werden soll, zufolge fühlen sich 64 Prozent der jungen Menschen inzwischen psychisch belastet. "Wir dürfen es nicht zulassen, dass psychische Probleme, Vereinsamung und Zukunftsängste das Leben der jungen Menschen zunehmend bestimmen", sagte Krüger. Jugendliche könnten vielfach schlechter mit Krisensituationen umgehen, weil ihre Widerstandsfähigkeit noch nicht so ausgeprägt sei.Krüger fordert Freizeitangebote für Jugendliche trotz Corona-Beschränkungen. "Gerade wenn die Schulen ihre Tore schließen, braucht es außerschulische Angebote, die soziale Interaktion ermöglichen, Bewegungs- und Ernährungsangebote für Kinder und Jugendliche aufrechterhalten sowie eine Ansprechfunktion in schwierigen familiären Situationen bieten", sagte Krüger.

    20.05 Uhr: Infektiologe Bernd Salzberger besorgt über Infektionsgeschehen in Bayern

    Der Chef-Infektiologe der Regensburger Uniklinik, Bernd Salzberger, hat sich in der Rundschau im BR Fernsehen besorgt über die steigenden Corona-Inzidenzwerte in Bayern geäußert. Obwohl sich derzeit vermehrt junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren ansteckten, bereite ihm die Entwicklung Sorge, sagte Salzberger: "Weil wir bisher immer gesehen haben, dass das nicht lange dauert, und dann steigen die Inzidenzen auch bei den älteren. Also es gibt keine abgegrenzten Altersgruppen, leider, sondern das geht dann irgendwann los. Und ich glaube, wenn man reagiert, dann besser jetzt." Bei der Beurteilung des Infektionsgeschehens muss nach Ansicht Salzbergers neben den Inzidenzwerten auch die Belegungssituation in den Krankenhäusern berücksichtigt werden. In Ostbayern seien die Patienten der zweiten Welle noch nicht aus den Kliniken entlassen worden. Die Intensivstationen seien dort sehr voll. "Und wenn das passiert, was Christian Drosten schon letztes Jahr gesagt hat, dass jetzt eine Welle auf uns zurollt, in der vor allem die 40- bis 70-Jährigen oder bis 80-Jährigen krank werden, die darüber sind geimpft, dann ist das eine große Belastung für die Krankenhäuser. Und das wird die Intensivstationen wirklich sprengen. Die Menschen dort sind abgearbeitet." Der Infektiologe betonte in den dem Interview auch, dass die laufenden Impfungen für die jetzt anrollende Welle zu spät kämen.

    19.55 Uhr: IW-Chef Hüther: "Die politische Führung ist die falsche"

    Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat die politische Führung in der Corona-Pandemie scharf kritisiert. "Wo sind wir denn? Sind wir in der Krise oder im Freizeitpark, wo jeder macht, was er will?", sagte Michael Hüther am Montag bei "Bild live". "Wenn wir in der Krise sind, dann muss man auch verdammt nochmal langsam in den Krisenmodus in der Politik hineinkommen." Hüther mahnte mit Blick auf die Beratungen von Bund und Ländern zu mehr Pragmatismus und Einigkeit bei der Bekämpfung der Pandemie. "Die politische Führung ist die falsche, die wir momentan im Lande haben", sagte er. Die Krise müsse besser gesteuert werden. "Wir verzetteln uns, weil wir glauben, das muss oft, vielfach besprochen werden", sagte Hüther.

    19.45 Uhr: Verband der Feuerwehren fordern Gesundheitsminister zum Anpassung der Priorisierung auf

    Der Verbandsausschuss des Verbandes der Feuerwehren in NRW hat einstimmig eine Resolution an die Gesundheitsminister von Bund und Land Nordrhein-Westfalen, Jens Spahn und Karl-Josef Laumann, beschlossen. "Wir fordern die Gesundheitsminister auf, die Feuerwehrleute im Einsatzdienst endlich entsprechend unserer Einsatzgefahren in der Impfreihenfolge zu priorisieren. Die Unterstützung des Rettungsdienstes ist in vielen Städten und Gemeinden inzwischen die häufigste Einsatzart. Wenn wir ständig mit Muskelkraft oder mit Drehleitern den Rettungsdienst beim Patiententransport unterstützen, dann sind die Infektionsgefahren für uns mit denen im Rettungsdienst vergleichbar. Viele Ehrenamtler in den Feuerwehren haben zunehmend Probleme, für solche Infektionsrisiken aus dem Ehrenamt in ihren Familien Akzeptanz zu finden", berichtet Bernd Schneider (Siegen), Stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der Feuerwehren in NRW.

    19.25 Uhr: Ein positiver Coronavirus-Test vor Beginn der Eiskunstlauf-WM

    Zwei Tage vor Eröffnung der Eiskunstlauf-WM in Stockholm ist ein positiver Test auf das Coronavirus festgestellt worden. Wie die Internationale Eislauf-Union am Montag mitteilte, ist bei einer der Testrunden ein positiver Fall identifiziert worden. "Die ISU und das Organisationskomitee werden die Privatsphäre der betreffenden Person respektieren und die übrigen Veranstaltungsteilnehmer intern über die Situation informieren", hieß es in einer Mitteilung.

    19.20 Uhr: Corona-Anstieg durch geringe Impfraten, Frust und Öffnungen

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Corona-Strategien, die hauptsächlich auf Impfungen setzen. Lockerungsschritte, gepaart mit noch niedrigen Impfraten und Corona-Müdigkeit, führten zu steigenden Neuinfektionen in Europa und anderen Regionen, sagten WHO-Vertreter am Montag in Genf. Der globale Anstieg werde in Europa zusätzlich durch ansteckendere Virusvarianten befeuert, sagte Maria Van Kerkhove, die oberste Corona-Expertin der UN-Behörde. "Das ist eine sehr gefährliche Kombination", sagte sie. Die wöchentliche Zahl an Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19 sei in der Vorwoche erstmals nach rund eineinhalb Monaten wieder leicht gestiegen, berichtete Van Kerkhove. Die globalen Infektionszahlen kletterten im Wochenvergleich um acht Prozent. In Europa waren es zwölf Prozent. Der amerikanische Kontinent und Afrika waren die einzigen Weltregionen mit leicht fallendem Trend.

    19.15 Uhr: Streit um Impfstoff-Lieferungen drückt Pfund

    Ein drohendes Exportverbot von Coronavirus-Impfstoffen aus der EU nach Großbritannien setzt dem Pfund Sterling zu. Es verbilligt sich um 0,3 Prozent auf 1,1608 Euro. "Aus Marktsicht ist es positiv für den Euro, wenn sich die EU einen größeren Anteil an Impfstoffen für die eigene Bevölkerung sichert", sagt Anlagestratege Kenneth Broux von der Bank Societe Generale.

    19.05 Uhr: Bulgarien bietet Biontech Zusammenarbeit an

    Bulgarien hat dem Gründer des Mainzer Corona-I mpfstoff-Herstellers Biontech, Uğur Şahin, Zusammenarbeit bei der Herstellung von Impfstoffen angeboten. Wie die Regierung in Sofia mitteilte, habe Bulgariens Regierungschef Boiko Borissow in einem Telefonat mit Şahin am Montag die "langjährige Tradition" seines Landes bei der Herstellung von Arzneimitteln und Impfstoffen hervorgehoben. Borissow habe danach Şahin eingeladen, Bulgarien zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild von dem Unternehmen BulBio zur verschaffen, das dem Gesundheitsministerium gehört. Dort werden Arzneimittel und auch Tuberkulose-Impfstoff für den Export hergestellt. "Der Wendepunkt im Kampf mit Covid-19 ist die Schaffung von Impfungen", sagte Borissow.

    19.00 Uhr: Keine Lockerung der Kontaktregeln für Besuche über Ostern

    Bund und Länder wollen die strengen Kontaktregeln für Verwandtenbesuche über Ostern nicht lockern. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus mehreren Quellen aus den Beratungen von Bund und Ländern. Ein endgültiger Beschluss über die künftigen Maßnahmen stand aber noch aus. Vor den Beratungen war im Gespräch, über Ostern die Kontaktregeln leicht zu lockern und Verwandtenbesuche in einem größeren Rahmen als bislang zu erlauben. Konkret lag ein Vorschlag vor, Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis zu erlauben. Dies sah ein Punkt in einem Beschlussentwurf hervor, der am Montagvormittag vom Kanzleramt verschickt worden war. Dort hieß es als Vorschlag: "Anders als im Lockdown über Ostern im letzten Jahr sollen Verwandtenbesuche in diesem Jahr möglich sein."

    18.55 Uhr: Tschechische Regierung will Notstand bis Ende April verlängern

    Die Minderheitsregierung in Tschechien will den Corona-Notstand um einen Monat bis zum 27. April verlängern. Das beschloss das Kabinett am Montag in Prag. Man müsse den "Kampf zu Ende führen", sagte Innenminister Jan Hamacek. Das Parlament muss noch zustimmen, könnte sich aber für einen kürzeren Zeitraum entscheiden. Auf der Grundlage des Ausnahmezustands ist unter anderem die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Die Menschen dürfen derzeit ihren Bezirk nur in Ausnahmefällen verlassen. Die Corona-Lage in dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern bessert sich, wenn auch nur langsam. Auf dem Höhepunkt der Krise hatte Tschechien andere Länder wie Deutschland und Polen um Hilfe bei der Behandlung von Corona-Patienten gebeten. Diese Gesuche habe man nun wieder zurückgezogen, sagte Hamacek. "Aktuell sieht es danach aus, dass wir die Situation mit eigenen Mitteln beherrschen können."

    18.50 Uhr: Unterbrechung bei Bund-Länder-Gesprächen

    Bei den Verhandlungen zwischen den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel gibt es eine Unterbrechung. Zuvor hatten sich Länderchefs und die Bundesregierung beim Thema verhakt, welche Reisen angesichts der steigenden Zahl der Infektionen über Ostern möglich sein sollen. Schon im Kreis der Ministerpräsidenten hatte es dazu zuvor keine Einigung gegeben, weil die Küstenländer auf "kontaktarme Reisen" in ihren Ländern pochen.

    18.45 Uhr: Lehrerverband rebelliert gegen die Staatsregierung

    Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) geht auf die Barrikaden. In einem Brandbrief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte der BLLV am Montag ultimativ ein Impfangebot für alle Lehrer und warf dem Kultusministerium rechtswidrige Weisungen vor. Das Ministerium wolle freiwillige Corona-Selbsttests von Schülerinnen und Schülern unter Aufsicht von Lehrerinnen und Lehrern durchführen lassen. Dabei könnten sich Lehrerinnen und Lehrer aber mit dem Virus infizieren, weil sie keine Schutzanzüge und Schildmasken wie das Testpersonal in der Medizin erhielten, beklagte der BLLV. Junge Schüler könnten sich bei dem Selbsttest mit einem Wattestäbchen in der Nase verletzen - die Lehrer seien notfallmedizinisch nicht ausgebildet. Außerdem sei der Datenschutz nicht gewährleistet, und zudem falle auch noch Unterrichtszeit aus. Aus diesen Gründen seien die Anweisungen des Kultusministers rechtswidrig und müsse umgehend zurückgenommen werden.

    18.35 Uhr: Schweiz lässt J&J-Impfstoff zu - kauft ihn aber nicht

    In der Schweiz ist der Corona-Impfstoff des US-Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson zugelassen worden. Es ist der dritte Impfstoff, den die Arzneimittelbehörde Swissmedic freigibt. Die Schweiz hat bei J&J unter Verweis auf eine späte Lieferung erst im Laufe des Jahres jedoch keine Impfdosen bestellt. Die Alpenrepublik hat sich bislang rund 36 Millionen Dosen von anderen Herstellern gesichert. Zugelassen sind bislang auch die Vakzine von Pfizer/BioNTech und Moderna. Nach keine Freigabe haben AstraZeneca, CureVac und Novavax erhalten.

    18.25 Uhr: Österreich verschiebt weitere Öffnungen

    Österreich untersagt weiterhin die Bewirtung unter freiem Himmel. Die Gastgärten werden angesichts des raschen Anstiegs der Corona-Infektionen nicht wie geplant am Samstag öffnen. Öffnungsschritte sollen nach Ostern stattfinden, sobald es die Situation auf den Intensivstationen erlaube, sagt Kanzler Sebastian Kurz nach Gesprächen mit Experten, Landeschefs und der Opposition. Aufgrund der hohen Inzidenzwerte in der Hauptstadt Wien und im Osten des Landes, sollen in den nächsten Tagen eigene Maßnahmen für die Region ausgearbeitet werden.

    18.20 Uhr: Länder haben Zugriff auf "ausreichend" Corona-Tests

    Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Bundesländer in den kommenden Wochen genügend viele Coronatests zur Verfügung haben werden. Die Taskforce Testlogistik vermittelte den Ländern abrufbare Kontingente von mehr als 130 Millionen Selbsttests für März und April, zeigt eine Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums.Außerdem gibt es demnach auch genügend Schnelltests zur Anwendung durch geschultes Personal - allein im März seien 150 Millionen Stück bestellbar. Insgesamt liege das verfügbare Kontingent bei knapp 900 Millionen Tests. Für Bestellung und Verteilung sind den Angaben zufolge die Länder zuständig. Laut einem Bund-Länder-Beschluss soll jeder Mensch in Deutschland mindestens einen kostenlosen Schnelltest pro Woche durchführen lassen können.

    18.05 Uhr: Studie: Ansteckungen vor allem im privaten Bereich

    Die dritte Corona-Welle wird nach Ansicht von Wissenschaftlern zu deutlich höheren Inzidenzwerten führen als in der zweiten Welle. Auch das fortschreitende Impfprogramm, eine potentielle Notbremse von Bund und Ländern sowie das wärmer werdende Wetter könnten daran nichts ändern, ergeben Simulationen der Technischen Universität Berlin. Sie zeigen auch: Die Ansteckungsgefahr ist dann am größten, wenn sich Menschen länger ohne Maske im selben Raum aufhalten. "Infektionen finden praktisch nur in Innenräumen in den Bereichen eigener Haushalt, private Besuche, Arbeit und Schule statt, wenn es dort zu länger andauernden und ungeschützten Kontakten - also ohne Maske - kommt, heißt es in einer Pressemitteilung der TU Berlin.

    17.50 Uhr: New York lässt Menschen ab 50 Jahren impfen

    Angesichts der gut voranschreitenden Corona-Impfkampagne in den USA weitet der Bundesstaat New York den Kreis der Berechtigten für die Immunisierung weiter aus. Ab morgen dürfen sich alle Bürger ab 50 Jahren mit einem der drei zur Verfügung stehenden Mittel impfen lassen, teilte Gouverneur Andrew Cuomo mit. Zusätzlich dürfen sich schon seit einiger Zeit Menschen mit speziellen Vorerkrankungen oder bestimmten Berufen, wie etwa Lehrer, Hausmeister oder Restaurant-Mitarbeiter impfen lassen. Insgesamt haben mehr als 25 Prozent der Einwohner in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern bereits zumindest eine Impfdosis bekommen. Landesweit sieht es ähnlich aus.

    17.45 Uhr: Innenminister droht Organisatoren von Karnevalsumzug in Marseille

    Ein ungenehmigter Karnevalsumzug meist junger Menschen in Marseille hat in Frankreich ein Nachspiel. Innenminister Gérald Darmanin kündigte am Montag an, die Organisatoren sollten herausgefunden werden, um sie zu belangen. Ministeriumssprecherin Camille Chaize hatte zuvor die Veranstaltung, bei der die meisten der insgesamt 6500 Teilnehmer laut Medien keine Masken trugen, als «nicht hinnehmbar» bezeichnet. Es handele sich um einem Affront gegen Pfleger und medizinisches Personal, sagte sie im Sender BFMTV. Die Veranstaltung war nicht bei der Präfektur angemeldet. Yannick Ohanessian, einer der Vizebürgermeister der Hafenstadt, forderte Teilnehmer via BFMTV auf, sich so rasch wie möglich testen zu lassen. Die Polizei war erst am Sonntagabend in der Nähe des Alten Hafens im Stadtzentrum eingeschritten, um die Veranstaltung aufzulösen. Darmanin sagte bei einem Besuch außerhalb von Paris, es seien viele Familien mit Kindern dabei gewesen, deshalb habe sich die Polizei zunächst zurückgehalten. Außerdem hätten rund 400 Menschen aus dem linksradikalen Lager teilgenommen. Es wurden neun Menschen festgenommen, Dutzende wurden kostenpflichtig verwarnt, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Ministeriumssprecherin berichtete.

    17.30 Uhr: Tschechische Regierung will Notstand bis Ende April verlängern

    Die Minderheitsregierung in Tschechien will den Corona-Notstand um einen Monat bis zum 27. April verlängern. Das beschloss das Kabinett am Montag in Prag. Man müsse den "Kampf zu Ende führen", sagte Innenminister Jan Hamacek. Das Parlament muss noch zustimmen, könnte sich aber für einen kürzeren Zeitraum entscheiden. Auf der Grundlage des Ausnahmezustands ist unter anderem die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Die Menschen dürfen derzeit ihren Bezirk nur in Ausnahmefällen verlassen.

    17.25 Uhr: Kremlchef Putin will sich gegen Corona impfen lassen

    Kremlchef Wladimir Putin will sich nach langem Zögern nun doch an diesem Dienstag gegen das Coronavirus impfen lassen. «Übrigens, ich beabsichtige morgen, das selbst zu tun», sagte der Präsident am Montag bei einer Video-Konferenz zur Impfkampagne in Russland. Welcher Wirkstoff ihm verabreicht wird, verriet Putin allerdings nicht. Sein Sprecher Dmitri Peskow sagte der Staatsagentur Tass zufolge, dass Putin eines der drei russischen Vakzine erhalten werde. Alle drei seien gut und zuverlässig. Russland hat neben dem international bekannten Impfstoff Sputnik V zwei weitere: EpiVacCorona und seit einem Monat CoviVac. Der 68 Jahre alte Putin hatte seit Monaten auf mehrfache Journalistenfragen immer wieder offen gelassen, wann er sich impfen lassen wird. Sputnik V ist seit mehr als einem halben Jahr auf dem russischen Markt, aber erst seit Ende Dezember für Menschen über 60 Jahre zugelassen. In Russland haben sich Putin zufolge erst 4,3 Millionen Menschen impfen lassen - das sind lediglich knapp drei Prozent der Bevölkerung des Riesenreichs. 6,3 Millionen Menschen hätten bislang die erste von zwei Komponenten einer Impfung erhalten.

    17.15 Uhr: Verfassungsgerichtshof lässt aktuelle Corona-Verordnung in Kraft

    Die aktuelle bayerische Corona-Verordnung bleibt komplett in Kraft, inklusive der weiterhin geltenden Beschränkungen in Hotspots. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof lehnte es in einer am Montag veröffentlichten Entscheidung ab, einzelne Vorschriften darin durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen.

    Die Antragsteller hatten Popularklage gegen Corona-Auflagen erhoben, die grundsätzlich oder erst bei Überschreiten des Schwellenwerts einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 gelten. Sie hatten laut Gericht argumentiert, die Vorschriften zum Distanzunterricht in Schulen, zur Schließung von Kitas, zu Öffnungsverboten für bestimmte Handels- und Dienstleistungsbetriebe und zur fortgesetzten Schließung von Gastronomiebetrieben und Kultureinrichtungen seien grundrechtswidrig.

    Der Verfassungsgerichtshof lehnte den Erlass einer einstweiligen Anordnung allerdings ab. Bei überschlägiger Prüfung sei nicht davon auszugehen, dass die Popularklage in der Hauptsache offensichtlich erfolgreich sein werde. "Nach gegenwärtigem Stand ist nicht erkennbar, dass die angegriffenen Vorschriften aufgrund ihres Regelungsinhalts offensichtlich verfassungswidrig sein könnten."

    17.00 Uhr: Lockdown in Deutschland bis 18. April verlängert

    Bund und Länder sind sich in den Beratungen nach Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen einig, dass der Lockdown bis zum 18. April verlängert werden soll. Das sei nicht strittig gewesen, heißt es aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den 16 Ministerpräsidenten.

    16.00 Uhr: Söder beharrt bei "Notbremse" auf Landkreis-Ebene

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder beharrt in den Gesprächen unter den Ministerpräsidenten nach Angaben aus Teilnehmerkreisen darauf, dass die "Notbremse" bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 nicht für das ganze Bundesland, sondern nur auf Landkreis-Ebene gelten soll. Er habe Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher widersprochen, der vorgeschlagen habe, Verschärfungen der Maßnahmen bei einem Wert über 100 im gesamten betroffenen Bundesland einzuführen. Söder wolle Landkreise offen halten, die eine Inzidenz unter 100 oder sogar unter 50 haben. Deshalb sei eine "regionale Umsetzung" wichtig.

    15.50 Uhr: Scholz plant für 2022 nochmals 81,5 Milliarden Euro neue Schulden

    Wegen der Corona-Krise will Finanzminister Olaf Scholz (SPD) im kommenden Jahr noch einmal neue Schulden in Höhe von rund 81,5 Milliarden Euro aufnehmen. Wie am Montag aus dem Finanzministerium verlautete, ist für das laufende Jahr 2021 zudem ein Nachtragshaushalt mit 60,4 Milliarden Euro zusätzlichen Schulden geplant.

    14.45 Uhr: Klinik-Mitarbeiterin verstirbt nach Corona-Impfung

    Eine Mitarbeiterin des Klinikums Immenstadt ist kurz nach einer Corona-Impfung schwer erkrankt und gestern gestorben. Das teilen der Landkreis Oberallgäu und der Klinikverbund Kempten mit. Die Frau hat kürzlich die erste Astrazeneca-Impfung erhalten. Ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Impfstoff ist nicht ausgeschlossen, heißt es am Klinikum. Um die Todesursache abschließend zu klären, werde der Leichnam obduziert. Das Gesundheitsamt Oberallgäu habe unmittelbar nach Bekanntwerden der Umstände das Bayerische Gesundheitsministerium über den Vorfall informiert, erklärt der Landkreis.

    Das für die Bearbeitung von Impfkomplikationen zuständige Paul-Ehrlich-Institut wurde bereits von der Klinik informiert. Weiter heißt es, das Gesundheitsamt habe bereits eine Anfrage an das Paul-Ehrlich-Institut und die Ständige Impfkommission gestellt, ob eine Verabreichung des Impfstoffs von Astrazeneca vorwiegend nur noch an Personen zum Beispiel über 60 Jahre erfolgen soll. - Die verstorbene Mitarbeiterin war jünger als 55, sie arbeitete als Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Klinik Immenstadt.

    14.40 Uhr: Johnson: Werden dritte Welle vom Kontinent auch zu spüren bekommen

    Der britische Premierminister Boris Johnson rechnet auch für Großbritannien mit Auswirkungen durch die dritte Coronavirus-Welle auf dem europäischen Kontinent. Das sagte der konservative Politiker am Montag beim Besuch eines Unternehmens im nordenglischen Preston. "Die Menschen in diesem Land sollten sich keine Illusionen machen. Die Erfahrung zeigt, dass eine Welle, die unsere Freunde trifft, auch bei uns landen wird", so Johnson. Aus diesem Grund werde das Impfprogramm mit voller Kraft fortgesetzt. Die Entwicklung und Herstellung von Vakzinen seien internationale Projekte, die internationaler Kooperation bedürften, betonte er.

    14.30 Uhr: Wieder 3000: Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen steigt

    Nach den ersten vorsichtigen Lockerungen in der Pandemie ist die Zahl der Corona-Patienten auf Deutschlands Intensivstationen wieder angestiegen. Mit mehr als 3.000 belegten Betten liegt die Belastung im Moment erneut so hoch wie zu den Spitzenzeiten in der ersten Welle im Frühjahr 2020. Das geht aus dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervor.

    "Wir starten jetzt auf den Intensivstationen in die dritte Welle und das auf einem sehr hohem Niveau. Davor hatten wir bereits Ende Februar gewarnt und das bereitet uns große Sorgen", sagte Divi-Präsident Gernot Marx. Nach Divi-Daten wurden am Montag 3.145 Covid-19-Patienten auf deutschen Intensivstationen behandelt. "Wir erwarten in den nächsten Wochen einen rasanten Anstieg der Patienten, da die Welle der Intensivpatienten immer zwei bis drei Wochen der Infektionswelle nachrollt", ergänzte Marx. Es lasse sich daher erst für die Zeit ab Mitte April etwas an den Zahlen ändern.

    13.54 Uhr: Litauens Staatsführung mit Astrazeneca gegen Corona geimpft

    In Litauen ist die politische Führung des Landes vor laufender Kamera gegen Corona geimpft worden. Staatspräsident Gitanas Nauseda und Regierungschefin Ingrida Simonyte bekamen in Vilnius jeweils die erste von zwei Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca verabreicht. Damit sollte nach dem zeitweisen Stopp der Corona-Impfungen das Vertrauen in das Mittel demonstriert werden. Auch Parlamentspräsidentin Viktorija Cmilyte-Nielsen und Gesundheitsminister Arunas Dulkys sollten am Montag einen schützenden Pieks erhalten.

    Litauen hatte wie viele andere europäische Länder in der Vorwoche die Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff vorübergehend ausgesetzt, um mögliche Nebenwirkungen zu prüfen. Nach der Freigabe durch die Europäische Arzneimittelbehörde wird das Präparat in dem baltischen EU-Land wieder gespritzt.

    13.50 Uhr: Giffey für flächendeckende Corona-Tests auch bei Kita-Kindern

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat flächendeckende Corona-Tests auch für Kita-Kinder gefordert. "Die Inzidenzwerte bei Kita-Kindern sind in den vergangenen Tagen nachweisbar angestiegen", erklärte Giffey in Berlin. Deshalb sei es notwendig, alle Altersstufen bei den Selbsttests in Schulen und Kitas zu berücksichtigen. Dabei müssten Kita-Kinder "stärker in den Blick genommen werden".

    Es reiche nicht, allein die Erwachsenen und das Personal in den Einrichtungen regelmäßig zu testen, erklärte Giffey. "Wenn wir die Kindertagesbetreuung in Kitas und in der Kindertagespflege aufrecht erhalten wollen, werden wir nicht umhin kommen, auch die Kinder zu testen." Dies sollte durch die Eltern vor dem Besuch der Einrichtung geschehen.

    13.44 Uhr: Staatskanzlei bezeichnet BLLV-Forderungen als schlechten Stil

    Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) hat kein Verständnis für die Ankündigung vom Lehrerverband BLLV, ungeimpfte Pädagogen könnten nach den Osterferien nicht zurück ins Klassenzimmer. "Ultimaten zu stellen ist ein schlechter Stil", sagte Bayerns Corona-Koordinator, zumal, wenn ein solches an den Dienstherren gestellt werde. Nicht jeder könne seine Arbeit einstellen, bloß weil er noch nicht geimpft sei.

    Herrmann verwies etwa auf die Lage der Polizisten, die anders als Lehrer oft bei ihren Einsätzen Körperkontakt mit fremden Menschen hätten - und diese Beamten arbeiteten auch weiter, mit und ohne Impfung.

    Bayerns größte Lehrervertretung hatte zuvor in einem Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geschrieben: "Wenn die Lehrerinnen und Lehrer und alle an der Schule Beschäftigten am 1. Schultag nach den Osterferien wieder einen Fuß in die Schule setzen sollen, müssen im Vorfeld alle ein Impfangebot erhalten haben." Ansonsten könnten die Betroffenen nur Distanzunterricht anbieten. Impfung müsse vor Öffnung kommen, hieß es.

    13.38 Uhr: Zehn Tage Teil-Lockdown in Bulgarien

    In Bulgarien gilt ab Montag wegen besorgniserregend steigender Corona-Fallzahlen erneut ein Teil-Lockdown. Bis Ende März schließen Restaurants und Cafés, Fitnessstudios und Sportzentren sowie Kitas, Schulen und Universitäten - zum dritten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie. Auch Theater, Kinos und Museen sowie größere Nicht-Lebensmittelgeschäfte mussten schließen. Lokale und Geschäfte hatten am Wochenende noch Kunden empfangen. In dem EU-Land waren erst Anfang März die meisten Corona-Beschränkungen aufgehoben worden.

    In dem Balkanland wurden nach amtlichen Angaben vom vergangenen Donnerstag 483 Neuansteckungen pro 100.000 Menschen binnen zwei Wochen verzeichnet. Bulgarien steht ab Sonntag auf der deutschen Liste der Hochinzidenzgebiete. Hotspots sind neben der Hauptstadt Sofia auch die Regionen Burgas und Warna am Schwarzen Meer.

    13.22 Uhr: Tourismusbranche gegen Pflicht-Quarantäne für Reise-Rückkehrer

    Die Tourismusbranche befürchtet, dass Bund und Länder eine verpflichtende Quarantäne für Urlaubs-Rückkehrer beschließen könnten. In einem Brief der Lobbyverbände DRV und BDL an die Bundesregierung heißt es: "Ein solcher Beschluss wäre nach Auffassung der Reise- und Luftverkehrswirtschaft unverhältnismäßig, nicht zielführend und würde zudem die Gesundheitsbehörden überfordern."

    Sollte die Politik dies dennoch umsetzen, seien für die Branche Entschädigungen notwendig, da das Geschäft seit März 2020 fast vollständig zum Erliegen gekommen sei. Die bisherigen Staatshilfen ersetzten nur einen Teil der Kosten: "Der angedachte Beschluss würde Zehntausende Arbeitsplätze gefährden und die angeschlagenen Unternehmen in ihrer Existenz bedrohen".

    Der nun debattierte Beschluss einer faktischen Pflichtquarantäne "zielt offenkundig unter anderem darauf ab, Osterreisen nach Mallorca zu verhindern", kritisierten DRV und BDL. Die Lobbyverbände betonten, dass die Inzidenz auf Mallorca sehr gering und die Auflagen sehr streng seien.

    13.14 Uhr: Glockenläuten und Kreidekreuze für Corona-Opfer in Tschechien

    Tschechien hat ein Jahr nach Beginn der Coronavirus-Pandemie der Opfer gedacht. Um 12.00 Uhr mittags läuteten im ganzen Land die Kirchenglocken. Dazu hatten die Kirchen und eine Bürgerinitiative aufgerufen. Bisher starben nach offiziellen Angaben mehr als 24.800 Menschen, die zuvor positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden waren. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

    Auf einem zentralen Platz in Prag tauchten am Morgen Tausende Kreidekreuze auf, die an die Toten erinnern sollten. Hinter der Aktion auf dem Altstädter Ring stand die regierungskritische Bürgerinitiative "Eine Million Augenblicke für Demokratie". "Viele von ihnen sind unnötig gestorben", schrieb ihr Vorsitzender Benjamin Roll bei Twitter. Dafür trage die Regierung die Verantwortung.

    13.01 Uhr: Altkanzler Schröder fordert Einsatz von Sputnik V

    Altbundeskanzler Gerhard Schröder fordert die schnelle Prüfung, Zulassung und Verwendung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V. "Man muss die Ideologie beiseitelassen und sagen: Wir nehmen, was wir kriegen können und was hilft", sagte Schröder bei dem Videocast "19 - die Chefvisite". Vor allem die Europäische Arzneimittelbehörde EMA "sollte flotter vorankommen".

    Kritik übte Schröder an der Bundesregierung, die "keine nationale Impfreserve aufgebaut" habe: "Da sind Fehler gemacht worden." Die EU-Bürokratie sei "überfordert" bei der Beschaffung von Impfstoffen für alle Mitgliedsstaaten. Zudem sei es ein Fehler gewesen, nicht gleich auf eine Strategie von Tests und Kontaktverfolgung zu setzen. Angesichts steigender Infektionszahlen bleibe der heute mit Bundeskanzlerin Merkel (CDU) tagenden Ministerpräsidentenkonferenz wohl nur die Entscheidung zu "zumindest regionalen Verschärfungen des Lockdowns".

    12.48 Uhr: Gesundheitsministerium braucht weitere 5,86 Mrd Euro

    Das Bundesgesundheitsministerium hat beim Finanzministerium weitere Ausgaben von rund 5,86 Milliarden Euro zur Bewältigung der Corona-Pandemie beantragt. Dies geht laut dcer Nachrichtenagentur Reuters aus einer Vorlage des Finanzministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor. Demnach sind bis zu 3,3 Milliarden Euro Kosten für die sogenannten Bürgertestungen und andere vom Bund zu tragende Testausgaben vorgesehen. Rund 1,5 Milliarden Euro werden eingeplant als Vergütung für Impfungen in Arztpraxen in den Monaten April bis Juni. Für April seien vorerst insgesamt 3,5 Millionen Impfungen in Arztpraxen geplant. Diese Zahl solle sich auf bis zu 7,5 Millionen Impfungen pro Woche im Juni steigern. Zudem ist eine Milliarde Euro für weitere Ausgleichszahlungen an Krankenhäuser vorgesehen.

    12.29 Uhr: Oberverwaltungsgericht kippt Beschränkungen in NRW-Einzelhandel

    Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hat die Corona-Beschränkungen im Einzelhandel teilweise gekippt. Wie das Gericht mitteilte, entfallen ab sofort die Kundenbegrenzung pro Quadratmeter sowie die bislang erforderliche Terminbuchung. Die Regelungen verstoßen nach Auffassung des Gerichts "in ihrer derzeitigen Ausgestaltung" gegen den verfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz.

    Auf Grundlage der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes können seit dem 8. März wieder alle Einzelhändler öffnen. Für die bereits zuvor von der Schließung ausgenommenen Geschäfte wie etwa Supermärkte ließ die Verordnung einen Kunden pro zehn beziehungsweise 20 Quadratmeter Verkaufsfläche zu. Im übrigen NRW-Einzelhandel wurde hingegen der Zutritt auf einen Kunden pro 40 Quadratmeter nach vorheriger Terminvergabe festgelegt. Diese Regelung setzte das OVG nun außer Vollzug.

    Bei der Pandemiebekämpfung bestehe zwar ein Gestaltungsspielraum des Verordnungsgebers, erklärte das Gericht. Der Verordnungsgeber überschreite aber seinen Spielraum, wo ein einleuchtender Grund für eine weitere Differenzierung fehle. Der Beschluss ist unanfechtbar.

    12.25 Uhr: Weitere Skigebiete beenden nie begonnene Saison

    Nach Skigebieten im Allgäu und in Garmisch-Partenkirchen haben auch die Gebiete Sudelfeld, Spitzingsee und Brauneck die Saison endgültig abgesagt. Da bei steigenden Infektionszahlen in Bayern weitere Öffnungsschritte wohl ausgeschlossen seien, werde es in den Alpen Plus-Gebieten keinen Skibetrieb mehr geben, teilte der Verbund am Montag mit.

    "Dass es tatsächlich zu einem monatelangen Lockdown kommt und wir unsere Leistungen in dieser Wintersaison überhaupt nicht anbieten dürfen, war nicht abzusehen und hätten wir auch nie erwartet", sagte Peter Lorenz, Sprecher des Alpen Plus-Verbundes: "Das ist wirklich bitter und tut uns in der Seele weh, zumal bei den diesjährigen Schneeverhältnissen in unseren Gebieten trotz Betriebsverbot jede Menge los ist." Saisonskipasskunden bekommen ihr Geld zurück oder können den Pass auf die nächste Saison übertragen.

    12.11 Uhr: Ökonomen - Längerer Lockdown dämpft Aufschwung

    Die erwartete Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April verzögert Ökonomen zufolge die wirtschaftliche Erholung in Deutschland. "Der eigentlich für das Frühjahr erwartete Aufschwung dürfte nun eher ab dem Frühsommer einsetzen", sagte der Deutschland-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Stefan Schneider, der Nachrichtenagentur Reuters. Zwar sei im bevorstehenden zweiten Quartal noch ein spürbares Wachstum drin, auch bei einem bis 18. April verlängerten Lockdown. "Allerdings dürfte es nicht so stark ausfallen, wie wir das ursprünglich gedacht hatten." Er rechne nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von zwei Prozent zum Vorquartal. Bislang waren die Ökonomen der Deutschen Bank von einem doppelt so kräftigen Plus ausgegangen.

    "Wir werden noch einige Wochen des Auf und Ab erleben", sagte der Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claus Michelsen. Die Spitze der Infektionswelle dürfte nach den Osterfeiertagen erreicht werden, ehe sie abebbe. "Ab August halten wir eine nachhaltigere Erholung für möglich, wenn das Stop and Go für die Wirtschaft mal ein Ende hat", sagte Michelsen. Auch er erwartet ein Wachstum von zwei Prozent im zweiten Quartal, nach einem kräftigen Rückgang von etwa anderthalb Prozent im ablaufenden ersten Vierteljahr.

    11.32 Uhr: Keine Fans beim Topspiel Leipzig gegen München

    Die Hoffnungen auf eine Rückkehr von Fans beim Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga zwischen RB Leipzig und Bayern München an Ostern haben sich vorerst zerschlagen. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte am Montag, es sei "momentan völlig illusorisch, in Sachsen vor Zuschauern Fußball zu spielen. Das ist in den nächsten Wochen nicht denkbar." Dabei bezog sich der SPD-Politiker explizit auch auf das Duell am 3. April, bei dem im Rahmen eines Modellprojekts die Zulassung von 999 Zuschauer geplant war. Jung verwies jedoch auf die bestehende sächsische Corona-Schutzverordnung, die eine schnelle Fan-Rückkehr nicht zulasse.

    11.12 Uhr: Spahn: Neun Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft

    Nach Angaben der Bundesregierung sind inzwischen neun Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft worden - mehr als 7,5 Millionen Bürger. Einen vollen Schutz nach der zweiten Impfung hätten 3,3 Millionen, schreibt Gesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter. Verimpft wurden demnach bislang etwa 8,5 Millionen Dosen Pfizer/Biontech, 1,9 Millionen Dosen Astrazeneca und 410.000 Dosen Moderna.

    11.11 Uhr: Zahl der Haustiere in Pandemie um fast eine Million gestiegen

    Die Zahl der Haustiere erhöhte sich in der Pandemie um fast eine Million auf knapp 35 Millionen. Vermutlich auch deshalb haben die Verbraucher in Deutschland im Corona-Jahr 2020 deutlich mehr Geld für ihre Haustiere ausgegeben. Insgesamt stieg der Umsatz der deutschen Heimtierbranche um gut 5 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Euro, wie der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) und der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZFF) am Montag mitteilten. Die Pandemie habe spürbaren Einfluss auf die Entwicklung gehabt, betonte der ZFF-Präsident Norbert Holthenrich. "Heimtiere sind für viele Menschen Familienmitglieder, für deren Gesundheit Tierhalter bereit sind, Geld auszugeben.

    11.07 Uhr: Entwurf: Vorschlag einer Quarantäne-Pflicht für Urlaubs-Rückkehrer

    Bund und Länder werden bei ihren Beratungen auch über mögliche Quarantäne-Vorschriften bei Auslandsreisen sprechen. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden neuen Entwurf für die Beratungen hervor. Darin werden beim Streitthema Reisen verschiedene Varianten genannt: "Reisen, insbesondere Urlaubsreisen ins Ausland müssen ... unabhängig von Inzidenzen im Zielland mit einer epidemiologisch gebotenen Quarantäne und einer Testpflicht vor Rückreise und bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland verbunden sein", lautet eine Version. In einer zweiten, weniger weitgehenden Variante heißt es, dass die Bundesregierung "zügig im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten entscheiden (soll), in welchen Fällen eine Testpflicht und in welchen Fällen eine Quarantäne bei Einreise unabhängig von Inzidenzen im Reiseland erforderlich ist". Dies könnte auch Reisen nach Mallorca betreffen.

    10.52 Uhr: Kik-Chef: Erneute Schließung des Handels wäre "Vollkatastrophe"

    Der Chef des Textil-Discounters Kik geht von monatelangen Folgen für das Geschäft auch nach dem kompletten Ende der Beschränkungen aus. "Selbst wenn ab morgen wieder alles normal wäre, würden wir mindestens eineinhalb Jahre brauchen, um unsere Prozesse wieder zu ordnen", sagt Patrick Zahn dem Sender NTV laut redaktioneller Fassung. Im Moment würden Millionen für Lagerflächen gezahlt, damit Produkte nicht weggeworfen würden. Dieses Geld fehle für Investitionen etwa in Digitalisierung und Expansionen. Eine erneute Schließung des Handels wäre eine "Vollkatastrophe", sagt Zahn dem Sender weiter.

    10.24 Uhr: Tourismus-Beauftragter verteidigt Mallorca-Freigabe

    Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, verteidigt die Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca. Eine Warnung sei wegen der dortigen Inzidenz von unter 30 Fällen je 100.000 Einwohner nicht mehr angemessen, sagt Bareiß dem Sender Phoenix laut redaktioneller Fassung. Eine Reise nach Mallorca sei sicher. "Für mich war es bitter, dass wir Mallorca möglich machen und dass es dort keine Reisewarnung mehr gibt, aber das Schwarzwaldhotel oder das Hotel an der Ostsee muss weiterhin geschlossen bleiben."

    10.24 Uhr: Grütters: Kultur bei Öffnungen vorrangig berücksichtigen

    Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat angesichts der aktuellen Corona-Beschränkungen gefordert, "die Kultur bei allen Öffnungsstrategien vorrangig zu berücksichtigen". Gerade in diesen Zeiten werde Kultur als Raum für demokratische Debatten und für den gesellschaftlichen Austausch benötigt, erklärte Grütters am Montag in Berlin.

    10.22 Uhr: Dritte Corona-Welle: Deutlich mehr Menschen stecken sich an

    Die Infektionslage in Deutschland verschlechtert sich rasant. So steckten sich zuletzt knapp 60 Prozent mehr Menschen nachweislich mit dem Coronavirus an als noch vor zwei Wochen. Das Robert Koch-Institut gab die sogenannte 7-Tage-Inzidenz - also die Zahl an Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche - am Montagmorgen mit 107,3 an. Das ist der höchste Stand seit 26. Januar. Vor 14 Tagen lag die Inzidenz noch bei 68,0. Das Infektionsgeschehen hatte um Weihnachten herum seinen bisherigen Höhepunkt erreicht. Dann waren die Zahlen bis etwa Mitte Februar deutlich gefallen. Ein Grund für den erneuten Anstieg - trotz Lockdowns - dürfte die ansteckendere und wohl auch etwas gefährlichere Corona-Variante B.1.1.7 sein, die das Infektionsgeschehen in Deutschland mittlerweile dominiert.

    Experten befürchten, dass die ersehnte saisonale Entspannung im Frühjahr durch die Variante schwächer ausfällt als erhofft. Grundsätzlich würden Umweltfaktoren wie etwa UV-Strahlen und höhere Temperaturen sowie das vermehrten Aufhalten im Freien in der wärmeren Jahreszeit helfen, das Infektionsgeschehen zu bremsen, sagte der Virologe Ulf Dittmer der Deutschen Presse-Agentur. "Dieser Vorteil könnte jetzt - und das ist ein wenig die Gefahr - von den Mutanten aufgefressen werden."

    10.17 Uhr: Johnson will mit EU über Impfstoff-Lieferungen sprechen

    Im Streit um einen möglichen Exportstopp der EU von Corona-Impfstoffen nach Großbritannien sucht der britische Premierminister Boris Johnson nun das Gespräch. Johnson wolle noch vor dem EU-Gipfel diese Woche bei Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron dafür werben, die Ausfuhr nicht zu blockieren, berichtete die BBC am Montag. Gesundheits-Staatssekretärin Helen Whately sagte im Sender BBC Radio 4, kein Land und auch nicht die EU solle "Impfnationalismus oder Impfprotektionismus" zulassen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte am Wochenende wegen des Mangels an Corona-Impfstoff in der EU mit weiteren Exportbeschränkungen gedroht.

    10.14 Uhr: Patientenbeauftragter: Seelische Gesundheit künftig mehr beachten

    Bei künftigen Pandemien oder weiteren Corona-Wellen müssen die psychischen Bedürfnisse der Menschen nach Ansicht des bayerischen Patienten- und Pflegebeauftragten der bayerischen Staatsregierung, Peter Bauer, stärker berücksichtigt werden. Neben der körperlichen sei die seelische Gesundheit das höchste Gut, betonte Bauer am Montag in München. Nach einem Jahr Dauerausnahmezustand machte der Patientenbeauftragte insbesondere auf die seelischen Folgen der zurückliegenden Ereignisse aufmerksam. Kein anderes Ereignis in den letzten Jahrzehnten habe die Menschen in Deutschland so tangiert wie die aktuelle Pandemie. Die sozialen und körperlichen Distanzierungs-, Eindämmungs- und Quarantänemaßnahmen rund um den Globus hätten deutliche Spuren hinterlassen. Nicht nur bei den an Covid-19 Erkrankten oder verstorbenen Menschen, "sondern auch auf der Seele vieler Bürgerinnen und Bürger", sagte Bauer. Für Menschen in seelischen Notlagen gibt es daher eine neue bayernweite Anlaufstelle. Seit 1. März wurde der Krisendienst der bayerischen Bezirke auf den gesamten Freistaat ausgeweitet und ist kostenlos unter 0800 / 655 3000 erreichbar.

    10.07 Uhr: Spanien: droht nach Ostern die vierte Welle?

    Seine dritte, heftige Corona-Welle hat Spanien schon nach Weihnachten erlebt - und mit von Region zu Region unterschiedlich strengen Ausgangs- und sonstigen Beschränkungen einigermaßen in den Griff bekommen. Die Sieben Tage Inzidenz ist im landesweiten Schnitt von gut 400 auf um die 60 gesunken. In einigen Landesteilen beginnen die Zahlen aber wieder hoch zugehen - auch in Urlaubsregionen. Experten warnen, dass Spanien am Beginn einer vierten Welle stehen könnte.

    09.43 Uhr: Thailand beginnt Studien am Menschen mit heimischem Impfstoff

    In Thailand haben Studien am Menschen mit dem im Land entwickelten Impfstoff begonnen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums soll er der Regierung mehr Spielraum in der Impfpolitik verschaffen. "Der Impfstoff, der von Thais für Thais hergestellt wird, soll im nächsten Jahr zum Einsatz kommen", sagt Piyasakol Sakolsatayadorn, Vorsitzender der Führung der Mahidol-Universität.

    09.30 Uhr: Bedford-Strohm: Jugendliche in der Pandemie besser unterstützen

    Die besonderen Belastungen für Kinder und Jugendliche durch die Corona-Einschränkungen müssen laut dem bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm stärker in den Blick genommen werden. Ein Pandemie-Jahr fühle sich im Leben eines jungen Menschen viel intensiver an als in anderen Altersgruppen, weil sie in kürzester Zeit große Entwicklungsschritte machen, sagte der Bischof am Montag in seinem online vorgetragenen Bericht vor der evangelischen Landessynode. Es sei die Aufgabe jedes einzelnen Erwachsenen wie auch der Kirche als christlicher Gemeinschaft, alles in ihrer Macht stehende zu tun, damit die Einschränkungen und Verunsicherungen bei Kindern und Jugendlichen nicht zu "dauerhaften inneren Schäden" führen, sagte der Bischof, der auch Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist.

    09.10 Uhr: Städtetagspräsident fordert "kluge Formel" statt starrer Inzidenz

    Der Präsident des bayerischen Städtetags, Burkhard Jung, hat das Festhalten an starren Inzidenz-Werten kritisiert. Als Grundlage, ab wann Corona-Maßnahmen verschärft werden, brauche es eine kluge Formel, sagte er am Montag vor dem Bund-Länder-Treffen in der Bayern 2 «radioWelt». Zentral sei vor allem die Impfrate. "Je stärker die 80- und 70-Jährigen geimpft sind, um so weniger belastet sind die Intensivstationen, die Sterberate sinkt, und demzufolge kann die Inzidenz alleine nicht mehr aussagefähig sein", sagte Jung. Setze man diese Werte ins Verhältnis zur Inzidenz, könne man heute anders als noch im April 2020 mit einer Inzidenz von 100 viel besser agieren und leben, weil das Gesundheitssystem nicht so überlastet sei, meinte der Städtetagspräsident.

    09.07 Uhr: Corona-Neuinfektionen in den USA gehen zurück

    In den USA geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Die Behörden meldeten für Sonntag insgesamt 33.243 neue Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Montagmorgen (MEZ) hervorging. Am Sonntag der Vorwoche waren noch 38.222 neue Infektionen registriert worden. Die Zahl der neuen Todesfälle mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion lag bei 430. Eine Woche zuvor waren es noch 579. Mit mehr als 542.000 Toten und 29,8 Millionen Infizierten sind die Vereinigten Staaten in absoluten Zahlen das weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Inzwischen sind aber auch schon mehr als 81,4 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft. Insgesamt zählen die USA knapp 330 Millionen Einwohner.

    08.59 Uhr: Amtsärzte beklagen Personalmangel in Gesundheitsämtern

    Die Amtsärztinnen und Amtsärzte in Deutschland sehen die Personalausstattung der Gesundheitsämter weiterhin kritisch. Fachpersonal sei "sehr schwer zu bekommen", sagte die Vorsitzende der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst, Ute Teichert, der "Rheinischen Post" vom Montag. Das gelte insbesondere für Ärztinnen und Ärzte, die "in Krankenhaus und Praxis noch immer besser bezahlt werden als im Gesundheitsamt. Das ist ein Hauptgrund dafür, dass wir personell nicht vorankommen." Mit Blick auf die Beratungen von Bund und Ländern am Montagnachmittag zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise sagte Teichert, wenn die Inzidenzen "weiter hochgehen, wird die Kontaktnachverfolgung für die Gesundheitsämter wieder schwierig".

    08.55 Uhr: Frankreichs Impfbeauftragter stellt Rückkehr zur Normalität bis Sommer in Aussicht

    In Frankreich äußert der Impfbeauftragte Alain Fischer die Erwartung, dass das Land bis Sommer oder Herbst zu einem "normalen" Leben zurückkehren wird. Dies werde die Beschleunigung der Impfkampagne ermöglichen, sagt Fischer dem TV-Sender BFM. Er kritisiert zugleich den unbefugten Karneval in Marseille am Sonntag als "völlig verantwortungslos".

    08.33 Uhr: Umsatz im Gastgewerbe stark eingebrochen

    Hotels und Gaststätten leiden mit am stärksten unter den Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Von März 2020 bis Januar 2021 sank der Umsatz im Gastgewerbe um 47,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten ging in diesem Zeitraum um 19,2 Prozent zurück. Vor der Corona-Krise lag der Gastgewerbeumsatz bei fast 100 Milliarden Euro - 2018 waren es 98,3 Milliarden Euro, rund 65 Milliarden Euro in der Gastronomie und rund 33 Milliarden Euro in Beherbergungsbetrieben.

    08.22 Uhr: Studie: Wirksamkeit von Astrazeneca-Impfstoff bei 79 Prozent

    Der von der Universität Oxford und dem britischen Pharmakonzern Astrazeneca entwickelte Covid-19-Impfstoff kommt in einer breit angelegten Studie in den USA auf eine Wirksamkeit von 79 Prozent. Zugleich weise er eine hundertprozentige Wirkung gegen schwere Erkrankungen auf, die einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machten, geht aus den Studiendaten hervor. Deutschland hatte die Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca zwischenzeitlich nach Berichten über Blutgerinnsel gestoppt. In den USA ist der Impfstoff bisher nicht zugelassen.

    07.20 Uhr: Weil fordert Überprüfung der Möglichkeit von Mallorca-Reisen

    Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil fordert eine Überprüfung der Reisemöglichkeit nach Mallorca. Man werde in der Bund-Länder-Runde besprechen müssen, ob die Entscheidung, Mallorca nicht mehr als Risikogebiet einzustufen, "in Stein gehauen" sei, sagt der SPD-Politiker. Zugleich schlägt er im ZDF die Möglichkeit für einen "kontaktarmen Urlaub" im eigenen Bundesland vor. Urlaub als Selbstversorgung sollte hier möglich sein.

    07.09 Uhr: Ramelow kritisiert Airlines wegen Mallorca-Flügen

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat Fluggesellschaften kritisiert, die in der gegenwärtigen Pandemie-Lage Mallorca-Reisen anbieten. Dies sei besonders bei Unternehmen problematisch, die staatliche Hilfen in der Corona-Krise erhielten, sagt der Linken-Politiker im Deutschlandfunk. Er könne nur den Kopf schütteln, dass die Schweiz Thüringen wegen hoher Infektionszahlen gerade zum Hochrisikogebiet erklärt habe, Thüringer aber gleichzeitig in den Urlaub nach Mallorca fliegen könnten. Ramelow fordert die Wirtschaft zudem auf, ihre Mitarbeiter selbst zu testen. Er wäre froh, "wenn die ganzen Unternehmen mitmachen".

    06.49 Uhr: Brinkhaus: Länder müssen "Notbremse" ziehen

    Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus hat die Bundesländer aufgefordert, die Anfang März vereinbarte "Notbremse" bei den Lockdown-Lockerungen "konsequent und ohne Ausnahme" umzusetzen. "Die Ministerpräsidenten stehen jetzt in der Verantwortung, einen weiteren Anstieg der Zahlen und damit der Kranken und Toten zu verhindern", sagt der CDU-Politiker. "Wir sind jetzt in der wahrscheinlich kritischsten Phase der Pandemie." Lockerungen im Osterreiseverkehr verböten sich deshalb. "Im Gegenteil: Die Lockdown-Maßnahmen müssen - so problematisch das auch ist - noch einmal erweitert werden. Ansonsten wird es für uns alle ein sehr schwerer Sommer."

    05.23 Uhr: 7.709 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 107,3

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Montag 7.709 Neuinfektionen. Das sind 1.105 Fälle mehr als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 107,3 nach 103,9 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 50 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 74.714. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,667 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

    05.00 Uhr: Österreich entscheidet über weitere Corona-Strategie

    Österreich entscheidet heute über seine weitere Strategie in der Corona-Pandemie. Gesundheitsminister Rudolf Anschober hatte erst gestern auf die sich zuspitzende Lage vor allem in den Intensivstationen der östlichen Bundesländer hingewiesen. Dort ist die ansteckendere britische Virusvariante teils für 95 Prozent aller Neuinfektionen verantwortlich. Der ursprüngliche Plan der Regierung, zu Ostern landesweit zumindest die Außengastronomie zu öffnen, scheint damit vom Tisch. Vielmehr könnte es angepasst an die Infektionslage zu regional unterschiedlichen Maßnahmen kommen.

    05.00 Uhr: 6.500 Menschen feiern in Marseille ungenehmigt Karneval

    Rund 6.500 Menschen haben in der südfranzösischen Hafenstadt Marseille an einem ungenehmigten Karnevalsumzug teilgenommen. Viele von ihnen hätten keine Schutzmasken getragen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei habe die Veranstaltung als völlig unverantwortlich bezeichnet. Beamte schritten demnach am Abend in der Nähe des Alten Hafens im Zentrum der Stadt ein, um die Veranstaltung aufzulösen.

    05.00 Uhr: Handelsverband: Inzidenzzahl hinter uns lassen

    Der Handelsverband Deutschland hat vor der Ministerpräsidentenkonferenz massive Kritik an der Corona-Politik geübt. «Das bundesweite Durcheinander unterschiedlicher Maßnahmen muss ein Ende haben», sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der «Bild»-Zeitung. Man müsse die Inzidenzzahl hinter sich lassen und Aspekte wie die höhere Testquote und die Auslastung der Intensivbetten einbeziehen. Viele Händler kämpften um ihre Existenz. Das Ansteckungsrisiko im Einzelhandel sei gering. Funktionierende Konzepte seien da, jetzt bedürfe es einer neuen Öffnungsstrategie.

    03.15 Uhr: Intensivmediziner fordern strengeren Lockdown

    Die deutschen Intensivmediziner pochen vor den Beratungen der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf einen strengeren Lockdown mit Verschärfungen des Kontaktverbots. "Ich erwarte von den Ministerpräsidenten und der Kanzlerin, dass sie sich an diesem Montag auf bundesweit einheitliche und ganz einfache Verschärfungen einigen", sagt Christian Karagiannidis, der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters laut Vorabbericht der Zeitung "Rheinische Post. Es sei entscheidend, dass alle Länder dieselben Maßnahmen umsetzen und diese leicht zu verstehen sind. Er fordert eine Rückkehr zu einem strengeren Lockdown wie Anfang März und die Schließung von Schulen und Kitas bis ausreichende Testmöglichkeiten vorliegen sowie Kontaktmöglichkeiten "massiv" zu beschränken. Das derzeitige Tempo der Ansteckungen werde ansonsten "im April bis Mai für eine Überlastung der Intensivstationen sorgen".

    02.50 Uhr: Umfrage: Vertrauen in Astrazeneca-Impfstoff sinkt in Europa

    Das Vertrauen in die Sicherheit des Impfstoffs von Astrazeneca ist in Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien einer Umfrage zufolge weiter gesunken. Rund 55 Prozent der Deutschen halten das Vakzin für unsicher, weniger als ein Drittel für sicher, heißt es in der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Bereits Ende Februar hätten die Europäer dem Impfstoff zögerlicher gegenübergestanden als denen von Biontech/Pfizer und Moderna. Der Stopp der Impfungen mit dem Vakzin des schwedisch-britischen Herstellers wegen Bedenken über Blutgerinnsel habe die öffentliche Wahrnehmung über die Sicherheit weiter beschädigt.

    02.21 Uhr: Lehrerverband: Festhalten an Präsenzunterricht nicht verantwortbar

    Die deutschen Lehrer wehren sich angesichts der hohen Inzidenzzahlen gegen das Festhalten am Präsenzunterricht. "Wenn es den Bundesländern ernst damit gewesen wäre, Schulen trotz stark steigender Inzidenzzahlen offen zu halten, hätte man dafür sorgen müssen, dass jetzt Lehrkräfte geimpft und Schulen mit Schnelltests in ausreichender Zahl ausgestattet sind. Davon sind wir aber an 9 von 10 Schulen noch meilenweit entfernt", sagt der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, laut einem Vorabbericht der Zeitung "Rheinische Post". Er habe daher kein Verständnis für den Vorstoß der Kultusministerkonferenz, weiter am Präsenzunterricht festzuhalten, wenn die Inzidenzen über 100 klettern. Das sei mit Blick auf die Infektionsgefahr nicht verantwortbar.

    02.01 Uhr: Lauterbach rät dringend von Mallorca-Reisen ab

    "Derjenige, der getestet wurde und negativ ist, muss nicht in Quarantäne, weil Mallorca kein Risikogebiet ist", sagt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im Politik-Talk der Zeitung "Bild". Er rät jedoch dringend von einem Urlaub auf der Balearen-Insel ab. "Wir haben seit einer Woche die brasilianische Mutation auf Mallorca. Ich appelliere an jeden, nicht zu reisen." Alle Reiserückkehrer müssten getestet werden. "Das ist das mindeste, was man verlangen kann, wenn jemand eine solch riskante Reise macht."

    00.35 Uhr: Ministerpräsident Weil: Dritte Welle ist "brandgefährlich"

    Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wirbt um Verständnis für die Rücknahme von Lockdown-Lockerungen. "Die Situation ist ernst", sagt Weil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/ Montag) laut Vorabbericht. "Die dritte Welle wird durch ansteckendere Virusmutationen getrieben und trifft auf eine Corona-müde Bevölkerung – das macht sie so brandgefährlich." Die Zahl der Neuinfektionen wieder zu drücken, werde dieses Mal daher weit schwieriger als im Frühjahr oder Herbst sein.

    00.14 Uhr: TUI-Deutschlandchef: Mallorca-Reisen sind sicher

    Der Geschäftsführer der TUI Deutschland, Marek Andryszak, hält Befürchtungen der Politik wegen steigender Corona-Ansteckungen infolge von Mallorca-Flugreisen für übertrieben. "Wir werden nicht müde klarzustellen, dass Reisende von Pauschalurlauben kein Risiko bei der Rückkehr nach Deutschland sind. Mehrere Studien haben gezeigt, dass sich die Gäste verantwortungsvoll im Urlaub verhalten und keine höheren Inzidenzen produzieren", sagt Andryszak der Zeitung "Bild" laut Vorabbericht. Auf der Insel gebe es keine Partys, kein Freibier und die Restaurants stünden ab 17 Uhr nur noch für Lieferservice zur Verfügung. "Von den 1000 Hotels, die im Hochsommer geöffnet sind, werden nicht mal 10 Prozent zu Ostern zur Verfügung stehen."

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