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Corona: Die Ereignisse vom 19. Oktober bis 25. Oktober | BR24

© dpa-Bildfunk / Robert Michael

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    Corona: Die Ereignisse vom 19. Oktober bis 25. Oktober

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom vom 19. Oktober bis 25. Oktober.

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    Dienstag, 20. Oktober 2020

    23.35 Uhr: Insgesamt fast 155.000 Tote in Brasilien

    Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 23.227 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf knapp 5,3 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 661 auf 154.837 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

    22.15 Uhr: Rund 300.000 mehr Tote in den USA als gewöhnlich

    Während der Pandemie sind in den USA knapp 300.000 mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der vergangenen Jahre, teilen die US-Seuchenbehörden CDC mit. Etwa zwei Drittel der zusätzlichen Todesfälle zwischen dem 26. Januar und dem 3. Oktober seien wahrscheinlich auf das Coronavirus zurückzuführen. Die sogenannte Übersterblichkeit ist Epidemiologen zufolge die beste Möglichkeit, die tatsächliche Zahl der Toten bei einem Krankheitsausbruch zu ermitteln. Laut den CDC sind übermäßig viele Menschen mit hispanischen und afroamerikanischen Wurzeln an dem Virus gestorben. Auch in der Gruppe der 25- bis 44-Jährigen sei die Zahl der Todesfälle vergleichsweise höher gewesen als in der Vergangenheit.

    21.55 Uhr: Italiens Schwimmteam in Quarantäne

    Im Schwimmteam der italienischen Nationalmannschaft haben sich zehn weitere Athleten während eines Trainingslagers in den italienischen Alpen mit dem Coronavirus infiziert. Das Trainingslager soll nach Angaben des italienischen Schwimmverbandes abgebrochen und das Team unter Quarantäne gestellt worden sein, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Unter den Infizierten sollen auch die beiden Weltmeisterinnen Simona Quadarella und Gabriele Detti sein. Olympiasiegerin Federica Pellegrini befindet sich den Angaben zufolge bereits in häuslicher Isolation, nachdem sie in der vergangenen Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die Gesamtzahl der Infizierten im Team beträgt laut AP damit mindestens 13. Den Angaben des Verbandes zufolge soll keiner der Sportler bislang Symptome zeigen. Die Mannschaft bereitet sich derzeit auf die Olympischen Spiele 2021 in Tokio vor.

    21.10 Uhr: Bulgariens Präsident muss in Selbstisolation

    Der bulgarische Präsident Rumen Radew muss sich nach Einschätzung des heimischen Gesundheitsministeriums in Selbstisolation begeben. Radew sei in Kontakt mit einem Militärvertreter gekommen, der später positiv auf Corona getestet worden sei, erklärt Gesundheitsminister Kostadin Angelow. Radew habe am Dienstag nach einer abgebrochenen Reise nach Estland zwar ein negatives Testergebnis vorgelegt, es müsse aber noch ein zweiter Test abgewartet werden.

    20.55 Uhr: Mehrzahl der Ansteckungen nicht mehr nachvollziehbar

    In jeder zweiten besonders von der Pandemie betroffenen Kommune in Deutschland können die Gesundheitsämter einem Medienbericht zufolge eine Mehrzahl der Ansteckungen nicht mehr auf ein Ausbruchsszenario zurückführen. Das ergab eine Umfrage der "Welt" unter den 20 Kommunen, die zu Wochenbeginn die höchste Inzidenz aufwiesen. Aus besonders betroffenen Landkreisen und Städten heiße es, das Infektionsgeschehen sei diffus. Wo sich eine Person angesteckt habe, sei oft nicht nachzuvollziehen.

    20.05 Uhr: FC Bayern-Spieler Gnabry positiv auf Corona getestet

    Der deutsche Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry vom FC Bayern ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Rekordmeister am Dienstagabend bekannt. Dem 25-Jährigen "geht es gut", hieß es in einer knappen Mitteilung der Münchner. Der Offensivspieler befinde sich in häuslicher Quarantäne und wird damit vorerst ausfallen. Am Mittwoch startet der FC Bayern mit einem Heimspiel gegen Atlético Madrid in die neue Saison der Champions League.

    19.50 Uhr: Gesamtzahl der Corona-Toten in den USA übersteigt 219.000

    Binnen 24 Stunden sind in den USA 60.061 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt haben sich nach Angaben der Seuchenschutzbehörden CDC 8,189 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 513 auf 219.499. Die Zahlen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) spiegeln nicht unbedingt die Daten wider, die die einzelnen Bundesstaaten melden.

    19.40 Uhr: Tschechiens Regierung hält strengere Regeln für nötig

    In Tschechien veranlasst der steile Anstieg von Neu-Infektionen, schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen die Regierung dazu, der Bevölkerung ins Gewissen zu reden. "Ich bitte eindringlich darum, die bestehenden Anordnungen zu respektieren", sagt Gesundheitsminister Roman Prymula im Parlament. "Wir stellen nämlich fest, dass dies nicht der Fall ist." Deshalb müssten strengere Regeln ins Auge gefasst werden. Welche das sein könnten, sagt Prymula nicht. Andere Minister haben aber bereits eine Art Lockdown ins Gespräch gebracht. Für Mittwochmorgen hat die Regierung eine Krisensitzung anberaumt. In Tschechien sind Schulen, Theater, Kinos und Sportstätten bereits geschlossen, Restaurants dürfen Essen nur außer Haus verkaufen. Geschäfte sind aber noch geöffnet.

    19.35 Uhr: AstraZeneca könnte US-Impfstoffstudie diese Woche fortsetzen

    AstraZeneca könnte seine US-Impfstoffstudie Insidern zufolge noch diese Woche wieder aufnehmen. Es werde erwartet, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA grünes Licht gibt, sagen vier mit der Sache vertraute Personen. Die Studie liegt seit dem 6. September auf Eis. Sie musste nach einer ungeklärten Erkrankung bei einem Probanden unterbrochen werden. Von der FDA war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

    19.20 Uhr: Niedersachsen für Aufschub des Castor-Transports

    Niedersachsen will den für Anfang November geplanten Castor-Atomtransport durch Deutschland wegen der Corona-Pandemie erneut verschieben. In einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD), "dass der Transport und die damit einhergehenden Einsatzmaßnahmen erneut verschoben werden", wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Das Innenministerium in Hannover bestätigte das Schreiben.

    19.10 Uhr: Bulgarien: Maskenpflicht im Freien

    In Bulgarien ist ab Donnerstag das Tragen von Schutzmasken auch im Freien wieder Pflicht. Ziel sei es, die Zahl der Neuerkrankungen zu reduzieren und das Klinikpersonal zu entlasten, erläuterte Gesundheitsminister Kostadin Angelow. Die bei Kritikern heftig umstrittene Maßnahme soll vorerst bis Ende November gelten. Auch in Bulgarien ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt massiv gestiegen. In dem südosteuropäischen Land mit 6,9 Millionen Einwohnern wurde heute mit 1024 neuen Corona-Fällen ein neuer Höchststand verzeichnet. Derzeit sind insgesamt 12.366 Menschen infiziert. Vor einer Woche waren es noch 8.099.

    19.05 Uhr: Johnson kündigt strenge Einschränkungen für Manchester an

    Der britische Premierminister Boris Johnson hat strengere Regeln für Manchester und Umgebung angekündigt. Ab Freitag würden im Ballungsraum der nordenglischen Stadt die schärfsten Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie gelten, sagt Johnson. Er geht dabei ohne Konsens mit dem Bürgermeister von "Greater Manchester", Andy Burnham, vor. Burnham hatte zuvor von der Londoner Regierung vergeblich mehr finanzielle Hilfen für jene Unternehmen gefordert, die nun ihren Betrieb einstellen müssen.

    18.40 Uhr: Werder Bremen gegen Hoffenheim ohne Zuschauer

    Fußball-Bundesligist Werder Bremen muss auch sein Heimspiel gegen Hoffenheim am kommenden Sonntag ohne Zuschauer austragen. Das gab der Club nach einer Entscheidung des zuständigen Gesundheitsamts bekannt. In Bremen liegt der Inzidenzwert schon länger über der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

    18.35 Uhr: Zahl der Todesfälle in Großbritannien stark angestiegen

    In Großbritannien ist die Zahl der Verstorbenen, die innerhalb von 28 Tagen vor ihrem Tod positiv auf Corona getestet wurden, stark gestiegen. Die britischen Behörden meldeten heute 241 Todesfälle, gestern waren es noch 80 gewesen. Auch die Infektionszahlen steigen weiter. Innerhalb von 24 Stunden haben sich den Behörden zufolge 21.331 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, am Vortag waren es 18.804.

    18.30 Uhr: Schweiz hat rechnerisch doppelt so viele Corona-Fälle wie Italien

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Schweiz hat sich binnen einer Woche verdoppelt. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl zähle die Schweiz damit doppelt so viele Neuansteckungen wie Italien, sagte Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG).

    3.008 neue Corona-Fälle in 24 Stunden wurden am Dienstag in der Schweiz und in Liechtenstein (gemeinsam rund 8,6 Millionen Einwohner) gemeldet. Zudem registrierte das BAG acht neue Todesfälle. Italien zählte jüngst um die 10.000 neue Fälle pro Tag bei rund 60 Millionen Einwohnern.

    In der Schweiz gilt seit Montag ein Versammlungsverbot für mehr als 15 Menschen im öffentlichen Raum, die Maskenpflicht wurde auf öffentlich zugängliche Räume wie Geschäfte oder Bahnhöfen und Haltestellen ausgedehnt. Im Schnitt stecke in der Schweiz jeder Infizierte derzeit 1,6 weitere Menschen an. Es müsse dazu von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden, sagte Kuster.

    18.25 Uhr: Reisemesse CMT in Stuttgart abgesagt

    Die für Ende Januar 2021 geplante Suttgarter Reisemesse CMT (Caravaning, Motor, Touristik) fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Das bestätigte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Wann die Veranstaltung nachgeholt werden soll, steht noch nicht fest. "Es gibt Überlegungen, aber noch kein konkretes Datum", sagte die Sprecherin. Die CMT ist nach eigenen Angaben die weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus. In diesem Jahr kamen rund 300.000 Besucher.

    18.19 Uhr: Maskenpflicht für Grundschüler in München aufgehoben

    Die Maskenpflicht an Münchner Grundschulen ist ab morgen aufgehoben. Das gilt auch für die Grundstufen der Förderzentren. Das gab Oberbürgermeister Dieter Reiter in einer Pressemeldung bekannt. Die Entscheidung ist laut Reiter bei einem Treffen mit seinem Krisenstab gefallen. Man sei zur Überzeugung gelangt, dass Grundschüler keine Infektionstreiber sind, so Reiter. Für SchülerInnen ab Jahrgangsstufe 5 bleibt die Maskenpflicht allerdings erhalten, soweit der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann.

    18.05 Uhr: ECDC zählt mehr als fünf Millionen bestätigte Corona-Fälle in Europa

    In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten haben sich mittlerweile mehr als fünf Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Bis Dienstag wurden dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) insgesamt 5.039.783 Fälle aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) zuzüglich Großbritannien gemeldet. Das sind rund 130.000 mehr als am Vortag, wie aus einer täglich aktualisierten Übersicht des ECDC hervorgeht.

    Die mit Abstand meisten Corona-Fälle haben demnach Spanien (974.449), Frankreich (910.277) und Großbritannien (741.212) verzeichnet. Dahinter folgen Italien (423.578), Deutschland (373.167), die Niederlande (235.954) und Belgien (230.387). In der gesamten Region hat es bislang rund 202.000 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gegeben.

    Zum EWR zählen neben den 27 EU-Staaten auch Norwegen, Island und Liechtenstein. Das ECDC schließt auch das frühere EU-Mitglied Großbritannien mit ein. Dafür wird die Schweiz mit ihren bislang rund 83.000 bestätigten Corona-Fällen nicht miteingerechnet.

    Deutlich höher sind die Corona-Zahlen für Europa beim WHO-Regionalbüro. Das liegt daran, dass die WHO Europa insgesamt 53 Länder zur europäischen Region zählt. Die Zahl der bestätigten Infektionen lag in der WHO-Auswertung am Dienstag bei knapp 8,2 Millionen, die Todeszahl bei fast 260.000.

    17.41 Uhr: Umfrage: US-Bürger haben Vertrauen in Corona-Informationen verloren

    Die Menschen in den USA haben einer aktuellen Umfrage zufolge das Vertrauen in Informationen zur Corona-Pandemie verloren. Deutlich weniger Amerikaner als noch im April glaubten, was ihr Präsident, Regierungsinstitutionen, Medien oder auch Freunde und Familie ihnen über das Coronavirus erzählten, geht aus einer Studie der Nachrichtenagentur AP und des Forschungszentrums NORC hervor.

    Bei einer ähnlichen Befragung im April hatten noch 23 Prozent erklärt, den Angaben Donald Trumps zur Pandemie voll oder weitestgehend Glauben zu schenken. Weniger als zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl am 3. November sind es noch 16 Prozent. Der Anteil der Menschen, die ihm in der Sache kaum oder gar nicht trauen, liegt den Angaben zufolge bei 64 Prozent.

    17.38 Uhr: Mehr als 21.000 Neu-Infektionen in Großbritannien

    Großbritannien meldet 21.331 Neu-Infektionen. Am Montag waren es noch 18.804. Die Zahl der Todesfälle liegt noch deutlicher über dem Vortageswert: Am Dienstag berichten die britischen Behörden von 241 verstorbenen Patienten, die innerhalb der 28 Tage vor ihrem Tod positiv auf Corona getestet wurden. Am Montag galt dies für 80 Tote.

    17.09 Uhr: Corona-Ampel in Nürnberg auf rot

    Wegen der stark gestiegenen Infektionszahlen ist die Corona-Ampel in Nürnberg auf rot umgesprungen. Daher gelten ab Mitternacht strengere Hygieneschutzregeln, teilte die Stadt mit. Die Maskenpflicht gilt nun in allen öffentlichen Gebäuden und Freizeiteinrichtungen, für alle Schulen sowie für die Horte. Der Präsenzunterricht sowie der Betrieb in den Kitas soll aber aufrechterhalten werden. Private Feiern werden auf Angehörige von maximal zwei Hausständen oder fünf Personen begrenzt. Zwischen 22 und 6 Uhr gilt für die Gastronomie eine Sperrstunde. Dann dürfen auch Tankstellen keinen Alkohol verkaufen und auf öffentlichen Plätzen darf kein kein Alkohol konsumiert werden. Sportveranstaltungen finden ohne Zuschauer statt.

    16.19 Uhr: Weiteres Beherbergungsverbot außer Kraft

    Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald hat die strengen Corona-Vorschriften für Einreisende nach Mecklenburg-Vorpommern teilweise außer Vollzug gesetzt. Das Gericht gab den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Corona-Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit.

    16.08 Uhr: Berlin hält an Sperrstunde fest

    Berlin wird nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller an der Sperrstunde ab 23 Uhr für die Gastronomie festhalten. Sie sei gerichtlich ohnehin nur für die elf Kläger gekippt worden. Nun wolle man sie mit einer Verordnung und gesetzlichen Grundlage absichern, kündigt Müller an. Brandenburgs Landesregierung teilt mit, dass sie ein Ausschankverbot für Alkohol von 23 bis 6 Uhr beschlossen habe.

    16.07 Uhr: Gericht kippt Beherbergungsbeschränkungen für Mecklenburg-Vorpommern

    Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die bislang geltenden Beherbergungsbeschränkungen für Urlaubsgäste aus Corona-Risikogebieten gerichtlich gekippt worden. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gab den Eilanträgen von zwei Hotelbetrieben statt, die gegen die geforderten Corona-Negativtests geklagt hatten. Die Landesregierung habe keinen sachlichen Grund darlegen können, weshalb Urlaubsgäste aus Risikogebieten anders zu behandeln seien als etwa Schüler, Studenten oder Berufspendler, teilte das Gericht zur Begründung mit.

    15.53 Uhr: Altmaier spricht sich für verkaufsoffene Sonntage aus

    In der Corona-Krise will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier einen neuen Anlauf nehmen, um mehr Sonntagsöffnungen von Geschäften zu erreichen. Das habe er bereits nach dem Lockdown im März und April angeregt, so der CDU-Politiker. Er werde das jetzt noch einmal aufgreifen. Wenn es dazu auf Bundesebene keine Einigung gebe, wünsche er sich, dass Bundesländer vorangingen.

    Kein Einzelhändler werde gezwungen, am Sonntag zu öffnen, sagte Altmaier. "Aber es ist aus meiner Sicht so, dass man jedem, der das möchte, die Gelegenheit geben sollte." Das gebe auch die Möglichkeit, im Kampf gegen die Corona-Krise die Kundenströme zu entzerren.

    15.48 Uhr: Fast 8.200 Corona-Neuinfektionen in den Niederlanden

    In den Niederlanden sind bei den Gesundheitsbehörden 8.182 Corona-Neuinfektionen in 24 Stunden gemeldet worden. Das sind 170 mehr als am Vortag und ein neuer Höchstwert, wie das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mitteilte. Die Niederlande gehören zu den Ländern in Europa, die von der zweiten Welle der Corona-Pandemie am stärksten betroffen sind. In Deutschland mit fast fünf Mal so vielen Einwohnern waren zuletzt in 24 Stunden rund 6.800 Fälle gemeldet worden.

    Auch die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen steigt schnell an. Fast jedes dritte Bett auf den Intensivstationen ist mit einem Covid-19-Patienten belegt. Inzwischen werden Patienten bereits auf andere Kliniken verteilt. Auch Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten angeboten, Patienten aus den Niederlanden aufzunehmen.

    15.47 Uhr: Spahn verteidigt Pläne für verlängerte Sonderbefugnisse

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigt seine Pläne zur Verlängerung von Sonderrechten in Pandemiefällen. Die Existenz entsprechender Regelungen entspringe "nicht Willkür oder Zufall", sagte Spahn im gemeinsamen "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. Sonderbefugnisse des Bundesgesundheitsministers bei der Pandemiebekämpfung hätten vielmehr "gesetzliche Grundlagen" und würden vom Bundestag regelmäßig diskutiert.

    Das Bundesgesundheitsministerium strebt im Eilverfahren eine Neufassung des Infektionsschutzgesetzes an, wodurch spezielle Befugnisse des Ministers zur Seuchenbekämpfung über den 31. März 2021 hinaus verlängert sowie erweitert werden sollen. Die Sonderrechte zum Erlass von Verordnungen sind bislang befristet und müssen vom Parlament regelmäßig verlängert werden. Die Pläne Spahns waren auf breite Kritik gestoßen.

    15.40 Uhr: Lufthansa fliegt auch im Sommer Milliardenverlust ein

    Der Einbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise hat der Lufthansa auch im Sommer einen Milliardenverlust eingebrockt. Trotz Ausweitung des Flugangebots im Juli und August belief sich der bereinigte Verlust vor Zinsen und Steuern im dritten Quartal auf 1,26 Milliarden Euro, wie der in der Krise vom Staat gerettete Konzern überraschend mitteilte. Im zweiten Quartal hatte sich das Minus allerdings noch auf 1,7 Milliarden Euro belaufen.

    Dank der Staatshilfen zeigte sich das Management zuversichtlich, dass der Lufthansa-Konzern auch weiteren Belastungen durch die Corona-Pandemie standhalten kann. Ende September verfügte der Konzern den Angaben zufolge über flüssige Mittel von 10,1 Milliarden Euro.

    15.34 Uhr: Berliner Senat weitet Maskenpflicht aus

    Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird die Maskenpflicht in Berlin ausgeweitet. Sie soll künftig auch für Wochenmärkte, bestimmte Einkaufsstraßen und Warteschlangen gelten, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Das beschloss der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Koalitionskreisen.

    15.18 Uhr: Rote Ampel für den Freistaat

    Bayern insgesamt liegt nun über dem bundesweit vereinbarten Warnwert von 50. Genau 51,72 Infizierte je 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag in Erlangen.

    In allen Regierungsbezirken steigen die Zahlen. Oberbayern liegt mit dem sogenannten Inzidenz-Wert von 64 vorne, gefolgt von Schwaben (59,81) und Niederbayern (56,02). Unter der wichtigen 50er-Warnstufe liegen Unterfranken (45,01), die Oberpfalz (38,04), Mittelfranken (37,57) und Oberfranken (24,12).

    Spitzenreiter ist weiter der Landkreis Berchtesgadener Land mit 236,01 registrierten Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner. Bayerns drittgrößte Stadt Augsburg folgt mit 123,07, Weiden mit 116,98, Schweinfurt mit 104,82. Für den Landkreis Rottal-Inn wurde ein Wert von 134,15 angegeben, für den Landkreis Mühldorf am Inn 102,7.

    Im gesamten Freistaat sind bisher 80.966 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden (Stand: Dienstag, 08.00 Uhr). 2.719 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten, sind in Bayern gestorben. Als genesen galten rund 67.380 Menschen.

    15.05 Uhr: Mehrheit würde sich impfen lassen

    Die meisten Menschen würden sich einer weltweiten Studie zufolge auf Empfehlung ihrer Regierung oder ihres Arbeitgebers gegen Covid-19 impfen lassen. 71,5 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie sehr oder eher wahrscheinlich einen Corona-Impfstoff nehmen würden. 61,4 Prozent erklärten, sie würden eine entsprechende Empfehlung ihres Arbeitgebers akzeptieren. An der Studie des Vaccine Confidence Projekts, das unter anderem von der Europäischen Kommission und Pharmaunternehmen finanziert wird, nahmen im Juni weltweit 13.000 Menschen in 19 Ländern teil.

    Ältere Menschen gaben eher an, einen Impfstoff zu nehmen, während jüngere Befragte eher die Empfehlung eines Arbeitgebers akzeptierten. Besonders hohe Zustimmung kam aus China, wo rund 90 Prozent der Studienteilnehmer einen Impfstoff nehmen würden, in Russland waren es dagegen weniger als 55 Prozent. Bislang ist international noch kein Corona-Impfstoff auf dem Markt. Nur Russland hatte im August als weltweit erstes Land einen Impfstoff zugelassen, der aber weniger als zwei Monate an Menschen getestet wurde.

    14.22 Uhr: Bayern plant keine automatischen Lockdowns

    Für einen Lockdown wie in Berchtesgaden sieht Bayern im Gegensatz zu anderen Beschränkungen keinen Automatismus vor. Über derartige Ausgangsbeschränkungen werde im Einzelfall entschieden, erläutert Staatskanzleichef Florian Herrmann nach einer Kabinettssitzung. "Also kein Automatismus, keine Marke, sondern eine fachkundige, sachkundige, inhaltliche Abwägung." Bayern hatte eine so genannte "Corona-Ampel" eingeführt, die vom Infektionsgeschehen abhängige Versammlungsbeschränkungen und Maskenpflichten vorsieht.

    14.04 Uhr: Dehoga warnt nach Berchtesgaden vor "Knockout" für Branche

    Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband bezeichnet den Lockdown in der Fremdenverkehrsregion Berchtesgaden als "tiefen und schmerzhaften Schlag". "Wir müssen nun gemeinschaftlich alles daransetzen, dass aus dem Lockdown kein Knockout für unsere Branche und somit für den Tourismus sowie die regionalen Wirtschaftsstrukturen wird", erklärt Dehoga-Landesverbandschefin Angela Inselkammer.

    13.44 Uhr: Mehr als 16.300 Corona-Neuinfektionen in Russland

    Russland meldet mit 16.319 Corona-Neuinfektionen so viel wie nie zuvor. Allein in der Hauptstadt Moskau seien binnen 24 Stunden 4.999 weitere Ansteckungen festgestellt worden, teilen die Behörden mit. Landesweit beläuft sich die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle damit inzwischen auf mehr als 1,43 Millionen. Die Zahl der amtlich gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion erhöhte sich um 269 auf 24.635.

    11.25 Uhr: Österreich zählt über 1.500 Neuinfektionen

    In Österreich wurden binnen 24 Stunden 1.524 Neuinfektionen gemeldet. In der Hauptstadt Wien wurden 333, in Tirol 292, in Oberösterreich 243 und in Vorarlberg 155 neue Corona-Fälle registriert. Österreichweit werden 889 Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt, davon 145 auf Intensivstationen. 914 Menschen sind an den Folgen des Corona-Virus verstorben.

    11.00 Uhr: Iran: Corona-Totenzahlen mehr als doppelt so hoch wie angegeben

    Die Zahl der Corona-Toten im Iran ist nach Angaben aus dem Krisenstab des Landes mehr als doppelt so hoch wie vom Gesundheitsministerium angegeben. "Die amtliche Statistik müsse mit 2,5 multipliziert werden, um an die realen Zahlen zu kommen", sagte Massud Mardani, Mitglied des iranischen Corona-Krisenstabs, der Nachrichtenagentur Isna am Dienstag. Nach dieser Berechnung läge die Zahl der Corona-Todesfälle bei mehr als 840 pro Tag - und nicht wie vom Gesundheitsministerium angegeben bei 337.

    Am Montag meldete das iranische Gesundheitsministerium mit 337 gestorbenen Covid-19-Patienten binnen 24 Stunden so viele Corona-Tote wie noch nie zuvor. Die Gesamtzahl der Corona-Toten liege damit seit dem Ausbruch der Pandemie im Iran Ende Februar bei 30.712, die der Infizierten bei 534.631. Der Iran hat etwa so viele Einwohner wie Deutschland.

    10.42 Uhr: Nürnberger Kirchen planen Heiligabend im Stadion

    Wenn es Corona zulässt, wird in diesem Jahr an Heiligabend (24. Dezember) im Nürnberger Fußballstadion ein Weihnachtsgottesdienst stattfinden. Derzeit liefen die Planungen der Kirchen angesichts der Fallzahlen noch am Grünen Tisch, sagte die Sprecherin des evangelischen Dekanats, Stefanie Reuther.

    "Wir können aber für ein Ereignis dieser Größenordnung nicht die Vorbereitungen erst Anfang Dezember beginnen." Man sei sich bewusst, dass die Pandemie das Vorhaben auch scheitern lassen könne.Der Weihnachtsgottesdienst im Stadion soll "etwas Flottes" werden, erklärte Reuther. Die Band des Spätaufsteher-Gottesdienstes "PopUp" soll spielen. In dem Stadion könnten die Gottesdienstteilnehmer in sicherem Abstand voneinander sitzen,

    10.28 Uhr: Lockdown im Berchtesgadener Land: Rund 2.500 Gäste müssen abreisen

    Die Ausgangsbeschränkungen (aufgrund der rasant gestiegenen Neuinfektionen mit Corona) im Berchtesgadener Land treffen auch die Hotels mit seinen rund 1.900 Gastgebern hart, denn alle Gäste müssen abreisen. Die "Berchtesgadener Land Tourismus GmbH" schätzt dass derzeit 2.300 bis 2.500 Gäste in der Region Urlaub machen und heute ihre Koffer packen und auschecken.

    Ein Sprecherin meinte, die Gäste zeigten sich größtenteils verständnisvoll und voll Mitgefühl mit den Hoteliers. Der Gast müsse keine Stornierung zahlen. Alle Gastgeber hoffen, dass sie in 14 Tagen wieder öffnen können. Momentan gelten die Einschränkungen ab heute, 14 Uhr bis einschließlich 2. November,

    10.25 Uhr: Forscher - Arbeitsmärkte stabilisieren sich trotz Corona-Krise

    Trotz Corona-Krise haben sich die Aussichten auf den Arbeitsmärkten in vielen europäischen Ländern nach dem Einbruch im Frühjahr wieder verbessert. "Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Europa stabilisiert sich, aber die Krise ist noch nicht überstanden", erklärte am Dienstag Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.

    Aktuell stehe das europäische Arbeitsmarktbarometer bei 98,7 Punkten auf einer Skala von 90 bis 110 Punkten, teilte das IAB mit. Nach einem tiefen Absturz im April auf 93,5 Punkte sei damit ein erheblicher Teil des Rückgangs wieder ausgeglichen.

    10.15 Uhr: Landkreis Rottal-Inn hat bayernweit zweithöchsten Inzidenzwert

    Für den niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn meldet das Robert Koch-Institut heute mit 134,2 den zweithöchsten Inzidenzwert in Bayern. Schon seit einigen Tagen gilt in Rottal-Inn wie in allen bayerischen Landkreisen, die bei der 7-Tage-Inzidenz den Grenzwert von 50 übersteigen, die Maskenpflicht in allen Jahrgangsstufen der Schule.

    Insgesamt sind laut Landratsamt im Moment (Stand: 20.10., 9:00 Uhr) 166 Personen aktiv am Coronavirus erkrankt. Außerdem befinden sich im Landkreis Rottal-Inn derzeit 959 Menschen in Quarantäne. Am Samstag (17.10.) sind 38 neue Fälle dazugekommen, am Sonntag (18.10.) waren es 20 neue Fälle und gestern (19.10.) waren es zwei. Fast alle neuen Fälle verteilen sich laut Landratsamt auf den gesamten Landkreis, es gebe also derzeit keine Hotspots, sagte der Pressesprecher des Landratsamtes, Kempf dem BR.

    10.05 Uhr: Corona-Ampel jetzt auch im Landkreis Landsberg auf "rot"

    Auch der oberbayerische Landkreis Landsberg am Lech überschreitet nun den Corona-Warnwert von 50 Neuinfizierten in den letzten sieben Tagen. Das Robert-Koch-Institut meldet heute einen Wert von 57,4 (Stand: 20.10.2020, 0:00 Uhr). Insgesamt sind im Landkreis bislang 587 gemeldete Corona-Infektionen bekannt. Zehn Todesfälle stehen laut RKI im Zusammenhang mit Covid 19.

    09.44 Uhr: Chinesischer Pharmakonzern testet Impfstoff an 60.000 Menschen

    Das chinesische Pharmaunternehmen Sinopharm hat seinen potenziellen Corona-Impfstoff bislang an rund 60.000 Menschen in einer entscheidenden Phase-III-Studie getestet. Dabei seien keine schwerwiegenden Nebenwirkungen festgestellt worden, sagt Konzernchef Liu Jingzhen auf einer Pressekonferenz der Regierung. Im kommenden Jahr könnte das Unternehmen in der Lage sein, mehr als eine Milliarde Dosen des Impfstoffs herzustellen.

    08.10 Uhr: Gesamtes Ruhrgebiet gilt als Risikogebiet

    Das gesamte Ruhrgebiet gilt seit heute Morgen als Risikogebiet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist auch die Stadt Oberhausen mit 52,7 über die wichtige Corona-Kennzahl von 50 gekommen. Auf einer Karte des RKI zieht sich ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld. Die Städteregion Aachen, Solingen, Gelsenkirchen und Herne sind sogar dunkelrot markiert - sie liegen über dem Wert von 100 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt Köln liegt mit dem Wert 97,8 noch knapp unter der 100. Allerdings nahm die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in der Domstadt von Montag auf Dienstag um 22,4 Punkte stark zu.

    08.00 Uhr: "Deutschland nicht besser durch Corona-Krise gekommen"

    Der Wirtschaftsforscher Marcel Fratzscher hat dem Eindruck widersprochen, Deutschland sei bislang gut durch die Corona-Krise gekommen. "Tatsächlich hat Deutschland aber mehr Infizierte und Tote pro eine Million Einwohner als die meisten anderen Länder. Die Wirtschaft schrumpft stärker. Und die Einschränkungen des täglichen Lebens sind signifikant.

    "Trotzdem empfänden viele Menschen, Deutschland sei glimpflich davongekommen. Fratzscher sieht hier ein "beeindruckendes Maß an Solidarität und Hilfsbereitschaft" als Ursache. Dies sei eine Stärke Deutschlands. Der Ökonom verglich die Lage der Bundesrepublik mit den USA: Während in Amerika in den ersten Monaten der Pandemie 40 Millionen Menschen ihre Arbeit verloren hätten und sich viele keine Gesundheitsversorgung leisten könnten, seien in Deutschland 7,5 Millionen Menschen in Kurzarbeit gegangen und nicht durchs Raster gefallen. Fratzscher: "Jeder bekommt eine gute Gesundheitsversorgung ohne große Unterschiede, vor allem in lebensbedrohlichen Lagen."

    07.30 Uhr: 6.848 Neuinfizierte in Deutschland

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 6.868 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, auf 373.167. Weitere 47 Menschen sind binnen 24 Stunden an oder mit dem Virus gestorben. Damit klettert die Zahl der Todesfälle auf 9.836.

    06.30 Uhr: Söder: Corona-App ein "zahnloser Tiger"

    Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich in den Zeitungen der Funke Mediengruppe für eine Stärkung der Corona-App ausgesprochen. "Die App ist leider bisher ein zahnloser Tiger. Sie hat kaum eine warnende Wirkung", sagte der CSU-Chef. Es brauche ein Update, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen.

    Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte eine Verbesserung der Corona-Warn-App. Es sei nicht akzeptabel, dass nur 60 Prozent der positiv getesteten Nutzer ihren Befund der App melden, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Nach Regierungsangaben ist die Corona-Warn-App inzwischen 19,6 Millionen Mal heruntergeladen worden. In 1,8 Millionen Fällen sind Testergebnisse über die App übermittelt worden. Derzeit werden rund 500 Infektionen pro Tag von Nutzern in der App gemeldet und mögliche Kontaktpersonen informiert. Die Nutzung der Corona-Warn-App ist ebenso freiwillig wie die Information über einen positiven Befund.

    05.00 Uhr: Irland vor sechswöchigem Lockdown

    Irland kehrt als erstes EU-Land in den Corona-Lockdown zurück. Ministerpräsident Micheal Martin ordnete erneut eine Ausgangssperre für die Bevölkerung an. Die Maßnahmen gelten ab Mittwoch um Mitternacht für die kommenden sechs Wochen. Ausnahme bildeten Schulen, diese sollen geöffnet bleiben. Die Regierung beschloss die Schließung aller nicht notwendigen Geschäfte, Restaurants und Bars dürfen nur noch Außer-Haus-Service anbieten.

    Menschen dürfen sich demnach nur noch im Umkreis von fünf Kilometern von ihrem Wohnort bewegen. Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sollen dennoch offen bleiben. Zuletzt erlebte Irland wie viele Länder in Europa einen erneuten Anstieg der Fallzahlen. Am Montag meldeten die Behörden mehr als eintausend Neuinfektionen. Offiziellen Zahlen zufolge starben in Irland seit Beginn der Pandemie 1852 Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

    Montag, 19. Oktober 2020

    23.05 Uhr: Mehr als 2000 Patienten auf Intensivstationen in Frankreich

    Nach dem massiven Anstieg der Corona-Fälle in Frankreich hat sich auch die Zahl der auf den Intensivstationen befindlichen Menschen stark erhöht. Auf 2090 Intensivbetten liegen derzeit Corona-Patienten - 1441 mehr als vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörden bekanntgaben. In den vergangenen 24 Stunden starben demnach 146 Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung. Zuletzt wurden im Mai mehr als 2000 Menschen auf Intensivstationen behandelt. Auf dem Höhepunkt der Pandemie im April lagen mehr als 7000 Patienten auf den Intensivstationen des Landes. Frankreich hat nach Angaben von Gesundheitsminister Olivier Véran insgesamt 5800 Intensivbetten.

    22.55 Uhr: Irland führt deutlich härtere Maßnahmen ein

    Irland verschärft drastisch seine Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Am kommenden Mittwoch tritt die höchste von fünf Stufen in Kraft, wie die irische Regierung mitteilte. Besucher fremder Haushalte sind dann in Innenräumen nicht mehr gestattet, Pubs und Restaurants dürfen Essen nur als Lieferservice anbieten, die Schulen sollen aber geöffnet bleiben. Die Maßnahmen sollen bis zum 1. Dezember gelten. Nach Angaben des irischen Gesundheitsministeriums hatten sich zuletzt 1.031 Personen innerhalb von 24 Stunden mit dem Corona-Virus infiziert. Insgesamt sind bislang knapp 51.000 Ansteckungen in Irland registriert worden. Das Land hat nur knapp fünf Millionen Einwohner.

    21.35 Uhr: Tschechien führt Maskenpflicht im Freien wieder ein

    Im Kampf gegen massiv steigende Corona-Zahlen führt Tschechien wieder eine Maskenpflicht im Freien ein. Sie gelte von Mittwoch an innerhalb des bebauten Gebiets von Städten und Gemeinden, gab Gesundheitsminister Roman Prymula bekannt. Ausnahmen gelten unter anderem, wenn ein Abstand von mehr als zwei Metern eingehalten werden kann, sowie beim Sport. In Innenräumen ist die Mund-Nasen-Bedeckung ohnehin Pflicht - neuerdings auch im Auto, wenn familienfremde Personen mitfahren.

    21.00 Uhr: Acht neue positive Corona-Tests in Premier League

    Die jüngsten Corona-Tests in der englischen Premier League unter Fußballprofis und den Betreuerstäben haben acht positive Ergebnisse erbracht. Nach Angaben der Liga vom Montag wurden in der vergangenen Woche 1.575 Tests vorgenommen. Namen der positiv Getesteten, die sich nun für zehn Tage in Quarantäne begeben müssen, oder der betroffenen Clubs veröffentlichte die Liga nicht.

    20.05 Uhr: Neuinfektionen in Frankreich rückläufig - Todeszahlen steigen

    Aus Frankreich werden deutlich weniger Corona-Neuinfektionen als noch am Sonntag gemeldet, während die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 stark angestiegen ist. Die Behörden teilen am Montag mit, in den vergangenen 24 Stunden seien 13.243 neue Ansteckungen registriert worden nach 29.837 am Sonntag und dem Rekord am Samstag von 32.427. Die Zahlen am Montag sind tendenziell niedriger, weil am Sonntag weniger getestet wird. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle erreichte zuletzt 910.277. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich nach den Angaben vom Montag um 146 auf 33.623, während am Sonntag noch 85 neue Todesfälle gemeldet worden waren.

    19.45 Uhr: Insgesamt fast 219.000 Corona-Tote in den USA

    In den USA sind binnen 24 Stunden 47.035 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt hätten sich damit 8,128 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilte. Die Zahl der Todesopfer sei um 475 auf 218.986 gestiegen. Die Zahlen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) spiegeln nicht unbedingt die Daten wider, die die einzelnen Bundesstaaten melden.

    19.35 Uhr: Brandenburg und Hamburg bieten Plätze für EU-Patienten

    Auch Brandenburg und Hamburg bieten Intensivbetten für Corona-Patienten aus EU-Ländern an. An der bereits im Frühjahr "selbstverständlichen Bereitschaft zur Unterstützung unserer europäischen Partner" habe sich nichts geändert, sagt eine Sprecherin der brandenburgischen Landesregierung auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Die Landesregierung stehe im engen Kontakt mit Polen. Bisher habe es von dort aber keine derartige Bitte gegeben. Auch die Hamburger Sozialbehörde betonte auf Anfrage, dass man grundsätzlich zur Aufnahme von Corona-Patienten bereit sei, "sofern genügend Kapazitäten vorhanden sind". Man habe im Frühjahr bereits Patienten aus Italien, den Niederlanden und Frankreich behandelt. Auch andere Bundesländer haben angesichts der in die Höhe schießenden Infektionszahlen in EU-Nachbarstaaten ebenfalls Hilfe angeboten.

    18.55 Uhr: WHO geht von Impfstart Mitte 2021 aus

    Die Weltgesundheitsorganisation rechnet mit einem Start der Impfungen gegen das Coronavirus zur Jahresmitte 2021. Anfang nächsten Jahres sollten die Daten aus den abschließenden Phase-3-Studien vorliegen, sagte eine WHO-Expertin. Danach könnten die Entscheidungen zum Impfstart fallen. Die beteiligten Firmen produzierten vorsorglich bereits Millionen von Dosen. Risikogruppen könnten als erste mit einer Impfung rechnen. Die bisherigen Studienergebnisse seien durchaus ermutigend, was ihre Wirksamkeit speziell bei älteren Menschen angehe.

    18.20 Uhr: Frankreichs Präsidentengattin in Quarantäne

    Die Ehefrau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Brigitte Macron, geht nach Angaben ihres Büros in Selbstisolation. Die Präsidentengattin habe Kontakt zu einer positiv auf Corona getesteten Person gehabt. Der Sender BFMT TV berichtete im Internet, zu dem Kontakt sei es am 15. Oktober gekommen. Brigitte Macron habe keine Covid-19-Symptome gezeigt. Sie werde sich sieben Tage lang selbst isolieren.

    18.10 Uhr: Ausgangsbeschränkung im Berchtesgadener Land ab Dienstagmittag

    Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im gesamten Landkreis Berchtesgadener Land ab diesen Dienstag um 14.00 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Das teilte Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montagabend nach einer Krisensitzung mit Landratsamt und Regierung von Oberbayern in Bad Reichenhall mit. Dies sind bayernweit die ersten Ausgangsbeschränkungen seit mehreren Monaten.

    17.55 Uhr: Großbritannien meldet gut 18.800 Neuinfektionen

    Großbritannien hat nach offiziellen Angaben 18.804 neue Corona-Fälle erfasst. Am Sonntag hatten die britischen Behörden noch knapp 17.000 Neuinfektionen gemeldet. Heute wurden zudem 80 weitere Todesfälle binnen 28 Tagen nach einem positiven Corona-Test bekanntgegeben - nach 67 Toten gestern.

    17.35 Uhr: Krise kostet Versicherer in Deutschland Milliarden

    Die Corona-Pandemie hat nach Schätzung des Rückversicherers Hannover Rück in Deutschland versicherte Schäden von 1,25 bis 1,75 Milliarden Euro angerichtet. In der Summe seien praktisch alle Versicherungsbereiche außer der Lebens- und Krankenversicherung enthalten, sagte der Zentralbereichsleiter der Deutschlandsparte E+S Rück Jonas Krotzek. Den Löwenanteil mache mit 0,75 bis 1,25 Milliarden Euro die erzwungene Schließung von Hotels, Restaurants und anderen Einrichtungen zur Eindämmung der Pandemie im Frühjahr aus. Die Unsicherheit, ob und zu welchem Teil die Versicherer dafür gerade stehen müssen, ist aber groß, wie Krotzek einräumt. Die ersten Prozesse von Wirten und Hoteliers gegen ihre Versicherer zeigten unterschiedliche Ergebnisse.

    17.20 Uhr: Nordenglische Kliniken an Kapazitätsgrenze

    Im britischen Großraum Manchester können einem Medienbericht zufolge die ersten Kliniken keine Covid-19-Patienten mehr aufnehmen. Zwölf Krankenhäuser seien bereits voll, zitierte der "Guardian" aus einem internen Dokument des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS). Der Nordwesten Englands gehört zu den besonders stark von der Corona-Krise betroffenen Regionen im Vereinigten Königreich. Auch in Liverpool stießen einige Kliniken bereits an ihre Kapazitätsgrenzen: Dort ist dem "Guardian" zufolge viel Klinikpersonal erkrankt und in Isolation. Britische Kliniken gelten als chronisch unterfinanziert. Schon bei größeren Grippewellen stehen sie oft vor dem Kollaps.

    17.05 Uhr: Bukarest verschärft Schutzvorkehrungen

    Wegen stark gestiegener Infektionszahlen mit dem Virus Sars-CoV-2 sind in Rumäniens Hauptstadt Bukarest die Schutzvorkehrungen verstärkt worden. Ab Dienstag dürfen nur noch kleine Kinder ohne Maske die Wohnung verlassen. Den Mund-Nasen-Schutz müssen allen Menschen tragen, die älter sind als 5 Jahre - auch unter freiem Himmel.

    Schulen, Kindergärten, Universitäten sowie Theater und Kinos werden geschlossen. Innen-Gastronomie soll es nur noch für Hotelgäste geben. Die Maßnahmen verfügte die Präfektur der Hauptstadt, nachdem hier die Infektionsdichte erstmals die kritische Marke von 3 pro 1000 Einwohnern überschritten hatte. Sie lag am Montag bei 3,19. Landesweit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen bei 238,6.

    16.00 Uhr: Bislang keine "zweite Welle" von Hamsterkäufen

    Auch wenn die Corona-Zahlen derzeit bundesweit kräftig steigen, gibt es bislang noch keine "zweite Welle" von Hamsterkäufen.

    Allerdings werden hier und da offenbar die ersten Verbraucher nervös.

    Das ergab am Montag eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den großen Handelsketten. Knapp jeder zehnte Verbraucher will sich laut einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov in den kommende Wochen verstärkt mit Toilettenpapier, Nudeln und anderen Waren des täglichen Gebrauchs eindecken.

    Erste Berichte in den sozialen Medien über leergekaufte Regale in einzelnen Geschäften hatten in den vergangene Tagen für Aufsehen gesorgt. Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels gab jedoch am Montag Entwarnung. "Wir beobachten derzeit keine flächendeckende Veränderung des Einkaufsverhaltens der Kunden", betonte ein Sprecher des Verbandes. Die Nachfrage in den Lebensmittelgeschäften gehe aktuell nicht über die Bevorratung des normalen Bedarfs hinaus. Fast wortgleich äußerte sich auch Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka.

    15.10 Uhr: Deutsche Corona-Warn-App funktioniert auch in Italien und Irland

    Die deutsche Corona-Warn-App funktioniert jetzt auch bei Reisen in bestimmte EU-Länder. Die europäische Schnittstelle, die verschiedene Corona-Apps kompatibel machen soll, sei am Montag nach einer erfolgreichen Testphase an den Start gegangen, erklärte die EU-Kommission. In einem ersten Schritt werden demnach die deutsche, die italienische und die irische App miteinander verbunden, weitere sollen bald folgen.

    Viele EU-Länder haben Apps für das Smartphone entwickelt, in denen Menschen angeben können, wenn sie sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben. Die App benachrichtigt dann andere Nutzer, die sich zuvor über längere Zeit in der Nähe des Infizierten aufgehalten haben. Die deutsche Corona-Warn-App wurde laut Robert-Koch-Institut seit Mitte Juni über 19 Millionen Mal heruntergeladen.

    In Kürze sollen nach Angaben der EU-Kommission die Apps aus Tschechien, Dänemark, Lettland und Spanien hinzu kommen, weitere sollen im November folgen. Insgesamt kommen demnach die Apps von rund 20 EU-Ländern technisch dafür infrage. Der Informationsaustausch läuft über ein Rechenzentrum der EU-Kommission in Luxemburg.

    14.40 Uhr: Merkel: Corona-Krise trifft Migranten besonders hart

    Die Corona-Krise trifft Migranten in Deutschland nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel besonders hart. Einwanderer könnten etwa weniger Bildungs- und Sprachangebote annehmen, weil viele corona-bedingt gestrichen würden, sagt Merkel zum Beginn des 12. Integrationsgipfels, der diesmal virtuell stattfindet. Zudem führe der Wirtschaftseinbruch dazu, dass sich gerade "viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte" Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen müssten.

    14.05 Uhr: Slowenien verhängt Ausgangssperre über Nacht

    Von 21.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr morgens gilt ab Dienstag nun auch in Slowenien eine Ausgangssperre wegen des Coronavirus. Reisen von Region zu Region werden ebenso verboten wie Treffen von mehr als sechs Menschen, wie die slowenischen Behörden am Montag entschieden. Die Ausgangssperre dort ist die erste seit Beginn des Corona-Ausbruchs. In Frankreich und Belgien gelten ebenfalls erneut Ausgangssperren.

    Slowenien war das erste Land in Europa, das im Mai das Ende der Epidemie verkündete. Die Zahl der Neuinfektionen war da auf ein oder zwei pro Tag gesunken. Zuletzt gab es aber wieder einen deutlichen Zuwachs bei den Neuinfektionen und die Regierung rief formell wieder eine Epidemie aus. Am Montag meldeten die zuständigen Stellen 537 neue Corona-Fälle. Getestet wurden 2.637 Menschen. Damit überstieg die Rate der positiven Ergebnisse erstmals 20 Prozent.

    13.50 Uhr: Hessen kippt Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots

    Hessen kippt das Beherbergungsverbot, wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ankündigt. "Wir glauben, dass es nicht zweckmäßig ist und juristisch im Zweifel nicht gehalten werden kann." Bei einem Inzidenzwert von über 50 sollen öffentliche Veranstaltungen in Hessen angesichts des jüngsten Anstiegs der Infektionszahlen auf maximal 100 Personen begrenzt werden, private Feiern sollen noch mit bis zu zehn Personen möglich sein, diese Anzahl gelte auch für Treffen in privaten Wohnungen. Zudem gilt dann eine Sperrstunde von 23.00 bis 06.00 Uhr sowie ein Alkoholverbot.

    Es habe sich nicht als zielführend erwiesen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montag in Wiesbaden zur Begründung. In Hessen galt seit Sommer ein Beherbergungsverbot. Diese Regel im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gab es nicht bundesweit.

    13.20 Uhr: 71-Jähriger sorgt mit Pfefferspray für Corona-Abstand

    Mit Pfefferspray soll ein 71-Jähriger in Aachen versucht haben, andere Menschen auf Abstand zu halten. Nach Polizeiangaben von Montag hatte der Mann am Wochenende zuerst eine Gruppe von Joggern und anschließend zwei Radfahrer "völlig unvermittelt mit Pfefferspray eingenebelt". Das radelnde Ehepaar (51 und 49 Jahre alt) habe "gerade noch unfallfrei" vom Pedelec steigen und die Polizei rufen können. Die Jogger seien verschwunden.

    Der Streife sagte der 71-Jährige, er habe die anderen aus seiner Sicht nur so auf gebührendem Corona-Abstand halten können. Er bekam eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

    12.50 Uhr: Berchtesgadener Land vor lokalem Lockdown

    Mit einer Inzidenz von 252 hat das Berchtesgadener Land den höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwert in ganz Deutschland - das meldet das Robert-Koch-Institut heute. Noch am Samstag lag der Inzidenzwert bei rund 150.

    Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) hat massive Einschränkungen für den Landkreis Berchtesgadener Land angekündigt. Die Corona-Zahlen dort seien einfach zu hoch. Das Maßnahmenpaket werde einem Lockdown entsprechen, sagte Söder

    Woher der sprunghafte Anstieg kommt, ist unklar - ein Sprecher vom Landratsamt spricht gegenüber dem Bayerischen Rundfunk von einem diffusen Infektionsgeschehen im Berchtesgadener Land. Das mache das Nachvollziehen von Infektionsketten besonders schwierig.

    Bisher gibt es anscheinend auch keine auffallenden Verbindungen über die Grenze. Neben Salzburg gilt ja der kleine österreichische Ort Kuchl als Hotspot. Seit letztem Wochenende gilt wegen der stark gestiegenen Infektionszahlen, sogar eine lokale Quarantäne. Damit dürfen die Bewohner den Ort nicht mehr verlassen, selbst wenn sie auswärts arbeiten oder dort ein Unternehmen führen. Kuchl und Berchtesgaden sind zwar direkte Nachbarort, aber durch die Berge getrennt und es gibt auch keine Verbindungsstraße. Zur Zeit gibt es keine Hinweise, dass von dort das Infektionsgeschehen im Berchtesgadener Land kommt. Den ganzen Tag über tagt der Krisenstab und über weitere Verschärfungen wird gesprochen - sogar ein lokaler Lockdown ist nicht mehr auszuschließen. Entscheidungen soll es morgen in einer Pressekonferenz geben.

    11.54 Uhr: Hamburg überschreitet Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

    Hamburg hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die Gesundheitsbehörde gab den Wert für den Stadtstaat am Montag mit 50,6 an. Bund und Länder hatten beschlossen, dass schärfere Regeln greifen müssen, wenn dieser Grenzwert überschritten wird.

    11.25 Uhr: Polen funktioniert Nationalstadion zum Corona-Krankenhaus um

    Wegen der deutlichen Zunahme der Corona-Neuinfektionen in Polen wird ein Teil des Nationalstadions in Warschau zum Corona-Lazarett umfunktioniert. In dem für die Europameisterschaft 2012 gebauten Stadion mit 60.000 Sitzplätzen könnten ab Ende der Woche Covid-19-Patienten in den zahlreichen Konferenz- und Mehrzweckräumen behandelt werden, teilte die polnische Regierung am Montag mit.

    In den Räumlichkeiten des Stadions würden rund 500 Betten aufgestellt, sagte Regierungssprecher Piotr Müller dem Fernsehsender Polsatnews. Die Infektionszahlen in Polen "nähern sich einer Schwelle, die es notwendig macht, dass wir die Reserven ausschöpfen", begründete er die Maßnahme.

    Der Bürochef von Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki, Michal Dworczyk, sagte der Nachrichtenagentur PAP, 50 der Betten im Nationalstadion könnten für die intensivmedizinische Betreuung von Covid-19-Patienten genutzt werden. Ähnliche provisorische Corona-Lazarette solle es bei Bedarf in jeder Region des Landes geben, kündigten die beiden Regierungsvertreter an.

    Polnische Medien und Experten hatten in jüngster Zeit wiederholt über überlastete Krankenhäuser und ein schlechtes Management der Aufnahme von Corona-Patienten in medizinischen Einrichtungen des Landes berichtet. In dem 38-Millionen-Einwohner-Land wurden in den vergangenen Tagen täglich mehr als 9000 Neuinfektionen gemeldet.

    11.00 Uhr: Österreich verschärft Anti-Corona-Maßnahmen

    Österreich verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Dazu gehörten Obergrenzen von sechs Personen bei privaten Zusammenkünften in Gebäuden und von zwölf Menschen im Freien, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Wien. Betroffen seien davon auch Yoga- und Tanzkurse, Geburtstagsfeiern, Hochzeiten und Vereinstreffen.

    Außerdem sei künftig bei Kultur- und Sportveranstaltungen wie Bundesliga-Spielen und Opern ständig ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Bei behördlich genehmigten Veranstaltungen betrage das Besucherlimit 1000 in Gebäuden und 1500 im Freien, sagte Kurz. Die neuen Maßnahmen gelten ab Freitag.

    10.35 Uhr: Weltweit mehr als 40 Millionen Corona-Infektionen nachgewiesen

    Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist auf weltweit mehr als 40 Millionen Fälle gestiegen. Allein in den vergangenen sieben Tagen wurden 2,5 Millionen Neuansteckungen gemeldet, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag auf Grundlage von Behördenangaben errechnete. Dies ist die höchste weltweite Infektionszahl innerhalb einer Woche seit Beginn der Pandemie. Von den weltweit bislang 40.000.234 registrierten Infektionen endeten 1.113.896 mit dem Tod der Patienten.

    Mehr als die Hälfte der globalen Ansteckungen entfallen auf die drei Länder USA, Indien und Brasilien: Die Vereinigten Staaten meldeten bislang 8,154 Millionen Infektionen und 219.674 Todesfälle, Indien 7,55 Millionen Ansteckungen und 114.610 Todesfälle und Brasilien 5,235 Millionen Infektionen und 153.905 Corona-Tote.

    In Deutschland registrierte das Robert-Koch-Institut bislang 366.299 Corona-Infektionen und 9.789 Todesfälle. In einigen anderen europäischen Ländern wie etwa Frankreich ist die Pandemie-Lage noch deutlich dramatischer.

    10.11 Uhr: Söder fordert bundesweit Maskenpflicht bei hohen Corona-Zahlen

    CSU-Chef Markus Söder fordert eine bundesweite Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht in Schulen, auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und auch am Arbeitsplatz gelten, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden könnten, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Schalte des CSU-Vorstands in Nürnberg.

    09.33 Uhr: Unicef bereitet umfangreiche Impfkampagnen vor

    Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat mit umfangreichen Maßnahmen zur Vorbereitung möglicher Corona-Impfkampagnen begonnen. Um die Voraussetzungen für eine schnelle, sichere und wirksame Auslieferung eines möglichen Impfstoffs zu schaffen, beschaffe Unicef derzeit zusammen mit der Impfallianz Gavi und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Spritzen und andere notwendige Hilfsgüter, teilte die UN-Organisation mit. Noch in diesem Jahr würden 520 Millionen Spritzen in Warenlagern deponiert. "Weltweit gegen Covid-19 zu impfen, wird eine der größten Anstrengungen in der Menschheitsgeschichte werden, und wir werden genauso schnell reagieren müssen, wie die Impfstoffe hergestellt werden", erklärte Unicef-Chefin Henrietta Fore. "Um später rasch voranzukommen, müssen wir schon jetzt schnell handeln."

    Kommendes Jahr will Unicef daher allein für Covid-19-Impfungen etwa eine Milliarde Spritzen ordern. Außerdem will das UN-Kinderhilfswerk auch fünf Millionen Sicherheitsboxen für die Entsorgung benutzter Spritzen beschaffen, um Ansteckungen mit durch Blut übertragbare Krankheiten zu vermeiden.

    09.26 Uhr: Jeder Zehnte will sich mit Toilettenpapier eindecken

    Einer Umfrage zufolge will sich rund jeder zehnte Verbraucher in Deutschland in den kommenden Wochen verstärkt mit Toilettenpapier, Nudeln und anderen Waren des täglichen Gebrauchs eindecken - vor allem 25- bis 34-Jährige. Das ergab eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter knapp 6.000 Menschen Mitte Oktober. Demnach antworteten neun Prozent der Teilnehmer auf die entsprechende Frage mit "ja" oder "eher ja". Fast zwei Drittel (64 Prozent) schlossen derartige Hamsterkäufe dagegen ausdrücklich aus.

    09.14 Uhr: CDU wählt Vorsitzenden wohl per Briefwahl

    Die Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden könnte angesichts der Corona-Situation wohl per Brief erfolgen. Dies gelte derzeit als realistische Variante, wie das Handelsblatt aus dem Präsidium und dem Vorstand der Partei erfahren hat. Der bislang für Anfang Dezember in Stuttgart geplante Parteitag solle dann rein virtuell abgehalten werden. Zuvor war bereits über eine Verlegung des Parteitags aus Stuttgart in eine andere Region Deutschlands diskutiert worden. CDU-Vorstand und -Präsidium wollen am 26. Oktober über das weitere Vorgehen beraten.

    Auch die Linken wollen voraussichtlich ihren Parteitag auf einen Tag verkürzen und auf die Wahl des Vorstandes beschränken, wie eine Parteisprecherin gegenüber dem Handelsblatt sagte.

    08.59 Uhr: Gastgewerbe kommt nur langsam aus dem Corona-Tief

    Das Gastgewerbe in Deutschland hat sich im August in kleinen Schritten weiter aus dem Corona-Tief gearbeitet. Die preisbereinigten Umsätze (real) lagen 5,5 Prozent über dem Wert vom Juli, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau vom Februar klafft allerdings immer noch eine Lücke von 23,3 Prozent.

    Mit den starken Einbrüchen aus der Zeit der strengen coronabedingten Einschränkungen ab Mitte März bis Mitte Mai liegt die Branche in den ersten acht Monaten um 35 Prozent hinter den preisbereinigten Umsätzen des Vorjahreszeitraumes. Besonders hart trifft es Hotels und andere Beherbergungsbetriebe, deren Erlöse real um 41,7 Prozent einbrachen. Gaststätten, Restaurants und andere Verpflegungsdienstleister verzeichneten ein Minus von 31,2 Prozent in den ersten acht Monaten.

    08.47 Uhr: Slowenien verhängt erneut Corona-Notstand

    Slowenien hat erneut einen 30-tägigen Pandemie-Notstand ausgerufen. Dies berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA in der Nacht zum Montag. Unmittelbare Konsequenzen hat dieser Schritt vorerst keine. Er bildet aber die Grundlage dafür, dass die Behörden auch lokal abgestufte neue Maßnahmen und Einschränkungen anordnen können. Ein erster Corona-Notstand war in dem EU-Land vom 12. März bis Ende Mai verhängt worden.

    In Slowenien wurden am Sonntag 726 und am Vortag 897 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Damit hat sich die Zahl der aktiven Fälle in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land binnen einer Woche nahezu verdoppelt. Die Anzahl der Infizierten der letzten 14 Tage pro 100.000 Einwohner wurde am Sonntag mit 317 angegeben.

    08.11 Uhr: Krankenhäuser gut auf zweite Pandemiewelle vorbereitet

    Mehr Masken, mehr Desinfektionsmittel, mehr Wissen über das Virus: Fachleute sehen die Kliniken deutlich besser auf hohe Covid-Patientenzahlen vorbereitet als im Frühjahr. Deutschland hat die Menge der Intensivbetten seither gesteigert - auf den europäischen Topwert von rund 40.000. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gass, sagte im B5-Thema des Tages, man werde deshalb bei weitem nicht so schnell an die Kapazitätsgrenzen kommen wie etwa in Italien oder Frankreich.

    Zudem seien die Kliniken im Inland deutlich besser vernetzt als zu Beginn der Pandemie. Über das im März eingeführte DIVI-Intensivregister - eine Website, über die sich freie Beatmungsplätze abfragen lassen - können Patienten notfalls schnell in andere Krankenhäuser verlegt werden. Sorge macht laut Gass, dass auch weiterhin Intensivpflegekräfte fehlen.

    07.47 Uhr: Italien verschärft Corona-Vorschriften

    Wegen einem drastischen Anstieg von Corona-Infizierten und einer stetig steigenden Zahl an Neuinfektionen gerade in den letzten Tagen hat die italienische Regierung schärfere Vorschriften bekannt gegeben. Bars und Restaurants müssen um Mitternacht schließen, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagabend in Rom. Maximal sechs Gäste dürften noch pro Tisch in den Lokalen sitzen. Ab 18.00 Uhr dürfen Speisen und Getränke lediglich am Tisch und nicht mehr stehend konsumiert werden. Zudem sollen die Möglichkeiten zur Telearbeit ausgeweitet werden. Die Regeln gelten von heute an. Mit den Maßnahmen müsse ein neuer Lockdown vermieden werden, sagte Conte.

    Zuvor hatte der Ministerrat einen Haushaltsgesetzentwurf in Höhe von 39 Milliarden Euro verabschiedet, um den Auswirkungen der Covid-19-Krise zu begegnen.

    07.12 Uhr: Bundesweite Maskenkontrolle im ÖPNV geplant

    Noch in diesem Jahr soll es bundesweite Maskenkontrollen im Öffentlichen Nahverkehr geben. Zurzeit liefen Abstimmungen zwischen der Verkehrsministerkonferenz, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und der Bundespolizei für eine bundesweite Schwerpunktkontrolle noch in diesem Jahr, bestätigte ein Sprecher von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) auf Anfrage der WAZ (Montagausgabe). "Für die Fahrgäste bedeutet das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung nur eine kleine Unannehmlichkeit, die eine große Katastrophe verhindert. Kontrollen stärken gerade jetzt auch das Vertrauen und die Gewissheit, dass Bus und Bahn sichere Verkehrsmittel sind", sagte Wüst der WAZ. Die Maske in Zügen sei das wirksamste Mittel gegen das Coronavirus.

    06.37 Uhr: Koalitionspolitiker für einheitliche Corona-Regeln

    Mehrere Koalitionspolitiker fordern einheitlichere Corona-Regeln in Deutschland. "In der Bevölkerung regt sich ein wahrnehmbarer Unmut über den Flickenteppich von verschiedenen Vorgaben auf Länderebene", sagte Unionsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) in der Montagsausgabe. "Hier müssen wir jetzt eingreifen." Nötig seien bundesweit einheitliche Regelungen auch bei der Bekämpfung der Corona-Folgen. Zudem plädiert Frei für eine Befassung des Bundestages mit den Corona-Maßnahmen. Die Menschen müssten durch eine Diskussion im Parlament in die Lage versetzt werden, die politischen Entscheidungen nachzuvollziehen.

    Auch SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas kritisiert laut RND die wiederholten Warnungen vor einem zweiten Lockdown. "Drohszenarien" würden Angst verbreiten und seien der falsche Weg um die Bürger mitzunehmen. Und auch die Grünen drängen dem Bericht zufolge auf einheitliche Regeln. Die Pflege- und Infektionsexpertin Kordula Schulz-Asche fordert einen wissenschaftlichen Pandemierat, der Corona-Maßnahmen fachübergreifend und nicht nur aus medizinischer Sicht bewertet, sondern etwa auch mit Blick auf Folgen für die Gesellschaft.

    06.20 Uhr: Kulturschaffende demonstrieren in Nürnberg

    Unter dem Motto "Kunstgebung" wollen namhafte fränkische Künstler heute Abend um 17.30 Uhr vor der Nürnberger Meistersingerhalle auf ihre derzeit prekäre Situation aufmerksam machen. Durch die Corona-Pandemie hätten viele fast ihr komplettes Gehalt in den vergangenen Monaten verloren. Mit dabei sind bekannte Namen der fränkischen Kulturszene: Matthias Egersdörfer, Michl Müller, Oliver Tissot, Ines Procter oder auch Bernd Händel. Sie und noch einige Künstlerinnen und Künstler mehr wollen klarstellen, wie es vielen Freiberuflichen tatsächlich während der Coronakrise ergeht. Der öffentliche Kulturbetrieb sei nämlich meilenweit von der einstigen Normalität entfernt. Vielen Kulturbetrieben stehe das Wasser sprichwörtlich mehr als bis zum Hals. Eine Besserung der Situation sei nicht in Sicht, im Gegenteil, die Freiluftsaison gehe zu Ende, ein Neustart in geschlossenen Räumen sei für Kulturschaffende nicht möglich.

    Bei der Aktion wollen die Kulturschaffenden ihre Wünsche an Politik und Öffentlichkeit richten: unter anderem sei eine Verlängerung der Soforthilfen für Künstler nötig, genauso wie ein pauschaler, monatlicher Zuschuss, um die Einnahmeverluste zu kompensieren.

    06.04 Uhr: CSU-Vorstand berät aktuelle Corona-Lage in Bayern und Deutschland

    Erstmals seit dem großen Internet-Parteitag der CSU kommt an diesem Montag der Parteivorstand wieder zu einer Sitzung zusammen - zumindest per Videoschalte. Dominierendes Thema ist einmal mehr die aktuelle Corona-Lage in Bayern und Deutschland.

    Es ist davon auszugehen, dass die CSU-Spitze nicht nur die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz in der vergangenen Woche erneut diskutiert, der Fokus von Parteichef Markus Söder dürfte auch auf möglichen Weichenstellungen für die kommenden Wochen liegen. Nach der Kabinettssitzung am Donnerstag hatte Söder erklärt, dass weitere Verschärfungen notwendig werden könnten, sollten die Fallzahlen nicht bald eingedämmt werden.

    05.51 Uhr: Pflegebevollmächtigter warnt vor "Isolation um jeden Preis"

    Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, warnt angesichts stark ansteigender Corona-Infektionszahlen vor einer erneuten Isolation von Pflegebedürftigen. "Isolation um jeden Preis darf nicht sein", sagt Westerfellhaus den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Viele Betroffene hätten die Isolation in den Anfangsmonaten der Pandemie "als unglaublich belastend empfunden". Daher unterstütze er Regelungen, die gewährleisten, dass Pflegeheimbewohner mit ihrer Familie Weihnachten feiern können, sagt Westerfellhaus. Derzeit sei ein bundeseinheitliches Konzept in Arbeit, um Heime und ambulante Pflegedienste unter anderem mit Schnelltests zu unterstützen.

    05.22 Uhr: Chinas Wirtschaft erholt sich langsamer als erwartet

    Chinas Wirtschaftswachstum ist im dritten Quartal hinter den Erwartungen der Analysten zurückgeblieben. Daten des nationalen Statistikbüros zeigten ein Wachstum von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Experten hatten beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einem Wachstum von 5,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum gerechnet. Im zweiten Quartal hatte China ein Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent verzeichnet. Auf Quartalsbasis stieg das BIP von Juli bis September um 2,7 Prozent, verglichen mit den Erwartungen für einen Anstieg um 3,2 Prozent und einen Anstieg um 11,5 Prozent im Vorquartal.

    Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt erholt sich langsamer als erwartet von dem Einbruch infolge der Corona-Pandemie. Die chinesische Regierung hatte ein Reihe von fiskalischen Maßnahmen ergriffen, um der angegriffenen Wirtschaft auf die Beine zu helfen und die Beschäftigung zu sichern.

    05.13 Uhr: Telefonische Krankschreibung ab heute wieder bundesweit möglich

    Wegen der verschärften Corona-Lage sind von heute an wieder bundesweit telefonische Krankschreibungen bei Erkältungsbeschwerden möglich. Die Regelung gilt vorerst bis zum Jahresende - das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen am Donnerstag beschlossen. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen müssen somit nicht in eine Praxis gehen, nur um eine Krankschreibung zu bekommen. Stattdessen können Ärzte die Arbeitsunfähigkeit per telefonischer Befragung feststellen. So sollen volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken vermieden werden. Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage.

    Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden. Bundesweit waren telefonische Krankschreibungen bereits in der Anfangsphase der Pandemie möglich. Später war entschieden worden, diese nur noch abhängig vom Infektionsgeschehen auf Antrag regional und zeitlich befristet per Ausnahmeregelung zuzulassen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte sich zuletzt dafür stark gemacht, die Regelung angesichts steigender Corona-Infektionszahlen im Herbst und Winter wieder auszudehnen. Das Instrument habe die Praxen bereits im März und April erheblich entlastet.

    05.05 Uhr: RKI meldet meldet 4.325 Neuinfektionen in Deutschland

    In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages mehr als 4.300 neue Corona-Infektionsfälle gemeldet worden. Wie das RKI am Montagmorgen unter Berufung auf die Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden am Sonntag insgesamt 4.325 neue Fälle registriert, nach 5.587 neuen Fällen am Vortag.

    Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 366.299, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 9.789 - 12 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 294.800.

    04.50 Uhr: Knapp 11.000 Neuinfektionen in Brasilien

    In Brasilien steigt nach Angaben des Gesundheitsministeriums die Zahl der Coronavirus-Fälle um 10.982 auf 5.235.344. Weitere 230 Menschen sind in dem lateinamerikanischen Land binnen 24 Stunden an oder mit der Infektion gestorben. Damit steigt die Zahl der Pandemie-Opfer in Brasilien auf 153.905.

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