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Barcelona: Ein Krankenwagen fährt an einer fast menschenleeren Straße an der "Sagrada Familia" von Gaudi vorbei.

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    Corona: Die Ereignisse vom 15. bis 22. Februar

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 15. bis 22. Februar.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 21. Februar 2021

    21.30 Uhr: Zahlreiche Einsätze wegen illegaler Partys

    Verschiedene Einsätze mit Bezug zur Corona-Pandemie sorgten für die Polizei im südlichen Oberbayern für ein arbeitsreiches Wochenende. Bereits am Freitag feierten mehrere Jugendliche und junge Erwachsene auf einem Wanderparkplatz bei Weilheim mit lauter Musik und Alkohol. Die Beamten stellten die Personalien fest und lösten die Party auf.

    In Otterfing mussten Beamte der Polizeiinspektion Holzkirchen eine Privatfeier mit über zehn Personen auflösen. In Schliersee feierten ebenfalls rund zehn Personen in einer Wohnung. Bei der Feststellung der Personalien beschimpfte der Gastgeber die eingesetzten Beamten mit derben Schimpfwörtern, so dass gegen ihn nun auch wegen Beleidigung ermittelt wird. Zudem wurden er und seine Gäste wegen des Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. In Oberammergau wurden neun Personen angezeigt, die sich ebenfalls in einer Wohnung zu einer Party getroffen hatten.

    Am Samstagabend erhielt die Polizeiinspektion Waldkraiburg eine Mitteilung über rund 30 Jugendliche, die sich am Stadtplatz zusammengefunden hatten. Beim Eintreffen der Streife flüchtete ein Teil der Gruppe. Gegen 12 Personen wurden Anzeigen erstattet. Am Schloßberg in Peiting wurde eine Ansammlung von 20 – 30 Personen festgestellt, auch hier wurden diverse Anzeigen erstattet. Schließlich traf eine Streife der Polizeiinspektion Holzkirchen bei einer Party in Holzkirchen mehrere Personen aus verschiedenen Hausständen an. Insgesamt wurde gegen fünf Personen Anzeige erstattet.

    20.15 Uhr: Spahn hält Corona-Impfungen für Lehrer und Erzieher ab März für möglich

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält vorgezogene Corona-Impfungen für Lehrer und Erzieher ab März für möglich. Er wolle am Montag mit den Gesundheitsministern der Länder darüber beraten, sagte Spahn am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Danach wolle er zügig die Impfverordnung anpassen. Dies könne binnen einer guten Woche geschehen. Ab Anfang März könnten die Lehrer und Erzieher dann in die Impfzentren kommen.

    19.28 Uhr: Angst vor weiterer Corona-Welle durch Virus-Varianten in Italien

    In Italien steigt die Angst vor einer weiteren Ansteckungswelle mit dem Coronavirus. Besondere Sorge bereite die Ausbreitung der britischen Virus-Variante, auf die der Anstieg der Fallzahlen zurückzuführen sei, sagte der führende Virologe Massimo Galli der Zeitung "Il Messaggero". Experten befürchten auch eine beschleunigte Verbreitung durch das milde Wetter am Wochenende, das kaum einen Italiener zu Hause hielt.

    Stattdessen strömten Menschenmassen auf die Straßen, in die Parks und an die Uferpromenaden mehrerer italienischer Städte, um die Sonne zu genießen. Am Samstag und Sonntag musste in Rom die Via del Corso, eine der Haupteinkaufsstraßen in der Altstadt, für den Publikumsverkehr gesperrt werden: Der Zustrom der Passanten war so groß, dass Abstände nicht mehr eingehalten werden konnten. Ähnlich sah es in Mailand oder Neapel aus. In Ostia bei Rom drängelten sich die Menschen an den Stränden.

    Laut einer Studie des Nationalen Forschungsrates (CNR) sind in den Regionen, in denen es zuletzt einen raschen Anstieg der Infektionsfälle gegeben hat, zwischen 40 und 50 Prozent der Fälle auf die Virus-Varianten zurückzuführen. Zu diesen Regionen zählen unter anderem die Toskana, Südtirol und Umbrien.

    18.25 Uhr: Spahn - Können derzeit keinen langfristigen Öffnungsplan machen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält nach eigenen Worten einen längerfristigen Öffnungsplan derzeit für unmöglich. Er wisse zwar, alle wünschten sich einen Plan für drei oder sechs Monate, sagt er in der ARD. "Das geht halt grade nicht. Wir dürfen keine falschen Versprechungen machen." Er wies daraufhin, dass ja schon demnächst Friseure wieder öffneten und ähnliches auch für Schulen gelte. "Wenn wir da trittsicher sind, dann können wir einen weiteren Schritt gehen." Er spricht sich zudem erneut dafür aus, Lehrer und Erzieher in der Impfreihenfolge vorzuziehen. Bund und Länder beraten darüber am Montag.

    17:55 US-Regierung fordert Daten von China über Pandemie-Beginn

    Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden hat China Versäumnisse bei der Aufarbeitung der Corona-Pandemie vorgeworfen. "Wir sind nicht der Ansicht, dass China ausreichend Originaldaten darüber zur Verfügung gestellt hat, wie diese Pandemie begonnen hat, sich in China und schließlich in der ganzen Welt auszubreiten", sagte Jake Sullivan am Sonntag dem Sender CBS News. Sowohl China als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) müssten in dieser Hinsicht nachbessern. Für eine notwendige "glaubwürdige, offene, transparente, internationale Untersuchung"unter Federführung der WHO brauche es Zugriff auf alle Daten.

    Im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation hatte ein internationales Expertenteam bis Anfang des Monats in China nach der Herkunft des Erregers gesucht. Nach Untersuchungen in der zentralchinesischen Metropole Wuhan, wo im Dezember 2019 erstmals Infektionen mit dem Coronavirus entdeckt worden waren, gab es jedoch wenig greifbare Ergebnisse.

    17.10 Uhr: MPK-Chef kündigt Perspektive für mögliche Öffnungen an

    Vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen zur Corona-Pandemie hat der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), eine "Perspektive für das Spektrum möglicher Öffnungen" angekündigt. Orientieren soll sich der Plan nicht nur an der Zahl der Neuansteckungen in der vorangegangenen Woche, wie "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" berichteten. "Wir werden mehrere Faktoren einbeziehen", sagte Müller den Zeitungen.

    "Der Inzidenzwert bleibt wichtig, aber auch ein R-Wert deutlich unter 1 und eine sinkende Auslastung der Intensivmedizin werden wichtige Kriterien für nächste Lockerungsschritte sein", sagte Berlins Regierungschef. Angesichts der zuletzt wieder gestiegenen Fallzahlen und der Gefahr durch Virusmutationen stellte Müller zudem klar, dass der Stufenplan "keine Einbahnstraße in Richtung von Lockerungen" sei. "Wir werden notfalls auch wieder Einschränkungen beschließen müssen, wenn die Zahlen wie in anderen europäischen Ländern wieder stark steigen." Die nächste Bund-Länder-Schalte findet am 3. März statt.

    17.00 Uhr: 20.000 Corona-Impfdosen im Gazastreifen eingetroffen

    20.000 Dosen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik sind am Sonntag im Gazastreifen eingetroffen. Die Lieferung sei von Ägypten aus über den Rafah-Grenzübergang in das Palästinensergebiet gebracht worden, teilten Repräsentanten der dort herrschenden islamistischen Hamas mit. Sie waren von den Vereinigten Arabischen Emiraten gespendet worden, um bei der Bekämpfung des Coronavirus in dem Küstenstreifen zu helfen.

    Ein Sprecher des Hamas-Gesundheitsministeriums sagte, der neue Impfstoff solle von Montag an eingesetzt werden. Zunächst sollten medizinisches Personal, Patienten mit chronischen Erkrankungen und Organtransplantierte geimpft werden.

    Es ist die größte Lieferung von Impfstoff in den Gazastreifen seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor einem Jahr. Am Mittwoch waren bereits 2.000 von der russischen Regierung gespendete Impfdosen in dem Küstenstreifen eingetroffen.

    16.30 Uhr: Dobrindt für nationale Alleingänge bei Fehlern der EU

    CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt fordert nationale Alleingänge bei Versäumnissen der EU. "Wenn Impfstoffe zu spät bestellt, Hilfsmittel nicht ausgezahlt und nationale Maßnahmen blockiert werden, untergräbt die EU selbst das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit ihrer Institutionen", sagt er der "Bild"-Zeitung. "Deshalb gilt: Wenn Brüssel als langsamer Tanker agiert, muss der Bund handeln." Europäisch Verantwortung übernehmen und national handeln sei kein Widerspruch.

    15.50 Uhr: Fauci: Möglicherweise auch 2022 noch Maskenpflicht

    Der US-Chefseuchenberater Anthony Fauci hält es für möglich, dass in den USA noch im nächsten Jahr Masken getragen werden müssen. Allerdings würden die Beschränkungen im öffentlichen Leben immer mehr entlang dem Fortschritt beim Impfen gelockert, sagt er dem Sender CNN.

    15.10 Uhr: Briten und Franzosen lockern Test-Pflicht für Lkw-Fahrer

    Großbritannien und Frankreich lockern die Test-Vorschriften für Lkw-Fahrer beim Überqueren der Grenze. Wer sich weniger als 48 Stunden in Großbritannien aufhalte, brauche keinen Test mehr an der Grenz bei der Rückkehr vorzuweisen, erklärte der britische Verkehrsminister Grant Shapps. Im Dezember hatte Frankreich einen Nachweis von allen Lkw-Fahrern aus Großbritannien verlangt, da sich auf der Insel eine ansteckendere Virus-Mutante schnell verbreitete. Dies hatte zeitweise zu chaotischen Zuständen bei der Lkw-Abfertigung am Ärmel-Kanal geführt.

    15.00 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern für frühere Impfung von Lehrern

    Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe empfiehlt eine frühere Impfung von Grundschullehrern sowie Kitaerziehern. "Grundschule und Kita wären nach der aktuellen Impfverordnung in der Priorität in Gruppe drei mit dem Impfen dran. Dann könnten sie voraussichtlich erst im Sommer geimpft werden", teilte er mit. "Hier wollen wir eine entsprechende Änderung erzielen, so dass Grundschullehrer und Erzieher in die Prioritätengruppe zwei vorgezogen werden."

    14.35 Uhr: Festnahmen bei illegalen Corona-Partys in Frankreich

    Gut 200 Menschen haben am Wochenende in Frankreich trotz strenger Corona-Regeln auf illegalen Partys gefeiert. Sowohl in der französischen Hauptstadt als auch im südlich von Paris gelegenen Orly versammelten sich etwa 100 Menschen, wie die Pariser Polizei auf Twitter mitteilte. Beamte nahmen in der Nacht zum Sonntag zehn Personen fest und sprachen mindestens 59 gebührenpflichtige Verwarnungen aus.

    In Frankreich herrscht seit Wochen eine abendliche Ausgangssperre ab 18.00 Uhr. Auch zum Einkaufen oder Spazieren dürfen Menschen das Haus dann nicht mehr verlassen. Ausnahmen gibt es etwa für den Weg zur Arbeit und zurück. Mit insgesamt mehr als 3,5 Millionen Corona-Infektionen seit Pandemiebeginn ist Frankreich hart von der Krise getroffen. In dem Land mit knapp 67 Millionen Einwohnern starben bisher schon rund 84.000 Infizierte.

    14.30 Uhr: Oberster Intensivmediziner zuversichtlich

    Der Präsident der deutschen Intensivmediziner, Gernot Marx, ist zuversichtlich, dass Deutschland die Corona-Pandemie in der zweiten Jahreshälfte unter Kontrolle bekommen kann. "Wenn sich jetzt alle Menschen bald gut durchimpfen lassen, dann könnte es sein, dass wir Corona Ende des dritten Quartals 2021, also im Herbst, im Griff haben", sagte Marx der "Augsburger Allgemeinen". "Aber das setzt wirklich voraus, dass sich so gut wie alle impfen lassen. Sonst entstehen in der Zwischenzeit wieder neue Mutanten."

    Sorge bereitet die britische Mutante des Coronavirus, die deutlich ansteckender ist. Marx rechnet wie viele andere damit, dass die Corona-Zahlen deshalb wieder nach oben gehen werden: "Wir gehen von einer dritten Welle aus", sagte er. "Unsere Bitte lautet darum: Lassen Sie sich impfen - auch mit Astrazeneca."

    14.08 Uhr: Polizei löst Auto-Tuning-Treffen in Nürnberg auf

    Die Polizei hat ein Treffen von mehr als 100 Angehörigen der Tuningszene in Nürnberg aufgelöst. Die Mitglieder der Szene hatten sich mit etwa 50 Fahrzeugen am späten Samstagabend im Nürnberger Stadtgebiet getroffen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Nach Kontrolle der Anwesenden ermittelt die Polizei nun gegen rund 50 Teilnehmer wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

    14.01 Uhr Tausende Fans versammeln sich bei Mailänder Stadtderby

    Kurz vor dem mit Spannung erwarteten Derby der Mailänder Fußballclubs AC und Inter haben sich tausende Fans vor dem Giuseppe-Meazza-Stadion getroffen. Wie auf Live-Bildern der Zeitung "Corriere della Sera" zu sehen war, warteten die Anhänger von AC am Sonntag vor dem Anpfiff auf den Mannschaftsbus. Trotz geltender Corona- und Abstandsregeln standen die Fans dicht gedrängt zusammen und stimmten laute Fangesänge an. Bei der Einfahrt des Busses der Rossoneri zündeten einige bengalische Feuer und Rauchbomben. Im Top-Spiel der italienischen Liga Serie A traf der Tabellenführer Inter auf die vor der Partie zweitplatzierte Mannschaft von AC.

    13.43 Uhr: Friseur: 422 Euro für ersten Termin nach Lockdown

    Ein Friseur in Bayreuth hat den ersten Termin nach dem Lockdown für 422 Euro für einem guten Zweck versteigert. Ein 43 Jahre alter Handwerker und Mitglied einer Hilfsorganisation, die sich für Kinder einsetzt und an die das Geld auch gehen soll, habe den Termin am 1. März auf der Plattform eBay ersteigert, sagte der Friseur am Sonntag. Zusätzlich zu den 422 Euro seien von Kunden und Freunden bisher 1310 Euro als Spenden zusammen gekommen. Friseurgeschäfte sind seit dem Lockdown vom 16. Dezember geschlossen. Das Verbot wurde nach einem Bund-Länder-Gipfel zum 1. März aufgehoben.

    13.31 Uhr: Italien vor Entscheidung über neue Corona-Regeln

    Italien wartet auf die Entscheidung der neuen Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Morgen ist ein Treffen des Kabinetts geplant, in dem es auch um das Corona-Dekret gehen soll, wie die Regierung mitteilte. Die italienischen Medien spekulieren, dass Draghi stärker unterscheiden will, wie viel Risiko tatsächlich von Bars, Restaurants, Museen, Kinos und Fitnessstudios ausgeht.

    13.17 Uhr: Israel erkauft Freilassung mit Coronaimpfstoff

    Israel hat Russland laut Medienberichten 1,2 Millionen Dollar (990 000 Euro) für die Belieferung der syrischen Regierung mit Corona-Impfstoff gezahlt. Im Gegenzug sei die Freilassung einer in Damaskus gefangen gehaltenen Israelin erreicht worden, hieß es. Einzelheiten des von Moskau eingefädelten Deals zwischen den verfeindeten Staaten blieben im Dunkeln.

    Die Tatsache, dass Israel für die Versorgung Syriens mit Impfstoff sorgte, stieß im jüdischen Staat auf Kritik - insbesondere angesichts der israelischen Weigerung, größere Mengen Impfstoff an Millionen in Westjordanland und Gazastreifen lebende Palästinenser zu liefern. Wie viele Dosen Impfstoff Syrien für das Geld aus Israel erhalten haben soll, ging aus den Medienberichten nicht hervor.

    12.32 Uhr: Fußballbranche: Gehaltsverzichte bei VfB Stuttgart

    Spieler und Mitarbeiter des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart verzichten aufgrund der finanziellen Einbußen durch die Coronakrise erneut auf Teile ihres Gehalts. "Der Gehaltsverzicht gilt rückwirkend ab Januar. Die Jungs helfen uns für volle sechs Monate", sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat. "Wir haben die Jungs gefragt sowie alle Mitarbeiter, weil wir nicht mehr mit kalkulierten Zuschauerzahlen rechnen können. Und alle Spieler haben geholfen - genauso wie alle Mitarbeiter." Die Gespräche hätten nicht lange gedauert, ergänzte der 48-Jährige. "Für uns als Club sind die Zuschauereinnahmen eine wichtige Einnahmequelle, die uns wegbricht." Schon zu Beginn der Corona-Pandemie hatten Profis und Clubführung ab Ende März 2020 auf teilweise bis zu rund 20 Prozent ihres Gehalts verzichtet.

    11.52 Uhr: Walhalla wegen großen Andrangs gesperrt

    Weil der Andrang bei sonnigem Wetter so groß war, ist die Gedenkstätte Walhalla in Donaustauf bei Regensburg gesperrt worden. Viele Menschen hätten keine Masken getragen und keinen Corona-Abstand gehalten, teilte die Polizei mit. Anwohner hatten sich über Falschparker beschwert, die teils Privatwiesen zugeparkt hatten. Die Polizei sprach von einem "wahren Verkehrschaos".

    11.35 Uhr: BVB entschuldigt sich für Verstöße nach Derbysieg

    Borussia Dortmund hat nach den Jubelfeiern im Anschluss an den Sieg im Derby beim FC Schalke 04 Verstöße gegen die Corona-Regeln eingeräumt. Demnach hatten 150 bis 200 Fans das BVB-Team außerhalb des Trainingsgeländes bejubelt und dabei teils weder Masken getragen noch den notwendigen Abstand gehalten. Zudem feierten auch die Spieler im Bus und filmten dies "im Überschwang", wie der Club mitteilte. Die Dortmunder baten um Entschuldigung für die Vorkommnisse.

    11.22 Uhr: Weltgrößter Impfhersteller produziert zuerst nur für Indien

    Der weltgrößte Impfstoffhersteller Serum Institute of India (SII) stellt bei Lieferungen ausländische Abnehmer hintan. Das Unternehmen, das das von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelte Vakzin in Lizenz produziert, bittet seine internationalen Kunden um Geduld. Indien habe das Unternehmen angewiesen, vorrangig für den heimischen Bedarf zu produzieren, twittert SII-Chef Adar Poonawalla. Zu den Abnehmern des SII zählen Brasilien, Bangladesch und Kanada.

    11.08 Uhr: Polizei in Berlin kündigt Kontrollen an

    Wegen des sonnigen Wetters hat auch die Berliner Polizei verstärkte Kontrollen der Corona-Regeln angekündigt. Fokus sollen innerstädtische Parkanlagen sein, wie ein Sprecher sagte. Am Samstag hatten zahlreiche Menschen den Wetterumschwung genutzt und einen Tag in der Sonne verbracht. Heute soll es noch wärmer werden. Laut den derzeit geltenden Corona-Regeln sind die Bürger in Berlin dazu angehalten, die sozialen Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, auf das "absolut nötige Minimum" zu reduzieren und die eigene Wohnung nur aus "triftigen Gründen" zu verlassen.

    11.05 Uhr: Thorsten Frei: Behutsame Schul- und Kitaöffnung

    Vor der für Montag geplanten Rückkehr vieler Kinder in Schulen und Kitas hat der stellvertretende Unionsfraktionschef im Bundestag, Thorsten Frei, zu einem behutsamen Vorgehen aufgerufen. Bei dem Thema gehe es auf der einen Seite um den Gesundheitsschutz für Lehrkräfte und Schüler, sagte er der "Welt". Andererseits habe Schule einen hohen Wert, und allein durch Digitalunterricht seien die Dinge nicht zu lösen. "All das muss man in den Blick nehmen, aber klar ist auch im Bereich der Schulen, dass Öffnungen immer nur im Verhältnis zur Entwicklung der Inzidenz erfolgen können. Das heißt, es muss alles sehr behutsam passieren, und das bedeutet auch, dass man Möglichkeiten zum Gegensteuern haben muss." Schulen in vielen Bundesländern hätten sich nun auf den Montag eingestellt. Er glaube, es sei schwierig, da sehr schnell zu reagieren. "Aber man muss die Inzidenzentwicklung im Blick haben und da sehen wir, dass das Überhandnehmen der Mutation bereits zu einem Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz geführt hat."

    09.54 Uhr: Demografie: 1,2 Millionen Todesfälle

    Laut einem internationalen Forscher-Team sind durch die Corona-Pandemie bisher geschätzt 20,6 Millionen Lebensjahre verloren gegangen. Dafür wurden 1,2 Millionen Todesfälle aus 81 Ländern ausgewertet, um zu ermitteln, wie alt die Menschen waren, die an Covid-19 gestorben sind, wie das Max-Planck-Institut für demografische Forschung mitteilte. Es wurde untersucht, wie stark ihre Leben im Vergleich zur durchschnittlichen Lebenserwartung verkürzt wurden. Menschen unter 75 verlieren demnach am meisten Lebenszeit, wenn sie sterben. "Menschen in der Mitte ihres Lebens und im frühen Rentenalter tragen im weltweiten Vergleich den größten Anteil an den insgesamt verlorenen Lebensjahren", sagt Mikko Myrskylä, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock.

    09.29 Uhr: Verstärkt Corona-Kontrollen an der Ostsee

    Angesichts des warmen und sonnigen Wetters hat die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert. Den Angaben zufolge standen am Samstag insbesondere tagestouristische Ausflüge im Fokus. So habe man im Ostseebad Boltenhagen einen "lebhaften Personenzulauf" verzeichnet, teilte die Polizei mit. Da auch viele Autos aus benachbarten Bundesländern registriert wurden, richtete die Polizei mehrere Kontrollstellen ein. Insgesamt seien 352 Fahrzeuge kontrolliert und dabei 59 Ordnungswidrigkeiten geahndet worden. 28 Mal seien Fahrer zur Rückreise in ihre jeweiligen Bundesländer aufgefordert worden.

    09.01 Uhr: Israel: Biontech/Pfizer-Impfstoff hochwirksam

    Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer verhindert laut Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums nach der zweiten Impfung zu rund 99 Prozent schwere Krankheitsverläufe oder Todesfälle. Das geht aus Daten hervor, die das Ministerium am Sonntag veröffentlichte. Israel hatte am 19. Dezember begonnen, den Impfstoff zu verabreichen. Die Daten reichen bis zum 13. Februar.

    Demnach wurde eine Corona-Erkrankung zu 95,8 Prozent verhindert, zu 98 Prozent das Auftreten von Symptomen wie Fieber und Atembeschwerden und zu rund 99 Prozent Krankenhausaufenthalte, schwere Erkrankungen und Tod. Gemessen wurde der Grad der Wirksamkeit des Impfstoffs 14 Tage nach der zweiten Impfung. Das Ministerium verglich die Erkrankungs- und Sterberaten zwischen denen, die geimpft worden waren und jenen, die nicht geimpft wurden.

    07.55 Uhr: Israel führt Erleichterungen für Geimpfte ein

    Israel hat am Sonntag Erleichterungen für Bürger eingeführt, die gegen das Coronavirus geimpft oder nach einer Erkrankung genesen sind. Mit einem Grünen Pass dürfen sie unter anderem Fitness-Studios, Hotels, Theater oder Sportereignisse besuchen. Gesundheitsminister Juli Edelstein schrieb bei Twitter, mehr als 3,2 Millionen Israelis könnten ab sofort diese Vorteile genießen. Ziel ist es, die Wirtschaft im Land wieder anzukurbeln. "Der Grüne Pass öffnet das Land schrittweise wieder", sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu am Samstagabend.

    Die Impfkampagne in Israel ist im Vergleich zu anderen Ländern sehr weit fortgeschritten. Das Land mit seinen 9,3 Millionen Einwohnern gilt als Vorreiter. Inzwischen kann sich jeder Bürger vom Alter von 16 Jahren an impfen lassen. Die Infektionszahlen im Land sind weiterhin vergleichsweise hoch, in den vergangenen Wochen jedoch stetig gesunken. Im Rahmen eines zweiten Öffnungsschritts nach einem wochenlangen Lockdown wurden am Sonntag auch Einkaufszentren, Museen, Bibliotheken und Gebetshäuser für Nicht-Geimpfte geöffnet. Dort müssen weiter die Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Abstand eingehalten werden. Auch die Schulen wurden für weitere Klassen geöffnet.

    Impfausweis mit QR-Code online

    In Israel kann sich jeder Genesene sowie jeder Geimpfte eine Woche nach der zweiten Impfung einen Impfausweis online erstellen. Persönliche Informationen sind mittels eines einfachen QR-Codes ablesbar. Besitzer eines solchen Impfausweises können sich dann einen Grünen Pass ausstellen lassen, unter anderem über eine spezielle App. Insgesamt wurden in Israel seit dem 19. Dezember rund 4,3 Millionen Erst- und fast drei Millionen Zweitimpfungen verabreicht. Zum Vergleich: Deutschland hat etwa neun mal so viele Einwohner wie Israel. Dort erhielten bislang knapp 3,2 Millionen Menschen eine erste und knapp 1,7 Millionen auch eine zweite Impfung.

    07.28 Uhr: Sri Lanka: Schwarzmarkt für Kurkuma

    Kurkuma ist in Sri Lanka es wegen Corona gerade Mangelware. Wegen den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie hatte die Regierung vor einem Jahr verboten, Gewürze wie Kurkuma und etliche andere Produkte zu importieren. Damit wollte sie die einheimische Produktion ankurbeln. Doch seither ist vor allem der Preis des Allzweckgewürzes in die Höhe geschnellt - auf 20 bis 30 Euro das Kilo. Das ist fünf bis zehn Mal so viel wie vor der Pandemie. Der Schwarzmarkt boomt.

    07.13 Uhr: Musizieren zuhause im Trend

    Kein Präsenzunterricht - das gilt auch für die rund 320 öffentlichen und privaten Musikschulen in Bayern. Während der Corona-Zeit greifen mehr Menschen zu ihrem Instrument. Viele üben zuhause mit Lehrbüchern und Online-Formaten. Markus Lentz, Vorsitzender des Verbandes der Bayerischen Sing- und Musikschulen (VBSM), ist sicher, "dass nichts den Präsenzunterricht ersetzen kann." Kein Youtube-Video, keine App, kein Lehrbuch. "Was hier fehlt, ist die unmittelbare Rückmeldung und die didaktische Begleitung", sagt Lentz. Ralph Voggenreiter, vom gleichnamigen Lehrbuch-Verlag, sagt: "Wir verkaufen gerade um rund 25 Prozent mehr Lehrbücher, als zu Nicht-Corona-Zeiten". "Das ist ein ganz klarer Trend, dass Corona das Musikmachen befeuert." Besonders hoch im Kurs stünden Lehrbücher für Gitarre und – natürlich – dem Trend-Instrument Ukulele.

    05.59 Uhr: RKI registriert 7.676 Neuinfektionen und 145 neue Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7.676 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 145 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus innerhalb 24 Stunden registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI bundesweit bei 60,2 - und damit höher als am Vortag mit 57,8. Das RKI gab den bundesweiten R-Wert am Samstagnachmittag mit 1,07 an (Vortag 1,01). Das ist der höchste Wert seit mehreren Wochen.

    05.20 Uhr: Experten: Mehr Insolvenzen, aber "keine Pleitewelle"

    Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erwartet nach dem zweiten Lockdown in Deutschland "keine Pleitewelle". Es könne jedoch "im Laufe des Jahres zu einer Zunahme bei Insolvenzen und Betriebsschließungen kommen", sagt IAB-Direktor Bernd Fitzenberger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Leiter des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit (BA) verweist auf eine neue Betriebsbefragung, wonach "knapp ein Viertel der Betriebe angegeben, dass ihre liquiden Mittel nur noch bis zu vier Wochen reichen". Bei einem weiteren Viertel der Betriebe genügten sie lediglich für zwei Monate. Den Arbeitsmarkt bezeichnet er als widerstandfähig: Während die Anträge auf Kurzarbeit in den letzten Monaten deutlich zugenommen hätten, vor allem im Gastgewerbe und in der Reisebranche, sei die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt zuletzt leicht gesunken, da die Unternehmen an ihren Fachkräften festhielten.

    04.00 Uhr: Bayern wies 4.500 Menschen in einer Woche ohne negative Tests an Grenze ab

    Bei den verstärkten Einreisekontrollen an den Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sind in dieser Woche nach einem Zeitungsbericht mehr als 4.500 Menschen abgewiesen worden, weil sie ohne negativen Corona-Test nach Deutschland einreisen wollten. 4522 Menschen sei aus diesem Grund die Einreise verwehrt worden, berichtete die "Bild am Sonntag." Insgesamt habe die Bundespolizei binnen einer Woche 104.178 Menschen kontrolliert und 15.877 von ihnen abgewiesen.

    03.35 Uhr: Brinkhaus: Staat braucht "Jahrhundertreform" zur Krisenbewältigung

    Der Vorsitzende der Unionsbundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus, fordert angesichts der Corona-Krise eine grundlegende Reform des deutschen Staatswesens. Er bezweifle, dass die staatlichen Strukturen noch komplett in die digitale Welt des 21. Jahrhunderts passen, sagte der CDU-Politiker der Zeitung "Welt am Sonntag". "Wir brauchen eine Jahrhundertreform - vielleicht sogar eine Revolution." Brinkhaus nannte fünf Felder, in denen eine umfassende Modernisierung erforderlich sei: Verwaltung, Digitalisierung, Bund-Länder-Kooperation, Bildungssystem und Katastrophenschutz. Der Reformprozess müsse nach der Bundestagswahl in diesem Jahr ein maßgeblicher Bestandteil der Koalitionsverhandlungen werden.

    02.57 Uhr: Lauterbach: Geimpfte laut israelischen Daten wohl nicht ansteckend

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußert die Hoffnung, dass sich mit dem Impfstoff von Pfizer und BioNtech eine Herdenimmunität erreichen lässt. Lauterbach verweist im Gespräch mit der Zeitung "Bild am Sonntag" auf Ergebnisse einer Studie des israelischen Gesundheitsministeriums und von Pfizer. "Diese Auswertungen sind von großer Bedeutung. Sie sind der erste klare Hinweis darauf, dass man sich nach der Impfung nicht ansteckt und auch nicht ansteckend ist", führt er aus. Damit würde die Impfung eine Herdenimmunität tatsächlich ermöglichen - "und die Rückkehr zum normalen Leben möglich machen".

    02.56 Uhr: Johnson: Impfangebot für alle erwachsenen Briten bis 31. Juli

    Bis Ende Juli sollen alle Erwachsenen in Großbritannien einen Impftermin für die erste Dosis angeboten bekommen. Dies kündigt der Premierminister Boris Johnson im Vorfeld abschließender Beratungen heute über die Lockerung des dritten landesweiten Lockdowns an. Der genannte Termin ermögliche es, Risikogruppen früher zu schützen und Corona-Maßnahmen früher abzuschwächen, sagt Johnson. Ursprünglich war als Stichtag dafür der 1. September vorgesehen. Bis 15. April - und nicht wie erst geplant bis Mai - solle allen Personen ab 50 Jahren die Möglichkeit gegeben werden, sich impfen zu lassen. Am Montag will Johnson einen umfassenden Strategieplan vorlegen. Über 17 Millionen Menschen wurden seit Dezember im Vereinigten Königreich geimpft, das eine Bevölkerung von 67 Millionen hat.

    Samstag, 20. Februar 2021

    22.05 Uhr: US-Seuchenbehörde meldet 61,3 Millionen Impfungen

    Die US-Seuchenbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang 61,3 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 79,1 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

    21.15 Uhr: Irland will Gastgewerbe nicht vor Hochsommer öffnen

    Irland will angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen das Gastgewerbe nicht vor dem Hochsommer öffnen. Das sagt der Ministerpräsident des Landes, Micheal Martin, dem Sender RTE. Bars, Restaurants, Cafes und Hotels in Irland waren in den vergangenen zwölf Monaten die meiste Zeit geschlosen. Die Regierung will bei der Öffnung vorsichtig vorgehen, da rund 90 Prozent der Neuinfektionen die britische Coronavirus-Mutation darstellten.

    19.25 Uhr: Mexikos oberster Corona-Experte López-Gatell hat Covid-19

    Der Corona-Experte der mexikanischen Regierung ist an Covid-19 erkrankt. «Ich teile öffentlich mit, dass ich Covid-19 habe. Ich hatte in der Nacht erste Symptome, zum Glück sind sie leicht», schrieb der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Hugo López-Gatell, am Samstag auf Twitter. «Der Antigen-Test war positiv, jetzt warte ich auf den PCR-Test. Ich arbeite von zu Hause aus und kümmere mich um die Impfstrategie.» Der Epidemiologe ist das öffentliche Gesicht der mexikanischen Corona-Politik. An seiner Strategie wird aber auch immer wieder Kritik laut, beispielsweise wird in Mexiko sehr wenig getestet. Zuletzt sorgten Bilder von López-Gatell beim Strandurlaub für Empörung. Mexiko ist eines der von der Corona-Pandemie am stärksten betroffenen Länder der Welt. Bislang haben sich über zwei Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Rund 179 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben - damit liegt Mexiko nach Brasilien und den USA an dritter Stelle. Weil in Mexiko äußerst wenig auf das Virus getestet wird und die sogenannte Übersterblichkeit sehr hoch ist, dürfte die wahre Zahl allerdings noch weit höher liegen.

    19.05 Uhr: Iran schließt etliche Grenzübergänge zum Irak

    Der Iran schließt etliche Grenzübergänge zum Irak, um die Ausbreitung von Coronavirus-Mutationen zu stoppen. Für Reisende aus dem Irak seien diverse Übertrittstellen dicht gemacht worden, teilt Irans Gesundheitsministerium mit. Der Iran geht davon aus, dass die britische Coronavirus-Mutation aus dem Nachbarland eingeschleppt wurde. Im Iran waren die Infektionszahlen zuletzt wieder gestiegen. Für Samstag gab Irans Gesundheitsbehörde 7922 Neuinfektionen bekannt.

    18.35 Uhr: Schweiz statt Norwegen: Weltcup der Skilangläufer neu angesetzt

    Der wegen der Corona-Krise abgesagte Weltcup der Skilangläufer in Norwegen soll Mitte März stattdessen in der Schweiz ausgetragen werden. Wie der Weltverband Fis am Samstag bekanntgab, sind für den 13. März im Engadin Massenstartrennen in der klassischen Technik bei den Frauen und Männern geplant. Tags darauf sollen lange Freistil-Verfolgungsrennen stattfinden. Die Frauen sind dann über 30, die Männer über 50 Kilometer gefordert.

    18.10 Uhr: Polizei beendet Kindergeburtstag mit 20 Feiernden

    Eine Feier zum zehnten Geburtstag eines Jungen mit 20 Anwesenden hat die Polizei in Heidelberg beendet. Nachbarn hätten die Beamten am späten Freitagabend wegen Ruhestörung verständigt, teilte die Polizei am Samstag mit. Als die Beamten kamen, seien in der Zwei-Zimmer-Wohnung und im Innenhof des Anwesens trotz Corona-Pandemie insgesamt 20 Menschen gewesen, darunter acht Kinder. Den Wohnungsinhaber - der Vater des Geburtstagskindes - und die Gäste erwarten nun Anzeigen. "Auch wenn die Ausgangsbeschränkungen mittlerweile gelockert bzw. aufgehoben wurden, haben die Kontaktbeschränkungen für private Treffen im öffentlichen oder im privaten Raum nach wie vor Gültigkeit", mahnte die Polizei.

    17.55 Uhr: Prinz Charles besucht seinen Vater Philip in Londoner Krankenhaus

    Prinz Charles hat am Samstag seinen Vater Prinz Philip im Krankenhaus besucht. Der britische Thronfolger und älteste Sohn von Philip und Queen Elizabeth II. betrat das King-Edward-VII.-Krankenhaus in London am Nachmittag mit Mund-Nasen-Schutz und verließ es nach rund einer halben Stunde wieder. Er war das erste Mitglied der Königsfamilie, das dem 99-Jährigen einen Besuch abstattete, seit dieser am Dienstag ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Philips Enkelin, Prinzessin Eugenie, würdigte ihren Großvater derweil auf andere Weise: Die Tochter von Prinz Andrew und Sarah Ferguson gab am Samstag den Namen ihres Sohnes bekannt, der am 9. Februar geboren wurde. Der Junge heißt August Philip Hawke Brooksbank.

    17.40 Uhr: Frühere Imfpung für Lehrer und Erzieher

    In Deutschland deutet sich eine erneute Verschärfung der Corona-Pandemie an. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag 9164 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das waren 810 mehr als am Samstag der Vorwoche. Zudem stieg der sogenannte R-Wert - eine weitere wichtige Kennzahl. Vor dem Hintergrund anstehender Schul- und Kita-Öffnungen in mehreren Bundesländern am Montag verdichten sich unterdessen die Anzeichen, dass das Personal bei der Corona-Impfung früher an die Reihe kommen könnte und die Impfverordnung entsprechend geändert wird. Das RKI gab den bundesweiten Sieben-Tage-R-Wert am Samstagnachmittag mit 1,07 an. Das ist der höchste Wert seit mehreren Wochen. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 107 weitere Menschen anstecken. Das könnte darauf hindeuten, dass sich die ansteckenderen Virusvarianten trotz des Lockdowns rascher ausbreiten. RKI-Präsident Lothar Wieler rief die Menschen zum Durchhalten auf: "Falsche Versprechungen helfen niemandem, und es ist ganz einfach so, dass wir diese Maßnahmen, die wir kennen, dass wir die eine gewisse Zeit noch durchhalten müssen", sagte er bei einer im Internet übertragenen Diskussion des Bundesgesundheitsministeriums zum Thema Impfen.

    17.25 Uhr: Großbritannien zählt mehr als 120.000 Corona-Tote

    In Großbritannien sind mittlerweile mehr als 120.000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Das geht aus den offiziellen Zahlen der Regierung von Samstag hervor. Die Zahl bildet jene Toten ab, die in den vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf das Virus getestet worden sind. Schaut man auf die - weniger regelmäßig aktualisierte - Zahl jener Menschen mit Covid-19 auf dem Totenschein, waren es bereits am 5. Februar schon fast 130.000 Todesfälle. Damit gehört das Vereinigte Königreich zu den am schwersten von der Pandemie getroffenen Ländern Europas. Immerhin kommt das Land bei den Impfungen weiter schnell voran: Mittlerweile haben mehr als 17 Millionen Menschen eine erste Corona-Impfdosis erhalten, das ist fast jeder dritte Erwachsene.

    17.05 Uhr: Dreyer fordert Öffnungsperspektive und Beratergremium

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert, bei den nächsten Corona-Beratungen von Bund und Ländern einen Plan für Öffnungen vorzulegen. Man brauche "klare Aussichten für die Menschen, wie es weitergeht", sagte die SPD-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Dreyer kritisierte den Ablauf der Ministerpräsidentenkonferenzen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU): "In dieser großen Runde ist eigentlich gar keine abschließende und offene Diskussion möglich, weil alles, jeder Satz, sofort nach außen dringt. Es ist eine absolut nichtvertrauliche Runde. Das hat das Beratungsklima zerstört", sagte Dreyer. Die Konsequenz sei, dass sich viele Teilnehmer vorher in kleineren Gruppen abzustimmen versuchten. Das sei aber "nicht Sinn und Zweck der Sache". Dreyer verlangte zudem eine andere Vermittlung der Beschlüsse: "Ich halte es für falsch, mit Angst für Akzeptanz sorgen zu wollen." Man müsse immer auch Zuversicht verbreiten und Perspektiven entwickeln. Dreyer sprach sich zudem für ein Beratungsgremium auf Bundesebene aus, das "nicht nur aus Virologen und Epidemiologen besteht". Auch die Wissenschaft vertrete unterschiedliche Meinungen.

    16.53 Uhr: Italien würdigt an Corona-Gedenktag medizinische Fachkräfte

    Papst Franziskus und Italiens Staatsspitze haben an einem neu eingeführten Gedenktag für Corona-Opfer den Einsatz medizinischer Fachkräfte hervorgehoben. In einer Botschaft an Ärzte, Pflegekräfte und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen lobte das Kirchenoberhaupt das "großzügige, mitunter heroische Engagement eines Berufsstands", der "als Mission ausgelebt" werde.

    Staatspräsident Sergio Mattarella erinnerte an die vielen Fachkräfte, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind. Mit ihrer Professionalität und Selbstverleugnung hätten die Ärzte und Pflegekräfte einen Beitrag zu Bemühungen geleistet, "ein Ausarten der Epidemie in eine unumkehrbare Katastrophe zu vermeiden", erklärte er.

    16.31 Uhr: Frühere Impfung für Kita- und Grundschulpersonal zeichnet sich ab

    Die Anzeichen, dass Kita- und Grundschulbeschäftigte in der Impfreihenfolge nach vorne rücken könnten, verdichten sich. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte bei einer Online-Diskussion zum Thema Corona-Impfung in Berlin, es sei gesellschaftlich sehr wichtig, dass Kitas und Grundschulen wieder öffnen könnten. Weil dort aber Abstand nicht möglich sei, wolle man die Beschäftigten zügig in die Gruppe zwei nehmen und früher ein Impfangebot möglich machen.

    Bei der Impfreihenfolge in Deutschland wurden drei große Gruppen festgelegt: Gruppe eins mit "Höchster Priorität", Gruppe zwei: "Hohe Priorität", und Gruppe drei: "Erhöhte Priorität". Kita- und Grundschulbeschäftigte stehen nach der aktuellen Impfverordnung in Gruppe drei und wären damit voraussichtlich erst im Sommer dran. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder hatten das Gesundheitsministerium bei ihrer jüngsten Beratung gebeten, zu prüfen, ob Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher früher dran kommen könnten.

    16.08 Uhr: Mini-Lockerung für englische Pflegeheime - Nur Händchenhalten erlaubt

    Händchenhalten erlaubt, Umarmungen nicht: Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen in England dürfen ab dem 8. März eine ausgewählte Person aus dem Familien- oder Freundeskreis empfangen und sie anfassen. Sie können sich dann an den Händen halten, aber nicht drücken, wie die Regierung in London bekanntgab. Seit Monaten ist es Pflegeheimbewohnern nur erlaubt gewesen, Angehörige im Freien oder durch Scheiben zu sehen. In Schottland dürfen Pflegeheimbewohner ab dem 8. März zwei Besucher haben.

    Premierminister Boris Johnson will am Montag einen "Fahrplan" für einen Ausstieg aus dem harten Lockdown vorlegen. Die britische Regierung hat bereits betont, dass Lockerungen ganz langsam und behutsam vonstattengehen würden. Vor April seien Wiederöffnungen von nicht essenziellen Läden oder Treffen im Freien unwahrscheinlich, hieß es.

    15.41 Uhr: Astrazeneca-Impfstoff bei größerem Dosen-Abstand wirksamer

    Mindestens zwölf Wochen Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfdosis haben beim Impfstoff von Astrazeneca und der Universität Oxford den Entwicklern zufolge positive Auswirkungen auf dessen Wirksamkeit. "Da die Verfügbarkeit der Impfstoffe begrenzt ist, kann die Strategie, zunächst mehr Menschen mit einer Dosis zu impfen, womöglich zu einer größeren Immunität der Bevölkerung führen, als nur die Hälfte der Menschen mit zwei Dosen zu impfen", schrieb der Chef-Entwickler des Impfstoffs, Andrew Pollard, von der Universität Oxford in der Fachzeitschrift "The Lancet".

    Bei einem Abstand von mindestens zwölf Wochen zwischen erster und zweiter Dosis wies der Impfstoff laut jüngster klinischer Studien eine Wirksamkeit von 81 Prozent auf. Diese lag demnach lediglich bei 55 Prozent, wenn zwischen beiden Dosen nur bis zu sechs Wochen lagen. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission bislang, bei Astrazeneca die zweite Dosis 9 bis 12 Wochen nach der ersten zu verabreichen.

    15.19 Uhr: Pandemie kostete laut Studie bislang 20,6 Millionen Lebensjahre

    Ein internationales Forscher-Team hat herausgefunden, dass durch die Corona-Pandemie bisher 20,6 Millionen Lebensjahre verloren gegangen sind. "Menschen in der Mitte ihres Lebens und im frühen Rentenalter tragen im weltweiten Vergleich den größten Anteil an den insgesamt verlorenen Lebensjahren", sagt Mikko Myrskylä, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock.

    Für die Auswertung wurden 1,2 Millionen Todesfälle aus 81 Ländern untersucht, um zu ermitteln, wie alt die Menschen waren, die an Covid-19 gestorben sind. Es wurde untersucht, wie stark ihre Leben im Vergleich zur durchschnittlichen Lebenserwartung verkürzt wurden. Menschen unter 75 verlieren demnach am meisten Lebenszeit, wenn sie an Covid-19 sterben. Im globalen Durchschnitt entfallen nur knapp 25 Prozent der verlorenen Lebensjahre auf Verstorbene, die älter als 75 Jahre waren.

    14.53 Uhr: Deutschland laut Spahn in schwieriger Phase der Pandemie

    Deutschland ist nach Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn momentan in einer "echt schwierigen Phase" der Corona-Pandemie. Bei einer Online-Diskussion zum Thema Impfen sagte der CDU-Politiker weiter, alle seien nach zwölf Monaten müde. "Ein Kind, das zehn Jahre alt ist, hat jetzt ein Zehntel seines Lebens in der Pandemie verbracht." Es sei die Erwartung da, dass es mit gesunkenen Zahlen auch wieder ein Stück rausgehe aus den Beschränkungen. Spahn erwähnte zugleich die Mutationen. Es gebe zurzeit viele Themen. Zuversicht gebe aber das Impfen.

    14.01 Uhr: Landkreis Günzburg verteilt über 40.000 Masken an Lehrkräfte

    Der Landkreis Günzburg hat über 40.000 Masken an Lehrkräfte verteilt. Außerdem lassen sich zwei Drittel der Lehrerinnen und Lehrer vor Schulbeginn auf Corona testen. Das hat das zuständige Landratsamt mitgeteilt. Grund dafür ist, dass ab kommendem Montagfür viele Schülerinnen und Schüler im Landkreis Günzburg wieder Präsenzunterricht möglich ist. Konkret heißt es in der Pressemitteilung, dass der Landkreis allen Lehrkräften, die ab Montag wieder in Präsenzunterricht gehen, anbietet, sich auf das Corona-Virus testen zu lassen. Zwei Drittel der Lehrerinen und Lehrer hätten dies in Anspruch genommen, bzw. würden dies noch am Samstag mit Anmeldung tun. Außerdem stelle der Landkreis, neben dem Lüftungsprotokoll, das Lehrerinnen und Lehrer in den Klassenräumen führen sollen, für die Landkreisschulen CO2-Messgeräte zur Unterstützung bereit. Diese zeigen an, wenn sich die Luft derart verschlechtert, dass gelüftet werden sollte.

    13.20 Uhr: Frankreich erwägt Lockdown in Nizza

    Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran hat wegen der Corona-Ausbrüche im Südosten des Landes zusätzliche regionale Maßnahmen gefordert. Véran brachte dabei in Nizza eine Verschärfung der nächtlichen Ausgangssperre sowie einen teilweisen oder kompletten Lockdown ins Spiel. Bis Sonntagabend sollen die Verantwortlichen demnach über weitere Schritte für das Département Alpes-Maritimes an der französischen Riviera entscheiden. Die Lage in dem Département sei besonders besorgniserregend . Mit einer Inzidenz von 577 Fällen auf 100.000 Menschen ist das Gebiet nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde vom Donnerstag in Frankreich derzeit am stärksten betroffen. Im ganzen Land gilt seit Wochen ein Ausgangssperre ab 18 Uhr.

    13.05 Uhr: 200 Millionen Impfdosen in 107 Ländern verabreicht

    Weltweit sind laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP inzwischen mehr als 200 Millionen Impfstoffdosen verabreicht worden. 45 Prozent davon wurden in den sieben führenden Industriestaaten (G7) verimpft, so die AFP unter Berufung auf Behördenangaben. Weltweit erhielten Menschen in 107 Ländern oder Gebieten mindestens eine Impfstoffdosis.

    Die Statistik belege auch die Ungleichheit bei der Verteilung der Corona-Impfstoffe. 92 Prozent der verabreichten Impfungen entfielen demnach auf wohlhabende Länder oder Staaten mit einem mittleren Pro-Kopf-Einkommen im oberen Bereich. Unter den weltweit ärmsten Staaten haben bislang nur Guinea und Ruanda mit den Impfungen begonnen. Israel liegt im weltweiten Vergleich vorn, dort erhielt bereits fast die Hälfte der Einwohner mindestens eine Impfdosis. Nach absoluten Zahlen führen die USA die Statistik an. Dort wurden bereits 59,6 Millionen Impfdosen verabreicht. Dahinter folgen China mit gut 40 Millionen Dosen und Großbritannien mit 17,5 Millionen Impfdosen.

    Die G7-Staaten hatten bei ihrem Online-Gipfel am Freitag Finanzhilfen in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar (6,2 Milliarden Euro) zugesagt, um den Zugang ärmerer Staaten zu Corona-Impfstoffen verbessern.

    12.46 Uhr: Brandenburg: Impfungen bei Hausbesuchen ab März

    In Brandenburg soll es Ärzten ab März in einem Modellprojekt ermöglicht werden, in ihren Praxen oder bei Hausbesuchen Corona-Impfungen vornehmen zu können. Das Interesse der Praxen sei "sehr groß", so die Kassenärztliche Vereinigung (KVBB). Rund 500 Praxen hätten sich bereits gemeldet, die bei dem Vorhaben der Landesregierung mitmachen wollten. Ziel ist es laut KVBB, landesweit insgesamt rund 50 Praxen zu identifizieren, die sich kurzfristig an dem Projekt beteiligen wollen. In Mecklenburg-Vorpommern impfen seit Januar testweise Hausärzte.

    12.00 Uhr: Großbritannien will weltweite Kampfpause für Impfungen

    Zur Bekämpfung der Pandemie setzt sich Großbritannien im UN-Sicherheitsrat für eine "anhaltende humanitäre Pause" aller weltweiten Kampfhandlungen ein. Einen entsprechenden Resolutionsentwurf brachte London laut der Agentur AP im Rat ein. Die Kampfpause soll eine Impfung der Menschen in Konfliktgebieten ermöglichen. In dem Entwurf wird eine Forderung des Weltsicherheitsrats vom 1. Juli nach einer "allgemeinen und sofortigen Einstellung von Feindseligkeiten" in Konfliktgebieten wie Syrien, Jemen, der Zentralafrikanischen Republik, Mali, Sudan und Somalia bekräftigt.

    11.43 Uhr: Berlin, Brandenburg und Sachsen: Frühere Impfung von Lehrern und Erziehern

    In der Diskussion über Impfungen für Lehrkräfte und Kita-Personal haben sich Vertreter mehrerer Bundesländer für ein Vorziehen dieser Berufsgruppen in der Impfreihenfolge ausgesprochen.

    Der MDR berichtete unter Berufung auf Aussagen der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD), dass allen Beschäftigten dieser Bereiche in Kürze ein Impfangebot mit dem Vakzin von AstraZeneca gemacht werden könne.

    Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte in einem am Freitag bekanntgewordenen Schreiben an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) um eine Prüfung gebeten, inwieweit diejenigen aus der dritten Gruppe der Impfreihenfolge bereits jetzt mit dem ausreichend vorhandenen Präparat von AstraZeneca geimpft werden könnten.

    Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) unterstützt die Forderung einer früheren Impfung ebenfalls.

    11.42 Uhr: Kanzlerin Merkel: Digitalisierung durch Pandemie

    Die Corona-Pandemie wird nach Meinung von Bundeskanzlerin Angela Merkel einen nachhaltigen Schub für die Digitalisierung bringen. "Unser Leben ist digitaler geworden", sagte sie in ihrem wöchentlichen Video-Podcast am Samstag. Kinder und Jugendliche würden digital unterrichtet, Studierende lernten in virtuellen Hörsälen und Berufstätige hätten Video-Konferenzen. "Das alles ist aus der Krise dieser Pandemie geboren, aber wir können es auch als Rückenwind sehen." Die Bundesregierung wolle das Lernen mit digitalen Angeboten verbessern, betonte die Kanzlerin. Es gebe zwar schon gute digitale Bildungsangebote, aber mit einer nationalen Bildungsplattform wolle man den Zugang dazu erleichtern.

    11.39 Uhr: BBC: Krankenwagen in London warteten deutlich länger

    In London hat sich die Wartezeit von Krankenwagen vor überfüllten Kliniken massiv erhöht. In den zwei Wochen über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage kamen insgesamt 4164 gewartete Stunden zusammen, wie aus einer BBC-Recherche hervorgeht. Damit verlängerte sich die Wartezeit gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr um rund 63 Prozent. Der Londoner Krankenwagen-Service bezeichnete den vergangenen Dezember als den Monat mit der höchsten Belastung jemals. Das Personal muss Wartezeiten vor den Krankenhäusern melden, wenn diese eine halbe Stunde übersteigen.

    11.18 Uhr: Polen erwägt schärfere Einreiseregeln

    Polen erwägt wegen der Corona-Pandemie strengere Einreiseregeln an den Grenzen zu den Nachbarländern Tschechien und Slowakei. Gesundheitsminister Adam Niedzielski kündigte nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP für nächste Woche eine Entscheidung an.

    11.16 Uhr: Niederlande: Neue Gesetzesgrundlage für Ausgangssperre

    In den Niederlanden hat die Ausgangssperre als Maßnahme gegen die Corona-Pandemie eine neue gesetzliche Grundlage erhalten. Das Gesetz soll bereits an diesem Wochenende in Kraft treten. Damit ist die Aufrechterhaltung der Sperrstunde gesichert.

    Die Erste Kammer des Parlaments (vergleichbar mit dem deutschen Bundesrat) stimmte dem Gesetz am späten Freitagabend in Den Haag mit großer Mehrheit zu, am Donnerstag hatte bereits die Zweite Kammer des Parlaments der neuen Regelung zugestimmt.

    Das neue Gesetz war notwendig geworden, nachdem ein Verwaltungsgericht die Ausgangssperre gekippt hatte.

    11.00 Uhr: DFB-Vize fordert Lockerungen für Amateur- und Jugend-Fußball

    DFB-Vizepräsident Rainer Koch drängt auf eine baldige Aufhebung des Trainingsverbots für Amateur- und Jugendfußballer und nimmt dabei auch die Politik in die Pflicht. "Wir fordern, dass am 3. März auch über Sport gesprochen wird, wenn die Ministerpräsidentenkonferenz mit der Kanzlerin zusammenkommt. Es geht darum, deutlich zu machen, dass Fußball viel mehr ist als Bundesliga und Nationalmannschaft", sagte der 62-Jährige der "Berliner Zeitung". Er warnte vor den Folgen der erzwungenen Sportauszeit in der Pandemie gerade für Kinder. "In dem Moment, wo die Kinder wieder in die Schulen kommen, gibt es keinen Grund mehr, dass die gleichen Kinder sich nicht auch am Nachmittag am Fußballplatz bewegen können."

    10.42 Uhr: Polizei beendet Schafkopf-Runde in Bayern

    Eine Partie Schafkopf in einer Wirtschaft im Allgäu hat drei Männern und der Wirtin eine Anzeige eingebracht. Die vier Personen wurden nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt und müssen mit einem Bußgeld rechnen.   

    10.16 Uhr: WTO ruft Großbritannien zu früherer Abgabe von Impfstoffen auf

    Die Welthandelsorganisation (WTO) hat Großbritannien aufgerufen, früher Impfstoffe an ärmere Länder abzugeben. "Ich denke nicht, dass wir auf überschüssige Impfstoffe warten sollten", sagte die neue WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala dem Sender BBC. "Ich denke, dass Spenden jetzt kommen müssen. Der Grund ist einfach: Es ist genauso im Interesse reicher wie armer Länder, gleichen Zugang zu haben." Beim G7-Gipfel am Freitag hatten sich die beteiligten Länder auf höhere Investitionen in die Covax-Initiative geeinigt, die ärmeren Ländern gerechteren Zugang zu Impfstoffen ermöglichen soll.

    10.05 Uhr: Entwicklungsminister Müller warnt vor Benachteiligung armer Länder

    Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat vor einer dramatischen Benachteiligung ärmerer Länder bei der Versorgung mit Corona-Impfstoff gewarnt. "Eine weltweite Impfkampagne darf nicht am Geld scheitern - aus humanitären Gründen, aber auch aus unserem eigenen Interesse", sagte er der "Passauer Neuen Presse". Andernfalls komme das Virus "im nächsten Flieger zurück, vielleicht noch gefährlicher". Ziel sei es, bis Ende des Jahres mindestens 20 Prozent der Menschen in Entwicklungsländern zu impfen. Dafür fehlen nach Müllers Worten jedoch noch 27 Milliarden Euro.

    09.51 Uhr: Ethikratsvorsitzende fordert Regelung für übrig gebliebenen Impfstoff

    Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hat sich für einen Mechanismus zur Verteilung übrig gebliebener Impfdosen ausgesprochen. Im Bayerischen Rundfunk forderte sie, die Verteilung überschüssiger Impf-Einheiten über Telefonlisten zu organisieren. Bei der derzeitigen Knappheit dürfe man keinen Impfstoff verwerfen, sagte Buyx. Die Medizinethikerin plädierte dafür, sich bei der Verteilung von Impfstoffen an die Vorgaben der geltenden Impfstoffverordnung zu halten.

    09.35 Uhr: Corona-Ausbruch in Südsudans Präsidialamt

    Das Coronavirus hat im Südsudan auch den Staatsapparat von Präsident Salva Kiir im Griff. Insgesamt 27 seiner Mitarbeiter seien infiziert, sagte Sprecher Ateny Wek Ateny. Dabei handle es sich vor allem um Personal des präsidialen Sicherheitsapparates, aber auch um den Sprecher selbst: "Ich bin positiv auf Covid-19 getestet worden." Der Präsident sei sicher, solle aber nun verstärkt Außenkontakte vermeiden. In dem ölreichen Land in Ostafrika wurden bisher offiziell 6417 Infektionen und 83 Todesfälle registriert.

    09.28 Uhr: Lahm glaubt weiter an Fußball-EM in zwölf Ländern

    Ex-Nationalspieler Philipp Lahm glaubt weiter an die Fußball-Europameisterschaft in zwölf Ländern. "Es war und bleibt eine gute Idee", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wenn die Planungen wegen der Corona-Pandemie angepasst werden müssen, liegen diese Entscheidungen nicht mehr bei der UEFA, sondern eine Ebene darüber: bei der Politik. Aber aktuell ist es immer noch so, dass die EM in zwölf Städten stattfinden wird." Lahm ist bei der DFB Euro GmbH als Geschäftsführer tätig. Nach aktueller Planung soll die EM am 11. Juni in Rom angepfiffen werden. In London sollen Halbfinals und Endspiel (11. Juli) ausgetragen werden. In München sind die drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Titelverteidiger Portugal (19. Juni) und Ko-Gastgeber Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale (2. Juli) angesetzt.

    09.25 Uhr: Niedersachsen will Lehrer offenbar früher impfen

    Niedersachsen beabsichtigt offenbar, Lehrern, Erziehern und Ärzten früher als bisher geplant Corona-Schutzimpfungen zu ermöglichen. Nach Angaben der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" liegen beim Landesgesundheitsministerium konkrete Planungen dafür vor. So will sich Niedersachsen zusammen mit anderen Bundesländern beim Bund für eine entsprechende Änderung der Impfverordnung einsetzen. Damit soll es möglich sein, Gruppen, die laut Priorisierung noch nicht an der Reihe wären, bei den Impfungen vorzuziehen. "Alle Öffnungsszenarien sehen völlig zurecht eine hohe Priorität für den Bildungsbereich vor. Da ist es nur folgerichtig, auch die Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher mit einer höheren Priorität als bisher zu impfen", sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD).

    09.22 Uhr: BioNTech-Chef weist Berichte über Preisforderungen zurück

    Der Gründer des Mainzer Pharmaunternehmens BioNTech, Ugur Sahin, hat Berichte über überzogene Preisforderungen für den gemeinsam mit dem US-Hersteller Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff zurückgewiesen. Im Juli sei für alle Industriestaaten mit entsprechend großen Bestellmengen ein Preismodell berechnet worden, sagte Sahin der "Bild"-Zeitung. "Die Preise lagen je nach Bestellmenge zwischen 30 und 15 Euro", fügte er hinzu. "Am 22. Juli haben wir den USA-Vertrag auf Basis der neuen Parameter unterschrieben, aus dem die 19,50 Dollar ersichtlich waren. Dieses Preismodell haben dann alle Industriestaaten erhalten." NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" hatten berichtet, dass Pfizer und BioNTech im Juni für den von ihnen entwickelten Corona-Impfstoff von der EU 54,08 Euro pro Dosis verlangt hatten. Erst im November einigten sich beide Seiten den Recherchen zufolge auf 15,50 Euro pro Dosis.

    08.50 Uhr: Dritter russischer Impfstoff in Russland zugelassen

    Russland hat einen dritten heimischen Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen. Die ersten 120.000 Dosen des Vakzins mit dem Namen CoviVac sollen im März bereitgestellt werden, wie Ministerpräsident Michail Mischustin sagte. Groß angelegte klinische Studien gibt es bisher allerdings nicht. Ähnlich war Russland mit seinem ersten Corona-Impfstoff Sputnik V im vergangenen Jahr vorgegangen und hatte damit international Kritik hervorgerufen. Einen zweiten Impfstoff hat das Land unter der Bezeichnung EpiVacCorona zugelassen. Im ersten Halbjahr will Russland nach Regierungsangaben 88 Millionen Dosen Corona-Vakzine produzieren, davon 30,5 Millionen Dosen bis Ende März.

    08.30 Uhr: Mexiko erwartet russische und chinesische Impfstoffe

    Mexiko erwartet heute die erste Lieferung des chinesischen Corona-Impfstoffs und bis Montag eine erste Zuteilung des russischen Vakzins Sputnik V. Beide Lieferungen bestehen voraussichtlich aus jeweils 200.000 Dosen. Sie sollen nach Angaben der Gesundheitsbehörden in einkommensschwachen Vierteln von Mexiko-Stadt oder deren Vororten eingesetzt werden. Bislang nutzt Mexiko die Impfstoffe von BioNtech/Pfizer und Astrazeneca. Davon wurden fast 1,6 Millionen Dosen verabreicht.

    08.13 Uhr: BDI-Präsident fordert Abkehr von Lockdown-Strategie

    Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, fordert eine schrittweise Abkehr von der bisherigen Lockdown-Strategie. Das Ausprobieren von Maßnahmen müsse ein Ende haben, er wünsche sich mehr Orientierung für Unternehmen, sagte er der "Rheinischen Post". Demnach sollen sich Betriebsöffnungen nach regionalen Inzidenzwerten orientieren und die öffentliche Verwaltung besser mit "zeitgemäßen digitalen Werkzeugen" ausgerüstet werden.

    07.40 Uhr: DAK: Psychische Probleme nehmen zu

    Die Zahl der bei der DAK versicherten Beschäftigten, die wegen einer psychischen Erkrankung im Job fehlen, hat 2020 einen Höchststand erreicht. Im Schnitt hatte jeder Versicherte rund 2,65 Fehltage aufgrund von psychischen Problemen wie etwa Depressionen oder Anpassungsstörungen. Mit Anpassungsstörung ist eine Reaktion auf ein belastendes Lebensereignis, zum Beispiel einen Trauerfall, gemeint. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor waren es rund 2,6 Fehltage pro versicherten Beschäftigten, 2010 nur 1,7 Fehltage. "Unsere aktuelle Analyse zeigt, wie gerade Menschen mit psychischen Problemen unter den Pandemie-Einschränkungen und -Belastungen leiden", sagte der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm. Ein psychischer Krankheitsfall dauerte im Schnitt 39 Tage - so lange wie noch nie seit Beginn der jährlichen Datenerhebung 1997. Frauen meldeten sich im Job häufiger wegen psychischer Probleme krank als Männer. So fehlten DAK-versicherte Arbeitnehmerinnen 2020 im Schnitt an 3,4 Tagen, bei Männern waren es 2,0 Tage.

    07.18 Uhr: Neuseeland beginnt mit Corona-Impfungen

    Fast zwei Monate später als andere westliche Staaten hat Neuseeland am Samstag seine Impfkampagne gegen das neuartige Coronavirus gestartet. Dies sei ein "kleiner, aber wichtiger Schritt" im Kampf gegen die Pandemie, sagte der Leiter der nationalen Gesundheitsbehörde, Ashley Bloomfield. "Wir haben noch einen langen Weg vor uns." Zunächst sollen besonders gefährdete Bürger, Reiserückkehrer, Grenzbeamte und Beschäftigte in Quarantäne-Einrichtungen geimpft werden. Neuseeland setzt den Impfstoff des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer ein. Das Vakzin kommt auch im Nachbarland Australien zum Einsatz, das am Montag seine Impfkampagne starten will.

    06.49 Uhr: RKI: 9.164 Corona-Neuinfektionen und 490 neue Todesfälle

    Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9.164 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 490 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Am Samstag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8.354 neue Fälle und 551 neue Todesfälle registriert. Der Höchststand von 1.244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 57,8 - und damit etwas höher als am Vortag (56,8).Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Vor vier Wochen, am 21. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 119,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

    05.08 Uhr: Lehrerverband drängt auf vorgezogene Impfung

    Angesichts der anstehenden Schulöffnungen in der Corona-Krise hat der Deutsche Lehrerverband mehr Schutzmaßnahmen und vorgezogene Impfungen für Klassenlehrer im Präsenzunterricht gefordert. "Lehrkräfte, die jetzt in Grundschul- und Abschlussklassen in den Präsenzunterricht zurückkehren, sollten bevorzugt geimpft werden können", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Augsburger Allgemeinen". "Dies sollte – angefangen bei den Älteren und über 60-Jährigen - schnell geschehen", betonte er. Dies dürfe nicht nur, wie von Bundesgesundheitsminister Spahn angekündigt, für Grundschullehrer gelten, sagte Meidinger. "Ein Vorrücken aller Lehrkräfte im Präsenzunterricht in der Rangfolge des Alters von der dritten in zweite Prioritätsgruppe wäre ein wichtiger Baustein für den Gesundheitsschutz an Schulen", sagte er. In manchen Bundesländern wie dem Saarland, Bremen oder Sachsen kehrten Abschlussklassen in Gymnasien, Berufs- und Realschulen teilweise in voller Stärke in den Unterricht zurück.

    04.58 Uhr: Lindner fordert Lockerungen ab Inzidenz unter 35

    FDP-Parteichef Christian Lindner fordert eine umgehende Öffnungserlaubnis für Geschäfte, Restaurants und Fitnessstudios in Regionen mit niedriger Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen. "Kreise und kreisfreie Städte, die die 35-Inzidenz unterschreiten, müssen damit ab sofort beginnen können", sagte Lindner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es gebe viele Regionen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz schon unter 35 liege. Dort seien Öffnungsschritte über Schulen, Kitas und Friseure hinaus möglich. Frei von Risiken werde eine Öffnung nie sein, räumte Lindner ein. Das sei jedoch kein Grund dafür, das Land dauerhaft im Lockdown zu halten. Die Frage sei, ob Risiken verantwortbar seien, etwa mit Blick auf erwartbare Wanderungsbewegungen zwischen Regionen mit Lockerungen und Regionen mit strengen Regeln.

    04.50 Uhr: Weltbank: Impfstoff-Versorgung für arme Länder absichern

    Die Weltbank will bis Ende März 1,6 Milliarden Dollar für die Finanzierung von Impfstoffen in zwölf ärmeren Ländern wie Bangladesch, Tunesien und Äthiopien bewilligen. Das teilt Weltbank Präsident David Malpass der Nachrichtenagentur Reuters mit. Laut Malpass sollen danach noch 30 weitere Länder folgen. Die Weltbank hatte im Rahmen eines Programms Impfstoffe im Wert von zwölf Milliarden Dollar gekauft und arbeitet nun mit den Regierungen armer Länder zusammen, um Versorgungslücken zu schließen.

    Freitag, 19. Februar 2021

    23.46 Uhr: Israel sagt Palästinensern Impfungen zu

    Die israelische Regierung hat nach Angaben der Palästinensischen Autonomiebehörde zugesagt, rund 100.000 in Israel beschäftigte palästinensische Arbeiter gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Eine entsprechende Vereinbarung sei während eines Treffens zur Corona-Pandemie getroffen worden, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium am Freitag mit. Auch hätten sich beide Seiten auf eine "technische Zusammenarbeit" zur Bekämpfung der weiteren Virus-Ausbreitung geeinigt. Von israelischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für die Vereinbarung. Das israelische Gesundheitsministerium teilte jedoch ebenfalls mit, dass ein Treffen zur Corona-Pandemie in Ramallah stattgefunden habe. Dort hat die Palästinensische Autonomiebehörde ihren Sitz.

    23.06 Uhr: Argentiniens Gesundheitsminister zum Rücktritt aufgefordert

    Argentiniens Gesundheitsminister Gines Gonzalez Garcia ist Informationen von Insidern zufolge vom Präsidenten des südamerikanischen Landes zum Rücktritt aufgefordert worden. Grund dafür seien Medienberichte gewesen, wonach einige Personen bevorzugt Covid-19-Impfstoffe erhalten haben sollen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

    Es sei noch nicht klar, wer Garcia im Amt nachfolgen werde. Auch in Peru war es Anfang des Monats zu einem Impfskandal gekommen. Dort hatten sich Politiker vorzeitig gegen das Coronavirus impfen lassen. Sie traten daraufhin zurück.

    22.37 Uhr: Slowakei kauft russischen Impfstoff Sputnik V nun doch

    Die Slowakei will nun doch den russischen Impfstoff Sputnik V gegen Corona-Infektionen einsetzen. Das kündigte Ministerpräsident Igor Matovic heute an und widersprach damit einem formell gültigen Beschluss seiner eigenen Regierung. Er habe mit Russland die etappenweise Lieferung von zwei Millionen Impfdosen für die Slowakei bis Juni vereinbaren können. Das sei angesichts der internationalen Impfstoff-Knappheit "ein kleines Wunder", erklärte der populistisch-konservative Politiker in einer eigens dafür einberufenen Pressekonferenz in Bratislava.

    Offiziell hatte sich die slowakische Regierung in einer Kabinettssitzung am Donnerstag gegen den noch nicht von der Europäischen Arzneimittel-Agentur zugelassenen russischen Impfstoff entschieden. Vize-Ministerpräsidentin Veronika Remisova hatte als Chefin der konservativen kleinsten Regierungspartei Für die Menschen ein Veto gegen die Bestellung eingelegt.

    Am Freitag erklärte Remisova aber selbst, dass der Gesundheitsminister gar keine Zustimmung des Kabinetts brauche, sondern nach aktueller Gesetzeslage alleine über den Einsatz des Impfstoffs entscheiden könne.

    22.18 Uhr: Biden - Können die Pandemie nur mit Impfungen besiegen

    US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner bei einem Besuch eines Werks des Pharmakonzerns Pfizer aufgerufen, sich impfen zu lassen. "Die Impfstoffe sind sicher", sagte Biden heute in Kalamazoo im nördlichen US-Staat Michigan, wo der von Pfizer und dem deutschen Unternehmen Biontech entwickelte Corona-Impfstoff produziert wird. "Lassen Sie sich impfen, wenn Sie an der Reihe sind und der Impfstoff verfügbar ist. So besiegen wir diese Pandemie."

    Trotz der Fortschritte stecke man immer noch mitten in der Pandemie, sagte Biden. Es gebe neue Virus-Varianten und in ein paar Tagen würden die USA die Marke von 500.000 Amerikanern überschreiten, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben seien. "Ich kann Ihnen kein Datum geben, wann diese Krise enden wird", sagte Biden. "Aber ich kann Ihnen sagen, dass wir alles mögliche tun, damit dieser Tag eher früher als später kommt."

    21.29 Uhr: US-Demokraten legen Entwurf für 1,9 Bio Dollar schweres Hilfspaket vor

    Das von US-Präsident Joe Biden geforderte, 1,9 Billionen Dollar schwere neue Corona-Hilfspaket nimmt Gestalt an. Der zuständige Ausschuss im Repräsentantenhaus legte am Freitag den Gesetzentwurf vor, den die Demokraten in der Kongresskammer bis Ende kommender Woche verabschieden wollen. Danach müsste der Senat dem 591 Seiten langen Dokument zustimmen. Dort haben Bidens Demokraten jedoch nur eine kleine Mehrheit, einige lehnen den Entwurf zudem in der jetzigen Fassung ab. Besonders umstritten ist der Plan, den gesetzlichen Mindestlohn von 7,25 Dollar je Stunde bis 2025 auf 15 Dollar anzuheben. Mehrheitsführer Chuck Schumer hat angekündigt, das Paket trotzdem bis Mitte März durch die Kammer bringen zu wollen.

    20.20 Uhr: R-Wert in Deutschland wieder über 1

    Die sogenannte Reproduktionszahl des Coronavirus liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Deutschland erstmals seit längerem wieder über der Schwelle von 1. Das RKI gab den bundesweiten Sieben-Tage-R-Wert in seinem täglichen Lagebericht am Abend mit 1,01 an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken.

    Liegt der R-Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt er über 1, gewinnt das Infektionsgeschehen an Dynamik. Laut den RKI-Lageberichten lag der R-Wert zuletzt über mehrere Wochen teils deutlich unter 1. Noch am Mittwoch gab ihn das RKI mit 0,85 an.

    Experten hatten befürchtet, dass das Infektionsgeschehen aufgrund der weiten Verbreitung von ansteckenderen Corona-Varianten wieder an Fahrt aufnehmen könnte. «Es besteht durch das Auftreten verschiedener Virusvarianten ein erhöhtes Risiko einer erneuten Zunahme der Fallzahlen», schrieb das RKI am Freitag im Lagebericht.

    20.14 Uhr: Spanien kein Corona-Hochrisikogebiet mehr

    Wegen sinkender Corona-Neuinfektionszahlen wird Spanien ab Sonntag von der Bundesregierung nicht mehr als Hochrisikogebiet angesehen. Das Robert Koch-Institut gab am Freitag im Internet bekannt, dass das beliebteste Urlaubsland der Deutschen dann nur noch "normales" Risikogebiet ist. Das bedeutet, dass bei der Einreise aus Spanien kein negativer Test mehr nachgewiesen werden muss. Man muss sich allerdings 48 Stunden nach der Einreise in Deutschland testen lassen. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt.

    Die Corona-Lage in Spanien hat sich seit Ende Januar nach strengen Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit stark verbessert. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag zuletzt bei 111. Damit ist diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz zwar noch fast doppelt so hoch wie in Deutschland (aktuell rund 57), liegt aber unter dem Grenzwert von 200 für die Einstufung als "Hochinzidenzgebiet".

    20.12 Uhr: Dänemark verschärft Grenzkontrollen

    Angesichts der angespannten Corona-Lage in Flensburg verschärft Dänemark die Kontrollen an der Grenze zu Deutschland. In der Nacht zum Samstag sollen die Polizeikontrollen intensiviert und 13 Grenzübergänge geschlossen werden, erklärte das dänische Justizministerium. In Flensburg gilt ab Samstag wegen hoher Corona-Infektionszahlen und der Ausbreitung der britischen Virus-Variante eine nächtliche Ausgangssperre.

    Aufgrund der Informationen über die Situation in Flensburg müsse Dänemark reagieren, um die Bemühungen gegen die Ausbreitung des Virus zu verstärken, sagte Justizminister Nick Haekkerup. Dänemark mit seinen 5,8 Millionen Einwohnern befindet sich seit Weihnachten im Lockdown. Seit Januar müssen Reisende einen negativen Test vorweisen, um ins Land einzureisen.

    20.05 Uhr: Britische Variante dominiert Corona-Infektionen in der Slowakei

    Der Anteil der sogenannten britischen Variante des Coronavirus hat sich in der Slowakei bei knapp drei Viertel aller positiv getesteten Personen stabilisiert. Das gab die staatliche Gesundheitsbehörde UVZ am Freitag in Bratislava bekannt. In einer landesweiten Studie, bei der 2.384 positive PCR-Testergebnisse aus 21 staatlichen und privaten Labors vom 15. Februar analysiert wurden, habe sich ein Anteil von 72 Prozent gezeigt. Eine Analyse vom 3. Februar hatte einen Anteil von 74 Prozent an der Gesamtzahl der positiven Tests ergeben.

    Die Behörde interpretierte die beiden Ergebnisse so, dass sich der Anteil der Variante B.1.1.7 nach zunächst rasantem Anstieg offenbar nicht mehr weiter vergrößere, aber im Vergleich zu anderen EU-Ländern sehr hoch sei. Dies trage insgesamt dazu bei, dass die Gesamtzahl der Infektionen weiterhin stark ansteigen könne und damit auch die Zahl der Corona-Toten. Die Gesundheitsbehörde empfahl deshalb, die aktuellen Corona-Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen zu verlängern. In der ersten Märzwoche soll eine nächste Vergleichsanalyse stattfinden.

    19.35 Uhr: EU zahlt 870 Mio Euro für Astrazeneca-Impfstoff bis Juni

    Die Europäische Union (EU) zahlt laut Vertrag 870 Millionen Euro für die Lieferung von 300 Millionen Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs bis Juni. Der vertrauliche Kontrakt, der am 27. August 2020 unterzeichnet worden war, wurde heute im italienischen RAI-Fernsehen veröffentlicht. Er enthält Details zum Preis und zum Zeitplan für die Lieferungen, die mit dem schwedisch-britischen Pharmaunternehmen vereinbart wurden. Die EU legt demnach rund 2,90 Euro pro Dosis auf den Tisch.

    19.20 Uhr: Spahn stellt sich via Livestream Bürgerfragen zur Impfung

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stellt sich am Samstag (14.00 Uhr) bei einem Livestream-Gespräch den Fragen der Bürger zur Corona-Schutzimpfung. An dem "Town Hall Meeting" nehmen neben Spahn auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, der Chef des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek und der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, teil.

    Außerdem wird eine Vertreterin des Impfzentrums Messe Berlin mit von der Partie sein. Interessierte können ihre Fragen per Email einreichen. Die Fragen werden dann von einem Moderator vorgetragen und von Minister Spahn sowie seinen Gästen beantwortet. Es ist bereits die vierte Veranstaltung dieser Art. Zuletzt hatte Spahn Ende Januar mit Pflegekräften über die Impfungen diskutiert.

    18.57 Uhr: Bulgarien beschleunigt Corona-Impfungen

    Bulgarien hat seine Corona-Impfaktion beschleunigt. Heute wurden auch Menschen geimpft, die laut Plan erst in einer späteren Phase an der Reihe gewesen wären. "Jeder, der eine Impfung gegen das Coronavirus möchte, soll sie erhalten", so Regierungschef Boiko Borissow.

    Bulgarien erwäge auch Corona-Impfstoff aus Russland zu bestellen, sollten sich die Lieferungen der in der EU zugelassenen Impfstoffe verzögern, sagte Gesundheitsminister Kostadin Angelow.

    18.53 Uhr: LGL meldet 1.291 Corona-Neuinfektionen in Bayern

    In Bayern sind den Behörden in den vergangenen 24 Stunden 1.291 Corona-Neuinfektionen (Stand 19.02.2021, 8.00 Uhr) gemeldet worden. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mitgeteilt. 91 Corona-Infizierte sind gestorben. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie im Freistaat 425.926 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 12.039 Menschen sind gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt im gesamtbayerischen Durchschnitt derzeit bei 55,84.

    18.34 Uhr: Lauterbach - Schulen nur mit Tests öffnen

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält eine dritte Corona-Welle für quasi unausweichlich und fordert daher, die Strategie bei Tests und Impfungen zu ändern. "Schulöffnung nur, wenn jedes Kind regelmäßig mit Antigentests getestet wird, nicht vorher", schrieb er heute auf Twitter. Am Montag wollen weitere zehn Bundesländer zumindest ihre Grundschulen und Kitas teilweise öffnen.

    18.32 Uhr: IOC erfreut über G7-Bekenntnis zu Tokio-Spielen

    Das IOC hat das Bekenntnis der sieben großen Wirtschaftsmächte (G7) zur Austragung der Olympischen Spiele und Paralympics in Tokio begrüßt. "Danke an die G7 für die starke Unterstützung", wurde Präsident Thomas Bach vom Internationalen Olympischen Komitee zitiert. Zuvor hatten die Staats- und Regierungschefs in ihrer Abschlusserklärung nach dem G7-Gipfel versichert: "Wir unterstützen das Vorhaben von Japan, die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio in diesem Sommer in sicherer und geschützter Weise als ein Symbol für die globale Einigkeit beim Überwinden von Covid-19 zu veranstalten."

    Wegen der Corona-Pandemie waren die für 2020 geplanten Tokio-Spiele um ein Jahr verschoben worden. Trotz der weiter bedrohlichen Lage in vielen Ländern halten das IOC und die japanischen Gastgeber an ihren Plänen für Olympia unter Corona-Bedingungen fest. In Japan hatte sich zuletzt eine deutliche Mehrheit der Bürger in Umfragen für eine erneute Verschiebung oder Absage der Sommerspiele ausgesprochen.

    18.18 Uhr: Johnson - Welt muss Impfungen geschlossen angehen

    Der britische Premierminister Boris Johnson hat zum Auftakt eines virtuellen G7-Gipfels zu gemeinsamen Kraftanstrengungen für eine weltweite Versorgung mit bezahlbaren Impfstoffen aufgerufen. "Dies ist eine globale Pandemie, und es bringt nichts, wenn ein Land weit vor anderen liegt", sagte Johnson in einem Statement aus dem Regierungssitz in der Downing Street in London. "Wir müssen gemeinsam voranschreiten."

    Großbritannien hat in diesem Jahr die Präsidentschaft der G7 der wichtigen Industrienationen inne. An der virtuellen Sitzung nehmen zudem Staats- und Regierungschefs der USA, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Kanadas und Japans teil.

    18.16 Uhr: Luxemburg verlängert Corona-Regeln bis zum 14. März

    Das luxemburgische Parlament hat grünes Licht für eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis zum 14. März gegeben. Mit knapper Mehrheit stimmten die Abgeordneten für ein Gesetz der Regierung.

    Mit der Verlängerung bleibt die Gastronomie in Luxemburg geschlossen. Zudem gibt es eine nächtliche Ausgangsbeschränkung von 23.00 Uhr bis 6.00 Uhr. Bei den Kontakten gilt: Maximal zwei Personen aus einem anderen Haushalt dürfen zu Besuch kommen. Der Einzelhandel ist seit dem 11. Januar unter strengen Auflagen geöffnet. Auch Kultureinrichtungen und Sportstätten sind mit Einschränkungen offen, in den Schulen startet ab Montag wieder der Präsenzunterricht.

    In Luxemburg war in der vergangenen Kalenderwoche die Zahl der Corona-Infektionen leicht rückläufig. Die 7-Tage-Inzidenz sank in der Woche vom 8. bis zum 14. Februar im Vergleich zur Vorwoche von 182 auf 176.

    18.02 Uhr: US-Seuchenbehörde - Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna sind sicher

    Die US-Seuchenbehörde CDC bezeichnet die beiden in den USA zugelassenen Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna als sicher. Dafür seien 13,8 Millionen Impfdosen untersucht worden, die zwischen Dezember 2020 und Januar 2021 verabreicht worden, gibt die Behörde bekannt. In den meisten Fällen seien bei den Geimpften nur kleinere Beschwerden wie Kopfschmerzen und Müdigkeit aufgetreten. Es sei zu keinen Todesfällen in Zusammenhang mit den Vakzinen gekommen.

    17.58 Uhr: Biden fordert globales Warnsystem für neue biologische Bedrohungen

    Angesichts der Corona-Pandemie hat sich US-Präsident Joe Biden für den Aufbau eines "Frühwarnsystems" für neue biologische Bedrohungen ausgesprochen. Es gehe darum künftige Bedrohungen "vorzubeugen, sie zu entdecken und ihnen entgegenzutreten, denn sie werden kommen", sagte Biden in einer Videoschalte der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) müsse reformiert werden, forderte er. Mit Blick auf die Vereinten Nationen fügte Biden hinzu: "Wir brauchen ein UN-System, das sich auf biologische Bedrohungen konzentriert und schnelles Handeln anstoßen kann".

    Unmittelbar zuvor hatte auf der Konferenz auch Bill Gates für Milliarden-Investitionen zur Vorbereitung auf die nächste Pandemie geworben. Es müssten sowohl Kapazitäten für die Produktion von Impfstoffen als auch ein permanentes Team von rund 3.000 Experten und Forschern aufgebaut werden, die sofort für den Kampf zur Eindämmung der nächsten Pandemie eingesetzt werden könnten, forderte Gates.

    17.42 Uhr: Corona-Ausbruch am Schlachthof Passau

    Der Passauer Schlachthof stellt kommende Woche (ab Montag, 22.02.) wegen eines Corona-Ausbruchs seinen Betrieb ein. Wie die Stadt mitteilt, sind zehn Schlachthof-Mitarbeitende positiv auf Covid-19 getestet worden. Weitere befänden sich als Kontaktperson eins in Quarantäne. Grund für den Ausbruch war ein Mitarbeiter, der nach einem Heimaturlaub in Osteuropa positiv auf das Virus getestet worden war, so die Stadt. Kunden und Zulieferer seien bereits informiert worden. Die Geschäftsführung der Schlachthof Passau GmbH habe freiwillig beschlossen, den Betrieb einzustellen.

    17.39 Uhr: Biontech-Impfstoff auch bei höheren Temperaturen stabil

    Der Corona-Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer kann neuen Herstellerinformationen zufolge doch auch bei höheren Temperaturen gelagert werden. Der Impfstoff bleibe neuen Untersuchungen zufolge auch zwei Wochen lang bei minus 25 bis minus 15 Grad Celsius stabil, teilten die Unternehmen am Freitag mit. Die neuen Daten seien bereits bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht worden, um die Notfallzulassung entsprechend anzupassen. Bislang musste der Impfstoff den Vorgaben der Hersteller zufolge bei minus 80 bis minus 60 Grad gelagert werden, was die Logistik für das Impfen erschwert hatte.

    17.29 Uhr: Sänger bereiten Eilantrag zur Öffnung von Opernhäusern vor

    Musiker in Bayern bereiten einen Eilantrag zur Öffnung von Konzert- und Opernhäusern vor. "Die darstellenden Künste befinden sich seit März 2020 eigentlich durchgehend in irgendeiner Art Lockdown", kritisierte einer der Initiatoren, der Opernsänger Christian Gerhaher (51), im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. «Das darf so nicht weitergehen.»

    Gerhaher hat sich mit anderen Sängern und Musikern zur Initiative "Aufstehen für die Kunst" zusammengeschlossen, die mit dem Eilantrag vor den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) ziehen will, wenn die Kultur bei erneuten Lockerungen übergangen werden sollte. Studien hätten gezeigt, dass bei Inzidenzwerten von 50 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sogar eine komplette Öffnung von Opernhäusern und Konzertsälen mit vergleichsweise geringem Risiko möglich sei, sagte Gerhaher, der auch Professor an der Münchner Musikhochschule ist. Sie lange geschlossen zu halten, sei «ungerechtfertigt».

    Die Initiative, die laut Mitteilung auch von der Geigerin Anne-Sophie Mutter, dem Opernsänger und Regisseur Rolando Villazón sowie dem Dirigenten Kent Nagano unterstützt wird, fordert, dass Kunst und Kultur in ihrer Bedeutung auf eine Stufe gestellt werden mit der Versammlungs- und Religionsfreiheit.

    17.19 Uhr: Schärfere Regeln in Teilen Italiens

    In Italien kommen auf die Menschen in einigen Teilen des Landes wegen der Corona-Lage wieder strengere Regeln zu. Die Regionen Kampanien und Molise im Süden sowie Emilia Romagna im Norden werden ab Sonntag wieder in die Orangene Zone eingeteilt, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Rom mitteilte. Restaurants und Bars dürfen dann nur Essen und Trinken zum Mitnehmen verkaufen. Museen haben wieder dauerhaft geschlossen. 12 Regionen bleiben in der Gelben Zone mit den lockersten Corona-Regeln.

    In ihrem wöchentlichen Corona-Lagebericht zeigten sich die Experten des Gesundheitsministeriums besorgt über die kursierenden Corona-Varianten. Es gebe einige Infektionsherde an der Adriaküste, die wohl auf die ansteckendere Variante aus Großbritannien zurückzuführen seien, hieß es. Die brasilianische Variante zirkuliere vor allem in der mittelitalienischen Provinz Perugia und in der Toskana. Auch die Südafrika-Variante wurde den Angaben zufolge bereits entdeckt.

    17.13 Uhr: Testpflicht bei Ausreise aus Tirol wird um zehn Tage verlängert

    Die Corona-Testpflicht bei der Ausreise aus dem österreichischen Bundesland Tirol wird um zehn Tage bis 3. März verlängert. Das habe das Gesundheitsministerium entschieden, teilte das Land heute mit. Seit 12. Februar müssen alle Ausreisenden wegen der in Tirol vermehrt aufgetretenen Südafrika-Variante des Coronavirus einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie in die angrenzenden Bundesländer Salzburg und Vorarlberg oder nach Deutschland wollen.

    An den 44 Kontrollstellen wurden in der ersten Woche laut Polizei knapp 100 000 Reisende kontrolliert. Fast 2000 Personen wurde die Weiterfahrt untersagt, weil sie keinen gültigen Corona-Test bei sich hatten. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. Es  drohen Strafen von bis zu 1450 Euro. Ausgenommen von der Testpflicht ist die Durchreise ohne Zwischenstopp. Auch Kinder bis zu zehn Jahren brauchen keinen Test.

    16.43 Uhr: Bayern setzt Sonntagsfahrverbot für Lkw bis Ende Februar aus

    Lastwagen ab 7,5 Tonnen dürfen in Bayern vorübergehend auch an Sonn- und Feiertagen unterwegs sein. Das Fahrverbot werde bis einschließlich 28. Februar ausgesetzt, teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit. Ziel sei es, die Transportlogistik zu unterstützen und "für funktionierende Lieferketten und Warenströme zu sorgen". Geschäfte und Firmen müssten bestmöglich mit Waren beliefert werden. 

    Hintergrund sind laut Herrmann die derzeitigen Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol. Verzögerungen entstünden beispielsweise, wenn Lastwagen-Fahrer den erforderlichen negativen Corona-Testnachweis nicht dabei hätten oder die digitale Einreiseanmeldung fehle.

    16.33 Uhr: Münchens OB sieht mehrere Möglichkeiten zu Lockerungen

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter sieht mehrere Möglichkeiten, die Corona-Maßnahmen zu lockern. Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz in der Landeshauptstadt unter 35 bleiben, könnten eventuell die Grundschulen zum Präsenzunterricht mit Maskenpflicht zurückkehren. Ebenso könnte die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen wegfallen und es wieder zwei Haushalten gestattet werden, sich zu treffen, sagte Reiter nach einer Videoschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    Der Münchner OB will diese Optionen zu Lockerungen von Fachleuten prüfen lassen und dann dem städtischen Krisenstab bei seiner nächsten Sitzung zur Entscheidung vorlegen. Eine Genehmigung müsste dann von der Regierung von Oberbayern eingeholt werden. Lockdown-Lockerungen in Handel, Kultur, Gastronomie und Amateursport müssten dagegen bayernweit geregelt werden.

    16.27 Uhr: Deutschland sagt bei G7-Gipfel 1,5 Milliarden Euro für Kampf gegen Corona zu

    Deutschland will den weltweiten Kampf gegen das Coronavirus mit weiteren 1,5 Milliarden Euro unterstützen. Eine entsprechende Zusage machte die Bundesregierung heute beim digitalen Gipfel der G7-Gruppe, wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz in Berlin mitteilte. Er sprach von einer "gewaltigen Summe", mit der unter anderem die internationale Covax-Initiative unterstützt werden solle, die sich für eine faire weltweite Verteilung der Corona-Impfstoffe einsetzt.

    16.04 Uhr: Großbritannien reduziert Personal zur Verfolgung von Corona-Kontakten

    Angesichts sinkender Corona-Fallzahlen reduziert Großbritannien bereits das Personal, das mit der Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten beauftragt ist. "Wir arbeiten daran sicherzustellen, dass unsere Dienstleistungen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben, und beobachten dabei auch die Fallzahlen, die Einfluss auf unsere Tätigkeiten haben", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage. Zuvor hatte der Sender "Sky News" über die bevorstehenden Stellenstreichungen berichtet, die den Recherchen zufolge bereits in Anfang März anstehen könnten.

    Wie man beim Anstieg der Fallzahlen neue Stellen für Tests und Nachverfolgung geschaffen habe, so reagiere man nun auf den Rückgang der Neuinfektionen, hieß es vom Gesundheitsministerium. Wie viele Stellen eingespart werden sollen, blieb unklar.

    15.51 Uhr: In Flensburg fast nur noch Infektionen mit mutiertem Virus

    In Flensburg werden nach Angaben von Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) inzwischen fast nur noch Corona-Infektionen mit der Variante B.1.1.7 festgestellt. In den vergangenen Tagen seien in 80 Fällen Mutanten nachgewiesen worden, erklärte Lange. Für die Einwohner gelten wegen der hohen Zahl an Ansteckungen in der Stadt von Sonnabend an zunächst für eine Woche nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Zudem sind private Treffen vorerst untersagt.

    15.35 Uhr: Auch FDP-Generalsekretär Wissing kritisiert Härtefallfonds

    Der FDP-Generalsekretär und rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Volker Wissing hat das Vorgehen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bei dem von ihm geplanten Härtefallfonds für Corona-geschädigte Unternehmen kritisiert. "Wir haben aus der Presse erfahren, dass die Hälfte der Mittel aus den Landeshaushalten kommen soll", erklärte Wissing. Altmaiers Zusage sei damit "ein ungedeckter Scheck". Der FDP-Politiker bemängelte auch, dass die Ausgestaltung des Fonds noch völlig unklar sei: "Überall im Land warten Unternehmen auf dringend benötigte Hilfen, und der Minister verkündet beim Wirtschaftsgipfel die nächste Luftbuchung, ohne ein Konzept dafür zu haben." Zuvor hatte sich auch Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) kritisch zu den Plänen Altmaiers geäußert.

    15.10 Uhr: Fahrradhändler drängen auf Öffnung ihrer Läden

    Fahrradhändler fordern, ihre Geschäfte trotz des Lockdowns wieder öffnen zu können. "Fahrräder und E-Bikes sind die idealsten Verkehrsmittel, um sich in der Corona-Krise gesund, umweltfreundlich und geschützt zu bewegen", erklärte der Vorsitzende der Einkaufsgenossenschaft ZEG, Georg Honkomp. Er verwies dabei auf das "nach wie vor hohe Infektionsrisiko im oft hoffnungslos überfüllten ÖPNV". Im Rahmen des geltenden Lockdowns sehen die Eindämmungsverordnungen der Bundesländer zwar in der Regel Ausnahmen für Fahrrad-Reparaturwerkstätten vor, nicht jedoch für den Verkauf. In Briefen an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) forderte die ZEG nun, dass auch dieser wieder öffnen kann.

    14.55 Uhr: Söder sieht noch Chancen für Osterurlaub in diesem Jahr

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht trotz der unklaren Perspektiven in der Corona-Krise noch Chancen für einen Osterurlaub in diesem Jahr. "Ostern ist noch völlig offen. Der Osterurlaub entscheidet sich in den nächsten drei Wochen", erklärte der CSU-Chef am Freitag nach einer Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und 96 bayerischen Kommunalpolitikern. Wer es jetzt sehr überstürze, "der gefährdet den Osterurlaub mehr als jemand, der es jetzt etwas langsamer angehen lässt". Bei der Konferenz von Bund und Ländern am 3. März könne dies besser eingeschätzt werden, meinte Söder.

    14.10 Uhr: Buchbranche fordert Öffnung der Buchhandlungen

    Rund 400 Buchhändler, Verleger und Autoren in Bayern fordern, dass die Buchhandlungen wieder öffnen dürfen. "Nach inzwischen zwei Monaten Lockdown und einem drastischen Umsatzrückgang sind wir mit unseren Autorinnen und Autoren in großer Sorge um unsere Unternehmen", heißt es in einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Die Branche betont in dem Schreiben den gesellschaftlichen Beitrag des Buchhandels zur Sicherung von Meinungsvielfalt und zur Stärkung der Demokratie. "In Zeiten des Lockdowns sind Bücher wichtiger denn je. Es wird mehr gelesen, die Menschen suchen nach Büchern, und sie wollen beraten werden."

    14.01 Uhr: Biontech/Pfizer-Impfstoff laut Studie nach erster Dosis hoch wirksam

    Der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer ist einer neuen Studie zufolge schon nach der ersten Dosis hoch wirksam. Bereits zwei bis vier Wochen nach der ersten Spritze liege die Wirksamkeit bei 85 Prozent, heißt es in der Untersuchung. Die Studie basiert auf Daten von medizinischem Personal des größten israelischen Krankenhauses, das in den vergangenen Wochen mit dem Vakzin geimpft wurde. Untersucht wurden mehr als 9000 Mitarbeiter des Sheba-Krankenhauses bei Tel Aviv, von denen rund 7000 geimpft wurden.

    13.52 Uhr: San Marino lässt russischen Impfstoff zu

    Der Kleinstaat San Marino hat den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zugelassen. In den kommenden Tagen erwarte die Republik bereits die ersten Dosen, teilte das Staatssekretariat für auswärtige Angelegenheiten mit. "Das Einverständnis mit dem Russian Direct Investment Fund war dank der starken internationalen Beziehungen zwischen San Marino und der Russischen Föderation möglich", hieß es.

    13.41 Uhr: Niederländische Regierung kämpft für Ausgangssperre

    Die niederländische Regierung setzt sich mit aller Macht sowohl im Parlament als auch vor Gericht für die Aufrechterhaltung der Ausgangssperre als Maßnahme gegen die Corona-Pandemie ein. Vor dem Berufungsgericht forderte der Anwalt des Staates in Den Haag, dass das richterliche Verbot der Maßnahme aufgehoben werde. Die Ausgangssperre sei "dringend notwendig", um die Verbreitung von Virus-Mutanten einzudämmen. Zugleich war die Erste Kammer des Parlamentes zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen, um über ein neues Notgesetz zu entscheiden.

    13.02 Uhr: Bundesregierung will "Jojo-Effekt" bei Lockerungen vermeiden

    Die Bundesregierung hat erneut ein vorsichtiges Vorgehen bei Lockerungen von Corona-Beschränkungen angemahnt. Es gehe um eine sichere Strategie, über die auch eine dazu eingesetzte Bund-Länder-Arbeitsgruppe weiter berate, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert. Öffnungen dürften nicht unmittelbar dazu führen, dass die Neuinfektionen wieder hochschnellten und es einen "Jojo-Effekt" gebe - und dann Öffnungsschritte wieder rückgängig gemacht werden müssten.

    12.53 Uhr: Merkel setzt weiter auf vorsichtigen Corona-Kurs

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor Kommunalpolitikern ihren vorsichtigen Corona-Kurs verteidigt. Nur bei niedrigen Inzidenzen seien mehr Öffnungen zu vertreten, erklärte sie in einer nicht öffentlichen Videoschalte mit rund 100 bayerischen Politikern. Bei Lockerungen habe für sie Schule weiterhin Priorität, sagte Merkel den Angaben aus Teilnehmerkreisen zufolge. Danach könnten dann weitere Öffnungen in den Bereichen Einzelhandel, Veranstaltungen, Kultur und Sport klug kombiniert werden.

    12.46 Uhr: Maskenpflicht in Tschechien wird verschärft

    Tschechien verschärft die bestehende Maskenpflicht in allen Innen- und Außenbereichen. Von Montag an muss in Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln und Krankenhäusern mindestens eine partikelfiltrierende Atemschutzmaske oder eine Nano-Schutzmaske getragen werden. Das kündigte Gesundheitsminister Jan Blatny an. Er empfahl das Tragen einer FFP2- oder FFP3-Maske. Erlaubt seien aber auch zwei OP-Masken übereinander.

    12.11 Uhr: Auch russischer Impfstoff soll in Afrika eingesetzt werden

    Afrika will beim Kampf gegen das Coronavirus auch bis zu 300 Millionen Dosen des russischen Sputnik-Impfstoffs einsetzen. Ein entsprechendes Angebot aus Moskau inklusive günstiger Finanzierungsbedingungen liege der Beschaffungskommission der Afrikanischen Union (Avatt) vor, teilte das Gremium mit. Die von Avatt bisher schon beschafften 270 Millionen Dosen von den Unternehmen Astrazeneca, Pfizer sowie Johnson & Johnson seien bereits alle von den 55 Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union gebucht. Ab Mai würden Impfungen mit Sputnik V-Impfstoffen möglich sein.

    11.57 Uhr: EU will 500 Millionen Euro für Impfstoff-Versorgung zusagen

    Die Europäische Union will bei der Videokonferenz der G7-Staaten weitere 500 Millionen Euro für die Versorgung ärmerer Länder mit Corona-Impfstoffen zusagen. 300 Millionen Euro davon sollen als Zuschuss fließen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Die restlichen 200 Millionen Euro würden als ein über den EU-Haushalt abgesicherter Kredit vergeben. Zudem ist den Angaben zufolge geplant, 100 Millionen Euro zur Unterstützung von Impfkampagnen in Afrika bereit zu stellen. Die 500 Millionen Euro sollen konkret der Initiative Covax zu Gute kommen, die unter anderem eine faire Impfstoff-Verteilung gewährleisten will.

    11.46 Uhr: Bundeswirtschaftsministerium verteidigt Pläne für Härtefallfonds

    Das Bundeswirtschaftsministerium hat Kritik aus den Ländern zu Plänen für einen Härtefallfonds bei Coronahilfen zurückgewiesen. Der Fonds solle vor allem ein Angebot an die Länder sein, um damit bessere Möglichkeiten und Flexibilitäten bei der Prüfung und Administration von Einzelfällen zu ermöglichen, teilte ein Sprecher von Minister Peter Altmaier (CDU) teilte mit. Man sei bereit, bundesseitig Geld zur Verfügung zu stellen. "Wir wollen ein Angebot an die Länder richten, keinesfalls eine Pflicht", hieß es.

    11.33 Uhr: Deutsche Polizeigewerkschaft rechnet mit mehr Verstößen

    Die Deutsche Polizeigewerkschaft rechnet mit Blick auf die angekündigten milden Temperaturen am Wochenende mit mehr Verstößen gegen die Corona-Regeln. Das schöne Wetter könne dazu verleiten, leichtsinnig zu werden, sagte der Vorsitzende Rainer Wendt. Er appellierte daher die Bürger, sich auch bei frühlingshaften Temperaturen an Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten. Zudem kündigte Wendt an, dass die Polizei "mit ganzer Kraft" gegen Verstöße vorgehen und verstärkt die Einhaltung der Regeln im Freien kontrollieren werde.

    10.56 Uhr: RKI rechnet mit mehr Corona-Ausbrüchen

    Das Robert Koch-Institut rechnet in den kommenden Wochen mit mehr Corona-Ausbrüchen. "Wir stehen möglicherweise erneut an einem Wendepunkt", erklärte Präsident Lothar Wieler. Der rückläufige Trend der vergangenen Wochen setze sich offenbar nicht mehr fort. Die Fallzahlen stagnierten, in vielen Bundesländern sei ein Plateau entstanden. Doch das sei zu hoch. "Wir wissen noch nicht genau, ob die besorgniserregenden Varianten dabei eine Rolle spielen", sagte Wieler. Der Anteil der Variante B 1.1.7. steige jedoch rasant an. Deshalb erwarte er in den kommenden Wochen mehr Ausbrüche.

    10.04 Uhr: Spahn mahnt zur Vorsicht

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat davor gewarnt, bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie nachlässig zu werden. "Das Virus gibt nicht einfach auf", erklärte er angesichts der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen. Neben besorgniserregenden Mutationen gebe es beim Sinken der Neuinfektionen gerade "eine Seitwärtsbewegung". Das Bedürfnis nach einem Ende des Lockdowns sei greifbar. Bei Öffnungen gelte es aber, behutsam und vorsichtig vorzugehen, um das Erreichte nicht zu gefährden.

    9.36 Uhr: Wirtschaft fordert einheitliche Strategie bei Lockerungen

    Die Wirtschaft dringt auf ein bundesweit einheitliches Konzept für Lockerungen bei den geltenden Corona-Schutzmaßnahmen. "Es muss Schluss sein mit den Unklarheiten und der Kakophonie zu möglichen Öffnungen", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Handelsverbands, Stefan Genth. Im Rahmen eines bundeseinheitlichen Stufenplans solle es erste Öffnungsschritte für den Einzelhandel bereits bei Inzidenzwerten von mehr als 35 oder 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen geben, forderte der HDE. Die Branche habe gezeigt, dass sie kein Treiber der Pandemie sei. Deshalb gebe es "keinen sachlichen Grund, die Geschäfte weiterhin ohne verlässliche Öffnungsperspektive geschlossen zu halten", sagte Genth.

    9.17 Uhr: Bayern lehnt Altmaiers Pläne für Corona-Härtefallfonds ab

    Der Freistaat will sich nicht an den Corona-Sonderfonds für Firmen beteiligen, die Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ins Gespräch gebracht hatte. "Ein derartiges neues Härtefallprogramm des Bundes auf Kosten der Länder lehnen wir ab", erklärte der bayerische Finanzminister Albert Füracker (CSU). Die bestehenden Hilfsprogramme des Bundes für unter der Pandemie leidende Unternehmen müssten vielmehr endlich so gestaltet werden, dass sogenannte Härtefälle gar nicht erst entstünden. Man brauche keine zusätzliche Bürokratie durch neue Sonderprogramme, sondern endlich die Auszahlung der zugesagten Gelder. "Was der Bund versprochen hat, muss er auch einhalten", betonte Füracker.

    Altmaier hatte am Dienstag nach einem Wirtschaftsgipfel überraschend einen Härtefallfonds für Firmen angekündigt, die die bisherigen Hilfskriterien nicht exakt erfüllen oder wo spezielle Verhältnisse in bestimmen Branchen nicht erfasst sind. Bundesseitig ist von einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro die Rede. Altmaier muss den Fonds aber noch mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) abstimmen.

    9.02 Uhr: Situation an Grenzen zu Tschechien und Österreich entspannt

    Die Verkehrslage an den bayerischen Grenzen zu Tschechien und Österreich ist heute Morgen weitgehend entspannt geblieben - trotz Kontrollen bei der Einreise. "Wir haben kaum Stau gehabt", sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Rosenheim zur Situation an der Grenze zu Österreich. "Wir haben allerdings auf wenige hundert Meter stockenden Verkehr bei den Lastwagen." Auch an der Grenze zu Tschechien gebe es keine längeren Wartezeiten. "Die Verkehrslage ist entspannt", teilte ein Sprecher der Bundespolizei in Selb mit. Es komme vereinzelt vor, dass Grenzgänger zurückgewiesen würden.

    8.18 Uhr: Gastgewerbe-Umsatz bricht 2020 um mehr als ein Drittel ein

    Hotels, Restaurants und Kantinen haben im Corona-Jahr 2020 einen Rekordeinbruch erlitten. Nach zuvor zehn Wachstumsjahren in Folge fielen die Umsätze im deutschen Gastgewerbe laut Statistischem Bundesamt um 36,6 Prozent. Preisbereinigt hätte der Rückgang sogar 39 Prozent betragen. Die Statistiker verschärften damit noch einmal ihre erste Schätzung aus dem Januar. Grund sind der Lockdown im Frühjahr und Eindämmungsmaßnahmen am Jahresende im Kampf gegen die Pandemie. Restaurants und Kneipen mussten schließen und dürfen nur noch Außer-Haus-Service anbieten, während Hotels und Pensionen nur Geschäftsreisende aufnehmen können.

    7.55 Uhr: Corona-Vorzeigestaat Neuseeland startet Impfungen

    Neuseeland hat mit Impfungen gegen das Corona-Virus begonnen. In dem Inselstaat im Südpazifik hätten zunächst rund zwei Dutzend Impfärzte das Mittel von Biontech/Pfizer gespritzt bekommen. Ab dem Wochenende sollten dann etwa 12.000 Beschäftigte an den Landesgrenzen, etwa an Flughäfen und Häfen, sowie in Quarantäneeinrichtungen die erste Dosis erhalten. Wegen extrem strenger Maßnahmen und genauer Kontaktverfolgungen ist Neuseeland bislang sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen. Die meisten Infizierten werden nach der Einreise während einer vorgeschriebenen Quarantäne entdeckt. Lokal übertragene Fälle gibt es kaum noch.

    7.25 Uhr: Bundesregierung beruft Impfstoff-Beauftragten

    Die Bundesregierung beruft einen Sonderbeauftragten für die Produktion von Corona-Impfstoff. Damit wolle sie Deutschlands Versorgung mit Vakzinen beschleunigen. Der Beauftragte solle Ansprechpartner der Hersteller sein und ihnen helfen, ihre Produktion zu steigern. Zu seinen Aufgaben zähle, dafür zu sorgen, dass die Unternehmen genügend Rohstoffe bekommen und die Lieferketten nicht ins Stocken geraten. Den Posten übernehme Christoph Krupp, der bisherige Chef der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und Weggefährte von Finanzminister Olaf Scholz.

    7.00 Uhr: Mehrheit für Impfpriorisierung bei Lehrern und Erziehern

    Eine große Mehrheit der Deutschen hat sich dafür ausgesprochen, Lehrer und Erzieher bei den Corona-Impfungen zu bevorzugen. Das geht aus einer Umfrage der Meinungsforscher von YouGov Deutschland hervor. Demnach fänden es 36 Prozent der Befragten "angemessen" und 37 Prozent "eher angemessen", wenn Lehrer und Erzieher einen Vorzug erhielten. Lediglich 15 Prozent sprechen sich gegen eine Priorisierung aus. 12 Prozent der Befragten machten keine Angabe.

    Nach mehrwöchiger Schließung sollen in vielen Bundesländern ab kommender Woche Schulen und Kitas wieder schrittweise öffnen. Nach der aktuellen Corona-Impfverordnung sind Erzieher und Lehrkräfte erst in der dritten Gruppe (erhöhte Priorität) an der Reihe. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder hatten das Gesundheitsministerium bei ihrer jüngsten Beratung gebeten, eine höhere Priorisierung von Grundschullehrern und Kita-Erziehern zu prüfen.

    6.30 Uhr: Mehr als zehn Millionen Corona-Infizierte in Brasilien

    Nach den USA und Indien hat Brasilien als drittes Land die Marke von zehn Millionen Corona-Infizierten überschritten. Dies geht aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília hervor. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so groß wie Deutschland.

    Im größten Land Lateinamerikas wurde erst im Januar mit den Impfungen begonnen. Angesichts fehlenden Impfstoffs stoppten große Städte wie Rio de Janeiro oder Salvador diese Woche die Corona-Impfungen. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hatte in der Vergangenheit mit der Verharmlosung des Coronavirus Aufsehen erregt und zieht mittlerweile auch den Sinn einer Impfung in Zweifel.

    06.20 Uhr: 9.113 Corona-Neuinfektionen in Deutschland und 508 neue Todesfälle gemeldet

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9.113 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 508 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI hervorgeht. Damit sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz auf 56,8, am Vortag lag sie noch bei 57,1. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

    06.08 Uhr: Massiver Rückgang der Corona-Fälle in London

    Eine großangelegte Studie in Großbritannien geht von einem Rückgang der Corona-Infektionen in London um 80% im vergangenen Monat aus. Als Grund werden die Lockdown-Maßnahmen genannt. Das Imperial College London testete für die Studie landesweit 85.000 Menschen zwischen dem 4. und 13. Februar auf das Coronavirus. Dabei stellte sich den Angaben nach heraus, dass durchschnittlich etwa einer von 200 Menschen infiziert war - ein Rückgang um zwei Drittel im Vergleich zum Vormonat. Am deutlichsten fiel der Rückgang in der Hauptstadt aus. Gesundheitsminister Matt Hancock nannte den Rückgang ermutigend, rief aber dazu auf, wachsam zu bleiben.

    4.00 Uhr: Lambrecht: Länder müssen Verhältnismäßigkeit von Corona-Regeln prüfen

    Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat die Landesregierungen aufgerufen zu untersuchen, ob ihre Corona-Maßnahmen noch verhältnismäßig sind. "Wir müssen Tag für Tag und Woche für Woche genau schauen, wie sich die Entwicklung darstellt", sagte Lambrecht der Augsburger Allgemeinen. "Begründungspflichtig ist die Anordnung von Einschränkungen und nicht deren Lockerung." Die Gerichte würden das sehr genau beobachten. Diese genaue Kontrolle sei nicht nur ein Gebot des Rechtsstaats, sondern trage auch zur Akzeptanz der Corona-Entscheidungen in der Bevölkerung bei. Sie unterstrich: "Grundrechtseingriffe müssen immer verhältnismäßig und gut begründet sein."

    00.17 Uhr Novavax produziert 1,1 Milliarden Corona-Impfdosen für ärmere Länder

    Der US-Impfstoffentwickler Novavax hat der Lieferung von 1,1 Milliarden Dosen seines noch in der Entwicklung befindlichen Corona-Vakzins an ärmere Länder zugestimmt. Das Mittel solle über das von den Vereinten Nationen unterstützte Covax-Programm eingesetzt werden, an dem mehr als 190 Staaten beteiligt sind. Das Covax-Programm soll eine global gleichmäßige und gerechte Verteilung von Covid-19-Impfstoffen sicherstellen. Geführt wird die Initiative von Gavi, den Vereinten Nationen und der internationalen Vakzin-Initative Coalition for Epidemic Preparedness Innovations.

    00.02 Uhr: Virologe Streeck - Testweise Restaurants öffnen

    In der Debatte um Lockerungen von Corona-Auflagen hat sich der Virologe Hendrik Streeck dafür ausgesprochen, Gastronomiebetriebe probeweise aufzumachen. "Man sollte jetzt testweise Restaurants öffnen und diverse Hygienemaßnahmen, von der Distanz zwischen den Tischen über die Lüftung bis hin zur Kontaktnachverfolgung auf den Prüfstand stellen", sagte Streeck dem Nachrichtenmagazin "Focus". Derzeit herrsche "die Tendenz vor, alles zu schließen. Dabei könnten Restaurants mit guten Vorkehrungen sicherer sein als der häusliche Bereich", betonte Streeck.

    Donnerstag, 18. Februar 2021

    23.40 Uhr: Biden will Impfinitiative Covax mit Milliarden unterstützen

    Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden will laut US-Vertretern beim G7-Treffen dem von dem WHO angeführten Covax-Programm vier Milliarden Dollar zusagen. Davon sollten zwei Milliarden Dollar sofort zur Verfügung gestellt werden, sagen die US-Vertreter. Die restlichen zwei Milliarden Dollar sollen in den nächsten zwei Jahren fließen. Die Covax-Initiative soll einen weltweit gleichmäßigen und gerechten Zugang zu Corona-Impfstoffen garantieren.

    22.47 Uhr: Carnegie Hall sagt erstmals komplette Spielzeit ab

    Die berühmte Carnegie Hall in New York sagt zum ersten Mal in der 130-jährigen Geschichte des Konzerthauses eine ganze Spielzeit ab. Das Konzerthaus im New Yorker Stadtteil Manhattan sagte alle Darbietungen an seinen drei Spielstätten vom 6. April bis zum Juli ab und verwies dabei auf die Corona-Pandemie. Den Betrieb hatte die Carnegie Hall bereits am 13. März eingestellt – zunächst vorläufig. Jetzt hoffe man, im Oktober zur neuen Spielzeit wieder öffnen zu können, hieß es.

    Die weltberühmte Metropolitan Opera in New York verpasst ebenfalls zum ersten Mal eine volle Spielzeit. Auch die Shows am Broadway pausieren seit März.

    22.34 Uhr: Müller meldet sich nach Corona-Infektion "wieder gesund"

    Bayern-Profi Thomas Müller hat seine Corona-Infektion nach eigener Aussage überstanden. "Ich bin wieder gesund und fühle mich gut", sagte der 31-Jährige am Abend in einem Video bei Instagram. Der Fußball-Weltmeister von 2014 war vor einer Woche bei der Club-Weltmeisterschaft in Katar positiv getestet worden, musste getrennt von der Mannschaft des Rekordmeisters nach München fliegen und befindet sich seitdem in häuslicher Isolation.

    "Richtig Spannendes" gebe es nicht zu erzählen, sagte der Vize-Kapitän der Bayern. Er müsse nun abwarten "und ein bisschen vorsichtig sein, bevor es in Richtung härteres Training" gehe. Dafür müsse er noch ein paar Untersuchungen abwarten, da gebe es noch keinen neuen Stand.

    22.14 Uhr: Slowakei impft vorerst nicht mit russischem Sputnik V

    Die Slowakei wird den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V entgegen dem Willen ihres Regierungschefs vorerst nicht bestellen. Die kleinste der vier Koalitionsparteien legte in einer Regierungssitzung am Abend ihr Veto dagegen ein, wie die staatliche Nachrichtenagentur TASR meldete. Damit darf Sputnik V in der Slowakei erst eingesetzt werden, wenn die europäische Arzneimittel-Agentur EMA eine - vom russischen Hersteller noch gar nicht beantragte - Zulassung erteilt hat.

    22.00 Uhr: Macron - Reiche Länder sollen Impfdosen an ärmere abgeben

    Der französische Präsident setzt sich dafür ein, dass reiche Länder vier bis fünf Prozent ihrer Corona-Impfdosen möglichst schnell an ärmere Länder abgeben. Er habe dies mit Bundeskanzlerin Angela Merkel besprochen und sie unterstütze dies, sagte Emmanuel Macron in einem heute veröffentlichten Interview mit der "Financial Times".

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf begrüßte diesen Vorstoß. "Sehr willkommen, eine fantastische Entwicklung", sagte der Covid-Berater der WHO, Bruce Alyward. Es könne dazu beitragen, dass Ziel zu erreichen, dass Gesundheitsmitarbeiter in aller Welt in den ersten 100 Tagen dieses Jahres geimpft werden. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte, dass die WHO viele reiche Länder um Impfdosen-Spenden gebeten habe. "Das ist im Interesse aller, weil wir dem Virus damit schneller den Garaus machen können und das dabei hilft, die Wirtschaft schneller anzukurbeln", sagte er.

    Die WHO kritisiert seit Wochen, dass in reichen Ländern teils schon jüngere Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden, während es in den meisten ärmeren Ländern bislang selbst für Pflegepersonal noch keinen Impfstoff gibt.

    21.41 Uhr: UN-Hilfsfonds - 3,8 Milliarden Dollar für arme Landbevölkerung

    Der UN-Hilfsfonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) plant in der Corona-Pandemie Milliardenhilfen für die Landbevölkerung in armen Regionen. Wie die Organisation mitteilte, sollen für einen Zeitraum von 2022 bis 2024 insgesamt 3,8 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) in Form von Krediten und Spenden ausgezahlt werden. Die "Rekordfinanzierung" werde rund 140 Millionen Menschen in den instabilsten und entlegensten Regionen der Welt zugute kommen.

    Ziel sei es, die Menschen angesichts der "verheerenden sozioökonomischen Folgen" der Corona-Pandemie und des Klimawandels zu unterstützen, erklärte der UN-Fonds. Im 2021 auslaufenden Programmzeitraum hatte die Organisation insgesamt 3,4 Milliarden Dollar zur Verfügung.

    21.02 Uhr: Biontech/Pfizer untersuchen Wirkung Impfstoff bei Schwangeren

    Das US-Pharmaunternehmen Pfizer und sein Mainzer Partner Biontech haben eine klinische Studie gestartet, um ihren Corona-Impfstoff bei Schwangeren zu testen. Bei der Phase-2/3-Studie werden rund 4000 schwangere Frauen unter anderem in den USA, Großbritannien, Spanien, Brasilien und Südafrika geimpft, wie die Pharmaunternehmen mitteilten. Erste Teilnehmerinnen seien in den USA bereits geimpft worden. Es sei an der Zeit, "den nächsten Schritt zu gehen und unser klinisches Programm auf weitere gefährdete Bevölkerungsgruppen wie schwangere Frauen zu erweitern", sagte Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci. "Schwangere Frauen haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen und einen schweren Covid-19-Verlauf", erklärte William Gruber, Vize-Entwicklungsleiter bei Pfizer.

    Die Teilnehmerinnen der Studie sind nach Angaben der beiden Unternehmen mindestens 18 Jahre alt und werden in der 24. bis 34. Schwangerschaftswoche geimpft. Die Studie soll auch die Sicherheit der Kinder der schwangeren Frauen untersuchen, sowie die Übertragung potenziell schützender Antikörper auf den Nachwuchs.

    20.47 Uhr: USA wollen bei G7-Treffen Fokus auf Covid und China legen

    Beim virtuellen Treffen der sieben führenden Industriestaaten (G7) wollen die USA den Fokus auf die Coronavirus-Pandemie und China legen. Präsident Joe Biden werde am Freitag insbesondere "die Impfstoff-Produktion und die Verteilung von Gütern" besprechen, sagte seine Sprecherin Jen Psaki. Zudem werde Biden betonen, dass alle Industriestaaten weiter die Konjunktur unterstützen müssten. Zu der Volksrepublik verwies sie auf die Notwendigkeit einer "Aktualisierung der globalen Rollen, um wirtschaftliche Herausforderungen wie die von China zu bewältigen". Zu den G7 gehören neben den USA auch Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Großbritannien und Kanada.

    20.38 Uhr: Berlins Regierungschef Müller - Impfstoff nicht verfallen lassen

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) will verhindern, dass Astrazeneca-Impfdosen in der Hauptstadt ungenutzt bleiben. "Ich werde nicht zulassen, dass Zehntausende Impfdosen in unseren Schränken lagern, wenn sich gleichzeitig Millionen Menschen bundesweit sofort damit immunisieren lassen würden", sagte Müller dem "Tagesspiegel". Wer den Impfstoff nicht wolle, habe damit erst einmal seine Chance vertan, so der SPD-Politiker. "Wir werden den Impfstoff dann anderen anbieten."

    Der Regierungschef will sich laut Bericht schnell mit den anderen Bundesländern auf das Vorgehen verständigen. Es müsse geprüft werden, welche Gruppen als nächstes mit Astrazeneca geimpft werden könnten. Müller schlägt demnach Angebote für Lehrkräfte, Erzieher, Polizei und Feuerwehr vor. Aber auch Impfungen für den Einzelhandel und für Mitarbeiter im Nahverkehr seien denkbar.

    Im Berliner Impfzentrum Tegel, das Astrazeneca anbietet, ist die Nachfrage mit rund 5.000 Immunisierungen bisher laut Gesundheitsverwaltung "etwas hinter den Erwartungen" zurückgeblieben. Die Vorbehalte gegen das Präparat sind aus Sicht von Wissenschaftlern unbegründet.

    20.21 Uhr: Paul-Ehrlich-Institut - Impfstoff von Astrazeneca ist hochwirksam

    Das Paul-Ehrlich-Institut stellt Fakten zu dem Astrazeneca-Impfstoff zusammen. Dieser sei "hochwirksam", heißt es in dem Dokument. "Impfreaktionen treten nach der Gabe des Impfstoffs verhältnismäßig häufig auf." Diese seien jedoch von kurzer Dauer und spiegelten in der Regel die normale Immunantwort des Körpers wider. "Von der erwarteten Schutzwirkung profitiert jeder einzelne Geimpfte."

    19.57 Uhr: Augsburger Uni-Klinik nimmt derzeit keine Corona-Patienten mehr auf

    Das Universitätsklinikum Augsburg nimmt derzeit keine Covid19-Patienten mehr auf. Wie die Augsburger Allgemeine Zeitung berichtet, verhängte die Klinikleitung den Aufnahmestopp, weil bei Corona-Patienten sowohl die britische als auch die südafrikanische Virusvariante festgestellt wurde. Auf einer weiteren Nicht-Corona-Station wurde zudem ein Patient positiv auf das Virus getestet. Ob die Ansteckung vor oder während dessen Klinikaufenthalts erfolgte, ist unklar. Transportfähige Corona-Patienten werden nun nicht mehr in andere Krankenhäuser verlegt, um die Ausbreitung der Mutationen zu verhindern. Weil damit keine Betten auf der hochspezialisierten Station mehr frei werden, wurde der Aufnahme-Stopp verhängt. Wie die Klinik der Zeitung weiter mitteilte, werde sich die Lage voraussichtlich Mitte kommender Woche wieder normalisieren.

    19.50 Uhr: Niederländisches Parlament stimmt Notgesetz zur Ausgangssperre zu

    Im Streit um die coronabedingte Ausgangssperre in den Niederlanden hat die Zweite Kammer des Parlaments im Eilverfahren einem Notgesetz zur Legalisierung der Maßnahme zugestimmt. Eine breite Mehrheit unterstützte am Donnerstagabend in Den Haag einen Gesetzesvorschlag der Regierung.

    Die abendliche Ausgangssperre gilt bereits seit Mitte Januar, war aber von einem Verwaltungsgericht am Dienstag für unrechtmäßig erklärt worden. Die Regierung hatte die Ausgangssperre auf Grundlage eines Notgesetzes verhängt, nach Auffassung des Gerichts handelte es sich aber nicht um eine akute Notsituation. Das Gericht hatte mit dem Urteil einer Corona-Protestgruppe recht gegeben.

    Die Regierung hatte daraufhin Berufung eingelegt, über die am Freitag verhandelt werden soll. Zugleich hatte sie auch ein neues Gesetz vorgelegt, nach dem die Ausgangssperre in die bereits bestehenden Corona-Regeln integriert werden soll.

    19.17 Uhr: Anteil britischer Corona-Variante in Frankreich bei 36 Prozent

    Auch in Frankreich breitet sich die britische Coronavirus-Variante schnell aus: 36 Prozent aller positiv Getesteten sind inzwischen damit infiziert, wie Gesundheitsminister Olivier Véran am Abend in Paris mitteilte. Vor gut einem Monat lag der Anteil noch bei rund einem Prozent, allerdings wurden die Tests auch weniger auf Mutanten analysiert. In Deutschland liegt der Anteil der britischen Variante derzeit laut Bundesregierung bei über 22 Prozent.

    Andere Virus-Varianten machen in Frankreich nach Vérans Angaben rund fünf Prozent aus. Im Verwaltungsbezirk Moselle an der Grenze zu Deutschland waren zuvor hunderte Infektionen mit der südafrikanischen Variante aufgetreten, gegen die bestimmte Impfstoffe möglicherweise nicht wirken.

    19.08 Uhr: Mehr als 100.000 Corona-Tote in Afrika

    In Afrika sind seit dem Beginn der Pandemie mehr als 100.000 Corona-Tote registriert worden. In den 54 afrikanischen Ländern wurden insgesamt mehr als 3,3 Millionen Infektionen gemeldet, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden ergab. Damit ist Afrika bisher in weit geringerem Ausmaß von der Pandemie betroffen als Europa, Lateinamerika oder Nordamerika.

    In Afrika ist derzeit Südafrika am schlimmsten getroffen. Dort wurden mit mehr als 48.400 Toten fast die Hälfte aller Sterbefälle auf dem Kontinent gemeldet. In Südafrika breitet sich eine mutierte Version des Coronavirus aus, die als deutlich ansteckender gilt als frühere Varianten.

    18.25 Uhr: Landräte von Grenzregionen fordern mehr Impfstoff

    Zwei Landräte von Regionen an der tschechischen Grenze fordern mehr Corona-Impfstoff. Durch die Lage seien sie besonders von der Pandemie betroffen, so die Landräte von Tirschenreuth und Hof, Roland Grillmeier und Oliver Bär. Auch die Grenzlandkreise bräuchten laut Grillmeier eine Öffnungsperspektive. Sollten die Zahlen etwa mit einer Testpflicht nicht sinken, könnten mehr Impfungen helfen, die Situation zu entspannen, nicht nur an der Grenze zu Tschechien, sondern auch nördlicher an der Grenze zu Polen. Landrat Oliver Bär aus dem Landkreis Hof schlägt vor, möglichen überschüssigen Impfstoff aus anderen Regionen in Grenzlandkreisen zu liefern.

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sieht derzeit keine Möglichkeit, mehr Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Impfstoff sei ein begrenztes Gut.

    17.39 Uhr: Bundeswehr bekommt Kontingent von 10.000 Astrazeneca-Impfdosen

    Die Bundeswehr hat für die Impfung ihrer Soldatinnen und Soldaten ein Impfstoffkontingent von 10.000 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs bekommen. Die Impfstoffe können sowohl für Teilnehmer von Auslandseinsätzen, als auch für Soldaten, die etwa in Pflegeheimen oder Gesundheitsämtern mithelfen, verwendet werden, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte. Auf das von der Bundeswehr verwaltete Kontingent haben demnach auch etwa die Bundespolizei und der Zoll Zugriff.

    Der Impfstoff soll zunächst an Soldatinnen und Soldaten verimpft werden, die zeitnah in den Auslandseinsatz kommen oder noch mindestens vier Wochen im Einsatz sind. Sie sollen nach Ministeriumsangaben "kurzfristig eine (Erst-)Impfung erhalten". Auch eine entsprechende Zweitimpfung ist in dem Kontingent vorgesehen.

    17.16 Uhr: Astrazeneca verspricht fast 100 Prozent Schutz vor schwerem Covid-19-Verlauf

    Der schwedisch-britische Pharmakonzern Astrazeneca hat Berichte zurückgewiesen, wonach sein Corona-Impfstoff weniger vor einer Covid-19-Erkrankung schützt als andere Präparate. Das Vakzin schütze "tatsächlich zu mehr oder weniger 100 Prozent vor den schweren Verläufen der Erkrankung", sagte Klaus Hinterding, Vice President Medical und Regulatory bei Astrazeneca Deutschland im Inforadio vom rbb. Das habe man in den klinischen Studien sehr deutlich nachgewiesen. "Was oft verwirrend wirkt, ist der Unterschied zwischen dem Schutz vor schweren Verläufen und dem Schutz vor einer Ansteckung." Die Zahlen, die in der Öffentlichkeit kursierten, hingen sehr stark davon ab, was genau in den klinischen Studien untersucht wurde.

    Hinterding betonte, "dass unser Vakzin erstens sicher ist und auch effektiv." Sicher sei es vor allem auch, weil es in großen klinischen Studien untersucht worden sei. "Das wichtigste ist, jeder Impfstoff schützt besser als gar keine Impfung. Das schlechteste, was man tun kann, ist tatsächlich, sich gar nicht impfen zu lassen."

    17.04 Uhr: 27 Prozent wollen im Frühjahr oder Sommer laut Umfrage in Deutschland verreisen

    27 Prozent der Deutschen planen für das Frühjahr oder den Sommer eine Urlaubsreise innerhalb Deutschlands. Das geht aus einer Umfrage des Instituts Forsa für die Sender RTL und n-tv hervor. 13 Prozent der Befragten wollen demnach ungeachtet der Corona-Pandemie ins Ausland fahren. 39 Prozent gaben demnach an, sie wollten in diesem Frühjahr oder Sommer nicht verreisen.

    Die Mehrzahl der Reisewilligen will dagegen lieber noch abwarten, bis etwa klar ist, welche Reiseregelungen bis dahin gelten. Das betrifft 73 Prozent bei einer Deutschlandreise und 66 Prozent bei einer Auslandsreise. Besondere "Reisefreiheiten" für gegen das Coronavirus Geimpfte befürworteten 54 Prozent der Befragten. Allerdings sollten diese erst gelten, sobald Impfstoff für alle zur Verfügung steht.

    16:42 Uhr: Tschechien fordert Lockerungen bei deutschen Grenzkontrollen

    Der tschechische Außenminister Tomas Petricek hat seinen deutschen Kollegen Heiko Maas dazu aufgefordert, die strikten Maßnahmen an den Grenzen zu überdenken. Das teilte der Sozialdemokrat bei Twitter nach einer gemeinsamen Videokonferenz mit. Ähnlich hätten sich dabei die Außenminister Österreichs und der Slowakei geäußert. "Leider erwarten wir in der nächsten Zeit keine radikalen Änderungen", konstatierte der tschechische Chefdiplomat. Die deutsche Seite habe bekräftigt, dass etwaige Lockerungen von einer Verbesserung der Corona-Lage im jeweiligen Land abhängig seien. In Tschechien verbessere sich diese derzeit nicht, gestand Petricek offen ein.

    Die Bundesregierung hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols in Österreich zu sogenannten Virusvariantengebieten erklärt. Seit Sonntag dürfen von dort nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen einen negativen Corona-Test mitführen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

    16.25 Uhr: EU-Staaten vereinbaren Liste mit Corona-Schnelltests zur Anerkennung

    Die EU-Staaten haben sich auf eine Liste von Antigen-Schnelltests geeinigt, deren Ergebnisse in allen Länder anerkannt werden sollen. Zudem wurde festgelegt, welche Daten künftig in den Testergebnissen enthalten sein sollen, wie die EU-Kommission mitteilte. Schnelltests seien entscheidend, um die Ausbreitung des Coronavirus zu überwachen und zu bremsen, schrieb EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf Twitter.

    Der Beschluss sieht vor, dass die Ergebnisse von 16 Schnelltests gegenseitig anerkannt werden. Darunter ist beispielsweise ein Test von Siemens Healthineers. Die Ergebnisse sollen sowohl in der Sprache des Landes, in dem der Test gemacht wurde, als auch in Englisch verfügbar sein. Bereits im Januar hatten die EU-Staaten entschieden, an einer solchen Liste zu arbeiten, um grenzüberschreitenden Verkehr zu erleichtern.

    16.20 Uhr: Gedenkgottesdienste für Covid-19-Verstorbene im Bistum Passau

    In den Gemeinden des Bistums Passau soll am 27. Februar in Gottesdiensten der an Covid-19 Verstorbenen gedacht werden. Bischof Stefan Oster werde den Sonntagsgottesdienst am Tag darauf ebenfalls für die Coronaopfer feiern, wie das Bistum mitteilte. "Wir wollen als Kirche der Trauer von Menschen, die Angehörige an das Virus verloren haben, gebührenden Raum geben und die Botschaft der Hoffnung, die Christus in diese Welt gebracht hat, weitergeben", sagte Oster. Das Seelsorgeamt werde für die Gestaltung der Gottesdienste Gebetstexte und Lieder vorbereiten.

    16.13 Uhr: Maas erwartet keine deutschen Grenzkontrollen zu Frankreich

    Außenminister Heiko Maas erwartet nicht, dass an der Grenze zu Frankreich verstärkte Kontrollen wie an den Grenzabschnitten zu Tirol und Tschechien eingeführt werden. Er hoffe, dass man darum schon deshalb herumkomme, weil Frankreich selbst Anti-Corona-Maßnahmen eingeführt habe, sagte Maas in Paris. Zudem würden die Maßnahmen mit den Grenzregionen und angrenzenden Bundesländern abgesprochen. "Dort will das niemand."

    16.08 Uhr: Erstes Corona-sicheres Hotel in Singapur eröffnet

    In der südostasiatischen Millionenmetropole Singapur hat ein Hotel- und Kongresszentrum eröffnet, in dem durch scharfe Sicherheitsvorkehrungen keine Übertragung des Coronavirus möglich sein soll. Der heute der Öffentlichkeit vorgestellte Neubau richtet sich an Geschäftsreisende, die sich nur für wenige Tage in Singapur aufhalten und in dem Spezialhotel die sonst vorgeschriebene zweiwöchige Quarantäne umgehen können. Allerdings müssen sie vor und während ihres Aufenthalts Corona-Tests machen lassen und dürfen das Hotel nicht verlassen.

    Das Anwesen, das im nächsten Monat die ersten Gäste beherbergen soll, befindet sich in der Nähe des Flughafens Changi. Dort sollen die Besucher direkt abgeholt und sofort zum Hotel gebracht werden, wo sie zunächst in einem der 150 Zimmer bleiben müssen. Verlassen dürfen sie dieses erst, wenn ihr Corona-Test negativ ist. So lange leuchtet ein rotes Alarmsignal vor ihrem Zimmer. Das Essen wird aber auch danach nur vor die Tür gestellt.

    15.57 Uhr: Lebenserwartung in den USA deutlich gesunken

    Wegen der Corona-Pandemie ist die Lebenserwartung in den USA deutlich gesunken. Die durchschnittliche Lebenserwartung sank im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zu 2019 um ein Jahr von 78,8 auf 77,8 Jahre, wie aus einer Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorging. Damit fiel die zuletzt stetig angestiegene Lebenserwartung auf den niedrigsten Wert seit 2006.

    Für die von der Pandemie in den USA besonders betroffenen Minderheiten ging die Lebenserwartung noch stärker zurück: Für Schwarze um 2,7 Jahre von 74,7 auf 72 Jahre. Das ist der niedrigste Wert seit zwei Jahrzehnten. Für Latinos ging sie um knapp zwei Jahre zurück, von 81,8 auf 79,9 Jahre, wie die CDC-Daten zeigten.

    15.44 Uhr: Schüler aus dem Landkreis Rosenheim dürfen nach Tirol zur Schule

    Für Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Rosenheim, die in Tirol am Präsenzunterricht für Abschlussklassen teilnehmen wollen, gibt es eine neue Ausnahmeregelung. Das hat das Landratsamt Rosenheim mitgeteilt. "Diese Schüler erhalten auf Antrag eine Ausnahmegenehmigung aufgrund des Vorliegens eines triftigen Grundes", so das Landratsamt. Vorher müssen die jeweiligen Schulen einen Antrag stellen. Darüber hinaus seien für einzelne Schüler einer Schule auch Genehmigungen für den Einzelfall möglich.

    Letztendlich bedeutet die neue Ausnahmeregelung, dass bei den Schülern die Quarantänepflicht bei der Einreise entfällt. Was weiter benötigt wird, sind negative Corona-Testergebnisse sowie die Onlineregistrierung, präzisierte das Landratsamt Rosenheim auf Nachfrage.

    15.14 Uhr: Münchner CSU verschiebt geplanten Präsenzparteitag

    Die CSU München hat ihren für heute Abend geplanten Bezirksparteitag mit Neuwahl des Vorsitzenden verschoben. Die Durchführung des Parteitages wäre rechtlich und unter strengen Hygieneauflagen möglich und zulässig, teilte der scheidende Vorsitzende Ludwig Spaenle mit. Es dürfe aber in dieser durch die Pandemie bestimmten Zeit keinerlei missverständlicher Eindruck entstehen.

    Gestern noch hatte der CSU-Bezirksverband trotz Kritik aus anderen Parteien an seinem geplanten Präsenzparteitag festgehalten. Zu der Veranstaltung im Festsaal auf dem Nockherberg wurden zwischen 70 und 80 von insgesamt 89 Stimmberechtigten erwartet.

    14.52 Uhr: Ungarn befragt Bürger zu Lockerungen

    Die ungarische Regierung hat eine Online-Umfrage zur Aufhebung von Corona-Einschränkungen gestartet. Die Regierung möchte mit der heute gestarteten Befragung der Bürgerinnen und Bürger nach eigenen Angaben die öffentliche Stimmung ermitteln. Bei den sieben Fragen geht es um eine mögliche Aufhebung von Beschränkungen, die seit dem 11. November gelten, darunter eine nächtliche Ausgangssperre und eine Schließung von Hotels und Restaurants.

    Nach einem wochenlangen Rückgang der Corona-Neuinfektionen haben diese zuletzt wieder zugelegt. Nun werden die Bürger unter anderem gefragt, ob Sportstätten wie Fitnessstudios und Schwimmbäder zu den ersten Einrichtungen gehören sollen, die öffnen dürfen, wenn die Regeln gelockert werden und ob die Beschränkungen allmählich gelockert werden sollen oder auf einen Schlag "am Ende der Pandemie".

    14.38 Uhr: Vatikan-Bediensteten droht bei Ablehnung von Impfung die Entlassung

    Den rund 5000 Bediensteten des Vatikans droht künftig bei einer Verweigerung der Corona-Impfung die Entlassung. Das geht aus einem Dekret hervor, das vom Kirchenstaat veröffentlicht wurde. Wer keine medizinischen Gegen-Indikationen vorweise und die Impfung gegen das Coronavirus verweigere, müsse mit "mehr oder weniger schweren Konsequenzen" rechnen, die "bis zur Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses führen" könnten, heißt es in dem Dekret.

    Das Dekret bezieht sich auch auf zukünftige Bewerber für eine Tätigkeit im Vatikan. Wer eine Impfung verweigere, könne zum Risiko für andere werden, heißt es in dem Dekret. So würden die Risiken für die öffentliche Gesundheit erhöht.

    14.33 Uhr: Seehofer rechnet mit Verlängerung von Grenzkontrollen

    Die Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol werden nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer wahrscheinlich über den 23. Februar hinaus verlängert. Angesichts des Infektionsgeschehens sei dies zu erwarten, sagt Seehofer bei einem Besuch an der deutsch-tschechischen Grenze. "Aber entschieden ist es nicht", betont er. Darüber würden Bund und die betroffenen Länder Anfang nächster Woche beraten.

    14.23 Uhr: Söder lehnt eine Impfung von Profisportlern derzeit ab

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lehnt eine Impfung von Profisportlern gegen das Coronavirus wegen des Mangels an Impfstoffen derzeit ab. Wenn genügend Impfstoff da sei, könne man über alles reden, sagte der CSU-Politiker in der Sendung "Matchball Becker" im Fernsehsender Eurosport. "Aber im Moment ist es einfach wichtig, dass die, die sterben können, wirklich hoch gefährdet sind, die müssen geimpft werden." Und deswegen seien Sportler nicht die erste Priorität, sagte Söder. Erste Priorität sei dann lieber, dass die Sportler sich an die Regeln hielten.

    Der CSU-Chef sprach sich dafür aus, dass Profisport unter bestimmten Voraussetzungen auch zu Zeiten der Pandemie weiter stattfinden soll. Es gebe die Diskussion, ob Profis ihren Sport überhaupt ausüben sollten. "Wenn sie es vernünftig machen und sich an die Regeln halten: Ja", sagte der Ministerpräsident.

    14.16 Uhr: Corona-Ausbruch in Leipziger Heim - fast jeder vierte Bewohner stirbt

    Nach einem größeren Corona-Ausbruch in einem Leipziger Pflegeheim ist fast ein Viertel der Bewohner gestorben. Der Ausbruch begann wenige Tage, nachdem es erste Impfungen der Bewohner gegeben hatte, wie die Stadt mitteilte. Es sei jedoch nicht nachvollziehbar, ob sich die Menschen vor oder nach dem Impftermin angesteckt haben. Für Corona-Impfungen sind zwei Termine nötig, damit sie ihren vollständigen Schutz entfalten.

    Der Ausbruch habe am 18. Januar begonnen, am 14. begannen die Erstimpfungen. 70 Menschen lebten laut Stadt in dem Pflegeheim. 46 Bewohner und 21 Beschäftigte steckten sich an. 16 Bewohner starben.

    13.16 Uhr: Israels Gesundheitsminister droht Impfbetrügern Haftstrafen an

    Israels Gesundheitsminister hat eine strenge Bestrafung für Betrügereien mit gefälschten Impfausweisen angedroht. "Wir sind uns bewusst, dass der Impfausweis gefälscht werden kann", sagte Juli Edelstein bei einer Pressekonferenz nahe Tel Aviv. "Wer glaubt, das sei ein Kinderspiel, und sich zuhause einen Impfausweis druckt, obwohl er nicht geimpft ist, und versucht, damit in ein Fitnessstudio, Theater oder Sportereignis zu gehen, wird letztlich gefasst werden. Und dieses Vergnügen im Theater oder Stadion wird dann im Gefängnis enden." Die Impfkampagne in Israel ist im Vergleich zu anderen Ländern sehr weit fortgeschritten. Das Land mit seinen 9,3 Millionen Einwohnern gilt als Vorreiter.

    Ab Sonntag soll es für Geimpfte und Genesene in bestimmten Bereichen mehr Privilegien geben als für Ungeimpfte. Um dies zu bewerkstelligen, gibt es den Impfausweis, auch Grüner Pass genannt. In Israel kann sich jeder Genesene sowie jeder Geimpfte eine Woche nach der zweiten Impfung den Ausweis zuhause ausdrucken.

    13.00 Uhr: Mehr als Dreiviertel der Pflegeheim-Bewohner gegen Corona geimpft

    78 Prozent der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen in Bayern haben die erste Impfung gegen Corona erhalten. Rund 100.000 Bewohner hätten sich seit Ende Dezember impfen lassen, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek. 69.000 von ihnen hätten bereits die zweite Impfdosis erhalten und verfügten damit über den vollen Immunschutz.

    Die Mobilen Impfteams haben laut Gesundheitsministerium bereits 98 Prozent der Alten- und Pflegeheime in Bayern besucht. Von den Beschäftigten dort habe sich knapp die Hälfte - nämlich 47 Prozent - schon impfen lassen. Holetschek appelliert daher an die übrigen Pflegekräfte: "Nutzen Sie die Chance auf Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung und lassen Sie sich impfen."

    12.52 Uhr: Neue Olympia-Chefin hält an Austragung der Spiele in Tokio fest

    Die neue Chefin der Olympia-Organisation in Tokio hält an der Austragung der Spiele in diesem Sommer fest. Sie verstehe zwar die große Besorgnis, eine solche Großveranstaltung in Zeiten einer Pandemie stattfinden zu lassen, sagte Seiko Hashimoto. Sie werde aber weiter daran arbeiten, sichere Olympische Spiele zu organisieren. "Als jemand mit eigenem Hintergrund als Athletin werde ich dafür sorgen, dass die Spiele sicher werden für Athleten und Bürger", sagte die 56-Jährige, die als Eisschnellläuferin und Bahnradfahrerin an vier Winter- und drei Sommerspielen teilnahm.

    12.34 Uhr: Prinz Charles wirbt bei britischen Minderheiten für Impfungen

    Angesichts von Skepsis bei Minderheiten in Großbritannien gegen Corona-Impfungen hat Prinz Charles für die Mittel geworben. "Impfstoffe retten Leben, verhindern schwere Krankheiten, schützen das Gesundheitssystem und helfen bei der Rückkehr zum normalen Leben", sagte der Thronfolger in einer Videobotschaft. Er sei traurig, dass es bei der Akzeptanz der Vakzine große Unterschiede gebe. Dass einige Menschen die Dosis ablehnen, sei eine "Tragödie".

    Dem nationalen Statistikamt zufolge sind 85 Prozent der Erwachsenen in Großbritannien bereit, sich impfen zu lassen. Sorgen bereitet der Regierung aber, dass demnach Schwarze, Asiaten und Angehörige anderer Minderheiten einen unverhältnismäßig großen Teil der Verweigerer ausmachen.

    12.29 Uhr: Patientenschützer fordern Schnelltests "sofort für alle"

    Deutschlands Patientenschützer fordern mehr Tempo beim Masseneinsatz von Corona-Schnelltests und stemmen sich gegen Stufenpläne. "Während Millionen Menschen auf ihren Impftermin warten, kann es mit der Testung direkt losgehen. Deshalb muss das Angebot sofort für alle nutzbar sein", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es sei nicht sinnvoll, hier stufenweise nach Prioritäten vorzugehen. "Schließlich gibt es in Deutschland 144.000 niedergelassene Kassenärzte, 19.000 Apotheken und eine Vielzahl kommerzieller Testzentren", sagte Brysch."

    Damit wandte er sich gegen Einwände der Kommunen, die Organisation von Massenschnelltests überfordere die Behörden, weswegen das Instrument zunächst nur an Kitas und Schulen eingesetzt werden solle. In Bayern gebe es schon seit Juli kostenlose Tests für jedermann, sagte Brysch. "Jetzt kommt es darauf an, dass diese Angebote millionenfach täglich im gesamten Bundesgebiet zur Verfügung stehen."

    11.56 Uhr: Erneut Impfschwindel im Pflegeheim - 20 Angehörige geimpft

    In der Oberpfalz haben nach Angaben des Landratsamtes Schwandorf in einem Pflegeheim mindestens 20 nicht berechtigte Personen eine Corona-Impfung erhalten. Wie der Sprecher der Kreisbehörde, Prechtl, berichtete, habe das Heim die Impf-Kandidaten als Mitarbeiter ausgegeben, damit die Betroffenen eine Dosis erhielten. Tatsächlich habe es sich nur um Angehörige von Mitarbeitern des Heims gehandelt.

    Seit einiger Zeit gibt es aus ganz Deutschland Berichte über Vordrängler bei den Impfungen. Insbesondere Kommunalpolitiker hatten sich bereits impfen lassen, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren. In zwei Augsburger Pflegeheimen ließen die Heimleiter ihre Lebenspartner impfen. Auch dort sollen diese fälschlich als Mitarbeiter ausgegeben worden sein. Augsburgs Bischof Bertram Meier hatte sich erst am Mittwoch öffentlich dafür entschuldigt, dass auch er sich eine frühe Impfung gesichert hatte.

    11.47 Uhr: Lauterbach lässt sich kommende Woche mit Astrazeneca impfen

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach arbeitet Ende kommender Woche als Impfarzt in einem Leverkusener Impfzentrum und bekommt dabei den Impfstoff von Astrazeneca verabreicht. "Ich werde mich dort, wie alle Mitglieder des Impfzentrums, natürlich mit Astrazeneca impfen lassen", sagte der Mediziner und Bundestagsabgeordnete dem "Tagesspiegel". Man wolle ein klares Bekenntnis zu Astrazeneca abgeben, das sei ein sicherer und guter Impfstoff.

    Lauterbach sprach sich trotz der verbreiteten Skepsis im Zusammenhang mit dem Astrazeneca-Impfstoff dagegen aus, die Impfreihenfolge zu ändern oder nicht sofort verwendete Dosen nur Freiwilligen zu spritzen. "Das würde bedeuten, dass die größten Risikogruppen, also auch Ärzte und Pfleger unter 65 Jahren, länger gefährdet sind." Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, diesen Impfstoff nur für unter 65-Jährige einzusetzen, habe offenkundig dem Impfstoff geschadet, viele würden ihn unberechtigterweise als Impfstoff zweiter Klasse sehen, kritisierte Lauterbach.

    11.37 Uhr: Studie zeigt positiven Effekt von Blutverdünnungsmitteln

    Umfangreiche Untersuchungen von Corona-Toten bestätigen nach Angaben des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf die positive Wirkung von Blutverdünnungsmitteln. "Zwar haben unsere Obduktionen der Verstorbenen gezeigt, dass die Covid-19-Erkrankten trotz der Gabe von Blutverdünnungsmitteln noch Blutgerinnsel in den Lungenschlagadern aufweisen konnten", sagte der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin, Benjamin Ondruschka. In der statistischen Auswertung hätten sich aber längere Überlebenszeiten seit einer Therapieumstellung gezeigt.

    Bereits im Mai vergangenen Jahres war bei den Hamburger Obduktionen aufgefallen, dass Covid-19 zu ungewöhnlich vielen Thrombosen und Lungenembolien führt. Daraufhin waren die bundesweit geltenden Behandlungsleitlinien geändert worden. Seitdem wird Ärzten empfohlen, Patienten nach individueller Risikoeinschätzung mit einem Blutverdünnungsmittel zu behandeln.

    10.48 Uhr: Pflegeversicherung meldet 2,7 Milliarden Euro Mehrausgaben wegen Corona

    Die gesetzliche Pflegeversicherung hat im vergangenen Jahr 2,7 Milliarden Euro mehr ausgegeben infolge der Corona-Pandemie. Laut ihrem Spitzenverband sind 900 Millionen Euro in Prämien für das Pflegepersonal geflossen. Gernot Kiefer, der stellvertretende Vorsitzenden des Verbandes sagte, weitere 1,8 Milliarden Euro seien über den Pflege-Rettungsschirm an ambulante Pflegedienste und Heime gegangen. Von dem Geld sind den Angaben zufolge beispielsweise Schutzkleidung und die Aufwendungen für Hygienekonzepte bezahlt worden.

    Insgesamt hat die Pflegeversicherung das Jahr 2020 trotz der Pandemiekosten mit einem Plus von rund 1,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Die Ausgaben beliefen sich auf rund 49,1 Milliarden Euro, die Einnahmen auf rund 50,6 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr sind die Ausgaben der Pflegeversicherung um rund 5,1 Milliarden Euro weiter gestiegen.

    Kiefer erklärte, die Zahlen zeigten, dass die Beteiligung des Bundes in Höhe von 1,8 Milliarden Euro an den Coronakosten "richtig und notwendig" gewesen sei. Wenn der für 2021 angekündigte Zuschuss ebenfalls in ausreichender Höhe komme, werde man auch das laufende Jahr mit einer schwarzen Null abschließen können. Unter anderem für eine bessere Entlohnung der Pflegekräfte forderte Verbandschef Kiefer einen dauerhaften Bundeszuschuss für die Pflegeversicherung.

    10.16 Uhr: Ifo-Institut: Fast jedes dritte Unternehmen meldet Kurzarbeit an.

    Laut einer Erhebung des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung hat seit Jahresbeginn beinahe jedes dritte Unternehmen in Deutschland Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Allein im Januar beantragten laut einem Bericht in der Augsburger Allgemeinen 31 Prozent der Betriebe die staatlichen Lohnzuschüsse bei der Arbeitsagentur. Im Dezember waren es 28 Prozent. Die Branchen sind dabei unterschiedlich betroffen. In der Gastronomie beschäftigen 86 Prozent aller Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit, im Einzelhandel und der Automobilindustrie ist es die Hälfte der Firmen, die Kurzarbeit angemeldet hat. Am höchsten ist die Rate bei Reisebüros und Reisevermittlern, hier liegt sie bei 90 Prozent. Steuerberater, Anwälte und Wirtschaftsprüfer nehmen keine Hilfe in Anspruch.

    10.10 Uhr: Milliarden-Umsatz für Streaming-Dienste wegen Corona

    Die Bezahlangebote des Streaming-Markts in Deutschland werden den Anbietern nach Prognose von Marktforschern dieses Jahr rund 3,8 Milliarden Euro Umsatz bringen. Für 2020 wurde zunächst mit einem Umsatz von 3 Milliarden Euro ausgegangen Marktforscher führen das Wachstum auf die Corona-Pandemie zurück.

    09.41 Uhr: Erneut Corona-Fall beim FC Bayern

    Nach Thomas Müller meldet der FC Bayern den nächsten positiv getesteten Spieler. Am Morgen wurde bekannt, dass Weltmeister Benjamin Pavard sich nach einem positiven Test in häuslicher Quarantäne befindet. Es gehe Pavard gut, hieß es in der Mitteilung des Vereins. Der Franzose hatte bei der Klub-WM das Siegtor geschossen. Er wird die nächsten Spiele pausieren müssen. Insgesamt ist Pavard der siebte Coronafall bei den Bayern. Neben Müller und Pard waren auch schon Leon Goretzka, Javi Martinez, Serge Gnabry, Niklas Süle sowie Joshua Zirkzee (inzwischen Parma Calcio) positiv getestet worden.

    09.19 Uhr: Patientenschützer - Impfschutz in Pflegeheimen löchrig

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt vor einem mangelnden Impfschutz in Pflegeheimen. Zwar habe bereits die Hälfte der rund 910.000 Pflegeheimbewohner eine zweite Impfdosis erhalten, doch 200.000 Pflegeheimbewohner seien bisher noch nicht geimpft. Außerdem würden kontinuierlich neue Pflegebedürftige einziehen, die oft noch gar kein Impfangebot erhalten hätten.

    09.06 Uhr: Industrie erholt sich weiter - Auftragsbücher füllen sich

    Die deutsche Industrie geht trotz der Corona-Krise mit gefüllten Auftragsbüchern ins Jahr 2021. Im Dezember 2020 wurde der zwischenzeitliche Einbruch weiter aufgeholt, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

    8.48 Uhr: Sozialverband VdK fordert mehr Hilfe für behinderte Kinder in der Pandemie

    Die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Verena Bentele mahnt für Familien mit behinderten Kindern mehr staatliche Hilfen in der Pandemie an. Für Kinder mit Behinderungen seien die wichtigen gewohnten Tagesabläufe weggebrochen und sie müssten von ihren Eltern zu Hause aufgefangen werden, so Bentele im Interview mit Zeitungen der Funke Mediengruppe. Seit fast einem Jahr würden die Familien die Pflege und den Schulunterricht zu Hause alleine sicherstellen, eine §geregelte Erwerbstätigkeit" sei deshalb nicht möglich. Daher sei eine Lohnersatzleistung nötig, die es Eltern erlaube, ihre Kinder ohne finanzielle Probleme zu Hause zu versorgen.

    08.14 Uhr: Mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - Bundesweite Inzidenz stagniert bei 57

    In Deutschland sind binnen eines Tages 10.207 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden zudem 534 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 66.698.

    07.25 Uhr: 71.500 Neuinfektionen in USA binnen 24 Stunden

    In den USA melden die Gesundheitsbehörden über 71.500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurden damit seit Ausbruch der Pandemie mehr als 27,9 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um mindestens 2.340 auf rund 490.800. Die USA weisen weltweit die mit Abstand höchsten Infektions- und Todeszahlen auf.

    07.11 Uhr: Corona-Krise bringt Airbus 2020 Milliardenverlust

    Die Corona-Krise und der geplante Abbau Tausender Arbeitsplätze haben dem Flugzeugbauer Airbus 2020 wie erwartet einen Milliardenverlust eingebrockt. Dank eines Gewinns im vierten Quartal stand für das Gesamtjahr unter dem Strich aber nur ein Verlust von 1,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Toulouse mitteilte.

    06.23 Uhr: Vor G7-Gespräch zu Corona: Mehr Hilfe für arme Länder gefordert

    Vor dem Online-Treffen der sieben großen Wirtschaftsmächte (G7) haben Entwicklungsorganisationen einen globalen Impfplan und stärkeres Engagement im Kampf gegen das Coronavirus gefordert. Ärmeren Ländern müsse mehr geholfen werden. Von der am Freitag tagenden G7-Runde, an der erstmals auch der neue US-Präsident Joe Biden teilnimmt, werden auch Finanzzusagen für den Kampf gegen die Pandemie und die Verteilung von Impfstoffen erwartet.

    Mittwoch, 17. Februar 2021

    22.38 Uhr: Erlanger STIKO-Mitglied Bogdan für Astrazeneca-Impfung

    Der Erlanger Mikrobiologe und Immunologe, Christian Bogdan, hält Bedenken gegen den Impfstoff von Astrazeneca trotz heftiger Impfreaktionen für ungerechtfertigt. Im Rundschau Magazin im BR Fernsehen bestätigte Bogdan, der auch Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) ist, dass der Astrazeneca-Impfstoff eine stärkere Immunantwort auslöse. Dies sei bei Impfungen mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna jedoch genauso und auch von anderen Impfungen bekannt.

    Dass die STIKO den Impfstoff von Astrazeneca nicht für ältere Menschen empfehle, erklärte Bogdan damit, dass an der Phase-3-Zulassungsstudie zu wenige ältere Probanden teilnahmen und deshalb für diese Altersklasse keine Wirksamkeit nachgewiesen werden konnte. Sollten der STIKO weitere Daten zur Wirkung auf ältere Menschen zur Verfügung stehen, werde man sich die Ergebnisse anschauen und die Empfehlung ggf. ausweiten.

    Um gegen die Virus-Mutanten vorzugehen, müsse Deutschland die Impfquote massiv erhöhen, sagte Bogdan. Mit Grenzschließungen einem Virus davonzulaufen, sei schwierig. Natürlich könne man in Hotspots entsprechende Maßnahmen ergreifen. Mit mehr verfügbarem Impfstoff jedoch könnten mehr Menschen immunisiert werden. Die Impfzentren seien so aufgestellt, dass sie eine höhere Impfkapazität gewährleisten könnten.

    22.02 Uhr: Spanien verhängt Quarantäne über Einreisende aus Südafrika und Brasilien

    Im Kampf gegen die Ausbreitung von Coronavirus-Varianten plant Spanien eine Quarantänepflicht für alle Reisenden aus Brasilien und Südafrika. Ab Montag müssen aus einem der beiden Länder eingereiste Menschen "zu Hause bleiben und den Zugang zu Dritten einschränken", sagte Gesundheitsministerin Carolina Darias in Madrid. Die verpflichtende Quarantäne dauert zehn Tage. Bei einem negativen Test kann sie auf sieben Tage verkürzt werden.

    Die spanische Regierung hat bereits die Flüge von und nach Südafrika und Brasilien stark eingeschränkt. Die Quarantäne-Maßnahme gilt zunächst für einen Zeitraum von 14 Tagen. Anfang Februar verhängte Spanien bereits strenge Beschränkungen für Einreisen aus Brasilien und Südafrika. So dürfen nur Menschen aus Spanien und Andorra oder mit Wohnsitz in einem der beiden Länder einreisen.

    21.17 Uhr: Venezuela startet Corona-Impfungen mit Sputnik V

    In Venezuela beginnen am Donnerstag die Impfungen gegen das Coronavirus mit dem russischen Vakzin Sputnik V. Zunächst seien Pflegepersonal und Staatsbedienstete an der Reihe, kündigte Staatschef Nicolás Maduro heute in Caracas an. Dazu gehörten Abgeordnete, Polizisten, Soldaten und Regierungsvertreter. Für sie sei "aufgrund ihrer Arbeit auf der Straße" ein "besonderer Schutz" gerechtfertigt. Die restliche Bevölkerung werde ab April geimpft.

    In Venezuela haben die Behörden bislang rund knapp 134.000 Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Die offizielle Zahl der Corona-Toten liegt bei fast 1.300. Menschenrechtsaktivisten werfen der Regierung des linksgerichteten Präsidenten allerdings vor, das wahre Ausmaß der Ausbreitung des Virus in dem 30-Millionen-Einwohner-Land zu vertuschen.

    20.47 Uhr: Fed stellt sich für längere Zeit auf Krisenhilfe ein

    Angesichts der Jobmisere in den USA sieht sich die US-Notenbank Fed noch längere Zeit als Nothelferin in der Corona-Krise gefragt. Die Währungshüter wähnen sich noch weit von ihren Zielen Vollbeschäftigung und Preisstabilität entfernt, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Zinssitzung vom Januar hervorgeht. Damals hatten sie beschlossen, die Konjunktur weiter mit monatlichen Wertpapierkäufen im Volumen von 120 Milliarden Dollar zu stützen. Diese sollen erst zurückgefahren werden, wenn sich die Lage am Jobmarkt durchgreifend verbessert und die Inflation wie gewünscht anzieht. Viele an der Fed-Spitze befürchten jedoch, dass es noch geraume Zeit dauern wird, bis "substanzielle Fortschritte" in dieser Hinsicht erreicht sind.

    20.20 Uhr: Flandern-Rundfahrt erneut ohne Zuschauer

    Die Flandern-Rundfahrt (4. April) wird wie schon im vergangenen Jahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie ohne Zuschauer stattfinden. Dies teilten die Organisatoren heute mit. Die Flandern-Rundfahrt zählt neben Paris-Roubaix, Mailand-Sanremo, Lüttich-Bastogne-Lüttich und der Lombardei-Rundfahrt zu den fünf "Monumenten des Radsports". Im vergangenen Jahr war die "Ronde" wegen der Pandemie von April auf Oktober verschoben worden. Die Organisatoren hatten angesichts stark gestiegener Infektionszahlen bereits damals die Fans aufgerufen, das Rennen von daheim zu verfolgen.

    19.41 Uhr: Kassenärzte-Institut sieht Impf-Zeitplan gefährdet

    Das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) rechnet damit, dass es den Impfzeitplan der Bundesregierung um mehrere Wochen zurückwerfen könnte, wenn weiterhin nur ein Bruchteil des Astrazeneca-Mittels verimpft würde. "Ohne den Impfstoff von Astrazeneca könnte es bis zu zwei Monate länger dauern, bis dieses Ziel erreicht ist", sagt ZI-Chef Dominik von Stillfried dem "Handelsblatt". Das Institut hatte in einem Bericht für das Bundesgesundheitsministerium errechnet, dass bis Mitte September allen Bürgern ein Impfangebot gemacht werden könnte – unter der Voraussetzung, dass auch die bislang nicht zugelassenen Impfstoffe von Johnson & Johnson und Curevac zum Einsatz kommen.

    19.07 Uhr: Forscher - Chinesischer Impfstoff wirkt gegen Mutationen

    Der vom chinesischen Unternehmen Sinovac Biotech entwickelte Impfstoff wirkt dem brasilianischen Partner Butantan zufolge auch gegen die zuerst in Großbritannien und Südafrika nachgewiesenen Varianten. Der Leiter des Butantan-Forschungszentrums in Sao Paulo, Dimas Covas, spricht unter Berufung auf chinesische Studien von "guten Ergebnissen". Einen genauen Wirkungsgrad gibt er nicht bekannt. Der Coronavac genannte Impfstoff werde gegenwärtig auch gegen die brasilianische Variante getestet.

    18.56 Uhr: Corona-Fälle in Physiopraxis - mehr als 400 Menschen in Quarantäne

    Nach mehreren Corona-Fällen in einer Physiopraxis in Wedel (Schleswig-Holstein) sind mehr als 400 Menschen als Kontaktpersonen in Quarantäne. Der Weg der Infektionen sei noch unklar, teilte der Kreis am Abend mit. Bislang seien fünf Mitarbeiter und sechs Patienten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Praxis bleibe zunächst für zwei Wochen geschlossen.

    18.28 Uhr: Ärztepräsident hält Plädoyer für AstraZeneca-Impfung

    Vor dem Hintergrund von Akzeptanzproblemen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca hat Ärztepräsident Klaus Reinhardt an das medizinische Personal appelliert, sich mit dem Mittel impfen zu lassen. Das Vakzin schütze "nachweislich vor Ansteckung und es verringert das Risiko schwerer und tödlicher Verläufe", sagte der Präsident der Bundesärztekammer am Mittwoch der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Deshalb rate ich allen impfberechtigten Beschäftigten in Kliniken und Praxen, die Möglichkeit für eine Corona-Schutzimpfung zu nutzen." Nötig seien nun "viel mehr sachliche Informationen über die Sicherheit und die Wirksamkeit des Impfstoffes".

    Kritisch zu dem Mittel hatte sich zuvor der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, geäußert. Die geringere Wirksamkeit ließe sich nicht wegdiskutieren.

    18.02 Uhr: UN-Generalsekretär fordert globalen Impfplan

    Zehn Länder haben 75 Prozent aller Covid-Impfungen gemacht - aber 130 Länder noch nicht einmal eine einzige Dosis. UN-Generalsekretär Guterres ruft nun zum Handeln auf - auch im Interesse von Ländern wie Deutschland.

    An die Adresse der großen Industrie- und Schwellenländer appellierte er vor dem UN-Sicherheitsrat: "Ich glaube, die G20 sind gut aufgestellt, um eine Notfall-Taskforce einzurichten, die einen solchen globalen Impfplan erstellt und dessen Umsetzung und Finanzierung koordiniert." Daran müssten alle Länder teilnehmen, die Kapazitäten zur Entwicklung oder Herstellung von Impfstoffen haben - auch aus Selbstschutz. Guterres' Argument: "Wenn sich das Virus wie ein Lauffeuer im globalen Süden ausbreiten darf, mutiert es immer wieder. Neue Varianten könnten übertragbarer und tödlicher werden und möglicherweise die Wirksamkeit aktueller Impfstoffe und Diagnostika gefährden."

    17.50 Uhr: UEFA sagt "Youth League"-Saison ab - und hält an der Fußball-EM fest

    Eine Woche vor dem anvisierten Start hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) die Saison in der Youth League abgesagt. Der Kontinentalverband betonte, dass "keine Möglichkeit besteht, den Beginn des Wettbewerbs weiter nach hinten zu verschieben, und dass die Gesundheit und Sicherheit von Nachwuchsspielern die höchstmögliche Priorität genießen muss." Die erforderlichen Bedingungen für die Aufnahme des internationalen A-Juniorenwettbewerbs, der am 24. März in seine achte Saison starten sollte, seien "derzeit nicht gegeben".

    Zugleich hält die UEFA trotz eines Angebots aus Israel an der Austragung der EM in zwölf Städten fest. Die UEFA bestätigte die Bereitschaft Israels, Spiele der Champions League und der Europa League sowie der EM zu übernehmen, doch werde weiter beabsichtigt, "dass alle Veranstaltungen an den dafür vorgesehenen Orten stattfinden".

    17.45 Uhr: Innenminister Joachim Herrmann will über "Lockerungen im Breitensport reden"

    Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat den Sportvereinen versprochen, sie würden in der Corona-Politik nicht vergessen. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte Herrmann: "Das Thema - wie gelingt der Re-Start der Sportvereine nach dem Lockdown - ist ein ganz wichtiges. Damit beschäftigt sich im Moment die Sportminister-Konferenz in Deutschland, alle 16 Bundesländer. Und parallel dazu arbeitet eine Arbeitsgruppe daran, wie wir schrittweise das Sportleben in Bayern wieder auf Trab bringen können."

    Herrmann wies den Vorwurf zurück, dass Sportvereine in der Krise nicht genügend unterstützt werden. Der CSU-Politiker verwies auf die so genannte Vereinspauschale, mit der der Freistaat jedes Jahr alle Vereine in Bayern fördert, und die schon im vergangenen Jahr verdoppelt wurde.

    17.10 Uhr: Kölner Karneval: 746 Corona-Verstöße

    Für die pandemiebedingt abgesagten tollen Tage von Weiberfastnacht bis Karnevalsdienstag hat die Stadt Köln eine gemischte Bilanz gezogen. Obwohl sich die überwiegende Mehrheit der Kölner an die geltenden Corona-Regeln gehalten habe, habe der Ordnungsdienst "deutlich mehr" zu tun gehabt als etwa zum Karnevalsauftakt am "Elften im Elften" oder an Silvester, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Insgesamt 746 Verstöße wurden festgestellt.

    Zu den meisten Einsätzen seien die Ordnungshüter von Donnerstag bis Sonntag in den Abend- und Nachtstunden ausgerückt. Am Rosenmontag und Veilchendienstag sei die Einsatzlage etwas ruhiger gewesen. Am häufigsten verstießen die Kölner demnach gegen das Ansammlungs- und Kontaktverbot im öffentlichen Raum und gegen die Kontaktbeschränkungen zu Hause: Allein im privaten Raum zählte der Ordnungsdienst 205 Verstöße gegen geltende Corona-Regeln.

    17.05 Uhr: Passau: Nächtliche Ausgangssperre wird aufgehoben

    Die nächtliche Ausgangssperre wird in Passau in der Nacht auf Donnerstag aufgehoben. Der Grund: Die 7-Tages-Inzidenz hat zuletzt an sieben aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 100 unterschritten. Aktuell liegt der Inzidenzwert in Passau laut Robert-Koch-Institut bei 85,2. Die nächtliche Ausgangssperre werde mit Wirkung ab Donnerstag 0 Uhr aufgehoben, heißt es. Änderungen gebe es auch bei den Regelungen für Altenheime und ähnliche Einrichtungen. So wird zum Beispiel die Beschränkung der Besuchsdauer von 30 Minuten aufgehoben.

    17.03 Uhr: 7.100 Zurückweisungen an der deutsch-tschechischen Grenze

    Die Bundespolizei hat nach eigenen Angaben deutlich mehr Menschen an der Grenze zu Tschechien als an der zu Tirol abgewiesen. Beide gelten als Virusvarianten-Gebiete. An der Grenze zu Österreich seien es vom Sonntag bis Dienstag etwa 1.200 Personen gewesen, an der Grenze zu Tschechien dagegen 7.100, teilt ein Sprecher der Bundespolizei auf Anfrage mit. Das Bundesinnenministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass an beiden Grenzabschnitten 37.362 Personen kontrolliert worden seien.

    16.46 Uhr: Osteuropäer fordern im Grenzstreit Hilfe von Brüssel

    Die Staaten der Visegrad-Gruppe haben dem tschechischen Ministerpräsident Andrej Babis zufolge die EU aufgefordert, im Grenzstreit mit Deutschland einzugreifen. "Was an den deutschen Grenzen passiert, ist natürlich ein Verstoß gegen den Binnenmarkt und ein großes Problem für uns alle", sagt Babis nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus Polen, Ungarn und der Slowakei. Man habe EU-Ratspräsident Charles Michel um Hilfe gebeten.

    16.40 Uhr: USA wollen ausstehende WHO-Millionen bezahlen

    Die USA wollen nach dem Bekenntnis der neuen Regierung zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch im Februar ihre Schulden begleichen. "Bis Ende des Monats beabsichtigen die Vereinigten Staaten, mehr als 200 Millionen (Dollar) an veranschlagten und laufenden Verpflichtungen gegenüber der WHO zu zahlen", kündigte Außenminister Antony Blinken vor dem UN-Sicherheitsrat an. Unter Ex-Präsident Donald Trump hatten die USA vergangenes Jahr ihren Ausstieg aus der WHO erklärt.

    Blinken sagte, die Wiederaufnahme der Zahlungen spiegele das Bestreben der Regierung von Präsident Joe Biden wider, den internationalen Kampf gegen die Corona-Pandemie anzuführen. Gleichwohl strebten die USA eine Reform der Weltgesundheitsorganisation an.

    15.50 Uhr: FIFA-Zahlen: Transfermarkt schrumpft um die Hälfte

    Der internationale Fußball-Transfermarkt ist als Folge der Corona-Pandemie eingebrochen. Laut der Zahlen des Weltverbands FIFA wurde im zurückliegenden Winter-Transferfenster der geringste Umsatz seit sechs Jahren gemacht. Besonders augenfällig ist der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 960 Millionen Euro auf 490 Millionen Euro.

    Das entspricht einem Minus von 49,1 Prozent. Die Bundesliga liegt bei den Ausgaben für neue Profis (57 Millionen Euro) auf Platz drei hinter der englischen Premier League (108 Millionen) und der italienischen Serie A (88 Millionen). Bei den Einnahmen rangiert die deutsche Eliteklasse auf Platz acht (18 Millionen), Spitzenreiter bei den Erlösen ist die Serie A (80 Millionen).

    15.25 Uhr: Von der Leyen verwundert über russische Impfpolitik

    EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat sich verwundert über die russische Impf-Politik mit Liefer-Angeboten an andere Länder gezeigt. Man frage sich, warum Moskau anderen Staaten theoretisch Millionen Dosen seines Impfstoffs Sputnik V anbiete, aber beim Impfen der eigenen Bevölkerung noch nicht ausreichend vorankomme, sagte von der Leyen in Brüssel. Dies sei eine Frage, die beantwortet werden sollte.

    Nach jüngsten Angaben aus Russland haben bislang erst mehr als 2,2 Millionen Menschen mindestens eine von zwei notwendigen Injektionen bekommen. Das entspricht etwa 1,5 Prozent der Bevölkerung des riesigen Landes. Sputnik V ist bereits seit einem halben Jahr auf dem russischen Markt. Viele Menschen zögern aber mit einer Impfung, auch weil sich Kremlchef Wladimir Putin noch nicht impfen hat lassen.

    15.00 Uhr: Corona lässt Reallöhne in Deutschland schrumpfen

    Die Corona-Krise hat die Lohnentwicklung im Pandemie-Jahr 2020 stark beeinflusst und erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007 zu einem nominalen Verdienstrückgang geführt. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, sank der Nominallohnindex im Jahresdurchschnitt um rund 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Da die Verbraucherpreise zugleich um knapp 0,5 stiegen, mussten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Verdiensteinbußen von real rund ein Prozent hinnehmen.

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnte angesichts des Lohnrückgangs vor weitreichenden Folgen für Wirtschaft und Arbeitsmarkt. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell sprach gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe von "bitteren Nachrichten".

    14.50 Uhr: Über 80-Jährigen soll Impfanmeldung erleichtert werden

    Um Hochbetagten die Anmeldung zur Corona-Impfung zu erleichtern, will Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag eine "Karten-Aktion" starten: Alle Landkreise und Städte erhalten vom Ministerium jeweils 5.000 Karten, die sie an Über-80-Jährige ausgeben können. Diese tragen dort ihre Kontaktdaten ein und schicken die Karte im vorfrankierten Umschlag ans Impfzentrum. Dieses ruft sie dann an, um einen Termin zu vereinbaren, wie es hieß.

    Die Städte München, Nürnberg und Augsburg erhielten entsprechend ihrer Größe eine höhere Anzahl. Die bisherigen Registrierungswege über das Internetportal BayIMCO und telefonisch beim Impfzentrum oder über die Hotline 116117 bestünden weiter, so das Ministerium.

    14.40 Uhr: Zehntausende Dosen AstraZeneca in Niedersachsen ungenutzt

    In Niedersachsen ist bisher nur ein Bruchteil der gelieferten Corona-Impfdosen des Herstellers Astrazeneca eingesetzt worden. Bisher erhielt das Land 72.000 Dosen, davon wurden bis einschließlich Dienstag aber erst 8.806 verwendet, wie das Gesundheitsministerium in Hannover am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. In anderen Bundesländern sieht es ähnlich aus: Lediglich Nordrhein-Westfalen (34.124) und Bayern (12.092) setzten bisher mehr Impfdosen von Astrazeneca ein.

    Geimpft werden mit dem Impfstoff von Astrazeneca die Impfberechtigten, die der höchsten Priorität angehören und die jünger sind als 65 Jahre - dazu zählt laut Gesundheitsministerium das Personal in der ambulanten Pflege und in den besonders gefährdeten Bereichen der Krankenhäuser. Zur Frage, ob die Impfwilligen bei Astrazeneca zurückhaltender seien als bei den Vakzinen von Biontech und Moderna, hieß es, dazu lägen keine Daten vor.

    13.56 Uhr: Münchner Inzidenzwert sinkt unter 30

    Die Zahl der Corona-Neuinfizierten in München geht weiter nach unten. Die 7-Tage-Inzidenz unterschreitet erstmals seit September den Wert 30 und liegt laut Robert-Koch-Institut nun konkret bei 28,6 (gestern: 34,4). Das entspricht der Anzahl der für die vergangenen sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner.

    Unmittelbare Auswirkungen hat der neueste Wert nicht. Am Montag hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) aber erklärt, dass man seiner Ansicht nach bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von unter 35 über teilweise Öffnungen in der Gastronomie, im Einzelhandels sowie in Kultureinrichtungen sprechen müsse.

    13.22 Uhr: EU kauft 300 Millionen weitere Impfdosen von Moderna

    Die EU-Kommission hat einen Vertrag über bis zu 300 Millionen weitere Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna ausgehandelt. Dies teilte Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel mit. Nach Angaben aus Kommissionskreisen sollen 150 Millionen Dosen dieses Jahr geliefert werden. Zudem besteht eine Option auf weitere 150 Millionen Dosen für 2022. Noch eher könnte eine Nachlieferung von Biontech/Pfizer zum Einsatz kommen.

    13.08 Uhr: Von der Leyen will rasch Impfstoffe gegen Corona-Mutanten

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einen Aktionsplan im Kampf gegen die gefürchteten Varianten des Coronavirus vorgelegt. Ziel ist, rasch angepasste Impfstoffe gegen die mutierten Viren in großen Mengen zur Verfügung zu haben. "Neue Varianten des Virus entwickeln sich schnell, aber wir müssen in unserer Reaktion noch schneller sein", erklärte von der Leyen am Mittwoch in Brüssel.

    12.34 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen steigt wieder

    In Polen ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen nach einem zeitweisen Rückgang erneut gestiegen und hat den höchsten Stand seit mehr als einem Monat erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch verzeichnete Polen 8994 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Im selben Zeitraum starben 279 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

    11.51 Uhr: Israel erlaubt Lieferung von Corona-Impfstoff in den Gazastreifen

    Nach der Blockade einer früheren Lieferung hat Israel für Mittwoch die Lieferung von tausend Dosen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in den Gazastreifen zugesagt. Die Impfdosen würden von der Palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland in das andere Palästinensergebiet gebracht, so das israelische Verteidigungsministerium. Am Montag hatte Israel eine Corona-Impfstoff-Lieferung in den Gazastreifen blockiert, was sowohl bei der Hamas als auch bei der Palästinensischen Autonomiebehörde auf scharfe Kritik stieß.

    11.42 Uhr: Anteil britischer Virus-Variante in Deutschland bei über 20 Prozent

    Anteil der britischen Virus-Variante an den Corona-Infektionen in Deutschland ist rasant angestiegen. Er liegt inzwischen bei über 20 Prozent, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin sagte. Vor zwei Wochen habe er noch bei knapp sechs Prozent gelegen.

    11.37 Uhr: Großbritannien infiziert Freiwillige für Studie mit Corona

    Für ein besseres Verständnis des Coronavirus will Großbritannien absichtlich Probanden mit dem Erreger infizieren. Bis zu 90 Freiwillige zwischen 18 und 30 Jahren sollen in einer "sicheren und kontrollierten Umgebung" dem Virus ausgesetzt werden, so das Wirtschaftsministerium in London. Mit dem Projekt soll herausgefunden werden, wie das Immunsystem auf das Virus reagiert und wie Infizierte Viruspartikel in die Umgebung abgeben. Die Studie soll bei der Entwicklung von Impfstoffen verwenden werden. Nun werden junge und gesunde Probanden gesucht.

    11.14 Uhr: Italien setzt Armee und Zivilschutz bei Impfung ein

    In Italien sollen die Armee und der Zivilschutz bei der Imfpung der Bevölkerung eingesetzt werden. Außerdem müssten die örtlichen Krankenhäuser gestärkt werden, sagt der neue Ministerpräsident Mario Draghi vor dem Senat, wo er um Vertrauen für seine Regierung der nationalen Einheit wirbt. Der Kampf gegen die Coronapandemie habe höchste Priorität.

    11.00 Uhr: Exporte und Importe der bayerischen Wirtschaft 2020 deutlich gesunken

    Die Corona-Pandemie hat sich im vergangenen Jahr deutlich auf die Exporte und Importe der bayerischen Wirtschaft ausgewirkt. Die Einfuhren sanken im Vergleich zu 2019 um 6,7 Prozent, die Ausfuhren sogar um 11,3 Prozent, teilt das Bayerische Landesamt für Statistik mit. Demnach exportierte die bayerische Wirtschaft im vergangenen Jahr Waren im Wert von 168,2 Milliarden Euro, das entspricht dem Stand aus dem Jahr 2014. Die Importe der bayerischen Wirtschaft sanken indes auf einen Wert von 179,9 Milliarden Euro. Das liegt auf dem Niveau aus dem Jahr 2017.

    10.52 Uhr: Weitere 75 Millionen Impfdosen aus Biontech-Vertrag mit EU bis Juni erwartet

    Die Firmen Biontech und Pfizer haben den Vertrag mit der Europäischen Kommission über die Lieferung weiterer 200 Millionen Dosen ihres Covid-19-Impfstoffs unter Dach und Fach gebracht. "Mit der neuen Vereinbarung mit der Europäischen Kommission sollten wir jetzt genug Impfstoffdosen liefern können, um mindestens 250 Millionen Europäer vor Ende des Jahres zu impfen", erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla am Mittwoch. Die EU-Kommission hatte den Vertrag nach Angaben eines Sprechers bereits in der vergangenen Woche verabschiedet. Von den zusätzlichen 200 Millionen Impfdosen für 2021 sollen etwa 75 Millionen Dosen im zweiten Quartal, also bis spätestens Juni, ausgeliefert werden.

    10.16 Uhr: Weltweit immer weniger gemeldete Corona-Infektionen

    Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Infektionen geht weltweit weiter zurück. In der vergangenen Woche waren es noch 2,7 Millionen Neuinfektionen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf berichtete. Das war ein Rückgang um 16 Prozent zur Vorwoche. Anfang Januar waren der WHO noch mehr als fünf Millionen Neuinfektionen pro Woche gemeldet worden. Auch die Zahl der gemeldeten Todesfälle geht weiter zurück: Vergangene Woche waren es weltweit noch 81.000, zehn Prozent weniger als in der Woche davor. Mitte Januar waren der WHO noch fast 100.000 neue Todesfälle pro Woche gemeldet worden.

    Die WHO geht davon aus, dass die Entwicklung auf die strikten Maßnahmen in vielen Ländern zurückzuführen ist. Trotzdem warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus: "Jetzt ist für kein Land der richtige Zeitpunkt, um Maßnahmen zu lockern, ebenso nicht für einzelne Menschen, in ihrer Wachsamkeit nachzulassen."

    09.54 Uhr: Schweden bereitet mögliche Lockdown-Maßnahmen vor

    Die schwedische Regierung will mit einer neuen Verordnung die Möglichkeit schaffen, größere Teile des öffentlichen Lebens zu beschränken, so Schwedens Sozialministerin Lena Hallengren am Morgen auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Stockholm. Es sei beunruhigend, dass der Rückgang der Neuinfektionszahlen abgenommen habe, sagte die Ministerin. Es bestehe damit ein konkretes Risiko für eine dritte Infektionswelle. Schweden hatte im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Beginn an eine ganz andere Strategie mit moderateren Beschränkungen als die meisten anderen europäischen Staaten. Bislang sind im Zehn-Millionen-Einwohnerland Schweden knapp 620.000 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Rund 12.500 Menschen sind bisher in Verbindung mit einer Infektion gestorben. Auf die Bevölkerung heruntergerechnet sind das deutlich höhere Corona-Zahlen als etwa in Deutschland oder dem Rest Skandinaviens.

    09.19 Uhr: Scholz: Bund übernimmt Finanzierung von kostenlosen Schnelltests

    Finanzminister Olaf Scholz hat zugesagt, dass der Bund die Finanzierung für die geplanten Gratis-Schnelltests in Apotheken, Testzentren und Praxen übernimmt. "Da gibt es meine volle Unterstützung, und wir werden das auch finanziell wuppen", sagte der SPD-Politiker bei einer Veranstaltung der bayerischen SPD. "Das, glaube ich, können wir uns jetzt auch noch leisten." Er habe Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) seine Unterstützung bereits in der vergangenen Woche zugesichert. Spahn hatte angekündigt, ab dem 1. März sollten alle Bürger kostenlos von geschultem Personal auf das Coronavirus getestet werden können. Geplant sind demnach Gratis-Schnelltests in Testzentren, Praxen und Apotheken, mit denen man innerhalb von etwa 15 Minuten ein Ergebnis bekommt.

    08.46 Uhr: Löhne in Deutschland wegen Corona erstmals seit Jahren gefallen

    Die Arbeitnehmer in Deutschland haben im vergangenen Jahr wegen der Corona-Krise erstmals seit mindestens 2007 weniger verdient. Ihre Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen sanken um durchschnittlich gut 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Sogar während der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 waren die Verdienste gewachsen, und zwar um 0,2 Prozent. Noch größer fällt der Rückgang bei den Reallöhnen aus. Da die Verbraucherpreise 2020 um knapp 0,5 Prozent stiegen, sanken die Reallöhne damit um durchschnittlich 1,0 Prozent im Vergleich zu 2019. Ein Minus gab es zuletzt 2013, das mit 0,1 Prozent aber sehr klein ausfiel.

    08.17 Uhr: Holetschek verteidigt Astrazeneca-Serum

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat Kritik am Corona-Impfstoff von Astrazeneca zurückgewiesen und sagte im Bayerischen Rundfunk, er würde sich auch selbst damit impfen lassen. Alle drei im Freistaat verfügbaren Impfstoffe seien regulär zugelassen, geprüft und wissenschaftlich unterlegt, so der CSU-Politiker weiter. Außerdem herrsche derzeit ein Mangel an Impfstoff. Zudem schütze der Impfstoff von Astrazeneca vor schweren Krankheitsverläufen. Die Diskussion um eine Wahl des Impfstoffs hält Holetschek für nicht zielführend.

    07.55 Uhr: Corona-Ticker: Zahl der Neuinfektionen in Bayern sinkt weiter

    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Bayern sinkt weiter. Das Robert-Koch-Institut gab am Aschermittwoch die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche für den Freistaat mit 54,5 im Landesdurchschnitt an. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden in Bayern 1.021 Neuinfektionen gezählt, 76 registrierte Todesfälle kamen hinzu. Die höchste Inzidenz zeigt weiter der Landkreis Tirschenreuth mit 294,3. Den niedrigsten Wert hat im Freistaat und bundesweit die Stadt Schweinfurt mit einer Inzidenz von nur noch 5,6.

    07.29 Uhr: RKI meldet 7.556 Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz sinkt

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 7.556 Neuinfektionen. Das sind rund 500 Fälle weniger als am Mittwoch vor einer Woche, als zudem noch rund 600 Fälle aus Nordrhein-Westfalen nachgemeldet worden waren. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 57 von zuletzt 59. 560 weitere Menschen starben dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 66.164. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,35 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt.

    07.06 Uhr: Fünf Monate vor Olympia - Japan startet Impfprogramm gegen Coronavirus

    Fünf Monate vor der Eröffnung der Olympischen Spiele hat in Japan am Mittwoch die erste Phase des Impfprogramms gegen das Coronavirus begonnen. Zunächst sollen auf freiwilliger Basis Mitarbeiter des Gesundheitssektors die Impfung erhalten. Danach sollen ab April Menschen ab 65 Jahren geimpft werden. Der Impfplan für den Rest der Bevölkerung ist noch nicht fertig gestellt. Japan hat insgesamt 126 Millionen Einwohner.

    06.29 Uhr: Bescheinigung für Grenzgänger - Forscher warnen vor Grenzschließungen

    Grenzgänger aus Tschechien und Tirol brauchen seit Mitternacht eine Bescheinigung für die Einreise nach Bayern. Wieviele systemrelevante Betriebe weiter Pendler aus den Nachbarländern beschäftigen dürfen, will das Bayerische Innenministerium am Vormittag bekanntgeben. Die Bescheinigungen der Landratsämter und kreisfreien Städte sollen die Kontrollen an den bayerischen Grenzen erleichtern. Forscher warnen vor langfristigen Folgen der Grenzschließungen.

    04.30 Uhr: Impfstoff-Zulassung für Kinder und Jugendliche noch offen

    Für die Impfung von Kindern und Jugendlichen gegen Covid-19 gibt es nach Angaben der Bundesregierung noch keinen Zeitplan. "Wann bei Covid-19 Impfstoffen mit einer Zulassungserweiterung in der Europäischen Union für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen zu rechnen ist, ist derzeit noch nicht absehbar", antwortete das Gesundheitsministerium auf eine schriftliche Frage des FDP-Bundestagsabgeordneten Stephan Thomae. In der Antwort, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es weiter: "Klinische Prüfungen mit zugelassenen Covid-19 Impfstoffen, die Kinder und Jugendliche einschließen, haben nach den Eintragungen im Studienregister in den USA teilweise begonnen oder sind in Kürze geplant."

    04.08 Uhr: Unions-Politiker stellen Lockdown-Beschlüsse infrage

    In der Unionsfraktion wächst nach dem Wirtschaftsgipfel bei Minister Peter Altmaier die Kritik an mangelnden Lockerungs-Perspektiven. "Eine Öffnungsstrategie ist überfällig - sowohl in der Sache und auch psychologisch gesehen", sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion Joachim Pfeiffer der Zeitung "Augsburger Allgemeine". Der CDU-Politiker kritisiert den jüngsten Beschluss der Länderregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, einen Inzidenzwert von 35 anzustreben. Mit Hygienekonzepten seien Handel und Gastronomie nicht die Treiber der Pandemie und könnten heute schon wieder öffnen.

    02.31 Uhr: Gewerkschaft NGG fordert von Altmaier Beteiligung an Öffnungsstrategie

    Der Chef der Gastronomie-Gewerkschaft NGG, Guido Zeitler, fordert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf, auch die Gewerkschaften an der Erarbeitung einer Öffnungsstrategie für die vom Lockdown betroffenen Branchen zu beteiligen. "Die Beschäftigten müssen mit an den Tisch", sagt Zeitler laut der Zeitung "Rheinische Post". Das Gastgewerbe habe gezeigt, dass Öffnungen mit ausgefeilten Hygienekonzepten sowie Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz möglich seien.

    02.00 Uhr: Verdi-Chef - Ausweitung der Wirtschaftshilfen richtig

    Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi begrüßt die Ankündigungen von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zur weiteren Verbesserung der Wirtschaftshilfen für Unternehmen. "Es ist richtig, dass ein Teil der Betriebe bei den bisherigen Regelungen nicht berücksichtigt worden ist. Dieses Ungleichgewicht wird nun beseitigt", sagt Verdi-Chef Frank Werneke der Zeitung "Rheinische Post". Auch die Perspektive, den derzeitigen weitgehenden Shutdown in vorsichtigen und kontrollierbaren Schritten zu lockern, sei richtig. Aber die weiteren Öffnungsschritte dürften nicht zuallererst von kommerziellen Interessen getrieben sein.

    01.00 Uhr: Bayerns Innenminister Herrmann verteidigt Grenzschließungen

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verteidigt die Schließung der Grenzen zu Tirol und Tschechien. "Wir müssen die Grenzkontrollen solange durchführen, wie es die aktuelle Pandemielage erfordert, um die hochgefährlichen Corona-Mutationen aus Tschechien und Tirol einzudämmen", sagt der CSU-Politiker den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Für systemrelevante Betriebe und Einrichtungen gebe es Ausnahmen von den Einreisebeschränkungen, damit die Maßnahmen für die Wirtschaft "so verträglich wie nur möglich" seien.

    Dienstag, der 16. Februar 2020

    23.05 Uhr: Bundesregierung vernachlässigt Corona-Medikamentenforschung

    Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie vernachlässigt die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Covid-19. Seit Beginn der Pandemie in Deutschland wurde von rund einer Milliarde Euro, die für die Forschung von Mitteln zur Bekämpfung von Covid-19 vorgesehen sind, lediglich rund 17,5 Millionen für die Medikamentenforschung veranschlagt, wie Recherchen des Senders RBB für "ARD Extra" am Dienstag ergaben. Dies gehe aus den Daten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hervor, die der ARD vorliegen. Forscher des Berliner Klinikums Charité sehen sich in ihrer Arbeit durch die fehlende Unterstützung des Bundes ausgebremst. Die vom Bundesforschungsministerium ausgeschriebenen Förderprogramme seien nicht ausreichend, kritisieren sie. "Wir hätten uns gewünscht, dass (...) mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestanden hätten, dann wären wir einen Riesenschritt weiter, was die klinische Entwicklung von wirksamen Therapien angeht", sagte Gastroenterologe Frank Tacke. International liegt Deutschland bei der Medikamentenforschung den RBB-Recherchen zufolge, anders als bei Impfstoffen, nicht im Spitzenfeld. Lediglich 102 Studien zu neuen Medikamenten werden demnach hierzulande verfolgt. In Frankreich seien es dagegen 234, in den USA sogar 768 Studien. Zwar wurde vom BMBF im Januar ein neues Programm für die Medikamentenforschung aufgelegt. Doch auch die dafür vorgesehenen 50 Millionen sind laut Forschern nicht ausreichend. Allein die Entwicklung eines einzelnen Medikaments kann bereits das Doppelte der Fördersumme kosten.

    22.55 Uhr: Sorgen vor All-Star-Spiel der NBA

    Nach Kritik der Basketball-Superstars LeBron James, Giannis Antetokounmpo und Kawhi Leonard gibt es auch aus der Gastgeberstadt Atlanta Bedenken am All-Star-Spiel der NBA. "Unter normalen Umständen wären wir extrem dankbar für die Gelegenheit, das NBA All-Star-Spiel auszurichten, aber dies ist kein typisches Jahr", sagte Bürgermeisterin Keisha Lance Bottoms nach Angaben der Nachrichtenagentur AP. "Ich habe meine Bedenken in Bezug auf die Gesundheit und Sicherheit der Öffentlichkeit der NBA und den Atlanta Hawks mitgeteilt. Wir haben die Vereinbarung, dass das eine Veranstaltung nur fürs Fernsehen ist und Leute nicht nach Atlanta reisen sollten, um zu feiern." Die All-Star-Woche der NBA ist normalerweise eine bei Fans und Spielern gleichermaßen beliebte Pause der Hauptrunde mit verschiedenen Wettbewerben und dem All-Star-Spiel der Profis aus dem Osten und Westen als Höhepunkt. Ohne Zuschauer und angesichts der strengen Corona-Regeln in der Liga sehen viele Profis aber derzeit keinen Sinn. Das All-Star-Spiel ist für den 7. März geplant.

    22.30 Uhr: Laschet bekräftigt Forderung nach berechenbarem Lockdown-Kurs

    Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat seine Forderung nach einem für die Bürger berechenbaren Kurs im Umgang mit der Corona-Krise bekräftigt. "Ab einem Wert von 35 muss es für weite Teile des gesellschaftlichen Lebens Lockerungen geben. Ansonsten verspielen wir Glaubwürdigkeit", sagte der CDU-Vorsitzende am Dienstag in einer digitalen Veranstaltung der "Aachener Zeitung". Er stehe natürlich zu den aktuellen Vereinbarungen mit Bund und Ländern. Dazu gehöre aber auch, das man nicht ständig neue Zahlen ins Spiel bringe. "Dieses mutierte Virus ist etwas, was eben nicht der Planbarkeit von Politik unterliegt, sondern das plötzlich exponentiell wachsen kann", ergänzte Laschet am Dienstagabend im ZDF-"heute journal". "Deshalb muss das alles mit Vorsicht geschehen, aber in einer Sprache, die abwägt und die das, was sie den Bürgern verspricht, auch einhält - und das ist die Zahl 35." Laschet hatte zuvor für seine deutliche Kritik an einem scharfen Lockdown-Kurs in der Corona-Pandemie starken Widerspruch geerntet.

    21.40 Uhr: Ausgangssperre in Niederlanden bleibt vorläufig

    Erst verboten und nun doch wieder erlaubt: Die Ausgangssperre als Maßnahme gegen die Corona-Pandemie war am Dienstag in den Niederlanden Gegenstand von gleich zwei Prozessen. Zunächst hatte ein Verwaltungsgericht in Den Haag die Ausgangssperre mit sofortiger Wirkung verboten. Dagegen hatte die Regierung Berufung eingelegt und im Eilverfahren die Aussetzung des Urteils gefordert. Dem gab das Gericht am Abend statt. Bis zum Berufungsverfahren am Freitag bleibt die Ausgangssperre damit also in Kraft. Die coronaskeptische Protestgruppe "Viruswahrheit" hatte gegen die Ausgangssperre, die seit dem 23. Januar gilt, geklagt. Das Verwaltungsgericht hatte der Gruppe recht gegeben und die Maßnahme für unrechtmäßig erklärt. Die Regierung hatte die Ausgangssperre auf Grundlage eines Notgesetzes verhängt. Nach Auffassung des Gerichts handelte es sich aber nicht um eine akute Notsituation. Die Maßnahme ist nach Ansicht des Gerichts eine schwere Einschränkung der Bewegungsfreiheit und ein Eingriff in die persönlichen Lebensumstände der Bürger.

    21.00 Uhr: Spanien setzt bei britischen Touristen auf Impfausweise

    Spanien will einem Insider zufolge den Tourismus aus Großbritannien im Sommer mit Impfausweisen ermöglichen. Dies solle von weiteren Maßnahmen wie Covid-Tests vor der Abreise, ausreichendem Abstand und Masken flankiert werden, sagt ein Vertreter des Tourismusministeriums Reuters. Man hoffe darauf, dass es ein allgemeines Abkommen zwischen Europa und Großbritannien geben werde. Quarantänen seien nicht geplant. Die Tourismusbranche machte vor der Pandemie 19 Prozent der spanischen Wirtschaftsleistung aus. Schätzungen zufolge fiel der Anteil im vergangenen Jahr auf vier bis fünf Prozent.

    20.50 Uhr: Frankreich gibt Fußballvereinen mehr Corona-Finanzhilfe

    In der Coronavirus-Krise wirtschaftlich getroffene Fußballvereine in Frankreich sollen mehr Finanzhilfen von der Regierung bekommen. Regierungsbeamte stimmten am Dienstag weiterer Unterstützung für die Vereine zu, deren Einnahmen wie anderswo auch weggebrochen sind. Eine Arbeitsgruppe solle die finanzielle Situation beleuchten und auf Basis einer Einzelfallprüfung Hilfe leisten, sagte Sportministerin Roxana Maracineanu. Der französische Ligaverband LFP hat große Verluste bei den Einnahmen zu beklagen, außerdem ist ein Deal über TV-Rechte gescheitert. Vergangene Woche bat er die Regierung daher um einen Rettungsplan. Den Schätzungen des LFP nach haben die Clubs bereits mehr als eine Milliarde Euro verloren. Bei der Sitzung erinnerten Regierungsvertreter die Vereine daran, dass sie bereits von staatlichen Krediten von bis zu 600 Millionen Euro, einer Befreiung von Sozialversicherungsabgaben und einer Entschädigung für entgangene Ticketeinnahmen profitierten. Allerdings macht der französischen Liga auch ein geplatzter Deal für TV-Übertragungsrechte mit dem in Spanien ansässigen Sender Mediapro zu schaffen. Zwar hat die LFP seitdem für die restliche Saison eine neue Vereinbarung mit Canal Plus an Land gezogen, die Ausstrahlungen der Erst- und Zweitligapartien vorsieht. Doch ist diese Abmachung nur ein Bruchteil so viel wert wie der auf vier Jahre angelegte Ursprungsdeal im Umfang von mehr als vier Milliarden Euro.

    20.20 Uhr: Virologe Drosten baut weiterhin auch auf Impfstoff von Astrazeneca

    Der Virologe Christian Drosten hält den derzeit vieldiskutierten Corona-Impfstoff von Astrazeneca unverändert für ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Pandemie. Es gebe keinen Grund, in Deutschland nicht mit dem Mittel zu arbeiten, sagte der Charité-Virologe im Podcast "Coronavirus-Update" vom Dienstag bei NDR-Info. Wenn er sich die öffentliche Diskussion um diesen Impfstoff anschaue, habe er den Eindruck, dass vieles falsch verstanden worden sei. Drosten sprach sich dafür aus, hierzulande unbedingt auch auf den nach seiner Einschätzung "sehr guten" Astrazeneca-Impfstoff zu bauen. "Wir müssen alles dransetzen, jetzt so schnell wie möglich in der Breite zu impfen», bilanzierte der Virologe. "Die Impfstoffe, die wir haben, die sind extrem gut gegenüber dem, was man erwarten konnte. Es gibt immer irgendwo ein Haar in der Suppe und manche schauen da mit dem Vergrößerungsglas drauf." Das solle man nicht tun. Wichtig sei, dass die Impfstoffe das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs minimierten.

    20.05 Uhr: Testen soll laut Bundesfinanzminister Scholz ohne finanzielle Hürden möglich sein

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Unterstützung zugesagt für das Vorhaben, mehr kostenlose Tests anzubieten. "Er weiß schon von mir seit letzter Woche, dass ich das positiv begleite", sagt der SPD-Kanzlerkandidat am Abend bei einem Pressetermin der Bayern-SPD. "Und das geht natürlich am besten, wenn es keine Hürden gibt, auch keine finanziellen. Das, glaube ich, können wir uns jetzt auch noch leisten." Das werde nicht ohne Folgen für die Bundeskasse bleiben, sagte Scholz: "Und wir werden das auch finanziell wuppen."

    19.45 Uhr: Innenministerium sieht keine großen Lücken bei Grenzkontrollen

    Das Bundesinnenministerium sieht keine größeren Probleme bei den am Sonntag begonnenen Corona-Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol. «Dass es zu Beginn der Maßnahmen zu logistischen Schwierigkeiten kommt, ist völlig normal, das wird aber in den nächsten Tagen schnell gelöst sein», sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag auf Nachfrage. Der "Spiegel" hatte zuvor von einer ausgedünnten Grenztruppe berichtet, die in der Praxis auf Lücke setzen müsse. So werde etwa ein Grenzübergang in Sachsen in der Nacht nicht überwacht, schreibt das Online-Portal des Magazins. Vom Ministerium hieß es, die Bundespolizei richte ihre Kontrollen an Schwerpunkten aus - "an den Hauptverkehrswegen findet aber eine durchgehende Kontrolle statt."

    19.30 Uhr: Unicef dringt auf schnellen Lufttransport von Corona-Impfstoff

    Unicef will Fluggesellschaften für den vorrangigen Transport von Corona-Impfstoffen, Medizin und anderen wichtigen Gütern gewinnen. Mehr als zehn Airlines hätten schon Vereinbarungen für die Initiative für humanitäre Luftfracht unterschrieben, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am Dienstag mit. Das Projekt bringt demnach Fluggesellschaften zusammen, deren Routen mehr als 100 Länder abdecken. Sie unterstützen das Covax genannte Beschaffungsprogramm der UN, das den Kauf und die Lieferung von Vakzinen für Hunderte Millionen Menschen in den ärmsten Ländern der Welt vorsieht. Nach vorläufigen Plänen sollen 145 Staaten Dosen für die Immunisierung von im Schnitt rund drei Prozent ihrer Bevölkerungen bekommen. Impfungen sollen noch in der ersten Jahreshälfte 2021 starten.

    19.20 Uhr: 750 Zuschauer bei Miami Open im Tennis erlaubt

    Das im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie abgesagte Masters-1000-Tennisturnier in Miami soll mit einer Beschränkung der Zuschauerkapazität auf 15 Prozent gespielt werden. In das Stadion passen 5000 Menschen, so dass nur 750 Zuschauer zugelassen sind. Die Miami Open sollen vom 23. März bis zum 4. April ausgetragen werden. Das Turnier gehört zur zweithöchsten Kategorie nach den vier Grand Slams.

    19.10 Uhr: EU-Kommission will Programm zur Erforschung von Corona-Mutationen vorschlagen

    Die EU-Kommission will am Mittwoch Vorschläge zur besseren Bekämpfung von Pandemien vorstellen. Wie Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bereits im Vorfeld mitteilte, gehört dazu auch ein Programm zur Erforschung von Mutationen des Coronavirus. Ziel ist es demnach, Labore, Gesundheitsbehörden und Wissenschaftler zusammenzubringen, um Impfstoffe zu entwickeln, die auch gegen veränderte Viren helfen. Mit ihren Vorschlägen zur "Bio-Verteidigung" will die Kommission die EU insgesamt besser beim Vorgehen gegen Gesundheitsgefahren aufstellen. Sie hatte schon im vergangenen Jahr eine neuen Behörde für Gesundheitsnotfälle (Hera) angekündigt. Diese soll eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor ermöglichen.

    18.50 Uhr: Impfungen mit Astrazeneca-Stoff nach Krankmeldungen teils gestoppt

    Nach Klagen von Klinik-Angestellten über Nebenwirkungen sind in Niedersachsen Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca an zwei Orten vorübergehend gestoppt worden. Das Herzogin-Elisabeth-Hospital in Braunschweig teilte am Dienstag auf Anfrage mit, geplante Impfungen mit diesem Präparat zu verschieben. Zunächst hatte die "Braunschweiger Zeitung" berichtet. Im Landkreis Leer galt zwischenzeitlich ebenfalls ein Stopp für Impfungen mit dem Astrazeneca-Mittel. Am Dienstagabend gab der Kreis dafür aber wieder grünes Licht. In der Braunschweiger Klinik traten von 88 Beschäftigten, die am Donnerstag geimpft wurden, 37 wegen "Impfreaktionen" vorübergehend nicht zur Arbeit an. Die weiteren Impfungen würden nun ausgesetzt - auch, um den Betrieb nicht zu gefährden, sagte eine Sprecherin. Auch am Klinikum Emden meldeten sich Beschäftigte nach Impfungen krank. Daraufhin kündigte der benachbarte Landkreis Leer zunächst ebenfalls an, das Mittel nicht mehr zu spritzen. "Denn unsere Impfdosen stammen vermutlich aus der gleichen Charge wie in Emden", hieß es. Nach Rücksprache mit dem Land wurde dies wieder aufgehoben.

    18.40 Uhr: Tischtennis-Bund bricht Saison in 2. und 3. Bundesligen ab

    Wegen der Corona-Pandemie hat der Deutsche Tischtennis-Bund die komplette Saison in den 2. und 3. Bundesligen sowie den Regional- und Oberligen der Männer und Frauen abgebrochen. "Die Spielzeit 2020/21 wird in diesen Ligen für ungültig erklärt und damit so behandelt, als hätte sie nicht stattgefunden", heißt es in einer Mitteilung des DTTB-Präsidiums. Es gibt also auch keine Auf- und Absteiger. Die beiden Tischtennis-Bundesligen der Männer und Frauen werden jedoch fortgesetzt. Als Profiligen waren sie auch trotz der Lockdown-Maßnahmen in Deutschland nicht unterbrochen worden.

    18.25 Uhr: Ausgangssperre in Aschaffenburg und Bad Kissingen wird aufgehoben

    Seit dem 10. Februar liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt Aschaffenburg und im Landkreis Bad Kissingen unter dem Grenzwert von 100. In Aschaffenburg wird die Ausgangssperre damit ab dem 17. Februar 2021 aufgehoben. Das Landratsamt Bad Kissingen hingegen hat sich dazu entschieden, die Ausgangssperre schon am 16. Februar 2021 außer Kraft zu setzen. Diese Entscheidung wurde laut Landratsamt getroffen, weil es sich nur um zwei Stunden handele. Denn seit Montag (15.02.2021) beginnt die Ausgangssperre in Regionen mit einem Inzidenzwert von über 100 erst um 22 Uhr. In Unterfranken gilt die nächtliche Ausgangssperre weiterhin in den Landkreisen Kitzingen und Miltenberg. Doch auch in diesen beiden Landkreisen könnte die Ausgangssperre in den nächsten Tagen aufgehoben werden. Bleibt die Sieben-Tage-Inzidenz in den Landkreisen weiterhin unter dem Grenzwert von 100, dann wird die Ausgangssperre nach Angaben der jeweiligen Landratsämter in Miltenberg voraussichtlich am 19. Februar und in Kitzingen voraussichtlich am 21. Februar aufgehoben.

    18.15 Uhr: Lettlands Regierung beschließt Familienhilfe

    Lettlands Regierung will Familien in der Corona-Krise mit einer Einmalzahlung von 500 Euro pro Kind unterstützen. Die finanzielle Hilfe soll von der staatlichen Sozialversicherungsanstalt automatisch ohne Antrag gewährt werden. Dies beschloss das Kabinett in Riga am Dienstag. Das Parlament des baltischen EU-Landes mit 1,9 Millionen Einwohnern muss dem noch zustimmen. Unterstützung geben soll es für alle Kinder unter 15 Jahren und für Jugendliche bis 20 Jahren in der Ausbildung. Auch Eltern von Kindern, die vor Ende des noch bis zum 6. April geltenden Corona-Notstand in Lettland geboren werden, soll die staatliche Leistung zustehen. Nach Angaben des lettischen Wohlfahrtsministeriums sind für die Maßnahme insgesamt 182 Millionen Euro nötig. Im Gespräch ist zudem noch eine finanzielle Einmal-Unterstützung von 200 Euro für Senioren und Menschen mit Behinderungen.

    18.05 Uhr: Behörden setzen bei Homeoffice-Pflicht auf Gespräche statt auf Bußgelder

    Die Arbeitsschutzbehörden sind zunehmend damit befasst, möglichen Verstößen gegen die Verpflichtung der Arbeitgeber zu Homeoffice-Angeboten nachzugehen. Zunächst wird meist das Gespräch gesucht, ohne dass ein Bußgeld fällig wird, wie Anfragen des Evangelischen Pressedienstes (epd) in den Bundesländern ergaben. Rund ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet laut einer Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung im aktuellen Corona-Lockdown zu Hause.

    Demnach gaben 24 Prozent an, Ende Januar vorwiegend oder ausschließlich im Homeoffice gearbeitet zu haben. Nachdem Appelle der Politik zu Beginn der zweiten Pandemiewelle im Herbst nicht bei allen Arbeitgebern gefruchtet hatten, wurden diese am 27. Januar mit der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung dazu verpflichtet, das Arbeiten von zu Hause aus anzubieten, wenn dem keine zwingenden betrieblichen Gründe entgegenstehen.

    In Thüringen gab es seitdem 90 Kontrollen in Betrieben. Dabei seien neun Verstöße aufgedeckt worden, bei denen keine Arbeit von zu Hause ermöglicht wurde, obwohl die Tätigkeiten dies zugelassen hätten, sagte am Dienstag eine Sprecherin des Sozialministeriums. In keinem dieser Fälle seien Maßnahmen angeordnet worden, aus denen sich bisher ein Bußgeldtatbestand ergeben könnte. Die Behörde habe die festgestellten Mängel beim Arbeitgeber schriftlich und unter Fristsetzung beanstandet. Zusätzlich seien die Firmen in einem Beratungsgespräch auf die Vorschriften hingewiesen worden.

    Beim Berliner Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit gingen binnen drei Wochen etwa 75 Beschwerden ein.

    17.50 Uhr: Merkel konferiert mit Söder und bayerischen Landräten

    Bundeskanzlerin Angela Merkel redet am Freitag in einer Schaltkonferenz mit bayerischen Landräten und Kommunalvertretern über die Probleme in der Corona-Pandemie. Das Kanzleramt habe zu einer entsprechenden Schalte eingeladen, bestätigt eine Regierungssprecherin. An dem Gespräch am Vormittag soll auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder teilnehmen.

    17.42 Uhr: EU-Kommission sieht wenig Handhabe gegen Corona-Grenzkontrollen

    Die EU-Kommission sieht wenig Handhabe, um gegen einseitig von Deutschland und anderen Ländern beschlossene Grenzkontrollen wegen der Corona-Pandemie vorzugehen. "Der Handlungsspielraum ist begrenzt", sagte eine EU-Vertreterin vor Journalisten. Mitgliedstaaten hätten das Recht, die Freizügigkeit auf Grundlage von Gesundheitsgefahren einzuschränken. Dies müsse allerdings verhältnismäßig erfolgen.

    Der EU-Vertreterin zufolge hat die Kommission bisher noch nie Vertragsverletzungsverfahren gegen Mitgliedstaaten eingeleitet, weil sie einseitig Grenzkontrollen im Schengenraum wiedereingeführt haben. Es sei auch die Frage, ob solche Verfahren "die richtige Antwort sind, wenn es um eine sich ständig verändernde Situation geht". Die EU wolle "sehr schnell praktische Ergebnisse und Lösungen", um etwa Lkw-Staus an den Grenzen und Probleme für die Wirtschaft zu verhindern, sagte die EU-Vertreterin. Sie trete deshalb mit betroffenen Staaten in Kontakt, um auftretende Schwierigkeiten zu beseitigen.

    17.36 Uhr: Soloselbständige können Hilfen für 2021 beantragen

    Mit einer "Neustarthilfe" unterstützt die Bundesregierung Soloselbstständige wie Künstler. Sie seien von den bestehenden Einschränkungen "häufig besonders schwer betroffen", könnten aber aufgrund geringer betrieblicher Fixkosten nur eingeschränkt Überbrückungshilfen beantragen, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

    Mit der "Neustarthilfe" erhalten Soloselbstständige für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni einen einmaligen Zuschuss von maximal 7.500 Euro. Voraussetzung ist, dass ihre wirtschaftliche Tätigkeit in dieser Zeit durch Corona Einbußen erlitten hat. Sie werde nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sprach von einer zielgenauen Unterstützung für Soloselbstständige.

    16.50 Uhr: Johnson & Johnson beantragt EU-Zulassung für Impfstoff

    Die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca sind in der EU im Einsatz. Jetzt beantragt auch das amerikanisch-belgische Unternehmen Janssen Pharmaceuticals, ein Tochterunternehmen des US-Konzerns Johnson & Johnson, die EU-Zulassung. Es geht um das Prädikat Ad26.Cov2.S, ein sogenannter Vektor-impfstoff.

    Im Gegensatz zu anderen Impfstoffen gegen Corona, gilt der von Janssen als einer, bei dem nur eine einzige Impfdosis notwendig ist, um die gewünschte Immunisierung zu erreichen. Die EU hat bereits 200 Millionen Dosen vorbestellt plus eine Option auf weitere 200 Millionen Dosen.

    Ende Januar hatte Janssen das Zwischenergebnis einer Phase-III-Studie mit rund 44.000 Probanden veröffentlicht. Demnach bietet der Impfstoff vier Wochen nach Verabreichung einen 66-prozentigen Schutz vor mittleren oder schweren Covid-19-Krankheitsverläufen.

    16.40 Uhr: Bestmöglicher Impfstoff für Bayerns Polizisten gefordert

    Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern sieht die Immunisierung von Polizisten mit dem Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca kritisch. "Die ständige Einsatzbereitschaft der Polizei darf durch einen möglicherweise unzuverlässigen Impfstoff auf keinen Fall gefährdet werden", sagte der Landesvorsitzende Peter Pytlik am Dienstag in München.

    Bereits bei Impfanmeldung müsse bekanntgegeben werden, welcher Impfstoff verwendet werde. Die Gewerkschaft der Polizei ist mit ihrer Kritik nicht alleine. Auch der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hatte gefordert, das Vakzin von Astrazeneca nicht bei medizinischem Personal und Pflegekräften einzusetzen. Der Impfstoff sei zwar genauso sicher wie die anderen. Doch die geringere Wirksamkeit lasse sich nicht verleugnen, hatte er der "Rheinischen Post" gesagt. Menschen mit hohem Infektionsrisiko sollten mit besser wirksamen Vakzinen geimpft werden.

    15.15 Uhr: Wien erreicht Höchstwert bei der Corona-Mutante

    Die Zahl der Infektionen mit den zunächst in Großbritannien und Südafrika festgestellten Varianten des neuartigen Coronavirus ist in Österreich auf deutlich über tausend gestiegen. Mit 471 Fällen wurde die englische Variante am häufigsten in Wien nachgewiesen, berichtet die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages). Das Burgenland folgt mit 189 Fällen Salzburg mit 177, Tirol mit einer Zahl von 74.

    Bei der südafrikanischen Variante, die 279 mal nachgewiesen wurde, fallen 271 Fälle auf Tirol. Sie sind der Grund, dessentwegen die deutsche Bundesregierung am Sonntag strenge Kontrollen an der Grenze zu Tirol eingeführt hat. Die Regierung in Wien reagierte verärgert darauf und kritisierte die Maßnahmen als "unverhältnismäßig".

    14.40 Uhr: Holpriger Start für Zwangsquarantäne in England

    Die neuen Vorgaben zur Zwangsquarantäne bei der Einreise nach Großbritannien sorgen bei den Behörden für Kopfzerbrechen. Erst am Sonntagabend - kurz vor Inkrafttreten - haben Grenzbeamte per E-Mail eine ausführliche Erklärung der neuen Corona-Regeln erhalten. Das berichtet die Zeitung "The Guardian" in ihrer Dienstagsausgabe.

    Seit Montag müssen Rückkehrer aus 33 Ländern, die zu Hochrisikogebieten deklariert wurden, direkt nach Ankunft für zehn Tage und elf Nächte in Quarantäne. Aus Europa ist nur Portugal betroffen. Für Unterkunft und Verpflegung werden pro Person 1.750 Pfund (rund 2.000 Euro) fällig. Die Bestimmung gilt für Briten, Iren und in Großbritannien lebende Bürger - ansonsten gilt aus den Hochrisikogebieten ohnehin ein Einreisestopp.

    14.25 Uhr: Altmaier redet mit Wirtschaft über Öffnungspläne

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will mit Branchenverbänden Empfehlungen für die nächsten Corona-Beratungen von Bund und Ländern erörtern. Die bisherige Obergrenze für Überbrückungshilfen werde fallen gelassen. Außerdem solle es einen Härtefallfons für Firmen geben.

    Der Einzelhandelsverband (HDE) spüre die Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol noch nicht, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Es sei jedoch wichtig, dass trotz Grenzkontrollen der Warenfluss aufrechterhalten werde.

    Die Wirtschaft pocht auf verbindliche Pläne für eine Öffnung von Unternehmen, die seit Monaten zwangsweise geschlossen sind.

    13.26 Uhr: Alpenkommunen fordern Öffnungsperspektive

    Mit einem alarmierenden offenen Brief haben sich sieben Bürgermeister aus Oberbayern und dem Oberallgäu sowie der Verbandsvorsitzende des Zweckverbands Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee an Ministerpräsident Söder gewandt. Die Staatsregierung möge spätestens bis Ostern den Hotel- und Gastrobetrieb wieder zulassen.

    Die Betriebe in Oberstdorf beispielsweise hätten durch den Lockdown bis einschließlich März 2021 Umsatzverluste von rund 150 Millionen Euro zu verkraften, heißt es in dem Schreiben. Die Regionen seien grundsätzlich bereit, abgestimmte Gesundheits- und Hygienekonzepte umzusetzen. Je später eine Öffnung erfolge, desto gefährdeter sei die ohnehin schon schwierige wirtschaftliche Situation in den touristisch geprägten Alpenregionen.

    12.33 Uhr: Uni Bamberg untersucht Einschränkungen zu Tschechien

    Die Universität Bamberg wird die Auswirkungen der Einreisebeschränkungen auf die Wirtschaft in Oberfranken untersuchen. Der federführende Wissenschaftler Patrick Reitingen kann sich aus jetziger Sicht zwei Szenarien vorstellen: Einige Unternehmen in Oberfranken, die auf Mitarbeiter aus Tschechien verzichten müssen, setzten verstärkt auf Digitalisierung und Homeoffice. Andere Betriebe reduzieren langfristig die Zahl der Mitarbeiter aus dem Nachbarland, könnten deren Arbeitsplätze aber nicht mit Personal aus der heimischen Region ersetzen. Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts sollen im Frühsommer veröffentlicht werden.

    11.56 Uhr: Herrmann hält Osterurlaub für realistisch

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kann sich Urlaub an Ostern im Inland trotz der Corona-Pandemie gut vorstellen. Ziel müsse es sein, "dass an Ostern Gaststätten und Hotels wieder geöffnet sind", sagte Herrmann auf einer Veranstaltung des Tourismusverbandes Franken

    Auch der Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee fordert Perspektiven. "Wir werben mit fester Überzeugung und großem Nachdruck dafür, ernsthaft eine Lockerung aller Betriebe in der Beherbergung, Gastronomie und Freizeitwirtschaft zu Ostern 2021 zu prüfen", heißt es in einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

    11.36 Uhr: Ifo-Forscher für Korrekturen bei europäischen Corona-Hilfen

    Wirtschaftsforscher fordern Korrekturen bei der Verwendung der Milliardenhilfen aus dem europäischen Corona-Fonds. Es müssten mehr Projekte mit EU-weiter Bedeutung und europäischem Mehrwert gefördert werden, so der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest. Er plädiert für grenzüberschreitende Technologie- und Infrastrukturprojekte.

    Die Nutzung des neuen Corona-Aufbaufonds RRF mit insgesamt 672,5 Milliarden Euro war am Dienstag Thema einer Online-Tagung der EU-Wirtschafts- und Finanzminister. Die 27 Länder stellen derzeit detaillierte Pläne auf, um mit den Milliardenhilfen ihre Wirtschaft anzukurbeln und gleichzeitig zu modernisieren. Dabei müssen mindestens 37 Prozent des Geldes für Klimaschutz verplant werden und weitere 20 Prozent für Digitales. Laut Fuest und seinem Mitarbeiter Florian Dorn ist dabei kaum zu verhindern, dass europäische Mittel die nationalen ersetzten, wenn die Mitgliedstaaten das wollten.

    11.22 Uhr: Spahn plant offenbar kostenlose Schnelltests für alle

    Ab dem 1. März soll offenbar jeder Bürger Anrecht auf kostenlose Corona-Schnelltests bekommen. Dies sehe eine Erweiterung der Nationalen Teststrategie vor, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dem Corona-Kabinett vorlegen wolle, berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Zur Begründung hieß es demnach, Antigen-Schnelltests seien mittlerweile in ausreichender Menge am Markt verfügbar. Dem Vorschlag zufolge sollen nach RND-Informationen die Kommunen vor Ort ihre Testzentren oder Apotheken vor Ort mit solchen kostenlosen Angeboten beauftragen. Die Kosten übernehme der Bund.

    11.12 Uhr: Corona-Test fürs Skifahren - Einzelne Seilbahnen in Tirol schließen

    In Tirol haben nach neuen Vorschriften beim Skifahren weitere Seilbahnen ihren Betrieb eingestellt. Das gelte für die Seilbahnen in Sölden und auf der Steinplatte nahe der deutschen Grenze, sagte Josef Ölhafen von der Wirtschaftskammer Tirol.

    Seit Montag müssen Skifahrer in Tiroler Skigebieten mit Seilbahnen einen negativen Coronatest vorweisen. Das österreichische Bundesland ist wegen der dort vermehrt aufgetretenen Südafrika-Variante des Coronavirus von Österreich und Deutschland mit strengen Reisebeschränkungen belegt. Die Ausreise in die angrenzenden Bundesländer Vorarlberg und Salzburg ist nur mit negativem Coronatest möglich, nach Deutschland dürfen darüber hinaus ohnehin nur bestimmte Reisende.

    11.05 Uhr: Gericht hebt nächtliche Ausgangssperre in den Niederlanden auf

    In den Niederlanden kippt ein Gericht die im Kampf gegen das Coronavirus verhängte nächtliche Ausgangssperre. Es fehle dafür jede Rechtsgrundlage, befindet das Gericht in Den Haag. Die Regierung müsse die zwischen 21.00 und 04.30 Uhr geltende Ausgangssperre umgehend aufheben. Sie hatte die seit 23. Januar bestehende Beschränkung erst vergangene Woche bis zum 3. März verlängert.

    10.40 Uhr: Nordkoreanischer Hackerangriff auf Pfizer

    Nordkoreanische Hacker haben nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes versucht, illegal an Informationen über den Coronavirus-Impfstoff des US-Pharmaunternehmens Pfizer zu gelangen. Bei dem Angriff auf die Computersysteme Pfizers hätten es die Hacker auch auf Daten zur Behandlung einer Corona-Infektion abgesehen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag. Yonhap berief sich auf Abgeordnete, die vom staatlichen Aufklärungsdienst (NIS) unterrichtet worden waren. Pfizer hat einen Corona-Impfstoff zusammen mit dem deutschen Unternehmen Biontech entwickelt.

    10.24 Uhr: Südafrikanische Corona-Mutante jetzt auch in Salzburg

    Die südafrikanische Mutante des Coronavirus ist nun in Salzburg aufgetreten. Der 15-jährige Sohn eines in der Stadt Salzburg wohnenden Afrikaners ist auf die hochansteckende Variante positiv getestet worden. Die gesamte siebenköpfige Familie befindet sich laut städtischem Gesundheitsamt bereits in streng überwachter Quarantäne. Der Vater könnte sich bei einem Aufenthalt in Afrika angesteckt haben. Er war per Flugzeug über Wien kommend nach Salzburg zurückgekehrt. Bei seinem Test war zunächst nicht klar, ob es sich um eine Mutation des Virus handelt. Da sich der Verdacht beim Sohn nun massiv erhärtet hat, wurde von den Behörden eine weiteres Screening der gesamten Familie angeordnet

    10.06 Uhr: Israel plant weitere Öffnung des Lockdowns

    Das Corona-Kabinett in Israel hat weitere Lockerungen auf den Weg gebracht. Das Gremium verständigte sich am Montagabend im Grundsatz auf neue Öffnungsschritte aus einen Lockdown. So sollen Schüler der Klassen fünf und sechs sowie elf und zwölf in Orten mit niedrigen Infektionszahlen ab Sonntag wieder in die Schule gehen dürfen. Darüber hinaus dürfen demnach von dem Tag an Einkaufszentren, Museen, Bibliotheken und Märkte wieder für Ungeimpfte öffnen. Geimpfte und Genesene sollen zudem Fitnessstudios, Kultur- und Sportveranstaltungen, Messen und Schwimmbäder besuchen dürfen.

    Datenanalysen in dem Land hatten dem Biontech/Pfizer-Impfstoff zuletzt eine hohe Wirksamkeit gegen das Coronavirus bescheinigt. In Israel erhielten nach offiziellen Angaben bislang knapp vier Millionen Menschen eine erste Impfung. Dies entspricht etwa 43 Prozent der Gesamtbevölkerung. Rund 30 Prozent der israelischen Bevölkerung ist jünger als 16 Jahre, diese Gruppe wird vorerst nicht geimpft.

    Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag weiter mitteilte, bekamen zudem etwa 2,6 Millionen Menschen eine Zweitimpfung. Die Impfkampagne hatte am 19. Dezember begonnen und zuletzt etwas an Schwung verloren.

    10.01 Uhr: Trotz Pandemie hohe Spendenbereitschaft

    Die Menschen in Deutschland haben im Jahr 2020 während der Corona-Pandemie deutlich mehr Geld gespendet als früher. Das geht aus der Bilanz des Deutschen Spendenrats vom Dienstag hervor. Mit 5,4 Milliarden Euro sei das Spendenniveau im Vergleich zu 2019 um rund fünf Prozent gewachsen, teilte der Verband mit. Der Spendenrat ist der Dachverband von rund 70 gemeinnützigen Organisationen. Die "Bilanz des Helfens" gibt es seit 2005. Sie wird vom Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag des Spendenrats erstellt. Besonders großzügig zeigten sich Spender demnach 2020 während der beiden Lockdowns, besonders in der ohnehin schon spendenstarken Vorweihnachtszeit.

    09.52 Uhr: Nur noch vereinzelt Stau wegen Einreisekontrollen

    Wegen der Kontrollen und Einreiseverbote kommt es an der tschechisch-deutschen Grenze teilweise noch zu Verkehrsbehinderungen. Im Vergleich zum Vortag entspannte sich die Lage am Dienstag deutlich. Vor dem Übergang Rozvadov-Waidhaus auf der Autobahn E50 Prag-Nürnberg bildete sich auf tschechischer Seite auf einer Spur ein mehr als sieben Kilometer langer Lkw-Rückstau, wie aus den Angaben der Autobahnverwaltung und des Verkehrsfunks hervorging.

    Keine Probleme gab es vor dem Grenzübergang Schirnding. Entspannt war die Situation auch auf der Autobahn E55 Prag-Dresden, wo es am Vortag einen mehr als 25 Kilometer langen Rückstau gegeben hatte. Dafür standen Lastwagen-Kolonnen auf der Staatsstraße 7, die von Chomutov durch das Erzgebirge nach Sachsen führt.

    Aus Angst vor der britischen Corona-Variante hatte die Bundesregierung Tschechien zum Virusvariantengebiet erklärt und vorübergehend stationäre Grenzkontrollen eingeführt. Seit Sonntag dürfen aus dem Nachbarland nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Gesundheitspersonal, Pendler systemrelevanter Berufe und Lastwagenfahrer. Sie müssen sich digital anmelden und an der Grenze einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

    09.48 Uhr: Corona-Jahr 2020 - Rund 15 Prozent weniger ausländische Studierende in Bayern

    Im vergangenen Jahr sind 15,2 Prozent weniger ausländische Studierende nach Bayern gekommen. Gleichzeitig sank die Gesamtzahl der Studienanfänger im Vergleich zum vergangenen Jahr um 2,6 Prozent, heißt es in einer Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik mit Sitz in Fürth. Insgesamt habe es aber fast 11.000 beziehungsweise 2,8 Prozent mehr Studierende im Wintersemester 2020/21 in Bayern gegeben. Laut den vorläufigen Zahlen der Studierendenkanzleien, auf die sich das Landesamt in seiner Mitteilung beruft, sind insgesamt 405.131 Studierende an den Hochschulen in Bayern eingeschrieben. Der Frauenanteil betrug im vergangenen Jahr 51,0 Prozent.

    09.20 Uhr: Studie - Corona lässt die Deutschen schlechter schlafen

    Rund ein Jahr nach Beginn der Pandemie haben mittlerweile 64 Prozent der Deutschen coronabedingt ihr Schlafverhalten verändert, wie aus einer Umfrage der mhplus Krankenkasse hervorgeht. Denn weniger Fahrten zur Arbeit, Homeschooling sowie Medienkonsum bis spät in den Abend bringen demnach nicht nur den Tagesrhythmus vieler Menschen durcheinander, sondern auch deren Nachtruhe. "Die Folge: Mehr als jeder Zweite hat abends Probleme einzuschlafen und wacht morgens wie gerädert auf." mhplus-Expertin Mariana Naumann erklärt: "Jeder Dritte geht mittlerweile später zu Bett." Zudem nutzten 30 Prozent der Bevölkerung verstärkt TV, Streaming-Portale, Internet und Smartphone.

    09:14 Uhr: Zahl der Industrie-Beschäftigten wegen Corona-Krise gesunken

    Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Industrie ist in der Corona-Krise 2020 erstmals seit zehn Jahren wieder gesunken. Im Jahresdurchschnitt beschäftigten die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten gut 5,5 Millionen Menschen. Das waren 2,2 Prozent weniger als 2019, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Zuletzt hatte die globale Finanz- und Wirtschaftskrise zu einem Rückgang um 2,4 Prozent im Jahr 2010 geführt.

    Im Dezember verringerte sich die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahresmonat besonders stark in der Metallerzeugung und -bearbeitung (minus 5,8 Prozent). Einen deutlichen Rückgang gab es unter anderem auch im Maschinenbau (minus 4,5 Prozent) und in der Autoindustrie (minus 3,2 Prozent). In der Chemieindustrie stieg die Zahl der Beschäftigten dagegen um 1,6 Prozent. Mitarbeiter in Kurzarbeit zählen zu den Beschäftigten.

    09:00 Uhr: Spahn will längere Einreisebeschränkung für Mutations-Gebiete

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will einem Medienbericht zufolge die strengeren Regeln für Einreisen aus sogenannten Virusvariantengebieten bis Anfang März verlängern. Der CDU-Politiker habe am Montagabend eine entsprechende Kabinettsvorlage an die anderen Regierungsmitglieder verschickt, schreibt der "Spiegel". Dies würde etwa Tschechien und Tirol betreffen.

    08.22 Uhr: Nachweis von britischer Corona-Mutation - Großeinsatz in Hamm

    Der Nachweis der britischen Mutation des Corona-Virus hat in Hamm zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Eine Hundertschaft sei seit Montagabend im Einsatz, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen. Nach Angaben der Stadt war ein Bauarbeiter auf Montage positiv auf die Variante B.1.1.7 getestet worden. Sie gilt als ansteckender. Daraufhin seien vier Wohnhäuser unter Quarantäne gestellt worden. Die Bewohner werden nun getestet. Die Beamten überwachten unter anderem die Einhaltung der Quarantäne.

    08.17 Uhr: Zahl der Kinobesucher im Corona-Jahr extrem gesunken

    Die Besucherzahlen deutscher Kinos sind in der Pandemie drastisch eingebrochen. Im vergangenen Jahr wurden rund 38,1 Millionen Tickets verkauft - etwa 80,5 Millionen weniger als noch ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Rückgang von rund 68 Prozent, wie aus Zahlen der Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin hervorgeht.

    Die Kinos waren bereits im Frühjahr 2020 mehrere Wochen geschlossen, wegen der Abstandsregeln durften auch im Sommer und Herbst nur deutlich weniger Besucher in die Kinosäle. Seit November sind Filmtheater und andere Einrichtungen bundesweit wieder dicht, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

    Im vergangenen Jahr machten die Kinos entsprechend weniger Umsatz. Sie nahmen laut Erhebung rund 318 Millionen Euro ein - etwa 69 Prozent weniger als noch im Jahr 2019. Damals hatten die Kinos mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt - unter anderem wegen Blockbustern mit hohen Besucherzahlen.

    08.00 Uhr: Altmaier warnt vor Folgen einer dritten Corona-Welle für Unternehmen

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat vor dem Treffen mit Wirtschaftsverbänden vor den Folgen einer möglichen dritten Corona-Welle für Unternehmen gewarnt. "Die Wirtschaft kann nicht florieren, wenn wir eine dritte Welle von Infektionen bekommen", sagte Altmaier im "ARD-Morgenmagazin". Daher müsse alles daraufhin abgestimmt sein, dass man die Wirtschaft öffne, aber gleichzeitig eine dramatische Situation wie in Nachbarländern vermeide. Selbsttests könnten dabei definitiv helfen, so Altmaier. Das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hofft auf eine Zulassung erster Corona-Selbsttests im März.

    Neben den Selbsttests gibt es laut Altmaier noch "ganz viele andere Stellschrauben", über die er mit Vertretern der Verbände heute sprechen wollte. Bei dem Corona-"Wirtschaftsgipfel" sollte es neben den Beschlüssen von Bund und Ländern vor allem um die schleppende Umsetzung der Wirtschaftshilfen gehen. Die Vereinbarung über eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März war zum Teil heftig kritisiert worden. Verbände kritisierten, Gastgewerbe, Tourismus und dem Mittelstand fehlten klare Perspektiven.

    07.43 Uhr: Keine nächtliche Ausgangssperre mehr in der Stadt Bamberg

    Seit heute ist die nächtliche Ausgangssperre in Bamberg aufgehoben. Die Stadt hatte zuletzt an sieben aufeinanderfolgenden Tagen den Inzidenzwert von 100 unterschritten. Nun werde auch über Lockerungen im Schulbetrieb und bei Kitas nachgedacht, heißt es in einem Schreiben aus dem Rathaus. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt werde hierzu in den kommenden Tagen eine Entscheidung fallen.

    In Oberfranken sind nach aktuellem Stand neben der Stadt Bamberg auch in den beiden Landkreisen Coburg und Kulmbach die nächtliche Ausgangsperre aufgehoben.

    In Bayern gilt seit gestern die nächtliche Ausgangssperre nur noch in kreisfreien Städten und Landkreisen, in denen die 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage überschritten wurde.

    07.42 Uhr: RKI verzeichnet 3.856 Corona-Neuinfektionen und 528 neue Todesfälle

    Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 3.856 Neuinfektionen. Das sind rund 480 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz verharrt bei 59. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ziel von Bund und Ländern ist ein Wert von 50, um das Gesundheitssystem zu entlasten, ab einem dauerhaften Wert von unter 35 haben sie weitere Lockdown-Öffnungen in Aussicht gestellt. 528 weitere Menschen starben dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 65.604. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,342 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt.

    07.10 Uhr: Entspannte Verkehrslage an sächsisch-tschechischer Grenze

    An den sächsisch-tschechischen Grenzübergängen sind die Fahrbahnen am Dienstagmorgen frei. Die Verkehrslage an den Grenzkontrollen hat sich laut Angaben der Bundespolizei normalisiert. Es seien keine Staus zu verzeichnen. Man sei gut auf den kommenden Tag vorbereitet, so ein Sprecher der Bundespolizei in Pirna.

    An der deutsch-tschechischen Grenze der Autobahn 17 von Prag nach Dresden hatte sich am Montagmorgen ein kilometerlanger Stau gebildet. Die Wartezeit betrug mehrere Stunden. Bereits am Sonntag hatten Reisende nach Inkrafttreten der Grenzkontrollen ein bis zwei Stunden für die Weiterreise gebraucht.

    06:57 Uhr: Zahlreiche Beamte in Peru vorzeitig geimpft

    In Peru hat sich ein Skandal um vorzeitig gegen das Coronavirus geimpfte Regierungsvertreter ausgeweitet. Übergangspräsident Francisco Sagasti teilte mit, dass 487 Beamte, darunter die frühere Außenministerin Elizabeth Astete und die frühere Gesundheitsministerin Pilar Mazzetti, ihren Status ausgenutzt hätten, um heimlich geimpft zu werden, obwohl sie noch nicht dran waren. Ihre Namen würden der Staatsanwaltschaft übergeben. Beide Regierungsvertreterinnen erklärten ihren Rücktritt.

    Der frühere Präsident Martín Vizcarra bestätigte einen Zeitungsbericht, dass er und seine Frau im Oktober geimpft worden seien, bevor er im November wegen Korruptionsvorwürfen vom Kongress abgesetzt wurde. Die Vorwürfe standen nicht im Zusammenhang mit den Impfungen. Am Montag gab Vizcarra zu, dass auch ein Bruder von ihm geimpft worden sei.

    Oppositionsparteien haben für heute ein Treffen angesetzt, um über einen Untersuchungsausschuss wegen der heimlichen Impfungen zu entscheiden.

    05.41 Uhr: Auckland hofft auf Ende von Lockdown

    Neuseeland steht vor der Entscheidung über ein Ende des Corona-Lockdowns in Auckland. Nachdem am Dienstag den zweiten Tag in Folge keine neuen Ansteckungen festgestellt wurden, wächst die Hoffnung, dass die Restriktionen am Mittwoch aufgehoben werden könnten.

    Die Behörden hatten nach dem Ausbruch in Auckland, der größten Stadt des Landes, die Testkapazitäten hochgefahren. Allein am Montag wurden 15.000 Tests vorgenommen. Die Behörden rätselten noch, wie es zu dem Ausbruch kam. Bei den drei Infizierten handelt es sich nach offiziellen Angaben um Mitglieder einer Familie: Mutter, Vater und Tochter. Alle drei hatten sich mit der zuerst in Großbritannien gefundenen Virusvariante angesteckt, die sich schneller verbreitet als andere. Die Mutter arbeite für ein Catering-Unternehmen, das für Fluggesellschaften Wäscherei-Dienste übernehme, hieß es. Es werde untersucht, ob es eine Verbindung zu einem infizierten Passagier gebe. Alle Tests bei Kontaktpersonen seien negativ verlaufen.

    Der dreitägige Lockdown in Auckland ist der erste im Land seit sechs Monaten. Neuseeland hat das Virus erfolgreich unter Kontrolle gebracht; Übertragungen innerhalb des Landes waren zuletzt nicht mehr bekannt geworden.

    05.00 Uhr: Jeder vierte Erwerbstätige arbeitet im Homeoffice

    Die Aufrufe für mehr Homeoffice zur Reduzierung der Kontakte in der Corona-Pandemie haben Wirkung gezeigt. 24 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland arbeiteten Ende Januar laut einer Umfrage des WSI-Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ausschließlich oder überwiegend von zu Hause aus. Der Anteil sei damit annähernd so hoch gewesen wie beim ersten Lockdown im April 2020 mit 27 Prozent. Hinzu kämen 14 Prozent, die im Januar an wechselnden Arbeitsorten im Betrieb, zu Hause oder mobil gearbeitet hätten. Im November hatte die Befragung derselben Gruppe von über 6.200 Erwerbstätigen und Arbeitsuchenden einen Homeoffice-Anteil von 14 Prozent ergeben.

    04:30 Uhr: Wirtschaftsverbände beraten mit Altmaier über Corona-Krise

    Angesichts großen Unmuts über schleppende Finanzhilfen und andauernde Corona-Beschränkungen will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit Vertretern zahlreicher Branchen beraten. An einem Online-"Wirtschaftsgipfel" sollen Vertreter von mehr als 40 Verbänden teilnehmen. Themen sind die aktuelle Krisenlage, die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern, die Hilfsprogramme und mögliche Öffnungsperspektiven etwa für Handel und Gastgewerbe.

    04.13 Uhr: Dobrindt fordert Impfstoff-Produktion in Europa

    Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, fordert verbindliche Regelungen, damit heimische Pharma-Unternehmen "alle wichtige Komponenten in mindestens einer Variante in Europa produzieren". Der Aufbau einer starken Impfstoffproduktion und -entwicklung sei Grundlage dafür, dass Europa in anderen Regionen der Welt helfen könne, sagte er der "Augsburger Allgemeinen".

    In einem Strategiepapier der Landesgruppe, aus dem die Zeitung zitiert, wirft Dobrindt der EU-Kommission "Fehlleistungen und Fehleinschätzungen beim zeitlichen Zulauf der bestellten Impfdosen" vor und fordert mehr Anstrengungen zur Impfstoffbeschaffung. Es sei zwar richtig, die Beschaffung auch auf europäischer Ebene zu organisieren. Daneben müsse Deutschland aber die nationalen Anstrengungen ausweiten.

    04.02 Uhr: Südafrika will eine Millionen Impfdosen zurückgeben

    Südafrika fordert laut einem Medienbericht das Serum Institute of India (SII) auf, eine Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffs zurückzunehmen. Dies berichtet die Zeitung "Economic Times". Das SII, der weltgrößte Impfstoffhersteller, produziert das Vakzin von Astrazeneca. Der südafrikanische Gesundheitsminister hatte vergangene Woche erklärt, dass das Land die Einführung des Impfstoffs nach einer klinischen Studie aussetze. Die Studie hatte ergeben, dass das Vakzin bei der im Land vorherrschenden Coronavirus-Variante nur minimalen Schutz gegen leichte bis mittelschwere Erkrankungen bietet.

    03.11 Uhr: BDI warnt vor Folgen der Grenzschließungen

    Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) hat vor schwerwiegenden Folgen der Grenzschließungen zu Tschechien und Tirol gewarnt. "Die Gefahr ist groß, dass in den nächsten Tagen überall in Europa Lieferketten abreißen", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Grenzschließungen und Reisebeschränkungen im nationalen Alleingang beeinträchtigten auch den internationalen Güterverkehr und schadeten der deutschen Industrie massiv.

    Schon jetzt verursachten die Grenzschließungen "chaotische Verhältnisse, die bei Unternehmen zu großer Unsicherheit in Bezug auf ihre Versorgungslage und Mitarbeiterverfügbarkeit führen", erklärte Lang. Er rief die Bundesregierung dazu auf, die von der EU empfohlene Regelung der "Green Lanes" zur Aufrechterhaltung des freien Güterverkehrs zu befolgen. "Grenzübergänge sollten weiterhin für alle Frachtfahrzeuge mit Gütern offen bleiben", forderte er.

    02.43 Uhr: Australien genehmigt Impfstoff von Astrazeneca

    Australien erteilt nach Angaben der Gesundheitsbehörde TGA dem Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca die vorläufige Zulassung. Es ist der zweite in Australien zugelassene Impfstoff. Die Aufsichtsbehörde hatte im vergangenen Monat das Vakzin von Biontech/Pfizer genehmigt. Ab dem 22. Februar startet das Impfprogramm.

    02.24 Uhr: Impfkommission gegen Bevorzugung von Lehrern

    Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, sieht keinen Grund, Lehrer bevorzugt zu impfen. "Die Stiko hat ihre Empfehlung auf die Auswertung internationaler Daten und auch die Meldedaten aus Deutschland gegründet. Daraus ergibt sich keine Notwendigkeit die Lehrer jetzt abweichend von der Empfehlung vorzuziehen", sagt Mertens der Zeitung "Rheinische Post". Lehrer mit entsprechendem Alter und solche mit besonderen Vorerkrankungen würden ja bereits auf dieser Grundlage priorisiert. "Die Stiko-Empfehlungen sind aber Empfehlungen, und die politischen Entscheidungsträger können und dürfen von dieser Empfehlung abweichen."

    Montag, der 15. Februar

    22.05 Uhr: Palästinenser - Israel verhindert Impfstoff-Lieferung nach Gaza

    Die Palästinenser-Regierung wirft Israel vor, die Lieferung von 2000 Impfdosen vom Westjordanland nach Gaza gestoppt zu haben. Als Begründung sei das Fehlen einer Genehmigung genannt worden. In israelischen Sicherheitskreisen heißt es, die Bitte werde noch geprüft und sei noch nicht vom Nationalen Sicherheitsrat abgesegnet worden.

    21.34 Uhr: Neue WTO-Chefin warnt vor "Impfstoff-Nationalismus"

    Die neue WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala hat vor nationalistischem Denken bei den Impfprogrammen gegen die Virus-Pandemie gewarnt. "Niemand ist sicher, bis alle sicher sind", sagte sie in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. "Impfstoff-Nationalismus wird sich zu diesem Zeitpunkt einfach nicht auszahlen, da die Varianten kommen." Wenn die Bürger anderer Staaten nicht geimpft seien, schlage das Virus auf einen selbst zurück. Okonjo-Iweala verwies auf Studien, wonach der Welt ein Verlust von neun Billionen Dollar an möglicher Wirtschaftsleistung drohe, wenn die ärmeren Staaten ihre Bevölkerungen nicht schnell impfen können.

    21.26 Uhr: Johnson spricht sich für weltweites Pandemie-Abkommen aus

    Der britische Premierminister Boris Johnson spricht sich für ein weltweites Pandemie-Abkommen aus. Damit solle sichergestellt werden, dass die Unterzeichnerstaaten "alle ihre Daten beisteuern" auch um zukünftige Seuchen zu verhindern. EU-Ratspräsident Charles Michel begrüßt in einer ersten Reaktion den Vorschlag.

    20.30 Uhr: Österreich verlängert Lockdown für Hotels und Gastronomie bis Ostern

    Die österreichische Regierung verlängert den Lockdown für Hotels und Gastronomie bis "rund um Ostern". Dies gelte auch für den Kulturbereich, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz nach Beratungen mit den im Parlament vertretenen Parteien sowie Experten und den Ländern. Ein konkretes Datum für die Wiederöffnung in diesem Bereich nannte der Regierungschef nach Angaben der Nachrichtenagentur APA nicht. Am 1. März solle erneut beraten werden.

    Das Infektionsgeschehen im Land sei nach der Öffnung des gesamten Handels nach wie vor stabil, konstatierte Kurz. Allerdings habe in Ostösterreich die britische Virus-Mutante zugenommen, in Tirol die südafrikanische. Deshalb sei weiter große Vorsicht geboten, private Kontakte sollten möglichst vermieden werden. Erlaubt sind in Österreich privat derzeit Treffen zweier Haushalte. "Wenn hier nicht alle vorsichtig sind, sind wir schnell wieder in einem exponentiellen Wachstum", warnte Kurz. Er zeigte sich zugleich optimistisch, durch viele Tests das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten.

    In dieser Woche könnte die Zahl der Corona-Tests auf zwei Millionen steigen, sagte der Kanzler. Dies seien so viele wie in keinem anderen Land. Ab 1. März solle es zudem kostenlose Wohnzimmer-Schnelltests in Apotheken geben.

    20.01 Uhr: Euro-Finanzminister - Sprechen im April über gezieltere Maßnahmen

    Die Finanzminister der Euro-Zone wollen im April besprechen, wie der Übergang von Hilfen für alle Unternehmen zu gezielteren Maßnahmen vollzogen werden kann. Das gibt der irische Finanzminister und Euro-Gruppen-Chef Paschal Donohoe nach Gesprächen mit seinen Amtskollegen bekannt. Dabei werde auch besprochen, wie Firmen ausfindig gemacht werden sollten, die man kontrolliert in Konkurs gehen lassen werde. Allgemein sei man sich einig, dass die Staatshilfen in der Pandemie so lange wie nötig gewährt werden sollten.

    19.31 Uhr: Altmaier lädt zu Wirtschaftsgipfel mit mehr als 40 Verbänden

    Vor dem Hintergrund zunehmender Existenzängste in vielen Branchen und wachsenden Forderungen nach Lockerungen in der Corona-Krise hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) für Dienstag zu einem Wirtschaftsgipfel geladen. Per Videokonferenz will Altmaier dabei mit insgesamt mehr als 40 Verbänden über die schwierige Lage in der Pandemie sprechen. Dabei soll es neben den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern für eine Lockdown-Verlängerung auch um die Wirtschaftshilfen und mögliche Öffnungsperspektiven gehen.

    Im Vorfeld des Gipfeltreffens hatten unter anderem der Einzelhandel, das Gastgewerbe und auch die Baumarktbranche eine Öffnungsstrategie angemahnt. Kritik gab es zuletzt auch an den bisherigen Corona-Hilfen.

    19.19 Uhr: WHO warnt weiter vor zu großem Optimismus

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt weiter vor zu großem Optimismus angesichts der weltweit sinkenden Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen. Noch sei ein Sieg über das Virus nicht in Sicht, sagte WHO-Experte Mike Ryan heute in Genf. "Dieses Virus hat immer noch eine hohe Infektionskraft." Es scheine sich oft eine Zeit lang wenig zu rühren, aber auch dann könne ähnlich wie im vergangenen Herbst ein sprunghafter Anstieg folgen. Allerdings könnten die staatlichen Reaktionen auf die Infektionslage dank der fortschreitenden Impfungen in wenigen Monaten anders aussehen als heute. Sobald die Verwundbarsten besser geschützt seien, seien andere Entscheidungen möglich, sagte Ryan. 

    19.05 Uhr: CDU-Chef Laschet warnt vor Grenzschließungen

    NRW-Ministerpräsident Armin Laschet warnt vor negativen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft durch Grenzschließungen und setzt sich damit von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ab. Man erlebe momentan, dass Lieferketten vor allem für die deutsche Automobilindustrie wieder gefährdet würden, sagt Laschet beim virtuellen Neujahrsempfang des Wirtschaftsrates Baden-Württemberg. "Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht mit 'Ersatzmaßnahmen' die gesamten Lieferkettenprozesse im Binnenmarkt zerstören." Eine Grenzschließung verursache riesige Schäden, man sehe die Probleme bereits jetzt an der tschechischen Grenze. "Wir müssen aufpassen, dass wir jetzt nicht den gleichen Fehler wieder machen", fügte er in Anspielung auf das Frühjahr 2020 hinzu.

    18.41 Uhr: Johnson - Wissenschaft gewinnt in der Pandemie langsam die Oberhand

    Die Wissenschaft gewinnt in der Pandemie langsam die Oberhand, sagt der britische Premierminister Boris Johnson. Das sei nicht nur mit Blick auf Impfstoffe so, sondern auch etwa durch bessere Therapien. Gleichwohl könne er nicht garantieren, dass der derzeitige Lockdown der letzte sei.

    18.40 Uhr: Laschet - Müssen stärker Schäden in Gesellschaft abwägen

    Nach Ansicht von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet steht Deutschland in der Pandemie an einem Punkt, an dem Gesundheitsschutz angesichts sinkender Infektionszahlen stärker mit anderen gesellschaftlichen Schäden durch den Lockdown abgewogen werden muss. "Wir können unser ganzes Leben nicht nur an Inzidenzwerten abmessen", sagt der CDU-Chef bei einer Veranstaltung des Wirtschaftsrates Baden-Württemberg. Darüber würden Bund und Länder bei ihrem nächsten Treffen am 3. März sprechen.

    18.31 Uhr: Kreuzer für gelockerte Kontaktbeschränkungen ab 7. März

    Der Chef der CSU-Landtagsfraktion, Thomas Kreuzer, geht von gelockerten Kontaktbeschränkungen ab dem 7. März aus. Es sei „erfreulich, dass wir im Moment auf breiter Front zurückgehende Inzidenzwerte bei den Neuinfektionen haben“, sagte Kreuzer auf BR-Anfrage. "Dies zeigt, dass die getroffenen Maßnahmen wirken und die Bevölkerung Erstaunliches leistet." Er gehe daher "bei Fortsetzung dieser Entwicklung" davon aus, dass weitere Lockerungen ab dem 7. März möglich seien. "Dazu gehört auch eine Änderung der Kontaktbeschränkung beispielsweise auf fünf Personen aus zwei Haushalten", betonte Kreuzer.

    18.30 Uhr: Pendler von Tirol nach Salzburg dürfen über kleines und großes Deutsches Eck fahren

    Pendler von Tirol nach Salzburg dürfen ab sofort die Strecke über das kleine und große Deutsche Eck nutzen. Wie das österreichische Bundesland Tirol mitteilte, gelte diese neue Regelung für Pendler, die die Transitstrecke über deutsches Gebiet zu beruflichen oder Ausbildung-Zwecken nutzten. Voraussetzung sei ein negatives Corona-Testergebnis, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. Die Einreise müsse darüber hinaus digital angemeldet werden. Mit der Transitregelung werde eine wesentliche Forderungen Tirols erfüllt, so der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter: "Alle entsprechenden Stellen sind informiert und ich erwarte mir, dass die Abwicklung an den Grenzübertritten nun reibungslos funktionieren wird", so Platter wörtlich.

    Eine Regelung für Pendler zwischen Deutschland und Tirol hingegen stehe noch aus. Eine Übergangsfrist laufe am Mittwoch aus. Dann müsse eine behördliche Bescheinigung mitgeführt werden. Bis dahin reicht neben einem negativen Testergebnis auch ein Dienstvertrag oder Dienstausweis.

    18.00 Uhr: WHO erteilt Notfall-Zulassung für Astrazeneca-Impfstoff

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erteilt dem Covid-19-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca die Notfallzulassung. Damit können mehr Entwicklungsländer auf den vergleichsweise billigen Impfstoff zurückgreifen. Die Produktion müsse nun erhöht werden, sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

    17.25 Uhr: Frankreich verhandelt mit Brüssel über Zukunft von Air France

    Frankreich will die von der Corona-Krise schwer getroffene Fluggesellschaft Air France weiter unterstützen und verhandelt dazu mit der Brüsseler EU-Kommission. Wie Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire in Paris sagte, geht es bei den Gesprächen mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager um Gegenleistungen, die Air France für Hilfen erbringen muss. Wie diese genau aussehen, ließ er offen. Frankreich dringe darauf, dass die Auflagen für die Airline vertretbar seien.

    Der Konzern Air France-KLM wird an diesem Donnerstag seine Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vorlegen. In den ersten neun Monaten hatte die Gruppe bereits einen Nettoverlust von 6,1 Milliarden Euro verbucht.

    17.10 Uhr: EU verhandelt mit Moderna über 150 Mio weitere Impfdosen

    Die EU verhandelt Insidern zufolge mit dem US-Konzern Moderna über die Lieferung von 150 Millionen weiteren Impfdosen. Einige davon könnten bis Juni ankommen, sagte einer der EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Den Angaben zufolge haben dagegen die Gespräche mit AstraZeneca zuletzt keine Fortschritte gebracht.

    16.50 Uhr: Studie - Corona-Infektion schützt erheblich vor erneuter Ansteckung

    Eine Corona-Infektion schützt einer Studie aus Österreich zufolge zumeist vor einer erneuten Ansteckung. Nach einem Abstand von ungefähr sieben Monaten zur Erstinfektion hätten Menschen mit einer bereits durchgemachten Sars-CoV-2-Infektion ein um 91 Prozent niedrigeres Risiko für eine Ansteckung aufgewiesen, berichten Forscher um Stefan Pilz von der Med Uni Graz im "European Journal of Clinical Investigation". Die Ergebnisse seien aber noch vorsichtig zu interpretieren, hieß es von der Universität.

    Für die Studie wurden Menschen, die sich in der ersten Infektionswelle (Februar bis April 2020) mit dem Virus infiziert hatten, in der zweiten Infektionswelle von September bis November vergangenen Jahres mit der übrigen österreichischen Allgemeinbevölkerung verglichen.

    "Diese Daten zeigen eine sich aufbauende Immunität gegen Sars-CoV-2 in der österreichischen Bevölkerung, wobei wir aktuell noch nicht wissen, inwieweit diese Immunität auch auf diverse Sars-CoV-2-Virusmutationen umzulegen ist," betonte Franz Allerberger von der Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages). Weitere Auswertungen über längere Zeiträume sowie von Daten aus anderen Ländern seien erforderlich.

    15.35 Uhr: Keine Durchreise ohne Corona-Test - Stau auf Brennerautobahn

    Wegen der neuen Corona-Regeln für die Reise durch Österreich haben sich auf Italiens Brennerautobahn am Montag lange Staus gebildet. Nördlich von Verona staute sich der Verkehr auf bis zu zehn Kilometer, teilte die Betreibergesellschaft mit. Man habe dort Reisende abfangen wollen, die ohne die nötigen Dokumente nach Österreich unterwegs waren, um zu verhindern, dass sie an der Grenze abgewiesen werden. Außerdem sollten damit lange Staus am Brennerpass entzerrt werden, da die Temperaturen dort unter dem Gefrierpunkt liegen.

    Rund 200 Kilometer nördlich staute sich der Verkehr vor dem Brennerpass bei Sterzing. Dem Betreiber zufolge konnten nur 40 bis 50 Fahrzeuge je Stunde die Strecke passieren, während auf der Gegenspur die zehnfache Auslastung möglich war. In Sterzing hatten die Behörden zudem eine Station für Antigen-Schnelltests eingerichtet. Die österreichischen Behörden hätten am Sonntag den Brennerpass abgeriegelt, schreib die Brennerautobahngesellschaft. Für die Durchreise brauche es bis auf weiteres einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

    Der italienische Verband der Transportbranche Conftrasporto warnte vor Chaos für den Güterverkehr auf der Straße. Für Fahrer, die außerhalb ihrer Heimat unterwegs sind, sei es schwer Tests bei zertifizierten Labors zu machen. Laut Verband fahren mehr als 7.000 Laster täglich auf der Nord-Süd-Verbindung.

    15.10 Uhr: Tirol vermeldet mehr als 300 bestätigte Corona-Fälle mit Südafrika-Mutante

    Im österreichischen Bundesland Tirol sind bereits mehr als 300 Corona-Fälle mit der sogenannten Südafrika-Mutante aufgetreten. Zudem gebe es fast 200 Verdachtsfälle auf diese besonders ansteckende Variante des Coronavirus, teilte am Montag die Landesregierung laut einem Bericht der Nachrichtenagentur APA mit. Insgesamt ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Tirol den Angaben zufolge zuletzt aber gesunken.

    Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle mit der Südafrika-Mutante sei auf 318 gestiegen, teilte das Bundesland mit. 176 davon seien bereits vollsequenziert und weitere 142 teilsequenziert. Die 187 Verdachtsfälle sollten nun auch sequenziert werden. Insgesamt gab es innerhalb von 24 Stunden in Tirol 62 neue positive Corona-Testergebnisse. Das war laut APA der niedrigste Wert seit Anfang Oktober.

    Wegen des Auftretens besonders gefährlicher Virus-Mutanten in Tirol hatte Deutschland am Sonntag mit verschärften Grenzkontrollen zu Tirol begonnen.

    15.05 Uhr: NRW-Innenminister positiv auf Corona getestet

    Ein Schnelltest des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul auf das Corona-Virus ist positiv ausgefallen. Das Ergebnis des präziseren PCR-Tests stehe noch aus, teilt das Innenministerium in Düsseldorf weiter mit. Der Minister befinde sich für zehn Tage in häuslicher Quarantäne. Reul gehe es den Umständen entsprechend gut, er führe seine Amtsgeschäfte von Zuhause aus.

    15.00 Uhr: Nächtliche Ausgangssperren im Landkreis Augsburg mit sofortiger Wirkung aufgehoben

    Auch im Landkreis Augsburg ist die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben und zwar mit sofortiger Wirkung. Das hat das Landratsamt Augsburg mitgeteilt. Schon am heutigen Montag können die Menschen wieder ihre Häuser verlassen, ohne sich an zeitliche Einschränkungen halten zu müssen.

    Rechtlicher Hintergrund ist die geänderte 11. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) des Freistaats Bayern, die seit heute in Kraft ist. Sie besagt, dass nach mindestens sieben aufeinanderfolgenden Tagen, an denen eine 7-Tages-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen errechnet wurde, die Ausgangssperre aufgehoben werden kann. Die Inzidenz im Augsburger Land hatte sich seit dem 19. Januar 2021 ausnahmslos unterhalb des Schwellenwerts von 100 belaufen.

    14.40 Uhr: Bayer peilt Impfstoff-Lieferung im Dezember an

    Nach dem Einstieg in die Produktion eines Corona-Impfstoffes rechnet der Pharmakonzern Bayer im Dezember mit ersten Lieferungen. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir noch vor Jahresende - wenn alles gut geht - auch die ersten Impfstoffe sogar ausliefern können", sagte Bayer-Chef Werner Baumann am Montag in Wuppertal, nachdem er Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) den Standort gezeigt hatte. Vor zwei Wochen hatte der Leverkusener Konzern bekanntgegeben, einen Teil der Herstellung des vom Tübinger Unternehmen Curevac entwickelten Vakzins zu übernehmen.

    Wegen der Beschaffung und Validierung von Geräten sowie aufwendiger Qualifizierungsstudien dauert es noch einige Monate, bis die Bayer-Anlage startklar ist - hergestellt wird in einem "Reinraum", in dem selbst kleinste Verschmutzungen verhindert werden müssen. Es wäre das erste Mal, dass Bayer einen Impfstoff herstellt.

    Für den Curevac-Impfstoff läuft derzeit noch die Phase-III-Studie - die Daten dieser Studie sind nötig für grünes Licht von den Behörden. "Angepeilt wird eine Zulassung im zweiten Quartal", sagte Bayer-Pharmavorstand Stefan Oelrich. "Genaueres können wir Ihnen erst sagen, sobald die Daten vorliegen." Die ersten Chargen sollen woanders produziert werden, im Dezember könnte Bayer einsteigen - 2022 will der Konzern 160 Millionen Impfdosen herstellen.

    14.25 Uhr: Längere Krankschreibungen wegen seelischer Leiden im Corona-Jahr

    Mit der Corona-Pandemie haben sich die Krankschreibungen wegen Depression und Burnout in Bayern verlängert. Das geht aus am Montag veröffentlichten Daten der Krankenkasse KKH hervor. Demnach fehlten die wegen seelischer Leiden krankgeschriebenen bayerischen Mitglieder der Kasse 2020 im Schnitt 42,7 Tage, nahezu eine Arbeitswoche länger als im Vorjahr. Das ist nicht nur ein bayerisches Phänomen. Die in Hannover ansässige KKH registrierte bundesweit einen ähnlichen Trend.

    Bei der KKH liegen drei verwandte Formen seelischer Erkrankungen auf den Plätzen drei, vier und fünf der Krankschreibungsstatistik: Depressive Episoden, Anpassungsstörungen und wiederkehrende Depression. Ganz vorne liegen Atemwegserkrankungen - das sind im Wesentlichen Erkältungen - und Rückenschmerzen. Doch fehlen Arbeitnehmer wegen seelischer Erkrankungen in der Regel sehr viel länger am Arbeitsplatz: Die durchschnittliche Fehlzeit bei allen Diagnosen dauerte bundesweit 17,3 Tage.

    13.43 Uhr: Gesundheitsministerin beklagt niedrige Astrazeneca-Impfbereitschaft

    Saarlands Gesundheitsministerin Monika Bachmann hat eine mangelnde Impfbereitschaft mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca kritisiert. Am Wochenende seien bei einer "Sonderimpfung im medizinischen" Bereich 54 Prozent von 200 zur Impfung angemeldeten Personen nicht erschienen, ohne den Termin abzusagen. Dies habe offenbar damit zu tun, dass dieser Impfstoff nur einen Wirkungsgrad von 70 Prozent habe, sagte die CDU-Politikerin.

    "Ich will sagen, dass das kein Wunschkonzert ist. Dass alle Impfstoffe zugelassen und gut sind", sagte die Ministerin. Es sei "nicht solidarisch", wenn die Hälfte der zur Impfung Angemeldeten nicht erscheine. Der Linken-Fraktionsvorsitzende Oskar Lafontaine hingegen sagte, er könne "zumindest nachvollziehen, dass einige Menschen Bedenken haben". Bachmann hatte betont, die Empfehlung, Patienten über 65 Jahre nicht mit dem Impfstoff von Astrazeneca zu impfen, habe ausschließlich mit einer nicht ausreichend großen Datengrundlage zu tun.

    Laut der Ministerin gibt es entsprechende Berichte aus allen Bundesländern. Deswegen habe sie das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Gesundheitsministerkonferenz setzen lassen. 

    13.38 Uhr: Landratsamt Rosenheim arbeitet fieberhaft an Formular für "Systemrelevanz"

    Welcher Arbeitnehmer ist systemrelevant und welcher nicht? Im Landratsamt Rosenheim wird gerade fieberhaft daran gearbeitet, den Unternehmen in der Region ein Formblatt zum Herunterladen zur Verfügung zu stellen. Noch heute Nachmittag soll das Formular auf der Homepage des Landratsamtes abrufbar sein. Denn wer weiterhin einen Mitarbeiter aus Tirol beschäftigen möchte, muss einen Antrag beim Landratsamt Rosenheim stellen. Dieser werde im Anschluss geprüft, ob tatsächlich eine Systemrelevanz vorliegt.

    Dabei orientiere man sich an einer Auflistung der EU-Kommission, so eine Sprecherin. Demzufolge gelten unter anderem Berufe im Gesundheitswegen, in der Lebensmittelbranche und auch Betreuungspersonal für Kinder als systemrelevant. Nach der Überprüfung der eingegangenen Anträge wird das Landratsamt Rosenheim den Firmen eine Bescheinigung mailen oder eben nicht, heißt es aus der Behörde.

    13.11 Uhr: Immer mehr Soldaten als Unterstützer in Pflegeheimen

    Immer mehr Bundeswehrsoldaten unterstützen Alten- und Pflegeheime in der Corona-Krise. Bisher seien die Rückmeldungen von den Heimen, aber auch von den Soldaten und Soldatinnen absolut positiv, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Montag im Bayerischen Rundfunk (BR). Waren es bundesweit vor drei Wochen noch 300 Soldaten, seien nun bereits 4.000 im Einsatz, sagte die Verteidigungsministerin

    Sie freue sich, dass immer mehr Kommunen das Angebot der Bundeswehr nutzen und die Soldaten dort zum Beispiel Corona-Tests durchführen. Pflegekräfte sollten jedoch nicht ersetzt, sondern unterstützt werden, so Kramp-Karrenbauer.

    Auch im Bereich der Forschung kooperierten das Militär und der zivile Bereich im Kampf gegen den "gemeinsamen Feind Covid 19". So arbeite das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie eng mit zivilen Forschungspartnern zusammen, beispielsweise bei der Sequenzierung von Corona-Proben.

    12.45 Uhr: Trotz Grenzkontrollen: Keine Engpässe im Regensburger BMW-Werk

    Nach Beginn der verschärften Einreiseregeln an den Grenzen von Bayern zu Tschechien und Tirol hat es bisher offenbar keine Lieferengpässe beim Autobauer BMW gegeben. Auch nicht im Regensburger BMW-Werk, für das der Verband der Automobilindustrie (VDA) neben anderen grenznahen Betrieben Probleme bei der Versorgung mit angelieferten Teilen befürchtet hatte.

    Ein Sprecher des Regensburger BMW-Werks sagte dem BR, dass am Montag erste Lieferungen aus Tschechien die Grenze passiert hätten und ohne größere Verzögerungen in Regensburg angekommen seien. Bislang sei das Regensburger Werk also mit Teilen versorgt und könne planmäßig produzieren. Die Zulieferer hätten sich gut auf die neue Situation vorbereitet, so der BMW-Sprecher weiter. Man beobachte jedoch kontinuierlich die Situation in enger Abstimmung mit den Lieferanten und Logistikpartnern.

    Nach Auskunft der jeweiligen Partnerfirmen seien alle Fahrer getestet worden und würden sich sehr diszipliniert verhalten. Der Autobauer hofft eigenen Angaben zufolge weiterhin "auf eine pragmatische und effiziente Vorgehensweise der Behörden" bei den Kontrollen an den Grenzübergängen, um die Versorgung aufrecht erhalten zu können.

    12.35 Uhr: Bayerns Hilfsprogramm für selbstständige Künstler bis Juni verlängert

    Soloselbstständige Künstler in Bayern können bis Ende Juni Corona-Hilfsgelder erhalten. Möglich ist ein Betrag von bis zu 1.180 Euro monatlich - als Ersatz für entfallende Erwerbseinnahmen, das teilte das zustände Wissenschafts- und Kulturministerium am Montag in München mit. Die notwendigen Anträge könnten ab Ende Februar gestellt werden.

    Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits in der vergangenen Woche in seiner Regierungserklärung im Landtag auf die Verlängerung des Hilfsprogramms hingewiesen. Auch die Kulturschaffenden seien für Bayern systemrelevant und bedürften daher Hilfen.

    Bisher konnten die Hilfen nur für die Monate Oktober bis Dezember beantragt werden. Wie Kunstminister Bernd Sibler (CSU) erklärte, sind diese Hilfen auch rückwirkend bis Ende März 2021 noch möglich.

    10.38 Uhr: Handels-Lobby fordert Plan zur Öffnung der Geschäfte

    Vor dem Wirtschaftsgipfel bei Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fordert der Handelsverband HDE einen Stufenplan zur Wiedereröffnung aller Geschäfte und Änderungen bei den staatlichen Corona-Hilfen. "Die Politik muss jetzt das liefern, was sie schon lange zugesagt hat: einen fairen und sich an transparenten Kriterien orientierenden Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown", bekräftigt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der Einzelhandel habe zuletzt bewiesen, dass der Einkauf auch bei Inzidenzen von über 50 oder 35 mit Hygienekonzepten nicht zum Hotspot werde.

    Der HDE kritisiert auch, dass Firmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 750 Millionen Euro bei der Überbrückungshilfe leer ausgehen. Zudem seien Inhaber vieler kleiner und mittelständischer Unternehmen vom Absturz in die Armut bedroht, weil sie sich aus den staatlichen Geldern keinen Unternehmerlohn auszahlen dürfen.

    11.30 Uhr: Corona grassiert in Deutschland vor allem in Sozialberufen

    Wie die Barmer Krankenkasse am Montag in Berlin mitteilte, waren im vierten Quartal 2020 7,6 von 1.000 versicherten Erwerbstätigen in der Altenpflege wegen einer Covid-19-Infektion krangeschrieben. Nur knapp dahinter folgen Beschäftigte in Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst, Geburtshilfe sowie Erwerbstätige in Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege mit jeweils 7,3 Krankgeschriebenen je 1.000 Menschen, die bei der Barmer versichert sind. Bei den Beschäftigten in den Arztpraxen habe die Quote bei 5,5 gelegen.

    Deutlich geringer seien die Covid-19-Fallzahlen in Branchen, in denen der direkte Kontakt mit anderen Personen nicht zwingend erforderlich sei. Hier reichten die Zahlen von jeweils 4,0 je 1.000 Betroffenen in den Branchen Metallverarbeitung und Verwaltung bis hin zu 2,5 je 1.000 Versicherten aus dem Bereich Werbung und Marketing.

    10.26 Uhr: Saarlands Ministerpräsident: Keine Grenzkontrollen wie 2020

    Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans hat wegen der Ausbreitung von Virus-Mutationen Grenzkontrollen nicht ausgeschlossen. "Je nachdem, wie sich diese Varianten nun auch bei unseren grenzüberschreitenden Nachbarn ausbreiten, können auch wir strengere Kontrollen der Menschen, die sich über die Grenze bewegen, nicht ausschließen", sagt der CDU-Politiker in einer Regierungserklärung in Saarbrücken. "Wir werden aber alles in unserer Macht stehende tun, um Grenzkontrollen wie im Frühjahr zu verhindern", fügt er hinzu. "Auf keinen Fall werden wir den grenzüberschreitenden Berufspendlern neue Erschwernisse zumuten."

    10.10 Uhr: 14.207 Neuinfektionen und 394 weitere Tote in Russland

    In Russland steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle binnen 24 Stunden um 14.207 auf mehr als 4,08 Millionen. In der Hauptstadt Moskau wurden nach Behördenangaben mehr als 1.800 neue Fälle registriert. Weltweit liegt Russland bei den Infektionszahlen hinter den USA, Indien und Brasilien auf dem vierten Platz. Binnen 24 Stunden wurden zudem 394 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Die Gesamtzahl liegt nun bei 80.520.

    09.52 Uhr: Dehoga kritisiert Warnungen vor Osterurlaub

    Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga kritisiert Warnungen von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der Osterurlaub müsse wegen der Corona-Pandemie dieses Jahr ausfallen. Solche Aussagen sorgten für Verunsicherung und seien völlig inakzeptabel, sagt Dehoga-Lobbyistin Ingrid Hartges den Sendern RTL und ntv. "Darüber hinaus ist es auch rechtlich fragwürdig." Mit Blick auf das Spitzentreffen der Verbände mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am Dienstag bemängelt Hartges, die November-Hilfen seien bei über einem Drittel der Betriebe noch nicht angekommen.

    10.00 Uhr: Frankreich nennt Deutschlands Grenzentscheidung "hart"

    Frankreichs Europaminister Clement Beaune hat die deutsche Entscheidung für Grenzkontrollen an den Grenzen zu Tirol und Tschechien als "hart" bezeichnet. Eine solche Entscheidung in der Mitte Europas habe weitreichende Folgen, sagt er im Sender France Info. Er hoffe nicht, dass man selbst zu solchen Maßnahmen greifen müsse. Verstärkte Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich sieht die Bundesregierung derzeit nicht vor.

    09.17 Uhr: Impfangebot für alle EU-Bürger bis Ende des Sommers

    Die Europäische Union will bis Ende des Sommers allen Bürgern, die das wollen, ein Impf-Angebot unterbreiten. Das sagt EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton dem französischen Fernsehsender BFM. Es sei dazu kein Impfstoff zusätzlich zu den für die EU bereits geplanten Mitteln nötig.

    09.09 Uhr: Italien impft auch bis zu 65-Jährige mit AstraZeneca-Vakzin

    In Italien könnten nach Einschätzung der Arzneimittelbehörde Aifa auch bis zu 65-Jährige mit dem Vakzin von AstraZeneca geimpft werden. Bislang geschieht dies nur bei 18- bis 55-Jährigen. Italien entspricht damit der Empfehlung, die die europäischen Arzneimittelbehörde EMA bei der Zulassung des Mittels im Januar ausgesprochen und mit mangelnden Daten über die Wirksamkeit bei Älteren begründet hat. "Das Vakzin ist angezeigt für alle Altersstufen", sagt Aifa-Präsident Giorgio Palu der Zeitung "Corriere della Sera". Wegen des Mangels an Impfdosen, sei es nicht falsch, eine Verabreichung auch an bis zu 65-Jährige vorzuschlagen. Dies geschieht bereits unter anderem in Deutschland, Frankreich und Portugal.

    08.30 Uhr: Umfrage: Japanische Firmen gegen Olympia im Sommer

    Mehr als die Hälfte der japanischen Unternehmen plädiert einer Umfrage zufolge für eine Verschiebung oder Absage der Olympischen Sommerspiele in Tokio. 56 Prozent seien für einen solchen Schritt, ergab eine Online-Befragung des Instituts Tokio Shoko Research von Anfang Februar. Im August waren es noch 53,6 Prozent. Nur 7,7 Prozent der befragten Unternehmen vertraten die Einschätzung, dass die Sportgroßveranstaltung in diesem Jahr wie geplant stattfinden sollte. In der vorherigen Umfrage äußerten noch 22,5 Prozent diese Meinung. Die Olympischen Spiele waren wegen der Corona-Pandemie 2020 um ein Jahr verschoben worden und sollen am 23. Juli eröffnet werden.

    08.56 Uhr: Johnson prüft Daten für den Lockdown-Exit

    Der britische Premierminister Boris Johnson will nach den Worten von Gesundheitsminister Matt Hancock in dieser Woche festlegen, wie schnell der Lockdown in England aufgehoben werden kann. Es gebe noch immer zu viele Todesfälle und Einweisungen in die Krankenhäuser, sagt Hancock dem Sender Sky News. "Wir müssen diese Daten beobachten." Jeder wolle aus dem Lockdown heraus - so schnell und sicher wie möglich. Beides sei wichtig, betont der Minister. Diese Woche würden die Daten geprüft und die Entscheidung getroffen, bevor Johnson am 22. Februar seine Exit-Strategie vorstellen werde.

    Johnson entscheidet über den Lockdown in England, über die Maßnahmen in Wales, Nordirland und Schottland befinden die dortigen Regierungen.

    08.18 Uhr: Südkorea verimpft AstraZeneca zunächst nicht an Ältere

    Südkorea verimpft das Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca zunächst nicht an Menschen, die über 65 Jahre als sind. Als Grund nennt die Gesundheitsbehörde KDCA mangelnde Daten über die Wirksamkeit bei Älteren. Nun droht der Impfplan des Landes durcheinanderzugeraten. Denn ältere Menschen und Beschäftigte des Gesundheitssystems sollten eigentlich unter den Ersten sein, die ab dem 26. Februar geimpft werden. Die Behörde hält zudem den russischen Impfstoff Sputnik V für eine Option. Man sei aber noch nicht im Gespräch über einen Kauf von Impfdosen.

    07.48 Uhr: Staus an Grenzübergängen Bayerisch Eisenstein und Philippsreut

    An den beiden deutsch-tschechischen Grenzübergängen Bayerisch Eisenstein und Philippsreut staut es sich aufgrund der Corona-Testpflicht für Grenzgänger aktuell. Wie ein Sprecher der Bundespolizei Passau auf BR-Anfrage mitteilt, reicht der Verkehr jeweils fünf bis zehn Kilometer zurück. Die Situation sei aktuell aber noch nicht "dramatisch", so der Sprecher weiter.

    07.21 Uhr: Lockdown in Auckland nach drei Corona-Fällen

    Nach drei Corona-Fällen in Auckland hat am Montag in der Stadt ein dreitägiger Lockdown begonnen. Bei den Fällen handele es sich um die ansteckendere, zuerst in Großbritannien entdeckte Variante, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Genomtests hätten keine Verbindung zu zuvor bekannt gewordenen Fällen ergeben, hieß es.

    Der bis Mittwoch geltende Lockdown ist der erste im Land seit sechs Monaten. Neuseeland hat das Virus erfolgreich unter Kontrolle gebracht; Übertragungen innerhalb des Landes waren zuletzt nicht mehr bekannt geworden. Der Alltag der Menschen verläuft daher weitgehend normal, auf das Tragen von Masken und andere Vorsichtsmaßnahmen wird verzichtet. Nach dem jüngsten Fall in der größten Stadt Auckland wurden im Rest des Landes aber ebenfalls einige Vorschriften verschärft, so wurde etwa die Größe von Menschenansammlungen auf 100 Personen beschränkt.

    05.44 Uhr: 4.426 Neuinfektionen und 116 weitere Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 116 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Montag hervorgeht.

    Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4.535 Neuinfektionen und 158 neue Todesfälle verzeichnet. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 58,9.

    05.06 Uhr Weltweit mehr als 2,5 Millionen Virus-Todesfälle

    Mehr als 2,5 Millionen Menschen sind Reuters-Berechnungen zufolge weltweit bisher im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Demnach haben sich knapp 109 Millionen Menschen mit den Virus infiziert. Die meisten Todesfälle und Infektionen gab es in absoluten Zahlen in den USA. Bei den Todesfällen rangiert Brasilien auf Platz zwei, bei den Ansteckungen folgt Indien auf die USA.

    04.08 Uhr: Australien erhält BioNTech/Pfizer-Vakzin

    Australien kann Regierungsangaben zufolge mit den Impfungen gegen das Corona-Virus beginnen. "Der Adler ist gelandet ("The eagle has landed")", so teilt Gesundheitsminister Greg Hunt mit dem seit der ersten Mondlandung geflügelten Wort die Ankunft des Impfstoffs mit. Die Impfkampagne werde kommende Woche mit den ersten 142.000 Dosen des BioNTech/Pfizer-Vakzins starten.

    01.22 Uhr: Großbritannien: Hotel-Quarantäne für Einreisende aus Hotspot-Ländern

    Großbritannien verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus für Reisende. Einreisende aus Ländern auf der Roten Liste müssen nach Angaben der britischen Regierung ab Montag für 14 Tage in Hotel-Quarantäne. Die Einhaltung werde überwacht, ein Verstoß könne mit hohen Geldstrafen und Gefängnisstrafen mit bis zu zehn Jahren geahndet werden, erklärt Gesundheitsminister Matt Hancock. Zu den Ländern auf der Roten Liste gehören Südafrika und Brasilien - in beiden Ländern sind Varianten des Virus aufgetreten, die möglicherweise die Wirksamkeit bestehender Impfstoffe verringern könnten. Reisende aus Ländern, die nicht auf der Liste stehen, müssen sich zu Hause für zehn Tage isolieren und zwei negative Covid-19-Tests vorweisen.

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