BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand
Bildrechte: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand

Schild mit Hinweis auf Maskenpflicht in Memmingen

Per Mail sharen

    Corona: Die Ereignisse vom 24. Mai bis 30. Mai

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 24. Mai bis 30. Mai.

    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 30.Mai 2021

    22.12 Uhr: Spahn fordert Kontrollen bei Test-Dienstleistern

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht einen Bedarf an mehr Kontrollen bei Anbietern von Corona-Tests. "Gerade bei den privaten Dienstleistern (...) braucht es offenkundig noch zusätzliche Kontrollen", sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Anne Will". Aus Berlin heraus könne man die Testzentren nicht kontrollieren. Das sei nur durch die Gesundheitsämter vor Ort möglich. Darüber werde er auch am Montag mit den Gesundheitsministern der Länder sprechen.

    Am Wochenende war bekannt geworden, dass ein möglicher Abrechnungsbetrug bei Bürgertests immer weitere Kreise zieht. Bekannt wurden Verdachtsfälle in Nordrhein-Westfalen und Bayern.

    21.54 Uhr: 135 Millionen Amerikaner geimpft

    In den USA sind inzwischen mehr als 135 Millionen Menschen vollständig geimpft, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Insgesamt seien über 366 Millionen Dosen ausgeliefert und fast 294 Millionen verabreicht worden. Knapp 168 Millionen Menschen seien mindestens einmal geimpft worden. In den USA leben 328 Millionen Menschen.

    19.57 Uhr: Bundesjustizministerin fordert Konsequenzen

    Bundesjustizministerin Christine Lambrecht fordert nach dem mutmaßlichen Abrechnungsbetrug in privaten Corona-Testzentren Konsequenzen. "Da wo Betrug stattfindet, muss jeder wissen, das kann ganz hart geahndet werden. Da müssen Kontrollen stattfinden", sagt Lambrecht im ARD. Diese Botschaft müsse vom Staat auch ausgehen, dass solche Kontrollen durchgezogen würden und dann auch die entsprechenden juristischen Konsequenzen folgen würden.

    19.30 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien sinkt

    In Großbritannien sinken die Infektionszahlen weiter. Das Land meldet 3.240 weitere Fälle nach 3.398 am Vortag. Den Regierungsdaten zufolge starben sechs weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Ihre Erstimpfung erhalten haben rund 39,2 Millionen Menschen in Großbritannien, darunter inzwischen auch der 38-jährige Prinz William. Die Bundesregierung hatte Großbritannien und Nordirland vor rund einer Woche wegen der Ausbreitung der aus Indien kommenden Corona-Mutation B.1.627.2 als Virus-Varianten-Gebiet eingestuft.

    18.42 Uhr: Unangemeldete Corona-Demo in Aschaffenburg

    In Aschaffenburg haben erneut Gegner der Corona-Maßnahmen unangemeldet demonstriert. Wie die Polizei mitteilt, haben sich etwa zehn Personen mit Bannern und einem Megaphon im Roßmarkt getroffen. Die Versammlung war nicht angemeldet. Die Teilnehmer zeigten sich laut Polizei jedoch kooperativ. Nach etwa einer Stunde ist die Versammlung laut Polizei störungsfrei und friedlich zu Ende gegangen.

    18.23 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Italien rückläufig

    In Italien ist die Zahl der Neuinfektionen auf 2.949 gesunken. Für den Vortag hatte das Gesundheitsministerium noch 3.351 Infektionen bekannt gegeben. Die Zahl der Todesfälle ging auf 44 von 83 am Vortag zurück. Insgesamt sind in Italien mehr als 126.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben und mehr als 4,2 Millionen Menschen haben sind infiziert.

    17.47 Uhr: OECD legt neue Konjunkturprognose vor

    Zum Auftakt eines zweitägigen Ministertreffens will die Industrieländervereinigung OECD am Montag in Paris ihre aktuelle Konjunkturprognose vorlegen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hatte bereits im März mitgeteilt, dass sie ungeachtet der vielerorts andauernden Corona-Krise einen aufgehellten Konjunkturhorizont sieht. Am Dienstag (1.6.) wird dann Australiens Ex-Finanzminister Mathias Cormann (50) offiziell das Spitzenamt des Generalsekretärs übernehmen und damit dem Mexikaner Angel Gurría nachfolgen.

    17.28 Uhr: Italiens bürokratischer Neustart nach Corona

    Italien will mit dem nationalen Wiederaufbauplan für den Neustart nach der Corona-Pandemie Probleme in seiner öffentlichen Verwaltung lösen. "Gerade ist es ein Chaos", sagte der Minister für öffentliche Verwaltung, Renato Brunetta, im Interview der Zeitung "La Repubblica". Die Verwaltung könne oft den Stand bei Investitionen nicht genau nachvollziehen. Es brauche daher Kontrolle, erklärte der Politiker der konservativen Forza Italia weiter.

    Die Regierung hatte sich Ende April auf einen Investitionsplan in Höhe von rund 222,1 Milliarden Euro geeinigt. Diese überwiegend aus dem EU-Wiederaufbaufonds stammenden Gelder können bis Ende 2026 ausgegeben werden und sollen etwa in die Infrastruktur und die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung fließen. Am Freitag hatte das Kabinett ein Dekret verabschiedet, damit die Mittel für Projekte des Wiederaufbauplans schneller und einfacher ausgeschüttet werden können. Gutachten und Baugenehmigungen sollen auf einer Ebene erteilt werden, um den Ablauf zu beschleunigen. Firmen müssen nun etwa eine bestimmte Mitarbeiterquote an Frauen und jungen Menschen unter 35 Jahren in ihrem Betrieb erfüllen, um Ausschreibungen zu gewinnen.

    17.10 Uhr: Konzert in Dresdner Frauenkirche mit Publikum

    Nach sieben Monaten Zwangspause wegen der Corona-Pandemie durften nun wieder Besucher zu einem Konzert in die Dresdner Frauenkirche. Zum Auftakt ließen Solisten sowie das Ensemble Instrumenta Musica geistliche Musik von Michael Praetorius und Heinrich Schütz erklingen. "Es sind trotz der Einschränkungen und der Kürze der Zeit knapp 100 Menschen gekommen. Wir sind einfach nur froh, dass es wieder losgeht", sagte Liane Rohayem-Fischer von der Frauenkirche Dresden.

    Allerdings war die Zahl der Zuhörer wegen der geltenden Hygieneregeln stark begrenzt. So musste jede zweite Reihe freigehalten werden. Hinzu kam, dass der Ticketverkauf erst Mitte der Woche gestartet werden konnte. Normalerweise können bis zu 600 Menschen die Konzerte genießen.

    17.04 Uhr: Vietnam will ganz Ho-Chi-Minh-Stadt testen lassen

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die vietnamesischen Behörden die gesamte Bevölkerung von Ho-Chi-Minh-Stadt auf das Virus testen lassen. Dies berichteten staatliche Medien am Sonntag. Das frühere Saigon ist mit 13 Millionen Einwohnern die größte Stadt des südostasiatischen Landes. Stadtoberhaupt Nguyen Than Phong sagte nach einem Bericht der Zeitung VnExpress, dass ein Testprogramm mit 100 000 Tests pro Tag starten solle. Außerdem werden in der Metropole von Montag an wieder verschärfte Abstandsregeln gelten.

    16.47 Uhr: Gesundheitsminister beraten morgen über Testbetrug

    Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten am Montagmorgen über möglichen Abrechnungsbetrug bei Corona-Testzentren. Eine Online-Schaltkonferenz sei für 08 Uhr angesetzt, sagt ein Sprecher von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

    Nachdem das bayerische Gesundheitsministerium bestätigt hat, dass auch die Behörden im Freistaat in einem Fall ermitteln, fordert Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) Konsequenzen. "Wer sich an der Corona-Pandemie mit kriminellen Machenschaften bereichern will, gehört konsequent bestraft", so Holetschek in einem schriftlichen Statement an den BR. Bayern setze sich dafür ein, dass alle Vorwürfe rasch aufgeklärt werden würden. Er wolle das Thema morgen bei den Beratungen ansprechen.

    15.45 Uhr: Zahlen in Moskau steigen wieder

    Russlands Hauptstadt Moskau hat wieder mit steigenden Corona-Zahlen zu kämpfen. Am Sonntag wurden 3.719 neue Fälle registriert und damit bereits den vierten Tag infolge mehr als 3.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.

    Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte den Anstieg im Staatsfernsehen unter anderem mit den einwöchigen Mai-Ferien. In dieser Woche seien die Moskauer weniger zum Arzt gegangen, weshalb einige Infektionen erst später festgestellt worden seien.

    14.10 Uhr: Impfzentrum Regen überlastet

    Wegen einer Sonderimpf-Aktion ist das Impfzentrum im niederbayerischen Regen am Sonntag überlastet gewesen. Das Landratsamt Regen bat Impfwillige, nicht mehr anzureisen. Es seien mehr Menschen zur Eishalle in Regen gekommen, als Impfstoff mit dem Vakzin von Johnson & Johnson vorhanden sei.

    Der Landkreis Regen verzichtet nach eigenen Angaben auf eine Lagerhaltung des Vakzins, um ein möglichst hohes Impftempo zu erreichen. Um diese Vorgabe weiter umsetzen zu können, sei zu dem Sonderimpftag eingeladen worden, hieß es. Der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson ist der derzeit einzig zugelassene, der nur eine Spritze für den vollen Impfschutz benötigt. Vermutlich sei daher das Interesse so groß gewesen.

    13.52 Uhr: Auch in Bayern Betrugsverdacht bei Corona-Teststelle

    Im Zusammenhang mit möglichen Betrugsfällen in Corona-Teststellen gibt es mindestens auch einen Fall in Bayern. Dem Gesundheitsministerium sei "konkret ein Fall bekannt, in dem die Behörden ermitteln", bestätigte ein Sprecher dem BR am Sonntag. Um welche Teststelle es sich handelt, wollte der Sprecher laut Nachrichtenagentur dpa "wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens und der noch geltenden Unschuldsvermutung" nicht sagen. Das bayerische Gesundheitsministerium stehe im dauernden Kontakt mit der KVB, heißt es in der schriftlichen Antwort an den BR weiter, "auch um dazu beizutragen, dass missbräuchliche Abrechnungen vermieden und aufgeklärt werden."

    Außerdem stellt das Ministerium klar, dass "Fragen hinsichtlich der Abrechnung nach der Coronavirus-Testverordnung (…) grundsätzlich an die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) zu richten" seien. Würden sich für das Ministerium oder die Gesundheitsämter Anhaltspunkte für einen Abrechnungsbetrug ergeben, etwa weil der Verdacht naheliege, dass keine Beauftragung zur Durchführung der Testungen vorliege, erfolge eine entsprechende Meldung an die zuständigen Ermittlungsbehörden, so das Ministerium.

    13.25 Uhr: Katharina Fegebank: Ballermann "gesitteter" als Hamburger Schulterblatt

    Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank hat den Verstoß Tausender feiernder Menschen im Schanzenviertel gegen die Corona-Regeln scharf verurteilt. "Was sich am Wochenende in der Schanze abgespielt hat, war total daneben", sagte die Grünen-Politikerin. Sie könne zwar verstehen, dass "jetzt alle raus, Leute treffen, den Frühling genießen" wollten. "Aber das war eine rücksichtslose Massenparty mit Potenzial für ein mögliches Corona-Superspreader-Event." Nach Polizeiangaben hatten bis zu 4.500 Menschen in der Nacht zuvor im Schanzenviertel oft ohne Abstand und Masken gefeiert. Als die Einsatzkräfte durchgriffen, wurden vereinzelt Flaschen aus der Menge geworfen. Fegebank drohte mit Konsequenzen. "Wir werden im Senat über Maßnahmen beraten müssen, wenn sich die Lage nicht durch Einsicht entspannt." Das Virus sei nicht aus der Welt, "und auf dem Ballermann geht es zur Zeit gesitteter zu als auf dem Schulterblatt", sagte sie.

    12.47 Uhr: Österreich - Formel 1 im Juni eventuell vor mehr Publikum

    Die Formel 1 könnte schon beim ersten von zwei Gastspielen in Österreich vor mehr Zuschauern als ursprünglich geplant antreten. Der erste Grand Prix in Spielberg ist für den 27. Juni angesetzt, der zweite für den 4. Juli. Die aufgrund der Corona-Pandemie gültigen Obergrenzen im Profisport von 3.000 Zuschauern fallen in Österreich erst mit dem 1. Juli. Doch im Gesundheitsministerium werde gemeinsam mit dem Kanzleramt an Lösungen gearbeitet, sagte Sportminister Werner Kogler der Nachrichtenagentur APA. Bereits zuvor hatte sich Bundeskanzler Sebastian Kurz zuversichtlich geäußert. "Wir werden hier eine Lösung finden. Das ist ein sehr wichtiges, auch für Österreich prestigeträchtiges Event", sagte Kurz.

    12.00: Alle Bundesländer mit Inzidenz unter 50

    Aus den RKI-Zahlen von Sonntag geht hervor, dass nun auch Thüringen als letztes Bundesland unter der 50er-Marke liegt. Die dortige 7-Tage-Inzidenz liegt bei 47,5. Besonders gut ist die Lage in den nördlicheren Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern (14,7), Schleswig Holstein (17,9), Brandenburg (20,0), Hamburg (22,4) und Niedersachsen (23,1).

    11.37 Uhr: Mehrheit der Europäer bis Mitte Juli geimpft

    EU-Parlamentspräsident David Sassoli rechnet mit raschen Fortschritten bei den Corona-Impfungen in den europäischen Mitgliedsstaaten. "Inzwischen wurden mehr als 237 Millionen Dosen zugelassener Impfstoffe in ganz Europa ausgeliefert", sagte Sassoli den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe. Die Mitgliedstaaten seien auf dem besten Weg, bis Mitte Juli mindestens 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung geimpft zu haben. "Eine Etappe auf dem Weg dorthin ist das digitale EU-Covid-Zertifikat, das schon diesen Sommer einen möglichst reibungslosen und zugleich sicheren Reiseverkehr ermöglichen soll." Das Zertifikat tritt laut Sassoli am 1. Juli in Kraft und wird ab diesem Datum überall in der Europäischen Union anerkannt sein. "Ich bin zuversichtlich, dass die meisten Mitgliedstaaten es zu diesem Datum auch ihren Bürgerinnen und Bürgern anbieten werden", sagte der ehemalige Fernsehjournalist aus Florenz. "Es handelt sich um ein Instrument, mit dem man bescheinigen kann, dass man geimpft ist oder ein aktuelles negatives Testergebnis hat oder sich von der Infektion erholt hat." All dies sei ein großer Schritt zurück zur Normalität.

    11.04 Uhr: Kliniken müssen in Brandenburg ab Juni keine Betten mehr für Covid-Patienten freihalten

    Ab dem 1. Juni müssen die Krankenhäuser in Brandenburg für die stationäre Versorgung von Covid-19-Patienten keine Betten extra mehr freihalten. Das teilt das Gesundheitsministerium in Potsdam mit. Die Allgemeinverfügung zur Regelung von Freihaltekapazitäten in Krankenhäusern werde angesichts wieder sinkender Corona-Infektionszahlen ausgesetzt. "Die Lage auf den Intensivstationen hat sich mittlerweile wieder entspannt", erklärt Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft. Die Gesamtzahl der Patienten, die wegen Covid-19 stationär versorgt werden müssten, sei erfreulicherweise rückläufig.

    10.32 Uhr: Britische Regierung erwägt Impfpflicht für Gesundheitswesen

    Die britische Regierung zieht eine Corona-Impfpflicht für Mitarbeiter im Gesundheitswesen in Betracht. So solle eine Ausbreitung des Virus in Krankenhäusern verhindert werden, sagt der für die Impfstrategie zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi dem Sender Sky News. "Es gibt Präzedenzfälle dafür. Offensichtlich werden Chirurgen gegen Hepatitis B geimpft. Wir denken also auf jeden Fall darüber nach." Jede verantwortungsvolle Regierung müsse darüber sprechen, "wie wir die am stärksten gefährdeten Personen schützen, indem wir sicherstellen, dass diejenigen, die sich um sie kümmern, geimpft sind".

    10.11 Uhr: Massenproteste gegen Corona-Politik in Brasilien

    Zehntausend Menschen sind in Brasilien landesweit gegen die Corona-Politik von Präsident Bolsonaro auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Organisatoren gab es in mehr als 200 Städten in und außerhalb Brasiliens Demonstrationen.

    09.17 Uhr: Corona-Regeln in Regensburg missachtet

    Etwa 500 Menschen haben in Regensburg gefeiert und getrunken, ohne auf die Corona-Maßnahmen zu achten. Nach Angaben der Polizei konnten an der Steinernen Brücke am Abend außerdem zeitweise keine Autos mehr an der Menschenmenge vorbeifahren. Die Polizei löste diese auf. Ein großer Teil der Feiernden zog allerdings statt nach Hause in Richtung Innenstadt weiter. Dort waren zwischenzeitlich wieder etwa 250 Menschen anzutreffen. Als die Polizei die Menge auflösen wollte, flogen nach eigenen Angaben Flaschen in Richtung der Polizei. Getroffen wurde dabei niemand. Es laufen mehrere Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung.

    08.26 Uhr: Übergriffe gegen Polizei und Ordnungsämter nehmen offenbar zu

    Polizei und Ordnungsämter treffen bei Corona-Kontrollen offenbar auf immer mehr Aggression. Das berichtet die Welt am Sonntag, die sich in den 15 größten deutschen Städten umgehört hat. Aus Köln heißt es, die Ordnungskräfte würden teilweise gezielt angespuckt, gebissen oder anderweitig angegangen. Insgesamt reagierten die Menschen bei Kontrollen immer ungeduldiger und gereizter. Diesen Eindruck bestätigt der Chef der Gewerkschaft der Polizei, Malchow. Er sagte der Zeitung, gerade jetzt, wo wieder deutlich mehr geöffnet werde, dürfe man das Erreichte nicht verspielen. Die Kontrollen der weiter bestehenden Regelungen sollten deshalb konsequent durchgesetzt werden.

    08.08 Uhr: Patientenschützer kritisierten Qualität bei Teststellen

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sieht das größte Problem bei "kriminell organisierten" Corona-Teststellen bei der mangelnden Qualität der Tests. Vorstand Eugen Brysch sagte der Nachrichtenagentur dp: "Wo solche Strukturen herrschen, ist in der Regel auch die Qualität der Tests schlecht". Die Gesundheitsämter müssten die Qualität am Ort überprüfen, forderte Brysch. "Derzeit reicht ein einstündiger Kurs und schon ist die Lizenz zum Gelddrucken in der Tasche. Doch aussagekräftige Tests sind wichtig. Gerade bei Besuchen in Pflegeheimen oder Krankenhäusern." Die relativ geringen Anforderungen für die Zulassung hat in den vergangenen Wochen zu einer schnell wachsenden Zahl neuer Teststationen geführt. Nun aber gibt es Berichte über möglichen Abrechnungsbetrug bei Corona-Bürgertests. Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität in Bochum nahm Ermittlungen gegen ein Unternehmen auf, das an mehreren Standorten Teststellen betreibt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte "stichprobenartig mehr Kontrollen" an. "Egal ob bei Masken oder beim Testen - jeder, der die Pandemie nutzt, um sich kriminell zu bereichern, sollte sich schämen", schrieb Spahn auf Twitter.

    07.50 Uhr: Bundesligaspieler etwas öfter infiziert

    Sportmediziner Wilhelm Bloch hat sich erstaunt über die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Saison 2020/2021 der Fußball-Bundesliga gezeigt. "Abgeglichen mit dem, was wir an Fußballern in der ersten Bundesliga haben, ist das doch schon ein relativ hoher Prozentsatz von Spielern, die sich infiziert haben. Das muss man einfach sagen", sagte der Professor der Deutschen Sporthochschule in Köln dem Deutschlandfunk. Dem Sender zufolge haben die 18 Erstligisten in der vergangenen Spielzeit die Infektionen von 69 Profis öffentlich gemacht. Das wären demnach rund 13 Prozent aller Bundesliga-Spieler und ein etwas höherer Schnitt als in der vergleichbaren Gruppe der Gesamtbevölkerung. Sportmediziner Bloch wies indes darauf hin, dass eine Blase, in der die Fußballprofis keinerlei Kontakt zur Außenwelt gehabt hätten, über mehrere Monate einer Saison nicht umsetzbar gewesen sei. Nach Angaben der Deutschen Fußball Liga gab es in der abgelaufenen Spielzeit 217 Corona-Infektionen im Kreis von Spielern, Trainern und Betreuern der Erst- und Zweitligisten. Durch die hohe Zahl und zeitliche Dichte der Testungen habe es kaum eine Dunkelziffer bei den Infektionen im Profifußball gegeben, betonte der DFB-Mediziner.

    05.21 Uhr: RKI registriert 3.852 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt weiter

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 3.852 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 2.862 Fälle weniger als eine Woche zuvor. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 56 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 82 Tote gewesen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 35,2. Am Tag zuvor betrug der Wert 37,6. Insgesamt wurden in Deutschland bislang mehr als 3,68 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, 88.406 Menschen starben.

    04.45 Uhr: Illegaler Rave in Hamburg

    Die Polizei hat nach einer illegalen Rave-Party das Hamburger Schanzenviertel geräumt und abgeriegelt. Nach Angaben eines Reporters der Nachrichtenagentur dpa hatten sich in einem Park rund 1300 Menschen am Samstagabend zu einer Feier mit lauter Musik eingefunden. Da dabei von einer Großzahl der Menschen gegen die Abstände und Maskenpflicht aufgrund der Corona-Schutzordnung verstoßen wurde, wurde die Party von der Polizei aufgelöst. Daraufhin strömten die Menschen ins Schanzenviertel und feierten dort weiter. Als die Polizei auch dort gegen die Feiernden durchgriff, kam es zu Flaschenwürfen auf die Beamten. Mehrere Menschen wurden in Gewahrsam genommen. Geschäfte und Restaurants im Schanzenviertel mussten darüber hinaus schon um 23 Uhr anstatt um Mitternacht schließen.

    02.53 Uhr: EU-Parlamentspräsident rechnet mit schnellem Impf-Fortschritten

    EU-Parlamentspräsident David Sassoli rechnet mit schnellen Fortschritten bei den Corona-Impfungen in Europa. "Inzwischen wurden mehr als 237 Millionen Dosen zugelassener Impfstoffe in ganz Europa ausgeliefert. Die Einführung beschleunigt sich weiter, und die Mitgliedstaaten sind auf dem besten Weg, bis Mitte Juli mindestens 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung geimpft zu haben", sagte Sassoli den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntagsausgaben) laut einem Vorabbericht. Der EU-Parlamentspräsident erklärte weiter, dass ein digitaler Impfausweis ab dem 1. Juli in Kraft treten werde, der "schon diesen Sommer einen möglichst reibungslosen und zugleich sicheren Reiseverkehr ermöglichen soll." Dies sei ein großer Schritt zurück zur Normalität.

    02.43 Uhr: 5.000 Menschen bei Test-Konzert in Paris

    In Paris haben Tausende Menschen ein Corona-Test-Konzert besucht. 5.000 Menschen tanzten am Samstag in der Konzertarena im Stadtteil Bercy zur Musik der Rockband Indochine. Forscher wollen mit dem Test-Konzert herausfinden, wie hoch das Corona-Infektionsrisiko bei Großveranstaltungen ist. Als Besucher des Test-Konzerts zugelassen waren nur 18- bis 45-Jährige ohne Vorerkrankungen. Sie mussten sich vor dem Konzert auf das Coronavirus testen lassen und während der Veranstaltung Masken tragen. Eine Woche nach dem Konzert müssen sich die Konzertbesucher erneut testen lassen. Ihre Daten werden dann mit jenen einer Kontrollgruppe aus 2.500 Menschen verglichen, die den Samstagabend zu Hause verbringen mussten. Vergleichbare Test-Veranstaltungen hat es bereits in Spanien und Großbritannien gegeben. Dort hatten die Forscher kein erhöhtes Infektionsrisiko festgestellt.

    02.42 Uhr: Hälfte der US-Bevölkerung mindestens einmal geimpft

    In den USA hat inzwischen die Hälfte aller rund 330 Millionen Einwohner mindestens die erste Impfung bekommen. Rund 40 Prozent der Bevölkerung sind schon vollständig geimpft. Die Zahl der Erstimpfungen stieg auf 167,2 Millionen, womit 50,3 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Spritze bekommen haben, wie aus Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC hervorging. Auf die Zahl der rund 260 Millionen Erwachsenen in den USA bezogen ergibt sich eine noch höhere Impfquote: Gut 62 Prozent von ihnen bekamen bislang mindestens eine Impfung, mehr als 51 Prozent sind vollständig geimpft, wie die CDC-Daten zeigen. In der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe ab 65 Jahren erhielten demnach bereits 86 Prozent mindestens eine Dosis eines Impfstoffs.US-Präsident Joe Biden hat als Ziel ausgegeben, dass bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli rund 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollen. Viele Bundesstaaten, Kommunen und Unternehmen bieten inzwischen deutliche Anreize - von der Verlosung von Millionengewinnen bis hin zu Kreuzfahrten - um die Impfquote weiter zu erhöhen.

    02.42 Uhr: Lauterbach: Impfziel nur mit breiter Impfung Jugendlicher erreichbar

    Deutschland kann nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach sein Impfziel in der Corona-Krise nur mit einer konsequenten Impfung von Kindern und Jugendlichen erreichen. "Unser Impfziel von 80 Prozent schaffen wir nicht, ohne auch die 12- bis 18-Jährigen zu impfen", sagte Lauterbach der "Bild am Sonntag". Bei den Jugendlichen sei eine Impfquote von 65 Prozent anzustreben. "Dafür sollte auch in den Schulen geimpft werden, um es den Familien möglichst leicht zu machen", schlug der SPD-Politiker vor. Lauterbach warnte, Kinder und Jugendliche würden unter einer vierten Corona-Welle besonders leiden. "Das müssen wir verhindern. Deshalb sollten sie im Frühsommer bevorzugt ein Impfangebot bekommen", forderte der Gesundheitsexperte.

    02.40 Uhr: Scholz für Homeoffice-Pflicht bis Ende Juni

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz lehnt Forderungen aus der Wirtschaft nach einer frühzeitigen Aufhebung der Homeoffice-Pflicht ab. "Jetzt dürfen wir nicht leichtsinnig werden. Das Virus ist noch nicht besiegt", sagte Scholz der "Bild am Sonntag" laut einem Vorabbericht. Die Regelung läuft nach bisheriger Planung ohnehin am 30. Juni aus. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt legte einen Drei-Punkte-Plan zur Modernisierung der Arbeitswelt nach der Corona-Pandemie vor. Kernforderung in dem Papier, aus dem die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren, ist die Umwandlung der Homeoffice-Pflicht in ein Recht auf Homeoffice.

    02.37 Uhr: Söder drängt auf schnelle Sputnik-V-Zulassung

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine rasche Entscheidung über die Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in der EU. "Der Impfmotor darf nicht stottern. Vor allem das Verfahren um Sputnik V muss beschleunigt werden», sagte der CSU-Chef der "Bild am Sonntag". "Es darf nicht aus rein ideologischen Gründen getrödelt werden." Wie das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise meldet, rechnen die Zulassungsbehörden wegen fehlender Daten offenbar frühestens im September mit einer Entscheidung. Bayern hat eine Kaufoption über 2,5 Millionen Sputnik-V-Dosen. Der Impfstoff ist bereits seit neun Monaten auf dem russischen Markt und in fast 70 Staaten registriert. Derzeit prüft die EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung für die EU. Auch ohne diese Zulassung verwenden in der Europäischen Union bereits Ungarn und die Slowakei das russische Präparat.

    Samstag, 29. Mai 2021

    22.04 Uhr: Handgemenge bei Protest gegen Corona-Beschränkungen in Brüssel

    Tausende Demonstranten haben am Samstag in Brüssel gegen Corona-Beschränkungen demonstriert. Die Teilnehmer versammelten sich zunächst zu einer nicht genehmigten Party in einem Park und einer weiteren Kundgebung für europäische Grundfreiheiten. Die Menge marschierte anschließend in Richtung des EU-Viertels, wurde aber von der Polizei aufgehalten. Nach kleineren Handgemengen wurde die Demonstration am frühen Abend aufgelöst.

    In den vergangenen Wochen war es mehrfach zu Anti-Lockdown-Parties in Brüssel gekommen, mit teils Tausenden Teilnehmern. Einige der Demonstranten lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei, es gab Verletzungen und Festnahmen.

    19.36 Uhr: Deutschen Fußball-Nationalspielern droht Quarantäne

    Den vier England-Profis Ilkay Gündogan (Manchester City), Antonio Rüdiger, Kai Havertz und Timo Werner (FC Chelsea), die nach dem Champions-League-Finale zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft stoßen sollen, droht bei der Einreise nach Deutschland eine 14-tägige Quarantäne, da sie sich zuletzt auch im Corona-Virusvariantengebiet Großbritannien aufgehalten haben. Für Österreich hatte das zuständige Gesundheitsministerium eine Sonderregelung bestätigt, die eine Anreise der vier Spieler direkt ins Trainingslager nach Seefeld ohne Quarantäne-Maßnehmen ermöglicht. In Deutschland, bekräftigte das Bundesinnenministerium am Samstag, gelten hingegen die strikten Einreisebestimmungen "auch für den Profifußball".Oliver Bierhoff arbeite "mit Nachdruck" an dem Problem, berichtete Bundestrainer Joachim Löw am Samstag in Seefeld, wo sich aktuell 20 der 26 berufenen EM-Spieler auf die EM ab 11. Juni vorbereiten. Der DFB-Direktor sei ständig im Kontakt mit Behörden, Ministerien und der Politik, ergänzte der Bundestrainer. Das BMI bestätigte den Austausch mit dem DFB.

    Ursprünglich sollte das England-Quartett nach dem Finale in Porto noch ein paar Tage frei bekommen und dann in Österreich ankommen. Würden die vier Spieler aber nochmals nach England zurückkehren, könnten sie auch bei der EM-Generalprobe am 7. Juni in Düsseldorf gegen Lettland fehlen.

    19.31 Uhr: Rumänien beginnt mit Covid-Impfungen von Kindern ab 12

    Das EU-Land Rumänien hat am Samstag noch vor der offiziellen Zustimmung aus Brüssel mit der Impfung von Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren begonnen. In Bukarest wurden dazu in einem öffentlichen Park zwei mobile Impfstationen eingerichtet, wie das Online-Nachrichtenportal «hotnews.ro» berichtete. Dort wird der Impfstoff von Biontech-Pfizer gespritzt. Die Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten müssen ihr Einverständnis erklären.

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Freitag grünes Licht für die EU-Zulassung des Biontech-Präparats für Kinder von 12 bis 15 Jahren gegeben. Die formale Zustimmung der EU-Kommission steht eigentlich noch aus.

    18.38 Uhr: Herzogin Kate erhält erste Corona-Impfung

    Die britische Herzogin Kate hat ihre erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Der Kensington-Palast twitterte am Samstag ein Bild, auf dem ein Mitarbeiter des Nationalen Gesundheitsdiensts (NHS) der 39-Jährigen eine Spritze in den linken Oberarm setzt. "Gestern habe ich meine erste Dosis des Corona-Impfstoffs im Science Museum in London bekommen", lautete der Text dazu. "Ich bin allen äußerst dankbar, die eine Rolle beim Impfprogramm spielen - danke für alles, das Ihr tut."

    Kates Ehemann Prinz William (38) hatte seine erste Impfdosis bereits vor gut einer Woche erhalten, ebenfalls in dem Wissenschaftsmuseum. Menschen über 38 Jahren wie William und Kate sind seit dem 13. Mai in England zu einer Impfung berechtigt, mittlerweile können alle über 30-Jährigen einen Termin vereinbaren.

    17.50 Uhr: Infektionszahlen in Großbritannien sinken wieder

    In Großbritannien sinken die Infektionszahlen wieder. Das Land meldet 3.398 weitere Fälle nach 4.182 am Vortag. Den Regierungsdaten zufolge starben sieben weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Ihre Erstimpfung erhalten haben rund 39 Millionen Menschen in Großbritannien, darunter inzwischen auch der 38-jährige Prinz William. Die Bundesregierung hatte Großbritannien und Nordirland vor rund einer Woche wegen der Ausbreitung der aus Indien kommenden Corona-Mutation B.1.627.2 als Virus-Varianten-Gebiet eingestuft.

    16.12 Uhr: Kreuzfahrtschiffe dürfen wieder in Spanien anlegen

    Nach knapp einem Jahr dürfen internationale Kreuzfahrtschiffe ab dem 7. Juni wieder in spanischen Häfen anlegen. Das am 23. Juni vorigen Jahres aufgrund der Pandemie verhängte Anlegeverbot werde aufgrund der guten Entwicklung der Corona-Lage in Europa außer Kraft gesetzt, teilte das spanische Transportministerium in Madrid am Samstag mit. Die Schiffe werden allerdings der Mitteilung zufolge strenge gesundheitliche Auflagen erfüllen müssen, die demnächst im Detail veröffentlicht werden sollen.

    Als Begründung für die Wiederzulassung der internationalen Kreuzfahrt wurde angegeben, dass die meisten Passagiere der Schiffe, die die spanischen Häfen anlaufen, aus Europa stammten - einer Region, in der es große Fortschritte bei den Impfungen gebe und in der die Infektionszahlen seit Wochen rückläufig seien.

    Der Kreuzfahrttourismus ist für Spanien und vor allem für Urlaubsregionen wie die balearischen Inseln mit Mallorca oder den Kanarischen Inseln, aber auch für Metropolen wie Barcelona oder Valencia sehr wichtig. Vor Ausbruch der Pandemie strömte 2019 aus den Meeresriesen die Rekordzahl von knapp 10,7 Millionen Menschen in die spanischen Städte.

    15.45 Uhr: SPD fordert Aufhebung des Katastrophenfalls

    Angesichts sinkender Corona-Inzidenzen in Bayern fordert die SPD-Landtagsfraktion die Aufhebung des Katastrophenfalls. "Der Katastrophenfall liegt nicht mehr vor und muss aufgehoben werden. Unser bayerisches Gesundheitssystem ist voll funktionsfähig und braucht keine zentrale Koordinierung mehr", sagte der innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Stefan Schuster.

    Der bayernweite Katastrophenfall war Anfang Dezember 2020 ausgerufen worden. Innenminister Joachim Herrmann stellte ihn fest und setzte damit einen Kabinettsbeschluss um. "Ziel ist eine koordinierte und strukturierte Vorgehensweise aller im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen und Organisationen", sagte der CSU-Politiker damals.

    Der Katastrophenfall sei mit einer landesweiten Inzidenz von 177 sowie der Belegung der Krankenhäuser begründet worden, "beides ist aktuell massiv rückläufig", begründete Schuster den Vorstoß der SPD-Fraktion im Landtag.

    13.55 Uhr: Spahn: Sicherer Impfstoff für Kinder "großartige Nachricht"

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das grüne Licht der EU-Arzneimittelbehörde EMA für eine Zulassung des ersten Corona-Impfstoffes für Kinder begrüßt. Es sei "eine großartige Nachricht", dass das in Deutschland entwickelte Präparat auch sicher und wirksam für Kinder ab zwölf Jahren sei, sagte der CDU-Politiker am Samstag in Pretoria am Rande eines Südafrika-Besuchs.

    Die EMA hatte am Freitag eine EU-Zulassung des Biontech-Präparats für Kinder von 12 bis 15 Jahren befürwortet. Die formale Zulassung durch die EU-Kommission steht noch aus, ebenso die Prüfung der Ständigen Impfkommission (Stiko), ob sie eine Impfung für Kinder generell empfiehlt.

    Mit Blick auf seine Reise nach Afrika, wo weniger als zwei Prozent der Bevölkerung geimpft seien, sagte Spahn, dies mache "schon auch demütig". "Aber dass wir schon über das Impfen von 12- und 16-Jährigen diskutieren, während in vielen anderen Ländern auf der Welt noch nicht mal die Schwerstkranken geimpft sind, zeigt auch, in welcher privilegierten Situation wir in Europa sind."

    13.32 Uhr: Vietnam meldet neue Variante des Coronavirus - schnelle Verbreitung über die Luft

    In Vietnam wurde nach Angaben des Gesundheitsministers eine neue Variante des Coronavirus entdeckt. Es handele sich um eine Mischform der indischen und der britischen Mutante, sagt Nguyen Thanh Long bei einem Regierungstreffen. "Das ist sehr gefährlich", sagt er laut dem Mitschnitt, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Die Übertragungsrate über die Luft sei höher als bei den bekannten Varianten.

    In Vietnam mit seinen 97 Millionen Einwohnern wurden bislang gut 6.700 Corona-Infektionen und 47 Todesfälle registriert - der größte Teil davon seit April. Gut eine Million Menschen sind bislang geimpft.

    13.30 Uhr: Wegen Corona - Frankreichs Haushaltsdefizit erreicht Rekordhöhe

    Frankreichs Haushaltsdefizit wird 2021 mit rund 220 Milliarden Euro einen Rekord erreichen. Damit sei der Fehlbetrag um etwa 47 Milliarden Euro höher ausgefallen als erwartet, sagte der französische Minister für öffentliche Finanzen Olivier Dussopt am Samstag. Die Verschlechterung um mehr als 20 Prozent sei die Folge der Corona-Unterstützungsmaßnahmen, so Dussopt. Im Jahr 2020 lag das Haushaltsdefizit in Folge der Pandemie bei 182 Milliarden Euro. Den Fehlbetrag wollte Frankreich für 2021 eigentlich auf 173,3 Milliarden Euro reduzieren.

    13.20 Uhr: Testzentren: Durchsuchungen wegen Betrugsverdacht

    Corona-Testzentren sind in den vergangenen Monaten wie Pilze aus dem Boden geschossen. Getestet wird unbürokratisch. Mangelnde Kontrolle könnte ein Einfallstor für Abrechnungsbetrug bieten. Die Justiz ermittelt. Es geht um Geld der Steuerzahler. Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität in Bochum nahm Ermittlungen auf. Das bestätigte am Samstag ein Sprecher der Behörde der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Ermittelt werde gegen zwei Verantwortliche eines in Bochum ansässigen Unternehmens, das an mehreren Standorten Teststellen betreibe. Anlass der Ermittlungen waren demnach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung. Wie die Staatsanwaltschaft in Bochum bestätigte, wurden im Ruhrgebiet bereits Geschäftsräume und Privatwohnungen durchsucht. Dabei seien auch Unterlagen beschlagnahmt worden. Den Namen des verdächtigen Unternehmens wollte die Behörde nicht nennen. Angesichts der möglichen Betrugsfälle nahm auch die politische Debatte Fahrt auf. Die SPD attackierte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

    Seit März sieht die Corona-Testverordnung der Bundesregierung Bürgertests vor. Im April hatten die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) erstmals die Kosten beim Bundesamt für Soziale Sicherung abgerechnet. Die Teststellen erhalten 18 Euro pro Test. In den Monaten April und Mai wurden insgesamt 660 Millionen Euro überwiesen. Nach Recherchen von SZ, NDR und WDR lädt das System zum Abrechnungsbetrug ein, da eine Kontrolle fehle. Stichproben hätten etwa an einer Teststelle in Köln ergeben, dass statt 70 wirklich genommener Proben fast 1000 abgerechnet worden seien. Ähnliches hätten Stichproben unter anderem in Essen und in Münster zutage gefördert. Der Bericht verweist auf mangelnde Kontrollmöglichkeiten seitens der Behörden.

    13.00 Uhr: Tschechien lässt geimpfte Deutsche wieder einreisen

    Tschechien lässt Urlauber aus Deutschland, die gegen Corona geimpft sind, von Dienstag an wieder ins Land - auch ohne vollständigen Schutz. Voraussetzung ist, dass die erste Spritze mindestens drei Wochen zurückliegt. Dies geht aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor. Impfnachweis muss in englischer Sprache vorliegen. Zudem muss die Einreise online angemeldet werden. Die neuen Regeln gelten auch für Touristen aus Kroatien, Ungarn, Polen, Österreich, der Slowakei und Slowenien. Für Ungeimpfte bleibt die Einreise ohne triftigen Grund untersagt, mit Ausnahme des sogenannten kleinen Grenzverkehrs.

    11.38 Uhr: Bayern: niedrigste und höchste Inzidenz Deutschlands

    Die Stadt Weiden in der Oberpfalz bleibt vorerst die deutsche Region mit der niedrigsten Corona-Inzidenz. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag dort am Samstag nach Angaben des Robert Koch-Institutes erneut nur bei 2,3 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das war der deutschlandweite Bestwert. Allerdings liegt auch der bundesweite Corona-Hotspot nach wie vor in Bayern: Den höchsten Wert in ganz Deutschland wies weiterhin die schwäbische Stadt Memmingen mit 117,9 aus. Sie war am Samstag die einzige Region im Freistaat, die noch über einer 100er-Inzidenz lag. Im Durchschnitt lag die Inzidenz in Bayern laut RKI am Freitag bei 38,2 und damit leicht über dem Bundesdurchschnitt von 37,5.

    10.48 Uhr: Niederlande und Irland wollen lockern

    Angesichts sinkender Infektionen mit dem Coronavirus werden die Corona-Beschränkungen in immer mehr europäischen Ländern gelockert. Das "Ende des Lockdowns" verkündete der niederländische Regierungschef Mark Rutte. Ab dem 5. Juni würden die Innengastronomie, Museen und Kinos wieder geöffnet, kündigte er an. Bereits seit Ende April ist in den Niederlanden die Außengastronomie wieder geöffnet, auch eine umstrittene Ausgangssperre wurde damals aufgehoben. Im Mai traten in dem Land weitere Lockerungen in Kraft. Unter anderem durften Zoos wieder öffnen und Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Noch bis zum 7. Juni müssen sich die Betreiber von Pubs, Bars und Restaurants in Irland gedulden. Dann dürfen sie ihre Außenbereiche wieder öffnen, sagte Premierminister Micheal Martin. Knapp einen Monat später, am 5. Juli, soll auch die Innengastronomie wieder öffnen dürfen.

    10.22 Uhr: Erste Verfahren wegen gefälschter Impfpässe laufen

    Die ersten gefälschten Impfpässe sind in Deutschland aufgetaucht. Mehrere Verfahren laufen bereits. Zahlen für ganz Deutschland gibt es nicht, doch laut BKA ist die Tendenz steigend.

    09.50 Uhr: Fast alle Länder kehren zu Präsenzunterricht zurück

    Angesichts sinkender Corona-Ansteckungszahlen kehren nahezu alle Bundesländer ab Montag zum Präsenzunterricht zurück - zumindest in den Grundschulen. Das geht aus einer Umfrage des "Handelsblatt" unter den Kultusministerien der Länder hervor. Eine Ausnahme machen demnach nur Berlin und Rheinland-Pfalz - obwohl die Infektionszahlen dort nicht überdurchschnittlich hoch sind. In der Hauptstadt soll der aktuelle Wechselunterricht noch bis zu den Sommerferien ab 24. Juni andauern. Auch Rheinland-Pfalz will erst in drei Wochen zum normalem Unterricht zurückkehren. Der Bundeselternrat kritisierte die unterschiedlichen Regelungen. "Es ist wie seit Ausbruch der Pandemie: Jedes Bundesland macht, was es will", sagte die Vorsitzende, Sabrina Wetzel. "Wir fordern auch bei den Öffnungen eine einheitliche Linie." Für Eltern seien die unterschiedlichen Regelungen nicht nachvollziehbar. Hessen etwa bietet schon seit dem 12. Mai regulären Unterricht für die ersten sechs Klassen ab einer Inzidenz von unter 100 an. In Schleswig-Holstein gilt das seit 17. Mai für alle Schulen in Regionen mit Inzidenzwerten von unter 50. Mecklenburg-Vorpommern - das die bundesweite niedrigste Inzidenz aufweist - hat seit Pfingsten wieder Vollzeitunterricht. Einige Länder lassen sich der Umfrage zufolge zumindest bei den weiterführenden Schulen noch ein wenig länger Zeit, um vom Wechselunterricht wieder in den Normalmodus zurückzukehren.

    08.53 Uhr: Mehr als 100 Jugendherbergen wieder geöffnet

    In Deutschland haben rund 130 der mehr als 430 Jugendherbergen wieder geöffnet. "Wir gehen aber davon aus, dass es schon in der kommenden Woche rund 200 sein werden und sich diese Entwicklung sukzessive fortsetzt", teilte ein Sprecher des Deutschen Jugendherbergswerks mit. Aktuell sei die Nachfrage vor allem für die anstehende Ferienzeit sehr hoch, besonders durch Familien.

    08.37 Uhr: China meldet wieder Corona-Infektionen

    China hat nach Angaben der Nachrichtenagentur ap 16 neue Corona-Infektionen. China hat zuletzt praktisch keine Neuinfektionen mehr gemeldet. Insgesamt registrierten die Behörden offiziell 91.061 Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie. 4.636 Menschen starben an dem Virus. Wegen neuer Corona-Fälle haben die Behörden in der südchinesischen Millionenmetropole Guangzhou zudem ein ganzes Stadtviertel abgeriegelt. Die Bewohner wurden am Samstag aufgefordert, zuhause zu bleiben, um auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet zu werden. Guangzhou meldete in dieser Woche 20 Neuinfektionen.

    06.53 Uhr: Vietnam: Hybrid aus indischer und britischer Mutante

    In Vietnam ist eine Hybrid-Variante der indischen und der britische Mutante des Coronavirus entdeckt worden. Der vietnamesische Gesundheitsminister Nguyen Thanh Long sagte, die Mischung beider Varianten verbreite sich schnell über die Luft. Man habe eine Gen-Sequenzierung bei den neu registrierten Corona-Fällen durchgeführt und den Hybrid dabei gefunden, zitiert die Online-Zeitung VnExpress. In Vietnam hatten sich seit Ende April in 31 der 63 Städte und Provinzen fast 3600 Menschen angesteckt, das sind mehr als die Hälfte aller registrierten Infektionen landesweit.

    06.46 Uhr: Geringe Impfbereitschaft in Heimen mit Geflüchteten

    In Flüchtlingsunterkünften in Deutschland zeichnet sich eine relativ geringe Impfbereitschaft ab. Die Corona-Impfquoten in den Einrichtungen bewegen sich aktuell zwischen 33 und 60 Prozent, wie ein Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) unter den Bundesländern ergab. In der Gesamtbevölkerung liegt die Bereitschaft, sich gegen Covid impfen zu lassen, laut einer Erhebung des Robert Koch-Instituts bei etwa 73 Prozent. Die mobilen Impfteams stießen auf recht große Skepsis, erklärten die zuständigen Landesministerien. Um Sprachbarrieren und kulturelle Hürden zu überwinden, werden die Impfteams vielerorts von Sozialarbeitern und Dolmetscherinnen unterstützt. Teilweise lehnten muslimische Asylbewerber das Impfangebot ab, weil es in die Zeit des Fastenmonats Ramadan fiel, wie es hieß. Aber auch negative Medienberichte hätten Geflüchtete verunsichert - etwa über das Vakzin von Johnson & Johnson, das nur einmal verimpft werden muss und deshalb bei den Behörden für Impfungen in Flüchtlingsunterkünften Priorität hat. Bewohner von Flüchtlingsheimen gehören laut Coronavirus-Impfverordnung zur zweiten Priorisierungsgruppe.

    05.18 Uhr: 5.426 Corona-Neuinfektionen und Inzidenz bei 37,5

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor genau einer Woche hatte der Wert bei 7.082 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 37,5 an. An Feiertagen wie Pfingstmontag suchen weniger Menschen einen Arzt auf, wodurch auch weniger Proben genommen werden und es weniger Laboruntersuchungen gibt. Daher werden weniger Neuinfektionen gemeldet. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 163 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 170 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg dadurch auf 88.350. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 0,72.

    04.43 Uhr: Virologe Streeck rechnet nicht mit baldiger Herdenimmunität

    Der Virologe Hendrik Streeck rechnet in Deutschland nicht mit einer Herdenimmunität gegen das Coronavirus bis Herbst. "Ich bin skeptisch. Wir haben es ja nicht mit Impfstoffen zu tun, die vollständig vor einer Infektion schützen", sagte Streeck. Auch Geimpfte mit hoher Antikörperreaktion könnten sich mit dem Virus infizieren und es an andere weitergeben - "nur seltener". Zudem müssten für eine Herdenimmunität theoretisch auch Kinder geimpft werden, sagte Streeck.Das Robert Koch-Institut schreibt dazu, dass die in Deutschland verwendeten Impfstoffe Infektionen in "erheblichem Maße verhindern" und das "Risiko einer Virusübertragung stark vermindern". Streeck wies zudem darauf hin, dass die Immunantwort mit der Zeit nachlassen dürfte. "Wie stark der Effekt ist, wird man erst im Herbst bemessen können."

    04.05 Uhr: Karliczek: Impfangebot an vorerkrankte Kinder

    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat sich dafür ausgesprochen, Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen spätestens nach dem Ende der Sommerferien ein Corona-Impfangebot zu machen. "Das Ziel sollte sein, dass die Impfungen für diese Gruppe bis zum Beginn des neuen Schuljahres angeboten werden können", sagte Karliczek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    03.56 Uhr: Scheuer befürwortet Einreisen geimpfter Menschen

    Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, Einreisen für geimpfte Menschen aus Nicht-EU-Staaten grundsätzlich zu erlauben. "Wir brauchen Reisefreiheit für Geimpfte – und zwar schnellstmöglich. Ich denke da eher an Tage als an Wochen", sagte Scheuer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das Ziel sei ein koordiniertes Vorgehen auf europäischer Ebene, das aber nicht zu lange dauern dürfe. Derzeit sind Einreisen nur aus bestimmten Drittstaaten erlaubt. Seit Kurzem steht es den EU-Mitgliedsstaaten aber frei, Einreisen auf Basis von Impfnachweisen zu ermöglichen. In Deutschland ist noch unklar, wie damit umgegangen werden soll. "Deutschland ist Exportnation mit engen wirtschaftlichen Verflechtungen in alle Welt. Wir sind auf internationale Geschäftsreisen angewiesen", betonte Scheuer.

    03.48 Uhr: Lambrecht warnt vor Generationenkonflikt

    Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hat vor einem Generationenkonflikt bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen gewarnt. "Es ist wichtig, dass in der Frage der Impfungen die Generationen nicht gegeneinander ausgespielt werden", sagte Lambrecht den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Für gesunde Kinder und Jugendliche bestehe nur ein geringes Risiko, schwer an Corona zu erkranken, betonte Lambrecht. "Anders ist es bei Älteren, die bei weitem noch nicht alle geimpft werden konnten." Auch dies müsse bei der Frage der Impfstoffverteilung berücksichtigt werden. Sie bedauere, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn "hier unrealistische Erwartungen geweckt hat". Lambrecht stellte sich hinter die Entscheidung, die Impfung vom 7. Juni an für alle freizugeben - auch für Kinder ab zwölf Jahren. Ärzte könnten dann am besten beurteilen, für wen eine Impfung am dringlichsten sei. "Das gilt selbstverständlich auch für Kinder und Jugendliche, wenn sie besondere gesundheitliche Risiken haben."

    Freitag, 28. Mai 2021

    23.04 Uhr: Bislang laut Experten keine Sicherheitsbedenken bei Curevac-Impfstoff

    Dem Tübinger Impfstoffhersteller Curevac zufolge haben Experten des DSMB (Data Safety Monitoring Board) bei einer Studie des Impfstoffkandidaten CVnCoV bislang keine Sicherheitsbedenken angemeldet. Das DSMB habe eine Zwischenanalyse mit 59 bestätigten Covid-19-Fälle vorgenommen, teilte der Konzern mit. Die Studie werde fortgesetzt, Curevac selbst habe keinen Zugriff auf die Daten. Der Impfstoffkandidat der ersten Generation befindet sich im letzten Stadium der klinischen Entwicklung. CureVac arbeitet mit Bayer zusammen und peilt eine Zulassung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für den Impfstoff an.

    20.40 Uhr: Irland will Corona-Schutzmaßnahmen zurückfahren

    Der seit Monaten geltende strenge Lockdown in Irland soll gelockert werden. Die Regierung legte einen Fahrplan für die schrittweise Aufhebung der Corona-Maßnahmen vor. Demnach sollen in den kommenden beiden Wochen zunächst Hotels und dann auch die Außengastronomie wieder öffnen dürfen. Auch Kinos und Fitness-Studios können dann wieder Besucher empfangen. Der internationale Reiseverkehr soll ab 19. Juli wieder aufgenommen werden. "Das Ende ist in greifbarer Nähe", sagte Premierminister Micheal Martin bei einer Pressekonferenz. Zugleich warnte er vor nach wie vor bestehenden Risiken.

    20.29 Uhr: Niederlande kündigt umfassende Lockerungen der Corona-Einschränkungen an

    Die niederländische Regierung hat weitreichende Lockerungen angekündigt. Angesichts schnell sinkender Infektionszahlen könnten ab 5. Juni fast alle Sektoren wieder geöffnet werden - allerdings noch unter deutlichen Auflagen. Das kündigte Ministerpräsident Mark Rutte an.

    Museen, Theater und Kinos dürfen wieder öffnen und zumindest eine begrenzte Zahl von Besuchern empfangen. Gaststätten können unter Auflagen Gäste auch im Innenbereich bedienen, und die Öffnungszeiten werden bis 22 Uhr verlängert. Bürger dürfen vier Besucher zu Hause empfangen statt bisher zwei. Deutliche Lockerungen gibt es auch beim Sport.

    Größere Restaurants, Bühnen und Museen dürfen mehr Besucher empfangen unter der Voraussetzung, dass diese sich vorher testen lassen. Discos und Nachtclubs bleiben noch geschlossen, und auch Jahrmärkte sind weiterhin verboten. Während der Fußball-EM dürfen Kneipen zudem keine Spiele auf Videoschirmen zeigen. Der strenge Lockdown war Mitte Dezember verhängt worden. Bisher hatte es Lockerungen in zwei Schritten gegeben.

    19.38 Uhr: Schnellere Corona-Lockerungen in einigen Regionen Italiens in Sicht

    Die italienische Regierung will in einigen Regionen die Corona-Beschränkungen schneller lockern. Ab Montag sollen die Adria-Region Molise, die beliebte Urlaubsinsel Sardinien und Friaul-Julisch Venetien im Nordosten wegen der guten Infektionslage in die sogenannte Weiße Zone mit den lockersten Regeln eingeteilt werden. Gesundheitsminister Roberto Speranza wollte dazu am Freitag eine Anordnung unterschreiben, wie sein Ministerium am Nachmittag mitteilte. Die übrigen Regionen bleiben in der Gelben Zone mit moderaten Beschränkungen.

    In den Weißen Zonen entfällt die nächtliche Ausgangssperre. Orte wie Freizeitparks und Kulturzentren, die in den Gelben Zonen mit den schrittweisen Lockerungen der Corona-Beschränkungen in den kommenden Wochen öffnen sollen, dürfen von Montag an wieder den Betrieb aufnehmen, wie der "Corriere della Sera" schrieb.

    In Diskotheken soll demnach zumindest der gastronomische Betrieb wieder möglich sein. Um auf Feste gehen zu können, sollen Gäste entweder einen negativen Corona-Test, eine überstandene Infektion oder ausreichenden Corona-Impfschutz nachweisen müssen. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bleibt weiterhin bestehen - drinnen wie draußen. Auch die Abstandsregeln gelten weiterhin.

    19.17 Uhr: Häufung von seltener Corona-Variante im Westen Frankreichs registriert

    Im Westen Frankreichs ist ein weiteres Cluster einer sehr seltenen Coronavirus-Variante aufgetreten. Bis Donnerstag seien 37 Infektionen mit der Variante nachgewiesen worden, der Großteil in der Gemeinde Niort, teilten die französischen Behörden mit. Es handelt sich um die selbe Virus-Variante, die vergangene Woche bereits gehäuft in einem Viertel von Bordeaux nachgewiesen worden war. Eine Verbindung zwischen den beiden Clustern konnte bislang nicht nachgewiesen werden.

    Der als VOC 20I/484Q bezeichnete Stamm ist mit der britischen Variante des Coronavirus verwandt, weist aber eine zusätzliche Mutation (E484Q) auf. In den kommenden beiden Wochen soll nun in Niort und La Gâtine verstärkt auf das Coronavirus getestet werden. Die Virus-Mutante wird von den französischen Behörden als "besorgniserregend" eingestuft. Nachdem vergangene Woche rund 50 Menschen im Viertel Bacalan in Bordeaux positiv auf die seltene Variante getestet worden waren, hatten die Behörden angekündigt, die Impfkampagne in dem Stadtteil deutlich zu beschleunigen.

    19.05 Uhr: Bambi-Gala fällt wegen Corona zum zweiten Mal aus

    Die Bambi-Gala fällt auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das bestätigte der Medienkonzern Hubert Burda Media am Freitag auf Anfrage. Zuvor hatte das Magazin "Clap" berichtet. Ein Burda-Sprecher teilte mit: "Eine glanzvolle Show mit tausenden von Gästen und mehreren hundert Mitwirkenden, ist unter den gegebenen Umständen nicht zuverlässig und sicher planbar."

    18.59 Uhr: Knapp 40 Prozent aller Hotels auf Mallorca geöffnet

    Auf Mallorca haben Touristen immer mehr Hotels zur Auswahl. Nach dem harten Pandemie-Winter mit vielen Einschränkungen haben auf der spanischen Urlaubsinsel bereits 312 Häuser den Betrieb wiederaufgenommen, wie der mallorquinische Hotelierverband FEHM in Palma mitteilte. Das sind 124 Unterkünfte oder rund 65 Prozent mehr als vor zwei Wochen. Damit seien inzwischen im Zuge der guten Corona-Lage 37,5 Prozent aller dem FEHM angeschlossenen Hotels in verschiedenen Teilen der Mittelmeerinsel wieder geöffnet. Ungeachtet der positiven Entwicklung müsse man hervorheben, dass zu dieser Zeit auf Mallorca normalerweise alle Hotels in Betrieb seien, hieß es.

    18.43 Uhr: Holetschek begrüßt EMA-Empfehlung zur Impfstofffreigabe für Kinder

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA begrüßt, nach der der Corona-Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren freigegeben werden soll. "Wir hatten mit diesem Schritt gerechnet. Gleichwohl müssen wir auch berücksichtigen, welche Empfehlung die Ständige Impfkommission abgeben wird", sagte Holetschek in München.

    Holetschek hält die Entscheidung des Impfgipfels vom Donnerstag, Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren ab 7. Juni eine Impfung vorrangig in Arztpraxen anzubieten, für einen sinnvollen Kompromiss. "Ich unterstütze ausdrücklich, dass hier auch die Kinder- und Jugendärzte eingebunden werden sollen, denn sie wissen, welche Kinder und Jugendlichen zum Beispiel Vorerkrankungen haben und den Impfstoff am dringendsten brauchen."

    18.21 Uhr: WHO warnt vor vorschnellen Hoffnungen auf Ende der Pandemie

    Der Europa-Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Hans Kluge, hat vor vorschnellen Hoffnungen auf ein Ende der Corona-Pandemie gewarnt. "Die Pandemie wird vorbei sein, wenn wir eine Mindestabdeckung von 70 Prozent bei der Impfung erreicht haben", betonte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Kluge kritisierte, dass die Impfstoffverteilung in Europa immer noch zu langsam sei.

    Eine rasche Auslieferung von Impfstoffen ist nach Ansicht des WHO-Europadirektors von größter Bedeutung. "Unser bester Freund ist die Geschwindigkeit, die Zeit arbeitet gegen uns", sagte Kluge. "Wir müssen schneller werden, wir müssen die Zahl der Impfungen erhöhen." Der Mediziner warnte auch vor dem erhöhten Ansteckungspotenzial neuer Corona-Varianten. "Wir wissen zum Beispiel, dass B.1617 (indische Variante) übertragbarer ist als B.117 (britische Variante), die bereits übertragbarer war als der vorherige Stamm", sagte er.

    18.10 Uhr: EU-Kommission genehmigt deutsche Corona-Hilfen

    Die EU-Kommission hat eine mit zehn Milliarden Euro ausgestattete Regelung zur Entschädigung von deutschen Unternehmen in der Corona-Krise genehmigt. Deutschland werde damit Unternehmen aus allen Branchen - zumindest teilweise - für die Einbußen wegen Hygienemaßnahmen entschädigen können, teilte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager mit. Es gehe um Beschränkungen, die im Zeitraum 16. März 2020 bis 31. Dezember 2021 galten oder noch in Kraft sein werden. Die Entschädigungen in Form direkter Zuschüsse können den Angaben zufolge 100 Prozent der entstandenen Einbußen abdecken, dürften aber erst gewährt werden, nachdem der Schaden entstanden sei.

    17.35 Uhr: Hamburger Senat erlaubt Hotelübernachtungen und Hafenrundfahrten

    Nach sieben Monaten Corona-Lockdown öffnet sich Hamburg wieder für Übernachtungsgäste. Hotels, Hostels und Pensionen dürfen ab Dienstag mit eingeschränkter Kapazität öffnen, wie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Freitag bekannt gab. Auch zahlreiche Sport- und Freizeitaktivitäten können wieder stattfinden. Unter den üblichen Hygieneauflagen werden etwa Hafen- und Stadtrundfahrten erlaubt. Kreuzfahrtschiffe sollen ab 11. Juni wieder ablegen dürfen. Bis zu 20 Erwachsene dürfen im Freien gemeinsam Sport treiben. Getestete, genesene und vollständig geimpfte Bürger dürfen auch in Fitnessstudios trainieren oder Yogastudios besuchen. Kultur- oder Fortbildungsveranstaltungen können mit bis zu 50 Teilnehmern auf festen Sitzplätzen in Innenräumen stattfinden, bei Sportveranstaltungen sind bis zu 650 Besucher zulässig. Bedingung ist immer ein negativer Test. Im privaten Bereich gilt weiterhin eine Kontaktbeschränkung auf fünf Personen. Diese dürfen jedoch anders als bisher aus mehr als zwei Haushalten kommen. Kinder werden dabei nicht mitgezählt.

    17.25 Uhr: Malaysia verhängt strikten Corona-Lockdown

    Angesichts eines sprunghaften Anstiegs der Corona-Fälle in Malaysia hat die Regierung einen landesweiten Lockdown angekündigt. Die Maßnahme soll ab Dienstag in Kraft treten, wie Ministerpräsident Muhyiddin Yassin am Freitag mitteilte. Das Land verzeichnete zuletzt einen neuen Höchstwert von 8290 Infektionen binnen 24 Stunden. Der Lockdown sieht den Angaben zufolge eine "komplette Schließung aller sozialen und wirtschaftlichen Sektoren" vor. Unternehmen, die der Grundversorgung dienen, sind davon jedoch ausgeschlossen. Die Einschränkungen sollen bis zum 14. Juni gelten. Das südostasiatische Land mit 32 Millionen Einwohnern hat seit Pandemiebeginn 549.514 Corona-Infektionen und 2.552 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Obwohl diese Zahlen im weltweiten Vergleich nicht besonders hoch sind, warnen die Behörden vor einer Überlastung des Gesundheitssystems. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen und an Beatmungsgeräten sei zuletzt rapide gestiegen.

    17.15 Uhr: Priorisierung in Bayerns Impfzentren endet noch nicht

    In den bayerischen Impfzentren wird es auch über den 7. Juni hinaus eine Priorisierung bei Corona-Impfungen geben. Die bundesweit an diesem Tag geplante Aufhebung der Impfreihenfolge wird bei der Terminvergabe im Freistaat zunächst praktisch kaum eine Rolle spielen. Das Online-Registrierungssystem werde weiterhin die Bürger aus Risikogruppen vorziehen, berichtete eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in München am Freitag. Zunächst hatte die "Augsburger Allgemeine" darüber berichtet. Aus den Unterlagen des Bundesgesundheitsministeriums für den Impfgipfel der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten am Donnerstag ging bereits hervor, dass Menschen mit besonderem Risiko wie Alter, Vorerkrankungen oder bestimmten Berufen auch weiter vorrangig an die Reihe kommen sollen.

    17.00 Uhr: Keine Genehmigung in Russland für Studie zu Kombi-Impfung mit Sputnik und Astrazenica

    Das russische Gesundheitsministerium verweigert die Zulassung für eine klinische Studie mit einem kombinierten Impfstoff von Astrazeneca und Sputnik V. Das sagt die für Russland und Eurasien zuständige Astrazeneca-Generaldirektorin Irina Panarina der Nachrichtenagentur Reuters. Man antworte nun auf Fragen des Ministeriums. Probeläufe des Kombi-Präparats bei Patienten seien dagegen bislang in Aserbaidschan, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Belarus genehmigt worden.

    16.35 Uhr: Langsame Corona-Lockerungen in Neu Delhi ab kommender Woche

    Angesichts sinkender Infektionszahlen in Neu Delhi haben die örtlichen Behörden Lockerungen der Corona-Auflagen angekündigt. Ab Montag dürfe die Arbeit in Fabriken und auf Baustellen wieder aufgenommen werden, sagte Neu Delhis Regierungschef Arvind Kejriwal am Freitag. Bei dieser Lockerung des seit Wochen andauernden Lockdowns habe seine Regierung "den ärmsten Teil unserer Bevölkerung, die Arbeiter und Tagelöhner, im Blick". Die Wirkung der Lockerungen werde nach einer Woche auf Grundlage von Experteneinschätzungen und Meinungsumfragen überprüft. Der Regierungschef rief die Bewohner von Neu Delhi auf, ihre "Häuser nicht unnötigerweise zu verlassen".

    16.25 Uhr: Ungarn stellt 140.000 ungenutzte Impfdosen zur Verfügung

    Angesichts schwindender Nachfrage nach Impfungen gegen das Coronavirus verleiht oder spendet die ungarische Regierung mehr als 140.000 Vakzindosen. Ministerpräsident Viktor Orban rief seine Landsleute am Freitag in einem Rundfunkinterview auf, sich impfen zu lassen. Unter den knapp zehn Millionen Einwohnern hätten sich drei Millionen Erwachsene noch keine Spritze geben lassen, sagte Orban. Er befürchte, es entstehe die Vorstellung, dass man auch ohne Impfung davonkomme. Tatsache sei aber, dass das Virus nicht weggehen werde. «Früher oder später findet es jeden», warnte Orban. Nach Regierungsangaben sollen 100.000 Dosen des Vakzins von Astrazeneca an den afrikanischen Inselstaat Kap Verde gespendet werden. Weitere 41 000 Dosen von Biontech/Pfizer sollen an Tschechien ausgeliehen werden.

    16.00 Uhr: Premierminister Johnson: Olympia kann ungefährdet stattfinden

    Der britische Premierminister Boris Johnson ist überzeugt davon, dass die Olympischen Spiele im Sommer in Tokio "in sicherer Umgebung stattfinden" können. Dies habe Johnson in einem Gespräch mit seinem japanischen Amtskollegen Yoshihide Suga zum Ausdruck gebracht, teilte eine Downing-Street-Sprecherin am Freitag in London mit. Premier Johnson habe Suga seine Unterstützung für die Sommerspiele in der japanischen Metropole versichert und die Bemühungen der Gastgeber um sichere Spiele gewürdigt. Die Olympischen Spiele in Japans Hauptstadt sollen vom 23. Juli bis 8. August unter strengen Hygiene- und Corona-Regeln abgehalten werden. Sie waren wegen der Corona-Krise um ein Jahr verlegt worden. In Umfragen hat sich eine deutliche Mehrheit der Japaner für eine erneute Verschiebung oder Absage der Spiele ausgesprochen.

    15.50 Uhr: Ärztekammer-Chef hält flächendeckende Impfungen von Kindern nicht gerechtfertigt

    Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, spricht sich derzeit gegen flächendeckende Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche aus. "Wegen der aktuell noch unzureichenden Datenlage würde ich Eltern jetzt nicht raten, ihre Kinder regelhaft impfen zu lassen", sagt er der Zeitung "Welt". Vieles spreche dafür, dass das Risiko von Kindern und Jugendlichen, an Corona schwer zu erkranken, sehr gering sei. "Insofern sind aus meiner Sicht flächendeckende Impfungen von Kindern und Jugendlichen zum jetzigen Zeitpunkt nicht gerechtfertigt", ergänzt Reinhardt. Er werde sich "auf jeden Fall" an der Ständigen Impfkommission (Stiko) orientieren. "Ich finde es problematisch, wenn wir solche Einrichtungen haben, bei denen unabhängige Expertise bewusst gefragt ist, und die Politik sich darüber hinwegsetzt. Herr (Bundesgesundheitsminister Jens) Spahn ist Minister und nicht Mediziner", betont Reinhardt.

    15.35 Uhr: 7,2 Milliarden Euro Corona-Wirtschaftshilfen in Bayern

    Seit Beginn der Corona-Krise sind in Bayern gut 7,2 Milliarden Euro an Selbstständige, Betriebe und Einrichtungen gezahlt worden. Alleine die über die Industrie- und Handelskammer abgewickelten Programme summieren sich inzwischen auf 5 Milliarden Euro, wie das bayerische Wirtschaftsministerium und die IHK für München und Oberbayern am Freitag mitteilten. Hinzu kommen laut Ministerium gut 2,23 Milliarden aus den über die Bezirksregierungen ausgezahlten Soforthilfen. In Bayern ist die IHK für München und Oberbayern für die Abwicklung der Wirtschaftshilfen zuständig. Dort sind inzwischen mehr als 250.000 Anträge aus den Überbrückungshilfen I bis III, der Neustart-, November-, Dezember- und der bayerischen Oktoberhilfe eingegangen. Mehr als 90 Prozent wurden bearbeitet. Unter anderem flossen mit der Überbrückungshilfe III 1,62 Milliarden Euro, gefolgt von 1,29 Milliarden Dezember- und 1,17 Milliarden Novemberhilfe.

    15.20 Uhr: Griechenland will EU-Impfzertifikat früher einführen

    Griechenland will das EU-Impfzertifikat schneller einführen als andere Länder. "Wir sind bereit, das digitale Impfzertifikat vor dem 1. Juli zu aktivieren», sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitostakis am Freitag in Athen. «Wir ermutigen die anderen EU-Länder, dasselbe zu tun." Mitsotakis hatte sich schon Anfang des Jahres als einer der ersten europäischen Regierungschefs für eine EU-weite Lösung eingesetzt. Griechenland gehört zu den Ländern, in denen der Tourismus für die Wirtschaft einen besonders hohen Stellenwert hat. Als offiziellen Starttermin für das Zertifikat wurde in Brüssel zuletzt der 1. Juli genannt - wobei den Mitgliedsstaaten eine Übergangsfrist von bis zu sechs Wochen eingeräumt werden soll. In Deutschland ist die Einführung des freiwilligen Nachweises namens "CovPass" im laufenden zweiten Quartal geplant, also bis Ende Juni. Daneben soll es weiterhin den klassischen gelben Impfpass geben.

    15.10 Uhr: Großbritannien lässt Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson zu

    Als vierten Impfstoff gegen das Coronavirus hat Großbritannien das Vakzin des US-Konzerns Johnson & Johnson zugelassen. Gesundheitsminister Matt Hancock sprach am Freitag von einem "weitereren Schub" für das britische Impfprogramm. Weil der Impfstoff bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung entfaltet, werde er eine wichtige Rolle dabei spielen, alle Menschen in Großbritannien zu impfen und möglicherweise später im Jahr ein Auffrischungsprogramm zu beginnen, sagte Hancock. Die Regierung hat 20 Millionen Dosen bestellt. Zuvor waren in Großbritannien bereits die Mittel von Astrazeneca, Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen worden. Bei diesen Präparaten sind für den vollen Schutz jeweils zwei Impfungen notwendig. Bisher ist knapp die Hälfte der Erwachsenen im Land vollständig geimpft.

    14.55 Uhr: Malaysia kämpft gegen schwere Corona-Welle

    Malaysia kämpft seit Wochen gegen seine bisher schwerste Corona-Welle - ohne Erfolg. Seit Tagen melden die Behörden des südostasiatischen Landes Rekordwerte an Neuinfektionen. Am Freitag wurden 8290 neue Fälle bestätigt - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Noor Hisham Abdullah, postete auf Twitter Fotos von völlig entkräfteten Mitarbeitern des Gesundheitssystems. «Diese Bilder sagen mehr als tausend Worte», schrieb er dazu. Das 32-Millionen-Einwohner-Land war zunächst glimpflich durch die Pandemie gekommen. Seit Oktober steigen die Zahlen jedoch. Mittlerweile wurden 550.000 Fälle bestätigt, etwa 2.500 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Die Impfkampagne geht nur schleppend voran: Bislang erhielt in Malaysia nur etwa jeder 20. eine erste Impfung.

    14.40 Uhr: Hälfte der Klubbesitzer rechnet mit einem Jahr bis zur Normalität

    Viele Besitzer von Musikklubs in Deutschland blicken optimistisch in die Zukunft. Knapp die Hälfte von ihnen rechnet damit, in zwölf Monaten oder weniger das Umsatzniveau von vor der Coronakrise zu erreichen, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Studie der Initiative Musik hervorgeht. Weitere rund 20 Prozent rechnen mit 13 bis 18 Monaten. 2,6 Prozent glauben, es werde nie mehr wie vor der Pandemie. Die von der Bundesregierung finanzierte Studie erfasste erstmals die Musikklubszene in Deutschland. Demnach gab es im Vor-Corona-Jahr 2019 insgesamt 2000 Musikspielstätten, die bis zu 2000 Gäste empfangen konnten. 50 Millionen Menschen besuchten jährlich die Liveveranstaltungen der Spielstätten. Die höchste Dichte an Musikklubs gab es in den Metropolen Berlin, Hamburg, Köln und München - das ländliche Gebiet war jedoch ebenfalls gut aufgestellt. Konkrete Zahlen, wie viele Klubs durch Corona verschwanden, lagen nicht vor.

    14.30 Uhr: Reisebeschränkungen für Niederlande und Polen entschärft

    Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen entschärft die Bundesregierung die Einreisebeschränkungen für mehrere weitere EU-Länder. Die Niederlande und Zypern werden am Sonntag vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft, wie das Robert Koch-Institut am Freitag in Berlin bekanntgab. Damit wird die generelle Quarantänepflicht für Einreisende aus diesen Ländern aufgehoben. Durch einen negativen Corona-Test bei Einreise kann man dann zehn Tage Isolation umgehen. Drei weitere Mitgliedsstaaten der Europäischen Union werden ganz von der Liste der Risikogebiete gestrichen: Polen, Ungarn und Bulgarien, ebenso wie Liechtenstein und Monaco. Auch einzelne spanische Regionen fallen aus der Liste. Konkrete Auswirkungen hat das für Reisende, die auf dem Landweg nach Deutschland kommen. Sie sind dann auch von der Testpflicht nach Einreise befreit. Flugreisende aus diesen Ländern müssen dagegen weiter einen negativen Corona-Test vorweisen können.

    14.20 Uhr: Plaza der Elbphilharmonie wieder geöffnet

    Nach sieben Monaten Corona-Pause hat die Plaza der Elbphilharmonie am Freitag wieder für Besucher geöffnet. In 37 Metern Höhe konnten die erste Gäste auf der Aussichtsplattform den spektakulären Rundumblick über die Stadt und den Hafen genießen. Die Zahl der Personen, die sich gleichzeitig auf der Plaza aufhalten können, ist wegen des Sicherheitsabstands von 1,5 Metern begrenzt. Der Besuch wird über die Ausgabe von Online-Tickets geregelt. Besucher müssen zudem eine medizinische Maske tragen. Der Konzertsaal der Elbphilharmonie wird ebenso wie die Laeiszhalle am 31. Mai eröffnet. Dann steht das Abschlusskonzert der Trilogie "Song of America: A Celebration of Black Music" mit Thomas Hampson (Bariton) und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (Leitung: Roderick Cox) auf dem Programm. In der Laeiszhalle startet Chefdirigent Sylvain Cambreling mit einem Mozart-Programm.

    14.05 Uhr: Coronavac scheint Sterblichkeit stärker als Pfizer-Impfstoff zu verringern

    Der chinesische Impfstoff Coronavac verringert einer neuen Studie zufolge die Sterblichkeit von Covid-19-Patienten stärker als das Vakzin von Biontech/Pfizer. Dies geht aus den vorläufigen Ergebnissen einer am Donnerstag veröffentlichten Studie im Auftrag des uruguayischen Gesundheitsministeriums hervor. Bei Coronavac-Impfungen sank die Sterblichkeit mehr als 14 Tage nach Verabreichung der zweiten Dosis demnach um 97 Prozent, bei Biontech/Pfizer um 80 Prozent. Die Autoren der Studie weisen jedoch selbst darauf hin, dass die vorläufigen Zahlen "mit Vorsicht interpretiert werden müssen, da sie das Alter der Personen, ihre Begleiterkrankungen und besonders gefährdete Gruppen nicht berücksichtigen". Letzteres bezieht sich etwa auf die Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Diese Faktoren haben jedoch große Auswirkung auf die Sterblichkeitsrate, ihre Nichtberücksichtigung kann daher die Ergebnisse verzerren.

    13.55 Uhr: Oranje-Team reist ohne Torhüter Cillessen ins Trainingslager

    Die niederländische Fußball-Nationalmannschaft reist ohne Torwart Jasper Cillessen ins Trainingslager nach Portugal. Der 32 Jahre alte Torhüter vom FC Valencia wurde positiv auf das Coronavirus getestet und muss daher erst einmal in häusliche Quarantäne. Nach Angaben des niederländischen Verbandes hat Cillessen bislang allerdings keine Symptome. Bondscoach Frank de Boer verzichtet daher erst einmal auf eine Nachnominierung. Das Oranje-Team kommt an diesem Freitag in Zeist zusammen und reist am Samstag für rund eine Woche nach Portugal. Dort steht am Mittwoch auch ein Testspiel gegen Schottland auf dem Programm.

    13.40 Uhr: 24-Stunden-Rennen am Nürburgring als Modellprojekt mit bis zu 11.600 Zuschauern

    Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring sind im Rahmen eines Modellprojekts bis zu 11.600 Zuschauer täglich zugelassen. Das hat die Kreisverwaltung Ahrweiler im Einvernehmen mit dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz beschlossen und eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, wie es in einer Pressemitteilung vom Freitag heißt. Die Veranstaltung findet vom 3. bis 6. Juni statt. Gemäß der 21. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes seien die Besucher auf den vier Tribünen der Grand-Prix-Strecke und in den VIP-Lounges zugelassen. Die Nordschleife bleibt geschlossen. Durch ein umfassendes Hygiene- und Multibarrieren-Konzept werde sichergestellt, dass alle Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Das Projekt wird wissenschaftlich durch das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn begleitet. Kontrollen führen die Ordnungsämter des Kreises und der Verbandsgemeinde Adenau durch.

    13.30 Uhr: Urlaub im Wohnmobil: Zahlen steigen im Corona-Jahr 2020 deutlich

    Die Menschen in Bayern legen sich immer häufiger ein Wohnmobil zu. Innerhalb eines Jahres sei die Zahl auf 127.660 Wohnmobile im Freistaat gestiegen - ein Plus von knapp 13 Prozent, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik in Fürth am Freitag mit. Im Zehn-Jahres-Vergleich habe sich die Zahl sogar verdoppelt.Der Trend nach mehr Wohnmobilen ist in Corona-Zeiten im Zuge der Abstands- und Hygieneregeln und geschlossenen Hotels auch bundesweit zu beobachten: Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Wohnmobile deutschlandweit um 14,5 Prozent auf knapp 675.000, wie die Statistiker weiter mitteilten. Stichtag der Erhebung war der 1. Januar 2021.

    13.20 Uhr: GEW fordert Pooltests für die bayerischen Kitas

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert auch in den bayerischen Kitas umfangreiche Corona-Tests. Nach Ansicht der GEW Bayern reichen die angekündigten Selbsttest-Angebote nicht aus. Es sollten sogenannte Pooltests flächendeckend eingeführt werden, forderte die Gewerkschaft am Freitag. "Warum wird nicht endlich professioneller getestet, dafür gibt es doch schon länger geeignete Verfahren", sagte der stellvertretende GEW-Landeschef Gerd Schnellinger. Die Staatsregierung hatte angekündigt, dass die Eltern künftig von den Kitas zwei Corona-Tests pro Woche für die Kinder angeboten bekommen sollen. Diese Heimtests sollen aber nicht verpflichtend sein. Bei den Pooltests werden hingegen Abstriche von allen Kindern entnommen und in der Einrichtung zu einer Probe zusammengeführt. Im Labor wird dann geprüft, ob unter den Kindern ein infiziertes ist. In diesem Fall müssten alle Kinder noch einmal getestet werden.

    13.10 Uhr: Wachstum im Luftverkehr durch Krise nur mäßig gebremst

    Trotz des heftigen Umsatz- und Gewinneinbruchs in der Corona-Krise sieht der Chef des Frankfurter Flughafens gute Zukunftsaussichten für den Luftverkehr und sein Unternehmen. "Die langfristigen Wachstumstrends im Luftverkehr werden durch die Krise nur mäßig gebremst" erklärte der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte in seiner vorab veröffentlichten Rede zur Hauptversammlung des MDax-Konzerns am kommenden Dienstag (1. Juni). Deshalb habe man auch am Weiterbau des dritten, mehr als drei Milliarden Euro teuren Terminals festgehalten, das nun 2026 ans Netz gehen und weiteren rund 25 Millionen Passagieren im Jahr Platz bieten soll.

    13.00 Uhr: Spahn verspricht Südafrika Hilfe in Corona-Krise

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Südafrika deutsche Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zugesichert. Zum Auftakt eines zweitägigen Besuchs versprach der CDU-Politiker am Freitag in Johannesburg weitere Hilfe der Bundesregierung beim Aufbau der Produktion von Impfstoffen gegen das Virus. Südafrikas Gesundheitsminister Zweli Mkhize informierte über den aktuellen Stand der Pandemie in dem 59-Millionen-Einwohner-Land. Spahn sagte, der Aufbau einer solchen Produktion brauche einen guten Technologietransfer. "Eine freiwillige Kooperation aus Überzeugung ist immer effektiver als eine erzwungene", fügte der Minister mit Blick auf Debatten über eine Aufweichung des Patentschutzes hinzu. Deutsche Impfstoffentwickler wollten mit anderen Herstellern in der Welt kooperieren. "Wir möchten Sie dabei unterstützen", sagte Spahn.

    12.50 Uhr: Freistaat zahlt zehn Millionen Krisenhilfe besonders für Kurorte

    Bayern unterstützt angesichts der Corona-Ausfälle insgesamt 200 Kur- und Fremdenverkehrsorte mit einer einmaligen Finanzspritze von zusätzlich zehn Millionen Euro. Die Pandemie habe vor allem die Tourismusbranche hart getroffen, sagte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) am Freitag einer Mitteilung zufolge. Der Schwerpunkt sei auf Wunsch der kommunalen Spitzenverbände auf die Kurorte gelegt worden. Von der Gesamtsumme seien acht Millionen Euro Ausgleich für Mindereinnahmen bei Kurbeiträgen und Kurtaxen.

    12.35 Uhr: Hochschulrektoren fordern Impfung für Studierende

    Die Hochschulrektoren fordern einen früheren Start der Corona-Impfungen für Studentinnen und Studenten. Die etwa drei Millionen Studierenden brauchten mehr Unterstützung bei der Impfkampagne, da sie sich "bereits seit drei Semestern in einem Ausnahmezustand befinden", erklärte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Peter-André Alt, am Freitag in Berlin. So erfolgreich die weitgehende Umstellung auf digitale Angebote in den Hochschulen auch sei, so belastend sei die so lange andauernde Konzentration auf diese Art des Studiums für Studierende wie Lehrende. Alt betonte, dass ein flächendeckendes Impfangebot für Studierende bis Ende September zu spät komme. Damit wäre die Immunisierung einer ausreichend großen Zahl von Studierenden für das kommende Wintersemester nicht gewährleistet. Lösungsansätze könnten die Offenhaltung von Impfzentren besonders für Studierende, die Einbindung der Hochschulen und der Universitätsmedizin in die Impfkampagne und die Nutzung der hochschulischen Betriebsärzte auch für Studierende sein.

    12.20 Uhr: Notstand in Tokio bis gut einen Monat vor Olympia-Beginn verlängert

    Japans Regierung verlängert den Corona-Notstand in Tokio und weiteren Präfekturen um etwa drei Wochen bis zum 20. Juni. Das teilt Ministerpräsident Yoshihide Suga mit. Eigentlich sollte die Regelung am 31. Mai enden. Doch zuletzt mussten immer mehr Covid-19-Patienten in kritischem Zustand behandelt werden, auch wenn die Zahl an Neuinfektionen abnahm. Am 23. Juli sollen mit einem Jahr Verspätung in Tokio die Olympischen Sommerspiele beginnen. Angesichts der anhaltenden Pandemie mehren sich jedoch Forderungen, das Großereignis abzusagen.

    12.05 Uhr: BVB-Geschäftsführer Watzke will 5.000 Pflegekräfte einladen

    Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des DFB-Pokalsiegers Borussia Dortmund, will bei einer Rückkehr von Zuschauern im heimischen Signal Iduna Park 5.000 Pflegekräfte ins Stadion einladen. Dies sagte der BVB-Boss im Interview mit RTL/ntv. «Wenn man diese Rechte unseren Fans auch wieder einräumt, dann wieder ins Stadion zu gehen, zumindest Geimpfte und Genesene, wenn das dann im großen Rahmen möglich ist, dann werden wir auch mal 5.000 Leute einladen, die eben doppelt geimpft sind aus den Pflegeberufen, um auch unsere Dankbarkeit gegenüber diesen Kräften der Gesellschaft Ausdruck zu verleihen», sagte Watzke. Die Zulassung von Fans für die kommende Bundesliga-Saison (Start 13. August) betrachtet Watzke angesichts einer steigenden Impfquote generell als erwartbar.

    11.40 Uhr: Kliniken im Raum Würzburg erlauben wieder Patientenbesuche

    Ab Dienstag (01.06.2021) wird das Besuchsverbot in den Kliniken in Würzburg und im Umland aufgehoben. Das teilte das Klinikum Würzburg im Namen aller Kliniken in Stadt und Landkreis Würzburg mit. Demnach sind bei Besuchen strikte Hygieneregeln einzuhalten. So gilt unter anderem die Regel 1-1-1. Das heißt es ist ein Besucher pro Patient und Tag für eine Stunde erlaubt. Alle Besucher müssen sich beim Betreten der Klinik registrieren und strenge Hygienevorgaben einhalten. In der gesamten Klinik besteht eine Tragepflicht von medizinischen Masken. Alltagsmasken sind nicht zugelassen, so das Klinikum Würzburg. Außerdem sei vor dem Besuch ein Corona-Test nötig. Akzeptiert werden nur Tests einer offiziellen Teststelle, vor Ort in den Kliniken können keine Tests angeboten werden, heißt es vom Klinikum Würzburg.

    11.25 Uhr: Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hellt sich erneut deutlich auf

    Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Mai erneut deutlich aufgehellt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg zum Vormonat um 4,0 Punkte auf 114,5 Zähler, wie die Europäische Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf 112,3 Punkte gerechnet. In der Europäischen Union (EU) fiel die Entwicklung ähnlich aus. Schon im Vormonat waren die Indikatoren deutlich gestiegen. Der ESI notiert mittlerweile klar über seinem langfristigen Durchschnitt und ebenfalls höher als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Die Stimmung hellte sich in allen betrachteten Bereichen auf. Besonders stark verbesserten sich die Indikatoren in den von den Corona-Beschränkungen hart getroffenen Sektoren der Dienstleister und des Einzelhandels.

    11.15 Uhr: Mehr Zweit- als Erstimpfungen in Deutschland

    In Deutschland sind auch am Donnerstag mehr Zweit- als Erstimpfungen durchgeführt worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 9.55 Uhr) erhielten fast eine Millionen Menschen eine Spritze, 600 675 davon bekamen ihren vollen Impfschutz. Insgesamt sind den Angaben zufolge bisher 42,1 Prozent (35 Millionen) der Bevölkerung mindestens einmal geimpft und 16,4 Prozent (13,7 Millionen) vollständig. Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 45,6 Prozent. Sachsen liegt mit 36,8 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Während das Saarland jedoch auch bei der Berücksichtigung der Zweitimpfungen beim Impftempo an der Spitze liegt, läuft die Kampagne laut RKI in Brandenburg am langsamsten.

    11.05 Uhr: Irland will Mitte Juli wieder Reisen in EU-Länder ermöglichen

    Irland will mit Hilfe des EU-Impfpasses seinen Bürgern ab Mitte Juli wieder Reisen in der Europäischen Union ohne größere Beschränkungen ermöglichen. Eine Rückkehr zum normalen Reiseverkehr mit dem benachbarten Großbritannien sei aber wegen der dort verbreiteten indischen Coronavirus-Variante, die als besonders ansteckend gilt, noch nicht möglich, teilt die Regierung mit. Daher werde es zunächst auch weiterhin Einschränkungen für Einreisende aus Großbritannien geben. Dazu gehörten der Nachweis einer ausreichenden Impfung oder eines negativen Corona-Tests, sagt Vize-Ministerpräsident Leo Varadkar dem Rundfunksender RTE.

    10.55 Uhr: Intensivmediziner gegen verfrühte Entwarnung in Corona-Pandemie

    Intensivmediziner haben sich vor dem Hintergrund sinkender Infektionszahlen gegen eine verfrühte Entwarnung in der Corona-Pandemie gewandt. "Wir behandeln noch immer mehr als 3000 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung auf den Intensivstationen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). Dies sei mehr als "in der Spitze der ersten Welle" im Frühjahr 2020. Zugleich gebe es nach wie vor kein wirksames Medikament gegen Corona-Erkrankungen, sagte Marx weiter. "Ich befürchte, es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor wir Covid-19 gezielt medikamentös behandeln können", beurteilte er die Aussichten hierfür skeptisch. Wie lange die Medikamenten-Entwicklung gegen Viren dauern könne, sehe man an der HIV-Erkrankung. Daher werde es auch bei sinkenden Infektionszahlen weiterhin "immer wieder Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen" geben.

    10.50 Uhr: Klinikum Nürnberg bekommt 3,2 Millionen Euro

    Das Klinikum Nürnberg steht eigenen Angaben zufolge bei der Verteilung der zweiten Corona-Prämie bundesweit an dritter Stelle. Insgesamt hatte die Bundesregierung 450 Millionen Euro als Prämien für Klinikbeschäftigte zur Verfügung gestellt. Das Klinikum Nürnberg bekommt davon 3,2 Millionen Euro. Mehr Geld aus dem Prämien-Topf erhalten demnach nur der Berliner Klinikbetreiber Vivantes (6,8 Millionen Euro) und die Berliner Charité (6,1 Millionen Euro). Der dritte Platz bei der Verteilung der Prämie zeige in beeindruckender Weise, wie intensiv das Klinikum in die Versorgung der Covid-Patientinnen und -Patienten eingebunden war und ist, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums Nürnberg. Von den Prämienzahlungen sollen nach Angaben des Nürnberger Klinikums alle Beschäftigten profitieren, egal ob Reinigungskräfte, Auszubildende, Pflegekräfte oder Ärzteschaft.

    10.35 Uhr: Tschechien öffnet Grenzen und Innenbereiche von Restaurants

    Tschechien öffnet seine Grenzen für Touristen aus Deutschland und sechs weiteren Ländern wieder. Dazu zählen Österreich, die Slowakei, Ungarn, Polen, Slowenien und Kroatien, wie Gesundheitsminister Adam Vojtech mitteilt. Dies geschehe im Rahmen von Gegenseitigkeitsvereinbarungen. Zudem dürfen ab Montag Restaurants in Tschechien auch innen wieder Gäste empfangen. Erst Anfang voriger Woche war der Außenbereich der Gastronomie nach monatelangem Corona-Lockdown wieder geöffnet worden. Der Minister kündigt zudem an, dass die weiteren Lockerungen schneller als bislang geplant voranschreiten sollen. Tschechien war zeitweise ein Brennpunkt der Pandemie in Europa.

    10.21 Uhr: Über 6.000 Betriebsärzte wollen mitimpfen

    Beschäftigte können sich in Tausenden deutschen Betrieben ab 7. Juni gegen Corona impfen lassen. Mehr als 6.000 Betriebsärzte hätten eine Bestellung abgegeben, teilte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin mit. Sie erhalten demnach zum Start in der Woche vom 7. Juni 702.000 Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer. Jeder Betriebsarzt solle in dieser Woche eine zugesicherte Mindestmenge von 102 Dosen erhalten. "Geimpft werden kann flächendeckend - in den großen Betrieben ebenso wie in kleinen und mittleren", sagte die Sprecherin. Jeder Betriebsarzt habe die Möglichkeit, eine Bestellung aufzugeben.

    9.55 Uhr: Rauchen erhöht Risiko schwerer Covid-Erkrankungen

    Die Coronavirus-Pandemie ist ein Grund mehr, mit dem Rauchen aufzuhören - darauf verweist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kurz vor dem Weltnichtrauchertag am 31. Mai. "Das Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken und zu sterben ist für Raucher bis zu 50 Prozent höher als für andere", so WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Weltweit gibt es nach WHO-Schätzungen 1,3 Milliarden Tabaknutzer. Neben Rauchwaren werden auch etwa Schnupf- oder Kautabak konsumiert. Mehr als acht Millionen Menschen sterben jedes Jahr infolge des Tabakkonsums.

    09.49 Uhr: Wintersaison in Österreich ein Totalausfall

    Die Bilanz für die Tourismusbranche in Österreich ist verheerend: Die Übernachtungen zwischen November 2020 und April 2021 seien gegenüber der Vergleichssaison 2019/2020 um knapp 91 Prozent auf 5,57 Millionen zurückgegangen, teilte Statistikbehörde mit. Die meisten Beherbergungsbetriebe hatten mit Blick auf die Infektionslage geschlossen. Inzwischen zögen die Buchungen aber wieder an. So wurden im April eine Million Übernachtungen gezählt, viermal so viele wie im April 2020. Ein Grund dafür war laut Statistik Austria, dass neben Geschäftsreisen auch Kuraufenthalte wieder erlaubt waren. Inzwischen sind auch touristische Aufenthalte wieder möglich. Die Hotels sind seit 19. Mai wieder für alle geöffnet, die genesen, getestet oder geimpft sind.

    09.29 Uhr: Milliardenschwere EU-Corona-Aufbauhilfen nehmen wichtige Hürde

    Die 750 Milliarden Euro schweren Corona-Aufbauhilfen der Europäischen Union haben eine entscheidende Hürde genommen. In allen 27 EU-Staaten sei jetzt die nötige parlamentarische Ratifizierung der Haushaltsbeschlüsse abgeschlossen, teilte EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn auf Twitter mit.

    09.07 Uhr: Hoffnung für Großveranstaltungen in diesem Sommer

    Großveranstaltungen wie Konzerte könnten einer niederländischen Untersuchung zufolge trotz andauernder Corona-Pandemie bereits in diesem Sommer ohne größere Einschränkungen wieder möglich sein. Nach Auswertung der 24 Pilotveranstaltungen mit insgesamt 60.000 Besuchern halte er es für möglich, dass "viele Festivals stattfinden, sogar bei maximaler Auslastung", sagte Pieter Lubberts von der Initiative Fieldlab der Nachrichtenagentur AFP.

    Im Rahmen des Projekts wurden zwischen Februar und Mai 2021 mehrere Großveranstaltungen organisiert und von Wissenschaftlern begleitet, darunter Fußballspiele und der Eurovision Song Contest (ESC) in Rotterdam. Aus den gewonnenen Daten der Feldexperimente entwickelten die Autoren der Untersuchung eine Risiko-Matrix - je nach Art der Veranstaltung und der Infektionslage. Für jede "Risiko-Stufe" wurden Hygienemaßnahmen aufgestellt. Fieldlab kommt zu dem Schluss, dass bei sich verbessernder Infektionslage wenige Sicherheitsvorkehrungen - wie die Vorlage eines negativen PCR-Tests und eine gute Kommunikation - für Großveranstaltungen ausreichten.

    08.12 Uhr: Kaum mehr Beschäftigte im Homeoffice im Mai

    Im Mai haben laut einer Unternehmensumfrage des Ifo-Instituts etwas mehr Beschäftigte ganz oder teilweise das Homeoffice genutzt als im Vormonat. Der Anteil stieg von 30,8 Prozent im April auf 31,0 Prozent im Mai, wie das Ifo mitteilte. "Wir beobachten seit Februar praktisch eine gleichbleibende Homeoffice-Quote, trotz der krisenbedingt eingeführten Pflicht", erklärte Ifo-Experte Jean-Victor Alipour. Das Potenzial für die gesamte deutsche Wirtschaft schätzt das Institut auf 56 Prozent aller Arbeitnehmer. Einen leichten Anstieg von April bis Mai verzeichnete laut der Ifo-Umfrage die Industrie von 22,4 Prozent auf 22,9 Prozent. Bei den Dienstleistern stieg die Quote demnach von 41,1 auf 41,5 Prozent. Im Handel dagegen sank sie von 18,9 Prozent auf 18,2 Prozent der Beschäftigten und auf dem Bau von 11,3 auf 9,9 Prozent.

    07.08 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern empfängt erste Gäste

    Nach siebenmonatiger Zwangspause kann der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern neu starten. Von heute an dürfen Hotels, Pensionen, Ferienhaus- und Zeltplatzbetreiber wieder Gäste empfangen. Das gilt zunächst nur für Urlauber aus dem eigenen Bundesland. Die umstrittenen Einreisebeschränkungen für Zweitwohnungsinhaber, Dauercamper und Bootsbesitzer entfallen. Eine Woche später, zum 4. Juni, öffnet sich das Land auch wieder für den bundesweiten Übernachtungstourismus. Vom 11. Juni an dürfen zudem Tagestouristen wieder einreisen. Wer im Nordosten Urlaub machen will, muss bei der Anreise einen negativen Corona-Test vorlegen, der dann alle drei Tage aktualisiert werden muss.

    06.50 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Indien zurückgegangen

    Indien meldet 186.364 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden - und damit den niedrigsten täglichen Anstieg seit dem 14. April. Die Zahl der Todesfälle stieg um 3.660. In dem schwer vom Coronavirus betroffenen Land haben sich bislang 27,56 Millionen nachweislich mit dem Virus infiziert, die Zahl der Todesopfer liegt nunmehr bei insgesamt 318.895, wie die Daten des Gesundheitsministeriums zeigen.

    06.36 Uhr: Intensivmediziner gegen vorrangige Impfung bei Kindern

    Deutschlands Intensivmediziner sprechen sich gegen eine vorrangige Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen aus. "Kinder erkranken häufig asymptomatisch oder im Verlauf harmlos und haben deshalb derzeit bei knappen Impfstoffkapazitäten keine dringliche Indikation für eine Impfung", sagt der Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Florian Hoffmann, der Funke Mediengruppe. Derzeit plant die Politik, allen Kindern und Jugendlichen über 12 Jahren bis Ende August ein Impfangebot zu machen. Dies setzt eine Zulassung für diese Altersgruppe des BioNTech/Pfizer-Vakzins durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA voraus. Die Behörde will heute dazu beraten.

    05.40 Uhr: RKI meldet 7380 Neuinfektionen - Inzidenz bei 39,8

    Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 7.380 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 8.769 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Morgen mit bundesweit 39,8 an (Vortag: 41; Vorwoche: 67). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 192 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 226 Tote gewesen.

    05.15 Uhr: Viele Corona-Neuinfizierte in Argentinien

    Trotz restriktiver Ausgangsbeschränkungen haben sich in Argentinien mehr Menschen als jemals zuvor seit Beginn der Pandemie vor über einem Jahr mit dem Coronavirus infiziert. Am Donnerstag registrierte das südamerikanische Land 41.080 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Buenos Aires mitteilte. Der bisherige Spitzenwert von 39.652 Neuinfektionen war vor gut einer Woche erreicht worden.

    05.05 Uhr: WHO: Afrika braucht dringend 20 Millionen Dosen

    Afrika benötigt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) binnen der kommenden sechs Wochen mindestens 20 Millionen Impfstoffdosen des Herstellers Astrazeneca. Nur so könnten alle, die eine erste Dosis mit diesem Vakzin erhalten hätten, innerhalb des empfohlenen acht- bis zwölfwöchigen Intervalls den zweiten Piks bekommen. Zusätzlich würden weitere 200 Millionen Corona-Impfstoffdosen benötigt, damit der Kontinent bis September 2021 zehn Prozent seiner Bevölkerung impfen könne.

    04.42 Uhr: EMA: Mögliche Zulassung von Impfstoff für Kinder

    Die europäische Arzneimittelbehörde teilt heute mit, ob sie den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer für Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren zulässt. Das Ergebnis einer außerordentlichen Sitzung des EMA-Ausschusses für Humanmedizin wird bei einer Pressekonferenz am Nachmittag (15.00 Uhr) vorgestellt. Ursprünglich war die Zulassungsentscheidung erst für Juni erwartet worden, die EMA hatte das Verfahren jedoch beschleunigt.

    Sollte das Vakzin Comirnaty für Zwölf- bis 15-Jährige grünes Licht bekommen, wäre es der erste Corona-Impfstoff für Kinder mit EU-Zulassung. Bislang darf der Biontech/Pfizer-Impfstoff ab einem Alter von 16 Jahren verabreicht werden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte ihre Notfall-Zulassung für Comirnaty bereits am 10. Mai auf Zwölf- bis 15-Jährige ausgeweitet.

    04.42 Uhr: Hausärzte: Freiheiten für Kinder unabhängig von Impfung

    Der Deutsche Hausärzteverband fordert nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern, die Rückkehr zum gesellschaftlichen Leben von Kindern und Jugendlichen nicht von den Impfungen abhängig zu machen. "Es waren die Kinder und Jugendlichen, die ihre Freiheiten über ein Jahr für den Schutz der Älteren zurückgestellt haben," sagt Ulrich Weigeldt, der Vorsitzende des Hausärzteverbands, der "Rheinischen Post" laut Vorabbericht. "Nun liegt es an den Erwachsenen, Solidarität zu zeigen und alles daran zu setzen, ihnen schnellstmöglich ihre Rechte zurückzugeben." Zugleich kritisiert er die vorsorgliche Zurückhaltung von Impfdosen für Kinder und Jugendliche. "Aktuell fehlt für diese Altersgruppe sowohl die Zulassung als auch die Empfehlung. Unter diesem Gesichtspunkt ist es völlig absurd, Impfdosen zurückzuhalten, anstatt sie sofort zu verimpfen."

    04.01 Uhr: Hälfte der Eltern würde Kinder impfen lassen

    Nur die Hälfte der Familien in Deutschland will ihre Kinder gegen Corona impfen lassen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeine" laut Vorabbericht, lehnen 40 Prozent der Erziehungsberechtigten derzeit eine Corona-Schutzimpfung für ihre Kinder ab. 51 Prozent der Befragten seien für die Impfung, der Rest unentschieden.

    Donnerstag, 27. Mai 2021

    21.57 Uhr: Ärmeren Ländern fehlen viele Millionen Dosen Corona-Impfstoff

    Für die dringend nötigen Corona-Impfkampagnen in ärmeren Ländern fehlen dem Impfprogramm Covax zufolge bis Ende Juni 190 Millionen Impfdosen. Das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitgegründete Programm appellierte am Donnerstag an reiche Länder, mehr Impfdosen zu spenden. Die Folgen könnten katastrophal sein, so Covax. Das Programm wurde 2020 gegründet, um allen Ländern der Welt zügig Zugang zu Corona-Impfstoffen zu verschaffen.

    Die USA und europäische Länder, darunter Deutschland, hätten zusammen 180 Millionen Dosen versprochen, aber das reiche nicht. Die reichen Länder müssten nach einer Analyse der Stiftung von Bill und Melinda Gates in der Lage sein, bis Ende des Jahres zusammen eine Milliarde Dosen zur Verfügung zu stellen, so Covax. Sie hätten dann immer noch genügend Impfstoff, um 80 Prozent ihrer Bevölkerung zu impfen.

    Außerdem fehlen Covax noch zwei Milliarden Dollar (rund 1,7 Milliarden Euro) für weitere Impfstoffkäufe. Das Geld müsse bis Anfang Juni eingehen, um weitere Bestellungen aufgeben zu können.

    Covax wollte bis Ende des Jahres 1,8 Milliarden Impfdosen an ärmere Länder ausliefern.

    18.47 Uhr: Söder kündigt weitere Lockerung von Corona-Regeln für Schulen an

    Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Corona-Regeln für die Schulen in dem Bundesland weiter lockern: Vom 21. Juni an soll in allen Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz bis zu 100 wieder normaler Präsenzunterricht möglich sein. Das kündigte er am Donnerstag an. Nach den Pfingstferien, vom 7. Juni an, gilt für zwei Wochen zunächst noch der Grenzwert 50 für Präsenzunterricht - das hatte das bayerische Kabinett vergangene Woche so beschlossen.

    18.40 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Großbritannien steigt wieder

    Nach einem langen Abwärtstrend verzeichnet Großbritannien wieder mehr neue Corona-Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen war am Mittwoch mit 3.542 Fällen so hoch wie seit dem 12. April nicht mehr, wie Gesundheitsminister Matt Hancock am Donnerstag sagte. Bis zu drei Viertel der neuen Fälle könnten der Variante B.1.617.2 zugeordnet werden, die zuerst in Indien entdeckt wurde. Der Sender Sky News kommentierte, die Zahlen legten nahe, dass die Variante nun im Land dominiere.

    Bisher hält die britische Regierung an ihrem Vorhaben fest, alle Corona-Maßnahmen am 21. Juni aufzuheben. Allerdings soll der Schritt zuvor noch mal geprüft werden.

    18.08 Uhr: Impfungen für Jugendliche ab zwölf Jahren sollen am 7. Juni starten

    Die Corona-Impfungen von Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren sollen in Deutschland am 7. Juni starten. Sofern die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) den Impfstoff von Biontech/Pfizer für die jüngere Altersgruppe zulasse, könnten sich die Jugendlichen ab diesem Tag um einen Impftermin bemühen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag nach Beratungen mit den Bundesländern. Bis Ende des Sommers sollten dann alle Menschen ab zwölf Jahren in Deutschland ein Impfangebot bekommen.

    18.00 Uhr: Lieferprobleme beim Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson

    Der US-Hersteller Johnson & Johnson hat nach Angaben aus EU-Kreisen Lieferprobleme bei seinem Corona-Impfstoff angezeigt. Die für das zweite Quartal erwarteten 55 Millionen Impfstoffdosen würden wohl nicht erreicht, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag in Brüssel. Hintergrund seien ein bereits bekannter Produktionsausfall in den USA sowie Ausfuhrbeschränkungen der US-Behörden für fertig produzierten und verpackten Impfstoff.

    Johnson & Johnson ist einer von vier Herstellern mit einer EU-Zulassung für Corona-Impfstoff. Da im Gegensatz zu anderen Impfstoffen nur eine Spritze zur Immunisierung reicht, gilt das Vakzin als besonders wichtig für die Impfkampagne. Das Bundesgesundheitsministerium rechnet mit gut 10 Millionen Impfdosen für Deutschland von April bis Ende Juni und hat diese Prognose auch noch nicht geändert.

    17.15 Uhr: Studie: Corona-Impfstoffe von Sinopharm sind wirksam

    Zwei Corona-Impfstoffe des chinesischen Pharmakonzerns Sinopharm haben sich laut einer Studie als sicher und wirksam erwiesen. Der Bericht, der in der Fachzeitschrift "Journal of the American Medial Association"veröffentlicht wurde, kam zu dem Schluss, dass die Vakzine eine Wirksamkeit von 73 Prozent und 78 Prozent aufweisen, wie von Sinopharm zuvor angegeben. Die Impfstoffe werden in mehreren Ländern bereits eingesetzt und einer von ihnen erhielt in der vergangenen Woche von der Weltgesundheitsorganisation eine Notfallzulassung.

    Offenbar aber hat die Studie Mängel: So verwies der Medizinprofessor Jin Dong-Yan von der Universität von Hongkongauf einen Anstieg der Neuinfektionen in den Seychellen, die eine Mehrheit der Bevölkerung mit dem Wirkstoff von Sinopharm geimpft hatten. Hinzu kommt, dass die meisten Probanden der Studie junge Männer waren und nur wenig Informationen über die Effektivität gegen schwere Krankheitsverläufe enthalten sind. "Es ist wichtig, sicherzustellen, dass an ausreichend Frauen getestet wurde, um in der Lage zu sein, mögliche Probleme mit der Sicherheit zu erkennen", erklärte etwa Ashley St. John, außerordentliche Professorin an der medizinischen Fakultät in Singapur.

    16.50 Uhr: Erstmals wieder Touristengruppe in Israel gelandet

    Erstmals seit mehr als einem Jahr ist wieder eine Touristengruppe in Israel gelandet. Dies bestätigte eine Sprecherin des Tourismusministeriums am Donnerstag. Voraussetzung für die Einreise in das Mittelmeerland sind Corona-Impfnachweise und negative Corona-Tests. In einem ersten Öffnungsschritt soll zunächst eine begrenzte Zahl von Reisegruppen ins Land gelassen werden. Individualreisen sind erst in einem zweiten Schritt geplant, frühestens im Juli.

    Das Land hatte sich nach Beginn der Pandemie praktisch abgeschottet. Ausländern war die Einreise nur in Ausnahmefällen möglich. Die Tourismusindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Israel.

    16.43 Uhr: Bund will mehr als sechs Millionen Impfdosen für Kinder einplanen

    Für die Eltern in Deutschland rückt die Entscheidung näher, ob sie ihre Kinder ab 12 Jahren gegen Corona impfen lassen. Voraussichtlich knapp 6,4 Millionen Impfdosen will der Bund den Ländern für die Impfung von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stellen, wie das Bundesgesundheitsministerium den Ländern mitteilte. Am Freitag will die europäische Arzneimittelbehörde EMA über eine Zulassung des Biontech-Impfstoffs für Kinder ab zwölf Jahren beraten.

    15.40 Uhr: Impfzentren erhalten mehr als 1,5 Millionen Impfdosen in einem Monat

    Die bayerischen Impfzentren haben im Mai von den verschiedenen Herstellern mehr als 1,5 Millionen Impfdosen geliefert bekommen. Dies geht aus den Informationen hervor, die das Bundesgesundheitsministerium den Ländern zur Vorbereitung der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag geschickt hat.

    Nach den Papieren soll die Zahl der gelieferten Impfdosen im Juni noch einmal zulegen. Allein von dem Biontech-Präparat sollen dann pro Woche zwischen vier und knapp sechs Millionen Dosen an die Bundesrepublik geliefert werden, im Mai waren es jeweils 3,4 Millionen pro Woche. Im gesamten zweiten Quartal soll Biontech nahezu doppelt so viel Impfstoff in Deutschland ausliefern wie die drei anderen Hersteller zusammen.

    14.15 Uhr: Olympia-Stadt Tokio vor erneuter Verlängerung des Notstands

    Der Corona-Notstand für die Olympia-Stadt Tokio soll weniger als zwei Monate vor Beginn der Spiele abermals verlängert werden. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus gehe zwar in einigen Gebieten wie Tokio zurück, aber man müsse wachsam bleiben, sagte Regierungschef Yoshihide Suga am Donnerstag. Insgesamt sei die Situation weiter "unberechenbar". Der bis 31. Mai angesetzte Notstand für Tokio sowie acht weitere Präfekturen soll nach den Plänen der Regierung nun bis zum 20. Juni verlängert werden.

    Er wolle an diesem Freitag mit Experten über eine Verlängerung des Notstands beraten, sagte Ministerpräsident Suga. Die Gouverneure von Tokio und anderer betroffener Präfekturen hatten die Regierung zuvor aufgefordert, den Notstand nochmals zu verlängern. Suga steht wegen seiner Corona-Politik zunehmend unter Druck. Seine Regierung hat jetzt erst begonnen, den bislang äußerst langsamen Impfprozess zu beschleunigen.

    14.00 Uhr: EU genehmigt vor Olympia riesige Impfstofflieferung nach Japan

    Die Europäische Union hat vor den Olympischen Spielen in Tokio den Export von mehr als 100 Millionen Dosen Corona-Impfstoff nach Japan genehmigt. Die Entscheidung sei auch ein starkes Signal, dass die EU alle Vorbereitungen für das Sportereignis und seine Sicherheit unterstütze, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag nach einer Videokonferenz mit dem japanischen Ministerpräsidenten Yoshihide Suga und EU-Ratspräsident Charles Michel. Die Spiele in Japans Hauptstadt werden vom 23. Juli bis 8. August unter strengsten Hygiene- und Corona-Regeln veranstaltet.

    11.55 Uhr: Stiko-Vorsitzender bleibt zurückhaltend bei Corona-Impfungen für Kinder

    Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern hat der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, seine Zurückhaltung bei einer generellen Empfehlung für Corona-Schutzimpfungen bei Kindern bekräftigt. "Gerade wenn es jetzt um die generelle Impfung von Kindern geht, dann müssen wir doch wirklich sehr sicher sein, dass das, was wir tun, auch wirklich zum besten Wohl der Kinder geschieht", sagte Mertens dem Sender "Phoenix"."

    Insofern stehe er dazu, "die Dinge erst sehr gründlich zu prüfen und dann anschließend eine Empfehlung abzugeben". Mit Blick auf die Sorge vor Long-Covid-Erkrankungen sagte er, die bisherige Analyse habe ergeben, "dass es Long-Covid bei den Kindern eigentlich nicht gibt". Insgesamt gebe es nur "sehr wenig schwere Verläufe". Kinder, die an Covid erkrankt oder verstorben seien, "waren praktisch alles Kinder, die schwerste Vorerkrankungen hatten".

    Mertens sprach sich vor diesem Hintergrund für eine Corona-Schutzimpfung vorerkrankter Kinder und Jugendlicher aus: "In dem Augenblick, wo man Kinder hat, die eine gefährdende Vorerkrankung haben, ändert sich ja auch die ganze Perspektive." Dann sei "natürlich die Impfung auf jeden Fall ein Segen".

    11.40 Uhr: Landratsamt Miltenberg: indischer Mutationsverdacht bestätigt

    Das Landratsamt Miltenberg hat mitgeteilt, dass es im Landkreis die erste mittels Gesamtgenomsequenzierung bestätigte indische Variante B.1.617 des Corona-Virus gibt. Somit hat sich der Verdachtsfall bestätigt. Positiv sei aber, dass es sich um einen Einzelfall handelt, so das Landratsamt. Es seien mangels fehlender Kontakte keine Folgeinfektionen aufgetreten, heißt es aus dem Gesundheitsamt.

    11.35 Uhr: China lehnt neue US-Ermittlungen über Ursprung des Corona-Virus ab

    China lehnt Pläne von US-Präsident Joe Biden für eine neue Ermittlungen der amerikanischen Geheimdienste zum Ursprung des Coronavirus ab. Außenamtssprecher Zhao Lijian warf den USA am Donnerstag in Peking vor, die Suche zu politisieren und China die Schuld an der Pandemie geben zu wollen. Er wehrte sich auch gegen den Verdacht, dass das Virus nach einem Unfall aus einem chinesischen Labor entwichen sein könnte. Den US-Geheimdiensten sprach er jede Glaubwürdigkeit ab. Biden hatte am Mittwoch die Dienste beauftragt, innerhalb von 90 Tagen einen Bericht vorzulegen.

    Der Ministeriumssprecher hob hervor, dass Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Ermittlungen in der zentralchinesischen Stadt Wuhan im Februar festgestellt hatten, dass eine undichte Stelle in einem Labor "extrem unwahrscheinlich" sei. "Einige Leute in den USA verschließen die Augen vor den Fakten", sagte Zhao Lijian. Dort werde versucht, von einer eigenen "inkompetenten Antwort" auf die Pandemie abzulenken.

    11.27 Uhr: Impfstoff zu stark verdünnt? 600 Bayreuther zur Blutabnahme

    Weil in einem Bayreuther Impfzentrum der Corona-Impfstoff möglicherweise zu stark verdünnt wurde, erhalten rund 600 Menschen ein Angebot zur Blutabnahme. Bei sechs von insgesamt 581 Impfungen könne nicht ausgeschlossen werden, dass eine zu geringe Impfdosis des Herstellers Biontech/Pfizer verabreicht wurde, teilte ein Sprecher des Landratsamtes Bayreuth mit. Die mögliche Normabweichung sei bei der täglichen Nachkontrolle festgestellt worden.

    Betroffen sind demnach Menschen, die am 14. Mai in der Johannes-Kepler-Realschule eine Impfung erhalten haben. Bei der Blutabnahme sollen nun die Antikörper der Geimpften gegen Covid-19 gemessen werden. "Infolgedessen kann bestimmt werden, welche Impflinge die möglicherweise zu stark verdünnte Dosis verabreicht bekommen haben", heißt es in der Pressemitteilung. Diese Personen erhielten umgehend einen neuen Impftermin.

    11.23 Uhr: Impfstoffaufkleber in Straubing verschwunden - Polizei durchsucht Wohnungen

    Ein Dutzend Corona-Impfstoffaufkleber sind in einem Impfzentrum im bayerischen Straubing abhanden gekommen. Eine Mitarbeiterin habe das Fehlen der Aufkleber auf einem der Chargenbögen bemerkt, teilte die Polizei mit. Grundsätzlich seien dies die Aufkleber, die auch in Impfpässe geklebt werden. Zu einer Fälschung gehöre aber auch noch ein Stempel und eine Unterschrift, hieß es.

    Im Zuge der Ermittlungen sind den Angaben zufolge in der vergangenen Woche die Wohnungen von zwei Tatverdächtigen durchsucht worden. Die fehlenden Aufkleber wurden jedoch nicht gefunden. Die betroffenen Impfdosen konnten dennoch verwendet werden, sagte ein Polizeisprecher, weil nicht jede Dosis eine individuelle Nummer habe, sondern lediglich die Charge.

    11.14 Uhr: Gericht - Schnelltest an Schule ist keine Körperverletzung

    Ein Corona-Schnelltest in der Schule ist nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Oldenburg keine Körperverletzung. Der 1. Strafsenat verwarf den entsprechenden Antrag einer Mutter aus dem ostfriesischen Aurich, wie das Gericht zu einem Beschluss vom 10. Mai mitteilte. Der Antrag der Frau sei formell unzulässig, aber auch in der Sache unbegründet. Es liege kein hinreichender Tatverdacht einer Körperverletzung im Amt vor - der Schnelltest sei zulässig gewesen. Tests seien verhältnismäßig, um eine große Zahl von Menschen vor einer Infektion zu schützen.

    Im vorliegenden Fall hatten das Kind der Frau und Klassenkameraden der 4. Klasse Kontakt zu einem positiv getesteten Kind. Das Gesundheitsamt sorgte daher in der Klasse für Schnelltests. Die Mutter allerdings zeigte den zuständigen Mitarbeiter des Gesundheitsamts wegen Körperverletzung im Amt an. Sie legte ein Attest einer Ärztin vor, wonach ihr Kind unter anderem eine schwere psychische Traumatisierung erlitten haben soll.

    11.07 Uhr: Impfkommission will Bewertung zu Kinder-Impfungen bald vorlegen

    In der Frage der Impfung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren gegen Covid-19 will die Ständige Impfkommission (Stiko) bis in etwa anderthalb Wochen ihre Bewertung abschließen. Das Gremium habe vor anderthalb Wochen damit angefangen und müsse sich sehr beeilen, um "vielleicht auch in den nächsten anderthalb Wochen" fertig zu werden, sagte Stiko-Mitglied Martin Terhardt dem RBB-Sender radioeins.

    "Die Entscheidung steht noch nicht fest", sagte Terhardt. Eine Variante könne aber durchaus eine Impfempfehlung nur für chronisch Kranke sein, bekräftigte der Berliner Kinder- und Jugendarzt. Das Verhältnis zwischen Risiko der Impfung und Risiko der Erkrankung müsse gut gegeneinander abgewogen werden.

    Die Stiko ist ein unabhängiges Gremium. Sie entwickelt Impfempfehlungen und wägt dabei den Nutzen für den Einzelnen und die gesamte Bevölkerung ab. Die Experten werten dafür internationale Daten und Studien aus. Die Empfehlungen gelten als medizinischer Standard.

    10.58 Uhr: Zahl der Impfungen wieder höher als in Vorwoche - 34,5 Millionen zumindest einmal geimpft

    Die Zahl der täglichen Corona-Impfungen hat im Vergleich zur Vorwoche leicht zugenommen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erhielten am Mittwoch gut 1,1 Millionen Menschen eine Spritze, gut 43.000 mehr als sieben Tage zuvor. 678.826 davon bekamen ihren vollen Impfschutz. In den letzten Tagen hatten die täglichen Impfzahlen im Vorwochen-Vergleich wiederholt niedriger gelegen. Auf Twitter gab Gesundheitsminister Jens Spahn an, dass in der Arztpraxen zudem erstmalig der Impfstoff von Johnson & Johnson verimpft wurde.

    Insgesamt sind den Angaben zufolge bisher 41,5 Prozent (34,5 Millionen) der Bevölkerung mindestens einmal geimpft und 15,7 Prozent (13,1 Millionen) vollständig.

    Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 45,2 Prozent. Sachsen liegt mit 36,2 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Während das Saarland jedoch auch bei der Berücksichtigung der Zweitimpfungen beim Impftempo an der Spitze liegt, läuft die Kampagne laut RKI in Brandenburg am langsamsten.

    10.45 Uhr: NRW will Impfzentren auch Betriebsärzten zur Verfügung stellen

    In Nordrhein-Westfalen können Betriebsärzte möglicherweise im kommenden Monat auf die Infrastruktur der Impfzentren zurückgreifen. Vor allem öffentliche Betriebe sowie Handwerksbetriebe, die keine großen Impfstraßen aufbauen könnten, sollten diese Möglichkeit nutzen dürfen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) beim Besuch eines Impfzentrums in Bielefeld. Die Zentren böten eine "gewaltige öffentliche Infrastruktur".

    Das Ministerium wolle mit den Kassenärztlichen Vereinigungen eine "pragmatische Lösung" für die Nutzung der Impfzentren in den kommenden Wochen finden. Denkbar seien die Impfungen durch Betriebsärzte etwa in Randzeiten oder wenn die Zentren nicht voll ausgelastet seien, erläuterte der Minister. Die Finanzierung der Zentren sei bis Ende September gesichert. Die Betriebsärzte sollen spätestens ab dem 7. Juni in die Impfkampagne eingebunden werden.

    10.26 Uhr: Deutsche Wirtschaft mit Umsatzminus im April - Aber weiter über Vorkrisenniveau

    Die deutsche Wirtschaft hat wegen verschärfter Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen Fehlstart ins Frühjahrsquartal hingelegt. Die Unternehmen aus Industrie, Energie- und Wasserversorgung, Bau, Gastgewerbe sowie Handel und Dienstleistungen nahmen im April zusammen 1,1 Prozent weniger ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im März hatte es noch ein Plus von 6,2 Prozent gegeben. Der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft lag zu Beginn des Frühjahrsquartals dennoch um 6,5 Prozent über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

    "Die im Verlauf des April angesichts steigender Infektionszahlen erlassenen zusätzlichen Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus haben in der Wirtschaft Spuren hinterlassen", sagte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen mit Blick auf die sogenannte Bundesnotbremse. "Ab Mai ist wegen der zunehmenden Lockerung der Restriktionen mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen." Inzwischen ist vielerorts die Außengastronomie wieder erlaubt, ebenso der Tourismus.

    10.14 Uhr: Melbourne wegen neuer Corona-Fälle zurück in striktem Lockdown

    Der australische Bundesstaat Victoria mit der Millionenmetropole Melbourne geht nach mehreren Dutzend Corona-Neuinfektionen in einen strikten Lockdown. Die Beschränkungen sollen von Freitag an zunächst für sieben Tage gelten, wie die Behörden mitteilten. Dann darf man sein Zuhause nur noch aus wichtigen Gründen verlassen - beispielsweise für eine Impfung. Auch darf man sich nur noch in einem Umkreis von maximal fünf Kilometern bewegen. Vergangenes Jahr galt in Melbourne bereits ein monatelanger Lockdown mit strengen Ausgangsbeschränkungen.

    Am Donnerstag hatten die Behörden in Victoria elf neue Fälle verzeichnet. Insgesamt gibt es in dem Bundesstaat mindestens 34 aktive Infektionen, größtenteils mit der hochansteckenden indischen Variante des Virus. Das 25-Millionen-Einwohner-Land Australien hat die Pandemie wegen extrem strikter Regeln bislang gut im Griff. Landesweit wurden insgesamt 30.000 Fälle bestätigt. 910 Menschen sind in Verbindung mit Covid-9 gestorben. Die Grenzen sind schon seit März 2020 geschlossen.

    09.55 Uhr: Dreyer warnt vor übereilter Entscheidung zur Impfung von Kindern

    Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer vor einer überstürzten Entscheidung zur Impfung von Kindern und Jugendlichen gewarnt. "Grundsätzlich ist bei Impfungen von Kindern ein differenzierterer Maßstab als bei Erwachsenen anzulegen", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Derzeit gebe es für die 12- bis 15-Jährigen noch keinen zugelassenen Impfstoff. Eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA werde Ende Mai oder Anfang Juni erwartet, danach prüfe die Ständige Impfkommission (Stiko). "Deren Empfehlung wird abzuwarten sein", betonte Dreyer.

    09.38 Uhr: Französischer Hersteller Sanofi startet letzte Testphase für Corona-Impfstoff

    Der französische Pharmakonzern Sanofi hat die letzte Testphase für seinen Corona-Impfstoffkandidaten gestartet. Die Wirksamkeit des gemeinsam mit dem britischen Hersteller GSK entwickelten Präparats werde nun in einer internationalen klinischen Studie geprüft, teilte Sanofi mit. 35.000 Menschen, darunter Probanden in den USA, nehmen den Angaben zufolge daran teil. Bei den Tests soll auch die Wirksamkeit gegen die südafrikanische Corona-Mutante untersucht werden.

    Sollte die dritte und letzte Testphase erfolgreich abgeschlossen werden, hofft Sanofi auf eine Zulassung des Vakzins im vierten Quartal. Der Pharmakonzern hat bereits mit den Vorbereitungen für eine Massenproduktion des Impfstoffs begonnen. Die Entwicklung des proteinbasierten Impfstoffkandidaten hatte sich verzögert, nachdem erste Testreihen bei älteren Menschen im Herbst nicht so gut verlaufen waren wie erhofft.

    09.23 Uhr: Spahn will mehr Impfungen vor Supermärkten, in Kirchen und Moscheen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will in der Impfkampagne verstärkt niedrigschwellige Angebote in den Blick nehmen. Es müsse Impfangebote etwa "vor Supermärkten, auf Marktplätzen oder auch in Kirchen oder Moscheen" geben, sagte Spahn in Berlin. Es gebe Menschen, "für die ist es eine Hürde, beim Arzt anzurufen oder beim Impfzentrum sich per Telefon anzumelden oder online". Auch diesen Menschen müsse ein Impfangebot gemacht werden.

    Am Nachmittag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über den Fortgang der Impfkampagne beraten. "Es ist ein Gipfel der Zwischenbilanz, und wir können eine gute Zwischenbilanz ziehen", sagte Spahn. Die Impfkampagne habe an Geschwindigkeit gewonnen, inzwischen seien mehr als 40 Prozent der Bürger mindestens einmal geimpft.

    Diejenigen, die noch keinen Impftermin bekommen haben, bitte er um Geduld, sagte Spahn. "Es geht jetzt noch um Wochen, nicht um Monate, bis wir allen ein Impfangebot machen können."

    09.01 Uhr: Sexarbeiterinnen fordern Bordellöffnungen mit negativem Coronatest

    Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) hat angesichts der sinkenden Corona-Inzidenzzahlen ein sofortiges Ende des coronabedingten Prostitutionsverbots gefordert. "Man kann mit negativem Corona-Test in den Biergarten oder zur Kosmetikerin, aber Sexarbeit bleibt verboten, ohne eine stichhaltige Begründung", sagte BesD-Sprecherin Johanna Ebeling der "Neuen Osnabrücker Zeitung: "Wir fordern eine Gleichbehandlung, so dass auch Bordelle für negativ Getestete wieder geöffnet werden können."

    Ebeling verwies darauf, dass andere "körpernahe Dienstleistungen" schon wieder zugelassen seien: "Der Zeitpunkt dafür ist gekommen, denn die Zahlen sind runtergegangen, und es sind immer mehr Menschen geimpft." Der Berufsverband der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter habe "in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern ein bundesweit einheitliches Hygiene- und Testkonzept entwickelt, um coronasichere sexuelle Dienstleistungen zu ermöglichen", erklärte die Sprecherin, "es ist alles vorbereitet."

    08.52 Uhr: Umfrage - Kinder vermissen in Pandemie Sport und Bewegung

    Neun von zehn Kindern in Deutschland haben während der Corona-Pandemie die Bewegung und den Sport vermisst. Dies ergab eine in Berlin veröffentlichte repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerks und der Deutschen Sportjugend anlässlich des Weltspieltags am Freitag. Befragt wurden im Mai bundesweit 1.001 Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren sowie 1.006 Erwachsene.

    Der Umfrage zufolge gefällt 83 Prozent der Kinder an Sport und Bewegung besonders, dabei mit anderen Kindern zusammen zu sein und Spaß zu haben. Fast zwei Drittel der Kinder mögen es besonders, bei Sport und Bewegung an der frischen Luft zu sein. Wenn nach der Corona-Pandemie jedes Kind ein Jahr lang kostenlos in einem Sportverein mitmachen könnte, würden 86 Prozent der Kinder dieses Angebot auf jeden Fall oder wahrscheinlich wahrnehmen.

    Die Ergebnisse der Umfrage zeigten deutlich, "wie wichtig Sport und bewegtes Spiel für ein gesundes Aufwachsen der Kinder sind und von welchen massiven Einschränkungen diese in den letzten Monaten betroffen waren", erklärte Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks. Die Bundesregierung müsse nun deutlich mehr in den Kinder- und Jugendsport investieren - und unter anderem "jedem Kind ein Jahr lang den kostenfreien Zugang zu einem Sportverein ermöglichen".

    08.45 Uhr: Corona-Inzidenz in München weiter unter 50 - Lockerungen in Sicht

    Die bayerische Landeshauptstadt München hat den vierten Tag in Folge eine Corona-Inzidenz unter 50. Aktuell meldet das Robert-Koch-Institut einen Wert von 34,9 (gestern: 38,7). Bleibt es auch morgen dabei, könnten ab Sonntag weitere Lockerungen in Kraft treten, etwa bei der Gastronomie, der Kultur und bei Geschäften. Für die Kontaktbeschränkungen würde nach Mitteilung der Stadt aber vorerst weiterhin die Einstufung "35 bis 100" gelten: Hier gäbe es erst Lockerungen, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 35 liegt.

    08.34 Uhr: Unternehmen wollen wieder mehr einstellen

    Die Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt hellen sich zusehends auf. Die Unternehmen wollen wieder mehr Menschen einstellen, wie eine Erhebung des Ifo-Instituts ergab. Das Beschäftigungsbarometer der Münchner Wirtschaftsforscher stieg im Mai um 1,9 Punkte auf 100,2. Das ist der höchste Wert seit fast zwei Jahren. Als Grund sieht das Ifo unter anderem den Impffortschritt und die Öffnungsperspektiven.

    Inzwischen überwiegen in allen vier großen Wirtschaftsbereichen die Betriebe, die einstellen wollen. Besonders deutlich fällt dies im Dienstleistungssektor aus, wo der Überhang saisonbereinigt 9,3 Punkte beträgt. Im verarbeitenden Gewerbe sind es 3,6 und im Handel 3,5 Punkte. Den niedrigsten Wert gibt es im Bauhauptgewerbe mit 2,2. Es war allerdings auch mit Abstand am schwächsten vom Corona-Einbruch des vergangenen Jahres betroffen.

    08.22 Uhr: GfK - Aussicht auf Lockerungen hellt Verbraucherlaune auf

    Das Konsumklima in Deutschland erholt sich laut der jüngsten Umfrage des Nürnberger GfK-Instituts allmählich etwas. Die Neigung zu größeren Anschaffungen sei im Mai zwar wieder etwas gesunken - aber die Konjunktur- und die Einkommenserwartungen hätten zugelegt, so dass eine Erholung des Konsums in der zweiten Jahreshälfte möglich sei, erklärten die Konsumforscher. Für das Konsumklima für Juni prognostiziert die GfK einen Indexwert von -7,0 Punkten, nach -8,6 Punkten im Mai. Die Stimmung der Verbraucher zeige jetzt "mehr Licht als Schatten".

    Der Konjunkturoptimismus der Verbraucher kehre zurück und sei mit 41,1 Punkten auf dem höchsten Wert seit drei Jahren, sagte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. Im Augenblick werde die deutsche Wirtschaft vor allem vom Export nach China und in die USA gestützt. Das Abflauen der Corona-Pandemie und Impffortschritte machten die Abkehr vom strengen Lockdown in Deutschland möglich. Das sorge "für konjunkturelle Aufbruchstimmung" und könnte die Konsumstimmung in der zweiten Jahreshälfte stärken.

    Mit den Konjunkturaussichten sei auch die Einkommenserwartung der Verbraucher gestiegen. Öffnungen etwa im Gastgewerbe bedeute für eine Reihe von Beschäftigten das Ende der Kurzarbeit.

    08.06 Uhr: Schwesig fordert Klarheit über Impfempfehlung für Kinder

    Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, erwartet vom heutigen Impfgipfel Klarheit darüber, ob Kindern eine Impfempfehlung gegeben werden kann. "Impfung ist unser Weg aus der Pandemie... Es wäre daher natürlich gut, wenn wir auch Kindern und Jugendlichen den Schutz geben könnten", sagt die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Aktuell gebe es aber bei den Eltern große Unsicherheit, da die Ständige Impfkommission (Stiko) derzeit allein eine Empfehlung für vorerkrankte Kindern gegeben habe. "Da muss unbedingt Klarheit her", forderte Schwesig.

    Während die Stiko die Impfung von Jugendlichen skeptisch sieht, hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dafür ausgesprochen. Am Freitag wird eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) dazu erwartet. Sie will über eine Zulassung des Biontech-Impfstoffes für zwölf- bis 15-Jährige befinden.

    07.57 Uhr: Berufsverband der Frauenärzte fordert Impfempfehlung für Schwangere

    Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern hat der Berufsverband der Frauenärzte eine generelle Impfempfehlung für Schwangere gefordert. "Es wäre zum Schutz der Mütter und ihrer Ungeborenen außerordentlich hilfreich und wünschenswert, wenn beim Impfgipfel eine solche Empfehlung zugunsten der Schwangeren ausgesprochen würde", sagte Verbandspräsident Christian Albrig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Die Ständige Impfkommission habe leider noch keine generelle Empfehlung für die Corona-Impfung für Schwangere ausgesprochen, beklagte der Mediziner. "Es könnten aber, wie in Sachsen bereits geschehen, andere Länderregierungen oder gar das Bundesgesundheitsministerium entsprechende Beschlüsse fassen", sagte Albrig. Dazu müssten zudem zusätzliche mRNA-Impfstoffe für die frauenärztlichen Praxen bereitgestellt werden. Er gehe von insgesamt etwa je 500.000 Dosen für Erst- und Zweitimpfung aus, sagte der Verbandspräsident.

    07.34 Uhr: Feldtest für künftigen digitalen Corona-Impfnachweis

    Für den geplanten digitalen Corona-Impfnachweis soll in dieser Woche ein Feldtest in ausgewählten Impfzentren anlaufen. Dies soll nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums dazu dienen, Erfahrungen mit dem System zu sammeln und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. Die Einführung des freiwilligen Nachweises namens "CovPass" neben dem gelben Impfheft ist in Deutschland noch im laufenden zweiten Quartal geplant, also bis Ende Juni.

    Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Dies soll auch Reisen erleichtern. Der Stand der Umsetzung in Deutschland ist auch eines der anstehenden Themen beim Impfgipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten an diesem Donnerstag.

    Den digitalen Impfnachweis soll man sich künftig direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen und dann per Smartphone nutzen können. Auch nachträglich soll das Ausstellen möglich sein - bei Ärzten und Apotheken. 07.03 Uhr: Indien meldet rund 211.000 Neuinfektionen - fallende Tendenz hält an

    In Indien hält der Abwärtstrend bei den Neuinfektionen an. Das Gesundheitsministerium meldet 211.298 neue Fälle. Vor knapp drei Wochen hatte es noch über 400.000 Neuinfektionen pro Tag gegeben. Insgesamt wurden in Indien seit Beginn der Pandemie 27,37 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Dunkelziffer in dem Land mit mehr als 1,36 Milliarden Einwohnern dürfte Experten zufolge aber deutlich höher sein. Die Zahl der Todesfälle steigt binnen 24 Stunden um 3.847 auf 315.235.

    06.50 Uhr: Woidke und Tschentscher kritisieren Impfstoff-Verteilung

    Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (beide SPD) haben die Impfstoff-Verteilung unter den Bundesländern kritisiert. "Brandenburg bekommt prozentual weniger als andere Länder", sagte Woidke dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) kurz vor dem Impfgipfel, bei dem Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten über weitere Schritte beim Impfen beraten wollen. "Ich will wissen, woran das liegt", so der SPD-Politiker. Grundsätzlich gelte, dass der Bund die angekündigten Impfmengen liefern müsse.

    Laut Tschentscher sind an sein Land gut 40.000 Impfdosen zu wenig geliefert worden. "Die Impfstoffverteilung in Deutschland ist ungerecht", sagte der SPD-Politiker dem "Spiegel": "Jede Woche wird die Benachteiligung größer. Es muss jetzt zügig einen Ausgleich geben." Bis zum 25. Mai seien knapp 1,1 Millionen Impfdosen in sein Bundesland geliefert worden. Das seien 44.500 weniger als das Bundesland gemäß seinem Anteil an der Bevölkerung erhalten sollte. Sollte es keinen Ausgleich durch das Bundesgesundheitsministerium geben, könnten im Hamburger Impfzentrum im Juni keine Erstimpfungen mehr erfolgen, warnte Tschentscher.06.34 Uhr: Mittelstand fordert Abschaffung von Homeoffice- und Testregeln

    Angesichts des Impffortschritts fordert der Mittelstand eine sofortige Abschaffung der Homeoffice- und Testvorschriften für Unternehmen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) müsse beim Impfgipfel am Donnerstag die Initiative ergreifen und sich «endlich einmal durchsetzen», sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Markus Jerger, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). «Die Unternehmen müssen ab sofort zum Normalbetrieb zurückkehren können.»

    Altmaier hatte zuvor eine schrittweise Lockerung der Pflicht für Unternehmen, wann immer möglich Homeoffice anzubieten, in Aussicht gestellt. Die Regelung, dass Unternehmen ihren Beschäftigten im Betrieb Coronatests anbieten müssen, soll hingegen nach dem Willen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) über den Sommer hinaus verlängert werden.

    Jerger argumentierte dagegen: «Der Impffortschritt macht beides verzichtbar.» Die mittelständischen Unternehmen hätten in der Corona-Pandemie gezeigt, dass sie verantwortlich handeln. «Lockerungen draußen müssen mit Lockerungen drinnen einhergehen. Und dies so schnell wie möglich.»

    06.21 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident kritisiert Ständige Impfkommission

    In der Debatte über eine Corona-Impfung für Schüler hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) Kritik an den jüngsten Äußerungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) geübt. "Dass die ständige Impfkommission nun plötzlich den Sinn einer flächendeckenden Impfung von Schülerinnen und Schülern grundsätzlich in Frage stellt, irritiert mich und auch viele andere Menschen", sagte Weil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    "Vor ein paar Wochen hieß es noch, Schulen seien Brutstätten der Pandemie. Jetzt heißt es plötzlich, Kinder und Jugendliche stellen so gut wie gar kein Risiko dar", sagte Weil den Blättern. Beides sei falsch. "Kinder und Jugendliche können sich infizieren und das Virus weitergeben, deshalb müssen sie ein Impfangebot bekommen - sofern eine Zulassung vorliegt, bei der Nutzen und Risiken abgewogen wurden", sagte der SPD-Politiker.

    Weil forderte die Bundesregierung auf, die notwendigen zusätzlichen Impfdosen zur Verfügung zu stellen. "Es darf nicht zu einer Umverteilung zu Lasten prioritär Impfberechtigter kommen". Dies sei einer der wichtigsten Punkte für den Impfgipfel am Donnerstag.

    06.03 Uhr: RKI registriert 6.313 Neuinfektionen - Inzidenz bei 41

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6.313 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.298 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 41 an (Vortag: 46,8; Vorwoche: 68). An Feiertagen wie Pfingstmontag suchen weniger Menschen einen Arzt auf, wodurch auch weniger Proben genommen werden und es weniger Laboruntersuchungen gibt. Daher werden weniger Neuinfektionen gemeldet.

    Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 269 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 237 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.662.490 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

    Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.450.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 87.995 angegeben.

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,71 (Vortag: 0,78). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 78 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

    05.22 Uhr: RKI - Gut 2 Prozent Anteil der in Indien entdeckten Corona-Variante

    Die in Indien entdeckte und inzwischen in vielen Ländern weltweit verbreitete Corona-Variante B.1.617 bleibt nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland recht selten. In der dritten Woche in Folge bewegt sich der Anteil dieser Mutante an den untersuchten Proben im Bereich von rund zwei Prozent. Die aktuellsten Daten stammen aus der Woche vom 10. bis 16. Mai.

    Bei der Variante unterscheiden Fachleute mehrere Untervarianten. Das RKI spricht von einem langsamen, aber kontinuierlichen Anstieg der Anteile von Untervariante B.1.617.2 - auf nun 2,2 Prozent. In absoluten Zahlen geht es noch um relativ geringe Werte: Für die 19. Kalenderwoche sind 40 Nachweise im Bericht ausgewiesen.

    Diese Mutante macht Experten in Großbritannien derzeit Sorgen. Befürchtet wird, dass sie noch ansteckender sein könnte als frühere Formen, auch könnte sie die Wirksamkeit der Impfungen schwächen. Der Virologe Christian Drosten wies am Dienstag im "Coronavirus-Update" (NDR-Info) darauf hin, dass offenbar "gerade die erste Impfung gegen dieses Virus noch nicht so viel hilft, so dass man jetzt schnell vervollständigen muss". Das bedeutet, dass es wichtig ist, dass Menschen auch die zweite Dosis erhalten.

    Vorherrschend bleibt in Deutschland laut RKI die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7, mit einem Anteil von 90 Prozent. Auch bei den Nachweisen der beiden weiteren als besorgniserregend eingestuften Mutanten (P.1/Brasilien und B.1.351/Südafrika) gab es im Vergleich zu früheren RKI-Berichten keine wesentlichen Veränderungen - sie bleiben auf niedrigem Niveau. In Deutschland wird nur ein Teil der positiven Proben auf Varianten untersucht.

    03.10 Uhr: Forscher finden Verunreinigungen im Astrazeneca-Impfstoff

    Forscher der Universitätsmedizin Ulm haben in dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca Verunreinigungen durch Proteine entdeckt. Ob die Wirksamkeit des Vakzins dadurch beeinflusst wird oder es einen Zusammenhang zu Impfreaktionen gibt, könne aber nicht beantwortet werden, betonten die Forscher in einer Mitteilung zu der bislang nur als Preprint veröffentlichten Studie. Das müsse in weiteren Untersuchungen geklärt werden. Der Proteingehalt pro Impfdosis habe aber deutlich über der zu erwartenden Menge gelegen.

    Aus Kreisen des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens hieß es hingegen, die klinische Erfahrung lege nahe, dass die im Impfstoff verbliebenen Proteine auf einem sicheren und teilweise niedrigeren Niveau als bei anderen ähnlich hergestellten Vakzinen sei. Eine 100-prozentige Reinheit sei nicht zu erreichen. Das Unternehmen arbeite zu den höchstmöglichen Standards.

    Gefunden wurden der Studie zufolge menschliche und virale Proteine, vor allem sogenannte Hitzeschock-Proteine. Insgesamt seien mehr als 1.000 Proteine in den drei untersuchten Chargen festgestellt worden. Negative Auswirkungen auf Geimpfte dürften die meisten davon nicht haben, sagte Studienleiter Stefan Kochanek. Das Vorhandensein der Proteine weise aber auf nicht ausreichende Verfahren bei der Qualitätskontrolle hin.

    Mittwoch, 26. Mai 2021

    20.25 Uhr: Lauterbach fordert genauere Daten zum Impffortschritt

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich vor dem Impfgipfel dafür aus, den Impffortschritt genauer zu dokumentieren, um die Corona-Pandemie gezielter bekämpfen zu können. "Wir haben Zahlen darüber, wie viele Menschen geimpft sind, aber keine Zahlen darüber, in welchem Stadtteil wie viele Menschen geimpft sind", sagt Lauterbach dem Nachrichtenportal t-online. "Doch diese Daten werden in Zukunft eine große Rolle spielen." Es sei wichtig zu klären, "wie wir die Risikogruppen erreichen, die bislang noch kaum geimpft sind."

    19.00 Uhr Biden: Geheimdienste sollen intensiver nach Ursprung von Corona suchen

    US-Präsident Joe Biden hat amerikanische Geheimdienste beauftragt, dem Ursprung der Corona-Pandemie auf den Grund zu gehen. Die bisherigen Untersuchungen hätten unterschiedliche Einschätzungen ohne abschließende Folgerungen geliefert, hieß es am Mittwoch in einer schriftlichen Stellungnahme Bidens. Daher habe er die Geheimdienste angewiesen, ihre Bemühungen zu verstärken und binnen 90 Tagen einen weiteren Bericht dazu vorzulegen. Die Vereinigten Staaten arbeiteten dabei mit gleichgesinnten Partnern rund um die Welt zusammen, um China zu Transparenz und Zugang zu Daten zu drängen.

    Seit langem kursieren unbelegte Mutmaßungen, das Coronavirus könne aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan stammen und womöglich durch einen Laborunfall freigesetzt worden seien. Die Chinesen haben derartige Vorwürfe bislang vehement zurückgewiesen. In Wuhan war das Coronavirus erstmals aufgetreten.

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO war in einer im März vorgelegten Studie zu dem Schluss gekommen, dass das Virus außer in Fledermäusen auch in Schuppentieren seinen Ursprung haben könnte. Die Theorie, dass es aus einem Labor entwichen sein könnte, bezeichneten die beteiligten Wissenschaftler dagegen als "extrem unwahrscheinlich".

    18.35 Uhr: Thüringen will bis Ende der Sommerferien allen Jugendlichen Impfung anbieten

    Vor dem Bund-Länder-Gipfel am Donnerstag hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) für sein Bundesland das Ziel ausgegeben, allen Schülerinnen und Schülern ab zwölf Jahren bis zum Ende der Sommerferien ein Corona-Impfangebot zu machen. Wenn es zeitnah losgehe, könne das Land es schaffen, viele Kinder und Jugendliche bis zum Ende der Ferien sogar zweimal zu impfen.

    In den Impfzentren und Impfstellen sollten gezielt Möglichkeiten für Kinder, Jugendliche und ihre Familien geschaffen werden, erklärte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke).

    Über die mögliche Zulassung der Impfung für Zwölf- bis 15-Jährige will die europäische Arzneimittelbehörde am Freitag informieren. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Jugendliche auch bei einer ausbleibenden Empfehlung der Ständigen Impfkommission in die Corona-Impfkampagne einbeziehen.

    18.20 Uhr: EU gegen Astrazeneca: Kommission fordert hohe Zwangsgelder

    Im Rechtsstreit mit Astrazeneca fordert die EU-Kommission millionenschwere Zwangsgelder, um bestellten Corona-Impfstoff rasch zu bekommen. Für jede mehr als drei Monate verspätet gelieferte Dosis solle der britisch-schwedische Hersteller zehn Euro pro Tag zahlen, beantragte die Brüsseler Behörde nach Angaben eines Sprechers am Mittwoch vor dem zuständigen belgischen Gericht. Dies solle ab 1. Juli für die Impfdosen gelten, die dann noch aus Zusagen für das erste Quartal ausstehen. Ab 1. Oktober solle der Hersteller für fehlende Mengen aus dem zweiten Quartal zahlen. Darüber hinaus fordert die Kommission für jede vom Gericht festgestellte Vertragsverletzung zehn Millionen Euro pro Tag, bis die Vereinbarungen eingehalten werden.

    Die EU-Kommission hatte 300 Millionen Dosen Corona-Impfstoff von Astrazeneca bestellt und setzte auf Lieferungen bis Ende Juni. Doch gingen im ersten Quartal nur 30 Millionen statt 120 Millionen Impfdosen an die 27 EU-Staaten. Für das zweite Quartal werden anstelle der vereinbarten 180 Millionen nur 70 Millionen Dosen erwartet. Aus Sicht der EU-Kommission verstößt der Hersteller gegen einen Rahmenvertrag vom August 2020. Die Firma macht Produktionsprobleme geltend und bestreitet Vertragsverstöße.

    18.10 Uhr: EMA verlangt neue Studien von Johnson & Johnson

    Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) fordert wegen eines Todesfalls nach einer Impfung mit dem Mittel von Johnson & Johnson weitere Studien vom US-Pharmakonzern. Der Fall werde geprüft, hieß es weiter. Eine 41-jährige Frau war am Freitag in Belgien an einer seltenen Thrombose gestorben.

    18.00 Uhr: Merkel verweist auf Corona-Lage in anderen Teilen der Welt

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach einem Gespräch mit Vertretern von Hilfseinrichtungen betont, dass die Corona-Lage in Deutschland nicht ideal, in anderen Teilen der Welt aber schwieriger sei. In Deutschland sei "absehbar, dass jeder ein Impfangebot bekommen kann. Das gilt für viele Milliarden Menschen auf dieser Welt noch lange nicht."

    17.30 Uhr: Lieferverzögerungen bei Biontech

    Biontech kämpft in Deutschland mit Lieferverzögerungen bei seinem Corona-Impfstoff. Das Mainzer Unternehmen habe die Liefermenge für die kommenden beiden Wochen reduziert, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Die ausgefallenen Lieferungen würden in den Kalenderwochen 25 und 26 zusätzlich geliefert und damit ausgeglichen. "Die Lieferzusage für das laufende Quartal wird eingehalten", betonte das Ministerium. Auf die Lieferungen an die Impfzentren der Länder soll die Verschiebung demnach keine Auswirkungen geben. Zu den Praxen erklärte das Ministerium, dass anstehende Zweitimpfungen dort gesichert seien. Auch Erstimpfungen solle es weiterhin geben. Wie in Impfzentren seien in den nächsten Wochen aber auch in Praxen mehr Zweit- als Erstimpfungen zu erwarten.

    Die deutsche Impfkampagne ist stark von Biontech und seinem US-Partner Pfizer abhängig. Insgesamt haben sie für das zweite Quartal gut 50 Millionen Dosen in Aussicht gestellt, während Moderna gut 6,4 Millionen und Astrazeneca mindestens 12,4 Millionen Dosen liefern wollen. Von Johnson & Johnson sollen gut zehn Millionen Dosen kommen.

    Nach früheren Angaben des Gesundheitsministeriums hatte Biontech für jede Juni-Woche Lieferungen von jeweils gut 5,1 Millionen Dosen Impfstoff zugesagt. Nun heißt es, in der Kalenderwoche 23 - die am 7. Juni beginnt - würden stattdessen nur knapp 4,6 Millionen Biontech-Dosen erwartet und in der Kalenderwoche 24 gut vier Millionen. In der Kalenderwoche 25 und 26 sollen dann jeweils rund 5,96 Millionen Dosen geliefert werden.

    17.15 Uhr: EU erwartet Hochfahren des Tourismus bis Mitte Juli

    EU-Kommissions-Vize Margaritis Schinas erwartet ein Wiederhochfahren des Tourismus und der Reisetätigkeit bis Mitte Juli. Sie verweist auf den geplanten digitalen Impfausweis, der dabei helfen dürfte. Schinas bestätigt das Ziel, dass bis zum 14. Juli 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der EU geimpft sein sollen.

    17.05 Uhr: Frankreich belegt Briten mit Quarantäne

    Frankreich kündigt für Reisende aus Großbritannien eine Zwangsquarantäne an. Regierungssprecher Gabriel Attal verwies auf die zunehmende Verbreitung der zuerst in Indien nachgewiesenen, als ansteckender geltenden Virus-Variante in dem Königreich. Diese habe eine neue Situation geschaffen. Wie lange die Quarantäne dauern soll, sagte Attal nicht.

    16.50 Uhr: Slowakei beschließt Einsatz von Sputnik V ab 7. Juni

    Die slowakische Regierung hat am Mittwoch beschlossen, den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V auch ohne Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA einzusetzen. Die staatliche Nachrichtenagentur TASR zitierte die von der Vier-Parteien-Koalition in ihrem Beschluss festgehaltene Begründung: "Es gibt noch immer eine nicht zu vernachlässigende Zahl an Bürgern, die erklären, dass sie sich nur mit Sputnik V impfen lassen wollen." Das dürfe man nicht ignorieren, wenn man eine ausreichende Durchimpfung der Bevölkerung erreichen wolle. Gesundheitsminister Vladimir Lengvarsky erhielt vom Kabinett den formellen Auftrag, den Impfbeginn bis 7. Juni sicherzustellen.

    16.30 Uhr: Experte warnt vor indischer Variante

    Die zuerst in Indien entdeckte Variante des Coronavirus könnte bis zu 80 Prozent leichter übertragbar sein als die bislang vorherrschende britische Variante. Das sagte der Epidemiologe Neil Ferguson vom Imperial College London. Es gebe dazu aber noch keine belastbaren Daten, so der Wissenschaftler weiter. Gewiss sei bislang nur, dass die auch als B.1.617.2 bezeichnete Variante einen Vorteil habe. Der könne zwischen 20 und 80 Prozent liegen. Noch sei daher nicht sicher, ob sich die Mutante als dominant durchsetzen werde - es sei aber wahrscheinlich. Trotzdem sieht der Wissenschaftler die Situation durch den Impffortschritt und die niedrigeren Fallzahlen in Großbritannien positiver als nach dem Auftreten der britischen Variante Ende vergangenen Jahres. Damals führte die sogenannte britische Virus-Mutante B.1.1.7 zu einer heftigen zweiten Infektionswelle in Großbritannien und kurze Zeit später auch in Kontinentaleuropa.

    15.45 Uhr: NRW will weiter lockern

    Nordrhein-Westfalen will bei weiter fallenden Corona-Fallzahlen zahlreiche Öffnungsschritte gehen. Bei Inzidenzen zwischen 50 und 35 werde die Außengastronomie auch für Gäste ohne Corona-Tests öffnen, unter 35 werde das auch für Innenräume von Kneipen und Restaurants der Fall sein, kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann an. Auch für den Einzelhandel solle es Lockerungen geben. Ab September sollen bei einer Landesinzidenz unter 35 in Clubs und Diskotheken auch Innenbereiche ohne Personenbegrenzung öffnen können - aber mit Sicherheitskonzepten und für Besucher mit negativem Corona-Test. Volks- und Schützenfeste sind dann auch wieder möglich, die Innengastronomie kann für Besucher ohne Tests öffnen. Die dritte Corona-Welle sei gebrochen, so der Minister. "Wir sind an einem schönen Punkt der Corona-Schutzverordnungen angekommen", sagte Laumann: "Die Inzidenzen lassen mehr Freiheit zu."

    15.20 Uhr: Impfangebot für 12- bis 18-Jährige in Bayern bis Ende August

    Die Altersgruppe zwischen 12 und 18 Jahren soll in Bayern bis Ende August ein Impfangebot erhalten, sofern der Impfstoff rechtzeitig zugelassen wird, das bestätigte das bayerische Gesundheitsministerium auf BR-Anfrage. Dieser Zeitplan sei das Ziel, auf das man hinarbeite. Demnach erwarte der Bund eine Zulassung des Impfstoffs für Kinder ab zwölf Jahren in der ersten Juni-Hälfte. Das bayerische Gesundheitsministerium erarbeite aktuell ein Konzept, um diese Impfungen so schnell wie möglich nach Zulassung starten zu können, so ein Ministeriumssprecher. Denkbar seien dabei verschiedene Modelle, bei denen sowohl die Ärzte als auch die Impfzentren eingebunden werden. Auch der mögliche Einsatz mobiler Teams, die zu den Impfzentren gehören, würde derzeit erörtert.

    15.00 Uhr: Lockerungen greifen früher in Bayern

    Beim Erreichen niedriger Inzidenzwerte können einige Corona-Regeln in Bayern künftig einen Tag schneller gelockert werden. Damit wird eine zunächst nur für Pfingsten geltende Praxis verlängert, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte. Man habe damit gute Erfahrungen gesammelt. Die Änderung betrifft Öffnungsschritte unter anderem für die Außengastronomie, Hotellerie, Kultur, Sport und bei Freizeitangeboten sowie den Wegfall der Testpflicht bei diesen Angeboten bei noch niedrigeren Inzidenzwerten.

    Dafür muss nach wie vor die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche) von 100 beziehungsweise 50 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten sein. Nach der alten Regel folgte dann eine zweitägige Karenzzeit, bis am insgesamt achten Tag mit Zustimmung des Gesundheitsministeriums gelockert werden konnte. Diese Wartefrist wird nun auf einen Tag verkürzt.

    14.30 Uhr: "Fundierte Zuversicht" für Freizeitparks

    Das bayerische Wirtschaftsministerium zeigt sich zuversichtlich, dass bald auch wieder die Freizeitparks im Freistaat öffnen können. Ein Sprecher des Ministeriums sagte auf BR-Anfrage, dass die "fundierte Zuversicht" bestehe, in naher Zukunft auch bisher noch geschlossene Bereich des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens öffnen zu können. Dies gelte gerade für die Freizeitparks, die oft über großzügige Außenanlage verfügten und gute Konzepte für eine coronagerechte Besucherlenkung und Abstandswahrung vorgelegt hätten.

    Aktuell ist der Betrieb von Freizeitparks, Indoor-Spielplätzen und vergleichbaren ortsfesten Freizeiteinrichtungen aufgrund der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung untersagt, während Zoos, Kinos oder Hotels bei niedrigen Inzidenzen wieder öffnen dürfen.

    14.20 Uhr: Patientenschützer empört über Spahns Impfpläne für Kinder

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisiert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, weil er sich für eine Einbindung von Kindern und Jugendlichen in die Impfkampagne auch ohne eine allgemeine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) ausgesprochen hat. "Der Bundesgesundheitsminister handelt unverantwortlich", zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe Stiftungsvorstand Eugen Brysch. Bei der Vergabe von Vakzinen dürften nur wissenschaftliche Fakten gelten. Allein auf dieser Basis habe die Stiko ihre Risikobewertung vorzunehmen. "Doch solche Empfehlungen will Jens Spahn jetzt ignorieren. Damit demontiert er eine viel beachtete Institution der Impfkampagne." Auch sei das Reservieren des Impfstoffes für die über Zwölfjährigen bei der derzeitigen Knappheit inakzeptabel. "Es darf nicht sein, dass sich der Impffortschritt in den Prioritätsgruppen um mehrere Wochen verzögern soll. Der Bundestag ist aufgefordert, den politisch-aktionistisch handelnden Bundesgesundheitsminister sofort zu stoppen."

    14.10 Uhr: Schweiz macht bei Öffnung Tempo

    Die Schweiz lockert die Einschränkungen angesichts der sinkenden Fallzahlen schneller als zuletzt angekündigt. Bei öffentlichen Veranstaltungen und privaten Treffen dürfen ab Montag mehr Personen teilnehmen als geplant. Restaurants können Tische auch innen wieder besetzen, die Sperrstunde wird aufgehoben. Die Homeoffice-Pflicht wird für Betriebe, die einmal pro Woche testen, in eine Empfehlung umgewandelt. Ab dem 1. Juli sollen zudem wieder Großveranstaltungen mit bis zu 5000 Teilnehmern möglich sein.

    13.58 Uhr: Anteil der Corona-Zweitimpfungen steigt weiter

    Mit 57 Prozent liegt der Anteil der Corona-Zweitimpfungen an den täglich verabreichten Dosen so hoch wie noch nie. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden am Dienstag 595.125 Menschen immunisiert, 339.751 davon bekamen nun ihren vollen Impfschutz.

    Den bisherigen Spitzenwert erreichte die Impfkampagne in Deutschland am 12. Mai mit 1,4 Millionen an einem Tag verabreichten Spritzen. Insgesamt sind den Angaben zufolge bisher 40,8 Prozent (33,9 Millionen) der Bevölkerung mindestens einmal und 14,8 Prozent (12,3 Millionen) vollständig geimpft.

    Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 44,5 Prozent. Sachsen liegt mit 35,6 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Während das Saarland jedoch auch bei der Berücksichtigung der Zweitimpfungen beim Impftempo an der Spitze liegt, läuft die Kampagne laut RKI in Brandenburg am langsamsten.

    13.38 Uhr: Lambrecht - Es wird keine Impfpflicht für Kinder und Jugendliche geben

    Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hat bekräftigt, dass es auch für Kinder und Jugendliche keine Pflicht geben werde, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. "Unsere Zusage gilt: Es wird keine Impfpflicht gegen Corona geben - nicht für Erwachsene und auch nicht für Kinder und Jugendliche", sagte Lambrecht. Wichtig sei, dass Eltern und Kinder umfassende Informationen erhielten, damit sie "eine verantwortungsbewusste, freiwillige Entscheidung treffen können", so Lambrecht weiter.

    Die Teilnahme am regulären Schulunterricht dürfe nicht davon abhängig gemacht werden, ob eine Schülerin oder ein Schüler geimpft sei. Niemand dürfe wegen nicht erfolgter Impfung vom Präsenzunterricht ausgeschlossen werden, erklärte die Bundesfamilienministerin.

    Gleichzeitig wies Lambrecht darauf hin, dass auch Jugendliche schwer an Corona erkranken könnten und dann mitunter unter Langzeitfolgen zu leiden hätten. Sie halte es "für wünschenswert und wichtig, dass noch im Sommer jedem Jugendlichen ein Impfangebot gemacht werden kann", erklärte Lambrecht.

    13.23 Uhr: Scholz - Corona-Kulturfonds soll Ermutigung sein

    Die Bundesregierung hat den angekündigten Sonderfonds für Corona-Finanzhilfen für die Kulturbranche im Volumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro beschlossen. Der Fonds sieht zum einen Wirtschaftlichkeitshilfen vor für Veranstaltungen, bei denen die Zuschauerzahl coronabedingt noch reduziert werden muss. Der Bund will bis zu einer festlegten Zahl einen Aufschlag auf verkaufte Tickets zahlen. Als zweites Element ist eine Ausfallversicherung für die Planung größerer Veranstaltungen ab 2000 Teilnehmern vorgesehen.

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht in dem Kulturfonds ein Zeichen der Ermutigung, den Kulturbetrieb wieder zu starten. Die Mittel sollten Mut machen, wieder Veranstaltungen zu planen auch für die Zeit, in der die Corona-Beschränkungen weiter zurückgefahren würden, sagte Scholz in Berlin.

    Die Kultur sei durch die Pandemie so stark in Mitleidenschaft gezogen worden wie kaum eine andere Branche. Die vergangenen Tage mit den ÖffnungSschritten bei den Corona-Beschränkungen bundesweit seien Belege, dass es vorangehe: "Das Leben geht nach dem langenCorona-Winter langsam wieder los." Auch Kultur-Staatsministerin Monika Grütters (CDU) sprach von einem "ganz notwendigen Signal der Zuversicht".

    13.12 Uhr: Auch Merz kritisiert Spahn wegen Inzidenz-Ziel unter 20

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gerät jetzt auch in der eigenen Partei in die Kritik, weil er als Zielmarke für einen unbeschwerten Sommer eine Corona-Inzidenz von unter 20 genannt hatte.

    "Ich fordere den Bundesgesundheitsminister dringend auf, nicht ständig niedrigere Inzidenzwerte zu fordern, die zudem nicht im Gesetz stehen", sagte Friedrich Merz der in Hagen erscheinenden "Westfalenpost". Die gesetzlichen Schwellenwerte lägen bei 100, bei 50 und bei 35. "Wir brauchen keine noch niedrigeren Grenzwerte, die die Bevölkerung nur weiter verunsichern, die Wirtschaft noch mehr belasten, und die keinen Beitrag leisten zur Lösung des Problems", kritisierte der CDU-Bundestagskandidat, der auch Mitglied im Wahlkampf-Team von CDU-Chef Armin Laschet werden soll.

    Spahn hatte der der "Bild am Sonntag" zur Sieben-Tage-Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gesagt: "Im vergangenen Sommer lag sie unter 20. Das sollten wir wieder anstreben. Vorsicht und Umsicht gelten weiterhin." Daraufhin hatten bereits Politiker aus der FDP- sowie der Linksfraktion Spahn kritisiert.

    13.04 Uhr: Britische Expertengruppe fordert neue Beschränkungen wegen indischer Corona-Variante

    Wegen der zuerst in Indien entdeckten Coronavirus-Variante haben unabhängige Experten in Großbritannien dringend zum Handeln aufgerufen. Die Ausbreitung der auch als B.1.617.2 genannten Variante in Großbritannien erfordere eine sofortige Einleitung von Maßnahmen, um die Fallzahlen zu senken, teilte die als "Independent Sage" bekannte Gruppe mit. Sie ist nicht identisch mit dem als "Sage" (Scientific Advisory Group for Emergencies) bezeichneten Expertengremium der Regierung.

    Schätzungen zufolge sei die indische Variante in Teilen des Landes bereits vorherrschend, hieß es in der Mitteilung von "Independent Sage". Es sei wahrscheinlich zu spät, um zu verhindern, dass sie sich im ganzen Land als dominant durchsetze. Daher empfehlen die unabhängigen Experten Maßnahmen wie zusätzliche Unterstützung für Menschen mit geringen Einkommen bei der Selbstisolierung, bessere Belüftungsmaßnahmen in Schulen und eine Rückkehr der Maskenpflicht in allen weiterführenden Schulen.

    In Großbritannien wurden bislang rund 3400 Infektionen mit der Variante registriert. Insgesamt ist die Zahl der Neuinfektionen aber landesweit auf einem sehr niedrigen Stand. Daher hatten die Behörden die Corona-Maßnahmen in England und anderen Teilen des Landes erheblich gelockert.

    12.53 Uhr: Weltärztepräsident gegen Impf-Empfehlung für Kinder

    Die Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche sorgt für Kontroversen. Weltärztepräsident Frank-Ulrich Montgomery wandte sich in den Zeitungen der Funke Mediengruppe dagegen, Minderjährigen eine Corona-Impfung zu empfehlen: "Gegenwärtig gibt es noch zu wenig Daten, die Aussagen über das Risiko der Corona-Impfung bei Kindern zulassen." Es sei aber bekannt, dass der Krankheitsverlauf bei Kindern deutlich geringer und weniger gefährlich sei als bei Erwachsenen oder Betagten.

    "Deswegen hat die Stiko Recht, wenn sie angesichts dieser beiden Fakten bisher keine Impfung bei Kindern empfiehlt", sagte Montgomery. Am Ende könne die Studienlage auch ergeben, dass "das Risiko der Impfung von Kindern größer ist als das der Erkrankung in dieser Altersgruppe", sagte Montgomery. "Dann wird man sogar von der Impfung abraten müssen." Im Gegenzug müsse der Impfschutz in allen anderen Altersgruppen verbessert werden.

    12.24 Uhr: Spahn verteidigt Äußerung zu eingeschleppten Corona-Infektionen

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Kritik an seiner Äußerung zurückgewiesen, dass Türkei- und Balkan-Reisende im vergangenen Jahr zu Corona-Infektionen beigetragen hätten. Er habe sich die Lageberichte des Robert Koch-Instituts (RKI) von 2020 nochmals angeschaut: "Wenn Sie auf die Länder schauen, wo die Infektion stattgefunden hat, sind unter den ersten zehn Ländern vor allem auch Länder des Westbalkans und die Türkei und die typischen Reiseländer der Deutschen", sagte Spahn in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart".

    Die RKI-Daten zeigten, dass unter den infizierten Rückkehrern vom Westbalkan und aus der Türkei viele Menschen mittleren Alters und Kinder seien. "Das lässt auf Familienreisen tippen", so der Minister. Bei Kroatien oder Spanien seien eher jüngere Menschen betroffen gewesen. Im Vergleich zu damals liege der Anteil der gemeldeten Neuinfektionen die ihren Ursprung im Ausland haben zudem im Moment bei unter einem Prozent. "Das zeigt, das hat viel zu tun gehabt mit den Reisen im Sommer", so Spahn.

    Unter anderem aus Albanien und von der Türkischen Gemeinde in Deutschland war Spahn Stimmungsmache gegen Bevölkerungsgruppen vorgeworfen worden. Zuvor hatte er in einem Interview des Senders gesagt, Auslandsreisen und Verwandtschaftsbesuche in der Türkei und auf dem Balkan hätten im vergangenen Jahr phasenweise rund 50 Prozent der Neuinfektionen ausgelöst.

    12.18 Uhr: Nach Corona-Fall bei Sportereignis in Melbourne tausende zu Tests aufgerufen

    Wegen eines Stadion-Besuchers mit Corona-Infektion sind in Australien tausende Menschen aufgerufen worden, sich auf das Virus testen zu lassen. Bis zu einem negativen Testergebnis sollten sich die betroffenen Fans selbst isolieren, appellierte die Australian Football League (AFL). Die Gesundheitsbehörden werteten Überwachungsbilder aus um herauszufinden, welche Menschen durch den mit Corona infizierten Besucher einem Ansteckungsrisiko ausgesetzt waren.

    Zu dem Spiel der landestypischen Sportart Australian Football waren am Sonntag mehr als 23.000 Menschen in ein Stadion in Melbourne gekommen. Die Fünf-Millionen-Einwohner-Stadt kämpft mit einer Zunahme von Corona-Infektionen. Bislang wurden 15 Ansteckungen nachgewiesen. Nach einem Ausbruch im vergangenen Jahr war über Melbourne ein viermonatiger Lockdown verhängt worden.

    Die nächsten AFL-Spiele in Melbourne am kommenden Wochenende sollen nach derzeitiger Planung stattfinden - mit einer Stadionauslastung von bis zu 85 Prozent.

    11.59 Uhr: EU-Behörde entscheidet Freitag über Corona-Impfstoff für Kinder

    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA wird voraussichtlich am Freitag über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech/Pfizer für Kinder ab zwölf Jahre entscheiden. Der zuständige Experten-Ausschuss werde zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen, teilte die EMA in Amsterdam mit. Anschließend wolle die Behörde das Ergebnis bekannt geben. Eine Zulassung gilt als wahrscheinlich.

    Der deutsche Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten die Erweiterung der Zulassung des Impfstoffes auch für 12- bis 15-Jährige beantragt. Bisher ist das Mittel nur für Menschen ab 16 Jahre in der EU zugelassen.

    In den USA und Kanada darf das Mittel bereits bei Kindern angewendet werden. Nach Angaben der Hersteller beweisen Studien die sehr gute Wirksamkeit und Verträglichkeit des Präparats auch bei Kindern. Von den in der EU bisher zugelassenen vier Impfstoffen ist noch keines für Kinder zugelassen.

    11.21 Uhr: Ex-Berater Cummings - London hat zu Beginn der Pandemie versagt

    Der britische Ex-Regierungsberater Dominic Cummings hat die Corona-Politik von Premierminister Boris Johnson als katastrophales Versagen kritisiert. Minister, Beamte und Berater seien "katastrophal hinter den Standards zurückgeblieben, die die Öffentlichkeit in einer Krise erwarten darf", sagte Cummings vor Mitgliedern zweier Unterhaus-Ausschüsse des britischen Parlaments: "Als die Öffentlichkeit uns am meisten gebraucht hat, haben wir versagt."

    Die Regierung habe die Anzeichen der sich ausbreitenden Pandemie nicht erkannt, sagte Cummings, der damals Johnsons wichtigster und einflussreichster Berater war. Der Premierminister habe das Coronavirus zu Beginn der Pandemie völlig unterschätzt. "Im Februar (2020) dachte Boris Johnson, es sei nur eine Gruselgeschichte. Er dachte, das sei die neue Schweinegrippe", sagte Cummings. Erst Ende Februar 2020 sei gesehen worden, dass die Krisenpläne "hohl" seien.

    Cummings entschuldigte sich bei den Angehörigen der Corona-Toten. Er hatte die Regierung im November 2020 im Streit verlassen. Regierungsmitglieder werfen ihm vor, nun einen Rachefeldzug zu führen.

    11.08 Uhr: Ethikratvorsitzende Buyx für ein Impfangebot an Kinder und Jugendliche

    Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hat sich für ein Impfangebot an Kinder und Jugendliche ausgesprochen. "Das stärkste Argument, Zwölf- bis 15-Jährige zu impfen, ist einfach, dass sie auch selbst natürlich einen Schutz haben möchten", sagte Buyx auf NDR Info. Auch bei Jugendlichen könne es schwere Verläufe geben und zum Long-Covid-Syndrom kommen: "Dann kommen Gruppenschutz-Gründe - dass die Schule sicherer wird - hinzu, und natürlich wird das auch einen Beitrag leisten für die Pandemie."

    Buyx verwies auch darauf, dass die Jugendlichen in der Pandemie hohen Belastungen ausgesetzt seien. Daher habe sie Sympathie für Vorschläge, die jetzt die junge Generation in den Blick nähmen.

    10.54 Uhr: Amnesty - Pandemie bedroht Menschenrechte

    Amnesty International sieht die Menschenrechte durch die Corona-Pandemie bedroht. Durch Covid-19 sei überall auf der Welt "das Leben aus den Fugen geraten", sagte der Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland, Markus N. Beeko, der Nachrichten-Agentur KNA. Gerade für verletzliche Gesellschaftsgruppen wie Frauen, alte Menschen und Menschen mit Behinderung sei dadurch "die Gesundheits-, auch eine Menschenrechtskrise" geworden.

    Die Menschenrechtsorganisation feiert am Freitag ihr 60-jähriges Bestehen. Generell habe sich die Lage der Menschenrechte weltweit seitdem deutlich gewandelt, so dass "Millionen von Menschen heute Menschenrechte wahrnehmen können, die ihren Eltern noch verwehrt waren", so Beeko.

    10.23 Uhr: EZB-Direktor Panetta gegen Drosselung der Anleihenkäufe

    Die Europäische Zentralbank EZB sollte aus Sicht von Notenbank-Direktor Fabio Panetta das Tempo ihrer billionenschweren Notfall-Anleihenkäufe im Kampf gegen die konjunkturellen Folgen der Corona-Pandemie derzeit noch nicht drosseln. "Aus meiner Sicht rechtfertigen die Bedingungen, die wir heute sehen, es nicht, die Geschwindigkeit der Käufe zu verringern", sagte Panetta der Nachrichtenagentur Nikkei. Auch sei es noch zu früh für eine Diskussion über ein Auslaufenlassen des "PEPP" getauften Kaufprogramms.

    "Wir sollten warten, bis wir mehr Klarheit haben über die Konjunktur- und Inflationsbedingungen und bis wir zuversichtlich sein können, dass diese es uns ermöglichen, unser Mandat zu erfüllen", sagte Panetta. Die Auswirkungen der Pandemie auf die Inflation müssten beseitigt werden, auch müsse die Inflation erst wieder nachhaltig steigen. Eine verfrühte Rücknahme der geldpolitischen Unterstützung berge das Risiko, dass die wirtschaftliche Erholung abgewürgt werde.

    Das Pandemie-Kaufprogramm PEPP ist insgesamt auf 1,85 Billionen Euro angelegt und soll noch bis mindestens Ende März 2022 laufen. Rund eine Billion Euro des Kaufrahmens haben die Euro-Wächter schon genutzt. Aktuell erwerben sie im Rahmen von PEPP Staatsanleihen, Firmenanleihen und andere Titel im monatlichen Volumen von 80 Milliarden Euro.

    09.45 Uhr: Spahn - Kinder-Impfung auch ohne allgemeine Stiko-Empfehlung anbieten

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt weiterhin auf Corona-Schutzimpfungen für ältere Kinder und Jugendliche, auch wenn die Ständige Impfkommission (Stiko) dafür keine allgemeine Empfehlung aussprechen sollte. Die Stiko gebe eine Empfehlung, sagte der CDU-Politiker bei RTL/ntv: "Im Lichte dieser Empfehlung können dann die Eltern mit ihren Kindern, den Ärztinnen und Ärzten die konkreten Entscheidungen treffen, ob jemand geimpft wird oder nicht." Dies sei eine individuelle Entscheidung.

    Der Hersteller Biontech/Pfizer hat eine Zulassung seines Präparats ab zwölf Jahren bei der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) beantragt. Mit einer Entscheidung wird noch bis Ende Mai gerechnet. Die Stiko behält sich aber eigene Klärungen für eine mögliche Impfempfehlung vor. Ihr Mitglied Rüdiger von Kries erwartet derzeit nicht, dass es eine allgemeine Impf-Empfehlung für alle Kinder geben wird.

    Spahn sagte: "Der Impfstoff wäre dann, wenn die Europäische Arzneimittelagentur das macht, ein zugelassener Impfstoff auch für diese Altersgruppe." Schon vor Beginn der Sommerferien solle den ersten Kinder und Jugendlichen dann ein Impfangebot gemacht werden, erklärte er: "Wenn die Zulassung da ist, werden wir dann nach und nach - nicht allen auf einmal - Kindern und Jugendlichen über zwölf Jahren ein Angebot machen, sich impfen zu lassen."

    Eine Impfung als Voraussetzung zur Teilnahme am Präsenzunterricht lehnte der Gesundheitsminister jedoch ab: "Ich sehe nicht, dass wir eine verpflichtende Impfung haben werden für den Schulbesuch."

    08.41 Uhr: Karliczek hofft auf Normalbetrieb an Schulen nach Sommerferien

    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat zu weiteren Bemühungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus aufgerufen, um nach den Sommerferien eine Rückkehr zum normalen Schulbetrieb zu ermöglichen. Wenn die Bürger es nun "mit den letzten Kräften" schafften, die Infektionszahlen weiter zu senken, dann werde "umso mehr Normalität nach den Sommerferien einkehren", sagte Karliczek RTL und n-tv.

    Das Gebot der Stunde sei: "Vorsichtig bleiben - und trotzdem so viel Normalität wie möglich", mahnte sie. Für die Schüler sei nicht nur die Teilnahme am Unterricht ist wichtig, gab die Ministern zu bedenken. "Es ist ja auch wichtig, dass die Kinder einfach wieder die Gelegenheit kriegen sich zu treffen." Hier gehe es um Kontakte, um Persönlichkeitsentwicklung und um Teamgeist.

    08.23 Uhr: Studie - Homeoffice senkt das Bruttoinlandsprodukt

    Durch die Tätigkeit vieler Beschäftigter im Homeoffice könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt nach Einschätzung der Unternehmensberatung PwC dieses Jahr um 15 Milliarden Euro sinken. Die verringerten Ausgaben von Büroangestellten träfen Gastronomie, stationären Einzelhandel und den Personennahverkehr besonders hart, erklärten die Finanzexperten in München.

    Derzeit arbeiteten rund 30 Prozent der Angestellten in Deutschland zuhause statt im Büro. Sie gäben für das Pendeln zum Arbeitsplatz, das Mittagessen und Einkäufe weniger Geld aus. Die direkt betroffenen Branchen verlören dadurch 5,7 Milliarden Euro Umsatz. Dazu kämen indirekte Effekte wie beispielsweise der geringere Energieverbrauch von Gaststätten.

    07.52 Uhr: Über 27 Millionen Infektionsfälle in Indien

    In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 208.921 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 27,16 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Dunkelziffer in dem Land mit mehr als 1,36 Milliarden Einwohnern dürfte Experten zufolge aber deutlich höher sein. Die Zahl der Todesfälle steigt binnen 24 Stunden um 4.157 auf 311.388.

    07.41 Uhr: RKI - Inzidenz auch in Bayern unter 50

    Bei den Corona-Zahlen ist auch in Bayern die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit langem wieder unter 50 gefallen. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl binnen sieben Tagen gemeldeter Neuinfektionen je 100.000 Einwohner landesweit bei 45,9 (Vortag: 56,6).

    Deutschlandweiter Hotspot ist allerdings weiterhin die Stadt Memmingen in Schwaben mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 161,0. Über dem Wert von 100 liegt in Bayern derzeit sonst lediglich noch der ebenfalls schwäbische Landkreis Günzburg.

    Zu beachten ist bei den Zahlen: An Feiertagen wie zuletzt Pfingstmontag suchen weniger Menschen einen Arzt auf, wodurch auch weniger Proben genommen werden und es weniger Laboruntersuchungen gibt. Daher werden weniger Neuinfektionen gemeldet.

    07.21 Uhr: Olympia-Partnerzeitung ruft zu Absage der Olympischen Spiele auf

    Die japanische Zeitung Asahi Shimbun, ein offizieller Olympia-Partner in Tokio, hat zur Absage der Sommerspiele (23. Juli bis 8. August) aufgerufen. In einem Leitartikel bezeichnete das Blatt die Großveranstaltung inmitten der Coronavirus-Pandemie als "Bedrohung für die Gesundheit". Premierminister Yoshihide Suga wird daher gebeten, "eine ruhige, objektive Bewertung der Situation vorzunehmen und die Entscheidung zu treffen, die Olympischen Spiele in diesem Sommer abzusagen". Das Risiko sei nicht zu akzeptieren, die Führung des Internationale Olympische Komitees (IOC) verhalte sich "selbstgerecht" und missachte den Willen der Bevölkerung.

    In Japan werden die kritischen Stimmen weniger als zwei Monate vor Olympia-Beginn lauter, in Umfragen zeigt sich eine mehrheitlich stark ablehnende Haltung. In Tokio und anderen Teilen des Landes ist wegen steigender Corona-Fallzahlen der Notstand ausgerufen. Seit Montag gilt zudem in den USA mit Verweis auf die verschärfte Pandemie-Lage eine Reisewarnung der höchsten Stufe für Japan. Ein Forschungsinstitut erklärte am Dienstag, eine Absage der Spiele würde Japan rund 16,6 Milliarden Dollar (13,6 Milliarden Euro) kosten. Das Land könne demnach aber noch größeren wirtschaftlichen Schaden erleiden, falls die Durchführung der Spiele zu stark ansteigenden Infektionszahlen und einem neuerlichen Notstand führt.

    07.02 Uhr: WHO - Indische Corona-Variante in 53 Ländern und Gebieten gemeldet

    Die erstmals in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617.2 ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bereits in 53 Ländern und Gebieten registriert worden. Das teilte die Organisation in Genf mit. Aus nicht offiziellen Quellen seien Infektionen mit der Mutante darüber hinaus aus sieben weiteren Gebieten gemeldet worden.

    Die Mutante B.1.617.2 wird von der WHO als "besorgniserregend" eingestuft. Sie habe sich als ansteckender als die bisher bekannten Virus-Varianten erwiesen. Ob sie auch schwerere Krankheitsverläufe verursache, werde noch untersucht. In Indien hat sich das Corona-Virus auch wegen religiöser und politischer Massenveranstaltungen zuletzt rasant ausgebreitet. Die Krankenhäuser sind hoffnungslos überfüllt, häufig fehlt es an Sauerstoff.

    06.45 Uhr: Lambrecht will schnellstmöglich Regelbetrieb in Kitas und Schulen

    Die Schulen und Kitas in Deutschland sollten aus Sicht von Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht zügig zum normalen Regelbetrieb zurückkehren. Aktuelle Studien zeigten, wie sehr die Corona-Pandemie gerade Schulkinder psychisch belaste, sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post": "Bei niedrigen Inzidenzen muss allein aus diesem Grund alles dafür getan werden, den vollen Regelbetrieb in Kitas und Schulen wieder möglich zu machen, und zwar schnell."

    Kinder dürfen aus Lambrechts Sicht bei den Lockerungen der Corona-Beschränkungen nicht hintanstehen. "Wir alle sind froh über die Öffnungen und genießen die ersten Schritte in die Normalität. Mir ist wichtig, dass auch Kinder und Jugendliche hieran teilhaben können. Schwimmbadbesuche, Training im Sportverein - all dies muss bei weiter sinkenden Inzidenzzahlen schnell wieder ermöglicht werden", betonte sie. Sie setze auch darauf, dass noch im Sommer ein Impfstoff für Kinder und Jugendliche zugelassen werde und ihnen schnell ein Impfangebot gemacht werden kann.

    Lambrecht hat nach dem Rücktritt von Franziska Giffey neben dem Justiz- auch das Familienressort übernommen. Die Ministerin äußerte sich vor einem weiteren Spitzentreffen von Bund und Ländern zum Thema Impfen am Donnerstag.

    06.27 Uhr: Stiko-Experte hält allgemeine Impfempfehlung für Kinder für unwahrscheinlich

    Ein Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko) hat sich skeptisch zu möglichen Massenimpfungen von Kindern und Jugendlichen geäußert. Eine allgemeine Impfempfehlung der Stiko für Kinder und Jugendliche halte er für unwahrscheinlich, sagte Kommissionsmitglied Rüdiger von Kries in der Sendung rbb-"Spezial". Grund dafür sei das unklare Risiko einer Corona-Impfung bei Kindern.

    "Die Stiko ist ein autonomes Organ, wir arbeiten nicht auf Zuruf des Ministeriums, wir treffen unsere Entscheidungen nach Bewertungen der Risiken und des Nutzens", sagt von Kries. Momentan sei "nichts" über die Nebenwirkungen von Corona-Impfungen bei Kindern bekannt. "Bei unklarem Risiko kann ich zur Zeit noch nicht vorhersehen, dass es eine Impfempfehlung für eine generelle Impfung geben wird."

    Das Ziel der Herdenimmunität sei zwar weiterhin vorhanden, sagte van Kries. Aber Herdenimmunität dürfe nicht das primäre Ziel für Impfungen von Kindern sein. "Kinderimpfungen macht man, damit die Kinder davon profitieren können, damit den Kindern schwere Krankheiten erspart bleiben", betonte der Mediziner. Herdenimmunität könne viel besser erreicht werden, wenn sich um die 40 Millionen gekümmert werde, die noch nicht geimpft sind. Diese würden zudem sehr viel mehr von den Impfungen profitieren als die Kinder.

    06.22 Uhr: RKI - Inzidenz erstmals seit Oktober unter 50 - 2.626 Neuinfektionen

    Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat erstmals seit Oktober vergangenen Jahres wieder den politisch relevanten Wert von 50 unterschritten. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl binnen sieben Tagen gemeldeter Neuinfektionen je 100.000 Einwohner bundesweit bei 46,8 (Vortag: 58,4; Vorwoche: 72,8). Zuletzt unterhalb der 50er-Schwelle hatte der Wert im Herbst gelegen: bei 48,6 am 20. Oktober 2020.

    Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2.626 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.040 Ansteckungen gelegen. An Feiertagen wie Pfingstmontag suchen weniger Menschen einen Arzt auf, wodurch auch weniger Proben genommen werden und es weniger Laboruntersuchungen gibt. Daher werden weniger Neuinfektionen gemeldet.

    Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 270 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 284 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.656.177 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.438.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 87.726 angegeben.

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Dienstagabend bei 0,78 (Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 78 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

    06.05 Uhr: Studie: Kinder verbreiten viel weniger Aerosole als Erwachsene

    Kurz nach der Veröffentlichung einer neuen Drosten-Studie zur Ansteckungsgefahr durch Kinder fasst ein weiterer Forschungsbeitrag zum Thema einen anderen Aspekt ins Auge - und kommt zu etwas anderen Schlussfolgerungen: einer Untersuchung der Charité und der TU Berlin unter Federführung des Phoniaters Dirk Mürbe zufolge verbreiten Kinder beim Sprechen und Singen viel weniger der für eine Übertragung von Coronaviren relevanten Aerosole als Erwachsene.

    "Kinder im Grundschulalter emittierten beim Sprechen eine Anzahl von Partikeln in der Größenordnung wie Erwachsene beim Atmen, und beim Singen emittierten sie ähnlich viele Partikel wie Erwachsene beim Sprechen", sagte Mürbe, Direktor der Klinik für Audiologie und Phoniatrie an der Charité, der Deutschen Presse-Agentur. Die Anzahl der Aerosole hänge dabei stark von der Lautstärke ab. Der Befund könne nicht nur bei der Entscheidung für Präsenzunterricht an Schulen eine Rolle spielen, sondern auch für die Arbeit von Kinderchören.

    Mürbe zufolge bedeutet das aber nicht, dass Schulunterricht oder Chorproben und -konzerte unabhängig von der Infektionslage und ohne Beschränkungen stattfinden können. Allerdings sei je nach äußeren Umständen wie Größe des Raumes, Anzahl und Aufenthaltsdauer der Kinder sowie den Lüftungskonzepten mehr möglich als bisher praktiziert

    05.15 Uhr: Tag der Abrechnung? Johnsons Ex-Berater Cummings im britischen Parlament

    London rüstet sich für ein mögliches politisches Beben. Am Vormittag (10.30 MESZ) wird der ehemalige Top-Berater von Premierminister Boris Johnson, Dominic Cummings, von zwei Parlamentsausschüssen zur Krisenpolitik der Regierung zu Beginn der Corona-Pandemie befragt. Bisher deutet alles darauf hin, dass Cummings, der einst als mächtigster Mann der Downing Street galt, die stundenlange Aussage in London zum Anlass für eine Generalabrechnung mit seinem einstigen Chef und dessen Ministern nutzen will.

    In zahlreichen Twitter-Nachrichten legt Cummings seit gut einer Woche Rechenschaft ab über seine damaligen Handlungen und wirft der Regierung Untätigkeit vor. Zudem gab es unlängst Berichte über skandalträchtige Johnson-Aussagen: Lieber nehme er in Kauf, dass sich "die Leichen zu Tausenden auftürmen", als einen weiteren Lockdown durchzusetzen, soll der Premier gesagt haben. Auch soll Johnson fünf Corona-Sitzungen des Nationalen Sicherheitsrats (Cobra) zur Pandemie verpasst haben - angeblich, weil er an einer Biografie über den legendären Dichter William Shakespeare arbeitete.

    Die Befragung dürfte sich mit der sogenannten Prime Minister's Question Time überschneiden. Dort stellt sich Johnson traditionell regelmäßig am Mittwoch (13.00 Uhr MESZ) den Fragen des Parlaments. Es ist davon auszugehen, dass Oppositionsführer Keir Starmer und andere Labour-Abgeordnete die Chance nutzen werden, um Johnson sofort mit Aussagen von Cummings zu konfrontieren.

    05.00 Uhr: Verband: Corona-Impfstoffe zweiter Generation vielleicht schon 2021

    Erste weiterentwickelte Corona-Impfstoffe könnten nach Einschätzung des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (vfa) im Erfolgsfall noch in diesem Jahr zugelassen werden. "Eine Reihe von Herstellern und Instituten arbeiten an Impfstoffen und Impfschemata, die auch gegen solche neue Varianten von Sars-CoV-2 wirksam sein sollen, bei denen die Impfstoffe der ersten Generation bisher nur einen schwächeren Schutz bieten", teilte ein vfa-Sprecher mit.

    Dabei würden vor allem drei Strategien verfolgt: Erstens geht es um eine stärkere Immunisierung, indem die Immunabwehr etwa durch Antikörper noch mehr aktiviert wird. Im zweiten Fall wird an der Immunisierung gegen das sogenannte Spikeprotein, das an der Außenhülle des Coronavirus sitzt, oder gegen mehrere solche Spikeproteine gearbeitet. Und schließlich wird an der Immunisierung auch gegen andere Bestandteile von Sars-CoV-2 geforscht - etwa gegen das sogenannte Nukleokapsid. Dieser zentrale Teil des Virus besteht aus der Proteinhülle (Kapsid) und der viralen Nukleinsäure.

    Dienstag, 25.05.2021

    20.05 Uhr: Kultur wird in Mecklenburg-Vorpommern ab 1. Juni wieder hochgefahren

    Viele noch geschlossene Kultureinrichtungen Mecklenburg-Vorpommerns können vom 1. Juni an schrittweise wieder Gäste empfangen. So können dann etwa wieder Museen öffnen, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstagabend in Schwerin sagte. Am 21. Juni sollen demnach etwa Kinos folgen. Für beides ist ein negativer Corona-Test notwendig. Die Zahl der zugelassenen Zuschauerinnen und Zuschauer soll laut Kulturministerin Bettina Martin (SPD) schrittweise hochgefahren werden. Zunächst seien maximal 250 Menschen im Außen- und 100 im Innenbereich erlaubt. Auch hier wird jeweils ein negativer Corona-Test verlangt, der maximal 24 Stunden alt sein darf. Wer bereits zweimal geimpft ist, ist davon ausgenommen.

    18.55 Uhr: Nürnberger Freibäder öffnen am Donnerstag

    Am Donnerstag (27.05) öffnen in Nürnberg die Freibäder. Möglich machen das die Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung, teilt die Stadt mit. Somit können Schwimmbegeisterte das Westbad und das Stadionbad in drei verschiedenen Zeitfenstern besuchen, solange der Inzidenzwert in Nürnberg stabil unter 100 bleibt. Für einen Besuch gelten einige Sonderregeln: Dafür ist aktuell ein negatives Testergebnis, ein Nachweis über eine vollständige Impfung oder eine überstandene Corona-Infektion nötig. Diese Regel entfällt, wenn sich die Stadt unter einer Inzidenz von 50 hält. Eintrittskarten können nur online erworben werden – somit werden die Besucherinnen und Besucher gleichzeitig registriert. Im Freibad gelten dann Hygiene- und Abstandsregeln und eine Maskenpflicht. Auf der Homepage von NürnbergBad sind alle Informationen zusammengefasst.

    18.40 Uhr: William Shakespeare ist tot - der erste Brite mit Corona-Impfung:

    William Shakespeare wurde als erster Mann in Großbritannien gegen das Coronavirus geimpft, nun ist er im Alter von 81 Jahren gestorben. Es gebe beim Namensvetter des berühmten Dramatikers aber keinen Zusammenhang zur Corona-Pandemie, berichtete die BBC am Dienstag. Shakespeare, genannt Bill, hatte am 8. Dezember 2020 in der Stadt Coventry als zweiter Menschen eine Impfung mit dem Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer erhalten, kurz nach Margaret Keenan.

    Coventrys Stadträtin Jayne Innes rief die Bevölkerung zur Impfung auf. "Die beste Hommage an Bill besteht darin, eine Spritze zu bekommen", wurde Innes von der Zeitung The Sun zitiert.

    18.40 Uhr: Festnahmen bei Demonstrationen in Berlin vom Wochenende

    Bei den Demonstrationen vom Wochenende und Pfingstmontag in Berlin sind nach Polizeiangaben Hunderte Menschen vorübergehend festgenommen worden. Allein am Samstag seien nach den Protesten gegen die Corona-Politik der Bundesregierung sowie der anti-israelischen Demonstration die Personalien von insgesamt 1.019 Menschen aufgenommen worden, teilte die Polizei am Montag mit. Bei ähnlichen Protesten gab es am Sonntag 449 und am Pfingstmontag weitere 35 Festnahmen.

    18.05 Uhr: Rosenheim: Filmteam wegen unzureichender Drehgenehmigung gestoppt

    Ein achtköpfiges Filmteam ist bei einem nicht korrekt genehmigten Dreh in einer ehemaligen Lok-Halle von der Polizei erwischt worden. Die Filmemacher im Alter zwischen 21 und 33 Jahren konnten der Polizei zwar eine offizielle Drehgenehmigung der Stadt Rosenheim vorzeigen. Allerdings beschränkte sich diese nur auf bestimmte öffentliche Flächen, teilte die Polizei mit.

    Da es sich bei der Halle um ein privates Gebäude handelt, wäre beim Dreh am Montag der Polizei zufolge eine Sondergenehmigung nötig gewesen. Zudem konnte das Team kein Hygiene- und Schutzkonzept nachweisen. Die Beteiligten erhielten eine Strafanzeige sowie einen Platzverweis.

    17.55 Uhr: Neue Drosten-Studie: Fast alle Altersgruppen annähernd gleich infektiös

    Der Virologe Christian Drosten hält in seiner neuen, im Fachblatt "Science" erschienen Studie an seiner Einschätzung zu einer Ansteckungsgefahr auch durch Kinder beim Coronavirus fest. "Mein anfänglicher Eindruck einer ungefähr gleich großen Infektiosität aller Altersgruppen hat sich bestätigt, nicht nur hier, sondern auch in anderen Studien".

    Für die am Dienstagnachmittag publizierte Studie bestimmten Wissenschaftler um Drosten für mehr als 25.000 Covid-19-Fälle die sogenannten Viruslasten, also die Menge des Viruserbguts in der PCR-Probe. Bei Erwachsenen zwischen 20 und 65 Jahren zeigten sich demnach "keine nennenswerten Unterschiede" bei der Viruslast. In den Proben der jüngsten Kinder zwischen 0 und 5 Jahren seien die niedrigsten Viruslasten gefunden worden, bei älteren Kindern und Jugendlichen hätten sich die Werte mit steigendem Alter denen der Erwachsenen angeglichen.

    Die Werte von Kindern sieht Drosten durch unterschiedliche Arten der Probenentnahme beeinflusst: Bei Kindern würden deutlich kleinere Tupfer eingesetzt, die weniger als halb so viel Probenmaterial einbrächten. Statt der schmerzhaften tiefen Nasenrachen-Abstriche würden zudem oft einfache Rachenabstriche gemacht, in denen sich nochmals weniger Virus finde. Deshalb seien bei Kindern geringere Viruslast-Messwerte zu erwarten.

    17.30 Uhr: Explosive Konstellation: Boris Johnson und sein Ex-Berater Cummings sprechen morgen im Parlament

    Der ehemals engste Berater des britischen Premierministers Boris Johnson, Dominic Cummings, nimmt morgen im Parlament Stellung zur Krisenpolitik der Regierung zu Beginn der Corona-Pandemie. Cummings wird am Vormittag (10.30 MESZ) mehrere Stunden lang von zwei Ausschüssen des Unterhauses in London befragt.

    Es wird erwartet, dass der seit seinem Abgang mit Johnson zerstrittene Cummings der Regierung schwere Vorwürfe machen wird. Johnson selbst steht anschließend in der sogenannten Prime Minister's Question Time dem Parlament Rede und Antwort. Es ist damit zu rechnen, dass er dort mit Aussagen von Cummings konfrontiert werden wird.

    Mit mehr als 150.000 Menschen, die an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, ist Großbritannien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder Europas.

    16.50 Uhr: Dreyer fordert für die Länder mehr Impfstoff vom Bund

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Bundesregierung vor dem Impfgipfel aufgefordert, für mehr Impfstoff und mehr Verlässlichkeit bei dessen Verteilung zu sorgen. "Wir brauchen vor allem mehr Transparenz und Verlässlichkeit rund um die mengenmäßige und gerechte Verteilung von Impfstoff nach Einwohnerschlüssel je Bundesland", so Dreyer. Dies erwarteten die Länder von dem Impfgipfel an diesem Donnerstag, zu dem sich die Bundesländer mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammenschalten.

    16.35 Uhr: Champion League Finale vor 16.500 Zuschauern

    Das Endspiel der Champions League wird in diesem Jahr wieder vor einer beachtlichen Kulisse stattfinden. Wie die Europäische Fußball-Union (UEFA) mitteilte, genehmigten die portugiesischen Behörden für das in Porto angesetzte Duell zwischen den englischen Klubs Manchester City und FC Chelsea 16.500 Zuschauer. Damit wäre das Estadio do Dragao zu einem Drittel ausgelastet. Die beiden Vereine erhalten jeweils ein Kontingent von 6000 Karten, dazu gingen über die UEFA am Dienstagnachmittag 1700 Tickets in den freien Verkauf.

    Um tatsächlich am 29. Mai zum Endspiel in die Arena zu dürfen, ist allerdings ein negativer Coronatest nötig. Ein Impfnachweis reicht nicht aus.

    15.55 Uhr: Transparency kritisiert Veröffentlichungspraxis zu Impfstoffen

    Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International kritisiert mangelnde Transparenz bei Studien und Beschaffungsverträgen von Covid-19-Impfstoffen. Bei der Entwicklung und dem Verkauf der weltweit 20 wichtigsten Vakzine gegen Corona seien nur die Hälfte der klinischen Studien und nur sieben Prozent der Verträge veröffentlicht worden. Verwiesen wird auf eine gemeinsame Studie der Organisation und der Universität Toronto mit dem Titel "For Whose Benefit?" (Wem nützt's?).

    Untersucht wurde den Angaben zufolge die Datenlage auch zu den Impfstoffen von AstraZeneca, BioNTech und Moderna.Von den Verträgen, die veröffentlicht wurden, enthielten fast alle erhebliche Schwärzungen von Schlüsselinformationen wie Gesamtpreis, Preis pro Dosis und Lieferpläne. Die Analyse von 86 registrierten klinischen Studien zeige zudem, dass nur 45 Prozent dieser Studien veröffentlicht wurden.

    15.00 Uhr: Bald jeder zweite erwachsene Europäer hat Corona-Erstimpfung bekommen

    Bis Ende des Monats sollen insgesamt 46 Prozent der Europäer - 170 Millionen Menschen - eine Erstimpfung erhalten haben. Und: Europaweit nimmt die Impfkampagne weiter Fahrt auf: Die Lieferungen im zweiten Quartal von April bis Juni übertreffen demnach die ursprünglichen Erwartungen: Es sollen 413 Millionen Impfdosen der Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson in der EU ankommen. Noch Anfang März hatte von der Leyen von 300 Millionen Dosen im zweiten Quartal gesprochen. Nach der jetzigen Prognose sollen es im dritten Quartal von Juli bis Ende September 529 Millionen Dosen werden, im vierten Quartal dann noch einmal 452 Millionen.

    Von der Leyen hatte das Ziel ausgegeben, mindestens 70 Prozent der Erwachsenen in der EU gegen Covid-19 zu impfen. Sie hält dies bis Juli für erreichbar - zumindest für die Erstimpfung.

    14.45 Uhr: USA fordern weitere Untersuchungen zum Ursprung des Covid-Virus

    Der amerikanische Gesundheitsminister Xavier Becerra hat eine baldige Fortsetzung der internationalen Untersuchung über den Ursprung des Coronavirus gefordert. Die zweite Phase der Untersuchung müsse unter transparenten Rahmenvorgaben laufen, forderte Becerra bei der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Die Experten brauchten völlige Unabhängigkeit, um den Ursprung des Virus und den Beginn des Ausbruchs zu untersuchen.

    Die USA hatten die Qualität der ersten Untersuchung in Zweifel gezogen. Sie warfen China ungebührliche Einflussnahme auf die daran beteiligten internationalen Experten vor. Sie waren nach monatelanger Verzögerung durch China Anfang des Jahres in die chinesische Stadt Wuhan gereist, in der das Virus Ende 2019 erstmals nachgewiesen wurde.

    Peking habe die Untersuchungen kontrolliert und eingeschränkt lautet der Vorwurf. Wissenschaftler hätten keinen Zugang zu kompletten Originaldatensätzen und Proben gehabt, kritisierten die USA Ende März in einem Dokument, das 13 weitere Länder unterzeichneten, darunter Dänemark, Großbritannien, Australien und Japan. Die WHO will die Untersuchungen fortsetzen.

    13.55 Uhr: Frankreich: Medienkampagne gegen Biontech-Impfstoff aufgeflogen

    In Frankreich ist eine Kampagne gegen den Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer aufgeflogen. Mehrere Influencer erhielten nach eigenen Angaben Mails, in denen sie aufgefordert wurden, das Vakzin im Videodienst Youtube gegen Bezahlung schlecht zu machen. Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran äußerte sich entsetzt: "Das ist armselig, gefährlich und verantwortungslos", sagte er dem Sender BFM-TV. Zahlreiche Menschen vertrauten auf den Impfstoff.

    Nach Angaben Vérans gibt es noch keine eindeutigen Hinweise auf die Urheber der Mails. "Ich weiß nicht, ob sie aus Frankreich kommen oder aus dem Ausland", sagte der Minister. Die Nachrichten waren an mehrere Influencer adressiert, denen insgesamt mehr als 1,5 Millionen Menschen auf YouTube folgen.

    Die Youtuber erklären, die Mails von einer Londoner "Agentur" erhalten zu haben. Nach Angaben des Videobloggers Leo Grasset warb die Agentur mit einem "kolossalen Budget" und verlangte, der Sponsor müsse anonym bleiben. Bei Nachforschungen entdeckte Grasset, dass sich hinter der Londoner Adresse ein Zentrum für "Laser-Ästhetik" verbirgt. Alle Mitarbeiter hätten in ihren Profilen angegeben, zuvor in Russland tätig gewesen zu sein.

    13.45 Uhr: Tausende Impfdosen für indonesische Häftlinge gestohlen

    Wegen des Handels mit gestohlenen Corona-Impfdosen sind in Indonesien vier Verdächtigte festgenommen worden - unter ihnen ein Gefängnisarzt und ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden. Sie werden beschuldigt, den eigentlich für Häftlinge bestimmten Impfstoff weiterverkauft zu haben, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Demnach hatten sie die Impfdosen aus Lieferungen an Gefängnisse abgezweigt und Käufern in der Hauptstadt Jakarta und auf der Insel Sumatra für umgerechnet je 14 Euro pro Stück angeboten. Den vier Verdächtigen droht im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe.

    In Indonesien wurden bislang mehr als 1,7 Millionen Corona-Infektionen und fast 50.000 Todesfälle registriert. Impfungen gegen das Coronavirus sind in dem Land mit seinen 270 Millionen Einwohnern eigentlich kostenlos. Millionen von Menschen konnten sich wegen der Impfstoff-Knappheit aber noch nicht impfen lassen.

    13.30 Uhr: "Milli Vanilli"-Sänger John Davis an Corona gestorben

    Nach Angaben seiner Tochter starb "Milli Vanilli"-Sänger John Davis gestern an den Folgen einer Corona-Infektion. Der Sänger, der in Cadolzburg im Landkreis Fürth wohnte, war als "Stimme" hinter den Welterfolgen des Playback-Duos Duo Milli Vanilli bekannt geworden, trat aber auch mit den Nürnberger Symphonikern und der Thilo Wolf Big Band auf.

    John Davis engagierte sich regelmäßig, etwa für die BR-Hilfsaktion "Sternstunden". Erst im vergangenen Winter hatte Davis sich an einem musikalischen Weihnachtsgruß für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nürnberger Klinikums beteiligt. Zusammen mit anderen Musikern bedankte er sich beim medizinischen Personal für den Einsatz während der Corona-Pandemie. Nun ist er selbst an den Folgen einer Covid-19 Erkrankung gestorben.

    13.13 Uhr: Island lockert Corona-Maßnahmen

    Die Corona-Beschränkungen auf Island sind weiter zurückgefahren worden. Die Menschen auf der Nordatlantik-Insel müssen seit Dienstag unter anderem in Geschäften und am Arbeitsplatz keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Eine Maske ist von nun an nur noch bei Sitzplatzveranstaltungen wie Konzerten, Sportveranstaltungen, im Kino oder in der Kirche vorgeschrieben, auch Dienstleister mit unvermeidlich nahem Kundenkontakt wie Friseure und Masseure müssen weiterhin eine tragen.

    Island mit seinen gerade einmal 360.000 Einwohnern hat seit langem die auf die Bevölkerung gerechnet niedrigsten Neuinfektionszahlen des gesamten Europäischen Wirtschaftsraums.

    12.55 Uhr: Corona-Zahlen in Malaysia steigen massiv

    In Malaysia müssen sich die Menschen Experten zufolge auf einen massiven Anstieg der Corona-Zahlen einstellen. Das südostasiatische Land kämpft seit Wochen gegen seine bisher schwerste Corona-Welle. Am Dienstag verzeichneten die Behörden fast 7.300 Neuinfektionen - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. "Die Malaysier müssen sich auf das Schlimmste vorbereiten", twitterte der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Noor Hisham Abdullah.

    12.42 Uhr: Apotheken sollen Corona-Impfzertifikate vergütet bekommen

    Wenn Apotheken nachträglich Corona-Impfzertifikate ausstellen, sollen sie dafür eine Vergütung bekommen. Vorgesehen sind für das erstmalige Erstellen voraussichtlich 18 Euro, wie aus einem Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht.

    Diesen erhöhten Betrag sollen auch Praxen für nachträgliche Zertifikate bekommen, wenn sie die Impfung nicht selbst vorgenommen haben. In der Regel soll dies die impfende Praxis direkt machen und dafür bis zu sechs Euro jeweils für die Erst- und Zweitimpfung bekommen - zusätzlich zu 20 Euro pro Impfung.

    12.12 Uhr: Knapp 196.000 Corona-Neuinfektionen in Indien

    Erstmals seit Mitte April sind in Indien weniger als 200.000 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages erfasst worden. Rund 196.000 Neuinfektionen verzeichnete das indische Gesundheitsministerium mit Zahlen vom Dienstag. Im Mai waren teils mehr als 400.000 Fälle pro Tag erfasst worden. Inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen den offiziellen Zahlen nach verlangsamt.

    12.10 Uhr: Spahn fordert mehr Geld für WHO

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat dazu aufgerufen, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) finanziell zu stärken. Neben den niedrigen Mitgliedsbeiträgen, die die 194 Länder seit Jahren nicht erhöht haben, fehle auch Geld in Sondertöpfen, etwa für Noteinsätze. "Das ist inakzeptabel", sagte Spahn.

    Deutschland ist in der Pandemie zum größten Geldgeber der WHO geworden, mit rund 900 Millionen Euro für das Zweijahresbudget 2020/2021. Zweitgrößter Geldgeber ist die Stiftung von Bill und Melinda Gates. Chinas Beitrag für den Zeitraum beträgt nach Angaben der WHO-Budget-Analysten umgerechnet knapp 150 Millionen Euro. 2018/19 waren die USA größter Zahler, aber der frühere US-Präsident Donald Trump hatte die Zuwendungen deutlich zurückgefahren.

    12.05 Uhr: Spahn macht sich für globales Pandemie-Abkommen stark

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für die Ausarbeitung eines globalen Pandemieabkommens stark gemacht. Die Zeit für einen ehrgeizigen Pandemievertrag sei jetzt gekommen, betonte Spahn am Dienstag in einer Videobotschaft vor der Weltgesundheitsversammlung in Genf. Basierend auf den Erfahrungen in der Covid-19-Pandemie seien viele Empfehlungen ausgearbeitet worden, um robuste und sichere globale Gesundheitsstrukturen zu errichten, sagte der Minister. Konkrete Vorschläge für einen möglichen Inhalt eines Pandemieabkommens machte er nicht. In einem Pandemiepakt, der derzeit nur als Idee existiert, könnten sich die Länder laut Diplomaten zu einer besseren Früherkennung, einer engeren Kooperation, einer wirksamen Vorbereitung und einer besseren Ausrüstung der Gesundheitswesen verpflichten.

    11.55 Uhr: Städte- und Gemeindebund warnt vor Corona-Leichtsinn

    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat sich gegen Rufe nach schnelleren Corona-Lockerungen gestellt. "Wir warnen davor zu glauben, die Corona-Pandemie sei bereits vorbei, und alle Einschränkungen könnten aufgehoben werden. Das wäre falsch und gefährlich", sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Zwar gingen die Infektionszahlen "kontinuierlich zurück", und beim Impfen gehe es immer schneller voran. Aber die erzielten Erfolge "dürfen jetzt nicht unvorsichtig aufs Spiel" gesetzt werden, warnte der DStGB-Hauptgeschäftsführer.

    Damit stellte sich Landsberg hinter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der eine Inzidenz von 20 als Zielmarke für eine komplette Aufhebung der Corona-Auflagen genannt hatte. Das war unter anderem von der FDP und der Linkspartei kritisiert worden.

    11.48 Uhr: Fast jeder Dritte macht regelmäßig Corona-Tests

    Fast jeder dritte Erwachsene macht laut einer Umfrage inzwischen regelmäßig Corona-Tests. Mindestens ein- bis zweimal pro Woche tun dies nach eigenen Angaben 30 Prozent, wie eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab. Mit Nein antworteten 66 Prozent. Am stärksten verbreitet sind regelmäßige Tests demnach unter 18- bis 24-Jährigen (42 Prozent), bei Menschen über 55 Jahre bejahten dies 22 Prozent.

    11.30 Uhr: Tausende Corona-Tote in England nach Infektion in Kliniken

    Bis zu 8.700 Menschen in England sind nach einer Corona-Infektion gestorben, die sie sich im Krankenhaus zugezogen hatten. Das geht aus Daten des Nationalen Gesundheitsdiensts NHS hervor, wie der "Guardian" am Dienstag berichtete. Demnach erkrankten mehr als 32.000 Menschen seit März 2020 während eines aus anderen Gründen bedingten Klinikaufenthalts mit Covid-19. Etwa 8.700 von ihnen starben innerhalb von 28 Tagen nach ihrem positiven Test. In wie vielen Fällen Covid-19 die ausschlaggebende Todesursache war oder womöglich nur ein zusätzlicher Faktor, ist nicht bekannt.

    11.08 Uhr: Altmaier stellt Lockerungen bei Home-Office-Pflicht in Aussicht

    Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat Unternehmen und Beschäftigten schrittweise Lockerungen der Home-Office-Pflicht in Aussicht gestellt. "Ich glaube, dass die Idee, dass man zur Normalität zurückkehrt, sicherlich auch bedeutet, dass man dann dort, wo es Sinn macht, auch wieder vor Ort arbeiten kann", sagte der CDU-Politiker am Dienstag der "Bild". Es werde "Schritt für Schritt weniger Vorschriften" zum Homeoffice geben.

    Zugleich glaube er aber, dass viele Beschäftigte trotzdem weiter von zuhause arbeiten könnten, sagte Altmaier. Viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer arrangierten sich und machten flexiblere Arbeitsmodelle möglich. Das sei eine der positiven Lektionen aus der Corona-Krise.

    10.48 Uhr: Bald 170 Millionen Europäer einmal gegen Covid geimpft

    Bis nächsten Sonntag sollen 170 Millionen Europäer zumindest einmal gegen Corona geimpft sein. Das seien 46 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der Europäischen Union, erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach Angaben aus EU-Kreisen am Dienstag beim Gipfel in Brüssel. Bis zum 30. Mai würden in der EU etwa 300 Millionen Dosen Corona-Impfstoff ausgeliefert und davon 245 Millionen Dosen verabreicht sein.

    Die Lieferungen im zweiten Quartal von April bis Juni überträfen die ursprünglichen Erwartungen. Von der Leyen hat das Ziel ausgegeben, mindestens 70 Prozent der Erwachsenen in der EU gegen Covid-19 zu impfen. Sie hält dies bis Juli für erreichbar, zumindest für die Erstimpfung.

    10.47 Uhr: Impffortschritt hebt Stimmung in Chefetagen

    Die Stimmung in den Chefetagen der Wirtschaft steigt angesichts der Impffortschritte in der Corona-Pandemie auf das höchste Niveau seit zwei Jahren. Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte im Mai auf 99,2 Punkte von 96,6 Zählern im April, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Dienstag zu seiner Manager-Umfrage mitteilte. "Die deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Manager beurteilten ihre Lage günstiger als zuletzt. Zudem blicken sie deutlich optimistischer auf die kommenden Monate.

    10.43 Uhr: Mehr als 45 Millionen Impfdosen verabreicht

    Seit Beginn der Corona-Impfkampagne sind in Deutschland mehr als 45 Millionen Dosen verabreicht worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag (Stand: 10.05 Uhr) wurden am Montag 287.574 Menschen immunisiert, 158.451 davon bekamen nun ihren vollen Impfschutz. Der Feiertag hatte die Zahl der Impfungen damit im Vergleich zur Vorwoche deutlich gedrückt, sieben Tage zuvor wurden mit 543.637 weitaus mehr Impfdosen verabreicht.

    Insgesamt sind den Angaben zufolge bisher 40,4 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal und 14,3 Prozent vollständig geimpft.

    09.18 Uhr: Britische Regierung verschärft lokale Abstandsregeln

    Die Regierung in Großbritannien hat die Abstandsregeln in einzelnen englischen Bezirken mit hohem Auftreten der zuerst in Indien entdeckten Coronavirus-Variante wieder verschärft - allerdings ohne öffentliche Ankündigung. Wie die BBC berichtete, wurde die Regierungswebseite bereits am vergangenen Freitag für landesweit acht Bezirke aktualisiert. Demnach werden die Menschen dort aufgerufen, ihre Bezirke nicht zu verlassen, zwei Meter Abstand zu anderen zu halten und sich nicht in Innenräumen zu treffen.

    09.03 Uhr: Mittelständische Unternehmen stellten 2020 weniger Auszubildende ein

    Die Corona-Krise hat der Ausbildungsaktivität des Mittelstands und damit den beruflichen Einstiegsmöglichkeiten junger Menschen in Deutschland einen kräftigen Dämpfer verpasst. Einer Sondererhebung im repräsentativen KfW-Mittelstandspanel zufolge hat im vergangenen Jahr jedes vierte (26 %) ausbildende mittelständische Unternehmen aufgrund der Krise weniger neue Lehrlinge eingestellt als ursprünglich geplant. Bei 71 % hatte die Krise keine Auswirkungen auf die Anzahl neuer Azubis, nur 3 % haben ihre Ausbildungsaktivität ausgeweitet.

    Die Ausbildungsaktivität der Unternehmen hängt davon ab, wie sehr sie die Folgen der Corona-Krise spüren. Zum Zeitpunkt der Befragung Ende Januar 2021 waren zwei Drittel (67 %) der ausbildenden Firmen unmittelbar von der Krise betroffen, z.B. durch Umsatzeinbußen oder Liquiditätsengpässe. Von diesen Unternehmen haben 32 % im Jahr 2020 weniger Azubis eingestellt als zuvor geplant.

    08.47 Uhr: Domscheit-Berg nennt digitalen Impfpass "sinnloses Unterfangen"

    Anke Domscheit-Berg, die netzpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, hat den geplanten EU-einheitlichen elektronischen Corona-Impfpass als "sinnloses Unterfangen" kritisiert. "Er macht ja nur - wenn überhaupt - sehr früh Sinn", sagte Domscheit-Berg am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". Bei einer Einführung des Nachweises "sechs oder acht Wochen zu spät" sei eine Herdenimmunität im Prinzip schon erreicht, womit der eigentliche Zweck des elektronischen Impfpasses entfalle.

    Eine Einführung des digitalen Impfnachweises noch vor den Ferien beziehungsweise bis Ende Juni, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der vergangenen Woche in Aussicht stellte, halte sie für unrealistisch. Dafür brauche es unter anderem eine einheitliche Praxissoftware, die sich nicht so schnell programmieren lasse, so Domscheit-Berg.

    07.05 Uhr: Stiftung Patientenschutz äußert Verständnis für Impftourismus

    Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat Verständnis für Impftourismus in der Corona-Pandemie geäußert. "Bei gerade jetzt knappen Vakzinen für Impfberechtigte der Priorität zwei und drei wächst die Verzweiflung", sagte Brysch der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). Unter solchen Bedingungen sei es vorhersehbar, dass Menschen alles unternehmen, um an eine Impfung zu kommen.

    "Niemand sollte sich über Impftourismus aufregen, denn die Verantwortlichen dafür sitzen in Berlin und den Landeshauptstädten", betonte Brysch. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) etwa spekuliere "ungeniert über Impfpläne für Personengruppen in der Zukunft und kann den aktuellen Bedarf gar nicht decken", kritisierte der Patientenschützer.

    06.59 Uhr: Zwei Monate vor Olympia warnen die USA vor Reisen nach Japan

    Die USA haben zwei Monate vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) mit Verweis auf die Pandemie-Lage eine Reisewarnung der höchsten Stufe 4 für Japan ausgesprochen. "Reisen Sie nicht nach Japan", heißt es seit Montag in den Empfehlungen des Außenministeriums. In Tokio sagte Regierungssprecher Katsunobu Kato, dass der US-Warnhinweis keinen Einfluss auf die Olympischen Spiele haben werde. "Wir gehen davon aus, dass sich die Position der USA, Japans Bemühungen um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele zu unterstützen, nicht geändert hat", sagte er bei einem turnusmäßigen Briefing. Japan sei darüber informiert worden, dass die Empfehlung keine Auswirkungen auf die US-Olympiamannschaft haben werde und dass die Maßnahme kein Verbot darstelle, erklärte Kato.

    06.09 Uhr: RKI registriert 1911 Corona-Neuinfektionen

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.911 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 06.05 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4209 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 58,4 an (Vortag: 62,5; Vorwoche: 79,5). An Feiertagen wie Pfingstmontag suchen weniger Menschen einen Arzt auf, wodurch auch weniger Proben genommen werden und es weniger Laboruntersuchungen gibt. Daher werden weniger Neuinfektionen gemeldet.

    Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 33 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 221 Tote gewesen.

    05.00 Uhr: Kritik an Spahn wegen Ziel einer Inzidenz unter 20

    Aus FDP- und Linksfraktion kommt Kritik an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, weil er als Zielmarke für einen unbeschwerten Sommer eine Corona-Inzidenz von unter 20 genannt hat. "Mit seinen Spekulationen verbreitet Herr Spahn nur öffentliche Verunsicherung", sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer der "Welt" "Die Intensivbetten leeren sich, die schweren Verläufe werden deutlich seltener. Die Gefährdungslage aus einer spezifischen Zahl, sei es 20, 35, 50 oder 100, ist inzwischen eine ganz andere, als das noch Anfang des Jahres der Fall war." Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali sagte: "Konkrete Problemlösung anstatt schwurbeliger Ankündigungen wäre jetzt dringend geboten."

    03.45 Uhr: Knapp zwei Drittel der Bürger für Rückkehr zu Präsenzunterricht

    Knapp zwei Drittel der Bundesbürger sind unter Einhaltung von Test- und Hygienekonzepten für eine sofortige Rückkehr der Schulen zum Präsenzunterricht. 65,2 Prozent sind laut einer Umfrage im Auftrag der FDP-Bundestagsfraktion auf jeden Fall oder eher dafür. Die Umfrage liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. 24,7 Prozent sind auf jeden Fall oder eher dagegen. Jeder Zehnte ist unentschieden. Die Mehrheit für die sofortige Rückkehr zum Präsenzunterricht reicht von 78,3 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern bis 55 Prozent in Bremen.

    02.00 Uhr: Landkreise - Impftourismus zeigt Versagen der Politik

    Die deutschen Landkreise fordern mehr verlässliche Impfstofflieferungen für die Impfzentren, um den Impftourismus zu vermeiden. "Die Lieferungen an viele Zentren sind noch immer zu unzuverlässig, so dass Erstimpfungen zurückgefahren werden müssen. Deshalb weichen die Leute aus und nehmen auch lange Wege auf sich. Im Grunde unterstreicht das die große Impfbereitschaft der Bevölkerung. Und darauf kommt es trotz aller Ruckelei entscheidend an", sagt der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, der Zeitung "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Der Impftourismus zwischen den Bundesländern zeige aber das Versagen der Politik, die Zentren mit ausreichend Impfstoff zu versorgen.

    1.13 Uhr: Altmaier will Corona-Hilfe verlängern

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) verspricht den Unternehmen, die staatlichen Corona-Hilfen über den bislang geplanten 30. Juni hinaus zu verlängern. "Ich sage Ihnen zu: Wir werden das so lange fortführen, wie es eine nennenswerte Zahl von Unternehmen gibt, die unter den Spätfolgen von Corona nach wie vor leiden", sagt Altmaier im Polittalk der Zeitung "Bild".

    Über das konkrete Datum der Verlängerung von Überbrückungshilfen werde in der Bundesregierung noch diskutiert. "Ich würde es eigentlich gerne bis Ende des Jahres verlängern, weil ich weiß, dass viele Geschäfte eine Zeit lang brauchen werden, um das alles wieder aufzuholen." Voraussetzung der Hilfe bleibe, dass der Umsatz mindestens 30 Prozent unter dem Vorjahr liege. Dann könne man bestimmte Fixkosten angeben und andere Leistungen erhalten.

    01.01 Uhr: Deutlich weniger Abschiebungen durch Pandemie

    In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind nach Angaben der Bundespolizei 2880 Menschen aus Deutschland abgeschoben worden - und damit deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum. Das berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgaben) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Im ersten Quartal 2020 gab es noch 4088 Abschiebungen, im ersten Quartal 2019 waren es sogar 5613.

    Den deutlichen Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren begründeten die Zeitungen vor allem mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zu den Ländern, in die 2021 am meisten Menschen abgeschoben wurden, zählen Georgien, Albanien, Moldawien und Serbien. 78 Menschen wurden nach Afghanistan zurückgeführt.

    Montag, 24.05.2021

    20.20 Uhr: Zwei Monate vor Olympia: USA warnen vor Reisen nach Japan

    Die USA haben zwei Monate vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) mit Verweis auf die Pandemie-Lage eine Reisewarnung der höchsten Stufe 4 für Japan ausgesprochen. "Reisen Sie nicht nach Japan", heißt es seit Montag in den Empfehlungen des Außenministeriums. Erst kürzlich hatte Japans Premierminister Yoshihide Suga den Corona-Notstand auch in Tokio bis zum 31. Mai verlängert. Die Quote vollständig geimpfter Personen liegt in Japan derzeit bei zwei Prozent.

    19.15 Uhr: Malta erklärt, Herdenimmunität erreicht zu haben

    Malta hat nach Angaben seines Gesundheitsministers als erstes EU-Land 70 Prozent seiner erwachsenen Bevölkerung mit wenigstens einer Dose gegen Covid-19 geimpft. In dem Land mit etwa 500.000 Einwohnern wurden laut Daten des Gesundheitsministeriums Stand Sonntag bislang mehr als 475.000 Impfstoffdosen verabreicht. Fearne zufolge sind von den Menschen über 16 Jahren knapp 42 Prozent durchgeimpft. In Malta sank die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Monaten stark. Jeder Bürger über 16 Jahre kann derzeit eine Impfung bekommen. Von den über 60-Jährigen wurden bereits 95 Prozent geimpft.

    Ab dem 1. Juli will die Regierung laut Fearne bei weiter niedrigen Corona-Fallzahlen die Regeln zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen lockern. Durchgeimpfte Menschen sollen dann den Schutz nicht mehr tragen müssen, wenn sie zum Beispiel alleine draußen unterwegs sind. An Stränden soll die Maskenpflicht bereits ab dem 1. Juni entfallen.

    18.50 Uhr: Voller Präsenzunterricht an New Yorker Schulen ab Herbst

    Öffentliche Schulen in New York sollen ab Herbst wieder in den vollen Präsenzunterricht zurückkehren. Dies kündigte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag im Sender MSNBC an. Ohne starke Schulen mit allen Kindern in den Klassenzimmern sei eine umfassende Erholung von der Pandemie nicht möglich. Für die fast eine Million Schüler an öffentlichen Schulen in der US-Metropole werde es ein ähnliches Corona-Hygienekonzept mit Maskenpflicht und Tests geben wie im laufenden Schuljahr, versicherte de Blasio.

    18.18 Uhr: Konjunktureinbruch zu Jahresbeginn

    Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Vierteljahr 2021 im Vergleich zum Vorquartal um 1,7 Prozent. Details will die Wiesbadener Behörde an diesem Dienstag (8.00 Uhr) bekanntgeben. Die Statistiker hatten bereits erklärt, dass der Export einen schlimmeren Einbruch verhindert habe.

    Nach zwei Quartalen mit teils kräftigem Wachstum war die Wirtschaftsleistung Deutschlands in den ersten drei Monaten 2021 wieder geschrumpft. Der Lockdown belastete viele Branchen, vor allem Dienstleister. Der private Konsum brach ein. Zudem dämpfte das kalte Wetter die eigentlich boomende Bauwirtschaft.

    17.39 Uhr: Indisches Paar heiratet im Flugzeug

    Ein indisches Paar hat Corona-Regeln umgangen und in einem gecharterten Flieger geheiratet. Ein Reisebüro habe den Flug gebucht und dabei angegeben, dass es sich um einen Trip nach einer Hochzeit handle, sagte am Montag ein Sprecher der Billigfluggesellschaft SpiceJet der Deutschen Presse-Agentur. Doch dann hätten die Gäste einfach während des Flugs eine Hochzeitszeremonie abgehalten. Der Sprecher sagte, dass seine Firma überlege, Schritte gegen die Hochzeitsgesellschaft zu unternehmen.

    Der Sprecher betonte, dass die Passagiere vor der Reise von der südindischen Stadt Madurai zum indischen Sillicon Valley Bengaluru am Sonntag über Corona-Richtlinien informiert worden seien und sie keine Erlaubnis für Aktivitäten an Bord erhalten hätten. In einem Video, das indische Medien verbreiteten, sieht man ein Paar und eine Hochzeitsgesellschaft, die eng beieinander und ohne Masken feiert.

    In dem Flugzeug seien mehr als 100 Gäste gewesen, während im Bundesstaat Tamil Nadu, von wo der Flieger startete, gerade ein strikter Lockdown herrsche, berichteten örtliche Medien.

    Die Zivilluftfahrtbehörde habe Ermittlungen eingeleitet, schrieb die indische Nachrichtenagentur ANI. In Indien herrscht gerade eine heftige zweite Welle. Seit Pandemiebeginn sind in dem Land mehr als 300.000 Menschen an oder mit Corona gestorben.

    16.52 Uhr: Nordirland lockert - Schottland impft über 18-Jährige

    Als letzter Landesteil des Vereinigten Königreichs hat auch Nordirland zahlreiche Corona-Regeln gelockert. Pubs, Restaurants und Cafés dürfen seit Montag wieder Gäste auch in geschlossenen Räumen empfangen. Hotels und Museen haben geöffnet. Bis zu sechs Menschen dürfen sich in Innenräumen treffen und bis zu 15 in privaten Gärten, an Veranstaltungen im Freien dürfen bis zu 500 Gäste teilnehmen. Anders als in den übrigen Landesteilen bleiben aber soziale Abstandsregeln in Kraft, Umarmungen und Begrüßungsküsse sind also weiterhin untersagt. Die Gesundheitspolitik ist im Vereinigten Königreich Sache der Regionalregierungen.

    Ein Grund für die Lockerungen der Corona-Restriktionen ist der Erfolg des Impfprogramms. Landesweit haben fast drei Viertel der Erwachsenen eine erste Impfung erhalten, in Wales sind es bereits mehr als 80 Prozent. In Schottland dürfen sich nun alle über 18-Jährigen für eine Corona-Impfung anmelden. In Großbritannien sind nach Angaben der Regierung mittlerweile mehr als 22,5 Millionen Menschen - 43 Prozent der Erwachsenen - vollständig gegen das Virus geschützt, haben also die zweite Impfdosis erhalten.

    16.25 Uhr: "Apotheker ohne Grenzen" helfen Obdachlosen

    Die Initiative Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V. (AoG) versorgt inmitten der dritten Corona-Welle Obdachlose in ganz Deutschland mit jeweils einem persönlichen Alltagshygiene- und Körperpflegepaket. Heute (Dienstag 25. Mai, 9 Uhr) werden in Dingolfing 50 Tüten „Alltagshygiene“ mit dem Kooperationspartner „Betreuungsverein 1:1 e. V.“ ausgegeben. In jedem per Hand gepackten Beutel sind enthalten: FFP 2 Masken, Desinfektionsmittel, Seife, Wundpflastersets, Papiertaschentücher und weitere Hygieneprodukte.

    Allein in München versorgt die Initiative über die Bahnhofsmission ca. 500 Obdachlose Menschen mit jeweils einer Alltagshygienetüte. In Mainz, Berlin und Frankfurt/Main unterstützt die Initiative schon seit Jahren Notfallambulanzen für Obdachlose bei deren pharmazeutischer Betreuung. „Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V.“ ist eine gemeinnützige Organisation mit mehr als 2.000 Mitgliedern, die ehrenamtlich in 15 Regionalgruppen bundesweit organisiert sind.

    15.56 Uhr: Neue Mutmaßungen über Labor-Unfall als Auslöser der Pandemie

    Ein US-Medienbericht hat den Mutmaßungen über einen Laborunfall in China als Ausgangspunkt der Corona-Pandemie neuen Auftrieb gegeben. Das "Wall Street Journal" berichtet unter Berufung auf einen US-Geheimdienstbericht, im November 2019 seien drei Mitarbeiter des Instituts für Virologie in der Stadt Wuhan so schwer erkrankt, dass sie ein Krankenhaus aufgesucht hätten.

    Allerdings machten derzeitige und frühere US-Regierungsvertreter gegenüber dem "Wall Street Journal" unterschiedliche Angaben darüber, wie belastbar die zugrunde liegenden Informationen sind.

    Das US-Außenministerium hatte im Januar - zum Ende der Amtszeit von Präsident Donald Trump - erklärt, es gebe Anlass zu der Annahme, dass mehrere Mitarbeiter des Labors in Wuhan im Herbst 2019 und damit vor den ersten offiziellen Corona-Fällen erkrankt seien. Sie hätten Symptome gehabt, "die sowohl mit Covid-19 als auch mit gewöhnlichen saisonalen Erkrankungen übereinstimmen".

    Neu an dem Bericht des "Wall Street Journal" ist nun die Zahl der erkrankten Mitarbeiter und die Tatsache, dass sie ins Krankenhaus mussten. Die ersten Corona-Infektionen waren Ende 2019 in Wuhan bekannt geworden.

    Seitdem wurde immer wieder darüber spekuliert, dass das Virus bei einem Unfall aus dem Institut für Virologie, in dem mit Coronaviren geforscht wird, entwichen sein könnten. Die chinesische Regierung hat das energisch bestritten.

    15.44 Polizei löst mehrere Ansammlungen in München auf

    Am Samstagabend hatten sich laut Polizei rund 400 Personen in dem Bereich vor der Kunstakademie versammelt. Nach entsprechenden Lautsprecherdurchsagen hätten sich die Personen nur widerwillig entfernt. Zur gleichen Zeit forderte die Polizei am Baldeplatz rund 300 Menschen auf, den Platz zu verlassen.

    Als die Polizei einen aggressiven 18-Jährigen in Gewahrsam nehmen wollte, hätten sich zahlreiche Feiernde gegen die Einsatzkräfte solidarisiert. Um die Personen auf Abstand zu halten, habe Pfefferspray eingesetzt werden müssen. Die Polizei, die schließlich mit rund 60 Kräften vor Ort war, leitete mehrere Anzeigen ein wegen Landfriedensbruchs, versuchter gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs, Widerstands und Beleidigung. Unter anderem war ein Verkehrspfosten (Absperrpfosten) gegen Einsatzkräfte geworfen worden. Ein Beamter wurde verletzt.

    14.47 Uhr: Tourismussektor in Thailand wird sich erst 2026 erholen

    Die Tourismusindustrie in Thailand könnte nach Auffassung der Regierung in Bangkok weitere fünf Jahre brauchen, um sich vollständig von der Corona-Pandemie zu erholen. Der wichtige Sektor, der vorher ein Fünftel der Wirtschaft des südostasiatischen Landes ausmachte, werde sich voraussichtlich nicht vor 2026 normalisieren, zitierte die Zeitung "Bangkok Post" am Montag die örtliche Tourismusbehörde. Betroffen seien mehr als sieben Millionen Menschen, die in der Branche beschäftigt gewesen seien.

    Derzeit versuchen die Behörden, zumindest einige beliebte Regionen wieder für Touristen zugänglich zu machen. So hatte Phuket im März Pläne vorgelegt, wonach geimpfte Urlauber von Juli an quarantänefrei auf der Insel Urlaub machen dürfen. Aber auch wenn bis Oktober knapp ein Dutzend Urlaubsgebiete aufmachen könnten, würden 2021 der Regierung zufolge insgesamt höchstens 500.000 Touristen erwartet - ein Bruchteil der früheren Gästezahl.

    14.20 Uhr: Schweiz stellt der WHO Sicherheitslabor für Viren zur Verfügung

    Viren und andere Krankheitserreger mit Epidemie- oder Pandemiepotenzial können für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) künftig in einem Schweizer Sicherheitslabor aufbewahrt werden. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus unterzeichnete dazu am Montag in Genf einen Kooperationsvertrag mit dem Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset. Die WHO will im Rahmen ihrer «BioHub-Initiative» den freiwilligen Austausch solcher Materialien zwischen Ländern fördern. Ein Pilotprojekt mit Sars-CoV-2-Viren laufe bereits, so Tedros. Weitere Viren oder andere Erreger sollen im kommenden Jahr dazukommen.

    Das Labor liegt in Spiez 40 Kilometer südöstlich von Bern und ist dem Verteidigungsministerium unterstellt. Das Material soll dort sequenziert werden und bei Bedarf und unter WHO-Aufsicht mit anderen Ländern geteilt werden. Die Analyse des Materials soll helfen, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen. Zudem können Firmen Tests, Medikamente oder Impfstoffe damit entwickeln.

    14.00 Uhr: Zahl der Auslandsgäste in der Türkei erholt sich

    Die Türkei zählt 790.687 ausländische Besucher im April. Vor einem Jahr waren es wegen der Pandemie nur 24.238 gewesen, im April 2019 - in Vor-Corona-Zeiten - noch fast 3,3 Millionen.

    13.23 Uhr: Singapur lässt Corona-Schnelltest per Atemanalyse zu

    In Singapur haben die Gesundheitsbehörden einen neuartigen Atemtest vorläufig zugelassen, der das Virus "akkurat innerhalb einer Minute" nachweisen soll, wie die National University of Singapore (NUS) mitteilte. Der Test wurde von der Firma Breathonix entwickelt und soll nun an der Grenze zwischen Malaysia und Singapur am so genannten Tuas Checkpoint bei Einreisenden verwendet werden. Fällt ein Test in der Probephase positiv aus, wird zur Bestätigung ein PCR-Test durchgeführt. In den vergangenen Monaten wurde die Breathonix-Technologie bereits erfolgreich unter anderem am Flughafen von Singapur und in Dubai stichprobenartig getestet.

    13.21 Uhr: Luftfahrtbranche rechnet mit dauerhaftem Schrumpfen

    Die Flugverkehrsbranche wird nach Ansicht des internationalen Airline-Verbands IATA durch die Corona-Krise schrumpfen. Nicht alle Kapazitäten könnten wieder zurückgewonnen werden, warnte IATA-Direktor Willie Walsh in einem Online-Interview. Auch werde die Branche vorsichtiger agieren und ihr Geld zusammenhalten. Dies bedeute Zurückhaltung bei Zusammenschlüssen und Akquisitionen, da es "zu riskant" sei, wichtige Barreserven auszugeben. Die Fluggesellschaften seien zum Gesundschrumpfen verurteilt. Einige würden allerdings scheitern.

    13.10 Uhr: WHO-Schätzung - weltweit 115.000 Pflegekräfte an Corona gestorben

    Mindestens 115.000 Pflegekräfte sind nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion ums Leben gekommen. "Es gibt nur spärliche Berichte, aber wir schätzen, dass mindestens 115.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheits- und Pflegedienste mit dem Leben für ihren Dienst an anderen bezahlt habe", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus zum Auftakt der Jahrestagung der 194 WHO-Länder in Genf.

    Er werde nicht um eine Schweigeminute bitten, sagte Tedros. Stattdessen rief er die wenigen Dutzend Anwesenden im Tagungsraum sowie alle online aus den Hauptstädten Zugeschalteten zu einer Dankesaktion für die Millionen Pflegekräfte weltweit auf. Er ermunterte Zuschauerinnen und Zuschauer, viel Krach zu machen, etwa zu applaudieren, zu rufen oder mit den Füßen zu stampfen. Er selbst stimmte in anhaltenden Applaus ein.

    12.25 Uhr: Britische Studie - Hunde erschnüffeln Corona-Infizierte

    Trainierte Hunde können einer britischen Studie zufolge Corona-Infizierte am Geruch erkennen. Sechs Hunde hätten Proben von Infizierten mit einer Genauigkeit von 82 bis 94 Prozent erschnüffelt, teilte die London School of Hygiene and Tropical Medicine (LSHTM) mit. Das Ergebnis betätigt frühere Studien unter anderem aus Deutschland. Die britischen Forscher nutzten Socken von 400 Probanden. 200 der Menschen waren infiziert, hatten aber keine oder allenfalls leichte Symptome, 200 waren in der Kontrollgruppe.

    11.55 Uhr: Merkel macht sich für globalen Pandemievertrag stark

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für die Verabschiedung eines globalen Pandemieabkommens eingesetzt. Ein derartiges Abkommen könne die Menschen besser vor einer neuen Pandemie schützen, sagte Merkel am Montag in einer Videobotschaft vor der Weltgesundheitsversammlung in Genf. Nach der Pandemie sei vor der nächsten Pandemie, sagte die Kanzlerin.

    Zudem sprach sich Merkel für eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus. Die WHO müsse in die Lage versetzt werden, um eine führende Rolle im globalen Gesundheitswesen zu spielen. In einem globalen Pandemieabkommen könnten sich die Länder laut Diplomaten zu einer besseren Früherkennung, zu einer engeren Kooperation, zu einer wirksamen Vorbereitung und zu einer besseren Ausrüstung der Gesundheitswesen verpflichten.

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ruft dazu auf, dass die WHO alle Länder, in denen Pandemien ausbrechen könnten, rasch besuchen kann und Zugang zu den nationalen Daten erhält. Beide äußern sich in getrennten Beiträgen im Vorfeld der WHO-Jahresversammlung.

    11.30 Uhr: Italiens Fußball-Nationalmannschaft ist vollständig geimpft

    Wenige Wochen vor dem Beginn der Fußball-Europameisterschaft sind die Spieler der italienischen Nationalmannschaft zu zweiten Mal geimpft worden. Die 33 Azzurri seien in der Hauptstadt Rom und der Metropole Mailand gegen die Krankheit Covid-19 immunisiert worden, teilte der italienische Fußballverband (FIGC) am Montag mit. Für den Nachmittag beorderte Nationaltrainer Roberto Mancini sein Team zur EM-Vorbereitung auf die Insel Sardinien.

    In der sardinischen Hauptstadt Cagliari will die Mannschaft um den früheren Dortmunder Stürmer Ciro Immobile am Freitag ein Freundschaftsspiel gegen den Mini-Staat San Marino bestreiten, wie die FIGC weiter schrieb. Am 11. Juni treten die Azzurri im EM-Eröffnungsspiel gegen die Türkei im Olympia-Stadion in Rom an.

    11.01 Uhr: Ryanair zahlte kein Geld an Passagiere zurück - 4,2 Millionen Euro Strafe in Italien

    Der irische Billigflieger Ryanair muss in Italien 4,2 Millionen Euro Strafe zahlen, weil er Kunden im vergangenen Jahr nach Flugstreichungen unter Verweis auf die Corona-Krise ihr Geld nicht zurückgezahlt hat. Stattdessen wurden lediglich Gutscheine ausgehändigt, wie die italienische Kartellbehörde mitteilte. Sie kritisierte dieses Vorgehen als "ernsthaft unfaires Verhalten". Aus demselben Grund hatte die Behörde nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen bereits Easyjet zu 2,8 Millionen Euro und die spanische Fluggesellschaft Volotea zu 1,4 Millionen Buße verdonnert.

    10.29 Uhr: Spaniens Hotelübernachtungen im April deutlich unter Vorkrisenniveau

    Spanien verzeichnet offiziellen Daten zufolge für April 4,05 Millionen Hotelübernachtungen. Das sind 85 Prozent weniger als im gleichen Monat 2019. Im April vergangenen Jahres war der Tourismus wegen des strikten Corona-Lockdowns komplett zum Erliegen gekommen.

    10.00 Uhr: Litauen führt Grünen Pass in digitaler Form ein

    Litauen hat am Montag einen Grünen Pass für Corona-Geimpfte, Getestete und Genesene in digitaler Form eingeführt. Mit dem auf Mobiltelefonen verfügbaren QR-Code sollen spezielle Erleichterungen gewährt werden. Unter strengen Vorgaben dürfen mit dem auf Englisch als "Freedom-ID" bezeichneten Zertifikat dann etwa wieder Veranstaltungen und Gastronomie auch in Innenräumen besucht werden. Der Grüne Pass des baltischen EU-Landes soll später in das EU-weit geplante Zertifikat für Mobilität und Zutritt zu Geschäften und Veranstaltungen integriert werden können. 

    09.50 Uhr: Impfstoff-Optimismus - Ölpreise steigen

    Die Ölpreise sind am Pfingstmontag gestiegen. Händler verwiesen auf die verlangsamte Ausbreitung des Coronavirus in den USA und weltweit, getrieben von Fortschritten bei den Impfkampagnen. Am Vormittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 66,96 US-Dollar. Das waren 0,8 Prozent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls um 0,8 Prozent auf 64,10 Dollar. Die Ölpreise sind seit März in einer Erholungsbewegung, die am Markt auf wieder erstarkten Optimismus in der Corona-Krise zurückgeführt wird.

    09.28 Uhr: Städte- und Gemeindebund will Vorbereitung für neues Corona-Schuljahr

    Der Städte- und Gemeindebund fordert die Politik auf, den Corona-Infektionsschutz an Schulen für das kommende Schuljahr zu verbessern. "Wir können nicht ausschließen, dass die Pandemie im Herbst unser Leben wieder beeinträchtigt", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Als geeignete Maßnahmen nannte er Lüftungsanlagen, öffenbare Fenster in allen Unterrichtsräumen und gute Strategien für den Schulweg. Auch die schulische Digitalisierung müsse noch konsequenter vorangetrieben werden. "Nachdem die Schülerinnen und Schüler ein schweres Pandemiejahr hinter sich haben, muss jetzt alles unternommen werden zu verhindern, dass wir im Herbst wieder zu einem schulischen Lockdown kommen", so Landsberg.

    9.03 Uhr: Studie - Deutschland hinkt bei Digitalnutzung trotz Corona hinterher

    Trotz eines Corona-Effekts bleibt Deutschland einer Studie zufolge europaweites Schlusslicht bei der Nutzung von digitalen Angeboten. Zwar hat die Pandemie besonders in den Bereichen Bildung, öffentliche Verwaltung und Lebensmittel dazu geführt, dass Menschen vermehrt auf Online-Angebote zurückgreifen. Doch verglichen mit den europäischen Nachbarn setzen die Deutschen nach wie vor lieber auf den persönlichen Kontakt. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von McKinsey in 19 europäischen Ländern, die am Montag veröffentlicht wurde.

    Demnach haben 65 Prozent der deutschen Verbraucher in der Pandemie digital eingekauft, gelernt oder Behördengänge erledigt - der europäische Durchschnitt liegt bei 80 Prozent. Dabei nutzte fast jeder fünfte Verbraucher in Deutschland seit Ausbruch der Pandemie erstmals digitale Dienste, die Hälfte davon explizit wegen Corona. In allen Bereichen außer beim Lebensmittelhandel und im Gesundheitsbereich wurden digitale Angebote zuletzt häufiger genutzt als der Gang ins Geschäft, in die Bank, oder in die Behörde.

    08.59 Uhr: BDI dringt auf Ende der Homeoffice-Pflicht

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert ein Ende der Homeoffice- und pauschalen Testpflicht in Betrieben. "Die Impffortschritte in Gesellschaft und Unternehmen müssen mit einer parallelen Rückkehr in einen normalen Geschäftsbetrieb verbunden sein", heißt es in einem Papier des Industrieverbandes an die Bundesregierung, aus dem die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" vorab berichten. Der BDI fordere demnach einen Stufenplan, der festlegt, wie die auferlegten Corona-Schutzmaßnahmen in den Betrieben verringert und abgeschafft werden können.

    08.08 Uhr: Rund 1.000 Soldaten sind in Bayern gegen Corona im Einsatz

    Zur Bekämpfung des Coronavirus sind derzeit in Bayern etwa 1000 Soldaten der Bundeswehr im Einsatz. Knapp die Hälfte werde zur Kontaktnachverfolgung von Infizierten eingesetzt, sagte ein Sprecher des Landeskommandos in Bayern. 80 von ihnen helfen demnach alleine in München. Zum Vergleich: Vor rund einem Jahr - kurz nach Beginn der Pandemie - waren im Freistaat etwa 200 Soldaten im Corona-Einsatz.

    Neben der vor allem logistischen Unterstützung in Alten- und Pflegeheimen helfen die Soldaten etwa beim Betrieb von Corona-Teststationen oder durch Beratung im Sanitätsbereich. Zuletzt unterstützte die Bundeswehr unter anderem beim Impfen im oberfränkischen Hof.

    07.31 Uhr: Japan startet mit Massenimpfungen

    In Japan können sich die Menschen nun in Massenimpfzentren impfen lassen. In den Einrichtungen in Tokio und Osaka sollen täglich jeweils bis zu 10.000 Menschen ihre Injektionen bekommen. Vor allem die Älteren sind angesprochen. Ziel ist eine Beschleunigung der Impfkampagne vor Beginn der Olympischen Spiele am 23. Juli. Die Behörden sprechen von einer vierten Infektionswelle.

    07.00 Uhr: Söder - "Schülern nicht einreden, sie seien eine verlorene Generation"

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt, die Lage an den Schulen in der Pandemie zu negativ zu bewerten. "Wir dürfen den Schülern nicht einreden, sie seien eine verlorene Generation", sagt der CSU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe (RND/Montagausgaben) laut Vorabbericht. "Die Coolsten in diesem Corona-Jahr waren die Schülerinnen und Schüler - da wirkten manche Lehrer- und Elternverbände nervöser. Ich glaube zum Beispiel nicht, dass das Abi in diesem Jahr schlechter ausfallen wird."

    06.20 Uhr: Inzwischen mehr als 300.000 Corona-Tote in Indien

    Indien hat die symbolische Schwelle von 300.000 Corona-Toten überschritten. Die Gesundheitsbehörden des Landes registrierten am Montag 4.454 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden, damit steigt die Gesamtzahl der Toten auf 303.720. Seit Pandemiebeginn wurden zudem über 26,7 Millionen Infektionen verzeichnet. Indien ist das dritte Land nach den USA und Brasilien, das diese traurige Marke überschritten hat.

    In Indien hat sich das Corona-Virus auch wegen religiöser und politischer Massenveranstaltungen zuletzt rasant ausgebreitet. Die Krankenhäuser sind hoffnungslos überfüllt, häufig fehlt es an Sauerstoff. Fast die Hälfte der registrierten Todesfälle wurden seit Ende März gemeldet.

    Zuletzt sorgte auch ein unter Corona-Patienten grassierender "Schwarzer Pilz" für Besorgnis: In den Krankenhäusern von Neu-Delhi werden Medienberichten zufolge derzeit mehr als 200 Mukormykose-Patienten behandelt, dutzende weitere stehen auf der Warteliste. Die Bundesstaaten Rajasthan und Telangana haben wegen der steigenden Zahl von Fällen den "Schwarzen Pilz" bereits zur Epidemie erklärt.

    05.55 Uhr: Karliczek fordert Impfplan für Kinder

    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek dringt darauf, Kinder und Jugendliche bis zum Beginn des nächsten Schuljahres zu impfen. "Ich möchte, dass vor allem nach den Sommerferien überall der Schulbetrieb wieder relativ normal beginnen kann. Dafür wäre es sehr hilfreich, wenn möglichst viele Schülerinnen und Schüler geimpft wären", sagt Karliczek den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    Es sei wünschenswert, wenn es schon "sehr zeitnah" in allen Bundesländern einen Impffahrplan für die Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren geben würde mit dem Ziel, dieser Altersgruppe möglichst bis zum Beginn des kommenden Schuljahres ein Impfangebot zu machen. Nach dem Willen der Ministerin soll sich der Impfgipfel von Bund und Ländern in der kommenden Woche mit dem Thema befassen.

    05.26 Uhr: RKI: Corona-Inzidenz erneut leicht gesunken

    Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter gesunken und liegt jetzt bei 62,5 Fällen pro 100.000 Einwohner. Bundesweit meldete das RKI 2.682 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Innerhalb eines Tages wurden 43 weitere Todesfälle gemeldet.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz geht derzeit stetig zurück. Vor einer Woche lag der Inzidenzwert noch bei 83,1. Allerdings liegt die Zahl an Wochenenden und Feiertagen in der Regel niedriger als im Wochendurchschnitt, weil dann weniger getestet wird und weniger Testergebnisse übermittelt werden.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!