BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Corona: Die Ereignisse vom 18. bis 24. Mai | BR24

© picture alliance/Peter Kovalev/TASS/dpa

Laboranten arbeiten an Covid-19-Tests

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Corona: Die Ereignisse vom 18. bis 24. Mai

Bayern will erheblich mehr Corona-Tests durchführen und Freischaffende Künstler in Bayern können nun das Corona-Hilfsprogramm der Bayerischen Staatsregierung in Anspruch nehmen. Die Ereignisse vom 18. bis 24. Mai im Überblick.

Per Mail sharen

Sonntag, 24. Mai 2020

17:44 Uhr: Einreise von Saisonarbeitskräften verlängert

Erntehelfer dürfen auch weiterhin nach Deutschland kommen. Die begrenzte Einreise von Saisonarbeitskräften sei unter strengen Auflagen bis 15. Juni verlängert worden, teilten das Landwirtschafts- und das Innenministerium mit. Anfang April war ein Korridor zur Einreise von jeweils 40.000 Arbeitskräften für April und Mai unter strengen Infektionsschutzauflagen geschaffen worden. Das Konzept wäre Ende Mai ausgelaufen. Die Landwirte seien für die Ernte und Pflanzarbeiten auf die Unterstützung ausländischer Fachkräfte angewiesen, hieß es am Sonntag. Das Kontingent von insgesamt 80.000 Arbeitskräften bleibe bestehen. Es sei aktuell nicht ausgeschöpft. Eingereist seien bisher rund 33.000.

17:20 Uhr: Österreichs Bundespräsident nach Corona-Sperrstunde in Wien erwischt

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen und seine Frau Doris Schmidauer sind nach der Corona-Sperrstunde in einem Lokal in Wien von der Polizei erwischt worden. Van der Bellen bestätigte der "Kronen Zeitung" den Vorfall am Sonntag und entschuldigte sich. Er habe sich "verplaudert und leider die Zeit übersehen". Auch die Polizei bestätigte, dass der Bundespräsident bei einer Kontrolle in der Wiener Innenstadt in einem Gastgarten angetroffen wurde. Dem Zeitungsbericht zufolge hatten Van der Bellen und seine Frau noch Getränke auf dem Tisch, als das Lokal gegen 0.20 Uhr kontrolliert wurde.

16:45 Uhr: Spanien meldet 70 weitere Todesfälle

Die Zahl der Corona-Toten in Spanien ist auf 28.752 gestiegen, das waren 70 mehr als am Samstag. Die Zahl der Infektionsfälle stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 235.772 von 235.290.

13.30 Uhr: Verstöße gegen Infektionsschutzgesetz: Personengruppen in München

Weil sich in der Münchner Innenstadt trotz des Infektionsschutzgesetzes größere Personengruppen gebildet haben, hat die Polizei mehrere Platzverweise verteilt. Mehrere hundert Personen hielten sich am Freitagabend auf zentralen Plätzen auf und beachteten den Mindestabstand nicht mehr, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Im Bereich des Englischen Gartens entstanden teils Gruppen von bis zu 40 Personen. Etwa 300 Personen erhielten einen Platzverweis. Die Karl-Theodor-Wiese musste geräumt werden. Auch am Königsplatz und nahe der Münchner Freiheit wurden die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ignoriert. Die Polizei erteilte dort etwa 200 Platzverweise. Durch Hinweise auf das Infektionsschutzgesetz lösten sich die Gruppen nach Angaben der Polizei teilweise auch von selbst auf.

13.00 Uhr: Italien testet ab Montag 150.000 Menschen auf Corona-Antikörper

In Italien startet am Montag eine Antikörpertest-Studie mit rund 150.000 Teilnehmern, um die Dunkelziffer der Corona-Infizierten zu ermitteln. Das Gesundheitsministerium und die Statistikbehörde wollen mit dem nationalen Roten Kreuz Bluttests von Menschen aus 2000 Orten nehmen. Das teilte das Ministerium in Rom am Wochenende mit. Die repräsentativ ausgewählten Teilnehmer würden telefonisch um ihre Mithilfe gebeten. Die Teilnahme sei aber freiwillig, die Daten würden für die Forscher anonymisiert.

Derartige Tests sind wichtig, um herauszufinden, ob jemand bereits mit Corona infiziert war und dagegen Antikörper im Blut gebildet hat. So lässt sich der Kontakt mit dem Virus auch bei Menschen nachweisen, die kaum oder keine Symptome der Covid-19-Krankheit hatten. Diese wissen oft gar nichts von ihrer Infektion.

In Deutschland verschob das Robert Koch-Institut (RKI) eine geplante repräsentative Untersuchung mit rund 30. 000 Personen um mehrere Monate auf September.

12.50 Uhr: Gastro in der Schweiz unter Corona-Auflagen "unrentabel"

Die Gastronomiebetriebe in der Schweiz erwirtschaften laut einer Umfrage seit dem Neustart nach der Corona-Pause nur rund 40 Prozent der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Die Schweizer Gastronomen durften ihre Betriebe, sofern Sitzplätze vorhanden sind, nach der coronabedingten Pause am 11. Mai wieder öffnen. Zwischen den Tischen muss dabei auf einen Abstand von zwei Metern geachtet werden. Eine Gästegruppe darf nur aus maximal vier Personen bestehen. Laut der Umfrage seien so 35 bis 65 Prozent der Sitzplatzkapazitäten verloren gegangen.

Wie der Branchenverband Gastrosuisse am Sonntag mitteilte, wissen 40 Prozent der mehr als 3.000 befragten Betriebe nicht, ob sie im Juni noch offen bleiben können oder wollen. "Ohne weitere Lockerungen müssen viele Lokale bereits im Juni wieder schließen, weil die Öffnung sehr unrentabel ist", sagte Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer laut der Mitteilung.

12.25 Uhr: Schüler schreiben Abschlussprüfungen im Fußballstadion

Beim Fußball dürfen in der Corona-Krise keine Fans in die Stadien - die SpVgg Greuther Fürth kann ihren Sportpark am Ronhof nun immerhin für einen guten Zweck teilweise öffnen. Der fränkische Fußball-Zweitligist lädt Partnerschulen ein, in den Räumen der Haupttribüne Abschlussprüfungen abzuhalten. In den kommenden Wochen nutzen verschiedene Schulen das Angebot, um unter den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln Prüfungen und Abschlussfeiern abzuhalten. Die VIP-Lounge wird einem Abschlussklasse zur Zeugnisübergabe zur Verfügung gestellt.

10.50 Uhr: Bayerns Hilfsprogramm für Künstler stark nachgefragt

Bayerns Hilfsprogramm zur finanziellen Unterstützung von Künstlern während der Corona-Krise stößt auf rege Nachfrage. Allein in den ersten 48 Stunden seien bereits rund 3.000 Anträge auf Hilfe eingegangen, teilte das Kunstministerium mit. Der Antrag auf Soforthilfe kann seit Dienstag unter kuenstlerhilfe-corona.bayern im Netz gestellt werden.

Das Programm sieht vor, dass freischaffende Künstlerinnen und Künstler über drei Monate hinweg monatlich bis zu 1.000 Euro erhalten können, wenn ihre Einnahmen zur Sicherstellung des Lebensunterhalts aufgrund der Corona-Pandemie nicht ausreichen. Antragsberechtigt sind Freischaffende mit Hauptwohnsitz in Bayern, die eine künstlerische oder publizistische Tätigkeit erwerbsmäßig und nicht nur vorübergehend ausüben.

10.35 Uhr: 107-Jährige im Iran übersteht Coronavirus-Infektion

Im Iran ist eine 107-jährige Frau einem Medienbericht zufolge von einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus genesen. Sie habe sich erholt und das Krankenhaus in Arak wieder verlassen können, meldet die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars. Zuvor sei sie "einige Zeit" isoliert behandelt worden.

Der Iran ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land im Nahen Osten mit insgesamt 133.521 Infektionen und 7359 Todesfällen.

09.55 Uhr: "New York Times" ehrt Corona-Opfer mit ungewöhnlicher Titelseite

Die Titelseite der "New York Times" ist an diesem Sonntag den amerikanischen Opfern der Coronavirus-Pandemie gewidmet: Die Zeitung hat in sechs Spalten ganzseitig die Namen von Hunderten Verstorbenen abgedruckt. In der Ausgabe stehen insgesamt 1.000 Namen aus veröffentlichten Nachrufen und jeweils ein persönlicher Satz zu den Opfern. "Die 1.000 Menschen hier stellen nur ein Prozent der Opfer dar. Keiner von ihnen war nur eine Statistik", schrieb die Zeitung auf der über Twitter veröffentlichten Titelseite. Die Überschrift, die sich von links nach rechts über die ganze Seite erstreckte, lautete: "Fast 100.000 Tote in den USA, ein unermesslicher Verlust".

08.14 Uhr: Präsident des Deutschen Städtetags befürchtet dramatische Veränderung der Innenstädte

Die Corona-Krise treffe gerade die Innenstädte besonders schwer, sagt Burkhard Jung (SPD), Präsident des Deutschen Städtetags und Oberbürgermeister von Leipzig. Er befürchtet, dass es durch Pleiten zu einem Sterben der Innenstädte kommt. "Handel, Gastronomie, Kultur, einfach alles" sei betroffen.

Finanziell entstehe durch die Corona-Krise für Städte und Gemeinden eine Situation, "die wir noch nie zuvor hatten", sagte Jung. Die Haushalte in den Kommunen stünden vor historisch einmaligen Steuerausfällen. "Die Verluste der Kommunen an Einnahmen und der Anstieg ihrer Ausgaben könnten am Jahresende bei 20 Milliarden Euro liegen."

Um Geschäfte vor dem Kollaps zu bewahren, sei es wichtig, "wieder mehr Wohnen und Arbeiten in der Innenstadt zu ermöglichen".

07.55 Uhr: Schäuble: Demos gegen Corona-Maßnahmen zeigen offene Gesellschaft

Die Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen zeigen nach Ansicht von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, "dass unsere Gesellschaft eine offene ist". "Unsere Demokratie, unser Rechtsstaat funktionieren", sagte der CDU-Politiker in einem Interview. Dass sich in solche Demonstrationen mitunter auch Personen mit abstrusen Theorien begeben, lasse sich nicht verhindern. Niemand sei vor "dem Beifall von der falschen Seite" sicher. "Allerdings rate ich jedem, der zu unserem Grundgesetz steht, zu Extremisten Abstand zu halten, um sich nicht auf die eine oder andere Art anzustecken."

06.20 Uhr: RKI meldet 431 Neuinfektionen und 31 Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut meldet 431 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 178.281, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 31 auf 8247 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 160.300, rund 500 mehr als am Vortag.

Samstag, 23. Mai 2020

21.11 Uhr: Todesfall-Zahlen in USA steigen wieder

Nachdem am Donnerstag 1397 und am Freitag 1089 mit Corona in Verbindung stehende Todesfälle aus den USA gemeldet wurden, ist die Zahl am heutigen Samstag wieder deutlich gestiegen. 1852 Fälle meldete das zuständige Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankeiten (CDC). Auch die Zahl der Infektionen stieg mit 24.268 neuen Fällen stärker als in den Tagen zuvor. Insgesamt sind in den USA nun 96.002 Menschen In Verbindung mit dem Coronavirus gestorben, infiziert waren insgesamt 1,596 Millionen Menschen.

Aus Italien und Spanien werden dagegen sinkende Zahlen gemeldet. Aus Italien wurden am Samstag zuletzt 119 Corona-Tote gemeldet (Vortag: 130), aus Spanien 48 Menschen (Vortag: 56). Insgesamt hab es in Italien bis zum Samstag 229.327 Infektionen (32.735 Tote), in Spanien 235.290 (28.578 Tote).

20.33 Uhr: 3,6 Millionen indische Wanderarbeiter mit Sonderzügen nach Hause

In Indien sind in Folge der Corona-Krise und der verhängten Ausgangssperre viele Menschen ohne Job. Da der Zugverkehr eingestellt ist, sitzen Millionen Wanderarbeiter zudem fest. In den vergangenen Wochen hatten Arbeiter sich teils zu Fuß auf den Weg gemacht. Es kam zu Todesfällen wegen Verkehrsunfällen sowie Hunger und Erschöpfung.

Nun hat die Regierung beschlossen, 3,6 Millionen Wanderarbeiter mit Sonderzügen aus den Großstädten in ihre Heimat zu bringen. In Indien wurden bisher 125.000 Infektionen aufgedeckt, 3750 Menschen starben.

19.47 Uhr: Überlegungen zu NBA-Saisonfortsetzung in Disney World

Während in der Bundesliga der zweite Spieltag seit der Wiederaufnahme der Saison läuft, denken auch andere große Sportligen über einen Restart nach. Besonders spektakulär klingen Überlegungen der US-Basketballliga NBA. Die hat nun bestätigt, dass sie sich derzeit in Sachen Saisonfortführung in informellen Gesprächen mit dem Unterhaltungskonzern Disney befindet. Die NBA-Saison war Mitte März unterbrochen worden.

Die Idee: Alle Teams spielen abgebrochene Saison in Disney World in Orlando, Florida zu Ende. Der Freizeitpark, einer der größten weltweit, bietet 24.000 Hotelzimmer sowie Trainingsareale und Arenen für die Spiele. Zum Disneykonzern gehört auch der US-Sportsender ESPN, der in Disney World eine Sport-zentrierte Unterabteilung des Parks betreibt. Auch ein zentraler NBA-Restart in Las Vegas und Houston wurde bereits debattiert.

19.08 Uhr: "Nur" zweistellige Corona-Todeszahlen in New York

Zum ersten Mal seit etwa zwei Monaten waren in New York gestern "nur" zweistellige Todeszahlen in Folge des Coronavirus zu beklagen. 84 Menschen starben demnach nach einer Infektion mit dem Virus am Freitag. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sprach von "guten Nachrichten".

Zeitweise lag die Zahl der täglichen Todesfälle in New York bei 800 Personen, insgesamt starben in dem 19 Millionen Einwohner starken US-Bundesstaat 29.000 Menschen nach einer Infektion. Infiziert haben sich dort seit Ausbruch der Krankheit mehr 360.000 Menschen. Aich die Zahl der Neu-Infektionen ist laut der Mitteilung zu den Freitagszahlen rückläufig.

18.14 Uhr: EU-Wiederaufbauhilfe: "Sparsame Vier" fordern Kredite statt Zuschüsse

In einem Gegenentwurf zu den deutsch-französischen Plänen haben sich vier kleinere EU-Staaten dafür stark gemacht, die Wirtschaft in der Corona-Krise mit günstigen Krediten statt mit Zuschüssen wieder in Schwung zu bringen. Österreich, Schweden, Dänemark und die Niederlande sprechen sich in ihrem Ansatz für einen Notfallfonds aus, für den die EU-Kommission Geld an den Finanzmärkten aufnehmen und dann an die Mitgliedsstaaten weiterreichen soll. Diese Hilfen müssten letztlich aber zurückgezahlt werden. Italien hält den Gegenentwurf für unangemessen.

18.01 Uhr: Streit über geplantes Konjunktur-Programm verschärft sich

Die Bundesregierung will Anfang Juni ein Konjunkturprogramm beschließen. Doch in der schwarz-roten Koalition verschärft sich der Streit darüber, wie teuer dieses werden soll. Aus der SPD kamen ablehnende Äußerungen zum Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder über eine Schulden-Obergrenze. Eine Obergrenze, die die staatliche Krisenreaktionskraft willkürlich beschränke, sei der falsche Weg, sagte SPD-Fraktionsvize Achim Post der dpa. Dagegen sind in der Union Pläne der SPD für einen Familienbonus umstritten. Die Wirtschaft forderte schnellere Hilfen für Firmen.

17.24 Uhr: Erste Corona-Tote im Gazastreifen

Im dicht besiedelten Gazastreifen ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums zum ersten Mal ein Mensch nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Eine 77-jährige Palästinenserin sei in einer Quarantäneeinrichtung am Rafah-Grenzübergang an der Krankheit gestorben, teilte ein Sprecher am Samstag mit. Sie sei vergangene Woche aus Ägypten zurück in den Küstenstreifen gereist.

Bisher war die Corona-Pandemie im Gazastreifen entgegen den Befürchtungen relativ glimpflich verlaufen. In dem Küstenstreifen leben zwei Millionen Menschen unter prekären Umständen. Eine starke Ausbreitung des Coronavirus in dem Gebiet gilt deshalb als Horrorszenario. Die Zahl aller bekannten Fälle seit dem 5. März belaufen sich nach Angaben des Ministeriums auf 55. Davon seien 16 wieder genesen und der Rest in stabilem Zustand, sagte ein Sprecher.

Nach einer Zunahme von Infektionen hatte die dort herrschende Hamas dann aber am Donnerstag Einreisen in das Gebiet vorerst untersagt. Die beiden einzigen Personen-Grenzübergänge Rafah und Erez sollen bis Ende Juni für Einreisende geschlossen bleiben.

17.02 Uhr: Corona-Krise lässt Reserve bei Rentenversicherung schrumpfen

Infolge der Corona-Krise sinkt nach einer Schätzung der Rentenversicherung die Rücklage der Rentenkasse. Die Versicherung sieht aber begrenzte Auswirkungen durch die Krise, da auch während des Bezugs von Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld I Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt würden. Wie die Rentenversicherung am Samstag mitteilte, geht die Rücklage nach ersten Schätzungen bis Ende des Jahres um rund ein Zehntel auf dann rund 36 Milliarden Euro zurück.

16.37 Uhr: Spanien will ab Juli Grenzen wieder für Touristen öffnen, Tui hatte derweil angekündigt schon bald wieder nach Mallorca fliegen zu wollen

Der Corona-Hotspot Spanien will erst im Juli seine Grenzen für ausländische Touristen öffnen. "Ab Juli wird der Empfang ausländischer Touristen unter sicheren Bedingungen wiederaufgenommen werden", sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag in einer Rede an die Nation. "Wir werden garantieren, dass die Touristen keine Risiken eingehen werden und auch, dass sie keine Risiken für uns verursachen", erklärte der sozialistische Politiker.

Mit seiner Ankündigung machte Sánchez Hoffnungen auf eine frühere Wiederaufnahme des Tourismus zunichte. Diese waren jüngst gewachsen, nachdem ein anderer Corona-Brennpunkt, Italien, die Grenzöffnung für Touristen ab dem 3. Juni angekündigt hatte.

Kurz zuvor hatte Tui-Vorstandschef Fritz Joussen angekündigt bereits in wenigen Wochen wieder Reisen zu verschiedenen Zielen durchführen zu wollen - unter anderem nach Mallorca. "Ab Ende Juni wollen wir pünktlich zu den Sommerferien wieder fliegen", sagte Joussen der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Mallorca soll demnach schon bald angesteuert werden. "Wir wollen Mitte/Ende Juni den Flugverkehr nach Mallorca wieder aufnehmen."

Jetzt muss das Vorhaben verschoben werden. "Wir halten uns an die offiziellen Vorgaben und stehen mit den lokalen Behörden in Kontakt", sagte ein Tui-Sprecher. "Sobald es von ihnen grünes Licht gibt, sind wir startbereit."

16.28 Uhr: Ex-Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger fordert Politik zur Überprüfung der Corona-Einschränkungen auf

Die frühere Bundesjustizministern Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat die Politik aufgefordert, die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie permanent zu überprüfen und auch wieder "zurückzuführen". "Die Grundrechte sind so massiv eingeschränkt worden, wie wir es noch nie kannten in den 71 Jahren unseres Grundgesetzes", sagte die FDP-Politikerin am Samstag im Radiosender WDR5 aus Anlass der Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949. "Die Freiheitsbeschränkungen müssen begründet werden, aber nicht die Lockerungen." Es sei ein "absolutes Muss", nun klar zu regeln, unter welchen Voraussetzungen mehr Bewegungsfreiheit beispielsweise in Kitas und im Reiseverkehr möglich sei, sagte Leutheusser-Schnarrenberger.

16.23 Uhr: Spaniens Regierung gibt grünes Licht für Liga-Neustart ab 8. Juni

Die spanischen Fußball-Profiligen dürfen ab dem 8. Juni den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Das gab Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag in einer Rede an die Nation bekannt. Die Erlaubnis gilt für die Primera División und auch für die zweite Liga. Nach den bisherigen Plänen der La Liga soll der Neustart am 12. Juni erfolgen. Einen konkreten Spielplan mit Terminen gibt es aber noch nicht.16.16 Uhr: Trotz neuer Corona-Fälle durch Restaurant-Besuch: Niedersachsen will an Lockerungen festhalten

Nur wenige Tage nach der Wiedereröffnung vieler Restaurants in Deutschland scheinen sich in Niedersachsen mehrere Menschen in einem Lokal mit dem Coronavirus infiziert zu haben. "Die Infektionen stehen vermutlich in Zusammenhang mit einem Besuch in einem Lokal", teilte der Landkreis Leer mit. Falls sich das bestätigt, wäre dies der erste bekannt gewordene Fall von in Restaurants verbreiteten Corona-Infektionen seit Wiedereröffnung der Gaststätten und Cafés. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga reagierte bestürzt auf den Fall.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann sieht wegen der Corona-Fälle jedoch keine Notwendigkeit, vom Lockerungskurs abzurücken. "Nach ersten Erkenntnissen ist das Infektionsgeschehen nicht auf einen normalen Restaurantbesuch zurückzuführen, stattdessen wurde dort offenbar eine private Party gefeiert", sagte Reimann am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Der betroffene Gaststätten-Besitzer betont, Abstands- und Hygieneregeln seien an dem Abend eingehalten worden.

15.41 Uhr: Johnson-Berater hat offenbar gegen Corona-Regeln verstoßen

Dominic Cummings, der umstrittene Chefberater des britischen Premierministers Boris Johnson, soll gegen Auflagen zur Coronavirus-Pandemie verstoßen haben. Cummings sei nach dem Erlass von Kontaktverboten Ende März 400 Kilometer weit zum Haus seiner Eltern im nordostenglischen Durham gereist, berichteten die Zeitungen "Guardian" und "Mirror".

Johnsons Büro erklärte, Cummings habe geglaubt, sich "vernünftig und legal" zu verhalten. Er habe die Reise unternommen, weil seine Frau Symptome gezeigt und er selbst angenommen habe, ebenfalls zu erkranken. Verwandte hätten angeboten, sich um den kleinen Sohn des Paares zu kümmern. Cummings habe in einem getrennten Haus in der Nähe seiner erweiterten Verwandtschaft gelebt.

Der 48-jährige Cummings ist nicht der erste hohe Regierungsmitarbeiter, der es mit den Corona-Regeln nicht so genau nimmt. Der Epidemiologe Neil Ferguson musste als wissenschaftlicher Berater der Regierung zurücktreten, weil ihn seien Freundin trotz Ausgangsverbots in London besucht hatte. Auch die medizinische Beraterin der schottischen Regierung, Catherine Calderwood, gab ihren Posten auf. Sie war zweimal von Edinburgh an ihren Zweitwohnsitz gefahren.

15.24 Uhr: Tausende fordern Rücktritt von Sánchez bei Anti-Corona-Demos in Spanien

Tausende haben bei Kundgebungen in ganz Spanien gegen die Anti-Corona-Maßnahmen den Rücktritt des sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez gefordert. In Madrid und vielen anderen Städten des Landes folgten die Demonstranten am Samstag mehrheitlich in Privatfahrzeugen dem Aufruf der rechtspopulistischen Partei Vox. Überall wurden spanische Fahnen geschwenkt und Slogans wie "Freiheit, Freiheit, Freiheit!" und "Rücktritt Sánchez!" skandiert. Es gab laute Hupkonzerte und viele riefen immer wieder "Viva España!".

Vox, die drittstärkste Fraktion im spanischen Parlament, wirft der linken Regierung vor, mit den strikten Regeln und Verboten zur Eindämmung der Pandemie das Land wirtschaftlich "in den Ruin" zu treiben und außerdem die Freiheiten der knapp 47 Millionen Bürger illegal einzuschränken. Diese Vorwürfe erhebt auch die größte Oppositionspartei, die konservative Partido Popular, die ihre Anhänger aber nicht zur Teilnahme an der Kundgebung aufrief.

15.14 Uhr: Anti-Corona-Demo in München wegen Unwetter abgesagt

Starker Regenfall und Gewitter auf der Münchner Theresienwiese: Die für 15 Uhr geplante Anti-Corona-Demonstration ist wegen Unwetter abgesagt worden. Die Teilnehmer wollten wie vor einer Woche gegen die coronabedingten Beschränkungen protestieren.14.51 Uhr: Merkel bezeichnete Coronavirus als "Zumutung für die Demokratie"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat um Verständnis für die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geworben. In ihrem Videopodcast sprach sie am Samstag erneut davon, dass das Virus "eine Zumutung für die Demokratie" sei, und betonte, dass die Regierung es sich mit den Beschränkungen nicht einfach mache. Die Sorgen der Menschen angesichts der Einschränkungen könne sie verstehen.

Die bisherigen Maßnahmen seien jedoch notwendig gewesen, "weil wir uns der Würde der Menschen verantwortlich fühlen, so wie es im Artikel 1 unseres Grundgesetzes gesagt ist", erklärte die Kanzlerin in ihrem Podcast.

14.33 Uhr: Über 40 Neu-Infizierte nach Gottesdienst in Frankfurt

Nachdem sich bei einem Gottesdienst einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt offenbar mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert hatten, steht nun auch die Zahl der Infizierten fest: es sind über 40. Das teilte der Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt, René Gottschalk, am Samstag mit.

"Die weitaus meisten sind nicht sonderlich krank. Nach unserem Kenntnisstand ist auch nur eine Person in einem Krankenhaus." Der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Gemeinde, Wladimir Pritzkau, war bisher davon ausgegangen, dass sechs Betroffene in Krankenhäusern sind.

14.04 Uhr: Iran öffnet wieder religiöse Stätten

Der Iran will zum Ende des Fastenmonats Ramadan seine religiösen Stätten, Museen und kulturellen Einrichtungen wieder öffnen. Das kündigte Präsident Hassan Ruhani im Staatsfernsehen an. Die von vielen Pilgern besuchten Schreine, von denen einige als Corona-Ansteckungsschwerpunkte galten, sollen ab Montag wieder für wenige Stunden pro Tag geöffnet werden.

13.25 Uhr: Malariamittel bei Behandlung gegen Corona offenbar kontraproduktiv

Die von US-Präsident Donald Trump aggressiv beworbenen Malariamittel sind laut einer großangelegten Studie als Medikamente gegen das neue Coronavirus eher kontraproduktiv. Bei einem Vergleich von etwa 96.000 Patienten auf sechs Kontinenten habe sich gezeigt, dass die Sterberate von Menschen, die Hydroxychloroquin und Chloroquin einnahmen, bei 13 Prozent lag, hieß es in einem Bericht der renommierten medizinischen Fachzeitschrift "Lancet". Bei Kranken, die anders behandelt wurden, habe sie neun Prozent betragen. Außerdem sei bei der Einnahme der Malariamittel ein fünf Mal höheres Risiko für Herzrhythmusstörungen festgestellt worden, schrieb das Blatt.12.08 Uhr: Thüringen will ab Anfang Juni Corona-Beschränkungen beenden

Das Land Thüringen will Anfang Juni die allgemeinen Corona-Beschränkungen beenden. Damit würden landesweite Vorschriften zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen der Vergangenheit angehören.

"Ab 6. Juni möchte ich den allgemeinen Lockdown aufheben und durch ein Maßnahmenpaket ersetzen, bei dem die lokalen Ermächtigungen im Vordergrund stehen", sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow den Zeitungen der Mediengruppe Thüringen. Die Details sollen nach Angaben einer Regierungssprecherin in der Kabinettssitzung am Dienstag beraten werden.

11.35 Uhr: China schränkt internationale Flüge noch bis Oktober stark ein

China wird internationale Flüge wegen der Corona-Pandemie noch mindestens bis Oktober stark beschränken. Während der innerchinesische Luftverkehr nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Caixin" vom Samstag wieder die Hälfte des Vorkrisenniveaus erreicht hat, hält die Luftverkehrsbehörde an den Einschränkungen für Flüge aus dem Ausland fest.

Seit Ende März gilt die sogenannte "Fünf-Eins-Regel" in China, die pro Fluggesellschaft nur einmal die Woche einen Flug auf einer Strecke in ein anderes Land erlaubt. Die chinesische Zeitung "21st Century Business Herald" berichtete aus einer Anweisung der Luftverkehrsbehörde, dass diese Vorschrift "mindestens bis Oktober" umgesetzt werde. Demnach müssen Fluggesellschaften ihre Flugpläne zwei Monate im Voraus genehmigen lassen, bevor sie Tickets verkaufen dürften.

10.58 Uhr: Mehrere Gottesdienstbesucher infiziert

Nach einem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt haben sich mehrere Mitglieder mit dem Coronavirus infiziert. "Wir haben alle Versammlungen abgebrochen. Gottesdienste gibt es jetzt nur noch online", so der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten, Wladimir Pritzkau am Samstag. "Bei uns ist es eine schwierige Lage." Der Gottesdienst sei am 10. Mai gewesen.

Die genaue Zahl der Betroffenen konnte Pritzkau nicht nennen. Die meisten seien Zuhause, sechs befänden sich in Krankenhäusern. Wie viele Besucher genau zu dem Gottesdienst gekommen waren, ist nicht bekannt.

10.15 Uhr: Grütters will Kultur trotz Coronakrise bewahren

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ruft zum Erhalt der kulturellen Infrastruktur in Deutschland auch nach der Corona-Krise auf. "Ich hoffe sehr, dass am Ende der Krise, wenn möglicherweise auch größere wirtschaftliche Schäden erkennbar werden, die Länder und Kommunen ihre Kultureinrichtungen nicht zum Steinbruch ihrer Haushaltskonsolidierungen machen", sagte die CDU-Politikerin der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Kultur sei kein Luxus, sondern eine Lebensnotwendigkeit, ein Ausdruck von Humanität und für eine lebendige Demokratie unverzichtbar.Öffentliche Gelder für die Kulturlandschaft seien "eine Investition in die Zukunft", unterstrich die Staatsministerin.

9.44 Uhr: Trump will offene Kirchen - Frankreich erlaubt Gottesdienst-Besuch

US-Präsident Donald Trump hat in der Corona-Krise an die Gouverneure der 50 Bundesstaaten appelliert, Kirchen bereits am Wochenende wieder zu öffnen. Gotteshäuser seien wichtig für die US-Bevölkerung und "essenzielle Orte, die essenzielle Dienste anbieten", erklärte er. Trump kritisierte, manche Gouverneure hätten Alkoholläden und Abtreibungskliniken als wichtig eingestuft, nicht aber Kirchen. Die meisten Bundesstaaten lockern gegenwärtig Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus. In manchen Staaten ist die Zahl der Gottesdienstbesucher aber weiter stark beschränkt.

In Frankreich ist seit heute wieder die Teilnahme an Gottesdiensten erlaubt. Der französische Staatsrat hatte bereits am Montag die Aufhebung des wegen der Corona-Pandemie verhängten Verbots religiöser Zusammenkünfte innerhalb von acht Tagen gefordert und argumentiert, das "allgemeine und absolute Verbot" der Zusammenkünfte in Gotteshäusern stehe in "keinem Verhältnis zum Ziel der Erhaltung der öffentlichen Gesundheit".8.56 Uhr: NBA-Star Patrick Ewing an Covid-19 erkrankt

Der frühere NBA-Star Patrick Ewing ist aufgrund einer Covid-19-Erkrankung in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Das teilte der ehemalige Basketball-Profi der New York Knicks mit. "Das Virus ist ernst und sollte nicht verharmlost werden", sagte der 57-Jährige und dankte den Beschäftigten im Gesundheitswesen "und allen, die an vorderster Front kämpfen". Die Knicks twitterten: "Alles Gute, Großer. Bleib stark." Ewing gewann mit den USA 1984 in Los Angeles und 1992 mit dem legendären ersten Dream Team in Barcelona Olympiagold, in der NBA wurde er elfmal ins All-Star-Team berufen. Einzig den Titel in der besten Liga der Welt holte er nie. Seit 2017 trainiert Ewing sein früheres College-Team in Georgetown nahe Washington D.C.

8.14 Uhr: Mietwagen-Riese Hertz meldet in Nordamerika Insolvenz an

Der schwer von der Corona-Krise gebeutelte Mietwagen-Riese Hertz hat in den USA und in Kanada Insolvenz angemeldet. "Die Auswirkungen von Covid-19 auf die Nachfrage nach Reisen waren plötzlich und dramatisch, was zu einem starken Rückgang der Einnahmen des Unternehmens und künftiger Buchungen führte", erklärte Hertz. Die internationalen Ableger von Hertz in Europa, Australien und Neuseeland sind den Angaben zufolge nicht betroffen.07.55 Uhr: 638 Neuinfektionen in Deutschland

638 Menschen haben sich in Deutschland neu mit dem Coronavirus infiziert. Das meldet das Robert-Koch-Institut. Damit gibt es erneut weniger als 1.000 neue Fälle. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland steigt auf 177.850, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 42 auf 8216 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 159.900, rund 800 mehr als am Vortag.

06.22 Uhr: Brasilien hat die zweitmeisten Infizierten weltweit

In Brasilien stieg auch am Freitag die Zahl der Coronavirus-Infektionen. Damit liegt Brasilien jetzt nach den USA auf dem zweiten Platz weltweit. In dem südamerikanischen Land wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 330.890 Infektionen registriert, mindestens 21.048 Menschen starben. Damit überholte Brasilien Russland, das nun mit 326.488 registrierten Infektionen auf Platz drei liegt - 3200 Menschen starben nach offiziellen Angaben.

Binnen 24 Stunden starben in Brasilien mehr als tausend Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Erreger, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Das war das dritte Mal binnen vier Tagen, dass die Totenzahl über 1000 lag. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen betrug 20.803 binnen 24 Stunden.

© BR

Brasilien wird zunehmend zum Brennpunkt der Corona-Pandemie. Mit mehr als 330.000 Infizierten belegt das lateinamerikanische Land nun Platz zwei hinter den USA. Mehr als 21.000 Menschen starben.

06.00 Uhr: 581 Haftbefehle bei Corona-Grenzkontrollen vollstreckt

Seit der Anordnung von Grenzkontrollen wegen der Corona-Pandemie hat die Bundespolizei 581 offene Haftbefehle vollstreckt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur, stellten die Beamten bei ihren Kontrollen außerdem knapp 130 Verstöße gegen das Waffengesetz fest. In rund 150.000 Fällen wiesen sie demnach zur Unterbrechung des Infektionsgeschehens Ausländer an den Grenzen ab, die keinen triftigen Einreisegrund geltend machen konnten.

Freistag, 22. Mai 2020

22.34 Uhr: Flixbus fährt wieder

Reisende und Pendler können bald wieder Fernbus fahren. Nach zwei Monaten Corona-Pause hat Flixbus einen Neustart für Donnerstag nächster Woche angekündigt. Die Busse des Unternehmens steuern zunächst rund 50 Haltestellen an. Vor der Krise waren es zehn Mal so viele gewesen. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatte Flixbus den Betrieb am 18. März eingestellt. Die Konkurrenten haben noch nicht mitgeteilt, wann sie wieder fahren.

22.26 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten steigt in den USA weiter

In den USA ist die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben der Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) auf nunmehr 1.571.617 gestiegen. Das seien 20.522 Fälle mehr als am Donnerstag. Die Totenzahl kletterte demnach um 1089 auf 94.150. Am Vortag hatte der Zuwachs jeweils höher gelegen.

22.08 Uhr: Sieben Infizierte nach Restaurantbesuch

Bei einem Restaurantbesuch im Landkreis Leer in Niedersachsen haben sich offenbar sieben Menschen mit dem Coronavirus infiziert. "Die Infektionen stehen vermutlich in Zusammenhang mit einem Besuch in einem Lokal", teilte der Landkreis mit. Diese neuen Fälle hätten dazu geführt, dass bereits für mindestens 50 Menschen "vorsorglich häusliche Quarantäne" angeordnet worden sei, so die Informationen des Norddeutschen Rundfunks. Weitere Testergebnisse stünden noch aus. Dem Sender zufolge wären dies die ersten bekannten Fälle dieser Art seit der Wiedereröffnung der Gastronomie.

21.23 Uhr: USA wollen Impfstoff-Suche mit Freiwilligen vorantreiben

Die USA planen nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ein großangelegtes Programm zur Erprobung verschiedener potenzieller Impfstoffe, an dem sich womöglich bis zu 150.000 freiwillige Testpersonen beteiligen sollen. Das Programm ist nach Angaben von Wissenschaftlern so angelegt, dass innerhalb von Monaten das geleistet werden soll, wozu normalerweise zehn Jahre benötigt werden. Ziel sei es, bis Ende 2020 einen sicheren und wirksamen Impfstoff-Kandidaten zu haben.

20.40 Uhr: Niedriger Anstieg der Covid-Opferzahlen in Frankreich

In Frankreich sinkt die Zahl neuer Covid-19-Opfer weiter. Innerhalb von 24 Stunden sind 74 Menschen an der Krankheit gestorben, am Vortag wurden 83 vermeldet. Auch bei den Corona-Intensivpatienten sank die Zahl um 44 auf 1.701, wie das Gesundheitsministerium in Paris mitteilte. Erstmals haben die Behörden nicht die Gesamtbilanz der Corona-Toten seit Ausbruch der Pandemie bekannt gegeben. Bis zum Donnerstag lag die Zahl bei 28 215.

Frankreich gehört in Europa zu den besonders betroffenen Ländern der Corona-Krise. Vor rund eineinhalb Wochen hat die Regierung die strengen Ausgangsbeschränkungen für Bürger gelockert. Einschränkungen gibt es aber weiterhin; so sind Reisen mit einer Entfernung von über 100 Kilometern nur bei besonderen beruflichen oder privaten Anlässen erlaubt.

20.15 Uhr: Trump will Gottesdienste wieder zulassen

US-Präsident Donald Trump will Amerikanern den Besuch von Gottesdiensten in der Corona-Krise ermöglichen. Trump erklärte Kirchen und andere Gotteshäuser wie Synagogen und Moscheen bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz im Weißen Haus zu "essenziellen Orten, die essenzielle Dienste anbieten". Essenzielle Einrichtungen wie etwa Supermärkte müssen nach den Coronavirus-Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC in der Pandemie nicht geschlossen werden. Trump forderte die Gouverneure der US-Bundesstaaten dazu auf, Gotteshäuser schon an diesem Wochenende wieder zu öffnen. "Wenn sie das nicht tun, werde ich mich über die Gouverneure hinwegsetzen."

Trump kritisierte: "Einige Gouverneure haben Alkoholläden und Abtreibungskliniken als essenziell erachtet, aber Kirchen und andere Gotteshäuser außen vor gelassen. Das ist nicht richtig. Ich korrigiere diese Ungerechtigkeit." Er fügte hinzu: "In Amerika brauchen wir mehr Gebete, nicht weniger."

19.45 Uhr: Ägypten will Arbeitnehmer in Krise stärker besteuern

Die ägyptische Regierung will die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Staatsfinanzen durch eine neue Steuer abfedern. Das Vorhaben löste im Internet heftige Kritik aus. Die Regierung plant, einen zusätzlichen Steuersatz von einem Prozent auf das Einkommen von Arbeitnehmern zu erheben. Steuerpflichtig wären demnach alle Arbeitnehmer mit einem monatlichen Nettoeinkommen von mehr als 2.000 ägyptischen Pfund (115 Euro). Zudem sollen auf gesetzliche Renten 0,5 Prozent Steuern erhoben werden. Der Gesetzesentwurf sehe mögliche Ausnahmen für Arbeitnehmer in Branchen vor, die durch die Corona-Pandemie "wirtschaftlichen Schaden" erlitten hätten, teilte das Kabinett mit, ohne jedoch Details zu nennen. Das Parlament muss dem Gesetzentwurf noch zustimmen.

19.04 Uhr: Großbritannien führt Quarantäneplicht für Reisende ein

Großbritannien führt ab dem 8. Juni eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne für nahezu alle Reisende aus dem Ausland ein. Wer sich nicht daran halte, müsse mit einer Strafe in Höhe von 1.000 Pfund rechnen, sagte Innenministerin Priti Patel. "Jetzt, da wir den Höhepunkt dieses Virus' überschritten haben, müssen wir Maßnahmen ergreifen, die vor einem Wiederaufleben dieser tödlichen Krankheit durch importierte Fälle schützen." Ausgenommen von der Quarantänevorschrift würden unter anderem Arbeiter im Frachtverkehr, medizinisches Personal, das zur Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie einreise, und Reisende aus Irland.

18.53 Uhr: Weitere Demos für Samstag angekündigt

Wie schon an den vergangenen Wochenenden, gibt es auch diesmal wieder zahlreiche Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen. Bundesweit wurden Veranstaltungen angemeldet, so auch in München, Nürnberg und beispielsweise Ansbach. Die Polizei will die Proteste ermöglichen, aber auch dafür sorgen, dass die Versammlungs-, Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Die Aktionen könnten auch diesmal wieder von Extremisten und Verschwörungstheoretikern vereinnahmt werden, warnt das Innenministerium. Auch Gegendemos sind geplant.

18.36 Uhr: Corona-Tote mit mutmaßlich irreversiblen Lungenschäden

Ärzte der Augsburger Uniklinik haben bei der Obduktion verstorbener Corona-Patienten durchwegs "ungewöhnlich schwere, teils mutmaßlich irreversible" Schäden im Lungengewebe festgestellt. Sie seien offensichtlich nicht bei der Beatmung, sondern am ehesten direkt durch das Virus entstanden, teilte die Uniklinik mit. Das Ärzteteam sehe die Veränderung als Todesursache an. Das Team habe 19 Tote obduziert. Die Ergebnisse der ersten zehn Obduktionen beschreibt es im "Journal of the American Medical Association". Die Menschen hatten ein Durchschnittsalter von 79 Jahren. "Alle Patienten litten an schweren Grunderkrankungen, die jedoch nicht unmittelbar zum Tod führten", sagte Professor Bruno Märkl, Direktor der Pathologie an der Uniklinik. In den übrigen Organen seien keine augenscheinlich schweren Veränderungen nachgewiesen worden.

In Berlin waren zuvor bereits mindestens elf Covid-19-Tote obduziert worden. Das geht aus einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Antwort der Senatsverwaltung für Gesundheit auf eine parlamentarische Anfrage des Linke-Abgeordneten Wolfgang Albers hervor. Als Todesursachen wurden demnach am häufigsten Blutvergiftung bei Lungenentzündungen (vier Fälle), Lungenversagen (drei Fälle) und Herzversagen (zwei Fälle) erkannt. In allen elf Fällen habe das Pathologie-Institut der Charité festgestellt, dass die Todesursachen "kausal durch Covid-19 bedingt" gewesen seien, hieß es.

18.30 Uhr: UN warnt vor fehlenden Impfungen bei Kindern

Fehlender Impfschutz droht laut den Vereinten Nationen in Zukunft massenhafte Ausbrüche schwerer Krankheiten wie Polo, Diphtherie und Masern bei Kindern zu verursachen. Die Lockdowns und Verkehrssperren gegen die Corona-Pandemie hätten im März und April zu ernsthaften Störungen und Unterbrechungen bei den Routine-Impfkampagnen in mindestens 68 Ländern geführt, so die WHO und das Kinderhilfswerk Unicef. Zusammen mit der Gavi-Impfallianz befürchten sie, dass mindestens 80 Millionen Mädchen und Jungen unter einem Jahr in diesen Ländern keinen ausreichenden Schutz erhalten hätten und nun einem erhöhten Krankheitsrisiko ausgesetzt seien. In Jahrzehnten erzielte Fortschritte gegen Krankheiten drohten vernichtet zu werden, warnte die WHO. Immunisierung sei eine der stärksten und grundlegendsten Präventionsmaßnahmen in der Geschichte der öffentlichen Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation forderte die Staaten auf, den Impfschutz aufrechtzuerhalten. Am 4. Juni solle ein internationaler Impfgipfel weitere Schritte beschließen.

18.21 Uhr: Südamerika immer stärker betroffen

Nach den offiziellen Zahlen belegt Brasilien nach den USA und Russland Rang der drei der am schwersten betroffenen Länder: Mehr als 291.500 und fast 20.000 Todesfälle wurden von der WHO bestätigt. Besorgniserregend ist auch die Lage in Peru. In dem 33-Millionen-Einwohner-Land überschritt die Zahl der Infizierten am Mittwoch die Marke von 100.000, mehr als 3.000 Infizierte starben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) äußerte sich "sehr besorgt" wegen einer neuen weltweiten Rekordzahl täglicher Neuinfektionen. "In den vergangenen 24 Stunden (Stand 22.05.20) wurden der WHO 106.000 Fälle gemeldet - die höchste Zahl an einem einzigen Tag seit Beginn der Epidemie", erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

18.05 Uhr: Söder will Limit für Staatsverschuldung

Maximal 100 Milliarden Euro zusätzliche Schulden soll der Bund nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder in diesem Jahr zur Bewältigung der Corona-Krise aufnehmen dürfen. Dies sagte Bayerns Ministerpräsident in seiner Rede auf dem ersten Internet-Parteitag in der CSU-Geschichte. Konzepte über weitere Neuverschuldungen von bis zu 150 oder 200 Milliarden Euro seien nicht finanzierbar, alle Hilfen müssten "ökonomisch sinnvoll" bleiben. Söder unterlegt damit erstmals die Forderung nach einer Obergrenze für die deutschen Staatsschulden mit einer konkreten Summe.

18.00 Uhr: Madrid erwacht bald aus dem Dornröschenschlaf

Von Montag an dürfen Bars und Restaurants in Madrid wieder ihre Terrassen öffnen. Die Verbreitung des Coronavirus habe sich verlangsamt, begründet die regionale Gesundheitsbehörde in der spanischen Hauptstadt ihre Entscheidung. Die Menschen dürften sich nun wieder in Gruppen von bis zu zehn Personen treffen. Die noch bestehenden Beschränkungen sind in Madrid nun die gleichen wie in den meisten Teilen des Landes. Anfang Mai hatte die Regierung begonnen, die Einschränkung des öffentlichen Lebens zu lockern.

17.53 Uhr: Söder stellt baldige Eröffnung der Freibäder in Aussicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kann sich vorstellen, in der zweiten Juni-Woche die Freibäder im Freistaat wieder zu öffnen. Nach Pfingsten sei auch wieder "mehr kulturelles Leben" mit Blasmusik-Konzerten, Theater oder Kabarett im Freien möglich, wenn entsprechende Hygienekonzepte vorlägen, kündigt Söder auf dem ersten virtuellen Parteitag der CSU an.

17.46 Uhr: Stiftung sucht Abnehmer für Schokoladen-Ostereier

Eine Stiftung in Schottland sucht dringend nach Abnehmern für Tausende Schokoladeneier. Das teilte der National Trust for Scotland (NTS) mit, der Schlösser, Parks und Gärten in dem britischen Landesteil verwaltet. Für das Osterwochenende hatte die Stiftung 38.000 Schokoladeneier bestellt. Geplant war, dass diese für Besucher versteckt werden sollten. Doch wegen des Coronavirus wurden dann alle Veranstaltungen abgesagt. Die Hälfte der Eier sei schon verteilt worden, etwa an Krankenhäuser, heißt es. Da aber schon im Juli das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht sei, hoffe man auf weitere Vorschläge für mögliche Abnehmer.

17.38 Uhr: Söder: "Wir haben das Schlimmste vorerst überstanden"

CSU-Chef Markus Söder sieht wichtige Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus, warnt aber vor Sorglosigkeit. Man habe das Schlimmste vorerst überstanden, sagte Söder am Abend in seiner Rede auf dem ersten Internet-Parteitag der CSU-Geschichte. Die vergangenen Wochen seien eine unglaubliche Bewährungsprobe für das Gesundheitssystem, für die Politik und die Bevölkerung gewesen. "Corona stresst. Die einen, weil sie sehr besorgt sind, die anderen, weil sie sehr genervt sind", räumte der bayerische Ministerpräsident ein. Corona bleibe aber eine existenzielle Herausforderung. Umsicht und Vorsicht und Besonnenheit blieben die entscheidenden Ratgeber.

17.00 Uhr: Fitnessstudios in Thüringen dürfen öffnen

Fitnessstudios in Thüringen dürfen unter Auflagen öffnen. Das hat das Thüringer Oberverwaltungsgericht beschlossen und damit die Thüringer Corona-Verordnung mit Blick auf diese Sporteinrichtungen gekippt. Die Regelung dort sieht eigentlich vor, dass die Studios erst ab dem 1. Juni öffnen dürfen. Voraussetzung für eine Öffnung sei aber, dass ein Infektionsschutzkonzept für das Studios erstellt und nachgewiesen wird, hieß es in der Mitteilung des Gerichts. Die Entscheidung ist unanfechtbar und gilt für ganz Thüringen.

16:47 Uhr: Neues Coronavirus in Muttermilch nachgewiesen

Virologen aus Ulm haben das neue Coronavirus erstmals in der Muttermilch einer an Covid-19 erkrankten Frau nachgewiesen. Auch ihr Säugling sei an dem Virus erkrankt, teilten die Wissenschaftler von der Universität Ulm mit. Es sei aber noch nicht klar, ob das Kind sich wirklich über die Muttermilch angesteckt habe.

16:43 Uhr: Malaria-Mittel wirken nicht gegen Covid-19

Eine umfassende Datenanalyse bekräftigt, dass sich die Malaria-Arzneien Chloroquin und Hydroxychloroquin wahrscheinlich nicht zur Behandlung von Covid-19 eignen. Im Gegenteil, die Wirkstoffe erhöhen womöglich die Todesrate und führen zu mehr Herzrhythmusstörungen, berichten Forscher aus den USA und der Schweiz im Journal "The Lancet". Sie hatten Daten von gut 96.000 Patienten ausgewertet, von denen fast 15.000 eines der Mittel allein oder in Kombination mit einem Antibiotikum bekommen hatten. US-Präsident Donald Trump hatte Chloroquin wiederholt als Wundermittel gepriesen.

16:38 Uhr: Huml begrüßt Reihentests

Die Staatsregierung sieht sich gut vorbereitet für mehr Corona-Tests in Bayern. Die Anzahl der Test und auch die Laborkapazitäten dafür reichten aus, so die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Sie begrüßt den Vorstoß des Bundesgesundheitsministers. Künftig soll es Reihentests in Heimen und Krankenhäusern geben. Auch symptomfreie Kontaktpersonen haben dann einen Anspruch auf den Test. Die Kosten dafür tragen die Krankenkassen.

16.34 Uhr: Wirtschaft in vier Ländern fordert Abbau der Grenzkontrollen

Sechs Wirtschaftsverbände aus Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich und der Slowakei fordern gemeinsam den Abbau der in der Corona-Krise eingerichteten Grenzkontrollen. Die Öffnung der internen Grenzen (des Schengenraums) für die Wirtschaft müsse eine Priorität sein, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf. Dieser richtet sich vor allem an die Regierungen in Polen und Tschechien, die mit Grenzschließungen und -kontrollen nach Westen für erhebliche Verkehrsprobleme und Verzögerungen in den Lieferketten von EU-Firmen gesorgt haben.

16.08 Uhr: Sterblichkeit Ende April geringfügig über Durchschnitt

Ende April sind in Deutschland geringfügig mehr Menschen gestorben als im Schnitt der vergangenen Jahre. Darauf deuten vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamts hin. Demzufolge starben in der Woche zwischen 20. und 26. April 2020 in Deutschland mindestens 17.974 Menschen. Das waren 882 Fälle weniger als in der Woche davor. Vergleicht man den Zeitraum 20. bis 26. April mit den Durchschnittswerten dieser Woche in den Jahren 2016 bis 2019, waren es drei Prozent mehr. Die höchste Übersterblichkeit seit Beginn der Epidemie in Deutschland gab es den bisherigen Daten zufolge in der 15. Kalenderwoche: Dann lag die Zahl der Todesfälle 13 Prozent über dem vierjährigen Durchschnitt.

15:45 Uhr: Kinderärzte: Mehr Depressionen und Angstzustände bei Kindern

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hält in der Corona-Krise ein pauschales Verbot von Präsenzunterricht in Schulen für medizinisch nicht gerechtfertigt. Die Corona-Beschränkungen machten vor allem Kindern oft schwer zu schaffen: Wochenlang werden sie in der Wohnung unterrichtet, bei den Home-Office-gestressten Eltern - und Fußballspielen mit den Freunden ist nicht erlaubt. Eltern berichten in den Praxen von aggressiven Wutausbrüchen bei Kindern, wenn sie versuchen, diese mitten in der Nacht vom Computerspielen abzuhalten ebenso wie von verschärften Essstörungen, die zu erheblichen Gewichtszunahmen führen. Die Zahl der Hilferufe bei den Kinderschutzhotlines sei sprunghaft gestiegen.

15.22 Uhr: In Großbritannien 351 neue Coronavirus-Tote

In Großbritannien steigt die Zahl der an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen um 351 auf 36.393. Die Gesundheitsbehörden registrieren insgesamt 254.195 Menschen, die sich mit dem Erreger angesteckt haben.

15.11 Uhr: Tschetscheniens Machthaber Kadyrow möglicherweise infiziert

Der Machthaber in der russischen Region Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, hat sich nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen höchstwahrscheinlich mit dem Coronavirus angesteckt. Er werde deswegen in einem Moskauer Krankenhaus behandelt. Die Agentur Tass berichtete unter Berufung auf einen Mediziner, der 43-Jährige befinde sich in einem stabilen Zustand. Der Sprecher Kadyrows beantwortete zunächst keine telefonischen Anfragen.

15.04 Uhr: Kretschmer spricht sich für Aufnahme russischer Corona-Patienten aus

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich für eine Aufnahme russischer Covid-19-Patienten in Deutschland ausgesprochen. "Wir versuchen insgesamt in Europa zu helfen. Und ich finde, wir sollten auch solidarisch sein mit Russland", sagte der CDU-Politiker dem "Spiegel". Sachsen hatte 14 Corona-Patienten aus Italien und Frankreich aufgenommen. Einige von ihnen starben, andere konnten nach wochenlanger Behandlung aus den Krankenhäusern entlassen werden. In Russland sind inzwischen mehr als 300.000 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden.

14.50 Uhr: Krankenkassen wollen Geld für Corona-Tests vom Staat

Die Krankenkassen pochen angesichts der geplanten Ausweitung von Corona-Tests darauf, dass der Staat die Kosten mitträgt. Im Rahmen der Pandemiebekämpfung die Tests auszuweiten, erschiene auf jeden Fall sinnvoll, sagte der Sprecher des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) der Deutschen Presse-Agentur. Als staatliche Aufgabe müssten Tests in diesem Rahmen auch vom Staat finanziert werden. Das forderte auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

14.30 Uhr: Landesamt: 46.318 Corona-Fälle in Bayern - 2.372 Tote

In Bayern sind inzwischen 46.318 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2.372 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Freitag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 41.340 Menschen.

14.10 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Chile verdoppelt - Lage angespannt

In Chile hat sich die Zahl der Todesfälle im Zuge der Coronavirus-Pandemie in den vergangenen zwei Wochen verdoppelt. Das berichtet die Tageszeitung "La Tecera" (Donnerstag Ortszeit). Bislang starben demnach 589 Menschen an dem neuartigen Coronavirus. In den Krankenhäusern wird die Lage laut der Zeitung immer angespannter.

Nach offiziellen Angaben sind nur noch 15 Prozent der 2.130 verfügbaren Beatmungsgeräte frei. Die Zahl der Infizierten ist auf 57.000 bestätigte Fälle gestiegen, mehr als 900 Menschen befinden sich derzeit auf der Intensivstation.

13.53 Uhr: Restaurants in Madrid dürfen Terrassen öffnen

Von Montag an dürfen Bars und Restaurants in Madrid wieder ihre Terrassen öffnen. Die Verbreitung des Coronavirus habe sich verlangsamt, begründet die regionale Gesundheitsbehörde in der spanischen Hauptstadt ihre Entscheidung. Die Menschen dürften sich nun wieder in Gruppen von bis zu zehn Personen treffen. Die noch bestehenden Beschränkungen sind in Madrid nun die gleichen wie in den meisten Teilen des Landes. Anfang Mai hatte die Regierung begonnen, die Einschränkung des öffentlichen Lebens zu lockern.

13.46 Uhr: Schulze will nachhaltiges Konjunkturprogramm vorstellen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze will dem "Spiegel" zufolge am Montag ein Konzept für ein Konjunkturprogramm vorstellen, das Kommunen bei nachhaltigen Investitionen unterstützen soll. Geplant sei unter anderem eine Förderung von Solaranlagen auf Polizeiwachen oder Schulen. Auch Öl- und Gasheizungen in öffentlichen Gebäuden sollen mit Förderprogrammen gegen nachhaltige Wärmequellen ausgetauscht werden.

13:39 Uhr: NRW für Familienbonus von 600 Euro pro Kind

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen dringt in der Corona-Krise auf die zügige Vorlage eines Konjunkturprogramms durch den Bund und will im Anschluss ein eigenes ergänzendes Konjunkturpaket nachlegen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass auch die Familien in den vergangenen Wochen besondere Lasten getragen hätten. Man schlage daher zu ihrer Entlastung und zur Förderung des privaten Konsums in Deutschland einen Familienbonus in Höhe von einmalig 600 Euro pro Kind vor.

13.30 Uhr: Mehrheit der Deutschen rechnet nicht mit Gehaltseinbußen

Trotz der Coronakrise erwarten 73 Prozent der Deutschen einer Umfrage zufolge keine Änderung ihres Einkommens in den kommenden sechs Monaten. Jeder sechste Haushalt geht von einem Anstieg bis Ende des Jahres aus, berichtet der "Spiegel" vorab unter Berufung auf eine gemeinsame Studie des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFE, des Marktforschungsinstituts Nielsen und des Ökonomie-Lehrstuhls der Goethe-Universität Frankfurt. Jeder Zehnte hingegen erwarte weniger Geld.

12:50 Uhr: Auch nach den Sommerferien kein normaler Schulbetrieb?

Der Schulbetrieb wird nach Einschätzung der Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Stefanie Hubig (SPD), auch nach den Sommerferien nicht wie vor der Corona-Pandemie funktionieren. Sie gehe davon aus, dass auch nach den Sommerferien Schule nicht direkt unter den üblichen Bedingungen stattfinden könne, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin der "taz". Im Moment könne noch niemand sagen, wie der Stundenplan dann aussehen werde. Man bereite sich derzeit auf alle denkbaren Szenarien vor. Zugleich sagte Hubig, sie halte es nicht für ausgeschlossen, dass eine Rückkehr zu einer stärkeren Normalität in den Schulen auch schon vor der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Covid-19 möglich sei. Maßgeblich seien die Hygieneregeln.

12.40 Uhr: SPD und Grüne: Nach Pfingsten trotz Corona alle Kinder in Kitas

Nach Pfingsten sollten aus Sicht von SPD und Grünen im bayerischen Landtag alle Kinder im Freistaat wieder eine Kita besuchen können. Aktuell herrsche Regelungswirrwarr. Generell gebe es für die Dreijährigen in Bayern noch keine Rückkehr-Perspektiven. Sie müssten auf unabsehbare Zeit weiterhin zuhause betreut werden, außer ihre Eltern arbeiten in sogenannten "systemrelevanten" Jobs oder seien berufstätige Alleinerziehende. Die Staatsregierung verteidigte dagegen ihren Kurs. Gesundheitsschutz für Eltern, Kinder sowie die Beschäftigten stehe an oberster Stelle.

12.28 Uhr: Lehrerverband kritisiert geplante Notbetreuung in den Pfingstferien

Der Bayerische Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) kritisiert das Vorhaben der Staatsregierung, auch in den Pfingstferien an den Grund-, Förder- und Mittelschulen eine Notbetreuung anzubieten. Viele Schulen hätten bereits jetzt Personalprobleme, da Lehrkräfte, die einer Risikogruppe angehörten, ausfielen, schrieb der BLLV in einer Pressemitteilung. Inzwischen seien viele Lehrkräfte überlastet. Viele von ihnen hätten seit Fasching durchgearbeitet und hätten nun einen Anspruch auf Erholung.

12.07 Uhr: Scholz plant Familienbonus und Einkommensausgleich

Bundesfinanzminister Olaf Scholz setzt dem "Spiegel" zufolge bei dem Konjunkturpaket der Regierung insbesondere auf Maßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft. Eltern sollen demnach für jedes Kind einmalig 300 Euro erhalten. Erwogen würden auch Konsumgutscheine für alle. Darüber hinaus sollen Gastwirte und Kulturschaffende vom Bund einen Ausgleich für entgangenes Einkommen erhalten, heißt es. Auch Hilfen für Unternehmen seien geplant, etwa günstigere Abschreibungen und Investitionszulagen. Das Konjunkturpaket solle eine Größenordnung von bis zu 150 Milliarden Euro haben.

12.02 Uhr: McDonald's stundet Restaurantbetreibern die Pacht

McDonald's verzichtet in der Corona-Krise auf einen Teil der Zahlungen seiner Restaurantbetreiber in Deutschland. Ihnen wurden die Pacht- und Franchisegebühren für März und April gestundet, ein Teil der Miete auch erlassen, wie die "Wirtschaftswoche" berichtet. Zudem plant der Burgerbrater eine Werbeoffensive. Hintergrund sei, dass von Montag an wieder in allen Bundesländern auch die Innenräume der Schnellrestaurants genutzt werden können, so ein Sprecher.

11.39 Uhr: Großbritannien nimmt wegen Corona so viele Schulden auf wie noch nie

Der britische Staat hat im vergangenen Monat so viele Schulden aufgenommen wie nie zuvor. Das teilte die Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) in London mit. Demnach belief sich die Neuverschuldung der öffentlichen Hand im April auf rund 62 Milliarden Pfund (knapp 69 Mrd Euro), das sind 51 Milliarden mehr als im Vorjahreszeitraum.

11.35 Uhr: Ministerium: Keine Probleme bei Schutzmasken-Auslieferung

Das Bundesgesundheitsministerium hat Berichte über Verzögerungen bei der Auslieferung von Schutzausrüstung in der Corona-Krise zurückgewiesen. Falls Ärzte über Ausrüstungsmängel klagten, liege das nicht an fehlenden Lieferungen des Ministeriums, teilte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Kassenärztliche Vereinigungen und Länder seien durch das Ministerium bislang mit etwa 400 Millionen Masken versorgt worden. Einige hätten deshalb bereits darum gebeten, die Maskenlieferungen zu stoppen.

11.08 Uhr: Flüchtlingslager: Griechenland verlängert Ausgangssperre

Die griechische Regierung hat die Corona-Ausgangssperre für die Flüchtlingslager im Land anders als zunächst geplant nicht aufgehoben, sondern bis zum 7. Juni verlängert. Die Ministerien für Zivilschutz, Gesundheit und Migration hätten die Verlängerung der vor zwei Monaten verhängten Ausgangssperre vereinbart, teilte das Migrationsministerium am Donnerstag in einer kurzen Erklärung ohne Erläuterung der Gründe mit. In den völlig überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Ägäis-Inseln wurden bislang keine Corona-Infektionen festgestellt. Auf dem Festland infizierten sich hingegen Dutzende Bewohner von drei Flüchtlingseinrichtungen, Todesopfer gab es aber bisher dort nicht.

10.43 Uhr: Verband sieht zahlreiche Einzelhändler in Existenznot

Ein Drittel der Einzelhändler abseits des Lebensmittelhandels sind dem Branchenverband HDE zufolge massiv in ihrer Existenz bedroht. Die Branche leide weiter "massiv an schwachen Umsätzen und unter geringen Kundenfrequenzen, die weit unter Vorjahresniveau liegen", beklagt der Verband. Die vom Aus bedrohten Händler brauchten rasch weitere Finanz-Hilfen des Staates. "Die Bundesregierung muss dringend mit einem Rettungsfonds mit nicht-rückzahlpflichtigen Finanzhilfen nachlegen. Ansonsten werden viele Arbeitsplätze verloren gehen und die Innenstädte vielerorts veröden", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

10.33 Uhr: Unions-Politiker warnen vor Staatswirtschaft

Heute will der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) des Bundes nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios im zuständigen Ausschuss über die geplanten Corona-Krisenhilfe für die Lufthansa beraten und der Fluggesellschaft anschließend ein offizielles Angebot unterbreiten. Politiker der Union warnen, dass das staatliche Engagement in der Wirtschaft nicht ausufern dürfte.

10.31 Uhr: Tokio meldet nur noch drei Corona-Neuinfektionen

In Japans Hauptstadt Tokio sind die täglichen Corona-Neuinfektionen auf den niedrigsten Stand seit Ausrufung des Notstands gefallen. Wie der japanische Fernsehsender NHK am Freitag meldete, sank die Zahl der an einem Tag bestätigten Neuinfektionen auf drei Fälle. Insgesamt zählt die Millionen-Metropole damit bisher 5136 Infektionsfälle. Ministerpräsident Shinzo Abe hatte am Vortag erklärt, dass der eigentlich noch bis zum 31. Mai geltende Notstand in Tokio möglicherweise am Montag aufgehoben werden könnte.

10.28 Uhr: Großbritannien: Quarantäne bei Einreise

Großbritannien will wegen der Corona-Pandemie Ankommende aus dem Ausland künftig für 14 Tage unter Quarantäne stellen. Die zweiwöchige Quarantäne solle dazu beitragen, das neuartige Coronavirus im Vereinigten Königreich einzudämmen, sagte der für Nordirland zuständige Minister Brandon Lewis am Freitag dem Fernsehsender Sky News. Aus dem Ausland einreisende britische Bürger könnten zu Hause in Quarantäne gehen, andere Einreisende müssten entsprechende Vorkehrungen für ihre Isolierung treffen.

10.18 Uhr: Oxford: Corona-Impfstoff-Test an Tausenden Menschen

Britische Forscher wollen einen experimentellen Impfstoff gegen das neue Coronavirus an 10.000 testen. "Die klinischen Studien kommen sehr gut voran und wir beginnen jetzt Studien, um zu bewerten, wie gut die Impfung bei älteren Erwachsenen Immunreaktionen auslöst und um zu testen, ob sie eine größere Bevölkerung schützen kann", sagte Andrew Pollard von der Oxford Vaccine Group. Die Forschergruppe der Universität Oxford teilte mit, im April sei an mehr als 1000 Personen geprüft worden, ob der Impfstoff-Kandidat sicher ist. Jetzt solle er 10.260 Menschen in ganz Großbritannien gespritzt werden, darunter Senioren und Kinder.

10.11 Uhr: Corona-Krise: Deutsche wollen kontaktlos bezahlen

Die Menschen in Deutschland versuchen laut einer Studie in der Corona-Krise, Zahlungen mit Bargeld so oft es geht zu vermeiden. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben, die am Freitag in Berlin veröffentlicht wurde. Drei Viertel der Befragten gaben an, lieber mit einer Karte, einem Smartphone oder einer Smartwatch zu bezahlen. Zugleich wünschen sich 7 von 10 Befragten (71 Prozent) mehr Möglichkeiten, um kontaktlos bezahlen zu können. Zuletzt hatte auch die Bundesbank mitgeteilt, dass wegen der Corona-Krise immer mehr Menschen in Deutschland ihre Einkäufe kontaktlos bezahlten.

09.58 Uhr: Russland meldet 150 weitere Corona-Tote

Russland verzeichnet 150 weitere Tote im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und damit den höchsten Tagesanstieg bisher. Die Gesamtzahl der Toten erhöhte sich damit auf 3.249, wie die Behörden mitteilen. Die Zahl der bestätigten Infektionen wuchs um 8.894 auf 326.448 Fälle.

09.16 Uhr: Australien verlängert Anlegeverbot für Kreuzfahrtschiffe

Kreuzfahrtschiffe dürfen wegen der globalen Corona-Pandemie auch die nächsten Monate nicht in Australien anlegen. Die Grenzschutzbehörde teilte am Freitag mit, dass das Anlegeverbot für Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 100 Passagieren um weitere drei Monate bis zum 17. September verlängert werde. Auch Rundreisen auf Kreuzfahrtschiffen in australischen Gewässern sind weiter untersagt. Australien zählt 7.081 bestätigte Infektionen mit dem Virus, wovon nur noch 509 aktiv sind. 101 Menschen starben.

09.08 Uhr: Mehr als 20.000 Corona-Tote in Brasilien

In Brasilien hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 20.000 überschritten. Mit einem neuen Rekord von 1.188 gemeldeten Todesfällen binnen 24 Stunden wuchs die Zahl der Todesopfer auf 20.047, wie das brasilianische Gesundheitsministerium mitteilte. 310.000 Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus wurden nachgewiesen. Brasilien ist damit nach den USA und Russland das am stärksten von der Pandemie betroffene Land weltweit. Nach Schätzungen von Experten könnten die Infektionszahlen in Brasilien sogar um das 15-fache höher sein als offiziell erfasst, da vergleichsweise wenig getestet wird.

08.43 Uhr: Britischer Einzelhandel: Umsätze massiv eingebrochen

Die Umsätze im britischen Einzelhandel sind im April wegen der Corona-Krise so stark eingebrochen wie noch nie. Die Erlöse seien im Vergleich zum Vormonat um 18,1 Prozent gefallen, teilte das Statistikamt ONS in London mit. Dies ist das stärkste Minus seit Beginn der Erhebungen 1988. Der Rückgang fiel stärker aus, als Analysten befürchtet hatten. Bereits im März hatte die Corona-Krise Großbritannien mit Wucht getroffen.

08.30 Uhr: Söder verlangt "Obergrenze" für Corona-Hilfspakete

Vor dem Parteitag seiner CSU hat Bayerns Innenminister Markus Söder vor übermäßigen Corona-Hilfsprogrammen gewarnt. "Wir müssen genau überlegen, welche Maßnahmen sind sinnvoll, welche können wir uns leisten", sagte der Parteichef am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Deswegen braucht es tatsächlich eine Obergrenze." Der Staat dürfe "nicht nur einfach Geld verteilen". Zwar seien "Steuersenkungen und Konjunkturmaßnahmen" angesichts der Corona-Krise nötig, sagte Söder. Eine Tilgung der Schulden von Kommunen, wie sie die SPD ins Spiel gebracht hat, seien aber "sicherlich der falsche Weg".

08.29 Uhr: Indien: Höchster Tagesanstieg bei Corona-Infektionen

Indien verzeichnet mit rund 6.000 bestätigten Neuinfektionen den größten Tagesanstieg bei den Corona-Fällen bisher. Das Land mit 1,3 Milliarden Bürgern meldet eine Zunahme der nachgewiesenen Fälle um etwa fünf Prozent auf 118.000. Ministerpräsident Narendra Modi hat die Ausgangssperre bis Ende Mai verlängert, die Auflagen in Regionen mit weniger Infektionen aber zuletzt gelockert.

06.51 Uhr: Drogen in Fläschchen für Handdesinfektionsmittel

Die australische Polizei hat einen Versuch vereitelt, die Droge Chrystal Meth in Fläschchen für Handdesinfektionsmittel ins Land zu schmuggeln. Die Beamten hätten etwa zwei Kilogramm des Rauschgifts Anfang Mai in einer Sendung mit Desinfektionsmittel und Schutzmasken aus Kanada sichergestellt, teilt die Polizei mit. "Wir wissen, dass Kriminelle alles tun, um Drogen ins Land zu schmuggeln, deshalb ist es kein Überraschung, dass sie gefragte Güter wie Desinfektionsmittel und Masken als Versteck nutzen", sagte John Fleming vom australischen Grenzschutz.

06.33 Uhr: Spahn: Mehr Tests in Krankenhäusern und Pflegeheimen

Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet an einer Ausweitung der Corona-Tests in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Noch im Mai wolle er eine Verordnung vorlegen, die präventive Reihen-Tests in Krankenhäusern und Pflegeheimen ermöglicht, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Tageszeitung "Die Welt". "Wenn Patienten und Bewohner aufgenommen oder verlegt werden, sollten Sars-CoV-19-Tests die Regel sein", sagte er. Im Falle einer Infektion in der Einrichtung soll zudem beim gesamten Personal sowie bei allen Bewohnern und Patienten vorsorglich ein Abstrich gemacht werden.

06.21 Uhr: Vorwürfe gegen Ärzte und Kassen wegen Corona-Tests

Der Deutsche Städtetag hat Krankenkassen und Kassenärzten vorgeworfen, eine Ausweitung der Corona-Tests zu torpedieren. "Leider nehmen wir im Moment wahr, dass gesetzliche Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen das Rad zurückdrehen wollen", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In einigen Fällen sei die Finanzierung von Tests in Pflegeheimen, bei Pflegekräften oder im Rettungsdienst kurzfristig aufgekündigt worden.

06.19 Uhr: China: Milliardenausgaben im Kampf gegen Coronavirus

Mit zusätzlichen Milliardenausgaben und neuen Schulden will Chinas Regierung gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie ankämpfen. Das kündigte Premierminister Li Keqiang am Freitag zum Auftakt des Pekinger Volkskongresses an. Vorgesehen ist demnach die zusätzliche Ausgabe von Staatsanleihen im Wert von einer Billionen Yuan (rund 128 Milliarden Euro), mit denen die Wirtschaft neuen Schwung erhalten soll. "Dies sind außergewöhnliche Maßnahmen für ungewöhnliche Zeiten", rechtfertigte Regierungschef Li Keqiang die zusätzlichen Ausgaben.

06.02 Uhr: Warnung vor Stellenabbau bei der Bahn

Die Gewerkschaft EVG und der Umweltverband BUND haben vor einem Stellenabbau bei der Deutschen Bahn gewarnt. Mit Blick auf Verhandlungen mit der Bundesregierung über Milliardenhilfen für den Konzern erklärte der stellvertretende EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel: "Um die Einbrüche durch die Covid-19-Pandemie abzufedern braucht es verbindliche Vereinbarungen, die Arbeitsplätze schützen und den Beschäftigten die nötige Sicherheit bieten." Der BUND forderte, die Schiene müsse finanziell mehr gefördert werden, um Klimaziele zu erreichen. Die Deutsche Bahn braucht wegen hoher Kosten und niedriger Fahrgastzahlen in der Corona-Krise Milliardenhilfen vom Staat.

06.00 Uhr: Wirtschaftsweise gegen Autoprämie

Die fünf Wirtschaftsweisen warnen die Regierung vor Kaufprämien für Autos und ähnliche branchenspezifische Hilfen in der Corona-Krise. Solche Projekte würden die tendenziell bestehenden Strukturen verfestigen, ohne eine durchschlagende konjunkturelle Wirkung zu erzielen, begründeten die Experten um ihren Vorsitzenden Lars Feld in einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung".

05.04 Uhr: RKI meldet 460 Neuinfektionen und 27 Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut meldet 460 Neuinfektionen und damit den dreizehnten Tag in Folge weniger als 1.000 neue Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 177.212, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 27 auf 8174 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 159.000, rund 1.000 mehr als am Vortag.

04.07 Uhr: Fahnen in USA für Corona-Opfer auf Halbmast

Als offizielle Geste der Trauer um die Todesopfer der Coronavirus-Pandemie in den USA werden Fahnen im ganzen Land drei Tage lang auf Halbmast hängen. Dies ordnete Präsident Donald Trump an, wie er im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Die US-Flaggen an Bundesgebäuden und nationalen Monumenten werden nach seinen Angaben von Freitag bis Sonntag wegen der Corona-Opfer auf Halbmast gesenkt. An dem wegen des Feiertags verlängerten Wochenende in den Vereinigten Staaten wird die Zahl der dortigen Todesopfer wahrscheinlich die Marke von 100.000 überschreiten.

00.53 Uhr: Ukraine bekommt Milliarden vom IWF für Krisenkampf

Die Ukraine kann auf eine Finanzspritze in Milliardenhöhe vom Internationalen Währungsfonds (IWF) hoffen. Auf Mitarbeiterebene habe man sich mit der Regierung über einen Bereitschaftskredit in Höhe von fünf Milliarden Dollar bei einer Laufzeit von 18 Monaten geeinigt, teilt der IWF am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mit. Damit soll dem osteuropäischen Land bei der Bewältigung der durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Wirtschaftskrise geholfen werden. Das Führungsgremium des IWF muss dem noch zustimmen.

00.01 Uhr: Sachsen: Nach Sommerferien regulärer Schulunterricht

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will an allen Schulen des Bundeslandes nach den Sommerferien wieder regulären Schulunterricht anbieten. "Wir wollen, dass nach den Sommerferien der Unterricht auch an allen weiterführenden Schulen wieder normal läuft", sagt er dem "Focus". Derzeit arbeite die Landesregierung an einer Lösung, damit es ab dem neuen Schuljahr keinen Notbetrieb mehr gebe. Kitas und Schulen würden eine doppelte Schlüsselrolle einnehmen und seien entscheidend, damit die Wirtschaft wieder anlaufe.

Donnerstag, 21. Mai 2020

18.48 Uhr: Sicherheitsbehörde für freie Plätze zwischen Fluggästen

Die europäischen Sicherheitsbehörden haben für den Flugbetrieb in Corona-Zeiten freie Plätze zwischen den Passagieren im Flugzeug empfohlen. So sollten - wann immer möglich - einzelne Sitze oder ganze Reihen zwischen den besetzten Plätzen freigelassen werden, um den notwendigen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zumindest annähernd gewährleisten zu können, schreibt die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) gemeinsam mit dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in einer Handreichung für Fluggesellschaften.

18.26 Uhr: Fallzahlen in Italien weiter stabil

In Italien sind binnen 24 Stunden 156 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt worden. Am Tag zuvor seien es 161 gewesen, hat die Zivilschutzbehörde mitgeteilt. Insgesamt stieg die Zahl der Todesopfer auf 32.486. Auch die Zahl der Neuinfektionen bleibt der Behörde zufolge stabil. Es wurden 642 neue Ansteckungsfälle bestätigt, nach 665 am Mittwoch. Insgesamt 228.006 Menschen wurden damit bislang positiv getestet, das ist die sechsthöchste Zahl weltweit nach den USA, Russland, Spanien, Großbritannien und Brasilien. Mehr als 134.500 der Infizierten gelten als genesen.

17.57 Uhr: UN-Kritik an EU-Staaten: Flüchtlinge auf Quarantäne-Schiffen

Zwei UN-Organisationen haben Malta und die EU-Staaten scharf kritisiert, weil rund 160 aus Seenot gerettete Migranten auf zwei Quarantäne-Schiffen im Mittelmeer festsitzen. Inzwischen hätten sie wegen des Coronavirus schon eine 14-tägige Quarantäne abgesessen. "Es ist nicht zu akzeptieren, dass Menschen länger auf See gehalten werden als notwendig - vor allem unter den schwierigen Bedingungen", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des UN-Flüchtlingshilfswerks sowie der Organisation für Migration.

Ihre Kritik richtet sich auch an die weiteren EU-Staaten. Alle Staaten hätten eine Verpflichtung, Menschen in Not sofort zu helfen. Die wegen Corona eingeführten Maßnahmen wie etwa Quarantänen und das Abstandhalten dürften nicht zu Diskriminierung führen. "Die Staaten müssen weiterhin aus Seenot gerettete Menschen an Land lassen und einen Zugang zu Asyl und humanitärer Hilfe sicherstellen."

17.33 Uhr: Mehr als jede fünfte Tafel noch geschlossen

Wegen der Corona-Pandemie ist mehr als jede fünfte Tafel in Deutschland immer noch geschlossen. Das geht aus einer Auflistung des Bundesverbandes der Tafeln hervor, woüber das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Demnach haben 211 der insgesamt 947 Lebensmittel-Ausgabestellen seit März vorübergehend geschlossen. Nur einige wenige haben bereits einen Termin für die Wiedereröffnung angegeben.

17.18 Uhr: Söder will Corona-Tests erheblich ausbauen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Corona-Tests erheblich ausbauen und die Kapazitäten flächendeckend nutzen. "Wir werden nächste Woche ein Konzept beschließen, Tests insgesamt massiv auszuweiten", sagte er dem "Münchner Merkur". Priorität habe das Personal in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen, er denke aber auch an deutlich mehr freiwillige Tests bei Erziehern und Lehrern. Außerdem sollen auch "raschere Ergebnisse" begünstigt werden.

16.57 Uhr: Hamas schließt Gaza-Grenze wegen Neuinfektionen

Nach einer Zunahme von Corona-Infektionen hat die im Gazastreifen herrschende Hamas Einreisen in das Gebiet vorerst untersagt. Wie ein hochrangiges Mitglied der islamistischen Palästinenserorganisation ankündigte, werden die beiden einzigen Personen-Grenzübergänge Rafah und Erez bis Ende Juni für Einreisende geschlossen. In dem dicht besiedelten Küstenstreifen leben zwei Millionen Menschen unter prekären Umständen. Eine starke Ausbreitung des Coronavirus in dem Gebiet gilt deshalb als Horrorszenario. Rafah ist die Verbindung des Gazastreifens nach Ägypten, Erez nach Israel.

16.24 Uhr: Italien will Firmenanteile mit Milliarden-Fonds kaufen

Die italienische Regierung plant Insidern zufolge einen neuen 44 Milliarden Euro schweren Hilfsfonds. Eine erste Tranche von mindestens vier Milliarden Euro solle dazu genutzt werden, Anteile strategisch wichtiger Unternehmen zu kaufen, sagen zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Wichtige Branchen stehen wegen der Coronavirus-Pandemie, die in Italien besonders heftig wütet, massiv unter Druck. Die Regierung will Firmen vor unerwünschten Übernahmen aus dem Ausland schützen.

15.11 Uhr: 99,7 Prozent weniger Flugzeugeinreisen in Spanien

Im wichtigsten europäischen Urlaubsland Spanien sind die Einreisen per Flugzeug im April wegen der Corona-Beschränkungen um 99,7 Prozent zurückgegangen. Insgesamt seien nur 21.327 Einreisen registriert worden nach mehr als sieben Millionen im April 2019, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf die staatliche Tourismusorganisation Turespaña. Spanien hat zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie alle nicht unbedingt notwendigen Reisen untersagt.

14.57 Uhr: Arbeitslosenzahl in den USA steigt weiter

Die Zahl der Arbeitslosen in den USA steigt weiter. In der Woche bis zum 16. Mai haben mehr als 2,4 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt, wie die US-Regierung mitteilte. In der Vorwoche hatte es knapp drei Millionen Neuanträge gegeben. Seit der Zuspitzung der Corona-Pandemie in den USA im März haben nunmehr bereits fast 39 Millionen Menschen mindestens zeitweise ihren Job verloren - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit.

14.44 Uhr: Conte dankt Italienern für's Durchhalten

Drei Monate nach dem Ausbruch der Corona-Welle in Italien hat Ministerpräsident Giuseppe Conte seine Landsleute für ihre Disziplin im Kampf gegen das Virus gelobt. "Wenn das Schlimmste hinter uns liegt, dann haben wir das den Bürgern zu verdanken, die ihren Lebensstil geändert haben", sagte Conte in einer Rede vor der Abgeordnetenkammer in Rom. Allerdings würden die Herausforderungen der nächsten Monate noch schwieriger werden. Italien müsse die notleidende Wirtschaft in Gang bringen und zugleich die Infektionsraten im Griff behalten.

14.31 Uhr: 46.278 positiv Getestete in Bayern

In Bayern sind inzwischen 46.268 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Gestorben sind bisher 2.370 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen (Stand heute, 10.00 Uhr) auf mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 41.060 Menschen.

14.16 Uhr: Japan lockert Corona-Notstand vorzeitig

Japan hat den Corona-Notstand in weiteren Landesteilen vorzeitig aufgehoben. Regierungschef Shinzo Abe erteilte die Freigabe für die Präfekturen Osaka, Kyoto und Hyogo. Für den Großraum Tokio sowie die nördlichste Provinz Hokkaido gelte der Notstand zwar vorerst weiter, könnte aber möglicherweise am Montag ebenfalls aufgehoben werden, erklärte Abe. Der Notstand hätte eigentlich überall noch bis zum 31. Mai gegolten - wobei das keine harten Ausgangsbeschränkungen wie in Europa bedeutet.

13.25 Uhr: Mehr als fünf Millionen Corona-Infektionen weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich US-Wissenschaftlern zufolge weltweit mehr als fünf Millionen Menschen nachweislich mit dem neuartigen Virus infiziert. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Demnach starben bereits rund 328.000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Knapp jede dritte Infektion wurde in den USA nachgewiesen. Deutschland hatte nach diesen Daten rund 178.900 registrierte Infizierte und etwa 8.200 Todesfälle.

12.58 Uhr: Österreich: Corona-Tests für Tourismus-Neustart

Die österreichische Regierung setzt beim Neustart des Tourismus ab dem 29. Mai auf Corona-Tests für möglichst viele Mitarbeiter in Hotels und Beherbergungsbetrieben. "Wir werden sehr viel investieren als Republik Österreich, um hohe Testkapazitäten zu haben und möglichst viel und möglichst regelmäßig Mitarbeiter, die am Gast tätig sind, zu testen", sagte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz in Wien. Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, erklärte, dass bis Anfang Juli Kapazitäten für wöchentlich 65.000 Tests für die Mitarbeiter in den Unterkünften aufgebaut werden sollen. Der Bund werde die Kosten für die Tests übernehmen.

12.45 Uhr: USA bestellen Corona-Impfstoff für eine Milliarde Dollar

Der Medikamentenhersteller AstraZeneca hat erste Bestellungen für 400 Millionen Dosen eines Impfstoffs gegen das neue Coronavirus erhalten. Das britisch-schwedische Unternehmen teilte mit, es habe mehr als eine Milliarde Dollar von der US-Impfstoffbehörde bekommen, um den Impfstoff zu entwickeln, produzieren und ab Herbst zu liefern. Die Investition werde die Entwicklung und Produktion des Impfstoffs beschleunigen, teilte der Geschäftsführer von AstraZeneca, Pascal Soriot, mit.

12.08 Uhr: WWF: Mehr Waldzerstörung während Corona-Pandemie

Der Waldverlust in den Tropen ist laut der Naturschutzorganisationen WWF während der globalen Corona-Pandemie massiv angestiegen. Die Waldzerstörung in 18 untersuchten Ländern sei im März 2020 im Vergleich zu den Vorjahren um durchschnittlich 150 Prozent angestiegen, erklärte der WWF Deutschland in Berlin unter Berufung auf eine eigene Studie. Insgesamt seien damit allein im März dieses Jahres rund 645.000 Hektar Tropenwälder verschwunden, was etwa der siebenfachen Fläche Berlins entspricht. "In vielen Ländern hat sich der Staat während des Lockdowns aus dem Waldschutz zurückgezogen, was illegale Holzeinschläge und die Plünderung anderer Ressourcen begünstigt", sagte Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland.

11.53 Uhr: Ifo-Institut: Sterberate trotz Corona kaum erhöht

Die Sterberate in Deutschland ist nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts trotz der Coronavirus-Pandemie bislang kaum gestiegen. "Selbst die im April zu beobachtenden leichten Abweichungen der Sterbezahlen nach oben liegen innerhalb der Bandbreite, die sich durch Zufallseinflüsse erklären lässt", erklärt Anna Kremer von der Ifo-Niederlassung in Dresden zu den Berechnungen auf Basis der Daten des Statistischen Bundesamts. Auch bei höheren Altersgruppen bewegten sich die Zahlen im Bereich statistischer Unschärfe.

11.52 Uhr: Südafrika: Zwei Tage altes, infiziertes Baby gestorben

In Südafrika ist nach Behördenangaben ein zwei Tage altes Baby gestorben, das mit dem Coronavirus infiziert war. Wie Gesundheitsminister Zweli Mkhize bekannt gab, handelte es sich um eine Frühgeburt. Das Neugeborene war mit Lungenproblemen auf die Welt gekommen - die Mutter war mit dem Coronavirus infiziert. Corona-Todesfälle von Babys sind äußerst selten. Die panafrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC betonte am Donnerstag, es handele sich um den ersten derartigen Fall, der auf dem Kontinent bekannt wurde.

11.34 Uhr: Bericht: Fast jede vierte Tafel wegen Corona geschlossen

Fast jede vierte Tafel in Deutschland ist laut einem Medienbericht derzeit geschlossen. Insgesamt geht es um 211 von 947 Tafeln, das sind 22,3 Prozent. Vier Tafeln sollen noch im Mai wieder öffnen. Das geht nach Angaben des Redaktionsnetzwerks Deutschland aus Daten des Tafel-Bundesverbandes hervor, die von der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann (Linke) ausgewertet wurden. Die Corona-Pandemie habe die Situation der Armen verschärft, sagte Zimmermann. "Viele Tafeln sind geschlossen und zugleich sind einige Güter des täglichen Bedarfs rar oder teuer geworden."

11.20 Uhr: UNHCR: Flüchtlinge in der Pandemie nicht im Stich lassen

Europa darf nach Worten von UN-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi die Pflicht zur Rettung von Flüchtlingen auch in der Corona-Krise nicht vernachlässigen. Es sei möglich, sowohl die öffentliche Gesundheit als auch die Flüchtlinge zu schützen, sagte Grandi in einer Videopressekonferenz in Rom. "Die Rettung auf dem Meer bleibt ein humanitärer Imperativ. Wir dürfen nicht zulassen, dass Angst und Intoleranz die Achtung der Rechte bedrohen", erklärte der Chef des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). Derzeit seien 70 Millionen Menschen auf der Flucht, mehr als je zuvor, sagte Grandi.

11.19 Uhr: Millionen Kinder zusätzlich von Mangelernährung bedroht

Die Corona-Krise könnte laut einer Schätzung der Vereinten Nationen weltweit zehn Millionen Kinder zusätzlich in die akute Mangelernährung treiben. Dies wäre eine Zunahme um 20 Prozent, warnte das Welternährungsprogramm WFP am Mittwoch in Rom. Das Virus habe eine verheerende Wirkung auf Jungen und Mädchen, die bereits durch schlechte Ernährung geschwächt sind. Zudem wirke sich die Pandemie besonders schlimm auf gefährdete Familien aus, die auf einen Tageslohn oder eine Überweisung von Verwandten aus dem Ausland angewiesen sind.

11.05 Uhr: Finanzminister Scholz kündigt weitere Hilfen an

Die Bundesregierung will im Rahmen des für Anfang Juni geplanten Konjunkturpakets Branchen helfen, die in der Corona-Krise weiterhin große Probleme haben. Finanzminister Olaf Scholz nannte am Donnerstag als Beispiele in einer Videobotschaft auf Twitter Gaststätten, Hotels, Reisebüros, Messebetreiber und sonstige Veranstalter sowie den Kultur-Bereich. Auch Familien, deren Einkommen weggebrochen sind, müssten mit bedacht werden. Außerdem müsse der Staat mit dem Konjunkturpaket Digitalisierung und bestimmte Technologien wie Künstliche Intelligenz und Wasserstoffanwendungen vorantreiben. SPD-Politiker Scholz nannte die Autobranche nicht ausdrücklich.

11.02 Uhr: Conte: Italien hat den "schlimmsten Teil" hinter sich

Italien hat Ministerpräsident Giuseppe Conte zufolge den schlimmsten Teil des Corona-Notstands hinter sich. Da die Schutzmaßnahmen und Kontaktsperren langsam aufgehoben würden, müsse das Land nun mit Vertrauen und Verantwortung in die neue Phase eintreten. "Wir können sagen, dass das Schlimmste hinter uns liegt", sagte der Regierungschef im Parlament. Italien könne aber nicht auf einen Impfstoff warten, sonst würden Gesellschaft und die Wirtschaft irreparabel geschädigt. Conte forderte zudem die Banken auf, "mehr zu tun". Insbesondere die Vergabe staatlich gesicherter Kredite müsse beschleunigt werden.

11.00 Uhr: Spanien-Urlaub frühestens ab Juli möglich

Spanien wird nach Behördenangaben wohl frühestens im Juli das Land wieder für ausländische Touristinnen und Touristen öffnen. Eine frühzeitige massenhafte Öffnung wäre unverantwortlich, sagte die spanische Umwelt- und Energieministerin Teresa Ribera der Nachrichtenagentur EFE. Ribera sagte, Wiederanstiege des Virusausbruchs in China, Südkorea und Singapur seien mit importierten Infektionen in Verbindung gebracht worden.

10.32 Uhr: Bayerischer Pflegebonus wird schon ausgezahlt

Der bayerische Corona-Pflegebonus wird nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits ausbezahlt. Weil aber bis zu 400.000 Anträge von bis zu 290.000 Begünstigten erwartet werden, dauere es noch "ein wenig", bis alle Anträge bearbeitet und ausbezahlt seien, teilte ein Ministeriumssprecher auf epd-Anfrage mit. Der Freistaat stelle dafür rund 133 Millionen Euro zur Verfügung. Aktuell seien etwa 226.000 Anträge eingegangen, heißt es weiter. Der bayerische Corona-Pflegebonus beträgt den Angaben zufolge für Pflegende 500 Euro. Wer sich noch in der Ausbildung befindet oder bei wem regelmäßig weniger als 25 Stunden Arbeitszeit vereinbart sind, bekomme 300 Euro.

10.13 Uhr: Corona-Kulturprogramm "Neustart" wird verdoppelt

Das Corona-Kulturprogramm "Neustart" bekommt weitere zehn Millionen Euro Finanzhilfe. Das hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) einem Zeitungsbericht zufolge entschieden. "Unser Sofortprogramm hat ins Schwarze getroffen", sagte Grütters der "Rheinischen Post". Binnen drei Wochen seien über tausend Anträge eingegangen. Nun solle es "zunächst um weitere zehn Millionen auf 20 Millionen" aufgestockt werden. Mit dem Programm sollen den Angaben zufolge kleine und mittlere Kultureinrichtungen fit für die Wiedereröffnung nach dem Lockdown gemacht werden. Gefördert werden Investitionen zwischen 10.000 und 50.000 Euro, also etwa der Einbau von Schutzvorrichtungen oder die Optimierung der Besuchersteuerung.

10.00 Uhr: Turkish Airlines verlängert Flugstopp bis 10. Juni

Die halbstaatliche türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines hat ihren Flugstopp wegen der Coronavirus-Pandemie erneut verlängert. Wie die Gesellschaft in der Nacht auf Donnerstag mitteilte, bleiben Inlandsflüge nun bis zum 4. Juni ausgesetzt, internationale Flüge bis zum 10. Juni. Zuvor war geplant gewesen, Verbindungen Ende Mai wieder aufzunehmen.

09.46 Uhr: Inzwischen mehr als 3.000 Corona-Tote in Russland

In Russland sind laut offiziellen Angaben inzwischen mehr als 3.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. In den vergangenen 24 Stunden wurden weitere 127 Tote gemeldet. Zugleich legte die Zahl der bekannten Infektionen um 8.849 auf 317.554 zu. Russland hat nach den USA die meisten nachgewiesenen Infektionsfälle.

Dass die tatsächlichen Fallzahlen in Russland jedoch höher sind, diese Vermutung äußerte die russische Autorin Alissa Ganiewa in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Darin erhebt sie den Vorwurf, dass das russische Gesundheitssystem mit der Pandemie überfordert sei, aber die Ärzte aus Angst schweigen würden.

09.34 Uhr: US-Gefängnisse weiter Infektionsherde

Vermehrte Tests in US-Vollzugsanstalten haben in den vergangenen Wochen dramatische Resultate zu Tage gebracht. Den Rekord hält vermutlich das Bundesgefängnis im kalifornischen Lompoc. 898 der 1.700 Inhaftierten dort seien infiziert, berichtete Mitte Mai der Landkreis Santa Barbara, der Standort der Haftanstalt. In den USA sind mehr als zwei Millionen Häftlinge in rund 7.000 Anstalten inhaftiert. Die Inhaftierten leben häufig zu zweit in Zellen oder sie verbringen die Nächte in Schlafsälen. Mehr als 25.000 Inhaftierte sind nach einer Rechnung des Justizinformationsdienstes themarshallproject.org mit dem Virus infiziert. Die Infektionsrate in Haftanstalten pro 100.000 Personen sei beinahe drei Mal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung, heißt es.

09.30 Uhr: EU empfiehlt Schutzmasken bei Flugreisen

Die EU hat Leitlinien zu Flugreisen während der Corona-Pandemie vorgelegt. Passagiere und Bordpersonal seien aufgerufen, medizinische Schutzmasken zu tragen, teilten die EU-Behörde für Luftfahrtsicherheit (EASA) und die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde (ECDC) mit. Zudem müssten Abstandsregeln "im Rahmen des Möglichen" eingehalten werden. Die EU wolle erreichen, dass sich Reisende auf ihren Flügen sicher fühlen, erklärte EU-Verkehrskommissarin Adina Valean. Der Lufverkehrsindustrie könne so geholfen werden, die Folgen der Pandemie in den Griff zu bekommen.

08.47 Uhr: IOC hätte Verständnis für Olympia-Absage Japans

IOC-Präsident Thomas Bach hat Verständnis, dass die um ein Jahr verschobenen Olympischen Spiele von Tokio abgesagt werden müssten, wenn sie auch im Sommer 2021 wegen der Corona-Krise nicht stattfinden können. Premierminister Shinzo Abe habe ihm klar gemacht, dass für Japan der nächste Sommer "die letzte Option" sei. Zudem hätten die Organisatoren keinen Plan für ein Backup. "Man kann nicht ewig 3.000 bis 5.000 Menschen in einem Organisationskomitee beschäftigen. Man kann nicht zulassen, dass die Athleten in Unsicherheit leben", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees der englischen BBC Sport.

08.25 Uhr: Brasilien: Coronavirus-Behandlung mit Chloroquin

Brasilien hat die Erlaubnis für die Verschreibung eines möglicherweise ineffektiven Medikaments zur Behandlung des neuen Coronavirus ausgeweitet. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro stellte am Mittwoch die Regeln für die Verabreichung von Chloroquin vor. Das ist ein Vorgänger des Anti-Malaria-Medikaments, das US-Präsident Donald Trump gut findet. "Es gibt noch keine wissenschaftlichen Beweise, aber es wird beobachtet und in Brasilien und weltweit verwendet", teilte Bolsonaro mit. Chloroquin war bereits in Brasilien an Coronavirus-Patienten verwendet worden, die im Krankenhaus lagen und deren Zustand ernst war. Gemäß den neuen Regelungen kann es Menschen mit leichteren Symptomen wie Bauchschmerzen, Husten oder Fieber verabreicht werden, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

08.05 Uhr: EU-Kommissar: Hilfen für existenzbedrohte Unternehmen

Die EU-Kommission will von einer Pleite bedrohten Unternehmen in der Corona-Krise helfen. Die Brüsseler Behörde denke als neues Instrument in ihrem Wiederaufbauplan über eine Solvenzhilfe für Unternehmen nach, die keine Unterstützung in ihrem Heimatland bekämen, sagte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni in einem Interview mit dem "Handelsblatt". "Wichtig ist das für die paneuropäischen Wertschöpfungsketten, etwa in der Autoindustrie. Wenn da ein Glied ausfällt, sind auch alle anderen betroffen." Die EU müsse zudem alles tun, um der Tourismusbranche zu helfen, die vor allem in Südeuropa einen "substanziellen Teil zur jährlichen Wirtschaftsleistung beiträgt".

05.41 Uhr: RKI meldet 745 Neuinfektionen und 57 weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut meldet 745 Neuinfektionen. Das ist bereits der zwölfte Tag in Folge, an dem weniger als 1.000 neue Fälle bestätigt wurden. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 176.752, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 57 auf 8.147 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 158.000, rund 1.100 mehr als am Vortag.

04.50 Uhr: Japan hebt Ausnahmezustand für einige Regionen auf

Japan hebt nach Angaben des Wirtschaftsministeriums den Ausnahmezustand in Osaka, Kyoto und Hyogo aufgrund sinkender Infektionszahlen am Donnerstag auf. In Tokio und vier weitere Präfekturen, darunter die nördliche Insel Hokkaido, würden die Beschränkungen bestehen bleiben. In der Hauptstadt Tokio und im Umland könnte der Notstand in der kommenden Woche aufgehoben werden.

03.00 Uhr: Pflegebeautragter: Besuchszonen in allen Pflegeheimen

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, fordert angesichts der Erfahrungen in der Corona-Krise, dass Besuchsmöglichkeiten mit Infektionsschutz zum Standard in Pflegeheimen werden. Der Schutz der Pflegebedürftigen vor Infektionen dürfe nicht dazu führen, dass die Menschen vereinsamen, sagte Westerfellhaus der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Als Beispiel für den Infektionsschutz nannte er abgetrennte Besuchszonen, in denen sich Heimbewohner und Angehörige durch eine Scheibe getrennt sehen können.

02.05 Uhr: Korruption: Boliviens Gesundheitsminister festgenommen

Boliviens Gesundheitsminister Marcelo Navajas ist wegen Korruptionsvorwürfen in der Covid-19-Pandemie entlassen und festgenommen worden. Dies berichtete die staatliche bolivianische Nachrichtenagentur ABI am Mittwoch. Gegen Navajas wird wegen des Skandals um den Kauf von 170 überteuerten und zudem ungeeigneten Atemgeräten ermittelt. Der Zeitung "El Deber" zufolge gab Boliviens Regierung mehr als 28.000 US-Dollar (rund 25.600 Euro) pro Atemgerät aus. Nach Angaben des spanischen Unternehmens GP Innova kosten die Geräte aber nur zwischen 6.000 und 7.500 Euro pro Stück.

00.22 Uhr: Brasilien meldet erneut hohe Zahl an Neuinfektionen

In Brasilien sind nach offiziellen Angaben binnen 24 Stunden 888 weitere Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben, insgesamt sind damit 18.859 Tote verzeichnet. Die Zahl der Neuinfektionen steigt um 19.951 auf 291.579, teilt das Gesundheitsministerium mit.

Mittwoch, 20. Mai 2020

23.30 Uhr: Proteste gegen Verlängerung von Corona-Notstand in Spanien

Kurz nach der Verlängerung des Corona-Notstands in Spanien sind in mehreren Städten, darunter Madrid und Barcelona, Menschen aus Protest gegen die Maßnahmen auf die Straßen gegangen. Die linksgerichtete Regierungskoalition hatte am Abend mit Unterstützung kleinerer Parteien den Notstand um zwei Wochen verlängert bekommen. Ministerpräsident Pedro Sanchez behält damit Sonderbefugnisse, die es ihm erlauben, den vorsichtigen Lockerungsprozess strikter kontrollieren zu können.

23.10 Uhr: Zweite französische Fußball-Liga soll erweitert werden

In der zweiten französischen Fußball-Liga sollen von der kommenden Saison an 22 statt bisher 20 Clubs spielen. Das berichtete der französische Fußballverband Ligue de Football Professionnel (LFP) am Mittwochabend in Paris nach einer Generalversammlung. Nach der Saison 2019/20 werde es also keine Absteiger geben, teilte der Verband mit. Die Reform müsse noch vom französischen Fußballverband FFF gebilligt werden.

22.40 Uhr: Ford schließt Werke und Tesla zieht Klage zieht Klage zurück

Ford schließt zwei Werke in den USA im Zusammenhang mit der Pandemie. In Dearborn im Bundesstaat Michigan sei ein Arbeiter positiv getestet worden, sagt eine Sprecherin des Autobauers. Die Fabrik in Chicago sei wegen eines Mangels an Teilen geschlossen worden. Dagegen lässt der Elektroauto-Hersteller Tesla seine Klage gegen die Ausgehbeschränkungen in der Corona-Krise am Standort seines Stammwerks in Kalifornien fallen. Der Richter stellte das Verfahren daraufhin ein, wie aus Gerichtsunterlagen von Mittwoch hervorgeht. Tesla hatte den Bezirk Alameda County vor gut zehn Tagen verklagt, weil die Vorschriften zur Coronavirus-Eindämmung aus Sicht der Firma die Wiederaufnahme der Produktion ungerechtfertigterweise verhinderten.

22.00 Uhr: Trump erwägt G7-Gipfel doch als reales Treffen

Weltweit wurden Großveranstaltungen wegen der Corona-Krise abgesagt und teils durch Videoschalten ersetzt. Das war auch für den G7-Gipfel in den USA geplant. Nun bringt Präsident Trump plötzlich eine Planänderung ins Spiel und erwägt, den diesjährigen G7-Gipfel nun doch als reales Treffen und nicht per Video abzuhalten. Trump schrieb am Mittwoch auf Twitter, da sich das Land von der Corona-Krise erhole, denke er darüber nach, die Zusammenkunft am ursprünglich geplanten Termin oder an einem "ähnlichen Datum" in Camp David, dem Landsitz des US-Präsidenten, zu veranstalten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich betont zurückhaltend zu dem überraschenden Vorstoß aus dem Weißen Haus.

20.45 Uhr: Corona-Notstand in Spanien bis zum 6. Juni verlängert

Im Corona-Hotspot Spanien ist der Lockdown trotz heftigen Widerstands der Opposition und zunehmender Proteste verärgerter Bürger zum fünften Mal verlängert worden. Das Parlament in Madrid nahm einen entsprechenden Antrag der linken Regierung am Mittwochabend mit knapper Mehrheit an. Der bereits seit Mitte März geltende Alarmzustand samt strenger Ausgangsbeschränkungen wird nach dieser Entscheidung mindestens bis 24.00 Uhr am 6. Juni anhalten.

20.30 Uhr: Mehr als 176.400 Corona-Nachweise in Deutschland

Bundesweit sind bis Mittwochabend über 176.400 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Mindestens 8.117 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 8.054). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch bei 0,88 (Datenstand 20.5., 0 Uhr). Aktuelle Zahlen zu Bayern finden Sie hier.

20.15 Uhr: Lufthansa-Einstieg: Bund bleibt zunächst unter 25 Prozent

Die Bundesregierung hat sich auf ein Rettungspaket für die Lufthansa geeinigt. Nach BR-Informationen aus Koalitionskreisen will sich der Staat mit deutlich unter 25 Prozent beteiligen. Kanzlerin Merkel kündigte "in Kürze" eine Entscheidung an. Das Magazin "Der Spiegel" hatte zuvor einen Einstieg mit 25 Prozent plus einer Aktie gemeldet – das wäre eine Sperrminorität gewesen.

20.05 Uhr: Trump erwägt G7-Gipfel als reales Treffen

US-Präsident Donald Trump erwägt, den diesjährigen G7-Gipfel nun doch als reales Treffen und nicht per Video abzuhalten. Trump schrieb am Mittwoch auf Twitter, da sich das Land von der Corona-Krise erhole, denke er darüber nach, die Zusammenkunft in Camp David, dem Landsitz des US-Präsidenten, zu veranstalten. Dies wäre ein großartiges Signal der Normalisierung, erklärte er.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich diesbezüglich zurückhaltend. Auf die Nachfrage, ob sie bei einer Einladung Trumps zu einem Treffen der G7 in die USA reisen würde, entgegnete Merkel: "Ich wollte das sagen, was ich gesagt habe. Das Weitere warten wir einfach mal ab. Ich habe meine Worte mit Bedacht gewählt."

20.00 Uhr – Kekulé: Bei Corona-Lockerungen nimmt man Opfer in Kauf

Der Virologe Alexander Kekulé mahnt angesichts der vielen neuen Forderungen nach Lockerungen der Corona-Beschränkungen zur Vorsicht. "Da riskiert man letztlich am Ende des Tages immer Tote – ob man Urlaub fordert, ob man Altenheimbesuche fordert", sagte er am Mittwoch im MDR. Gleiches gelte für die Forderung nach Schul- und Kitaöffnungen. Dabei nehme man Opfer in Kauf. "Das muss man so brutal sagen." Man könne aber auch nicht um jeden Preis alle Opfer verhindern. "Das wäre gesellschaftlich nicht vertretbar." Ein perfekter Schutz sei nicht möglich.

19.55 Uhr: Stars geben ihre Social-Media-Profile an Experten ab

In der Coronakrise übergeben Stars wie Julia Roberts, Sarah Jessica Parker und Hugh Jackman ihre Social-Media-Profile zeitweise an Wissenschaftler und Krankenhaus-Mitarbeiter. Mit der Kampagne "PassTheMic" sollen die Experten ab Donnerstag so drei Wochen lang eine größere Reichweite erzielen können, wie die Organisatoren der Wohltätigkeitsorganisation One Campaign mitteilten.

18.05 Uhr: WHO meldet so viele Neuinfektionen wie noch nie an einem Tag

In den vergangenen 24 Stunden sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit mit 106.000 Neuinfektionen so viele neue Corona-Fälle registriert worden wie noch nie binnen eines einzigen Tages. WHO-Generaldirektor Tedros kommentierte die Zahlen damit, dass man bei dieser Pandemie noch einen langen Weg vor sich habe. Sorgen bereiteten Tedros zufolge insbesondere die steigenden Fallzahlen in ärmeren Ländern.

17.54 Uhr: Krankenkassen sollen Tests auch bei Symptomfreiheit zahlen

Die gesetzlichen Krankenkassen sollen offenbar auch dann zur Zahlung von Corona-Tests verpflichtet werden, wenn keine Symptome vorliegen. Das ARD-Magazin "Plusminus" beruft sich in einem Vorabbericht auf das Bundesgesundheitsministerium. Demnach heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Ministeriums, die entsprechende Rechtsverordnung werde vorbereitet und, "die Kriterien für die Erstattung der Tests werden durch die Krankenkassen konkretisiert".

17.49 Uhr: Griechenland und Italien rüsten sich für Urlaubssaison

In Italien sollen ab dem 3. Juni die Flughäfen wieder öffnen. Dann soll auch die Einreise für EU-Bürger wieder möglich sein und es für sie keine pauschale Quarantäne mehr geben. Griechenland senkt die Mehrwertsteuer auf Kaffee und andere Getränke sowie auf Fahrkarten von 24 auf 13 Prozent, um die Wirtschaft anzukurbeln. Direktflüge nach Griechenland sollen ab dem 1. Juli wieder aufgenommen werden.

17.10 Uhr: Brasilien registriert erstmals über 1.000 Corona-Tote in 24 Stunden

Brasilien hat zum ersten Mal mehr als 1.000 Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden vermeldet. Das Gesundheitsministerium in Brasília gab am Dienstagabend Ortszeit 1.179 Corona-Tote mehr als am Montag bekannt. 188 von ihnen waren demnach jedoch bereits in den drei Tagen zuvor registriert worden. Nach dem Wochenende, wenn die Labors wieder in voller Besetzung arbeiten, steigen in Brasilien die Zahlen der Corona-Nachweise und der gemeldeten Todesfälle gewöhnlich an.

16.35 Uhr: Viele Corona-Neuinfektionen in Asylunterkunft in Schrobenhausen

In einer Asylunterkunft in Schrobenhausen gibt es viele neue Corona-Infektionen. Das Gesundheitsamt hat heute acht weitere Bewohner davon informiert, dass sie positiv getestet worden sind. Von den insgesamt 44 Bewohnern der „alten Grundschule“ sind damit 30 infiziert.

Wie ein Polizeisprecher dem Bayerischen Rundfunk erklärte, war bei der Bekanntgabe der damit verbundenen Quarantänemaßnahmen die Stimmung "zwischenzeitlich aufgebracht". Die Sicherheitsleute der Unterkunft riefen deshalb die Polizei. Sechs Beamte stellten mittlerweile wieder Ruhe her.

16.27 Uhr: Bundesliga-Fußballer gedenken Corona-Toten

Im deutschen Profifußball wird an den nächsten beiden Spieltagen der Opfer der Corona-Pandemie gedacht. Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) mitteilte, werden die Teams der 1. und 2. Bundesliga vor ihren Begegnungen jeweils eine Gedenkminute abhalten. Zudem werden alle Mannschaften mit Trauerflor auflaufen.

16.09 Uhr: Mitarbeiter des Kemptener Schlachthofs bisher negativ getestet

Die Coronatests bei Mitarbeitern des Schlachthofs in Kempten sind bisher alle negativ ausgefallen. Nach Angaben des Landratsamts Oberallgäu gibt es 135 negative Ergebnisse, es fehlen aber noch einzelne Mitarbeiter, die gestern nicht vor Ort waren und nun noch getestet werden müssen. Deren Ergebnisse liegen frühestens am Freitag vor.

15.47 Uhr: Huml kündigt mehr Corona-Kontakt-Teams an

Das bayerische Gesundheitsministerium will die so genannten Contact Tracing Teams in den Gesundheitsämtern weiter ausbauen. Bei ihrem Besuch im staatlichen Gesundheitsamt in Erlangen kündigte Ministerin Huml an, dass es im Endausbau 650 dieser Teams zur Ermittlung und Nachverfolgung von Corona-Kontaktpersonen und bei der Überwachung der Quarantäne-Maßnahmen geben soll - das entspreche einem fünfköpfigen Team pro 20.000 Einwohner. Derzeit sind es 500.

15.12 Uhr: Jeder Zweite verbringt laut Umfrage Sommerurlaub daheim

Im Sommerurlaub wollen einer Umfrage zufolge die meisten Deutschen im Land verreisen oder ganz zu Hause bleiben. Das geht aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag der ARD hervor. 15 Prozent der Befragten sind sich noch unsicher über ihre Urlaubspläne, 84 Prozent haben klare Vorstellungen. Von ihnen wollen 50 Prozent nach aktuellem Stand dieses Jahr zu Hause bleiben und die Koffer gar nicht packen. 31 Prozent planen für den Sommer eine Reise innerhalb Deutschlands, 19 Prozent eine ins europäische Ausland.

14:32 Uhr: Auslands-Investitionen in deutsche Gesundheitsunternehmen sollen meldepflichtig werden

Die Bundesregierung will den Einfluss ausländischer Investoren auf deutsche Unternehmen im Gesundheitssektor stärker überwachen und notfalls verhindern. Das Kabinett beschloss, dass künftig gemeldet werden muss, wenn Unternehmen von außerhalb der EU mehr als zehn Prozent eines deutschen Entwicklers oder Herstellers von Medikamenten, Medizingütern oder Schutzausrüstung erwerben wollen.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) bewertete die neuen Hürden für Investoren aus dem Ausland kritisch. Die Wirtschaft brauche gerade in der Krise "ein Zeichen für offene Märkte" und werde nicht dadurch geschützt, "dass wir Unternehmen von Investoren abschirmen und sie unter Denkmalschutz stellen", hieß es.

14.17 Uhr: Nordrhein-Westfalen öffnet am 8. Juni Kitas wieder für alle Kinder

Angesichts sinkender Zahlen bei den Corona-Infektionen will Nordrhein-Westfalen ab dem 8. Juni wieder alle Kinder in Kitas und Kindertagespflege betreuen lassen. Demnach können ab dem 28. Mai zunächst alle Kita-Kinder, die noch in diesem Jahr auf eine Schule wechseln, die Einrichtungen wieder besuchen. Eineinhalb Wochen später wird dann das generelle Betretungsverbot für Kitas und Kindertagespflege aufgehoben.

14.12 Uhr: Legoland beschränkt Besucherzahl auf ein Viertel der Kapazität

Wegen der Corona-Pandemie beschränkt der Freizeitpark Legoland die Besucherzahl zu Beginn der Saison auf 25 Prozent der normalen Kapazität. Um eine Ansteckung innerhalb des Parks in Günzburg zu vermeiden, gelten außerdem weitere Beschränkungen. Nach der Zwangspause durch die Coronakrise startet der Betrieb nun am 30. Mai. Normalerweise hätte der Park die Saison Mitte März eröffnet.

14.06 Uhr: Freibad in Forchheim will trotz Verbots ab morgen öffnen

Das Königsbad in Forchheim will an Christi Himmelfahrt seinen Außenbereich öffnen. Dafür wurde ein akribischer Hygieneplan mit Haus- und Badeordnung ausgearbeitet. Das Landratsamt Forchheim hatte dies im Vorfeld verboten und will nun einschreiten. Aus dem Bayerischen Gesundheitsministerium heißt es, dass die Bäder nach der Infektionsschutzverordnung geschlossen bleiben müssen. Ausnahmen seien nicht möglich.

13.58 Uhr: US-Pharmariese berichtet über ermutigende Impfstoff-Tests

Das Unternehmen Inovio hat eigenen Angaben zufolge einen Impfstoff gegen das Coronavirus erfolgreich an Tieren getestet. Wie es weiter hieß, würden erste Ergebnisse von Tests an Menschen für Juni erwartet. Die Aktien der Pharmafirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um fast 21 Prozent.

13.45 Uhr: Seehofer besorgt über extremistische Unterwanderung der Corona-Demos

Bundesinnenminister Seehofer hat an demokratisch gesinnte Initiatoren der Corona-Proteste appelliert, sich nicht von Extremisten vereinnahmen zu lassen. Die Veranstalter der Kundgebungen sollten sichergehen, dass sie nicht missbraucht werden, so der CSU-Politiker. Seehofer verwies zugleich darauf, dass das Recht auf Demonstrationen auch in Corona-Zeiten gewährleistet sein müsse.

13.25 Uhr: Mittlerweile 88 Infizierte im Schlachthof Bogen

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen rund um einen Schlachthof in Bogen ist auf 88 gestiegen. Drei von 82 Nachtests infolge einer Reihenuntersuchung seien positiv gewesen, teilte das Landratsamt Straubing-Bogen am Mittwoch mit. Zudem seien bei zwei bisher negativ getesteten Personen mittlerweile Symptome aufgetreten. Bei ihnen ist eine Infektion mit Sars-CoV-2 den Angaben nach nun bestätigt. Alle fünf wohnen im Landkreis.

Der Betrieb in der Firma läuft weiter.

11.50 Uhr: Kulturministertagung: Empfehlungen für Theater, Kino & Co.

Die Kulturminister der Länder und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) haben sich auf Eckpunkte für eine Öffnung weiterer kultureller Einrichtungen verständigt. Das Papier ist eine Vorlage für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs.

Zu den darin aufgezeigten Möglichkeiten zählen Ticketingsysteme, ein Besucherstrom-Management und obligatorische Platzreservierungen. Auch die künstlerischen Programme - etwa bei Theateraufführungen - sollen den Empfehlungen zufolge angepasst werden. Für die Kinos wird empfohlen, "möglichst nahe beieinanderliegende Wiedereröffnungstermine" anzustreben.

Die Kulturszene wartet zunehmend ungeduldig auf offizielle Fingerzeige der Politik - so auch der Intendant des Augsburger Staatstheaters, Andre Bücker. Im BR-Interview formulierte Bücker am Morgen, es sei „ein absolutes Unding“, dass es in nahezu jedem Bereich des öffentlichen Lebens Lockerungen gebe und die Kultureinrichtungen als letztes dran seien. Nach Bückers Worten wird das Augsburger Staatstheater in den nächsten Tagen beantragen, den Spielbetrieb wiederaufzunehmen.

11.15 Uhr: Kabinett beschließt längere Lohnfortzahlung für Eltern

Angekündigt war es schon, jetzt ist es beschlossen: Die Bundesregierung hat sich auf eine Verlängerung der Lohnfortzahlung für Mütter und Väter in der Corona-Krise geeinigt. Eltern, die wegen der coronabedingten Kita- und Schulschließungen ihre Kinder selbst betreuen müssen und nicht arbeiten können, erhalten deutlich länger Lohnersatz vom Staat. Demnach soll der Entschädigungsanspruch für Elternpaare in der Zeit, in der wegen der Corona-Epidemie Kitas und Schulen geschlossen sind oder nur Notbetrieb anbieten, von bislang längsten je sechs auf maximal je zehn Wochen verlängert werden. Für Alleinerziehende wird der Anspruch auf bis zu 20 Wochen ausgedehnt.

09.50: Ticketverkäufer CTS Eventim in den roten Zahlen

Der Münchner Ticketvermarkter und Veranstalter CTS Eventim ist wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie in die Verlustzone gerutscht. Vor Steuern stand daher ein Minus von 1,6 Millionen Euro zu Buche. Ein Jahr zuvor hatte CTS Eventim vor Steuern noch 41,6 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet.

Das Unternehmen, das in Europa Marktführer im Ticketgeschäft ist und zuletzt im Zusammenhang mit der gescheiterten Pkw-Maut Schlagzeilen machte, setzt nun auf eine in Deutschland, Österreich und Italien beschlossene Lösung, wonach Veranstalter verkaufte Tickets nicht zurücknehmen müssen, sondern Gutscheine ausgeben können. Pop-Konzerte und andere Großveranstaltungen sind seit März in Deutschland und vielen anderen Ländern verboten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

09.15 Uhr: Händewaschen in Pullman City

Verspätet, aber doch: Die Westernstadt Pullman City in Eging am See bei Passau startet in die Saison. Allerdings gelten auch im ostbayerischen Wilden Westen die üblichen Mindestabstands- und Mundschutzregelungen sowie die in Corona-Zeiten üblichen Hygienemaßnahmen. Bis zum 31. August sollen alle Events in einer "Light-Version" stattfinden, so die Betreiber.

8.30 Uhr: Regierung will Arbeitsrecht für die Fleischindustrie reformieren

Ab dem kommenden Jahr sollen Werkverträge in der Fleischindustrie weitgehend verboten werden. Das geht aus einem Entwurf für Eckpunkte eines "Arbeitsschutzprogramms für die Fleischwirtschaft" hervor, das heute im Bundeskabinett verabschiedet werden soll. Demnach soll das Schlachten und die Verarbeitung von Fleisch in Betrieben der Fleischwirtschaft ab 1. Januar 2021 nur noch von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern des eigenen Betriebes zulässig sein. Die gesetzliche Regelung solle aber nur Unternehmen treffen, deren Kerngeschäft Schlachten und Fleischverarbeitung ist, für Metzgereien sei eine gesonderte Betrachtung möglich.

In den vergangenen Wochen hatten sich bundesweit mehrere Hundert Arbeiter in Schlachthöfen mit Corona infiziert - allein über 80 im Schlachthof Straubing-Bogen. Die auch nach ersten Reformansätzen 2017 weiterschwelende Debatte über Billiglöhne und Missstände in der Fleischindustrie war dadurch erneut auf die Tagesordnung gekommen.

Aus der CSU hatten sich zum Thema Verbot von Werksverträgen zunächst ablehnende Stimmen gemeldet; der Landtagsabgeordnete Max Straubinger gab den Leiharbeitern eine Mitschuld. Die Gewerkschaft betrachtet Tricksereien mit Werksverträgen und Subunternehmen hingegen als strukturelles Problem. Über den ursprünglichen Entwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hatte es in der Koalition Streit gegeben, da er einen Passus enthielt, wonach Werkverträge auch in anderen Branchen als der Fleischindustrie abgeschafft werden könnten. Dies lehnt die Union weiter ab.

6.55 Uhr: EU plant Neustart für den Tourismus

In der EU stimmen sich die für Tourismus zuständigen Minister heute Nachmittag in einer Videokonferenz zu Plänen ab, trotz Corona-Pandemie Urlaubsreisen im Sommer zu ermöglichen. Grundlage sind Vorschläge der EU-Kommission, die eine "stufenweise" Öffnung der Grenzen vorsehen. Mehrere EU-Urlaubsländer haben inzwischen bereits Grenzöffnungen angekündigt . So will Italien ab dem 3. Juni wieder Touristen ins Land lassen. Derweilen werden im Land wieder mehr als 100 Tote an einem Tag gemeldet: Der Katastrophenschutz beziffert die Zahl mit 162 nach 99 am Vortag. Die Zahl der Neuinfektionen steigt auf 813. Am Montag waren es noch 451.

6.50 Uhr: Bürgermeister von Kochel befürchtet Kollaps durch Tagesausflügler

Der Erste Bürgermeister von Kochel am See, Thomas Holz (CSU), beklagt eine immer größer werdende Rücksichtslosigkeit von Tagesausflüglern in seiner Gemeinde. Letzten Sonntag habe es Zustände in seiner Gemeinde gegeben, die selbst Leute, die lange dort lebten, noch nicht gesehen hätten.

"Es werden Verbotsschilder, Parkverbotsschilder, Rettungswegschilder offensichtlich nur noch als freundliche Empfehlung aufgefasst und definitiv nicht mehr eingehalten. Da ist es egal, ob man in einer Einfahrt für ein Privathaus einfach stehen bleibt. [...] Dass die Anwohner vielleicht raus müssen oder der Rettungswagen vielleicht rein muss, das scheint egal zu sein." Holz in der Bayern 2 radioWelt am Morgen

Dass sich die Situation nach der anvisierten Öffnung der Grenze nach Österreich Mitte Juni entspannen wird, erwartet der Bürgermeister nicht: "Ich glaube, dass 80 Prozent derer, die normalerweise im Ausland Urlaub machen, bei uns bleiben und hier auch ihre Freizeit verbringen."

>>>Das Interview zum Nachhören

05.28 Uhr: 797 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet 797 Neuinfektionen und damit den elften Tag in Folge weniger als 1000 neue Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 176.007, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 83 auf 8090 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 156.900, rund 1200 mehr als am Vortag.

00.49 Uhr: Brasilien: 1.179 Todesfälle binnen 24 Stunden

Brasilien verzeichnet nach offiziellen Angaben einen neuen Negativrekord von 1179 Todesfällen binnen 24 Stunden. Die Zahl der Todesopfer vom Dienstag ist das erste Mal, dass Brasilien mehr als 1.000 Tote an einem Tag registriert. Insgesamt sind laut Gesundheitsministerium 17.971 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt um 17.408 auf 271.628.

00.31 Uhr: USA verlängern Reisebeschränkungen bis 22. Juni

Die USA verlängern die Reisebeschränkungen nach Mexiko und Kanada um weitere 30 Tage. "Nicht-wesentliche Reisen werden erst dann erlaubt sein, wenn die Regierung davon überzeugt ist, dass es sicher ist", teilt das US-Heimatschutzministerium mit. "Wir stehen mit unseren kanadischen und mexikanischen Kollegen in Kontakt und sind uns einig, dass die Verlängerung dieser Beschränkungen zu diesem Zeitpunkt das Richtige ist." Die Reisebeschränkungen sollten ursprünglich am Mittwoch aufgehoben werden, sie gelten nun bis zum 22. Juni.

Dienstag, 19. Mai 2020

22.00 Uhr: Mehrheit der Deutschen rechnet wegen Krise mit Steuererhöhungen

Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise glauben einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA zufolge 62 Prozent der Befragten an Steuererhöhungen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Keine Erhöhung erwarteten dagegen 18 Prozent, 16 Prozent gaben an, sie wüssten es nicht.

19.33 Uhr: Sanofi-Chefs wollen Impfstoff allen zugänglich machen

Bei einem Treffen mit Frankreichs Präsident Macron im Elysee-Palast teilten die drei Pharma-Bosse dessen Auffassung, dass ein Impfstoff ein globales öffentliches Gut sein müsse. Einer der Chefs hatte vorige Woche für Entrüstung gesorgt. Laut Agenturberichten hatte er gesagt, die USA hätten wegen früher Unterstützung der Forschung bei dem Impfstoff Vorrang.

19.10 Uhr: Straßenkinder fordern Hilfe von Bundesfamilienministerium

Zwei ehemalige Straßenkinder haben für die Initiative Momo mehr als 10.000 Unterschriften an Bundesfamilienministerin Giffey übergeben, um einen besseren Schutz für die Jugendlichen während der Corona-Krise einzufordern. Das teilte das Portal change.org mit, das die Unterschriftensammlung organisiert hatte. Demnach leben rund 20.000 Jugendliche in Deutschland auf der Straße.

Die Initiative "Momo - The Voice of the Disconnected Youth" verlangte eine Unterbringung der Kinder und Jugendlichen beispielsweise in leerstehenden Hotels oder Hostels, um sie besser vor Ansteckung mit dem Coronavirus sowie vor sexuellem Missbrauch zu schützen, solange Unterstützungsangebote wegen der Pandemie kaum zur Verfügung stehen. Auch sollten Bund und Länder Soforthilfen zur Verfügung stellen.

18.30 Uhr: Sechs Corona-Fälle an Schule in Münster

An einer Schule im nordrhein-westfälischen Münster sind vier Schüler und zwei Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Alle Schüler und Lehrer der betroffenen Hauptschule - knapp 300 Menschen - würden nun getestet, sagte ein Stadtsprecher.

18.10 Uhr: Hilfsprogramm für Künstler in Bayern startet

Freischaffende Künstler in Bayern können nun endlich das Corona-Hilfsprogramm der Bayerischen Staatsregierung in Anspruch nehmen. Der Online-Antrag für Soforthilfe stehe bereit, teilte Kunstminister Bernd Sibler (CSU) in München mit. Insgesamt 140 Millionen Euro seien dafür vorgesehen, um den Lebensunterhalt der Künstlerinnen und Künstler zu sichern und Honorarausfälle zu kompensieren. Wegen der coronabedingten Einschränkungen haben viele Kulturschaffende keine Einnahmen mehr und stecken deswegen in großen finanziellen Schwierigkeiten. Künstler sollten über drei Monate hinweg monatlich bis zu 1.000 Euro erhalten, wenn "ihre fortlaufenden Einnahmen zur Sicherstellung des Lebensunterhalts aufgrund der Corona-Pandemie nicht ausreichen", hieß es.

Die Bezirksregierungen würden die Anträge bearbeiten und sich um eine zügige Auszahlung der Soforthilfe kümmern, hieß es aus dem Kunstministerium. Betroffene können ab sofort einen Antrag unter www.kuenstlerhilfe-corona.bayern abrufen. Zudem sei eine Hotline unter (0 89) 23 32 89 22 eingerichtet.

17.42 Uhr: Sechs Corona-Fälle in Premier League

Bei der ersten Runde der Massentests in der englischen Premier League sind sechs Coronafälle bei insgesamt drei Vereinen aufgetreten. Das teilte die Liga am Dienstag mit. Zuvor waren bei Spielern sowie Mitarbeitern aller Klubs insgesamt 748 Covid-19-Tests durchgeführt worden. "Die positiv getesteten Spieler oder Mitarbeiter werden sich nun sieben Tage lang selbst isolieren", teilte die Premier League mit. Namen der betroffenen Personen oder der Vereine wurden nicht bekannt. Die Premier-League-Klubs hatten am Dienstag nach wochenlanger Coronapause wieder das Training in Fünfergruppen aufnehmen dürfen.

17.39 Uhr: Kurz kündigt Gegenentwurf zu Wiederaufbauplan für EU-Wirtschaft an

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat einen Gegenentwurf mehrerer Länder zum deutsch-französischen Corona-Wiederaufbauplan für die europäische Wirtschaft angekündigt. "Wir glauben, dass es möglich ist, die europäische Wirtschaft anzukurbeln und dennoch eine Vergemeinschaftung der Schulden zu vermeiden", sagte Kurz am Dienstag den "Oberösterreichischen Nachrichten". Das Gegenpapier solle "in den nächsten Tagen" vorgelegt werden.

17.18 Uhr: Künstler können ab jetzt Hilfsgelder beantragen

Schriftsteller, Schauspieler, Tänzer: Freischaffende Künstler in Bayern können ab jetzt über drei Monate hinweg bis zu 1.000 Euro monatlich als Unterstützung beantragen. Das hat die Staatsregierung heute bekannt gegeben.

17.06 Uhr: Köln hält an Karneval 2021 fest

Köln will trotz der Corona-Epidemie 2021 Karneval feiern. Eine Komplettabsage sei "keine Option", erklärte das Festkomitee Kölner Karneval am Dienstag nach einem Treffen von rund 100 Präsidentinnen und Präsidenten. Klar sei, dass es 2021 ein Dreigestirn, ein Kinderdreigestirn, eine Proklamation und auch einen Umzug geben werde. Kölns oberster Karnevalist, Christoph Kuckelkorn, erklärte, das Fest sei in der Stadt ein "starkes verbindendes Element". "Diese soziale Kraft brauchen wir gerade schweren Zeiten wie jetzt."

17.02 Uhr: Corona-Krise laut US-Notenbankchef schlimmste Rezession seit Jahrzehnten

Die Coronavirus-Pandemie hat die US-Wirtschaft nach Angaben von Notenbankchef Jerome Powell in die schlimmste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt. Es gebe in der jüngeren Geschichte kein Vorbild für "das Ausmaß und die Geschwindigkeit" des gegenwärtigen Abschwungs, sagte Powell am Dienstag im US-Senat.

Die Pandemie habe in den USA innerhalb von nur zwei Monaten die positiven Arbeitsmarkt-Entwicklungen eines Jahrzehnts zunichte gemacht. Der Abschwung sei "erheblich schlimmer, als jegliche Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg", so Powell.

16.46 Uhr: Vier Bundesländer verzeichnen keine Neuinfektionen

In mehreren Bundesländern sind in den vergangenen Tagen keine neuen Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden bekannt geworden. So registrierte die Gesundheitsbehörde in Hamburg laut Mitteilung erstmals seit dem 8. März an einem Tag keine Neuinfektion. Mecklenburg-Vorpommern hatte am Montag keine Neuinfektion gemeldet. Sachsen-Anhalt meldete am Samstag keinen neuen Corona-Fall. Zwar war dort wegen des Wochenendes unklar, ob alle Landkreise Daten übermittelt hatten. Es kam aber seitdem täglich nur eine Neuinfektion hinzu. In Schleswig-Holstein wurde am Montag nur ein neuer Corona-Fall bekannt.

16.16 Uhr: 103 weitere Infektionen und 25 Tote in Bayern

In Bayern ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle auf insgesamt 45.966 (Stand heute, 10.00 Uhr) gestiegen. Das sind 103 mehr als gestern, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen mit. 2.331 Infizierte sind gestorben, im Vergleich zu gestern sind dies 25 Todesfälle mehr. Von der Gesamtzahl der Fälle in Bayern gelten 40.510 als genesen. Diese Zahl beruht allerdings auf Schätzungen.

15.56 Uhr: Tests für Mitarbeiter im Gesundheitswesen gefordert

Die Krankenhäuser dringen auf regelmäßige Corona-Tests für Mitarbeiter im Gesundheitswesen. "Die Testung der Beschäftigten in Kliniken und Pflegeheimen hat eine zentrale systemrelevante Bedeutung in dieser Phase der Bekämpfung des Virus. Da sollten die Kosten des Tests kein Hemmnis sein", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Einmal wöchentlich sollte das Klinikpersonal getestet werden", so Baum weiter. Die Kosten müssten gegenfinanziert werden.

15.21 Uhr: Muslim-Verband rät zu längerer Pause von Gemeinschaftsgebeten

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) empfiehlt alle Gemeinschaftsgebete, Ramadan-Nachtgebete und Festgebete in der Moscheegemeinschaft bis zum 31. Mai auszusetzen. "Es ist unsere religiöse Verpflichtung, diese für alle muslimischen Gläubigen schmerzlichen Einschnitte in der Corona-Zeit - gerade in der gemeinschaftlichen Religionsausübung - zum Schutze unserer Mitmenschen auf uns zu nehmen", sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek in Köln.

14.49 Uhr: 840.000 Firmen haben Kurzarbeit beantragt

840.000 Unternehmen haben seit Jahresbeginn einen Antrag auf Kurzarbeit gestellt. Die Arbeitsagenturen entschieden derzeit auch schneller als vor der Corona-Krise über Anträge, sagte Daniel Terzenbach, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, der "ZEIT". Ende in einem Betrieb die Kurzarbeit, werde aber sorgfältig geprüft. "Da schauen wir dann sehr genau hin. Wir lassen uns die Stundenzettel einzelner Mitarbeiter vorlegen, prüfen Urlaubslisten und Lohnabrechnungen", sagte Terzenbach. Das geschehe in Stichproben und bei Verdachtsfällen.

In der Finanzkrise in den Jahren 2009 und 2010 habe die Bundesagentur in 1,4 Prozent aller Kurzarbeitsfälle die Staatsanwaltschaft und den Zoll eingeschaltet. Beim heutigen Stand der Kurzarbeit entspräche das knapp 12.000 Fällen mit Betrugsverdacht, sagte Terzenbach. Betrug komme demnach zwar vor, sei aber kein Massenphänomen.

14.27 Uhr: WHO lässt Umgang mit Pandemie untersuchen

Die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben eine unabhängige Untersuchung der Reaktion der UN-Organisation auf die Coronavirus-Pandemie beschlossen. Bei der Jahrestagung der WHO stimmten die Teilnehmer für eine Resolution, die eine "unparteiische, unabhängige und umfassende Evaluierung" forderte.

Der WHO war in den vergangenen Wochen von verschiedenen Seiten vorgeworfen worden, zu spät auf das Auftreten des Virus in China reagiert zu haben. Insbesondere US-Präsident Donald Trump wirft der WHO "Missmanagement" in der Krise und Einseitigkeit zugunsten Chinas vor.

14.01 Uhr: Bamberger Erzbischof spendet 80.00 Euro

Bambergs Erzbischof Ludwig Schick spendet 80.000 Euro für die weltweite Hilfe gegen die Folgen der Corona-Pandemie. Das Geld kommt von seiner Stiftung "Brot für alle Menschen", wie das Erzbistum mitteilte. Damit reagiere der katholische Kirchenvertreter auf konkrete, an ihn in seiner Funktion als Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gerichtete Hilferufe, erklärte Schick.

"Corona trifft besonders die Armen in den Entwicklungsländern", sagte der Erzbischof weiter. Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter sowie Medikamente kämen bei ihnen derzeit noch weniger an als sonst, der Hunger nehme zu, Krankheiten breiteten sich aus. Seine Spende verteile er auf Projekte in Kamerun, Indien, Mauretanien, Guatemala sowie auf humanitäre Hilfsprojekte in der Ukraine.

13.52 Uhr: EU macht sich Merkel-Macron-Plan nicht zu eigen

Die EU-Kommission will ihren Plan gegen die Rezession wegen der Corona-Krise nicht alleine auf Grundlage des Vorschlags Deutschlands und Frankreichs erstellen. Die Behörde begrüße den Plan, und es gebe "thematische Überlappungen" zu den Vorstellungen Brüssels, sagte ein Sprecher von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag. Das bedeute aber nicht, dass der Kommissionsplan "eine direkte Kopie des französisch-deutschen Vorschlags sein wird".

13.42 Uhr: Vatikan mahnt WHO-Mitglieder zu Solidarität und Einigkeit

Der Vatikan hat die Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Solidarität und einem gemeinsamen Vorgehen in der Corona-Krise gemahnt. Die beispiellose Situation werfe neues Licht auf die wechselseitige Abhängigkeit der Staaten und auf den hohen Rang der Gesundheit als Gemeingut, sagte der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Ivan Jurkovic, beim WHO-Jahrestreffen laut Redeskript.

Ohne "konkrete Solidarität" ließen sich die globalen Herausforderungen nicht bewältigen. Vielen Ländern drohten durch die Corona-Krise noch mehr Hunger und Instabilität, "besonders in den Regionen, die schon von anhaltenden Notlagen getroffen sind".

13.40 Uhr: Aufnahmestopp in bayerischen Pflegeheimen aufgehoben

Der derzeit bestehende grundsätzliche Aufnahmestopp in Senioren- und Pflegeheimen sowie stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung wird laut Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) aufgehoben. Künftig solle es ein individuelles Schutzkonzept für jede Einrichtung geben, sagte Huml nach der Kabinettssitzung in München.

13.37 Uhr: Bayern weitet Notbetreuung aus und öffnet Kitas nach Pfingsten

Nach wochenlanger Zwangspause sollen in Bayern schrittweise immer mehr Kinder zurück in Kindergärten und Krippen dürfen. "Kinder brauchen Kinder, das wissen wir alle", begründete Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) nach den Kabinettsbeschlüssen in München. Demnach werde ab 25. Mai zunächst die Notbetreuung ausgeweitet, die ab kommenden Montag allen Vorschulkindern und ihren Geschwistern offen stehe. Außerdem dürften Großtagespflegeeinrichtungen und Waldkindergärten ab nächsten Montag wieder öffnen.

Nach den Pfingstferien, ab 15. Juni, sollen dann die Kinder zurück in die Kindergärten dürfen, die im September schulpflichtig werden. Gleiches gilt für Kinder, die vor dem Übergang in den Kindergarten stehen. Dabei gilt überall: Es sollen weiterhin möglichst kleine und feste Gruppen mit festen Betreuern gebildet werden.

13.24 Uhr: Bayern verschärft Hotspot-Grenzwert zu Neuinfektionen

Bayern verschärft seinen Grenzwert im Frühwarnsystem für die Corona-Neuinfektionen. Das Kabinett hat am Dienstag in München den Grenzwert auf 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herabgesetzt, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach der Kabinettssitzung in München mitteilte. Das Frühwarnsystem sei ein "probates Mittel", um lokale Ausbruchsgeschehen schnell zu erkennen. Bund und Länder hatten sich auf den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geeinigt.

13.15 Uhr: Richter kippen Frankreichs Gottesdienstverbot

In Frankreich sollen Gläubige mit Einschränkungen schon bald wieder in Kirchen, Synagogen oder Moscheen Gottesdienst feiern dürfen. Das fordert das oberste Verwaltungsgericht, der Staatsrat, von der Regierung in Paris. Weil seit der jüngsten Corona-Lockerung andernorts wieder Treffen von bis zu zehn Personen möglich sind, sei das nach wie vor geltende Versammlungsverbot in Gotteshäusern nicht mehr verhältnismäßig, heißt es in einer Entscheidung vom Montag. Die entsprechenden Regelungen müssten binnen acht Tagen geändert werden.

12.35 Uhr: Grünes Licht für Basketball-Finalturnier

Die Basketball-Bundesliga (BBL) kann ihre Saison mit zehn Teams zu Ende bringen. Das Kabinett stimmte den Plänen der BBL für ein Finalturnier in München zu, wie der BR aus Regierungskreisen erfuhr. Das Meisterschaftsturnier soll ab dem 6. Juni in München ausgetragen werden. Zehn Klubs, darunter der FC Bayern und Bamberg, haben sich für die Teilnahme an dem Turnier entschieden, sieben Vereine - darunter Bayreuth und Würzburg - haben die Saison bereits beendet.

12.35 Uhr: Tschechien plant "Mini-Schengen" mit Österreich und Slowakei

Der tschechische Außenminister Tomas Petricek hat mit seinen Kollegen aus Österreich und der Slowakei über eine baldige Grenzöffnung verhandelt. "Wir sind zuversichtlich, dass Mitte Juni ein Mini-Schengen entstehen kann", sagte Petricek nach der gemeinsamen Videoschalte. Am weitesten seien die Gespräche über eine Öffnung für Touristen mit Österreich. Man wolle zusätzlich auch Ungarn einbeziehen. In Deutschland würden sich die Coronavirus-Fallzahlen zwar bessern, sagte Petricek, es gebe aber noch "mehrere Fragezeichen" bei Transitreisenden aus "Risikostaaten" wie Frankreich, hieß es.

12.16 Uhr: Bahnbeauftragter der Regierung dementiert Stellenabbau

Der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann, hat Befürchtungen um einen Stellenabbau bei der Deutschen Bahn in der Corona-Krise zurückgewiesen. "Wir stehen klipp und klar zur Strategie der Bahn", sagte er der "Zeit". Demnach sei eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2030 sowie 70 Prozent mehr Güter im Schienengüterverkehr geplant. "Wenn das Bahnmanagement diese Ziele erfüllen soll, dann können wir keine Stellen abbauen".

Zuletzt war bekannt geworden, dass die Bahn wegen hoher Kosten und niedriger Fahrgastzahlen in der Corona-Krise Milliardenhilfen vom Staat benötigt. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft rechnet damit, dass deshalb mindestens 10.000 Stellen wegfallen könnten.

11.53 Uhr: Niedersachsens Opposition will Regierung verklagen

FDP und Grüne in Niedersachsen wollen die schwarz-rote Landesregierung vor dem Staatsgerichtshof verklagen, weil sie den Landtag in der Corona-Krise ungenügend informiert sehen. Das kündigten die beiden Oppositionsfraktionen in Hannover an. Mit einem Eilantrag sollten die grundlegenden Informationsrechte des Landtags als gewählte Vertretung des Volkes und Kontrollinstanz der Regierung schnellstmöglich wieder sichergestellt werden, teilten sie mit.

Die Regierung erlasse seit Beginn der Corona-Krise im Wochentakt Verordnungen, mit denen sie teils massiv in die Grundrechte eingreife. Darüber werde das Landesparlament bisher erst unmittelbar vor dem Inkrafttreten oder im Nachhinein informiert, beklagten FDP und Grüne.

11.34 Uhr: DIHK fordert stärkere Steuerentlastungen

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat eine stärkere steuerliche Entlastung für Unternehmen in der Corona-Krise gefordert. Das Beste, was die Bundesregierung derzeit tun könne, "ist es, unsere Unternehmen finanziell flüssig zu halten", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer in Berlin. Die bisherigen Hilfsprogramme reichten dafür nicht aus, die Firmen bräuchten vor allem "eine verbesserte Verlustverrechnung" mit Gewinnen aus den Vorjahren.

11.11 Uhr: Rund 20.400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen infiziert

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge in Deutschland mehr als 20.400 Mitarbeiter von Kranken- und Pflegeeinrichtungen mit dem Coronavirus infiziert. Alleine in Krankenhäusern, Praxen, Dialyseeinrichtungen und bei Rettungsdiensten verzeichnete das RKI bis dato mehr als 11.800 Corona-Fälle. In Pflege- und anderen Wohneinrichtungen waren es mehr als 8.500 Infektionen. Insgesamt 895 erkrankte Mitarbeiter mussten demnach stationär behandelt werden, 61 sind gestorben.

11.03 Uhr: Trump droht WHO mit Austritt

US-Präsident Donald Trump hat der Weltgesundheitsorganisation im Streit über den Umgang mit der Coronavirus-Pandemie mit einem endgültigen Zahlungsstopp und einem Ausstieg gedroht. "Wenn sich die WHO nicht innerhalb der nächsten 30 Tage zu wesentlichen substanziellen Verbesserungen verpflichtet, werde ich mein vorübergehendes Einfrieren der US-Finanzierung für die WHO zu einer permanenten Maßnahme machen und unsere Mitgliedschaft überdenken", schrieb Trump in einem auf Twitter veröffentlichten Brief an WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die WHO müsse ihre Unabhängigkeit von China demonstrieren.

10.46 Uhr: Frankreich führt freiwillige Quarantäne ein

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie führt Frankreich ab Mittwoch eine zweiwöchige Quarantäne nach Einreise aus Nicht-EU-Ländern ein. Das Außenministerium in Paris teilte mit, alle Franzosen und Ausländer mit Wohnsitz in Frankreich sollten sich auf "freiwilliger" Basis 14 Tage lang isolieren, wenn sie aus einem Land außerhalb der EU zurückkehrten.

Außenminister Jean-Yves Le Drian appellierte im Sender LCI an die "persönliche Verantwortung" der Reisenden. Die Maßnahme betrifft vorerst nur EU-Bürger. Menschen aus Drittländern ist die Einreise in die Europäische Union derzeit grundsätzlich nicht gestattet.10.05 Uhr: Arbeitslosenanträge der Briten auf Höchstwert

In Großbritannien ist die Zahl der Arbeitslosenanträge wegen der Corona-Krise auf den höchsten Stand seit 24 Jahren gestiegen. Von März auf April kletterte sie um 856.500 und damit um 69 Prozent auf 2,1 Millionen und so kräftig wie nie zuvor, wie das nationale Statistikamt ONS mitteilte. Der Sprung wäre sogar noch höher ausgefallen, gäbe es nicht das Programm der Regierung, 80 Prozent des Gehalts von Beschäftigten zu zahlen, die von ihren Arbeitgebern in vorübergehenden Urlaub geschickt wurden.09.16 Uhr: Wirtschaftsweisen-Chef rät von Mindestlohnerhöhung ab

Der Vorsitzender der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, rät bei der im Sommer anstehenden Entscheidung über eine Erhöhung des Mindestlohns zu Zurückhaltung. "In dieser tiefen Rezession" könne Mindestlohn "nicht weiter erhöht werden", sagte der Freiburger Wirtschaftswissenschaftler der "Wirtschaftswoche". Die gegenwärtige Lage sei eine "Ausnahmesituation, der wir nicht mit business as usual begegnen können", sagte Feld zur Begründung.

Feld ist beratendes Mitglied der Mindestlohn-Kommission, die im Juni ihre turnusmäßige Empfehlung an die Bundesregierung formulieren. Regulär wird der Mindestlohn nachlaufend der Tariflohnentwicklung angepasst, demnach müsste er zum 1. Januar 2021 von derzeit 9,35 Euro auf rund 9,80 Euro steigen.

08.46 Uhr: Israel lockert Maskenpflicht wegen Hitzewelle

Die israelische Regierung hat die im Zuge der Corona-Pandemie verhängte Maskenpflicht vorübergehend gelockert. Grund ist eine Hitzewelle im Land mit Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius. Bis zum Wochenende sei es Schülern gestattet, ihre Masken in Klassenräumen abzusetzen, teilte Gesundheitsminister Juli Edelstein mit. Auch auf öffentlichen Plätzen sei die Maskenpflicht vorerst ausgesetzt, ausgenommen bei Versammlungen. Der Kampf gegen das Coronavirus sei wichtig, sagte Edelstein, aber auch die Hitzewelle könne gefährlich sein.

08.22 Uhr: 513 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut meldet 513 Neuinfektionen und damit den zehnten Tag in Folge weniger als 1.000 neue Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 175.210, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 72 auf 8.007 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 155.700, rund 1.100 mehr als am Vortag.

08.00 Uhr: Autoabsatz in der EU bricht um 76 Prozent ein

In der Europäischen Union ist der Automarkt wegen der Coronakrise fast zum Erliegen gekommen. Im April kamen lediglich rund 271.000 Neuwagen auf die Straßen, 76 Prozent weniger als vor einem Jahr. Das gab der europäische Herstellerverband ACEA in Brüssel bekannt. Dies sei der schärfste monatliche Rückgang seit Beginn seiner Aufzeichnungen, so der Verband. Grund war der fast vollständige Stillstand sowohl der Autoproduktion als auch des Autohandels zur Eindämmung der Pandemie. Am stärksten brach der Absatz in Italien und Spanien mit rund 97 Prozent ein. Beide Länder sind besonders stark von der Pandemie betroffen. In Frankreich fielen die Neuzulassungen um 88,8 Prozent und in Deutschland um 61 Prozent.07.58 Uhr: Brasilien: Ärzte aus Kuba erhalten Arbeitserlaubnis zurück

Angesichts der Corona-Pandemie erhalten in Brasilien 150 Mediziner aus Kuba ihre Arbeitserlaubnis zurück, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Ärzte waren in Brasilien geblieben, nachdem die Regierung in Havanna vor anderthalb Jahren das Programm "Mehr Ärzte" zur Unterstützung unterversorgter Regionen in Brasilien im Streit mit dem heutigen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro beendet hatte. Die kubanischen Ärzte durften danach ihren Beruf nicht mehr ausüben und mussten sich mit anderen Jobs über Wasser halten. Jetzt sollen die Mediziner zur Verstärkung in überlasteten Krankenhäusern eingesetzt werden.

07.56 Uhr: Polen stellt Grenzöffnung am 15. Juni in Aussicht

Die polnische Regierung stellt in Aussicht, die Grenzen am 15. Juni wieder zu öffnen. Sie sehe eine Chance dafür, sagt die stellvertretende Ministerpräsidentin Jadwiga Emilewicz der Tageszeitung "Puls Biznesu". Am 1. Juli könnten dann womöglich alle übrigen Coronavirus-Beschränkungen aufgehoben werden. Bundesaußenminister Heiko Maas hatte erst kürzlich an Polen appelliert, bald die Grenzen wieder vollständig zu öffnen. Die Bundesregierung peilt an, dass ab dem 15. Juni die Reisefreiheit im gesamten Schengenraum wieder hergestellt ist.

07.43 Uhr: Noch immer sitzen Hunderte Deutsche im Ausland fest

Wegen der Corona-Pandemie sitzen immer noch mehrere hundert Deutsche im Ausland fest. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus dem Auswärtigen Amt erfuhr, ist es bislang nicht gelungen, sie nach Deutschland zurückzuholen. Eine hohe dreistellige Zahl ist es alleine in Marokko, in Südafrika eine mittlere dreistellige Zahl, in Argentinien und Pakistan sind es ebenfalls Hunderte. Das Auswärtige Amt verspricht , dass die Botschaften in den Ländern weiter in jedem Einzelfall nach Rückkehrmöglichkeiten suchen. Im Zuge einer beispiellosen Rückholaktion hatte die Bundesregierung 240.000 Menschen aus aller Welt nach Hause geholt.

07.21 Uhr: Neuseeland: Zweiter Tag in Folge keine Neuinfektionen

Neuseeland hat den zweiten Tag in Folge keine neuen Infektionsfälle registriert. Es sei aber noch verfrüht, das Land auf Alarmstufe eins zurückzustufen, sagt der Generaldirektor des Gesundheitswesens, Ashley Bloomfield, in Wellington. Erst in der vergangenen Woche hatte Neuseeland die Lage in der Corona-Krise auf Alarmstufe zwei zurückgesetzt, so dass Cafés, Geschäfte und Restaurants unter strengen Abstandsregeln wieder öffnen können. Es sei noch ein langer Weg, bis das Land die Stufe eins erreicht habe und damit das Virus eingedämmt worden sei, sagte Bloomfield.

06.35 Uhr: Klöckner für höhere Bußgelder in der Fleischindustrie

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) spricht sich für ein härteres Vorgehen bei Verstößen gegen den Arbeits- und Gesundheitsschutz in der fleischverarbeitenden Industrie aus. Den Unternehmen sollten unter anderem höhere Bußgelder angedroht und eine verbindliche Verantwortung für die Arbeitskräfte auferlegt werden, sagte Klöckner einen Tag vor der Entscheidung im Bundeskabinett über ein Maßnahmenpaket. Derzeit mehren sich Corona-Ausbrüche in der Fleischindustrie. Die infizierten Mitarbeiter sind meist Werkvertragsarbeiter aus Osteuropa, die bei Subunternehmen beschäftigt und in Sammelunterkünften untergebracht sind. 06.11 Uhr: Bundesregierung fördert Taxi-Trennscheiben

Ob abgesagte Messen oder ausbleibende Fahrten zu Hotels oder Flughäfen - von der Corona-Krise ist auch die Taxibranche hart getroffen. Die Bundesregierung will mit einem am Dienstag gestarteten Programm dazu beitragen, dass Taxiunternehmen ihre Kunden auch in Zeiten der Pandemie möglichst rasch wieder sicher befördern können. Mit vier Millionen Euro fördert sie Trenneinrichtungen zwischen Fahrer und Fahrgast, "um beide zu schützen", wie Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte. "Das ist eine zusätzliche Ausstattung, die man schnell montieren kann", sagte Scheuer. "Wir stellen dafür vier Millionen Euro zur Verfügung und können bei Nachfrage noch aufstocken."

05.58 Uhr: US-Präsident Trump nimmt Malaria-Medikament

US-Präsident Donald Trump nimmt nach eigenen Angaben ein Malaria-Medikament als Corona-Prophylaxe. Er nehme seit etwa eineinhalb Wochen Hydroxychloroquin ein, sagte Trump am Montag im Weißen Haus. Er habe "sehr gute Dinge" über das seit Langem zugelassene Malaria-Präparat gehört, sagte Trump. Bislang gibt es keine belastbaren wissenschaftlichen Belege für eine Wirksamkeit des Medikaments im Zusammenhang mit dem Coronavirus.05.00 Uhr: Pflegepersonal häufiger von Coronavirus betroffen

Mitarbeiter von Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen in Deutschland sind einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge überdurchschnittlich häufig von einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus betroffen. Seit Mitte April haben sich demnach durchschnittlich täglich mehr als 230 Ärzte, Pfleger und andere Mitarbeiter in Gesundheitsberufen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Insgesamt hätten sich bisher rund 20.000 Mitarbeiter aus diesen Bereichen eine Infektion mit dem Virus zugezogen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI). Das entspreche etwa elf Prozent aller Infizierten.01.45 Uhr: Weltärztepräsident warnt vor Reiselockerungen

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich gegen die geplante Öffnung europäischer Grenzen für den Tourismus ausgesprochen. "Ich würde der Regierung raten, die Grenzen geschlossen zu halten - und zwar in beiden Richtungen", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Montgomery warf der Bundesregierung vor, sie handle "ausschließlich aus ökonomischen Gründen - und unterschätzt dabei die gesundheitlichen Risiken". Es wäre "das Beste, die Menschen blieben an ihrem Wohnort". Eine Rückkehr zur Normalität sei noch nicht möglich. Durch den Reiseverkehr steige das Risiko einer zweiten Infektionswelle. Sie werde härter sein als die erste, "weil wir nicht mehr so vorsichtig sein werden", sagte der Präsident des Weltärztebundes.

01.37 Uhr: Brasilien: Weltweit dritthöchste Zahl an Infektionen

Brasilien verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 674 neue Todesfälle durch Coronaviren. Insgesamt sind 254.220 Fälle bestätigt. Damit ist Brasilien das Land mit der dritthöchsten Anzahl von Infektionen hinter den Vereinigten Staaten und Russland. Inzwischen sind 16.792 Menschen an Covid-19 gestorben, teilt das Ministerium mit. Die Stadt Sao Paulo ist nach offiziellen Angaben mit 63.066 Fällen und 4.823 Todesfällen nach wie vor am stärksten von dem Ausbruch betroffen. Rio de Janeiro liegt mit 26.665 Infektionen und 2.852 Todesfällen an zweiter Stelle.

Montag, 18. Mai 2020

22.15 Uhr: Tschechien und die Slowakei lockern Reisebeschränkungen

Tschechien und die Slowakei lockern ihre wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Reisebeschränkungen. An der tschechischen Grenze soll es ab Dienstag kommender Woche nur noch stichprobenartige Kontrollen geben, kündigte Gesundheitsminister Adam Vojtech an. Einreisende müssen aber weiter einen negativen Coronavirus-Test vorlegen. Diese Vorgabe könne für Reisende aus Ländern mit einem geringen Infektionsrisiko wie Österreich, Kroatien oder der Slowakei dann ab dem 8. Juni aufgehoben werden.

21.30 Uhr: Krawalle bei Corona-Protesten in Chile

Bei Protesten wegen der wirtschaftlichen Härten in der Corona-Krise haben sich Demonstranten und Polizisten in einem Vorort von Santiago de Chile heftige Auseinandersetzungen geliefert. Bewohner von El Bosque im Süden der chilenischen Hauptstadt errichteten am Montag Barrikaden und warfen Steine auf Polizisten, wie der Radiosender Cooperativa berichtete. Die Beamten setzten Wasserwerfer und Tränengas ein.

Die Ortschaft steht wegen der grassierenden Corona-Pandemie seit rund einem Monat unter Quarantäne. Viele Bewohner können deshalb ihrer Arbeit nicht nachgehen. "Wir sehen, dass die medizinische Pandemie auch zu einer sozialen Pandemie führt", sagte Bürgermeister Sadi Melo. "Seit vier Wochen stehen wir hier unter Quarantäne, die Leute haben kein Geld, und Lebensmittel und Hunger sind ein Thema." Er rief die Regierung dazu auf, Nahrungsmittel in der Gemeinde zu verteilen.

21.20 Uhr: Trump: "Einige große Ankündigungen" stehen an

US-Präsident Donald Trump spricht von "einigen großen Ankündigungen", die bevorstünden bezüglich Medikamenten und Impfstoffen gegen das Coronavirus. "Es sind riesige Fortschritte erzielt worden", sagt er bei einem Treffen mit Managern aus dem Gaststättengewerbe und anderen Geschäftsleuten im Weißen Haus.20.20 Uhr: Corona-Fälle in Schlachthof: 83 positiv getestete Mitarbeiter

Die Zahl der positiv getesteten Schlachthofmitarbeiter in Bogen ist weiter gestiegen. Mittlerweile seien 83 Mitarbeiter des Schlachthofs in Bogen (Landkreis Straubing-Bogen) positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes liegt die aktuelle Quote bei 53,6. Dennoch sei keine Rücknahme der Lockerungen der bisher geltenden Auflagen notwendig.

Dies hätten am die Gesundheitsbehörden am Wochenende bestätigt. Das übersteigt zwar den Schwellenwert der Sieben-Tages-Inzidenz (50 Fälle pro 100.000 Einwohner), doch das erarbeitete Konzept von Stadt, Landkreis und zuständigen Behörden wurde vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gebilligt, weswegen es keine verschärften Corona-Maßnahmen gibt.

Beim Nachtest bei der Firma Donautal in Bogen wurden heute 82 Abstriche genommen. Mit Testergebnissen ist im Laufe der Woche zu rechnen.

20.05 Uhr: Dänemark bietet allen Erwachsenen Corona-Tests an

In Dänemark können sich ab sofort auch Erwachsene ohne Symptome auf das neuartige Coronavirus testen lassen. "Wir haben die Infektionsrate auf ein sehr niedriges Niveau gesenkt. Es ist zwingend erforderlich, dass es keine versteckten Infektionsherde gibt, die zu einer weiteren Ausbreitung des Virus führen könnten", erklärte Gesundheitsminister Magnus Heunicke. Dänemark registrierte am Montag nach offiziellen Angaben mit 41 Fällen den geringsten Anstieg der Neuinfektionen seit zwei Monaten.

Bislang konnten sich in Dänemark nur Patienten mit Symptomen und einer Bestätigung ihres Arztes testen lassen. Bei den Tests, die das Gesundheitsministerium nun anbietet, werden die Menschen nur auf eine aktuelle Infektion getestet. Es handelt sich dabei nicht um Antikörpertests, mit denen sich bereits abgeklungene Infektionen nachweisen lassen.

19.40 Uhr: Mehr als 1,5 Millionen Corona-Fälle in den USA

Die Zahl der bekannten Coronavirus-Infektion in den USA hat einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge die Marke von 1,5 Millionen überschritten. Die Zahl der Todesfälle dürfte demnach in Kürze über 90.000 steigen, wie aus Daten der Bundesstaaten und Landkreise hervorging. Einer weiteren Reuters-Studie zufolge verzeichneten in der vergangenen Woche noch 13 der 50 Bundesstaaten einen Anstieg der Fälle zur Vorwoche. Im Regierungsbezirk um die Hauptstadt Washington gingen die Fälle um 32 Prozent zurück. In den USA wird wie in vielen anderen Ländern über die beste Strategie für eine Lockerung der Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie diskutiert.

19.15 Uhr: Erdogan kündigt Ausgangssperre zum Ende des Ramadan an

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wegen der Corona-Krise eine viertägige Ausgangssperre über die Feiertage am Ende des Fastenmonats Ramadan angekündigt. Sie beginne am Vorabend des sogenannten Zuckerfests in der Nacht zum 23. Mai und ende am 26. Mai, sagte Erdogan nach einer online abgehaltenen Kabinettssitzung in Istanbul. Die Maßnahme gelte für das ganze Land.

19.10 Uhr: Wieder scharfe US-Kritik an der WHO

Die USA haben erneut schwere Vorwürfe gegen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhoben. Einer der "wichtigsten Gründe, warum dieser Ausbruch außer Kontrolle geriet" sei gewesen, dass die WHO dabei versagt habe, "die Informationen zu besorgen, die die Welt brauchte", sagte US-Gesundheitsminister Alex Azar in einer Videoansprache bei der virtuellen Jahrestagung der WHO-Mitgliedstaaten. Dieses "Versagen" habe "viele Leben gekostet".

"In einem offensichtlichen Versuch, diesen Ausbruch zu vertuschen, hat sich mindestens ein Mitgliedstaat über seine Transparenzverpflichtungen lustig gemacht - mit enormen Folgekosten für die ganze Welt", sagte Azar in Anspielung auf China. Die WHO habe bei ihrer "Kernaufgabe versagt", Informationen zu beschaffen und für Transparenz zu sorgen. Dies dürfe "nie wieder geschehen" - die Länder bräuchten "gerade jetzt eine effektiver handelnde" WHO.

18.47 Uhr: Schweden mit höchster Todesrate seit 1993

Das in der Corona-Pandemie einen Sonderweg gehende Schweden hat im April die seit Jahren höchste Sterberate verzeichnet. Wie die schwedische Statistikbehörde mitteilte, starben in Schweden im vergangenen Monat 10.458 Menschen - mehr als in allen anderen Monaten der vergangenen Jahrzehnte. "Wir müssen bis zum Dezember 1993 zurückgehen, um mehr Tote in nur einem Monat zu haben", erklärte ein Mitarbeier der Behörde. 1993 verzeichnete Schweden mehr als 97.000 Todesfälle. Damals wurde das Land von einer Grippewelle heimgesucht.18.36 Uhr: Corona-Zahlen in Italien gering wie nie

In Italien steigt die Zahl der täglichen Toten zum erstem Mal seit dem 9. März um weniger als 100. Das Katastrophenschutzamt gibt sie mit 99 an und damit insgesamt 32.007. Die Zahl der bekannten neuen Infektionsfälle nimmt um 451 auf insgesamt 225.886 zu. Das ist der geringste Anstieg seit dem 2. März.

18.14 Uhr: Studie legt geringe Infektionsrate in nahe

Das Zwischenergebnis einer Bonner Studie deutet auf eine niedrige Infektionsrate mit dem Coronavirus in der Bevölkerung hin. "Die Zahl der infizierten Personen bewegt sich im einstelligen Bereich", sagte die Leiterin der Rheinland-Studie, Monique Breteler, bei einem Besuch von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) in dem Bonner Forschungsinstitut.

Endgültige Ergebnisse der von den Bonner Wissenschaftlern und dem Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité gemeinsam konzipierten Studie lägen in etwa einem Monat vor. Bislang seien rund 3.000 Personen getestet worden. Die Studie wird unter 5.000 Teilnehmern der Rheinland-Studie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen durchgeführt.18.08 Uhr: IWF-Chefin: Komplette Konjunkturerholung braucht länger

Eine komplette Erholung der Weltwirtschaft von der Corona-Krise wird dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge deutlich länger dauern als zunächst vorhergesagt. Die eingehenden Daten seien schlechter als erwartet, sagte IWF-Direktorin Kristalina Georgieva der Nachrichtenagentur Reuters. "Natürlich bedeutet das, dass wir sehr viel länger für eine vollständige Erholung von dieser Krise benötigen werden."

Ein konkretes Datum nannte sie nicht. Georgieva hatte vergangene Woche erklärt, der IWF werde vermutlich seine Prognose eines Rückgangs von drei Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) für 2020 weiter senken. Im kommenden Jahr werde es dann wohl nur eine teilweise Erholung geben statt des zunächst erwarteten Anstiegs von 5,8 Prozent.

17.07 Uhr: Paris und Berlin schlagen 500-Milliarden-EU-Programm vor

Deutschland und Frankreich schlagen gemeinsam ein europäisches Programm im Umfang von 500 Milliarden Euro zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise vor. Dies geht aus einer deutsch-französischen Erklärung hervor. Die Milliardensumme soll demnach im Namen der EU am Kapitalmarkt aufgenommen werden und im Rahmen des mehrjährigen EU-Finanzrahmens als Hilfen an Krisenstaaten gehen. Mehr dazu hier.

17.04 Uhr: Antisemitismusbeauftragte warnen vor Verschwörungstheorien

Die Bund-Länder-Kommission der Antisemitismusbeauftragten hat vor antisemitisch gefärbten Verschwörungsmythen gewarnt, die wegen der Corona-Pandemie im Internet kursieren. Ein öffentlicher Diskurs der Zivilgesellschaft und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema werde dringend gebraucht, heißt es in einer Stellungnahme, die der Co-Vorsitzende der Kommission, der Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Ludwig Spaenle (CSU), veröffentlichte. Verschwörungsmythen müssten entschlüsselt und durch Fakten widerlegt werden, erklären die Vertreter der Bund-Länder-Kommission.16.52 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern erstmals ohne Neuinfektionen

Erstmals seit dem 14. März hat es in Mecklenburg-Vorpommern einen Tag ohne einen neuen nachgewiesenen Fall einer Corona-Infektion gegeben. Den Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales zufolge blieb die Zahl der registrierten Corona-Fälle unverändert bei 751. Das Bundesland weist 46 Infektionen pro 100.000 Einwohner auf - der deutschlandweit mit Abstand niedrigste Wert.16.41 Uhr: WHO-Kontrollgremium sieht Reformbedarf nach Corona-Alarm

Eine unabhängige Expertengruppe hat angesichts der Corona-Krise eine Überarbeitung von Vorschriften bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angeregt. Die Frage, welche Grenz- und Reiseempfehlungen die WHO bei einer Pandemie abgeben soll, müsse neu beleuchtet werden, forderte das Gremium, das die WHO-Arbeit in Notlagen überwachen soll.

Die Gruppe legte nun einen ersten Bericht über die WHO-Arbeit im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus vor. Auch das System der Erklärung einer "gesundheitlichen Notlage von internationaler Bedeutung" müsse überdacht werden. Viele Länder hätten darauf nicht angemessen mit Vorbereitungen reagiert. Besser sei vielleicht ein Alarmsystem mit mehreren Stufen.16.21 Uhr: Lufthansa erweitert Kulanzregelung

Die Airlines der Lufthansa-Gruppe haben ihre Kulanzregeln für Umbuchungen in der Corona-Krise ausgeweitet. Tickets, die bis zum 30. Juni gebucht werden, können auf Wunsch kostenlos auf einen noch späteren Zeitpunkt als bislang umgebucht werden, wie das Unternehmen mitteilte. Kunden können ihre verschobene Reise nun bis zum 31. Dezember 2021 nachholen - statt wie bislang bis zum 30. April 2021. Das gelte für Tickets mit ursprünglichem Reisedatum bis 30. April 2021.

15.40 Uhr: Maas um Auslandsurlaub noch vor Sommer bemüht

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich mit seinen Kollegen aus zehn der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen darauf verständigt, auf eine Öffnung der Grenzen für Touristen noch vor Sommerbeginn hinzuarbeiten. Bei einer Videokonferenz erörterten die Regierungsvertreter, wie dafür Grenzkontrollen und Quarantäneregelungen aufgehoben werden können und die notwendige Hygiene an den Urlaubsorten gewährleistet werden kann.

Maas kündigte nach dem Treffen an, die noch bis zum 14. Juni weltweit geltende Reisewarnung zunächst nur für die Europäische Union aufheben und durch individuelle Reisehinweise für die einzelnen Länder ersetzen zu wollen. Darin soll dann auf die unterschiedlichen Risiken aufmerksam gemacht werden. 15.33 Uhr: Uni Marburg testet Impfstoff ab September

Noch in diesem Jahr soll nach Angaben der Universität Marburg ein potenzieller Impfstoff gegen das Coronavirus in ersten klinischen Versuchen am Menschen getestet werden. "Der Bauplan für den Impfstoff ist fertig. Jetzt muss der Impfstoff für die klinischen Tests noch produziert werden", sagte der Marburger Virologe Stephan Becker, Koordinator des Bereichs "Neu auftretende Infektionskrankheiten" im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung.

Derzeit werde der Impfstoff für die erste klinische Phase von der Firma IDT Biologika in Dessau hergestellt, teilte die Universität Marburg weiter mit. Die Produktion werde voraussichtlich in drei Monaten abgeschlossen sein, sodass die klinischen Tests im September starten könnten. 15.16 Uhr: Merkel und Macron wollen gemeinsamen Wiederaufbau

Deutschland und Frankreich wollen im Kampf gegen die Corona-Wirtschaftskrise in Europa an einem Strang ziehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron kündigten kurzfristig eine gemeinsame Initiative für eine europäische Antwort an. Wie der Élyséepalast in Paris mitteilte, war am Nachmittag eine Videokonferenz der beiden Spitzenpolitiker geplant. Gegen 17.00 Uhr sollte eine gemeinsame Pressekonferenz folgen. Die neue deutsch-französische Initiative umfasse die Bereiche Gesundheit, Wirtschaft, Umweltschutz, Internet und Industriepolitik.

Zuvor haben deutsche und französische Parlamentarier eine sofortige Öffnung der Grenze verlangt. "Es ist nicht akzeptabel, dass der Grenzübertritt an der Grenze zwischen unseren beiden Ländern weiterhin die Ausnahme ist", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der deutsch-französischen Parlamentarierversammlung.

15.07 Uhr: 70 Infektionen nach Schulstart in Frankreich

Wenige Tage nach der Wiedereröffnung mancher Schulen in Frankreich sind dort etwa 70 Fälle von Covid-19 festgestellt worden. Die betroffenen Schulen würden umgehend geschlossen, sagte Bildungsminister Jean-Michel Blanquer im Sender RTL. Ob es sich bei den Infizierten um Schüler oder Lehrkräfte handelt, sagte er nicht. Nach französischen Medienberichten wurden sieben Schulen im Norden des Landes geschlossen.

In Frankreich wurden vergangenen Woche etwa 40.000 Vor- und Grundschulen wieder geöffnet, weitere 150.000 Mittelstufenschüler kehrten am Montag in weniger von der Pandemie betroffenen Landesteilen zurück in die Klassenräume.

15.01 Uhr: FDP-Chef Lindner bereut Umarmung eines Unternehmers

FDP-Chef Christian Lindner hat die Umarmung eines Bekannten inmitten der Corona-Krise einen Fehler genannt. "Die spontane Umarmung bei der Verabschiedung war ein Fehler, wie er unter Freunden nach einem Abend leider passiert", sagte er dem "Spiegel". Zuvor war ein Bild von ihm kursiert, auf dem Lindner einen Unternehmer umarmte und damit gegen die Abstandsregeln verstieß. Auch seine Maske hing ihm unter dem Kinn. Der Vorfall sei "kein Vorsatz" gewesen, sondern "Unkonzentriertheit", sagte Lindner. "Am Ende bleibt man Mensch. Tut mir leid!", schrieb er auch auf Twitter.

14.59 Uhr: Industrie und Gewerkschaften fordern massive Konjunkturhilfen

Industrie und Gewerkschaften pochen auf massive staatliche Konjunkturhilfen in der Corona-Krise. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte anlässlich einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), "unverzüglich mit Sofortmaßnahmen zu beginnen, weil bis zur parlamentarischen Sommerpause nur noch wenige Wochen bleiben", und legte einen Sechs-Punkte-Plan vor. Die Gewerkschaft Verdi schlug derweil ein Konjunkturpaket von bis zu 150 Milliarden Euro und Konsumschecks vor.14.46 Uhr: 86 weitere Corona-Fälle in Bayern

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle ist in Bayern auf insgesamt 45.863 (Stand heute, 10.00 Uhr) gestiegen. Das entspricht 86 Personen mehr als am Vortag, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen mit. Demnach sind in Bayern mittlerweile 2.306 Menschen gestorben, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren. Im Vergleich zu gestern sind das neun Todesfälle mehr.

Von der Gesamtzahl der Fälle in Bayern gelten 40.260 als genesen, wobei diese Zahl auf einer Schätzung beruht, die sich an den Kriterien des Robert-Koch-Instituts orientiert. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist die Oberpfalz immer noch der am stärksten betroffene Regierungsbezirk in Bayern, am zweitstärksten betroffenen ist der Regierungsbezirk Oberbayern. 14.32 Uhr: Spanien öffnet Grenzen für Touristen Ende Juni

Spanien will zur Sommersaison Urlauber wieder ins Land lassen. "Von Ende Juni an werden wir mit den touristischen Aktivitäten beginnen", kündigte Verkehrsminister Jose Luis Abalos im Sender TVE an. Bis dahin sollen auch die meisten Beschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie aufgehoben werden. Man müsse Spanien auch unter gesundheitlichen Gesichtspunkten zu einem attraktiven Land machen, sagte der Minister. Der Tourismus macht in Spanien mehr als zwölf Prozent der Wirtschaftsleistung aus.14.27 Uhr: Österreich-Urlaub mit nur kleinen Einschränkungen

Österreich-Urlauber müssen sich nach dem Neustart der dortigen Hotels und Beherbergungsbetriebe am 29. Mai nur auf kleine Einschränkungen einstellen. Wie Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) erklärte, gelte im Eingangsbereich sowie an der Rezeption eine Mundschutzpflicht. Gästegruppen sollen aber ähnlich wie Menschen aus einem gemeinsamen Haushalt behandelt werden und müssen demnach untereinander keinen Sicherheitsabstand einhalten. Buffets sind mit besonderen hygienischen Vorkehrungen erlaubt, auch die hoteleigenen Wellness-Einrichtungen dürfen genutzt werden.

13.49 Uhr: Bayerns Regional- und S-Bahnen wieder auf Normalbetrieb

Regionalzüge und S-Bahnen in Bayern fahren nach gut zwei Monaten coronabedingter Einschränkungen wieder nach regulärem Fahrplan. Das teilte der bayerische DB-Konzernbevollmächtigte Klaus-Dieter Josel in München. Seit Montag fährt auch die Münchner S-Bahn, das meist frequentierte Nahverkehrssystem in Bayern, wieder mit allen vorgesehenen Zügen.

13.36 Uhr: Merkel: "Wir müssen gemeinsam handeln"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die internationale Gemeinschaft zu einem gemeinsamen Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie aufgerufen. "Wir erleben eine globale Krise", sagte Merkel in einer Videobotschaft zum Auftakt der Jahrestagung der Weltgesundheitsversammlung. "Diese Krise kann kein Land alleine lösen, wir müssen gemeinsam handeln." Bei der WHA-Konferenz müsse daher zusammen nach Lösungen gesucht werden. "Ich bin überzeugt, dass wir die Coronavirus-Pandemie überwinden werden", betonte Merkel. "Je mehr wir global gemeinsam daran arbeiten, umso schneller und besser wird das gelingen."

"Die Weltgesundheitsorganisation ist die legitime globale Organisation, bei der die Fäden zusammenlaufen", sagte Merkel in ihrer Videobotschaft. "Weil das so ist, müssen wir immer wieder prüfen, wie wir die Abläufe in der WHO verbessern können. Dazu gehört auch, für ein nachhaltiges Finanzierungssystem zu sorgen."

13.32 Uhr: Corona-Tests für alle Dänen über 18

Alle Erwachsenen in Dänemark bekommen die Möglichkeit, sich auf das neuartige Coronavirus testen zu lassen. Angesichts der dänischen Strategie, die Zahl der getesteten Dänen massiv zu erhöhen, können alle volljährigen Bürger im Laufe der Woche einen Termin für einen Corona-Test vereinbaren. Selbst beim kleinsten Verdacht, sich möglicherweise angesteckt zu haben, solle man dies tun, erklärte Gesundheitsminister Magnus Heunicke.

13.18 Uhr: Regierung warnt vor Falschinformationen

Die Bundesregierung hat vor Falschinformationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gewarnt. Beispielsweise sei in Deutschland keine Impfpflicht gegen das Coronavirus geplant, sagt Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Die Bürger müssten genau hinsehen und sollten vor allem verlässliche Quellen nutzen.

Die Regierung nehme die Sorgen und Nöte der Menschen sowie Kritik an Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ernst. Keinen Platz gebe es dabei aber "für extremistisches Gedankengut, für Falschinformationen, für Mythen, für irreführende Gerüchte". Demmer betonte, "wer falsche Erzählungen bewusst verbreitet, der will unser Land spalten und die Menschen gegeneinander aufbringen".

Aufrufe etwa zum Verstoß gegen Schutzmaßnahmen gefährdeten Menschenleben, "und das darf nicht sein". Die Sprecherin warnte, aus Unsinn könnten schnell Taten werden, wie Angriffe auf Journalisten bei Demonstrationen gegen Corona-Einschränkungen bereits gezeigt hätten.12.44 Uhr: Resolution zu WHO-Überprüfung

Gesundheitsminister aus der ganzen Welt werden bei der heute und morgen stattfindenden Jahresversammlung der WHO wohl auf eine unabhängige Überprüfung des Umgangs der Weltgesundheitsorganisation mit der Coronavirus-Pandemie dringen. Dem dürften sich Diplomaten zufolge auch China und die USA anschließen, obwohl sie gegensätzliche Ansichten über die Arbeit der WHO geäußert haben.

Gegenwärtig bestehe Einigkeit über eine Überprüfung des gesamten Systems und einer Untersuchung der Herkunft des Virus, wenn auch nicht sofort. Die Resolution fordert WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus dazu auf, eine "unparteiische, unabhängige und umfassende Überprüfung" der von der WHO koordinierten internationalen Gesundheitsmaßnahmen im Kampf gegen das Virus in die Wege zu leiten.

Die Resolution fordert auch einen zeitnahen und gerechten Zugang zu sicheren und wirksamen Diagnostika, Medikamenten und Impfstoffen gegen das neuartige Coronavirus. 12.36 Uhr: Viele Biergärten in Bayern geöffnet

Nach acht Wochen Pause haben seit heute in Bayern wieder die Biergärten geöffnet. Bis 20 Uhr dürfen Gäste in den Außenflächen sitzen - mit Mindestabstand, beziehungsweise ohne Abstand für bis zu zwei Familien oder zwei Hausstände. Außerdem müssen die Gäste immer eine Mund-Nasen-Maske aufsetzen, wenn sie nicht am Platz sitzen.

Der Geschäftsführer des Branchenverbands Dehoga, Thomas Geppert, sagte, man merke, dass sich Personal und Wirte auf die Gäste freuten. Gleichzeitig sei die Platzkapazität durch die Abstandsregelungen massiv eingeschränkt. Geppert geht davon aus, dass rund 40 bis 50 Prozent der Tische wegfallen - je nach örtlichen Gegebenheiten könnten die Zahlen aber abweichen. Nicht alle Wirte öffneten am Montag wieder. Manche warteten auch noch ab, sagte Geppert. Wie viele dies täten, sei aber nicht bekannt.

12.33 Uhr: Infektions-Anstieg in Russland langsamer

In Russland schwächt sich der rasante Anstieg bei den Neuinfektionen etwas ab. Mit 8.926 Ansteckungen bleiben die Meldungen der Behörden den dritten Tag in Folge unter der Marke von 10.000, die im Mai bislang meist überschritten wurde. Die Gesamtzahl steigt damit binnen 24 Stunden auf 290.678. Die Zahl der Todesfälle stieg 91 auf 2.722.

12.28 Uhr: Guterres: Welt zahlt "hohen Preis" für widerstreitende Strategien

UN-Generalsekretär António Guterres hat die uneinheitliche Reaktion der Weltgemeinschaft auf die Corona-Pandemie scharf kritisiert. "Verschiedene Länder haben verschiedene und manchmal widersprüchliche Strategien befolgt, und wir zahlen alle einen hohen Preis dafür", sagte er in einer Videobotschaft zum Auftakt des Jahrestreffens der Weltgesundheitsversammlung (WHA). Er beklagte, es habe "sehr wenig Einigkeit" gegeben bei der Reaktion auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. "Viele Länder haben die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation ignoriert."

Seine Forderung nach einer Untersuchung der Ursprünge der Pandemie hat Guterres bekräftigt. Es müsse untersucht werden, woher das Virus kam und wie es sich mit so verheerenden Auswirkungen so schnell um die Welt ausbreiten konnte, sagte er. "Aber jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt". Jetzt müsse die Welt solidarisch zusammenarbeiten, um das Virus zu stoppen: "Entweder kommen wir zusammen durch diese Pandemie oder wir scheitern."

12.09 Uhr: Söder für verlängerte Lohnfortzahlung für Eltern

CSU-Chef Markus Söder befürwortet das von der SPD vorangetriebene Vorhaben, den Anspruch auf Lohnfortzahlung zu verlängern, um Familien in der Coronakrise länger und stärker zu unterstützen. Er sei dafür, sagte Söder nach Teilnehmerangaben in einer CSU-Vorstandsschalte.

Wer in der Corona-Krise wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht arbeiten kann, erhält bisher für sechs Wochen 67 Prozent des Nettoeinkommens. Für eine Anschlussregelung hatten sich zuvor Sozialminister Hubertus Heil und Familienministerin Franziska Giffey eingesetzt (beide SPD), ebenso wie SPD-Chefin Saskia Esken.12.14 Uhr: Baubranche fürchtet Umsatzminus

Die deutschen Baubetriebe rechnen trotz anziehenden Wohnungsbaus 2020 mit spürbaren Einbußen durch die Coronavirus-Krise. "Wir können uns glücklich schätzen, wenn die Bauwirtschaft am Ende des Jahres denselben Umsatz wie 2019 erwirtschaftet hat", sagte der Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa vom mittelständischen Branchenverband ZDB. Über alle Sparten hinweg rechne man mit einem Minus von 0,2 Prozent. "Wenn es schlechter läuft, können es auch nominal minus zwei Prozent werden." Bereinigt um steigende Preise dürfte dies dann real zu einem Rückgang der Erlöse um fünf Prozent führen.

Zum Jahreswechsel hatte die Branche noch ein Umsatzplus von rund 5,6 Prozent für 2020 veranschlagt. Die Zahl der Beschäftigten wird laut ZDB nun nur noch um rund 5.000 auf 875.000 im Jahresschnitt zulegen.

12.00 Uhr: WHO: Europa muss sich auf zweite Welle vorbereiten

Die europäischen Staaten sollten sich nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits jetzt auf eine zweite tödliche Welle von Coronavirus-Infektionen einstellen. Es sei an der "Zeit für die Vorbereitung, nicht für Feierlichkeiten", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, der britischen Zeitung "The Telegraph". Er reagierte damit auf die Lockerung von Maßnahmen gegen die Pandemie in mehreren Ländern.

Besonders besorgt äußerte sich der WHO-Regionaldirektor über die Möglichkeit einer "Doppelwelle". "In dem Fall könnten wir eine zweite Covid-Welle haben und eine saisonale Grippe oder die Masern." Viele Kinder seien nicht gegen die Masern geimpft, warnte Kluge. Die Länder müssten die Zeit nun nutzen, um ihr Gesundheitswesen zu stärken und zum Beispiel die Kapazitäten in Krankenhäusern auszubauen.

12:00 Uhr: Bundesbank: Erholung der Wirtschaft kommt nur langsam in Gang

Die Bundesbank rechnet damit, dass sich die von der Corona-Pandemie beeinträchtigte deutsche Konjunktur nur langsam erholen wird. "Es spricht derzeit vieles dafür, dass sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des zweiten Quartals im Zuge der Lockerungsmaßnahmen wieder aufwärtsbewegen wird und eine Erholung in Gang kommt", heißt es in dem heute veröffentlichten Monatsbericht. Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Bundesbank aber nur langsam erholen.

Im ersten Quartal 2020 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorquartal um 2,2 Prozent geschrumpft. Trotz der eingeleiteten Lockerungen sei das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland nach wie vor sehr weit von einem Zustand entfernt, der bislang als normal angesehen wurde, schreiben die Bundesbank-Volkswirte. "Die verfügbaren Konjunkturindikatoren zeichnen ein entsprechend düsteres Bild."

Im zweiten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung nach Einschätzung der Bundesbank nochmals "erheblich niedriger" ausfallen als im ersten Quartal. Diverse Prognosen im Markt gehen von einem Einbruch des deutschen BIP um bis zu 14 Prozent aus.11.38 Uhr: Söder fordert milliardenschweres Konjunkturpaket

CSU-Chef Markus Söder hat einen Koalitionsbeschluss für ein milliardenschweres Konjunktur-, Technologie- und Steuersenkungspaket gefordert. Darüber werde der Koalitionsausschuss von Union und SPD am 2. Juni beraten, sagte er vor der Videoschalte des CSU-Vorstands in München.

Söder mahnte, man müsse nach der Krise in Deutschland wieder durchstarten. Angesichts der Exportprobleme sei es wichtig, die Nachfrage zu stärken. Außerdem sein Appell: "Wir müssen einen Technologiesprung schaffen." In Digitalisierung, Robotik und künstlicher Intelligenz müsse man im Vergleich zu Ländern wie den USA oder China aufholen. Es brauche "mehrere Milliarden" für die Forschung, aber auch für die Digitalisierung in den Schulen. Hier habe Deutschland Nachholbedarf.

In der Steuerpolitik forderte Söder wuchtige Maßnahmen statt "Klein-Klein". Zentral sei für ihn die vorzeitige Abschaffung des Solidaritätszuschlags - am liebsten vollständig und sofort. Söder deutete nun aber auch Kompromissbereitschaft an: Man könne über Freigrenzen und Freibeträge reden, um nicht die ganze Summe zu geben. Bislang ist in der Koalition vereinbart, den Solidaritätszuschlag bundesweit 2021 für rund 90 Prozent der Zahler zu streichen.

Ein Verschieben der Grundrente lehnte Söder ab. Die CSU sei dafür, diese genau nach Zeitplan umzusetzen.

11.28 Uhr: Exporteinbruch bei Maschinenbauern

Die Ausfuhren deutscher Maschinenbauer sanken im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent auf 41,9 Milliarden Euro, wie der Branchenverband VDMA in Frankfurt mitteilte. Ein deutliches Minus von 11 Prozent gab es im März.

In den ersten drei Monaten lagen die Ausfuhren in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union um 8,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Geschäft mit den vom Coronavirus stark gebeutelten Ländern wie Frankreich (minus 14,8 Prozent), Italien (minus 16,1 Prozent) und Spanien (minus 13,9 Prozent) brach ein. Knapp 15 Prozent der deutschen Maschinenexporte gehen den Angaben zufolge in diese drei Länder.11.24 Uhr: Spanien dämpft Hoffnung auf Tourismus

Spanien hat Hoffnungen auf eine baldige Grenzöffnung für Touristen gedämpft. "Ich hoffe, dass wir die touristischen Aktivitäten Ende Juni wieder aufnehmen können", sagte Verkehrsminister José Luis Ábalos. "Wir können nicht die Einreise von Ausländern erlauben, während wir die spanische Bevölkerung noch einer Ausgehsperre unterziehen", erklärte er. Wer nach Spanien einreist, muss derzeit in Quarantäne.11.06 Uhr: Kretschmer verteidigt Demo-Besuch ohne Maske

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer steht zu seinem Besuch einer sogenannten "Hygiene-Demonstration" ohne Schutzmaske. Er habe versucht, den Mindestabstand einzuhalten, und ganz bewusst mit Menschen sprechen wollen, "die explizit diesen Mundschutz ablehnen", sagte er im Nachrichtenradio MDR Aktuell.

Mit Blick auf eine mögliche Unterwanderung der Proteste durch Rechtsextremisten sagte Kretschmer, wo viele Menschen zusammenkämen, sei dies auch Anziehungspunkt für Extremisten, "die versuchen, das Ganze auch zu dominieren". Dem müsse man sich dann auch entgegenstellen. Aber man dürfe "die Leute, die dort sind, nicht alle in diesen Topf werfen".

Kretschmer hatte am Samstag in Dresden unangekündigt eine Demonstration gegen die Beschränkungen in der Corona-Krise besucht. In der Folge war er unter anderem deshalb in die Kritik geraten, weil er dabei keinen Mundschutz trug und nicht immer den Mindestabstand gewahrt habe. 11.03 Uhr: 130 Infizierte in Flüchtlingsheim in St. Augustin

In einem Flüchtlingsheim in St. Augustin in Nordrhein-Westfalen sind nach aktuellen Testergebnissen 130 Menschen mit Corona infiziert. Die restlichen 170 Bewohner hätten sich nicht infiziert, wie Tests gezeigt hätten, sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln. 120 der rund 130 positiven Tests betrafen in der Unterkunft lebende Flüchtlinge, die restlichen Personal wie Securitymitarbeiter und weitere Beschäftigte.

10.42 Uhr: Bayern hebt Quarantäne-Regelung auf

Keine Quarantäne mehr bei Einreise nach Bayern: Die Bayerische Staatsregierung hat schon am Samstag die Quarantänepflicht für Reiserückkehrer in den Freistaat weitgehend abgeschafft. Ein Sprecher des Bayerischen Gesundheitsministeriums hat dem BR bestätigt: "Wer aus EU- und Schengen-Staaten sowie aus Großbritannien einreist, muss sich seit Samstag, 16. Mai nicht mehr in häusliche Quarantäne begeben."

Bund und Länder hatten vergangene Woche (Donnerstag, 14.5.) vereinbart, die Quarantäneregeln aufzuheben. Die einzelnen Bundesländer müssen dies nun jeweils durch Verordnungen umsetzen. 10.36 Uhr: Merkel und Macron mit deutsch-französischer Initiative

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollen für die anstehenden EU-Finanzverhandlungen eine gemeinsame deutsch-französische Position abstecken. Beide Regierungen kündigten eine Video- und eine Pressekonferenz mit Merkel und Macron für den Nachmittag an.

Details wurden nicht bekannt, aber es soll nach Angaben von EU-Diplomaten darum gehen, eine gemeinsame Position der beiden größten EU-Volkswirtschaften noch vor der Bekanntgabe der Vorschläge der EU-Kommission zu finden. Im Elysee-Palast in Paris hieß es, dass es dabei auch um Themen wie öffentliche Gesundheit, Wiederaufbau-Programme, industrielle Souveränität sowie die grüne und digitale Transformation gehen solle.

10.30 Uhr: Auch Söder gegen Scholz-Pläne für Kommunen

Ministerpräsident Markus Söder lehnt die Vorschläge von Finanzminister Olaf Scholz für einen milliardenschweren Schutzschirm des Bundes für die Kommunen ab. "Das war schon vor dem Wochenende klar, dass wir das nicht mitgehen werden", sagte der CSU-Chef vor der Sitzung des Parteivorstands in München. Altschulden zu tilgen, um neue zu machen, sei unsinnig. Der Scholz-Vorstoß sei "der falsche Ansatz, vom Inhalt und vom Stil", sagte Söder. "Eine Altschuldenregelung kann ich mir nicht vorstellen." Zuvor hatten bereits CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier die Vorschläge zurückgewiesen.10.29 Uhr: Erstmals wieder Gottesdienste in Italien - Petersdom offen

In Italien sind landesweit erstmals seit dem 9. März wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert worden. Papst Franziskus hat die Öffnung des Petersdomes mit einer privaten Messe zum 100. Geburtstag von Johannes Paul II. gefeiert.

Katholische Messen fanden unter anderem auch im Mailänder Dom, in der Markuskirche in Venedig und in weiteren Basiliken Roms statt, und auch in Wallfahrtszentren wie der süditalienischen Adria-Stadt Bari. Lokale Medien berichteten von geringen Teilnehmerzahlen.10.28 Uhr: Akropolis wiedereröffnet

Nach knapp zweimonatiger Schließung sind die berühmte Akropolis in Athen und auch alle anderen archäologischen Stätten unter freiem Himmel in Griechenland wieder für Besucher geöffnet worden. 10.20 Uhr: Söder fordert finanzielle Anreize für Urlaub in Deutschland

In der Debatte über den Sommerurlaub in der Corona-Krise müsse es darum gehen, "wie man gerade Urlaub in Deutschland fördern kann". Das sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor einer CSU-Vorstandssitzung in München vor Journalisten. Dies könne etwa über eine steuerliche Absetzbarkeit oder auch Urlaubsgutscheine erfolgen.

Söder sagte, anders als Außenminister Heiko Maas sei er "sehr zurückhaltend" bei den Erwartungen, in welcher Form Urlaub in europäischen Ländern wie Spanien, Italien oder Frankreich möglich sei. Um die derzeit von der Corona-Krise besonders betroffenen Reiseunternehmen zu retten, gebe es deshalb zwei Möglichkeiten - entweder eine direkte Unterstützung der Unternehmen oder eben durch Anreize für den Urlaub.

10.13 Uhr: Rekord-Anstieg bei Infektionen in Indien

Indien hat seinen bislang höchsten Tagesanstieg an Corona-Infektionen vermeldet. Der Staat gab 5.242 neue Infektionsfälle in den vorangegangenen 24 Stunden bekannt und 157 Tote. Damit hat Indien bislang mehr als 96.000 Infektionsfälle verzeichnet.

Als Grund für den Anstieg werden die Rückreisen von Wanderarbeitern in ihre Heimatdörfer angesehen. Nach einer wochenlangen Sperre hatte Indien seine Einschränkungen am 4. Mai gelockert und den Wanderarbeitern die Rückreise gestattet, weswegen in den vergangenen zwei Wochen Millionen Menschen unterwegs waren.10.06 Uhr: Industrie baut Beschäftigte ab

Ende März 2020 waren gut 5,6 Millionen Personen in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten tätig, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies ist binnen Jahresfrist ein Rückgang um 73.000 oder 1,3 Prozent. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sei im März unterschiedlich gewesen.

Am stärksten sank die Beschäftigtenzahl gegenüber März 2019 bei Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren mit Minus 3,5 Prozent. Zurückgegangen sind die Beschäftigtenzahlen auch in der Metallerzeugung und -bearbeitung (Minus 3,0 Prozent) sowie in der Herstellung von Metallerzeugnissen, in der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen und im Maschinenbau mit je Minus 2,3 Prozent.09.32 Uhr: Fast 90.000 Corona-Tote in den USA

In den USA ist die Zahl der Corona-Todesfälle auf rund 89.500 gestiegen. Wie die Johns-Hopkins-Universität am Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte, starben in den vorangegangenen 24 Stunden 820 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion. Dies sei die niedrigste Opferzahl seit dem 10. Mai.

Landesweit wurden den Angaben zufolge bislang 1.486.367 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen - mehr als 30 Prozent der weltweit registrierten Infektionsfälle. 08.55 Uhr: Maas zuversichtlich vor Gesprächen über Urlaub

Bundesaußenminister Maas hat sich vor Beratungen mit mehreren europäischen Amtskollegen zuversichtlich gezeigt, Wege für einen Sommerurlaub in beliebten Reiseländern zu finden. Er hoffe, dass ein Urlaub nach dem 15. Juni wahrscheinlich werde, sagte er im ZDF-"Morgenmagazin". Bis Mitte Juni gilt noch eine weltweite Reisewarnung, die Maas danach in "Reisehinweise" verändern will. Diese "Reisehinweise" sollten den Menschen eine Entscheidungsgrundlage dafür geben, wohin sie reisen könnten und wohin vielleicht noch nicht, sagte Maas.

Im Moment sei die Entwicklung bei den Corona-Infektionen fast überall positiv, sagte der Außenminister. Es gehe darum, "wie wir es so organisieren, dass sich Urlaub wie Urlaub anfühlt" und trotzdem keine neuen Infektionshotspots entstünden. Maas warnte zugleich: Auch wenn Urlaub möglich werde, werde dieser nicht so wie in der Vergangenheit sein.

Der Außenminister will heute mit seinen Amtskollegen aus den beliebten Reiseländern Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien in einer Videokonferenz über Möglichkeiten eines Sommerurlaubs beraten. Es soll um Einreise- und Quarantänebestimmungen gehen, aber auch darum, wie ein Urlaub am Strand mit Abstandsregeln aussehen könne.

08.37 Uhr: EZB: Wirtschaft der Eurozone nicht vor 2021 auf Vorkrisen-Niveau

Die Wirtschaft der Eurozone wird nach Einschätzung von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane wahrscheinlich frühestens im nächsten Jahr wieder das Niveau vor der Coronavirus-Krise erreichen.

Die EZB sei bereit, notfalls ihre Instrumente im Kampf gegen die Krise anzupassen. Wenn die finanziellen Bedingungen zu angespannt seien oder der Druck auf einzelnen Anleihemärkten nicht die wirtschaftlichen Fundamentaldaten widerspiegele, könne die EZB den Umfang oder die Dauer ihrer Anleihenkäufe zur Stützung der Konjunktur anpassen, sagte Lane in dem auf der EZB-Internetseite veröffentlichten Interview.

08.35 Uhr: Ryanair warnt vor Aus für Lauda Air in Wien

Der österreichischen Ryanair-Tochter Lauda Air droht am Hauptsitz in Wien das Aus. Ryanair-Chef O-Leary geht davon aus, dass die dortigen Gewerkschaften die Umstrukturierungen, also Lohnkürzungen und neue Arbeitsverträge, nicht mitmachen werden. Die übrigen Lauda-Air-Stützpunkte in Stuttgart, Düsseldorf und Palma sollen offen bleiben.08.28 Uhr: 138 Tote in Mexiko durch gepanschten Alkohol

In Mexiko sind seit dem Beginn der Corona-Krise 138 Menschen nach dem Konsum von gepanschtem Alkohol gestorben. Nach Angaben der Behörden hatte die Corona-Pandemie zu Versorgungsengpässen bei alkoholischen Getränken geführt, was viele Menschen dazu getrieben habe, gepanschten Alkohol zu trinken. Die großen Brauereien im Land sind seit Anfang April geschlossen, die Bierproduktion soll erst im Juni wieder anlaufen.08.12 Uhr: Industrie und Verdi fordern weitere Hilfen

Vor dem Gespräch von Kanzlerin Angela Merkel mit Vertretern der Sozialpartner an diesem Montag dringen Wirtschaft und Gewerkschaften auf weitere Hilfen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) verlangte von der Bundesregierung ein Sofortprogramm, vor allem Steuerentlastungen für Unternehmen.

Von Verdi kam die Forderung nach einem Konjunkturpaket von etwa drei bis vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts - also ungefähr 100 bis 150 Milliarden Euro. Auch sei jetzt die Zeit, über Konsumschecks zu reden. Diese könnten nach Verdi-Vorstellungen 500 Euro für niedrige und mittlere Einkommen betragen und bei höheren Verdiensten abschmelzen.08.03 Uhr: Krise trifft Ryanair noch schwerer als gedacht

Europas größter Billigflieger, Ryanair, gerät in der Coronakrise noch schwerer in Bedrängnis und wird im ersten Geschäftsquartal einen höheren Verlust einfliegen als gedacht. Zwischen April und Juni dürfte ein Verlust von mehr als 200 Millionen Euro anfallen, teilte das Unternehmen mit. Gerechnet hatte der Konzern mit Sitz in Dublin bisher mit einem Fehlbetrag von 100 Millionen Euro. Die Fluggesellschaft erwartet für dieses Geschäftsjahr weniger als 80 Millionen Passagiere - und damit nur die Hälfte der ursprünglich angepeilten 154 Millionen Fluggäste.07.25 Uhr: Japanische Wirtschaft rutscht in Rezession

Die japanische Wirtschaft ist im ersten Quartal geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt verringerte sich saisonbereinigt um 0,9 Prozent zum Vorquartal. Die Exporte brachen drastisch ein, ebenso Investitionen in privaten Wohnraum. Auch der Privatkonsum sank. Japan befindet sich nun in einer Rezession. Auch im Schlussquartal des vergangenen Jahres war die Wirtschaft bereits geschrumpft.

05.58 Uhr: US-Notenbank Fed erwartet starken Konjunktureinbruch

Die US-Notenbank Fed geht von einem dramatischen Einbruch der US-Wirtschaft um bis zu 30 Prozent im laufenden Quartal aus. Es sei gut möglich, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) infolge der Corona-Pandemie um 20 bis 30 Prozent abnehme, sagte Fed-Direktor Jerome Powell am Sonntagabend (Ortszeit) in einem Fernsehinterview. Allerdings erwartet er auch, dass die US-Wirtschaft bereits im dritten Quartal wieder etwas an Schwung gewinnt. Inzwischen verloren in den USA infolge der Krise bereits knapp 36,5 Millionen Menschen ihre Jobs. Die Arbeitslosenquote schnellte von 3,5 Prozent im Februar auf 14,7 Prozent im April hoch.

05.32 Uhr: Brasilien: Inzwischen mehr als 16.000 Corona-Tote

Zwei Monate nach dem ersten registrierten Todesfall sind in Brasilien mehr als 16 000 Patienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Dies ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Sonntag hervor. Demnach starben in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 16 118 Menschen an der Lungenkrankheit. 241 080 Infizierte wurden inzwischen verzeichnet.

05.28 Uhr: China: Virus ist "gewaltiger Schock" für die Wirtschaft

China kündigt weitere wirtschaftspolitische Maßnahmen an. Die weltweite Nachfrage sei infolge des Ausbruchs des Coronavirus deutlich eingebrochen und der Handel stünde vor beispiellosen Herausforderungen, sagt Chinas Handelsminister Zhong Shan auf einer Pressekonferenz in Peking. Die Unternehmen hätten eine extrem schwierige Zeit. Der Virusausbruch sei für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes "ein gewaltiger Schock". Die Regierung wolle daher die Binnennachfrage ankurbeln und den Konsum fördern, fügte er ohne Angabe weiterer Details hinzu.04.41 Uhr: Deutschland: 342 Neuinfektionen und 21 Corona-Tote

Deutschland verzeichnet nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) binnen 24 Stunden 342 Neuinfektionen und 21 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Ansteckungen liegt demnach bei 174.697, die Zahl der Todesfälle bei 7.935.

04.01 Uhr: 2.075 Neuinfektionen in Mexiko

Mexiko meldet 2.075 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der offiziell bestätigten Fälle liegt damit bei 49.219 Fällen. Die Zahl der Todesfälle durch Covid-19, die durch das neuartige Coronavirus verursachte Atemwegserkrankung, steigt um 132 auf insgesamt 5.177. Der stellvertretende Gesundheitsminister Hugo Lépez-Gatell gab bekannt, dass sich die Fälle in der vergangenen Woche in Mexiko-Stadt und der Region, die die höchste Infektionsrate des Landes aufweist, stabilisiert hätten. Die Behörden warnen allerdings, dass die tatsächliche Anzahl der Fälle bis zu neun Mal größer sein könnte, weil viele der Infizierten nicht zum Arzt gingen, keine Symptome entwickelten oder nicht richtig diagnostiziert würden.03.03 Uhr: Jahresversammlung Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Heute beginnt die erste virtuelle Jahresversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Hauptthema der auf zwei Tage verkürzten Tagung der WHO-Mitgliedstaaten ist die globale Antwort auf die Ausbreitung des Corona-Virus, an dessen Folgen bereits mehr als 300.000 Menschen gestorben sind. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sprach von "einer der wichtigsten Jahresversammlungen" seit Gründung der WHO im Jahr 1948. Zur Abstimmung steht eine von der EU eingebrachte Resolution, die zum gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie aufruft. Überschattet werden die Beratungen jedoch von den zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China in der Frage, wer für die Krise verantwortlich ist. 02.47 Uhr: Sieben neue Fälle von Coronavirus in China

Die chinesischen Behörden melden sieben neue Coronavirus-Fälle, am Vortag waren es fünf. Nach Angaben der nationalen Gesundheitskommissionen stammen vier von Reisenden aus der Inneren Mongolei.

02.06 Uhr: Tödlicher Absturz bei Corona-Flugshow in Kanada

Bei einem Flugzeugabsturz während einer Kunstflugshow ist in der kanadischen Provinz British Columbia eine Pilotin ums Leben gekommen. Ein weiterer Pilot überlebte schwer verletzt.

Das Unglück ereignete sich unmittelbar nach dem Start der kanadischen Kunstflugstaffel "Snowbirds" vom Militärflughafen in Kamloops, als die Maschinen zu einer Flugshow in der Region zu Ehren der Helfer im Kampf gegen die Corona-Pandemie gestartet waren.