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Corona: Die Ereignisse vom 04. bis 10. Januar | BR24

© Andreas Arnold/dpa

Ein Schild am Schuleingang weist auf die Maskenpflicht hin.

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    Corona: Die Ereignisse vom 04. bis 10. Januar

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 4. bis 10. Januar.

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    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 10. Januar 2021

    22.38 Uhr: Papst fordert in Krise "konkreten Wandel"

    Papst Franziskus hat in einem TV-Interview des italienischen Senders Canale 5 erneut zu einer Umkehr angesichts globaler Missstände aufgerufen. In dem am Sonntagabend ausgestrahlten Gespräch äußerte er sich unter anderem zur Corona-Pandemie und den jüngsten Unruhen in den USA. Die Pandemie bezeichnete er als eine beispiellose Krise, aus der die Menschheit entweder besser oder schlechter hervorgehen könne. Die Welt benötige einen "konkreten Wandel", um Kriege, Hunger und andere Ungerechtigkeiten zu beenden.

    21.39 Uhr: Adler Modemärkte melden Insolvenz an

    Der Modehändler Adler Modemärkte AG beantragt Insolvenz. Ziel sei ein Verfahren in Eigenverwaltung, um das Unternehmen zu sanieren, teilte die Gesellschaft mit. Dabei solle der Geschäftsbetrieb unter Aufsicht eines Sachwalters in vollem Umfang fortgeführt werden.

    Auslöser für den Antrag seien "die erheblichen Umsatzeinbußen durch die seit Mitte Dezember 2020 andauernden Schließungen fast aller Verkaufsfilialen als Folge des neuerlichen COVID-19-Lockdowns". Trotz intensiver Bemühungen sei es nicht möglich gewesen, die entstandene Liquiditätslücke über eine Kapitalzufuhr durch staatliche Unterstützungsfonds oder durch Investoren zu schließen.

    21.34 Uhr: "Impfstoff ist der einzige Ausweg aus der Krise"

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat deutlich gemacht, dass aus seiner Sicht Impfen der einzige Weg aus der Corona-Pandemie ist. "Es gibt den Impfstoff als den Ausweg aus der Krise. Und ansonsten gibt es keine Möglichkeit sicherzustellen, dass wir das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen. Was wir jetzt machen können, ist dafür zu sorgen, dass sich das Virus nicht zu schnell verbreitet", sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt".

    "Es muss jetzt dafür gesorgt werden, dass genügend Impfstoff rechtzeitig zur Verfügung steht. Das wird ja Stück für Stück der Fall sein. Und wir haben uns fest vorgenommen, das noch mal zu beschleunigen." Aus seiner Sicht sei es wichtig, dass jetzt alles dafür getan werde, dass genügend Impfstoff beschafft wird.

    19.39 Uhr: Keine Zuschauer bei Handball-WM  

    Die Spiele der am Mittwoch beginnenden Handball-WM in Ägypten werden nach deutlicher Kritik nun doch ohne Zuschauer ausgetragen. Dies teilten die Organisatoren nach einem Spitzentreffen mit dem Weltverband IHF und der ägyptischen Regierung mit.

    Zuvor hatten 14 Kapitäne der europäischen Top-Nationen, darunter auch der deutsche Spielführer Uwe Gensheimer, in einem gemeinsamen Brief an den IHF-Präsidenten Hassan Moustafa gefordert, keine Zuschauer zu den WM-Spielen zuzulassen. Man sei "äußerst besorgt über die Corona-Situation", dieses Gefühl habe "aufgrund der jüngsten Eskalation in den europäischen Ländern zugenommen". Die IHF hatte noch vor wenigen Tagen bekräftigt, die WM-Hallen mit bis zu 20 Prozent mit Zuschauern zu füllen.

    18.40 Uhr: Manchester Citys Torjäger Agüero in Selbst-Qarantäne

    Manchester City muss vorerst auf Mittelstürmer Sergio Agüero verzichten. Der 32 Jahre alte Argentinier befindet sich in Selbst-Quarantäne, wie Trainer Pep Guardiola am Sonntag nach dem 3:0-Sieg im englischen Fußball-Pokal gegen Birmingham City bekanntgab. "Er war leider in Kontakt mit einer Person, die positiv getestet wurde", erklärte Guardilo. Er wisse aber auch nicht genau, wie lange das für Agüero gelte, "weil er bei uns sechs Mal in den vergangenen zehn, fünfzehn Tagen getestet wurde" und diese Tests auf das Coronavirus alle negativ ausgefallen seien. Das Protokoll schreibe aber die Isolation vor, meinte der City-Coach. Gegen Birmingham hatte Agüero deshalb auch nicht spielen können.

    18.37 Uhr: Sängerin Grimes mit Coronavirus infiziert

    Die kanadische Sängerin Grimes ("Miss Anthropocene") ist nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus infiziert. In einer Instagram-Story vom Samstag schrieb die 32-Jährige, dass sie Covid-19 bekommen habe und diesen "Fiebertraum" eigenartigerweise genieße. Zu dem Text postete sie das Coverfoto von dem neuen Song "Good Days" der US-Sängerin SZA mit einer Empfehlung für dieses Lied. Grimes, die mit bürgerlichem Namen Claire Boucher heißt, machte keine weiteren Angaben zum Verlauf ihrer Erkrankung. Die Sängerin und Tesla-Chef Elon Musk (49) sind im vorigen Mai Eltern eines Sohnes geworden.

    18.13 Uhr: Jeder zweite Schweizer Gastro-Betrieb laut Umfrage vor Insolvenz

    Die Schweizer Hotel- und Gastronomiebranche hat vor einer massiven Pleitewelle der Branche wegen der coronabedingten Schließungen gewarnt. Ohne sofortige Finanzhilfen der Regierung drohe bis Ende März fast der Hälfte der Betriebe die Insolvenz, erklärte der Gastronomieverband Gastrosuisse auf der Grundlage einer Umfrage unter 4.000 Unternehmen. Bereits jetzt benötigten 98 Prozent der befragten Betriebe dringend neue Liquidität. Der Verband warnte zugleich vor einem drastischen Jobverlust in dem Bereich.

    17.57 Uhr: Marke von drei Millionen Infektionen in Afrika überschritten

    Afrika hat die Marke von drei Millionen bestätigten Coronavirus-Infektionen überschritten. Das teilten die Afrika-Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention mit. Mehr als 72.000 Menschen seien auf dem Kontinent seit Beginn der Pandemie gestorben.

    Mehr als ein Drittel der Coronavirus-Fälle - 1,2 Millionen - wurden in Südafrika verzeichnet, darunter mehr als 32.000 Todesfälle mit dem Virus. Als ein möglicher Grund für den hohen Anteil gilt, dass in Südafrika mehr Tests als in anderen afrikanischen Ländern gemacht werden.

    17.18 Uhr: Landkreis Regen schließt Touristen wegen hoher Corona-Zahlen aus

    Ausflüge rund um den Arber im Bayerischen Wald sollen vorerst nur noch für Einheimische möglich sein. "Touristische Tagesausflüge in den Landkreis Regen werden untersagt", teilte die Landrätin Rita Röhrl (SPD) auf der Internetseite des Landratsamtes mit. Sie begründete die Entscheidung mit der hohen Zahl an Corona-Infektionen in der Region. Am Montag werde man eine entsprechende Allgemeinverfügung beschließen. Sie solle ab Dienstag in Kraft treten und bis Ende Januar gültig sein.

    17.11 Uhr: Israel hat bereits 20 Prozent seiner Bürger gegen Corona geimpft

    Drei Wochen nach Beginn der Impfkampagne in Israel sind bereits 20 Prozent der Bürger gegen das Coronavirus geimpft worden. Gesundheitsminister Juli Edelstein teilte auf Twitter mit, rund 1,8 Millionen Israelis hätten die erste Impfdosis erhalten. Insgesamt hat das kleine Mittelmeerland mehr als neun Millionen Einwohner.

    Am Sonntag begann die Impfung des medizinischen Personals mit der zweiten Dosis. Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (71) hatte am Samstagabend seine zweite Impfung gegen das Coronavirus erhalten.

    17.03 Uhr: Strenge Kontrollen von Reiserückkehrern zum Ferienende

    Die Bayerische Grenzpolizei und die Bundespolizei haben seit dem 27. Dezember mehr als 48.000 Reiserückkehrer kontrolliert. Knapp 7.000 hätten keinen gültigen Corona-Testnachweis vorweisen können, obwohl sie der Testpflicht unterlagen, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Herrmann machte dort auf die verstärkten Corona-Kontrollen vor allem zum Ende der Weihnachtsferien aufmerksam, etwa durch Schleierfahndung in Grenznähe, insbesondere aber auch bei Fluggästen, die sich an den Airports in Nürnberg, Memmingen und München auf Corona testen lassen können.

    16.54 Uhr: Protest am Privatgrundstück des sächsischen Ministerpräsidenten

    Eine Gruppe von etwa 30 Menschen hat am Sonntagmorgen vor dem Privatgrundstück des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Nach Polizeiangaben sprach der CDU-Politiker mit den etwa 30 Menschen am Gartenzaun. Nach etwa 15 Minuten endete die Debatte und alle Personen verließen den Ort.

    Die Situation sei für ihn nicht bedrohlich gewesen, sagte Kretschmer der Deutschen Presse-Agentur. Als jedoch eine Frau demonstrativ ein Halstuch in den Farben der Reichskriegsflagge über ihren Mund zog, sei für ihn eine Grenze erreicht gewesen.

    Eine Vielzahl der versammelten Menschen trug laut Polizei keinen Mund-Nasen-Schutz und hielt nur teilweise die erforderlichen Abstände ein. Die Beamten stellten die Identitäten der noch Anwesenden fest. Zudem wurde eine Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gestellt.

    16.35 Uhr: Neue Corona-Variante in Japan gefunden

    Bei vier aus Brasilien nach Japan eingereisten Menschen ist eine neue Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Sie sei nicht identisch mit den bisher in Großbritannien und Südafrika nachgewiesenen Erreger-Varianten, gab Takaji Wakita, der Chef der japanischen Gesundheitsbehörde bekannt. Zur Zeit gäbe es keine Hinweise darauf, dass die neu entdeckte Variante ansteckender ist.

    Die vier Personen seien am 2. Januar aus dem Amazonasgebiet in Brasilien kommend, in Tokio gelandet, und sofort am Flughafen Haneda in Quarantäne gegangen, teilte das japanische Gesundheitsministerium mit. Ein über 40 Jahre alter Mann sei mittlerweile im Krankenhaus, nachdem er akute Atemprobleme entwickelt habe. Zwei andere Passagiere würden unter Symptomen wie Hals-und Kopfschmerzen, sowie Fieber leiden. Eine Person im Teenageralter habe keine Symptome entwickelt.

    16.18 Uhr: Über 111.000 Menschen in Bayern geimpft

    In Bayern sind nach Angaben des neuen bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek (CSU) bereits mehr als 111.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Der Schwerpunkt der Impfungen liege auf den Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie auf dem Personal von Kliniken in Bereichen mit einem sehr hohen Risiko, wie Holetschek mitteilte. Rund die Hälfte der 111.897 Impfungen (Stand 9. Januar) seien bei Krankenhauspersonal sowie Mitarbeitern in Pflegeeinrichtungen erfolgt.

    Bayern habe ein "gutes System mit 99 Impfzentren aufgebaut". Jede Impfdose, die Bayern vom Bund bekomme, werde sofort verabreicht. Am 8. Januar habe der Freistaat weitere 112.125 Impfdosen des Herstellers Biontech erhalten.Zugleich forderte Holetschek, innerhalb der EU Impfstoffe schneller zuzulassen. Ab Montag sollen Bayerns Bürger Corona-Impftermine über ein Portal des Freistaats vereinbaren können. Die Vergabe der Termine orientiere sich streng an der Zugehörigkeit zu der jeweiligen Prioritätengruppe. Die telefonische Terminvereinbarung sei aber weiterhin möglich, um Bürgern ohne Internetzugang die Registrierung zu ermöglichen.

    14.54 Uhr: Kevin Kühnert kritisiert Impfstoff-Beschaffung

    Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert legte am "BR Sonntags-Stammtisch" mit Kritik an der Impfstoff-Beschaffung nach. "Für mich ist nicht erklärbar, warum die EU-Kommission mit einem vergleichbar kleinen Budget von unter drei Milliarden in die erste Einkaufsrunde reingegangen ist", sagte er. Einen solchen Betrag gebe Deutschland wöchentlich allein für die Kosten des Lockdowns aus. "Und dann knausert man offensichtlich so rum, wenn es darum geht, das Wichtigste was uns durch die Krise bringt, nämlich den Impfstoff, zu beschaffen." Mit entsprechend mehr Geld hätte die EU laut Kühnert auch die Logistik der Impfstoff-Produktion verbessern und eine Risikohaftung übernehmen können. Die USA hätten  genau das gemacht und sich deshalb früher ausreichend Impfstoff gesichert. Die Verantwortung dafür liegt laut dem SPD-Politiker beim Gesundheitsminister. Deshalb sei der Fragenkatalog an Jens Spahn (CDU) "keine Majestätsbeleidigung oder Vorverurteilung", sondern die Forderung nach umfassender Aufklärung.

    14.39 Uhr: Experten: Britisches Gesundheitssystem am Rande des Kollaps

    Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls in London wegen der hohen Auslastung der Krankenhäuser rechnen Experten in Großbritannien mit einer weiteren Verschärfung der Situation. Der medizinische Chefberater der Regierung Chris Whitty, warnte am Sonntag in einem Gastbeitrag für die "Times on Sunday" vor einem Kollaps des Gesundheitssystems. "Wenn das Virus so weitermacht, werden Krankenhäuser in echten Schwierigkeiten sein, und zwar bald", schrieb der Medizinprofessor. Das könne schon in wenigen Wochen der Fall sein. "Es wird Todesfälle geben, die vermeidbar gewesen wären." Vor den Notaufnahmen stauen sich schon jetzt die Rettungswagen. Patienten müssten teilweise bis zu neun Stunden auf ein Krankenhausbett warten, sagte die Geschäftsführerin des britischen Verbands der Rettungssanitäter (College of Paramedics), Tracy Nicholls, dem Nachrichtensender Sky News. Allein am Samstag waren in Großbritannien knapp 60.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Die Sieben-Tages-Inzidenz in London liegt inzwischen bei mehr als 1000. Gesundheitsminister Matt Hancock sieht die Regierung auf Kurs, ihr Impfziel zu erreichen. Derzeit würden täglich 200.000 Menschen geimpft, so der Minister.

    13.30 Uhr: Spaniens Militär sichert Impfstofflieferungen im Schneechaos

    Nach dem schlimmsten Schneechaos seit 50 Jahren in Spanien haben Einsatzkräfte bis zum Sonntag 500 Straßen geräumt. Einheiten des Militärs konzentrierten sich auf die Räumung des Zugangs zu den wichtigsten Verteilzentren für frische Lebensmittel sowie zu den Krankenhäusern. Innenminister Fernando Grande-Marlaska sagte, die Regierung bemühe sich besonders darum, sicherzustellen, dass die wöchentliche Lieferung des Pfizer-Biontech-Impfstoffs gegen das Coronavirus am Montag an die regionalen Gesundheitsbehörden verteilt werden könne.

    13.16 Uhr: Reger Betrieb an bayrischen Ausflugszielen

    Trotz der Aufrufe, wegen der Corona-Pandemie größere Ansammlungen zu vermeiden, herrschte auch am Sonntag an beliebten Ausflugszielen reger Betrieb, etwa am Ochsenkopf im Fichtelgebirge oder am Spitzingsee im Landkreis Miesbach.

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    12.38 Uhr: Münchner Polizei löst zwei Partys auf

    Die Polizei musste am Samstagabend zwei Feiern in München wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz im Stadtgebiet auflösen. Die Partys fanden in Schwabing und Am Hart statt.

    12.26 Uhr: China meldet steigende Neuinfektionen

    In China sind am Sonntag von den Behörden 136 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. 99 der neuen Fälle wurden in der Provinz Hebei, direkt vor den Toren der chinesischen Hauptstadt Peking, nachgewiesen. Insgesamt stieg die Zahl der Infektionen in Hebei auf knapp 400. Es handelt sich um den größten Ausbruch, der seit Monaten gemeldet wurde.

    12.11 Uhr: Bayrischer Innenminister Herrmann: "Konsequente Kontrollen" und Bußgeld

    Innenminister Joachim Herrmann kündigte konsequente Polizeikontrollen an: "Insbesondere an beliebten Ausflugsorten wird die Polizei verstärkt kontrollieren, ob bei Personen aus betroffenen Landkreisen und Städten ausreichend 'triftige' Gründe vorliegen, die nicht-touristischer Natur sind." Laut Herrmann betreffen die verstärkten Kontrollen zur neuen 15-km-Regel beispielsweise Wanderer-Parkplätze in der Voralpenregion oder im Bayerischen Wald. Bei Bedarf werden die örtlichen Polizeidienststellen bei ihren Stichprobenkontrollen auch von der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. "Nur wenn sich möglichst alle an die Corona-Schutzmaßnahmen halten, haben wir eine reelle Chance, die Pandemie einzudämmen", erklärte der Innenminister. "Alle Unbelehrbaren müssen mit harten Sanktionen und hohen Geldbußen rechnen!" Bei einem Verstoß gegen die neue 15-km-Regel droht ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro.

    11.30 Uhr: Britischer Chefberater: Kliniken bald vor Kollaps

    Der medizinische Chefberater der britischen Regierung hat vor einem Kollaps des Gesundheitssystems innerhalb weniger Wochen gewarnt. "Wenn das Virus so weitermacht, werden Krankenhäuser in echten Schwierigkeiten sein, und zwar bald", schrieb Chris Whitty in einem Gastbeitrag in der "Sunday Times". Das könne schon in weniger als drei Wochen der Fall sein. "Es wird Todesfälle geben, die vermeidbar gewesen wären", sagte er. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt in London inzwischen bei mehr als 1000.

    11.20 Uhr: Papst ruft zu Impfungen auf

    Corona-Impfung und Chaos in den USA: Papst Franziskus hat sich zu den aktuellen Weltgeschehnissen geäußert - und bekannt gegeben, sich im Vatikan gegen Covid-19 impfen zu lassen. "In der kommenden Woche werden wir anfangen, das hier zu machen und ich bin auch dafür vorgemerkt", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem für Sonntagabend zur Ausstrahlung geplanten Interview mit dem Fernsehsender Tg5, aus dem zunächst ein Teil als Abschrift verbreitet wurde und der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag vorlag. Mit Blick auf die Corona-Impfung betonte der Papst, dass sich aus ethischer Sicht alle impfen lassen müssten, denn man spiele nicht nur mit seinem Leben, sondern auch mit dem Leben anderer.

    Kein Verständnis für Impfverweigerer

    Franziskus verwies im Zusammenhang mit dem Thema Impfen auf seine Kindheit. Damals hätten viele Kinder mit der Krankheit Polio Lähmungen davon getragen. Die Menschen hätten einen Impfstoff herbeigesehnt. Nach diese Krise sei man mit Impfstoffen, etwa gegen Masern, aufgewachsen. "Ich verstehe nicht, warum manche sagen: Nein, der Impfstoff ist gefährlich", sagte der Pontifex. "Es gibt da eine selbstmörderische Verweigerung, die ich nicht erklären kann, aber man muss sich heute impfen lassen", betonte er.

    11.17 Uhr: Möglicherweise Bescheinigung für Kinderkrankengeld

    Die geplante Ausweitung des Kinderkrankengelds nimmt einem Medienbericht zufolge Form an. Eltern, die wegen des Lockdowns die Leistung in Anspruch nehmen, sollen ihrer Krankenkasse eine Bescheinigung vorlegen müssen, dass Schule oder Kita geschlossen sind, berichtet das Nachrichtenportal "ThePioneer" unter Berufung auf eine Formulierungshilfe für die Koalitionsfraktionen. Die Regelung werde derzeit innerhalb der Bundesregierung abgestimmt und solle am kommenden Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden.

    Das Kinderkrankengeld beläuft sich auf bis zu 90 Prozent des entfallenen Nettoarbeitslohns. Laut dem Beschluss des Corona-Gipfels von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder vom vergangenen Dienstag sollen Schulen und Kindergärten im gesamten Januar weitgehend geschlossen bleiben. Eltern sollen deshalb je bis zu zehn zusätzliche Tage und Alleinerziehende bis zu 20 zusätzliche Tage Kinderkrankengeld in Anspruch nehmen können. Dies soll ausdrücklich auch dann gelten, wenn wegen der Schließung von Schulen und Kitas eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird.

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    10.46 Uhr: Erweiterte Bildungsangebote bei Fernsehsendern

    Fernsehsender bauen ihre Informationsangebot angesichts des anstehenden Schul-Lockdowns aus. "Wir möchten in dieser Ausnahmesituation eine Unterstützung für den Alltag sein und den Familien mit unserem erweiterten Bildungsangebot zur Seite stehen", sagte ARD-Vorsitzender Tom Buhrow am Sonntag in Köln. In der aktuellen Corona-Krise fühle man sich als öffentlich-rechtlicher Rundfunk Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern besonders verpflichtet. Neben den Dritten Programmen kündigte auch Kika-Programmgeschäftsführerin Astrid Plenk vor dem Start von Distanz-, Wechselunterricht und Homeschooling am Montag an, auf das "Informations- und Unterhaltungsbedürfnis" der Familien einzugehen.

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    10.24 Uhr: Leibarzt des Papstes gestorben

    Fabrizio Soccorsi, der Leibarzt von Papst Franziskus, ist im Alter von 78 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Wie die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" berichtete, wurde er wegen einer Krebserkrankung in Rom behandelt. Dabei sei es zu "Komplikationen" durch Covid-19 gekommen.

    09.48 Uhr: Göring-Eckardt: Weniger Präsenzpflicht bei der Arbeit

    Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen und des Auftretens einer Virusmutation gefordert, stärker die Wirtschaft bei der Bekämpfung der Pandemie in den Fokus zu nehmen. "Millionen Beschäftigte sind täglich von Infektionen bedroht, weil Schutzmaßnahmen in Unternehmen nicht ausreichen, ohne Not Präsenzpflicht eingefordert wird oder Risiken durch die Anfahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mitgedacht werden", sagte Göring-Eckardt dem Tagesspiegel. "Beim Kampf gegen das Virus gehören Wirtschaft und Arbeitswelt ins Zentrum."

    08.55 Uhr: Bereits 1,8 Millionen Israelis geimpft

    Drei Wochen nach Beginn der Impfkampagne in Israel sind bereits 20 Prozent der Bürger gegen das Coronavirus geimpft worden. Gesundheitsminister Juli Edelstein teilte am Sonntag auf Twitter mit, rund 1,8 Millionen Israelis hätten die erste Impfdosis erhalten. Insgesamt hat das kleine Mittelmeerland mehr als neun Millionen Einwohner. Am Sonntag begann die Impfung des medizinischen Personals mit der zweiten Dosis. Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (71) hatte am Samstagabend seine zweite Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Die Regierung will bis Ende März alle Bewohner des Landes impfen, die älter als 16 Jahre sind.

    Nach Medienberichten hat Israel eine Vereinbarung mit dem Hersteller Pfizer geschlossen, die dies ermöglichen soll. Insgesamt solle Israel zehn Millionen Dosen des Pfizer-Biontech-Impfstoffs erhalten. Israel werde das erste Land sein, das die Corona-Krise hinter sich lasse, sagte Netanjahu. Es solle als Modell-Land für die rasche Impfung eines ganzen Staates dienen. Im Gegenzug sollen dem Unternehmen Impfdaten zur Verfügung gestellt werden.

    07.45 Uhr: Grüne: Drei Monate Jobauszeit mit Lohnersatz für Pflege

    Die Grünen fordern einem Medienbericht zufolge mehr Unterstützung für Arbeitnehmer, die sich in der Corona-Pandemie verstärkt um pflegebedürftige Angehörige zu Hause kümmern. Dazu solle pflegenden Angehörigen ermöglicht werden, "drei Monate bei Lohnersatz freigestellt zu werden, ähnlich wie beim Elterngeld, damit sie ihre Erwerbstätigkeit nicht aufgeben müssen", zitieren die Zeitungen der Funke-Mediengruppe aus Auszügen eines Strategiepapiers des Grünen-Vorstands.

    07.41 Uhr: Juso-Chefin Rosenthal: Studenten als zusätzliche Lehrer einstellen

    Die neue Juso-Chefin Jessica Rosenthal hat vorgeschlagen, Lehramtsstudentinnen und -studenten in der Corona-Krise als zusätzliche Lehrer einzusetzen. So könnten kleinere Lerngruppen gebildet und die Infektionsgefahr verringert werden, sagte die 28-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. "Wir können die Studierenden einstellen, die ja sowieso oft gerade ihre Nebenjobs verloren haben." Bund und Länder sollten Hotels und Messegelände anmieten und die Klassen aufteilen. Zuletzt war kontrovers diskutiert worden, ob es in einigen Schulen oder zumindest ausgewählten Klassen trotz der hohen Infektionszahlen wieder Präsenzunterricht vor Ort geben soll. Rosenthal forderte eine wissenschaftlich fundierte Prüfung, welche Infektionsgefahr von den neuen Virusmutationen in den Schulen ausgeht - und zwar vor dem 25. Januar, wenn Bund und Länder über weitere Maßnahmen entscheiden wollen.

    07.39 Uhr: Fusseln aus zu lange getragenen Masken problematisch

    Durch mehrfaches Tragen gealterte und zerfusselte Einwegmasken können unter Umständen zu gesundheitlichen Problemen führen. "Gealterte Einwegmasken können mehr Fasern freisetzen als neue Masken", sagte Robert Landsiedel, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft für Toxikologie (GT), der Deutschen Presse-Agentur. Die Fasern gelangten zwar in der Regel nicht in die tieferen Atemwege und könnten daher dort auch keine schädliche Wirkung entfalten. "Sie können jedoch möglicherweise die Haut, die Schleimhäute und die oberen Atemwege reizen." Die von vielen Menschen genutzten Einwegmasken bestehen zumeist aus mehreren Lagen von Mikrofasern aus Kunststoff, in der Regel Polypropylen.

    06.31 Uhr: Psychologin Lamberty: Kommunen im Kampf gegen Desinformation unterstützen

    Die Sozialpsychologin Pia Lamberty hat vor Desinformationskampagnen gegen die Corona-Impfungen gewarnt. Derzeit lasse sich etwa auf dem Messengerdienst Telegram beobachten, dass Gegner der Corona-Impfungen planten, mit Flyern gezielt Fehlinformationen zu verbreiten, sagte Lamberty dem Evangelischen Pressedienst. Gerade alte Menschen, die nicht die Möglichkeit hätten, sich im Internet selbst zu informieren, könnten dann ihre Bereitschaft verlieren, sich impfen zu lassen, wenn sie mit diesen Fehlinformationen in Kontakt kämen, befürchtet Lamberty. Diese Flyer enthielten Informationen, die im ersten Moment nicht als falsch enttarnt werden könnten. Anders als in den sozialen Medien, in denen Fake News markiert, mit Warnhinweisen versehen oder sogar gelöscht werden könnten, blieben Desinformationskampagnen mit Flyern oftmals unwidersprochen. Die Verbreitung von Desinformationen durch Impfgegner müsse frühzeitig unterbunden werden. Gerade Kommunen bräuchten dabei Hilfe und Unterstützung, sagte die Expertin für Verschwörungsideologien, die an der Mainzer Universität forscht. "Kommunen müssen sich mit diesem Problem frühzeitig auseinandersetzen, bevor die Corona-Impfungen in der Fläche beginnen." Studien zeigten, dass Menschen, die einmal mit impfkritischen Informationen in Kontakt gekommen seien, weniger bereit sind, sich impfen zu lassen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte bereits 2019 davor gewarnt, dass Impfgegner zur globalen Bedrohung würden, wenn durch die Verzögerung oder Vermeidung von Impfungen Krankheiten wie die Masern weltweit nicht ausgerottet werden könnten. Lamberty verwies darauf, dass es in der Nacht zu Freitag zu Randalen an einem Rostocker Impfzentrum gekommen war. Sie sehe auch die Gefahr, dass Anhänger von Verschwörungsideologien, die Angst vor einem Impfzwang haben, gewaltsam gegen die Impfzentren der Bundesländer vorgehen könnten.

    05.18 Uhr: RKI meldet fast 17.000 neue Fälle

    In Deutschland sind binnen eines Tages knapp 17.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 16.946 weitere Ansteckungsfälle registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland seit Pandemie-Beginn stieg damit auf 1.908.527.

    Nach Angaben des RKI wurden zudem 465 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 40.343. Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

    04.42 Uhr: Schärfere Corona-Regeln in weiteren Bundesländern

    In weiteren Bundesländern treten an diesem Sonntag schärfere Corona-Regeln in Kraft. Nachdem sie in Hamburg bereits seit Freitag gelten, ziehen nun Berlin, Niedersachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern nach. Weitere Bundesländer folgen am Montag.

    Bund und Länder hatten am Dienstag eine Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar mit verschärften Kontaktbeschränkungen beschlossen. Diese seien "leider erforderlich", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet der "Bild am Sonntag".

    04.16 Uhr: Neue Fälle erreichen in Mexiko Höchstwert

    Mexiko verzeichnet offiziellen Angaben zufolge binnen Tagesfrist einen Höchstwert von 16.105 bestätigten Neuinfektionen. Das Gesundheitsministerium meldet weitere 1135 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt haben sich demnach in dem lateinamerikanischen Land 1.524.036 Menschen mit dem Virus infiziert, 133.204 sind gestorben. Die Dunkelziffer der Infizierten und Todesfälle falle mangels umfassender Tests erheblich höher aus, erklärt das Ministerium.

    03.50 Uhr: Twitter entfernt Beitrag von Chamenei

    Der US-Online-Dienst Twitter hat einen Beitrag von Irans geistlichem Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei entfernt, in dem dieser Corona-Impfstoffe aus den USA und Großbritannien als "nicht vertrauenswürdig" bezeichnet hatte. Der Tweet Chameneis habe gegen die Unternehmensrichtlinien zum Umgang mit Falschinformationen über die Corona-Pandemie verstoßen und sei deshalb gelöscht worden, sagte ein Twitter-Sprecher.

    03.42 Uhr: Kuba will Corona-Impfstoff im Iran testen

    Kuba will seinen Corona-Impfstoff Soberana 02 zum Teil im Iran testen. Vertreter beider Länder unterzeichneten in Havanna ein entsprechendes Abkommen, teilte das kubanische Außenministerium mit. Der Impfstoff soll nun in Phase III der klinischen Tests an einer größeren Zahl von Menschen erprobt werden.

    In Kuba haben sich bislang nur recht wenige Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, was eine Überprüfung der Wirksamkeit eines Impfstoffes schwierig macht. Der Iran liegt hingegen mit fast 1,3 Millionen nachgewiesenen Infektionen weltweit an 15. Stelle.

    02.35 Uhr: Festnahmen nach Corona-Protesten in Dänemark

    Nach gewaltsamen Protesten gegen die Corona-Maßnahmen hat die dänische Polizei neun Menschen festgenommen. In der Hauptstadt Kopenhagen habe es vier Festnahmen gegeben, in Aalborg fünf, teilte die Polizei mit.

    Mehrere der Demonstranten waren den Ermittlern demnach bereits aus dem "Hooligan-Umfeld" bekannt. Sechs der Festgenommenen wurden den Angaben zufolge Verstöße gegen die Regeln zur Nutzung von Feuerwerkskörpern vorgeworfen. Zwei Menschen sollen Gewalt gegen Polizisten angewandt haben, ein weiterer soll den Anweisungen der Beamten nicht gefolgt sein.

    00.19 Uhr: Söder warnt vor Querdenkern

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor einer Radikalisierung der sogenannten Querdenker-Szene gewarnt. "Auch wenn die Umfragewerte der AfD sinken, besteht die Gefahr, dass sich aus ihrem Umfeld heraus in Deutschland ein Corona-Mob oder eine Art Corona-RAF bilden könnte, die zunehmend aggressiver und sogar gewalttätig werden könnte", sagte Söder im Interview mit der "Welt am Sonntag". Söder äußerte sich mit Blick auf die Ereignisse in den USA, wo am vergangenen Mittwoch radikale Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump gewaltsam den Parlamentssitz gestürmt hatten. Der Vorfall sei eine "Schande für die führende Demokratie der westlichen Welt", sagte der bayerische Ministerpräsident.

    "Aus bösen Gedanken werden böse Worte und irgendwann auch böse Taten", warnte Söder. "Deswegen müssen wir auch in Deutschland nicht nur die Sicherheitsmaßnahmen für die demokratischen Institutionen verbessern, sondern grundlegend die sektenähnliche Bewegung der 'Querdenker' und anderer vergleichbarer Gruppierungen in den Blick nehmen." Es bestehe die Gefahr, dass sich "aus größeren Bewegungen kleine Protestgruppen entwickeln, die am Ende einen radikalen Kern bilden, der zu einer Terrorzelle werden kann".

    Um die Impfbereitschaft in Deutschland zu erhöhen, empfahl Söder, dass sich "auch Vorbilder des öffentlichen Lebens impfen lassen" sollten. "Damit erkennen die Menschen: Der Impfstoff ist sicher." Söder sprach sich zudem dafür aus, Ende Januar den Deutschen Ethikrat zu bitten, sich zum Impfen zu äußern.

    Mehr zu "Söder warnt vor Radikalisierung von Corona-Gegnern"

    Samstag, 09. Januar 2021

    21.44 Uhr: Berliner sollen laut Gesundheitssenatorin Impfstoff wählen können

    Impfwillige in Berlin sollen laut Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) wählen können, mit welchem Impfstoff sie gegen Corona immunisiert werden wollen. "Der Bürger, die Bürgerin sollen die Freiheit haben, sich entscheiden zu können, mit welchen Impfstoff sie geimpft werden wollen", sagte Kalayci nach einem Bericht der RBB-Abendschau bei einem Probelauf in einem Impfzentrum. Die Verteilung der Impfstoffe sei nach den derzeitigen Planungen an die Impfzentren gekoppelt.Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte zuvor gesagt, wer vom Staat eine Impfung gegen Covid-19 angeboten bekommt, wird sich den verabreichten Impfstoff vorerst nicht aussuchen können. Eine solche Auswahl zu treffen, sei aufgrund der derzeit noch herrschenden Knappheit "im Moment und auch absehbar" nicht möglich.

    21.40 Uhr: Indien startet in einer Woche Massen-Impfungen

    Indien beginnt am kommenden Samstag mit Massen-Impfungen gegen das neuartige Coronavirus. Bis Ende Juli sollten insgesamt 300 Millionen Menschen das Vakzin kostenlos erhalten, teilte Regierungschef Narendra Modi am Samstag mit. In Indien leben 1,3 Milliarden Menschen.

    Vor einer Woche hatten die indischen Behörden zwei Corona-Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilt. Das Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Impfstoff des indischen Unternehmens Bharat Biotech wurden für den "eingeschränkten Gebrauch" zugelassen.

    20.15 Uhr: Schweizer Ski-Klassiker droht offenbar Absage

    Wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen droht dem alpinen Ski-Klassiker im schweizerischen Wengen am kommenden Wochenende eine Absage. Das deutete der Herren-Rennchef Markus Waldner an. Der Verantwortliche des Weltverbandes Fis sagte laut Medienberichten, dass in Wengen aktuell viele Covid-19-Fälle zu verzeichnen seien.

    Außerdem seien über Weihnachten englische Touristen in dem Ort gewesen, es bestehe also die Gefahr, dass das mutierte Coronavirus in der Schweiz auftreten könne. Das berichteten unter anderem die Nachrichtenagentur APA und die "Berner Zeitung".

    20.07 Uhr: Netanjahu erhält zweite Corona-Impfung

    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat seine zweite Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Der 71-Jährige bekam die Spritze am Samstagabend gemeinsam mit Gesundheitsminister Juli Edelstein im Scheba-Krankenhaus bei Tel Aviv verabreicht. Die Impfung wurde auf dem Youtube-Kanal des Regierungschefs übertragen.

    Netanjahu hatte die erste Spritze am 19. Dezember erhalten. Dies markierte den Auftakt der Impfkampagne in dem Land. Seither gelang es, mehr als 1,7 Millionen Menschen zu impfen.

    20.05 Uhr: Mehr als eine halbe Million Impfungen in Deutschland erfasst

    Seit dem Beginn der Impfkampagne Ende Dezember sind in Deutschland mehr als eine halbe Million Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Bis Samstagvormittag wurden 532.878 Impfungen am Robert Koch-Institut erfasst, wie aus einer RKI-Statistik vom Samstag (Stand: 11 Uhr) hervorgeht. Im Vergleich zum Vortag ist die Zahl der gemeldeten Impfungen demnach um mehr als 50.000 gestiegen.

    19.40 Uhr: Papst hat Termin für Corona-Impfung

    Papst Franziskus hat bestätigt, dass er sich gegen das Coronavirus impfen lassen wird. Den Termin dafür habe er, sagte das 84-jährige Kirchenoberhaupt in einem am Samstag vorab veröffentlichten Interview mit Mediaset, das am Sonntag gesendet werden sollte. Der Vatikan hat bereits bekanntgegeben gehabt, dass die Impfungen gegen Covid-19 in dem Kirchenstaat in der kommenden Woche beginnen sollen.

    Der Vatikan hat den katholischen Gläubigen versichert, dass eine Impfung mit einem Vakzin, für dessen Forschung Zellen vom Gewebe abgetriebener Föten verwendet worden seien, "moralisch akzeptabel" sei. Im Vatikan hat es bisher 27 bestätigte Coronavirus-Fälle gegeben.

    19.07 Uhr: Sorge in Frankreich wegen mutierter Corona-Variante

    In weiteren französischen Départements ist die abendliche Ausgangssperre wegen der Corona-Situation auf 18 Uhr vorgezogen worden. Dazu zählen etwa die an Deutschland grenzenden Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin sowie Vaucluse, Alpes-de-Haute-Provence oder Bouches-du-Rhône. Sorge bereitet den Behörden vor allem die in Großbritannien verstärkt aufgetretene mutierte Form des Coronavirus. So wurde in Bouches-du-Rhône an der Mittelmeerküste ein Cluster entdeckt, das auf eine Familie zurückgeht. In Bagneux bei Paris gab es am Samstag eine großangelegte Testaktion, nachdem die mutierte Form dort aufgetreten war.

    17.49 Uhr: Mehr als 80.000 Corona-Tote in Großbritannien

    In Großbritannien sind inzwischen mehr als 80.000 Menschen gestorben, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Das teilte die Regierung in London mit. Seit dem Vortag wurden 1.035 neue Todesfälle gemeldet. Die tatsächliche Zahl dürfte aber noch höher sein. Laut Totenschein starben in dem Land bislang bereits rund 95.000 Menschen mit oder an der Krankheit Covid-19. Die Zahl der Infektionen seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Frühjahr beträgt in Großbritannien inzwischen mehr als drei Millionen, nachdem am Samstag knapp 60.000 weitere Fälle gemeldet wurden. Die zweite Pandemiewelle wütet in Großbritannien noch heftiger als die erste im Frühjahr des vergangenen Jahres. Verantwortlich dafür machen die Regierung und Experten auch eine neue, etwa 70 Prozent ansteckendere Variante.

    16.46 Uhr: 3.512 Menschen in Bayern neu mit Coronavirus infiziert

    In Bayern haben sich 3.512 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Samstag (Stand: 8.00 Uhr) mit. Die Zahl der Infizierten lag demnach bei 351 843. Zudem wurden 145 neue Todesfälle gemeldet. In Bayern gab es binnen einer Woche damit 150,10 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Von Montag an gelten für Corona-Hotspots verschärfte Regelungen. In Landkreisen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sollen sich Menschen ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer vom Wohnort entfernen. Dieser Wert wurde am Samstag von rund 20 Kommunen überschritten, darunter die Städte Landshut, Passau und Nürnberg und die Landkreise Rottal-Inn, Deggendorf, Regen, Bayreuth, Roth oder Coburg.

    16.15 Uhr: Queen lässt sich gegen Corona impfen

    Die britische Königin Elizabeth und ihr Ehemann Philip haben sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilt der Buckingham-Palast mit. Elizabeth ist 94 Jahre alt, Philip 99 Jahre. Nach Angaben einer Quelle aus dem Umfeld des Königshauses impfte ein Hausarzt die beiden im Schloss Windsor. Bislang sind in Großbritannien nach Angaben der Regierung rund 1,5 Millionen Menschen gegen Covid-19 geimpft worden. Das Tempo der Impfkampagne soll jedoch deutlich beschleunigt werden. Ziel ist es, bis Mitte Februar den besonders gefährdeten 15 Millionen Briten eine erste Impfung anzubieten.

    16.04 Uhr: Hausärzte fordern Lockerungen für Corona-Geimpfte

    Der Deutsche Hausärzteverband hat Lockerungen der Corona-bedingten Einschränkungen für alle Geimpften gefordert, sofern diese nach der Immunisierung nicht mehr ansteckend sind. "Die Menschen wollen zu Recht jedenfalls dann von den Vorteilen des Impfens profitieren dürfen, wenn diese Impfungen tatsächlich nicht nur vor Erkrankung schützen, sondern auch die Übertragung des Virus verhindern", sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND). Man könne beispielsweise einer 85-Jährigen, die seit Monaten ihr Pflegeheim weder verlassen, noch dort Besuch empfangen könne, kaum erklären, dass sie trotz einer Impfung weiterhin das Heim nicht verlassen oder ihre Familie sehen dürfe, sagte Weigeldt: "Wollen wir dieser Frau ernsthaft zumuten, dass sie sich aus Rücksicht auf die Ungeimpften weiterhin selbst einsperrt?" Es sei nicht angemessen, in diesem Zusammenhang von einer Spaltung der Gesellschaft oder einer Privilegierung der Geimpften zu sprechen. Schließlich stelle die Impfung lediglich die normalen Lebensmöglichkeiten wieder her, betonte der Mediziner. "Die Politik muss den Geimpften zubilligen, diese Möglichkeiten auch wieder wahrzunehmen. Nur so lässt sich die Akzeptanz der Maßnahmen sicherstellen."

    15.48 Uhr: Grüne wollen Homeoffice auch mit Bußgeldern für Unternehmen durchsetzen

    Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt fordert ein Recht auf Homeoffice für Arbeitnehmer samt Bußgeldern für uneinsichtige Firmen. "Wir brauchen eine Corona-Arbeitsschutzverordnung, die Unternehmen verpflichtet, überall dort, wo es möglich ist, Homeoffice jetzt auch anzubieten", sagte Göring-Eckardt der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Wo Arbeitgeber uneinsichtig seien und ohne Grund Präsenz am Arbeitsplatz einforderten, müsse «"it Bußgeldern Druck gemacht" werden. Die Bundesregierung habe eine klare Verantwortung und die rechtliche Möglichkeit, bundeseinheitliche Regeln zu erlassen.

    14.21 Uhr: Mehr als 500.000 Impfungen in Italien

    Italien hat die Schwelle von einer halben Million Corona-Impfungen überschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag wurden landesweit knapp 505.000 Impfdosen an rund 290 Standorten gespritzt. Das Personal im Gesundheitsbereich bekam demnach die meisten Impfungen.

    Die süditalienische Region Kampanien mit der Hauptstadt Neapel verabreichte mit etwa 75 Prozent die meisten ihr zur Verfügung gestellten Dosen. Nach absoluten Zahlen wurden in der Region Latium mit Rom die meisten Spritzen verabreicht (rund 56.300). Rund 60 Prozent der Geimpften waren Frauen. Seit Ende Dezember hat Italien knapp 918 500 Impfdosen erhalten. "Ich denke, wir sind noch am Anfang und die Dosen, die wir zur Verfügung haben, sind noch klar begrenzt", sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

    13.05 Uhr: Patientenschützer fordern mehr Tempo bei zusätzlichen Schnelltests in Altenpflege

    Die Stiftung Patientenschutz hat an die Politik appelliert, nach den jüngsten Corona-Beschlüssen schnell für regelmäßigere Coronatests in der Altenpflege zu sorgen. "Zusätzliche tägliche Schnelltests für Pflegebedürftige, Personal und Angehörige sind ein effizientes Mittel, die unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu verhindern", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch am Samstag. Dafür solle nach den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen nun Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sorgen, forderte er. Bund und Länder hatten sich am Dienstag neben einer Verlängerung und teilweisen Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auch darauf verständigt, für Alten- und Pflegeheime "besondere Schutzmaßnahmen" zu treffen.

    Brysch sieht bei den Kosten den Bund in der Pflicht und kritisierte, dass es andernfalls fraglich sei, ob es gelingen könne, rasch 30.000 Testhelfer zu finden. "Dem Ministerium sind wohl 18 Euro für Personal und Organisation pro Test zu viel", kritisierte er. "Dabei zahlen heute schon Testwillige bis zu 80 Euro in privaten Testzentren oder Arztpraxen." Der "Bild"-Zeitung vom Samstag sagte Brysch, Pflegeheimbewohner brächten "die größten Opfer" in der Pandemie. "Einsamkeit, Leiden und Tod sind allgegenwärtig."

    12.15 Uhr: Söder fordert längeren Lockdown

    Bayerns Ministerpräsident Söder fordert einen längeren Lockdown. Auf dem digitalen Neujahrsempfang der CDU Nordrhein-Westfalens sagte Söder, der aktuelle müsse verlängert, an einigen Stellen auch noch vertieft werden. Es sei nicht seriös, jetzt zu sagen, im Februar sei alles vorbei. Die Pandemie werde das Land noch Monate beschäftigen. Söder warnt vor allem vor der Gefahr, dass sich Virus-Mutationen ausbreiten. Die Auszahlung der Finanzhilfen des Bundes an die von der Corona-Krise betroffenen Firmen kritisierte Söder als zu schleppend. Die Geschwindigkeit der Verwaltung sei in Deutschland zu langsam, sagt er mit Blick auf die von Bundeswirtschafts- und Finanzministerium beschlossenen Entschädigungen für Umsatzausfälle etwa für die Gastronomie.10.50 Uhr: Merkel verspricht mehr Tempo beim Impfen

    Angesichts des langsam angelaufenen Impfens gegen das Corona-Virus hat Kanzlerin Angela Merkel versichert, dass das Tempo nun zunehmen werde. Man werde in Deutschland genügend Impfstoff für alle verfügbar haben, sagte sie in ihrem Podcast. Man werde Monat für Monat mehr Menschen und schließlich jedem, der das möchte, ein Impfangebot machen können. Sie hoffe, möglichst viele würden es dann auch annehmen.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Dauer der Corona-Maßnahmen auch von deren Umsetzung abhängig gemacht. Je konsequenter man heute sei, desto schneller werde man den Zustand der Kontrolle wiederherstellen können.

    10.05 Uhr: Japan prüft Ausweitung des Notstands

    Die japanische Regierung erwägt die Ausweitung des bereits für Tokio geltenden Notstands auf weitere Großstädte. Die Lage unter anderem in Osaka und Kyoto sei ernst, sagt Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura. Die westlich der Hauptstadt gelegenen Städte hätten die Verhängung des Notstands beantragt. Dieser gilt bereits seit Donnerstag für Tokio und drei benachbarte Präfekturen. In der Hauptstadt wurden am Samstag den dritten Tag in Folge mehr als 2.000 Neuinfektionen gemeldet, wie der öffentlich-rechtliche Sender NHK berichtet.

    08.50 Uhr: Reiserückkehrer müssen sich auf stärkere Kontrollen einstellen

    Kontrolliert wird mit stichprobenartigen Schleierfahndungskontrollen sowie an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen, kündigte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann an. Dort sollen möglichst alle Einreisenden einer Infektionsschutzkontrolle unterzogen werden. Der CSU-Politiker appellierte an alle Reiserückkehrer, sich möglichst schon 48 Stunden vor ihrer Einreise auf eine Infektion hin testen zu lassen - auch wenn es nach derzeitiger Regelungslage ausreicht, innerhalb von 48 Stunden nach der Einreise aus einem Corona-Risikogebiet einen negativen Corona-Test vorzuweisen und das Ergebnis innerhalb von drei Tagen dem Gesundheitsamt vorzulegen. Für Einreisende aus Risikogebieten gilt eine Quarantänepflicht. Sie müssen sich unmittelbar nach der Anreise in die eigene Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft begeben. Frühestens nach fünf Tagen kann die Quarantäne durch einen negativen Test beendet werden. Ausnahmeregelungen, zum Beispiel für Berufspendler oder Durchreisende, bleiben den Angaben nach unberührt. Reisende, die sich in einem Risikogebiet aufhalten, müssen vor ihrer Einreise nach Deutschland eine Digitale Einreiseanmeldung ausfüllen.

    05.45 Uhr: RKI meldet 24.694 Corona-Neuinfektionen und 1.083 neue Todesfälle

    Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 24.694 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1.083 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekanntgab. Der Höchststand von 1.188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

    Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

    05.14 Uhr: Neuer Höchststand bei Corona-Infektionen in den USA

    In den USA ist ein neuer Höchststand bei der Zahl der Corona-Infektionen verzeichnet worden. Wie aus einer Zählung der in Baltimore ansässigen Johns Hopkins University hervorging, wurden binnen 24 Stunden fast 290.000 neue Ansteckungen ermittelt. Mehr als 3.670 Menschen starben im selben Zeitraum im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die USA sind das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt.

    03:30 Uhr: Städtetag fordert mehr Tempo bei Impfungen

    Der Deutsche Städtetag hat Bund und Länder zu mehr Tempo bei den Corona-Impfungen aufgefordert. Städtetagspräsident Burkhard Jung sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Derzeit impfen überwiegend mobile Teams in Pflege- und Altenheimen. Das ist wichtig. Dadurch stehen aber die Impfzentren überwiegend leer. Hier muss die Impfkampagne zügig an Fahrt gewinnen." Die Menschen setzten große Hoffnungen in rasche flächendeckende Impfungen. Sie dürften nicht enttäuscht werden.

    02.33 Uhr: Handwerk fordert höhere und schnellere Staatshilfen

    Das deutsche Handwerk appelliert an die Bundesregierung, die Staatshilfen für Betriebe in der Corona-Krise schneller auszuzahlen, nochmals zu erhöhen und weiter zu entbürokratisieren. "Das Geld aus den November-, Dezemberhilfen und der Überbrückungshilfe III muss endlich fließen, und zwar nach Vorschriften, die nachvollziehbar und eindeutig sind", sagt Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer der Zeitung "Rheinische Post". Die Abschlagszahlungen seien zwar von 10.000 auf maximal 50.000 Euro pro Antrag erhöht worden. "Aber sie bleiben auf höchstens 50 Prozent des insgesamt beantragten Zuschusses begrenzt. Das reicht in sehr vielen Fällen nicht aus – auch deshalb nicht, weil die gesamte Novemberhilfe erst ab dem 10. Januar ausgezahlt werden soll".

    Freitag, 08. Januar 2021

    23.55 Uhr: Mehr als acht Millionen Corona-Fälle in Brasilien

    Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 52.035 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 8,013 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 962 auf 201.460 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

    23.40 Uhr: Macron spricht mit Merkel und von der Leyen über EU-Impfstrategie

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die europäische Corona-Impfstrategie verteidigt. Der Präsident und die Kanzlerin seien entschlossen, diese Strategie des Erwerbs von Impfstoffen innerhalb eines europäischen Rahmens und auf der Grundlage eines robusten und fairen Zuteilungsmechanismus zu verfolgen, hieß es am Freitagabend aus dem Élyséepalast nach einem Gespräch zwischen Macron und Merkel. Mit der Stärke des Kollektivs könne man ein vielfältiges und sicheres Portfolio an Impfstoffen in erheblichen Mengen und zu besseren Preisen aushandeln. Diese Punkte habe Macron auch im Gespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitagabend angesprochen, die diese Haltung teile. In den beiden Gesprächen seien die Bedeutung und Relevanz der europäischen Impfstoff-Einkaufsstrategie betont worden. Die europäische Koordination müsse sowohl Impfstoffbestellungen als auch Produktionsstandorte in Europa umfassen, so der Élysée weiter.

    23.25 Uhr: Weltweit mehr als 88 Millionen Infizierte und 1,9 Millionen Tote

    Weltweit haben sich über 88,18 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind 1,902 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 21,49 Millionen Infektionen und 365.145 Todesfällen. Unterdessen meldet die US-Seuchenbehörde CDC, sie habe eigenen Angaben zufolge bislang mehr 6,7 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 22,1 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

    22.05 Uhr: Kreis Mecklenburgische Seenplatte verhängt Einreisesperre

    Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verschärft noch einmal die Corona-Schutzmaßnahmen. Nachdem bereits eine Ausgangs- und Mobilitätsbeschränkung verfügt wurde, wird das Kreisgebiet für Auswärtige von Montag an gesperrt. Menschen aus anderen Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns und aus anderen Bundesländern dürfen das Gebiet zu touristischen Zwecken nicht mehr betreten. Das teilte Vize-Landrat Kai Seiferth am Abend im NDR mit. Die Regelung schließe Einkaufstouren ein. Mecklenburg-Vorpommern hatte lange Zeit vergleichsweise geringe Corona-Infektionszahlen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert ist in dem Kreis im Südosten des Bundeslandes aber inzwischen auf deutlich über 200 gestiegen. Der verschärfte Corona-Lockdown mit neuen Kontaktbeschränkungen soll in Mecklenburg-Vorpommern bereits von Sonntag an gelten.

    21.00 Uhr: Irans Führer blockt Einfuhr von Impfstoff aus USA und Großbritannien

    Irans oberster Führer hat die Einfuhr von US-amerikanischen und britischen Corona-Impfstoffen ins Land verboten. "Wenn diese Impfstoffe wirksam gewesen wären, hätten unter anderem die Amerikaner nicht Tausende von Corona-Toten am Tag", sagte Ajatollah Chamenei am Freitag im Staatsfernsehen. Der Iran dürfe kein Testlabor für unsichere Impfstoffe werden. Hintergrund des Verbots könnte die über 40-jährige politische Feindseligkeit zwischen dem Iran und den USA sein. Der Iran zieht es vor, soweit es möglich ist, auf amerikanische Produktionen zu verzichten. Der Rote Halbmond sagte daraufhin umgehend die Bestellungen für 150.000 Impfdosen von Biontech und Pfizer ab. Impfstoff-Importe aus "sicheren Orten" seien dagegen kein Problem, so der Kleriker, der laut iranischer Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat.

    20.55 Uhr: Sachsen beschließt Lockdown bis 7. Februar

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzt Sachsen auf einen Lockdown bis zum 7. Februar und geht damit über die Festlegungen der Bund-Länder-Schalte hinaus. Dort war von einer Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar die Rede. Demnach bleiben Kitas und Schulen im Freistaat bis zum 7. Februar weitgehend geschlossen. Kontakte werden eingeschränkt, allerdings will Sachsen Ausnahmen für die Kinderbetreuung ermöglichen. Das beschloss das Kabinett am Freitag in Dresden. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach von weiterhin "besorgniserregenden Zahlen" im Freistaat. Die neue Verordnung gilt ab dem 11. Januar.

    20.50 Uhr: Zahl der Arbeitslosen in den USA im Dezember leicht gestiegen

    In den USA sind im Dezember 140 000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Es war der erste Rückschlag am Arbeitsmarkt seit April. Die Arbeitslosenquote verharrte damit im Dezember unverändert bei 6,7 Prozent, wie die US-Regierung am Donnerstag mitteilte. Der Rückgang spiegle den Anstieg der Corona-Infektionen und der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wider, hieß es. Im November war die Verlangsamung des Aufschwungs in der weltgrößten Volkswirtschaft bereits erkennbar gewesen, die Arbeitslosenquote war nur noch leicht um 0,2 Prozentpunkte gesunken. Ende Dezember bezogen mehr als 19 Millionen Menschen eine Form von Arbeitslosenhilfe. Ein Jahr zuvor waren es nur 1,8 Millionen Menschen. Die anhaltende Corona-Pandemie hat die USA in eine schwere Krise gestürzt. Vor deren Zuspitzung im März lag die Arbeitslosenquote noch bei 3,5 Prozent, dem niedrigsten Wert seit Jahrzehnten.

    20.40 Uhr: Tausende neue Gräber werden wegen Corona angelegt

    Um einen Zusammenbruch des Bestattungswesens angesichts eines neuen Anstiegs der Corona-Fälle zu verhindern, will die brasilianische Amazonas-Metropole Manaus 22 000 vertikale Gräber ausheben. Die Konstruktion würde "in den kommenden Tagen" beginnen, sagte David Almeida, Bürgermeister der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, dem regionalen Fernsehsender "Bom Dia Amazônia" am Freitag. "Wir müssen den Platz, den wir haben, ausnutzen und werden den Tarumã-Friedhof vertikalisieren." Der Cemitério do Tarumã ist einer der Friedhöfe, auf denen in Brasilien während der ersten Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 Massengräber angelegt wurden.

    20.25 Uhr: Libanon meldet Höchststand bei täglichen Corona-Neuinfektionen

    Die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Infektionen ist im Libanon auf einen Höchststand gestiegen. Das Gesundheitsministerium in Beirut meldete am Freitag 5.440 neue Fälle. Mit rund sechs Millionen Einwohnern im Libanon entspräche das rechnerisch rund 70.000 Fällen in Deutschland. Insgesamt hat das Land am Mittelmeer seit Beginn der Pandemie mehr als 210.000 Corona-Fälle registriert. Erst am Donnerstag hatte im Libanon wegen hoher Infektionszahlen ein neuer Lockdown begonnen. Bis Ende dieses Monats gilt unter anderem täglich von 18.00 Uhr Ortszeit (17.00 MEZ) an eine Ausgangssperre bis zum nächsten Morgen. Gesundheitsminister Hamad Hassan erklärte, die Pandemie habe ein gefährliches Ausmaß erreicht. Kliniken klagen über einen Mangel an freien Betten auf den Intensivstationen.

    20.15 Uhr: Zweite Dosis des Corona-Impfstoffes nicht aufschieben

    Der Abstand zwischen der ersten und zweiten Corona-Impfung soll nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut (RKI) nicht vergrößert werden. Das teilte die Stiko in einer Aktualisierung ihrer Impfempfehlung am Freitag mit. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte die Behörde prüfen lassen, ob ein solches Vorgehen sinnvoll ist, um mit den derzeit begrenzten Impfstoff-Mengen möglichst schnell möglichst viele Menschen impfen zu können. Hintergrund ist, dass ein gewisser Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bereits nach der ersten Impfung gegeben ist.

    20.05 Uhr: US-Leichtathletik-Verband sagt Hallen-Meisterschaften wegen Corona ab

    Die Leichtathleten der USA werden in diesem Winter keine Hallen-Meister ermitteln. Die für den 20. und 21. Februar in Albuquerque (New Mexico) geplanten Titelkämpfe wurden wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt, teilte der US-Leichtathletik-Verband (USATF) am Freitag via Twitter mit. Aus dem gleichen Grund finden auch keine Mehrkampf-Meisterschaften unter dem Dach statt. Zuvor hatte schon der Weltverband World Athletics die vom März 2020 auf den 19. bis 21. März 2021 verschobenen Hallen-Weltmeisterschaften im chinesischen Nanjing wegen der Corona-Krise abgesagt. Die Titelkämpfe sollen nun 2023 nachgeholt werden. Die deutschen Hallen-Meisterschaften sind am 20. und 21. Februar in Dortmund vorgesehen.

    19.50 Uhr: Dänemark beschränkt Reiseverkehr in und aus allen Ländern der Welt

    Dänemark verschärft seine Einreisebeschränkungen für alle Länder der Welt. Von jeglichen Reisen ins Ausland wird den Dänen wegen Sorgen vor mutierten Varianten des Coronavirus sowie der Corona-Lage weltweit nunmehr abgeraten, darunter auch Dienstreisen. Das gab Außenminister Jeppe Kofod am Freitagnachmittag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt. Die Botschaft sei ganz klar, dass man nicht ausreisen solle. Dänen im Ausland müssten sich nicht beeilen, ins Land zurückzukehren. Zugleich werden nur noch Personen ins Land gelassen, die einen triftigen Grund dafür haben und einen negativen, maximal 24 Stunden alten Corona-Test vorweisen können, wie Justizminister Nick Hækkerup sagte. Als triftige Gründe gelten etwa Besuche naher Angehöriger. Andere bislang als ausreichend betrachtete Gründe - etwa ein Studium oder Au-pair-Aufenthalt - werden vorübergehend gestrichen. Für Einwohner der Grenzregionen in Deutschland und Schweden sowie den Warentransport und Transitverkehr sollen laut Hækkerup Ausnahmen gelten.

    19.35 Uhr: Ältere Bürger in Sachsen sollen öffentlichen Nahverkehr meiden

    Die sächsische Regierung hat angesichts hoher Corona-Infektionszahlen ältere Bürger gebeten, den öffentlichen Nahverkehr wenn möglich zu meiden. Gesundheitsministerin Petra Köpping und Wirtschaftsminister Martin Dulig (beide SPD) sprachen am Freitagabend nach einer Kabinettssitzung von einer dringlichen Empfehlung. Nach Angaben von Dulig sind Busse und Bahnen wegen der Pandemie sachsenweit derzeit im Schnitt zu 40 Prozent ausgelastet. Die Verkehrsunternehmen wurden ersucht, die Taktung der Fahrzeuge gerade während der Rush Hour nicht zu minimieren.

    19.25 Uhr: Erstmals hochansteckende Virus-Mutation in Berlin festgestellt

    In Berlin ist erstmals die hochansteckende Virus-Mutation festgestellt worden. Die infizierte Person habe sich in Großbritannien aufgehalten und sei mittlerweile wieder genesen, teilt die Senatsverwaltung mit. Es werde dem Verdacht nachgegangen, dass sie vor ihrer Isolierung mit zwei Menschen Kontakt gehabt haben könnte.

    19.10 Uhr: Berliner Senat kippt geplante Wiedereinführung von Präsenzunterricht

    Berlin verzichtet vorerst auf die urprünglich am kommenden Montag für einige Klassenstufen geplante Wiedereinführung des Präsenzunterrichtes. "Wir gehen damit auf die vielfach geäußerten Sorgen an Schulen ein", erklärt Bildungsenatorin Sandra Scheeres. Es werde keine Anwesenheitspflicht in Schulen vor dem 25. Januar geben

    19.05 Uhr: Spahn bittet offenbar Pharmaindustrie um Hilfe bei Impfaktion

    Angesichts der anhaltenden Engpässe bei Versorgung mit Corona-Impfstoff hat das Bundesgesundheitsministerium von Jens Spahn (CDU) mehreren Medienberichten zufolge die Pharmaindustrie um Hilfe gebeten. Dabei geht es demnach um eine mögliche Ausweitung von Produktionskapazitäten, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland sowie die "Welt" übereinstimmend berichteten. Begründet wurde dies mit der angespannten pandemischen Lage. "Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir mitteilen könnten, ob es in Ihrem Verband Unternehmen gibt, die zu einer Erhöhung der Produktion von COVID-19-Impfstoffen beitragen können oder sich bereits hierum bemühen", heißt es den Berichten zufolge in dem Schreiben von Gesundheits-Staatssekretär Thomas Steffen an den Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller, den Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie und weitere Branchenverbände. Gebeten wurde demnach um "kurzfristige Rückmeldung", denn es sei wichtig, schnell "gemeinsam tätig zu werden".

    18.50 Uhr: Im Norden kein automatisches Bewegungslimit in Corona-Hotspots

    In Schleswig-Holstein tritt in Hotspots mit besonders vielen Corona-Infektionen nicht automatisch eine Bewegungseinschränkung in Kraft. Dies machte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Freitag in Kiel deutlich. Bund und Länder hatten eine Begrenzung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer für den Fall beschlossen, dass in einer Region über 200 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100 000 Einwohner gemeldet wurden. Diese Regel wird laut Garg in den Maßnahmenkatalog eines bestehenden Erlasses aufgenommen, der für Kreise und kreisfreie Städte mit entsprechend hohen Werten vorgesehen ist.

    18.40 Uhr: Biden will Corona-Impfstoff an mehr Leute bringen

    Der gewählte US-Präsident Joe Biden will den verfügbaren Impfstoff im Land an mehr Leute bringen. Die Verteilung müsse beschleunigt werden, teilte sein Büro am Freitag mit. Biden sei dafür, die dem Land zur Verfügung stehenden Impfdosen sofort zu verteilen und mehr Menschen zu impfen. Die scheidende Regierung müsse aufhören, Impfstoff für die nötigen zweiten Dosen zurückzuhalten. Für einen vollen Impfschutz der Mittel von Pfizer/Biontech und Moderna sind jeweils zwei Spritzen im Abstand von etwa drei Wochen nötig. Daher ist der Ansatz der Regierung von US-Präsident Donald Trump, einen Teil der gelieferten Dosen nicht auf den Markt zu geben, so dass bereits einmal Geimpfte auch die zweite Dosis bekommen können.

    18.30 Uhr: Juventus-Verteidiger De Ligt mit positivem Corona-Test

    Der italienische Fußball-Rekordmeister Juventus Turin muss vorerst auf seinen Innenverteidiger Matthijs De Ligt verzichten. Der Niederländer habe sich mit dem Coronavirus infiziert und bereits in Isolation begeben, teilte Juve am Freitag mit. Weitere Informationen gab es zunächst nicht. Bereits zuvor hatten einige Turin-Profis mit einer Corona-Infektion zu kämpfen. Unter anderem der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo und sein Sturmpartner Paulo Dybala waren ausgefallen.18.20 Uhr: Spanien verzeichnet höchsten Tagesanstieg bei Infektionen seit Oktober

    In Spanien wird mit 25.456 weiteren Fällen die höchste Infektionszahl binnen eines Tages seit Oktober registriert. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen steigt damit auf 2.050.360.

    18.10 Uhr: Griechenland verlängert Lockdown

    In Griechenland werden die Corona-Einschränkungen vorerst um eine Woche verlängert. Sie sollten am Montag enden, laufen nun aber bis mindestens zum 18. Januar. Begründet wird die Entscheidung mit der Angst vor einer dritten Infektionswelle. Nach den leichten Lockerungen über die Weihnachtsfeiertage sei ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen verzeichnet worden, teilte die griechische Gesundheitsbehörde am Freitag im Staatsfernsehen mit. Allerdings werde man ab Montag zumindest Kitas, Grundschulen und Sonderschulen wieder öffnen. Andere Einschränkungen, die seit Anfang November gelten, bleiben demnach bestehen. So sind die meisten Geschäfte geschlossen. Aus dem Haus darf nur, wer zuvor eine entsprechende SMS an den Zivilschutz gesendet hat. Erlaubt sind unter anderem der Weg zur Arbeit, Arztbesuche, Lebensmitteleinkäufe, sportliche Betätigung oder auch der Spaziergang mit dem Hund. Verboten ist den Menschen hingegen, ohne triftigen Grund die Region zu verlassen, in der sie wohnen.

    18.00 Uhr: Neuer Plan für schrittweise Schulöffnung in Berlin

    Die umstrittenen Pläne zur schrittweisen Öffnung der Berliner Schulen trotz Corona-Lockdowns sind teilweise vom Tisch. Das schulisch angeleitete Lernen zu Hause für Schüler der Klassen 1 bis 9 sowie für einige höhere Klassenstufen werde bis 25. Januar verlängert, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Koalitionskreisen. Für die Abschlussklassen 10, 12 und 13 an Gymnasien und Sekundarschulen sollen indes ab kommender Woche Präsenzangebote in kleinen Gruppen möglich sein. Ob Wechselunterricht mit Lernen zu Hause und in der Schule angeboten wird, sollen die jeweiligen Schulen und Elternvertreter selbst entscheiden. Bisher war der Plan, ab 11. Januar für abschlussrelevante Jahrgänge generell wieder Wechselunterricht in kleinen Gruppen anzubieten. Bereits eine Woche später - am 18. Januar - sollten Grundschüler der Klassen 1 bis 3 folgen.

    17.50 Uhr: Polizei kontrolliert verstärkt Reiserückkehrer

    Reiserückkehrer aus dem Ausland werden am Wochenende von Grenz- und Bundespolizei verstärkt kontrolliert. Das teilte Innenminister Joachim Herrmann am Freitag mit. Der Fokus liege dabei auf der Einhaltung der Infektionsschutzbestimmungen. Kontrolliert werde mit stichprobenartigen Schleierfahndungskontrollen sowie an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen. Dort sollen möglichst alle Einreisenden einer Infektionsschutzkontrolle unterzogen werden. Herrmann appellierte an alle Reiserückkehrer, sich möglichst schon 48 Stunden vor ihrer Einreise auf eine Infektion hin testen zu lassen - auch wenn es nach derzeitiger Regelungslage ausreicht, innerhalb von 48 Stunden nach der Einreise aus einem Corona-Risikogebiet einen negativen Corona-Test vorzuweisen und das Ergebnis innerhalb von drei Tagen dem Gesundheitsamt vorzulegen.

    17.39 Uhr: Moderna-Impfstoff wird ab Dienstag auch nach Bayern geliefert

    Bayern soll bis Ende Februar knapp 167 000 Impfdosen des zweiten in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffs erhalten. Dies geht aus einer Aufstellung hervor, die die Verteilung des Impfstoffs des US-Herstellers Moderna in Deutschland auflistet.

    Die EU-Kommission hatte den Moderna-Impfstoff am Mittwoch zugelassen. Ab der kommenden Woche steht dieser Impfstoff auch in Bayern zur Verfügung. Die Länder sollten die erste Lieferung des Präparats am Dienstag erhalten, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin erklärte.

    Bayern stehen aus dieser Lieferung zunächst 9.600 Dosen zu. In den kommenden sechs Wochen sind dann weitere drei Lieferungen größerer Mengen von Moderna geplant.

    17.15 Uhr: Holetschek: Rund 112.000 neue Impfdosen angekommen

    Eine neue Lieferung mit Corona-Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer ist in Bayern angekommen. Das hat der neue bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek mitgeteilt. "Wir haben heute nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eine Charge mit rund 112.000 Impfdosen erhalten. Das sind sogar 5.000 mehr, als wir ursprünglich erwartet haben. Der Impfstoff wird nun so schnell wie möglich nach einem Bevölkerungsschlüssel an die Impfzentren im Freistaat verteilt."

    Holetschek ergänzte: "Die Lieferung kommt zur rechten Zeit. Denn wir haben unseren bisherigen Bestand längst verteilt. Insgesamt haben wir damit seit Ende Dezember rund 316.000 Dosen des Impfstoffs erhalten. Stand 8. Januar wurden seit Ende Dezember in Bayern 92.786 Impfungen vorgenommen."

    Künftig sollen wöchentlich Impfstoff-Lieferungen in Bayern eintreffen. Der Impfstoff wird dann regelmäßig an die Impfzentren verteilt werden. Der neue Gesundheitsminister betonte: "Wir haben unsere Impf-Kapazitäten noch lange nicht ausgeschöpft. Derzeit wird der Impfstoff vor allem über die Mobilen Teams in den Alten- und Pflegeheimen eingesetzt. Wir benötigen regelmäßig mehr Impfstoff, damit wir auch sukzessive mehr Termine in den Impfzentren vergeben können. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich zu impfen und gegen das Virus zu schützen. Denn nur durch die Impfungen können wir das Virus langfristig und dauerhaft bekämpfen.“

    16.40 Uhr: 7-Tage-Inzidenzwert im Berchtesgadener Land steigt auf 325

    Das Landratsamt in Bad Reichenhall meldete am Nachmittag einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 325 und fordert in einer Mitteilung dringend dazu auf, von Tagesausflügen in den Landkreis abzusehen. Um hohe Besucherzahlen an touristischen Hotspots zu vermeiden, werde die Polizei in den kommenden Tagen vermehrt an den Grenzübergängen, Zufahrtstraßen und Ausflugszielen im Landkreis Schwerpunktkontrollen durchführen. Daher sei auf allen Zufahrtstraßen des Landkreises mit hohen Wartezeiten und Staus zu rechnen.

    Landrat Bernhard Kern betont, dass Besucher aus den Nachbarlandkreisen grundsätzlich gerne gesehen seien, "nur bitte nicht, während das Infektionsgeschehen so hoch ist." Er bittet um Verständnis für die seiner Ansicht nach dringend notwendigen Maßnahmen. Auch die Bundespolizei habe dem Landrat zufolge angekündigt, die Zahl der Einsatzkräfte an den Grenzen zum Salzburger Land in den kommenden Tagen deutlich zu verstärken. Kontrolliert wird nicht nur an der A8 am Walserberg sondern auch an den kleinen Grenzübergängen im Landkreis.

    16.10 Uhr: EU-Behörde EMA könnte bis Ende Januar über AstraZeneca-Impfstoff entscheiden

    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA könnte bis Ende Januar über die Zulassung des Impfstoffes des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca entscheiden. Es werde erwartet, dass AstraZeneca kommende Woche eine bedingte Marktzulassung beantragen werde, teilte die Behörde am Freitag auf Twitter mit. Abhängig von den vorliegenden Daten und deren Auswertung könne der Prozess dann Ende Januar abgeschlossen werden.

    Die EMA mit Sitz in Amsterdam hat bisher die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und dem US-Unternehmen Moderna für den europäischen Markt zugelassen. Großbritannien hatte für den AstraZeneca-Impfstoff, der gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt wurde, Ende 2020 als erstes Land der Welt eine Genehmigung erteilt.

    Der Impfstoff ist etwas weniger wirksam als die neuartigen mRNA-Wirkstoffe von Biontech/Pfizer sowie Moderna. Dafür ist er einfacher zu nutzen, da er sich bei normalen Kühlschranktemperaturen lagern lässt.

    Das Vakzin ist mit zwei Euro pro Dosis zudem deutlich billiger als die anderen bisher in der EU zugelassenen Präparate. Nach versehentlich von einer belgischen Regierungsvertreterin veröffentlichten Informationen ist das Moderna-Mittel mit 18 Dollar (14,66 Euro) pro Dosis am teuersten. Der Impfstoff von Biontech und Pfizer liegt demnach bei zwölf Euro pro Dosis.

    15.35 Uhr: Londoner Bürgermeister warnt vor Kollaps

    Wegen der dramatischen Situation in den Krankenhäusern von London hat der Bürgermeister der britischen Hauptstadt vor einem Kollaps des Gesundheitssystems gewarnt. Angesichts des drastischen Anstiegs der Infektionen drohten in den Kliniken die Betten auszugehen, erklärte Sadiq Khan am Freitag. "Die ungeschminkte Wahrheit ist, dass wir innerhalb weniger Wochen keine Betten mehr für Patienten haben, wenn die Virusausbreitung nicht drastisch gebremst wird."

    Wegen der dramatischen Situation rief Khan einen "major incident" aus - ein Großschadenereignis, das die öffentliche Sicherheit bedroht. Es handele sich um eine absolute Krisensituation, das Virus sei "außer Kontrolle", sagte Khan.

    Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz in der britischen Hauptstadt liegt inzwischen bei mehr als 1.000. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner gemeint. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten in London sei allein in der ersten Januarwoche um knapp ein Drittel, die Zahl der Intensivpatienten um mehr als 40 Prozent gestiegen, hieß es in der Mitteilung des Bürgermeisters. Experten machen dafür auch die neue, womöglich ansteckendere Virus-Variante verantwortlich.

    15.15 Uhr: In Bayern mehr als 15.000 Klinikärzte und Pfleger bereits geimpft

    In den bayerischen Kliniken haben sich mittlerweile mehr als 15.000 Mitarbeiter gegen den Covid-19-Erreger impfen lassen. Die Impfbereitschaft der Ärzte und Pfleger der Kliniken sei deutlich höher, als dies vor einigen Wochen angenommen worden sei, berichtete die Bayerische Krankenhausgesellschaft am Freitag in München.

    In den Kliniken gebe es "volle Anmeldelisten" für die Impfung des medizinischen Personals. "Eine erste grobe Schätzung der Impfbereitschaft von 50 bis 70 Prozent aus dem November 2020 dürfte aus heutiger Sicht spürbar überschritten werden können", betonte die Krankenhausgesellschaft.

    Nach Angaben der Gesellschaft wurden am Freitag rund 4 400 Corona-Patienten im Freistaat in Krankenhäusern behandelt. Etwa jeder fünfte davon liege auf einer Intensivstation.

    14.45 Uhr: Ex-Verfassungsrichter hält Impfregeln für verfassungswidrig

    Der Staatsrechtslehrer und ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio hält die derzeitige Impf-Regelung für verfassungswidrig. "Nach unserem Verfassungsverständnis muss das, was für die Grundrechte wesentlich ist, vom Parlament per Gesetz geregelt werden", sagte Di Fabio im Gespräch mit dem Magazin "Spiegel". Derzeit wird die Reihenfolge in einer Verordnung des Bundesgesundheitsministers geregelt.

    Wer nach dieser Verordnung noch auf absehbare Zeit nicht an der Reihe sei, könne verlangen, "dass er schon jetzt geimpft wird", erklärte Di Fabio, "und zwar mit der Begründung, dass die derzeitige Priorisierung verfassungswidrig ist, weil sie auf unzureichender rechtlicher Grundlage erfolgt".

    In einem solchen Gesetz sollte seiner Meinung nach auch geregelt werden, wer welchen Impfstoff bekomme, wenn es mehrere unterschiedliche gebe. Nötig seien womöglich auch "Antworten, was geschieht, wenn zu wenige sich impfen lassen wollen". Di Fabio schlägt vor, dass "Lockerungen für Immunisierte" gegebenenfalls "einen Anreiz bieten" könnten, sich impfen zu lassen.Di Fabio gehört dem Corona-Expertenrat des Landes Nordrhein-Westfalen an.

    14.12 Uhr: Bis zu sechs Wochen Zeit zwischen Impfungen mit Biontech-Vakzin

    Der Zeitraum zwischen der ersten und der zweiten Dosis des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer kann auf bis zu sechs Wochen ausgedehnt werden. Diese Richtlinie gab ein Expertenkomitee der Weltgesundheitsorganisation am Freitag bekannt. Die Strategische Beratungsgruppe aus Experten empfahl allerdings einen Zeitraum von 21 bis 28 Tagen zwischen den beiden Spritzen.

    Die WHO wies gleichzeitig darauf hin, dass der Impfstoff in vielen Ländern knapp und die Belastung durch die Krankheit hoch sei. Manche Staaten würden eine spätere Verabreichung der zweiten Dosis erwägen, um mehr Menschen schnell die erste geben zu können. Dieser "pragmatische Ansatz" könne als Reaktion auf die "außergewöhnlichen epidemiologischen Umstände" in Betracht gezogen werden, erklärte die Organisation. Ein verlängerter Zeitraum von 42 Tagen (sechs Wochen) zwischen den Impfdosen sei möglich.

    13.58 Uhr: In Stadt und Landkreis Rosenheim deutlich weniger Infektionen

    In Stadt und Landkreis Rosenheim gehen die Corona-Neuinfektionen deutlich zurück. Das Gesundheitsamt erkennt einen klaren Trend „für eine Abschwächung des Infektionsgeschehens in der Region“. Seit dem 1.1. wird der Wert der 7-Tage-Inzidenz kontinuierlich mit fallender Tendenz unterschritten. In der Stadt liegt er derzeit bei rund 130, im Landkreis bei rund 106. "Somit ist es in der Stadt und im Landkreis Rosenheim endlich zu einer richtungsweisenden Veränderung bei den Fallzahlen gekommen. Wir gehen davon aus, dass die harten Beschränkungsmaßnahmen der Staatsregierung Früchte zeigen", berichtet Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim.

    Infektionsübertragungen ereignen sich in der Region Rosenheim laut Gesundheitsamt weiterhin überwiegend im privaten Umfeld. Eine besondere Bedeutung hätten auch Ausbrüche in Einrichtungen wie Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen, heißt es. Vereinzelt komme es zu Superspreading-Ereignissen zum Beispiel durch private Feiern. Durch die gesunkenen täglichen Meldezahlen fällt es den Mitarbeiterinnen im Gesundheitsamt leichter, die Quelle einer Ansteckung zu ermitteln und die Infektionsketten nachzuverfolgen. Unterstützt wird das Personal dort weiterhin durch Soldaten der Bundeswehr und Polizeibeamte. Derzeit werden 155 COVID-19-Patientinnen und –Patienten in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt, 22 davon auf einer Intensivstation.

    13.56 Uhr: Moderna-Impfstoff soll am Dienstag ausgeliefert werden

    Die Corona-Impfungen mit dem zweiten in Europa zugelassenen Impfstoff, dem des US-Herstellers Moderna, können in der kommenden Woche in Deutschland beginnen. Die Länder sollten die erste Lieferung des Präparats am Dienstag erhalten, teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit.

    Die EU-Kommission hatte den Moderna-Impfstoff am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. An diesem Freitag wurden laut dem Sprecher wie geplant weitere rund 668.000 Dosen des Mittels der deutschen Firma Biontech und deren US-Partners Pfizer ausgeliefert.

    Von den mehr als 160 Millionen EU-weit bestellten Moderna-Dosen soll Deutschland über 50 Millionen erhalten. Im ersten Quartal sollen wegen der zunächst begrenzten Produktionskapazitäten nur knapp zwei Millionen Moderna-Dosen nach Deutschland kommen. Die gesamten 160 Millionen Dosen sollen nach Angaben der EU-Kommission bis September geliefert werden.

    13.45 Uhr: Bei Auslandseinsätzen 16 Soldaten mit Corona infiziert

    Bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr sind über den Jahreswechsel insgesamt 16 Soldaten positiv auf das Coronavirus getestet worden. «Die Kontaktpersonen wurden identifiziert und entsprechende Isolationsmaßnahmen getroffen", teilte das Einsatzführungskommando am Freitag weiter mit.

    Die größte Zahl an Infektionen gab es im deutschen Kontingent des UN-Einsatzes in Mali (Minusma), wo zehn Fälle nachgewiesen wurden, sowie beim EU-Einsatz EUTM in dem westafrikanischen Land (3 Fälle). Die Infizierten sollten zeitnah zur weiteren Behandlung ausgeflogen werden oder hatten das Einsatzgebiet bereits auf diesem Weg verlassen. Zwei Soldaten blieben in Quarantäne in Einsatzgebieten.

    Wegen der Corona-Pandemie sind die Einsätze weitgehend heruntergefahren worden und mit zusätzlichen Regeln belegt. Kontakte sind aber zu Verbündeten sowie zu zivilen Mitarbeitern nötig.

    13.30 Uhr: Bundesregierung erlässt strengere Vorschriften für Reisende aus Irland

    Wegen des verstärkten Auftretens der Virus-Mutationen in Irland fordert die Bundesregierung von Passagieren ab heute vor dem Abflug in dem EU-Land die Vorlage eines negativen Corona-Tests. Das teilt ein Sprecher des Verkehrsministeriums mit. Das Gesundheitsministerium weist darauf hin, das auch bei einem negativen Test die Quarantäneregeln gelten.

    12.45 Uhr: Sterbefälle in zweiter Dezemberwoche weit über Durchschnitt

    Die Zahl der Todesfälle in Deutschland hat in der Woche vom 7. bis 13. Dezember deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre gelegen. In der 50. Kalenderwoche starben vorläufigen Ergebnissen zufolge mindestens 22.897 Menschen, das sind 23 Prozent oder 4.289 mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Dies gehe aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor, die aktuell bis zur 50. Kalenderwoche zur Verfügung stünden.

    Besonders auffällig sei die Entwicklung weiterhin in Sachsen, das stark von Corona betroffen ist. In der 50. Kalenderwoche lag die Zahl dort 88 Prozent beziehungsweise 970 Fälle über dem Durchschnitt der Vorjahre, wie das Bundesamt mitteilte. Aus Brandenburg sei eine Zunahme um 34 Prozent (211 Fälle) und aus Thüringen um 35 Prozent (204 Fälle) gemeldet worden.

    12.15 Uhr: Mehr Impfdosen aus einem Biontechfläschchen

    Die europäische Arzneimittelagentur EMA erlaubt nach Angaben ein Sprecher des Gesundheitsministeriums ab sofort, dass aus einem Biotech-Impffläschchen sechs statt bisher fünf Impfdosen genommen werden können. Dies erhöhe die Zahl der zu verimpfenden Dosen erheblich, hieß es.

    12.00 Uhr: 90 Millionen Impfdosen von Biontech in diesem Jahr

    Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr mit mindestens 90 Millionen Impfdosen des Herstellers Biontech für Deutschland. Er rechne damit, dass die bisher vereinbarten 60 Millionen Impfdosen aus dem deutschen Anteil an EU-Verträgen sowie 30 Millionen aus einer bilateralen Zusatzvereinbarung noch in diesem Jahr ausgeliefert würden, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

    11:55 Uhr Niedersachsen rät derzeit von Hochzeiten ab

    Die niedersächsische Landesregierung rät angesichts der verschärften Corona-Infektionslage derzeit von Hochzeiten ab. "Wir bitten alle darum, wenn irgendwie möglich, in den nächsten Wochen von einer Hochzeit abzusehen", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag in Hannover. Standesamtliche und kirchliche Trauungen seien aber weiterhin möglich, allerdings unter strikter Beachtung der Kontaktbeschränkungen. Eine Feier mit vielen Gästen sei allerdings nicht möglich.

    11:55 Uhr Niedersachsen rät derzeit von Hochzeiten ab

    Die niedersächsische Landesregierung rät angesichts der verschärften Corona-Infektionslage derzeit von Hochzeiten ab. "Wir bitten alle darum, wenn irgendwie möglich, in den nächsten Wochen von einer Hochzeit abzusehen", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag in Hannover. Standesamtliche und kirchliche Trauungen seien aber weiterhin möglich, allerdings unter strikter Beachtung der Kontaktbeschränkungen. Eine Feier mit vielen Gästen sei allerdings nicht möglich.

    11.50 Uhr: Spahn: Auch Genesene sollen sich impfen lassen

    Gesundheitsminister Jens Spahn plädiert dafür, dass sich auch Genesene nach einer Corona-Infektion impfen lassen. Die Immunität durch eine Impfung sei nach Erkenntnissen der Wissenschaft deutlich höher als nach einer überstandenen Erkrankung, sagt er im SWR4-Radio. "Insofern macht es auch für Genese Sinn, sich impfen zu lassen", fügt er hinzu. Allerdings müssten sich diese Personen vielleicht nicht sofort impfen lassen.

    11.16 Uhr : Biologika-Impfstoff: Erste Prüfung nicht erfolgreich

    Der von dem Unternehmen IDT Biologika GmbH und dem Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) entwickelte potentielle Corona-Impfstoff hat die in ihn gesetzten Erwartungen in einer ersten klinischen Prüfung nicht erfüllt. Die Immunreaktionen lägen "in den vorläufigen Ergebnissen unter den Erwartungen", teilte das an der Entwicklung beteiligte Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf am Freitag mit. Die klinische Erprobung des Wirkstoffs werde ausgesetzt, um die Ursachen dafür zu finden.

    11.02 Uhr: Chinesische Millionenstädte abgeriegelt

    Nach dem größten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten in China ergreifen die Behörden strikte Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. In der betroffenen Provinz Hebei direkt vor den Toren der chinesischen Hauptstadt Peking wurde am Freitag außer der elf Millionen Einwohner zählenden Provinzhauptstadt Shijiazhuang auch die Sieben-Millionen-Metropole Xingtai abgeriegelt. Die Bewohner dürfen die beiden Städte ohne besondere Erlaubnis nicht mehr verlassen. Auch wurden Wohngebiete abgesperrt. Die Pekinger Stadtregierung untersagte alle größeren Versammlungen zum chinesischen Neujahrsfest, das am 12. Februar gefeiert wird.

    Die Zahl der Infektionen in Hebei soll auf rund 300 gestiegen sein, wie die örtliche Gesundheitskommission berichtete.

    10.40 Uhr: Laschet gegen Privilegien für Geimpfte

    NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ist gegen einen digitalen Impfpass, der Zugang zu kulturellen und anderen Veranstaltungen gewähren könnte. Eine Impfpflicht, auch eine indirekte, gefährde die Akzeptanz des Impfens, sagte Laschet der "Rheinischen Post". Nach Medienberichten plant Israel einen solchen "Grünen Pass" für Geimpfte, der unter anderem von der Quarantänepflicht befreien, den Besuch von Restaurants und öffentlichen Veranstaltungen sowie internationale Reisen ermöglichen soll. Laschet bezeichnete die Debatte über einen solchen Ausweis als "absurd". Man habe gerade Millionen Menschen, die sich impfen lassen wollten, aber es gebe noch nicht ausreichend Impfstoff in großen Mengen, erklärte der CDU-Politiker. "Lasst uns doch erst mal mit dem Impfen vorankommen", sagte Laschet. Wenn die Hälfte der Bevölkerung geimpft sei und sich Herdenimmunität einstelle, sei es gut - wenn nicht, müsse man "noch mal neu denken". Mit Blick auf Impfskeptiker auch unter Pflegekräften sagte Laschet, man müsse hierzulande auch sagen dürfen, dass man sich nicht impfen lassen will. "Wir können nur appellieren und erklären", so der Ministerpräsident.

    10.08 Uhr: Iran nutzt keine Impfstoffe aus den USA

    Der Iran untersagt die Einfuhr von amerikanischen und britischen Impfstoffen. "Wenn die Amerikaner in der Lage wären, einen Impfstoff zu produzieren, hätten sie nicht ein solches Coronavirus-Fiasko in ihrem eigenen Land", sagt das staatliche und geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei in einer Fernseh-Ansprache. Er habe seine Entscheidung über das Einfuhr-Verbot bereits der iranischen Regierung mitgeteilt und erkläre dies jetzt auch öffentlich.

    10.07 Uhr: Vertrag über mehr Biontech/Pfizer-Impfstoff steht

    Die EU-Kommission hat einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen. 75 Millionen Dosen davon sollten bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel.

    10.03 Uhr: Randale in Rostocker Impfzentrum

    Unbekannte Täter haben in einem Zelt vor dem Corona-Impfzentrum in Rostock randaliert. Nach Angaben der Polizei drangen sie in der Nacht zum Freitag in das Zelt ein und stießen zwei große mobile Heizgeräte um, die Warmluft in dem Zelt verbreiten sollen. Die Heizgeräte waren demnach noch nicht mit Diesel befüllt, weil das Impfzentrum erst in den kommenden Tagen in Betrieb genommen wird. Außerdem brachen die Täter Holzkisten auf und entwendeten Kleinteile, wie eine Polizeisprecherin sagte. Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen in dem Zelt der Bundeswehr, das vor dem eigentlichen Impfzentrum auf dem Rostocker Messegelände steht, Mitarbeiter der Impfteams vor dem täglichen Dienstbeginn einen Corona-Schnelltest machen.

    09.03 Uhr: WHO: Ärmste Länder bekommen bald erste Impfstoffe

    Die ärmsten Länder der Welt sollen zwischen Ende Januar und Mitte Februar die ersten Dosen des Corona-Impfstoffs erhalten. Die im Rahmen der Covax-Initiative beschafften Impfdosen sollen in den kommenden Wochen verteilt werden, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag ankündigte. Insgesamt habe Covax Zugang zu zwei Milliarden Dosen Impfstoff.Das internationale Covax-Programm, das von der WHO mit Unterstützung des Impfbündnisses Gavi ins Leben gerufen wurde, soll dabei helfen, einen gerechten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen zu gewährleisten. Covax hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des Jahres genügend Dosen bereitzustellen, um 20 Prozent der Bevölkerung in den an der Initiative teilnehmenden Ländern zu impfen. Die Finanzierung ist für die 92 ärmsten Staaten der Welt gesichert.

    08.17 Uhr: Weniger deutsche Exporte, fast gleich viele Importe

    Trotz schrittweiser Erholung zeichnet sich ein deutlicher Rückgang der deutschen Exporte im Corona-Jahr 2020 ab. Zwar stiegen die Ausfuhren im November im Vergleich zum Oktober um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Mit einem Volumen von 111,7 Milliarden Euro lagen sie aber 1,3 Prozent unter dem Vorjahresmonat. In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres sanken die Exporte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,3 Prozent auf 1103,9 Milliarden Euro.

    Der Branchenverband BGA rechnete zuletzt mit einem Exportrückgang von mindestens zwölf Prozent im Gesamtjahr. Im Jahr 2019 hatte Europas größte Volkswirtschaft noch Waren im Wert von mehr als 1,3 Billionen Euro exportiert.

    Zeitweilige Grenzschließungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr hatten das Geschäft mit "Made in Germany" ausgebremst. Die danach einsetzende Erholung konnte den Einbruch bislang nicht kompensieren.

    Die Einfuhren nach Deutschland sanken im Vergleich zum November 2019 um 0,1 Prozent auf 94,6 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vormonat ergab sich ein Plus von 4,7 Prozent.

    08.07 Uhr: 17 Mal Inzidenz über 200 in Bayern

    17 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern wären nach den Zahlen des Robert Koch-Institutes vom Freitag von der neu beschlossenen und ab Montag geltenden Beschränkung der Bewegungsfreiheit betroffen. Nach der Neuregelung dürfen Menschen sich nur noch 15 Kilometer weit von ihrem Wohnort wegbewegen, wenn die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen mehr als 200 beträgt.

    Den höchsten Wert in Bayern verzeichnete am Freitag der Landkreis Wunsiedel in Oberfranken mit 341,3, gefolgt von den Landkreisen Berchtesgadener Land (325,7) und Passau (275,1). Die oberfränkischen Kreise Kronach (200,8) und Bayreuth liegen gerade noch über der 200er-Grenze, die Landkreise Hof und Tirschenreuth knapp darunter. Die Werte können sich bis Montag aber ändern. Mit der Stadt Amberg und den Landkreisen Ostallgäu und Kaufbeuren lagen am Freitag drei Regionen bei einer Sieben-Tage Inzidenz von weniger als 50. Dies gilt als Zielmarke, damit die Gesundheitsämter wieder die Kontrolle über die Pandemie erlangen. Im Durchschnitt war die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag auf 136,5 gesunken.

    08.00 Uhr: Impfung der Ältesten: Bayern prüft Einsatz von Bussen

    In den ersten Bundesländern haben die Zentren zur Impfung gegen das Coronavirus geöffnet - vor allem auch für die Menschen über 80 Jahren. Menschen über 80 Jahren sollen vorrangig gegen das Coronavirus geimpft werden. Doch in manchen Bundesländern ist für diejenigen, die zu Hause leben, nicht einmal die Terminvergabe angelaufen. Die Bundesländer gehen dabei unterschiedlich vor.

    In Bayern ist die telefonische Terminvereinbarung für die Menschen über 80 angelaufen. Die Hochbetagten erhalten in einem Schreiben Informationen über die Impfung und die Terminvereinbarung. Wenn Impfberechtigte nicht mobil sind und nicht in einem Heim leben, können sie laut Regierung auch auf die mobilen Impfteams zurückgreifen. Bayern prüft den Einsatz von Impfbussen, die zu den Menschen fahren.

    07.18 Uhr: Regisseur Bohn erschüttert über Umgang mit Kulturbranche

    Tom Bohn, Regisseur und Direktor des Snowdance Independent Film Festival in Landsberg, zeigt sich besorgt um den Kulturbetrieb in Deutschland. Die politischen Entscheidungen in der Corona-Pandemie zeigten, "was den Verantwortlichen und unserer Gesellschaft wichtig ist, und was nicht. Die Kultur scheint es nicht zu sein", schreibt Bohn in einem Gastbeitrag für die "Welt". Die Kultur halte die Gesellschaft am Leben, betonte der Filmemacher: "Wer das nicht glaubt, sollte sich einmal fragen, wie er den ersten Lockdown ohne Musik, Bücher oder Filme überstanden hätte. Daher ist es pervers, wie sich eine Gesellschaft in einer Krise mit Werken am Leben hält, deren Quelle sie durch Unverständnis und Ignoranz gerade vernichtet." Es drohe ein "leises Sterben" in der Branche.

    07.04 Uhr: Japan: Olympische Spiele im Sommer angeblich nicht gefährdet

    Der neuerliche Ausnahmezustand gefährdet aus Sicht der Organisatoren nicht die Austragung der Olympischen Spiele in Tokio vom 23. Juli bis 8. August. "Diese Ausrufung des Notstands bietet die Möglichkeit, die COVID-19-Situation unter Kontrolle zu bringen und eine sichere Durchführung der Spiele in diesem Sommer zu planen. Wir werden entsprechend mit den erforderlichen Vorbereitungen fortfahren", hieß es am Freitag in einem Statement der Ausrichter. Der japanische Premierminister Yoshihide Suga hatte die am Freitag, den 8. Janua beginnende einmonatige Maßnahme für den Großraum Tokio verkündet, nachdem die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den letzten Tagen nach oben geschnellt war. Dennoch werde Japan "sichere und geschützte" Spiele ausrichten, versicherte Suga. Der erneute Ausnahmezustand nach dem im Frühjahr 2020 betrifft Tokio und die drei angrenzenden Regionen Chiba, Kanagawa und Saitama. Dieses Gebiet zählt fast 37 Millionen Einwohner und sorgt für ein Drittel des japanischen Bruttoinlandsprodukts. Wegen der Pandemie waren die Sommerspiele im vergangenen März um fast genau ein Jahr verschoben worden.

    06.30 Uhr: Erstmals mehr als 4000 Tote in den USA

    In den USA ist die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle erstmals über die Marke von 4000 gestiegen. Dies geht aus Daten des Covid Tracking Projects hervor. Demnach starben am Donnerstag 4033 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Zudem wurden 266 197 Neuinfektionen verzeichnet.05.25 Uhr: Fast 32.000 Neuinfektionen laut RKI

    In Deutschland steigt die Zahl der bestätigten Infektionen um 31.849 auf 1.866.887 Millionen, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um 1188 auf 38.795 zu.

    04.42 Uhr: Impfstoff laut Studie gegen Virus-Mutationen wirksam

    Der Impfstoff der Partner BioNTech und Pfizer scheint laut einer vom US-Arzneimittelhersteller durchgeführten Studie gegen die in Großbritannien und Südafrika entdeckten Virus-Varianten zu wirken. "Wir haben jetzt 16 verschiedene Mutationen getestet, von denen keine wirklich signifikante Auswirkungen hatte. Das sind die guten Nachrichten", sagt einer der führenden Wissenschaftler für virale Impfstoffe bei Pfizer. "Das heißt aber nicht, dass die 17. keine Auswirkungen haben wird." Die noch nicht von Fachleuten begutachtete Studie von Pfizer und Wissenschaftlern der medizinischen Abteilung der Universität Texas zeigt, dass der Impfstoff das Virus auch bei einer Veränderung am sogenannten Spike-Protein wirksam neutralisiere.

    04.16 Uhr: Bei Einreise nach Großbritannien negativer Corona-Test nötig

    Die britische Regierung schreibt ab der kommenden Woche für alle Einreisenden einen negativen Corona-Test vor. Dieser müsse binnen 72 Stunden vor der Abreise vorgenommen werden, hieß es in der Nacht aus London. Es gebe Ausnahmen, etwa für Kinder unter elf Jahren, Lastwagenfahrer und Airline-Besatzungen. Viele Gesundheitsexperten hatten die Londoner Regierung schon seit längerem zu dieser Maßnahme gedrängt, um Fälle eingeschleppter Infektionen zu verringern.

    00.01 Uhr: In Hamburg gelten nun bereits schärfere Regeln

    Als erstes Bundesland hat Hamburg um Mitternacht eine verschärfte Corona-Verordnung in Kraft gesetzt. Demnach müssen die Hamburger ab heute ihre Kontakte weiter einschränken. So dürfen Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer Person eines anderen Haushalts zusammentreffen. Bisher waren Kontakte auf fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten beschränkt.

    Donnerstag, der 7. Januar

    23.10 Uhr: Weltweit mehr als 87 Millionen Infizierte und fast 1,9 Millionen Tote

    Weltweit haben sich über 87,34 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind 1,888 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 21,22 Millionen Infektionen und 361.143 Todesfällen.

    22.17 Uhr: Netanjahu sagt über 16-Jährigen in Israel Impfung bis Ende März zu

    Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat allen Bürgern Israels ab 16 Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus bis spätestens Ende März zugesagt. Der Regierungschef verwies dabei am Donnerstagabend in einem kurzfristig einberaumten Statement auf eine Vereinbarung mit dem Hersteller Pfizer zur Lieferung von dafür ausreichenden Impfstoff. Das Vorhaben trägt Netanjahu zufolge den Namen "Rückkehr ins Leben". Der erste Impfstofftransport im Zuge des Vorhabens soll am Sonntag in dem Land eintreffen.

    Israel werde das erste Land sein, das die Corona-Krise hinter sich lasse, sagte Netanjahu. Israel solle als Modell-Land für die rasche Impfung eines ganzen Staates dienen. Im Gegenzug sollen dem Unternehmen demnach Impfdaten zur Verfügung gestellt werden.

    Die Impfkampagne auf freiwilliger Basis in Israel war knapp eine Woche vor Weihnachten gestartet. Seither erhielten nach offiziellen Angaben knapp 1,6 Millionen Menschen eine Impfung.

    21.50 Uhr: Deutschland bekommt jetzt über 60 Millionen Biontech-Dosen

    Deutschland wird über EU-Verträge nun mehr Impfdosen der Firma Biontech bekommen. War bisher von rund 55 Millionen Impfdosen ausgegangen worden, so rechnet das Gesundheitsministerium nun mit gut 60 Millionen Impfdosen. Grund dafür ist, dass nicht alle anderen EU-Partner den ihnen zustehenden Anteil abnehmen wollen. Zusammen mit den 30 Millionen Dosen aus bilateralen Vereinbarungen beziehe Deutschland nun rund 90 Millionen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministerium. "Die bilaterale Vereinbarung beeinflusst weder die Vertragsgestaltung der EU mit Biontech noch verzögert sie die Auslieferung des Impfstoffs an die Mitgliedstaaten", betonte er.

    20.10 Uhr: Vier Coronafälle vor Biathlon-Weltcup in Oberhof

    Vor dem Weltcup in Oberhof gibt es im Biathlon-Tross vier weitere Coronafälle. Wie der Weltverband IBU mitteilte, wurden ein Athlet aus Tschechien sowie Betreuer aus Norwegen, Russland und Kasachstan vor dem Start der Wettkämpfe positiv auf das Virus getestet. Die betroffenen Personen wurden bereits von ihren Mannschaften isoliert und für zehn Tage in Quarantäne geschickt. Im tschechischen Team muss neben dem Athleten noch ein weiterer Sportler für die Rennen in Oberhof passen. Er wurde von den lokalen Behörden als nähere Kontaktperson identifiziert und deshalb sogar für 14 Tage in Quarantäne geschickt. Insgesamt führte die IBU im Saisonverlauf bislang 5.700 Tests durch, die 22 positive Resultate hervorbrachten.

    20.03 Uhr: Frankreichs Grenze zu Großbritannien bleibt wegen Corona geschlossen

    Wegen der mutierten Variante des Coronavirus bleibt Frankreichs Grenze zu Großbritannien für Reisende auf Weiteres geschlossen. Diejenigen, die reisen dürfen, müssten automatisch einen Test vorlegen, wenn sie Frankreich betreten, sagte Premier Jean Castex am Donnerstagabend. Den Gesundheitsbehörden zufolge gibt es in Frankreich zwei Cluster der in Großbritannien verstärkt aufgetretenen mutierten Form des Coronavirus. Vor Weihnachten war es in der Grenzregion Kent zu Chaos gekommen, weil Frankreich die Grenze überraschend geschlossen hatte. Tausende von Fernfahren hatten tagelang in ihren Lastwagen ausharren müssen.

    19.18 Uhr: Erstmals neue Variante des Coronavirus in Sachsen nachgewiesen

    In Sachsen ist erstmals die neue Variante des Coronavirus aus Großbritannien nachgewiesen worden. Wie das Gesundheitsministerium des Landes am Donnerstag mitteilte, trat die Mutation bei einer Person aus Dresden auf, die aus Großbritannien zurückgekehrt war.

    Das Gesundheitsamt gehe nicht davon aus, dass die Gefahr einer weiteren Verbreitung bestehe, hieß es. Die betroffene Person habe sich nach der Ankunft in Dresden sofort in Quarantäne begeben. Die Virus-Variante sei durch ein stichprobenartiges Screening positiver Proben beim Robert Koch-Institut nachgewiesen worden.

    19.16 Uhr: Infektionszahl in Spanien steigt über Schwelle von zwei Millionen

    Spanien hat die Schwelle von zwei Millionen bestätigten Coronavirus-Fällen überschritten. Die Zahl der Ansteckungen sei seit Dienstag um 42.360 auf über 2,024 Millionen gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Am Mittwoch waren feiertagsbedingt keine Daten übermittelt worden. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöhte sich um 245 auf 51.675. Die Behörden in der nördlichen Region Kastilien und Leon kündigten an, Einkaufszentren und Fitnessstudios zu schließen, und verlängerten ein Verbot für nicht unbedingt notwendige überregionale Reisen bis Mai.

    19.05 Uhr: Saarland erlaubt Ausnahmen bei Kontaktbeschränkungen

    Das Saarland will bei den verschärften Corona-Bestimmungen mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen wie auch Berlin Härtefälle berücksichtigen. Das gaben Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und seine Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung bekannt, bei der Änderungen der Rechtsverordnung für Maßnahmen in der Corona-Pandemie beschlossen worden waren. Die verschärften Regeln gelten ab Montag bundesweit.

    So soll im Saarland eine wechselseitige Kinderbetreuung zwischen zwei festen Bezugshaushalten zulässig sein und auch, dass statt einem zwei Kinder zur Betreuung bei den Großeltern abgegeben werden dürfen. Außerdem können beispielsweise Tochter und Ehemann gemeinsam pflegebedürftige Eltern besuchen. Auch in Berlin soll es eine Ausnahmeregelung für Alleinerziehende geben.

    18.55 Uhr: Zwei Cluster von Mutationen in Frankreich nachgewiesen

    Die zuerst in Großbritannien entdeckte ansteckendere Variante des Coronavirus zirkuliert möglicherweise inzwischen auch in Frankreich. Insgesamt seien zwei "gefährliche Cluster" der Virusmutation in den Regionen Bretagne und Île-de-France entdeckt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit.

    Für den Cluster der Île-de-France lasse sich keinerlei Verbindung mit Großbritannien feststellen, hieß es in der Erklärung weiter. Die Person, die das Virus dort weitergeben habe, sei nicht in Großbritannien gewesen und habe auch keinen Kontakt zu Reisenden aus dem Vereinigten Königreich gehabt. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, seien bei beiden Clustern strikte Quarantänemaßnahmen ergriffen worden.

    Insgesamt wurden dem laut dem Ministerium 19 Infektionsfälle mit dem mutierten Virus registriert. Drei weitere Infektionen lassen sich demnach auf eine zweite Mutation zurückführen, die zuerst in Südafrika entdeckt wurde. Beide Varianten sind ersten Erkenntnissen zufolge deutlich ansteckender als die bisher bekannten Virusstämme. Es gibt jedoch keine Hinweise, dass sie für den Einzelnen gefährlicher wären.

    18.49 Uhr: Restaurants, Kinos und Museen bleiben im Januar in Frankreich geschlossen

    Frankreichs Regierungschef Jean Castex erklärt, Restaurants, Kinos und Museen würden den ganzen Januar geschlossen bleiben. Eine landesweite nächtliche Ausgangssperre werde mindestens bis zum 20. Januar gelten. Es sei zudem denkbar, dass die Skigebiete nicht während der Februar-Ferien geöffnet werden. Er könne nicht ausschließen, dass die Einschränkungen angesichts der Belastung der Krankenhäuser noch einmal verschärft würden, sagt Castex weiter.

    18.36 Uhr: Arthritismittel von Roche und Sanofi senken Sterblichkeit

    Einer Studie zufolge steigen die Überlebenschancen schwer erkrankter Covid-19-Patienten durch die Arthritismedikamente Actemra von Roche oder Kevzara von Sanofi. Die noch nicht begutachteten Ergebnisse der Studie des Imperial College London zeigten, dass sich die Sterblichkeitsrate dank der die körpereigene Abwehr unterdrückenden Arzneien um 8,5 Prozentpunkte reduzierte.

    18.21 Uhr: Umfrage: Impfbereitschaft in Deutschland nimmt zu

    Die Bereitschaft zur Impfung gegen das Coronavirus hat laut einer Umfrage in Deutschland zugenommen. In einer Befragung von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend von Anfang der Woche gaben 54 Prozent an, sich auf jeden Fall gegen das Coronavirus impfen lassen zu wollen - das waren 17 Prozentpunkte mehr als im November 2020. Weitere 21 Prozent sagten, sie wollten sich wahrscheinlich impfen lassen (minus 13 Prozentpunkte). Die Impfbereitschaft sei in allen Altersgruppen gewachsen, insbesondere aber bei den Menschen unter 65 Jahren. Nach wie vor zeigten sich jüngere Menschen gegenüber einer Corona-Impfung weniger offen als ältere.

    Rund 36 Prozent der Befragten bezeichneten das Tempo der begonnenen Corona-Impfungen als angemessen, mehr als die Hälfte (52 Prozent) empfinden es als zu langsam. 70 Prozent erklärten, es sei richtig gewesen, dass die EU-Länder die Impfstoffe gemeinsam bestellt haben. 26 Prozent halten das für falsch.

    17.44 Uhr: WHO alarmiert über mutiertes Coronavirus

    Angesichts der britischen Variante des Corona-Erregers in Europa hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Alarm geschlagen. Die Variante sei bereits in 22 von 53 Ländern der Region Europa entdeckt worden, warnte WHO-Direktor Hans Kluge am Donnerstag während einer Videokonferenz in Kopenhagen.

    Ohne verstärkte Anstrengungen, die Ausbreitung der neuen Variante zu verlangsamen, gerieten die Gesundheitssysteme noch weiter unter Druck. Die neue Variante, die erstmals in Großbritannien entdeckt wurde, berge eine höhere Ansteckungsgefahr als vorangegangene, erklärte der WHO-Regionaldirektor für Europa. Der mutierte Erreger verbreite sich in allen Altersklassen. Es sei davon auszugehen, dass die Variante die älteren Ausformungen verdrängen werde.

    Die neue Variante sei aber trotz stärkerem Ansteckungsrisiko nicht gefährlicher als die bereits vorher bekannten Typen. WHO-Mitarbeiter äußerten sich zuversichtlich, dass die bislang verfügbaren Impfstoffe auch gegen die neue Variante wirken.

    17.31 Uhr: Britischer Gesundheitsminister rechnet mit Tests und Impfungen bis 2022

    Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hält weitere Lockdowns in England für unwahrscheinlich. Er habe aber "absolut keine Zweifel", dass Tests und Impfstoffprogramme bis 2022 zum Alltag gehören werden.

    Es sei zudem ungewiss, wie lange die Immunität durch die Impfstoffe anhalte. Eine erneute Impfung sei möglicherweise alle sechs bis 12 Monate erforderlich.

    17.13 Uhr: Bayern soll am Freitag 107.250 Impfdosen bekommen

    Bayern soll am Freitag mehr als 107.250 weitere Impfdosen des Herstellers Biontech erhalten. In Bayern sind nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bis Mittwoch rund 90.000 Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft worden. Für die erforderliche zweite Impfung wird laut Gesundheitsministerium die Hälfte der knapp 210.000 gelieferten Impfdosen zurückgehalten.

    17.05 Uhr: Irischer Gesundheitsdienst sieht Anzeichen für sinkende Fallzahlen

    In Irland berichtet der Chef des nationalen Gesundheitsdienstes von Hinweisen darauf, dass die Coronavirus-Ausbreitung durch den verschärften Lockdown verlangsamt wird. Es gebe "erste Anzeichen einer sinkende Anzahl von Neuinfektionen", sagt Paul Reid auf einer Pressekonferenz. Auch die Kontakte würde reduziert.

    16.45 Uhr: Dreyer will keine Kontaktbeschränkungen für kleinere Kinder

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, Kinder bis einschließlich sechs Jahren von der Verschärfung der Kontaktbeschränkungen auszunehmen.

    Die am Dienstag von Bund und Ländern beschlossene Festlegung einer Kontaktbeschränkung auf einen Haushalt plus einer weiteren Person sei im Grundsatz richtig, erklärte Dreyer vor den Beratungen des Corona-Kabinetts über eine neue Landesverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Sie werde dem Ministerrat allerdings Ausnahmen vorschlagen. "Kinder bis sechs Jahre sollten davon ausgenommen sein, ebenso soll es Ausnahmen bei zwingenden Gründen für Kinderbetreuung oder die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen geben", sagte Dreyer. "Ich will für Rheinland-Pfalz eine Lösung, die Kontakte weiter reduziert und lebensnah ist."

    16.06 Uhr: Weltwirtschaftsforum verlegt Jahrestreffen in Singapur

    Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat sein Jahrestreffen 2021 in Singapur um einige Tage nach hinten verschoben. Das Treffen werde von 25. bis 28. Mai stattfinden, erklärte WEF-Direktor Adrian Monck ohne Angabe von Gründen. Ursprünglich war der Zeitraum 13. bis 16. Mai vorgesehen. Das WEF hatte den Anlass, bei dem sich jeweils Manager und Spitzenpolitiker im Januar im Schweizer Skiort Davos austauschten, wegen der hohen Coronavirus-Fallzahlen in der Alpenrepublik in den südostasiatischen Stadtstaat verlegt.

    15.52 Uhr: Zweiter Fall von britischer Mutation in Bayern bestätigt

    In Bayern gibt es einen zweiten nachgewiesenen Fall des mutierten Corona-Virus aus Großbritannien. Wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL in Erlangen mitteilte, war ein Reiserückkehrer aus Großbritannien am Flughafen München positiv auf das Sars-Cov2-Virus getestet worden. Das zuständige Labor an der Charité in Berlin habe inzwischen bestätigt, dass es sich um die britische Mutation des Virus handelt, so das LGL. Die betroffene Person habe sich sofort nach der Einreise in Quarantäne begeben. Diese konnte laut Landesamt inzwischen regulär beendet werden. Wie das LGL weiter mitteilte, steht bei einer dritten aus Großbritannien eingereisten und positiv getesteten Person das Labor-Ergebnis aus Berlin noch aus.

    Bei der britischen Mutation des Corona-Virus gibt es nach Angaben der Virologen Hinweise darauf, dass es sich um eine wesentlich ansteckendere Variante handelt.

    15.35 Uhr: Spanien: Tiefststand bei der Zahl der Verkehrstoten

    Der Lockdown in Spanien bringt die Zahl der Verkehrstoten auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1960. Durch das verringerte Verkehrsaufkommen seien im vergangenen Jahr 870 Menschen weniger in tödliche Autounfälle verwickelt gewesen als 2019, teilt das Innenministerium in Madrid mit. Von Mitte März bis Ende Juni verhängten die spanischen Behörden eine der strengsten Abriegelungen in Europa, da das Land zu den am stärksten betroffenen Ländern gehörte. Einschränkungen für den Tourismus aus dem Ausland während des Sommers reduzierten den Autoverkehr zusätzlich.

    15.07 Uhr: 3.529 Neuinfektionen und 102 Todesfälle in Bayern

    In Bayern sind seit gestern 3.529 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL in Erlangen mitgeteilt. Die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie steigt damit auf 344.668.

    In Bayern gab es in den vergangenen 24 Stunden 102 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt auf 7.500.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern aktuell bei 140,28. Bayernweit am höchsten ist der Inzidenzwert im Landkreis Wunsiedel mit 335,83. Den niedrigsten Wert hat die Stadt Amberg mit 40,28.

    14.01 Uhr: Südafrika kauft 1,5 Millionen Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs

    Südafrika hat die Einfuhr von 1,5 Millionen Dosen des von Astrazeneca mitentwickelten Corona-Impfstoffs angekündigt. Sie sollen den Beschäftigten des Gesundheitswesens verabreicht werden. Mit der Bekanntmachung des Gesundheitsministers Zwelini Mkhize vom Donnerstag kündigte Südafrika erstmals den Kauf von Impfstoff an. Das Serum Institute of India werde diesen Monat eine Million Dosen liefern und im Februar kämen zusätzlich 500.000 Dosen, sagte er.

    Das Land mit 60 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern vermeldete am Mittwochabend 21.832 neue bestätigte Corona-Fälle, so viele wie noch nie. In den vergangenen Tagen hatte Mkhize gesagt, er rechne damit, dass Südafrika von der internationalen Covax-Initiative Impfstoff zum Impfen eines Zehntels der Bevölkerung erhalten werde, mit Lieferbeginn im April.

    13.33 Uhr: Jeder Fünfte würde bei mehr Homeoffice umziehen

    Jeder fünfte Berufstätige (21 Prozent) würde sich einen neuen Wohnort suchen, wenn er in Zukunft größtenteils im Homeoffice arbeiten könnte, wie aus einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervorgeht. "Durch den dauerhaften Trend zum Homeoffice sind viele Berufstätige weniger stark auf einen Wohnort in der Nähe des Arbeitgebers angewiesen", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "In der Corona-Krise hat flexibles Arbeiten einen kräftigen Schub erfahren und wird auch nach der Pandemie die neue Normalität in der Arbeitswelt prägen."

    Am größten sei der Wunsch nach Umziehen - etwa ins Grüne und in größeren oder günstigeren Wohnraum - bei den jüngeren Berufstätigen. Unter den 16- bis 24-Jährigen erwägt demnach mehr als jeder Dritte einen Umzug. Bei älteren Berufstätigen zwischen 45 und 59 Jahren seien es nur 15 Prozent sowie bei Personen ab 60 Jahren elf Prozent.

    13.15 Uhr: EU-Kommission verweigert Parlament weiter Einsicht in Impfstoffverträge

    Die EU-Kommission verweigert dem Europaparlament weiterhin die Einsicht in die mit sechs Herstellern von Corona-Impfstoffen getroffenen Vereinbarungen. "Die Offenlegung jeglicher vertraulicher Informationen zu diesem Zeitpunkt würde die laufenden Verhandlungen mit den Unternehmen untergraben", sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Donnerstag bei einer Anhörung im parlamentarischen Haushaltskontrollausschuss.

    Die Mitgliedstaaten der EU hatten sich im Sommer darauf verständigt, die Kommission mit dem Aushandeln von Lieferverträgen mit Herstellern künftiger Corona-Impfstoffe zu beauftragen. Die Behörde traf seitdem Vereinbarungen mit Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca, Curevac, Johnson & Johnson und Sanofi. Vertragsdetails wie die Preise der einzelnen Vakzine und Fragen der Haftung bei Nebenwirkungen machte Brüssel unter Verweis auf Vertraulichkeitsklauseln nicht publik.

    Die Verhandlungen seien noch nicht beendet und "wir müssen dabei eine möglichst starke Position behalten", unterstrich Kyriakides. Eine Einsichtnahme für die Abgeordneten könne es erst nach Abschluss aller Verhandlungen geben.

    Die französische Grünen-Abgeordnete Michèle Rivasi reagierte ungehalten. Es müsse auch im Rahmen der Vertragsabsprachen möglich sein, die für die Bürger relevanten Passagen öffentlich zu machen. "Ich akzeptiere nicht, dass wir dafür das Ende der Verhandlungen abwarten müssen."

    Die Ausschuss-Vorsitzende Monika Hohlmeier (CSU) schloss sich dem. Das Parlament habe die Pflicht, "zu prüfen, inwiefern die Kommission hier die Gelder adäquat ausgibt". "Wir werden uns unter keinen Umständen damit zufrieden geben, dass Sie uns auf die lange Bank schieben", zumal die Preise der sechs Impfstoffe bereits bekannt seien. Eine belgische Regierungsvertreterin hatte die vertraulichen Informationen aus Versehen auf Twitter veröffentlicht.

    12.50 Uhr: So wenige Flüge über Deutschland wie Ende der 1980er Jahre

    Im deutschen Luftraum hat es im Corona-Jahr 2020 so wenige Flüge gegeben wie zuletzt Ende der 1980er Jahre. Rund 1,46 Millionen Starts, Landungen und Überflüge kontrollierte die Deutsche Flugsicherung (DFS) nach Angaben vom Donnerstag. Damit habe sich das Flugverkehrsaufkommen im Vergleich zum Vorjahr, als noch 3,33 Millionen Flugbewegungen gezählt wurden, mehr als halbiert.

    Vor allem der Passagierverkehr brach im vergangenen Jahr aufgrund von Reisebeschränkungen im Zuge der Pandemie ein. Geringere Rückgänge gab es nach DFS-Angaben bei der Luftfracht. "Flughäfen mit einem hohen Frachtanteil haben deshalb deutlich weniger Verkehrseinbußen", bilanzierte Mahns. Dies gelte vor allem für den Flughafen Leipzig/Halle. Dort habe die Zahl der Starts und Landungen nur um rund 18 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen.

    12.25 Uhr: SPD-Vize Kühnert kritisiert Gesundheitsminister Spahn

    SPD -Vize Kevin Kühnert hat die Impfstrategie von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kritisiert. Kühnert sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger", es dürfe kein "Schweigekartell" zu möglichen Versäumnissen und Pannen geben. "Über den Jahreswechsel wurde indirekt immer wieder der Eindruck erweckt, der teils schleppende Impfstart sei von den Ländern verursacht worden."

    Spahn habe gegenüber einzelnen Ländern "die exakten Lieferzusagen" zunächst nicht einhalten können, sagte Kühnert. Es sei deshalb nachvollziehbar, dass sich die Länder nicht den Schwarzen Peter zuschieben lassen wollen. Der stellvertretende SPD-Chef hielt Spahn vor, zu zögerlich bei der Bestellung von Impfstoff gewesen zu sein. "Wenn ich die Nadel im Heuhaufen noch nicht finden kann, sie aber dringend brauche, dann kaufe ich doch erstmal zur Sicherheit den Heuhaufen, und zwar komplett."

    Wegen des schleppenden Starts bei den Corona-Impfungen hatte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) einen vierseitigen Fragenkatalog erstellt, der für Ärger bei der Union gesorgt hat.

    12.00 Uhr: Schwerste Monate laut Merkel noch vor uns

    In der Corona-Pandemie ist aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch keine Entwarnung möglich. "Natürlich haben wir die schwersten Monate - das kann man glaube ich erahnen - der Pandemie noch vor uns", sagte Merkel am Donnerstag in Berlin bei der Klausurtagung der CSU-Abgeordneten im Bundestag. Dies sei jedoch "gepaart mit einem Stück Hoffnung" durch die inzwischen zur Verfügung stehenden Impfstoffe.

    Merkel sagte, gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Deutschland würden nach der Corona-Pandemie "eine noch größere Herausforderung" werden. "Es ist für mich auch die Voraussetzung dafür, dass die Fliehkräfte in unserem Lande nicht immer größer werden", betonte die Bundeskanzlerin.

    11.30 Uhr: Tschechien verlängert Lockdown-Maßnahmen bis 22. Januar

    Tschechien hat die bestehenden Lockdown-Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verlängert. Die höchste Corona-Warnstufe gilt vorerst bis zum 22. Januar. Weitere Verschärfungen seien nicht ausgeschlossen, sagte Gesundheitsminister Jan Blatny am Donnerstag in Prag. Derzeit dürfen sich maximal zwei Personen in der Öffentlichkeit treffen. Geschäfte des nicht-alltäglichen Bedarfs, Hotels, Restaurants und Kultureinrichtungen sind geschlossen. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre in der Zeit zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr morgens.

    Derweil meldete der EU-Mitgliedstaat den zweiten Tag in Folge einen Rekord bei den neuen Corona-Fällen. Die Behörden verzeichneten 17.668 Positiv-Tests innerhalb von 24 Stunden. Tschechien hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

    Das Impfprogramm läuft weiter nur schleppend an. Bis Mittwochabend wurde das Präparat der Firmen Biontech und Pfizer nach Angaben des Gesundheitsministeriums erst 19.918 Menschen verabreicht. In den sozialen Medien wächst daher die Kritik an der gemeinsamen EU-Einkaufspolitik. Tschechiens sozialdemokratischer Außenminister Tomas Petricek wies dies auf Twitter zurück: "Ohne die EU würden wir die Vakzinen viel später bekommen."

    11.00 Uhr: China meldet höchste Zahl an Neuinfektionen seit sechs Monaten

    Die Zahl der Neu-Erkrankungen an Covid-19 in China ist am Donnerstag auf den höchsten Stand seit sechs Monaten gestiegen. Zwar ist die von den Behörden vermeldete Zahl von 63 neuen Fällen sehr überschaubar, vor allem ein neuer Ausbruch in der an Peking angrenzenden Provinz Hebei beunruhigt aber die Experten.

    Von den 63 am Donnerstag neu gemeldeten Erkrankungsfällen entfielen 51 auf Hebei. Hinzu kamen 69 weitere positive Corona-Fälle, bei denen die Betroffenen aber keine Symptome zeigten. Wegen des neuen Ausbruchs haben die Behörden die Provinz-Hauptstadt Shijiazhuang abgeriegelt. Die Hauptzufahrtsstraßen zu der Millionenmetropole, darunter zehn Autobahnen, sind blockiert. In der Stadt sind zudem alle Schulen geschlossen.

    In China war vor gut einem Jahr das neuartige Coronavirus weltweit erstmals aufgetreten. Mit strikten Maßnahmen wie der Abriegelung ganzer Städte und Regionen sowie Massentests hatte das Land das Infektionsgeschehen bis zum Frühjahr unter Kontrolle gebracht. In den vergangenen Wochen gab es vereinzelt neue Ausbrüche in der Volksrepublik, so dass die Fallzahlen wieder stiegen.

    10.40 Uhr: Notstand über Großraum Tokio verhängt

    Japan hat wegen wieder stark gestiegener Corona-Neuinfektionen für den Großraum Tokio erneut den Notstand ausgerufen. Das gab Regierungschef Yoshihide Suga am Donnerstag bekannt. Ein Lockdown ist die ab Freitag bis 7. Februar geltende Maßnahme nicht: Die Bürger von Tokio sowie den angrenzenden Präfekturen Chiba, Saitama und Kanagawa sollen möglichst zu Hause bleiben und vor allem nicht nach 20.00 Uhr ausgehen. Restaurants und Bars sollen ab 19.00 Uhr keinen Alkohol ausschenken und schon um 20.00 Uhr schließen. Anders in anderen Ländern sieht der Notstand in Japan jedoch keine Strafen bei Zuwiderhandlungen vor.

    Wenige Monate vor den geplanten Olympischen Spielen in Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt am Donnerstag auf einen Rekord gestiegen. Erstmals wurden binnen eines Tages mehr als 2.000 Fälle registriert. Erst am Vortag war die Zahl erstmals über die Marke von 1.500 Fällen geklettert. Die Vorbereitungen für die Sommerspiele sollen fortgesetzt werden, hatte Suga zu Wochenbeginn gesagt.

    10.30 Uhr: Region Hof mit Impf-Hotline und Internet-Seite

    Seit 10 Uhr ist die Anmelde-Hotline und Internet-Seite für Impfungen in Stadt und Landkreis Hof freigeschaltet. Allerdings sind momentan nur Über-80-Jährige impfberechtigt. Das sind in der Region 12.485 Menschen. Sie können voraussichtlich ab Ende Januar im Impfzentrum geimpft werden. Die einzelnen Termine dafür werden allerdings erst festgelegt, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, teilte das Landratsamt Hof heute mit.

    Zuvor will das Gesundheitsamt die Impfbereitschaft erfassen. Das können die Senioren und Senioren ab heute mitteilen. Entweder über die Telefon-Hotline 09281/ 57-777 (täglich von 8 bis 17 Uhr), über die Internet-Seite oder per Post.

    Dazu bekommen alle 12.485 Personen, die 80 Jahre und älter sind, in den nächsten Tagen einen persönlichen Brief – mit allen Infos rund um die Impfung, den Ablauf und auch ein vorbereitetes Antwort-Schreiben. Erst danach meldet sich das Impfzentrum dann telefonisch und vergibt die Termine für die erste und zweite Impfung, heißt es in einer Pressemitteilung des Hofer Landratsamts.

    10.25 Uhr: In Deutschland rund 800 Kinder mit Corona im Krankenhaus behandelt

    Dem Dresdner Kinderarzt und Infektiologen Reinhard Berner zufolge wurden in Deutschland von März bis Ende Dezember etwa 800 Kinder mit dem Coronavirus in Krankenhäusern behandelt. Das geht demnach aus dem Register der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie hervor. Der Spezialist für Infektionskrankheiten bei Kindern bewertete diese Zahl als "enorm wenig", wenn man sie auf die Gesamtzahl der 14 Millionen Kinder und Jugendlichen in Deutschland beziehe.

    Berner hatte sich in der großen Expertenrunde am Montagabend, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die Regierungschefs der Länder und Bundesminister zu weiteren Corona-Maßnahmen beriet, gegen eine weitere Schließung von Schulen und Kitas ausgesprochen. Kinder seien weniger empfänglich für Infektionen. "Und wenn insbesondere junge Kinder mit Coronavirus infiziert sind, das ist ausreichend gut belegt, kommt es seltener zu einer Weitergabe der Infektion", sagte Berner.

    10.15 Uhr: Erneuter Corona-Ausbruch in Mallersdorfer Seniorenheim – trotz Besuchsverbot

    In einem Seniorenheim in Mallersdorf im Landkreis Straubing-Bogen, ist es erneut zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Wie ein Sprecher des Landratsamtes mitteilt, wurden bei einer Reihentestung neun Bewohner und drei Mitarbeiter positiv bestätigt. Insgesamt sind in der Einrichtung damit 25 Bewohner und 12 Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt.

    Die Reihentestung war bereits die dritte ihrer Art, schon vor einigen Wochen waren mehrere Bewohner und Pflegekräfte erkrankt. Wie es zu dem erneuten Ausbruch kommen konnte, ist laut dem Sprecher unklar. Seit dem ersten Ausbruch gibt es ein striktes Besuchsverbot sowie ein Hygienekonzept.

    10.10 Uhr: Impfstart in Regensburg: Teils positive Bilanz - teils größere Schwierigkeiten

    Das Landratsamt Regensburg hat eine erste positive Bilanz zu den Corona-Impfungen im Landkreis gezogen und spricht von einem gelungenen Impfstart. Bis zum 4. Januar konnten laut Landratsamt 1.630 Menschen eine erste Dosis des Covid19-Impfstoffs gespritzt werden. Damit sei knapp ein Viertel der Heimbewohner und Pflegenden im Landkreis geimpft worden. Knapp 300 Menschen hätten auch bereits im Impfzentrum des Landkreises das Vakzin erhalten.

    80 Impfdosen seien im Rahmen einer "Nachbarschaftshilfe" an Mitarbeiter der Intensivstation in der Kinderklinik St. Hedwig in der Stadt Regensburg gegangen.

    Allerdings läuft auch im Landkreis nicht alles nach Plan. Geplante Impftermine in einer Pflegeeinrichtung für Senioren in Wörth an der Donau müssen verlegt werden, weil dort mehrere Covid19-Fälle aufgetreten sind und in Einrichtungen mit akutem Infektionsgeschehen nicht geimpft werden kann, teilt das Landratsamt mit. Außerdem sei aktuell kein Impfstoff mehr vorhanden. Eine nächste Lieferung wird erst wieder am Wochenende erwartet, so eine Sprecherin. Die Lieferung sei aber bereits verplant und komme ausschließlich Menschen in Pflegeeinrichtungen zugute. Öffentliche Termine im Impfzentrum für andere Berechtigte werden deshalb derzeit nicht weiter vergeben.

    09.40 Uhr: Regener Landrätin fordert Lockerung der 15-km-Regel

    Die Regener Landrätin Rita Röhrl (SPD) will bei der bayerischen Staatsregierung erreichen, dass die 15-km-Regel gelockert wird. Das sagte ihr Pressesprecher Heiko Langer dem BR. Röhrls Ziel sei es, dass die Landkreisbewohner sich zumindest im eigenen Landkreis frei bewegen können. Alles andere sei schwer vermittelbar.

    Nach der derzeitigen Auslegung der Regel sei es so, dass zum Beispiel die Bewohner der Bayerwaldgemeinde Rinchnach nicht zum Spazierengehen in das Arbergebiet fahren dürften, das im eigenen Landkreis, aber weiter als 15 km entfernt liegt vom Wohnort. Münchner Tagesausflügler aber dürften sehr wohl über 100 km weit herfahren.

    Das zweite Problem bei der 15-km-Regel ist, dass sie innerhalb eines Landkreises für die Polizei kaum oder nur mit sehr hohem Aufwand kontrollierbar ist, wenn man nicht alle Autos, die unterwegs sind aufhalten will. Der Landkreis Regen hat derzeit eine Inzidenz von rund 285 Fällen pro 100.000 Einwohner, ist also immer noch Hochrisikogebiet.

    09.10 Uhr: Polizei löst Corona-Protestblockade auf Autobahn in Bayern auf

    Die bayerische Polizei hat eine Blockade zum Protest gegen die Corona-Maßnahmen auf einer Autobahn in Mittelfranken aufgelöst. Acht Wagen, teils beschriftet sowie mit Fähnchen und Schildern versehen, fuhren am Mittwochnachmittag mit geringer Geschwindigkeit auf der Autobahn 73 zwischen Erlangen und Nürnberg und behinderten so den Verkehr, wie die Beamten in Nürnberg heute mitteilten. Andere Autofahrer mussten demnach stark abbremsen und konnten nicht überholen.

    Die Polizei sicherte den Tross zunächst ab und hielt ihn später an. Die Beamten leiteten Ermittlungen unter anderem wegen Nötigung und Gefährdung des Straßenverkehrs ein. Außerdem brachten sie mehrere versammlungsrechtliche Verstöße zur Anzeige. Die an der Aktion beteiligten Fahrzeuge wurden beschlagnahmt. Auf einem Firmenparkplatz in Fürth entdeckten Polizisten weitere fünf Fahrzeuge an, die in ähnlicher Weise gekennzeichnet waren. Auch in diesem Zusammenhang wurden Ermittlungen eingeleitet.

    08.40 Uhr: Tokio mit Höchststand an Corona-Neuinfektionen

    Wenige Monate vor den geplanten Olympischen Spielen in Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt auf ein Rekordhoch gestiegen. Erstmals wurden binnen eines Tages mehr als 2.000 Fälle registriert, wie japanische Medien am Donnerstag berichteten. Erst am Vortag war die Zahl erstmals über die Marke von 1.500 Fällen geklettert.

    Noch am Donnerstag wollte Japans Regierungschef Yoshihide Suga über die erneute Ausrufung des Notstands für den Großraum Tokio entscheiden. So sollen Restaurants und Bars bereits ab 19.00 Uhr keinen Alkohol mehr ausschenken und um 20.00 Uhr schließen. Die Bürger sollen zudem möglichst zu Hause bleiben, vor allem nicht nach 20.00 Uhr ausgehen. Die Vorbereitungen für die Sommerspiele sollen aber fortgesetzt werden, hatte Suga zu Wochenbeginn gesagt.

    08.15 Uhr: 15 Städte und Landkreise in Bayern bei Inzidenz über 200

    In Bayern haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag 15 Städte und Landkreise über der kritischen Marke von 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen gelegen. Ab dieser Grenze gilt die Regel, die den Aktionsradius von Menschen in Corona-Hotspots auf 15 Kilometer um den Wohnort herum begrenzen soll.

    Die bayerische Staatsregierung hatte diesen Vorschlag der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch übernommen. Menschen aus Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von mehr als 200 dürfen sich künftig zunächst bis Ende Januar nicht weiter als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. Dies gelte nicht, wenn ein triftiger Grund vorliege, stellte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) klar. Ein solcher sei etwa eine Fahrt zum Einkaufen, nicht aber ein touristischer Tagesausflug.

    Die höchste Inzidenz in Bayern wies am Donnerstag laut RKI der Landkreis Wunsiedel mit 291,8 auf, gefolgt von der Stadt Hof (264,0) und den Landkreisen Berchtesgadener Land (256,8) und Passau (239,8). Bayernweit lag die Inzidenz am Donnerstag bei 121,7. Der Freistaat liegt damit deutschlandweit auf Platz sieben hinter den noch stärker betroffenen Ländern Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Hessen und Berlin.

    08.00 Uhr: Kinderschutzbund kritisiert Einschränkungen für unter 14-Jährige

    Der Kinderschutzbund kritisiert, dass unter 14-Jährige nicht mehr wie bisher von den strengeren Corona-Kontaktbeschränkungen ausgenommen bleiben sollen. "Ich kann nur für unsere Kleinen hoffen, dass das die Ausnahme bleibt", sagte der Präsident des Bundesverbandes, Heinz Hilgers, dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland".

    Kinder bräuchten für ihre Entwicklung Gleichaltrige, um sich zu messen und zu spielen. Auch für die Eltern bedeute eine Verschärfung in diesem Punkt eine "Katastrophe". Viele von ihnen seien bei der Betreuung ihrer Kinder auf die Hilfe aus der Familie oder von Nachbarn angewiesen, sagte Hilgers. Dies werde aber durch die neuen Regeln teilweise unmöglich gemacht.

    Nach dem Beschluss von Bund und Ländern dürfen sich künftig Menschen eines Hausstandes nur noch mit einem weiteren Erwachsenen oder einem weiteren Kind treffen.

    07.30 Uhr: Patientenschützer fordern verpflichtende Tests für Pflegepersonal

    Patientenschützer fordern verpflichtende Corona-Tests für Pflegepersonal vor jeder Schicht. So könnten Pflegebedürftige ausreichend geschützt werden, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Pflegekräfte schleppten das Virus oft von außen ein, ohne es zu wissen. Es dürfe aber nicht sein, dass die Pflegebedürftigen durch sie gefährdet würden. "Sowohl im stationären wie auch im ambulanten Bereich muss das Pflegepersonal bei jedem Schichtbeginn getestet werden", forderte er.

    Durch den Beschluss von Bund und Ländern, für Tests in Pflegeheimen zusätzliches Personal zur Verfügung zu stellen, sei eine Testpflicht auch praktisch umsetzbar. "Keine Heimleitung kann jetzt noch argumentieren, wegen Personalnot nicht testen zu können."

    07.15 Uhr: Mehr als 256.000 Neuinfektionen in USA

    Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters verzeichnen die USA mehr als 256.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle steigt damit auf 21,22 Millionen. Mindestens 4.008 weitere Menschen starben an oder mit Corona, insgesamt gibt es damit mehr als 361.000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus.

    05.27 Uhr: 26.391 Corona-Neuinfektionen und 1.070 neue Todesfälle

    Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 26.391 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1.070 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekanntgab. Der Höchststand von 1.129 neuen Todesfällen war am 30. Dezember erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

    Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

    04.30 Uhr: Mehrheit der Deutschen lehnt Impfpflicht ab

    Eine Mehrheit der Deutschen lehnt eine Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie ab. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 56 Prozent gegen eine zwingende Immunisierung gegen das gefährliche Virus aus. 33 Prozent befürworteten einen solchen Schritt dagegen. Elf Prozent machten keine Angaben.

    Nach dem Infektionsschutzgesetz könnte das Bundesgesundheitsministerium mit Zustimmung der Länder im Bundesrat eine Impfpflicht "für bedrohte Teile der Bevölkerung" anordnen, "wenn eine übertragbare Krankheit mit klinisch schweren Verlaufsformen auftritt und mit ihrer epidemischen Verbreitung zu rechnen ist". Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die Bundesregierung aber auf einen solchen Schritt verzichtet.

    03.23 Uhr: Neue KMK-Präsidentin: Planungssicherheit für Schulen derzeit nicht möglich

    Die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst (SPD), hat längerfristige Vorhersagen zum Schulbetrieb während der Corona-Pandemie als unmöglich bezeichnet. "In der Pandemie können wir leider überhaupt keine Planungssicherheit geben. Alle Versprechen in diese Richtung sind unseriös", sagte die brandenburgische Bildungsministerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

    Die Bildungsminister schauten jeden Tag auf die Corona-Daten und entschieden neu, was zu tun sei, sagte Ernst. Ihr Handeln könnten die Minister allerdings nicht an "tagesaktuellen Schwankungen" ausrichten: "Man muss sich fünf bis sieben Tage anschauen".

    01.00 Uhr: Ärzte fordern rasche Corona-Impfungen auch für Kinder

    Deutschlands Kinderärzte haben schnellstmögliche Corona-Impfungen für Kinder gefordert, damit Kitas und Schulen wieder geöffnet werden können. Kinder und Jugendliche hätten es in der Pandemie von Beginn an besonders schwer: "Dass sie nun auch beim Impfen hintanstehen - und die Schulen deswegen weiter dichtbleiben - ist daher doppelt bitter", sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Daher erwarten wir, dass beim Impfen für Kinder mehr Tempo gemacht wird, um endlich die Situation an Schulen und Kitas dauerhaft zu entspannen."

    Es sei problematisch, "dass die Zulassung eines Impfstoffs für Kinder in der gegenwärtigen Aufgeregtheit über die Impfstoffknappheit für Erwachsene aus dem Blick gerät", kritisierte Fischbach. "Es braucht so schnell wie möglich auch geeignete Vakzine für Kinder und Jugendliche, die Testung und Zulassung sollte daher mit Hochdruck vorangetrieben werden."

    Mittwoch, der 6. Januar

    22.35 Uhr: Curevac und Bayer wollen Impfstoff-Allianz gründen

    Das Tübinger Unternehmen Curevac und der Chemiekonzern Bayer wollen laut einem Medienbericht bei Weiterentwicklung, Produktion und Vertrieb eines Corona-Impfstoffes zusammenarbeiten. Ziel sei es, den Impfstoff nach einer Zulassung möglichst schnell und breit auf den Markt geben zu können, berichtete das Nachrichtenportal "ThePioneer". Der Bericht wurde der Deutschen Presse-Agentur in Regierungskreisen bestätigt. Eine solche "nationale Impfallianz" könne die Impfsituation in Deutschland beschleunigen und helfen, dass bis zum Sommer alle geimpft würden, die es wollten, schreibt das "ThePioneer".

    Eine entsprechende Kooperation war diesem Bericht zufolge Thema in einem Gespräch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Gesundheitsminister Jens Spahn, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Kanzleramtschef Helge Braun und Vizekanzler Olaf Scholz am Mittwochmorgen. Demnach solle das Biotechnologieunternehmen von der Organisations- und Logistikmacht des Chemiekonzerns profitieren. Auch eine Produktion des Curevac-Impfstoffes in einem US-amerikanischen Bayer-Werk sei im Gespräch, hieß es.

    Im Dezember hatte Curevac grünes Licht für den Start seiner zulassungsrelevanten klinischen Phase-III-Studie erhalten. Mit ersten Ergebnissen der Studie rechnet Curevac nach früheren Angaben eines Sprechers Ende des ersten Quartals 2021. Für die geplante Markteinführung des Impfstoffs gegen Covid-19 ist, neben einer Erweiterung der Herstellungserlaubnis, auch eine Zulassung durch die EU-Kommission erforderlich.

    21.37 Uhr: IOC-Mitglied - Impf-Vorrang für Athleten kann Tokio-Spiele retten

    Um die Olympischen Spiele im Sommer in Tokio trotz Corona austragen zu können, sollen die Athleten aus Sicht des dienstältesten IOC-Mitglieds Richard Pound bei der Impfung Vorrang haben. Er glaube nicht, dass die verhältnismäßig sehr wenigen für die Sportler benötigten Impfdosen für einen öffentlichen Aufschrei sorgen würden, sagte der 78 Jahre alte Kanadier, der seit 1978 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees ist, dem Nachrichtenkanal Sky News. DOSB-Präsident Alfons Hörmann dagegen sprach sich gegen eine Bevorzugung von Athletinnen und Athleten aus.

    "Beim DOSB haben wir uns da sehr zurückgehalten mit dem ganz klaren Fazit, dass wir uns da nicht in irgendeiner Form vordrängen möchten", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes in einem Interview der "Sportschau". Man werde die Reihenfolge akzeptieren, die seitens des Ethikrates und der Politik vorgegeben worden sei.

    20.56 Uhr: Politikwissenschaftlerin Münch - Huml zu wenig sichtbar

    Zu viele Pannen, zu wenig sichtbar: Aus Sicht der Politikwissenschaftlerin Ursula Münch von der Akademie für Politische Bildung in Tutzing hatte die Abberufung von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml diverse Gründe.

    Nach den Pannen um die Corona-Tests an den Grenzen im Sommer habe es beim Impfen wieder Versäumnisse gegeben, erklärte Münch im Rundschau Magazin im BR-Fernsehen. Es sei nicht ausreichend geimpft worden, Impfdosen seien verfallen, Transportwege falsch gewesen. Zudem sei Huml ihrer Meinung nach aus Sicht des Ministerpräsidenten zu ruhig in der Präsentation gewesen. Zu wenig sei sichtbar gewesen, was das Gesundheitsministerium tue. Humls Nachfolger im Gesundheitsministerium, Klaus Holetschek, sei ein "Macher", er habe gute Kontakte in die Kommunen, könne gut organisieren und erkenne möglicherweise schneller, wo gehandelt werden müsse, so Münch weiter.

    20.30 Uhr: US-Seuchenbehörde meldet mehr als 5,3 Millionen Impfungen

    Die US-Seuchenbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang mehr 5,3 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 17,3 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

    20.17 Uhr: Portugal - Parlament verlängert Ausnahmezustand

    Portugal hat mit 10.027 registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden den höchsten Tageswert seit Ausbruch der Corona-Pandemie gemeldet. "Die nächsten Tage werden sehr hart sein", sagte Gesundheitsministerin Marta Temido heute in Lissabon. Die bisher höchste Infektionszahl war in dem 10,3-Millionen-Einwohner-Land am 31. Dezember mit 7.627 verzeichnet worden. Wegen der steigenden Zahlen verlängerte das Parlament in Lissabon den Ausnahmezustand um eine weitere Woche bis zum 15. Januar. Im Rahmen dieser zweithöchsten Notstandsstufe herrschen seit dem 9. November in weiten Teilen Portugals unter anderem Ausgehbeschränkungen und Sperrstunden, darunter auch in der Hauptstadt Lissabon und der nördlichen Metropole Porto.

    Wegen der Lockerung dieser Einschränkungen für die Feiertage hatten die Behörden zwar im neuen Jahr einen Anstieg der Corona-Zahlen erwartet. Dieser fiel aber größer als befürchtet aus.

    19.46 Uhr: EU-Parlament befragt Gesundheitskommissarin zur Impfstoffbeschaffung

    EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides stellt sich morgen Vormittag den Fragen der EU-Abgeordneten zur Impfstrategie der Kommission. Das Europaparlament fordert insbesondere mehr Transparenz und Einsicht in die von der Kommission abgeschlossenen Verträge mit den Impfstoffherstellern. Unter Verweis auf Geheimhaltungsklauseln und ihre Verhandlungsposition hat die Kommission Details wie die Preise der Vakzine bislang nicht publik gemacht.

    Die Mitgliedstaaten der EU hatten sich im Sommer darauf verständigt, die Kommission mit dem Aushandeln von Lieferverträgen mit Herstellern künftiger Corona-Impfstoffe zu beauftragen. Bis November schloss die Behörde daraufhin Vereinbarungen mit Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca, Curevac, Johnson & Johnson sowie Sanofi. Zuletzt gab es Vorwürfe, Brüssel habe insbesondere mit den vielversprechendsten Herstellern zu langsam und zögerlich Verträge abgeschlossen.

    18.41 Uhr: Spahn - Wohl keine zeitliche Streckung der Corona-Impfungen

    Der anfangs knappe Corona-Impfstoff wird voraussichtlich in Deutschland nicht durch ein verzögertes Verabreichen der zweiten Dosis mehr Menschen zugänglich gemacht. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte in Berlin: "Wir lassen die Daten von der Ständigen Impfkommission anschauen, aber die ersten Rückmeldungen sind tatsächlich die, dass wir bei der Zulassung und dem, was in der Zulassung steht, bleiben sollten." Für die Frist zwischen Erst- und Zweitimpfung gebe es klare Empfehlungen. In der für die Zulassung notwendigen Studie wurde den Probanden die zweite Impfung rund drei Wochen nach der ersten gegeben. Für ein verzögertes Verabreichen der zweiten Dosis gab es unter Experten zuletzt auch Zustimmung. "In dieser besonderen Pandemielage ist es vertretbar, mit den jetzt vorhandenen Impfdosen möglichst vielen Menschen erst einmal die erste Immunisierung zu ermöglichen, und die zweite Impfung verzögert, aber zwingend innerhalb von 60 Tagen, nachzuholen", schreibt etwa die Gesellschaft für Immunologie in einer Stellungnahme.

    18.39 Uhr: Schwedens oberster Katastrophenschützer tritt wegen Weihnachtsreise zurück

    Nach heftiger Kritik an seiner Weihnachtsreise auf die Kanarischen Inseln in Pandemie-Zeiten ist der Leiter der schwedischen Katastrophenschutzbehörde zurückgetreten. Dan Eliasson reichte nach eigenen Angaben heute seinen Rücktritt ein. Der Beamte hatte zwar nicht gegen die gesetzlichen Vorgaben verstoßen, hielt sich allerdings nicht an die Empfehlungen der Regierung. Diese hatte die Menschen aufgefordert, während der Feiertage auf alle Reisen bis auf "notwendige" Trips zu verzichten.

    Eliasson war in die Kritik geraten, nachdem die Boulevardzeitung "Expressen" seine Reise auf die Kanaren enthüllte, wo seine Tochter lebt. Eliasson, dessen Behörde an der Bewältigung der Corona-Krise in Schweden beteiligt ist, verteidigte sich zunächst mit der Erklärung, dass er während der Pandemie auf viele Reisen verzichtet habe, diese aber für ihn "notwendig" gewesen sei. Dennoch hielt die Empörung an. Schweden verfolgt in der Pandemie eine andere Strategie als der Rest Europas: Das Land sieht von strikten Beschränkungen weitestgehend ab, sondern setzt auf Empfehlungen für die Bevölkerung. Im Gegensatz zu seinen nordischen Nachbarn verzeichnet Schweden weit mehr Corona-Tote.

    18.18 Uhr: Griechen feiern trotz Corona-Pandemie Dreikönigsfest

    Zahlreiche Orthodoxe Christen sind in Griechenland trotz der Corona-Pandemie in die Kirchen geströmt, um das Dreikönigsfest zu feiern. Die meisten Gläubigen trugen dabei zwar Mund-Nase-Bedeckungen, sie standen jedoch dicht an dicht, um die Kommunion zu empfangen. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte die Kirche zuvor aufgefordert, "ihre Verantwortung wahrzunehmen" und die Gotteshäuser zu schließen. Trotz steigender Corona-Fallzahlen lehnte die Kirche einen Verzicht auf die Feierlichkeiten jedoch ab und stimmte lediglich zu, einige Rituale einzuschränken. Dennoch küssten viele Gläubige in den Kirchen ungeachtet aller Corona-Auflagen und Hygieneregeln das ihnen entgegen gehaltene Kreuz.

    Die linke Syriza-Partei warf Mitsotakis vor, der Kirche nachzugeben und sprach von "absurdem Theater". Die Mitte-Links-Partei Kinal erklärte, die Kirche gefährde Menschenleben.

    Orthodoxe Priester waren zuletzt wiederholt in die Kritik geraten, weil sie Hygienemaßnahmen nicht respektierten, in der Öffentlichkeit ohne Gesichtsmasken gesehen wurden oder die Abstandsregeln ignorierten.

    In Griechenland gelten seit November strikte Einschränkungen, die nur über Weihnachten leicht gelockert wurden. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Land mehr als 5.000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert.

    18.09 Uhr: Irland verschärft Corona-Maßnahmen

    In Irland werden die meisten Schulen sowie Baustellen für mindestens drei Wochen geschlossen. Um die Ausbreitung des Virus zu bremsen, werden die Beschränkungen weiter verschärft, teilt Ministerpräsident Micheal Martin mit.

    17.39 Uhr: Lehrerverbandspräsident Meidinger sorgt sich um Abschlussjahrgänge

    Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger sieht im Distanzunterricht in Bayern bis vorerst Ende Januar eine "ganz starke Beeinträchtigung für den Lernprozess". Das sagte er auf Anfrage des BR am Mittwochnachmittag. "Wir als Lehrkräfte wissen, dass wir im Distanzunterricht nicht das verwirklichen können, was im Präsenzunterricht möglich ist." Gleichzeitig zeigte er Verständnis für den Beschluss des bayerischen Kabinetts. "Die Hoffnung ist natürlich, dass die Infektionszahlen soweit zurückgehen, dass spätestens ab Februar wieder möglichst viel Präsenzunterricht stattfinden kann", so Meidinger.

    Sorgen macht er sich vor allem mit Blick auf die Abschlussjahrgänge. "Da entsteht jetzt wirklich eine große Unsicherheit", sagte Meidinger. Man dürfe auch nicht vergessen, dass diese als Vorabschlussjahrgänge bereits durch den Lockdown im vergangenen Jahr betroffen gewesen seien. Er geht davon aus, dass deshalb auch Prüfungsanforderungen angepasst werden müssen.

    17.37 Uhr: Söder zu Alleingängen bei Lockdown-Beschlüssen - "Es ist nun mal so"

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zeigt sich gelassen, nachdem einige Landesregierungen von den Bund-Länder-Beschlüssen zum Lockdown abrücken. "Ich habe mich daran gewöhnt. Es ist nun mal so", sagt der CSU-Chef. Zuvor hatte etwa Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann gesagt, man wolle mit der Umsetzung der 15-Kilometer-Bewegungsbeschränkung für Corona-Hotspots noch warten. Berlin kündigte an, doch schon ab dem 19. Januar wieder teilweisen Präsenzunterricht für Grundschüler einzuführen.

    17.23 Uhr: Erneut Höchstwert bei Neuinfektionen in Großbritannien

    Großbritannien meldet den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert bei der Anzahl neuer Corona-Fälle. Die Behörden zählen 62.322 Positiv-Tests. Am Dienstag waren 60.916 Fällen gemeldet worden. Weitere 1.041 Menschen starben, die positiv getestet wurden.

    Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt landesweit inzwischen bei rund 550. Der Wert stammt allerdings vom 1. Januar. Insgesamt starben im Vereinigten Königreich bisher mehr als 82.600 Menschen an oder mit einer Covid-19-Erkrankung.Viele der Neuinfektionen werden auf eine neue, womöglich noch ansteckendere Virusvariante zurückgeführt, die besonders in London sowie dem Südosten und Osten Englands grassiert.

    Seit Dienstag gilt in England ein landesweiter Lockdown, es ist bereits der dritte. Menschen sollen ihre Häuser und Wohnungen nur verlassen um einzukaufen, zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen. Pro Tag darf man nur eine Stunde für Spaziergänge oder zum Joggen im Freien verbringen. Schulen, Fitness- und Sportstätten sind ebenso geschlossen wie Geschäfte, die vor allem Waren verkaufen, die nicht lebensnotwendig sind. In den Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland gelten ähnliche Bestimmungen.

    17.21 Uhr: Wirtschaftsforscher bringt Sanktionen für Impfverweigerer ins Gespräch

    Der Wirtschaftsforscher Michael Hüther hat finanzielle Sanktionen für Impfverweigerer ins Gespräch gebracht. Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sagte dem Wochenblatt "Zeit", gesetzlich Versicherte, die sich ohne medizinische Begründung nicht impfen lassen wollen, sollten nach einer Corona-Infektion einen Teil ihrer Behandlungskosten selbst tragen müssen. Ein solcher "Selbstbehalt" könne die Bereitschaft zur Impfung erhöhen, sagte Hüther. Der Wirtschaftsforscher argumentierte, dass Impfgegner sich dem Solidargedanken der Krankenversicherung entzögen. Deshalb könne es im Umkehrschluss möglich sein, sie im Fall einer Corona-Erkrankung teilweise vom Versicherungsschutz auszunehmen.

    Hintergrund ist, dass sich Umfragen zufolge nur ein Drittel der Deutschen schnellstmöglich impfen lassen will. Eine Pflicht zur Impfung gegen das Coronavirus soll es in Deutschland nicht geben.

    17.11 Uhr. Söder - Viel Zustimmung für Holetschek-Berufung zum Gesundheitsminister

    Die Berufung des bisherigen Gesundheitsstaatssekretärs Klaus Holetschek zum bayerischen Gesundheitsminister ist nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder von vielen Seiten begrüßt worden. "An den ersten Reaktionen aus der Gesundheitsszene heraus, aber auch der Fraktion," habe er gemerkt, dass die Personalie auf große Zustimmung stoße, sagte Söder im Interview mit der Rundschau im BR-Fernsehen. Söder lobte Holetschek erneut als "Macher", der auch erfahren sei im Umgang mit den Kommunen.

    Auf die Frage nach der Umsetzung der neuen Corona-Regel, wonach bei einer 7-Tage-Inzidenz über 200 Tagestourismus und Sportunternehmungen nur noch innerhalb eines Radius von 15 Kilometern stattfinden dürfen, erklärte Söder, die Polizei wisse genau, wie das zu kontrollieren sei. Im Auge behalten werde man vor allem die Ausflugsorte und –bereiche und dort unter anderem die Autokennzeichen prüfen. Bei den Bund-Länder-Beschlüssen sei es in diesem Punkt darum gegangen, die Mobilität zu reduzieren. Der bayerische Weg sei eine "gut kontrollierbare, praxisnahe und effiziente Anwendung".

    16.38 Uhr: Corona-Impfstoff von Moderna erhält EU-Zulassung

    In der Europäischen Union kann mit Impfungen mit einem zweiten Covid-19-Impfstoff begonnen werden. Die Europäische Kommission erteilte dem Vakzin des US-Biotechkonzerns Moderna heute die finale Genehmigung. Zuvor hatte bereits die Europäische Arzneimittelbehörde EMA eine bedingte Zulassung für Personen ab 18 Jahren empfohlen. Nach dem Mittel von BioNTech und Pfizer, das vor Weihnachten grünes Licht erhalten hatte, ist es der zweite in der Europäischen Union zugelassene Corona-Impfstoff.

    15.43 Uhr: Außenminister Maas hält Dienstreisen weiter für notwendig

    Bundesaußenminister Heiko Maas hält Dienstreisen weiter für zwingend nötig. Das sagte der SPD-Politiker bei einem Kurzbesuch in Jordanien. Er nimmt dort an einer Abrüstungskonferenz teil, mit Vertretern aus 15 Ländern. Nächste Woche fährt Maas nach Ägypten. Es sei außerordentlich wichtig, die Kontakte in den Nahen Osten zu pflegen, so Maas. Er betonte, dass es keine touristische Reise sei. Für Maas war der Besuch in Amman, der Hauptstadt Jordaniens die erste Reise in ein Land außerhalb Europas seit mehr als vier Monaten. Danach war er wegen der Corona-Pandemie nur noch wenige Male innerhalb Europas unterwegs.

    Die Bundesregierung hat rund 150 der etwa 200 Länder weltweit zu Corona-Risikogebieten erklärt und warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen dorthin. Unter diesen Ländern ist auch Jordanien. In Europa gibt es kaum noch Regionen, die kein Risikogebiet sind. Die Einstufung erfolgt, wenn in einem Gebiet mehr als 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert werden. Nach diesen Kriterien sind aber auch alle 16 deutschen Bundesländer Risikogebiete.

    15.20 Uhr: Portugal verzeichnet Tageshöchstwert bei Neuinfektionen

    Angesichts eines Höchstwerts von mehr als 10.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages stehen die Krankenhäuser in Portugal unter "enormem Druck". Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden heute 10.027 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden registriert. "Wir stellen erneut einen enormen Druck auf den staatlichen Gesundheitsdiensten fest", sagte Gesundheitsministerin Marta Temido.

    Der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa begab sich nach Angaben seines Büros in Quarantäne, nachdem er Kontakt zu einem infizierten Mitarbeiter hatte.

    Ende Dezember verbrachte bereits der portugiesische Ministerpräsident António Costa 14 Tage in Quarantäne, nachdem er Kontakt zum französischen Präsidenten Emmanuel Macron hatte, der kurz darauf an Covid-19 erkrankte.

    Nach einer Lockerung der Maßnahmen über Weihnachten erlebt Portugal derzeit einen sprunghaften Anstieg der Covid-19-Fälle. In dem Land mit rund zehn Millionen Einwohnern werden derzeit 513 Corona-Patienten auf der Intensivstation behandelt. Seit Beginn der Pandemie starben fast 7.400 Portugiesen nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

    15.15 Uhr: Norwegen steht kurz vor einer Ausgangssperre

    Nachdem Norwegen einen Höchstwert der Infektionszahlen erreicht hat, bereitet die Regierung ein Gesetz zur Einführung einer Ausgangssperre vor. Wie Justizministerin Monica Maeland mitteilt, soll eine Ausgangssperre "nur unter extremen Umständen wie einer sehr hohen Infektionsrate und dem Risiko eines Zusammenbruchs des Gesundheitssystems eine Option sein". Das 5,37 Millionen Einwohner zählende Norwegen meldete gestern 930 neue Virusfälle.

    14.44 Uhr: Statistik: 201 neue Todesfälle und 3,800 Neuinfektionen in Bayern

    Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen meldet seit gestern 201 neue Todesfälle in Bayern in Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die Zahl der Neuinfektionen liegt bei 3.819. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie steigt damit in Bayern auf 341.139, die Zahl der Todesfälle auf 7.398. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern aktuell bei 157,10. Bayernweit am höchsten ist der Inzidenzwert im Landkreis Wunsiedel mit 368,87. Den niedrigsten Wert weist die Stadt Amberg auf mit 42,65.

    14.20 Uhr: Schweiz verlängert Corona-Maßnahmen bis Ende Februar

    Die Schweiz will ihre bis 22. Januar befristeten Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verlängern. Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen sollen bis Ende Februar geschlossen bleiben, erklärt Innenminister Alain Berset nach dem turnusmäßigen Treffen der Regierung. Formell beschlossen werden soll der Schritt nach Konsultation der Kantone in der kommenden Woche. "Bereits heute sei absehbar, dass die Fallzahlen in den nächsten Wochen nicht deutlich und nachhaltig sinken werden, erklärte die Regierung. Sämtliche Einschränkungen gelten zudem bereits ab Samstag landesweit. Bisher geltende Ausnahmen für Kanton mit günstiger Fallzahl-Entwicklung entfallen damit.

    13.51 Uhr: Robert-Koch-Institut meldet mehr als 367.000 Impfungen in Deutschland

    Im Vergleich zu gestern sind in Deutschland 45.000 Impfungen gegen Covid-19 hinzugekommen. Damit sind laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) inzwischen in Deutschland mehr als 367.000 Menschen geimpft worden. Das RKI bezieht sich auf alle Meldungen bis heute Vormittag 11 Uhr. Pro Tausend Einwohner sind demnach bisher statistisch gesehen 4,4 geimpft worden. Die meisten Impfungen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl meldet Mecklenburg-Vorpommern, vor Sachsen-Anhalt und Thüringen. n absoluten Zahlen kommt Bayern auf den höchsten Wert von mehr als 82. 000 laut RKI.

    13.36 Uhr: Lage in Wintersportregionen vorerst beruhigt

    Anders als an den vorangegangenen Wochenenden ist es in den Wintersportegionen am heutigen Feiertag zunächst ruhig geblieben. Nach Meldungen aus Baden-Württemberg war im Schwarzwald sowie im Harz wenig los. Auch der für den Dreikönigstag befürchtete Ansturm an Tagestouristen in der bayerischen Rhön ist weitgehend ausgeblieben. Zwar sind viele Besucher zum Kreuzberg und zum Arnsberg gekommen, ein Chaos und Staus gab es bis zum Nachmittag aber nicht. Die Polizei ist mit mehreren Fahrzeugen vor Ort, kontrolliert die Parkplätze und die Zufahrtsstraßen.Einige Winterportorte haben auch Straßensperren errichtet, um zu verhindern, dass Ausflügler in großer Zahl kommen.

    13.30 Uhr: Bayern erlaubt Abholservice Click&Collect

    Bayern erlaubt Geschäften jetzt auch, ihre Waren online anzubieten und zum Kauf von den Kunden abholen zu lassen. Diesen Service des Click&Collect hatte der Handel lange gefordert. Das sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nach der Kabinettssitzung in München. "Das ist für viele Händler, gerade auch für den kleineren Einzelhandel, vielleicht der letzte Strohhalm, " so Aiwanger In anderen Bundesländern war der Service bislang schon erlaubt. Bayern hatte davon bislang aber aus Angst vor Kundenansammlungen vor den Geschäften Abstand genommen. "Ich appelliere an die Bürger, diese Angebote anzunehmen" und nicht nur bei den großen internationalen Online-Plattformen zu bestellen, sagte Aiwanger. "Wenn Corona rum ist, wollen wir nicht ein großes Ladensterben festgestellt sehen. Bernd Ohlmann, der Sprecher des Handelsverbands Bayern äußerte sich im BR sehr zufrieden über die künftige Erlaubnis zur Abholung von Onlinebestellungen.

    13.17 Uhr: EU-Behörde empfiehlt, Moderna-Impfstoff zuzulassen

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Moderna. Ein EMA-Ausschuss empfahl eine Zulassung des Impfstoffs. Die finale Entscheidung muss nun von der Europäischen Kommission gefällt werden, ihre Zustimmung gilt als sicher. Es wäre die zweite Zulassung für einen Covid-19-Impfstoff in der Europäischen Union.

    Die USA hatten bereits vor Weihnachten eine Notfallgenehmigung für den Moderna-Impfstoff erteilt.

    13.10 Uhr: Wirtschaft fordert mehr Corona-Hilfen

    Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften haben Kritik am verlängerten Lockdown geäußert und mehr Hilfe vom Staat gefordert. Die Gewerkschaften NGG und Verdi pochen auf ein höheres Kurzarbeitergeld für Beschäftigte der Gastronomie. Der Einzelhandel fordert einen Fahrplan zur Wiedereröffnung der Geschäfte und höhere Staatshilfen. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer mahnte nach den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern mehr Tempo bei Corona-Impfungen an. Das Friseurhandwerk befürchtet in seinem Gewerbe eine Insolvenzwelle.

    Unterdessen sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, dass die Corona-Hilfen für den November vom 12. Januar an ausgezahlt werden sollen. "Die Zusage scheint belastbar zu sein, ab 12. Januar könnte es laufen, sagte der Freie Wähler-Politiker in München.

    12.35 Uhr: Bayern streicht Faschingsferien

    In Bayern werden wegen der Corona-Krise die Faschingsferien abgesagt. Die eigentlich vom 15. bis 19. Februar geplante Ferienwoche werde es nicht geben, in der Zeit könne Unterricht nachgeholt werden, der wegen der Pandemie ausgefallen sei, so Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Sondersitzung des bayerischen Kabinetts in München.

    12.30 Uhr: Spahn: "Haben mehr als genug Impfstoffe bestellt"

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigt sein Versprechen, dass bis zum Sommer jedem Deutschen ein Impf-Angebot gemacht werden könne. "Wir haben genug, mehr als genug Impfstoffe bestellt", sagt der CDU-Politiker in Berlin. Er rechne noch heute mit der Zulassung des Impfstoffs von Moderna. Deutschland habe von diesem Hersteller und von Biontech/Pfizer insgesamt mehr als 130 Millionen Impfdosen bestellt. Die Lieferungen kämen allerdings nicht alle sofort, "sondern im Lauf des Jahres".

    12.28 Uhr: Holetschek neuer Gesundheitsminister in Bayern

    Mitten in der Corona-Krise gibt es im bayerischen Gesundheitsministerium einen Wechsel. Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) soll neuer Gesundheitsminister werden. Die bisherige Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) werde in die Staatskanzlei wechseln. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf einer Pressekonferenz in München. Huml werde als Ministerin der Staatskanzlei speziell für Europa und Internationales zuständig sein und zudem den Corona-Krisenstab verstärken.

    Zuletzt hatte es Fragen wegen der schleppend begonnenen Impfkampagne in Bayern gegeben. An einigen Stellen war es zu Problemen beim Transport des Impfstoffs gekommen, Senioren hatten sich darüber beschwert, dass keine Impftermine vereinbart werden konnten.

    12.25 Uhr: Krematorien in Tschechien am Limit

    In Tschechien soll die Auslastung der Krematorien landesweit koordiniert werden. Das kündigte Innenminister Jan Hamacek nach einer Sitzung des zentralen Krisenstabs an. Wegen der hohen Zahl an Corona-Toten seien die Einrichtungen in fast allen Regionen an ihrer Kapazitätsgrenze. Am schlimmsten sei die Situation in der Verwaltungsregion Mährisch-Schlesien, wo das Limit bereits überschritten sei. Aus der dortigen Industriestadt Ostrava (Mährisch-Ostrau) sollen nun 50 Leichen zur Einäscherung in die 150 Kilometer entfernte Kleinstadt Hustopece (Auspitz) gebracht werden.

    Derweil erreichte die Zahl der Neuinfektionen in Tschechien einen neuen Höchststand. Heute meldeten die Behörden 17,278 Fälle innerhalb von 24 Stunden - so viele wie noch nie an einem Tag.

    12.15 Uhr: Mutierte Corona-Form auch in Bayern

    Die in Großbritannien verstärkt aufgetretene, mutierte Form des Coronavirus ist nach Angaben von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch in Bayern nachgewiesen worden. Das Gesundheitsministerium habe ihn am Vorabend über den Fall einer infizierten Reiserückkehrerin aus Großbritannien informiert. "Dieses mutierte Virus macht große Sorge, weil es aggressiver in der Verbreitung ist", sagte Söder. Das mutierte Virus bedeute in der ohnehin angespannten Situation ein Zusatzrisiko.

    12.14 Uhr: Bayerns Kabinett stimmt verschärftem Lockdown bis Ende Januar zu

    Erwartungsgemäß hat das bayerische Kabinett den seit Mitte Dezember bestehenden Corona-Lockdown in Bayern bis Ende Januar verlängert und verschärft. Der Ministerrat stimmte in einer Sondersitzung per Videoschalte dem Beschluss von Bund und Ländern vom Vortag zu. "Der Lockdown wird verlängert und an einigen Stellen vertieft", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München.

    Damit bleiben in Bayern ab kommendem Montag, 11. Januar, nicht nur weiterhin weite Teile des Handels, der Hotellerie und der Gastronomie geschlossen, sondern trotz Ende der Weihnachtsferien auch Schulen und Kindergärten. Für Kindertagesstätten, Schüler der Stufen 1 bis 6, Förderschüler und Kinder mit Behinderungen soll eine Notbetreuung eingerichtet werden.

    12.06 Uhr: Millionenmetropole Shijiazhuang abgeriegelt

    Nach dem Nachweis von mehr als hundert Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im chinesischen Shijiazhuang haben die Behörden die Millionenmetropole abgeriegelt. Die Hauptzufahrtsstraßen zu der Hauptstadt der Provinz Hebei wurden blockiert. Außer den zehn Autobahnen war auch ein Busbahnhof von den Maßnahmen betroffen. Zudem wurden in Shijiazhuang alle Schulen geschlossen.

    Die Stadt liegt 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Peking. Im Großraum Shijiazhuang leben etwa elf Millionen Menschen. In den vergangenen Tagen hatten die Behörden 117 Corona-Infektionen festgestellt, davon 63 allein am Mittwoch. In 78 Fällen traten bei den Infizierten keine Symptome auf.

    11.40 Uhr: Bundesjustizministerin verteidigt eingeschränkte Bewegungsfreiheit

    Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat die eingeschränkte Bewegungsfreiheit im Radius von 15 Kilometern als einen "tiefgreifenden Eingriff in die Freiheitsrechte" bezeichnet. Das sei ganz klar. "Und deswegen kann so etwas auch nur erfolgen, wenn es verhältnismäßig ist", sagt die Ministerin in Berlin. Gemessen daran, dass es dabei um Leben und Gesundheit gehe, sei die Maßnahme aber "vertretbar".

    11.17 Uhr: Finanzierungsdefizit in öffentlichen Haushalten

    Die Corona-Krise belastet die öffentlichen Haushalte und hat in den ersten drei Quartalen 2020 ein deutliches Finanzierungsdefizit verursacht. Während die Ausgaben um 11,6 Prozent auf 1231,5 Milliarden Euro stiegen, gingen die Einnahmen um 4,3 Prozent auf 1074,4 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Lücke führt demnach zu einem kassenmäßigen Defizit von 157,1 Milliarden Euro. Zum Vergleich: In den ersten neun Monaten 2019 war noch ein Finanzierungsüberschuss von 18,8 Milliarden Euro erreicht worden.

    "Die gestiegenen Ausgaben des Öffentlichen Gesamthaushalts lassen sich hauptsächlich durch die höheren Zuweisungen und Zuschüsse infolge der Corona-Pandemie erklären", so die Statistiker. Allein der Bund und seine Extrahaushalte zahlten demnach in den ersten drei Quartalen rund 48,3 Milliarden Euro (plus 24 Prozent) mehr Zuweisungen, Zuschüsse sowie Schuldendiensthilfen als im Vorjahreszeitraum. Darin seien Soforthilfen an Unternehmen ebenso enthalten wie beispielsweise Unterstützungen für Krankenhäuser. Der Grund für den Einnahmerückgang liegt den Anbgaben zufolge in den geringere Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben.

    10.34 Uhr: Niederlande beginnen Corona-Impfungen

    Die Niederlande haben als letzter EU-Staat mit ihrem Impfprogramm gegen das Coronavirus begonnen. Die erste Spritze erhielt eine Mitarbeiterin eines Pflegeheims für Demente in Veghel, 120 Kilometer südöstlich von Amsterdam. Die meisten anderen EU-Staaten hatten schon Ende Dezember begonnen, das Mittel des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer einzusetzen. Die niederländische Regierung wurde wegen des späten Impfstarts scharf kritisiert.

    10.30 Uhr: Virologe Fauci erwartet mehr als eine Million Impfungen pro Tag

    Der US-Virologe Anthony Fauci sieht die Corona-Impungen in seinem Land trotz eines holprigen Starts auf einem guten Weg. Die USA könnten schon bald mindestens eine Million Impfungen pro Tag verabreichen, sagte Fauci der Nachrichtenagentur AP. "Wenn Sie ein großes Programm starten, gibt es immer Verzögerungen", sagte er. Schon jetzt würden etwa 500.000 Menschen pro Tag geimpft.

    Zugleich warnte Fauci, die Zahl der Neuinfektionen könne in den kommenden Wochen noch einmal deutlich steigen. Um eine Herdenimmunität zu erreichen, müssten 70 bis 85 Prozent der US-Bevölkerung geimpft werden, das wären 280 Millionen Menschen. Er hoffe, dass dies bis Anfang Herbst erreicht werde.

    10.15 Uhr: Piazolo rät von Nutzung der digitalen Schulplattform Mebis zum Schulstart ab

    Noch vor dem offiziellen Kabinettsbeschluss, wie es an den Schulen weitergeht, hat das Kultusministerium die Schulen aufgefordert, die Lernplattform mebis nur zurückhaltend zu nutzen. Das Ministerium bittet in einem Schreiben an die Schulleiter, am kommenden Montag, wenn der Unterricht wieder beginnt, "Spitzenlasten zu vermeiden und die Lernplattform nur sehr zurückhaltend zu nutzen." In den nachfolgenden Tagen könne der Einsatz von mebis sukzessive gesteigert werden.

    Probleme mit der Lernplattform mebis gibt es seit dem ersten Lockdown im März. Versuchen sich zu viele Nutzer anzumelden, bricht mebis regelmäßig zusammen.

    • Mehr über Piazolos Brief und die Reaktionen der Opposition lesen Sie hier.

    09.30 Uhr: Großbritannien: Johnson will 13 Millionen Impfungen bis Mitte Februar

    Die britische Regierung will die Zahl der verabreichten Corona-Impfungen in der nächsten Zeit massiv erhöhen. Die Ankündigung von Premierminister Boris Johnson, bis Mitte Februar mehr als 13 Millionen Menschen zu impfen, sei eine "Herkulesaufgabe", so der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi - aber er sei zuversichtlich, sie zu bewältigen.

    Seit dem Beginn der Massenimpfung am 8. Dezember haben nach Angaben von Johnson landesweit gut 1,3 Millionen Menschen eine Dosis erhalten. Auf die Lage im Land schlägt das noch nicht durch: Am Dienstag meldeten die Behörden mit mehr als 60.00 Neuinfektionen einen Tagesrekord. Die Regierung ordnete einen neuen Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen an.

    08.30 Uhr: Widersprüchliche Signale der Politik zur Öffnung der Schulen

    Franziska Giffey (SPD), Bundesfamilienministerin und nominierte Spitzenkandidatin ihrer Partei im Stadtstaat Berlin, will eine möglichst schnelle Rückkehr zum Schul- und Kitabetrieb, um die Familien nicht zu lange zu belasten. "Homeoffice und Homeschooling geht nicht zusammen", sagte sie am Morgen im Deutschlandfunk. Deshalb sei nun eine klare Beschränkung auf den Januar beschlossen worden. "Und ich finde, dabei muss es auch bleiben."

    Anders ihr Parteikollege Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin und derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz. Ihm zufolge sind Prognosen zu einer Öffnung von Schulen in der Corona-Krise kaum möglich. "Unsere Zahlen geben das noch nicht her, dass wir wieder in den Präsenzunterricht gehen können", sagte Müller im ARD-Morgenmagazin. Erst in etwa zehn Tagen könne man sagen, ob eventuell für Grundschüler oder besondere Jahrgänge ab dem 18. Januar wieder Unterricht in Präsenz möglich sei.

    Auch die Union gibt in der Frage kein geschlossenes Bild ab. Während Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gestern in Berlin erklärte, dass er gegen eine Öffnung für Grundschüler und Abschlussklassen sowie von Kindertagesstätten sei, forderte Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) heute, Kitas und Grundschulen möglichst ab dem 18. Januar wieder zu öffnen.

    08.10 Uhr: Scholz zu Corona-Kosten: "Wir können lange durchhalten"

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hält die Belastung des Staatshaushalts durch den Corona-Lockdown für verkraftbar. "Wir können das lange durchhalten", sagte Scholz am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. Das Land habe in den vergangenen Jahren finanzielle Vorsorge getroffen. Deshalb könnten die notwendigen Hilfen nun bereitgestellt werden.Er gehe davon aus, dass die Belastung für den Staat geringer sein werde als nach der Finanzkrise 2008, fügte der Minister hinzu. Damals habe die Staatsverschuldung bei mehr als 80 Prozent des Bruttoinlandsproduktes gelegen, diesmal würden es nicht mehr als 70 Prozent sein.

    07.40 Uhr: Grünen-Gesundheitsexperte kritisiert "geplante Perspektivlosigkeit" der Corona-Maßnahmen

    Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hält die beschlossene Verlängerung und Verschärfung der Corona-Maßnahmen nicht für ausreichend, um die Pandemie in den Griff zu kriegen. Statt einer planbaren Perspektive habe man erneut geplante Perspektivlosigkeit bekommen, sagte Dahmen im ARD-Morgenmagazin. Die Impfstrategie werde zu langsam umgesetzt, Schnelltests zur Selbstanwendung würden zu langsam eingesetzt, und bei der Verfolgung von Kontakten über Gesundheitsämter und die Corona-Warn-App herrsche weiter Konzeptlosigkeit.

    Er könne als Arzt überhaupt nicht verstehen, dass erst knapp ein Viertel der gelieferten Impfdosen bereits verabreicht sei, sagte Dahmen. Der Impfstoff müsse zu den Menschen gebracht werden, denn "wie Waschstraßen" geplante Impfzentren funktionierten für junge, mobile Menschen, aber nicht für ältere, die wegen ihres höheren Risikos zuerst geimpft werden sollen. Stattdessen müssten verstärkt Hausärzte und mobile Impfteams zum Einsatz kommen.

    07.00 Uhr: Kinderärztepräsident: Kitas und Grundschulen schnell wieder öffnen

    Kinderärztepräsident Thomas Fischbach kritisiert die bundesweit geplante Verlängerung der Schulschließungen. "Je jünger die Kinder sind, desto wichtiger ist der Präsenzunterricht. Für Kinder bis zehn Jahre, die erwiesenermaßen bei der Pandemie keine entscheidende Rolle spielen, müssen Kitas und Schulen unter Wahrung angemessener Hygieneregeln zumindest dort so schnell wie möglich wieder aufmachen, wo die Inzidenzwerte nicht im tiefroten Bereich sind", sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte der Neuen Osnabrücker Zeitung. Nur wo das Corona-Infektionsgeschehen besonders dramatisch sei, solle ausnahmsweise auch im Grundschulunterricht eine Maske getragen werden. In Bayern herrscht auch für Grundschüler generell Maskenpflicht.

    Anders sei die Lage bei Jugendlichen, die fast so infektiös seien wie Erwachsene. Für sie fordert Fischbach pädagogische Hybridmodelle, also etwa eine Mischung aus Präsenzunterricht und Online-Unterricht in halbierten Klassen.

    06.45 Uhr: Marburger Bund hält Maßnahmen für notwendig

    Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hält die von Bund und Ländern verschärften Corona-Schutzmaßnahmen für notwendig, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. "Es ist richtig, die Bremse weiter anzuziehen", sagte die Vorsitzende des Marburger Bundes, Susanne Johna, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Ohne die Kontakt- und Aktivitätsbeschränkungen der vergangenen Wochen wäre unser Gesundheitswesen kollabiert", sagte Johna. Wo immer es möglich sei, sollten die Menschen Kontakte vermeiden. Mit der Verfügung von Maßnahmen allein sei es aber nicht getan, sie müssten auch durchgesetzt werden. Das Klinikpersonal sei seit Wochen im absoluten Dauerstress, es häuften sich die krankheitsbedingten Ausfälle, mahnte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft. Eine Lockerung von Kontaktbeschränkungen würde zu dieser Jahreszeit zwangsläufig zu noch stärker steigenden Infektionszahlen führen und die medizinische Versorgung insgesamt gefährden. "Das dürfen wir nicht zulassen", unterstrich Johna.

    06.00 Uhr: Zahl der Corona-Toten steigt um 1.019

    Die Zahl der Corona-Toten in Deutschland steigt kontinuierlich weiter stark an. Binnen 24 Stunden wurden 1.019 Todesfälle von Menschen verzeichnet, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, wie das RKI am Morgen in Berlin mitteilte. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie im vergangenen Frühjahr 36.537 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

    Die Zahl der registrierten Neuinfektionen stieg in den vergangenen 24 Stunden um 21.237. Wie aus dem am Abend veröffentlichten Lagebericht des RKI hervorgeht, waren am Dienstag 5.678 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung, 66 weniger als am Vortag. Seit dem Vortag erfolgten 802 Neuaufnahmen von Covid-19-Fällen auf eine Intensivstation. Bei 868 Patienten wurde die Behandlung abgeschlossen, davon sind 37 Prozent gestorben.

    Bei der Interpretation der aktuellen Zahlen sei zu beachten, dass in den vergangenen zwei Wochen rund um den Jahreswechsel vermutlich weniger Personen einen Arzt aufgesucht hätten, so dass weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen veranlasst wurden, erläuterte das RKI. Das könne dazu geführt haben, dass weniger Infektionen an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet wurden.

    Dienstag, 5. Januar 2021

    22.37 Uhr: Lettland will Corona-Beschränkungen bis 25. Januar verlängern

    Lettlands Regierung will die noch bis zum 11. Januar wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Beschränkungen um zwei Wochen verlängern. Das Kabinett in Riga einigte sich am Dienstag im Grundsatz auf eine Ausweitung der geltenden Sicherheitsmaßnahmen in dem baltischen EU-Landes bis zum 25. Januar. Über mögliche Änderungen einzelner Maßnahmen soll auf der Regierungssitzung am Donnerstag entschieden werden, teilte der Leiter der lettischen Staatskanzlei bei einer Online-Pressekonferenz mit. 

    22.26 Uhr: Brasilien erwartet Corona-Impfstoff von Astrazeneca und Oxford

    Brasiliens Regierung erwartet im Januar zwei Millionen Dosen des Corona-Vakzins der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca. Zugelassen ist in dem Land bislang jedoch noch kein Impfstoff gegen das Coronavirus. Auch einen Termin für die ersten Impfungen ist das Gesundheitsministerium bislang schuldig geblieben. Am Montag (Ortszeit) befanden sich nach offiziellen Angaben allein in  São Paulo 5126 Menschen im Zusammenhang mit Corona-Infektionen in intensivmedizinischer Behandlung - der höchste Stand seit dem 22. August.

    21.28 Uhr: Impfstoff - Frankreichs Europa-Staatssekretär weist Vorwürfe zurück

    Frankreichs Europa-Staatssekretär Clément Beaune hat Kritik aus Deutschland an der EU-Impfstoff-Beschaffung zurückgewiesen. "Es ist absurd, die Länder und Labore einander gegenüberzustellen", teilt Beaune am Abend mit. Die EU helfe, möglichst viele Impfstoffe zu sichern. "Wir haben gemeinsame Entscheidungen getroffen. Die deutschen Labore werden nicht schlechter behandelt", sagt er zu Vorwürfen, Frankreich habe mehr Biontech-Lieferungen verhindert. Die EU habe 300 Millionen Dosen von Biontech und mehr als 400 Millionen von Curevac bestellt - mehr als vom französischen Hersteller Sanofi. "Individuelle Strategien mögen kurzfristig eine Versuchung darstellen, aber auf lange Sicht sind sie unwirksam."

    20.55 Uhr: Merkel sagt Firmen jede Hilfe für Ausweitung Imfstoffproduktion zu

    Bund und Länder werden nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel alles tun, um die Produktion von Corona-Impfstoff weiter zu steigern. Sollten Darlehen oder Übergangsfinanzierungen nötig sein, dann werde dies kein Problem sein, sagte Merkel am Dienstag nach den Bund-Länder-Beratungen, auf denen auch vertieft über die Probleme bei den Impfungen in Deutschland gesprochen wurde. Der Bund werde sich mit den Herstellern zusammensetzen und überlegen, wo man helfen könne. "Die Frage der Finanzen ist für die, die einen Impfstoff haben, aber nicht die Kernfrage", betonte Merkel. "Es soll jedenfalls an keinerlei staatlicher Aktivität scheitern, dass schnell weiterer Impfstoff produziert werden kann", fügte die Kanzlerin hinzu.

    20.35 Uhr: Corona-Zahlen steigen in Spanien - Regionen verschärfen Maßnahmen

    Spanien hat mit 23.700 Neuinfektionen binnen 24 Stunden den höchsten Tageswert seit zwei Monaten verzeichnet. Das seien rund 10.000 Fälle mehr als vor einer Woche, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstagabend in Madrid mit. Drei Regionen, Katalonien, Madrid und Valencia, hätten zusammen zwei Drittel aller neuen Ansteckungen gemeldet. Allein in Katalonien seien einschließlich nachgemeldeter Fälle 7035 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen zwei Wochen kletterte derweil in Spanien den Angaben zufolge auf gut 296. Das ist der höchste Wert seit dem 27. November (307).

    Wegen der anziehenden Zahlen kündigten erneut mehrere der insgesamt 17 sogenannten Autonomen Gemeinschaften des Landes am Dienstag eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie an.

    20.35 Uhr: Baden-Württemberg zögert mit verschärfter Corona-Hotspot-Regel

    Baden-Württemberg hält sich die Entscheidung über die Verschärfung einiger Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie noch offen. Die Beschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern um den Wohnort in Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 sei zunächst nicht geplant, erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. "Wir müssen erstmal zu belastbaren Werten nächste Woche kommen, um darüber zu entscheiden." Zuletzt lag die Zahl nur in zwei Kreisen im Südwesten knapp über 200, in zwei weiteren knapp darunter. In der kommenden Woche will die grün-schwarze Landesregierung auf Basis neuer Zahlen auch entscheiden, ob Kitas und Grundschulen ab 18. Januar öffnen dürfen.

    20.30 Uhr: US-Seuchenbehörde meldet mehr als 4,8 Millionen Impfungen

    Die US-Seuchenbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang mehr 4,8 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 17,02 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

    20.10 Uhr: Virologe Keppler unterstützt beschlossene Maßnahmen

    Der Virologe Oliver Keppler von der Ludwig-Maximilians-Universität in München geht davon aus, dass die heute beschlossenen Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung in ihrer Gesamtheit greifen werden. Allerdings seien die Auswirkungen von Weihnachts- und Silvesterfeiern noch unklar, sagte Keppler in der Rundschau im BR Fernsehen, er selbst rechne mit deutlich steigenden Infektionszahlen Mitte Januar. In der Pressekonferenz am Abend hat Keppler viel Sorge bei den Entscheidern wahrgenommen und auch "ein hohes Maß an politischer Verantwortung". Insgesamt würden nun Maßnahmen umgesetzt, die Kontakte reduzieren sollen und das sei aus Sicht des Virologen sinnvoll.

    Im Zusammenhang mit den Bewegungseinschränkungen von 15 Kilometern in Hotspots gibt sich Virologe Keppler zwiegespalten. Das könne in Ballungsräumen auch einen gegenteiligen Effekt haben, wenn die Menschen sich dann verstärkt in den Parks träfen. In der Essenz gehe es eigentlich nicht darum, die Bewegung einzuschränken, sondern die Kontakte zu minimieren, betonte der Münchner Virologe.

    20.08 Uhr: Laschet - Eingeschränkter Bewegungsradius wird durchgesetzt

    Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet weist Zweifel an den Kontrollmöglichkeiten des eingeschränkten Bewegungsradius zurück. "Ich stehe zu dem, was die Ministerpräsidenten beschlossen haben. Und was beschlossen wird, wird auch durchgesetzt" sagt der CDU-Politiker am Dienstagabend in Düsseldorf. Nach den Beschlüssen soll in besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Gebieten die Bewegungsfreiheit auf einen Radius 15 Kilometer um den Wohnort beschränkt werden können

    20.00 Uhr: Handel fordert Fahrplan zur Wiedereröffnung der Geschäfte

    Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit rund um Corona-Hotspots soll dem Einzelhandelsverband HDE zufolge nicht für das Einkaufen gelten. Sowohl für die Nutzung von Click & Collect - also dem Abholen von im Internet bestellten Waren im Laden - sowie dem Kauf von Lebensmitteln müsse es Ausnahmen von der beschlossenen 15-Kilometer-Regel geben, fordert der HDE. Für den Handel müsse es zudem einen klaren Fahrplan zur Wiedereröffnung der Geschäfte und eine Anpassung der staatlichen Hilfen geben. "Die geschlossenen Handelsunternehmen brauchen jetzt klare Aussagen, unter welchen Bedingungen sie wann ihren Betrieb wieder aufnehmen können", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

    19.39 Uhr: Söder nachdenklich wegen niedriger Impfquote in Pflegeheimen

    Die Impfbereitschaft insbesondere in Bayerns Pflegeheimen stimmt Ministerpräsident Markus Söder nachdenklich. Die Impfquote dort sei nicht "extrem hoch", sagte der CSU-Chef am Dienstagabend nach Beratungen von Bund und Ländern in Berlin. Im Freistaat gebe es «sehr differenzierte Ergebnisse» sowohl bei den Bewohnern als auch bei den Pflegekräften. Man werde noch mehr für die Impfbereitschaft werben müssen, kündigte Söder an.

    19.35 Uhr: Merkel - "Jens Spahn macht einen prima Job"

    Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt sich in der Diskussion über die Beschaffung von Impfstoffen hinter Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU). "Jens Spahn macht einen prima Job", sagt die Kanzlerin zum Abschluss der Pressekonferenz. Die Frage, ob sie noch Vertrauen in den Minister habe, stelle sich nicht.

    19.28 Uhr: Landkreistag vermisst längerfristige Strategie bei Corona-Beschlüssen

    Der Deutsche Landkreistag vermisst bei den neuen Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern eine Perspektive für den Ausstieg aus dem Lockdown. "Was fehlt, ist eine längerfristig tragfähige Strategie", sagte Landkreistag-Präsident Reinhard Sager der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir leben hier noch zu sehr von der Hand in den Mund und hangeln uns von Konferenz zu Konferenz."

    So solle die Politik etwa Familien eine gewisse Planungssicherheit geben, erklärte Sager. "Das könnte so geschehen, dass bis zu einem bestimmten Wert Präsenzunterricht durchgeführt wird, ab einer Grenze dann Hybridunterricht und wiederum ab einem nochmals höheren Wert dann nur noch Distanzlernen."

    Einige der neuen Maßnahmen würden für die Bevölkerung sehr belastend, so Sager. Es komme entscheidend auf deren Kooperation an. "Die Einschränkungen müssen transparent und verhältnismäßig sein, um verstanden und akzeptiert zu werden. Mit Blick auf die beschlossenen Bewegungseinschränkungen und Kontaktbeschränkungen auf nur noch eine Person außerhalb des eigenen Haushalts könnte diese Grenze möglicherweise überschritten sein", warnte er.

    19.25 Uhr: China blockierte WHO-Experten in letzter Minute

    China hat in letzter Minute die Einreise von Experten verhindert, die im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ursprünge des Coronavirus erkunden sollen. "Ich bin sehr enttäuscht über diese Nachricht", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf in einer ungewöhnlich deutlichen Kritik an China. "Das ist sehr frustrierend", meinte Nothilfekoordinator Michael Ryan.

    Zwei Experten hätten die Reise am Dienstag schon angetreten gehabt, zwei weitere hätten ihre Abreise in letzter Minute stoppen müssen, sagte Tedros. Entgegen den Absprachen habe Peking kurzfristig mitgeteilt, dass die nötigen Einreisepapiere noch nicht vorlägen. Tedros habe den chinesischen Behörden die Dringlichkeit der Mission erneut in Erinnerung gerufen, sagte Ryan. Die Behörden hatten versichert, dass die Papiere nun zügig bereitgestellt würden.

    Die WHO verhandelt seit Monaten mit China über diese Expertenmission. Die Diskussionen kamen nur zäh voran. Jeder einzelne Experte muss von chinesischer Seite abgesegnet werden, bevor das Team die Arbeit aufnehmen kann. Die Experten wollen unter anderem in die zentralchinesische Metropole Wuhan reisen, wo das Virus im Umfeld eines Marktes zuerst nachgewiesen worden war.

    Chinesische Behörden streuen seit Monaten Zweifel daran, dass das Virus überhaupt aus China stammt. Staatsmedien verwiesen auf unbestätigte Berichte, dass es mögliche Sars-CoV-2-Infektionen vor der Entdeckung der ersten Fälle Anfang Dezember 2019 in Wuhan schon in anderen Ländern gab.

    19.24 Uhr: Söder geht von weiterer Zunahme der Corona-Fallzahlen aus

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht davon aus, dass mit dem Ende der Feiertage die Corona-Infektionszahlen weiter steigen werden. Die Dunkelziffer sei wahrscheinlich relativ hoch, da über Weihnachten und Silvester weniger getestet worden sei, sagte der CSU-Chef am Dienstagabend nach Beratungen von Bund und Ländern in Berlin. Auch Reiserückkehrer seien noch nicht in den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts abgebildet. "Wir müssen eher davon ausgehen, dass diese Zahlen wachsen", betonte Söder.

    19.22 Uhr: Kanzlerin will sich für Impfstoffe einsetzen

    Bei den Beratungen von Bund und Ländern hat Kanzlerin Angela Merkel nach Angaben der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer zugesagt, dass sie Lieferengpässen bei Impfstoffen entschieden entgegenwirken werde. Die vereinbarte Einschränkung des Bewegungsradius in Hotspots auf 15 Kilometer um den Wohnort erklärt Dreyer mit einem Wunsch Thüringens: Die Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung in Sachsen hätten dazu geführt, dass viele Sachsen in die Ausflugsgebiete in Thüringen ausgewichen seien.

    19.20 Uhr: Söder - Vorerst kein Präsenzunterricht in Bayerns Schulen

    In Bayerns Schulen wird es nach Ende der Weihnachtsferien keinen Präsenzunterricht geben. Das gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekannt. Es werde stattdessen zunächst bis Ende Januar Distanzunterricht sowie Notbetreuung geben, sagte Söder.

    Es habe sich gezeigt, dass das Corona-Virus auch in Schulen und Kitas verbreitet werden kann. Das hätten internationale Studien ergeben. Sorge bereite in diesem Zusammenhang vor allem eine Verbreitung der neuen Virusform, der in Großbritannien bekannt geworden war und inzwischen auch in Deutschland nachgewiesen wurde.

    19.01 Uhr: Nächste Bund-Länder-Runde am 25. Januar

    Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigt an, dass sie am 25. Januar das nächste Mal mit den Ministerpräsidenten der Länder zusammenkommen werde. Dann werde entschieden, wie es nach dem 31. Januar weitergehe. Die jetzt verhängten Maßnahmen seien hart, räumt Merkel ein. "Aber wir sehen uns dazu genötigt, um unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren."

    18.59 Uhr: Merkel gegen nationalen Alleingang bei Impfbestellung

    Kanzlerin Angela Merkel verteidigt die Impfstoffbestellung durch die EU. "Wir wollen keine nationalen Alleingänge", betont sie. Der wirksamste Schutz sei auch für Deutschland durch ein europäisches Vorgehen zu erreichen. Es sei im deutschen Interessen, dass auch die Bevölkerung der EU-Nachbarn rasch geimpft werde.

    18.59 Uhr: 24 bayerische Kreise sind von Bewegungseinschränkungen betroffen

    Mindestens 24 Stadt- und Landkreise in Bayern sind derzeit von einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit in Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen betroffen. Darunter fallen nach Daten des Robert Koch-Instituts (Stand: 5. Januar, 00.00 Uhr) etwa die Städte Nürnberg, Coburg, Hof, Bayreuth, Fürth und Landshut aber auch die Landkreise Berchtesgadener Land, Passau, Regen oder Deggendorf. Wie genau dies in Bayern umgesetzt wird, ist noch nicht klar. Morgen berät der Bayerische Ministerrat auf einer Sondersitzung darüber.

    18.52 Uhr: Regeln für Einreise aus Corona-Risikogebieten werden verschärft

    Die Regeln für Einreisende aus Corona-Risikogebieten im Ausland werden noch einmal verschärft. Ab dem 11. Januar müssen sie nicht nur für zehn Tage in Quarantäne, sondern sich auch 48 Stunden vor oder unmittelbar nach Einreise zwingend auf das Virus testen lassen. Darauf verständigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sich am Dienstag mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin, wie aus dem Beschlusspapier hervor geht. Die Quarantäne kann auch künftig durch einen zweiten Test nach fünf Tagen verkürzt werden, falls dieser negativ ausfällt.

    18.49 Uhr: WHO empfiehlt zwei Dosen Biontech-Vakzin binnen 21 bis 28 Tagen

    Covid-19-Patienten sollten nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zwei Dosen des Biontech/Pfizer-Vakzins innerhalb von 21 bis 28 Tagen erhalten. Das sei die Empfehlung, sagt ein hochrangiger WHO-Vertreter. Die Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer hatten zuvor in der Debatte gebremst, ob auf eine zweite Corona-Impfung zunächst verzichtet werden kann, um mehr Menschen zu impfen. Es gebe keine Daten, dass die Impfwirkung nach 21 Tagen anhalte, hieß es in einer Erklärung der Firmen. Der Impfstoff soll ein zweites Mal verabreicht werden, um einen vollen Schutz zu erreichen.

    18.48 Uhr: Lockdown an Schulen und Kitas wird bis Ende Januar verlängert

    Wegen weiter hoher Corona-Infektionszahlen wird der Lockdown an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

    18.45 Uhr: Bund und Länder verschärfen Kontaktbeschränkungen

    Die Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden wegen der weiter hohen Infektionszahlen verschärft. Künftig sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

    18.44 Uhr: Lockdown wird verlängert - Einschränkung der Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots

    Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird wegen weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Beratungen in Berlin verständigt, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht. Auf Menschen in Landkreisen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen kommt eine drastische Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zu. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sollen die Länder lokale Maßnahmen ergreifen, um den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort zu begrenzen, sofern kein triftiger Grund vorliegt.

    18.28 Uhr: Johnson: 1,3 Millionen Menschen im Land sind gegen Corona geimpft

    In Großbritannien sind nach Angaben von Premierminister Boris Johnson mittlerweile mehr als 1,3 Millionen gegen das Coronavirus geimpft worden. Besonders hob Johnson hervor, dass rund die Hälfte der Geimpften aus der besonders bedrohten Altersgruppe der über 80-Jährigen stamme. "In zwei bis drei Wochen werden wir hier ein hohes Maß an Immunität haben", sagte der Regierungschef in London vor Journalisten.

    Mit mehr als 60.000 neuen Corona-Infektionen meldete Großbritannien heute erneut einen Tagesrekord. "Mehr als zwei Prozent der Bevölkerung sind infiziert", sagte Johnson. In Kliniken würden derzeit 40 Prozent mehr Menschen behandelt als zum Höhepunkt im April 2020. Die Menschen verstünden, dass der Regierung deshalb keine andere Wahl bleibe als einen neuen Lockdown mit weitreichenden Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen zu verhängen. Das Parlament soll den Maßnahmen an diesem Mittwoch zustimmen.

    18.18 Uhr: Verhandlungskreise - Bund und Länder beschränken Kontakte

    Bund und Länder beschränken die privaten Kontakte in der Corona-Krise noch weiter als bisher geplant. Kanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten einigten sich in den Beratungen nach Auskunft aus Verhandlungskreisen darauf, dass sich künftig ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen darf. Diese Person kann aber wechseln. Mit der weiteren Reduzierung der Kontakte wollen Bund und Länder die Infektionsgefahr weiter eindämmen. Die Regelung orientiert sich an dem Modell, das auch auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle in Deutschland im Frühjahr 2020 galt.

    18.15 Uhr: Zeitraum für Kinderkrankengeld wird verdoppelt

    Bund und Länder weiten das Kinderkrankengeld aus, um Eltern im Fall geschlossener Schulen und Kitas zu helfen. Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten verständigen sich in ihrer Videokonferenz nach Angaben eines Regierungsvertreters auf einen Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), dass in diesem Jahr jedes Elternteil zehn zusätzliche Tage Kinderkrankengeld erhalten kann. Für Alleinerziehende gibt es 20 zusätzliche Tage. Der Zeitraum wird damit verdoppelt. Der Anspruch soll auch gelten in Fällen, in denen eine Kinderbetreuung zu Hause erforderlich ist, weil Schule oder Kindergarten pandemiebedingt geschlossen sind oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt wurde.

    18.10 Uhr: Großbritannien meldet erstmals mehr als 60.000 Neuinfektionen

    Großbritannien meldet einen weiteren Rekord bei der Zahl der Corona-Fälle. Die Behörden zählen am Dienstag 60.916 weitere Positiv-Tests. Der bisherige Höchststand war erst am Montag mit 58.784 Fällen gemeldet worden. Weitere 830 Menschen starben, die positiv getestet wurden. Angesichts der rasch wachsenden Infektionszahlen hatte der britische Premierminister Boris Johnson den Lockdown für England verschärft. Auch Impfungen sollen im Kampf gegen das Virus Besserung bringen. Bislang seien mehr als 1,3 Millionen Menschen in Großbritannien geimpft worden, sagt Johnson.

    18.02 Uhr: Bund und Länder lassen Schulen bis Ende Januar zu

    Bund und Länder wollen die Schulen bis Ende Januar geschlossen halten. Darauf verständigen sich die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten in der noch laufenden Videokonferenz, wie Reuters von einem Vertreter der Länder erfährt. Die von den Ländern ergriffenen Maßnahmen müssten auch in diesem Bereich "entsprechend des Beschlusses vom 13. Dezember 2020 bis Ende Januar verlängert werden". Die Sonderregelungen für Abschlussklassen blieben erhalten.

    17.52 Uhr: Belgien beginnt mit großflächiger Impfkampagne

    Nach einwöchigem Testlauf beginnt Belgien nun großflächig mit Impfungen gegen das Coronavirus. Jede Woche sollen rund 87.000 Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer an Menschen im Land verabreicht werden, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Demnach sollen wie in Deutschland zunächst Mitarbeiter und Bewohner von Pflegeheimen geimpft werden.

    Insgesamt könnten bis Ende Januar oder Anfang Februar 150.000 bis 200.000 Betroffene Impfschutz erhalten. Anschließend sollen Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen an der Reihe sein. Bislang sind in Belgien während der einwöchigen Testphase nur rund 700 Freiwillige in einigen Pflegeheimen geimpft worden.

    17.07 Uhr: Kubicki kritisiert geplante Einschränkung der Bewegungsfreiheit

    Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki äußert scharfe Kritik an der geplanten Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf einen engen Radius rund um den Wohnort. Die Idee für dieses neue Instrument habe "keine ausdrückliche gesetzliche Verankerung", sagt der Bundestagsvizepräsident dem "Handelsblatt". "Ein Instrument also, über das abermals keine parlamentarische Debatte stattgefunden hat und das hinter verschlossenen Türen ausgehandelt wird", fügt Kubicki hinzu. "Entgegen aller Beteuerungen ist im Kanzleramt kein Lerneffekt eingetreten."

    16.49 Uhr: Studie - Erneuter Lockdown belastete Unternehmensgewinne kaum

    Der erneute Lockdown im Dezember hat die Gewinne von Unternehmen laut einer Studie insgesamt nicht spürbar belastet. Im Gesamtjahr 2020 wird nach Berechnungen des German Business Panels der Universität Mannheim mit einem Rückgang der Firmengewinne in Deutschland um 16,6 Prozent gerechnet. Dieser Wert habe sich gegenüber dem Sommer leicht erholt und sei durch die Verschärfung des Lockdowns Mitte Dezember nicht spürbar gedrückt worden, heißt es in der heute vorgelegten Studie. Die Ergebnisse basieren auf einer Unternehmensbefragung mit knapp 15.000 Interviews von Juli bis September sowie November bis Dezember 2020. Mehr als 1.000 Firmen aus rund 110 Branchen wurden befragt.

    Allerdings kam es bei dem verschärften Lockdown ab 16. Dezember zu einer Umverteilung von Unternehmensgewinnen. So habe etwa der von Schließungen betroffene Einzelhandel Mitte Dezember einen weiteren Gewinnrückgang um 3,4 Prozent verzeichnet. Zugleich zeigte sich im geöffneten Einzelhandel eine leicht positive Entwicklung.

    Die Gewinnsituation der Unternehmen ist den Befragungsergebnissen zufolge direkt abhängig von der Schließung des Geschäfts. Wo eine solche Schließung zu irgendeinem Zeitpunkt im Jahr 2020 staatlich verordnet wurde, gingen die Gewinne demnach auch trotz staatlicher Hilfen um 41,5 Prozent zurück. Besonders belastet seien kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige.

    16.47 Uhr: Los Angeles - Gesundheitssystem vor Zusammenbruch

    Rettungskräfte im US-Bezirk Los Angeles sind wegen der Überlastung durch die Corona-Welle inzwischen angewiesen, bestimmte Patienten mit geringer Überlebenschance nicht mehr in Krankenhäuser zu bringen. Sollte bei einem Herzstillstand eine Wiederbelebung vor Ort nicht erfolgreich sein, sollten die Patienten "nicht transportiert werden", hieß es in einer Anordnung des Rettungsdienstes. Zudem soll das Verabreichen von Sauerstoff auf Patienten mit niedriger Sauerstoffsättigung im Blut von weniger als 90 Prozent begrenzt werden.

    Viele Krankenhäuser in dem bevölkerungsreichen Bezirk "haben einen Krisenpunkt erreicht und müssen bei der Patientenversorgung bereits sehr harte Entscheidungen treffen", sagte die Chefin des Gesundheitsamtes, Christina Ghaly, der "Los Angeles Times". Den Krankenhäusern stehe nach den Feiertagen eine neue Welle an Covid-19-Patienten bevor. "Das Schlimmste liegt fast sicher noch vor uns", sagte sie. Die Krankenhäuser würden mit Corona-Patienten überschwemmt. Vielerorts müssten Krankenwagen Stunden warten, bevor Patienten aufgenommen werden könnten, sagte Ghaly. Sie forderte die Menschen auf, Krankenhäuser nur in absoluten Notfällen aufzusuchen.

    16.26 Uhr: Luxemburg will Corona-Regeln lockern

    Luxemburg lockert seine Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Von Montag an dürften Geschäfte unter strengen Auflagen wieder öffnen, sagte Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel am Dienstag nach einer Sitzung des Regierungsrates. In den Schulen starte wieder der Präsenzunterricht, auch Sport- und Kultureinrichtungen könnten unter Auflagen wieder aufschließen, sagte Bettel.

    Restaurants und Kneipen aber blieben bis Ende Januar weiterhin geschlossen. Auch änderten sich die strengen Kontaktbeschränkungen nicht: Nur maximal zwei Personen aus einem anderen Haushalt könnten zu Besuch kommen. Bei Versammlungen von mehr als vier Personen gelte wie bisher eine Maskenpflicht, sagte Bettel. Die Gesetzestexte sollen noch in dieser Woche im Parlament verabschiedet werden.

    Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen seien im Vergleich zu Anfang Dezember zurückgegangen, sagte Bettel. Und zwar von durchschnittlich 550 auf 167 Neuinfektionen pro Tag.

    16.17 Uhr: Niederlande beginnen am Mittwoch mit Impfungen

    Die niederländische Regierung ist wegen des späten Impf-Starts scharf kritisiert worden. Oppositionsparteien warfen Ministerpräsident Mark Rutte und seinem Gesundheitsminister Hugo de Jonge Versagen vor, weil das Land erst mehr als zwei Wochen nach anderen EU-Ländern impfen wird. Auch Abgeordnete der Koalitionsparteien äußerten bei einer Dringlichkeitssitzung am Dienstag in Den Haag Kritik. Die Niederlande werden am Mittwoch als letztes Land der EU mit ihrer Impfkampagne gegen Covid-19 starten.

    16.07 Uhr: Seit gestern 2.203 Infektionen und 256 Todesfälle in Bayern

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern ist von gestern auf heute um 2.203 gestiegen. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen haben sich seit Beginn der Pandemie in Bayern insgesamt 337.320 Menschen mit dem Sars-Cov2-Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle von Menschen, die mit oder an Covid-19 gestorben sind, hat sich von gestern auf heute um 256 erhöht - wobei davon 228 Nachmeldungen sind.

    14.35 Uhr: Impfangebot für stationäre Pflegeeinrichtungen

    Bund und Länder wollen allen Bewohnerinnen und Bewohnern von stationären Pflegeeinrichtungen noch im Januar ein Impfangebot machen. Das geht aus dem Entwurf für die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern hervor, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Man wolle die Produktionskapazitäten von Impfstoff in Deutschland wie etwa bei der Firma BioNTech in Marburg ausbauen. Der Bund wolle darüber hinaus mit den Herstellern darüber sprechen, wie schnellstmöglich weitere Produktionskapazitäten für Impfstoffe aufgebaut werden können, heißt es in der Vorlage.

    14.05 Uhr: Bis Dienstagmittag 317.000 Personen geimpft

    In Deutschland sind bis Dienstag, 12 Uhr Mittag, 316.962 Personen als geimpft registriert worden, meldet das Robert-Koch-Institut (RKI). Am Montag habe es 44.563 Impfungen gegeben. Etliche Bundesländer wollen die Zahl ihrer Impfungen erst im Lauf der Woche hochfahren. Den stärksten Zuwachs gab es laut den RKI-Zahlen in Bayern. Die höchste Impfungsrate pro tausend Einwohner hat weiterhin Mecklenburg-Vorpommern, die geringste Niedersachsen.

    13.41 Uhr: Dänemark verlängert zeitlichen Abstand zwischen Impfspritzen

    In Dänemark haben die Gesundheitsbehörden die Regeln für Corona-Impfungen angepasst. Zwischen der ersten und der zweiten Spritze mit dem Mittel von Biontech und Pfizer dürfen künftig bis zu sechs Wochen liegen, sagte der Leiter des Gesundheitsamtes, Søren Brostrøm der Nachrichtenagentur Ritzau. Ursprünglich sei ein Abstand von drei bis vier Wochen empfohlen worden, doch die Prüfung der Impfdaten habe gezeigt, dass es bis zu sechs Wochen sein könnten. Das solle jetzt in die dänischen Richtlinien aufgenommen werden. Wann immer möglich solle aber schon früher zum zweiten Mal geimpft werden.

    In Großbritannien ist der mögliche Abstand zwischen der ersten und der zweiten Impfung von drei auf zwölf Wochen verlängert worden, um möglichst vielen Menschen so schnell wie möglich die erste Spritze verabreichen zu können.

    12.55 Uhr: Vatikan bereit für Impfungen

    Der Vatikan ist nach eigenen Angaben bereit für die Corona-Impfungen. Es sei eine Frage von wenigen Tagen, bis die Impfdosen geliefert würden, sagte der Leiter des Gesundheitsamts, Andrea Arcangeli, der römischen Zeitung "Messaggero". Dann könne unverzüglich mit den Immunisierungen begonnen werden. Er gehe davon aus, dass sich auch Papst Franziskus impfen lassen werde, habe aber keine Information darüber, sagte Arcangeli. Der Intensivmediziner und frühere Professor an der römischen Universitätsklinik Gemelli bestätigte, der Vatikanstaat habe rund 10.000 Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer bestellt. Diese Zahl reiche, um den internen Bedarf zu decken. Impfberechtigt sind neben Angestellten des Heiligen Stuhls und der Vatikanstadt auch mitversicherte Angehörige und Pensionäre.

    Papst Franziskus appellierte in den vergangenen Monaten wiederholt an Gläubige, sich an Maßgaben ihrer Regierungen zur Eindämmung der Pandemie zu halten. In einem Leitlinienpapier zu ethischen Fragen rund um Corona-Impfungen erklärte der Vatikan eine Immunisierung für moralisch geboten. Impfverweigerer machten sich zum Risiko für jene, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden könnten und daher auf Herdenimmunität angewiesen seien. Wer eine Impfung ablehne und deshalb an Covid-19 erkranke, belaste das Gesundheitssystem unnötig, hieß es in dem vergangene Woche veröffentlichten Dokument.

    12.49 Uhr: In Spanien starker Anstieg der Arbeitslosigkeit

    Die Corona-Krise hat dem langjährigen Aufwärtstrend am spanischen Arbeitsmarkt ein jähes Ende bereitet. Die Zahl der Erwerbslosen erhöhte sich 2020 erstmals, nachdem sie zuvor sieben Jahre in Folge zurückgegangen war. Wie das Arbeitsministerium weiter mitteilte, stieg die Zahl der als arbeitslos gemeldeten Spanier im Dezember auf 3,89 Millionen - eine Zunahme um 724.532 gegenüber dem Vorjahresmonat. Dies entspricht einem Zuwachs um 22 Prozent. Derart stark hat die Arbeitslosigkeit seit den Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 nicht mehr zugelegt.

    12.45 Uhr: Laut Umfrage fast zwei Drittel für Lockdown-Verlängerung

    Eine große Mehrheit der Deutschen ist für eine Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich fast zwei Drittel der Befragten dafür aus, die Einschränkungen mindestens in der bisherigen Härte über den 10. Januar hinaus fortzuführen. 41 Prozent sind für eine unveränderte Beibehaltung, weitere 24 Prozent sogar für eine Verschärfung. Dagegen befürworten nur 17 Prozent eine Lockerung des Lockdowns und nur jeder Zehnte (11 Prozent) ist für eine komplette Aufhebung aller Einschränkungen.

    12.27 Uhr: FDP-Chef Lindner fordert nationalen Impfgipfel

    Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP, fordert einen nationalen Impfgipfel, an dem sich Bund, Länder, Kommunen, Pharmaunternehmen und niedergelassene Ärzte beteiligen sollen. Dabei müsse etwa geklärt werden, wie die Produktionskapazitäten erhöht werden und welche Personen innerhalb der ersten Gruppe priorisiert werden solle, sagt Lindner. Außer in Corona-Hotspots lehne die FPD eine Begrenzung der Bewegungsfreiheit ab, vor allem wenn dies für eine Inzidenz schon ab 100 gelten solle. Denkbar sei eher eine weitere Verschärfung der Kontaktbeschränkung, fügt Lindner hinzu. Die FDP fordere ohnehin eine Regionalisierung der Maßnahmen und auch eine Perspektive für mögliche Lockerungen in Regionen mit niedrigen Infektionszahlen.

    11.42 Uhr: Indonesien vor Impfung mit Mittel aus China

    Mit einem Impfstoff aus China, dem CoronaVac der Firma Sinovac Biotech, will die indonesische Regierung von kommender Woche an die Bevölkerung gegen Corona impfen. Um Indonesiern Zweifel an der Sicherheit des Impfstoffs zu nehmen, solle am 13. Januar als erster Präsident Joko Widodo geimpft werden. In China wurde der Impfstoff von Sinovac im Rahmen einer Notfallzulassung genehmigt und bereits verabreicht. Die Impfung ist für indonesische Bürger kostenfrei. Indonesien ist mit seinen mehr als 260 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Staat Südostasiens. Bisher wurden dort laut Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore mehr als 772-000 Corona-Infektionen bestätigt; fast 23.000 Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben.

    11.07 Uhr: Bankenpräsident: Filialabbau wird sich durch Corona beschleunigen

    Die Corona-Krise dürfte die seit Jahren laufenden Filialschließungen der Banken beschleunigen: "Im Lockdown haben die Kunden erfahren, dass sie auch anders mit ihrer Bank in Kontakt treten können", sagte Bankenpräsident Hans-Walter Peters den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Dienstag. "Ich möchte hier realistisch sein: Es wird weniger Filialen geben und der Abbau verläuft vielleicht auch schneller als in den vergangenen Jahren." Im Jahr 2019 war die Zahl der Zweigstellen um 1220 oder viereinhalb Prozent auf 26.660 gesunken. Der Filialabbau habe auch Folgen für die Beschäftigung in der Branche, die Mitarbeiterzahl der Banken werde 2021 sinken. Von mehreren Banken gemeinsam betriebenen Filialen, wie es Sparkasse und Volksbank derzeit in Hessen erproben, erteilte Peters eine Absage. "Die Privatbanken unterscheiden sich sehr stark in ihren jeweiligen Geschäftsmodellen", sagte er. "Daher sehe ich das für uns momentan nicht."

    10.37 Uhr: Diakonie fordert wegen Corona Computer und Internet für alle

    Die Diakonie fordert ein Milliardenprogramm, um sämtlichen Menschen in Deutschland Zugang zu Computern und Internet zu verschaffen. Digitale Beteiligungsmöglichkeiten seien Teil des Existenzminimums, erklärte der evangelische Wohlfahrtsverband am Dienstag in Berlin. Die Corona-Pandemie habe den Handlungsdruck erhöht. Menschen, die in Armut leben, seien ohne Computer und WLAN von fast allem ausgeschlossen. Dramatisch sei die Situation insbesondere für Schülerinnen und Schüler, sagte Vorstandsmitglied Maria Loheide mit Blick auf die Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder, auf der angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen auch über die Fortsetzung des Unterrichts in den Schulen entschieden werden soll.

    10.35 Uhr: Landkreise und Kommunen fordern bundesweit einheitliche Corona-Strategie

    Die Landkreise und Kommunen fordern ein bundesweit einheitliches Vorgehen, damit die Akzeptanz und der Erfolg des Lockdowns nicht verspielt werden. Bund und Länder sollten eine "bundeseinheitliche, langfristige, transparente Strategie" für Schulen, Wirtschaft und Kultur beschließen, sagte der Präsident des Deutschen Landkreistags, Reinhard Sager, der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vor dem Bund-Länder-Treffen an diesem Dienstagmittag: "Wir müssen wegkommen von der Methode, uns von einem Treffen der Ministerpräsidenten zum anderen durchzuhangeln." Städtetagspräsident Burkhard Jung sagte: "Der Lockdown wird nur dann nachhaltig wirken, wenn er bundesweit fortgesetzt und nicht in einzelnen Ländern aufgeweicht wird."

    10.21 Uhr: Nächste Impfstofflieferung für Regen am Samstag

    Im Landkreis Regen, der wegen fehlender Impfstofflieferung alle für diese Woche geplanten Impftermine absagen musste, ist jetzt zumindest für Samstag eine weitere kleine Lieferung angekündigt worden. Das hat die Pressestelle des Landratsamts heute bekant gegeben. Impfdosen für 265 Personen sollen voraussichtlich am Samstag geliefert werden. Sobald sie da sind, will man weiterimpfen, sowohl im Impfzentrum als auch in den mobilen Teams. Alle ausgefallenen Termine kann man aber damit nicht abdecken. Der Landkreis hofft, dass nächste Woche wieder mehr Impfstoff kommt.

    10.17 Uhr: Impfstoff in Ansbach ist aufgebraucht

    Der Impfstoff gegen das Corona-Virus für Stadt und Landkreis Ansbach ist jetzt bereits aufgebraucht. Neue Lieferungen werden zwischen dem 9. und 11. Januar erwartet, sagte ein Sprecher des Landratsamts dem BR. Über die Zahl der Impfdosen gebe es auch noch keine genauen Angaben. Laut Sprecher standen für Stadt und Landkreis Ansbach etwas mehr als 1.200 Dosen zur Verfügung. Bisher seien die mobilen Teams in nur neun Heimen im Einsatz gewesen, bevor der Impfstoff ausgegangen sei. Termine im Vorfeld werde es aber keine geben, so der Sprecher weiter. In Landkreis und Stadt Ansbach leben etwas mehr als 226.000 Menschen.

    09.20 Uhr: Deutscher Städtetag gegen zu schnelle Lockerung des Lockdowns

    Vor dem Bund-Länder-Gipfel plädiert der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, für weiter strikte Eindämmungsmaßnahmen. "Die Städte warnen davor, erste Effekte des Lockdowns durch vorschnelle Lockerungen zu gefährden", sagt Jung der Funke-Mediengruppe. "Die Maßnahmen durch den Lockdown sollten so lange nicht gelockert werden, bis in ganz Deutschland ein stabiler Abwärtstrend der Neuinfektionen erkennbar ist." Vor dem Hintergrund "großer Engpässe beim Impfstoff" müsse der Bund alles daransetzen, dass es rasch genügend Impfstoff für die Menschen gebe. "Wenn wir genügend Impfstoff hätten, könnten wir bis Anfang Februar die erste Gruppe der über 80-Jährigen, der Pflegeheimbewohner und des besonders relevanten medizinischen Personals impfen", sagt Jung.

    09.00 Uhr: Abschlagszahlungen für Dezemberhilfe starten

    Die Abschlagszahlungen für die außerordentliche Wirtschaftshilfe für den Monat Dezember sind gestartet, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt. Es könnten bis zu 50.000 Euro gewährt werden, Soloselbständige können Anträge bis maximal 5.000 Euro stellen. Mit der außerordentlichen Wirtschaftshilfe für den Dezember können Unternehmen, die nach den November-Schließungen weiter direkt oder indirekt betroffen sind, "auch im Dezember Zuschüsse in Höhe von bis zu 75 Prozent des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019 als Beitrag zum Ausgleich der erlittenen Schäden erhalten". Kritisiert wird vor allem die langsame Auszahlung der Hilfen.

    08.18 Uhr: Einzelhandel im Corona-Jahr mit großem Umsatzplus

    Die Einzelhändler in Deutschland haben ihren Umsatz im vergangenen Jahr trotz der Corona-Krise so stark gesteigert wie noch nie. Sie nahmen 5,3 Prozent mehr ein als 2019, schätzt das Statistische Bundesamt. Das ist der kräftigste Zuwachs seit Beginn dieser Statistik 1994 und das elfte Jahr in Folge mit einem Plus. Zu den Profiteuren der Corona-Krise zählen vor allem der Online- und Versandhändler. Sie kamen in den ersten elf Monaten auf ein Umsatzwachstum von 24 Prozent. Viele andere Einzelhändler wurden dagegen von der Corona-Krise kalt erwischt: So brach der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren von Januar bis November um 21,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum ein. Reichster Mensch der Welt ist nach der neuen Rangliste nun der Chef des Versandhandels Amazon Jeff Bezos. Sein Vermögen wird auf rund 188 Milliarden Dollar geschätzt.

    08.18 Uhr: China ruft wegen 14 Infektionen Corona-Hochrisikogebiet aus

    China hat Teile der Provinz Hebei nach 14 Corona-Neuinfektionen zum Hochrisikogebiet erklärt. Elf der Fälle seien in der Stadt Shijiazuang registriert worden, wo einige Wettkämpfe der Olympischen Winterspiele 2022 stattfinden sollen, erklärte die Gesundheitsbehörde der Provinz am Dienstag. Für Teile der Stadt seien deshalb Ausgangsbeschränkungen verfügt und zusätzliche Tests angeordnet worden. 30 Tests hätten positive Ergebnisse gebracht, die Betroffenen zeigten aber keine Symptome. China ist der Ausgangspunkt der weltweiten Corona-Pandemie und hat bislang 87 183 Infektionen sowie 4634 Todesfälle mit dem Virus bekanntgegeben.

    07.05 Uhr: Regierungskonflikt über Impfstoffbeschaffung

    CDU-Gesundheitsminister Spahn hat die anhaltende Kritik an der deutschen Impfstoffbeschaffung zurückgewiesen. Es sei richtig gewesen, den gemeinsamen europäischen Weg zu gehen, so Spahn gestern Abend im ZDF. Er antwortete damit auf Vorhaltungen unter anderem des SPD-Generalsekretärs Lars Klingbeil, der in der ARD von "chaotischen Verhältnissen" gesprochen hatte.

    Laut einem Bericht der Bild-Zeitung ist es Klingbeil mit seiner Kritik in der SPD nicht allein: Finanzminister Olaf Scholz habe Spahn im Namen der SPD-regierten Bundesländer einen vierseitigen Fragenkatalog vorgelegt. Unter anderem wolle er wissen, warum die EU so wenig Impfdosen bestellt habe und warum sie höhere Lieferangebote von Biontech und Moderna ausgeschlagen habe. Der Münchner SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post fordert bei Focus Online sogar einen Untersuchungsausschuss zum Thema.

    06.25 Uhr: Mexiko lässt Impfstoff von Astrazeneca zu

    Nach den lateinamerikanischen Staaten Argentinien und El Salvador hat nun auch Mexiko den Coronavirus-Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford zugelassen. Die staatliche Kommission zum Schutz vor Gesundheitsrisiken (Cofepris) erteilte am Montag eine Notfallzulassung des Vakzins. Großbritannien, das das Mittel als erstes Land zugelassen hatte, begann am Montag, Menschen damit zu impfen.

    Mexiko hatte an Heiligabend als erstes Land Lateinamerikas begonnen, seine Bürger gegen das Coronavirus impfen zu lassen - mit dem Mittel des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer. Inzwischen wurden nach Regierungsangaben knapp 44.000 Menschen damit geimpft.

    Der Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca und der Universität Oxford wies in Studien eine geringere Wirksamkeit auf als das Biontech-Präparat, kann aber mit weniger Aufwand gelagert werden und ist deutlich günstiger. Er wird derzeit von den europäischen Zulassungsbehörden geprüft.

    06.00 Uhr: Knapp 11.900 Neuansteckungen in Deutschland

    Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 11.897 weitere Ansteckungsfälle erfasst. Das sind rund 1.000 Neuansteckungen weniger als vor einer Woche. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg auf 1.787.410.

    Nach Angaben des RKI wurden zudem 944 Todesfälle durch die Pandemie binnen 24 Stunden gezählt. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf 35.518. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das RKI mit rund 1.424.700. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Dienstag 134,7.

    Am heutigen Dienstag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer über das weitere Vorgehen gegen die Corona-Pandemie beraten. Es wird damit gerechnet, dass der derzeitige harte Lockdown mit weitgehender Schließung von Geschäften, Schulen und Kitas fortgesetzt wird. Berlins Regierender Bürgermeistermeister Michael Müller (SPD) etwa rechnet mit einer Fortsetzung bis Ende des Monats. Es gebe zwar eine positive Entwicklung bei den Inzidenzahlen, aber leider noch gar keine Entlastung im Klinikbereich, sagte Müller dem rbb.

    04.48 Uhr: Strafen in New York für Krankenhäuser, die zu langsam impfen

    Der Gouverneur des US-Bundesstaates New York kündigt Strafen für Krankenhäuser an, die ihre Impfstoff-Zuteilung nicht innerhalb einer Woche eingesetzt haben. "Ich will den Impfstoff nicht in einem Kühlschrank oder einer Kühltruhe haben", sagt Andrew Cuomo. "Ich will ihn bei jemanden im Arm haben." Die Krankenhäuser in seinem Staat hätten bislang weniger als die Hälfte ihrer zugeteilten Dosen eingesetzt. Der US-Seuchenbehörde CDC zufolge ist der Anteil noch geringer: Ihren Daten zufolge wurde in New York bislang nur ein Fünftel der gelieferten 896.000 Dosen verimpft.

    Montag, 4. Januar 2021

    22.51 Uhr: Corona-Mutation in den USA nachgewiesen

    In New York wird zum ersten Mal die hochansteckende Mutation des Corona-Virus nachgewiesen, die in Großbritannien entdeckt wurde. Der Erreger sei bei einem älteren Mann identifiziert worden, erklärt Gouverneur Andrew Cuomo. Die Mutation könne sich zu einem Wendepunkt des Infektionsgeschehens entwickeln, falls die Krankenhauseinweisungen zunähmen und ganze Regionen in den Lockdown gehen müssten.

    22.13 Uhr: Premier League wird fortgesetzt

    Trotz eines erneuten Lockdowns und Corona-Verstößen durch mehrere Stars der Premier League wird die Saison in Englands höchster Fußballliga fortgesetzt. Dies geht aus den jüngsten Beschlüssen der Regierung hervor. Elitesportler und ihre Trainer sind demnach von den Restriktionen ausgenommen, die wohl bis Mitte Februar gelten sollen. "Wir müssen in England einen Lockdown verhängen, um die neue Corona-Variante in den Griff zu bekommen", sagte Premierminister Boris Johnson in einer Fernsehansprache.

    Zuvor hatte Schottlands First Minister Nicola Sturgeon erklärt, dass in ihrem Land der Profisport fortgesetzt werden dürfe. Am Montag wurden in Großbritannien mehr als 58.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Zuletzt war eine Mutation des Coronavirus auf der Insel entdeckt worden.

    21.41 Uhr: Grüne fordern Schnelltest für zuhause

    Die Grünen im Bundestag wollen, dass die Bundesbürger sich künftig selbst auf das Coronavirus testen können. Apotheken sollen dazu Antigen-Schnelltests abgeben dürfen, berichtete das Nachrichtenportal "t-online" unter Berufung auf einen entsprechenden Antrag. Hierfür solle die Bundesregierung "unverzüglich" die Abgabeverordnung für Medizinprodukte ändern. Bisher darf nur medizinisches oder geschultes Personal Antigen-Tests erwerben und vornehmen.

    Antigen-Tests suchen in Abstrich-Proben nicht aufwendig nach dem Erbgut des Virus, sondern nach Molekülen, die charakteristisch für die Viren sind. Antigen-Tests reagieren weniger empfindlich als die bisher üblichen PCR-Tests, liefern aber schneller ein Ergebnis. Sie gelten jedoch auch als ungenauer.

    Das Bundesgesundheitsministerium lehnt Selbsttests bisher ab: Man wolle den Fokus beim Testen wie bisher auf den medizinischen Bereich legen, zitiert "t-online" einen Sprecher.

    21.20 Uhr: Über 20 Millionen Corona-Fälle in den USA

    Die US-Seuchenbehörde CDC meldet 212.117 Neuinfektionen und damit insgesamt mehr als 20,55 Millionen bekannte Fälle. Zudem wurden 1.418 weitere Todesfälle verzeichnet, damit in der Summe 350.664. Die Zahlen der CDC können von den aus den einzelnen Bundesstaaten gemeldeten Fällen abweichen.

    Gleichzeitig meldet die US-Behörde, dass bislang mehr als 4,5 Millionen Impfdosen verabreicht wurden. Insgesamt seien 15,4 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

    21.05 Uhr: Mehrstündige Panne bei Slack

    Beim Messenger-Dienst Slack hat es eine mehrstündige Panne gegeben. Das in San Francisco ansässige Unternehmen erklärte zunächst, es gebe Probleme beim Verbinden mit der Software. Kurz darauf sprach es sogar von einem "Ausfall". Slack entschuldigte sich für die Störung am ersten Arbeitstag des neuen Jahres und kündigte an, den Problemen auf den Grund zu gehen. Eine Ursache für die Panne nannte Slack zunächst nicht.

    Slack, das im Dezember für 27,7 Milliarden Dollar (22,6 Milliarden Euro) vom Cloud-Anbieter Salesforce gekauft wurde, wird seit Beginn der Corona-Pandemie verstärkt von Unternehmen für die digitale Zusammenarbeit im Homeoffice genutzt. Mit Slack können Nachrichten ausgetauscht werden, zudem sind Chats mit Einzelnen oder in einer Gruppe möglich.

    21.00 Uhr: EMA besteht auf zweite Impfung

    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA pocht auf die Einhaltung der maximalen Frist von 42 Tagen zwischen den beiden Gaben beim Pfizer/Biontech-Impfstoff. Nur dann könne der volle Schutz garantiert werden. Sollten die Vorschriften nicht beachtet werden, schränke dies die Haftung des Impfstoffherstellers ein. Eine Änderung der Anwendung könne nur nach entsprechenden medizinischen Studien erfolgen.

    20.51 Uhr: DIW senkt Wachstumsprognosen

    Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) senkt wegen der Pandemie seine Wachstumsprognose für das neue Jahr von 5,2 Prozent auf 3,5 Prozent. "Nach einem schrumpfenden vierten Quartal erwarten wir einen wirtschaftlichen Einbruch von mehr als zwei Prozent jetzt im ersten Quartal 2021", sagt DIW-Präsident Marcel Fratzscher dem "Handelsblatt".

    Ein wirtschaftlichen Neustart im zweiten Quartal werde nur gelingen, wenn die Infektionswelle bis Februar abebbe und die Einschränkungen dann zum größten Teil aufgehoben werden könnten.

    20.41 Uhr: Neuer Lockdown in Großbritannien

    Die BBC berichtet, Premierminister Boris Johnson werde in seiner für den Abend angekündigten Ansprache einen neuen Lockdown für England bekanntgeben. Dazu gehörten Schulschließungen für fast alle Schüler. Außerdem seien alle Arbeitnehmer aufgefordert, von zu Hause aus zu arbeiten, es sei denn, dies ist wegen der Art ihrer Arbeit nicht möglich. Die Maßnahmen sollten von Mitternacht an gelten.

    20.26 Uhr: Entscheidung über Moderna-Impfstoff verschoben

    Die europäische Arzneimittel-Agentur EMA wird heute doch nicht mehr über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns Moderna entscheiden. Die Beratungen seien noch nicht abgeschlossen und würden am Mittwoch fortgesetzt, teilte die in Amsterdam ansässige Behörde mit. Am Nachmittag hatte die EMA noch mitgeteilt, dass schon bei einer Sitzung des Ausschusses für Humanarzneimittel am Montag eine Entscheidung zu dem Moderna-Impfstoff fallen könnte. Nun trifft sich der Ausschuss am Mittwoch erneut.

    Die EMA hatte auf Druck der EU-Länder zuvor bereits den Termin für eine mögliche Entscheidung vom 12. Januar auf den 6. Januar vorgezogen. Kurz vor Weihnachten hatte die Behörde mit dem Mittel von Biontech und Pfizer erstmals grünes Licht für die Anwendung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus in der EU gegeben. Die EU-Kommission formalisierte daraufhin dessen bedingte Zulassung innerhalb weniger Stunden. Kurz nach den Feiertagen starteten in den EU-Ländern die ersten Impfungen. Wegen Produktionsengpässen und logistischer Schwierigkeiten liefen die Impfkampagnen aber nur schleppend an.

    Das Serum von Moderna weist in klinischen Studien eine ähnliche Wirksamkeit auf wie das Mittel von Biontech und Pfizer, hat aber den logistischen Vorteil, dass es bei einer Temperatur von minus 20 Grad statt minus 70 Grad gelagert werden kann. In den USA wird der Moderna-Impfstoff bereits seit dem 21. Dezember verabreicht. 20.10 Uhr: Stufenmodell für Realschulen gefordert

    Der Bundesvorsitzende des Verbands Deutscher Realschullehrer (VDR), Jürgen Böhm, hat im BR-Interview seine Forderung nach einem an Inzidenzzahlen angelehnten Stufenmodell für die Schulen bekräftigt. Im Rundschau-Magazin im BR Fernsehen sagte Böhm, dieses Stufenmodell sollte beinhalten, wann die Schülerinnen und Schüler in Wechsel- und Distanzunterricht gingen und bei welchem Wert Präsenzunterricht in der Schule möglich sei. Speziell die Eltern müssten wissen, worauf sie sich einstellen können. Präsenzunterricht ist für Böhm wünschenswert, derzeit aber nicht möglich. Seien die Kinder dann bei entsprechenden Inzidenzen in der Schule, sei es notwendig, mit den Gegebenheiten verantwortlich umzugehen, etwa Abstände einzuhalten und das Infektionsgeschehen zu minimieren. Die Schule habe hier nicht nur eine Verantwortung für die Kinder und die Lehrkräfte, sondern auch für die Familien. Schließlich bestehe die Gefahr, dass die Kinder das Coronavirus mit nach Hause nähmen.

    Laut Böhm funktioniert der Distanzunterricht an den Realschulen in Bayern sehr gut. Wenngleich auf technischer Seite einiges nachgerüstet werden müsse.

    19.24 Uhr: Erneuter Lockdown im Libanon

    Wegen weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen hat der Libanon erneut einen weitreichenden Lockdown beschlossen. Das öffentliche Leben soll von Donnerstag an bis zum Ende des Monats stark eingeschränkt werden, wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete. So gilt unter anderem täglich von 18 Uhr Ortszeit an eine Ausgangssperre bis zum nächsten Morgen. Die Corona-Pandemie habe ein gefährliches Ausmaß erreicht, erklärte Gesundheitsminister Hamad Hassan nach Angaben lokaler Medien.

    Die Zahl der täglichen Neuansteckungen hatte zuletzt erneut bei mehr als 2.000 gelegen. Mit rund sechs Millionen Einwohnern im Libanon entspräche das rechnerisch mehr als 25.000 Fällen in Deutschland. Die Zahl der Toten kletterte nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums auf rund 1.500.

    19.00 Uhr: EU-Kommission genehmigt Milliarden-Staatshilfe für Tui

    Die EU-Wettbewerbshüter haben deutsche Staatshilfen bis zu 1,25 Milliarden Euro für den schwer von der Corona-Krise getroffenen Reisekonzern Tui genehmigt. Das teilte die EU-Kommission heute in Brüssel mit.

    18.16 Uhr: Biontech bremst Debatte um Verzicht auf zweite Impfung

    Die Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer bremsen in der Debatte, ob auf eine zweite Corona-Impfung zunächst verzichtet werden kann, um mehr Menschen zu impfen. Es gebe keine Daten, dass die Impfwirkung nach 21 Tagen anhalte, heißt es in einer Erklärung beider Firmen. Der Impfstoff soll ein zweites Mal verabreicht werden, um einen vollen Schutz zu erreichen. Weil der Impfstoff zunächst knapp ist, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Ständige Impfkommission um eine Einschätzung gegeben, ob dennoch zunächst auf eine zweite Impfung verzichtet werden kann. Biontech und Pfizer führen derzeit Nachverhandlungen etwa mit der EU über weitere Lieferungen, bekommen aber zunehmend Konkurrenz durch andere zugelassene Impfstoffe.

    Auch die EU-Arzneimittelbehörde EMA pocht auf die Einhaltung der maximalen Frist von 42 Tagen zwischen den beiden Gaben beim Pfizer/Biontech-Impfstoff. Nur dann könne der volle Schutz garantiert werden. Sollten die Vorschriften nicht beachtet werden, schränke dies die Haftung des Impfstoffherstellers ein. Eine Änderung der Anwendung könne nur nach entsprechenden medizinischen Studien erfolgen.

    17.50 Uhr: Verkehrsunternehmen kritisieren Regierung für zu späten Lockdown

    Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) kritisiert die Bundesregierung für das seiner Ansicht nach zu späte Eingreifen in der Corona-Pandemie. "Der neue Shutdown kam zu spät. Anfang November war schon absehbar, wie die Zahlen gestiegen sind. Wenn man damals entsprechend gehandelt hätte, wären wir jetzt schon deutlich weiter", sagte VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff dem Magazin "Spiegel". "So glaube ich kaum, dass das Thema Mitte Januar erledigt ist." Das sei für den öffentlichen Nahverkehr eine unschöne Situation, sagte Wolff weiter. Die Unternehmen würden auf Ferienverkehr umstellen, den ein oder anderen Nachtbus streichen, Takte reduzieren. "Aber es wird kommen wie im Frühjahr: über 90 Prozent Angebot bei 20 bis 30 Prozent Fahrgästen."

    Der VDV vertritt rund 600 Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie leiden sie unter massiven Fahrgastrückgängen und mussten mit Milliarden aus dem Bundeshaushalt gestützt werden.

    17.14 Uhr: Polen will bis Ende März 2,9 Millionen Menschen impfen

    In Polen sollen nach den Plänen der Regierung bis Ende März rund 2,9 Millionen Menschen aus Risikogruppen eine Impfung gegen das Corona-Virus bekommen. Das genaue Tempo werden von der Zahl der verfügbaren Impfdosen abhängen, sagte der Chef der Regierungskanzlei, Michal Dworczyk, am Montag in Warschau. Im ersten Quartal dieses Jahres könne Polen die Lieferung von knapp 5,9 Millionen Dosen erwarten, hauptsächlich von den Herstellern Pfizer und Moderna.

    Polen impft derzeit im Rahmen seines Impfplans medizinisches Personal und Rettungssanitäter sowie die Angestellten in Pflegeheimen. Laut Dworczyk haben bis zum Sonntagabend rund 50 000 Menschen aus dieser Gruppe ihre erste Impfdosis erhalten. Nach dem medizinischen Personal sollen Menschen im Alter über 60 Jahren, Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleute sowie Lehrer an die Reihe kommen.

    16.52 Uhr: Spahn sieht Chance auf Impfangebot für alle bis Sommer

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht die Chance, dass es ein Impfangebot für alle in Deutschland "bis Sommer" geben kann. Die schwierigste Phase sei der Beginn, weil Impfstoff derzeit weltweit noch knapp sei, sagt der CDU-Politiker nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen. Wenn aber alle Impfstoffe wie erhofft im ersten Quartal zugelassen würden, werde sich dies sehr schnell ändern, sagt er auch mit Hinweis auf das neue geplante Biontech-Werk in Marburg.

    16.19 Uhr: Nach viel Kritik - Niederlande impfen bereits ab Mittwoch

    Nach einer Welle von Kritik der Öffentlichkeit und Opposition werden die Niederlande den Impfstart auf Mittwoch vorziehen. Zwei Tage eher als geplant sollen zunächst Pfleger und Ärzte von Corona-Patienten geimpft werden, teilte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Montag in Den Haag mit.

    Die Niederlande sind das letzte Land der EU, das mit dem Impfen beginnt. Der Gesundheitsminister war wegen des späten Starts und der unklaren Impfstrategie in den vergangenen Tagen heftig unter Beschuss geraten. Er muss sich am Dienstag im Parlament verantworten.

    16.17 Uhr: Kanzleramtsminister warnt vor Schulöffnungen

    Kanzleramtschef Helge Braun hat vor einer schnellen Wiederöffnung der Schulen gewarnt. Auch in Schulen sei das Corona-Virus verbreitet worden, sagt der CDU-Politiker nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen in der Sondersitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Man müsse sich fragen, ob es nicht vor allem durch die Schulen eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus gegeben habe. Braun kündigt zudem an, dass der Einsatz von Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen deutlich ausgebaut werden soll.

    16.11 Uhr: Giffey sieht keinen Raum für Lockerung im Kita-Bereich

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sieht angesichts der hohen Infektionszahlen keinen Spielraum für Lockerungen der Einschränkungen in Kinder-Betreuungseinrichtungen. Man sei "im Moment noch in einer Situation, in der nicht über weitere Lockerungen gesprochen werden kann", sagt die SPD-Politikerin nach Beratungen mit Vertretern von Ländern, Kommunen, Kita-Trägern, Gewerkschaften und Eltern. Wenn das Infektionsgeschehen es wieder zulasse, müssten die Kita-Einrichtungen aber zu den ersten gehören, in denen dies geschehe. In sieben von 16 Ländern sind Kitas laut Giffey grundsätzlich geschlossen, dort werde eine Notbetreuung angeboten. In den neun anderen Ländern würden Kitas offen gehalten, verbunden allerdings mit dem Appell an die Eltern, ihre Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu behalten.

    16.06 Uhr: Schottland geht erneut in den Lockdown

    Angesichts stark steigender Corona-Zahlen gilt in Schottland ab Dienstag erneut ein Lockdown. Auch die Schulen sollen bis Anfang Februar geschlossen bleiben, wie die Regierungschefin Nicola Sturgeon am Montag in Edinburgh mitteilte.

    Nur Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen können noch vor Ort lernen, alle anderen sollen online unterrichtet werden. Treffen mit anderen Haushalten sind auf zwei Personen draußen beschränkt. Die Menschen sollen - soweit möglich - zuhause bleiben. Sportaktivitäten in der Gruppe sind verboten, außerdem müssen nicht-essenzielle Geschäfte und die Gastronomie geschlossen bleiben. Zuvor galt in Schottland ein mehrstufiges Regelsystem je nach Infektionslage.

    Sturgeon sagte, sie sei so besorgt über die aktuelle Lage wie zuletzt Anfang März zu Beginn der Pandemie. In den vergangenen Tagen schossen die Fallzahlen in Schottland in die Höhe, mehrfach lag die Zahl der Neuinfektionen bei mehr als 2.600.

    Die Landesteile in Großbritannien machen jeweils ihre eigene Corona-Politik: In Schottland gelten andere Regeln als in England oder Wales. Auch in England wird jedoch angesichts der Belastung des Gesundheitssystems über eine Verschärfung der Maßnahmen diskutiert.

    15.56 Uhr: Kaum Hoffnung auf Schulöffnung in Bayern

    Nach den Beratungen der Kultusminister der 16 Bundesländer gibt es in Bayern wenig Hoffnung auf eine rasche Öffnung der Schulen zum Präsenzunterricht. Die Kultusministerkonferenz beschloss heute im Kern, die Schließung der Schulen von dem jeweiligen Corona-Infektionsgeschehen in den einzelnen Bundesländern abhängig zu machen. Bayern hat vergleichsweise hohe Inzidenzwerte von derzeit rund 160 im Durchschnitt. Zielmarke ist eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von höchstens 50.

    Bayerns Ressortchef Michael Piazolo (Freie Wähler) verteidigte eine stark unterschiedliche Vorgehensweise innerhalb Deutschlands. Die Corona-Inzidenzwerte in einigen Gegenden seien vier Mal so hoch wie in anderen. "Daher ist es weiter sinnvoll und richtig, dass die Länder bei unterschiedlichen Ausgangslagen auch teilweise unterschiedlich agieren", sagte Piazolo der Deutschen Presse-Agentur. "Wir tun dies aber innerhalb eines gemeinsamen Rahmens, den wir in der Kultusministerkonferenz gemeinsam abstimmen." Ein Entscheidung soll am Mittwoch im bayerischen Ministerrat gefällt werden.

    Die Kultusministerkonferenz hatte heute beschlossen, nur dort, wo es die Situation erlaube, die Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach einem Stufenplan zu ermöglichen, der sich am jeweiligen Infektionsgeschehen orientiert.

    15.41 Uhr: Britische Coronavirus-Variante nun auch in Österreich entdeckt

    Die britische Variante des Coronavirus ist nun auch in Österreich nachgewiesen worden. Vier Menschen seien damit infiziert gewesen, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in Wien mit. Alle seien bei der Einreise über den Flughafen Wien-Schwechat bei einem freiwilligen Test aufgefallen.

    Die Variante sei unter anderem bei einem am 18. Dezember eingereisten zwölfjährigen Mädchen festgestellt worden, hieß es. Alle Betroffenen hätten nur milde Symptome gezeigt und seien in Quarantäne gegangen. Außerdem sei bei einer 30-jährigen Österreicherin, die am 6. Dezember aus Südafrika angekommen war, die dortige Variante nachträglich diagnostiziert worden.

    Ein Experte wies darauf hin, dass vom Coronavirus inzwischen in etwa 20 bis 25 Mutationen existierten. Es sei damit wesentlich weniger mutationsfreudig als das Grippevirus. An Heiligabend war die Virusvariante erstmals in Deutschland nachgewiesen worden

    Auf Druck der Opposition ließ die Regierungskoalition aus ÖVP und Grünen unterdessen ihre Pläne für ein vorzeitiges "Freitesten" aus dem bis zum 24. Januar dauernden Lockdown fallen. Die Pläne sahen vor, dass Handel, Gastronomie und Tourismus bereits ab dem 18. Januar wieder für Teilnehmer von Massentests mit negativem Ergebnis offen gestanden hätten. Alle anderen hätten eine Woche länger zu Hause bleiben müssen.

    15.37 Uhr: SPD-Politiker Schneider fordert Lockdown-Sonderurlaub für Eltern

    Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, fordert einen Corona-Sonderurlaub zur Kinderbetreuung. "Es ist Eltern nicht zuzumuten, jetzt schon ihren Jahresurlaub zur Betreuung der Kinder zu nehmen, der dann in den Ferien fehlt", sagt Schneider dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Wenn Arbeitgeber die Möglichkeiten zu Homeoffice nicht bieten oder dies in Unternehmen nicht möglich ist, schauen Eltern in die Röhre." Für diese Familien müsse die Politik nun etwas tun.

    15.23 Uhr: Intensivmediziner gegen Lockerungen: Noch kein Lockdown-Effekt

    Auf den Intensivstationen in Deutschland lässt eine Wirkung des Lockdowns laut einer Fachgesellschaft noch auf sich warten. Derzeit steuere man weiter auf die Marke von 6.000 Covid-19-Intensivpatienten zu, ein Lockdown-Effekt sei derzeit noch gar nicht zu spüren, erklärte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx. "Eine Lockerung von Maßnahmen, Begegnungen von mehr Menschen oder die Öffnung von Geschäften können wir uns aus medizinischer Sicht deshalb absolut noch nicht leisten!" Marx folgte in der Position zum Jahreswechsel auf Uwe Janssens.

    Auf deutschen Intensivstationen werden nach Divi-Daten derzeit 5.744 Covid-19-Patienten behandelt. Das sind etwa 500 Fälle mehr als vor Weihnachten. Wie die Organisation vorrechnet, sind in den vergangenen zwölf Tagen allerdings tatsächlich rund 7.440 neue Covid-19-Erkrankte hinzugekommen. Über die Feiertage seien mehr als rund 2.500 Betroffene gestorben, knapp 5.000 hätten die Intensivstationen verlassen können.

    Für Prognosen wolle man abwarten, bis ab voraussichtlich kommender Woche die zugrundliegenden Infektionszahlen wieder verlässlicher sind, hieß es. Derzeit klafften darin wegen der Feiertage Lücken.

    15.09 Uhr: EMA zieht Beratungen über Corona-Impfstoff von Moderna auf heute vor

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die Beratungen über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs von Moderna auf den heutigen Montag vorgezogen. Eine Einschätzung dazu könne noch im Tagesverlauf erfolgen, sagte ein Sprecher der Behörde. Eigentlich sollte erst am Mittwoch über das Mittel beraten werden. Es wäre der zweite Impfstoff, der in der EU zugelassen würde, nach dem Vakzin von Biontech und Pfizer.

    15.03 Uhr: Brinkhaus fordert von Ländern "Nachsteuern" beim Impfen

    CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus fordert von den Bundesländern "konsequentes Nachsteuern" beim Impfen. Es gebe in der Bevölkerung eine große Verunsicherung, weil vielerorts nicht klar sei, wer wann wie einen Termin zum Impfen bekomme, sagt der CDU-Politiker. Zudem müssten Bund und Länder in der Kommunikation klarer machen, dass das Impfen nicht schon Ende März beendet sein könne, sondern wie erwartet längere Zeit brauche.

    14.46 Uhr: 2.057 Neu-Infektionen und 54 weitere Todesfälle in Bayern

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern ist von gestern auf heute um 2.057 gestiegen. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen haben sich seit Beginn der Pandemie in Bayern insgesamt 335.117 Menschen mit dem Sars-Cov2-Virus infiziert. In den vergangenen 24 Stunden starben in Bayern 54 Menschen, an oder mit Covid-19, seit Beginn der Pandemie sind es 6.941 Todesfälle.

    Der bayernweite Inzidenzwert liegt bei 163,49, den höchsten Wert weist nach wie vor der Regierungsbezirk Niederbayern mit 251,90 auf. Den niedrigsten Wert hat Schwaben mit einem Inzidenzwert von 116,51. Die Stadt Coburg ist derzeit die mit dem höchsten Inzidenzwert von 435,82, den niedrigsten haben die Städte Bamberg (55,57) und Ansbach (57,42). 20 Städte und Landkreise haben mittlerweile wieder einen Sieben-Tage-Indzidenzwert von unter 100.

    14.14 Uhr: Bundesregierung verteidigt EU-Weg bei Impfstoff-Beschaffung

    Die Bundesregierung verteidigt die Impfstoff-Beschaffung über die EU gegen Kritik. "Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg war und ist", sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Zwar hätte Deutschland zunächst mit drei anderen EU-Ländern eine Impf-Allianz gestartet, die aber offen für weitere Staaten gewesen sei. Da sich daran immer mehr beteiligen wollten, habe man das Vorhaben dann der EU insgesamt übergeben. Diese habe auch mehr Verhandlungsmacht.

    14.06 Uhr: Kliniken in Irland verschieben nicht dringende Eingriffe

    In den Krankenhäusern in Irland werden angesichts der stark wachsenden Zahl an Covid-19-Patienten die meisten nicht dringend erforderlichen Eingriffe in dieser Woche abgesagt. So sollten möglichst viele Betten auf den Intensivstationen für schwere Corona-Verläufe bereitgestellt werden, sagt der Chef des irischen Gesundheitsdienstes Paul Reid dem Radiosender Newstalk. Anders sei die Lage nicht zu bewältigen. "Ich denke, uns sind die Adjektive ausgegangen, um zu beschreiben, wie ernst die Lage ist", sagt er. "Wir gehen buchstäblich dahin zurück, wo wir im März und April waren." Bis vor kurzem hatte Irland eine der niedrigsten Infektionsraten in Europa, was die Regierung zu Lockerungen veranlasste. Aber in den vergangenen zwei Wochen hat sie sich mehr als vervierfacht.

    13.30 Uhr: Kultusminister wollen wohl Stufenplan für Schulöffnungen

    Die 16 Kultusminister wollen einen Stufenplan für die Öffnung der Schulen. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Beschlussentwurf der Kultusministerkonferenz hervor. Danach sollen in Stufe eins die Schüler der Klassen 1 bis 6 wieder in die Schulen gehen, "sollte es die Situationen in den einzelnen Ländern zulassen". Alle anderen bleiben im Distanzunterricht. In Stufe zwei soll es dann ergänzenden Wechselunterricht für Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden und beruflichen weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 7 geben. Erst eine dritte Stufe sieht die vollständige Rückkehr eines Präsenzunterrichts für alle Schüler vor.

    13.05 Uhr: Johnson - Härtere Corona-Maßnahmen unvermeidlich

    In Großbritannien sind schärfere Corona-Maßnahmen im Kampf gegen die rasch steigenden Infektionszahlen laut Premierminister Boris Johnson unvermeidlich. "Wenn man sich die Zahlen ansieht, dann ist es keine Frage, dass wir härtere Maßnahmen ergreifen müssen, und wir werden diese zu gegebener Zeit bekanntgeben." Die Regierung werde alles unternehmen, um das Virus unter Kontrolle zu halten. "Vor uns liegen harte Wochen."

    12.54 Uhr: Mittlerweile fast 265.000 Menschen geimpft

    Mehr als 264.000 Menschen in Deutschland sind bislang gegen Covid-19 geimpft worden. Bis heute Mittag (Stand 12.00 Uhr) wurden insgesamt 264.952 Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl dort erfasster Geimpfter um 22.234, wie aus den RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

    Die meisten Impfungen pro 1.000 Einwohner wurden vom RKI bisher für Mecklenburg-Vorpommern (7,1) erfasst, gefolgt von Sachsen-Anhalt (6,1) und Hessen (5,3). Die wenigsten Impfungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden bisher aus Thüringen (0,4), Niedersachsen (0,7) und Sachsen (1,2) gemeldet. Der Bundesschnitt liegt bei 3,2 Impfungen pro 1.000 Einwohner.

    Unter den Geimpften sind rund 114.300 Bewohner von Pflegeheimen. Etwa 122.400 Menschen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen. Darunter fällt medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege. Insgesamt 62.805 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft. In knapp 8.000 Fällen gab es einen medizinischen Anlass. Pro Person kann es mehr als einen Grund für die Impfung geben.

    Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da die Meldungen zum Impfgeschehen teilweise mit einigem Verzug an das Institut übermittelt werden

    12.52 Uhr: Zu wenig Impfstoff für großen Impfstart in der Schweiz

    Nach den ersten Corona-Schutzimpfungen am 23. Dezember wollten die meisten Schweizer Kantone heute mit großen Impfkampagnen beginnen. Allerdings fehlten vielerorts Impfdosen. Die Kritik an der Regierung wuchs. Die wenigen angebotenen Impftermine waren innerhalb von Minuten ausgebucht.

    Die Regierung hatte sich zwar 15,8 Millionen Impfdosen für die 8,5 Millionen Einwohner gesichert, die Hälfte davon aber bei dem US-Hersteller Moderna, dessen Impfstoff noch nicht zugelassen ist. Mit der Mainzer Firma Biontech und dessen US-Partner Pfizer wurde erst im Dezember ein Vertrag geschlossen. Die Behörden seien von der schnellen Zulassung des Biontech-Impfstoffs noch vor Weihnachten überrascht worden, sagte Christoph Berger, Präsident der Kommission für Impffragen, der Zeitung "Blick".

    Kurz vor Weihnachten trafen die ersten gut 100.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer in der Schweiz ein. Weitere 250.000 sollen im Januar folgen. Manche eigens eingerichteten Impfzentren blieben mangels Impfstoff deshalb zunächst weitgehend leer, manche Ärzte bekamen nur ganz einzelne Dosen, um ihre gefährdetsten Patienten zu impfen.

    Unterdessen steigen die Fallzahlen in der Schweiz weiter. Vielerorts gelten nur wenige Einschränkungen. In der Westschweiz sind die Geschäfte geöffnet. Am Mittwoch tagt die Landesregierung, der Bundesrat, erstmals im neuen Jahr. Auf der Tagesordnung steht auch eine mögliche Verschärfung der Maßnahmen.

    12.41 Uhr: EU verhandelt mit Biontech und Pfizer über zusätzlichen Impfstoff

    Die EU-Kommission spricht mit dem Mainzer Hersteller Biontech und seinem US-Partner Pfizer über den Kauf von mehr Corona-Impfstoff. Die Kommission prüfe, ob es eine Möglichkeit gebe, über die vertraglich vereinbarten 300 Millionen Impfdosen weitere Dosen zu bekommen, sagt ein Sprecher der Brüsseler Behörde.

    12.37 Uhr: Mehr als 12.000 Corona-Tote seit Pandemiebeginn in Tschechien

    In Tschechien hat die Anzahl der Corona-Todesfälle die Schwelle von 12.000 überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben 12.070 infizierte Menschen, wie aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Das waren fast doppelt so viele wie im Nachbarland Österreich, das weniger Einwohner (8,9 Mio) hat.

    Die Behörden verzeichneten 6.220 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Dabei fielen von allen Tests mehr als 40 Prozent positiv aus. Die Gesamtzahl der jemals Infizierten stieg auf 746.714. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

    Die Zahl der hospitalisierten Patienten steigt nach Angaben der Agentur CTK spürbar. Das Krankenhaus in Jihlava (Iglau) forderte wegen Personalmangels Unterstützung der Armee an. Am Universitätskrankenhaus in Brünn (Brno) müssen Mitarbeiter der Kinderklinik auf der Covid-Abteilung aushelfen.

    Das Kabinett in Prag sollte am Nachmittag über die Lage beraten. Mit weiteren Verschärfungen der Corona-Maßnahmen wurde indes nicht gerechnet. Seit einer Woche gilt die höchste der fünf Corona-Warnstufen der Regierung. In der Öffentlichkeit dürfen sich maximal zwei Personen treffen. Die Geschäfte sind mit den üblichen Ausnahmen wie Supermärkten, Drogerien und Apotheken geschlossen.

    12.07 Uhr: Kinderärzte und Lehrer gegen längere Weihnachtsferien

    Vor dem Treffen von Bund und Ländern an diesem Dienstag haben Kinderärtze und Lehrer an die Politik appelliert, Schulunterricht trotz der Corona-Pandemie zu ermöglichen. In einer gemeinsamen Erklärung lehnten die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin und der Deutsche Lehrerverband am Montag den Vorschlag ab, die Weihnachtsferien bis Ende Januar zu verlängern und dafür die Sommerferien zu verkürzen. Beide Organisationen betonten, dass Präsenzunterricht sowohl zur Erfüllung des Bildungsauftrages als auch unter psychosozialen Gesichtspunkten das Beste für Kinder und Jugendliche sei.

    11.45 Uhr: DIW-Chef - Lockdown-Verlängerung auch wirtschaftspolitisch geboten

    Eine Verlängerung des harten Lockdown ist laut dem Berliner Ökonomen Marcel Fratzscher auch aus wirtschaftlichen Gründen geboten. Oberste Priorität müsse eine möglichst schnelle Kontrolle und Eindämmung der zweiten Infektionswelle haben, sagt der Chef des Forschungsinstituts DIW. Die Restriktionen seien für die betroffenen Branchen zwar schmerzhaft und mit hohen Kosten verbunden: "Ohne Lockdown-Verlängerung wären die wirtschaftlichen Kosten einer lang anhaltenden zweiten Infektionswelle jedoch deutlich höher." Die Politik werde zudem die Unterstützung für die Wirtschaft verlängern und ausbauen müssen, denn Firmen kämen zunehmend in Schieflage.

    11.40 Uhr: Insider - Lockdown wird wohl bis 31. Januar verlängert

    Bund und Länder werden den Corona-Lockdown wohl bis zum 31. Januar verlängern. "Bis auf zwei Länder sind alle für Ende Januar", erfährt Reuters aus Verhandlungskreisen. Endgültig entschieden werde am Dienstag von Kanzlerin Angela Merkel und den 16 Ministerpräsidenten.

    11.06 Uhr: Umfrage - Vertrauen in politische Institutionen in Corona-Krise gewachsen

    Das Vertrauen der Bevölkerung in die politischen Institutionen in Deutschland ist in der Corona-Krise stark gewachsen. Das Vertrauen zur Bundesregierung legte im Vergleich zum Jahreswechsel 2019/2020 um 29 Prozentpunkte zu, zur Bundeskanzlerin um 25 Prozentpunkte, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL hervorgeht. Zum Bundestag und zu den Landesregierungen ist es Anfang 2021 mit jeweils 13 Prozentpunkten größer als vor Ausbruch der Pandemie. Das Vertrauen zu den Institutionen auf lokaler Ebene ist zwischen acht und neun Prozentpunkten gewachsen. Dagegen sei das ohnehin schon nicht allzu große Vertrauen zur Europäischen Union noch etwas geringer geworden und um zwei Prozentpunkte geschrumpft.

    10.54 Uhr: Spahn prüft Beschleunigung von Impfungen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn prüft eine Beschleunigung der Impfungen. So könne der Abstand zwischen der ersten und der nötigen zweiten Impfung vergrößert werde, heißt es in einem Ministeriumspapier. Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts solle dies prüfen. Zudem erwägt Spahn, die Überfüllung der Impffläschchen auszunutzen. So könnte aus ihnen bis zu sechs statt fünf Dosen gewonnen werden. Dies ermögliche bis zu 20 Prozent mehr Impfungen.

    10.29 Uhr: Thüringen will Winterferien vorziehen

    Thüringen will wegen der Coronakrise die Winterferien vorziehen. Das kündigte Bildungsminister Helmut Holter (Linke) im Mitteldeutschen Rundfunk an. Die Ferienwoche soll nach seinen Angaben auf die letzte Januarwoche vorverlegt werden. Bis dahin gebe es Unterricht zu Hause. Eine Ausnahme solle es nur für Abschlussklassen geben, sofern sich die Schüler vorher einem Schnelltest unterziehen. Eigentlich sind in Thüringen in der zweiten Februarwoche Ferien.

    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte zuvor erklärt, eine Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht in allen Jahrgängen sei derzeit "nicht vorstellbar". Heute beraten die Kultusminister der Länder über das weitere Vorgehen.

    9.49 Uhr: Großbritannien warnt vor Corona-Mutation aus Südafrika

    Die britische Regierung warnt vor einem großen Risiko durch die in Südafrika aufgetretene Coronavirus-Variante. Diese Mutation sei ein "sehr signifikantes Problem" und sogar ein noch größeres Problem als die hochinfektiöse neue britische Variante, sagt Gesundheitsminister Matt Hancock im BBC Hörfunk. Er sei "unglaublich besorgt" deswegen. Daher habe Großbritannien die Maßnahmen ergriffen, um die Flüge aus Südafrika zu beschränken.

    9.40 Uhr: Erster Brite erhält heimischen AstraZeneca-Impfstoff

    In England ist der erste Brite mit dem Impfstoff der Uni Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca geimpft worden. Der 82 Jahre alte Dialyse-Patient Brian Pinker aus Oxford habe am Montagmorgen den schützenden ersten Piks in der dortigen Uniklinik erhalten, teilte der britische Gesundheitsdienst NHS mit.

    "Ich freue mich so, heute die Covid-19-Impfung zu bekommen und ich bin wirklich stolz, dass sie in Oxford erfunden wurde", sagte Pinker der Mitteilung zufolge. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock bezeichnete den Impfstart mit dem Mittel als "unverzichtbaren Schritt" im Kampf gegen die Pandemie.

    Großbritannien hatte dem Präparat in der vergangenen Woche eine Notfallzulassung erteilt. Nach dem Biontech/Pfizer-Impfstoff ist es das zweite Corona-Vakzin, das im Land zum Einsatz kommt. Der große Vorteil: Das Mittel aus Oxford kann bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden, was die Logistik deutlich vereinfacht. Zu Beginn stehen dem Land gut eine halbe Million Dosen zur Verfügung, die in Hunderten von Krankenhäusern und Arztpraxen ab dieser Woche gespritzt werden sollen. In der EU ist der Impfstoff noch nicht zugelassen.

    9.19 Uhr: Österreich will Lockdown bis zum 24. Januar verlängern

    In Österreich wird nach Angaben aus Regierungskreisen der bis zum 18. Januar geplante Lockdown verlängert. Da das ursprünglich geplante Freitesten wegen Widerstands der Opposition nicht möglich scheine, werde die Schließung fast aller Geschäfte nun bis zum 24. Januar dauern, erfuhr die österreichische Nachrichtenagentur APA am Montag. Die Maßnahme betrifft auch die Gastronomie, viele Dienstleistungen und den Tourismus.

    Ursprünglich war geplant, dass alle, die sich einem Corona-Test unterziehen, ab 18. Januar in die ab dann wieder geöffneten Geschäfte können. Für alle ohne Test sollte ein verlängerter Lockdown bis zum 24. Januar gelten. Am Sonntag hatte die Opposition aus unterschiedlichen Gründen angekündigt, dem entsprechenden Gesetz die Zustimmung zu verweigern. Die Opposition könnte durch ihre Mehrheit in der Länderkammer die Novelle für zwei Monate auf Eis legen.

    9.02 Uhr: Piazolo hält vollen Präsenzunterricht derzeit nicht für möglich

    Angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen hält Bayerns Kultusminister Michael Piazolo eine Rückkehr zum Regelunterricht in den Schulen derzeit nicht für möglich. "Vollen Präsenzunterricht kann ich mir im Moment nicht vorstellen", sagt der Politiker von den Freien Wählern in der ARD. Es werde wohl noch eine Weile Distanz- und Wechselunterricht geben.

    8.53 Uhr: Corona-Krise lässt Zahl der Erwerbstätigen sinken

    Nach 14 Jahren Wachstum ist im Corona-Jahr 2020 die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erstmals wieder zurückgegangen. 44,8 Millionen Menschen hatten im Jahresschnitt im Inland einen Arbeitsplatz oder waren selbstständig, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 1,1 Prozent weniger als 2019 und auch 0,2 Prozent weniger als 2018. Die Zahl der Erwerbslosen kletterte deutlich um 34,5 Prozent auf 1,85 Millionen.

    Der Statistik zufolge gingen insbesondere schlecht gesicherte Jobs verloren, während die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten häufig in Kurzarbeit geschickt wurden. Noch deutlicher als in den Vorjahren ging die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Angehörigen auf nun noch 4,0 Millionen zurück.

    Bei den Dienstleistungen sank die Zahl der Beschäftigten besonders stark im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 2,0 Prozent sowie bei industrienahen Dienstleistern (-2,5 Prozent) einschließlich der Leiharbeit. Zusätzliche Jobs gab es hingegen im Öffentlichen Dienst, Erziehung und Gesundheit. In der Industrie sank die Zahl der Erwerbstätigen in der Krise um 2,3 Prozent auf rund 8,2 Millionen. Lichtblick war hier das Baugewerbe mit einem Anstieg um 0,7 Prozent.

    8.18 Uhr: SPD-Generalsekretär beklagt Impf-Chaos

    SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat die aktuelle Corona-Impfstrategie der Bundesregierung kritisiert und Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, sich einzuschalten. Deutschland stehe im Vergleich mit anderen Ländern schlechter da, sagte er im "ARD-Morgenmagazin". Die Schuld hierfür gibt Klingbeil Gesundheitsminister Jens Spahn.

    Länder außerhalb der EU wie die USA und Großbritannien hatten Impfstoffe nach weniger umfangreichen Prüfungen Notfallzulassungen erteilt und begannen früher mit dem Impfen. Die Umsetzung läuft in Deutschland über die Länder, die jeweils eigene Regelungen haben. "Wir sehen in diesen Tagen, dass es chaotische Zustände gibt", sagte Klingbeil. Er forderte "eine nationale Kraftanstrengung" unter der Leitung Merkels.

    7.21 Uhr: Südafrika will im Februar mit Corona-Impfungen beginnen

    Das schwer von der Corona-Krise betroffene Südafrika will im kommenden Monat mit den Impfungen gegen Covid19 beginnen. "Unser Ziel ist der Februar", sagte Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Sonntag mit Blick auf die geplante erste Impfstoffdosen-Lieferung. Zunächst müssten jedoch die Verhandlungen mit den Impfstoff-Herstellern abgeschlossen werden. Gesundheitsexperten hatten die südafrikanische Regierung zuvor dafür kritisiert, noch nicht mit der Impfkampagne begonnen zu haben. Mehr als eine Million der rund 59 Millionen Einwohner Südafrikas hat sich nach Angaben der Behörden seit Pandemie-Beginn mit dem Coronavirus infiziert. Es ist damit das am schwersten von der Krise betroffene Land Afrikas.

    7.14 Uhr: Polen hofft in der Pandemie auf Ärzte aus dem Osten

    In der Corona-Pandemie wirbt Polen massiv um Ärzte aus seinen östlichen Nachbarländern. Eine vom Parlament verabschiedete Gesetzesänderung soll die Zulassung von Medizinern aus Ländern außerhalb der EU vereinfachen. "Momentan haben wir schon mehr als 500 Anträge von Ärzten", sagt Kacper Gasienica-Byrcyn, Chef der Personalagentur Optimus Work. Etwa 80 Prozent kämen aus der Ukraine, weitere 20 Prozent aus Belarus (Weißrussland). Ähnliche Erfahrungen hat auch Krzysztof Inglot von der Firma Personnel Service gemacht. Mehr als 1500 Ärzte seien an Stellen in Polen interessiert. "Hauptsächlich suchen wir Kardiologen, Lungenärzte, Virologen, Anästhesisten und Internisten."

    Seit Polens Beitritt zur EU 2004 sind Tausende Ärzte Richtung Westen abgewandert. Diese Entwicklung und der Sparkurs der Regierung haben das polnische Gesundheitssystem ausgeblutet. Laut dem OECD-Report "Health at a Glance 2020" kamen in Polen im Jahr 2017 auf 100 000 Einwohner 238 Ärzte - so wenig wie in keinem anderen EU-Land.

    6.39 Uhr: Karliczek hält kompletten Präsenzunterricht derzeit für "nicht vorstellbar"

    In der Debatte um die Wiederaufnahme des Schulunterrichts während der Corona-Pandemie hat Bildungsministerin Anja Karliczek die Bevölkerung auf weitere schwierige Wochen eingestimmt. Eine vollständige Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht in allen Jahrgängen sei aufgrund der Infektionslage in diesen Tagen "nicht vorstellbar", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es sei auch noch unklar, welche Auswirkungen die Weihnachtstage und der Jahreswechsel auf die Zahlen hätten. Heute beraten die Kultusminister der Länder über die Lage, morgen Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten.

    6.09 Uhr: Japan erwägt neuen Ausnahmezustand für Tokio

    Angesichts gestiegener Corona-Infektionszahlen erwägt Japan erneut die Ausrufung des Ausnahmezustands für den Großraum Tokio - die Vorbereitung für die Olympischen Spiele im Sommer soll aber fortgesetzt werden. Das erklärte der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga am Montag. Die Gouverneure von Tokio und umliegenden Präfekturen hatten seine Regierung zuvor aufgefordert, erneut den Ausnahmezustand für den Großraum Tokio auszurufen, nachdem die Hauptstadt des Landes zu Neujahr einen neuen Rekord von 1337 Neuinfektionen vermeldet hatte.

    5.53 Uhr: RKI verzeichnet 9.847 Corona-Neuinfektionen

    Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9.847 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem gab es 302 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid19 innerhalb von 24 Stunden, so das RKI am Montagmorgen.

    Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. Der Höchststand von 1.129 neuen Todesfällen war am Mittwoch (30.Dezember) erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

    5.30 Uhr: Lauterbach fordert "konsequenten" Lockdown

    SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach plädiert in der "Passauer Neuen Presse" für einen "konsequenten" und zeitlich nicht befristeten Lockdown. "Wir müssen die Neuinfektionen deutlicher reduzieren als bisher geplant. Ein Inzidenzwert von 50 reicht nicht aus, weil wir es in Zukunft wahrscheinlich mit einer Virus-Variante zu tun haben werden, die wesentlich ansteckender ist als die bisher in Deutschland verbreitete." Die Rate der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen müsse auf 25 gesenkt werden, mahnte der SPD-Politiker. Am Sonntag lag die Rate in Deutschland bei 139,6.

    4.04 Uhr: Großbritannien startet mit zweitem Corona-Impfstoff

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie kommt in Großbritannien ab Montag auch der von dem Konzern AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelte Impfstoff zum Einsatz. Zunächst stehen nach Regierungsangaben 530.000 Dosen dieses Vakzins zur Verfügung. Insgesamt hat Großbritannien 100 Millionen Dosen bei AstraZeneca bestellt.

    Bislang wurden im Vereinigten Königreich bereits mehr als eine Million Dosen des Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer verabreicht. Großbritannien ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Europa. Im Kampf gegen das Virus setzt die Regierung auf eine schnelle Impfkampagne.

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