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Corona: Die Ereignisse vom 25. bis 31. Januar | BR24

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Corona-Teströhrchen liegen auf einem Tisch

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    Corona: Die Ereignisse vom 25. bis 31. Januar

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 25. bis 31. Januar.

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    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 31. Januar

    22.02 Uhr: Wieder ansteigende Zahl an Neuinfektionen in China

    Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie in China nehmen die Infektionszahlen dort wieder zu. Im Januar seien mehr als 2.000 Fälle innerhalb des Landes registriert worden, teilte die Nationale Gesundheitskommission mit. So viele hatte es dort seit dem Ende der ersten Corona-Welle im vergangenen März nicht mehr gegeben. Nicht eingerechnet in die 2.016 Fälle vom 1. bis 30 Januar sind jene 435 Personen, die infiziert aus dem Ausland eingereist sind.

    Zwei Menschen starben in China an oder mit dem Coronavirus, die ersten Todesfälle in China seit Monaten. Die meisten Neuinfektionen, mehr als 900, wurden aus der Provinz Hebei gemeldet, die an Peking angrenzt. In der Hauptstadt selbst wurden im Januar 45 Fälle bestätigt.

    Die Zahlen sind im Vergleich zu den meisten anderen Staaten nach wie vor niedrig, doch die Behörden reagierten umgehend mit neuen Einschränkungen. Vor dem chinesischen Neujahr, das in diesem Jahr auf den 12. Februar fällt, wurde auch von Reisen explizit abgeraten. Üblicherweise fahren in den Tagen rund um das Fest Millionen Chinesen zu ihren Familien nach Hause. In den ersten drei Tagen der diesjährigen Reisesaison seien die Zugreisen aber um fast 75 Prozent geringer ausgefallen als üblich, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag.

    21.27 Uhr: Über 31 Millionen Geimpfte in den USA

    In den USA sind nach Behördenangaben bereits mehr als 31,1 Millionen Impfdosen verabreicht worden, darunter auch zahlreiche Zweitimpfungen. Bis Samstag waren es 29,6 Millionen Dosen gewesen.

    21.15 Uhr: Peruaner ignorieren Lockdown

    In Peru ist heute wieder ein harter Lockdown in Kraft getreten. In der Hauptstadt Lima war davon aber wenig zu bemerken: Märkte waren gut besucht, Busse voll besetzt und selbst einige Fahrer ignorierten die Maskenpflicht. Präsident Francisco Sagasti rief seine Landsleute in einer Fernsehansprache zu einer gemeinsamen Anstrengung auf, um die Pandemie in den Griff zu bekommen.

    In Lima und neun anderen Regionen des Landes sollen Bewohner in den nächsten beiden Wochen pro Tag nur noch eine Stunde lang das Haus verlassen. Kirchen, Museen, Büchereien, Sportstätten und andere öffentliche Orte wurden geschlossen. Doch gut 70 Prozent der Peruaner haben kein Einkommen, wenn sie zu Hause bleiben. Die Regierung kündigte an, an vier Millionen Familien im Land umgerechnet rund 135 Euro zu zahlen, aber erst nach den zwei Wochen Lockdown. Viele brauchen das Geld aber in dieser Zeit zum Überleben.

    An den Busbahnhöfen in Lima, die die noch einige Tage offen sind, herrschte am Sonntag großer Andrang. Viele Hunderte Menschen wollten noch aufs Land hinaus in Regionen, in denen die Beschränkungen weniger streng sind. Flüge aus Brasilien und Europa wurden gestrichen.

    In Peru mit seinen 33 Millionen Einwohnern gab es bisher mehr als eine Million bestätigte Corona-Fälle und mehr als 40.000 Tote.

    21.10 Uhr: Italien lockert Corona-Beschränkungen

    In Italien melden die Behörden 237 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 88.516. Das ist der zweithöchste Wert in Europa nach Großbritannien und der sechsthöchste weltweit.

    Während in vielen europäischen Ländern die Corona-Regeln weiter streng bleiben, lockert Italien ab Montag die Beschränkungen in vielen Regionen. 16 Regionen sind dann in der gelben Corona-Zone mit den lockersten Regeln, darunter auch die Hauptstadt Rom.

    20.52 Uhr: Hohe Zahl an Neuinfektionen in Kuba

    Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie hat Kuba mehr als 1.000 Neuinfektionen pro Tag registriert. 1.012 neue Fälle wurden innerhalb von 24 Stunden festgestellt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Karibikinsel ist bislang vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Krise gekommen. Insgesamt haben sich nachweislich rund 26.000 Menschen mit dem Virus infiziert. 214 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

    Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu bremsen, ordnete die Regierung in Havanna am Wochenende eine Reduzierung der Flüge aus den USA, Mexiko, Panama, Bahamas, der Dominikanischen Republik, Jamaika und Kolumbien an. Eintreffende Ausländer werden in bestimmten Hotels unter Quarantäne gestellt und innerhalb von fünf Tagen zwei Corona-Tests unterzogen. Eintreffende Kubaner werden in Quarantäne-Stationen isoliert.

    20.05 Uhr: EU macht Druck - Astrazeneca will liefern

    Der Hersteller Astrazeneca will nach EU-Angaben im ersten Quartal nun doch mehr Impfstoff an die Europäische Union liefern als angekündigt. Es kämen neun Millionen Dosen hinzu, also insgesamt 40 Millionen Dosen, teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mit. Das ist die Hälfte der ursprünglich anvisierten Menge von 80 Millionen Dosen.

    Von der Leyen schrieb auch, Astrazeneca wolle eine Woche früher mit der Lieferung beginnen als geplant. Die Firma wolle zudem ihre Produktionskapazität in Europa ausbauen. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sprach von einer guten Nachricht und einem guten Schritt nach vorn.

    Astrazeneca hatte vor gut einer Woche überraschend mitgeteilt, im ersten Quartal statt 80 Millionen nur 31 Millionen Dosen Impfstoff an die EU-Staaten zu liefern.

    19.58 Uhr: Spahn weist Vorwürfe zurück

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wehrt sich gegen Schuldzuweisungen bei Problemen mit der Impfstoffversorgung. Es helfe im Moment nicht, "wenn jeder mit dem Finger auf den anderen zeigt", sagt der CDU-Politiker im ZDF. Die Dinge müssten zwar aufgearbeitet werden. "Aber in der Akutphase der Pandemie müssen wir jetzt erstmal die Probleme des Tages lösen." Auf die Frage, ob die EU-Kommission in Brüssel Verantwortung trage, sagte Spahn: "Im nachhinein hätte man auch natürlich dort, wie auch im Bund, wie auch im Land, wie auch im Landkreis manche Dinge früher machen können."

    19.20 Uhr: Zahl der Klinikpatienten in Frankreich steigt

    Die Zahl der Corona-Patienten in französischen Krankenhäusern steigt auf den höchsten Stand seit zwei Monaten. Sie belief sich nach Behördenangaben auf 27.613. Das sind 331 mehr als am Vortag und so viele wie zuletzt Anfang Dezember.

    18.15 Uhr: "Captain Tom" hat Corona

    Der durch seine Spenden-Sammelaktion zum Corona-Helden aufgestiegene britische Weltkriegsveteran Tom Moore ist mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der 100-Jährige sei nach einer Lungenentzündung vor einer Woche positiv auf das Virus getestet worden, schrieb Moores Tochter Hannah im Internetdienst Twitter. Nachdem er zunächst zu Hause behandelt worden sei, brauche er nun zusätzliche Unterstützung beim Atmen und sei seit Sonntag im Krankenhaus.

    Moore hatte sich ursprünglich vorgenommen, bis zu seinem 100. Geburtstag Ende April 2020 hundert Mal mit seinem Rollator seinen Garten abzuschreiten und sich dafür sponsern zu lassen. Er hoffte, auf diese Art 1.000 Pfund zusammenzubekommen, doch die Aktion fand derart viel Zuspruch, dass Moore schließlich 33 Millionen Pfund (gut 36 Millionen Euro) für den nationalen Gesundheitsdienst NHS sammelte.

    Der Senior wurde zu einer nationalen Berühmtheit. Das Militär ernannte ihn zum "Ehren-Oberst", im Juli wurde er von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

    17.47 Uhr: Festnahmen bei Demo in Amsterdam

    Bei einer erneuten Demonstration gegen Corona-Beschränkungen hat die Polizei in Amsterdam rund 30 Menschen festgenommen. Die Versammlung von rund 600 Menschen im Zentrum der niederländischen Stadt sei wegen Verstößen gegen die Auflagen aufgelöst worden, teilte die Polizei mit. Die Teilnehmer hätten gegen Abstandsgebote und das landesweite Versammlungsverbot verstoßen. Zu Ausschreitungen wie bei früheren Protesten gegen die Corona-Beschränkungen kam es nicht.

    16.43 Uhr: Hochrisikogebiet Portugal riegelt sich ab

    Die 7-Tage-Inzidenz in Portugal liegt bei 850. Nirgendwo sonst in Europa ist sie ähnlich hoch. Jetzt hat sich das Corona-Hochrisikogebiet abgeriegelt. Seit heute ist in dem auch bei Deutschen beliebten Urlaubsland die Ein- und Ausreise ohne triftigen Grund untersagt. An der Landgrenze zum Nachbarn und EU-Partner Spanien wurden – wie bereits im Frühjahr 2020 – wieder Kontrollen eingeführt. An Häfen und Flughäfen wurden zudem nach dem Regierungsdekret die Kontrollen verschärft. Ausnahmen gelten unter anderem für Menschen, die zur Arbeit fahren, an ihren Hauptwohnsitz zurückkehren oder beruflich unterwegs sind, für den Warentransport sowie für medizinische Notfälle oder humanitäre Hilfe.

    Portugal soll jetzt auch Hilfe durch die Bundeswehr erhalten. "Nach jetzigem Kenntnisstand wird es sich um materielle und personelle Hilfe handeln", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin der Nachrichtenagentur dpa. Wie viele Helfer ausrücken und welche Hilfsgüter bereitgestellt werden, hängt auch von den Empfehlungen eines medizinischen Erkundungsteams ab, das sich vor Ort ein Bild gemacht hatte.

    14.40 Uhr: Söder forderte Lieferplan für Corona-Impfstoffe

    Vor dem Impfgipfel am Montag mit Kanzlerin Angela Merkel stellen die Ministerpräsidenten ihre Erwartungen klar: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen verlässlichen Lieferplan des Impfstoffs für die nächsten Wochen und Monate. Der "Augsburger Allgemeinen" sagte er: "Die Menschen sind völlig verunsichert." Die Logistik stehe, aber es könne nicht geimpft werden. In der Montagsausgabe des "Münchner Merkur" fordert der CSU-Chef zudem einen Überblick über die Pharmakapazitäten in Deutschland. "Wir müssen mehr produzieren können", ist er sicher. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich per Brief an die Kanzlerin gewandt. Er fordert einen nationalen Impfplan.

    13.59 Uhr: Zehntausende FFP2-Masken für Bayern gestohlen

    Mehrere Zehntausend FFP2-Masken sollen aus einem Transporter in Berlin gestohlen worden sein. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war die Lieferung für eine Firma in Bayern bestimmt. Ein Fuhrunternehmer habe am Samstag den Diebstahl im Neuköllner Ortsteil Britz gemeldet. Der 57-Jährige hatte demnach die Lieferung am Freitag im Landkreis Dahme-Spreewald abgeholt. Der Transporter sei verschlossen gewesen. Wie er geöffnet wurde, soll jetzt ermittelt werden.

    13.05 Uhr: Müller fordert von Merkel nationalen Impfplan

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) fordert in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel vor dem Impfgipfel eine "kurzfristige Erarbeitung eines nationalen Impfplans". Nötig sei ein konkreter Fahrplan, um das Ziel einzuhalten, allen Impfwilligen bis zum 21. September ein Impfangebot zu machen, zitiert "Bild" aus dem Schreiben. Müller, der Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, verlange eine "Übersicht der Potenziale und Bedarfe für die Ausweitung von Produktionskapazitäten" für Impfstoffe. Dazu gehöre, "alle verfügbaren Kapazitäten am Hochtechnologiestandort Deutschland" und in der EU zu mobilisieren und die Frage einer "zusätzlichen Impfstoffherstellung durch mögliche Lizenzproduktionen". Müller fordert auch Klarheit über die Zusagen und ausstehenden Verpflichtungen der Hersteller, die Basis für die Planungen der Impfkampagne in den Ländern seien.

    12.45 Uhr: Weltärztepräsident fordert einheitliches Anmeldesystem für Impfen

    Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery fordert ein einheitliches Anmeldesystem beim Impfen. "Bund und Länder müssen sich beim Impfgipfel auf ein gemeinsames Vorgehen einigen und ein solidarisches Zeichen der Stärke und Geschlossenheit aussenden", sagt er der "Rheinischen Post". Alle Länder seien gefordert, ihre Terminvergabe zu prüfen und sich untereinander auf das beste System zu einigen. "Auch braucht es innerhalb der jeweiligen Impfgruppen eine feinere Abstufung, wer zu welchem Zeitpunkt geimpft werden kann. Dieser Impfgipfel darf nicht wieder in einer Kakophonie der Ministerpräsidenten enden, bei der jeder sein eigenes Ding macht."

    12.42 Uhr: SPD-Chefin Esken fordert Corona-Zuschuss für Bedürftige

    Die SPD-Spitze will die Einführung eines monatlichen Corona-Zuschlags für Hartz-IV-Bezieher beim anstehenden Treffen der Koalitionsspitzen durchsetzen. "Angesichts der offenkundigen Not von Erwachsenen und Kindern in Grundsicherung erwarten wir von unserem Koalitionspartner im Bund, dass er da mitgeht, wenn wir uns demnächst in neuer Besetzung im Koalitionsausschuss treffen", sagte die SPD-Vorsitzende Saskia Esken dem Berliner "Tagesspiegel". Auch Arbeitsminister Hubertus Heil hatte sich bereits für einen solchen Zuschuss eingesetzt. Menschen, die auf die Grundsicherung angewiesen seien, treffe die Corona-Pandemie besonders hart: Viele Hilfsangebote in sozialen Einrichtungen fielen weg oder seien nur eingeschränkt erreichbar. Hinzu kämen gestiegene Ausgaben im Haushalt, beispielsweise für Hygieneartikel. Auch die wegen geschlossener Einrichtungen wegfallende Mittagsverpflegung für Kita- und Schulkinder belaste die ohnehin knappen Haushalte.

    12.38 Uhr: Bundeswehr fliegt medizinisches Personal und Material nach Portugal

    Die Bundeswehr schickt Unterstützung in das schwer von der Coronavirus-Pandemie getroffene Portugal. "Wir werden mit medizinischem Personal und Material helfen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums heute in Berlin. Details würden voraussichtlich Anfang der kommenden Woche bekanntgegeben. Der "Spiegel" hatte zuvor berichtet, ein Team mit 27 Ärzten und Sanitätern solle umgehend mit einem Militärflugzeug nach Portugal geflogen werden und dort zunächst drei Wochen bleiben. Zudem sollten stationäre und mobile Beatmungsgeräte sowie Feldkrankenbetten in das Land geschickt werden.

    Portugal hatte am Samstag erklärt, auf dem Festland seien nur noch sieben der 850 für Covid-19-Patienten vorgehaltenen Intensivbetten frei. Portugal hat derzeit den höchsten Sieben-Tages-Durchschnitt an Coronavirus-Infektionen und Todesfällen in Relation zur Einwohnerzahl.

    12.36 Uhr: Über 2.700 weitere Tote und über 143.000 Neuinfektionen in USA

    In den USA sind mindestens 2.733 weitere Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesopfer steigt damit binnen 24 Stunden auf 439.840, wie eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten ergibt. Zudem wurden 143.819 Neuinfektionen registriert, die Gesamtzahl der Ansteckungsfälle steigt auf 26,14 Millionen. Die USA sind mit Abstand das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit.

    12.20 Uhr: Holetschek fordert mehr Klarheit über Impfstoff-Lieferung

    Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert vor dem Impfgipfel am Montag mehr Klarheit über Zeitplan und Impfdosen. "Das darf keine Show-Veranstaltung werden, sondern wir müssen nachvollziehen können, wo die Probleme sind und diese dann auch abstellen", sagt er der "Augsburger Allgemeinen". "Das Maß der Dinge ist, dass wir möglichst viel Impfstoff haben und dass der auch zuverlässig und planbar kommt." In den über 100 Impfzentren in Bayern komme es immer wieder zu Problemen, weil Impflieferungen verschoben würden und so zu wenige Dosen verimpft werden könnten. Er begrüße jeden Versuch, der dazu führe, dass die Länder mehr Planbarkeit, Verlässlichkeit und vor allem mehr Impfstoff bekämen.

    11.39 Uhr: Dreyer fordert mehr Klarheit bei Liefermengen für Corona-Impfstoffe

    Kurz vor dem Corona-Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mangelnde Klarheit über die Liefermengen der Impfstoffe beklagt. "Wir haben auch mit der neuen Zusage nicht mal Lieferklarheit für die nächsten vier Wochen", sagte Dreyer der "Bild am Sonntag". Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Samstag angekündigt, dass er im Februar mit weiteren fünf Millionen Impfdosen der drei Hersteller von zugelassenen Impfstoffen rechnet.

    Die Mengen des Impfstoffs des Herstellers Moderna seien um 20 Prozent gekürzt, die Ankündigungen von Astrazeneca stünden unter Änderungsvorbehalt, sagte Dreyer. "Auf dieser Basis können wir noch immer nicht verlässlich Impftermine vergeben."

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin verlangte auch weitere Erklärungen dafür, warum der Impfstoff von Astrazeneca in Deutschland nur für unter 65-Jährige empfohlen wird. "Der Gesundheitsminister muss auf dem Impfstoffgipfel erklären, warum wir in Deutschland von der europaweiten Zulassung abweichen", sagte Dreyer.

    11.21 Uhr: Österreich übernimmt portugiesische Corona-Intensivpatienten

    Österreich übernimmt von Portugal schwer kranke Corona-Patienten. Wie viele Menschen nach Österreich geflogen werden sollen, werde mit dem portugiesischen Gesundheitsministerium abgeklärt, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz heute mit. "Es ist ein Gebot der europäischen Solidarität, rasch und unbürokratisch zu helfen, um Menschenleben zu retten", sagte er.

    Österreich hatte schon mal Intensivpatienten aus Frankreich, Italien sowie Montenegro aufgenommen. Das portugiesische Gesundheitsweisen steht wegen hoher Infektionszahlen massiv unter Druck. Nach Behördenangaben stehen nur noch wenige Intensivbetten zur Verfügung.

    11.08 Uhr: Israel gibt 5.000 Corona-Impfdosen an Palästinenser

    Die israelische Regierung leitet Coronavirus-Impfstoff an die Palästinenser weiter. Mit 5.000 Dosen solle medizinisches Personal an der Front gegen die Infektionskrankheit geimpft werden, wie das Büro des israelischen Verteidigungsministers Benny Gantz heute bestätigte. Es ist das erste Mal, dass Israel das Bereitstellen von Impfstoff an die Palästinenser bestätigt hat. Die Vereinten Nationen und Menschenrechtsgruppen hatten das Land dafür kritisiert, den Palästinensern keinen Impfstoff zu geben. Israel wiederum hat argumentiert, nicht verantwortlich zu sein.

    Im Vergleich zu anderen Ländern ist Israel beim Impfen seiner Bevölkerung mit am weitesten. Es hat Lieferverträge mit großen Pharmakonzernen wie Pfizer und Moderna abgeschlossen. Die Palästinenser haben noch nicht mit der Impfung ihrer Bevölkerung begonnen.

    11.02 Uhr: Landesseniorenvertretung - Ältere sollten selbst über Astrazeneca-Impfstoff bestimmen

    Die Landesseniorenvertretung Bayern plädiert in der Debatte um den Corona-Impfstoff von Astrazeneca für eine freie Entscheidung der Älteren, ob sie das Mittel bekommen wollen. "Ob sich Ältere, die 65 und älter sind, mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen, müssen die Betroffenen selbst entscheiden können", sagte der Vereinsvorsitzende Franz Wölfl heute in München. "Das setzt voraus, dass seitens des Impfpersonals offengelegt wird, welcher Impfstoff gespritzt werden soll." Niemand dürfe den Willen der Betroffenen ignorieren.

    Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca arbeiten Bund und Länder derzeit an einer Anpassung der bisherigen Impfstrategie. Ein Ergebnis zeichnete sich in einer Videoschalte der Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Samstag bereits ab: Das Präparat soll, entsprechend einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), lediglich an 18- bis 64-Jährige geimpft werden. Das sagte der derzeitige Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Detailberatungen sollen am Montagabend fortgesetzt werden.

    Wölfl sagte, ältere Menschen seien intelligent genug abzuwägen, ob sie mit einem möglicherweise nicht ganz so wirksamen Impfstoff geimpft werden wollten - oder ob sie noch warten wollten, bis in ihrem Impfzentrum Impfstoff von Biontech oder Moderna vorhanden sei.

    10.35 Uhr: Italien lockert ab Montag Corona-Regeln in vielen Regionen

    Während in vielen europäischen Ländern die Corona-Regeln weiter streng bleiben, lockert Italien am Montag die Beschränkungen in vielen Regionen. 16 Regionen seien dann in der gelben Corona-Zone mit den lockersten Regeln, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Unter anderem wechseln Latium mit der Hauptstadt Rom und die wirtschaftsstarke Lombardei von Orange auf Gelb.

    Das bedeutet, dass die Menschen dort wieder in Bars und Restaurants bis zum Abend am Tisch bewirtet werden dürfen. Ab 18 Uhr können die Lokale Bestellungen weiter zum Mitnehmen verkaufen. Außerdem dürfen die Museen von Montag bis Freitag wieder für Besucher öffnen. Weiterhin gelten jedoch die Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr und das Verbot von Reisen zwischen den Regionen, es sei denn, sie sind etwa aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen notwendig.

    Mit der Änderung befindet sich keine Region mehr in der strengsten Roten Zone. Lediglich eine Handvoll Regionen, darunter die Autonome Provinz Bozen und die Insel Sizilien, sind in der Orangen Zone.

    Die Einteilung auf der Farbskala der Corona-Zonen richtet sich nach dem Infektionsgeschehen vor Ort.

    10.38 Uhr: Verwunderter Söder will seine Gutscheine für FFP2-Masken zurückgeben

    Zu seiner großen Verwunderung hat auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Gutscheine für vom Bund finanzierte FFP2-Masken erhalten. "Da war ich schon etwas überrascht", sagte der CSU-Chef heute der Deutschen Presse-Agentur in München. Warum er sie erhalten habe, könne er nicht sagen. Der 54-Jährige betonte aber, dass er die Gutscheine nicht einlösen sondern zurückgeben werde.

    Zum Schutz vor dem Coronavirus bekommen rund 34 Millionen Bürger über das Bundesprogramm Gutscheine für zwölf FFP2-Masken, die in der Apotheke eingelöst werden können. Die Bundesregierung hat dies als Schutz für Menschen mit besonders hohem Risiko beschlossen - dazu zählen Über-60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Nachdem nun der Versand der Coupons begonnen hat, wunderten sich aber viele Empfänger darüber, dass auch sie solche Gutscheine in ihrem Briefkasten mit einem Begleitschreiben finden.

    10.19 Uhr: Studie - Eltern sind zufrieden mit dem Homeschooling ihrer Kinder

    Eltern beurteilen das Homeschooling ihrer Kinder einer Studie zufolge "besser als gedacht". Die meisten Eltern seien mit dem Homeschooling ganz zufrieden gewesen, sagte Psychologin Ilka Wolter, der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Sie leitete eine Befragung des Bamberger Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe unter Familien. Der Austausch mit den Schulen habe aus Sicht der Familien ganz gut funktioniert. "Die meisten fühlten sich ausreichend informiert und unterstützt." Voraussetzung für gutes Homeschooling sei unter anderem ein unmittelbares Feedback der Lehrkräfte auf die Aufgaben und Fragen der Schülerinnen und Schüler, sagte Wolter. "Aus unserer Sicht sind deshalb mehr interaktive Formate oder eben die Rückkehr zum Wechselmodell mit halben Klassen sehr wichtig. Werden nur Materialien und Aufgaben verschickt und kommt die unmittelbare Rücksprache mit den Lehrkräften zu kurz, dann leiden darunter vor allem die schwächeren Schülerinnen und Schüler." Eltern könnten die Kinder mit einer klaren Tagesstruktur unterstützen, riet die Expertin. Sinnvoll seien kleinere Lerneinheiten mit klaren Pausenzeiten und Belohnungen zur Lernmotivation, zum Beispiel in Form von Medienzeit oder Lieblingsspeisen. Ganz wichtig seien auch für ältere Kinder und Jugendliche Feedback und Lob zu Lernfortschritten. "Mit solchen Maßnahmen lassen sich viele Konflikte umschiffen."

    10.16 Uhr: Dachauer Polizei löst vier illegale Feiern auf

    Wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln hat die Polizei im Landkreis Dachau am Wochenende vier Feiern aufgelöst. Die größte Party fand in einem Wohnhaus in Dachau statt, wie die Beamten am Sonntag mitteilten. Dort feierten am Samstagabend 20 Menschen den Geburtstag eines Mannes. Mund-Nasen-Schutz trugen der Jubilar und seine Gäste im Alter von 20 bis 52 Jahren nicht.

    Nur wenige Häuser weiter hatten die Polizisten den Angaben nach bereits am Samstagnachmittag eine Feier beendet. Dort trafen sie auf 7 Menschen im Alter zwischen 20 und 49 Jahren. Auch sie hielten sich nicht an die geltenden Regeln. Zudem versuchten einige Besucher, vor den Beamten zu fliehen. Weitere Feiern mit insgesamt zehn Teilnehmern gab es am Samstagabend und Sonntagmorgen in Markt Indersdorf und Altomünster.

    In den vergangenen Wochen hatte die Polizei in Bayern immer wieder Partys aufgelöst, bei denen gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen wurde. Oft versuchten die Gäste, sich zu verstecken oder auf abenteuerliche Weise zu fliehen. Die Feiernden im Landkreis Dachau wurden angezeigt. Auf sie kommt nun ein Bußgeld zu.

    10.01Uhr: Verbandspräsidentin wendet sich gegen Impfpflicht für Pflegende

    Die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe, Christel Bienstein, hat sich gegen eine Impfpflicht für Pflegende gewandt. Diese Berufsgruppe könne man nicht zwingen und "an den Pranger stellen", sagte Bienstein der "Rheinischen Post". "Da müsste man auch die Ärztinnen und Ärzte verpflichten, die Mitarbeitenden im Sanitätsdienst und bei der Feuerwehr. "Darüber hinaus sei bislang unklar, ob eine Impfung vor der Weitergabe des Virus schütze, betonte Bienstein. "Das Grundgesetz sichert ja zu, dass man selbst über die eigene Gesundheit entscheiden kann. Wir brauchen Aufklärung, keine Impfpflicht", so die Verbandspräsidentin.

    09.58 Uhr: Spahn ist bei EU-Zulassung offen für Impfstoff aus Russland und China

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigt sich im Falle einer erfolgreichen EU-Zulassung auch für den Einsatz von Corona-Impfstoff aus Russland und China in Deutschland offen. "Wenn ein Impfstoff sicher und wirksam ist, egal in welchem Land er hergestellt wurde, dann kann er bei der Bewältigung der Pandemie natürlich helfen", sagte Spahn der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Entscheidend sei eine reguläre Zulassung nach europäischem Recht.

    Russland hatte am Freitag angekündigt, die EU im zweiten Quartal mit 100 Millionen Dosen des Impfstoffes Sputnik V versorgen zu können. Damit könnten 50 Millionen Menschen geimpft werden. Ein Antrag zur Zulassung des Vakzins sei bereits bei der Europäische Arzneimittelagentur EMA eingereicht worden.

    Der Wirkstoff war Mitte August als weltweit erster für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben worden, obwohl bis dahin wichtige Tests ausgestanden hatten. Das löste international Kritik aus. Unabhängige Studien sind bisher nicht bekannt.

    09.33 Uhr: Neun Landkreise und Städte in Bayern unter Inzidenzwert von 50

    Die Behörden in Bayern haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 1.670 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Neun Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat lagen nach den heute veröffentlichten Zahlen unter dem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, sechs aber noch über 200. Den höchsten Wert hatte der Landkreis Tirschenreuth mit 317,9 - Tendenz steigend. Die wenigsten Neuinfizierten binnen einer Woche bezogen auf die Einwohnerzahl gab es in Regensburg mit einer Inzidenz von 31,4.

    35 neue Todesfälle wurden in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. In Bayern sind seit Beginn der Pandemie 402.173 Infektionen und 10.379 Tote gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Bayern lag laut RKI bei 90,3.

    09.30 Uhr: Landkreistag - Viele Kliniken wirtschaftlich gefährdet

    Der Deutsche Landkreistag sieht viele Krankenhäuser vor allem in ländlichen Regionen infolge der Corona-Krise wirtschaftlich massiv gefährdet. Der Bund müsse Mindereinnahmen durch Erlösausfälle ausgleichen, forderte der Präsident des Landkreistags, Reinhard Sager. "Es ist mit ein paar Brotkrumen für einen kleinen Teil der Krankenhäuser nicht getan. Das führt zu massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten und drohenden Insolvenzen zahlreicher Krankenhäuser."

    Vor allem die Kliniken außerhalb der Ballungszentren seien davon betroffen. Gerade diese leisteten einen besonderen Beitrag zur flächendeckenden Gesundheitsversorgung. Am Dienstag kommt Sager zufolge ein Expertenbeirat zur Finanzierung der Krankenhäuser in der Pandemie zusammen.

    Laut Sager betreibt mehr als die Hälfte der Landkreise eigene Krankenhäuser an insgesamt 273 Standorten. Aktuell seien sehr viele Krankenhäuser massiv gefährdet. Die wirtschaftliche Situation verschlechtere sich zusehends aufgrund der seit dem Spätherbst fehlenden Unterstützungsleistungen durch den Rettungsschirm des Bundes.

    09.19 Uhr: Rätselraten um Gutscheine für FFP2-Masken im Briefkasten

    Seit einigen Tagen verschicken Deutschlands Krankenkassen Gutscheine für FFP2-Masken an ausgewählte Versicherte. Manche Empfänger wundern sich darüber, dass auch sie die Coupons der Bundesregierung erhalten. Denn auf den ersten Blick ist es häufig nicht erkennbar, aus welchem Grund jemand auf der Empfängerliste seiner Kasse gelandet ist. Auch viele kleine Kinder erhalten die Gutscheine.

    Eine Sprecherin der AOK Bayern in München erläutert den Hintergrund: Es könne vorkommen, dass den Versicherten vielleicht gar nicht bewusst ist, dass ein Arzt früher einmal eine Diagnose gestellt hat, die den Kriterien des Bundesgesundheitsministeriums entspricht. Dies könnte dann auch Kinder betreffen. "Uns sind keine Unregelmäßigkeiten bekannt", sagt AOK-Sprecherin Vedrana Romanovic zu dem Gutscheinversand.

    Der Bund hatte beschlossen, dass alle Menschen über 60 Jahre sowie Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen zwei Gutscheine für je sechs Masken erhalten. Diese können in Apotheken eingelöst werden.

    09.02 Uhr: Mehr als 18.000 Neuinfektionen und 485 Todesfälle in Russland

    Die Behörden in Russland melden 18.359 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden und 485 weitere Todesfälle. Damit steigt die Zahl der Infektionen insgesamt auf 3.850.439, gestorben sind 73.182.

    08.16 Uhr: WHO-Experten besuchen Markt im chinesischen Wuhan

    Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben den Huanan-Markt in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan besucht, der als Ursprungsort der Corona-Pandemie gilt. Mitglieder des internationalen Expertenteams, das die Ursprünge Pandemie erforschen soll, trafen am Sonntag an dem seit Januar vergangenen Jahres geschlossenen Markt ein.

    In Wuhan war Ende 2019 der weltweit erste Infektionsherd des damals neuartigen Erregers festgestellt worden, an dem inzwischen mehr als 2,2 Millionen weltweit starben. Die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, dass Fledermäuse die ursprünglichen Wirte des Coronavirus waren und dieses auf dem Huanan-Markt auf den Menschen übertragen wurde. Ungeklärt ist aber, welches Tier bei der Übertragung auf den Menschen als sogenannter Zwischenwirt diente.

    Die WHO-Experten waren bereits vor gut zwei Wochen in Wuhan gelandet, mussten aber zunächst in Quarantäne. Ihre 14-tägige Isolation endete am Donnerstag. Am Freitag besuchten die WHO-Experten das Krankenhaus in Wuhan, in dem die ersten Corona-Patienten behandelt wurden.

    Die WHO-Mission ist hochbrisant, weil dabei mögliche Versäumnisse der chinesischen Behörden in den Anfängen der Pandemie in den Fokus rücken könnten. Der genaue Ablauf der Forschungsarbeit in Wuhan wird von den chinesischen Behörden nicht kommuniziert. Die chinesischen Medien hielten sich bislang bedeckt, Informationen über die Reiseroute sickerten nur über Tweets der WHO-Experten durch.

    07.56 Uhr: Australische Stadt Perth verhängt Kurzzeit-Lockdown wegen eines Corona-Falls

    Nach einem einzigen Infektionsfall mit dem Coronavirus hat die australische Perth einen fünftägigen Lockdown für ihre knapp zwei Millionen Einwohner angekündigt. Die Schulen dürfen am Montag nicht wie geplant öffnen, alle Einwohner müssen ab Sonntagabend zu Hause zu bleiben. Sie dürfen nur noch das Haus verlassen, um zum Arzt, zum Einkaufen oder zur Arbeit zu gehen oder Sport zu treiben.

    Betroffen sind alle Einwohner der Stadt Perth sowie der naheliegenden Regionen Peel und South West. Nach Angaben der Behörden war ein Wachmann in einem Quarantäne-Hotel positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er steckte sich vermutlich bei einem Reiserückkehrer an, der in dem Hotel untergebracht war, und offenbar mit der ansteckenderen Virus-Variante infiziert war, die zuerst in Großbritannien aufgetreten war.

    Es handele sich um die erste Ansteckung innerhalb des Bundesstaats Western Australia seit zehn Monaten, erklärten die Behörden.

    07.00 Uhr: Schwesig dringt auf deutlich höheres Impftempo

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hält angesichts der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie ein deutlich höheres Impftempo für dringend geboten. "Wir können das öffentliche Leben nicht auf Dauer herunterfahren. Schon jetzt haben wir mit massiven wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen", sagte Schwesig in Schwerin vor dem für Montag geplanten Impfgipfel von Bund und Ländern. Die inzwischen auch in Deutschland festgestellten ansteckenderen Virus-Mutationen erhöhten den Druck noch, schneller mit den Impfungen voranzukommen. Der Impfstoff sei der beste Weg, um Schritt für Schritt aus der Pandemie zu kommen.

    "Meine klare Erwartung an den Impfstoffgipfel ist, dass wir vom Bund einen verlässlichen Zeitplan bekommen, wann wir mit welchen Impfstoff-Lieferungen zu rechnen haben", machte Schwesig deutlich. Bislang reichten die Aussagen nur bis Mitte Februar. "Wir brauchen mehr Verbindlichkeit und mehr Verlässlichkeit", mahnte sie.

    06.50 Uhr: Altmaier - Lockdown-Verlängerung auch bei Inzidenz-Werten unter 50 denkbar

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält eine Verlängerung des Lockdowns auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 für denkbar. "Die aktuelle Entwicklung nährt die Hoffnung, dass wir uns relativ schnell einer Inzidenz von 50 nähern können", sagte Altmaier der "Welt am Sonntag". "Die Länge des Lockdowns hängt aber auch davon ab, inwieweit sich neue Mutationen des Coronavirus in Deutschland verbreiten."

    "Wir haben in Großbritannien gesehen, dass sich die neue Variante auch deshalb so schnell ausgebreitet hat, weil der dortige Lockdown damals weniger streng war, als es der heute in Deutschland geltende ist", fügte der Minister hinzu.

    06.05 Uhr: Lauterbach - Langfristige Covid-19-Folgen dramatisch unterschätzt

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat auf die drohende Gefahr für das Gesundheitswesen durch die sogenannten Long-Covid-Erkrankungen aufmerksam gemacht. "Die Bedeutung wird dramatisch unterschätzt", sagte Lauterbach der dpa. Long-Covid-Patienten können noch Monate nach einer Infektion mit dem Coronavirus an mindestens einem Symptom leiden. "Es stellt sich immer stärker heraus, dass Covid-19 eine Erkrankung des gesamten Gefäß- und Immunsystems ist", betonte Lauterbach.

    Von Long-Covid könne bis zur Hälfte der zuvor in Kliniken behandelten Patienten betroffen sein. Er bezog sich auf chinesische Studien der ersten Pandemie-Welle. "Es ist ein Fehler zu glauben, dass nur die Alten sterben und die Jungen selbst nicht gefährdet sind."

    06.00 Uhr: RKI meldet 399 weitere Todesfälle und 11.192 Neuinfektionen

    Das Robert-Koch-Institut meldet 399 weitere Corona-Todesfälle binnen eines Tages. Insgesamt sind somit bislang 56.945 Menschen in Deutschland im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen erhöhte sich dem Institut zufolge um 11.192 auf 2,216 Millionen.

    05.05 Uhr: Habeck fordert Umstellung auf "Not-Impfstoffwirtschaft"

    Vor dem Impfgipfel am Montag hat Grünen-Chef Robert Habeck die Umstellung auf eine 'Not-Impfstoffwirtschaft' gefordert. "Es ist unabdingbar, alle Anstrengungen zu unternehmen, um mehr Impfstoff zu produzieren", sagte Habeck den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Das gelte erst recht angesichts des Vorgehens des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca. Alle Pharmakonzerne seien 'unverzüglich ihren Fähigkeiten entsprechend in die Produktion einzubeziehen', verlangte Habeck. "Dies gilt für all die Impfstoffe, die erwiesenermaßen erfolgreich sind oder noch eine schnelle Aussicht auf Erfolg haben." Dabei dürfe die Regierung auch nicht vor verpflichtenden Lizenzvergaben zurückschrecken. Außerdem forderte der Grünen-Chef die 'zügige Umsetzung einer überarbeiteten Impfstrategie'.

    Eine ähnliches Vorgehen hatte zuvor Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vorgeschlagen.

    04.30 Uhr: Bundespolizei-Präsident kritisiert Airlines wegen mangelnder Kontrollen

    Einen Tag nach Inkrafttreten des Einreiseverbots aus Ländern mit Coranavirus-Mutationen nach Deutschland hat Bundespolizeipräsident Dieter Romann das Verhalten von Fluggesellschaften kritisiert. "Allein in den letzten sechs Tagen hat die Bundespolizei bei der Einreise im Luftverkehr rund 600 Verstöße durch Luftfahrtunternehmen festgestellt," sagte Roman der "Bild am Sonntag". Passagiere seien aus Hochinzidenz- und Mutationsgebieten eingereist. "Die Flugpassagiere konnten entweder keine digitale Anmeldung und/oder keinen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen, obwohl das von den Luftfahrtunternehmen vor Abflug geprüft werden muss. Das ist verantwortungslos."

    04.00 Uhr: Giffey fordert wegen des Corona-Lockdowns kostenlose Nachhilfe

    Familienministerin Franziska Giffey (SPD) hat kostenlose Förderangebote für im Corona-Lockdown abgehängte Schüler gefordert und den Ländern eine Blockadehaltung im Ganztagsausbau vorgeworfen. "Für Schülerinnen und Schüler, die im Lockdown viel versäumt haben, sollte es nach der Öffnung kostenlose Zusatzangebote geben: Nachhilfeunterricht oder Sommerschule in den Ferien", sagte Giffey "Bild am Sonntag". "Die Ganztagsschule mit Nachmittagsangeboten ist ebenso extrem wichtig, um allen gleich gute Bildung und Förderung zu ermöglichen."

    03.35 Uhr: EVP-Fraktionschef Weber fordert europaweite Pharma-Allianz

    Kurz vor dem Video-Gipfel der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit den CEOs der Impfstoff-Firmen am Sonntagabend erhöht Manfred Weber, Vorsitzender der konservativen EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, den Druck auf die Firmen und verlangt die Bildung einer europaweiten "Pharma-Allianz". Weber sagte "Bild am Sonntag": "Jede mögliche Produktionsstätte muss auf Corona-Impfstoffe umgestellt werden. Zugelassene Impfstoffe müssen im Notfall auch mit einer Zwangslizensierung von anderen produziert werden. Selbst der Aufbau neuer Produktionskapazitäten in staatlicher Hand ist eine Option."

    02.20 Uhr: China höchster Anstieg bei Neuinfektionen in sechs Tagen

    Die chinesische Gesundheitsbehörde meldet 92 neue Coronavirus-Fälle. Das ist der höchste Anstieg bei den Neuinfektionen seit dem 24. Januar. Die Behörde teilt mit, 73 Fälle seien lokalen Ursprungs. In China, wo die weltweite Seuche zuerst registriert wurde, steigt damit die Zahl der bekannten Infizierten auf 89.522.

    02.00: Umfrage - Nur 36 Prozent wollen sich mit Astrazeneca impfen lassen

    Nach Diskussionen um den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca reagieren die Bürger einer Umfrage zufolge sehr skeptisch auf dieses Mittel. Lediglich 36 Prozent würden sich mit diesem Präparat gegen Corona impfen lassen, wie aus einer Kantar-Umfrage für "Bild am Sonntag" hervorgeht. 45 Prozent hingegen lehnen den Impfstoff ab. 19 Prozent sind demnach unsicher. Obwohl das Mittel in der Europäischen Union ohne Altersbeschränkung zugelassen wurde, soll dieser Impfstoff in Deutschland nach dem Willen von Gesundheitsminister Jens Spahn nicht an Menschen ab 65 Jahren verimpft werden.

    01.00 Uhr: US-Seuchenbehörde meldet rund 30 Millionen Impfungen

    Die US-Seuchenbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang fast 30 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien knapp 50 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

    00.30 Uhr: Weltweit über 102 Millionen Infizierte und zwei Millionen Tote

    Weltweit haben sich über 102,18 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind mehr als 2,2 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 25,99 Millionen Infektionen und 437.107 Toten.

    00.02 Uhr: Giffey schlägt Corona-Ampel für zügige Öffnung von Kitas vor

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat eine Corona-Ampel für eine zügige Öffnung der Kitas vorgeschlagen. Nach dem 14. Februar müsse es "echte Öffnungsperspektiven bei Kitas und Schulen" geben, sagte Giffey der "Bild am Sonntag". "Unser Vorschlag ist eine Kita-Ampel, bei der erst mal die Situation in den einzelnen Kitas den Ausschlag gibt." Mit diesem Plan könne ein Großteil der Kitas wieder geöffnet werden. Zudem sei es dadurch möglich, "verantwortungsvoll und gezielt anhand des Infektionsgeschehens" in den einzelnen Einrichtungen zu reagieren.

    In Giffeys Modell sollen drei Kriterien über den Kita-Betrieb entscheiden: die Anzahl der infizierten Personen, die Anzahl der Kinder in Quarantäne und die Anzahl der Erzieher in Quarantäne. "Ist niemand infiziert und weniger als zehn Prozent der Kinder und des Personals in Quarantäne, steht die Ampel auf Grün", sagte Giffey. In diesem Fall könne eine Kita den Regelbetrieb wieder aufnehmen.

    "Auf Gelb schaltet die Ampel, wenn eine Person infiziert und eine Kindergartengruppe oder maximal ein Viertel des Personals in Quarantäne sind", sagte Giffey weiter. In diesem Fall sei ein eingeschränkter Regelbetrieb mit begrenzten Öffnungszeiten vorgesehen. Die rote Stufe werde erreicht, wenn zwei Menschen an Corona erkrankt und mehr als 25 Prozent des Personals oder mehr als eine Kindergruppe in Quarantäne seien. "Dann wird die Einrichtung geschlossen und nur noch Notbetreuung gewährt", sagte Giffey.

    Nicht gelten soll die Ampel nach Angaben der Ministerin in Gebieten mit zu hohen Fallzahlen: "Ist das Infektionsgeschehen in dem Kreis oder der Stadt sehr hoch, über einer Inzidenz von 200, oder wenn sich die Corona-Mutation aggressiv ausbreitet, kann es in allen Kitas nur die Notbetreuung geben." Ihren Plan möchte Giffey dem Bericht zufolge in der kommenden Woche mit ihren Ministerkollegen aus den Länder beraten.

    Samstag, 30. Januar 2021

    22.37 Uhr: Cuba verhängt Quarantäne für Einreisende

    Bei der Einreise nach Kuba gilt künftig eine verpflichtende Quarantäne. Touristen und im Ausland lebende Kubaner müssten sich ab 6. Februar auf eigene Kosten in einem Hotel isolieren und dort fünf Tage lang bleiben, bevor sie sich freitesten können, sagte der kubanische Chef-Epidemiologe Francisco Durán. Nach Hause zurückkehrende Kubaner sollen auf Staatskosten in eigenen Quarantänezentren untergebracht werden. Ausnahmen soll es für Diplomaten und einige Geschäftsreisende geben, die sich zu Hause isolieren können.

    Bereits bei der ersten Corona-Welle im Frühjahr war eine solche verpflichtende Quarantäne in Kuba eingeführt worden und hatte dazu beigetragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Im November waren unter anderem die Flughäfen wieder für Touristen geöffnet worden. Im Januar stiegen dann die Zahlen wieder deutlich an. Am Freitag wurden in Kuba 910 Neuinfektionen und drei Todesfälle gemeldet. Seit März gab es auf der Inselnation mit ihren mehr als elf Millionen Einwohnern gut 25.600 bestätigte Infektionen und 213 Todesfälle.

    22.24 Uhr: BayernSPD verschiebt Parteitag wegen Corona

    Die BayernSPD verschiebt ihren Parteitag vom 20. März auf den 24. April. Das hat der SPD-Vorstand bei seiner virtuellen Sitzung beschlossen, so eine Partei-Sprecherin zum BR. Wegen der Corona-Pandemie werden die Delegierten wird voll digital über die Nachfolge der scheidenden Vorsitzenden der BayernSPD, Natascha Kohnen, entscheiden. Ursprünglich sollte auf "Satellitenveranstaltungen" in allen sieben Regierungsbezirken per Urnenwahl abgestimmt werden.

    Für die Kohnen-Nachfolge kandidieren zur Zeit zwei Teams: Der amtierende Generalsekretär der BayernSPD, der Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch mit seiner Wunsch-Generalsekretärin, Ramona Greiner. Und der Landtagsabgeordnete Florian von Brunn mit Ronja Endres. Sie wollen die Partei als Doppelspitze führen.

    Für weitere Bewerber galt bisher der 5. Februar, also sechs Wochen vor dem Parteitag, als letzte Möglichkeit für eine Kandidatur um den SPD-Vorsitz in Bayern. Jetzt haben Interessenten entsprechend mehr Zeit sich zu bewerben.

    21.30 Uhr: Neuinfektionen in Frankreich steigen

    In Frankreich verzeichnen die Behörden einen Anstieg der Neuinfektionen binnen 24 Stunden auf 24.392 Fälle von 22.858 am Freitag. In Krankenhäusern starben binnen 24 Stunden 242 Menschen mit oder an dem Coronavirus. 27.242 Erkrankte werden stationär behandelt.

    20.44 Uhr: Gerüchte über Nebenwirkungen zurückgewiesen

    Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts, Thomas Mertens, hat Befürchtungen zurückgewiesen, eine Impfung gegen das Corona-Virus könne sich negativ auf die weibliche Fruchbarkeit auswirken.

    Auf einer virtuellen Veranstaltung für Pflegekräfte bezeichnete er entsprechende Gerüchte als "blanken Unsinn". Schwangere Frauen würden bisher nur deshalb nicht geimpft, weil noch nicht genügend Daten für eine Empfehlung vorlägen. Aber bisher gebe es keine Hinweise auf negative Auswirkungen.

    Ähnlich äußerte sich der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Cichutek. Er könne solche Behauptungen in das "Reich der Fake-News" verwiesen, sagte Cichutek. Auf der Veranstaltung hatten leitende Pflegekräfte über Verunsicherung beim Personal berichtet. Sie forderten verständliche und verlässliche Informationen zu dem Thema.

    20.23 Uhr: Einzigem Zoo droht Schließung

    Der einzige Zoo Griechenlands gerät im langen Corona-Winter immer mehr in finanzielle Probleme. "So wie die Dinge stehen können wir noch einen Monat durchhalten", sagte Gründer und Geschäftsführer Jacques Lesueur der Nachrichtenagentur AP. "Wie es danach weitergeht, wissen wir nicht."

    Seit fast drei Monaten ist der Attische Zoologische Park in Spata außerhalb von Athen wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Weil es weder zahlende Besucher noch, wie bei anderen Zoos in Europa, genug staatliche Unterstützung gibt, wird das Geld, um die rund 2.000 Tiere zu füttern, immer knapper.

    Anders als andere im Lockdown geschlossene Unternehmen haben Zoos weiter große Betriebskosten, ohne dass Geld in die Kasse kommt. "Wir sperren zu, aber wir sperren nicht zu", sagte Lesueur. Unter anderem müssten einige Tierpfleger weiter arbeiten und die Tiere gefüttert und medizinisch versorgt werden. Pro Monat kämen da mehr als 200.000 Euro zusammen.

    19.45 Uhr: Italien empfiehlt Astrazeneca bis 55 Jahre

    Die italienische Arzneimittelbehörde empfiehlt den seit Freitag in der EU zugelassenen Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca nur für Erwachsene bis zum Alter von 55 Jahren. In Übereinstimmung mit den Empfehlungen der EU-Arzneimittelbehörde EMA sei das Vakzin in Italien zwar zugelassen, erklärte die Behörde. Menschen über 55 Jahre und besonders anfällige Menschen sollten jedoch bevorzugt mit den auf mRNA-Technologie basierenden Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna geimpft werden.

    Zur Begründung erklärte die Behörde, es bestünden "gewisse Unsicherheiten" über die Wirksamkeit des Mittels bei älteren Menschen, da diese Altersgruppe bei den klinischen Test nur "schlecht vertreten" gewesen sei.

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland empfieht den Astrazeneca-Impfstoff für Menschen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren.

    19.13 Uhr: Streit um Lockdown in Israel

    Sechs Wochen nach Beginn der Impfkampagne in Israel haben bereits rund drei Millionen Menschen im Land die Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das ist etwa ein Drittel der Bevölkerung. Rund 1,7 Millionen Israelis seien bereits zweimal geimpft worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Gleichzeitig blieben die Infektionszahlen in dem kleinen Mittelmeerland hoch. 6.435 neue Fälle wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden verzeichnet.

    Israel hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner, in Deutschland leben etwa neun Mal so viele Menschen. Zum Vergleich: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 12.321 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. In Deutschland haben rund 1,8 Millionen Menschen eine Erstimpfung und mehr als 460.000 eine Zweitimpfung erhalten.

    Die Infektionszahlen in Israel sind insbesondere in den ultraorthodoxen jüdischen und den arabischen Bevölkerungsteilen hoch. Seit drei Wochen gilt in dem Land ein Lockdown, gegen den es allerdings immer wieder Verstöße gibt. Wegen eines Streits zwischen dem rechtskonservativen Likud des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie dem Mitte-Bündnis Blau-Weiß von Verteidigungsminister Benny Gantz könnten die Maßnahmen aufgehoben werden. Gantz fordert eine Verschärfung der Strafen für Regelverstöße als Bedingung für eine Verlängerung.

    19.10 Uhr: Südafrika beschlagnahmt angebliches Corona-Mittel

    Zollbeamte in Südafrika haben binnen zwei Wochen hunderttausende Tabletten eines Antiparasitikums beschlagnahmt, das als angebliches Heilmittel gegen das Coronavirus verkauft werden sollte. Wie die Polizei mitteilte, wurden "Tabletten, bei denen es sich vermutlich um Ivermectin handelt" im Wert von umgerechnet rund 330.000 Euro am Flughafen von Johannesburg sichergestellt.

    Sechs Verdächtige, die aus Indien eingereist waren, wurden demnach wegen des Transports von nicht deklarierten Medikamenten und der Einfuhr von nicht lizenzierten Medikamenten verhaftet.

    Ivermectin, das unter anderem zur Behandlung der Krätze eingesetzt wird, ist eines von vielen als angebliches Corona-Heilmittel angepriesenen Medikamenten. Obwohl Experten darauf hinweisen, dass es keine Belege für eine Wirksamkeit gibt, ist die Nachfrage nach dem Mittel zuletzt stark gestiegen.

    18.52 Uhr: Verringerte Lieferung und Mehrlieferung

    Verringerte Impfstofflieferungen des Biotechkonzerns Moderna werden in Deutschland nach Angaben des Gesundheitsministeriums durch Mehrlieferungen anderer Hersteller mehr als ausgeglichen. Während Moderna 43.200 Dosen weniger liefere als geplant, lieferten BioNTech und AstraZeneca den Bundesländern bis zum 22. Februar 1.747.000 Impfdosen mehr als bisher geplant, erklärt das Ministerium auf Twitter.

    Zuvor beklagte der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher auf Twitter Minderlieferungen von Moderna: "Wie soll man da die Impfungen planen?" In den vergangenen Tagen sprachen bereits Moderna selbst und mehrere europäische Länder von Lieferengpässen des US-Konzerns.

    18.40 Uhr: Flugverkehr kaum eingeschränkt

    Die deutschen Einreisesperren für Menschen aus mehreren Ländern mit gefährlichen Coronavirus-Varianten haben bisher wenig Auswirkungen auf den Flugverkehr. Die Lufthansa will ihre Verbindungen nach Portugal, Irland, Großbritannien, Südafrika und Brasilien nicht einschränken, ergaben Anfragen der Deutschen Presse-Agentur. Da die Verordnung Ausnahmen vorsieht - darunter für Deutsche, in Deutschland lebende Ausländer sowie Transitpassagiere - gebe es genügend Menschen, die fliegen dürften. Die Bundesregierung hatte gestern beschlossen, dass bis zum 17. Februar niemand mehr aus Virusvarianten-Gebieten einreisen darf.

    18.34 Uhr: Briten wollen mit EU bei Impfstoff zusammenarbeiten

    Der britische Staatsminister Michael Gove hat der Europäischen Union Zusammenarbeit bei deren Schwierigkeiten mit der Lieferung von Impfstoffen zugesagt. Priorität habe für London die Impfung der eigenen Bevölkerung, machte der Minister zunächst deutlich und fuhr dann fort: "Wir wollen aber auch mit unseren Freunden und Nachbarn in der Europäischen Union zusammenarbeiten, um ihnen auch zu helfen".

    Hintergrund ist der Streit zwischen der EU-Kommission und dem britisch-schwedischen Impfstoffhersteller Astrazeneca über dessen Lieferschwierigkeiten. Das Unternehmen hatte Verzögerungen damit begründet, dass es Probleme bei Werken in den Niederlanden und Belgien gebe. Die Produktion für Großbritannien bleibe aber unbeeinträchtigt, weil London sich habe zusichern lassen, dass die Produktion im eigenen Land zuerst nur dem eigenen Impfprogramm zu Gute kommen soll, so Astrazeneca-Geschäftsführer Pascal Soriot. Das sorgte auch deshalb für Empörung, weil die Briten seit Monaten Impfstoff von Pfizer und Biontech aus europäischer Herstellung erhalten. Die EU hatte daraufhin einen Kontrollmechanismus für die Ausfuhr der Präparate eingeführt.

    Für Irritationen sorgte, dass Brüssel in einem am Freitagabend veröffentlichten Dokument die Auslösung eines Notfallmechanismus aus dem Brexit-Abkommen erwägte. Damit sollte auch die Kontrolle der Ausfuhren vom EU-Mitglied Irland in die britische Provinz Nordirland ermöglicht werden.

    17.40 Uhr: Italien meldet 12.715 Neuinfektionen und 421 Tote

    In Italien haben die Behörden binnen 24 Stunden 12.715 Neuinfektionen registriert. Das seien etwas weniger als am Freitag mit 13.574 Ansteckungsfällen, teilt das Gesundheitsministerium mit. 421 Menschen seien binnen 24 Stunden mit oder an dem Coronavirus gestorben. Am Tag zuvor wurden 477 weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt starben in Italien 88.279 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Das ist der zweithöchste Wert in Europa nach Großbritannien und weltweit der sechsthöchste. Mehr als 2,54 Millionen Menschen wurden bislang positiv auf das Virus getestet.

    17.05 Uhr: Nur noch sieben freie Intensivpflege-Betten in Portugal

    In Portugal, wo die britische Corona-Variante grassiert, gibt es nach Daten des Gesundheitsministeriums nur noch sieben freie Betten für die Intensivpflege. Von 850 solcher Betten auf dem Festland, die für Covid-19-Patienten bereitstehen, sind 843 belegt. Für die zehn Millionen Einwohner gibt es zudem 420 Intensivpflege-Betten, die aber für andere Krankheitsfälle reserviert sind. Nach Angaben des Ministeriums wurden binnen 24 Stunden 12.435 Neuinfektionen und 293 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Bislang wurden über 711.000 Infektions- und 12.179 Todesfälle registriert.

    16.50 Uhr: Spahn: Astrazeneca-Impfstoff an Jüngere verimpfen

    Die Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs gegen das Coronavirus wird nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht zu einer grundlegenden Änderung der Impf-Reihenfolge führen. Spahn sagte am Samstag in Berlin, "wir werden grundsätzlich festhalten an der Priorisierung". Die Impfverordnung werde aber an die Altersempfehlung für den neuen dritten Impfstoff angepasst werden.

    Spahn äußerte sich bei einer virtuellen öffentlichen Veranstaltung für Pflegekräfte und pflegende Angehörige, auf der mehr als 3.000 Fragen zu den Corona-Schutzimpfungen gestellt wurden. Spahn sagte, auch in den beiden höchsten Impfgruppen der Priorität 1 und 2 gebe es zahlreiche 18- bis 64-jährige Menschen, die mit dem Astrazeneca-Impfstoff immunisiert werden könnten. Dabei handelt es sich um professionelle Pflegekräfte in der ersten Gruppe sowie etwa pflegende Angehörige, die in der zweiten Gruppe sind.

    Die Europäische Arzneimittelagentur hatte den Astrazeneca-Impfstoff am Freitag ohne eine Altersbeschränkung zugelassen. Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut empfiehlt aber, das Vakzin in Deutschland nur an 18- bis 64-Jährige zu verimpfen, weil für die Wirkung bei älteren Menschen noch nicht genügend Daten vorliegen.

    16.09 Uhr: Geldstrafe für Bayern-Profi Tolisso wegen neuem Tattoo

    Fußball-Profi Corentin Tolisso vom FC Bayern München muss wegen seines neuen Tattoos und eines Verstoßes gegen die Corona-Vorgaben des Vereins eine Geldstrafe zahlen. "Dieser Verstoß ist sehr ärgerlich und auf keinen Fall zu tolerieren. Wir werden Corentin Tolisso daher mit einer empfindlichen Geldstrafe belegen, den Betrag werden wir für soziale Zwecken spenden", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge in einer Vereinsmitteilung vom Samstag. Der 26 Jahre alte Franzose Tolisso hatte sich diese Woche eine Tätowierung stechen lassen und damit nach Angaben der Münchner gegen die Corona-Vorgaben des Club verstoßen.

    15.07 Uhr: Vatikan öffnet Museen und Sixtinische Kapelle wieder für Besucher

    Nach fast dreimonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie will der Vatikan seine Museen und Kirchen wieder öffnen. Die Vatikanischen Museen einschließlich der Sixtinischen Kapelle sind ab Montag wieder für Besucher zugänglich, wie die Museumsleitung am Samstag ankündigte. Die pandemiebedingte Schließung war die längste seit dem Zweiten Weltkrieg.

    "Die Museen des Papstes erwarten Sie mit Freude!", hieß es in der Erklärung der Museumsleitung. Die Zeit der Schließung sei für Wartungs- und Renovierungsarbeiten genutzt worden, unter anderem für das sorgfältige Abstauben der Fresken in der Sixtinischen Kapelle, die aus dem 15. Jahrhundert stammen.

    14.30 Uhr: Variante in Südafrika schmälert Impfstoff-Wirksamkeit

    Klinische Impfstoff-Studien in Südafrika zeigen Wissenschaftlern zufolge, dass die dort aufgetretene Virus-Variante die Wirksamkeit der Präparate verringert. Untersucht wurde die Effizienz der beiden Vakzine von Novavax und Johnson&Johnson, die vorläufige Ergebnisse veröffentlichten. Die Impfstoffe waren demnach deutlich weniger wirksam bei Probanden in Südafrika, wo die ansteckendere Variante weit verbreitet ist, als in Ländern, in denen die Mutation weniger häufig nachgewiesen wurde. "Eindeutig haben die Mutanten einen verringernden Effekt auf die Wirksamkeit der Vakzine", sagt Anthony Fauci, der Direktor des US-Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten.

    14.00 Uhr: Ramelow plädiert für Corona-Fahrplan bis Ostern

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow spricht sich vor dem Impfgipfel am Montag für eine längerfristig angelegte Corona-Politik aus. "Meine Perspektive ist keine Lockerungsdebatte, sondern ein Fahrplan, der uns über Monate hinweg eine Perspektive gibt", sagt der Linken-Politiker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Dazu gehören ein Kriterienkatalog, was bei bestimmten Inzidenzen geschieht, und medizinische Versorgungskapazitäten." Eine Debatte über Lockdown und Lockerungen führe nicht weiter. Der Fahrplan solle möglichst bis Ostern gelten. "Dabei sollten wir auch die Langzeitwirkungen für jüngere Menschen nicht aus dem Blick verlieren."

    13.40 Uhr: Präsenzunterricht für Handwerks-Abschlussklassen

    Zur Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfungen kehren bayerische Auszubildende in Handwerksberufen ab Montag in den Präsenzunterricht zurück. "Handwerker werden an der Werkbank ausgebildet", sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) in München. Distanzunterricht funktioniere hier nicht. "Es wäre schmerzhaft gewesen, wenn durch mangelnde Prüfungsvorbereitungen Auszubildende ihren Abschluss nicht geschafft hätten", sagte Aiwanger.

    Neben 19.000 Auszubildenden im bayerischen Handwerk betrifft die Regelung auch Abschlussklässler in Berufen der Industrie- und Handelskammer. Abschlussklassen an Gymnasien sowie Fach- und Berufsoberschulen im Freistaat starten ab Montag in den Wechselunterricht.

    12.48 Uhr: Söder schlägt staatliche "Not-Impfstoffwirtschaft" vor

    Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert kurz vor dem Impfgipfel eine höhere Produktion von Vakzinen und schlägt eine staatlich gelenkte "Not-Impfstoffwirtschaft" vor. "Ich bekenne mich zur sozialen Markwirtschaft", sagte der CSU-Chef. Es gebe aber wegen der Corona-Pandemie eine Notlage, die auf längere Sicht die Marktwirtschaft fundamental beschädigen könne. "Deshalb sollte es eine Not-Impfstoffwirtschaft geben, in der der Staat klare Vorgaben macht. Wir brauchen also mehr Produktionskapazitäten und schnellere Genehmigungsverfahren."

    Zudem müsse überprüft werden, ob auch andere Impfstoffe zulässig seien, verlangte Söder. "Die europäischen Zulassungsbehörden sollten schnellstens auch den russischen und chinesischen Impfstoff prüfen." Wenn diese sicher und effizient seien, sollten auch sie genutzt werden.

    Bislang sind in der Europäischen Union die Vakzine von Moderna und Biontech/Pfizer zugelassen. Am Freitag gab die EU zudem grünes Licht für den Impfstoff von AstraZeneca.

    12.03 Uhr: Kinderärzte fordern Impfungen für chronisch kranke Kinder

    Kinder und Jugendliche mit chronischen Krankheiten sollen bei der Priorisierung der Corona-Impfungen vorgezogen- das fordert der Vorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach. "Sie sollten also in die gleiche Gruppe kommen, wie erwachsene chronisch Kranke", sagte Fischbach dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Samstag). Er warnte vor der Gefahr eines schweren Covid-19-Verlaufes auch in dieser Altersgruppe. Deshalb bräuchten sie "so schnell wie möglich den Impfschutz". Der Mediziner forderte die Politik auf, Forschung und Zulassungsstudien für kindgerechte Corona-Impfstoffe zu fördern.

    11.40 Uhr: CDU-Politiker warnt vor Einreisen mit gefälschten Corona-Tests

    Der CDU-Innenpolitiker Patrick Sensburg hat vor Einreisen nach Deutschland mit gefälschten Corona-Tests gewarnt. "In Ländern wie Russland, Ukraine, Türkei oder Ägypten gibt es inzwischen einen großen Markt für gefälschte Tests", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Fälschungen kosteten rund ein Viertel eines echten Tests. "Wenn Personen mit gefälschten Corona-Tests einreisen, besteht ein hohes Risiko, dass Krankheitserreger und auch die Mutation des Corona-Virus eingeschleppt werden", so Sensburg.

    11.30 Uhr: In USA Maskenpflicht für Verkehrsmittel

    Die US-Seuchenbehörde CDC ordnet das Tragen von Masken in Verkehrsmitteln, die zwischen den Bundesstaaten fahren oder fliegen, und an Verkehrsknotenpunkten an. Dies umfasse ab Montag Flugzeuge, Züge, Nahverkehr, Taxis, Züge, Mitfahrdienste und U-Bahnen, teilt die CDC mit. Werde keine Maske getragen, verstoße das gegen Bundesgesetze. Privatautos und Lastwagen mit einem Fahrer seien von der Regelung ausgenommen.

    11.25 Uhr: Ökonomen fordern Prämie für Impfstoff-Lieferungen

    Pharmaunternehmen sollten nach Ansicht von Ökonomen mit Prämien zur schnelleren Lieferung von Corona-Impfstoffen bewegt werden. "Angesichts der immensen Kosten, die der Gesellschaft durch die Pandemie und die Lockdowns in ganz Europa entstehen, sollte diese Prämie sehr hoch sein", verlangen die Wirtschaftsexperten Clemens Fuest, Präsident des ifo-Instituts in München, und Daniel Gros, Mitglied des Vorstands am Centre for European Policy Studies (CEPS) in Brüssel, in einem am Samstag veröffentlichten Beitrag.

    Beide kritisierten die ihrer Ansicht nach wenig verbindlichen Bedingungen in den Verträgen mit den Pharmaherstellern wie Astrazeneca und Biontech, "die nun zu einem schleppenden Verlauf der Impfmaßnahmen führen". Die zusätzlichen Kosten könnten sich auf einige Milliarden Euro belaufen. "Die Prämien rechnen sich dennoch, denn sie wären immer noch sehr viel günstiger als ein längerer Lockdown wichtiger Teile der EU mit ihrer jährlichen Wirtschaftsleistung von 14 Billionen Euro", sagte Fuest. "Dazu kommen die langfristigen Kosten für die Schließung von Schulen und - nicht zuletzt - der Verlust von Menschenleben."

    11.20 Uhr: Vietnam erteilt Astrazenecas Corona-Impfstoff Zulassung

    Vietnam hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie dem Impfstoff von Astrazeneca eine Zulassung erteilt. Das teilte am Samstag das Gesundheitsministerium in Hanoi mit. Nach früheren Regierungsangaben will das südostasiatische Land rund 30 Millionen Dosen zur Immunisierung der Bevölkerung kaufen. Vietnam befürchtet erstmals seit Monaten einen größeren Corona-Ausbruch.

    Bislang ist das Land mit mehr als 95 Millionen Einwohnern dank strikter Maßnahmen extrem glimpflich durch die Krise gekommen. Es wurden nur 1.739 Fälle gemeldet, 35 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

    11.05 Uhr: Weitere fünf Millionen Impfdosen bis 22. Februar erwartet

    Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werden laut der Hersteller Biontech, Moderna und Astrazeneca bis zum 22. Februar mindestens weitere fünf Millionen Impfdosen an die Bundesländer geliefert. Das teilte das Ministerium am Samstag auf Twitter mit. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach von guten Nachrichten nach einem schwierigen Start.

    Nach Angaben des Ministeriums wurden seit Beginn der Impfkampagne vor fünf Wochen in Deutschland über 3,5 Millionen Impfdosen ausgeliefert und 2,2 Millionen verimpft.

    11.00 Uhr: Bayerischer Wirtschaftsverband ruft erneut zu Homeoffice auf

    Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw), Bertram Brossardt, hat Unternehmen erneut dazu aufgerufen, mehr Homeoffice umzusetzen. "Wir stehen zur weitreichenden Nutzung von Homeoffice/mobilem Arbeiten zur Eindämmung der Corona-Pandemie", sagte Brossardt laut einer Mitteilung am Samstag.

    Bossardt verwies auf eine aktuelle vbw-Umfrage, wonach 72 Prozent der Beschäftigten, bei denen Homeoffice möglich ist, tatsächlich von zu Hause aus arbeiteten. Ob Homeoffice angeboten werden könne, entscheide allerdings zunächst der Arbeitgeber, der auch das unternehmerische Risiko trage.

    Nach den Worten von Bayerns Arbeitsministerin Carolina Trautner (CSU) gehe es deshalb jetzt darum, "auch die Arbeitgeber zu erreichen, die hinsichtlich Homeoffice bislang zögerlich sind". Es bestehe noch Luft nach oben, betonte sie am Samstag.

    10.58 Uhr: In Norwegen dürfen manche Geschäfte wieder öffnen

    Norwegen kündigt die Lockerung von einigen Beschränkungen für die Region rund um die Hauptstadt Oslo an. Ab dem 3. Februar dürften manche Geschäfte wieder öffnen und einige Freizeitaktivitäten würden wieder erlaubt, kündigt Gesundheitsminister Bent Hoeie an.

    10.55 Uhr: Vatikanische Museen ab Montag wieder geöffnet

    Nach monatelanger Schließung wegen der Corona-Pandemie öffnen die Vatikanischen Museen ab Montag wieder. Nach 88 Tagen werde der Lockdown für die päpstlichen Sammlungen "endlich" beendet, teilte der weltberühmte Touristenmagnet am Samstag via Instagram mit. Eine Online-Registrierung ist erforderlich. Direktorin Barbara Jatta hatte den Schritt bereits vor zwei Wochen angekündigt, "wenn die Bedingungen es zulassen". Angesichts der geringen Besucherzahlen, die in den nächsten Monaten zu erwarten seien, sehe sie keinerlei Ansteckungsgefahr. Ausschlaggebend sei aber die Entscheidung der italienischen Regierung. Die erlaubte es jüngst, Museen und Ausstellungen in Regionen mit niedrigem Ansteckungsrisiko wieder zu öffnen.

    10.44 Uhr: Merkel wirbt bei Familien um Geduld in der Corona-Krise

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Corona-Krise angesichts des Lockdowns als "gewaltigen Kraftakt" für Familien bezeichnet und um Geduld geworben. "Noch sind wir nicht so weit, Kitas und Schulen wieder öffnen zu können", sagte sie in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. Aber: "Je konsequenter wir uns jetzt verhalten, auf Kontakte verzichten und da, wo sie unumgänglich sind, Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Masken tragen, desto schneller wird das wieder möglich sein."

    Der Lockdown ist derzeit bis Mitte Februar befristet. "Wir setzen alles daran, Kitas und Schulen als Erstes wieder öffnen zu können, um den Kindern ein Stück ihres gewohnten Alltags wiederzugeben und um Familien zu entlasten", so Merkel. Zwar gingen die Infektionszahlen zurück, gleichzeitig gebe es aber eine sehr reale Gefahr durch die hochansteckenden Virusmutationen.

    Am Donnerstag will Merkel ihre digitalen Bürgerdialoge fortsetzen und sich mit Müttern und Vätern über deren Erfahrungen in der Corona-Pandemie austauschen.

    10.30 Uhr: Kassenärzte: Massive Zunahme verhaltensauffälliger Kinder

    Die Kassenärzte warnen vor den Folgen des wochenlangen Corona-Lockdowns für Kinder und fordern, die Schulen so rasch wie möglich wieder zu öffnen. "Schon jetzt berichten Kinderärzte und Jugendtherapeuten über eine massive Zunahme von Kindern, die verhaltensauffällig sind", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Kein Wunder, wenn sie über Wochen keine anderen Kinder zum Spielen und keine strukturierten Tage mehr haben."

    Gassen bekräftigte seine Forderung, die strengen Einschränkungen bald zu lockern: "Schulen sollten so schnell wie vertretbar wieder geöffnet werden. Wir vernichten sonst Bildungschancen der Kinder." In Schulen kämen zwar viele Menschen zusammen, als "Infektionstreiber" seien sie bisher aber nicht wirklich aufgefallen.

    "Wenn wir genug Impfstoff haben, bekommen wir die Pandemie in den Griff. Schon im Sommer wird sich die Lage entspannen, Corona ist ein saisonales Virus," erklärte Gassen weiter.

    10.01 Uhr: Grütters fordert bei Corona-Lockerungen rasche Öffnung von Museen

    Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, bei Lockerungen der Corona-Maßnahmen Museen schnell wieder zu öffnen. "Die Kultureinrichtungen waren die ersten, die geschlossen wurden", sagte Grütters den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. "Sie dürfen nicht die letzten sein, die wieder öffnen. Das gilt ganz besonders für die Museen."

    Diese böten mit ihren Angeboten "geistige Anregungen" und holten so "viele vereinsamte und verstörte Menschen" wieder ins Leben zurück, zeigte sich die Ministerin überzeugt. "Deshalb sollten sie bei den nächsten Lockerungen ganz oben auf der Liste stehen." Mit ihren Hygiene-Konzepten seien Museen "bestens auf einen Corona-gerechten Publikumsverkehr vorbereitet", sagte Grütters.

    Der derzeitige harte Corona-Lockdown in ganz Deutschland gilt laut Beschluss von Bund und Ländern vorerst noch bis zum 14. Februar. Vor allem wegen der Sorge vor mutierten Coronavirus-Varianten ist unklar, ob es bereits danach zu ersten Lockerungen kommt.

    09.42 Uhr: Acht Landkreise und Städte in Bayern unter Inzidenzwert von 50

    Die Behörden in Bayern haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 1.930 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Acht Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat lagen nach den am Samstag veröffentlichten Zahlen unter dem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, fünf aber noch über 200. Den höchsten Wert hatte der Landkreis Tirschenreuth mit 294,3.

    115 neue Todesfälle wurden in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. In Bayern sind seit Beginn der Pandemie 400.504 Infektionen und 10.344 Corona-Tote gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Bayern lag laut RKI bei 91,1.

    09.35 Uhr: Über 12.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter

    Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 12.321 Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 2.205.171.

    Nach Angaben des RKI wurden zudem 794 Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 56.546.

    Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI auf rund 1.911.800. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ging weiter zurück und lag am Samstag bei 90,9. Am Donnerstag war dieser Wert erstmals seit drei Monaten unter die Marke 100 gesunken.

    08.45 Uhr: EU sollte Prämie für früher gelieferte Impfstoffe zahlen

    Ifo-Präsident Clemens Fuest schlägt eine Prämie der Europäischen Union für Pharmaunternehmen vor, die früher Impfstoffe liefern. Die zusätzlichen Kosten könnten sich auf einige Milliarden Euro belaufen, schreibt er in einem gemeinsam mit Daniel Gros vom Brüsseler CEPS-Institut verfassten Papier. "Die Prämien rechnen sich dennoch, denn sie wären immer noch sehr viel günstiger als ein längerer Lockdown wichtiger Teile der EU", erläutert Fuest. Die Prämie sollte zu Beginn ein Vielfaches des bislang vereinbarten Preises betragen und im Laufe der Zeit sinken. Auf diese Weise hätten die Unternehmen einen starken Anreiz, die Produktion hochzufahren.

    08.13 Uhr: Bis zu 30.000 Zuschauer täglich bei Australian Open erlaubt

    Trotz Corona-Pandemie sollen bis zu 30.000 Menschen pro Tag der Tenniselite bei den am 8. Februar beginnenden Australian Open zusehen dürfen. Das kündigte der Sportminister des Bundesstaats Victoria, Martin Pakula, am Samstag auf Twitter an. "Es wird die bedeutendste internationale Veranstaltung mit Menschenmassen sein, die die Welt seit vielen, vielen Monaten gesehen hat", fügte er in einem Fernsehstatement hinzu. Der erste Grand Slam des Jahres beginnt wegen der Pandemie drei Wochen später als üblich. Mit dabei sind auch die Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic und Ashleigh Barty sowie die Deutschen Alexander Zverev und Angelique Kerber.

    Für die ersten acht Tage des Turniers solle die Kapazität im Melbourne Park auf 30 000 Zuschauer pro Tag und Nacht gedeckelt werden, in den letzten sechs Tagen solle die Zahl auf 25 000 Besucher pro Tag sinken, sagte Pakula. Insgesamt würden so rund 390 000 Menschen erwartet. Das seien etwa 50 Prozent des Durchschnitts verglichen mit den letzten drei Jahren, sagte er.

    Derzeit gibt es in Victoria 23 mit dem Coronavirus infizierte Menschen, die sich in Quarantäne befinden. In den vergangenen 24 Stunden kam nur ein neuer Fall hinzu. Australien ist bisher vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. In dem Land mit rund 25 Millionen Einwohnern wurden laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität bislang rund 28.800 Ansteckungen und 909 Todesfälle registriert. Vor Weihnachten hatte es während rund sieben Wochen überhaupt keine nachgewiesenen Neuinfektionen gegeben.

    08.01 Uhr: WHO-Team besucht zweite Klinik in Wuhan

    Auf der Suche nach den Ursprüngen des Coronavirus haben Experten der Weltgesundheitsorganisation zwei Krankenhäuser im chinesischen Wuhan besichtigt. Die Geschichten aus dem Krankenhaus Jinyintan seien recht ähnlich zu denen gewesen, "die ich von unseren Ärzten auf der Intensivstation gehört habe", twitterte die niederländische Virologin Marion Koopmans am Samstagmittag (Ortszeit). Ihr Kollege und ebenfalls Mitglied des WHO-Teams, der Zoologe Peter Daszak, nannte den Besuch eine "wichtige Gelegenheit", direkt mit den Medizinern zu sprechen, die zu Beginn des Ausbruchs im Einsatz gewesen seien.

    Die WHO untersucht die Herkunft des Virus. Das Krankenhaus Jinyintan in Wuhan war eines der ersten Kliniken der Stadt, das Anfang 2020 mit dem damals noch unbekannten Virus infizierte Patienten behandelte. Daher ist es wichtig, um den Verlauf der Epidemie in China zu untersuchen. Am Freitag hatten die WHO-Experten bereits chinesische Wissenschaftler getroffen und eine erste Klinik besucht, das Krankenhaus für integrierte traditionelle chinesische und westliche Medizin.

    Die Untersuchung ist politisch aufgeladen, weil China vermeiden möchte, dass ihm Schuld an Fehlern zu Beginn des Virusausbruchs gegeben wird. Dass ein einziger Besuch von Wissenschaftlern die Herkunft des Virus bestimmen wird, ist unwahrscheinlich. Normalerweise braucht es Jahre, um eine womöglich von Tieren auf den Menschen übertragene Krankheit zu erforschen.

    06.11 Uhr: FDP kritisiert neue Einreisebeschränkungen

    FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff hat die nationalen Einreisebeschränkungen zum Schutz vor besonders ansteckenden Coronavirus-Varianten kritisiert. "Die Ausbreitung der neuen Corona-Mutanten muss gebremst werden, aber pauschale Einreiseverbote sind nicht der richtige Weg", sagte Lambsdorff der "Rheinischen Post". Mutationsgebiete müssten ausgewiesen und klar benannt werden. "Dann muss die Einreise von dort so reduziert werden, dass verbindlich alle Einreisenden noch am Flughafen getestet werden können", sagte Lambsdorff.

    Aus Sorge vor den Gefahren durch mutierte Coronavirus-Varianten gelten seit Samstag weitreichende Einreisesperren nach Deutschland aus Staaten, in denen diese Varianten stark verbreitet sind. Nach einem Kabinettsbeschluss vom Freitag gilt bei Reisen aus diesen Ländern bis zum 17. Februar ein grundsätzliches Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schifffahrtsunternehmen.

    Betroffen sind Reisende aus Großbritannien, Irland, Portugal, Brasilien und Südafrika. Ausnahmen gibt es für Menschen, die in Deutschland wohnen.

    Freitag, 29. Januar 2021

    22.45 Uhr: Dow Jones knickt ein - Enttäuschung über Impfstoff von Johnson & Johnson

    An der Wall Street hat sich die Stimmung nach dem kurzen Lichtblick vom Donnerstag wieder stark verdüstert. Alle wichtigen Aktienindizes lagen heute jeweils rund zwei Prozent im Minus. Als Gründe für die Talfahrt wurden unter anderem sowohl die Furcht vor Marktverwerfungen durch den Aufbau spekulativer Positionen bei einzelnen Aktien genannt als auch die Enttäuschung über den Impfstoff von Johnson & Johnson.

    Der Covid-19-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson (J&J) hat einer weltweiten Studie zufolge eine Wirksamkeit von 66 Prozent. Eine höhere Wirksamkeit von 72 Prozent zeigte das Vakzin in einer Studie in den USA, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

    Die unterschiedlicheren Studienergebnisses hängen offenbar auch mit den ansteckenderen Virusvarianten zusammen. In Südafrika, wo eine solche festgestellt wurde, zeigte der Impfstoff nur eine Wirksamkeit von 57 Prozent. In Lateinamerika lag diese bei 66 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte im vergangenen Jahr einen Mindestwert von 50 Prozent für eine mögliche Zulassung festgelegt.

    Die Konkurrenten Biontech/Pfizer und Moderna haben mit ihren bereits zugelassenen Impfstoffen - die auf der sogenannten Boten-RNA (mRNA) und damit einer völlig neuen Technologie basieren - eine hohe Messlatte gelegt. Sie zeigten in den entscheidenden Studien eine Wirksamkeit von 95 beziehungsweise gut 94 Prozent.

    21.14 Uhr: Italien kündigt trotz Sorgen der Experten Lockerungen an

    Italien will trotz Bedenken von Experten ab Montag die Beschränkungen in zahlreichen Regionen lockern. Elf von ihnen würden von orangen Zonen in gelbe umgestuft, teilt das Gesundheitsministerium mit. Damit dürfen dort etwa Gaststätten tagsüber öffnen. Ein Berater des Ministeriums, Walter Ricciardi, hat vor einigen Tagen im Gegenteil einen "echten Lockdown" gefordert, um nicht Zustände wie in Spanien oder Portugal heraufzubeschwören. Hintergrund ist die Sorge über neue, ansteckendere Virus-Varianten.

    20.54 Uhr: Impfstreit - Nordirland wirft EU "Akt der Feindschaft" vor

    Nordirlands Regierungschefin Arlene Foster hat der EU einen "Akt der Feindschaft" im Zusammenhang mit dem Corona-Impfstoffstreit vorgeworfen. Mit der Kontrolle der Exporte von in EU-Ländern produzierten Impfstoffen schaffe die EU eine harte Grenze zwischen Nordirland und Irland, wie sie das Nordirland-Protokoll eigentlich verhindern solle, schrieb Foster auf Twitter. Dies sei ein "unglaublicher Akt der Feindschaft" und ein "aggressives und beschämendes Vorgehen". Sie werde Premierminister Boris Johnson zum Handeln aufrufen. Durch das von London und Brüssel ausgehandelte Nordirland-Protokoll ist der zu Großbritannien gehörende Landesteil trotz des Brexits noch enger an die EU gebunden und folgt weiter den Regeln des EU-Binnenmarkts. Exportkontrollen zwischen der EU und Nordirland würden dieser Regelung widersprechen. Im Zuge des Streits um Lieferkürzungen des Impfstoffherstellers Astrazeneca hatte die EU angekündigt, den Export von Impfstoffen künftig streng zu überwachen und gegebenenfalls auch zu stoppen. Pharmakonzerne, die auch mit der EU Lieferverträge geschlossen haben, müssen künftig Ausfuhrgenehmigungen beantragen. Die EU bezieht sich in einer Erklärung auf Artikel 16 des Nordirland-Protokolls, der einseitige Schutzmaßnahmen bei unerwarteten negativen Auswirkungen der Einigung erlaubt. Im konkreten Fall will sich die EU damit davor schützen, dass über Nordirland als Hintertür doch unreguliert Impfstoffdosen nach Großbritannien gelangen.

    20.51 Uhr: Frankreich verschärft Maßnahmen

    Frankreich kündigt angesichts der Gefahr durch die neuen Virus-Varianten schärfere Maßnahmen an. Zwar sei gegenwärtig kein neuer Lockdown nötig, sagt Ministerpräsident Jean Castex. Allerdings werde der Reiseverkehr mit Nicht-EU-Staaten ab Sonntag gestoppt, innerhalb der EU werde ein Test benötigt. Zudem würden dann auch Einkaufspassagen geschlossen, in denen keine Lebensmittel verkauft werden. Die Polizei werde Verstöße gegen die Ausgangssperre und verbotene Partys ahnden.

    20.48 Uhr: Schwesig - Keine Lockerung, "eher Verschärfungen" von Corona-Auflagen

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat Hoffnungen auf rasche Lockerungen von Corona-Auflagen eine Absage erteilt. Sie sehe die Mutationen des Coronavirus mit ganz großer Sorge, sagte die SPD-Politikerin am Abend in einem ARD-"Extra". "Dann, glaube ich, reden wir weniger über Lockerungen, sondern eher über Verschärfungen", betonte Schwesig.

    Verärgert zeigte sich Schwesig über die schleppenden Lieferungen von Corona-Impfstoffen. Es stehe fast alles still, weil Impfstoff fehle. Die Europäische Union habe zu spät und zu wenig bestellt. "Das ist wirklich bitter", sagte die SPD-Politikerin. Vor dem Impfgipfel am Montag forderte sie von der Bundesregierung mehr Klarheit und Verbindlichkeit. Man müsse vor Ort wissen, wann welche Lieferung komme.

    20.29 Uhr: Tschechien schließt Grenzen weitgehend für Ausländer

    Tschechien ermöglicht Ausländern die Einreise von Samstag an nur noch in notwendigen Fällen. Darauf wies das Außenministerium in Prag am Abend hin. Ausnahmen gelten unter anderem für Dienstreisen, unerlässliche Familienbesuche, die Teilnahme an Beerdigungen sowie unaufschiebbare Behördenbesuche, wie aus einem Regierungsbeschluss hervorgeht. Wer in Tschechien ein Ferienhaus besitzt, kann dieses vorerst nicht mehr zur Erholung nutzen. Die Ausreise bleibt möglich.

    Für Deutsche ändert sich damit praktisch nicht viel: Bereits seit dem 18. Dezember gilt infolge der Ausgangsbeschränkungen, dass Aufenthalte in Tschechien nur noch mit einem triftigen Reisegrund möglich sind. Weil die Bundesrepublik als Corona-Risikogebiet eingestuft wird, muss zudem ein Einreiseformular ausgefüllt und dem zuständigen Gesundheitsamt ein negativer PCR-Test vorgelegt werden.

    Die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis hat sich besorgt über die Gefahren durch neue Virusmutationen gezeigt. Vor kurzem wurde erstmals die britische Variante in dem EU-Mitgliedstaat nachgewiesen. Die Behörden meldeten am Freitag 7.937 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden. Seit Pandemiebeginn gab es 972.642 bestätigte Infektionen und 16.072 Todesfälle.

    19.47 Uhr: Holetschek begrüßt Astrazeneca-Zulassung

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek begrüßt die Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zur bedingten Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca in der EU. Er verlangte am Abend in München zugleich, ein Augenmerk auf die Priorisierung bei der Vergabe von Impf-Terminen zu lenken.

    "Es ist grundsätzlich eine gute Nachricht, wenn wir drei zugelassene Impfstoffe in der EU zur Verfügung haben", sagte der Minister. Mit Blick auf Großbritannien fügte er hinzu: "Positiv ist auch, dass wir uns die Zeit nehmen, die Impfstoffe in einem ordentlichen Verfahren zu prüfen und nicht auf Notzulassungen setzen." Das sei wichtig, um Vertrauen in den Impfstoff zu stärken.

    Beim Thema Impfstoffverteilung und Priorisierung solle in Bayern eine neue Kommission helfen. Sie soll Einzelfälle prüfen. "Seltene Erkrankungen müssen bei der Impfpriorisierung berücksichtigt werden. Denn Einzelfälle sind auch immer Einzelschicksale - und jedes einzelne verdient unsere volle Aufmerksamkeit", sagte Holetschek.

    19.35 Uhr: Über Hälfte der Moskowiter hatten bereits Infektion

    In Moskau hatten bereits über die Hälfte der Einwohner eine Coronavirus-Infektion. Das gibt der Bürgermeister der russischen Hauptstadt bekannt.

    19.29 Uhr: Insgesamt mehr als 75.000 Corona-Tote in Frankreich

    In Frankreich hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 75.000 überschritten. Die Regierung gibt 820 neue Fälle von Patienten bekannt, die mit oder an dem Virus gestorben sind. Damit werden insgesamt 75.620 Corona-Tote registriert. In der EU sind nur in Italien mit über 87.000 Fällen mehr Menschen dem Virus erlegen.

    19.28 Uhr: Astrazeneca will Lieferungen an die EU möglichst schnell erhöhen

    Im Impfstoffstreit mit der EU bemüht sich der Hersteller Astrazeneca um versöhnliche Töne. "Wir arbeiten 24/7 daran, die Kapazitäten zu erhöhen", sagte Astrazeneca-Chef Pascal Soriot am Abend in einer Videoschalte zu Journalisten. Man tue alles, um die Produktion des Vakzins zu beschleunigen und möglichst schnell viele Impfdosen nach Europa zu liefern. In den nächsten Tagen werde die erste Charge mit den ersten Millionen Dosen geliefert. Außerdem sollten Lieferketten weiter aufgerüstet werden und "Material" nach Europa verlagert werden - Details wollte Soriot dazu jedoch nicht nennen. Anfängliche Probleme bezeichnete Soriot als "Kinderkrankheiten", die man bald gelöst haben werde.

    Zwischen der EU-Kommission und Astrazeneca hatte sich in den vergangenen Tagen ein offener Streit zugespitzt. Wegen angeblicher Produktionsprobleme sollen große Mengen des Impfstoffes für Deutschland und andere EU-Länder erst Wochen oder Monate später geliefert werden, wie der Konzern angekündigt hatte. Die EU hatte insgesamt 400 Millionen Impfdosen geordert.

    19.23 Uhr: EU-Behörde EMA gibt grünes Licht für AstraZeneca-Impfstoff

    Die EU-Kommission hat den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca zugelassen. Das teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Abend im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Zuvor hatte die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) die bedingte Marktzulassung des Mittels für alle ab 18 Jahren empfohlen.

    19.14 Uhr: Auch Moderna liefert vorübergehend weniger Corona-Impfstoff

    Nun hat auch der US-Hersteller Moderna vorübergehende Lieferengpässe bei seinem Corona-Impfstoff eingeräumt. Man habe "kurzfristig angepasste Lieferschätzungen" herausgegeben, bestätigte das Unternehmen am Abend. Dennoch würden alle Lieferverpflichtungen im ersten Quartal eingehalten.

    Zuvor hatte Italien bekannt gegeben, im Februar zunächst weniger Dosen von Moderna zu bekommen als erwartet. Regierungskommissar Domenico Arcuri sagte in Rom, das US-Unternehmen habe mitgeteilt, dass es eine Reduktion um 20 Prozent geben solle. Eine Moderna-Sprecherin wollte auf Nachfrage keine Details nennen.

    18.51 Uhr: Astrazeneca - Dürften die meisten Probleme im Werk behoben haben

    Nach Aussage des Astrazeneca-Chefs Pascal Soriot dürften die meisten Probleme in dem Werk behoben sein, das die EU beliefert. Die Produktivität dürfte sich bald erhöhen, man sei komplett auf eine höhere Fertigung für die EU fokussiert. Natürlich gebe es hier und da Probleme und Verzögerungen bei der Produktion, sagt Soriot weiter.

    18.39 Uhr: In New York dürfen Restaurants zum Valentinstag wieder öffnen

    In den USA beschließt New York die Wiedereröffnung von Restaurants zum Valentinstag. Allerdings darf nur ein Viertel der Kapazität ausgenutzt werden, teilt Gouverneur Andrew Cuomo mit. Er rechtfertigt die Lockerung mit einer leichten Besserung der Pandemie-Lage. Der Tag der Verliebten ist traditionell einer der umsatzstärksten Tage in der amerikanischen Gastronomie.

    18.37 Uhr: Kanada schränkt Reisen wegen Virusmutationen weiter ein

    Kanada hat in der Corona-Pandemie aus Sorge vor einer Verbreitung der Virusmutationen weitere Reisebeschränkungen erlassen. Ab Sonntag bis mindestens zum 30. April seien Flüge zu Zielen in der Karibik und Mexiko gestrichen, sagte Premierminister Justin Trudeau bei einer Pressekonferenz. Normalerweise fliegen viele Kanadier in den kalten Wintermonaten südwärts.

    Alle internationalen Flüge können ab der kommenden Woche nur noch in den Metropolen Toronto, Vancouver, Montreal und Calgary landen, wie Trudeau weiter bekanntgab. Nach der Landung müssten sich Reisende auf das Virus testen lassen und währenddessen bis zu drei Tage auf eigene Kosten in einem Hotel aufhalten.

    Im zweitgrößten Land der Erde, wo etwa 37 Millionen Menschen leben, haben sich bislang mehr als 765.000 Menschen mit dem Virus infiziert.

    18.35 Uhr: WHO kritisiert Ausfuhrbeschränkungen bei Corona-Impfstoff

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ausfuhrbeschränkungen für Corona-Impfstoffe kritisiert. "Das ist ein Besorgnis erregender Trend", sagte Mariangela Simao, zuständig für Medikamente und Impfstoffe, am Freitag in Genf. "Das ist weder der öffentlichen Gesundheit noch irgendeinem Land zuträglich." Vielfach kämen Bestandteile von Impfstoffen aus mehreren Ländern. Solche Beschränkungen könnten am Ende für alle Länder Nachteile bringen.

    Nach dem Streit mit der Pharmafirma Astrazeneca über den Umfang der Impfstoff-Lieferung hat die EU heute per Verordnung eine strenge Kontrolle von in der EU produzierten Corona-Impfstoffen angeordnet. Sie gilt ab diesem Samstag. Pharmakonzerne, die auch mit der EU Lieferverträge geschlossen haben, müssen künftig Ausfuhrgenehmigungen beantragen.

    18.33 Uhr: Staat nimmt 2020 deutlich weniger Steuern ein

    Der Staat hat im vergangenen Jahr infolge der Corona-Krise deutlich weniger Steuern eingenommen. Das Steueraufkommen von Bund, Ländern und Gemeinden - ohne Gemeindesteuern - sank im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent auf rund 682 Milliarden Euro. Das geht aus dem am Freitag vorgelegen neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor. Das Minus fiel weniger stark aus als bei der Steuerschätzung vorhergesagt.

    18.02 Uhr: Stiko empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff bis zu Alter von 64 Jahren

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt für Deutschland die Anwendung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca für Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahre. Diese Empfehlung veröffentlichte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Abend im Internet. Laut Stiko liegen für die Beurteilung der Impfeffektivität bei älteren Menschen bisher keine ausreichenden Daten vor.

    Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte am Nachmittag grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca in der EU gegeben und die Zulassung des Vakzins zur Verimpfung an alle Menschen ab 18 Jahren empfohlen.  

    17.52 Uhr: Griechische Regierung nimmt Corona-Lockerungen zum Teil zurück

    Zwei Wochen nach einer leichten Lockerung des Lockdowns ist die griechische Regierung heute wieder zurückgerudert. Bereits von Samstag an müssen Geschäfte in jenen Regionen wieder für Kundenverkehr schließen, in denen ein starker Anstieg der Fälle verzeichnet wird. Dazu gehört auch Attika samt der Hauptstadt Athen. Die betroffenen Läden dürfen aber weiterhin mit der Methode "Click and Collect" Waren verkaufen.

    Am Plan, die Schulen vollständig zu öffnen, hält die Regierung fest - allerdings werden auch hier in stark betroffenen Regionen Abstriche gemacht, wie der Corona-Krisenstab am Abend im Staatsfernsehen mitteilte. In den sogenannten Roten Regionen soll zwar die Mittelstufe wieder zur Schule dürfen, Oberstufenschüler müssen aber weiterhin digital unterrichtet werden. Kindergärten und Grundschulen sind bereits seit zwei Wochen geöffnet.

    Insgesamt bleiben die Corona-Zahlen in Griechenland vergleichsweise niedrig; am Freitag wurden für die rund 11 Millionen Einwohner 941 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet. Allerdings hat sich diese Zahl der täglichen Neuinfektionen damit in den vergangenen zwei Wochen verdoppelt. Es gehe bei den Einschränkungen für Geschäfte und Schulen vor allem darum, die erhöhte Mobilität der Menschen einzudämmen, die maßgeblich zum Anstieg der Zahlen beigetragen habe, hieß es.

    17.44 Uhr: Frankreichs Wirtschaftsleistung bricht wegen Corona-Krise ein

    Frankreichs Wirtschaftsleistung ist im vergangenen Jahr wegen der Corona-Krise um 8,3 Prozent eingebrochen. Das berichtete das nationale Statistikamt Insee am Freitag in einer ersten Schätzung. 2019 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone im Vorjahresvergleich noch um 1,5 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Die deutsche Volkswirtschaft ist 2020 um fünf Prozent geschrumpft.

    16.54 Uhr: Ungarn bestellt fünf Millionen Dosen Corona-Impfstoff aus China

    Das EU-Land Ungarn bestellt fünf Millionen Dosen des in der EU nicht zugelassenen chinesischen Impfstoffs Sinopharm. Das gab Außenminister Peter Szijjarto auf seiner Facebook-Seite bekannt. Die Oberste Amtsärztin Cecilia Müller hatte zuvor erklärt, dass Sinopharm in Ungarn eine Notzulassung erhalten habe.

    Es war nicht klar, ob die ungarische Arzneimittelbehörde OGyEI ein eigenes Überprüfungsverfahren durchgeführt hat. Seit Donnerstag ist ein solches nicht mehr notwendig. An jenem Tag hatte Ministerpräsident Viktor Orban eine Verordnung erlassen, die es ermöglicht, nicht in der EU zugelassene Impfstoffe gegen das Coronavirus unter bestimmten Bedingungen ohne Prüfung durch die eigenen Behörden in Ungarn einzusetzen. Sinopharm erfüllt nach Szijjartos Darstellung diese Voraussetzungen. Der Impfstoff wurde bereits mehr als einer Million Menschen gespritzt und gelangt bereits in mehr als drei Ländern, darunter dem EU-Kandidatenland Serbien, zum Einsatz.

    16.44 Uhr: Deutschland beschränkt Einreisen aus Großbritannien, Portugal und Irland

    Die Bundesregierung beschränkt ab Samstag die Einreise aus den europäischen Ländern Großbritannien, Portugal und Irland drastisch. Aus der Verordnung, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlag, geht hervor, dass ein weitgehendes Beförderungsverbot für Personen aus diesen drei Staaten sowie Brasilien und Südafrika zunächst bis zum 17. Februar gilt. Ausnahmen gibt es nur für Personen mit Wohnsitz oder Aufenthaltsrecht in Deutschland, die aus diesen Ländern zurückkehren, Transitpassagiere sowie einige andere Fälle wie reinen Frachtverkehr oder etwa medizinisch notwendige Flüge. Solche Fälle müssten der Bundespolizei mindestens drei Tage vorher angezeigt werden.

    Die Maßnahmen sollen die Ausbreitung der in diesen Ländern verbreiteten Corona-Virus-Mutationen verhindern helfen.

    16.42 Uhr: Klinik-Mitarbeiter appellieren mit Videos an Bevölkerung

    Beschäftigte des Klinikums Nürnberg haben Videos erstellt, um auf die Gefährlichkeit des Coronavirus aufmerksam zu machen. Unter dem Titel "Bitte nehmt Corona ernst!" entstanden 14 einminütige Videos, in denen Ärzte, Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte und Reinigungspersonal des Klinikums mit internationalen Wurzeln in der jeweiligen Landessprache die aktuelle Situation auf den Stationen schildern und zur Einhaltung der Corona-Regeln auffordern.

    Oberarzt Dr. Matthias Baumgärtel hat die Kampagne mitinitiiert. "Die Idee, dass man noch mehr aufklären muss, kam mir an einem Tag, an dem sehr viele Covid-Patienten neu auf die Station kamen. Wir konnten sie nur deswegen aufnehmen, weil so viele gestorben waren", sagt Baumgärtel und mahnt: "Bei den Überlebenden sehen wir langwierige Verläufe. Nach wochenlangen Aufenthalten auf unserer Station müssen viele erst wieder lernen zu gehen. Das kann keiner wollen."

    Laut Angaben des Klinikums Nürnberg könne auch bei den derzeit leicht sinkenden Infektionszahlen keine Entwarnung gegeben werden. Das Krankenhaus befinde sich im Krisen Modus und im Zustand des Pandemie-Alarmfalls, der im vergangenen Dezember ausgerufen wurde.

    16.33 Uhr: Wegen Corona deutlich weniger Migration in die EU

    Die Zahlen der Asylanträge sowie der unerwünschten Grenzübertritte in die EU sind im vergangenen Jahr coronabedingt deutlich zurückgegangen. Mit 114.300 irregulären Grenzübertritten zwischen Januar und November habe es ein Sechs-Jahres-Tief gegeben, teilte die EU-Kommission mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei dies ein Rückgang um zehn Prozent.

    Die Anzahl der Asylanträge lag zwischen Januar und Oktober demnach sogar 33 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Insgesamt waren es 390.000 Anträge - 349.000 davon Erstanträge.

    Die EU-Kommission veröffentlichte ihre Angaben auf Grundlage neuer Daten etwa der UN, der EU-Statistikbehörde Eurostat oder der EU-Grenzschutzagentur Frontex. Aktuelle Daten zur legalen Migration in die EU sollten zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Allerdings sei auch da ein deutlicher Rückgang zu erwarten, hieß es.

    16.28 Uhr: Impfstoffstreit: Panne bei Veröffentlichung von Astrazeneca-Vertrag

    Der EU-Kommission ist bei der Veröffentlichtung ihres Rahmenvertrags mit dem Impfstoffhersteller Astrazeneca am Freitag eine schwere Panne unterlaufen. Die auf Wunsch des Unternehmens geschwärzten Passagen in dem Dokument waren in einer ersten Version über die Lesezeichen-Funktion des Acrobat Reader lesbar. Es handele sich um einen technischen Fehler, hieß es aus Kommissionskreisen. Die veröffentlichte Version wurde später ersetzt.

    Eine Reaktion von Astrazeneca lag zunächst nicht vor. Die Kommission hatte auf Veröffentlichung des Vertrags gedrungen. Hintergrund ist der Streit um die von Astrazeneca angekündigte Kürzung bei der Lieferung von Corona-Impfstoff an die EU im ersten Qurartal.

    16.21 Uhr: EMA empfiehlt Zulassung der Astrazeneca-Impfung für alle Erwachsenen

    Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca in der EU gegeben. Sie empfehle die Zulassung des Vakzins des britisch-schwedischen Konzerns zur Verimpfung an alle Menschen ab 18 Jahren, erklärte die EU-Behörde heute. Sie gab den Impfstoff damit auch für ältere Menschen frei, obwohl es zuvor Zweifel an der Wirksamkeit des Präparats bei diesen gegeben hatte.

    16.18 Uhr: EU-Behörde macht Weg für Astrazeneca-Impfstoff frei

    Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca in der EU empfohlen. Sie gelte für Personen ab 18 Jahren, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung muss nun die EU-Kommission treffen - das gilt als Formsache.

    16.05 Uhr: EU beschließt Exportkontrollen für Impfstoffe bis Ende März

    Die EU kann künftig die Exporte von Corona-Impfstoffen überwachen und gegebenenfalls beschränken. Die EU-Kommission habe am Freitag eine entsprechende "Ausfuhrgenehmigungspflicht" beschlossen, sagte der für Außenhandel zuständige Kommissionsvize Valdis Dombrovskis in Brüssel. Alle Pharmakonzerne, die mit der EU Lieferverträge über Corona-Impfstoffe abgeschlossen haben, müssen demnach künftig Lieferungen an Drittstaaten in Brüssel anmelden.

    16.01 Uhr: Baxter füllt ab kommender Woche Biontech-Impfstoff ab

    Das Werk der US-Firma Baxter im westfälischen Halle wird nach Angaben des "Spiegel" ab kommender Woche Impfstoff der Firma BioNTech abfüllen. Binnen anderthalb Tagen sollen laut Produktionsplan, den das Magazin nach eigenen Angaben einsehen konnte, 166.600 Ampullen produziert werden. Vorausgesetzt sei, dass genügend von dem Wirkstoff des Mainzer Unternehmens geliefert werde. Baxter wollte auf Anfrage keine Stellung zu dem Bericht nehmen. Reuters hatte am 13. Januar berichtet, dass Baxter Ende Februar die Produktion aufnehmen wolle.

    15.40 Uhr: Nordrhein-Westfalen nimmt Erstimpfungen wieder auf

    Nordrhein-Westfalen beendet am Samstag die wegen der Lieferschwierigkeiten eingelegte Pause bei den Erstimpfungen. In den Alten- und Pflegeheimen können nach Angaben des Gesundheitsministeriums dann neue Erstimpfungen stattfinden. Die Buchungssysteme seien seit Donnerstagabend wieder freigeschaltet. Die Erstimpfungen waren am 19. Januar unterbrochen worden. Die Impfungen in den Krankenhäusern und Unikliniken sollen in der kommenden Woche wiederaufgenommen werden.

    15.15 Uhr: Kanzleramt erwartet 20,3 Mio Impfdosen bis Ende März

    Kanzleramtschef Helge Braun rechnet bis Ende März mit bis zu 20,3 Millionen Impfdosen. Dies sei abhängig von der Zulassung von weiteren Impfstoffen, sagt Braun "t-online". "Wenn diese erfolgreich verlaufen, können wir auf bis zu neun Millionen Dosen von den weiteren Herstellern hoffen." Im vergangenen Jahr habe Deutschland bereits 1,3 Millionen Dosen von Biontech bekommen, bis Ende März kämen zehn Millionen von Biontech und Moderna hinzu. Er rief die Bevölkerung auf, sich impfen zu lassen, sobald sie ein Angebot erhielten. Angesichts der aktuellen Lage sei es sinnvoll, dies schnell zu tun.

    14.47 Uhr: Zweites afrikanisches Land lässt Sputnik V-Impfstoff zu

    Der russische Impfstoff Sputnik V ist nach Angaben des russischen Investitionsfonds RDIF in einem zweiten afrikanischen Land zugelassen worden. Nach Algerien habe auch Guinea die Genehmigung erteilt, teilt RDIF mit. Erlaubt sei der Impfstoff unter anderem auch in Serbien, Venezuela, Argentinien und von der Palästinensischen Autonomiebehörde. Auch in der EU ist eine Zulassung beantragt worden.

    13.48 Uhr: Heil hält an Corona-Zuschlag für Hilfebedürftige fest

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hält an seiner Forderung nach einem "Corona-Zuschlag" etwa für Hartz-IV-Bezieher, Behinderte und Ältere in der Grundsicherung fest, um pandemiebedingte Mehrausgaben abzufedern. Dabei gehe es um etwa fünf Millionen Erwachsene und drei Millionen Kinder, sagt Heil. In der kommenden Woche werde es Gelegenheit geben, darüber in der Regierung und in der Koalition zu reden.

    13.35 Uhr: Start der Weltcupsaison im Triathlon verschoben

    Der Start des Triathlon-Weltcups wird sich wegen der Coronakrise verzögern. Wie der Weltverband World Triathlon mitteilte, wurde die Veranstaltung im mexikanischen Huatulco auf den 12. und 13. Juni verschoben. Eigentlich wären die Triathleten dort bereits am 17. und 18. April in ihre Weltcupsaison gestartet, stattdessen sollen die ersten Rennen der Serie nun erst am 8. und 9. Mai in Osaka/Japan stattfinden. Grund für die Verschiebung der Wettkämpfe in Huatulco sind die im Zuge der Pandemie in vielen Ländern geltenden Reisebeschränkungen.

    13.25 Uhr: Landratsamt Rhön-Grabfeld meldet fehlerhafte Corona-Testergebnisse

    Am Donnerstag wurden in dem Testzentrum im Landkreis Rhön-Grabfeld 88 Covid-Testungen auf Veranlassung vom Gesundheitsamt durchgeführt. Bei der Datenübertragung kam es zu einem Fehler. Dadurch wurden die Ergebnisse zum Teil verwechselt. Das teilte das Landratsamt Rhön-Grabfeld mit. Demzufolge wurde einige positiv und negativ getesteten Personen falsch informiert. Der Fehler wurde heute im Gesundheitsamt festgestellt. Alle Betroffenen wurden laut dem Landratsamt bereits telefonisch informiert. Unter den Getesteten waren acht Personen, die tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert wurden. Diese befanden sich laut dem Landratsamt bereits in Quarantäne und wurden rechtzeitig über den Fehler informiert, keine der betroffenen Personen hatte die Quarantänesituation verlassen. Der Landrat bittet die Betroffenen um Entschuldigung.

    13.15 Uhr: EU baut Corona-Ampel mit dunkelroten Zonen aus

    Für eine verstärkte Reisebegrenzung zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden in der Europäischen Union künftig Hochrisikogebiete als "dunkelrote" Zonen gekennzeichnet. Die Botschafter der EU-Staaten stimmten dem Vorschlag der Europäischen Kommission bei einem Treffen in Brüssel zu, wie Diplomaten Reuters mitteilten. Dies soll dazu beitragen, nicht unbedingt nötige Reisen zu minimieren und eine Verbreitung von infektiöseren Virus-Mutanten einzudämmen. Die Kennzeichnung gilt für Regionen mit mehr als 500 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen zwei Wochen. In der Europäischen Union gibt es bereits ein Ampelsystem zum Ausmaß der Corona-Ausbreitung in den 27 Mitgliedstaaten. Der größte Teil der EU ist bereits rot gekennzeichnet.

    13.05 Uhr: EU-Kommission veröffentlicht Impfstoff-Vertrag mit AstraZeneca

    Im Impfstoffstreit hat die EU-Kommission am Freitag ihren Rahmenvertrag mit dem Pharmakonzern AstraZeneca veröffentlicht. Wichtige Passagen des Dokuments vom August 2020 wurden allerdings unter Hinweis auf Geschäftsgeheimnisse geschwärzt. Darunter sind auch die für das erste Quartal vorgesehenen Liefermengen, um die seit Tagen ein heftiger Streit tobt. Die EU-Kommission begrüßte gleichwohl die Bereitschaft des Unternehmens zu mehr Transparenz. Dies sei wichtig, um Vertrauen der Europäer aufzubauen und sicherzustellen, dass sie sich auf Wirksamkeit und Sicherheit der Corona-Impfstoffe in der EU verlassen könnten. Die Kommission hoffe, alle Verträge mit Impfstoffherstellern veröffentlichen zu können. AstraZeneca hatte vor einer Woche mitgeteilt, dass die EU nach der erwarteten Zulassung im ersten Quartal nur einen kleinen Teil der bestellten Menge erhalten soll. Als Grund wurden Produktionsprobleme genannt. Die EU-Kommission drängt das Unternehmen, die Kürzung zurückzunehmen.

    12.50 Uhr: Moderna liefert weniger Impfdosen nach Italien als vereinbart

    Der US-Konzern Moderna liefert nach Angaben von Italiens Regierung weniger Impfdosen als vereinbart in das besonders stark von der Pandemie betroffene Land. Moderna habe soeben mitgeteilt, dass in der Woche nach dem 7. Februar nur 132.000 Einheiten eintreffen würden - 20 Prozent weniger als verabredet, sagt Corona-Beauftragter Domenico Arcuri. Italien hat bereits mit Lieferverzögerungen beim Pfizer/Biontech-Wirkstoff zu kämpfen. Aktuell fehlten Italien 300.000 Dosen, so Arcuri. "Impfstoffe sind keine Limonaden oder Knabberartikel, sie sind das einzige Gegenmittel für die dunkle Nacht, die seit einem Jahr anhält."

    12.45 Uhr: Höchste Dezember-Todeszahl seit Hongkong-Grippe 1969

    Im Dezember sind in Deutschland fast ein Drittel mehr Menschen gestorben als sonst für diesen Monat üblich. Nach vorläufigen Ergebnissen seien 106.607 Menschen gestorben, teilt das Statistische Bundesamt mit. Das seien 29 Prozent mehr als im Dezember-Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Im November hätten die Sterbefallzahlen den Durchschnitt der vier Vorjahre noch um zwölf Prozent übertroffen. Mehr als 100.000 Sterbefälle in einem Dezember habe es zuletzt mit 109.134 im Jahr 1969 gegeben: Damals seien die Zahlen durch die Hongkong-Grippe erhöht gewesen. Beim Robert-Koch-Institut seien für Dezember 2020 insgesamt 20.043 Todesfälle von Personen gemeldet worden, die zuvor laborbestätigt an Covid-19 erkrankt gewesen seien.

    12.40 Uhr: Paderborner Caritas gibt kostenlose FFP2-Masken für Bedürftige

    Eine kostenlose Versorgung bedürftiger Menschen mit FFP2-Masken fordert die Caritas im Erzbistum Paderborn. Der Ankündigung von Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD), jeweils zehn solcher Mund-Nasen-Bedeckungen an Grundsicherungsempfänger abzugeben, müssten rasch Taten folgen, sagte Diözesan-Caritasdirektorin Esther van Bebber am Freitag in Paderborn. Die Ausstattung von Bedürftigen mit den vorgeschriebenen medizinischen Masken dürfe nicht von Spenden der Zivilgesellschaft abhängig sein. Die Caritasdirektorin äußerte sich anlässlich einer Spende von 23.000 FFP2-Masken an den katholischen Sozialverband. Diese sollen in den kommenden Tagen an Bedürftige verteilt werden.

    Bei den Überlegungen zur Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr oder bei Arztbesuchen seien Menschen mit geringerem Einkommen schlicht übersehen worden, so van Bebber. Die jetzige Sofortunterstützung durch die Caritas könne nur eine "Erste Hilfe" sein. Bei den Masken handelt es sich den Angaben zufolge um eine Spende. Das Thema zeige, dass es insgesamt zu einer Überprüfung der aktuellen Hartz-IV-Regelsätze kommen müsse, sagte van Bebber. Die müssten in Notfällen wie der Corona-Krise auch unvorhersehbare Ausgaben ermöglichen. Eine größere Flexibilitätsreserve im Regelsatz sei dringend notwendig. Die Caritas-Direktorin rief auch zu Solidarität auf. Menschen am Rande der Gesellschaft, die aufgrund ihrer Lebenssituation besonders von der Coronakrise betroffen seien, dürften nicht aus dem Blick geraten.

    12.35 Uhr: Zahl der Langzeitarbeitslosen auf dem Weg zur Millionengrenze

    Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Deutschland wird laut dem Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, im Februar erstmals seit fünf Jahren die Zahl von einer Million übersteigen. Das kündigte Scheele am Freitag in Nürnberg an. In die Januar-Statistik, für die die Datenerfassung am 13. Januar endete, ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen, also Menschen, die seit mindestens einem Jahr auf Jobsuche sind, mit 990.000 angegeben. Insgesamt waren im Januar 2,901 Menschen in Deutschland ohne Job. Scheele machte deutlich, dass der Corona-Lockdown gepaart mit dem Strukturwandel in einigen Branchen wie etwa der Automobilindustrie insbesondere bei Helfern zu mehr Arbeitslosigkeit geführt habe. Die wenig Qualifizierten hätten es aber auch besonders schwer, wieder neue Arbeit zu finden. Von den 193.000 Menschen, die von Dezember 2020 auf Januar 2021 zusätzlich arbeitslos geworden seien, gingen 60.000 zu Lasten der Langzeitarbeitslosen. "Das ist schon ein enormer Anstieg", sagte Scheele.

    12.25 Uhr: Brüssel schließt generelle Exportbeschränkungen für Impfstoffe aus

    Die EU-Kommission schließt allgemeine Exportbeschränkungen für Corona-Impfstoffe aus. Das angekündigte System zur Erfassung und Genehmigung der Ausfuhren soll lediglich Klarheit über Produktionsmengen und Exporte bringen, wie Vizepräsident Valdis Dombrovskis am Freitag bei einer Online-Diskussion des Weltwirtschaftsforums sagte. Man rede nicht über Exportverbote oder Exportbeschränkungen. Die Notwendigkeit des Systems erklärte Dombrovskis mit dem Verhalten von Impfstoffherstellern in den vergangenen Wochen. "Leider handeln nicht alle Pharmaunternehmen im Geiste voller Transparenz", sagte er. Ziel sei es, die Konzerne zur Einhaltung ihrer vertraglichen Verpflichtungen zu bewegen. Exporte von Impfstoffen könnten damit nur untersagt werden, wenn Hersteller damit die EU unrechtmäßig benachteiligen. Ausfuhren in Entwicklungsländer im Rahmen der Covax-Initiative und für humanitäre Zwecke seien vollständig ausgenommen, sagte Dombrovskis.

    12.15 Uhr: Uber springt mit Gratis-Angebot in Debatte um Fahrten zu Impfzentren

    Während die Taxibranche darauf hofft, mit Fahrten zu Impfzentren einen Teil der Umsatzeinbußen der Corona-Krise auszugleichen, rückt Uber mit einem Gratis-Angebot vor. Der Fahrdienst-Vermittler bietet zunächst 10.000 Fahrten von bis zu 15 Euro für die erste Gruppe von Berechtigten. Bei einem höheren Fahrpreis muss die Differenz dazubezahlt werden. Uber übernehme die Kosten selbst, betonte das Unternehmen am Freitag. Etwa in Berlin können sich Ältere aktuell per Taxi auf Kosten des Landes zum Impfzentrum fahren lassen. Das Taxigewerbe stehe bereit, nach diesem Modell auch bundesweit zu arbeiten, hatte der Bundesverband Taxi und Mietwagen Anfang des Monats mitgeteilt. Das Gewerbe leidet nach Angaben des Verbands unter Umsatzeinbußen von bis zu 90 Prozent. Auch bei Uber drückt die Pandemie deutlich auf das Kerngeschäft mit Fahrdiensten, während es ein deutliches Plus bei der Essenszustellung im Teildienst Uber Eats gibt. Uber ist in Deutschland in Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Köln und München aktiv. Der Fahrdienst-Vermittler und die Taxibranche streiten bereits seit Jahren um den Wettbewerb im Markt.

    12.05 Uhr: Neuburger Stadtrat tagt trotz Corona weiter in voller Stärke

    Der Neuburger Stadtrat tagt trotz Corona weiter in voller Stärke. Entgegen einer Empfehlung des Innenministeriums stimmte eine knappe Mehrheit der Stadträte gegen die Bildung eines Ferienausschusses und damit gegen eine personelle Verkleinerung der Sitzungen. Die nächste Sitzung am 23. Februar findet damit wieder in voller Besetzung statt, bestätigt heute, 29.01.2021, Stadtsprecher Bernhard Mahler dem Bayerischen Rundfunk. Gegen die CSU als größte Fraktion bildete sich in dieser Frage eine Mehrheit aus Freien Wählern, Grünen, SPD sowie den Anhängern der AfD. Lediglich die einzige FDP-Stadträtin in Neuburg und der zweite Bürgermeister von den Freien Wählern unterstützten die Forderung der CSU nach einer Verkleinerung. Konkret stimmten 16 Stadträte gegen eine Verkleinerung und 13 dafür. Während die CSU-Mitglieder einheitlich davor warnen, dass Sitzungen in voller Besetzung das Infektionsrisiko erhöhen, verweisen die Oppositionspolitiker quer durch die Parteien auf die vorhandenen Sicherheitskonzepte. Sie wollen lieber in noch größere Räumlichkeiten ausweichen als auf die Präsenz zu verzichten.

    11.55 Uhr: Keine Beschlüsse beim Impfgipfel am Montag erwartet

    Bei einem sogenannten Fachgespräch von Bund und Ländern mit Impfstoffherstellern am Montag sind nach Worten von Regierungssprecher Steffen Seibert keine konkreten Beschlüsse zu erwarten. Es gehe um einen Austausch etwa zur Impfstoffproduktion, "ob da noch mehr möglich ist".

    11.50 Uhr: Griechenland verschiebt Öffnung von Oberschulen

    Angesichts wieder gestiegener Corona-Fallzahlen verschiebt Griechenland Pläne für eine Öffnung aller Hochschulen ab der kommenden Woche. Schulen in Hochrisikogebieten müssten den Fernunterreicht fortsetzen, sagt Vize-Bildungsministerin Zeta Makri dem staatlichen TV-Sender ERT. Einzelheiten sollen in Kürze folgen. Eigentlich wollte die Regierung am 1. Februar alle Oberschulen erstmals seit mehr als zwei Monaten wieder öffnen, da der Druck auf das Gesundheitssystem in den vergangenen Wochen nachgelassen hatte. Allerdings hat die Zahl der neuen Positiv-Tests seit Anfang der Woche wieder stark zugenommen und sich verdoppelt. Griechenland hat bereits mit ersten Lockerungen seit dem zweiten Lockdown im November begonnen und Grundschulen, Kindergärten, Einzelhandelsgeschäfte und Friseursalons wieder geöffnet.

    11.45 Uhr: Russland stellt EU 100 Millionen Impfdosen in Aussicht

    Russland könnte die Europäische Union offiziellen Angaben zufolge im zweiten Quartal mit 100 Millionen Dosen seines Coronavirus-Impfstoffs Sputnik V versorgen. Das sei genug, um 50 Millionen Menschen zu impfen, twittert der russische Staatsfonds RDIF, der das Vakzin im Ausland vertreibt. Der Impfstoff ist in der EU bislang nicht zugelassen.

    11.40 Uhr: 19 Tote nach Corona-Ausbruch in oberbayerischem Pflegeheim

    Nach einer massenhaften Infektion mit dem Coronavirus in einem Pflegeheim im oberbayerischen Markt Schwaben sind 19 Bewohner an oder mit dem Virus gestorben. Insgesamt waren seit Anfang Januar 63 Bewohner und 24 Mitarbeiter des Heims im Landkreis Ebersberg positiv auf das Coronavirus worden, wie eine Sprecherin des Landratsamtes am Freitag bestätigte. Derzeit seien noch 13 Bewohner und 13 Mitarbeiter aktiv infiziert.

    11.30 Uhr: Zinssenkung der EZB im Kampf gegen Pandemie unwahrscheinlich

    Eine weitere Absenkung der bereits rekordtiefen Schlüsselzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist Insidern zufolge derzeit unwahrscheinlich. Denn dies würde nur wenig dazu beitragen, die durch die Corona-Pandemie geschwächte Wirtschaft im Euro-Raum wieder anzuschieben, sagten fünf mit den Überlegungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Reihe von Gründen sprächen gegen eine Zinssenkung: Dazu zählten eine begrenzte Auswirkung auf die Realwirtschaft sowie ein Euro-Wechselkurs, der sich trotz des jüngsten Kursanstiegs immer noch im Rahmen bewege. Zudem könne der negative Einlagezins nicht mehr viel weiter gesenkt werden, da dies dann voraussichtlich mehr schaden als nutzen würde. Ein Notenbank-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu den Informationen ab. An den Finanzmärkten war in den vergangenen Tagen spekuliert worden, dass die EZB ihren negativen Einlagesatz noch tiefer ins Minus herabsetzen könnte, um einen Kursanstieg des Euro einzudämmen. Der Satz liegt aktuell bei minus 0,5 Prozent. Der Notenbank-Chef der Niederlande, Klaas Knot, hatte am Mittwoch gesagt, es gebe noch Spielraum für eine Zinssenkung. Beim Einlagesatz sei die Untergrenze noch nicht erreicht.

    13.35 Uhr: 350.000 Schnelltests für bayerisch-tschechische Grenzregion

    Mehr als 350.000 Corona-Schnelltests sind seit Beginn der verschärften Testpflicht an die Landkreise entlang der bayerisch-tschechischen Grenze geliefert worden. Die Tests für Grenzgänger seien "ein wichtiger Beitrag", um die weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen, betonte Gesundheitsminister Klaus Holetschek bei einem Besuch der Teststation in Waldmünchen (Landkreis Cham) am Freitag. Allein im Landkreis Cham seien seit Sonntag knapp 6.000 Tests bei Grenzgängern durchgeführt worden, sagte Landrat Franz Löffler (CSU). "19 Tests fielen positiv aus. Das sind zum Glück nicht viele, aber so können wir weitere Infektionsketten verhindern." Die Testpflicht sei "für alle nicht ganz einfach", räumte Löffler ein. Gerade zu Beginn der Woche musste viele der rund 4.500 Pendler aus Tschechien lange warten, mit mehr Möglichkeiten zum Testen habe sich die Situation an der Grenze aber entspannt. In den bayerisch-tschechischen Grenzregionen sollen nach Ankündigung des Ministeriums bald noch weitere Teststationen eingerichtet werden.

    11.25 Uhr: Ifo: Staatliche Hilfen bremsen Corona-Pleitewelle

    Die staatlichen Liquiditätshilfen haben die drohende Pleitewelle in der Coronakrise in Deutschland massiv gebremst. Das Münchner Ifo-Institut geht davon aus, dass ohne Gegenmaßnahmen vergangenes Jahr durch Insolvenzen Forderungen von 116,5 Milliarden Euro ausgefallen wären, wie es am Freitag mitteilte. Stattdessen kam es in den ersten zehn Monaten 2020 aber nur zu Ausfällen von 44,5 Milliarden Euro - wobei allein 12,5 Milliarden davon aus der Wirecard-Pleite stammen, die von Corona unabhängig war.

    11.20 Uhr: Mutation von Virus könnte Gesundheitsminister Spahn zufolge weitere Impfung nötig machen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält es für möglich, dass aufgrund von Mutationen des Coronavirus eine neue Impfung erforderlich ist. Zudem sei auch nicht klar, wie lange eine Impfung vorhalte und ob oder wann erneut geimpft werden müsse, sagt Spahn in Berlin. Insofern sei es vernünftig, längerfristig Impfstoffe bei den Herstellern zu bestellen.

    11.15 Uhr: Schwesig fordert mehr Klarheit bei Impfstoff-Lieferungen

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat angesichts des Impfstoffmangels bessere Planbarkeit gefordert. "Die Länder haben pünktlich ihre Impfzentren und mobilen Teams aufgebaut, die weit mehr Menschen impfen könnten, als das im Moment möglich ist", sagt die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post". "Wir brauchen bei der Lieferung der Impfstoffe mehr Klarheit und Verlässlichkeit." Zudem müsse man auch darüber reden, wie man in Deutschland mehr Impfstoff zur Verfügung bekomme. Insbesondere die Älteren müssten schneller geimpft werden.

    11.10 Uhr: Chinas Präsident will "neue Corona-Welle verhindern"

    Der chinesische Präsident Xi Jinping zeigt sich entschlossen, eine neue Corona-Welle im Land zu verhindern. China müsse sich auf verschiedene Herausforderungen vorbereiten, sagt Xi der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge. So sollten Notfallpläne aufgestellt werden für Ereignisse, die als "Schwarzer Schwan" oder als "Graues Nashorn" bezeichnet werden. Mit dem "Schwarzen Schwan" sind unvorhergesehene und unwahrscheinliche Ereignisse gemeint, mit dem "Grauen Nashorn" offensichtliche, aber unterschätzte Gefahren.

    11.05 Uhr: Bayerns Bibliotheken: Fast überall gibt es "Click & Collect"

    Die bayerischen Bibliotheken und Büchereien bieten in der Corona-Pandemie wieder kreative Ausleihsysteme an. Seit einem Kabinettsbeschluss von vergangener Woche können sie vorbestellte Medien nach dem "Click & Collect"-Prinzip zur Abholung bereitstellen. So bietet etwa die Münchner Stadtbibliothek seit diesem Mittwoch einen Abholservice, die Erlanger Stadtbibliothek plant dies ab Montag (1. Februar). Die meisten bayerischen Büchereien machen bereits in vielfältigen Spielarten davon Gebrauch - doch bei einigen hat sich auch ein Lieferservice bewährt, etwa in Nürnberg und Würzburg."Diesmal gute Nachrichten zu Wochenbeginn", twitterte das Team der Münchner Stadtbibliothek am Montag: In allen Stadtteilbibliotheken wird seit Mittwoch "Click & Collect" angeboten.

    10.55 Uhr: Gestiegenes Interesse an Kurzarbeit aufgrund von Corona-Pandemie

    Die Unternehmen in Deutschland haben wieder deutlich mehr Interesse an Kurzarbeit. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit haben die Unternehmen im Januar für 745.000 Personen Kurzarbeit angezeigt. Dabei handelt es sich um eine Absichtserklärung der Unternehmen. Wer davon tatsächlich in Kurzarbeit gehen wird, steht erst später fest. Nach den Worten von BA-Chef Detlev Scheele gab es von November bis Januar mehr Anzeigen auf Kurzarbeit als in der gesamten Finanzmarktkrise zusammen. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit habe nach dem bisherigen Höchststand im vergangenen April sukzessive abgenommen. Seit November steige sie aber wieder an. Nach hochgerechneten Zahlen befanden sich im November knapp 2,3 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Das sind allerdings noch deutlich weniger als im vergangenen April, da waren es knapp sechs Millionen. Die Kurzarbeit sorge auch dafür, dass weniger Menschen als befürchtet in die Grundsicherung abrutschten, so BA-Chef Scheele. Er appellierte an die Unternehmen, optimistisch und hoffnungsvoll zu bleiben. Die Hoffnung auf Besserung sei die Voraussetzung dafür, dass die Unternehmen das Instrument Kurzarbeit in Anspruch nähmen. Nun komme es auf das Impfen an, so Scheele weiter, das sei ein Wettlauf gegen die Zeit.

    10.45 Uhr: Wirtschaftswachstum ausgebremst

    Die erneuten Corona-Beschränkungen haben die Erholung der deutschen Wirtschaft Ende vergangenen Jahres gebremst. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im vierten Quartal 2020 nur minimal um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Dies teilte das das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mit. Einen deutlichen Rückgang gab es beim privaten Konsum, während die Warenexporte und die Bauinvestitionen die Wirtschaft stützten. Im Vorjahresvergleich schrumpfte die Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 2,9 Prozent.

    10.40 Uhr: ISU hält an WM-Austragung vorerst fest

    Der Eislauf-Weltverband ISU hält vorerst an einer Austragung der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften Ende März in Stockholm fest. Abhängig von den Meldezahlen soll am 2. März eine endgültige Entscheidung getroffen werden. Im Falle einer Absage müsste ersatzweise ein Qualifikations-Wettbewerb im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking organisiert werden. Im Vorfeld vergangener Winterspiele hatte eine solche Veranstaltung - in allerdings deutlich kleinerem Rahmen - mehrfach im September des olympischen Winters in Oberstdorf stattgefunden. Der eigentlich bereits für Dezember vergangenen Jahres geplante Olympia-Testwettkampf in der chinesischen Hauptstadt wurde nun für Mitte Oktober 2021 neu angesetzt.

    10.35 Uhr: Indien rechnet mit V-förmiger Konjunkturerholung von Corona-Krise

    Indien rechnet schon bald mit einer kräftigen Erholung der Wirtschaft von der Corona-Krise. Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Fiskaljahr, das am 1. April beginnt, wohl um elf Prozent wachsen, prognostiziert die Regierung. Es wäre das stärkste Plus seit der Liberalisierung der indischen Wirtschaft im Jahr 1991. Dabei setzt die Regierung auf den Erfolg der Impfkampagne und einen anziehenden Konsum. In dem im März zu Ende gehenden Fiskaljahr 2020/21 dürfte Asiens drittgrößte Volkswirtschaft wegen den Pandemie-Folgen allerdings mit einem Minus von 7,7 Prozent den stärksten Einbruch seit vier Jahrzehnten erleiden. Indien sei auf gutem Weg zu einer V-förmigen Erholung, erklärt die Regierung. Allerdings werde es zwei Jahre dauern, bis die Wirtschaft wieder das Vorkrisenniveau erreichen wird.

    10.15 Uhr: Leipziger Buchmesse erneut abgesagt

    Die Veranstalter hatten die diesjährige Leipziger Buchmesse bereits frühzeitig vom März in den Mai verlegt, um eine Absage zu verhindern. Doch nun wird doch die Notbremse gezogen - erneut. Die Bücherschau war bereits im vergangenen Jahr als eine der ersten Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Nach MDR-Informationen sollen trotzdem Lesungen in Leipzig oder digital stattfinden. Auch der Preis der Leipziger Buchmesse soll vergeben werden, in welcher Form ist derzeit aber noch unklar.

    10.05 Uhr: Zahl der Arbeitslosen in Deutschland steigt deutlich

    Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar deutlich gestiegen - um 193.000 auf 2.901.000. Die Quote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Als Grund für den Anstieg nannte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, die Winterpause. Der Arbeitsmarkt im Januar zeige sich weiter in einer robusten Verfassung, so Scheele, die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hinterließen aber Spuren. Diese Spuren zeigen sich, wenn man die aktuellen Arbeitsmarktzahlen mit dem Vorjahr vergleicht. In diesem Januar sind 475.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg binnen Jahresfrist um einen ganzen Prozentpunkt.

    9.45 Uhr: Söder fordert Einblick in EU-Impstoffverträge

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine Offenlegung sämtlicher Verträge zwischen der EU und Herstellern von Corona-Impfstoffen. Es gebe aktuell viele offene Fragen, sagte der CSU-Vorsitzende im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF". "Deshalb bräuchte es maximale Transparenz." Zur Frage, wer die Schuld für die derzeitigen Probleme trage, sagte Söder, die "operative Verantwortung" für die Impfstoffbeschaffung liege bei der EU. Dort sei unter anderem zu spät und bei zu wenigen Produzenten bestellt worden.

    09.30 Uhr: Städte- und Gemeindebund fordert Plan zur Lockerung von Corona-Maßnahmen

    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen Perspektiven für Kreise und Kommunen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte im Inforadio vom rbb, inzwischen liege die Sieben-Tage-Inzidenz in mehr als 40 Kreisen und Städten unter dem Wert von 50. "Wir müssen uns überlegen, behandeln wir alle Kreise und Kommunen gleich, oder brauchen wir nicht regionale Lockerungsperspektiven. Ich sage ganz deutlich: Nicht morgen lockern, sondern einen Plan machen. Wenn ein Kreis wie Aurich noch zwei Wochen bei einem Wert von 14 bleibt, ist es dann gerechtfertigt, dass Schulen, Kitas und Friseure geschlossen sind?"

    Landsberg sagte, die Menschen erwarteten Perspektiven. Deshalb sollte die Politik sagen, unter welchen Bedingungen was gelockert werden könne -auch wenn es anschließend weiter Schutzkonzepte für Schulen oder in Geschäften geben werde. "Es ist wichtig zu planen und nicht immer nur alle 14 Tage einen Beschluss zu fassen, um den Lockdown zu verlängern."

    Landsberg sprach sich für bundeseinheitliche Leitlinien aus. Es müsse klar sein, was beispielsweise bei einem Inzidenzwert von 20 oder 10 möglich sei. Politik werde angesichts neuer Coronavirus-Varianten weiterhin aber auch auf Sicht fahren müssen. "Wir müssen die positiven Tests untersuchen. Das läuft jetzt erst an, aber noch stöbern wir etwas im Dunkeln. Sind das die Krankenhäuser oder die Schulen? Oder die Schulen, die teilweise offen sind? Das wissen wir noch nicht. Aber eigentlich setzt gezieltes Handeln voraus, dass man dieses Wissen möglichst schnell hat.

    08.17 Uhr: Vorsitzender der Stiko relativiert Medienberichte zur Eignung von AstraZeneca

    Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut, Prof. Dr. Thomas Mertens, dementierte im Gespräch mit hr-Info Medienberichte, nach denen der Impfstoff von AstraZeneca nur für unter 65-jährige geeignet ist. Wörtlich sagte Mertens: "Diese Meldung ist erfolgt, das ist wohl richtig. Aber es handelt sich sozusagen um eine durchgestochene Meldung, die auch nicht den Endzustand der STIKO-Empfehlung betrifft."

    Der Vorsitzende des Ständigen Impfkommission bekräftigte in hr-Info, dass die Meinungsbildung in der Kommission noch nicht abgeschlossen sei. Grundsätzlich richtig sei, dass bei Impfstoffen nach Altersgruppen differenziert werden könne - als Beispiel nannte Mertens den Impfstoff gegen die Gürtelrose, eine Viruserkrankung, die einen schmerzhaften Hautausschlag verursacht. Die angebliche Alterseinstufung des AstraZeneca -Impfstoffes nur für unter 65-Jährige hatte bundesweit für Irritationen gesorgt und die Diskussion über eine verfehlte Impf-Politik der Bundesregierung und der EU-Kommission weiter angeheizt.

    7.30 Uhr: RKI meldet 14.022 Neuinfektionen

    Der Trend zu sinkenden Neuinfektion mit dem Coronavirus in Deutschland setzt sich fort. Das Robert-Koch-Institut meldete eine 7-Tage-Inzidenz von 94,4. Gestern war der Wert mit 98 erstmals seit einem Vierteljahr unter die Marke von 100 gesunken. Auf 100.000 Einwohner entfallen damit weniger als 100 Neuinfektionen im Schnitt der letzten sieben Tage. Ziel der Bundesregierung ist eine Inzidenz von unter 50, damit Infektionsketten von den Gesundheitsämtern wieder nachverfolgt werden können. An den Inzidenz-Wert sind unter anderem Bewegungseinschränkungen der Bürger gekoppelt.

    Das RKI meldete am Freitag zudem 14.022 Neuinfektionen, nach 17.553 am Donnerstag. 839 Menschen starben laut den RKI-Daten zuletzt innerhalb eines Tages in Verbindung mit dem Virus, nach 941 am Vortag. Insgesamt sind nun in Deutschland über 2,192 Millionen Ansteckungen und 55.752 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert.

    6.54 Uhr: Sri Lanka startet Corona-Impfungen

    Sri Lanka hat mit der Impfung des medizinischen Personals und der Sicherheitskräfte begonnen. Als erstes sollten 150.000 besonders gefährdete Ärzte und Krankenschwestern sowie 115.000 ausgewählte Soldaten und Polizisten geimpft werden, teilte die Regierung mit. Die Spritzen werden den Angaben zufolge in sechs staatlichen Krankenhäusern in der Hauptstadtregion Colombo und zwei Armee-Hospitälern verabreicht. Ab kommender Woche soll auch im übrigen Land geimpft werden. Insgesamt sind 4000 Impfzentren geplant.

    Sri Lanka hat unter seinen etwa 22 Millionen Einwohnern bislang mehr als 61.500 Corona-Infektionen und knapp 300 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Pro Tag kommen 300 bis 900 Neuinfektionen hinzu. Gestern hatte Sri Lanka 500.000 Dosen des von Astrazeneca und der Universität Oxford entwickelten Impfstoffs als Spende aus Indien erhalten.

    6.39 Uhr: Welt-Ärztepräsident Montgomery kritisiert Lieferpolitik von AstraZeneca

    Welt-Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat den Impfstoffhersteller AstraZeneca wegen seiner Liefer-Politik scharf kritisiert und ein Exportverbot des Impfstoffes gefordert. "Das Verhalten von AstraZeneca ist unterirdisch", sagte Montgomery dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND). "Es kann nicht sein, dass das Unternehmen seine Lieferzusagen für Großbritannien genau einhält, für die EU aber nur einen Bruchteil der zugesagten Impfdosen liefert", kritisierte Montgomery und forderte eine "harte" Reaktion der EU. "Wenn der Impfstoff auf kontinentaleuropäischem Boden produziert wird, muss man dem Unternehmen verbieten, ihn außerhalb der EU auszuliefern."

    06.23 Uhr: WHO beginnt in China mit Untersuchungen zur Entstehung des Coronavirus

    Zwei Wochen nach ihrer Ankunft in der Stadt Wuhan haben Forscher der WHO mit ihren Untersuchungen zum Ursprung des Coronavirus in China begonnen. Die Experten haben sich nach dem Ende der Quarantäne bereits mit Behördenvertretern getroffen. Zum Verlauf dieser Gespräche wurde zunächst nichts bekannt. Geplant sind außerdem Treffen mit chinesischen Wissenschaftlern sowie Besuche von Märkten und Krankenhäusern. Die internationalen Experten sollen herausfinden, wo das Virus erstmals aufgetreten ist und woher es stammt.

    Donnerstag, 28. Januar 2021

    22.49 Uhr: Bundestag ermöglicht Kandidatenaufstellung ohne Präsenzversammlung

    Wegen der Corona-Pandemie dürfen die Parteien ihre Kandidaten für die Bundestagswahl im September ausnahmsweise auf elektronischem Weg und per Briefwahl bestimmen. Die Abgeordneten billigten am Donnerstagabend eine entsprechende Rechtsverordnung des Bundesinnenministeriums. Dadurch wird einmalig die sonst übliche Pflicht aufgehoben, die Kandidaten im Rahmen einer Präsenzveranstaltung aufzustellen.

    Die Basis für diese Ausnahmeregelung hatte der Bundestag bereits vor zwei Wochen gelegt. Damals hatten die Parlamentarier formal festgestellt, dass die Durchführung von Wahlveranstaltungen derzeit wegen der Pandemielage zumindest teilweise unmöglich ist. Nur in solchen Fällen sieht das Bundeswahlgesetz die Möglichkeit vor, die Kandidatenaufstellung per Rechtsverordnung auch ohne die sonst zwingend vorgeschriebene Versammlung zu erlauben.

    22.41 Uhr: Marokko startet Impfkampagne - Algerien folgt am Samstag

    In Marokko haben heute die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. König Mohammed VI. erhielt in seiner Residenz in Fes seine erste Impfdosis, wie der Palast mitteilte. In dem nordafrikanischen Land werden nach Palastangaben schrittweise alle Bürger über 17 Jahren geimpft. Die Impfung soll kostenlos sein und für eine breite Immunisierung in der Bevölkerung sorgen. Das Land mit rund 35 Millionen Einwohnern hat fast eine halbe Million Corona-Infektionen und 8.224 Todesfälle registriert. Das Königreich teilte mit, es habe 65 Millionen Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca sowie Dosen des Impfstoffs der chinesischen Firma Sinopharm bestellt.

    In Algerien sollen die ersten Dosen des russischen Vakzins Sputnik V am Freitag eintreffen. Die landesweite Impfkampagne beginnt dann am Samstag. Laut der algerische Nachrichtenagentur APS sollen zunächst Mitarbeiter der Gesundheitsdienste und ältere Menschen ihre Dosis erhalten. Ende Dezember hatte Algier bekannt gegeben, dass es 500.000 Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V bestellt habe. Das Land mit rund 44 Millionen Einwohnern erwartet in den kommenden Tagen auch Lieferungen von Sinopharm. Die Zahl der registrierten Corona-Fälle in Algerien beläuft sich auf mehr als 106.000 Infektionen und rund 2.900 Todesfälle, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

    22.32 Uhr: Mehr als neun Millionen Coronavirus-Fälle in Brasilien

    In Brasilien übersteigt die Zahl der Coronavirus-Fälle die Schwelle von neun Millionen. Das Gesundheitsministerium teilt mit, es seien in den vergangenen 24 Stunden 61.811 Infektionen registriert worden. In diesem Zeitraum seien 1.386 Menschen mit oder an dem Virus gestorben.

    22.18 Uhr: US-Firma Novavax zieht positive Zwischenbilanz bei Impfstoff-Test

    Der US-Konzern Novavax erklärt, sein Impfstoff habe in einer Erprobung in Großbritannien eine Wirksamkeit von 89,3 Prozent gezeigt. Nach ersten Analysen habe die Arznei fast dieselbe Wirksamkeit bei den neu entdeckten Virus-Mutationen. Die Studie, an der 15.000 Menschen zwischen 18 und 84 Jahren teilnahmen, solle Grundlage für das Zulassungsverfahren in Großbritannien, der EU und andere Staaten werden.

    21.55 Uhr: Corona-Impfungen: US-Regierung will Ärzte im Ruhestand mobilisieren

    Zur Beschleunigung der Corona-Impfkampagne erlaubt die US-Regierung nun auch Ärzten und Krankenschwestern im Ruhestand, sich daran zu beteiligen. Die Ausnahmeregelung gelte für alle, deren Zulassung in den vergangenen fünf Jahren ausgelaufen sei, erklärte das Gesundheitsministerium in Washington. Zudem wird allen zugelassenen Krankenschwestern und Ärzten erlaubt, sich landesweit an der Impfkampagne zu beteiligen. Bisher waren die Zulassungen meist auf einen Bundesstaat begrenzt.

    Alle Ärzte und Krankenschwestern, die Impfungen verabreichen wollen, müssen zuvor ein Training der US-Gesundheitsbehörde CDC absolvieren, wie das Ministerium mitteilte. Wer aus dem Ruhestand zurückkommt, steht zunächst unter Beobachtung eines zugelassenen Kollegen.

    Anders als in Deutschland hapert es bei der Impfkampagne in den USA weniger am Impfstoff, sondern an der Umsetzung der Impfungen vor Ort. Die Regierung hat bislang bereits mehr als 48 Millionen Dosen der beiden zugelassenen Impfstoffe ausgeliefert, aber nur 26 Millionen davon wurden bislang auch eingesetzt, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht.

    21.37 Uhr: IWF prognostiziert der Weltwirtschaft 5,5 Prozent Wachstum

    Der Internationale Währungsfonds hat der Weltwirtschaft eine kräftige Erholung im laufenden Jahr prognostiziert. Impfungen gegen das Coronavirus würden 5,5 Prozent Wachstum ermöglichen, nach einem Schrumpfen um 3,5 Prozent im vergangenen Jahr, prognostizierte der IWF. Die Vorhersage war etwas optimistischer als das Plus von 5,2 Prozent, das der IWF im Oktober für 2021 angesetzt hatte, und als das von den Vereinten Nationen prognostizierte Wachstum um 4,7 Prozent.

    21.35 Uhr: EU - Astrazeneca will Impfstoff-Liefervertrag offenlegen

    Im Streit zwischen der EU und AstraZeneca über Engpässe bei Impfstoff-Lieferungen will der Pharmakonzern jetzt den Liefervertrag offenlegen. Das sagte am Donnerstagabend ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings habe das Unternehmen darauf bestanden, sensible Passagen des Vertragswerks zu schwärzen. AstraZeneca hatte vergangene Woche Produktionsengpässen in einem Werk in Belgien eingeräumt und angekündigt, die der EU zugesagten Liefermenge bis Ende März nicht einhalten zu können. Astra-Zeneca-Chef Pascal Soriot hatte erklärt, sein Unternehmen habe eine "Best effort"-Vereinbarung mit der EU abgeschlossen. Das heiße, dass man die zugesagten Mengen habe liefern wollen, dazu aber nicht vertraglich verpflichtet zu sein. Dies sieht die EU anders.

    21.30 Uhr: Belgiens Gesundheitsbehörde inspiziert Astrazeneca-Werk

    Vor dem Hintergrund des Streits um verzögerte Impfstoff-Lieferungen hat die belgische Gesundheitsbehörde eine Produktionsstätte des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca inspiziert. Wie die belgische Arzneimittelbehörde (AFMPS) heute mitteilte, erfolgte der Besuch der Anlage in Seneffe auf Wunsch der EU-Kommission. "Wir prüfen jetzt Dokumente und Daten", sagte AFMPS-Sprecherin Ann Eeckhout der Nachrichtenagentur AFP. Das Werk im belgischen Seneffe steht im Mittelpunkt eines Streits zwischen der EU-Kommission und Astrazeneca wegen Verzögerungen bei der Lieferung von Corona-Impfstoff an die EU. Astrazeneca hatte in der vergangenen Woche bekanntgegeben, der EU wegen Produktionsproblemen in dem Werk in nächster Zeit deutlich weniger Impfstoff liefern zu können als vorgesehen. Ein Mitarbeiter des belgischen Gesundheitsministeriums sagte, die Untersuchung solle zeigen, ob die Verzögerung tatsächlich auf ein Produktionsproblem in dem belgischen Standort zurückzuführen sei. Ein Sprecher der EU-Kommission teilte mit, dass die Ergebnisse "mit Experten aus anderen Mitgliedstaaten analysiert werden".Brüssel stört besonders, dass Großbritannien und andere Nicht-EU-Länder offenbar weiterhin ungekürzte Mengen erhalten sollen.

    21.21 Uhr: Starkes viertes Quartal beschert Daimler mehr Gewinn als erwartet

    Der Autobauer Daimler hat im vergangenen Jahr nun doch noch deutlich mehr Gewinn eingefahren als erwartet. Nach vorläufigen Zahlen liege das operative Ergebnis für 2020 bei rund 6,6 Milliarden Euro, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Daimler selbst war zuletzt davon ausgegangen, in etwa das Niveau des Vorjahres zu erreichen. Das wären 4,3 Milliarden Euro gewesen. Analysten hatten allerdings schon mit mehr gerechnet. Man habe das Geschäftsjahr mit einem sehr starken vierten Quartal abgeschlossen, erklärte der Konzern. Die Coronakrise hatte Daimler im zweiten Quartal noch in die roten Zahlen gestürzt. Nach einem starken dritten Quartal hatte sich der Konzern dann aber schon wieder deutlich mehr zugetraut und zunächst das operative Ergebnis aus 2019 als Zielmarke angepeilt.

    20.52 Uhr: US-Seuchenbehörde CDC - Über 150.000 neue Coronavirus-Fälle

    Die US-Seuchenbehörde CDC meldet 155.504 neue Coronavirus-Fälle. In den vergangenen 24 Stunden werden zudem 4107 Menschen erfasst, die mit oder an dem Erreger gestorben sind.

    20.29 Uhr: Holetschek gegen Lockdown-Lockerungen

    Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen gegenüber Kritik von schwäbischen Unternehmern verteidigt. Er habe Verständnis für Zukunftssorgen, sagte er am Rande der Präsentation eines Impfbusses in Memmingen, aber Ziel müsse angesichts von 10.000 Corona-Toten in Bayern sein, das Leben der Menschen zu schützen. Dazu müssten die Infektionszahlen weiter gesenkt und mehr Menschen geimpft werden. Hier sei man angesichts der sinkenden Infektionszahlen auf einem guten Weg. Gleichzeitig gehe es aber auch darum, "Perspektiven aufzuzeigen", sagte der dem BR. Die sogenannte „Zero-Covid-Strategie“ hingegen findet der neue Gesundheitsminister „interessant“, hält sie aber in Bayern nicht für umsetzbar.

    20.10 Uhr: Biden will mehr Amerikanern Zugang zu Krankenversicherung ermöglichen

    Der neue US-Präsident Joe Biden will mehr Amerikanern den Zugang zur Krankenversicherung während der Corona-Pandemie ermöglichen. Biden unterzeichnete heute im Weißen Haus eine Verfügung, die bewirken soll, dass sich Amerikaner zwischen Mitte Februar und Mitte Mai über das als "Obamacare" bezeichnete System versichern lassen können. Die Fristen dafür waren in vielen Bundesstaaten bereits im Dezember abgelaufen.

    Die Gesundheitsreform von Ex-Präsident Barack Obama brachte mehr als 20 Millionen Menschen eine Krankenversicherung, aber zum Teil auch höhere Zahlungen. Biden hatte im Wahlkampf versprochen, die Reform zu stärken und die Kosten für die Gesundheitsversorgung zu senken. Die Republikaner kämpfen seit langem gegen "Obamacare" - Bidens Amtsvorgänger Donald Trump hatte versprochen, sie abzuschaffen.

    19.50 Uhr: Bundesländer erzielten 2020 Haushaltsdefizit von 42 Milliarden Euro

    Die 16 Bundesländer haben im vergangenen Jahr einem Bericht zufolge insgesamt ein Haushaltsdefizit in Höhe von 41,9 Milliarden Euro erzielt. Das geht aus einer internen Vorlage des Bundesfinanzministeriums hervor, wie das "Handelsblatt" berichtete. In den Vorjahren hatten die Bundesländer stets hohe Überschüsse erzielt, 2019 etwa in Höhe von 13,2 Milliarden Euro.

    "Die Ausgaben der Länder wuchsen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 18,0 Prozent", zitierte die Zeitung aus der Vorlage. "Die Zuweisungen an die Gemeinden erhöhten sich im selben Zeitraum um 20,4 Prozent." Demgegenüber stiegen die Einnahmen der Bundesländer aufgrund höherer Bundeszuweisungen in der Corona-Krise nur um 4,1 Prozent.

    Relativ glimpflich kamen die Länder demnach bei den Steuereinnahmen davon. Sie lagen im Dezember 2020 trotz des starken Konjunktureinbruchs infolge der Pandemie nur 4,8 Prozent unter Vorjahresniveau, schrieb das "Handelsblatt" weiter. Alle Bundesländer mussten in der Krise ausnahmslos Schulden aufnehmen. Das höchste Defizit aller Bundesländer machte dem Bericht zufolge Nordrhein-Westfalen mit 11,6 Milliarden Euro, gefolgt von Baden-Württemberg mit 6,6 Milliarden und Bayern mit 6,1 Milliarden Euro.

    19.30 Uhr: Teure Schneeballschlacht - Männer in Leeds müssen 10.000 Pfund zahlen

    Wegen einer riesigen Schneeballschlacht müssen zwei junge Männer in Leeds jeweils 10.000 Pfund Strafe zahlen. Das sind umgerechnet mehr als 11 300 Euro. "Es macht uns keine Freude, solche heftigen Strafen an diese beiden jungen Männer zu verhängen", hieß es heute von der Polizei in West Yorkshire. "Aber ihre Handlungen haben Hunderte dazu ermutigt, sich nahe beieinander aufzuhalten." Das habe das Risiko, das sich das Coronavirus weiter verbreite, massiv erhöht.

    Mitte Januar hatten sich nach dem Aufruf der beiden Männer (20 und 23) Hunderte Menschen in einem Park zur Schneeballschlacht versammelt, Fotos und Videos davon verbreiteten sich über Social-Media-Kanäle. In England gilt zur Eindämmung der Pandemie derzeit ein harter Lockdown. Man darf nur eine Person außerhalb des eigenen Haushalts privat treffen - und das auch nur zum Sportmachen.

    19.08 Uhr: EU-Ratspräsident bringt Notmaßnahmen für schnelleres Impfen ins Spiel

    EU-Ratspräsident Charles Michel hat Notmaßnahmen ins Gespräch gebracht, um die Corona-Impfungen in Europa zu beschleunigen. Sollten keine befriedigenden Lösungen mit den Herstellern gefunden werden, "sollten wir alle Optionen prüfen und alle juristischen Mittel und Durchsetzungsmaßnahmen nutzen", schrieb Michel in einem heute veröffentlichten Brief an mehrere EU-Staats- und Regierungschefs. Konkret bringt Michel Artikel 122 der EU-Verträge ins Spiel, der Notmaßnahmen bei Versorgungsengpässen ermöglicht. Die EU-Staaten könnten die EU-Kommission beauftragen, gezielte Maßnahmen zur Beschleunigung der Impfkampagne zu ergreifen, wie es aus EU-Kreisen hieß. Das könnten etwa Vorkehrungen sein, Impfstoffe bereits vor der Zulassung an die EU-Staaten zu verteilen. Es könnte aber auch bis hin zu Zwangslizenzen für Impfstoffe gehen, so dass Konkurrenten diese gegen Gebühr produzieren könnten, sagte ein EU-Vertreter.

    Michel reagierte mit dem Schreiben auf einen Brief an die Regierungschefs von Österreich, Tschechien, Dänemark und Griechenland von voriger Woche. Sie hatten sich unter anderem für ein schnelles Zulassungsverfahren für Impfstoffe bei der EU-Arzneiagentur EMA stark gemacht.

    18.55 Uhr: Ungarn umgeht eigene Behörde bei Notzulassung für Corona-Impfstoffe

    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat per Verordnung die Notzulassung von Corona-Impfstoffen aus Russland und China vereinfacht. Insbesondere ist es künftig möglich, die Vakzine unter bestimmten Bedingungen in Ungarn einzusetzen, ohne dass die eigenen Arzneimittel- und Gesundheitsbehörden eine gesonderte Überprüfung durchführen.

    Die Verordnung, die am Donnerstag im Ungarischen Amtsblatt erschien, sieht einen Automatismus vor, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: erstens ist der betreffende Impfstoff entweder in der EU oder in Großbritannien bereits zugelassen oder wird in mindestens drei Staaten, wovon einer ein EU-Mitgliedsland oder EU-Kandidatenland ist, an die Bevölkerung verabreicht; und zweitens ist mit dem betreffenden Präparat bereits eine Million Menschen geimpft worden. 

    Die kompliziert formulierten Bedingungen sind auf Impfstoffe aus Russland und China zugeschnitten, mit denen bereits viele Menschen immunisiert wurden. Vor allem setzt sie auch das EU-Kandidatenland Serbien massiv ein, womit die erste Bedingung erfüllt wäre.

    18.52 Uhr: US-Behörden bitten Militär um Impfhilfe

    Die US-Katastrophenschutzbehörde Fema hat das US-Militär um Hilfe bei Impfungen gebeten. Die Bitte werde "vorrangig, aber sorgfältig geprüft", sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Zur Zahl der dafür benötigten Soldaten macht er keine Angaben. In Regierungskreisen heißt es jedoch, es könnten Tausende sein.

    18.47 Uhr: Corona-Lockdown in Dänemark bis Ende Februar verlängert

    Dänemark wird auch den gesamten Februar im Lockdown ausharren müssen. Die strikten Corona-Maßnahmen wurden am Donnerstag um weitere drei Wochen bis zum 28. Februar verlängert, wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen bekanntgab. Damit bleiben Geschäfte, Einkaufszentren, Restaurants, Fitnessstudios und viele weitere Einrichtungen aufgrund der Sorgen vor einer weiteren Ausbreitung von mutierten Coronavirus-Varianten geschlossen.

    Auch die Schulen im nördlichsten deutschen Nachbarland bleiben zu. Es bestehe aber Hoffnung, dass die jüngeren Schüler bis zur vierten Klassen bereits vor dem 28. Februar in ihre Klassenräume zurückkehren könnten, kündigte Frederiksen an. Dazu werde man voraussichtlich Anfang nächster Woche mehr sagen können. Zugleich bleiben auch die dänischen Grenzen für die meisten Ausländer weitgehend dicht. Ins Land kommt in der Regel nur, wer einen triftigen Einreisegrund sowie einen negativen Corona-Test vorweisen kann, der höchstens 24 Stunden alt ist.

    18.39 Uhr: Meldungen über schwere Impf-Nebenwirkungen weniger als ein Promille

    Bei den Impfungen gegen das Coronavirus treten nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) nur wenige unerwünschte Reaktionen auf. Im ersten Monat seit Beginn der Impfungen (27.12.2020 bis 24.1.2021) wurden dem Institut in Langen 1.232 Verdachtsfälle mit insgesamt 3.404 unerwünschten Reaktionen gemeldet, wie die Behörde heute berichtete. 182 Fällen wurden als schwerwiegend eingestuft.

    Bezogen auf die Gesamtzahl der Impfungen sind das laut PEI 0,7 Meldungen pro 1.000 Impfdosen, für schwerwiegende Nebenwirkungen 0,1 Meldungen pro 1000 Impfdosen. Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen waren Schmerzen an der Einstichstelle, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Müdigkeit.

    18.35 Uhr: Corona-Hochrisikogebiet Portugal schließt Grenze zu Spanien

    Die portugiesische Regierung hat wegen extrem hoher Corona-Infektionszahlen die Schließung der Grenze zum Nachbarland Spanien ab Freitag angeordnet. Für zunächst zwei Wochen darf die Grenze demnach nur noch in Notfallsituationen überschritten werden, wie Innenminister Eduardo Cabrita laut Medien in Lissabon mitteilte. Schon während der ersten Corona-Welle im Frühjahr vergangenen Jahres war die gemeinsame Grenze monatelang geschlossen. Erst am 1. Juli wurde sie wegen damals stark rückläufiger Corona-Zahlen wieder geöffnet. Die Corona-Lage ist nach Worten von Ministerpräsident António Costa "sehr schlimm". Am Donnerstag wurden in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern 16 423 Neuinfektionen und 303 weitere Corona-Tote registriert. Das war ein Höchststand seit Beginn der Pandemie. Auf Deutschland hochgerechnet entspräche das etwa 130 000 Neuinfektionen und rund 2400 Toten binnen 24 Stunden.

    18.20 Uhr: Bericht: Wohl deutlich mehr Corona-Tote in New Yorks Altenheimen

    In den Alten- und Pflegeheimen New Yorks könnten einem Bericht der Generalstaatsanwältin des Bundesstaats bis zu doppelt so viele Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sein als bislang bekannt. Die vom Bundesstaat bislang in der Statistik angegebene Zahl von rund 8.500 Todesfällen in Alten- und Pflegeheimen sei deutlich zu niedrig, hieß es in dem von Generalstaatsanwältin Letitia James veröffentlichten Bericht, dem eine aufwendige Untersuchung zugrunde liegt. Der Bundesstaat New York und die gleichnamige Millionenmetropole waren im Frühjahr Epizentrum der Pandemie, inzwischen hat sich die Situation etwas abgemildert. Mehr als 42 000 Menschen starben in New York laut offiziellen Statistiken des Bundesstaats bislang nach einer Infektion mit dem Virus.

    18.11 Uhr: EU ordnet Inspektion von Astrazeneca-Werk an

    Die belgische Medizinaufsicht FAGG wurde nach eigenen Angaben von der EU-Kommission gebeten, die Abläufe im dortigen AstraZeneca-Werk zu untersuchen. Probleme in der Fabrik sollen der Grund für fehlende Impfstofflieferungen sein. Die Kommission lehnt eine Stellungnahme ab.

    18.10 Uhr: Virus-Mutation aus Südafrika erstmals in den USA nachgewiesen

    Die zunächst in Südafrika identifizierte Mutation des Coronavirus ist erstmals in den USA nachgewiesen worden. Die Variante wurde in South Carolina unabhängig voneinander bei zwei Erwachsenen nachgewiesen, erklärte die zuständige Gesundheitsbehörde des Bundesstaats. Die beiden Personen seien zuvor nicht verreist gewesen, hieß es. Damit schien bestätigt, dass sich die Variante zumindest in begrenztem Ausmaß bereits vor Ort im Umlauf befindet. "Es sind die ersten beiden Fälle mit dieser Variante in den Vereinigten Staaten", erklärte die Behörde. US-Experten vermuten, dass die bereits zugelassenen Corona-Impfungen gegenüber der Mutation aus Südafrika, bekannt als B.1.351, etwas weniger wirksam sind. Sie sollen ausreichenden Schutz bieten, allerdings womöglich weniger langfristig

    17.50 Uhr: Arzneimittelrechtliche Erlaubnis für Biontech-Werk erteilt

    Das Mainzer Unternehmen Biontech hat auch die arzneimittelrechtliche Erlaubnis zur Herstellung von Corona-Impfstoff in seinem Werk im hessischen Marburg erhalten. Das teilte das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt mit. Vor zwei Wochen hatte Biontech bereits die Genehmigung zum Betrieb seiner Anlage für die Produktion des Mittels bekommen - in dem Fall war das RP Gießen zuständig. Nach Angaben eines Sprechers der Darmstädter Behörde steht noch ein weiterer formaler Schritt an: Um den in Marburg hergestellten Impfstoff in der Europäischen Union vermarkten zu können, sei noch eine Genehmigung der EU-Arzneimittelagentur EMA nötig.

    17.35 Uhr: Bis zu 25 Prozent der Russen haben Covid-Antikörper

    In Russland weisen einem Medienbericht zufolge zwischen 20 und 25 Prozent der Bürger inzwischen Antikörper gegen das Coronavirus auf. Die Nachrichtenagentur Tass zitiert die Leitung der Verbraucherschutzbehörde.

    17.30 Uhr: EMA empfiehlt Abstand von drei Wochen bei Biontech-Impfung

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat klargestellt, dass die zweite Dosis des Covid-19-Impfstoffs von Biontech/Pfizer drei Wochen nach der ersten Impfung verabreicht werden sollte. Zuvor war ein Abstand von "mindestens 21 Tagen" genannt worden. Die Behörde wies darauf hin, dass gut 93 Prozent der Studienteilnehmer ihre zweite Dosis nach 19 bis 21 Tagen erhalten hätten. "Derzeit liegen keine klinischen Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffs bei Verabreichung über die in der klinischen Studie verwendeten Intervalle hinaus vor." Einzelne Länder, darunter auch Deutschland, hatten zeitweilig erwogen, den Abstand zu verlängern, um mehr Erstimpfungen mit den vorhandenen Dosen zu ermöglichen. Davon hatte aber etwa in Deutschland die Ständige Impfkommission abgeraten.

    17.25 Uhr: Gesundheitsminister prüft Impfstoff-Produktion in Bayern

    Der neue bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek prüft Möglichkeiten für eine Produktion von Corona-Impfstoffen im Freistaat. Er werde in der kommenden Woche noch einmal mit bayerischen Firmen darüber sprechen, "welchen Beitrag möglicherweise auch wir zu einer Kapazitätssteigerung leisten können", sagt der CSU-Politiker beim Besuch eines Impfzentrums in Memmingen. Die Produktion sei ein komplexer Prozess. "Wir werden aber alles dazu tun, dass wir möglichst schnell möglichst viel Impfstoff haben, den wir auch den Menschen zur Verfügung stellen können."

    Zum Artikel "Holetschek: 'Alles tun, um schnellstens viel Impfstoff zu haben'"

    17.20 Uhr: Weltweit mehr als 100 Millionen Infektionen

    Die Zahl der bekannten Infektionen steigt weltweit auf mehr als 100 Millionen. Die Zahl der Toten liegt bei knapp 2,2 Millionen, wie eine Erhebung von Reuters auf Basis offizieller Daten ergibt.

    17.15 Uhr: CO2-Emissionen 2019 bei minus 35 Prozent gegenüber 1990

    Deutschland hat im vorletzten Jahr 809,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Das waren rund 46 Millionen Tonnen (5,4 Prozent) weniger als 2018 und 35,1 Prozent weniger als im Jahr 1990, wie das Umweltbundesamt am Donnerstag in Dessau-Roßlau mitteilte. Maßgeblich dafür verantwortlich war demnach ein Rückgang im Bereich der Energiewirtschaft um knapp 50 Millionen Tonnen (minus 16,6 Prozent). Auch in Industrie und Landwirtschaft wurden leichte Rückgänge verzeichnet. Dagegen stiegen die Emissionen des Verkehrssektors nach einem deutlichen Rückgang 2018 wieder um knapp ein Prozent. Mit 165,5 Millionen Tonnen lagen sie damit auch wieder über dem Wert von 1990. Diese Entwicklung sei durch den Straßenverkehr getrieben, hieß es. Auch die Privathaushalte sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen haben 2019 wieder sieben Millionen Tonnen oder 9,4 Prozent mehr CO2-Äquivalente ausgestoßen als noch im Vorjahr. Grund sei insbesondere der gestiegene Absatz von Heizöl infolge niedrigerer Preise gewesen.Als Gründe für die deutlich gesunkenen Werte im Energiesektor führte das Bundesamt einen verringerten Einsatz von Kohle- zugunsten von Gaskraftwerken, die Stilllegung von Steinkohlekraftwerken mit einer Gesamtleistung von 3,5 Gigawatt sowie einen deutlich gestiegenen Anteil erneuerbare Energien auf.

    17.05 Uhr: 100 Festnahmen bei illegaler Party in Thailand

    Auf der thailändischen Urlaubsinsel Koh Phangan sind mehr als 100 Teilnehmer einer illegalen Party festgenommen worden. Sie hätten gegen die geltenden Corona-Beschränkungen verstoßen, berichteten örtliche Medien. Unter den Inhaftierten seien 89 Ausländer aus verschiedenen Ländern und 20 Thais. Ob auch Deutsche dazu gehörten, war zunächst unklar. Die überwiegend jungen Leute waren einer Einladung der "Three Sixty Bar" in sozialen Netzwerken zu der Jubiläumsparty am Dienstag gefolgt. "Trotz der schwierigen Zeiten und weil wir alle ein bisschen Veränderung brauchen, feiern wir jetzt unser fünfjähriges Bestehen", hieß es. Jedoch war die Sause schon um am Abend vorbei, als Beamte den Club räumten, wie die Zeitung "Bangkok Post" berichtete.

    16.50 Uhr: Formel E verkündet ersten Kalenderblock

    Von der Arabischen Halbinsel nach Europa, dann nach Afrika und Südamerika: Die Formel E plant in ihrer ersten Saison als offizielle Weltmeisterschaft einen in Corona-Zeiten ehrgeizigen Kalender. Den ersten Teil gab die Elektro-Rennserie am Donnerstag bekannt. Nach dem bereits verkündeten Saisonstart mit zwei Nachtrennen im saudi-arabischen Diriyya (26./27. Februar) soll ab April in Rom, Valencia und Monaco gefahren werden. Es folgen ein Lauf in Marrakesch und zwei weitere in Santiago de Chile. In der neuen Saison werden alle Rennen mit Ausnahme des Auftakts live auf Sat.1 übertragen: Der erste WM-Lauf am 26. Februar (18.00 Uhr MEZ) in Diriyya ist der einzige, der an einem Freitag steigt und wird daher auf ProSieben MAXX gezeigt. Ein Rennen in Paris wird es aufgrund der Pandemie in der anstehenden Saison nicht geben. Die Events im chinesischen Sanya und in Südkoreas Hauptstadt Seoul können zudem nicht wie geplant im März und Mai stattfinden, werden aber eventuell noch in den abschließenden Kalenderblock eingebaut.

    16.35 Uhr: Commerzbank will rund 10.000 Stellen abbauen

    Die Commerzbank will bis 2024 brutto rund 10.000 Vollzeitstellen abbauen. In Deutschland würde dies jeden dritten Arbeitsplatz betreffen, teilte der Frankfurter MDax-Konzern am Donnerstag mit. Entsprechende Eckdaten der Sparpläne des Vorstands sollen am 3. Februar vom Aufsichtsrat erörtert werden.

    16.25 Uhr: Corona bringt US-Wirtschaft 2020 in historische Rezession

    Die US-Wirtschaft hat 2020 das schwärzeste Jahr seit 1946 erlebt und zuletzt bei der konjunkturellen Erholung Tempo verloren. In den Monaten Oktober bis Dezember sprang lediglich ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von aufs Jahr hochgerechnet 4,0 Prozent heraus, wie das Handelsministerium am Donnerstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Im Sommer hatte die Wirtschaft nach dem pandemiebedingten Konjunktureinbruch eine Aufholjagd gestartet und ein Rekordwachstum von 33,4 Prozent hingelegt. Im Gesamtjahr ist das BIP um 3,5 Prozent geschrumpft - das ist zugleich das erste Minus seit der Rezession in der globalen Krise von 2007/09.

    16.15 Uhr: Weniger gemeldete Neuinfektion - mehr Tote seit gestern in Oberbayern

    Die Zahl der gemeldeten Neuinfizierten in Oberbayern sinkt weiter - laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gibt es seit gestern 698 neu gemeldete Fälle. Allerdings sind 43 weitere Menschen an oder mit Covid19 gestorben (gestern ware es 24 neu gemeldete Todesfälle). Laut LGL sinkt in Oberbayern die durchschnittliche 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner weiter leicht und liegt derzeit bei 82,7. Die höchste Corona-7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner hat in Oberbayern weiterhin der Landkreis Berchtesgadener Land mit einem Wert von 194,47.

    16.10 Uhr: Armutsgefährdung in Deutschland vor Corona-Krise gesunken

    In Deutschland ist die Gefahr, trotz Erwerbsarbeit arm zu sein, etwas gesunken. Im Jahr 2019 - und damit vor der Corona-Krise - mussten 3,1 Millionen Erwerbstätige mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) auskommen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Das waren 8 Prozent der Erwerbstätigen - ein Rückgang um gut einen Prozentpunkt im Vergleich zum Jahr 2018. Die Armutsgefährdung in Deutschland ist damit schneller zurückgegangen als in der gesamten EU, wo sie von 9,3 Prozent auf 9 Prozent sank. Die Auswirkungen der Corona-Krise sind in der Statistik noch nicht abgebildet. Es wird aber davon ausgegangen, dass die Pandemie vor allem Menschen in ungesicherten und gering bezahlten Jobs wirtschaftlich getroffen hat.

    16.05 Uhr: Eishockey-Länderspiele gegen die Schweiz abgesagt

    Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm wird voraussichtlich erst wieder in der WM-Vorbereitung im April Länderspiele mit dem deutschen Nationalteam bestreiten. Die beiden für den 10. und 11. Februar geplanten Testpartien in Füssen gegen die Schweiz sind aufgrund der Corona-Krise abgesagt worden, wie der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) am Donnerstag mitteilte. Anders als in den vergangenen Jahren sollte bei dieser Februar-Maßnahme aufgrund der "Unwägbarkeiten in der Corona-Pandemie" diesmal nicht das Perspektivteam, sondern ein Nationalteam antreten.

    16.00 Uhr: AstraZenca will Impfstoffvertrag mit EU veröffentlichen

    AstraZeneca ist einem Zeitungsbericht zufolge bereit, den Impfstoffvertrag mit der Europäischen Union zu veröffentlichen. Die Hausjuristen arbeiteten derzeit an einem Vorschlag, welche heiklen Teile geschwärzt werden sollten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf EU-Kreise. Dieser solle mit der EU abgestimmt werden. Die Veröffentlichung sei für Freitag geplant.

    15.55 Uhr: Exportbremse für Corona-Impfstoffe aus der EU nimmt Gestalt an

    Die EU-Kommission will das angekündigte System zur Erfassung und Genehmigung der Ausfuhr von Corona-Impfstoffen an diesem Freitag auf den Weg bringen. Sollte es sich um Vakzine handeln, die nach Rahmenverträgen mit Herstellern der Europäischen Union zustehen, könnten die Exporte notfalls untersagt werden, hieß es am Donnerstag aus Kommissionskreisen in Brüssel. Hintergrund ist der Streit mit dem Pharmakonzern Astrazeneca, der zunächst weniger Impfstoff an die EU liefern will als vertraglich zugesichert. Dabei steht die Vermutung im Raum, dass in der EU produzierte Vakzine an Drittstaaten geliefert wurden. Die EU-Kommission hatte deshalb am Montag den "Transparenz-Mechanismus" angekündigt. Demnach müssen Hersteller künftig geplante Exporte bei den nationalen Behörden anmelden und genehmigen lassen, wie EU-Beamte sagten. Die Ausfuhrlizenz soll nach Rücksprache mit der EU-Kommission binnen 24 Stunden erteilt werden. Es könne jedoch Fälle geben, "wo die Genehmigung des Exports nicht angeraten ist". Dies sei dann der Fall, wenn es "Ungereimtheiten" mit Blick auf die Impfstoff-Rahmenverträge gebe.

    15.50 Uhr: Biontech-Gründer bekommen rheinland-pfälzischen Akademiepreis

    Die beiden Gründer des Mainzer Biotechnologieunternehmens Biontech, Özlem Türeci und Ugur Sahin, erhalten den zum ersten Mal vergebenen Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz für innovative und zukunftsweisende Forschung. Die beiden Mediziner würden für ihre Verdienste auf dem Gebiet der Immunologie und vor allem bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs geehrt, teilte die Akademie der Wissenschaften und der Literatur am Donnerstag in Mainz mit. Der Preis ist undotiert und wird im Herbst verliehen. Türeci und Sahin hätten mit ihrem neuartigen mRNA-Impfstoff «einen maßgeblichen Schlüssel zur Bekämpfung des Corona-Virus» gefunden, lobte die Akademie.

    15.40 Uhr: Profifußballer Ronaldo bricht erneut Corona-Regeln

    Der Fußball-Star Cristiano Ronaldo hat Medienberichten zufolge mit einem Ausflug in die Berge gegen Italiens Corona-Regeln verstoßen. Wie die Zeitung "Gazetta dello Sport" am Donnerstag berichtete, reiste der Juventus-Stürmer anlässlich des Geburtstags seiner Partnerin Georgina Rodríguez in den Alpenort Courmayeur. Rodríguez, die am Mittwoch 27 Jahre alt wurde, veröffentlichte offenbar ein Video des Paares auf einem Schneemobil bei Instagram - und entfernte es später wieder. Dem Bericht zufolge verbrachten Ronaldo und Rodríguez die Nacht in einem Hotel und unternahmen am Morgen eine Fahrt im Schnee, bevor sie ins rund 150 Kilometer entfernte Turin zurückkehrten. Aufgrund der strikten Reise-Beschränkungen in Italien hätte das Paar die Stadt Turin nicht verlassen dürfen. Ihnen droht nun eine Geldstrafe von 400 Euro pro Kopf. Der Serie-A-Club Juventus Turin wollte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht zu den Berichten Stellung nehmen. Der 35-jährige Ronaldo war bereits im Oktober in die Kritik geraten, weil er trotz einer Quarantäne, die nach dem Auftreten von zwei Corona-Fällen bei Juventus verhängt worden war, nach Portugal reiste. Der Profi-Fußballer wurde später selbst positiv auf das Virus getestet. Nach seiner Rückkehr nach Italien musste er für zwei Wochen in Quarantäne.

    15.35 Uhr: Veranstalter optimistisch für Wacken Open Air im Juli

    Die Organisatoren des Heavy-Metal-Festivals Wacken Open Air (WOA) sind optimistisch, dass das Spektakel im kommenden Juli wieder veranstaltet werden kann. 2020 musste das Festival, zu dem rund 75 000 Fans in den Kreis Steinburg kommen, wegen der Corona-Pandemie abgesagt und durch ein Online-Festival ersetzt werden. "Wir stecken mitten in den Vorbereitungen für die kommende Ausgabe des WOA und können die Rückkehr auf unseren Holy Ground nicht erwarten", sagte Mitgründer und Veranstalter des WOA, Thomas Jensen der "Norddeutschen Rundschau" (Donnerstag). "Natürlich kann die Entwicklung einer Pandemie nicht genau vorhergesagt werden, aber der Impfstoff und der Einsatz von Schnelltests stimmen uns sehr positiv für dieses Jahr und lassen uns hoffnungsvoll in die Zukunft blicken."

    15.25 Uhr: Flughafen München: Ohne Beteiligung der Stadt keine Bund-Länder-Hilfe

    Der Flughafen München wird bei der von Bund und Ländern geplanten Milliardenhilfe für die deutschen Flughäfen wohl leer ausgehen. Die Finanzminister der Länder stimmten dem Hilfspaket am Donnerstag zwar zu. Aber die Landeshauptstadt München hat nach Angaben des bayerischen Finanzministers Albert Füracker (CSU) deutlich gemacht, dass sie sich nicht beteiligen will, solange der Flughafen mit Eigenkapital und Krediten sein Überleben selbst gewährleisten könne. Der Freistaat hält 51 Prozent, der Bund 26 Prozent und die Stadt 23 Prozent am zweitgrößten deutschen Flughafen. Der Bund würde ihm gut 65 Millionen Euro als Corona-Hilfe geben, wenn Land und Stadt gemäß ihrer Anteile ebenfalls Hilfen geben - anderenfalls droht ein EU-Beihilfeverfahren. Der Freistaat wäre dazu bereit, will aber nicht auch noch den Anteil der Landeshauptstadt übernehmen. Die Stadt wollte sich auf mehrfache Anfrage nicht äußern. Der Flughafen München steht für 38.000 Arbeitsplätze in der Region. Er hatte im vergangenen Jahr einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe gemacht. Die Zahl der Fluggäste war um drei Viertel eingebrochen. Gegenwärtig fänden einschließlich Frachtverkehr nur etwa 100 Starts und Landungen täglich statt, statt durchschnittlich 1.140 vor der Corona-Krise, sagte ein Sprecher.

    15.20 Uhr: Campingboom in Corona-Zeiten - Rekordumsatz mit Freizeitmobilen

    Während Hotels leer stehen, Flugzeuge am Boden bleiben und Kreuzfahrten abgesagt werden, laufen die Geschäfte der deutschen Wohnmobil- und Campingwagenbranche auch in der Corona-Pandemie prächtig. Zwar produzierten die Hersteller 2020 mit knapp 116.000 Fahrzeugen 6,9 Prozent weniger Wohnmobile und Campingwagen als im Jahr zuvor. Das lag nach Angaben des Branchenverbands CIVD aber nicht an fehlenden Käufern. Vor allem bei Reisemobilen sei die Nachfrage enorm, berichtete CIVD-Präsident Hermann Pfaff am Donnerstag in einer Online-Pressekonferenz. Der Produktionsrückstand durch zeitweilige Werksschließungen und gestörte Lieferketten im Frühjahr 2020 habe «trotz Überstunden und Mehrarbeit nicht aufgeholt werden können». Die Folge: Die Auftragsbücher für 2021 seien voll. Kräftig gewachsen ist der Handel mit Gebrauchtfahrzeugen. Fast 165.000 Wohnmobile und Caravans hätten den Besitzer gewechselt. "Die extrem starke Nachfrage übersteigt teilweise das Angebot", sagte Pfaff. Dank der Zuwächse beim Handel mit Gebrauchtfahrzeugen und dem erhöhten Verkauf von Zubehör stieg der Gesamtumsatz der Branche 2020 um 6 Prozent auf den Rekordwert von 12,5 Milliarden Euro.

    15.10 Uhr: EU weitet Corona-Einreisestopp auf Japan aus

    Die Liste jener Staaten, aus denen Menschen problemlos in die EU einreisen können, wird immer kürzer. Wegen deutlich gestiegener Corona-Infektionszahlen gilt auch für Japan keine Ausnahme der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen mehr, wie der Rat der EU-Staaten am Donnerstag mitteilte. Dies ist das Ergebnis der regelmäßig Überprüfung der entsprechenden Liste. Somit bleiben nur sechs Länder weltweit, aus denen Bürger normal in die EU einreisen dürfen: Australien, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea und Thailand. Für alle anderen Staaten gelten drastische Einschränkungen. Darauf hatten sich alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island bereits zu Beginn der Corona-Pandemie im März verständigt.

    15.00 Uhr: Kostenlose FFP2-Masken für Hartz-IV-Empfänger

    Hartz-IV-Empfänger sollen je zehn kostenlose FFP2-Masken bekommen. Hintergrund sind neue Corona-Schutzmaßnahmen für Busse, Bahnen und beim Einkaufen. Nach einem Bund-Länder-Beschluss vom 19. Januar sollen selbstgenähte Behelfsmasken oder Tücher nicht mehr erlaubt sein, stattdessen müssen FFP2-Masken oder die günstigeren OP-Masken getragen werden. Wie Sozialminister Hubertus Heil (SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin mitteilten, sollen rund fünf Millionen Bezieher von Grundsicherung jeweils zehn FFP2-Masken bekommen. Dafür würden die Betroffenen ein Schreiben von ihrer Krankenversicherung bekommen. Mit diesem und dem Personalausweis könnten die Masken dann bei der Apotheke abgeholt werden. Menschen in Grundsicherung hätten keine Reserven. Sozialverbände hatten vor dem Hintergrund der neuen Maskenvorgaben mehrfach gefordert, dass der Staat Bedürftige dann auch entsprechend unterstützen müsse.

    14.50 Uhr: Stellenabbau von H&M betrifft auch Geschäft in Nürnberger Karolinenstraße

    Vom deutschlandweiten H&M Stellenabbau ist auch die Filiale in der Nürnberger Karolinenstraße betroffen. 87 Stellen und 2404 Stunden sollen abgebaut werden, vor allem in der Frühschicht und im Lager, teilte die Gewerkschaft Verdi in Nürnberg mit. Die Beschäftigten seien entsetzt, heißt es von Sprecherin Jaana Hampel. In einem sogenannten "Freiwilligenprogramm" wurde die Strategie des schwedischen Modekonzerns vorgestellt - dieses würde jedoch vor allem Mütter, Väter, ältere Beschäftigte und Beschäftigte mit Behinderung benachteiligen. 28 Prozent der Gesamtstunden in dem Nürnberger Geschäft sind von der Kürzung betroffen. Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter äußern gegenüber Verdi daher großes Unverständnis und ein fehlendes Gefühl der Wertschätzung ihres Arbeitgebers.

    14.45 Uhr: Ausgangssperre konnte Virus in Frankreich laut Gesundheitsminister nicht bremsen

    In Frankreich hat die Anfang des Monats verschärfte Ausgangssperre laut Gesundheitsminister Olivier Veran nicht ausgereicht, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Das Virus breite sich trotz der Maßnahme Woche für Woche schneller aus, sagt Veran. Auch die Belastungen der Krankenhäuser nähmen weiter zu.

    14.40 Uhr: McDonald's verfehlt Gewinnschätzungen im Quartal

    Das Geschäft der US-Schnellrestaurantkette hat im letzten Quartal unter den Corona-Sperren in Europa gelitten. Lockdowns in mehreren europäischen Ländern belasteten das Geschäft, während in den USA der Umsatz zulegte. Weltweit fiel der Nettogewinn um 12,4 Prozent auf 1,38 Milliarden Dollar, teilte McDonald's mit. Der Gesamtumsatz fiel um 2,1 Prozent auf 5,31 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Schätzung von 5,37 Milliarden Dollar.

    14.25 Uhr: EU verlängert Lockerung der Beihilfe-Regeln bis Ende 2021

    Die EU-Wettbewerbsbehörden verlängern die Lockerung der Beihilfe-Regeln für wegen Corona in der Krise steckende Unternehmen bis Ende 2021. Außerdem wird die Obergrenze für staatliche Hilfen für Betriebe in Landwirtschaft und Fischerei verdoppelt. Die Entscheidung fällt mitten in Forderungen von EU-Mitgliedern, die Regeln für staatliche Hilfen zu erleichtern.

    14.00 Uhr: Astrazeneca-Impfstoff nur für unter 65-Jährige zugelassen

    Der Astrazeneca-Impfstoff soll nach einer Empfehlung der deutschen Impfkommission im Gegensatz zu den Präparaten von Biontech/Pfizer und Moderna nur an Menschen unter 65 Jahren verabreicht werden. In der am Donnerstag veröffentlichten Empfehlung der Ständigen-Impfkommission des Robert-Koch-Instituts heißt es, das Astrazeneca-Präparat solle in den einzelnen Stufen, die die Priorisierung festlegen, "jeweils nur den Personen angeboten werden, die 18-64 Jahre alt". Zuvor hatte es Berichte über eine geringere Wirksamkeit des Präparats gegeben.

    13.50 Uhr: Landkreis Augsburg zufrieden mit Impfstart in Gablingen

    Nach dem Start des Impfzentrums in Gablingen in dieser Woche (Montag, 25.01.2021) hat sich der Augsburger Landrat Martin Sailer sehr zufrieden über den Verlauf der ersten Tage geäußert. "Das Impfzentrum ist hervorragend angelaufen. Wir hatten ja die ersten über 80-Jährigen angeschrieben, die Termine konnten vereinbart werden über die Hotline, auch das hat super funktioniert und auch der Impfbetrieb läuft sehr, sehr gut an seit Montag. Es gibt geringe Wartezeiten", sagte Sailer im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk. Der Landkreis würde gerne in einem weiteren Zentrum in Bobingen impfen. Dafür steht nach Sailers Angaben im Moment aber nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung. Weil der Impfstoff gegen das Coronavirus ein knappes Gut ist, hat der Landkreis für das Impfzentrum in Gablingen erhebliche Sicherheitsmaßnahmen veranlasst.

    13.40 Uhr: Mailands Erzbischof kritisiert Bereicherung in Pandemie

    Scharfe Kritik an jenen, die sich in der Pandemie bereichern, hat Mailands Erzbischof Mario Delpini geübt. "Wie wollen die Reichen ihre Seele retten?", mahnte Delpini im Interview der Zeitung "La Repubblica" (Donnerstag). Er frage sich jeden Tag, wie man die derzeitige Krise ausnutzen könne, etwa durch Börsenspekulation, ohne den Gewinn weiter zu verteilen, zum Beispiel indem man Arbeitsplätze schafft. Leider werde noch zu wenig über alternative Wirtschafts- und Finanzmodelle nachgedacht, kritisiert der Erzbischof. Bisher mache das kaum jemand, auch wenn etwa an der Katholischen Universität Mailand in Richtung einer menschlicheren Ökonomie gedacht werde. Zudem kritisiert er, dass derzeit alles durch das Thema Corona beherrscht werde. Jeder warte nur darauf, dass die Pandemie vorübergeht. Stattdessen müsse man jetzt Initiativen ergreifen, um Dinge besser und anders zu machen.

    13.35 Uhr: Corona bringt Swatch ersten Verlust in der Geschichte des Konzerns

    Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch hat wegen der Coronavirus-Pandemie im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben. Es sei der erste Verlust seit der Gründung in den 1980er Jahren gewesen, bestätigte ein Firmensprecher. Unter dem Strich betrug der Reinverlust 53 Millionen Franken (49 Mio Euro), nach einem Gewinn von 748 Millionen Franken im Jahr davor, wie das Unternehmen am Donnerstag in Biel berichtete. Der Umsatz ging zu aktuellen Wechselkursen um 32,1 Prozent auf 5,6 Milliarden Franken (5,2 Mrd Euro) zurück. Swatch litt, weil vielerorts Geschäfte zur Pandemie-Eindämmung geschlossen wurden und der Reiseverkehr einbrach. Zum Konzern gehören Marken wie Omega, Tissot oder Glashütte.

    13.25 Uhr: Viele Handwerker kommen gut durch die Corona-Zeit

    Viele Handwerker in Bayern sind gut durch die Corona-Krise gekommen, doch längst nicht alle. Derzeit schätzen immer noch über drei Viertel der Handwerksbetriebe ihre Lage als gut oder zumindest befriedigend ein, wie der Bayerische Handwerkstag am Donnerstag in München berichtete. Dessen ungeachtet beeinträchtigen die derzeitigen Einschränkungen nach den Worten von Verbandspräsident Franz Xaver Peteranderl 90.000 der über 200.000 Handwerksbetriebe in Bayern - sei es, dass die Betriebe ganz oder teilweise geschlossen sind oder mittelbar betroffen, weil Kundenaufträge fehlen. Zu ihnen zählen Friseure ebenso wie Goldschmiede, Bäcker und Metzger, die Hotels und Gastronomie belieferten.

    13.15 Uhr: Berlin will Einreise aus Ländern mit mutierten Corona-Varianten untersagen

    Die Bundesregierung plant nach Angaben von Innenminister Horst Seehofer (CSU), rasch die Einreise aus Ländern mit einem starken Vorkommen der mutierten Coronavirus-Varianten zu untersagen. Betroffen davon wären vorerst Großbritannien, Portugal, Südafrika und Brasilien, sagte Seehofer am Donnerstag in Berlin. Weitere Länder könnten je nach Entwicklung hinzukommen. Die EU-Kommission warnte Deutschland vor "zu drastischen Maßnahmen". Seehofer machte jedoch klar, dass Deutschland angesichts der Gefährdung der Bevölkerung mit den Beschränkungen nicht auf die EU warten werde. "Wir können (...) nicht damit rechnen, dass es jetzt in absehbarer Zeit zu einer europäischen Lösung kommt, die auch unseren Vorstellungen entspricht", sagte er vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen. "Und deshalb bereiten wir das jetzt national vor." Seehofer verwies darauf, dass auch andere EU-Länder wie die Niederlande oder Belgien schon weitreichende Reisebeschränkungen verhängt hätten. Es gehe darum, "präventiv" die Verbreitung hochinfektiöser Corona-Varianten in Deutschland zu verhindern, sagte er. "Wir müssen vor die Lage kommen."

    13.10 Uhr: Corona-Ausbruch mit Virusvarianten in Schule in Skiort Arosa

    Im Schweizer Wintersportort Arosa gilt nach dem Auftauchen der neuen Coronavirus-Varianten ab sofort Maskenpflicht auf dem gesamten besiedelten Gemeindegebiet. Das Skigebiet bleibt zwar offen, aber die Skischulen werden vorerst geschlossen, und die Verbindung zum Skigebiet Lenzerheide wurde gesperrt, wie der Kanton am Mittwochabend mitteilte. Mindestens 14 Personen in der Ortsschule hatten sich demnach mit einem mutierten Virus infiziert. Um welche der Virusvarianten es sich konkret handelte, teilten die Behörden nicht mit. In der Schweiz waren bis Mitte der Woche 654 Fälle der in Großbritannien zuerst aufgetauchten Variante entdeckt worden. Es dürften aber deutlich mehr sein, sagte das Bundesamt für Gesundheit der Deutschen Presse-Agentur. In manchen Kantonen werde nur sehr wenig Material sequenziert. Schweizer Experten befürchten eine Verdoppelung der Zahl der Infizierten jede Woche. In Arosa sollen Freitag und Samstag nun PCR-Massentests durchgeführt werden. "Das Gesundheitsamt empfiehlt der Bevölkerung und den Gästen von Arosa dringend, an diesem Test teilzunehmen", hieß es. Schulen und Kindertagesstätten wurden bis 6. Februar geschlossen.

    13.00 Uhr: Erste Corona-Impfungen in britischem Supermarkt

    In Großbritannien sind Menschen erstmals in einem Supermarkt gegen das Coronavirus geimpft worden. Ausgebildetes Personal könne täglich 240 Dosen in der Filiale in dem Ort Smethwick nahe Birmingham verabreichen, teilte die Handelskette Asda am Donnerstag mit. Die Region ist eine der besonders schwer von Corona betroffenen des Landes. In einigen Bezirken waren zuletzt bis zu 1.200 Menschen je 100.000 Einwohnern infiziert. "Viele der Menschen, die heute in den Laden kommen, sind seit Monaten zu Hause geblieben, und wir hoffen, dass der Erhalt des Impfstoffs der erste Schritt zur Rückkehr zur Normalität für sie ist", sagte der Chef-Apotheker von Asda, Faisal Tuddy. Ein zweites, größeres Impfzentrum solle bald in einem Geschäft in Watford eröffnen.

    12.55 Uhr: Corona-Krise verhilft Wohnmobil-Herstellern zu Rekordjahr

    Die Reisebeschränkungen im Corona-Jahr haben den deutschen Herstellern von Wohnwagen und Camping-Anhängern zu einem Rekordjahr verholfen. Erstmals seien mehr als 100.000 Freizeitfahrzeuge zugelassen worden, teilte der Branchenverband (CIVD) mit - das sei fast ein Drittel mehr als 2019. Der Umsatz sei um mehr als sechs Prozent auf 12,5 Milliarden Euro gestiegen. 2020 sei damit bereits das vierte Rekordjahr und das siebte Wachstumsjahr in Folge für die Branche in Deutschland. Auch für das laufende Jahr seien die Aussichten günstig.

    12.45 Uhr: Novartis bietet Unterstützung bei Produktion von Corona-Impfstoff

    Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will bei der Produktion von Coronavirus-Impfstoffen und -Tests helfen. "Wir sind derzeit in Gesprächen mit mehreren Unternehmen, um die Herstellung von Impfstoffen und Komponenten für Tests für Covid-19 zu unterstützen, und wir werden so bald wie möglich Einzelheiten mitteilen", erklärte der Arzneimittelhersteller aus Basel am Donnerstag. Wegen Lieferschwierigkeiten bei den Impfstoffen von AstraZeneca sowie Biontech und Pfizer kommen die Impfkampagnen in der Europäischen Union eher schleppend voran. Novartis hat sein Impfstoffgeschäft vor einigen Jahren an GlaxoSmithKline und CSL verkauft. Die Arzneien Jakavi und Ilaris, deren Einsatz gegen Covid-19 die Schweizer untersucht haben, erwiesen sich als nicht wirksam. Jüngst erwarb Novartis von der australischen Biotech-Firma Mesoblast die Rechte für die experimentelle Zelltherapie Remestemcel-L zur Behandlung von akutem Lungenversagen, deren Einsatz bei Covid-19-Patienten getestet wird. Auch mit der Schweizer Biotech-Firma Molecular Partners wird an zwei Arzneien gegen das Coronavirus gearbeitet. Novartis produziert einen vom US-Krankenhaus- und Ärztenetzwerk Mass General Brigham entwickelten, genbasierten Impfstoff gegen das Coronavirus für klinische Tests.

    12.35 Uhr: Leichte Bewegung im Astrazeneca-Impfstreit

    Im Impfstoffstreit der Europäischen Union mit Astrazeneca sieht der CDU-Europapolitiker Peter Liese erste Bewegung. Statt nur einer Lieferung seines Corona-Impfstoffs im Februar erwäge der Pharmakonzern nun drei, sagte Liese am Donnerstag. Zudem habe sich der Hersteller bereiterklärt, bereits eine Woche nach der Zulassung zu liefern statt nach zwei Wochen. Der Druck auf das Unternehmen trage erste Früchte. Die EU-Kommission und die 27 Mitgliedsstaaten streiten mit dem britisch-schwedischen Unternehmen, seit dieses eine drastische Lieferkürzung für die EU angekündigt hatte. Nach EU-Angaben soll nur ein Viertel der bestellten Menge ankommen. Doch brachte auch ein Krisentreffen mit Unternehmenschef Pascal Soriot am Mittwochabend keinen Durchbruch. Wann die vertraglich vereinbarte Menge kommt, ist weiter offen.

    12.30 Uhr: Charité-Chef sieht leichte Entspannung bei Intensivpatienten

    Die Lage bei Corona-Intensivpatienten hat sich an der Charité in Berlin nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Heyo Kroemer leicht entspannt. Zum Jahreswechsel habe man noch 156 Intensivpatienten gehabt, nun seien es 130, sagt er. Mittlerweile seien 3.000 von 19.000 Mitarbeitern des Klinikums geimpft.

    12.15 Uhr: 39 Milliarden Schul-Essen weltweit ausgefallen

    Seit Beginn der Corona-Pandemie sind weltweit mehr als 39 Milliarden Schulmahlzeiten ausgefallen. Das geht aus einem gemeinsamen Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef und dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hervor, der am Donnerstag vorgestellt wurde. Der Bericht warnt demnach vor einer weltweiten Ernährungskrise. Die Autoren schreiben, dass "weltweit 370 Millionen Kinder aufgrund von Covid-19-bedingten Schulschließungen im Durchschnitt rund 40 Prozent ihrer Schulmahlzeiten verpasst haben." Sie drängen darauf, Schulen so schnell wie möglich unter zuverlässigen Hygienestandards wieder zu öffnen. "Kinder, die für ihre täglichen Mahlzeiten auf Schulen angewiesen sind, verlieren nicht nur die Bildungsmöglichkeit, sondern auch eine verlässliche Quelle für ihre Ernährung", sagte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. Zudem laufe man Gefahr, dass bis zu 24 Millionen Schulkinder weltweit aufgrund der Pandemie die Schule abbrechen könnten, heißt es weiter. "Nahrhafte Schulmahlzeiten zu verpassen, gefährdet die Zukunft von Millionen der ärmsten Kinder der Welt. Wir riskieren, eine ganze Generation zu verlieren", sagte WFP-Exekutivdirektor David Beasley. "Für viele ist die nahrhafte Mahlzeit in der Schule das einzige, was sie am ganzen Tag zu essen bekommen."

    12.05 Uhr: Ungarn verlängert Lockdown bis zum 1. März

    Ungarn verlängert den seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown bis zum 1. März. Damit bleiben die eigentlich bis Montag befristeten Schutzmaßnahmen wie die nächtliche Ausgangssperre und die Schließung von weiterführenden Schulen und Restaurants bestehen, wie der Stabschef von Ministerpräsident Viktor Orban mitteilt. Die Maßnahmen hätten zwar geholfen, die Virus-Ausbreitung zu verlangsamen und unter Kontrolle zu halten, sagt Stabschef Gergely Gulyas. Wegen des Impfstoff-Mangels würde aber derzeit eine Lockerung zu einer neuen Corona-Welle und schließlich zu drastischeren Einschränkungen führen.

    11.45 Uhr: Mehrheit für Schließung von Grenzen und Schulen

    Die Mehrheit der Deutschen ist in der Corona-Krise für Grenzschließungen auch innerhalb der EU. 57 Prozent halten dies nach dem neuen ZDF-Politbarometer für richtig, 40 Prozent lehnen dies ab. 59 Prozent halten auch Schulschließungen für richtig, 35 Prozent sind dagegen. Insgesamt halten nur 14 Prozent die geltenden Maßnahmen für übertreiben (minus vier Prozentpunkte gegenüber Zahl vor zwei Wochen). 56 Prozent halten sie für gerade richtig (plus fünf) - und 28 Prozent fordern eine weitere Verschärfung.

    11.35 Uhr: WHO warnt Europa vor zu frühen Lockerungen

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt Europa vor verfrühten Lockerungen im Kampf gegen das Coronavirus. Die Ansteckungsraten seien noch zu hoch und die Gesundheitssysteme noch immer stark belastet, sagt WHO-Europa-Direktor Hans Kluge. Es sei zu früh um nachzulassen. Um die Übertragungsraten zu senken, seien nachhaltige und konsequente Anstrengungen erforderlich. "Wir haben harte Lektionen gelernt - das schnelle Öffnen und Schließen und Wiederöffnen ist eine schlechte Strategie", sagt er. "Wir müssen geduldig sein, es wird Zeit brauchen, um zu impfen."

    11.25 Uhr: Personalvermittler warnt vor Entlassungswelle

    Der Personalvermittler Adecco rechnet im Verlauf des Jahres mit einer Entlassungswelle. Weil Regierungen die Stützungsmaßnahmen zur Abfederung der Coronavirus-Krise zurückfahren würden, dürften Unternehmen mit einem Stellenabbau reagieren. "Die Konsequenzen sind ziemlich klar (...) Wir erwarten eine gravierende Zunahme von Restrukturierungen und Entlassungen", sagt Adecco-Konzernchef Alain Dehaze auf einer Veranstaltung des Weltwirtschaftsforums. In einigen Industriezweigen seien "massive Entlassungen" zu erwarten.

    11.20 Uhr: Corona verändert bislang den Immobilienmarkt nicht

    Die Corona-Pandemie wird nach Einschätzung von Deka Immobilien Trends am Immobilienmarkt beschleunigen, aber zu keinem Paradigmenwechsel führen. Im neuen Jahr sei eine leicht sinkende Nachfrage nach Büroraum wegen des Digitalisierungsschubs zu erwarten. Flexibles und mobiles Arbeiten werde die Anwesenheit im Büro jedoch nicht ersetzen, teilte der Immobilienspezialist des Sparkassen-Wertpapieranbieters Deka am Donnerstag mit. Die expansive Geldpolitik der Notenbanken und die niedrigen Zinsen ließen trotz Corona-Krise einen Preiseinbruch an den Märkten weiter nicht zu, sagte DekaBank-Vorstand Matthias Danne. Nur bei Hotels, Shopping-Centern und im Einzelhandel abseits von Lebensmitteln sei die Lage bis auf weiteres etwas schwieriger. "Allerdings gehen wir davon aus, dass sich Hotels perspektivisch wieder voll erholen werden". Gleiches betreffe Einzelhandelskonzepte, die nicht schon vor der Pandemie unter Druck standen.

    11.15 Uhr: BAUR-Versand profitiert in der Corona-Krise

    Der Online-Händler BAUR-Versand mit Sitz in Oberfranken profitiert von einer starken Nachfrage in der Corona-Pandemie. Die BAUR-Gruppe rechnet zum Abschluss des Geschäftsjahres Ende Februar mit einem Rekordumsatz in der fast hundertjährigen Unternehmensgeschichte. So prognostiziert BAUR den Umsatz auf 950 Millionen Euro, das sind 102 Millionen Euro mehr als im abgelaufenen im Geschäftsjahr 2019/2020. So profitierte der Online-Händler auch durch Home-Office Lösungen vieler Unternehmen. Gekauft wurden praktische Dinge für das Arbeitszimmer, ebenso wie Artikel, um die eigenen vier Wände gemütlicher zu gestalten. Vor allem das Weihnachtsgeschäft war für BAUR ein starkes und der sonst eher schwache Januar entwickle sich weiterhin umsatzstark, heißt es. Die Corona-Pandemie sorgte bei der BAUR-Gruppe für riesige Mengen an Paketen für Kunden und in den Wareneingängen der Logistiker. Nach Angaben von Patrick Boos habe BAUR zweistellige Millionenbeträge in den Ausbau des Geschäfts und die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen in den Logistikbetrieben investiert. Die BAUR-Gruppe beschäftig derzeit rund 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, den Großteil an den oberfränkischen Standorten.

    11.05 Uhr: Apple stößt Samsung in Corona-Krise mit iPhone-Rekord vom Thron

    Apple hat dem Konkurrenten Samsung Electronics mit einem iPhone-Verkaufsrekord den Titel als weltgrößter Smartphonehersteller abgenommen. Der US-Konzern verschiffte im wichtigen Weihnachtsquartal 90,1 Millionen iPhones und kam damit auf einen Marktanteil von 23,4 Prozent, wie der Marktforscher IDC am Donnerstag mitteilte. Apple selbst gibt keine konkreten Verkaufszahlen bekannt, allerdings setzte das Unternehmen von Oktober bis Dezember so viel um wie nie zuvor. Dabei profitierte Apple zum einen von der starken Nachfrage nach den neuen 5G-fähigen iPhones 12, der größeren Modellauswahl, aber eben auch von den Problemen des chinesischen Rivalen Huawei, dem die US-Sanktionen immer stärker zusetzen.

    10.55 Uhr: Mehr als 3.800 Hinweise auf Missbrauch in Kurzarbeit

    Bei der Bundesagentur für Arbeit sind im Zuge der Corona-Krise bisher 3.811 Hinweise auf Missbrauch in der Kurzarbeit eingegangen. Diese kämen "zum Beispiel von Menschen, die sagen: Ich bin in Kurzarbeit, muss aber länger arbeiten. Oder das bei Kollegen beobachten", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, Detlef Scheele, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Nicht immer handle es sich aber tatsächlich um Missbrauch, betonte Scheele. So stelle sich bei einem Blick in die Unterlagen der Unternehmen häufig heraus, dass für den betreffenden Mitarbeiter oder die betreffende Mitarbeiterin gar keine Kurzarbeit abgerechnet worden sei. Erst dann handle es sich um Missbrauch. Lediglich 271 Fälle seien ans Hauptzollamt abgegeben worden und 37 an die Staatsanwaltschaft. Die Arbeitsagenturen haben in der Corona-Krise den Angaben zufolge bisher mehr als 22 Milliarden Euro an Kurzarbeitergeld ausgezahlt.

    10.50 Uhr: Planungen für Impfgipfel werden noch heute abgestimmt

    Die Planungen für ein rasches Spitzentreffen zur Lösung der Corona-Impfmisere werden immer konkreter. "Die Bundesregierung ist für einen solchen Impfgipfel. Die Planungen dafür laufen und werden noch heute mit den Ländern abgestimmt", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstag in Berlin mit. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich offen für einen solchen Impfgipfel gezeigt, wie er etwa von SPD-Politikern gefordert wird. Im Radiosender NDR Info und auf Twitter schlug Spahn ein gesondertes Treffen mit den Ministerpräsidenten vor, an dem auch Vertreter der Pharmahersteller teilnehmen sollten. Inhaltlich muss es nach seinen Worten darum gehen, wie das weitere Vorgehen gegen die Pandemie aussehen kann.

    10.45 Uhr: Inzidenz sinkt und Wissenschaftler warnen vor zu frühen Lockerungen

    Deutschland hat eine wichtige Hürde im Pandemie-Winter genommen. Als Folge des strengen Lockdowns haben sich die Infektionszahlen seit Weihnachten halbiert. So gab das Robert Koch-Institut die 7-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche - am Donnerstagmorgen mit 98 an. Der bisherige Höchstwert wurde am 22. Dezember mit 198 erreicht. Erklärtes Ziel von Bund und Ländern ist bisher, die 7-Tage-Inzidenz auf unter 50 zu drücken. Hält die positive Entwicklung an, könnte das rein rechnerisch so bis Mitte bis Ende Februar erreichbar sein. Doch Wissenschaftler halten ein Hoffnungmachen auf schnelle Lockerungen für das falsche Signal. Deutschland solle den Erfolg nicht verspielen, rät Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Mehr Freiheiten für alle winken aus ihrer Sicht erst, wenn die Inzidenz auf oder unter 10 gedrückt werde - so wie im vergangenen Sommer. Im vergangenen Jahr wurde eine Inzidenz von 50 als Schwelle dafür definiert, bis zu der die knapp 400 deutschen Gesundheitsämter die Lage unter Kontrolle halten können: also alle Kontaktpersonen von Infizierten ausfindig machen und in Quarantäne schicken. Wichtig sei, schnell auf den 50er-Wert zu kommen, "damit wir dann über Öffnungen reden können", argumentiert Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

    10.40 Uhr: Taiwan bittet Deutschland um Hilfe bei Impfstoff

    Die Regierung Taiwans bittet Deutschland um Hilfe bei der Versorgung mit Covid-19-Impfstoff. Zuvor hatte die Bundesregierung Taiwan um Unterstützung gebeten, bei dem derzeitigen Chipmangel in der Autobranche zu helfen. Taiwans Wirtschaftsministerin sagt, sie habe die Impfstoff-Bitte bei einem Treffen mit dem deutschen Vertreter in Taipeh übermittelt, der ihr wiederum einen Brief mit der Bitte um Hilfe bei dem Chip-Problem überreicht habe. Sie habe dabei erklärt, dass sie hoffe, Deutschland könne Taiwan bei der "Beschaffung von Impfstoff in einem machbaren Bereich" unterstützen. Das Bundeswirtschaftsministerium wollte sich dazu zunächst nicht äußern.

    10.25 Uhr: Irans Ex-Nationalspieler Minavand mit 45 an Corona gestorben

    Der iranische Fußball trauert um den früheren Nationalspieler Mehrdad Minavand. Der 45-Jährige starb in der Hauptstadt Teheran an der Folgen einer Corona-Infektion. Dies bestätigte der nationale Fußballverband Minavand bestritt 67 Länderspiele für Iran und stand bei der 0:2-Niederlage gegen Deutschland im WM-Gruppenspiel 1998 über 90 Minuten auf dem Platz. Zahlreiche frühere Mitspieler kondolierten in den sozialen Netzwerken, auch Irans berühmtester Fußballer Ali Daei zeigte sich bestürzt. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich kann es unmöglich glauben, dass Mehrdad nicht mehr da ist", schrieb der ehemalige Bielefeld-, Bayern- und Hertha-Profi bei Instagram. Minavand war in der vergangenen Woche auf die Intensivstation des Laleh-Krankenhauses verlegt worden, in den vergangenen Tage habe sich sein Zustand rapide verschlechtert. Mit über 57.000 Corona-Toten ist Iran nach Indien das am zweitstärksten betroffene Land Asiens. Minavand hatte in seiner Karriere unter anderem für Sturm Graz gespielt und war mit den Steirern 1998/99 österreichischer Meister geworden.

    10.15 Uhr: Ehemaliger Formel-1-Fahrer Campos verstorben

    Der ehemalige Formel-1-Fahrer Adrian Campos ist tot. Der Spanier, der als Entdecker von Ex-Weltmeister Fernando Alonso gilt, starb im Alter von 60 Jahren, wie der von ihm gegründete Rennstall mitteilte. In jüngerer Vergangenheit war es Campos, der sich in der Formel 2, der höchsten Nachwuchsklasse unter der Königklasse F1, erfolgreich engagierte. Zuletzt schaffte mit Jack Aitken ein Fahrer von Campos Racing den Sprung ins Formel 1-Cockpit beim vorletzten Saisonrennen in Bahrain. Campos fuhr 1987 und 1988 insgesamt 17 Grand Prix für den italienischen Minardi-Rennstall. "Sein Herz hörte auf zu schlagen, aber das Andenken an ihn wird der Motor sein, der uns alle kämpfen lässt, um sein Erbe fortzusetzen. Ruhe in Frieden", teilte Campos Racing mit.

    10.01 Uhr: Biontech-Vakzin gegen britische und südafrikanische Virus-Mutanten wirksam

    Der Impfstoff von Biontech ist gegen die wichtigsten in Großbritannien und Südafrika aufgetauchten Coronavirus-Mutanten wirksam. In-Vitro-Tests hätten gezeigt, dass die Entwicklung eines neuen Impfstoffs für diese Varianten des Coronavirus nicht notwendig sei, teilten das Mainzer Unternehmen und sein US-Partner Pfizer mit. Die Virus-Varianten würden jedoch weiter auf mögliche Resistenzen beobachtet.

    Die Unternehmen untersuchten demnach verschiedene Coronavirus-Varianten mit unterschiedlichen Mutationen. Bei der Neutralisierung der südafrikanischen Variante mit drei Mutationen traten "geringe Unterschiede" auf. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass diese "zu einer signifikanten Verringerung der Wirksamkeit" des Impfstoffs führten.

    Die neuen Varianten des Coronavirus breiten sich in immer mehr Ländern aus. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde die zuerst in Großbritannien registrierte Mutante inzwischen in 70 Ländern nachgewiesen. Sie ist Wissenschaftlern zufolge ansteckender als die Corona-Ursprungsvariante. Auch für die zunächst in Südafrika nachgewiesene Mutante verzeichnete die WHO ein größeres Verbreitungsgebiet. Die Zahl der betroffenen Länder stieg auf 31.

    09.47 Uhr: Britische Regierung pocht auf Lieferung bestellter Impfstoffe

    Die britische Regierung pocht auf die Lieferung der von ihr bestellten Impfdosen. "Wir müssen sicherstellen, dass die Impfstoffe geliefert werden, die wir gekauft haben", sagte Kabinettsminister Michael Gove: "Wir wollen, dass Großbritannien all das bekommt, was geplant war."

    Dass Großbritannien so viele Dosen erhalten habe, liege daran, dass die Regierung so früh bestellt habe: "Wir werden auch daran arbeiten, unseren Freunden in der EU zu helfen." Diese streitet mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca über die Lieferung von Impfstoffen und fordert, dass sie mit mehr Dosen seines Vakzins aus Werken aus Großbritannien versorgt wird.

    09.35 Uhr: WHO-Experten beginnen in Wuhan mit Erkundung der Corona-Ursprünge

    Mit dem Ende der Quarantäne-Zeit nach der Ankunft vor zwei Wochen hat ein Team der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seine Erkundung der Ursprünge der Corona-Pandemie in China begonnen. Die WHO-Experten verließen ihr Quarantäne-Hotel in der zentralchinesischen Provinzhauptstadt Stadt Wuhan, wo das neuartige Coronavirus Ende 2019 erstmals festgestellt worden war. Früheren Angaben zufolge war zunächst geplant, Menschen aus Forschungsinstituten, Krankenhäusern und von dem Tier- und Fleischmarkt in Wuhan zu befragen, wo der neue Erreger vermutlich erstmals aufgetaucht ist. Es wird vermutet dass das Virus von einem Tier auf den Menschen übertragen wurde.

    Geleitet wird die WHO-Delegation von Peter Ben Embarek, einem Experten für Tierkrankheiten, die auf andere Spezies übergehen. International wird von der Führung in Peking verlangt, eine transparente Untersuchung zu ermöglichen. Vor allem die USA haben China vorgeworfen, das Ausmaß des ersten Ausbruchs vertuscht und damit zu der weltweiten Verbreitung des Virus beigetragen zu haben.

    09.26 Uhr: RKI meldet 17.553 Neuinfektionen

    Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 17.553 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden mehr als 900 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vergangenen Donnerstag hatte das RKI 20.398 Neuinfektionen und 1.013 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

    Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.178 828 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 54.913.

    Der bundesweite 7-Tage-R-Wert lag laut dem RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,87 (Vortag 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

    09.09 Uhr: RKI - Coronavirus-Inzidenz in Deutschland erstmals seit drei Monaten unter 100

    Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland liegt erstmals seit drei Monaten wieder unter der Marke von 100. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sank der Wert am Donnerstag auf 98. Zuletzt hatte die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums - am 29. Oktober unter 100 gelegen.

    08.52 Uhr: In Frankreich zehn Prozent der Infektionen durch englische Virus-Variante

    In Frankreich gehen nach Regierungsangaben zehn Prozent aller Ansteckungsfälle auf die zuerst in England entdeckte Variante des Coronavirus zurück. Regierungssprecher Gabriel Attal bekräftigte im Hörfunksender France Inter, eine Verschärfung des Lockdowns bleibe eine Option für die Regierung. Details nannte er nicht.

    Am Mittwoch verzeichneten die Behörden fast 27.000 bestätigte Neuinfektionen. Das ist der höchste Anstieg binnen 24 Stunden seit Mitte November, als das Land im zweiten vollständigen Lockdown war. Das lässt darauf schließen, dass die gegenwärtigen Maßnahmen nicht ausreichen, die Verbreitung der ansteckenderen englische Variante einzudämmen.

    08.45 Uhr: Spahn bereit zu Impfgipfel - Für Verhandlungslösung mit Astrazeneca

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich offen gezeigt für einen sogenannten Impfgipfel, wie er etwa von SPD-Politikern gefordert wird. Im Radiosender NDR Info schlug er ein gesondertes Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder vor, an dem auch Vertreter der Pharmahersteller teilnehmen sollten. "Vertrauen in dieser Krise erhalten wir nur, wenn Bund und Länder an einem Strang ziehen", schrieb der CDU-Politiker auf Twitter: "Auf diesem Impfgipfel von Bund und Ländern sprechen wir über die Lage, die Ziele, das weitere Vorgehen, auch damit Europa seinen fairen Anteil erhält."

    Spahn rechnet noch mit einem längerfristigen Impstoffmangel: "Wir gehen bei der Knappheit des Impfstoffes noch durch mindestens zehn harte Wochen", schrieb er auf Twitter.

    Im Streit der EU-Kommission mit dem Pharmakonzern Astrazeneca um seine Impfstofflieferungen setzt Spahn auf eine Verhandlungslösung. Eine lange juristische Auseinandersetzung über die Offenlegung von Lieferverträgen helfe in der jetzigen Lage nicht weiter. "Das ist das Letzte, was wir brauchen", sagte Spahn NDR Info. Stattdessen müsse es um eine faire Verteilung des Impfstoffs gehen. Er setze auf ein einvernehmliches Ergebnis, "das ist sicher der bessere Weg".

    08.14 Uhr: Innenministerium bestätigt Vorbereitung für Einreisesperren

    Ein Sprecher des Bundesinnenministerium bestätigt Pläne für die Vorbereitung von Einreissperren für Reisende aus Großbritannien, Brasilien und Südafrika. Eine entsprechende Vorlage werde derzeit in der Bundesregierung abgestimmt, sagt ein Sprecher.

    Hintergrund ist, dass in diesen Ländern hochansteckende Virus-Mutationen festgestellt wurden. Die Bundesregierung hatte vor einer Ausbreitung auch in Deutschland gewarnt. Denkbar ist, dass es Einreisesperren auch für andere Länder geben könnte, in denen sich Virus-Mutanten bereits stärker ausgebreitet haben.

    08.12 Uhr: Barley zum Streit mit Astrazeneca - "Wir wollen Impfdosen"

    Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley, setzt im Streit der EU mit dem Pharmakonzern Astrazeneca über die Lieferung von Impfstoff auf eine Einigung. "Ich hoffe, auch unter dem Druck möglicher Strafzahlungen, dass sich Astrazeneca bemühen wird, andere Produktionskapazitäten zu finden", sagt sie im Deutschlandfunk. Dazu solle der Konzern etwa Konkurrenten einspannen. Eine mögliche Entschädigung helfe nicht, "sondern wir wollen Impfdosen." Sie kritisierte zudem, dass der Vertrag zwischen der EU und Astrazeneca für die EU-Parlamentarier nicht einsehbar sei: "Das ist wirklich ein Problem."

    08.02 Uhr: Unionsfraktionsvize fordert Vorsicht bei Öffnungsdebatten

    Die stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Nadine Schön warnt vor voreiligen Öffnungsdebatten in der Corona-Pandemie. "Wir dürfen nicht zu viele Versprechungen machen, dass es zu einer Öffnung kommt", sagte die CDU-Politikerin im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. Man wisse einfach nicht, wie sich die Infektionszahlen in der nächsten Zeit entwickelten. "Deshalb wäre es völlig fahrlässig als Politiker jetzt zu sagen, ab sofort geht es nur noch nach oben", sagte Schön.

    Trotz wachsender Sorgen wegen neuer Varianten des Corona-Erregers nimmt die Debatte um Lockerungen der Lockdown-Maßnahmen Fahrt auf. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte am Mittwoch im Landtag in Schwerin entsprechende Schritte in Aussicht gestellt. In Schleswig-Holstein sieht ein neuer Stufenplan Öffnungsschritte in vier Etappen ab Mitte Februar vor.

    07.53 Uhr: Vietnam befürchtet größten Corona-Ausbruch seit Monaten

    Vietnam befürchtet erstmals seit Monaten einen größeren Corona-Ausbruch im Land. Am Donnerstag seien 82 Neuinfektionen bestätigt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Es handele sich um die ersten lokalen Übertragungen des Virus nach 55 Tagen. Nachdem am Morgen zunächst zwei Fälle in den nördlichen Provinzen Hai Duong und Quang Ninh verzeichnet worden waren, wuchs die Zahl kurz darauf im Rahmen der Kontaktverfolgung weiter.

    70 Infektionen stehen den Angaben zufolge in Verbindung mit einer großen Fabrik in Hai Duong City in der Nähe von Hanoi. Eine der positiv getesteten Personen sei zuvor in der Region herumgereist und habe sich mit rund 200 Menschen getroffen, so die Behörden. Diese sollen nun alle kontaktiert und getestet werden.

    Bislang ist Vietnam dank strikter Maßnahmen extrem glimpflich durch die Pandemie gekommen. Es wurden nur rund 1.600 Fälle gemeldet, 35 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

    07.36 Uhr: Passagierzahl an Flughäfen um drei Viertel eingebrochen

    Corona hat die Zahl der Passagiere an den deutschen Flughäfen auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gedrückt. Von Januar bis Dezember 2020 wurden bundesweit 63 Millionen Fluggäste gezählt, wie aus Branchendaten für die 21 Verkehrsflughäfen hervorgeht. Das ist nur ein Viertel der Zahl von 2019. Die Luftfahrtbranche spricht von der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg.

    Im März hatten Reisebeschränkungen wegen der Pandemie den Luftverkehr zusammenbrechen lassen. Während im Sommer wieder etwas mehr Menschen in Flugzeuge stiegen, herrscht seit dem Herbst wieder häufig Leere in den Terminals. Die Hälfte der Passagiere des gesamten Jahres 2020 wurden im Januar und Februar abgefertigt - vor den ersten Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Die Flughäfen schreiben Verluste in Milliardenhöhe.

    Größte Verlierer sind nach den Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen Saarbrücken und Paderborn, wo die Passagierzahlen rund 87 Prozent unter dem Vorjahr lagen. Dortmund schnitt mit einem Minus von 55 Prozent noch am besten ab. Bei den großen Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin und Düsseldorf bewegen sich die Rückgänge um drei Viertel.

    07.15 Uhr: Norwegen schließt wegen Corona-Mutation seine Grenzen

    Im Kampf gegen die Virus-Mutationen schließt Norwegen ab Morgen (29. Januar) seine Grenzen. Das sorgt auch für Absagen beim Wintersport-Weltcups. So sollen die Wettbewerbe der Skispringerinnen sowie Kombinierer und Kombinierinnen in Lillehammer vom 12. bis 14. März gestrichen werden. Dies gab der Weltverband FIS bekannt. Die Weltcups im Olympia-Ort von 1994 sollten ursprünglich bereits Anfang Dezember ausgetragen werden, waren aber wegen der Pandemie verschoben und erst in der Vorwoche neu angesetzt worden. In der Kombination wäre es die Generalprobe für die WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) gewesen. Sollten Norwegen die Grenzen längerfristig schließen, sind weitere Wettkämpfe gefährdet.

    05.42 Uhr: Bericht - Bundesregierung will Flugverkehr offenbar drastisch einschränken

    Als Maßnahme gegen die Ausbreitung neuer Corona-Mutanten machen immer mehr Länder ihre Grenzen dicht. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung plant auch die Bundesregierung eine drastische Einschränkung des Flugverkehrs aus Hochrisikogebieten. Das Kabinett beauftragte Innenminister Horst Seehofer (CSU) demnach bereits mit der Vorbereitung einer entsprechenden Verfügung.

    Laut "Bild" könnte die drastische Einschränkung des Flugverkehrs nach Deutschland bereits nächste Woche umgesetzt werden. Einreisesperren soll es demnach für Flüge aus Risikoländern geben, in denen es bereits Virus-Mutanten gibt. Dazu gehören Großbritannien, Südafrika, Brasilien und Portugal. Ebenfalls treffen könnte es dem Bericht zufolge die Niederlande und Dänemark.

    Über geplante Einreiseverbote berichtete auch das Magazin "Der Spiegel". Deutsche Staatsbürger seien aber von dem geplanten Verbot nicht betroffen. Ausnahmen solle es zudem für Berufspendler und Diplomaten geben. Eine Entscheidung des Bundeskabinetts über die Verbote soll laut übereinstimmenden Informationen von "Bild" und "Spiegel" bereits am Freitag fallen.

    05.22 Uhr: EU und Astrazenca können Impfstoff-Streit nicht ausräumen

    Die EU-Kommission und das Pharmaunternehmen Astrazeneca haben ihren Streit über die Lieferung von Corona-Impfstoff bei einem weiteren direkten Gespräch offenbar nicht beilegen können. Beide Seiten bezeichneten die Beratungen am Mittwochabend als "konstruktiv", doch beklagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides, dass es weiterhin einen "Mangel an Klarheit" über den Zeitplan für die Versorgung der EU mit dem Astrazeneca-Vakzin gebe.

    Bei der Unterredung mit Unternehmenschef Pascal Soriot habe ein "konstruktiver Ton" geherrscht, schrieb Kyriakides im Kurzbotschaftendienst Twitter. Doch sei die fortbestehende Unklarheit über den zeitlichen Ablauf der Lieferungen bedauerlich. Die Kommission verlange von Astrazeneca einen "klaren Plan für die schnelle Lieferung der Mengen an Impfdosen, die wir für das erste Quartal reserviert haben".

    Die Behörde werde mit dem britisch-schwedischen Unternehmen zusammenarbeiten, um Lösungen für die schnelle Lieferung von Impfdosen zu finden, kündigte Kyriakides an. Die "festen vertraglichen Verpflichtungen" müssten eingehalten werden".

    Ein Astrazeneca-Sprecher nannte das Gespräch mit der Kommission "konstruktiv und offen". Beide Seiten hätten sich zu einer "sogar noch engeren Koordination" des Fahrplans für die Impfstoff-Lieferung verpflichtet.

    05.16 Uhr: Bayern fordert vom Bund Corona-Finanzhilfen für Bedürftige

    Bayern verlangt vom Bund mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger und andere Bedürftige zum Corona-Schutz. Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Sozialministerin Carolina Trautner (beide CSU) hätten dazu einen Brief an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) geschrieben, berichtet die "Augsburger Allgemeine".

    Holetschek betonte demnach, die Menschen bräuchten bessere Masken und mehr Desinfektionsmittel. "Das alles kostet Geld, daher halten wir eine finanzielle Kompensation für Bedürftige für geboten." Dies hülfe auch dabei, die Ausbreitung von hochansteckenden Virus-Mutanten in der Bevölkerung einzudämmen.Trautner ergänzte, die Regelbedarfssätze für die Gesundheitspflege sähen gerade einmal einen Betrag von 16,60 Euro monatlich vor. "Das reicht nicht, die jetzt bestehenden zusätzlichen Belastungen abzufangen."

    04.47 Uhr: Lauterbach kritisiert Olympia-Planungen

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat das Festhalten des Internationalen Olympischen Komitees an den Olympia-Plänen und namentlich auch IOC-Chef Thomas Bach kritisiert. Dass dieser weiterhin fest davon ausgehe, dass die Spiele in Tokio in diesem Sommer stattfinden, nannte Lauterbach !sehr problematisch".

    Dieses "sture Durchhalten mit der Einstellung, der Spitzensport sei von der Pandemie quasi ausgenommen, halte ich für sehr schwer vermittelbar und frustriert auch sehr viele Fans", sagte Lauterbach in einem Sport1-Interview. Bach zeige "rigoristische Positionen. Zum Geschäft gehört eine gewisse Demut mit dazu. Die vermisse ich manchmal bei Herrn Bach", sagte Lauterbach.

    Für Lauterbach wäre auch die Austragung der Fußball-EM "ein falsches Signal" zu einem "schlechten Zeitpunkt". Die Europäische Fußball-Union UEFA hatte am Mittwoch jedoch bekräftigt, an ihrem Plan eines Turniers in zwölf Städten festhalten zu wollen.

    Mittwoch, 27. Januar 2021

    22.17 Uhr: Aiwanger dringt weiter auf Öffnungen

    In der BR-Bürgersendung "jetzt red i" hat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) erneut auf Öffnungen ab Mitte Februar gedrängt. Bayern habe bereits jetzt eine Inzidenz um die 100, manche Landkreise lägen sogar bereits unter 50, betonte er.

    "Ich werde immer geschimpft, wenn ich von Daten rede", so Aiwanger, aber für die Friseure zum Beispiel sei Mitte Februar "der letzte Termin". Das gelte auch für viele weitere Branchen. Keiner rede davon, Diskotheken oder Kneipen sofort wieder zu öffnen. Aber er sehe auch nicht ein, warum man im Supermarkt einkaufen könne, in einem Bekleidungsgeschäft aber nicht. Am Skilift könne man genauso kontrollieren wie im Gottesdienst, fuhr Aiwanger fort. Wichtig seien aus seiner Sicht die Einhaltung der Hygieneregeln und das Tragen der FFP2-Masken. Er wünsche sich hier mehr Sachlichkeit in der Debatte, kritisierte Aiwanger.

    21.45 Uhr: Wochenlange Verzögerung bei Lieferung von russischem Impfstoff

    Russland kündigt die Verzögerung von Lieferungen des Sputnik-V-Impfstoffes nach Lateinamerika um bis zu drei Wochen an. Grund seien die hohe Nachfrage und Produktionsengpässe. Die staatliche Private Equity-Gesellschaft RDIF und das Gamaleya-Institut erklärten, die Produktionskapazitäten auszuweiten. Sputnik-V haben unter anderem Argentinien, Bolivien und Mexiko geordert.

    21.43 Uhr: Irans Ex-Nationalspieler Minawand mit Corona gestorben

    Der ehemalige iranische Fußball-Nationalspieler Mehrdad Minawand ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna starb der 45-Jährige am Abend im Laleh Krankenhaus in der Hauptstadt Teheran. Minawand, der zwischen 1998 und 2001 auch für den österreichischen Erstligisten Sturm Graz spielte, galt als einer der besten Linksverteidiger der iranischen Fußballgeschichte. Auch Sturm Graz teilte am Abend den Tod seines früheren Profis mit.

    21.36 Uhr: Bundeswehr schickt Erkundungsteam nach Portugal

    Die Bundeswehr hat ein Erkundungsteam nach Portugal geschickt, um Hilfsmöglichkeiten im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie zu auszuloten. Die Experten sollten klären, welche Unterstützung vor Ort benötigt werde und machbar sei, bestätigt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin einen "Spiegel"-Bericht.

    In Portugal hatte die Zahl der Corona-Infektionen zuletzt stark zugenommen. Heute meldeten die Behörden in dem Land einen neuen Höchststand von 293 Todesfällen durch Covid-19 binnen 24 Stunden. Mehr als 6.600 Corona-Patienten in Portugal werden derzeit in Krankenhäusern behandelt, 783 von ihnen auf Intensivstationen.

    21.34 Uhr: Kanada - EU will Impfstoff-Lieferungen nicht kürzen

    Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau erklärt, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen habe ihm versichert, dass die Kontrollen der Impfstoff-Exporte durch die EU die Kanada zugesagten Chargen nicht beeinflussen werden. Das betreffe die Bestellungen bei Pfizer und Moderna. Nach Liefer-Engpässen hat die EU Pharmakonzerne aufgefordert, ihre Exporte registrieren zu lassen.

    21.00 Uhr: Weitere Verdachtsfälle auf Corona-Mutation im Bayreuther Klinikum

    Im Bayreuther Klinikum gibt es weitere Verdachtsfälle auf die hochansteckende Corona-Mutation aus Großbritannien. Wie das Krankenhaus berichtete, seien bei einer Reihentestung von knapp 3.000 Klinikmitarbeitern 21 neue Infektionen festgestellt worden. "Bei zwölf dieser Personen besteht der Verdacht, dass sie sich mit der sogenannten englischen Mutation des Virus infiziert haben", berichtete das Klinikum. Die Gesamtzahl der Verdachtsfälle auf die B.1.1.7-Mutation habe sich damit auf 23 erhöht. Die Verdachtsfälle müssen allerdings noch endgültig bestätigt werden, was noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

    Das Klinikum habe wegen des Ausbruchs oberste Priorität bei der Zuteilung der Corona-Impfdosen, teilte das Landratsamt Bayreuth am Abend mit.

    20.40 Uhr: Britische Reiserückkehrer aus Hochrisikogebieten müssen in Hotel-Quarantäne

    Britische Reiserückkehrer, die aus Corona-Hochrisikogebieten eintreffen, müssen sich zukünftig für zehn Tage in eine Hotel-Quarantäne begeben. Das kündigte Innenministerin Priti Patel im Parlament in London an, ohne zunächst ein Datum für das Inkrafttreten dieser Regelung zu nennen. Zu den Hochrisikogebieten werden 22 Länder gerechnet, darunter Portugal und Südafrika.

    Die Regelungen beziehen sich auf Länder, in denen neu entdeckte Corona-Mutanten in Umlauf sind. Für Menschen ohne britische Staatsbürgerschaft ist die Einreise aus diesen Ländern bereits untersagt. Die zehntägige Quarantäne im Hotel koste zurückkehrende Briten umgerechnet rund 1.700 Euro, berichteten Londoner Medien. Mahlzeiten sollen dabei vor die Zimmertür geliefert werden und der gesamte Aufenthalt werde von Sicherheitskräften überwacht.

    Die britische Regierung kündigte an, dass der aktuell bestehende Lockdown bis zum 8. März verlängert werde. Einzelheiten zu den Quarantäne-Regelungen sollten in der kommenden Woche mitgeteilt werden.

    20.02 Uhr: Hamburger Bürgermeister rechnet mit Verlängerung von Lockdown

    Der Hamburger Erste Bürgermeister Peter Tschentscher wendet sich gegen rasche Lockerungen. "Ich gehe davon aus, dass der Lockdown über den 14. Februar hinaus fortgeführt werden muss." Die Infektionszahlen seien nicht ausreichend zurückgegangen. "Zunächst müssen wir einen Überblick über das Auftreten neuer Virusmutationen und eine fundierte Einschätzung zu ihren Auswirkungen auf die Infektionsdynamik haben", erklärt der SPD-Politiker. Erst auf dieser Grundlage könne ein Öffnungskonzept beschlossen werden.

    19.57 Uhr: Dreyer und Woidke fordern Impfgipfel

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will einen Impfgipfel. "Überall in Deutschland stehen Impfstraßen weitgehend leer, denn die zugesagten Impfstoffe werden nicht wie versprochen geliefert", sagte Dreyer dem "Spiegel". Auf dem Gipfel sollten verbindliche Absprachen über die Lieferung der Corona-Impfstoffe getroffen werden. "Wir brauchen einen klaren und transparenten Impfstoffplan für die kommenden Monate", sagte Dreyer.

    Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte einen Impfgipfel von Bund, Ländern und Wirtschaftsvertretern gefordert - möglichst noch vor Ende kommender Woche, schrieb Woidke an den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller. Die Verschiebung von Impfterminen sorgten für große Verunsicherung.

    19.42 Uhr: Erster Olympia-Test in Tokio wird wegen Notstands verschoben

    Der erste Test-Wettbewerb für die Olympischen Spiele in Tokio wird wegen der Einreisebeschränkungen im Zuge des Corona-Notstands verschoben. Das teilte der Weltverband Fina am Abend mit und bestätigte damit japanische Medienberichte.

    Die abschließende Olympia-Qualifikation im Synchronschwimmen sollte eigentlich vom 4. bis 7. März im neuen Tokyo Aquatics Center stattfinden. Der Wettkampf sollte zugleich der erste Olympia-Test mit Maßnahmen zum Schutz gegen eine Ausbreitung des Coronavirus sein. Die Veranstaltung wurde laut Fina auf den Zeitraum 1. bis 4. Mai verschoben.

    19.21 Uhr: Corona Ausbruch im Bamberger Ankerzentrum

    Im Bamberger Ankerzentrum für Asylbewerber haben sich 55 Bewohner mit dem Corona-Virus infiziert. Das teilten der Landkreis und die Stadt Bamberg heute in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Wegen einer auffälligen Häufung von Corona-Infektionen habe man eine Reihentestung unter den Bewohnern durchgeführt. 924 Personen haben sich freiwillig testen lassen. Die positiv getesteten Bewohner und die Kontaktpersonen wurden in einem Quarantänebereich innerhalb der Einrichtung untergebracht. Außerdem gilt nun in der Einrichtung ein Verlegungsstopp. Bewohner müssen eine FFP2 Maske tragen, wenn sie die Wohnung verlassen. Die Kantine auf dem Gelände wurde geschlossen. Die Essensausgabe wird entsprechend umorganisiert. In der Einrichtung leben derzeit rund 1.100 Menschen.

    19.17 Uhr: Südafrika-Variante des Coronavirus im Kreis Viersen nachgewiesen

    In einer Behinderteneinrichtung im Kreis Viersen ist die aus Südafrika stammende mutierte Variante B.1.351 des Coronavirus nachgewiesen worden. 11 Bewohner und 13 Mitarbeiter seien mit dem Coronavirus infiziert, teilte der Kreis mit. Es habe sich auffallend schnell verbreitet, heißt es in einer Mitteilung.

    Bei zwei Proben wurde das mutierte Virus nachgewiesen, doch ist davon auszugehen, "dass alle 24 Infizierten des Clusters die Mutante in sich tragen", wie der Kreis mitteilte. Weitere der Proben gezielt auf die Mutation hin zu untersuchen, sei nicht nötig. Alle 17 Bewohner sind demnach seit dem 23. Januar in ihren Einzelzimmern in Quarantäne. Für negativ getestet Mitarbeiter sei eine Arbeitsquarantäne angeordnet worden. Sie dürfen sich von Zuhause zum Arbeitsplatz bewegen, um den Betrieb der Einrichtung aufrecht zu halten.

    19.06 Uhr: Norwegen schließt Grenzen - Sorge wegen Mutationen

    In Norwegen kündigt Ministerpräsidentin Erna Solberg die Schließung der Grenzen für alle Besucher an. "Praktisch bedeutet das, dass die Grenze für jeden, der nicht in Norwegen lebt, geschlossen wird", sagt Solberg. Ausnahmen gebe es nur für wenige Gruppen, etwa Krankenhaus-Bedienstete. Nach dem vermehrten Auftreten hochansteckender Mutationen wurde am Samstag über die Hauptstadtregion ein Lockdown verhängt.

    19.00 Uhr: Bund stützt Galeria Karstadt Kaufhof

    Die Bundesregierung will den angeschlagenen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur stützen. Dabei geht es um eine Stabilisierungsmaßnahme in Form eines Darlehens in Höhe von bis zu 460 Millionen Euro, wie der Ausschuss des Wirtschaftsstabilisierungsfonds heute beschloss. Das Hilfsangebot liegt nun dem Unternehmen zur Entscheidung vor. In dem Ausschuss sitzen Vertreter mehrerer Ministerien. Wirtschafts- und Bundesfinanzministerium hatten sich zuvor auf die Stabilisierungsmaßnahme verständigt, wie es hieß.

    Konkret geht es um ein sogenanntes Nachrangdarlehen. Die Hilfsmaßnahme sei an umfangreiche Auflagen und rechtliche Vorgaben geknüpft.

    Die Bundesregierung will mit der Unterstützung einen wichtigen Beitrag leisten, um Arbeitsplätze zu sichern und die aktuell schwierige Lage für das Unternehmen zu überbrücken. Aus ihrer Sicht haben Kaufhäuser auch eine wichtige Ankerfunktion für die Stabilisierung der Innenstädte insgesamt.

    18.26 Uhr: US-Behörde - Britische Virus-Mutation in 26 Bundesstaaten nachgewiesen

    Die ansteckendere britische Coronavirus-Mutation ist in den USA inzwischen in mehr als der Hälfte der Bundesstaaten nachgewiesen worden. Die Direktorin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagte heute beim ersten Coronavirus-Briefing der Experten der neuen US-Regierung, die Variante des Virus sei bis zum Vortag in 26 der 50 US-Bundesstaaten festgestellt worden. In dieser Woche sei im Bundesstaat Minnesota außerdem erstmals die Variante aus Brasilien entdeckt worden. Die Mutation aus Südafrika sei dagegen bislang noch nicht in den USA gefunden worden.

    Experten gehen davon aus, dass die britische Variante bereits deutlich weiter in den USA verbreitet ist. Positive Tests werden in den USA noch verhältnismäßig selten einer Genom-Sequenzierung unterzogen, mit der neue Varianten festgestellt werden können.

    18.10 Uhr: Filmfestival in Cannes wird verschoben

    Das Internationale Filmfestival von Cannes wird wegen der Corona-Krise verschoben. Statt wie ursprünglich für den 11. bis 22. Mai 2021 geplant, soll die Veranstaltung nun vom 6. bis zum 17. Juli stattfinden, wie die Organisatoren mitteilten.

    Im Jahr 2020 war das 73. Festival aufgrund der Krise in seiner traditionellen Event-Form abgesagt worden. Stattdessen wählte das Festival über 50 Filme aus, die es mit dem Gütesiegel "Cannes 2020" für Kinos und Festivals empfahl.

    17.30 Uhr: Landtag stimmt für Lockdown bis 14. Februar

    Trotz klar rückläufiger Corona-Infektionszahlen bleibt Bayern auch über das Monatsende hinaus in einem harten Lockdown. Wie erwartet verlängerte der Landtag die teils strengen Corona-Maßnahmen bis zunächst zum 14. Februar. In der Sitzung wurde aber eines deutlich: Sollte sich der positive Trend bei den Neuansteckungen fortsetzen, halten immer mehr Fraktionen für die Zeit danach Lockerungen für unverzichtbar.

    17.00 Uhr: 101.000 Tote - schlimmste Woche seit Beginn der Corona-Pandemie

    Die Zahl der bestätigten täglichen Corona-Toten weltweit hat einen neuen Höchststand erreicht. In den vergangenen 24 Stunden starben weltweit mindestens 18.109 Menschen mit oder an einer Corona-Infektion, wie die Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben errechnet hat. In der Woche vom 20. bis 26. Januar wurden 101.366 Corona-Tote gemeldet und damit im Schnitt rund 14.000 pro Tag. Damit war es die schlimmste Woche seit Beginn der Corona-Pandemie vor gut einem Jahr.

    Die meisten Todesfälle haben derzeit die USA zu beklagen, gefolgt von Mexiko, Großbritannien, Brasilien und Deutschland. Die Gesamtzahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie stieg bis Dienstag auf 2,16 Millionen weltweit - insgesamt wurden mehr als 100 Millionen Corona-Infektionen nachgewiesen. Zu den vielerorts steigenden Fallzahlen tragen Mutanten des Coronavirus bei, die ansteckender sind als frühere Virus-Varianten.

    16.30 Uhr: Termin bestätigt - Abschlussklassen ab 1. Februar im Wechselunterricht

    Die ersten Schüler kehren an Bayerns Schulen zurück: Zum 1. Februar starten die Abschlussklassen an Gymnasien sowie FOS und BOS mit dem Wechselunterricht. Das bestätigte ein Sprecher des Kultusministeriums. Dazu gehören demnach auch Schülerinnen und Schüler anderer Schulformen, die vor der Abitur- beziehungsweise Fachabiturprüfung stehen - etwa an den Abendgymnasien.

    Auch diejenigen in den beruflichen Schulen, bei denen noch vor Ostern die Abschluss- oder Kammerprüfungen anstehen, dürfen ab Februar wieder abwechselnd am heimischen Schreibtisch und im Klassenzimmer lernen. Die übrigen Klassen sollen nach aktuellem Stand Mitte Februar in die Schulgebäude zurückkommen.

    Für die Rückkehrer gelten die Abstandsregeln und eine Maskenpflicht auch im Klassenzimmer. Der vorzeitige Start der Abschlussklassen war zwar vergangene Woche bereits angekündigt worden, stand aber zunächst unter dem Vorbehalt des Infektionsgeschehens. Nachdem die Zahlen im Lockdown nun weiter nach unten gingen, gab das Kultusministerium nun endgültig grünes Licht für den Wechselunterricht.

    15.20 Uhr: München erlässt Alkoholverbot für Innenstadt

    Um Mitternacht tritt in München stellenweise wieder ein ausdrückliches Alkoholkonsumverbot in Kraft: Das betrifft etwa die Fußgängerzone und den Viktualienmarkt, wie die Stadt mitteilte. Sie reagiert damit auf eine Vorgabe des Freistaats. Dieser hat die Kommunen per Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verpflichtet, solche Verbote "auf den öffentlichen Verkehrsflächen der Innenstädte" auszusprechen. Zuvor hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof ein bayernweit geltendes generelles Alkoholverbot aufgehoben.

    Unabhängig davon gelten in ganz München weiterhin die bayernweiten Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der Wohnung ist demnach rund um die Uhr nur aus triftigem Grund erlaubt. "Alkoholkonsum gehört nicht dazu", hatte Kreisverwaltungsreferent Thoms Böhle bereits nach dem VGH-Urteil betont.

    15.00 Uhr: Mehr als 2.200 Corona-Neuinfektionen in Bayern

    Die Anzahl der in Bayern gemeldeten Corona-Fälle hat sich im Vergleich zu gestern mehr als verdoppelt – so sind es heute (27.01.21, Stand 08.00 Uhr) 2.206 Neuinfektionen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen mit. Dennoch erhöhte sich die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Freistaat nicht, sondern sank leicht auf 100 (100,46).

    Der Inzidenzwert in Niederbayern ist nach wie vor mit 139 (138,97) der höchste in Bayern. In Oberbayern (87,80), der Oberpfalz (87,67) und Schwaben (89,29) liegt dieser Wert unter 90. Inzwischen sind acht Städte und Landkreise unter einem Inzidenzwert von 50: die Städte Schweinfurt, Bamberg, Kempten und Regensburg, sowie die Landkreise Nürnberger Land, Weilheim-Schongau, Ostallgäu und Regensburg.

    Seit gestern hat sich die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit dem Virus stehen, um 121 auf insgesamt 9.963 in Bayern erhöht. Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat 394.180 Corona-Fälle gemeldet worden.

    14.55 Uhr: Corona-Impfungen fast ausschließlich in reichen Ländern

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine stark ungleiche Verteilung von Corona-Impfstoffen zwischen armen und reichen Ländern angeprangert. Das internationale Versprechen einer gerechten Verteilung der Vakzine sei in ernster Gefahr, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Viele arme Menschen könnten bei den Impfungen einfach übergangen werden, warnte Tedros in einer Online-Grußbotschaft an die Parlamentarische Versammlung des Europarates. Nur eine gerechte Verteilung der Vakzine könne die Pandemie beenden.

    Bislang seien Impfungen in rund 50 Ländern verabreicht worden, von denen nahezu alle wohlhabend seien, fügte Tedros hinzu. Drei Viertel aller Immunisierungen seien in nur zehn Ländern vorgenommen worden. Pharmafirmen suchten vor allem in reicheren Ländern eine Zulassung für ihre Wirkstoffe, weil dort die Gewinnaussichten besser seien als in armen Staaten.

    14.45 Uhr: Weiter keine stundenweise Vermietung von Skiliften in Bayern

    Ein Skiliftbetreiber im bayerischen Allgäu darf seine Anlage vorerst weiterhin nicht stundenweise an Familien vermieten. Zu diesem Ergebnis ist das Landratsamt Oberallgäu nach der Prüfung eines Rechtsgutachtens gekommen, wie die Regierung von Schwaben mitteilte. An dieser Einschätzung habe die Aufsichtsbehörde in Augsburg nichts zu beanstanden.

    Der Betreiber des Schlepplifts im Kreuzthal nahe Buchenberg, direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg, hatte zuvor angekündigt, seine Anlage möglichst am Samstag eröffnen zu wollen. Doch im Gegensatz zum Nachbarbundesland erlaubt Bayern keine Öffnung von Skiliften zur stundenweisen Vermietung - auch wenn ein vom Betreiber in Auftrag gegebenes Gutachten zu dem Ergebnis kommt, dass es möglich ist.

    14.37 Uhr: Belgien verbietet nicht notwendige Grenzübertritte

    Nicht notwendige Reisen aus und nach Belgien sind ab sofort verboten. Heute trat eine entsprechende Verordnung der belgischen Regierung in Kraft. Demnach sind Urlaubs- sowie Freizeitreisen bis zum 1. März nicht mehr erlaubt. So soll verhindert werden, dass neue Corona-Infektionen in das Land getragen werden. Das Verbot soll im Straßen-, Flug-, Schiffs- und Schienenverkehr kontrolliert werden.

    Allerdings gibt es Ausnahmen. Der Warenverkehr soll weiter fließen. Auch Besuche bei einem Ehe- oder Lebenspartner, Reisen aus beruflichen oder Studiengründen sowie für Beerdigungen naher Verwandter bleiben erlaubt. Wer für sich eine der Ausnahmen in Anspruch nimmt, muss eine "ehrenwörtliche Erklärung" ausfüllen.

    14.30 Uhr: Bundesregierung senkt Erwartungen an Wirtschaftswachstum

    Die Bundesregierung rechnet wegen der anhaltenden Belastungen durch die Coronavirus-Krise in diesem Jahr mit einer schwächeren Erholung der Wirtschaft. Das Wachstum dürfte 3,0 Prozent betragen, teilte das Wirtschaftsministerium mit und revidierte damit die bisherige Prognose von 4,4 Prozent.

    Wirtschaftsminister Peter Altmaier sagte, während sich die Industrie robust zeige, sei der Dienstleistungssektor sehr stark von den Corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens betroffen. "Aktuell sehen wir eine Abflachung der Infektionszahlen, das macht Hoffnung. Die Lage ist aber weiter ernst, die Gefahr der Virus-Mutante noch nicht ausgestanden."

    14.10 Uhr: Schleswig-Holstein legt Stufenplan für Zeit nach dem Lockdown vor

    Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hat zur Bewältigung der Corona-Pandemie einen Stufenplan erarbeitet, der für die Zeit ab Mitte Februar Öffnungsschritte in vier Etappen vorsieht. Das Konzept der Landesregierung erhielt eine breite Unterstützung im Kieler Landtag.

    Die schwarz-grün-gelbe Regierung in Kiel will demnach die ersten Öffnungen im Bildungsbereich ermöglichen. Je nach Infektionsgeschehen sollen die Kitas am 15. Februar in den Regelbetrieb oder einen eingeschränkten Regelbetrieb gehen. In Grundschulen soll es ab dann Wechsel- oder Regelunterricht geben. Die konkrete Entscheidung trifft die Landesregierung am 7. Februar.

    14.00: Bremen will Schlupfloch für Friseure schließen

    Das Bundesland Bremen will eine Lücke in der Corona-Verordnung zum Hausbesuch von Friseuren schließen. Derzeit seien mobile Friseurbesuche erlaubt, sagte ein Sprecher des Gesundheitsressorts am Mittwoch. Das solle jetzt geändert werden. Im kleinsten Bundesland hatte eine Auskunft aus dem Ordnungsamt für Überraschung gesorgt: Friseursalons seien zwar geschlossen, Friseurinnen und Friseure dürften ihre Kunden aber zuhause bedienen.

    In Bayern dagegen ist es Friseuren nicht gestattet Hausbesuche zu machen.

    14.00 Uhr: Lockdown kostet Bayern bis zu 900 Millionen Euro pro Woche

    Der aktuelle Lockdown führt in Bayern nach Angaben von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) pro Woche zu finanziellen Einbußen von 700 bis 900 Millionen Euro. Jeder Tag, an dem Handel und Dienstleistungen geschlossen blieben, bedeutet also große Kosten für den Steuerzahler, wie Aiwanger in der Fragestunde des Parlaments zur Corona-Krise.

    13.55 Uhr: Programm zur Laptop-Beschaffung für Lehrer kann starten

    Die Bundesregierung hat ein 500 Millionen Euro schweres Programm zur Anschaffung von Laptops für Lehrkräfte gestartet. "Der Bund unterstützt die Länder in außergewöhnlichen Maße dabei, das Distanzlernen zu ermöglichen", sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) . Die nötige Verwaltungsvereinbarung trete morgen, am Donnerstag, in Kraft - dann könne das Geld fließen.

    Dem Programm liegt ein Beschluss des Koalitionsausschusses vom August vergangenen Jahres zugrunde. Kritik wegen der anschließenden Verzögerung wies Karliczek zurück. Die Verwaltungsvereinbarung sei am 19. November mit den Ländern festgezurrt und am folgenden Tag an diese verschickt worden, sagte sie. In Kraft treten könne die Vereinbarung aber erst, nachdem alle Länder unterschrieben haben. "Die letzte Unterschrift ist gestern eingetrudelt", so Karliczek.

    13.50 Uhr: Keine Zusatzkosten für Landkreise und Kommunen bei Amtshilfe vom Bund

    Die Bundesregierung will Landkreise und Kommunen bei Amtshilfe in der Corona-Pandemie von zusätzlichen Kosten befreien. Beim Einsatz von Soldaten und anderen Bundesbehörden sollen auch sogenannte Auslagen wie Dienstreisen oder Übernachtungskosten nicht in Rechnung gestellt werden. Einen entsprechenden Vorschlag des Verteidigungsministerium hat das Bundeskabinett beschlossen.

    Die Regelung soll demnach im Zeitraum März 2020 bis Ende dieses Jahres gelten. Der Schritt betrifft vor allem den Hilfseinsatz von Soldaten, die nun auch verstärkt für Corona-Schnelltests vor Alten- und Pflegeheimen eingesetzt werden. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat wiederholt betont, dass für die Corona-Hilfe keine Rechnungen geschrieben werden.

    13.30 Uhr: Corona-Maßnahmen laut EU-Kreisen mindestens bis Jahresende

    Die Maßnahmen gegen die Corona-Krise werden die Bürger nach Einschätzungen aus dem Umfeld des Europäischen Zentrums zur Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mindestens noch dieses Jahr begleiten. Um die Situation zu ändern, müsse ein viel höherer Prozentsatz als bisher geimpft sein, hieß es aus der EU-Agentur im schwedischen Solna. Einen Effekt der Impfungen werde man vielleicht im zweiten Halbjahr beziehungsweise gegen Jahresende sehen.

    Die Bevölkerung müsse daher Abstandhalten, Hygiene und Maskentragen weiter befolgen, auch wenn dies eine "ganz schwierige Kommunikationsbotschaft" sei. Risikogruppen müssten vermehrt geschützt, die Diagnostik gesteigert und die Verfolgung von Kontaktpersonen beibehalten werden.

    Die aktuellen Fallzahlen lassen den Angaben zufolge keine Lockerung zu. Im EU-Durchschnitt liegt die 14-Tage-Inzidenz bei 453 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

    13.22 Uhr: Astrazeneca will nun doch an Krisensitzung teilnehmen

    Der Impfstoffhersteller Astrazeneca hat nach EU-Angaben die Absage eines Krisentreffens zurückgezogen und will nun doch an dem für Mittwochabend geplanten Gespräch teilnehmen. Dies habe die Presseabteilung des Konzerns der EU-Kommission bestätigt, hieß es in Brüssel. Zuvor habe das Management des Unternehmens per Mail abgesagt und erklärt, ein Treffen habe derzeit wegen der vielen offenen Fragen keinen Sinn. Man sei erfreut über die neue Entwicklung, hieß es aus Kommissionskreisen.

    Ein Astrazeneca-Sprecher erklärte auf Anfrage: "Wir können bestätigen, dass wir uns nicht aus den Gesprächen mit der EU-Kommission zurückgezogen haben, die für heute geplant sind."

    Die Kommission und die 27 Staaten hatten das Treffen mit Astrazeneca auf Expertenebene für den Abend (18.30 Uhr) einberufen. Hintergrund ist der Streit mit dem britisch-schwedischen Hersteller über Lieferkürzungen. Statt erwarteter 80 Millionen Impfdosen im ersten Quartal sollen nach EU-Angaben nur 31 Millionen ankommen. Den angegebenen Grund - Probleme in der Lieferkette - will die EU nicht gelten lassen.

    13.19 Uhr: Bremens Friseure dürfen Hausbesuche machen - ihre bayerischen Kollegen nicht

    Die Friseurinnung der Hansestadt Bremen hat ihre Mitglieder informiert, dass Hausbesuche nach der dortigen Corona-Verordnung nicht verboten sind. Die Bremer Verordnung verfügt die Schließung aller Betriebe der nichtmedizinischen Körperpflege, es werden aber Handwerks- und Dienstleistungen für zulässig erklärt, wenn geeignete Hygienemaßnahmen getroffen werden.

    Die bayerische Verordnung dagegen schließt nicht die Betriebe, sondern untersagt die Dienstleistungen als solche, unabhängig vom Ort des Geschehens: "Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist, wie zum Beispiel Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios oder ähnliche Betriebe sind untersagt", heißt es dort.

    Die bayerische Friseurinnung appelliert seit Wochen an die Staatsregierung, die Betriebe wieder arbeiten zu lassen, bislang ohne Erfolg.

    12.45 Uhr: Pflegeazubis sollen laut Bundesregierung bei Tests helfen

    Wegen der angespannten Corona-Lage in Pflegeheimen appelliert die Bundesregierung an die Betreiber von Pflegeeinrichtungen, verstärkt Azubis einzusetzen. "Bereits im ersten Ausbildungsjahr" könnten sie zur Entlastung des Pflegepersonals bei der Durchführung von Testungen oder bei Hygiene- und Schutzmaßnahmen, beitragen, heißt es in einem Schreiben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Familienministerin Franziska Giffey (SPD) an Verbände und Akteure im Pflegebereich. Die dynamische Pandemielage erfordere ein hohes Maß an Flexibilität und Einsatzbereitschaft.

    Das Schreiben von Giffey und Spahn ging unter anderem an den Verband Deutsche Alten- und Behindertenhilfe, den Deutschen Pflegerat, an Wohlfahrtsverbände und den Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste. Dessen Präsident Bernd Meurer nannte die Vorschläge "so vernünftig wie selbstverständlich. Auszubildende können die Beschäftigten entlasten."

    12.24 Uhr: Bill Gates warnt vor weiteren Pandemien

    Der Gesundheits-Mäzen und Microsoft-Gründer Bill Gates hat im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" erklärt, Pandemien gehörten zur neuen Normalität, "in der gleichen Weise, wie die Erde bebt, Tornados kommen oder sich das Klima wandelt". Der US-Amerikaner mahnte eine umfassende Vorbereitung an, etwa mit einer besseren Diagnose. "Wir müssen die Lektionen lernen", sagte er, "wir sind auf die nächste Pandemie nicht vorbereitet". Eine künftige Pandemie könne zehnmal so schlimm sein.

    Die Geduld der Menschen sei definitiv strapaziert, sagte Gates laut Vorab-Mitteilung, die Müdigkeit "gigantisch". Es werde "im besten Fall nahezu das ganze Jahr brauchen", das Leben wieder ins Laufen zu bringen. Der Stifter mahnte eine klare Kommunikation über die Gefahren der Pandemie an: "Es ist schrecklich, dass wir immer noch Menschen bitten müssen, diese Opfer zu bringen."

    Gates regte eine intensive Zusammenarbeit der Staaten der Erde an. Kein Land könne bei der Pandemie-Bekämpfung alleine bestehen. Es gehe um eine schnelle Belieferung besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen in aller Welt. Gates betonte, dass es vor allem auf die Qualität des Impfstoffes ankomme, weil dieser ansonsten abgelehnt werde.

    12.08 Uhr: Astrazeneca sagt Treffen mit EU-Vertretern ab

    Das Pharma-Unternehmen Astrazeneca hat ein für heute angesetztes Treffen mit EU-Vertretern zu Streitigkeiten wegen Lieferengpässen beim Corona-Impfstoff kurzfristig abgesagt. Das sagte ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP.

    In Brüssel gibt es den Verdacht, Engpässe bei der Belieferung der Europäischen Union mit dem Astrazeneca-Vakzin könnten darauf zurückzuführen sein, dass das Unternehmen Großbritannien und andere Nicht-EU-Länder mit ungekürzten Mengen des Impfstoffs beliefert. Astrazeneca hatte am Freitag bekannt gegeben, der EU zunächst deutlich weniger Impfstoff liefern zu können als vorgesehen.

    Bei zwei Treffen mit EU-Vertretern am Montag hatte das Unternehmen Brüssel zufolge nicht ausreichend erklären können, wie es zu den Lieferengpässen gekommen ist. Dem Unternehmen zufolge sind Probleme bei der Produktion in einem Werk in Belgien die Ursache. Astrazeneca-Chef Pascal Soriot machte in einem Interview den im Vergleich mit Großbritannien späten Abschluss eines Liefervertrages der EU für die Verzögerungen verantwortlich. Ein hoher EU-Vertreter wies diese Darstellung zurück.

    12.02 Uhr: Bei Corona-Amtshilfe sollen auch Auslagen kostenfrei werden

    Die Bundesregierung will Landkreise und Kommunen bei Amtshilfe in der Corona-Pandemie von zusätzlichen Kosten befreien. Beim Einsatz von Soldaten und anderen Bundesbehörden sollen auch sogenannte Auslagen wie Dienstreisen oder Übernachtungskosten nicht in Rechnung gestellt werden. Einen entsprechenden Beschlussvorschlag legte das Verteidigungsministerium heute dem Bundeskabinett vor.

    Die Regelung soll demnach im Zeitraum seit März 2020 und bis Ende dieses Jahres gelten. Der Schritt betrifft vor allem den Hilfseinsatz von Soldaten, die nun auch verstärkt für Corona-Schnelltests vor Alten- und Pflegeheimen eingesetzt werden. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat wiederholt betont, dass für die Corona-Hilfe keine Rechnungen geschrieben werden.

    11.52 Uhr: Schwesig stellt Lockerungen in Aussicht

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat erste Lockerungen für die aktuell strengen Corona-Schutzvorkehrungen in Aussicht gestellt, aber an Bedingungen geknüpft. Bei dauerhaft weniger als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche sollten zunächst Schulen und Kitas wieder stärker öffnen. Und bei Werten zwischen 50 und 100 könne auch über die Öffnung von Dienstleistern wie etwa Friseurbetrieben nachgedacht werden. "Ich sage aber ganz klar, das wird alles nur funktionieren, wenn wir es schaffen, uns vor der Mutation zu schützen", sagte Schwesig im Landtag in Schwerin.

    Die Zahl der Ansteckungen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner lag am Dienstag im Land bei 103,0.

    11.46 Uhr: Nicht notwendige Ein- und Ausreisen in Belgien verboten

    Nicht notwendige Reisen aus und nach Belgien sind ab heute verboten, eine Entsprechende Entscheidung der Regierung vom Freitag tritt in Kraft. Urlaubs- sowie Freizeit-Reisen bis zum 1. März nicht mehr erlaubt. So soll verhindert werden, dass neue Corona-Infektionen in das Land getragen werden. Das Verbot soll im Straßen-, Flug-, Schiffs- und Schienenverkehr kontrolliert werden.

    Allerdings gibt es Ausnahmen. Der Warenverkehr soll weiter fließen. Auch Besuche bei einem Ehe- oder Lebenspartner, Reisen aus beruflichen oder Studiengründen sowie für Beerdigungen naher Verwandter bleiben erlaubt. Wer für sich eine der Ausnahmen in Anspruch nimmt, muss eine "ehrenwörtliche Erklärung" ausfüllen.

    Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich vergangene Woche darauf verständigt, den Reiseverkehr angesichts besonders gefürchteter Varianten des Coronavirus weitgehend auszubremsen. Belgien geht mit dem Verbot allerdings darüber hinaus.

    11.23 Uhr: AfD-Anhänger laut Studie empfänglicher für Corona-Verschwörungserzählungen

    Anhänger der AfD sind laut einer Studie der Universität Leipzig stärker für Verschwörungserzählungen zu Covid-19 empfänglich. "Dennoch bleibt festzuhalten, dass Verschwörungserzählungen auch darüber hinaus Verbreitung finden und sich nicht alleine auf Menschen im rechten Spektrum beschränken", heißt es in dem Papier, das sich auf eine repräsentative Umfrage vom Frühsommer 2020 stützt.

    Die Befragten sollten sich zu zwei Aussagen positionieren: "Die tatsächlichen Hintergründe der Corona-Erkrankung werden nie ans Licht der Öffentlichkeit kommen" und "Die Corona-Krise wurde so groß geredet, damit einige wenige von ihr profitieren können".

    Rund 68 Prozent der Menschen, die bei der nächsten Wahl ihr Kreuz bei der AfD machen wollten, stimmten dem eher zu. Das Gleiche taten aber auch rund 65 Prozent der Nichtwähler, knapp 47 Prozent der Wähler der FDP und rund 37 Prozent der SPD-Anhänger. Unter den Wählern der Linkspartei vertraten 31,9 Prozent eine solche Ansicht. Bei Anhängern der Unionsparteien waren es gut 28 Prozent. Mit 21,4 Prozent lag der Wert bei Grünen-Wählern am niedrigsten.

    11.14 Uhr: Russland hebt weitere Corona-Einschränkungen auf

    In Russland werden angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgehoben. So wurden am Mittwoch zusätzliche internationale Flugverbindungen wieder aufgenommen, darunter mit Indien, Vietnam und Finnland. In der Hauptstadt Moskau erlaubte Bürgermeister Sergej Sobjanin nach wochenlangen Verboten die Öffnung von Nachtclubs und nächtlicher Gastronomie. Zudem endete die Pflicht der Arbeitgeber, mindestens ein Drittel der Belegschaft im Homeoffice arbeiten zu lassen.

    Bestehen blieb allerdings die Vorschrift, dass Menschen mit Vorerkrankungen und über 65-Jährige weiter von zuhause aus arbeiten müssen. Zuvor hatte Europas größte Stadt auch die Museen wieder geöffnet – und eine größere Auslastung in Theatern, Kinos und Konzertsälen genehmigt. Auch der Präsenzunterricht in den Schulen ist seit einigen Tagen wieder zugelassen.

    Moskau verzeichnete am Mittwoch 1.837 neue Infektionen - das war nach offiziellen Angaben der niedrigste Wert seit Ende September. In ganz Russland kamen demnach 17.741 Neuinfektionen und 594 Todesfälle hinzu. Es wird aber mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.

    10.55 Uhr: Corona-Mutation aus Dänemark in Ansbach entdeckt

    In Ansbach ist eine mutierte Version des Corona-Virus entdeckt worden. Wie ein Augsburger Labor dem BR bestätigte, handele es sich dabei um eine Mutation aus Dänemark. Diese Variante des Virus galt ursprünglich seit November als ausgerottet. In Dänemark war das Virus damals auf einer Nerzfarm festgestelltg worden. Mehr als 15 Millionen Tiere wurden daraufhin getötet.

    Wie das Virus nach Ansbach kam, ist noch unklar. Laut Aussage des Labors könnte der bereits entwickelte Impfstoff bei dieser Mutation weniger wirksam sein. Neben Ansbach ist ein weiterer Fall aus Neu-Ulm bekannt.

    10.38 Uhr: Laschet - "Aktuelle Entwicklung macht Mut"

    Die Kontaktbeschränkungen in der Bundesrepublik zeigen dem NRW-Ministerpräsidenten und CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet zufolge Wirkung. "Die aktuelle Entwicklung macht Mut", sagt Laschet im Landtag in Düsseldorf. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen sei aktuell auf 97,2 und damit unter den Wert von 100 gefallen. NRW wolle nun an den Wert von 50 herankommen. Dann könne das Pandemie-Geschehen im Februar neu bewertet werden.

    Die aktuellen Einschränkungen laufen bis zum 14. Februar. Die Chefs der Staatskanzleien der Länder und des Bundeskanzleramts arbeiteten bereits an einer "Schrittfolge für mögliche Öffnungen", sagte der CDU-Chef. Schulen und Kitas hätten dabei Priorität. Es dürfe aber keine vorschnellen Entscheidungen geben.

    10.30 Uhr: Bayerns Drogerien und Supermärkte dürfen wieder gesamtes Sortiment verkaufen

    Große Supermärkte und Drogerien dürfen in Bayern wieder ihr gesamtes Sortiment verkaufen. Nachdem das Augsburger Verwaltungsgericht mehrere Verkaufsverbote für Teilsortimente gekippt hatte, hat das bayerische Gesundheitsministerium seine Vollzugshinweise angepasst. Das bestätigte ein Ministeriumssprecher.

    Zuvor hatten große Supermärkte und Einzelhändler in mehreren bayerischen Städten Regale mit Artikeln wie Spielwaren, Sportkleidung oder Haushaltswaren absperren müssen. Bei den Verkaufsverboten hatten sich die Kommunen auf Vollzugshinweise des Gesundheitsministeriums zu den Corona-Regeln berufen.

    Damit dürfen Mischbetriebe wie große Supermärkte und Drogerien in Bayern alles anbieten, was nicht über ihr übliches Sortiment hinausgeht. Geschäfte, die im Schwerpunkt Waren anbieten, die nicht zum täglichen Bedarf gehören, bleiben nach Angaben des Gesundheitsministeriums aber weiter geschlossen.

    10.25 Uhr: Günther räumt Probleme bei Schutz von Pflegeheim-Bewohnern ein

    Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther (CDU) hat Probleme beim Schutz der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen in der Corona-Pandemie eingeräumt. "Wir versuchen so gut wie möglich zu schützen, aber die bittere Bilanz ist: Ein ganz, ganz großer Teil der Menschen, die verstorben sind, sind in Alten- und Pflegeeinrichtungen verstorben", sagte Günther ein Jahr nach dem Beginn der Krise im Norddeutschen Rundfunk.

    "Das lässt sich wirklich überhaupt nicht schönreden", fügte der Kieler Ministerpräsident an. Die Politik habe die Maßnahmen in den Heimen immer wieder verschärft, dabei aber auch einen "Abgleich" mit dem berechtigten Interesse an Besuchen machen müssen. Niemand habe die Situation aus dem Frühjahr wiederholen wollen, als die Bewohner über längere Zeit völlig abgeschottet gewesen und in dieser Zeit teilweise allein gestorben seien.

    10.20 Uhr: Merkel-Berater rechnet mit weniger Corona-Todesfällen im Februar

    Der Corona-Berater der Bundeskanzlerin, Kai Nagel, rechnet für den kommenden Monat mit sinkenden Sterbezahlen. Dies gelte für den Fall, dass die "aktuellen Restriktionen beibehalten werden", sagte der Telematik-Professor und Mobilitätsforscher der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Schon jetzt geht die Zahl der Intensivbehandlungen zurück", sagte er. "Zwischen der Ansteckung und der Einlieferung auf die Intensivstation liegen in der Regel zehn bis 14 Tage", sagte Nagel weiter: "Die hohen Todeszahlen jetzt sind Folge der Ansteckungen an Weihnachten und Neujahr."

    Die besonders infektiöse Virus-Mutation ändere an seiner Einschätzung nichts, sagte der Professor. Zwar werde durch die Mutation die Lage generell "schlimmer bei sonst gleichen Bedingungen, wenn wir aber diszipliniert bleiben, können die Inzidenzwerte ab Mitte Februar bei weniger als 50 wöchentlichen Fällen pro 100.000 Einwohnern bundesweit auf einem niedrigeren Niveau als heute bleiben." Dies setze aber voraus, "dass wir uns länger einschränken, weil die Zahlen sonst sofort wieder steigen", mahnte der Wissenschaftler.

    09.53 Uhr: Habeck fordert mehr Schnelltests

    Grünen-Chef Robert Habeck dringt auf ein verstärkte Corona-Tests - auch mit Selbsttests, wie sie in Österreich zugelassen seien. "Warum lässt Deutschland Tests, die in Österreich billig und schnell und in großen Massen durchgeführt werden können, in Deutschland nicht zu?", fragte er im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. "Unerklärlich" sei das. Zum Vorstoß von Innenminister Horst Seehofer, angesichts der Virus-Mutationen den Flugverkehr nach Deutschland massiv einzuschränken, sagte Habeck, der CSU-Politiker zäume das Pferd damit von der falschen Seite auf, Tests - etwa an Schulen - seien auch hier die bessere Antwort.

    09.45 Uhr: Fertiggerichte haben in der Corona-Krise Hochkonjunktur

    Die Verbraucher greifen angesichts von Homeoffice, Homeschooling, geschlossenen Restaurants und Kantinen verstärkt auf Fertiggerichte zurück. Von Januar bis September 2020 wurden in Deutschland rund 1,1 Millionen Tonnen Fertiggerichte produziert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 4,9 Prozent oder knapp 50.300 Tonnen mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs fiel im ersten Quartal - als die Corona-Pandemie ausbrach – mit 6,6 Prozent sowie im folgenden Frühjahr mit 6,7 Prozent besonders hoch aus. Im Sommerquartal, als sich die Virus-Lage entspannte, lag das Plus dagegen nur noch bei 1,3 Prozent.

    Den größten Zuwachs gab es bei den Gemüse-Fertiggerichten. In den ersten neun Monaten 2020 wurden davon knapp 150.000 Tonnen mehr produziert, was einem Plus von 7,4 Prozent entspricht. Gerichte wie Tiefkühl-Pizzen oder -Baguettes verzeichneten mit einer produzierten Menge von rund 480.000 Tonnen eine Zunahme von 5,4 Prozent. Fertiggerichte aus Teigwaren legten um 4,6 Prozent auf 263.000 Tonnen zu.

    09.34 Uhr: Ermittlungen gegen "Impf-Zahnarzt" aus Pfaffenhofen

    Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt ermittelt gegen den sogenannten "Impf-Zahnarzt" aus Pfaffenhofen. Wie die Behördensprecherin Andrea Grape heute dem Bayerischen Rundfunk erklärte, wird untersucht, ob in dem Fall eine Nötigung vorliegt. Der Zahnarzt hatte seine Mitarbeiter per "WhatsApp" dazu aufgefordert, sich gegen Corona impfen zu lassen. Im Fall einer Weigerung drohte der Dentist seinen Angestellten, sie ohne Lohnfortzahlung freizustellen. Der Strafrahmen bei Nötigung reicht bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe.

    Noch gibt es offene Fragen zu den näheren Umständen des Vorfalles. Geklärt werden muss, ob es ausführlichere Gespräche zwischen dem Zahnarzt und seinen Mitarbeitern zum Impf-Thema gab. Von Bedeutung ist auch, ob und wie sich der Zahnarzt im Vorfeld der Impf-Aufforderung hat beraten lassen.

    09.16 Uhr: Pfizer und Biontech arbeiten bereits an Impfstoff gegen Mutanten

    Der US-Pharmakonzern Pfizer und der Mainzer Biotechkonzern Biontech tüfteln an einer verbesserten Version ihres Impfstoffs gegen Corona-Varianten. Man leiste bereits die Vorarbeiten, um schnell auf Corona-Mutanten reagieren zu können, falls es Hinweise darauf gebe, dass das Vakzin an Wirksamkeit einbüße, erklärte Pfizer gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

    09.12 Uhr: Hongkong riegelt Stadtviertel ohne Vorwarnung ab

    Angesichts eines sprunghaften Anstiegs der Corona-Infektionen haben die Behörden in Hongkong besonders betroffene Stadtviertel ohne Vorwarnung abgeriegelt. Die in den Vierteln lebenden Menschen werden obligatorisch auf das Coronavirus getestet, wie örtliche Medien berichteten. In der Nacht zum Mittwoch riegelte die Polizei mehrere Mietshäuser in Yau Ma Tei ab, ohne die Bewohner vorher zu benachrichtigen.

    Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam erklärte, diese Vorgehensweise sei notwendig, um sicherzustellen, dass die Menschen ihre Häuser nicht verlassen, um einem Corona-Test zu entgehen. "Ich danke den Anwohnern im Sperrgebiet für ihre Kooperation", schrieb sie im Online-Netzwerk Facebook.

    Bei dem Einsatz am Dienstagabend seien etwa 330 Menschen in 20 Häusern auf das Coronavirus getestet worden, dabei sei ein Infektionsfall festgestellt worden. Wie die Behörden mitteilten, könnten in den kommenden Tagen weitere Abriegelungen nötig sein.

    Die chinesische Sonderverwaltungszone hat aufgrund rigoroser Maßnahmen bislang nur rund 10.000 Corona-Infektionen und etwa 170 Todesfälle registriert. In den vergangenen Wochen kam es jedoch besonders in ärmeren Viertel immer wieder zu Ausbrüchen.

    08.47 Uhr: Holetschek - "Der Flaschenhals ist der Impfstoff"

    "Wir könnten mehr impfen," sagt der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk zeigte er sich verärgert über die Probleme bei den Impfstofflieferungen: "Der Flaschenhals ist der Impfstoff."

    Derzeit werde wegen des Impfstoffes bei der Bevölkerung viel Vertrauen verspielt. "Wenn ich heute Morgen lese, dass die USA 200 Millionen Dosen von BioNTech/Pfizer zwei Monate früher bekommt, dann frage ich mich schon, warum wir Lieferengpässe haben?"

    Schuldzuweisungen wollte Holetschek nicht vornehmen, weder an den Bund noch an die EU. Er frage sich aber schon, ob bei den Bestellungen mögliche Probleme bedacht worden sind. "Es gilt jetzt, alles zu tun, dass wir möglichst schnell möglichst viel Impfstoff haben, damit die Menschen, die sich impfen lassen wollen, das auch tun können", so Holetschek.

    Zum Thema Reisebeschränkungen sagte Holteschek, man solle die Lage zunächst beobachten: "Ich bin dafür, dass man das genau beobachtet und sich anschaut. Die Faktenlage bei dem Mutanten ist noch nicht ganz so erhärtet." Man müsse aber darauf achten, dass das hoch ansteckende Virus nicht ins Land kommt.

    08.40 Uhr: Bundeswehr-Hilfe bei Corona-Tests wird kaum angefordert

    Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat an Städte und Gemeinden appelliert, Soldaten der Bundeswehr für Corona-Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen anzufordern. "Ich kann nur dafür werben, dass jeder wirklich diese Hilfe in Anspruch nimmt, denn mit jeder Infektion, die nicht in ein Altenheim getragen wird, retten und schützen wir Leben", sagte sie im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF.

    Die Ministerin will demnach heute eine Vorlage im Kabinett einbringen, die die Kostenübernahme durch den Bund für die Unterstützung von Städten und Kommunen regelt. "Weil die Frage der Kostenübernahme immer im Raum steht, habe ich sehr darauf gedrängt, dass das Kabinett heute eine entsprechende Regelung trifft", sagte Kramp-Karrenbauer.

    Für die Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen stehen laut Kramp-Karrenbauer 10.000 Soldaten zur Verfügung. Laut einem "Spiegel"-Bericht von Montag wurden bundesweit bisher aber nur rund 349 Soldaten angefordert, weitere 81 Amtshilfeanträge sollen bald gebilligt werden.

    08.06 Uhr: Konsumklima in Deutschland bricht ein

    Inmitten des im Dezember verhängten harten Lockdowns ist das Konsumklima in Deutschland erneut eingebrochen. "Die Anschaffungsneigung bricht regelrecht zusammen", heißt es in einer Mitteilung des Nürnberger Konsumforschungsunternehmens GfK auf der Grundlage seiner jüngsten Konsumklimastudie. Der Wert für das Konsumklima liegt normalerweise bei etwa +10. Im Frühjahr 2020 sank er auf unter -20, erholte sich dann über den Sommer auf nahe Null und rutschte nun wieder auf -15,6 ab.

    "Die Schließung von Gastronomie und weiten Teilen des Handels Mitte Dezember 2020 hat die Konsumneigung ähnlich hart getroffen wie beim ersten Lockdown im Frühjahr des vergangenen Jahres", sagte GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl. Dem Konsumklima stünden im ersten Quartal dieses Jahres schwierige Zeiten bevor, betonte er. "Für eine nachhaltige Erholung ist es notwendig, dass die Infektionszahlen stärker als bislang zurückgehen, damit die Maßnahmen spürbar gelockert werden können", sagte Bürkl: "Die für dieses Jahr von vielen erhoffte Erholung wird noch etwas auf sich warten lassen."

    GfK hatte in seiner Studie im Auftrag der EU-Kommission im Zeitraum vom 7. bis 18. Januar 2021 rund 2000 Verbraucherinterviews geführt.

    07.53 Uhr: Trotz Lockdown ist jedes dritte Kind in der Kita

    Trotz des harten Corona-Lockdowns in Deutschland besucht laut einem Zeitungsbericht derzeit etwa jedes dritte Kita-Kind eine Notbetreuung. Ungeachtet der Appelle der Regierungen der Bundesländer an die Eltern, die Kinder möglichst selbst zu Hause zu betreuen, sei die Inanspruchnahme der Notbetreuung seit Jahresbeginn gestiegen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

    Das RND hatte Daten zur Notbetreuung aus allen 16 Bundesländern angefragt. Zwölf Länder lieferten den Zeitungen entsprechende Angaben. Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen und Hessen übermittelten dem RND zufolge keine solche Daten.

    Unter den Ländern, die Daten lieferten, seien teilweise deutliche Unterschiede in der Inanspruchnahme der Notbetreuung zu erkennen, berichten die RND-Zeitungen. So sei in Hamburg im Lockdown knapp die Hälfte der Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren in der Notbetreuung der Kitas, in Bayern seien es hingegen nur knapp 20 Prozent.

    07.44 Uhr: AstraZeneca-Chef macht EU für Lieferengpässe verantwortlich

    Der Chef von Astrazeneca, Pascal Soriot, sieht den langsamen Vertragsabschluss mit der EU als Grund für Lieferengpässe. Er sagte der "Welt": "Wir sind in Europa jetzt zwei Monate hinter unserem ursprünglichen Plan." Man habe auch Anfangsprobleme in Großbritannien gehabt, "aber der Vertrag mit den Briten wurde drei Monate vor dem mit Brüssel geschlossen. Wir hatten dort drei Monate mehr Zeit, um Pannen zu beheben".

    Sein Unternehmen sei vertraglich nicht zur Lieferung bestimmter Mengen Impfstoff verpflichtet. Brüssel wollte nach seinen Worten mehr oder weniger zum selben Zeitpunkt beliefert werden wie die Briten - obwohl diese drei Monate früher unterzeichnet hätten: "Darum haben wir zugesagt, es zu versuchen, uns aber nicht vertraglich verpflichtet."

    Hintergrund ist die Ankündigung der Pharmafirma, nach der für diese Woche erwarteten Zulassung zunächst weniger Impfstoff zu liefern als vereinbart. Statt 80 Millionen Impfdosen sollen nach EU-Angaben bis Ende März nur 31 Millionen ankommen. Den angegebenen Grund - Probleme in der Lieferkette - will die EU nicht gelten lassen. Sie fordert Vertragstreue.

    07.36 Uhr: Britische Virus-Mutation in Alaska festgestellt

    Auch im US-Staat Alaska ist erstmals eine Infektion mit der britischen Variante des Coronavirus bestätigt worden. Die infizierte Person lebt in der Stadt Anchorage und war in einen US-Staat gereist, in dem die neue Variante bereits zuvor festgestellt worden war, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Bei der Person seien am 17. Dezember Symptome aufgetreten, am 22. Dezember habe sie ein positives Testergebnis erhalten.

    Die Person habe mit einer weiteren in Anchorage zusammengelebt, die ebenfalls erkrankte. Beide hätten sich in Selbstisolation begeben und seien inzwischen genesen, erklärten die Behörden. Ob auch die zweite Person mit der Variante infiziert war, war zunächst nicht bekannt.

    Die britische Variante, die deutlich ansteckender sein soll als frühere Varianten, wurde bereits in mehr als 20 US-Staaten festgestellt.

    07.03 Uhr: Peru verschärft Corona-Maßnahmen

    Angesichts zunehmender Coronavirus-Fälle hat die Regierung Perus für die Hauptstadtregion Lima und neun weitere Regionen strenge Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Die Maßnahmen sollen vom 31. Januar bis 14. Februar gelten, wie Präsident Francisco Sagasti in einer Rede an die Nation ankündigte. Wegen der extremen Ansteckungsgefahr werde auch der Flug- und der Busverkehr zwischen den betroffenen Regionen des südamerikanischen Landes ausgesetzt.

    Zudem müssten bis auf Lebensmittelläden und Apotheken alle Geschäfte sowie Kultureinrichtungen schließen. Nur eine Person pro Haushalt dürfe die Wohnung zum Einkaufen verlassen. Menschenansammlungen draußen wie drinnen seien verboten. Die bereits bestehenden Verbote für Flüge aus Europa blieben bestehen, zudem komme nun wegen der Virus-Mutationen ein Verbot für Flüge aus Brasilien hinzu.

    In dem Andenstaat mit seinen rund 32 Millionen Einwohnern sind bislang mehr als eine Million Corona-Fälle verzeichnet worden, fast 40.000 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Virus.

    06.44 Uhr: Corona-Symptome verschwiegen - ein Jahr Haft für Chinesin

    In China ist eine Frau zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil sie vor einem Flug Corona-Symptome verschwiegen hatte. Wie die staatliche Zeitung "Global Times" berichtete, hatte die 37-Jährige Chinesin im vergangenen Frühjahr vor einem Flug aus den USA nach China ein fiebersenkendes Medikament eingenommen. Sie gab ihre Symptome jedoch erst bekannt, nachdem sie in Peking gelandet war. Dort wurde sie später positiv auf das Coronavirus getestet. 63 enge Kontakte der Frau mussten sich danach in Quarantäne begeben.   

    Ihre Handlungen hätten gegen Antiepidemie-Vorschriften verstoßen und stellten ein ernstes Risiko für die Ausbreitung des Virus dar, urteilte ein Pekinger Gericht bereits im vergangenen Oktober, wie die "Global Times" nun berichtete. 

    China gehört zu den Ländern mit den weltweit schärfsten Corona-Regeln. Bereits seit dem Frühsommer gilt die Pandemie als weitestgehend unter Kontrolle. Am Mittwoch wurden landesweit 75 neue Infektionen gemeldet. 

    06.32 Uhr: Bundesregierung senkt Konjunkturprognose für 2021

    Angesichts der anhaltenden Corona-Krise schraubt die Bundesregierung ihre Konjunkturprognose für 2021 herunter. Sie sieht zugleich große Risiken für die weitere Entwicklung. Diese werde maßgeblich vom Pandemieverlauf und von den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst, heißt es im Jahreswirtschaftsbericht. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) stellt den Bericht am Mittwochmittag offiziell vor.

    Nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung 2020 rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr laut Bericht mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,0 Prozent. Die Wirtschaftsleistung vor der Krise dürfte erst zur Mitte des Jahres 2022 wieder erreicht werden.

    In seiner Ende Oktober vorgelegten Herbstprognose hatte Altmaier für 2021 noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 4,4 Prozent gerechnet. Angesichts hoher Infektionszahlen hatten Bund und Länder dann aber einschneidende Maßnahmen beschlossen, etwa die Schließung der Gastronomie sowie von Einzelhandelsgeschäften.

    06.24 Uhr: USA wollen 200 Millionen zusätzliche Impfdosen kaufen

    Durch die Aufstockung der nationalen Impfstoff-Bestände will die Regierung des neuen US-Präsidenten Joe Biden das Tempo der Corona-Impfungen im Land beschleunigen. Biden kündigte an, die Vereinigten Staaten wollten zusätzliche 200 Millionen Impfdosen kaufen - jeweils 100 Millionen von den Unternehmen Moderna und Pfizer. Auf diesem Weg will die US-Regierung dafür sorgen, dass bis zum Ende des Sommers genug Impfdosen vorhanden sind, um die gesamte Bevölkerung des Landes zu impfen. Bislang kamen die Impfungen gegen das Coronavirus in den USA nicht im erhofften Tempo voran.

    Biden sagte, die Lieferung der zusätzlichen Impfdosen werde bis zum Sommer erwartet. Damit solle der Bestell-Umfang von 400 auf 600 Millionen Impfdosen erhöht werden. Dies sei genug, um bis zum Ende des Sommers oder Beginn des Herbstes 300 Millionen Amerikaner zu impfen. Die USA haben rund 330 Millionen Einwohner. Pro Kopf sind zwei Impfdosen nötig.

    05.56 Uhr: RKI meldet über 13.000 Neuinfektionen

    In Deutschland sind binnen eines Tages mehr als 13.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 13.202 Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 2.161.279.

    Nach Angaben des RKI wurden zudem 982 Todesfälle im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 53.972.

    Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI auf rund 1.866.000. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Mittwoch 101,0 und war damit niedriger als am Vortag, als sie bei 107,6 gelegen hatte. Der Wert geht seit Wochen zurück, seinen bislang höchsten Stand hatte er am 22. Dezember mit 197,6 erreicht.

    Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Ziel der Bundesregierung ist es, den Wert auf unter 50 zu drücken. Der derzeitige harte Corona-Lockdown in ganz Deutschland gilt laut Beschluss von Bund und Ländern vorerst noch bis zum 14. Februar.

    04.33 Uhr: Bundesärztekammer fordert Beseitigung von Impfstoff-Engpässen

    Die Bundesärztekammer macht wegen der Lieferschwierigkeiten bei den Corona-Impfstoffen Druck auf die Bundesregierung. "Vor allem die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen und natürlich auch die Beschäftigten in Kliniken und Pflegeinrichtungen müssen geimpft sein, bevor sich die hochansteckende Virusvariante aus Großbritannien weiter in Deutschland ausbreitet. Da zählt buchstäblich jeder Tag", sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, der "Rheinischen Post".

    Ausreichend Personal und Infrastruktur seien durchaus vorhanden, betonte der Allgemeinmediziner. Die mehr als 440 Impfzentren in Deutschland könnten längst im Volllastbetrieb laufen, wenn genügend Impfstoffe zur Verfügung stünden. Gleiches gelte für die Arztpraxen. Die Ursachen der jetzt bekanntgewordenen Lieferschwierigkeiten etwa bei AstraZeneca müssten deshalb "umfassend geklärt und so schnell wie möglich behoben werden", sagte der Mediziner. Die Bundesregierung und die EU-Kommission sollten auf den "vertraglich zugesicherten Liefermengen und Liefertermine" gegenüber den Herstellern bestehen.

    Dienstag, 26. Januar 2021

    23.10 Uhr: Island stellt erste Impfzertifikate zum Reisen aus

    Island will seinen Bürgern nach einer Corona-Impfung mit einem digitalen Zertifikat Reisen ins Ausland erleichtern. Die ersten Nachweise seien ausgestellt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. 4.800 Isländer hätten bereits zwei Impfstoffdosen erhalten und könnten das Zertifikat somit beantragen. Ziel sei es, die länderübergreifende Bewegungsfreiheit zu erleichtern. Reisende könnten den Nachweis an der Grenze vorzeigen, um von den jeweiligen Einreisebeschränkungen ausgenommen zu werden, erklärte das Ministerium. International anerkannt ist ein solches Impfzertifikat allerdings nicht. Island, das dem Schengen-Raum angehört, will Europäern mit vergleichbaren Nachweisen die Einreise erlauben.

    22.55 Uhr: Corona-Krise setzt Starbucks zu

    Die weltgrößte Café-Kette Starbucks tut sich angesichts der Corona-Pandemie weiter schwer. Im Geschäftsquartal bis Ende Dezember brach der Gewinn gegenüber dem Vorjahreswert um 30 Prozent auf 622 Millionen Dollar (511 Mio Euro) ein, wie Starbucks am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse fielen um knapp fünf Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. Verglichen mit dem Vorquartal ist das zwar schon eine deutliche Verbesserung, dennoch hatten Analysten im Schnitt mit höheren Einnahmen gerechnet.

    22.20 Uhr: Pfizer tüftelt bereits an verbessertem Impfstoff gegen Mutanten

    Der US-Pharmakonzern Pfizer und der Mainzer Biotechkonzern BioNTech tüfteln an einer verbesserten Version ihres Impfstoffs gegen Corona-Varianten. Man leiste bereits die Vorarbeiten, um schnell auf Corona-Mutanten reagieren zu können, falls es Hinweise darauf gebe, dass das Vakzin an Wirksamkeit einbüße, heißt es in einer Pfizer-Email an Reuters.

    21.50 Uhr: Weltweit bereits mehr als 100 Millionen bestätigte Corona-Infektionen

    Seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr ist die Zahl der weltweit nachgewiesenen Corona-Infektionen auf mehr als 100 Millionen angestiegen. Das ging am Dienstag aus Daten der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Erst vor etwa einem Monat, am zweiten Weihnachtsfeiertag, war die Schwelle von 80 Millionen Infektionen überschritten worden. Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt inzwischen bei mehr als 2,1 Millionen. Experten gehen sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesfällen weltweit von hohen Dunkelziffern aus. Die Webseite der US-Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert.

    20.30 Uhr: Boston-Marathon für 11. Oktober neu terminiert

    Die 125. Auflage des Boston-Marathons ist für den 11. Oktober neu angesetzt worden - falls es die Corona-Pandemie erlaubt. Das teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Das ursprünglich für den 19. April 2020 terminierte Traditionsrennen, das 1897 erstmals stattfand, war im vergangenen Jahr zunächst auf September verschoben und dann erstmals in seiner Geschichte abgesagt worden. Sollten die für den US-Bundesstaat Massachusetts gültigen Covid-19-Restriktionen es erlauben, soll der Marathon am 11. Oktober ausgetragen werden.

    20.00 Uhr: Audi Produktion beendet "vorerst" Kurzarbeit

    Audi beendet die Kurzarbeit in seinen deutschen Werken. "Vorerst", wie der Autobauer in seiner Pressemitteilung betont. Das Unternehmen hat am Abend, 26.01.2021, seine Mitarbeiter darüber informiert, dass am kommenden Montag, 01.02.2021, die Fertigungslinien I und II in Ingolstadt wieder in vollem Umfang laufen. Das gilt auch auf die A4- und A5-Montage in Neckarsulm. Corona-bedingt bleiben an den beiden deutschen Standorten weiterhin rund 500 Audi-Mitarbeiter in Kurzarbeit und zwar bis einschließlich 28. Februar 2021. Diese Beschäftigten arbeiten normalerweise in der Audi Gastronomie, den Audi Foren oder in der Fahrzeugauslieferung.

    19.50 Uhr: Mehr als 22.000 Neuinfektionen in Frankreich

    In Frankreich steigen die Infektionen mit dem Coronavirus um 22.086 Fälle. Das sind rund 1.500 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche. Binnen 24 Stunden sind 612 Menschen mit oder an dem Virus gestorben.Angesichts der noch immer hohen Infektionszahlen berät das französische Kabinett am Mittwoch über eine erneute Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Ein dritter Lockdown mit strikten Ausgangssperren und der Schließung aller Geschäfte scheint zumindest in dieser Woche vom Tisch. Präsident Emmanuel Macron will nach Angaben aus seinem Umfeld die Entwicklung abwarten.

    19.20 Uhr: Kanzlerin Merkel will Reiseverkehr durch schärfere Maßnahmen drosseln

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfiehlt im Kampf gegen die Corona-Pandemie schärfere Regeln für Urlaubsreisen, um den Eintrag des Virus nach Deutschland zu verlangsamen. "Jeder sieht ein, dass es nicht die Stunde ist, in der wir jetzt reisen", sagte Merkel nach Teilnehmerangaben am Dienstag in einer Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Dabei brachte sie nach AFP-Informationen auch "bestimmte Vorkehrungen an der Grenze" ins Spiel. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) schlug vor, den Flugverkehr "auf nahezu Null" zu bringen. Merkel äußerte in der Fraktionssitzung Unverständnis für den anhaltenden grenzüberschreitenden Touristen-Reiseverkehr, wie Teilnehmer gegenüber AFP berichteten. Das Hauptproblem sei derzeit, dass die hoch infektiöse Virus-Mutation von außen nach Deutschland eingetragen werde - dies müsse verhindert werden.

    18.50 Uhr: Sanofi will Biontech/Pfizer bei Impfstoffproduktion unterstützen

    Der französische Pharmariese Sanofi wird dem US-Konkurrenten Pfizer und dessen deutschem Partner Biontech bei der Produktion ihres Corona-Impfstoffs helfen. So sollen bis Ende 2021 mehr als 100 Millionen Dosen des Biontech/Pfizer-Vakzins von Sanofi für die EU produziert werden, kündigte der Chef von Sanofi, Paul Hudson, am Dienstag in einem Interview mit der Zeitung "Le Figaro" an. Sanofi arbeitet selbst an zwei Impfstoffen zur Corona-Bekämpfung; diese werden jedoch voraussichtlich nicht vor Ende des Jahres auf den Markt kommen.

    18.47 Uhr: Corona-Krise trifft Barca hart -Gesamtverschuldung wächst auf 1,17 Milliarden Euro

    Der Schuldenberg des FC Barcelona hat in der Corona-Krise die Milliardengrenze durchbrochen. Wie der 26-malige spanische Fußballmeister bekannt gab, beträgt die Gesamtverschuldung des Klubs um Superstar Lionel Messi 1,17 Milliarden Euro. Zudem teilte Barca in seinem Wirtschaftsbericht mit, dass die kurzfristigen Verbindlichkeiten bei 730,6 Millionen Euro liegen. Aus der Bilanz geht hervor, dass diese Verbindlichkeiten 196 Millionen Euro an langfristigen Schulden gegenüber anderen Vereinen für Spielertransfers enthalten. So schuldet Barcelona Girondins de Bordeaux langfristig 10 Millionen Euro für den Transfer von Malcom und Ajax Amsterdam 48 Millionen Euro für den Transfer von Frenkie de Jong. Die wirtschaftliche Bilanz bestätigt auch, dass Barca durch die Pandemie 97 Millionen Euro an Einnahmen verloren hat.

    18.39 Uhr: Mit Corona infizierte Gorillas in San Diego erholen sich

    Mit dem Coronavirus infizierte Gorillas in einem Safaripark in San Diego werden sich voraussichtlich vollständig von der Infektion erholen. Die Tiere seien wahrscheinlich über ein Mitglied des Zoopersonals mit dem Virus in Kontakt gekommen, sagte die Exekutivdirektorin des San Diego Zoo Safari Parks, Lisa Peterson, der Zeitung "The San Diego Union-Tribune" zufolge. Die Person wurde demnach Anfang Januar positiv getestet.

    Es handelt sich vermutlich um die ersten Coronavirus-Fälle unter Gorillas in den USA. Peterson sagte, einer der Gorillas, ein 49 Jahre altes Tier, habe eine Lungenentzündung gehabt, die wahrscheinlich durch das Coronavirus ausgelöst worden sei. Er habe auch eine Herzerkrankung. Der Gorilla habe Antibiotika und ein Herzmedikament bekommen und sei mit Antikörpern behandelt worden.

    18.26 Uhr Merkel will offenbar Reiseverkehr drosseln

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfiehlt im Kampf gegen die Corona-Pandemie schärfere Regeln für Urlaubsreisen. "Jeder sieht ein, dass es nicht die Stunde ist, in der wir jetzt reisen", sagte Merkel nach Teilnehmerangaben am Dienstag in einer Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Dabei brachte sie nach AFP-Informationen auch "bestimmte Vorkehrungen an der Grenze" ins Spiel, ohne allerdings Details zu nennen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) schlug vor, den Flugverkehr "auf nahezu Null" zu bringen.

    18.21 Uhr: Irland verlängert Corona-Lockdown bis zum 5. März

    Irland hat seinen Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis zum 5. März verlängert. Das kündigte der irische Premier Micheál Martin am Dienstag in Dublin an. Für die kommenden sechs Wochen gelte weiterhin, dass die Menschen zuhause bleiben und sich nicht außerhalb eines Radius von fünf Kilometern rund um ihren Wohnort bewegen sollten. Derzeit sind wegen des Lockdowns Geschäfte, Schulen und die Gastronomie weitestgehend geschlossen. Einreisende aus Hochrisikogebieten wie Brasilien oder Südafrika müssen sich fortan in eine 14-tägige Quarantäne begeben, das gleiche gilt für Menschen, die ohne negativen Corona-Test ins Land reisen.

    18.11 Uhr: Südafrikanische Corona-Variante im Raum Rosenheim nachgewiesen

    Im Raum Rosenheim ist die Südafrikanische Variante des Corona-Virus nachgewiesen worden. Sie wurde bei einem Reiserückkehrer entdeckt, der inzwischen die häusliche Quarantäne wieder verlassen konnte, teilte das Landratsamt Rosenheim mit. Eine Weiterverbreitung der Südafrikanischen Mutation in der Region habe es durch diese Infektion nicht gegeben.

    Der Reiserückkehrer sei Anfang Januar aus Südafrika zurückgekehrt und habe sich vor seiner Rückreise auf das Virus testen lassen. Das Testergebnis sei zunächst negativ ausgefallen. Wie in der Einreisequarantäneverordnung vorgegeben, meldet er das Testergebnis dem Rosenheimer Gesundheitsamt und begab sich nach seiner Rückkehr sofort in häusliche Quarantäne, so das Landratsamt. Einige Tage nach seiner Rückkehr habe der Mann jedoch unklare Beschwerden bekommen, stellte sich in einem Krankenhaus vor und wurde hier routinemäßig auf das Corona-Virus getestet. Das Testergebnis fiel positiv aus. Eine stationäre Behandlung des Mannes in der Klinik war nicht notwendig.

    18.04 Uhr: Schwieriger Markt für Champagner wegen Corona - Absatz fällt

    Geschlossene Bars und kaum Abendveranstaltungen: Der Champagner-Absatz ist im Jahr 2020 wegen der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 245 Millionen Flaschen verkauft, wie der französische Herstellerverband Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne am Dienstag mitteilte. Das sei ein Rückgang um 18 Prozent. "Die Schließung der wichtigsten Konsum- und Verkaufsstellen sowie die Absage zahlreicher Veranstaltungen haben die Branche belastet", so der Verband, in dem Produzenten und Händler zusammengeschlossen sind.

    17.59 Uhr: EMA hält begrenzte Zulassung von Astrazeneca-Impfstoff für möglich

    Die EU-Arzneimittelagentur EMA schließt nicht aus, dass der Corona-Impfstoff von Astrazeneca in Europa nur für eine bestimmte Altersgruppe zugelassen wird. "Ich werde der Entscheidung nicht vorgreifen", sagte EMA-Chefin Emer Cooke am Dienstag in einer Anhörung im Europaparlament. Eine begrenzte Zulassung sei aber grundsätzlich möglich. Dies werde genau geprüft.

    Cooke bestätigte, dass für den Astrazeneca-Impfstoff nur wenige Testdaten für ältere Menschen vorlägen. Die EMA prüfe nun im Zulassungsverfahren alle vorhandenen Daten darauf, was diese für die getesteten Bevölkerungsgruppen aussagten und was sich daraus belastbar für andere Gruppen schließen lasse. Die Behörde erhalte für das laufende Zulassungsverfahren immer noch neue Daten vom Hersteller. Diese trügen dazu bei, die Leistung des Impfstoffs besser einzuschätzen, sagte Cooke.

    17.44 Uhr: EU-Kommission lädt erneut Astrazeneca zum Krisengespräch

    Im Streit um knappe Corona-Impfstoffe versucht die Europäische Union am Mittwoch erneut, den Hersteller Astrazeneca zur raschen Lieferung vertraglich zugesicherter Mengen zu bewegen. Die EU-Kommission hat Vertreter des Konzerns (für 18.30 Uhr) zur Krisensitzung mit Experten der EU-Staaten geladen.

    Hintergrund ist die Ankündigung der britisch-schwedischen Pharmafirma, nach der für diese Woche erwarteten Zulassung zunächst weniger Impfstoff zu liefern als vereinbart. Statt 80 Millionen Impfdosen sollen nach EU-Angaben bis Ende März nur 31 Millionen ankommen. Den angegebenen Grund - Probleme in der Lieferkette - will die EU nicht gelten lassen. Sie fordert Vertragstreue.

    17.24 Uhr: Russland kündigt für Februar Massenproduktion von zweitem Impfstoff an

    Russland will ab Februar mit der Massenproduktion seines zweiten Impfstoffs beginnen. Ministerpräsident Michail Mischustin sagte am Dienstag, seine Regierung habe für die Produktion des Impfstoffs Epivaccorona umgerechnet knapp 22 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Er wurde bereits im Oktober zugelassen, zwei Monate nach dem ersten Vakzin, Sputnik V.

    Epivaccorona wurde in einem Labor in der Region Nowosibirsk entwickelt, das während des Kalten Kriegs heimlich an Biologischen Kampfstoffen geforscht hatte. Nach Angaben der Gesundheits-Aufsichtsbehörde Rospotrebnadsor hat der Impfstoff eine Wirksamkeit von hundert Prozent.

    17.13 Uhr: Dreistelliger Millionenverlust beim Münchner Airport erwartet

    Der Freistaat rechnet wegen der Corona-Krise mit einem dreistelligen Millionenverlust beim Münchner Flughafen. Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) sagte am Dienstag im Finanzausschuss des Landtags, dass der Airport im Jahr 2019 noch einen Überschuss von 178 Millionen Euro erzielt habe. "In 2020 wird es sicherlich auch dreistellig sein, aber nicht positiv", betonte er. Die Detailzahlen seien aber noch nicht bekannt, die Bilanz werde derzeit noch erstellt.

    Füracker bezeichnete die Lage an den Flughäfen als "sehr dramatisch". In München sei 2019 mit 48 Millionen Passagieren ein Rekordjahr erreicht worden, im Folgejahr sei es noch nicht einmal ein Viertel davon gewesen. Die Frage, ob es nun im laufenden Jahr deutlich besser werde, könne noch nicht beantwortet werden. Auch bei dem Nürnberger Flughafen rechnet Füracker mit einem Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr.

    An beiden Flughafengesellschaften ist der Freistaat mit etwa der Hälfte der Anteile vertreten.

    16.59 Uhr: Kritische Bilanz von Bundeskanzlerin Angela Merkel

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im Rückblick auf ein Jahr Corona-Pandemie auch eine kritische Bilanz gezogen. Es seien in Deutschland Schwachstellen und Stärken sichtbar geworden, sagte sie am Dienstag beim Online-Treffen des Weltwirtschaftsforums. Die Tagung ersetzt in diesem Jahr die traditionelle Jahrestagung in Davos.

    In Deutschland habe man sehr auf den Gemeinsinn und den Einsatz von Bürgerinnen und Bürgern bauen können. Ein gutes Fundament seien die soliden Finanzen gewesen. So habe man Unternehmen und Bürgern helfen können, fügte Merkel hinzu. Kritisch äußerte sie sich zur Geschwindigkeit von Prozessen in Deutschland: "Die Schnelligkeit unseres Handelns lässt sehr zu wünschen übrig." Prozesse seien oft sehr bürokratisch geworden und dauerten lange. Da habe man nachzuarbeiten. "Wo wir nicht gut aussahen, das zeigt sich bis in die heutigen Tage, das ist der Mangel an Digitalisierung unserer Gesellschaft." Merkel nannte als Beispiele die mangelnde Vernetzung der Gesundheitsämter, der Verwaltung und des Bildungssystems.

    16.37 Uhr: Corona-Mutationen breiten sich in Bayern aus

    Die wohl hochansteckenden Corona-Mutationen breiten sich in Bayern weiter aus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind acht Fälle der Variante aus Großbritannien und ein Fall des Mutanten aus Südafrika bestätigt. Im Klinikum Bayreuth gebe es außerdem elf Verdachtsfälle des Virustyps aus Großbritannien.

    Die Mutationen seien "tatsächlich eine Herausforderung", sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Das Virus sei deutlich ansteckender, je nach Studie zwischen 33 und 70 Prozent. Deswegen gebe es "überhaupt keine Alternative, die Regelungen klar und eindeutig zu halten, damit sich dieser Mutant nicht ausbreitet. Sonst würden wir das verspielen, was wir jetzt erreicht haben gemeinsam."

    16.31 Uhr: Corona-Infektionszahlen in Israel weiter hoch - Impfdaten machen Mut

    Trotz harten Lockdowns und massiver Impfkampagnen bleiben die Coronavirus-Neuninfektionszahlen in Israel hoch. "Wir sehen nicht den Rückgang, den wir wollten - gestern wurden 8571 Neuinfektionen registriert, und wir haben weiterhin mehr als 1100 Schwerkranke", sagte Vize-Gesundheitsminister Yoav Kisch am Dienstag dem Armeesender.

    Ermutigende Daten gab es nach Angaben einer Krankenkasse des Landes aber zur Wirksamkeit des Pfizer-Impfstoffes. Wie Maccabi mitteilte, wurde bei lediglich 20 von 128.600 Empfängern der zweiten Dosis nach mehr als einer Woche eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt. Dies entspricht 0,015 Prozent. Von den Infizierten erkrankte demnach niemand schwer, niemand musste ins Krankenhaus. Maccabi betonte, es handele sich um vorläufige Ergebnisse, diese machten aber Mut.

    16.14 Uhr: IWF prognostiziert der Weltwirtschaft 5,5 Prozent Wachstum

    Der Internationale Währungsfonds hat der Weltwirtschaft eine kräftige Erholung im laufenden Jahr prognostiziert. Impfungen gegen das Coronavirus würden 5,5 Prozent Wachstum ermöglichen, nach einem Schrumpfen um 3,5 Prozent im vergangenen Jahr, prognostizierte der IWF am Dienstag. Die Vorhersage war etwas optimistischer als das Plus von 5,2 Prozent, das der IWF im Oktober für 2021 angesetzt hatte, und als das von den Vereinten Nationen prognostizierte Wachstum um 4,7 Prozent.

    "Viel hängt vom Ergebnis dieses Wettlaufs zwischen einem mutierenden Virus und Impfstoffen ab und der Fähigkeit von Politik, wirksame Unterstützung zu bieten, bis die Pandemie endet", sagte die IWF-Chefökonomin Gita Gopinath mit Blick auf Konjunkturhilfen. Es bestehe große Unsicherheit. Laut der Prognose würde auf den schwersten Konjunktureinbruch seit dem Zweiten Weltkrieg das kräftigste Wachstum seit der Erholung von der Finanzkrise im Jahr 2010 folgen.

    16.00 Uhr: Fast 100 Fälle von mutierten Corona-Varianten in Schweden registriert

    Die zunächst in England aufgetretene mutierte Variante des Coronavirus ist in Schweden mittlerweile fast 100 Mal nachgewiesen worden. Bislang seien 95 Fälle der britischen Variante registriert worden, sagte Staatsepidemiologe Anders Tegnell am Dienstag auf einer Online-Pressekonferenz. Von der aus Südafrika stammenden Virus-Variante gebe es bisher drei Fälle in Schweden. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese mutmaßlich schneller übertragbaren Mutanten häufiger auftreten werden, sei hoch. Insgesamt sei die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Land deutlich niedriger als zu den schlimmsten Zeiten, sagte Tegnell.

    Aus Sorge vor der britischen Virus-Variante hat Schweden die Grenzen für Einreisende aus Großbritannien und auch aus seinen Nachbarländern Dänemark und Norwegen vorübergehend bis zum 14. Februar geschlossen.

    15.51 Uhr: Corona-Tests in Tschechien nicht komplett kostenlos möglich

    Entgegen erster Informationen zu dem Thema sind Corona-Tests für tschechische Grenzpendler nicht kostenlos, wenn diese im eigenen Heimatland gemacht werden. Das hat heute der Landkreis Freyung-Grafenau, der sich in diesem Punkt erkundigt hatte, bekannt gegeben. Demnach ist für Tschechen ein Antigen-Schnelltest innerhalb von 5 Tagen kostenlos. Wer mehr Tests in 5 Tagen braucht, muss sie selbst bezahlen. Die Kosten liegen laut Bezirk Oberpfalz in Tschechien bei umgerechnet rund 15 Euro pro Test. PCR-Tests sind in Tschechien generell nicht kostenlos zu haben. Die Kosten für einen PCR-Test werden in Tschechien nur mit ärztlicher Überweisung von den Krankenkassen bezahlt. In Deutschland sind die Schnell-und auch PCR-Tests für tschechische Grenzpendler gratis. Der Staats übernimmt die Kosten.

    Tschechische Grenzpendler brauchen seit Sonntag alle 48 Stunden ein negatives Testergebnis, wenn sie zur Arbeit nach Deutschland fahren. Deshalb sind in einigen bayerischen Grenzlandkreisen die Testkapazitäten ausgeweitet worden, teils mit Teststationen direkt an der Grenze. Um den Andrang dort zu entzerren, hoffen die Landkreise, dass Pendler sich auch im eigenen Heimatland testen lassen. Zumindest ein Test in 5 Tagen wäre dort kostenlos möglich.

    15.44 Uhr: Laut RKI zwei Prozent der Bevölkerung in Deutschland gegen Corona geimpft

    Rund einen Monat nach dem Start der Corona-Impfkampagne haben zwei Prozent der Einwohner in Deutschland die erste Dosis erhalten. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor. Demnach wurde nun mehr als 1,6 Millionen Menschen das Mittel einmal verabreicht (Stand 10.00 Uhr). Je nach Bundesland variiert die Impfquote deutlich: In Mecklenburg-Vorpommern haben 3,2 Prozent die erste Dosis bekommen, in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen je 1,6 Prozent. Bei den meisten Geimpften handelt es sich laut RKI-Statistik um Pflegeheimbewohner, alte Menschen und Personal in Krankenhäusern und Altenheimen. Mehr als 283.000 Menschen haben die zweite Dosis bekommen, die etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden soll.

    15.32 Uhr: Anrufe wegen angeblicher Impftermine - LKA warnt vor Betrügern

    Das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz warnt vor betrügerischen Anrufen im Zusammenhang mitAnrufe wegen angeblicher Impftermine - LKA warnt vor Betrügern der Impfterminvergabe. Impftermine würden nur vergeben, wenn die Menschen unter der dafür vorgesehenen Nummer anrufen oder sich auf der Homepage anmelden würden, teilte das LKA am Dienstag mit.

    Die genauen Hintergründe der Anrufe seien noch unklar. "Wir gehen davon aus, dass man die Leute verunsichern will oder auch an sensible Daten kommen will", teilte ein LKA-Sprecher mit. Das LKA warnt davor, Informationen über Impftermine an fremde Personen weiterzugeben. Wer einen verdächtigen Anruf erhalte, solle das Telefonat sofort beenden und die Polizei darüber informieren.

    Vor kurzem habe es bereits gefälschte, aber täuschend echt aussehende Schreiben gegeben, in denen ein angeblicher Termin für die Impfung gegen das Coronavirus mitgeteilt worden sei. "Die Schreiben wurden offensichtlich von Impfgegnern verschickt", teilte das LKA mit. Bekannt wurden in den vergangenen Wochen demnach auch Fälle, bei denen sich Betrüger am Telefon als Mitarbeiter einer Impfstofffirma ausgaben.

    15.12 Uhr: Verwaltungsrichter bestätigen FFP2-Maskenpflicht

    Die Menschen in Bayern müssen in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften weiter FFP2-Masken tragen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies am Dienstag einen entsprechenden Eilantrag einer Privatperson aus dem Regierungsbezirk Schwaben zurück und bestätigte somit die bayernweite FFP2-Maskenpflicht vorläufig.

    FFP2-Masken böten voraussichtlich gegenüber medizinischen oder sogenannten Community-Masken einen erhöhten Selbst- und Fremdschutz, argumentierten die Richter. Deshalb bestünden gegen ihre Eignung und Erforderlichkeit zur Bekämpfung der Corona-Pandemie keine Bedenken. Gesundheitsgefährdungen seien insbesondere wegen der regelmäßig begrenzten zeitlichen Tragedauer nicht zu erwarten. Grundsätzlich seien die Aufwendungen für die Anschaffung der Masken zumutbar.

    15.01 Uhr: Verwaltungsgerichtshof kippt 15-Kilometer-Regel in Bayern

    Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das Verbot von touristischen Tagesausflügen über einen Umkreis von 15 Kilometern hinaus in Bayern vorläufig gekippt. Die textliche Festlegung eines solchen Umkreises sei nicht deutlich genug und verstoße gegen den Grundsatz der Normenklarheit, entschied das Gericht am Dienstag. Gegen den Beschluss zu einem Eilantrag eines Antragstellers aus Passau gibt es keine Rechtsmittel.

    14.59 Uhr: Griechenland verbietet Proteste wegen Coronavirus

    Die griechische Regierung hat ein einwöchiges Verbot von Demonstrationen mit mehr als 100 Teilnehmern wegen des Coronavirus verhängt. Einzelpersonen, die dagegen verstoßen, müssen womöglich ein Bußgeld von bis zu 3.000 Euro zahlen. Protestgruppen könnten 5.000 Euro zahlen müssen.

    Das Verbot vom Dienstag erfolgte nach Demonstrationen von Studenten gegen Pläne, Hochschulgelände von der Polizei überwachen zu lassen. Bei einigen Kundgebungen kam es Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei.

    Die linksgerichtete Oppositionspartei Syriza bezeichnete das Verbot als "willkürlich und undemokratisch". Die Kommunistische Partei von Griechenland teilte mit, sie werde weiterhin Demonstrationen in dieser Woche unterstützen. Das Verbot, das die Mitte-rechts-Regierung verhängte, gilt bis 1. Februar.

    14.56 Uhr: Landkreis Deggendorf hebt 15-km-Regel auf - Touristen dürfen wieder kommen

    Das Landratsamt Deggendorf hebt die 15-Kilometer-Regelung ab 27.1.21. auf. Das hat Landrat Christian Bernreiter (CSU) in einer Pressekonferenz verkündet. Die 7-Tages-Inzidenz habe zum elften Mal hintereinander unter 200 gelegen, daher werde die 15-Kilometer-Regel außer Kraft gesetzt, so Bernreiter.

    Das heißt: Einheimische aus dem Landkreis Deggendorf dürfen sich für touristische Ausflüge wieder frei bewegen, ebenso dürfen Touristen aus anderen Landkreisen wieder in den Landkreis Deggendorf kommen. Damit folgt der Landkreis Deggendorf dem Landkreis Freyung-Grafenau. Der Landrat sieht positiv in die Zukunft und hofft, dass die 15-Kilometer-Regel nicht noch einmal eingeführt werden muss. Die Maßnahme galt knapp zwei Wochen im Landkreis Deggendorf.

    14.50 Uhr: Merkel für globale Bereitstellung von Corona-Impfstoff

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für eine möglichst rasche Verteilung der knappen Corona-Impfstoffe auch in ärmeren Ländern der Welt ausgesprochen. Ausdrücklich wandte sich Merkel beim digitalen Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) gegen Nationalismus bei den Massenimpfungen als Weg aus der Corona-Pandemie.

    "Hier geht es um eine faire Verteilung und eben nicht nur um die Verteilung von Geld", sagte Merkel dazu am Dienstag bei ihrem Beitrag. Sie begrüßte, dass bei der internationalen Corona-Impfinitiative Covax erste Verträge abgeschlossen seien. "Wir werden natürlich alles dafür tun, dass jetzt auch schnell die Verteilung beginnen kann", sagte Merkel. "Die Frage, wer auf der Welt welchen Impfstoff wann bekommt, wird natürlich auch Verbundenheiten und neue Erinnerungen schaffen."

    14.34 Uhr: Kita-Gebühren in Bayern werden erstattet

    Während der Corona-Einschränkungen werden Eltern in Bayern bei der Kindertagesbetreuung finanziell entlastet. Wenn Eltern ihre Kinder derzeit gar nicht oder nur an wenigen Tagen in die Notbetreuung von Einrichtungen beringen können, müssen sie keine Elternbeiträge entrichten, wie die Staatsregierung am Dienstag beschlossen hat. Den betroffenen Trägern in der Kindertagesbetreuung werden einer Mitteilung zufolge diese erlassenen Elternbeiträge rückwirkend ab dem 1. Januar 2021 pauschal ersetzt. Diese Beitragsentlastung werde zu 30 Prozent von den Kommunen und zu 70 Prozent vom Freistaat Bayern übernommen.

    14.31 Uhr: Südkorea schrumpft im Corona-Jahr 2020 nur um 1,0 Prozent

    Südkorea ist wirtschaftlich in der Corona-Krise mit einem blauen Auge davongekommen. Das Bruttoinlandsprodukt fiel 2020 lediglich um 1,0 Prozent zum Vorjahr, wie die Notenbank am Dienstag in Seoul mitteilte. Kein anderes der 37 Mitgliedsländer der Industriestaaten-Organisation OECD dürfte in der Pandemie mit einem so kleinen Minus davongekommen sein. Die deutsche Wirtschaft etwa ist einer ersten Schätzung zufolge um fünf Prozent eingebrochen. Zum vergleichsweise guten Abschneiden Südkoreas trug die Exportstärke des Landes bei, das große Industriekonzerne wie Hyundai und Samsung beheimatet. Auch hat Südkorea die Corona-Ausbreitung erfolgreicher eingedämmt als die meisten westlichen Staaten.

    14.15 Uhr: Rund die Hälfte der Corona-Toten aus Altenheimen

    Rund die Hälfte aller Menschen, die in Bayern mit oder an einer Corona-Infektion gestorben sind, lebten nach Angaben des Gesundheitsministeriums in einem Alten- oder Pflegeheim. Rund 48,7 Prozent der Covid-19-Toten stammten aus stationären Pflegeeinrichtungen, sagte ein Ministeriumssprecher am Dienstag in München. Das entspreche mit Stand 12. Januar 3933 Toten. Die Zahlen stammten von den Bezirksregierungen und seien "nicht zwingend" vollständig, so der Sprecher.

    Corona-Ausbrüche in Altenheimen sind besonders schlimm, weil die meisten Menschen dort Vorerkrankungen haben und sich das Virus zudem schnell verbreiten kann. Kritiker werfen der Staatsregierung vor, zu wenig für den Schutz der Alten getan zu haben.

    13.34 Uhr: Uni-Klinik: 15 Prozent in Klinik betreuter Covid-Patienten gestorben

    Am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München sind binnen eines Jahres rund 1000 Corona-Patienten behandelt worden, davon knapp ein Viertel auf Intensivstationen. Nahezu 15 Prozent aller Covid-19-Patienten am LMU-Klinikum seien an oder mit der Viruserkrankung gestorben, teilte das Klinikum am Dienstag mit. Vor allem nach den Weihnachtsfeiertagen habe es einen deutlichen Anstieg der Patientenzahlen auf den Intensivstationen gegeben, berichtete Bernhard Zwißler, Direktor der Klinik für Anaesthesiologie. "Mittlerweile sind die Zahlen wieder langsam rückläufig."

    13.26 Uhr: Söder will Anfang Februar über Schulen sprechen

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will Anfang Februar über eine Rückkehr der Kinder in die Schulen beraten. Dann gehe es auch um ein umfassendes Testkonzept für Lehrer und möglicherweise Schüler sowie Erzieher in Kindergärten, sagt Söder nach einer Sitzung des Ministerrats. Rasche Lockerungen schloss er aus. "Wir setzen unser Konzept bis Mitte Februar fort." Corona halte sich nicht an ein Datum.

    13.10 Uhr: Tschechien hofft auf Einlenken Bayerns in Pendlerfrage

    In den tschechischen Grenzregionen hofft man weiter auf ein Einlenken Bayerns bei der Corona-Testpflicht für Berufspendler, die in Deutschland arbeiten. Seit der Einstufung Tschechiens als Hochrisikogebiet müssen sich tägliche Grenzgänger alle 48 Stunden testen lassen. "Das wird aus meiner Sicht langfristig nicht aufrechtzuerhalten sein", sagte der Präsident der Verwaltungsregion Karlsbad (Karlovy Vary), Petr Kulhanek, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Eine Frequenz von zweimal die Woche wie in Sachsen halte er eher für praktikabel.

    12.48 Uhr: Zustrom angeblicher Arbeitskräfte nach St. Anton

    Der international bekannte Wintersportort St. Anton am Arlberg hat die Anreise meist junger Menschen als angebliche Arbeitskräfte kritisiert. "Die kommen unter dem Deckmantel der Arbeitssuche", sagte Bürgermeister Helmut Mall am Dienstag auch mit dem Blick auf Vermieter, die ihr Quartier zur Verfügung stellten. Insgesamt geht Mall von mehr als 100 Angereisten aus, die nicht wirklich auf Jobsuche sind. Viele von denen, die trotz der verpflichtenden Corona-Quarantäne aus Deutschland, Dänemark, Schweden und anderen europäischen Ländern anreisten, seien später auf den Skipisten anzutreffen. Dort bildeten sie teils größere Gruppen. "Das wollen wir nicht", so der Bürgermeister. Die 2.500 Einwohner des vom Tourismus abhängigen Orts hätten große Sorge, falls sich das Coronavirus in der Gemeinde ausbreiten sollte. "Wir wollen einen touristischen Schaden abwenden", sagte Mall.

    12.48 Uhr: Skiurlaub im Lockdown: Polens Ex-Vizeregierungschefin zeigt Reue

    Nach der Teilnahme ihrer drei Söhne an einem Skitraining während des Lockdowns hat sich Polens frühere Vizeregierungschefin Jadwiga Emilewicz entschuldigt. "Was sich ereignet hat, hätte nicht passieren dürfen", sagte die Politikerin am Dienstag dem Portal Interia.pl. Die wütenden Reaktionen von Bürgern, die zuhause eingesperrt seien, seien berechtigt. Mitte Januar hatte der Fernsehsender TVN24 Aufnahmen veröffentlicht, die die drei Kinder von Emilewicz bei einem Skitraining im südpolnischen Wintersportort Suche in der Tatra zeigten. Auch die frühere Vizeregierungschefin war mit Helm und Skibekleidung zu sehen. Der Fall hatte in Polen für großen Unmut gesorgt. Ähnlich wie in Deutschland sind die Skigebiete derzeit wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Ausnahmen gelten nur für Leistungssportler, die sich auf Wettkämpfe vorbereiten.

    12.45 Uhr: Händler haben 2020 im Schnitt 11.000 Euro Corona-Hilfe bekommen

    Der Handelsverband HDE fordert umfangreichere Corona-Hilfen von der Bundesregierung. Zwar bekämen mehr als 70 Prozent der vom Lockdown betroffenen Händler staatliche Unterstützung, sie seien aber viel zu niedrig. 2020 seien pro Unternehmen durchschnittlich nur 11.000 Euro an Hilfszahlungen geflossen. "Die staatlichen Corona-Hilfen für den Einzelhandel waren im vergangenen Jahr meist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das reicht in der Regel nicht einmal für die Mietzahlungen in den Lockdown-Monaten", sagt HDE-Lobbyist Stefan Genth.

    12.42 Uhr: Moderna-Impfstoff nicht an Schwangere verabreichen

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht ihre Empfehlungen für den Einsatz des Covid-19-Impfstoff des US-Konzerns Moderna. Demnach sollen zwei Dosen im Abstand von 28 Tagen verabreicht werden. Unter besonderen Umständen könne der Abstand auch 42 Tage betragen. Nicht eingesetzt werden solle das Vakzin bei Schwangeren - es sei denn, sie arbeiteten im Gesundheitswesen oder seien Risiko-Bedingungen ausgesetzt.

    12.29 Uhr: Insider: Astrazeneca bietet schnellere Impfstoff-Lieferung in die EU an

    Der britische Pharmakonzern Astrazeneca bietet nach Informationen aus EU-Kreisen an, die Staatengemeinschaft eine Woche früher als bislang geplant mit seinem Impfstoff zu beliefern. Die Lieferungen sollten am 7. Februar beginnen und nicht erst am 15. Februar, sagen EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Keine Klarheit gebe es in der Frage, ob Impfstoff aus Großbritannien in die EU umgeleitet werden könne, um hier mehr Vakzin verfügbar zu haben.

    12.11 Uhr: Erstmals seit 2003 weniger Erwerbstätige in Bayern

    Die Corona-Pandemie hat den Aufwärtstrend am bayerischen Arbeitsmarkt nach fast zwei Jahrzehnten gestoppt. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Erwerbstätigen im Freistaat erstmals seit 2003 zurückgegangen, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. Demnach gingen Ende 2020 7,65 Millionen Menschen in Bayern einer Arbeit nach, 78.800 weniger als ein Jahr zuvor. Weiter aufwärts ging es nur im Baugewerbe, das einen Zuwachs der Beschäftigten von 1,0 Prozent meldete. Unter dem Begriff "erwerbstätig" fassen die Statistischen Ämter reguläre Arbeitnehmer, Selbstständige sowie Minijobber und andere geringfügig Beschäftigte zusammen.

    12.09 Uhr: Ministerium weist Berichte zu Astrazeneca-Wirksamkeit zurück

    Das Bundesgesundheitsministerium hat Berichte über eine angeblich schlechtere Wirksamkeit des Impfstoffs der Firma Astrazeneca bei über 65-Jährigen zurückgewiesen. Aktuelle Berichte dazu könne man nicht bestätigen, erklärte ein Sprecher am Dienstag. Das "Handelsblatt" berichtete, nach Angaben aus Koalitionskreisen rechne die Bundesregierung nur mit einer Wirksamkeit von acht Prozent bei über 65-Jährigen. Auch die "Bild"-Zeitung berichtete darüber. Das Ministerium erläuterte, auf den ersten Blick scheine es so, dass Dinge verwechselt würden: Rund acht Prozent der Probanden der Astrazeneca-Wirksamkeitsstudie seien zwischen 56 und 69 Jahre alt gewesen, nur 3 bis 4 Prozent über 70 Jahre. Daraus lasse sich aber nicht eine Wirksamkeit von nur acht Prozent bei Älteren ableiten.

    12.04 Uhr: Baerbock: Lehramtsstudenten als Krisenhelfer für Kinder

    Nach Ansicht von Grünen-Chefin Annalena Baerbock vernachlässigt die Bundesregierung in ihrer Corona-Politik die Interessen von Kindern. "Kinder kommen in dieser Pandemie immer zu kurz, und das darf nicht so weitergehen", sagt sie der "Augsburger Allgemeinen". "Jedes fünfte Kind in Deutschland hat in den vergangenen Wochen überhaupt keinen Zugang zur Bildung gehabt. (...) Bei den Grundschülern haben manche das ABC vergessen, bei anderen ist komplett die Tagesstruktur weggebrochen." Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) stehle sich aus der Verantwortung. Als Sofortmaßnahme müssten Lehramtsstudenten als Krisenhelfer eingesetzt werden. Der Bund müsse dafür Geld zur Verfügung stellen.

    11.58 Uhr: Krawalle in Niederlanden: Zehn Polizisten verletzt

    Bei den schweren Krawallen in den Niederlanden hat die Polizei 184 Personen festgenommen, davon je etwa 50 in den stark getroffenen Städte Rotterdam und 's Hertogenbosch, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. In Rotterdam wurden mindestens zehn Polizisten verletzt, sagte der Rotterdamer Polizeichef Fred Westerbeeke im niederländischen Radio. Krankenwagen im Noteinsatz seien behindert worden. Die Hafenstadt war besonders schwer von den Unruhen am späten Montagabend betroffen. Hunderte von gewaltbereiten Jugendlichen hatten stundenlang randaliert, Polizei mit Feuerwerk und Steinen angegriffen, Geschäfte geplündert und Brände gelegt.

    11.50 Uhr: Großbritannien zählt mehr als 100.000 Corona-Tote

    In Großbritannien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 100.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Bis Mitte Januar war bei fast 99.000 Menschen in England und Wales Covid-19 auf dem Totenschein verzeichnet, wie die britische Statistikbehörde am Dienstag mitteilte. Seitdem kamen nach offiziellen Zahlen der Regierung mehrere Tausend weitere Todesfälle in ganz Großbritannien hinzu. Nach einem massiven Anstieg der Fallzahlen im Zusammenhang mit der neuen Variante B.1.1.7 im Dezember verzeichnete das Land die weltweit höchste tägliche Covid-Todesrate.

    11.46 Uhr: FDP dringt auf "klaren Stufenplan" für Lockerungen

    Die FDP fordert eine klar definierte Perspektive für Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Nötig sei ein "klarer Stufenplan" mit eindeutigen "Wenn-Dann-Regeln", sagte Partei- und Fraktionschef Christian Lindner am Dienstag in Berlin. Gespräche zwischen Bund und Ländern zu diesem Thema liefen bereits. Ein Beschluss müsse spätestens Mitte Februar kommen. Die aktuellen Eindämmungsmaßnahmen gelten noch bis zum 14. Februar.

    11.41 Uhr: Älterer Gorilla erholt sich dank Therapie von Corona-Infektion

    Ein älterer Gorilla namens Winston im Zoo von San Diego hat sich nach einer umfangreichen medikamentösen Behandlung von einem schweren Verlauf seiner Corona-Infektion erholt. Bei dem 48-jährigen Silberrücken seien eine Lungenentzündung und Herzprobleme festgestellt worden, teilte der Zoo in der kalifornischen Großstadt am Montag (Ortszeit) mit. Daraufhin sei Winston mit einer Antikörper-Therapie, Herzmedikamenten und Antibiotika behandelt worden. Die behandelnden Tierärzte sind der Meinung, dass die eingesetzten Antikörper-Präparate zu der Genesung des Gorillas beigetragen haben könnten, hieß es weiter. Die Präparate seien derzeit jedoch nicht für die Behandlung von Menschen zugelassen.

    11.40 Uhr: Krankenhäuser fordern notfalls tägliche Tests wegen Mutationen

    Angesichts von neuen und stärker ansteckenden Virus-Mutationen fordern die Krankenhäuser umfangreichere Tests. Die Strategie müsse hier angepasst werden, das komplette Schließen von Häusern wie etwa in Berlin dürfe nur das letzte Mittel sein, sagt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum. Stattdessen müssten Patienten und Personal konsequent getestet werden: "Tag für Tag, wenn es sein muss." Dafür sollte es eine Vorgabe des Robert-Koch-Instituts (RKI) geben, die zusätzlichen müssten einschließlich von PCR-Tests dann auch bezahlt werden.

    11.29 Uhr: Dobrindt: Erst in zwei Wochen Klarheit über Corona-Entwicklung

    CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sieht Deutschland in der Corona-Krise an einer "Weggabelung". Angesichts der neuen Neuinfektionszahlen könne man vielleicht mit "sehr viel Glück" ein weiteres Absinken der Zahlen erleben. Dies sei aber keineswegs sicher, fügt er mit Blick auf die sich ausbreitenden Virus-Mutanten hinzu. Welchen Weg man gehe, werde man erst in zwei Wochen wissen. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung sei gestiegen.

    11.24 Uhr: Söder: Aussetzen der Schuldenbremse falsches Signal

    CSU-Chef Markus Söder sieht einen Vorstoß von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sehr skeptisch, die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse auch in den kommenden Jahren auszusetzen. "Das wäre ein falsches Signal", sagte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag. "Wir können die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie nicht auf Dauer mit höheren Schulden oder hohen Steuern lösen." Söder betonte deshalb: "Wir sehen ein dauerhaftes Aussetzen der Schuldenbremse sehr skeptisch." Es brauche vielmehr ein schlüssiges wirtschaftspolitisches Konzept. "Deutschland steht für finanzielle Seriosität, dabei sollten wir auch bleiben", mahnte der CSU-Chef.

    11.23 Uhr: Von der Leyen fordert Lieferung von Impfstoffen

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Hersteller von Corona-Impfstoffen aufgefordert, ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen. Europa habe "Milliarden investiert, um die Entwicklung der weltweit ersten Covid-19-Impfstoffe zu unterstützen", sagte von der Leyen am Dienstag in ihrer per Video übertragenen Rede für das Weltwirtschaftsforum. "Und jetzt müssen die Firmen liefern, sie müssen ihre Verpflichtungen einhalten."

    11.05 Uhr: Krankenhäuser melden fast zehn Milliarden Euro Einnahmenverlust für 2020

    Die deutschen Krankenhäuser machen in der Pandemie Erlösverluste von fast zehn Milliarden Euro aus. Wegen verschobener Operationen und abgesagter Behandlungen jenseits der Covid-Fälle habe es 9,5 Milliarden weniger Einnahmen gegeben, sagt der künftige Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß. Allerdings hätten die Kliniken aus der Staatskasse Entschädigungen von 9,7 Milliarden Euro erhalten. Da es aber erhebliche Mehrausgaben für den Infektionsschutz gegeben habe, rechne man unterm Strich im Schnitt für alle Häuser bestenfalls mit einer Bilanz von Plus-Minus-Null.

    10.49 Uhr: Krankenhausgesellschaft gibt noch keine Entwarnung

    Die Krankenhäuser in Deutschland wollen trotz zurückgehender Patientenzahlen noch keine Entwarnung in der zweiten Welle der Pandemie geben. "Der Lockdown wirkt. Er macht sich bemerkbar. Die Krankenhäuser stehen aber weiter unter höchsten Anstrengungen", sagt der Hauptgeschäftsführer der Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum. In der Woche vor Weihnachten habe man mit über 10.000 Neuaufnahmen in den Kliniken den bisherigen Höchststand in der Pandemie gesehen. In der vergangenen Woche seien es noch rund 5.800 gewesen.

    10.05 Uhr: Grünen-Fraktionsvize für rechtliche Schritte gegen Astrazeneca

    Die europapolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Franziska Brantner, fordert juristische Schritte gegen den Pharmakonzern Astrazeneca wegen gekürzter Lieferungen von Impfstoff. "Astrazeneca kann nicht mit fadenscheinigen Ausreden davonkommen", sagt Brantner zu Reuters. "Das darf aber nicht zu Exportbeschränkungen führen", kritisiert sie zugleich die Entscheidung der EU-Kommission, künftig Exportgenehmigungen für die Ausfuhr von Impfstoff zu verlangen. "Vertragsbruch der Hersteller darf nicht zu Vertragsbruch mit Drittstaaten führen, die deshalb leer ausgehen. Das ist auch eine Frage globaler Impfgerechtigkeit."

    09.06 Uhr: Libanon: Mehr als 30 Verletzte bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen

    Bei Protesten gegen die anhaltende landesweite Ausgangssperre ist es in der nordlibanesischen Großstadt Tripoli zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Das libanesische Rote Kreuz meldete mehr als 30 Verletzte durch die Ausschreitungen am Montag. Der Nachrichtenagentur ANI zufolge eskalierte die Situation, nachdem Demonstranten Steine auf den örtlichen Hauptsitz der Regierung geworfen hatten. An der Demonstration, die sich laut ANI auch gegen die wirtschaftliche Not im Libanon richtete, beteiligten sich viele junge Menschen, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtete. Sie warfen Steine auf Sicherheitsbeamte, die mit dem Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen reagierten.

    09.01 Uhr: CDU-Politiker Liese: Vorgehen von Astrazeneca "völlig inakzeptabel"

    Der gesundheitspolitischer Sprecher der Europäischen Volkspartei im EU-Parlament, Peter Liese (CDU), hat im Streit um die angekündigten Verzögerungen bei der Auslieferung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca das Unternehmen scharf kritisiert. Es sei "völlig inakzeptabel", dass Astrazeneca weiter wie geplant seinen Impfstoff nach Großbritannien liefere, aber entgegen seiner vertraglichen Verpflichtungen nicht in die EU, sagte Liese am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Zwar gebe es Lieferengpässe, räumte Liese ein. Aber die Begründung des britisch-schwedischen Pharmakonzern, dass diese allein den europäischen Kontinent beträfen, "ist vorgeschoben". Astrazeneca werde "sich in den nächsten Tagen korrigieren müssen". Er sei "sicher, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen".

    09.00 Uhr: USA: Mehr als 147.000 Neuinfektionen

    In den USA sind an einem Tag 147.254 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Dies geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervor. Der bislang höchste Wert wurde am 2. Januar mit 300.372 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Zahl der erfassten infizierten Toten binnen 24 Stunden lag am Montag bei 1758. Der Höchstwert war am 12. Januar mit 4462 Toten registriert worden. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 25 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 420 900 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

    08.43 Uhr: Produktion von Beatmungsgeräten um ein Drittel gestiegen

    Infolge der Corona-Pandemie ist die Produktion von Beatmungsgeräten in Deutschland stark gestiegen. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres erhöhte sich die Menge der hergestellten Apparate für Sauerstoff- und Beatmungstherapie um 33,4 Prozent auf 426 Millionen Stück, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Der Produktionswert stieg um rund 60 Prozent auf 900,6 Millionen Euro. Erfasst wurden den Angaben zufolge Geräte für die invasive und nicht-invasive Beatmung wie zum Beispiel Beatmungsapparate, Atemmasken oder Beatmungsbeutel.

    08.36 Uhr: Kanzleramtsminister fordert längere Aussetzung der Schuldenbremse

    Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat angesichts der Belastungen durch die Corona-Krise gefordert, die Schuldenbremse für einen längeren Zeitraum auszusetzen und dafür das Grundgesetz zu ändern. "Die Schuldenbremse ist in den kommenden Jahren auch bei ansonsten strenger Ausgabendisziplin nicht einzuhalten", schrieb Braun im "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). Er sprach sich zugleich dafür aus, die Sozialabgaben "bis Ende 2023 zu stabilisieren und auch auf Steuererhöhungen zu verzichten".

    08.17 Uhr: Krankenhäuser fordern freie Hand bei Tests auf Corona-Mutation

    Patienten und Personal in den deutschen Krankenhäusern sollten aus Sicht der Träger häufiger auf Mutationen des Coronavirus getestet werden. "Wir müssen, vielleicht auch mit Hilfe des Robert Koch-Instituts, die Teststrategie in den Krankenhäusern offensiver gestalten, weiter aufmachen", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, am Dienstag im Inforadio vom RBB. Eine Schließung von Krankenhäusern wie im Fall des Berliner Humboldt-Klinikums müsse die Ausnahme bleiben. Sonst breche die medizinische Versorgung zusammen, warnte Baum. Deshalb müsse die Prävention durch Tests gestärkt werden.

    08.06 Uhr: Astrazeneca wehrt sich gegen Berichte über schwachen Impfschutz bei Senioren

    Der britische Pharmahersteller Astrazeneca hat Berichte über eine sehr geringe Wirksamkeit seines Impfstoffs bei Senioren zurückgewiesen. Berichte, dass das Mittel bei Menschen über 65 nur eine Wirksamkeit von 8 Prozent habe, seien "komplett falsch", teilte ein Sprecher am Dienstagmorgen mit. Astrazeneca verwies unter anderem darauf, dass die Notfallzulassung der britischen Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) ältere Menschen mit einschließe. Eine Studie habe gezeigt, dass der Impfstoff auch bei Senioren eine starke Immunantwort auslöse. Allerdings heißt es in dieser Studie auch, dass es wegen geringer Fallzahlen noch zu wenig Daten zur Wirksamkeit bei älteren Menschen gebe.

    08.00 Uhr: Neuzulassung von Nutzfahrzeugen in EU bricht 2020 um fast ein Fünftel ein

    Die Corona-Krise hat 2020 die Neuzulassungen bei Nutzfahrzeugen in Europa einbrechen lassen. Mit 1,7 Millionen Stück kamen 18,9 Prozent weniger Lastwagen oder Busse auf die Straßen als vor Ausbruch der Pandemie, wie aus Daten des Branchenverbandes ACEA hervorgeht, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Alle europäische Länder verzeichneten dabei deutliche Rückgänge; von den großen Märkten war Spanien mit einem Minus von gut einem Viertel am stärksten betroffen. Besonders stark war die Zurückhaltung der Unternehmen, wenn es um große Lastwagen ging.

    07.50 Uhr: Spahn: Lockerung der Beschränkungen hängt an vielen Faktoren

    Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hängt die Frage einer Lockerung der Beschränkungen an zahlreichen Faktoren. Es gebe mehrere Aspekte, die berücksichtigt werden müssten bei der Entscheidung, "ob und wie es mit den Maßnahmen weitergeht", sagt Spahn im "ZDF morgenmagazin" auf die Frage, ob von einer Lockerung ab dem 14. Februar auszugehen sei. So müsse die Zahl der Patienten weiter sinken. Zudem müssten die Fallzahlen in eine Größenordnung gebracht werden, bei der die Gesundheitsämter gut Kontakte nachverfolgen könnten. Auch müsse es gelingen, alle Personen, die in Quarantäne müssten, auch tatsächlich in Quarantäne zu bringen und dies auch zu kontrollieren, "damit da nicht neue Ausbruchsherde entstehen".

    07.46 Uhr: Taiwan: Zwei Corona-Fälle im Krankenhaus - 5.000 in Quarantäne

    Taiwanische Behörden haben nach zwei Coronavirus-Fällen in einem Krankenhaus rund 5000 Menschen angewiesen, sich in Quarantäne zu begeben. Die Maßnahme wurde ergriffen, nachdem nicht geklärt werden konnte, wie ein Patient und seine ihn besuchende Frau mit dem Virus infiziert wurden, teilten Gesundheitsbeamte mit. Nun sollten Patienten, die zwischen dem 6. und 19. Januar aus dem Krankenhaus der Stadt Taoyuan entlassen wurden, und die sie Pflegenden in Quarantäne.

    06.34 Uhr: Weltweit sind 132 Länder kritisch verschuldet

    Die Corona-Pandemie treibt Länder in die Schuldenkrise. Von 148 untersuchten Ländern sind 132 kritisch verschuldet, acht mehr als im Jahr zuvor, wie aus dem am Dienstag vorgestellten Schuldenreport 2021 des Entschuldungsbündnisses erlassjahr.de und Misereor hervorgeht. Neu dabei sind demnach kleine Inselstaaten wie Fidschi und Trinidad und Tobago. Aber auch Chile, Thailand und die Philippinen sind mittlerweile kritisch verschuldet. "Was wir sehen ist, dass die Corona-Pandemie solche Länder weiter schwächt, die ohnehin schon wirtschaftlich instabil waren, beispielsweise Angola, Ecuador oder Surinam", erklärte Misereors Experte für Entwicklungsfinanzierung, Klaus Schilder. Die durch die Pandemie verursachte Rezession habe in vielen Ländern zu einem Einbruch der Wirtschaft geführt.

    06.30 Uhr: Kunstmuseen wollen raus aus Lockdown

    Die Kunstmuseen in Deutschland wollen schneller raus aus dem Lockdown. Mit einem Brief an die Kulturverantwortlichen von Bund und Ländern haben sich die Leitungen führender Häuser für eine Öffnung der Museen stark gemacht. "Unsere Sorge gilt der Eindämmung der Pandemie, zugleich aber auch einer dem jeweiligen Verlauf von Corona angepassten Wiedereröffnung der Museen", heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Schreiben an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sowie ihre Länderkolleginnen und -kollegen. "Die Museen haben schon nach der Phase des ersten Lockdowns ihre Häuser mit großer Sorgfalt der neuen Situation angepasst", schreiben die Verantwortlichen. Museen seien sichere Orte, in denen Hygienemaßnahmen strikt befolgt und "wie an keinem anderen öffentlichen Ort" überwacht würden.

    06.22 Uhr: Städte- und Gemeindebund fordert Lockerungen

    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert klare Perspektiven für eine Lockerung der Corona-Beschränkungen. Nötig sei eine "abgestufte Exit-Strategie aus dem Lockdown", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Infektionszahlen seien zwar noch zu hoch, aber sie gingen zurück. Deshalb sei die Politik gefordert, klarzumachen, ab welchen Werten welche Lockerungen gelten sollten. Das werde regional unterschiedlich sein. Im Vordergrund müssten aber überall die Perspektiven für Kitas und Grundschulen stehen.

    06.08 Uhr: Justizministerin warnt vor versteckter Triage

    Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat vor einer versteckten Triage in Altenpflegeheimen gewarnt. "Natürlich weiß ich nicht, was in jedem einzelnen Pflegeheim gesprochen wird", sagte Lambrecht dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Aber es wäre schrecklich, wenn alte Menschen wegen fehlender 'Erfolgsaussichten' nicht mehr aus Pflegeheimen in Krankenhäuser überwiesen würden." Zuvor hatte die Gesundheitsexpertin der Grünen im Bundestag, Corinna Rüffer, angesichts der Verteilung der Corona-Todeszahlen von einer versteckten Triage in Altersheimen gesprochen. "Wir müssen befürchten, dass insbesondere erkrankte Hochbetagte in Pflegeheimen nicht die medizinische Versorgung bekommen, die sie eigentlich bräuchten." Laut den Statistiken des Robert-Koch-Instituts (RKI) seien rund zwei Drittel der Corona-Todesfälle nicht auf Intensivstation verstorben. "Das könnte darauf hindeuten, dass vor Ort in einer Art Triage entschieden wird, schwer Erkrankte nicht mehr ins Krankenhaus zu bringen. Das muss untersucht werden", so Rüffer.

    06.06 Uhr: Bundesbildungsministerin: Versäumten Schulunterricht nachholen

    Wegen des Unterrichtsausfalls in der Corona-Pandemie hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek an die Bundesländer appelliert, zusätzliche Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler zu schaffen. "Es muss damit gerechnet werden, dass in den Wochen der Schulschließungen auch Rückstände im Lernstoff aufgebaut werden", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Umso wichtiger ist es, dass in allen Ländern nun daran gearbeitet wird, Angebote zu schaffen, damit Kinder und Jugendliche den versäumten Unterricht aufholen können." Das betreffe vor allem diejenigen, die unter schwierigen sozialen und finanziellen Bedingungen aufwachsen, so Karliczek.

    05.57 Uhr: Tägliche Neuansteckungen in Großbritannien auf Dezember-Niveau

    Die Behörden in Großbritannien haben zum Wochenstart so wenige Neuansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet wie zuletzt Mitte Dezember. Das Absinken wird als Beleg für die Wirksamkeit von Lockdowns für das Senken von Übertragungsraten gewertet. Nach Angaben der Regierung wurden am Montag 22.195 Neuansteckungen innerhalb eines Tages verzeichnet. Am Vortag waren es noch 30.004 gewesen. Auch wenn es grundsätzlich gewisse Schwankungen bei den täglichen Fallzahlen gibt, hatte sich zuletzt auch ein Absinken der Ansteckungen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen abgezeichnet.

    05.41 Uhr: Sri Lanka will mit Corona-Impfungen beginnen

    Sri Lanka startet ein Impfprogramm gegen das Coronavirus. Am Mittwoch soll in dem Land nach Angaben der Behörden eine Lieferung von 500.000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca und der Universität Oxford eintreffen – eine Spende aus Indien. Am darauffolgenden Tag sollen die ersten Impfungen verabreicht werden. Als erstes sollen Mitarbeiter des Gesundheitswesens, des Militärs und der Polizei ihre Impfungen erhalten.

    05.35 Uhr: RKI: 903 weitere Todesfälle und 6.408 Neuinfektionen

    Das Robert-Koch-Institut meldet 903 weitere Corona-Todesfälle binnen eines Tages nach 217 am Montag. Insgesamt sind somit bislang 52.990 Menschen in Deutschland im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen erhöhte sich dem Institut zufolge um 6.408 auf 2.148.077. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 107,6 nach 111,2 am Vortag.

    05.15 Uhr: Kalifornien wagt Lockerungen in der Corona-Pandemie

    Der US-Staat Kalifornien hat am Montag (Ortszeit) regionale Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen künftig Bezirk für Bezirk beschlossen werden, wie Verantwortliche des Gesundheitswesens in Kalifornien mitteilten. Die Bürgermeisterin von San Francisco, London Breed, kündigte bei Twitter eingeschränkte Öffnungen der Gastronomie an. Kalifornien hatte zuletzt Besserungen bei den Infektionsraten, den Krankenhausaufenthalten, der Situation auf den Intensivstationen und bei dem Impffortschritt verzeichnet.

    04.20 Uhr: US-Demokraten: Corona-Hilfen notfalls per Sonderverfahren

    Die US-Demokraten wollen versuchen, das angepeilte 1,9 Billionen Dollar schwere Corona-Hilfspaket von Präsident Joe Biden bei Widerstand der Republikaner zumindest in großen Teilen in einem beschleunigten Verfahren durchzubringen. Der Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, sagt dem Sender MSNBC, sollten die Republikaner das Vorhaben im Kongress blockieren, werde er auf das sogenannte Reconciliation-Verfahren zurückgreifen. Dadurch würde die Redezeit im Senat begrenzt und damit die Möglichkeit der Blockade. Außerdem könnten große Teile des Gesetzespakets mit einfacher Mehrheit verabschiedet werden.

    03.46 Uhr: Mexiko: Zahl der Corona-Toten auf mehr als 150.000 gestiegen

    Als viertes Land der Welt hat Mexiko die Marke von 150.000 bestätigten Todesfällen infolge der Coronavirus-Pandemie überschritten. Nach Statistiken, die das Gesundheitsministerium des Landes am Montag (Ortszeit) meldete, stieg die Gesamtzahl auf 150.273. Den bisherigen Höchststand an Covid-19-Todesopfern, die innerhalb von 24 Stunden gemeldet wurden, hatte das Land vergangenen Donnerstag erreicht: Es waren 1803. Viele Krankenhäuser in Mexiko sind derzeit voll.

    01.51 Uhr: Wirtschafts-Lockdown in Irland bis Anfang März

    Irlands stellvertretender Ministerpräsident Leo Varadkar plädiert für eine Verlängerung des Lockdowns von weiten Teilen der Wirtschaft bis zum 5. März. Das werde er dem Kabinett am heutigen Dienstag raten, sagt er in einem Gespräch mit dem Sender RTE. Auch Schulen sollen vorerst geschlossen bleiben, wobei diese unter bestimmten Bedingungen im Februar und März nach und nach wieder öffnen könnten. Jede andere Lockerung von Beschränkungen müsse aber "sehr, sehr, sehr langsam" vorgenommen werden.

    00.20 Uhr: Flugverkehr nach Israel im Anti-Corona-Kampf eingestellt

    Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus schottet sich Israel ab. Seit Mitternacht (Ortszeit) ist der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv weitgehend geschlossen. Mit der drastischen Einschränkung des Luftverkehrs will die Regierung das Einschleppen weiterer Coronavirus-Mutationen verhindern. Die Maßnahme soll vorerst bis Ende des Monats gelten, ausgenommen sind unter anderem Frachtflüge und Flüge aus medizinischen Gründen. Eine ranghohe Repräsentantin des Gesundheitsministeriums sprach sich aber bereits für eine Verlängerung um mehrere Wochen aus. Der Flughafen müsse mindestens einen Monat lang geschlossen bleiben. Der internationale Luftverkehr läuft in Israel fast ausschließlich über den Ben-Gurion-Flughafen.

    Aber trotz harten Lockdowns und massiver Impfkampagnen bleiben die Coronavirus-Neuninfektionszahlen in Israel hoch. "Wir sehen nicht den Rückgang, den wir wollten - gestern wurden 8571 Neuinfektionen registriert, und wir haben weiterhin mehr als 1100 Schwerkranke", sagte Vize-Gesundheitsminister Yoav Kisch am Dienstag dem Armeesender.

    Montag, 25. Januar 2021

    22.41 Uhr: AstraZeneca weist Berichte über geringere Wirksamkeit bei Älteren zurück

    AstraZeneca weist Berichte über eine bis auf acht Prozent reduzierte Wirksamkeit seines Impfstoffes bei Senioren zurück. Die Angaben seien komplett falsch.

    22.23 Uhr: EU-Kommission verlangt Einblick in Daten von AstraZeneca

    Im Streit um Impfstoff-Lieferungen fordert die EU-Kommission Einblick in die Daten des Pharma-Konzerns AstraZeneca. "Die EU verlangt bis spätestens zum 29. Januar Auskunft des Unternehmens, wieso es weniger Impfdosen an die EU liefern will", hieß es am Abend aus EU-Kommissionskreisen nach einem weiteren Treffen von Unternehmensvertretern mit Mitgliedern der EU-Staaten. Der Vertrag sehe eine Vorproduktion an Dosen im hohen Millionen-Umfang nicht nur für das laufende Quartal vor, sondern bereits ab dem vierten Quartal 2020. Zudem garantiere der Vertrag mit dem britisch-schwedischen Unternehmen der EU Zugang zu Produktionsdaten des Unternehmens. "Daher will sich die Kommission nun anhand von Daten ansehen, in welchem Werk was wann produziert wurde", hieß es in Kommissionskreisen.

    Die EU wolle nun zudem einen Export-Transparenz-Mechanismus einführen, um zu sehen, wohin in der EU produzierter Impfstoff geliefert werde. Die EU fordere AstraZeneca auf, das Lieferangebot für das erste Quartal deutlich nachzubessern. Die Lieferprobleme unterschieden sich deutlich von dem der Firmen Biontech-Pfizer. Die dortige einwöchige Lieferunterbrechung habe sich "schlüssig" mit der Vorbereitung für eine erweiterte Produktion erklären lassen. Bei dem Konzern AstraZeneca sei dies aber nicht der Fall.

    21.44 Uhr: Erneut Corona-Krawalle in den Niederlanden

    In mehreren niederländischen Städten ist es den zweiten Tag in Folge zu Ausschreitungen wegen der neuen nächtlichen Ausgangssperre zur Eindämmung der Corona-Pandemie gekommen. In der Großstadt Rotterdam und der südlichen Stadt Geleen in der Nähe von Maastricht kam es zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften, wie Polizei und Medien berichteten. Die Polizisten gingen mit Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor. In Geleen gebe es "Zusammenstöße zwischen der Bereitschaftspolizei und jungen Leuten, die Feuerwerkskörper auf sie werfen", teilte die örtliche Polizei auf Twitter mit. Ein Mensch sei festgenommen worden. In Rotterdam gab es auch Festnahmen, wie die Stadtverwaltung twitterte.

    In mehreren Städten der Niederlande war es am Sonntag zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte verurteilte das Verhalten der Randalierer, die unter anderem Geschäfte plünderten, Autos und eine Coronavirus-Teststation in Brand setzten.

    Eine Ausgangssperre zwischen 21.00 Uhr und 04.30 Uhr war am Samstag in Kraft getreten. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 95 Euro geahndet. Es ist die erste Ausgangssperre in dem EU-Land seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie soll zunächst bis zum 9. Februar in Kraft bleiben.

    21.17 Uhr: AstraZeneca-Impfstoff erhält wohl keine Zulassung für Senioren

    Der Impfstoff von AstraZeneca wird der "Bild"-Zeitung zufolge in Europa nur eine Zulassung für Unter-65-Jährige erhalten. Hintergrund sei eine Wirksamkeit bei Über-65-Jährigen von weniger als zehn Prozent, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Das "Handelsblatt" berichtet seinerseits unter Verweis auf Koalitionskreise von einem Wirkungsgrad von acht Prozent bei älteren Menschen.

    21.03 Uhr: Kanzleramtsminister - Schuldenbremse länger aussetzen

    Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat angesichts der finanziellen Belastungen infolge der Corona-Krise gefordert, die Schuldenbremse für einen längeren Zeitraum auszusetzen. "Die Schuldenbremse ist in den kommenden Jahren auch bei ansonsten strenger Ausgabendisziplin nicht einzuhalten", schreibt Braun in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt".

    20.57 Uhr: Israelischer Dienstleister - Erste Pfizer-Impfergebnisse sehr ermutigend

    Ein israelischer Gesundheitsdienstleister bezeichnet die ersten Ergebnisse der Pfizer/Biontech-Impfungen als "sehr ermutigend". Von etwa 128.600 Menschen, die beide Impfungen erhalten hätten, seien 20 später an Covid-19 erkrankt, teilt Maccabi unter Berufung auf eigene Experten mit. Das sind weniger als 0,02 Prozent. In Israel leben neun Millionen Menschen. Mehr als 2,6 Millionen von ihnen haben bislang eine Impfdosis erhalten und etwa 1,2 Millionen auch die zweite.

    20.53 Uhr: CSU-Generalsekretär legt Ramelow Rücktritt nahe

    CSU-Generalsekretär Markus Blume hat Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow den Rücktritt nahegelegt. Bei "Bild live" verwies Blume am Abend auf Äußerungen zu Ramelows Handy-Spielerei bei den Corona-Beratungen von Bund und Ländern: "Wenn er uns damit sagen will, dass er amtsmüde ist, dann soll er einfach zurücktreten, dann hat er viel Zeit zum Spielen. Es gibt einen Weg, dass man noch mehr Zeit mit Handyspielen verbringen kann, das ist sein Amt niederlegen."

    Ramelow soll in einer Talkrunde der Audio-App Clubhouse in der Nacht zum Samstag erklärt haben, dass er sich bei den oft stundenlangen Ministerpräsidentenkonferenzen, bei denen die Corona-Regeln zwischen Bund und Ländern abgestimmt werden, mit einem Smartphone-Spiel entspanne. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sagte dazu bei "Bild live": "Mir fehlen die Worte. Das ist völlig inakzeptabel."

    20.05 Uhr: Biden erneuert Einreisestopp für Ausländer aus Europa

    US-Präsident Joe Biden wird noch heute den Einreisestopp für Ausländer aus Europa erneuern. Zudem sollen zum Schutz vor einer neuen Variante des Coronavirus auch Einreisen aus Südafrika gleichermaßen begrenzt werden, wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, bei einer Pressekonferenz erklärte.

    Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte vor etwa einer Woche ein Ende des Einreisestopps angeordnet. Bidens Team erklärte aber umgehend, dass die Beschränkungen für Reisende aus dem Schengen-Raum, aus Großbritannien, Irland und Brasilien nach dem Amtsantritt der neuen Regierung wieder eingeführt würden. Trumps Team hatte bei der Ankündigung der Lockerung der Vorschriften darauf verwiesen, dass Einreisen in die USA ab 26. Januar ohnehin nur noch nach Vorlage eines aktuellen und negativen Corona-Tests möglich seien. Psaki hatte die Ankündigung der Trump-Regierung im Namen des neuen Präsidenten sofort zurückgewiesen.

    Seit März dürfen ausländische Reisende aus Europa bis auf wenige Ausnahmen nicht in die USA einreisen.

    19.15 Uhr: Mexikos Covid-kranker Präsident spricht mit Putin über Impfstoff

    Nach seiner Covid-19-Diagnose hat Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin telefoniert und ihn nach Mexiko eingeladen. Bei dem Telefonat am Montag ging es vor allem um eine Bestellung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V durch Mexiko. Er habe Putin für die Zusage gedankt, in den kommenden zwei Monaten 24 Millionen Dosen zu schicken, schrieb López Obrador auf Twitter.

    Am Sonntagabend hatte Mexikos Staats- und Regierungschef bekanntgegeben, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden war, leichte Covid-19-Symptome habe und medizinisch behandelt werde. Der 67-jährige Linkspopulist hatte die Gefahr durch die Pandemie und den Nutzen des Tragens von Masken immer wieder heruntergespielt. In den vergangenen Tagen war er in Linienfliegern innerhalb des Landes gereist und mit zahlreichen Menschen in Kontakt gekommen, ohne eine Maske zu tragen.

    Mexiko ist nach offiziellen Zahlen das Land mit den viertmeisten Todesfällen infolge der Corona-Pandemie - knapp 150.000 Todesopfer wurden bislang registriert. Allerdings wird in dem nordamerikanischen Land mit fast 130 Millionen Einwohnern äußerst wenig auf das Virus getestet. Außerdem ist die sogenannte Übersterblichkeit dort sehr hoch.

    18.47 Uhr: Höchster Anstieg bei Neuinfektionen in Spanien

    In Spanien sind am Wochenende 93.822 Corona-Neuinfektionen registriert worden - so viele wie nie zuvor an einem Wochenende. Insgesamt sind damit in dem besonders stark von der Pandemie betroffenen Land jetzt fast 2,6 Millionen Ansteckungen gemeldet, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Insgesamt in Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind demnach 56.208 Menschen.

    18.16 Uhr: Studie - Geiz bei Impfstoffverteilung bringt Billionen Wirtschaftsverluste

    Wenn reichere Länder sich den Großteil der Corona-Impfstoffe sichern und Entwicklungsländer vorerst weitgehend leer ausgehen, kann das die Weltwirtschaft Verluste in Billionen-Höhe kosten. Das berichtete die Internationale Handelskammer (ICC). Sie hatte eine Studie dazu in Auftrag gegeben. Wenn Impfstoffe nicht weltweit fair verteilt werden, könne dies die globale Wirtschaftsleistung allein in diesem Jahr um bis zu 9,2 Billionen Dollar (7,6 Billionen Euro) schmälern, heißt es darin. Die Hälfte des Ausfalls betreffe Industrieländer.

    "Die Studie zeigt die möglichen Konsequenzen eines Impfstoff-Nationalismus, die deutlich größer sind als die besten bisherigen Schätzungen", teilte das ICC mit. Sie zeige, dass Investitionen in den ACT-Accelerator sich auszahlten. Der ACT-Accelerator ist das Programm der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Entwicklung, Produktion und faire Verteilung von Covid-19 Tests, -Medikamenten und -Impfstoffen. Wenn reichere Länder die 27,2 Milliarden Dollar, die in dem Programm noch fehlten, zahlten, sei der Nutzen 166 mal so hoch wie die Investition.

    Selbst, wenn die reicheren Länder bis Ende Juni eine optimale Impfversorgung ihrer eigenen Bevölkerung schafften, dürften ihnen bis zu 4,5 Billionen Dollar Wirtschaftsleistung entgehen, wenn die Impfungen in ärmeren Ländern auf dem jetzigen niedrigen Niveau blieben, so die Studie.

    18.01 Uhr: EU - Lieferverzögerungen bei Astrazeneca-Impfstoff "nicht akzeptabel"

    Die EU-Kommission hat die vom britisch-schwedischen Unternehmen Astrazeneca angekündigten Verzögerungen bei der Lieferung von Corona-Impfstoff als "nicht akzeptabel" bezeichnet. Die EU habe "Entwicklung und Produktion des Impfstoffes vorfinanziert" und verlange nun dafür die Gegenleistung, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Sie forderte zudem von allen Herstellern, Brüssel künftig über Exporte von Impfstoff aus der EU an Drittstaaten in Kenntnis zu setzen.

    17.52 Uhr: Fast zehn Prozent der Briten einmal geimpft

    Fast zehn Prozent der britischen Bevölkerung - knapp 6,6 Millionen Menschen - haben nach Regierungsangaben die erste von zwei benötigten Impfungen erhalten. Die Zahl der Neuinfektionen steigt um 22.195 und damit weniger stark als am Vortag mit 30.004. Es wurden 592 weitere Todesfälle verzeichnet.

    17.45 Uhr: Bad Kissingen versorgt alle Haushalte mit FFP2-Masken

    Die unterfränkische Kreisstadt Bad Kissingen hat an alle 14.000 Haushalte FFP2-Masken verteilen lassen. Wie die Kommune heute berichtete, seien am vergangenen Wochenende bei jeder Wohnung zwei Masken eingeworfen worden. Der Stadtrat hatte das Geld für die 28.000 Masken zur Verfügung gestellt. Mitarbeiter der Stadt hatten die Masken dann in Umschläge verpackt.

    "Wenn man flächendeckend das Tragen beim Einkaufen anordnet, muss man aus meiner Sicht auch flächendeckend zum Start Hilfe anbieten, damit jeder die Chance hat, die Vorgabe einzuhalten", sagte Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD). Zwar seien zwei Masken pro Haushalt keine dauerhafte Versorgung, aber die Erfüllung der Auflagen werde den Bürgern so einfacher gemacht.

    17.33 Uhr: Astrazeneca-Chef kritisiert egoistisches Vorgehen bei Impfstoff-Beschaffung

    Beim Weltwirtschaftsforum (WEF) hat der Chef des britischen Pharmakonzerns Astrazeneca, Pascal Soriot, das egoistische Vorgehen einiger Länder bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen angeprangert. Die Entwicklung der Vakzine hätte ein Grund zum Feiern sein können, sagte Soriot bei der virtuellen Veranstaltung am Montag. Stattdessen hätten sich einige Länder vorgedrängelt und eine "Ich-zuerst"-Mentalität vertreten, fügte er hinzu. Pascal kritisierte auch die weltweite Reaktion auf das Auftreten der Corona-Krise. "Global gesehen kann man mit Fug und Recht behaupten, dass wir besser auf diese Pandemie hätten vorbereitet sein können und sollen", sagte der Konzernchef. Astrazeneca steht in Brüssel derzeit massiv in der Kritik, weil es am Freitag mitgeteilt hatte, der EU zunächst weniger Corona-Impfdosen liefern zu können als vorgesehen.

    17.28 Uhr: Airport BER wegen Corona-Krise auf weitere Milliarden-Hilfen angewiesen

    Der Hauptstadtairport BER ist wegen des eingebrochenen Flugverkehrs in den nächsten Jahren wohl auf weitere Finanzhilfen in Milliardenhöhe angewiesen. Dies geht aus Schätzungen hervor, wann die Passagierzahl wieder das Vorkrisenniveau von 2019 erreicht, wie die Betreibergesellschaft FBB am Montag nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte. Im besten Falle geschehe dies bereits 2023, im schlechtesten Fall erst 2027. Als Grundlage für den Businessplan geht das Management im mittleren Szenario davon aus, dass 2025 wieder fast 36 Millionen Passagiere in Berlin starten und landen. Dann würden aber im Vergleich zur bisherigen Planung für 2021 bis 2025 insgesamt rund 83 Millionen Passagiere fehlen. "Damit einher gehen erhebliche wirtschaftliche Verluste", erklärte die FBB, ohne Details zu nennen.

    16.53 Uhr: Warnungen vor frühzeitiger Lockerung in Deutschland

    Trotz sinkender Corona-Infektionszahlen warnen Bundesregierung und einige Ministerpräsidenten vor einer verfrühten Lockerungsdebatte. "Wir sind auf einem guten Weg", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mit Blick auf die neuesten Infektions- und Todeszahlen. Dieser Weg dürfe aber nicht verfrüht verlassen werden, fügte er angesichts ansteckenderen Virus-Mutationen hinzu. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet schloss sich der Warnung an. Während Grünen-Chefin Annalena Baerbock eine Langfriststrategie forderte, wies Laschet dies zurück und sagte, man müsse gerade wegen der Virus-Mutanten auf Sicht fahren.

    16.39 Uhr: Covid-Spätfolgen: Infizierte brauchen Nachsorge

    Drei von vier Patienten leiden noch sechs Monate nach einer Corona-Infektion an Spätfolgen. Das zeigt jetzt eine Studie aus dem chinesischen Wuhan, wo das Virus zuerst ausbrach. Internationale Langzeit-Befragungen von Covid-19-Erkrankten belegen zudem: Corona-Patienten brauchen umfassende Nachkontrollen, denn auch bei einem milden Verlauf können Monate später noch schwere Spätfolgen auftreten, an Lunge, Muskeln, Gehirn, Herz und Nieren – sogenannte Post Covid-Symptome. Nach WHO-Angaben haben 80 Prozent der Corona-Erkrankten nur leichte Symptome, wie Kopf- und Halsschmerzen, doch Professor Rembert Kozculla von der Schön Klinik Berchtesgadener Land im oberbayerischen Schönau warnt: "Wir sehen aber auch, dass Patienten, die jetzt sehr leichte Verläufe haben, dann hier nach sechs Monaten aufschlagen. (...) Auch der milde Krankheitsverlauf schützt nicht vor Folge-Symptomen, oder auch dem Long Covid-Syndrom, wie wir es jetzt aktuell feststellen konnten."

    16.19 Uhr: Testpflicht belastet bayerisch-tschechische Beziehungen

    Die verschärften Einreiseregeln führen zu Differenzen zwischen Bayern und Tschechien. Trotz Unverständnis auf tschechischer Seite rückt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nicht von der Corona-Testpflicht ab, wie ein Regierungssprecher am Montag mitteilte. Einreisende aus einem Hochrisikogebiet wie Tschechien müssen einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen. Der tschechische Regierungschef Andrej Babis wollte mit Söder telefonieren, um auf Erleichterungen zu dringen. Es sei ein konstruktiver Austausch gewesen, sagte der bayerische Regierungssprecher anschließend. Söder habe aber zum Ausdruck gebracht, dass der Freistaat auf der Testpflicht bestehe.

    Zum Artikel "'Hölle an der Grenze': Unmut in Tschechien über Testpflicht"

    16.10 Uhr: Landtags-SPD fordert: Absage der Faschingsferien zurücknehmen

    Die Landtags-SPD hat die Staatsregierung aufgefordert, die kurzfristige Absage der diesjährigen Faschingsferien zurückzunehmen. Vor allem in Zeiten des Distanzunterrichts brauchten Familien dringend Erholungspausen. "Gerade jetzt sind die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und Eltern durch das anstrengende Distanzlernen besonders gefordert und belastet. Alle haben Erholung dringend nötig", sagte die bildungspolitische Sprecherin Margit Wild am Montag.

    16.09 Uhr: Mehrere Minister in Simbabwe und Eswatini sterben an Covid-19-Folgen

    Im südlichen Afrika fallen nun zunehmend auch Spitzenpolitiker dem Coronavirus zum Opfer. Im Bergkönigreich Eswatini (früher: Swasiland) starben innerhalb weniger Wochen drei Kabinettsmitglieder - zuletzt Arbeitsminister Makhosi Vilakati, dessen Tod am späten Sonntagabend bekanntgegeben worden war. Wenige Tage zuvor war der Minister für den öffentlichen Dienst, Cristian Ntshangase, an Covid-19-Komplikationen gestorben. Premierminister Ambrose Dlamini war Mitte Dezember als einer der weltweit ersten Staatslenker überhaupt den Folgen einer Corona-Infektion erlegen.

    16.08 Uhr: Brasilianische Polizei löst Party mit 1.200 Gästen auf

    Im Süden Brasiliens ist inmitten der Corona-Pandemie eine Rave-Party mit rund 1200 Gästen aufgelöst worden. Dies berichtete am Montag das Nachrichtenportal "G1" unter Berufung auf die Polizei. Dem Bericht zufolge floh der Verantwortliche für die Party nach dem Eintreffen der Polizei. Schon vor Sonntagabend hatte die Polizei in São José dos Pinhais im Großraum Curitiba mehrere kleinere Partys aufgelöst. Bei einem Fest mit 400 Gästen nahm die Stadtpolizei dem lokalen Portal "Banda B" zufolge sechs Personen fest. Brasilien ist einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Eine womöglich besonders ansteckende Virus-Mutation verschärft die Lage. Das Auswärtige Amt in Berlin stuft Brasilien als Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko ein.

    16.02 Uhr: Polen: Duda kritisiert wachsenden Widerstand gegen Lockdown

    Trotz wachsenden Widerstands gegen Corona-Maßnahmen in Polen will Präsident Andrzej Duda nicht vom Kurs abweichen. Er habe zwar Verständnis für die "Verzweiflung" jener Bürger, die ihre Geschäfte im Protest gegen den Lockdown öffneten, sagte Duda in einem am Montag veröffentlichten Interview der regierungsnahen Zeitschrift "Sieci". Doch müsse es nach wie vor Strafen für jene geben, die sich über die staatlich angeordneten Beschränkungen hinwegsetzten.

    15.56 Uhr: SPD warnt vor Angriffen auf Corona-Impfzentren

    SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat vor einer Radikalisierung von Corona-Leugnern gewarnt und weitere Sicherheitsvorkehrungen für Impfzentren angemahnt. "Wenn die Stimmung weiter hochkocht, kann das auch in Angriffe auf Impfzentren umschlagen", sagte Klingbeil am Montag dem Portal t-online. "Impfen ist unter Corona-Leugner mittlerweile das Feindbild schlechthin", sagte er. "Gruppierungen von Esoterikern bis hin zur radikalen Rechten vereinen sich in ihrer Ablehnung gegen den Impfstoff." Klingbeil forderte: "Wir müssen dafür sorgen, dass die Impfzentren, das Personal und diejenigen, die sich dort impfen lassen wollen, sicher sind."

    15.49 Uhr: Auswirkungen von Corona auf Welt-Arbeitsmarkt viel schlimmer als die Finanzkrise

    Die Corona-Pandemie hat sich auf den Arbeitsmärkten überall auf der Welt weit schlimmer ausgewirkt als die Finanz- und Wirtschaftskrise 2009. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) rechnete am Montag vor, dass im vergangenen Jahr 8,8 Prozent der weltweiten Arbeitsstunden ausfielen - das sei so viel wie knapp eine Viertelmilliarde Vollzeitstellen. Der Rückgang ist demnach etwa vier Mal größer als der Verlust während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009. Das sei die größte Krise für die Arbeit weltweit seit der Großen Depression in den 30er Jahren, sagte ILO-Chef Guy Ryder in einer virtuellen Pressekonferenz. Das Virus habe 2020 mehr als 2,1 Millionen Menschen getötet, dutzende Millionen Menschen infiziert und die weltweite Wirtschaft schwer beeinträchtigt.

    15.48 Uhr: Moderna-Impfstoff wirkt wahrscheinlich auch bei neuen Varianten

    Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna ist nach Unternehmensangaben auch bei den zuerst in Großbritannien und Südafrika aufgetauchten neuen Virusvarianten wirksam. Laboruntersuchungen hätten gezeigt, dass die zweimalige Impfung zu neutralisierenden Antikörpern gegen die bisher entdeckten Virusvarianten führe, erklärte Moderna am Montag. Das gelte für die zunächst in Großbritannien aufgetauchte Variante B.1.1.7 und die in Südafrika aufgetauchte Variante B.1.351. Bei der britischen Variante gebe es im Vergleich zu früheren Virusvarianten "keine signifikante Auswirkung" auf das Antikörper-Niveau, erklärte Moderna. Bei der südafrikanischen Variante sei die Menge der Antikörper zwar um das Sechsfache geringer; dies sei aber nach wie vor ausreichend, um Schutz vor dem Virus zu bieten.

    14.23 Uhr: Hälfte der Deutschen findet Fahren mit Bus und Bahn unsicher

    Aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus fahren viele Deutsche aktuell mit ungutem Gefühl in Bussen und Bahnen. 48 Prozent der Befragten fühlen sich momentan in den öffentlichen Verkehrsmitteln eher oder sehr unsicher. Dies gaben sie in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale-Bundesverbands (VZBV) an. Gut 40 Prozent der Umfrageteilnehmer fühlen sich eher oder sehr sicher.

    14.20 Uhr: Grüne fordern von Bundesregierung "vorausschauendes Agieren"

    Grünen-Co-Chefin Annalena Baerbock fordert von der Bundesregierung ein "vorausschauendes Agieren" in der Corona-Krise. Sie habe zu oft abgewartet und sei nur auf Sicht gefahren, etwa bei der Bestellung hochwertiger Masken und Schnelltests oder der Diskussion über Luftfilter in Schulen. "Dieses Prinzip darf es so einfach nicht mehr weiter geben."

    13.48 Uhr: Staus an Teststationen für Pendler - Unverständnis in Tschechien

    Kilometerlange Autoschlangen haben sich am Montag zeitweise vor den Corona-Teststationen an der bayerisch-tschechischen Grenze gebildet. Besonders in der Oberpfalz und in Niederbayern mussten Pendler nach Angaben der Behörden lange ausharren. Weil Tschechien als Hochrisikogebiet gilt, dürfen Grenzgänger nur mit einem höchsten 48 Stunden alten negativen Test einreisen. Am ersten Arbeitstag seit der Verschärfung der Einreiseregeln stauten sich im Landkreis Cham schon am frühen Morgen Autos und Lastwagen. In Waldmünchen standen etwa 300 Fahrzeuge, in Furth im Wald um die 400, wie ein Polizeisprecher sagte. Auf tschechischer Seite bildete sich dort ein drei Kilometer langer Rückstau, berichtete eine Sprecherin der Dienststelle in Domazlice der Deutschen Presse-Agentur.

    13.37 Uhr: Xi fordert bessere Zusammenarbeit - "Erholung wacklig"

    Chinas Präsident Xi Jinping fordert angesichts der Corona-Pandemie den Abbau von Barrieren für Handel, Investitionen und technologischen Austausch. Es bedürfe einer verbesserten wirtschaftlichen Zusammenarbeit, sagt der Staatschef beim virtuellen Treffen des Weltwirtschaftsforums, das normalerweise im schweizerischen Davos ausgetragen wird. Die globale Erholung von der Corona-Pandemie sei noch "ziemlich wackelig", die Aussichten unsicher.

    13.33 Uhr: Merck stoppt Entwicklung von Covid-19-Impfstoffen

    Der Pharmakonzern Merck und das französische Pasteur-Institut stoppen ihr Projekt für einen gemeinsamen Corona-Impfstoff. Erste Tests hätten eine zu geringe Wirksamkeit ergeben, erklärte das Pasteur-Institut am Montag in Paris. Das Mittel sollte auf der Basis eines Impfstoffs gegen Röteln entwickelt werden.

    13.29 Uhr: Bundesregierung sieht in Corona-Variante "sehr ernsthafte Gefahr"

    Die Bundesregierung zeigt sich in hohem Maße alarmiert von der Ausbreitung der in Großbritannien verbreiteten Corona-Mutation in Deutschland. "Wir haben im Hintergrund die dunkle Wolke einer sehr ernsthaften Gefahr", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Der wohl sehr viel leichter übertragbare Virus-Typ B.1.1.7 ist bereits mehrfach in Deutschland aufgetreten. So wurden in Berlin deshalb rund 1500 Beschäftigte einer Klinik unter Quarantäne gestellt. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte am Sonntag in der ARD-Sendung "Anne Will" gesagt, dass die Mutante auch in Deutschland "die Führung übernehmen" werde.

    13.27 Uhr: Kölner Karnevalisten helfen mit Benefiz-Streaming

    Kölner Karnevalisten wollen mit einem Benefiz-Programm via Live-Stream Spenden für in Not geratene Bühnenarbeiter, Künstler und Tanzcorps sammeln. An Weiberfastnacht (11. Februar) werde der Spendenmarathon unter Beachtung von Corona-Auflagen aus der Kölner Lanxess-Arena von Guido Cantz und Mirja Boes moderiert und live im Internet übertragen, kündigte das Festkomitee Kölner Karneval am Montag an. Das Festkomitee gehört zu dem Bündnis "Nur zesamme sin mer Fastelovend - Mer looße üch nit allein" (Nur zusammen sind wir Karneval - Wir lassen Euch nicht allein), zu dem sich mehr als 40 Bands, Redner und weitere Partner aus der Karnevalsszene zusammengeschlossen haben. Grund für die Benefiz-Aktion sind die fast vollständigen Einnahmeausfälle für Bühnenkünstler, Bühnenarbeiter, Roadies, Fahrer, Spielmannszüge und Tanzcorps aufgrund der coronabedingten Veranstaltungsabsagen in dieser Session.

    13.14 Uhr: Zustimmung der Deutschen zu Kontaktbeschränkungen sinkt spürbar

    Die Zustimmung der Deutschen zu einigen zentralen staatlichen Maßnahmen der Corona-Eindämmung ist zuletzt spürbar zurückgegangen. Wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage des Berliner Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ergab, sank unter anderem die Akzeptanz der Kontaktbeschränkungen. Beurteilten kurz vor Weihnachten noch 84 Prozent diese als angemessen, waren es aktuell nur 74 Prozent. Auch die Zustimmung zu Geschäftsschließungen sank im gleichen Zeitraum um zehn Prozentpunkte auf 56 Prozent.

    13.11 Uhr: Brüssel empfiehlt Corona-Test und Quarantäne nach Aufenthalt in Hochrisikozonen

    Reisende aus Corona-Hochrisikogebieten innerhalb der EU sollten nach Ansicht der Europäischen Kommission vor Abreise immer einen Test machen und sich bei Ankunft in Quarantäne begeben müssen. "Das ist notwendig, um unsere Bürger zu schützen und das Funktionieren des Binnenmarktes zu gewährleisten", sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders am Montag in Brüssel. Demnach sollten die Mitgliedstaaten keinen Unterschied zwischen grenzüberschreitendem und inländischem Reiseverkehr machen.

    Um Hochrisikogebiete als solche einzustufen, führte die Kommission nun eine neue Farbkategorie ein: Regionen, in denen die Zahl der bestätigten Ansteckungen in den vergangenen 14 Tagen über 500 pro 100.000 Einwohnern lag, werden fortan dunkelrot markiert.

    13.05 Uhr: Virologin Addo: Antikörper-Medikament nicht der Heilsbringer

    Die Hamburger Virologin Marylyn Addo hat in Bezug auf neue Antikörper-Therapien vor allzu großen Hoffnungen bei der Corona-Behandlung gewarnt. Zwar seien die Daten aus den USA vielversprechend, sagte sie am Sonntagabend in den ARD-"Tagesthemen". Aber: "In der Experten-Gemeinschaft geht keiner davon aus, dass das das Medikament ist, das in der Pandemie jetzt den Schalter umlegt, also dass es der Heilsbringer oder das heilsbringende Medikament ist." Addo ist Leiterin der Infektiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), das die beiden vom Bund gekauften Antikörper-Medikamente laut NDR als eine der ersten Kliniken in Deutschland bei der Behandlung von Covid-19-Patienten einsetzen wird. In den USA war auch Ex-Präsident Donald Trump mit einem solchen Medikament behandelt worden.

    12.51 Uhr: Caritas fordert vorgezogene Impfung von Kita-Personal

    Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen müssen nach Ansicht der Caritas früher gegen Corona geimpft werden. Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen sollten in die Prioritätsgruppe 2 vorgezogen werden, forderte der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising am Montag. Denn Statistiken der Krankenkassen belegten, dass Kita-Personal besonders von Krankschreibungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus betroffen sei, argumentierte Caritas-Vorsitzende Gabriele Stark-Angermeier. Deshalb müssten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst schnell eine Impf-Chance bekommen, zumal Abstand halten in diesem Beruf keine Option sei, betonte auch Birgit Weiß aus der Geschäftsleitung der Caritas-Zentren Oberbayern.

    12.37 Uhr: Über eine Million Menschen in Israel erhält beide Corona-Impfungen

    Mehr als eine Million Menschen in Israel hat die beiden nötigen Impfungen gegen das Coronavirus erhalten. Dies teilte Gesundheitsminister Juli Edelstein am Montag bei Twitter mit. Die erste Dosis bekamen demnach bislang rund 2,6 Millionen Menschen verabreicht. In Israel leben etwas mehr als neun Millionen Menschen. Deutschland hat etwa neun Mal so viele Einwohner. Doppelt gegen das Coronavirus geimpft wurden dort bislang knapp 230 000 Menschen. Dem Unternehmen Pfizer zufolge beträgt der Impfschutz eine Woche nach der zweiten Impfung 95 Prozent.

    12.26 Uhr: Johnson erwägt wegen Virus-Mutanten verschärfte Grenzkontrollen

    Die britische Regierung denkt wegen der neuen Coronavirus-Varianten über eine Verschärfung der Grenzkontrollen nach. Grund sei die Furcht vor Virus-Mutationen, gegen die die Impfstoffe nicht mehr wirkten, sagt Premierminister Boris Johnson. Es bestehe zumindest das theoretische Risiko, dass eine solche Variante nach Großbritannien hineinkomme. "Wir wollen sicherstellen, dass wir unsere Bevölkerung und dieses Land vor einer Reinfektion aus dem Ausland schützen", sagt Johnson. Das Vereinigte Königreich sei allerdings auf Kurs, seine Impfziele für gefährdete Gruppen bis zum 15. Februar zu erreichen.

    12.10 Uhr: Spahn bringt Impfstoff-Exportgenehmigungspflicht ins Gespräch

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Pflicht zur Genehmigung für den Export von Impfstoffen aus der Europäischen Union (EU) ins Gespräch gebracht. Aus seiner Sicht solle die EU eine entsprechende Genehmigungspflicht prüfen, sagte Spahn nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Montag in der ersten virtuellen Sitzung des neugewählten CDU-Bundesvorstandes. Dann könne man Informationen darüber erhalten, ob und wenn ja welche Impfstoffe die EU verließen und einen solchen Export gegebenenfalls unterbinden, begründete Spahn demnach seinen Vorstoß. In den USA gebe es eine solche Exportbeschränkung.

    12.10 Uhr: Hilferuf von Erzbischof: Lage in Brasilien dramatisch

    Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat beklagt eine dramatische Corona-Lage in der brasilianischen Amazonas-Metropole Manaus. Das Gesundheitssystem sei zusammengebrochen, Sauerstofflieferungen sowie personelle und materielle Unterstützung fehlten. "Wir sind in einer fast aussichtslosen Lage", sagte der Erzbischof von Manaus, Dom Leonardo Steiner, laut Mitteilung am Montag in Essen. "Helfen Sie uns mit Sauerstoff. Die Menschen sollen nicht sterben müssen, weil es an Betten und Sauerstoff fehlt.

    12.04 Uhr: Ausschreitungen bei Protesten in den Niederlanden

    Brennende Autos und geplünderte Geschäfte: In den Niederlanden ist es bei Protesten gegen die nächtliche Ausgangssperre zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu Ausschreitungen gekommen. In Amsterdam, Eindhoven und mehreren anderen Städten kam es am Sonntag zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Nach Angaben der Behörden und Berichten niederländischer Medien wurden mehr als 130 Menschen festgenommen. Auf einem Platz im Stadtzentrum von Amsterdam setzte die Polizei laut dem öffentlich-rechtlichen Sender NOS Hunde und einen Wasserwerfer ein, um eine Demonstration von rund 1.500 Menschen aufzulösen.

    12.03 Uhr: Gesundheitsministerium: Erwarten Astrazeneca-Zulassung am Freitag

    Die europäische Zulassung des Impfstoffs von Astrazeneca wird laut Gesundheitsministerium in dieser Woche erwartet. Man rechne für Freitag damit, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Dann würden mehrere Millionen Dosen zusätzlich zur Verfügung stehen. Alledings stehen wegen Produktionsproblemen zunächst weniger als erwartet zur Verfügung. Wieviel fehle, sei derzeit unklar, sagt der Sprecher.

    12.02 Uhr: Bundesregierung: Kommunen sollen Bedarf für Corona-Amtshilfe melden

    Die Bundesregierung hat Länder und Kommunen aufgerufen, einen Bedarf für Hilfseinsätze in Alten- und Pflegeheimen zu melden. Dies sei Voraussetzung dafür, dass Freiwillige zielgenau eingesetzt werden können, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Er kündigte eine Hotline an, bei der sich Freiwillige melden können und dann vom Roten Kreuz geschult werden. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, derzeit seien insgesamt 14.500 Soldaten in der Corona-Hilfe eingesetzt. Davon seien bundesweit 747 Frauen und Männer in Altenheimen auf Basis von 52 Amtshilfeanträgen aktiv. In den Planungen seien 1.400 Soldaten vorgesehen. Bemerkbar sei, dass Hilfsangebote verstärkt angenommen würden. Die Zahl der eingesetzten Soldaten könne weiter erhöht werden.

    11.57 Uhr: Bundesregierung: Sind auf gutem Weg, dürfen ihn nicht verlassen

    Angesichts der sinkenden Zahl an neuen Positiv-Tests spricht Regierungssprecher Steffen Seibert von einer erfreulichen Entwicklung. "Wir sind auf einem guten Weg. Wir müssen ihn unbedingt fortsetzen", sagt er. Den Weg jetzt zu verlassen, wäre angesichts von Mutationen des Virus falsch. Die Zahlen müssten daher jetzt weiter gedrückt werden.

    11.49 Uhr: Macron sieht Europa auf Weg zu besserer Kontrolle der Pandemie

    Der französische Präsident Emmanuel Macron sieht in Europa Fortschritte im Kampf gegen das Coronavirus. Überall in Europa werde es in den kommenden Wochen Bewegung bei der Anpassung der Strategie geben, um die Pandemie besser zu kontrollieren, sagte Macron auf dem Investitionsgipfel "Choose France". Die französische Regierung denkt derzeit über einen dritten Lockdown zur Virus-Eindämmung nach. Dies könnte auch Thema einer Kabinettssitzung am Mittwoch sein.

    11.42 Uhr: Experten warnen vor mehr Online-Spielsucht in Corona-Krise

    Vor wachsender Spielsucht in der Corona-Pandemie durch Online-Wettanbieter warnt die Hamburger Fachstelle für Suchtfragen. Seit einiger Zeit bemühten sich Anbieter im Netz mit erheblichem Werbeaufwand um neue Spieler, sagte am Montag die Geschäftsführerin von Sucht.Hamburg, Christiane Lieb. In der Pandemie könnte diese Rechnung aufgehen. Vor allem Menschen, die sich durch coronabedingte Einschränkungen stark belastet fühlten oder die bereits zuvor regelmäßig um Geld gespielt hätten, seien anfällig für die Lockangebote. Beim Online-Glücksspiel bekomme niemand etwas geschenkt. Es handele sich im Gegenteil "um eine besonders riskante Variante des Glücksspiels".

    11.41 Uhr: Rund 1.400 Bundeswehrsoldaten für Tests in Altenheimen im Einsatz

    Inzwischen stehen für Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen laut Regierungssprecher Steffen Seibert rund 1400 Bundeswehrsoldaten zur Verfügung. Zuletzt seien es noch 600 gewesen, sagt Seibert. Es sei zu hoffen, dass noch mehr Landkreise die Hilfe der Soldaten anfordern. Zudem sei man dabei, Freiwillige zu schulen.

    Freiwillige, die in Pflegeeinrichtungen bei Corona-Schnelltests helfen wollen, können sich bei der Bundesagentur für Arbeit unter der Hotline 0800 4 555532 melden. Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Die Hotline sei von montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Geschult würden die Freiwilligen durch das Deutsche Rote Kreuz.

    11.31 Uhr: ADAC: Bei Reiseplanung auf kurzfristige Stornierbarkeit achten

    Urlauber, die für das Frühjahr oder den Sommer eine Reise buchen, sollten auf eine möglichst kurzfristige und kostenlose Stornierbarkeit achten. Darauf macht der ADAC aufmerksam. Wissenschaftler rechnen zwar im Laufe des Jahres mit einer Entspannung in der Corona-Krise, dennoch bleiben die kommenden Monate aufgrund der Diskussionen um verlängerte Lockdowns, eine Impfpflicht für Reisende oder verkürzte Ferienzeiten weiter von Unsicherheiten bei der Reiseplanung geprägt. Viele Reiseanbieter reagieren auf die Corona-Krise zwar mit großzügigeren Storno- und Umbuchungsregeln, dennoch empfiehlt der Club, die Konditionen des Angebots immer genau zu prüfen.

    11.28 Uhr: CDU-Politiker warnt vor nordkoreanischen Cyberattacken auf Impfstoff-Firmen

    Der CDU-Sicherheitspolitiker Patrick Sensburg warnt laut "Handelsblatt" vor möglichen Cyberattacken Nordkoreas auf deutsche Impfstoff-Firmen. Hintergrund sei eine aktuelle Einschätzung des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV). "Da Nordkorea im Bereich der Erforschung von Impfstoffen schlecht aufgestellt ist, versucht es jetzt über Cyberattacken und klassische Spionage an entsprechende Informationen zu kommen", wird Sensburg zitiert.

    11.17 Uhr: Hilfsverband: Weltgemeinschaft versagt bei Impfstrategie

    Die Entwicklungsorganisation One wirft den Industrieländern Versagen bei einer weltweit gerechten Verteilung von Impfstoffen gegen die Corona-Pandemie vor. "Statt sich dafür stark zu machen, dass alle Menschen weltweit Zugang zu Corona-Impfstoffen erhalten, sichern sich viele reiche Länder mehr Impfstoffe als sie benötigen und kreieren so ein Monopol", warnte Stephan Exo-Kreischer, Direktor von One Deutschland, am Montag. Entgegen öffentlicher Bekenntnisse verfolgten insbesondere die Industrieländer eine "Mein-Land-zuerst"-Strategie. Dies sei unklug, weil es die Dauer der Pandemie um Jahre verlängere und tödlich für die Menschen sein könne, die keinen Zugang zu einem Impfstoff hätten. One forderte Politik und die Industrie auf, Produktionskapazitäten für Corona-Impfstoffe zu erhöhen und die weltweite Verteilung gerechter zu gestalten.

    11.11 Uhr: BER-Aufsichtsrat berät über Finanzierung in Corona-Krise

    Knapp drei Monate nach der Eröffnung des BER nutzen täglich nur einige Tausend Passagiere den neuen Hauptstadtflughafen. Wie die Einnahmeausfälle kompensiert werden, darüber berät der Aufsichtsrat seit Montagmorgen in einer Videokonferenz. Die Finanzen des Staatsbetriebs bilden den Schwerpunkt in der jährlichen Strategietagung des Kontrollgremiums, wie ein Sprecher sagte.

    Für dieses Jahr hatte das Unternehmen einen Bedarf von rund 660 Millionen Euro bei seinen Eigentümern angemeldet. Das sind die Länder Berlin, Brandenburg und der Bund. Im Gegenzug soll in der Flughafengesellschaft gespart werden. Nach Informationen des "Tagesspiegels" (Montag) könnte das auch die Bezüge der Geschäftsführung betreffen. Beschlüsse werden aber nicht erwartet.

    Schon vor der Corona-Krise gab es in der Finanzplanung des Unternehmens eine Lücke von 375 Millionen Euro, vor allem weil noch Rechnungen für den neuen Flughafen zu bezahlen sind. Der Einbruch der Passagierzahlen hat die Finanznot vergrößert. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup will erreichen, dass der BER 2025 seine Betriebskosten allein decken kann.

    10.54 Uhr: Linke fordert Preisdeckel für FFP2-Masken

    "Damit alle Menschen Zugang zu FFP2-Masken bekommen, hat die Bundesregierung sicherzustellen, dass diese in ausreichender Zahl zu Verfügung stehen und zu bezahlbaren Preisen erhältlich sind", heißt es in einem Antrag der Fraktion, aus dem am Montag die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zitierten. Die Regierung solle dazu von Möglichkeiten Gebrauch machen, die im Infektionsschutzgesetz vorgesehen sind, heißt es in dem Antrag weiter. Demnach können Produkte wie etwa FFP2-Masken zentral von staatlicher Seite beschafft und die Preise reguliert werden.

    Außerdem müsse die Regierung "Arbeitgeber verpflichten, ihre Beschäftigten am Arbeitsplatz und für den Arbeitsweg kostenfrei mit FFP2-Masken auszustatten", fordert die Linksfraktion weiter. Für Hartz-IV-Bezieher müsse es einen entsprechenden Zuschlag geben.

    10.32 Uhr: Ifo-Index verschlechtert sich

    Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland verschlechtert sich zum Jahresauftakt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im Januar auf 90,1 Punkte von 92,2 Zählern im Vormonat, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Montag zu seiner Umfrage unter 9.000 Managern mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem leichten Rückgang auf 91,8 Punkte gerechnet. "Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft vorläufig beendet", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Manager beurteilten den Ausblick für ihre Geschäfte und ihre Lage ungünstiger als zuletzt.

    10.04 Uhr Jung hält Corona-Steuererhöhungen für falsch

    Der CDU/CSU-Fraktionsvize im Bundestag, Andreas Jung, hält Steuererhöhungen nach der Krise für falsch. Wichtig sei, dass die Wirtschaft wieder wachse. Die Gesamtsteuerbelastung müsse daher sinken und sollte bei 25 Prozent gedeckelt werden. Zudem seien bessere Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen wichtig, nach der zuletzt beschlossenen Ausweitung auf Computer und andere digitale Güter nun auch auf Klimainvestitionen. Letzteres müsse noch vor der Bundestagswahl kommen, so Jung mit Blick auf den Koalitionspartner SPD.

    09.39 Uhr: Krawalle streng-religiöser Juden wegen Corona-Auflagen

    In mehreren israelischen Städten randalierten ultraorthodoxe Juden aus Protest gegen die staatlichen Corona-Auflagen. In der ultra-orthodoxen Hochburg Bnei Brak, vor den Toren von Tel Aviv, blockierten hunderte Anhänger einer als besonders radikal geltenden ultra-orthodoxen Gruppe Straßen, warfen Steine auf Polizisten und steckten einen Bus in Brand.

    In der Stadt Beit Shemesh löste die Polizei eine streng-religiöse Großhochzeit auf und im südisraelischen Aschdod wurden 13 Beamte verletzt, als sie eine religiöse Bildungseinrichtung schließen wollten. Zahlreiche Religionsschulen im Land sind während des aktuellen Lockdowns offen, obwohl das verboten ist. Viele Streng-Religiöse in Israel halten sich nicht an die Abstands- und Kontaktregeln. Die Infektionszahlen liegen in dieser Gruppe weit über dem Bevölkerungsdurchschnitt.

    Premier Netanjahu kündigte in der vergangenen Woche an, die Behörden würden mit eiserner Faust gegen Verstöße vorgehen. Ihm wird vorgeworfen, die Streng-Religiösen bisher milde behandelt zu haben, weil er sie als Koalitionspartner braucht. Israel wählt am 23. März. Ohne die ultra-orthodoxen Parteien hat Netanjahu keine Chance auf eine eigene Parlamentsmehrheit.

    09.22 Uhr: Infektionszahlen in Russland gehen zurück

    In Russland haben die Behörden erstmals seit dem 11. November weniger als 20.000 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert. 19.290 Menschen seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, darunter knapp 2.400 in Moskau. Insgesamt wurden mehr als 3,73 Millionen Ansteckungsfälle verzeichnet, Russland liegt damit weltweit auf Platz vier hinter den USA, Indien und Brasilien. Zudem stieg die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus binnen 24 Stunden um 456 auf 69.918.

    09.09 Uhr: Türkei erhält 6,5 Millionen weitere Dosen des chinesischen Impfstoffs

    Die Türkei hat die zweite Ladung des Corona-Impfstoffs der chinesischen Firma Sinovac erhalten. Am frühen Montagmorgen sei eine Lieferung von 6,5 Millionen Dosen in Istanbul eingetroffen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Ende Dezember hatte die Türkei bereits drei Millionen Dosen des chinesischen Impfstoffs erhalten.

    Das Land mit seinen rund 83 Millionen Einwohner hatte seine Impfkampagne mit CoronaVac am 14. Januar gestartet. Seitdem sind nach offiziellen Angaben rund 1,3 Millionen Menschen geimpft worden.

    07.59 Uhr: Biden verhängt wegen Mutationen neue Einreiseverbote

    US-Präsident Joe Biden wird Insidern zufolge im Kampf gegen die ansteckenderen Varianten des Coronavirus am Montag neue Einreiseverbote gegen europäische und andere Staaten verhängen. Betroffen seien Nicht-US-Bürger, die sich in Großbritannien, Brasilien, Südafrika, Irland und der EU aufgehalten haben, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag von Gesundheitsbehörden, die namentlich nicht genannt werden wollten. Die zuerst in Südafrika nachgewiesene Mutation ist bislang nicht in den USA verzeichnet worden, eine von britischen Wissenschaftlern gefundene Variante dagegen bereits in 20 Bundesstaaten.

    Die USA hatten im März unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump Einreiseverbote für die meisten Besucher aus Europa verhängt und im Mai dann für solche aus Brasilien. Trump verfügte zwar Anfang vergangener Woche, dass diese Maßnahmen am Dienstag auslaufen sollten. Die Anweisungen seines Nachfolgers Biden - seit Mittwoch im Amt - machen diesen Schritt jedoch rückgängig.

    07.56 Uhr Impf-Experte will Impfstrategie noch nicht überdenken

    Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hält ein Überdenken der Impfstrategie wegen der neuen Coronavirus-Varianten für verfrüht. Dazu seien zunächst biologische Tests nötig, die etwas länger dauerten und im Labor schwieriger durchzuführen seien, sagt Mertens im ZDF. Allerdings müsse eine im Labor festgestellte Verminderung der Antikörperwirksamkeit gegen diese Varianten nicht unbedingt bedeuten, dass die Impfung beim Menschen wirkungslos sei.

    Zur Eindämmung der Virus-Mutanten müssten die Schutzmaßnahmen noch ernster genommen werden. Vor allem dem Abstandhalten komme eine besondere Bedeutung zu. "Im Grunde genommen können wir eigentlich nur das tun, was wir bisher tun. Wir müssen es nur noch konsequenter tun." Im Einzelfall müsse man noch mehr Abstand halten.

    07.35 Uhr: Japan erreicht Herdenimmunität erst nach Olympia-Termin

    Japan erreicht Forschern zufolge durch Massenimpfungen wohl erst im Oktober die sogenannte Herdenimmunität und damit etwa Monate nach Ende der geplanten Olympischen Sommerspiele. "Japan scheint ziemlich spät ins Spiel gekommen zu sein", sagt Rasmus Bech Hansen, Gründer des britischen Forschungsunternehmens Airfinity. Japan sei darauf angewiesen, große Mengen an Impfstoffen aus den USA zu importieren. Derzeit sei es aber nicht sehr wahrscheinlich, dass das Land sehr große Mengen zum Beispiel des Mittels von Pfizer und Biontech erhalte. "Es gibt einfach nicht genug Impfstoffe für alle Länder, mit denen Pfizer Vereinbarungen getroffen hat." Als Maßstab für die sogenannte Herdenimmunität gilt eine Impfrate von 75 Prozent.

    07.20 Uhr: Sieben Kreise und Städte in Bayern über 200er-Inzidenz

    Die Behörden in Bayern haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 1.106 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Sieben Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat lagen nach den am Montag veröffentlichten Zahlen über dem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Außerdem wurden 29 neue Todesfälle in Zusammenhang mit einer Coronainfektion innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Montags sind die erfassten Fallzahlen meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

    Bayerischer Spitzenreiter war der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge mit einer Inzidenz von 294,5. Am Sonntag hatten sechs Landkreise und Städte die 200er-Marke überschritten. In Bayern sind seit Beginn der Pandemie 391.103 Infektionen und 9.671 Corona-Tote gemeldet worden.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Bayern lag laut RKI bei 107, eine Woche zuvor war noch ein Wert von 130,4 gemeldet worden. Bundesweit registrierte die Behörde eine Inzidenz von 111,2.

    06.18 Uhr: Immer mehr Intensivstationen in den USA an der Belastungsgrenze

    Mehr als 40 Prozent der US-Bürger leben einer Analyse der Nachrichtenagentur AP zufolge in einem Gebiet mit höchstens 15 Prozent freien Intensivbetten. Angesichts der drastischen Corona-Fallzahlen in den USA sind landesweit Hunderte Intensivstationen schwer in Bedrängnis. Es mangelt an Platz und an Zubehör, zugleich stehen die Krankenhäuser in einem Wettbewerb um befristete Mitarbeiter.

    05.41 Uhr: RKI meldet 6.729 Neuinfektionen und 217 weitere Todesfälle

    Das Robert-Koch-Institut meldet 6.729 Neuinfektionen und 217 weitere Todesfälle binnen eines Tages. Das ist im Vergleich zu den vergangenen Tagen ein Rückgang. Allerdings übermitteln am Wochenende in der Regel nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten an das RKI. Insgesamt stieg die Zahl der bestätigten Infektionen dem Institut zufolge auf 2.141.665 und die Zahl der Todesfälle auf 52.087. Die Sieben-Tage-Inzidenz verharrte mit 111,2 nahezu auf dem Niveau vom Sonntag.

    04.32 Uhr: Zahl der Infektionen in USA übersteigt 25-Millionen-Marke

    In den USA hat die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen laut einer Daten-Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters die Marke von 25 Millionen überstiegen. Mehr als 417.000 Menschen sind zudem inzwischen in den USA im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

    03.46 Uhr: Neuseeland bestätigt ersten Corona-Fall seit Monaten

    In Neuseeland verzeichnen die Behörden erstmals seit Monaten wieder eine Corona-Infektion. Betroffen sei eine 56-Jährige, die am 30. Dezember von einer Auslandsreise zurückgekehrt sei, teilt die Regierung mit. Während der zweiwöchigen Zwangsquarantäne sei die Frau zunächst zwei Mal negativ getestet worden. Doch nach der Quarantäne sei bei einem weiteren Test die südafrikanische Variante des Virus nachgewiesen worden. 15 engere Kontaktpersonen seien identifiziert und kontaktiert worden. Ihr Ehemann sei negativ getestet worden.

    02.50 Uhr: 124 Neuinfektionen in China

    China meldet für Sonntag 124 Neuinfektionen, nachdem am Vortag nur 80 Infektionen gemeldet wurden. 67 der neu hinzugekommenen Fälle wurden in der nordöstlichen Provinz Jilin verzeichnet, wie aus offiziellen Daten hervorgeht.

    02.01 Uhr: Mexikos Präsident positiv getestet

    Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador ist nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er werde medizinisch betreut, die Symptome seien aber nur leicht.

    01.11 Uhr: Australische Behörden geben grünes Licht für Biontech-Impfstoff

    Die australische Regulierungsbehörde für therapeutische Mittel (TGA) hat dem Corona-Impfstoff aus dem Hause Pfizer/Biontech eine Zulassung erteilt. Das Mittel dürfe bei mindestens 16-Jährigen angewendet werden, sagt Ministerpräsident Scott Morrison. Nach Angaben von Gesundheitsminister Greg Hunt soll mit Impfen von priorisierten Gruppen Ende Februar begonnen werden.

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