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Corona: Die Ereignisse vom 03. Februar bis 09. Februar | BR24

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Corona: Die Ereignisse vom 03. Februar bis 09. Februar

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    Corona: Die Ereignisse vom 03. Februar bis 09. Februar

    Hier finden Sie die Ereignisse der Coronakrise im chronologischen Überblick vom 03. bis zum 09. Februar.

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    • BR24 Redaktion

    SONNTAG, 09. FEBRUAR 2020

    23.30 Uhr: Behörden geben 91 weitere Tote in Hubei bekannt

    In China sind an dem neuartigen Coronavirus nach Angaben der Gesundheitsbehörden bislang 908 Menschen gestorben. Innerhalb eines Tages ist die Zahl der Toten damit um 97 gestiegen - darunter allein 91 aus der besonders stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei rund um die Millionenstadt Wuhan. Die Zahl der festgestellten Infektionen stieg um 3.062 auf 40.171.

    Unterdessen ist eine Expertengruppe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach China aufgebrochen. Sie solle bei der Erforschung der Virusepidemie helfen, teilt die WHO mit Sitz in Genf mit. Der Entsendung waren zwei Wochen lange Verhandlungen mit der Regierung in Peking vorausgegangen.

    17.38 Uhr: 6.200 Medizin-Fachkräfte nach Wuhan eingeflogen

    Die chinesische Stadt Wuhan gilt als Epizentrum des Coronavirus. Dort sind auch besonders viele Menschen infiziert und müssen medizinisch versorgt werden. Aus diesem Grund wurden an diesem Wochenende rund 6.200 medizinische Fachkräfte mit insgesamt 47 Charterflügen in die Stadt gebracht.

    Laut der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua ist dies der größte Transport von Medizinern seit dem Ausbruch des Virus. Auch medizinische Ausstattung wurde im Zuge dessen in nach Wuhan gebracht.

    16.39 Uhr: Gesundheitssenatorin: Berliner Wuhan-Rückkehrer sind wohlauf

    Den 20 Wuhan-Rückkehrern in Berlin geht es gut. Das hat die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Nachmittag berichtet. Gegen 13 Uhr waren die 20 Personen in der Bundeshauptstadt gelandet. Sie waren in der stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China gestartet und über London nach Berlin geflogen.

    Anschließend wurden sie in der Klinik des Deutschen Roten Kreuzes in Köpenick von einem Amtsarzt untersucht. Es zeigten sich jedoch keine Auffälligkeiten. Dennoch wurden alle 20 Personen auf den Coronavirus getestet. Ergebnisse werden für morgen erwartet. In jedem Fall müssen die 16 Erwachsenen und vier Kinder die nächsten 14 Tage in Quarantäne ausharren, um abzuwarten, ob die Krankheit nicht doch noch einem oder mehreren Rückkehrern ausbricht.

    15.59 Uhr: Chinesische VW-Werke bleiben länger geschlossen

    Auch deutsche Unternehmen kämpfen mit den Auswirkungen des Coronavirus. So beispielsweise auch Volkswagen, das in Zusammenarbeit mit chinesischen Firmen diverse Werke in China betreibt. Vor allem Reisebeschränkungen für Mitarbeiter sowie Lücken in den Lieferketten in China verursachen Probleme bei der Fertigung. In einigen Werken musste nun die Wiederaufnahme der Produktion verschoben werden.

    Die Gemeinschaftsfirma Saic Volkswagen wird die Arbeit in seinen Werken später als gedacht, konkret erst ab 17. Februar wieder beginnen. Ausnahme ist lediglich das Shanghaier Werk, das schon am 10. Februar wieder starten soll. Umgekehrt ist es beim Gemeinschaftsunternehmen FAW Volkswagen. Hier geht es am 10. Februar weiter, nur ein Werk in Tianjin bleibt bis 17. Februar geschlossen.

    13.09 Uhr: Rückkehrer aus Corona-Gebiet sind in Berlin angekommen

    20 Rückkehrer aus dem chinesischen Wuhan sind in Berlin angekommen. in Wuhan gibt es besonders viele Coronavirus-Infektionen, weswegen aktuell vermehrt Ausländer von dort ausgeflogen werden. Die 20 deutschen Heimkehrer flogen etwa zunächst mit einer britischen Maschine nach London und wurden ab da von der Luftwaffe nach Berlin ausgeflogen.

    Die Personen werden nun vorsorglich für 14 Tage in Quarantäne gebracht. In einer Klinik des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin-Köpenick erwartet sie ein Amtsarzt, der die Rückkehrer auf Coronavirus-Symptome untersucht. Anschließend werden Tests auf das Virus durchgeführt. Ergebnisse werden für Montagnachmittag erwartet.

    Dieses Video der deutschen Luftwaffe zeigt die Ankunft der Rückkehrer in Berlin:

    11.48 Uhr: Coronavirus erreicht Urlaubsinsel Mallorca

    Der Coronavirus hat die Balearen-Insel Mallorca erreicht. Spaniens Nationales Mikrobiologiezentrum gab bekannt, dass ein Brite dort positiv auf den Erreger getestet worden sei. Tests bei weiteren Vedachtsfällen in der Familie des Betroffenen seien negativ ausgefallen. Die Familie lebt laut spanischen Medienberichten auf Mallorca und hatte offenbar in Frankreich Kontakt mit einer Person, bei der später das Virus entdeckt wurde.

    Es handelt sich um den zweiten in Spanien bestätigten Fall. Anfang Februar war der Virus bei einem deutschen Touristen auf der Kanaren-Insel La Gomera diagnostiziert worden.

    09.18 Uhr: Britische Maschine mit Deutschen aus chinesischem Virus-Gebiet gelandet

    Eine britische Chartermaschine mit Rückkehrern aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Millionenstadt Wuhan ist in Großbritannien angekommen. Das Flugzeug mit 200 Menschen an Bord, darunter etwa 20 Deutsche, sei am Sonntag um 07.30 Uhr Ortszeit auf dem Militärflughafen RAF Brize Norton nahe Oxford gelandet, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.

    Die deutschen Rückkehrer werden noch am Sonntagvormittag in Berlin erwartet. Das Auswärtige Amt hatte sich am Samstagabend per Twitter bei den britischen Behörden bedankt: "Guten Flug und großen Dank an die britischen Behörden für die große Hilfe!"

    08.52 Uhr: Mehr Tote als bei der SARS-Epidemie

    Das Corona-Virus verbreitet sich weiter. Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf 813 gestiegen. Das teilte die Nationale Gesundheitskommission mit. Damit starben mehr Menschen durch das neuartige Coronavirus als bei der SARS-Epidemie im Winter 2002/2003.

    Mehrere Deutsche sind mit einer britischen Chartermaschine unterwegs nach Hause. Das Flugzeug ist im chinesischen Wuhan gestartet und soll am Vormittag in London ankommen. Danach sollen die Rückkehrer weiter nach Berlin fliegen. Die 20 Deutschen werden nach ihrer Ankunft isoliert und 14 Tage lang in einer Klinik in Berlin untergebracht.

    SAMSTAG, 08. FEBRUAR 2020

    22.02 Uhr: Maschine mit Rückkehrern aus Wuhan gestartet

    Eine britische Chartermaschine mit Rückkehrern aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Millionenstadt Wuhan ist unterwegs nach Großbritannien. Das Flugzeug mit 200 Briten und weiteren Staatsbürgern an Bord habe am Sonntagmorgen um 3.20 Uhr (Ortszeit; 20.20 Uhr MEZ Samstagabend) in Wuhan abgehoben, teilte das Außenministerium in London am Samstagabend mit. Es sollte am Sonntagmorgen auf dem britischen Militärflughafen in der Nähe von Oxford landen.

    21.18 Uhr: WHO: Zahl der Coronavirus-Fälle in China stabilisiert sich

    Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in China hat sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stabilisiert. Aus der Provinz Hubei, dem Zentrum der Epidemie, sei seit vier Tagen kein Anstieg der Fallzahlen gemeldet worden, sagte der WHO-Experten Michael Ryan am Samstag in Genf. Dies seien "gute Nachrichten". Die Entwicklung sei möglicherweise auf die strengen Schutzmaßnahmen der Behörden zurückzuführen. In die Provinz Hubei stehen Millionen Menschen de facto unter Quarantäne.

    17.39 Uhr: WHO besorgt wegen Verbreitung falscher Infos zu Coronavirus

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht nach eigenen Angaben gegen Falschinformationen zum neuen Coronavirus vor. Falsche Informationen über das Virus sorgten für Verwirrung und Angst in der Bevölkerung, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Samstag in Genf. "Wir bekämpfen daher auch die Trolle und Verschwörungstheoretiker, die falsche Informationen verbreiten und damit die Arbeit gegen den Ausbruch unterlaufen", so Tedros.

    17.25 Uhr: Regierung spricht von besserer Versorgung

    Die medizinische Versorgung in der am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei hat sich nach offiziellen Angaben etwas verbessert. Die größten Hersteller von Schutzkleidung und Masken hätten am Freitag ihre Arbeit wieder aufgenommen, sagt Vize-Gouverneur Cao Guangjing. Es gebe jedoch weiter Engpässe.

    17.13 Uhr: Leere Geschäfte in Singapur

    Nach Panik rund um das Coronavirus hat Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong die Bevölkerung zu Ruhe aufgerufen. Es gebe reichlich Vorräte, die Stadt werde nicht abgeriegelt und es würden auch nicht alle Bürgerinnen und Bürger angewiesen, zu Hause zu bleiben, sagte Lee Hsien Loong am Samstag in einem Video in Sozialen Netzwerken. Die Regierung erhöhte zuletzt wegen des Virus die Alarmstufe. Danach waren in vielen Supermärkten Lebensmittel und Güter des Grundbedarfs ausverkauft. Online war auf Fotos zu sehen, wie Anwohner in Scharen Toilettenpapier, Konserven und Instant-Nudeln kauften. In dem Stadtstaat gibt es 40 bestätigte Coronavirus-Fälle.

    Premierminister Lee rief die Bürgerinnen und Bürger zu Mut auf. "Angst kann mehr Schaden anrichten als der Virus", warnte er und erklärte, der echte Test gelte für den sozialen Zusammenhalt und die psychische Belastbarkeit. Singapur habe seine Alarmstufe das letzte Mal 2009 bei der Schweinegrippe auf Orange erhöht, sagte Lee. Das sei nun wieder erfolgt, um die Vorsichtsmaßnahmen zu verschärfen. Die Stadt sei deutlich besser vorbereitet als 2003 bei der Sars-Epidemie.

    16.50 Uhr: Volkswagen lässt Produktion in China weiter ruhen

    Volkswagen verschiebt das Wiederanlaufen der Produktion in China. In einigen Werken stünden die Bänder noch bis Montag still, in anderen bis zum 17. Februar, teilt der Konzern mit.

    14.07 Uhr: Weitere Deutsche werden aus Wuhan ausgeflogen

    Die Bundesregierung holt weitere Bundesbürger aus der Region Wuhan. 20 Deutsche sollen voraussichtlich am Sonntag in Berlin ankommen, teilt die Senatverwaltung für Gesundheit mit. Die Rückkehrer sollen am Sonntag auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel landen. Nach ihrer Ankunft würden sie für 14 Tage isoliert. "Berlin ist gut vorbereitet. Alle Abläufe stehen", erklärt die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Alle würde auf das Coronavirus getestet. Mit einem Ergebnis sei am Montagmittag zu rechnen.

    12.14 Uhr: In französichem Skigebiet sind fünf neue Corona-Fälle diagnostiziert worden

    Paris: In Frankreich ist die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, auf elf gestiegen. Gesundheitsministerin Buzyn bestätigte fünf weitere Fälle. Sie erklärte, unter den Erkrankten sei auch ein neunjähriges Kind. Alle Fünf sind britische Staatsbürger und haben sich offenbar bei einem weiteren Briten angesteckt, der zuvor in Singapur gewesen war. Den Patienten geht es laut Behörden den Umständen entsprechend gut - die Symptome seien nur schwach ausgeprägt. Die neuen Fälle sind den Angaben zufolge in einem Skigebiet in den französischen Alpen aufgetreten. Dort herrscht aktuell Hochsaison, denn in einigen Regionen des Landes haben gerade die Winterferien begonnen. In China ist erstmals ein Ausländer an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben. Es handelt sich um einen US-Amerikaner. Bei einem toten Japaner besteht ebenfalls der Verdacht auf das Corona-Virus.

    08.49 Uhr: Zahl der Opfer steigt rasant

    In China sind nun auch zwei Ausländer an den Folgen des Corona-Virus gestorben. Es handelt sich um einen US-Bürger sowie einen Japaner. Die Zahl der Opfer wuchs um 86 auf 722. Medienberichten zufolge ist in Wuhan ein zweites neues Krankenhaus für Corona-Fälle eröffnet worden. Die ersten Ärzte- und Pflegerteams seien bereits eingetroffen, berichtet das staatliche Fernsehen. Noch am Samstag sollen die ersten Patienten in der 1.500-Betten-Klinik aufgenommen werden. Am Montag war ein erstes neues Krankenhaus zur Isolierung von Coronavirus-Patienten eröffnet worden. Der Bau hatte acht Tage gedauert.

    07.34 Uhr: Hongkong verschärft Einreiseregeln für China-Reisende

    Seit Mitternacht gelten in Hongkong wegen des Coronavirus verschärfte Einreisebedingungen. Reisende aus Festland China müssen für 14 Tage in Quarantäne. Aus China ankommende Einwohner von Hongkong dürfen zwei Wochen das Haus nicht verlassen. Chinesische und alle anderen ausländischen Gäste, die von Festlandchina einreisen, müssen im Hotelzimmer bleiben oder werden in einer städtischen Quarantäne-Einrichtung untergebracht. Es soll Kontrollen und eine medizinische Überwachung geben. Wer sich nicht daran hält, muss mit bis zu sechs Monaten Gefängnis rechnen. Hongkong will damit eine vollständige Grenzschließung verhindern.

    06.50 Uhr: US-Amerikaner stirbt

    Im Zentrum der Epidemie, im zentralchinesischen Wuhan, starb laut der US-Botschaft in Peking ein 60-jähriger Amerikaner an einer Corona-Infektion. Nach Hunderten Todesfällen durch das Virus unter Chinesen ist der US-Bürger das erste bestätigte Todesopfer mit anderer Nationalität. Insgesamt stieg die Zahl der Toten auf 722.

    FREITAG, 07. FEBRUAR 2020

    20.42 Uhr: US-Regierung will Kampf gegen Coronavirus mit Millionen unterstützen

    Die USA wollen China und andere vom Coronavirus betroffene Länder mit bis zu 100 Millionen US-Dollar unterstützen. Das Außenministerium habe diese Woche den Transport von etwas mehr als 16 Tonnen an gespendeten medizinischen Hilfsgütern an China ermöglicht, darunter Masken, Kittel und Atemschutz, teilte das Ministerium am Freitag mit.

    US-Präsident Donald Trump hatte bereits Ende Januar gesagt, China und Präsident Xi Jinping «jegliche notwendige Hilfe» angeboten zu haben. Allerdings übte China scharfe Kritik am Einreiseverbot der USA wegen des Virus und wies die Darstellung Trumps, bedeutende Hilfe angeboten zu haben, zurück.

    20.09 Uhr: Zahl der in Deutschland bestätigten Infektionen steigt auf insgesamt 14

    Die Zahl der in Deutschland an dem neuartigen Coronavirus erkrankten Menschen ist erneut gestiegen. Das bayerische Gesundheitsministerium bestätigte am Freitag einen zwölften Infektionsfall im Freistaat. Es handle sich um die Frau eines Mannes, der für den Autozulieferer Webasto arbeite und in der vergangenen Woche positiv auf das Virus getestet worden sei, teilte das Ministerium mit. Insgesamt gibt es in Deutschland damit bislang 14 bestätigte Infektionsfälle.

    Die Erkrankte werde nun wie ihr Mann medizinisch überwacht und in einer Münchner Klinik isoliert behandelt, hieß es. Ein Großteil der in Deutschland erkrankten Menschen sind Mitarbeiter von Webasto. Angestellte des Unternehmens hatten sich bei einer aus China zu einer Schulung angereisten Kollegin angesteckt.

    17.18 Uhr: Webasto rechnet mit spürbaren wirtschaftlichen Virus-Folgen

    Der Autozulieferer Webasto rechnet mit spürbaren wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus-Epidemie. Webasto erwirtschaftet mit Panorama-, Schiebe- und Cabrio-Dächern sowie Standheizungen rund 3,4 Milliarden Euro Jahresumsatz - fast die Hälfte davon in China.

    Die elf Webasto-Standorte in China sind wegen der Seuche geschlossen, "ebenso wie die anderer Unternehmen", sagte Vorstandschef Holger Engelmann der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). In der am meisten betroffenen Provinz werde es "wohl länger dauern. Bis der Betrieb in China wieder einigermaßen läuft, könnte es bis Anfang März dauern."

    Ein großer Teil der gut 1.000 Webasto-Mitarbeiter in Stockdorf arbeitet von Zu Hause aus. Erst kommenden Mittwoch soll der normale Betrieb wieder aufgenommen werden. An sieben weiteren Standorten in Deutschland beschäftigt Webasto rund 3.000 Mitarbeiter.

    Bei dem Zulieferer in Stockdorf bei München war der erste Coronafall in Deutschland bekanntgeworden. Ein Mitarbeiter hatte sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt, die bis 22. Januar zu Besuch gewesen war.

    16.30 Uhr: Kunstmesse "Art Basel Hong Kong" wegen Coronavirus abgesagt

    Wegen des neuen Coronavirus ist die "Art Basel Hong Kong" - eine der renommiertesten Kunstmessen Asiens - abgesagt worden. Sie sollte mit rund 240 Ausstellern vom 19. bis 21. März stattfinden. Der Veranstalter MCH Group hat nach eigener Aussage Sorge um die Gesundheit und Sicherheit der an der Messe Beschäftigten und der Besucherinnen und Besucher. Auch die "großen logistischen Herausforderungen" beim Transport der Kunstwerke und beim Aufbau der Messe spielten eine Rolle. Hinzu kämen die zunehmenden Schwierigkeiten im internationalen Reiseverkehr.

    15.26 Uhr: WHO sieht Rückgang der Neuinfektionen an zwei Tagen als gute Nachricht

    Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation hat einen Rückgang der Neuinfektionen mit dem neuen Coronavirus an zwei Tagen als "gute Nachricht" bezeichnet. Tedros Adhanom Ghebreyesus warnte aber am Freitag davor, zu viel in diese Entwicklung hineinzulesen. "Die Zahlen könnten wieder steigen, aber die letzten zwei Tage zeigten einen Abwärtstrend", sagte Tedros am Freitag bei einem Treffen mit dem WHO-Führungsgremium.

    Peking nannte am Freitag die Zahl von 31.161 Fällen im chinesischen Kernland. Der Anstieg um 3.143 war der niedrigste an einem einzelnen Tag seit mindestens Dienstag.

    14.46 Uhr: Coronaviren können auf Türklinken oder Klingeln tagelang infektiös bleiben

    Coronaviren können sich bei Raumtemperatur bis zu neun Tage lang auf Oberflächen halten und infektiös bleiben. Im Schnitt überleben sie zwischen vier und fünf Tage, schreibt ein Forschungsteam aus Greifswald und Bochum im "Journal of Hospital Infection". "Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit steigern ihre Lebensdauer noch", sagte Günter Kampf vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Greifswald am Freitag.

    Da es gegen Coronaviren keine spezifische Therapie gebe, sei die Vorbeugung gegen Ansteckungen wichtig. Wie alle Tröpfcheninfektionen verbreite sich das Virus auch über Hände und Oberflächen, die häufig angefasst werden. "Im Krankenhaus können das zum Beispiel Türklinken sein, aber auch Klingeln, Nachttische, Bettgestelle und andere Gegenstände im direkten Umfeld von Patienten", erklärte Kampf.

    Zur Desinfektion empfehlen die Forscher Mittel auf der Basis von Ethanol, Wasserstoffperoxid oder Natriumhypochlorit.

    14.25 Uhr: Tod des chinesischen Arztes wird für Präsident Xi gefährlich

    Der am Coronavirus verstorbene chinesische Arzt Li Wenliang wird in den sozialen Medien gefeiert. Der 34-Jährige hatte schon Ende Dezember vor dem Virus gewarnt, doch seine Rufe verhallten ungehört. Die Polizei hatte ihn sogar wegen Verbreitung von Gerüchten verwarnt. Er hinterlässt ein Kind und eine schwangere Frau. Sein Schicksal symbolisiert für viele Chinesen die tragischen Folgen der anfänglichen Vertuschung und der langsamen Reaktion der Behörden - ohnehin eine chronische Krankheit des kommunistischen Systems.

    Der Fall ist politisch hochexplosiv für Staats- und Parteichef Xi Jinping. Die staatliche Propaganda feiert ihn inzwischen als Helden, um die Stimmung im Volk wieder zugunsten der Staatsführung zu drehen.

    Während der Arzt Li Wenliang schon Sauerstoff zum Atmen brauchte, schrieb ein Richter des Obersten Gerichts Ende Januar in seltener Offenheit einen Kommentar zu dessen Ehrenrettung: Die Epidemie wäre leichter in den Griff zu bekommen gewesen, "wenn die Öffentlichkeit den 'Gerüchten' damals geglaubt und ... angefangen hätte, Masken zu tragen, streng zu desinfizieren und den Wildtiermarkt zu meiden.“"

    12.35 Uhr: WHO meldet Knappheit an Virus-Schutzausrüstung

    Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO meldet, werden weltweit die Viren-Schutzausrüstungen knapp. Grund dafür ist die hohe Nachfrage wegen des neuartigen Coronavirus.

    "Die Welt ist mit einem chronischen Mangel an persönlicher Schutzausrüstung konfrontiert", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag bei einem Treffen des WHO-Exekutivrats in Genf. Weltweit gehen seinen Angaben zufolge Schutzmasken und andere Schutzausrüstung aus.

    Die WHO empfiehlt, mit den Händen, die ja viele Oberflächen berühren, an denen auch Viren haften könnten, möglichst nicht Augen, Nase und Mund zu berühren.

    11.14 Uhr: Autobranche fürchtet Produktionsausfall wegen Coronavirus

    Die Automobilindustrie spürt zunehmend die Folgen des Virusausbruchs in China. Als erster europäischer Autobauer stellt sich Fiat Chrysler darauf ein, dass eine stockende Teileversorgung aus dem Land in zwei bis vier Wochen die Produktion in einem Werk in Europa beeinträchtigen könnte. Der größte japanische Autobauer Toyota kündigte an, die Produktion in all seinen chinesischen Werken bis zum 16. Februar ruhen zu lassen. Auch andere Hersteller haben die Werksferien wegen des Virusausbruchs verlängert. BMW hatte bereits die Werksferien für Mitarbeiter in der Produktion in der chinesischen Stadt Shenyang bis zum 9. Februar verlängert. Auch Volkswagen will die Arbeit an den Standorten nach bisherigen Informationen nicht vor Sonntag wieder aufnehmen.

    In der zwischen Herstellern und Lieferanten weltweit verflochtenen Industrie können Störungen in der Teilevorsorgung massiven Einfluss auf die Autoproduktion haben. Für die exportabhängigen deutschen Autobauer ist China der wichtigste Automarkt und zugleich ein wachsender Produktionsstandort. Wenn die Schauräume der Händler und die Fabrikhallen länger leer bleiben, könnte dies Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW empfindlich treffen.

    06.28 Uhr: Infizierung mit Coronavirus schon im Mutterleib möglich?

    Nach Angaben chinesischer Mediziner können mit dem Coronavirus infizierte Mütter den Erreger an ihr Neugeborenes weitergeben. Ein solcher Infektionsfall sei bei einem Säugling nur 30 Stunden nach der Geburt festgestellt worden, berichtete der Chef der Neugeborenenabteilung des Kinderkrankenhauses von Wuhan, Zeng Lingkong. Das Baby zeige stabile Lebenszeichen, habe aber eine Entzündung der Lungen und eine leicht abnormale Leberfunktion.

    04.30 Uhr: Arzt, der als erster vor dem Virus warnte, ist gestorben

    In China gab es ein prominentes Opfer: Der Augenarzt Li Wenliang, der schon am 30. Dezember vor dem Virus gewarnt hatte, starb am Donnerstagabend. Alle Bemühungen, ihn zu retten, seien vergeblich gewesen, berichtete das Zentrale Hospital von Wuhan. "Wir bedauern es zutiefst und trauern." Li Wenliang und sieben weitere Teilnehmer einer Online-Diskussionsgruppe von Medizinern waren nach ihrer Warnung von der Polizei vorgeladen und verwarnt worden. Auch mussten sie unterschreiben, dass sie nichts mehr über den Ausbruch enthüllen. Später infizierte sich der 34-jährige Arzt selbst bei einer Patientin.

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    Der Augenarzt Li Wenliang

    Nach dem Tod des Arztes startete Chinas Regierung eine politisch heikle Untersuchung. Die staatliche Aufsichtskommission entsandte ein Ermittlungsteam nach Wuhan. Es gehe um die "Fragen des Volkes" zu den Vorfällen. Der Tod des 34-jährigen Augenarztes hat große Anteilnahme ausgelöst. Sein Schicksal symbolisiert für viele die Folgen der Vertuschung und langsamen Reaktion der Behörden. Li Wenliang hatte am 30. Dezember in einer Chatgruppe unter Hinweis auf mysteriöse Virusfällen vor einer Wiederkehr des Sars-Virus gewarnt, der vor 17 Jahren zu der Pandemie mit 8000 Infizierten und 774 Toten geführt hatte. Später stellte sich der Erreger als neues Coronavirus heraus.

    04.25 Uhr: 41 neue Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff in Japan

    An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan wurden weitere 41 Infektionen festgestellt, wie das japanische Gesundheitsministerium bekanntgab. Damit erhöht sich die Zahl auf dem Schiff auf 61. Die Betroffenen werden in Krankenhäuser gebracht. Die übrigen der insgesamt 2.666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1.045 Crew-Mitglieder sollen bis 19. Februar an Bord bleiben. Nach Erkenntnissen der Deutschen Botschaft sind zehn deutsche Staatsangehörige auf der "Diamond Princess". Bisher ist keine Infektion unter den Deutschen bekannt.

    03.45 Uhr China: Bisher über 30.000 Corona-Infizierte und 636 Tote

    Der tägliche Anstieg der neu bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in China scheint sich leicht stabilisiert zu haben - ist aber weiter sehr hoch. Die Zahl der Ansteckungen legte bis Freitag erneut um 3.143 zu. Damit sind 31.161 Virusfälle bestätigt, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Es war der zweite Tag in Folge, an dem nicht mehr neue Ansteckungen als am Vortag gemeldet wurden. Innerhalb eines Tages starben aber wieder 73 Patienten an der neuartigen Lungenkrankheit - so viele wie am Vortag. Damit sind in China schon 636 Todesfälle zu beklagen.

    DONNERSTAG, 06. FEBRUAR 2020

    21.30 Uhr: Verwirrung um erkrankten chinesischen Arzt

    Am Donnerstag gab es widersprüchliche Angaben über den chinesischen Arzt Li Wenliang, der als einer der ersten vor dem Virus gewarnt hatte. Die chinesische staatliche Zeitung "Global Times" hatte im Internet berichtet, er sei an dem Virus gestorben, der Eintrag wurde später gelöscht. (Anm. der Redaktion: Auch wir haben hier im Ticker darüber berichtet).

    Die Zeitung und auch andere Medien schrieben später, sein Zustand sei kritisch. "Wir versuchen unser Bestes, um ihn wiederzubeleben", zitierte die Zeitung "South China Morinng Post" am Donnerstagabend das Wuhan Central Hospital, in dem Li Wenliang liegt. Er und sieben weitere Teilnehmer einer Medizinergruppe waren nach ihrer Warnung zunächst von der Polizei vorgeladen und verwarnt worden und mussten unterschreiben, dass sie nichts mehr über den Ausbruch enthüllen.

    20.40 Uhr: Bundesregierung will weitere Deutsche aus Coronavirus-Gebiet holen

    Die Bundesregierung will weitere deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen aus Wuhan zurückholen. Entsprechende Informationen des "Spiegel" bestätigte das Auswärtige Amt der Deutschen Presse-Agentur.

    Laut "Spiegel" befinden sich in der Region noch rund 20 Deutsche. Möglicherweise sollen sie in einer Maschine mitreisen, die am Wochenende eine größere Gruppe von britischen Staatsbürgern ausfliegen soll. Auch für die Neuankömmlinge aus China würde eine 14-tägige Quarantäne gelten.

    19.15 Uhr: Mehrheit der Deutschen hat keine Angst vor Coronavirus

    Die Mehrheit der Deutschen hat keine Angst vor dem Coronavirus. Bei neun von zehn Deutschen ist die Sorge, dass sie oder Familienmitglieder sich mit dem Virus anstecken, gering. Das zeigt der aktuelle ARD-DeutschlandTrend.

    14.02 Uhr: Mutter der erkrankten Familie ebenfalls positiv getestet

    Wie das bayerische Gesundheitsministerium heute bekanntgab, ist auch die Mutter der beiden mit dem Coronavirus infizierten Kinder aus dem Landkreis Traunstein positiv auf das Virus getestet worden. Der Vater der Familie ist - wie die anderen bayerischen Infizierten - Mitarbeiter beim Autozuliefererbetrieb Webasto in Stockdorf. Der Gesundheitszustand des Vaters sei stabil, teilten Ärzte des Krankenhauses in Trostberg mit. Die übrigen Familienmitglieder seien zwar angesteckt, aber symptomfrei.

    12.24 Uhr: Corona-Patient auf La Gomera stammt aus Bayern

    Bei dem auf der Kanareninsel La Gomera mit dem Coronavirus infizierten Deutschen handelt es sich um einen 26-jährigen Mann aus dem Landkreis Landsberg am Lech. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf BR-Nachfrage bestätigt. Der 26-Jährige hat sich bei einem der infizierten Webasto-Mitarbeiter angesteckt. Zuerst hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet.

    09.51 Uhr: Formel-1-Rennen in China wird verlegt

    Angesichts des grassierenden Coronavirus hält die Formel-1-Führung eine Verschiebung des Grand Prix von China vom 19. April ans Jahresende für möglich. "Ich denke, dass wenn es eine Wahrscheinlichkeit gibt, dass es nicht im April stattfindet, wird es verschoben", sagte Formel-1-Sportchef Ross Brawn. Einen Termintausch mit einem anderen Grand Prix hält Brawn für kaum praktikabel. "Wir werden einfach versuchen, ein Zeitfenster zu finden, so dass das Rennen gegen Ende des Jahres stattfinden könnte", sagte der 65-Jährige.

    Auch die Organisatoren der Olympischen Spiele von Tokio sind beunruhigt. "Wir sind sehr in Sorge, dass die Ausweitung des Virus wie eine kalte Dusche auf die Spiele wirken könnte", sagte Organisationschef Toshiro Muto. Turniere für die Qualifikation im Fußball, Basketball und Boxen wurden schon verlegt, die Beachvolleyballer bangen gleich um drei wichtige Turniere in China, bei denen es um Tokio-Tickets geht. Die Vorbereitungen für Tokio liefen dennoch "planmäßig weiter", fügte der IOC-Sprecher an.

    06.38 Uhr: China erwägt eine Verschiebung seiner jährlichen Parlamentssitzung

    Man prüfe angesichts der Verbreitung des Coronavirus mehrere Optionen, verlautet es aus Regierungskreisen. "Eine Verschiebung ist eine dieser Möglichkeiten." Der Nationale Volkskongress mit seinen rund 3.000 Delegierten kommt üblicherweise für mindestens zehn Tage in Peking zusammen, um Gesetze zu verabschieden. Dabei werden auch wichtige wirtschaftliche Ziele für das gesamte Jahr bekanntgegeben. Der Beginn der Sitzung ist für den 5. März geplant.

    05.30 Uhr Schwabinger Arzt: "Corona auf keinen Fall gefährlicher als Influenza"

    Die Ansteckungsgefahr und auch die Sterblichkeit sind beim Coronavirus nach Experteneinschätzung etwa gleich hoch wie bei der Influenza. "Corona ist auf keinen Fall gefährlicher als Influenza", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. Dort werden weiter sieben der zwölf Infizierten in Deutschland behandelt. Die Sterblichkeit werde zwar in China mit zwei bis drei Prozent angegeben, sagte Wendtner. Aber: "Das halten wir für überschätzt. Wir gehen davon aus, dass die Sterblichkeit deutlich unter einem Prozent liegt, eher sogar im Promillebereich." Das sei eine ähnliche Größe wie bei der Influenza. Die mutmaßliche Überbewertung bei dem Coronavirus rühre daher, dass in China wegen der Kapazitätsengpässe nur die schweren Fälle in Krankenhäusern aufgenommen würden, die Dunkelziffer sei hoch.

    02.33 Uhr: Zehn weitere Infizierte auf Kreuzfahrtschiff in Japan

    Auf dem Kreuzfahrtschiff im japanischen Hafen Yokohama sind dem Gesundheitsministerium zufolge weitere zehn Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auf der "Diamond Princess" sind vier Japaner, zwei US-Amerikaner, zwei Kanadier, ein Neuseeländer und ein Taiwaner betroffen. Die meisten sind zwischen 60 und 80 Jahre alt. Sie wurden in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigte Fälle auf dem unter Quarantäne stehenden Schiff auf 20. Auf der "Diamond Princess" befinden sich etwa 3700 Menschen, davon mehr als 2600 Passagiere und mehr als 1000 Crewmitglieder.

    00.57 Uhr China: Bisher 563 Tote und mehr als 28.000 Infizierte

    In China steigt die Zahl der Virus-Toten und Infizierten weiter. Laut offiziellen Angaben sind am Mittwoch die Todesfälle um 73 auf 563 gestiegen, weitere 28.018 Personen sind mit dem Virus infiziert. Das sind fast 3.700 mehr als am Vortag.

    MITTWOCH, 05. FEBRUAR 2020

    23.45 Uhr: Österreich führt wegen Coronavirus Fiebermessungen am Flughafen Wien ein

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen von Wien verschärft. Ab Donnerstagmorgen werde am Flughafen der österreichischen Hauptstadt bei Passagieren, die per Direktflug aus Peking kommen, die Temperatur gemessen, kündigte Niederösterreichs Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig im Sender ORF an.

    Sieben Österreicher, darunter ein Kind, waren am Sonntag aus der chinesischen Provinz Hubei, von wo die Epidemie ihren Ausgang genommen hatte, ausgeflogen worden. Bislang fielen die Tests bei den Rückkehrern nach Behördenangaben negativ aus. Sie befinden sich in Wien in Quarantäne.

    16.50 Uhr Genf: WHO braucht Millionen Euro für Vorkehrungen

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) braucht in den kommenden drei Monaten zusätzlich mehr als 600 Millionen Euro für die Eindämmung des in China aufgetauchten neuen Coronavirus. Nach den Berechnungen sind 613 Millionen Euro nötig, um auch ärmeren Ländern zu helfen, sich auf einen möglichen Ausbruch vorzubereiten, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

    Die WHO verschicke 250.000 Testsets an 70 Labore weltweit, um den Nachweis von Infektionen zu beschleunigen, sagte Tedros. Zudem würden unter anderem eine halbe Million Gesichtsmasken und 350.000 Paar Handschuhe an Einrichtungen in 24 Länder verschickt.

    16.10 Uhr Peking: Weltweit mehr als 24.500 Infizierte

    Bis Mittwoch sind weltweit mehr als 24.500 Infizierte mit dem zuerst in China entdeckten neuen Coronavirus gemeldet worden. Von den 490 Todesfällen im Kernland ereigneten sich die meisten in der Provinz Hubei, wo im Dezember eine Erkrankung an dem neuen Virustyp zum ersten Mal entdeckt wurde. Ein Todesfall trat außerdem auf den Philippinen auf. China hatte am Morgen fast 4.000 neue Fälle gemeldet. Es sei der stärkste Anstieg innerhalb von 24 Stunden gewesen, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

    16.00 Uhr Frankfurt/Main: Furcht vor Coronavirus erschwert Messegeschäft

    Die Furcht vor dem Coronavirus erschwert weltweit das Messegeschäft. So verzichtet der Elektronikriese LG auf die Teilnahme an der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona, und in Berlin blieb bei der "Fruit Logistica" die Hälfte der chinesischen Aussteller aus. Wie viele Besucher und Aussteller aus der Volksrepublik China in diesem Jahr nicht zur Konsumgütermesse "Ambiente" in Frankfurt am Main kommen, können die Veranstalter noch nicht beziffern.

    15.40 Uhr Salzburg: Keine Corona-Infektion bei Patientin

    Der bei einer Salzburgerin durchgeführte Rachenabstrich wegen Verdachts auf eine Coronavirus-Infektion ist negativ. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt. Aufgrund des Testergebnisses wurde ihre Bewachung auf Grundlage des Epidemiegesetzes von der zuständigen Behörde sofort aufgehoben. Die 31-Jährige war in der Nacht aus einem Isolierzimmer im Landeskrankenhaus Salzburg geflüchtet. Am Vormittag konnte die Polizei sie ausfindig machen und sie ins Krankenhaus zurückbringen.

    15.30 Uhr München/Shenyang: BMW verlängert Produktionsstopp in China

    Der bayerische Autobauer BMW verlängert wegen des Coronavirus den Produktionsstopp seiner Werke in China um eine weitere Woche. Die Fertigung in den gemeinsam mit dem chinesischen Partner Brilliance betriebenen Fabriken in Shenyang solle nun am 17. Februar wieder aufgenommen werden, sagt ein Sprecher des deutschen Konzerns. Büroangestellte sollen weiterhin von zu Hause aus arbeiten.

    14.20 Uhr Kitzbühel: Vier neue Verdachtsfälle in Tirol

    In Österreich gibt es erneut Verdachtsfälle auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Wie die Tiroler Landesregierung am Mittwoch mitteilte, handelt es sich um vier Personen aus dem Bezirk Kitzbühel - eine Familie, die aus Shanghai eingereist ist. Die Eltern fühlen sich demnach gesund, zwei Kinder klagen über leichte grippeähnliche Symptome. Vorsorglich seien Blut- und Abstrichproben entnommen worden, so der Tiroler Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber. Mit einem Ergebnis der Untersuchungen sei im Laufe des morgigen Tages zu rechnen. Die Familie ist den Angaben zufolge derzeit häuslich isoliert und hat sich an entsprechende Verhaltens- und Hygienemaßnahmen zu halten. Erst gestern waren die Tests von drei Verdachtsfällen im Bezirk Kufstein negativ ausgefallen.

    13.40 Uhr Genf: WHO dementiert Berichte über Heilmittel

    Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es bislang kein Heilmittel gegen das Coronavirus. "Es gibt keine bekannte wirksame Therapie gegen das Virus", dementierte Sprecher Tarik Jasarevic am Mittwoch anderslautende Medienberichte. Ein chinesischer TV-Sender hatte zuvor berichtet, ein Forscher-Team an der Zhejiang Universität habe ein effektives Präparat gegen das Virus gefunden. Der britische Sender Sky-News hatte von einem "Durchbruch" in der Entwicklung eines Impfstoffs berichtet. An den Börsen in Europa hatten Aktien daraufhin um mehr als ein Prozent zugelegt. Reuters konnte die Berichte über die Forschungsergebnisse nicht verifizieren, aber mehrere Händler führten die Börsenreaktion auf die Berichte zurück. Russland dämpfte ebenfalls die Erwartungen an die Entwicklung eines Impfstoffes. "Für einen Impfstoff braucht man mindestens acht bis zehn Monate, wir sind noch in der Anfangsphase ohne klinische Tests", sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko.

    12.10 Uhr Herzogenaurach: Adidas schließt Läden in China

    Der bayerische Sportartikelhersteller Adidas schließt in China wegen des Coronavirus vorübergehend viele seiner eigenen Geschäfte. Das bestätigte der im fränkischen Herzogenaurach ansässige Dax-Konzern am Mittwoch auf Anfrage. Ähnliche Entwicklungen im Franchise-Geschäft würden beobachtet, heißt es weiter. Das belaste das China-Geschäft. Für eine Beurteilung der Auswirkung sei es derzeit zu früh. Weiter betonte der Konzern, man setze die Richtlinien der örtlichen Behörden um. Für den Standort Shanghai bedeute das zum Beispiel, dass die Betriebsruhe aufgrund des Chinesischen Neujahrsfests bis einschließlich 9. Februar verlängert werde. Für Reisen nach China benötigten Mitarbeiter zudem bis auf weiteres eine Ausnahmegenehmigung. Auch US-Konkurrent Nike hat viele seiner chinesischen Läden geschlossen.

    12.00 Uhr: Bayerische Patienten in stabilem Zustand

    Alle zehn mit dem Coronavirus infizierten Patienten aus Bayern befinden sich den behandelnden Ärzten zufolge in einem stabilen Zustand. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Sieben Patienten würden in der Münchner Klinik Schwabing behandelt. Die drei anderen Patienten, ein Mann und seine beiden Kinder, seien im Krankenhaus in Trostberg im Landkreis Traunstein.

    10.30 Uhr Salzburg: Geflüchtete Frau wieder in Klinik

    Große Aufregung in der Stadt Salzburg: Eine Frau, die im Landeskrankenhaus wegen eines Corona-Verdachtsfalls isoliert war, war heute Nacht um 3 Uhr aus der Klinik geflüchtet. Mittlerweile wurde die 31-jährige aus dem Flachgau am Vormittag wieder von der Polizei zu Hause aufgegriffen und ins Salzburger Landeskrankenhaus gebracht. Das gab die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung bekannt. Die Coronavirus-Probe der Frau ging noch gestern Abend in ein Labor nach Wien. Heute Nachmittag soll feststehen, ob sie sich tatsächlich mit dem Coronavirus angesteckt hat oder nicht.

    10.00 Uhr: Zwei US-Fluggesellschaften setzen Flüge nach Hongkong aus

    Die zwei großen US-Fluggesellschaften United und American Airlines stellen wegen des Coronavirus-Ausbruchs in China vorübergehend auch ihre Flüge nach Hongkong ein. Von Samstag an würden alle Flüge in die chinesische Sonderverwaltungszone bis einschließlich 20. Februar ausgesetzt, teilte United mit. Zur Begründung verwies die Fluglinie auf einen drastischen Rückgang bei den Passagierzahlen. Bei American Airlines gilt der vorübergehende Stopp für Flüge in die Finanzmetropole ab sofort - und ebenfalls bis einschließlich 20. Februar. Sowohl American Airlines als auch United setzten wegen der Coronavirus-Epidemie bereits alle Flüge nach Festland-China aus. Hongkong hat einen der am stärksten frequentierten Flughäfen weltweit. Der Airport ist eines der wichtigsten Drehkreuze in Ostasien.

    07.27 Uhr: Schulen in Shanghai bleiben bis Ende Februar geschlossen

    In der chinesischen Finanzmetropole Shanghai bleiben die Schulen mindestens bis Ende Februar geschlossen. Das teilt die Bildungsbehörde der Stadt mit. Betroffen seien alle Schularten. Man bemühe sich um Online-Unterricht für die Schüler, die vor einer Infektion mit dem Virus geschützt werden sollen.

    07.19 Uhr: Hongkong testet 1.800 Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes

    Auch in Hongkong dürfen derzeit mehr als 1.800 Passagiere und Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffes "World Dream" nicht von Bord gehen. Sie werden auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet, weil 30 Angehörige der Crew über Fieber und andere Symptome geklagt hätten, teilen die Hongkonger Behörden mit. 90 Prozent der Passagiere der "World Dream" seien Bürger der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong. Vom chinesischen Festland stamme keiner der Reisenden. Allerdings hielten sich vom 19. bis 24. Januar drei Festland-Chinesen auf dem Schiff auf, bei denen das Virus festgestellt wurde. Mit ihnen habe jedoch keiner der jetzigen Passagiere Kontakt gehabt.

    07.06 Uhr: Zehn Coronavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff in Japan

    An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zehn Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium bekannt. Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht. An Bord des Schiffes befinden sich laut der Reederei "Princess Cruises" auch acht deutsche Passagiere, sie seien aber nach derzeitigen Erkenntnissen nicht infiziert. Die rund 3.700 Passagiere und Crew-Mitglieder sollen zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben.

    05.00 Uhr: Zahl der Virusfälle und Toten in China wieder stark gestiegen

    Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neuartige Coronavirus ist in China wieder schneller gestiegen als in den Tagen zuvor. Die Zahl der Patienten stieg seit gestern um fast 4.000 auf mehr als 24.000. Das berichtete die Gesundheitskommission in Peking. Die Zahl der Toten liegt inzwischen bei 490, das sind 65 mehr als am Vortag. Alle 65 Toten sind in der Provinz Hubei gemeldet. Außerhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern rund 220 weitere Fälle, davon zwölf in Deutschland. In Hongkong und auf den Philippinen sind auch zwei Patienten gestorben.

    DIENSTAG, 04. FEBRUAR 2020

    19.13 Uhr: WHO-Chef wirft wohlhabenden Ländern Versäumnisse bei Virusdaten-Austausch vor

    Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mehreren wohlhabenden Ländern Versäumnisse beim Informationsaustausch über das neuartige Coronavirus vorgeworfen. Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte am Dienstag in Genf, dass einige Staaten "mit hohem Einkommen" beim Transfer von Daten über neue Coronavirus-Fälle "weit zurückliegen" würden. Er forderte außerdem mehr globale Solidarität bei der Bekämpfung des Virus.

    "Von den 176 bisher außerhalb Chinas gemeldeten Fällen hat die WHO nur für 38 Prozent der Fälle vollständige Fallberichtsformulare erhalten", sagte der WHO-Direktor. "Ohne bessere Daten ist es sehr schwer für uns, die Entwicklung des Ausbruchs oder seine möglichen Auswirkungen zu beurteilen und sicherzustellen, dass wir die am besten geeigneten Empfehlungen geben", fügte er hinzu.

    19:04 Uhr: Kanadischer Urlaubsflieger kehrt wegen Coronavirus-Scherz auf halbem Weg um

    Wegen eines Scherzes über das Coronavirus ist ein Urlaubsflieger aus Kanada mit 243 Passagieren an Bord auf halbem Weg umgekehrt. Der Westjet-Flug nach Jamaika sei am Montag "wegen eines schwierigen Gastes", der fälschlicherweise behauptet hatte, mit dem Krankheitserreger infiziert zu sein, nach Toronto umgeleitet worden, sagte eine Sprecherin des kanadischen Unternehmens der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag.

    18.45 Uhr: Vater in Virus-Quarantäne - Sohn mit Behinderung stirbt

    Ein behinderter Jugendlicher soll Medienberichten zufolge in China gestorben sein, weil sein am Coronavirus erkrankter Vater in Quarantäne musste und sich nicht mehr kümmern konnte. Nach dem Tod des hilflosen 16-Jährigen, der unter zerebraler Kinderlähmung litt, seien der Parteichef und Bürgermeister des Dorfes Huajiahe bei Hongan in Zentralchina aus ihren Ämtern entlassen worden, berichtete die Tageszeitung "China Daily". Ihnen werde Vernachlässigung ihrer Pflichten vorgeworfen.

    16.55 Uhr: Verdacht in Kufstein nicht bestätigt

    Entwarnung gibt es bei den drei Coronavirus-Verdachtsfällen im Bezirk Kufstein. Alle drei Tests waren negativ, wie das Land Tirol mitteilte. Die Blut -und Abstrichproben der drei Erkrankten waren am Virologischen Institut Wien untersucht worden.

    16.25 Uhr: Kreuzfahrtschiff in Japan unter Quarantäne - 8 Deutsche an Bord

    Ein wegen des neuen Coronaviruses unter Quarantäne gestelltes Kreuzfahrtschiff in Japan hat auch acht Deutsche Passagiere an Bord. Eine Reise, die mit dem Kreuzfahrtschiff am Dienstag von Tokios Nachbarstadt Yokohama starten sollte, sei abgesagt worden, wie die Reederei «Princess Cruises» am Dienstag mitteilte.

    Anlass für die Quarantäne-Maßnahme war ein 80 Jahre alter Mann aus Hongkong, der am vergangenen Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Mann sei am 20. Januar in Tokios Nachbarstadt Yokohama zugestiegen und fünf Tage später in Hongkong von Bord der «Diamond Princess» gegangen, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.

    16.17 Uhr: Coronavirus: Brasilien ruft Gesundheits-Notstand aus

    In Südamerika gibt es noch keinen bestätigten Fall einer Infektion mit dem neuen Coronavirus. Trotzdem ruft Brasilien jetzt den Notstand für das Gesundheitswesen aus. Nur so könne ein Repatriierungsflug für brasilianische Bürger aus Wuhan durchgeführt werden.

    16.00 Uhr: Frau aus Landkreis Freising infiziert

    Unter den zwei China-Heimkehrern, die mit dem Coronavirus infiziert sind und die sich derzeit im Frankfurter Universitätsklinikum in Behandlung befinden, ist auch auch eine Bürgerin aus dem Landkreis Freising. Das hat das Freisinger Landratsamt mitgeteilt. Die 45-jährige Frau war am Samstag aus der Region Wuhan ausgeflogen worden und wurde zunächst in der Südpfalzkaserne untergebracht. Sie wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Kontakte mit der Bevölkerung in Freising bestanden nicht. Die Frau ist laut Freisinger Landratsamt in einem "klinisch guten Zustand" und wird in der Infektionsstation des Uniklinikums Frankfurt isoliert und überwacht.

    15.47 Uhr: Coronavirus: Zeitpunkt für Entlassung der Patienten offen

    Ein Zeitpunkt für die Entlassung der Corona-Patienten aus den Kliniken in München und im Landkreis Traunstein ist vollkommen offen. Momentan seien alle Patienten noch Virus-Träger, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Man könne diese deshalb noch nicht «Richtung Entlassung bringen», sagte sie.

    15.45 Uhr: Experten: Coronavirus bereits bei sehr leichten Symptomen übertragbar

    Das Coronavirus ist offenbar bereits bei sehr leichten Symptomen übertragbar. Das berichteten das Institut für Virologie der Berliner Charité und das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr am Dienstag nach regelmäßigen Untersuchungen der in der Münchner Klinik Schwabing betreuten Patienten.

    Die Labore beider Institute stellten demnach in mehreren Fällen fest, dass infektiöse Viren aus dem Nasen- und Rachenraum von Menschen mit geringen Symptomen in Zellkulturen angezüchtet werden können. Die Krankheitszeichen der untersuchten Patienten ähnelten dabei eher einer harmlosen Erkältung als einer schwerwiegenden Lungenentzündung.

    15.45 Uhr: Spahn für EU-Debatte über schärfere Einreisekontrollen wegen Coronavirus

    Im Kampf gegen das Coronavirus hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine EU-weite Debatte über schärfere Einreisekontrollen ausgesprochen. Nach der Verschärfung der Einreisebestimmungen durch die USA sei dies "eine sehr berechtigte Frage, die in den nächsten Tagen auch eine Antwort braucht", sagte Spahn am Dienstag nach einem Treffen mit der französischen Gesundheitsministerin Agnès Buzyn in Paris. Beide forderten eine möglichst rasche EU-Krisensitzung zu dem Thema.

    15.43 Uhr: Auch acht Deutsche auf Kreuzfahrtschiff im Hafen von Yokohama

    Auf dem Kreuzfahrtschiff, das derzeit wegen Verdachts auf das neuartige Coronavirus im Hafen von Yokohama in Japan unter Quarantäne steht, sind einem Zeitungsbericht zufolge auch deutsche Urlauber. "Unter den 2666 Passagieren, die derzeit an Bord der 'Diamond Princess' im Hafen von Yokohama sind, befinden sich acht Deutsche", sagte der Sprecher der deutschen Repräsentanz der Reederei Princess Cruises, Rolf Nieländer.

    14.45 Uhr: Coronavirus schon bei sehr leichten Symptomen übertragbar

    Das Coronavirus ist offenbar bereits bei sehr leichten Symptomen übertragbar. Das berichteten das Institut für Virologie der Berliner Charité und das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr nach regelmäßigen Untersuchungen der in der Münchner Klinik Schwabing betreuten Patienten. Mehr dazu hier.

    14.41 Uhr: Hyundai unterbricht wegen Coronavirus gesamte Produktion in Südkorea

    Der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird zunehmend zum Problem der global verzahnten Lieferketten. Ein Beispiel ist die Autoindustrie - der südkoreanische Hersteller Hyundai kündigte am Dienstag an, seine gesamte heimische Produktion im Heimatland noch in dieser Woche auszusetzen. Grund sind fehlende Teile, die normalerweise aus China geliefert werden. Analysten gehen davon aus, dass ähnliche Probleme viele Unternehmen treffen werden.

    14.26 Uhr: Coronavirus: Infizierten in Deutschland geht es gut

    Den zwölf Coronavirus-Patienten in Deutschland geht es weiterhin gut. Zwei Infizierte, die am Wochenende mit mehr als 120 weiteren Passagieren aus Wuhan zurückgeholt worden waren, sind wohlauf. «Sie haben keine Symptome», sagte der Leiter Gesundheitsamt Frankfurt, René Gottschalk, am Dienstag. Wie lange sie auf der Isolierstation bleiben müssten, könne noch nicht vorhergesagt werden, da es sich um einen neuen Virus handele. Die zwei Patienten müssten virenfrei sein, um die Station verlassen zu können.

    13.41 Uhr: Spahn für europäische Zusammenarbeit im Kampf gegen Coronavirus-Epidemie

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Dienstag in London mit seinem britischen Kollegen Matt Hancock über die Coronavirus-Epidemie beraten. Die Ausbreitung des Virus unterstreiche die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit, sagte Spahn nach Angaben der deutschen Botschaft in London nach dem Treffen. Es sei ganz klar im beiderseitigen Interesse, sich im Kampf gegen das Virus zusammenzuschließen.

    13.30 Uhr: Webasto-Mitarbeiterin aus China erkrankte wohl schon in Deutschland

    Die chinesische Mitarbeiterin des Autozulieferers Webasto, die die Mehrzahl der Infizierten in Deutschland angesteckt hat, hat nach neueren Angaben bereits während ihres Aufenthalts in Bayern leichte Krankheitssymptome verspürt. "Sie hatte wohl schon eine leichte Symptomatik, hat das aber auf den Jetlag zurückgeführt", sagt Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml in München. "Wir halten das auch für glaubhaft", sagt der Präsident des bayerischen Gesundheitsamts, Andreas Zapf. Die Frau habe sich erst nach ihrer Rückreise in China untersuchen lassen, nachdem die Symptome schwerer geworden seien.

    12.01 Uhr: Chinas Führung räumt "Unzulänglichkeiten" im Kampf gegen Virus ein

    Chinas Führung hat «Unzulänglichkeiten und Defizite» in der Reaktion auf den Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit eingeräumt. Nach einem Treffen unter Vorsitz von Staats- und Parteichef Xi Jinping ließ das Politbüro nach Angaben des Staatsfernsehens vom Dienstag mitteilen: «Wir müssen die Erfahrungen zusammenfassen und Lehren daraus ziehen.» Das nationale Krisenmanagement müsse verbessert werden. Das Gesundheitssystem solle auf den Prüfstand kommen - und «Mängel» müssten beseitigt werden.

    11.47 Uhr: Tropenmediziner: Grippe gefährlicher als Coronavirus

    Der Würzburger Tropenmediziner Professor August Stich bewertet das Coronavirus eine Woche nach Bekanntwerden des bundesweit ersten bestätigten Infektionsfalls als extrem ansteckend. Trotzdem warnt der Chefarzt der Klinik für Tropenmedizin an der Missioklinik am Dienstag im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) vor Panik: «Das, was wir gerade mit dem Coronavirus erleben, erleben wir jedes Jahr mit der Grippe.» Das Grippevirus sei nach derzeitiger Faktenlage viel gefährlicher: «Alleine in dieser Saison sind in Deutschland mehr als 100 Menschen gestorben.» Letztes Jahr seien es Tausende gewesen.Über das Coronavirus wisse man inzwischen, dass es sich sehr schnell verbreiten kann - auch wenn die Infizierten noch keinerlei Symptome zeigten.

    10.29 Uhr: Zwei weitere Coronavirus-Verdachtsfälle im Bezirk Kufstein

    Im Bezirk Kufstein gibt es zwei weitere Coronavirus-Verdachtsfälle. "Beide Personen klagten nach ihrer Rückkehr von einer - nicht zusammenhängenden - Chinareise über Erkältungs- bzw. grippeähnliche Symptome", teilte das Land Tirol mit. Beide Personen, nach Behördenangaben nahezu wieder symptomfrei, wurden untersucht und sind derzeit häuslich isoliert. Die Testergebnisse werden für morgen erwartet. Heute im Tagesverlauf soll das Testergebnis bezüglich des ersten Coronavirus-Verdachtfalls bekannt werden.

    5.45 Uhr: Inzwischen 426 Tote und mehr als 20.000 Kranke durch Coronavirus in China

    Mittlerweile mindestens 426 Todesopfer und mehr als 20.000 Erkrankungen: Die Coronavirus-Epidemie breitet sich in China weiterhin rasant aus. Ein erster Todesfall wurde am Dienstag aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gemeldet. In Deutschland gibt es inzwischen zwölf bestätigte Infektionsfälle.

    Wie die chinesische Regierung mitteilte, stieg die Zahl der Todesopfer durch die Epidemie seit Montag in Festlandchina um weitere 64 Fälle. Sie alle wurden in der zentralchinesischen Provinz Hubei verzeichnet. Hubei ist das Zentrum der Epidemie, von der dortigen Millionenstadt Wuhan hatte das Virus seinen Ausgang genommen. Die chinesischen Behörden haben die Provinz weitgehend von der Außenwelt abgeriegelt.

    05.00 Uhr: Kreuzfahrtschiff in Japan unter Quarantäne

    Im Hafen von Yokohama in Japan sind mehr als 3.700 Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes unter Quarantäne gestellt worden. Ein Mann aus Hongkong, der im vergangenen Monat auf dem Schiff reiste, wurde positiv auf Coronavirus getestet. Der 80-jährige Mann flog nach Japan und bestieg das Schiff "Diamond Princess" am 20. Januar in Yokohama und landete am 25. Januar in Hongkong, wie das Unternehmen mitteilt. Behörden überprüfen derzeit die Gesundheit aller 2666 Gäste und 1045 Besatzungsmitglieder.

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    Japan, Hafen von Yokohama: Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne

    4.00 Uhr: Coronavirus: Außenhandelsverband fürchtet Auswirkungen auf Welthandel

    Das Coronavirus könne aus Sicht des Außenhandelsverbands BGA die wirtschaftliche Entwicklung belasten. BGA-Präsident Holger Bingmann sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, wird dies auch negative Konsequenzen nicht mehr nur für die chinesische Wirtschaft, sondern den Welthandel haben. Die Unterbrechung von Flugverbindungen, die Schließung von Betrieben oder auch das Ausbleiben von Touristen zeigen schon jetzt Wirkung."

    Das beste Mittel, um mit dieser Herausforderung umzugehen, sei weiterhin eine transparente Kommunikation und nicht in Panik zu verfallen. "Die Unternehmen auch in der Zulieferindustrie werden derzeit angehalten, ihre Lieferketten auf mögliche Risiken, sprich Lieferausfälle, hin zu überprüfen." Der ständige Austausch mit den Lieferanten sei selbstverständlich. "Vergleichbare Situationen aus der Vergangenheit zeigen, dass es negative Auswirkungen auf den Welthandel haben kann. Der Druck auf die Börsen und den Ölpreis sind hier erste Anzeichen."

    3.39 Uhr: Coronavirus in China: Zahl der Infektionen steigt rasant

    Die Zahl der bestätigten Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus ist in China erneut sprunghaft angestiegen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte, gab es bis Dienstag 20.438 bestätigte Erkrankungen - 3.225 neue Fälle im Vergleich zum Vortrag.

    Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 64 auf 425. Es ist der bisher stärksten Anstieg der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und der Todesfälle innerhalb eines Tages. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt. In Deutschland ist das Virus bei zwölf Menschen nachgewiesen.

    MONTAG, 03. FEBRUAR 2020

    22:04 Uhr: Chinas Führung räumt Fehler ein

    Chinas Führung hat am Montag "Fehler" im Umgang mit der Coronavirus-Epidemie eingeräumt. Der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, die Reaktion auf die Coronavirus-Epidemie habe "Fehler und Schwierigkeiten" beim nationalen Notfallmanagement offengelegt. Das System müsse daher verbessert werden.

    21.22 Uhr: Zwölfter Coronavirus-Fall in Deutschland

    In Deutschland haben sich inzwischen zwölf Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Bei dem neuen Betroffenen handelt es sich um einen weiteren Mitarbeiter eines Automobilzulieferers in Stockdorf bei München, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montagabend unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Der Mann wurde in die München Klinik Schwabing gebracht.

    19.58 Uhr: Elfter Coronavirus-Fall in Deutschland - Kind infiziert

    In Bayern hat sich ein weiteres Kind nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Damit stieg die Zahl der Betroffenen in dem Bundesland auf neun und bundesweit auf elf Menschen. Es handelt sich um ein zweites infiziertes Kind jenes Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montagabend unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Der Vater und die beiden Kinder seien in einem stabilen gesundheitlichen Zustand.

    17.30 Uhr: Kabinett befasst sich mit Corona-Virus in Bayern

    Exakt eine Woche nach Bekanntwerden des ersten Corona-Falls in Bayern steht der Umgang mit dem Virus am Dienstag auch im Kabinett im Mittelpunkt. Bislang gibt es im Freistaat acht mit dem Coronavirus infizierte Menschen - alle soweit in guter Verfassung. Sie seien in gesundheitlich stabilem Zustand, teilte das bayerische Gesundheitsministerium erst am Montag mit. Bereits vor einer Woche hatte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) im Kabinett über den Umgang mit dem Virus in Bayern berichtet.

    15.38 Uhr: Webasto bleibt geschlossen - Patienten geht es gut

    Die acht in Bayern mit dem Coronavirus infizierten Menschen sind weiter in guter Verfassung. Sie seien in gesundheitlich stabilem Zustand, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Montag mit. Der Erreger war bei sieben Mitarbeitern des Autozulieferers Webasto in Stockdorf bei München nachgewiesen worden. Zudem wurde ein Kind eines der Erkrankten positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet.

    Der Firmensitz bleibt wegen der Krankheitsfälle weiter geschlossen. Die zunächst bis zum Dienstag geplante Regelung werde bis zum 11. Februar verlängert, teilte das Unternehmen mit. Ein Mitarbeiter hatte sich dort bei einer chinesischen Kollegin angesteckt, die inzwischen wieder in ihrer Heimat ist. Bei der Firma hatte es in der vergangenen Woche eine umfangreiche Testaktion für Mitarbeiter gegeben, bisher liegen laut Ministerium 143 Ergebnisse vor.

    15.22 Uhr: Lufthansa setzt Chinaflüge noch länger aus

    Die Lufthansa lässt angesichts des Coronavirus Chinaflüge noch länger ausfallen. Die Airlines Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines streichen Verbindungen von und nach Peking bis 29. Februar, wie das Unternehmen mitteilte. Die Ziele Nanjing, Shenyang und Qingdao sollen bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März nicht angeflogen werden. Insgesamt fallen damit pro Woche 54 Flüge aus Deutschland, der Schweiz und Österreich nach China weg. Die Sicherheit der Passagiere und Mitarbeiter habe für die Lufthansa Group oberste Priorität, erklärte die Airline. Die 19 wöchentlichen Flüge von und nach Hongkong heben weiter planmäßig ab.

    14.01 Uhr: Kreuzfahrtverband sagt Nein zu Reisenden und Crews aus China

    Der weltweit größte Verband der Kreuzfahrtindustrie verbietet wegen des Coronavirus vorläufig Gäste und Besatzung an Bord, die in den vergangenen 14 Tagen durch China gereist sind. Vom chinesischen Festland aus werde keine Besatzung mehr eingesetzt, teilte Cruise Lines International Association mit.

    13.55 Uhr: Coronavirus stammt womöglich von Fledermäusen

    Wissenschaftler rätseln, welches Tier der ursprüngliche Wirt des neuartigen Coronavirus gewesen sein könnte. Nun haben chinesische Forscher herausgefunden, dass es stark einem Coronavirus von Fledermäusen ähnelt. Mehr dazu hier.

    12.26 Uhr: WHO und Google kämpfen gegen Falschinformationen über Coronavirus

    Die Weltgesundheitsorganisation arbeitet mit Google zusammen, um "Gerüchte und Falschinformationen" über den Ausbruch des neuen Coronavirus einzudämmen. Bei Google-Suchanfragen dazu sollten als erste Ergebnisse Informationen der Organisation erscheinen, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag. Twitter, Facebook, TikTok und Tencent hätten ebenfalls Schritte unternommen, "um die Verbreitung von Falschinformationen zu beschränken".

    12.17 Uhr: China-Rückkehrerin: Quarantäne in Germersheim ist gut organisiert

    Als eine der zurückgekehrten Deutschen aus China hat die Studentin Ann-Sophie Muxfeldt die Abläufe im Quarantäne-Bereich in Germersheim als "gut organisiert" gelobt. "Jeder gibt sich Mühe, auch die Zimmer sind angenehm", sagte die 22-Jährige telefonisch aus der Südpfalz-Kaserne der Deutschen Presse-Agentur. "Alles läuft recht flüssig. Die Menschen sind nett zueinander." Trotz allem hoffe sie, dass sie nur zwei Wochen bleiben müsse. Muxfeldt war mit mehr als 100 Deutschen und deren Angehörigen am Samstag aus der besonders vom Corona-Virus betroffenen Stadt Wuhan zurückgekehrt. Muxfeldt lebte seit September in Wuhan und wollte für zwei Auslandssemester bis Juli bleiben.

    11.14 Uhr: Autozulieferer Webasto schließt Zentrale für weitere Woche

    Der Autozulieferer Webasto lässt seine Firmenzentrale in Stockdorf bei München bis einschließlich Dienstag kommender Woche (11. Februar) geschlossen. "Das sind dann seit unserer Schließung insgesamt zwei Wochen. Damit orientieren wir uns an der von Experten für den Virus angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen", erklärt Vorstandschef Holger Engelmann. Eigentlich sollten die gut 1.000 Beschäftigten am Standort am Dienstag wieder antreten. Sieben Webasto-Mitarbeiter in Deutschland und das fünfjährige Kind eines Beschäftigten tragen den Coronavirus in sich, nachdem es von einer chinesischen Mitarbeiterin eingeschleppt worden war.

    10.50 Uhr: Huml: Notfalls Kapazität für mehrere hundert Coronavirus-Patienten

    Die bayerischen Arztpraxen und Krankenhäuser sind laut Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gut auf eine mögliche Zunahme der Coronavirus-Infektionen vorbereitet. "Wir haben alle ambulanten Ärzte informiert und wir haben auch in den Krankenhäusern Bayerns, vor allem im südbayerischen Raum, nach Bettenkapazitäten gefragt, um hier eine gewisse Vorbereitung zu treffen falls es notwendig sein sollte, mehrere hundert Personen isolieren zu müssen", sagte Huml dem Radiosender Bayern 2 am Montag. Allerdings sei völlig offen, ob sich eine solche Notwendigkeit ergeben und wie sich die Lage entwickeln werde. "Das ist sehr, sehr schwer abzuschätzen. Wir tun alles, dass wir das möglichst eindämmen."

    10.33 Uhr: Kreuzfahrtschiffe nehmen Passagiere nach China-Reisen nicht an Bord

    Die internationalen Kreuzfahrt-Reedereien lassen künftig keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord, die in den vergangenen 14 Tagen auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Das teilte der internationale Kreuzfahrt-Verband CLIA in Hamburg mit. Zudem würden wegen des Coronavirus Reisen und Routen in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO gegebenenfalls umdisponiert, verändert oder gestrichen. Die Entscheidung liege in der Verantwortung der jeweiligen Reederei.

    10.00 Uhr: China bittet andere Länder um Atemmasken

    Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus hat China "dringend" um Hilfe bei Atemmasken und anderer Schutzausrüstung gebeten. Nach Angaben aus dem Industrieministerium versuchen die chinesischen Behörden, zusätzliche Masken aus Europa, Japan und den USA zu besorgen. Deutschland ist bereit, "nach Kräften zu helfen", wie ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin sagte. "Dazu gehört auch zu prüfen, wo wir mit entsprechenden Materiallieferungen unterstützen können."

    08:45 Spahn sieht Deutschland gut gerüstet

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Deutschland für eine mögliche Epidemie gut gerüstet - allerdings sei man angesichts von zehn Corona-Infizierten "noch lange nicht" auf dieser Stufe angelangt, sagte er dem Morgenmagazin. "Für diese Situation jetzt haben wir Intensivstationen, ausreichend Isolierstationen und -zimmer und die Ausstattung, die wir brauchen", so Spahn. Angesichts von zehn Coronavirus-Infizierten in Deutschland könne man aber "noch lange nicht" von einer Epidemie sprechen.

    07:45 WHO besorgt über "massive Infodemie" zu Coronavirus

    Die Weltgesundheitsorganisation zeigt sich besorgt über die Informationsflut zum Coronavirus. Der Ausbruch des Erregers sei von einer "massiven Infodemie", einer Überschwemmung an Informationen begleitet worden, teilte die WHO mit. Da die Flut an Informationen es vielen Menschen schwer mache, zwischen Mythen und Fakten zu unterscheiden, hat die WHO eine große Informationskampagne auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien gestartet. Darin beantwortet sie Fragen wie: Kann das Essen von Knoblauch gegen das Coronavirus helfen. Antwort: Dafür gibt es keinen Beleg.

    07.19 Uhr: Wuhan-Rückkehrer in Niederlanden eingetroffen

    Auch in den Niederlanden sind nun Rückkehrer aus der stark vom neuen Coronavirus betroffenen chinesischen Metropole Wuhan eingetroffen. 15 Niederländer sowie zwei chinesische Partner wurden in der Nacht zum Montag mit einem Bus von Brüssel zum Flughafen Eindhoven gebracht, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Sie sollen bis auf weiteres in einer Isolierstation des Militärs untergebracht werden. Tests in Brüssel hätten bei keinem von ihnen Hinweise auf eine Infektion mit dem Virus ergeben, teilte das Gesundheitsministerium mit.

    07:00 Nach nur zehn Tagen Bauzeit: Krankenhaus für Coronapatienten eröffnet in China

    Nur zehn Tage nach Baubeginn ist das erste von zwei Krankenhäusern für die Behandlung von Coronapatienten in China eröffnet worden. Die ersten Kranken kamen am Montagvormittag um 10.00 Uhr (Ortszeit) in der Klinik Huoshenshan mit 1000 Betten in Wuhan an, wie Staatsmedien berichteten. Die Bauarbeiter hatten rund um die Uhr an diesem und einem zweiten Krankenhaus mit 1500 Betten gearbeitet, das ebenfalls in dieser Woche öffnen soll. Es ist das zweite Mal, dass China ein Behandlungszentrum praktisch über Nacht gebaut hat. Bei der Sars-Pandemie 2003 hatte China eine Klinik in Peking innerhalb einer Woche konstruiert. Der Höhepunkt der Corona-Epidemie wird in China frühestens in einer Woche erwartet.

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    Neues Krankenhaus in Wuhan

    07.05 Uhr: Deutschland - Corona bei zehn Menschen nachgewiesen

    In Deutschland ist das Virus bei zehn Menschen nachgewiesen. Unter ihnen sind zwei am Samstag mit einer Bundeswehrmaschine aus Wuhan ausgeflogene Deutsche. Auch immer mehr andere Länder holen ihre Staatsbürger heim. In Frankreich traf am Sonntag ein zweiter Flieger mit 250 Rückkehrern aus Wuhan ein. Etwa 20 Passagiere zeigten Symptome einer Infektion. Testergebnisse lagen noch nicht vor. Alle kamen in Quarantäne in einem Feriendorf bei Marseille. In Frankreich sind bisher sechs Virus-Fälle bestätigt.

    03.20 Uhr: Chinas Aktienmärkte sacken um neun Prozent ab

    Sorgen um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus haben Chinas Aktienmärkte um rund neun Prozent absacken lassen. Die Börsen öffneten am Montag erstmals wieder nach den - wegen des massenhaften Ausbruchs der Lungenkrankheit verlängerten - Ferien zum chinesischen Neujahrsfest. Zum Handelsauftakt fiel der Shanghai Composite Index um 8,73 Prozent, während der Component Index im südchinesischen Shenzhen um 9,13 Prozent absackte.

    03.18 Uhr: Coronavirus: Deutlich mehr Tote und Infizierte - Krankenhaus fertig

    Die Zahl der Toten und Infizierten durch das neuartige Coronavirus in China ist erneut stark gestiegen. 361 Menschen seien in der Volksrepublik bisher daran gestorben, die Zahl der Infizierten nahm innerhalb von 24 Stunden um 2.829 zu und beläuft sich auf 17.205 Fälle, wie die chinesische Gesundheitskommission am Montagmorgen (Ortszeit) mitteilte.

    China stellte ein Krankenhaus in Wuhan mit 1.000 Betten für Infizierte innerhalb von zehn Tagen fertig. Es sollte am Montag eröffnen. Ein zweites mit 1.500 Betten soll kurz darauf öffnen. Schulen in der Provinz Hubei bleiben nach den Feiertagen zum chinesischen Neujahr weiterhin geschlossen. In der Stadt Wenzhou wurden die Vorsichtsmaßnahmen angezogen: Nur einem Familienmitglied wurde erlaubt, jeden zweiten Tag das Haus zu verlassen, um Lebensmittel einzukaufen. Auch in Huanggang wurden am Samstag ähnliche Maßnahmen eingeführt.

    02.00 Uhr: WHO besorgt über "massive Infodemie" zu Coronavirus

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich besorgt gezeigt über die Informationsflut zum Coronavirus. Der Ausbruch des Erregers 2019-nCoV sei von einer "massiven Infodemie", einer Überschwemmung an Informationen begleitet worden, teilte sie am Sonntagabend in Genf. Einige Informationen seien korrekt, andere nicht.

    Da die Flut an Informationen es vielen Menschen schwer mache, zwischen Mythen und Fakten zu unterscheiden, hat die WHO eine große Informationskampagne auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien gestartet. Darin beantwortet sie etwa Fragen wie: Kann das Essen von Knoblauch gegen das Coronavirus helfen. Antwort: Dafür gibt es keinen Beleg.

    01.49 Uhr: Erneut starker Anstieg der Virus-Infektionen und Todesfälle in China

    China hat den bisher stärksten Anstieg von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und Todesfällen innerhalb eines Tages gemeldet. An der Lungenkrankheit seien erneut 57 Menschen gestorben, teilte die Gesundheitskommission am Montag in Peking mit. Damit sind nun offiziell 361 Todesfälle in China zu beklagen. Die Zahl der bestätigten Infektionen kletterte den Angaben zufolge um 2829 auf 17 205. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt. In Deutschland ist das Virus bei zehn Menschen nachgewiesen.

    01.02 Uhr: Nach Video-Botschaft: Brasilien will Bürger aus Wuhan ausfliegen

    Brasiliens Regierung will eigene Staatsbürger mithilfe der Luftwaffe aus der besonders stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China ausfliegen lassen. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des brasilianischen Außenministeriums und des Verteidigungsministeriums vom Sonntag hervor.

    Verzweifelte Brasilianer, die in Wuhan festsitzen, hatten ein sechs Minuten langes Video auf YouTube veröffentlicht, in dem sie sich direkt an den Präsidenten Jair Bolsonaro und Außenminister Ernesto Araújo wenden. Sie verwiesen darauf, dass andere Länder bereits Schritte unternommen hätten, um ihre Bürger aus der Stadt zu retten. So waren zwei Brasilianerinnen, die auch die portugiesische Staatsbürgerschaft besitzen, an Bord einer französischen Maschine gegangen.

    Bolsonaro hatte zuvor rechtliche Hindernisse für eine solche Operation angeführt. Es fehle in Brasilien an Gesetzen, um Menschen in Quarantäne zu nehmen. In der Mitteilung hieß es nun, dass die Rückkehrer, sobald sie in Brasilien ankommen, entsprechend internationaler Verfahren behandelt werden sollten.