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Corona: Die Ereignisse vom 12. bis 18. April | BR24

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    Corona: Die Ereignisse vom 12. bis 18. April

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 12. bis 18. April.

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    • BR24 Redaktion

    Dienstag, der 14. April 2021

    23.26 Uhr: Überwiegend jüngere Menschen auf Intensivstationen in Brasilien

    In Brasilien sind zunehmend jüngere Menschen von einem schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung betroffen. Im März lagen auf den Intensivstationen überwiegend Patienten, die 40 Jahre oder jünger waren, wie aus Krankenhausdaten hervorgeht. Insgesamt 52 Prozent der Betten waren demnach mit Menschen aus dieser Gruppe belegt. Der Grund für den Anstieg ist nicht klar. Wissenschaftler halten es für möglich, das die brasilianische Virus-Mutation ein Grund sein könnte. Andere Faktoren könnten sein, dass bislang vornehmlich Ältere geimpft wurden oder dass Jüngere sich teils womöglich sorgloser verhalten. Die Daten aus mehr als einem Drittel aller Intensivstationen des Landes wurden von der Brasilianischen Intensivmediziner-Vereinigung ausgewertet.

    23.01 Uhr: Pfizer liefert bis Ende Mai zehn Prozent mehr an die USA

    Pfizer hat die Produktion seines Corona-Impfstoffs hochgefahren und stellt die Auslieferung von zehn Prozent mehr Dosen an die USA bis Ende Mai in Aussicht. Das teilt Pfizer-Chef Albert Bourla in einem Tweet mit. Pfizer werde alle 300 Millionen Dosen zwei Wochen früher liefern als erwartet. Das Vakzin wurde gemeinsam mit der deutschen Firma BioNTech entwickelt.

    22.30 Uhr: EMA prüft weiter Sicherheit von J&J-Impfstoff

    Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA prüft eigenen Angaben zufolge nach dem Auftreten von seltenen Thrombosefällen weiterhin die Sicherheit des Impfstoffs von Johnson & Johnson (J&J). Es sei nicht klar, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Vakzin des US-Pharmakonzerns und Blutgerinnseln gebe, teilt die Behörde mit. Die EMA wolle sich dazu wieder äußern, wenn die Bewertungen abgeschlossen seien. Der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge äußert die Erwartung, dass die EMA am Mittwoch dazu Stellung beziehen werde.

    21.40 Uhr: Zweitimpfung nach Astrazeneca mit mRNA-Impfstoff

    Mit einer ersten Astrazeneca-Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren sollen für die zweite Impfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstag einstimmig geeinigt.

    Die Minister folgen damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April. Bei den Beratungen, an denen auch Stiko-Chef Thomas Mertens teilgenommen hatte, sei klar geworden, dass die Zweitimpfung durch einen mRNA-Imfpstoff, also das Präparat von Biontech/Pfizer oder Moderna, eine gute Basis sei, um die Menschen wirksam zu schützen, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München.

    Konkret empfiehlt der Beschluss für Personen unter 60 Jahren eine Zweitimpfung zwölf Wochen nach der Erstimpfung. Nur in Einzelfällen und nach einer individuellen Risikoanalyse mit einem Arzt könne auch Astrazeneca bei der Zweitimpfung verwendet werden.

    21.24 Uhr: Südafrika pausiert Impfungen mit Johnson-&-Johnson-Vakzin

    Als Vorsichtsmaßnahme pausiert auch Südafrika die Impfungen mit dem Corona-Vakzin von Johnson & Johnson. Gesundheitsminister Zweli Mkhize rechnete damit, dass sich die Fragen im Hintergrund innerhalb weniger Tage klären, wie er am Dienstag sagte. Das Land hat bislang etwa 289.000 Menschen mit dem Mittel geimpft, Berichte über Blutgerinnsel gab es bislang nicht.

    Zwei US-Behörden hatten wegen Berichten über möglicherweise gefährliche Blutgerinnsel einen vorläufigen Stopp der Verwendung des Coronavirus-Impfstoffs empfohlen. Johnson & Johnson teilte am Dienstag mit, man verschiebe angesichts dessen die Lieferungen in Europa.

    21.00 Uhr: Lockdown in den Niederlanden wird verlängert

    Auch nach vier Monaten Lockdown wird es in den Niederlanden vorerst keine Lockerung der Corona-Beschränkungen geben. Stattdessen werden die Maßnahmen bis mindestens Ende April verlängert, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstag in Den Haag mitteilte. Eine Lockerung zum jetzigen Zeitpunkt sei "unverantwortlich". Die Lage sei nach wie vor alarmierend und so akut wie während der ersten Welle vor einem Jahr, warnte Rutte. "Jeder sieht, dass die Lage in den Krankenhäusern sehr schlecht ist."

    20.02 Uhr: Notbremse reicht nicht, so Virologe Drosten

    Wegen der Lage auf den Intensivstationen erwartet der Virologe Christian Drosten, dass zusätzlich zur geplanten bundesweiten Corona-Notbremse weitere Maßnahmen nötig sein werden. "Ich denke, dass man anhand der sich jetzt einstellenden Situation in den Krankenhäusern auch noch mal anders reagieren muss", sagte der Corona-Experte von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info. Dies müsse sicherlich in "allernächster Zeit" geschehen.

    Über die eingeschränkte Aussagekraft der Corona-Meldezahlen nach Ostern sagte Drosten: "Wir müssen wahrscheinlich bis Ende dieser Woche warten, um wieder realistische Zahlen zu sehen." Er befürchte, dass man dann wieder in einem Bereich zwischen 20.000 und 30.000 täglich gemeldeten Neuinfektionen landen werde. Durch die Osterferien sieht der Virologe allerdings für die Schulen zunächst einen "nachhaltigen Entschleunigungseffekt".

    19.25 Uhr: Kassenärzte besorgt über Ausfall von Johnson & Johnson

    Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat besorgt auf die Ankündigung des Impfstoffherstellers Johnson & Johnson reagiert, Europa vorerst nicht mit Impfstoff zu beliefern. "Das Ganze ist natürlich nicht gerade förderlich für das schnelle Fortschreiten der Impfkampagne", sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Welche Auswirkungen der angekündigte Exportstopp nach Europa haben wird, muss sich zeigen. Wir kennen ja noch nicht die Details."

    Die KBV organisiert die Impfkampagne der Hausärzte in Deutschland. Gassen reagierte auf die Ankündigung von Johnson & Johnson, wegen möglicher Nebenwirkungen die geplanten Lieferungen an Europa aufzuschieben. Die EU-Kommission hatte bis Ende Juni europaweit mit 55 Millionen Dosen des J&J-Impfstoffs gerechnet. Gut zehn Millionen Dosen sollten nach Deutschland gehen.

    18.56 Uhr: Ostfriesische Inseln legen Konzept für dauerhafte Öffnung vor

    Die Vorschläge zielen auf eine dauerhafte Öffnung des Tourismus bei gleichzeitiger Kontrolle des Infektionsgeschehens, hieß es in einer Pressemitteilung am Dienstag. Es beinhaltet alle touristischen Beherbergungs- sowie Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe und Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

    Im Zentrum der Öffnungsstrategie steht ein Testkonzept, das neben den Gästen auch die Insulaner und Beschäftigten im Tourismus berücksichtigt. Übernachtungsgäste – und in der zweiten Öffnungsphase auch Tagesgäste – müssen bei der Anreise vom Festland einen negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorweisen. Andernfalls darf der Gast nicht auf die Insel kommen. Zu den Ostfriesischen Inseln zählen Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge.

    Das Pilotprojekt der sieben Inseln wurde mit wissenschaftlicher Begleitung ausgearbeitet. Alle Gäste werden etwa 48 Stunden nach ihrer Anreise nochmals einem Antigen-Schnelltest unterzogen. Erst nach dem zweiten Test ist die Nutzung aller touristischen Angebote möglich. Es werde eine digitale Lösung angestrebt, die personenbezogene Daten mit Testergebnissen und ihrer Gültigkeitsdauer verknüpft.

    17.15 Uhr: Metallindustrie fordert Geld vom Staat für Testpflicht

    Die Metallindustrie in Baden-Württemberg pocht auf eine staatliche Finanzierung der Covid-Testpflicht in den Unternehmen. Denn Gesundheitsschutz sei eine staatliche Aufgabe, erklärte Südwestmetall-Chef Wilfried Porth. "Ein Großteil der Unternehmen hat durch die von Corona ausgelöste Wirtschaftskrise starke finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Die Firmen haben derzeit genug damit zu tun, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. In dieser Situation können sie keine weiteren finanziellen Belastungen verkraften", erklärte der Verband, der viele Mittelständler aber auch Konzerne wie Daimler und Bosch vertritt.

    Zwei Drittel der Unternehmen hätten nach einer Umfrage Probleme, die Tests zu beschaffen und bräuchten dafür Hilfe der Bundesregierung. Der Verband forderte außerdem eine Testpflicht auch für die Arbeitnehmer.

    16.45 Uhr: Amtsgericht in Bayern entscheidet gegen Maskenpflicht an Schule

    Ein Familiengericht im oberbayerischen Weilheim hat ein Kind von der Maskenpflicht in seiner Schule befreit. In dem Beschluss ordnete das Familiengericht am Dienstag an, dass die Schulleitung dem Kind nicht mehr das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Schulgelände vorschreiben darf. Wie eine Sprecherin des Gerichtes mitteilte, gelte die Entscheidung allerdings nur für diesen Einzelfall (Az. 2 F 192/21).

    Geklagt hatten in Weilheim die Eltern des Kindes. Das Verfahren wurde vor einer Familienrichterin geführt, die über eine mögliche Kindeswohlgefährdung durch die Masken zu entscheiden hatte. Dies sah das Gericht durch die an der Realschule geltenden Corona-Vorschriften als gegeben an. Die Richterin bezog sich auch auf Professor Christof Kuhbandner von der Universität Regensburg. Der Psychologe hatte bereits in der Vergangenheit auf mögliche negative Nebenwirkungen für Schüler hingewiesen.

    Das Amtsgericht Weilheim entschied auch, dass das Kind an der Realschule nun wegen des Urteils nicht in der Klasse isoliert werden dürfe. Grundsätzlich wird durch die Gerichtsentscheidung aber nicht die entsprechende Verordnung gekippt. Denn für eine solche rechtliche Überprüfung wäre nicht das Amtsgericht zuständig, sondern die Verwaltungsgerichte.

    16.20 Uhr: Frankreich setzt Flüge aus Brasilien aus

    Frankreich hat alle Flüge aus und nach Brasilien aus Sorge vor Coronavirus-Varianten ausgesetzt. "Wir bemerken, dass die Situation sich verschlechtert", sagte der französische Premierminister Jean Castex am Dienstag im Parlament zu der angekündigten Aussetzung.

    16.00 Uhr: Industrieverband - Gesetzesänderung für Notbremse mangelhaft

    Die Reform des Infektionsschutzgesetzes ist notwendig, aber mangelhaft umgesetzt", kritisiert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die bundesweit einheitliche Regelung der Notbremse. "Die Bundesvorgabe von Pauschal-Maßnahmen nur auf der Basis einer Inzidenzmessung ist kein Pandemiekonzept", erklärt BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Er fordert "eine Lösung mit einheitlichen Praxis-Leitlinien, die digitale Möglichkeiten besser nutzt und erwartbare Impffortschritte berücksichtigt". Die Testangebotspflicht für Arbeitgeber nennt der BDI "für die Industrie entbehrlich und für die Pandemiebekämpfung sinnlos".

    15.50 Uhr: Johnson & Johnson verzögert Impfstoff-Auslieferungen in Europa

    Der US-Konzern Johnson & Johnson (J&J) zieht nach Thrombosefällen Konsequenzen. J&J habe sich die Auslieferungen des Impfstoffs in Europa "proaktiv" zu verzögern, teilt der Konzern mit. Zuvor hatte die US-Gesundheitsbehörden nach mehreren Fällen seltener Thrombosen zu einer sofortigen Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel in den USA geraten.

    14.50 Uhr: Bayern wird Bundes-Notbremse im Bundesrat nicht blockieren

    Trotz des Neins der Freien Wähler in der bayerischen Staatsregierung zur Corona-Notbremse des Bundes wird der Freistaat das Gesetzesvorhaben im Bundesrat nicht blockieren. Es handele sich um ein sogenanntes Einspruchsgesetz, das bedeute, die Länder müssten ihm in der Länderkammer nicht zustimmen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Die Beratung im Bundesrat ist für den 23. April geplant.

    Die CSU hatte bereits wiederholt betont, sie unterstütze die Pläne des Bundes, das Infektionsschutzgesetz zu verschärfen. Damit Bayern im Bundesrat Einspruch einlegt, müssten sich beide Koalitionäre einig sein, "ansonsten bleibe die Hand eben unten", sagte Herrmann. Er betonte aber auch, dass erst in der kommenden Woche im bayerischen Kabinett abschließend beraten werde.

    14.36 Uhr: Städte können Betrieben Corona-Tests vorschreiben

    Landratsämter und Stadtverwaltungen in Bayern können Betrieben vorschreiben, dass sie Mitarbeiter nur noch mit einem negativen Corona-Test ins Haus lassen dürfen. Das gilt bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Infektionen pro 100.000 Einwohner, wie die Landesregierung mitteilt. Die Kommunalbehörden könnten dann für bestimmte Betriebe und Einrichtungen festlegen, dass deren Büros oder Werkshallen nur noch mit einem aktuellen, negativen PCR- oder Schnelltest betreten werden dürfen. Die Vorschriften zum Infektionsschutz in Bayern werden bis zum 9. Mai verlängert.

    14.35 Uhr: Höchststand an Neuinfektionen im Iran - Extraschichten auf Friedhof

    Nach Ausbruch der vierten Corona-Welle in Iran hat das Land erneut einen Höchststand an Neuinfektionen verzeichnet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Dienstag wurden in den letzten 24 Stunden fast 25.000 Neuinfektionen erfasst. Im gleichen Zeitraum wurden über 290 Corona-Tote registriert, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen. Besonders schlimm ist die Lage in der Millionenmetropole Teheran. Medienangaben zufolge mussten auf dem Zentralfriedhof in der Hauptstadt wegen der vielen Corona-Toten Extraschichten eingelegt werden. 

    Das Gesundheitsministerium warnt vor einer "Todeswelle"im Frühling. Landesweit wurden wieder strenge Lockdowns verhängt. Den drastischen Anstieg der Zahlen vor rund einer Woche begründete das Ministerium mit den Lockerungen während der zweiwöchigen persischen Neujahrsferien (21. März bis 2. April). In dieser Zeit waren viele Iraner auf In- und Auslandreisen und hielten die Corona-Verhaltensregeln nicht ein.

    Wegen der Wirtschaftskrise kann der Iran nicht ausreichend Impfstoffe einführen.

    14.28 Uhr: Lage in bayerischen Krankenhäusern spitzt sich zu

    In Bayern werden wegen der Corona-Krise die Intensivbetten langsam wieder knapp. In den vergangenen drei Wochen sei die Auslastung der sogenannten ICU-Betten um 43,5 Prozent gestiegen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach der Kabinettssitzung in München. Die Situation sei "noch beherrschbar", bereite angesichts der steigenden Infektionszahlen aber Sorgen.

    ICU-Betten sind Intensivpflegebetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit. Die Behandlung in einem solchen Bett bedeutet zwar nicht zwingend, dass der Patient aktuell beatmet wird. Es kann aber jederzeit dazu kommen, dass sofort eine Beatmung notwendig wird.

    Bayerns Krankenhäuser meldeten am Dienstag 782 Covid-19-Patienten, wie aus dem deutschlandweiten DIVI-Register am Dienstag hervorgeht. Keine freie Betten auf der Intensivstation gab es demnach im Landkreis Landshut, mehrere andere Kommunen meldeten nur noch ein bis zwei freie Intensivbetten. Im bundesweiten Corona-Hotspot Hof waren nach Angaben der dortigen Klinik am Dienstag noch zwei Intensivbetten frei, 49 Covid-19-Patienten wurden behandelt.

    14.25 Uhr: Corona-Zahlen Bayern: 1.812 Neu-Infektionen und 48 Todesfälle

    Die Zahl der in Bayern gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in den vergangenen 24 Stunden um 1.812 gestiegen (Stand 13.04.21, 8 Uhr). Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen haben sich seit Beginn der Pandemie in Bayern insgesamt 532.844 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle von Menschen, die mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben sind, hat sich um 48 erhöht. Seit Beginn der Pandemie sind es nun insgesamt 13.561 Todesfälle in Bayern. Der bayernweite Inzidenzwert liegt bei 160,766. Den höchsten Wert weist mit 202,18 nach wie vor Oberfranken auf. Unterfranken hat derzeit mit 129,63 die niedrigste Inzidenz.

    14.25 Uhr: Mützenich - Bundestagsbeschluss über Corona-Notbremse erst nächste Woche

    Der Bundestag wird nach den Worten von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich voraussichtlich am Freitag nächster Woche abschließend über die am Dienstag vom Kabinett auf den Weg gebrachte bundesweit einheitliche Notbremse beraten. Eine schnellere Verabschiedung sei nicht möglich, weil die Opposition einer Verkürzung der Beratungsfrist nicht zustimme. Nach dem Bundestag müsste die Gesetzesänderung dann auch noch den Bundesrat passieren. Dafür wäre nach Angaben aus Länderkreisen eine Sondersitzung - womöglich ebenfalls am Freitag nächster Woche - erforderlich, zu der aber nicht noch eingeladen wurde.

    14.20 Uhr: Grenzkontrollen zu Tschechien werden nicht verlängert

    Die Grenzkontrollen zu Tschechien werden nicht erneut verlängert. Dies kündigt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin an. Tschechien sei mittlerweile seit zwei Wochen kein Virusvariantengebiet mehr. Das Infektionsgeschehen in dem Nachbarland sei "deutlich gesunken". Daher liefen die Kontrollen zum Mittwoch aus, eine intensive Schleierfahndung sei nun ausreichend, sagt der Sprecher.

    13.40 Uhr: Impfung für alle ab 18 mit Sonderkontingent im Corona-Hotspot Hof

    Im bundesweiten Corona-Hotspot Hof haben am Dienstag die Impfungen gegen das Coronavirus für alle ab 18 Jahren begonnen. 4.000 Menschen sollen dafür mit einem Sonderkontingent des Astrazeneca-Vakzins geimpft werden, wie eine Sprecherin des Landratsamts erklärte. Seit Freitag konnten sich im Hofer Land alle Erwachsenen unabhängig von Vorerkrankungen oder Beruf für einen Impfung mit den zusätzlichen Impfdosen anmelden. Die Termine dafür seien alle vergeben.

    Die Nachfrage nach einem Impftermin war so groß, dass der Server des Landkreises zeitweise überlastet war. Der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca wird eigentlich nur für Menschen über 60 Jahre empfohlen, Jüngere können sich nach Beratung aber auch damit impfen lassen.

    Die Region Hof hat seit Tagen die höchsten Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für die Stadt Hof am Dienstag 560,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Im Landkreis Hof lag der Wert demnach bei 450,4, bayernweit bei 159,7. Als Corona-Hotspot in der Grenzregion kann Hof von der bundesweiten Impfreihenfolge abweichen.

    13.28 Uhr: US-Behörde FDA für Aussetzung von Impfungen mit Mittel von Johnson & Johnson

    In den USA hat die Arzneimittelbehörde FDA eine Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel von Johnson & Johnson empfohlen. Hintergrund sei das Auftreten von seltenen Thrombosen bei sechs Personen, teilt die FDA mit. Bis zum 12. April wurden mehr als 6,8 Millionen Dosen des Impfstoffes verabreicht worden. Er benötigt nur eine einzige Impfung.

    13.22 Uhr: Bayerisches Kabinett verlängert Corona-Lockdown bis 9. Mai

    Der Lockdown in Bayern wird bis zum 9. Mai verlängert. Darauf hat sich nach Angaben von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag das Kabinett in München geeinigt. Die aktuelle Corona-Infektionsschutzverordnung wäre ansonsten in der Nacht auf nächsten Montag ausgelaufen. Auch die Einreisequarantäneverordnung werde entsprechend verlängert.

    "Die Lage ist weiter besorgniserregend", sagte Herrmann. Die Inzidenz im Land liege bei 160, im Vergleich zur Vorwoche gebe es 100 Prozent mehr Todesfälle. Zudem seien die Intensivstationen immer stärker ausgelastet. Generell sei zu beobachten, dass gerade Jüngere stärker von Infektionen betroffen seien. Rund fünf Prozent aller registrierten Corona-Tests seien derzeit positiv, Tendenz steigend. Einziger Lichtblick sei die positive Entwicklung bei den Impfungen.

    13.10 Uhr: Berliner Senat beschließt mehr Freiheiten für geimpfte Menschen

    Menschen, die gegen Corona geimpft sind, bekommen in Berlin etwas mehr Freiheiten. Sie werden künftig wie Menschen mit einem negativen Test behandelt, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag nach der Senatssitzung erfuhr. Betroffene dürfen demzufolge ohne vorherigen Corona-Test auch abseits des Lebensmittelhandels Einkaufen gehen oder ein Museum besuchen.

    12.40 Uhr: Österreichischer Gesundheitsminister tritt wegen Überarbeitung zurück

    Inmitten der Corona-Krise hat der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Dienstag seinen Rücktritt bekanntgegeben. Zur Begründung nannte er andauernde gesundheitliche Probleme, die durch Überarbeitung ausgelöst worden seien. Der 60-jährige Grünen-Politiker hatte das Amt seit Januar vergangenen Jahres inne. Die Grünen sind Junior-Partner in der Regierung des konservativen Bundeskanzlers Sebastian Kurz.

    Anschober, der vor neun Jahren einen Burnout hatte, sagte, er habe im März zwei Phasen völliger Erschöpfung durchlitten, zudem leide er an Bluthochdruck und einem Tinnitus. Er sei eindeutig überarbeitet und fühle sich seit mehreren Wochen nicht völlig fit. Zwar handele es sich nicht um einen Burnout, aber Ärzte hätten ihm geraten, eine Auszeit zu nehmen, sagte er. In der schwersten Gesundheitskrise seit Jahrzehnten brauche die Republik einen Gesundheitsminister, der zu 100 Prozent fit sei.

    Österreich war eines der ersten Länder in Europa, in dem 2020 eine Maskenpflicht verhängt wurde, und der erste Lockdown konnte rasch wieder gelockert werden. Seit dem Herbst kämpft das Land darum, in der Pandemiebekämpfung eine konsequente Linie zu verfolgen. Aktuell liegt die Infektionsrate deutlich höher als in Deutschland. Er glaube, dass die Regierung insgesamt gute Arbeit geleistet habe, sagte Anschober. Allerdings sei in einer Pandemie niemand frei von Fehlern.

    12.35 Uhr: Sterbefälle im März elf Prozent unter Schnitt der Vorjahre

    Die Sterbefallzahlen in Deutschland haben im März um elf Prozent unter dem Schnitt der Vorjahre gelegen. Im vergangenen Monat starben 81.359 Menschen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 9.714 Fälle weniger als im Schnitt der Jahre 2017 bis 2020.

    Auch die Zahl der Covid-19-Todesfälle geht weiter zurück. In der dritten Märzwoche wurden dem Robert-Koch-Institut 954 Fälle gemeldet, ein Rückgang um 140 Tote im Vergleich zur Vorwoche.

    Das Statistikamt verwies erneut auf die äußerst milde Grippewelle, die trotz der neu auftretenden Covid-19-Todesfälle unterdurchschnittliche Sterbefallzahlen im Februar und auch im März erklärt. Normalerweise hängen Atemwegserkrankungen mit einem Anstieg der Sterbefallzahlen am Jahresanfang zusammen.

    Im vergangenen Winter lagen diese Erkrankungen wegen der coronabedingten Regeln auf einem nie erreichten niedrigen Niveau. Insbesondere 2017 und 2018 waren die Sterbefallzahlen durch starke Grippewellen in den ersten Monaten des Jahres deutlich erhöht.

    11.52 Uhr: Höhere Mobilität an Ostern als im Jahr zuvor

    Die Menschen in Deutschland sind zum diesjährigen Osterfest mehr unterwegs gewesen als an den Osterfeiertagen im vergangenen Jahr. Das zeigt eine Sonderauswertung von Mobilitätsdaten durch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Die Mobilität war demnach von Karfreitag bis Ostermontag in diesem Jahr "durchgängig höher" als an den Ostertagen 2020. Verglichen wurde die Mobilität an Ostern jeweils zum Vor-Corona-Jahr 2019.

    Danach wurden am diesjährigen Osterwochenende, also am Karsamstag und am Ostersonntag, nur 14 Prozent weniger Bewegungen als 2019 verzeichnet. An Ostern 2020 war noch eine um 28 Prozent niedrigere Mobilität als 2019 registriert worden. Am Karfreitag war die Mobilität um ein Fünftel (20 Prozent) geringer als 2019 - im vergangenen Jahr hatte es 34 Prozent weniger Bewegungen gegeben. Am Ostermontag wurde ein Drittel (33 Prozent) weniger Mobilität als 2019 registriert, 2020 waren es 43 Prozent weniger gewesen.

    Allerdings lag die Mobilität im Frühjahr 2020 während der ersten Corona-Welle und des ersten Lockdowns generell niedriger als in diesem Jahr. Die nach Reisedistanzen aufgeschlüsselten Mobilitätsdaten zeigten aber auch, dass die Menschen zu Ostern in diesem Jahr überdurchschnittlich häufig auf längere Reisen verzichteten. Insgesamt gab es nur halb so viele Reisen über hundert Kilometer als zu Ostern 2019. Für die Auswertung nutzten die Statistiker anonymisierte Mobilfunkdaten.

    11.49 Uhr: Demo im Regierungsviertel

    Mit einem großen Aufgebot hat die Berliner Polizei die Entscheidung des Bundeskabinetts zu einer Änderung des Corona-Infektionsschutzgesetzes begleitet. Teile des Regierungsviertels rund um das Reichstagsgebäude und das Bundeskanzleramt waren am Dienstagvormittag von Hundertschaften der Polizei abgesperrt. Etwa 250 Demonstranten protestierten nahe dem Kanzleramt gegen die Corona-Einschränkungen, wie ein Polizeisprecher sagte.

    Die Demonstranten hätten zum großen Teil keine Corona-Schutzmasken getragen und auch die vorgeschriebenen Abstände nicht eingehalten. Die Polizei habe sie mit Durchsagen dazu aufgefordert, eine Reihe Teilnehmer überprüft, Personalien festgestellt und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Weitere Verstöße waren zunächst nicht bekannt.

    11.33 Uhr: WHO rät zum Stopp vom Verkauf von Wildtieren

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, keine in freier Wildbahn gefangenen Tiere mehr zum Verkauf auf Lebensmittelmärkten anzubieten. Tiere seien "der Ursprung von mehr als 70 Prozent aller auftretenden Infektionskrankheiten bei Menschen, von denen viele durch neuartige Viren ausgelöst werden."

    Als Träger des Coronavirus wird die Fledermaus vermutet. Der erstmalig im chinesischen Wuhan nachgewiesene Erreger wurde dann wohl über Lebensmittel oder Arzneien auf chinesischen Märkten auf den Menschen übertragen.

    11.15 Uhr Verpflichtende Testangebote in Unternehmen beschlossen

    Betriebe müssen ihren Mitarbeitern künftig Corona-Tests anbieten. Das Bundeskabinett stimmte entsprechenden Plänen des Bundesarbeitsministeriums zu. Die Beschäftigten stehen aber nicht in der Pflicht, sich auch testen zu lassen.Jeden Angestellten soll mindestens einmal pro Woche die Möglichkeit geboten werden, sich selbst zu testen oder einen Test vom Betriebsarzt oder geschultem Personal durchführen zu lassen. Arbeitnehmern, die in ihrem Job viel Kontakt zu Kunden oder Kollegen haben, soll zweimal pro Woche ein Test angeboten werden.

    11.11 Uhr: Wirtschaftsinstitut rechnet mit 650 Milliarden Euro an Corona-Schulden

    In einer eigenen Studie stellt das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft die Prognose auf, dass Bund, Länder und Kommunen voraussichtlich Schulden in Höhe von 650 Milliarden Euro im Kampf gegen die Corona-Pandemie anhäufen werden.

    "Die Corona-Pandemie war und ist die größte Wirtschafts- und gesellschaftspolitische Herausforderung der Nachkriegszeit", sagte IW-Direktor Michael Hüther in einem vorab veröffentlichten Redemanuskript. Noch nie seit 1945 habe der Staat so viel Geld in so kurzer Zeit für ein Ziel ausgegeben wie in der Corona-Krise.

    Hüther warnte davor, beim Abbau der Schulden ein zu hohes Tempo anzuschlagen, sondern der öffentlichen Hand lieber Spielräume für notwendige Investitionen zu lassen, etwa in Infrastruktur. "Statt wie vom Bund geplant in 20 Jahren sollten die Schulden in 40 Jahren zurückbezahlt werden", so Hüther.

    11.03 Uhr: Mehr als 13,5 Millionen Menschen bundesweit geimpft

    In Deutschland haben nach Angaben der Bundesregierung 13.567.817 Menschen mindestens die erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Gestern wurden demnach 399.891 Dosen verabreicht. Die Zahl der Einwohner, die bereits vollständig mit zwei Dosen geimpft wurden, liegt derzeit mit 5.117.056 Menschen bei 6,2 Prozent der gesamtdeutschen Bevölkerung.

    In den vergangenen sieben Tagen wurden im Durchschnitt täglich 484.784 Impfungen in Deutschland verabreicht, so die Zahlen der Bundesregierung. Das entspreche durchschnittlich einer Impfung aller 0,2 Sekunden.

    10.23 Uhr: Mehr als 69.000 Neuinfektionen in den USA

    In den USA haben die Behörden binnen 24 Stunden 69.486 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das ging aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Zudem bezifferten die Behörden die Zahl der Todesopfer infolge einer Corona-Infektion binnen eines Tages mit 463.

    Die USA verzeichnen weltweit die meisten Corona-Fälle und -Toten. Seit dem Ausbruch der Pandemie in den Vereinigten Staaten steckten sich laut Johns-Hopkins-Universität mehr als 31.268.100 Einwohner mit dem Virus an. Insgesamt kamen mehr als 562.500 Menschen in den USA in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung ums Leben.

    10.03 Uhr: Plattform soll Überwachung von Mutationen erleichtern

    Wissenschaftler haben die gemeinsame Plattform CovRadar entwickelt, die eine bessere Kontrolle über die Ausbreitung von Corona-Mutationen und über mögliche neue Varianten des Erregers ermöglichen soll. An der Plattform sind das Robert Koch-Institut, das Hasso-Plattner-Institut, das Europäische Virus-Bioinformatik-Institut und die Medizinische Hochschule Hannover beteiligt.

    09.47 Uhr: Massive Umsatzeinbußen für Messebranche

    Im vergangenen Jahr wurden Messen oder Kongresse wegen der Corona-Pandemie abgesagt oder konnten nur digital stattfinden. Das sorgte bei den Betrieben, welche die Veranstaltungen ausrichten, für herbe Umsatzverluste, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zu 2019 brachen die Einnahmen in der Branche im vergangenen Jahr um 56 Prozent ein.

    Der Wirtschaftszweig umfasste nach Daten der Behörde im Jahr 2018 rund 7100 Unternehmen, die mit mehr als 48.000 Angestellten einen Umsatz von 8,6 Milliarden Euro erwirtschafteten.

    09.06 Uhr: Großbritannien will bald unter 50-Jährige impfen

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die britische Regierung nach eigenen Angaben ihr nächstes Ziel erreicht. Allen über 50-Jährigen sei eine Impfung gegen das Virus angeboten worden, teilte die Regierung am Dienstag mit. Damit kommt die Kampagne etwas schneller voran als geplant. "Wir haben jetzt einen weiteren wichtigen Meilenstein in unserem Impfprogramm erreicht", sagte Premierminister Boris Johnson der Mitteilung zufolge. Schon bald sollen die ersten unter 50-Jährigen geimpft werden.

    Insgesamt haben im Vereinigten Königreich bisher mehr als 32 Millionen Menschen eine erste Impfung erhalten - das ist deutlich mehr als die Hälfte der Erwachsenen. Gut 7,5 Millionen wurde bereits die für den kompletten Schutz notwendige zweite Dosis gespritzt.

    Wegen des Erfolgs des Impfprogramms sind seit Montag in England wieder Geschäfte, Friseure und Außengastronomie geöffnet. Zahlreiche Menschen nutzten die Lockerungen für Einkäufe und den ersten Haarschnitt seit Monaten. Angesichts von Bildern Hunderter Feiernder in Kneipen im Londoner In-Bezirk Soho warnten Beobachter, die Fortschritte nicht zu gefährden und die Abstandsregeln weiter einzuhalten.

    09.05 Uhr: Bericht: Indien lässt Sputnik V zu

    Die indische Arzneimittelbehörde hat eine Notfallzulassung für den russischen Impfstoff Sputnik V erteilt, wie die Zeitung "Indian Express" berichtet. Es ist der dritte Impfstoff, der in Indien zugelassen wird - nach AstraZeneca und dem im eigenen Land hergestellten Vakzin der Firma Bharat Biotech.

    Indien will dem Bericht zufolge jährlich 850 Millionen Impfdosen von Sputnik V produzieren. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in dem Land bislang fast 110 Millionen Corona-Impfungen verabreicht.

    09.01 Uhr: Datenschutzbeauftragte sieht Mängel bei Luca-App

    Die niedersächsische Datenschutzbeauftragte Barbara Thiel sieht bei der Luca-App noch Lücken. Mit dem Dienst soll die digitale Kontaktnachverfolgung in Handel, Gastronomie und Kultur ermöglicht werden.

    In ihrer Kritik stimmt Thiel mit der Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden von Bund und Ländern überein. Sie fordern eine dezentrale Speicherung der Kontaktdaten. Bislang sollen die Daten im Luca-System gespeichert werden.

    "Die digitale Verarbeitung von Kontaktdaten kann im Vergleich zu Papierformularen grundsätzlich einen besseren Schutz vor unbefugter Kenntnisnahme und Missbrauch gewährleisten", sagte Thiel der "Osnabrücker Zeitung". "Dafür ist aber eine entsprechende technische Ausgestaltung der digitalen Anwendungen nötig. Zu Luca sind in diesem Zusammenhang noch Fragen offen."

    08.42 Uhr: Tourismussektor weiter tief in der Krise

    Beherbergungsbetriebe wie Hotels, Pensionen oder Campingplätze bekommen die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin heftig zu spüren. Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge brachen im Februar die Übernachtungen von in- und ausländischen Gästen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 76 Prozent ein.

    Von den rund 51.000 von der Statistik umfassten Betrieben waren im Februar demnach nur etwa 29.300 überhaupt geöffnet. Diese zählten 7,2 Millionen Übernachtungen.

    Im vergangenen Jahr war die Zahl an gebuchten Übernachtungen in Gasthäusern & Co. auf den tiefsten Stand seit dem Vorliegen gesamtdeutscher Ergebnisse für die Branche im Jahr 1992 gesunken: Die Statistik weist für das vergangene Jahr rund 302 Millionen Übernachtungen auf - ein Minus von 39 Prozent gegenüber 2019.

    08.35 Uhr: Israel will weitgehend in den Regelunterricht zurückkehren

    Die israelische Regierung hat beschlossen, dass ab kommenden Sonntag in Schulen wieder in normaler Klassenstärke unterrichtet werden soll. Bislang waren die Schulen geschlossen oder es wurden nur kleine Gruppen an Kindern und Jugendlichen unterrichtet.

    Die Schulöffnung folgt auf eine Reihe von Lockerungen, die vor allem auf den Erfolg der Impfkampagne in Israel zurückzuführen sind. Das Land mit fast neun Millionen Einwohnern steht kurz davor, dass fünf Millionen Menschen die zweite Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten.

    08.22 Uhr: England will ab heute auch mit Moderna impfen

    Ab heute soll nach Angaben des britischen Gesundheitsdienstes NHS in England auch mit dem Wirkstoff des Herstellers Moderna geimpft werden. Er soll vorerst in 20 großen Impfzentren verabreicht werden. In Großbritannien hatte in der vergangenen Woche Wales erstmals das Vakzin eingesetzt.

    08.12 Uhr: Ins neue Jahr unter Pandemie-Bedingungen

    In Thailand beginnt heute das Neujahrsfest, allerdings auch unter strengen Corona-Auflagen. In dem Land steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder an. Die Gesundheitsbehörden meldeten allein in den vergangenen 24 Stunden 965 Neuinfektionen.

    07.29 Uhr: Heil: "Wir müssen flächendeckend in Unternehmen testen"

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat im ARD-Morgenmagazin nochmals die Bedeutung von regelmäßigen Corona-Tests in Betrieben hervorgehoben. "Wir sind in der dritten Welle", betonte Heil und die Infektionszahlen seien "besorgniserregend". Im Kampf gegen die Pandemie müsse "auch die Arbeitswelt ihren Beitrag leisten". Das Bundeskabinett soll heute über die Testangebotspflicht in Firmen abstimmen.

    In 60 Prozent der Unternehmen würden bereits Tests für Beschäftigte angeboten. "Doch das reicht nicht", so Heil, "wir müssen das flächendeckend machen". Mitarbeitern soll einmal pro Woche ein Test angeboten werden. Beschäftigte mit starkem Kontakt zu Kunden sollen sich zweimal in der Woche testen lassen können. "Das ist Aufwand, aber das ist nicht unverhältnismäßig", sagte Heil.

    Umfragen hätten zudem gezeigt, dass 84 Prozent unter Arbeitnehmern eine die Pflicht für Konzerne, Tests anzubieten, befürworten würden und auch bereit seien, diese Tests anzunehmen. Für Angestellte besteht den Plänen des Arbeitsministeriums zufolge aber keine Verpflichtung, sich selbst zu testen oder sich von Betriebsärzten testen zu lassen.

    07.03 Uhr: Betriebsärzte kritisieren generelle Testpflicht in Betrieben

    Nach Willen der Großen Koalition sollen Unternehmen bundesweit ihren Angestellten regelmäßige Corona-Tests anbieten müssen. Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte fordert dabei aber eine Verpflichtung mit Augenmaß, statt einer generellen Anweisung. Die Tests müssten "stärker auf Bereiche und Abteilungen" konzentriert werden, "in denen die Gefährdung durch viele persönliche Kontakte besonders hoch ist", forderte Verbandspräsident Wolfgang Panter in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Ein Beispiel: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an der Supermarktkasse. "Wer hingegen in einem Stahlwerk in 50 Metern Höhe allein auf einer Bühne arbeitet, hat ein sehr geringes Infektionsrisiko", so Panter.

    05.32 Uhr: Guterres fordert Steuer für Profiteure der Corona-Krise

    UN-Generalsekretär António Guterres will die die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie auch durch eine Reichensteuer finanzieren. Im Corona-Jahr 2020 habe der Wohlstand der reichsten Menschen der Welt um fünf Billionen Dollar (rund 4,2 Billionen Euro) zugenommen, sagte er. Die Regierungen sollten eine Solidaritäts- oder Reichensteuer für diejenigen in Betracht ziehen, die von der Pandemie profitiert hätten, um extreme Ungleichheiten auszugleichen.

    05.10 Uhr: RKI meldet 10.810 Neuinfektionen

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor.

    Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 6.885 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet. Zudem könnten die Zahlen der Vorwoche wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. RKI-Präsident Lothar Wieler rechnete ab Mitte dieser Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 140,9. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 129,2 an, vor einer Woche lag sie bei 123.

    05.00 Uhr: Handel warnt vor Lockdown-Verschärfung

    Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat in einem Schreiben an alle Bundestagsabgeordneten vor einer Verschärfung des Lockdowns im Einzelhandel im Zuge der Änderung des Infektionsschutzgesetzes gewarnt. Es dürfe keine weiteren Beschränkungen des Einzelhandels im "Notbremsfall" über das bisher Übliche hinaus geben, verlangte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Es sei für den HDE "in keinster Weise nachvollziehbar", dass im aktuellen Gesetzentwurf für den Handel gravierende weitere zusätzliche Beschränkungen vorgesehen seien, betonte Genth. "So würde die im Lebensmittelhandel und dem Handel mit Gütern des täglichen Bedarfs bislang geltende Kundenbegrenzung drastisch verschärft und die maximal zulässige Kundenzahl halbiert", klagte Genth. Außerdem würde die in einigen Bundesländern eingeführte Test-Option durch die im Gesetzentwurf vorgesehenen Regelungen ersatzlos gestrichen. Und selbst Click & Collect - das Abholen bestellter Ware im Laden - wäre nicht mehr möglich, warnte Genth.

    Angesichts der Tatsache, dass vom Einzelhandel nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts nachweislich keine erhöhte Infektionsgefährdung ausgehe, seien die im Gesetzentwurf vorgesehenen zusätzlichen Beschränkungen des Einzelhandels völlig unverhältnismäßig und unter dem Gesichtspunkt der Pandemiebekämpfung auch nicht zielführend, sagte er.

    Genth drängte die Abgeordneten, sich bei der Änderung des Infektionsschutzgesetzes auf "erforderliche und nachweislich geeignete Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu beschränken". Falls es dennoch zu weiteren Schließungen im Handel komme, sei eine angemessene finanzielle Entschädigung erforderlich, die über die bisherigen Wirtschaftshilfen hinausgehe. "Ansonsten werden Tausende von Unternehmen mit ihren Hunderttausenden Beschäftigten diese Krise wirtschaftlich nicht überstehen", warnte der HDE-Hauptgeschäftsführer.

    04.03 Uhr: Intensivmediziner erwarten noch im April mehr als 6.000 Patienten

    Angesichts der steigenden Corona-Zahlen erwartet die Intensivmediziner-Vereinigung Divi, dass der bisherige Höchststand an Intensivpatienten schneller erreicht wird als erwartet - nämlich noch im April.

    "Wir müssen davon ausgehen, dass wir deutschlandweit jetzt jeden Tag zwischen 50 und 100 neue Covid-Intensivpatienten aufnehmen müssen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, der "Augsburger Allgemeinen". "Das heißt, dass wir bereits Ende April die Größenordnung von 6.000 und mehr Corona-Intensivpatienten erreichen würden, wie wir sie auf dem Höhepunkt der zweiten Welle hatten." Erst vor wenigen Tagen waren für Ende April noch 5.000 Intensivpatienten prognostiziert worden.

    Marx forderte Bundesregierung, Bundestag und Bundesländer auf, die geplanten bundeseinheitlichen Regelungen für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner noch diese Woche zu verabschieden. Wenn das Gesetz erst Ende April beschlossen werde, werde die Patientenzahl auf 7.000 steigen. "Wir reden über sehr viele schwere Erkrankungen und über viele Menschen, die das nicht überleben werden", warnte er.

    02.01 Uhr: Kinderärzte warnen vor Schulschließungen

    Die Kinder- und Jugendärzte in Deutschland haben Bund und Länder davor gewarnt, den Präsenzunterricht an Schulen oder die Betreuung in Kitas wegen Corona-Infektionen einzuschränken. "Kinder sind nicht die Treiber der Pandemie", sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der "Rheinischen Post". Diese Position lasse sich trotz vermehrter Fälle unter Kindern und Jugendlichen halten. Schließlich würden sie häufiger getestet als Erwachsene. Präsenzunterricht und Betreuung in der Gruppe seien entscheidend für eine gesunde Entwicklung der Kinder, unterstrich Fischbach.

    "Ich setze darauf, dass schnell genug Tests an den Schulen zur Verfügung stehen", erklärte der Mediziner. Auf keinen Fall sollten jedoch Schulen oder Kitas schließen. Die Bundesregierung habe mehrfach gesagt, dass Schulen und Kitas als letztes schließen und als erstes öffnen würden, sagte Fischbach. "Wenn ich mir das politische Herumeiern bei einer Testpflicht für Unternehmen und den Widerstand aus den Wirtschaftsverbänden dagegen anschaue, wird offenkundig mit zweierlei Maß gemessen", beklagte er. "Das ist ein Schlag ins Gesicht für die Familien und die Kinder und Jugendlichen, die keine Lobby haben." Wenn es eine Testpflicht für Schüler gebe, müsse es sie auch in Betrieben geben.

    0.34 Uhr: Hunderte demonstrieren in Rom

    In Rom haben hunderte Menschen gegen die seit Wochen andauernde Schließung von Restaurants wegen der Corona-Krise protestiert. Polizisten hielten die Demonstranten am Montag auf einem zentralen Platz der italienischen Hauptstadt in Schach, nachdem diese von einem Marsch auf den Regierungssitz abgehalten worden waren. Anhänger der extremen Rechten waren bei den Protesten dabei, einige von ihnen warfen Flaschen und Rauchbomben auf die Polizei.

    Ganz Italien war über Ostern im Lockdown, alle Restaurants, Bars und Cafes mussten - außer für den Außer-Haus-Verkauf - schließen. Die nun vorsichtigen Öffnungen in Teilen Italiens umfassen nicht die Restaurants, die voraussichtlich bis Monatsende geschlossen bleiben. Die Proteste von Restaurantbesitzern und anderen Demonstranten in Rom reihten sich nun ein in eine Serie von Protesten gegen Lockdown-Maßnahmen in Italien. So hatten am vergangenen Samstag Ladenbesitzer in Neapel protestiert.

    00.32 Uhr: Spahn: Mehr als 15.000 Teststellen in Deutschland

    In Deutschland sind mehr als 15.000 Teststellen für kostenlose Corona-Tests geschaffen worden. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der "Welt" nach einer Umfrage seines Ressorts in den Ländern. "Das gibt uns mehr Sicherheit in dieser schwierigen Phase der Pandemie." Der Bund hatte Anfang März die Finanzierung der Tests übernommen, Länder und Kommunen waren für die Einrichtung der Stellen zuständig. Sie umfassen etwa Testzentren und Apotheken.

    00.23 Uhr: "Bild": Bald weder Tests noch Quarantäne für vollständig Geimpfte nötig

    Bereits vollständig geimpfte Personen sollen einem Medienbericht zufolge künftig nicht mehr zum Corona-Test oder in Quarantäne müssen. Dies gehe aus einem Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums an die Staatskanzleien der Länder hervor, schreibt die "Bild" einem Vorabbericht zufolge.

    Bund, Länder und Kommunen sollten demnach ihre Verordnungen und Erlasse entsprechend ändern. Die Voraussetzung sei, dass es sich um die in der EU zugelassene Impfstoffe von Pfizer/Biontech, Moderna, AstraZeneca und Johnson&Johnson handle. Der Bund empfiehlt den Ländern zudem, die Quarantäne-Pflicht für geimpfte Kontaktpersonen von Infizierten aufzuheben.

    Montag, der 13. April 2021

    23.03 Uhr: Straubinger Hafen trotzt Corona-Krise

    Der Donau-Hafen im niederbayerischen Straubing zieht eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. Trotz der Corona-Krise habe der Güterumschlag im vergangenen Jahr auf Schiff, Schiene und Lastwagen um rund Prozent auf insgesamt 4,25 Millionen Tonnen zugenommen.

    Der Umschlag von rund 667.000 Tonnen Gütern bedeute das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des Hafens, teilte die Geschäftsführung mit. Im vergangenen Jahr machte in dem niederbayerischen Donau-Hafen 822 Frachtschiffe fest, so viele wie nie zuvor.

    Die auf dem Gelände des Straubinger Hafens angesiedelten Unternehmen haben laut der Hafen-Geschäftsführung im vergangenen Jahr insgesamt rund 26 Millionen Euro investiert, insgesamt arbeiten auf dem Gelände derzeit gut 3.000 Menschen. Noch in diesem Jahr ist dort die Fertigstellung eines neuen Verteilzentrums des Onlinehandelskonzern Amazon geplant.

    21.50 Uhr: Elternverbände gegen Corona-Tests in Klassenzimmern

    Zwei Elternverbände haben gefordert, Corona-Tests für Schüler in Klassenzimmern zu stoppen. "Testungen sollen in Eigenverantwortung vor Antritt des Schulweges zuhause oder extern von geschultem Personal vor der Schule durchgeführt werden", heißt es in einem Offenen Brief des Landeselternverband Bayerischer Realschulen und des Bayerischen Elternverbandes an Ministerpräsident Markus Söder (CSU). "Klassenzimmer sind keine Testzentren."

    Seit Montag ist im Freistaat für die Teilnahme am Unterricht in den Klassenräumen ein Corona-Test verpflichtend. Alle Schülerinnen und Schüler, die sich in den Schulgebäuden aufhalten - sei es im Präsenzunterricht, im Wechselmodell oder in der Notbetreuung - müssen künftig zwei Mal pro Woche in der Schule einen Selbsttest machen oder einen aktuellen negativen PCR- oder Schnelltest vorlegen. Bei einer Inzidenz von über 100 kann dies je nach Unterrichtsmodell sogar noch häufiger der Fall sei.

    20.51 Uhr: 27 deutsche Urlauber derzeit im "Corona-Hotel" auf Mallorca

    In dem Quarantäne-Hotel auf Mallorca sind derzeit 27 Urlauber aus Deutschland untergebracht. Besucher, die auf der spanischen Urlaubsinsel positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, absolvieren dort allein oder zusammen mit ihren jeweiligen Reisebegleitern die vorgeschriebene Isolierung, die mindestens zehn Tage beträgt, wie regionale Medien am Montag unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden der Balearen berichteten.

    Neben den Besuchern aus Deutschland seien in dem Hotel derzeit auch drei weitere ausländische Touristen sowie fünf Bewohner der Insel untergebracht, die nicht anderswo in Quarantäne gesetzt werden könnten.

    Das Kongresshotel Meliá Palma Bay wurde von der Balearen-Regierung als "Corona-Hotel" unter Vertrag genommen. Die Kosten für die Unterbringung der dort isolierten Gäste übernimmt die spanische Region. Besucher, die auf Mallorca positiv getestet werden, dürfen allerdings auf eigene Kosten auch in ihrem Hotel, im Ferienhaus oder der eigenen Immobilie die Quarantäne absitzen. Einige Hotels haben dafür eigens eingerichtete "Corona-Bereiche".

    20.35 Uhr: Impfzentrum am Broadway für New Yorker Theaterbranche eröffnet

    Ein eigenes Impfzentrum am New Yorker Broadway soll der berühmten Theater- und Musicalszene der Weltmetropole aus der Corona-Pandemie helfen. Am Montag eröffnete Bürgermeister Bill de Blasio zusammen mit Lin-Manuel Miranda, dem Erschaffer des Hitmusicals "Hamilton", das Zentrum mitten im Theaterviertel von Manhattan.

    Es habe eine Kapazität von rund 1.500 Impfungen pro Tag und beschäftige auch rund 80 bis 100 zuvor Arbeitslose aus der Showbranche, hatte die Branchenseite "Broadwayworld" berichtet. Das Angebot solle vor allem bei Theater-Gewerkschaften und Hilfsorganisationen beworben werden und bevorzugt Menschen aus der Kreativbranche impfen, hieß es weiter.

    "Vor 13 Monaten sind die Lichter in den Theatern ausgegangen und in unseren Herzen haben wir einen Verlust gespürt", sagte de Blasio. "Wir haben etwas verloren - und jetzt kommt es zurück. Broadway kommt zurück, Film und Fernsehen kommen zurück." Seit 12. März 2020 sind die Theater geschlossen. De Blasio erklärte vergangene Woche, dass möglicherweise im September 2021 erste Shows zurückkehren könnten. 

    20.10 Uhr: Wegen Corona: Russland beschränkt Flugverkehr mit Türkei

    Russland will für anderthalb Monate den Luftverkehr mit der Türkei stark einschränken. Die neuen Regelungen sollen von Donnerstag an gelten, wie Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa am Montag in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax zufolge ankündigte. Offiziell begründet wird der Schritt mit der gestiegenen Zahl von Corona-Fällen in der Türkei. Dort gab es zuletzt täglich mehr als 50.000 Neuinfektionen - bei ähnlich vielen Einwohnern wie in Deutschland, wo am Montag 13.245 neue Fälle gemeldet wurden.

    Russlands oberste Amtsärztin Anna Popowa sagte, 80 Prozent der ins Land gebrachten Corona-Fälle stammten von Menschen, die vorher in der Türkei gewesen seien. Das Land ist auch für Russen ein beliebtes Urlaubsziel.

    Die Staatsagentur Ria Nowosti meldete, dass sich aktuell schätzungsweise noch 30.000 Russen in der Türkei aufhielten. Russland hatte relativ früh in der Pandemie den Luftverkehr mit der Türkei wieder aufgenommen. Nach offiziellen Zahlen aus Ankara wurden allein in den ersten zwei Monaten dieses Jahres etwa 176.500 Besucher aus Russland gezählt. Das war die größte Gruppe ausländischer Gäste.

    19.40 Uhr: UN-Chef spricht sich für Sondersteuer für Wohlhabende aus

    UN-Generalsekretär Antonio Guterres spricht sich für eine Sondersteuer für Wohlhabende aus. Jüngste Berichte deuteten darauf hin, dass das Vermögen der Reichsten der Welt im vergangenen Jahr um fünf Billionen Dollar gestiegen sei, sagt er auf einem Treffen zur Finanzierung von Entwicklungshilfe. "Ich fordere die Regierungen auf, eine Solidaritäts- oder Vermögenssteuer für diejenigen in Betracht zu ziehen, die während der Pandemie Profit gemacht haben, um extreme Ungleichheiten zu reduzieren."

    19.15 Uhr: Baden-Württemberg lockert Quarantäne-Regeln für Geimpfte

    Baden-Württemberg will die Quarantäne-Regeln für Menschen mit vollständigem Impfschutz gegen das Coronavirus lockern. "Es wird eine Ausnahmeregelung in die jeweiligen Verordnungen aufgenommen, wonach sich geimpfte, symptomlose Personen künftig nicht mehr in Absonderung begeben müssen, wenn sie Kontakt zu einem Covid-19-Fall hatten", erklärte Landesgesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Montag in Stuttgart. Gleiches gelte für Einreisende aus sämtlichen Risikogebieten im Ausland.

    Lucha begründete das geplante Vorgehen mit Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Demnach sind vollständig Geimpfte weniger infektiös als Menschen mit negativem Schnelltest und einer symptomlosen Corona-Infektion. Die Ausnahme von der Quarantäne-Pflicht soll demnach auch für Menschen gelten, die eine Impfstoffdosis erhalten und darüber hinaus in der Vergangenheit eine Corona-Erkrankung durchgemacht haben.

    Die Neuregelungen sollen den Angaben zufolge im Rahmen der anstehenden Aktualisierung der Corona-Verordnungen des Landes erfolgen und am kommenden Montag in Kraft treten. Vorgesehen ist den Angaben zufolge außerdem, Bewohnerinnen und Bewohnern von stationären Pflegeeinrichtungen wieder den Empfang von mehr Besuchen zu ermöglichen, wenn 90 Prozent der Pflegebedürftigen dort vollständig geimpft sind.

    18.15 Uhr: Wien verlängert Lockdown bis Mai - Intensivmedizin am Limit

    Österreichs Hauptstadt Wien verlängert angesichts der drohenden Überlastung des Gesundheitswesens den harten Lockdown um weitere zwei Wochen bis 2. Mai. Der Präsenzunterricht an den Schulen soll allerdings ab 25. April wieder erfolgen, sagt der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig am Montag nach Beratungen der Stadtregierung mit Experten. "Ich weiß, das ist eine unpopuläre Maßnahme, aber angesichts der steigenden Patientenzahlen auf den Intensivstationen eine notwendige", sagte Ludwig.

    Am Sonntag wurden österreichweit mehr als 600 Covid-Patienten intensivmedizinisch betreut, 245 davon in Wien. Vor allem die britische Virus-Mutation, die zu schwereren Verläufen führt, habe sich im Osten des Landes stark verbreitet. Das Virus treffe zudem nun auch jüngere Menschen. Täglich habe man auf den Intensivstationen der Hauptstadt einen Zuwachs von zwei bis fünf Personen. "Das klingt wenig, ist aber in Summe, in der Tendenz, besorgniserregend", sagte der Bürgermeister. Die Situation sei "nicht dramatisch, aber ernst".

    17.30 Uhr: 45.000 Arztpraxen mit Corona-Impfungen

    Immer mehr niedergelassene Ärzte in Deutschland impfen ihre Patienten gegen Corona. Die Zahl der teilnehmenden Arztpraxen ist in der neuen Woche um 10.000 auf 45.000 gestiegen, wie ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin sagte. Die meisten sind Hausarztpraxen.

    Allerdings dürften die Impfzahlen dennoch vorerst nicht weiter spürbar ansteigen, denn die Menge an Impfstoff stagniert. Bis zu diesem Dienstag sollen rund eine Million Dosen des Vakzins von Biontech/Pfizer in den Praxen ausgeliefert werden. "Das Engagement der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte steigt gewaltig - hoffentlich auch bald die Impfstoffmengen", sagte der KBV-Sprecher.

    Insgesamt wurden inzwischen 18 Millionen Impfdosen gespritzt; 15,9 Prozent der Menschen in Deutschland erhielten mindestens die Erstimpfung.

    17.15 Uhr: WHO: Kampf gegen Coronavirus ist an einem kritischen Punkt

    Im Kampf gegen das Coronavirus ist nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein kritischer Punkt erreicht. Die Zahl der Neuinfektionen und der Todesfälle sei zum siebten Mal in Folge auch in der vergangenen Woche deutlich angestiegen, warnte die WHO am Montag in Genf. "Die Kurve der Pandemie wächst gerade exponentiell", sagte WHO-Expertin Maria Van Kerkhove. Vergangene Woche seien 4,4 Millionen Neuinfektionen gemeldet worden, vor einem Jahr seien es um diese Zeit etwa 500 000 Fälle gewesen. Die Lieferung und Verabreichung von Impfstoffen laufe zwar, aber das reiche zumindest aktuell nicht aus.

    Hände waschen, Ansammlungen vermeiden, Masken tragen und Räume lüften sind laut WHO erprobte Maßnahmen, die auch jetzt helfen. Wenn Neuinfektionen zurückgingen, mache das auch das Auftreten von Virus-Varianten unwahrscheinlicher. Stand jetzt gelte aber: "Die Pandemie ist weit davon entfernt, vorüber zu sein", warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

    16.45 Uhr: Verwaltungsgerichtshof lehnt Eilantrag gegen Corona-Tests an Schulen ab

    Bayerische Schüler dürfen weiter nur mit einem negativen Corona-Test am Präsenz-Unterricht teilnehmen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) lehnte am Montag den Antrag einer Grundschülerin ab, die Regelung vorläufig außer Vollzug zu setzen.

    Zur Begründung führte der für das Infektionsschutzrecht zuständige 20. Senat laut Mitteilung aus, es gebe aufgrund der Infektions- und Gefährdungslage keinen durchgreifenden rechtlichen Bedenken. Mit der Anordnung könne den besonderen schulischen Bedürfnissen von Schülern und Lehrkräften Rechnung getragen werden.

    Das Gericht stellte aber auch klar, dass die Test-Teilnahme freiwillig sei. Somit müsse bei fehlendem Einverständnis sichergestellt sein, dass Unterrichtsangebote im Distanzunterricht bestehen. Andernfalls sei nicht von der erforderlichen Freiwilligkeit bei der Einwilligung in die Erhebung gesundheitsbezogener Daten auszugehen. Zudem müsse sichergestellt sein, dass in den Schulen nur Tests verwendet würden, die auch für die jeweiligen Altersgruppen freigegeben seien.

    16.40 Uhr: Nur 0,2 Prozent aller Impfungen in armen Ländern

    Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation Tedros Adhanom Ghebreyesus hat die massive Ungleichheit bei den Impfungen gegen Covid-19 zwischen armen und reichen Ländern angeprangert. Rund 87 Prozent der weltweit mehr als 700 Millionen Impfungen seien in reichen Ländern vorgenommen worden, betonte Tedros am Montag in Genf. Dagegen seien in armen Ländern nur 0,2 Prozent aller Vakzine gegen den Corona-Erreger verabreicht worden. Diese Ungleichheit sei nicht nur ein moralisches Versagen, sondern auch aus wirtschaftlicher und epidemiologischer Sicht extrem schädlich. Tedros betonte, je mehr Übertragungen verzeichnet würden, desto wahrscheinlicher sei das Auftreten gefährlicher Mutationen des ursprünglichen Corona-Virus.

    16.37 Uhr: Hotel- und Gaststättenverband kritisiert Notbremse

    Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga kritisiert die Pläne für eine bundeseinheitliche Corona-Notbremse. "Es ist niemandem vermittelbar, wenn Bürger aus einer über 100-Inzidenzregion ihre Urlaubsreise ins Ausland mit negativem PCR-Test antreten dürften, aber nicht an die Ost- oder Nordsee reisen könnten", sagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Es wäre daher besser, Anreisen aus einem Risikogebiet von einer zuvor erfolgten Negativtestung abhängig zu machen. Eine zeitliche Befristung der Notbremse sei zudem unverzichtbar.

    16.29 Uhr: Erste Lockerungen in Tschechien

    Im stark von der Corona-Pandemie betroffenen Tschechien sind erste Lockerungsschritte in Kraft getreten. Für die Erstklässler an den Grundschulen begann am Montag der Wechselunterricht, bei dem sich Präsenz- und Distanzunterricht im wöchentlichen Turnus abwechseln. In den Schulen ist ein regelmäßiger Antigen-Schnelltest verpflichtend. Auch die Kindergärten öffneten wieder unter strengen Auflagen für den ältesten Jahrgang.

    Mit dem Ende des Corona-Notstands nach mehr als sechs Monaten endeten zudem die nächtliche Ausgangssperre und das Verbot, den eigenen Wohnbezirk zu verlassen. Viele andere Maßnahmen wie die Schließung der Hotels und Restaurants bleiben unverändert bestehen.

    16.16 Uhr: Novavax schließt Impfstoff-Deal mit Südkorea

    Eine südkoreanische Biotech-Firma kann nach einer Vereinbarung mit Novavax noch in diesem Jahr den Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns herstellen. Der südkoreanische Gesundheitsminister Kwon Deok Cheol erklärte am Montag, SK Bioscience werde bis September 20 Millionen Dosen des Novavax-Vakzins produzieren. Alle sollten im Inland eingesetzt werden. Die Produktion könnte schon im Juni beginnen.

    16.14 Uhr: Lockdown könnte laut Bericht bis mindestens Ende Mai andauern

    Der Lockdown in Deutschland könnte einem Bericht zufolge bis Ende Mai oder Mitte Juni andauern. Die Bundesregierung gehe von einer verschärften Infektionslage aus, die noch sechs bis acht Wochen andauern werde, berichtete der "Tagesspiegel" heute unter Berufung auf eine Besprechung der Länder mit Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) am Sonntag.

    Daraus sei zu schließen, dass mit einer Aufrechterhaltung der per Bundesgesetz geplanten Lockdown-Maßnahmen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 bis Ende Mai oder Mitte Juni zu rechnen sei. Aus Länderkreisen heiße es, dass der Bund nicht bereit sei, vom Inzidenzwert als alleinigem Maßstab für die Lockdown-Verfügung abzurücken.

    16.11 Uhr: Bulgariens Regierungschef nennt Preis für neuen Impfstoffvertrag

    Pfizer und BioNTech verlangen Bulgariens Ministerpräsident Bojko Borissow zufolge für ihren Corona-Impfstoff von der EU in einem neuen großen Liefervertrag ab 2022 einen deutlich höheren Preis. Die EU verhandle über den neuen Vertrag mit einem Preis pro Impfdosis von 19,50 Euro, sagt Borissow während einer Reise in Südbulgarien. "Die Preise gehen schnell nach oben." Einem Insider zufolge will die EU Verhandlungen mit den Unternehmen über die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen für die Jahre 2022 und 2023 aufnehmen. Nach einem von Reuters eingesehen Dokument kostete jede Dosis zuletzt 15,50 Euro.

    16.04 Uhr: Arbeitgeber kritisieren Angebotspflicht für Corona-Tests

    Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) kritisiert die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) auf den Weg gebrachte Verpflichtung für alle Betriebe, Präsenzbeschäftigten mindestens einmal pro Woche einen Corona-Test anzubieten. "Was die Bundesregierung jetzt plant, ist nicht weniger als eine weitere Misstrauenserklärung gegenüber den Unternehmen und ihren Beschäftigten in diesem Land", erklärt BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter. "Die Testpflicht führt zu mehr Bürokratie und diskreditiert das freiwillige Engagement der Unternehmen zunehmend."

    15.24 Uhr: Antikörper-Mittel senkt Risiko einer Corona-Infektion

    Eine Antikörper-Therapie des US-Pharmakonzerns Regeneron hilft einer Studie zufolge auch bei der Vorbeugung gegen eine symptomatische Covid-19-Infektion. Regeneron will für dieses Einsatzgebiet nun eine Notfallzulassung in den USA beantragen, wie das Unternehmen mitteilte. Der Antikörper-Cocktail schützte die Studienteilnehmer, die mit einer infizierten Person in einem Haushalt leben, und reduzierte das Risiko symptomatischer Infektionen um 81 Prozent.

    In den USA hat das Medikament, das sich aus zwei Antikörpern zusammensetzt, bereits eine Notfallzulassung zur Behandlung milder bis moderater Covid-19-Infektionen erhalten. Das Kombinationspräparat war im Herbst dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump bei dessen Covid-19-Erkrankung verabreicht worden. Der zuständige Ausschuss der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende Februar grünes Licht für den Einsatz bei Covid-Patienten gegeben, die noch keine Sauerstoffzufuhr benötigen und ein hohes Risiko haben, dass sich ihr Zustand ernsthaft verschlechtert.

    15.18 Uhr: Bundesregierung will Unternehmen zu Testangeboten verpflichten

    Unternehmen sollen ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten müssen, wenn diese nicht im Homeoffice arbeiten. In der Bundesregierung wird nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa dazu eine Paketlösung angestrebt. Die entsprechende Änderung der Arbeitsschutzverordnung soll dabei gemeinsam mit der geplanten Novelle des Infektionsschutzgesetzes für eine bundesweite Corona-Notbremse kommen. Die Arbeitgeber sollen die Tests zur Verfügung stellen. Sie müssen aber voraussichtlich nicht dokumentieren, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Tests auch in Anspruch nehmen.

    15.11 Uhr: Nachfrage nach den eigenen vier Wänden durch Corona in Bayern gestiegen

    Seit Beginn der Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Bayern zugenommen. "In den vergangenen zwölf Monaten haben sich insgesamt knapp 190.000 Interessentinnen und Interessenten mit einem konkreten Wohnimmobiliengesuch bei Sparkassen und LBS in Bayern vormerken lassen. Das waren gut 10.000 mehr als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Insbesondere spüren wir seit Mai 2020 mit dem Ende des ersten Lockdowns eine nochmals verstärkte Nachfrage für Wohnimmobilien", so Paul Fraunholz, Geschäftsführer der Sparkassen-Immobilien-Vermittlungsgesellschaft.

    Bei einer Befragung von Menschen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren im vergangenen August hätten 84 Prozent der Bayern angegeben, ein schönes Zuhause sei durch Corona wichtiger denn je, sagte Erwin Bumberger, Vorstandsvorsitzender der LBS Bayern. Bei 38 Prozent der Mieter hat die Pandemie laut den Angaben der Befragten den Wunsch nach einer eigenen Immobilie verstärkt.

    14.52 Uhr: Laschet - Lockdown in ganz Deutschland nötig

    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet pocht auf einen bundesweiten Lockdown und hat eine parteipolitische Überlagerung der Corona-Politik in Deutschland kritisiert. Die Ministerpräsidentenkonferenz hätte in der vorigen Wochen beschließen können, dass man entschlossen handeln wolle. "Das ist alles verzögert worden", sagt der CDU-Chef. "Die Pandemie richtet sich aber nicht nach den Sitzungswochen des Bundestages", fügt er hinzu.

    Mit Blick auf die Lage auf den Intensivstationen bekräftigte er seine Forderung nach einem "Brücken-Lockdown". "Wir würden es in ganz Deutschland brauchen." Die SPD-geführten Länder forderte Laschet auf, schnell den Weg für ein neues Infektionsschutzgesetz freizumachen. "Die Zeit haben wir nicht", sagt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident mit Blick auf lange Debatten. Er verweist auf die steigende Zahl der Intensivpatienten in Krankenhäusern und erneuert seine Forderung nach einem "Brücken-Lockdown".

    14.31 Uhr: Merkel: Dritte Corona-Welle "vielleicht die härteste"

    Bundeskanzlerin Angela Merkel will zur Eindämmung des anhaltenden Anstiegs der Corona-Infektionen vor allem auf Tests und Impfungen setzen. "Wir müssen sagen, dass diese dritte Welle für uns vielleicht die härteste ist", sagte die CDU-Politikerin zur Eröffnung der digitalen Industrieschau Hannover Messe. Die Infektionszahlen seien aktuell viel zu hoch, die Auslastung der Intensivstationen nehme wieder zu. Um die Welle zu brechen, sei "die wichtigste Waffe, die wir haben, das Impfen", betonte Merkel. "Und das Testen hilft uns, eine Brücke zu bauen, bis das Impfen wirkt."

    Die weitere Wirtschaftsentwicklung hänge entscheidend davon ab, inwieweit die Ansteckungen möglichst schnell unter Kontrolle gebracht werden können, erklärte die Kanzlerin. Sie forderte ein gemeinsames Vorgehen auf der Welt zur Pandemiebekämpfung. "Denn selbst eine schnelle Impfung unserer Bevölkerung ist noch keine Garantie dafür, dass sich weltweit nicht auch weitere Virusmutationen verbreiten, gegen die unsere Impfstoffe dann nicht mehr oder weniger gut wirken." Auch der Zugang von ärmeren Ländern zu den Impfstoffen sei von globaler Bedeutung.

    14.04 Uhr: Ärzte dringen auf Impfungen für chronisch kranke Jugendliche

    Kinder- und Jugendärzte fordern Covid-19-Impfstoffe für chronisch kranke Kinder- und Jugendliche. So schnell wie möglich müssten Zulassungsstudien für kindgerechte Impfstoffe vorangetrieben werden, forderte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln.

    Rund elf Prozent der Mädchen und 16 Prozent der Jungen unter 17 Jahren litten unter einer chronischen Erkrankung, zitiert der Verband aus einer Studie des Robert Koch-Instituts (RKI). Dazu zählten Herzfehler, Krebserkrankungen oder neurologische Krankheiten wie etwa Epilepsie. Diese Vorerkrankungen könnten bei einer Corona-Infektion zu einem schweren Krankheitsverlauf führen. Bisher hätten sich betroffene Eltern mit ihren Familien vorbildlich isoliert. Dies wirke sich jedoch auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen aus, erklärte BVKJ-Präsident Thomas Fischbach. Deshalb sei es "höchste Zeit", ihnen zu ermöglichen, wieder am sozialen Leben und Lernen teilzunehmen.

    13.56 Uhr: Dritte Corona-Welle in der Türkei - Ärzte schlagen Alarm

    Die Türkische Ärztevereinigung hat angesichts von rasant steigenden Corona-Neuinfektionen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems gewarnt. "Unsere Krankenhäuser sind mit Covid-19 Patienten überfüllt", sagte die Chefin der Vereinigung TTB, Sebnem Korur Fincanci, am Montag. Selbst die zusätzlich eingerichteten Stationen reichten nicht aus, um dem Bedarf gerecht zu werden. "Auf den Intensivstationen ist kein Platz mehr", sagte sie. Mitarbeiter im Gesundheitssystem seien überfordert.

    Das türkische Gesundheitsministeriums gibt die Zahl der belegten Intensivbetten im Land mit rund 67 Prozent an. Die Corona-Neuinfektionen in der Türkei stiegen in der vergangenen Woche mit mehr als 50.000 Fällen pro Tag auf den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Nach Angaben von Gesundheitsminister Fahrettin Koca liegen rund 40 Prozent der Infektionen in der Millionenmetropole Istanbul. Dort wurden zuletzt fast 600 Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche gemeldet.

    13.52 Uhr: Kambodscha droht nicht auffindbaren Corona-Kranken mit Haft

    Kambodschaner, die positiv auf das Coronavirus getestet werden und sich den Behörden entziehen, riskieren in dem südostasiatischen Land zwischen einem und fünf Jahren Haft. Dies kündigte die Regierung an, nachdem Dutzende Menschen, deren Testergebnis positiv ausgefallen war, nicht mehr auffindbar sind. Wer an Covid-19 erkrankt, sich nicht behandeln lässt und das Virus weiter verbreitet, riskiert den Angaben zufolge sogar bis zu zehn Jahre Haft.

    Die Regierung verhängte auch eine Impfpflicht für Beamte und Mitglieder der Streitkräfte. Vorausgegangen war ein Anstieg der Infektionszahlen, nachdem Kambodscha zuvor vergleichsweise sehr glimpflich durch die Krise gekommen war.

    13.48 Uhr: Steigende Infektionszahlen - Saarland weitet Testpflicht aus

    Eine knappe Woche nach dem Start seines umstrittenen Öffnungsmodells hat das Saarland wegen gestiegener Corona-Zahlen nachgeschärft: Seit heute gilt eine erweiterte Testpflicht, nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge über 100 gelegen hatte. Konkret heißt das: Nun müssen auch Kunden im Einzelhandel, bei Friseuren oder bei Kosmetikern ein negatives Schnelltest-Ergebnis vorlegen, das nicht älter als 24 Stunden sein darf. Ausgenommen sind nur Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte sowie Banken oder medizinische Behandlungen.

    Damit ist im bundesweit beachteten "Saarland-Modell" die Ampel auf Gelb gesprungen. "Wenn das Infektionsgeschehen nicht unter Kontrolle bleibt und dem Gesundheitssystem eine Überlastung droht, werden wir, ohne zu zögern auf Stufe Rot stellen und die Notbremse ziehen", teilte die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) nach dem Beschluss der Landesregierung vom Sonntagabend mit. Dann würden Öffnungen kassiert - es folgt ein Lockdown. Das Saarland-Modell könnte aber auch mit der geplanten bundeseinheitlichen Notbremse für Landkreise ab einer Inzidenz von 100 beendet werden.

    13.38 Uhr: SPD vereinbart Testangebotspflicht für Unternehmen

    In der Koalition besteht nach Angaben der SPD Einigkeit, Unternehmen zu einem Schnelltest-Angebot für Präsenzbeschäftigte im Betrieb zu verpflichten. Ebenso sei vereinbart, die bezahlten Kinderkrankentage pro Elternteil von derzeit 20 auf 30 Tage zu erhöhen, teilen die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans nach einer Präsidiumssitzung mit. Beides werde am Dienstag in der Kabinettssitzung von der Bundesregierung auf den Weg gebracht.

    13.28 Uhr: Großhandelsverband kritisiert Orientierung nur an Inzidenz von 100

    Der Großhandelsverband BGA begrüßt das Ziel, Corona-Einschränkungen bundesweit zu vereinheitlichen. "Bedauerlich ist, dass das Vorgehen lediglich an den Inzidenzwert 100 gebunden wird", sagt BGA-Präsident Anton Börner. "Dies spiegelt nicht ansatzweise die vielen bisherigen Erkenntnisse und Erfahrungen seit Pandemiebeginn wider. Andere wichtige Aspekte bleiben außen vor."

    13.22 Uhr: Dänemark startet Testimpfungen mit 100.000 Menschen

    Dänemark will am heutigen Montag in einem Testlauf 100.000 Menschen gegen das Coronavirus impfen. Gesundheitsminister Magnus Heunicke erklärte, die Dänen würden einen Rekord aufstellen. Er forderte die Menschen auf, pünktlich zu ihren Terminen zu erscheinen und guten Mutes zu sein. Im Juni soll dann die große Impfkampagne mit rund 400.000 Impfungen pro Tag beginnen. Die Impfungen sollten in 68 Impfzentren im ganzen Land verabreicht werden, die meisten davon in der Hauptstadt Kopenhagen und Umgebung, wo ein Drittel der knapp sechs Millionen Einwohner des Landes lebt.

    13.15 Uhr: Johnson & Johnson startet Lieferung in EU

    Die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson können nun auch in der Europäischen Union starten. Der Hersteller beginne am heutigen Montag mit der Lieferung an die EU-Staaten, bestätigte die EU-Kommission in Brüssel. Sie erwartet bis Ende Juni bis zu 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen.

    Die Besonderheit: Das Vakzin muss nur einmal gespritzt werden, statt wie die übrigen drei zugelassenen Corona-Impfstoffe zweimal. Deshalb setzen Deutschland und andere Staaten große Hoffnungen darauf, dass die Impfkampagne damit beschleunigt wird. Die belgische Impf-Taskforce bestätigte der Nachrichtenagentur Belga, dass bereits für Montag 36.000 Impfdosen von Johnson & Johnson in Belgien erwartet würden.

    13.04 Uhr: Außengastronomie im Norden wieder offen

    In großen Teilen Schleswig-Holsteins ist am Montag ein kleines Stück Normalität zurückgekehrt. Mitten in der Corona-Pandemie durften in den meisten Kreisen und Städten nach monatelanger Pause die Terrassen von Cafés und Restaurants wieder öffnen.

    Die Kunden seien vorsichtig, achteten auf Abstände und seien erleichtert über das Stück Normalität, das zurückkehre, sagte Geschäftsführer Jan Schumann. "Das sieht man an den Gesichtern." Dem Personal gehe es ebenso, es sei ein Tag guter Stimmung.

    Die Landesregierung hatte die Öffnung in der vergangenen Woche unter strengen Auflagen erlaubt. Möglich ist die Bewirtung, wo die Zahl der Infektionen innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner stabil unter 100 liegt. Es gelten die aktuellen Kontaktbeschränkungen, die Gastronomen müssen eine Kontaktnachverfolgung sicherstellen. Die Abstände müssen überall gewährleistet sein. Medizinische Schutzmasken sind Pflicht, nur am Tisch dürfen Gäste sie abnehmen.

    12.52 Uhr: Indien erteilt Sputnik V Notfallzulassung

    Die indische Arzneimittelaufsicht gibt Insidern zufolge grünes Licht für den russischen Impfstoff Sputnik V. Die Behörde erteile eine Notfallzulassung, sagen mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Die "Economic Times" berichtet, Grundlage für die Entscheidung seien starke wissenschaftliche Daten, wonach das Vakzin eine Effektivität von 91,6 Prozent hat. Es ist bereits zur Behandlung in mehr als 50 Ländern zuglassen.

    12.47 Uhr: Athen verteilt gratis 380.000 Corona-Tests

    Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Regierung in Athen bis heute 380.000 Corona-Selbsttests gratis verteilt. Als erste seien 250.000 Schüler der letzten drei Klassen der Gymnasien sowie die Lehrer und das Personal dieser Schulen getestet worden, teilte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis im Staatsfernsehen (ERT) mit. Es seien 613 Fälle von Infektionen registriert worden.

    Wie der griechische Regierungschef weiter mitteilte, sollen in den kommenden Wochen weitere zehn Millionen Selbsttests gratis verteilt werden. Dabei sollen Menschen, die im Einzelhandel und im Bereich Lieferservice arbeiten sowie die Fahrer von Bussen, Trams und Bahnen die Tests erhalten. Alle diese Menschen sollen sich zuhause zwei Mal in der Woche selbst testen, hieß es. Die Selbsttests können in Apotheken abgeholt werden.

    11.54 Uhr: Griechenland öffnet Tourismus ab 14. Mai

    Urlauber aus den anderen EU-Staaten werden ab 14. Mai ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen und Urlaub machen können. Dies teilte die griechische Tourismus-Vizeministerin Sofia Zacharaki mit. Es werde aber Voraussetzungen geben: "Die Urlauber müssen entweder geimpft sein oder einen PCR-Corona-Test vorzeigen", sagte sie dem griechischen Nachrichtensender Skai. Anschließend werden sie frei ihre Ferien in Griechenland machen können, hieß es.

    Diese Regelung werde auch für einige andere Staaten gelten. Darunter seien auch Serbien und Großbritannien, teilte die Vizeministerin weiter mit. Athen hatte bereits Ende März auf bilateraler Ebene die Quarantänepflicht für Besucher aus Israel abgeschafft. Israelische Urlauber müssen eine offizielle Bestätigung auf Englisch vorzeigen, dass sie geimpft sind. Zudem müssen 14 Tage nach der zweiten Impfung vergangen sein. Die Besucher aus Israel müssen auch einen negativen PCR-Corona-Test vorzeigen, der nicht mehr als 72 Stunden alt sein darf.

    11.47 Uhr: Fast alle Erwachsenen in Bhutan geimpft

    Innerhalb von nur 16 Tagen hat das kleine Königreich Bhutan fast alle erwachsenen Einwohner gegen das Coronavirus geimpft. Das Land zwischen Indien und China startete seine Impfkampagne am 27. März und hat damit inzwischen fast 93 Prozent der Erwachsenen erreicht. Insgesamt sind 62 Prozent der 800.000 Einwohner geimpft. Eine schnelle Immunisierung wurde durch die geringe Bevölkerungszahl in Bhutan erleichtert.

    11.42 Uhr: Einzelhandelsverband befürchtet Pleitewelle - Shoppen mit Termin hilft kaum

    Der Einzelhandelsverband HDE warnt vor einer Pleitewelle. Bei einer Umfrage unter mehr als 1.000 Unternehmen der Branche geben demnach 45 Prozent an, ihre Existenz sei im Laufe des Jahres akut gefährdet. Das betreffe vor allem Firmen, die nichts mit Lebensmitteln zu tun hätten, teilt der HDE mit. In der vergangenen Woche hätten die Umsätze von Innenstadthändlern 60 Prozent unter normalen Zeiten gelegen. "Dort, wo die Kunden mit Terminvereinbarung einkaufen durften, verzeichneten die Händler ein Minus von fast 50 Prozent."

    11.35 Uhr: Wasserverbrauch in der Pandemie deutlich gestiegen

    In Deutschland ist im Pandemie-Jahr 2020 mehr Wasser durch die Hähne der Haushalte und des Kleingewerbes geflossen. Pro Kopf wurden 129 Liter und damit vier Liter mehr am Tag verbraucht, teilt der Bundesverband der Deutschen Wasserwirtschaft (BDEW) mit. "Homeoffice, Kontaktbeschränkungen und ausgefallene Reisen haben dazu geführt, dass die meisten Bürger deutlich mehr Zeit zu Hause verbrachten und dort entsprechend mehr Wasser brauchten", sagt BDEW-Hauptgeschäftsführer Martin Weyand. Zudem sei häufiger und länger Hände gewaschen worden. Die Haushalte für sich genommen haben demnach allein noch deutlich mehr Wasser genutzt, da das Kleingewerbe wie Restaurants wegen des Lockdowns weniger brauchte.

    10.45 Uhr: Große Mehrheit der Japaner für Olympia-Absage oder Verschiebung

    72 Prozent der Japaner sprechen sich aus Angst vor einer weiteren Corona-Welle für die Absage oder Verschiebung der Olympischen Spiele und Paralympics in Tokio aus. Nur etwa 24 Prozent befürworten dagegen die Austragung des Ringe-Spektakels, das am 23. Juli mit der Entzündung des olympischen Feuers in Japans Hauptstadt beginnen soll, wie aus einer Umfrage der Nachrichtenagentur Kyodo News hervorgeht.

    39,2 Prozent der Befragten sind für eine Absage der bereits um ein Jahr verschobenen Spiele. 32,8 Prozent sprachen sich für eine zweite Verschiebung aus. 92,6 Prozent der Befragten sagten, sie seien besorgt über ein Wiederaufflammen von Virusinfektionen. In Japan geht das Impfen nur sehr schleppend voran. Nach Angaben des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales sind bis Freitag nur 0,4 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft worden. Mediziner warnen davor, dass die Spiele im schlimmsten Fall zum Superspreader-Ereignis werden und neue Virusvarianten hervorbringen könnten.

    Wegen der Notmaßnahmen in Osaka angesichts wieder steigender Infektionszahlen wurde der Abschnitt des Fackellaufs durch die Region gestrichen. Ein solches Szenario könnte sich in den nächsten Wochen an weiteren Stationen wiederholen.

    10.22 Uhr: Biontech-Impfstoff schützt laut Studie weniger gut gegen südafrikanische Variante

    Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt einer israelischen Studie zufolge weniger gut vor der südafrikanischen Virus-Mutante als vor anderen Varianten. "Die südafrikanische Variante ist in gewissem Umfang in der Lage, die Schutzwirkung des Impfstoffs zu durchbrechen", sagte Co-Studienautor Adi Stern von der Universität Tel Aviv der Nachrichtenagentur AFP. Ob die Impfung den Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit der der südafrikanischen Variante abmildert, wurde allerdings nicht untersucht.

    In der Studie der Universität Tel Aviv und der größten israelischen Krankenkasse Clalit wurden 400 Corona-Infizierte, die nicht geimpft waren, mit 400 Infizierten, die eine oder beide Impfspritzen erhalten hatten, verglichen. Der Anteil der südafrikanischen Variante B.1.351 an den Corona-Fällen in Israel liegt demnach bei weniger als einem Prozent.

    Bei 150 Probanden, die sich trotz vollständigen Impfschutzes infizierten, war der Anteil der südafrikanischen Variante den Angaben zufolge acht Mal größer als bei den ungeimpften Probanden. "Das bedeutet, dass der Pfizer/Biontech-Impfstoff, obwohl er hochwirksam ist, wahrscheinlich nicht das gleiche Maß an Schutz gegen die südafrikanische Coronavirus-Variante bietet", erklärten die Autoren.

    09.55 Uhr: Infektionszahlen in Indien steigen dramatisch

    Indien hat Brasilien als Land mit den zweitmeisten Corona-Infizierten weltweit überholt. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden nach offiziellen Angaben am Montag knapp 169.000 Infektionen - der bisher höchste Wert - registriert. 904 Menschen starben demnach im Zusammenhang mit dem Virus. Damit verzeichnet die größte Demokratie der Welt bisher mehr als 13,5 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-Cov-2 sowie rund 170.000 Todesfälle.

    Die Infektionszahlen in Indien steigen seit Wochen deutlich an - es gibt religiöse Feste und große Wahlkampfveranstaltungen ohne Masken und Abstand. So baden derzeit etwa Zehntausende Menschen als Teil einer hinduistischen Zeremonie im heiligen Fluss Ganges. Pilger sagten örtlichen Fernsehsendern, dass sie keine Angst vor dem Virus hätten.

    Bis vor kurzem gab es kaum Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Inzwischen wurden in der Hauptstadt Delhi und mehreren Bundesstaaten Notmaßnahmen wie nächtliche Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen verhängt. Aus besonders betroffenen Regionen wie dem reichsten Bundesstaat Maharashtra mit der Finanzmetropole Mumbai gibt es Berichte, dass Krankenhäuser überlastet sind.

    09.16 Uhr: Ethikerin Buyx: Geimpfte mit Getesteten gleichstellen

    Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hält es für unproblematisch, vollständig gegen Corona Geimpfte mit Menschen gleichzustellen, die negativ auf das Virus getestet wurden. Voraussetzung dafür sei, dass Tests flächendeckend verfügbar sind, sagte die Münchner Professorin im Deutschlandfunk. "Gleichzeitig muss man extrem Tempo machen beim Impfen", fügte sie hinzu. Buyx nannte es "sehr, sehr gute Neuigkeiten", denen zufolge von Geimpften keine Infektionsgefahr mehr ausgeht. Insofern sei es folgerichtig, über die Rücknahme von Einschränkungen zu sprechen.

    Die Ethikratsvorsitzende schränkte allerdings ein, dass angesichts der dritten Welle der Pandemie die entsprechenden Debatten nicht prioritär geführt werden sollten. Sie warnte davor, damit "ganz wesentliche Regeln im öffentlichen Raum" infrage zu stellen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass vollständig gegen Corona Geimpfte noch im Laufe des Monats Freiheiten zurückbekommen sollen, die andere derzeit nur durch Tests erhalten. Nach Rücksprache mit den Gesundheitsministern der Länder sollen Spahn zufolge die Verordnungen noch im April angepasst werden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Deutschland derzeit rund fünf Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft. Das entspricht etwa sechs Prozent der Bevölkerung.

    08.35 Uhr: Brinkhaus will Entscheidung über einheitliche Notbremse noch in dieser Woche

    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnt vor taktischen Spielchen bei der geplanten Neufassung des Infektionsschutzgesetzes. "Alle Argumente liegen seit Monaten auf dem Tisch. Alle Maßnahmen sind bewertet", sagt er im ARD-Morgenmagazin. "Deshalb meine dringende Bitte an die Opposition: Lasst uns das diese Woche zum Ende bringen." Wie dann im Einzelnen abgestimmt werde, sei eine andere Frage. "Aber bitte keine Verfahrensverzögerungen."

    Die Union lege Wert darauf, dass das Gesetz gemeinsam mit den Bundesländern gemacht werde. "Aber es ist kein Gesetz, so wie wir es vorhaben, bei dem der Bundesrat auch zustimmen muss. Es ist ein Einspruchsgesetz, also muss man auch nicht alle an Bord haben."

    08.15 Uhr: FDP lehnt pauschale Ausgangssperren ab

    Die FDP wird ihrem Vorsitzenden Christian Lindner zufolge einen Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes mit einer Ausgangssperre nicht mittragen. "Die Ausgangssperre pauschal sehen wir prinzipiell kritisch und hätten sie nicht in einen Maßnahmenkatalog aufgenommen", sagte Lindner im Deutschlandfunk. Ausgangssperren seien "bis auf wenige Ausnahmefälle" unverhältnismäßig. Die jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen seien verfassungsrechtlich fragwürdig und teilweise epidemiologisch nicht wirksam.

    08.07 Uhr: Aerosolforscher warnen vor kontraproduktiven Anti-Corona-Maßnahmen

    "Wer sich zum Kaffee in der Fußgängerzone trifft, muss niemanden in sein Wohnzimmer einladen": Führende Aerosolforscher aus Deutschland fordern von der Politik einen Kurswechsel bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Die Gefahr einer Ansteckung sei vor allem in Innenräumen gegeben, bekräftigen die Forscher in einem Brief an die Bundesregierung und an die Landesregierungen.

    Debatten über das Flanieren auf Flusspromenaden, den Aufenthalt in Biergärten, Joggen oder Radfahren seien hingegen kontraproduktiv. Hier würden wertvolle Ressourcen verschwendet. Sie kritisieren auch die Ausgangssperren: "Die heimlichen Treffen in Innenräumen werden damit nicht verhindert, sondern lediglich die Motivation erhöht, sich den staatlichen Anordnungen noch mehr zu entziehen", schreiben sie.

    07.56 Uhr: Australien wird Impfziel verfehlen

    Australien wird sein Ziel, die gesamte Bevölkerung bis Ende des Jahres gegen das Coronavirus zu impfen, nach Angaben der Regierung nicht einhalten können. Die Ankündigung von Premierminister Scott Morrison kam wenige Tage, nachdem Experten ihre Empfehlungen für die Impfung mit dem Mittel von Astrazeneca geändert hatten. Australier unter 50 Jahren sollen demnach nur noch mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer geimpft werden. Hintergrund sind Bedenken gegenüber dem Astrazeneca-Vakzin wegen möglicher Nebenwirkungen.

    Die Regierung werde keine neuen zeitlichen Ziele für eine Erstimpfung der Gesamtbevölkerung aufstellen, teilte Morrison am Montag mit. Die Impfkampagne in Australien ist unter anderem wegen Lieferproblemen nur schleppend angelaufen. Die Regierung hatte geplant, vier Millionen der insgesamt 25 Millionen Bürger bis Ende März erstmals zu impfen. Stattdessen wurden aber nur 842 000 Dosen verabreicht.

    Australien ist wegen extrem strikter Maßnahmen bisher sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen. So sind die Grenzen des Landes seit März 2020 mit wenigen Ausnahmen für alle Ausländer geschlossen. Bislang hat das Land etwa 29 000 Fälle verzeichnet, 900 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

    06.49 Uhr: Weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in England

    In Großbritannien geht es mit der Impfkampagne gut voran. Deshalb werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie im größten Landesteil weiter gelockert. In England dürfen von heute an unter anderem Läden, Friseure und auch die Außengastronomie wieder aufmachen. Auch Fitness-Studios, Schwimmbäder und Vergnügungsparks dürfen wieder Besucher empfangen.

    Es ist der zweite von mehreren Öffnungsschritten, die das Land nach dem Willen von Premierminister Boris Johnson bis zum 21. Juni wieder komplett zur Normalität führen sollen. Anders als in Deutschland sind die Fallzahlen im Vereinigten Königreich rückläufig oder stagnierend.

    05.19 Uhr: Menschen ab 55 Jahren in Frankreich werden früher geimpft

    Früher als bislang geplant sollen in Frankreich ab heute Menschen über 55 Jahren geimpft werden. Gesundheitsminister Olivier Veran erklärte, alle Menschen über 55 seien ab dann berechtigt, sich mit den Vakzinen von Astrazeneca sowie Johnson & Johnson impfen zu lassen. Die ersten Dosen des letzteren Vakzins wurden in Frankreich eine Woche früher als ursprünglich erwartet. Viele der Menschen in dieser Altersgruppe seien die Versorger ihrer Familien, sagte Veran. Zudem seien viele in Partnerschaften mit älteren Menschen - und seien in Sorge gewesen, noch einen Monat länger auf ihre Impfungen zu warten. "Jetzt können sie sich schützen".

    05.00 Uhr: RKI meldet 13.245 Neuinfektionen

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Montag 13.245 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 136,4 (Vortag: 129,2). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 99 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 78.452. Insgesamt wurden bisher mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

    03.08 Uhr: US-Seuchenbehörde CDC: 187 Millionen Impfstoff-Dosen bereits verabreicht

    Die USA haben nach Angaben der Seuchenbehörde CDC bereits 187 Millionen Impfungen vorgenommen. Wie die CDC bestätigte, seien somit mehr als 119 Millionen Amerikaner mindestens einmal geimpft worden. Bei etwa 72 Millionen Menschen seien die Impfungen sogar vollständig abgeschlossen. Die CDC-Zählung umfasst die Zweidosen-Vakzine von Moderna und Pfizer-BioNTech sowie den Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson.

    02.31: DGB unterstützt Corona-Testpflicht in Betrieben

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützt eine Corona-Testpflicht in Betrieben. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Vizekanzler Olaf Scholz (beide SPD) "vorgesehene Pflicht für die Arbeitgeber, ihren Beschäftigten regelmäßige Tests anzubieten, muss jetzt kommen". Hoffmann appellierte an CDU und CSU, ihre "Blockade" bei dem Thema aufzugeben.

    Eine Selbstverpflichtung der Arbeitgeber reiche nicht aus, mahnte der DGB-Chef. "Es ist schlicht nicht verständlich, weshalb sich Menschen im Privatbereich seit gut einem Jahr bis hin zu ihren Grundrechten einschränken, aber die Regeln für die Arbeitgeber nach wie vor butterweich sind." Dass sich die Arbeitgeber gegen verpflichtende Auflagen wehrten, sei nicht vertrauensbildend, kritisierte Hoffmann.

    Heil will schon in der kommenden Woche eine Corona-Testpflicht in allen Unternehmen durchsetzen. Er strebt einen Kabinettsbeschluss am Dienstag an. Die Pläne des Bundesarbeitsministeriums sehen einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge vor, dass alle Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice sind, das Recht auf einen Corona-Test pro Woche bekommen. Wer viel Kundenkontakt hat oder mit Lebensmitteln arbeitet, soll Anspruch auf zwei Tests pro Woche haben. Eine Bescheinigungspflicht soll es nicht geben. Für Tests mit Zertifikat sollen Kooperationen zwischen den Betrieben und Apotheken, die Schnelltests anbieten, möglich sein.

    01.10 Uhr: Chile will Sinovac-Impfstoff weiterhin einsetzen

    Chile hält den Einsatz des chinesischen Sinovac-Impfstoffs weiterhin für sinnvoll. Nachdem Chinas Direktor des Zentrums für Krankheitskontrolle und Prävention am Samstag auf einer Konferenz erklärte, dass das Vakzin keine sehr hohen Schutzraten habe, verteidigt der chilenische Wissenschaftsminister Andres Couve den Impfstoff. Laut Couve sei es wichtig, sich auf die verfügbaren Daten und die Effektivität von Sinovac zu konzentrieren.

    Eine Studie der Universität von Chile habe vergangene Woche ergeben, dass das Vakzin zu 54 Prozent wirksam sei. Chile hat 60 Millionen Sinovac-Dosen bestellt, die über einen Zeitraum von drei Jahren an die 18 Millionen Einwohner des Landes verabreicht werden sollen.

    01.01 Uhr: Lauterbach: EM in zwölf Ländern "verantwortungslos"

    Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält das Festhalten der UEFA an einer Fußball-EM in möglichst zwölf Ländern in diesem Sommer für "verantwortungslos". Der SPD-Politiker verwies in einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" auf ein steigendes Risiko für Fußballprofis auf Spätfolgen nach Corona-Infektionen. "Das sind gesundheitliche Langzeitschäden, die das sofortige Karriereende bedeuten können. Dies muss man Menschen, deren Gesundheit ihr Kapital ist, ehrlich mitteilen", sagte Lauterbach mit Blick auf Erkrankungen, die in der Fachsprache Long Covid (Langes Covid-19) genannt werden.

    Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will am 19. April entscheiden, ob die auf dieses Jahr verlegte Europameisterschaft wie geplant in zwölf Ländern gespielt werden kann. Als deutscher Ausrichter ist München vorgesehen. Kernpunkt ist die Zulassung von Zuschauern, die acht EM-Städte bereits zugesichert haben. München muss bei seinem Konzept in diesem Punkt nach Willen der UEFA noch nachbessern.

    00.15 Uhr: Iran verzeichnet Jahreshöchststand bei täglichen Corona-Toten

    Der Iran hat am Sonntag die bislang in diesem Jahr höchste Zahl an Corona-Todesfällen binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie registrierten Todesfälle stieg auf fast 64 500, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 258 Todesfälle verzeichnet. In einem Nachrichtenbeitrag hieß es, die Gesundheitsbehörden hätten zudem seit dem Vortag 21 063 neue Corona-Fälle registriert. Seit Pandemie-Beginn waren es somit mehr als 2,07 Millionen. Der Höchstwert stammt von Mitte November. Damals wurden an einem Tag mehr als 480 Corona-Tote gezählt.

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