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Corona-Schnelltest

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    Corona: Die Ereignisse vom 12. bis 18. April

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 12. bis 18. April.

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    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 18. April 2021

    23.30 Uhr: CSU will Termin-Einkauf auch bei Inzidenz über 100

    In den Gesprächen der Regierungsfraktionen über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes besteht die CSU-Seite nach Reuters-Informationen aus Koalitionskreisen darauf, dass wie in Bayern auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200 weiter das Konzept "Click & Meet" im Einzelhandel möglich sein soll und die Geschäfte nicht schließen sollen. Kanzlerin Angela Merkel hatte diese Umsetzung der "Notbremse" in Bayern am vergangenen Wochenende kritisiert.

    22.40 Uhr: FDP macht Klage gegen Corona-Gesetz von Änderungen abhängig

    Im Ringen um das geplante Infektionsschutzgesetz macht die FDP eine Verfassungsbeschwerde von mehreren Änderungswünschen abhängig. Das sagt der parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Marco Buschmann der "Welt". Die FDP fordert unter anderem, Maßnahmen nicht von der Inzidenz abhängig zu machen, Ausnahmen für geimpfte und getestete Personen vorzusehen und auf Ausgangssperren zu verzichten. "Sollte sich die große Koalition diesen Änderungen verweigern, sehen wir uns gezwungen, den Gang nach Karlsruhe anzutreten", sagte Buschmann.

    22.20 Uhr: Corona-Ausbruch in Pescara - Serie B pausiert zwei Wochen

    Die italienische Serie B geht nach einem Corona-Ausbruch beim Fußball-Club Delfino Pescara in eine zweiwöchige Pause. Bis dahin sollen alle Nachholspiele der Zweiten Liga absolviert sein, damit alle Clubs mit der gleichen Anzahl an Spielen in die restlichen vier Runden gehen. Sieben Spieler und ein Mitglied aus dem Betreuer-Stab von Pescara waren positiv getestet worden, daraufhin wurde das ganze Team von den Gesundheitsbehörden in Quarantäne geschickt.

    21.50 Uhr: Jeder zweite Erwachsene in den USA mit mindestens einer Dosis geimpft

    Vier Monate nach der ersten Coronavirus-Impfung in den USA haben nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC mehr als die Hälfte aller Erwachsenen dort mindestens eine Impfdosis erhalten. 50,4 Prozent der Erwachsenen - rund 130 Millionen Menschen - wurde bis Sonntag mindestens eine Dosis verabreicht, wie aus CDC-Statistiken hervorging. Vollständig geimpft ist demnach bereits fast jeder dritte Erwachsene. In der besonders gefährdeten Altersgruppe ab 65 Jahren haben 81 Prozent eine erste Dosis erhalten, rund zwei Drittel sind vollständig geimpft.

    21.15 Uhr: Polizei kontrolliert Gruppe ohne Masken - Angriff, Festnahmen

    Bei der Kontrolle einer größeren Personengruppe ohne Mund-Nasen-Schutz in Aschaffenburg sind Polizisten angegriffen worden. Es sei zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen, drei Personen seien festgenommen worden, teilte die Polizei am Sonntagabend auf Twitter mit. Vor der Kontrolle seien Passanten, die eine Mund-Nase-Bedeckung trugen, aus der Gruppe heraus angegangen worden. Verletzt worden sei niemand. "Die Lage hat sich zwischenzeitlich wieder beruhigt", hieß es gegen 21.00 Uhr.

    19.30 Uhr: Koalitionsfraktionen beraten über Corona-Notbremse

    Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD beraten am Montag (11.30 Uhr) in Videokonferenzen über Änderungen am Infektionsschutzgesetz zur besseren Bekämpfung der Corona-Pandemie. Das Parlament hatte vergangene Woche erstmals über den Entwurf der Regierung beraten, am Mittwoch will es darüber abstimmen. Am Wochenende hatte es noch Verhandlungen zwischen den Koalitionsfraktionen über letzte Änderungen gegeben. Ziel des Gesetzes ist es, Einschränkungen des öffentlichen Lebens bundesweit einheitlich zu regeln - mit der sogenannten Notbremse.

    19.05 Uhr: Ab Montag gilt im Landkreis Starnberg die "Notbremse"

    Der Landkreis Starnberg muss heute (Montag) die "Notbremse" ziehen. Denn die Corona-Inzidenz 100 wurde am Samstag den dritten Tag in Folge überschritten. Das bedeutet beispielsweise, dass nun eine nächtliche Ausgangssperre von 22 bis fünf Uhr gilt. Treffen sind nur noch mit einer einzigen Person aus einem anderen Haushalt erlaubt. Läden, die als "inzidenzunabhängig" eingestuft sind, können Kunden nur noch Terminshopping ("Click & Meet") anbieten - und das auch lediglich gegen Vorlage eines aktuellen negativen Tests.

    18.05 Uhr: Britische Klinikbetreiber fürchten jahrelangen Patienten-Rückstau

    Wegen der Corona-Pandemie warten in Großbritannien Millionen Menschen auf eine Behandlung im Krankenhaus. Es werde in den am meisten betroffenen Gegenden bis zu fünf Jahren dauern, bis der Rückstau aufgelöst ist, teilte am Sonntag der Dachverband NHS Providers mit, in dem alle Krankenhäuser und einzelnen Organisationen des Nationalen Gesundheitsdiensts (NHS) versammelt sind. Ende Februar warteten nach Angaben des NHS England etwa 4,7 Millionen Menschen auf eine Behandlung, knapp 400.000 davon standen bereits seit mehr als einem Jahr auf der Warteliste. Im Februar 2020 waren es noch 1613, die so lange warten mussten. NHS Providers forderte die Regierung zu zusätzlicher finanzieller Unterstützung auf. Betroffen seien nicht nur akute Fälle etwa bei Krebspatienten, sondern auch solche mit psychischen Erkrankungen. Nötig sei ein gemeinsamer Ansatz von NHS und Regierung für mehr Stellen sowie Investitionen in neue Diagnosemöglichkeiten und Behandlungsmethoden.

    17.45 Uhr: 10 Todesfälle in Großbritannien

    Mit zehn zusätzlichen Todesfällen binnen 24 Stunden war die Covid-Sterblichkeit in Großbritannien so niedrig wie seit September nicht mehr. Am Samstag hatten die Behörden 35 zusätzliche Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen fiel auf 1882 von 2206 am Vortag.

    17.25 Uhr: Fauci rechnet Anfang 2022 mit Covid-Impfungen für jüngere Kinder

    Der prominente US-Immunologe Anthony Fauci rechnet spätestens Anfang kommenden Jahres mit Coronavirus-Impfungen für Kinder aller Altersstufen. "Ich denke, bis zum ersten Quartal 2022 werden wir in der Lage sein, Kinder praktisch jeden Alters zu impfen", sagte der Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden dem Sender CNN am Sonntag. "Hoffentlich schon vorher, aber ich denke, das wird der späteste Zeitpunkt sein." Für Kinder und Jugendliche im Alter ab zwölf Jahren gehe er davon aus, dass Impfungen schon zu Beginn des kommenden Schuljahres zur Verfügung stünden. Derzeit können in den USA Jugendliche erst ab 16 Jahren geimpft werden.

    17.15 Uhr: RKI registriert 19.185 Corona-Neuinfektionen und 67 neue Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 19 185 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 67 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.40 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am Sonntag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.855 Neuinfektionen und 104 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 162,3. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,7 angegeben, vor vier Wochen hatte sie noch bei 129,7 gelegen.

    17.05 Uhr: Rom will Corona-Hilfspläne pünktlich in Brüssel abliefern

    Die italienische Regierung will ihren nationalen Plan zum Einsatz von über 200 Milliarden Euro an EU-Corona-Hilfen pünktlich zum 30. April in Brüssel einreichen. Das bestätigten Regierungsquellen in Rom am Sonntag. Zuvor hatte es Spekulationen über eine mögliche Verzögerung gegeben. Schon am 8. April hatte Italiens Ministerpräsident Mario Draghi bei einer Pressekonferenz versichert, dass seine Regierung das Konzept zum 30. April abliefern werde.

    16.55 Uhr: Maskenpflicht im Freien in Israel aufgehoben

    Wegen des großen Fortschritts bei der Corona-Impfkampagne müssen die Menschen in Israel seit Sonntag im Freien keine Maske mehr tragen. Im ganzen Land trat die Neuregelung in Kraft, die Gesundheitsminister Juli Edelstein am Donnerstag bei den Feierlichkeiten zum Jahrestag der Gründung Israels angekündigt hatte. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies jedoch darauf hin, dass der Kampf gegen das Coronavirus noch nicht beendet sei. Es bedürfe "Millionen weiterer Impfdosen", um diesen Kampf zu gewinnen. Fast fünf Millionen Menschen und damit mehr als die Hälfte der Bevölkerung wurden in Israel bereits zweimal gegen das Corona-Virus geimpft. In Jerusalem freuten sich am Sonntag viele Menschen über die Möglichkeit, das erste Mal seit einem Jahr ohne Maske im Freien unterwegs zu sein.

    16.35 Uhr: Unternehmen wollen Impfaktion in Deutschland beschleunigen

    Große Teile der deutschen Wirtschaft sind davon überzeugt, die Impfaktion gegen das Coronavirus beschleunigen zu können. Zahlreiche Unternehmen signalisierten in den vergangenen Tagen ihre Bereitschaft, Mitarbeiter von Betriebsärzten spritzen zu lassen. Noch reicht der Impfstoff dafür aber nicht aus. Mehr als Pilotprojekte sind bisher nicht absehbar - und in den Impfzentren der Konzerne ist Geduld gefragt. Allein beim Autozulieferer Continental könnten in Deutschland in den werksärztlichen Diensten täglich mehr als 1000 Mitarbeiter geimpft werden, wie der Dax-Konzern aus Hannover auf Anfrage mitteilte. "Unsere Betriebsärzte stehen bereit", sagte Personalsprecherin Nicole Göttlicher der Deutschen Presse-Agentur. "Konkrete Informationen von den zuständigen Behörden, wann wir hier aktiv werden können, liegen derzeit noch nicht vor." Für einen schnelleren Fortschritt werden nach den regionalen Impfzentren inzwischen auch Arztpraxen mit Impfstoff beliefert. Auf die Forderung, auch Impfungen in Betrieben rasch voranzutreiben, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zuletzt mehrmals auf den wenigen verfügbaren Impfstoff verwiesen.

    16.20 Uhr: Polizei rückt nach Hochzeit mit 100 Gästen an

    Im Landkreis Weilheim-Schongau soll ein Brautpaar mit rund 100 Menschen eine Hochzeit gefeiert und damit gegen die Corona-Regeln verstoßen haben. Nach einem Hinweis rückte die Polizei an. Zu diesem Zeitpunkt seien aber die meisten Gäste bereits nicht mehr anwesend gewesen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Namen der Teilnehmer seien aber bekannt. Es wurden Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz erstellt. Nach der kirchlichen Trauung des Hochzeitspaares hatte sich die Hochzeitsgesellschaft den Angaben zufolge in Bernried am Starnberger See im Innenhof eines Klostergeländes an Tischen getroffen und es war ein Buffet aufgebaut. Eine Ausnahmegenehmigung für die Feier am Samstag lag demnach nicht vor.

    16.07 Uhr: Kassenärzte rechnen im Mai mit Aufhebung der Impf-Priorisierung

    Die Kassenärzte erwarten, dass im Mai die bisherigen Impf-Priorisierungen aufgehoben werden können. Wenn die Lieferungen wie zugesagt zunähmen, erhielten die Praxen im Mai deutlich mehr als jene 2,25 Millionen Dosen, die jede Woche an die Impfzentren gingen, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Wir werden immer mehr gesunde Menschen und andere Personen außerhalb der derzeit berechtigten Gruppen impfen". Er rechne damit, dass im Mai auch die Priorisierungsvorschriften sukzessive fielen und von dann jeder Erwachsene eine Impfung erhalten könne.

    14.48 Uhr: 69 Festnahmen bei Demonstration gegen Corona-Lockdown

    Bei einer Demonstration von etwa 500 Gegnern der Corona-Maßnahmen in Berlin am gestrigen Samstag hat die Polizei 69 Teilnehmer wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz festgenommen. Ein Teil der Demonstranten hätte bei der Veranstaltung vor dem Gesundheitsministerium keine Mund-Nasen-Bedeckungen getragen und die Sicherheitsabstände missachtet, teilte die Polizei mit. Bei Festnahmen hätten andere Demonstranten Befreiungsversuche unternommen. Die Polizisten hätten sich mit körperlichen Zwang durchsetzen müssen. 24 Ermittlungsverfahren seien wegen Angriffs, versuchter Gefangenenbefreiung, Beleidigung und Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet worden, so die Polizei.

    13.15 Uhr: Steinmeier würdigt Corona-Schicksale

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte bei der Corona-Gedenkfeier in Berlin, die Pandemie habe tiefe Wunden gerissen. 80.000 Menschen seien allein in Deutschland gestorben, weltweit mehr als drei Millionen. "Die Trauer verbindet uns über Grenzen hinweg." Hinter den Zahlen stünden viele Schicksale, die oft unsichtbar geblieben seien. "Auch in dieser Stunde ringen Menschen auf den Intensivstationen mit dem Tod."

    12.49 Uhr: Hunderte Anzeigen und Platzverweise bei Protesten gegen Corona-Beschränkungen

    In mehreren deutschen Städten hat es am Samstag zum Teil trotz Verboten Proteste gegen die Corona-Beschränkungen gegeben. In Stuttgart schätzte die Polizei die Zahl der Teilnehmer aus der "Querdenker"-Bewegung auf etwa tausend. In Kempten versammelten sich ebenfalls trotz Verbots etwa tausend "Querdenker". In Dresden war die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz.

    12.13 Uhr: Top-Ökonom für längere Corona-Hilfen und Einkaufsgutscheine

    Der Wirtschaftsweise Achim Truger fordert eine Verlängerung der Corona-Hilfen und eine längere Bezugsdauer des Arbeitslosengelds. Solange es Einschränkungen wegen der Pandemie gebe, müsse die Unterstützung der Wirtschaft und der Beschäftigten aufrechterhalten werden, sagt Truger dem "Münchner Merkur". Vorschläge der Grünen und des Einzelhandelsverbands HDE zu Einkaufsgutscheinen für alle Bürger hält das Mitglied des Sachverständigenrates für sinnvoll. Auch andere Maßnahmen wie Prämien für Neuanmietungen von leerstehenden Geschäftsflächen seien geeignet.

    12.03 Uhr: Nur noch drei Landkreise in Bayern unter 100er-Inzidenz

    Nur noch drei bayerische Landkreise liegen unter einer 7-Tage-Inzidenz von 100. Laut Robert-Koch-Institut sind das die Landkreise Tirschenreuth, Forchheim und Kitzingen. Bayernweit meldet der Landkreis Kronach in Oberfranken mit 367 den höchsten Wert. Bayernweit stieg die 7-Tage-Inzidenz laut RKI auf 185, bundesweit auf 162.

    Die Gesundheitsämter im Freistaat meldeten dem Institut binnen eines Tages 3.367 Neuinfektionen und 10 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

    11.57 Uhr: 7.500 Euro Corona-Hilfe für Tierheime

    Das Bundesumweltministerium unterstützt Tierheime in der Corona-Krise finanziell. Ab Ende nächster Woche könnten entsprechende Förderanträge gestellt werden, bestätigte das Ministerium am Sonntag einen Bericht der "Bild am Sonntag". Tierschutzvereinen, die Träger von Tierheimen sind, werde ein einmaliger Zuschuss von 7.500 Euro gewährt. Die Corona-Pandemie stelle die Vereine in einem noch nicht abzusehenden Ausmaß vor große finanzielle Probleme, hieß es zur Begründung. "In vielen Fällen fallen Spenden weg und können entsprechende Vereinsaktivitäten nicht durchgeführt werden."

    11.22 Uhr: Italien und EU-Kommission streiten über Einsatz von Geldern aus Corona-Hilfsfonds

    Italien läuft Insidern zufolge Gefahr, den Zeitplan für das Anzapfen des europäischen Corona-Wiederaufbaufonds nicht einhalten zu können. Eigentlich sollen alle EU-Länder bis Ende April ihre Pläne einreichen, wie sie Mittel aus dem insgesamt 750 Milliarden Euro schweren Fonds verwenden wollen. Die EU-Kommission sei mit dem bisherigen Entwurf aus Rom aber nicht zufrieden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Der neue Ministerpräsident Mario Draghi werde womöglich zu einer Verzögerung um mindestens zwei Wochen gezwungen. Brüssel verlange vor allem mehr Details zur Umsetzung. Ein zweiter Insider sagte, Mitte Mai sei realistisch. Ein Draghi-Sprecher versicherte, die Frist werde eingehalten. "Der Plan wird am 30. April vorgestellt werden."

    11.05 Uhr: Frankreich verhängt für mehrere Länder Pflichtquarantäne

    Frankreich verschärft wegen der Corona-Pandemie die Einreise aus Brasilien, Chile, Argentinien und Südafrika. Angesichts der Besorgnis über Covid-19-Varianten soll ab dem 24. April eine zehntägige Pflichtquarantäne für Einreisende aus diesen Ländern gelten. Die Maßnahme trifft auch für Flugreisende aus dem französischen Überseedepartement Guyana zu.

    Frankreich will bis dahin ein System schaffen, das die Überprüfung des Aufenthaltsortes und die entsprechenden Quarantäneanforderungen erlaubt. Des Weiteren muss ein negativer PCR-Test nachgewiesen werden, der nicht älter als 36 Stunden sein darf.

    11.03 Uhr: SPD-Fraktion will Corona-Aufhol-Paket für Kinder und Jugendliche

    Die SPD-Bundestagsfraktion fordert wegen der Corona-Pandemie ein Aufhol-Paket für Kinder und Jugendliche in Höhe von zwei Milliarden Euro. "Die Pandemie trifft Kinder und Jugendliche besonders hart", sagte die Fraktionsvizechefin Katja Mast am Samstag. "Deshalb wollen wir ein Corona-Aufhol-Paket für die junge Generation, das die entstandenen Lücken umfassend angeht und Länder und Kommunen unterstützt."

    Das Aufhol-Paket solle zusätzliche Unterstützung in Schulen, Corona-Auszeiten, Angebote der Kinder- und Jugendhilfe, Feriencamps und Freizeiten sowie bezahlbare Ferienangebote finanzieren.

    10.25 Uhr: Gedenken an Verstorbene der Corona-Pandemie in Berlin

    In Berlin hat am Sonntagvormittag das öffentliche Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie mit einem Gottesdienst begonnen. Wegen der Pandemielage waren nur wenige Gäste in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zugelassen. Neben fünf Angehörigen von Verstorbenen nahmen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundesratspräsident Reiner Haseloff (alle CDU) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, an dem Gottesdienst teil. Am Nachmittag gibt es eine zentrale Gedenkfeier im Berliner Konzerthaus, bei der Bundespräsident Steinmeier sprechen wird. Auf seine Initiative geht der Gedenkakt zurück.

    10.17 Uhr: Landratsamt Kitzingen weist Kritik der Abtei Münsterschwarzach zurück

    Nach einem Corona-Ausbruch in der unterfränkischen Benediktinerabtei Münsterschwarzach hat der Kloster-Arzt scharfe Kritik an den Behörden formuliert. Die Mönchsgemeinschaft sei auf sich alleine gestellt gewesen, heißt es in einem am Samstag veröffentlichten Text von Konvent-Arzt Bruder Ansgar Stüfe. "Alle Empfehlungen, die es offiziell dazu gibt, sind völlig unzureichend." Das zuständige Landratsamt Kitzingen wies die Vorwürfe zurück. Landrätin Tamara Bischof (Freie Wähler) erklärte, das Gesundheitsamt habe nicht nur rechtlich korrekt gehandelt, sondern das Kloster bestmöglich unterstützt. Die Verantwortlichen seien mehrmals täglich "im regen Austausch" mit dem Kloster-Arzt gestanden, dieser habe dabei keine Kritik geäußert. Deshalb sei man "sehr verwundert" über die Veröffentlichung.

    09.34 Uhr: Zahl der Klassenwiederholer während Corona gesunken

    In mindestens elf Bundesländern wiederholen deutlich weniger Schülerinnen und Schüler eine Klasse als in dem Schuljahr vor der Pandemie. Das zeigt eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland bei den zuständigen Ministerien der Länder. Besonders hoch war der Rückgang der Klassenwiederholer demnach in Hessen, Niedersachsen, Brandenburg und Bayern. In Bayern wiederholen dieses Schuljahr rund 25 Prozent weniger Schüler an Grund-, Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien eine Klasse als im Vorjahr.

    09.07 Uhr: Hunderte Anzeigen nach Demos gegen Corona-Maßnahmen in Stuttgart

    Bei den verbotenen Protesten gegen die Corona-Politik in Stuttgart hat die Polizei Hunderte Verstöße festgestellt. Mehr als 700 Menschen, die am Samstag durch die Stadt gezogen waren, seien festgehalten und identifiziert worden. Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden sie angezeigt und erhielten Platzverweise. Zudem habe es mehr als 1000 Verstöße gegen die Maskenpflicht gegeben.

    Im Vorfeld hatte die Stadt zwei geplante Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen verboten und dafür Rückendeckung von den Gerichten erhalten.

    08.48 Uhr: Polizei entdeckt gefälschte Corona-Tests bei Verkehrskontrolle

    Bei einer Verkehrskontrolle in Bayerisch Eisenstein hat die Polizei gleich mehrere gefälschte Corona-Tests entdeckt. Eine Streife der Grenzpolizei kontrollierte auf der B11 am Samstagabend ein Auto, das von Bayerisch Eisenstein nach Zwiesel unterwegs war. Der 55-jährige Fahrer konnte dabei keinen Corona-Test oder eine Einreiseanmeldung vorweisen, obwohl er selbst angab, zuvor aus Tschechien eingereist zu sein. Seine Beifahrerin händigte hingegen einen gefälschten negativen Corona-Test aus. Bei ihr fanden die Beamten außerdem noch weitere gefälschte Corona-Test-Bescheinigungen. Die beiden erwartet jetzt eine Anzeige wegen Urkundenfälschung und Verstoß nach dem Infektionsschutzgesetz.

    07.20: Israel streicht Maskenpflicht im Freien

    Gut ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie ist die Maskenpflicht im Freien in Israel aufgehoben worden. Auf den Straßen waren am Sonntagmorgen bereits viele Menschen ohne Mundschutz unterwegs. In Innenräumen, die öffentlich genutzt werden, gilt die Pflicht weiterhin. Experten gehen aber davon aus, dass sie angesichts der stark gesunkenen Infektionszahlen in einem Monat ebenfalls aufgehoben werden kann.

    07.06 Uhr: Altmaier mahnt konsequente Anwendung von Ausgangssperren an

    Im Ringen um eine Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes hat sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier für die umstrittenen Ausgangssperren-Pläne starkgemacht. "Die Ausgangssperre ist ein Signal für die Dramatik der Lage und dafür, dass wir es ernst meinen - gerade weil es sie bisher in Deutschland kaum gab", sagt der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Es gehe nicht um den Spaziergänger mit Hund, sondern um die Einhaltung der Kontaktregeln. "Überall auf der Welt, wo eine Infektionswelle erfolgreich gebrochen wurde, hat man das mit dem Instrument eines harten Lockdowns geschafft", betont der Minister. "Auf der sicheren Seite sind wir, wenn wir insgesamt die Zahl der sozialen Kontakte reduzieren - und die entstehen, wenn alles geöffnet ist." Daran seien alle differenzierte Modelle wie in Tübingen oder Rostock gescheitert.

    06.38 Uhr: Indien: Mehr als 261.000 Neuinfektionen - erneut Höchstwert

    Indien meldet mit 261.500 Corona-Neuinfektionen erneut einen Höchstwert. Insgesamt wurde nun bei fast 14,8 Millionen Menschen das Coronavirus nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Indien mit seinen rund 1,35 Milliarden Einwohnern weist damit weltweit die zweitmeisten Ansteckungsfälle auf, nach den USA, die mehr als 31 Millionen Fälle verzeichnen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt in Indien binnen 24 Stunden um 1501 auf 177.150.

    05.40 Uhr: RKI registriert 19.185 Corona-Neuinfektionen und 67 neue Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 19.185 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 67 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.855 Neuinfektionen und 104 neue Todesfälle verzeichnet. Sonntags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

    05.30 Uhr: Corona bremst Urlaubslust der Verbraucher

    Fast jeder dritte Verbraucher in Deutschland, rund 31 Prozent, ist einer aktuellen Umfrage zufolge wegen der Corona-Pandemie in Sachen Urlaub noch unentschlossen. Sie wissen nicht, ob sie in diesem Jahr in den Urlaub fahren sollen oder nicht. Für etwa 28 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher sind Reisen im Corona-Jahr 2021 schlicht kein Thema. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Unternehmensberatung PwC. Nur gut 15 Prozent der Befragten gaben bei der Umfrage an, bereits eine Urlaubsreise gebucht zu haben. Weitere 27 Prozent haben zwar noch nicht gebucht, planen aber eine Urlaubsreise.

    05.29 Uhr: Lauterbach: EM in München vor vielen Fans "medizinisch nicht vertretbar"

    SPD-Politiker Karl Lauterbach hält EM-Spiele im Sommer in München vor großer Zuschauerkulisse für ausgeschlossen. "Wenn es ein paar Hundert oder wenige Tausend Zuschauer sind, dann kann man sich das im Großen und Ganzen noch vorstellen. Wenn wir aber hier über 10.000, 20.000 Zuschauer sprechen, dann ist es nicht machbar. Dafür haben wir schlicht keine Testerfahrung", sagte der Gesundheitsexperte dem SID: "Wir wissen nicht, wie gefährlich das ist. Und dann wird auch noch gereist. Ich halte das für medizinisch nicht vertretbar." Eine Garantie für große Zuschauerzahlen, wie sie die Europäische Fußball-Union (UEFA) von dem deutschen EM-Standort verlangt, sei in Zeiten der Corona-Pandemie nicht zu geben und daher ein falsches Zeichen. Sollte in München vor vielen Fans gespielt werden, würde das "unserer Corona-Politik in den Rücken fallen", sagte der 58-Jährige: "Denn die Spiele beginnen ja zu einem Zeitpunkt, an dem wir wahrscheinlich noch in einem relativ harten Lockdown sein werden." Lauterbach hält es stattdessen für möglich, dass das Turnier aufgrund der erneut steigenden Infektionszahlen nicht stattfinden kann.

    03.30 Uhr Scholz rechnet mit Lockerungen im Sommer

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist trotz der derzeitigen dritten Pandemiewelle optimistisch, dass die Menschen im Sommer in den Urlaub fahren können. Es sei mitten in der Dritten Welle noch zu unklar, um genauere Prognosen abgeben zu können, sagte der SPD-Kanzlerkandidat der "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht: "Ich rechne aber fest damit, im Sommer im Biergarten zu sitzen und die nächste Bundesliga-Saison auch mal im Stadion verfolgen zu können." Trotz des erweiterten Infektionsschutzgesetzes, das die Pandemie-Bekämpfung weitgehend in die Hände des Bundes legt, werde es weiter die Runden der Ministerpräsidenten bei der Bundeskanzlerin geben. „Natürlich brauchen wir weiterhin die Besprechungen der 16 Länder mit der Bundesregierung. Auch der Fortgang der Impfkampagne muss eng miteinander abgestimmt und es muss erörtert werden, ab wann wir die Betriebsärzte einbeziehen können“, so Scholz in WELT AM SONNTAG.

    00.56 Uhr: Nach Corona-Infektion: Torhüter Jarstein vorübergehend im Krankenhaus

    Der Corona-Ausbruch beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC hat Torhüter Rune Jarstein am schwersten getroffen. Der Norweger musste kurzzeitig im Krankenhaus behandelt werden, wie Sportdirektor Arne Friedrich am späten Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF sagte. "Auch ihm geht es mittlerweile wieder besser. Er ist auf dem Weg der Besserung", sagte Friedrich. Bei den anderen mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten - Trainer Pal Dardai, Co-Trainer Admir Hamzagic und Stürmer Dodi Lukebakio - seien schwächere Verläufe zu beobachten gewesen. "Also allen Beteiligten geht es den Umständen entsprechend gut. Und das ist die Hauptsache", sagte der Sportdirektor.

    00.01 Uhr: Kinder neigen im Lockdown verstärkt zu Adipositas und Magersucht

    Krankenkassen und Mediziner warnen angesichts des Bewegungsmangels bei Kindern und Jugendlichen während der Corona-Krise vor hohen gesundheitlichen Risiken. "Fast jedes zehnte Kind unter 14 Jahren, das bisher normalgewichtig war, hat im vergangenen Jahr Übergewicht entwickelt", sagte der Vorsitzende der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Berthold Koletzko, der "Welt am Sonntag". Besonders betroffen seien Kinder aus sozial benachteiligten Familien.

    Samstag, 17. April 2021

    19.53 Uhr: Simbawe begnadigt 3000 Gefangene

    Zur Entlastung der Gefängnisse inmitten der Corona-Pandemie hat Simbabwe mit der Freilassung von rund 3000 Häftlingen begonnen. Sie kamen in den Genuss einer Amnestie von Präsident Emmerson Mnangagwa. Die Haftanstalten des Landes haben eine Kapazität von 17 000 Gefangenen, zuletzt saßen dort aber etwa 22 000 Menschen ein.

    Die Freigelassenen verbüßten Strafen wegen Verbrechen ohne Gewaltanwendung. Wegen schwerer Verbrechen wie Mord, Verrat, Menschenhandel und Sexualstraftaten profitieren nicht von der Entscheidung.

    18.02 Uhr: Kanu-EM abgesagt

    Die Europameisterschaften im Kanu-Rennsport in Duisburg sind aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden. Wie der Europäische Kanuverband ECA mitteilte, erteilten die lokalen Behörden aufgrund der aktuellen Lage keine Freigabe für die Durchführung der vom 3. bis 6. Juni geplanten Veranstaltung auf der Regattabahn im Stadtteil Wedau. Die Absage betrifft ebenfalls die EM der Parakanuten. Bereits vergangenes Jahr war die im rumänischen Bascov geplante EM der Pandemie zum Opfer gefallen.

    17.45 Uhr: Ausgangsbeschränkung in Brandenburg

    In Brandenburg soll ab Montag eine Ausgangsbeschränkung zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr für Regionen gelten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz mindestens drei Tage lang über 100 liegt. Ab 200 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche sollen in Landkreisen oder kreisfreien Städten alle Schulen mit Ausnahme der Abschlussklassen und die Kitas geschlossen werden. Das teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke mit.

    17.40 Uhr: Polizei löst Querdenker-Veranstaltung in Kempten auf

    Nach dem Demo-Verbot in Kempten haben Gegner der Corona-Politik dennoch versucht, eine Versammlung abzuhalten. Mehrere hundert Menschen hatten sich nach Angaben eines Polizeisprechers auf einem Platz eingefunden, der ursprünglich einer der Demo-Orte sein sollte. Die illegale Versammlung sei aufgelöst worden, erläuterte der Sprecher. Die Polizei brachte mehrere Verstöße gegen die Corona-Auflagen zur Anzeige.

    16.05 Uhr: Wohnmobil-Korso durch Berlin

    Viele Hundert Camping-Freunde haben in Berlin mit Wohnmobilen und Wohnwagen für eine sofortige Öffnung der Stell- und Campingplätze demonstriert. Sie fuhren in einem sehr langen Wohnmobil-Korso am Samstag vom Olympiastadion am westlichen Stadtrand der Hauptstadt zum Reichstagsgebäude in Mitte. Angemeldet waren rund 700 Fahrzeuge. Thomas Albrecht von der Initiative "Campen mit Abstand" sagte, es seien deutlich mehr Teilnehmer gekommen. "Wir sind mehr als 1.000." "Wir reisen coronakonform" und "Campen statt Malle" stand etwa auf Wohnwagen. Der Start des Camping-Korsos am Mittag verzögerte sich nach Angaben der Veranstalter, weil die Polizei die Strecke änderte. Im Regierungsviertel demonstrierten parallel Gegner der Corona-Beschränkungen.

    15.50 Uhr: US-Behörde entzieht Antikörper-Mittel Bamlanivimab Notfallzulassung

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Antikörper-Medikament Bamlanivimab die Notfallzulassung für die Covid-19-Behandlung wieder entzogen. Es handele sich um einen vom US-Pharmaunternehmen Eli Lilly entwickelten sogenannten monoklonalen Antikörper, dessen Einsatz im November bedingt für die Behandlung von milden bis moderaten Covid-19-Erkrankungen zugelassen worden war, wie die FDA am Freitag (Ortszeit) mitteilte.

    15.35 Uhr: Leichtathletik-Präsident fordert Impfung für Olympia-Teilnehmer

    Jürgen Kessing hat als wiedergewählter Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes die Politik aufgefordert, die Sportler bei den Olympischen Spielen in Tokio gesundheitlich zu schützen. "Dazu gehört für mich, dass alle Spitzenathleten geimpft werden. Dies ist ein Appell an die Politik, da endlich tätig zu werden", sagte der 64-jährige Spitzenfunktionär beim digitalen Verbandstag des DLV am Samstag in Darmstadt.

    15.20 Uhr: Basketball-Finalturnier in München verlegt

    Das Finalturnier um den deutschen Basketball-Pokal in München ist knapp eine Stunde vor dem geplanten Beginn für dieses Wochenende abgesetzt worden. Nach einem Corona-Fall bei einem ungenannten Spieler der teilnehmenden BG Göttingen sollen die Spiele zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, wie die Bundesliga am Samstag mitteilte. Das Gesundheitsamt München habe entschieden, dass wegen der ermittelten Kontakt- und unklaren Gesamtsituation das Team aus Niedersachsen nicht spielen dürfe.

    15.10 Uhr: Gesundheitsexpertin kritisiert Versäumnisse

    Im Umgang mit dem Coronavirus in Deutschland haben bisherige Versäumnisse nach Einschätzung der Emder Gesundheitswissenschaftlerin Jutta Lindert fatale Folgen. "Zögerliches Handeln, inkonsequentes Handeln und on/off-Systeme sind kontraproduktiv in der Wirkung und führen von den Ergebnissen her nicht zu Vertrauen in solches Handeln", kritisierte die Professorin und Beraterin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Samstag im Gespräch mit dem NDR. Es habe kein erprobtes Vorsorgehandeln im Arbeitsfeld von Infektionsepidemiologie gegeben. "Bei Viruserkrankungen ist es wichtig, schnell zu sein und kontinuierlich zu wirken."

    15.00 Uhr: Neue Proteste in Sarajevo wegen Mangel an Impfstoff

    In der bosnischen Hauptstadt Sarajevo ist es erneut zu Straßenprotesten wegen der schleppenden Beschaffung von Impfstoff gegen das Coronavirus gekommen. Am Samstag blockierten Autofahrer mit ihren Fahrzeugen den Bahnhofsplatz in Sarajevo. Zahlreiche Demonstranten marschierten danach vor das bosnische Parlament, wie das Nachrichtenportal "klix.ba" berichtete. Sie prangerten zudem eine mangelhafte Versorgung der an Covid-19 Erkrankten an und forderten den Rücktritt der bosnischen Gesamtregierung sowie der Regierung der Föderation BiH, des bosniakisch-kroatischen Landesteils. In Bosnien wird wenig geimpft. Die Vakzine, die zur Verfügung stehen, stammen aus internationalen Spenden oder dem internationalen Impfstoff-Programm Covax.

    14.55 Uhr: Drogerie- Kette Rossmann ruft vorsorglich FFP2-Masken zurück

    Das Drogerie-Unternehmen Rossmann ruft eine Charge von FFP2-Masken zurück. Betroffen sind Masken der Marke altapharma" mit der Chargen-Nummer LOT 2020F50. Der Rückruf erfolge aus "vorbeugendem Verbraucherschutz", wie das Unternehmen bereits vor einigen Tagen mitteilte. Bei den betroffenen Masken seien nicht alle Anforderungen an persönliche Schutzausrüstung erfüllt. Insbesondere in ölhaltiger Umgebung würden sie keinen ausreichenden Schutz bieten - also etwa bei Arbeiten an geölten Motoren oder Getrieben.

    14.50 Uhr: Saarland verlängert Corona-Modellprojekt - Ampel weiter auf Gelb

    Das saarländische Modellprojekt mit Corona-Lockerungen auf der Basis von Schnelltests wird fortgesetzt, jedoch unter teils verschärften Vorgaben. Das teilte die Staatskanzlei in Saarbrücken am Samstag nach einer Sitzung des Ministerrates mit Experten am Vortag mit. Die derzeit gültige Rechtsverordnung werde um eine Woche zu verlängert. Somit bleibt es bei der bisherigen Ampelstufe Gelb, aber das Testangebot und die Testpflicht sollen ausgeweitet werden. Bei einer roten Ampel werden laut Landesregierung alle bisherigen Öffnungsschritte zurückgenommen und ein "konsequenter Lockdown" eingeführt. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, hatte am Freitag bei 131 gelegen, nach 128,7 am Donnerstag.

    14.45 Uhr: Polizei nach Verbot von Corona-Protesten in Stuttgart im Großeinsatz

    Mit einem Großaufgebot setzt die Polizei in Stuttgart das Verbot der Demos von Gegnern der Corona-Politik und die Einhaltung der Maskenpflicht durch. Überall in der Innenstadt waren am Samstagmittag Einsatzkräfte postiert. Bisher sei die Lage weitgehend ruhig, sagte ein Sprecher. Die Organisatoren zweier Versammlungen, die sich gegen die Corona-Maßnahmen richten sollten, hatten sich bis hin zum Bundesverfassungsgericht gegen das Verbot gewehrt - allerdings ohne Erfolg. Dafür gab es mehrere Gegenveranstaltungen, unter anderem eine Fahrrad-Demonstration. Die Polizei zeigte unter anderem auch mit Reitern, Drohnen und Wasserwerfern Präsenz.

    14.35 Uhr: Corona-Zahlen: 3.879 Neuinfektionen - 29 Tote in Bayern

    In Bayern sind den Gesundheitsämtern seit gestern (Freitag 16.04.21) 3.879 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mitgeteilt. Die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie steigt damit auf 550.822. In Bayern wurden in den vergangenen 24 Stunden 29 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt auf 13.714. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern aktuell bei 183,90 und ist damit im Vergleich zu gestern leicht gestiegen (182,49). Bayernweit am höchsten ist der Inzidenzwert in der Stadt Hof mit 386,25. Den bayernweit niedrigsten Wert vermeldet aktuell der Landkreis Tirschenreuth mit 83,28.

    14.25 Uhr: Polizei setzt Verbot von Dresdner "Querdenken"-Demonstration durch

    Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Samstag in Dresden das Verbot einer geplanten Demonstration der "Querdenken"-Bewegung durchgesetzt. Die Einsatzkräfte der Dresdner Polizei wurden dabei von der sächsischen Bereitschaftspolizei, Einsatzkräften aus Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt sowie der Bundespolizei unterstützt. Wie die sächsische Polizei im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, wurden dabei immer wieder Personengruppen kontrolliert und teilweise des Platzes verwiesen.

    14.05 Uhr: Katar will zur Fußball-WM wenn möglich nur geimpfte Fans zulassen

    Der Golfstaat Katar will zur Fußball-WM im kommenden Jahr nach Möglichkeit nur gegen das Coronavirus geimpfte Fans in die Stadien lassen. «Wir verhandeln und sprechen mit Impfstoff-Anbietern darüber, wie wir sicherstellen können, dass jeder WM-Besucher geimpft ist», sagte Katars Außenminister Mohammed bin Abdelrahman al-Thani am Freitag bei einer von Indien ausgerichteten Konferenz. Es würden Programme entwickelt, um allen Teilnehmern Impfungen anzubieten. "Wir werden hoffentlich in der Lage sein, (die WM) als Covid-freie Veranstaltung auszurichten", sagte Scheich Mohammed.

    13.35 Uhr: Formel-1-Rennen in Barcelona wegen Corona-Lage ohne Fans

    Das Formel-1-Rennen in Barcelona in dieser Saison wird angesichts der Corona-Pandemie ohne Zuschauer ausgetragen. Der Grand Prix von Spanien ist für den 9. Mai angesetzt. Eine Woche zuvor macht die Formel 1 in Portimao in Portugal Station. Die Entscheidung für den Circuit de Barcelona-Catalunya sei "im Rahmen der öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen zur Eindämmung der durch Covid-19 verursachten Pandemie" getroffen worden, teilten die Organisatoren am Samstag mit. Angesichts der epidemiologischen Lage und der Situation in den Krankenhäusern sei "zum jetzigen Zeitpunkt" eine mögliche Lockerung der bisherigen Maßnahmen nicht möglich.

    13.25 Uhr: Jugendämter: Zahl der Schulabbrecher könnte sich verdoppeln

    Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jugendämter rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Schulabbrecher-Zahl infolge der Corona-Krise. Die Pandemie werfe die Kinder- und Jugendarbeit um mindestens fünf Jahre zurück, sagte der Vorsitzende Lorenz Bahr. "Mit Blick auf die beiden Abschlussjahrgänge droht sich die Zahl der Schulabbrecher zu verdoppeln", warnte er. Anstatt der zuletzt 104.000 Schulabbrecher rechnen die Landesjugendämter mit "210.000 Schulabbrecher in 2020 und genau so vielen noch einmal in diesem Jahr", sagte Bahr. Diese Entwicklung werde sich durch viele Schichten ziehen, auch Kinder aus der Mittelschicht würden einen "früheren Karriereknick" erleben.

    13.15 Uhr: CDU-Ministerpräsidenten kritisieren geplante bundesweite Notbremse

    Vor der Abstimmung in Bundestag und Bundesrat kommende Woche reißt die Kritik an der geplanten bundesweiten Notbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht ab. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) nannte die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes am Samstag "völlig unkreativ". Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU) warnte vor verfassungsrechtlichen Problemen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg laut Robert-Koch-Institut auf 160,7.

    12.36 Uhr: Geschäfte in Nürnberg, Fürth und Landkreis Ansbach müssen schließen

    In den Städten Nürnberg, Fürth sowie im Landkreis Ansbach müssen ab Montag (19.4.) alle Geschäfte außerhalb des täglichen Bedarfs schließen. In allen Fällen übersteigt die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen die Marke von 200. Auch mit Terminvereinbarung und negativem Schnelltest ist ab Montag ein Einkaufen nicht mehr möglich. Das betrifft auch die Bau- und Gartenmärkte. Möglich ist weiterhin das Abholen von zuvor bestellter Ware. Geöffnet bleiben im Wesentlichen der Lebensmittelhandel inklusive Tierbedarf, Drogerien, Apotheken und Tankstellen. Die Regelung bleibt in Kraft, bis die 7-Tage-Inzidenz wiederum an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter dem Wert von 200 liegt.

    12.20 Uhr: Corona-Proteste in Stuttgart bleiben verboten

    Die Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik in Stuttgart am Samstag bleiben verboten. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe lehnte zwei gegen die Verbote gerichtete Eilanträge ab, wie ein Sprecher sagte. Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hatte das Verbot der Demonstrationen am Freitagabend bestätigt. Daraufhin hatten die Organisatoren das Bundesverfassungsgericht eingeschaltet.

    Mit dem Verbot will die Stadt vor allem Szenen wie am Karsamstag verhindern, als bei einer Demonstration der "Querdenker"-Bewegung bis zu 15.000 Teilnehmer ohne Mund-Nasen-Schutz und ohne Abstand unterwegs waren.

    12.02 Uhr: Energiekonzern RWE will Beschäftigte gegen Corona impfen

    Der Energiekonzern RWE steht in den Startlöchern, um Beschäftigte gegen das Coronavirus zu impfen. "RWE könnte nächste Woche loslegen – wenn es Impfstoff für die Betriebe gibt", sagte Vorstandschef Rolf Martin Schmitz der "Rheinischen Post". "Unsere 17 Betriebsärzte stehen bereit, sie könnten 80 bis 100 Mitarbeiter am Tag impfen. Dann wären wir in zwei Wochen mit der Belegschaft durch und würden anschließend anbieten, die Familien der Mitarbeiter zu impfen." An vielen Standorten seien Test- und Impfstraßen schon eingerichtet.

    11.23 Uhr: Mehr als drei Millionen Coronavirus-Tote weltweit

    Die Zahl der Todesopfer mit dem Coronavirus weltweit hat am Samstag drei Millionen überstiegen. Das geht aus einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität hervor. Die echte Zahl der Todesfälle ist vermutlich deutlich höher.

    Während manche Länder wie die USA und Großbritannien einen Erfolg ihrer Impfkampagnen erleben, hinken andere Länder hinterher. Weltweit liegt die durchschnittliche Zahl der Coronavirus-Todesfälle pro Tag bei mehr als 12.000, die Zahl der neuen Infektionen bei mehr als 700.000.

    10.42 Uhr: Kloster-Arzt übt nach Corona-Ausbruch scharfe Kritik an Behörden

    Nach einem Corona-Ausbruch in der unterfränkischen Benediktinerabtei Münsterschwarzach wird aus dem Kloster scharfe Kritik an den Behörden laut. Die Mönchsgemeinschaft sei ganz auf sich alleine gestellt gewesen, heißt es in einem am Samstag auf der Internetseite des Klosters veröffentlichten Textes von Konvent-Arzt Bruder Ansgar Stüfe. "Alle Empfehlungen, die es offiziell dazu gibt, sind völlig unzureichend." Das zuständige Landratsamt Kitzingen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

    10.41 Uhr: Italien öffnet ab Mai Stadien für bis zu 1.000 Fans

    Italien lockert ab dem 26. April die Corona-Beschränkungen. So ist im ganzen Land ab dem übernächsten Montag wieder Kontaktsport zugelassen. Ab 1. Mai werden bis zu 1.000 Fans in den Stadien zugelassen. Bei Indoor-Sportevents, die vom Nationalen Olympischen Komitee CONI anerkannt werden, dürfen ab diesem Datum bis zu 500 Zuschauer anwesend sein. Seit vergangenem Oktober waren in Italien keine Zuschauer mehr in den Sportstätten erlaubt.

    10.21 Uhr: "Querdenker"-Protest in Kempten – Auch Gegenkundgebung untersagt

    Auch eine Kundgebung gegen Querdenkerveranstaltungen in Kempten ist von der Stadt untersagt worden. Die Stadt habe diese Entscheidung nach der Eilentscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs getroffen, mit dem das Verbot einer Demonstration und einer Kundgebung von Querdenkern für heute bestätigt wurde, teilte das Polizeipräsidium in Kempten auf Anfrage des BR mit. Die Polizei stellt sich angesichts von entsprechenden Aufrufen in Social-Media-Kanälen dennoch weiter auf mögliche Anreisen für Proteste in Kempten ein.

    09.39: Bischof Bätzing für jährlichen nationalen Corona-Gedenktag

    Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat vor dem bundesweiten Gedenken an die rund 80.000 Corona-Toten am Sonntag einen künftig jährlichen nationalen Gedenktag angeregt. Die Pandemie sei "ein Einschnitt in unser aller Leben - und zwar quer durch die Gesellschaft", sagte Bätzing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch nach deren Ende sei es sinnvoll, "dieser Zeit und der vielen Toten regelmäßig zu gedenken", so der Limburger Bischof.

    Er würde begrüßen, wenn man ein Datum finden könnte, das positiv damit verbunden sei, "wie mit Wissen, Vernunft, Mut und politischer Klugheit der Weg aus einer existenziellen Krise gefunden wurde", sagte der Bischof. Vielleicht könne der Tag der ersten Impfung in Deutschland solch ein Datum sein.

    09.32 Uhr: Tokio hält an Olympia fest

    Japans Premierminister Yoshihide Suga hat sich bei einem Besuch im Weißen Haus in Washington zu einer Olympia-Austragung in Tokio bekannt. Japan werde alles tun, um trotz der Corona-Pandemie "gefahrlose und sichere" Sommerspiele abzuhalten, sagte Suga bei einer Pressekonferenz mit US-Präsident Joe Biden. In einem gemeinsamen Statement beider Seiten hieß es anschließend, US-Präsident Biden unterstütze die Bemühungen von Premierminister Suga, "sichere Olympische und Paralympische Spiele in diesem Sommer durchzuführen". Zuletzt hatte es auch in der japanischen Regierung verstärkt Stimmen gegeben, die sich gegen eine Austragung der Spiele ab dem 23. Juli aussprachen. Auch der Rückhalt in der Bevölkerung ist gesunken.

    09.15 Uhr: Iranische Funktionäre drängeln sich bei Corona-Impfung vor

    Bei den Corona-Impfungen in der südwestiranischen Stadt Abadan haben sich einige Funktionäre der Stadtverwaltung vorgedrängelt. Sie bekamen die eigentlich für Mitarbeiter der Müllabfuhr gedachten Vakzine. Gesundheitsminister Said Namaki reagierte empört und forderte laut Medienberichten am Samstag sofortige Entlassungen und rechtliche Schritte gegen alle in den Skandal verwickelte Funktionäre.

    Berichten zufolge sollen sich einige hochrangige Funktionäre sogar wie Mitarbeiter der Müllabfuhr angezogen haben. Die Stadtverwaltung argumentiert, die Funktionäre hätten den Mitarbeitern nur die Angst vor der Impfung nehmen wollen.

    09.10 Uhr: Inzidenz in Bayern weiter über Bundesschnitt

    Nur noch drei Landkreise in Bayern haben in den vergangenen sieben Tagen weniger als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. Das Robert Koch-Institut meldete am Samstagmorgen für den Landkreis Tirschenreuth eine Inzidenz von 83,3. Dahinter folgen der Landkreis Forchheim mit einem Wert von 90,4 und der Landkreis Lindau mit 93,5. Bayernweit ist die Stadt Hof mit 386,3 weiter ungewollter Spitzenreiter. Für den gesamten Freistaat meldete das RKI eine Inzidenz von 182,4.

    08.37 Uhr: Alaska will Touristen Coronavirus-Impfungen anbieten

    Der US-Staat Alaska will Coronavirus-Impfungen für Touristen an Flughäfen verfügbar machen. Der Gouverneur Mike Dunleavy stellte am Freitag einen Plan vor, um Touristen nach Alaska zu holen. Das Angebot einer Impfung sei "wahrscheinlich ein weiterer guter Grund, um im Sommer in den Staat Alaska zu kommen", sagte Dunleavy. An Flughäfen in Anchorage, Fairbanks, Juneau und Ketchikan soll ab 1. Juni geimpft werden. Ende April werde es eine Testphase für reisende Bewohner geben, teilte Heidi Hedberg vom staatlichen Gesundheitsministerium weiter mit.

    07.40 Uhr: Verbraucherschützer-Chef fordert mehr Corona-Hilfen für Bürger

    Verbraucherschützer-Chef Klaus Müller fordert von der Bundesregierung eine stärkere Entlastung der Privathaushalte in der Corona-Krise. "Während die Politik für Unternehmen und Branchen großzügige Hilfspakete geschnürt hat, gibt es zu wenig Unterstützung für Verbraucher", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) dem "Handelsblatt". Nötig sei deshalb ein "Rettungsschirm für Verbraucher". Müller fordert wirksame Regeln gegen Kostenfallen, geringere Inkassogebühren, eine Beschränkung der Vorkasse bei Reisen und mehr Wettbewerb im Online-Handel. Die bisherigen staatlichen Hilfen für Verbraucher seien nicht ausreichend gewesen.

    07.11 Uhr: "Querdenker"-Versammlungen in Dresden bleiben untersagt

    Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat am Freitagabend das Verbot der "Querdenker"-Versammlungen am Samstag in Dresden bestätigt. Das Gericht gehe von nicht vertretbaren Gefahren für Beteiligte und Passanten aus, erklärte eine Sprecherin. Insbesondere wegen der überdurchschnittlich hohen Infektionszahlen und der Verbreitung ansteckenderer Virusvarianten bestehe ein nicht absehbares Risiko. Der Senat rechne zudem damit, dass mildere Mittel, wie etwa eine Beschränkung der Teilnehmerzahl, nicht wirksam seien. Dies habe die Erfahrung mit vergangenen Demonstrationen gezeigt.

    06.35 Uhr: Indien meldet mit über 234.000 Neuinfektionen erneut weltweiten Höchstwert

    Indien meldet mit 234.692 Corona-Neuinfektionen erneut einen Höchstwert. Insgesamt wurde bei fast 14,5 Millionen Menschen das Coronavirus nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Indien mit seinen rund 1,35 Milliarden Einwohnern weist damit weltweit die zweitmeisten Ansteckungsfälle auf, nach den USA. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt in Indien um 1341 auf 175.649.

    05.45 Uhr: Jugendämter erwarten Verdopplung der Zahl der Schulabbrecher

    Die Jugendämter in Deutschland erwarten eine Verdopplung Schulabbrecher-Zahlen in den Jahren 2020 und 2021. "Die Corona-Pandemie wirft die Kinder- und Jugendarbeit um mindestens fünf Jahre zurück", sagte der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, Lorenz Bahr, gegenüber den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Anstatt der zuletzt 104.000 Schulabbrecher rechnen die Landesjugendämter mit 210.000 Schulabbrecher in 2020 und genau so vielen noch einmal in diesem Jahr", sagt Bahr. Diese Entwicklung werde sich durch viele Schichten ziehen, auch Kinder aus der Mittelschicht würden einen "früheren Karriereknick" erleben.

    05.21 Uhr: RKI meldet 23.804 Corona-Neuinfektionen

    Am Samstagmorgen verzeichnete das Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 23.804 Corona-Neuinfektionen. Zudem gab es innerhalb von 24 Stunden 219 neue Todesfälle. Am Samstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 24 097 Neuinfektionen und 246 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag nach RKI-Angaben vom Samstagmorgen bundesweit bei 160,7.

    04.20 Uhr: Tausende Verfahren wegen Betrugs bei Corona-Soforthilfen

    Es besteht der Verdacht, dass die Corona-Soforthilfen vom Staat für Unternehmen in Tausenden Fällen missbraucht wurden. Im Zusammenhang mit den Hilfen aus dem Frühjahr 2020 gebe es rund 15 000 Strafanzeigen und Ermittlungsverfahren, heißt es in der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion. Eine hohe Dunkelziffer sei wahrscheinlich.

    Die mit Abstand meisten Strafanzeigen gab es mit mehr als 4300 in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Hessen und Berlin. Zuletzt hatte die Bundesregierung im März wegen Betrugsverdachts die Auszahlung von Abschlagszahlungen gestoppt, nach wenigen Tagen aber wieder aufgenommen.

    02.20 Uhr: Mehr Corona-Tote in sozial benachteiligten Regionen

    In sozial benachteiligten Regionen Deutschlands lag in der zweiten Coronawelle die Zahl der Todesfälle um 50 bis 70 Prozent höher als in wohlhabenderen Regionen. Dies geht aus zwei Studien des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) einem Vorabbericht zufolge, vorliegen. Auch das Infektionsrisiko ist demnach ungleich verteilt. Im Januar lag der Inzidenzwert in stark sozial benachteiligten Regionen bei der Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen bei rund 190. Bei den sozial und finanziell bessergestellten Senioren im gleichen Alter lag die Inzidenz bei etwas mehr als 100.

    Freitag, 16. April 2021

    23:18 Uhr: Großbritannien:Pfizer und Moderna für Schwangere

    In Großbritannien sollen Schwangere ihre Impfungen mit den Vakzinen von Pfizer/Biontech oder Moderna erhalten. Das empfiehlt die Impfkommission des Landes. Ihren Angaben zufolge liegen bei diesen beiden Impfstoffen bislang mehr Daten aus der Praxis vor, die die Sicherheit der Mittel zeigen. Die Experten verweisen darauf, dass in den USA bislang rund 90.000 Schwangere geimpft worden seien, hauptsächlich mit den zwei Vakzinen. Dabei sei es zu keinen Sicherheitsbedenken gekommen.

    22:04 Uhr: Luxemburg will Jüngere mit Astrazeneca impfen

    Luxemburg startet eine Impfkampagne mit dem Corona-Vakzin von Astrazeneca speziell für Jüngere im Alter von 30 bis 54 Jahren. Freiwillige können sich ab der kommenden Woche für eine Impfung mit dem Präparat registrieren, wie die Regierung am Freitag mitteilte. Damit soll verhindert werden, dass Impfstoffdosen ungenutzt liegen bleiben.

    Wegen sehr selten auftretender Fälle von Blutgerinnseln wird das Astrazeneca-Präparat in vielen EU-Ländern nur noch an bestimmte Altersgruppen verimpft, in Deutschland nur an über 60-Jährige.

    20:45 Uhr: Sachsen ist wieder Risikogebiet für die Schweiz

    Wegen hoher Infektionszahlen steht das Bundesland Sachsen ab kommenden Montag wieder auf der Schweizer Liste der Corona-Risikoländer und -gebiete. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit in Bern mit. Dann müssen Reisende, die sich dort in den vorangegangenen zehn Tagen aufgehalten hatten, zur Einreise einen negativen Test vorlegen und nach Ankunft zehn Tage in Quarantäne gehen. Thüringen steht seit Längerem auf der Liste. Wer sich einer Quarantäne entzieht, begeht laut Epidemiengesetz eine Übertretung, die mit einer Buße von bis zu 10 000 Franken bestraft werden kann. Das sind gut 9000 Euro.

    20:28 Uhr: Mehr als 200 Millionen Impfdosen in USA verabreicht

    Seit Beginn der Corona-Impfkampagne in den USA Mitte Dezember sind bereits mehr als 200 Millionen Impfungen verabreicht worden. Rund 49 Prozent aller Erwachsenen bekamen bislang mindestens eine Impfdosis, 31 Prozent sind bereits voll geimpft. Das geht aus Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC hervor. Insgesamt wurden demnach bislang 202,3 Millionen Dosen verspritzt.

    In den USA ist neben den Impfstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer, bei denen je zwei Dosen gespritzt werden, auch der Impfstoff von Johnson & Johnson zugelassen, der bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung entfaltet.

    20:21 Uhr: Bulgarien öffnet Einkaufszentren

    In Bulgarien haben die Einkaufszentren nach einer weiteren Lockerung der Corona-Beschränkungen wieder offen. In den wegen einer dritten Corona-Welle vor fast vier Wochen geschlossenen Einkaufsmalls gilt Maskenpflicht und 1,5 Meter Abstand zwischen den Kunden. Das Kundeninteresse in der Hauptstadt Sofia war groß. Auch Casinos dürfen den Betrieb wieder aufnehmen. Die Innenbereiche von Lokalen waren Anfang der Woche unter Corona-Auflagen wieder geöffnet worden.

    In dem EU-Land war am 22. März ein Teil-Lockdown verhängt worden, der bis Ende April stufenweise gelockert werden soll. Bulgarien verzeichnete zum 16. April mit 570 Neuansteckungen pro 100 000 Menschen binnen zwei Wochen einen Rückgang bei den Corona-Neuansteckungen.

    19:02 Uhr: Italien stellt Lockerungen in Aussicht

    Der italienische Regierungschef Mario Draghi hat eine Lockerung der Lockdown-Regelungen ab dem 26. April angekündigt. Nach einem Rückgang der Neuinfektionen und Fortschritten bei der Impfkampagne sei seine Regierung bereit, ein "kalkuliertes Risiko" einzugehen, so Draghi.

    Laut Draghi sollen in Zonen mit mittlerem und niedrigem Infektionsrisiko die Schulen wieder öffnen. Mitte Mai sollen die Schwimmbäder und Anfang Juni Sporthallen und Fitness-Center folgen.

    18:40 Uhr: Portugal öffnet Restaurants und Kinos

    Während der größere Teil der EU weiterhin gegen steigende Corona-Fallzahlen ankämpft, ist Portugal auf dem Weg in die entgegengesetzte Richtung. Von Montag an sollen in dem Land wieder Restaurants, Einkaufszentren, und Kinos öffnen dürfen. Auch Präsenzkurse an Universitäten und Hochschulen sollen wieder angeboten werden. Für Schulkinder hatte der Unterricht bereits wieder begonnen. Auch Außengastronomie war zuletzt in Portugal wieder möglich.

    Nachdem Portugal sich im Januar zum Land mit der weltweit höchsten Corona-Todesrate pro Kopf aufgeschwungen hatte, machte ein harter Lockdown das Land zum Pandemie-Musterschüler. Vor etwa vier Wochen unternahmen die Behörden erste Lockerungen. Die Ansteckungen je 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen lagen zuletzt bei 68. Ende Januar hatte dieser Wert noch bei 1628 gelegen.

    18:33 Uhr: Ausgangssperre in Köln

    In Köln kommt es zur ersten Ausgangssperre seit dem Zweiten Weltkrieg. Nach einem Beschluss des Krisenstabs der Stadt ist ab Samstagnacht 00.00 Uhr das Verlassen der Wohnung in der Zeit von 21.00 Uhr bis 05.00 Uhr fast ausnahmslos verboten. Oberbürgermeisterin Henriette Reker erklärt, die Einschränkungen gelten zunächst zeitlich unbegrenzt und seien vorerst nicht nur an die Inzidenz geknüpft. Es sei auch entscheidend, wie sich die Situation in den Krankenhäusern entwickelt.

    18:21 Uhr: Gefälschte Impfpässe im Internet angeboten

    Im Internet werden nach Recherchen des ARD-Politikmagazins Report Mainz gefälschte deutsche Impfpässe mit Corona-Eintragungen zum Kauf angeboten. Die Impfpässe haben den Stempel großer Corona-Impfzentren wie zum Beispiel Düsseldorf, Frankfurt oder München. Report Mainz liegen zwei dieser gefälschten Impfpässe vor. Sie tragen den Stempel Impfzentrum Frankfurt, sind unterschrieben und haben unter anderem zwei Aufkleber des Biontech-Impfstoffs. Das DRK als Betreiber des Frankfurter Impfzentrums hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet

    15:58 Uhr: Klinik-Engpässe in mehrere deutschen Regionen

    Die Zahl der auf Intensivstationen versorgten Covid-19-Patienten ist auf 4.740 gestiegen. Das sind 61 mehr als am Vortag. Regional gibt es Engpässe in Kliniken. Dies geht aus Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervor. Die Divi schlug am Freitag in einer Bundestagsanhörung zur geplanten Infektionsschutzgesetz-Änderung erneut Alarm und drängte auf schnelle Gegenmaßnahmen. Von den Betroffenen seien knapp 60 Prozent intubiert und beatmet, sagte Divi-Generalsekretär Florian Hoffmann. Etwa in Köln, Bremen, Berlin, in Thüringen und in Sachsen gebe es in den Kliniken Engpässe.

    15.03 Uhr: Kanzlerin Merkel mit Astrazeneca geimpft

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre erste Corona-Schutzimpfung erhalten. Sie habe an diesem Freitag den Impfstoff von Astrazeneca bekommen, teilte Merkel über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert per Twitter mit.

    Merkel hatte immer betont, sich erst impfen zu lassen, wenn sie an der Reihe ist. Nach der Änderung der Impfempfehlung für Astrazeneca, das nicht mehr an unter 60-Jährige verabreicht werden darf, hat Berlin Astrazeneca für über 60-Jährige auch ohne spezielle Priorisierung freigegeben. Merkel ist 66 Jahre alt. Auch Vizekanzler Olaf Scholz (62, SPD) teilte mit, seine erste Impfung bekommen zu haben.

    13.43 Uhr: Spiele der Hertha BSC Berlin wegen Quarantäne verschoben

    Zum ersten Mal müssen Spiele der 1. Fußball-Bundesliga wegen mehrerer Corona-Fälle verschoben werden. Die Mannschaft von Hertha BSC Berlin sei für 14 Tage in häuslicher Quarantäne, die Spiele bei Mainz 05 (18. April), gegen den SC Freiburg (21. April) und Schalke 04 (24. April) würden deshalb verlegt, teilt der Liga-Verband DFL mit. Der Terminplan wird eng: Die abstiegsgefährdeten Berliner müssen bis zum 22. Mai noch sechs Bundesliga-Spiele absolvieren. In der 2. Bundesliga sind derzeit drei von 18 Mannschaften in Quarantäne und können nicht spielen.

    13.13 Uhr: Kassenärzte wollen Brandenburg als Pilotland für Digital-Impfausweis

    Der geplante digitale Impfausweis soll nach dem Wunsch der Kassenärzte in Brandenburg getestet werden. "Wir bewerben uns, um den hier auch zu pilotieren, um das auszuprobieren", sagte der stellvertretende Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Holger Rostek, der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. "Wir gehen davon aus, dass das in den nächsten acht Wochen umgesetzt wird." Die Planungen für den Impfausweis laufen bereits in der EU und im Bundesgesundheitsministerium.

    13.10 Uhr: Mehr Video-Verhandlungen an Bayerns Gerichten

    Bayern will die Möglichkeit für Video-Verhandlungen an Gerichten stark ausbauen. Bis Ende Juni dieses Jahres sollen alle 99 Gerichte in der Zuständigkeit des Justizministeriums über Videokonferenzanlagen verfügen. "Die Bereitschaft der bayerischen Justiz, sich auf die Digitalisierung einzulassen, ist groß", sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU) am Freitag in München. "Wir wollen weiter massiv in die technische Ausrüstung investieren." Seit Beginn der Corona-Pandemie setzt die bayerische Justiz im Zivilrecht verstärkt auf die Möglichkeit, Gerichtsverhandlungen per Videoschalte zu absolvieren. Am Amtsgericht München und den beiden Landgerichten in der Stadt wurden allein in diesem Jahr schon Hunderte Prozesse online geführt.

    12.58 Uhr: Großbritannien gilt nicht mehr als Risikogebiet

    Auf der vom Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag veröffentlichten Liste wurde das Vereinigte Königreich als Corona-Risikogebiet gestrichen. Gleiches gilt für die Regionen Mid-West und South-East in Irland, die Region Pirkanmaa in Finnland und Barbardos.

    Neu als Risikogebiete eingestuft wurden dagegen die bei Touristen beliebte Algarve in Portugal sowie die zu dem Land gehörenden Azoren, die autonome Gemeinschaft Kastilien-La Mancha in Spanien und die Vereinigten Arabischen Emirate, die zuvor bereits Hochinzidenzgebiet waren. Als Hochinzidenzgebiet gilt nun Argentinien.

    Für Einreisen aus allen Corona-Risikogebieten gelten rechtliche Vorgaben für Kontrollen, Test- und Quarantänepflichten. Bei Hochinzidenzgebieten und bei den Gebieten, in denen Varianten des Coronavirus häufig vorkommen, sind diese Vorgaben besonders streng.

    Zum Artikel "Corona-Zahlen für Bayerns liebste Urlaubsländer"

    12.37 Uhr: Wissenschaftlicher Dienst hat Zweifel an Ausgangsbeschränkungen

    Der Wissenschaftliche Dienst weist darauf hin, dass die Wirksamkeit einer Ausgangssperre noch immer umstritten sei. Dies könne man dem Bundesgesetzgeber grundsätzlich nicht anlasten. "Insoweit ließe sich eine befristete Ausgangssperre auch im Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit begründen." In dem Gutachten wird jedoch die Angemessenheit des Schwellenwertes von 100 infrage gestellt. Dieser dürfte "zu niedrig angesetzt sein", heißt es darin.Der Wissenschaftliche Dienst vertritt in dem Gutachten zugleich die Auffassung, dass der Gesetzgeber in der aktuellen Krisensituation die Pflicht habe, zum Schutz der Bevölkerung tätig zu werden. "Dabei hat er einen großzügig zu bemessenden Gestaltungsspielraum."

    12.34 Uhr: Geldvermögen auf Rekordhoch von fast 7 Billionen Euro

    Sparfleiß und Börsenboom: Die Menschen in Deutschland sind trotz der Corona-Krise in der Summe so reich wie noch nie. Das Geldvermögen der privaten Haushalte erreichte Ende 2020 die gewaltige Summe von fast 7 Billionen Euro. Nach Daten der Deutschen Bundesbank vom Freitag stieg das Vermögen in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen im vierten Quartal gegenüber dem dritten Vierteljahr 2020 um 211 Milliarden Euro auf den Rekordwert von 6,95 Billionen Euro.

    Zum Artikel "Sparen ohne allzu große Risiken: Geldanlage in Krisenzeiten"

    12.29 Uhr: Wohnmobile bleiben in Corona-Krise gefragt

    Wohnmobile und Campinganhänger bleiben in der Corona-Krise gefragt. Die Neuzulassungen legten im ersten Quartal um 12,6 Prozent zu, wie der Branchenverband CIVD am Freitag mitteilte. Insgesamt wurden mit 24.224 Fahrzeugen so viele neu erstmals angemeldet wie nie zuvor. Vor allem Wohnmobile und Campingbusse waren gefragt, während das Geschäft mit Wohnwagen schlechter lief als im Vorjahr. "Die Nachfrage war bereits in den Vorjahren auf Rekordniveau, hat durch die Corona-Pandemie aber einen zusätzlichen Push bekommen, da man mit einem Reisemobil oder Caravan individuell, autark und damit kontaktarm verreisen kann", sagte Verbands-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso.

    12.26 Uhr: Gericht kippt Ausgangssperre in Mainz

    Das Verwaltungsgericht Mainz hat in einem Eilverfahren die seit 1. April in der Landeshauptstadt geltende nächtliche Ausgangssperre für "offensichtlich rechtswidrig" erklärt. Ein derartiger Eingriff in die Grundrechte hätte nur angeordnet werden dürfen, wenn der Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ohne diese Maßnahme gefährdet würde, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Entscheidung (AZ: 1 L 291/21.MZ). Die Stadt habe Wirkung und Notwendigkeit der Maßnahme jedoch nicht belegen können.

    Ob die Stadtverwaltung Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlege, werde aktuell geprüft, teilte ein Sprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit. Bereits am Donnerstagabend sei die Einhaltung der Ausgangssperre nicht mehr von Ordnungsamt und Polizei kontrolliert worden.

    11.54 Uhr: Bayern: Lockdown in Schulen und Einzelhandel wird strikter

    Der Freistaat Bayern steuert in der nächsten Woche wegen weiter steigender Corona-Infektionszahlen auf einen härteren Lockdown in Schulen und Einzelhandel zu. Im Landesdurchschnitt lag die Inzidenz am Freitag bei knapp über 180, klar über dem Bundesdurchschnitt von 160. Am Freitag waren nur noch die drei Landkreise Miltenberg, Tirschenreuth und Lindau sowie die kreisfreie Stadt Bamberg unterhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie aus der Statistik des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Für alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte sind damit die Bedingungen erfüllt, dass von Montag an im Zuge der Notbremsen-Regelung die Schulen weitgehend auf Distanzunterricht umstellen müssen. Im Einzelhandel erfüllten am Freitag 23 Kreise die Bedingungen für eine komplette Schließung in der nächsten Woche - also eine Sieben-Tage-Inzidenz über 200 für mindestens drei Tage am Stück.

    11.42 Uhr: Weltgrößter Impfstoffhersteller: USA müssen Rohstoff-Exportverbot aufheben

    Der weltgrößte Impfstoffhersteller SII aus Indien ruft US-Präsident Joe Biden dazu auf, ein US-Exportverbot für Rohstoffe zur Herstellung von Covid-19-Vakzinen aufzuheben. Wenn man bei der Virus-Bekämpfung wirklich zusammenstehe, müsse das Ausfuhrverbot gekippt werden, twittert der Chef des Serum Institute of India (SII), Adar Poonawalla. Dann könne die Impfstoff-Produktion gesteigert werden. SII stellt unter anderem das Vakzin von AstraZeneca für den weltweiten Einsatz her und wird in Kürze mit der Produktion des Impfstoffs von Novavax beginnen.

    11.39 Uhr: Zentrale Gedenkfeier für Corona-Tote in Berlin

    Mit einer zentralen Gedenkfeier wird am Sonntag (18. April) in Berlin der an Covid-19 verstorbenen Menschen gedacht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zu dem staatlichen Gedenkakt eingeladen. Das Innehalten soll sich aber nicht auf die Bundeshauptstadt beschränken. Am Freitag riefen die Ministerpräsidenten der Bundesländer alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich zu beteiligen, indem am Freitag, Samstag und Sonntag jeweils abends leuchtende Kerzen ins Fenster gestellt werden. Mit der Aktion soll an die in Januar ebenfalls von Steinmeier initiierte Aktion "#lichtfenster" angeknüpft werden. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte: "Die Lichter stehen für mehr als Namen und Zahlen, sie stehen für unzählige Schicksale." Mit den Kerzen solle gezeigt werden: "Sie sind nicht vergessen, sie sind in unseren Herzen und in unserem Bewusstsein."

    11.33 Uhr: Österreich gedenkt seiner 10.000 Corona-Toten

    In einer berührenden Trauerfeier hat Österreich seiner inzwischen rund 10.000 Corona-Toten gedacht. "Vielen, zu vielen von uns ist ein unwiederbringlicher Schatz verloren gegangen", sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Freitag in der Wiener Aula der Wissenschaften. Besonders bedrückend sei, dass einige einsam gestorben seien. "Sie starben ohne ein letztes Wort des Trostes, ohne eine letzte Berührung seitens ihrer Liebsten. Diese unvollendeten Abschiede tun wohl besonders weh", sagte das Staatsoberhaupt. Bundeskanzler Sebastian Kurz erinnerte an die tiefen Gräben in der Gesellschaft, die die Corona-Pandemie aufgerissen habe. "Angst, Verzweiflung, Ablehnung und Wut" seien Merkmale der gesellschaftlichen Stimmung.

    11.26 Uhr: Zu wenig Reha-Plätze für "Long-Covid-Patienten"

    Zusätzlich zu den stetig näher rückenden Engpässen auf Intensivstationen wegen steigender Corona-Neuinfektionen hat der Reha-Verband auf Versorgungslücken in der Nachsorge von Covid-Patienten hingewiesen. So würden in Reha-Kliniken lange Wartezeiten für sogenannte Long-Covid-Patienten entstehen, sagte der Geschäftsführer des Verbandes Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (Degemed), Christof Lawall der "Welt". "Dann kann ein Patient, auch wenn es ihm noch so schlecht geht, nicht direkt behandelt werden." Das Problem sei ein"versorgungsstrukturelles", sagte Lawall. "Wir können derzeit gleichzeitig nur 3.500 bis maximal 4.000 Menschen mit Lungenproblemen rehabilitieren." Das sei "deutlich zu wenig" für die knapp 3,1 Millionen Menschen bundesweit, die sich seit Beginn der Pandemie infiziert haben.

    10.55 Uhr: WHO - Infektionsrate auf höchstem Stand seit Pandemie-Beginn

    Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro Woche in den vergangenen beiden Monaten weltweit nahezu verdoppelt. Die Infektionsrate sei jetzt auf dem höchsten Stand seit Pandemie-Beginn, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Sowohl die Infektionen als auch die Todesfälle steigen in einem besorgniserregenden Tempo."

    10.44 Uhr: Scholz wird am Freitag geimpft

    Vize-Kanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz wird am Freitag mit Astrazeneca geimpft. Das sagt der 62-Jährige in Berlin.Einem Bericht der "Welt" von gestern zufolge will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel heute ebenfalls mit dem Impfstoff Astrazeneca gegen Corona impfen lassen. Die Kanzlerin ist über 60 Jahre alt und fällt damit in die Gruppe derjenigen, die in Deutschland für Astrazeneca-Impfungen infrage kommen.

    Zum Überblick zu "Corona-Impfungen: Von Priorisierung bis Drive-In"

    10.19 Uhr: Restaurants dürfen in Dänemark früher öffnen

    Dank einer guten Infektionslage dürfen in Dänemark bereits Mitte nächster Woche Restaurants, Cafés und Kneipen komplett öffnen. Ab Mittwoch können die Dänen in den Lokalen essen und trinken, sofern sie vorher einen Tisch bestellt haben und per Corona-Pass auf ihrem Smartphone einen negativen Corona-Test, Impfungen gegen Covid-19 oder eine überstandene Infektion nachweisen können. Darauf und auf weitere vorzeitige Lockerungen einigten sich die dänische Regierung und der Großteil der Parlamentsparteien in der Nacht zum Freitag in Kopenhagen.

    Bislang war laut einer am 22. März getroffenen Rahmenvereinbarung zwischen Regierung und Parteien angedacht gewesen, am 21. April nur die Außenbereiche der Gaststätten wieder zu öffnen. Dort können Gäste nun ab Mittwoch einkehren, ohne ihren Corona-Pass vorzuzeigen.

    10.17 Uhr: Göring-Eckardt fordert früheren Stopp von Präsenzunterricht

    Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat mehr Schutz vor Corona-Infektionen an Schulen gefordert als mit der geplanten "Bundes-Notbremse" vorgesehen. "Erst ab einer Inzidenz von 200 zu handeln, ist zu spät - das ist kein Schutz für Schüler*innen, und das ist kein Schutz für Eltern", sagte Göring-Eckardt bei der Beratung der geplante "Bundes-Notbremse" im Bundestag.

    Mit der geplanten Veränderung des Infektionsschutzgesetzes sollen Schulen in Kreisen und Städten mit über 200 Corona-Neuinfektionen pro Woche und 100 000 Einwohnern keinen Präsenzunterricht mehr anbieten. Ab einer Inzidenz vom 100 soll es bei Präsenzunterricht zwei Corona-Tests pro Woche geben. Göring-Eckardt forderte Tests schon bei niedrigeren Inzidenzen.

    10.03 Uhr: FDP droht mit Verfassungsbeschwerde gegen "Bundes-Notbremse"

    FDP-Partei- und Fraktionschef Christian Lindner hat der Bundesregierung mit einer Verfassungsbeschwerde gegen die geplante "Bundes-Notbremse" gedroht. "Es ist richtig, dass nun bundeseinheitlich gehandelt wird", sagte er bei der ersten Beratung der entsprechenden Änderungen des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag. Die geplanten Regelungen zu nächtlichen Ausgangsbeschränkungen nannte er aber verfassungsrechtlich "hochproblematisch". Man werde Vorschläge machen, dieses Gesetz verfassungsfest zu machen und sagte an die Koalitionsfraktionen gerichtet, die FDP-Fraktion werde sich gezwungen sehen, "den Weg nach Karlsruhe im Wege von Verfassungsbeschwerden zu gehen", wenn auf die Bedenken nicht eingegangen werde.

    10.02 Uhr: Frankreich liebäugelt mit Öffnungen bei Kultur und Cafés ab Mitte Mai

    Die französische Regierung arbeitet an der schrittweisen Wiedereröffnung einiger Kultur-, Freizeit-, und Gastronomieeinrichtungen ab Mitte Mai, sagt Regierungssprecher Gabriel Attal dem Sender France Info Radio. Dies gelte etwa für Außenrestaurants und Caféterrassen. Die meisten Gastronomiestandorte in Frankreich sind aufgrund von Einschränkungen im Kampf gegen die Virus-Pandemie geschlossen.

    10.01 Uhr: Lauterbach: Dritte Welle nur mit Ausgangsbeschränkung zu brechen

    SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eindringlich für eine schnelle Umsetzung der geplanten Ausgangsbeschränkungen am Abend gegen die dritte Corona-Welle geworben. "Es wird alleine nicht reichen, aber in keinem Land ist es gelungen, eine Welle mit Variante B.1.1.7 noch einmal in den Griff zu bekommen, ohne dass man nicht auch das Instrument der Ausgangsbeschränkung, und nicht -sperre, genutzt hätte", sagte Lauterbach bei der ersten Beratung der Pläne für eine "Bundes-Notbremse" im Bundestag. Diese besonders ansteckende Virusvariante nimmt in Deutschland laut Robert Koch-Institut einen Anteil von 90 Prozent ein.

    Es sei nicht die Zeit, komplizierte Bedenken anzumelden, sagte Lauterbach an die Adresse von FDP-Chef Christian Lindner. Lindner hatte sich zwar grundsätzlich hinter die geplanten Maßnahmen im Infektionsschutzgesetz gestellt, aber die geplante Ausgangsbeschränkungen kritisiert. Lauterbach sagte: "Wir brauchen Pragmatismus, und keine gegenseitige Aufklärerei, was alles nicht funktioniert."

    09.36 Uhr: Spahn: Hadern bei Corona-Verschärfungen "wird sich auch rächen"

    Kurz vor der ersten Lesung über die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes gegen die dritte Corona-Welle hat der Bundesgesundheitsminister eine schnelle Verschärfung der Regeln angemahnt. "Die Zahlen müssen runter und alles, was wir vor zwei, drei Wochen nicht entschieden haben, das rächt sich jetzt. Und das, was jetzt nicht früher entschieden wird, sondern ein, zwei, fünf Tage später, das wird sich auch rächen", sagte Jens Spahn (CDU) am Morgen im Deutschlandfunk. Dabei wiederholte er seinen Appell an die Länder, die Corona-Maßnahmen selbstständig schon vor bundeseinheitlichen Regelungen zu verschärfen. Nach Baden-Württemberg hatte auch Mecklenburg-Vorpommern angekündigt, angesichts steigender Infektionszahlen reagieren zu wollen.

    09.30 Uhr: Ärztepräsident: Spaziergänge keine Infektionstreiber

    Ärztepräsident Klaus Reinhardt legt nahe, die derzeit bei der Änderung des Infektionsschutzgesetzes vorgesehen Ausgangsbeschränkungen noch einmal zu überdenken. "Wenn man etwas mehr zulassen würde, könnte das ein Ventil für viele Menschen sein, die sehr unter den Einschränkungen leiden. Sie würden dann gegebenenfalls die sinnvollen Beschränkungen, zum Beispiel bei Aufenthalten in Innenräumen, verlässlicher befolgen", sagte Reinhardt der "Passauer Neuen Presse". Spaziergänge im Freien oder auch Sport im Park seien jedenfalls keine Infektionstreiber.

    09.06 Uhr: Merkel: Die Lage ist sehr ernst

    Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt im Deutschen Bundestag für die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes. "Die Lage ist ernst und zwar sehr ernst", sagt Merkel. "Und wir alle müssen sie auch ernst nehmen, die dritte Welle der Pandemie hat unser Land fest im Griff." Um dagegen anzugehen, "müssen wir die Kräfte von Bund, Ländern und Kommunen besser bündeln". Mit Blick auf die Warnungen der Mediziner sagt sie: "Wer sind wir denn, wenn wir diese Notrufe überhören würden?" "Jeder Tag zählt", so Merkel weiter. "Das Virus verzeiht keine Halbherzigkeiten." Das Virus verstehe nur eine einzige Sprache, "die Sprache der Entschlossenheit."

    09.02 Uhr: Kaum noch Einnahmen aus Luftverkehrsteuer

    Der in der Corona-Krise eingebrochene Flugverkehr bringt dem Bund kaum noch Steuereinnahmen ein. Die bei jedem Passagierflug von einem deutschen Flughafen erhobene Luftverkehrsteuer betrug im vergangenen Jahr insgesamt nur noch 349,8 Millionen Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das war zum vorangegangenen Jahr 2019 ein Rückgang um 70,6 Prozent oder knapp 840 Millionen Euro.

    Noch nie seit Einführung der umstrittenen Ticketsteuer im Jahr 2011 hatte es geringere Einnahmen gegeben. Im Rekordjahr 2018 hatte der Fiskus knapp 1,2 Milliarden Euro eingenommen.

    08.45 Uhr: NRW-Gesundheitsminister sieht hohe Hürden für Ausgangsbeschränkung

    NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann äußert sich zurückhaltend über die Möglichkeit von Ausgangsbeschränkungen. "Ich muss Ihnen auch sagen, die Hürden für Ausgangsbeschränkungen sind bei den Gerichten sehr hoch", sagt er auf WDR 2. In der vergangenen Woche habe man einen Prozess in einem Kreis verloren, weil ein Gericht trotz einer Inzidenz von derzeit rund 214 eine Ausgangsbeschränkung als nicht verhältnismäßig erklärt habe. "Die Frage der Ausgangsbeschränkungen ist bei Gericht die Ultima Ratio." Man dürfe sich auch nicht allein darauf verlassen. NRW setze vor allem auf das Testen.

    08.20 Uhr: Schwesig: Bundesgesetz zu Corona kommt viel zu spät

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kritisiert, das geplante Bundesgesetz mit Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie komme "viel zu spät". Deshalb handele ihr Bundesland bereits viel früher, sagt die SPD-Politikerin im ARD-Morgenmagazin. Das zeige auch, dass die Behauptung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die Länder würden nicht handeln, nicht für alle Bundesländer stimme.

    08.05 Uhr: Spahn: Zu späte Einschränkungs-Entscheidungen werden sich rächen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verteidigt die Pläne für eine Ausgangssperre zur Eindämmung der Pandemie. Es brauche ein entschlossenes staatliches Handeln, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. "Alles, was wir vor zwei, drei Wochen nicht entscheiden haben, das rächt sich jetzt. Und das, was jetzt nicht früher entschieden wird, sondern ein, zwei, fünf Tage später, das wird sich auch rächen." Deshalb werde es eine bundeseinheitliche gesetzliche Regelung geben. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger müssten von sich aus Kontakte reduzieren. "Wir müssen jetzt diesen letzten Teil, bis das Impfen im Sommer den entscheidenden Unterschied macht, den müsse wir jetzt nochmal schaffen." Man habe bis jetzt das Gesundheitswesen vor Überlastung geschützt und das sollte auch so bleiben.

    07.51 Uhr: Bhutan impft fast all seine Erwachsenen in 13 Tagen

    Das kleine Königreich Bhutan im Himalaya hat binnen 13 Tagen rund 94 Prozent der Erwachsenen eine erste Dosis Corona-Impfstoff verabreichen lassen. Das entspreche rund 62 Prozent der etwa 770 000 Einwohner, sagte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

    Das buddhistisch geprägte Bhutan, das für sein auch die Gesundheit und persönliche Zufriedenheit erfassendes Bruttoglücksprodukt bekannt ist, hat damit einen ähnlich hohen Bevölkerungsanteil einfach Geimpfter wie Israel, das aber schon seit Dezember 2020 impft. Nur die Seychellen haben eine höhere Impfquote, impfen allerdings bereits seit Januar und haben nur rund 100 000 Einwohner.

    Den verwendeten Astrazeneca-Impfstoff hatte das arme Königreich kostenlos von seinem großen Nachbarn Indien erhalten, der mit seiner Impfstoffdiplomatie Ansehen und Einfluss zu mehren sucht. Nach dem Erhalt der 550.000 Dosen wartete Bhutan wochenlang - denn für den Beginn der Impfkampagne wurde nach astrologischen Kriterien der 27. März gewählt, das als besonders glücksbringend galt.

    07.45 Uhr: Chinas Wirtschaft wächst nach Corona in Rekordtempo

    Chinas Wirtschaft hat die Corona-Krise weitgehend überwunden und ist mit einem Rekordwachstum ins neue Jahr gestartet. Wie das Pekinger Statistikamt heute mitteilte, legte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in den ersten drei Monaten um 18,3 Prozent zu im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres.

    Es handelt sich um den größten Sprung seit Beginn der quartalsweisen Auswertung vor gut 30 Jahren. Der ungewöhnlich starke Zuwachs erklärt sich damit, dass die chinesische Wirtschaft im vergangenen Frühjahr wegen der Corona-Pandemie stark eingebrochen war. Damals kam das bevölkerungsreichste Land der Welt für mehrere Wochen beinahe komplett zum Stillstand.

    Chinas Regierung verfolgte eine "Null-Covid-Strategie": Ein rigoroser Lockdown und scharfe Einreisekontrollen führten dazu, dass - von kleineren lokalen Ausbrüchen abgesehen - bereits seit gut einem Jahr nur noch sehr wenige Corona-Fälle auftreten. Seitdem befindet sich die Wirtschaft auf Erholungskurs.

    07.30 Uhr: Mindestens 75.027 Neuinfektionen und 914 Tote in USA

    In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mindestens 75.027 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurde damit bei mehr als 31,55 Millionen Menschen das Coronavirus nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 914 auf 565.673. Die USA weisen weltweit die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf.

    07.25 Uhr: Indien meldet mit 217.353 Neuinfektionen weiteren Höchstwert

    In Indien meldet das Gesundheitsministerium 217.353 Neuinfektionen - das sind so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Es ist der achte Höchstwert innerhalb von neun Tagen. Insgesamt wurde bei 14,3 Millionen Menschen das Coronavirus nachgewiesen. Indien liegt damit weltweit hinter den USA, die mehr als 31 Millionen Fälle verzeichnen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt in Indien um 1.185 auf 174.308.

    07.00 Uhr: SPD macht Unterstützung für Corona-Notbremse von Änderungen abhängig

    Der SPD-Rechtspolitiker Johannes Fechner macht eine Zustimmung seiner Fraktion zur geplanten Corona-Notbremse des Bundes von Änderungen abhängig. "Wenn es keine Änderungen an dem Gesetzesentwurf in seiner jetzigen Form gibt, wird die SPD-Fraktion nicht zustimmen", sagt er der "Rheinischen Post". "Die Ausgangssperren sind zu pauschal gefasst, da muss es weitere Ausnahmen geben." Fechner verweist auf juristische Bedenken unter Experten im Kanzleramt, die durch einen Medienbericht bekanntwurden. "Auch die Bedenken des Kanzleramtes teilen wir, dass es schwierig ist, nur auf den Inzidenzwert abzustellen. Darauf haben wir schon im März hingewiesen." Er fordert, dass die geplante Rechtsverordnung nur mit der Zustimmung des Bundestages kommen dürfe. "Das Gesetz wird vom Parlament verbessert werden."

    05.35 Uhr: Musiker wollen Urteil zu Kulturschließungen nicht hinnehmen

    Nach der Ablehnung ihres Eilantrags gegen die Schließung von Kultureinrichtungen in der Corona-Krise erwägt die Initiative "Aufstehen für die Kunst" weitere juristische Schritte - und sogar den Gang zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. "Wir überlegen in diese Richtung", sagte der Bariton Christian Gerhaher, der die Initiative gemeinsam mit anderen Musikern ins Leben gerufen hat, der Deutschen Presse-Agentur in München. Auch die Einschaltung des Bundesverfassungsgerichtes sei für ihn denkbar. "Wenn Juristen über Kunst urteilen und nicht verstehen, was Kunst bedeutet, dann sehe ich die Freiheit der Kunst erschreckend gefährdet."

    Am Donnerstag hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) den Eilantrag mehrerer Musiker der Initiative gegen die pandemiebedingte Schließung von Theatern, Opern- und Konzerthäusern abgelehnt.

    05.10 Uhr: Australien erwägt Olympia-Athleten vorrangig zu impfen

    Das Olympische Komitee in Australien (AOC) hat die Regierung gebeten, Athleten beim Impfen gegen das Corona-Virus zu bevorzugen. "Die Regierung steht in direktem Kontakt mit dem AOC über dessen Vorschlag, alle Athleten und Betreuer der Olympiamannschaft vorrangig zu impfen", sagt Sportminister Richard Colbeck dem staatlichen Sender ABC. Ein AOC-Sprecher erklärt, es sei im besten Interesse der australischen Athleten, sicher in Tokio anzukommen und sicher zurückzukehren.

    04.55 Uhr: RKI meldet 25.831 Corona-Neuinfektionen

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 25.831 Neuinfektionen. Das sind 367 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt bei 160,1. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 247 weitere Menschen sind in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf 79.628. Insgesamt wurden bislang mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

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    04.00 Uhr: Selbsttest-Ergebnisse aus Schulen nicht zentral erfasst

    Seit fast einer Woche testen sich Bayerns Schüler auf das Corona-Virus. Wie viele dieser Selbsttests positiv waren, wird allerdings nicht zentral erfasst. "Wir erheben keine Zahlen zu den an den Schulen durchgeführten Selbsttests", sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in München. Da ein positiver Test lediglich ein Hinweis auf eine mögliche Infektion sei und zur Bestätigung noch ein PCR-Test außerhalb der Schule erforderlich sei, würde das Ministerium auf den "enormen Verwaltungsaufwand" verzichten, den eine statistische Erfassung der Ergebnisse bedeuten würde.

    Die Testpflicht in Schulen gilt seit Montag. Vor allem Lehrerverbände waren dagegen auf die Barrikaden gegangen, weil sie ihre Gesundheit in Gefahr sehen und den Organisationsaufwand kritisieren.

    03.04 Uhr: Arztpraxen dürfen Impfstoff künftig selbst aussuchen

    Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) lässt niedergelassene Ärzte den Impfstoff für ihre Patienten künftig selbst aussuchen. "Sie geben auf dem Rezept an, von welchem Impfstoff sie wie viele Dosen benötigen. Dies gilt erstmals für die Woche vom 26. April bis 2. Mai, für die der Bund Vakzine von Biontech und Astrazeneca bereitstellen wird", heißt es in einem Schreiben der KBV, das der Düsseldorfer "Rheinischen Post" einem Vorabbericht zufolge vorliegt. Die Bestellmenge pro Arzt sei auf 18 bis 30 Biontech-Dosen und zehn bis 50 Astrazeneca-Dosen begrenzt.

    01.00 Uhr: Bundesjustizministerin fordert mehr Freiheiten für Geimpfte

    Die Bundesjustizministerin, Christine Lambrecht (SPD), will Geimpften schnell mehr Freiheiten einräumen. "Es gibt keine Rechtfertigung mehr für die Einschränkung ihrer Grundrechte. Wir müssen deshalb die Grundrechts-Einschränkungen für Geimpfte aufheben", sagt die Politikerin den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" laut Vorabbericht. Der Staat habe nicht das Recht, Geimpften ein Besuchsverbot weiterhin auszusprechen. Andere Regeln, wie das tragen von Masken, halte sie dagegen trotzdem für wichtig: "Ich denke, es ist zum Beispiel zumutbar, auch als Geimpfter noch eine Maske zu tragen - auch im Hinblick auf die Durchsetzbarkeit solcher Gebote."

    00.12 Uhr: Weltweit mehr als 138,5 Millionen Infektionsfälle

    Weltweit haben sich bislang mehr als 138,5 Millionen Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt. 3.116.629 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Virus, wie eine Auswertung von offiziellen Behördenangaben durch die Nachrichtenagentur Reuters zeigt.

    Donnerstag, 15. April 2021

    23.55 Uhr: Knappe Mehrheit hält Ausgangssperre-Pläne für richtig

    Die von der Bundesregierung geplante Einführung nächtlicher Ausgangssperren in Gebieten mit hohen Corona-Fallzahlen halten einer Umfrage 51 Prozent der Bevölkerung für richtig. Wie der ARD-Deutschlandtrend des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap ergibt, sind 46 Prozent gegen die Maßnahmen. Die Anhänger von CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken sprechen sich mehrheitlich für eine Ausgangssperre aus, die Anhänger von FDP und AfD lehnen diese ab.

    23.40 Uhr: Fauci - J&J-Vakzin dürfte bald wieder eingesetzt werden

    Der US-Seuchenexperte Anthony Fauci geht davon aus, dass die amerikanischen Behörden schnell eine Entscheidung zum Vakzin von Johnson & Johnson (J&J) treffen werden. Der Impfstoff dürfte bald wieder verimpft werden, sagt der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID). Nach Meldungen über Thrombosefälle hatten die US-Behörden am Dienstag empfohlen, das Vakzin in den Vereinigten Staaten vorerst nicht weiter einzusetzen.

    23.20 Uhr: Pfizer-Chef - Dritte Impfung mit Vakzin wohl nötig

    Der Chef des US-Pharmakonzerns Pfizer, Albert Bourla, rechnet damit, dass Corona-Impfungen mit dem von Biontech und Pfizer gemeinsam entwickelten Vakzin aufgefrischt werden müssen. Bourla sagte dem Sender CNBC, dass voraussichtlich eine dritte Immunisierung innerhalb von zwölf Monaten notwendig sei. Außerdem könnte jährlich eine weitere Impfung hinzukommen.

    23.03 Uhr: Bundesliga: Hertha BSC muss komplett in Quarantäne

    Nach einem vierten Corona-Fall sind alle Spieler und der Betreuerstab von Hertha BSC in Quarantäne. Wie der Fußball-Bundesligist am Abend mitteilte, war im laufe des Tages ein Corona-Test bei Marvin Plattenhardt positiv ausgefallen. Vor dem 29-Jährigen hatten sich bereits Chefcoach Pal Dardai, sein Assistenzcoach Admir Hamzagic und Stürmer Dodi Lukebakio mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt und mussten in häusliche Isolation.

    Wegen der 14 Tage dauernden Quarantäne fallen gleich drei Bundesliga-Spiele aus. Man habe bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Absetzung der Spiele beim FSV Mainz 05, gegen den SC Freiburg und beim FC Schalke 04 beantragt, teilte der Hauptstadt-Club mit. Die Quarantäne sei aus gesundheitlicher Sicht der absolut richtige Schritt, sagte Sportdirektor Arne Friedrich. Das Team sollte bis zum 28. April in einem Berliner Hotel isoliert werden. Lediglich zu den Trainingseinheiten und zu den Spielen sollte das Quartier verlassen werden.

    22.10 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern zieht ab Montag Notbremse

    Mecklenburg-Vorpommern zieht ab Montag die Corona-Notbremse. Landesweit dürfen private Treffen dann nur noch mit höchstens einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes stattfinden, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Schwerin ankündigte. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit.

    Außerdem sollen die Schulen und die meisten Geschäfte sowie Museen und Freizeiteinrichtungen schließen. Lediglich für die Abschlussklassen soll es weiterhin Präsenzunterricht geben. Zu den Ausnahmen im Einzelhandel zählen neben Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien auch Baumärkte, Buch- und Blumengeschäfte. Friseure können ebenfalls geöffnet bleiben. Fahrschulen müssen hingegen weitgehend schließen.

    Die entsprechenden Vorschläge sollen am Freitag dem Landtag vorgelegt werden, erläuterte Schwesig. Eine landesweite nächtliche Ausgangssperre soll es nicht geben, das sei rechtlich nicht möglich, sagte die Regierungschefin. Dies müssten die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte tun.

    21.11 Uhr: Impfkommission: Impf-Reihenfolge nicht abschaffen

    Entgegen der Forderungen nach einem Ende der Priorisierung bei Corona-Impfungen hält die Ständige Impfkommission an der Impfreihenfolge zum Schutz von Menschen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko fest. "Diese Diskussion nützt jetzt wirklich keinem", sagte Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko) der "Rheinischen Post". "Damit schützen wir doch auch unsere Intensivstationen", erklärte er.

    Die sogenannte dritte Welle könne durch eine Aufhebung der Reihenfolge auch nicht wesentlich beeinflusst werden, sagte Mertens. "Dazu hätte man viel früher viel mehr Impfstoff haben müssen."

    Zuvor hatte der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums Dresden, Michael Albrecht, das Ende der Impfpriorisierung gefordert. "Es geht darum, in kurzer Zeit möglichst viele Leute zu impfen und sich nicht endlos in bürokratischen Diskussionen um Priorisierungslisten aufzuhalten", sagte Albrecht.

    20.15 Uhr: Rios Bürgermeister zum zweiten Mal positiv auf Coronavirus getestet

    Der Bürgermeister von Rio de Janeiro, Eduardo Paes, hat sich eigenen Angaben zufolge zum zweiten Mal mit dem Coronavirus infiziert. Paes sei am Donnerstag mit leichten Grippe-Symptomen aufgewacht und habe daraufhin einen Schnelltest gemacht, der positiv ausgefallen sei, teilte die Stadtverwaltung der brasilianischen Metropole mit. Paes war bereits im Mai positiv getestet worden, zeigte aber keine Symptome.

    Brasilien ist derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Bislang haben sich in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas mehr als 13,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, über 360 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

    Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" sprach angesichts des fehlenden politischen Willens der Regierung in Brasília, auf die Gesundheitskrise zu reagieren, von einer «humanitären Katastrophe». Während Präsident Jair Bolsonaro einschränkende Maßnahmen ablehnt, hatte etwa Rio die Maßnahmen zuletzt verschärft.

    19.30 Uhr: Gericht erlaubt "Querdenken"-Versammlung nur mit Einschränkungen

    Eine "Querdenken"-Versammlung an diesem Wochenende in Kempten darf nur mit starken Einschränkungen stattfinden. Das Verwaltungsgericht in Augsburg genehmigte am Donnerstag nur 200 Teilnehmer statt der von den Veranstaltern angemeldeten 8.000. Zudem müssten die Teilnehmer zuvor über die sozialen Netzwerke über die Beschränkung informiert werden, erklärte ein Gerichtssprecher nach dem Eilverfahren.

    An der Veranstaltung der Allgäuer "Querdenken"-Gruppe am Samstag soll auch der Gründer der Initiative, Michael Ballweg, teilnehmen. Die Stadt Kempten hatte die Großkundgebung wegen der Corona-Schutzvorschriften verboten, weil es in der Kommune keine dafür geeignete Fläche gebe.

    Zudem wurde ein geplanter Demonstrationszug mit 2.000 Teilnehmern verboten. Auch dies wurde vom Gericht überprüft. In diesem Fall bleibt es aber bei dem Verbot.

    19.21 Uhr: Israel hebt Maskenpflich im Freien auf

    Angesichts der niedrigen Corona-Infektionszahlen in Israel will das Land die Maskenpflicht im Freien von Sonntag an aufheben. Gesundheitsminister Juli Edelstein traf am Donnerstag eine entsprechende Entscheidung, wie sein Sprecher bestätigte. Er folge damit den Empfehlungen von Gesundheitsexperten. In Innenräumen bleiben die bisherigen Anweisungen und die Maskenpflicht jedoch bestehen.

    Fast vier Monate nach Beginn der rasanten Corona-Impfkampagne werden in dem kleinen Mittelmeerland immer weniger Neuinfektionen registriert - trotz weitreichender Lockerungen der Maßnahmen. Am Donnerstag teilte das Gesundheitsministerium mit, binnen 24 Stunden seien 196 neue Fälle gemeldet worden. Nur 0,4 Prozent von 55 470 Tests fielen demnach positiv aus.

    Auch die Zahl der Schwerkranken fiel - auf 209. Zuletzt war die Zahl am 14. Juli mit 190 Schwerkranken niedriger gewesen. Ende Januar gab es noch rund 1200 schwerkranke Corona-Patienten in Israel.

    Bisher haben mehr als 5,3 Millionen der rund 9 Millionen Israelis eine Erstimpfung mit dem Präparat von Biontech/Pfizer erhalten. Fast fünf Millionen Einwohner sind vollständig geimpft. Vor allem Geimpfte und Genesene genießen wieder viele Freiheiten.

    18.35 Uhr: Mehr als 100.000 Tote in Frankreich

    In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Toten über 100.000. Weitere 300 Menschen starben, die positiv getestet waren, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Frankreich hat die achthöchste Todesrate in der Welt. Die USA zählen mehr als 564.000 Todesfälle, gefolgt von Brasilien, Mexiko und Indien.

    18.09: Mehr häusliche Gewalt in Corona-Krise

    Zu den negativen Begleiterscheinungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gehört ein Anstieg der Gewalt in Familien und Paarbeziehungen. Die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt, die der Polizei bekannt wurden, lag im vergangenen Jahr um 6,6 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Bei Gewalt in der Partnerschaft registrierten die Behörden einen Anstieg um rund vier Prozent, wie der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, am Donnerstag in Berlin mitteilte.

    Münch wies allerdings auf die nur eingeschränkte Aussagekraft dieser Zahlen hin, da erstens durch die reduzierte soziale Kontrolle in der Zeit des Lockdowns ein Teil der Straftaten, die im privaten Bereich begangen worden, womöglich unentdeckt blieb. Zweitens seien die Auswirkungen des zweiten Lockdowns im Herbst 2020 wegen der zeitlichen Verzögerung bei der statistischen Erfassung der Straftaten in dieser Betrachtung noch nicht vollumfänglich enthalten.

    Für den Herbst 2021 haben die Sicherheitsbehörden ein umfassenderes Lagebild zu häuslicher Gewalt und Partnerschaftsgewalt angekündigt. Die Polizeiliche Kriminalstatistik bildet Straftaten ab, die von der Polizei bearbeitet worden sind. Deshalb - und weil Straftaten im häuslichen Bereich oft nicht direkt nach der Tat zur Anzeige gebracht werden - kommt es hier zu einer zeitlichen Verzögerung.

    17.56 Uhr: Keine Quarantäne für Geimpfte nach Kontakt mit Corona-Infizierten

    Geimpfte müssen in Bayern auch nach engem Kontakt mit Corona-Infizierten nicht mehr in Quarantäne. Eine neue Allgemeinverfügung mit dieser Erleichterung ist am Donnerstag in Kraft getreten, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte.

    Keine Quarantänepflicht gebe es jetzt für Geimpfte ab dem 15. Tag nach ihrer abschließenden Impfung sowie für Menschen, die in den letzten sechs Monaten infiziert waren. Wenn die Infektion länger zurückliege, aber der Mensch geimpft wurde, müsse er ebenfalls nicht in Quarantäne. All diese Personengruppen seien den Erfahrungen und den Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts zufolge kaum infektiös. Alle anderen "engen Kontaktpersonen bestätigter Fälle" müssen unverzüglich für 14 Tage in häusliche Quarantäne und dürfen diese weder verlassen noch Besuch empfangen.

    17.40 Uhr: Papst ruft Brasiliens Bischöfe zu Einwirken auf Regierung auf

    Angesichts der weiter grassierenden Corona-Pandemie in Brasilien hat sich Papst Franziskus an die Bischöfe des Landes gewandt und sie zu Einigkeit aufgerufen. Brasilien stehe in einer der schwersten Prüfungen seiner Geschichte, sagte das Kirchenoberhaupt in einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft an die derzeit tagende Bischo17.50 Uhr: Deutsche Telekom könnte 80.000 Mitarbeiter zeitnah impfen

    Die Deutsche Telekom plant, große Teile seiner Belegschaft in kurzer Zeit selbst gegen das Coronavirus zu impfen, sollte das Unternehmen Impfstoff zugeteilt bekommen. "Wir gehen davon aus, dass wir - wenn wir Impfstoff bekämen - in acht Wochen 80 Prozent unserer 100.000 Mitarbeiter in Deutschland impfen könnten", sagte ein Sprecher des Bonner Telekommunikationsunternehmens. Der Dax-Konzern würde dabei auf die Infrastruktur zurückgreifen, die es gemeinsam mit dem Bonner Gesundheitsunternehmen BAD normalerweise für Grippeimpfungen nutzt.

    Insgesamt 18 deutsche Telekom-Standorte seien als Covid-19-Impfzentren vorbereitet, darunter der Firmensitz in Bonn, aber auch Köln oder Berlin. Auch bei der Tochtergesellschaft Magenta in Wien könnten betriebliche Impfungen "jederzeit" starten.fsvollversammlung. Die Oberhirten müssten eins sein, "weil das leidende Volk eins ist". Nur unter Verzicht auf interne Spaltungen und Meinungsverschiedenheiten könne die Kirche ein "Werkzeug der Versöhnung sein" und auf staatliche Institutionen einwirken. Der Papst rief die Bischöfe auf, in Geschlossenheit auch auf die Überwindung sozialer Ungerechtigkeit hinzuarbeiten.

    17.35 Uhr: Spahn und Haseloff besuchen Impfstoffhersteller IDT Biologika

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff besuchen am Freitag den Impfstoffhersteller IDT Biologika in Dessau-Roßlau. Am Nachmittag (14.00 Uhr) wollen die beiden CDU-Politiker ein Gespräch mit dem Firmenchef Jürgen Betzing führen, wie das Unternehmen mitteilte. Das Unternehmen soll ab Anfang 2023 den Impfstoff von Astrazeneca abfüllen. Dafür werden aktuell die Anlagen des Standortes für rund 100 Millionen Euro ausgebaut. Bereits seit Mitte März füllt das Unternehmen auch den Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson ab und verpackt die Ampullen. Die ersten Chargen sind bereits ausgeliefert worden.

    17.30 Uhr: Baden-Württemberg zieht am Montag "Notbremse"

    Baden-Württemberg wird die angekündigte "Notbremse" der Bundesregierung schon ab kommenden Montag umsetzen. Dies teilte Gesundheitsminister Manne Lucha mit. Da man die Corona-Verordnung des Landes ohnehin am Wochenende verlängern müsse, würden die vorgesehenen Verschärfungen des Bundes direkt mit eingearbeitet.

    "Wir warten nicht auf den Bund, wir müssen jetzt handeln. Jeder Tag zählt in der Pandemiebekämpfung und wir wollen den Menschen in einer Woche nicht schon wieder eine neue Verordnung präsentieren", sagte Lucha.

    17.15 Uhr: Norwegen vertagt endgültige Entscheidung zu Astrazeneca

    Norwegens Regierung vertagt Entscheidung zum Einsatz von Astrazeneca-Impfstoff. Ein endgültiger Entschluss werde erst gefasst, nachdem ein Expertenausschuss bis zum 10. Mai seine Einschätzung zum Einsatz des Impfstoffes sowie zum Mittel des US-Herstellers Johnson & Johnson gegeben habe, sagte Gesundheitsminister Bent Høie am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Oslo. Vor diesem Hintergrund empfehle man, das Präparat aus dem Impfprogramm zu nehmen. Die ursprüngliche Überschrift der Mitteilung, die die Streichung des Mittels aus der Impfkampagne ankündigte, wurde umgehend korrigiert. Norwegen hatte den Einsatz des Impfstoffes des britisch-schwedischen Unternehmens am 11. März vorsorglich ausgesetzt

    17.05 Uhr: Italiens Regierung beschließt weitere Corona-Hilfen

    Italiens Regierung hat Corona-Wirtschaftshilfen in Höhe von 40 Milliarden Euro beschlossen. Das wurde am Donnerstagnachmittag aus Regierungskreisen bekannt. Die Mittel seien für Unternehmen und die Wirtschaft bestimmt. Der Plan müsse noch vom Parlament gebilligt werden. Es handelt sich ein weiteres Unterstützungspaket, nachdem die Regierung zuvor bereits Hilfen von rund 32 Milliarden Euro verabschiedet hatte.

    Gleichzeitig schätzt die Regierung den Informationen zufolge, dass die Verschuldung prozentual gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr bei 11,8 Prozent liegen werde. "Ein sehr hohes Niveau", wie es hieß. Das sei den Wirtschaftshilfen und dem Rückgang des BIP geschuldet. Das BIP-Wachstum wird für 2021 bei 4,5 Prozent erwartet. In den folgenden Jahren rechnet die Regierung den Angaben zufolge mit einem stetig sinkenden Defizit.

    17.00 Uhr: Neue Regeln für Corona-Kontaktpersonen in Bayern

    In Bayern gelten für Corona-Kontaktpersonen seit diesem Donnerstag (15. April) neue und teilweise verschärfte Regeln. Man habe das Kontaktpersonenmanagement angepasst, weil sich das Infektionsgeschehen derzeit wieder rasant ausbreite, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) laut Mitteilung: "Wir sind gerade in einer entscheidenden Phase der Pandemie." Nach Vorgabe des Robert Koch-Instituts (RKI) werde ab sofort nicht mehr in Kontaktpersonen der Kategorie 1 und 2 unterschieden, es gebe jetzt nur noch "enge Kontaktpersonen bestätigter Fälle".

    Enge Kontaktpersonen müssten sich - wie zuvor in der Kategorie 1 - unverzüglich für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Eine enge Kontaktperson ist jemand, der Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall hatte, wobei mindestens eine der drei definierten Risikosituationen bestand. Diese sind etwa der enge Kontakt unter 1,5 Metern und länger als zehn Minuten ohne adäquaten Schutz - also dem durchgehenden und korrekten Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer FFP2-Maske.

    16.50 Uhr: Corona-Tests für Thüringer Schulen werden knapp

    Thüringens Schulen gehen allmählich die Corona-Tests aus. "Wir können derzeit nicht garantieren, dass es in den kommenden Wochen und Tagen für jeden Schüler in Thüringen zwei Tests pro Woche geben wird", sagte ein Sprecher von Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Donnerstag. Grund dafür seien Lieferprobleme. Man arbeite mit Hochdruck daran, mehr Tests zu beschaffen. Der Sprecher wies darauf hin, dass auch andere Bundesländer mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hätten. Inzwischen habe das Thüringer Bildungsministerium vereinbart, dass sich künftig das Deutsche Rote Kreuz um die Beschaffung der Tests kümmern soll.

    16.45 Uhr: Bundesregierung fördert acht Forschungsprojekte für Corona-Medikamente

    Die Bundesregierung fördert acht Forschungsvorhaben zur Entwicklung von Medikamenten gegen das Coronavirus. Auf Empfehlung des eingesetzten Expertengremiums hin würden in den nächsten Wochen die Förderentscheidungen fallen, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Donnerstag in Berlin. In dem Förderprogramm stehen zunächst 50 Millionen Euro zur Verfügung - die Pharmaindustrie fordert eine kräftige Aufstockung. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den acht unterstützten Projekten verfolgen laut Karliczek unter anderem Behandlungsansätze mit verschiedenen Antikörpern sowie einem RNA-Wirkstoff. Die Arzneimittelkandidaten befinden sich kurz vor der klinischen Entwicklung. Sie werden also als nächstes an Freiwilligen ausprobiert, um Sicherheit und Wirksamkeit zu überprüfen.

    16.35 Uhr: Ministerpräsident Günther will nicht auf "Bundes-Notbremse" warten

    Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat trotz geplanter "Bundes-Notbremse" konsequentes Handeln bei der Eindämmung der Corona-Pandemie auf regionaler Ebene angemahnt. "Angesichts der teils dramatischen Zahlen ist es ein absurder Gedanke, mit der Verschärfung regionaler Maßnahmen bis zum Inkrafttreten des veränderten Infektionsschutzgesetzes zu warten", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Durch die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz liegen sämtliche effektive Werkzeuge zur Bekämpfung der Pandemie auf dem Tisch – diese können und müssen längst zur Anwendung gebracht werden.» Dies werde Schleswig-Holstein weiter tun.

    16.25 Uhr: 738.000 Dosen am Mittwoch verabreicht - neuer Tageshöchstwert in Deutschland

    Bei den Corona-Schutzimpfungen gibt es einen neuen Tagesrekord: Am Mittwoch wurden in Deutschland insgesamt 738.501 Dosen verabreicht, wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag in seinem Dashboard im Internet mitteilte. Damit sind nun knapp 5,3 Millionen Menschen vollständig geimpft, was 6,3 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Mindestens eine Dosis bekamen knapp 14,8 Millionen Menschen oder 17,8 Prozent aller Deutschen. Auch hier gab es einen neuen Tagesrekord. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden für Mittwoch 662.711 Erstimpfungen verzeichnet, davon 372.205 durch niedergelassene Ärzte. Hinzu kamen insgesamt 75.790 Zweitimpfungen.

    16.20 Uhr: DFL setzt wegen Corona-Fällen abgesagte Zweitliga-Spiele neu an

    Die Deutsche Fußball Liga hat einige wegen Corona-Fällen ausgefallene Spiele der 2. Bundesliga neu angesetzt und dabei auch bayerischen Vereinen neue Daten präsentiert. Dies betrifft das Heimspiel des 1. FC Nürnberg gegen Holstein Kiel (Dienstag, 27. April, 18.30 Uhr) und die Match der SpVgg Greuther Fürth im eigenen Stadion gegen den SV Sandhausen (28. April, 18.30 Uhr). Das Gastspiel des SSV Jahn Regensburg in Kiel wird erst dann angesetzt, wenn klar ist, wie die Norddeutschen im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund am 1. Mai abschneiden. Das Heimspiel des Jahn gegen den Hamburger SV wurde indes um einen Tag nach hinten auf Sonntag, den 25. April (13.30 Uhr) geschoben.

    16.15 Uhr: Curevac sieht anziehendes Interesse an seinem Corona-Impfstoff

    Das Tübinger Biotechunternehmen CureVac sieht zunehmendes Interesse an seinem noch nicht zugelassenen Corona-Impfstoff. "In den vergangen Tagen verzeichnen wir vermehrt Anfragen unterschiedlichster Art", sagte ein Sprecher am Donnerstag. Es gebe Gespräche mit verschieden Seiten, etwa Regierungen oder internationale Organisationen. Mit wem genau geredet wird, blieb aber offen. Cuerevac erklärte zudem, bei dem Projekt im Zeitplan zu liegen. Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffs würden unverändert noch in diesem Quartal erwartet. Der Antrag für eine bedingte Marktzulassung bei der Europäischen Union werde ebenfalls im zweiten Jahresviertel angestrebt. Das Impfstoff-Programm solle zudem ausgeweitet werden, hieß es. Drei neue Studien bei bestimmten Populationen sollten voraussichtlich schon bald beginnen. Bis Ende 2021 will das Unternehmen bis zu 300 Millionen Dosen seines Impfstoffs herstellen, bis 2022 sollen es eine Milliarde Einheiten sein.

    16.05 Uhr: Hotelketten beginnen mit "Notverkäufen" um Überleben zu sichern

    Weil Deutschlands Hotelketten in der Coronakrise das Wasser bis zum Hals steht, müssen erste Firmen Teile ihrer Standorte verkaufen. Maritim gab am Donnerstag «Hotel-Notverkäufe» bekannt, um das "Überleben" zu sichern. Entsprechende Verhandlungen laufen noch, Einzelheiten nannte das 5000-Mitarbeiter-Unternehmen aus Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen nicht. Die Hotelkette Centro, die 2019 noch 60 Hotels mit 1200 Mitarbeitern hatte, hatte bereits im vergangenen Jahr 13 Standorte veräußert, darunter sieben Neubauprojekte. Man habe dies «schweren Herzens» getan, «um das Unternehmen weiter abzusichern», sagte Chefin Homeira Amiri in Köln.

    15.50 Uhr: Seehofer seit Mittwoch gegen Corona geimpft

    Bundesinnenminister Horst Seehofer ist nach eigenen Angaben inzwischen gegen das Coronavirus geimpft. Er sei seit dem Vortag geimpft, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Er sei aufgrund seines Alters und seiner Vorerkrankungen berechtigt gewesen. Seehofer ist 71 Jahre alt und betonte, er habe die Impfung nicht öffentlich zelebrieren wollen. "Sondern das macht man zum Schutz von sich und der Bürgerschaft oder seinen Personen, mit denen man zu tun hat."

    15.45 Uhr: Griechenland erlaubt ab kommender Woche Einreise geimpfter Touristen

    Geimpfte Touristen können ab kommender Woche wieder Urlaub in Griechenland machen. Die Maßnahme ist Teil eines Pilotprojekts, um Bürgern und Bürgerinnen aus mehreren Ländern die Einreise zu ermöglichen, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Eine solche Möglichkeit mit einem Impfnachweis haben derzeit nur Besucher aus Israel. Mit der Maßnahme können Reisende zudem eine einwöchige Quarantäne umgehen, wie sie derzeit noch gilt. Offiziell soll der Tourismus in Griechen wieder Mitte Mai starten. Das vorher startende Pilotprojekt richte sich nun an "Besucher, die entweder mit einem Impf-Zertifikat oder nach einem PCR-Test kommen", sagte eine Regierungssprecherin,

    15.35 Uhr: Virus-Mutationen treiben zweite Corona-Welle in Indien an

    Der starke Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Indien geht Experten zufolge auf Virus-Mutationen zurück. Diese seien viel ansteckender, sagen Epidemiologen und Ärzte. Mediziner am All India Institute of Medical Sciences in Neu-Delhi stellten fest, dass ein Patient jetzt bis zu neun von zehn Kontaktpersonen ansteckt, verglichen mit bis zu vier im vergangenen Jahr. Der nordindische Bundesstaat Punjab, der in letzter Zeit eine der höchsten Todesraten des Landes zu verzeichnen hat, fand zuletzt in 81 Prozent der Covid-Proben die hochansteckende britische Variante. "Dieses Virus ist infektiöser und virulenter", sagt Dhiren Gupta, ein leitender Oberarzt am Sir Ganga Ram Hospital in Neu-Delhi. "Mehr Kinder melden hochgradiges Fieber. Wir haben 35-Jährige mit Lungenentzündung auf der Intensivstation, was vergangenes Jahr nicht der Fall war."

    15.25 Uhr: EMA startet mit Prüfung von Corona-Medikament von GlaxoSmithKline

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Prüfung von Studiendaten für einen möglichen Einsatz eines Covid-19-Antikörpermedikaments des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline eingeläutet. Ziel sei es, EU-weite Empfehlungen für nationale Behörden bereitzustellen, die auf dieser Grundlage über eine frühzeitige Anwendung des Mittels entscheiden könnten, teilt die EMA mit. Noch ist das Mittel VIR-7831 in der EU nicht zugelassen, in den USA hatte Glaxo im März mit seinem Partner Vir Biotechnology einen Antrag auf Notfallzulassung gestellt. Die beiden Unternehmen hatten im vergangenen Monat Studiendaten veröffentlicht, wonach das Medikament das Risiko von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Covid-Patienten um 85 Prozent senkt.

    15.20 Uhr: Stadt und Landkreis Hof schränken Notbetreuung ein

    Aufgrund der weiterhin hohen Corona- Inzidenzzahlen schränken Stadt und Landkreis Hof die Notbetreuung in Kindergärten, Kitas und Schulen weiter ein. Demnach dürfen nur noch Eltern ihre Kinder in eine Notbetreuung geben, sofern sie in systemrelevanten Berufen tätig sind. Zu den systemrelevanten Berufsgruppen zählen unter anderem die Gesundheitsversorgung und Pflegeberufe, Kinder - und Jugendnothilfe, öffentliche Sicherheit, Ordnung und Versorgung, die Verwaltung und Justiz sowie Verkehr, Post und Medien. Daneben müssen die Eltern klar stellen, dass es für ihre Kinder keine anderen Betreuungsmöglichkeiten oder -personen gibt wie beispielsweise Großeltern.

    15.15 Uhr: Delta Air Lines weiter mit tiefroten Zahlen

    Die große US-Fluggesellschaft Delta Air Lines hat nach einem weiteren miserablen Quartal mit tiefroten Zahlen Hoffnung auf ein Comeback im späteren Jahresverlauf geschürt. «Ein Jahr nach dem Beginn der Pandemie nimmt die Zuversicht der Reisenden zu», erklärte Vorstandschef Ed Bastian am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalszahlen. Sollte die geschäftliche Erholung anhalten, so sei in der zweiten Jahreshälfte endlich wieder mit Gewinnen zu rechnen. In den drei Monaten bis Ende März erlitt Delta nach eigenen Angaben einen Nettoverlust von 1,2 Milliarden Dollar (1,0 Mrd Euro). Vor einem Jahr hatte die Airline noch 730 Millionen Dollar Gewinn gemacht, die Corona-Krise wirkte sich damals noch nicht so stark aus. Der Umsatz brach um über 60 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar ein.

    15.10 Uhr: Handballerinnen fliegen mit dezimiertem Kader nach Portugal

    Die deutschen Handballerinnen reisen mit einem coronabedingt dezimierten Kader zum Hinspiel der WM-Playoffs in Portugal. Immerhin kann Bundestrainer Henk Groener bei der Partie am Samstag (21.30 Uhr) wieder auf Linksaußen Johanna Stockschläder setzen, die nach Ablauf der vorgeschriebenen Quarantäne nun bei der Mannschaft ist. Dennoch fehlen Groener beim Spiel in Luso sechs Spielerinnen der Topclubs Borussia Dortmund und SG BBM Bietigheim, die aufgrund zahlreicher Corona-Fälle im Anschluss an das jüngste Duell beider Teams weiter isoliert sind. Zudem ist ein Einsatz der am Fuß angeschlagenen Kreisläuferin Luisa Schulze fraglich; er soll sich erst in Portugal entscheiden.

    15.05 Uhr: IHK-Niederbayern kritisiert Corona-Notbremse

    Die Industrie- und Handelskammer Niederbayern kritisiert die jüngsten Corona-Beschlüsse der Politik. Hauptgeschäftsführer Alexander Schreiner teilte mit, mit der Corona-Notbremse sei kein Licht mehr am Ende des Tunnels. Statt klarer Regeln mit Perspektive bringe der Gesetzentwurf nur neue Verschärfungen, Pflichten und Verbote. Die Rückkehr zur Inzidenz 100 treffe vor allem den Einzelhandel: "Die Händler haben sich gerade erst auf Click & Meet mit Tests bei Werten zwischen 100 und 200 vorbereitet. Jetzt kassiert der Bund diese Möglichkeit wieder und verschärft damit die existenzbedrohende Lage vieler Händler." Schreiner fordert mehr Eigenverantwortung der Betriebe.

    14.55 Uhr: Vize-Kanzler Scholz bezeichnet Bundes-Notbremse als "verfassungsfeste Lösung"

    Vizekanzler Olaf Scholz hält die geplante Bundes-Notbremse mit verschärften Corona-Regeln nach eigenen Worten nicht für juristisch angreifbar. "Die Verfassungsressorts haben sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie das Gesetz zu bewerten ist", sagte der Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat am Donnerstag in Berlin. "Wir sind alle zu dem Ergebnis gekommen, dass das eine zulässige, richtige und verfassungsfeste Lösung ist." Experten des Kanzleramts sehen laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung bei einem per Bundesgesetz geregelten Corona-Lockdown rechtliche Risiken. In einem internen Vermerk wird demnach etwa auf die Aufhebung nächtlicher Ausgangsbeschränkungen seitens des Oberverwaltungsgerichts Niedersachsen verwiesen. In der FDP-Bundestagsfraktion war von einer drohenden Klagewelle die Rede.

    14.40 Uhr: Dramatisch hoher Anstieg bei Corona-Neuinfektionen in Indien

    Mit einem neuem Höchststand der täglichen Neuinfektionen hat sich die Corona-Pandemie in Indien weiter beschleunigt. Wie das Gesundheitsministerium in Neu Delhi am Donnerstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden rund 200.000 weitere Ansteckungen registriert - doppelt so viele wie noch vor zehn Tagen. Im südostasiatischen Kambodscha warnte Regierungschef Hun Sen, sein Land stehe wegen der Pandemie "an der Schwelle des Todes". Mit den neuerlichen Infektionen stieg die Gesamtzahl der seit Pandemie-Beginn verzeichneten Corona-Infektionen in Indien auf 14,1 Millionen. Die Zahl der Corona-Toten in dem bevölkerungsreichen Schwellenland stieg laut Gesundheitsministerium am Donnerstag um 1.038 auf fast 175.000.

    14.30 Uhr: Zahl der registrierten Intensiv-Patienten verharrt bei 4.653

    Die Zahl der Corona-Intensivpatienten verharrt auf hohem Niveau. Das Divi Register meldet am Donnerstagmittag wie am Vortag 4.653.

    14.15 Uhr: Stiko warnt vor Aufhebung der Impf-Priorisierung

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) warnt vor einer Aufhebung der Impf-Priorisierung. Es müssten mit den begrenzten Impfstoffmengen weiter möglichst Menschen mit hohem Risiko vor einem schweren Covid-19-Verlauf geschützt werden, etwa Vorerkrankte, sagt Stiko-Chef Thomas Mertens der "Rheinischen Post". Damit schütze man auch die Intensivstationen. Durch Impfungen könne die aktuelle dritte Welle aber nicht wesentlich beeinflusst werden. "Dazu hätte man viel früher viel mehr Impfstoff haben müssen."

    14.05 Uhr: Debatte über Absage Olympischer Spiele wegen Corona-Infektionslage in Japan

    Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie wird in Japan erneut über eine Absage der Olympischen Sommerspiele in Tokio diskutiert. Der Generalsekretär der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) sagte am Donnerstag, die Spiele müssten "ohne Zögern" abgesagt werden, sollte die Infektionslage zu ernst sein. Der für die Corona-Impfungen zuständige Minister Taro Kono versicherte, das Sportereignis werde in einer "machbaren" Weise stattfinden, womöglich vollständig ohne Zuschauer vor Ort. "Wenn die Infektionen sich wegen Olympia ausbreiten, weiß ich nicht, wozu Olympia gut ist", sagte der einflussreiche LDP-Politiker Nikai dem privaten Fernsehsender TBS. Er betrachte die Olympischen Spiele als "Chance" für Japan. Das Land wolle, dass das sportliche Weltereignis "ein Erfolg" werde. Dazu sei es aber nötig, "verschiedene Probleme zu lösen", mahnte Nikai.

    13.55 Uhr: Laschet kritisiert Vorgehen Söders beim Impfstoff-Einkauf

    NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat das Vorgehen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder beim Einkauf des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V kritisiert. "Wenn wir soweit sind, muss die Bundesrepublik Deutschland für alle 16 Länder kaufen", sagt Laschet im NRW-Landtag. Es dürfe keinen Wettbewerb zwischen den Bundesländern beim Einkauf des Impfstoffs geben. Laschets Konkurrent um die Kanzlerkandidatur der Union hatte angekündigt, einen Vorvertrag mit einer Firma in Illertissen für den Bezug des russischen Impfstoffs Sputnik abzuschließen.

    13.40 Uhr: BSI warnt wegen verstärktem Homeoffice vor mehr Cyber-Attacken

    Wegen der vermehrten Homeoffice-Arbeit in der Corona-Pandemie wächst laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Gefahr von Cyber-Attacken. Das Angebot von Homeoffice-Arbeitsplätzen habe sich mehr als verdoppelt, teilt das BSI zu einer Umfrage unter 1000 Unternehmen und Betrieben mit. Mehr als 50 Prozent der Unternehmen investierten aber weniger als zehn Prozent der IT-Ausgaben in Cyber-Sicherheit. Je kleiner die Firma, desto schwerwiegender seien jedoch die Folgen. "Für Kleinst- und Kleinunternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden hat eine von vier Cyberattacken existenzbedrohende Folgen", warnt das BSI.

    13.25 Uhr: Mehr als eine Milliarde Corona-Impfdosen produziert

    Bei der weltweiten Produktion von Corona-Impfstoffen ist die Schwelle von einer Milliarde Impfdosen geschafft. Das berichtete die Datenfirma Airfinity am Donnerstag, die global Millionen von Unternehmens- und Wissenschaftsdaten auswertet. Die einmilliardste Dosis sei am 12. April produziert worden. Die nächste Milliarde dürfte Ende Mai erreicht werden, so Airfinity. Der Zeitpunkt, an dem in der EU 75 Prozent der rund 447 Millionen Einwohner geimpft sind, könnte um gut zwei Monate nach hinten rutschen, berichtete das Unternehmen auch. Grund ist der verzögerte Marktstart des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson in der EU. Anstatt Ende September werde der Zeitpunkt womöglich erst Ende der ersten Dezemberwoche erreicht.

    13.15 Uhr: SAP und Telekom sollen EU-Technik für Covid-Reisezertifikat bauen

    Die Deutsche Telekom und SAP sollen die technische Infrastruktur für das geplante EU-Covid-Zertifikat für einfacheres Reisen in Europa aufbauen. Ein erster Vertrag mit SAP und der Telekom-Tochter T-Systems sei bereits unterzeichnet worden, teilte ein Sprecher der EU-Kommission am Donnerstag auf Anfrage mit. Beide Unternehmen arbeiteten gerade an der technischen Spezifizierung. Der endgültige Vertrag über den Aufbau der Verbindungsstelle für die nationalen Anwendungen solle zeitnah folgen. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet. Das sogenannte "grüne Zertifikat" soll bis Ende Juni EU-weit einsatzbereit sein. Das Dokument - digital oder auf Papier - soll Impfungen, Ergebnisse zugelassener Tests sowie Informationen zu überstandenen Infektionen festhalten und EU-weit anerkannt werden. Welche Vorteile wie etwa eine Quarantäne-Befreiung die EU-Staaten gewähren, sollen sie selbst entscheiden können. EU-Staaten und Europaparlament müssen sich noch auf die Details des "grünen Zertifikats" einigen.

    13.10 Uhr; Umfangreiche Corona-Fälle bei Hertha BSC

    Einen Tag nach der Verpflichtung von Hoffnungsträger Fredi Bobic haben positive Corona-Tests bei Cheftrainer Pal Dardai und Stürmer Dodi Lukebakio die abstiegsbedrohten Berliner in neue Probleme gestürzt. Als Interimstrainer übernimmt Sportdirektor Arne Friedrich ab sofort von Dardai das Team. Zugleich werden generelle Fragen zum Profifußball in der schwierigen Phase der Corona-Pandemie neu aufgeworfen. Vor dem ohnehin komplizierten Saison-Endspurt mussten sich Dardai, Lukebakio und Assistenzcoach Admir Hamzagic, der auch positiv getestet wurde, in häusliche Quarantäne begeben. Co-Trainer Andreas Neuendorf wurde als Kontaktperson ersten Grades eingestuft und befindet sich ebenfalls in Quarantäne.

    13.00 Uhr: Kanzlerin bekommt am Freitag Astrazeneca-Impfung

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich einem Bericht zufolge am Freitag mit dem Impfstoff Astrazeneca gegen Corona impfen lassen. Dies berichtete die "Welt" am Donnerstag ohne Angaben von Quellen. Die Kanzlerin ist über 60 Jahre alt und fällt damit in die Gruppe derjenigen, die in Deutschland für Astrazeneca-Impfungen infrage kommen. Am Montag hatte Merkels Sprecher Steffen Seibert angekündigt, dass die Kanzlerin in Kürze die Impfung vornehmen lassen wolle. Auf diese Äußerung verwies am Donnerstag ein Regierungssprecher. Den Impftermin am Freitag wollte er nicht bestätigen. Die Öffentlichkeit werde erst nach der erfolgten Impfung informiert, sagte er.

    12.55 Uhr: Arbeitsmarktstudie: Betriebe stellen wieder mehr Leute ein

    Die deutsche Wirtschaft hat ungeachtet der Corona-Krise im März wieder mehr Leute eingestellt. «Trotz andauernder Lockdown-Maßnahmen schätzten die Betriebe ihre wirtschaftliche Situation und ihre Betroffenheit von der Covid-19-Pandemie in der ersten Märzhälfte 2021 insgesamt etwas günstiger ein als noch in den Vormonaten. Sie stellen tendenziell wieder mehr ein und entlassen seltener», heißt es in einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zur wirtschaftlichen Lage in der Corona-Pandemie, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

    12.50 Uhr: Kambodschas Regierungschef ruft mit dramatischen Appell zu Unterstützung auf

    Angesichts der massiven Ausbreitung des Coronavirus in Kambodscha hat sich Regierungschef Hun Sen mit einem dramatischen Appell an die Bevölkerung gewandt. "Bitte mein Volk - vereint Eure Bemühungen, dieses gefährliche Ereignis zu beenden", sagte Hun Sen, der seit vielen Jahren in dem südostasiatischen Land herrscht, in einer Videobotschaft, die am Mittwochabend im Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde. "Wir stehen bereits an der Schwelle des Todes." Wenn die Kambodschaner sich jetzt nicht im Kampf gegen die Pandemie "die Hand reichen, werden wir auf den wirklichen Tod zusteuern", warnte Hun Sen die Bürger. Seit Februar, als zunächst ein Ausbruch unter chinesischen Einwanderern festgestellt worden war, breitet sich das neuartige Coronavirus massiv in Kambodscha aus.

    12.40 Uhr: Ministerpräsidentin Dreyer erinnert an vereinbarte Corona-Notbremse

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und der Lage auf den Intensivstationen an die von den Ministerpräsidenten bereits beschlossene Notbremse erinnert. "Rheinland-Pfalz handelt, wir warten nicht auf die Bundes-Notbremse", sagte Dreyer. "Die Infektionszahlen steigen in ganz Deutschland signifikant an. Nur noch ein Bundesland liegt unterhalb des kritischen Wertes von 100. Die Alarmrufe aus den Intensivstationen sind nicht zu überhören", mahnte die SPD-Politikerin und Ministerpräsidentin.

    12.19 Uhr: Corona-Krise führt zu Rückgang bei Existenzgründungen

    Die Gründungstätigkeit in Deutschland ist im Corona-Jahr 2020 nach Angaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zurückgegangen. Mit 537.000 Existenzgründungen haben sich 68.000 weniger Menschen selbstständig gemacht als 2019. Das entspricht einem Minus von gut elf Prozent, wie die Bank am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte.

    „Der Ausbruch der Corona-Krise war für viele Existenzgründungen ein Game-Changer“, sagte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. Die Pandemie erzeuge eine hohe wirtschaftliche Unsicherh12.30 Uhr: CSU-Generalsekretär Blume: Freie Wähler haben Ernst der Lage nicht erkannt

    CSU-Generalsekretär Markus Blume hat den Koalitionspartner Freie Wähler wegen dessen angekündigter Verfassungsbeschwerde gegen die Corona-Notbremse des Bundes scharf kritisiert. "Die Freien Wähler haben den Ernst der Lage nicht erkannt", erklärte Blume. Es sei verantwortungslos, gegen die Bundes-Notbremse vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen - zumal die Freien Wähler die Ausgangsbeschränkungen in Bayern alle mitbeschlossen hatten. "Realität ist: Klagen eines Herrn Aiwanger beeindrucken das Virus nicht. Die Menschen brauchen jetzt verlässliche Lösungen und keinen Flickenteppich", sagte Blume. Der Freie-Wähler-Bundesvorsitzende und bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hatte zuvor angekündigt, seine Partei werde nach Karlsruhe ziehen.

    Mehr zum Thema: Aiwanger: "Bund zieht ohne Not Kompetenzen an sich"eit. Die durch die Corona-Krise schlechtere Arbeitsmarktlage habe entgegen den Erwartungen nicht zu mehr „Notgründungen“ geführt. Von den Anti-Corona-Maßnahmen seien gerade jene Branchen besonders hart betroffen, in denen typischerweise viele Notgründungen stattfinden, wie Gastronomie oder Einzelhandel. Die Analyse der KfW basiert den Angaben nach auf einer repräsentativen, jährlichen telefonischen Bevölkerungsbefragung zum Gründungsgeschehen in Deutschland. Sie liefere ein umfassendes Bild der Gründungstätigkeit in Deutschland, hieß es.

    11.59 Uhr: Landtagsabgeordnete müssen künftig während der Sitzung Maske tragen

    Bayerns Landtagsabgeordnete müssen künftig auch während der Sitzungen eine FFP-Maske zum Schutz vor Corona-Infektionen tragen. Die Anordnung gilt ab kommendem Montag. Es werde jedoch darum gebeten, sie sofort zu erfüllen, sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) zum Auftakt der heutigen Plenarsitzung. Bereits am Donnerstag tagte das Parlament mit einer reduzierten Zahl von Abgeordneten.

    „Wir alle müssen unser Möglichstes tun, um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus zu minimiere“, sagte Aigner. Die aktuell vorherrschende britische Virusmutante sei um ein Vielfaches ansteckender. „Bei einem Corona-Fall müssten daher möglicherweise viele Abgeordnete sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Quarantäne – trotz Abstand und Lüftung. Dieses Risiko müssen wir für das Parlament als Verfassungsorgan so weit wie möglich reduzieren“, so die CSU-Politikerin.

    11.54 Uhr: Forscher der Uni Darmstadt untersuchen Abwasser auf Spuren von Corona

    Forscher in Hessen haben ein wissenschaftliches Projekt gestartet, um Spuren von Corona-Mutanten im Abwasser zu untersuchen. Damit sollten ihre Verbreitungswege nachverfolgt werden, teilte die Technische Universität (TU) Darmstadt am Donnerstag mit. Bei dem Projekt sollen die Mutanten durch genetische Tests, einer sogenannten Genomanalyse, identifiziert werden.

    Forschern war es in der Vergangenheit bereits gelungen, das Coronavirus im Abwasser nachzuweisen. Nun soll das Abwasser als Quelle für genomische Informationen der Mutanten zur Verfolgung des Infektionsgeschehens genutzt werden. Dies gelte insbesondere für die Erforschung der Verbreitungswege der britischen Mutation B.1.1.7., die sich in Deutschland zur vorherrschenden Variante entwickelte.

    11.08 Uhr: Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognose ab

    Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft angesichts der weiter andauernden Corona-Krise deutlich nach unten korrigiert. In ihrem Frühjahrsgutachten prognostizierten sie einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 3,7 Prozent im laufenden Jahr und um 3,9 Prozent im Jahr 2022. Im Herbst waren sie für 2021 noch von einem BIP-Wachstum von 4,7 Prozent ausgegangen.

    Der erneute Shutdown verzögere die wirtschaftliche Erholung, erklärten die Institute. "Aber sobald die Infektionsgefahren vor allem durch das Impfen gebannt sein werden, wird eine kräftige Erholung einsetzen", fügten sie hinzu. Etwa zu Beginn des kommenden Jahres dürfte die Wirtschaft demnach zur Normalauslastung zurückkehren.

    Zum Artikel: "Corona verzögert Aufschwung: Forschungsinstitute senken Prognose"

    10.44 Uhr: Ökonomen rechnen nicht mit allzu vielen Insolvenzen

    Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sehen keine große Pleitewelle auf Deutschland zurollen. Zwar sei im Zuge der konjunkturellen Erholung mit einem Anstieg der Unternehmensinsolvenzen zu rechnen, sagt Ökonom Torsten Schmidt vom Essener Forschungsinstitut RWI. Eine "übermäßige Welle an Unternehmensinsolvenzen" sei in dem Gutachten der Institute aber nicht unterstellt. Es zeige sich wohl ein "typisches Muster" im Zusammenhang mit solchen Krisen.

    10.24 Uhr: Macher der Luca-App stellen Programmcode online

    Die Entwickler der Luca-App haben den Quellcode ihres Systems zur Corona-Kontaktverfolgung vollständig unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht. Seit Mittwochabend ist der Code der beiden App-Versionen (Android und iOS) sowie des Backend-Systems auf der Plattform GitLab einsehbar. Er kann damit nun von unabhängigen Stellen überprüft werden. Man wolle eine transparente Analyse und Weiterentwicklung der Software ermöglichen, erklärte die Culture4life GmbH, das Unternehmen hinter dem Luca-System.

    10.21 Uhr: Montgomery kritisiert 7-Tage-Inzidenz als Auslöser für Notbremse

    Der Vorsitzende des Weltärztebundes hat sich angesichts der dritten Corona-Welle für eine Bundes-Notbremse ausgesprochen - eine Inzidenz von 100 als Auslöser aber kritisiert. "Wir brauchen einen Mix aus Werten", sagte Frank Ulrich Montgomery im Deutschlandfunk. "Wir brauchen eine Berücksichtigung der Inzidenz, die sagt uns, wo wir gerade stehen. Eine Berücksichtigung des R-Wertes, der sagt uns, wohin wir gerade gehen, und wir brauchen aber auch die Belegung der Intensivstationen". Zudem wünscht sich Montgomery auch die Einbeziehung von "Daten über Mobilität und Ähnliches, denn wir müssen Infektionen verhindern, indem wir Kontakte von Menschen verhindern."

    10.04 Uhr: Spahn erteilt Notfallzulassung von Curevac Absage

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erneuert sein Versprechen, allen Menschen in Deutschland bis zum Sommer ein Impfangebot machen zu können. Einer Notfallzulassung des Impfstoffs von Curevac erteilt er eine Absage. "Die Daten sind noch gar nicht da." Insofern könne man auch keine Notfallzulassung erteilen. Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, ist dieser Ansicht. Er sehe die Notwendigkeit einer Notfallzulassung nicht. Deutschland habe mit einer genauen Prüfung der Impfstoffe "den richtigen Weg gewählt".

    09.52 Uhr: Unternehmen planen Verfassungsklage: "Wir sind schlicht am Ende"

    Eine Gruppe von Händlern und Gastronomen will gegen die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes und der Einführung einer bundesweiten Corona-Notbremse klagen. "Die Regierung zwingt uns, weitere juristische Schritte zu unternehmen, weil wir schlicht am Ende sind", sagte Alexander von Preen, Vorstandschef des Sporthandelsverbunds Intersport, dem "Handelsblatt" vom Donnerstag. "Wir sind jetzt an dem Punkt, wo wir überlegen, die gesetzlichen Regelungen vom Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen", erklärte von Preen. Ziel sei eine Rücknahme des Lockdowns für den Handel oder eine Entschädigung für die erlittenen Verluste.

    09.16 Uhr: Spahn und Wieler zum Infektionsgeschehen - "Jeder Tag zählt"

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler mahnen mit Blick auf die aktuellen Zahlen zum Handeln. "Jeder Tag zählt gerade in dieser schwierigen Lage", sagt Spahn in Berlin. Die Zahl der Neuinfektionen sei nach wie vor zu hoch und steige sogar noch weiter. "Die Lage auf den Intensivstationen wird täglich kritischer." Er appelliere an die Bundesländer, umgehend weitere Einschränkungen zu verfügen und nicht bis Mitte nächster Woche zu warten, bis der Bundestag das neue Infektionsschutzgesetz mit der bundesweiten "Notbremse" beschlossen habe. "Impfen und Testen allein reichen nicht, um die dritte Welle zu brechen."

    Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, ruft zum Handeln auf. "Die Lage in den Krankenhäusern spitzt sich teilweise dramatisch zu." Es sei jetzt zwingend notwendig, die Kontakte weiter zu reduzieren. Die meisten Neuerkrankungen sei mittlerweile bei den 15- bis 49-Jährigen zu verzeichnen. Die besonders ansteckende Mutante B.1.1.7 habe einen Anteil von 90 Prozent erreicht. Es sei zwar positiv, dass mittlerweile 17 Prozent der Bundesbürger mindestens einmal geimpft seien. "Der Großteil der Bevölkerung ist eben nicht geimpft." Und sehr viele Menschen müssten noch monatelang auf ihre Impfung warten.

    Mehr dazu: "Wieler und Spahn mahnen zur Eile: "Wir müssen jetzt handeln""

    09.15 Uhr: Sputnik-Impfstoff wird in Südkorea produziert

    Russland will seinen Impfstoff "Sputnik V" von Biotech-Unternehmen in Südkorea produzieren lassen. Mit den Unternehmen GL Alpha und Isu Abxis sei dazu eine Vereinbarung unterzeichnet worden, teilt der Sputnik-V-Vertreiber RDIF mit. Dabei gehe es auch um den Transfer von Technologie. Der Beginn der Produktion in einer ersten Pilot-Anlage von Isu Abxis in der Stadt Yong-In sei bereits für Ende April geplant.

    09.04 Uhr: Schwesig: Nicht auf Bundesinfektionsschutzgesetz warten

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die laufenden Verhandlungen zum Infektionsschutzgesetz als zu langsam kritisiert. Ihr Bundesland diskutiere bereits über einen "harten Lockdown" und werde "nicht auf das Bundesgesetz warten können", sagte Schwesig im Fernsehsender "Welt". Es sei "unzumutbar", dass im Bund nun 14 Tage verhandelt werden solle. "Wir brauchen jetzt zügig Entscheidungen", sagte Schwesig. Zu den notwendigen Maßnahmen gehörten auch Ausgangsbeschränkungen.

    08.43 Uhr: Studie - Höhere Viruslast bei Patienten mit B.1.1.7

    Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 ist aktuellen Studien zufolge ansteckender als die ursprüngliche Form, unter Krankenhaus-Patienten führt sie aber nicht zu mehr Todesfällen. Zu diesem Schluss kommen Forscher in einer Studie, die am Dienstag in Fachmagazin "The Lancet Infectious Diseases" veröffentlicht wurde.

    In ihrer Studie untersuchten Forscher des University College London mit PCR-Tests die Viruslast von Infizierten im Krankenhaus und werteten die in diesem Zeitraum aufgetretenen schweren Verläufe und Todesfälle aus. Bei Infizierten mit der sogenannten britischen Variante stellten sie eine höhere Viruslast fest. Der Anteil der Patienten, die an Covid-19 starben, war jedoch bei der Variante nicht erhöht.

    Eine zweite in "The Lancet Public Health" veröffentlichte Studie wertete Symptome von Covid-Patienten aus, die diese über eine App des Gesundheitssystems meldeten. Diese Studie stellte keine signifikanten Unterschiede bei der Schwere der Symptome sowie bei nachweisbaren Langzeitwirkungen einer Infektion fest. Die Forscher wiesen jedoch für die britische Variante eine deutliche Erhöhung des R-Wertes nach, der die Entwicklung der Pandemie beschreibt. Das spricht ebenfalls für eine erhöhte Übertragbarkeit der Variante.

    08.34 Uhr: Griechenland hebt Quarantänepflicht für Touristen auf

    Für Touristen aus EU-Ländern soll von diesem Montag an die einwöchige Quarantänepflicht bei der Einreise nach Griechenland wegfallen. Dem Vorhaben der Regierung müsse am Freitag noch der Corona-Expertenstab zustimmen, berichtete am Donnerstag die Tageszeitung "Kathimerini". Voraussetzung sei, dass die Einreisenden entweder vollständig geimpft sind oder einen aktuellen, negativen PCR-Test vorweisen können. Auch wird ein Teil der Ankommenden weiterhin per Zufallsprinzip nochmal getestet. Im Land selbst müssen sich die Touristen dann an die geltenden Corona-Regeln halten, etwa die derzeit noch überall geltende Maskenpflicht.

    08.28 Uhr: Scholz verteidigt geplante Ausgangsbeschränkungen

    Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) verteidigt in der ARD die geplanten Ausgangsbeschränkungen. Sie seien lebensnah, es gebe Ausnahmen. "Das hat überall geholfen, in vielen Staaten der Welt ist das gemacht worden - und es hat die Inzidenzwerte nach unten gebracht." Oberhalb von 100 Infektionsfällen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche müsse etwas geschehen, um die Ausbreitung des Virus einzugrenzen. "Wir wollen strenge Regeln haben." Und sie sollten einheitlich im ganzen Land sein, das werde nächste Woche beschlossen.

    08.15 Uhr: Erstmals über 200.000 Neuinfektionen in Indien

    In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 200.739 Neuinfektionen - das sind erstmals mehr als 200.000 binnen 24 Stunden. Damit haben sich nachweislich mehr als 14,1 Millionen Menschen in Indien mit dem Coronavirus angesteckt. Nur die USA weisen mit mehr als 31,4 Millionen mehr Ansteckungsfälle auf. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus sei um 1.038 auf 173.123 gestiegen, teilt das Ministerium in Neu-Delhi mit.

    07.45 Uhr: Intensivmediziner mahnen: Handeln, nicht reden

    Intensivmediziner fordern zur Eindämmung der dritten Corona-Welle schnelles Handeln. "Wir können es uns nicht leisten, noch wochenlang zu diskutieren", warnte der wissenschaftliche Leiter des Intensivbettenregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Christian Karagiannidis, im heutigen "Tagesspiegel".

    Der frühere Präsident der Vereinigung, Uwe Janssens, sagte im Fernsehsender Phoenix: "Wir haben fünf nach zwölf, ihr müsst jetzt handeln, es muss jetzt eine Strategie verfolgt werden, die bundesweit einheitlich gilt." Wären die vor Wochen beschlossenen Maßnahmen flächendeckend umgesetzt worden, hätte man die aktuelle Entwicklung mit einem starken Anstieg der Infektionszahlen noch abschwächen können.

    Das Intensiv-Register verzeichnet täglich die Zahl der verfügbaren Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern. Seit Mitte März macht sich das verstärkte Infektionsgeschehen auch auf den Intensivstationen bemerkbar. Die Vereinigung erwartet, dass der bisherige Höchststand von etwa 6.000 Covid-19-Intensivpatienten noch im April wieder erreicht wird. Wenn das geplante Bundesgesetz erst Ende April beschlossen werde, werde die Patientenzahl auf 7000 steigen.

    07.20 Uhr: Weiter steigende Inzidenzen in Oberbayern

    Die Corona-Inzidenz in München ist erneut gestiegen. Aktuell meldet das Robert-Koch-Institut einen Wert von 154,3 (gestern:147,1). Weil der Wert schon seit Samstag durchgängig über 100 liegt, greift in der bayerischen Landeshauptstadt seit gestern wieder die "Notbremse". In ganz Oberbayern gibt es inzwischen keinen einzigen Landkreis mehr mit einer Inzidenz unter 100. Als letztes hat nun auch der Landkreis Starnberg diese Marke mit mit 114,1 (gestern 95,1) überschritten. Unterdessen steht der Landkreis Freising bereits kurz vor dem Wert 200 (aktuell 198,9).

    06.15 Uhr: Tokio: Olympia-Absage "eine Option"

    Weniger als 100 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Japan steht weiterhin eine Absage im Raum. Die Absage der diesjährigen Spiele sei eine Option, wenn die Coronavirus-Krise zu schlimm werde, sagt der Generalsekretär der Regierungspartei laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Die Olympia-Organisatoren reagierten nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme. Die Spiele sollen am 23. Juli beginnen.

    06.00 Uhr: Weniger Existenzgründungen im Corona-Krisenjahr 2020

    In der Corona-Krise haben viele Menschen ihre Pläne für eine berufliche Selbstständigkeit zunächst auf Eis gelegt. Nach Daten der staatlichen Förderbank KfW setzten im vergangenen Jahr 537.000 Menschen ihre Ideen zur Existenzgründung um. Das waren 68.000 oder gut 11 Prozent weniger als im Vorjahr.

    2019 war die Gründungstätigkeit gestiegen und hatten auf ein weiteres Plus im Jahr 2020 hoffen lassen. Doch die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen des wirtschaftlichen Lebens machten viele Pläne zunichte, wie aus einer Vorabauswertung des KfW-Gründungsmonitors hervorgeht.

    Die schlechtere Lage auf dem Arbeitsmarkt hat den Angaben zufolge allerdings nicht zu mehr Notgründungen geführt. Als Notgründer werden diejenigen bezeichnet, die sich mangels besserer Erwerbsalternativen selbstständig machen.

    05.00 Uhr: RKI meldet 29.426 Corona-Neuinfektionen

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 29.426 Neuinfektionen. Das sind 9019 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag auf 160,1 von 153,2. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 293 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 79.381. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,073 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

    Mittwoch, 14. April 2021

    21.30 Uhr: Freie Wähler kündigen Verfassungsbeschwerde gegen Bundes-Notbremse an

    Die Freien Wähler geben im Streit um die Bundes-Notbremse nicht auf: Die Bundesvereinigung kündigte am Mittwochabend an, per Verfassungsbeschwerde am Bundesverfassungsgericht gegen die geplante Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes vorgehen zu wollen. "Mit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die schwarz-rote Bundesregierung die Länder in ihren Kompetenzen beschneiden", sagte Parteichef Hubert Aiwanger, der in Bayern Wirtschaftsminister im Kabinett von Markus Söder (CSU) ist. Der Bund sei nicht die richtige Ebene, pragmatische und sinnvolle Entscheidungen anstelle der Länder zu treffen. Aus Sicht der Freien Wähler werde mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes das Subsidiaritätsprinzip ausgehebelt. Die Gesetzesnovelle, die derzeit in der parlamentarischen Beratung im Bundestag ist und anschließend auch noch durch den Bundesrat muss, sieht unter anderem bundeseinheitliche Vorgaben wie Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit einer hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen vor.

    20.50 Uhr: In England sollen flächendeckend "Long-Covid"-Zentren entstehen

    In England sollen flächendeckend Zentren zur Behandlung von Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung (Long Covid) geschaffen werden. Bis Ende des Monats solle es bereits 83 solcher Zentren in ganz England geben. Unter Long Covid oder Post Covid werden Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung verstanden, die auch Menschen mit zunächst nur leichten Symptomen betreffen können. Unter anderem gehören dazu Symptome wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Schmerzen in der Brust und Konzentrationsprobleme.

    20.25 Uhr: Sieben Millionen zusätzliche Impfdosen von Pfizer/Biontech für Italien

    Italien erwartet bis Ende Juni 7 Millionen zusätzliche Dosen des Impfstoffs von Biontech und Pfizer. Das gab Italiens Corona-Notfall-Kommissar Franceso Paolo Figliuolo bekannt. Die zusätzliche Lieferung stamme aus 50 Millionen Dosen, deren zusätzliche Lieferung in die Europäische Union Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch bekanntgegeben hatte.

    20.05 Uhr: Moderna rechnet vorerst nicht mit erheblicher Produktionsaufstockung

    Der US-Pharmakonzern Moderna geht nach eigenen Angaben nicht davon aus, die Produktion seines Corona-Impfstoffs in den kommenden Monaten deutlich beschleunigen zu können. Dies sei unwahrscheinlich, sagt Moderna-Chef Stephane Bancel während einer Schalte mit Investoren. Der Konzern erwarte aber, seine Herstellungskapazitäten im kommenden Jahr erheblich ausweiten zu können. 2021 sei Moderna weiter auf Kurs, zwischen 700 Millionen und eine Milliarde Dosen auszuliefern.

    19.35 Uhr: Sputnik V-Entwickler gehen davon aus, keine Blutgerinnsel zu verursachen

    Der Entwickler des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V hat am Mittwoch betont, dass sein Vakzin keine Blutgerinnsel verursache. "Eine umfassende Analyse der unerwünschten Ereignisse während der klinischen Studien und im Verlauf der Massenimpfungen mit dem Sputnik V-Impfstoff ergab, dass es keine Fälle von Hirnvenen- und Sinusthrombosen gab", erklärte das staatliche Gamaleja-Zentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie, das den Impfstoff entwickelt hatte. Sputnik V ist wie die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson ein Vektor-Impfstoff. Dennoch gebe es große Unterschiede, betonte das Zentrum.

    Nach Impfungen mit den Präparaten von Astrazeneca und Johnson & Johnson wurden vereinzelt schwere Blutgerinnsel-Fälle registriert. Danach wurden die Impfungen mit beiden Vakzinen in mehreren Ländern teilweise ausgesetzt oder ganz eingestellt. Sputnik V ist bislang noch nicht in der EU zugelassen.

    19.25 Uhr: Hausärzte-Chef beklagt strukturelle Bevorzugung von Impfzentren

    Der Vorsitzende des deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, hat eine Bevorzugung von Impfzentren gegenüber Arztpraxen bei Impfstoff-Lieferungen kritisiert. Hausärztinnen und Hausärzte hätten in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie diejenigen seien, "die beim Impftempo auf die Tube drücken", sagte Weigeldt der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstag). "Dass Impfzentren dennoch weiterhin strukturell bevorzugt werden, befremdet uns sehr."

    Hausärzte wüssten über die Krankheiten ihrer Patientinnen und Patienten Bescheid und könnten sachgerecht und sinnvoll priorisieren, erklärte er. Das sei weitaus zeitsparender, als Menschen erst in der Praxis ein Attest auszustellen, mit dem diese dann über ein Call-Center einen Termin in einem weit entfernten Impfzentrum vereinbaren müssten.

    19.15 Uhr: Brasilianische Virus-Variante P1 hat Mallorca erreicht

    Auf Mallorca ist nun auch erstmals die brasilianische Coronavirus-Variante P1 festgestellt worden. Das bestätigte der Chef der Mikrobiologie von Palmas Krankenhaus Son Espases, Antonio Oliver, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Die Mutation sei am Vortag bei einer routinemäßigen genaueren Untersuchung, der sogenannten Sequenzierung, eines positiven PCR-Tests vom 29. März entdeckt worden. In Deutschland hatte es erheblichen Ärger ausgelöst, dass Zehntausende Deutsche zum Osterurlaub auf die beliebte Ferieninsel im Mittelmeer gereist waren.

    Ende März sei es bei einer Sportveranstaltung auf der Insel und privaten Kontakten zu einem Infektionsherd gekommen, sagte Oliver. 49 Personen seien damals auf Corona getestet worden, neun davon positiv. Die Infizierten hätten keine oder nur leichte Krankheitssymptome aufgewiesen und einige von ihnen seien schon wieder gesundgeschrieben. Nun sollten auch die anderen acht positiven Tests daraufhin untersucht werden, ob es sich ebenfalls um P1 handelte.

    19.05 Uhr: Schweiz lotet Investition in Impfstoff-Produktion aus

    Die Schweiz sucht nach Wegen, um die Entwicklung und Produktion von Impfstoffen und Medikamenten gegen das Coronavirus im eigenen Land zu stärken. Die Regierung wolle damit sicherstellen, dass die gesamte Bevölkerung Zugang zu den Arzneien habe, wie Gesundheitsminister Alain Berset auf einer Pressekonferenz sagt. Der Auftragsfertiger Lonza produziert unter anderem in der Schweiz Schlüssel-Wirkstoffe für den Impfstoff von Moderna, bisher hat das Land aber nicht direkt in Produktionskapazitäten investiert. Dies könnte sich mit dem Vorstoß nun ändern.

    Die Regierung will zudem 100 Millionen Franken für den Kauf vielversprechender Medikamente gegen Covid einsetzen. Dazu gehören teure Antikörper-Therapien, mit denen Personen, die noch nicht geimpft sind, aber etwa mit Infizierten in einem Haushalt leben, vorbeugend behandelt werden können. Eines dieser Medikamente stammt vom US-Unternehmen Regeneron und dem Schweizer Roche-Konzern.

    18.00 Uhr: Italien setzt Verteilung von Johnson&Johnson-Vakzin aus

    Italien stoppt vorerst die Verteilung des Vakzins von Johnson & Johnson (J&J) nach dem Auftreten seltener Thrombosefälle. Die erste Lieferung des Mittels sei in Italien am Dienstag eingetroffen, die Dosen würden aber zunächst nicht an die regionalen Impfzentren weitergeleitet, teilt die zuständige Behörde mit. Nach Meldungen über Thrombosefälle hatten die US-Behörden am Dienstag empfohlen, das Vakzin in den Vereinigten Staaten vorerst nicht weiter einzusetzen. Daraufhin erklärte J&J, die Auslieferungen in Europa "proaktiv" zu verzögern. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA war schon zuvor Berichten über Thrombosefällen nachgegangen. Sie empfahl am Mittwoch, ungenutzte Dosen zu lagern, bis sie entschieden hat, ob regulatorische Maßnahmen nötig sind.

    17.50 Uhr: NRW sieht keine Probleme mit Biontech-Zweitimpfungen

    Nordrhein-Westfalen sieht keine Probleme mit der nötigen Umstellung der Zweitimpfung von Astrazeneca-Erstimpflingen auf Biontech oder Moderna. "In NRW gibt es keinen Impfstopp wie in Brandenburg", teilt ein Sprecher des Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. Da Astrazeneca zukünftig nur noch an die Hausarztpraxen geliefert werde und das Land keine Lieferung dieses Impfstoffes mehr erwarte, liege der Fokus der Impfungen in Nordrhein-Westfalen ohnehin auf Biontech und Moderna. "Die Zweitimpfungen bei Astrazeneca können nach jetzigem Planungsstand mit einem mRNA-Impfstoff ersetzt werden." Die Termine für Biontech-Erstimpfungen, insbesondere der Personengruppen Ü70, könnten daher beibehalten werden.

    17.32 Uhr: Mehrere EU-Länder impfen vorerst nicht mit Johnson & Johnson

    Die Niederlande, Schweden und Dänemark werden den Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson vorerst nicht anwenden. Zunächst müsse mehr über mögliche Thrombosen bekannt sein, teilte der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Mittwoch in Den Haag mit. Die USA hatten zuvor die Impfung mit dem Präparat nach einigen Fällen von Blutgerinnseln in Hirnvenen ausgesetzt. Der Hersteller hatte auch EU-Staaten empfohlen, bereits gelieferte Dosen nicht zu nutzen.

    16.56 Uhr: Söder hält Bundes-Notbremse für nicht ausreichend

    Zur Eindämmung der dritten Corona-Welle reicht nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die geplante Bundes-Notbremse nicht aus. "Wir halten es für richtig, dass auf Bundesebene diese Notbremse fest verankert wird. Allein das wird es aber noch nicht helfen, wir müssen uns mehr überlegen", sagte der CSU-Chef am Mittwoch im bayerischen Landtag. Notwendig sei etwa ein moderneres und flexibleres Impfkonzept, um die Geschwindigkeit durch einen Bürokratieabbau zu erhöhen und "vor allem um zu flexibilisieren".

    15.33 Uhr: Zahl der Ausbildungsverträge im Corona-Jahr 2020 um fast zehn Prozent gesunken

    Die Berufsausbildung in Deutschlands Betrieben hat in der Corona-Krise stark gelitten: Im vergangenen Jahr wurden 9,4 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung abgeschlossen als 2019. Die Zahlen seien zwar seit Jahren tendenziell rückläufig, erklärte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch - der Einbruch im vergangenen Jahr war aber "in seiner Höhe bislang einzigartig".

    Rund 465.200 junge Männer und Frauen schlossen 2020 einen Ausbildungsvertrag ab - zwei Drittel waren Männer, ein Drittel Frauen, wie die Statistiker weiter mitteilten. Bei den Frauen ging die Zahl der Verträge im Vergleich zu 2019 mit 10,2 Prozent etwas stärker zurück als bei den Männern mit 8,9 Prozent.

    15.28 Uhr: Weltbevölkerungsbericht prangert Zunahme von sexueller Gewalt in Corona-Krise an

    Gewalt gegen Frauen hat laut dem Weltbevölkerungsbericht in der Corona-Pandemie dramatisch zugenommen. Vor allem geschlossene Schulen aufgrund der Corona-Pandemie hätten eine "Gewaltspirale" in Gang gesetzt, von der besonders Frauen und Mädchen betroffen seien, sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) bei der Vorstellung des Berichts am Mittwoch in Berlin.

    14.29 Uhr: Dänemark stellt Astrazeneca-Impfungen dauerhaft ein

    Dänemark wird als erstes Land den Corona-Impfstoff von Astrazeneca gar nicht mehr verwenden. Das Impfprogramm werde ohne das Mittel fortgeführt, teilte die dänische Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit. Zuerst hatte der Sender TV 2 von entsprechenden Plänen berichtet. Damit dürfte sich der Impfplan um einige Wochen verzögern. Dänemark schloss nicht aus, das Vakzin zu einem späteren Zeitpunkt wieder einzusetzen.

    Hintergrund sind Berichte über einen etwaigen Zusammenhang zwischen dem Mittel und sehr seltenen Thrombosen. Dänemark hatte im März als erstes Land die Verwendung von Astrazeneca ausgesetzt. Dort wird gegenwärtig auch nicht mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft, ebenfalls wegen Berichten über ein Auftreten von seltenen Thrombosen auch bei diesem Mittel.

    13.43 Uhr: Zusätzliche 50 Millionen Dosen Biontech für Europa

    Die Hersteller Biontech und Pfizer liefern der Europäischen Union im zweiten Quartal 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff mehr als ursprünglich geplant. Die Unternehmen hätten zugesagt, die für das vierte Quartal vorgesehenen Dosen bereits ab Ende April zu liefern, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen soeben in Brüssel. Die gesamte Liefermenge von Biontech/Pfizer für das zweite Quartal steigt demnach auf 250 Millionen Dosen.

    Die Lieferung werde nach Bevölkerungsanteil auf die 27 EU-Staaten verteilt, fügte sie hinzu. Dieser liegt für Deutschland bei 18,6 Prozent. Von der zusätzlichen Lieferung kann die Bundesrepublik also rechnerisch gut neun Millionen Dosen erwarten. Dies könnte mögliche Ausfälle beim Impfstoff von Johnson & Johnson zum Teil wettmachen. Der US-Hersteller hatte seine Auslieferung an die EU-Staaten am Dienstag verschoben. Hintergrund sind Berichte über Sinusvenenthrombosen.

    13.40 Uhr: Putin erhält zweite Corona-Impfung

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach eigenen Angaben seine zweite Corona-Impfung bekommen. "Jetzt gerade, bevor ich diese Halle betreten habe, habe ich auch die zweite Spritze bekommen", sagte er bei einem Treffen der Russischen Geografischen Gesellschaft, dem er per Videoverbindung zugeschaltet war. Die Öffentlichkeit konnte die Impfung nicht sehen. Auch welcher Impfstoff ihm verabreicht wurde, teilt der Kreml nicht mit.

    Drei sind in Russland zugelassen: Sputnik V, Epivaccorona und Covivac. Sie alle wurden im Land entwickelt und zugelassen, bevor breite Studien mit ihnen durchgeführt wurden, die Experten zufolge erforderlich sind, um entsprechend der üblichen wissenschaftlichen Vorgaben ihre Sicherheit und Wirksamkeit zu testen.

    13.25 Uhr: Lehrerverband verteidigt Schnelltests in Schulen

    Der Deutsche Lehrerverband hat Corona-Schnelltests an Schulen trotz Zweifeln an ihrer Zuverlässigkeit verteidigt. "Uns war allen klar, dass Schnelltests und gerade auch die Selbsttests nicht so zuverlässig sind wie etwa PCR-Tests", sagte Lehrerpräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe laut Mitteilung vom Mittwoch. Das entwerte aber nicht die "Sinnhaftigkeit einer Testpflicht an Schulen als ein zusätzlicher Baustein für mehr Gesundheitsschutz."

    Schnelltests dürften wegen ihrer begrenzten Aussagekraft jedoch nicht dazu führen, dass andere Gesundheitsschutzmaßnahmen vernachlässigt würden. Meidinger kritisierte, dass das Bundeskabinett in seinem Beschluss zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes am Dienstag die Inzidenz für die Notbremse an Schulen bei 200 ansetzte.

    13.10 Uhr: Studie: Dunkelziffer in Tirschenreuth 2020 bei 80 Prozent

    Die Dunkelziffer der Sars-CoV-2-Infizierten im Landkreis Tirschenreuth lag in der ersten Jahreshälfte 2020 bei 80 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie, die im vergangenen Frühjahr im damaligen Corona-Hotspot Tirschenreuth gestartet worden war. Demnach kamen auf eine Person, bei der eine Infektion mittels Test registriert worden war, vier Personen, die Antikörper aufwiesen und somit infiziert waren, ohne es gewusst zu haben. Mit 92 Prozent war die Dunkelziffer in der Altersgruppe der 14- bis 20-Jährigen am höchsten.

    Per Zufallsprinzip waren für die Studie 6600 Menschen ab 14 Jahren ausgewählt und um Teilnahme gebeten worden, 4200 von ihnen hätten mitgemacht, teilten die Studienleiter mit. Die Studie läuft noch, weitere Ergebnisse stehen aus.

    13.00 Uhr: Medienberichte: Dänemark listet Astrazeneca aus

    Dänemark will Medienberichten zufolge vollständig auf den Corona-Impfstoff von Astrazeneca verzichten. Wie die Zeitung Politiken, der Sender TV2 und weitere dänische Medien unter Berufung auf informierte Kreise berichteten, wird der Einsatz des Präparats komplett aus der Impfkampagne gestrichen. Das wird den Impfkalender demnach um einige Wochen zurückwerfen. Die Gesundheits- und Arzneimittelbehörden haben für den Nachmittag zu einer Pressekonferenz eingeladen.

    12.40 Uhr: Polen verlängert seine Corona-Beschränkungen

    Polen hat seine Corona-Beschränkungen bis mindestens zum 25. April ausgedehnt. Ziel sei es, die Belastung der Krankenhäuser deutlich zu verringern, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski in Warschau. Damit bleiben Hotels, Gaststätten und die meisten Geschäfte - bis auf die in Deutschland bekannten Ausnahmen - geschlossen; lediglich Kitas und Kindergärten dürfen wieder öffnen und Sport im Außenbereich ist wieder erlaubt.

    Nach Angaben des Ministeriums werden derzeit landesweit mehr als 33.900 Covid-Patienten in den Kliniken behandelt. Mehr als 3400 von ihnen müssen künstlich beatmet werden. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

    12.25 Uhr: Aerosolforscher halten Ausgangsbeschränkungen für kontraproduktiv

    Joggen mit Maske, gesperrte Parks oder ein Verbot, abends noch auf einen Spaziergang oder eine Zigarette aus einer möglicherweise beengten Wohnung heraus an die frische Luft zu gehen: für den Aerosol-Forscher Gerhard Scheuch sind das "absurde Maßnahmen". Nicht zuletzt die mit der geplanten Bundes-Notbremse verbundenen Ausgehverbote zwischen 21 und 5.00 Uhr seien aus fachlicher Sicht kontraproduktiv, so der Ex-Präsident der internationalen Gesellschaft für Aerosolforschung in WDR 5: Damit würde man Menschen in die aus infektiologischer Sicht viel gefährlicheren Innenräume treiben. "Wenn wir Ausgangssperren verhängen, dann suggerieren wir der Bevölkerung: Achtung! Draußen ist es gefährlich. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn die Leute in Innenräumen bleiben, dann ist es gefährlich."

    Führende Aerosol-Forscher aus Deutschland hatten deswegen bereits in einem Offenen Brief an die Bundesregierung und die Landesregierungen einen Kurswechsel gefordert. An die BürgerInnen gewandt bringt Scheuch seine Gefahreneinschätzung so auf den Punkt: Wer drinnen unbedingt andere Leute treffen muss, soll die Zahl stark begrenzen und die Zusammenkünfte kurz halten. "Jede Stunde länger treffen zusammen in Innenräumen ist ganz, ganz gefährlich."

    12.12 Uhr: Mehr Langzeitarbeitslose in Deutschland

    Mit der Covid-19-Pandemie ist die Zahl langzeitarbeitsloser Hartz-IV-Empfänger deutlich gestiegen. Das schreibt die Bundesregierung in einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Demnach gab es laut Daten der Bundesagentur für Arbeit im Dezember 2019, also kurz vor Beginn der Pandemie, rund 592.000 Langzeitarbeitslose. Bis August 2020 ist deren Zahl auf rund 721.000 gestiegen. Derzeit lassen sich laut Bundesregierung aber keine Prognosen zur weiteren Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit abgeben.

    12.00 Uhr: OECD mahnt Investitionen in deutsche Infrastruktur an

    Angesichts der Corona-Pandemie und ihrer dramatischen Folgen ruft die Industriestaatenorganisation OECD dazu auf, Volkswirtschaften "neu zu erfinden" und damit krisenfester zu machen. "Die Regierungen müssen jetzt handeln", forderte OECD-Generalsekretär Angel Gurria heute bei einer Online-Konferenz in Paris. Die wirtschaftliche Aufschwung nach der Krise müsse vorbereitet werden.

    Ausdrücklich erwähnt wird das Mitgliedsland Deutschland. Sorgen bereitet der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Infrastruktur im Land. Hier müsse mehr investiert werden, beispielsweise in Breitbandnetze für die Telekommunikation. Die Corona-Krise werde die Digitalisierung beschleunigen. Zudem forderte Gurria, im Kampf gegen die Umweltkrise CO2-Emissionen höher zu besteuern.

    11.43 Uhr: SPD will Sport im Freien von Ausgangsbeschränkungen ausnehmen

    Die SPD im Bundestag will Sport im Freien und kontaktlosen Sport für Kinder von der geplanten Corona-Notbremse des Bundes ausnehmen. Ausnahmen bei den Ausgangsbeschränkungen für Sport im Außenbereich seien zwingend, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider in Berlin. Kindern solle zudem kontaktloser Sport ermöglicht werden.

    Andernfalls drohe eine Eskalation der sozialen Situation bei denjenigen, die in beengten Verhältnissen leben. "Die erste Welle war eine Ischgl-Welle, und die zweite und dritte Welle ist eine Welle in den sozialen Brennpunkten."

    11.09 Uhr: Gesundheitsministerium weist Kritik an Impfstoffverteilung zurück

    Das Bundesgesundheitsministerium hat Kritik der Kassenärzte an der Verteilung von Corona-Impfstoffen zurückgewiesen. "Anders als von manchem behauptet, werden die Impfstoff-Lieferungen an die Arztpraxen nicht halbiert", teilte ein Sprecher mit. Die Impfstoffmenge steigere sich vielmehr stetig. "Außerdem war immer klar, dass nach zwei Wochen die Praxen Impfstoffe unterschiedlicher Hersteller bekommen."

    Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Andreas Gassen hatte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" gesagt, den Praxen würden in den kommenden Wochen viel weniger Biontech-Dosen zugewiesen als versprochen, weil der Impfstoff offensichtlich vorrangig an die Impfzentren gehe. "Die Zuteilung für die Hausärzte wurde halbiert. Daher wächst bei den niedergelassenen Ärzten die Sorge, dass sie in den kommenden Wochen eher weniger als mehr am Impfgeschehen teilhaben können."

    Einer Übersicht des Ministeriums vom Montag zufolge gehen in der laufenden Woche rund eine Million Biontech-Dosen an die Arztpraxen, in der kommenden Woche sollen es rund 462.000 Dosen Biontech und gut 554.000 Dosen Astrazeneca sein, in der letzten Aprilwoche dann 1,16 Million Dosen Biontech und 343.000 Dosen Astrazeneca. Daten für Mai liegen bisher öffentlich nicht vor.

    10.54 Uhr: SPD will "Aufhol-Paket" für Kinder

    Die SPD will im Nachtragshaushalt des Bundes für 2021 zusätzliche Ausgaben von zwei Milliarden Euro für Kinder und Jugendliche durchsetzen. Der Parlamentarische Geschäftsführer Carsten Schneider sprach von einem "Corona-Aufhol-Paket", das seine Fraktion zuvor für die Bereiche der frühkindlichen und schulischen Bildung sowie der Kinder- und Jugendhilfe beschlossen hatte. Dabei gehe es unter anderem um zusätzlichen Nachhilfeunterricht. "Das ist eine klare Hausnummer. Das wollen wir im Nachtragshaushalt verändern."

    10.30 Uhr: Höchststand an Neuinfektionen in Thailand

    Thailand befürchtet einen größeren Corona-Ausbruch, nachdem die Behörden erneut eine Rekordzahl an Neuinfektionen verzeichnet haben. Innerhalb von 24 Stunden seien 1335 neue Fälle registriert worden, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, teilte die Regierung am mit. Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha ordnete an, dass alle Beamten soweit wie möglich im Homeoffice arbeiten sollen. Dem Privatsektor wurde empfohlen, ebenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

    In Dutzenden Provinzen wurden zudem Reisebeschränkungen verhängt. Die Regierung befürchtet, dass sich das Virus durch das traditionelle Neujahrsfest Songkran, das am Dienstag begonnen hatte und die ganze Woche dauert, weiter ausbreitet.

    09.45 Uhr: Scholz verteidigt bundesweite Corona-Notbremse

    Vizekanzler Olaf Scholz hat die bundesweite Corona-Notbremse gegen Kritik verteidigt. "Unverantwortlich wäre es jetzt, eine ganz lange wissenschaftliche Debatte darüber zu führen, was man alles auch anders machen könnte, ohne zu handeln", sagte der SPD-Politiker der "Saarbrücker Zeitung". "Wir können jetzt nicht Doktorarbeiten und Habilitationen schreiben. Wir müssen die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger schützen."

    08.37 Uhr: CCC: "Keine Steuermittel mehr für Luca-App"

    Die europäische Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC) hat gefordert, keine Steuermittel mehr für die Luca-App zur Corona-Kontaktnachverfolgung auszugeben. Club-Sprecher Linus Neumann verwies auf eine "nicht abreißende Serie von Sicherheitsproblemen" bei dem Luca-System. Zuvor hatten Datenschutz-Aktivisten auf Schwachstellen bei den Luca-Schlüsselanhängern verwiesen, die für Menschen ohne Smartphone gedacht sind.

    08.32 Uh: Zahl der neuen Azubis stark eingebrochen

    Im Corona-Jahr 2020 haben so wenige Menschen in Deutschland eine Ausbildung begonnen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge brach nach vorläufigen Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent auf 465.200 ein, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Als Grund nannten die Statistiker den Effekt der Corona-Krise auf den Ausbildungsmarkt.

    08.04 Uhr: Marburger Bund warnt vor Triage in Kliniken

    Der Marburger Bund warnt vor einem zu späten Greifen der Corona-Notbremse und damit vor Triage in den Kliniken. "Die Notbremse kommt ohnehin zu spät", sagte die Vorsitzende des Ärzteverbandes, Susanne Johna, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Bei noch längerem Warten drohe eine Überlastung der Intensivstationen. Dann könne eine Triage nötig werden. "Wenn wir jetzt nicht sofort auf die Bremse treten, dann läuft die Entwicklung endgültig aus dem Ruder und die Ärzte müssen entscheiden, welche Patienten sie noch aufnehmen und welche nicht", mahnte Johna. Die Regierung hatte geplant, die parlamentarischen Beratungen über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes mit der bundeseinheitlichen Corona-Notbremse noch in dieser Woche abzuschließen. Der erforderlichen Fristverkürzung stimmte die Opposition aber nicht zu. Deshalb sollen die Beratungen erst in der kommenden Woche aufgenommen werden.

    07.13 Uhr: Experten: Impfstoff-Typ könnte Ursache für Nebenwirkungen sein

    Die seltenen schweren Nebenwirkungen nach der Impfung mit den Präparaten von AstraZeneca und Johnson & Johnson hängen deutschen Experten zufolge möglicherweise mit dem speziellen Typ dieser Impfstoffe zusammen. "Die Tatsache, dass beide Impfstoffe auf dem gleichen Prinzip beruhen und die gleichen Probleme verursachen, spricht meines Erachtens eher dafür, dass der Vektor selbst die Ursache ist", sagte Johannes Oldenburg vom Universitätsklinikum Bonn der Nachrichtenagentur dpa. Allerdings sei das zum gegenwärtigen Zeitpunkt spekulativ.

    07.00 Uhr: Mehr als 184.000 Neuinfektionen in Indien

    Indien verzeichnet mit 184.372 bestätigten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden erneut einen weltweiten Höchstwert. Damit haben sich nun rund 13,9 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus angesteckt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. 1027 weitere Menschen starben mit oder an dem Virus. Insgesamt sind es damit 172.085.Indien weist nach den USA die höchste Infektionszahl weltweit auf. Seit vergangener Woche meldet das Gesundheitsministerium jeden Tag mehr als 100.000 Neuinfektionen. Die Dunkelziffer dürfte Experten zufolge in dem Land mit seinen 1,35 Milliarden Einwohnern aber deutlich höher liegen.

    06.30 Uhr: Auch Berliner Verfassungsschutz beobachtet Protestbewegung

    Auch in Berlin werden nun Teile der Corona-Protestbewegung vom Verfassungsschutz beobachtet und als Verdachtsfall geführt. Das erfuhr das ARD-Hauptstadtstudio aus Sicherheitskreisen. Demnach gibt es offenbar hinreichend gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass es sich um verfassungsfeindliche Bestrebungen handeln könnte. Den Recherchen zufolge geht es insbesondere um die Anhänger der Bewegung, die Verschwörungsmythen und Hetze verbreiten. Die Corona-Protestbewegung wird bereits in Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg beobachtet.

    05.07 Uhr: RKI meldet 21.683 Neuinfektionen

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.683 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 342 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Mittwochmorgen hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9677 Neuinfektionen und 298 Todesfälle verzeichnet.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag nach Angaben des RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 153,2. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 140,9 an, vor einer Woche lag sie bei 110,1.

    Die Beurteilung des Infektionsgeschehens ist aufgrund der zurückliegenden Ferien und der Osterfeiertage noch immer schwierig. "Wir müssen wahrscheinlich bis Ende dieser Woche warten, um wieder realistische Zahlen zu sehen", sagte der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charite dem NDR.

    04.00 Uhr: Immunologen warnen vor Scheitern deutscher Impfstrategie

    Nach dem Stopp der Impfungen von Johnson & Johnson (J&J) in den USA fordern deutsche Immunologen von der Bundesregierung eine schnelle Nachbestellungen von mRNA-Impfstoffen - notfalls im nationalen Alleingang. "Wenn es sich bewahrheitet, dass die Nebenwirkungen ähnlich häufig sind, wäre die Konsequenz, dass wir in Deutschland auch den Impfstoff von J&J ebenso wie AstraZeneca nicht für die unter 60-Jährigen verwenden sollten", sagt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, der Zeitung "Augsburger Allgemeinen".

    Hirnvenenthrombosen scheinen seiner Ansicht nach eine generelle Nebenwirkung der Vektorimpfstoffe zu sein. Für die Impfung der unter 60-Jährigen stehe jedoch bis Herbst nicht ausreichend mRNA-Impfstoff zur Verfügung, was mangels Herdenimmunität eine vierte Pandemie-Welle auslösen könnte. Deswegen müsse die Bundesregierung sowohl mit BioNTech als auch mit Curevac in neue Verhandlungen treten und mehr Impfdosen für Deutschland sichern. "Deutschland sollte hier einen Alleingang wagen, da es über die EU zu lange dauert und jetzt viele andere Länder ähnlich aktiv werden."

    03.43 Uhr: Türkei verschärft Corona-Beschränkungen

    Die Türkei verschärft angesichts steigender Infektionszahlen die Corona-Beschränkungen während des Fastenmonats Ramadan. Die nächtliche Ausgangssperre beginne nun zwei Stunden früher um 19.00 Uhr, erklärte Präsident Erdogan nach einer Kabinettssitzung. Restaurants und Cafés, die vergangenen Monat teilweise wieder öffnen durften, müssten schließen. Für weite Teile des Landes gelten zudem Wochenend-Lockdowns. Öffentliche Verkehrsmittel dürfen nur noch von Menschen über 65 und unter 20 Jahren genutzt werden. Das Land mit seinen 84 Millionen Einwohnern befindet sich derzeit inmitten einer dritten Corona-Welle. Am Dienstag wurden mit 59.187 Neuinfektionen und 273 Todesfälle neue Höchststände gemeldet.

    03.14 Uhr: Italien gibt Garantie für Fans im Stadion bei der Fußball-EM

    Die italienische Regierung hat EM-Spielen vor Fans in der Hauptstadt Rom in diesem Sommer zugestimmt. Die vier Partien im Stadio Olimpico können mit einer Zuschauer-Auslastung von mindestens 25 Prozent stattfinden, wie Italiens Fußball-Verband FIGC mitteilte. In Italien finden nach dem Eröffnungsspiel zwischen Italien und der Türkei am 11. Juni die zwei weiteren Gruppenspiele der Squadra Azzurra und ein Viertelfinale statt. Der Kontinentalverband UEFA hatte Rom, München, Bilbao und Dublin eine Frist bis zum kommenden Montag gesetzt, um weitere Informationen zur Zulassung von Zuschauern zu liefern. Dann entscheidet das UEFA-Exekutivkomitee über die Zahl der Gastgeber des Turniers vom 11. Juni bis 11. Juli.

    01.48 Uhr: Moderna stuft Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs herab

    Das US-Pharmaunternehmen Moderna hat die Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs leicht herabgestuft. Der Impfstoff schütze zu 90 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung und zu 95 Prozent vor einem schweren Verlauf, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. In einem im Dezember im "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Artikel hatte Moderna die Wirksamkeit noch mit 94,1 Prozent angegeben.

    Die neuen Ergebnisse stammen aus der laufenden dritten Phase einer klinischen Studie mit mehr als 30.000 Menschen in den USA. Den Grund für die gesunkene Wirksamkeit nannte das Unternehmen nicht, sie könnte jedoch auf die inzwischen zirkulierenden neuen Virusvarianten zurückzuführen sein.

    Moderna arbeitet derzeit an zwei speziell gegen diese Corona-Mutanten wirkenden Versionen des Impfstoffs. Erste Ergebnisse aus Versuchen an Mäusen sind dem Unternehmen zufolge vielversprechend. "Die neuen präklinischen Daten zu unseren variantenspezifischen Impfstoffkandidaten stimmen uns zuversichtlich, dass wir aufkommende Varianten proaktiv angehen können", sagte Geschäftsführer Stéphane Bancel.

    Das US-Pharmaunternehmen hat nach eigenen Angaben bislang (Stand 12. April) 132 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs weltweit ausgeliefert, rund 117 Millionen Dosen davon gingen an die USA.

    01.00 Uhr: Kassenärzte warnen vor Stocken der Impfkampagne

    Die niedergelassenen Ärzte kritisieren eine Benachteiligung gegenüber Impfzentren in der Corona-Impfkampagne. "Den Praxen werden in den kommenden Wochen viel weniger Biontech-Dosen zugewiesen als versprochen, weil der Impfstoff offensichtlich vorrangig an die Impfzentren geht", sagte Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Die Zuteilung für die Hausärzte wurde halbiert. Daher wächst bei den niedergelassenen Ärzten die Sorge, dass sie in den kommenden Wochen eher weniger als mehr am Impfgeschehen teilhaben können."

    Zwar erhalten die Arztpraxen den Angaben zufolge als Ausgleich für Biontech-Kürzungen mehr Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs. "Aber das wird so nicht aufgehen", warnte Gassen. "Wenn die Impfzentren komplett den vergleichsweise unproblematischen Impfstoff erhalten, die Praxen aber den umstrittenen, der zumal den unter 60-Jährigen nicht gespritzt werden darf, wird die Impfkampagne massiv ins Stocken geraten. Das darf nicht passieren!"

    Wenn Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) seine Zuteilungsstrategie nicht wieder ändere, gerate die Herdenimmunität in weite Ferne, so der KBV-Chef. Die Lieferreduzierungen in dieser und der kommenden Woche ließen "das Schlimmste befürchten". Dabei könnten die Praxen bis zu fünf Millionen Menschen pro Woche impfen. "Rund 75.000 Arztpraxen stehen dafür bereit. Erhalten die Praxen genug Impfstoff, könnten wir schon im Juni die Herdenimmunität erreicht haben.»"

    Dienstag, der 14. April 2021

    23.26 Uhr: Überwiegend jüngere Menschen auf Intensivstationen in Brasilien

    In Brasilien sind zunehmend jüngere Menschen von einem schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung betroffen. Im März lagen auf den Intensivstationen überwiegend Patienten, die 40 Jahre oder jünger waren, wie aus Krankenhausdaten hervorgeht. Insgesamt 52 Prozent der Betten waren demnach mit Menschen aus dieser Gruppe belegt. Der Grund für den Anstieg ist nicht klar. Wissenschaftler halten es für möglich, das die brasilianische Virus-Mutation ein Grund sein könnte. Andere Faktoren könnten sein, dass bislang vornehmlich Ältere geimpft wurden oder dass Jüngere sich teils womöglich sorgloser verhalten. Die Daten aus mehr als einem Drittel aller Intensivstationen des Landes wurden von der Brasilianischen Intensivmediziner-Vereinigung ausgewertet.

    23.01 Uhr: Pfizer liefert bis Ende Mai zehn Prozent mehr an die USA

    Pfizer hat die Produktion seines Corona-Impfstoffs hochgefahren und stellt die Auslieferung von zehn Prozent mehr Dosen an die USA bis Ende Mai in Aussicht. Das teilt Pfizer-Chef Albert Bourla in einem Tweet mit. Pfizer werde alle 300 Millionen Dosen zwei Wochen früher liefern als erwartet. Das Vakzin wurde gemeinsam mit der deutschen Firma BioNTech entwickelt.

    22.30 Uhr: EMA prüft weiter Sicherheit von J&J-Impfstoff

    Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA prüft eigenen Angaben zufolge nach dem Auftreten von seltenen Thrombosefällen weiterhin die Sicherheit des Impfstoffs von Johnson & Johnson (J&J). Es sei nicht klar, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Vakzin des US-Pharmakonzerns und Blutgerinnseln gebe, teilt die Behörde mit. Die EMA wolle sich dazu wieder äußern, wenn die Bewertungen abgeschlossen seien. Der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge äußert die Erwartung, dass die EMA am Mittwoch dazu Stellung beziehen werde.

    21.40 Uhr: Zweitimpfung nach Astrazeneca mit mRNA-Impfstoff

    Mit einer ersten Astrazeneca-Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren sollen für die zweite Impfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstag einstimmig geeinigt.

    Die Minister folgen damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April. Bei den Beratungen, an denen auch Stiko-Chef Thomas Mertens teilgenommen hatte, sei klar geworden, dass die Zweitimpfung durch einen mRNA-Imfpstoff, also das Präparat von Biontech/Pfizer oder Moderna, eine gute Basis sei, um die Menschen wirksam zu schützen, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München.

    Konkret empfiehlt der Beschluss für Personen unter 60 Jahren eine Zweitimpfung zwölf Wochen nach der Erstimpfung. Nur in Einzelfällen und nach einer individuellen Risikoanalyse mit einem Arzt könne auch Astrazeneca bei der Zweitimpfung verwendet werden.

    21.24 Uhr: Südafrika pausiert Impfungen mit Johnson-&-Johnson-Vakzin

    Als Vorsichtsmaßnahme pausiert auch Südafrika die Impfungen mit dem Corona-Vakzin von Johnson & Johnson. Gesundheitsminister Zweli Mkhize rechnete damit, dass sich die Fragen im Hintergrund innerhalb weniger Tage klären, wie er am Dienstag sagte. Das Land hat bislang etwa 289.000 Menschen mit dem Mittel geimpft, Berichte über Blutgerinnsel gab es bislang nicht.

    Zwei US-Behörden hatten wegen Berichten über möglicherweise gefährliche Blutgerinnsel einen vorläufigen Stopp der Verwendung des Coronavirus-Impfstoffs empfohlen. Johnson & Johnson teilte am Dienstag mit, man verschiebe angesichts dessen die Lieferungen in Europa.

    21.00 Uhr: Lockdown in den Niederlanden wird verlängert

    Auch nach vier Monaten Lockdown wird es in den Niederlanden vorerst keine Lockerung der Corona-Beschränkungen geben. Stattdessen werden die Maßnahmen bis mindestens Ende April verlängert, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstag in Den Haag mitteilte. Eine Lockerung zum jetzigen Zeitpunkt sei "unverantwortlich". Die Lage sei nach wie vor alarmierend und so akut wie während der ersten Welle vor einem Jahr, warnte Rutte. "Jeder sieht, dass die Lage in den Krankenhäusern sehr schlecht ist."

    20.02 Uhr: Notbremse reicht nicht, so Virologe Drosten

    Wegen der Lage auf den Intensivstationen erwartet der Virologe Christian Drosten, dass zusätzlich zur geplanten bundesweiten Corona-Notbremse weitere Maßnahmen nötig sein werden. "Ich denke, dass man anhand der sich jetzt einstellenden Situation in den Krankenhäusern auch noch mal anders reagieren muss", sagte der Corona-Experte von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info. Dies müsse sicherlich in "allernächster Zeit" geschehen.

    Über die eingeschränkte Aussagekraft der Corona-Meldezahlen nach Ostern sagte Drosten: "Wir müssen wahrscheinlich bis Ende dieser Woche warten, um wieder realistische Zahlen zu sehen." Er befürchte, dass man dann wieder in einem Bereich zwischen 20.000 und 30.000 täglich gemeldeten Neuinfektionen landen werde. Durch die Osterferien sieht der Virologe allerdings für die Schulen zunächst einen "nachhaltigen Entschleunigungseffekt".

    19.25 Uhr: Kassenärzte besorgt über Ausfall von Johnson & Johnson

    Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat besorgt auf die Ankündigung des Impfstoffherstellers Johnson & Johnson reagiert, Europa vorerst nicht mit Impfstoff zu beliefern. "Das Ganze ist natürlich nicht gerade förderlich für das schnelle Fortschreiten der Impfkampagne", sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Welche Auswirkungen der angekündigte Exportstopp nach Europa haben wird, muss sich zeigen. Wir kennen ja noch nicht die Details."

    Die KBV organisiert die Impfkampagne der Hausärzte in Deutschland. Gassen reagierte auf die Ankündigung von Johnson & Johnson, wegen möglicher Nebenwirkungen die geplanten Lieferungen an Europa aufzuschieben. Die EU-Kommission hatte bis Ende Juni europaweit mit 55 Millionen Dosen des J&J-Impfstoffs gerechnet. Gut zehn Millionen Dosen sollten nach Deutschland gehen.

    18.56 Uhr: Ostfriesische Inseln legen Konzept für dauerhafte Öffnung vor

    Die Vorschläge zielen auf eine dauerhafte Öffnung des Tourismus bei gleichzeitiger Kontrolle des Infektionsgeschehens, hieß es in einer Pressemitteilung am Dienstag. Es beinhaltet alle touristischen Beherbergungs- sowie Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe und Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

    Im Zentrum der Öffnungsstrategie steht ein Testkonzept, das neben den Gästen auch die Insulaner und Beschäftigten im Tourismus berücksichtigt. Übernachtungsgäste – und in der zweiten Öffnungsphase auch Tagesgäste – müssen bei der Anreise vom Festland einen negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorweisen. Andernfalls darf der Gast nicht auf die Insel kommen. Zu den Ostfriesischen Inseln zählen Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge.

    Das Pilotprojekt der sieben Inseln wurde mit wissenschaftlicher Begleitung ausgearbeitet. Alle Gäste werden etwa 48 Stunden nach ihrer Anreise nochmals einem Antigen-Schnelltest unterzogen. Erst nach dem zweiten Test ist die Nutzung aller touristischen Angebote möglich. Es werde eine digitale Lösung angestrebt, die personenbezogene Daten mit Testergebnissen und ihrer Gültigkeitsdauer verknüpft.

    17.15 Uhr: Metallindustrie fordert Geld vom Staat für Testpflicht

    Die Metallindustrie in Baden-Württemberg pocht auf eine staatliche Finanzierung der Covid-Testpflicht in den Unternehmen. Denn Gesundheitsschutz sei eine staatliche Aufgabe, erklärte Südwestmetall-Chef Wilfried Porth. "Ein Großteil der Unternehmen hat durch die von Corona ausgelöste Wirtschaftskrise starke finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Die Firmen haben derzeit genug damit zu tun, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. In dieser Situation können sie keine weiteren finanziellen Belastungen verkraften", erklärte der Verband, der viele Mittelständler aber auch Konzerne wie Daimler und Bosch vertritt.

    Zwei Drittel der Unternehmen hätten nach einer Umfrage Probleme, die Tests zu beschaffen und bräuchten dafür Hilfe der Bundesregierung. Der Verband forderte außerdem eine Testpflicht auch für die Arbeitnehmer.

    16.45 Uhr: Amtsgericht in Bayern entscheidet gegen Maskenpflicht an Schule

    Ein Familiengericht im oberbayerischen Weilheim hat ein Kind von der Maskenpflicht in seiner Schule befreit. In dem Beschluss ordnete das Familiengericht am Dienstag an, dass die Schulleitung dem Kind nicht mehr das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Schulgelände vorschreiben darf. Wie eine Sprecherin des Gerichtes mitteilte, gelte die Entscheidung allerdings nur für diesen Einzelfall (Az. 2 F 192/21).

    Geklagt hatten in Weilheim die Eltern des Kindes. Das Verfahren wurde vor einer Familienrichterin geführt, die über eine mögliche Kindeswohlgefährdung durch die Masken zu entscheiden hatte. Dies sah das Gericht durch die an der Realschule geltenden Corona-Vorschriften als gegeben an. Die Richterin bezog sich auch auf Professor Christof Kuhbandner von der Universität Regensburg. Der Psychologe hatte bereits in der Vergangenheit auf mögliche negative Nebenwirkungen für Schüler hingewiesen.

    Das Amtsgericht Weilheim entschied auch, dass das Kind an der Realschule nun wegen des Urteils nicht in der Klasse isoliert werden dürfe. Grundsätzlich wird durch die Gerichtsentscheidung aber nicht die entsprechende Verordnung gekippt. Denn für eine solche rechtliche Überprüfung wäre nicht das Amtsgericht zuständig, sondern die Verwaltungsgerichte.

    16.20 Uhr: Frankreich setzt Flüge aus Brasilien aus

    Frankreich hat alle Flüge aus und nach Brasilien aus Sorge vor Coronavirus-Varianten ausgesetzt. "Wir bemerken, dass die Situation sich verschlechtert", sagte der französische Premierminister Jean Castex am Dienstag im Parlament zu der angekündigten Aussetzung.

    16.00 Uhr: Industrieverband - Gesetzesänderung für Notbremse mangelhaft

    Die Reform des Infektionsschutzgesetzes ist notwendig, aber mangelhaft umgesetzt", kritisiert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die bundesweit einheitliche Regelung der Notbremse. "Die Bundesvorgabe von Pauschal-Maßnahmen nur auf der Basis einer Inzidenzmessung ist kein Pandemiekonzept", erklärt BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Er fordert "eine Lösung mit einheitlichen Praxis-Leitlinien, die digitale Möglichkeiten besser nutzt und erwartbare Impffortschritte berücksichtigt". Die Testangebotspflicht für Arbeitgeber nennt der BDI "für die Industrie entbehrlich und für die Pandemiebekämpfung sinnlos".

    15.50 Uhr: Johnson & Johnson verzögert Impfstoff-Auslieferungen in Europa

    Der US-Konzern Johnson & Johnson (J&J) zieht nach Thrombosefällen Konsequenzen. J&J habe sich die Auslieferungen des Impfstoffs in Europa "proaktiv" zu verzögern, teilt der Konzern mit. Zuvor hatte die US-Gesundheitsbehörden nach mehreren Fällen seltener Thrombosen zu einer sofortigen Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel in den USA geraten.

    14.50 Uhr: Bayern wird Bundes-Notbremse im Bundesrat nicht blockieren

    Trotz des Neins der Freien Wähler in der bayerischen Staatsregierung zur Corona-Notbremse des Bundes wird der Freistaat das Gesetzesvorhaben im Bundesrat nicht blockieren. Es handele sich um ein sogenanntes Einspruchsgesetz, das bedeute, die Länder müssten ihm in der Länderkammer nicht zustimmen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Die Beratung im Bundesrat ist für den 23. April geplant.

    Die CSU hatte bereits wiederholt betont, sie unterstütze die Pläne des Bundes, das Infektionsschutzgesetz zu verschärfen. Damit Bayern im Bundesrat Einspruch einlegt, müssten sich beide Koalitionäre einig sein, "ansonsten bleibe die Hand eben unten", sagte Herrmann. Er betonte aber auch, dass erst in der kommenden Woche im bayerischen Kabinett abschließend beraten werde.

    14.36 Uhr: Städte können Betrieben Corona-Tests vorschreiben

    Landratsämter und Stadtverwaltungen in Bayern können Betrieben vorschreiben, dass sie Mitarbeiter nur noch mit einem negativen Corona-Test ins Haus lassen dürfen. Das gilt bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Infektionen pro 100.000 Einwohner, wie die Landesregierung mitteilt. Die Kommunalbehörden könnten dann für bestimmte Betriebe und Einrichtungen festlegen, dass deren Büros oder Werkshallen nur noch mit einem aktuellen, negativen PCR- oder Schnelltest betreten werden dürfen. Die Vorschriften zum Infektionsschutz in Bayern werden bis zum 9. Mai verlängert.

    14.35 Uhr: Höchststand an Neuinfektionen im Iran - Extraschichten auf Friedhof

    Nach Ausbruch der vierten Corona-Welle in Iran hat das Land erneut einen Höchststand an Neuinfektionen verzeichnet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Dienstag wurden in den letzten 24 Stunden fast 25.000 Neuinfektionen erfasst. Im gleichen Zeitraum wurden über 290 Corona-Tote registriert, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen. Besonders schlimm ist die Lage in der Millionenmetropole Teheran. Medienangaben zufolge mussten auf dem Zentralfriedhof in der Hauptstadt wegen der vielen Corona-Toten Extraschichten eingelegt werden. 

    Das Gesundheitsministerium warnt vor einer "Todeswelle"im Frühling. Landesweit wurden wieder strenge Lockdowns verhängt. Den drastischen Anstieg der Zahlen vor rund einer Woche begründete das Ministerium mit den Lockerungen während der zweiwöchigen persischen Neujahrsferien (21. März bis 2. April). In dieser Zeit waren viele Iraner auf In- und Auslandreisen und hielten die Corona-Verhaltensregeln nicht ein.

    Wegen der Wirtschaftskrise kann der Iran nicht ausreichend Impfstoffe einführen.

    14.28 Uhr: Lage in bayerischen Krankenhäusern spitzt sich zu

    In Bayern werden wegen der Corona-Krise die Intensivbetten langsam wieder knapp. In den vergangenen drei Wochen sei die Auslastung der sogenannten ICU-Betten um 43,5 Prozent gestiegen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach der Kabinettssitzung in München. Die Situation sei "noch beherrschbar", bereite angesichts der steigenden Infektionszahlen aber Sorgen.

    ICU-Betten sind Intensivpflegebetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit. Die Behandlung in einem solchen Bett bedeutet zwar nicht zwingend, dass der Patient aktuell beatmet wird. Es kann aber jederzeit dazu kommen, dass sofort eine Beatmung notwendig wird.

    Bayerns Krankenhäuser meldeten am Dienstag 782 Covid-19-Patienten, wie aus dem deutschlandweiten DIVI-Register am Dienstag hervorgeht. Keine freie Betten auf der Intensivstation gab es demnach im Landkreis Landshut, mehrere andere Kommunen meldeten nur noch ein bis zwei freie Intensivbetten. Im bundesweiten Corona-Hotspot Hof waren nach Angaben der dortigen Klinik am Dienstag noch zwei Intensivbetten frei, 49 Covid-19-Patienten wurden behandelt.

    14.25 Uhr: Corona-Zahlen Bayern: 1.812 Neu-Infektionen und 48 Todesfälle

    Die Zahl der in Bayern gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in den vergangenen 24 Stunden um 1.812 gestiegen (Stand 13.04.21, 8 Uhr). Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen haben sich seit Beginn der Pandemie in Bayern insgesamt 532.844 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle von Menschen, die mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben sind, hat sich um 48 erhöht. Seit Beginn der Pandemie sind es nun insgesamt 13.561 Todesfälle in Bayern. Der bayernweite Inzidenzwert liegt bei 160,766. Den höchsten Wert weist mit 202,18 nach wie vor Oberfranken auf. Unterfranken hat derzeit mit 129,63 die niedrigste Inzidenz.

    14.25 Uhr: Mützenich - Bundestagsbeschluss über Corona-Notbremse erst nächste Woche

    Der Bundestag wird nach den Worten von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich voraussichtlich am Freitag nächster Woche abschließend über die am Dienstag vom Kabinett auf den Weg gebrachte bundesweit einheitliche Notbremse beraten. Eine schnellere Verabschiedung sei nicht möglich, weil die Opposition einer Verkürzung der Beratungsfrist nicht zustimme. Nach dem Bundestag müsste die Gesetzesänderung dann auch noch den Bundesrat passieren. Dafür wäre nach Angaben aus Länderkreisen eine Sondersitzung - womöglich ebenfalls am Freitag nächster Woche - erforderlich, zu der aber nicht noch eingeladen wurde.

    14.20 Uhr: Grenzkontrollen zu Tschechien werden nicht verlängert

    Die Grenzkontrollen zu Tschechien werden nicht erneut verlängert. Dies kündigt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin an. Tschechien sei mittlerweile seit zwei Wochen kein Virusvariantengebiet mehr. Das Infektionsgeschehen in dem Nachbarland sei "deutlich gesunken". Daher liefen die Kontrollen zum Mittwoch aus, eine intensive Schleierfahndung sei nun ausreichend, sagt der Sprecher.

    13.40 Uhr: Impfung für alle ab 18 mit Sonderkontingent im Corona-Hotspot Hof

    Im bundesweiten Corona-Hotspot Hof haben am Dienstag die Impfungen gegen das Coronavirus für alle ab 18 Jahren begonnen. 4.000 Menschen sollen dafür mit einem Sonderkontingent des Astrazeneca-Vakzins geimpft werden, wie eine Sprecherin des Landratsamts erklärte. Seit Freitag konnten sich im Hofer Land alle Erwachsenen unabhängig von Vorerkrankungen oder Beruf für einen Impfung mit den zusätzlichen Impfdosen anmelden. Die Termine dafür seien alle vergeben.

    Die Nachfrage nach einem Impftermin war so groß, dass der Server des Landkreises zeitweise überlastet war. Der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca wird eigentlich nur für Menschen über 60 Jahre empfohlen, Jüngere können sich nach Beratung aber auch damit impfen lassen.

    Die Region Hof hat seit Tagen die höchsten Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für die Stadt Hof am Dienstag 560,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Im Landkreis Hof lag der Wert demnach bei 450,4, bayernweit bei 159,7. Als Corona-Hotspot in der Grenzregion kann Hof von der bundesweiten Impfreihenfolge abweichen.

    13.28 Uhr: US-Behörde FDA für Aussetzung von Impfungen mit Mittel von Johnson & Johnson

    In den USA hat die Arzneimittelbehörde FDA eine Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel von Johnson & Johnson empfohlen. Hintergrund sei das Auftreten von seltenen Thrombosen bei sechs Personen, teilt die FDA mit. Bis zum 12. April wurden mehr als 6,8 Millionen Dosen des Impfstoffes verabreicht worden. Er benötigt nur eine einzige Impfung.

    13.22 Uhr: Bayerisches Kabinett verlängert Corona-Lockdown bis 9. Mai

    Der Lockdown in Bayern wird bis zum 9. Mai verlängert. Darauf hat sich nach Angaben von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag das Kabinett in München geeinigt. Die aktuelle Corona-Infektionsschutzverordnung wäre ansonsten in der Nacht auf nächsten Montag ausgelaufen. Auch die Einreisequarantäneverordnung werde entsprechend verlängert.

    "Die Lage ist weiter besorgniserregend", sagte Herrmann. Die Inzidenz im Land liege bei 160, im Vergleich zur Vorwoche gebe es 100 Prozent mehr Todesfälle. Zudem seien die Intensivstationen immer stärker ausgelastet. Generell sei zu beobachten, dass gerade Jüngere stärker von Infektionen betroffen seien. Rund fünf Prozent aller registrierten Corona-Tests seien derzeit positiv, Tendenz steigend. Einziger Lichtblick sei die positive Entwicklung bei den Impfungen.

    13.10 Uhr: Berliner Senat beschließt mehr Freiheiten für geimpfte Menschen

    Menschen, die gegen Corona geimpft sind, bekommen in Berlin etwas mehr Freiheiten. Sie werden künftig wie Menschen mit einem negativen Test behandelt, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag nach der Senatssitzung erfuhr. Betroffene dürfen demzufolge ohne vorherigen Corona-Test auch abseits des Lebensmittelhandels Einkaufen gehen oder ein Museum besuchen.

    12.40 Uhr: Österreichischer Gesundheitsminister tritt wegen Überarbeitung zurück

    Inmitten der Corona-Krise hat der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Dienstag seinen Rücktritt bekanntgegeben. Zur Begründung nannte er andauernde gesundheitliche Probleme, die durch Überarbeitung ausgelöst worden seien. Der 60-jährige Grünen-Politiker hatte das Amt seit Januar vergangenen Jahres inne. Die Grünen sind Junior-Partner in der Regierung des konservativen Bundeskanzlers Sebastian Kurz.

    Anschober, der vor neun Jahren einen Burnout hatte, sagte, er habe im März zwei Phasen völliger Erschöpfung durchlitten, zudem leide er an Bluthochdruck und einem Tinnitus. Er sei eindeutig überarbeitet und fühle sich seit mehreren Wochen nicht völlig fit. Zwar handele es sich nicht um einen Burnout, aber Ärzte hätten ihm geraten, eine Auszeit zu nehmen, sagte er. In der schwersten Gesundheitskrise seit Jahrzehnten brauche die Republik einen Gesundheitsminister, der zu 100 Prozent fit sei.

    Österreich war eines der ersten Länder in Europa, in dem 2020 eine Maskenpflicht verhängt wurde, und der erste Lockdown konnte rasch wieder gelockert werden. Seit dem Herbst kämpft das Land darum, in der Pandemiebekämpfung eine konsequente Linie zu verfolgen. Aktuell liegt die Infektionsrate deutlich höher als in Deutschland. Er glaube, dass die Regierung insgesamt gute Arbeit geleistet habe, sagte Anschober. Allerdings sei in einer Pandemie niemand frei von Fehlern.

    12.35 Uhr: Sterbefälle im März elf Prozent unter Schnitt der Vorjahre

    Die Sterbefallzahlen in Deutschland haben im März um elf Prozent unter dem Schnitt der Vorjahre gelegen. Im vergangenen Monat starben 81.359 Menschen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 9.714 Fälle weniger als im Schnitt der Jahre 2017 bis 2020.

    Auch die Zahl der Covid-19-Todesfälle geht weiter zurück. In der dritten Märzwoche wurden dem Robert-Koch-Institut 954 Fälle gemeldet, ein Rückgang um 140 Tote im Vergleich zur Vorwoche.

    Das Statistikamt verwies erneut auf die äußerst milde Grippewelle, die trotz der neu auftretenden Covid-19-Todesfälle unterdurchschnittliche Sterbefallzahlen im Februar und auch im März erklärt. Normalerweise hängen Atemwegserkrankungen mit einem Anstieg der Sterbefallzahlen am Jahresanfang zusammen.

    Im vergangenen Winter lagen diese Erkrankungen wegen der coronabedingten Regeln auf einem nie erreichten niedrigen Niveau. Insbesondere 2017 und 2018 waren die Sterbefallzahlen durch starke Grippewellen in den ersten Monaten des Jahres deutlich erhöht.

    11.52 Uhr: Höhere Mobilität an Ostern als im Jahr zuvor

    Die Menschen in Deutschland sind zum diesjährigen Osterfest mehr unterwegs gewesen als an den Osterfeiertagen im vergangenen Jahr. Das zeigt eine Sonderauswertung von Mobilitätsdaten durch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Die Mobilität war demnach von Karfreitag bis Ostermontag in diesem Jahr "durchgängig höher" als an den Ostertagen 2020. Verglichen wurde die Mobilität an Ostern jeweils zum Vor-Corona-Jahr 2019.

    Danach wurden am diesjährigen Osterwochenende, also am Karsamstag und am Ostersonntag, nur 14 Prozent weniger Bewegungen als 2019 verzeichnet. An Ostern 2020 war noch eine um 28 Prozent niedrigere Mobilität als 2019 registriert worden. Am Karfreitag war die Mobilität um ein Fünftel (20 Prozent) geringer als 2019 - im vergangenen Jahr hatte es 34 Prozent weniger Bewegungen gegeben. Am Ostermontag wurde ein Drittel (33 Prozent) weniger Mobilität als 2019 registriert, 2020 waren es 43 Prozent weniger gewesen.

    Allerdings lag die Mobilität im Frühjahr 2020 während der ersten Corona-Welle und des ersten Lockdowns generell niedriger als in diesem Jahr. Die nach Reisedistanzen aufgeschlüsselten Mobilitätsdaten zeigten aber auch, dass die Menschen zu Ostern in diesem Jahr überdurchschnittlich häufig auf längere Reisen verzichteten. Insgesamt gab es nur halb so viele Reisen über hundert Kilometer als zu Ostern 2019. Für die Auswertung nutzten die Statistiker anonymisierte Mobilfunkdaten.

    11.49 Uhr: Demo im Regierungsviertel

    Mit einem großen Aufgebot hat die Berliner Polizei die Entscheidung des Bundeskabinetts zu einer Änderung des Corona-Infektionsschutzgesetzes begleitet. Teile des Regierungsviertels rund um das Reichstagsgebäude und das Bundeskanzleramt waren am Dienstagvormittag von Hundertschaften der Polizei abgesperrt. Etwa 250 Demonstranten protestierten nahe dem Kanzleramt gegen die Corona-Einschränkungen, wie ein Polizeisprecher sagte.

    Die Demonstranten hätten zum großen Teil keine Corona-Schutzmasken getragen und auch die vorgeschriebenen Abstände nicht eingehalten. Die Polizei habe sie mit Durchsagen dazu aufgefordert, eine Reihe Teilnehmer überprüft, Personalien festgestellt und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Weitere Verstöße waren zunächst nicht bekannt.

    11.33 Uhr: WHO rät zum Stopp vom Verkauf von Wildtieren

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, keine in freier Wildbahn gefangenen Tiere mehr zum Verkauf auf Lebensmittelmärkten anzubieten. Tiere seien "der Ursprung von mehr als 70 Prozent aller auftretenden Infektionskrankheiten bei Menschen, von denen viele durch neuartige Viren ausgelöst werden."

    Als Träger des Coronavirus wird die Fledermaus vermutet. Der erstmalig im chinesischen Wuhan nachgewiesene Erreger wurde dann wohl über Lebensmittel oder Arzneien auf chinesischen Märkten auf den Menschen übertragen.

    11.15 Uhr Verpflichtende Testangebote in Unternehmen beschlossen

    Betriebe müssen ihren Mitarbeitern künftig Corona-Tests anbieten. Das Bundeskabinett stimmte entsprechenden Plänen des Bundesarbeitsministeriums zu. Die Beschäftigten stehen aber nicht in der Pflicht, sich auch testen zu lassen.Jeden Angestellten soll mindestens einmal pro Woche die Möglichkeit geboten werden, sich selbst zu testen oder einen Test vom Betriebsarzt oder geschultem Personal durchführen zu lassen. Arbeitnehmern, die in ihrem Job viel Kontakt zu Kunden oder Kollegen haben, soll zweimal pro Woche ein Test angeboten werden.

    11.11 Uhr: Wirtschaftsinstitut rechnet mit 650 Milliarden Euro an Corona-Schulden

    In einer eigenen Studie stellt das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft die Prognose auf, dass Bund, Länder und Kommunen voraussichtlich Schulden in Höhe von 650 Milliarden Euro im Kampf gegen die Corona-Pandemie anhäufen werden.

    "Die Corona-Pandemie war und ist die größte Wirtschafts- und gesellschaftspolitische Herausforderung der Nachkriegszeit", sagte IW-Direktor Michael Hüther in einem vorab veröffentlichten Redemanuskript. Noch nie seit 1945 habe der Staat so viel Geld in so kurzer Zeit für ein Ziel ausgegeben wie in der Corona-Krise.

    Hüther warnte davor, beim Abbau der Schulden ein zu hohes Tempo anzuschlagen, sondern der öffentlichen Hand lieber Spielräume für notwendige Investitionen zu lassen, etwa in Infrastruktur. "Statt wie vom Bund geplant in 20 Jahren sollten die Schulden in 40 Jahren zurückbezahlt werden", so Hüther.

    11.03 Uhr: Mehr als 13,5 Millionen Menschen bundesweit geimpft

    In Deutschland haben nach Angaben der Bundesregierung 13.567.817 Menschen mindestens die erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Gestern wurden demnach 399.891 Dosen verabreicht. Die Zahl der Einwohner, die bereits vollständig mit zwei Dosen geimpft wurden, liegt derzeit mit 5.117.056 Menschen bei 6,2 Prozent der gesamtdeutschen Bevölkerung.

    In den vergangenen sieben Tagen wurden im Durchschnitt täglich 484.784 Impfungen in Deutschland verabreicht, so die Zahlen der Bundesregierung. Das entspreche durchschnittlich einer Impfung aller 0,2 Sekunden.

    10.23 Uhr: Mehr als 69.000 Neuinfektionen in den USA

    In den USA haben die Behörden binnen 24 Stunden 69.486 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das ging aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Zudem bezifferten die Behörden die Zahl der Todesopfer infolge einer Corona-Infektion binnen eines Tages mit 463.

    Die USA verzeichnen weltweit die meisten Corona-Fälle und -Toten. Seit dem Ausbruch der Pandemie in den Vereinigten Staaten steckten sich laut Johns-Hopkins-Universität mehr als 31.268.100 Einwohner mit dem Virus an. Insgesamt kamen mehr als 562.500 Menschen in den USA in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung ums Leben.

    10.03 Uhr: Plattform soll Überwachung von Mutationen erleichtern

    Wissenschaftler haben die gemeinsame Plattform CovRadar entwickelt, die eine bessere Kontrolle über die Ausbreitung von Corona-Mutationen und über mögliche neue Varianten des Erregers ermöglichen soll. An der Plattform sind das Robert Koch-Institut, das Hasso-Plattner-Institut, das Europäische Virus-Bioinformatik-Institut und die Medizinische Hochschule Hannover beteiligt.

    09.47 Uhr: Massive Umsatzeinbußen für Messebranche

    Im vergangenen Jahr wurden Messen oder Kongresse wegen der Corona-Pandemie abgesagt oder konnten nur digital stattfinden. Das sorgte bei den Betrieben, welche die Veranstaltungen ausrichten, für herbe Umsatzverluste, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zu 2019 brachen die Einnahmen in der Branche im vergangenen Jahr um 56 Prozent ein.

    Der Wirtschaftszweig umfasste nach Daten der Behörde im Jahr 2018 rund 7100 Unternehmen, die mit mehr als 48.000 Angestellten einen Umsatz von 8,6 Milliarden Euro erwirtschafteten.

    09.06 Uhr: Großbritannien will bald unter 50-Jährige impfen

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die britische Regierung nach eigenen Angaben ihr nächstes Ziel erreicht. Allen über 50-Jährigen sei eine Impfung gegen das Virus angeboten worden, teilte die Regierung am Dienstag mit. Damit kommt die Kampagne etwas schneller voran als geplant. "Wir haben jetzt einen weiteren wichtigen Meilenstein in unserem Impfprogramm erreicht", sagte Premierminister Boris Johnson der Mitteilung zufolge. Schon bald sollen die ersten unter 50-Jährigen geimpft werden.

    Insgesamt haben im Vereinigten Königreich bisher mehr als 32 Millionen Menschen eine erste Impfung erhalten - das ist deutlich mehr als die Hälfte der Erwachsenen. Gut 7,5 Millionen wurde bereits die für den kompletten Schutz notwendige zweite Dosis gespritzt.

    Wegen des Erfolgs des Impfprogramms sind seit Montag in England wieder Geschäfte, Friseure und Außengastronomie geöffnet. Zahlreiche Menschen nutzten die Lockerungen für Einkäufe und den ersten Haarschnitt seit Monaten. Angesichts von Bildern Hunderter Feiernder in Kneipen im Londoner In-Bezirk Soho warnten Beobachter, die Fortschritte nicht zu gefährden und die Abstandsregeln weiter einzuhalten.

    09.05 Uhr: Bericht: Indien lässt Sputnik V zu

    Die indische Arzneimittelbehörde hat eine Notfallzulassung für den russischen Impfstoff Sputnik V erteilt, wie die Zeitung "Indian Express" berichtet. Es ist der dritte Impfstoff, der in Indien zugelassen wird - nach AstraZeneca und dem im eigenen Land hergestellten Vakzin der Firma Bharat Biotech.

    Indien will dem Bericht zufolge jährlich 850 Millionen Impfdosen von Sputnik V produzieren. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in dem Land bislang fast 110 Millionen Corona-Impfungen verabreicht.

    09.01 Uhr: Datenschutzbeauftragte sieht Mängel bei Luca-App

    Die niedersächsische Datenschutzbeauftragte Barbara Thiel sieht bei der Luca-App noch Lücken. Mit dem Dienst soll die digitale Kontaktnachverfolgung in Handel, Gastronomie und Kultur ermöglicht werden.

    In ihrer Kritik stimmt Thiel mit der Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden von Bund und Ländern überein. Sie fordern eine dezentrale Speicherung der Kontaktdaten. Bislang sollen die Daten im Luca-System gespeichert werden.

    "Die digitale Verarbeitung von Kontaktdaten kann im Vergleich zu Papierformularen grundsätzlich einen besseren Schutz vor unbefugter Kenntnisnahme und Missbrauch gewährleisten", sagte Thiel der "Osnabrücker Zeitung". "Dafür ist aber eine entsprechende technische Ausgestaltung der digitalen Anwendungen nötig. Zu Luca sind in diesem Zusammenhang noch Fragen offen."

    08.42 Uhr: Tourismussektor weiter tief in der Krise

    Beherbergungsbetriebe wie Hotels, Pensionen oder Campingplätze bekommen die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin heftig zu spüren. Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge brachen im Februar die Übernachtungen von in- und ausländischen Gästen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 76 Prozent ein.

    Von den rund 51.000 von der Statistik umfassten Betrieben waren im Februar demnach nur etwa 29.300 überhaupt geöffnet. Diese zählten 7,2 Millionen Übernachtungen.

    Im vergangenen Jahr war die Zahl an gebuchten Übernachtungen in Gasthäusern & Co. auf den tiefsten Stand seit dem Vorliegen gesamtdeutscher Ergebnisse für die Branche im Jahr 1992 gesunken: Die Statistik weist für das vergangene Jahr rund 302 Millionen Übernachtungen auf - ein Minus von 39 Prozent gegenüber 2019.

    08.35 Uhr: Israel will weitgehend in den Regelunterricht zurückkehren

    Die israelische Regierung hat beschlossen, dass ab kommenden Sonntag in Schulen wieder in normaler Klassenstärke unterrichtet werden soll. Bislang waren die Schulen geschlossen oder es wurden nur kleine Gruppen an Kindern und Jugendlichen unterrichtet.

    Die Schulöffnung folgt auf eine Reihe von Lockerungen, die vor allem auf den Erfolg der Impfkampagne in Israel zurückzuführen sind. Das Land mit fast neun Millionen Einwohnern steht kurz davor, dass fünf Millionen Menschen die zweite Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten.

    08.22 Uhr: England will ab heute auch mit Moderna impfen

    Ab heute soll nach Angaben des britischen Gesundheitsdienstes NHS in England auch mit dem Wirkstoff des Herstellers Moderna geimpft werden. Er soll vorerst in 20 großen Impfzentren verabreicht werden. In Großbritannien hatte in der vergangenen Woche Wales erstmals das Vakzin eingesetzt.

    08.12 Uhr: Ins neue Jahr unter Pandemie-Bedingungen

    In Thailand beginnt heute das Neujahrsfest, allerdings auch unter strengen Corona-Auflagen. In dem Land steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder an. Die Gesundheitsbehörden meldeten allein in den vergangenen 24 Stunden 965 Neuinfektionen.

    07.29 Uhr: Heil: "Wir müssen flächendeckend in Unternehmen testen"

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat im ARD-Morgenmagazin nochmals die Bedeutung von regelmäßigen Corona-Tests in Betrieben hervorgehoben. "Wir sind in der dritten Welle", betonte Heil und die Infektionszahlen seien "besorgniserregend". Im Kampf gegen die Pandemie müsse "auch die Arbeitswelt ihren Beitrag leisten". Das Bundeskabinett soll heute über die Testangebotspflicht in Firmen abstimmen.

    In 60 Prozent der Unternehmen würden bereits Tests für Beschäftigte angeboten. "Doch das reicht nicht", so Heil, "wir müssen das flächendeckend machen". Mitarbeitern soll einmal pro Woche ein Test angeboten werden. Beschäftigte mit starkem Kontakt zu Kunden sollen sich zweimal in der Woche testen lassen können. "Das ist Aufwand, aber das ist nicht unverhältnismäßig", sagte Heil.

    Umfragen hätten zudem gezeigt, dass 84 Prozent unter Arbeitnehmern eine die Pflicht für Konzerne, Tests anzubieten, befürworten würden und auch bereit seien, diese Tests anzunehmen. Für Angestellte besteht den Plänen des Arbeitsministeriums zufolge aber keine Verpflichtung, sich selbst zu testen oder sich von Betriebsärzten testen zu lassen.

    07.03 Uhr: Betriebsärzte kritisieren generelle Testpflicht in Betrieben

    Nach Willen der Großen Koalition sollen Unternehmen bundesweit ihren Angestellten regelmäßige Corona-Tests anbieten müssen. Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte fordert dabei aber eine Verpflichtung mit Augenmaß, statt einer generellen Anweisung. Die Tests müssten "stärker auf Bereiche und Abteilungen" konzentriert werden, "in denen die Gefährdung durch viele persönliche Kontakte besonders hoch ist", forderte Verbandspräsident Wolfgang Panter in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Ein Beispiel: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an der Supermarktkasse. "Wer hingegen in einem Stahlwerk in 50 Metern Höhe allein auf einer Bühne arbeitet, hat ein sehr geringes Infektionsrisiko", so Panter.

    05.32 Uhr: Guterres fordert Steuer für Profiteure der Corona-Krise

    UN-Generalsekretär António Guterres will die die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie auch durch eine Reichensteuer finanzieren. Im Corona-Jahr 2020 habe der Wohlstand der reichsten Menschen der Welt um fünf Billionen Dollar (rund 4,2 Billionen Euro) zugenommen, sagte er. Die Regierungen sollten eine Solidaritäts- oder Reichensteuer für diejenigen in Betracht ziehen, die von der Pandemie profitiert hätten, um extreme Ungleichheiten auszugleichen.

    05.10 Uhr: RKI meldet 10.810 Neuinfektionen

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor.

    Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 6.885 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet. Zudem könnten die Zahlen der Vorwoche wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. RKI-Präsident Lothar Wieler rechnete ab Mitte dieser Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 140,9. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 129,2 an, vor einer Woche lag sie bei 123.

    05.00 Uhr: Handel warnt vor Lockdown-Verschärfung

    Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat in einem Schreiben an alle Bundestagsabgeordneten vor einer Verschärfung des Lockdowns im Einzelhandel im Zuge der Änderung des Infektionsschutzgesetzes gewarnt. Es dürfe keine weiteren Beschränkungen des Einzelhandels im "Notbremsfall" über das bisher Übliche hinaus geben, verlangte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Es sei für den HDE "in keinster Weise nachvollziehbar", dass im aktuellen Gesetzentwurf für den Handel gravierende weitere zusätzliche Beschränkungen vorgesehen seien, betonte Genth. "So würde die im Lebensmittelhandel und dem Handel mit Gütern des täglichen Bedarfs bislang geltende Kundenbegrenzung drastisch verschärft und die maximal zulässige Kundenzahl halbiert", klagte Genth. Außerdem würde die in einigen Bundesländern eingeführte Test-Option durch die im Gesetzentwurf vorgesehenen Regelungen ersatzlos gestrichen. Und selbst Click & Collect - das Abholen bestellter Ware im Laden - wäre nicht mehr möglich, warnte Genth.

    Angesichts der Tatsache, dass vom Einzelhandel nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts nachweislich keine erhöhte Infektionsgefährdung ausgehe, seien die im Gesetzentwurf vorgesehenen zusätzlichen Beschränkungen des Einzelhandels völlig unverhältnismäßig und unter dem Gesichtspunkt der Pandemiebekämpfung auch nicht zielführend, sagte er.

    Genth drängte die Abgeordneten, sich bei der Änderung des Infektionsschutzgesetzes auf "erforderliche und nachweislich geeignete Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu beschränken". Falls es dennoch zu weiteren Schließungen im Handel komme, sei eine angemessene finanzielle Entschädigung erforderlich, die über die bisherigen Wirtschaftshilfen hinausgehe. "Ansonsten werden Tausende von Unternehmen mit ihren Hunderttausenden Beschäftigten diese Krise wirtschaftlich nicht überstehen", warnte der HDE-Hauptgeschäftsführer.

    04.03 Uhr: Intensivmediziner erwarten noch im April mehr als 6.000 Patienten

    Angesichts der steigenden Corona-Zahlen erwartet die Intensivmediziner-Vereinigung Divi, dass der bisherige Höchststand an Intensivpatienten schneller erreicht wird als erwartet - nämlich noch im April.

    "Wir müssen davon ausgehen, dass wir deutschlandweit jetzt jeden Tag zwischen 50 und 100 neue Covid-Intensivpatienten aufnehmen müssen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, der "Augsburger Allgemeinen". "Das heißt, dass wir bereits Ende April die Größenordnung von 6.000 und mehr Corona-Intensivpatienten erreichen würden, wie wir sie auf dem Höhepunkt der zweiten Welle hatten." Erst vor wenigen Tagen waren für Ende April noch 5.000 Intensivpatienten prognostiziert worden.

    Marx forderte Bundesregierung, Bundestag und Bundesländer auf, die geplanten bundeseinheitlichen Regelungen für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner noch diese Woche zu verabschieden. Wenn das Gesetz erst Ende April beschlossen werde, werde die Patientenzahl auf 7.000 steigen. "Wir reden über sehr viele schwere Erkrankungen und über viele Menschen, die das nicht überleben werden", warnte er.

    02.01 Uhr: Kinderärzte warnen vor Schulschließungen

    Die Kinder- und Jugendärzte in Deutschland haben Bund und Länder davor gewarnt, den Präsenzunterricht an Schulen oder die Betreuung in Kitas wegen Corona-Infektionen einzuschränken. "Kinder sind nicht die Treiber der Pandemie", sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der "Rheinischen Post". Diese Position lasse sich trotz vermehrter Fälle unter Kindern und Jugendlichen halten. Schließlich würden sie häufiger getestet als Erwachsene. Präsenzunterricht und Betreuung in der Gruppe seien entscheidend für eine gesunde Entwicklung der Kinder, unterstrich Fischbach.

    "Ich setze darauf, dass schnell genug Tests an den Schulen zur Verfügung stehen", erklärte der Mediziner. Auf keinen Fall sollten jedoch Schulen oder Kitas schließen. Die Bundesregierung habe mehrfach gesagt, dass Schulen und Kitas als letztes schließen und als erstes öffnen würden, sagte Fischbach. "Wenn ich mir das politische Herumeiern bei einer Testpflicht für Unternehmen und den Widerstand aus den Wirtschaftsverbänden dagegen anschaue, wird offenkundig mit zweierlei Maß gemessen", beklagte er. "Das ist ein Schlag ins Gesicht für die Familien und die Kinder und Jugendlichen, die keine Lobby haben." Wenn es eine Testpflicht für Schüler gebe, müsse es sie auch in Betrieben geben.

    0.34 Uhr: Hunderte demonstrieren in Rom

    In Rom haben hunderte Menschen gegen die seit Wochen andauernde Schließung von Restaurants wegen der Corona-Krise protestiert. Polizisten hielten die Demonstranten am Montag auf einem zentralen Platz der italienischen Hauptstadt in Schach, nachdem diese von einem Marsch auf den Regierungssitz abgehalten worden waren. Anhänger der extremen Rechten waren bei den Protesten dabei, einige von ihnen warfen Flaschen und Rauchbomben auf die Polizei.

    Ganz Italien war über Ostern im Lockdown, alle Restaurants, Bars und Cafes mussten - außer für den Außer-Haus-Verkauf - schließen. Die nun vorsichtigen Öffnungen in Teilen Italiens umfassen nicht die Restaurants, die voraussichtlich bis Monatsende geschlossen bleiben. Die Proteste von Restaurantbesitzern und anderen Demonstranten in Rom reihten sich nun ein in eine Serie von Protesten gegen Lockdown-Maßnahmen in Italien. So hatten am vergangenen Samstag Ladenbesitzer in Neapel protestiert.

    00.32 Uhr: Spahn: Mehr als 15.000 Teststellen in Deutschland

    In Deutschland sind mehr als 15.000 Teststellen für kostenlose Corona-Tests geschaffen worden. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der "Welt" nach einer Umfrage seines Ressorts in den Ländern. "Das gibt uns mehr Sicherheit in dieser schwierigen Phase der Pandemie." Der Bund hatte Anfang März die Finanzierung der Tests übernommen, Länder und Kommunen waren für die Einrichtung der Stellen zuständig. Sie umfassen etwa Testzentren und Apotheken.

    00.23 Uhr: "Bild": Bald weder Tests noch Quarantäne für vollständig Geimpfte nötig

    Bereits vollständig geimpfte Personen sollen einem Medienbericht zufolge künftig nicht mehr zum Corona-Test oder in Quarantäne müssen. Dies gehe aus einem Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums an die Staatskanzleien der Länder hervor, schreibt die "Bild" einem Vorabbericht zufolge.

    Bund, Länder und Kommunen sollten demnach ihre Verordnungen und Erlasse entsprechend ändern. Die Voraussetzung sei, dass es sich um die in der EU zugelassene Impfstoffe von Pfizer/Biontech, Moderna, AstraZeneca und Johnson&Johnson handle. Der Bund empfiehlt den Ländern zudem, die Quarantäne-Pflicht für geimpfte Kontaktpersonen von Infizierten aufzuheben.

    Montag, der 13. April 2021

    23.03 Uhr: Straubinger Hafen trotzt Corona-Krise

    Der Donau-Hafen im niederbayerischen Straubing zieht eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. Trotz der Corona-Krise habe der Güterumschlag im vergangenen Jahr auf Schiff, Schiene und Lastwagen um rund Prozent auf insgesamt 4,25 Millionen Tonnen zugenommen.

    Der Umschlag von rund 667.000 Tonnen Gütern bedeute das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des Hafens, teilte die Geschäftsführung mit. Im vergangenen Jahr machte in dem niederbayerischen Donau-Hafen 822 Frachtschiffe fest, so viele wie nie zuvor.

    Die auf dem Gelände des Straubinger Hafens angesiedelten Unternehmen haben laut der Hafen-Geschäftsführung im vergangenen Jahr insgesamt rund 26 Millionen Euro investiert, insgesamt arbeiten auf dem Gelände derzeit gut 3.000 Menschen. Noch in diesem Jahr ist dort die Fertigstellung eines neuen Verteilzentrums des Onlinehandelskonzern Amazon geplant.

    21.50 Uhr: Elternverbände gegen Corona-Tests in Klassenzimmern

    Zwei Elternverbände haben gefordert, Corona-Tests für Schüler in Klassenzimmern zu stoppen. "Testungen sollen in Eigenverantwortung vor Antritt des Schulweges zuhause oder extern von geschultem Personal vor der Schule durchgeführt werden", heißt es in einem Offenen Brief des Landeselternverband Bayerischer Realschulen und des Bayerischen Elternverbandes an Ministerpräsident Markus Söder (CSU). "Klassenzimmer sind keine Testzentren."

    Seit Montag ist im Freistaat für die Teilnahme am Unterricht in den Klassenräumen ein Corona-Test verpflichtend. Alle Schülerinnen und Schüler, die sich in den Schulgebäuden aufhalten - sei es im Präsenzunterricht, im Wechselmodell oder in der Notbetreuung - müssen künftig zwei Mal pro Woche in der Schule einen Selbsttest machen oder einen aktuellen negativen PCR- oder Schnelltest vorlegen. Bei einer Inzidenz von über 100 kann dies je nach Unterrichtsmodell sogar noch häufiger der Fall sei.

    20.51 Uhr: 27 deutsche Urlauber derzeit im "Corona-Hotel" auf Mallorca

    In dem Quarantäne-Hotel auf Mallorca sind derzeit 27 Urlauber aus Deutschland untergebracht. Besucher, die auf der spanischen Urlaubsinsel positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, absolvieren dort allein oder zusammen mit ihren jeweiligen Reisebegleitern die vorgeschriebene Isolierung, die mindestens zehn Tage beträgt, wie regionale Medien am Montag unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden der Balearen berichteten.

    Neben den Besuchern aus Deutschland seien in dem Hotel derzeit auch drei weitere ausländische Touristen sowie fünf Bewohner der Insel untergebracht, die nicht anderswo in Quarantäne gesetzt werden könnten.

    Das Kongresshotel Meliá Palma Bay wurde von der Balearen-Regierung als "Corona-Hotel" unter Vertrag genommen. Die Kosten für die Unterbringung der dort isolierten Gäste übernimmt die spanische Region. Besucher, die auf Mallorca positiv getestet werden, dürfen allerdings auf eigene Kosten auch in ihrem Hotel, im Ferienhaus oder der eigenen Immobilie die Quarantäne absitzen. Einige Hotels haben dafür eigens eingerichtete "Corona-Bereiche".

    20.35 Uhr: Impfzentrum am Broadway für New Yorker Theaterbranche eröffnet

    Ein eigenes Impfzentrum am New Yorker Broadway soll der berühmten Theater- und Musicalszene der Weltmetropole aus der Corona-Pandemie helfen. Am Montag eröffnete Bürgermeister Bill de Blasio zusammen mit Lin-Manuel Miranda, dem Erschaffer des Hitmusicals "Hamilton", das Zentrum mitten im Theaterviertel von Manhattan.

    Es habe eine Kapazität von rund 1.500 Impfungen pro Tag und beschäftige auch rund 80 bis 100 zuvor Arbeitslose aus der Showbranche, hatte die Branchenseite "Broadwayworld" berichtet. Das Angebot solle vor allem bei Theater-Gewerkschaften und Hilfsorganisationen beworben werden und bevorzugt Menschen aus der Kreativbranche impfen, hieß es weiter.

    "Vor 13 Monaten sind die Lichter in den Theatern ausgegangen und in unseren Herzen haben wir einen Verlust gespürt", sagte de Blasio. "Wir haben etwas verloren - und jetzt kommt es zurück. Broadway kommt zurück, Film und Fernsehen kommen zurück." Seit 12. März 2020 sind die Theater geschlossen. De Blasio erklärte vergangene Woche, dass möglicherweise im September 2021 erste Shows zurückkehren könnten. 

    20.10 Uhr: Wegen Corona: Russland beschränkt Flugverkehr mit Türkei

    Russland will für anderthalb Monate den Luftverkehr mit der Türkei stark einschränken. Die neuen Regelungen sollen von Donnerstag an gelten, wie Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa am Montag in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax zufolge ankündigte. Offiziell begründet wird der Schritt mit der gestiegenen Zahl von Corona-Fällen in der Türkei. Dort gab es zuletzt täglich mehr als 50.000 Neuinfektionen - bei ähnlich vielen Einwohnern wie in Deutschland, wo am Montag 13.245 neue Fälle gemeldet wurden.

    Russlands oberste Amtsärztin Anna Popowa sagte, 80 Prozent der ins Land gebrachten Corona-Fälle stammten von Menschen, die vorher in der Türkei gewesen seien. Das Land ist auch für Russen ein beliebtes Urlaubsziel.

    Die Staatsagentur Ria Nowosti meldete, dass sich aktuell schätzungsweise noch 30.000 Russen in der Türkei aufhielten. Russland hatte relativ früh in der Pandemie den Luftverkehr mit der Türkei wieder aufgenommen. Nach offiziellen Zahlen aus Ankara wurden allein in den ersten zwei Monaten dieses Jahres etwa 176.500 Besucher aus Russland gezählt. Das war die größte Gruppe ausländischer Gäste.

    19.40 Uhr: UN-Chef spricht sich für Sondersteuer für Wohlhabende aus

    UN-Generalsekretär Antonio Guterres spricht sich für eine Sondersteuer für Wohlhabende aus. Jüngste Berichte deuteten darauf hin, dass das Vermögen der Reichsten der Welt im vergangenen Jahr um fünf Billionen Dollar gestiegen sei, sagt er auf einem Treffen zur Finanzierung von Entwicklungshilfe. "Ich fordere die Regierungen auf, eine Solidaritäts- oder Vermögenssteuer für diejenigen in Betracht zu ziehen, die während der Pandemie Profit gemacht haben, um extreme Ungleichheiten zu reduzieren."

    19.15 Uhr: Baden-Württemberg lockert Quarantäne-Regeln für Geimpfte

    Baden-Württemberg will die Quarantäne-Regeln für Menschen mit vollständigem Impfschutz gegen das Coronavirus lockern. "Es wird eine Ausnahmeregelung in die jeweiligen Verordnungen aufgenommen, wonach sich geimpfte, symptomlose Personen künftig nicht mehr in Absonderung begeben müssen, wenn sie Kontakt zu einem Covid-19-Fall hatten", erklärte Landesgesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Montag in Stuttgart. Gleiches gelte für Einreisende aus sämtlichen Risikogebieten im Ausland.

    Lucha begründete das geplante Vorgehen mit Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Demnach sind vollständig Geimpfte weniger infektiös als Menschen mit negativem Schnelltest und einer symptomlosen Corona-Infektion. Die Ausnahme von der Quarantäne-Pflicht soll demnach auch für Menschen gelten, die eine Impfstoffdosis erhalten und darüber hinaus in der Vergangenheit eine Corona-Erkrankung durchgemacht haben.

    Die Neuregelungen sollen den Angaben zufolge im Rahmen der anstehenden Aktualisierung der Corona-Verordnungen des Landes erfolgen und am kommenden Montag in Kraft treten. Vorgesehen ist den Angaben zufolge außerdem, Bewohnerinnen und Bewohnern von stationären Pflegeeinrichtungen wieder den Empfang von mehr Besuchen zu ermöglichen, wenn 90 Prozent der Pflegebedürftigen dort vollständig geimpft sind.

    18.15 Uhr: Wien verlängert Lockdown bis Mai - Intensivmedizin am Limit

    Österreichs Hauptstadt Wien verlängert angesichts der drohenden Überlastung des Gesundheitswesens den harten Lockdown um weitere zwei Wochen bis 2. Mai. Der Präsenzunterricht an den Schulen soll allerdings ab 25. April wieder erfolgen, sagt der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig am Montag nach Beratungen der Stadtregierung mit Experten. "Ich weiß, das ist eine unpopuläre Maßnahme, aber angesichts der steigenden Patientenzahlen auf den Intensivstationen eine notwendige", sagte Ludwig.

    Am Sonntag wurden österreichweit mehr als 600 Covid-Patienten intensivmedizinisch betreut, 245 davon in Wien. Vor allem die britische Virus-Mutation, die zu schwereren Verläufen führt, habe sich im Osten des Landes stark verbreitet. Das Virus treffe zudem nun auch jüngere Menschen. Täglich habe man auf den Intensivstationen der Hauptstadt einen Zuwachs von zwei bis fünf Personen. "Das klingt wenig, ist aber in Summe, in der Tendenz, besorgniserregend", sagte der Bürgermeister. Die Situation sei "nicht dramatisch, aber ernst".

    17.30 Uhr: 45.000 Arztpraxen mit Corona-Impfungen

    Immer mehr niedergelassene Ärzte in Deutschland impfen ihre Patienten gegen Corona. Die Zahl der teilnehmenden Arztpraxen ist in der neuen Woche um 10.000 auf 45.000 gestiegen, wie ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin sagte. Die meisten sind Hausarztpraxen.

    Allerdings dürften die Impfzahlen dennoch vorerst nicht weiter spürbar ansteigen, denn die Menge an Impfstoff stagniert. Bis zu diesem Dienstag sollen rund eine Million Dosen des Vakzins von Biontech/Pfizer in den Praxen ausgeliefert werden. "Das Engagement der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte steigt gewaltig - hoffentlich auch bald die Impfstoffmengen", sagte der KBV-Sprecher.

    Insgesamt wurden inzwischen 18 Millionen Impfdosen gespritzt; 15,9 Prozent der Menschen in Deutschland erhielten mindestens die Erstimpfung.

    17.15 Uhr: WHO: Kampf gegen Coronavirus ist an einem kritischen Punkt

    Im Kampf gegen das Coronavirus ist nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein kritischer Punkt erreicht. Die Zahl der Neuinfektionen und der Todesfälle sei zum siebten Mal in Folge auch in der vergangenen Woche deutlich angestiegen, warnte die WHO am Montag in Genf. "Die Kurve der Pandemie wächst gerade exponentiell", sagte WHO-Expertin Maria Van Kerkhove. Vergangene Woche seien 4,4 Millionen Neuinfektionen gemeldet worden, vor einem Jahr seien es um diese Zeit etwa 500 000 Fälle gewesen. Die Lieferung und Verabreichung von Impfstoffen laufe zwar, aber das reiche zumindest aktuell nicht aus.

    Hände waschen, Ansammlungen vermeiden, Masken tragen und Räume lüften sind laut WHO erprobte Maßnahmen, die auch jetzt helfen. Wenn Neuinfektionen zurückgingen, mache das auch das Auftreten von Virus-Varianten unwahrscheinlicher. Stand jetzt gelte aber: "Die Pandemie ist weit davon entfernt, vorüber zu sein", warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

    16.45 Uhr: Verwaltungsgerichtshof lehnt Eilantrag gegen Corona-Tests an Schulen ab

    Bayerische Schüler dürfen weiter nur mit einem negativen Corona-Test am Präsenz-Unterricht teilnehmen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) lehnte am Montag den Antrag einer Grundschülerin ab, die Regelung vorläufig außer Vollzug zu setzen.

    Zur Begründung führte der für das Infektionsschutzrecht zuständige 20. Senat laut Mitteilung aus, es gebe aufgrund der Infektions- und Gefährdungslage keinen durchgreifenden rechtlichen Bedenken. Mit der Anordnung könne den besonderen schulischen Bedürfnissen von Schülern und Lehrkräften Rechnung getragen werden.

    Das Gericht stellte aber auch klar, dass die Test-Teilnahme freiwillig sei. Somit müsse bei fehlendem Einverständnis sichergestellt sein, dass Unterrichtsangebote im Distanzunterricht bestehen. Andernfalls sei nicht von der erforderlichen Freiwilligkeit bei der Einwilligung in die Erhebung gesundheitsbezogener Daten auszugehen. Zudem müsse sichergestellt sein, dass in den Schulen nur Tests verwendet würden, die auch für die jeweiligen Altersgruppen freigegeben seien.

    16.40 Uhr: Nur 0,2 Prozent aller Impfungen in armen Ländern

    Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation Tedros Adhanom Ghebreyesus hat die massive Ungleichheit bei den Impfungen gegen Covid-19 zwischen armen und reichen Ländern angeprangert. Rund 87 Prozent der weltweit mehr als 700 Millionen Impfungen seien in reichen Ländern vorgenommen worden, betonte Tedros am Montag in Genf. Dagegen seien in armen Ländern nur 0,2 Prozent aller Vakzine gegen den Corona-Erreger verabreicht worden. Diese Ungleichheit sei nicht nur ein moralisches Versagen, sondern auch aus wirtschaftlicher und epidemiologischer Sicht extrem schädlich. Tedros betonte, je mehr Übertragungen verzeichnet würden, desto wahrscheinlicher sei das Auftreten gefährlicher Mutationen des ursprünglichen Corona-Virus.

    16.37 Uhr: Hotel- und Gaststättenverband kritisiert Notbremse

    Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga kritisiert die Pläne für eine bundeseinheitliche Corona-Notbremse. "Es ist niemandem vermittelbar, wenn Bürger aus einer über 100-Inzidenzregion ihre Urlaubsreise ins Ausland mit negativem PCR-Test antreten dürften, aber nicht an die Ost- oder Nordsee reisen könnten", sagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Es wäre daher besser, Anreisen aus einem Risikogebiet von einer zuvor erfolgten Negativtestung abhängig zu machen. Eine zeitliche Befristung der Notbremse sei zudem unverzichtbar.

    16.29 Uhr: Erste Lockerungen in Tschechien

    Im stark von der Corona-Pandemie betroffenen Tschechien sind erste Lockerungsschritte in Kraft getreten. Für die Erstklässler an den Grundschulen begann am Montag der Wechselunterricht, bei dem sich Präsenz- und Distanzunterricht im wöchentlichen Turnus abwechseln. In den Schulen ist ein regelmäßiger Antigen-Schnelltest verpflichtend. Auch die Kindergärten öffneten wieder unter strengen Auflagen für den ältesten Jahrgang.

    Mit dem Ende des Corona-Notstands nach mehr als sechs Monaten endeten zudem die nächtliche Ausgangssperre und das Verbot, den eigenen Wohnbezirk zu verlassen. Viele andere Maßnahmen wie die Schließung der Hotels und Restaurants bleiben unverändert bestehen.

    16.16 Uhr: Novavax schließt Impfstoff-Deal mit Südkorea

    Eine südkoreanische Biotech-Firma kann nach einer Vereinbarung mit Novavax noch in diesem Jahr den Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns herstellen. Der südkoreanische Gesundheitsminister Kwon Deok Cheol erklärte am Montag, SK Bioscience werde bis September 20 Millionen Dosen des Novavax-Vakzins produzieren. Alle sollten im Inland eingesetzt werden. Die Produktion könnte schon im Juni beginnen.

    16.14 Uhr: Lockdown könnte laut Bericht bis mindestens Ende Mai andauern

    Der Lockdown in Deutschland könnte einem Bericht zufolge bis Ende Mai oder Mitte Juni andauern. Die Bundesregierung gehe von einer verschärften Infektionslage aus, die noch sechs bis acht Wochen andauern werde, berichtete der "Tagesspiegel" heute unter Berufung auf eine Besprechung der Länder mit Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) am Sonntag.

    Daraus sei zu schließen, dass mit einer Aufrechterhaltung der per Bundesgesetz geplanten Lockdown-Maßnahmen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 bis Ende Mai oder Mitte Juni zu rechnen sei. Aus Länderkreisen heiße es, dass der Bund nicht bereit sei, vom Inzidenzwert als alleinigem Maßstab für die Lockdown-Verfügung abzurücken.

    16.11 Uhr: Bulgariens Regierungschef nennt Preis für neuen Impfstoffvertrag

    Pfizer und BioNTech verlangen Bulgariens Ministerpräsident Bojko Borissow zufolge für ihren Corona-Impfstoff von der EU in einem neuen großen Liefervertrag ab 2022 einen deutlich höheren Preis. Die EU verhandle über den neuen Vertrag mit einem Preis pro Impfdosis von 19,50 Euro, sagt Borissow während einer Reise in Südbulgarien. "Die Preise gehen schnell nach oben." Einem Insider zufolge will die EU Verhandlungen mit den Unternehmen über die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen für die Jahre 2022 und 2023 aufnehmen. Nach einem von Reuters eingesehen Dokument kostete jede Dosis zuletzt 15,50 Euro.

    16.04 Uhr: Arbeitgeber kritisieren Angebotspflicht für Corona-Tests

    Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) kritisiert die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) auf den Weg gebrachte Verpflichtung für alle Betriebe, Präsenzbeschäftigten mindestens einmal pro Woche einen Corona-Test anzubieten. "Was die Bundesregierung jetzt plant, ist nicht weniger als eine weitere Misstrauenserklärung gegenüber den Unternehmen und ihren Beschäftigten in diesem Land", erklärt BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter. "Die Testpflicht führt zu mehr Bürokratie und diskreditiert das freiwillige Engagement der Unternehmen zunehmend."

    15.24 Uhr: Antikörper-Mittel senkt Risiko einer Corona-Infektion

    Eine Antikörper-Therapie des US-Pharmakonzerns Regeneron hilft einer Studie zufolge auch bei der Vorbeugung gegen eine symptomatische Covid-19-Infektion. Regeneron will für dieses Einsatzgebiet nun eine Notfallzulassung in den USA beantragen, wie das Unternehmen mitteilte. Der Antikörper-Cocktail schützte die Studienteilnehmer, die mit einer infizierten Person in einem Haushalt leben, und reduzierte das Risiko symptomatischer Infektionen um 81 Prozent.

    In den USA hat das Medikament, das sich aus zwei Antikörpern zusammensetzt, bereits eine Notfallzulassung zur Behandlung milder bis moderater Covid-19-Infektionen erhalten. Das Kombinationspräparat war im Herbst dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump bei dessen Covid-19-Erkrankung verabreicht worden. Der zuständige Ausschuss der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA hatte Ende Februar grünes Licht für den Einsatz bei Covid-Patienten gegeben, die noch keine Sauerstoffzufuhr benötigen und ein hohes Risiko haben, dass sich ihr Zustand ernsthaft verschlechtert.

    15.18 Uhr: Bundesregierung will Unternehmen zu Testangeboten verpflichten

    Unternehmen sollen ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten müssen, wenn diese nicht im Homeoffice arbeiten. In der Bundesregierung wird nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa dazu eine Paketlösung angestrebt. Die entsprechende Änderung der Arbeitsschutzverordnung soll dabei gemeinsam mit der geplanten Novelle des Infektionsschutzgesetzes für eine bundesweite Corona-Notbremse kommen. Die Arbeitgeber sollen die Tests zur Verfügung stellen. Sie müssen aber voraussichtlich nicht dokumentieren, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Tests auch in Anspruch nehmen.

    15.11 Uhr: Nachfrage nach den eigenen vier Wänden durch Corona in Bayern gestiegen

    Seit Beginn der Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Bayern zugenommen. "In den vergangenen zwölf Monaten haben sich insgesamt knapp 190.000 Interessentinnen und Interessenten mit einem konkreten Wohnimmobiliengesuch bei Sparkassen und LBS in Bayern vormerken lassen. Das waren gut 10.000 mehr als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Insbesondere spüren wir seit Mai 2020 mit dem Ende des ersten Lockdowns eine nochmals verstärkte Nachfrage für Wohnimmobilien", so Paul Fraunholz, Geschäftsführer der Sparkassen-Immobilien-Vermittlungsgesellschaft.

    Bei einer Befragung von Menschen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren im vergangenen August hätten 84 Prozent der Bayern angegeben, ein schönes Zuhause sei durch Corona wichtiger denn je, sagte Erwin Bumberger, Vorstandsvorsitzender der LBS Bayern. Bei 38 Prozent der Mieter hat die Pandemie laut den Angaben der Befragten den Wunsch nach einer eigenen Immobilie verstärkt.

    14.52 Uhr: Laschet - Lockdown in ganz Deutschland nötig

    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet pocht auf einen bundesweiten Lockdown und hat eine parteipolitische Überlagerung der Corona-Politik in Deutschland kritisiert. Die Ministerpräsidentenkonferenz hätte in der vorigen Wochen beschließen können, dass man entschlossen handeln wolle. "Das ist alles verzögert worden", sagt der CDU-Chef. "Die Pandemie richtet sich aber nicht nach den Sitzungswochen des Bundestages", fügt er hinzu.

    Mit Blick auf die Lage auf den Intensivstationen bekräftigte er seine Forderung nach einem "Brücken-Lockdown". "Wir würden es in ganz Deutschland brauchen." Die SPD-geführten Länder forderte Laschet auf, schnell den Weg für ein neues Infektionsschutzgesetz freizumachen. "Die Zeit haben wir nicht", sagt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident mit Blick auf lange Debatten. Er verweist auf die steigende Zahl der Intensivpatienten in Krankenhäusern und erneuert seine Forderung nach einem "Brücken-Lockdown".

    14.31 Uhr: Merkel: Dritte Corona-Welle "vielleicht die härteste"

    Bundeskanzlerin Angela Merkel will zur Eindämmung des anhaltenden Anstiegs der Corona-Infektionen vor allem auf Tests und Impfungen setzen. "Wir müssen sagen, dass diese dritte Welle für uns vielleicht die härteste ist", sagte die CDU-Politikerin zur Eröffnung der digitalen Industrieschau Hannover Messe. Die Infektionszahlen seien aktuell viel zu hoch, die Auslastung der Intensivstationen nehme wieder zu. Um die Welle zu brechen, sei "die wichtigste Waffe, die wir haben, das Impfen", betonte Merkel. "Und das Testen hilft uns, eine Brücke zu bauen, bis das Impfen wirkt."

    Die weitere Wirtschaftsentwicklung hänge entscheidend davon ab, inwieweit die Ansteckungen möglichst schnell unter Kontrolle gebracht werden können, erklärte die Kanzlerin. Sie forderte ein gemeinsames Vorgehen auf der Welt zur Pandemiebekämpfung. "Denn selbst eine schnelle Impfung unserer Bevölkerung ist noch keine Garantie dafür, dass sich weltweit nicht auch weitere Virusmutationen verbreiten, gegen die unsere Impfstoffe dann nicht mehr oder weniger gut wirken." Auch der Zugang von ärmeren Ländern zu den Impfstoffen sei von globaler Bedeutung.

    14.04 Uhr: Ärzte dringen auf Impfungen für chronisch kranke Jugendliche

    Kinder- und Jugendärzte fordern Covid-19-Impfstoffe für chronisch kranke Kinder- und Jugendliche. So schnell wie möglich müssten Zulassungsstudien für kindgerechte Impfstoffe vorangetrieben werden, forderte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln.

    Rund elf Prozent der Mädchen und 16 Prozent der Jungen unter 17 Jahren litten unter einer chronischen Erkrankung, zitiert der Verband aus einer Studie des Robert Koch-Instituts (RKI). Dazu zählten Herzfehler, Krebserkrankungen oder neurologische Krankheiten wie etwa Epilepsie. Diese Vorerkrankungen könnten bei einer Corona-Infektion zu einem schweren Krankheitsverlauf führen. Bisher hätten sich betroffene Eltern mit ihren Familien vorbildlich isoliert. Dies wirke sich jedoch auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen aus, erklärte BVKJ-Präsident Thomas Fischbach. Deshalb sei es "höchste Zeit", ihnen zu ermöglichen, wieder am sozialen Leben und Lernen teilzunehmen.

    13.56 Uhr: Dritte Corona-Welle in der Türkei - Ärzte schlagen Alarm

    Die Türkische Ärztevereinigung hat angesichts von rasant steigenden Corona-Neuinfektionen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems gewarnt. "Unsere Krankenhäuser sind mit Covid-19 Patienten überfüllt", sagte die Chefin der Vereinigung TTB, Sebnem Korur Fincanci, am Montag. Selbst die zusätzlich eingerichteten Stationen reichten nicht aus, um dem Bedarf gerecht zu werden. "Auf den Intensivstationen ist kein Platz mehr", sagte sie. Mitarbeiter im Gesundheitssystem seien überfordert.

    Das türkische Gesundheitsministeriums gibt die Zahl der belegten Intensivbetten im Land mit rund 67 Prozent an. Die Corona-Neuinfektionen in der Türkei stiegen in der vergangenen Woche mit mehr als 50.000 Fällen pro Tag auf den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Nach Angaben von Gesundheitsminister Fahrettin Koca liegen rund 40 Prozent der Infektionen in der Millionenmetropole Istanbul. Dort wurden zuletzt fast 600 Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche gemeldet.

    13.52 Uhr: Kambodscha droht nicht auffindbaren Corona-Kranken mit Haft

    Kambodschaner, die positiv auf das Coronavirus getestet werden und sich den Behörden entziehen, riskieren in dem südostasiatischen Land zwischen einem und fünf Jahren Haft. Dies kündigte die Regierung an, nachdem Dutzende Menschen, deren Testergebnis positiv ausgefallen war, nicht mehr auffindbar sind. Wer an Covid-19 erkrankt, sich nicht behandeln lässt und das Virus weiter verbreitet, riskiert den Angaben zufolge sogar bis zu zehn Jahre Haft.

    Die Regierung verhängte auch eine Impfpflicht für Beamte und Mitglieder der Streitkräfte. Vorausgegangen war ein Anstieg der Infektionszahlen, nachdem Kambodscha zuvor vergleichsweise sehr glimpflich durch die Krise gekommen war.

    13.48 Uhr: Steigende Infektionszahlen - Saarland weitet Testpflicht aus

    Eine knappe Woche nach dem Start seines umstrittenen Öffnungsmodells hat das Saarland wegen gestiegener Corona-Zahlen nachgeschärft: Seit heute gilt eine erweiterte Testpflicht, nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge über 100 gelegen hatte. Konkret heißt das: Nun müssen auch Kunden im Einzelhandel, bei Friseuren oder bei Kosmetikern ein negatives Schnelltest-Ergebnis vorlegen, das nicht älter als 24 Stunden sein darf. Ausgenommen sind nur Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte sowie Banken oder medizinische Behandlungen.

    Damit ist im bundesweit beachteten "Saarland-Modell" die Ampel auf Gelb gesprungen. "Wenn das Infektionsgeschehen nicht unter Kontrolle bleibt und dem Gesundheitssystem eine Überlastung droht, werden wir, ohne zu zögern auf Stufe Rot stellen und die Notbremse ziehen", teilte die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) nach dem Beschluss der Landesregierung vom Sonntagabend mit. Dann würden Öffnungen kassiert - es folgt ein Lockdown. Das Saarland-Modell könnte aber auch mit der geplanten bundeseinheitlichen Notbremse für Landkreise ab einer Inzidenz von 100 beendet werden.

    13.38 Uhr: SPD vereinbart Testangebotspflicht für Unternehmen

    In der Koalition besteht nach Angaben der SPD Einigkeit, Unternehmen zu einem Schnelltest-Angebot für Präsenzbeschäftigte im Betrieb zu verpflichten. Ebenso sei vereinbart, die bezahlten Kinderkrankentage pro Elternteil von derzeit 20 auf 30 Tage zu erhöhen, teilen die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans nach einer Präsidiumssitzung mit. Beides werde am Dienstag in der Kabinettssitzung von der Bundesregierung auf den Weg gebracht.

    13.28 Uhr: Großhandelsverband kritisiert Orientierung nur an Inzidenz von 100

    Der Großhandelsverband BGA begrüßt das Ziel, Corona-Einschränkungen bundesweit zu vereinheitlichen. "Bedauerlich ist, dass das Vorgehen lediglich an den Inzidenzwert 100 gebunden wird", sagt BGA-Präsident Anton Börner. "Dies spiegelt nicht ansatzweise die vielen bisherigen Erkenntnisse und Erfahrungen seit Pandemiebeginn wider. Andere wichtige Aspekte bleiben außen vor."

    13.22 Uhr: Dänemark startet Testimpfungen mit 100.000 Menschen

    Dänemark will am heutigen Montag in einem Testlauf 100.000 Menschen gegen das Coronavirus impfen. Gesundheitsminister Magnus Heunicke erklärte, die Dänen würden einen Rekord aufstellen. Er forderte die Menschen auf, pünktlich zu ihren Terminen zu erscheinen und guten Mutes zu sein. Im Juni soll dann die große Impfkampagne mit rund 400.000 Impfungen pro Tag beginnen. Die Impfungen sollten in 68 Impfzentren im ganzen Land verabreicht werden, die meisten davon in der Hauptstadt Kopenhagen und Umgebung, wo ein Drittel der knapp sechs Millionen Einwohner des Landes lebt.

    13.15 Uhr: Johnson & Johnson startet Lieferung in EU

    Die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson können nun auch in der Europäischen Union starten. Der Hersteller beginne am heutigen Montag mit der Lieferung an die EU-Staaten, bestätigte die EU-Kommission in Brüssel. Sie erwartet bis Ende Juni bis zu 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen.

    Die Besonderheit: Das Vakzin muss nur einmal gespritzt werden, statt wie die übrigen drei zugelassenen Corona-Impfstoffe zweimal. Deshalb setzen Deutschland und andere Staaten große Hoffnungen darauf, dass die Impfkampagne damit beschleunigt wird. Die belgische Impf-Taskforce bestätigte der Nachrichtenagentur Belga, dass bereits für Montag 36.000 Impfdosen von Johnson & Johnson in Belgien erwartet würden.

    13.04 Uhr: Außengastronomie im Norden wieder offen

    In großen Teilen Schleswig-Holsteins ist am Montag ein kleines Stück Normalität zurückgekehrt. Mitten in der Corona-Pandemie durften in den meisten Kreisen und Städten nach monatelanger Pause die Terrassen von Cafés und Restaurants wieder öffnen.

    Die Kunden seien vorsichtig, achteten auf Abstände und seien erleichtert über das Stück Normalität, das zurückkehre, sagte Geschäftsführer Jan Schumann. "Das sieht man an den Gesichtern." Dem Personal gehe es ebenso, es sei ein Tag guter Stimmung.

    Die Landesregierung hatte die Öffnung in der vergangenen Woche unter strengen Auflagen erlaubt. Möglich ist die Bewirtung, wo die Zahl der Infektionen innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner stabil unter 100 liegt. Es gelten die aktuellen Kontaktbeschränkungen, die Gastronomen müssen eine Kontaktnachverfolgung sicherstellen. Die Abstände müssen überall gewährleistet sein. Medizinische Schutzmasken sind Pflicht, nur am Tisch dürfen Gäste sie abnehmen.

    12.52 Uhr: Indien erteilt Sputnik V Notfallzulassung

    Die indische Arzneimittelaufsicht gibt Insidern zufolge grünes Licht für den russischen Impfstoff Sputnik V. Die Behörde erteile eine Notfallzulassung, sagen mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Die "Economic Times" berichtet, Grundlage für die Entscheidung seien starke wissenschaftliche Daten, wonach das Vakzin eine Effektivität von 91,6 Prozent hat. Es ist bereits zur Behandlung in mehr als 50 Ländern zuglassen.

    12.47 Uhr: Athen verteilt gratis 380.000 Corona-Tests

    Im Kampf gegen das Coronavirus hat die Regierung in Athen bis heute 380.000 Corona-Selbsttests gratis verteilt. Als erste seien 250.000 Schüler der letzten drei Klassen der Gymnasien sowie die Lehrer und das Personal dieser Schulen getestet worden, teilte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis im Staatsfernsehen (ERT) mit. Es seien 613 Fälle von Infektionen registriert worden.

    Wie der griechische Regierungschef weiter mitteilte, sollen in den kommenden Wochen weitere zehn Millionen Selbsttests gratis verteilt werden. Dabei sollen Menschen, die im Einzelhandel und im Bereich Lieferservice arbeiten sowie die Fahrer von Bussen, Trams und Bahnen die Tests erhalten. Alle diese Menschen sollen sich zuhause zwei Mal in der Woche selbst testen, hieß es. Die Selbsttests können in Apotheken abgeholt werden.

    11.54 Uhr: Griechenland öffnet Tourismus ab 14. Mai

    Urlauber aus den anderen EU-Staaten werden ab 14. Mai ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen und Urlaub machen können. Dies teilte die griechische Tourismus-Vizeministerin Sofia Zacharaki mit. Es werde aber Voraussetzungen geben: "Die Urlauber müssen entweder geimpft sein oder einen PCR-Corona-Test vorzeigen", sagte sie dem griechischen Nachrichtensender Skai. Anschließend werden sie frei ihre Ferien in Griechenland machen können, hieß es.

    Diese Regelung werde auch für einige andere Staaten gelten. Darunter seien auch Serbien und Großbritannien, teilte die Vizeministerin weiter mit. Athen hatte bereits Ende März auf bilateraler Ebene die Quarantänepflicht für Besucher aus Israel abgeschafft. Israelische Urlauber müssen eine offizielle Bestätigung auf Englisch vorzeigen, dass sie geimpft sind. Zudem müssen 14 Tage nach der zweiten Impfung vergangen sein. Die Besucher aus Israel müssen auch einen negativen PCR-Corona-Test vorzeigen, der nicht mehr als 72 Stunden alt sein darf.

    11.47 Uhr: Fast alle Erwachsenen in Bhutan geimpft

    Innerhalb von nur 16 Tagen hat das kleine Königreich Bhutan fast alle erwachsenen Einwohner gegen das Coronavirus geimpft. Das Land zwischen Indien und China startete seine Impfkampagne am 27. März und hat damit inzwischen fast 93 Prozent der Erwachsenen erreicht. Insgesamt sind 62 Prozent der 800.000 Einwohner geimpft. Eine schnelle Immunisierung wurde durch die geringe Bevölkerungszahl in Bhutan erleichtert.

    11.42 Uhr: Einzelhandelsverband befürchtet Pleitewelle - Shoppen mit Termin hilft kaum

    Der Einzelhandelsverband HDE warnt vor einer Pleitewelle. Bei einer Umfrage unter mehr als 1.000 Unternehmen der Branche geben demnach 45 Prozent an, ihre Existenz sei im Laufe des Jahres akut gefährdet. Das betreffe vor allem Firmen, die nichts mit Lebensmitteln zu tun hätten, teilt der HDE mit. In der vergangenen Woche hätten die Umsätze von Innenstadthändlern 60 Prozent unter normalen Zeiten gelegen. "Dort, wo die Kunden mit Terminvereinbarung einkaufen durften, verzeichneten die Händler ein Minus von fast 50 Prozent."

    11.35 Uhr: Wasserverbrauch in der Pandemie deutlich gestiegen

    In Deutschland ist im Pandemie-Jahr 2020 mehr Wasser durch die Hähne der Haushalte und des Kleingewerbes geflossen. Pro Kopf wurden 129 Liter und damit vier Liter mehr am Tag verbraucht, teilt der Bundesverband der Deutschen Wasserwirtschaft (BDEW) mit. "Homeoffice, Kontaktbeschränkungen und ausgefallene Reisen haben dazu geführt, dass die meisten Bürger deutlich mehr Zeit zu Hause verbrachten und dort entsprechend mehr Wasser brauchten", sagt BDEW-Hauptgeschäftsführer Martin Weyand. Zudem sei häufiger und länger Hände gewaschen worden. Die Haushalte für sich genommen haben demnach allein noch deutlich mehr Wasser genutzt, da das Kleingewerbe wie Restaurants wegen des Lockdowns weniger brauchte.

    10.45 Uhr: Große Mehrheit der Japaner für Olympia-Absage oder Verschiebung

    72 Prozent der Japaner sprechen sich aus Angst vor einer weiteren Corona-Welle für die Absage oder Verschiebung der Olympischen Spiele und Paralympics in Tokio aus. Nur etwa 24 Prozent befürworten dagegen die Austragung des Ringe-Spektakels, das am 23. Juli mit der Entzündung des olympischen Feuers in Japans Hauptstadt beginnen soll, wie aus einer Umfrage der Nachrichtenagentur Kyodo News hervorgeht.

    39,2 Prozent der Befragten sind für eine Absage der bereits um ein Jahr verschobenen Spiele. 32,8 Prozent sprachen sich für eine zweite Verschiebung aus. 92,6 Prozent der Befragten sagten, sie seien besorgt über ein Wiederaufflammen von Virusinfektionen. In Japan geht das Impfen nur sehr schleppend voran. Nach Angaben des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales sind bis Freitag nur 0,4 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft worden. Mediziner warnen davor, dass die Spiele im schlimmsten Fall zum Superspreader-Ereignis werden und neue Virusvarianten hervorbringen könnten.

    Wegen der Notmaßnahmen in Osaka angesichts wieder steigender Infektionszahlen wurde der Abschnitt des Fackellaufs durch die Region gestrichen. Ein solches Szenario könnte sich in den nächsten Wochen an weiteren Stationen wiederholen.

    10.22 Uhr: Biontech-Impfstoff schützt laut Studie weniger gut gegen südafrikanische Variante

    Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt einer israelischen Studie zufolge weniger gut vor der südafrikanischen Virus-Mutante als vor anderen Varianten. "Die südafrikanische Variante ist in gewissem Umfang in der Lage, die Schutzwirkung des Impfstoffs zu durchbrechen", sagte Co-Studienautor Adi Stern von der Universität Tel Aviv der Nachrichtenagentur AFP. Ob die Impfung den Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit der der südafrikanischen Variante abmildert, wurde allerdings nicht untersucht.

    In der Studie der Universität Tel Aviv und der größten israelischen Krankenkasse Clalit wurden 400 Corona-Infizierte, die nicht geimpft waren, mit 400 Infizierten, die eine oder beide Impfspritzen erhalten hatten, verglichen. Der Anteil der südafrikanischen Variante B.1.351 an den Corona-Fällen in Israel liegt demnach bei weniger als einem Prozent.

    Bei 150 Probanden, die sich trotz vollständigen Impfschutzes infizierten, war der Anteil der südafrikanischen Variante den Angaben zufolge acht Mal größer als bei den ungeimpften Probanden. "Das bedeutet, dass der Pfizer/Biontech-Impfstoff, obwohl er hochwirksam ist, wahrscheinlich nicht das gleiche Maß an Schutz gegen die südafrikanische Coronavirus-Variante bietet", erklärten die Autoren.

    09.55 Uhr: Infektionszahlen in Indien steigen dramatisch

    Indien hat Brasilien als Land mit den zweitmeisten Corona-Infizierten weltweit überholt. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden nach offiziellen Angaben am Montag knapp 169.000 Infektionen - der bisher höchste Wert - registriert. 904 Menschen starben demnach im Zusammenhang mit dem Virus. Damit verzeichnet die größte Demokratie der Welt bisher mehr als 13,5 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-Cov-2 sowie rund 170.000 Todesfälle.

    Die Infektionszahlen in Indien steigen seit Wochen deutlich an - es gibt religiöse Feste und große Wahlkampfveranstaltungen ohne Masken und Abstand. So baden derzeit etwa Zehntausende Menschen als Teil einer hinduistischen Zeremonie im heiligen Fluss Ganges. Pilger sagten örtlichen Fernsehsendern, dass sie keine Angst vor dem Virus hätten.

    Bis vor kurzem gab es kaum Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Inzwischen wurden in der Hauptstadt Delhi und mehreren Bundesstaaten Notmaßnahmen wie nächtliche Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen verhängt. Aus besonders betroffenen Regionen wie dem reichsten Bundesstaat Maharashtra mit der Finanzmetropole Mumbai gibt es Berichte, dass Krankenhäuser überlastet sind.

    09.16 Uhr: Ethikerin Buyx: Geimpfte mit Getesteten gleichstellen

    Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hält es für unproblematisch, vollständig gegen Corona Geimpfte mit Menschen gleichzustellen, die negativ auf das Virus getestet wurden. Voraussetzung dafür sei, dass Tests flächendeckend verfügbar sind, sagte die Münchner Professorin im Deutschlandfunk. "Gleichzeitig muss man extrem Tempo machen beim Impfen", fügte sie hinzu. Buyx nannte es "sehr, sehr gute Neuigkeiten", denen zufolge von Geimpften keine Infektionsgefahr mehr ausgeht. Insofern sei es folgerichtig, über die Rücknahme von Einschränkungen zu sprechen.

    Die Ethikratsvorsitzende schränkte allerdings ein, dass angesichts der dritten Welle der Pandemie die entsprechenden Debatten nicht prioritär geführt werden sollten. Sie warnte davor, damit "ganz wesentliche Regeln im öffentlichen Raum" infrage zu stellen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass vollständig gegen Corona Geimpfte noch im Laufe des Monats Freiheiten zurückbekommen sollen, die andere derzeit nur durch Tests erhalten. Nach Rücksprache mit den Gesundheitsministern der Länder sollen Spahn zufolge die Verordnungen noch im April angepasst werden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Deutschland derzeit rund fünf Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft. Das entspricht etwa sechs Prozent der Bevölkerung.

    08.35 Uhr: Brinkhaus will Entscheidung über einheitliche Notbremse noch in dieser Woche

    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnt vor taktischen Spielchen bei der geplanten Neufassung des Infektionsschutzgesetzes. "Alle Argumente liegen seit Monaten auf dem Tisch. Alle Maßnahmen sind bewertet", sagt er im ARD-Morgenmagazin. "Deshalb meine dringende Bitte an die Opposition: Lasst uns das diese Woche zum Ende bringen." Wie dann im Einzelnen abgestimmt werde, sei eine andere Frage. "Aber bitte keine Verfahrensverzögerungen."

    Die Union lege Wert darauf, dass das Gesetz gemeinsam mit den Bundesländern gemacht werde. "Aber es ist kein Gesetz, so wie wir es vorhaben, bei dem der Bundesrat auch zustimmen muss. Es ist ein Einspruchsgesetz, also muss man auch nicht alle an Bord haben."

    08.15 Uhr: FDP lehnt pauschale Ausgangssperren ab

    Die FDP wird ihrem Vorsitzenden Christian Lindner zufolge einen Gesetzentwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes mit einer Ausgangssperre nicht mittragen. "Die Ausgangssperre pauschal sehen wir prinzipiell kritisch und hätten sie nicht in einen Maßnahmenkatalog aufgenommen", sagte Lindner im Deutschlandfunk. Ausgangssperren seien "bis auf wenige Ausnahmefälle" unverhältnismäßig. Die jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen seien verfassungsrechtlich fragwürdig und teilweise epidemiologisch nicht wirksam.

    08.07 Uhr: Aerosolforscher warnen vor kontraproduktiven Anti-Corona-Maßnahmen

    "Wer sich zum Kaffee in der Fußgängerzone trifft, muss niemanden in sein Wohnzimmer einladen": Führende Aerosolforscher aus Deutschland fordern von der Politik einen Kurswechsel bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Die Gefahr einer Ansteckung sei vor allem in Innenräumen gegeben, bekräftigen die Forscher in einem Brief an die Bundesregierung und an die Landesregierungen.

    Debatten über das Flanieren auf Flusspromenaden, den Aufenthalt in Biergärten, Joggen oder Radfahren seien hingegen kontraproduktiv. Hier würden wertvolle Ressourcen verschwendet. Sie kritisieren auch die Ausgangssperren: "Die heimlichen Treffen in Innenräumen werden damit nicht verhindert, sondern lediglich die Motivation erhöht, sich den staatlichen Anordnungen noch mehr zu entziehen", schreiben sie.

    07.56 Uhr: Australien wird Impfziel verfehlen

    Australien wird sein Ziel, die gesamte Bevölkerung bis Ende des Jahres gegen das Coronavirus zu impfen, nach Angaben der Regierung nicht einhalten können. Die Ankündigung von Premierminister Scott Morrison kam wenige Tage, nachdem Experten ihre Empfehlungen für die Impfung mit dem Mittel von Astrazeneca geändert hatten. Australier unter 50 Jahren sollen demnach nur noch mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer geimpft werden. Hintergrund sind Bedenken gegenüber dem Astrazeneca-Vakzin wegen möglicher Nebenwirkungen.

    Die Regierung werde keine neuen zeitlichen Ziele für eine Erstimpfung der Gesamtbevölkerung aufstellen, teilte Morrison am Montag mit. Die Impfkampagne in Australien ist unter anderem wegen Lieferproblemen nur schleppend angelaufen. Die Regierung hatte geplant, vier Millionen der insgesamt 25 Millionen Bürger bis Ende März erstmals zu impfen. Stattdessen wurden aber nur 842 000 Dosen verabreicht.

    Australien ist wegen extrem strikter Maßnahmen bisher sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen. So sind die Grenzen des Landes seit März 2020 mit wenigen Ausnahmen für alle Ausländer geschlossen. Bislang hat das Land etwa 29 000 Fälle verzeichnet, 900 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

    06.49 Uhr: Weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in England

    In Großbritannien geht es mit der Impfkampagne gut voran. Deshalb werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie im größten Landesteil weiter gelockert. In England dürfen von heute an unter anderem Läden, Friseure und auch die Außengastronomie wieder aufmachen. Auch Fitness-Studios, Schwimmbäder und Vergnügungsparks dürfen wieder Besucher empfangen.

    Es ist der zweite von mehreren Öffnungsschritten, die das Land nach dem Willen von Premierminister Boris Johnson bis zum 21. Juni wieder komplett zur Normalität führen sollen. Anders als in Deutschland sind die Fallzahlen im Vereinigten Königreich rückläufig oder stagnierend.

    05.19 Uhr: Menschen ab 55 Jahren in Frankreich werden früher geimpft

    Früher als bislang geplant sollen in Frankreich ab heute Menschen über 55 Jahren geimpft werden. Gesundheitsminister Olivier Veran erklärte, alle Menschen über 55 seien ab dann berechtigt, sich mit den Vakzinen von Astrazeneca sowie Johnson & Johnson impfen zu lassen. Die ersten Dosen des letzteren Vakzins wurden in Frankreich eine Woche früher als ursprünglich erwartet. Viele der Menschen in dieser Altersgruppe seien die Versorger ihrer Familien, sagte Veran. Zudem seien viele in Partnerschaften mit älteren Menschen - und seien in Sorge gewesen, noch einen Monat länger auf ihre Impfungen zu warten. "Jetzt können sie sich schützen".

    05.00 Uhr: RKI meldet 13.245 Neuinfektionen

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Montag 13.245 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 136,4 (Vortag: 129,2). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 99 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 78.452. Insgesamt wurden bisher mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

    03.08 Uhr: US-Seuchenbehörde CDC: 187 Millionen Impfstoff-Dosen bereits verabreicht

    Die USA haben nach Angaben der Seuchenbehörde CDC bereits 187 Millionen Impfungen vorgenommen. Wie die CDC bestätigte, seien somit mehr als 119 Millionen Amerikaner mindestens einmal geimpft worden. Bei etwa 72 Millionen Menschen seien die Impfungen sogar vollständig abgeschlossen. Die CDC-Zählung umfasst die Zweidosen-Vakzine von Moderna und Pfizer-BioNTech sowie den Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson.

    02.31: DGB unterstützt Corona-Testpflicht in Betrieben

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützt eine Corona-Testpflicht in Betrieben. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Vizekanzler Olaf Scholz (beide SPD) "vorgesehene Pflicht für die Arbeitgeber, ihren Beschäftigten regelmäßige Tests anzubieten, muss jetzt kommen". Hoffmann appellierte an CDU und CSU, ihre "Blockade" bei dem Thema aufzugeben.

    Eine Selbstverpflichtung der Arbeitgeber reiche nicht aus, mahnte der DGB-Chef. "Es ist schlicht nicht verständlich, weshalb sich Menschen im Privatbereich seit gut einem Jahr bis hin zu ihren Grundrechten einschränken, aber die Regeln für die Arbeitgeber nach wie vor butterweich sind." Dass sich die Arbeitgeber gegen verpflichtende Auflagen wehrten, sei nicht vertrauensbildend, kritisierte Hoffmann.

    Heil will schon in der kommenden Woche eine Corona-Testpflicht in allen Unternehmen durchsetzen. Er strebt einen Kabinettsbeschluss am Dienstag an. Die Pläne des Bundesarbeitsministeriums sehen einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge vor, dass alle Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice sind, das Recht auf einen Corona-Test pro Woche bekommen. Wer viel Kundenkontakt hat oder mit Lebensmitteln arbeitet, soll Anspruch auf zwei Tests pro Woche haben. Eine Bescheinigungspflicht soll es nicht geben. Für Tests mit Zertifikat sollen Kooperationen zwischen den Betrieben und Apotheken, die Schnelltests anbieten, möglich sein.

    01.10 Uhr: Chile will Sinovac-Impfstoff weiterhin einsetzen

    Chile hält den Einsatz des chinesischen Sinovac-Impfstoffs weiterhin für sinnvoll. Nachdem Chinas Direktor des Zentrums für Krankheitskontrolle und Prävention am Samstag auf einer Konferenz erklärte, dass das Vakzin keine sehr hohen Schutzraten habe, verteidigt der chilenische Wissenschaftsminister Andres Couve den Impfstoff. Laut Couve sei es wichtig, sich auf die verfügbaren Daten und die Effektivität von Sinovac zu konzentrieren.

    Eine Studie der Universität von Chile habe vergangene Woche ergeben, dass das Vakzin zu 54 Prozent wirksam sei. Chile hat 60 Millionen Sinovac-Dosen bestellt, die über einen Zeitraum von drei Jahren an die 18 Millionen Einwohner des Landes verabreicht werden sollen.

    01.01 Uhr: Lauterbach: EM in zwölf Ländern "verantwortungslos"

    Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält das Festhalten der UEFA an einer Fußball-EM in möglichst zwölf Ländern in diesem Sommer für "verantwortungslos". Der SPD-Politiker verwies in einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" auf ein steigendes Risiko für Fußballprofis auf Spätfolgen nach Corona-Infektionen. "Das sind gesundheitliche Langzeitschäden, die das sofortige Karriereende bedeuten können. Dies muss man Menschen, deren Gesundheit ihr Kapital ist, ehrlich mitteilen", sagte Lauterbach mit Blick auf Erkrankungen, die in der Fachsprache Long Covid (Langes Covid-19) genannt werden.

    Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will am 19. April entscheiden, ob die auf dieses Jahr verlegte Europameisterschaft wie geplant in zwölf Ländern gespielt werden kann. Als deutscher Ausrichter ist München vorgesehen. Kernpunkt ist die Zulassung von Zuschauern, die acht EM-Städte bereits zugesichert haben. München muss bei seinem Konzept in diesem Punkt nach Willen der UEFA noch nachbessern.

    00.15 Uhr: Iran verzeichnet Jahreshöchststand bei täglichen Corona-Toten

    Der Iran hat am Sonntag die bislang in diesem Jahr höchste Zahl an Corona-Todesfällen binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie registrierten Todesfälle stieg auf fast 64 500, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 258 Todesfälle verzeichnet. In einem Nachrichtenbeitrag hieß es, die Gesundheitsbehörden hätten zudem seit dem Vortag 21 063 neue Corona-Fälle registriert. Seit Pandemie-Beginn waren es somit mehr als 2,07 Millionen. Der Höchstwert stammt von Mitte November. Damals wurden an einem Tag mehr als 480 Corona-Tote gezählt.

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