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Österreich: Karl Nehammer (ÖVP,l.r), Innenminister, Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler, und Rudolf Anschober (Die Grüne), Gesundheitsminister

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    Corona: Die Ereignisse vom 1. bis 7. März

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 1. bis 7. März.

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    • BR24 Redaktion

    21.36 Uhr: Großbritannien meldet 82 weitere Corona-Tote und über 5.000 Neuinfektionen

    In Großbritannien sind in den letzten 24 Stunden 5.177 neue Corona-Fälle registriert worden. Im Vergleich zum Vortag sank der Wert damit um knapp 900 Fälle. Zudem verzeichneten die Behörden 82 weitere Todesopfer im Zusammenhang mit dem Virus. Gestern lag der Wert noch bei 158. Den aktuellen Angaben zufolge haben inzwischen 22,2 Millionen Briten mindestens eine Impfdosis erhalten. Das entspricht grob einem Drittel der Bevölkerung.

    An dieser Stelle war zuvor berichtet worden, dass Großbritannien am Sonntag keine neuen Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu verzeichnen hatte. Diese Meldung wurde inzwischen aber korrigiert. Die Zahlen konnten wegen technischer Probleme nicht übermittelt werden, teilten die dortigen Behörden mit.

    21.02 Uhr: Zahl der geimpften US-Bürger übersteigt 90 Millionen

    In den USA übersteigt die Zahl der mindestens einmal geimpften Personen die Marke von 90 Millionen. Das gibt das Seuchenzentrum CDC bekannt. Davon hätten knapp 58,9 Millionen bislang eine von zwei benötigten Impfungen erhalten und mehr als 30,7 Millionen beide. Ausgeliefert wurden inzwischen 116,4 Millionen Impfdosen. Erfasst sind die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

    20.46 Uhr: Gerücht führt zu Ansturm auf Impfzentrum in Florida

    Nach Gerüchten über Corona-Impfungen für alle ist ein Impfzentrum in Florida von einem Ansturm überwältigt worden. Die Polizei versuchte am Sonntag, die Menschenmenge zu beruhigen. Am Vortag waren so wenige Impfberechtigte zu dem Zentrum in Florida City gekommen, dass das Personal alle Erwachsenen impfte, die das wollten, um den begehrten Impfstoff nicht wegzuwerfen.

    Die Nachricht breitete sich aus und zu dem Menschenansturm am Sonntag trug auch ein Mitglied des Parlaments von Florida, Annette Taddeo, bei, die unzutreffenderweise twitterte, dass erneut alle Besucher geimpft würden. Sie löschte den Tweet später und korrigierte sich. Laut dem "Miami Herald" rief die Polizei 200 wartenden Personen per Megafon zu, dass sie nicht geimpft werden würden, wenn die Kriterien nicht auf sie zuträfen. In Florida müssen Berechtigte mindestens 65 Jahre alt sein oder mindestens 50 und einer von manchen Berufsgruppen angehörigen oder besonders gefährdet sein.

    20.27 Uhr: EU erwartet deutlich mehr Impfdosen ab April

    EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen rechnet mit einer deutlichen Beschleunigung der EU-weiten Corona-Impfkampagne ab April. Die Impfstoff-Liefermengen könnten sich ab April "nach den Plänen der Hersteller nochmal verdoppeln, auch weil weitere Impfstoffe vor der Zulassung stehen", sagte sie im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Pro Monat erwarte sie im zweiten Quartal die Lieferung von rund 100 Millionen Impfstoff-Dosen.

    Bei einer Lieferung von 100 Millionen Impfstoff-Dosen pro Monat in die EU müssten in Deutschland laut "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" etwa 20 Millionen Dosen ausgeliefert und verimpft werden. Dafür müssten die hiesigen Impfkapazitäten deutlich hochgefahren werden: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden mit Stand am vergangenen Freitag seit dem 28. Dezember insgesamt nur rund 7,3 Millionen Impfungen in Deutschland verabreicht.

    19.58 Uhr: Scholz kündigt "bis zu zehn Millionen Impfungen pro Woche" an

    Bund und Länder werden die Impfkapazitäten nach Angaben von Bundesfinanzminister Olaf Scholz weiter verstärken. "Es wird bis zu zehn Millionen Impfungen pro Woche geben", sagt der Vizekanzler und SPD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl im ZDF. Dies gelte ab Ende März und für die Monate April, Mai und Juni. "Und das das jetzt gut vorbereitet wird, dafür habe ich gesorgt." Scholz fügt hinzu, dass er sich im Kabinett und beim jüngsten Bund-Länder-Gipfel für Verbesserungen im Kampf gegen die Virus-Pandemie eingesetzt habe. "Ich tue, was notwendig ist, damit wir gut durch diese Krise kommen."

    19.41 Uhr: WHO will über Ausweitung der Impfstoff-Produktion beraten

    Unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beginnen morgen zweitägige Online-Diskussionsrunden mit Vertretern der Pharma-Industrie über die Produktion von möglichst viel Impfstoffen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Dabei sollten die "aktuellen Lücken in den Versorgungsketten aufgezeigt" werden, sagte die wissenschaftliche Leiterin der WHO, Soumya Swaminathan. Die Pharmabranche will in diesem Jahr zehn Milliarden Dosen Anti-Covid-Dosen herstellen.

    19.25 Uhr: Norwegen drohen neue Corona-Einschränkungen

    Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg schwört die Bevölkerung auf zusätzliche Beschränkungen ein. "Vor uns liegt ein neuer Hügel", sagt sie in einer Fernsehansprache. Einzelheiten nennt sie nicht. Die Zahl der Neuinfektionen in Norwegen stieg zuletzt deutlich an.

    19.07 Uhr: Frankreich treibt Wochenendimpfungen voran

    Frankreich treibt die Zahl der Impfungen am Wochenende voran. Am Samstag erhielten etwa 220.000 Menschen eine entsprechende Spritze, mehr als doppelt so viele wie vor einer Woche. "Es ist ein Rennen gegen die Zeit", sagt Verteidigungsministerin Florence Parly am Sonntag bei der Besichtung eines Militärkrankenhauses, in dem ebenfalls geimpft wird.

    18.01 Uhr: Britische Studie mit freiwillig Infizierten gestartet

    Am Royal Free Hospital in London sind im Zuge einer Studie erstmals Freiwillige mit Corona infiziert worden - nach Angaben der britischen Regierung zum ersten Mal weltweit. Das sogenannte Human-Challenge-Programm soll "die Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungen gegen Covid-19 verbessern und beschleunigen", so eine Sprecherin des Ministeriums.

    16.30 Uhr: Ab Montag Corona-Lockerung in 30 bayerischen Städten und Kreisen

    In Ostbayern entlang der tschechischen Grenze werden die Corona-Beschränkungen ab Montag kaum gelockert, in 13 bayerischen Städten und Landkreisen von Würzburg bis Bad-Tölz dagegen ist jetzt vieles wieder möglich. In 17 Landkreisen und Städten liegen die Inzidenzwerte demnach zwischen 35 und 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern, was moderate Lockerungen zulässt.

    Biergärten und Wirtshäuser bleiben überall zu, Theater und Schwimmbäder auch - aber Einzelhandel, Schulen und Zoos dürfen ab Montag in einigen Regionen wieder aufsperren. Das bayerische Gesundheitsministerium hat dazu eine Liste veröffentlicht.

    Details und alle weiteren Informationen in unseren regionalen Corona-Tickern:

    16.06 Uhr: Bundesregierung erwartet mehr Pleiten, aber "keine massive Insolvenzwelle"

    Die Bundesregierung erwartet laut einem Bericht einen erheblichen Anstieg der Zahl der Firmenpleiten als Folge der Corona-Pandemie. "Nach Einschätzung der Bundesregierung wird sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2021 deutlich erhöhen", zitierte die "Augsburger Allgemeine" vorab aus einer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Schätzungen gingen davon aus, dass es im Vergleich zu 2019 mit 18.749 Fällen einen Anstieg im vierstelligen oder niedrigen fünfstelligen Bereich geben werde. Dennoch sei damit "keine massive Insolvenzwelle in der Breite der Realwirtschaft zu erwarten", hieß es weiter.

    Der FDP-Rechtsexperte Roman Müller-Böhm kritisierte die unklare Lage durch die Aussetzung der Insolvenzregeln in der Pandemie. "Das Handeln der Bundesregierung droht zu einer Beerdigung ganzer Branchen zu werden, sobald die Aussetzung der Insolvenzanmeldungspflicht ausläuft", so Müller-Böhm.

    15.50 Uhr: Demonstrationen in München ohne besondere Vorkommnisse

    In der bayerischen Landeshauptstadt finden zur Stunde zwei Demonstrationen statt. Bisher verliefen beide Veranstaltungen jedoch ruhig und ohne besondere Vorkommnisse - so eine Polizeisprecherin auf BR-Anfrage.

    Auf dem Königsplatz haben sich um 15 Uhr laut Polizeiangaben rund 140 Teilnehmer zu einer Demonstration gegen die derzeitige Corona-Politik versammelt. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung ist ein Demonstrationszug bis zum Prof.-Huber-Platz geplant, wo die Demonstration um 17 Uhr enden soll. Bereits um 14 Uhr trafen sich laut Polizei rund 100 Teilnehmer auf dem Mariahilfplatz, um gegen Abschiebungen nach Afghanistan zu demonstrieren.

    15.10 Uhr: Vorerst keine Lockerungen im Kreis Deggendorf

    Im Landkreis Deggendorf gibt es ab Montag vorerst keine Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen. Das geht aus einer Mitteilung des Landratsamts hervor. Grund ist eine andauernde Sieben-Tage-Inzidenz von über 100. Demnach gelten unter anderem die bisherigen Kontaktbeschränkungen weiter. Das heißt, ein Hausstand darf sich nur mit einer Person eines anderen Hausstands treffen.

    Außerdem dürfen im Kreis Deggendorf weiterhin nur Geschäfte zur Deckung des täglichen Bedarfs öffnen – dazu gehören ab Montag generell auch Buchhandlungen. Läden, die nicht darunter fallen, dürfen nach wie vor "Click and Collect" anbieten.Die Kitas bleiben in der kommenden Woche geschlossen. Auch Präsenzunterricht findet bis nächsten Freitag nicht statt.

    14.15 Uhr: Italien: Fußballclubs wollen Impfzentren organisieren

    Die italienischen Fußballvereine sollen ihre Hauptquartiere als Impfzentren zur Verfügung stellen. Damit könnte während der Corona-Pandemie die Impfkampagne zügiger vorankommen, berichtete Verbandschef Gabriele Gravina im Interview mit dem "Corriere dello Sport".

    Ziel sei es, so rasch wie möglich alle Italiener zu impfen, damit die Stadien wieder öffnen können. "Alle Klubs verfügen über eine sanitäre Struktur mit Ärzten, Physiotherapeuten und anderem Fachpersonal. Wir stellen der Bevölkerung unsere Einrichtungen zur Verfügung", so Gravina. In drei Monaten könnte Italien die Herdenimmunität erreichen.

    14.03 Uhr Hausärzteverband zu Spahns Testplänen: "Das geht so nicht"

    Der Deutsche Hausärzteverband hält es für illusorisch, dass der ab Montag geltende Anspruch aller Bürger auf kostenlose Corona-Schnelltests umgesetzt werden kann. "Was wir nicht anbieten können, ist ein Tag der offenen Tür für alle, die sich mal eben spontan testen lassen wollen", sagte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt der "Bild am Sonntag".

    Weigeldt warf der Politik eine völlig ungenügende Planung vor. "Wir wissen nicht einmal ansatzweise, wann diese Schnelltests in welchem Umfang von wem geordert und zu wem geliefert werden sollen", sagte er. "Das geht so nicht."

    13.45 Uhr Ex-Verfassungsgerichtspräsident erinnert an Rechte der Kinder in Corona-Zeiten

    Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, sieht das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Bildung in der Corona-Pandemie zu wenig berücksichtigt. "Ich möchte darauf hinweisen, dass wir jedenfalls durch völkerrechtliche Abkommen ein verbindliches soziales Menschenrecht auf Bildung haben, insbesondere der Kinder und Jugendlichen", sagte Papier der "Welt". Dies sei ein rechtlich verbindliches Gebot - in der Realität der Corona-Bekämpfung aber zu wenig gewürdigt worden, so Papier.

    Insgesamt hält Papier juristische Korrekturen am staatlichen Vorgehen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie durch das Karlsruher Gericht und die Fachgerichte für möglich. "Die rechtsstaatliche Aufarbeitung der Grundrechtsbeschränkungen im Zuge der Pandemiebekämpfung hat begonnen, aber sie ist bei Weitem noch nicht abgeschlossen. Ich kann mir vorstellen, dass neben der Überprüfung von Schutzmaßnahmen unter dem Aspekt der Verhältnismäßigkeit auch die hinreichende Beteiligung des Parlaments Thema sein wird."

    13.05 Uhr: Österreich stoppt Impfung mit Astrazeneca-Charge

    Nach einem Todes- und einem Krankheitsfall hat Österreich Impfungen mit einer Charge des Astrazeneca-Impfstoffs vorsichtshalber gestoppt. Es gebe zwei Meldungen in zeitlichem Zusammenhang mit einer Impfung aus derselben Charge des Vakzins im Landesklinikum Zwettl im Bundesland Niederösterreich, teilte das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) mit. "Aktuell gibt es noch keinen Hinweis auf einen kausalen Zusammenhang mit der Impfung", erklärte die Behörde. Der Stopp der Impfungen mit der Charge sei eine Vorsichtsmaßnahme.

    Eine 49-jährige Frau sei an den Folgen schwerer Gerinnungsstörungen gestorben, eine 35-jährige Frau habe eine Lungenembolie erlitten und befinde sich auf dem Weg der Besserung, teilte das Amt mit. "Aufgrund der bekannten klinischen Daten ist ein kausaler Zusammenhang nicht herstellbar, da insbesondere thrombotische Ereignisse nicht zu den bekannten oder typischen Nebenwirkungen des betreffenden Impfstoffes zählen."

    Bei den beiden Frauen handelt es sich Medienberichten zufolge um Krankenschwestern der Klinik Zwettl. Astrazeneca erklärte laut der Nachrichtenagentur APA, mit den Behörden im Kontakt zu stehen und die Untersuchungen voll zu unterstützen.

    12.48 Uhr: Niedersachsen impft bald Grundschul- und Kita-Personal

    In Niedersachsen kann ab sofort das Personal in Kindertageseinrichtungen sowie an Grund- und Förderschulen gegen Covid-19 geimpft werden. Ein entsprechender Erlass sei an die Impfzentren gegangen, teilten das Gesundheitsministerium und das Kultusministerium in Hannover mit. Die Zentren sollen zeitnah mit den Schulen und örtlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe in Kontakt treten und Termine ausmachen. Impfwillige erhalten dann den Impfstoff von Astrazeneca.

    12.44 Uhr: Kulturschaffende besetzen weiterhin Pariser Theater

    Die seit Tagen anhaltende Besetzung des Pariser Theaters Odéon aus Protest gegen die coronabedingte Schließung der Kulturstätten geht weiter. Man führe die Aktion solange fort, bis es konkrete Antworten gebe, erklärten die Schauspieler und Theatertechniker nach dem Besuch der französischen Kulturministerin Roselyne Bachelot am Samstagabend. Sie besetzen seit Donnerstag die Spielstätte und fordern die Öffnung der seit Ende Oktober geschlossenen Kulturstätten sowie finanzielle Hilfe, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Sonntag weiter berichtete. Das Odéon-Theater ist ein symbolträchtiger Ort. Im Mai 1968 wurde das Schauspielhaus von mehreren Hundert Personen aus dem Theatermilieu besetzt, ebenso im April 2016 aus Protest gegen die Reform der Arbeitslosenversicherung.

    12.42 Uhr: Bukarest nimmt Lockerungen nach fünf Wochen zurück

    Fünf Wochen nach ihrer Wiederöffnung müssen Restaurants, Kinos und Theater in Rumäniens Hauptstadt Bukarest wieder schließen. Die Inzidenz der Neuansteckungen mit dem Coronavirus hat in den letzten 14 Tagen die als kritisch geltende Marke von drei pro 1000 Einwohnern überschritten. Deshalb verfügten die Bukarester Behörden, dass ab morgen nur noch die Gastronomie unter freiem Himmel erlaubt ist. In den Schulen wurde die Präsenzpflicht auf die Grundschul- und Abschlussklassen reduziert.

    12.19 Uhr: Ministerpräsident Söder: Mehr Impfstoff für Niederbayern

    Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Samstag in einer Videokonferenz mit dem niederbayerischen CSU-Bezirksvorstand zusätzliche Impfdosen für die niederbayerischen Grenzlandkreise zu Tschechien zugesagt. Ziel sei außerdem, dass künftig die Landräte selbst entscheiden, welche Gruppen den zusätzlich gelieferten Impfstoff bekommen, sagte Söder laut dem CSU-Bezirksvorstand.

    Der Ministerpräsident habe damit auf eine Forderung des Landrats von Freyung-Grafenau, Sebastian Gruber (CSU), reagiert. Die gleiche Forderung hatte auch der niederbayerische Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich (CSU) bereits an die Staatsregierung gerichtet.

    Die Corona-Lage in den niederbayerischen Grenzlandkreisen zu Tschechien ist weiterhin angespannt: Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Freyung-Grafenau liegt laut Robert-Koch-Institut aktuell noch bei 144,2. Im Landkreis Regen liegt die Inzidenz derzeit noch bei 120,1. Das Nachbarland Tschechien kämpft weiterhin mit hohen Infektionszahlen. Die 7-Tage-Inzidenz ist dort weltweit am höchsten und liegt bei knapp unter 800.

    12.00 Uhr: China plant Gesundheitspässe für Reisende

    In der Corona-Pandemie will China Gesundheitspässe auf dem Smartphone für international reisende Staatsbürger einführen. Darin sollen die Ergebnisse von Covid-19-Tests sowie Impfungen festgehalten werden, sagte Außenminister Wang Yi am Sonntag auf einer Pressekonferenz aus Anlass der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. Die Einführung solle den sicheren und geordneten Strom von Reisenden erleichtern. China versuche auch, wo immer möglich Impfzentren in anderen Ländern für seine Staatsbürger einzurichten.

    In China sind Gesundheitsprogramme auf Handys bereits eingeführt. Damit muss sich jeder bei Reisen, beim Besuch von Einkaufszentren oder Restaurants nicht nur über einen QR-Code registrieren, sondern auch seine Unbedenklichkeit nachweisen. So wird damit auch angezeigt, ob sich eine Person vorher in einem Risikogebiet aufgehalten hat und deswegen eigentlich in Isolation muss. Wegen der Pandemie stecken viele Chinesen im Ausland fest. China beschränkt die Einreise. Es gibt nur wenige internationale Flüge. Vor dem Abflug müssen negative Tests vorgelegt werden. Auch müssen Einreisende zwei bis drei Wochen in Quarantäne in einem zugewiesenen Hotel oder einer anderen Einrichtung. Für Ausländer ist es auch nur sehr schwer möglich, nach China einzureisen.

    11.40 Uhr: Covid-Patienten aus der Slowakei in Deutschland eingetroffen

    Nordrhein-Westfalen nimmt schwer kranke Covid-Patienten aus der Slowakei auf. Aktuell habe die Landesregierung der slowakischen Seite insgesamt zehn Krankenhausplätze angeboten, sagte der Düsseldorfer Europa-Minister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU).Die ersten beiden Patienten sind inzwischen vom Klinikum Dortmund aufgenommen worden, wie das Krankenhaus auf Anfrage bestätigte. Die betroffenen Patienten seien sehr schwer erkrankt und würden beatmet. Das Klinikum Dortmund hatte in der Vergangenheit bereits zwei Corona-Patienten aus den Niederlanden behandelt.

    11.00 Uhr: England impft bald 56- bis 59-Jährige

    In England sollen nun bereits die Menschen im Alter von 56 bis 59 Jahren gegen Covid-19 geimpft werden. Entsprechende Angebote zur Buchung eines Termins würden in der nächsten Woche zugestellt, teilt der Nationale Gesundheitsdienst NHS mit. Der Schritt sei möglich, weil inzwischen 80 Prozent der Menschen im Alter von 65 bis 69 Jahren diese Angebote angenommen hätten und geimpft worden seien. Insgesamt seien in England nun mehr als 18 Millionen Menschen geimpft worden - damit mehr als ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung.

    10.27 Uhr: Löbel zieht sich aus Politik wegen Masken-Affäre zurück

    Der CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel zieht sich im Zuge der Affäre um Geschäfte im Zusammenhang mit der Beschaffung von Corona-Masken aus der Politik zurück. Er werde sein Bundestagsmandat Ende August niederlegen und auch nicht mehr für den nächsten Bundestag kandidieren, teilte Löbel am Sonntag mit. Zugleich werde er seine Mitgliedschaft in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sofort beenden.

    10.23 Uhr: Chile spendet Ecuador und Paraguay Impfstoff

    Chile hat eine Solidaritätslieferung von 40.000 Impfstoff-Dosen gegen das Coronavirus an Ecuador und Paraguay geliefert. Das Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac soll dem medizinischen Personal in beiden Ländern verabreicht werden, wie die Regierung in Santiago mitteilte. Die Spende habe "keinen Einfluss" auf den Impfstoff-Bestand oder den Impfplan im Land. Chile hat mehr als 30 Millionen Dosen Impfstoff vorbestellt. Bisher hat das Land bereits mehr als acht Millionen Dosen erhalten, die von Sinovac sowie Pfizer und Biontech geliefert wurden. Mehr als vier Millionen Chilenen haben ihre erste Dosis erhalten, 535.600 wurden bereits zum zweiten Mal geimpft.

    09.29 Uhr: Bildungsministerin Karliczek: 2021 und 2022 "Aufholjahre"

    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) fordert eine "nationale Kraftanstrengung", um dauerhafte Folgen der langen Schulschließungen abzuwenden. Sie sagte der "Bild am Sonntag", Bund und Länder sollten dafür ein "wirklich großes Nachholprogramm" auflegen. "Daran arbeiten wir gerade und ich hoffe, dass das Programm auch finanziell von allen Seiten sehr gut ausgestattet wird." Das Jahr 2021 und auch 2022 müssten Aufholjahre sein, so die Ministerin.

    Karliczek sieht Parallelen zwischen dem Pisa-Schock vor 20 Jahren und der Überforderung des Bildungssystems in der Corona-Pandemie. "Die Pandemie hat viele Defizite unseres Bildungssystems offengelegt - so wie zuletzt das schlechte Abschneiden Deutschlands bei der Pisa-Studie im Jahr 2001", sagte sie. Der Pisa-Schock habe damals zu einem Umdenken geführt. "Und jetzt gibt es ein Corona-Erwachen. Ich beobachte, dass an den Schulen sehr viel in Bewegung geraten ist. Diesen neuen Spirit müssen wir erhalten und die digitale Schule energisch vorantreiben."

    08.15 Uhr: Weltweit arbeiten Künstler an digitaler Kunstschau documenta

    Die nächste documenta dürfte so global werden wie keine zuvor: Die Liste der Mit-Kuratoren aus aller Welt wächst immer weiter an. Die Kunstausstellung in Kassel soll vom 18. Juni bis 25. September 2022 stattfinden. An den Vorbereitungen sind Künstlerkollektive aus mehr als einem Dutzend Länder beteiligt.Geleitet wird die "documenta fifteen" von dem indonesischen Künstler-Kollektiv Ruangrupa. Beteiligt sind 15 Künstlerkollektive, neben Ruangrupa: Britto Arts Trust (Bangladesch), FAFSWAG (Ozeanien), Fondation Festival sur le Niger (Mali), Gudskul (Indonesien), INLAND (Spanien), Instituto de Artivismo Hannah Arendt (Kuba), Jatiwangi art Factory (Indonesien), Project Art Works (Großbritannien), Question of Funding (Palästina), Más Arte Más Acción (Kolumbien), OFF-Biennale (Ungarn), Trampoline House (Dänemark), Wajukuu Art Project (Kenia) und als einziger deutscher Vertreter das Zentrum für Kunst und Urbanistik in Berlin. Wegen der Corona-Pandemie treffen sich die Mitglieder derzeit digital.

    08.00 Uhr: CDU-Politiker Baldauf: Nüßlein und Löbel sollen Mandat niederlegen

    Der rheinland-pfälzische CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf hat im Skandal um Honorare für Maskengeschäfte seine Unionskollegen Georg Nüßlein und Nikolas Löbel zu sofortigem Mandatsverzicht aufgefordert. "Ich bin entsetzt über das, was passiert ist. Das ist höchst unanständig. Ich fordere die beiden Abgeordneten auf, umgehend ihr Mandat niederzulegen", sagte Baldauf der "Bild am Sonntag". Sollten die beiden Abgeordneten sich weigern, "sollte die Union sie aus der Fraktion ausschließen". Der Mannheimer CDU-Abgeordnete Löbel soll ebenso wie der CSU-Abgeordnete Nüßlein Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Corona-Schutzmasken kassiert haben. Nüßlein hat als Konsequenz aus der Affäre angekündigt, im September nicht mehr für den Bundestag zu kandidieren. Löbel gab seinen Sitz im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages auf.

    07.45 Uhr: Werksärzte sollen bei Daimler die Mitarbeiter impfen

    Der Automobilkonzern Daimler will die eigenen Mitarbeiter von Betriebsärzten gegen Corona impfen lassen. "Unsere Werksärzte sind vorbereitet und wir würden gerne die Impf-Kampagne unterstützen", sagte der Vorstandsvorsitzende Ola Källenius der "Bild am Sonntag". "Sobald es erlaubt ist, dass in Betrieben geimpft wird und die Mitarbeiter an der Reihe sind, können wir loslegen und all unseren Beschäftigten eine Impfung im Werk anbieten." Das Unternehmen stehe dazu in enger Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden. Angesichts des schleppenden Fortgangs der Impfkampagne in Deutschland sollen ab Ende März auch Hausärzte in ihren Praxen Impfungen vornehmen. Von der Einbindung der Hausärzte und auch der Betriebsärzte in die Impfstrategie erwarten die Gesundheitsbehörden eine Beschleunigung. Bisher werden die Corona-Impfstoffe in erster Linie in den Impfzentren oder durch mobile Teams in Altenheimen verabreicht.

    07.40 Uhr: Weitere Lockerungen in Israel

    Zwei Wochen nach Einführung des Grünen Passes für Geimpfte und Genesene sind in Israel am Sonntag weitere Corona-Lockerungen in Kraft getreten. Der Sonntag ist der Beginn der israelischen Arbeitswoche. Restaurants und Cafés durften wieder öffnen, allerdings unter Auflagen. In Innenräumen können demnach nur Gäste mit Grünem Pass bedient werden. Ungeimpfte dürfen nur im Außenbereich Platz nehmen. Auch Veranstaltungshallen und Speisesäle in Hotels dürfen unter Einschränkungen wieder geöffnet werden, ebenso wie Sportstadien für bis zu 1500 Besucher. Auch die Mittelschulen öffneten am Sonntag wieder. Studenten mit Grünem Pass durften an ihre Hochschulen zurückkehren. Ungeimpfte können den Lehrveranstaltungen weiterhin nur per Video folgen. Auch Reisebeschränkungen für Israelis wurden gut zwei Wochen vor einer  Parlamentswahl gelockert. Den Grünen Pass erhalten in Israel Genesene und Menschen, deren zweite Impfung gegen das Coronavirus mindestens eine Woche zurückliegt. Passbesitzer genießen mehr Freiheiten als Ungeimpfte. Alle sind jedoch aufgerufen, sich weiter an die Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Abstand zu halten.

    Die Impfkampagne in Israel zählt zu den schnellsten weltweit. In dem Land mit seinen etwas mehr als neun Millionen Einwohnern erhielten bislang fast fünf Millionen Menschen eine Erst- und mehr als 3,7 Millionen auch eine Zweitimpfung. Zum Vergleich: Deutschland hat etwa neun mal so viele Einwohner wie Israel. Dort erhielten bislang etwa 4,9 Millionen Menschen eine erste und rund 2,4 Millionen auch eine zweite Impfung.

    07.18 Uhr: Verzicht auf Osterbrunnen wegen Corona

    Wegen der Pandemie wird in weiten Teilen Frankens auf das traditionelle Schmücken von Brunnen mit handbemalten Ostereiern verzichtet. 14 Kommunen rangen sich nach Angaben der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz schon zu einer Absage durch. Sie befürchten den Besuch von mehreren Zehntausend Ausflüglern, die normalerweise die kunstvoll dekorierten Brunnen bestaunen.

    Der Brauch in der Fränkischen Schweiz ist mehr als 100 Jahre alt. Mit dem Schmücken von Brunnen und Quellen unterstrichen die Menschen die Bedeutung des Wassers, das früher in der Region oft knapp war. Mittlerweile gibt es in ganz Bayern und auch in anderen Bundesländern Osterbrunnen.

    06.00 Uhr: Chinas Exporte wachsen sprunghaft um 60 Prozent

    Nach dem schwierigen Corona-Jahr zeigt China ungewöhnlich starkes Wachstum. Die chinesischen Exporte machten in den ersten beiden Monaten des Jahres in US-Dollar berechnet einen Sprung um Plus 60,6 Prozent im Vorjahresvergleich, wie die Zollverwaltung am Sonntag in Peking berichtete. Die Einfuhren der zweitgrößten Volkswirtschaft legten ebenfalls stark um 22,2 Prozent zu. Damit kletterte der Außenhandel im Jahresvergleich um 41,2 Prozent und übertraf die Erwartungen von Experten.

    Als eine Ursache für die ungewöhnlich starken Zuwächse sahen Ökonomen die niedrige Vergleichsbasis zu Beginn des Vorjahres, als China nach dem Ausbruch des Coronavirus in der zentralchinesischen Metropole Wuhan scharfe Kontrollmaßnahmen ergriffen und Fabriken geschlossen hatte. Der Außenhandel entwickelte sich aber schon seit der zweiten Jahreshälfte 2020 wieder kräftig und trägt stärker als erwartet zur Erholung der chinesischen Wirtschaft bei.

    Während in der Corona-Krise die Geschäfte Deutschlands mit anderen Ländern schlecht laufen, profitiert die deutsche Wirtschaft von dem robusten Wachstum seines wichtigsten Handelspartners. Deutsche Exporteure konnten nach den chinesischen Berechnungen in US-Dollar in den beiden Monaten um 31,1 Prozent mehr Güter nach China liefern. Die chinesischen Ausfuhren nach Deutschland stiegen demnach aber auch um 71,2 Prozent. Ähnlich legten die chinesischen Exporte nach Europa um 62,6 Prozent zu, während die Importe um 32,5 Prozent stiegen.

    5.10 Uhr: RKI registriert 8.103 Corona-Neuinfektionen und 96 neue Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8.103 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 96 neue Todesfälle verzeichnet. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7.890 Neuinfektionen und 157 neue Todesfälle verzeichnet.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 66,1 - und damit im Vergleich zum Vortag (65,6) etwas höher. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

    03.10 Uhr Weber verteidigt Exportstopp von Impfstoffen

    Der Vorsitzende der Christdemokraten im Europa-Parlament, Manfred Weber, verteidigt den Exportstopp für den AstraZeneca-Impfstoff. "Es geht nicht um Europe first, aber auch die EU muss ihre Bürger selbstverständlich schützen", sagt der CSU-Politiker laut einem Vorabbericht der Funke Mediengruppe. Europa sei derzeit eine der am stärksten betroffenen Regionen.

    Wenn Zusagen nicht eingehalten würden wie im Fall des Herstellers AstraZeneca, sei die Option eines Exportstopps für in der EU produzierte Impfstoffe richtig, betont Weber. Das Vorgehen der italienischen Regierung sei verständlich und konsequent. Italien hatte die Lieferung von 250.000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca an Australien blockiert.

    02.40 Uhr: Chile spendet Impfstoff

    Chile hat 40.000 Dosen des chinesischen Sinovac Impfstoffes an Ecuador und Paraguay gespendet. Dies berichten die Regierungen der beiden südamerikanischen Länder. Die Spende unterstreicht die starken Unterschiede zwischen den Ländern Lateinamerikas bei der Bekämpfung der Pandemie. Das reichere Chile hat bereits ein Viertel seiner Bevölkerung mit mindestens einer Dosis geimpft. In Ecuador und Paraguay gehen die Impfungen dagegen sehr langsam voran.

    02.15 Uhr Auckland beendet harten Lockdown

    Auckland, die zweitgrößte Stadt Neuseelands, öffnet sich nach einem einwöchigen harten Lockdown wieder. Der Lockdown war verhängt worden, nachdem mehrere Neuinfektionen mit der besonders ansteckenden britischen Virus-Variante in der Zweimillionenstadt festgestellt worden waren. Da bis Sonntagmorgen seit sieben Tage keine weiteren lokal übertragenen Ansteckungen registriert wurden, konnten die strengen Beschränkungen aufgehoben werden. Neuseeland verfolgt eine Eleminierungsstrategie bei der Bekämpfung des Coronavirus.

    01.05 Uhr: Ministerpräsidentin Dreyer kritisiert Spahns Teststrategie

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer wirft der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Corona-Teststrategie vor. "Mitte Februar hat Gesundheitsminister Jens Spahn kostenlose Schnelltests für alle versprochen. Und er hat behauptet, er habe für Deutschland 500 Millionen Teste vertraglich gesichert", sagt die SPD-Politikerin der Funke-Mediengruppe.

    Spahn habe die von ihm geweckten hohen Erwartungen nicht erfüllen können, sagt Dreyer. Rheinland-Pfalz habe nicht auf den Bund gewartet, sondern sofort begonnen, Tests zu beschaffen und Tester zu schulen, teilt Dreyer zudem mit. Der Start des Einzelhandels am Montag werde mit der Eröffnung von Hunderten Schnellteststellen begleitet.

    Sonntag, 07. März 2021

    Samstag, der 6. März 2021

    22.50 Uhr: Starker Anstieg der Corona-Fälle in der Türkei

    Die Zahl neuer Corona-Infektionen hat in der Türkei in Großstädten und am Schwarzen Meer deutlich zugenommen. Einer von Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Samstag veröffentlichten Übersicht zufolge gab es in der vergangenen Woche in Istanbul mehr als 111 positive Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Zeitraum 6. bis 13. Februar hatte die Zahl etwa 60 betragen. Auch in Ankara und Ismir gab es mehr Infektionen.

    Provinzen an der Schwarzmeerküste sind als Gebiete mit sehr hohem Risiko eingestuft worden und dort gelten Auflagen zur Bekämpfung der Pandemie weiterhin. In Istanbul sind die Beschränkungen hingegen gelockert worden und Restaurants und Cafés sind wieder geöffnet.

    22.20 Uhr: Sechs Polizisten verletzt bei Protesten in Schweden

    Bei Ausschreitungen am Rande einer Demonstration gegen Corona-Beschränkungen in Schweden sind am Samstag sechs Polizisten verletzt worden. Zwei Menschen seien festgenommen worden, teilte die Polizei in Stockholm mit. An der nicht genehmigten Veranstaltung im Zentrum der Hauptstadt unter dem Motto "Für Freiheit und Wahrheit" nahmen hunderte Menschen teil. Als sich die Polizei entschloss, die Versammlung aufzulösen, gab es starke Gegenwehr von einigen Demonstranten.

    Schweden hat in der Corona-Pandemie einen anderen Weg eingeschlagen als die meisten anderen europäischen Länder und wurde dafür auch kritisiert. So wurde nie ein strenger Lockdown verhängt, stattdessen setzten die Behörden auf Abstandsregeln und das freiwillige Tragen von Masken.

    Vor kurzem verschärfte Schweden angesichts steigender Fallzahlen jedoch die Maßnahmen. In dem Königreich mit seinen 10,3 Millionen Einwohnern wurden seit Beginn der Pandemie 684.961 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, mehr als 13.000 Menschen starben. Damit ist Schweden deutlich stärker betroffen als seine skandinavischen Nachbarn.

    21.30 Uhr: Dalai Lama erhält Erstimpfung gegen das Coronavirus

    Der Dalai Lama ist gegen das Coronavirus geimpft worden und hat mehr Menschen dazu aufgerufen, es ihm gleichzutun. Das geistige Oberhaupt der Tibeter erhielt am Samstag in einem Krankenhaus der nordindischen Stadt Dharamsala die erste Dosis einer Covid-19-Impfung, wie sein Büro auf seinem offiziellen Twitterkonto mitteilte. Ein Video zeigte, wie der 85-Jährigen eine Spritze in den rechten Oberarm bekam. "Mehr Menschen sollten den Mut haben, sich für die Injektion zu entscheiden", sagte der Dalai Lama. Das sei sehr wichtig, deshalb teile er das. "Um ernsthafte Probleme zu verhindern ist diese Injektion sehr, sehr hilfreich und sehr gut."

    Angaben dazu, welchen Impfstoff er erhielt, enthielt der Tweet nicht. In Indien wird neben dem heimischen Impfstoff Covaxin vor allem der Impfstoff von Astrazeneca genutzt, der unter dem Namen Covishield zu günstigen Preisen in dem Land hergestellt und auch exportiert wird.

    Der Dalai Lama wirbt für die Rechte der Tibeter und will für sie im Dialog mit China kulturelle und religiöse Freiheiten innerhalb der Volksrepublik erreichen. Für seinen Einsatz wurde er mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Die chinesischen Behörden sehen ihn als Separatisten und verbieten ihm die Heimkehr. Der Dalai Lama lebt in Indien.

    21.25 Uhr: Restaurants in Israel dürfen ab Sonntag wieder öffnen

    Die israelische Regierung hat weitere Corona-Lockerungen beschlossen. So können ab Sonntag Restaurants und Cafés unter Auflagen wieder öffnen, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Samstagabend mitteilte. Dabei gilt unter anderem, dass im Innenbereich nur Gäste mit Grünem Pass bedient werden dürfen. Ungeimpfte dürfen nur im Außenbereich Platz nehmen. Studenten mit Grünem Pass dürfen zudem ab Sonntag an ihre Hochschulen zurückkehren. Ungeimpfte können den Lehrveranstaltungen weiterhin nur per Video folgen.

    Besitzer des Grünen Passes - bezugsberechtigt sind Genesene und Menschen, deren zweite Impfung gegen das Coronavirus mindestens eine Woche zurückliegt - dürfen in Israel früher Grund- und Freiheitsrechte wieder ausüben als Ungeimpfte. Abstands- und Hygieneregeln gelten für alle Bürger Israels weiterhin.

    Die Impfkampagne in Israel zählt zu den schnellsten weltweit. In dem Land mit seinen etwas mehr als neun Millionen Einwohnern erhielten bislang mehr als 4,9 Millionen Menschen eine Erst- und rund 3,7 Millionen auch eine Zweitimpfung.

    21.00 Uhr: Polizei in Paris räumt volle Seine-Quais

    Aufgrund des erneut großen Andrangs bei schönem Wetter an den Ufern der Seine ist die Pariser Polizei am Samstagnachmittag eingeschritten. Da sich die meisten Menschen nicht an die Corona-Abstandsregeln hielten, mussten sie die Seine-Quais in der französischen Hauptstadt verlassen. Die Zugänge zum Ufer wurden nach der Räumung blockiert, so dass niemand mehr vor der ab 18.00 Uhr geltenden Ausgangssperre dorthin konnte.

    Bereits an den vorangegangenen Wochenenden hatten sich zehntausende Menschen bei strahlender Sonne auf den Seine-Quais gedrängt. Daraufhin wurde am Freitag ein Alkoholverbot für die Uferpromenanden verhängt, um den Andrang an diesem Wochenende zu begrenzen. Doch auch wenn sich die meisten Menschen an das Alkoholverbot hielten, zog es sie dennoch an die Ufer der Seine.

    20.30 Uhr: WHO: Corona-Neuinfektionen in Europa steigen wieder

    Europa hat in der vergangenen Woche eine Million neue Corona-Fälle verzeichnet. Dies sei ein Anstieg um neun Prozent zur Vorwoche, teilte die Weltgesundheitsorganisation mit. Davor gab es eine sechswöchige Phase mit rückläufigen Infektionszahlen. Der Anstieg werde durch die Ausbreitung neuerer Varianten des Corona-Virus angetrieben sowie von der Öffnung des gesellschaftlichen Lebens, wenn dies nicht auf eine sichere und kontrollierte Weise durchgeführt werde, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge.

    Die zuerst im vergangenen Jahr in England identifizierte, besonders ansteckende Variante breitet sich in 27 europäischen Ländern, die die WHO beobachtet, erheblich aus und ist laut der Organisation inzwischen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, den Niederlanden, Dänemark, Portugal, Irland und Israel die dominierende.

    20.15 Uhr: Schwesig kritisiert Bund scharf wegen fehlender Corona-Selbsttests

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat den Bund für fehlende Corona-Selbsttests verantwortlich gemacht und scharf kritisiert. "Ich will an dieser Stelle nicht verhehlen, dass ich sehr verärgert bin darüber, dass der Bund es zulässt, dass zunächst Aldi und Co. Selbsttests verramschen können und wir die Selbsttests erst Mitte März geliefert bekommen", sagte Schwesig am Samstag in Schwerin. Mecklenburg-Vorpommern habe bereits vor der Ministerpräsidentenkonferenz zwei Millionen dieser Selbsttests geordert, "weil wir geahnt haben, dass wir uns nicht auf den Bund verlassen können", sagte sie. Das Land hat rund 1,6 Millionen Einwohner.

    Es könne in der Corona-Pandemie nicht sein, dass der Markt über den Schutz für Kinder und Jugendliche bestimme. Dies hätte der Staat tun müssen, sagte Schwesig. Mit mehr Selbsttests seien Lockerungen in Kitas und Schulen eher möglich.

    20.10 Uhr: Venezuelas Staatschef Maduro mit Sputnik V geimpft

    Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro hat sich mit dem russischen Impfstoff Sputnik V gegen das Coronavirus impfen lassen. "Ich bin geimpft", sagte ein lächelnder Maduro am Samstag im Staatsfernsehen, nachdem er und seine Frau Cilia Flores ihre erste Dosis erhalten hatten. "Ich habe gehört, dass man danach Russisch sprechen kann", scherzte der 58-jährige Linksnationalist.

    Venezuela hatte am 18. Februar damit begonnen, das Gesundheitspersonal zu impfen. Insgesamt hat es in Russland zehn Millionen Dosen bestellt. Ab Montag soll in dem südamerikanischen Land auch das chinesische Vakzin des Herstellers Sinopharm verimpft werden. Venezuela hat davon 500.00 Dosen erhalten. Über die internationale Corona-Impfinitiative Covax soll Caracas auch mindestens 1,4 Millionen Dosen Astrazeneca bekommen, die Auslieferung stockt aber wegen eines Streits über die Bezahlung.

    18.40 Uhr: Hunderte Schweden protestieren gegen Corona-Maßnahmen in Stockholm

    In der schwedischen Hauptstadt Stockholm haben Hunderte Menschen am Samstag gegen Corona-Maßnahmen demonstriert. Nach Angaben der Polizei wurde ein Demonstrant festgenommen und ein Polizist leicht verletzt. Die Polizei forderte die Menschen mehrmals zum Auflösen der Demonstration auf, da Zusammenkünfte von mehr als acht Menschen nicht erlaubt seien. Organisiert hatte den Protest eine Gruppe, die die Beschränkungen als unbegründet bezeichnete.

    Schweden war in der Corona-Krise einen Sonderweg mit vergleichsweise freizügigen Corona-Maßnahmen sowie Empfehlungen und Appellen an die Vernunft der Bürger gegangen. Seit 1. März müssen aufgrund der wieder steigenden Infektionszahlen Restaurants, Kneipen und Cafés um 20.30 Uhr schließen. Zuletzt hatte die Stadt Stockholm ihren Einwohnern empfohlen, einen Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Verkehr sowie etwa beim Friseur oder im Lebensmittelmarkt zu tragen. Geschäften und Einkaufszentren wird eine Begrenzung auf 500 Kunden empfohlen.

    18.15 Uhr: Ab Sonntag Maskenpflicht in Deggendorf

    Das Landratsamt Deggendorf hat für Teile der Stadt Deggendorf ab Sonntag eine Maskenpflicht von 11.00 Uhr bis 21.00 Uhr angeordnet. Die Behörde begründet den Schritt mit den ansteckenderen Virusmutationen und verbindet die Ankündigung auch mit Kritik: In Warteschlangen für "To Go"-Angebote der Gastronomie würde oft kein Abstand eingehalten und keine Maske getragen. Auch an der Donaupromenade seien bei schönem Wetter viele Menschen ohne Maske unterwegs. Hier gilt nun ab Sonntag eine Maskenpflicht, ebenso in den Deichgärten auf der Parkgarage und auf mehreren Fuß- und Radwegen. Die Maskenpflicht umfasst außerdem den oberen Stadtplatz, den Luitpoldplatz, den Michael-Fischer-Platz, die Bahnhofstraße, die Pfleggasse und weitere Straßen, Gassen und Plätze.

    18.00 Uhr: Autokorsos gegen Corona-Maßnahmen

    In München und Nürnberg haben Menschen mit Autokorsos gegen die geltenden Corona-Maßnahmen demonstriert. In Nürnberg seien am Samstagnachmittag knapp 130 Fahrzeuge unterwegs gewesen, teilte die Polizei Mittelfranken am Samstag mit. In der Landeshauptstadt zählte die Polizei knapp 140 Teilnehmer in über 80 Wagen. Beide Korsos verliefen ohne größere Zwischenfälle, örtlich kam es vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen.

    Eine für Samstag geplante studentische Protestaktion für die Öffnung der Arbeitsräume der Münchner Akademie der Bildenden Künste wurde spontan abgesagt. Laut einer Sprecherin der Aktion will die Hochschule ihre Werkstätten und Ateliers nun am 15. März öffnen. Bislang fehlte ein Hygienekonzept.

    17.40 Uhr: Bayerns Betriebsärzte bereiten Impfungen vor

    Große Unternehmen bereiten sich auf dem Corona-Impfungen durch die Betriebsärzte vor. "Allein für April seien 1,8 Millionen Impfdosen angekündigt, so Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Sobald ausreichender Impfstoff vorhanden sei, stünden die Unternehmen mit ihren Betriebsärzten freiwillig zum Impfen der Belegschaften bereit, teilte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (Vbw) mit.

    Bund und Länder hatten am Mittwoch beschlossen, dass im Laufe des zweiten Quartals Betriebsärzte in die Impfstrategie eingebunden werden. Holetschek forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, rasch die Rahmenbedingungen für eine zügige Einbindung der Betriebsärzte zu schaffen. Rechtsfragen, Logistik und Kosten werden noch geklärt.

    17.15 Uhr: Rund 200 Menschen nach Corona-Ausbruch in Kindergarten in Quarantäne

    Nach einem Corona-Ausbruch in einem Kindergarten im baden-württembergischen Geislingen an der Steige müssen etwa 200 Menschen in Quarantäne. Bei insgesamt neun Kindern und Erziehern sei das Coronavirus nachgewiesen worden, teils in der englischen Variante, teilte das zuständige Landratsamt mit.

    Das örtliche Gesundheitsamt ordnete daraufhin eine Quarantäne für die positiv getesteten Kinder und Erwachsene, deren Kontaktpersonen sowie weitere Haushaltsangehörige an.

    16.15 Uhr: Maskengeschäft: CDU-Politiker Löbel unter Druck

    Die Affäre um die Verwicklung von Abgeordneten in Geschäfte mit Corona-Masken zieht Kreise. Nach dem schwäbischen CSU-Abgeordneten Nüsslein gerät auch der Mannheimer CDU-Politiker Nikolas Löbel unter Druck. Die baden-württembergische CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann fordert ihren Parteifreund indirekt zum Rückzug auf.

    Es sei inakzeptabel, wenn sich Parlamentarier in dieser schweren Krise mit der Maskenbeschaffung bereichern, so Eisenmann. Löbel hatte am Freitag eine Beteiligung an Geschäften mit Corona-Schutzmasken bestätigt. Löbels Firma hat demnach Provisionen von rund 250 000 Euro erhalten, nachdem sie Kaufverträge über Masken vermittelt hatte.

    15.28 Uhr: Kompromiss sichert 200 Stellen bei Tuifly

    Der Aufsichtsrat des Ferienfliegers Tuifly hat im Ringen mit der Gewerkschaft Verdi einem Kompromiss zum Stellenabbau stattgegeben. Mit geänderten Flottenplänen könnten etwa 200 Arbeitsplätze im Cockpit und in der Kabine zusätzlich gesichert werden, so die Einschätzung von Verdi nach der Sondersitzung des Aufsichtsrates von Tuifly am Freitag.

    Die eingebrochene Reisenachfrage infolge der Corona-Pandemie hatte Tui in Existenznot gebracht. Der Staat und private Kapitalgeber mussten den Konzern stützen. Insgesamt stehen 8.000 Jobs auf der Streichliste. Für 5.000, viele davon im Ausland, ist der Plan bereits umgesetzt. Das Ziel, Entlassungen zu vermeiden, sei mit dem Kompromiss über den Sparkurs gelungen, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. "Der Preis dafür ist jedoch hoch. Die Beschäftigten zahlen dafür mit langfristig verschlechterten Arbeitsbedingungen", so Behle.

    15.00 Uhr: Hunderte Arbeiter sitzen auf Kreuzfahrtschiff fest

    Wegen zwei Coronavirus-Fällen auf dem neugebauten Kreuzfahrtschiff "Odyssey of the Seas" sitzen Hunderte Arbeiter auf diesem fest. Sie dürfen das Schiff nach Anordnung des Hafenärztlichen Dienstes vorerst nicht verlassen, wie die Meyer-Werft mitteilte. Bei zwei Arbeitern war demnach das Virus festgestellt worden, der Luxusliner liege daher vorerst in Bremerhaven fest, wie ein Werftsprecher sagte. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

    Laut der Meyer-Werft waren die Fälle am Mittwoch bekannt und am Donnerstag mit PCR-Tests bestätigt worden. Die Infizierten seien separiert worden. Ob sie zwischenzeitlich von Bord gebracht wurden, war laut Sprecher nicht bekannt. Weitere Fälle gebe es bislang nicht. Die Mannschaft werde täglich getestet, über das weitere Vorgehen werde noch mit den Behörden beraten, hieß es.

    13.22 Uhr: Erlangen Höchstadt startet mobiles Schnelltestzentrum

    Der Landkreis Erlangen Höchstadt startet am kommenden Dienstag mit einem mobilen Corona-Schnelltestzentrum. Erste Station ist das Freizeitbad Atlantis in Herzogenaurach. Dort können sich Bürgerinnen und Bürger am Dienstag zwischen 17 und 20 Uhr kostenlos testen lassen, teilte der Landkreis mit. Das Ergebnis liege nach 15 bis 20 Minuten vor. Ein Termin muss nicht vereinbart werden. Im Moment werde ein Testplan für weitere Orte im Landkreis erstellt, so das Landratsamt weiter. Das Schnelltestzentrum, das vom Arbeiter-Samariter-Bund betrieben wird, kann 15 bis 20 Tests pro Stunde durchführen. Das Landratsamt weist darauf hin, dass sich nur Personen ohne Krankheitssymptome dort testen lassen können.

    Zum Corona-Ticker Mittelfranken

    13.06 Uhr: Baden-Württemberg liefert keine Impfdosen mehr an Krankenhäuser

    Angesichts eines weiter großen Mangels an Corona-Impfstoffen stellt die baden-württembergische Landesregierung den Krankenhäusern im Südwesten vorerst keine gesonderten Impfdosen mehr für das Personal zur Verfügung. Stattdessen wolle man neue Impfdosen komplett an die Impfzentren liefern. "Noch immer ist der Impfstoff knapp und die dem Land zur Verfügung gestellten Impfdosen sind über Wochen in den Impfzentren verplant", hieß es zur Begründung. Klinik-Mitarbeiter, die noch keine Erstimpfung erhalten haben, müssen sich nun in Impfzentren um Termine bemühen.

    13.05 Uhr: Schnelltests noch schneller als gedacht ausverkauft

    Der Discounter Aldi ist vom Ansturm auf die ersten Corona-Selbsttests im Einzelhandel am Samstag selbst überrascht gewesen. "Die Artikel, die wir stationär in den Filialen vorrätig hatten, waren am Vormittag in den meisten unserer Filialen erwartungsgemäß ausverkauft", teilten Aldi Süd und Aldi Nord mit. Das Interesse an den Tests habe den Discounter "in dieser Intensität doch überrascht". Aldi bat Kunden, die leer ausgingen, um Verständnis. In der neuen Woche werde bereits mit den nächsten Lieferungen gerechnet. Schon vorab hatte der Discounter darauf hingewiesen, dass die Aktionsware bereits am ersten Aktionstag vergriffen sein könnte. Auch Lidl startete am Samstag mit dem Verkauf und die Homepage des Onlinehandels war überlastet. Auch die Supermärkte von Rewe und Edeka wollen bald mit dem Verkauf beginnen. Die Drogeriemarkt-Ketten Rossmann und dm planen den Start für Dienstag. Apotheken wollen die Produkte ebenfalls anbieten.

    12.45 Uhr: Ticket-Käufe überlasten Server von Kölner Museum

    Nach der viermonatigen Corona-Zwangspause bei den Museen hat das Interesse an einer großen Andy Warhol-Ausstellung die Server des Kölner Museum Ludwig zusammenbrechen lassen. Ab heute konnten Besucher eigentlich die ersten Zeitfenster zum Besuch der Ausstellung in der neuen Woche buchen - doch das Interesse war so groß, dass die Seite innerhalb kürzester Zeit nicht mehr erreichbar war. Am Montag dürfen in NRW Museen, Zoos und weitere Einzelhandelsgeschäfte wieder öffnen - allerdings nur nach Terminbuchung. Das Kölner Museum Ludwig darf wegen der Vorgaben immer nur 73 Besucher für zwei Stunden in die lange erwartete Ausstellung lassen.

    12:43 Uhr: SPD-Chef fordert Aufklärung der Masken-Affäre

    SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hat die Union aufgefordert, fragwürdige Geschäfte ihrer Abgeordneten bei der Beschaffung von Coronamasken offenzulegen. "Jeder Anschein von Vetternwirtschaft ist Gift für das so notwendige Vertrauen der großen Mehrheit in die politische Führung. Deshalb müssen die Ungereimtheiten bei der Maskenbeschaffung restlos aufgeklärt werden", sagte Walter-Borjans in einem Gespräch mit ntv.de. "Da stehen der Bundesgesundheitsminister, aber auch die Bundeskanzlerin in der Verantwortung." Die Führung der Unionsfraktion hatte Geschäfte von Abgeordneten bei der Beschaffung von Corona-Masken bereits am Freitag scharf verurteilt.

    12.32 Uhr: Bayern: 54 Prozent der Corona-Toten lebten im Heim

    In Deutschland sind einem Zeitungsbericht zufolge bisher mindestens 29.000 an Corona erkrankte Heimbewohner gestorben. Das ergab eine Umfrage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" unter den Gesundheits- und Sozialministerien der Länder. Laut Robert Koch-Institut (RKI) starben hierzulande bislang insgesamt mehr als 70.000 Menschen an oder mit der Viruserkrankung. Nicht alle Bundesländer weisen dem Bericht zufolge aus, wie hoch der Anteil der Heimbewohner an allen Corona-Verstorbenen ist. Die Zahlen reichen demnach von 25 Prozent in Sachsen und 29 Prozent in Sachsen-Anhalt über 35 Prozent in Niedersachsen, 39 Prozent in Baden-Württemberg und 40 Prozent in Nordrhein-Westfalen bis hin zu 47 Prozent im Saarland, 54 Prozent in Bayern und 60 Prozent in Hamburg.

    Im Januar seien die Werte besonders hoch gewesen. Teilweise seien darunter auch Gemeinschaftsunterkünfte für Obdachlose, Asylbewerber und andere Heime gewesen, während der Großteil die Alten- und Pflegeheime betroffen habe. In Bayern gab es im Januar 2021 insgesamt 3.605 Tote, davon 2.167 in Heimen. Im Februar sank die Zahl der Corona-Toten insgesamt und auch die der verstorbenen Heimbewohner, wie die Zeitung berichtet.

    11.40 Uhr: Pflegeschutzbund fordert Erleichterungen für Geimpfte

    Der BIVA-Pflegeschutzbund fordert eine sofortige Anpassung der Besuchsverordnungen für geimpfte Pflegeheimbewohner. Trotz erfolgter Impfungen in so gut wie allen Heimen der Bundesrepublik warteten die alten Menschen weiterhin auf Erleichterungen der besonders strikten Kontaktbeschränkungen, erklärte BIVA-Vorsitzender Manfred Stegger in Bonn. Besuche nach den allgemein geltenden Regeln müssten jetzt unverzüglich ermöglicht werden. "Die Politik hat bisher offenbar nach erfolgter Impfkampagne in den Heimen die Bewohnerinnen und Bewohner wieder vergessen", sagte Stegger. Seit Wochen liege eine Empfehlung des Ethikrates vor, dieser Personengruppe mit dem erreichten Impfschutz spürbare Erleichterungen zu ermöglichen, betonte er.

    11.27 Uhr: Financial Times: EU will Astrazeneca aus USA importieren

    Im Kampf gegen den Impfstoffmangel will sich die Europäische Union (EU) einem Zeitungsbericht zufolge Impfdosen von Astrazeneca aus den USA beschaffen. Die EU-Kommission wolle die Vereinigten Staaten bitten, die Ausfuhr des Impfstoffs zu genehmigen, der in den USA produziert oder abgefüllt werde, berichtete die "Financial Times". Mit einer solchen Zusammenarbeit solle sichergestellt werden, dass die vertraglichen Verpflichtungen der Impfstoff-Hersteller gegenüber der EU eingehalten würde, zitierte das Blatt die Brüsseler Behörde. Die USA sollten zudem die Lieferungen wichtiger Impfstoffbestandteile sicherstellen, die in der europäischen Produktion benötigt würden. Hintergrund ist der Streit zwischen der EU und Astrazeneca, weil der britisch-schwedische Pharmakonzern bislang weniger Impfstoff an die Staatengemeinschaft liefert als zugesagt. In den USA kommt die Impfkampagne deutlich schneller voran als in Europa: Präsident Joe Biden kündigte kürzlich an, bis Ende Mai genug Impfstoff für jeden Erwachsenen im Land zur Verfügung zu haben.

    10.41 Uhr: Corona-Krise darf laut Merkel nicht zu Rückschritt in Gleichstellung führen

    Die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte davor, dass die Corona-Krise nicht dazu führen dürfe, "dass wir in manch schon überwunden geglaubtes Rollenmuster zurückfallen". So seien es "doch wieder vermehrt Frauen, die den Spagat zwischen Homeschooling, Kinderbetreuung und dem eigenen Beruf meistern", sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. "Und es sind vor allem auch Frauen, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz in sozialen und Pflegeberufen derzeit besonders gefordert sind", fügte sie hinzu. "Über 75 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitsbereich - von ärztlichen Praxen und Krankenhäusern über medizinische Labore bis hin zu Apotheken sind Frauen", sagte Merkel. "In den Führungspositionen finden sich hier dagegen nur knapp 30 Prozent Frauen." Es könne nicht sein, "dass Frauen unsere Gesellschaften maßgeblich tragen und gleichzeitig nicht gleichberechtigt an wichtigen Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beteiligt sind."

    Zum Artikel: "Weltfrauentag: Merkel warnt vor alten Rollenmustern"

    10.24 Uhr: Soviele Neuinfektionen wie nie in Ungarn

    Ungarn meldet trotz Lockdown mit 7.269 Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Das sind 14 Prozent mehr Fälle als am Freitag, wie die Behörden mitteilen. Das Land mit rund zehn Millionen Einwohnern weist eine der höchsten Infektions- und Todesraten weltweit auf. Zuletzt stiegen die Zahlen trotz eines Teil-Lockdowns rasant an.

    10.20 Uhr: Frankreich: Pas-de-Calais im Wochenend-Lockdown

    Seit diesem Wochenende herrscht im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Frankreich nun auch im Département Pas-de-Calais am Ärmelkanal ein Wochenend-Lockdown. In Nizza am Mittelmeer und der nordfranzösischen Hafenstadt Dunkerque (Dünkirchen) gilt er bereits. Die dicht besiedelte Hauptstadtregion Paris und die Hafenstadt Marseille bleiben von solchen Einschränkungen bislang noch verschont. Sie gehören zu den insgesamt 23 Départements, in denen eine erhöhte Corona-Warnstufe herrscht. 

    10.15 Uhr: Rund 600.000 Minijobberinnen verloren Job

    Frauen sind einem Zeitungsbericht zufolge besonders stark von wegfallenden Minijobs betroffen. Von Juni 2019 bis Dezember 2020 hätten insgesamt 918.000 geringfügig Beschäftigte ihren Minijob eingebüßt, meldete die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Samstag. 605.000 davon, also etwa zwei Drittel, seien Frauen gewesen. Das gehe aus Zahlen der Minijob-Zentrale hervor, die die Linksfraktion abfragte. Der betrachtete Zeitraum umfasst etwa zur Hälfte die Corona-Krise. Allein in Restaurants und Gaststätten verloren 179.000 Frauen im Westen und 21.000 Frauen im Osten ihren Minijob. Im Gastro- und Hotelgewerbe insgesamt waren es 287.000 im Westen und 35.000 im Osten.

    09.39 Uhr: Dalai Lama geimpft

    Der Dalai Lama hat seine erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter bekam am Samstag in einem Krankenhaus im nordindischen Dharamsala eine Spritze verabreicht. Danach forderte er andere Menschen auf, mutig zu sein und sich impfen zu lassen. Um einige schwere Probleme zu verhindern, sei diese Injektion sehr hilfreich, sagte der 85-Jährige. Der Arzt G.D. Gupta sagte Reportern, der Dalai Lama sei nach der Impfung für einen Zeitraum von 30 Minuten beobachtet worden. "Er hat angeboten, wie ein normaler Mensch ins Krankenhaus zu kommen und geimpft zu werden." Zehn weitere Menschen seien ebenfalls immunisiert worden, die in dem Anwesen des Dalai Lamas wohnen. Alle elf bekamen das gemeinsam von Astrazeneca und der Oxford University entwickelte Vakzin.

    09.25 Uhr: Discounter startet Verkauf für Schnelltests

    Der Discounter Lidl verkauft in Deutschland in seinem Onlineshop Schnelltests versandkostenfrei für 21,99 Euro pro 5er-Packung für den privaten Gebrauch. Anwender können den Selbsttest eigenständig durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich nutzen und bekommen innerhalb von 15 bis 20 Minuten das Ergebnis. In Kürze wird der Einzelhändler Corona-Schnelltests in allen Lidl-Filialen verkaufen. Das Angebot der Corona-Schnelltests bei Lidl ist ein wichtiger Schritt zum Schutz der Bevölkerung vor dem Virus. Zudem unterstützt die Maßnahme das Vorhaben der Bund-Länderkonferenz und trägt maßgeblich dazu bei, die Virusausbreitung zu verhindern. Auch Aldi bietet seit heute in den Filialen Schnelltests an. "In Kürze" würden Corona-Schnelltests zudem in allen Lidl-Filialen verkauft.

    08.17 Uhr: US-Senat: Erster Durchbruch für Corona-Paket

    Das 1,9 Billionen schwere Corona-Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden hat eine erste Hürde im Senat genommen. Linke und moderate demokratische Senatoren einigten sich am Freitagabend auf einen Deal, wie arbeitslosen Amerikanerinnen und Amerikanern in der Pandemie geholfen werden kann. Der wahrscheinlich konservativste Demokrat in der Kammer, Joe Manchin, verkündete den Kompromiss, nach dem es bis einschließlich zum 6. September 300 Dollar wöchentlich für Arbeitslose geben soll.

    Arbeitslosenhilfe ist den Demokraten zwar wichtig, zugleich aber auch Streitthema zwischen linken Vertretern und dem rechten Flügel, der die Kosten für das Corona-Paket senken will. Im Repräsentantenhaus hatte die Vorlage am vergangenen Wochenende noch 400 Dollar Zuschuss für Arbeitslose pro Woche vorgesehen, bis einschließlich August und zusätzlich zu den regulären Hilfszahlungen in den US-Staaten. Das Corona-Paket soll die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abfedern.

    07.52 Uhr: Unions-Affäre um Masken weitet sich aus

    In der Affäre um Geldzahlungen an Abgeordnete der Unionsfraktion im Zusammenhang mit Verträgen über Corona-Schutzmasken hat nun auch der Mannheimer CDU-Abgeordnete Nikolaus Löbel Konsequenzen gezogen. Löbel gab seinen Sitz im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages auf, nachdem der "Spiegel" am Freitag über Provisionszahlungen in Höhe von 250.000 Euro berichtet hatte. Die Unionsfraktions-Spitze bemühte sich um Schadensbegrenzung und warnte Abgeordnete vor Geschäftemacherei mit Corona-Masken. Löbel bezeichnete die Summen als "nach dem Marktüblichen bemessene Vergütung". Geld für die Vermittlung von Schutzmasken zu erhalten, sei für Bundestagsabgeordnete nicht per se unzulässig, erklärte der Staatsrechtler Markus Ogorek von der Universität Köln. Dies gelte aber nur, "solange das Verhalten nicht auf die Förderung der eigenen, persönlichen Interessen abzielt". Der Rechtsexperte geht davon aus, dass Löbels Verhalten als Verstoß gegen die Verhaltensregeln für Mitglieder des Bundestages anzusehen sei. Zu Löbels Geschäftspartnern gehörte unter anderem die Seniorenheim-Kette Avendi, die der Zeitung "Mannheimer Morgen" zufolge etwa 100.000 Masken für 60.000 Euro gekauft habe. Löbels Provision habe laut einem Unternehmenssprecher 25 Prozent betragen. Der Zeitung zufolge erwartet die CDU Nordbaden von Löbel, die eingenommenen Gelder für die Maskenvermittlung an eine gemeinnützige Einrichtung zu spenden. Weitere CDU-Abgeordnete sollen laut "Spiegel" für Firmen oder Lieferanten von Masken geworben haben. Sie bestreiten mit Ausnahme von Löbel demnach jedoch, Gegenleistungen erhalten zu haben.

    07.40 Uhr: Merck meldet Fortschritte bei Medikament-Entwicklung

    Der US-Pharmakonzern Merck & Co berichtet von positiven Studienergebnissen bei seinem Covid-19-Medikament Molnupiravir. Es sei eine schnellerer Virus-Rückgang bei Patienten in einem frühen Krankheitsverlauf festgestellt worden, teilt das Unternehmen mit. Die Ergebnisse der mittleren Studienphase seien vielversprechend, hieß es in der Mitteilung. Das Mittel, das Merck gemeinsam mit dem US-Unternehmen Ridgeback Bio entwickelt, wird derzeit in einer Phase-2/3-Studie getestet, die im Mai abgeschlossen werden soll. Der Konzern will sich bei Covid-19 nur noch auf Medikamente zur Behandlung der Krankheit konzentrieren, nachdem bei der Entwicklung eines Impfstoffes nicht die erhoffte Immunreaktion erreicht und das Programm im Januar eingestellt wurde.

    07.34 Uhr: Virologe befürchtet Virus-Mutationen nach Erstimpfungen

    Der Chefvirologe am Heidelberger Universitätsklinikum, Hans-Georg Kräusslich, hat Sorge, dass sich in der Phase zwischen Erst- und Zweitimpfung weitere Corona-Varianten bilden könnten. Mit Blick auf die von Bund und Ländern geplanten Lockerungen sagte er der "Rhein-Neckar-Zeitung": "Besorgniserregend wäre insbesondere, wenn wir in den nächsten Wochen in eine Situation kämen, dass zahlreiche Menschen nach der Erstimpfung einen inkompletten Schutz haben und gleichzeitig sehr viele Infektionen stattfinden. Das wäre eine Brutstätte für die Selektion von Varianten, die möglicherweise dem Impfstoff entkommen könnten." Wenn sich viele Menschen infizieren würden, die teilimmun, aber noch nicht richtig immun sind, dann sei die Warscheinlichkeit, dass sich das Virus dort festsetzen kann und resistente Varianten auftreten, höher, sagte der Virologe.

    07.12 Uhr: Umfrage - 41 Prozent sehen Frauen als Pandemie-Verlierer

    Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zum Internationalen Frauentag am 8. März haben 41 Prozent der Teilnehmenden geäußert, dass Frauen stärker als vor der Pandemie belastet sind. Dabei sind 21 Prozent der Meinung, dass sich die Belastungen durch Corona sogar "stark" zu Lasten der Frauen verschoben haben.

    Dass Corona mit den beiden Lockdowns die Belastungen durch Beruf, Familie, Kinder und Haushalt gleichmäßig oder zumindest gleichmäßiger auf die Geschlechter verteilt hat, findet jeder oder jede Fünfte (20 Prozent). Eine Verschiebung zu Lasten der Männer sehen 2 Prozent der Befragten, 23 Prozent können keine Veränderungen im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit feststellen.

    06.51 Uhr: Paraguay - Gewalt bei Protesten wegen Corona-Krise

    In Paraguay ist es wegen des Umgangs der Regierung mit der Corona-Krise zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Die Polizei setzte Gummigeschosse und Tränengas ein, Demonstranten brannten Barrikaden ab und warfen Steine. "Diese Gewalt macht keinen Sinn", sagte Innenminister Arnaldo Giuzzio im Fernsehkanal Telefuturo.

    In dem südamerikanischen Land haben die Neuinfektionen einen Rekordwert erreicht. Die Krankenhäuser sind am Rande des Zusammenbruchs. Bisher wurden weniger als 0,1 Prozent der Bevölkerung geimpft. Am Freitagmorgen musste bereits der Gesundheitsminister zurücktreten. Die Regierung hat versprochen, mehr Medikamente und Impfstoffe zu besorgen.

    06.32 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident schließt Oster-Lockdown nicht aus

    Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) schließt einen erneuten Lockdown zu Ostern nicht aus. "Wenn jetzt alle die neuen Möglichkeiten exzessiv ausreizen, werden die Infektionszahlen steigen und Einschränkungen notwendig sein", sagte Weil gegenüber der "Rheinischen Post".

    Es gebe noch keine klare Zusage, ob Reisen zu Ostern möglich werde, so Weil einem Vorabbericht der Zeitung zufolge. "Es ist vorgesehen, dass wir bei der nächsten Bund-Länder-Runde am 22. März dazu Entscheidungen treffen", erklärte Weil, dieser Termin sei jedoch zu spät für die Menschen, die Pläne für einen Osterurlaub machen wollten. Weiterhin gab er an, neue Testkonzepte könnten zusätzliche Öffnungsmöglichkeiten schaffen.

    06.16 Uhr: Stiko-Chef - Impfstoff-Knappheit wird bald vorbei sein

    Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, erwartet nach April ein deutlich höheres Impftempo in Deutschland. Er verstehe den Frust der Menschen über das Impfmanagement, sagte Mertens der "Augsburger Allgemeinen": "Kern des Problems ist aber fraglos der bisher mangelnde Impfstoff. Ich gehe jedoch davon aus, dass im zweiten und dritten Quartal so viel zur Verfügung stehen wird, dass ihn die Zentren nicht mehr verimpfen können", sagte der Vorsitzende der am Robert Koch-Institut angesiedelten Expertengruppe.

    Kritik, dass Hausärzte nicht eher bei den Impfungen eingesetzt würden, wies er zurück. Es habe gute Argumente gegeben, die Praxen erst einzubeziehen, wenn genug Impfstoff ausgeliefert werde. Neben der ausreichenden Kühlung der Impfdosen müsse auch die korrekte Impfreihenfolge sichergestellt werden, gab Mertens zu bedenken: "Mancher könnte sich dabei gegenüber seinen Patienten schwertun."

    Lockerungen für Geimpfte etwa mittels ihres Impfpasses sind aus Mertens' Sicht nur schwer zu verhindern, auch wenn sich die Impfkommission, Politik und Ethikrat gegen eine Impfpflicht ausgesprochen hätten: "Bei Dingen, die einer freien Vertragsgestaltung unterliegen, vom Konzertbesuch bis zu einer Reise, wäre der Staat schlecht beraten, wenn er sich einmischen würde", sagte Mertens der Zeitung. Er nannte aber einen entscheidenden Unterschied: "Elementare Dinge des Alltags müssen auch ohne Impfschutz möglich sein, die ÖPNV-Nutzung oder der Aufenthalt in einem Krankenhaus."

    06.03 Uhr: RKI registriert 9.557 Neuinfektionen und 300 neue Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9.557 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 300 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9.762 Neuinfektionen und 369 neue Todesfälle verzeichnet.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 65,6 - und damit im Vergleich zum Vortag (65,4) und zum Samstag letzter Woche (63,8) etwas höher.

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 1,04 (Vortag 0,99). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 104 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

    Freitag, der 5. März 2021

    23.30 Uhr: Weltweit fast 116 Millionen Infizierte und über 2,7 Millionen Tote

    Weltweit haben sich über 115,92 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind mehr als 2,70 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 28,93 Millionen Infektionen und 521.403 Toten.

    22.13 Uhr: Erstes Konzert in Tel Aviv mit hunderten Corona-Geimpften

    Dank der Massenimpfungen gegen das neuartige Coronavirus hat in Israel ein Konzert mit hunderten Zuschauern stattgefunden. Rund 500 gegen Covid-19 geimpfte Menschen mit Masken kamen am Freitag in Tel Aviv in einem Stadion zusammen, das Platz für bis zu 30.000 Zuschauer bietet. Sie durften sich ein Konzert des israelischen Popsängers Ivri Lider anhören.

    21.29 Uhr: Tschechien weist Studenten zu Arbeit in überlasteten Kliniken an

    Das tschechische Gesundheitsministerium lässt Studenten und Oberschüler in von den vielen Corona-Patienten überforderten Krankenhäusern aushelfen. Kliniken im Land stünden angesichts einer Zunahme von Coronavirus-Infektionen unter "extremem Druck", sagte Gesundheitsminister Jan Blatny heute zur Begründung der Anordnung. Blatny führte den Anstieg auf eine sehr ansteckende Coronavirus-Variante zurück, die aus Großbritannien.

    Die Studenten sollen Blatny zufolge ab Montag in den Krankenhäusern arbeiten. Sie bekämen einfache Aufgaben wie den Transport von Patienten. Sie dürften aber niemanden auf Intensivstationen behandeln. In den kommenden zehn Tagen würden 600 bis 700 Krankenhauseinlieferungen täglich erwartet, sagte Blatny. Herangezogen werden demnach Medizin- und andere Studenten an Universitäten sowie Schülerinnen und Schüler an Oberschulen.

    21.20 Uhr: Frankreich verschärft Ausgangssperren am Wochenende

    Ab Samstag treten in weiteren französischen Corona-Hotspots Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Betroffen sind nun auch rund 1,5 Millionen Bürger im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais mit der Hafenstadt Calais. Sie dürfen ihre Häuser am Wochenende nur noch aus triftigem Grund verlassen, etwa zum Einkaufen oder Joggen. Auch sehr große Geschäfte müssen schließen. In der Region am Ärmelkanal breitet sich die britische Coronavirus-Variante rapide aus. Im benachbarten Dünkirchen und an Teilen der Côte d'Azur gelten bereits Ausgangssperren an Wochenenden. Zudem gilt landesweit eine nächtliche Sperrstunde ab 18.00 Uhr.

    21.06 Uhr: Britisches Gesundheitsministerium: Impfungen haben starken Effekt auf Sterbefälle

    Das Impfprogramm in Großbritannien macht sich nach den Worten von Gesundheitsminister Matt Hancock durch einen immer stärkeren Rückgang der coronabedingten Todesfälle bemerkbar. Demnach ist die Zahl der Sterbefälle allein in der vergangenen Woche um 41 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen ging im gleichen Zeitraum nur um 29 Prozent zurück, die der Neuinfektionen um 34 Prozent.

    Das zeige, dass die bislang untrennbare Verbindung zwischen Infektionen, Krankenhauseinweisungen und Todesfällen dank des Impfprogramms nun unterbrochen sei, so Hancock bei einer Pressekonferenz im Londoner Regierungssitz Downing Street am Freitagabend.

    21.00 Uhr: Verschärfte Corona-Lage in Italien: Kampanien wird Rote Zone

    Die süditalienische Urlaubsregion Kampanien wird zur Roten Zone mit verschärften Corona-Sperren. Das teilte das Gesundheitsministerium in Rom am Freitagabend mit. In den Gebiet, zu dem Neapel und die Amalfiküste gehören, gelten nach der Anordnung von Gesundheitsminister Roberto Speranza wegen der erhöhten Infektionswerte ab Montag (8. März) die strengsten Corona- Schutzregeln. Bisher sind schon die Basilikata im Süden und die kleine Adria-Region Molise solche Roten Zonen. In diese Gebieten müssen alle Schulen zu sein, die Menschen sollen ihre Wohnungen möglichst selten verlassen.

    Italiens Regierung kämpft seit Herbst 2020 mit dem Instrument einer regionalen Einteilung in mehrere Risikozonen gegen die Pandemie. Am Montag werden in diesem System weitere Gebiete wegen steigender Werte hochgestuft zu Orangen Zonen. Darunter ist Venetien im Norden. Die benachbarte, wirtschaftsstarke Lombardei, wo rund zehn Millionen Menschen leben, gehört ohnehin schon zu der mittleren Risikozone. Dort führte die Regionalregierung in Mailand von sich aus am Freitag noch weiterreichende Sperren ein.

    20.34 Uhr: Belgien kündigt weitgehende Corona-Lockerungen an

    Belgien stellt seinen Bürgern spürbare Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Aussicht. Schritt für Schritt sollen von März bis Mai Kontaktbeschränkungen gelockert, Aktivitäten im Freien zugelassen und Gaststätten sowie Hotels wieder geöffnet werden. Konkret sollen sich von Montag an zehn statt bislang vier Menschen treffen dürfen, kündigte Ministerpräsident Alexander De Croo nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga am Freitag an. Ab April könnten dann Kulturveranstaltungen und Gottesdienste mit bis zu 50 Menschen zugelassen werden, vorausgesetzt es werden Masken getragen und es wird Abstand gehalten.

    20.10 Uhr: WHO: Trotz Impfstoffen bei Bekämpfung der Pandemie nicht nachlassen

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt angesichts der Verfügbarkeit von Impfstoffen vor Nachlässigkeiten im Kampf gegen das Coronavirus. "Wir denken, wir haben es überstanden. Haben wir nicht", sagt WHO-Experte Mark Ryan. "Länder werden in eine dritte und eine vierte Welle reingezogen, wenn wir nicht vorsichtig sind."

    19.37 Uhr: Handel in Rheinland-Pfalz öffnet am Montag unter Auflagen

    In Rheinland-Pfalz dürfen die Geschäfte ab Montag wieder öffnen. Das Bundesland liege mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 47,5 am Freitag den siebten Tag in Folge unter 50 und erfülle damit die Voraussetzungen des am Mittwoch von Bund und Ländern beschlossenen Perspektivplans, erklärt Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Für die ersten 800 Quadratmeter kann wie verabredet ein Kunde je zehn Quadratmeter bedient werden, ab 801 Quadratmetern Verkauffläche ein Kunde pro 20 Quadratmeter.

    19.33 Uhr: FDP-Fraktionschef Hagen: Fixierung auf Inzidenzwerte aufgeben

    Der bayerische FDP-Fraktionschef Martin Hagen hat die neuen Öffnungsschritte begrüßt, aber als "nicht ambitioniert genug" kritisiert. Als Beispiel nannte Hagen in der Rundschau im BR-Fernsehen die Außengastronomie, die nach den jetzigen Plänen erst im vierten Schritt öffnen dürfte. Er persönlich würde da bereits am Montag öffnen, sagte Hagen. Auch Experten bestätigten, dass das Infektionsrisiko an der frischen Luft minimal sei. Er verstehe nicht, warum die Menschen zwar im Englischen Garten spazieren gehen, aber nicht vor den Cafés sitzen dürften.

    Hagen warnte auch davor, Lockerungen von den Inzidenzzahlen abhängig zu machen. "Wir können sagen, die 50 ist heilig", erklärte er. Aber wenn jetzt mehr getestet werde und das sei ja gewollt, ergebe das automatisch höhere Inzidenzwerte und "dann testen wir uns einen neuen Lockdown herbei". Die Entscheidungen seien möglicherweise so komplizierter, aber er gehe davon aus, dass die Politik nach einem Jahr Pandemie dazu auch in der Lage sei.

    19.10 Uhr: Demonstrationen in Argentinien wegen neuer Corona-Quarantäne

    Im Norden von Argentinien haben zahlreiche Menschen gegen neue Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. Hunderte Menschen demonstrierten am Freitag vor dem Regierungssitz der Provinz Formosa gegen die erneute Quarantäne, wie der Fernsehsender TN berichtete. Die Polizei feuerte mit Gummigeschossen auf die Demonstranten und setzte Tränengas ein. Durch die Rückkehr zur Phase eins der Ausgangsbeschränkungen wie zu Beginn der Pandemie müssen in Formosa nun alle nicht essenziellen Geschäfte schließen und der Verkehr wird empfindlich eingeschränkt.

    19.03 Uhr: Maas bietet Tschechien Behandlung von Corona-Patienten an

    Bundesaußenminister Heiko Maas hat dem besonders stark von der Corona-Pandemie getroffenen Nachbarland Tschechien angeboten, Patienten in deutschen Krankenhäusern behandeln zu lassen. Man sei dazu bereits in Gesprächen mit den Verantwortlichen in der tschechischen Hauptstadt Prag und auch mit einzelnen Bundesländern in Deutschland, sagte der SPD-Politiker heute in Berlin. "Wir würden das sehr begrüßen, wenn wir die schwierige Situation, die es in der Tschechischen Republik gibt, damit etwas mildern könnten."

    18.45 Uhr: WHO-Bericht über Corona-Untersuchung in China erst Mitte März

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Pläne für die Veröffentlichung erster Ergebnisse ihrer Untersuchung zum Ursprung des Coronavirus in China aufgegeben. Statt eines Vorabberichts werde nun erst der Gesamtbericht vorgestellt, voraussichtlich in der Woche nach dem 14. März, sagte der WHO-Teamchef Peter Ben Embarek am Freitag in Genf. Er war mit rund einem Dutzend Kollegen im Januar nach China gereist. Gründe für die Änderung der Pläne nannte die WHO nicht. Die Reise kam erst nach monatelangen Verhandlungen mit den chinesischen Behörden zustande. Das Unterfangen ist höchst komplex, weil China verhindern will, als Auslöser und Schuldiger der Pandemie an den Pranger gestellt zu werden. Das Expertenteam suchte in China nach dem Ursprung der Pandemie.

    18.35 Uhr: Borussia Mönchengladbach kann Rückspiel in Manchester austragen

    Borussia Mönchengladbach kann das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League gegen Manchester City am 16. März in England austragen. Das bestätigte Sportdirektor Max Eberl am Freitag. Nach intensivem Austausch mit der Deutschen Fußball Liga, dem nächsten Gegner FC Schalke 04 und den weiteren Behörden sei gewährleistet, dass die Mannschaft nach der Rückkehr wegen der Corona-Pandemie für fünf Tage im Hotel im Borussia-Park in Quarantäne muss, regelmäßig getestet wird und während dieser Zeit auch ihre Bundesligapartie in Gelsenkirchen am 20. März bestreiten kann. Das Hinspiel hatten die Gladbacher wegen der Einreisebeschränkungen aus Großbritannien in Budapest austragen müssen und mit 0:2 verloren.

    18.20 Uhr: Paris verhängt Alkoholverbot in der Öffentlichkeit

    Die Stadt Paris hat wegen der Corona-Lage das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen massiv ausgeweitet. So ist Alkoholkonsum ab sofort zum Beispiel an den Ufern der Seine, des Canal Saint-Martin, auf der berühmten Place du Tertre nahe der Basilika Sacré-Coeur und an vielen weiteren Orten der Stadt verboten, wie die Polizeipräfektur am Freitag mitteilte. Außerdem müssen Nicht-Lebensmittelläden, die größer als 10.000 Quadratmeter sind, schließen. Am vergangenen Wochenende hatten zahlreiche Menschen das gute Wetter an der frischen Luft genossen. Stellenweise war es vor allem an den Seine- und Kanalufern der französischen Hauptstadt sehr voll. Paris gehört zu den 23 Départements, für die Premier Jean Castex eine erhöhte Corona-Warnstufe ausgerufen hatte. Einen Wochenend-Lockdown wie in Nizza, Dunkerque (Dünkirchen) oder im Département Pas-de-Calais im Norden des Landes gibt es in der Metropole allerdings nicht.

    18.10 Uhr: EU-Kommission macht Druck bei Impfzertifikaten

    Die EU-Kommission dringt auf ein rasches einheitliches System von Impfzertifikaten. Dieses soll in der Staatengemeinschaft rechtzeitig noch vor dem Sommer eingeführt werden. Die Regierungen müssten dazu umgehend mit den entsprechenden technischen Vorbereitungen beginnen, heißt es in einem Schreiben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an die Mitgliedstaaten. Vor allem Griechenland und Spanien, die stark vom Tourismus abhängig sind, pochen auf Impfpässe, damit das Reisegeschäft wieder auf Touren kommt. Die EU-Kommission will dazu am 17. März entsprechende Pläne vorlegen.

    18.05 Uhr: Impfbereitschaft in den USA seit September gestiegen

    Die Impfbereitschaft in der Coronavirus-Pandemie hat in den USA nach einer Umfrage seit dem vergangenen September deutlich zugenommen. Insgesamt sagten 69 Prozent, sie hätten entweder schon eine Impfung gegen eine Covid-19-Erkrankung erhalten oder würden sich wahrscheinlich oder definitiv impfen lassen, wie das Institut Pew am Freitag in Washington mitteilte. Im November lag die Zahl derjenigen, die sich definitiv oder wahrscheinlich impfen lassen wollten, bei 60 Prozent, zwei Monate zuvor bei 51 Prozent. Im Mai vergangenen Jahres hatten allerdings noch 72 Prozent ihre Bereitschaft bekundet, sich impfen zu lassen. Von denjenigen, die eine Impfung ablehnten, gaben in der aktuellen Umfrage 89 Prozent als einen Grund dafür die Sorge vor Nebenwirkungen an. 68 Prozent sagten, sie glaubten nicht, dass sie eine Impfung benötigten, 57 Prozent lehnten Impfungen generell ab. US-Präsident Joe Biden, der seit dem 20. Januar im Amt ist, hat den Kampf gegen die Pandemie zu einer seiner vordringlichsten Aufgaben gemacht. Der Demokrat ruft die Amerikaner dazu auf, sich unbedingt impfen zu lassen. Bidens Vorgänger Donald Trump hatte die Gefahr, die von dem Coronavirus ausgeht, immer wieder kleingeredet.

    17.50 Uhr: Serbien verschärft erneut Corona-Maßnahmen fürs Wochenende

    Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Serbien für das zweite Wochenende in Folge die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Geschäfte, Gaststätten und Dienstleistungsbetriebe müssen von Samstag 12.00 Uhr bis Montag 06.00 Uhr schließen. Ausgenommen sind lediglich Lebensmittelläden, Apotheken und Tankstellen, beschloss der Krisenstab der Regierung am Freitag in Belgrad. Bereits am vergangenen Wochenende hatten - wenn auch mildere - Einschränkungen gegolten. Damals waren nur Gaststätten und Einkaufszentren von der Regelung betroffen. Sie durften an beiden Wochenendtagen bis jeweils 14.00 Uhr offenhalten. Seit mehreren Monaten dürfen Gaststätten in Serbien ihre Gäste bis 20.00 Uhr bedienen. Der Einzelhandel funktioniert ohne Einschränkungen.

    17.45 Uhr: KMK-Chefin Ernst: Alle Schüler sollen noch im März zur Schule

    Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, hofft darauf, dass noch im März alle Schulen bundesweit wieder geöffnet werden können. «In der Kultusministerkonferenz sind wir uns einig: Wir wollen, dass noch im März alle Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule gehen - auch wenn es im Regelfall erst mal Wechselunterricht sein wird», sagte Brandenburgs Bildungsministerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). "Einige Bundesländer, in denen die Inzidenzwerte sehr niedrig sind, werden sich auch für Präsenzunterricht entscheiden", fügte die SPD-Politikerin hinzu. Gerade der Wechselunterricht ermögliche das Einhalten von Abständen sehr gut. Nicht in allen Ländern wird das so optimistisch gesehen. Hessen plant bis zu den Osterferien keine weiteren Öffnungs- oder Lockerungsschritte in den Schulen. Das teilte ein Sprecher des Kultusministeriums am Freitag in Wiesbaden mit. Die Osterferien dauern in Hessen vom 6. bis 16. April.

    17.40 Uhr: Kanada lässt J&J-Mittel als vierten Impfstoff zu

    Als vierter Corona-Impfstoff ist in Kanada der des US-Herstellers Johnson & Johnson zugelassen worden. Regierungskreisen zufolge gab die zuständige Aufsichtsbehörde grünes Licht. Früher genehmigt wurden bereits die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca.

    17.35 Uhr: Italien registriert höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg

    Italien hat im Pandemie-Jahr 2020 nach offiziellen Angaben die höchste Totenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg verzeichnet. Insgesamt habe es im Vorjahr 746 146 Sterbefälle gegeben - und damit über 15 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019, teilte das Statistikamt Istat in Rom am Freitag mit. Nachdem die erste große Corona-Welle das 60-Millionen-Einwohner-Land Ende Februar 2020 getroffen hatte, ermittelten die Fachleute auch die sogenannte Übersterblichkeit für die Monate März bis Dezember. In dieser Phase starben den Angaben zufolge gut 20 Prozent mehr Menschen als im Schnitt der Jahre 2015 bis 2019. Das waren mehr als 108.000 Tote. Wobei dieser Wert nicht bedeutet, dass dies die Zahl zusätzlicher direkter Covid-19-Opfer war. Experten hatten schon früher darauf hingewiesen, dass es auch vermehrt Tote unter anderem wegen der Überlastung des Krankenhaussystems gegeben haben könnte.

    17.25 Uhr: England verhängt bei Ausreisen ohne triftigen Grund hohe Geldstrafen

    Reisende, die England ohne triftigen Grund verlassen wollen, riskieren hohe Geldstrafen. Passagiere müssen ab kommenden Montag in einem Formular den Grund ihrer Ausreise angeben und dieses mit sich führen, wie das britische Verkehrsministerium am Freitag mitteilte. Die akzeptieren Gründe für Auslandsreisen sind unter den aktuellen Corona-Beschränkungen nur wenige - dazu gehören Arbeit, Bildung oder Beerdigungen. Die Beschränkungen gelten für Briten und Ausländer, die sich derzeit in England aufhalten. Fluglinien sollen die Formulare kontrollieren. Passagieren könne gegebenenfalls die Beförderung verweigert werden, hieß es. Auch die Polizei kontrolliere stichprobenartig an Häfen und Flughäfen. Die Geldstrafen wegen des Bruchs der Lockdown-Regeln reichen von 200 bis zu 6.400 Pfund (umgerechnet mehr als 7.400 Euro).

    17.15 Uhr: Impfstoff-Lieferungen nicht an politische Ziele knüpfen

    Bundesaußenminister Heiko Maas lehnt eine Verknüpfung von Impfstoff-Lieferungen an andere Staaten mit politischen Ziele ab. "Der Impfstoff muss dorthin geliefert werden, wo dies aus medizinischen Gründen notwendig ist und sollte nicht mit politischen Forderungen verknüpft werden", sagt Maas. Er verweist auf die internationale Initiative Covax, die in den kommenden Monaten 140 Länder mit Impfstoff versorgen werde. Deutschland ist dabei der größte einzelne Geldgeber.

    17.00 Uhr: Verkauf von Corona-Selbsttests im Handel startet am Samstag

    Der großflächige Verkauf von Corona-Selbsttests im Einzelhandel startet an diesem Samstag. Die Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd bieten nach eigenen Angaben ab dann Tests als Aktionsware direkt an der Kasse an. Aber auch der Konkurrent Lidl und die Supermärkte von Rewe und Edeka haben das Thema auf dem Schirm. Die Drogeriemarkt-Ketten Rossmann und dm wollen mit dem Verkauf am Dienstag beginnen. Apotheken wollen die Produkte ebenfalls anbieten. Bei Aldi ist die Abgabemenge der in Deutschland produzierten Tests zunächst auf eine Packung pro Kunde begrenzt. Eine Packung kostet rund 25 Euro. Sie enthält fünf Tests.

    16.50 Uhr: Werder-Coach Kohfeldt will sich nicht an Corona-Fußball gewöhnen

    Auch knapp ein Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie will sich Werder-Coach Florian Kohfeldt nicht an den Fußball unter Corona-Bedingungen gewöhnen. Er sei sich sehr bewusst, was es für ein Privileg sei, dass die Bundesliga überhaupt spielen dürfe. Aber: «Es ist nicht der gleiche Beruf wie vor Corona. Weil einfach ein Zusammensein in der Kabine wie davor nicht mehr möglich ist», sagte der Bremer Trainer am Freitag angesichts der strengen Hygieneregeln. Der größte Unterschied seien aber die fehlenden Zuschauer. "Da kann und will ich mich nicht dran gewöhnen", sagte Kohfeldt. "Es ist ein stückweit wie zur Arbeit gehen, nicht mehr dieser besondere Moment", sagte der Werder-Coach.

    16.40 Uhr: Corona-Kritik und Gegenprotest - Leipzig vor großem Demo-Samstag

    Wegen zahlreicher angekündigter Autokorsos und Demonstrationen am Samstag in Leipzig bereitet sich die Polizei dort auf einen Großeinsatz vor. Sie wird dabei unterstützt von der sächsischen Bereitschaftspolizei und Einsatzkräften aus sechs Bundesländern. Polizeipräsident René Demmler sagte am Freitag, der Samstag werde "eine enorme Herausforderung sein". Laut Ordnungsamt der Stadt Leipzig sind insgesamt 13 verschiedene Fahrzeugkorsos und Kundgebungen angemeldet worden. Gegner der Corona-Maßnahmen wollen unter anderem aus Dresden, Zwickau sowie mehreren Städten in Sachsen-Anhalt nach Leipzig anreisen. Dafür haben sie Autokorsos angemeldet, die mit Hunderten Fahrzeugen auf verschiedenen Routen durch Leipzig führen sollen.

    16.30 Uhr: Moskaus Senioren dürfen wieder raus

    Nach fast einem halben Jahr hebt Russlands Hauptstadt Moskau die behördlich verordnete Corona-Quarantäne für Senioren auf. Ab kommendem Montag sei die häusliche Selbstisolation für die über 65-Jährigen sowie für Menschen mit chronischen Krankheiten zwar noch empfohlen, aber nicht mehr verpflichtend, schrieb Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am Freitag auf seinem Internetblog. Seit Ende September hatten diese beiden Bevölkerungsgruppen in Europas größter Metropole ihre Wohnungen nicht mehr ohne besondere Notwendigkeit verlassen dürfen. Die Behörden melden für Moskau - ebenso wie für ganz Russland - seit Wochen zurückgehende Corona-Fallzahlen. Bei geringerer Auslastung haben in der Hauptstadt Kinos, Theater, Museen und Bibliotheken bereits seit längerem wieder geöffnet. Auch Restaurants, Bars und Nachtclubs dürfen Besucher empfangen.

    16.20 Uhr: AstraZeneca-Impfstoff wirkt auch gegen brasilianische Mutante

    Der Impfstoff des schwedisch-britischen Konzerns AstraZeneca ist nach einer Studie der Universität Oxford auch gegen die aus Brasilien stammende, hochansteckende Mutante des Coronavirus wirksam. Das sagt eine mit der Untersuchung vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach muss das Vakzin nicht auf den neuen Virustyp abgestimmt werden, der aus der Amazonas-Stadt Manaus stammen soll und sich rasch weltweit verbreitet.

    16.05 Uhr: Kritik wegen Corona-Tests: Kretschmer nimmt Bund in Schutz

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat den Bund im Zusammenhang mit Kritik an der Bereitstellung von Corona-Tests in Schutz genommen. Seine Amtskollegin aus Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hatte der Bundesregierung vorgeworfen, dass Corona-Selbsttests nicht dort ankämen, wo sie vor allem gebraucht würden. Sie habe kein Verständnis dafür, warum Selbsttests, die jetzt auf den Markt kommen, in Discounter gingen, aber nicht geordert worden seien für Kita und Schule, hatte Schwesig am Donnerstag in Schwerin gesagt. "Schnelltests sind im Übermaß produziert und lieferbar. Die neuen Selbsttest sind erst seit wenigen Tagen zugelassen. Der Vorwurf an den Bund ist billig", sagte Kretschmer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Die Zusage des Bundes, die Hälfte der Kosten für die Testung in Schulen und Kitas zu übernehmen, sei eine wichtige Unterstützung. "Auf Corona-Wahlkampf hat keiner in Deutschland Lust", fügte Kretschmer hinzu. In Mecklenburg-Vorpommern wird am 26. September parallel zum Bundestag ein neues Landesparlament gewählt.

    15.45 Uhr: Im Januar 34 Prozent mehr Tote in Russland als im Vorjahresmonat

    In Russland sind nach Angaben des Statistik-Amtes im Januar mit 219.769 Toten knapp 34 Prozent mehr Menschen gestorben als im Vorjahresmonat. Demnach sind im vergangenen Januar rund 55.700 mehr Menschen aus dem Leben geschieden als im Januar 2020. Einen Zusammenhang mit der Pandemie sehen die Statistiker aber nur bei 37.107 Todesfällen.

    15.30 Uhr: Bayerns große Konzerne zum Impfen bereit

    Große Unternehmen in Bayern bereiten sich auf Corona-Impfungen ihrer Belegschaft durch die Betriebsärztinnen und -ärzte vor. Dazu zählen Adidas, Audi, BMW und Siemens, wie die Unternehmen auf Anfrage mitteilten. «Sofern die flächendeckende Verfügbarkeit des Impfstoffes gesichert ist, werden wir mit der Unterstützung unseres Betriebsarztes ein Impfangebot für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen», erklärte eine Adidas-Sprecherin in Herzogenaurach. Da die Impfkampagne in Deutschland bisher nur langsam läuft, sind der Arbeitgeberverband BDA und der Industrieverband BDI bei der Bundesregierung vorstellig geworden, um auf schnellere Impfungen zu drängen und Unterstützung in Form der Betriebsärzte anzubieten. Audi hat bereits konkrete Pläne in der Schublade. "Dazu haben wir zum Beispiel bereits Impfräume definiert, die kurzfristig ihren Betrieb aufnehmen können", sagte eine Sprecherin in Ingolstadt. "Sobald Impfstoff vorhanden ist, ist das Audi-Gesundheitswesen "impf-ready"."

    15.20 Uhr: Auswirkungen auf RB Leipzig-Spiel zunächst unklar

    Die Auswirkungen der neuen Corona-Einstufung von Ungarn auf das Champions-League-Spiel von RB Leipzig in der kommenden Woche sind am Freitag zunächst unklar geblieben. Das Robert Koch-Institut wies das Land am Mittag als "Hochinzidenzgebiet" aus, am Mittwoch (21.00 Uhr/Sky) soll der Fußball-Bundesligist zum Achtelfinal-Rückspiel in Budapest gegen den FC Liverpool antreten. Die Partie war wegen der Reisebeschränkungen von England in die ungarische Hauptstadt verlegt worden. Schon das Hinspiel hatte in der Puskas Arena stattgefunden. Trainer Julian Nagelsmann wurde am Freitag von der Frage nach möglichen Auswirkungen überrascht. "Keine Ahnung, mehr kann ich nicht sagen. Ich entscheide da eh nichts, ich weiß es nicht. Sorry, unbefriedigende Antwort von mir, das kennt man sonst nicht von mir. Ich weiß wirklich nichts dazu", sagte der Coach während einer Pressekonferenz. Die Europäische Fußball-Union äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

    15.05 Uhr: Tiroler Landeschef darf Bayern nicht durchqueren

    Die deutschen Covid-Einreisebeschränkungen gelten auch für österreichische Spitzenpolitiker. Diese Erfahrung musste der Tiroler Regierungschef Günther Platter machen, der keine Ausnahmegenehmigung für die Durchreise durch Bayern erhielt. Sein Büro bestätigte am Freitag, dass er am Montag nicht persönlich an Corona-Beratungen mit der Regierung in Wien teilgenommen hatte, nachdem Bayerns Staatskanzlei den Transit verweigert hatte. Die "Tiroler Tageszeitung" berichtete zuerst über das Transit-Problem. Eine Sprecherin der Staatskanzlei wies allerdings daraufhin, dass dies keine Entscheidung Bayerns sei, sondern alleinige Sache der Bundespolizei. Die Staatskanzlei habe lediglich Platters Anfrage an die dafür zuständige Bundespolizei weitergereicht und deren Antwort später wiederum an den Tiroler Landeschef zurückgegeben.

    14.55 Uhr: Corona-Notstand in Olympia-Stadt Tokio erneut verlängert

    Die Olympia-Stadt Tokio bleibt für zwei weitere Wochen im Corona-Notstand. Diese Entscheidung der japanischen Regierung verkündete Ministerpräsident Yoshihide Suga am Freitag, weil die medizinische Versorgung im Großraum der Millionenstadt noch immer stark durch Corona-Patienten belastet sei. Der am 7. Januar verhängte Notstand für Tokio und drei Nachbar-Präfekturen gilt nun bis mindestens 21. März. Eigentlich sollten die Maßnahmen am Sonntag beendet werden. Tokio ist im Sommer Gastgeber für die Olympischen Spiele und die Paralympics. Die Spiele waren wegen der Corona-Krise um ein Jahr verschoben worden. In Tokio war die Zahl der Neuinfektionen zuletzt deutlich gesunken. Japan ist deutlich besser durch die Pandemie gekommen als viele andere Länder. Dennoch hatte sich Tokios Gouverneurin Yoriko Koike besorgt gezeigt, dass ein Ende des Notstands zu einem neuerlichen Anstieg der Coronafälle führen könnte.

    14.45 Uhr: Hotspot Oberfranken mit den drei höchsten Inzidenzwerten in Deutschland

    In Oberfranken sind seit gestern 260 neue Corona-Infektionen gemeldet worden (Stand: 05.03.21, 08.00 Uhr). Wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mitteilt, ist damit die Zahl der infizierten Personen seit Ausbruch der Pandemie in Oberfranken auf 37.595 gestiegen. Den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner in Oberfranken verzeichnet die Stadt Hof mit 342,6, gefolgt vom Landkreis Wunsiedel mit 315,2 und dem Landkreis Kulmbach mit 261,3. Laut Robert-Koch-Institut haben diese drei oberfränkischen Kommunen die höchsten Inzidenzwerte in Deutschland. Den geringsten Corona-Inzidenzwert in Oberfranken hat der Landkreis Coburg mit 53. 1.321 Personen sind in Oberfranken seit Ausbruch der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Seit gestern wurden sieben neue Todesfälle gemeldet.

    14.35 Uhr: Betriebsärzte könnten fünf Millionen Menschen impfen

    Betriebsärzte könnten innerhalb eines Monats mindestens fünf Millionen Menschen gegen Corona impfen. Das sagt die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Anette Wahl-Wachendorf, dem MDR. Man sei startbereit, auch wenn der logistische Aufwand höher sei als bei anderen Impfungen, sagt sie mit Blick auf die notwendige Kühlung des Biontech-Impfstoffs.

    14.30 Uhr: Schweiz will ab Mitte März kostenlose Tests anbieten

    Die Schweiz startet eine Test-Offensive im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Zur Begleitung der laufenden Öffnung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens will die Regierung ab dem 15. März kostenlose Tests für alle anbieten. Pro Person sollen monatlich fünf Selbsttests gratis abgegeben werden, sobald verlässliche Tests zur Verfügung stehen. Die Kosten dafür schätzt die Regierung für das laufende Jahr auf über eine Milliarde Franken. Der weltweit größte Test-Hersteller ist der Schweizer Pharmakonzern Roche.

    14.20 Uhr: Tschechien bittet Deutschland um Hilfe für Covid-19-Patienten

    Tschechien bittet Deutschland, Polen und die Schweiz um Hilfe bei der Versorgung von Covid-19-Patienten. Grund sei, dass die Situation in den eigenen Krankenhäusern inzwischen kritisch sei, teilt das Gesundheitsministerium in Prag mit. "Die große Zahl neu infizierter Patienten hat den Druck auf das Gesundheitssystem erhöht und die Zahl der Patienten, die einen Krankenhausaufenthalt benötigen, wächst", hieß es in einer Erklärung. Tschechien hat bezogen auf die Bevölkerungszahl eine der höchsten Infektionsraten weltweit. Vor allem die besonders ansteckende britische Virusvariante breitet sich in dem Land rasant aus. Die Bundesregierung hatte deswegen erst kürzlich die Kontrollen an der Grenze zu Tschechien bis zum 17. März verlängert.

    14.10 Uhr: Großbritannien warnt EU vor Exportbeschränkungen von Impfstoffen

    Großbritannien warnt die Europäische Union, Exportbeschränkungen für Impfstoffe könnten den weltweiten Kampf gegen das Coronavirus gefährden. Die globale Überwindung der Pandemie fuße auf internationaler Zusammenarbeit, sagt ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson. Zuvor hatte die EU-Spitze hinter die Entscheidung Italiens gestellt, den Export von 250.000 Impfeinheiten nach Australien zu blockieren.

    13.25 Uhr: Söder wirbt für Festhalten an Inzidenzzahlen

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wirbt für ein Festhalten am Inzidenzwert für weitere Schritte in der Corona-Pandemie. Die Inzidenz sei vergleichbar, justiziabel vor Verwaltungsgerichten und das früheste Warnsignal, sagt Söder im Landtag: Auf eine steigende Inzidenz folgten mehr Krankenhauseinweisungen und eine steigende Mortalität.

    13.10 Uhr: Hotelbranche scheitert mit Verfassungsbeschwerde zu Entschädigung

    Die deutsche Hotelbranche ist einem Medienbericht zufolge erneut in Sachen Corona-Entschädigungen vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Er müsse "von einer herben Enttäuschung des heutigen Tages berichten", zitiert der "Spiegel" aus einem Schreiben von Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), an seine Mitglieder.

    "Das Bundesverfassungsgericht hat uns heute per unanfechtbarem Beschluss und ohne weitere Begründung mitgeteilt, dass unsere Verfassungsbeschwerde gegen die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes nicht zur Entscheidung angenommen worden ist." Diese gestatte es den Bundesländern, im Falle einer Pandemie per Verordnung den Betrieb gastronomischer Einrichtungen zu beschränken sowie Übernachtungen zu untersagen, jedoch ohne zugleich einen Anspruch auf Entschädigungszahlungen für Wirte oder Hoteliers festzuschreiben.

    13.05 Uhr: Tierpark Hellabrunn öffnet am Montag

    Nach 18 Wochen coronabedingter Zwangspause wird der Tierpark Hellabrunn am Montag wieder geöffnet. Die Besucherzahl ist aber begrenzt, und die Eintrittskarten muss man immer mindestens am Vortag über München Ticket buchen. Der Vorverkauf beginnt heute um 15 Uhr. Außerdem gelten auf dem gesamten Gelände weiterhin die bekannten Abstands- und Hygieneregeln sowie die Kontaktbeschränkung. An den Eingängen sowie an Orten, an denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, besteht eine Maskenpflicht. Die Tierhäuser bleiben nach wie vor geschlossen, ebenso die Gastronomie. Auch Tierpfleger-Treffpunkte, kommentierte Fütterungen und ähnliches finden aktuell noch nicht wieder statt.

    12.55 Uhr: Keine Ausnahme: Tiroler Landeschef darf Bayern nicht durchqueren

    Die deutschen Covid-Einreisebeschränkungen gelten auch für österreichische Spitzenpolitiker. Diese Erfahrung musste der Tiroler Regierungschef Günther Platter machen, der keine Ausnahmegenehmigung für die Durchreise durch Bayern erhielt.

    Sein Büro bestätigte am Freitag, dass er am Montag nicht persönlich an Corona-Beratungen mit der Regierung in Wien teilgenommen hatte, nachdem Bayerns Staatskanzlei den Transit verweigert hatte.

    Platter hatte in München bei der Staatskanzlei von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anfragen lassen, ob er über das sogenannte Deutsche Eck reisen könne. Diese wichtige Verbindung zwischen dem Bundesland Tirol und dem Osten Österreichs ist kürzer als die Route durch österreichisches Gebiet.

    Platters Büro zitierte die Antwort der Staatskanzlei, wonach "die geplante Reise von Herrn Landeshauptmann Platter unter keine der definierten Ausnahmen fällt"und deshalb nicht möglich sei. Daraufhin habe er per Video-Verbindung an dem Wiener Treffen teilgenommen, hieß es in Platters Büro, das die Sache nicht weiter kommentieren wollte.

    12.35 Uhr: Corona-App der Bundesregierung lernt von "Luca App"

    Die Corona-Warn-App der Bundesregierung soll nach Angaben des Gesundheitsministeriums um eine Event-Registrierung erweitert werden. Ein Ministeriumssprecher sagt in Berlin, ähnlich wie bei der App Luca soll dabei auch ein QR-Code verwendet werden. Bei der Begegnung mit einer positiv getesteten Person würde der Nutzer dann eine Warnmeldung erhalten.

    Hinter der Smartphone-App Luca steht unter anderem der Rapper Smudo von den Fantastischen Vier. Die Luca App bietet die Möglichkeit, nach einer Öffnung von Gastronomie, Kultur und Einzelhandel bei der Nachverfolgung von Infektionsketten zu helfen.

    Die Idee: Statt in jedem Restaurant seinen Namen und seine Adresse auf einen Zettel zu schreiben, den der Wirt dann für eine mögliche Kontaktnachverfolgung aufheben und im Infektionsfall an das Gesundheitsamt übergeben muss, können die Nutzer der App mit wenigen Klicks ihren Besuch im Restaurant dokumentieren. Dazu scannen sie am Eingang einen QR-Code ein. Wenn sie das Restaurant wieder verlassen, checken sie aktiv oder - über die Ortungsfunktion ihres Handys - automatisch wieder aus.

    11.57 Uhr: Bundesrat billigt Corona-Hilfen für Familien und Unternehmen

    Familien, Geringverdiener und Unternehmen sollen zusätzliche Hilfen und steuerliche Entlastungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie bekommen. Der Bundesrat billigte am Freitag zwei Gesetzespakete, die unter anderem einen Zuschuss von 150 Euro für Familien mit Kindern sowie für Bezieher von Grundsicherung vorsehen. Das Dritte Corona-Steuerhilfepaket und das Sozialschutz-Paket-III waren vorher bereits im Bundestag beschlossen worden. Der Bundesrat kritisierte jedoch die Kosten aus dem Sozialschutz-Gesetz für die Länder und Kommunen.

    Das neue Steuerhilfepaket sieht vor, dass Familien in diesem Jahr wie schon 2020 einen einmaligen Kinderbonus von 150 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind bekommen. Zudem soll den seit Monaten geschlossenen Restaurants steuerlich geholfen werden. Bis Ende 2022 soll auf Speisen weiter der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 statt 19 Prozent anfallen. Und Unternehmen sollen ihre steuerlichen Verluste aus 2020 und 2021 in größerem Umfang als bislang mit Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnen können.

    11.55 Uhr: Treffen Merkel/Wirtschaft zu Tests in Unternehmen abgesagt

    Regierungssprecher Steffen Seibert hat bestätigt, dass das Treffen von Kanzlerin Angela Merkel mit der Wirtschaft zu mehr Corona-Schnelltests in Unternehmen abgesagt wurde. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest. "Es gibt noch zu klärende Fragen." Eigentlich sollte das Treffen am Freitagnachmittag stattfinden.

    Die Politik habe noch Beratungsbedarf, sagte eine Sprecherin des Arbeitgeberverbandes BDA mit Blick auf die Absage des für den Nachmittag geplanten Spitzentreffens durch die Bundesregierung. In der Bundesregierung hatte es Überlegungen gegeben, Betriebe zu regelmäßigen Schnelltests der Beschäftigten zu verpflichten. Eine Testpflicht stößt in der Wirtschaft aber auf Ablehnung.

    Die deutsche Wirtschaft habe nach Angaben des Arbeitgeberverbandes BDA der Bundesregierung "ein konstruktives und praktikables Angebot zur Ausweitung von Testkapazitäten gemacht".

    11.30 Uhr: Bericht: Corona verschärft Armut in Deutschland

    Laut einer Studie der Bundesregierung ist die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland durch die Corona-Pandemie breiter geworden. Finanziell treffe die Pandemie vor allem die Einkommensschwachen und habe bei rund 30 Prozent der Menschen aus dieser Schicht zu Problemen bei der Deckung laufender Kosten geführt, so lautet der "Süddeutschen Zeitung" zufolge das Fazit eines Entwurfs des sechsten Armuts- und Reichtumsbericht des Bundesarbeitsministeriums.

    Der Zeitung liegt der Entwurf nach eigenen Angaben vor. Demnach profitieren die Besserverdiener eher noch von der Pandemie. Die Studie mit dem Titel "Lebenslagen in Deutschland" hält demnach fest, dass rund ein Prozent des Nettovermögens auf die Haushalte in der unteren Hälfte des Einkommens entfalle, während die vermögensstärksten zehn Prozent der Haushalte über die Hälfte des gesamten Nettovermögens auf sich vereinten.

    11.25 Uhr: Kretschmann beklagt "ernste Versäumnisse" bei Selbsttests

    Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat dem Bund "ernste Versäumnisse" wegen der späten Bestellung von Corona-Selbsttests vorgehalten. Er verstehe nicht, warum der Bund hier nicht schneller und umfangreicher gehandelt habe, sagte der Grüne am Freitag bei der Sondersitzung des Landtags in Stuttgart zu den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern. "Da ist leider noch nichts passiert." Erst seit kurzem gebe es eine gemeinsame Plattform von Bund und Ländern, um Schnelltests in großem Stil zu bestellen. "Wir verlieren da leider wieder wertvolle Zeit", beklagte Kretschmann.

    10.55 Uhr: Nobelpreisträger prangert ungleiche Impfstoffverteilung an

    Südafrikas Friedens-Nobelpreisträger Desmond Tutu prangert über seine Stiftung die ungleiche globale Verteilung der Corona-Impfstoffe an. "Da muss unverzüglich mehr passieren, um ärmeren Ländern schnelleren Zugang zu Covid-19-Impfstoffen, Diagnosegeräten und Behandlungen zu sichern", fordert die vom früheren Erzbischof Desmond Tutu und seiner Frau Leah gegründete Stiftung am Freitag in einer Erklärung. Unter Hinweis auf eine Studie der Duke-Universität heißt es darin: "Während reiche Länder gerade mal 16 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, halten sie zur Zeit 60 Prozent der bisher verkauften Impfstoffe gegen Covid-19."

    Würde das aktuelle Tempo der Impfungen beibehalten, so dürfte es rund sieben Jahre brauchen, um 75 Prozent der Weltbevölkerung zu impfen. "So lange können wir nicht warten; jetzt ist keine Zeit für Egoismen, jetzt ist es an der Zeit für Zugang, Gleichheit und Solidarität", fordert Tutu über seine Stiftung.

    10.50 Uhr: Spahn - Bisher kein Anlass für Exportbeschränkung bei Impfstoffen

    In Deutschland hat es Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zufolge bis jetzt noch keinen Anlass gegeben, über Exportbeschränkungen für hierzulande produzierte Corona-Impfstoffe nachzudenken. Er habe noch keine Gelegenheit gehabt, mit seinem Kollegen in Italien über das dort verhängte Verbot von einem Export des AstraZeneca-Impfstoffs nach Australien zu sprechen, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Er verwies darauf, dass in Deutschland zudem AstraZeneca seinen Impfstoff bisher nicht produziere, sondern das Vakzin nur abgefüllt werde. Spahn betonte, dass er aber auf jeden Fall ein europäisches Vorgehen und keinen nationalen Alleingang anstreben würde. Die eingeführten Exportkontrollen sollten vor allem Transparenz schaffen, wohin die in der EU produzierten Impfstoff-Mengen gingen, betonte Spahn.

    Hintergrund sind Zweifel, ob AstraZeneca seine Zusagen für die Liefermengen an die EU im zweiten Quartal einhalten kann. Die Bundesregierung hatte allerdings zuvor bereits betont, dass sie keinen Grund habe, an den für Deutschland zugesagten Mengen zu zweifeln.

    10.40 Uhr: Steinmeier - Werden Corona-Pandemie besiegen

    Vor einem Treffen mit einigen Angehörigen von Verstorbenen in seinem Amtssitz in Berlin sagt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: "Inzwischen deutlich mehr als 70.000 - so viele Menschen in unserem Land sind Corona bereits zum Opfer gefallen. Und viele andere sind in dieser Zeit der Pandemie einen einsamen Tod gestorben." Das Staatsoberhaupt fügt hinzu: "Ja, es gibt Hoffnung, dass wir diese Pandemie besiegen werden, dank der Impfstoffe, die zur Verfügung stehen und die mehr und mehr zur Verfügung stehen werden. Aber 70.000, das ist und bleibt eine erschütternde, eine verstörende Dimension. Und noch immer sterben Tag für Tag Hunderte Menschen an den Covid-19-Infektionen."

    10.25 Uhr: Chinesischer Impfstoff gegen Mutation möglicherweise zu schwach

    Der Impfstoff Coronavac des chinesischen Herstellers Sinovac könnte einer Studie zufolge gegen die neu in Brasilien entdeckte Virusvariante zu schwach sein. Untersuchungen des Blutplasmas von acht mit dem Wirkstoff geimpften Patienten hätten gezeigt, dass das Vakzin es nicht geschafft habe, die neue Virus-Variante effektiv zu neutralisieren, heißt es in einer vorab veröffentlichten Studie der Universität von Sao Paulo und der Washington University School of Medicine sowie anderer Institutionen. Coronavac wird unter anderem bereits bei Massenimpfungen in China, Brasilien, Indonesien und der Türkei eingesetzt.

    09.30 Uhr: RKI-Präsident warnt vor britischer Variante - Wird bald dominant sein

    Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, warnt vor den Folgen einer Ausbreitung der Virus-Mutation B117. Es sei absehbar, dass diese britische Variante des Coronavirus bald die vorherrschende in Deutschland sei, sagt Wieler in Berlin. "Und dann wird es noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten." Die jüngsten Zahlen seien zwar auch positiv: So gehe die Inzidenz in der Altersgruppe über 80 Jahre wegen der Impfungen zurück. Auch die Zahl der Intensivpatienten und der Toten sei rückläufig. Es gebe aber nach wie vor noch zu viel Tote. Und die Inzidenz bei den unter 80-Jährigen steige wieder an, sagt Wieler.

    09:25 Uhr: Frankreich warnt vor Einsatz von Sputnik V in der EU vor Zulassung

    Frankreich warnt die EU-Länder davor, die Impfstoffe aus China und Russland bereits vor einer Genehmigung durch europäische Behörden einzusetzen. Ein solcher Einsatz wäre mit Blick auf die Solidarität der Staatengemeinschaft und der Gesundheitsrisiken ein Problem, sagt Frankreichs Europa-Minister Clement Beaune dem RTL Radio. In Ungarn, der Slowakei und Tschechien ist der russische Impfstoff Sputnik V bereits zugelassen oder steht vor der Zulassung. Die EU-Arzneibehörde EMA hatte am Donnerstag erklärt, sie starte mit einer fortlaufenden Daten-Prüfung von Sputnik V. Dies kann eine spätere EU-weite Zulassung beschleunigen.

    09.15 Uhr: Spahn - Bereits jetzt genug Schnelltests verfügbar

    Gesundheitsminister Jens Spahn hat betont, dass bereits jetzt genug Corona-Schnelltests für ein verstärktes Testen auf dem Markt seien. Hersteller hätten versichert, dass Millionen Tests auf Lager seien, sagt der CDU-Politiker. Er sei zuversichtlich, dass die Länder ab kommender Woche das Angebot eines kostenlosen Tests pro Woche umsetzten. Ab kommender Woche seien auch genug Selbst-Schnelltests verfügbar, hätten Hersteller versichert.

    Spahn betonte auch den Spagat, den die Politik derzeit zu leisten habe. Mit Blick auf den Gesundheitsschutz gingen die jetzt beschlossenen Lockerungen "an die Grenzen dessen, was verantwortbar ist", sagt Spahn in Berlin. Andererseits wäre es auch nicht zu verantworten gewesen, nach Monaten des Lockdowns jetzt keine Öffnungsschritte zu beschließen.

    08.45 Uhr: Corona-Krise drückt Stromerzeugung 2020 um fast sechs Prozent

    2020 wurde 5,9 Prozent weniger Strom erzeugt als 2019, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Dies sei zumindest teilweise auf den niedrigeren Bedarf infolge des Lockdowns im Frühjahr zurückzuführen. Die Windkraft löste 2020 die Kohle als wichtigsten Energieträger ab.

    Der Anteil der Windkraft am Energiemix lag bei 25,6 Prozent, damit war erstmals ein erneuerbarer Energieträger auf Platz 1. Insgesamt erreichten die Alternativen den Rekordanteil von 47 Prozent, nach 42,3 Prozent im Jahr 2019.

    Der starke Rückgang der Stromeinspeisung aus Kohlekraftwerken hängt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes teilweise mit dem geringeren Strombedarf im Frühjahr zusammen: Er konnte zu einem großen Teil aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Viele konventionelle Kohlekraftwerke seien im Lockdown zurückgefahren worden.

    08.10 Uhr: Affen in US-Zoo gegen Corona geimpft

    Im Zoo von San Diego in Kalifornien sind neun große Affen gegen das Coronavirus geimpft worden. Nach Angaben der Zooleitung wurde damit auf den Ausbruch des Virus in einer Gruppe von Flachlandgorillas reagiert. Vier Orang-Utans und fünf Bonobos hätten ihre Dosen im Januar und Februar erhalten, drei Bonobos und ein Gorilla sollen noch geimpft werden. Die Impfungen seien experimentell.

    Im Safaripark des Zoos war das Coronavirus im Januar bei acht Westlichen Flachlandgorillas entdeckt worden. Sie hatten sich vermutlich bei einem Tierpfleger angesteckt, der positiv auf das Virus getestet worden war.

    8.00 Uhr: Wirte und Hoteliers bewerten Bund-Länder-Beschlüsse als mangelhaft

    Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, bewertet die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse mit Blick auf ihre Branche als "mangelhaft". Bei den Mitgliedern ihres Verbandes nähmen die Enttäuschung, die Wut und die Verzweiflung "ohne Ende" zu, sagt sie im Deutschlandfunk. "Wir haben einfach nicht den Eindruck, dass die Politik alles dafür tut, dass wirklich unsere Branche keinen Tag länger als notwendig geschlossen bleiben muss. Und das, was wir im Moment erleben, ist einfach, ja, desaströs." Für Restaurants und Hotels sei noch überhaupt kein Öffnungsszenario da. Es seien keine Kriterien definiert worden, "wann wir unter welchen Voraussetzungen öffnen dürfen". Lediglich die Außengastronomie dürfe unter Auflagen am 22. März öffnen.

    7.30 Uhr: USA melden 1.884 weitere Tote und über 67.700 Neuinfektionen

    In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mindestens 67.751 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Zählung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurden damit mehr als 28,93 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Mindestens 1.884 weitere Menschen starben mit oder an dem Virus. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt damit auf 521.403. Die USA weisen weltweit die höchsten absoluten Infektions- und Todeszahlen auf.

    7.10 Uhr: New Yorker Behörden reduzierten Angaben über Corona-Tote

    Auf Intervention engster Mitarbeiter des New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo sind Berichten zufolge Angaben über die Zahl der Corona-Sterbefälle bei Pflegeheim-Bewohnern des Staats verändert worden. Im ursprünglichen, im Juli erstellten Bericht waren laut den US-Zeitungen "Wall Street Journal" und "New York Times"mehr als 9.200 Todesfälle mit dem Virus ausgewiesen worden. Cuomos Mitarbeiter hätten aber darauf bestanden, dass Pflegeheimbewohner, die in Krankenhäusern gestorben seien, nicht mitgezählt wurden. So sei die offizielle Zahl von 6.432 Corona-Toten entstanden.

    06.15 Uhr: Mehr als 10.500 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.580 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 264 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Freitag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9.997 Neuinfektionen und 394 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 65,4 - und damit etwas höher als am Vortag (64,7). Vor vier Wochen, am 5. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 79,9 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

    Der Höchststand von 1.244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3.500 Nachmeldungen.

    02.07 Uhr: WHO lehnt Impfpässe ab

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. "Wir verstehen, dass Regierungen mit der politischen Realität konfrontiert sind. Trotzdem gibt es ernste Bedenken", sagt Europas WHO-Regionaldirektor Hans Kluge der Zeitung "Die Welt". Laut Kluge sei die für den Sommer angekündigte Einführung vermutlich unvermeidlich, aber keine Empfehlung der WHO. Es sei unsicher, wie lang eine Immunität anhält. Auch könne ein Impfstoff nicht unbedingt die Ansteckung anderer Menschen verhindern, so der WHO-Regionaldirektor. Seiner Ansicht nach ist die Corona-Pandemie in rund zehn Monaten zu Ende. Das würde nicht bedeuten, dass das Virus dann weg sei, aber es bräuchte wahrscheinlich keine störenden Interventionen mehr, so Kluge.

    01.45 Uhr: Konzertveranstalter beklagen fehlende Perspektive

    Die Konzert- und Veranstaltungswirtschaft beklagt nach den Beschlüssen von Bund und Ländern eine fehlende Perspektive. "Es ist völlig inakzeptabel, dass ein weiteres Mal versäumt wurde, den Veranstaltern eine Perspektive zu geben, unter welchen Bedingungen Veranstaltungen wieder stattfinden dürfen", sagt Jens Michow, geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mit der Durchführung von Schnelltests oder einem Impfausweis sowie einer Kontaktnachverfolgung wären Spielstätten so infektionssicher wie jedes Kaufhaus, so der BDKV-Präsident.

    Donnerstag, der 4. März 2021

    21.00 Uhr: Eltern-Protest in Bad Reichenhall gegen Schulschließungen

    Rund 200 Eltern aus dem Landkreis Berchtesgadener Land haben am Abend auf dem Rathausplatz in Bad Reichenhall gegen die erneuten Schulschließungen protestiert. Nach nur rund einer Woche Präsenzunterricht im Berchtesgadener Land, mussten die Schulen und Kindergärten am Mittwoch wieder schließen. Auf der Versammlung trat auch Oberbürgermeister Christoph Lung als Redner auf. Anfang der Woche hatte schon Landrat Bernhard Kern in einem Brief an den bayerischen Gesundheitsminister Pläne gefordert, um Schulschließungen zu verhindern. Es brauche angepasste Lösungen für Grenzlandkreise, wo viel getestet werde, schrieb er.

    20.00 Uhr: München plant Wiedereröffnung von Museen und Tierpark

    Die Stadt München bereitet sich auf die Wiedereröffnung ihrer Museen und des Tierparks Hellabrunn ab Montag vor. Dabei geht sie vom Szenario "Inzidenzwert 50 - 100" aus. Das bedeutet, dass Besucher nur nach Terminvergabe kommen können. Dieses Vorgehen hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse beschlossen. Aktuell liegt die Münchner 7-Tages-Inzidenz zwar bei 45,6, allerdings ist der Wert zuletzt kontinuierlich gestiegen. Die aktuellen Beschlüsse fordern für die Lockerungen der Corona-Regeln eine "stabile" Inzidenz. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat bemängelt, dass der Begriff "stabil" nicht näher definiert worden sei. Das müsse der Freistaat in seiner neuen Corona-Verordnung nun schnell konkret festlegen.

    18.00 Uhr: Deutsche sehen Corona-Maßnahmen immer kritischer

    30 Prozent der Bundesbürger halten die bestehenden Anti-Corona-Maßnahmen für zu weitgehend. Das zeigt neue ARD-DeutschlandTrend. Anfang Februar waren es 22, Mitte Februar 27 Prozent. Nach der repräsentativen Umfrage von infratest dimap halten 47 Prozent der Deutschen die Einschränkungen für angemessen, 20 Prozent unterstützten eine Verschärfung des Lockdowns. Die Befragung fand am Montag und Dienstag statt, also noch vor den jüngsten Bund-Länder-Beratungen.

    17.45 Uhr: Vorerst kein Covid-Ausbruch mehr im Klinikum Bayreuth

    Im Klinikum Bayreuth hat sich seit zwei Wochen niemand mehr mit Corona infiziert. Der letzte Ausbruch sei beendet, teilte das Klinikum heute mit. Wochenlang hatte das Krankenhaus mit dem Ausbruch des mutierten Virus aus Großbritannien zu kämpfen gehabt. Mitarbeitende waren in Pendlerquarantäne und mussten sich engmaschig testen lassen. Noch immer würden 54 Covid-Patienten behandelt. "Es heißt aber, dass der Schutz vor einer Ansteckung in unseren Betriebsstätten auf sehr hohem Niveau ist", so Geschäftsführer Hans-Rudolf Raab.

    17.35 Uhr: Nockherberg-Fastenpredigt im leeren Saal

    Coronabedingt im leeren Festsaal wird es am Freitag (20.15 Uhr) die traditionelle Fastenpredigt zum Starkbieranstich auf dem Nockherberg geben. Der Kabarettist Maximilian Schafroth liest in der live vom Bayerischen Fernsehen übertragenen Rede den Politikern die Leviten. Einige werden trotz der besonderen Situation auch dieses Jahr im Blick der Kameras sein: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und sein nordrhein-westfälischer Amtskollege, CDU-Chef Armin Laschet, werden online zugeschaltet und sollen die ganze Zeit live zu sehen sein, wie Paulanerchef Andreas Steinfatt versprach. Auch Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sowie Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wollen teilnehmen. Darben werden die Politiker nicht, während sie Spott und Parodie ertragen müssen. Sie bekamen vorab Päckchen mit Bier und Brotzeit. Das Singspiel nach der Fastenpredigt entfällt wegen der Pandemie.

    17.20 Uhr: Steigende Corona-Zahlen in Bulgarien

    In Bulgarien steigen die Corona-Zahlen - doch die Anfang März wieder geöffneten Lokale dürfen weiter Kunden empfangen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in 14 Tagen liegt nach Angaben des Krisenstabs vom Donnerstag derzeit bei 285. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Wert der EU-Behörde ECDC zufolge derzeit bei 130. Statt landesweiten Einschränkungen würden nun lokale Corona-Maßnahmen für die am stärksten getroffenen Regionen erwägt, sagte Gesundheitsminister Kostadin Angelow am Donnerstag. "Die (Corona-)Lage im Land ist offensichtlich auf die Zirkulation der neuen Virusvariante zurückzuführen - der sogenannten britischen Variante", erklärte Angelow. In dem EU-Land haben Cafés und Restaurants seit Montag unter Auflagen wieder geöffnet. Zuvor wurden schon Schulen und Kitas sowie Einkaufzentren, Fitnessstudios und Tanzclubs wieder geöffnet.

    17.05 Uhr: Armut in Italien hat durch Corona-Krise deutlich zugenommen

    Wegen der Corona-Pandemie sind in Italien im vergangenen Jahr eine Million Menschen unter die Armutsgrenze gerutscht. Wie eine Erhebung der italienischen Statistikbehörde Istat am Donnerstag zeigte, ist die Anzahl der Armen in Italien auf 5,6 Millionen gestiegen. Das entspricht 9,4 Prozent der italienischen Bevölkerung und ist der höchste Wert, der in den vergangenen 15 Jahren verzeichnet wurde. Im Jahr 2019 lag der prozentuale Anteil an armen Menschen in Italien noch bei 7,7 Prozent und zu Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 bei nur drei Prozent. Eine besonders starke Zunahme an Armut wurde der Statistik zufolge im reichen Norden festgestellt. Dort stieg die Armutsquote auf 9,4 Prozent, verglichen mit 6,8 Prozent im Jahr 2019. Während die Armut besonders im Norden zunahm, bleibt der Anteil der armen Menschen im Süden mit 11,1 Prozent weiter am höchsten. Er hat im Vergleich zu 2019 (10,1 Prozent) jedoch nur geringfügig zugenommen. Große Familien sind der Erhebung zufolge besonders von Armut gefährdet. Die absolute Armutsgrenze in Italien unterschiedet sich von Region zu Region. Sie reicht laut Istat von rund 840 Euro pro Monat für eine alleinstehende Person in einem nördlichen Ballungsgebiet bis hin zu knapp 570 Euro pro Monat in einer kleinen Gemeinde im Süden Italiens.

    16.45 Uhr: Hochschulgesetz soll wegen Corona-Einschränkungen geändert werden

    Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) möchte möglichst schnell das Hochschulgesetz ändern. Die individuelle Regelstudienzeit soll verlängert werden, um Studenten in Punkto Prüfungen zu entlasten, aber auch, damit ihnen im BaföG-Bereich keine Nachteile entstehen, so Sibler. Ein weiteres Ziel der geplanten Gesetzesänderung liegt im Personalbereich; so könnten die Dienstverhältnisse von akademische Räten und Juniorprofessoren ein Jahr länger als die bisherige Höchstzeit betragen. Die Änderung des Hochschulgesetzes soll rückwirkend für das Wintersemester 2020/21 gelten sowie für das kommende Sommersemester 2021. Grund ist die Corona-Krise, die in den beiden letzten Semestern Präsenz-Veranstaltungen stark einschränkte.

    16.30 Uhr: Regensburger Corona-Modellstudie "WICOVIR" startet an Schulen

    Ein Regensburger Modell, um Corona in großen Menschengruppen schnell zu identifizieren, soll Schulen eine Öffnungsperspektive bieten. Leiter der WICOVIR-Studie, die nun in Schulen in Erlangen, Nürnberg, Passau und Regensburg startet, ist der Regensburger Mediziner Michael Kabesch. Das teilte das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder am Donnerstag in Regensburg mit. Dort ist Kabesch ärztlicher Direktor der Klinik Sankt Hedwig. Das Gesundheitsministerium habe bereits zugesagt, den Modellversuch finanziell zu unterstützen.

    16.20 Uhr: Münchens OB Reiter beschreibt neue Coronaregeln als "sehr diffizil"

    Als "sehr komplex, sehr diffizil" empfindet der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die Lockerungen der Corona-Regeln, wie sie beim Bund-Länder-Gipfel beschlossen wurden: "Jetzt gibt es sogar drei Inzidenzstufen, die jeweils andere Regelungen auslösen." Er hofft nun, dass "zumindest in der Verordnung des Freistaats Bayern für die Verwaltung vollziehbare und für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbare und praxistaugliche Regelungen getroffen werden". So müsse zum Beispiel geklärt werden, wie der Begriff "stabil" im Hinblick auf Inzidenzwerte zu interpretieren sei. Für die nächste Ministerpräsidentenkonferenz mit der Kanzlerin Ende März mahnt der OB konkrete Schritte für eine bundesweite Test-Strategie und deren Finanzierung an.

    16.10 Uhr: Erstmals Export von Astrazeneca-Impfstoff aus der EU gestoppt

    Erstmals ist die Ausfuhr von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union in einen Drittstaat gestoppt worden. Italien verhinderte die Lieferung von 250.000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca an Australien, wie EU-Kreise am Donnerstag bestätigten. Zuerst hatte die "Financial Times" darüber berichtet. Grundlage ist ein Ende Januar eingeführtes System zur Exportkontrolle. Danach müssen Pharmakonzerne, die Lieferverpflichtungen für die EU haben, Ausfuhrgenehmigungen für in der EU produzierte Impfstoffe beantragen. Wenn Hersteller die EU bei Liefermengen unrechtmäßig benachteiligen, könnten Genehmigungen verweigert werden. Astrazeneca hatte die vertraglich zugesagte Liefermenge an die EU im ersten Quartal drastisch gesenkt und damit für großen Unmut gesorgt.

    15.55 Uhr: Karlsbader Filmfestival wegen Corona auf Ende August verschoben

    Das Internationale Filmfestival im tschechischen Karlsbad (Karlovy Vary) ist wegen der Corona-Pandemie von Anfang Juli auf Ende August verschoben worden. Es soll nun vom 20. bis 28. August stattfinden, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten. Im vorigen Jahr war das Festival - eines der ältesten weltweit - ganz abgesagt worden. Es bringt immer wieder zahlreiche Hollywood-Stars in den westböhmischen Kurort und ist bekannt für seine ungezwungene Atmosphäre. "Wir hoffen, dass es im Laufe der nächsten Monate zu einer deutlichen Ausweitung der Impfkampagne kommt und damit die Pandemie beherrscht werden kann", sagte Festivalpräsident Jiri Bartoska. Mit der Entscheidung wird zudem ein Terminkonflikt mit dem Filmfestival in Cannes verhindert. Das Star-Schaulaufen an der französischen Mittelmeerküste wurde für dieses Jahr auf Anfang Juli verschoben - den traditionellen Termin der Karlsbader Filmfestspiele.

    15.45 Uhr: Scholz deutet Nachtragshaushalt für 2021 an

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz deutet in einem Bloomberg-Interview einen Nachtragshaushalt für 2021 an: "Wir werden Extra-Maßnahmen ergreifen, das ist wahr, und wir sind dazu in der Lage", sagt der SPD-Kanzlerkandidat auf die Frage nach einer noch höheren Verschuldung. In der SPD wurde zuletzt bereits erwartet, dass die bisher für 2021 geplante Neuverschuldung von 180 Milliarden Euro nicht ausreichen wird.

    15.35 Uhr: Erste Hausärzte impfen im Landkreis Hof

    Stadt und Landkreis Hof wollen durch Pilotprojekte die Hausärzte der Region möglichst schnell in das Impfen einbinden. Zwei Hausärzte haben laut Mitteilung des Landratsamts bereits gestern (Mittwoch, 03.03.21) mit dem Impfen begonnen. Die Gemeinde Geroldsgrün (Lkr. Hof) hatte die Turnhalle der örtlichen Grundschule zur Verfügung gestellt, an dem Tag haben zwei örtliche Hausarztpraxen dort insgesamt 72 Personen geimpft. Es handelte sich um über 80-Jährige, die damit der ersten Prioritätsstufe angehören. Der Geroldgrüner Arzt Wolfgang Gollerc betont in der Mitteilung des Landratsamts: "Uns Hausärzten ist die Vorgeschichte unserer Patienten vertraut. Deshalb können wir sie optimal beraten und ihnen bei Fragen zur Seite stehen."

    15.25 Uhr: 24-Stunden-Klassiker von Le Mans verschoben - Zuschauer im August geplant

    In der Hoffnung auf Zuschauer haben die Verantwortlichen die legendären 24 Stunden von Le Mans um über zwei Monate auf den 21./22. August verschoben. Der Langstreckenklassiker war eigentlich für den 12./13. Juni geplant gewesen. In einer Mitteilung am Donnerstag erklärte Präsident Pierre Fillon vom veranstaltenden Automobilclub: "Auch wenn es eine schwere Entscheidung war, ist es die richtige. Zum zweiten Mal nacheinander die 24 Stunden von Le Mans hinter verschlossenen Toren abzuhalten, wäre undenkbar." Man würde daher alles unternehmen, um genau das zu verhindern, betonte Fillon. Unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen angesichts der Corona-Pandemie wollen die Verantwortlichen zumindest die Chance auf eine Zuschauerrückkehr durch den späteren Termin der 89. Auflage wahren. Ende April sollen dann auch Informationen zu den Eintrittskarten veröffentlicht werden. Den Langstreckenklassiker an der Sarthe besuchen unter Normalbedingungen jährlich rund 260.000 Zuschauer. Auch deshalb gilt der Event, auch wenn er unter Corona-Maßnahmen mit reduzierter Besucherzahl stattfinden kann, als bedeutende Testveranstaltung für andere Großevents in Frankreich.

    15.10 Uhr: Ungarn verschärft Corona-Lockdown wegen stark steigender Zahl an Neuinfektionen

    Angesichts der stark steigenden Anzahl der Infektionen mit dem Coronavirus verschärft Ungarn die Maßnahmen, die die Ausbreitung der Pandemie bremsen sollen. Ab kommendem Montag muss der gesamte Handel außer Lebensmittelgeschäften, Apotheken, Drogerien und Tankstellen für mindestens zwei Wochen zusperren. Das erklärte Kanzleramtsminister Gergely Gulyas am Donnerstag in einer Online-Pressekonferenz. Auch alle Dienstleister müssen für zwei Wochen den Betrieb einstellen. Die Unterstufen der Schulen und die Kindergärten schließen ab Montag bis zum Ende der Osterferien am 7. April. Schon seit letztem November gelten in Ungarn durchgängig Corona-Beschränkungen. So sind die Gaststätten geschlossen, ebenso die Universitäten und die Oberstufen der Schulen. Darüber hinaus gilt eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 20.00 und 05.00 Uhr früh. Touristische Reisen über die Landesgrenzen hinweg sind nicht möglich.

    15.05 Uhr: Wirtschaft enttäuscht über Öffnungsstrategie

    In der bayerischen Wirtschaft überwiegt die Enttäuschung über die beschlossene Öffnungsstrategie in der Corona-Krise. Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) sah am Donnerstag "wenig Licht und viel Schatten". Viele Fragen seien ungeklärt, sagte Präsident Eberhard Sasse. "Da sich die Öffnungen an den ständig schwankenden Inzidenzwerten orientieren, sind viele Unternehmen nach wie vor ratlos und frustriert." Der Landesgeschäftsführer des Hotel und Gaststättenverbands Dehoga, Thomas Geppert, sagte, die Beschlüsse seien "enttäuschend und nicht nachvollziehbar. Kontaktbeschränkungen im Privaten zu lockern und zeitgleich geschützte Bereiche geschlossen zu halten, halten wir angesichts der Erfahrungen der letzten Monate für fahrlässig." Der Präsident des Handelsverbands Bayern, Ernst Läuger, nannte die Beschlüsse "eine Katastrophe für den Handel. Faktisch wird der Lockdown trotz aller theoretischen Öffnungsperspektiven bis Ende März verlängert." Dies koste die geschlossenen Händler 1,6 Milliarden Euro an Umsatz. "Das können wir nicht mehr verkraften." Der Verband befürchtet eine Pleitewelle. 8.000 Betriebe seien bedroht, 25.000 Jobs stünden auf der Kippe.

    14.50 Uhr: Zusätzliche Milliarde für Kulturhilfen des Bundes in Pandemie

    Die Kulturhilfen der Bundesregierung in der Corona-Pandemie sollen um eine Milliarde Euro aufgestockt werden. "Mit den zusätzlichen Mitteln bauen wir möglichst viele der bereits erfolgreichen Förderlinien nun weiter aus, um dem zusätzlichen Bedarf durch den zweiten Lockdown gerecht zu werden. Gleichzeitig wird es neue Programme geben, mit denen wir bisherige Förderlücken schließen", kommentierte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Donnerstag den Beschluss des Haushaltsausschusses vom Mittwochabend.Insgesamt stellt der Bund damit zwei Milliarden Euro an Corona-Hilfen für den Kulturbereich zur Verfügung. Künftig soll ein Schwerpunkt auf Hilfen für einzelne Künstler liegen. Das Programm "Neustart Kultur" besteht den Angaben zufolge derzeit aus rund 60 Teilprogrammen für verschiedene Sparten oder spartenübergreifende Digitalprogramme, die in enger Abstimmung mit Kulturverbänden und Kulturfonds entwickelt wurden. Spartenübergreifend fördert der Bund zudem in Kultureinrichtungen pandemiebedingte Investitionen. Zum Jahresende seien bereits 900 Millionen der ersten Milliarde belegt gewesen.

    14.40 Uhr: Zahl der Arbeitslosenanträge in den USA steigt

    Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist wieder angestiegen. Insgesamt stellten vergangene Woche 745.000 Amerikaner einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. In den sieben Tagen zuvor waren es revidiert 736.000. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für vorige Woche mit einem Anstieg auf 750.000 Anträge gerechnet. In der Corona-Pandemie gingen in den USA bislang unter dem Strich an die zehn Millionen Jobs verloren. US-Notenbankchef Jerome Powell dürfte dieses Thema auf einer Online-Veranstaltung des "Wall Street Journal" zum Arbeitsmarkt am Abend (18.05 Uhr MEZ) anschneiden. Laut Fed hat sich die Geschäftsaktivität in den vergangenen Wochen weiter moderat belebt. Aus den meisten Bezirken sei zwar ein Zuwachs bei der Beschäftigung gemeldet worden. Der Jobaufbau vollziehe sich jedoch langsam.

    14.35 Uhr: Staatlicher Einfluss auf Wirtschaft darf nicht zu stark sein

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagt bei einer Veranstaltung des Kartellamts, der Staat sei nie ein guter Unternehmer. Er müsse sich deswegen so stark wie möglich zurückhalten. In der Corona-Krise ist der staatliche Einfluss auf die Wirtschaft deutlich gestiegen. Altmaier sagt, es gehe darum, die Substanz der Wirtschaft zu erhalten. Die allermeisten Hilfen für Unternehmen seien aber nicht mit der Übernahme von Aktien einhergegangen.

    14.25 Uhr: Großteil Deutschlands unter 100er Schwelle

    Etwa sieben von acht Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland liegen zurzeit unter der für weitere Lockerungen relevanten Schwelle von maximal 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche. In rund 350 von etwas mehr als 400 erfassten Kreisen lag die sogenannte Inzidenz unter 100, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts von Donnerstagmorgen hervorgeht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten am Mittwoch beschlossen, dass ab einer Inzidenz von 100 in einem Land oder einer Region etwa Einzelhandel oder Museen Termine zum Einkauf oder Besuch vergeben könnten. Für gut 150 Kreise und kreisfreie Städte gab das RKI am Donnerstag eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50 an, rund 50 Kreise lagen sogar unter der Schwelle von 35. Den Beschlüssen zufolge sollen ab 50 weitergehende Lockerungen in Kraft treten. Ab Montag könnten in den jeweiligen Ländern oder Regionen demnach Einzelhandel oder Museen ohne Terminvergabe, aber mit Auflagen, öffnen. Bleibt die Inzidenz stabil unter 50, könnten zwei Wochen später auch Außengastronomie oder Theater ohne vorherige Terminvergabe Gäste empfangen. Und nach weiteren 14 Tagen sind generell auch Freizeitveranstaltungen mit bis zu 50 Menschen an frischer Luft möglich.

    14.20 Uhr: Curevac produziert künftig auch mit Partner Novartis Impfstoff

    Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac holt sich mit Novartis den nächsten Partner an Bord. Der Schweizer Konzern werde in die Produktion des Impfstoffkandidaten CVnCoV einsteigen, teilte Curevac am Donnerstag mit. Die Vorbereitungen für den Produktionsstart, für den Technologietransfer und die Testläufe hätten schon begonnen. Novartis wolle bis zu 50 Millionen Dosen bis Ende 2021 und bis zu rund 200 Millionen Dosen im Jahr 2022 herstellen. Der Beginn der Auslieferungen vom Produktionsstandort in Kundl in Österreich erfolge voraussichtlich ab Sommer 2021. "Gemeinsam mit unserem neuen Partner können wir unsere Produktionskapazitäten deutlich erhöhen und unser Fertigungsnetzwerk auf eine noch breitere Basis stellen", sagte Curevac-Vorstand Florian von der Mülbe. Curevac hatte im Herbst 2020 damit begonnen, ein europäisches Netzwerk zur Impfstoff-Herstellung mit mehreren Dienstleistungspartnern aufzubauen. Bislang hat Curevac Vereinbarungen mit Bayer, Fareva, Wacker, Rentschler und anderen geschlossen. Die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA hatte das schnelle Prüfverfahren für den Curevac-Impfstoff Mitte Februar gestartet. Die Entscheidung beruht auf den vorläufigen Ergebnissen von Labortests und klinischen Studien. Daraus wird laut der EMA deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anregt.

    14.10 Uhr: Dritte Corona-Welle laut Söder am Rollen

    Beim Kampf gegen die Corona-Pandemie ist nach Auffassung von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) die zweite Welle besiegt. Es rolle aber die dritte Welle, mit der britischen Virus-Variante, sagte Söder am Donnerstag nach einer Sitzung seines Kabinetts in München. Es müsse gesehen werden, wie kontrollierbar dies sein werde. Bayern habe von zehn deutschen Corona-Hotspots nach wie vor fünf, sagte Söder. Etwa im Landkreis Cham sei bei 78 Prozent der positiven Test bereits die britische Virusvariante festgestellt worden. Söder verteidigte die Öffnungsschritte der Ministerpräsidentenkonferenz. Es handele sich nicht um einen Paradigmenwechsel, die Zahl der Neuinfektionen sei nach wie vor die Richtschnur. Es sei bewusst eine Notbremse eingezogen worden.

    14.05 Uhr: Linken-Chefin ohne Verständnis für Lockerungsmaßnahmen

    Die neue Linke-Bundeschefin und hessische Fraktionsvorsitzende Janine Wissler hält die Richtung der neuen Corona-Beschlüsse für falsch. Inzidenzwerte dürften nicht nach Interessenslage angepasst werden, mahnte Wissler am Donnerstag in Wiesbaden. Die bei der Bund-Länder-Schalte vereinbarte "Notbremse" sei mit der 100er-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen viel zu hoch. Die einzelnen geplanten Öffnungsschritte seien weder nachvollziehbar noch kontrollierbar, kritisierte die Linke-Politikerin. Sie wiesen in Richtung dritter Welle und erneute harte Corona-Beschränkungen. "Das ist das Ergebnis, wenn Interessen vor wissenschaftlicher Erkenntnis gehen." Um eine negative Entwicklung zu verhindern, müsse nun endlich das Impfen entschieden beschleunigt und das Testsystem deutlich ausgeweitet werden.

    13.55 Uhr: DFB-Chef Keller ernüchtert über Lockerungsmaßnahmen

    DFB-Präsident Fritz Keller hat den Beschluss von Bund und Ländern für erste Lockerungen im deutschen Sport als ersten Schritt bewertet. "Leider ist das Fußballspielen immer noch nur stark eingeschränkt möglich. Ich hätte mir mutigere Öffnungsschritte gewünscht, da beim Fußball nachweislich nur sehr kurze Kontaktzeiten auftreten und gemäß wissenschaftlicher Untersuchungen ein äußerst geringes Infektionsrisiko besteht", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bunds am Donnerstag in einer Mitteilung. Keller mahnte nun "klare, umsetzbare Regelungen" an. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs hatten am Mittwochabend nach zähem Ringen verschiedene Schritte der Öffnung auch für den Sport beschlossen. Abhängig von regionalen Corona-Inzidenzwerten können die Bundesländer demnach ab dem 8. März als erste Maßnahme kontaktfreien Sport unter freiem Himmel in kleinen Gruppen mit maximal zehn Personen vorsehen. Der Besuch von Fitnessstudios und Amateurspiele im Fußball oder Hallensportarten sind beispielsweise aber erst später möglich. Dabei ist es auch bei höheren Inzidenzen möglich, Kontaktsport mit tagesaktuellem negativem Schnell- oder Selbsttest zu betreiben. Wie die Beschlüsse konkret umgesetzt werden, ist Sache der Länder.

    13.40 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Europa nimmt wieder stark zu

    Nach einem Rückgang der Corona-Fallzahlen in Europa in den vergangenen sechs Wochen meldet die Weltgesundheitsorganisation eine beunruhigende Trendwende. Die Zahl der Neuinfektionen sei vergangene Woche in mehr als der Hälfte der Staaten auf dem Kontinent um neun Prozent gestiegen, gab Hans Kluge, Europa-Chef der WHO, am Donnerstag in Kopenhagen bekannt. Nachgewiesen worden seien mehr als eine Million neue Ansteckungen. Besonders deutlich sei der Anstieg in Mittel- und Osteuropa. Auch einige westeuropäische Länder hätten ebenfalls mehr Fälle gemeldet. Kluge appellierte an die Länder, sich im Kampf gegen Corona wieder auf bewährte und grundlegende Mittel zu besinnen. Dazu gehöre eine erhöhte Wachsamkeit vor Virusvarianten, verbesserte Tests und das Isolieren von Infizierten, verstärkte Maßnahmen gegen eine in den Gesellschaften grassierende "Pandemiemüdigkeit" und eine schnellere Verteilung von Impfstoffen.

    13.30 Uhr: Bayern öffnet am 15. März weiterführende Schulen - außer in Hotspots

    Nach rund einem Vierteljahr Corona-Zwangspause dürfen ab dem 15. März auch alle weiterführenden Schulen in Bayern wieder öffnen - im Wechselunterricht und nur in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Videoschalte des Kabinetts in München mit.

    13.25 Uhr: Covax-Initiative wird Westbalkan eine Million Impfdosen liefern

    Die internationale und von Deutschland maßgeblich mitfinanzierte Covax-Initiative wird den Westbalkan-Staaten bis Mai eine Million Impfdosen liefern. Das kündigt Außenminister Heiko Maas an. 300.000 Dosen davon seien für Serbien vorgesehen.

    13.15 Uhr: Kulturrat begrüßt mögliche Öffnungsszenarien

    Der Deutsche Kulturrat begrüßt die von Bund und Ländern verabredeten Öffnungsvoraussetzungen für Kultureinrichtungen. Das zeige einen ersten Weg für Buchhandlungen, Museen, Galerien, Gedenkstätten, Kinos, Theater sowie Konzert- und Opernhäuser aus dem Lockdown, erklärte Geschäftsführer Olaf Zimmermann am Donnerstag in Berlin. Der Kulturbereich werde mit den Öffnungsmöglichkeiten sehr verantwortlich umgehen. Zugleich bedauerte der Kulturrat-Geschäftsführer, dass für andere Branchen im Kulturbereich wie Konzertveranstalter, Clubs und Amateurmusiker noch keine Beschlüsse gefasst wurden. Sie seien auf das nächste Krisentreffen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin am 22. März vertröstet worden. Bei der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch wurde verabredet, dass in einem ersten Öffnungsschritt von Montag (8. März) an bundesweit Buchhandlungen öffnen dürfen. In Ländern mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern können zudem von Montag an Museen, Galerien und Gedenkstätten wieder öffnen. Liegt der Inzidenzwert über 50, aber unter 100, können Bundesländer den Besuch dieser Einrichtungen unter weiteren Auflagen wie Voranmeldungen erlauben. Kinos, Theater sowie Konzert- und Opernhäuser sollen in einem zweiten Schritt frühestens wieder am 22. März öffnen dürfen. Voraussetzung ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in den kommenden 14 Tagen stabil bei weniger als 50 Neuinfektionen liegt.

    13.10 Uhr: Zwei Corona-Fälle bei Biathlon-Weltcup in Nove Mesto

    Beim Biathlon-Weltcup im tschechischen Nove Mesto sind vor dem Auftakt am Donnerstag zwei Personen aus dem Organisationsteam positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte der Weltverband IBU mit. Kontakt zu Athleten, Trainern oder Betreuern habe es nicht gegeben. Insgesamt führte die IBU in den vergangenen Tagen bereits 600 Tests auf das Virus durch, dazu kamen noch 500 durch das Organisationskomitee.

    13.05 Uhr: Laut Bundesgesundheitsministerium sind ausreichend Corona-Schnelltests auf dem Markt

    Für die geplanten kostenlosen Corona-Schnelltests durch geschultes Personal als Angebot für alle Bürger sind laut Bundesgesundheitsministerium genug Tests auf dem Markt. 150 Millionen Schnelltests lägen nach Herstellerangaben bereits heute auf Halde und könnten direkt geliefert werden, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Länder und Kommunen müssten diese nur abrufen. Teils geschehe das schon, etwa für Pflegeheime. Der Bund habe mindestens 800 Millionen Schnelltests über nationale und europäische Rahmenvereinbarungen für dieses Jahr für Deutschland gesichert. Das tatsächliche Marktangebot werde dieses Kontingent bei weitem übertreffen. Bei Selbsttests für zu Hause, von denen erste Produkte zugelassen worden sind, habe der Bund mehr als 200 Millionen Stück gesichert. Mit weiteren Herstellern liefen Gespräche. Erste Selbsttests werden zudem nach Herstellerangaben ab nächster Woche in Apotheken, im Einzelhandel und in einigen Discountern zu kaufen sein. Mit einer am Mittwoch von Bund und Ländern beschlossenen "Taskforce Testlogistik" solle der Bund den Ländern helfen, Test-Bestellungen zu optimieren. Eine mögliche Option sei, eine Bestellplattform zu schaffen, damit Schulen und Kitas die Schnelltests einfacher abrufen können.

    12.55 Uhr: Ifo-Chef für Verkürzung der Sommerferien

    Ifo-Präsident Clemens Fuest spricht sich angesichts des teils seit Monaten brachliegenden Schulunterrichts für eine Verkürzung der Sommerferien aus. "Jetzt ist der Moment gekommen, ernsthaft darüber nachzudenken", sagt Fuest mit Blick auf den versäumten Unterrichtsstoff. Der anhaltende Ausfall des Schulunterrichts habe massive, messbare Auswirkungen auf Lebenszeiteinkommen. Diese seien weit höher als der kurzfristige Ausfall an Wertschöpfung, die bei drei Milliarden Euro pro Woche liege. Es bestehe die Gefahr, dass die Kluft zwischen Gut- und Schlechtausgebildeten sich noch vertiefen werde. "Das werden wir gar nicht ausgleichen können." Notwendig seien besonders Programme für Kinder aus bildungsfernen Haushalten.

    12.50 Uhr: EU will Genehmigungspflicht für Corona-Impfstoff-Export verlängern

    Die Europäische Union will Insidern zufolge die Genehmigungspflicht für einen Export von Corona-Impfstoffen bis Ende Juni verlängern. Ein solcher Vorschlag der EU-Kommission für eine Ausweitung der Ende März auslaufenden Regelung für mehr Transparenz bei der Impfstoff-Ausfuhr sei von den Mitgliedsstaaten bei Beratungen am Mittwoch begrüßt worden, erläutern Diplomaten. Auch Deutschland und Frankreich hätten zugestimmt. Eine Stellungnahme der EU-Kommission lag zunächst nicht vor. Der Mechanismus wurde Ende Januar als Reaktion auf die Ankündigungen von Impfstoff-Herstellern über Lieferverzögerungen eingerichtet. Er soll mehr Klarheit bringen, wohin in der EU produzierter Impfstoff geliefert wird. Hintergrund war vor allem der Lieferstreit mit dem britischen-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca.

    12.30 Uhr: Baden-Württemberg plant weitere Öffnung bei Schulen am 15. März

    Baden-Württemberg geht am 15. März den nächsten Öffnungsschritt bei den Schulen im Land. In den weiterführenden Schulen sollen bis zu den Osterferien zunächst die Klassen 5 und 6 wieder Präsenzunterricht bekommen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen in Stuttgart. Es sollen alle Schülerinnen und Schüler ins Schulgebäude kommen und dort auf mehrere Räume verteilt werden. Nachdem schon die Grundschulen vor knapp zwei Wochen mit Wechselunterricht gestartet waren, sollen diese nun am 15. März in den «eingeschränkten Regelbetrieb» übergehen, das heißt die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt. In Baden-Württemberg sind außerdem die Abschlussklassen teilweise wieder im Präsenzunterricht. Wann es für die Mittelstufe wieder losgeht, soll erst später entschieden werden. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) wollte eigentlich schon am kommenden Montag den nächsten Öffnungsschritt gehen. Doch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte sich skeptisch gezeigt, ob es so schnell gelingen kann, die Wiedereröffnung der Schulen mit genügend Schnelltests bei Schülerinnen und Schülern abzusichern.

    12.20 Uhr: Paris ohne Lockdown am Wochenende

    Der französische Präsident Emmanuel Macron will Insidern zufolge die Wirtschaft so weit offen wie möglich halten und einen Lockdown am Wochenende in der Hauptstadt Paris vermeiden. Aus Regierungskreisen verlautet, Ministerpräsident Jean Castex werde deshalb im Laufe des Tages eine solche strikte Schließung für die Region Pas-de-Calais im Norden verhängen, nicht aber für den Großraum Paris, die Ile-de-France. Im Süden an der Riviera gilt sie bereits. "Wenn wir einen Lockdown am Wochenende in Paris vermeiden können, dann werden wir das versuchen", zitiert ein Insider Macron auf einer Kabinettssitzung. "Jedes gewonnene Wochenende ist wichtig."

    12.10 Uhr: Stuttgart-Stürmer Gonzalez noch bis Sonntag in Quarantäne

    Stürmer Nicolas Gonzalez vom VfB Stuttgart bleibt nach seiner Rückkehr aus Argentinien noch bis Sonntag in häuslicher Quarantäne. Wann genau der Nationalspieler ins Training zurückkehren wird, sei noch nicht klar, sagte Trainer Pellegrino Matarazzo am Donnerstag. Gonzalez müsse erst noch körperlich "durchgetestet" werden. Bislang sei aber "alles nach Plan gelaufen". Gonzalez hatte sich bei der 2:5-Niederlage des VfB bei Bayer Leverkusen in der Fußball-Bundesliga Anfang Februar einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen und sich anschließend zur Behandlung in seine Heimat begeben. Seit dieser Woche ist der 22-Jährige wieder in Stuttgart.

    11.55 Uhr: Thailand will Touristen Quarantäne in Hotelanlagen erlauben

    Thailand will ausländischen Besuchern eine Quarantäne in den Hotelanlagen vor Ort erlauben und damit seinen brachliegenden Tourismus-Sektor wiederbeleben. Geplant sei das Vorhaben ab April oder Mai zunächst in fünf Provinzen, darunter Phuket und Krabi, sagt Tourismusminister Phiphat Ratchakitprakarn. Dort würden Besucher üblicherweise zwischen einem und drei Monaten bleiben. Touristen müssten dort dann zwar für 14 Tage in Quarantäne. Wenn es nach drei Tagen aber einen negativen Corona-Test gebe, dürften sie aus ihren Zimmern und sich in den Hotelanlagen frei bewegen. Die Einnahmen aus dem Tourismus in Thailand waren 2020 um mehr als 80 Prozent auf nur noch knapp elf Milliarden Dollar eingebrochen.

    11.50 Uhr: McDonald's & Co kritisieren - "Keine Perspektive für Branche"

    Die seit November geschlossenen Schnellrestaurants in Deutschland zeigen sich "massiv enttäuscht" von dem Corona-Gipfel. "Das, was jetzt in den Beschlüssen steht, gibt meiner Branche überhaupt keine Perspektive", erklärt Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante vom Bundesverband der Systemgastronomie (BdS), der die Interessen etwa von McDonald's, Burger King, Pizza Hut und Starbucks vertritt. "Erst im vierten Öffnungsschritt wird die Außengastronomie im Beschluss erwähnt, um deren Öffnung dann weiter in die Zukunft zu schieben." Die Innengastronomie sei überhaupt nicht genannt. "Es wird weiterhin stur an Inzidenzwerten festgehalten, ohne weitere Parameter ernsthaft in Betracht zu ziehen."

    11.45 Uhr: Ständige Impfkommission empfiehlt AstraZeneca-Vakzin auch für Ältere

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt laut Gesundheitsministerium den Impfstoff von AstraZeneca nun auch für Personen, die älter als 65 Jahre sind. Eine entsprechende Stellungnahme sei fertig, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Nach Ablauf der Abstimmungsfrist innerhalb der Stiko am Donnerstagmittag sollten die Fachgesellschaften und die Bundesländer informiert werden. Mit der Verimpfung an Ältere könne dann in der kommenden Woche begonnen werden.

    10.54 Uhr: Mobilität in Deutschland nähert sich allmählich wieder Normalität

    Trotz fortdauernder Corona-Pandemie hat sich die Mobilität in Deutschland in der zweiten Februarhälfte wieder weitgehend normalisiert. Das Bewegungsverhalten der Bevölkerung habe sich zuletzt "stark dem Vorkrisenniveau angenähert", berichtete das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden. Im Schnitt lag die Mobilität bundesweit in der letzten Februarwoche nur vier Prozent unter dem Wert der Vergleichswoche des Vorjahres.

    10.54 Uhr: Laschet: Coronavirus ist nicht auf null zu bringen

    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Bevölkerung auf ein andauerndes Leben mit dem Coronavirus eingestimmt. "Wir werden den Umgang mit der Pandemie lernen müssen, den Umgang mit dem Virus lernen müssen", sagte der CDU-Bundesvorsitzende am Donnerstag in einer Unterrichtung des Landtags in Düsseldorf. "Die Ideen, es auf null zu bringen, sind nicht realistisch." Mit diesem Wissen und weiterer Vorsicht könne man aber trotzdem "in vielen Bereichen zurück ins Leben kommen", so Laschet. Das sei das "gute Signal" der Ministerpräsidentenkonferenz vom Mittwoch.

    10.50 Uhr: GEW kritisiert Ergebnisse von Corona-Spitzengespräch

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sich enttäuscht über das Bund-Länder-Spitzentreffen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie geäußert. "Die Länder öffnen Schulen und Kitas weiterhin, wie sie wollen - ohne die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen", kritisierte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe im Redaktionsnetzwerk Deutschland. Insgesamt bezeichnete sie die Ergebnisse der Regierungsberatungen als "für den Bildungsbereich mehr als enttäuschend". "Wer Schulen und Kitas öffnen will, muss testen und impfen", betonte Tepe. Schnelltests für Lehrkräfte sowie für die Schülerinnen und Schüler sollten nach den nun erfolgten Ankündigungen jedoch erst im April kommen und zudem solle dann nur einmal in der Woche soll getestet werden. Dies sei "zu selten, um die Gesundheit aller wirksam zu schützen", warnte die Gewerkschafts-Vorsitzende.

    10.48 Uhr: Nach Beschlüssen: Intensivmediziner rechnen mit mehr Corona-Fällen

    Intensivmediziner gehen angesichts des Öffnungs-Fahrplans von Bund und Ländern in der Pandemie von einer deutlichen Zunahme der Corona-Fälle aus. "Ich rechne damit, dass wir durch die beschlossenen Öffnungsszenarien deutlich steigende Zahlen von Neuinfektionen erleben werden - und dann auch vermehrt Intensivpatienten mit Covid-19", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Die Sorge ist, dass wir in eine dritte Welle rutschen."

    10.47 Uhr: Großbritannien und vier weitere Staaten schmieden Impfstoff-Allianz

    Großbritannien und vier weitere Staaten haben eine Impstoff-Allianz geschmiedet, um veränderte Impfstoffe gegen neue Varianten des Coronavirus rasch zuzulassen. Auf Virus-Mutationen zugeschnittene Versionen bereits zugelassener Vakzine sollten ohne langwierige klinische Tests zugelassen werden, erklärten die Arzneimittelbehörden von Großbritannien, Australien, Kanada, Singapur und der Schweiz am Donnerstag. Voraussetzung sei, dass die Hersteller "belastbare Beweise" für deren Wirksamkeit und Sicherheit vorlegen könnten. Ziel sei es, "so schnell wie möglich effektive Impfstoffe bereitzustellen, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen", sagte der Chef der britischen Arzneimittelbehörde MHRA, Christian Schneider. Die vereinbarte Herangehensweise basiere auf dem lang erprobten Verfahren bei der jährlichen Zulassung von Grippe-Impfstoffen.

    10.44 Uhr: Montag Entscheidung über neue Kontakt-App

    Bund und Länder wollen sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet zufolge bis Montag über eine neue App zur Kontaktnachverfolgung verständigen. "Wir haben uns verständigt, es muss bundeseinheitlich sein", sagt der CDU-Vorsitzende im Landtag. Dies könne Besuche von Restaurants und Kinos erleichtern. Im Gespräch ist die App "Luca". Besucher etwa von Restaurants melden sich per QR-Code mit ihr an. Bei einer später festgestellten Infektion können die Gesundheitsämter direkt alle Besucher informieren, da die App mit ihrer Software Sormas verknüpft wird. Bei der Warn-App des Bundes werden nur die Nutzer allgemein über ein Risiko informiert, ohne etwa den Kontakt-Ort. Sie müssen sich dann selbst an das Gesundheitsamt wenden.

    10.40 Uhr: Schnellrestaurants: "Keine Perspektive für Branche"

    Die seit November geschlossenen Schnellrestaurants in Deutschland zeigen sich "massiv enttäuscht" von dem Corona-Gipfel. "Das, was jetzt in den Beschlüssen steht, gibt meiner Branche überhaupt keine Perspektive", erklärt Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante vom Bundesverband der Systemgastronomie (BdS), der die Interessen etwa von McDonald's, Burger King, Pizza Hut und Starbucks vertritt. "Erst im vierten Öffnungsschritt wird die Außengastronomie im Beschluss erwähnt, um deren Öffnung dann weiter in die Zukunft zu schieben." Die Innengastronomie sei überhaupt nicht genannt. "Es wird weiterhin stur an Inzidenzwerten festgehalten, ohne weitere Parameter ernsthaft in Betracht zu ziehen."

    10.14 Uhr: EU startet Prüfung zur Zulassung von Sputnik V

    Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) beginnt mit der Prüfung einer Zulassung für den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Das teilte die in Den Haag ansässige Behörde am Donnerstag mit. In Ungarn wird der Vektorviren-Impfstoff bereits eingesetzt, auch andere EU-Länder planen dies unabhängig von der EMA-Entscheidung.

    09.57 Uhr: In Corona-Zeiten wird alles digitaler - auch das Dating

    Romantische Dates finden für Singles während des Lockdowns nicht mehr nur persönlich statt, wie aus einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervorgeht. Ein virtuelles Kennenlernen per Videocall nimmt mittlerweile eine ebenso große Bedeutung ein. So sagen 38 Prozent der Nutzer von Online-Dating-Diensten, dass sie sich während der Corona-Pandemie per Videocall mit potenziellen Partnern verabredet haben. Ebenso viele haben sich aber auch zu einem persönlichen Date getroffen. Demnach finden Videodates aber deutlich häufiger statt als persönliche Treffen: Singles, die auf Online-Dating-Börsen aktiv sind, hatten während der Pandemie durchschnittlich elf Treffen per Videocall – und nur fünf persönliche Treffen.

    09.52 Uhr: BLLV: Zwischenzeugnis in Pandemie keine faire Bewertung

    Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband stellt die Aussagekraft der diesjährigen Zwischenzeugnisse infrage. Die Schulwirklichkeit in der Corona-Pandemie sei wie ein Flickenteppich, sagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann am Donnerstag laut Mitteilung. "Wechsel- und Distanzunterricht, Quarantäne-Fehlzeiten, unterschiedliche digitale Ausstattung, heterogene soziale und familiäre Verhältnisse und eine noch größere Bildungsungerechtigkeit - auf dieser Basis kann es keine gerechten, fairen und vergleichbaren Bewertungen geben." Die Zwischenzeugnisse werden wegen der Folgen der Corona-Pandemie auf den Schulbetrieb verspätet an diesem Freitag (5. März) verteilt. Fleischmann betonte, dass ein Zeugnis als Zwischenbericht, vielleicht ohne Noten, oder ein Lernentwicklungsgespräch die sinnvolleren Signale gewesen wären.

    09.37 Uhr: Dreyer: "Notbremse" bei Öffnungen wichtiges Element

    Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, bezeichnet die Rücknahme von Öffnungsschritten bei einem Inzidenz-Wert von 100 als wichtiges Element der Bund-Länder-Beschlüsse. "Mir war wichtig, dass wir wirklich eine Notbremse brauchen", sagt die SPD-Politikerin. Auf der anderen Seite, gebe man allen eine Perspektive für Öffnungen. In Rheinland-Pfalz sollen ab Montag Schulen und Kindergärten wieder schrittweise öffnen. Dies gelte eben aber nicht für zwei Landkreise, die eine Inzidenz von über 100 hätten. Rheinland-Pfalz insgesamt verzeichnet über eine Woche etwas unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

    09.20 Uhr: Russland verzeichnet über 11.000 Neuinfektionen

    Russland verzeichnet binnen 24 Stunden 11.385 Neuinfektionen. Davon seien 2150 in Moskau festgestellt worden, wie die Behörden mitteilen. Insgesamt gibt es damit in Russland 4.290.135 Infektionen - weltweit die vierthöchste Zahl nach den USA, Indien und Brasilien.

    09.00 Uhr: Neuinfektionen in Ungarn steigen so stark wie seit drei Monaten nicht mehr

    Ungarn meldet so viele Neuinfektionen wie seit drei Monaten nicht mehr. In den letzten 24 Stunden seien 6.278 Corona-Infektionen festgestellt worden, geht aus Regierungsdaten hervor. Es starben 152 weitere Menschen an oder mit dem Virus. Landesamtsärztin Cecilia Müller hatte wegen der britischen und südafrikanischen Mutanten vor einem rasanten Ausbreiten des Virus gewarnt, obwohl über 700.000 Menschen bereits geimpft seien. Ungarn verimpft als erstes EU-Land die Vakzine der chinesischen Firma Sinopharm sowie den russischen Impfstoff Sputnik V.

    08.59 Uhr: Landkreise finden Lockerungs-Beschlüsse "sehr kompliziert"

    Der Landkreistag hat die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Lockerung der Corona-Maßnahmen als zu komplex kritisiert. Das Regelwerk sei "sehr kompliziert", und er wisse nicht, "ob das in der Bevölkerung gut nachvollzogen werden kann", sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Donnerstag. Nicht nachvollziehbare Regeln müssten "im Interesse einer breiten Akzeptanz der Maßnahmen auf den Prüfstand". Für die geplante flächendeckende Anwendung von Schnelltests forderte Sager "eine verlässliche Planung zu Zeitpunkten, Abläufen und Verantwortlichkeiten". Hierbei sei auf ein möglichst unbürokratisches Verfahren zu achten.

    08.44 Uhr: Grüne üben scharfe Kritik an Bund-Länder-Beschlüssen

    as Ergebnis der jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse deckt nach Auffassung der Grünen-Co-Vorsitzenden Annalena Baerbock "alle Schwachstellen des letzten Jahres auf, nämlich dass ein Jahr lang nur auf Sicht gefahren worden ist." Es habe in der Bundesregierung keine "hauptverantwortliche Stelle" gegeben, was sich jetzt vor allem bei Kindern und Schulen am dramatischsten zeige, sagt sie in der ARD. "Die Bundesregierung hat sich irgendwann komplett aus der Verantwortung für Kinder und Schulen verabschiedet." Bund und Gesundheitsminister hätten versagt. Der Bund müsste für Schnelltests an Schulen eine Milliarde Euro bereitstellen, die Regierung wolle das aber nicht. "Und das ist wirklich fatal für Kinder und Jugendliche." Die Bundesregierung hätte längst eine umfassende Teststrategie vorlegen müssen. "Es ist allerhöchste Eisenbahn."

    08.25 Uhr: Altmaier: Für die Wirtschaft wurde viel erreicht

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zeigt sich zufrieden mit den Beschlüssen von Bund und Ländern. "Für die Wirtschaft wurde viel erreicht", sagt Altmaier bei RTL/ntv. Die Runde habe sich von der 35er-Inzidenz verabschiedet und es würde nicht nach starren bundesweiten Inzidenzen geschaut, sondern nach der regionalen Situation. Damit gebe es für den Einzelhandel und die Gastronomie die Möglichkeit, in vielen Teilen Deutschlands wieder zu verkaufen und wieder an den Start zu gehen.

    08.20 Uhr: Kanzleramtschef: Sind bei Tests nicht zu langsam

    Kanzleramtschef Helge Braun verteidigt die Teststrategie der Regierung. "Ich glaube nicht, dass wir schlecht und dass wir langsam sind", sagt er in der ARD. Es müsse immer ordentliche Zulassungsverfahren geben. Deutschland habe genug Schnelltests, diese würden aber wahrscheinlich zunehmend von den einfacheren Eigentests abgelöst, für die der Vertrieb nun anlaufe. "Wir müssen weiter vorsichtig sein." Die in Aussicht gestellten Öffnungen seien aber richtig und zu rechtfertigen angesichts von mehr Tests und Impfungen.

    08.00 Uhr: CDU-Finanzpolitiker schlägt Verzicht auf Mehrwertsteuer bei Impfstoffen vor

    CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler schlägt die Abschaffung der Mehrwertsteuer für Impfstoffe und Schnelltests vor. Deutschland könne durch einen Null-Mehrwertsteuersatz die Kosten zur Bekämpfung der Pandemie um Hunderte Millionen Euro senken, sagt Güntzler der "WirtschaftsWoche". "Wir sollten die Möglichkeit nutzen, dass Brüssel extra die entsprechende EU-Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie im Dezember geändert hat." Wie das Magazin weiter berichtet, geht aus einer Kleinen Anfrage der FDP an die Bundesregierung hervor, dass sich die Impfkosten für den Bund auf 8,8 Milliarden Euro belaufen. Davon entfielen gut 1,5 Milliarden Euro auf die Mehrwertsteuer.

    07.54 Uhr: FDP-Chef Lindner wirft Bundesregierung Versagen vor

    FDP-Chef Christian Lindner wirft der Bundesregierung Versagen im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor. Zu deren Beginn seien allen Fehler und Fehleinschätzungen unterlaufen, sagt er im Deutschlandfunk. Das müsse unterschieden werden von den "Managementfehlern", die bis heute gemacht würden. "Dass sich jetzt das Problem bei der Bestellung von Masken, bei der Beschaffung von Impfstoffen zu wiederholen scheint bei den Schnell- und den Selbsttests, das ist ein grobes Versagen der Bundesregierung. Da könnten und müssten wir weiter sein."

    07.45 Uhr: Handel nennt Corona-Beschlüsse "Katastrophe"

    Der Einzelhandelsverband HDE ist enttäuscht von den Bund/Länder-Beschlüssen. "Die für eine Öffnung der Geschäfte vorgeschriebene stabile Inzidenz von 50 sei nicht flächendeckend in Sichtweite." Die damit weitgehend geschlossenen Handelsunternehmen dürften bis Ende März im Vergleich zu 2019 weitere zehn Milliarden Euro Umsatz verlieren. "Die Ergebnisse des Corona-Gipfels sind für den Einzelhandel eine Katastrophe", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Auch die Möglichkeit für den Einkauf nach vorheriger Terminvergabe sei für die meisten Läden kein Rettungsanker. Denn dabei seien in der Regel die Personal- und Betriebskosten höher als die Umsätze.

    07.30 Uhr: Grünen-Chef Habeck: Hoffnung ist keine Strategie

    Grünen-Chef Robert Habeck zeigt sich enttäuscht von den Bund-Länder-Beschlüssen. "Als Bürger fühlt man sich im Stich gelassen", sagt er im Deutschlandfunk. Aus seiner Sicht sei nicht klug, was gerade getan werde. "Es wird auf Hoffnung gesetzt, das ist aber keine Strategie", kritisiert Habeck. "Wir sind am Beginn einer dritten Welle und reden über Öffnung, statt über Impfen, über Testen, über Nachvollziehbarkeit zu reden." Es müsse erst getestet werden, dann könne es Öffnungen geben. Die Bundesregierung verheddere sich in Bürokratie, anstatt einfach nur zu machen und zum Beispiel Schnelltests kurzerhand zu bestellen.

    07.20 Uhr: Scholz erwartet genug Testmöglichkeiten "nach kurzer Übergangsphase"

    Vize-Kanzler Olaf Scholz verteidigt die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern als "Öffnungskonzept mit nötiger Vorsicht". Wichtig seien nun verstärkt Schnell- und Selbsttests, sagt der SPD-Kanzlerkandidat in der ARD. "Es gibt sehr viele Testangebote, die beschafft werden können." Es sei davon auszugehen, dass nach einer "kurzen Übergangsphase" genügend zur Verfügung stünden.

    07.00 Uhr: Rekordverlust bei Lufthansa durch Pandemie

    Die knapp der Pleite entgangene Lufthansa hat wegen der Corona-Krise im vergangenen Jahr den höchsten Verlust der Firmengeschichte gemacht. Der Nettoverlust belief sich trotz massiver Kostensenkungen 2020 auf 6,7 Milliarden Euro, nach einem Gewinn von 1,2 Milliarden Euro im Vorjahr, wie die Lufthansa am Donnerstag mitteilte. Die Zahlen entsprechen weitgehend den vom Unternehmen selbst erhobenen Analystenschätzungen. Die Auswirkungen seien langfristig - erst Mitte des Jahrzehnts rechnet die Fluggesellschaft wieder mit einer Auslastung von 90 Prozent. Im laufenden Jahr soll der Betriebsverlust niedriger ausfallen als das Minus im Krisenjahr von 5,5 Milliarden Euro. "Ab dem Sommer rechnen wir wieder mit einer stärkeren Nachfrage, sobald durch eine weitere Verbreitung von Tests und Impfstoffen die restriktiven Reisebeschränkungen zurückgehen", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr und forderte, Reiseverbote und Quarantänepflichten aufzuheben.

    06.50 Uhr: USA: Fast 2.500 weitere Tote und über 68.200 Neuinfektionen

    In den USA melden die Gesundheitsbehörden mindestens 2.494 weitere Todesfälle innerhalb von 24 Stunden. Insgesamt starben damit bislang 519.519 Menschen mit oder an dem Coronavirus. Das ergibt eine Reuter-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen steigt um mindestens 68.222 auf über 28,86 Millionen.

    06.42 Uhr: Ifo-Chef Fuest warnt vor Öffnungen ohne Corona-Tests

    Ifo-Präsident Clemens Fuest fällt ein gemischtes Urteil über die Ergebnisse des Corona-Gipfels. Es sei gut, dass endlich begonnen werde, mehr zu testen, sagte er am Donnerstag in der ARD. Man müsse aber die Öffnungen an Tests binden. "Das hat man nicht getan", sagte Fuest mit Blick auf die Einigung von Bund und Ländern auf eine neue Corona-Politik. "Es sind nicht wirklich die Öffnungen an die Tests gebunden, und das ist ein Fehler. Wenn wir jetzt einfach öffnen, ... laufen wir in eine dritte Infektionswelle." Fuest warb beispielsweise für Teststraßen vor Einkaufszentren, die dann auch geöffnet werden könnten.

    06.20 Uhr: Söder: März wird im Corona-Kampf ein Übergangsmonat

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Monat März im Kampf gegen die Corona-Pandemie als Übergangsmonat bezeichnet. "Es kann sich zum Guten, aber auch zum Schlechten entwickeln", sagte Söder in der Nacht zum Donnerstag nach der Bund-Länder-Runde zu den Anti-Corona-Maßnahmen. "Wir hoffen sehr, dass der März ein Chancen-Monat wird." "Wir geben den Menschen ein großes Stück Vertrauen und Freiheit zurück", sagte Söder mit Blick auf den von den Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossenen Stufenplan für Lockerungen. Es gelte jedoch, weiterhin genau auf Inzidenzen zu achten.

    05.28 Uhr: 11.912 Neuinfektionen und 359 weitere Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11.912 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 359 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 11.869 Neuinfektionen und 385 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 64,7 - und damit etwas höher als am Vortag (64,0).

    05.17 Uhr: Kretschmann für kürzere Schulferien

    Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bringt die Verkürzung der Ferien ins Gespräch, um Bildungsdefizite nach den langen Schulschließungen aufzuholen. "Man könnte an den Ferien ein bisschen was abknapsen, um Unterrichtsstoff nachzuholen", sagt der Grünen-Regierungschef in einem Interview mit der Zeitung "Mannheimer Morgen" laut einem Vorabbericht. Die Lehrer müssen sich nach Kretschmanns Ansicht zunächst einen Überblick über die entstandenen Lücken verschaffen. Notwendig seien dann gezielte Betreuungsangebote und Nachhilfe. Auch Nicht-Lehrkräfte könnten für die Sonderprogramme herangezogen werden.

    04.31 Uhr: Corona-Allianz: Kurz und Frederiksen in Israel

    Die deutschen Nachbarländer Österreich und Dänemark wollen beim langfristigen Ringen um mehr Corona-Impfstoffe enger mit Israel zusammenarbeiten. Um über Möglichkeiten einer engeren Kooperation bei Impfstoffforschung und -produktion zu sprechen, reisen der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Donnerstag zu Regierungschef Benjamin Netanjahu nach Israel. Statements vor der Presse sind gegen 16.00 Uhr (MEZ) geplant.

    04.27 Uhr: EU-Kommissar Schmit warnt vor sozialer Krise nach Pandemie

    Angesichts der Folgen der Corona-Pandemie warnt EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit vor einer sozialen Krise. Zwar habe es bislang keinen dramatischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegeben, aber insbesondere für junge Menschen seien die Aussichten nicht rosig. "Wir müssen aufpassen und brauchen eine Politik, die dafür sorgt, dass wir nach dieser Krise nicht in eine neue soziale Krise hineinschlittern", sagte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

    04.04 Uhr: Bundestag stimmt über Verlängerung der epidemischen Notlage ab

    Der Bundestag stimmt am Donnerstag (ab 09.00 Uhr) über die Fortsetzung der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" ab. Mit der Verlängerung bleibt die Rechtsgrundlage für die gegenwärtigen Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit in der Corona-Pandemie erhalten; sie würde sonst Ende März auslaufen. Das Gesetz enthält noch weitere Neuerungen - unter anderem soll es festschreiben, dass sich die Beschränkungen künftig nicht mehr nur am Inzidenzwert orientieren müssen, sondern auch andere Kennzahlen berücksichtigen können.

    03.56 Uhr: Biden kritisiert Corona-Lockerungen als "Neandertaler-Denken"

    US-Präsident Joe Biden hat die Lockerung von coronabedingten Beschränkungen in mehreren US-Bundesstaaten kritisiert und den zuständigen Gouverneuren "Neandertaler-Denken" vorgeworfen. "Ich glaube, dass es ein großer Fehler ist", sagte der Demokrat am Mittwoch (Ortszeit) im Weißen Haus zur Aufhebung von Restriktionen in Texas und Mississippi. Erst Ende Mai werde es genug Impfstoff geben, um alle erwachsenen Amerikaner impfen zu können. "Das letzte, was wir brauchen, ist ein Neandertaler-Denken, dass in der Zwischenzeit alles in Ordnung ist." Es sei "entscheidend", die von der Wissenschaft empfohlenen Schutzmaßnahmen zu befolgen.

    Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, hatte am Dienstag angekündigt, die Maskenpflicht und alle Kapazitätsgrenzen für Restaurants und andere Betriebe in seinem Bundesstaat aufzuheben. Auch der republikanische Gouverneur von Mississippi, Tate Reeves, hatte erklärt, alle Anordnungen zum Tragen von Masken und Kapazitätsgrenzen für Restaurants und Firmen würden beendet.

    03.05 Uhr: Kanadische Kommission empfiehlt vier Monate zwischen Impfungen

    Die Nationale Impfkommission Kanadas hat dazu geraten, den Zeitraum zwischen den beiden Corona-Impfungen zu verlängern. Wenn man statt drei Wochen vier Monate bis zur Gabe der zweiten Impfdosis warte, könne man rasch viele Menschen ein erstes Mal impfen, hieß es in einer Empfehlung des Beratergremiums vom Mittwoch. Mehrere kanadische Provinzen hatten bereits zuvor angekündigt, auf einen solchen Kurs umschwenken zu wollen, um so die Impfstoffknappheit zu umgehen. In Kanada sind die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und von Moderna zugelassen und seit vergangener Woche auch der von Astrazeneca.

    02.02 Uhr: Brasilien meldet erneut Höchststand bei Corona-Toten

    Brasilien hat mit mehr als 1.900 Corona-Todesfällen den zweiten Tag in Folge einen neuen Höchststand verzeichnet. Die Gesundheitsbehörden des südamerikanischen Landes meldeten am Mittwoch (Ortszeit) 1.910 Todesfälle durch Covid-19 binnen 24 Stunden. Damit stieg die Zahl der seit dem Beginn der Pandemie in Brasilien gemeldeten Corona-Todesfälle auf 259.271. Mehr Corona-Tote gibt es nur in den USA. "Erstmals seit dem Beginn der Pandemie sehen wir eine Verschlechterung der Lage im gesamten Land", teilte das staatliche Gesundheitsinstitut Fiocruz vor der Veröffentlichung der Zahlen mit. "Die Situation ist alarmierend." Am Vortag hatten die Behörden mit 1.641 Todesfällen binnen eines Tages bereits einen traurigen Rekord vermeldet.

    02.41 Uhr: Städte- und Gemeindebund kritisiert Teststrategie als zu unkonkret

    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund übt Kritik an der beschlossenen Teststrategie. Zu unkonkret seien die Beschlüsse in Bezug auf Schnell- und Eigentests, so der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der Zeitung "Rheinische Post". "Zwar soll es flächendeckend für jeden Schnelltests geben, was richtig und gut ist. Allerdings ist es bedauerlich, dass es offenbar noch einige Wochen dauern wird, bis diese Instrumente flächendeckend in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen werden." Die Organisation liege bei den Ländern und Kommunen. "Wie sich die Eigentests in das System einfügen sollen, wie der Nachweis dokumentiert wird, wie lange er gewisse Zugänge ermöglichen soll, wird leider noch nicht beantwortet."

    02.28 Uhr: Hausärzte-Verband befürchtet "bürokratischen Overkill"

    Nach der Bund-Länder-Vereinbarung zu einer stärkeren Einbeziehung von niedergelassenen Ärzten bei den Corona-Impfungen fordern die Hausärzte bürokratische Entlastungen. Um neben der Versorgung der Patienten auch die Impfungen sowie die zusätzlichen Testungen stemmen zu können, müsse jeglicher vermeidbarer Aufwand wegfallen, sagt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Er warnt, dass die Atteste, die die Hausärzte im Rahmen der Impfpriorisierung für Patienten ausstellen sollen, den Prozess enorm verlangsamten und "schnell zum bürokratischen Overkill" werden. Stattdessen könnten die Krankenkassen bei der Vorrangprüfung "durch ein flächendeckendes Einladungsverfahren" unterstützen.

    00.58 Uhr: US-Senat vertagt Abstimmung über Corona-Hilfen

    Der US-Senat wird am Mittwoch nicht über das von Präsident Joe Biden vorgeschlagene billionenschwere Corona-Konjunkturpaket abstimmen. Die Senatoren wollen zunächst eine weitere Studie über die Auswirkungen des Hilfen abwarten, sagte ein Berater der Demokraten. Die Kammer vertagt die Entscheidung auf Donnerstag Mittag (Ortszeit).

    00.51 Uhr: Disney schließt mindestens 60 Filialen in Nordamerika

    Der US-Unterhaltungskonzern schließt in diesem Jahr mindestens 60 Disney-Läden in Nordamerika. Das Verbraucherverhalten habe sich wegen der Corona-Pandemie in Richtung Online-Shopping verschoben, teilte der Konzern mit. Disney wolle sich daher verstärkt auf den Ausbau seiner E-Commerce-Plattformen konzentrieren. Der Medien- und Unterhaltungskonzern prüfe auch eine "signifikante" Reduzierung der Filialen in Europa. Standorte in Japan und China seien nicht betroffen. Wie viele Arbeitsplätze durch die Schließung betroffen sind, ließ das Unternehmen offen. Der Konzern betreibt derzeit rund 300 Disney-Stores rund um den Globus.

    00.47 Uhr: Handwerksverband: Beschlüsse gehen nicht weit genug

    Die in der Ministerpräsidentenkonferenz vereinbarten Lockerungspläne in der Corona-Pandemie gehen dem Zentralverband des Deutschen Handwerks nicht weit genug. "Die Bund-Länder-Beschlüsse bringen für viele unserer von Schließungen betroffenen Betriebe nicht die erhoffte Öffnungsoption schon in nächster Zeit", sagte Präsident Hans Peter Wollseifer in der Nacht zum Donnerstag. Bei dem Treffen sei "deutlich mehr drin gewesen". Um ein Betriebesterben "auf breiter Front" zu verhindern, müsse wirtschaftliches Leben schnellstens wieder ermöglicht werden, sofern dies epidemiologisch vertretbar ist.

    00.13 Uhr: Söder mahnt zu "Vorsicht, Vertrauen und Verantwortung"

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bringt den Beschluss von Bund und Ländern auf eine Formel von drei Begriffen: "Vorsicht, Vertrauen und Verantwortung", sagt Söder in der Abschluss-Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Darauf komme es jetzt an. Der März sei "ein Monat des Übergangs", sagt Söder. "Wir müssen sehr aufpassen, dass wir nicht unbedacht in den nächsten Lockdown kommen." Davon hänge auch ab, wie sich das Osterfest gestalten werde.

    00.01 Uhr: Müller: "Keine Zeit der einfachen Antworten"

    Berlins Regierender Bürgermeister und amtierender Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz Michael Müller betont: "Es ist keine Zeit der einfachen Antworten." Es müsse jetzt jeder in Eigenverantwortung den eingeschlagenen Weg unterstützen, sagt der SPD-Politiker in der Abschluss-Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel.

    Mittwoch, der 3. März 2021

    23.50 Uhr: Lockdown verlängert - mit Öffnungsmöglichkeiten

    Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland wird angesichts weiter hoher Infektionszahlen grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Allerdings soll es je nach Infektionslage viele Öffnungsmöglichkeiten geben. Das haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länder-Ministerpräsidenten in Berlin in stundenlangen Verhandlungen beschlossen. Vereinbart wurde eine stufenweise Öffnungsstrategie mit eingebauter Notbremse: Führen einzelne Lockerungen zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen in einer Region, werden automatisch alle schon erfolgten Erleichterungen wieder gestrichen.

    21.21 Uhr: 31 Corona-Infektionen bei Westfleisch-Werk in Hamm

    Wegen Corona-Infektionen sind beim fleischverarbeitenden Unternehmen Westfleisch zahlreiche Mitarbeiter in Quarantäne. Bei den täglichen Tests aller Beschäftigter seien in den vergangenen zwei Wochen am 1.000-Mitarbeiter-Werk in Hamm-Uentrop 31 Infektionen festgestellt worden, teilte Westfleisch am Mittwochabend in Münster mit. Die positiv Getesteten seien isoliert worden und allesamt in einer separaten Unterkunft untergebracht. Man stehe im engen Austausch mit der Stadt Hamm, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

    20.58 Uhr: Tschechien bittet China um Impfstoff

    Tschechien bittet China um den Impfstoff von Sinopharm, wie aus einer Erklärung auf der Website des Präsidialamts hervorgeht. China habe entschieden, "sofort dieser Bitte nachzukommen", heißt es unter Berufung auf die tschechische Botschaft in Peking weiter. Das EU-Land sprach Ende Februar von der Möglichkeit, Impfstoffe aus China und Russland zu importieren.

    20.30 Uhr: US-Gesundheitsbehörde warnt vor vorschneller Aufhebung von Corona-Maßnahmen

    Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat vor einer vorschnellen Aufhebung der Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie gewarnt. "Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, alle Beschränkungen zu beenden", sagte CDC-Chefin Rochelle Walensky am Mittwoch. Der nächste Monat oder die nächsten zwei Monate seien "wirklich ausschlaggebend" für die weitere Entwicklung der Pandemie. Der Bundesstaat Texas hatte am Dienstag angekündigt, die Maskenpflicht und nahezu alle weiteren Corona-Beschränkungen aufzuheben. Ab Mittwoch kommender Woche sollen dort alle Betriebe - also auch Restaurants, Geschäfte und Unternehmen - wieder zu 100 Prozent arbeiten dürfen. Auch der Südstaat Mississippi hat eine Aufhebung der Corona-Beschränkungen angekündigt. In den USA sind schon mehr als 515.000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben - die mit Abstand höchste Zahl weltweit. Zuletzt ist die Zahl der Neuinfektionen aber deutlich zurückgegangen. Außerdem kommt die Impfkampagne schnell voran.

    20.03 Uhr: Griechenland verschärft Corona-Regeln

    Griechenland hat ein härteres Vorgehen gegen falsche Ausreden für das Nichteinhalten von Lockdown-Regeln angekündigt. Banken und Supermärkte dürften ab Donnerstag nur noch in einem Radius von zwei Kilometern um die eigenen Wohnung aufgesucht werden, sagte Zivilschutzchef Nikos Hardalias am Mittwoch. Wer eine Ausnahme wolle, dürfe dafür weder sein Auto noch den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Die Polizei werde das kontrollieren. In Griechenland steigen die Corona-Neuinfektionen trotz eines viermonatigen Lockdonws. Am Mittwoch wurden 2.702 Neuinfektionen gemeldet - ein Höchstwert in diesem Jahr. Der Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner stieg auf 15,7. Im Januar hatte er noch bei 4,2 gelegen. Die meisten Griechinnen und Griechen dürfen ihr Haus nur noch verlassen, wenn sie dafür eine Erlaubnis per SMS beantragt und erhalten haben. Gesundheitsminister Vassilis Kikilias kündigte an, im Großraum Athen sollten Patienten mit anderen Erkrankungen verstärkt in Privat- und Militärkrankenhäuser verlegt werden, um in öffentlichen Hospitälern mehr Betten für Corona-Patienten frei zu bekommen.

    19.19 Uhr: Lockdown soll offenbar bis zum 28. März verlängert werden

    Bund und Länder haben sich Verhandlungskreisen zufolge darauf verständigt, den Lockdown grundsätzlich bis zum 28. März zu verlängern.

    18.50 Uhr: RKI: Virus-Variante B.1.1.7. macht fast die Hälfte aller Infektionen aus

    Die hochansteckende Corona-Mutante aus Großbritannien macht inzwischen fast die Hälfte aller Infektionen in Deutschland aus. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch gingen in der vergangenen Woche 46,1 Prozent der in Laboren untersuchten Proben auf die Virus-Variante B.1.1.7 zurück. Zwei Wochen zuvor - in der zweiten Februarwoche - waren es erst 22 Prozent, und in der letzten Januarwoche nur 5,6 Prozent. Die Daten basieren auf einer Teilmenge der SARS-CoV-2-positiven Proben, die von Laborverbunden untersucht wurden. Das RKI rechnet seit längerem mit einer starken Ausbreitung der Virusvariante, die das Infektionsgeschehen bald dominieren könnte. Die oft als britische Corona-Variante bezeichnete Mutante B.1.1.7, die Ende vergangenen Jahres in England entdeckt wurde, ist deutlich ansteckender als die Ursprungsvariante des Coronavirus. Belege dafür, dass sie auch häufiger zu schweren oder tödlichen Krankheitsverläufen führt, gibt es bisher nicht. Die bislang zugelassenen Corona-Impfstoffe sind auch gegen B.1.1.7 wirksam.

    18.47 Uhr: Bundestag soll erneut epidemische Lage feststellen

    Der Bundestag soll am Donnerstag (9.00) über eine weiter bestehende "epidemische Lage von nationaler Tragweite" wegen der Corona-Pandemie entscheiden. Ein Antrag von Union und SPD sieht vor, dies erneut festzustellen. Die Koalitionsfraktionen verweisen auch auf das Auftreten neuer, ansteckenderer Virus-Varianten. Diese Ausnahmelage gibt dem Bund besondere Befugnisse, direkt und ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests und Impfungen. Der Bundestag hatte die "epidemische Lage" erstmals am 25. März 2020 festgestellt und dies im November erneut bestätigt.

    Das Parlament soll zugleich ein Gesetz der Koalition verabschieden, das hierfür einen neuen Drei-Monats-Mechanismus vorsehen: Beschließt der Bundestag nicht spätestens drei Monate nach der Feststellung einer solchen Lage, dass sie fortbesteht, soll sie als aufgehoben gelten. Laut Infektionsschutzgesetz liegt die "epidemische Lage" vor, "wenn eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Bundesrepublik Deutschland besteht".

    18.34 Uhr: Vbw kritisiert Lieferkettengesetz als praxisfern und bürokratisch - gerade in Corona-Zeiten

    Anlässlich des Beschlusses im Bundeskabinett hat die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. das geplante Lieferkettengesetz scharf kritisiert und fordert erhebliche Nachbesserungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren. "Von der Ankündigung, dass das Gesetz nur große Unternehmen betreffen soll, ist nicht viel übrig geblieben. ... Am Ende entsteht ein großer Aufwand, indem sich Unternehmen in Deutschland gegenseitig kontrollieren. Das muss unbedingt verhindert werden", sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

    Positiv merkt die vbw an, dass die zivilrechtliche Haftung der Unternehmen gegenüber früheren Plänen keinen Eingang in das Gesetz gefunden hat. Brossardt: "Die verbleibende Haftung über andere Gesetze, die Einführung einer Prozessstandschaft und erhebliche Bußgelder konterkarieren diese Erleichterung allerdings. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie und des wirtschaftlichen Abschwungs sind weitere Vorschriften, Kosten und bürokratische Hürden Gift für die Betriebe." Es gelte, den Aufwand auf ein notwendiges Minimum zu beschränken, so Brossardt.

    18.02 Uhr: Litauen verlangt negativen Corona-Test vor Einreise

    Litauen verschärft seine Einreisebestimmungen. Die Einreise in das baltische EU-Land ist von 10. März an nur noch mit einem negativen Corona-Test möglich. Dies beschloss die Regierung in Vilnius am Mittwoch. Die Regel wird auch für litauische Staatsbürger gelten. Der Testbefund darf nicht älter als 72 Stunden sein. Er muss  vor Abreise der Fluggesellschaft oder anderen Beförderungsunternehmen in Litauisch, Englisch oder Russisch vorgelegt werden. Ausnahmen gibt es etwa für Corona-Geimpfte und -Genesene. Für alle Einreisende gilt weiterhin eine Registrierung- und Quarantänepflicht.

    Litauen mit seinen knapp 3 Millionen Einwohnern kämpft seit dem Herbst mit einer steigenden Zahl an Neuinfektionen. Aufgrund strenger Corona-Regeln hat sich die Lage zuletzt etwas entspannt. Dennoch ist die Entwicklung nach jüngsten Daten der EU-Behörde ECDC weiter klar schlechter als in Deutschland. In Litauen wurden seit Pandemie-Beginn über 200.000 Corona-Fälle erfasst, knapp 3.300 Infizierte starben.

    18.00 Uhr: Hausärzte sollen ab April impfen

    Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass Hausarztpraxen ab Ende März in die Impfstrategie einbezogen werden. Damit folgen die Ministerpräsidenten dem Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn, der ab kommender Woche eine Pilotphase starten will. Die rund 60.000 Hausärzte sollen aber erst im April mitimpfen, wenn ausreichend Impfstoff für die Verteilung auch in der Fläche zur Verfügung steht. Das Gesundheitsministerium hatte zuvor betont, dass die Länder selbst über den Einsatz von Hausärzten zum Impfen entscheiden könnten.

    17.50 Uhr: Klopp will Liverpool-Profis Länderspiele verbieten

    Trainer Jürgen Klopp vom englischen Fußballmeister FC Liverpool will den internationalen Stars des Clubs die Teilnahme an den kommenden Länderspielen verweigern, sofern die Profis danach in Quarantäne müssten. "Das ist einfach nicht möglich", stellte Klopp am Mittwoch klar. "Ich glaube, alle Clubs sind sich einig, dass wir die Spieler nicht für ihr Land spielen lassen können und das Problem dann anschließend lösen, indem wir sie zehn Tage in einem Hotel unter Quarantäne stellen." Wegen der Coronavirus-Pandemie gelten in Großbritannien momentan scharfe Einschränkungen für Reiserückkehrer. Bislang gibt es für Fußballer keine Sonderregelung. Deshalb waren auch einige Spiele in der Champions League an einen neutralen Ort verlegt worden. Klopp sagte, der FC Liverpool wolle bis kurz vor Start der Länderspielpause am 22. März abwarten, bevor der Club eine endgültige Entscheidung fälle.

    Die Entscheidung könnte unter anderem die Brasilianer Alisson, Roberto Firmino und Fabinho und den Portugiesen Diogo Jota betreffen. Klopp warb um das Verständnis der nationalen Verbände. "Ich verstehe die Bedürfnisse der verschiedenen Fußballverbände, aber in dieser Zeit kann man nicht alle zufriedenstellen", so der 53-Jährige. "Wir müssen akzeptieren, dass die Spieler von den Clubs bezahlt werden, das heißt, dass wir auch die erste Priorität sein müssen."

    17.45 Uhr: Verlängerter Lockdown in Griechenland

    Griechenland verlängert den Lockdown angesichts steigender Infektionszahlen bis zum 16. März.

    17.35 Uhr: Kontaktloses Bezahlen in Großbritannien künftig bis 100 Pfund möglich

    Kunden dürfen in Großbritannien künftig Beträge bis zu 100 Pfund (rund 116 Euro) kontaktlos mit Karte bezahlen. Finanzminister Rishi Sunak erhöhte den Betrag am Mittwoch in London von bislang maximal 45 Pfund. Geschäfte können allerdings selbst entscheiden, welche Beträge sie bei kontaktlosen Zahlungen zulassen. Während der Corona-Krise, die der Zahlungsform einen Schub gegeben hatte, war der Höchstbetrag erst kürzlich von 30 Pfund angehoben worden. Großbritannien weicht mit den neuen Regeln - wie seit dem Brexit möglich - von EU-Standards ab. Dort ist einen Höchstbetrag von 50 Euro bei kontaktlosen Zahlungen vorgesehen. "Kontaktlos" bedeutet, dass der Kunde seine Kreditkarte oder Girocard nicht in ein Gerät einschieben muss. Die Daten werden verschlüsselt mit dem Terminal an der Kasse ausgetauscht, wenn die Karte vor das Lesegerät gehalten wird. Sicherheitsexperten befürchten leichteren Missbrauch von gestohlenen Karten.

    17.25 Uhr: EU schickt Österreich 100.000 Extra-Biontech-Impfdosen gegen Corona-Mutante

    Im Kampf gegen die ansteckendere Corona-Variante aus Südafrika wird die EU zusätzlich 100.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer nach Österreich schicken. Das Vakzin werde im besonders betroffenen Tiroler Bezirk Schwaz eingesetzt, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch mit. Eine von der EU entsandte Kommission aus internationalen Wissenschaftlern wird demnach die Impfkampagne begleiten, um deren Wirksamkeit zu untersuchen. Experten schätzen, dass das Biontech-Vakzin bei der südafrikanischen Variante besser wirkt als der Impfstoff von Astrazeneca, der auf einer anderen Technologie basiert. Die Region sei "einer der größten Cluster der südafrikanischen Variante", sagte Kurz. Ziel sei es, die Mutante "so gut wie möglich" auszulöschen oder auf Null zu drücken.

    Ab 11. März soll nach den Plänen der Behörden jedem Einwohner ab dem 16. Lebensjahr eine Impfung angeboten werden - in Schwaz leben rund 80.000 Menschen. Die Region bleibt unter Quarantäne, wer sie verlassen will, muss ab Mitte der kommenden Woche einen negativen PCR-Test vorweisen. Dank der Quarantäne und Massentests war es zuletzt gelungen, die Zahl der Infektionen mit der südafrikanischen Corona-Mutante von 200 auf unter Hundert zu drücken.

    17.15 Uhr: Kronach ordnet nächtlich Ausgangssperre an – Inzidenzwert über 100

    Im Landkreis Kronach gibt es ab morgen (Donnerstag, 04.03.21, 00.00 Uhr) wieder eine nächtliche Ausgangssperre wegen Corona. Wie das Landratsamt mitteilt, wurde der 7-Tage-Inzidenzwert von 100 überschritten. Die Ausgangssperre gilt zwischen 22.00 und 05.00 Uhr. Ausnahmen gibt es für Personen, die beispielsweise einen Arzt aufsuchen oder pflegebedürftige Menschen unterstützen müssen.

    17.10 Uhr: Krankenhäuser in Tschechien melden Rekordzahl an Covid-19-Patienten

    Die Krankenhäuser in Tschechien melden eine Rekordzahl an Covid-19-Patienten. Insgesamt werden 8.162 Menschen stationär behandelt, der höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie, wie am Mittwoch aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Darunter waren mehr als 1.660 besonders schwere Fälle, die künstlich beamtet werden müssen. In der Verwaltungsregion Pardubice in Ostböhmen wurde ein Notfallplan aktiviert, weil die Krankenhauskapazitäten vollständig erschöpft waren. Die Krisenszenarien seien eingetreten, sagte Innenminister Jan Hamacek. Man stehe in Gesprächen über ausländische Hilfe. Deutschland stelle 19 Betten zur Verfügung – mit einer Option auf Dutzende. Die Schweiz sei bereit, ein Flugzeug zu entsenden und 20 Patienten aufzunehmen. Polen habe rund 200 Betten angeboten. Das Gesundheitsministerium in Prag plant, Hausärzte und ambulante Spezialisten zu Einsätzen in den Krankenhäusern zu verpflichten.

    Angesichts der verzweifelten Lage sollen nun auch weitgehend unerprobte Medikamente versuchsweise eingesetzt werden. Im Universitätskrankenhaus in Brünn (Brno) trafen 10.000 Packungen des Antiparasitikums Ivermectin ein. Dafür hatte sich Regierungschef Andrej Babis persönlich eingesetzt: "Wir sagen, dass wir nicht auf klinische Studien warten können, lasst uns das versuchen."

    16.55 Uhr: Zwei Zweitligapartien von Regensburg verlegt

    Nach dem Coronavirus-Ausbruch beim SSV Jahn Regensburg sind die nächsten beiden Zweitligaspiele der Oberpfälzer verschoben worden. Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Mittwoch mitteilte, werden die Partien beim VfL Osnabrück (7. März) und gegen die SpVgg Greuther Fürth (13. März) verlegt. Beim SSV Jahn waren insgesamt acht Corona-Fälle aufgetreten. Wegen der positiven Tests war schon das für Dienstag geplante DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen abgesagt worden. Die DFL hat nun einem Antrag des SSV Jahn auf Absetzung der beiden Zweitligapartien stattgegeben. Neue Termine sollen zeitnah bekanntgegeben werden.

    16.45 Uhr: Explosion bei Coronatest-Zentrum in Holland

    Bei einem Corona-Testzentrum im nordholländischen Bovenkarspel ist ein Sprengkörper explodiert. Personen kamen nicht zu Schaden, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Polizei geht von einer gezielten Aktion aus, wie ein Sprecher im Radio sagte. Das Zentrum befindet sich in der Kleinstadt rund 50 Kilometer nördlich von Amsterdam. Ministerpräsident Mark Rutte verurteilte den Anschlag. Das sei "total unakzeptabel", sagte er in Den Haag. Es sei "schrecklich", dass gerade die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes angegriffen würden, die ihr Bestes gäben für den Schutz des Landes vor Corona. Auch Politiker anderer Parteien verurteilten den Angriff. Gesundheitsminister Hugo de Jonge nannte die Tat "irrsinnig"

    16.35 Uhr: Landwirtschaft wartet wieder auf Saisonkräfte

    Der Frühling steht vor der Tür - und damit auch die Feldarbeit. Die Landwirtschaft setzt dazu auf Saisonarbeitskräfte, die meist aus Osteuropa kommen. "Wir brauchen diese erfahrenen Mitarbeiter, um die Versorgungssicherheit mit frischen, heimischen Lebensmitteln zu gewährleisten", sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur. Viele dieser Mitarbeiter kämen seit Jahren immer auf die gleichen Höfe und seien wichtig für die Betriebe. Jährlich helfen in den deutschen Landwirtschaftsbetrieben im Durchschnitt rund 300.000 Saisonkräfte.

    Im vergangenen Jahr seien es wegen der Corona-Pandemie deutlich weniger gewesen, weswegen die Betriebe mit großen Planungsunsicherheiten zu kämpfen gehabt hätten, sagte Fred Eickhorst, Vorstandssprecher der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer in Niedersachsen. "Dieses Jahr sind unsere Betriebe aus der Erfahrung des vergangenen Jahrs perfekt vorbereitet." Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes laufen die Planungen bei den meisten Betrieben oder seien schon abgeschlossen. Erste Saisonkräfte haben demzufolge ihre Arbeit schon aufgenommen. Die meisten Betriebe planen eine Anreise der Helfer mit dem Auto oder dem Bus.

    16.25 Uhr: Annullierte Flüge wegen Corona - Aufpreis bei Umbuchung rechtens

    Wird ein Flug wegen der Corona-Pandemie annulliert, darf die Airline bei einer Umbuchung auf einen deutlich späteren Zeitpunkt einen Aufpreis verlangen. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Köln nach Mitteilung vom Mittwoch entschieden (AZ: 6 U 127/20). Im konkreten Fall waren die für März und April 2020 geplanten Flüge zweier Passagiere annulliert und auf Juli und Dezember 2020 verlegt worden. Dafür verlangte die Lufthansa einen Aufpreis. Die Verbraucherzentrale NRW hatte vor dem Kölner Landgericht erfolgreich gegen dieses Vorgehen geklagt. Das Unternehmen ging in Berufung - und bekam vom OLG mit Urteil vom 26. Februar Recht. Demnach liegt kein Verstoß gegen die Bestimmungen der europäischen Fluggastrechte-Verordnung vor. Denn die Verordnung sei so auszulegen, dass ein eindeutiger zeitlicher Bezug zum ursprünglichen Reiseplan des Fluggastes gefordert sei. Ein beliebiges kostenfreies Umbuchungsrecht außerhalb jeglichen Zusammenhangs mit der geplanten Reise, zum Beispiel auf einen Flug zu einer besonders teuren Reisezeit, solle gerade nicht gewährt werden. Das Urteil ist rechtskräftig.

    16.15 Uhr: Brasilianische Virus-Variante erstmals in Dänemark nachgewiesen

    Nach der britischen und der südafrikanischen ist nun auch die zunächst in Brasilien nachgewiesene Variante des Coronavirus in Dänemark nachgewiesen worden. Dänemarks Technische Universität DTU habe den ersten Fall der Variante P.1 gefunden, teilten Gesundheitsminister Magnus Heunicke und das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Mittwoch mit. Die brasilianische Virus-Variante ist auch in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweden und einigen weiteren europäischen Ländern bereits nachgewiesen worden. Nach SSI-Angaben geht man davon aus, dass die in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe auch gegen diese Variante wirken. Der DTU zufolge ist P.1 wie einige der anderen Corona-Mutanten möglicherweise ansteckender, zudem können sich womöglich Menschen damit infizieren, die zuvor bereits eine Infektion mit dem herkömmlichen Virus überstanden hatten.

    16.10 Uhr: Hamburgs Uni-Präsident entschuldigt sich teils für "Corona-Studie"

    Rund zwei Wochen nach Veröffentlichung einer umstrittenen Untersuchung der Universität Hamburg zum Ursprung des Coronavirus hat sich Uni-Präsident Prof. Dieter Lenzen teilweise entschuldigt. In einer internen Videobotschaft an die Beschäftigten der Hochschule, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sagte Lenzen: "Nichts lag ferner, als Kolleginnen und Kollegen dadurch zu provozieren, dass ein Diskussionspapier auf derselben Ebene bewertet würde wie eine Studie zu experimentellen oder empirischen Forschungsergebnissen, die in mühevoller und aufwendiger Anstrengung erzielt wurden." Sollte ein solcher Eindruck entstanden sein, "dann bitte ich um Nachsich".

    Die Pressestelle der Universität hatte Mitte Februar unter dem Titel "Studie zum Ursprung der Coronavirus-Pandemie veröffentlicht" eine Untersuchung verbreitet. Darin kam der Physiker und Nanowissenschaftler Prof. Roland Wiesendanger zu dem Ergebnis, dass als Ursache der Pandemie sowohl Zahl als auch Qualität der Indizien für einen Laborunfall am virologischen Institut der chinesischen Stadt Wuhan sprächen. Seine Quellen sind seriösen, aber auch zweifelhaften Ursprungs - etwa Youtube-Videos oder Internetseiten von Verschwörungstheoretikern. Dies löste auch Empörung aus.

    16.00 Uhr: Söder will Impfungen beschleunigen, Haus- und Betriebsärzte einbinden

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat in den Corona-Beratungen von Bund und Ländern eine Beschleunigung der Impfungen auch unter Einbeziehung von Ärzten in der Fläche gefordert. Das Motto müsse sein: "All you can vaccinate", sagte Söder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in der Schalte am Mittwochnachmittag. Man müsse aus der starren "Impfbürokratie" in mehr Flexibilität kommen. Deshalb müsse man so schnell wie irgend möglich alle Ärzte einbeziehen, niedergelassene Hausärzte, Betriebsärzte, Krankenhäuser und dann auch Schulärzte. Söder bezog sich dabei dem Vernehmen nach zunächst auf den Impfstoff von Astrazeneca, später müsse dies auch für andere Impfstoffe gelten.

    15.50 Uhr: Innenminister für Teilnehmer-Obergrenze bei Corona-Demonstrationen

    Die Innenminister von Bund und Ländern dringen nach "Spiegel"-Informationen auf strengere Einschränkungen bei Demonstrationen in der Corona-Pandemie. Das Magazin zitierte am Mittwoch vorab aus einem Beschluss der Innenministerkonferenz (IMK) mit dem Titel "Personenobergrenzen bei Versammlungen als wirksame Infektionsschutzmaßnahme", demzufolge die Länderressortchefs "das außerordentlich dynamische Infektionsgeschehen mit großer Sorge" betrachten. Der IMK schickte den Beschluss laut dem Bericht am Dienstag dem aktuellen Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD). In dem Papier heißt es dem "Spiegel" zufolge, die Versammlungsfreiheit sei "zweifelsfrei ein herausragendes Gut", und auch in Pandemiezeiten müssten Demonstrationen "grundsätzlich möglich sein". "Gleichzeitig müssen Versammlungen jedoch epidemiologisch vertretbar bleiben", betonten die Innenminister dem Bericht zufolge. Der Staat habe auch eine "Pflicht zum Schutz von Leib und Leben der Versammlungsteilnehmenden, der polizeilichen Einsatzkräfte und der Allgemeinheit". Als mahnendes Beispiel nennt die IMK demnach die Großdemonstrationen im vergangenen Jahr in Berlin und Leipzig. Dort waren zehntausende Corona-Leugner und Gegner der Regierungspolitik auf die Straße gegangen, viele hielten sich nicht an Abstandsregeln oder Mundschutzpflicht.

    15.45 Uhr: Aiwanger verteidigt schnellen Maskenkauf im März 2020

    Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat den schnellen Maskenkauf vom März 2020 verteidigt und sich dagegen verwahrt, in die Nähe unsauberer Amigo-Geschäfte gerückt zu werden. Das Ministerium hatte seinerzeit bei der niederbayerischen Firma Zettl eine Million Atemschutzmasken zum Nettopreis von fünf Millionen Euro bestellt, kurz nachdem in Bayern wegen der Corona-Pandemie der Katastrophenfall ausgerufen worden war. "Wir haben uns erfolgreich für das Leben und die Gesundheit der Bürger unseres Landes eingesetzt und lassen uns diese Arbeit nicht durch eine falsche Berichterstattung kaputt machen", sagte Aiwanger am Mittwoch. "Es ist unanständig und eine Rufschädigung an der Firma Zettl und an meiner Person, hier jetzt die Fakten zu verdrehen und mich in die Nähe von dubiosen Deals rücken zu wollen." Weltweit hätten damals Atemschutzmasken gefehlt, betonte das Ministerium in München und zitierte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: "Die Versorgung des medizinischen Personals in Deutschland kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mit CE-gekennzeichneten Atemschutzmasken sichergestellt werden." Das Bundesinstitut habe die Zettl-Masken dann zertifiziert. Wegen des drängenden Bedarfs seien sie damals "in Handarbeit an der Nähmaschine hergestellt" und zwischen März und Juni 2020 an Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen verteilt worden. Im Mai 2020 gründeten die Firmen Sandler, PIA und Zettl den "Bayerischen Maskenverbund".

    15.40 Uhr: Bundesbank überweist erstmals seit mehr als 40 Jahren keinen Gewinn an den Bund

    Die Bundesbank hat im Corona-Jahr 2020 erstmals seit Jahrzehnten keinen Gewinn an das Bundesfinanzministerium überwiesen. Die geldpolitischen Krisenmaßnahmen in der Pandemie hätten sich "deutlich" in der Bilanz niedergeschlagen, erklärte die Zentralbank am Mittwoch in Frankfurt am Main. Angesichts der damit einhergehenden Risiken sei die Wagnisrückstellung aufgestockt worden. "Die erhöhte Risikovorsorge ist der Hauptgrund, weshalb die Bundesbank für 2020 ein ausgeglichenes Jahresergebnis ausweist und zum ersten Mal seit 1979 keinen Gewinn ausschüttet", erklärte Bundesbankpräsident Jens Weidmann. Im Vorjahr hatte die Gewinnausschüttung noch knapp 5,9 Milliarden Euro betragen. Die Wagnisrückstellung wurde nach Angaben der Bundesbank nun um 2,4 Milliarden Euro auf 18,8 Milliarden Euro aufgestockt. Zugenommen hätten insbesondere Zinsänderungsrisiken und geldpolitische Ausfallrisiken. "Damit wird der Anstieg der Risiken im vergangenen Jahr aber nur zu einem Teil abgedeckt", erläuterte Weidmann. "Für das laufende Jahr erwarten wir daher eine weitere Aufstockung der Wagnisrückstellung, zumal mit einer grundlegenden Änderung der Risikolage nicht zu rechnen ist." Mit Blick auf die konjunkturelle Erholung von der Corona-Krise erwartet die Bundesbank, dass diese nach der Lockerung von Schutzmaßnahmen an Fahrt gewinnt. Weidmann betonte hierbei, wie wichtig der weitere Verlauf der Pandemie für die Wirtschaftsaussichten sei. "Effektive Impfstoffe sind rascher entwickelt worden als vielfach erwartet wurde. Wenn es mit ihrer Hilfe gelingt, die Pandemie in den Griff zu bekommen, wird sich die deutsche Wirtschaft dauerhaft erholen", erklärte er.

    15.25 Uhr: Frist der Staatshilfe für Profiligen bis Jahresende verlängert

    Die staatliche Finanzhilfe für die professionellen und semiprofessionellen Ligen wie Basketball, Eishockey oder Handball wird bis zum 31. Dezember verlängert. Das beschloss der Haushaltsauschuss des Bundestages am Mittwoch, wie aus der CDU/CSU-Fraktion mitgeteilt wurde. "Wir wollen sicherstellen, dass die Lizenzierung auch für die kommende Saison und die Hinrunde der nächsten Saison abgesichert ist", sagte der CDU-Sportpolitiker Frank Steffel. "Das ist eine Privilegierung gegenüber allen laufenden Wirtschaftshilfeprogrammen, die ausnahmslos am 30. Juni auslaufen." Außerdem soll die Summe für den Verlust von Ticketeinnahmen durch die Pandemie auf 90 Prozent und maximal 1,8 Millionen Euro pro Verein und Organisation erhöht werden. Bisher gab es als Kompensation höchstens 800 000 Euro pro Club.

    15.10 Uhr: Paul Breitner kritisiert Ungleichbehandlung in der Pandemie

    Paul Breitner ist Schirmherr für die Mahlzeitenbürgschaft beim Malteser Hilfswerk. Im Moment ist er unterwegs und verteilt zusätzlich zu den Essenslieferungen noch kostenlose FFP2-Masken. Sein ehrenamtliches Engagement steht im Gegensatz zur momentanen Situation des Profifußballs. Für Breitner steht die Glaubwürdigkeit des Fußballs auf dem Spiel. "Wir haben im Profifußball eine Sonderstellung, die ich nicht akzeptieren kann. Wenn nicht mal unsere Kinder, die 6- und 8-Jährigen spielen dürfen. Die dürfen nicht mal zum Bolzen." Auch die Reisen der Profis rund um die Welt sind für Paul Breitner ein Unding. "Dass ich nach Spanien fliege, um irgendwelche Champions League Spiele zu spielen, nach Budapest, nach Bukarest, ja hallo, das geht eigentlich gar nicht."

    14.55 Uhr: Bundesregierung - Länder können Hausärzte beim Impfen einsetzen

    Das Bundesgesundheitsministerium weist darauf hin, dass die Länder "in eigener Zuständigkeit" regeln können, ob Hausarztpraxen bei Impfungen einbezogen werden. Allerdings sei fraglich, ob die Impfpriorisierung in der Fläche durchzuhalten sei, sagt ein Ministeriumssprecher. Generell werde Mitte März ein Modellprojekt gestartet, in dem einige Hausärzte einbezogen würden. Ab April, wenn ausreichend Impfstoff vorhanden sei, werde dies dann in der Fläche geschehen.

    14.30 Uhr: Bundesregierung und Länder beraten über längeren Lockdown

    Bundesregierung und Länder haben am Nachmittag per Videokonferenz ihre Beratungen aufgenommen. Laut Beschlussvorlage soll der Lockdown grundsätzlich bis zum 28. März verlängert werden. Ab kommenden Montag soll es aber Lockerungen bei Kontaktbeschränkungen sowie für Buch- und Blumenläden und Gartencenter geben. Danach werden weitere Öffnungsschritte an ein umfassendes Testregime geknüpft.

    14.20 Uhr: 73 Prozent der Deutschen wollen sich impfen lassen

    Die Impfbereitschaft in Deutschland steigt. Einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv zufolge geben 73 Prozent der Befragten an, sich impfen zu lassen, sobald die Möglichkeit besteht. Bei einer Erhebung Mitte Februar hatten dies 68 Prozent gesagt. 91 Prozent von ihnen würden sich auch Vakzine spritzen lassen, die bei den eigentlich vorgesehenen Gruppen übrig blieben. Zwölf Prozent wollen mit der Impfung erst mal abwarten, acht Prozent lehnen sie ab.

    14.10 Uhr: Staatliche Fixkosten-Zuschüsse jetzt auch für große Konzerne

    Auch große Konzerne können ab sofort die Überbrückungshilfe III beantragten und damit staatliche Zuschüsse zu ihren Fixkosten erhalten. "Die bislang geltende Umsatzhöchstgrenze von 750 Millionen Euro entfällt für vom Lockdown betroffene Unternehmen", teilt das Wirtschaftsministerium mit. Das werde unter anderem Firmen aus dem Einzelhandel sowie der Reise- und Hotelbranche helfen. "Mit der Überbrückungshilfe III können diese Unternehmer jetzt bis zu 1,5 Millionen Euro pro Monat an Unterstützung erhalten – und bis zu drei Millionen Euro pro Monat, wenn es sich um verbundene Unternehmen handelt", sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier.

    13.40 Uhr: Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol bis 17. März verlängert

    Die Bundesregierung hat die Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol bis zum 17. März verlängert. Die Infektionslage in Tschechien habe sich weiter verschlechtert, und auch in Tirol sei keine Besserung festzustellen, sagt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Insbesondere mit Österreich sei die Bundesregierung aber "in intensiven Gesprächen", um eine andere Lösung zu finden.

    13.30 Uhr: Wien will auch über 65-Jährige mit AstraZeneca impfen

    Österreichs Bundeshauptstadt Wien will den Impfstoff von AstraZeneca ab sofort auch bei über 65-jährigen Personen einsetzen. "Es geht derzeit um die Schnelligkeit, und wir wissen von diesem AstraZeneca-Impfstoff, dass er auch bei älteren Personen gute Wirkung zeigt", sagt der ärztliche Direktor des Wiener Gesundheitsverbundes, Michael Binder. Zum Einsatz kommen soll das Vakzin zunächst bei Risikopatienten im Krankenhaus. Auf Bundesebene will man auf die Empfehlung des nationalen Impfgremiums warten. "Unser Ziel ist, dass wir möglichst rasch zu einer derartigen Zulassung kommen und zur Möglichkeit, dass wir über dieses Alterslimit hinausgehen", sagt Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

    13.15 Uhr: Bayern zahlt auch 2021 Zuschüsse für Vereine

    Die Vereinspauschale für Sportvereine soll erneut verdoppelt werden, von 20 auf 40 Millionen Euro. Eine entsprechende Vorlage liegt dem Ministerrat für die morgige Sitzung vor. Das hat Innenminister Joachim Herrmann im Innenausschuss des Landtags bestätigt. Bereits 2020 wurde die Vereinspauschale wegen der Corona-Pandemie verdoppelt. Denn den Sportvereinen in Bayern geht in der derzeitigen Situation das Geld aus. Viele Mitglieder sind seit Beginn der Corona-Krise aus ihrem Verein ausgetreten. Neuanmeldungen gibt es nicht. Die Vereine selbst schätzen ihre Verluste auf über 400 Mio. Euro. Ob sie noch weitere Hilfen benötigen und in welcher Form, werde derzeit im Ministerium untersucht, so Herrmann.

    13.10 Uhr: Indischer Impfstoff zeigt Wirksamkeit von 81 Prozent

    Das indische Unternehmen Bharat Biotech hat nach eigenen Angaben bei seinem Covid-19-Impfstoff nach ersten Studienergebnissen eine Wirksamkeit von 81 Prozent festgestellt. Es handle sich um das Ergebnis einer Zwischenanalyse auf Basis von 43 Infektionen in einer Studie mit rund 25.800 Teilnehmern. Von den 43 Infizierten hatten 36 ein Scheinmedikament erhalten, sieben davon den Impfstoff. Indien hatte das Mittel mit dem Namen Covaxin bereits im Januar zugelassen, obwohl die Wirksamkeitsdaten aus der entscheidenden klinischen Studie noch ausstanden. Anfang der Woche hatte der indische Ministerpräsident Narendra Modi seine erste Covaxin-Impfdosis erhalten.

    13.01 Uhr: Massenimpfung gegen Südafrika-Variante in Tirol

    Mit einer Massenimpfung im österreichischen Bundesland Tirol soll die südafrikanische Variante des Corona-Virus bekämpft werden. In einem wissenschaftlich begleiteten Pilotprojekt werde der Bezirk Schwaz mit 100.000 Dosen Impfstoff versorgt, die mit Hilfe der EU geliefert werden, gab die Regierung am Mittwoch in Wien bekannt. Für Tirol wurden im Februar Ausreisetests eingeführt, um die starke Verbreitung der ansteckenderen Virus-Variante einzudämmen. "Das ist sehr gut gelungen", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Von einem Spitzenwert von rund 200 aktiven Fällen sei man bei unter 100 Fällen angelangt. Trotzdem müsse man weiterhin daran arbeiten, die Zahl Richtung null zu senken.

    12.41 Uhr: Sri Lanka will Corona-Opfer auf kleiner Insel begraben lassen

    Die Regierung auf Sri Lanka hat entschieden, dass Corona-Todesopfer auf einer kleinen Insel vor der Hauptinsel begraben werden sollen. Doch dagegen haben nach Behördenangaben am Mittwoch etwa Zwei Drittel der rund 150 Bewohner der kleinen Insel protestiert. Sie hätten Angst, dass sie sich so mit dem Virus infizierten, sagte ein örtlicher Priester, der den Protest mitorganisiert hat. Bislang hätte es noch keine Corona-Fälle auf der kleinen Insel gegeben.

    12.38 Uhr: Weniger Arbeitsunfälle im Corona-Jahr

    Die Corona-Einschränkungen für Unternehmen und Beschäftigte hatten im vergangenen Jahr deutlich weniger Arbeitsunfälle zur Folge. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist 2020 um 12,8 Prozent auf 760.369 Unfälle gesunken, wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) am Mittwoch auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. "Die Beschäftigten waren weniger mobil, viele arbeiteten in Kurzarbeit oder im Homeoffice, deshalb sind die Arbeitsunfallzahlen gesunken", sagte DGUV-Hauptgeschäftsführer Stefan Hussy. Noch stärker fiel der Rückgang den Angaben zufolge bei Unfällen auf dem Weg zur Arbeit oder wieder nach Hause aus: Sie gingen gegenüber 2019 um 18,2 Prozent auf 152.773 Unfälle zurück

    12.21 Uhr: Verlängerung der Grenzkontrollen bis zum 17. März

    Deutschland verlängert seine stationären Kontrollen an der Grenze zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol bis zum 17. März. Das teilte der parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) am Mittwoch im Innenausschuss des Bundestages nach Angaben von Teilnehmern einer nicht-öffentlichen Sitzung mit.

    12.15 Uhr: Fast jeder Zweite arbeitet zeitweise im Homeoffice

    Mitte Februar arbeitete nach einer Umfrage für das Bundesarbeitsministerium fast jeder zweite Beschäftigte (49 Prozent) zumindest stundenweise im Homeoffice. "Gut jeder dritte abhängig Beschäftigte arbeitete sogar überwiegend oder ausschließlich im Homeoffice", heißt es in einer noch unveröffentlichten Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) für das Ministerium. 22 Prozent der Beschäftigten hätten im Februar mehr im Homeoffice gearbeitet als noch im Januar. Die Autoren führen dies auch auf die Ende Januar in Kraft getretene Corona-Arbeitsschutzverordnung zurück, die Arbeitgeber verpflichtet, den Beschäftigten nach Möglichkeit mobiles Arbeiten anzubieten. Die bis Mitte März befristete Verordnung soll laut Beschlussvorlage für die Beratungen der Bundesregierung und Länder bis Ende April verlängert werden.

    11.53 Uhr: Trotz Impfrückstand: Russland rechnet mit Herdenimmunität bis Juli

    Ungeachtet niedriger Impfzahlen will Russland noch bis zum Sommer eine Immunität weiter Bevölkerungsteile gegen Corona erreichen. Auf Grundlage von Liefer- und Impfplänen rechne man mit der so genannten Herdenimmunität bis Ende Juli, sagte Russlands Gesundheitsminister Michail Muraschko der Agentur Tass zufolge am Mittwoch bei einem Besuch in der sibirischen Stadt Nowosibirsk. Er kündigte zudem eine erhöhte Impfstoffproduktion an. Dennoch blieb unklar, wie das Ziel erreicht werden soll.

    11.49 Uhr: Nur wenig Kreise mit Inzidenz von unter 35

    Lediglich jeder achte Landkreis in Deutschland liegt bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz derzeit unter der politisch definierten Schwelle von 35. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts von Mittwochmorgen hervor. Demnach wurden zuletzt in 55 von etwas mehr als 400 erfassten Landkreisen und kreisfreien Städten weniger als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche registriert. In rund 250 Kreisen lag die Inzidenz bei über 50 - in 57 Kreisen und kreisfreien Städten lag sie sogar bei über 100.

    Auf Ebene der Bundesländer liegt bislang kein Land unter dem Wert von 35. Besonders niedrig war die Inzidenz laut RKI zuletzt in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein mit jeweils knapp unter 50. Fachleute gehen wegen der Verbreitung ansteckender Varianten nicht davon aus, dass die Inzidenz in nächster Zeit flächendeckend fällt.

    11.46 Uhr: Wirtschaft und Regierung beraten Freitag über Tests in Firmen

    Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft werden zwei Insidern zufolge voraussichtlich am Freitag wieder mit der Regierung über eine Testpflicht in Unternehmen beraten. Bei den Gesprächen am Dienstagabend seien viele Fragen noch offengeblieben, sagte ein Wirtschaftsvertreter am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Am Freitag solle dies in gleicher Runde fortgesetzt werden. Im Entwurf für die Corona-Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch heißt es: "Für einen umfassenden Infektionsschutz ist es erforderlich, dass die Unternehmen in Deutschland als gesamtgesellschaftlichen Beitrag ihren in Präsenz Beschäftigten pro Woche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Schnelltest machen." Wer die Kosten übernehme und was genau unter Präsenz-Beschäftigten zu verstehen sei, sei aber noch nicht geklärt, so einer der Insider.

    11.32 Uhr: Folge von Corona: Rekordzahlen bei FSME-Erkrankungen

    Die Folgen der Corona-Pandemie und die Klimaerwärmung haben Experten zufolge die Zahl der FSME-Erkrankungen im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert steigen lassen. In Deutschland seien 2020 so viele Menschen an der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erkrankt wie nie seit Beginn der Meldepflicht vor 20 Jahren, teilte die Stuttgarter Universität Hohenheim am Mittwoch mit. Genaue Zahlen werde das Robert Koch-Institut in den kommenden Tagen in seinem wöchentlichen Epidemiologischen Bulletin veröffentlichen, hieß es. Die Krankheit wird durch Zeckenbisse übertragen und kann unter anderem mit einer Hirnhautentzündung einhergehen. "Als Ursache für diesen dramatischen Trend können wir zum einen Corona mitverantwortlich machen", sagte Gerhard Dobler vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr (München) am Mittwoch der dpa. Denn die dem RKI gemeldeten Zahlen der FSME-Fälle hingen unter anderem auch vom Freizeitverhalten der Menschen ab. Wenn sie sich häufiger im Freien aufhalten, so steige das Risiko.

    11.30 Uhr: Viele Händler rechnen 2021 mit schlechteren Geschäften

    Viele Händler in Deutschland rechnen in diesem Jahr angesichts des Corona-Lockdowns mit einer weiteren Verschlechterung ihrer Geschäfte. Zwei Fünftel gehen für die kommenden zwölf Monate von einer ungünstigeren Entwicklung aus, wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zu seiner am Mittwoch veröffentlichten Umfrage zu Jahresbeginn unter 7000 Handelsbetrieben mitteilte. Nur 16 Prozent erwarten eine Verbesserung. "Besonders stark betroffen sind die Modeanbieter", hieß. Doch selbst im bisher von der Krise profitierenden Lebensmittelhandel liege der Erwartungssaldo deutlich im negativen Bereich.

    11.26 Uhr: Rekordzahl an Covid-19-Patienten in Tschechien

    Die Krankenhäuser in Tschechien melden eine Rekordzahl an Covid-19-Patienten. Insgesamt werden 8162 Menschen stationär behandelt, der höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie, wie am Mittwoch aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Darunter waren mehr als 1660 besonders schwere Fälle, die künstlich beamtet werden müssen. In der Verwaltungsregion Pardubice in Ostböhmen wurde ein Notfallplan aktiviert, weil die Krankenhauskapazitäten vollständig erschöpft waren.

    Angesichts der verzweifelten Lage sollen nun auch weitgehend unerprobte Medikamente versuchsweise eingesetzt werden. Im Universitätskrankenhaus in Brünn (Brno) trafen 10.000 Packungen des Antiparasitikums Ivermectin ein. Dafür hatte sich Regierungschef Andrej Babis persönlich eingesetzt: "Wir sagen, dass wir nicht auf klinische Studien warten können, lasst uns das versuchen."

    11.18 Uhr: Münchens OB Reiter will 24-Stunden-Freitest-Pass

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will sich für einen "24-Stunden-Freitest-Pass" stark machen und dadurch mehr Lockerungen in der Zeit ermöglichen, in der noch nicht so viele Menschen geimpft sind. Das hat er soeben in der Stadtrats-Sitzung bekräftigt. Nach dieser Idee könnten Menschen an verschiedenen Stellen in der Stadt einen Schnelltest machen und hätten dann im Fall eines negativen Befunds 24 Stunden lang eine Zugangsberechtigung etwa für Kultureinrichtungen, Konzerte oder Außengastronomie. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) habe auf den Vorschlag durchaus positiv reagiert, berichtete Reiter. Allerdings habe er zugleich darauf hingewiesen, dass es für die Umsetzung noch zu wenig Schnelltests gebe. Für mehr Tests zu sorgen, so der OB, sei freilich Sache des Freistaats bzw. des Bundes.

    11.16 Uhr: Tüv-Verband fordert Impfungen durch Betriebsärzte

    Der Verband der Technischen Überwachungs-Vereine (Tüv) hat sich für Impfungen durch Betriebsärzte am Arbeitsplatz ausgesprochen. "Deutschland verfügt mit seinen Betriebsärzten über ein weltweit einmaliges System, um möglichst viele Erwerbstätige innerhalb kurzer Zeit impfen zu können", teilte Verbandspräsident Dirk Stenkmap am Mittwoch mit. "Jetzt ist die Politik am Zug, damit die arbeitsmedizinischen Dienste mit ausreichend Impfstoff versorgt werden können." Laut einer Umfrage im Auftrag des Tüv-Verbands würden es rund 84 Prozent der Befragten gut oder sehr gut finden, wenn Unternehmen und andere Arbeitgeber ihren Beschäftigten eine Corona-Impfung anbieten würden.

    11.13 Uhr: Bund der Steuerzahler rügt Wirtschaftsministerium für den Kauf von FFP2-Masken zu "Mondpreisen"

    Auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks hat sich der Bund der Steuerzahler in Bayern e.V. präziser zu den Käufen von mutmaßlich überteuerten FFP2-Masken geäußert. Vizepräsident Michael Jäger erklärte, es gehe nicht um eine Kritik an einzelnen Vorgängen und Unternehmen. Aktuelle Medienberichte – wie die Berichte über den Kauf von einer Million FFP2-Masken zum Preis von sechs Euro das Stück von der Firma Zettl aus Weng in Niederbayern durch das Wirtschaftsministerium seien aber ein Auslöser für die Kritik. Die Maskenbeschaffung mit Steuermitteln in Krisenzeiten sei völlig richtig gewesen, so Jäger weiter. Trotzdem hätte in diesem Fall eine genaue Preisprüfung durch die öffentliche Preisüberwachungsstelle in Bayern angewandt werden müssen.

    11.12 Uhr: Weitere Öffnungsschritte für Sport im Gespräch

    Der deutsche Sport darf sich Hoffnungen auf mögliche weitere Lockerungen der bestehenden Beschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie machen. Vor den Beratungen von Bund und Ländern sind nun auch Lockerungen in Regionen im Gespräch, in denen lediglich eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 stabil unterschritten wird. Es könnte dort dann beispielsweise "Individualsport alleine oder zu zweit und Sport in Gruppen von bis zu zehn Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich" geben. Das geht aus einem aktualisierten Beschlussentwurf für die Gespräche der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochnachmittag hervor. Das Papier trägt die Uhrzeit 7.30 Uhr und liegt der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren voneinander unabhängigen Quellen vor.

    11.04 Uhr: Österreich: Verdachts des Betrugs bei FFP2-Masken

    In Österreich ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Hersteller von FFP2-Schutzmasken wegen des Verdachts der organisierten Schwarzarbeit sowie des schweren gewerbsmäßigen Betruges. "Hintergrund sind Ermittlungsergebnisse, wonach im Ausland produzierte FFP2-Masken, an einem Unternehmensstandort in Österreich umgepackt und als in Österreich produzierte Masken zu einem höheren Preis verkauft worden sein sollen", teilte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Für das Umpacken der FFP2- Masken sollen Personen ohne die erforderliche Anmeldung zur Sozialversicherung tätig gewesen sein.

    11.01 Uhr: Die Hälfte der Deutschen lebt in Angst und Sorge

    Das Coronavirus und die Folgen der Krise treffen nahezu jeden: Mehr als die Hälfte der Deutschen verspürt große Angst, ein weiteres Drittel ist immerhin besorgt. Als frei von Angst und Sorge in der Pandemie bezeichnen sich derzeit nur neun Prozent der Menschen. Vor allem Frauen (64 Prozent) und Ältere jenseits der 50 (62 Prozent) haben mit Ängsten zu kämpfen. Dies sind Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung der pronova BKK im Januar dieses Jahres. Hilfe und Entlastung suchen die Deutschen vor allem in Gesprächen mit der Familie und mit Freunden (48 Prozent). Viele versuchen außerdem, sich mit Sport (29 Prozent) und Musik oder einem Buch (43 Prozent) von den Sorgen abzulenken. Auch die Corona-Nachrichten einmal bewusst abzuschalten wirkt für einige (31 Prozent) wohltuend. Jeder Sechste greift zu einem Glas Wein oder Bier.

    10.46 Uhr: SPD dringt auf Testen durch Arbeitgeber

    Arbeitgeber sollten ihre Beschäftigten im Betrieb nach Worten des Parlamentarischen Geschäftsführers der SPD, Carsten Schneider, "mindestens einmal pro Woche" testen und dafür auch die Kosten tragen. Diese sei der organisatorische und finanzielle Beitrag der Arbeitgeber. Von einer Testpflicht will Schneider nicht sprechen. "Ich gehe davon aus, dass die Unternehmensverbände (…) das mit ihren Mitgliedsunternehmen einmal pro Woche auch darstellen können", sagt Schneider. "Da brauche ich gar nicht mit einer Pflicht zu drohen."

    10.44 Uhr: Krise trifft auch Gebäudereiniger

    Das Gebäudereiniger-Handwerk mit seinen rund 700.000 Beschäftigten bekommt die Corona-Krise hart zu spüren, wie der Branchenverband BIV mitteilt. Zwei Drittel der Unternehmen machten demnach 2020 weniger Umsatz, die Einbußen lagen meist zwischen einem und zehn Prozent. Die Pandemie sorge für Licht und Schatten. "Neben steigender Wertschätzung hat es im Gesundheits- und Pflegebereich, in Schulen und Kitas Extra-Aufträge und erhöhte Intervalle für Reinigung und Desinfektion gegeben", erklärt Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich. "Auf der anderen Seite sind ganze Felder wie Gastgewerbe, Veranstaltungswirtschaft oder Handel weggebrochen und damit Reinigungsaufträge, die nicht kompensiert werden können." Für 2021 rechnen nur knapp 40 Prozent der Betriebe mit guten oder sehr guten Geschäften.

    10.39 Uhr: Polen: Zahl der Neuinfektionen auf Höchststand seit Ende November

    In Polen haben die Behörden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 15 698 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 verzeichnet - der höchste Stand seit Ende November. Dies seien fast doppelt so viele neue Fälle wie am Vortag, sagte Vize-Gesundheitsminister Waldemar Kraska am Mittwoch dem öffentlich-rechtlichen Sender Polskie Radio. Im gleichen Zeitraum seien 309 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. "Die heutigen Werte zeigen, dass die dritte Welle nicht nur Fakt ist, sondern auch Tempo aufnimmt", sagte Kraska. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner. Deutschland hat das Nachbarland als Risikogebiet eingestuft.

    10.35 Uhr: Kinderärzte: Mehr Kurzsichtigkeit bei Kindern wegen Lockdown

    Kinderärzte befürchten, dass während der Corona-Pandemie viele Kinder als Folge von Homeschooling und zu viel Aktivität vor dem Bildschirm eine Kurzsichtigkeit entwickeln. "Kinder und Jugendliche haben während des Corona-Lockdowns deutlich mehr Zeit mit digitalen Spielen verbracht", erklärte der Präsident des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, am Mittwoch in Köln. Das zeige eine aktuelle Studie der Krankenkasse DAK. Danach stieg die durchschnittliche Spieldauer werktags von 79 Minuten im September 2019 auf 139 Minuten im April 2020. "Vor allem Kinder, die mit ihren Familien in beengten Wohnungen ohne Garten leben, hatten oft nichts anderes als digitale Medien, um sich abzulenken", ergänzte der BVKJ-Sprecher für Westfalen-Lippe, Michael Achenbach. Gerade in der Phase des Augenwachstums bei Kindern führe es jedoch zu Kurzsichtigkeit, wenn das Auge wenig Sehangebote in der Ferne erhalte.

    10.28 Uhr: Türkei: Sinovac-Impfstoff hat Wirksamkeit von 83,5 Prozent

    Der Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac hat einem türkischen Medienbericht zufolge eine Wirksamkeit von 83,5 Prozent. Dies gehe aus Zahlen eine finalen Phase-3-Studie hervor, berichtet die Agentur Anadolu unter Berufung auf die Universität Hacettepe. Der Impfstoff verhindere zudem einen Krankenhausaufenthalt in 100 Prozent der Fälle. Mitte Januar hatten Studienergebnisse aus Brasilien Zweifel an dem Sinovac-Vakzin geschürt.

    10.25 Uhr: Bundesregierung weist EU-Kritik an Grenzkontrollen zurück

    Die Bundesregierung hat Kritik der EU-Kommission an den Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol erneut zurückgewiesen. Deutschland habe in der Corona-Pandemie Schutzmaßnahmen angesichts "einer akuten Gefährdungslage" eingeführt, schrieb der deutsche EU-Botschafter Michael Clauß nach AFP-Informationen vom Mittwoch an die EU-Kommission. Grenzkontrollen seien nötig, wenn "Nachbarregionen mit extrem hohen Inzidenzzahlen weniger starke Schutzmaßnahmen ergriffen". Clauß verwies zudem auf die Ausbreitung von Virus-Varianten in den Nachbarregionen. Die EU-Kommission hatte am Montag vergangener Woche in einem Brief an Clauß die Kontrollen und Einreiseverbote zu Tschechien und Österreich kritisiert. Aus ihrer Sicht kann der Schutz der deutschen Bevölkerung durch "weniger einschränkende Maßnahmen" erreicht werden.

    10.25 Uhr: Epidemiologin: Über Lockerungen erst in sechs bis acht Wochen reden

    Keinen Spielraum für weitreichende Lockerungen der Corona-Maßnahmen sieht die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, Eva Grill. "Im Moment sind wir mit dem Impfen noch nicht so weit", sagte sie im Interview mit dem Radiosender Bayern 2 am Mittwoch. Das müsse Fahrt aufnehmen, "damit wir in sechs bis acht Wochen sagen können: So geht's weiter", so die Münchner Wissenschaftlerin. Die Ausbreitung der neuen Virus-Varianten betrage jetzt etwa 50 Prozent der gemeldeten Fälle. "Es ist Realität, dass sich diese Mutanten rasant ausbreiten", sagte Grill. Trotz der Schließungen sänken die Werte aber gegenwärtig nicht mehr. Dies habe nichts damit zu tun, dass sich die Menschen nicht mehr an die Maßnahmen hielten. Grill zufolge werden die Fallzahlen weiter steigen.

    09.47 Uhr: EU-Kommissar: Bauen Kapazität zur Impfstoffproduktion deutlich aus

    Die EU wird nach den Worten ihres Industriekommissars Thierry Breton ihre Kapazität für die Produktion von Covid-19-Impfstoffen deutlich ausbauen. Ziel sei, bis Ende 2021 Kapazitäten für die Produktion von zwei bis drei Milliarden Dosen jährlich zu haben, sagt er der italienischen Zeitung "Corriere della Sera".

    09.46 Uhr: Norwegischer Skisprungstar Granerud in Oberstdorf positiv auf Corona getestet

    Der norwegische Skisprungstar Halvor Egner Granerud ist offenbar bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies berichtet die Tageszeitung VG unter Berufung auf Verbandskreise. Der Weltverband FIS teilte am Mittwochmorgen mit, dass es bei einem Mitglied des norwegischen Skisprung-Teams ein positives Testergebnis gegeben habe und die betreffende Person isoliert worden sei. Angaben zur Person machte die FIS nicht. Der elfmalige Saisonsieger Granerud (24) war als großer Favorit zur WM gekommen, im Einzel von der Normalschanze war er aber nur Vierter geworden und hatte mit Norwegens Mixed-Team Silber hinter Deutschland geholt. Die Qualifikation zum Springen auf der Großschanze findet am Donnerstagabend statt, die Medaillenentscheidung am Freitag.

    09.36 Uhr: CSU-Fraktion will Zeitraum für Corona-Verlustrücktrag auf 3 Jahre erweitern

    Um Unternehmen in der Corona-Krise zu entlasten, will die CSU-Fraktion die Möglichkeit, aktuelle Verluste mit vor der Krise erzielten Gewinnen steuerlich zu verrechnen, deutlich verbessern. Konkret soll der Zeitraum für den steuerlichen Verlustrücktrag von derzeit einem Jahr auf 3 Jahre verlängert werden. Damit könnten Verluste aus 2020 bis ins Jahr 2017, Verluste aus 2021 bis 2018 mit Gewinnen verrechnet werden. Dies würde insbesondere für kleine und mittelständische Betriebe die Liquidität verbessern, da sie bereits gezahlte Steuern zurückbekämen.

    09.27 Uhr: Scholz fordert "vorsichtige" Öffnungsstrategie

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz fordert vorsichtige Lockerungen der Corona-Maßnahmen. "Wir haben mehr Möglichkeiten zu testen. Die Selbsttests kommen jetzt in großem Umfang auf den Markt", sagt der SPD-Kanzlerkandidat im Inforadio vom rbb. Auch bei den Impfungen komme man voran. "Das muss beides mit einer konkreten Öffnungsstrategie verknüpft werden, die gleichzeitig so vorsichtig ist, dass wir ein Ausbrechen der Infektionszahlen verhindern können." Dafür müsse ermöglicht werden, dass Unternehmen ihre Beschäftigten testen können, Schnelltests in Schulen bereitgestellt werden und alle Bürger die Möglichkeit bekämen, sich testen zu lassen.

    09.24 Uhr: Einzelhandel pocht auf Wiedereröffnung zum 8. März

    Der Einzelhandel fordert vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern eine rasche Wiedereröffnung der Geschäfte. "Wir möchten Sie eindringlich auffordern, die Wiedereröffnung des gesamten Einzelhandels auf der Basis der funktionierenden Hygienekonzepte zum 8. März zu ermöglichen", heißt es in einem Schreiben des Branchenverbands HDE an das Kanzleramt. Die von Bund und Ländern angepeilte Zulassung von Einkaufen mit Terminvereinbarung ("Click & Meet") könne die meisten Händler wirtschaftlich nicht retten. Sie sei auch "kein deutlicher Schritt hin zu der lange überfälligen Öffnungsstrategie für den gesamten Einzelhandel". Blieben die Geschäfte abseits des Lebensmittelhandels weiter geschlossen, werde dies für die Unternehmen und ihre Beschäftigten "verheerende Folgen" haben.

    09.19 Uhr: Explosion an Corona-Test-Zentrum in den Niederlanden

    An einem Corona-Test-Zentrum in den Niederlanden gibt es eine Explosion. Bei dem Vorfall in der Stadt Bovenkarspel nördlich von Amsterdam seien Scheiben zu Bruch gegangen, verletzt worden sei aber niemand, teilt die Polizei mit. Man gehe davon aus, dass die Explosion vorsätzlich herbeigeführt worden sei.

    08.58 Uhr: Laschet: Werden heute auch über "digitale Möglichkeiten" für Lockerungen reden

    NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert auch den Einsatz von "digitalen Möglichkeiten", um zu Lockerungen zu kommen. Dazu zähle etwa eine App, mit der man in Restaurants einchecken könne, sagt er in der ARD. "Und falls etwas passiert, ist die Infektionskette lückenlos nachzuverfolgen." Darüber habe man bislang viel zu wenig geredet. "Und den Schritt werden wir heute gehen", sagt er mit Blick auf das Bund-Länder-Treffen.

    08.50 Uhr: Neuer Entwurf: Öffnungsschritte auch unter Inzidenz von 100 möglich

    Der neue Entwurf für die Bund-Länder-Beratungen sieht vor, dass Öffnungsschritte künftig unter Auflagen auch unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 möglich sein sollen. Diese Regelung sei ergänzend zu der bisher vorgesehenen Inzidenz von 35 vorgesehen, heißt es in dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf von Mittwochmorgen. Das könnte frühere Öffnungen etwa von Einzelhandel und Außengastronomie möglich machen, wird aber etwa an Voranmeldungen und vermehrtes Testen geknüpft. Die Schwelle von 100 soll zugleich eine "Notbremse" sein: Wenn die Neuinfektionszahlen darüber steigen, soll die für den 8. März vorgesehene Lockerung der Kontaktbeschränkungen wieder zurückgenommen werden müssen, heißt es.

    08.26 Uhr: Höheres Impftempo dank neuer Astrazeneca-Daten?

    Nach der Veröffentlichung neuer Daten zur Wirkung des Astrazeneca-Impfstoffs geht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) von spürbarem Schwung für die Impfkampagne in Deutschland aus. Es lägen sehr gute Erkenntnisse aus England und Schottland vor, "dass Astrazeneca bei den über 65-Jährigen sehr, sehr gut wirkt", sagte Spahn am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Weitere Daten zeigten, dass es sinnvoll sei, das Intervall zwischen erster und zweiter Spritze auszudehnen. "Dann können wir mehr Erstimpfungen machen", erklärte Spahn. "Und - das ist das Spannende etwa bei AstraZeneca - die Wirksamkeit ist auch höher. Es schützt besser." Jetzt seien die Daten da, die bislang gefehlt hätten. Deshalb habe er die Impfkommission gebeten, die Pläne zügig zu überarbeiten.

    Die Stiko teilte kürzlich bereits mit, dass sie an einer Überarbeitung der Impfempfehlung sitze. Der Vorsitzende des Gremiums, Thomas Mertens, sagte allerdings am Dienstagabend im SWR, ob ein Einsatz des Astrazeneca-Produkts bei Älteren empfohlen werde, stehe noch nicht fest.

    08.18 Uhr: Berlins Bürgermeister fordert "aggressive" Test- und Impfstrategie

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) fordert ein deutlich höheres Tempo bei Tests und Impfungen. Dazu brauche es eine "aggressive" Strategie, sagt er in der ARD. Dazu zählten "zusätzliche Instrumente", etwa die niedergelassenen Ärzte, die in Zukunft bei Impfungen unterstützen müssten. "Und ich kann es tatsächlich nicht verstehen, warum es nicht schon die Verständigung mit den niedergelassenen Ärzten gibt." Deshalb erwarte er auch, dass es dazu von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) heute beim Bund-Länder-Treffen "harte Aussagen" gebe, an denen man sich orientieren könne.

    08.07 Uhr: Italien verlängert Corona-Reisesperren im Land für mehrere Wochen

    Italien verlängert zentrale Corona-Beschränkungen wie die Reisesperren im Land um rund einen Monat. Außerdem müssen alle Schulen in Hochrisiko-Gebieten, sogenannten Roten Zonen, schließen. Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza in Rom mit. Ministerpräsident Mario Draghi unterschrieb am Dienstag ein entsprechendes Dekret. Während die neue Anordnung generell bis 6. April und damit über das Osterfest gilt, wurden die regionalen Reisebeschränkungen nur bis 27. März verlängert. Damit bleibt es in dem Mittelmeerland weiter verboten, die Grenzen zwischen den 20 italienischen Regionen zu überqueren. Ausnahmen gibt es etwa für die Arbeit und in Notfällen.

    08.04 Uhr: Ifo: Deutschland schöpft Homeoffice-Potenzial bei weitem nicht aus

    In Deutschland könnten einer Studie des Ifo-Instituts zufolge deutlich mehr Menschen in der Corona-Krise im Homeoffice tätig arbeiten. Demnach waren im Februar nur rund 30 Prozent der Beschäftigten mindestens teilweise von zu Hause aus tätig, wie die Münchner Forscher am Mittwoch zu ihrer Untersuchung mitteilten. "Das Potenzial liegt bei 56 Prozent. Die Firmen und die Mitarbeiter schöpfen es bei weitem nicht aus", sagte Ifo-Forscher Jean-Victor Alipour. "Die im Januar beschlossene Pflicht der Firmen zum Homeoffice, um die Corona-Ansteckungen zu verringern, ist deshalb bislang zum Teil verpufft." Der Anteil der Firmen, die Heimarbeit nutzten, lag den Angaben nach im Februar bei 81 Prozent. Um Corona zu bekämpfen und Öffnungen der Wirtschaft wieder zu ermöglichen, müssten mehr Menschen von zu Hause aus arbeiten, schreiben die Autoren. Das könnte bedeuten, die Homeoffice-Pflicht auf die Arbeitnehmer auszudehnen. "Aktuell gibt es in Deutschland lediglich die Bitte an die Arbeitnehmer, ein Angebot zum Homeoffice auch anzunehmen", sagte Alipour. "Frankreich und Belgien hatten dagegen im Winter eine Pflicht zum Homeoffice auch für Arbeitnehmer ausgesprochen."

    08.03 Uhr: Spahn setzt auf längeren Abstand zwischen erster und zweiter Impfung

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die empfohlenen Intervalle zwischen erster und zweiter Impfung ausreizen, um mehr Menschen eine Erstimpfung zu ermöglichen. Mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer solle möglichst erst nach sechs Wochen eine Zweitimpfung erfolgen, mit dem von AstraZeneca nach zwölf Wochen, sagt er in der ARD. "Dann können wir mehr Erstimpfungen machen und, das ist das Spannende etwa bei AstraZeneca, die Wirksamkeit ist auch noch höher." Zudem lägen inzwischen ermutigende Daten zur Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffs auch für Personen im Alter von über 65 Jahren vor. "Wenn wir die Über-65-Jährigen mit AstraZeneca impfen könnten, würde das richtig Geschwindigkeit bringen." Er hoffe hier auf eine Entscheidung der Ständigen Impfkommission binnen Tagen.

    07.47 Uhr: Intensivmediziner: "Extreme Disziplin" bei Öffnungen nötig

    Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis hat zur Vorsicht bei der Lockerung der Corona-Bestimmungen gewarnt. Die Intensivmediziner treibe die große Sorge um, "dass uns diese britische Mutante um die Ohren fliegt", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) am Mittwoch im WDR. "Wir können sicherlich zu einem gewissen Grad selbst sowas wie Läden eröffnen, aber was wir brauchen, ist eine extreme Disziplin." Wichtig sei, dass Masken getragen würden, am besten medizinische Masken, und dies müsse von den Geschäften auch richtig kontrolliert werden. Durch die britische Mutante drohe man derzeit wieder in ein exponentielles Wachstum hineinzukommen, und das müsse unbedingt verhindert werden, um eine Überlastung der Intensivstationen zu vermeiden.

    07.10 Uhr: Kolumbien plant Copa America mit Fans in den Stadien

    Co-Gastgeber Kolumbien plant bei der diesjährigen Copa America (11. Juni bis 10. Juli) die Rückkehr der Fans in die Fußball-Arenen. "Eine Copa America ohne Zuschauer macht wenig Sinn", sagte Sportminister Ernesto Lucena dem Radiosender Caracol. Lucena setzt dabei auf eine Auslastung von maximal 30 Prozent. In Kolumbiens Stadien sind seit März 2020 keine Zuschauer zugelassen. Ein Hygieneprotokoll soll die Sicherheit der Fans und aller Beteiligten gewährleisten. Die Zuschauerzahl könnte laut Lucena erhöht werden, wenn das Land sein Impfprogramm wie geplant umsetzt und die Corona-Fälle sinken.

    06.39 Uhr: Brasilien meldet Tagesrekord an Corona-Toten

    Brasilien hat bei den an einem Tag erfassten Corona-Tote einen neuen Höchstwert registriert. 1.641 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums vom Dienstag (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden gestorben. Der bisherige Höchstwert hatte am 29. Juli bei 1.595 gelegen. Insgesamt sind damit in Brasilien 257.361 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 59.925 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem größten Land Lateinamerikas auf mehr als 10,6 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher. Nachdem die Krankenhäuser zuletzt wieder an ihre Grenzen geratenen waren, hatte der Gesundheitsrat eine landesweite Ausgangssperre gefordert. Präsident Jair Bolsonaro, der mittlerweile auch den Sinn von Corona-Impfungen grundsätzlich in Zweifel zieht, hat das Virus von Anfang an verharmlost.

    06.38 Uhr: USA: Rund 56.900 Neuinfektionen und 1.909 weitere Tote

    In den USA melden die Gesundheitsbehörden mindestens 56.873 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurden mindestens 28,79 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus gestestet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 1909 auf 517.025. Die USA weisen weltweit mit Abstand die höchsten Infektions- und Todeszahlen auf. Nach den USA verzeichnen Indien, Brasilien, Russland und Großbritannien die höchsten Ansteckungszahlen.

    06.07 Uhr: 71 Prozent der Jugendlichen psychisch belastet

    Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) fordert unter der Berücksichtigung von Hygienekonzepten die zeitnahe Öffnung der rund 90.000 Sportvereine für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Grund für die Forderung ist unter anderem eine Corona- und Psyche-Studie (COPSY) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Demnach fühlen sich 71 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland durch die Corona-Pandemie und den Lockdown belastet. "Die Ergebnisse dieser ersten bundesweiten Studie ihrer Art sind alarmierend. Sie unterstreichen die Wichtigkeit der zeitnahen Rückkehr zum vereinsorganisierten Sport und damit verbunden nicht nur die Gesunderhaltung des Körpers sondern auch des Geistes", sagte DOSB-Ressortleiter Mischa Kläber.

    05.55 Uhr: US-Erzdiözesen raten von Johnson & Johnson-Vakzin ab

    Die Erzdiözese von New Orleans hat US-Katholiken vor dem Corona-Vakzin von Johnson & Johnson gewarnt. Dieses sei moralisch bedenklich, weil für die Produktion Zelllinien verwendet würden, die von abgetriebenen Föten stammten, hieß es in einer Mitteilung, die bereits in der vergangenen Woche versandt wurde. Die Entscheidung für eine Impfung sei eine individuelle Gewissensentscheidung, erklärte die Diözese – und fügte die Empfehlung an Gläubige hinzu, die Vakzine von Moderna oder von Pfizer und Biontech zu nutzen, sofern diese verfügbar seien. Auch die Erzdiözese von St. Louis ermutigte Katholiken in einer Mitteilung, den Impfstoff von Johnson & Johnson zu vermeiden, sofern dies möglich sei. Darin wurde jedoch hervorgehoben, dass auch gläubige Katholiken guten Gewissens auf das Vakzin zurückgreifen könnten, wenn kein anderes zur Verfügung stehe.

    05.32 Uhr: Impfung für Pele "unvergesslicher Tag"

    Die brasilianische Legende Pele hat im Fußball viel erlebt und zahlreiche Titel gewonnen. Der Tag, an dem er seine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten hat, sei dennoch "unvergesslich", schrieb der 80-Jährige bei Instagram. Dazu stellte Pele ein Foto, auf dem er eine Maske trägt und den Daumen in die Höhe streckt. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei, wir müssen diszipliniert bleiben, um Leben zu retten, weil viele Menschen noch nicht geimpft sind", schrieb Pele. Hygienemaßnahmen wie das Tragen von Masken, Händewaschen und Abstand seien wichtig: "Diese Pandemie wird vorübergehen, wenn wir einander helfen und acht geben." Pele, der mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, lebt derzeit zurückgezogen in seinem Haus in Sao Paulo.

    05.30 Uhr: Grütters: Kultur bei Öffnungsdiskussionen von Anfang an mitgedenken

    Vor dem Treffen von Bund und Ländern zu weiteren Maßnahmen in der Corona-Pandemie und möglichen Lockerungen hat sich Kulturstaatsministerin Monika Grütters für eine Berücksichtigung der Kulturszene stark gemacht. "Die Ministerpräsidentenkonferenz und die Bundesregierung beraten neben notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen mittlerweile auch wieder über Öffnungsszenarien", sagte die CDU-Politikerin der dpa in Berlin. Dabei müsse die Kultur bei allen Diskussionen von Anfang an mitgedacht werden. "Öffnungen dürfen nicht einer rein marktwirtschaftlichen Logik folgen", sagte Grütters. Sie erinnerte daran, dass Kultureinrichtungen die ersten gewesen seien, die schließen mussten. "Sie dürfen nicht die letzten sein, die wieder öffnen."

    05.15 Uhr: Landwirtschaft wartet wieder auf Saisonkräfte

    Der Frühling steht vor der Tür - und damit auch die Feldarbeit. Die Landwirtschaft setzt dazu auf Saisonarbeitskräfte, die meist aus Osteuropa kommen. "Wir brauchen diese erfahrenen Mitarbeiter, um die Versorgungssicherheit mit frischen, heimischen Lebensmitteln zu gewährleisten", sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur. Viele dieser Mitarbeiter kämen seit Jahren immer auf die gleichen Höfe und seien wichtig für die Betriebe. Jährlich helfen in den deutschen Landwirtschaftsbetrieben im Durchschnitt rund 300.000 Saisonkräfte. Im vergangenen Jahr seien es wegen der Corona-Pandemie deutlich weniger gewesen. "Im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, dass die Betriebe keine Hotspots waren", sagte eine Sprecherin des Landvolks Niedersachsen. Von wenigen Fällen abgesehen habe es keine größeren Infektionsfälle gegeben, sagt auch ein Sprecher des Bauernverbandes. Insbesondere das Arbeiten und Wohnen in kleinen Gruppen sowie die anfängliche Arbeitsquarantäne hätten sich bewährt. Die in diesem Jahr zusätzlich bestehende Testpflicht bei der Einreise sowie Schnelltests schafften zusätzliche Sicherheit.

    05.12 Uhr: RKI meldet 9.019 Neuinfektionen und 418 neue Todesfälle

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 9.019 Neuinfektionen. Das sind 1.012 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche. 418 weitere Menschen starben, die zuvor positiv getestet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 64,0 von 65,4. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,46 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt. 70.881 Personen starben dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus.

    04.39 Uhr: Intensivmediziner begrüßten geplante Lockdown-Verlängerung

    Die deutschen Intensivmediziner begrüßen die geplante Verlängerung des Lockdowns als notwendige Entlastung des deutschen Gesundheitssystems. "Es ist wichtig, dass wir noch drei Wochen durchhalten, weil wir durch das Impfen vieler Menschen trotz der Virusmutationen eine dritte Welle deutlich abflachen können", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI) der Zeitung "Augsburger Allgemeinen" laut einem Vorabbericht. "Wir gewinnen dadurch wertvolle Zeit", erklärt der Aachener Medizinprofessor. "Wer geimpft ist, kommt nicht auf die Intensivstation."

    04.00 Uhr: Länder wollen Astrazeneca-Impfstau abbauen

    n den Bundesländern wächst nach dem zögerlichen Start die Hoffnung auf einen schnellen Abbau des Astrazeneca-Impfstaus. Mehrere Länder rechnen mit einem deutlichen Hochfahren der Impfungen mit dem britisch-schwedischen Vakzin, wie eine Abfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Bis zuletzt hatte nur ein kleiner Teil der gelieferten Dosen den Weg in die Oberarme der Menschen gefunden. In mehreren Bundesländern werden bereits Impftermine für die zweite Prioritätsgruppe vergeben, andere planen das - und somit könnten zusätzlich Millionen von Menschen bald ein Recht auf eine Astrazeneca-Impfung haben. In Nordrhein-Westfalen etwa sollen ab Montag rund 750 000 Kita-Erzieher, Tageseltern, Grundschullehrer und Streifenpolizisten ein Impfangebot erhalten. "Wir wollen halt einfach impfen was das Zeug hält", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

    02.45 Uhr: Biden: Vorgezogene Impfungen für Lehrer

    US Präsident Joe Biden will Lehrer schneller durchimpfen. Die US-Bundesstaaten sollen die Impfungen für Lehrer priorisieren, um sicherzustellen, dass Kinder schnell und sicher in die Schule zurückkehren können, sagt Biden in einer TV-Übertragung aus dem Weißen Haus. Jeder Pädagoge soll bis Ende März mindestens eine Impfung erhalten.

    02.31 Uhr: Paul-Ehrlich-Institut verteidigt Astrazeneca-Vakzin

    "Der zugelassene Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca ist hochwirksam. Er verhindert in der Mehrzahl der Fälle eine Covid-19-Erkrankung oder mildert bei einer Erkrankung die Symptome", sagt der Chef der Paul-Ehrlich Instituts, Klaus Cichutek, der Zeitung "Rheinische Post" laut Vorabbericht. Er sei besorgt, dass Menschen ihre Impftermine wegen Vorbehalten nicht wahrnehmen. Bislang seien keine auffälligen Nebenwirkungen festzustellen. "Die Fälle von Krankmeldungen durch grippeähnliche Symptome bei Pflege- und Krankenhauspersonal stellen kein Risikosignal dar. Sie entsprechen den Impfreaktionen, was nach den klinischen Prüfungen zu erwarten war." In allen berichteten Fällen seien die Symptome nach zwei bis maximal drei Tagen abgeklungen. Die Reaktion zeige, dass das Immunsystem arbeite.

    01.11 Uhr: Brandbrief an Merkel: Unternehmen fordern Mittelstandsgipfel

    Vor dem Bund-Länder-Treffen dringt der Mittelstand in einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einen Gipfel über einen Ausstieg aus dem Lockdown. "Für viele Mittelständler steht nichts weniger als die eigene Existenz auf dem Spiel", heißt es in dem Schreiben, aus dem die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" vorab berichten. Zu den Unterzeichnern gehören der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), sowie Inhaber und Vorstandsvorsitzende von 20 großen Mittelstands-Unternehmen. Sie dringen auf einen Maßnahmenkatalog zur Entbürokratisierung der Corona-Hilfsprogramme, einen Ausstiegsplan und eine Post-Corona-Agenda. "Sonst droht uns ein Ausverkauf des deutschen Mittelstandes durch chinesische Direktinvestitionen", mahnen die Unternehmer.

    01.00 Uhr: Haseloff: "Ich würde mich jederzeit mit Sputnik V impfen lassen"

    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff wirbt für den russischen Impfstoff Sputnik V, um den Impfstoffmangel in Deutschland zu beheben. "Wir sollten alles tun, was möglich ist, um das Impfen in Deutschland zu beschleunigen", sagt der amtierende Bundesratspräsident den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" laut einem Vorabbericht. Ostdeutschland habe jahrzehntelange Erfahrung mit russischem Impfstoff. Er selbst sei schon als Kind mit einem russischen Präparat erfolgreich gegen Kinderlähmung geimpft worden, während im Westen noch kein Impfstoff zur Verfügung stand. Er würde sich daher jederzeit mit Sputnik V impfen lassen. Auch eine Impfpflicht schließe er nicht grundsätzlich aus. Es könnte "ein Thema für den Ethikrat sein", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen. "Impfpflicht hatten wir in der DDR. Ich habe es überlebt."

    00.29 Uhr: Großbritannien verlängert Corona-Hilfen

    Großbritannien will wegen der andauernden Pandemie das Programm zum Schutz von Arbeitsplätzen verlängern. Die Hilfen in Höhe von 80 Prozent des Gehalts sollen weitere fünf Monate bis Ende September laufen, heißt es in vorab veröffentlichten Auszügen aus seiner Haushaltrede vom Mittwoch. Auch Selbstständige sollen mehr Unterstützung erhalten.

    00.01 Uhr: Orban rechtfertigt Alleingang bei Impfstrategie

    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat den Alleingang seines Landes innerhalb der EU mit russischem und chinesischem Impfstoff mit dem Versagen der EU-Kommission gerechtfertigt. Gegenüber "Bild" sagte Orban: "Die EU hatte und hat ihre Chance, die Europäer schnell und effektiv mit Impfstoff zu versorgen und ihre Bürger zu schützen. Diese Chance hat sie nicht wahrgenommen. Deshalb muss ich gemäß unserer Verfassung zum Schutz meiner Bürger verantwortlich handeln." Ungarn unterstütze die Europäische Kommission weiterhin. "Aber wir erkennen auch: USA, Großbritannien, Israel, auch Serbien sind uns EU-Mitgliedern weit voraus. Deshalb suche ich für mein Land Impfstoff dort, wo er verfügbar ist, auch in China oder Russland, solange unsere Behörden die Wirkstoffe geprüft und freigegeben haben."

    Dienstag, der 2. März 2021

    20.40 Uhr: Italien verlängert Reisesperren im Land bis nach Ostern

    In Italien bleibt es bis zum 6. April verboten, die Grenzen zwischen den 20 italienischen Regionen zu überqueren. Ministerpräsident Mario Draghi hat ein entsprechendes Dekret unterschrieben. Ausnahmen gibt es demnach etwa für die Arbeit und in Notfällen. Außerdem müssen alle Schulen in Hochrisiko-Gebieten, sogenannten Roten Zonen, schließen - das betrifft Gebiete, in denen die Sieben-Tages-Inzidenz bei über 250 liegt.Auch in Italien breitet sich die besonders ansteckende britische Virusvariante stark aus, die Regierung gibt ihren Anteil mit mittlerweile über 50 Prozent der Fälle an. Theater und Kinos sollen in Zonen mit weniger Risiko ab dem 27. März unter bestimmten Auflagen wieder öffnen dürfen.

    20.15 Uhr: Sachsen-Anhalt will Impftempo erhöhen

    Zwar sind noch nicht alle Menschen der ersten Priorität geimpft, dennoch gibt Sachsen-Anhalt den AstraZeneca-Impfstoff für die zweithöchste Prioritätsgruppe frei. Das kündigte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) nach einer Sitzung des Kabinetts an. Dazu gehören Menschen mit Behinderungen, Organtransplantationen und Schwerkranke, aber auch Personal an Kitas, Grund- und Förderschulen sowie bestimmte Polizeikräfte.Der Wirkstoff von AstraZeneca wird nur für 18- bis 64-Jährige empfohlen, weil für Ältere die bisherigen Studiendaten nicht ausreichen. Damit müssen sich Menschen über 70 Jahre gedulden. Sie sind zwar in der zweithöchsten Impfpriorität, können aber keine AstraZeneca-Dosis bekommen.

    19.30 Uhr: Virologe Drosten: Anteil der Mutanten weiter gewachsen

    Der Virologe Christian Drosten schätzt den Anteil der in Großbritannien entdeckten Corona-Variante B.1.1.7 an den Infektionen in Deutschland inzwischen auf ungefähr die Hälfte. Der Anteil dieser ansteckenderen Mutante werde weiter steigen, das sei unausweichlich, sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité im Podcast Coronavirus-Update bei NDR-Info. In Großbritannien gebe es mittlerweile nur noch Reste anderer Varianten, B.1.1.7 dominiere vollkommen. Die Maßnahmen dort seien strenger, so Drosten. Neue Daten zur Varianten-Ausbreitung werden in dieser Woche vom Robert Koch-Institut (RKI) erwartet. Labore hatten vergangene Woche von einem Anteil von rund 30 Prozent von B.1.1.7 in Stichproben gesprochen.

    19.00 Uhr: EU-Behörde gibt am 11. März Empfehlung über J&J-Impfstoff ab

    Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) will am 11. März über die Empfehlung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson&Johnson entscheiden. Der zuständige Ausschuss für Humanmedizin werde dann zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen, teilte die EMA in Amsterdam mit. Es wird erwartet, dass die Experten grünes Licht für die Zulassung in der EU geben. Formal muss dann noch die EU-Kommission zustimmen - das könnte noch am selben Tag geschehen.Die Daten der Studien und Versuche des Unternehmens werden bereits von den EMA-Experten im laufenden Verfahren geprüft. Bisher sind in der EU drei Impfstoffe gegen das Coronavirus auf dem Markt. In den USA war der Wirkstoff am Wochenende zugelassen worden. Er ist von der J&J-Tochter Janssen in den Niederlanden entwickelt worden. Anders als bei den bisherigen Präparaten ist bei diesem Impfstoff nur eine Dosis erforderlich.

    18.35 Uhr: Unternehmen wollen Impfungen per Betriebsarzt

    Angesichts des wachsenden Impfstaus dringen Deutschlands Arbeitgeber auf eine größere Rolle der Betriebsärzte in der Corona-Impfkampagne. "Es ist nicht akzeptabel, dass aktuell mehr als eine Millionen Impfstoffdosen, die nicht für Zweitimpfungen zurückgelegt wurden, trotz hoher Nachfrage nach Impfungen nicht verimpft worden sind", heißt es in einem Konzept der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).Ergänzend zu den bisherigen Plänen von Bund und Ländern könnten laut BDA die Betriebsärztinnen und -ärzte einen stärkeren Beitrag zum schnellen Impfen leisten. Betriebsärzte könnten bei Unterstützung durch die Arbeitgeber Impfungen oftmals besonders effizient organisieren. In einem Beschlussentwurf für Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage an diesem Mittwoch heißt es dazu, Betriebsärzte könnten bereits einbezogen werden und sollten nun - im Lauf des zweiten Quartals - verstärkt eingebunden werden. Konkret fordert die BDA unter anderem, dass Betriebsärzte mit Impfstoff versorgt werden, die Vergütung geregelt wird und Dokumentationspflichten einfach geregelt werden.

    18.20 Uhr: Große Koalition will Beschränkungen nicht mehr nur an Inzidenz koppeln

    Union und SPD im Bundestag wollen einem Medienbericht zufolge künftige Corona-Beschränkungen nicht mehr nur an den Inzidenzwert koppeln. "Bei der Prüfung der Aufhebung oder Einschränkung der Schutzmaßnahmen ist insbesondere auch die Anzahl der gegen Covid-19 geimpften Personen und der R-Wert zu berücksichtigen", zitiert die "Welt" aus einer vorgeschlagenen Änderung des Paragrafen 28a des Infektionsschutzgesetzes, auf die sich die Spitzen der Unions- und SPD-Fraktionen geeinigt hätten.

    Die Änderung solle am Donnerstag im Bundestag beschlossen werden und ab dem 1. April gelten. Sie stehe in Zusammenhang mit der Verlängerung der epidemischen Lage, die ebenfalls am Donnerstag im Bundestag beschlossen werden solle.

    18.15 Uhr: Salzburg: Ausreise-Beschränkung für zwei Gemeinden

    Das österreichische Bundesland Salzburg führt für zwei Gemeinden eine Corona-Testpflicht bei der Ausreise ein. Die Maßnahme zur Eindämmung hoher Infektionszahlen gilt ab Freitag für Radstadt und Bad Hofgastein, wie die Landesregierung mitteilte. In den kommenden zwei Wochen müssen Jugendliche und Erwachsene einen negativen Test vorweisen, wenn sie diese Orte verlassen wollen.In Bad Hofgastein und Radstadt wurden in den vergangenen sieben Tagen jeweils 71 und 57 Infektionen entdeckt. Die Wochen-Inzidenz von positiven Tests pro 100.000 Einwohnern liegt bei 1042 beziehungsweise 1168 - ein vielfaches des gesamtösterreichischen Wertes von rund 160. "Wir müssen jetzt reagieren, denn die Corona-Neuinfektionen in den beiden Gemeinden gehen durch die Decke", sagte Salzburgs Landeschef Wolfried Haslauer in einer Stellungnahme. Im Februar hatte das Bundesland Tirol ähnliche Maßnahmen eingeführt.

    18.05 Uhr: Sechs Selbsttest-Kits bereits mit Sonderzulassung

    Mit Blick auf mögliche weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen können zusätzliche Selbsttests für zu Hause auf den Markt kommen. Heute wurden zwei weitere Sonderzulassungen erteilt, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mitteilte. Insgesamt sind damit nun sechs Tests zur Anwendung für jedermann auf diesem Weg zugelassen.Die Selbsttests sollen frei in Apotheken, anderen Geschäften und im Internet zu kaufen sein. Der Einsatz von Tests soll nach Plänen der Bundesregierung deutlich ausgedehnt werden, um mögliche weitere Öffnungen abzusichern. Neben Selbsttests gehören dazu Schnelltests, die geschultes Personal etwa in Testzentren oder Praxen abnimmt. Bei diesen schnellen Tests müssen Proben nicht erst zum Auswerten ins Labor geschickt werden. Positive Ergebnisse sollen dann aber mit genaueren PCR-Tests überprüft werden.

    17.45 Uhr: Öffnungen im Tourismus zu Ostern?

    Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat sich für klare Öffnungsschritte bereits bei einer landesweiten Inzidenz von unter 50 ausgesprochen. Er lehne es ab, bereits jetzt den innerdeutschen Osterurlaub abzusagen, sagte der CDU-Politiker am in Kiel. Reisen ins Ausland seien ja auch möglich. "Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass wir in Schleswig-Holstein Beherbergungen früher als Ende März erlauben." Klar ist für Günther, dass erste Lockerungen im Einzelhandel erfolgen sollen.Günther betonte, er halte nach Beratungen mit dem Expertengremium der Landesregierung nichts davon, Öffnungsschritte von einer Inzidenz von 35 Fällen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen abhängig zu machen. Dies würde dazu führen, erst in Monaten Lockerungen zu machen. "Wir sind aber in einer Situation, in der eine Inzidenz von 50 nicht zur Überlastung der Krankenhäuser führt."

    17.15 Uhr: Kanzlerin kündigt umfassende Teststrategie an

    Kanzlerin Angela Merkel hat eine breite und monatelange Teststrategie angekündigt, die nach dem Corona-Lockdown die geplanten Lockerungen absichern soll. Dies werde nach Einschätzung der Bundesregierung für die Monate April, Mai und Juni benötigt, sagte Merkel in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion, wie die Nachrichtenagentur dpa von Teilnehmern erfuhr.Später werde das Impfen so dominante Wirkungen haben, dass eine Teststrategie in solchem Umfang nicht mehr notwendig sei. Corona-Selbsttests seien neben den Antigen-Schnelltests noch nicht in großem Umfang verfügbar, sagte Merkel demnach. Neben den drei bereits zugelassenen Selbsttests gebe es 96 Anträge auf Zulassung - man rechne damit, dass um die 40 Produzenten valide Angebote machen könnten.Nun müsse man herausfinden, in welchem Umfang diese Tests kurzfristig zur Verfügung stünden. Man brauche sicherlich den Monat März, um eine umfassende Sicherheitsstrategie für Öffnungen aufzubauen, betonte Merkel weiter. Priorität sollten hier Schulen und Kitas haben.

    16.10 Uhr: Merkel - Ausbreitung der Mutationen schon bei rund 50 Prozent

    Der Anteil der Virus-Varianten bei den Corona-Neuinfektionen liegt nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel mittlerweile bei rund 50 Prozent. Das sagt Merkel nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

    15.20 Uhr: Mitglied des Ethikrats schlägt freien Tag nach Impfung vor

    Das Ethikratmitglied Wolfram Henn hat einen arbeitsfreien Tag nach der Impfung vorgeschlagen, um die Impfbereitschaft der Bevölkerung zu steigern. "Arbeitgeber, die an der Durchimpfung ihres Personals interessiert sind, könnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Tag nach der Impfung vom Erscheinen am Arbeitsplatz oder dem Homeoffice freistellen, ohne dass diese sich eigens krankmelden müssten", sagte der 59-jährige Medizinethiker und Professor am Universitätsklinikum des Saarlands dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

    Impfbereite Arbeitnehmer wüssten dann bereits vorher, dass sie mögliche körperliche Reaktionen auf die Impfung "am nächsten Morgen ohne bürokratischen Aufwand durch simples Ausschlafen bekämpfen könnten". Diese Impfreaktionen seien völlig normal und nichts anderes "als 'Muskelkater' vom Training des Immunsystems durch die Impfungen".

    15.05 Uhr: Caritas und Diakonie fordern schnelle Lockerungen für Altenheime

    Eine schnelle Öffnungsperspektive für Altenheime haben Vertreter von Caritas, Diakonie und Barmherzigen Schwestern am Dienstag in München gefordert. Mit der hohen Impfquote in den Einrichtungen sei ein wesentliches Schutzziel für die Seniorinnen und Senioren erreicht, regelmäßige Tests böten zusätzliche Sicherheit vor Infektionen. "Wir brauchen eine Rückkehr in eine normale Wohnsituation", sagte Gabriele Stark-Angermeier, stellvertretende Direktorin des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising laut Mitteilung.

    Auch Dirk Spohd, Geschäftsführer der Diakonietochter "Hilfe im Alter" forderte angepasste Strategien, um soziale Teilhabe wieder zuzulassen. "Die Rechte und Freiheiten müssen wieder an die älteren Menschen zurückgegeben werden", sagte Spohd. Die Bewohner könnten "angesichts ihrer noch kurzen Lebensdauer nicht mehr Monate auf Besuche und Lebensqualität warten", ergänzte Doris Schneider, Geschäftsleiterin der 27 Caritas-Altenheime in München und Oberbayern.

    15.00 Uhr: Grüne warnen vor voreiligen Lockerungen der Corona-Regeln

    Vor dem Corona-Krisengipfel von Bund und Ländern warnen die Grünen vor voreiligen Lockerungen der bestehenden Maßnahmen. "Es darf kein unkontrolliertes Öffnen geben, sondern ein verantwortungsvolles Öffnen mit Schutz", erklärte die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, am Dienstag in Berlin. Mit Schnelltests, besserer Nachverfolgung und mehr FFP2-Masken könne "ein Weg zwischen Lockdown und Lockerung" gefunden werden.

    Göring-Eckardt warnte zugleich, Bund und Länder sollten nicht sagen: "Wir öffnen einfach und dann schauen wir mal, ob es Schutzmaßnahmen gibt." Schutz sei "die Voraussetzung für alles, was wir in dieser schwierigen Phase der Pandemie machen werden". Sie forderte mehr Schnelltests, die überall zur Verfügung stehen, sowie schnellere Impfungen.

    14.15 Uhr: Verwaltungsgerichtshof kippt Testpflicht für Pflegeheim-Mitarbeiter

    Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat die Pflicht zu engmaschigen Corona-Tests für Beschäftigte in Pflege- und Altenheimen vorläufig außer Vollzug gesetzt. Von Donnerstag an ist diese Regelung damit zunächst ausgesetzt, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Nach der bayerischen Corona-Verordung mussten sich Beschäftigte von Alten- und Pflegeeinrichtungen drei Mal pro Woche testen lassen. Die Pflegedienstleiterin eines Heimes in Unterfranken hatte einen Eilantrag gestellt, nachdem dort nahezu alle Bewohner gegen Corona geimpft worden waren.

    Besucher müssen aber weiter einen negativen Test vorlegen. Das Gericht lehnte den entsprechenden Eilantrag eines Angehörigen ab. Die Pflicht sei derzeit wohl rechtmäßig, weil sie die Aufrechterhaltung wichtiger Sozialkontakte ermögliche und der Isolation der Bewohner vorbeuge.

    13.25 Uhr: Frankreich hebt Altersgrenze für Verwendung von Astrazeneca-Impfstoff an

    Frankreich hebt die Altergrenze für die Verwendung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca an. Künftig werde das Vakzin auch bei Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden bis einschließlich 74 Jahren zugelassen und nicht mehr nur bei den Unter-65-Jährigen, sagt Gesundheitsminister Olivier Veran dem Fernsehsender France 2. Dadurch könnten in den kommenden Wochen 2,5 Millionen Menschen mehr geimpft werden.

    Die französische Arzneimittelaufsicht HAS hatte am Dienstag für eine Anhebung der Altersgrenze plädiert unter Verweis auf eine schottische Studie, die einen großen Schutz durch den Impfstoff vor einem schweren Krankheitsverlauf auch bei Älteren bestätigt habe.

    12.50 Uhr: Forscher: Deutlich weniger CO2-Emissionen durch Online-Konferenzen

    Die seit Beginn der Corona-Pandemie weit verbreiteten Online-Konferenzen belasten die Umwelt laut einer Untersuchung deutlich weniger als Präsenztagungen. Am Beispiel der größten europäischen politikwissenschaftlichen Konferenz, der European Consortium for Political Research General Conference (ECPR), habe der CO2-Fußabdruck der virtuellen Veranstaltung nur etwa 0,5 bis 1,0 Prozent dessen ausgemacht, was ein persönliches Treffen verursacht hätte, teilte die Universität Freiburg am Dienstag mit. Die Hochschule berief sich auf eine Untersuchung des Politologen Sebastian Jäckle.

    12.30 Uhr: Holetschek: Zügig um Impftermin kümmern

    Der Freistaat Bayern bittet Erzieher und Lehrer, möglichst rasch einen Impftermin wahrzunehmen. Alle, die seit März schneller beim Impfen an der Reihe sind, sollten sich zügig um einen Termin kümmern, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) laut Mitteilung vom Dienstag. Impfungen könnten entweder in Schulen und Kitas durch Mobile Teams erfolgen oder in den Impfzentren über Gruppen- oder Individualtermine.

    Die konkrete Vorgehensweise sollten die Einrichtungen mit den Impfzentren abstimmen. "Wir setzen hier auf pragmatische Lösungen: Die Impfzentren entscheiden selbst flexibel, wie sie die Impfungen sinnvoll und ortsabhängig organisieren beziehungsweise ob die Berechtigten sich selbst über BayIMCO registrieren", sagte Holetschek. Wichtig sei, dass sich Menschen, die sich bereits registriert haben und nun in eine höhere Priorisierungsgruppe gerückt sind, erneut einloggen und ihre Daten aktualisieren. Insgesamt profitieren in Bayern laut Holetschek 260.000 Menschen von der neuen Priorisierung von Grund- und Förderschullehrern sowie Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung und Kindertagespflege.

    12.00 Uhr: Lockdown soll grundsätzlich bis 28. März verlängert werden

    Der Corona-Lockdown soll grundsätzlich bis zum 28. März verlängert werden. Das geht aus dem Entwurf einer Beschlussvorlage für den Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag. Das Papier von Montagabend sieht aber auch einige Lockerungen vor.

    So könnten die strengen Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie bereits ab dem kommenden Montag gelockert werden. Ab dem 8. März sollen sich bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten wieder treffen können, wie aus dem Entwurf einer Beschlussvorlage für die Bund-Länder-Spitzenberatungen am Mittwoch hervorgeht. Beim Unterschreiten bestimmter Inzidenzwerte sollen dann noch größere private Treffen möglich sein.

    11.26 Uhr: RKI: Bundesweit Fünf-Prozent-Marke bei Corona-Impfungen erreicht

    Mehr als zwei Monate nach Beginn der Impfungen gegen das Coronavirus haben rund fünf Prozent der Bevölkerung mindestens eine Dosis erhalten. Den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge wurden bislang etwa 6,4 Millionen Dosen des Impfstoffs verabreicht (Stand 2.3., 8.00 Uhr). Davon haben rund 4,2 Millionen Menschen eine Erstimpfung und fast 2,2 Millionen bereits die Zweitimpfung bekommen. Zum zweiten Mal wurden im Bundesdurchschnitt bisher 2,6 Prozent der Einwohner gepikst.

    11.20 Uhr: Weitere Öffnungen angedacht für Buch- und Blumenhändler

    Bund und Länder stellen in einem Entwurf für die am Mittwoch erwarteten Beschlüsse zur Corona-Lage weitere Öffnungen von Unternehmen in Aussicht. Das gelte für Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte. "Sie können somit auch mit entsprechenden Hygienekonzepten und einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 20 Quadratmeter wieder öffnen. Darüber hinaus können ebenfalls die bisher noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe sowie Fahr- und Flugschulen mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder öffnen." Kunden sollen hier aber einen negativen Schnell- oder Selbsttest vorweisen müssen.

    11.11 Uhr: Entwurf: Firmen sollen Mitarbeitern kostenlose Schnelltests anbieten müssen

    Laut einem Entwurf für die Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Lage sollen Unternehmen verpflichtet werden, Mitarbeitern im Büro kostenlose Schnelltests anzubieten. Offengelassen ist in dem Papier noch, ob es pro Woche mindestens ein oder zwei Tests sein sollen.

    10.24 Uhr: Zwei Gratis-Schnelltests wöchentlich bis 30. Juni

    Das Gesundheitsministerium will allen Bürgern bis zunächst zum 30. Juni zwei kostenlose Corona-Schnelltests pro Woche anbieten. Dafür sollen weitere Testzentren aufgebaut werden, geht aus einem Reuters vorliegenden Papier des Ministeriums für die Änderung der Teststrategie hervor. Wie zuvor berichtet, rechnet die Bundesregierung mit monatlichen Kosten von 540 bis 810 Millionen Euro. Dies basiert laut Papier auf der Annahme, dass sich wie in anderen EU-Ländern mit kostenlosen Testangeboten rund zwei bis 2,5 Prozent der Bevölkerung pro Tag testen lassen. Anfang Juni soll eine Überprüfung stattfinden. Bund und Länder wollen am Mittwoch entscheiden, ab wann genau die kostenlosen Tests angeboten werden sollen.

    10.20 Uhr: Lehrer dringen auf rasche Impfungen des Schulpersonals

    Ohne rasche Corona-Impfungen des Schulpersonals sollten nach Ansicht von Bayerns Lehrern nicht noch mehr Klassen in die Schulhäuser zurückgeholt werden. «Alle Lehrerinnen und Lehrer und das gesamte Personal an Schulen müssen geimpft werden, bevor sie in den Präsenzunterricht gehen», sagte die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Simone Fleischmann, am Dienstag in München. Lehrkräfte, Kita-Personal sowie ältere Schüler und Schülerinnen in Bayern können sich seit dieser Woche regelmäßig selbst auf das Coronavirus testen - und zwar kostenlos. 1,3 Millionen Selbsttests sollten nach Angaben des Gesundheitsministeriums an die Schulen und Kitas in Bayern geliefert werden.

    10.10 Uhr: Spahn will erste Hausärzte nächste Woche beim Impfen einbeziehen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will erste Hausärzte ab der zweiten März-Woche in die Impfkampagne einbeziehen. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Papier des Gesundheitsministeriums für die Anpassung der Impfverordnung hervor. "Die Impfverordnung des Bundes wird dahingehend geändert, dass ab der zweiten März-Woche die Beauftragung ausgewählter Leistungserbringer der niedergelassenen ärztlichen Versorgung durch die Länder einen festen Rahmen hat", heißt es darin. Ein Grund dafür sei, dass ab April die Mengen gelieferter Impfstoffe die Kapazitäten der Impfzentren überstiegen.

    09.35 Uhr: Jungunternehmer - Altmaier muss Öffnungsstrategie durchsetzen

    Der Verband der Jungunternehmer fordert Wirtschaftsminister Peter Altmaier auf, sich mit Nachdruck im Kanzleramt für eine Öffnungsstrategie einzusetzen. "Nach einem Jahr Pandemie darf der Lockdown nicht alternativlos sein", sagt Sarna Röser, die Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer. "Lösungsansätze für Öffnungen liegen auf dem Tisch, sie müssen nun endlich zu einer Strategie zusammengeführt werden."

    09.20 Uhr: Forscher und Ifo-Chef: Öffnungen mit mehr Tests absichern

    Wissenschaftler der NoCovid-Gruppe plädieren für umfangreiche Tests, eine schnellere Kontaktverfolgung und zügiges Impfen. Nur dann seien Öffnungen möglich, erklärt das Münchner Ifo-Institut. Andernfalls drohten die mühsam erkämpften Erfolge der vergangenen Wochen durch Öffnungen innerhalb kürzester Zeit zunichtegemacht zu werden, schreibt die Gruppe in einem neuen Papier. Tests müssten zur Alltagsroutine werden. "Für die wirtschaftliche Erholung brauchen wir Öffnungen, die durch eine wirksame Teststrategie abgesichert sind und nicht zu einem Wiederanstieg der Infektionen führen", sagt Clemens Fuest, Ifo Präsident und Mitglied der Gruppe. Öffnungen etwa der Kultur- und Dienstleistungsbranchen sollten an Antigen-Schnelltestkonzepte, angepasste Hygienepläne und digitale Datenerfassung geknüpft werden.

    09.18 Uhr: Habeck will lieber Schulen öffnen als Geschäfte

    Grünen-Chef Robert Habeck sieht nur Spielraum für weitere Öffnungen bei Schulen und Kitas. Er verstehe zwar den Druck, den viele Ladenbesitzer machten, sagt Habeck den Sendern RTL und ntv. "Aber wenn wir uns entscheiden, etwas zu lockern, dann würde ich mit den Kindern anfangen", fügt er hinzu. Auch müssten etwaige Öffnungen "kombiniert werden mit massenweisen, günstigen, umsonst verfügbaren Tests". Die Kapazitäten müssten hier so hoch sein, dass Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler "zwei-, dreimal die Woche mindestens" getestet werden könnten.

    Habeck warnte die 16 Ministerpräsidenten davor, bei den Öffnungen über das Ziel hinauszuschießen. Er stehe eher auf der Seite der Kanzlerin, die für einen vorsichtigen Kurs plädiert. "Wir sollten die einigermaßen stabile Situation, die wir haben, nicht verspielen, indem wir uns jetzt, weil wir zu ungeduldig werden, in diese dritte Welle reinkatapultieren", sagt der Grünen-Chef. "Wenn sich die Ministerpräsidentenkonferenz ernst nimmt, dann muss sie zumindest gut begründen, warum das, was vor vier Wochen galt, mit einmal nicht mehr gelten soll." Bund und Länder hatten Lockerungen etwa für den Einzelhandel an eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35 geknüpft.

    08.40 Uhr: Günther fordert Einigung auf Stufenplan

    Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat gefordert, sich beim Corona-Krisengipfel von Bund und Ländern einen Stufen- und Perspektivplan zu verständigen. Dies sei "absolut unabdingbar", sagte Günther am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". Er mahnte aber zugleich "sorgsame Öffnungsschritte" an. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät am Mittwoch mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Pandemie.

    08.36 Uhr: Lockdown trifft Einzelhandel zu Jahresbeginn hart

    Der Corona-Lockdown hat die Geschäfte vieler Einzelhändlern in Deutschland zu Beginn des Jahres 2021 belastet. Bereinigt um Preiserhöhungen (real) setzten die Unternehmen im Januar 4,5 Prozent und nominal 3,9 Prozent weniger um als im Dezember 2020, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Zur Bekämpfung der Pandemie war das öffentliche Leben eingeschränkt worden. Abgesehen von Geschäften des täglichen Bedarfs sind Einzelhandelsgeschäfte seit dem 16. Dezember 2020 geschlossen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Umsatz real um 8,7 Prozent und nominal um 7,4 Prozent.

    Besonders hart traf es erneut den Textilhandel, die Erlöse brachen real um 76,6 Prozent gegenüber Januar 2020 ein. Der Online- und Versandhandel profitierte dagegen von den Geschäftsschließungen und setzte 31,7 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Auch der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren machte bessere Geschäfte (plus 4,3 Prozent). Möbelhändler und Heimwerkermärkte verzeichneten hingegen einen deutlichen Umsatzrückgang (43,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat.

    07.58 Uhr: Viele Ökonomen unzufrieden mit Wirtschaftspolitik

    Ökonomen sind in ihrer Einschätzung der aktuellen Corona-Wirtschaftspolitik in Deutschland gespalten. 27 Prozent sind "eher unzufrieden" und weitere 20 Prozent sogar "sehr unzufrieden" damit, wie aus einer Umfrage des Ifo-Instituts in Zusammenarbeit mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hervorgeht, für die 177 Wirtschaftsprofessoren an deutschen Universitäten befragt wurden. Rund 20 Prozent sagten, sie seien "eher zufrieden" mit der Corona-Wirtschaftspolitik, zwei Prozent sind sogar "sehr zufrieden", 30 Prozent antworteten mit "teils-teils". "Die Ergebnisse des neuen Ökonomenpanels legen nahe, dass bei der Corona-Wirtschaftspolitik noch deutlich Luft nach oben ist", sagte Niklas Potrafke, Leiter des Ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie.

    06.59 Uhr: Anästhesie-Präsident warnt vor neuen Engpässen auf den Intensivstationen

    Beanspruchung von Ärzten und Pflegekräften wird laut Frank Wappler, dem Präsidenten der "Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin" (DGAI), immer extremer. Sollte die Zahl der Impfungen in den nächsten Tagen nicht deutlich gesteigert und so größere Bevölkerungsgruppen vor dem Virus geschützt werden können, sind nach Einschätzung des DGAI-Präsidenten neue Engpässe auf vielen Intensivstationen unvermeidbar. Nach wie vor sind die Intensivbetten in einigen Regionen stark ausgelastet: "Auch eine solche dritte und vierte Welle würden wir meistern. Aber die Beanspruchung der Ärzte und Pflegekräfte wird immer extremer. Wir müssen auch an die Zeit nach Corona denken und verhindern, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kliniken allmählich den Rücken kehren."

    06.48 Uhr: China will 40 Prozent der Bevölkerung bis Juni impfen

    40 Prozent der chinesischen Bevölkerung sollen bis Juni gegen das Coronavirus geimpft werden. Bis zum 28. Februar seien bereits mehr als 52 Millionen Dosen von Corona-Impfstoffen im Land verabreicht worden, teilte der Gesundheitsexperte Zhong Nanshan am Montag mit. Er äußerte sich bei einem Online-Forum für chinesische und US-amerikanische Medizinexperten und führt eine Expertengruppe an, die an Chinas nationale Gesundheitskommission angegliedert ist. Es ist das erste Mal, dass China ein Ziel seiner Impfkampagne öffentlich gemacht hat, seit die Volksrepublik Mitte Dezember mit Massenimpfungen begann.

    06.46 Uhr: Stiftung Lesen: Jugendliche lesen in der Corona-Zeit mehr

    Jugendliche haben im Corona-Jahr 2020 mehr Zeit für das Lesen verwendet als im Vorjahr. Bei den 12- bis 19-Jährigen sei die tägliche Lesedauer nach deren Schätzung um knapp 20 Minuten gestiegen, sagte Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programme der Stiftung Lesen in Mainz, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Allerdings habe sich der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die regelmäßig Bücher lesen, während der Pandemie nicht stark verändert. Von den 6- bis 13-jährigen Kindern lese mehr als die Hälfte mindestens einmal in der Woche in der Freizeit ein Buch. Dabei seien vor allem Comics beliebt. Von den 12- bis 19-Jährigen lesen nach Angaben der Bildungsexpertin 35 Prozent täglich oder mehrmals pro Woche Bücher.

    06.45 Uhr: US-Seuchenexperte gegen Aufschub bei zweiter Biontech- und Moderna-Impfung

    Der US-Seuchenexperte Anthony Fauci hat sich gegen den Aufschub der zweiten Corona-Impfung mit den Mitteln von Biontech und Pfizer sowie von Moderna ausgesprochen. Bei einem solchen Aufschub, um mehr Menschen zu impfen, bestünden die Gefahren, dass die Menschen weniger geschützt seien und sich Virus-Varianten ausbreiten, sagt der medizinische Chefberater von Präsident Joe Biden der "Washington Post". Zudem könne bei einer plötzlichen Änderung der Pläne das Vertrauen der Bürger in die Impfstrategie der Regierung schwinden.

    05.39 Uhr: Ungarn: Impfpässe enthalten keine Angabe zum Corona-Vakzin

    Ungarn hat seine Richtlinien für die Ausgabe von Corona-Impfnachweisen überarbeitet, die bei Reisen für mehr Sicherheit sorgen sollen. Demnach sollen die Dokumente keine Angabe zum verwendeten Impfstoff enthalten. Vorgesehen ist, dass die sogenannten Impf-Pässe den Namen der geimpften Person enthalten, die Nummer eines Ausweisdokuments sowie das Datum der Impfung. Ungarn hat bislang als einziges Land in der EU in Russland und China entwickelte Corona-Impfstoffe genutzt, die nicht von der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassen wurden. Doch auch in der Slowakei trafen am Montag 200 000 Dosen des russischen Vakzins Sputnik V ein.

    In der vergangenen Woche hatte der polnische Gesundheitsminister Adam Niedzielski erklärt, dass Einreisende aus Tschechien oder der Slowakei sich in Quarantäne begeben müssten, sofern sie keinen negativen PCR-Test oder den Nachweis einer Impfung mit einem von der EMA zugelassen Vakzin erbringen könnten.

    05.30 Uhr: Richtungskampf vor Corona-Beratungen

    Einen Tag vor den Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie erscheinen die Positionen unversöhnlich: Lockerungsbefürworter trommeln ebenso wie Vertreter eines vorsichtigen Kurses massiv für ihre Linie. Handel, Mittelstandspolitiker und ein Teil der Ministerpräsidenten werben für zeitnahe Lockerungen. Ärzte und ein anderer Teil der Landesregierungschefs hingegen warnen vor übereilten Schritten - sie weisen auf die steigenden Infektionszahlen und das Anrollen einer dritten Welle hin. Die Entscheidung dürfte am Mittwoch kaum vor dem Abend fallen.

    05.26 Uhr: RKI: 3.943 Neuinfektionen und 358 Todesfälle

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 3.943 neue Positiv-Tests. Das sind fast 60 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche. 358 weitere Menschen starben, die zuvor positiv getestet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 65,4 von 65,8. In Deutschland haben sich seit Beginn der Pandemie über 2,45 Millionen Menschen angesteckt. 70.463 Personen sind gestorben.

    05.16 Uhr: Gesundheitsrat fordert Ausgangssperre in Brasilien

    Die Gesundheitsbeauftragten der brasilianischen Bundesstaaten fordern eine Ausgangssperre, um die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. "Der Nationale Rat der Gesundheitsbeauftragten (CONASS) spricht sich für die sofortige Verabschiedung von Maßnahmen aus, um den drohenden Zusammenbruch der öffentlichen und privaten Gesundheitssysteme zu vermeiden", hieß es in einem "Brief an die brasilianische Nation", den der CONASS am Montag auf seiner Webseite veröffentlichte. Zu den geforderten Maßnahmen gehören die Aussetzung des Präsenzunterrichts und eine landesweite Ausgangssperre von 20 bis 6 Uhr sowie an den Wochenenden. Brasilien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder.

    05.14 Uhr: Frankreich will Schulschließungen mit Corona-Teststrategie vermeiden

    Frankreich will erneuten Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie mit einer umfassenden Teststrategie vorbeugen. Die Regierung des Landes setzt für Corona-Tests insbesondere bei jüngeren Schülern auf ein Produkt, das anhand von Speichelproben ermittelt, ob eine Infektion vorliegt. Ein oft als unangenehm empfundener Abstrich erübrigt sich damit. Frankreichs Bildungsminister Jean-Michel Blanquer besuchte am Montag eine Schule im Osten des Landes, die die neuen Tests bereits einsetzte. Die Schulen offen zu halten sei ein grundlegendes Ziel der Regierung, erklärte er bei dem Termin. Blanquer sagte, bis Mitte März könne das Land wöchentlich etwa 300.000 Speicheltests auf das Coronavirus schaffen.

    05.00 Uhr: Bayern beginnt mit Impfungen von Polizisten

    Bayern beginnt heute mit der Impfung aller Beschäftigten der Polizei im Freistaat. Dazu gehören nach Angaben des Innenministeriums rund 44.000 Beamten in Vollzug und Verwaltung sowie weitere Mitarbeiter. Zur Impfung der Polizei-Bediensteten wurde demnach ein eigenes Impfzentrum mit zwölf Standorten eingerichtet, 10.000 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca stehen nach Angaben des Ministeriums zum Start bereit.

    Wie lange es dauern wird, alle impfwilligen bayerischen Polizisten zu versorgen, hänge "von der weiteren Zulieferung des Impfstoffs" ab, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag. Ziel sei es zunächst, die vorhandenen Dosen möglichst schnell zu verwenden. Als erstes sollen Polizisten an der Reihe sein, die im Streifendienst arbeiten und bei den Einsatzhundertschaften beschäftigt sind, sowie Mitarbeiter mit Vorerkrankungen. Wer vor allem am Schreibtisch arbeitet, muss sich demnach vorerst noch gedulden.

    04.44 Uhr: Modekonzern s.Oliver erwägt Klage gegen Lockdown

    Der deutsche Bekleidungskonzern s.Oliver will bei einer Verlängerung des Lockdowns vor dem Bundesverfassungsgericht klagen. "Man kann uns Händler nicht nach Belieben an- und ausschalten! Das bringt uns in finanzielle Probleme", sagt Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs der Zeitung "Augsburger Allgemeinen" laut einem Vorabbericht. Der Manager wirft Bund und Ländern eine Ungleichbehandlung im Handel vor. "Der Lebensmitteleinzelhandel und die Drogeriemärkte sind geöffnet und erfreuen sich bester Besucherfrequenzen."

    04.10 Uhr: Einreiseregeln für französische Grenzregion Moselle werden verschärft

    Mit der Einstufung der französischen Grenzregion Moselle als sogenanntes Virusvariantengebiet ab diesem Dienstag gelten strengere Regeln bei der Einreise nach Deutschland. Menschen aus dem Département müssen künftig bei der Einreise in das angrenzende Rheinland-Pfalz und Saarland einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ein Schnelltest ist dabei ausreichend.

    03.53 Uhr: Novavax erwartet Zulassung des Impfstoffs in den USA im Mai

    Der Impfstoff der US-Pharmakonzerns Novavax soll im Mai in den USA zugelassen werden, wenn die US-Arzneimittelbehörde FDA grünes Licht gibt. Grundlage für die Zulassung seien die Daten aus einer Studie, die das Unternehmen in Großbritannien gesammelt habe, teilt Novavax-Vorstandsvorsitzender Stanley Erck mit. In den kommenden Wochen soll dafür eine Auswertung vorliegen. Vorläufige Daten aus der britischen Studie zeigen, dass der Impfstoff zu etwa 96 Prozent gegen die ursprüngliche Version des Coronavirus und zu etwa 86 Prozent gegen die jetzt weit verbreitete britische Variante wirksam ist.

    02.30 Uhr: SPD-Chef wirft Kanzlerin Versagen in der Corona-Krise vor

    SPD-Chef Norbert Walter-Borjans wirft CDU-Kanzlerin Angela Merkel und den Unionsministern im Bundeskabinett Versagen in der Corona-Krise vor. "Wir haben eine Regierungschefin, die in der Koordinierung in dieser Krise einiges vermissen lässt", kritisiert Walter-Borjans laut einem Vorabbericht der "Augsburger Allgemeinen". Gerade jetzt würden besonders geforderte Verantwortungsträger auf der Seite des Koalitionspartners ihrer Aufgabe nicht gerecht. Walter-Borjans kündigte einen harten Wahlkampf an.

    02.05 Uhr: Haseloff: "Die Menschen sind nach dem Lockdown erschöpft"

    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) wirbt für Lockerungen. "Die Menschen sind nach dem Lockdown erschöpft", sagt der amtierende Bundesratspräsident den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" laut einem Vorabbericht. Es müsse verhindert werden, dass "vieles in den illegalen Bereich wandert". Sonst breite sich das Virus noch stärker aus. Als Beispiel nannte Haseloff den Sport: "Statt unkontrollierter Sporttreffs von Gruppen können wir Sport bis zu fünf Personen wieder zulassen, wenn die Vereine darauf achten, dass die Hygieneregeln eingehalten werden. Was wir im Moment machen, kann nicht dauerhaft so bleiben."

    00.44 Uhr: WHO: Ende der Corona-Pandemie in diesem Jahr unrealistisch

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält ein Ende der Corona-Pandemie noch in diesem Jahr für unrealistisch. Möglich sei, dass es gelingen werde, die Corona-bedingten Krankenhausaufenthalte und Todesfälle stark zu reduzieren, sagte WHO-Notfalldirektor Michael Ryan am Montag vor Journalisten. Das Virus werde aber die Kontrolle behalten, warnte er.

    WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus nannte den jüngsten Anstieg der Infektionszahlen in Europa, Nord- und Südamerika, Südostasien sowie im östlichen Mittelmeerraum "enttäuschend, aber nicht überraschend". Ursachen für den Anstieg seien Maßnahmen-Lockerungen, die Ausbreitung verschiedener Virus-Varianten und mangelnde Vorsicht der Menschen, sagte Tedros.

    00.35 Uhr: Laschet fordert vorsichtige Öffnungschritte

    Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet spricht sich für kontrollierte Öffnungsschritte ohne Fokussierung auf Inzidenzwerte anstatt eines langen Corona-Lockdowns aus. "Jetzt gilt konzentrierte Sicherheit statt dauerhaftes Schließen", sagt Laschet dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" laut einem Vorab-Bericht. Die sozialen, wirtschaftlichen und psychischen Schäden der Pandemie müssten sorgfältig abgewogen werden. Er fordert eine vorsichtige Öffnung mit einer ganzen Breite von Schutzmaßnahmen und den besseren Einsatz digitaler Möglichkeiten.

    Montag, der 1. März 2021

    22.05 Uhr: Mehr als 50 Millionen US-Amerikaner haben Erstimpfung erhalten

    1,7 Millionen Impfdosen am Tag wurden nach offiziellen Angaben zuletzt in den USA verabreicht - inzwischen haben mehr als 50 Millionen Menschen ihre Erstimpfung erhalten. Insgesamt wurden mehr als 76 Millionen Impfdosen verabreicht, geht aus Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC hervor. Mehr als 25 Millionen Menschen bekamen demnach bereits zwei Impfdosen.

    21.45 Uhr: WHO rechnet nicht mit baldigem Ende der Pandemie

    Die Weltgesundheitsorganisation hält ein Ende der Coronavirus-Pandemie noch in diesem Jahr für unrealistisch. Impfstoffe könnten aber helfen, Todesfälle und Krankenhausbehandlungen wegen des Virus drastisch zu reduzieren, sagte der Direktor des WHO-Notfallprogramms, Michel Ryan. Daten zeigten, dass viele der bislang zugelassenen Impfstoffe eine Hilfe dabei seien, die explosionsartige Verbreitung des Virus zu bremsen.

    21.20 Uhr: Tschechien ordnet Massentests in Firmen an

    Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in mittelgroßen und großen Firmen in Tschechien müssen künftig einmal die Woche auf Corona getestet werden. Die Regierung von Ministerpräsident Andrej Babis hat verpflichtende Massentests beschlossen. Das betrifft innerhalb der kommenden zwei Wochen etwa 2,1 Millionen Beschäftigte. Die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse. Für Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten gilt die neue Regelung nicht.

    20.50 Uhr: Türkei lässt Schulen und Gastronomie teilweise öffnen

    Die Türkei lockert die Coronavirus-Restriktionen in Regionen mit niedrigen Neuinfektionen. So würden Ausgangsbeschränkungen am Wochenende in einigen Provinzen aufgehoben, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan. Zudem könnten Restaurants und Cafés wieder eingeschränkt öffnen, außer in Regionen mit hohem Infektionsrisiko. Auch Schulen würden teilweise wieder geöffnet. Ausgangsbeschränkungen am Abend bleiben demnach landesweit bestehen.

    20.10 Uhr: Österreich öffnet Außengastronomie ab Ostern

    Trotz zuletzt deutlich gestiegener Corona-Zahlen in Österreich sollen am 15. März im westlichsten Bundesland Vorarlberg die Maßnahmen gelockert werden. Davon profitierten der Sport, die Kultur und die Gastronomie, erklärte Kanzler Sebastian Kurz. Für den Rest des Landes gelte das Ziel, dass ab 27. März zumindest Gastronomie im Freien möglich werden soll. Bei den Lockerungen sollten weiterhin Zutrittstests eine zentrale Rolle spielen. Österreich hatte bereits vor drei Wochen den Handel, körpernahe Dienstleister wie Friseure sowie die Schulen wieder geöffnet.

    19.40 Uhr: Altmaier hält Öffnungen noch im März für verantwortbar

    Obwohl die Corona-Infektionszahlen inzwischen wieder leicht ansteigen, hält Wirtschaftsminister Altmaier es für möglich, den Lockdown noch im März weiter zu lockern. Der CDU-Politiker äußerte sich entsprechend bei einer Veranstaltung des Mittelstands-Verbands BVMW. Wenn man die regionalen Umstände berücksichtige, könnten Öffnungen auch dort möglich sein, "wo die Inzidenzen vielleicht nicht ganz so stark gesunken sind, wie wir uns das eigentlich vorgestellt haben", sagte er. Aspekte dafür könnten die Belastung der Gesundheitsämter, aber auch Schnell- und Selbsttests sein.

    19.25 Uhr: Gesundheitsminister: Regeln für Altenheime lockern

    Die Gesundheitsminster der Länder wollen die Besuchseinschränkungen in Senioren- und Pflegeheimen lockern. Den Menschen dort sollten nach Corona-Impfungen wieder mehr Freiheiten eingeräumt werden, teilte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach Beratung mit seinen Amtskollegen mit. Der Vorschlag geht nun an die Ministerpräsidentenkonferenz, die an diesem Mittwoch über die weiteren Schritte in der Corona-Krise beraten will. "Die Menschen in den Pflegeheimen mussten in den vergangenen Monaten viel zurückstecken. Mir ist es wichtig, dass niemand in den Einrichtungen vereinsamt.", sagte Holetschek.

    18.55 Uhr: Zahlen steigen laut WHO weltweit wieder

    Die Zahlen der weltweiten Neuinfektionen steigt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum ersten Mal seit sieben Wochen wieder. Abgesehen von Afrika und der Region im westlichen Pazifik sei überall ein Aufwärtstrend zu beobachten. Die Zunahme sei "enttäuschend, aber nicht überraschend", sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Ursachen könnten die Corona-Lockerungen und die ansteckenderen Varianten des Virus sein - "und dass die Menschen weniger vorsichtig werden". Der WHO-Chef ermahnte die internationale Gemeinschaft erneut, nicht allein auf Impfungen zu setzen.

    18.25 Uhr: Impfangebot im Sommer für alle

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich überzeugt, dass Bund und Länder allen Bürgern im Sommer wie zugesagt ein Impfangebot machen können. Er werde mit jedem Tag optimistischer, weil die Lieferungen des Impfstoffes derzeit wie geplant erfolgten, sagt Spahn bei dem Mittelstandsverband BVMW.

    18.00 Uhr: Spahn will im April Impfungen in Arztpraxen starten

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will einem Pressebericht zufolge im April auch Impfungen bei niedergelassenen Ärzten beginnen lassen. "In den meisten Ländern wird die Zahl der verfügbaren Impfdosen bereits im April die von den Ländern gemeldeten maximalen Kapazitäten in den Impfzentren übersteigen", so heißt es demnach in einem Vorschlag zur Änderung der Nationalen Impfstrategie, aus dem die Funke Mediengruppe vorab zitiert. Daher sollten die haus- und fachärztlichen Praxen, die in der Regelversorgung routinemäßig Schutzimpfungen anbieten, umfassend in die Impfkampagne eingebunden werden.

    17.40 Uhr: Israel erwägt Kauf von 36 Millionen Auffrischungsimpfungen

    Israel erwägt den Kauf von 36 Millionen Covid-19- Auffrischungsimpfungen. Das gab Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekannt. Das wäre drei Mal so viel wie das Land bereits erworben hat. Die Dosen würden für den Fall gelagert, dass Auffrischungsimpfungen im späteren Jahresverlauf benötigt würden. Wissenschaftler haben die Möglichkeit von regelmäßigen Auffrischungsimpfungen angeregt, um mit den Coronavirus-Mutationen fertig zu werden.

    17.20 Uhr: Corona-Fälle bei Jahn Regensburg: Pokalspiel gegen Bremen abgesagt

    Das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem SSV Jahn Regensburg und Werder Bremen ist abgesagt worden. Wie der Deutsche Fußball-Bund am Montag mitteilte, kann die für Dienstag angesetzte Partie nach mehreren Corona-Fällen bei den Regensburgern nicht wie geplant stattfinden, ein neuer Termin steht noch nicht fest.

    17.10 Uhr: Schulen im Berchtesgadener Land müssen wieder schließen

    Wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen werden im Landkreis Berchtesgadener Land ab Mittwoch Schulen und Kindergärten wieder geschlossen. Bereits ab Dienstag tritt wieder eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft, wie das Landratsamt in Bad Reichenhall am Montag mitteilte. Demnach dürfen Bürger ihre Wohnungen zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr nur noch in begründeten Fällen verlassen.

    Laut Robert Koch-Institut (RKI) lag die 7-Tage-Inzidenz in dem Kreis am Montag bei 106,7. Ab einem Wert von 100 müssen Schulen und Kitas in Bayern schließen. Dem Landratsamt zufolge gehen die Neuinfektionen auf mehrere private Zusammenkünfte in verschiedenen Gemeinden zurück.

    Im Herbst 2020 war das Berchtesgadener Land bundesweiter Corona-Hotspot mit einer Inzidenz von knapp 273. Für den Landkreis war daraufhin ein strenger Lockdown angeordnet worden.

    16.05 Uhr: Bundeswehr betreibt Impfzentrum im Saarland - Bundesweite Premiere

    Im Saarland werden Corona-Schutzimpfungen nun auch von Bundeswehrsoldaten in einer Kaserne verabreicht. In Lebach sei am Montag das bundesweit erste von der Bundeswehr betriebene Impfzentrum gestartet, sagte der Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis. "Das Besondere heute hier ist: Es ist das erste, das auch auf einer Bundeswehr-Liegenschaft betrieben wird." Der Standort könnte Vorbild sein für mögliche andere Impfzentren der Bundeswehr in Deutschland.

    Bei ausreichender Verfügbarkeit von Impfstoff seien rund 300 Impfungen pro Tag möglich. Die Termine für die Saarländer, die in Lebach gegen Corona geimpft werden wollen, werden über das zentrale Online-Buchungssystem des Landes oder eine Telefon-Hotline vergeben. In Saarland gibt es damit nun vier Impfzentren.

    14.45 Uhr: Corona-Warn-App 25,8 Millionen Mal heruntergeladen

    Die Zahl der Nutzer der Corona-Warn-App steigt nach Angaben der Bundesregierung weiter. Die App sei mittlerweile 25,8 Millionen Mal heruntergeladen worden, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. 97 Prozent der niedergelassenen Labore seien an die App angeschlossen, fast 9,4 Millionen Testergebnisse seien direkt an die App übermittelt worden und fast 263.000 Anwender hätten ihr positives Testergebnis über die App geteilt. "Das alleine zeigt schon, wie nützlich sie ist", betont Seibert.

    14.35 Uhr: Bundesregierung lehnt Freigabe von Astrazeneca-Impfstoff für alle ab

    Die Bundesregierung weist die Forderung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zurück, dass der Impfstoff von Astrazeneca für alle freigegeben werden sollte. Ein Regierungssprecher betont zudem, dass es ganz unterschiedliche Gründe gebe, wieso noch nicht alle Impfdosen verimpft seien. Das Gesundheitsministerium erklärt, dass es genug Personen in den Prioritätengruppen gebe, die zuerst geimpft werden sollten und auch geimpft werden wollten. Ein Sprecher lehnt zudem die Forderung Sachsens ab, dass die Grenzregionen jetzt bevorzugt und komplett durchgeimpft werden sollten.

    13.15 Uhr: Corona-Selbsttests ab kommender Woche bei Drogeriekette dm erhältlich

    Bei der Drogeriemarktkette dm können Kundinnen und Kunden ab kommender Woche Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung kaufen. Die Tests seien "voraussichtlich" ab dem 9. März erhältlich, sofern der Hersteller die Lieferzusagen einhalte, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Tests würden "so günstig wie möglich" angeboten, hieß es. Auf Nachfrage wollte die Kette jedoch noch "keine genauen Angaben zum Verkaufspreis" machen, da dazu noch Gespräche liefen.

    Es sei "wichtig, dass sich das Leben so rasch und so weit wie möglich wieder normalisiert", hieß es in der Mitteilung von dm weiter. Dazu wolle das Unternehmen beitragen. Die Abgabemenge werde allerdings zunächst "pro Person limitiert", hieß es weiter. Sobald es weitere Lieferungen und weitere zugelassene Tests gebe, entfalle die Begrenzung wieder.

    Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hatte vergangene Woche Sonderzulassungen für drei Produkte zur Anwendung zu Hause erteilt. Dabei werden die Proben durch einen Abstrich in der vorderen Nase entnommen.

    12.45 Uhr: Finnland erklärt nach Anstieg von Mutationen den Notstand

    Die finnische Regierung erklärt den Notstand als Folge des starken Anstiegs von Infektionen mit Mutanten des Coronavirus. Damit hat die Regierung das Recht, Restaurants zu schließen und andere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Erregers zu ergreifen. Finnland ist von allen europäischen Ländern bislang am geringsten von der Pandemie betroffen. Bislang wurden 58.064 Infektionen gezählt und 742 Todesfälle verzeichnet.

    12.34 Uhr: Neue Software hilft bei Vermittlung von Rest-Impfstoff

    Um übrig gebliebenen, bereits aufgetauten Biontech-Impfstoff noch an die Leute zu bringen, nutzt das Impfzentrum der Stadt Duisburg eine neu entwickelte Software namens "Impfbrücke". Aus einer Liste von Impfwilligen aus der jeweils priorisierten Gruppe werden dabei per Zufallsgenerator Personen ausgewählt und per SMS angeschrieben, wie Stadtsprecherin Anja Kopka am Montag berichtete. Wer das Angebot annehme, könne sich noch am selben Tag impfen lassen. "Es geht um etwa 15 Dosen am Tag." Die Erfahrungen seien gut.

    Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" über die in Köln entwickelte Software berichtet. "Für jede Impfdosis verschickt das Programm derzeit SMS an drei Personen gleichzeitig", sagte Manuel Hüttel von dem Software-Start-up "Lit labs"der Zeitung. "Wer zuerst zusagt, bekommt den Termin. Hat nach 30 Minuten keiner reagiert, werden drei neue Personen kontaktiert."In Duisburg sei ein Prototyp des Systems im Einsatz.

    11.36 Uhr: Hotelbranche: Erst ab 2023 Rückkehr auf Vorkrisenniveau

    Der seit Dezember geltende zweite Lockdown trifft die deutsche Hotelbranche noch härter als der erste. Sollten die erneuten Schließungen länger als das erste Quartal 2021 andauern, werde die Liquidität zahlreicher Betreiber versiegen. Danach gehe es für die Branche ums Überleben, so das Ergebnis der aktuellen Hotelstudie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland.

    Im Rahmen der Kurzstudie wurden im Dezember 2020 Betreiber von 320 Hotels mit einer Kapazität von mehr als 50.000 Zimmern zu ihren Erfahrungen während der Covid-19-Krise und ihren Geschäftserwartungen befragt. Die Mehrzahl der deutschen Hoteliers rechnet frühestens ab 2023 mit einer Normalisierung der Geschäftslage. Erst ab 2023/24 wird eine branchenweite Break-even-Auslastung von 60 bis 65 Prozent erwartet - vorausgesetzt, der internationale Reiseverkehr ist wieder uneingeschränkt möglich.

    11.34 Uhr: Kontrollen der Bezirksgrenzen in Tschechien

    Das extrem von der Corona-Pandemie betroffene Tschechien hat die Bewegungsfreiheit seiner Bürger für mindestens drei Wochen massiv eingeschränkt. Die Menschen dürfen ihren Bezirk nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Am Montagmorgen begann die Polizei mit scharfen Kontrollen auf Straßen und in Zügen. "Wir werden überall sein, selbst auf den kleinsten Kreisstraßen", sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage.

    In Zweifelsfällen wollen die Beamten zu Beginn noch Nachsicht walten lassen. Wenn aber jemand offensichtlich die Regeln missachte, werde das selbstverständlich bestraft, betonte der Sprecher. Dazu sei es auch schon gekommen, für eine Bilanz sei es aber noch zu früh. Es drohen Bußgelder in Höhe von umgerechnet knapp 400 Euro. Mancherorts kam es wegen der Kontrollen zu Staus.

    11.17 Uhr: Ordensmann: Obdachlose bei Corona-Impfung nicht vergessen

    Der Münchner Benediktiner Emmanuel Rotter wünscht sich, dass Obdachlose bei der Corona-Impfung nicht vergessen werden. Schätzungsweise 80 Prozent von ihnen hätten Vorerkrankungen und gehörten deshalb einer Risikogruppe an, sagte der gelernte Krankenpfleger der Münchner Straßenzeitung "BISS" (Bürger in sozialen Schwierigkeiten). Er hoffe, dass Arztpraxen wie die in seiner Abtei Sankt Bonifaz "kontaktiert werden, wenn Impfstoff für unsere Patienten da ist". Noch wisse er aber nicht, "wie das genau ablaufen soll". Der Ordensmann und sein Team müssen ihre Angebote für Menschen, die auf der Straße leben, derzeit stark einschränken. So kann wegen der Abstandsregeln kein warmes Essen ausgegeben werden.

    10.59 Uhr: Weitere Corona-Fälle bei Jahn Regensburg: Pokalspiel droht Absage

    Dem DFB-Pokal-Viertelfinalspiel zwischen dem SSV Jahn Regensburg und Werder Bremen am Dienstag (18.30 Uhr) droht die Absage. Beim Fußball-Zweitligisten aus der Oberpfalz seien weitere Corona-Fälle aufgetreten. Dies berichtete Geschäftsführer Christian Keller bei der Pressekonferenz am Montag und sagte, dass der Verein daher mit einer Verlegung der Partie rechne. Das gesamte Betreuerteam und die Mannschaft müsse nun voraussichtlich in Quarantäne. Vom Gesundheitsamt in Regensburg und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gab es zunächst keine offizielle Mitteilung dazu.

    10.58 Uhr: Weil fordert von EU raschere Zulassung des Impfstoffs von Johnson & Johnson

    Nach CSU-Chef Markus Söder hat auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil die EU scharf für ihre Impfstoff-Zulassungspraxis kritisiert. "Es ist mir unbegreiflich, dass die europäische Arzneimittelagentur sich noch weitere zwei Wochen Zeit lassen will, um eine Zulassung des Impfstoffs von Johnson & Johnson zu prüfen", teilt der SPD-Politiker mit. Er verweist darauf, dass der Impfstoff in den USA bereits am Wochenende im Rahmen einer Notzulassung freigegeben wurde. "Warum kann in Europa der zuständige Ausschuss erst Mitte März eine Empfehlung abgeben?", fragt Weil und fordert eine schnellere Entscheidung. Der Impfstoff des US-Pharmakonzerns sei auch deshalb vielversprechend, "weil er nur einmal verimpft werden muss".

    10.40 Uhr: 13.500 Tests und erst fünf Corona-Fälle bei WM in Oberstdorf

    Zur Halbzeit der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf haben die Veranstalter erst fünf Coronafälle verzeichnet. "Das ist eine sehr gute Zahl", sagte Franz Steinle, Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), am Montag. Bislang wurden 13.500 Tests durchgeführt. Alle Athleten und sämtliche Personen des direkten Umfeldes wie freiwillige Helfer und Journalisten werden alle zwei Tage getestet. "Wir mussten kurzfristig noch verstärkte Sicherheitsauflagen bewältigen. Am Ende der WM werden wir 20.000 bis 25.000 Tests haben. Das ist eine gewaltige Zahl", sagte Steinle. Von positiven Tests betroffen waren unter anderem zwei Mitglieder der italienischen Delegation im Frauen-Skispringen. Im Mixed-Springen am Sonntag war Italien nicht am Start.

    10.32 Uhr: Syrien beginnt mit Impfung von Mitarbeitern der Gesundheitsdienste

    Syrien beginnt mit der Impfung von Helfern, die in den Isolationszentren des Landes an vorderster Linie mit Erkrankten arbeiten. Details lässt das Gesundheitsministerium aber offen. So ist nicht klar, welcher Impfstoff eingesetzt wird und welche Menge. Am Donnerstag hatte die Regierung erklärt, sie habe das Vakzin von "einem befreundeten Staat" bekommen. Insidern zufolge könnten damit China oder Russland gemeint sein. Den Angaben zufolge ist die Zahl der Neuinfektionen in Syrien zuletzt gestiegen.

    10.30 Uhr: Söder fordert sofortige Verimpfung von AstraZeneca über Hausärzte

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert Gesundheitsminister Jens Spahn auf, sofort die Verimpfung von AstraZeneca-Dosen über Hausärzte möglich zu machen. "Wir müssen jetzt mehr Tempo machen", sagt der CSU-Chef. AstraZeneca sollte allen zur Verfügung gestellt werden - neben den Hausärzten auch Betriebs- und Schulärzten.

    10.28 Uhr: Indien: Regierungschef lässt sich heimischen Impfstoff spritzen

    Indiens Ministerpräsident Narendra Modi lässt sich die erste Einheit des heimischen Impfstoffes Covaxin spritzen. Damit fällt auch der Startschuss für die geplante massive Ausweitung der Impfkampagne. Bislang wurden zwölf Millionen Inder geimpft, vor allem Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Bis August sollen 300 Millionen der 1,34 Milliarden Einwohner immunisiert werden. Neben Covaxin soll auch das Vakzin von AstraZeneca weiter genutzt werden.

    10.22 Uhr: Sachsens Ministerpräsident will in Grenzregionen alle impfen

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schlägt in den Grenzregion die Impfung aller Erwachsenen über 18 Jahre vor. Dies sei ein effektives Mittel zur Corona-Bekämpfung, sagt der CDU-Politiker. Zum einen seien die Menschen in den Grenzregionen zu Tschechien am meisten gefährdet. Zum anderen könnten die Geimpften dann auch das Corona-Virus nicht an andere weitergeben. Über diese Frage müsse in der Bund-Länder-Runde am Mittwoch gesprochen werden.

    10.20 Uhr: Spielwaren-Händler fordern wegen Millionenverlusten Lockdown-Ende

    Der Spielwarenverband fordert zusammen mit Unternehmen der Branche eine sofortige Öffnung der Läden. "Die bestehenden Betriebsschließungen sind unverhältnismäßig", heißt es in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Länder. Es bestehe keine erhöhte Infektionsgefahr im Einzelhandel. Und der wirtschaftliche Schaden nach Monaten des Lockdowns sei immens: "In den letzten Monaten hatten die stationären Spielwaren-Einzelhändler Einnahmeverluste von insgesamt über 300 Millionen Euro zu verzeichnen", so eine Schätzung.

    10.05 Uhr: Söder: Brauchen zusätzliche Impfstoffe für Corona-Hotspots

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert zusätzliche Impfstoffdosen von der EU und der Bundesregierung für Corona-Hotspots. Damit könne man die Pandemie effektiver bekämpfen, sagt der CSU-Chef. Bayern und Sachsen würden deswegen ihrerseits Tschechien Schnelltests und Impfdosen abgeben. Tschechien wolle damit etwa Pendler impfen, was auch wiederum die Lage in Deutschland verbessern würde.

    10.05 Uhr: Ardern fordert Neuseeländer zur Zurechtweisung von Corona-Regelbrechern auf

    Angesichts des erneuten Lockdowns in der Metropole Auckland hat Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern ihre Landsleute dazu aufgerufen, Corona-Regelbrecher zurechtzuweisen. "Diese Individuen müssen sich dem Urteil der ganzen Nation stellen, das wird zweifellos Konsequenzen haben", sagte Ardern am Montag vor Reportern. Einige Menschen hätten klare Anweisungen ignoriert, in Quarantäne zu bleiben. Jeder müsse kooperieren, um das Virus in Schach zu halten, sagte Adern. "Wenn das bedeutet, ein Familienmitglied oder einen Kollegen anzusprechen, weil er sich nicht an die Regeln hält, dann sollten wir das tun. Tun Sie es mit Freundlichkeit, aber tun Sie es." In Auckland war am Sonntag erneut ein vorerst einwöchiger Lockdown verhängt worden. In dieser Zeit dürfen die Bewohner der Millionen-Metropole ihre Wohnungen nur verlassen, um dringende Einkäufe zu erledigen oder zur Arbeit zu gehen.

    09.48 Uhr: EU überprüft Produktion von AstraZeneca-Impfstoff in Indien

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA nimmt einem Insider zufolge in einem Audit-Verfahren die Produktionsstätte des Serum Institut of India unter die Lupe. Der weltgrößte Impfstoffproduzent stellt das Covid-19-Vakzin von AstraZeneca für zahlreiche Länder mit niedrigem und mittleren Einkommen her. Der genaue Grund der Prüfung war zunächst nicht bekannt, wie die mit der Sache vertraute Person sagte. Eine Auditierung der Produktionsstätte durch die EMA würde aber den Export des Impfstoffs in die Europäische Union erlauben. AstraZeneca, das Serum Institut (SII), die EMA und die Europäische Kommission wollten sich dazu nicht äußern. Sprecher der EMA und der Kommission bestätigten aber, dass die EU-Arzneimittelbehörde die Produktionsstätte für den Export des Impfstoffs genehmigen müsste.

    09.45 Uhr: Entwurf für digitalen EU-Impfpass noch im März

    Die EU-Kommission will noch im März einen Gesetzesentwurf zur Einführung eines digitalen Impfpasses vorlegen. Dies kündigt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Video-Konferenz mit deutschen Unionspolitikern an.

    08.37 Uhr: Tarifverdienste steigen im Corona-Jahr 2020 um 2,1 Prozent

    Die Verdienste der Millionen Beschäftigten in Deutschland mit einem Tarifvertrag sind 2020 trotz der Corona-Krise gestiegen - allerdings langsamer als in den Vorjahren. Sie erhöhten sich im Schnitt um 2,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. "Dabei handelt es sich um den geringsten Anstieg der Tarifverdienste seit dem Jahr 2016", bestätigten die Statistiker eine frühere Schätzung. 2019 etwa lag das Plus noch bei 3,2 Prozent. Dennoch wuchsen die Verdienste deutlich stärker als die Lebenshaltungskosten: Die Inflationsrate lag im Jahresschnitt bei 0,5 Prozent.

    08.26 Uhr: Giffey hofft auf Lockdown-Lockerungen

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) erhofft sich von den Bund-Länder-Gesprächen am Mittwoch Lockerungen der Corona-Beschränkungen. "Für mich ist ganz klar, dass es Öffnungsschritte geben muss", sagte Giffey dem "Handelsblatt". "Die neuen Entwicklungen bei der Zulassung von Selbsttests und das begonnene Impfen geben Rückenwind dafür." Allerdings sei es sicherlich nicht verantwortbar, alles zeitgleich wieder zu öffnen. "Das Öffnen muss stufenweise geschehen und verantwortlich sein", mahnte Giffey. "Wir dürfen nicht riskieren, Erfolge wieder zu verlieren."

    08.26 Uhr: Chinas Industrie verliert merklich an Tempo

    Die chinesische Industrie ist im Februar wegen der schwächeren Nachfrage von Corona-geplagten Handelspartnern so langsam gewachsen wie seit neun Monaten nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 0,6 auf 50,9 Punkte, wie das Markit-Institut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Das Barometer hielt sich aber über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Von Reuters befragte Ökonomen hatten allerdings einen unveränderten Wert von 51,5 erwartet. "Die Hersteller betonten die Auswirkungen des Aufflackerns von Covid-19 im Winter sowie der Pandemie in Übersee", sagte Ökonom Wang Zhe von der Caixin Insight Group. Die Exportaufträge schrumpften deshalb bereits den zweiten Monat in Folge. In den Fabriken wurden sogar den dritten Monat Arbeitsplätze abgebaut, und das in einem schnelleren Tempo.

    08.17 Uhr: Einzelhandelsfirmen legen Sieben-Punkte-Konzept für Öffnung vor

    Vor den Bund-Länder-Beratungen über mögliche Lockerungen des Lockdowns hat ein Zusammenschluss von Einzelhandelsfirmen ein Sieben-Punkte-Konzept vorgelegt, das eine sichere Öffnung ermöglichen soll. Das Konzept sehe einheitliche Zugangsbeschränkungen für die Läden, Abstandsregelungen, umfangreiche Hygienemaßnahmen sowie strikte Kontrollen vor, ob die Regeln eingehalten werden, wie das "Handelsblatt" am Montag berichtete. Diskutiert werde auch eine Kontaktnachverfolgung mittels einer App. Alexander Otto, Chef des Shoppingcenterbetreibers ECE und einer der Initiatoren der Initiative, warnte gegenüber der Zeitung vor einem "Totalschaden" für die Branche.

    07.57 Uhr: USA: Grünes Licht für Impfstoff von Johnson & Johnson

    In den USA steht ein weiterer Impfstoff im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie zur Verfügung. Nach der Notfallzulassung durch die Arzneimittelbehörde FDA sprach sich am Sonntag auch ein Beratergremium der Gesundheitsbehörde CDC für einen breiten Einsatz des Vakzins von Johnson & Johnson (J&J) aus. Es wurde damit gerechnet, dass die Leiterin der CDC sich den Empfehlungen der Experten anschließt und die ersten Dosen noch in der Nacht oder am Montag ausgeliefert werden. Bislang waren in den USA das gemeinsame Mittel von BioNTech und Pfizer sowie der Impfstoff von Moderna zugelassen. Im Vergleich zu diesen bietet der Impfstoff von J&J den Vorteil, dass eine Dosis ausreichen soll statt zwei. Zudem muss das Präparat nicht tiefgefroren gelagert werden, was die Verteilung erleichtert. Für die EU will die Arzneimittelbehörde EMA bis Mitte März über eine bedingte Marktzulassung entscheiden. Als weltweit erstes Land hatte Bahrain am Donnerstag eine Notfallzulassung erteilt.

    07.57 Uhr: AstraZeneca stößt Beteiligung an Moderna für mehr als eine Milliarde Dollar ab

    Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat einem Zeitungsbericht zufolge seine Beteiligung an dem US-Biotech-Unternehmen Moderna verkauft. AstraZeneca habe seine Anteile in Höhe von 7,7 Prozent für mehr als eine Milliarde Dollar (über 83 Millionen Euro) abgestoßen, nachdem Aktien des US-Pharmaherstellers wegen des Durchbruchs beim Coronavirus-Impfstoff in die Höhe geschnellt waren, berichtete "The Times" am Sonntag. Es sei nicht klar, über welchen Zeitraum die in Großbritannien ansässige AstraZeneca ihre Beteiligung an Moderna verkauft habe. Eine Partnerschaft der beiden Biotechnologieunternehmen bliebe für andere Behandlungsmethoden bestehen, hieß es in dem Bericht weiter.

    Moderna, dessen Impfstoff in den USA für den Notfall zugelassen ist, erwartet aufgrund des Impfstoffs einen Umsatz von 18,4 Milliarden Dollar in 2021. Sowohl AstraZeneca als auch Moderna reagierten zunächst nicht auf Anfragen zur Stellungnahme.

    07.31 Uhr: Grünen-Chef will jedem zwei Schnelltests pro Woche ermöglichen

    Grünen-Chef Robert Habeck fordert einem Medienbericht zufolge, jedem Bürger zwei Schnelltests pro Woche zu ermöglichen. Er regt an, diese Schnelltests mit Impfungen und dem Nachweis von Immunität gleichzustellen. Damit könnte die Ungleichbehandlung von Geimpften und Nichtgeimpften vermieden werden, schreibt der "Spiegel" unter Berufung auf ein von Habeck mit erarbeitetes Konzept für Alternativen zum Lockdown. Der Grünen-Chef warnt vor gesellschaftlichen Konflikten, wenn Gerichte die Entscheidung darüber fällten, wer wen besuchen könne.

    07.15 Uhr: Neue Linken-Chefin wirft Union "massives Impfversagen" vor

    Die neue Vorsitzende der Linkspartei, Susanne Hennig-Wellsow, wirft der Union "massives Impfversagen" vor. Die Bundesländer warteten auf die Zuteilung von Impfstoffen durch den Bund, sagt sie in der ARD. Sie fordert, der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca müsse schnell für weitere Bevölkerungsgruppen freigegeben werden. Zudem müssten mehr Impfkapazitäten geschaffen werden. "Warum sollten auch nicht wir bei Ikea impfen können?" Dafür sei aber eine Verordnung der Bundesregierung nötig.

    06.00 Uhr: Papierfabriken produzieren mehr Kartons

    Weniger Papier, mehr Pappe: Die Corona-Pandemie hat den Strukturwandel in der deutschen Papierindustrie verschärft. Die heimischen Fabriken stellten im vergangenen Jahr 12,4 Millionen Tonnen Verpackungen her und damit 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte der Verband Deutscher Papierfabriken am Montag in Bonn mit. Ein Grund für den Anstieg war die erhöhte Nachfrage nach Kartons für den Online-Handel. 2019 lag das Plus deutlich niedriger. Die Pandemie habe den Trend zur Digitalisierung beschleunigt, sagte Verbandspräsident Winfried Schaur. Zudem sei zu spüren gewesen, dass viele Unternehmen wegen der Corona-Schließungen auf Werbemaßnahmen verzichtet und dann auch kein Papier gebraucht hätten.

    05.59 Uhr: Corona-Impfprogramm in Thailand gestartet

    Thailand hat ein Impfprogramm gegen das Coronavirus gestartet. 200 Vertreter des öffentlichen Gesundheitswesens erhielten am Sonntag den chinesischen Sinovac-Impfstoff. Als erster geimpft wurde der Gesundheitsminister und stellvertretende Ministerpräsident Anutin Charnvirakul. Nach ihm war sein Stellvertreter an der Reihe sowie weitere führende Vertreter des Gesundheitswesens. Der Ministerpräsident erhielt das Vakzin am Sonntag nicht. Es ist für den Gebrauch bei Menschen zwischen 18 und 59 Jahren empfohlen, Prayut ist 66 Jahre alt. Thailand hat sich bislang 2 Millionen Dosen des Sinovac-Vakzins sowie 61 Millionen Dosen Oxford/Astrazeneca-Vakzins vertraglich gesichert. Registriert hat das Land seit Pandemie-Beginn mehr als 25.000 Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, nach offiziellen Zahlen gab es 83 Corona-Todesfälle.

    05.50 Uhr: Scholz dringt auf Perspektive zum Lockern der Corona-Maßnahmen

    Angesichts der künftigen Schnelltest-Möglichkeiten spricht sich Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) für einen Strategiewechsel in der Corona-Politik aus. Der Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat sagte am Sonntagabend im "Bild"-Talk "Die richtigen Fragen": "Ich bestehe darauf, dass wir am Mittwoch eine Öffnungsperspektive konkret formulieren." Am Mittwoch beraten die Regierungschefinnen und -chefs der Bundesländer erneut mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).Scholz sagte, die Möglichkeiten von Schnelltests müssten "aktiv für eine Öffnungsstrategie" genutzt werden.

    05.31 Uhr: 4.732 Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4.732 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 60 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4.369 Neuinfektionen und 62 neue Todesfälle verzeichnet. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 65,8 - und damit höher als am Vortag (63,8). Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,08 (Vortag 1,11). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 108 weitere Menschen anstecken.

    05.31 Uhr: Mehr als 60.000 Corona-Tote im Iran

    Der Iran hat am Sonntag die Marke von 60.000 bekannten Corona-Todesfällen überschritten. Das Gesundheitsministerium des am härtesten von der Pandemie getroffenen Staats im Vorderen Orient teilte mit, innerhalb von 24 Stunden seien zuletzt 93 Todesfälle und mehr als 8.000 Neuansteckungen verzeichnet worden. Seit Beginn der Pandemie registrierte der Iran damit mehr als 1,63 Millionen Corona-Fälle. Die Regierung verhängte am Sonntag aus Sorge vor einer Einschleppung von Virusvarianten Einreiseverbote für Menschen aus 32 Ländern.

    05.00 Uhr: Pandemie fördert ungesunde Ernährung

    Die Corona-Pandemie stellt den Alltag vieler Menschen auf den Kopf - und das macht sich auch bei der Ernährung bemerkbar. Nach der repräsentativen Umfrage unter rund 1.000 Familien hatten gut ein Viertel aller Eltern und neun Prozent der unter 14-Jährigen im Laufe der Pandemie an Gewicht zugelegt. Bei den über 10-Jährigen aus Familien mit niedrigem Schulabschluss waren es sogar 23 Prozent, wie die Experten in der im Fachjournal "Annals of Nutrition and Metabolism" veröffentlichten Untersuchung schreiben.

    "Die Kinder hocken mehr zu Hause rum. Sie bewegen sich zum Teil weniger und snacken mehr", erläutert Autor Hans Hauner, Professor für Ernährungsmedizin an der Technischen Universität München. So aß ein Teil der Kinder in den befragten Familien zwar mehr Obst und Gemüse als vor der Pandemie. Etwa ein Fünftel aller Kinder griff aber auch öfter zu Schokolade, Chips und Limo. Vor allem Kinder über 10 Jahren langten bei süßen und salzigen Snacks häufiger zu.

    04.56 Uhr: Brasiliens Hauptstadt verhängt Lockdown

    Brasiliens Hauptstadt Brasilia im Bundesdistrikt hat sich in einen zweiwöchigen Corona-Lockdown begeben. Gouverneur Ibaneis Rocha ordnete die Schließung von Bars, Restaurants, Shoppingzentren und Schulen bis zum 15. März an. Der Verkauf alkoholischer Getränke nach 20 Uhr wurde verboten. Etwa ein Dutzend weitere Bundesstaaten in dem schwer von der Pandemie getroffenen Land versuchen mit neuen Maßnahmen, die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, die zu einer zunehmenden Belegung der Intensivbetten in einigen wichtigen Städten führt.

    Mindestens acht brasilianische Bundesstaaten verfügten in der vergangenen Woche wegen eines Anstiegs der Corona Fall- und Todeszahlen Ausgangsbeschränkungen. Am Donnerstag hatte Brasilien als zweites Land der Welt die Schwelle von einer Viertelmillion Corona-Toten überschritten.

    04.55 Uhr: Österreich entscheidet über weitere Schritte in der Corona-Krise

    Drei Wochen nach Öffnung aller Geschäfte in Österreich entscheidet die Regierung in Wien am Montag über weitere Maßnahmen. Im Raum stand zuletzt der Neustart der Gastronomie und Hotellerie noch vor Ostern. Allerdings bezeichnete Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Sonntag die Entwicklung bei der Zahl der Neuinfektionen als "besorgniserregende Trendwende". Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich aktuell bei etwa 160 - mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland.

    04.53 Uhr: Ungarn: Orban mit Sinopharm-Vakzin geimpft

    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat sich mit dem chinesischen Sinopharm-Vakzin gegen das Coronavirus impfen lassen und ein Foto davon bei Facebook veröffentlicht. In der vergangenen Woche hatte Ungarn als bislang einziger EU-Staat mit dem Einsatz des Vakzins begonnen. Das Land hat aufgrund von Skepsis bezüglich der Geschwindigkeit des EU-Impfprogramms Corona-Impfstoffe in China und Russland geordert, um die Impfquote möglichst rasch zu steigern.

    04.30 Uhr: Corona-Babyboom in Bayern mutmaßlich ausgeblieben

    In Bayern ist ein coronabedingter Babyboom wahrscheinlich ausgeblieben. Mit Ausnahme Münchens meldet die große Mehrheit der Standesämter in den kreisfreien Städten und der Kreisstädte im Münchner Umland keinen auffälligen Anstieg der Geburtsanzeigen und -beurkundungen im Dezember und Januar. Vielerorts sind die Geburten sogar etwas zurückgegangen, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa unter 31 bayerischen Kommunen nun eine Recherche von BR24 bestätigt.

    Nach dem ersten Frühjahrs-Lockdown gab es in vielen europäischen Ländern Spekulationen über einen kommenden Babyboom, weil quasi sämtliche Frauen und Männer im zeugungsfähigen Alter mehrere Wochen zu Hause verbrachten. Manche Ökonomen hatten aber schon im Sommer darauf hingewiesen, dass große Wirtschaftskrisen eher mit sinkenden Geburtenzahlen einhergehen.

    04.11 Uhr: Mannschaftssportverbände fordern Öffnung für Vereinssport

    Die fünf größten Mannschaftssportverbände in Deutschland fordern eine zügige Aufhebung der Corona-Beschränkungen im Vereinssport. "Es wird langsam Zeit, dass die Kinder wieder die Chance bekommen, ihren Sport zu treiben. Das brauchen nicht nur die Kinder und die Jugendlichen, sondern das brauchen auch wir in den Verbänden und in den Vereinen vor Ort, um in unseren Sportarten einigermaßen eine Perspektive entwickeln zu können", sagte Andreas Michelmann, Sprecher der Initiative Teamsport Deutschland, im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag).

    04.00 Uhr: Maas will keine Kontrollen an Grenze zu Frankreich

    Bundesaußenminister Heiko Maas hat versichert, dass es trotz der Einstufung der französischen Grenzregion Moselle als Gebiet mit besonders gefährlichen Coronavirus-Varianten dort keine stationären Grenzkontrollen geben wird. "Kaum eine Region ist so vom grenzüberschreitenden Leben und Arbeiten geprägt wie die zwischen Saar und Mosel. Ich habe den Maßnahmen deshalb nur unter der Bedingung zugestimmt, dass es keine erneuten Grenzkontrollen gibt", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

    04.00 Uhr: Einreise-Anmeldung für 25 Euro: Polizei warnt vor Betrug

    Die Polizei warnt in der Corona-Pandemie vor möglichem Betrug bei der digitalen Anmeldung von Reisen nach Deutschland. Nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamts wurden im Freistaat mehrere Fälle gemeldet, in denen Einreisende für eine vermeintliche Anmeldung über ein privates Internetportal zahlten, ohne dass ihre Daten an deutsche Behörden weitergegeben wurden. Die Fallzahlen lägen bislang im einstelligen Bereich, sagte ein Sprecher. Die Polizei rät daher, für die Einreise-Anmeldung immer das kostenlose Internetportal des Robert Koch-Instituts zu nutzen. "Nur durch diese Webseite generierte Nachweise werden bei grenzüberschreitenden Kontrollen akzeptiert", sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts. Allerdings sei Vorsicht geboten: Betreiber betrügerischer Webseiten nutzten ähnlich lautende Internetadressen.

    03.50 Uhr: Tschechien verschärft Lockdown

    In Tschechien gilt von Montag an ein deutlich härterer Corona-Lockdown. Die Menschen dürfen ihren jeweiligen Bezirk für drei Wochen nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Erlaubt bleiben Fahrten zur Arbeit, zum Arzt und zu Behörden, wenn schriftliche Nachweise erbracht werden. Die 77 Bezirke entsprechen in ihrer Größe den Landkreisen in Deutschland. Mehr als 25.000 Polizisten und bis zu 5.000 Soldaten sollen die Einhaltung der strikten Maßnahmen kontrollieren. Bei Missachtung drohen Geldstrafen von umgerechnet mehr als 400 Euro.

    03.50 Uhr: Corona-Lockerungen in Dänemark

    Im nördlichsten deutschen Nachbarland Dänemark dürfen die meisten Einzelhändler ab Montag wieder Kunden in ihren Geschäften begrüßen. Nach mehr als zwei Monaten Zwangspause im Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung können Läden mit einer Fläche von weniger als 5000 Quadratmetern wieder öffnen, sofern sie nicht in einem Einkaufszentrum liegen. Auch größere Läden dürfen ihre Türen wieder öffnen, allerdings streng begrenzt. Kunden müssen hier vorab ein Zeitfenster zum Einkaufen buchen.

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