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Wieder mehr Corona-Tests positiv: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gestiegen: Auf 74,4.

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    Corona: Die Ereignisse vom 18. bis 24. Oktober 2021

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 18. bis 24. Oktober 2021.

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    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 24. Oktober 2021

    22.30 Uhr: Spahn bleibt dabei: "Epidemische Lage" bei Corona kann auslaufen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält ein Auslaufen der sogenannten epidemischen Lage nationaler Tragweiter in der Corona-Pandemie weiter für angebracht - trotz großer Kritik an dieser Haltung. Im ZDF "heute-journal" sagte er am Sonntag: "Der Ausnahmezustand, vom Bundestag festgestellt, der kann aus meiner Sicht beendet werden, weil vier von fünf Erwachsenen geimpft sind."

    Spahn sagte, damit werde nicht die Pandemie für beendet erklärt. «Auch ich sage beständig, wie viele andere auch, wir brauchen in Herbst und Winter weiterhin Vorsichtsmaßnahmen, vor allem 3G - geimpft, genesen, getestet - im Innenraum, vor allem medizinische Schutzmasken, AHA-Regeln, in Bus und Bahnen, im Einzelhandel.»

    Durch eine Rechtsänderung sei es möglich, dass die Länder und die Behörden vor Ort diese Maßnahmen losgelöst von dem Ausnahmezustand ergreifen könnten. Der Bundestag hatte die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" Ende August für weitere drei Monate verlängert. Sie läuft automatisch aus, wenn sie vom Parlament nicht erneut verlängert wird. Die "epidemische Lage" gibt Bundes- und Landesregierungen Befugnisse, um Verordnungen zu Corona-Maßnahmen wie Maskenpflicht, Abstands- und Kontaktbeschränkungen oder zur Impfstoffbeschaffung zu erlassen.

    20.27 Uhr: WHO: 40 Prozent-Impfrate in allen Ländern bis Jahresende erreichbar

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Deutschland und andere Länder aufgerufen, bei Corona-Impfstofflieferungen zugunsten bedürftigerer Staaten zurückzustehen. "Die Pandemie wird enden, wenn die Welt sich entscheidet, sie zu beenden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Sonntagabend bei der Gesundheits-Konferenz "World Health Summit" in Berlin. Man wisse von fast 50.000 registrierten Todesfällen pro Wochen - damit sei die Pandemie noch lange nicht vorbei.

    Er erinnerte an das WHO-Ziel, wonach bis Jahresende mindestens 40 Prozent der Menschen in jedem Land geimpft sein sollen. "Dieses Ziel ist erreichbar", betonte Ghebreyesus. Er dankte Deutschland für seine Großzügigkeit, mehr sei aber nötig. Länder, die bereits eine Impfquote von wenigstens 40 Prozent erreicht hätten - darunter alle G20-Staaten - sollten dem UN-Impfprogramm Covax oder der afrikanischen Initiative Avat bei Impfstofflieferungen den Vortritt lassen. "Kein Land kann die Pandemie isoliert vom Rest der Welt beenden", mahnte Ghebreyesus. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist Deutschland zweitgrößter Geber innerhalb der Anti-Pandemie-Kooperation ACT-A, zu der auch Covax gehört. Bislang habe die Bundesrepublik 2,2 Milliarden Euro beigesteuert, bis zum Jahresende werde man zudem mehr als 100 Millionen Dosen Impfstoff gespendet haben.

    20.20 Uhr: Grüne fordern Corona-Übergangsregelung nach Auslaufen der epidemischen Lage

    In der Diskussion um ein baldiges Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite fordern die Grünen eine bundesgesetzliche Übergangsregelung. "Um der neuen Situation und der Zahl der Geimpften Rechnung zu tragen, schlagen wir stattdessen eine rechtssichere Übergangsregelung vor, die die befristete Fortführung bestimmter Maßnahmen ermöglicht", sagte die Grünen-Rechtspolitikerin Manuela Rottmann der Zeitung "Welt". Die epidemische Lage unverändert beizubehalten sei hingegen die "falsche Antwort". Eine bundeseinheitliche Regelung befürwortet auch Unionsfraktionsvize Stephan Stracke (CSU). "Um dem Risiko eines zu dynamischen Infektionsgeschehens in diesem Herbst und Winter wirksam begegnen zu können, braucht es auch weiterhin die derzeit geltenden Basisschutzmaßnahmen", sagte Stracke der "Welt". Würde aber jedes Bundesland nun eigene Gesetze beschließen, hätte dies den "Nachteil eines Flickenteppichs an Regelungen". Vorzugswürdig sei es daher, "durch Rechtsänderung unabhängig von der epidemischen Lage die Anwendbarkeit des Paragrafen 28a Infektionsschutzgesetz insgesamt oder zumindest der AHA-Regeln und der 3G-Regel ... möglich zu machen". Zu sorgen hätte dafür SPD, Grüne und FDP, forderte Stracke.

    19.01 Uhr: UN-Generalsekretär Guterres fordert sinnvollere Verteilung von Corona-Impfstoff

    Anlässlich des Weltgesundheitsgipfels in Berlin hat UN-Generalsekretär António Guterres eine sinnvollere Verteilung von Corona-Impfstoffen gefordert: "Impfnationalismus und Horten von Impfstoff bringt uns alle in Gefahr", sagte er in einer vorab aufgezeichneten Rede am Sonntagabend. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, sagte, Regierungen und Hersteller müssten "viel mehr Impfdosen vor allem an die am stärksten gefährdeten Länder liefern". Nur so könne die Corona-Pandemie unter Kontrolle gebracht werden, sagte Tedros weiter. "Der Schaden, den Covid-19 verursacht hat, macht deutlich, dass wir eine stabilere globale Gesundheitsarchitektur und politischen Willen auf höchster Ebene brauchen". Er forderte einen "globalen Pandemie-Pakt".

    Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sprach sich ebenfalls für mehr internationale Zusammenarbeit aus: "Grenzüberschreitende Gesundheitsbedrohungen müssen grenzüberschreitend bekämpft werden", sagte von der Leyen in der Videoübertragung. "Wir brauchen einen weltweit gültigen Standard für Gesundheitsvorsorge." Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: "Lassen Sie uns die Lektionen, die wir auf schmerzvolle Weise lernen mussten, nun nutzen." Zuvor hatte sich bereits der Vorstandschef der Berliner Charité, Heyo Kroemer, für mehr internationale Zusammenarbeit ausgesprochen. Die weltweite Pandemie habe "auf dramatische Weise gezeigt, dass aufeinander abgestimmte Maßnahmen und ein ungehinderter Austausch von Wissen und Know-How notwendig sind", erklärte er.

    Themen des diesjährigen Weltgesundheitsgipfels sind unter anderem Impfgerechtigkeit und Gesundheit als globales Gut sowie künstliche Intelligenz in der Gesundheitsversorgung. Die Veranstaltung, bei der rund 6.000 Expertinnen und Experten aus hundert Nationen über die globale Gesundheitsversorgung diskutieren, dauert bis 26. Oktober und kann online verfolgt werden.

    18.35 Uhr: Ed Sheeran positiv auf Corona getestet

    Wenige Tage vor dem Erscheinen seines neuen Albums ist der britische Popstar Ed Sheeran nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er sei in Quarantäne und folge den Richtlinien der Regierung, teilte der 30 Jahre alte Sänger am Sonntag auf Instagram mit. Daher könne er vorerst keine Termine persönlich wahrnehmen, sondern werde einige geplante Interviews und Auftritte von zu Hause aus machen. "Passt alle auf euch auf", schrieb Sheeran.

    Ob der Sänger gegen Covid-19 geimpft ist, blieb zunächst unklar. In einer Show des Moderators James Corden hatte Sheeran jedoch im Sommer mit einer abgewandelten Version seines Hits "Shape of You" dafür geworben, sich impfen zu lassen.

    15.27 Uhr: Österreich droht Ungeimpften mit Lockdown

    Österreichs Regierung will die hartnäckigen Skeptiker doch noch von der Corona-Impfung überzeugen. Das Mittel dazu ist eine gesellschaftspolitisch heikle Drohung. Bei einer dramatischen Verschärfung der Lage auf den Intensivstationen müssten ungeschützte Menschen mit Ausgangsbeschränkungen rechnen, sagte Österreichs Bundeskanzler Alexander Schallenberg am Freitagabend nach einer Sitzung mit den Ministerpräsidenten.

    Die Dynamik bei den Impfungen hatte sich in den letzten Wochen extrem abgeschwächt. An einzelnen Tagen wurden nur noch ein paar Tausend Dosen Corona-Impfstoffe gespritzt. Die rechte FPÖ schürt die Impfskepsis. Bei der jüngsten Landtagswahl in Oberösterreich erreichte die neue Impfkritikerpartei MFG (Menschen, Freiheit, Grundrechte) auf Anhieb sechs Prozent und zog in den Landtag ein.

    13.50 Uhr: Rummenigge über Bayern-Profi Kimmich: "Wäre besser, er wäre geimpft"

    Der langjährige Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge rechnet bei Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich mit einer baldigen Impfung gegen Covid-19. "Ich bin überzeugt, das hat er ja auch angekündigt, dass er möglicherweise zeitnah sich jetzt impfen lässt", sagte Rummenigge am Sonntag dem TV-Sender Bild. "Als Vorbild, aber auch als Fakt wäre es besser, er wäre geimpft."

    12.10 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in Österreich steigt weiter stark - Lage in Kliniken stabil

    In Österreich hat sich der Trend zu deutlich steigenden Corona-Zahlen fortgesetzt. Binnen 24 Stunden wurden 3.624 Neuinfektionen gezählt, wie das Innen- und Gesundheitsministerium am Sonntag berichteten. Das bedeutet ein Plus von 60 Prozent gegenüber dem Sonntag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner kletterte auf 255. Zugleich blieb die Lage in den Krankenhäusern stabil. Auf den Intensivstationen liegen rund 220 Menschen, das entspricht dem Niveau vor einer Woche. Ab einer Belegung von 600 Betten durch Covid-Patienten dürfen nach den Plänen der Regierung Ungeimpfte ihr Zuhause nur noch aus triftigem Grund verlassen.

    11.50 Uhr: Deutschlandweite Corona-Inzidenz erstmals seit Mai wieder über 100

    Die Corona-Inzidenz in Deutschland ist erstmals seit Mai wieder klar dreistellig. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntag mit 106,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei exakt 100 gelegen, vor einer Woche bei 72,7. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 13. 732 Corona-Neuinfektionen. Der Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine Beendigung der durch den Bundestag festgestellten Corona-Notlage sorgte auch angesichts der steigenden Zahlen weiter für Diskussionen. Kritiker befürchten einen "Flickenteppich" an Maßnahmen und Regelungen.

    11.30 Uhr: Iserlohn Roosters in häuslicher Isolation

    Das Coronavirus breitet sich in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) immer weiter aus. Die Mannschaft der Iserlohn Roosters hat sich in behördlich angeordnete Corona-Quarantäne beziehungsweise häusliche Isolation begeben, nachdem am Samstag zwei PCR-Tests positiv ausgefallen seien und "zahlreiche Spieler bereits Symptome einer Corona-Erkrankung" aufgewiesen hätten. Dies teilten die Sauerländer am Sonntag mit. Das Spiel bei den Augsburger Panthern am Sonntagabend (19.00 Uhr/MagentaSport) entfällt entsprechend.

    10.25 Uhr: Deutschland spendet Millionen Impfdosen direkt und an die WHO

    Deutschland hat bislang 7,6 Millionen Corona-Impfdosen des Herstellers AstraZeneca bilateral anderen Ländern zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen zehn Millionen Dosen, die der Bund im Rahmen der Impfstoffinitiative Covax der Weltgesundheitsorganisation (WHO) übergeben hat. Die meisten Dosen hat demnach Vietnam auf direktem Wege erhalten (2,6 Millionen); es folgen die Ukraine (1,5), Ägypten, Ghana (beide 1,5) und Namibia (0,2). In der Auflistung enthalten sind auch 350.000 Dosen, die noch nach Thailand geliefert werden sollen. "Die Bundesregierung beabsichtigt, alle nicht für den nationalen Bedarf benötigten, pharmazeutisch einwandfreien und noch versandfähigen Impfdosen an Drittstaaten zu spenden", betonte der Sprecher. Insgesamt hat die Bundesregierung zugesagt, 100 Millionen Impfdosen verschiedener Hersteller unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.

    10.05 Uhr: Bei Einreise nach England nur noch Schnelltest notwendig

    Bei der Einreise nach England ist für vollständig Geimpfte eine weitere Hürde gefallen. Statt eines teuren PCR-Tests ist seit Sonntag nur noch ein Schnelltest notwendig, der bis zum zweiten Tag nach der Einreise erfolgen muss, wie den offiziellen Reiseregeln zu entnehmen ist. Weiterhin muss dieser jedoch bei einem von der Regierung zertifizierten Anbieter gebucht werden. Geimpfte Reisende, die nicht aus Ländern auf der sogenannten Roten Liste kommen, können mit den Tests immerhin eine Quarantäne umgehen. In Wales sollen die gleichen Änderungen eine Woche später in Kraft treten. Schottland und Nordirland sollen voraussichtlich auch nachziehen, ein Datum für die Änderung ist jedoch noch nicht bekannt.

    09.30 Uhr: Landkreis Weißenburg-Gunzenhaus über 250er-Inzidenz

    In Mittelfranken liegen bis auf drei Ausnahmen alle Landkreise und Städte bei der Corona-Sieben-Tages-Inzidenz über 100. Den höchsten Wert im Bezirk weist der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mit 255,5 auf. Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (Stand: 24.10.2021 03.22 Uhr) melden lediglich die Städte Erlangen (82,8) und Ansbach (48) sowie der Landkreis Nürnberger Land (97) Inzidenzwerte unter 100.

    09.10 Uhr: Gedächtnisprobleme nach Covid vermehrt bei Klinikpatienten

    Kognitive Langzeitfolgen nach einer Covid-19-Erkrankung scheinen einer neuen Studie zufolge vermehrt nach schwereren Verläufen der Krankheit aufzutreten. Eine im Fachblatt "Jama" veröffentlichte Untersuchung in den USA zeigt, dass ehemalige Patienten mit einem Corona-Klinikaufenthalt in einigen Bereichen um ein Vielfaches häufiger betroffen waren als Menschen, die ambulant behandelt wurden. Besonders starke Unterschiede gab es bei Wortfindungsstörungen: Diese traten bei 13 Prozent der ambulanten Patienten, aber bei 35 Prozent der im Krankenhaus Behandelten auf. Bei Aufmerksamkeitsproblemen waren es 5 und 15 Prozent. Das Erinnerungsvermögen war bei 12 Prozent der ambulanten und 39 Prozent der Patienten mit Klinikaufenthalt beeinträchtigt. Die Studie wurde mit Daten von 740 Covid-19-Patienten erstellt, die bei der US-Krankenhausgruppe Mount Sinai registriert waren. 63 Prozent der Teilnehmer waren Frauen.

    08.55 Uhr: Bayreuth mit zweitniedrigster Inzidenz in Bayern

    In Oberfranken haben weiterhin vier Kommunen eine Corona-Inzidenz von über 100. Wie am Samstag handelt es sich dabei um die Landkreise Kronach (130), Forchheim (128) und Kulmbach (105). Seit diesem Sonntag überschreitet auch die Stadt Coburg mit einem Wert von 115 ebenfalls die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Im Landkreis Hof ist die Inzidenz nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages von 119 auf 97 gesunken. Mit einer Inzidenz von 50 hat die Stadt Bayreuth das niedrigste Infektionsgeschehen in Oberfranken. Bayernweit handelt es sich dabei um den zweitniedrigsten Wert. Nur die Stadt Ansbach liegt mit 48 noch darunter.

    08.20 Uhr: Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Corona steigt in den USA auf 733.834

    In den USA registrieren die Gesundheitsbehörden innerhalb eines Tages 1.903 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl steigt auf 733.834, wie die US-Behörde CDC mitteilte. Insgesamt wurden demnach bislang 45,316 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Weltweit weisen die USA die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf.

    07.55 Uhr: Wuhan verschiebt Marathon nach Anstieg der Corona-Fälle

    Angesichts eines Anstiegs der Corona-Fälle in China ist der für Sonntag geplante Marathon in der zentralchinesischen Stadt Wuhan kurzfristig abgesagt worden. Die Organisatoren des Marathons erklärten, dass die Veranstaltung verschoben werde, "um das Risiko einer epidemischen Ausbreitung zu verhindern". Die Behörden in Peking meldeten am Sonntag 26 inländische Corona-Ansteckungen. An dem Marathon in Wuhan, wo das Coronavirus Ende 2019 zuerst nachgewiesen worden war, hätten staatlichen Medienberichten zufolge rund 26.000 Menschen teilnehmen sollen. Die Organisatoren versprachen, die Anmeldegebühren der Teilnehmer zurückzuerstatten. Die chinesische Regierung verfolgt eine strikte Null-Covid-Strategie: Die Behörden reagieren mit Massentests und gezielten Lockdowns auf neue Infektionsfälle. Rund hundert Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking wächst die Angst vor einem größeren Corona-Ausbruch im Land.

    07.35 Uhr: 30 Milliarden Euro Kosten durch Atemwegserkrankungen

    Experten warnen vor hohen wirtschaftlichen Kosten einer schweren Grippe- und Erkältungswelle in den kommenden Monaten. Sollte es in dieser Saison zu besonders vielen Atemwegserkrankungen kommen, wie zwischen Oktober 2017 und April 2018, könne ein volkswirtschaftlicher Verlust von bis zu 30 Milliarden Euro entstehen. Das geht aus Schätzungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) für die "Welt am Sonntag" hervor, so ein Vorabbericht. Grundlage der Berechnungen seien Daten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie Auswertungen der Krankenkasse AOK zu Arbeitsausfällen wegen Atemwegserkrankungen in den Monaten Oktober 2017 bis April 2018. Mediziner rechnen aufgrund der gelockerten Corona-Maßnahmen mit einer heftigen Erkältungs- und Grippesaison.

    07.10 Uhr: Debatte über Bayern-Profi Kimmich

    Der deutsche Nationalspieler Joshua Kimmich vom FC Bayern München hat mit seinen Aussagen zum Impfverzicht eine heftige Diskussion ausgelöst. Die Debatte weitet sich inmitten stark steigender Infektionszahlen und angesichts einer gesellschaftlichen Vorbildfunktion Kimmichs über die Fußball-Bundesliga und den Sport hinaus aus. «Ja, das stimmt», sagte der 26-Jährige am Samstag nach dem 4:0-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim auf die Frage des Sky-Reporters, ob er noch ungeimpft sei. Er habe «persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht», sagte Kimmich. Die "Bild" hatte zuvor berichtet, dass beim deutschen Rekordmeister aus München fünf Profis nicht gegen Covid-19 geimpft seien, einer von ihnen sei Kimmich.

    06.55 Uhr: Ministerpräsident Hans für Ende der epidemischen Lage

    Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hat sich hinter den Vorstoß für eine Beendigung der epidemischen Lage gestellt. "Die Pandemie ist zwar nicht vorbei, aber sie hat durch die Impfungen ihren Schrecken verloren. Dem müssen wir Rechnung tragen", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Er betonte zugleich: "Die Bundesländer müssen auch nach dem Ende der epidemischen Lage die Möglichkeit haben, Maßnahmen zu beschließen. Aber man darf nicht alle Länder über einen Kamm scheren. Bundesländer mit einer hohen Impfquote müssen sich ihre Freiheiten zurückerobern können."

    06.30 Uhr: Schlag gegen Betrüger: Polizei findet Produzenten gefälschter Corona-Impfausweise

    In München machen Polizisten eine Betrügerbande dingfest, die Hunderte gefälschte QR-Codes für den digitalen Corona-Impfausweis hergestellt und im Internet verkauft haben soll. Sie finden bei der Aktion Geld und Kryptowährungen von fast 100.000 Euro, es gibt zwei Verhaftungen: Ein wichtiger Schlag gegen Fälscher. Doch das Problem dürfte damit kaum gelöst sein. Denn Bayerns Polizei registriert immer mehr Impfausweise mit gefälschten Corona-Zertifikaten. Unabhängig von dem Schlag gegen diese Fälscherbande hat die Bayerische Polizei demnach 440 Fälle registriert, die im Zusammenhang mit der Fälschung von Impfpässen, Impfzertifikaten oder Impfstoffetiketten stehen. Anfang September waren es gerade erst 110 Fälle gewesen.

    06.05 Uhr: Kroatien und Bulgarien ab Sonntag Corona-Hochrisikogebiete

    Mit Kroatien und Bulgarien stuft die Bundesregierung ab Sonntag zwei weitere EU-Länder als Corona-Hochrisikogebiete ein. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und aus einem Hochrisikogebiet einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Bisher sind Rumänien, Litauen und Slowenien die einzigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, für die das gilt. Weltweit stehen rund 70 Länder ganz oder teilweise auf der Risikoliste des RKI. Neben Kroatien und Bulgarien kommen am Sonntag auch Kamerun, Singapur und die Republik Kongo hinzu. Gestrichen werden Kenia, Kosovo, Irak und Honduras. Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

    05.40 Uhr: Landkreistag-Präsident für Debatte über Impfpflicht für Lehrer

    Nach der Zunahme der Corona-Infektionen mahnt der Landkreistag eine Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte und pädagogisches Personal an. "Wir werden nicht umhinkommen, über eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppe wie Lehrer, Erzieherinnen oder Pflegekräfte zu diskutieren, sagte der Präsident des deutschen Landkreistages, Reinhard Sager. Man müsse sich bewusst machen, dass bislang auch diejenigen geschützt würden, "die sich aus freien Stücken gegen einen Impfschutz entschieden haben". Das habe zwar seine Berechtigung, jedoch müsse ab einem gewissen Punkt "die Frage erlaubt sein, wie lange die Gesellschaft das so mittragen kann". Sager forderte überdies, Bund und Länder sollten sich auf einen Ausstiegspfad aus den Corona-Einschränkungen verständigen "und den Menschen damit eine klare Perspektive geben".

    05.10 Uhr Uhr: Bulgarien steuert auf Verlegung von Corona-Patienten ins Ausland zu

    Bulgarien könnte bei der Behandlung von Covid-19-Patienten schon bald auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen sein. Falls es nicht gelinge, die Infektionsrate in zehn bis 15 Tagen in den Griff zu bekommen, werde es "enorme Probleme" geben, sagte der bulgarische Gesundheitsminister Stoytscho Kazarow dem Fernsehsender Nowa. Das Nachbarland Rumänien führt wegen der erneut steigenden Corona-Infektionszahlen ab Montag neue Beschränkungen ein. "Unsere Kapazitäten bei Personal und Beatmungsgeräten sind praktisch erschöpft", sagte Kazarow. "Wir werden um Hilfe aus dem Ausland bitten müssen." Die Regierung sei bereits mit der EU im Gespräch über die mögliche Verlegung von Patienten in andere Länder. Bulgarien weist mit fast 23.000 Toten eine der höchsten Todesraten weltweit auf. Gleichzeitig hat es eine der niedrigsten Impfraten der EU - nur 24 Prozent der Bulgaren sind vollständig geimpft.

    04.45 Uhr: 13.732 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 106,3

    Das Robert-Koch-Institut meldet 13.732 neue Positiv-Tests. Das sind 5.050 mehr als am Sonntag vor einer Woche, als 8682 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 106,3 von 100,0 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 23 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 95.100. Insgesamt fielen in Deutschland bislang rund 4,4 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    Samstag, 23. Oktober 2021

    22.30 Uhr: RB Leipzig lässt ab 3. November nur Fans nach 2G-Regel ins Stadion

    Fußball-Bundesligist RB Leipzig wird zu den Heimspielen gegen Paris Saint-Germain und Borussia Dortmund nur geimpfte oder genesene Fans ins Stadion lassen. RB wende ab dem 3. November die 2G-Regel an, teilte der Verein nach dem 4:1 (0:1) gegen die SpVgg Greuther Fürth mit. Für die Spiele danach gelte dann eine neue Corona-Schutzverordnung. Zugleich herrsche bei RB "klares Unverständnis" über die nicht erfolgte Anpassung der Corona-Schutzverordnung bei 3G. "Diese Entscheidung fällt uns schwer, leider aber enthält auch die Neufassung der Sächsischen Corona-Schutzverordnung des Freistaats Sachsen (am 21. Oktober 2021 in Kraft getreten) weiterhin eine strikte Kapazitätsbeschränkung für Großveranstalter, wenn für die Besucherinnen und Besucher eine 3G-Regelung angewendet wird", hieß es in der Vereinsmitteilung. Leipzig dürfte bei 3G (geimpft, genesen, getestet) aufgrund der Inzidenzwerte nur 24 758 Fans in die Red-Bull-Arena lassen, bei 2G sind es 47 000.

    19.48 Uhr: Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen in Großbritannien steigt

    Die Zahl der Neuinfektion in Großbritannien steigt auf den höchsten wöchentlichen Wert seit Mitte Juli. In der abgelaufenen Woche seien 333.465 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilt die am Samstag mit. Das sind 15 Prozent mehr als in der vergangenen Woche. Der britische Premierminister Boris Johnson hatte am Freitag Spekulationen gedämpft, das Land müsse angesichts steigender Zahlen erneut in einen Lockdown.

    19.32 Uhr: Proteste gegen Corona-Beschränkungen in Estland

    In Estland haben Tausende Menschen gegen geplante Corona-Maßnahmen angesichts stark gestiegener Infektionszahlen in dem baltischen EU-Land protestiert. Bei einer Kundgebung am Samstag in der Hauptstadt Tallinn richtete sich der Unmut der Demonstranten gegen verpflichtende Impfungen und neue Corona-Beschränkungen. Einige der dicht gedrängt auf dem Freiheitsplatz stehenden Teilnehmer trugen Flaggen und Plakate, kaum einer aber Maske, wie auf Fotos in estnischen Medienberichten zu sehen war. In Estland mit seinen 1,2 Millionen Einwohnern sind gut 55 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft.

    19.17 Uhr: Deutlich mehr junge Patienten im Münchner Klinikum Rechts der Isar

    Am Münchner Klinikum Rechts der Isar hat sich in den vergangenen Wochen die Zusammensetzung der Patienten, die wegen Corona behandelt werden müssen, erheblich geändert. Das sagte heute Oberarzt Dr. Christoph Spinner im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Demnach werden aktuell sehr viele jüngere Patienten zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr behandelt. Während der ersten drei Corona-Wellen sei dies noch ganz anders gewesen. In dieser Woche ist jüngste Corona-Patient am Klinikum Rechts der Isar 32 Jahre alt, vergangene Woche war ein Patient mit 27 Jahren zur Behandlung in der Klinik. Auffällig dabei sei, dass es bei den jungen Patienten schwere Verläufe der Krankheit gebe, obwohl diese keine Vorerkrankungen hätten. Christoph Spinner erklärt, dass die überwiegend große Mehrheit der Patienten auf Intensivstation ungeimpft sei. Für München nennt er als Indiz, dass die Infektionsinzidenz bei den Ungeimpften derzeit bei 336 liege, bei Geimpften bei 36.

    18.58 Uhr: Schlag gegen Betrügerbande - Hunderte digitale Impfausweise gefälscht

    Hunderte gefälschte QR-Codes für den digitalen Corona-Impfausweis soll eine Apothekenmitarbeiterin gemeinsam mit Komplizen hergestellt und im Internet verkauft haben. Am Freitag sei eine Apotheke in München sowie Privatwohnungen durchsucht worden, die Frau und ein weiterer Beschuldigter kamen in Untersuchungshaft, wie Ermittler der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG) am Samstag in Nürnberg mitteilten. Es handle sich um ein Verfahren von "überdurchschnittlicher Bedeutung", sagte ein ZKG-Sprecher. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

    Seit Mitte August sollen die Fake-Codes auf einem deutschsprachigen Cybercrime-Forum im Internet angeboten worden sein. 350 Euro musste man demnach zuletzt dafür hinlegen, um einen digitalen Impfausweis zu bekommen - ohne gegen das Coronavirus geimpft worden zu sein. Allein im Oktober sollen die Fälscher mehr als 500 Impfzertifikate ausgestellt haben. Bei den Durchsuchungen wurden Kryptowährungen und Bargeld im Wert von fast 100 000 Euro sichergestellt.

    18.25 Uhr: Bayern-Profi Kimmich bestätigt: Bin nicht gegen Corona geimpft

    Bayern Münchens Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich hat sich bislang nicht gegen Corona impfen lassen. "Das stimmt", antwortete der 26-Jährige am Samstag nach dem 4:0-Sieg in der Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim auf eine entsprechende Frage im Interview des TV-Senders Sky. Er habe "persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht".

    Zuvor hatte die "Bild" berichtet, dass Kimmich nicht gegen Covid-19 geimpft sei. Trotzdem sei er sich seiner "Verantwortung bewusst" und halte sich an die Hygienemaßnahmen, sagte Kimmich nun dazu. Beim deutschen Rekordmeister würden alle nicht geimpften Spieler alle zwei bis drei Tage getestet. Jeder sollte die Entscheidung für sich selbst treffen, sagte Kimmich und betonte: "Trotzdem ist es jetzt nicht so, dass ich irgendwie ein Corona-Leugner oder Impfgegner bin."

    Er finde es schade, dass es in der Debatte "nur noch geimpft oder nicht geimpft" gebe. "Und nicht geimpft bedeutet dann oftmals gleich, dass man Corona-Leugner oder Impfgegner ist. Aber ich glaube, es gibt auch ein paar andere Menschen zu Hause, die einfach ein paar Bedenken haben, was auch immer die für Gründe haben. Und ich finde, auch das sollte man respektieren, vor allem, so lange man sich an die Maßnahmen hält", sagte Kimmich. Er sage nicht kategorisch, dass er sich "überhaupt nicht impfen lasse". Es sei "auch sehr gut möglich, dass ich mich in Zukunft impfen lasse", betonte Kimmich.

    Zuvor hatte Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic bei Sky gesagt:  "Der FC Bayern empfiehlt, sich impfen zu lassen, genau so wie ich persönlich, um unter anderem vielleicht allen ein normaleres Leben zu ermöglichen.» Aber weil es in Deutschland keine Impfpflicht gebe, habe der Verein «die Empfehlung ausgesprochen und jeder darf das selber entscheiden."

    17.25 Uhr: Landkreise für Ausweitung der Corona-Impfung bei Kindern

    Die Landkreise in Deutschland haben sich für eine Ausweitung der Corona-Schutzimpfungen bei Kindern ausgesprochen. Die Immunisierung von Kindern und Jugendlichen sollte jenen Teil an Impfungen kompensieren, der "durch renitent unwillige Erwachsene" auf dem Weg zum Erreichen von Herdenimmunität fehle, sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    Sobald auch ein Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen sei, sollten laut Sager auch diese Impfungen mit großer Kraft vorangetrieben werden. Dadurch gewinne man "insgesamt größere Spielräume für ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben wie vor der Pandemie". Der Landkreispräsident sprach sich zudem für eine Impfpflicht für Pflegekräfte und pädagogisches Personal aus. Bislang würden auch diejenigen geschützt, "die sich aus freien Stücken gegen einen Impfschutz entschieden haben". Hier müsse die Frage erlaubt sein, wie lange die Gesellschaft das so mitttragen könne.

    16.30 Uhr: Digitale Impfpässe - Polizei hebt Betrügerbande in München aus

    Die Polizei hat gestern in München eine Betrügerbande ausgehoben, die hunderte digitale Impfpässe gefälscht und im Darknet verkauft haben soll. Zwei Personen wurden verhaftet. Die Ermittler sprechen intern von einer deutschlandweit einmaligen Größenordnung. Auf Nachfrage des BR berichtet die in dem Verfahren zuständige "Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen" bei der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg über den gestrigen Zugriff.

    Demnach sind Ermittler des Bundeskriminalamtes Mitte August auf eine anonyme Person aufmerksam geworden, die in einem deutschsprachigen Cybercrimeforum unberechtigt ausgestellte QR-Codes für digitale Corona-Impfausweise anbot. Allein im Oktober soll die über ein Pseudonym agierende Bande über 500 gefälschte Impfzertifikate verkauft haben, teilweise auch ins EU-Ausland.

    Die Spur führte zum Rechner einer Apotheke in München-Schwabing. Dabei konnten laut Generalstaatsanwaltschaft Beweismittel, auch elektronische, sichergestellt werden, die den Verdacht erhärteten, dass eine Angestellte zusammen mit drei weiteren Personen für die Fälschungen verantwortlich ist. Der Inhaber der Apotheke gehört nicht zu den Beschuldigten, betont die Behörde ausdrücklich.

    16.00 Uhr: Salihamidzic - "FC Bayern empfiehlt, sich impfen zu lassen"

    Sportvorstand Hasan Salihamidzic vom FC Bayern München hat angekündigt, dass Nationalspieler Joshua Kimmich Auskunft über die jüngsten Spekulationen zu seinem Impfstatus geben werde. Auf die Frage im Interview des TV-Senders Sky, ob es stimme, dass Kimmich einer von fünf ungeimpften Spielern beim deutschen Fußball-Rekordmeister sei, antwortete Salihamidzic am Samstag vor der Bundesliga-Partie gegen Hoffenheim: "Ich werde dazu natürlich nichts sagen, aber der Jo wird sich später selber dazu äußern." Zuvor hatte die "Bild" berichtet, dass Kimmich nicht gegen Covid-19 geimpft sei.

    Grundätzlich kenne man "unsere Meinung und Empfehlung", sagte Salihamidzic. "Der FC Bayern empfiehlt, sich impfen zu lassen, genau so wie ich persönlich, um unter anderem vielleicht allen ein normaleres Leben zu ermöglichen." Aber weil es in Deutschland keine Impfpflicht gebe, habe der Verein "die Empfehlung ausgesprochen und jeder darf das selber entscheiden", sagte der 44-Jährige.

    15.10 Uhr: Spahn - Normalzustand bei Corona frühestens im Frühjahr

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rät angesichts steigender Corona-Zahlen weiterhin zur Vorsicht. "Es ist jetzt ein Zustand der besonderen Vorsicht", sagte Spahn am Samstag am Rande des Parteitags der nordrhein-westfälischen CDU in Bielefeld. Im Alltag müsse man weiter Vorsicht walten lassen. "Ein Normalzustand wird erst im Frühjahr frühestens möglich sein, wenn keine neue Variante kommt", so Spahn.

    Der Gesundheitsminister hatte vorgeschlagen, die Feststellung einer Epidemischen Lage von nationaler Tragweite zu beenden. Er will dies aber nicht als Aufforderung zur Nachlässigkeit verstanden wissen.

    14.10 Uhr: Mehr als 100 Millionen Impfdosen in Pakistan verabreicht

    In Pakistan sind seit Beginn der Impfkampagne im Februar 100 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht worden. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Mehr als 38 Millionen Menschen in dem Land mit rund 220 Millionen Einwohnern gelten als vollständig geimpft. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende dieses Jahres 80 Millionen Menschen zu impfen.

    Erschwert wurden die Bemühungen zunächst unter anderem durch Lieferprobleme und Impfskepsis, die oft durch falsche Informationen über Impfstoffe ausgelöst wird. Die Impfkampagne nahm an Fahrt auf, nachdem die Behörden strenge Auflagen verhängten. So dürfen Ungeimpfte seit Anfang Oktober nicht mehr mit dem Zug fahren, Inlandsflüge nutzen oder in Einkaufszentren oder Restaurants gehen.

    14.00 Uhr: Städtetagspräsident warnt vor "Flickenteppich" bei Corona-Bekämpfung

    Die Forderung nach einem baldigen Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite sorgt weiter für Diskussionen. Während sich Kassenärzte-Chef Andreas Gassen hinter die Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stellte, warnte Städtetagspräsident Burkhard Jung vor einem "Flickenteppich" bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen liegt erstmals seit Monaten wieder im dreistelligen Bereich.

    Jung sprach sich in den Zeitungen der Funke Mediengruppe für einen bundeseinheitlichen Rahmen im Kampf gegen Corona aus. Die epidemische Lage von nationaler Tragweite müsse "entweder beibehalten werden oder es muss eine Übergangsfrist geben", forderte er. "Auf den letzten Kilometern der Pandemie können wir keinen Flickenteppich gebrauchen."

    Jung mahnte zudem, schnell 2G in sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen, Kindertagesstätten und anderen Bildungseinrichtungen einzuführen. Sinnvoll sei auch, nur Geimpfte und Genesene in Clubs, Theater, Kinos und Fitnessstudios zu lassen.

    13.20 Uhr: Patientenschützer für Testpflicht in Senioren- und Pflegeheimen

    In Pflegeeinrichtungen, der ambulanten Seniorenpflege und Krankenhäusern sollte nach Einschätzung der Deutschen Stiftung Patientenschutz eine Corona-Testpflicht eingeführt werden. In manchen Einrichtungen seien nur 40 Prozent des Personals geimpft, sagte Vorstand Eugen Brysch am Samstag bei WDR 5. Daher brauche es tägliche Tests vor dem Betreten der Einrichtungen. In den vergangenen drei Wochen seien 40 Prozent der Corona-Toten über 60 Jahren vollständig geimpfte Personen gewesen, fügte Brysch hinzu. In der Altersgruppe über 70 Jahren hätten erst zwölf Prozent die Auffrischungsimpfung erhalten. Daher brauche es nun eine konzertierte Aktion, um parallel zu impfen und zu testen: "Wir müssen die Menschen in den Blick nehmen, die besonders gefährdet sind."

    12.55 Uhr: Patientenschützer fordern tägliche Tests in Heimen

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert tägliche Corona-Tests in Altenheimen und Krankenhäusern. In dem Bereich der älteren und kranken Menschen würden aktuell wieder die höchsten Todesraten festgestellt, obwohl diese Menschen zweimal geimpft seien, sagte der Vorsitzende der Stiftung, Eugen Brysch, am Samstag im WDR-Morgenecho. Nötig sei daher eine "konzertierte Aktion, und zwar Impfen und Testen gemeinsam in den Blick zu nehmen". Es dürfe nicht das eine gegen das andere ausgespielt werden.Um das Coronavirus im Winter von Heimen und Krankenhäusern fernzuhalten, sei das tägliche Testen der einzige Weg

    12.20 Uhr: Rückreiseverkehr am Flughafen BER ohne größere Probleme

    Anders als zum Ferienbeginn läuft der Rückreiseverkehr am Hauptstadtflughafen BER an diesem Wochenende bisher weitgehend ohne Probleme. Es gebe keine übermäßig langen Wartezeiten. Für die drei Tage zwischen Samstag und Sonntag, dem letzten Ferienwochenende unter anderem in Berlin und Brandenburg, erwartete der Flughafen rund 190.000 Fluggäste. Es ist eines der verkehrsreichsten Wochenenden seit dem Ausbruch der Pandemie. Aufgrund personeller Engpässe und den aufwendigeren Kontrollen in der Corona-Pandemie war es zum Ferienauftakt vor rund zwei Wochen zu chaotischen Szenen am vor rund einem Jahr eröffneten BER gekommen.

    11.35 Uhr: Viele "Lockdown-Hunde" landen in britischen Tierheimen

    Viele Briten, die sich im Corona-Lockdown einen Hund zugelegt haben, scheinen diesen bald wieder loswerden zu wollen. Und etliche Hunde werden dann offenkundig als angebliche Streuner bei Tierheimen abgegeben, wie die BBC am Samstag berichtete. Teilweise sollen die Halter vorher vergeblich versucht haben, die Tiere auf Internetplattformen zu verkaufen, berichteten Beschäftigte der Branche. "Es sind definitiv beispiellose Zahlen im Moment", sagte Sara Rosser vom Hope Resuce Centre im walisischen Rhondda Cynon Taf dem britischen Sender. "Streunende Hunde müssen wir annehmen, daher überspringen derzeit viele falsche Streuner die Schlange." Diese sei derzeit so lang wie noch nie in der 15-jährigen Geschichte des Tierheims. Andere Heime berichten von ähnlichen Erfahrungen.

    11.10 Uhr: Britische Regierung schließt erneuten Corona-Lockdown aus

    Trotz rapide steigender Corona-Zahlen hat die britische Regierung einen erneuten Lockdown zur Eindämmung der Pandemie ausgeschlossen. "Dank der Impfstoffe sind wir in einer ganz anderen Situation als vor einem Jahr", sagte der britische Finanzminister Rishi Sunak in einem Interview mit der "Times". Es gebe zwar eine Reihe möglicher Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus im Winter, "aber zu diesen Optionen gehören keine Lockdowns oder andere signifikante Einschränkungen der Wirtschaft". Die Regierung sieht für den Fall einer Zuspitzung der Corona-Lage in England einen sogenannten Plan B vor, zu dem jedoch lediglich seichte Maßnahmen wie eine Wiedereinführung der Maskenpflicht oder die Empfehlung, wieder von zuhause zu arbeiten, gehören. Trotz zuletzt um die 50.000 Neuinfektionen pro Tag und eines starken Anstiegs der Corona-Todesfälle will die Londoner Regierung jedoch selbst diesen Plan B derzeit noch nicht umsetzen. Seit Mitte Juli gelten in England so gut wie keine Corona-Maßnahmen mehr.

    11.00 Uhr: Rumänien beschließt nächtliche Ausgangssperre

    Mit neuen Lockdown-Maßnahmen will die rumänische Regierung die jüngste Covid-Welle eindämmen. Ab Montag gilt landesweit eine nächtliche Ausgangssperre, und für die meisten öffentlichen Veranstaltungen ist ein Gesundheitspass erforderlich. Schulkinder haben zwei Wochen Ferien. Rumänien hat in diesem Monat Rekordzahlen bei den Infektionen und Todesfällen gemeldet. Die Krankenhäuser arbeiten an der Kapazitätsgrenze. Das Land hat die zweitniedrigste Impfquote in der Europäischen Union.

    10.15 Uhr: Experte fordert mehr Beratungsstellen gegen Verschwörungsglauben

    In Deutschland fehlt es nach Worten des Politikwissenschaftlers Tobias Meilicke an Unterstützung im Umgang mit Verschwörungsmythen. Während der Corona-Pandemie seien Verschwörungsgläubige politisch aktiver und damit sichtbarer geworden, sagte Meilicke am Samstag dem MDR Thüringen. Dies führe zu einer Spaltung innerhalb von Familien und in der Gesellschaft. Meilicke leitet in Berlin die Beratungsstelle "Veritas" für Betroffene von Verschwörungsmythen. Die nach eigenen Angaben erste derartige Beratungsstelle erhält demnach Anfragen aus ganz Deutschland. Nach Einschätzung des Experten glauben in Deutschland rund 12 Millionen Menschen an Verschwörungen. Besonders hoch ist ihr Anteil laut Studien in Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

    09.50 Uhr:  Nordkorea wegen Corona-Schutzmaßnahmen isoliert wie noch nie

    Nordkorea hat sich nach Einschätzung eines UN-Sonderberichterstatters international so stark abgeschottet wie noch nie zuvor. Dies sei die Folge drastischer Maßnahmen zum Schutz vor der Corona-Pandemie, erklärte der Sonderberichterstatter für das Land, Tomás Ojea Quintana, vor dem Menschenrechtsausschuss der UN-Vollversammlung am Freitag. Die abgebrochenen Beziehungen ins Ausland hätten dramatische Auswirkungen auf die Menschenrechte im Land. Nordkorea hat seine Grenzen geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Eine solche Entwicklung hätte laut Ojea Quintana verheerende Auswirkungen auf das Recht der Bevölkerung auf angemessene Gesundheitsversorgung, da die medizinische Infrastruktur in Nordkorea unterfinanziert sei und große Mängel aufweise.

    09.15 Uhr: 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Mühldorf über 500

    Laut den aktuellen Zahlen des RKI liegt die 7-Tage-Inzidenz vom Samstagmorgen im Landkreis Mühldorf bei 501,4. Das ist derzeit der höchste Wert in Deutschland. Es folgen das Berchtesgadener Land mit einer Inzidenz von 463,7 und der Landkreis Traunstein mit 438,3. Auch der Landkreis Miesbach (353,4) und die Stadt Rosenheim (350,7) liegen unter den 10 Regionen mit den höchstens Inzidenzzahlen in Deutschland.

    09.05 Uhr: 1,5 Millionen Corona-Impfungen vermutlich nicht gemeldet

    Der Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte geht davon aus, dass rund 1,5 Millionen Corona-Impfungen in Deutschland vorerst nicht gemeldet wurden. Die meisten Impfungen seien über das kassenärztliche System eingegangen - wie viele nicht gemeldet wurden, sei aber unklar, sagte Verbandsvizepräsidentin Anette Wahl-Wachendorf dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie erwarte klärende Gespräche mit dem Robert-Koch-Institut (RKI). Wie das RND unter Berufung auf eine Schätzung des Betriebsärzteverbandes berichtete, könnte sich die Zahl auf 1,5 Millionen belaufen.

    Auch bei den Kassenärzten seien vereinzelt Meldungen ausgeblieben, sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Roland Stahl. "Wir haben keine echte Impfquote, das ist ein riesiges Problem, ein strukturelles Problem", sagte der Kölner Infektiologe Gerd Fätkenheuer dem RND. "Ich fürchte, dass es am Ende erst über die Abrechnungen sichtbar wird."

    08.50 Uhr: Über 102.000 neue Infektionsfälle in den USA - weltweit meiste Sterbefälle

    In den USA registrieren die Gesundheitsbehörden mindestens 102.598 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurden bislang rund 45,49 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 3.220 auf 738.256. Weltweit weisen die USA die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf.

    08.05 Uhr: Peru überschreitet Schwelle von 200.000 Corona-Toten

    In Peru sind inzwischen mehr als 200.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Mit 200.003 Todesfällen wurde die Schwelle am Freitag (Ortszeit) überschritten, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Peru verzeichnet die weltweit höchste Corona-Todesrate pro Kopf. In dem Land mit 33 Millionen Einwohnern wurden seit Pandemiebeginn zudem 2,2 Millionen Infektionen registriert. Derzeit sind die Neuansteckungen und Todesfälle jedoch rückläufig, wie die Behörden mitteilten. "Es ist wahrscheinlich, dass die erste und die zweite Welle bei einem Teil der Bevölkerung eine Immunität erzeugt haben, ebenso wie die Impfung", sagte Gesundheitsminister Hernando Cevallos.

    07.50 Uhr: Kassenärzte-Chef für baldiges Ende des Ausnahmezustands

    Kassenärzte-Chef Andreas Gassen hat sich wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für ein baldiges Ende des Corona-Ausnahmezustands ausgesprochen. "Die Ankündigung von Minister Spahn, die epidemische Lage nationaler Tragweite auslaufen zu lassen, ist letztlich folgerichtig", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der "Rheinischen Post". Ab einem bestimmten Punkt könne man dazu übergehen, "die notwendigen Schutz- und Abwehrmaßnahmen in die Hände der Bürger zu legen".

    07.05 Uhr: Vorteile überwiegen Risiken bei Kinder-Impfung mit Pfizer

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat zum ersten Mal die Sicherheit und Wirksamkeit des Coronavirus-Impfstoffs von Pfizer und BioNtech für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren bewertet und festgestellt, dass die Vorteile die Risiken in dieser Altersgruppe überwiegen. Die FDA veröffentlichte auch Daten von Pfizer, die zeigten, dass der Impfstoff in einer klinischen Studie mit fünf bis 11-Jährigen eine 90,7-prozentige Wirksamkeit gegen Covid-19 aufwies. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, dass die FDA das Vakzin für Kinder genehmigt. Ein Expertenausschuss der Behörde will am Dienstag darüber abstimmen, ob er die Zulassung empfiehlt.07.25 Uhr: Hertha-Torwart Jarstein nach schwerer Corona-Erkrankung: "Ganz klar für die Impfung"

    Torwart Rune Jarstein von Hertha BSC hat sich nach einer überstandenen Covid-19-Erkrankung mit folgender Herzmuskelentzündung deutlich für die Impfung gegen das Coronavirus ausgesprochen. "Ich bin nach meiner Erkrankung noch einmal geimpft worden. Ich finde es gut und wichtig, das zu machen. Ich bin ganz klar für die Impfung", sagte der 37 Jahre alte Norweger der "Bild" (Samstag). "Vielleicht hätte es mich nicht so hart erwischt, wenn ich mich im Frühling schon hätte impfen lassen können." Jarstein war im April an Covid-19 erkrankt und hatte sich zeitweise sogar in einer Klinik behandeln lassen müssen. "An den ersten Tagen im Krankenhaus konnte ich nicht einmal Fußball auf dem iPad schauen. Ich war in der Zeit zweimal an der frischen Luft, musste dabei im Rollstuhl sitzen", berichtete er. Aufgrund einer Herzmuskelentzündung hatte er insgesamt fast ein halbes Jahr aussetzen müssen. Die Zeit ohne Training sei sehr schwer für ihn gewesen, berichtete er. "Bei meinem ersten Spaziergang in Berlin war ich nach zehn Minuten kaputt. Es hat gedauert, wurde dann Schritt für Schritt besser." Erst Mitte September konnte Jarstein wieder individuell trainieren, befindet sich inzwischen wieder im Teamtraining.

    06.50 Uhr: Lauterbach widerspricht Lockerungsgedanken von Gesundheitsminister Spahn

    Der Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine Beendigung der Corona-Notlage in Deutschland sorgt weiter für Diskussionen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte der "Passauer Neuen Presse" (Samstag), die Ankündigung in einer Phase, in der es steigende Infektionszahlen, Impfdurchbrüche, stagnierende Impfquoten und andere Probleme gebe, habe ihn überrascht. Sollte die Feststellung der epidemischen Notlage tatsächlich auslaufen, forderte er eine Ersatzregelung. Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung müssten rechtssicher bleiben, sagte Lauterbach.

    06.35 Uhr: Karliczek fordert internationale Zusammenarbeit bei Gesundheit

    Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat vor dem Beginn der Gesundheitskonferenz «World Health Summit» an diesem Sonntag zur weltweiten Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich aufgerufen. "Nur dann werden wir die Corona-Pandemie überall auf der Welt endgültig überwinden und, und das ist noch viel wichtiger, für aufkommende Gesundheitsnotfälle besser vorbereitet sein", sagte die CDU-Politikerin. Durch Klimawandel und Bevölkerungswachstum nehme die Gefahr von neuen Pandemien stetig zu. "Die Corona-Pandemie wird also aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die letzte schwere globale Infektionswelle sein", sagte Karliczek. Sie sprach sich für eine breite Förderung von Wissenschaft und Forschung aus. Dies schaffe die Grundlagen dafür, dass die Welt noch effektiver reagieren könne, wenn eine ähnliche Herausforderung erneut entstehe.

    06.15 Uhr: Experten: Kein Konjunkturschub durch "Freedom Day" in England

    Der "Freedom Day" in England vor 100 Tagen mit dem Ende fast aller Corona-Regeln hat nach Ansicht von Experten der Wirtschaft nicht den erhofften Schub gegeben. Zwar sei die Nachfrage enorm, und Restaurantbuchungen lägen deutlich über dem Niveau vor der Pandemie, sagte die Ökonomin Liz Martins von der Großbank HSBC der Deutschen Presse-Agentur in London. Verbraucherorientierte Dienstleistungen seien noch immer deutlich unter dem Vorkrisenstand. Am 19. Juli hatte der britische Premierminister Boris Johnson so gut wie alle Corona-Regeln in England aufgehoben. Auch Abstandsregeln und Maskenpflicht sind seitdem nicht mehr vorgeschrieben. Nachtclubs, Discos und Pubs können unbegrenzt und ohne Vorlage eines Impfpasses Gäste empfangen. Gesundheit ist in Großbritannien Sache der Landesteile. Schottland, Wales und Nordirland haben mittlerweile auch viele Corona-Regeln beendet, gehen aber nicht ganz so weit wie England, das keine eigene Regionalregierung hat.

    04.45 Uhr: Corona-Inzidenz erstmals seit Mai über 100 - 15.145 Neuinfektionen

    Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat erstmals seit Mitte Mai den Wert von 100 erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit exakt 100,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 95,1 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 15.145 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.31 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.949 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 86 Todesfälle verzeichnet.

    Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 2,68 an (Donnerstag 2,45). Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

    03.40 Uhr: Klingbeil mahnt zu Vorsicht "auf letzten Metern" der Pandemie

    SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage in Deutschland zu Vorsicht aufgerufen. "Wir haben uns sehr vernünftig und solidarisch durch diese Krise bewegt. Das sollte auch auf den letzten Metern so bleiben", sagte Klingbeil den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). "Wir alle wollen, dass die Pandemie bald vorbei ist und wir zu dem Alten zurückkehren - zumindest in den meisten Bereichen." Das müsse man "sensibel ausloten". Fragen des Infektionsschutzgesetzes und der pandemischen Lage sollten laut Klingbeil im Parlament gemeinsam bewertet werden. "In dieser Übergangszeit nach der Wahl werden wir im Parlament nach Mehrheiten suchen, die größer sind als die aktuelle Regierung", sagte Klingbeil.

    Freitag, 22. Oktober 2021

    22.50 Uhr: Österreich droht Ungeimpften mit Lockdown

    Bei einer weiteren dramatischen Verschärfung der Corona-Situation droht ungeschützten Menschen in Österreich ein Lockdown. Dieser Schritt komme bei einer besonders starken Auslastung der Intensivbetten, wie Österreichs Bundeskanzler Alexander Schallenberg am Freitagabend nach einer Krisensitzung mit den Ministerpräsidenten erklärte. "Wir sind drauf und dran, in eine Pandemie der ungeschützten Ungeimpften hineinzustolpern", so der Regierungschef. Wer weder geimpft noch genesen sei, müsse sich bei der letzten Stufe des neuen Stufenplans auf massive Ausgangsbeschränkungen einstellen, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Dann sei gegebenenfalls das Verlassen der Wohnung nur noch aus triftigen Gründen möglich. Einen Lockdown für Geimpfte oder Genesene schloss Schallenberg aus. Er hoffe auf eine starke Signalwirkung dieser Pläne. Noch ist die Lage auf den Intensivstationen Österreichs trotz des jüngsten deutlichen Anstiegs bei der Zahl der Neuinfektionen weitgehend stabil. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei knapp 230. In Deutschland beträgt sie aktuell etwa 95.

    21.50 Uhr: Biontech-Gründer mit "Spanischem Nobelpreis" geehrt

    Ugur Sahin (56) und Özlem Türeci (54), Gründer des in Mainz ansässigen Biotechnologieunternehmens Biontech, sind am Freitagabend mit dem Prinzessin-von-Asturien-Preis geehrt worden. Das deutsch-türkische Forscherehepaar teilte sich die als "spanische Nobelpreise" bekannte Auszeichnung in der Sparte Forschung und Technik mit fünf weiteren Entwicklern von Corona-Impfstoffen. Die international renommierten Preise werden jedes Jahr in acht Kategorien von König Felipe VI. sowie der spanischen Thronfolgerin Leonor im nordspanischen Oviedo vergeben und sind mit jeweils 50.000 Euro dotiert. Die Forscher der Covid-Impfstoffe waren jedoch die "Stars des Abends", denen für die Rettung von Millionen Menschenleben ein minutenlanger Applaus gespendet wurde.

    21.20 Uhr: Nadija Sawtschenko mit gefälschtem Impfzertifikat erwischt

    Der ehemals in Russland inhaftierten ukrainischen Nationalheldin Nadija Sawtschenko droht in ihrer Heimat eine Haftstrafe. Nach Angaben des Innenministers Denys Monastyrskyj vom Freitag wurde die 40-Jährige in Kiew mit einem gefälschten Covid-19-Impfzertifikat erwischt. Sie sei mit ihrer Schwester aus der Türkei mit einem Flugzeug eingereist. Beide müssen nun mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe rechnen.

    20.55 Uhr: Kroatien und Bulgarien neue Corona-Hochrisikogebiete

    Bundesregierung und Robert-Koch-Institut (RKI) haben die EU-Staaten Kroatien und Bulgarien neu als Corona-Hochrisikogebiete eingestuft. Gleiches gilt für Kamerun, Singapur und die Republik Kongo, wie das RKI am Freitag mitteilte. Dagegen wurden Honduras, der Irak, Kenia und das Kosovo von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen. Die neuen Einstufungen werden Sonntagfrüh wirksam. Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen für zehn Tage in Quarantäne. Geimpfte und Genesene können die Quarantäne aber abwenden, wenn sie bereits vor ihrer Einreise einen Genesenen- oder Impfnachweis an die deutschen Behörden übermitteln. Bei nachträglicher Einreichung eines Genesenen- oder Impfnachweises oder eines Negativtests kann die Quarantäne verkürzt werden.

    20.35 Uhr: Berliner Eishockey-Stürmer Zengerle positiv getestet

    Auch die Eisbären Berlin haben einen Corona-Fall. Stürmer Mark Zengerle sei positiv auf Covid-19 getestet worden, teilte der deutsche Eishockey-Meister am Freitag vor Beginn des Spiels gegen die Schwenninger Wild Wings mit. Dem deutsch-amerikanischen Stürmer, an dem Medienberichten zufolge die Wild Wings Interesse haben, gehe «es aber den Umständen entsprechend gut». In der Deutschen Eishockey Liga sind in den vergangenen Tagen zahlreiche Corona-Fälle beim EHC Red Bull München und bei der Düsseldorfer EG bekannt geworden. Mehrere Spiele wurden verlegt.

    19.25 Uhr: Trotz Impfdurchbrüchen im Sport: Ärzte überzeugt von Impfwirkung

    Die steigenden Zahlen von Corona-Infektionen trotz Impfung wie in der Fußball-Bundesliga zuletzt bei Bayern  Münchens Trainer Julian Nagelsmann oder Hoffenheims Spieler Christoph Baumgartner sind nach Ansicht von Experten kein Grund zur Beunruhigung. "Es scheint mir, bei der Einordnung dieser Fälle liegen teilweise Missverständnisse in Bezug auf die Funktion und Effektivität von Impfungen vor", sagte Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer am Freitag auf der Webseite der Deutschen Fußball Liga DFL. "Trotz hoher Schutzwirkung schützen Impfungen in der Regel nicht zu 100 Prozent." Das würde sie auch bei anderen Erkrankungen nicht tun. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, zeigte sich nicht überrascht von den jüngsten Meldungen über positiv getestete Sportler. "Wir wissen mittlerweile ganz gut, dass die Effektivität der Impfung, was den Schutz vor einer Infektion angeht, schwächer ist als beim Schutz vor einer Erkrankung", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). Leif Erik Sander von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie der Charité in Berlin betonte, «dass das Hauptziel der Impfung der Schutz vor Erkrankung, insbesondere vor schwerer Erkrankung ist». Somit seien Impfdurchbrüche - Infektionen trotz Impfung - kein Argument zu sagen, «die Impfung funktioniere nicht». Meyer ist ebenfalls überzeugt: "Nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand ist die Schutzwirkung von Impfungen gegenüber schweren Verläufen exzellent und gegenüber Ansteckungen mindestens gut."

    18.50 Uhr: Biontech-Impfstoff laut Unternehmen bei Kindern zu knapp 91 Prozent wirksam

    Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer hat nach Konzernangaben bei Kindern eine Wirksamkeit von knapp 91 Prozent. Laut einem von Pfizer bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereichten Dokument beträgt der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bei Fünf- bis Elfjährigen 90,7 Prozent. Die Angaben basieren auf einer Untersuchung mit 2250 Teilnehmern. Ein schwerer Krankheitsverlauf wurde nicht registriert. Ein Expertengremium der FDA wird sich am kommenden Dienstag mit der Frage befassen, ob der Biontech-Pfizer-Impfstoff für Fünf- bis Zwölfjährige zugelassen werden soll. Bislang gibt es in den USA für das Vakzin eine Notfallzulassung ab zwölf Jahren und eine vollständige Zulassung ab 16 Jahren. Die US-Regierung bereitet bereits eine großangelegte Impfkampagne für die rund 28 Millionen Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren vor. Biontech und Pfizer haben auch in der EU eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffes für diese Altersgruppe beantragt.

    18.10 Uhr: Italien: Corona-Inzidenz wieder leicht gestiegen

    In Italien ist der Corona-Inzidenzwert wieder leicht gestiegen. Stand Donnerstag lag der Wert je 100.000 Einwohner für die vorangegangenen sieben Tag landesweit bei durchschnittlich 34 Fällen, wie das Gesundheitsministerium in seinem wöchentlichen Corona-Lagebericht am Freitag in Rom mitteilte. In der Vorwoche ermittelten die Experten für den Sieben-Tage-Inzidenzwert noch 29 Fälle je 100.000 Einwohner. Zuvor war der Wert von Woche zu Woche gesunken. Einen Anlass zur Beunruhigung sahen die Gesundheitsexperten darin nicht. Die Pandemie sei in Italien immer noch unter Kontrolle, erklärte Silvio Brusaferro. Die Ausbreitung des Virus sei beschränkter als in anderen Ländern. Am Freitag meldeten die Behörden fast 3900 Corona-Neuinfektionen und rund 40 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. Knapp 82 Prozent der Menschen über zwölf Jahren waren Stand Freitagabend gegen Covid-19 durchgeimpft.

    17.42 Uhr: Holetschek begrüßt Beschluss der Länder zur epidemischen Lage

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat es ausdrücklich begrüßt, dass die Länder im Kampf gegen die Corona-Pandemie weiterhin auf einem bundesweit einheitlichen Rechtsrahmen bestehen. Der entsprechende Beschluss der Ministerpräsidenten in Königswinter sei ein "wichtiges Signal", sagte Holetschek im BR24 Thema des Tages, "weil wir ja merken, dass wir im Moment in einer Phase sind, wo wir ja nach wie vor vorsichtig sein müssen und auch gewisse Schutzmaßnahmen ergreifen müssen. Deshalb brauchen wir eine klare Rechtsgrundlage, um rechtssicher auch unsere Verordnungen zu erlassen".

    Gleichzeitig machte der CSU-Politiker deutlich, dass er jetzt den Bund in der Pflicht sieht: "Ich glaube, der Bund muss jetzt sich klarwerden, dass er in einer Verantwortung nach wie vor ist, und die neuen Koalitionäre dürfen jetzt über irgendwelchen Personaldebatten nicht vergessen, dass Corona immer noch da ist, und müssen jetzt eine Entscheidung treffen." Die Frage, ob er Sorge habe, im bayerischen Landtag keine Mehrheit zu bekommen für weitere Corona-Maßnahmen, verneinte Holetschek.

    Holetschek betonte außerdem, dass niemand mehr einen Lockdown wolle. Es gehe darum, die Lage gemeinsam zu beobachten und daraus Schlüsse zu ziehen. Als "großes Gebot der Stunde" bezeichnete er, das Impfen weiter zu forcieren.

    17.22 Uhr: Spahn verteidigt Vorstoß zu Ende der "epidemischen Lage"

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seinen Vorstoß für eine Beendigung der sogenannten epidemischen Lage nationaler Tragweite verteidigt. Es gehe darum, nach 19 Monaten einen Ausnahmezustand zu beenden, sagte der CDU-Politiker im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. Befugnisse der Bundesregierung sollten dadurch in einen Normalzustand zurückgeführt werden.

    Spahn betonte, das Ende der epidemischen Lage bedeute keinen "Freedom Day" oder das Ende aller Maßnahmen. Man brauche weiterhin einen Zustand besonderer Vorsicht sowie 3G-Regelungen im Innenraum oder die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Dies könne aber auch ohne den Ausnahmezustand der sogenannten epidemischen Lage von nationaler Tragweite geregelt werden. Dafür müsse entweder die bundesgesetzliche Regelungskompetenz geändert werden, oder die Landtage müssten entsprechende Befugnisse auf Landesebene beschließen.

    Die epidemische Lage wurde vom Bundestag im März 2020 festgestellt und mehrfach verlängert. Spahn hatte sich kürzlich dafür ausgesprochen, die bundesweite Corona-Notlage am 25. November auslaufen zu lassen.

    17.01 Uhr: Corona-Notlage - Rumänien verschärft Vorsichtsmaßnahmen

    Rumänien verschärft angesichts einer Corona-Notlage die Vorsichtsmaßnahmen für die nächsten 30 Tage. Ab Montag gilt landesweit eine Maskenpflicht in öffentlichen Räumen wie auch im Freien. Die Regierung beschloss am Freitag weiter, dass Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen zwei Wochen lang geschlossen werden. Zugang zu allen Geschäften, Gaststätten und Kultureinrichtungen haben nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete. Nur Lebensmittelläden und Apotheken stehen allen offen. 

    Von 22.00 Uhr Ortszeit bis 5.00 Uhr morgens dürfen nur noch Geimpfte oder Genesene frei ihre Wohnungen verlassen, andere Personen müssen einen triftigen Grund nachweisen. Bars und Tanzlokale werden geschlossen. Die Regierung will auch eine Impfpflicht für Beamte und öffentliche Bedienstete durchsetzen. Ministerpräsident Florin Citu darf dies aber nicht per Verordnung verfügen, weil er nur noch kommissarisch im Amt ist.

    Rumäniens Gesundheitswesen wird seit Tagen mit der Versorgung einer steil anwachsenden Zahl von Covid-19-Patienten kaum noch fertig. Dutzende schwer kranker Patienten wurden bereits in Nachbarländer gebracht, weil es in den Intensivstationen keinen Platz mehr gibt. Die 14-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen stieg zuletzt auf 999,9 pro 100.000 Einwohner und blieb eine der höchsten in der EU.

    16.38 Uhr: Patientenschützer fordern weiter Rechtsgrundlage für Pandemie-Maßnahmen

    Für die Corona-Maßnahmen ab dem 25. November braucht es nach Worten der Deutschen Stiftung Patientenschutz eine Rechtsgrundlage. "Die Pandemie ist schließlich nicht vorbei", sagte Vorstand Eugen Brysch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Dortmund. Zuvor hatten die Ministerpräsidenten der Länder den Bundestag laut Medienberichten aufgefordert, bis zu diesem Stichtag einheitliche Regeln im Kampf gegen die Pandemie zu beschließen.

    Bis zum 25. November gilt die "epidemische Lage" in Deutschland. Vor wenigen Tagen hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeschlagen, sie auslaufen zu lassen. Damit würde die Bundesregierung ihre Sonderrechte in der Pandemie verlieren, das Parlament müsste über jede Maßnahme abstimmen. Ein automatisches Wegfallen von Maßnahmen wie der Maskenpflicht in bestimmten Bereichen wäre damit nicht verbunden.

    Nun hätten die Ministerpräsidenten "den Ball wieder in das Spielfeld des neuen Bundestages gespielt", sagte Brysch: "Bleibt zu hoffen, dass daraus kein Ping-Pong-Spiel wird. Pflegebedürftige und Krankenhauspatienten wären die Leidtragenden."

    16.05 Uhr: Bisher nur wenige abgelaufene Impfdosen vernichtet

    Die Zahl abgelaufener Corona-Impfungen, die im Zentrallager des Bundes sowie im pharmazeutischen Großhandel und in Apotheken vernichtet werden musste, hält sich offenbar in Grenzen: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums mussten bis zum 11. Oktober 9660 Impfstoff-Dosen im zentralen Lager entsorgt werden. Bis Ende September seien demnach im pharmazeutischen Großhandel und in Apotheken 4755 Dosen Impfdosen vernichtet worden. Ausgelieferte COVID-19-Impfstoffe haben üblicherweise Haltbarkeiten von circa vier bis sechs Monaten.

    15.16 Uhr: Chrupalla mit Corona infiziert - Erste Plenarsitzung fällt für AfD-Fraktionschef aus

    Der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Fraktion mitteilte, wurde er positiv auf Covid-19 getestet und befindet sich derzeit in häuslicher Quarantäne. "Herr Chrupalla kann daher nicht an der konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages am 26. Oktober teilnehmen", hieß es in der Mitteilung der Fraktion. Dem Vernehmen nach dauert seine Quarantäne schon einige Tage an. Über weitere Infektionen in der Fraktion wurde bislang nichts bekannt.

    Die Co-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel wurde nach Angaben eines Sprechers negativ auf das Virus getestet und wird an der Sitzung teilnehmen. Sie hatte im Wahlkampf wiederholt betont, nicht gegen Covid-19 geimpft zu sein. Chrupalla, der auch Parteivorsitzender ist, hatte sich Fragen nach seinem Impfstatus zuletzt in Interviews verbeten.

    15.04 Uhr: Neue Proteste in Bulgarien gegen 3G-Regel

    Trotz schnell zunehmender Corona-Neuinfektionen haben in Bulgarien wieder Menschen gegen die 3G-Regel protestiert. Demonstranten im nordbulgarischen Weliko Tarnowoe beklagten, dass Nicht-Geimpfte diskriminiert würden, wie das Staatsradio berichtete.

    Die Polizei trennte dem Bericht zufolge vor einem Impfzentrum die Protestierenden von einer Warteschlange mit Impfwilligen. Ähnliche Proteste gegen die seit Donnerstag geltende 3G-Regel mit "grünen Zertifikaten" für den Zutritt etwa in Einkaufszentren oder Lokalen hat es in den vergangenen Tagen auch in anderen Städten gegeben, auch in der Hauptstadt Sofia.

    Krankenhäuser berichten seit Tagen, dass sie am Limit ihrer Kapazitäten sind. Um die dritte Corona-Welle zu bekämpfen, führte die Übergangsregierung die 3G-Regel ein. Nur gut 20 Prozent der Bevölkerung sind vollständig gegen Covid-19 geimpft - damit ist Bulgarien EU-Schlusslicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg zuletzt auf 370,9 pro 100.000 Menschen.

    14.55 Uhr: Studie - Biontech-Impfstoff zeigt 90,7 Prozent Wirksamkeit bei Kindern

    Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer hat nach Konzernangaben bei Kindern eine Wirksamkeit von knapp 91 Prozent. Laut einem von Pfizer bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereichten Dokument beträgt der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bei Fünf- bis Elfjährigen 90,7 Prozent. Die Angaben basieren auf einer Untersuchung mit 2.250 Teilnehmern. Ein schwerer Krankheitsverlauf wurde nicht registriert.

    Ein Expertengremium der FDA wird sich am kommenden Dienstag mit der Frage befassen, ob der Biontech-Pfizer-Impfstoff für Fünf- bis Zwölfjährige zugelassen werden soll. Bislang gibt es in den USA für das Vakzin eine Notfallzulassung ab zwölf Jahren und eine vollständige Zulassung ab 16 Jahren.

    Die US-Regierung bereitet bereits eine großangelegte Impfkampagne für die rund 28 Millionen Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren vor. Biontech und Pfizer haben auch in der EU eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffes für diese Altersgruppe beantragt.

    14.42 Uhr: Kubicki weist Söder-Forderung nach Corona-Rechtsrahmen zurück - "unverfroren"

    FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat eine Forderung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder an die Corona-Politik einer möglichen Ampel-Koalition scharf zurückgewiesen. Die Erklärung Söders, SPD, Grüne und FDP sollten im Bund den Rechtsrahmen für weitere Corona-Maßnahmen setzen, sei "unverfroren und unsinnig", sagte Kubicki der Deutschen Presse-Agentur.

    Söder wisse genau, dass jeder Landtag, darunter auch der bayerische, gemäß § 28a Abs. 7 des Infektionsschutzgesetzes selbst über die Fortgeltung aller Maßnahmen entscheiden könne. "Mit seinem verzweifelten Fingerzeig nach Berlin versucht er, von seiner eigenen Unfähigkeit abzulenken und seinen offenbar gewordenen machtpolitischen Bedeutungsverlust zu kaschieren. Denn dann würde deutlich, dass er nicht mal seine eigene Koalition hinter sich hätte", so Kubicki weiter.

    Söder hatte gesagt, die neue Ampel-Mehrheit dürfe sich "nicht wegducken". "Ohne Rechtsgrundlage des Bundes wären die Bürgerinnen und Bürger schutzlos", sagte der CSU-Chef nach dem Ende der Ministerpräsidentenkonferenz im nordrhein-westfälischen Königswinter. Die sogenannte epidemische Lage von nationaler Tragweite gilt noch bis zum 25. November, für die Verlängerung ist der Bundestag zuständig. Diese Feststellung ist die Grundlage für Verordnungen und zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland.

    14.33 Uhr: Institut der Kassenärzte fordert raschere Drittimpfungen

    Der Chef des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (ZI), Dominik Stillfried, fordert mehr Tempo bei den Drittimpfungen. "Derzeit lassen sich lediglich cirka 250.000 Menschen pro Woche eine Auffrischimpfungen geben", sagt er dem "Handelsblatt": "Dieses Tempo sollte dringend gesteigert werden." Bis in den Dezember seien doppelt so viele Impfungen pro Woche nötig, um alle Menschen zu erreichen, denen die Stiko die Impfauffrischung empfiehlt. Das seien 4,1 Millionen Personen, bislang hätten aber nur 1,5 Millionen eine Auffrischimpfung erhalten. Das ZI ist ein Forschungsinstitut der Kassenärztlichen Vereinigungen.

    14.20 Uhr: Ukraine - Nationalheldin Nadija Sawtschenko mit gefälschtem Impfzertifikat erwischt

    Der ehemals in Russland inhaftierten ukrainischen Nationalheldin Nadija Sawtschenko droht in ihrer Heimat eine Haftstrafe. Die 40-Jährige wurde in Kiew mit einem gefälschten Covid-19-Impfzertifikat erwischt, wie Innenminister Denys Monastyrskyj bestätigte. Sie sei mit ihrer Schwester aus der Türkei mit einem Flugzeug eingereist. Beide müssen nun mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe rechnen.

    Sawtschenko selbst äußerte sich zunächst nicht dazu. Ein Impfzertifikat befreit in der Ukraine von einer Quarantäne nach der Einreise. In der aktuellen Corona-Welle verzeichneten die Behörden am Freitag mit 23.785 Infektionen und 614 Toten neue Negativrekorde. Gleichzeitig ist die Impfbereitschaft trotz vorhandener Impfstoffe niedrig. Nur knapp 17 Prozent der Ukrainer sind vollständig geimpft.

    Sawtschenko geriet 2014 bei Kämpfen im ostukrainischen Gebiet Luhansk gegen prorussische Separatisten in Gefangenschaft und wurde an Russland übergeben. Dort wurde die Ex-Berufssoldatin in einem international beachteten Prozess wegen Mordes zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt. 2016 kam die Ex-Parlamentsabgeordnete nach einem Gefangenenaustausch schließlich wieder frei.

    14.04 Uhr: DOSB unterstützt Corona-Impfkampagne - Spitzenathleten gehen voran

    Deutschlands Spitzenathleten machen sich für die Corona-Impfung stark. Wie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in Frankfurt/Main mitteilte, soll die offizielle Impfkampagne der Bundesregierung "Ärmel hoch" durch eine Medienoffensive gestärkt werden. "Die Covid-19-Impfung ist der Schlüssel zum Comeback der Gemeinschaft. Nur so können wir sicherstellen, dass ein soziales Miteinander, auch in den Sportvereinen, wieder sorglos möglich ist", sagte die DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker.

    Nach über einem Jahr weitgehender Bewegungslosigkeit sei es gerade für junge Menschen enorm wichtig, jetzt wieder sicher im Verein Sport treiben und sich treffen zu können. "Deshalb unterstützt der DOSB aus voller Überzeugung die Impfkampagne der Bundesregierung und ruft ganz Sportdeutschland dazu auf, sich zu beteiligen", sagte Rücker.

    Prominente Unterstützer der Impfkampagne sind unter anderen die Ringer-Olympiasiegerin Aline Rotter-Focken, Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter, Frank Stäbler, Olympia-Dritter im Ringen, und der Doppel-Olympiasieger sowie mehrfache Weltmeister in der Nordischen Kombination, Johannes Rydzek.

    13.39 Uhr: Namen von Ungeimpften in türkischem Dorf über Moschee ausgerufen

    Um mehr Menschen zur Impfung gegen das Coronavirus zu bewegen, haben Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde in der Türkei zu fragwürdigen Mitteln gegriffen. In einem Dorf in der östlichen Provinz Mus seien die Namen der nicht oder nicht vollständig Geimpften über die Lautsprecher der dortigen Moschee ausgerufen und sie zur Impfung aufgefordert worden. Das berichtete das türkische Nachrichtenportal Ntv. In der gesamten Provinz seien zudem Gesundheitsteams unterwegs, die von Tür zu Tür gingen und für eine Impfung werben.

    Auch in der Türkei gilt keine generelle Impfpflicht. Derzeit meldet das Gesundheitsministerium täglich rund 30.000 Neuinfektionen landesweit. In der Provinz Mus sind offiziellen Angaben zufolge bisher etwa 57 Prozent der über 18-Jährigen geimpft. Zuletzt waren auf 100.000 Einwohner 180 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche registriert worden. Betrachtet man die restlichen türkischen Provinzen, liegt Mus damit im Mittelfeld.

    13.19 Uhr: Gesundheitsministerium plant keine Neuregelung nach "epidemischer Lage"

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant nach Angaben eines Ministeriumssprechers keinen Vorstoß für eine weitere bundesweite Regelung nach einem möglichen Auslaufen der nationalen Corona-Notlage. "Der Ball liegt jetzt nicht bei uns im Haus, sondern in den Fraktionen und im Parlament", sagte der Sprecher in Berlin. Spahn habe betont, dass er fachlich beratend zur Seite stehe, wenn das gewünscht sei.

    Der Minister hatte sich dafür ausgesprochen, die Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite nicht über den 25. November hinaus fortzusetzen. Diese Feststellung ist die Grundlage für Verordnungen und zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland. Zwar haben die Länder auch die Möglichkeit, solche Maßnahmen über Beschlüsse ihrer Landesparlamente aufrechtzuerhalten. In den Ländern wird aber vor einem "Flickenteppich" gewarnt.

    Gefragt nach der aktuellen Lage in den Krankenhäusern und auf Intensivstationen verwies der Ministeriumssprecher auf den aktuellen Wochenbericht des Robert Koch-Instituts: "Wir beobachten momentan (...) auf allen Ebenen mit dem Ansteigen der Infektionszahlen eine Verschärfung der Situation." Gleichwohl bewege man sich weiterhin in etwa auf einem Plateau, "wo man noch keine erhöhte Dynamik ableiten kann".

    13.03 Uhr: Kassenärzte melden großes Interesse an Auffrischungsimpfungen

    Die Corona-Auffrischungsimpfungen werden nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gut angenommen. "Die bisherigen Rückmeldungen zeigen, dass das Interesse an Booster-Impfungen gemäß der Stiko-Empfehlung durchaus groß ist", sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Man empfehle, die Impfung gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) wahrzunehmen: "Die Versorgung mit Impfstoffen ist insgesamt ausreichend. Mittlerweile sind genügend Impfstoffe vorhanden, so dass jeder, der sich impfen lassen möchte, dies auch zeitnah machen kann."

    In Deutschland haben laut Robert Koch-Institut bisher 1,5 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung bekommen. Die Stiko empfiehlt sie ab 70, laut Statistischem Bundesamt gibt es rund 13 Millionen Menschen in Deutschland, die 70 und älter sind. Empfohlen wird die Booster-Impfung auch für medizinisches Personal mit Kontakt zu Patienten, für Menschen, die den Impfstoff von Johnson & Johnson bekommen haben, und für Personen mit einem geschwächten Immunsystem.

    12.46 Uhr: Bundesländer wollen einheitlichen Rechtsrahmen für Corona-Maßnahmen

    Die Ministerpräsidenten wollen auch nach einem Auslaufen der "epidemischen Lage" weiterhin einen bundesweit einheitlichen Rechtsrahmen zur Absicherung von Corona-Schutzmaßnahmen. Bei ihrer Jahrestagung im nordrhein-westfälischen Königswinter fassten sie einen entsprechenden Beschluss, wie die Düsseldorfer Staatskanzlei mitteilte.

    Es sei für die Chefinnen und Chefs der Landesregierungen "von größter Bedeutung, dass den Ländern auch nach einem etwaigen Ende der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite für einen befristeten Zeitraum die Möglichkeit eingeräumt wird, zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 weiterhin erforderliche und geeignete Maßnahmen zu treffen".

    Niedrigschwellige Maßnahmen könnten und sollten verhindern, dass es zu einem erneuten Anstieg des Infektionsgeschehens komme, heißt es im Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). Andernfalls könnte ein massiver Anstieg der Infektionsmaßnahmen wieder "deutlich verschärfte Maßnahmen nötig machen". Zu den Schutzmaßnahmen, die die Länderchefs auch über den Herbst und Winter hinaus für nötig halten, zählen etwa die sogenannte 3G-Regel, Masken, Abstand, Lüften.

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich dafür ausgesprochen, die Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite nicht über den 25. November hinaus fortzusetzen. Diese Feststellung ist die Grundlage für Verordnungen und zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland. Zwar haben die Länder auch die Möglichkeit, solche Maßnahmen über Beschlüsse ihrer Landesparlamente aufrechtzuerhalten. Mehrere Ministerpräsidenten warnten aber vor einem "Flickenteppich".

    12.38 Uhr: Christliche Hilfswerke dringen auf mehr Impfstoff für ärmere Länder

    Finanzschwache Länder müssten schnell mit Impfstoffen beliefert werden - das forderten "Brot für die Welt", Misereor, das Missionsärztliche Institut in Würzburg und die Ärztliche Mission in Tübingen (Difäm) mit Blick auf den Beginn des World Health Summits am Sonntag in Berlin. Während der Pandemie hätten auch Hunger und Armut in vielen Ländern zugenommen. Eine hohe Impfquote ermögliche auch einen wirtschaftlichen Aufschwung.

    Die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks "Brot für die Welt", Dagmar Pruin, sagte, wohlhabende Länder müssten ihre versprochenen Impfstoffspenden so schnell wie möglich liefern. "Das muss jetzt oberste Priorität haben - denn die Pandemie besiegen wir nur global oder gar nicht." Difäm-Leiterin Gisela Schneider warnte, dass die Pandemie auch die Behandlung und Prävention von Krankheiten wie HIV/Aids und Tuberkulose beeinträchtige.

    Beim World Health Summit tauschen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu verschiedenen gesundheitspolitischen Themen aus. In diesem Jahr geht es dabei auch um die Corona-Pandemie und eine gerechtere Verteilung von Impfstoffen. Erwartet werden unter anderem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

    12.20 Uhr: Kroatien und Bulgarien ab Sonntag Corona-Hochrisikogebiete

    Mit Kroatien und Bulgarien stuft die Bundesregierung ab Sonntag zwei weitere EU-Länder als Corona-Hochrisikogebiete ein. Das teilte das Robert Koch-Institut mit. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und aus einem Hochrisikogebiet einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Bisher sind Rumänien, Litauen und Slowenien die einzigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, für die das gilt.

    Weltweit stehen rund 70 Länder ganz oder teilweise auf der Risikoliste des RKI. Neben Kroatien und Bulgarien kommen am Sonntag auch Kamerun, Singapur und die Republik Kongo hinzu. Gestrichen werden Kenia, Kosovo, Irak und Honduras.

    Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

    12.14 Uhr: Neuseeland rückt endgültig von Null-Covid-Strategie ab

    Neuseeland will bei Erreichen einer Impfquote von 90 Prozent auf weitere Corona-Lockdowns verzichten. "Wir können geimpfte Menschen nicht ewig bitten, zu Hause zu bleiben", sagte Premierministerin Jacinda Ardern heute. Das Ziel ihrer Regierung sei nun nicht mehr, das Virus gänzlich loszuwerden, sondern Menschen stattdessen durch Impfungen zu schützen.

    Bislang sind 86 Prozent der für eine Corona-Impfung infrage kommenden Bewohner des Inselstaates einfach und 68 Prozent zweifach geimpft.

    Neuseeland ist seit Beginn der Pandemie weitgehend vom Rest der Welt abgeschottet. Bis zu einem Ausbruch der Delta-Variante im August in Auckland war das Leben der Neuseeländer monatelang beinahe normal geblieben. Der Inselstaat galt daher weltweit als Vorbild im Kampf gegen Corona: In dem Land mit seinen fünf Millionen Einwohnern gab es seit Beginn der Pandemie nur 28 Todesfälle durch Covid-19.

    12.04 Uhr: Müller und Söder fordern Rechtsrahmen für Pandemie-Bekämpfung

    Unter dem Eindruck steigender Inzidenzwerte ist bei der in Königswinter bei Bonn tagenden Ministerpräsidentenkonferenz die Forderung nach einem weiter stabilen Rechtsrahmen im Umgang mit der Corona-Pandemie laut geworden. Der scheidende Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), sagte im Sender Phoenix, er gehe davon aus, dass eine Mehrheit der Bundesländer für ein Fortbestehen bundeseinheitlicher Corona-Regelungen votieren werde.

    "Ich gehe davon aus, dass es, vielleicht nicht ganz einstimmig, aber doch eine große Mehrheit gibt, der Länderkollegen, die sagen: Ja genau, wir brauchen mindestens eine Übergangsregelung." Die "Bundesbeschlussfassung zu Corona" sei für die Bundesländer ein wichtiger Rechtsrahmen, den es mindestens für eine Übergangszeit weiter geben müsse.

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärte, die Bundesländer dürften nicht schutzlos sein. Wenn der Bund, wie von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeschlagen, die epidemische Lage nicht verlängere, sei ein Rechtsrahmen für alle Länder nötig. "Der Schutz der Pflegeheime und Schulen, Tests, Masken, 3G- und 2G-Regeln müssen möglich bleiben", forderte Söder.

    11.40 Uhr: China verschärft Beschränkungen in Peking und anderen Landesteilen

    China verschärft in einigen Landesteilen die Einschränkungen für die Menschen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Das gilt auch für die Hauptstadt Peking und einige Gebiete im Nordwesten. So wird teilweise den Menschen untersagt, ihre Wohnanlagen zu verlassen, der Präsenzunterricht in Schulen wird eingestellt, und Unternehmen müssen schließen. Mit 28 nachgewiesenen und im Inland übertragenen Infektionsfällen meldet China doppelt so viele wie am Vortag. Verglichen mit anderen Ländern sind die Ansteckungszahlen sehr niedrig, doch greift die Führung in Peking gewöhnlich rasch zu drastischen Maßnahmen.

    10.53 Uhr: Russland meldet erneut Höchstwerte bei Neuinfektionen und Todesfällen

    Russland meldet erneut neue Höchststände bei den Corona-Neuinfektionen und Todesfällen. Binnen 24 Stunden wurden 37.141 neue Ansteckungen bestätigt und damit den zweiten Tag in Folge so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, wie die Behörden mitteilen. 1.064 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus. Das ist der vierte Höchstwert in Folge. Angesichts der seit Wochen erneut steigenden Zahlen verschärften die Behörden zuletzt die Corona-Beschränkungen wieder. Präsident Wladimir Putin ordnete für Anfang November eine arbeitsfreie Woche an. In der Hauptstadt Moskau müssen ab dem 28. Oktober alle Läden außerhalb des Alltagsbedarfs schließen. Nur Geschäfte wie Apotheken und Supermärkte dürfen geöffnet bleiben. Die Regierung macht eine mangelnde Impfbereitschaft für die Entwicklung verantwortlich.

    10.37 Uhr: Thailand weitet Öffnung zum 1. November auf 46 Länder aus

    Thailand will sich am 1. November für Flugreisende aus Deutschland und 45 weiteren Ländern mit geringem Corona-Risiko öffnen. Bisher standen nur zehn Staaten auf der Liste. Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha erklärte mit Blick auf die Tourismusbranche, Thailand müsse sich jetzt beeilen, sonst suchten sich Reisende andere Ziele aus. Neben Deutschland, Österreich und anderen EU-Ländern sowie der Schweiz stehen auf der Liste der 46 Länder, die das thailändische Außenministerium veröffentlichte, auch die USA, Chile, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Bhutan.

    Reisende müssten vollständig geimpft und vor Abflug negativ auf das Corona-Virus getestet sein, schrieb der Regierungschef auf seinem Facebook-Account am Donnerstagabend weiter. Nach Ankunft ist demnach ein weiterer Test Pflicht, danach kann es ohne Quarantäne an bisher 17 für den Tourismus geöffnete Orte gehen, darunter die Insel Phuket, die Hauptstadt Bangkok und Chiang Mai im bergigen Norden des Landes. Ob auch diese Liste der thailändischen Ziele erweitert werde, sei noch unklar, schrieb die Zeitung "Bangkok Post" heute.

    10.28 Uhr: Fast 70 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft

    Fast 70 Prozent der Menschen in Deutschland sind mindestens einmal geimpft. Das sind knapp 57,4 Millionen Menschen (69,1 Prozent), wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. 66,1 Prozent der Gesamtbevölkerung (54,9 Millionen Menschen) ist inzwischen vollständig geimpft. In Sachsen allerdings sind es nur 56,3 Prozent. Am Donnerstag wurden in Deutschland rund 192.700 Dosen verabreicht.

    Bei aktuell im Mittel rund 124.400 Impfungen pro Tag wird laut Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums im Schnitt rechnerisch mehr als eine Person pro Sekunde geimpft.

    Das RKI geht allerdings davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen. So hieß es in einem Bericht Anfang Oktober, dass die Quote bei einmal und vollständig Geimpften ab 18 Jahren bis zu 5 Prozentpunkte höher sein dürfte.

    10.21 Uhr: IfW erwartet hohe Kosten für ungeimpfte Corona-Patienten

    Für die stationäre Behandlung ungeimpfter Corona-Patienten erwarten Wissenschaftler des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in diesem Winter stark steigende Kosten. Diese wären bei einer höheren Impfquote vermeidbar, wie das Institut mitteilte. Im Winter drohen den Berechnungen zufolge Ausgaben von rund 180 Millionen Euro pro Woche für die Krankenhausbehandlung von Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung.

    Seit August liege der Anteil ungeimpfter Personen an den stationären Corona-Behandlungen bei durchschnittlich fast 85 Prozent. Die Behandlungskosten pro Patient betragen nach Angaben der AOK durchschnittlich 10 200 Euro. Damit ergeben sich nach der Berechnung der Kieler Wissenschaftler für die Monate August und September 2021 Ausgaben von mehr als 160 Millionen Euro für die stationäre Behandlung von ungeimpften und an Corona erkrankten Erwachsenen. Unter Einbeziehung von erwarteten Nachmeldungen durch das Robert Koch-Institut (RKI) steige die Summe auf rund 180 Millionen Euro.

    Im Winter könnten die Ausgaben auf 180 Millionen Euro pro Woche steigen, sollte die Impfquote nicht zulegen und die Prognose des RKI von einer 7-Tage-Inzidenz von 400 pro 100 000 Einwohnern eintreten. Die Autoren rechnen auch mit einer Steigerung der durchschnittlichen Behandlungskosten, da die Intensivbetten zunehmend mit Jüngeren belegt werden könnten, die eine höhere Überlebenschance hätten, was die die Behandlungsdauer verlängere.

    09.13 Uhr: Weltweit mehr als 242 Mio Infizierte und 5,16 Mio Tote

    Weltweit haben sich mehr als 242,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Demnach starben rund 5,16 Millionen Menschen mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die weltweit höchsten Infektions- und Totenzahlen weisen die USA auf. Bei den Infektionszahlen folgen Indien und Brasilien. Bei den Totenzahlen liegen hinter den USA Brasilien und Russland gefolgt von Indien. Russland, wo derzeit stark steigende Infektions- und Totenzahlen registriert werden, hat damit Indien überholt.

    09.09 Uhr: Peking vergibt vor Olympischen Spielen Auffrischungsimpfungen

    Vier Monate vor Beginn der Olympischen Winterspiele haben die Behörden in Peking damit begonnen, den Beteiligten Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus zu verabreichen. Alle über dem Alter von 18 Jahren, die bereits zwei Dosen chinesischer Vakzine erhalten hätten, Risikogruppen angehörten und bei den Spielen mitarbeiteten, könnten die Spritze bekommen, berichteten die chinesischen Staatsmedien heute.

    Bereits seit Ende September werden in vielen Städten Chinas Auffrischungsimpfungen verabreicht. In Peking gab es bisher aber nur ein sehr begrenztes Angebot. Die Olympischen Spiele dort beginnen am 4. Februar vor ausschließlich heimischem Publikum. China ist es gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus im eigenen Land weitgehend einzudämmen, aber immer wieder gibt es vereinzelte Fälle. Am Freitag wurden 28 Neuinfektionen gemeldet, eine davon aus dem Pekinger Vorort Fengtai.

    08.40 Uhr: Ministerpräsident Modi ruft Inder vor Festen zu Vorsicht auf

    Indiens Ministerpräsident Narendra Modi ruft seine Landsleute angesichts der bevorstehenden Feste zur Vorsicht und zum Tragen von Masken auf. Das Gesundheitsministerium verzeichnet 15.786 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und 231 weitere Tote in Zusammenhang mit dem Virus. Mit insgesamt 34,14 Millionen nachgewiesenen Ansteckungsfällen liegt Indien weltweit hinter den USA auf Platz zwei. Bei den Todesfällen rangiert Indien mit 453.042 hinter den USA, Brasilien und Russland auf dem vierten Platz. Modi zufolge kurbelt die steigende Impfquote das Wirtschaftswachstum an. Er fordert die Bevölkerung auf, heimische Produkte zu kaufen. Drei Viertel der 944 Millionen Erwachsenen sind mindestens einmal geimpft, aber nur ein Drittel bereits zweimal. Insgesamt leben in Indien 1,38 Milliarden Menschen.

    08.15 Uhr: Rund 81.000 Neuinfektionen und über 1.500 Tote in USA

    In den USA registrieren die Gesundheitsbehörden mindestens 80.922 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurden bislang rund 45,39 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 1514 auf 735.036. Weltweit weisen die USA die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf.

    08.05 Uhr: Neue Höchstwerte bei Neuinfektionen und Todesfällen in Ukraine

    Auch in der Ukraine gehen die Corona-Zahlen weiter kräftig nach oben. Die Behörden melden den zweiten Tag in Folge mit 23.785 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und 614 weiteren Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus neue Höchstwerte. Um den Anstieg bei den Ansteckungen in den Griff zu bekommen, hatte die Regierung des gut 44 Millionen Einwohner zählenden Landes die Corona-Regeln zuletzt verschärft. Insgesamt verzeichnet die Ukraine rund 2,72 Millionen Infektionen und mehr als 63.000 Todesfälle.

    07.56 Uhr: EU-Gipfel - Impfskepsis in Corona-Krise überwinden

    Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen die noch bestehende Impfskepsis in der Corona-Pandemie überwinden. Dazu solle auch verstärkt gegen Desinformation besonders in sozialen Medien vorgegangen werden, heißt es in einer in der Nacht zum Freitag in Brüssel veröffentlichten Erklärung. Zwar seien in der Union große Fortschritte gegen das Virus erzielt worden. "Dennoch ist die Lage in einigen Mitgliedstaaten nach wie vor sehr ernst." Mit Blick auf Drittländer heißt es, die EU wolle weiterhin für alle den Zugang zu Impfstoffen gewährleisten. Die Europäische Kommission solle mit Herstellern zusammenarbeiten, um Hindernisse bei der weltweiten Bereitstellung zu beseitigen. "Dies wird den Mitgliedstaaten ermöglichen, die Lieferung von Impfstoffen an die bedürftigsten Länder zu beschleunigen", heißt es in der Erklärung. Das zweitägige Gipfeltreffen geht am Vormittag weiter. Auf der Agenda stehen die Themen Migration und Digitalisierung.

    07.24 Uhr: Bolsonaro tut Vorwürfe als "Hirngespinste" ab

    Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat Vorwürfe, wonach er mit seiner Corona-Politik Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen habe, als Spinnereien abgetan. "Ich werde über die Hirngespinste dieser Leute nicht diskutieren", sagte Bolsonaro am Donnerstag. In dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht eines Untersuchungsausschusses im brasilianischen Senat werde nur "Blödsinn" über ihn verbreitet.

    In den knapp 1200 Seiten wird eine Anklage Bolsonaros empfohlen, weil er die Pandemie nicht ernst genommen und damit zum Tod vieler Brasilianer beigetragen habe. Eine solche Anklage müsste allerdings vom brasilianischen Generalstaatsanwalt kommen, den Bolsonaro selbst eingesetzt hat.

    Der Präsident hatte die Gefahr durch das Coronavirus heruntergespielt und die Erkrankung nach einer Infektion als "kleine Grippe" abgetan. Ausgangsbeschränkungen lehnte er ab und geriet dabei immer wieder mit den Gouverneuren der einzelnen brasilianischen Regionen aneinander. Bei zwei Live-Auftritten am Donnerstag beharrte er darauf, dass er als einziger Staatschef ehrlich gewesen sei, was die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie angehe. "Ich habe die richtige Seite gewählt und die Seite der Wahrheit ist immer die härteste."

    05.00 Uhr: Holetschek - "Werden weiter Schutzmaßnahmen brauchen"

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sieht in der Pandemie-Bekämpfung im Winter keine rechtssichere Alternative zu einer Verlängerung der sogenannten epidemischen Lage durch den Bundestag. "Sollte die epidemische Lage von nationaler Tragweite auslaufen, könnte das Infektionsschutzgesetz nicht mehr ohne weiteres angewendet werden", sagt der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" einem Vorabbericht zufolge. Dann hätten Testnachweiserfordernisse und Maskenpflichten keine ausdrückliche Rechtsgrundlage mehr, so Holetschek. "Das müssen wir unbedingt vermeiden - denn mit Blick auf möglicherweise steigende Infektionszahlen im Winter werden wir weiter Schutzmaßnahmen brauchen." Bayern setze sich intensiv dafür ein, dass es auch künftig eine solide Rechtsgrundlage für Corona-Schutzmaßnahmen gebe.

    04.25 Uhr: RKI meldet 19.572 Neuinfektionen - Inzidenz bei 95,1

    Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt derzeit rasch an. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 95,1 an. Er hat damit erstmals seit Mitte Mai die 90 überschritten.

    Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 85,6 gelegen, vor einer Woche bei 68,7 (Vormonat: 65,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 19 572 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.518 Ansteckungen gelegen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.23 Uhr wiedergeben.

    Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 116 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 65 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.437.280 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

    Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Donnerstag mit 2,45 an (Mittwoch 2,34). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

    Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.192.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.991.

    01.45 Uhr: Melbourne hebt Lockdown nach fast neun Monaten auf

    Nach einem 262 Tage andauernden Lockdown feiern die Menschen in Melbourne heute das Ende der strengen Abriegelung. Geschäfte, Bars und Restaurants dürfen nun wieder öffnen. Die Stadt galt lange Zeit als am stärksten abgeriegelte Stadt der Welt.

    01.00 Uhr: Grundschulverband für anhaltende Tests bei Kindern

    Der Grundschulverband befürwortet angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen Schutzmaßnahmen auch in den kommenden Wochen. "Die Testung von Kindern und Schulpersonal muss bis auf Weiteres fortgeführt werden", sagte der Verbandsvorsitzende Edgar Bohn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ein Ende der Maskenpflicht im Unterricht sei zwar aus pädagogischer Sicht sinnvoll an den Grundschulen, aber in der aktuellen Situation "nur dann vertretbar, wenn dies mit flankierenden Maßnahmen abgesichert wird". So müsse durch den Einsatz von Raumluftanlagen "größtmögliche Sicherheit gewährleistet sein". Zudem müssten bei einem Anstieg der Erkrankungen die notwendigen Maßnahmen schnell ergriffen werden, etwa das erneute Tragen von Masken.

    Das weitere Vorgehen in der Corona-Krise im Herbst und im Winter ist Thema der Ministerpräsidentenkonferenz, die heute endet.

    00.45 Uhr: US-Behörde CDC befürwortet Auffrischimpfungen mit Moderna und J&J

    Der Beratungsausschuss der amerikanischen Behörde für Seuchenkontrolle, CDC, stimmt der Verwendung von Auffrischungsimpfungen mit den Vakzinen von Moderna sowie Johnson&Johnson einstimmig zu. Zuvor hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA bereits beide Vakzine sowie den Wirkstoff von Pfizer und BioNTech für Auffrischungsimpfungen genehmigt. Es wird erwartet, dass die CDC in den kommenden Tagen die Empfehlungen des Gremiums absegnen wird. Unmittelbar danach sollen die Booster-Impfungen dann zur Verfügung stehen.

    Donnerstag, 21. Oktober 2021

    22.55 Uhr: Großbritannien meldet erstmals seit Juni mehr als 50.000 tägliche Corona-Fälle

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Großbritannien hat erstmals seit Juli wieder die Schwelle von 50.000 überschritten. Binnen 24 Stunden seien 52.009 Ansteckungen registriert worden, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Forderungen nach einer Wiedereinführung der im Juli aufgehobenen Schutzmaßnahmen wies die Regierung zurück.

    "Wir halten uns an unseren Plan", sagte Premierminister Boris Johnson. "Die Infektionszahlen sind hoch, aber wir bewegen uns im Rahmen der Vorhersagen". Gesundheitsminister Sajid Javid hatte am Mittwoch betont, dass die Regierung die Entwicklung genau beobachtet. "Die Pandemie ist nicht vorbei", sagte er. Es gebe derzeit aber keinen Anlass, "Plan B" zu aktivieren und wieder Corona-Beschränkungen einzuführen.

    79 Prozent der über Zwölfjährigen in Großbritannien haben bereits zwei Impfdosen gegen das Coronavirus erhalten. Für alle Briten über 50 Jahre und gesundheitlich geschwächte Menschen empfiehlt die Regierung Auffrischungsimpfungen.

    22.50 Uhr: EU-Staaten wollen Impfskeptiker überzeugen

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die EU-Länder das Impftempo beschleunigen und Skeptiker von einer Immunisierung überzeugen. Die europäischen Staats- und Regierungschefs vereinbarten am Donnerstagabend bei ihrem Gipfel in Brüssel laut EU-Diplomaten die "Anstrengungen gegen Impfskepsis zu erhöhen" und "gegen Desinformation vorzugehen, vor allem in den sozialen Medien".

    21.30 Uhr: US-Ökonom fordert von neuer Bundesregierung, Impfstoffpatente freizugeben

    Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz hat die zukünftige Bundesregierung aufgefordert, als erste Amtshandlung der Freigabe von Eigentumsrechten für die Herstellung von Corona-Impfstoffen zuzustimmen. Deutschland sei das weltweit einflussreichste Land, das eine mögliche zeitweilige Aussetzung der Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) für Zwangslizenzen im Falle einer Pandemie noch nicht genehmigt habe, sagte der US-Ökonom der "Süddeutschen Zeitung". "Hier zuzustimmen sollte die erste einfache Sache sein."

    Stiglitz betonte, wie wichtig eine globale Impfstoffproduktion sei, damit ärmere Länder die Vakzine schneller erhielten. Das sei zunächst eine humanitäre Frage, "aber auch in unserem eigenen Interesse", erklärte der Ökonom. "Wenn eine impfstoffresistentere Version auftaucht, wird dies verheerende Auswirkungen haben." Momentan würden in Afrika und in Indien Millionen Menschen sterben, weil sie keinen Zugang zu Impfstoffen hätten. Langfristig stünden auch die Einnahmen durch Impfstofflizenzen in keinem Verhältnis mehr zu den wirtschaftlichen Schäden durch die Pandemie, so Stiglitz.

    19.20 Uhr: RKI warnt vor beschleunigtem Anstieg der Corona-Fallzahlen

    Die Corona-Fallzahlen in Deutschland könnten nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in der kommenden Zeit dynamisch anwachsen. "Es ist damit zu rechnen, dass sich im weiteren Verlauf des Herbstes und Winters der Anstieg der Fallzahlen noch beschleunigen wird", schreibt das Institut in seinem neuen Wochenbericht zur Pandemie, der am Donnerstagabend erschienen ist.

    Hingewiesen wird darin auch auf einen deutlichen Anstieg bei den übermittelten Ausbrüchen in medizinischen Einrichtungen sowie in Alten- und Pflegeheimen. Hochaltrige sind besonders gefährdet, bei einer Corona-Infektion schwere und tödliche Verläufe zu erleiden. Deutlich höhere Inzidenzen verzeichneten aber wie bereits in den Vorwochen jüngere Altersgruppen, in denen die Impfquoten niedriger sind.

    19.15 Uhr: Eishockey-Liga verschiebt Spiel wegen Corona

    Wegen zahlreicher Corona-Fälle ist die Partie von Red Bull München in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen den deutschen Meister Eisbären Berlin ebenfalls verschoben worden. Das Spiel sollte am Sonntag stattfinden und wurde nun auf den 24. Januar 2022 (19.30 Uhr) verlegt, wie die DEL am Donnerstagabend mitteilte. Zuvor waren bereits mehrere Spiele der Münchener wegen 22 Corona-Fällen abgesagt und teilweise neu angesetzt worden.

    18.15 Uhr: WHO fordert von G20 schnellere Impfspenden für Südhalbkugel

    Vor dem G20-Gipfel in der kommenden Woche ruft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die 20 führenden Industriestaaten auf, ihre Impfspenden an die Südhalbkugel zu forcieren. Die Länder müssten sofort ihre Zusagen umsetzen, sagt ein WHO-Vertreter. Um das Ziel der WHO einer 40-prozentigen Impfquote bis zum Jahresende zu erreichen, fehlten noch 500 Millionen Impfdosen. Gleichzeitig lägen 240 Millionen Dosen im Westen ungenutzt herum.

    18.12 Uhr: Handel und Betrug: Ministerpräsidenten wollen Corona-Lehren ziehen

    Die Ministerpräsidenten beraten als Lehre aus der Corona-Pandemie über eine größere Unabhängigkeit Europas vom Weltmarkt in Schlüsselbereichen. In einem Beschlussvorschlag aus Nordrhein-Westfalen für die in Königswinter tagende Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) heißt es wörtlich: "Die gemeinsamen Anstrengungen sind darauf zu richten, in krisen- und systemrelevanten Sektoren mittelfristig vollständige Lieferketten in Europa zu etablieren."

    Die Förderung heimischer Produktion sollte sich demnach "über den Gesundheitsbereich hinaus auf weitere krisen- und systemrelevante Güter sowie Schlüsseltechnologien beziehen", heißt es in der von den Staatskanzleichefs abgestimmten Vorlage (Stand: 21. Oktober), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Sie soll, neben weiteren Themen, an diesem Freitag beraten werden.

    18.10 Uhr: Impfdurchbrüche bei Red Bull München bereiten Sorgen

    Die hohe Anzahl an Corona-Impfdurchbrüchen bei Red Bull München bereitet der Deutschen Eishockey Liga (DEL) Sorgen. "Das ist eine unschöne Geschichte", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke dem SID: "Es ist klar, dass das für die Spielplan-Gestaltung eine große Herausforderung ist. Wir hoffen, dass es eine Ausnahme bleibt." Bei den Münchnern hat sich die Zahl der Coronafälle binnen eines Tages von 18 auf 22 erhöht. Dabei soll es sich laut Klubangaben um "zahlreiche Impfdurchbrüche" handeln. Das Gesundheitsamt ordnete eine Quarantäne für Spieler sowie Betreuer an.

    18.00 Uhr: Neue Delta-Mutante auch in Deutschland nachgewiesen

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat laut eigener Aussage eine neue Mutante der Corona-Variante Delta im Blick, die auch in Deutschland bereits gefunden wurde. Das Virus namens AY.4.2 weise zwei zusätzliche Mutationen auf, teilte die WHO am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

    Das Robert Koch-Institut (RKI) berichtete auf Anfrage, dass die Subvariante von Delta seit der Woche vom 5. bis 11. Juli circa 280 Mal in Deutschland nachgewiesen worden sei. Es wird jedoch nur ein kleiner Teil der Corona-Proben auf Virenvarianten geprüft. Der Anteil von AY.4.2 an allen Gesamtgenomsequenzen habe seit jener Woche in der Stichprobe des RKI zwischen 0 und 0,5 Prozent gelegen. Die Verbreitung ist damit noch sehr gering.

    17.30 Uhr: Schwesig sieht Ende der epidemischen Lage noch nicht gekommen

    Angesichts wieder steigender Infektionszahlen hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) vor einer verfrühten Aufhebung von Corona-Schutzvorkehrungen gewarnt. "Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei", sagte Schwesig. "Wir brauchen eine sichere Rechtsgrundlage, um wichtige Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen aufrechterhalten zu können." Es gehe insbesondere um den Schutz der Älteren und der chronisch Kranken.

    Zuvor hatte sich auch ihr bayerischer Amtskollege Markus Söder (CSU) gegen den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gewandt, die epidemische Lage auf Bundesebene nicht über den 25. November hinaus zu verlängern.

    17.25 Uhr: WHO setzt Prüfung von Sputnik-Impfstoff nach Unterbrechung fort

    Die Prüfung des russischen Sputnik-Corona-Impfstoffs für eine mögliche Notfallzulassung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist nach einer Unterbrechung am Donnerstag fortgesetzt worden. Das sagte die für Impfstoffe und Pharmazeutika zuständige stellvertretende WHO-Generaldirektorin Mariângela Simão in Genf. Die Unterbrechung beruhte darauf, dass die Antragsteller die WHO-Regeln und Verfahren noch nicht explizit anerkannt hatten, die ausstehende Unterschrift sei allerdings am Mittwochabend eingetroffen.

    In den kommenden Wochen dürften Inspektionen in den Herstellerfabriken aufgenommen werden, um den Zulassungsprozess abzuschließen, sagte Simão. Sie betonte, dass die Regeln und Verfahren für alle Antragsteller gleich und auf den Webseiten der WHO veröffentlicht sind. Es mache keinen Unterschied, aus welchem Land ein Antrag auf Notfallzulassung komme oder ob der Antrag von einer staatlichen Einrichtung oder einer Privatfirma komme.

    Die WHO hat Notfallzulassungen bislang für die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna, Johnson&Johnson, Sinopharm, Sinovac erteilt. Die Zulassung ist Voraussetzung dafür, dass UN-Organisationen die Impfstoffe verwenden können. Länder, die selbst keine Zulassungsbehörden haben, verlassen sich auf die Prüfung durch die WHO, wenn sie Arzneimittel oder Impfstoffe zulassen.

    17.00 Uhr: Laut WHO wahrscheinlich 115.000 Pflegekräfte an Covid-19 gestorben

    In den ersten 16 Monaten der Corona-Pandemie könnten nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 115.000 Pflegekräfte weltweit an Covid-19 gestorben sein. Die Organisation führt das unter anderem auf schlechte Ausstattung vor allem zu Beginn der Pandemie und mangelnde Verteilung der Impfstoffe in ärmeren Ländern zurück. In Afrika seien nur zehn Prozent der Pflegekräfte gegen das Coronavirus geimpft worden, in den meisten reichen Ländern seien es 80 Prozent.

    Ziel der WHO ist, dass 40 Prozent der Menschen in allen Ländern bis Ende des Jahres geimpft sind. Dafür seien 500 Millionen Impfdosen nötig, so viel, wie in rund zehn Tagen produziert werde. Aber vieles davon geht nach Angaben der WHO in reiche Länder, die Lager für Auffrischimpfungen anlegen.

    Für 82 Länder könnte es schwer werden, das 40-Prozent-Ziel zu erreichen, sagte Tedros. In drei Vierteln dieser Länder sei das einzige Problem, dass nicht genügend Impfstoff zur Verfügung stehe. Tedros bat die reichen Länder, auf Impfstofflieferungen zugunsten der ärmeren Länder vorerst zu verzichten.

    16.34 Uhr: Sri Lanka öffnet nach einem Jahr Schulen wieder

    Zunächst starteten Schulen mit weniger als 200 Schülerinnen und Schüler, hieß es aus dem Gesundheitsministerium auf Sri Lanka am Donnerstag. In den kommenden Wochen sollen weitere Schulen folgen.

    Ein Tarifstreit zwischen den Lehrergewerkschaften und der Regierung hatte die geplante Öffnung fast verhindert. Rund 250.000 Lehrerinnen und Lehrer der öffentlichen Schulen waren zuletzt auf dem Inselstaat südlich von Indien über mehrere Monate in einen Streik getreten. Dadurch hatten die meisten Kinder des Landes - mit Ausnahme derjenigen an Privatschulen - auch keinen Online-Unterricht. Es konnte jedoch eine Einigung über schrittweise mehr Lohn für die Lehrerinnen und Lehrer erzielt werden.

    Sri Lanka hat mehr als 60 Prozent seiner Bevölkerung gegen Corona geimpft und kürzlich eine Impfinitiative für Schulkinder gestartet.

    16.08 Uhr: Israel will wieder Touristen einreisen lassen

    Mehr als eineinhalb Jahre war die Einreise für Touristen nahezu unmöglich. Nun haben Israels Ministerpräsident Bennett und der Gesundheitsminister sich Medienberichten zufolge auf die Rahmenbedingungen für eine Öffnung verständigt. Ab dem ersten November sollen auch Einzelreisende als Touristen wieder nach Israel dürfen – zuvor war das nur touristischen Gruppen gestattet und auch nur in Ausnahmefällen. Einreisen darf wer mindestens zweimal geimpft ist – vorausgesetzt die letzte Impfung ist nicht älter als sechs Monate. Sonst wird auf einer dritten Impfung bestanden. Akzeptiert werden in Israel nahezu alle gängigen Impfstoffe.

    Den nun bekannt gemachten Öffnungsplänen muss das Corona-Kabinett der israelischen Regierung noch zustimmen. Ob Touristen, die nach Israel kommen, auch ohne weitere Auflagen in die palästinensischen Gebiete reisen dürfen – zum Beispiel in der Vorweihnachtszeit nach Bethlehem, ist noch nicht bekannt.

    Vor Ausbruch der Corona-Pandemie verzeichnete Israel rund 4 Millionen Touristen jährlich.

    15.25 Uhr: Lettland - Lockdown und Höchststand bei Neuinfektionen

    Die Gesundheitsbehörde in Riga vermeldete am Donnerstag 2.935 positive Tests binnen eines Tages. Damit wurden in den letzten 14 Tagen nach offiziellen Angaben rund 1.463 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert - auch dies ein Rekordwert seit Beginn der Pandemie. Die EU-Behörde ECDC weist für Lettland aktuell die höchsten Infektionsraten in Europa aus.

    Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen hat die Regierung in Riga die Notbremse gezogen und das Land bis zum 15. November in einen Lockdown geschickt. Es dürfen nur Geschäfte für den täglichen Bedarf offen bleiben. Auch Freizeit-, Kultur-, Unterhaltungs- und Sportstätten bleiben zu, gastronomische Betriebe dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt. Zudem dürfen die Bürgerinnen und Bürger ihre Wohnung von 20.00 bis 5.00 Uhr nur mit triftigem Grund verlassen. Für die meisten Arbeitnehmer gilt eine Homeoffice-Pflicht, der Schulbetrieb wird auf Fernunterricht umgestellt.

    In Lettland ist nur etwas mehr als die Hälfte der 1,9 Millionen Einwohner vollständig gegen Corona geimpft.

    14.43 Uhr: Schweden verlängert Aussetzung von Moderna-Impfung bei Jüngeren

    Die schwedischen Gesundheitsbehörden verlängern die Aussetzung des Covid-19-Impfstoff von Moderna bei jüngeren Menschen über den 1. Dezember hinaus. Wer bis 30 Jahre alt ist und sich impfen lassen will, soll stattdessen den Impfstoff von Biontech und Pfizer angeboten bekommen. Grund für die Aussetzung von Moderna sind selten auftretende Nebenwirkungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. So traten nach einer Moderna-Impfung verstärkt Myokarditis und Perikarditis - Herzmuskelentzündungen und Herzbeutelentzündungen - in der Altersgruppe auf.

    14.25 Uhr: Entscheidung zu Moderna-Booster kommt am 25. Oktober

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gibt das Ergebnis ihrer Überprüfung der Auffrischungsimpfung von Moderna voraussichtlich am 25. Oktober bekannt. Das teilt die Behörde mit. Zugleich solle nächste Woche die Prüfung des Mittels Molnupiravir von Merck aufgenommen werden. Das Antivirusmittel wäre die erste Tablette gegen Covid-19.

    14.15 Uhr: Beschlussvorlage: Länder pochen auf Corona-Schutzregeln

    In einer Beschlussvorlage (Stand: 20. Oktober) für die Jahrestagung der Ministerpräsidenten, auf die sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Staatskanzleichefs geeinigt haben, wird der Bund aufgefordert, einen rechtsicheren Rahmen sicherzustellen, um Corona-Schutzmaßnahmen auch über den Herbst und Winter hinweg aufrechterhalten zu können

    Die Ministerpräsidenten kamen am Donnerstag zu einem zweitägigen Treffen auf Schloss Drachenburg im nordrhein-westfälischen Königswinter zusammen. Das Papier zur epidemischen Lage soll an diesem Freitag beraten werden und könnte dann auch noch in veränderter Fassung beschlossen werden.

    In der Vorlage erinnern die Ministerpräsidenten an ihren Beschluss vom 10. August, wonach die eingeübten Corona-Schutzstandards in Innenräumen - wie die sogenannte 3G-Regel, Maske, Abstand, Lüften - auch in den Herbst- und Wintermonaten grundsätzlich erforderlich seien.

    13.50 Uhr: Marokko stoppt Flüge von und nach Deutschland

    Marokko hat mit Verweis auf steigende Corona-Zahlen in der Bundesrepublik alle Direktflüge von und nach Deutschland ausgesetzt. Auch die Flugverbindungen nach Großbritannien und in die Niederlande seien betroffen, teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag mit. Der Flugstopp gilt demnach ab sofort. Verbindungen in andere europäische Länder seien aktuell weiter möglich, könnten aber zeitnah auch ausgesetzt werden, warnte die Bundesbehörde. Deutsche Touristen in Marokko sollten sich umgehend um eine baldige Rückreise kümmern.

    Laut britischem Außenministerium ist der Reisestopp von der marokkanischen Regierung für einen unbestimmten Zeitraum verhängt worden. Anfang des Monats waren auch Flüge von und nach Russland gestrichen worden.

    13.15 Uhr: In einigen Ländern Handel mit gefälschten Impfnachweisen

    In Bayern seien Fälle mit gefälschten Impfnachweisen im niedrigen dreistelligen Bereich bekannt, teilte das Bayerische Landeskriminalamt auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) mit. Je strenger Impfnachweise im öffentlichen Leben kontrolliert werden, desto mehr gehe man von ge- und verfälschten Impfpässen und -zertifikaten aus. Man habe aber bislang noch keine Hinweise auf einen organisierten überregionalen Betrug oder Handel mit Impfpässen oder -zertifikaten.

    Ähnlich sieht die Entwicklung in anderen Bundesländern aus: Der Profit, den der Verkauf gefälschter Zertifikate nach sich ziehen könne, spreche ein Täterspektrum an, "das zumindest zum Teil auch professionell agiert", teilte das Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen mit. Nach seinen Angaben gibt es Fälle, die auf einen größer angelegten Handel mit Fälschungen vor allem im Internet schließen lassen. Auch in Bremen gibt es solche Hinweise,. In Berlin spricht die Polizei nicht von Handel, nimmt aber entsprechende Angebote von Einzelpersonen in Messenger-Diensten wahr.

    Bundesweit gibt es inzwischen Hunderte Fälle von Betrug mit falschen Zertifikaten. Genau lässt sich die Zahl nicht sagen, weil Fälle von gefälschten Nachweisen einer Corona-Impfung in der Statistik nicht explizit ausgewiesen werden.

    12.40 Uhr: Moskau kündigt Lockdown ab 28. Oktober an

    Im Kampf gegen steigende Corona-Zahlen müssten alle Geschäfte, Bars und Restaurants wieder schließen, kündigt Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin an. Es dürften nur Läden für den täglichen Bedarf wie Supermärkte und Apotheken weiterhin öffnen. Die Zahl der Neuinfektionen in Russland war in den vergangenen Tagen immer wieder auf neue Höchstwerte gestiegen. Auch die täglich gemeldeten Todeszahlen im Zusammenhang mit dem Virus hatten Höchstwerte erreicht und am Samstag erstmals die Schwelle von 1000 überschritten. Die Regierung macht dafür insbesondere eine mangelnde Impfbereitschaft verantwortlich.

    11.05 Uhr: Biontech-Impfstoff bei Jugendlichen sehr effektiv

    Eine Studie in Israel hat gezeigt, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer bei der Delta-Variante bei Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren sehr gut wirkt. Bei der Studie sei die Wirksamkeit bei 94.354 Teilnehmern mit einer gleichen Anzahl von nicht Geimpften zwischen Juni und September verglichen worden, heißt es in der Veröffentlichung der Ergebnisse im Fachblatt "New England Journal of Medicine". Die Impfung schütze zu etwa 90 Prozent sieben bis 21 Tage nach der zweiten Dosis.

    10.58 Uhr: Spiel der Nürnberg Ice Tigers gegen Düsseldorf coronabedingt verlegt

    Das für diesen Sonntag geplante Heimspiel der Nürnberg Ice Tigers gegen die Düsseldorfer EG aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist coronabedingt verlegt worden. "Der Grund dafür sind mehrere positive Corona-Fälle in der Düsseldorfer Mannschaft und eine vom Gesundheitsamt angeordnete, fünftägige Quarantäne für das gesamte Team", teilte der fränkische Club am Donnerstag mit. Ein Nachholtermin stehe noch nicht fest. Zuvor waren nach einem Corona-Ausbruch beim EHC Red Bull München bereits mehrere Partien in der Liga verschoben worden.

    10.36 Uhr: Wemdinger Impfskandal: keine Corona-Antikörper bei zwei Drittel der Getesteten

    Im Wemdinger Impfskandal haben zwei Drittel der insgesamt 300 getesteten Patienten keine Covid-19-Antikörper im Blut. Das teilte das Landratsamt Donau-Ries dem BR mit. Fehlende Antikörper sind kein sicherer, aber ein deutlicher Hinweis auf eine nicht durchgeführte Corona-Impfung.

    In dem Fall steht ein Wemdinger Hausarzt unter Verdacht. Er soll Patienten, die eine Corona-Impfung wollten, statt des Impfstoffs eine wirkungslose Substanz gespritzt haben. Außerdem soll er Impfgegnern eine Impfbescheinigung ausgestellt haben, ohne eine Spritze zu setzen. Laut Polizei geht es um mehrere hundert Fälle.

    Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte das Landratsamt alle Betroffenen zu einem Antikörpertest aufgerufen. Knapp 300 seien dem Aufruf in den vergangenen zwei Wochen gefolgt, heißt es beim Landratsamt. Jetzt ist klar: Bei rund 200 Patienten konnten keine Antikörper nachgewiesen werden. Ihnen wurde empfohlen, sich impfen zu lassen.

    10.32 Uhr: FCB-Trainer Nagelsmann positiv auf Corona getestet

    Trainer Julian Nagelsmann vom FC Bayern München ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Fußball-Rekordmeister heute mit, nachdem der 34-Jährige am Abend zuvor das Champions-League-Spiel bei Benfica Lissabon krank verpasst hatte. Als Grund war dafür von Vereinsseite ein grippaler Infekt genannt worden. Die Münchner hatten ohne ihren Coach 4:0 gewonnen.

    Der Verein wies darauf hin, dass Nagelsmann einen "vollständigen" Impfschutz habe. Er wird nicht mit der Mannschaft nach München reisen, sondern getrennt in einem Ambulanzflieger. Nach seiner Rückkehr werde er sich in häusliche Isolation begeben, teilte der FC Bayern mit.

    10.30 Uhr: Verschnupfte Kitakinder müssen nicht mehr zum Corona-Test

    Kinder mit leichten Erkältungssymptomen müssen in Bayern vor dem Kita-Besuch nicht mehr zum Corona-Test. Es reiche ein Selbsttest der Eltern zuhause, teilte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) heute mit. Sie müssten eine entsprechende Bestätigung vorlegen, das Ministerium stelle den Einrichtungen dafür ein Muster zur Verfügung. Trautner führte aus, dass Kita-Kinder aktuell im Vergleich zur Gesamtbevölkerung und insbesondere im Vergleich zu Schulkindern in geringem Maße von Infektionen mit dem Coronavirus betroffen seien.

    Angesichts oft voller Arztpraxen sei es den Eltern derzeit nicht immer möglich, unkompliziert und schnell einen Test-Termin für ihr Kind zu bekommen. "Durch die neue Regelung bei leichten Symptomen entlasten wir daher die Familien, ohne den Infektionsschutz aus den Augen zu verlieren", so Trautner.

    Kinderärzte sprechen von einer derzeit für die Jahreszeit unüblichen Infektwelle. Unter den 0- bis 4-Jährigen leide derzeit mehr als jedes fünfte Kind an Atemwegserkrankungen, erklärte der stellvertretende Landesvorsitzende der Kinder- und Jugendärzte in Bayern, Michael Hubmann. "Dies entspricht einer Inzidenz von über 20.000 für normale Atemwegsinfekte. Um in den Kinder- und Jugendarztpraxen Kapazität für wirklich erkrankte Kinder zu haben, begrüßen wir die Neuregelung bei den 'Schnupfennasen' sehr."

    10.07 Uhr: Studie - Relativ niedrige Impfquote lastet auf Klinik-Behandlungskosten

    Deutschlands im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern relativ niedrige Corona-Impfquote könnte laut dem Wirtschaftsforschungsinstitut IfW für das Gesundheitssystem teuer werden. Im Winter drohen dadurch Ausgaben für die stationäre Behandlung von rund 180 Millionen Euro pro Woche, wie aus Berechnungen der Kieler Forscher hervorgeht. Die hohen Ausgaben wären vermeidbar, wenn die Impfquote höher läge, so ihr Fazit: "Wir stehen vor dem ersten Winter, in dem das Infektionsgeschehen von der viel ansteckenderen Delta-Variante getrieben wird. Sollte sich die Impfquote in Deutschland nicht rasch noch weiter steigern lassen, muss mit einer starken Belastung deutscher Krankenhäuser durch Covid-19 gerechnet werden", so IfW-Forscherin Lena Merkel.

    Dem Präsidenten des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, zufolge wurden bis Ende September bis zu 84 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal geimpft und bis zu 80 Prozent vollständig. Seit August liegt der Anteil ungeimpfter Personen in stationären Corona-Behandlungen laut der IfW-Studie bei durchschnittlich fast 85 Prozent.

    09.50 Uhr: Britischer Ärzteverband ruft Regierung zum Handeln auf

    Der britische Ärzteverband British Medical Association (BMA) hat sich bestürzt gezeigt über die Weigerung der Regierung in London, einzelne Corona-Regeln wieder einzuführen. "Es ist bewusst fahrlässig von der Regierung in Westminster, keine Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen zu ergreifen wie das verpflichtende Maskentragen, Abstand halten und Lüften in Umgebungen mit hohem Risiko, vor allem beengten Innenräumen", sagte der BMA-Vorsitzende Chaand Nagpaul einer Mitteilung zufolge. Die Regierung habe versprochen, einen Plan B zu ergreifen, wenn der Nationale Gesundheitsdienst in Gefahr sei, überwältigt zu werden. "Als Ärzte, die in erster Reihe stehen, können wir absolut sagen, dass dieser Punkt jetzt erreicht ist", so Nagpaul weiter.

    Zuletzt wurden im Vereinigten Königreich knapp 50.000 tägliche Neuinfektionen registriert. Die Zahl der täglichen Krankenhauseinweisungen liegt bei fast 1.000. Bei den Todesfällen wurde am Dienstag mit 223 gemeldeten Fällen ein Stand wie zuletzt im März erreicht.

    Dennoch hatte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid bei einer Pressekonferenz am Mittwoch die Wiedereinführung von Corona-Maßnahmen in England abgelehnt. Gleichzeitig warnte er, die Zahl der täglichen Neuinfektionen könne schon bald auf bis zu 100 000 steigen.

    09.17 Uhr: Frankreichs Parlament billigt Verlängerung von Impfpasspflicht

    Das französische Parlament billigt die Verlängerung der umstrittenen Impfpasspflicht bis mindestens 31. Juli 2022. Der Pass belegt, dass die Inhaberin oder der Inhaber vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist oder kürzlich negativ darauf getestet wurde. Ein solcher Nachweis ist für den Besuch unter anderem von Restaurants, Bars und Sportstätten verpflichtend. Im August hatten landesweit zahlreiche Menschen gegen diese Maßnahme demonstriert. In jüngster Zeit flaute die Protestwelle aber ab.

    09.02 Uhr: Neue ansteckendere Virus-Variante in Russland

    In Russland sind einige Fälle einer neuen Variante des Coronavirus nachgewiesen worden, die vermutlich noch ansteckender ist als die bereits grassierende Delta-Variante. Es sei möglich, dass die Variante AY.4.2 sich weit verbreiten werde, meldet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf Kamil Chafizow, den leitenden Forscher der staatlichen Verbraucherschutzbehörde. Dadurch könne die derzeit im Rekord wachsende Zahl der täglichen Neuinfektionen noch steiler ansteigen. Letztlich könne die neue Variante sogar die Delta-Variante ersetzen, sagt Chafizow. Dieser Prozess werde aber wohl langsam vonstattengehen. Erst am Samstag hatte die täglich gemeldete Totenzahl die Schwelle von 1000 überschritten.

    08.36 Uhr: 82.277 Neuinfektionen und 3.108 weitere Tote in USA

    In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mindestens 82.277 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurden bislang rund 45,31 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 3.108 auf 733.522. Weltweit weisen die USA die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf.

    08.21 Uhr: Höchste Landkreis-Inzidenzen in Bayern

    Die Corona-Inzidenzen in zahlreichen bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten steigen weiter. Heute lag der Wert erstmals seit Mitte April wieder in einem bayerischen Landkreis über 400, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Mit einem Wert von gemeldeten 416,6 Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohnern weist das Berchtesgadener Land auch bundesweit die höchste Inzidenz auf.

    Insgesamt prägt Bayern die Spitze dieser Statistik: Die bundesweit neun höchsten Inzidenzen in Landkreisen oder kreisfreien Städten kommen aus dem Freistaat. Hinter dem Berchtesgadener Land folgen die Landkreise Mühldorf am Inn mit 399,2, Traunstein mit 375,2 und Straubing-Bogen mit 347,9. Auf den Plätzen fünf bis neun sind es die Landkreise Miesbach, Bad-Tölz-Wolfratshausen, Cham, sowie Stadt und Landkreis Rosenheim.

    In ganz Bayern liegt die Inzidenz inzwischen bei 141. Das ist der zweithöchste Wert in Deutschland. Die höchste Inzidenz hat Thüringen mit 172,2.

    08.16 Uhr: Insider - EMA-Entscheid über Sputnik V nicht mehr dieses Jahr

    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA wird einem Insider zufolge frühestens Anfang des kommenden Jahres über eine Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V entscheiden. Eine Prüfung bis Ende des Jahres sei unmöglich, da noch Daten fehlten. Sollten diese bis Ende November eingereicht werden, könne die EMA die Prüfung im ersten Quartal 2022 abschließen. Diese wurde im März eingeleitet. Mit einer Entscheidung war bereits im Mai oder Juni gerechnet worden.

    08.16 Uhr: Insider - EMA-Entscheid über Sputnik V nicht mehr dieses Jahr

    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA wird einem Insider zufolge frühestens Anfang des kommenden Jahres über eine Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V entscheiden. Eine Prüfung bis Ende des Jahres sei unmöglich, da noch Daten fehlten. Sollten diese bis Ende November eingereicht werden, könne die EMA die Prüfung im ersten Quartal 2022 abschließen. Diese wurde im März eingeleitet. Mit einer Entscheidung war bereits im Mai oder Juni gerechnet worden.

    08.12 Uhr: Stiftung Patientenschutz lehnt Ende der epidemischen Lage ab

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt vor einem Ende der Corona-Notlage. "Weiterhin gibt es eine dynamische Ausbreitung eines bedrohlich übertragenen Virus", sagte Stiftungs-Vorstand Eugen Brysch im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Morgen / Moderator Tilman Seiler).

    Brysch verwies darauf, dass derzeit in den Krankenhäusern dreimal mehr an Covid erkrankte Menschen über 80 Jahre behandelt werden als im vergangenen Jahr.

    In den Pflegeheimen sei noch keine Normalität eingekehrt, so Brysch. Er sprach sich deshalb für eine bundesweite Testpflicht in den Pflegeheimen aus, "Für Patienten, für Bewohner, Personal und Besucher, für jedermann, jeden Tag, egal ob geimpft oder genesen." Geimpft oder genesen sei kein Freifahrtschein, so Brysch weiter.

    07.44 Uhr: Bolsonaro weist schwere Vorwürfe wegen Corona-Politik zurück

    Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat nach den schweren Vorwürfen eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses jegliches Fehlverhalten in der Corona-Poliltik seiner Regierung bestritten. Zugleich griff er den Ausschuss an. "Wie gut wäre es, wenn der Ausschuss etwas Produktives für unser Brasilien getan hätte", sagte Bolsonaro Medienberichten zufolge bei einer Veranstaltung in Russas im Bundesstaat Ceará am Mittwoch (Ortszeit). "Sie haben nichts bewirkt, außer Hass und Feindseligkeit. Aber wir wissen, dass wir für absolut nichts verantwortlich sind, wir haben vom ersten Moment an das Richtige getan."

    In dem am Mittwoch vorgestellten Abschlussbericht werden Bolsonaro neun teilweise schwere Verbrechen während der Corona-Pandemie zur Last gelegt. Außerdem wird eine Anklage empfohlen. Die Vorwürfe gegen Bolsonaro reichen von Scharlatanerie über Anstiftung zu Straftaten bis hin zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Der Untersuchungsausschuss habe «die Fingerabdrücke» des Präsidenten bei Tausenden von Covid-19-Toten nachgewiesen, sagte Senator Renan Calheiros, der Verfasser des Berichts.

    Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien mit fast 22 Millionen Fällen die meisten Corona-Infektionen. Zuletzt überschritt das größte Land in Lateinamerika die Marke von 600 000 Corona-Toten.

    07.44 Uhr: Bolsonaro weist schwere Vorwürfe wegen Corona-Politik zurück

    Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat nach den schweren Vorwürfen eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses jegliches Fehlverhalten in der Corona-Poliltik seiner Regierung bestritten. Zugleich griff er den Ausschuss an. "Wie gut wäre es, wenn der Ausschuss etwas Produktives für unser Brasilien getan hätte", sagte Bolsonaro Medienberichten zufolge bei einer Veranstaltung in Russas im Bundesstaat Ceará am Mittwoch (Ortszeit). "Sie haben nichts bewirkt, außer Hass und Feindseligkeit. Aber wir wissen, dass wir für absolut nichts verantwortlich sind, wir haben vom ersten Moment an das Richtige getan."

    In dem am Mittwoch vorgestellten Abschlussbericht werden Bolsonaro neun teilweise schwere Verbrechen während der Corona-Pandemie zur Last gelegt. Außerdem wird eine Anklage empfohlen. Die Vorwürfe gegen Bolsonaro reichen von Scharlatanerie über Anstiftung zu Straftaten bis hin zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Der Untersuchungsausschuss habe «die Fingerabdrücke» des Präsidenten bei Tausenden von Covid-19-Toten nachgewiesen, sagte Senator Renan Calheiros, der Verfasser des Berichts.

    Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien mit fast 22 Millionen Fällen die meisten Corona-Infektionen. Zuletzt überschritt das größte Land in Lateinamerika die Marke von 600 000 Corona-Toten.

    07.39 Uhr: Milliardste Impfdose in Indien verabreicht

    Indien hat seit dem Beginn seiner Impfkampagne gegen das Coronavirus eine Milliarde Impfdosen verabreicht. Wie das Gesundheitsministerium heute mitteilte, haben aktuell rund drei Viertel der erwachsenen Bevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten, rund 30 Prozent sind vollständig geimpft. Zuletzt waren die Ansteckungszahlen stark zurückgegangen.

    In Indien leben rund 1,3 Milliarden Menschen. Im April und Mai dieses Jahres hatte das Land noch mit mehr als 400.000 Neuinfektionen und 4.000 Todesfällen jeden Tag zu kämpfen. Nur in China wurden mehr Menschen gegen das Coronavirus geimpft: Nach Angaben der Regierung in Peking wurden dort mehr als 2,3 Milliarden Impfdosen verabreicht.

    07.30 Uhr: Höchstwerte bei Infektionen und Todesfällen in der Ukraine

    In der Ukraine sind Infektions- und Todeszahlen so hoch wie noch nie. In den letzten 24 Stunden seien 22.415 Neuinfektionen festgestellt worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Es habe 546 weitere Todesfälle gegeben. Der letzte Höchststand stammt vom 19. Oktober mit 538 Todesfällen, bei den Infektionen vom 3. April mit 20.341.

    In den vergangenen Wochen hat sich die Corona-Lage in der Ukraine stetig verschlechtert. Die Regierung verschärfte vergangenen Monat die Maßnahmen. Insgesamt gab es bislang 2,7 Millionen Infektionen. 62.389 Menschen starben an oder mit dem Virus.

    07.00 Uhr: USA haben 200 Millionen Impf-Spenden geliefert

    Die USA haben bisher im Kampf gegen Covid-19 nach eigenen Angaben 200 Millionen ihrer Impfdosen-Spenden in 100 Länder weltweit geliefert. "Heute haben die Amerikaner 200 Millionen Gründe, stolz zu sein", erklärte ein hoher Beamter des Weißen Hauses. Die Arbeit sei aber noch lange nicht beendet. Um das Auftreten neuer Varianten zu verhindern, müsse die Welt weiter impfen. Die USA stellten neben Impfstoffen auch Corona-Tests, Sauerstoff und medizinische Ausrüstung bereit, hieß es weiter.

    Erst im September hatte US-Präsident Joe Biden bei einem virtuellen Corona-Gipfel in Washington zum Beispiel angekündigt, weitere 500 Millionen Impfdosen der Hersteller Pfizer/Biontech an ärmere Länder zu spenden. Die USA hatten bereits vor dem G7-Gipfel im englischen Cornwall im Juni eine Spende von 500 Millionen Impfdosen versprochen. Vergangene Woche hatte Biden der Afrikanischen Union weitere 17 Millionen Impfdosen des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson zugesagt.

    Die Impfkampagne in den USA selbst kommt nur sehr langsam voran. Bislang sind dort 57,1 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen abschließend geimpft. Biden setzt daher auf weitreichende Impfpflicht.

    05.58 Uhr: Längster Lockdown der Welt endet im Großraum Melbourne

    Aufatmen bei Millionen Menschen im Großraum Melbourne: Im australischen Bundesstaat Victoria endet in der Nacht zum Freitag nach 262 Tagen der bisher längste Lockdown der Welt. Die Lockerungen sollen eintreten, weil mittlerweile 70 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Ministerpräsident Scott Morrison bestätigte heute, dass in der Region an der Ostküste mittlerweile 70,51 Prozent der Bürger im Alter von über 16 Jahren zwei Impfdosen erhalten hätten. Die Öffnung werde aber schrittweise erfolgen, so dass zunächst nur einige Maßnahmen gelockert würden, so Morrison. "In australischer Manier machen wir vorsichtige, aber bewusste Schritte, damit wir sicher öffnen können und auch offen bleiben können."

    Die Einwohner dürfen nun wieder zehn Gäste in ihren Häusern empfangen - während des Lockdowns war kein einziger Besucher gestattet. Draußen können sich Gruppen von bis zu 15 Menschen versammeln. Auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen werden aufgehoben. Restaurants, Geschäfte und Friseure dürfen unter strikten Regeln wieder öffnen. Auch Schüler sollen teilweise in die Klassenzimmer zurückkehren.

    05.15 Uhr: Umfrage - Viele Ostdeutsche misstrauen RKI

    In der Corona-Pandemie stößt die Arbeit des Robert Koch-Instituts in Ostdeutschland offensichtlich auf größeres Misstrauen als im Westen. In einer repräsentativen Yougov-Umfrage unter gut 3.700 Berufstätigen erhielt das RKI von den ostdeutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Schnitt die Note 3,3, im Westen dagegen 2,9.

    Gefragt wurde im Juni und Juli, die möglichen Gründe für RKI-Skepsis waren kein Thema der Umfrage. Ob es einen Zusammenhang mit der Stärke der rechtspopulistischen AfD im Osten gibt, die gegen die Corona-Politik der Bundesregierung Front machte, ist unter Politikern und Fachleuten umstritten.

    Auftraggeber der Umfrage war der Versicherer HDI. "Insbesondere die Berufstätigen stellt die Corona-Situation vor besondere Herausforderungen", sagte der Christopher Lohmann, der Vorstandsvorsitzende von HDI Deutschland. "Das reicht vom Einkaufen bis hin zu neuen Homeoffice-Regeln." Die Befragten waren aufgefordert, die Arbeit von gesellschaftlichen Gruppen mit Schulnoten zu bewerten - angefangen vom eigenen Arbeitgeber bis zu Schulen, Gewerkschaften, Kirchen und Wissenschaft.

    Die beste Note erhielt mit 2,1 der Lebensmittel-Einzelhandel, gefolgt von Handwerkern (2,7), dem eigenen Arbeitgeber (2,7) und Wissenschaftlern beziehungsweise Virologen im Allgemeinen (2,8). Die beiden letzten Plätze belegten die Schulen (3,8) und die Kirchen mitsamt religiösen Einrichtungen (4,1).

    04.37 Uhr: Erstmals dreistellige Zahl an Neuinfektionen in Neuseeland

    Das Corona-Vorzeigeland Neuseeland hat heute erstmals seit Beginn der Pandemie eine dreistellige Zahl an Neuinfektionen verzeichnet. Die Behörden meldeten 102 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden, wie Vize-Ministerpräsident Grant Robertson vor Journalisten bestätigte. Der alte Höchststand vom Dienstag lag bei 94 Fällen. "Das Auf und Ab der Zahlen kann wie eine emotionale Achterbahnfahrt sein", sagte Robertson. Der Schlüssel dazu, sich selbst und andere zu schützen, sei eine Corona-Impfung.

    Bis Donnerstag waren etwa 68 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft. Insgesamt hat das Land mit fünf Millionen Einwohnern bislang rund 5.000 Infektionen verzeichnet. 28 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Neuseeland hatte lange eine sogenannte Null-Covid-Strategie verfolgt. Zuletzt musste Ministerpräsident Jacinda Ardern aber eingestehen, dass diese mit der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante kaum noch realisierbar ist.

    04.34 Uhr: RKI meldet 16.077 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 85,6

    Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am achten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 85,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 80,4 gelegen, vor einer Woche bei 67,0 (Vormonat: 68,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 16.077 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.31 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12 382 Ansteckungen gelegen.

    Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 67 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 72 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.417.708 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

    Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Mittwoch mit 2,34 (Dienstag 2,13) an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

    Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.182.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.875.

    01.00 Uhr: Baerbock fordert verstärkten Kampf gegen Corona

    Grünen-Chefin Annalena Baerbock fordert den verstärkten Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie. Die Impfkampagne brauche neuen Schwung, sagte sie der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. "Die Auffrischungsimpfungen müssen jetzt den besonders vulnerablen Gruppen angeboten werden. Auch die regelmäßige Testung am Arbeitsplatz muss aufrechterhalten werden." Eine allgemeine Impfpflicht halte sie angesichts der Impfquote nicht für nötig. Gerade jüngeren Menschen sollten die Impfungen vor Ort etwa an Hochschulen, Schulen und Einkaufszentren angeboten werden, hieß es weiter.

    00.52 Uhr: FDA gibt grünes Licht für Booster mit Moderna und J&J

    In den USA macht die US-Arzneimittelbehörde FDA der Weg für Auffrischungsimpfungen mit den Impfstoffen von Moderna und Johnson & Johnson (J&J) frei. "Die Verfügbarkeit dieser zugelassenen Booster ist wichtig für einen kontinuierlichen Schutz gegen Covid-19", sagt FDA-Kommissarin Janet Woodcock. Als Auffrischungsimpfung könne auch eine andere als das ursprüngliche Vakzin gewählt werden. Die amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC wird heute eine Empfehlung darüber abgeben, welche Personengruppen die Moderna- und J&J-Booster erhalten sollten.

    Mittwoch, 20. Oktober 2021

    23.08 Uhr: WHO: Eine Milliarde Impfungen in der Region Europa

    In der Region Europa sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO rund eine Milliarde Corona-Impfungen verabreicht worden. "Das ist eine großartige Leistung", teilte der Regionaldirektor der WHO Europa, Hans Kluge mit. Laut WHO ist damit rund ein Drittel der Region geimpft. Dennoch müsse zur Eindämmung der Pandemie die Impfbereitschaft gesteigert und regionale Unterschiede überwunden werden, so Kluge. Eine flächendeckende Impfquote von 70 Prozent sei weiterhin das Ziel, um die Krise einzudämmen.

    Die WHO zählt zur Region Europa insgesamt mehr als 50 Länder, darunter neben der EU zum Beispiel auch die Türkei sowie Russland und die Ukraine.

    19.55 Uhr: Lettland geht erneut in Lockdown

    Lettland zieht die Notbremse - und geht erneut in den Lockdown: Angesichts rapide steigender Corona-Infektionszahlen fährt die Regierung in Riga das öffentliche Leben in dem baltischen EU-Land für vier Wochen stark zurück. Das Kabinett verhängte am Mittwoch umfassende Beschränkungen und ein nächtliche Ausgangssperre zum 15. November. Damit sollen die Infektionsketten unterbrochen und die "furchtbare Überlastung" des Gesundheitswesens reduziert werden, sagte Ministerpräsident Krisjanis Karins nach der Regierungssitzung. Um die Ausbreitung des Virus in den Griff zu bekommen, dürfen von 21. Oktober nur Geschäfte für den täglichen Bedarf offen bleiben. Auch Freizeit-, Kultur-, Unterhaltungs- und Sportstätten bleiben zu, gastronomische Betriebe dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt. Zudem dürfen die Bürger ihre Wohnung von 20.00 Uhr bis 5.00 Uhr nur mit triftigem Grund verlassen. Für die meisten Arbeitnehmer gilt eine Homeoffice-Pflicht, der Schulbetrieb wird auf Fernunterricht umgestellt.

    19.40 Uhr: Britischer Gesundheitsminister: Keine Rückkehr zu Corona-Maßnahmen

    Trotz steigender Infektionszahlen plant die Regierung in London vorerst weiterhin keine Rückkehr der Corona-Maßnahmen in England. Das sagte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid bei einer Pressekonferenz in London am Mittwoch. Zuletzt wurden im Vereinigten Königreich bis zu knapp 50.000 tägliche Neuinfektionen registriert. Die Zahl der täglichen Krankenhauseinweisungen liegt bei fast 1.000. Bei den Todesfällen wurde am Dienstag mit 223 gemeldeten Fällen ein Stand wie zuletzt im März erreicht. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen könne sogar auf bis zu 100.000 steigen, warnte Javid. Trotzdem sei es «zum jetzigen Zeitpunkt» noch zu früh, um eine Rückkehr der im Juli abgeschafften Corona-Regeln im größten Landesteil England zu rechtfertigen, so der Minister weiter.

    19.25 Uhr: Über 70 Prozent in Stadt und Landkreis Würzburg sind gegen Corona geimpft

    Über 70 Prozent der Menschen in Stadt und Landkreis Würzburg sind inzwischen vollständig geimpft. Das hat die Stadt am Mittwoch mitgeteilt. Das sind über sieben Prozent mehr, als bayerweit geimpft sind – die Impfquote im Freistaat liegt bei 63,5 Prozent. "Das ist ein erfreulicher Stand“, betonen Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Landrat Thomas Eberth: "Wir hoffen, dass es mit der Impfkampagne erfolgreich weitergeht und sich noch möglichst viele Menschen impfen lassen,“ sagen Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Landrat Thomas Eberth: „Jetzt hoffen wir, dass es in die Richtung einer Impfquote von über 80 Prozent geht, um die Herdenimmunität zu erreichen.“

    19.15 Uhr: Freie Intensivbetten in vielen Kommunen Mangelware

    In den Krankenhäusern von mehr als einem Dutzend bayerischer Kreise und Städte gibt es wegen wieder steigender Zahlen von Corona-Patienten keine freien Intensivbetten mehr. Voll belegt sind die Intensivstationen insbesondere in Teilen Oberbayerns und der fränkischen Regierungsbezirke, wie aus dem Divi-Intensivregister hervorgeht. "Die Auslastung der Intensivbetten hat punktuell in einigen Gebieten die absolute Kapazitätsgrenze erreicht. Da müssen wir wachsam sein und die Krankenhäuser nach Kräften unterstützen", sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch in München. Er plädierte zudem dafür, die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite nicht wie von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeschlagen demnächst auslaufen zu lassen.

    19.00 Uhr: Putin ruft wegen dramatischer Corona-Lage einwöchige arbeitsfreie Zeit aus

    Angesichts eines neuen Höchststands bei der Zahl der täglichen Corona-Toten in Russland hat Staatschef Wladimir Putin einwöchige landesweite Ferien ausgerufen. Bei einem am Mittwoch im Fernsehen übertragenen Treffen mit Behördenvertretern sagte Putin, er unterstütze den Vorschlag der Regierung, "arbeitsfreie Tage" vom 30. Oktober bis zum 7. November zu erklären. In Russland starben zuletzt mehr als tausend Menschen am Tag im Zusammenhang mit Covid-19.

    Die bezahlte arbeitsfreie Woche fällt in eine Zeit, in der die Schüler in Russland ohnehin Ferien haben. Ziel der Maßnahme sei es, "das Leben und die Gesundheit unserer Bürger zu schützen", sagte Putin.

    Mit Blick auf die niedrige Impfquote in Russland schlug Putin einen persönlichen Tonfall an. Es erstaune ihn, wie viele Russen das Corona-Impfangebot ablehnten, sagte der 69-jährige Kreml-Chef. Sogar unter seinen "engen Freunden" gebe es solche Fälle. "Es ist merkwürdig. Menschen, die eine gute Ausbildung und wissenschaftliche Abschlüsse haben... Ich verstehe nicht, was los ist."

    18.45 Uhr: Tschechien verhängt angesichts hoher Fallzahlen neue Corona-Maßnahmen

    Wegen der sich verschärfenden Corona-Situation in Tschechien hat die Regierung neue Maßnahmen zur Eindämmung des Virusgeschehens angekündigt. Ab dem 1. November müssen Restaurants, Clubs und Diskotheken die Impfbescheinigungen, Corona-Tests oder Nachweise über eine Genesung ihrer Gäste von Covid-19 überprüfen, wie Gesundheitsminister Adam Vojtech am Mittwoch ankündigte. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes werde ab kommender Woche in Innenräumen Pflicht - auch am Arbeitsplatz. Die Regierung wird außerdem Corona-Tests ab November nur noch kostenpflichtig anbieten und deren Gültigkeitsdauer verkürzen. Sie hofft, damit der ins Stocken geratenen Impfkampagne wieder Auftrieb zu geben. Allein am Dienstag waren 3.246 Corona-Infektionen gemeldet worden, mehr als doppelt so viele wie am gleichen Tag der Vorwoche. Seit Beginn der Pandemie wurden mehr als 1,7 Millionen Ansteckungen in dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern registriert. Zum Vergleich: Im mit mehr als 80 Millionen Einwohnern deutlich bevölkerungsreicheren Deutschland steckten sich 4,4 Millionen Menschen mit dem Virus an.

    18.30 Uhr: New York erlässt Impf-Pflicht für städtische Angestellte

    Die Millionenmetropole New York erlässt in der Corona-Pandemie eine Impfpflicht für ihre städtischen Angestellten. Bis zum 1. November müssten rund 160.000 betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter etwa Polizisten und Mitarbeiter von Behörden und der Feuerwehr, mindestens eine erste Impfdosis nachweisen, teilte Bürgermeister Bill de Blasio am Mittwoch mit. Wer das nicht tut, wird ohne Gehalt freigestellt, bis er eine Impfung nachweisen kann.

    Für rund die Hälfte der etwa 300.000 städtischen Angestellten, darunter Lehrer, besteht bereits seit einigen Wochen eine Impfpflicht. Von den restlichen nun betroffenen rund 160 000 Mitarbeitern sind städtischen Angaben zufolge rund 46.000 noch ungeimpft. Wenn sie bis zum 29. Oktober mindestens eine Impfdosis nachweisen, bekommen sie eine Prämie von 500 Dollar. Mehrere Verbände, beispielsweise die Gewerkschaft der Feuerwehr, haben Widerstand gegen die Verordnung angekündigt.

    18.10 Uhr: Polens Gesundheitsminister warnt vor "Explosion" der Pandemie

    Polens Gesundheitsminister Adam Niedzielski hat vor einer «eigentümlichen Explosion» der Corona-Pandemie in seinem Land gewarnt. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden habe sich am Mittwoch im Vergleich zur Woche davor um hundert Prozent gesteigert, am Dienstag habe der Wert bei 85 Prozent im Vergleich zur Vorwoche gelegen, sagte Niedzielski in Warschau. Demnach verdoppelt sich die Zahl der Neuinfektionen von Woche zu Woche. "Wenn diese Situation anhält, durchbricht sie alle Prognosen, die uns bislang vorliege", so Niedzielski. Nach Angaben des Gesundheitministeriums von Mittwoch gab es 5.559 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, im gleichen Zeitraum starben 75 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

    17.50 Uhr: Marokko kappt wegen Corona-Pandemie Flugverkehr mit Deutschland

    Wegen der aktuellen Corona-Lage kappt Marokko den Flugverkehr mit Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden. Die Maßnahme trete in der Nacht zum Donnerstag in Kraft und gelte "bis auf Weiteres", teilte die marokkanische Flughafenbehörde (ONDA) am Mittwoch mit. Betroffen sind demnach sämtliche Flüge aus den drei europäischen Staaten sowie alle Flugverbindungen aus Marokko in diese Länder. Die Regelung sollte ab 23.59 Uhr (Ortszeit, Donnerstag 00.59 Uhr MESZ) gelten. Die nationale Fluggesellschaft Royal Air Maroc erklärte, die Entscheidung sei aufgrund der "Entwicklung der Pandemie" in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden getroffen worden. Anfang Oktober hatte Marokko aus dem gleichen Grund bereits alle Flugverbindungen mit Russland gekappt. Die Infektionszahlen in Deutschland und den Niederlanden steigen seit Tagen kontinuierlich an. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland erhöhte sich binnen einer Woche von 65,4 auf 80,4.

    17.45 Uhr: Schwere Vorwürfe gegen Bolsonaro wegen Corona-Politik

    In Brasilien hat ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zur Corona-Politik der Regierung schwere Vorwürfe gegen Präsident Jair Bolsonaro erhoben und eine Anklage empfohlen. Im Abschlussbericht, den Senator Renan Calheiros am Mittwoch vorstellte, werden Bolsonaro neun teilweise schwere Verbrechen während der Corona-Pandemie zu Last gelegt. Insgesamt sollen laut der Empfehlung weitere 65 Personen und Geschäftsleute sowie zwei Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden. Völlig unklar bleibt vorerst, welche Folgen der Bericht haben wird. Die Vorwürfe gegen Bolsonaro reichen von Scharlatanerie über die Anstiftung zu Straftaten bis hin zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zwei der schwersten Verbrechen, Völkermord an der indigenen Bevölkerung und Mord, hatte eine Gruppe von sieben unabhängigen oder gegen Bolsonaro eingestellten Senatoren Medienberichten aus der Liste der Vorwürfe entfernt.

    17.35 Uhr: USA legen Pläne zur Impfung von Fünf- bis Elfjährigen vor

    Die US-Regierung stellt ihre Pläne für die Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren vor. Nach einer Zulassung des Impfstoffes von Biontech/Pfizer könne dann schnell gehandelt werden, teilt das Präsidialamt mit. Dabei sollen keine Impfzentrum eingerichtet werden wie für die Erwachsenen, sondern spezielle Kinder-Impfstellen in Krankenhäusern, Arztpraxen und möglicherweise auch an Schulen. Eine Entscheidung über eine US-Zulassung wird für Anfang November erwartet. In den USA würden dann 28 Millionen Kinder geimpft werden können.

    17.25 Uhr: Großbritannien meldet mehr als 49.000 neue Fälle

    Die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien nimmt weiter deutlich zu. Nach offiziellen Angaben stiegen die verzeichneten Fälle um 49.139. Es wurden 179 weitere Todesfälle gemeldet. Damit ist die Zahl der neuen Fälle innerhalb von sieben Tagen um 17 Prozent im Vergleich zum vorherigen Zeitraum gestiegen.

    17.15 Uhr: Ministerium begrüßt geplanten Masken-Untersuchungsausschuss

    Das bayerische Gesundheitsministerium begrüßt den angekündigten Masken-Untersuchungsausschuss im Landtag - um dort Oppositionsvorwürfe verschiedenster Art zu widerlegen. "Wenn der Ausschuss dazu beiträgt, die wiederholt vorgetragenen haltlosen Vorwürfe der Opposition aus der Welt zu räumen, ist allen gedient", sagte ein Sprecher des Ministeriums am Mittwoch in München. Grüne, SPD und FDP haben den Antrag auf Einsetzung des Ausschusses gemeinsam eingereicht - dieser soll womöglich noch in diesem Jahr die Arbeit aufnehmen. Ziel ist es, Maskengeschäfte der Staatsregierung in der Corona-Pandemie sowie mögliche Beteiligungen von Abgeordneten daran und Provisionszahlungen aufzuklären. Die prominentesten Fälle der Affäre sind Zahlungen an den früheren bayerischen Justizminister und Landtagsabgeordneten Alfred Sauter (CSU) sowie den inzwischen aus der CSU ausgetretenen bisherigen Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen beide sowie gegen weitere Beschuldigte unter anderem wegen des Anfangsverdachtes der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern. Sowohl Sauter als auch Nüßlein haben alle Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen.

    16.50 Uhr: Hohe Infektionszahlen: Russland verordnet eine Woche arbeitsfrei

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat ab Ende Oktober eine arbeitsfreie Woche in seinem Land angeordnet. Vom 30. Oktober bis zum 7. November sollen Arbeitnehmer in ganz Russland demnach zuhause bleiben, ihren Lohn aber weitergezahlt bekommen. Regionen, in denen die Lage besonders schlimm ist, sollen den Zeitraum auch erweitern können.

    Russland hat in den vergangenen Wochen immer neue Höchstwerte bei den Corona-Zahlen verzeichnet. Aktuell weist die Statistik 1.028 Corona-Tote binnen 24 Stunden aus - so viele wie noch nie zuvor. Im selben Zeitraum wurden mehr als 34.000 Neuinfektionen gezählt. Zwar verfügt Russland über mehrere eigene Impfstoffe, doch viele Menschen sind diesbezüglich weiterhin skeptisch. Erst knapp ein Drittel der 146 Millionen Russen ist offiziellen Angaben zufolge vollständig geimpft.

    16.30 Uhr: Weitere Landtagsabgeordnete positiv auf Corona getestet

    Im bayerischen Landtag sind zuletzt insgesamt sieben Abgeordnete positiv auf das Coronavirus getestet worden: Nach vier Fällen in der vergangenen Woche seien nun noch einmal drei dazugekommen, sagte eine Sprecherin. Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) ordnete deshalb für die Plenarsitzung kommende Woche wieder Maskenpflicht an. Aigner selbst mahnte: "Auch wenn die meisten Abgeordneten doppelt geimpft sind, kann das Coronavirus übertragen werden. Die Maskenpflicht am Platz ist ein effektives Mittel und hilft uns allen." In den Ausschüssen gilt wegen größerer Abstände eine "dringende Empfehlung" zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes oder einer FFP2-Maske.

    14.50 Uhr: Experten beobachten Mutante der Delta-Variante

    In Großbritannien beobachten Experten die noch weitgehend ungekannte Mutante AY4.2, eine Mutante der Delta-Variante des Coronavirus. Die Variante weist zwei Mutationen auf, die bereits von anderen Versionen des Coronavirus bekannt sind. Ersten Schätzungen zufolge könnte die Mutante AY4.2 möglicherweise eine um zehn Prozent höhere Übertragbarkeit aufweisen. Das könne aber nicht der Grund für den aktuellen Anstieg der Fallzahlen in Großbritannien gewesen sein, sagte der Biologe Francois Balloux vom University College London. "In diesem Stadium würde ich dazu raten abzuwarten. Keine Panik", so Balloux weiter.

    Nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörde wurde die Mutante AY4.2 Ende September in sechs Prozent aller sequenzierten Corona-Proben nachgewiesen. Erstmals war sie der BBC zufolge im Juli entdeckt worden, seitdem nahm ihr Anteil langsam zu. Großbritannien verzeichnete in den vergangenen Tagen jeweils mehr als 40.000 Corona-Fälle, die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei weit über 400. Die Zahl der Todesfälle stieg auf den höchsten Stand seit März. Die Variante AY4.2 ist bislang nicht offiziell von der Gesundheitsbehörde als "Variante unter Beobachtung" oder "besorgniserregende Variante" eingestuft worden.

    14.20 Uhr: Krisenstab in Griechenland: Appell an Ungeimpfte

    In einem eindringlichen Appell im griechischen Staatsfernsehen hat der Chef des griechischen Corona-Krisenstabs, Sotiris Tsiodras, ungeimpfte Menschen dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen. Dank der Impfungen habe es in Griechenland bis zum 11. Oktober statistisch gesehen 8.400 weniger Todesfälle durch Covid-19 gegeben. Zudem seien die Intensivstationen um 5.660 schwere Krankheitsverläufe entlastet worden, sagte Tsiodras.

    In Griechenland war die Impfkampagne in den vergangenen Monaten stark ins Stocken geraten. Derzeit sind gut 6,5 Millionen der rund 11 Millionen Einwohner Griechenlands vollständig geimpft - etwas weniger als 60 Prozent. Und das trotz staatlicher Maßnahmen wie einer Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitssektor und umfassender Lockerungen für Geimpfte im Freizeitbereich. Vor allem in Nordgriechenland ist die Impfquote niedrig, die Zahl der Neuinfektionen dagegen hoch. Innerhalb von 24 Stunden registrierte die griechische Gesundheitsbehörde allein in der Hafenstadt Thessaloniki knapp 600 Neuinfektionen. Landesweit waren es 3.739.

    12.50 Uhr: Anklage gegen Coronatestcenter-Betreiber: 25 Millionen Euro Schaden

    Die Staatsanwaltschaft Bochum hat Anklage gegen zwei Männer wegen Betruges in Coronatest-Centern erhoben. Durch falsche Abrechnungen soll ein Schaden von mindestens 25 Millionen Euro entstanden sein. Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" hatten den Fall aufgedeckt. Wie die Staatsanwaltschaft erklärte, soll der Geschäftsführer zwischen März und April jeweils ein Vielfaches der tatsächlich durchgeführten Tests abgerechnet haben. Er soll zuvor erkannt haben, dass es bei der Abrechnung keiner unmittelbaren Nachweise "für die tatsächliche Erbringung der Testungen" bedurfte. Der zweite Beschuldigte soll die einzelnen Tests unter anderem zu einem höheren Preis als gerechtfertigt abgerechnet haben. Ihm wird Beihilfe zum Betrug zur Last gelegt.

    11.13 Uhr: Gemeindetagspräsident fordert zweiten Rettungsschirm

    Bei der Eröffnung der diesjährigen "Kommunale" hat der Präsident des Bayerischen Gemeindetags, Uwe Brandl, einen zweiten Rettungsschirm für Städte und Gemeinden in ganz Deutschland gefordert. Obwohl die Wirtschaft trotz Corona-Pandemie wieder wachse, sei die Finanzlage der Kommunen weiterhin dramatisch, so Brandl. "Die Steuerschätzung vom Mai dieses Jahres prognostiziert für 2021 ein kommunales Defizit von 9,5 Mrd. Euro und für das Jahr 2022 ein Defizit von 10,4 Milliarden Euro", erklärte der Gemeindetags-Präsident zum Start der Fachmesse für Kommunalbedarf in Nürnberg. Forderungen hat Brandl auch an die Politik mit Blick auf die anstehenden Koalitionsgespräche: "Egal, wer die neue Bundesregierung stellt: die Städte und Gemeinden in ganz Deutschland müssen nachhaltig finanziell unterstützt werden." In den Innenstädten und Ortskernen drohe wegen der Corona-Pandemie allein 100.000 Einzelhändlern in Deutschland das Aus.

    10.21 Uhr: Möglicher Kontakt mit Corona-Infiziertem: Aiwanger sagt Termine ab

    Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat wegen eines - wenn auch nicht direkten - Kontakts mit einem Corona-positiv getesteten Abgeordneten alle Termine der kommenden Tage abgesagt. Nach einer Sitzung der Landtagsfraktion der Freien Wähler am Dienstag sei ein zweifach geimpfter Abgeordneter per Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Ministerium heute in München mit.

    "Aiwanger hatte an der Sitzung teilgenommen, jedoch keinen näheren Kontakt mit dem betreffenden Abgeordneten", hieß es in der Mitteilung. Er müsse daher nicht in Quarantäne. Dennoch sage er "sicherheitshalber" seine öffentlichen Termine der nächsten Tage ab und lasse sich weiterhin täglich testen. Aiwanger ist bislang nicht gegen Corona geimpft.

    09.44 Uhr: Mehrheit für Ende von bundesweiter Corona-Notlage

    Die Mehrheit der Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge dafür, den seit eineinhalb Jahren geltenden bundesweiten Corona-Ausnahmezustand auslaufen zu lassen - aber gleichzeitig Schutzmaßnahmen weiter aufrechtzuerhalten. 57 Prozent würden es laut einer heute veröffentlichten repräsentativen Yougov-Befragung befürworten, wenn die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite ab Ende November unter fortbestehender Einhaltung von 3G-, Hygiene- und Abstandsregeln nicht mehr verlängert würde. 27 Prozent würden das ablehnen, 16 Prozent machten keine Angabe.

    Die Zustimmung für ein Auslaufen der "epidemischen Lage" liegt bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren am höchsten (79 Prozent) und ist im Osten höher (61 Prozent) als im Westen (56 Prozent). Männer sind eher für ein Ende des bundesweiten Ausnahmezustands (62 Prozent) als Frauen (51 Prozent).

    Die "epidemische Lage nationaler Tragweite" muss regelmäßig vom Bundestag festgestellt werden. Sie ist Grundlage für Verordnungen und zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich dafür ausgesprochen, sie nicht noch einmal zu verlängern und zum 25. November auslaufen zu lassen. Er sprach sich aber gleichzeitig dafür aus, Schutzmaßnahmen wie 3G beizubehalten. Seitdem wird kontrovers darüber diskutiert, ob ein solches Vorgehen richtig oder riskant wäre.

    09.27 Uhr: Britische Mediziner fordern sofortige Rückkehr zu Corona-Maßnahmen

    Vertreter des britischen Gesundheitsdienstes haben nach einem starken Anstieg der Corona-Zahlen eine sofortige Einführung von Gegenmaßnahmen gefordert. "Die Regierung sollte nicht nur ankündigen, dass wir auf Plan B setzen, sondern es sollte Plan B Plus sein", sagte Matthew Taylor, der Chef des Mitgliederverbands National Health Service Confederation, dem "Guardian" zufolge.

    Der von der Regierung vor einigen Wochen vorgestellte Plan B sieht eine Wiedereinführung der Maskenpflicht in Innenräumen sowie den Ratschlag, von zu Hause zu arbeiten, vor. Außerdem könnten Impfnachweise bei größeren Veranstaltungen eingeführt werden. Der bislang verfolgte Plan A sieht vor, sich lediglich auf die Wirkung der Impfungen zu verlassen. Knapp 79 Prozent der impfberechtigten Bürgerinnen und Bürger ab zwölf Jahren sind vollständig immunisiert.

    "Wir stehen auf Messers Schneide - und es ist Mitte Oktober. Wir bräuchten riesiges Glück, um uns in den nächsten drei Monaten nicht in einer ernsthaften Krise wiederzufinden", sagte Taylor.

    Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng schloss am Mittwochmorgen bei Sky News einen weiteren Corona-Lockdown aus. Die Regierung sei bislang nicht der Meinung, dass es "Zeit für Plan B" sei, fügte er in einem BBC-Interview hinzu.

    Die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle stieg in Großbritannien mit 223 Fällen am Dienstag auf den höchsten Stand seit März. Anfang der Woche wurden knapp 50 000 neue Corona-Fälle im Land gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 435. In England sind eine Maskenpflicht in Innenräumen oder Nachweisregeln über Impfungen oder Tests seit dem «Freedom Day» im Juli eher die Ausnahme.

    08.51 Uhr: In vielen bayerischen Kommunen werden Intensivbetten knapper

    In den Krankenhäusern von über einem Dutzend bayerischer Kreise und Städte gibt es wegen wieder steigender Zahlen von Corona-Patienten keine freien Intensivbetten mehr. Voll belegt sind die Intensivstationen insbesondere in Teilen Oberbayerns und der fränkischen Regierungsbezirke, wie aus dem DIVI-Intensivregister hervorgeht.

    Demnach meldeten heute unter anderem die Stadt Rosenheim sowie die Kreise Freising, Erding und Aichach-Friedberg kein einziges freies Intensivbett, im Norden Bayerns Stadt und Landkreis Aschaffenburg, die Stadt Erlangen und der Kreis Erlangen-Höchstadt, die Kreise Forchheim und Bayreuth, Stadt und Landkreis Landshut.

    Im bayernweiten Schnitt sind elf Prozent der Intensivbetten frei. Die Corona-Ampel der Staatsregierung, die als Indikator für die Belastung der Kliniken dient, steht nach wie vor auf «grün». Doch in mehreren Regionen Bayerns sind die Behandlungskapazitäten der Krankenhäuser in den vergangenen Wochen knapper geworden.

    Anders als in der ersten Phase der Corona-Pandemie halten die Kliniken mittlerweile keine Intensivbetten wegen der Pandemie mehr frei. Bayernweit liegen derzeit 263 Covid-Patienten auf den Intensivstationen, das sind erheblich weniger als im vergangenen Winter, aber ein deutlicher Wiederanstieg seit dem Sommer. Der Großteil der Corona-Intensivpatienten ist nicht geimpft.

    08.43 Uhr: Hawaii empfängt ab November wieder Touristen

    Der US-Staat Hawaii begrüßt ab dem 1. November wieder Urlauber und Geschäftsreisende. Gouverneur David Ige erklärte am Dienstag, die Fallzahlen und Hospitalisierungsraten erlaubten diesen Schritt. Seit Ende August ging die Sieben-Tage-Inzidenz auf den Inseln von 900 auf zuletzt 117 zurück.

    Vor zwei Monaten hatte der Gouverneur Reisende noch gebeten, Hawaii zu meiden. Damals stieg die Zahl der Neuinfektionen deutlich an, die Krankenhäuser waren überlastet. Iges Appell war zwar nur eine Aufforderung, dennoch sagten Tausende Reisende einen Besuch auf Hawaii ab.

    Um eine zehntägige Quarantäne bei der Ankunft zu vermeiden, müssen Reisende einen Impfnachweis oder einen negativen Corona-Test vorlegen, der innerhalb von 72 Stunden vor ihrer Abreise durchgeführt wurde.

    08.19 Uhr: Impfpflicht für Bewohner von Seniorenheimen gefordert

    Der Bundesverband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen fordert eine Corona-Impfpflicht für Menschen in Senioren- und Pflegeheimen. Der Vorsitzende Alexander Schraml sprach sich in einem Interview mit dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" für eine bundesweit einheitliche Rechtsgrundlage aus, wonach "Bewohnerinnen und Bewohner nur bei Impfschutz aufgenommen und Besuchende nur bei Impfschutz zugelassen werden dürfen". Ausnahmen sollte es nur für Menschen geben, bei denen es medizinische Bedenken für eine Impfung gibt. Bei wiederholtem Verstoß gegen coronabedingte Regelungen müsse auch "ein Hausverbot für Besucherinnen und Besucher zulässig sein", sagte der Verbandsvorsitzende. In dem Verband haben sich nach eigenen Angaben 57 kommunale Einrichtungsträger mit rund 300 Pflegeeinrichtungen zusammengeschlossen.

    07.50 Uhr: Indien meldet 14.623 Neuinfektionen und 197 weitere Tote

    In Indien steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen binnen eines Tages um 14.623 auf mehr als 34,1 Millionen. 197 weitere Menschen seien mit oder an dem Coronavirus gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Seit Beginn der Pandemie seien damit 452.651 Menschen nachweislich in Zusammenhang mit dem Virus verstorben. Nach den USA weist Indien die höchste Infektionszahl weltweit auf. Bei den Totenzahlen liegt Indien hinter den USA und Brasilien auf Platz drei.

    06.45 Uhr: Über 85.000 Neuinfektionen und über 2.000 weitere Tote in USA

    In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mindestens 85.128 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurden bislang rund 45,23 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 2041 auf 730.414. Weltweit weisen die USA die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf.

    04.52 Uhr: RKI meldet 17.015 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 80,4

    Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am siebten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 80,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 75,1 gelegen, vor einer Woche bei 65,4 (Vormonat: 71,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 17.015 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.52 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.903 Ansteckungen gelegen.

    Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 92 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls 92 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.401.631 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

    Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Dienstag mit 2,13 (Montag 1,92) an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

    Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.174.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.808.

    03.31 Uhr: US-Immunologe Fauci: "Nicht gedacht, dass Pandemie so schlimm wird"

    Der US-Immunologe und Präsidentenberater Anthony Fauci ist eigenen Worten zufolge vom Ausmaß der Pandemie überrascht worden. Zwar habe er schon im Februar 2020 gewusst, dass da "viel Ärger" bevorstehe, "aber es wurde noch schlimmer, als ich es je vorhergesagt hätte", sagte Fauci am Dienstagabend bei einer Gala der New Yorker Historical Society. Dass in den USA mehr als 700.000 Menschen und weltweit mehrere Millionen nach einer Infektion mit dem Virus sterben würden, hätte er zu Beginn der Pandemie nicht gedacht. "In meinen verrücktesten und pessimistischsten Träumen hätte ich das niemals so vorhergesagt."

    Fauci wurde bei der Gala für seine Verdienste um das amerikanische Gesundheitswesen mit dem "History Maker Award" ausgezeichnet.

    02.01 Uhr: Städte und Gemeinden plädieren für Ende der pandemischen Lage

    Die deutschen Städte und Gemeinden sprechen sich für ein Ende der pandemischen Lage in Deutschland aus. "Den Ausnahmezustand nach bald zwei Jahren Pandemie weiter fortzuschreiben, halte ich für falsch", sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der Zeitung "Rheinischen Post". "Wie lange wollen wir das noch fortsetzen bei einer Impfquote von rund 80 Prozent?" Das bedeute ja nicht, dass Corona komplett vorbei sei, aber es sei "ein wichtiges Signal an die Menschen, die Gesellschaft und die Wirtschaft". Sollte sich die Lage über den Winter wieder verschlimmern, könne ein neu gewählter Bundestag sich notfalls erneut Gedanken mache.

    01.02 Uhr: Kinderärztepräsident warnt vor Impfdruck der Politik

    Nach dem Start des EU-Zulassungsverfahrens für einen Corona-Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren haben Kinder- und Jugendärzte die Politik vor Impfdruck auf Familien gewarnt. Er gehe zwar davon aus, dass das Vakzin von Biontech/Pfizer bald zugelassen werde, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wir als Verband raten aber dringend, anschließend die Empfehlung der Ständigen Impfkommission abzuwarten."

    Die Kommission müsse genau klären, für wen ein Kinder-Impfstoff wirklich sinnvoll eingesetzt werden könne, erklärte Fischbach. Er bezeichnete es als "übergriffig und kontraproduktiv", dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und andere Politiker im Sommer Impfungen von Kindern ab zwölf Jahren eingefordert hatten, bevor Mediziner und Wissenschaftler dazu rieten.

    Dies habe viel Verwirrung bei Patienten und in Familien sowie Arztpraxen verursacht. "Daher sollte sich auch Herr Spahn jetzt tunlichst zurückhalten", forderte Fischbach. "Ihm fehlt die Expertise, und wir Kinder- und Jugendärzte äußern uns auch nicht zu Themen, von denen wir nichts verstehen."

    Der Mainzer Impfstoff-Hersteller Biontech hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass er zusammen mit dem US-Partnerunternehmen Pfizer in der EU die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Fünf- bis Elfjährige beantragt habe. Für über Zwölfjährige ist das Vakzin in Europa bedingt zugelassen.

    00.16 Uhr: FDA wird Booster von Moderna und Biontech/Pfizer empfehlen

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA steht einem Medienbericht zufolge kurz vor der Bekanntgabe von Empfehlungen zu Covid-19-Auffrischungsimpfungen. Die Behörde werde für Personen ab 40 Jahren zu einem sogenannten Booster entweder mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer oder Moderna raten, berichtet der Sender CNN.

    Zum Artikel: "Booster-Impfung: Wer braucht die dritte Spritze?"

    00.01 Uhr: Bundesländer fordern langfristig einheitliche Lösungen gegen Corona

    Mehrere Landesregierungen fordern einem Medienbericht zufolge auch nach dem Auslaufen der pandemischen Lage am 25. November bundeseinheitliche Lösungen im Kampf gegen die Epidemie. Dabei handle es sich um Rheinland-Pfalz, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen, heißt es in einem Vorabbericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Dass es nach Beendigung der epidemischen Lage nationaler Tragweite in Deutschland einen Flickenteppich im Umgang mit der Pandemie gibt, das will niemand", erklärt etwa der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch.

    Dienstag, 19. Oktober 2021

    20.10 Uhr: Italienische Senatorin wegen fehlenden Corona-Passes suspendiert

    Eine italienische Senatorin ist wegen der Weigerung, im Senat den obligatorischen Gesundheitspass vorzuzeigen, vorübergehend suspendiert worden. Die 51-jährige Laura Granato wollte am Dienstag an einer Parlamentssitzung teilnehmen, wurde aber des Hauses verwiesen, weil sie den Nachweis einer Impfung, eines negativen Corona-Tests oder einer kürzlichen Genesung von Covid-19 nicht erbringen wollte. Seit Freitag darf in Italien nur zur Arbeit erscheinen, wer den Gesundheitspass vorzeigen kann. Die Regelung ist die strengste dieser Art in Europa. Wer ohne den sogenannten Grünen Pass zur Arbeit kommt, riskiert bis zu 1.500 Euro Bußgeld. Wer der Arbeit fernbleibt, muss mit unbezahlter Freistellung rechnen. Die Kosten für Corona-Tests sind im Normalfall selbst zu tragen.

    19.55 Uhr: Hansa Rostock verzichtet auf Fans bei FC St. Pauli

    Fußball-Zweitligist Hansa Rostock verzichtet im Auswärtsspiel beim Tabellenführer FC St. Pauli auf Fan-Unterstützung. Wie der Verein am Dienstag mitteilte, nimmt der Aufsteiger sein Karten-Kontingent für die Partie am Sonntag nicht an. Als Grund wurde die im Hamburger Millerntor-Stadion geltende 2G-Regelung angegeben. Nach dieser dürfen nur geimpfte oder nachweislich genesene Menschen in die Arena. Auf einem Mitgliederforum des FC Hansa hatten sich in der vergangenen Woche laut der Mitteilung 95 Prozent der Mitglieder «im Sinne des Solidaritätsgedankens» gegen die Annahme der Tickets ausgesprochen. Der Aufsichtsrat entschied nun, das Ergebnis der Abstimmung zu akzeptieren. Es handele sich «um eine Einzelfallentscheidung», wurde betont. Für die nächsten Partien auswärts soll neu entschieden werden.

    19.35 Uhr: Landesregierungen fordern Fortsetzung von Corona-Maßnahmen

    Die Landesregierungen in Rheinland-Pfalz, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen fordern auch nach dem bevorstehenden Auslaufen der pandemischen Lage am 25. November weiterhin bundeseinheitliche Lösungen im Kampf gegen Corona. „Dass es nach Beendigung der epidemischen Lage nationaler Tragweite in Deutschland einen Flickenteppich im Umgang mit der Pandemie gibt, das will niemand“, sagte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND, Mittwoch). Er wünsche sich vom Bund eine "geordnete, einheitliche Übergangsregelung".Am Montag hatte sich Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) dafür ausgesprochen, die sogenannte epidemische Lage zur Eindämmung des Coronavirus Ende November auslaufen zu lassen. Die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" gilt seit März 2020 und wurde zuletzt bis zum 24. November 2021 verlängert.

    19.20 Uhr: Buchmesse eröffnet - Rückkehr und Aufbruch der Literatur-Welt

    Mit einem Appell für einen kreativen "Aufbruch" hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters die 73. Frankfurter Buchmesse eröffnet. Nach anderthalb Jahren der Corona-Pandemie, in denen Lesestoff noch mehr als sonst "Seelennahrung" gewesen sei, setze die Frankfurter Buchmesse "die Segel für einen neuen Aufbruch", sagte Grütters in ihrer Eröffnungsrede. Die bis Sonntag dauernde Messe mit 2.000 Ausstellern aus 80 Ländern steht mit 1.400 Veranstaltungen unter dem Leitwort "Wie wollen wir leben?". Nachdem die Buchmesse 2020 pandemiebedingt nur digital stattfand, gibt es 2021 wieder eine Hallenausstellung und zusätzlich digitale Angebote.

    18.55 Uhr: Corona-Ausbruch nach Clubnacht im Berliner Berghain

    Rund zwei Wochen nach der seit langem ersten Clubnacht im Berliner Techno-Club Berghain ist ein Corona-Ausbruch bekannt geworden. Nach einem Bericht der "Berliner Morgenpost" haben sich bei der Party mindestens 19 Menschen infiziert. 15 davon leben im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, wie eine Bezirkssprecherin am Dienstagabend sagte. Vier weitere Betroffene lebten in anderen Bezirken Berlins, hieß es. Nach Angaben der Sprecherin wurden bislang rund 2.500 Menschen kontaktiert. Dies sei mit Hilfe der Anwesenheitsliste geschehen, die das Gesundheitsamt angefordert habe, nachdem der erste Corona-Fall bekannt geworden sei.

    Den Partygängern sei vom Bezirk empfohlen worden, sich testen und bei Symptomen einen PCR-Test machen zu lassen. Wie es zu dem Ausbruch gekommen war, ist laut Behörde noch unklar. Für die Veranstaltung am ersten Oktober-Wochenende habe die 2G-Corona-Regel gegolten. "Die Impfnachweise wurden - soweit für uns ersichtlich - vom Berghain gewissenhaft kontrolliert", sagte die Sprecherin. Vom Berghain lag zunächst keine Stellungnahme vor.

    18.40 Uhr: Großbritannien verzeichnet höchste Anzahl Corona-Tote seit März

    Die Zahl der Corona-Todesfälle in Großbritannien ist auf den höchsten Stand seit März gestiegen. Die britische Statistikbehörde meldete am Dienstag 223 Todesfälle, die in den vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf Covid-19 getestet wurden. Noch höher lag die Zahl zuletzt am 9. März, als 231 Menschen in Großbritannien an oder mit dem Virus starben. Am Montag wurden knapp 50 000 neue Corona-Fälle im Land gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 435. Von einer erneuten Einführung von Corona-Beschränkungen ist in der britischen Regierung bislang kaum die Rede. In England sind eine Maskenpflicht in Innenräumen oder Nachweisregeln über Impfungen oder Tests seit dem «Freedom Day» im Juli eher die Ausnahme. Knapp 79 Prozent der impfberechtigten Bürgerinnen und Bürger ab zwölf Jahren sind vollständig geimpft.

    18.20 Uhr: 68 Prozent der Premier-League-Profis vollständig gegen Corona geimpft

    Mehr als zwei Drittel der Fußballprofis aus der englischen Premier League sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das gab die Liga am Dienstag bekannt, nachdem es zuletzt Kritik an der Impfbereitschaft der Spieler gegeben hatte. Demnach hätten 81 Prozent die erste Spritze erhalten, 68 bereits den kompletten Schutz. «Die Impfquoten werden wöchentlich gesammelt und die Liga arbeitet weiterhin mit den Klubs zusammen, um Spieler und Mitarbeiter der Vereine zur Impfung zu ermutigen», schrieb die Premier League in einem Statement. Anfang des Monats hatten britische Medien noch berichtet, dass lediglich bei sieben der 20 Erstligisten mehr als 50 Prozent des Kaders vollständig geimpft seien.

    18.05 Uhr: Flughafen Frankfurt-Hahn ist insolvent

    Der Flughafen Frankfurt-Hahn in Rheinland-Pfalz ist in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht. Nach Angaben des zuständigen Amtsgerichts Bad Kreuznach vom Dienstag wurde ein Insolvenzantragsverfahren eröffnet. Der Flughafen ist mehrheitlich im Besitz der chinesischen HNA Airport Group, auch das Bundesland Hessen hält Anteile an dem Flughafen. Der Flughafen hatte 2019 vor der Corona-Krise 1,5 Millionen Passagiere. Im April 1999 war dort erstmals eine Passagiermaschine des irischen Billigfliegers Ryanair gelandet. Mit diesem "historischen Datum" sei für ganz Deutschland eine neue Ära des Flugverkehrs eingeläutet worden, heißt es auf der Seite des Flughafens: die des Billigfliegers. Zuletzt wurden von Frankfurt-Hahn aus demnach 30 Urlaubsziele angeflogen. Der Flughafen hatte eine 24-Stunden-Betriebserlaubnis; er war daher auch ein wichtiger Frachtstützpunkt. 2019 wurden dort über 170.000 Tonnen Fracht umgeschlagen.

    17.40 Uhr: Jetzt 22 Corona-Fälle bei Red Bull München, weiteres Spiel verlegt

    Aufgrund zahlreicher Corona-Fälle beim EHC Red Bull München ist ein weiteres Spiel des Clubs in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verlegt worden. Die für Freitag angesetzte Auswärtspartie bei Aufsteiger Bietigheim Steelers werde auf den 26. Oktober verschoben und finde wegen eines Heimrechttauschs dann in München statt, teilte der EHC mit.

    Demnach hat sich nach weiteren Testungen die Anzahl der positiven Corona-Ergebnisse bei dem dreimaligen deutschen Meister von 18 auf 22 erhöht. Betroffen seien 16 Spieler sowie sechs Personen aus dem Betreuer- und Trainerstab, hieß es. Alle positiv Getesteten befänden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

    Zuvor waren bereits die Partie am vergangenen Sonntag gegen die Nürnberg Ice Tigers und das für diesen Mittwoch geplante Spitzenspiel gegen die Adler Mannheim verschoben worden. Das Nachholspiel gegen die Franken ist laut DEL bereits neu terminiert und findet am 25. Januar 2022 statt.

    17.28 Uhr: Ärztepräsident unterstützt Beendigung der "epidemischen Lage"

    Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, unterstützt den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für ein Ende der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite". Die meisten Menschen der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen seien geimpft, die Situation in den Krankenhäusern sei stabil, sagte er der Bielefelder Zeitung "Neue Westfälische". Er finde es richtig, "dass wir jetzt eine Debatte darüber führen, wann und wie wir die Beschränkungen des öffentlichen Lebens beenden können".

    "Auch wenn im Herbst und Winter die Zahl der Corona-Infektionen steigen wird, besteht zum jetzigen Zeitpunkt kein Grund zur Panik", zeigte sich der Ärztefunktionär überzeugt. Wo Lockerungen schon jetzt ohne Gefahr möglich seien, sollten diese zugelassen werden. "Ein guter Weg ist es, die 2G-Regelung ohne Maske und Abstand als Option für das Gastgewerbe, für den Sport und die Veranstaltungsbranche einzuführen", sagte Reinhardt.

    Wichtig sei, dass sich jetzt alle Erwachsenen gegen Corona impfen ließen, "die dies aus welchen Gründen auch immer bisher noch nicht getan haben", fügte der Ärztepräsident hinzu.

    17.03 Uhr: Moskau verhängt erstmals seit dem Sommer wieder Corona-Beschränkungen

    Angesichts neuer Corona-Rekordzahlen verhängt Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erstmals seit dem Sommer wieder Beschränkungen zur Eindämmung des Virus. Sobjanin ordnete an, dass über 60-jährige, ungeimpfte Bürger von zu Hause aus arbeiten. Unternehmen müssen außerdem eine Homeoffice-Quote von "mindestens 30 Prozent" einhalten. Die Maßnahmen werden am kommenden Montag in Kraft treten und sollen bis Ende Februar gelten.

    Zudem sollen bis Januar 80 Prozent der Beschäftigten im Dienstleistungssektor geimpft werden. Bislang lag die Vorgabe bei 60 Prozent. Der Kreml erwägt außerdem, Ende Oktober einen einwöchigen Urlaub anzuordnen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

    Russland - und insbesondere Moskau - haben mit hohen Infektionszahlen bei geringer Impfquote zu kämpfen. Am Dienstag meldeten die russischen Behörden 1.015 Corona-Tote binnen 24 Stunden - so viele wie noch nie zuvor seit Beginn der Pandemie. In der Hauptstadt wurden rund 60.00 neue Ansteckungen gemeldet, russlandweit rund 33.000.

    16.34 Uhr: Niederlande - Nach Lockerungen starker Anstieg von Corona-Infektionen

    Der starke Anstieg von Corona-Infektionen und Patientenzahlen in Krankenhäusern in den Niederlanden hält an. In den vergangenen sieben Tagen nahm die Zahl der Neuinfektionen um 44 Prozent im Vergleich zur Vorwoche zu, wie das zuständige Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt (RIVM) mitteilte. Gut 25.700 Fälle wurden gemeldet. Die Inzidenz beträgt nach Angaben des RIVM 151.

    Die Behörde sieht einen direkten Zusammenhang mit der Lockerung der Maßnahmen vor etwa drei Wochen. So war die Abstandsregel von 1,5 Meter aufgehoben worden. Masken müssen nur im öffentlichen Nahverkehr getragen werden. Nur vor dem Besuch von Gaststätten wird ein Nachweis verlangt, dass man getestet, geimpft oder genesen ist.

    Auch die Zahl der Todesfälle stieg. In den vergangen sieben Tagen wurden 48 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet, fast doppelt so viel wie in der Vorwoche. Die Zahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen stieg so stark an, dass Krankenhäuser erneut Operationen absagen müssen. Etwa 80 Prozent der Covid-Patienten sind nicht geimpft.

    16.02 Uhr: Kreml gegen landesweite Prämien für Corona-Impfung

    Trotz immer neuer Höchststände bei den Corona-Todeszahlen in Russland hält der Kreml nichts von pauschalen Geldprämien für eine Impfung. Es sei unwahrscheinlich, dass es so etwas geben könne, sagte Sprecher Dmitri Peskow. Ebenso wenig glaubt der Kreml, dass eine Zulassung ausländischer Impfstoffe mehr Menschen zu einer Immunisierung bewegen könnte.

    In Russland mit insgesamt 146 Millionen Einwohnern sind nach jüngsten offiziellen Zahlen erst mehr als 30 Prozent der Bevölkerung geimpft. Weit verbreitet ist eine Skepsis gegenüber den von russischen Forschern entwickelten Vakzinen. Eine Zulassung ausländischer Impfstoffe sei nur möglich, wenn im jeweiligen Land auch russische Präparate zugelassen würden, sagte Peskow.

    Die offizielle Statistik wies am Dienstag mit 1.015 Corona-Toten innerhalb eines Tages so viele Todesfälle aus wie nie zuvor. Zudem gab es 33.740 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.

    15.37 Uhr: Island will sich Mitte November von Corona-Maßnahmen verabschieden

    Läuft alles wie geplant, dann hebt Island Mitte November alle verbliebenen Corona-Maßnahmen auf. Ziel sei es, die wesentlichen verbliebenen Beschränkungen ab dem 18. November zu beenden, teilte die isländische Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir mit.

    Beim Impfen sei man gut vorangekommen, vorherige Lockerungen hätten keine negativen Effekte auf die Zahl der Krankenhauseinweisungen gezeigt, hieß es in einer Regierungsmitteilung. Deshalb gibt es bereits ab Mittwoch neue Lockerungen: 2.000 statt wie bisher 500 Menschen dürfen dann bei Versammlungen und Veranstaltungen zusammenkommen, Mund-Nasen-Schutz müssen sie dabei nicht länger tragen. Restaurants, Kneipen und Nachtclubs dürfen zudem länger öffnen.

    Mit einer kompletten Aufhebung der Maßnahmen würde die kleine Nordatlantik-Insel ihren nordeuropäischen Partnern folgen: Dänemark, Norwegen und Schweden hatten schon im September die wesentlichen im jeweiligen Land geltenden Beschränkungen aufgehoben. Auch in Finnland sind bereits viele Corona-Maßnahmen gelockert werden.

    14.54 Uhr: Ukraine verzeichnet neuen Höchststand an Corona-Toten

    In der Ukraine sind am Dienstag 538 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden - die höchste Zahl an Todesopfern binnen 24 Stunden, die das osteuropäische Land seit Beginn der Pandemie verzeichnet hat. Die ukrainische Regierung meldete außerdem 15.579 neue Infektionen mit dem Coronavirus, weitere 2.852 Menschen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

    Grund für die hohen Infektionszahlen in der Ukraine ist unter anderem die geringe Impfquote. Regierungsangaben zufolge sind erst 16 Prozent der ukrainischen Bevölkerung vollständig geimpft. Neben der geringen Impfbereitschaft in der Bevölkerung mangelt es teils auch immer noch an Impfstoff. Auch die Verbreitung gefälschter Impfzertifikate und gefälschter Testergebnisse erschweren die Pandemie-Bekämpfung.

    Seit Beginn der Pandemie haben sich in der Ukraine mehr als 2,6 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 61.000 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19. Mit einer Bevölkerung von knapp 42 Millionen Einwohnern verzeichnet das Land eine der höchsten Sterblichkeitsraten in Europa.

    14.43 Uhr: Spahn - Neue Bundesregierung muss über Corona-Notstand entscheiden

    Gesundheitsminister Jens Spahn hat bekräftigt, dass der Corona-Ausnahmezustand am 25. November enden sollte. Deshalb solle der Bundestag die sogenannte epidemische Lage von nationaler Tragweite nicht verlängern. Allerdings müsse die neue Bundesregierung entscheiden, wie es weitergehen solle, fügt der CDU-Politiker mit Blick auf die Ampel-Parteien SPD, FDP und Grüne hinzu. Er stehe als noch amtierender Minister beratend zur Verfügung: "Die politische Grundsatzentscheidung, die müssen jetzt die drei Parteien treffen." Grüne und FDP hatten bisher unterschiedliche Meinungen zu dem Thema.

    14.24 Uhr: Hamburg weitet 2G-Regel aus - Ohne Maske einkaufen und zum Friseur

    Hamburg weitet die 2G-Regelung auf Friseure, andere körpernahe Dienstleistungen und Teile des Einzelhandels aus. Corona-Geimpfte und Genesene können teilnehmende Einrichtungen dann von Samstag an ohne Maske nutzen, Ungeimpfte haben dann keinen Zutritt, wie Vize-Senatssprecherin Julia Offen sagte.

    So könnten die Betreiber selbst entscheiden, ob sie künftig nach 2G ohne Maske oder weiter auch ungeimpfte Kunden, dann aber mit Maske, bedienen wollen. Ausgenommen von der Wahlmöglichkeit sind Läden für den täglichen Bedarf wie der Lebensmitteleinzelhandel, Drogerien und Apotheken. Dort sollen auch künftig Ungeimpfte einkaufen können.

    Die neue Corona-Verordnung tritt am Samstag in Kraft. Eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen wird es den Angaben zufolge aber nicht geben. So soll das stadtweite Außer-Haus-Alkoholverkaufsverbot ab 22.00 Uhr auch weiter gelten. Weihnachtsmarktbetreiben sollen entscheiden können, ob sie ihre Märkte nach 2G- oder 3G-Regel betreiben wollen.

    14.02 Uhr: Lüftungsgeräte für Schulen – Städtetag kritisiert erneut Staatsregierung

    Der Bayerische Städtetag übt erneut Kritik wegen unklarer Regelungen für die Beschaffung von Lüftungsgeräten für Schulen in der Corona-Pandemie. Im Rahmen der Bezirksversammlung Oberfranken in Lichtenfels kritisierte Geschäftsführer Bernd Buckenhofer, dass das Förderprogramm der Staatsregierung unzureichend sei: "Konkrete Angaben, welche Geräte geeignet sind, wurden leider nicht getroffen, weitere Festlegungen sind nicht erfolgt."

    Die Kommunen hätten Fragen zur Umsetzung an die Staatsregierung gerichtet und keine Antworten erhalten. "Die Kommunen wollen nicht Gefahr laufen, auf die Schnelle Lüftungsgeräte zu erwerben, die sich letztlich als zu teuer oder zu wenig effektiv für die Lufthygiene erweisen", so Buckenhofer.

    Der Freistaat habe angegeben, den Gerätekauf mit 50 Prozent zu bezuschussen, auf den restlichen Kosten blieben die Kommunen sitzen. Nach Ansicht des Bayerischen Städtetags hätten Absprachen zwischen der Staatsregierung und den Kommunen viel früher und konkreter stattfinden müssen.

    13.48 Uhr: Amnesty - Autoritäre Staaten nutzen Corona zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit

    Amnesty International wirft Regierungen autoritärer Staaten weltweit vor, die Corona-Pandemie als Vorwand für ein rigoroses Vorgehen gegen Kritiker zu nutzen. In einem Bericht erklärte die Menschenrechtsorganisation, die Pandemie habe in einigen Staaten zu "beispiellosen" Einschränkungen der Meinungsfreiheit geführt.

    "Kommunikationskanäle wurden angegriffen, Online-Netzwerke zensiert und Medienhäuser geschlossen", erklärte Rajat Khosla von Amnesty International: "Mitten in einer Pandemie wurden Journalisten und medizinisches Personal zum Schweigen gebracht und inhaftiert."

    Solche Maßnahmen seien im Kontext der Pandemie besonders gefährlich, hieß es weiter. Sie hätten den Zugang zu Informationen über das Geschehen erschwert: "Rund fünf Millionen Menschen sind an Covid-19 gestorben. Der Informationsmangel hat dabei vermutlich auch eine Rolle gespielt."

    Die Menschenrechtsorganisation verwies auch auf die Situation in China, wo das Coronavirus im Dezember 2019 erstmals festgestellt wurde. Bereits bis Februar 2020 seien in China mehr als 5.000 Strafverfahren wegen angeblicher "Verbreitung falscher und schädlicher Informationen" zur Pandemie eingeleitet worden.

    13.29 Uhr: Ischgl startet mit Corona-Sicherheitskonzept in die Wintersaison

    Der österreichische Wintersportort Ischgl startet am 25. November in die diesjährige Wintersaison - begleitet von umfangreichen Anti-Corona-Maßnahmen. "Ziel ist und bleibt es, eine der sichersten Destinationen im Alpenraum für unsere Gäste zu sein", sagte Alexander von der Thannen vom Tourismusverband Paznaun-Ischgl.

    Die Seilbahnkabinen würden mit Kaltvernebelungsgeräten desinfiziert. Dieselbe Methode werde auch in den Skibussen sowie in Sportshops, Skidepots, WC-Anlagen, Aufzugskabinen und den Erste-Hilfe-Stationen täglich angewendet, hieß es. Kamerasysteme sollen die Wartezeiten an den Kassen und Liften mittels Mobilitätsanalysen optimieren.

    Ischgl war in der ersten Corona-Welle im März 2020 in die internationalen Schlagzeilen geraten. Die Behörden sollen auf deutliche Hinweise, dass im Ort das Coronavirus grassiert, zu spät reagiert haben. Zahlreiche Touristen - viele aus Deutschland - hatten sich angesteckt und das Virus in ihre Heimatländer mitgebracht. Die Wintersaison 2020/21 ließ der Ort aus Sicherheitsgründen ausfallen.

    13.09 Uhr: WHO plant Covid-19-Hilfsprogramm für ärmere Länder

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will ärmeren Ländern den Zugang zu Covid-19-Impfstoffen, Tests und Behandlungen gegen Infektion mit dem Coronavirus durch erschwingliche Preise ermöglichen. Die WHO hat dazu ein Programm konzipiert, um eine Milliarde Corona-Tests an Drittländer zu liefern wie auch Medikamente zur Behandlung von Menschen mit leichteren Krankheitsverläufen.

    Ein Sprecher der WHO-Initiative Access to Covid-19 Tools Accelerator (ACT-A) erklärte, das Dokument sei noch ein Entwurf in der Beratungsphase. Zum Inhalt wolle er bis zur endgültigen Fassung keine Angaben machen. Das Dokument soll vor dem Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in Rom Ende dieses Monats an die Staats- und Regierungschefs weltweit verschickt werden. Die WHO-Initiative ACT-A bittet die G20 und andere Geber demnach um zusätzliche Mittel in Höhe von 22,8 Milliarden Dollar bis September 2022. Ziel sei es, die riesigen Versorgungslücken zwischen wohlhabenden und ärmeren Ländern zu schließen.

    Eine Covid-19-Arznei könnte Molnupiravir vom US-Pharmakonzern Merck sein, das zum Preis von zehn Dollar für eine Therapie abgegeben werden soll. Das wäre sehr günstig verglichen dem üblichen Handelspreis von 700 Dollar. Andere Medikamente zur Behandlung leichter Krankheitsverläufe sind noch in der Entwicklung, während Molnupiravir bislang das einzige ist, das in Studien im Spätstadium positive Ergebnisse gezeigt hat.

    12.52 Uhr: Keine Australian Open ohne Impfung - Djokovic lässt Teilnahme offen

    Tennisprofis ohne vollständige Corona-Impfung dürfen voraussichtlich nicht an den Australian Open teilnehmen. "Ich glaube nicht, dass ein ungeimpfter Tennisspieler ein Visum bekommen wird, um in dieses Land zu reisen", sagte der Premierminister des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews. Wenn die Spieler doch ein Visum bekommen würden, müssten sie wahrscheinlich zwei Wochen in Quarantäne, betonte der Politiker. Das Turnier soll vom 17. bis zum 30. Januar in Victorias Hauptstadt Melbourne ausgetragen werden.

    "Dem Virus ist es egal, was Ihr Tennis-Ranking ist oder wie viele Grand Slams Sie gewonnen haben. Sie müssen geimpft sein, um sich selbst und andere zu schützen", so Andrews. Er glaube auch nicht, dass andere Sportler, wie Golfer oder Formel-1-Fahrer, in Zukunft ohne Impfung ins Land dürften.

    Zuvor hatte der Weltranglisten-Erste und Titelverteidiger Novak Djokovic wegen der zu erwartenden Restriktionen seine Teilnahme ebenso offen gelassen wie die Frage, ob er geimpft ist. Der 34-jährige Serbe war im vorigen Jahr mit dem Coronavirus infiziert.

    12.38 Uhr: HWWI - Wirtschaft wird Vor-Corona-Niveau 2022 wieder erreichen

    Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) rechnet im kommenden Jahr mit einer Erholung der deutschen Wirtschaft von der Corona-Krise. "Nach dem Einbruch der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um 4,6 Prozent, ist für 2021 nun mit einem Wachstum von 2,5 Prozent und für 2022 mit einem von 3,5 Prozent in Deutschland zu rechnen", sagte Geschäftsführer Dirck Süß in Hamburg. Damit werde das Vor-Corona-Niveau von Ende 2019 erst wieder im Laufe von 2022 erreicht. "Die Rahmenbedingungen für diesen Herbst scheinen besser als im letzten Herbst", sagte Süß.

    Vor allem die Wirtschaftsbereiche Handel, Gastronomie, körperbezogene Dienstleistungen und Tourismus hätten sich erholen können. Ins Stocken geraten seien dagegen wegen gestörter Logistikketten und Materialmangels die Industrieproduktion und die Bautätigkeit. Das Institut rechnet außerdem mit einer gesteigerten Konsumlaune bei den Verbrauchern und mit mehr Investitionen bei den Unternehmen.

    12.32 Uhr: OECD - Staatsverschuldung durch Pandemie bis zu 25 Prozentpunkte höher

    Die Staatsverschuldung ist durch die Coronavirus-Krise explodiert. Laut einer Studie der Industriestaaten-Organisation OECD wird sie im nächsten Jahr 20 bis 25 Prozentpunkte höher liegen als in einem Szenario, in dem es die Pandemie nicht gegeben hätte. Solange die Krise noch nicht komplett ausgestanden sei, sollten die Regierungen weiter das Gesundheitssystem und auch kleinere Firmen sowie anfällige Haushalte unterstützen, heißt es in der Studie. Sobald die Erholung der Wirtschaft auf einem festen Fundament stehe, könnten die Hilfsmaßnahmen dann zurückgenommen werden.

    12.23 Uhr: Bayern sieht Auslaufen der "epidemischen Lage" skeptisch

    Die bayerische Staatsregierung sieht den Plan von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CSU) für ein Auslaufen der sogenannten "epidemischen Lage nationaler Tragweite" skeptisch. "Wir sind, was dieses Apodiktische von Herrn Spahn betrifft, zurückhaltend, weil wir nach wie vor den Kurs der Vorsicht und Umsicht verfolgen", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Kabinettssitzung. Die Frage stelle sich aber auch erst Ende November, bis dahin müsse man die Lage genau beobachten. Bayern sei deshalb aktuell auch noch nicht festgelegt - "aber wir sind da insgesamt sehr vorsichtig".

    Die Entscheidung über ein Ende der "epidemischen Lage nationaler Tragweite" liegt beim Bundestag. Das Parlament hatte sie erstmals im März 2020 zu Beginn der Corona-Pandemie festgestellt und danach immer wieder verlängert, zuletzt Ende August für drei Monate. Die "epidemische Lage" gibt Bundes- und Landesregierungen Befugnisse, um Verordnungen zu Corona-Maßnahmen oder zur Impfstoffbeschaffung zu erlassen.

    Das Virus richte sich nicht nach Beschlüssen von Parlamenten, sagte Herrmann und mahnte: "Man muss bedenken, dass von diesem Beschluss auf der Bundesebene sehr viel rechtliche Folgen abhängen." Insbesondere, ob man weiter auf der Basis der Corona-Verordnungen Regelungen zum Schutz der Bevölkerung treffen könne. Das betreffe dann nicht nur die 2G- oder 3G-Regeln, sondern auch Dinge wie die Maskenpflicht im Nahverkehr oder die Testpflicht an Schulen. "Das muss man sich halt vor Augen halten, ob man diese Konsequenz will", sagte Herrmann, gerade wenn man den Anstieg der Inzidenzen bei Jüngeren sehe.

    12.12 Uhr: RKI erweitert Corona-Datenspende-App

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Corona-Datenspende-App überarbeitet und ausgebaut. Mit der Neuauflage der Smartphone-Anwendung können sich Menschen in Deutschland pseudonymisiert an wissenschaftlichen Studien zu den Folgen der Corona-Pandemie beteiligen, wie das RKI in Berlin mitteilte.

    Die erste Version der App war im April 2020 vom Robert Koch-Institut veröffentlicht worden. Seit dem Start haben nach Angaben des RKI mehr als 500.000 Menschen ihre Daten von Fitnessarmbändern und Smartwatches über die App zur Verfügung gestellt. Zu den erfassten Informationen gehören zum einen Vitaldaten wie die Pulsfrequenz, aber auch Aktivitätsdaten. Diese Daten werden unter anderem auf Fiebersymptome analysiert.

    Mit der neuen App-Version können sich künftig auch Menschen beteiligen, die nicht über ein Fitnessarmband oder eine Smartwatch verfügen. Die Nutzer werden in den Studien gebeten, kurze Fragebögen zu beantworten. Die Teilnahme an den beiden neuen Studien erfolgt komplett freiwillig und pseudonym.

    Die aktualisierte Version der App ist von sofort an im App-Store von Apple, dem Play-Store von Google und der App-Gallery von Huawei verfügbar.

    11.58 Uhr: Patientenschützer kritisieren Spahns Vorstoß zu Ende der epidemischen Lage

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zum Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite scharf kritisiert. Das Ende der Notlage müsse auf Fakten beruhen, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur AFP in Berlin: "Schließlich haben Bund und Länder anderthalb Jahre erklärt, dass es eine bundesweite Rechtsgrundlage für Corona-Schutzmaßnahmen braucht."

    Zudem würden aktuell dreimal mehr über 80-jährige Corona-Infizierte im Krankenhaus behandelt als vor einem Jahr, betonte Brysch. Seien es vor gut einem Jahr noch 176 Patienten gewesen, seien es nun 475 - obwohl 84,9 Prozent dieser Altersgruppe doppelt geimpft seien. Ähnliche Entwicklungen zeigten sich auch bei anderen Altersgruppen.

    Sogar der Anteil der infizierten Toten habe sich im gleichen Zeitraum fast verfünffacht, sagte Brysch: "Deshalb ist es gefährlich, allein aus fragwürdigem politischen Kalkül die epidemische Lage zu beenden. Schließlich ist die Pandemie nicht vorbei."

    Unterstützung bekam Spahn hingegen von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Spahns Ankündigung sei "folgerichtig", erklärte KBV-Chef Andreas Gassen in Berlin: "Ab Ende November könnten die staatlichen Corona-Regeln entfallen."

    11.38 Uhr: Bayern hält an Corona-Tests in Schulen fest

    Entgegen mancher Kritik zahlt sich das Corona-Testkonzept an bayerischen Schulen nach Ansicht der Staatsregierung aus. Das Sicherheitsgefühl, das dabei vermittelt werde, sei für die ganze Schulfamilie wichtig, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. Er widersprach damit Forderungen etwa des Virologen Klaus Stöhr, die Tests an Schulen einzustellen, da Aufwand, Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis stünden.

    Aktuell gebe es in Schulen und Kitas relativ geringe Beeinträchtigungen, so Herrmann. Die Tests trügen dazu bei, den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten. Auch das Prozedere habe sich mittlerweile gut eingespielt, die Pooltests an Grund- und Förderschulen seien nahezu flächendeckend eingeführt. Das Testkonzept soll daher bis auf weiteres fortgeführt werden.

    Um das Ende der Pandemie schneller zu erreichen, rief Herrmann erneut dazu auf, dass sich ungeimpfte Menschen gegen das Corona-Virus immunisieren lassen. Insgesamt sei die Lage in Bayern aktuell weiter stabil und die Krankenhaus-Ampel auf „grün“. Weshalb unter den Top Ten deutscher Orte mit hoher Inzidenz ausgerechnet neun bayerische Gebiete im Südosten seien, dafür habe die Staatsregierung bislang keine Erklärung.

    10.46 Uhr: Russland meldet mit 1.015 Todesfällen wieder Höchstwert

    Russland verzeichnet angesichts steigender Infektionszahlen mit 1.015 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus erneut einen Höchstwert. Erst am Samstag hatte die täglich gemeldete Totenzahl die Schwelle von 1.000 überschritten. Zudem registrieren die Behörden binnen 24 Stunden 33.740 Neuinfektionen. Das sind rund 600 weniger als am Montag, als mit 34.325 den fünften Tag in Folge ein neuer Höchstwert verzeichnet worden war.

    09.50 Uhr: Ägypten impft künftig offenbar auch in Kirchen und Moscheen

    Mit Impfstationen in Gotteshäusern will Ägypten offenbar den Impfprozess gegen Covid-19 beschleunigen. Künftig sollen sich Bürger freitags in den Moscheen und sonntags in den Kirchen des Landes impfen lassen können, wie der für die Bewältigung der Corona-Krise eingesetzte Ausschuss laut Bericht des "Egypt Independent" beschlossen hat.

    Im öffentlichen Leben werden die Regeln verschärft: Ab dem 15. November dürfen ungeimpfte ägyptische Angestellte demnach ihre Arbeitsplätze nur noch betreten, wenn sie mindestens einmal wöchentlich einen PCR-Test durchführen. Ab Dezember dürfen zudem nur noch geimpfte Menschen ägyptische Regierungseinrichtungen betreten.

    09.02 Uhr: GEW fordert kostenlose Tests und Masken zum Semesterstart

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert zum Start des Wintersemesters an den Hochschulen, Studierenden und Beschäftigten kostenlose Corona-Tests und medizinische Schutzmasken anzubieten. Hygieneregeln, die das 3G-Prinzip einschlössen - also Zugang nur für Geimpfte, Getestete oder Genesene - seien weiterhin erforderlich, sagte der stellvertretende GEW-Vorsitzende Andreas Keller der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

    Er sprach sich außerdem dafür aus, dass sich Hochschulen an Impfkampagnen beteiligen und Angebote auf dem Campus machen.

    08.34 Uhr: Paketboom zu Weihnachten - Hermes rechnet erneut mit Rekordmengen

    Der Paket-Dienstleister Hermes rechnet auch dieses Jahr mit Rekordmengen in der Weihnachtszeit. Man gehe davon aus, im vierten Quartal in Deutschland 137 Millionen Sendungen zu befördern und damit rund neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die Firma in Hamburg mit. Vor einem Jahr hatte das prognostizierte Mengenplus für das damalige Weihnachtsgeschäft bei rund 20 Prozent gelegen, das Wachstum schwächt sich nun also ab.

    Da die Paketbranche 2020 wegen der Corona-Pandemie gewaltige Zuwächse verbucht hat und das Vergleichsniveau somit hoch ist, ist aber auch ein Plus von neun Prozent ein sehr guter Wert. Konkurrent DHL hatte unlängst eher zurückhaltend verlauten lassen, man bereite sich "auf mögliche Rekordmengen" vor. Hermes legt sich mit seiner Prognose nun früh fest.

    08.08 Uhr: College-Footballtrainer verlieren Jobs wegen Impfstatus

    College-Footballtrainer Nick Rolovich und vier Assistenten sind vom Bundesstaat Washington von ihren Aufgaben entbunden worden. Sie sollen sich bis Montag (Ortszeit) geweigert haben, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Allerdings war dies eine Vorgabe für Staatsbedienstete. Rolovich hatte eine Ausnahmegenehmigung beantragt, wonach er sich aus religiösen Gründen nicht impfen lassen könne. Diese Genehmigung war ihm verweigert worden, bestätigte Pat Chun, der Sportdirektor des Staates.

    Der 42 Jahre alte Rolovich ist der erste prominente College-Trainer, der wegen seines Impfstatus den Job verliert. Er hatte bereits im Juni erklärt, dass er sich nicht impfen lassen wolle. Daraufhin blieb er einem Medientag fern. An der Washington State University sollen nach Angaben von Präsident Kirk Schulz 90 Prozent der Angestellten sowie 97 Prozent der Studenten gegen das Coronavirus geimpft sein.

    06.22 Uhr: Lettland plant neuen Lockdown

    Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen plant die Regierung Lettlands einen erneuten Lockdown. "Es gibt immer noch zu viele ungeimpfte Menschen, die sich mit Corona infizieren und im Krankenhaus sterben", sagte der lettische Ministerpräsident Krisjanis Karins am Montag nach einer Kabinettssitzung. Weniger als die Hälfte der 1,9 Millionen Einwohner Lettlands sind bislang vollständig geimpft.

    Der Lockdown soll vom 21. Oktober bis 15. November gelten und umfasst unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre von 20 Uhr bis 5 Uhr. Kinos, Theater und Konzerthallen müssen schließen, Restaurants dürfen nur noch Gerichte zum Mitnehmen anbieten. Nur Geschäfte für den täglichen Bedarf dürfen offen bleiben. Für die meisten Arbeitnehmer gilt erneut eine Homeoffice-Pflicht. Die meisten Schulen wechseln wieder in den Distanzunterricht. Die Regelung muss noch am Mittwoch vom Parlament beschlossen werden.

    Die Corona-Infektionszahlen in dem baltischen Staat waren im vergangenen Monat stark angestiegen. Am Montag meldeten die Behörden 1253 Neuinfektionen und sieben Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Infektionen seit Pandemiebeginn auf über 186.000, die Zahl der Todesfälle auf knapp 2900.

    05.48 Uhr: Neuseeland meldet Corona-Rekord - "zu Hause bleiben und Leben retten"

    Das Corona-Vorzeigeland Neuseeland hat am Dienstag 94 Neuinfektionen gemeldet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Rekord lag bei 89 neuen Fällen innerhalb eines Tages und wurde im April 2020 verzeichnet. "Es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass wir nicht machtlos sind. Wir haben die Fähigkeit, die Fallzahlen so niedrig wie möglich zu halten", sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern. Sie forderte die Menschen auf, möglichst zu Hause zu bleiben, damit Anderen das Leben zu retten und sich impfen zu lassen.

    04.27 Uhr: RKI meldet 6.771 Neuinfektionen - Inzidenz bei 75,1

    Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 75,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 74,4 gelegen, vor einer Woche bei 65,8 (Vormonat: 70,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6.771 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4.971 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 88 Todesfälle verzeichnet - genau so viele wie vor einer Woche. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.384.616 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

    00.05 Uhr: Krankenhausgesellschaft begrüßt geplantes Ende der Corona-Notlage

    Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat angesichts der Corona-Impfquote in Deutschland keine Bedenken dagegen, die sogenannte "epidemische Lage nationaler Tragweite" auslaufen zu lassen. "Ich kann den Schritt nachvollziehen und halte das auch für unproblematisch", sagte Hauptgeschäftsführer Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die "epidemische Lage" ist Grundlage für zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich gestern bei Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder dafür ausgesprochen, die Regelung am 25. November auslaufen zu lassen. Dabei verwies er nach Informationen der "Bild" unter anderem darauf, dass das Robert Koch-Institut (RKI) das Risiko für geimpfte Personen als moderat einstufe.

    Montag, 18. Oktober 2021

    22.57 Uhr: Lettlands Regierung plant erneuten Lockdown

    Angesichts rapide steigender Corona-Infektionszahlen in Lettland plant die Regierung in Riga einen neuerlichen Lockdown. Um die Ausbreitung des Virus in den Griff zu bekommen, soll vom 21. Oktober bis 15. November das öffentliche Leben in dem baltischen EU-Land zurückgefahren werden. Dies kündigte Ministerpräsident Krisjanis Karins am Montagabend nach einer mehrstündigen Sitzung des Corona-Krisenstab an. Die Regierung muss dem Vorhaben am Mittwoch in einer Kabinettssitzung noch zustimmen.

    Alle Geschäfte und Dienstleister - außer Läden für den täglichen Bedarf - sollen dicht machen, der Schulbetrieb größtenteils auf Fernunterricht umgestellt werden. Auch sollen die Bürger einer Mitteilung der Staatskanzlei zufolge ihre Wohnung von 20.00 Uhr bis 5.00 Uhr nur mit triftigem Grund verlassen dürfen.

    In Lettland hat sich die Corona-Lage trotz neuer Beschränkungen zuletzt zugespitzt. In den letzten 14 Tagen wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Riga vom Montag 1307,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert - ein neuer Höchststand seit Beginn der Pandemie. In Lettland ist nur knapp die Hälfte der 1,9 Millionen Einwohner vollständig gegen Corona geimpft.

    21.43 Uhr: Russland: St. Petersburg beschränkt Freiheiten Ungeimpfter

    Angesichts dramatisch angestiegener Corona-Infektionszahlen führt die russische Ostsee-Metropole St. Petersburg zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen Leben ein. Ab dem 1. November müssen Erwachsene etwa bei Sport-Großveranstaltungen nachweisen können, dass sie geimpft oder genesen sind, wie die Petersburger Stadtverwaltung am Montagabend mitteilte. Ab Mitte November ist ein entsprechender Nachweis per QR-Code demnach auch beim Besuch von Fitnessstudios, Theatern, Kinos und Museen notwendig.

    Ab Dezember soll die Regelung zudem auf Gastronomie und Einzelhandel ausgeweitet werden. Ausgenommen ist, wer belegen kann, dass er sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen kann. Arbeitgeber wurden angewiesen, nicht geimpfte Über-60-Jährige ins Homeoffice zu versetzen. Ungenehmigte Veranstaltungen werden künftig auf maximal 40 Teilnehmer begrenzt.

    Wie in vielen anderen Regionen ist die Infektionslage in St. Petersburg seit Wochen sehr angespannt. Am Montag registrierten die Behörden 3.097 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Russlandweit wurde mit mehr als 34.300 Infektionen binnen eines Tages ein neuer Höchststand seit Beginn der Pandemie erreicht.

    21.02 Uhr: Holetschek fordert weiter einheitliche Rechtsgrundlage für Corona-Maßnahmen

    Wo die Infektionenszahlen in Hinblick auf den Winter steigen, werde auch in Zukunft in Deutschland ein einheitlicher Rechtsrahmen gebraucht, um bestimmte notwendige Maßnahmen vornehmen zu können. Das sagte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) im BR-Interview unter dem Glockengeläut der Münchner St. Markus-Kirche. Holetschek zeigte sich dabei überrascht über die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die „epidemische Lage“ in Deutschland zum 25. November auslaufen zu lassen. Aus Sicht von Holetschek "müsse sich die Wissenschaft zur Infektionslage äußern", er nannte dabei die Leopoldina. Was aber auf jeden Fall gebraucht werde, sei ein einheitlicher Rechtsrahmen.

    21.00 Uhr: Belarus setzt Routineversorgung in Kliniken wegen Corona aus

    In Belarus ist am Montag ein vorläufiger Stopp der routinemäßigen medizinischen Versorgung in staatlichen Kliniken angeordnet worden. Zur Begründung hieß es, es sollten mehr Ressourcen für Corona-Patienten freigesetzt werden. Zu den ausgesetzten Dienstleistungen zählen nach Angaben des Gesundheitsministeriums medizinische Untersuchungen und Screenings, Physiotherapie und Zahnbehandlungen.

    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Belarus zuletzt gestiegen. Täglich werden in dem Land mit 9,3 Millionen Einwohnern etwa 2000 neue Fälle gemeldet. Der autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko hat Bedenken wegen der Pandemie oft beiseite gewischt. Einmal sagte er, Infektionen könnten mit "einem Traktor, einem Bad und Wodka" behandelt werden.

    20.06 Uhr: Südafrika lehnt Genehmigung für Sputnik-Impfstoff vorerst ab

    Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V wird vorerst nicht in Südafrika zum Einsatz kommen. Die medizinische Zulassungsbehörde (Sahpra) begründete ihre Entscheidung am Montag mit einem möglicherweise höheren HIV-Infektionsrisiko für männliche Sputnik-Geimpfte und verwies auf die hohe HIV-Prävalenz in Südafrika. Das Unternehmen hinter Sputnik V habe die Sicherheit seines Mittels in einer Bevölkerung mit vielen HIV-positiven Menschen bislang nicht dargelegt, erklärte die Behörde.

    Das russische Gamaleja-Institut, welches Sputnik V entwickelt hat, kündigte an, es werde entsprechende Informationen liefern und aufzeigen, dass die Bedenken von Sahpra "völlig unbegründet" seien. Südafrika verzeichnet nach offiziellen Zahlen mehr Ansteckungen mit dem Coronavirus als jedes andere afrikanische Land. In Südafrika leben zudem weltweit die meisten HIV-positiven Menschen. Bislang ist nur rund ein Viertel der für eine Corona-Impfung infrage kommenden Bevölkerung vollständig geimpft. Grund dafür ist neben fehlendem Impfstoff vor allem auch weit verbreitete Impf-Skepsis.

    19.35 Uhr: Auch Burundi impft gegen Corona - Nordkorea und Eritrea fehlen noch

    Als weltweit drittletztes Land hat nun auch der ostafrikanische Staat Burundi erste Impfungen gegen das Corona-Virus verabreicht. Die Aktion startete am Montag in der Handelsmetropole Bujumbura, zu den Geimpften zählten die Minister für Gesundheit und Sicherheit. Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes sagten der Nachrichtenagentur AP, dass bis zum Nachmittag allerdings kaum mehr als ein Dutzend Menschen eine Impfdosis erhalten hätten.

    Burundi hatte zuvor eine halbe Million Dosen des chinesischen Vakzins Sinopharm erhalten. Sie sollen laut Gesundheitsminister Thaddee Ndikumana vor allem an Mitarbeiter im Gesundheitswesen, ältere Menschen und solche mit unheilbaren Krankheiten gehen.

    Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation haben nun lediglich Nordkorea und Eritrea am Horn von Afrika noch keinerlei Corona-Impfungen vorgenommen.

    19.28 Uhr: Verbände fordern strengere Corona-Auflagen für Pflege und Schulen

    Elternvertreter und Patientenschützer haben sich für strengere Corona-Auflagen für Mitarbeiter in Schulen und Pflegeeinrichtungen ausgesprochen. Das Vorstandsmitglied des Bundeselternrats Ines Weber verlangte eine Impfpflicht für Lehrkräfte. "Eine Corona-Impfpflicht für diese Berufsgruppe" müsse von der Bundesregierung "bundeseinheitlich gesetzlich festgeschrieben werden", sagte Weber den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    Weber betonte, mit einer Impfung schützten sich das Lehrpersonal und alle Beschäftigten an den Schulen selbst sowie die Kinder und Jugendlichen, mit denen sie täglich direkten Kontakt hätten. Es müsse unbedingt verhindert werden, "dass erneut ganze Klassenverbände in Quarantäne müssen oder sogar Schulen im Winter schließen müssen", sagte Weber mit Blick auf die nächsten Wochen. Nochmalige langanhaltende Ausfälle des Präsenzunterrichts würde viele Schülerinnen und Schüler abermals zurückwerfen.

    Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sprach sich zudem für eine Ausweitung der Testpflicht in Kliniken und Pflegeheimen aus. Die Corona-Tests müssten von der Politik "bundesweit täglich für Krankenhäuser und Pflegeheime angeordnet werden und zwar unabhängig davon, ob die Person geimpft oder genesen ist", sagte Brysch den Funke-Zeitungen. Wo vulnerable Menschen lebten, dürfe bei der Testung eine 2G-Regelung keine Rolle spielen, da nach seien Worten auch von Geimpften und Genesenen eine Infektionsgefahr ausgehen kann. Es gelte, "mit dem Virus zu leben, ohne die Pflegeheimbewohner und Krankenhauspatienten erneut zu isolieren", betonte Brysch.

    18.30 Uhr: Früherer US-Außenminister Powell nach Corona-Infektion gestorben

    Powell wurde als erster Schwarzer US-Außenminister. Seine Amtszeit wurde überschattet vom Kampf gegen den Terror. Sein Werben für einen Einmarsch im Irak bereute er später. Im Ruhestand warb der Republikaner mehrfach für demokratische Präsidentschaftskandidaten.

    Colin Powell hat den Vereinigten Staaten in seiner vier Jahrzehnte langen Karriere unter anderem als oberster Soldat, wichtiger Präsidentenberater und schließlich als Außenminister gedient. Für viele Afroamerikaner und Angehörige von Minderheiten war er ein Vorreiter: Der Sohn jamaikanischer Einwanderer aus einfachen Verhältnissen wurde als erster Schwarzer Generalstabschef des US-Militärs und später Außenminister. Seine Amtszeit als Top-Diplomat ab 2001 wurde von den Ereignissen nach den Anschlägen vom 11. September überschattet, also dem Kampf gegen den Terror - und insbesondere der umstrittenen Invasion im Irak. Powell starb am Montag im Alter von 84 Jahren, wie seine Familie mitteilte.

    Der pensionierte General erlag Komplikationen nach einer Corona-Infektion, wie die Familie in einem Facebook-Post mitteilte. Powell sei vollständig gegen das Coronavirus geimpft gewesen, hieß es. Powell hatte Medienberichten zufolge aber seit Längerem gesundheitliche Probleme. Er soll an Blutkrebs gelitten haben. "Wir haben einen herausragenden und liebevollen Ehemann, Vater, Großvater und einen großen Amerikaner verloren", erklärte die Familie.

    Um dem verstorbenen früheren Generalstabschef und Außenminister Colin Powell zu gedenken, werden die Flaggen in den USA bis zum Freitag auf halbmast gesetzt. Das ordnete US-Präsident Joe Biden am Montag an. Der Erlass gilt für die Flaggen am Weißen Haus, an allen öffentlichen Gebäuden und Militäreinrichtungen im Land sowie für die US-Botschaften und Konsulate weltweit.

    17.57 Uhr: Krankenkassen sollen weitere sieben Milliarden Euro für Bewältigung der Corona-Krise bekommen

    Das Bundesgesundheitsministerium hat einen zusätzlichen Zuschuss von sieben Milliarden Euro für die gesetzlichen Krankenkassen für das kommende Jahr auf den Weg gebracht. Das geht aus einem Verordnungsentwurf hervor, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Der Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenkassen hatte vergangene Woche den zusätzlichen Finanzbedarf von sieben Milliarden Euro für 2022 festgestellt.

    Das Gesundheitsministerium führt das Loch bei den Krankenkassen auf die "Wirtschaftskrise, die die Covid-19-Pandemie ausgelöst hat", zurück, wie RND aus dem Entwurf zitierte. "Ohne zusätzliche Finanzmittel des Bundes für das Jahr 2022 wären erhebliche Zusatzbeitragssteigerungen zu Lasten der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erwarten." Zugleich wäre die deutsche Wirtschaft mit höheren Lohnnebenkosten konfrontiert.

    Ziel der Bundesregierung ist es, die Kosten für die Sozialversicherungen insgesamt bei unter 40 Prozent zu halten. Mit dem neuen Zuschuss kann der durchschnittliche Zusatzbeitrag der Krankenkassen bei 1,3 Prozentpunkten bleiben. Über den höheren Zuschuss für die Krankenkassen soll der neue Bundestag am 3. November abstimmen, hieß es laut RND aus Kreisen des Bundesgesundheitsministeriums.

    Mit den zusätzlichen sieben Milliarden Euro steigt der Zuschuss des Bundes für die Krankenkassen auf insgesamt 28 Milliarden Euro im Jahr 2022. Ursprünglich war nur ein Zuschuss von 14 Milliarden Euro vorgesehen. Weitere coronabedingte sieben Milliarden Euro wurden bereits vorher zugesagt.

    17.33 Uhr: EU-Arzneimittelbehörde prüft Zulassung von Pfizer-Impfstoff für Kinder

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft nun auch die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Das teilte die EMA in Amsterdam mit. Die Hersteller hatten bereits in der vergangenen Woche angekündigt, entsprechende Daten zu den klinischen Untersuchungen an die EMA zu schicken.

    Die Studien zeigen nach Angaben von Biontech und Pfizer, dass der Impfstoff von Kindern in dieser Altersgruppe gut vertragen wird und eine stabile Immunantwort hervorruft. Anders als bei Jugendlichen bekamen die Kinder dieser Altersgruppe nur ein Drittel der Dosis. Der Impfstoff Cominarty ist zur Zeit in der EU nur für Menschen ab zwölf Jahre zugelassen.

    Die Experten prüfen nach Angaben der EMA nun die Daten. Eine Empfehlung über die Erweiterung der Zulassung wird in einigen Monaten erwartet. Die endgültige Entscheidung liegt dann bei der EU-Kommission. Das aber gilt als Formsache.

    17.19 Uhr: Handelsverband fordert Investitionsoffensive für deutsche Innenstädte

    Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert von der künftigen Bundesregierung eine Investitionsoffensive für deutsche Innenstädte. "Unsere Innenstädte sind hart getroffen von den Auswirkungen der Corona-Krise", erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. In der neuen Legislaturperiode müssten die Innenstädte deshalb in den Fokus der Politik rücken. Der HDE forderte ein steuerliches Abschreibungsprogramm für Investitionen in städtebauliche Maßnahmen in Innenstädten.

    Wichtig sei insbesondere, dass es Anreize für Maßnahmen zu Modernisierung und Instandsetzung gebe, erklärte Genth weiter. Wer beispielsweise in Digitalisierung, Entwicklung und Nachhaltigkeit investiere, solle unterstützt werden, forderte der Handelsverband. Der Investitionsbedarf sei groß, doch viele Händlerinnen und Händler seien durch die Pandemie finanziell geschwächt. "Sie können die notwendige Transformation nicht alleine stemmen", erklärte Genth.

    Darüber hinaus forderte der HDE die Gründung eines Bundesinstituts für Innenstädte, in dem verschiedene Kompetenzen zusammengeführt werden sollen. Es gelte, alle beteiligten Akteure zu koordinieren, die Gestaltung der Innenstädte sei eine "Gemeinschaftsaufgabe". Der HDE forderte außerdem ein Sonderprogramm für die Innenstadtentwicklung von jährlich 500 Millionen Euro für eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren.

    16.22 Uhr: Spahn für Ende der Corona-Notlage

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für ein Auslaufen der sogenannten "epidemischen Lage nationaler Tragweite" ausgesprochen. Wie ein Ministeriumssprecher bestätigte, äußerte sich der CDU-Politiker entsprechend bei Corona-Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder.

    Das Robert Koch-Institut stufe "das Risiko für geimpfte Personen als moderat ein", somit könne angesichts der aktuellen Impfquote die epidemische Lage am 25. November 2021 als bundesweite Ausnahmeregelung auslaufen und beendet werden, wurde Spahn "Bild" zufolge von Teilnehmern zitiert: "Damit wird ein seit dem 28. März 2020 und damit mithin seit fast 19 Monaten bestehender Ausnahmezustand beendet."

    Er habe aber darauf hingewiesen, dass 3G und AHA-Hygiene-Regeln im Innenraum unbedingt weiter nötig seien. "Wir kommen vom Ausnahmezustand also in einen Zustand besonderer Vorsicht. Der Normalzustand wird aus heutiger Sicht erst im Frühjahr nächsten Jahres möglich sein", wird Spahn zitiert.

    Der Bundestag hatte die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" Ende August für weitere drei Monate verlängert. Sie läuft automatisch aus, wenn sie vom Parlament nicht erneut verlängert wird. Die "epidemische Lage" gibt Bundes- und Landesregierungen Befugnisse, um Verordnungen zu Corona-Maßnahmen wie Maskenpflicht, Abstands- und Kontaktbeschränkungen oder zur Impfstoffbeschaffung zu erlassen.

    15.25 Uhr: Bisher 591 Millionen EU-Covid-Zertifikate ausgestellt

    Seit dem offiziellen Start des EU-Impfnachweises Anfang Juli sind der EU-Kommission zufolge 591 Millionen Covid-Zertifikate ausgestellt worden. "Das digitale Covid-Zertifikat der EU ist ein Symbol für ein offenes und sicheres Europa", teilte die für Gesundheit zuständige EU-Kommissarin Stella Kyriakides in Brüssel mit. Die Einführung der international anerkannten Zertifikate sei ein Beispiel für gute Zusammenarbeit in der EU.

    Mit dem digitalen Zertifikat können EU-Bürger europaweit Impfungen, Tests und Genesungen nachweisen. Vom Sommerurlaub bis zu kleineren Ausflügen in benachbarte Länder können so viele Freizeitaktivitäten vereinfacht werden. Laut der Brüssler Behörde hat vor allem die Luftfahrt- und Reisebranche von dem Nachweis profitiert.

    43 Länder von vier Kontinenten seien mittlerweile an die nötige Technik angeschlossen - weitere sollen in den kommenden Monaten folgen. Der Kommission zufolge haben insgesamt 60 Drittstaaten ihr Interesse bekundet, ebenfalls die EU-Zertifikate nutzen zu wollen.

    Die Regeln, wofür Nachweise gebraucht werden, unterscheiden sich von Land zu Land. So können Reisende mit einem Nachweis, etwa über eine Impfung, mancherorts nicht nur eine Quarantäne nach Ankunft vermeiden. In 20 der 27 EU-Staaten werden sie auch abseits des Reisens, etwa für Besuche von Restaurants, Clubs oder Kulturveranstaltungen, benötigt.

    15.12 Uhr: Amnesty beklagt Zunahme von "Zensur und Repression" während Corona-Krise

    Amnesty International hat im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie eine Zunahme von "Zensur und Repression" in vielen Ländern beklagt. Regierungen hätten "unabhängige Berichterstattung unterbunden und Menschen angegriffen, die die Reaktion ihrer Regierung auf die Ausbreitung des Coronavirus kritisierten oder ihre Maßnahmen hinterfragten", heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation zu Einschränkungen der Meinungsfreiheit während der Pandemie.

    Dies habe dazu geführt, dass viele Menschen keinen Zugang zu Informationen über das Coronavirus hätten und nicht wüssten, "wie sie sich selbst und ihr Umfeld schützen können". Amnesty rief Staaten auf, "die Pandemie nicht länger als Vorwand zu benutzen, um unabhängige Berichterstattung zu unterdrücken". Das Recht auf freie Meinungsäußerung dürfe nicht eingeschränkt werden. Die Öffentlichkeit habe Anspruch auf "glaubhafte, zuverlässige und zugängliche Informationen".

    Amnesty kritisierte unter anderem die Reaktion Chinas auf die ersten Hinweise auf die Ausbreitung des neuartigen Virus im Dezember 2019. Gegen mehr als 5.500 Menschen seien in der Volksrepublik bis Februar 2020 Ermittlungsverfahren wegen der Verbreitung "falscher und schädlicher Informationen" eingeleitet worden.

    14.43 Uhr: Proteste gegen Corona-Pass - Polizei räumt Blockade im Hafen von Triest

    Nach tagelangen Protesten von Aktivisten und Arbeitern im Hafen der norditalienischen Stadt Triest gegen das Corona-Zertifikat hat die Polizei die Demonstranten zurückgedrängt. Beamte mit Helmen und Schilden sowie Wasserwerfer zogen am Montagmorgen vor dem Durchgang Nummer vier des Hafens auf, es kam zu Rangeleien mit den Demonstranten. Auch Wasserwerfer und Tränengas wurden eingesetzt. Ungefähr 2.000 Demonstranten versammelten sich laut Ansa anschließend auf dem Hauptplatz in Triests Innenstadt.

    Hafenarbeiter und Aktivisten hatten seit Tagen gegen die Ausweitung des sogenannten Grünen Passes - ein Corona-Pass mit ausdruckbaren oder digitalen Nachweisen einer Corona-Impfung, eines negativen Tests oder einer Genesung von der Krankheit - auf die Arbeitswelt demonstriert. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte beschlossen, dass das Zertifikat ab dem vergangenen Freitag (15. Oktober) notwendig ist, um zur Arbeit gehen zu dürfen.

    Die Hafenarbeiter in Triest hatten mit einer Blockade gedroht. Der Betrieb in dem für die Wirtschaft wichtigen Hafen wurde allerdings nicht entscheidend eingeschränkt. Die Entscheidung der Regierung hatte am Samstag vor einer Woche in der Hauptstadt Rom bereits zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei geführt.

    14.20 Uhr: Ex-US-Außenminister Colin Powell an Covid-19 gestorben

    Der frühere US-Außenminister Colin Powell ist tot. Der pensionierte General starb im Alter von 84 Jahren an Komplikationen in Folge einer Corona-Infektion, wie seine Familie am Montag im Onlinenetzwerk Facebook mitteilte. Er war demnach gegen das Virus geimpft worden. "Wir haben einen bemerkenswerten und liebenden Ehemann, Vater, Großvater und einen großartigen Amerikaner verloren", erklärte die Familie.

    Der Republikaner war von 2001 bis 2005 unter Präsident George W. Bush als erster Afroamerikaner der Geschichte Außenminister der USA. Vor seiner Zeit als Außenminister war Powell - ebenfalls als erster Afroamerikaner - US-Generalstabschef. Vor der Präsidentschaftswahl im vergangenen November stellte der Republikaner sich hinter den demokratischen Kandidaten Joe Biden und gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump.

    14.02 Uhr: Studie - Firmen sehen höheres Risiko von Cyberangriffen in der Pandemie

    Etwa jedes dritte Unternehmen in Deutschland sieht ein erhöhtes Risiko für Cyberangriffe und Datenklau durch die Corona-Pandemie. Dies ergab eine Befragung von mehr als 500 deutschen Firmen im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY. "Unternehmen mussten Beschäftigte während der Pandemie von heute auf morgen nach Hause schicken und hatten wenig Zeit für entsprechende Sicherheitsvorkehrungen", erklärte Bodo Meseke, Chef der Abteilung Cyber Response und Digitale Forensik bei EY: "Für Cyberkriminelle ideal, weil ein Firmennetzwerk in der Regel schwerer zu knacken ist als ein Heimnetzwerk."

    Mehr Manager als in jeder der Vorbefragungen seien über die Informationssicherheit ihrer Unternehmen besorgt, heißt es in der Studie "Datenklau: virtuelle Gefahr, realer Schaden". Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Firmenchefs schätzen das Risiko, Opfer von Cyberangriffen oder Spionage zu werden, als "sehr" oder "eher hoch" ein. Bislang lag der höchste Anteil bei 61 Prozent im Jahr 2017. Fast alle Befragten gehen zudem davon aus, dass die Gefahr künftig zunehmen werde.

    Nach Angaben der Unternehmen wurde fast jeder zweite erkannte Angriff von organisierten Kriminellen verübt. Vor zwei Jahren waren lediglich 16 Prozent der Angriffe dieser Gruppe zugeschrieben worden. Auf Platz zwei der gefürchtetsten Täter folgen sogenannte "Hacktivisten" - politisch motivierte Hacker, die ihre Attacken aus Protest oder zur Erreichung bestimmter ideologischer Ziele verüben. Der Studie zufolge gehörten 18 Prozent der Hacking-Vorfälle in den letzten zwei Jahren zu dieser Kategorie. Auf Rang drei der wahrgenommenen Gefahrenquellen sind ausländische Geheimdienste, die für fünf Prozent der registrierten Angriffe verantwortlich gemacht wurden.

    13.47 Uhr: Europäische Kommission will EU-Haushaltsregeln vereinfachen

    Nach der Aufnahme von Rekordschulden in der Corona-Pandemie möchte die Europäische Kommission die Haushaltsregeln für EU-Länder vereinfachen. Das geht aus einem Entwurf für ein Papier hervor, mit der die Brüsseler Behörde am Dienstag eine Reformdebatte anstoßen will. In dem Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorlag, fordert die Kommission "einfachere fiskalische Regeln" und eine "bessere Umsetzung". Eine umfangreiche Überarbeitung der Regeln, wie sie einige EU-Länder gefordert hatten, wird nicht explizit erwähnt. Die Flexibilität der Regeln habe eine zeitgemäße Antwort auf die Corona-Krise erlaubt, schreibt die Kommission. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt wurde im vergangenen Jahr ausgesetzt, da die Länder enorme Schulden aufnehmen mussten, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern. Der Pakt sieht vor, dass EU-Länder nicht mehr als 60 Prozent der Wirtschaftsleistung an Schulden aufnehmen. Haushaltsdefizite sollen bei 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gedeckelt werden. Der Pakt soll zum Jahr 2023 wieder in Kraft treten. Die durchschnittliche Schuldenquote in der EU lag 2020 allerdings bei 92 Prozent, wie aus dem Entwurf hervorgeht.

    13.34 Uhr: EU hat mehr als eine Milliarde Impfdosen exportiert

    Die Europäische Union hat nach Angaben von EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen mehr als eine Milliarde Corona-Impfdosen an über 150 Länder exportiert. Die EU sei damit der größte Exporteur von Impfstoffen zum Schutz vor dem Virus, teilt von der Leyen mit. Genau die gleiche Menge sei an EU-Mitgliedsländer gegangen. Die EU hat bereits seit Verfügbarkeit ab Dezember 2020 mit dem Export der Vakzine begonnen, allerdings an größere Länder wie Japan, die Türkei oder Großbritannien. Lieferungen an ärmere Länder machen einen kleineren Teil der Ausfuhren aus. Diese sollen von der Leyen zufolge in den nächsten Monaten ausgeweitet werden.

    13.25 Uhr: Nürnberger Christkindlesmarkt findet mit mehr Platz statt

    Nach der pandemiebedingten Absage des Nürnberger Christkindlesmarktes im vergangenen Jahr wird die Traditionsveranstaltung mit Weltruf in diesem Jahr wieder stattfinden. Das gab die Stadt Nürnberg am Montag bekannt. Der Weihnachtsmarkt werde dezentral an mehreren Plätzen der Nürnberger Innenstadt abgehalten. Auf diese Weise werde das Marktgeschehen entzerrt und mehr Platz zwischen den Buden geschaffen. Zusammenballungen von Menschen sollen so weit wie möglich vermieden werden.

    Der Markt soll am 26. November traditionell vom neuen Nürnberger Christkind eröffnet werden und bis zum Heiligen Abend dauern. Wer im Gewand des Christkindes den Eröffnungsprolog halten wird, soll am 3. November entschieden werden. Derzeit sind noch zwölf Bewerberinnen im Rennen um die Nachfolge des amtierenden Christkindes Benigna Munsi. Die Eröffnungsfeier müsse allerdings in einem geschlossenen Raum stattfinden und könne vom Publikum nur via Fernsehübertragung verfolgt werden.

    13.05 Uhr: Impfquote in Deutschland bei 65,8 Prozent

    In Deutschland sind fast 54,7 Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft. Das sind 65,8 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervorgeht. Von den Erwachsenen sind demnach 76,3 Prozent vollständig geimpft. Bei den über 60-Jährigen sind es 84,8 Prozent. Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren sind zu 38,6 Prozent vollständig geimpft, 44,2 Prozent haben mindestens eine Spritze erhalten. Von Montag vergangener Woche bis Sonntag wurden der RKI-Statistik zufolge rund 877 000 Impfungen verabreicht, das sind im Schnitt rund 125 300 pro Tag.

    12.45 Uhr: Profis vom TSV 1860 München dürfen wieder trainieren

    Die Mannschaft des TSV 1860 München hat sich nach dem positiven Corona-Fall Richard Neudecker frei getestet. "Die aufgrund des positiven Corona-Falls gestern durchgeführte Testserie war negativ", teilte der Fußball-Drittligist am Montag mit. Demnach können die «Löwen» ihr Mannschaftstraining an diesem Dienstag wieder aufnehmen. Lediglich Neudecker darf an der Vorbereitung für das Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken vorerst nicht teilnehmen.

    12.35 Uhr: Vier von zehn Deutschen lesen seit Beginn der Pandemie mehr

    Lesen hat in der Corona-Pandemie an Beliebtheit gewonnen: Vier von zehn Deutschen (41 Prozent) sagten einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge, sie hätten seit Beginn der Pandemie öfter zum Buch gegriffen - zehn Prozent sagten, sie würden seitdem eher oder deutlich weniger lesen. Insgesamt schauen 84 Prozent aller Menschen im Land zumindest hin und wieder in gedruckte Bücher, 34 Prozent nutzen E-Books.

    Laut Umfrage sehen 84 Prozent der Befragten, die E-Books lesen, es als großen Vorteil an, neuen Lesestoff schnell beziehen zu können. Jeweils 76 Prozent schätzen es auch, dass E-Books keinen Platz wegnehmen und überall verfügbar sind. Das geringe Gewicht eines E-Book-Readers gefällt 65 Prozent. Funktionen wie Übersetzungen oder Markierungen schätzen 24 Prozent.

    11.15 Uhr: Ägypten fordert Corona-Impfung von Staatsbediensteten

    Die ägyptische Regierung verlangt von den Staatsbediensteten des Landes ab dem kommenden Monat eine Impfung gegen das Coronavirus. Alternativ könnten sich die Mitarbeiter wöchentlich auf das Virus testen lassen, teilte die Regierung am Sonntagabend mit. Die Regelung gilt ab dem 15. November. Menschen, die Verwaltungsgebäude betreten wollen, müssen ab dem 1. Dezember einen Impfnachweis vorlegen. Mit den Maßnahmen sollen mehr Menschen in Ägypten dazu bewegt werden, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das Land mit seinen mehr als 100 Millionen Einwohnern erlebt gerade die vierte Welle der Pandemie. Gesundheitsministerin Hala Sajed erklärte, die Regierung habe mehr als 62 Millionen Impfdosen importiert, weitere 7,8 Millionen sollten noch im Oktober geliefert werden.

    10.40 Uhr: Mehr als acht Millionen Corona-Infektionen in Russland

    Russland meldet mit 34.325 Corona-Neuinfektionen den fünften Tag in Folge einen neuen Höchstwert. Damit stieg die Zahl der bestätigten Ansteckungen binnen 24 Stunden über die Marke von acht Millionen, wie der Behörden mitteilen. Zudem starben 998 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Erst am Samstag war die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle erstmals über die Schwelle von 1.000 gestiegen. Russland weist nach den USA, Brasilien und Indien weltweit die viertmeisten Corona-Todesfälle auf, bei den Infektionen liegt Russland auf Platz fünf.

    10.26 Uhr: Valneva meldet "positive" Studienergebnisse für seinen Corona-Impfstoffkandidaten

    Der französisch-österreichische Konzern Valneva hat "positive erste" Ergebnisse aus der klinischen Phase-3-Studie für seinen Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus bekanntgegeben. Im Vergleich zum Astrazeneca-Impfstoff sei bei den Probanden ein höherer mittlerer Wert an neutralisierenden Antikörpern festgestellt worden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das Mittel sei zudem "im Allgemeinen gut verträglich". An der Studie hatten den Angaben zufolge 4.012 Menschen ab 18 Jahren in Großbritannien teilgenommen.

    "Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass dieser Impfstoffkandidat auf dem besten Weg ist, eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Pandemie zu spielen", erklärte der Studienleiter und Professor für Pädiatrie an der Universität in Bristol, Adam Finn. Valneva-Geschäftsführer Thomas Lingelbach teilte mit, dass das Unternehmen seinen Impfstoffkandidaten "so schnell wie möglich" zur Zulassung bringen wolle, um "den Menschen, die noch nicht geimpft sind, eine alternative Impfstofflösung anzubieten". Erste Schritte zu einem Antrag zur Zulassung bei der britischen Gesundheitsbehörde MHRA seien bereits erfolgt.

    Vor rund einem Monat hatte Großbritannien nach Angaben des franko-österreichischen Unternehmens seine Bestellung von 100 Millionen Impfdosen storniert. Dies sei aufgrund einer Vertragsklausel möglich gewesen. Die britische Regierung habe angeführt, dass Valneva seine Verpflichtungen nicht erfüllt habe.

    10.08 Uhr: Bundesverfassungsgericht - Keine Befangenheit im Corona-Verfahren

    Ein gegen den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, in einem Verfahren zur sogenannten Bundesnotbremse wegen eines Abendessens im Bundeskanzleramt eingereichter Befangenheitsantrag ist abgelehnt worden. Das Bundesverfassungsgericht begründete die Entscheidung zu Harbarth und einer weiteren Verfassungsrichterin am Montag in Karlsruhe damit, dass Treffen mit der Bundesregierung kein Grund für den Vorwurf der Befangenheit seien. Dies hatten die Kläger anders gesehen.

    Harbarth und die Verfassungsrichterin Susanne Baer waren am 30. Juni zum Abendessen im Bundeskanzleramt. Bei dem Treffen sollte zu dem Thema "Entscheidung unter Unsicherheiten" diskutiert werden, zu dem Baer in der Runde einen Vortrag hielt. Ein Kläger sah darin einen Bezug zu dem vor dem Bundesverfassungsgericht laufenden Verfahren über die wegen der Corona-Pandemie geschaffene Bundesnotbremse, die dem Bund weitgehende Entscheidungsmöglichkeiten für Corona-Beschränkungen gab.

    08.28 Uhr: Deutsches Gastgewerbe im August weiter auf Erholungskurs

    Das deutsche Gastgewerbe hat im Urlaubsmonat August weiter Boden nach der Corona-Krise gutgemacht. Gaststätten, Restaurants, Caterer sowie Hotels und andere Beherbergungsbetriebe nahmen preisbereinigt 5,9 Prozent mehr ein als im Juli, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Demnach lag der Umsatz in der Gastronomie- und Beherbergungsbranche aber noch 16,2 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2020 - dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

    Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen konnten ihren Umsatz hierzulande im August gegenüber Juli um 13,2 Prozent steigern. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kletterte er um 13,4 Prozent. In der Gastronomie waren die Einnahmen 1,7 Prozent höher als im Vormonat. Im Vergleich zum August 2020 ergab sich ein Anstieg um 1,3 Prozent. Allerdings haben auch die Gastronomen die Krise noch längst nicht abgehakt: Ihr Umsatz lag im August noch immer 19 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2020.

    07.45 Uhr: Keine Maskenpflicht mehr bei innerskandinavischen Flügen

    Bei Flügen innerhalb Skandinaviens muss seit heute Morgen kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Die Fluggesellschaften SAS, Norwegian, Widerøe und Flyr einigten sich darauf, von Reisenden zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden den Infektionsschutz nicht mehr zu verlangen.

    "Der norwegische Leitfaden zur Infektionskontrolle verlangt von Passagieren im Inland nicht mehr, Gesichtsmasken zu tragen, daher entfällt diese Anforderung an Bord von Widerøes Flügen", sagte die Sprecherin Silje Brandvoll jüngst dem norwegischen Rundfunk. Bei Flügen in andere Länder im Ausland müsse jedoch weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Auf dem Flughafen Gardermoen bei Oslo wurde die Maskenpflicht bereits am Freitag aufgehoben.

    06.50 Uhr: Weltweit mehr als 240,8 Mio Infizierte und über 5,1 Mio Tote

    Weltweit haben sich mehr als 240,81 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 5,1 Millionen Menschen starben mit oder an dem Coronavirus, seit dieses im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Mit 45,04 Millionen Ansteckungsfällen und 728.335 Toten weisen die USA weltweit die höchsten Zahlen auf. Bei den Infektionszahlen liegen Indien mit rund 34,1 Millionen und Brasilien mit mehr als 21 Millionen Fällen auf den Plätzen zwei und drei. Bei den Totenzahlen sind es rund 603.300 in Brasilien und rund 452.300 in Indien.

    06.39 Uhr: USA verzeichnen rund 18.800 Neuinfektionen und über 150 Tote

    In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mindestens 18.727 Neuinfektionen binnen eines Tages. Die Gesamtzahl steigt auf mehr als 45,03 Millionen. Mindestens 152 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus, insgesamt sind es damit 728.335. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Die USA weisen weltweit die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf.

    06.06 Uhr: Tourismusminister - Australien-Urlaub eventuell schon vor Weihnachten

    Australien könnte nach Auffassung von Handels- und Tourismusminister Dan Tehan nun doch bereits vor Weihnachten seine internationalen Grenzen öffnen und wieder Urlauber empfangen. "Natürlich ist es unsere Priorität, Australier nach Hause zu bringen", sagte Tehan heute dem Sender Sky News Australia. "Aber meiner Meinung nach können wir vor Weihnachten damit beginnen, auch alle anderen - darunter internationale Touristen - hereinzulassen."

    Voraussetzung sei aber, dass mindestens 80 Prozent der Bevölkerung im Alter von über 16 Jahren vollständig gegen das Coronavirus geimpft seien. Bis zum Wochenende hatten in Australien etwa 68 Prozent der erwachsenen Bevölkerung doppelten Impfschutz. Fast 85 Prozent hatten eine erste Impfdosis erhalten.

    Die Behörden hatten vor rund eineinhalb Jahren die Grenzen geschlossen und Australien weitgehend vom Rest der Welt abgeschottet. Seither konnten viele Australier nicht mehr in die Heimat reisen, weil die Kosten für Flüge und Quarantäne extrem hoch und die Genehmigungen schwer zu bekommen waren. Umgekehrt sitzen die rund 25 Millionen Einwohner Australiens weitgehend im Land fest.

    05.00 Uhr: Umfrage - Corona senkt Optimismus und mehrt Stress

    Die Corona-Pandemie ist vielen Menschen in Deutschland offensichtlich auf das Gemüt geschlagen. Nach einer heute veröffentlichten repräsentativen Umfrage sank die Zahl der Optimisten in Deutschland bis zum Sommer stark, während das Stressempfinden ebenso deutlich zunahm.

    Die Ergebnisse liegen allerdings schon etwas zurück: Das Umfrageinstitut Bilendi befragte im Juli im Auftrag der Versicherung Swiss Life gut 1000 Erwachsene im Alter von 18 bis 79 Jahren. Demnach sagten 24 Prozent der Befragten, dass sie vorbehaltlos optimistisch in die Zukunft blickten. In der Anfangsphase der Pandemie im Frühjahr 2020 war deren Zahl mit 44 Prozent sogar außerordentlich hoch gewesen, im Vorkrisenjahr 2019 waren es 37 Prozent.

    Die Umfragemacher erklären sich das Auf und Ab mit der Vermutung, dass der Beginn der Pandemie neue Erfahrungen bedeutete und viele Menschen sich anfangs im Heimbüro möglicherweise sogar selbstbestimmter fühlten als am gewohnten Arbeitsplatz.

    Das Stressempfinden jedoch stieg im Laufe der Pandemie: 26 Prozent sagten, dass sie sich oft unter Druck fühlten. Das waren erheblich mehr als in beiden Vorjahren: 2019 hatten 15 Prozent geantwortet, dass sie sich gestresst fühlten, im Frühjahr 2020 13 Prozent.

    Laut Umfrage ist auch die finanzielle Zuversicht gesunken: 43 Prozent der Befragten bewerteten ihre finanziellen Aussichten für das Alter positiv, 2020 waren es noch 63 Prozent gewesen.

    04.10 Uhr: 4.056 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 74,4

    Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 74,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 72,7 gelegen, vor einer Woche bei 66,5 (Vormonat: 72,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4.056 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.07 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 3.111 Ansteckungen gelegen.

    Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zehn Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es sieben Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.377.845 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

    Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 2,02 (Donnerstag 1,93) an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

    Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.155.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.628.

    03.30 Uhr: Vorlesungszeit an den bayerischen Universitäten beginnt

    An den Universitäten in Bayern beginnen heute die Vorlesungen des Wintersemester - zum ersten Mal seit drei Semestern wieder in den Hörsälen statt per Online-Stream. Damit der Infektionsschutz gewährleistet ist, gilt an den Hochschulen neben einer Maskenpflicht die 3G-Regel: Zutritt zu den Gebäuden haben nur Studierende, die geimpft, genesen oder negativ getestet sind.

    Nach Angaben von Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) sind 80 Prozent der jungen Menschen bereits geimpft. 10 weitere Prozent haben demnach jüngst eine Infektion durchgemacht.

    Eingeschrieben sind im Wintersemester 2021/22 rund 409.400 Studierende - rund 5000 mehr als im Vorjahr. Davon studieren 258.700 an den Universitäten und 150.700 an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften, die bereits vor zwei Wochen in die Vorlesungszeit gestartet sind. Zum Wiedereinstieg in das Leben auf dem Campus haben viele Hochschulen spezielle Angebote erstellt, die das Kennenlernen der Abläufe und das Knüpfen von Kontakten erleichtern sollen.

    01.13 Uhr: Lehrerverband fordert von Ampel mehr Investitionen in Schulen

    Der Deutsche Lehrerverband kritisiert die bildungspolitischen Pläne im Sondierungspapier von SPD, Grünen und FDP als unzureichend und fordert ein Schulsanierungsprogramm von der nächsten Bundesregierung in Milliardenhöhe. "Wir vermissen in den Plänen der Ampel-Parteien ein neues, umfassendes Schulsanierungs- und Neubauprogramm", sagte der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    "Der von der Kreditanstalt für Wiederaufbau geschätzte Sanierungsstau im Bildungssektor beträgt nach wie vor über 40 Milliarden - an diesem Bedarf müsste sich ein Sanierungsprogramm über einen längeren Zeitraum orientieren", fügte Meidinger hinzu. Auch die Erkenntnisse aus der Corona-Krise - zum Beispiel der Bedarf an zentralen Umluft- und Filteranlagen - müssten berücksichtigt werden.

    Darüber hinaus forderte Meidinger, der angekündigte Digitalpakt 2.0 müsse neben der Verbesserung der digitalen Infrastruktur auch die Frage der dauerhaften Finanzierung von technischer Unterstützung etwa durch Systemadministratoren für die Schulen klären.

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