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Corona: Die Ereignisse vom 17. Februar bis 23. Februar | BR24

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Corona: Die Ereignisse vom 17. Februar bis 23. Februar

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Corona: Die Ereignisse vom 17. Februar bis 23. Februar

Hier finden Sie die Ereignisse der Coronakrise im chronologischen Überblick vom 17. bis zum 23. Februar.

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SONNTAG, 23. FEBRUAR 2020

20.27 Uhr: Zugverkehr zwischen Österreich und Italien unterbrochen

Nach Corona-Verdachtsfällen ist der Zugverkehr zwischen Italien und Österreich am Abend unterbrochen worden. Der Eurocity 86 zwischen Brenner und München sowie der EC 1288 können nicht nach München durchfahren. Die Züge wurden auf Anordnung der österreichischen Behörden an der Grenze aufgehalten, wie ein Bahnsprecher dem BR bestätigt hat. Der Eurocity 86 hätte München um 20.25 Uhr erreichen sollen, der zweite EC sollte fahrplanmäßig um 22.28 Uhr in München Hauptbahnhof ankommen.

18.33 Uhr: In Italien dritter Todesfall nach Corona-Infektion

In Italien ist die dritte Person, bei das neuartige Corona-Virus nachgewiesen wurde, gestorben. Die Tote ist eine 78-jährige Krebspatientin.

17.15 Uhr: Erhöhte Wachsamkeit auch in Tirol

Auch Tirol beobachtet die Häufung der Corona-Infektionen in Norditalien genau. Das bestätigte Tirols Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg in einer Pressemitteilung. "Wir nehmen die Lage in Norditalien sehr ernst", so Tilg. Es gebe aber keinen Grund zur Panik.

Würde in Tirol das Coronavirus auftauchen, seien Krankenhäuser und Gesundheitsbehörden bestmöglich vorbereitet.

16.14 Uhr: Bayerisches Gesundheitsministerium: Gefahr gering

Auf BR-Anfrage hat das bayerische Gesundheitsministerium am Nachmittag angesichts der neuen Infektionsfälle in Italien Stellung genommen: "Die bayerischen Gesundheitsbehörden beobachten die Entwicklung sehr genau. Sie stehen dabei in engem Kontakt mit dem Bund und den anderen Bundesländern."

Koordiniert werde die Beobachtung der Lage in Deutschland durch das Robert Koch-Institut (RKI). Das RKI arbeite eng mit verschiedenen Behörden und Einrichtungen zusammen - auf internationaler und nationaler Ebene - und erfasse kontinuierlich die aktuelle Lage, bewerte alle Informationen und veröffentliche sie auf der Internetseite www.rki.de/covid-19.

Zudem sei das RKI dafür verantwortlich, das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland einzuschätzen. "Auf globaler Ebene handelt es sich um eine sich sehr dynamisch entwickelnde und ernst zu nehmende Situation", heißt es vonseiten des Gesundheitsministeriums weiter. Mit einem Import von weiteren Fällen nach Deutschland müsse gerechnet werden. Auch weitere Übertragungen und Infektionsketten in Deutschland seien möglich.

"Gegenwärtig gibt es jedoch keinen Anhalt für eine anhaltende Viruszirkulation in Deutschland, so dass die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland laut RKI aktuell gering einzuschätzen ist." Bayerisches Gesundheitsministerium

15.54 Uhr: Österreich beobachtet Lage in Italien

Am Montag soll in Österreich ein Einsatzstab unter Beteiligung des Gesundheitsministeriums "über die Entwicklung beraten und darüber, welche neuen Maßnahmen unter Umständen zu setzen sind", so der österreichische Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). Derzeit gebe es aber "keinen Grund zur Panik". Dennoch nehme man die Lage "sehr ernst".

In Österreichs Bundesland Kärnten rieten am Sonntag der Landeshauptmann und die Gesundheitsreferentin, "nicht unbedingt notwendige Reisen in die in Italien betroffenen Gebiete zu vermeiden".

15.10 Uhr: Chinas Präsident sieht "größte Gesundheitskrise"

Der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit ist nach Darstellung von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping die größte Gesundheitskrise in der Geschichte der Volksrepublik. Auf einem Treffen zum Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 am Sonntag in Peking sagte Xi Jinping nach Angaben des Staatsfernsehens, die Epidemie sei "der größte öffentliche Gesundheitsnotstand mit der schnellsten Verbreitung, dem breitesten Ausmaß an Infektionen und der schwierigsten Vorbeugung und Kontrolle seit der Gründung des neuen Chinas".

15.07 Uhr: Mailänder Scala sagt Aufführungen ab

Mailands berühmtes Opernhaus, die Mailänder Scala, sagt vorsorglich ihre Aufführungen ab - bis die Behörden weitere Anweisungen geben würden, hieß es bei Twitter.

Besonders betroffen von dem Ausbruch des Coronavirus ist die nördliche Region Lombardei, dessen Hauptstadt Mailand ist. In der Provinz Lodi wurden mehrere Gemeinden abgeriegelt.

14.55 Uhr: Uni Bozen in Südtirol geschlossen

Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus in Italien schließt Südtirol für eine Woche alle Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder sowie die Universität Bozen - "als gesundheitliche Präventivmaßnahme", heißt es auf der Internetseite der Freien Universität Bozen.

Inzwischen ist die Zahl der Corona-Infizierten weiter gestiegen. 132 Personen seien bisher positiv auf das Virus getestet worden, teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Sonntag in Rom mit. Die meisten der Infizierten (89) gibt es in der Lombardei.

14.43 Uhr: Türkei schließt Grenze zum Iran

Als Vorsichtsmaßnahme gegen eine Ausbreitung des Coronavirus schließt die Türkei ihre Grenze zum Iran. Das teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Alle Fernstraßen und Eisenbahnlinien würden ab 17 Uhr Ortszeit gesperrt und Flüge aus dem Nachbarstaat ausgesetzt.

Im Iran sind bislang acht mit dem Virus infizierte Menschen gestorben - so viele wie in keinem anderen Land außerhalb Chinas, wo das Virus erstmals aufgetreten war.

14.29 Uhr: 57 weitere Infizierte auf der "Diamond Princess"

Auf der "Diamond Princess" wurden 57 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK am späten Sonntagabend (Ortszeit). Damit erhöht sich die Zahl bekannter Infektionen unter Menschen von Bord des Kreuzfahrtschiffs auf mehr als 690. Einschließlich dieser Fälle zählt Japan inzwischen mehr als rund 840 Infektionen.

14.04 Uhr: Auswärtiges Amt in Kontakt mit Italiens Behörden

Nachdem in Italien einige Städte abgeriegelt wurden, um eine Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu verhindern, hat sich die Bundesregierung mit den dortigen Behörden in Verbindung gesetzt. "Unsere Botschaft und die deutschen Konsulate in Italien stehen mit den italienischen Behörden in Kontakt für den Fall, dass die italienischen Maßnahmen Deutsche betreffen", hieß es am Sonntag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

Rückkehrern aus den betroffenen Regionen in Norditalien wurde empfohlen, sich an die entsprechenden Hinweise des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf deren Internetseiten zu halten.

13.45 Uhr: Fußballspiele der Seria A abgesagt

Wegen des Coronavirus hat die italienische Fußballliga vier für Sonntag geplante Erstliga-Begegnungen abgesagt. Betroffen ist unter anderem das Spiel Inter Mailand gegen Sampdoria Genua, wie der Liga-Verband mitteilte. Damit folgt die Serie A Vorgaben der italienischen Regierung, die Richtlinien zur Eindämmung des Coronavirus herausgegeben hatte.

13.39 Uhr: Fashion Week Mailand hinter verschlossenen Türen

Auch Teilnehmer der Fashion Week, die noch bis zum 24. Februar in Mailand ausgetragen wird, ergreifen nun Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Armani will seine neue Kollektion am Sonntag hinter verschlossenen Türen präsentieren. Die Show wird dafür live im Netz gestreamt.

Nachdem Italien den ersten große Covid-19-Ausbruch in Europa gemeldet hat, erklärte die italienische Modekammer als Veranstalterin der Fashion Week am Sonntag, allen Anweisungen der zuständigen Institutionen zu folgen. Jedes Label werde aber autonom entscheiden, ob es seine Show stattfinden lassen wird, hieß es in der Pressemitteilung.

13.33 Uhr: Österreich bemüht sich um Beruhigung

Ungeachtet drastischer Maßnahmen zur Eindämmung steigt die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Italien weiter. Bis zum Sonntagnachmittag waren bereits mehr als 130 Sars-CoV-2-Fälle erfasst.

Indessen bemüht sich Italiens Nachbarland Österreich um Beruhigung. Grund zur Panik gebe es nicht, sagte der österreichische Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Sonntag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Österreich sei "gut gerüstet", die Lage in Italien werde genau verfolgt.

Allein in der italienischen Lombardei sind inzwischen rund 90 Infektionen nachgewiesen, wie der Präsident der Region, Attilio Fontana, dem Sender SkyTG24 sagte. In Venetien gab es nach letzten Zahlen 24 Infizierte.

12.30 Uhr: Dritter "Diamond Princess"-Passagier gestorben, 8 Tote im Iran

In Japan ist ein dritter Passagier des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Folge einer Infizierung mit dem Coronavirus gestorben. Das berichtet dar japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Auch der Iran hat am Sonntag aktuelle Zahlen veröffentlicht: Wie das Gesundheitsministerium in Teheran mitteilte, seien im Iran bislang acht Tote an dem Virus Sars-CoV-2 gestorben. Die Zahl an Infizierten beläuft sich demnach auf mittlerweile 43.

11.30 Uhr: Venetien sagt Karneval in Venedig ab

Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus hat der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, den Karneval in Venedig abgesagt. Bis einschließlich Dienstag hätte der weltberühmte Karneval planmäßig stattgefunden. Kurz zuvor teilte der Regionalpräsident der Nachbarregion Lombardei, Attilio Fontana, mit, dass die Zahl der Infizierten in der Lombardei auf 89 gestiegen sei. Mit insgesamt 109 Fällen ist die Infektionszahl in Italien damit erstmals im dreistelligen Bereich.

10.15 Uhr: China-Rückkehrer verlassen Quarantäne in Berlin

20 Menschen, die aus der stark vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan nach Deutschland zurückgekommen waren, sind am Sonntagmorgen aus der Quarantäne der DRK Kliniken in Berlin-Köpenick entlassen worden. "Wir sind sehr erleichtert, dass bei keinem der Rückkehrer ein Coronavirus nachgewiesen werden konnte", teilte DRK-Generalsekretär Christian Reuter mit. Entsprechend konnte die Isolation der 16 Erwachsenen und vier Kinder aufgehoben werden. Die Belastung sei für alle Beteiligten "enorm" gewesen, so Reuter weiter. DRK-Mitarbeiter hatten sich im Schichtdienst um die Rückkehrer gekümmert, deren vierte und letzte Testung auf das Virus Sars-CoV-2 am Freitag negativ ausgefallen war.

In Italien haben sich mehrere Menschen derweil der Notfallverordnung widersetzt, mit der die Regierung angeordnet hat, dass bestimmte Gebiete nicht betreten und verlassen werden dürfen.

10.00 Uhr: Südkorea ruft höchste Warnstufe aus

Die südkoreanische Regierung hat die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen, nachdem sich die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus im Verlauf des Tages um 169 auf 602 erhöht hatte. Die Zahl der Todesfälle in Folge einer Infektion mit Sars-CoV-2 habe sich laut Gesundheitsbehörden von vier auf fünf erhöht.

01.00 Uhr: Italien weist Sperrgebiete aus

Nach zuletzt zwei gemeldeten Toten in Folge einer Corona-Infektion hat Italien besonders stark betroffene Gebiete im Norden des Landes abgeriegelt. Nach Krisengesprächen mit der Zivilschutzbehörde des Landes beschloss die Regierung eine entsprechende Notfallverordnung. "Das Betreten und Verlassen dieser Gebiete ist verboten", sagte Regierungschef Giuseppe Conte am Samstagabend. Betroffen seien zunächst knapp ein Dutzend Orte südöstlich von Mailand mit etwa 50.000 Einwohnern sowie Vo' in der venezianischen Provinz Padua. In der Lombardei und in Venetien wurden Sportveranstaltungen abgesagt, Schulen und Universitäten sollen geschlossen bleiben. Ansässige Unternehmen wiesen ihre Mitarbeiter an, zu Hause zu bleiben. Die Lombardei und Venetien zählen zum industriellen Kern Italiens. Sie stehen für 30 Prozent der Wirtschaftsleistung. Rund 50.000 Einwohner im Städtchen Codogno und neun umliegenden Ortschaften sollen nicht mehr nach draußen gehen. Öffentliche Veranstaltungen wie etwa Gottesdienste wurden abgesagt, Geschäfte sollen geschlossen bleiben.

SAMSTAG, 22. FEBRUAR 2020

14.33 Uhr: Briten wegen Coronavirus aus Japan geholt - neue Notfallpläne

Ein Flugzeug mit 32 Briten und anderen Europäern, die wegen des Coronavirus auf dem Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» ausharren mussten, ist am Samstag in Südengland gelandet. Sie waren nach ersten Tests zwar nicht mit dem neuen Erreger infiziert. Dennoch wurden die Passagiere nach ihrer Ankunft auf dem Militärflughafen Boscombe Down in Wiltshire vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht. Dort müssen sie 14 Tage in Quarantäne bleiben.

Die Betroffenen durften zwei Wochen lang nicht von Bord des Schiffes, das vor der Küste Japans lag. Hunderte Menschen aus verschiedenen Ländern hatten sich dort mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt.

Unterdessen wurden neue Notfallpläne der britischen Regierung bekannt: Bei einem größeren Ausbruch im Land sollen Betroffene in ihrem Zuhause durch Fachpersonal auf den Erreger getestet werden. Auf diese Weise wolle man verhindern, dass Infizierte das Virus in Arztpraxen und in Wartezimmern von Notfallaufnahmen verbreiten.

10.20 Uhr: Zweiter Coronavirus-Patient in Italien gestorben

In Italien ist offenbar ein zweiter Patient durch das neuartige Coronavirus gestorben. Nach Informationen italienischer Zeitungen handelt es sich um eine Frau aus der Lombardei. Zuvor war bekannt geworden, dass in der Region Venetien ein 78-jähriger Italiener und damit erstmals ein Europäer an der Lungenkrankheit gestorben ist. In Venetien hatten die Behörden zwei Krankheitsfälle gemeldet, in der benachbarten Lombardei 15 Fälle. Keiner dieser Infizierten war nach China gereist, wo das Virus ausgebrochen ist. Insgesamt wurden in Italien bislang 30 Infektionsfälle gemeldet.

09.40 Uhr: WHO besorgt über Infektionsfälle ohne Verbindung zu China

Die Weltgesundheitsorganisation WHO äußert sich besorgt über Infektionsfälle, bei denen es keine klaren Erkenntnisse über den Ansteckungsweg gibt. Viele Menschen hätten sich mit SARS-CoV-2 infiziert, ohne dass sie nach China gereist seien oder Kontakt mit einer Person gehabt hätten, bei der das Coronavirus nachgewiesen worden sei, schreibt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus auf Twitter. Mehr als 80 Prozent der Patienten hätten eine leichte Form der Krankheit und würden genesen. In 20 Prozent handele es sich um eine schwere Form, die teilweise zum Tode führe.

09.20 Uhr: Passagiere der "Diamond Princess" in Berlin gelandet

Sechs deutsche Ex-Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess", das wegen des Coronavirus' zwei Wochen im japanischen Yokohama unter Quarantäne stand, sind in Berlin eingetroffen. An Bord einer italienischen Maschine landeten die Menschen aus Berlin, Niedersachsen und Hessen im militärischen Teil des Flughafens Tegel. Das Deutsche Rote Kreuz transportierte die Heimkehrer nach Hause, laut Behörden sollen sie dort zwei Wochen lang isoliert werden.

04.30 Uhr: In Südkorea spitzt sich die Lage zu

Die vom neuartigen Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 breitet sich nicht nur in China rasant aus. Auch auf der koreanischen Halbinsel spitzt sich die Lage zu: Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, haben sich mittlerweile 433 Personen infiziert. Das sind achtmal so viele wie noch am Dienstag und so viele wie nirgendwo sonst außerhalb Chinas. In der Volksrepublik fielen dem Virus weitere 109 Menschen zum Opfer. Insgesamt forderte die Epidemie in China demnach schon rund 2.350 Menschenleben.

00.10 Uhr: Erster Europäer stirbt in Italien am Coronavirus

In Italien stirbt der erste Europäer an dem neuartigen Coronavirus. Bei dem Opfer handele es sich um einen 78-jährigen Italiener, der zuvor positiv auf das Virus getestet worden war, sagt Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza. Der Mann sei wegen einer anderen Krankheit vor etwa zehn Tagen in einem Krankenhaus in der Region Venetien im Norden Italiens behandelt worden.

FREITAG, 21. FEBRUAR 2020

22.04 Uhr: USA raten wegen Coronavirus von Reisen mit Kreuzfahrtschiffen in Asien ab

Die USA raten ihren Bürgern angesichts des neuartigen Coronavirus von Reisen mit Kreuzfahrtschiffen in und nach Asien ab. Ein Vertreter des US-Außenministeriums warnte am Freitag, Staatsangehörige sollten sich nicht darauf verlassen, im Krisenfall mit Sonderflügen zurück in die USA gebracht zu werden.

21.11 Uhr: Alle neuen Rückkehrer aus Coronavirus-Gebiet gesund

Alle am Freitag aus dem besonders von der neuartigen Coronavirus-Epidemie betroffenen chinesischen Provinz Hubei nach Deutschland zurückgekehrten Menschen sind gesund. Wie eine Sprecherin des baden-württembergischen Landessozialministeriums am Abend mitteilte, wurden die 15 Rückkehrer gleich nach ihrer Ankunft am Stuttgarter Flughafen medizinisch untersucht. Alle Abstrichproben verliefen demnach negativ.

19.30 Uhr: 16 neue Coronavirus-Fälle in Italien

In Italien melden Behörden am Freitag 16 neue Infektionen. 14 Erkrankungen werden in der Lombardei im Norden des Landes erfasst. Zwei weitere Fälle werden im benachbarten Veneto entdeckt.

17.45 Uhr: WHO: Zeitfenster für Maßnahmen wird kleiner

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt, das Zeitfenster zur Vermeidung einer internationalen Ausweitung der Coronavirus-Epidemie schließe sich. Alle Staaten müssten rasch handeln, um eine Ausbreitung der Infektionen zu verhindern.

16.29 Uhr: China gibt keine Entwarnung

Der Wendepunkt der Viruskrise sei noch nicht erreicht, zitiert das Staatsfernsehen aus einem Politbüro-Treffen unter Leitung von Staatschef Xi Jinping. Die Lage in der besonders stark betroffenen Provinz Hubei bleibe "ernst und kompliziert".

15.55 Uhr: Scholz plädiert für abgestimmtes Vorgehen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat ein abgestimmtes Vorgehen in der Welt gefordert, falls es wirtschaftliche Folgen durch die Virus-Epidemie geben sollte. Wichtig sei, bei größeren Auswirkungen bereit zu sein, gemeinsam zu handeln und gegenzuhalten, sagt der SPD-Politiker am Rande des G20-Gipfels in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad. Es sei aber unseriös, heute schon die Folgen des Virus einzuschätzen. "Das kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wissen."

15.15 Uhr: Nur noch zwei Patienten in Bayern im Krankenhaus

In Bayern werden nur noch zwei von ursprünglich 14 mit dem Coronavirus infizierten Patienten im Krankenhaus behandelt. Ein weiterer Patient sei mittlerweile aus der München Klinik Schwabing entlassen worden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag mit.

15.00 Uhr: 15 Rückkehrer aus Corona-Gebiet in Stuttgart gelandet

Die Rückkehrer aus der vom Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Provinz Hubei sind in Stuttgart gelandet. Das Flugzeug mit den 15 Passagieren setzte kurz nach 13 Uhr auf dem Stuttgarter Flughafen auf. Die Behörden gehen davon aus, dass die Rückkehrer gesund sind. Dem Deutschen Roten Kreuz zufolge handelt es sich um Bundesbürger und deren Angehörige. Sie waren länger im Ausland und haben keinen festen Wohnsitz mehr in Deutschland. Sie sollen noch am Flughafen untersucht und dann in eine Quarantäne-Station in den Landkreis Esslingen gebracht werden.

10.45 Uhr: Erste Tests mit Coronavirus-Impfstoff in China ab April

Ein erster Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus dürfte nach Einschätzung der chinesischen Behörden ab Ende April bei Menschen getestet werden. Mehrere Forscherteams arbeiteten mit unterschiedlichen Techniken an der Entwicklung eines Impfstoffs, sagte der chinesische Vize-Forschungsminister Xu Nanping am Freitag bei einer Pressekonferenz in Peking. "Der erste dürfte gegen Ende April in klinischen Tests erprobt werden."

Außer chinesischen Wissenschaftlern arbeiten auch Forschungseinrichtungen und Unternehmen in anderen Ländern, wie etwa das Institut für Virologie der Philipps-Universität im hessischen Marburg an einem Impfstoff. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Dienstag erklärt, es werde mindestens ein Jahr dauern, bis ein im großen Maßstab einsetzbarer Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus vorliege.

07.00 Uhr: Südkoreas Präsident spricht von ernster Situation

Angesichts des rapiden Anstiegs von Infektionsfällen in Südkorea sprach Präsident Moon Jae In von einer "ernsthaften Situation". Er kündigte "rasche und starke" Gegenmaßnahmen an. Die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention meldeten im Verlauf des Freitags 100 neue Fälle. Nach 52 Fällen über Nacht seien bis zum Nachmittag (Ortszeit) 48 hinzugekommen. Damit stieg die Zahl der Menschen, die sich mit dem neuen Coronavirus angesteckt haben, in Südkorea auf 204. Am Vortag wurde der erste Todesfall in Südkorea gemeldet. Nach Berichten südkoreanischer Sender handelte es sich um einen 63-jährigen Mann, der wegen einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus im südöstlichen Cheongdo behandelt wurde. Bei ihm sei das Virus nach dem Tod nachgewiesen worden.

Die Mehrzahl der Neu-Infektionen wurden erneut in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu erfasst. Doch in den vergangenen Tagen wurden auch neue Fälle in anderen Regionen gemeldet, einschließlich Seoul und der südlichen Ferieninsel Jeju. Die Hauptstadt Seoul verbot bis auf Weiteres Kundgebungen in der Innenstadt.

06.15 Uhr: Ukrainer bewerfen Evakuierte aus Wuhan mit Steinen

Begleitet von Ausschreitungen sind Dutzende Ukrainer aus der chinesischen Stadt Wuhan am Donnerstagabend in einer Quarantänestation in der Zentralukraine angekommen. Auf der Fahrt dorthin wurden mehrere Scheiben der Busse eingeworfen, wie Live-Bilder im ukrainischen Fernsehen zeigten. Die Polizei musste für den Konvoi eine brennende Barrikade räumen. Neun Polizisten und ein Zivilist hätten danach ärztliche Hilfe benötigt.

Hunderte hatten gegen die Rückkehr der Menschen aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 demonstriert. Sie waren teilweise mit Eisenstangen bewaffnet, auch Steine flogen. Mehrere Hundert Polizisten waren im Einsatz, um die Lage zu beruhigen. Anwohner hatten eine Verbindungsstraße zu der Quarantänestation blockiert. Die Quarantänestation befindet sich in einem Sanatorium der ukrainischen Nationalgarde in der Ortschaft Nowi Sanschary knapp 300 Kilometer östlich von Kiew. Die China-Rückkehrer kamen dort am Abend an. Das Gelände war komplett abgeriegelt. Die Ukrainer waren zuvor neben anderen Staatsangehörigen mit einem Charterflug aus Wuhan ausgeflogen worden. An Bord befanden sich 45 Ukrainer und 27 Angehörige anderer Staaten.

© Reuters News Picture Service - RNPS/VALENTYN OGIRENKO
Bildrechte: Reuters News Picture Service - RNPS/VALENTYN OGIRENKO

Hunderte von Sicherheitskräften gehen gegen Demonstranten vor, die verhindern wollen, dass Evakuierte aus Wuhan in die Ukraine einreisen.

05.30 Uhr: Deutsche Passagiere der "Diamond Princess" verlassen Japan

Alle an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan verbliebenen Deutschen werden mit einem italienischen Flugzeug nach Berlin ausgeflogen. Wie die dpa in Tokio erfuhr, ist der Abflug für Freitagabend 22.00 Uhr Ortszeit geplant. Das Schiff hatte wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 zwei Wochen lang im japanischen Yokohama unter Quarantäne gestanden. Ein deutsches Ehepaar aus Hessen war positiv auf den Erreger getestet worden und liegt im Krankenhaus. Ein weiterer Deutscher will mit seiner japanischen Frau aus München noch einige Tage in Tokio bleiben. Die übrigen sechs deutschen Passagiere reisen gemeinsam mit anderen Europäern mit dem italienischen Flieger aus. Die Maschine werde zuerst einen Zwischenstopp in Berlin machen, hieß es.

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Passagiere der "Diamond Princess" verlassen nach Quarantäne das Kreuzfahrtschiff im japanischen Hafen Yokohama

05.00 Uhr: Knapp 900 Neu-Infektionen in China und 118 Todesfälle

Die Regierung in Peking gab am Freitag weitere 889 Infektionsfälle bekannt. Die dortige offizielle Gesamtzahl der Ansteckungen wuchs damit auf mehr als 75.000. Die offizielle Zahl der neu verzeichneten Infektionen war höher als am Vortag, als 673 weitere Ansteckungsfälle bekanntgegeben worden waren - nach Angaben der Regierung war dies die niedrigste Zahl neuer Fälle seit Ende Januar. Die chinesischen Behörden haben allerdings mit ihren Statistiken für Verwirrung gesorgt, da sie schon zwei Mal die Kriterien für Diagnostik und statistische Erfassung der Erkrankungsfälle geändert haben.

Laut den offiziellen Zahlen vom Freitag starben 118 weitere Menschen in Festlandchina an der Infektion. Die dortige amtliche Gesamtzahl der Todesopfer wuchs damit auf 2.236. Die allermeisten Krankheits- und Infektionsfälle treten nach wie vor in der Provinz Hubei auf, von wo die Epidemie ihren Ausgang genommen hatte. Die Behörden haben Hubei weitgehend von der Außenwelt abgeschottet.

DONNERSTAG, 20. FEBRUAR 2020

14.30 Uhr: EU verurteilt Ausweisung dreier Journalisten

Die Europäische Union hat die Ausweisung von drei Journalisten des "Wall Street Journal" aus China als Angriff auf die Meinungsfreiheit verurteilt. Der Entzug der Akkreditierungen die Ausweisung aus China seien "besorgniserregend" und liefen "auf weitere Einschränkungen der Meinungs- und Redefreiheit hinaus", teilte eine Sprecherin mit. Der Vorfall sei das jüngste Beispiel dafür, dass Peking die Vergabe von Aufenthaltserlaubnissen nutze, um die Arbeit ausländischer Journalisten in China zu behindern. Die EU werde mit China weiterhin im Dialog über die dortige Menschenrechtssituation bleiben. Die Führung in Peking hatte auf einen Zeitungskommentar zum Coronavirus reagiert. In dem Beitrag von Anfang Februar hatte der US-Professor Walter Russell Mead unter dem Titel "China ist der wahre kranke Mann Asiens" die erste Reaktion der chinesischen Behörden auf den Ausbruch des neuartigen Coronavirus kritisiert. Das chinesische Außenministerium bezeichnete den Artikel als "rassistisch" und "reißerisch".

07.00 Uhr: Erste Todesfälle unter Kreuzfahrtpassagieren

14 Tage lang wurde das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" im Hafen von Yokohama unter Quarantäne gehalten, jetzt sind zwei mit dem Coronavirus infizierte Passagiere gestorben. Nach Angaben von Regierungskreisen in Tokio handelt es sich bei den Opfern um einen 87 Jahren alten Japaner und eine 84-jährige Japanerin. Sie waren positiv getestet worden und vom Schiff in ein Krankenhaus gebracht, wo sie nun starben. Seit gestern dürfen die ersten Passagiere, die negativ auf das Virus getestet werden, das Schiff verlassen. Bei den beiden japanischen Staatsbürgern handelt es sich um die ersten Todesopfer, die sich auf dem Schiff aufgehalten haben. Experten kritisierten immer wieder, dass die Ausbreitung unter Passagieren und Besatzung nicht gestoppt wurde.

06.30 Uhr: Nur noch knapp 400 Neuerkrankungen in China

Die Zahl der Neuinfizierungen mit dem Coronavirus in China ist nach Angaben der dortigen Behörden auf dem niedrigsten Stand seit mehreren Wochen gefallen: Wurden am Mittwoch noch mehr als 1.700 Neuinfizierte gezählt, waren es heute nur noch 394 Fälle. Die Zahl der Toten stieg indes um 114 auf insgesamt 2.118. Wie aussagekräftig die Zahlen wirklich sind, lässt sich aber nur schätzen, denn das chinesische Gesundheitsministerium hat erneut die Zählweise geändert. Klinische Diagnosen fließen demnach nicht mehr als offiziell bestätigte Fälle in die Statistik mit ein.

05.37 Uhr: Südkorea mit deutlichem Anstieg der Coronavirus-Fälle

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Südkorea ist deutlich angestiegen. Die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention meldeten am Donnerstag 31 neue Fälle. Dadurch erhöhte sich in dem ostasiatischen Land die Zahl der bisher bestätigten Infektionen mit dem Erreger der in China ausgebrochenen Lungenkrankheit Covid-19 auf 82. Allein in dieser Woche kamen damit über 50 Fälle dazu.

00.46 Uhr: Studie - Coronavirus wird eher wie Grippe als Sars übertragen

Das neuartige Coronavirus wird einer chinesischen Studie zufolge eher wie die Grippe übertragen und damit leichter als etwa der verwandte Sars-Erreger. Während dieses sich in unteren Atemwegen festsetze, sei das neue Virus auch in den oberen Atemwegen nachweisbar, hieß es laut der Veröffentlichung in der Fachzeitschrift "New England Journal of Medicine". Dies würde bedeuten, dass es leichter übertragbar ist als das Sars-Virus.

MITTWOCH, 19. FEBRUAR 2020

20.00 Uhr: Epidemie kann Investitionsabkommen verzögern

Ein Investitions-Abkommen zwischen der EU und China kann sich nach Angaben von EU-Handelskommissar Paul Hogan wegen der Epidemie verzögern. Für März geplante Vorbereitungstreffen beider Seiten würden wahrscheinlich ausfallen. Damit sei auch die geplante Unterzeichnung des Abkommens auf einem Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der EU und Chinas im September in Leipzig unsicher.

17.21 Uhr: Zwei Coronavirus-Patienten im Iran gestorben

Zwei Patienten im Iran sind an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben. Das gab der Leiter der Medizinischen Fakultät der Stadt Ghom im Zentraliran bekannt. Bei den beiden war nach Angaben des Gesundheitsministeriums landesweit zum ersten Mal das neue Coronavirus nachgewiesen worden. Beide waren umgehend in Quarantäne geschickt worden. Bis jetzt hatte der Iran Berichte und Gerüchte über Covid-19-Fälle vehement zurückgewiesen.

17.15 Uhr: Behörden in Wuhan beenden Suche nach möglichen Infizierten

Die Behörden in der chinesischen Stadt Wuhan haben ihre Suche nach möglichen noch unentdeckten Coronavirus-Infizierten beendet. Gesundheitsinspektoren in Schutzanzügen gingen im Epizentrum der Epidemie noch einmal von Tür zu Tür, um zu prüfen, ob noch jemand Symptome der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 aufweist.

14.34 Uhr: Weiterer Patient aus Münchner Klinik entlassen

Von den 14 Coronavirus-Patienten in Bayern sind nur noch drei im Krankenhaus. Ein weiterer Patient aus der München Klinik Schwabing sei entlassen worden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. In dem Krankenhaus befinden sich die drei mit dem neuen Virus Sars-CoV-2 Infizierten. Bis zum Mittwochmittag (Stand 13.00 Uhr) gab es nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) keine neuen Coronavirus-Fälle in Bayern. Alle 14 Infektionen im Freistaat standen in Zusammenhang mit dem Stockdorfer Autozulieferer Webasto.

13.52 Uhr: Piloten kehren chinesischen Airlines wegen Coronavirus den Rücken

Die hochbezahlten ausländischen Piloten chinesischer Fluglinien bekommen die Auswirkungen des Coronavirus in der Volksrepublik zu spüren. Einige wurden in den unbezahlten Urlaub geschickt und warten auf eine Besserung der Lage, wie mehrere Piloten Reuters berichteten. "Im Moment sind wir alle in unseren Heimatländern", sagte ein Flug-Kapitän von China Southern, der namentlich nicht genannt werden wollte. Einem Piloten bei Tianjin Airlines, die zur HNA Group gehört, wurde mitgeteilt, dass es mindestens drei bis vier Monate dauern werde, bis die Piloten zurückgeholt würden. Er habe daher bei einer anderen ausländischen Fluggesellschaft angeheuert, sagte er.

05.45 Uhr: Japan lässt "Diamond Princess"-Passagiere an Land

Nach zweiwöchiger Quarantäne wegen des neuartigen Coronavirus sind die ersten Passagiere in Japan von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" gegangen. Die Ausschiffung der rund 3.000 Menschen an Bord werde mindestens drei Tage dauern, teilte die Regierung in Tokio mit. Bisher haben 500 Passagiere das Schiff verlassen.

Mit der "Diamond Princess" reisten auch acht Deutsche. Die meisten von ihnen sollen nach Angaben der Bundesregierung möglichst bald heimkehren können. "Wir bemühen uns intensiv darum, den nicht erkrankten und ausreisewilligen deutschen Passagieren der 'Diamond Princess' eine baldige Rückkehr nach Deutschland zu ermöglichen", hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Bereits am Sonntag hatte das Amt allerdings mitgeteilt, zwei der Deutschen hätten sich infiziert.

In Kambodscha mussten ebenfalls noch Kreuzfahrturlauber auf ihre Heimreise warten, darunter mehrere Deutsche. Alle 781 dort verbliebenen Reisenden der "Westerdam" seien negativ getestet worden, teilte die Reederei Holland America Line unter Berufung auf das kambodschanische Gesundheitsministerium mit. Der Coronavirus wird für die Kreuzfahrtbranche zum Problem. Mehr dazu hier.

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Nach zwei Wochen hat Japan heute die Quarantäne für ein Kreuzfahrtschiff aufgehoben. Die ersten Menschen sind bereits von Bord gegangen. Die Menschen hatten wegen des Coronavirus an Bord bleiben müssen.

05.00 Uhr: Schon über 2.000 Tote durch das Coronavirus

Die Zahl der Virus-Toten in China ist nach offiziellen Angaben auf mehr als 2.000 gestiegen. Auf dem Festland seien am Dienstag 136 weitere Todesfälle gemeldet worden, gab die Nationale Gesundheitskommission bekannt. Damit steige die Gesamtzahl auf 2.004. Es seien zudem 1.749 neue Fälle nachgewiesen worden - die niedrigste Zahl seit dem 29. Januar - nach 1.886 am Vortag. Bisher sind laut Behördenangaben insgesamt 74.185 Menschen am Coronavirus in China erkrankt.

In mehreren chinesischen Städten droht nach Darstellung der staatlichen Medien ein Mangel an Blutkonserven. Viele potenzielle Spender blieben wegen der Reisebeschränkungen zu Hause. Einem Bericht der Zeitung "China Daily" zufolge hat die Stadt Shiyan Mitglieder der Kommunistischen Partei, Regierungsangestellte, Soldaten, Krankenhausmitarbeiter und Studenten aufgefordert, mit gutem Beispiel voranzugehen und Blut zu spenden.

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Provisorisches Krankenhaus für Coronvirus-Patienten in Wuhan.

DIENSTAG, 18. FEBRUAR 2020

20.37 Uhr Russland schließt seine Grenzen für Chinesen

Russland schließt aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus seine Grenzen für alle Chinesen. Ab Donnerstag um Mitternacht Moskauer Zeit (22 Uhr MEZ) werde vorübergehend kein chinesischer Staatsbürger mehr ins Land gelassen, heißt es in einem Erlass von Ministerpräsident Michail Mischustin. Grund sei die sich verschlimmernde Epidemie im Nachbarland China.

In Russland gab es bisher nur drei bestätigte Fälle der Lungenkrankheit Covid-19, die durch das Virus ausgelöst wird: zwei Chinesen, die behandelt und wieder entlassen wurden, und eine Russin, die sich an Bord des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess" in Japan infiziert hatte.

16.18 Uhr Auswärtiges Amt bemüht sich um Heimkehr von Deutschen auf "Diamond Princess"

Nach dem Ende der Quarantäne auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Japan sollen nach dem Willen der Bundesregierung auch die Deutschen an Bord möglichst bald heimkehren können. "Wir bemühen uns intensiv darum, den nicht erkrankten und ausreisewilligen deutschen Passagieren der 'Diamond Princess' eine baldige Rückkehr nach Deutschland zu ermöglichen", hieß es am Dienstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

11.56 Uhr: 88 weitere Infizierte auf Kreuzfahrtschiff

Auf der "Diamond Princess“, dem unter Quarantäne stehenden japanischen Kreuzfahrtschiff, sind am Dienstag 88 weitere Fälle des Coronavirus entdeckt worden. Insgesamt befinden sich nun 542 registrierte Fälle auf dem Schiff – das damit der Ort mit den meisten Infektionen außerhalb von China ist. Experten zweifeln die Wirksamkeit der Quarantäne an, obwohl diese von den Behörden verteidigt wird. Weil die Sicherheitsvorkehrungen möglicherweise nicht so streng ausfielen, wie sie sollten, habe sich das Schiff eher zu einem Virus-Brutkasten entwickeln können, hieß es. Ursprünglich war geplant, die Quarantäne der Passagiere am Mittwoch zu beenden – jetzt könnte es jedoch bis Freitag dauern.

11.45 Uhr: Gezielte Falschmeldung in Weiden

Ein Unbekannter hat gestern per WhatsApp im Namen des Portals Onetz von Oberpfalz-Medien die Falschmeldung verbreitet, es solle zwei mit dem Coronavirus Infizierte in Weiden geben. Oberpfalz-Medien wies die Meldung jedoch als Fake zurück. Das Gesundheitsamt Weiden/Neustadt bestätigte, dass es keine Fälle von Coronavirus in Weiden und dem Landkreis Neustadt gebe.

10.07 Uhr: Keine Corona-Fälle in Rosenheim - Schule wieder geöffnet

Seit gestern hat die Astrid-Lindgren-Grunschule in Rosenheim wieder geöffnet. In der vergangenen Woche war sie kurzzeitig wegen zahlreicher Krankheitsfälle geschlossen worden. In den Sozialen Medien war daraufhin das Gerücht aufgetaucht, dass womöglich das Corona-Virus damit zu tun haben könnte. Das Landratsamt Rosenheim spricht von einer Verschwörungstheorie. Es gebe bei keinem einzigen Fall den Nachweis oder den Verdacht auf das Virus und auch keine Beziehungen nach Siegsdorf, betonte Pressesprecher Michael Fischer. Die Kinder seien entweder stark erkältet oder Magen-Darm-Virus geplagt. Die Schulleitung bestätigt das gegenüber dem BR.

06.25 Uhr: Coronavirus kippt Apples Umsatzprognose

Apple kassiert wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie die Umsatzprognose für das laufende Quartal. Bei iPhones gebe es Lieferengpässe, weil die Produktion in China langsamer hochgefahren werde als geplant, teilte der Konzern am Montag mit. Außerdem sei der Absatz von Apple-Geräten in China selbst zuletzt gedämpft gewesen, da viele Geschäfte - und auch die hauseigenen Stores der Firma - zeitweise geschlossen blieben.

Aus diesen Gründen werde Apple die erst Ende Januar gemachte Umsatzprognose für dieses Vierteljahr verfehlen, hieß es. Apple hatte unter Verweis auf die Coronavirus-Risiken damals bereits eine ungewöhnlich breite Spanne von 63 bis 67 Milliarden Dollar angegeben. Eine neue Prognose gab es nicht. Die Einschränkungen für das Geschäft seien nur vorübergehend, betonte der Konzern. Im Vorjahresquartal hatte Apple 58 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet.

06.00 Uhr: "Westerdam"-Passagiere warten noch auf Testergebnisse

Die auf dem Kreuzfahrtschiff "Westerdam" in Kambodscha gestrandeten rund 1.000 Menschen, darunter auch deutsche Passagiere, müssen sich noch in Geduld üben. Die Coronavirus-Testergebnisse lagen am Dienstag noch nicht für alle vor. Bis alles geklärt sei, werde es wahrscheinlich einige Tage dauern, teilte die Reederei Holland America Line mit. Unter den "Westerdam"-Reisenden waren laut Reederei 57 Deutsche. Einige sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur noch an Bord des Schiffs im Hafen von Sihanoukville, während andere bereits Richtung Heimat reisten.

Am Wochenende war überraschend bei einer Passagierin auf der Heimreise ein Test auf das Coronavirus positiv ausgefallen. Viele hatten da schon das Schiff verlassen. Nun müssen laut Reederei dort noch 255 Passagiere und 747 Crewmitglieder auf eine Klärung warten.

05.00 Uhr China: Mehr als 1.800 neue Infektionen - fast 100 Tote

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist innerhalb eines Tages um 1.886 auf 72.436 gestiegen. Die Zahl der Toten erhöhte sich bis Dienstag um 98 auf 1.868, wie die chinesische Gesundheitskommission mitteilte. Am Montag hatten das chinesische Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention berichtet, dass mehr als 80 Prozent der Erkrankungen mild verliefen und die Zahl der Neuinfektionen seit Anfang des Monats zu sinken scheinen.

Die Epidemie mit der neuen Lungenkrankheit in China wird sich nach Einschätzung eines führenden chinesischen Experten möglicherweise erst Ende April stabilisieren. "Das ist eine sehr grobe Schätzung", sagte Professor Zhong Nanshan, der Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung. Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, lobte China für das "klarere Bild des Ausbruchs, wie er sich entwickelt und wohin es geht". Zugleich sagte er aber: "Es ist zu früh, um zu sagen, ob der berichtete Rückgang anhalten wird. Jedes Szenario ist noch auf dem Tisch."

01.07 Uhr: Krankenhausdirektor stirbt an Coronavirus in China

Zum ersten Mal ist auch ein Krankenhauschef der neuen Lungenkrankheit zum Opfer gefallen. Liu Zhiming, der Direktor des Wuchang Hospitals in Hubeis Provinzhauptstadt Wuhan, sei Montag gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur China News. Ein Medizinerkollege berichtete demnach, der Chefarzt sei in gutem Gesundheitszustand gewesen und hätte selbst nicht erwartet, dass er an der Covid-19 genannten Lungenkrankheit sterben würde.

MONTAG, 17. FEBRUAR 2020

21.20 Uhr: Will Bundesregierung Deutsche von "Diamond Princess" zurückholen?

Acht Deutsche sitzen - neben rund 3.000 anderen Passagieren - auf dem Kreuzfahrtschiff im Hafen der japanischen Stadt Yokohama fest. Zwei von ihnen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Nach einer Besprechung am Montag im Auswärtigen Amt will die Bundesregierung sie nun offenbar "möglichst rasch" zurückholen und in die Heimat ausfliegen lassen. Das berichtet zumindest der "Spiegel".

17.53 Uhr: Zahl der Neuinfektionen geht in China zurück

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus in China geht nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurück. Das deuteten Daten zu 44.000 Fällen an, die China der WHO zur Verfügung gestellt habe, erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Es ist zu früh, um zu sagen, dass dieser Rückgang andauern wird. Alle Szenarien sind weiterhin möglich." Darüber hinaus zeigten die Daten, dass Covid-19 wohl nicht so tödlich sei wie vergleichbare Erkrankungen wie Sars oder Mers.

14.30 Uhr: 99 weitere Infektionsfälle auf Kreuzfahrtschiff

Japan hat 99 weitere Corona-Fälle an Bord der "Diamond Princess" bestätigt. Außerhalb Chinas ist das Kreuzfahrtschiff damit weltweit der Ort mit den meisten bekannten Fällen der Erkrankung Covid-19. Insgesamt sind mittlerweile 454 Personen an Bord der "Diamond Princess", die sich nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert haben. Das Schiff liegt seit zwei Wochen im Hafen von Yokohama fest, Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden auf das Virus getestet.

13.12 Uhr: Zwei weitere Entlassungen aus der München Klinik Schwabing

Am Wochenende sind zwei weitere Coronavirus-Patienten aus der München Klinik Schwabing entlassen werden. Das teilte das Krankenhaus am Montag mit. "Wer von uns offiziell entlassen wird, kann ohne Kontaktsperre wieder in seinen Alltag zurückkehren. Hier gibt es keinen Anlass mehr zur Sorge oder zur Zurückhaltung", wird Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie, in einer Pressemitteilung zitiert.Insgesamt sind damit drei der Patienten, die in Schwabing wegen Coronavirus behandelt wurden, entlassen worden. Nach wie vor befinden sich sechs Corona-Patienten in der Klinik Schwabing. Diese seien klinisch stabil und weitestgehend symptomfrei. Auch bei diesen Patienten werde "in Richtung Entlassung" gedacht, so Chefarzt Wendtner.

12.55 Uhr: Bundesregierung prüft Hilfe für deutsche Passagiere auf Schiffen

Die Bundesregierung prüft, ob deutsche Bürger auf den vom Coronavirus Sars-CoV-2 betroffenen Kreuzfahrtschiffen "Westerdam" und "Diamond Princess" Hilfe bei der Rückkehr in ihre Heimat brauchen. Ziel sei es, dass alle Passagiere, die das wünschten, möglichst bald nach Deutschland zurückkehren können, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Zu dieser Frage stehe man auch im Kontakt mit den europäischen Partnern. In Berlin habe am Montag ein Krisenstab getagt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wird überlegt, Rückkehrer nicht zentral unterzubringen, sondern eine Quarantäne im häuslichen Umfeld vorzunehmen.

12.20 Uhr: Nach mehr als 14 Tagen Quarantäne Siegsdorfer Familie als geheilt aus Trostberger Krankenhaus entlassen

Die am Coronavirus erkrankte Familie aus Siegsdorf ist am vergangenen Freitag als geheilt und ohne Ansteckungsgefahr aus dem Krankenhaus Trostberg entlassen worden. Das teilten soeben die Kliniken Südostbayern mit. Das Ehepaar und ihre drei kleinen Kinder waren mehr als zwei Wochen in der Kreisklinik Trostberg in Quarantäne. Bei zahlreichen Kontrolluntersuchungen, entsprechend den Vorgaben des Robert Koch Institutes, konnte kein Virus mehr nachgewiesen werden. Nach Angaben des Klinikums geht es allen Familienmitgliedern gesundheitlich bereits seit einigen Tagen gut. Die Kinder waren jedoch vor allem durch die Quarantänesituation psychisch stark belastet. Der Familienvater arbeitet bei der Firma Webasto in Stockdorf und hatte sich dort mit dem Virus angesteckt.

10.30 Uhr: Erste Maschine mit Kreuzfahrtpassagieren in USA gelandet

Eine Maschine mit US-Bürgern vom unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Japan ist in den USA gelandet. Die in Japans Hauptstadt Tokio gestartete Maschine kam am späten Sonntagabend (Ortszeit) auf dem Militärstützpunkt Travis im kalifornischen Fairfield nordöstlich von San Francisco an, wie der Lokalsender CBS SF berichtete.

An Bord seien auch 14 Passagiere gewesen, die in den vergangenen zwei bis drei Tagen positiv auf das Coronavirus getestet worden seien, hatten zuvor das US-Außenministerium und das Gesundheitsministerium in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt. Sie saßen demnach isoliert von den anderen Passagieren in dem Flugzeug. Passagiere, die an Bord Symptome entwickelten sowie die bereits positiv Getesteten würden nach ihrer Rückkehr in die USA in geeignete Einrichtungen gebracht und dort isoliert behandelt, hieß es in der Mitteilung weiter. Alle anderen werden den US-Ministerien zufolge nun für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

Eine zweite Maschine sollte noch am Montag in Texas landen. Das US-Außenministerium bot insgesamt mehr als 300 US-Bürgern, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff befanden, eine freiwillige Rückreise in die USA an.

08.00: Studie: Coronavirus dürfte Autobranche besonders stark treffen

Das Coronavirus in China könnte nach Einschätzung von Beratern der globalen Autoindustrie empfindlich schaden. Allein in der besonders betroffenen Provinz Hubei würden an gut einem Dutzend Standorten fast zwei Millionen Autos pro Jahr gefertigt, heißt es in einer Studie der Beratungsgesellschaft BCG. So sei das Land der größte Absatzmarkt für Neuwagen und zugleich wichtiger Standort für Hersteller und Zulieferer. "Die Autoindustrie wird lokal und rund um den Globus betroffen sein", schreiben die Berater mit Blick auf gestörte Lieferketten. Wegen des Coronavirus hatte die chinesische Regierung die vorübergehende Schließung der Firmen beschlossen. Wann die Werke in und um Wuhan wieder eröffnen können ist derzeit noch unklar.

Insgesamt gebe es über 700 ausländische und chinesische Zulieferer in der Provinz mit ihrer abgeriegelten Hauptstadt Wuhan. Auch ausländische Autohersteller seien in der Region Hubei stark engagiert: Ein Großteil der Produktion von Gemeinschaftsfirmen mit chinesischen Unternehmen entfalle auf die Provinz, so BCG. Gemeinschaftsfirmen des chinesischen Herstellers Dongfeng mit Honda, PSA und Renault etwa haben ihren Hauptsitz in Wuhan.

Ein Produktionseinbruch könnte globale Folgen für Lieferketten haben, da China einer der größten Exporteure von Fahrzeugteilen sei - etwa bei Bremsen, Elektronik, Fahrgestellen und Rädern. Jede dieser Kategorien stehe für Exporte im Wert von 5 bis 6 Milliarden US-Dollar, so BCG. Über die Hälfte dieser Ausfuhren gehe in die USA und die EU.

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Chinesischer Arbeiter in der Dongfeng Peugeot Citroen Automobile Company Ltd. (DCPA) in Wuhan.

07.00 Uhr: "Westerdam"-Reisende werden daheim kontaktiert

Bei den Passagieren und der Besatzung des Kreuzfahrtschiffs "Westerdam" sind nach Angaben der Reederei bislang keine weiteren Fälle von Corona-Symptomen aufgetreten. Die Gäste, die bereits nach Hause gereist seien, würden von ihren örtlichen Gesundheitsbehörden kontaktiert, teilte die Holland America Line mit. Unter den Reisenden waren laut Reederei 57 Deutsche. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind noch einige an Bord der "Westerdam" in Sihanoukville, während andere bereits die Heimreise angetreten haben. Die Gäste an Bord des Schiffs sollen auf das Virus getestet werden.

Bei Passagieren der "Westerdam", die in Kambodscha an Land gegangen waren, war am Wochenende überraschend eine Infektion festgestellt worden. Eine 83-jährige Amerikanerin wurde bei der Weiterreise in Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus gebracht, wie die malaysische Gesundheitsbehörde mitteilte.

Mehrere asiatische Länder hatten dem Kreuzfahrtschiff aus Sorge vor einer möglichen Einschleppung des Virus Sars-CoV-2 das Anlegen untersagt. Erst Kambodscha stimmte dem schließlich zu.

05.45 Uhr: USA holen Bürger aus Japan ab

Die USA haben begonnen, ihre Staatsbürger von dem vor Japan unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" zu holen. Der japanische Verteidigungsminister Taro Kono twitterte am Montag, japanische Soldaten seien beim Transport von 240 US-Amerikanern behilflich, die mit 14 Bussen von der Stadt Yokohama zum Flughafen Hameda gebracht würden. Etwa 380 Amerikaner waren insgesamt auf dem Schiff. Das US-Innenministerium teilte später mit, zwei Charterflüge mit Kreuzfahrtschiffpassagieren seien in Tokio gestartet und auf dem Weg in die USA.

Auch Kanada, Hongkong und Israel bereiten sich nach japanischen Medienberichten vor, ihre eigenen Landsleute von Bord des Schiffes in Japan zurückzuholen. Gegenwärtig befinden sich noch rund 3.000 Menschen auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess". Außer den zwei infizierten Deutschen sind noch acht andere Bundesbürger an Bord.

05.00 Uhr: Zahl der Virusfälle in China übersteigt 70.000

Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus in China übersteigt mittlerweile 70.000. Mit 105 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages sind bis Montag 1.770 Todesfälle zu beklagen, wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte. Die nachgewiesenen Ansteckungen nahmen um 2.048 zu und erreichten 70.548. Besonders schwer ist in Zentralchina die 60 Millionen Einwohner zählende Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan betroffen. In der weitgehend abgeschotteten Krisenregion sind allein rund 58.000 Infektionen und 1.696 Todesfälle durch das Sars-CoV-2 genannte Virus bestätigt. Experten befürchten auch eine hohe Dunkelziffer.