BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

Corona: Die Ereignisse vom 13. April bis 19. April | BR24

© picture alliance / SvenSimon

Flaechendeckend werden Schulen und KITAS wegen der sich weiter ausbreitenden Coronavirus Pandemie geschlossen.

Per Mail sharen

    Corona: Die Ereignisse vom 13. April bis 19. April

    Trump macht China für die Corona-Krise verantwortlich, Südkorea lockert die Corona-Regeln und in Bayern dürfen Baumärkte und Gärtnereien wieder öffnen. Die Ereignisse vom 13. bis 19. April.

    Per Mail sharen

    Sonntag, 19. April 2020

    22.32 Uhr: Tschechiens Grenzen könnten ein Jahr geschlossen bleiben

    Für Auslandsreisen sollten die tschechischen Staatsgrenzen ein volles Jahr geschlossen bleiben, "damit keine neue Infektionswelle dadurch hervorgerufen wird, dass Reisende in Länder fahren, in denen die Epidemie noch nicht zu Ende ist", sagte der tschechische Präsident Milos Zeman in einem Radiointerview. Er empfahl den Tschechen, diesen Sommer die Schönheiten ihres eigenen Landes zu entdecken.

    Reisebüros und andere Tourismusunternehmen hatten zuvor gefordert, im Sommer wenigstens Reisen in die bei Tschechen besonders beliebten Urlaubsziele Slowakei und Kroatien zu erlauben, in denen es nur wenige Coronavirus-Infektionen gebe.

    22.30 Uhr: Frankreich lockert Besuchsregeln in Pflegeheimen

    Frankreich lockert seine strengen Besuchsregeln für Angehörige von Pflegebedürftigen in Heimen. Ab Montag dürften Heimbewohner "unter extrem begrenzten Bedingungen" wieder besucht werden, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran an. Vorgelassen würden nicht mehr als zwei Familienmitglieder, und sie dürften ihren älteren Angehörigen nicht berühren, sagte Véran.

    In französischen Pflegeheimen sind mehr als 7000 Menschen gestorben, die vermutlich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert waren. Wegen der Schutzmaßnahmen durften nicht einmal Sterbende von ihren Angehörigen besucht werden.

    21.50 Uhr: Spahn erwartet längeres Beibehalten der Abstandsregeln

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet, dass Abstandsgebote von 1,5 Metern und verschärfte Hygieneregeln noch lange Zeit eingehalten werden müsse. Dies werde noch "über Monate" der Fall sein, sagt Spahn im "heute-journal" des ZDF. "Bis es einen Impfstoff gibt, werden wir miteinander und aufeinander aufpassen müssen." Er bekräftigt, die Bundesregierung werde den Öffentlichen Gesundheitsdienst personell und technisch deutlich aufrüsten. Es müsse gelingen, die Anzahl der Neuinfektionen unter dem jetzigen Niveau von 3000 bis 4000 Fällen täglich zu halten.

    21.30 Uhr: DFB-Präsident Keller hält an Geisterspielen fest

    DFB-Präsident Fritz Keller wirbt nach der Kritik aus Fan-Kreisen um Verständnis für die angestrebten Geisterspiele. Er könne die Bedenken zwar nachvollziehen. Die Konsequenz eines Verzichts darauf "wäre aber, dass einige Fans vielleicht nie wieder ein Spiel ihres Clubs besuchen können, weil es ihn schon bald nicht mehr geben könnte", schrieb der 63-Jährige in einem Gastbeitrag für das Fußballmagazin "Kicker".

    Zuletzt hatte sich der Zusammenschluss "Fanszenen Deutschland" vehement gegen eine Fortführung der Saison ohne Zuschauer ausgesprochen. Am kommenden Donnerstag wollen die 36 Profi-Vereine der Deutschen Fußball-Liga (DFL) das weitere Vorgehen während der Coronavirus-Pandemie besprechen. Bislang ist der Spielbetrieb bis mindestens zum 30. April ausgesetzt.

    21.25 Uhr: Erdogan und Trump vereinbaren enge Kooperation

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und sein US-Kollege Donald Trump haben nach Angaben aus Ankara in einem Telefonat über die Coronavirus-Pandemie, die bilateralen Beziehungen und regionale Entwicklungen gesprochen. Beide seien übereingekommen, mit Blick auf die Gefahren des Coronavirus für die öffentliche Gesundheit und die Wirtschaft ihre "enge Zusammenarbeit" fortzusetzen, berichtete das Büro des türkischen Präsidenten am Sonntag über das Telefonat.

    21.15 Uhr: Grüne wollen Lockerung beim Besuchsrecht

    Die Grünen fordern Lockerungen für Besuche von Angehörigen in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Auch der familiäre Beistand von Sterbenden soll weitgehend ermöglicht werden sowie pflegende Angehörige stärker unterstützt werden, heißt es in einem 7-Punkte-Plan. "Besuchsverbote in Pflegeeinrichtungen sollten so weit wie möglich verhindert werden", steht in dem Papier der Grünen, das dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Vorgeschlagen wird unter anderem Zeitmanagement, das Menschen Zeitkorridore für ihren Besuch zuweisen könne. Zudem soll ein Kontingent von Schutzausrüstung für Besuche bereitgestellt werden.

    20.20 Uhr: Einigung über Milliardenhilfen in den USA in Reichweite

    US-Regierung und Kongress haben sich am Sonntag nach Angaben beider Seiten einer Vereinbarung über ein Corona-Hilfspaket im Umfang von bis zu 450 Milliarden Dollar angenähert. Damit soll ein stark nachgefragtes Kreditprogramm für Kleinunternehmen ausgebaut werden, zudem sollen Mittel für Krankenhäuser und Tests auf das Virus Sars-CoV-2 bereitgestellt werden.Das bislang bestehende Programm wurde so stark nachgefragt, dass nach fast 1,7 Millionen bewilligten Krediten am Donnerstag bereits die finanzielle Obergrenze erreicht worden war, während Tausende Kleinunternehmen noch auf Hilfe hoffen.

    20.15 Uhr: Nigerianischer Stabschef stirbt an Corona – in München angesteckt?

    Mallam Abba Kyari, einer der mächtigsten Politiker Nigerias, ist nach einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Der Stabschef des Präsidenten Muhammadu Buhari sei positiv auf das Virus getestet worden und habe sich in Behandlung befunden, teilte ein Regierungssprecher am Samstag mit. Kyari sei am Freitag gestorben. Noch vergangenen Monat sei er in Deutschland gewesen, hieß es weiter. Wie die österreichische Tageszeitung "Der Standard" schreibt, hatte sich Kyari vermutlich im Rahmen eines Besuchs beim deutschen Siemens-Konzern Mitte März in München angesteckt.

    19.35 Uhr: Trump-Beraterin: Keine Beweise über Labor-Unfall

    In der vom US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump angestoßenen Debatte um den genauen Ursprung des Coronavirus sieht dessen Beraterin, die Ärztin Deborah Birx, abschließende Klarheit in weiter Ferne. Man wisse lediglich, dass das neuartige Virus aus China stamme - woher genau, sei aber unklar. "Ich habe keinen Beweis dafür, dass es ein Unfall in einem Labor war", sagte Birx dem TV-Sender CBS. Derzeit sei allgemeiner Konsens, dass sich das Virus von einem Tier auf den Menschen übertragen habe.

    19.15 Uhr: Frankreich erlaubt wieder Besuche in Pflege- und Altenheimen

    In Frankreich sollen im Rahmen der Lockerungen der Coronavirus-Beschränkungen Besuche in Alten- und Pflegeheimen wieder erlaubt werden. Ab Montag gebe es wieder ein Besuchsrecht, allerdings mit Einschränkungen, teilte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran am Sonntagabend bei einer Pressekonferenz mit Premierminister Édouard Philippe mit. Es dürften nicht mehr als zwei Angehörige gleichzeitig einen Bewohner in einer Senioren- oder sozialen Pflegeeinrichtung besuchen. Außerdem sei körperlicher Kontakt weiterhin verboten, erklärte Véran. Das Besuchsverbot galt seit Mitte März.

    19.10 Uhr: Vorschlag zu Maskenpflicht in Flugzeugen?

    Mit Blick auf ein Wiederanlaufen des Flugbetriebs wollen deutsche Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften einem Bericht zufolge eine Maskenpflicht für Passagiere. "Beim Boarding, im Flugzeug für die Dauer des Fluges und beim Aussteigen" solle darauf geachtet werden, "dass jeder Fluggast eine Schutzmaske trägt", zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montagsausgabe) aus einem Konzeptpapier mit mehr als 20 Punkten.

    "Es besteht eine entsprechende Verpflichtung des Passagiers, eine Schutzmaske mitzuführen und aufzusetzen", heißt laut "FAZ" einer der Regelungsvorschläge, der europäisch abgestimmt werden solle. Solche Sondermaßnahmen "im Interesse des Gesundheitsschutzes für eine zu definierende Wiederaufnahmephase" könnten "zunächst für einen Zeitraum von sechs Wochen" festgelegt werden.

    18.03 Uhr: DHL stellt Pakete erstmals am Sonntag zu

    Da derzeit überdurchschnittlich viele Pakete verschickt werden, hat DHL in München Sendungen erstmals auch an einem Sonntag zugestellt. Rund 400 Mitarbeiter waren unterwegs, um mehr als 50.000 Pakete an Privathaushalte zu liefern.

    Wie das Unternehmen mitteilte, wolle man nicht regelmäßig an Sonntagen zustellen, die "jetzige Aktion" sei aber erforderlich gewesen, um die Versorgung mit Paketdienstleistungen in Bayern sicherzustellen. Das Bayerische Arbeitsministerium hatte dafür eine entsprechende Genehmigung erteilt.

    17.57 Uhr: Slowakei will alle Mitarbeiter in Pflegeheimen testen

    Die Slowakei will alle Beschäftigten in Pflegeheimen des Landes auf das Coronavirus testen lassen. Hintergrund ist die wachsende Zahl infizierter Menschen in diesen Einrichtungen. 40.000 Menschen erhielten Schnelltests, sagte Ministerpräsident Igor Matovic. Damit solle herausgefunden werden, welche Heime betroffen sind.

    17.40 Uhr: Baumärkte und Gärtnereien öffnen in Bayern

    Ab Montag dürfen in Bayern Gärtnereien, Blumenläden, Bau- und Gartenmärkte öffnen - nach vier Wochen Zwangspause. Der Bayerische Gärtnereiverband (BGV) hat nun jedoch Sorge vor einem Kundenansturm. "Bitte nicht alle an einem Tag", forderte Verbandsgeschäftsführer Jörg Freimuth.

    Wie in Supermärkten soll es Zugangsbeschränkungen und Schutzschilde etwa an den Kassen geben. Zudem verschickte der Verband 10.000 Schutzmasken für Kunden und Personal an seine Mitgliedsunternehmen, weitere 10.000 sollen folgen.

    Lesen Sie hier, wie sich Bayerns Baumärkte auf die Öffnung vorbereitet haben.

    17.02 Uhr: Trump macht China für Corona-Krise verantwortlich

    US-Präsident Donald Trump hat China für die weltweite Verbreitung des Coronavirus verantwortlich gemacht. Gleichzeitig verteidigte er seine eigene Regierung gegen jegliche Kritik. "Es hätte in China gestoppt werden können", so Trump am Samstagabend auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Das sei nicht geschehen und deshalb leide die ganze Welt darunter.

    Zahl der Corona-Toten in New York rückläufig

    Unterdessen ist die Zahl der Todesopfer in New York erstmals seit mehr als zwei Wochen unter die Marke von 550 gefallen. Auch die Zahl der Einlieferungen von Covid-19-Patienten in Krankenhäuser ging weiter zurück. Dennoch melden viele Kliniken weiterhin fast täglich 2.000 Neuinfektionen.

    New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio mahnte zur Vorsicht. Die Bürger sollen sich weiterhin an die Ausgangsbeschränkungen halten - trotz Frühlingswetter.

    16.34 Uhr: Großbritannien meldet fast 600 weitere Corona-Tote

    In Großbritanniens Krankenhäusern sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 596 weitere Patienten am Coronavirus gestorben. Damit beläuft sich die Zahl der Todesfälle insgesamt auf 16.060. Das teilte das britische Ministerium am Sonntag mit. Zwar sei das der niedrigste Zuwachs seit fast zwei Wochen. Allerdings werden am Wochenende in der Regel weniger Fälle gemeldet.16.56 Uhr: 13.000 freie Intensivbetten in Deutschland

    Nach aktuellen Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sind in Deutschland fast 13.000 Intensivbetten frei. Insgesamt verfügen die Kliniken hierzulande über mindestens 30.000 Betten. 17.393 sind derzeit belegt.

    Man habe endlich eine verlässliche Übersicht über alle Intensivkapazitäten in Deutschland erreicht, sagte DIVI-Präsident Uwe Janssens. Das verschaffe Medizinern und Politikern eine kleine Atempause. Janssens warnte aber vor falscher Euphorie: "Wir sind noch lange nicht über den Berg."16.29 Uhr: Auch Slowenien leitet Lockerungen ein

    Auch Slowenien lockert die Corona-Maßnahmen. Baumärkte, Technikläden und Möbelgeschäfte sollen ab Montag öffnen. Genauso Wäschereien, Kfz-Werkstätten und Reperaturgeschäfte. Friseure und Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von weniger als 400 Quadradmetern sollen den Plänen zufolge zwei Wochen später den Betrieb aufnehmen.

    Die Corona-Pandemie hatte sich in Slowenien zunächst rasch ausgebreitet, konnte aber aufgrund der einschränkenden Maßnahmen eingedämmt werden.

    16.22 Uhr: Südkorea lockert Corona-Regeln

    Südkorea will zwar an den Beschränkungen sozialer Kontakte festhalten, lockert aber Regeln für Kirchen, Unterhaltungseinrichtungen, privaten Schulen und Sportveranstaltungen. Das kündigte Premierminister Chung Sye Kyun an.

    Die Maßnahmen der so genannten "erweiterten sozialen Distanz" sollen zunächst bis zum 5. Mai beibehalten werden. Das sei das Sicherste, um eine Ausbreitung von Sars-CoV-2 einzudämmen, so Chung. Allerdings sei die Umsetzung in der Realität nicht einfach. Man müsse einen Mittelweg finden.

    16.14 Uhr: Für Krankschreibungen wieder Arztbesuch nötig - Huml nennt Schritt "verfrüht"

    Gesundheitspolitiker, Gewerkschaften und Verbraucherschützer kritisieren, dass es ab Montag keine telefonischen Krankschreibungen bei Atemwegsbeschwerden mehr geben soll. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) nannte den Schritt "verfrüht". Zum jetzigen Zeitpunkt sei es wichtig, Infektionsrisiken zu vermeiden.

    Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach übte scharfe Kritik. Durch diese Entscheidung könnten sich neue Infektionsherde bilden, so Lauterbach zum "Tagesspiegel". Arztpraxen seien zudem nicht auf den Andrang vorbereitet.

    15.12 Uhr: Münchner Alt-OB Ude für Wiesn-Absage

    Findet die Wiesn dieses Jahr statt? Ministerpräsident Söder und der Münchner Oberbürgermeister Reiter sind sehr skeptisch. Im Interview mit report München plädiert nun Alt-OB Christian Ude für eine zeitnahe Absage.

    Zahlreiche Verstöße gegen Corona-Regeln in München

    Indessen gab es am Wochenende in München zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Verordnungen - ob Hausparty oder Versammlungen mehrerer Personen. 283 Verstöße zählte die Polizei. Davon erhielten 259 Personen eine Anzeige. Insgesamt wurden zwischen Samstag- und Sonntagmorgen rund 5.300 Kontrollen durchgeführt.

    14.47 Uhr: Laschet fordert, Kirchen wieder zu öffnen

    "Wenn man Läden öffnet, darf man auch in Kirchen beten." Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident

    Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich im Deutschlandfunk dafür ausgesprochen, Kirchen, Synagogen und Moscheen möglichst bald wieder zu öffnen. Dass sich Menschen nicht zu Gottesdiensten treffen dürfen, sei eine massive Einschränkung der Grundrechte.

    14.43 Uhr: Keine Klausuren vor Abiturprüfungen

    Vor dem Start der Abiturprüfung müssen Abiturienten in Bayern keine Klausuren mehr schreiben. Das gilt für Gymnasien sowie Fach- und Berufsoberschulen. Damit könnten sich die Schüler voll auf ihr Abitur konzentrieren, so Kultusminister Piazolo.

    14.41 Uhr: 37.786 Corona-Infizierte in Bayern

    Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten ist in Bayern auf insgesamt 37.786 gestiegen (Stand: Sonntag, 19. April, 10 Uhr). Im Vergleich zu Samstag bedeutet das einen Anstieg um 532 Personen, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. 1.271 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind bisher gestorben. 21.620 Fälle gelten laut LGL als genesen.

    Bezogen auf die Einwohnerzahl ist die Oberpfalz landesweit am stärksten betroffen. Dabei ist Tirschenreuth auch weiterhin der Landkreis mit den verhältnismäßig meisten Corona-Fällen in Bayern.

    Mehr Infos über das Coronavirus finden Sie hier.

    14.27 Uhr: Freie Wähler fordern Maskenpflicht

    Lange herrschte im Corona-Krisenmanagement der Staatsregierung Einigkeit. Jetzt gibt es die erste öffentliche Unstimmigkeit zwischen Schwarz und Orange. Die Freien Wähler fordern eine Maskenpflicht und wollen Gaststätten und Großgeschäfte öffnen.

    Lesen Sie hier den gesamten Artikel.

    11.47 Uhr: Paris will Masken kostenlos verteilen

    In Paris sollen zum Schutz gegen den Coronavirus etwa zwei Millionen Masken kostenlos an die Bevölkerung verteilt werden. Bis Ende dieses Monats sollten zunächst rund eine halbe Million wiederverwendbarer Masken verfügbar sein, kündigte Bürgermeisterin Anne Hidalgo in der Zeitung "Journal du Dimanche" an. Bis Mitte Mai sollen dann alle Bewohner der französischen Hauptstadt mit einer eigenen Maske ausgestattet werden. Die Kosten bezifferte Hidalgo auf drei Millionen Euro. Die Masken werden in Apotheken erhältlich sein und sollen zunächst vor allem an Menschen verteilt werden, die besonderen Schutz vor Sars-CoV-2 benötigen.

    In Frankreich gelten seit Mitte März strikte Ausgangsbeschränkungen. Sie dauern noch bis zum 11. Mai.

    10.16 Uhr: Grüne warnen vor Einschränkung der Grundrechte

    Bayerns Grüne haben vor einer anhaltenden Einschränkung der Grundrechte infolge der Corona-Krise gewarnt. "Ein generelles Demonstrationsverbot in Zeiten einschneidender Grundrechtseingriffe ist nicht auf Dauer hinnehmbar", sagte die Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Katharina Schulze. Nach Ansicht Schulzes zeigen andere Bundesländer, wie sich Infektionsschutz und Versammlungsfreiheit vereinbaren lassen. So würden beispielsweise in Berlin Versammlungen bis zu 20 Personen genehmigt, auch Bremen und Sachsen-Anhalt ermöglichten zumindest eine begrenzte Wahrnehmung der Versammlungsfreiheit.

    09.48 Uhr: Müller fordert Klarheit von China über Ausbruch

    Bundesentwicklungsminister Gerd Müller fordert von China Klarheit über den Ausbruch des Coronavirus. "Die Chinesen müssen vollkommene Offenheit in dieser Weltkrise zeigen - gerade was den Ursprung des Virus angeht", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "China hätte schneller in den internationalen Austausch über die Ausbreitung des Virus in Wuhan treten müssen."

    08.53: Australien fordert Untersuchung zur Corona-Pandemie

    Australien hat eine unabhängige Untersuchung des weltweiten Umgangs mit der Corona-Pandemie gefordert. Auch das Vorgehen der Weltgesundheitsorganisation WHO müsse auf den Prüfstand, sagte Außenministerin Marise Payne dem öffentlich-rechtlichen Sender ABC. Zudem müsse das Krisenmanagement der chinesischen Regierung zu Beginn des Ausbruchs untersucht werden. Die australische Regierung wolle Details über den Ursprung des Virus, den Umgang mit der Pandemie und die Transparenz bei der Informationsweitergabe.

    US-Präsident Donald Trump hatte der WHO kürzlich "Missmanagement" in der Corona-Krise vorgeworfen und den Stopp der US-Zahlungen an die UN-Einrichtung verkündet. Der Schritt des US-Präsidenten rief weltweit Kritik hervor.

    07.10 Uhr: RKI meldet knapp 140.000 Infektionen

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet insgesamt 139.897 Infektionen mit dem Coronavirus, das ist ein Plus von 2.458 im Vergleich zum Vortag. Weitere 184 Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind damit bislang 4.294 Menschen gestorben. Allerdings wurden am Wochenende häufig Fälle zeitlich verzögert gemeldet. Genesen sind laut Internetseite des RKI rund 88.000 Menschen, rund 2.700 mehr als am Vortag.

    05.30 Uhr: Bundeswehr verschiebt Grundausbildung

    Die Bundeswehr verschiebt wegen der Corona-Epidemie die Grundausbildung der neuen Rekruten. Der Inspekteur des Sanitätsdiensts sagte, es wäre jetzt zu gefährlich, die neuen Soldaten auf engem Raum zusammenzufassen. Die zum 1. April eingestellten Rekruten sollen deshalb zu Hause bleiben und frühestens Anfang Juni die Grundausbildung beginnen. Bis dahin stehen via E-Learning bereits theoretische Grundlagen auf dem Programm, etwa rechtliche Themen. Der verzögerte Ausbildungsbeginn werde auch Auswirkungen auf Rekruten haben, die später im Jahr bei der Bundeswehr anfangen wollen. Statt im Juli sollen sie erst im August beginnen. Außerdem wird die Grundausbildung vorerst von drei Monaten auf sechs Wochen gekürzt. Ab Oktober will die Bundeswehr dann wieder zum normalen Ausbildungsprogramm zurückkehren.

    01:00 Uhr: 70.000 Hotel- und Gastronomiebetriebe bedroht

    Wegen der Corona-Krise könnten 70.000 Hotel- und Gastronomiebetriebe Pleite gehen. Das schätzt der Branchenverband Dehoga. Bundesfinanzminister Scholz (SPD) hat in der "Welt am Sonntag" finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. Die Regierung habe vor allem die Branchen im Blick, die noch längere Zeit von den Corona-Einschränkungen betroffen seien. Scholz sagte, da gehöre das Hotel- und Gaststättengewerbe sicherlich dazu.

    CSU-Chef Söder hatte derweil angeregt, für Betriebe aus diesen Bereichen die Mehrwertsteuer auf sieben Prozent zu senken. Bundeswirtschaftsminister Altmaier kündigte nun an, den Vorschlag zu prüfen. Er kann sich aber auch andere Hilfe vorstellen, etwa um Unternehmen zu modernisieren oder ihnen zu helfen, Kosten zu sparen.

    00:32 Uhr: Österreich denkt über Sommerurlauber nach

    Jede dritte Übernachtung in Österreich wird von Touristen aus Deutschland gebucht. Die Regierung von Österreich geht davon aus, dass auch diesen Sommer wieder deutsche Urlauber ins Land kommen können. Gegenüber der Zeitung "Die Presse" sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, die Einschränkungen der Reisefreiheit blieben zwar in den nächsten Monaten bestehen. Wenn Länder wie Deutschland aber auf einem sehr guten Weg seien, könne man sich durchaus bilateral einigen.

    Samstag, 18. April 2020

    21.43 Uhr: Zahl der Virus-Toten in Frankreich steigt um 642

    Die Zahl der Virus-Toten in Frankreich ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 642 gestiegen. Die Zahl der neuen Toten sei damit aber den dritten Tag in Folge rückläufig. Insgesamt seien in Frankreich bislang 19.323 Menschen an den Virus-Folgen gestorben.

    21.01 Uhr: Spanien, Türkei, Pakistan verlängern Maßnahmen – Israel lockert etwas

    Spaniens Regierung will den umfassenden Lockdown des Landes um weitere 15 Tage bis 9. Mai verlängern. Die Maßnahmen gelten in dem südeuropäischen Land bereits seit 14. März. Zugleich verkündete auch die Türkei ihre Reisebeschränkungen für 31 Städte und Provinzen in den kommenden zwei Wochen aufrecht zu erhalten. Städte wie Istanbul und Ankara sind bereits seit zwei Wochen weitgehend abgeschottet, nur wichtige Güter dürfen an den Grenzen passieren.

    Pakistan verlängerte unterdessen einen Flugstopp, der Inlandsflüge wie internationale Flüge verbietet, bis zum 30. April. Teils gab es zuletzt Ausnahmen für Rückholflüge. Es befinden sich jedoch immer noch Deutsche im Land. In Israel hat die Regierung derweil Lockerungen der Corona-Regeln angekündigt, etwa für die Wirtschaft oder das Sporttreiben in der Freizeit.

    20.02 Uhr: Neue Opfer-Zahlen aus Italien und Frankreich

    In Italien sind in den vergangenen 24 Stunden weniger Menschen am Coronavirus gestorben als in den Tagen zuvor. So wurden am Samstag 482 neue Tote gemeldet, Freitag und Donnerstag waren es 575 beziehungsweise 525 gewesen. Insgesamt sind in Italien 23.227 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.

    In Frankreich starben in Kliniken und Pflegeheimen in den letzten 24 Stunden 642 Menschen in der Folge einer Infektion mit dem Coronavirus. Damit sind in Frankreich mittlerweile 19.323 Menschen gestorben. Zugleich ging die Zahl der Coronavirus-Patienten in französischen Krankenhäusern zurück.

    18:45 Uhr: New Yorker Corona-Lage entspannt sich etwas

    Die Zahl der Corona-Patienten in New Yorker Krankenhäusern ist laut dem örtlichen Gouverneur Andrew Coumo in den vergangenen drei Tagen kontinuierlich gesunken. Das seien gute Nachrichten. Dennoch sei die Sterberate weiter hoch. In dem 19-Millionen-Einwohner-Bundesstaat haben sich insgesamt 226.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 16.000 sind gestorben. Der Gouverneur forderte zugleich mehr Tests und Unterstützung von der Bundespolitik. Erst mit deutlich mehr Testkapazitäten sei an eine Öffnung der Wirtschaft zu denken.

    17:31 Uhr: Wolfsburg führt Maskenpflicht ein

    Im niedersächsischen Wolfsburg gilt ab Montag in Geschäften, öffentlichen Gebäuden, Bussen, Arztpraxen und anderen medizinischen Einrichtungen eine Maskenpflicht. Kinder unter sechs Jahren sind ausgenommen. Zum Start soll es zunächst eine einwöchige Übergangsfrist für die Pflicht geben, die zunächst bis 6. Mai gilt.

    14:48 Uhr: Krankschreibungs-Ausnahmeregel verlängern

    Die Abkehr des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von der Möglichkeit der Krankschreibung per Telefon stößt parteiübergreifend auf Kritik. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sowie der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnten vor einer Gefährdung für Ärzte, Praxispersonal und Patienten. Es sei verfrüht und weiterhin wichtig, "Infektionsrisiken konsequent zu vermeiden", so Huml. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung distanzierte sich von dem Beschluss.

    12.42 Uhr: Bayerisches Abitur soll am 20. Mai beginnen

    "Wir wollen am Termin für die Abiturprüfungen festhalten, das ist das Ziel", erklärte Piazolo gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in München. Klar sei, dass noch ausstehende Klausuren nicht in der eigentlich vorgesehenen Form geschrieben werden müssten. Darüber sei man mit dem Landesschülerrat im Gespräch.

    Genaue Details, so Piazolo, sollen im Laufe der kommenden Woche bekannt gegeben werden. Der Kultusminister reagierte mit seiner Klarstellung auf Kritik, die Bezirksschülersprechern von Gymnasien aus Unterfranken, Niederbayern, Schwaben und der Oberpfalz geäußert hatten. Diese hatten gefordert, die Prüfungen auf einen Termin nach den Pfingstferien zu verschieben.

    11.33 Uhr: Gerichte halten Schließung von Warenhäusern für vertretbar

    Oberverwaltungsgerichte in Berlin und in Greifswald haben Eilanträge zurückgewiesen, durch die Warenhäuser wegen der Corona-Krise ihre Filialen weiterhin nicht öffnen können. So stellt Galeria Karstadt Kaufhof in unterschiedlichen Bundesländern Eilanträge gegen die fortgesetzte Schließung von Filialen.

    Die behördlichen Anordnungen seien "bei summarischer Prüfung durch das Infektionsschutzgesetz gedeckt und mit dem Grundgesetz vereinbar", teilte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg mit. "Warenhäuser müssten nicht gleich behandelt werden wie Einzelhandelsgeschäfte, die der Grundversorgung der Bevölkerung dienen und deshalb von der Schließung ausgenommen sind", hieß es dazu weiter.

    10.20 Uhr: Bundesverfassungsgericht kippt Demo-Verbot

    Das Bundesverfassungsgericht hat einem Eilantrag gegen das Verbot einer Demonstration in Stuttgart an diesem Samstag stattgegeben. Die Stadt hatte dem Anmelder und dessen Anwalt nach deren Darstellung nicht einmal einen ablehnenden Bescheid geschickt. Ein Mitarbeiter habe am Telefon gesagt, über Versammlungen werde derzeit nicht entschieden, weil sich deren Verbot direkt aus der Corona-Verordnung für Baden-Württemberg ergebe. Dieses Vorgehen verletze den Kläger in seinem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, entschieden die Karlsruher Richter. (Az. 1 BvQ 37/20)

    Der Mann wollte am Nachmittag auf dem Schlossplatz mit maximal 50 Leuten gegen die Einschränkung der Grundrechte in der Corona-Krise demonstrieren. Der Beschluss verpflichtet die Stadt Stuttgart, über die Anmeldung neu zu entscheiden. Treffe die Stadt keine Entscheidung, dürfe der Kläger die Demonstration wie angemeldet abhalten, hieß es.

    10.09 Uhr: Schüler fordern Verschiebung der Abiturprüfungen

    Schülervertreter in Bayern haben eine Verschiebung der Abiturprüfungen gefordert. Die Bezirksschülersprecher der Gymnasien aus Unterfranken, Niederbayern, Schwaben und der Oberpfalz fordern, die Abiturprüfungen auf einen Termin nach den Pfingstferien - also um etwa dreieinhalb Wochen - zu verschieben. Nur so könnten faire Bedingungen und eine Vergleichbarkeit der Abiturjahrgänge gewährleistet werden. "An der Uni wird später niemand darauf Rücksicht nehmen, dass man im Corona-Jahrgang Abitur gemacht hat", sagt Pauline Behnke, Bezirksschülersprecherin der Gymnasien in Unterfranken.

    Erst am Donnerstag hatte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) betont, dass die Prüfungen wie geplant am 20. Mai stattfinden sollen. Viele Schüler befürchten nun offenbar, dass sie zusätzlich bis zum Notenschluss am 15. Mai in verschiedenen Fächern noch Klausuren nachschreiben müssen. In dieser Logik blieben am Ende nur vier freie Tage zur Vorbereitung der eigentlichen Abiturprüfungen. Das Ministerium äußerte sich auf Nachfrage zurückhaltend. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen worden, hieß es.

    08.30 Uhr: Schüler in Hessen müssen in Corona-Krise kein Sitzenbleiben fürchten

    Schülerinnen und Schüler in Hessen müssen während der Corona-Krise nicht um ihre Versetzung in das nächste Schuljahr bangen. "Da die Leistungsbewertung in diesem Schulhalbjahr nur eingeschränkt möglich sein wird, soll in der Regel eine Versetzung erfolgen", teilte das Kultusministerium mit. An Hessens Schulen wird vom 27. April an schrittweise wieder der Unterricht aufgenommen, beginnend zunächst mit den Abschlussjahrgängen und den vierten Klassen an Grundschulen. Wegen der Corona-Pandemie verschiebt das Land die Abschlussprüfungen für Real und Hauptschulen.

    14:35 Uhr: 37.254 Coronavirus-Fälle in Bayern

    In Bayern gab es bis zum heutigen Samstag (Stand 10 Uhr) 37.254 Infektionen mit dem Coronavirus. Insgesamt 1.126 Menschen sind im Freistaat mit oder an einer Coronavirus-Erkrankung gestorben. Es werden hier ausdrücklich auch Todesfälle mitgezählt, bei denen Menschen nicht direkt am Coronavirus gestorben sind, aber bei ihrem Tod damit infiziert waren.

    Die Zahl der Infektionen ist damit im Vergleich zum Vortag um 734 Fälle gestiegen, Todesfälle kamen zwischen Freitag und Samstag 62 neue hinzu. Schätzungweise sind in Bayern jedoch mittlerweile auch 20.880 Menschen wieder vom Coronavirus genesen.

    07.30 Uhr: Grütters will Hilfe für Kulturszene eventuell nachjustieren

    Nach Kritik an ersten Hilfspaketen will Kulturstaatsministerin Monika Grütters weiter an der Unterstützung für die Kulturszene feilen. "Ich werde mich weiter mit aller Kraft dafür einsetzen, die einzigartige Kulturlandschaft in Deutschland in all ihrer Vielfalt zu erhalten", sagte die CDU-Politikerin. "Dazu gehört natürlich auch, dass wir als Bundesregierung die bestehenden Hilfsmaßnahmen beständig überprüfen und gegebenenfalls auch nachjustieren."

    Grütters verwies zugleich auf bestehende Programme. Die Bundesregierung habe milliardenschwere Hilfspakete geschnürt, auch und ganz gezielt für notleidende Kreative. Not und Verzweiflung von Künstlern und Kreativen in der aktuellen Krise seien groß. Die unterschiedlichen Hilfsprogramme in den Ländern hatte der Deutsche Kulturrat als ungerecht kritisiert. "Für diesen Förderflickenteppich gibt es keinen nachvollziehbaren Grund", hieß es dort. Auch Verbände von Schauspielern und bildenden Künstlern sehen weiteren Regelungsbedarf.

    07.05 Uhr: 3.609 Neuinfektionen und 242 weitere Tote in Deutschland

    Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auf 137.439 gestiegen. Das ist ein Plus von 3.609 im Vergleich zum Freitag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 242 auf 4.110. Genesen sind rund 85.400 Menschen, das sind etwa 3.600 mehr, wie das RKI mitteilte.

    06.24 Uhr: Autokinos boomen - Viele Anträge für Frequenzen

    In der Corona-Krise boomen Autokinos: Nach Angaben der Bundesnetzagentur gibt es derzeit so viele Anträge auf die Erteilung entsprechender Frequenzen wie nie zuvor. Seit Anfang März habe die Behörde bundesweit 43 Rundfunkfrequenzen für Autokinos zugeteilt, sagte ein Behördensprecher der dpa. Knapp 80 Anträge auf Frequenzzuteilung lägen noch vor und würden nun bearbeitet. Die Bundesnetzagentur muss Autokinos eine Erlaubnis dafür geben, dass sie die Tonspur der Filme über die Autoradios senden darf. Dabei muss gewährleistet sein, dass dieser nicht mit anderen Funksignalen kollidiert und Störungen hervorruft.

    © dpa/pa/David Young

    Autokino in NRW

    05.28 Uhr: 37.000 Soldaten für Corona-Einsatz

    Für den Einsatz in der Corona-Krise hält die Bundeswehr inzwischen mehr als 37.000 Soldaten zur Unterstützung von Ländern und Kommunen bereit. Zu dem Einsatzkontingent "Hilfeleistung Corona" gehören mehr als 17.000 Männer und Frauen aus dem Sanitätsdienst der Streitkräfte, heißt es in einer Vorlage für die Spitze des Verteidigungsministeriums, die der dpa vorliegt.

    In den fünf Bundeswehrkrankenhäusern wurden in dieser Woche für die Pflege von Covid-19-Patienten demnach insgesamt 820 Betten vorgehalten, von denen 48 belegt waren (Stand: Mittwoch). Für die intensivmedizinische Behandlung gab es 159 Betten in den Krankenhäusern, von denen 23 mit Covid-19-Patienten belegt und knapp 100 frei waren. Bei einer Lockerung der verordneten Kontaktbeschränkungen sei binnen 10 bis 14 Tagen mit einem Stresstest für zivile Krankenhäuser und die Einrichtungen des Sanitätswesens zu rechnen, hieß es.

    02.31 Uhr: Heil stellt Anhebung von Kurzarbeitergeld in Aussicht

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat eine baldige Anhebung des Kurzarbeitergeldes in Aussicht gestellt. Nicht nur für Geringverdiener, auch für Facharbeiter bedeute Kurzarbeit einen erheblichen Einbruch, sagte Heil der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Miete und Rechnungen müssen ja weiter bezahlt werden. Deswegen suchen wir in der Regierung und mit den Sozialpartnern intensiv nach einer Lösung." Heil stellte sich damit hinter die Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), die staatlichen Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld von 60 auf 80 Prozent der Nettoeinbußen (87 % bei Arbeitnehmern mit Kindern) für die Monate Mai, Juni und Juli aufzustocken. "Die Forderung des DGB ist plausibel", so Heil. Derzeit liegen in Deutschland rund 725.000 Anträge auf Kurzarbeit vor. Es wird erwartet, dass die Zahl noch deutlich steigen wird.

    01.59 Uhr: US-Regierung unterstützt Farmer mit 19-Milliarden-Dollar

    Die US-Regierung unterstützt die Landwirte in der Corona-Krise mit einem Hilfsprogramm im Umfang von 19 Milliarden Dollar (17,5 Milliarden Euro). Die Landwirte hätten durch die Pandemie "Verluste noch nie dagewesenen Ausmaßes" erlitten, sagte US-Präsident Donald Trump. Landwirte gehören zur wichtigsten Wählergruppe Trumps, der im November wiedergewählt werden will. In den USA sind nach Angaben von Reuters bisher mehr als 35.400 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben.

    00.35 Uhr: Wirtschaftsweiser für langsamen Ausstieg

    Der Wirtschaftsweise Achim Truger spricht sich für einen langsamen Ausstieg aus den Corona-Einschränkungen aus. Angesichts der Forderungen aus der Wirtschaft nach einer schnelleren Öffnung, müsse die Politik standhaft sein, sagt Truger der "Rheinischen Post". "Sonst riskieren wir tatsächlich Menschenleben und einen zweiten, weitaus schlimmeren Shutdown." Truger unterstützt die Rufe nach sogenannten Corona-Anleihen. "Gemeinschaftliche Schulden, von denen die besonders betroffenen Staaten profitieren, sind aus meiner Sicht notwendig." Staaten wie Italien oder Spanien könne man nach der Krise keine Sparmaßnahmen zumuten. Truger: "Das wäre für sie ökonomisch, sozial und politisch nicht durchzuhalten. Es wäre das Ende des Euro und möglicherweise sogar der EU."

    00.02 Uhr: Braun: Weitere Hilfsmaßnahmen für Wirtschaft möglich

    Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) schließt nicht aus, dass die staatlichen Milliardenhilfen für die Bewältigung der Corona-Krise noch einmal aufgestockt werden. "Wir sehen uns unsere Hilfsprogramme ganz genau an. Viele Branchen und Betriebe sind von der Corona-Krise schwer getroffen", sagte Braun der "Rheinischen Post" und dem "General-Anzeiger". Für die Sitzungswoche des Bundestags in der kommenden Woche erwarte er noch keine Notwendigkeit für ein nächstes Hilfspaket. Braun: "Aber wir können für die Zeit danach nicht ausschließen, dass wir mit weiteren Hilfsmaßnahmen nachsteuern müssen."

    Freistag, 17. April 2020

    20.17 Uhr: WHO-Experte: Schutzeffekt von Corona-Antikörpern im Blut unklar

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann nicht mit Sicherheit sagen, ob das Vorhandensein von Antikörpern gegen das neue Coronavirus einen vollständigen Schutz gegen eine zweite Erkrankung verleiht. Ohnehin deuteten frühe Untersuchungen darauf hin, dass nur ein geringer Teil der Bevölkerung solche Antikörper aufweise, sagte der WHO-Experte Mike Ryan am Freitag. Dies spreche auch gegen die Ausbildung einer sogenannten Herdenimmunität.

    19.13 Uhr: Auch Mecklenburg-Vorpommern führt Maskenpflicht ein

    Ebenso wie Sachsen führt auch Mecklenburg-Vorpommern eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr ein. Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Freitag in Schwerin sagte, müssen Nutzer von Straßenbahn, Bus oder Taxi im Kampf gegen das Coronavirus ab 27.4. einen Mund- und Nasenschutz tragen. Alternativ könne auch ein Tuch als Schutz getragen werden.

    19.00 Uhr: Bayerische Krankenhäuser sollen stufenweise zur Normalität zurückkehren

    Die bayerische Gesundheitsministerin Huml hat angekündigt, dass die Krankenhäuser im Freistaat nur schrittweise zum Normalbetrieb zurückkehren werden. Erst einmal könne überlegt werden, ob Privatkliniken und Rehaeinrichtungen wieder Kapazitäten freigeben könnten, sagte Huml im Interview mit B5 aktuell.

    18.58 Uhr: Demonstrationen sind trotz Corona mit Sondergenehmigung möglich

    Demonstrationen bleiben in Bayern wegen der Coronakrise grundsätzlich verboten. Im Einzelfall können örtliche Behörden jedoch Sondergenehmigungen erteilen. Und um eine solche Genehmigung zu verweigern, brauchen die Behörden gute Gründe. So sieht das bayerische Innenministerium die Rechtslage nach der heutigen Eilentscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs.

    Das höchste bayerische Verwaltungsgericht hatte am Mittag den Weg für eine Kleindemonstration gegen Grundrechtseinschränkungen frei gemacht, die von der Stadt München wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen verboten worden war. Die

    18.33 Uhr: Bayerns Katholiken wollen ab 4. Mai Gottesdienste mit Gläubigen

    Die katholische Kirche in Bayern will von der Woche ab dem 4. Mai an wieder Gottesdienste mit Gläubigen in den Kirchen feiern. Zur Lockerung der Beschränkungen in der Corona-Krise werde in Absprache mit der Staatsregierung ein Schutzkonzept für Gottesdienste erarbeitet. Darauf einigten sich die sieben bayerischen Diözesen und Erzdiözesen am Freitag in einer Telefonkonferenz zur Corona-Krise.

    18.20 Uhr: Mehr als 1000 Corona-Fälle nach Ausbruch auf Flugzeugträger

    Mehr als tausend Soldaten haben sich bei einem Coronavirus-Ausbruch auf dem französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" infiziert. Mehr als 2.000 Militärs, die auf dem Flugzeugträger oder ihren Begleitschiffen unterwegs waren, seien getestet worden, sagte Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly. Einige warten immer noch auf ihre Testergebnisse, die Zahl könnte also noch steigen.

    18.10 Uhr: 17.000 Mitarbeiter im Gesundheitswesen in Italien mit Coronavirus infiziert

    Fast 17.000 Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Italien haben sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Sie machen damit rund ein Zehntel der landesweiten Corona-Fälle aus, wie das nationale Institut für Gesundheit (ISS) am Freitag mitteilte. Gut 43 Prozent der 16.991 Infizierten sind demnach Krankenpfleger und Hebammen. Knapp ein Fünftel der Erkrankten sind Krankenhausärzte und weitere zehn Prozent Mitarbeiter im medizinisch-sozialen Bereich.

    18.00 Uhr: Rechnungshof kritisiert Teile des bayerischen Rettungsschirms

    Bayerns Oberster Rechnungshof hat Bestandteile und Umsetzung des Corona-Rettungsschirms der Staatsregierung kritisiert - darunter den milliardenschweren Bayern-Fonds. Konkret monieren die Finanzkontrolleure, dass die zur Finanzierung des Bayern-Fonds erforderliche Schuldenaufnahme in einem Extrahaushalt erfolgt und nicht direkt im Staatshaushalt. Das Finanzministerium verteidigte seine Pläne grundsätzlich, deutete aber auch seine Bereitschaft an, auf Kritik zu reagieren.

    "Wenn aber staatliche Aufgaben aus dem Kernhaushalt in Extrahaushalte ausgelagert werden, wird die Transparenz der Haushaltsführung und der Staatsverschuldung eingeschränkt, weswegen Extrahaushalte auch als Schattenhaushalte bezeichnet werden" Aus dem 30-seitigen ORH-Bericht

    17.40 Uhr: BOB, Meridian und BRB: Mit Maskengebot Richtung Regelbetrieb

    Die Bayerische Regiobahn weitet ihr Zugangebot von Montag an in sämtlichen Netzen wieder aus. Derzeit werden wegen der Corona-Pandemie nur rund 80 Prozent der üblichen Verbindungen angeboten. Nächste Woche jedoch sollen der Meridian, die Bayerische Oberlandbahn (BOB) und die Bayerische Regiobahn (BRB) wieder öfter fahren. Ab dem 4. Mai soll dann weitgehend wieder Regelbetrieb herrschen. Bei allen Fahrten sei aber ab sofort das Tragen von Behelfsmasken geboten.

    16.50 Uhr: EU-Parlament gibt Hilfsgelder frei

    Mit den drei Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt für den Kampf gegen die Coronavirus-Krise sollen auf EU-Ebene medizinische Hilfsgüter wie Masken und Beatmungsgeräte gekauft und verteilt werden. Zudem soll der grenzübergreifende Transport von Patienten bezahlt werden. Das EU-Parlament stimmte außerdem für eine Änderung der Richtlinien für den bereits bestehenden Hilfsfonds für besonders arme und benachteiligte Menschen, darunter Obdachlose.

    16.45 Uhr: Thailand appelliert an seine Millionäre

    Thailands Ministerpräsident Prayuth Chan-ocha bittet die 20 reichsten Bürger des Landes um Hilfe. Er werde in der kommenden Woche einen offenen Brief an sie schicken, sagt er in einer Fernsehansprache, ohne Namen zu nennen. Thailands Tourismusindustrie leidet stark unter den Reisebeschränkungen

    16.40 Uhr: Karstadt Kaufhof will Wiederöffnung erzwingen

    Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof geht gerichtlich gegen die Schließung seiner Kaufhäuser in der Corona-Krise vor. Am Vormittag ging beim nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster ein Eilantrag ein, jetzt auch beim OVG Bremen. Die erzwungenen Schließungen der Kaufhäuser seien "ein gravierender Einschnitt für das Tagesgeschäft und sämtliche Umsätze des Unternehmens", erklärt Karstadt Kaufhof auf seiner Website.

    Der seit langem kriselnde Konzern, der dem Österreicher René Benko und seiner Holdinggesellschaft Signa gehört und derzeit seine Sanierung in einem sogenannten Schutzschirmverfahren vorbereitet, kämpft derzeit mit allen Mitteln. So hat er sich um Staatshilfen bemüht und Kurzarbeit eingeführt. Medienberichten zufolge will der Konzern zudem bis mindestens Juni keine Miete für seine Kaufhäuser zahlen - und das, obwohl Benko selbst Immobilieninvestor ist und unter anderem in München mehrere Großprojekte realisiert oder plant. Erst im Februar hatte der Konzern den oberbayerischen Einzelhändler SportScheck übernommen.

    15.50 Uhr: Corona-App frühestens im Mai

    Eigentlich sollte eine Smartphone-App, die Betroffene vor einer Corona-Infektion warnen soll, schon zum Ende der Osterferien verfügbar sein. Bundesgesundheitsminister Spahn sagt nun, dass sich die Menschen in Deutschland noch gedulden müssen.

    "Aus heutiger Sicht sind es eher vier Wochen als zwei Wochen, bis wir tatsächlich dann eine haben, die auch alle Anforderungen voll erfüllt" Jens Spahn

    Spahn betonte, die App müsse drei unterschiedliche Anforderungen erfüllen: Datensicherheit, Datenschutz und den eigentlichen Zweck, nämlich die Ausbreitung der Epidemie einzudämmen. Eine Corona-Warn-App für Deutschland ist seit Wochen im Gespräch. 56 Prozent der Deutschen wären nach einer Umfrage vom Montag bereit, sie zu benutzen. Sie baut auf dem Konzept des europäischen Konsortiums PEPP-PT auf. Dabei soll Bluetooth-Funktechnik verwendet werden.

    15.00 Uhr: Sachsen führt Maskenpflicht ein

    Sachsen hat als erstes Bundesland für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Maskenpflicht beschlossen. Die Regelung gelte von Montag an, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitag nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Dresden. Zur Abdeckung von Nase und Mund müsse es keine teure FFP2-Maske sein, es reiche auch ein einfaches Tuch oder ein Schal, betonte der Regierungschef.

    Im Gegenzug sollen nach und nach Beschränkungen gelockert werden. So sind von Montag an in Sachsen Gottesdienste mit bis zu 15 Teilnehmern erlaubt.

    Mehr zum Thema lesen Sie hier.

    14.15 Uhr: Demonstrationsrecht in letzter Minute

    Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat am Mittag eine Demonstration des Vereins Mehr Demokratie und der ödp für die Wiederherstellung der Grundrechte in letzter Minute erlaubt. Die Stadt München hatte die Versammlung mit Verweis auf die Ausgangsbeschränkungen wegen des neuartigen Coronavirus zunächst verboten.

    Anlass des Protest: Anfang April hatte die Polizei den Münchner ödp-Chef Thomas Prudlo für mehrere Stunden in Gewahrsam genommen, weil er am Münchner Königsplatz ein Buch lesend auf einer Bank saß und sich einem Platzverweis nicht fügen wollte, da nach seinen Angaben weit und breit keine anderen Personen waren, bei denen Ansteckungsgefahr bestanden hätte. "Ich hatte gesehen, wie die Polizei eine alte Frau von einer Bank gescheucht hatte, das fand ich unglaublich und dann wollte ich einmal sehen was passiert", so Prudlo zum Bayerischen Rundfunk.

    Mehr zum Thema lesen Sie hier.

    14.10 Uhr: Aiwanger fordert schnelle Wieder-Öffnung von Gasthäusern

    Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert einen konkreten Zeitplan für die baldige Öffnung der Gaststätten und Hotels. In Österreich diskutiere man schon über vorsichtige Öffnungen ab Mitte Mai. Das könne für Bayern auch einen "Einstieg in den Ausstieg" ab der zweiten Maihälfte vorzeichnen, sagte Aiwanger am Freitag.

    Das Gastgewerbe brauche eine konkrete Perspektive. Das Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten um den 30. April wäre der passende Zeitpunkt für Entscheidungen, sagte Aiwanger. Zwei Meter Abstand zwischen den Gästen, Masken für das Personal, Hygiene- und Zugangsregeln "müssen ein Weg in die Normalität und zur Verhinderung von zahlreichen Betriebsinsolvenzen sein".

    14.00 Uhr: Die aktuellen Zahlen für Bayern

    In Bayern sind inzwischen 36 520 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 1164 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlange auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 19 610 Menschen.

    13.50 Uhr: Gedenkstätten wollen trotz Corona-Krise an KZ-Opfer erinnern

    Im Freistaat soll auch in der Corona-Krise an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden. Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager Dachau und Flossenbürg will die Stiftung Bayerische Gedenkstätten mit Beiträgen im Internet an das Leid der Opfer erinnern. Zum Holocaust-Gedenktag in Israel am 20. April veranstaltet auch das NS-Dokumentationszentrum in München nach Angaben vom Freitag ein virtuelles Gedenken. Eine Teilnahme ist über die Facebook-Seite der Einrichtung möglich.

    Die Gedenkfeiern in Flossenbürg am 26. April und in Dachau am 3. Mai wurden wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Unter den Gästen wären Überlebende und Nachkommen von Überlebenden gewesen. Die Leiter der Gedenkstätten wollen nun Beiträge über das Schicksal von KZ-Häftlingen im Internet veröffentlichen. Zudem sollen Grußworte von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) online gestellt werden. Die Gedenkstätten bleiben vorerst geschlossen.

    Der BR berichtet mit einem Web-Dossier und mehreren Sendungen zum Thema an Kriegsende und Befreiung 1945.

    13.45 Uhr: Krankschreibungen: Ab Montag nicht mehr per Telefon

    Für Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden müssen Arbeitnehmer ab kommender Woche wieder zum Arzt gehen. Eine in der Corona-Epidemie eingeführte Ausnahmeregelung, dass dies auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt ging, wird nicht verlängert. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen

    12.00 Uhr: Münchner Opernfestspiele abgesagt

    Wie die Bayerische Staatsoper mitteilte, können die für Juni und Juli geplanten Festspiele auf Anordnung des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst nicht stattfinden. Ebenso entfallen alle sonstigen geplanten Vorstellungen dieser Spielzeit. Damit ist die Spielzeit 2019/20 der Bayerischen Staatsoper mit sofortiger Wirkung beendet.

    Die Absage der verbleibenden Saison und der Münchner Opernfestspiele schmerze sehr, so Intendant Nikolaus Bachler. Nachdem alle Planspiele zur gefahrlosen Durchführung der Festspiele sich als nicht praktikabel erwiesen hätten, werde nun geprüft, welche Premieren zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden könnten und welche Aktivitäten im digitalen Umfeld möglich seien.

    Bachler forderte die Politik auf, die Kultur, nicht "auf dem Abstellgleis" zu parken, sondern als unverzichtbar anzuerkennen. "Unser aller Gesundheit ist wichtig, zu ihr gehört aber auch unser soziales wie kulturelles Wohlbefinden."

    10.35 Uhr: Klinische Prüfung von Corona-Impfstoff geplant

    Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, hat angekündigt, dass demnächst auch in Deutschland die klinische Prüfung eines Impfstoffes anläuft. Weltweit seien bislang vier klinische Prüfungen gestartet worden, sagt Cichutek bei einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn. In Kürze werde auch eine erste klinische Prüfung in Deutschland beginnen. Nicht die Zulassung eines Impfstoffes dauere lange, sondern die Entwicklung, um zu einem wirksamen, aber auch verträglichen Impfstoff zu kommen.

    10.10 Uhr: Bayerische Schlösser bleiben geschlossen

    Alle Objekte der Bayerischen Schlösserverwaltung bleiben aufgrund der Corona-Pandemie bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Dies betrifft neben Schloss Neuschwanstein, Schloss Nymphenburg, Schloss Linderhof und der Münchener Residenz auch die Nürnberger Kaiserburg und die Würzburger Residenz. Dieser Schritt sei weiterhin nötig, um die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich vor einer Verbreitung des Coronavirus zu schützen, teilte die Schlösserverwaltung mit. Die Park- und Gartenanlagen sind weiterhin für einen Spaziergang geöffnet, allerdings nur unter Einhaltung der allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen (wie z. B. Gruppenbildung vermeiden, Abstand halten etc.).

    09.41 Uhr: "E.T."-Kameramann Allen Daviau an Covid-19 gestorben

    Der amerikanische Kameramann Allen Daviau, der mit Steven Spielberg Klassiker wie "E.T. – Der Außerirdische", "Die Farbe Lila" und "Das Reich der Sonne" drehte, ist tot. Er starb an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus, wie seine Sprecherin am Donnerstag dem US-Sender CNN mitteilte. Daviau, der in Los Angeles in einem Altersheim für Filmschaffende lebte, wurde 77 Jahre alt.

    Spielberg gedachte mit einem Tweet öffentlich seines Weggefährten, mit dem er bereits 1968 einen Kurzfilm drehte, bevor sie 1982 mit "E.T." Karriere machten: "Allen war ein wunderbarer Künstler, doch seine Wärme und Menschlichkeit waren ebenso stark wie seine Kameraarbeit. Er war ein einzigartiges Talent und ein großartiger Mensch".

    Seine Kameraarbeit brachte Daviau fünf Oscar-Nominierungen ein. Als letzten Film drehte Daviau 2004 den Horrorstreifen "Van Helsing".

    9.41 Uhr: AfD verlangt längerfristige Exit-Strategie

    Die AfD fordert von Bund und Ländern einen längerfristigen Fahrplan für weitere Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Die AfD sei gegen "weitere Freiheits- und Grundrechtsbeschränkungen", sagte Parteichef Tino Chrupalla dem Nachrichtensender "Phoenix". Die aktuelle Planung bedeute für viele Unternehmer zudem einen Zustand der "Perspektivlosigkeit". Auf der Grundlage der jüngsten Beschlüsse sei es für Firmeninhaber nahezu unmöglich zu entscheiden, etwa zwischen Kurzarbeit oder unvermeidbaren Entlassungen.

    Chrupalla erklärte, eine Lehre aus der Corona-Pandemie müsse sein, dass der Grad der Globalisierung in entscheidenden Bereichen wie Ernährung und Pharma zurückgefahren werden müsse. Die Bundesregierung müsse hier die Grundversorgung stärker national sicherstellen.

    09.00 Uhr: BLLV-Präsidentin Fleischmann unterstützt Corona-Pläne für die Schulen in Bayern

    Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann, hält die schulischen Entscheidungen der Staatsregierung im Freistaat für richtig. Das sagte sie im Interview im Bayerischen Rundfunk in der Sendung "Thema des Tages" auf B5 aktuell.

    Die jungen Schülerinnen und Schüler hätten mehr Probleme mit den Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen. Für die Älteren sei es gerade vor den Prüfungen wichtig, in Beziehung mit den Lehrern zu sein. Simone Fleischmann wörtlich: "Das ist genau das, was wir uns vorgestellt haben und das gibt den Jugendlichen in den Abschlussjahrgängen Sicherheit." Die Schulen in Bayern sollen am 27. April für die Abschlussklassen wieder öffnen. Die jüngeren Schüler müssen vorerst weiter zuhause lernen. Bayern weicht damit von den Empfehlungen der Wissenschafts-Akademie Leopoldina ab. Die Klassen mit Prüfungen im nächsten Jahr sollen ab 11. Mai wieder normalen Unterricht haben. Wie es dann weitergeht, darüber beraten derzeit die Kultusminister aller Bundesländer.

    Nach den Plänen des Kultusministeriums soll der Unterricht dann an die allgemeinen Corona-Regeln angepasst werden und das bedeutet kleinere Klassen, auf Abstand und Hygiene achten, keine Gruppenarbeit. Die BLLV-Präsidentin fordert, dass die Schulleiter in Bayern jetzt Zeit für dieses Management bekommen. Wörtlich sagte Fleischmann: "Es ist kein normales Schuljahr und es wird auch das nächste Jahr kein normales Schuljahr sein."

    08.01 Uhr: Spahn sieht Kliniken ab Mai wieder im Regelbetrieb

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, dass die Krankenhäuser in Deutschland ab Anfang Mai schrittweise wieder in den Regelbetrieb zurückkehren werden. Etwa 25 bis 30 Prozent der Intensiv-Beatmungsbetten sollten demnach aber weiterhin für Covid-19-Patienten frei gehalten werden. Durch die ergriffenen Maßnahmen habe das Land die erste Welle der Corona-Neuinfektionen aber so gut überstanden, dass nun eine neue Balance in den Krankenhäusern gefunden werden müsse.

    06.32 Uhr: Robert Koch-Institut meldet mehr als 4.500 neue Genesene

    Die Zahl der gemeldeten Genesenen nach Infektion mit dem Coronavirus ist binnen 24 Stunden um rund 4.700 auf knapp 82.000 Menschen angestiegen. Wie das Robert Koch-Institut weiter mitteilt, gab es im gleichen Zeitraum 299 weitere Corona-Todesfälle. Damit sind bislang 3.868 Menschen in Folge einer Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben. Die Zahl der gemeldeten Infektionsfälle stieg derweil um 3.380 auf 133.830.

    07.41 Uhr: Schäuble erwägt verkürzte Sommerferien

    Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat eine Verkürzung der Sommerferien ins Gespräch gebracht. "Bis auf Ausnahmen bleiben die Schulen noch einige Zeit geschlossen. Daher frage ich mich, ob die Verantwortlichen in den Ländern darüber nachdenken, die Schulferien in der Sommerzeit etwas zu verkürzen", sagte Schäuble der "Augsburger Allgemeinen". So könnten Schüler den wegen Corona versäumten Unterrichtsstoff nachholen.

    Widerspruch kam bereits vom Präsidenten des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger: "Zum jetzigen Zeitpunkt eine Diskussion um die Verkürzung von Sommerferien zu führen, geht eigentlich fehl", sagte Meidinger im Deutschlandfunk. "Ich glaube auch, dass das gar nicht mal den großen Effekt hat."

    04.49 Uhr: Chinas Wirtschaft erstmals geschrumpft

    Infolge der Corona-Krise ist die Wirtschaft in China im ersten Quartal erstmals seit fast drei Jahrzehnten geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt sank in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,8 Prozent, wie die nationale Statistikbehörde mitteilte. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt verzeichnet damit erstmals ein Negativwachstum, seit in den frühen 1990er Jahren mit dem Erfassen der vierteljährlichen Zahlen begonnen wurde.

    03.56 Uhr: Trump will Wirtschaft in drei Phasen wieder hochfahren

    US-Präsident Donald Trump will die USA mit neuen Richtlinien in der Corona-Krise in drei Phasen auf den Weg zur Normalität zurückführen und die Wirtschaft graduell wieder öffnen. Eine landesweite Schließung könne keine langfristige Lösung sein, sagte Trump im Weißen Haus. Nach Daten des US-Arbeitsministeriums haben innerhalb eines Monats rund 22 Millionen Menschen ihren Job verloren. Trump sagte: "Wir müssen eine funktionierende Wirtschaft haben. Und wir wollen sie sehr, sehr schnell zurückhaben."

    Lesen Sie hier die Details zu Trumps Drei-Phasen-Plan.

    03.51 Uhr: Ansteckungsrate sinkt auf 0,7 pro Kopf

    Die Ansteckungsrate mit dem Coronavirus ist in Deutschland auf 0,7 gesunken. Die vom Robert Koch-Institut kommunizierte Kennziffer gibt an, wie viele Menschen eine erkrankte Person im Durchschnitt infiziert. Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei drei, am 8. April bei 1,3. Damit geht die Zahl an Neuinfektionen also zurück.

    Donnerstag, 16. April 2020

    23.55 Uhr: Ein Drittel der Deutschen storniert oder verschiebt Sommerurlaub

    Unter dem Eindruck der Corona-Krise verschiebt oder storniert ein Drittel der Bürger in Deutschland laut aktueller Umfrage den geplanten Sommerurlaub. Wie aus dem „Deutschlandtrend“ hervorgeht, trifft dies auf 35 Prozent der Befragten zu. Konkret haben demnach 14 Prozent der Wahlberechtigten ihren Urlaub bereits storniert, 21 Prozent haben geplante Buchungen verschoben.

    Weiterhin kam bei der nieswöchigen Befragung heraus, dass ein knappes Drittel der Bundesbürger sich durch die derzeitigen Einschränkungen stark belastet sieht. Während 31 Prozent von einer starken Belastung sprechen, empfinden 43 Prozent die bestehenden Auflagen als weniger stark. Ein gutes Viertel (26 Prozent) fühlt sich durch den Lockdown überhaupt nicht belastet. Auffällig ist, dass besonders jüngeren Menschen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie besonders schwer fallen. Bei den unter 40-Jährigen sprechen 41 Prozent von starken bis sehr starken Belastungen und damit doppelt so viele wie bei den über 65-Jährigen (21 Prozent).

    20:15 Uhr: Verlängerungen in Portugal und Großbritannien, Lockerungen in Polen

    Portugal hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie den Ausnahmezustand um zwei Wochen bis zum 2. Mai verlängert. Ausgangsbeschränkungen und Schließung nicht als dringend notwendig eingestufter Einrichtungen und Unternehmen bleiben damit in Kraft. Auch in Großbritannien sind die geltenden Beschränkungen um mindestens drei weitere Wochen verlängert worden. Die Zahl der Toten im Königreich steigt nach jüngsten Daten schneller. Ganz anders in Polen. Dort lockert die Regierung ab Montag die Beschränkungen und fängt dabei mit Parks und Wäldern an. Zudem soll die Obergrenze für die Zahl der Kunden in Geschäften erhöht werden. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki will alle ein oder zwei Wochen weitere Lockerungen bekanntgeben. Die Grenzen sollen allerdings mindestens bis zum 3. Mai geschlossen bleiben.

    19:50 Uhr: Norwegen startet Tracing-App

    Norwegen hat die App "Smittestopp" gestartet. Sie soll mögliche Infektionen aufzuspüren. Die App, die zunächst in einzelnen Kommunen erprobt und dann im ganzen Land zugänglich sein wird, soll den Behörden anonymisierte Informationen über die Virusausbreitung geben. Wer sie auf seinem Smartphone hat, bekommt immer dann eine Benachrichtigung, wenn er in der Nähe eines anderen App-Nutzers gewesen ist, bei dem das Covid-19-Virus nachgewiesen wurde. Im Anschluss - so der Plan - kann sich die benachrichtigte Person schnell in Quarantäne begeben. Eine ähnliche Tracing-App wird auch gerade vom Robert Koch-Institut für Deutschland getestet.

    19.38 Uhr: Fast 100-jähriger Brite am Rollator sammelt Millionenspende

    Ein 99-jähriger Brite hat 100 Runden mit dem Rollator durch seinen Garten geschafft und so mehr als 15 Millionen Pfund (über 17 Millionen Euro) an Spenden gesammelt. Mit dem Geld will Tom Moore das Gesundheitswesen unterstützen. Er fühle sich gut, sagte der Kriegsveteran am Donnerstag im englischen Marston Moretaine in der Nähe von Cambridge nach der letzten Runde seiner Aktion. Viele Ärzte, Pfleger, Sportler und Politiker gratulierten dem Senior.

    18.53 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Italien steigt wieder an

    Die Zahl der Neuinfektionen in Italien steigt wieder an. Zuletzt habe es 3.786 neue Fälle gegeben, nach 2.667 am Tag davor, teilt der Zivilschutz mit. Damit gebe es insgesamt knapp 169.000 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten sei um 525 gestiegen, nach 578 am Vortag. Sie liege damit nun insgesamt bei 22.170. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sei den 13. Tag in Folge gesunken und liege aktuell bei 2.936.

    18.18 Uhr: Putin verschiebt Parade zum Siegestag wegen Coronavirus

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Parade zum 75. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Die Festlichkeiten am 9. Mai auf dem Roten Platz in Moskau würden später in diesem Jahr abgehalten, sagte Putin am Donnerstag im Fernsehen. Aufgrund der Pandemie seien öffentliche Versammlungen auf dem Platz zu gefährlich.

    17.55 Uhr: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung fordert Corona-Elterngeld

    Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) fordert in der Corona-Krise ein spezielles Elterngeld oder eine Elternzeit für erwerbstätige Eltern. Da auch nach den Bund-Länder-Beratungen vorerst nicht absehbar sei, wann der Schul- und Kita-Betrieb wieder vollständig aufgenommen werde, sei für erwerbstätige Eltern keine Entlastung in Sicht, teilte das Institut am Donnerstag in Berlin mit. "Ist gesundheitspolitisch keine Öffnung der Kitas absehbar, sollten erwerbstätige Eltern nicht nur von ihren Arbeitgebern, sondern auch von staatlicher Seite unterstützt werden."

    Mit der Einführung eines Corona-Elterngeldes oder einer Corona-Elternzeit hätten Eltern einen Rechtsanspruch auf Arbeitszeitreduzierung mit Kündigungsschutz und erhielten gegebenenfalls auch eine Einkommensersatzleistung. Es müsse anerkannt werden, dass nicht alle erwerbstätigen Alleinerziehenden und Familien mit zwei beschäftigten Elternteilen mehrere Monate lang ihre Erwerbstätigkeit in gewohntem Umfang aufrechterhalten können, wenn sie gleichzeitig Kinder betreuen und Home-Schooling organisieren müssen, mahnte das Institut.

    17.43 Uhr: Vorsitzender des Bayerischen Städtetags hält geplante Lockerungen der Corona-Maßnahmen für richtigen Weg

    Der Vorsitzende des Bayerischen Städtetags, Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU), hält die geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen für den richtigen Weg. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte er Donnerstagnachmittag, dass andere zwar mit weiteren Lockerungen gerechnet hätten. Er sei aber der Auffassung, lieber vorsichtig zu sein, weil die Folgen eines Rückfalls erheblich wären und noch länger Schwierigkeiten machen würden.

    17.38 Uhr: 17 Länder stellen sich hinter die WHO - und gegen Trump

    17 Länder der von Deutschland initiierten "Allianz für Multilateralismus" haben die Weltgesundheitsorganisation WHO im Streit um deren Rolle in der Corona-Krise demonstrativ unterstützt. In einer gemeinsamen Erklärung betonten die Außenminister am Donnerstag nach einer Videokonferenz die Bedeutung der globalen Zusammenarbeit und internationalen Organisationen im Kampf gegen die Pandemie. "Wir müssen in unserer Menschlichkeit vereint bleiben", heißt es darin. "Die Covid-19 Pandemie ist ein Weckruf für Multilateralismus." Man unterstütze den Aufruf der Vereinten Nationen zu globaler Solidarität in der Krise, "und besonders die Rolle der WHO bei der Koordination der Antwort auf die Epidemie im Gesundheitsbereich".

    US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag einen Stopp der Beitragszahlungen an die WHO angeordnet. Er machte die Organisation für die vielen Toten in der Krise mitverantwortlich und warf ihr vor, die Epidemie mit Missmanagement und Vertrauen auf Angaben aus China dramatisch verschlimmert zu haben.

    17.13 Uhr: Bayerischer Einzelhandel von Söders Kurs enttäuscht

    Der bayerische Einzelhandel hat die verzögerte Öffnung der Läden im Freistaat kritisiert. "Wir sind enttäuscht", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, am Donnerstag. Es gebe viel "Kopfschütteln, Wut und Unverständnis", weil der Freistaat die Beschränkungen eine Woche später als die übrigen Bundesländer lockere.

    Viele Händler "kämpfen ums Überleben, da zählt jeder Tag", sagte Ohlmann. Eine Woche ohne Umsatz bedeute für den bayerischen Einzelhandel - ohne Lebensmittelhandel - einen Ausfall von 1,1 Milliarden Euro. In den Bekleidungsgeschäften liege die Frühjahrsmode nun noch länger, "auch das ist verderbliche Ware". Weil die Läden in den anderen Ländern früher öffneten, sei Einkaufstourismus über die Landesgrenze die Folge: "Das haben wir ja bei den Garten- und Baumärkten schon gesehen.»"

    Dass Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche geschlossen bleiben, sei willkürlich. Ein Möbelgeschäft mit 2.000 Quadratmetern könne Abstandsregeln genauso einhalten wie ein kleiner Supermarkt, sagte Ohlmann. Dass Ministerpräsident Markus Söder eine Öffnung der großen Geschäfte und Kaufhäuser in circa zwei bis drei Wochen für denkbar halte, sei zu vage.

    17.10 Uhr: Corona-Krise: Leere Straßen New York locken Raser - mehr Strafzettel

    Die in der Corona-Krise deutlich leereren Straßen der Millionenmetropole New York ziehen Raser an. Mit automatischen Radarkontrollkameras würden derzeit täglich etwa doppelt so viel Strafzettel wegen überhöhter Geschwindigkeit ausgestellt wie im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres, berichtete die "New York Times". Am 27. März seien es beispielsweise 24.765 Strafzettel gewesen.

    16.43 Uhr: Appell der Finanzaufsicht an Banken: Auf Dividenden verzichten

    Deutschlands oberster Bankenaufseher hat eindringlich an die Kreditinstitute appelliert, ihrer Verantwortung in der Corona-Krise gerecht zu werden. Wer entgegen aller Empfehlungen erlaube, "dass sein Institut in diesen schweren Zeiten Dividenden ausschüttet, der sollte sich fragen, ob er noch das volle Vertrauen der Bankenaufsicht verdient", schrieb Raimund Röseler, Exekutivdirektor der Finanzaufsicht Bafin im aktuellen "Bafin-Journal".

    "Dividenden für das Geschäftsjahr 2019 sollen erst einmal bleiben, wo sie gerade am meisten gebraucht werden: im Bankensektor", forderte Röseler. "Die staatlichen Milliarden, die Freiräume, die wir den Banken derzeit geben, dürfen nicht dadurch zunichte gemacht werden, dass zugleich an anderer Stelle Kapital aus dem System abfließt."

    16.30 Uhr: Kliniken müssen ab sofort freie Intensivbetten melden

    Ab sofort müssen Kliniken mit Intensivstation in Deutschland jeden Tag bis 9.00 Uhr ihre aktuellen Bettenkapazitäten an das neu geschaffene Intensivregister melden. Das teilte die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) am Donnerstag in München mit. Eine entsprechende Verordnung hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erlassen.

    16.14 Uhr: Ferrari stellt Ventile für Beatmungsgeräte her

    Auch der Luxuswagenhersteller Ferrari widmet sich dem Kampf gegen Corona. Der Konzern produziere an seinem Stammsitz Maranello Ventile, mit denen Masken von Unterwasser-Schnorcheln zu Beatmungsgeräten umfunktioniert werden könnten, teilte das Unternehmen mit. Ferrari wolle noch in dieser Woche Krankenhäuser in ganz Italien beliefern.

    16.06 Uhr: EU-Kommission fordert Einhaltung von Asylrecht in Corona-Krise

    Ungeachtet der Corona-Krise dringt die EU-Kommission auf die Einhaltung des Asylrechts. Die Registrierung und Bearbeitung von Asylanträgen müsse fortgesetzt werden, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Handlungsempfehlung für die EU-Staaten. "Während sich unsere Lebensweise in den letzten Wochen drastisch verändert hat, darf das für unsere Werte und Prinzipien nicht gelten", sagte Vizekommissionspräsident Margaritis Schinas.

    Das Papier sieht in einigen Bereichen größeren Spielraum für die EU-Staaten vor. Persönliche Interviews mit Asylbewerbern könnten während der Krise entweder per Video geführt oder nötigenfalls auch weggelassen werden. Quarantäne und Isolationsmaßnahmen müssten angemessen und dürften nicht diskriminierend sein. Asylbewerber müssten nötige Gesundheitsversorgung erhalten.

    Bei der derzeit eingestellten staatlich organisierten Aufnahme von Flüchtlingen etwa aus Krisenregionen betont die EU-Behörde, dass die Vorbereitung für diese Umsiedlung so weit wie möglich fortgesetzt werden solle. So könnten die tatsächlichen Umsiedlungen zu einem späteren Zeitpunkt reibungslos wieder aufgenommen werden. Derzeit sind alle Umsiedlungsprogramme, bei denen Schutzbedürftige direkt aus ihren Herkunftsregionen nach Europa kommen, infolge der Coronavirus-Pandemie ausgesetzt.

    16.05 Uhr: Reiter: Entscheidung über Oktoberfest noch im April

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat eine Entscheidung zum Oktoberfest noch im April angekündigt. "Ich teile dabei die Skepsis von Ministerpräsident Söder, dass es aus heutiger Sicht schwer vorstellbar ist, dass das Oktoberfest als größtes Volksfest der Welt dieses Jahr stattfinden wird. Mit dem Ministerpräsidenten habe ich vereinbart, dass wir dazu noch im April eine Entscheidung treffen werden."

    Die Absage aller Großveranstaltungen in Bayern bis Ende August ist ein Signal, das gegen die Wiesn spricht. Ein Blick in die Geschichte zeigt zudem: Es wäre beileibe nicht die erste Absage des Oktoberfests – und auch nicht die erste wegen einer Epidemie.

    15.30 Uhr: 5,24 Millionen neue Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA

    Über fünf Millionen verlorene Arbeitsplätze allein in der vergangenen Woche: Die Talfahrt der US-Wirtschaft hält an. Insgesamt hat die Corona-Krise binnen vier Wochen 22 Millionen Amerikaner den Job gekostet. US-Präsident Donald Trump drängt angesichts dieser Zahlen auf eine rasche Aufhebung des "Shutdown" und will darüber in Kürze mit den Gouverneuren sprechen.

    Doch noch alarmierender als die Wirtschaftsdaten sind die aktuellen Corona-Fallzahlen.In den 50 Bundesstaaten der USA wurden mehr als 635.000 Corona-Infektionen gemeldet - so viele wie in keinem anderen Land der Welt. Die Zahl der Toten stieg zuletzt auf 31.000. Gewerkschaften, große Unternehmen und Gesundheitsexperten warnen vor einer zu frühen Lockerung der Beschränkungen.

    15.00 Uhr: Afrika und Asien: mehr Hungertote als Corona-Opfer

    Das katholische Hilfswerk missio München sieht die Auswirkungen der Corona-Schutzmaßnahmen in seinen Projektländern in Afrika und Asien mit Sorge. Es sei zu befürchten, dass nicht nur das Virus an sich wegen mangelnder Hygienestandards und maroder Gesundheitssysteme in jenen Staaten großen Schaden anrichten werde, erklärte missio-Präsident Wolfgang Huber. Nahezu täglich erreichten missio München alarmierende Nachrichten von Projektpartnern. Darin ist von von zunehmender staatlicher Willkür und Polizeigewalt die Rede. Schlimmer noch ist der Hunger.

    "Viele Familien in Indien leben von der Hand in den Mund. Wer durch den Lockdown seinen Job verliert, hat nicht einmal mehr Geld, sich etwas zu essen zu kaufen. Arbeitsverträge, soziale Absicherung - all das gibt es nicht", berichtet die Ordensoberin Nirmalini Nazareth aus Mumbai. In Kenia macht sich Schwester Esther Mwaniki Sorgen um die nomadische Bevölkerung: "Durch die Ausgangssperre können sie nicht mehr wie gewohnt mit ihren Tieren nach neuem Weideland und Wasserstellen suchen. Wir wissen von vielen Familien, die jetzt hungern." Besonders brisant sei die Lage auch auf den Philippinen, wo Präsident Rodrigo Duterte die Sicherheitskräfte angewiesen hat, bei Verstößen gegen die Ausgangssperre scharf zu schießen.

    14.00 Uhr: Regierung beschließt Arbeitsschutzstandards

    Die Bundesregierung hat nach Angaben von Arbeitsminister Hubertus Heil bundesweit einheitliche, ergänzende Arbeitsschutzstandards zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus beschlossen. Darin würden zehn Regeln "konkret und verbindlich formuliert", sagt der SPD-Politiker in Berlin.

    Konkret wird unter anderem grundsätzlich vorgegeben, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen auch bei der Arbeit einzuhalten ist - und zwar in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen. Dafür müssten Absperrungen, Markierungen oder Zugangsregelungen umgesetzt werden. Wo dies nicht möglich ist, seien alternativ etwa Trennwände zu installieren. Ist auch das nicht machbar, sollen die Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen für die Beschäftigten und auch für Kunden und Dienstleister zur Verfügung stellen.

    Abläufe sollen so organisiert werden, dass Beschäftigte möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben. Dies gelte etwa für Pausen, Schichtwechsel oder Anwesenheiten im Büro. Für Beschäftigte gelte der Grundsatz: "Niemals krank zur Arbeit", sagte Heil. Wer Symptome wie leichtes Fieber habe, solle den Arbeitsplatz verlassen oder zu Hause bleiben, bis der Verdacht ärztlich aufgeklärt ist.

    Es handele sich um verbindliche Regeln, sagte Heil. Die Behörden würden die Einhaltung auch stichprobenartig kontrollieren. Man gehe aber davon aus, dass sich die Unternehmen an die Vorgaben halten. Bei den Beratungen zu den neuen Regeln seien Arbeitgeber und Gewerkschaften mit an Bord gewesen. Es gehe nicht darum, die Wirtschaft mit Ordnungswidrigkeitenandrohungen zu belasten.

    13.25 Uhr: WHO: Europäische Länder sollen Beschränkungen nicht zu früh lockern

    Die Coronavirus-Pandemie hat Europa nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO immer noch fest im Griff. "Wir befinden uns weiterhin im Auge des Sturms", erklärte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, in Kopenhagen. Trotz einiger "optimistisch stimmender Anzeichen" in Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich und der Schweiz nehme die Zahl der Infektionen in Europa insgesamt weiter zu.

    In Ländern wie Großbritannien, der Türkei, der Ukraine, Belarus und Russland habe sich der Anstieg der Neuinfektionen nicht verlangsamt. In den vergangenen zehn Tagen habe sich die Zahl der Infektionen europaweit verdoppelt und nähere sich nun der Marke von einer Million, sagte Kluge. Damit entfielen rund die Hälfte aller bestätigten Infektionsfälle weltweit auf Europa.

    Er appellierte an die Länder, vor der Lockerung von Schutzmaßnahmen sicherzustellen, dass sich das Virus nicht unkontrolliert weiter verbreite. Zudem müsse das Gesundheitssystem in der Lage sein, bei einer Infektion die Kontakte des Betroffenen nachzuverfolgen, zu testen und zu isolieren. "Es ist unbedingt erforderlich, dass wir weiter wachsam bleiben", sagte Kluge.

    13.02 Uhr: Bayern lockert Ausgangsbeschränkungen leicht - große Skepsis in Sachen Oktoberfest

    Bayern lockert die Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung des Coronavirus minimal: Ab kommenden Montag ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt, so Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung in München.

    Nach den coronabedingten Schulschließungen soll der Betrieb dort ganz langsam wieder anlaufen: Ab dem 27. April sollen Abschlussklassen an Gymnasien, Real- und Mittelschulen als erste wieder zurück an die Schulen, ebenso Meisterklassen. Frühestens ab dem 11. Mai sollen an diesen Schulen die Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen. Wann alle übrigen Jahrgänge zurück an die Schulen dürfen, ist demnach noch offen. Auch die Kitas sollen zunächst geschlossen bleiben.

    Die Wiedereröffnung von kleineren Geschäften erlaubt Bayern mit einer Woche Verzögerung gegenüber dem Bund-Länder-Fahrplan: Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern dürfen ab dem 27. April wieder öffnen. Das betrifft laut Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) gut 80 Prozent der Geschäfte. Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen sind von der Quadratmeter-Grenze ausgenommen. Bau- und Gartenmärkte dürfen schon vom 20. April an wieder öffnen.

    In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr sollen Menschen in Bayern Schutzmasken über Mund und Nase tragen, empfohlen werden dafür sogenannte "Community-Masken". Sollte das nicht ausreichen, "erwägen wir dann auch eine Maskenpflicht", sagte Söder.

    Zu der Frage, ob das Oktoberfest stattfinden kann, äußerte sich Söder "sehr skeptisch". Er könne sich das eigentlich "nicht vorstellen".

    11.25 Uhr: Österreich will alle Menschen in Altenheimen testen

    Österreich will alle Mitarbeiter und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen auf das Coronavirus testen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien, dass dies "der ganz große, zentrale Schwerpunkt" der künftigen Teststrategie in der Alpenrepublik sei. Laut Anschober betrifft die Maßnahme 130.000 Menschen in mehr als 900 Einrichtungen.

    11.13 Uhr: "Rock am Ring" und "Rock am Park" abgesagt

    Wegen der verlängerten Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben die Veranstalter die Zwillingsfestivals "Rock am Ring" und "Rock im Park" Anfang Juni abgesagt. Das teilte der Veranstalter Live Nation am Donnerstag in Frankfurt mit. Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Mittwoch zwar auf erste vorsichtige Lockerungen in der Coronavirus-Krise verständigt.

    09.51 Uhr: Bund spannt Milliarden-Schutzschirm für Warenverkehr

    Die Bundesregierung spannt in der Corona-Krise einen weiteren milliardenschweren Schutzschirm, um den Warenverkehr und Lieferketten abzusichern. Wie das Wirtschafts- und das Finanzministerium mitteilten, geht es um ein Volumen von 30 Milliarden Euro. Ziel sei es, Lieferantenkredite deutscher Unternehmen zu sichern.

    Der Bund übernimmt demnach für das Jahr 2020 eine Garantie für Entschädigungszahlungen der Kreditversicherer von bis zu 30 Milliarden Euro. Die Kreditversicherer beteiligten sich substanziell.

    08.14 Uhr: Dreyer hofft auf Schulöffnungen bis Sommer

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hofft auf eine Wiederaufnahme des Unterrichts für alle Schüler noch in diesem Schuljahr. Dreyer verwies im Deutschlandfunk auf die Kultusministerkonferenz der Länder, die bis Ende April ein Konzept zur stufenweisen Schulöffnung vorlegen soll. "Unser Ziel wäre es, wenn es irgendwie möglich ist, dass alle Schüler und Schülerinnen vor der Sommerpause auch noch mal in die Schule gehen können." Aber dies werde vom Infektionsgeschehen abhängig sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, dass die Schulen für die meisten Schüler in der Corona-Krise erst einmal dicht bleiben sollen. In Bayern ist ein langsamer Einstieg geplant.

    05.10 Uhr: IWF: Pandemie bringt Asiens Wachstum zum Stillstand

    Asiens Wirtschaftswachstum wird in diesem Jahr laut einem Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zum ersten Mal seit 60 Jahren infolge der Corona-Epidemie ein Nullwachstum erleiden. Der Virus fordere einen "beispiellosen Tribut" an den Dienstleistungssektor der Region und die wichtigsten Exportziele, teilte der IWF am Donnerstag mit. Demnach werden die Auswirkungen des Coronavirus auf die Region "schwerwiegend, flächendeckend und beispiellos sein".

    04.04 Uhr: Schausteller warnen vor Massensterben von Volksfesten

    Die deutschen Schausteller warnen angesichts der dramatischen Folgen der Coronavirus-Krise für ihre Branche vor einem Massensterben der Volksfeste in Deutschland. "Eine 1200 Jahre alte Kultur in Deutschland steht auf dem Spiel", sagt der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, Albert Ritter, der "Augsburger Allgemeinen". Die 5.000 hauptberuflichen Schaustellerfamilien und ihre 55.000 Mitarbeiter stünden mit dem Rücken zur Wand.

    02.44 Uhr: Rekordzahlen in den USA, Trendwende in New York

    In den USA ist innerhalb von 24 Stunden die weltweite Höchstzahl von fast 2.600 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Laut Zählung der Johns-Hopkins-Universität starben seit dem Vortag 2.569 Menschen an Covid-19. Die Gesamtzahl der Todesopfer in den USA stieg damit auf mehr als 28.300.

    Im besonders von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York mehren sich derweil die Anzeichen für eine Trendwende. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern sei rückläufig, teilte Gouverneur Andrew Cuomo mit. "Das Gesundheitssystem hat sich stabilisiert", sagte Cuomo. 18.335 Menschen lägen demnach wegen Covid-19 in Kliniken - weniger als noch vor einigen Tagen.

    01.46 Uhr: Trump droht Kongress mit Zwangspause

    US-Präsident Donald Trump hat mit der Anordnung einer Zwangspause für das Parlament gedroht, um freie Stellen in seiner Regierung schnell ohne den Kongress besetzen zu können. Besonders wegen der Epidemie sei es nötig, dass seine Regierung freie Positionen endlich füllen könne, sagte Trump im Weißen Haus. Die Verfassung gebe ihm das Recht, eine solche Pause für den Kongress anzuordnen.

    Außerdem kündigte Trump einen Fahrplan zur Wiedereröffnung der Wirtschaft an, den er am Donnerstag vorstellen wolle. Die US-Daten würden darauf hindeuten, dass das Land "den Höhepunkt bei neuen Fällen überschritten" habe.

    Mittwoch, 15. April 2020

    22.37 Uhr: Hollywood-Promis versteigern für Spende Statistenrollen in nächsten Filmen

    Hollywoodstar Leonardo DiCaprio will Menschen in der Coronavirus-Krise mit der Chance auf eine Statistenrolle in seinem nächsten Film zum Spenden bewegen. Der "Titanic"-Darsteller und sein Schauspielkollege Robert DeNiro schlossen sich am Mittwoch einer Initiative an, die Fans im Gegenzug für eine Spende die Aussicht auf ein Treffen mit ihrem Idol bietet.

    Ein per Zufall ausgewählter Spender wird im nächsten Film der beiden, "Killers of the Flower Moon", eine Statistenrolle bekommen. Neben einem Mittagessen mit den beiden Hauptdarstellern und Regie-Altmeister Martin Scorsese wird der Gewinner auch zur Premierenfeier eingeladen.

    21.39 Uhr: New Yorks Gouverneur kündigt Maskenpflicht in der Öffentlichkeit an

    Im US-Bundesstaat New York soll laut Gouverneur Andrew Cuomo eine Maskenpflicht verhängt werden. Menschen müssten künftig in der Öffentlichkeit Mund und Nase bedecken, wenn sie nicht knapp zwei Meter Sicherheitsabstand zu anderen einhalten könnten, sagte Cuomo am Mittwoch. Wer allein auf einem leeren Bürgersteig laufe, müsse keinen Gesichtsschutz tragen - an einer belebten Kreuzung oder in öffentlichen Verkehrsmitteln werde dies aber Pflicht.

    20.43 Uhr: Amazon muss Betrieb in Frankreich stilllegen

    Nach einem Gerichtsurteil setzt Amazon den Betrieb seiner Verteilzentren in Frankreich vorläufig aus. Das teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Ein Gericht in Nanterre bei Paris hatte dem Online-Händler zuvor auferlegt, sich auf eine Auswahl wichtiger Artikel zu beschränken. Wie lange die Aussetzung laufen soll, wurde explizit nicht mitgeteilt. "Diese Woche werden wir die Mitarbeiter unserer Verteilzentren bitten, zuhause zu bleiben", schrieb das Unternehmen.

    Das Gericht hatte am Dienstag erklärt, der Online-Händler habe in der Coronavirus-Krise seine Verpflichtungen zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Angestellten in seinen Logistikzentren nicht ausreichend erfüllt. Amazon will juristisch gegen die Entscheidung vorgehen.

    19.45 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier will am Freitag Abstimmungen zu Lockerungen abstimmen

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will sich am Freitag mit den Wirtschaftsverbänden über den genauen Ablauf der Lockerungen abstimmen. Es solle, sobald es der Gesundheitsschutz zulasse, über mögliche weitere Lockerungen gesprochen werden, sagt Altmaier.

    19.10 Uhr: Geisterspiele noch offen

    Ob und ab wann in der Fußball-Bundesliga wieder ein Spielbetrieb ohne Publikum möglich sein wird, muss nach Worten von Ministerpräsident Markus Söder noch diskutiert werden. "Bundesliga war heute kein Thema", so Söder im Anschluss an die knapp vierstündigen Beratungen von Bund und Ländern. Die Deutsche Fußball Liga DFL arbeitet derzeit selbst an passenden Sicherheitskonzepten.

    18.52 Uhr: Vorerst keine Gottesdienste

    Öffentliche Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen soll es angesichts der Corona-Pandemie auch vorerst in Deutschland nicht geben. Das erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Zugleich wies Merkel auf den am Freitag stattfindenden Austausch zwischen Religionsvertretern und der Bundesregierung hin. Demnach soll dort ein "möglichst einvernehmlicher Weg" besprochen werden. Ausdrücklich bedankte sich die Kanzlerin bei den Kirchen. Obwohl keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden könnten, hätten sie Kreativität bewiesen und dafür gesorgt, dass die Menschen etwa durch Online-Gottesdienste ihre Religion weiter ausüben könnten.

    18.48 Uhr: Merkel: Wollen jede Infektionskette verfolgen

    Zur Eindämmung des Coronavirus setzt die Bundesregierung auf eine komplette Verfolgung der Infektionsketten. "Wenn wir jetzt mehr öffentliches Leben zulassen, in kleinen Schritten, dann ist es ganz wichtig, das wir noch besser die Infektionsketten verfolgen können", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin nach einem Gespräch mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. "Es muss unser Ziel sein, jede Infektionskette verfolgen zu können." Dann gelinge es auch, Infektionsherde einzugrenzen.

    18.45 Uhr: Söder: Bei Gastronomie keine rasche Lockerung in Sicht

    Restaurants, Biergärten und andere Gastronomiebetriebe können nach Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nicht auf rasche Lockerungen hoffen. "Man kann in der Gastronomie schon per se keinen Mundschutz organisieren", sagt Söder.

    18.42 Uhr: Bundesregierung empfiehlt Alltagsmasken im ÖPNV und Einzelhandel

    Im Kampf gegen das Coronavirus empfehlen Bund und Länder das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Eine generelle bundesweite Maskenpflicht soll es aber nicht geben. Dazu äußerte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Gesprächen mit den Ministerpräsidenten der Länder.

    18.39 Uhr: Merkel: Beim Schulstart "ganz behutsam" vorgehen

    Die Wiederöffnung der Schulen in Deutschland im Mai muss nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) "ganz behutsam" vonstatten gehen. "Ich weiß, wie viele Menschen in Deutschland gerade diese Diskussion verfolgen. Denn es ist natürlich eine ganz, ganz schwierige Situation für Eltern", sagte Merkel am Mittwoch nach Beratungen mit den Regierungschefs der Länder. Mit Blick auf den Schutz von Menschenleben müsse man hier "ganz behutsam, ganz schrittweise vorgehen".

    18.35 Uhr: Söder: Rückkehr zum Schulbetrieb in Bayern erst ab 11. Mai

    Besonders vom Coronavirus betroffene Länder können nach Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) von der gemeinsamen Bund-Länder-Linie abweichen. Bayern beispielsweise will mit dem Schulbetrieb erst ab 11. Mai statt ab 4. Mai schrittweise wieder beginnen. Mehr dazu hier.

    18.30 Uhr: Merkel: Schulbetrieb in Deutschland ab dem 4.Mai

    Der Schulbetrieb in Deutschland soll am 4. Mai beginnend mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und den obersten Grundschulklassen wieder aufgenommen werden. Dazu äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Gesprächen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Dabei ging es um Lockerungen der Beschränkungen in der Corona-Krise.

    18.26 Uhr: Friseure sollen sich auf Öffnung vorbereiten

    In der Corona-Krise sollen sich Friseure auf eine baldige Öffnung von Läden vorbereiten. Das geht aus dem Beschluss von Bund und Ländern hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach sollen sich Friseurbetriebe darauf vorbereiten, unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung den Betrieb ab dem 4. Mai wieder aufzunehmen.

    17.45 Uhr: 106-Jährige Britin ist älteste Genesene vom Coronavirus

    Die 106-jährige Connie Titchen gilt in Großbritannien als die älteste Person, die eine Infektion mit dem neuen Coronavirus überlebt hat. Als Titchen am Dienstag nach dreiwöchigem Aufenthalt das City Hospital in Birmingham verließ, applaudierten Mitarbeiter. In einer Mitteilung, die vom Krankenhaus veröffentlicht wurde, schilderte sie, sie "empfinde großes Glück, dass ich dieses Virus abgewehrt habe. Ich kann es nicht erwarten, meine Familie zu sehen."

    17.25 Uhr: Kontaktbeschränkungen grundsätzlich bis 3. Mai verlängert

    Im Kampf gegen das Coronavirus werden die seit Wochen geltenden Kontaktbeschränkungen für die Menschen in Deutschland grundsätzlich bis mindestens 3. Mai verlängert. Darauf verständigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

    17.18 Uhr: Geschäfte bis 800 Quadratmeter dürfen wieder öffnen

    In der Corona-Krise sollen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern unter Auflagen ab Montag wieder öffnen dürfen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Dies gilt unabhängig von der Verkaufsfläche auch für Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen. Mehr dazu hier.

    16.57 Uhr: Großveranstaltungen bis 31. August grundsätzlich untersagt

    Großveranstaltungen sollen wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich untersagt werden. Betroffen seien auch Fußballspiele. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf dieses prinzipielle Verbot. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, sollen demnach von den Länder getroffen werden. Vom Verbot betroffen seien unter anderem größere Konzerte, Schützenfeste oder Kirmes-Veranstaltungen. Diese Einschränkung trage effektiv zur Eindämmung des Corona-Virus bei und sorge zugleich für dringend notwendige Klarheit für Veranstalter, darunter viele Vereine, hieß es.

    16.43 Uhr: Schulstart in Deutschland schrittweise ab 4. Mai geplant

    Der Schulbetrieb in Deutschland soll am 4. Mai beginnend mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und den obersten Grundschulklassen wieder aufgenommen werden. Anstehende Prüfungen sind bereits vorher möglich. Darauf haben sich Bund und Länder verständigt, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

    16.05 Uhr: Bund und Länder: Masken in Handel und ÖPNV

    Im Kampf gegen das Coronavirus wollen Bund und Länder das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel "dringend" empfehlen. Eine generelle bundesweite Maskenpflicht soll es demnach aber nicht geben, wie die Deutsche Presse-Agentur aus den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin erfuhr.

    15.49 Uhr: Deutschland verlängert Grenzkontrollen bis zum 4. Mai

    Die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen an deutschen Grenzen werden um weitere 20 Tage verlängert. Das teilte das Bundesinnenministeriums am Mittwoch in Berlin mit. Über Einzelheiten dazu wollte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nach Angaben eines Sprechers auch mit den Ministerpräsidenten der von den Kontrollen betroffenen Bundesländer sprechen.

    15.30 Uhr: Stärkste Produktions-Bremsung in der US-Industrie seit 1946

    Die US-Industrie hat im März wegen der Corona-Krise ihre Produktion so stark gedrosselt wie seit 1946 nicht mehr. Die Betriebe stellten 6,3 Prozent weniger her als im Vormonat, wie die Notenbank (Fed) am Mittwoch in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang von 3,2 Prozent gerechnet. Die gesamte Produktion - zu der auch Versorger und Bergbau beitragen - schrumpfte um 5,4 Prozent und damit ebenfalls stärker als erwartet.

    15.10 Uhr: Corona-Fallzahlen Bayern: LGL meldet 34.664 Infizierte

    In Bayern gibt es Stand heute (15.04.20, 10.00 Uhr) 34.664 Menschen, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen auf seiner Homepage mit. Das sind 751 gemeldete Fälle mehr als gestern (14.04.20). Insgesamt sind laut LGL 995 Menschen gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Von der Gesamtzahl der Infizierten gelten 16.310 Fälle als genesen. Menschen gelten demnach als genesen, wenn deren Meldedatum länger als zwei Wochen zurückliege, kein Krankenhausaufenthalt ohne bekannten Entlassungsdatum vorliege und kein Todesfall gemeldet wurde.

    15.00 Uhr: Innenministerium berät mit Religionsgemeinschaften

    Die Bundesregierung will an dem wegen der Corona-Pandemie verhängten Versammlungsverbot in Gotteshäusern erst einmal noch festhalten. Am kommenden Freitag werde Innen-Staatssekretär Markus Kerber mit den Vertretern der verschiedenen Religionsgemeinschaften aber ein Gespräch führen. Dabei werde es auch um Voraussetzungen für mögliche Lockerungen der Gotteshäuser betreffenden Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung gehen. Zur Teilnahme an dem Gespräch seien Vertreter der Katholischen Kirche, der Evangelischen Kirche, der Orthodoxen Bischofskonferenz, des Zentralrats der Juden sowie des Koordinierungsrats der Muslime eingeladen.

    14.45 Uhr: Schnelle Informationen über negative Corona-Tests per SMS

    Um Betroffene nach einem Test auf das Coronavirus schneller über ein negatives Ergebnis zu informieren, hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) einen SMS-Service gestartet. Bislang sei eines der großen Hindernisse gewesen, dass von den getesteten Menschen keine korrekten Daten vorlagen oder dass sie nicht telefonisch erreichbar waren, teilte die KVB am Mittwoch mit. Die SMS könne versandt werden, sobald die KVB von den Laboren die Mitteilung erhalten habe. Deshalb werde empfohlen, beim Test dem Arzt die Mobilfunknummer mitzuteilen.

    14.40 Uhr: Toshiba schließt Werke

    Der japanische Industriekonzern Toshiba macht wegen der Corona-Krise vom 6. bis zum 15. Mai seine Werke und Büros in Japan dicht, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldet. Damit müssten bis zu 76.000 Mitarbeiter zu Hause bleiben.

    14.30 Uhr: Irak entzieht Nachrichtenagentur Reuters Lizenz

    Der Irak hat der internationalen Nachrichtenagentur Reuters wegen ihrer Berichterstattung in der Corona-Krise für drei Monate die Lizenz entzogen. Zusätzlich solle Reuters eine Strafe von 25 Millionen Dinar (etwa 19.000 Euro) zahlen, teilte die Agentur mit. Sie zitierte dazu aus einem Schreiben der irakischen Medienaufsicht. Reuters hatte Anfang April mit Verweis auf Quellen aus dem Gesundheitssystem berichtet, dass es im Irak Tausende bestätigte Covid-19-Fälle gebe. Offiziell lag die Zahl damals bei 772. "Wir versuchen die Angelegenheit zu regeln", hieß es in einer Mitteilung der Nachrichtenagentur. Man bedauere die Entscheidung der Behörden, stehe aber zu dem Bericht. Er basiere auf gut informierten Quellen.

    13.56 Uhr: Frankreich zahlt Mitarbeitern des Gesundheitssystems Boni

    Der französische Ministerpräsident Edouard Philippe sagt Mitarbeitern des Gesundheitssystems in den am stärksten von der Pandemie betroffenen Landesteilen einen Bonus in Höhe von 1500 Euro zu. Zusätzlich sollten Überstunden besser bezahlt werden, kündigt er nach einer Kabinettssitzung an.

    13.29 Uhr: Tour de France wird auf 29. August verschoben

    Die Tour de France 2020 wird aufgrund der Coronakrise verschoben und soll nun vom 29. August bis 20. September ausgetragen werden. Dies teilte der Veranstalter ASO mit. Der ursprüngliche Etappenplan wird beibehalten. Die Tour hätte eigentlich am 27. Juni in Nizza beginnen und am 19. Juli traditionell auf den Pariser Champs-Elysees enden sollen. Am Montag hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron jedoch alle Großveranstaltungen bis zum 11. Juli verboten.

    Mit der Tour de France, Frankreichs wichtigstem Sportereignis, wird auch das letzte Großereignis des Sommers wegen der Corona-Pandemie nicht nach Plan ausgetragen. Zuvor waren die Olympischen Spiele sowie die Fußball-EM ins Jahr 2021 verschoben und Wimbledon abgesagt worden. Die Große Schleife ist seit ihrer Premiere 1903 nur im Zuge der beiden Weltkriege abgesagt worden. Am 13. März war mit dem 103. Giro d'Italia bereits die erste große Landesrundfahrt vorläufig abgesagt worden, hier steht ein neuer Termin noch nicht fest. Mehr dazu hier.

    11.35 Uhr: EU will Exit-Flickenteppich verhindern

    Beim schrittweisen Ausstieg aus den Corona-Auflagen will die Europäische Union mit gemeinsamen Regeln einen Flickenteppich verhindern. Die 27 EU-Mitgliedsländer sollten zusammen Kriterien für die Lockerung der Beschränkungen für Bürger und Wirtschaft festlegen, erklärten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel in Brüssel in gemeinsam vorgelegten Empfehlungen. Ohne Abstimmung bestehe das Risiko negativer Auswirkungen auf andere EU-Staaten und politischer Konflikte.

    10.52 Uhr: Bund will offenbar Kontaktbeschränkungen bis 3. Mai

    Der Bund will den Ländern vorschlagen, die bestehenden Kontaktbeschränkungen für die Bürger noch mindestens bis zum 3. Mai aufrecht zu erhalten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einer Schaltkonferenz des Kanzleramts mit den Staatskanzleichefs der Länder am Vortag.

    10.03 Uhr: Giffey fordert schrittweise Kita-Öffnungen

    Vor den Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) eine schrittweise Öffnung der Kitas gefordert. Den Vorschlag er Nationalakademie Leopoldina, die Einrichtungen bis zu den Sommerferien weitgehend geschlossen zu lassen, halte sie "nicht für einen guten Weg", sagte Giffey am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". "Wir müssen hier zu einer schrittweisen Rückkehr zur Normalität kommen."

    Giffey verwies unter anderem auf die Betreuungsprobleme alleinerziehender Erwerbstätiger. Auch müsse daran gedacht werden, dass ältere Kita-Kinder auf den Wechsel zur Grundschule vorbereitet werden müssten. Und es gebe Kinder, die zu Hause "in einer eher schwierigen Lage" lebten.

    10.01 Uhr: Bundesregierung rechnet bis Jahresmitte mit Rezessionen

    Die Bundesregierung rechnet bis zum Frühsommer mit einer schrumpfenden Wirtschaft infolge der Corona-Krise. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit März in der Rezession. Diese wird voraussichtlich bis Mitte des Jahres andauern", heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums.

    Allein durch den ab Mitte März geltenden Shutdown dürfte das Bruttoinlandsprodukt im gesamten ersten Quartal "merklich" zurückgehen. Die negative Entwicklung dürfte sich im April noch verstärken. "Auch wenn erste Schutzmaßnahmen danach wieder etwas gelockert werden könnten, wird die Konjunktur weiterhin sehr gedämpft verlaufen und sich nur nach und nach beleben", so das Ministerium.

    08.28 Uhr: Lehrerpräsident: Schulstart nächste Woche "definitiv nicht" sinnvoll

    Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, hat sich gegen einen flächendeckenden Schulstart nach den Osterferien ausgesprochen. "Nein, definitiv nicht", sagte Meidinger in der ARD auf die Frage, ob es verantwortungsvoll sei, wenn Schüler am Montag in ihre Klassenzimmer zurückkehren würden. Die Schulen brauchten Zeit, um etwa Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln vorzubereiten und Klassenräume entsprechend anders zu möblieren. "Da brauchen wir schon 'ne Woche, bis wir das alles hinkriegen."

    05.16 Uhr: 285 Tote in Deutschland binnen 24 Stunden

    In Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) die Zahl der Infektionsfälle um 2.486 auf 125.584 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 285 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gemeldet worden, teilt das RKI auf seiner Internet-Seite mit. Insgesamt beläuft sich damit nach Zählungen des RKI die Zahl der an dem Virus gestorbenen Menschen in Deutschland auf 3.254. Rund 72.600 Menschen sind demnach genesen.

    04.31 Uhr: Größte Rückholaktion steht kurz vor Abschluss

    Nachdem die Bundesregierung vor rund vier Wochen die historisch größte Rückholaktion des Landes begonnen hat, sind inzwischen mehr als 225.000 im Ausland gestrandete Deutsche wieder zu Hause. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur unter Berufung auf das Auswärtige Amt muss nur noch eine "mittlere vierstellige Zahl" an Reisenden ausgeflogen werden. Die meisten davon hielten sich demnach noch in Südafrika, Argentinien und Peru auf. Die größte Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik dürfte damit in wenigen Tagen abgeschlossen sein. Die Botschaften kümmerten sich dann aber weiter um Einzelfälle.

    03.24 Uhr: UN-Chef kritisiert USA für WHO-Beitragsstopp

    UN-Generalsekretär António Guterres hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump kritisiert, mitten in der Corona-Pandemie die Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Eis zu legen. Es sei "nicht die Zeit, Ressourcen für die Anstrengungen der WHO oder irgendeiner anderen humanitären Organisation im Kampf gegen das Virus zu reduzieren", sagte Guterres in einer Mitteilung. "Jetzt ist die Zeit für Einheit und für eine Zusammenarbeit der internationalen Gemeinschaft in Solidarität, um das Virus und seine erschütternden Konsequenzen zu stoppen."

    00.33 Uhr: Trump will US-Zahlungen an WHO stoppen

    Mitten in der Coronavirus-Pandemie legt US-Präsident Donald Trump die Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Eis. Er habe die Regierung angewiesen, die Beitragszahlungen zu stoppen, während überprüft werde, welche Rolle die WHO bei der "schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus" gespielt habe, sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Rosengarten des Weißen Hauses.

    Dienstag, 14. April 2020

    20.39 Uhr: Mehr als 100.000 bestätigte Infektionen in Frankreich

    Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Frankreich ist auf mehr als 100.000 gestiegen. Es seien rund 103.500 Fälle registriert, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Dienstagabend in Paris. Mindestens 15.700 Menschen seien in Folge einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 seit Beginn der Pandemie gestorben.

    19.25 Uhr: UN-Generalsekretär warnt vor "Epidemie der Falschnachrichten"

    UN-Generalsekretär António Guterres hat Anbieter sozialer Medien zum stärkeren Kampf gegen Falschnachrichten in der Corona-Krise aufgefordert. Die Plattformen müssten mehr tun, um "Hass und schädliche Behauptungen über COVID-19" an der Wurzel zu packen, sagte Guterres in einer am Dienstag veröffentlichten Video-Botschaft. Wilde Verschwörungstheorien infizierten das Internet, die "Epidemie der Falschnachrichten" verbreite sich viral und stigmatisiere Menschen und Gruppen.

    19.00 Uhr: Kindergärten und Schulen in Dänemark öffnen wieder

    In Dänemark können ab Mittwoch Zehntausende Kinder wieder in die Krippe, den Kindergarten oder die Schule gehen. Nach Fortschritten im Kampf gegen die Corona-Pandemie öffnet das skandinavische Land seine Schul- und Tageseinrichtungen für Kinder bis einschließlich zur fünften Schulklasse. Damit sollen Eltern entlastet werden, die ihre jüngeren Kinder bislang neben der Arbeit zu Hause betreuen mussten. Die Einrichtungen müssen dabei aber bestimmte Anforderungen wie einen ausreichenden Abstand zwischen den Kindern erfüllen können.

    18.57 Uhr: Tschechische Regierung stellt Exit-Plan vor

    Tschechien will die eingeführten Beschränkungen im Einzelhandel und im Gastgewerbe bis zum 8. Juni schrittweise abbauen und zur Normalität zurückkehren. Das gab Industrie- und Handelsminister Karel Havlicek nach der Kabinettssitzung am Dienstag bekannt.

    Bereits ab Montag dürfen Handwerksbetriebe, Wochenmärkte und Autohändler wieder öffnen; später folgen in zweiwöchigen Abständen kleinere und dann größere Einzelhandelsgeschäfte. Restaurants, Hotels und große Einkaufszentren bekommen als letzte grünes Licht. Ab der zweiten Juniwoche sollen Theatervorstellungen und andere Veranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmern möglich sein.

    18.23 Uhr: Cannes-Filmfestival soll in anderer Form stattfinden

    Das Filmfestival in Cannes soll in diesem Jahr in einer neuen Form stattfinden. Wegen der Epidemie sei die "ursprüngliche Form" nicht umsetzbar, teilen die Organisatoren mit. Man werde hoffentlich bald mitteilen können, wie genau die Veranstaltung 2020 ablaufen werde.

    18.14 Uhr: Adidas bekommt Milliardenkredit von Förderbank KfW

    Der Sportartikelhersteller Adidas erhält wegen der Folgen der Corona-Pandemie einen Milliardenkredit von der staatlichen Förderbank KfW. Die KfW habe eine Darlehenszusage in Höhe von 2,4 Milliarden Euro gegeben, dazu kämen Zusagen eines Bankenkonsortiums in Höhe von 600 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Der Kredit wurde auch von der Bundesregierung genehmigt.

    17.42 Uhr: Abholzung in Amazonien nimmt während Corona-Krise enorm zu

    Im Schatten der Covid-19-Pandemie ist die Abholzung in Amazonien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 50 Prozent gestiegen. Darauf deuten brasilianischen Medienberichten zufolge die vorläufigen Zahlen des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) für die ersten drei Monate dieses Jahres hin.

    Das Inpe wertet Satellitenbilder aus, um Abholzung und Brandrodung zu erfassen. Mit einer schnellen Erhebung untersucht es die Veränderungen des Waldes in Echtzeit. Die Zahlen des Inpe geben so auch einen Hinweis darauf, wie sich die offizielle Entwaldungsrate bezogen auf ein Jahr entwickeln könnte. Die Rate bezieht sich auf den Zeitraum von August bis Juli. Demnach sind im Januar, Februar und März dieses Jahres 796,08 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt worden. Das ist der höchste Wert, den das Inpe seit der Einführung des Systems zur schnellen Erhebung 2016 festgestellt hat. 2019 wurden für diesen Zeitraum 525,63 Quadratkilometer gemessen.

    16.39 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Pflegeheimen laut Studie stark unterschätzt

    Etwa jeder zweite Todesfall durch das Coronavirus in fünf europäischen Ländern wird einer Studie zufolge aus einem Pflegeheim gemeldet. Eine Forschergruppe der London School of Economics hat für ihre Untersuchung die offiziellen Daten von fünf Ländern ausgewertet: Italien, Spanien, Irland, Belgien und Frankreich. Demnach traten je nach Land zwischen 42 und 57 Prozent aller Todesfälle durch den neuartigen Erreger in Heimen auf.

    Die Wissenschaftler betonten am Dienstag, dass ihre Studie nur bedingt aussagekräftig sei: Die einzelnen Länder zählten die Fälle auf verschiedene Weisen; auch die Definition von "Pflegeheim" unterscheide sich von Staat zu Staat. Dies könnte die Ergebnisse beeinflusst haben, erläutern die Experten. Dennoch dürfe das Ausmaß der Infektionen und Todesfälle in den Heimen nicht ignoriert werden.

    16.37 Uhr: Scholz hält trotz Corona am Zeitplan für Grundrente fest

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) geht trotz der Corona-Krise von einer planmäßigen Einführung der Grundrente zum Jahreswechsel aus. "Wir werden die Grundrente zum 1. Januar 2021 einführen", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zuvor hatte die Deutsche Rentenversicherung Bund erklärt, wegen der Corona-Pandemie und den daraus folgenden erschwerten Arbeitsbedingungen sei der Zeitplan für die Einführung des Vorhabens in Gefahr.

    16.36 Uhr: 1.000 Migranten aus griechischen Camps ziehen in leerstehende Hotels

    Angesichts der Gefahr durch das Coronavirus werden die Flüchtlingscamps auf den griechischen Inseln leicht entlastet. Aus den Lagern auf Lesbos und den anderen Inseln würden etwa 1.000 besonders gefährdete Migranten in leerstehende Hotels umziehen, schrieb EU-Innenkommissarin Ylva Johansson am Dienstag auf Twitter. Dies sei möglich durch Bemühungen des UN-Flüchtlingshilfswerks, der Internationalen Organisation für Migration, der griechischen Regierung und der EU-Kommission.

    16.31 Uhr: NRW will Schulen und Kitas schrittweise öffnen

    In Nordrhein-Westfalen sollen Kinder, die kurz vor der Einschulung stehen, bald wieder die Kindertagesstätten besuchen dürfen. In der kommenden Woche werde die Notfallbetreuung für diese Kinder noch fortgesetzt. "Danach schlage ich vor, den letzten Jahrgang vor der Einschulung wieder zuzulassen", sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag.

    Auch Schulen sollen nach den Osterferien schrittweise wieder öffnen. Das sei ihr "festes Ziel", um vor allem die Durchführung von Prüfungen und die Vergabe von Abschlüssen zu ermöglichen, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

    16.12 Uhr: Viele EU-Staaten wollen Schulen bald wieder öffnen

    Nach den Schulschließungen in der Corona-Krise hat etwa die Hälfte der 27 EU-Staaten bereits konkrete Pläne, die Kinder wieder in die Klassenzimmer zurückkehren zu lassen. Sechs bis sieben Staaten wollten dies bereits bis Ende April tun, sieben bis acht weitere dann im Mai, berichtete die kroatische Bildungsministerin Blazenka Divjak am Dienstag nach einer Videokonferenz mit ihren EU-Kollegen. Die übrigen Länder hätten sich noch nicht festgelegt oder wollten die Schulen bis zum Jahresende geschlossen halten.

    16.10 Uhr: Alkohol schützt laut WHO Europa nicht gegen Corona

    Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO räumt mit der mancherorts verbreiteten Annahme auf, alkoholische Getränke könnten gegen das neuartige Coronavirus schützen. "Angst und Fehlinformationen haben einen gefährlichen Mythos erzeugt, dass der Konsum von hochprozentigem Alkohol das Covid-19-Virus abtöten kann. Das tut er nicht", teilte das Regionalbüro am Dienstag in Kopenhagen mit.

    15.00 Uhr: DFL verschiebt Entscheidung über Bundesliga-Fortsetzung

    Die Deutsche Fußball Liga verschiebt ihre Entscheidung über eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison in die nächste Woche. Die für Freitag geplante außerordentliche Mitgliederversammlung zu weiteren Maßnahmen in der Corona-Krise werde auf den 23. April verlegt, teilte die DFL am Dienstag mit.

    14.55 Uhr: Zahl neuer Todesfälle in den USA vorerst rückläufig

    Die Zahl neu erfasster Corona-Todesfälle in den USA ist zuletzt gesunken. Am vergangenen Freitag war in den Vereinigten Staaten der international bislang höchste bekannte Wert registriert worden: Innerhalb von 24 Stunden waren laut Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität mehr als 2.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

    Seitdem gingen die Zahlen in den USA über mehrere Tage nach unten. Nach dem Höchstwert von 2.108 Todesfällen am Freitag wurden in den vergangenen Tagen USA-weit innerhalb von 24 Stunden jeweils 1.877, 1.557 und zuletzt 1.509 neue Todesfälle erfasst. Ob damit bereits eine längerfristige Trendwende eingeleitet ist, ist jedoch unklar.

    14.50 Uhr: Europäische Bauern fürchten Flut neuer Milchseen

    Statt sich über Einnahmen zu freuen, drohen die europäischen Bauern in diesem Frühjahr in neuen Milchseen zu ertrinken. Der Preis für Magermilchpulver lag nach Angaben des European Milk Board (EMB), dem Dachverband der europäischen Milcherzeuger, jüngst bei nur noch 211 Euro pro 100 Kilogramm. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies zwar eine Zunahme von elf Prozent, doch die Preise gingen seit Februar wöchentlich zurück. Deutsche Erzeuger warnen zudem vor einer Beschleunigung des Höfesterbens.

    14.46 Uhr: 65 Prozent weniger Passagiere am Flughafen München

    Der Betrieb am Flughafen München ist in Folge der Corona-Pandemie massiv eingebrochen, und das ganze Ausmaß zeigt jetzt die neueste Quartalsbilanz: Das Passagieraufkommen ging im März gegenüber dem Vorjahr um 65 Prozent zurück. Im gesamten ersten Quartal wurden knapp 7,5 Millionen Passagiere und damit rund 25 Prozent weniger als im Vorjahr gezählt. Die Zahl der Flugbewegungen sank in den ersten drei Monaten um 19 Prozent auf 78.000 Starts und Landungen und speziell im März um rund die Hälfte auf 17.000.

    14.38 Uhr: Millionen Kindern droht laut UNO Ansteckung mit Masern

    Weil viele Länder im Kampf gegen das Coronavirus ihre Impfprogramme einschränken, könnten rund 117 Millionen Kinder weltweit nach UN-Angaben an Masern erkranken. Gegenwärtig hätten 24 Länder ihre großangelegten Impfkampagnen ausgesetzt, 13 weitere hätten ihre Impfprogramme unterbrechen müssen, teilten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Dienstag mit.

    14.35 Uhr: US-Bundesstaaten erlauben Kirchen Ausnahmen bei Corona-Maßnahmen

    In den US-Bundesstaaten werden die Maßnahmen zur Vermeidung der Coronavirus-Ausbreitung mit Blick auf religiöse Gemeinschaften unterschiedlich streng ausgelegt. Laut einer Übersicht des "Religion News Service" (RNS) reicht das Spektrum von vollständigen Versammlungs- und Gottesdienstverboten bis hin zu keinerlei Einschränkungen.

    14.35 Uhr: Studenten fordern "Kann-Semester" mit Aussetzung der Regelstudienzeit

    Das anstehende Sommersemester soll nach dem Willen von Studierendenvertretungen als "Kann-Semester" gewertet werden. Neben der Aussetzung der Regelstudienzeit und der freiwilligen Nutzung von Lehrangeboten fordern sie mit einer Petition auch die Verschiebung aller Fristen und das Recht, Prüfungen wiederholen zu können. Hintergrund sind die Einschränkungen wegen der Corona-Krise, wie die Initiatoren von der Studierendenvertretung der Hochschule München am Dienstag mitteilten.

    14.33 Uhr: IWF rechnet mit schwerer globaler Rezession

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr mit einer schweren Rezession in der Eurozone. Die Wirtschaftsleistung werde um 7,5 Prozent schrumpfen, betonte der IWF am Dienstag in seiner jüngsten Prognose zur globalen Konjunkturentwicklung. In Deutschland soll die Wirtschaft demnach im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent schrumpfen, in Italien sogar um 9,1 Prozent. Noch im Januar hatte der IWF für die Eurozone für 2020 ein Wachstum von 1,3 Prozent prognostiziert.

    "Die Welt hat sich in den vergangenen drei Monaten dramatisch verändert", sagte IWF-Chefökonomin Gita Gopinath am Dienstag zum neuen Weltwirtschaftsausblick. 2020 werde vermutlich die schlimmste Rezession seit der Großen Depression in den 1930er Jahren bringen. "Diese Krise ist wie keine andere bisher." Die wirtschaftliche Lage sei noch schlimmer als in der Finanzkrise 2008/09. Für das nächste Jahr erwartet der IWF eine kräftige Erholung, räumt aber ein, dass diese Schätzung in erster Linie von der Dauer der Pandemie abhängt und am Ende auch Makulatur sein kann.

    14.31 Uhr: Unterricht von zu Hause macht Eltern laut Umfrage Probleme

    Der Unterricht von zu Hause ist für viele Eltern eine starke Belastung. Bei einer Online-Umfrage des Bayerischen Elternverbands (BEV) sagten mehr als die Hälfte der teilnehmenden Eltern, es sei "viel Aufwand", "sehr viel Aufwand" oder gar unmöglich. Dadurch komme es verstärkt zu Streit und Stress in den Familien, Eltern würden für die Kinder zu ständig unzufriedenen "Antreibern" in Sachen Schule, schrieb der BEV-Vorsitzende Martin Löwe in einem offenen Brief an Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Die Rolle der Eltern sollte sich darauf beschränken, «das Lernen zu Hause strukturell zu unterstützen, nicht jedoch, die Lehrkräfte zu ersetzen». Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

    14.30 Uhr: Handel dringt auf rasche Öffnung der Läden

    Nach mehr als vier Wochen Stillstand in den deutschen Einkaufstraßen und Shopping-Centern wird der Ruf nach einer Wiederöffnung der Geschäfte im Handel immer lauter. "Wenn die Läden in den Innenstädten noch lange flächendeckend schließen müssen, droht eine gewaltige Pleitewelle und somit ein bleibender Schaden für unsere vitalen Stadtzentren", warnte am Dienstag der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth.

    Der Einzelhandel müsse flächendeckend wieder öffnen dürfen, sobald dies gesundheitspolitisch vertretbar sei, verlangte er einen Tag vor der für Mittwoch erwarteten Entscheidung von Bund und Ländern über eine Lockerung der strengen Regeln in der Corona-Krise.

    14.30 Uhr: Deutschland für G20-Schuldenerleichterungen für ärmste Staaten

    Deutschland unterstützt Regierungskreisen zufolge Bemühungen, besonders armen Staaten in der Corona-Krise Schuldenerleichterungen zu gewähren. Die Pandemie sei ein globales Problem und könne entsprechend auch nur durch gemeinsames Handeln bewältigt werden, sagte ein Regierungsvertreter am Dienstag. "Sie ist auch eine Bewährungsprobe für die G20."

    Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer wollen am Mittwoch per Video-Schalte beraten. Dabei werde es um Hilfen für die Gesundheitssysteme und wirtschaftspolitische Maßnahmen gehen, sagte der deutsche Regierungsvertreter.

    14.22 Uhr: Fast 34.000 Infizierte in Bayern

    Nach den Osterfeiertagen ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Bayern auf insgesamt 33.913 gestiegen - Stand: 14. April, 10.00 Uhr. Das meldet das Erlanger Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Das sind 584 Personen mehr als am Ostermontag. Insgesamt sind bisher 891 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben. Das entspricht 57 neu gemeldeten Todesfällen. Die Oberpfalz ist mit mehr als 341 Infizierten pro 100.000 Einwohnern weiterhin am stärksten betroffen, dicht gefolgt von Oberbayern (327 pro 100.000 Einwohner). Das LGL sieht inzwischen 14.910 Covid-19-Erkrankte als genesen an. Das bedeutet, dass sie vor mehr als zwei Wochen als Corona-Patient gemeldet wurden und mittlerweile weder im Krankenhaus liegen, noch gestorben sind.

    13.53 Uhr: Kritik an WHO-Zustimmung für Lebendtier-Märkte in China

    Der australische Premierminister Scott Morrison hat die Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation WHO für die Wiedereröffnung von Märkten für lebende Tiere in Wuhan als "unverständlich" bezeichnet. Die Märkte, auf denen Tiere vor Ort geschlachtet werden, gelten als möglicher Grund für die Übertragung des Coronavirus Sars-CoV-2 auf den Menschen und den Beginn der Pandemie in der chinesischen Stadt Wuhan. Morrison sagte dem Sender Nine Network: "Wir müssen die Welt vor möglichen Quellen von Ausbrüchen dieser Art von Viren schützen. Es ist zu oft passiert. Ich bin völlig fassungslos wegen dieser Entscheidung."

    Die WHO schrieb dazu, es genüge, wenn auf den sogenannten Wet Markets keine illegal gejagten Wildtiere verkauft werden und die Behörden Regeln für Lebensmittelsicherheit und Hygiene durchsetzen: "Wet Markets und andere Lebensmittelmärkte müssen nicht geschlossen werden."

    WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus ist aus den USA und anderen Staaten wiederholt vorgeworfen worden, zu unkritisch gegenüber China zu sein.

    13.34 Uhr: Weniger Neuinfektionen machen Spanien Hoffnung

    Spanien hat am Dienstag bei den Corona-Neuinfektionen den niedrigsten Anstieg seit Verhängung der Ausgangssperre vor einem Monat registriert. Die Zahl der gemeldeten Infektionen sei um 1,8 Prozent auf 172.541 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Anfang April hatte der tägliche Zuwachs noch bei rund acht Prozent gelegen. Bei der Zahl der Corona-Toten gab es den Angaben zufolge nach einem Rückgang am Montag nun einen leichten Anstieg auf 567 Fälle. Damit starben in Spanien bereits 18.056 Infizierte.

    Der Leiter von Spaniens Zentrum für Gesundheitsnotfälle, Fernando Simón, sagte: "Die Tendenz ist gut, in Übereinstimmung mit dem, was wir in den vergangenen Wochen beobachten." Dies entlaste die Krankenhäuser, die Intensivstationen stünden allerdings weiterhin "unter Druck".

    Spanien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern weltweit. Im Kampf gegen das Virus verhängte die Regierung am 14. März eine Ausgangssperre, die noch mindestens bis zum 25. April gelten soll. Seit Montag dürfen Fabrik- und Bauarbeiter jedoch wieder zur Arbeit gehen.

    13.12 Uhr: Verbraucher kaufen wegen Corona gerne an der frischen Luft ein

    Verkäufer von Obst und Gemüse, Käse, Fisch oder Blumen unter freiem Himmel haben im Februar deutlich mehr Umsatz gemacht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Summe um 8,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Statistiker nehmen an, dass viele Verbraucher lieber auf dem Markt einkaufen gehen, weil sie an der frischen Luft eine geringere Ansteckungsgefahr vermuten.

    Verkaufsstände und Märkte konnten ein höheres Umsatzplus verbuchen als der Einzelhandel insgesamt, der 6,4 Prozent mehr einnahm, wie die Statistiker mitteilten. Ein weiterer Grund für das lebhafte Geschäft könnte sein, dass viele Verbraucher wegen der Einschränkungen infolge der Coronavirus-Pandemie mehr Zeit zum Einkaufen haben.

    12.47 Uhr: Bayernweit 200 Soldaten im Corona-Einsatz

    Zur Bekämpfung des Coronavirus sind in Bayern derzeit rund 200 Soldaten der Bundeswehr im Einsatz. Etwas mehr als 100 von ihnen seien im Rahmen von Hilfeleistungen beispielsweise in Pflege- und Altenheimen eingesetzt, sagte Sprecher Carsten Spiering vom Landeskommando in Bayern. Weitere 100 aktive Soldaten und Reservisten beraten demnach zivile Behörden und Stellen. Dazu zählten beispielsweise Krisenstäbe in Städten und Landkreisen. Zusätzliche knapp 100 Soldaten stünden für den Einsatz bereit.

    An 15 Orten im Freistaat waren die Soldaten zuletzt im Einsatz, besonders in der Oberpfalz und in Oberbayern, so Spiering. 35 Soldaten und damit die meisten seien derzeit in Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Bamberg eingesetzt. Neben der vor allem logistischen Unterstützung in Heimen helfen die Soldaten Spiering zufolge beim Betrieb vom Corona-Teststationen, der Verteilung von medizinischer Schutzausrüstung oder durch Beratung im Sanitätsbereich.

    12.35 Uhr: Spahn setzt auf gemeinsame Linie bei Corona-Lockerungen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt darauf, dass Bund und Länder bei der möglichen Lockerung der Corona-Maßnahmen an einem Strang ziehen werden. Von den Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Länderchefs am Mittwoch erwarte er eine "einheitliche Entscheidung", sagte Spahn in Gießen.

    Mit Blick auf die derzeit recht gute Lage in den Krankenhäusern sagte Spahn, er habe lieber eine Debatte über freie Intensivbetten als Bilder wie es sie aus anderen Ländern gebe. Dass zu jeder Zeit ausreichend Beatmungs- und Intensivkapazitäten zur Verfügung stehen, müsse "Maßstab für jede mögliche Rückkehr in den Alltag" sein. Diese habe schrittweise zu erfolgen, damit "wir die Kontrolle über den Ausbruch behalten".

    Zu möglichen Lockerungen im Einzelhandel sagte Spahn, wenn bestimmte Bereiche zeigten, dass diese unter Einhaltung von Hygieneregeln möglich seien, könne das gemacht werden.

    12.16 Uhr: Großer Andrang auf Geschäfte in Österreich

    Nach vierwöchiger Schließung wegen der Corona-Krise haben in Österreich wieder zahlreiche Geschäfte geöffnet. Von der Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen profitierten kleine Läden wie Buchgeschäfte, Parfümerien und Boutiquen. Auch Bau- und Gartenmärkten war es erlaubt, unter strengen Hygiene-Auflagen wieder Kunden zu bedienen. Vereinzelt bildeten sich bei einigen Baumärkten schon vor Öffnung der Geschäfte lange Schlangen. Zu den Vorschriften zählt das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Abstandhalten. Dies gilt auch für jeden, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist.

    Mit der stufenweise Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen wagt Österreich als eines der ersten Länder in Europa einen Schritt in Richtung Normalität. Händler, die zu viele Kunden hereinlassen, müssen mit bis zu 3.600 Euro Strafe rechnen.

    Österreich steht im internationalen Vergleich in der Coronakrise aktuell gut da. Die Infektionszahlen sind eher niedrig, die Zahl der Genesenen hoch. Angesichts der günstigen Entwicklung zog Bundeskanzler Sebastian Kurz eine positive Zwischenbilanz. "Wir sind auf Kurs", sagte er in Wien. Weiter gelte die Maßgabe: "So viel Freiheit wie möglich, so viel Einschränkungen wie notwendig." Mit dem großen Andrang bei den Baumärkten habe er gerechnet. Auch hier würden sich aber offenkundig alle Kunden an die Hygiene-Vorschriften halten.

    11.25 Uhr: Söder warnt vor "Überbietungswettbewerb" beim Corona-Exit

    Vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel über Wege aus den Anti-Corona-Maßnahmen am Mittwoch hat Bayerns Regierungschef Markus Söder vor einem Überbietungswettbewerb gewarnt. "Wir brauchen einen sicheren und besonnenen Weg aus der Corona-Krise", schrieb der CSU-Politiker auf Twitter. "Unsere Maßnahmen wirken, aber wir dürfen keinen Rückschlag riskieren." Vorsichtige Erleichterungen könne es nur mit zusätzlichem Schutz geben. "Es sollte kein Überbietungswettbewerb entstehen, der die Menschen verunsichert."

    "Wir sind noch lang nicht über den Berg", warnte Söder. Am Mittwoch werde man deshalb über ein "abgestimmtes Konzept" reden. Daher lohne es sich, alle Argumente und Gutachten genau zu lesen und zu bewerten. Die nationale Wissenschafts-Akademie Leopoldina hatte am Montag für einen "realistischen" Zeitplan zurück zur Normalität plädiert. Die Wissenschaftler empfahlen, Grundschulen sowie Unter- und Mittelstufen baldmöglichst wieder zu öffnen. Zudem liegt den Landesregierungen eine Ausarbeitung eines von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) berufenen Expertenrats vor.

    10.55 Uhr: RKI sieht Ausbreitung des Virus noch nicht gestoppt

    Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, ruft dazu auf, trotz "einiger positiver Tendenzen" bei der Entwicklung der Infektionszahlen die Abstands- und Hygieneregeln weiterhin unvermindert einzuhalten. "Lassen Sie uns nicht nachlassen", sagte Wieler in Berlin. Die ergriffenen Maßnahmen wirkten. Die Zahlen hätten sich aber "auf einem relativ hohen Niveau eingependelt", es gebe keinen eindeutigen Trend, dass sie zurückgingen.

    Daher gelte es, die getroffenen Verhaltensmaßnahmen aufrechtzuerhalten, die Ausbreitung des Coronavirus sei noch nicht gestoppt. "Wir können noch nicht von einer Eindämmung sprechen", sagte Wieler, "wir sehen eine Verlangsamung." Das RKI strebe an, dass die sogenannte Reproduktionszahl unter eins gehe oder bei eins sei – dass ein Infizierter das Virus also höchstens im Durchschnitt an eine Person oder weniger weitergibt. Derzeit berechnet das RKI diesen Faktor mit 1,2.

    Zu den Empfehlungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina zu einer baldigen Wiederaufnahme des Unterrichts in der Sekundarstufe I sagte Wieler, sein Institut habe eine "etwas differenzierte Einschätzung" zum Vorgehen bei Schulöffnungen. Das RKI sei der Meinung, dass es "epidemiologisch sehr viel Sinn macht", erst ältere Schüler wieder zu unterrichten. Es sei zu erwarten, dass diese die Abstandsregeln besser einhielten.

    In Deutschland sind laut einer Auswertung der dpa bis Dienstagvormittag mehr als 126.600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mindestens 2.998 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 68.200 Menschen die Infektion überstanden. Die tatsächliche Zahl dürfte noch weit darüber liegen.

    10.17 Uhr: Sechs Todesfälle in Pappenheimer Seniorenheim

    Dramatisch sind die Ostertage in einem Seniorenheim in Pappenheim im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen verlaufen: Wie das Landratsamt mitteilt, starben seit Mitte vergangener Woche über Ostern sechs Bewohnerinnen und Bewohner an einer Corona-Infektion. Demnach starb zunächst eine Bewohnerin des Georg-Nestler-Hauses. Daraufhin wurden die 42 Heimbewohnerinnen und -bewohner sowie das Pflegepersonal auf das Sars-CoV-2-Virus getestet. Bei 29 Seniorinnen und Senioren sowie bei acht von 21 Mitarbeitenden fiel der Test positiv aus. Alle Bewohner wurden daraufhin in Einzelzimmer insoliert, bis Ostermontag starben jedoch fünf weitere Corona-infizierte Heimbewohner. Sie alle waren intensive Pflegefälle. Nun wird ein Notfallplan umgesetzt. Die Kontakte zur Außenwelt wurden noch stärker reduziert, die Einrichtung erhält zusätzliches Schutzmaterial.

    09.27 Uhr: Walter-Borjans plädiert für vorsichtige Lockerungen

    In der Debatte um die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie wirbt SPD-Chef Norbert Walter-Borjans für vorsichtige Lockerungen. Die Restriktionen in der jetzigen Form weiter aufrechtzuerhalten, werde zunehmend "zur psychischen und wirtschaftlichen Belastung", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Allerdings könne der Hebel nicht einfach "wieder von null auf eins" umgelegt werden, dafür bleibe die Lage zu fragil.

    "Wir alle haben ein Interesse daran, die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen", sagte der Parteivorsitzende weiter. "Mir ist ein Haushaltswaren- oder ein Möbelgeschäft, das ich nur mit Atemschutz betreten kann, jedenfalls lieber als geschlossene Läden, die die Versorgung einschränken und hunderttausende wirtschaftlicher Existenzen bedrohen."

    Walter-Borjans bezeichnete es als "unzumutbar" für Eltern und Kinder, wenn die Schulen noch länger geschlossen blieben. Allerdings bedeute eine Öffnung, "dass die Infektionsgefahr deutlich ansteigen wird". Somit sei jede Lockerung der behördlichen Auflagen "eine Gewissensfrage, die nicht nur zwischen, sondern auch in den Parteien" intensiv diskutiert werden müsse.

    09.02 Uhr: Bayern plant Hilfspaket für Sportvereine

    Nach Aussage von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will sich dass bayerische Kabinett am Dienstag mit einem Hilfspaket für Sportvereine befassen. Diese hatten über Einbußen in Höhe von 200 Millionen Euro geklagt. Herrmann sagte am Morgen im Bayerischen Rundfunk: "Ich will mich dafür einsetzen, dass unsere Vereine nicht pleitegehen." Am kommenden Dienstag würden dazu Vorschläge erarbeitet.

    Herrmann kann sich zudem vorstellen, dass es im Herbst wieder Fußballspiele mit Publikumsbeteiligung gibt. In den nächsten Wochen werde man darüber reden, sogenannte Geisterspiele abzuhalten, die live im Fernsehen laufen. Je nach Infektionssituation sei aber vorstellbar, dass im Herbst wieder Zuschauer in die Stadien kommen.

    Zu möglichen Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen wollte sich Herrmann im BR-Interview nicht äußern. Er verwies auf die Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch sowie auf die Sitzung des bayerischen Ministerrates am Donnerstag. Ziel der Konferenz mit der Kanzlerin sei es, eine gemeinsame Linie zu finden. Aber man dürfe auch nicht vergessen, dass Bayern durch die vielen Menschen, die das Virus aus Skigebieten mitbrachten, besonders hohe Infektionszahlen habe.

    Rückblickend auf das Osterwochenende lobte der bayerische Innenminister das Verhalten der Menschen in Bayern: Die überwältigende Mehrheit habe sich an die Ausgangsbeschränkungen gehalten.

    08.32 Uhr: Maas wirbt für EU-weit einheitliche Corona-App

    Außenminister Heiko Maas (SPD) hat sich für eine einheitliche Corona-App in der Europäischen Union ausgesprochen, um die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 zu bremsen. "Wichtig ist, dass wir nicht bei einem Flickenteppich aus 27 Corona-Apps und 27 Datenschutzregimen landen, sondern möglichst abgestimmt vorgehen", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Damit leisten wir auch einen Beitrag, Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen in der EU schnell und dauerhaft wieder abzubauen."

    Europa könne dabei Vorbild für andere Regionen sein.Eine Corona-App auf freiwilliger Basis werde ein wichtiger Teil der Exit-Strategie sein, betonte Maas. "Die Technik kann helfen, Kontaktpersonen in Sekunden zu benachrichtigen und Infektionsketten zu unterbrechen." Dafür müssten nicht "die Big-Brother-Methoden autoritärer Staaten" kopiert werden, sagte der Außenminister. Die Europäer könnten dies "auch ohne Preisgabe persönlicher Daten organisieren".

    08.05 Uhr: Karliczek für Mund-Nase-Masken in der Öffentlichkeit

    Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) plädiert für das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes im öffentlichen Raum als Voraussetzung für das Lockern der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise. Alle Vorsichtsmaßnahmen wie die Abstands- und Hygienegebote müssen weiterhin strikt eingehalten werden, sagte sie der "Passauer Neuen Presse". Zudem sollten sich die Bundesländer auf einheitliche übergeordnete Kriterien für die Öffnung von Schulen einigen.

    Bund und Länder wollen am Mittwoch beraten, ob die bis 19. April geltenden Kontaktbeschränkungen geändert und Einrichtungen wieder geöffnet werden. Die Forschungsgemeinschaft Leopoldina hatte am Montag dazu eine Stellungnahme vorgelegt und unter strengen Voraussetzungen unter anderem eine schrittweise Öffnung des Bildungsbereichs empfohlen.

    07.46 Uhr: Indien verlängert Ausgangssperren

    Indien verlängert die Ausgangssperren wegen des Coronavirus um mindestens zweieinhalb Wochen. Die ursprünglich bis Dienstag befristete Maßnahme werde bis mindestens 3. Mai verlängert, sagte Premierminister Narendra Modi. In wirtschaftlicher Hinsicht zahle das Land zwar einen "hohen Preis" für die Ausgangssperren, aber Menschenleben seien wichtiger.

    In Indien wurden nach offiziellen Angaben bislang rund 7.500 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, 240 Menschen starben an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

    Der Bundesstaat Maharashtra, in dem auch die Finanzmetropole Mumbai liegt, ist mit mehr als 1.600 Infektionsfällen und mehr als 110 Toten besonders stark betroffen. Zudem herrscht große Besorgnis angesichts einer möglichen Ausbreitung des Virus in den dicht besiedelten Slums der Großstädte.

    06.58 Uhr: Australien und Neuseeland halten trotz Erfolgen an Corona-Beschränkungen fest

    Trotz Erfolgen im Kampf gegen das Coronavirus halten Australien und Neuseeland an den verhängten Ausgangs- und Reisebeschränkungen fest. Das Land sei noch "viele Wochen" davon entfernt, Auflagen wie etwa Abstandsregeln aufheben zu können, sagte Australiens Premierminister Scott Morrison. Er verwies auf Länder wie Singapur und Südkorea, die Beschränkungen aufgehoben und dann eine zweite Infektionswelle erlebt hätten. In Australien ist die Zahl neuer Fälle deutlich zurückgegangen. Von Sonntag bis Montag wurden 63 Neuinfektionen registriert, der niedrigste Zuwachs seit einem Monat.

    Neuseeland verzeichnete am Dienstag acht neue Fälle des Coronavirus, das ist der niedrigste Anstieg seit mehr als drei Wochen. Man sei im Kampf gegen das Virus "relativ erfolgreich", sagte Premierministerin Jacinda Ardern. Eine Aufhebung von Corona-Beschränkungen schloss aber auch sie vorerst aus.

    Beide Länder hatten ihre Grenzen für Ausländer geschlossen. Heimkehrende Einwohner müssen für 14 Tage in Quarantäne. In Neuseeland gilt zudem eine strenge Ausgangssperre.

    06.12 Uhr: Türkei lässt zehntausende Häftlinge wegen Corona frei

    Das türkische Parlament hat einen umstrittenen Gesetzentwurf zur Freilassung zehntausender Strafgefangener aufgrund der Coronavirus-Pandemie gebilligt. Er sieht die Freilassung von rund 90.000 Insassen aus überfüllten Gefängnissen wegen der Coronavirus-Pandemie vor. Ein Teil von ihnen soll vorzeitig aus der Haft entlassen werden, andere sollen unter Hausarrest gestellt werden.

    Von dem Gesetz ausgenommen sind politische Gefangene, die nach den umstrittenen Antiterrorgesetzen der Türkei angeklagt sind. Human Rights Watch und Amnesty International hatten das Gesetz deshalb scharf kritisiert.

    Vor der Parlamentsdebatte hatte Justizminister Abdülhamit Gül den Tod von drei Gefängnisinsassen infolge einer Coronavirus-Infektion bekanntgegeben. Insgesamt haben sich den Angaben zufolge bereits 17 Freigänger aus fünf Gefängnissen mit dem Virus angesteckt. In der Türkei gibt es mehr als 61.000 Corona-Infizierte, etwa 1.300 Menschen sind bislang an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

    05.28 Uhr: Lambrecht nennt Einschränkung von Grundrechten "angemessen"

    Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat die Einschränkung der Grundrechte aufgrund der Corona-Krise als "angemessen" bezeichnet. "Niemand in der Bundesregierung" sei "daran interessiert, die Maßnahmen auch nur einen Tag länger aufrecht zu erhalten als unbedingt notwendig", sagte Lambrecht dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Als Justizministerin werde sie darauf "hinwirken, dass die Einschränkungen keinen Tag länger aufrechterhalten werden als unbedingt nötig ist, um Leben und Gesundheit zu schützen".

    Das Engagement der Bundesregierung sei darauf gerichtet, die durch die Coronavirus-Pandemie entstandene Krise zu bewältigen. "Oberstes Gebot" sei "der Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung". Dies werde auch vom Bundesverfassungsgericht gefordert. Vor diesem Hintergrund müssten "sehr schwere Entscheidungen" getroffen werden, sagte Lambrecht. "Dabei sind verhältnismäßige Einschränkungen einiger Grundrechte nicht vermeidbar."

    04.56 Uhr: EU-Kommissionsvize will Wiederaufbaufonds in Billionenhöhe

    Um die gesamteuropäische Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder anzukurbeln, hat EU-Komissionsvizepräsident Vadis Dombrovskis einen europäischen Wiederaufbaufonds in Billionenhöhe in Aussicht gestellt. Der Fonds könne mit Anleihen finanziert werden, die mit einer Bürgschaft der EU-Mitgliedstaaten unterlegt würden, sagte Dombrovskis dem Handelsblatt. Im Gespräch sei eine Größenordnung von bis zu 1,5 Billionen Euro.

    Der Haushalt müsse im Mittelpunkt des Wiederaufbaus stehen, sagte Dombrovskis der Zeitung. Es gehe dabei "eher nicht" um höhere Beiträge von Nettozahlen wie Deutschland, betonte er. Die EU-Kommission arbeite vielmehr an "neuen Finanzierungsinstrumenten". Eine schwere Rezession als Folge der Corona-Krise nannte der Vize-Kommissionspräsident "unvermeidlich". Möglich sei sogar eine schlimmere Situation als nach der Finanzkrise 2009. In einer derart schweren Krise müsse man "aus alten Denkmustern ausbrechen".

    01.00 Uhr: Österreich setzt erste Lockerungen in Kraft

    Mit der stufenweise Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen wagt Österreich als eines der ersten Länder in Europa einen Schritt in Richtung Normalität. Von Dienstag an dürfen alle kleinen Läden mit weniger als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie die Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen. Davon profitieren können rund 80 Prozent aller Einzelhändler. Allein in Wien dürfen somit rund 4.500 Läden wieder ihre Waren verkaufen.

    Alle Kunden und Mitarbeiter müssen allerdings einen Mundschutz tragen, der Mindestabstand von einem Meter ist einzuhalten und die Zahl der Kunden im Verkaufsraum wird begrenzt. Das Bedecken von Mund und Nase durch einen speziellen Schutz oder einen Schal wird in allen öffentlichen Verkehrsmitteln zur Pflicht. Auch die Ausgangsbeschränkungen bleiben im Prinzip bis Ende April in Kraft. Die Öffnungszeiten der Geschäfte sind auf 7.40 Uhr bis 19 Uhr beschränkt. Händler, die zu viele Kunden ins Lokal lassen, müssen mit bis zu 3.600 Euro Strafe rechnen.

    Im internationalen Vergleich ist die Entwicklung bei den Coronafällen in Österreich eher günstig. Insgesamt gibt es aktuell in der Alpenrepublik rund 6.500 Menschen, die mit Sars-CoV-2 infiziert sind. Rund 1.000 Patienten liegen im Krankenhaus.

    Montag, 13. April 2020

    22.45 Uhr: Studie mit Chloroquin wegen Herzproblemen teilweise gestoppt

    Eine Studie zur Behandlung von Coronavirus-Infektionen mit dem Medikament Chloroquin ist wegen Herzrhythmusproblemen bei manchen Teilnehmern teilweise gestoppt worden. Brasilianische Wissenschaftler hatten das Malaria-Medikament auf seine Wirksamkeit gegen Covid-19 untersucht. Seit langem ist bekannt, dass es schwere Nebenwirkungen haben kann, darunter eine Änderung des Herzschlags, die zu einem plötzlichen Tod führen kann.

    Bei der in der brasilianischen Stadt Manaus durchgeführten Studie war geplant gewesen, an 440 schwerkranken Covid-19-Patienten Chloroquin in zwei Dosen zu testen. Die Forscher veröffentlichten Ergebnisse schon nachdem 81 Patienten mit dem Präparat behandelt worden waren.

    21.26 Uhr: Israel verhängt erneut Ausgangssperre

    Israel hat eine Ausgangssperre zum Ende des einwöchigen, jüdischen Pessachfestes verhängt. Von Dienstag bis Donnerstag dürften die Bürger ihre Häuser außer für dringende Besorgungen nicht verlassen, teilte der rechtskonservative Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montagabend mit. Die Regierung hatte mehrfach die Sorge geäußert, dass Zusammenkünfte zum Pessachfest die Ausbreitung des Coronavirus massiv befeuern könnten.

    20.14 Uhr: Ausgangssperre in Frankreich wird bis zum 11. Mai verlängert

    Die bestehende Ausgangssperre in Frankreich wird bis zum 11. Mai verlängert. Das kündigte Staatspräsident Emmanuel Macron am Montagabend in einer Fernsehansprache an. Es gebe Hoffnung, so Macron. Aber in der Region Grand Est oder im Großraum Paris seien die Krankenhäuser überlastet.

    Nach dem 11. Mai soll es laut Macron erste Lockerungen geben. Diese müssten aber schrittweise erfolgen und die Regeln könnten auch wieder angepasst werden, hieß es weiter. Zuerst sollen demnach die Kindertagesstätten und Schulen schrittweise wieder öffnen. Restaurants und Cafés bleiben vorerst weiter geschlossen.

    Die strengen Regeln gelten bereits seit dem 17. März und wurden schon einmal verlängert. Die Französinnen und Franzosen dürfen nur das Haus verlassen, wenn es unbedingt nötig ist. Spaziergänge, Gassigehen oder Sport sind nur eine Stunde pro Tag im Radius von einem Kilometer zur Wohnung erlaubt.

    19.48 Uhr: WHO weiß noch nicht, ob genesene Corona-Patienten immun sind

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiß noch nicht, ob genesene Corona-Patienten immun gegen eine weitere Ansteckung mit dem Virus sind. Der WHO-Leiter für Notfälle, Dr. Mike Ryan, sagte, er und seine Kollegen gingen davon aus, dass Menschen, die Covid-19 überlebt haben und eine erkennbare Menge Antikörper haben, über ein gewisses Niveau an Schutz verfügten. Sie wüssten aber nicht, wie lange dieser Schutz wirksam sei und hätten noch nicht genug Informationen für eine klare Einschätzung.

    18.59 Uhr: Österreich beginnt ab Dienstag mit Lockerung der Corona-Maßnahmen

    Österreich beginnt am Dienstag nach vier Wochen im Notbetrieb mit der Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen. In einem ersten Schritt dürfen alle kleinen Läden mit weniger als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie die Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen. Verbunden ist das Vorgehen mit strengen Auflagen.

    Alle Kunden und Mitarbeiter müssen einen Mundschutz tragen, der Mindestabstand von einem Meter ist einzuhalten und die Zahl der Kunden im Verkaufsraum wird begrenzt. Das Bedecken von Mund und Nase durch einen speziellen Schutz oder einen Schal wird in allen öffentlichen Verkehrsmitteln zur Pflicht. Auch die Ausgangsbeschränkungen bleiben bis Ende April in Kraft.

    18.42 Uhr: Walter-Borjans für Lockerung der Corona-Maßnahmen

    Der SPD-Co-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hat sich für eine schrittweise Lockerung der Beschränkungen im Zuge der Corona-Krise ausgesprochen. Die Restriktionen in der jetzigen Form aufrechtzuerhalten, werde aus seiner Sicht zunehmend auch zur "psychischen und wirtschaftlichen Belastung", sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

    "Wir alle haben ein Interesse daran, die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen", so WalterBorjans. "Mir ist ein Haushaltswaren- oder ein Möbelgeschäft, das ich nur mit Atemschutz betreten kann, jedenfalls lieber als geschlossene Läden, die die Versorgung einschränken und Hunderttausende wirtschaftlicher Existenzen bedrohen."

    18.36 Uhr: US-Außenminister lobt Zusammenarbeit mit Merkel in Virus-Krise

    US-Außenminister Mike Pompeo hat die Zusammenarbeit mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kampf gegen die Pandemie gelobt. "In Zeiten wie diesen arbeiten tolle Partner wie Deutschland und Bundeskanzlerin Merkel an der Seite der Vereinigten Staaten, um gute Ergebnisse zu erzielen", sagte Pompeo in einem Interview mit "Bild Live" laut Vorabbericht. Dies geschehe "letztlich nicht nur für die Menschen in Deutschland und den USA, sondern auch für Menschen auf der ganzen Welt".

    18.35 Uhr: Zahl der Toten in Italien auf über 20.000 gestiegen

    In Italien ist die Zahl der Coronavirus-Toten am Montag auf mehr als 20.000 angestiegen. Wie der Zivilschutz am Abend in Rom mitteilte, starben seit Sonntag 566 Menschen nach einer Infektion. Die Gesamtzahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 20.465. Damit ist Italien hinter den USA das Land mit den meisten Todesfällen weltweit.

    In Italien geht inzwischen aber zumindest die Zahl der Neuinfektionen und der schwerkranken Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser zurück. Am Montag meldete der Zivilschutz insgesamt 159.516 nachgewiesene Infektionsfälle. Das waren 3.153 mehr als noch am Sonntag.

    18.14 Uhr: WHO rät zu äußerster Umsicht bei Weg zurück zur Normalität

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in der Coronakrise erneut zu äußerster Umsicht bei der Lockerung strenger Maßnahmen geraten. "Jetzt ist die Zeit für Wachsamkeit. Jetzt ist die Zeit sehr, sehr vorsichtig zu sein", sagte WHO-Experte Michael Ryan am Montag in Genf. Wer erste Schritte zurück zur Normalität gehe, müsse mehrere Bedingungen erfüllen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Dazu gehöre nicht zuletzt die Fähigkeit, die Infizierten schnell identifizieren und isolieren zu können.

    Er warnte, dass sich das Coronavirus zwar schnell ausbreite, aber sehr langsam weiche. Das Virus sei zehnmal tödlicher als die Schweinegrippe 2009, so Tedros. Die Menschen müssten auf absehbare Zeit ihr Verhalten ändern und soziale Distanz leben, hieß es.

    17.54 Uhr: Inzwischen mehr als 10.000 Todesfälle in New York

    Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen US-Bundesstaat New York sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesopfer in dem nordöstlichen Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern liege nun bei 10.065, teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Montag bei seiner täglichen Pressekonferenz mit. Zwischen Sonntag und Montag seien noch einmal 671 dazugekommen - weniger als in den Tagen zuvor.

    17.09 Uhr: Ford rechnet mit hohem Verlust

    Der zweitgrößte US-Autobauer Ford erwartet wegen der Corona-Krise einen hohen Quartalsverlust. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern dürfte in den drei Monaten bis Ende März mit rund 600 Millionen Dollar (550 Mio Euro) im negativen Bereich liegen, warnte Ford am Montag. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar gemacht. Anleger reagierten nervös, die Aktie fiel zunächst um rund fünf Prozent.

    16.43 Uhr: EU-Firmen besorgt über mangelnde Nachfrage

    Nach dem Stillstand in China durch das Coronavirus ist die Produktion im Land unerwartet gut wieder angelaufen, doch europäische Unternehmen sind besorgt über Lücken in Lieferketten und mangelnde globale Nachfrage. "Das verarbeitende Gewerbe erholt sich ziemlich gut, überraschend gut", sagte der Vorsitzender der EU-Handelskammer in China, Jörg Wuttke, am Montag in Peking.

    Die Herausforderung sei jetzt aber, dass sich die Lagerhäuser langsam leerten und es an Ersatzteilen aus anderen Ländern mangeln könnte. "Wir sind sehr besorgt", sagte Wuttke. "Es hängt wirklich von der internationalen Lage für die Lieferketten ab." Die andere Sorge ist nach seiner Darstellung der Einbruch der internationalen Märkte und die ausbleibende Nachfrage für Waren "Made in China".

    16.38 Uhr: Mehr aus Klinik entlassene Südkoreaner erneut positiv getestet

    In Südkorea sind weitere Patienten nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus erneut positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl dieser Fälle sei auf 116 gestiegen, sagte Jeong Eun Kyeong, der Direktor der südkoreanischen Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention am Montag. Keiner der Patienten, die ein zweites Mal positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden, habe nachweislich eine andere Person angesteckt.

    16.28 Uhr: Amazon will wegen Corona Tausende neu einstellen

    Der Onlineversandhändler Amazon will 75.000 zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. Gesucht werden vor allem Lagerarbeiter und Fahrer, teilt das Unternehmen mit. Grund ist die steigende Nachfrage, nachdem die Amerikaner wegen der Corona-Pandemie zu Hause bleiben sollen.

    15.20 Uhr: Unicef warnt vor globaler Katastrophe für Kinder

    Die Corona-Krise gefährdet nach Unicef-Angaben die fragile Grundversorgung der ärmsten Kinder in vielen Entwicklungsländern und Krisengebieten. "Die Pandemie ist für Millionen Kinder eine existenzielle Gefahr", sagte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider, der dpa. "Nur durch ein internationales koordiniertes Handeln können wir verhindern, dass aus der weltweiten Gesundheitskrise eine globale Katastrophe für Kinder wird."

    15.10 Uhr: Johnson jetzt negativ auf Corona getestet

    Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus ist der britische Premierminister Boris Johnson nun negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte sein Sprecher James Slack und stritt ab, die Regierung habe heruntergespielt, wie ernst es teilweise um Johnson gestanden habe. Der Premier durfte das Krankenhaus St. Thomas in London am Sonntag verlassen und erholt sich nun auf dem Landsitz Chequers, der mehr als 60 Kilometer von der Hauptstadt entfernt ist.

    15.05 Uhr: Griechische Hoteliers senden Notruf

    Der Tourismus in Griechenland als wichtigster Sektor der Wirtschaft steht wegen der Corona-Krise vor einer Katastrophe. Die Umsatzverluste werden von der Hotelkammer bis zum Jahresende auf knapp 4,5 Milliarden Euro geschätzt. 65 Prozent der Hoteliers fürchten, dass ihre Unternehmen bankrott gehen werden. 45.000 Arbeitsplätze seien bereits verloren gegangen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Tourismus-Forschungsinstitut der Hotelkammer Griechenlands Anfang April vornahm.

    14.45 Uhr: Polizei beendet in München Grillparty mit 51 Gästen

    Eine Grillparty mit 51 Gästen hat die Polizei in München aufgelöst. Die größtenteils zwischen 20 und 30 Jahre alten Feiernden hatten trotz Ausgangsbeschränkungen im Innenhof eines Studentenwohnheims gegrillt, wie die Polizei mitteilte. Nach einem Hinweis beendeten die Beamten die Party am Sonntagabend. Alle Beteiligten erhielten eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

    14.20 Uhr: Gesundheitsministerin Huml vorsichtig optimistisch

    Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat sich im Kampf gegen das Coronavirus vorsichtig optimistisch geäußert, warnt aber auch vor einer übereilten Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen. Man dürfe zwar noch keine Entwarnung geben. "Aber wir haben Grund zu vorsichtigem Optimismus", so die Ministerin. Sie verwies auf den mittlerweile deutlich langsameren Anstieg der Infektionszahlen, aber auch auf die aktuell ausreichende Zahl von Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit. Und auch die Zahl der zu beatmenden Patienten habe sich stabilisiert.

    12.18 Uhr: Leopoldina spricht sich für baldige Schulöffnungen aus

    Die Wissenschaftsakademie Leopoldina empfiehlt eine möglichst baldige schrittweise Öffnung der Schulen, angefangen mit der Grundschule und in einem weiteren Schritt mit der Sekundarstufe I. Voraussetzung sei unter anderem, dass sich die Infektionszahlen auf niedrigem Niveau stabilisieren und die Hygieneregeln eingehalten werden. Die Empfehlungen der Leopoldina gelten als wichtige Grundlage für die Beratungen von Bund und Ländern.

    Damit hat die nationale Akademie ihre dritte "Ad-hoc-Stellungnahme" vorgelegt, welche laut Bundeskanzlerin Angela Merkel eine wichtige Rolle bei der Entscheidung über erste Schritte zu einer Rückkehr zur Normalität spielen werde. Für Mittwoch hatte die Bundeskanzlerin Entscheidungen über mögliche Lockerungen angekündigt.

    8.45 Uhr: Neue Zahlen des RKI: Mehr als die Hälfte der Infizierten in Deutschland wieder genesen

    Laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland mehr als die Häfte der mit dem Coronavirus Infizierten wieder genesen. 123.016 Menschen haben sich nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt - 2.537 mehr als einen Tag zuvor. Wieder gesund sind demnach 64.300 Menschen, das ist ein Anstieg binnen 24 Stunden von mehr als 4.000. Die Zahl der Patienten, die im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben sind, stieg um 126 auf 2.799.

    7.41 Uhr: Britischer Gesundheitsminister Matt Hancock: "Düsterer Tag"

    Die Corona-Todeszahlen in Großbritannien hatten am Wochenende die 10.000er-Marke übersprungen. Der britische Gesundheitsminister sprach in diesem Zusammenhang von einem "düsteren Tag" für das vereinigte Königreich. Experten rechnen darüber hinaus mit einer hohen Dunkelziffer, da vor allem viele Opfer in Seniorenheimen noch nicht erfasst sind. Viele Experten fürchten, dass das Gesundheitssystem der Krise nicht standhalten werde und Großbritannien schon bald das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa sein könnte.

    7.16: Trump strebt baldige Rückkehr in Richtung Normalität an

    Ursprünglich hatte Trump eine Rückkehr zur Normalität schon für diese Tage, zu Ostern, in Aussicht gestellt. Dann jedoch traf die Covid-19-Pandemie die USA mit voller Wucht und der Präsident sah sich Vorwürfen ausgesetzt, die Corona-Gefahr lange verharmlost zu haben. Nun hatte Präsident Donald Trump angekündigt die Wirtschaft rasch wieder zum Laufen bringen zu wollen und voraussichtlich am Dienstag ein Expertengremium vorzustellen, das über den Zeitplan für eine Lockerung der geltenden Beschränkungen beraten soll. Die USA haben inzwischen in absoluten Zahlen weltweit die meisten Toten durch die Corona-Epidemie zu verzeichnen: Mehr als 22 000 Menschen starben bis zum Abend des Ostersonntag im Zusammenhang mit dem Virus.

    6.55 Uhr: Erste Lockerung in Spanien: Rückkehr an die Arbeitsplätze

    Die meisten Spanier haben heute wieder ihren ersten Arbeitstag, da Ostermontag in Spanien kein Feiertag ist und nun die erste Lockerung der Beschränkungen ansteht. Seit zwei Wochen durfte nur noch zur Arbeit, wer in unverzichtbaren Branchen tätig ist. Ab Montag dürfen die meisten Spanier nun an ihre Arbeitsplätze zurückkehren - die strenge Ausgehsperre, die noch bis mindestens Mitternacht am 25. April gilt, bleibt aber ansonsten bestehen. Privat dürfen die Menschen seit Mitte März nur noch zum Einkaufen und in Sonderfällen vor die Tür.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!