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Corona: Die Ereignisse vom 7. bis 13. Dezember | BR24

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    Corona: Die Ereignisse vom 7. bis 13. Dezember

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 7. bis 13. Dezember.

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    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 13. Dezember 2020

    21.45 Uhr: Corona-Impfstoff auf den Weg in die einzelnen US-Staaten

    In den USA sind die ersten Lastwagen mit dem Corona-Impfstoff von Pfizer und Biontech unterwegs. Sie fuhren am Sonntag aus einer Produktionsstätte in Michigan los und sollen am Montag in diversen Bundesstaaten ankommen und verabreicht werden. Die Verteilung des Mittels vom US-Hersteller Pfizer und seines deutschen Partners Biontech wird die größte Impfkampagne in der Geschichte der USA einläuten. Zuerst geimpft werden sollen Mitarbeiter des Gesundheitswesens sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen. Mit der ersten Auslieferung sollen etwa drei Millionen Dosen an die Bevölkerung gebracht werden. In der kommenden Woche werden Impfexperten in den USA ein weiteres Mittel prüfen, dann vom Hersteller Moderna. Auch das könnte bald darauf für den Markt zugelassen werden.

    21.25 Uhr: Auch die Niederlande vor schärferen Maßnahmen

    Auch in den Niederlanden zeichnen sich schärfere Maßnahmen zur Virus-Eindämmung ab. Der Sender NOS berichtet, die Regierung werde erwäge bei einer Notfall-Sitzung des Kabinetts am Montag, alle nicht essenziell notwendigen Geschäfte für mehrere Wochen schließen zu lassen. Auch eine Verlängerung der Weihnachtsferien an Schulen stehe zu Debatte. Die Infektionszahlen im Land waren zuletzt deutlich gestiegen.

    21.20 Uhr: Kretschmer verteidigt nächtliche Ausgangsbeschränkungen

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in seinem Bundesland verteidigt. "Wir müssen der Polizei Instrumente in die Hand geben, die kontrollierbar sind", sagte der CDU-Politiker in einem ARD extra. Leider gebe es in der Bevölkerung eine Minderheit, die sich nicht an die geltenden Kontaktbeschränkungen gehalten habe. "Dieser Minderheit muss jetzt klar gemacht werden: Es geht nicht anders."

    21.00 Uhr: Krankenhausverband rechnet mit 5.000 Covid-19-Intensivpatienten zum Jahreswechsel

    Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) rechnet trotz des bevorstehenden Lockdowns mit weiter steigenden Zahlen an Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen. "In den nächsten zwei Wochen werden die Infektionszahlen zunächst noch einmal steigen. Der Lockdown wirkt erst mit Verzögerung", sagte DKG-Präsident Gerald Gaß. "Ich rechne damit, dass die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen von derzeit rund 4.500 auf 5.000 zur Jahreswende steigen wird." Es sei bereits jetzt an einigen Stellen eine Überlastung der Krankenhäuser zu beobachten, sagte Gaß. Regelpatienten könnten nicht mehr so versorgt werden wie sonst. Dort müsse dann eine Auswahl stattfinden. "Das ist aber keine Triage in dem Sinne, wie sie in Frankreich und Italien stattfinden musste, wo Ärzte entscheiden mussten, wer noch beatmet wird und wer nicht", betonte der Chef der Krankenhausgesellschaft.

    20.45 Uhr: Litauens Regierung kündigt Lockdown an

    In Kampf gegen die zweite Corona-Welle wird das öffentliche Leben in Litauen auf ein Minimum reduziert. In dem baltischen EU-Land sollen von Mittwoch an alle Geschäfte bis auf Läden für den täglichen Bedarf schließen und der Schulbetrieb auf Fernunterricht umgestellt werden. Dies beschloss die neue Regierung von Ministerpräsidentin Ingrida Simonyte in ihrer ersten Sitzung am Sonntag in Vilnius. Die Regelung soll bis zum 31. Januar 2021 gelten. Auch die Bewegungsfreiheit der rund drei Millionen Einwohner Litauens wird eingeschränkt: Auf Anordnung der Regierung darf niemand mehr ohne zwingenden Anlass in andere Städte und Gemeinden außerhalb des eigenen Wohnsitzes reisen. Haus oder Wohnung dürfen ebenfalls nur noch aus triftigem Grund verlassen werden - für Arbeit, eine ärztliche Behandlung, zum Einkaufen oder eine Beerdigung. Weiter werden Kontakte auf eine Familie oder einen Haushalt beschränkt. Staatschef Gitanas Nauseda unterstützte das Vorgehen der Regierung.

    20.35 Uhr: Kanzleramtsminister Braun warnt vor vollen Innenstädten

    Nach Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher hat auch Kanzleramtsminister Helge Braun davor gewarnt, in den verbleibenden zwei Tagen vor dem harten Lockdown viele Weihnachtseinkäufe zu erledigen. "Die herzliche Bitte ist, auch diese letzten zwei Tage, an denen jetzt die Geschäfte noch geöffnet sind, nicht so zu nutzen, dass die Innenstädte sehr voll sind", sagte Braun in einem ARD extra. Der Lockdown beginne erst am Mittwoch, weil einige Bundesländer noch zwei Tage zur Vorbereitung bräuchten.

    20.20 Uhr: Ministerpräsident Söder: "Wir fahren Bayern runter!"

    Ab Mittwoch steht Bayern ein harter Lockdown bevor. Die Philosophie der Staatsregierung für den Freistaat Bayern heißt: "Daheim bleiben", sagte Ministerpräsident Markus Söder in einem BR extra mit Blick auf die kommenden Woche.: "Die Zahlen galoppieren nach oben. Es ist jetzt notwendig, die Reißleine zu ziehen." Am 5. Januar werde man wieder zusammenkommen, um zu schauen, wie die Entwicklung ist. Warum dieser Lockdown nicht ab sofort gilt, sondern erst ab Mittwoch, 16.12., begründet Söder so: "Ich hätte mir das auch schon ab morgen (Montag, 14.12.) vorstellen können, aber da gibt es ein rechtliches Prozedere. Ich möchte eben die Entscheidung des Landtags haben, da gibt es Ladungsfristen. Und es ist auch wichtig, dass wir gesamtdeutsch handeln." Auch Kitas und Schulen sind ab Mittwoch für alle Jahrgangsstufen geschlossen. Söder stellte aber klar: "Die Schulpflicht wird ab Mittwoch nicht einfach ausgesetzt. Es gibt dann die entsprechende Form von Distanzunterricht." Söder stellte außerdem in Aussicht, Eltern mit Möglichkeiten zur Notbetreuung und finanziellem Ausgleich für Urlaubstage unter die Arme zu greifen.

    20.15 Uhr: Algeriens Staatschef meldet sich nach Corona-Erkrankung zu Wort

    Nach fast zwei Monaten hat sich der mit dem Coronavirus infizierte algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune erstmals öffentlich geäußert. Es werde womöglich noch mehrere Wochen dauern, bis er fit genug für eine Rückkehr in die Heimat sei, sagte Tebboune in einer Videobotschaft. Der 75-Jährige sprach deutlich und schien auch bei längeren Sätzen nicht außer Atem zu sein. Ende Oktober war Tebboune erkrankt und zur Behandlung nach Deutschland gereist. "Ich werde meine ganzen körperlichen Kräfte vielleicht in ein, zwei oder drei Wochen zurückgewonnen haben», sagte der Präsident. "Ich hoffe, bald wieder bei Ihnen zu sein."

    20.05 Uhr: Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter drastisch an

    Trotz des Teil-Lockdowns und etlicher Mahnungen aus Wissenschaft und Politik sind die Corona-Zahlen in Deutschland drastisch gestiegen. Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 20.200 neue Corona-Infektionen übermittelt, wie es am Sonntagmorgen berichtete. Damit hat sich die Zahl im Wochenvergleich erneut weiter erhöht. Am vergangenen Sonntag lag sie bei 17.767. Auch die Zahl der neuen Todesfälle stieg von 255 am vergangenen Sonntag auf nun 321. Der Höchststand der Neuinfektionen war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Der bisherige Höchstwert von 598 Toten war ebenfalls am Freitag erreicht worden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21.787.

    19.55 Uhr: Italien stellt Corona-Impfwerbung mit Primel-Symbol vor

    Italien will seine nationale Corona-Impfkampagne mit einer großen Werbeaktion und der Primel als Symbol begleiten. Das kündigte der Sonderkommissar der Regierung, Domenico Arcuri, am Sonntag an. Rom wolle mit einer ersten Impfphase Mitte Januar starten, sagte er. Begonnen werde mit medizinischem Personal und in Altenheimen. Die Details der Anti-Covid-Spritzen, die mit dem Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer losgehen dürften, könnte sich nach Medienangaben noch etwas verschieben. Das hänge etwa vom Zulassungsprozess ab. Auch bei dem Produkt des US-Konzerns Moderna setzt Italien auf eine baldige Genehmigung. Arcuri erläuterte, dass in dem 60-Millionen-Einwohner-Land in einer ersten Phase rund 1,87 Millionen Menschen geimpft werden sollten - darunter rund 15.000 Ärzte und Krankenschwestern. Die Werbekampagne steht unter dem Motto: "Italien wird mit einer Blume wiedergeboren".

    19.40 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in den USA schwächt sich ab

    Die Zahl der Neuinfektionen in den USA schwächt sich ab auf 213.305. Am Samstag hatte es noch rund 244.000 neue Fälle gegeben. Die Zahl der Toten steigt um 2283, am Samstag waren es 3031. Insgesamt wurde damit bislang bei rund 15,9 Millionen Menschen in den USA das Virus festgestellt. Die Zahl der Toten summiert sich auf 296.818.

    19.30 Uhr: Steinmeier wendet sich vor Corona-Lockdown an die Öffentlichkeit

    Kurz vor Inkrafttreten des harten Corona-Lockdowns will sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an die Öffentlichkeit wenden. Für Montag (10.00 Uhr) kündigte das Bundespräsidialamt ein Pressestatement Steinmeiers zur "aktuellen Lage in der Pandemie" an. Ein ursprünglich für Montagvormittag geplantes Gespräch des Bundespräsidenten mit Studierenden zu ihrer Situation in der Pandemie wurde verschoben.

    19.15 Uhr: Italien übertrifft Großbritannien bei tragischem Corona-Wert

    Italien hat Großbritannien bei der Zahl der offiziell meisten Corona-Todesfälle in Europa abgelöst. Das Land verzeichnete am Sonntag 484 Opfer nach einer Erkrankung mit Covid-19 - was zwar einer der niedrigsten Werte in etwa einem Monat war, aber ausreichte, um Großbritannien in diesem tragischen Meilenstein zu überholen. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität stand am Sonntag die Zahl der bestätigten Todesfälle in der Pandemie in Italien bei 64.520 und im Vereinigten Königreich bei 64.267. Allerdings haben die beiden Länder unterschiedliche Kriterien bei der Zählweise und es wird vermutet, dass insbesondere zu Beginn der Pandemie in Italien viele Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus nicht entdeckt worden sind.

    18.55 Uhr: Kinderbetreuungs-Personal kann sich selbst auf Corona testen

    Die gemeindliche Kindertageseinrichtung und die Mittagsbetreuung der Grundschule in Hafenlohr sind mit die ersten Einrichtungen, in denen sich das Personal selbst über eine Schnelltest auf Corona testen lassen kann, teilt Bürgermeister Thorsten Schwab am Sonntag in einer Pressemitteilung mit. In Hafenlohr hatte man bereits überlegt, regelmäßig Antigen-Schnelltests zum Schutz des Personals einzusetzenregelmäßig, noch bevor Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dies in Kitas und Schulen ermöglicht hat. Die Schnelltests führen drei Mitarbeiterinnen durch, die im Erstberuf eine medizinische Ausbildung absolviert hatten und Arzthelferin, Krankenschwester und Pflegehelferin waren. Ein Mediziner und eine Apotheke zeigte ihnen, wie der Antigen-Schnelltest durchgeführt wird. Es sollen ausschließlich die Mitarbeiterinnen von Kita und Nachmittagsbetreuung in der Grundschule getestet werden

    18.45 Uhr: Landshuter Schulen müssen schon am Montag ab 6. Klasse in Distanzunterricht

    Auf Drängen des Bayerischen Gesundheitsministeriums wird an allen Landshuter Schulen ab der 6. Jahrgangsstufe bereits ab Montag (14. Dezember 2020) kein Unterricht in Präsenzform mehr stattfinden können. Es wird also vollständig auf Distanzunterricht in digitaler Form umgestellt, erklärt die Stadt Landshut in einer Pressemitteilung. Ausgenommen von dieser Regelung sind die jeweiligen Abschlussklassen aller Schularten sowie Schulen zur sonderpädagogischen Förderung. Der 7-Tage-Inzidenzwert in der Stadt Landshut lag Stand Sonntag 0 Uhr laut RKI bei 309,2. Für Senioren- und Pflegeheime, die derzeit vermehrt von Infektionen betroffenen sind, gelten schon seit Sonntag (13.12.2020) noch strengere Besuchsbeschränkungen.

    18.25 Uhr: Mittelstandsbeauftragter warnt vor Pleitewelle im Einzelhandel

    Der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß warnt vor Pleiten im Einzelhandel. "Gibt es keine starken Finanzhilfen für den stationären Handel wird eine Schließungswelle unvermeidbar", sagt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium dem "Handelsblatt".

    18.15 Uhr: Bischof Overbeck: Kirchliche Kontakte aufs Nötigste reduzieren

    Der katholische Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck, empfiehlt, alle nicht zwingend notwendigen Kontakte im kirchlichen Leben weiter zu reduzieren. Die öffentlichen Gottesdienste sollten möglichst auf die Sonn- und Feiertage beschränkt werden, sagte er am Sonntag nach Beratungen mit dem Krisenstab in seinem Bistum."Ich bin mir sehr bewusst, dass eine breite Öffentlichkeit sehr kritisch auf die Möglichkeiten der Religionsgemeinschaften blickt, unter bestimmten Bedingungen weiterhin Gottesdienste feiern zu dürfen", ergänzte der Ruhrbischof: "Wir sollten deshalb sehr sorgsam und sensibel an den kommenden Feiertagen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

    18.05 Uhr: In Italien knapp 18.000 neue Infektionen

    In Italien melden die Behörden 17.938 neue Coronavirus-Fälle. 484 infizierte Menschen seien am Sonntag gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Am Vortag waren es 649.

    18.00 Uhr: Schäuble: Abgeordnete bei Impfung wie Regierung einstufen

    Bei der Vergabe zunächst knapper Corona-Impfungen sollten Bundestagsabgeordnete nach dem Willen von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble "ebenso eingestuft und behandelt werden" wie etwa Mitglieder der Bundesregierung. "Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags tragen ebenso Staatsfunktionen wie die Verfassungsorgane der Exekutive und der Judikative", schrieb Schäuble in einem Brief an die Fraktionen. Das Schreiben liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. Bislang gibt es in der EU noch keinen zugelassenen Impfstoff. Wie hoch Mitglieder der Bundesregierung in der Impf-Reihenfolge einsortiert werden, ist allerdings noch offen.

    17.40 Uhr: Thüringen verhängt nächtliche Ausgangsbeschränkung

    In Thüringen gilt von Mittwoch an eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. In der Zeit von 22 Uhr bis 5 Uhr dürfe die Wohnung nur aus triftigen Gründen wie der Ausübung des Berufs verlassen werden, entschied die Landesregierung in Erfurt. Grund dieser Sonderregelung im Vergleich zu den Bund-Länder-Vereinbarungen sei die anhaltend hohe Infektionszahl, teilte die Staatskanzlei mit. Die Ausgangsbeschränkung gelte für Thüringen insgesamt. Für Heiligabend und die Nächte bis zum 26. Dezember sowie die Silvesternacht würden gesonderte Regelungen getroffen. Dies gelte auch für die hohen Feiertage der jüdischen und muslimischen Gemeinden.

    17.30 Uhr: Wohl keine Weihnachts-Lockerungen in Sachsen-Anhalt

    In Sachsen-Anhalt wird es zu Weihnachten voraussichtlich keine Lockerungen der Kontaktregeln geben. Es bleibe dabei, dass sich höchstens fünf Personen treffen dürfen, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff. "Eine Lockerung sehen wir derzeit als nicht gerechtfertigt an", sagte der CDU-Politiker mit Blick auf die hohen Infektionszahlen. Nicht mitgezählt werden im Land Kinder bis 14 Jahren, die mit einem der anwesenden verwandt sind. Das Kabinett solle am Montag darüber entscheiden. Ursprünglich hatte Sachsen-Anhalt geplant, für Weihnachten auch Treffen von bis zu zehn Personen zu ermöglichen. Nach dem neuen Bund-Länder-Beschluss können die strengen Regeln für private Kontakte für die Weihnachtstage grundsätzlich etwas gelockert werden.

    17.15 Uhr: Gegner von Corona-Maßnahmen demonstrieren mit Auto-Korso

    Nach der Verkündung des harten Lockdowns wegen der Corona-Pandemie haben in Düsseldorf Gegner der Maßnahmen demonstriert. In einem Auto-Korso fuhren sie durch die Stadt. Der neue Lockdown werde Hunderttausende Arbeitsplätze kosten, kritisierte ein Redner. Die Demonstration sei mit 50 Wagen angemeldet gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Verkehrsstörungen hätten sich in Grenzen gehalten.

    16.50 Uhr: Tschentscher warnt Handel vor Rabatt-Aktionen am Montag und Dienstag

    Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat den Handel davor gewarnt, mit Rabattaktionen bis zum Lockdown die Kauflust weiter anzuheizen. Auch die Bürger sollten "an den kommenden beiden Tagen keinen Black Friday veranstalten, sondern nur die nötigsten Einkäufe tätigen", sagte der SPD-Politiker der "Bild". Die Menschen sollten in diesem Jahr auf geplante Weihnachtseinkäufe verzichten. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs hatten zuvor vereinbart, ab Mittwoch den Einzelhandel weitgehend zu schließen. Ausnahmen gelten etwa für Lebensmittelmärkte, weitere Güter des täglichen Bedarfs sowie beispielsweise für Apotheken, Post und Banken.

    16.41 Uhr: Gewerkschaft der Polizei: Klare Corona-Maßnahmen erleichtern Arbeit

    Die Gewerkschaft der Polizei hat die verschärften Corona-Regeln begrüßt. Die Zeit der Suche nach Schlupflöchern sei vorbei, so der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek. Die Polizei werde wie bisher auch stärker auf öffentlichen Plätzen und an "neuralgischen Punkten" präsent sein, sagte Radek.

    Diese Arbeit werde durch die klaren Maßnahmen erleichtert. Ein Alkoholverbot in Städten reduziere die Wahrscheinlichkeit von Ansammlungen in der Öffentlichkeit. Das Verkaufsverbot für Pyrotechnik entspanne die Situation zu Silvester.

    Radeks Sorge gelte eher der Absicherung möglicher "Querdenker"-Kundgebungen als den Kontrollen privater Haushalte. Mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes könnten solche Kundgebungen zudem besser rechtssicher verboten werden.

    16.02 Uhr: Evangelische Kirche plant Online-Angebote zu Weihnachten

    Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) setzt angesichts der Corona-Regeln zu Weihnachten auch wieder auf Online-Angebote für die Gläubigen - zusätzlich zu den unter strengen Schutzkonzepten geplanten Gottesdiensten.

    Die von Bund und Ländern am Sonntag beschlossenen Regeln für die Gottesdienste würden vielerorts bereits umgesetzt: Dazu zählten die Maskenpflicht, das Gesangsverbot für die Gemeinden sowie Anmeldelisten für die Weihnachtsgottesdienste. Die von der Politik angekündigten Gespräche innerhalb und mit den Glaubensgemeinschaften würden Anfang der Woche geführt.

    15.13 Uhr: Chefökonomen: Deutschland muss sich auf zweite Rezession einstellen

    Der deutschen Wirtschaft droht Ökonomen zufolge wegen der ab Mittwoch geltenden neuen Lockdown-Maßnahmen eine erneute Rezession. Laut dem Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer sind die wirtschaftlichen Risiken deutlich gestiegen, weil mit dem Einzelhandel ein wichtiger Absatzkanal der deutschen Industrie geschlossen werde. Damit zeichnet sich mehr denn je ab, dass das Bruttoinlandsprodukt im laufenden vierten Quartal schrumpfen werde. Er rechne mit einem Minus von gut einem Prozent gegenüber dem dritten Quartal.

    Die Berenberg Bank geht davon aus, dass die Wirtschaft von Oktober bis Dezember um 1,8 Prozent schrumpfen wird. Bislang hatte sie mit minus 1,0 Prozent kalkuliert. "Allerdings erwarte man, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2021 diese Verluste wieder aufholen könne. Der Schock sei wesentlich geringer als in der ersten Welle. "Wir können mit einem Lockdown wesentlich besser umgehen als beim ersten Mal."

    15.04 Uhr: Spanier könnten am Sommer-Ende weitgehend immun sein

    In Spanien könnte nach Angaben von Gesundheitsminister Salvador Illa Ende kommenden Sommers das Virus durch Impfungen weitgehend eingedämmt sein. Bis dahin sollten über zwei Drittel der 47 Millionen Spanier geimpft werden, sagt er der Zeitung "Publico". Zusammen mit dem Effekt durch Genesene vermindert sich dann die Geschwindigkeit der Ausbreitung, so dass auch der Schutz nicht geimpfter oder Menschen steigt.

    14.58 Uhr: Kommunen begrüßen Bund-Länder-Beschluss zu Lockdown

    Die kommunalen Spitzenverbände begrüßen die Beschlüsse von Bund und Ländern zu einer deutlichen Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, der harte Lockdown sei schmerzhaft, aber die Städte unterstützten ihn.

    Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, bezeichnete den beschlossenen Lockdown ab Mittwoch als "hart, aber unvermeidbar". In der derzeitigen, sehr kritischen Situation habe man keine Zeit mehr zu verlieren, sagte Landsberg der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

    14.52 Uhr: Verband: Verkaufsverbot von Feuerwerk stürzt Branche in Existenznot

    Das Verkaufsverbot für Silvester-Feuerwerk wegen des harten Corona-Lockdowns stürzt die Hersteller von Böllern und Raketen in eine schwere Krise. Im Zweifel drohe die Insolvenz des gesamten Wirtschaftszweigs, erklärte Thomas Schreiber, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der pyrotechnischen Industrie (VPI), am Sonntag.

    Der Verband fordert einen vollen Ausgleich für die Umsatzverluste im dreistelligen Millionenbereich. Da die Branche 95 Prozent ihrer Jahreserlöse im Dezember erwirtschafte, befürchten Verbandsjuristen, dass Unternehmen bei den Überbrückungshilfen leer ausgehen. Man brauche gesonderte Hilfsgelder, um die 3.000 Einzelexistenzen in der Branche zu sichern.

    Nach der Entscheidung von Bund und Ländern, Feuerwerk zunächst nicht verbieten zu wollen, hätten die Firmen mit ihren Hauptauslieferungen begonnen. Nun stehe der Einzelhandel vor dem Problem, was mit den Waren geschehen solle. Da Feuerwerk ein Kommissionsgeschäft sei, müsse der Schaden von der pyrotechnischen Industrie getragen werden.

    14.45 Uhr: Staat hilft im Lockdown mit Milliarden - Händlern reicht das nicht

    Mit mehr als elf Milliarden Euro pro Monat will der Bund Unternehmen unterstützen, die vom bevorstehenden harten Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen sind. Das kündigte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am Sonntag in Berlin nach den Beratungen von Bund und Ländern an. Der Einzelhandel, der nach den neuen Regeln von Mittwoch an weitgehend schließen muss, reagierte prompt: Das Geld werde nicht reichen.

    Aus Sicht des Handelsverbandes Deutschland (HDE) sind die Hilfen immer noch viel zu wenig, "um eine Pleitewelle in den Innenstädten zu verhindern", kritisierte er am Sonntag. Der Verband fordert für den Dezember die gleiche Unterstützung, die bereits die seit Anfang November geschlossene Gastronomie erhält. Die Überbrückungshilfen alleine reichten nicht aus, um die betroffenen Handelsunternehmen zu retten. Der weitgehend geschlossenen Gastronomie wurde hingegen bereits vor Wochen versprochen, dass ihnen 75 Prozent des entgangenen Umsatzes erstattet würden.

    Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, reagierte positiver auf die angekündigten Ausweitungen der Hilfen: Es sei wichtig, die von den härteren Vorgaben betroffenen Betriebe und Unternehmen nicht allein zu lassen. Insofern begrüße er die Ankündigung einer Überbrückungshilfe III.

    14.37 Uhr: Kulturrat fordert mehr Unterstützung für Kreativwirtschaft

    Der Deutsche Kulturrat hat angesichts der Verlängerung und Verschärfung der Corona-Einschränkungen mehr Unterstützung für die Kreativwirtschaft gefordert. Zwar seien diese Maßnahmen angesichts der Infektionslage notwendig, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung. Für den Kulturbereich bedeute der harte Shutdown aber "eine weitere Verschärfung seiner seit Monaten extrem angespannten Situation".

    Daher sei es wichtig, "die bestehenden Hilfen für die Kultur- und Kreativwirtschaft weiterzuführen, dringend nachzujustieren und zu erweitern", verlangte der Kulturrat. Die Politik müsse die "Kultur- und Kreativwirtschaft jetzt stützen und Perspektiven geben", hieß es in einer Stellungnahme, die auf einen vom Kulturrat moderierten Dialogprozesses in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung zurückgeht.

    Der Kulturrat begrüßte zwar die angekündigte Erhöhung der Überbrückungshilfe III für Unternehmen auf Zahlungen bis zu einer halben Million Euro pro Monat, allerdings müssten auch die Regeln für die November- und Dezemberhilfen für indirekt von Schließungen Betroffene verbessert werden. Die vorgesehene Neustarthilfe für Solo-Selbstständige müsse höher ausfallen als bislang geplant. Auch solle für das Bundesprogramm "Neustart Kultur" eine weitere Milliarde Euro zur Verfügung gestellt werden.

    14.33 Uhr: LGL: 3.424 Neuinfektionen in Bayern - 30 neue Todesfälle

    In Bayern sind seit gestern 3.424 Menschen mit dem Coronainfektion hinzugekommen. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL in Erlangen mitgeteilt. Die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie steigt damit auf 257.139.

    In Bayern gab es in den vergangenen 24 Stunden 30 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt damit auf 4.848. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern aktuell bei 202,19. Sie liegt damit erstmals bayernweit über der Inzidenzmarke von 200. Am höchsten ist der Inzidenzwert im Landkreis Regen mit 605,86. Den niedrigsten Wert weist der Landkreis Bamberg auf mit 70,67.

    14.25 Uhr: Katholische Kirche begrüßt Gottesdienstregeln

    Die katholische Kirche in Deutschland begrüßt die "derzeitige Möglichkeit für die weitere Feier von Gottesdiensten zum jetzigen Zeitpunkt". Der Sprecher der Bischofskonferenz, Matthias Kopp, rief dennoch erneut zu äußerster Vorsicht und der strikten Einhaltung aller vorhandenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen auf.

    In den nächsten Tagen sollen weitere Gespräche auf Länder- und Bundesebene geführt werden, wie der Besuch der Gottesdienste ausgestaltet werden kann.Trotz der am Sonntag verkündeten härteren Corona-Einschränkungen bleiben Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen auch über Weihnachten weiter möglich. Dabei gelten unter anderem eine Maskenpflicht auch am Platz und ein Gesangsverbot.

    14.07 Uhr: Giffey - Kitas und Schulen sollten als erste wieder öffnen

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey forderte, dass bei der Zurücknahme der Lockdownmaßnahmen Kitas und Schulen "mit die ersten Orte sind, die so bald wie möglich wieder öffnen". Bei allen Einschränkungen gerade für die Kinder und Jugendlichen müsse das Kindeswohl und der Kinderschutz berücksichtigt werden.

    14.00 Uhr: Ärzteverband erleichtert über harten Lockdown

    Der Ärzteverband Hartmannbund hat den von Bund und Ländern beschlossenen harten Lockdown begrüßt. Bei der Belastung des Personals in den Kliniken sei "die rote Linie erreicht", erklärte der Verband am Sonntag. "Allein also vor diesem Hintergrund gibt es zu einem harten und klaren Schritt keine Alternative mehr".

    Positiv sei auch, dass nun "aus dem Flickenteppich der vergangenen Monate" offensichtlich wieder ein einheitlicher Maßnahmenkatalog "ohne regionale Sonderwege" geworden sei. Dies sei "im Sinne einer breiten Akzeptanz der vorgesehenen Maßnahmen von enormer Bedeutung".

    Der Präsident des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, mahnte die Ministerpräsidenten, den gemeinsamen Beschluss jetzt nicht wieder durch "Kakophonie" zu schwächen. Vielmehr müssten sie die Vereinbarungen nun auch "mit einheitlicher Sprache" umsetzen. Montgomery kritisierte, dass der Beschluss zum Lockdown erst jetzt kommt: "Diese Beschlüsse hätte man schon vor vier Wochen fassen können."

    Äußerungen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), wonach es in Deutschland in der Corona-Krise bereits eine Triage bei der Versorgung der Patienten gebe, wies Montgomery zurück. Zwar gebe es Richtlinien dafür, diese würden aber nicht angewandt. Söder hatte seine Aussage damit begründet, dass Ärzte bereits jetzt darüber entscheiden müssten, welche Patientinnen und Patienten in andere Einrichtungen verlegt werden, um Platz für andere zu machen. Dies sei jedoch keine Triage, sondern Teil normalen ärztlichen Handelns, sagte Montgomery.

    13.48 Uhr: Deutsche Umwelthilfe: Verkaufsverbot für Pyrotechnik ist Chance für neue Silvesterbräuche

    Das von Bundeskanzlerin Merkel heute Vormittag angekündigte Verkaufs- und damit faktische Anwendungsverbot für Pyrotechnik ist nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die Chance, neue Bräuche für einen friedfertigen Jahreswechsel im Kreise der Liebsten zu entwickeln. Die DUH ruft dazu auf, böllerfreie Silvestertraditionen aus anderen Ländern auszuprobieren oder einfach neue Bräuche zu erfinden. Die DUH bittet um Zusendung von Vorschlägen, Fotos oder Videos und wird daraus einen Silvester-Zukunftsbrauch küren.

    13.31 Uhr: Neuer Corona-Lockdown: Keine Unterbrechung für Profisport

    Anders als beim ersten harten Corona-Lockdown im  Frühjahr kann der Profisport seine Wettbewerbe diesmal zunächst fortsetzen. Dies geht aus dem Beschluss der Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Sonntag hervor, in dem der Profisport bei den weitergehenden Einschränkungen nicht explizit erwähnt wird. 

    Lockerungen im Sport sind allerdings bis nach Start des neuen Jahres auch vom Tisch. Bis mindestens zum 10. Januar sind demnach weiter beispielsweise keine Zuschauer bei Profisport in den Stadien und Arenen erlaubt.

    Im Frühjahr war die Bundesliga Mitte März für mehr als zwei Monate unterbrochen worden, bevor es ab Mai in leeren Arenen weiterging.  Andere Sportarten wie Eishockey oder Handball brachen ihre Saison komplett ab und pausierten wesentlich länger. Seit dem Teil-Lockdown Anfang November sind in Deutschland nicht nur Zuschauer beim Profisport, sondern auch der gesamte Amateur- und Juniorensport untersagt.

    13.11 Uhr: Städtetag begrüßt Lockdown ab Mittwoch

    Der Deutsche Städtetag hat die von Bund und Ländern beschlossene Verschärfung der Corona-Maßnahmen begrüßt. Der harte Lockdown sei schmerzhaft, aber die Städte unterstützten ihn, sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Unser Land muss die Pandemie wieder in den Griff bekommen, bevor es zu spät ist und das Infektionsgeschehen völlig aus dem Ruder läuft", mahnte der Leipziger Oberbürgermeister.

    13.04 Uhr: Keine Hotel-Übernachtungen für Familienbesuche an Weihnachten

    Mit den neuen Regeln für einen Lockdown in Deutschland entfallen auch die Pläne, den Bürgern für Familien-Besuche über Weihnachten Übernachtungen in Hotels zu erlauben. Die Pläne seien vom Tisch, sagt der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Treffen an Weihnachten seien auf den engsten Familienkreis beschränkt.

    12.49 Uhr: Regierung arbeitet an Regeln für Zusatzurlaub für Eltern

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) arbeitet nach Angaben seines Kabinettskollegen Olaf Scholz (SPD) bereits an Regelungen für zusätzlichen Urlaub für vom anstehenden Lockdown betroffene Eltern. Der Arbeitsminister sei daran, die Fragen vorzubereiten, sagte Scholz in Berlin. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verwies auf Entschädigungsregelungen für betroffene Eltern, die auch im Frühjahr bereits getroffen wurden. Damals war ein gesetzlicher Verdienstausfall für Mütter und Väter beschlossen worden, wenn diese wegen geschlossener Kitas und Schulen nicht zur Arbeit konnten.

    Bund und Länder hatten am Sonntag bei einem Corona-Krisengespräch vereinbart, dass Kitas und Schulen ab Mittwoch bis 10. Januar weitgehend schließen sollen.

    12.35 Uhr: Handel: Corona-Hilfsprogramme reichen nicht aus

    Die wegen des harten Lockdowns ausgeweiteten Corona-Finanzhilfen für betroffene Unternehmen sind aus Sicht des Einzelhandels noch immer zu gering. "Die bisher vorgesehenen Gelder reichen bei weitem nicht aus, um eine Pleitewelle in den Innenstädten zu verhindern", kritisierte der Handelsverband Deutschland (HDE) die jüngsten Beschlüsse von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder. Der HDE fordert für den Dezember die gleiche Unterstützung, die bereits die seit Anfang November geschlossene Gastronomie erhält. Angesichts des harten Lockdowns ab Mittwoch kündigte die Bundesregierung eine umfassende Ausweitung der Finanzhilfen für Unternehmen an.

    12.20: Nächtliche Ausgangssperre in ganz Bayern

    Das bayerische Kabinett will den ab Mittwoch geplanten harten Lockdown mit breiten Geschäftsschließungen in einer vorgezogenen Sitzung an diesem Montag formal beschließen. Am Dienstag soll dann der Landtag darüber beraten und abstimmen. Das verlautete aus Regierungskreisen in München. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat bereits eine Schließung aller Schulen und Kitas angekündigt. Es soll dann Distanzunterricht und zudem Notbetreuungs-Möglichkeiten geben. Eltern sollen bezahlten Urlaub nehmen können. Zudem kündigte Söder eine nächtliche Ausgangsgssperre für ganz Bayern an.

    12.00 Uhr: Gottesdienste bleiben erlaubt - Maskenpflicht und Gesangsverbot

    Trotz der härteren Corona-Einschränkungen bleiben Gottesdienste auch über Weihnachten weiter möglich. Dabei gelten unter anderem eine Maskenpflicht auch am Platz und ein Gesangsverbot. Diese und andere Hygiene-Bestimmungen müssten strikt eingehalten werden, mahnte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Sicher sei es für viele Christen "eine große Einschränkung, nur mit Maske und Anmeldung und ohne Gesang den Gottesdienst besuchen zu dürfen", betonte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU): "Aber gerade in der Kirche geht es um das Leben und den Schutz der Menschen."

    11.40 Uhr: Möglichst keine Schul- und Kita-Besuche ab Mittwoch

    Neun Monate nach dem ersten Corona-Lockdown an Kitas und Schulen sollen die meisten Einrichtungen nun erneut überall in Deutschland geschlossen oder nur noch eingeschränkt betrieben werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder vereinbarten bei einer Corona-Krisenschalte, dass Schüler und Kita-Kinder spätestens ab Mittwoch für zunächst dreieinhalb Wochen zu Hause bleiben sollen.

    Schulen sollen dafür entweder "grundsätzlich geschlossen" werden, oder die Präsenzpflicht werde ausgesetzt, das bedeutet Unterricht zu Hause. In Kindertagesstätten werde analog verfahren. Wie im Frühjahr soll es aber eine Notbetreuung geben, und an den Schulen sollen Ausnahmen für Abschlussklassen möglich sein.

    11.38 Uhr: Pflichttests auf Coronavirus in Alten- und Pflegeheimen

    In den besonders vom Coronavirus betroffenen Alten- und Pflegeheimen werden nun Pflichttests eingeführt. "Mehrmals pro Woche" sollten die Tests stattfinden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Corona-Gipfel mit den Ministerpräsidenten in Berlin. Die Alten- und Pflegeheime benötigten eine besondere Beachtung.

    11.37 Uhr: Harter Lockdown mit Lädenschließungen ab Mittwoch

    Bund und Länder haben sich auf einen harten Lockdown ab Mittwoch geeinigt. Der Einzelhandel werde mit Ausnahme von Lebensmitteln und weiteren Waren des dringenden Bedarfs geschlossen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Beratungen mit den Länderregierungschefs. Die Kontakte sollen mit Ausnahme der Zeit vom 24. bis 26. Dezember wie bisher auf maximal fünf Personen aus zwei Hausständen reduziert bleiben. Für den 24. bis 26. Dezember können über den eigenen Hausstand hinaus noch vier weitere Personen aus dem engsten Familienkreis eingeladen werden. Für Silvester und Neujahr gebe es keine Sonderregeln, sagte Merkel. An Schulen und Kitas sollen die Kontakte deutlich eingeschränkt werden, die Kinder sollten wann immer möglich zu Hause betreut werden.

    09.58 Uhr: Erzbischof Schick fordert: Kirchen offen lassen

    Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat an die Politik appelliert, bei allen zusätzlichen Corona-Einschränkungen die Kirchen nicht zu schließen. Auf Twitter schrieb er: "Auch bei einem harten Lockdown müssen die Kirchen an Weihnachten offen und Gottesdienstbesuch möglich bleiben, sicher bei Einhaltung der nötigen Regeln." Dies sei Wunsch und Bitte von Millionen Christen und auch von anderen Religionen. Einen "Lockdown der Seele" dürfe es nicht geben, betonte Schick. In seiner Predigt forderte Schick die Gläubigen auf, die Corona-Einschränkungen nicht bloß zu ertragen, sondern zu nutzen - zum Beispiel zur Besinnung, zum Gebet oder zum Lesen.

    Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, zeigte sich derweil zuversichtlich, dass Weihnachtsgottesdienste weiter möglich sein werden. "Für unsere Gottesdienste gelten wirklich strenge und nach all meinen Erfahrungen auch peinlich genau eingehaltene Regeln", schrieb der Theologe auf Facebook. "Deswegen kann ich das Feiern dieser Gottesdienste im Hinblick auf das jetzt im Lichte des Nächstenliebegebotes zentrale Kriterium des Gesundheitsschutzes auch verantworten."

    09.54 Uhr: Bayern überschreitet Inzidenz von 200

    Bayern hat den Inzidenz-Schwellenwert von 200 überschritten. Das Robert Koch-Institut meldete 200,2 neue Infektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Mehr als 3.800 Neuinfektionen hatte es demnach im Freistaat von Samstag auf Sonntag gegeben. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus gestorben sind, wurde binnen 24 Stunden bayernweit mit 36 angegeben.

    Für Kommunen und Landkreise, die den Schwellenwert von 200 überschritten haben, gelten in Bayern automatisch strengere Regelungen. Dazu zählen nach Angaben des RKI nun auch Weiden in der Oberpfalz und der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Dort müssen Schüler ab der 8. Klasse zuhause bleiben, außer sie besuchen eine Förderschule oder Abschlussklasse. Musik- und Fahrschulen müssen schließen, auf Märkten dürfen nur noch Lebensmittel verkauft werden. Außerdem gelten von 21 bis 5 Uhr verschärfte nächtliche Ausgangsbeschränkungen.

    08.18 Uhr: Geschäfte sollen ab Mittwoch schließen

    Bund und Länder wollen das öffentliche Leben in Deutschland bereits kommende Woche herunterfahren. Der Einzelhandel soll in weiten Teilen vom 16. Dezember bis zum 10. Januar geschlossen werden, heißt es in dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den 16 Ministerpräsidenten.

    06.30 Uhr: Marburger Bund fordert: Homeoffice ermöglichen

    Der Marburger Bund appelliert angesichts der hohen Coronavirus-Infektionszahlen an Arbeitgeber, ihren Angestellten Homeoffice zu ermöglichen. "Wo immer es möglich ist, sollten Arbeitgeber ihre Angestellten ab sofort ihre Arbeit von zu Hause erledigen lassen", sagte die Erste Vorsitzende des Ärzteverbandes, Susanne Johna. Dies "wird auch dazu führen, dass in dieser kritischen Phase weniger Menschen morgens und abends in vollen Bussen und Bahnen zusammenkommen und sich dabei gegenseitig anstecken." Die hohen Infektionszahlen erforderten rasches und konsequentes Handeln, sagte Johna. Die Gefahr eines erneuten exponentiellen Wachstums sei offensichtlich.

    06.15 Uhr: Schäuble rechnet mit Änderung bei Impf-Priorisierungen

    Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble rechnet noch mit Änderungen bei der Reihenfolge, in der die Bevölkerung in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft werden soll. Die Empfehlung der Experten werde sicher noch verfeinert", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Ich persönlich würde die Menschen, die mit Infizierten arbeiten müssen oder mit Alten und Kranken zu tun haben, an der ersten Stelle priorisieren. Sie haben ein extrem hohes Risiko, sich mit Corona zu infizieren. Und wenn zu viele Ärzte und Pflegekräfte ausfallen, stehen wir vor einem riesigen Problem", betonte Schäuble.

    Am vergangenen Montag verschickte die Ständige Impfkommission (Stiko) einen Entwurf an Länder und medizinische Fachgesellschaften. Empfohlen wird demnach, Impfungen zunächst Personengruppen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe anzubieten - sowie Gruppen, die beruflich besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu Risikogruppen haben. Bislang gibt es in der EU noch keinen zugelassenen Impfstoff.

    05.43 Uhr: RKI meldet 20.200 Corona-Neuinfektionen für Deutschland

    Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 20.200 neue Corona-Infektionen übermittelt. Das geht aus den neuen Zahlen heut morgen hervor. Der Höchststand war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird, oder weil Daten erst später übermittelt werden. Letzten Sonntag hatte die Zahl bei 17.767 gelegen.

    Die Gesundheitsämter meldeten innerhalb eines Tages außerdem 321 neue Todesfälle. Der bisherige Höchstwert von 598 Toten war ebenfalls am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen. Nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen war das erwartet worden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg in Deutschland auf 21.787.

    Insgesamt zählt das Robert Koch-Institut seit Beginn der Pandemie mehr als 1,3 Millionen nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland.

    Ab dem Vormittag beraten die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel über die weitere Corona-Strategie. Vieles deutet darauf hin, dass sie einen harten Lockdown beschließen werden - und das schon ab Mitte der Woche.

    05.00 Uhr: 560.000 Kontrollen in Bayern von Corona-Auflagen

    Von September bis November hat die Polizei in Bayern rund 560.000 Kontrollen zur Einhaltung der Anti-Corona-Maßnahmen vorgenommen. Damit liegt die Zahl deutlich unter derjenigen der Vormonate in der Pandemie. Zum Vergleich: Allein im April waren es knapp 740.000 Kontrollen. Das Innenministerium wies darauf hin, dass dies lediglich annäherungsweise Angaben seien, denn Personenkontrollen würden nicht grundsätzlich dokumentiert. Zudem kann sich hinter einer Kontrolle auch die Überprüfung mehrerer Personen verbergen.

    "Höhere Infektionszahlen und mehr Todesfälle als bei der ersten Welle - aber deutlich weniger Kontrollen im öffentlichen Raum, das gibt keinen Sinn", sagte der SPD-Abgeordnete und Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher.

    04.45 Uhr: Kommunen fordern bei hartem Lockdown Hilfe für Handel

    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat bei einer Verschärfung der Corona-Auflagen Hilfen für den Handel gefordert. Ein harter Lockdown sei nun unvermeidbar, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der dpa. "Wir brauchen nun allerdings für die betroffenen Geschäfte, denen das Weihnachtsgeschäft wegbricht, auch eine klare finanzielle Unterstützung durch Bund und Länder. Wenn dies nicht gelingt, werden wir unsere Innenstädte im kommenden Jahr nicht mehr wiedererkennen."

    Heute wollen die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder erneut mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über den weiteren Kurs in der Corona-Krise beraten. Im Vorfeld deutete sich an, dass noch vor Weihnachten ein Lockdown beginnen könnte.

    Samstag 12. Dezember 2020

    19.45 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in den USA steigt um rund 244.000

    Die Zahl der Neuinfektionen in den USA steigt nach Angaben des Zentrums zur Seuchenbekämpfung (CDC) um 244.011 auf rund 15,7 Millionen. Die Zahl der Toten steigt um 3.031 auf 294.535.

    Nach der Zulassung des ersten Corona-Impfstoffs in den USA könnte das Impfen dort am Montag beginnen. Derzeit würden die bereits vorhandenen Dosen des nun zugelassenen Impfstoffs des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer verpackt, sagte der bei "Operation Warp Speed", dem Impfprojekt des Weißen Hauses, für die Logistik zuständige Gustave Perna. Am Sonntag würden diese Dosen dann an zunächst mehr als 600 Einsatzorte ausgeliefert. "Ab Montag wird der Impfstoff eingesetzt werden."

    Der Corona-Impfstoff hatte am Freitagabend eine Notfallzulassung in den USA bekommen. Er kann nun bei Menschen ab 16 Jahren eingesetzt werden.

    19.20 Uhr: Fast 650 neue Corona-Tote in Italien

    In Italien sterben binnen 24 Stunden 649 weitere Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Am Freitag waren es 761 gewesen, die Gesamtzahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie erhöhte sich damit auf 64.036. Die Zahl der Neuinfektionen steigt auf 19.903 nach 18.727 am Vortag.

    19.00 Uhr: Linke fordert "solidarischen Lockdown"

    Die Linke fordert vor den erneuten Beratungen von Bund und Ländern in der Corona-Pandemie einen "solidarischen Lockdown". "Der schnellste Weg, die hohe gesundheitliche Gefährdung jetzt zu senken, führt über einen energischen Lockdown. Aber dieser Lockdown muss genauso sozial sein", heißt es in einem Papier, das unter anderem die Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger, die Fraktionsspitze im Bundestag sowie mehrere Landes- und Fraktionschefs aus den Bundesländern unterschrieben haben.

    Konkret fordern die Linken-Politiker unter anderem eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent, ein Überbrückungsgeld für Freischaffende und Selbstständige, das nicht nur Betriebskosten, sondern auch die Lebenshaltungskosten bezuschusse, sowie ein Kündigungsmoratorium für Privat- und Gewerbemieter.

    Weiter fordert die Linke: Wegen der Corona-Pandemie leerstehende Hotels sollten durch die öffentliche Hand angemietet werden, um Notunterkünfte für Wohnungslose anzubieten und Menschen auf engem Wohnraum in der Quarantänezeit die notwendige räumliche Trennung zu gewährleisten.

    17.13 Uhr: Frankreich gibt Heimbewohnern mehr Freiheiten über Weihnachten

    Die französische Regierung lockert über die Feiertage die Corona-Beschränkungen für Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen. Negativ auf das Virus getesteten Personen wird das Gesundheitsministerium ab Dienstag erlauben, die Einrichtungen zu verlassen und ihre Familien zu besuchen. Wer positiv getestet sei, der dürfe im Zeitraum bis zum 3. Januar bis zu zwei Besucher in seinem Zimmer empfangen. Die Bekanntgabe machte das Ministerium am Samstag mit der Begründung, es sei wesentlich, im Geiste von Weihnachten Familienkontakte zu pflegen und Einsamkeit zu bekämpfen.

    17.07 Uhr: Städte- und Gemeindebund für harten Lockdown

    Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds Gerd Landsberg hält den Versuch, "einen Mittelweg zwischen Eindämmung der Infektionen und möglichst viel Beibehaltung des öffentlichen Lebens" zu wählen, ebenfalls für richtig. "Jetzt sind wir allerdings an einem Punkt, an dem ein harter Lockdown unvermeidbar ist, so schwer es auch sein mag." Die Pandemie sei nicht berechenbar. "Wir würden daher von politischen Entscheidungsträgerrinnen und Entscheidungsträgern zu viel verlangen, wenn wir erwarten würden, sie müssten schon vorher genau wissen, wie sich eine Pandemie entwickelt."

    17:00 Uhr: Studie: Masken verringern Corona-Infektionsrisiko um 45 Prozent

    Einer Studie zufolge verringert der Mund-Nasen-Schutz das Corona-Infektionsrisiko um fast die Hälfte - um durchschnittlich rund 45 Prozent. "Das sind 55 statt 100 Neuinfektionen", sagte der Mainzer Ökonom Klaus Wälde, einer der Autoren der im Fachjournal "PNAS" veröffentlichten Untersuchung. "Oder noch anschaulicher: Statt 20.000 Neuinfektionen am Tag hätten wir ohne Masken rund 38 000." Sein Fazit: "Jeder sollte Masken tragen, um sich und andere vor Infektionen zu schützen." Das Team um Wälde hatte den Sonderweg Jena (Thüringen) untersucht und mit Daten aus ähnlichen deutschen Städten verglichen. In der thüringischen Stadt wurden Schutzmasken bereits am 6. April eingeführt und damit rund drei Wochen früher als in den meisten anderen deutschen Kreisen und Städten.

    16.46 Uhr: US-Behördenchef: Kein "externer Druck" bei Corona-Impfstoff-Zulassung

    Der Chef der Arzneimittelbehörde FDA hat nach der Zulassung des ersten Corona-Impfstoffs in den USA erneut Berichten widersprochen, dass diese auf Druck des Weißen Hauses hin beschleunigt worden sei. "Wissenschaft und Daten haben die Entscheidung der FDA gelenkt", sagte FDA-Chef Stephen Hahn am Samstag bei einer Pressekonferenz. Aufgrund der Dringlichkeit in der Pandemie habe der normalerweise Monate dauernde Zulassungsprozess auf mehrere Wochen verkürzt werden können - vor allem auch, weil die zuständigen Mitarbeiter Tag und Nacht gearbeitet hätten, sagte Hahn. "Externer Druck" habe dabei keine Rolle gespielt.

    Zuvor hatte es übereinstimmende Medienberichte gegeben, nach denen das Weiße Haus dem FDA-Chef am Freitag mit Entlassung gedroht haben soll, wenn der Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer nicht bis Mitternacht zugelassen sei.

    16.32 Uhr: Trotz Demo-Verboten Corona-Kritiker in Dresden und Frankfurt/Main unterwegs

    In Dresden und in Frankfurt am Main haben die obersten Landesgerichte Corona-Protestkundgebungen verboten, es kam aber im Laufe des Samstags immer wieder zu Ansammlungen angereister Demonstranten. In der sächsischen Landeshauptstadt war die Polizei mit insgesamt 1.500 Kräften im Einsatz und löste die Gruppen und Grüppchen auf. In Frankfurt drohte die Polizei am Nachmittag mit dem Einsatz von Wasserwerfern, um "verschieden große Ansammlungen" aufzulösen.

    16.12 Uhr: Linke plant hybriden Parteitag am 26. und 27. Februar

    Die Linke plant ihren Bundesparteitag am 26. und 27. Februar in hybrider Form. Der erste Tag soll online, der zweite Tag dezentral an 16 verschiedenen Orten in Präsenzform stattfinden, wie der Parteivorstand am Samstag mitteilte. Dabei soll dann auch der neue Bundesvorstand gewählt werden. Die Linke hatte Ende Oktober ihren in Erfurt geplanten Parteitag wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

    16.08 Uhr: Theater fordern rasche Öffnung der Spielstätten

    Der neue Präsident des Deutschen Bühnenvereins, der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda (SPD), verlangt eine möglichst rasche Öffnung der Theater nach dem Weihnachts-Shutdown. "Auch in Deutschland muss die Kultur in der ersten Welle der Lockerungen dabei sein", sagte Brosda der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Es sei auch wichtig, dass die Probenarbeit jetzt weitergehe: "Wenn die Infektionszahlen durch einen strikten Lockdown sinken und wir irgendwann im Januar oder Februar wieder spielen können, müssen wir vorbereitet sein."

    16.02 Uhr: Handelsverband Bayern: "Stärkster Tag im Weihnachtsgeschäft"

    Mitten in der Diskussion um Ladenschließungen wegen steigender Corona-Zahlen haben viele Menschen in Bayern den Samstag für Geschenkekäufe genutzt. "Heute war der stärkste Tag im Weihnachtsgeschäft", sagte Bernd Ohlmann, Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern. Trotzdem lägen die Umsätze noch knapp 25 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Zum Bummeln komme kaum jemand in die Städte - stattdessen würden Wunschzettel abgearbeitet. "Von Festtagsstimmung kann heute keine Rede sein", sagte Ohlmann.

    15.37 Uhr: Söder bekräftigt Forderung nach bundesweitem Lockdown

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seine Forderung nach einem schnellen Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bekräftigt. "Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Wir brauchen einen kompletten Lockdown", sagte der CSU-Parteivorsitzende der "Welt am Sonntag". "Die Zahlen sind so schlimm wie nie. Wir dürfen uns nicht mehr in Einzelmaßnahmen verheddern", betonte Söder. "Wir müssen das Land zum Schutz unserer Bevölkerung jetzt klug runterfahren. Nur so bekommen wir Corona in den Griff."

    14.36 Uhr: Corona-Zahlen Bayern: 4.638 Neuinfektionen und 87 Todesfälle

    In Bayern haben sich seit gestern (Freitag, 11.12.20) nachweislich 4.638 Menschen mit dem Corona-Virus neu angesteckt. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL in Erlangen mitgeteilt. Die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie steigt damit auf 253.715. In Bayern gab es in den vergangenen 24 Stunden 87 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt damit auf 4.818. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern aktuell bei 197,82. Bayernweit am höchsten ist der Inzidenzwert im Landkreis Regen mit 586,49. Den niedrigsten Wert weist der Landkreis Würzburg auf mit 77,63.

    14.30 Uhr: Corona in Italien auf dem Rückzug?

    Wegen sinkenden Corona-Zahlen dürfen in vielen Regionen Italiens die Restaurants und Bars ab Sonntag wieder öffnen. Rund fünf Wochen nach der Einrichtung von drei Risikozonen und eines Teil-Lockdowns ist die Zeit der Roten Zonen dann zunächst vorbei. Damit wird der Alltag für viele Italiener vorübergehend etwas einfacher. Denn in den Gelben Zonen dürfen - anders als in den beiden anderen Risikogebieten - die Lokale tagsüber wieder öffnen. Und die Menschen dort können ihre Wohnorte wieder frei verlassen. In ganz Italien müssen die Lokale allerdings weiter um 18 Uhr für Gäste schließen. Und ab 22 Uhr gilt eine Ausgangssperre bis zum frühen Morgen, für die es nur wenige Ausnahmen gibt.

    14.23 Uhr: Esken will bei Digitalisierung unfähigen Lehrern helfen

    SPD-Chefin Saskia Esken hat sich für Unterstützung für Lehrerinnen und Lehrer ausgesprochen, die mit den Anforderungen der Digitalisierung nicht zurecht kommen. Entscheidend sei, «dass diejenigen Lehrkräfte, die - sei es aus Aversion oder sei es aus Unfähigkeit und mangelnden Kompetenzen -, die da Unterstützung brauchen, dass sie die auch bekommen», sagte Esken am Samstag beim SPD-Debattencamp in Berlin. "Deswegen wollen wir ja auch eine vernetzte Bildungsplattform schaffen, die eben all das, was schon da ist (…) zusammenführt." Esken nannte dafür Schnittstellen und Standards und sprach sich für die Einführung eines Schulweb aus. Dieses digitale Netz solle Schulen, Schüler und Lehrkräfte in ganz Deutschland und möglichst auch darüber hinaus verbinden.

    14.20 Uhr: Dresdner "Querdenken"-Demo endgültig untersagt

    Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat das Verbot der "Querdenken"-Demonstration am Samstag in Dresden bestätigt. "Der Eilantrag wurde abgelehnt", sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Damit seien in diesem Fall alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft und die Veranstaltung sei endgültig untersagt. Der Anmelder hatte am Vormittag Verfassungsbeschwerde gegen das zuvor vom Dresdner Verwaltungsgericht und Sächsischen Oberverwaltungsgericht (OVG) Bautzen bestätigte Verbot der Kundgebung gegen die Corona-Politik eingelegt. Die Richter begründeten ihre Entscheidung am Samstagmorgen mit der hohen Infektionsgefahr. Angesichts der zu erwartenden Teilnehmerzahl von etwa 40.000 Demonstranten sei nicht ersichtlich, wie die erforderlichen Mindestabstände in der Frankfurter Innenstadt eingehalten werden könnten.

    14.02 Uhr: Innenminister Herrmann verhängt Ausgangssperre in sechs weiteren Kreisen

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will mit zusätzlichen Ausgangssperren Kontakte zwischen Menschen eindämmen. In 39 Landkreisen und Städten gelte nachts zwischen 21 und 5 Uhr ein grundsätzliches Verbot, die Wohnung zu verlassen, teilte Herrmann am Samstag in München mit. Neu hinzugekommen seien die Kreise Ebersberg, Kronach, Rosenheim, Weißenburg-Gunzenhausen, Straubing und von Sonntagabend an auch Lindau.

    13.56 Uhr: Kretschmann nach Schalte mit Merkel: Lockdown vor Weihnachten

    Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten von CDU und CSU sind nach Darstellung des baden-württembergischen Regierungschefs Winfried Kretschmann für einen bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachten. "Da muss sich unsere Gesellschaft auf einen harten Lockdown einstellen, und so wie es sich abzeichnet, eher vor Weihnachten und nicht erst nach Weihnachten", sagte Kretschmann nach einer Corona-Schalte mit Merkel und den Ministerpräsidenten der Union. Alle müssten damit rechnen, dass der harte Lockdown "schon kommende Woche beginnt, wo wir das gesellschaftliche Leben weitgehend stilllegen werden", sagte der Ministerpräsident. Am Sonntag werde darüber in der Bund-Länder-Runde endgültig entschieden.

    13.45 Uhr: Regener Landrätin: Lockerungen an Weihnachten "Riesenfehler"

    Die Landrätin des Corona-Hotspots Regen will Weihnachtsfeiern mit bis zu zehn Personen aus verschiedenen Haushalten verhindern. "Das halte ich für einen Riesenfehler. Woher soll das Virus wissen, dass es an Weihnachten untätig sein soll?", sagte Rita Röhrl der "Abendzeitung". "Die Wahrscheinlichkeit, dass neue Infektionsketten geschaffen werden, ist mehr als groß." Sollte es keine bundes- oder landesweite Verschärfung der Regelungen rund um Weihnachten geben, könnte der Landkreis eigene Maßnahmen festlegen. "Das werden wir uns tatsächlich überlegen", erklärte die SPD-Politikerin.

    13.31 Uhr: Japan: Neuer Rekordwert mit 3.000 Infektionen

    In Japan wird erstmals die Schwelle von 3.000 Neuinfektionen an einem Tag überschritten. Allein in Tokio habe es 621 Fälle gegeben, berichtet der Sender NHK. Insgesamt seien 3.014 Fälle registriert worden. In Japan ist es bislang noch nicht zu vergleichbaren Ausbrüchen der Seuche wie in den USA oder einigen europäischen Ländern gekommen. Allerdings steigen seit Winterbeginn die Ansteckungen vor allem in den nördlichen Landesteilen deutlich an.

    13.20 Uhr: Organisator legt Verfassungsbeschwerde ein

    Der Anmelder der "Querdenken"-Demonstration in Dresden geht nach eigenen Angaben weiter gegen das gerichtlich bestätigte Verbot vor. Er habe am Samstagvormittag Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingelegt und warte auf die Entscheidung, sagte Marcus Fuchs der Deutschen Presse-Agentur. Die Stadt hatte die geplante Kundgebung gegen die Corona-Politik verboten, sowohl das Verwaltungsgericht Dresden als auch das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen hatte die Entscheidung bestätigt. Anfang Dezember hatte das Bundesverfassungsgericht das Verbot einer "Querdenker"-Demonstration in Bremen kurz zuvor bestätigt.

    13.00 Uhr: USA arbeiten mit Hochdruck am Impfkampagne

    Die USA arbeiten nach der ersten Zulassung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus auf Hochtouren an einer Kampagne zur Immunisierung der Bevölkerung. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte dem Mittel des Mainzer Biotechunternehmens Biontech und seines amerikanischen Partners Pfizer am Freitagabend eine Notfallgenehmigung erteilt. Nun sollen bislang beispiellose Massenimpfungen starten, mit denen die weltweit am stärksten von der Pandemie betroffenen USA eine Wende einleiten wollen. Bis Ende des Monats sollen 2,9 Millionen Impfeinheiten verabreicht werden. Vor allem Pflegepersonal und ältere Menschen sollen unter den ersten Empfängern sein. Die ersten Spritzen sollen nach dem Willen der Behörden in wenigen Tagen gesetzt werden. Der scheidende Präsident Donald Trump versprach am Freitagabend sogar erste Impfungen binnen 24 Stunden. Logistik-Unternehmen wie United Parcel Service und Fedex stehen nach eigenen Angaben bereit, Millionen von Impfeinheiten zu transportieren. Diesen Sendungen wird oberste Priorität eingeräumt. Die Speditionen müssen besondere Anforderungen erfüllen, denn der Impfstoff muss bei minus 70 Grad gelagert werden. Sicherheitskräfte sollen zudem die Auslieferungen überwachen.

    12.40 Uhr: Frankfurts OB ruft zu Weihnachtsshopping auf

    Trotz steigender Corona-Infektionszahlen und zahlreicher angekündigter Demonstrationen in der Frankfurter Innenstadt hat Oberbürgermeister Peter Feldmann für heute mit preiswerten ÖPNV-Tickets zum Weihnachtsshoppen gelockt - und dafür Kritik eingesteckt. Jeder in Frankfurt könne am Samstag mit einem günstigen Kinderfahrschein statt eines Einzelfahrscheins für Erwachsene fahren, hatte Feldmann bereits am Freitag verkündet. "Mit diesem Angebot ermöglichen wir den Fahrgästen am Samstag vor dem dritten Advent, kostengünstig mit einem Kinderfahrschein in Frankfurt unterwegs zu sein, um so ihren Weihnachtseinkauf zu erledigen", sagt der Oberbürgermeister. Zeitgleich rechnet die Polizei mit zahlreichen Demonstranten in der Innenstadt. Die "Querdenker" hatten ihre Unterstützer dazu aufgerufen, trotz des Verbots der angekündigten Demonstration mit 40.000 Teilnehmern, nach Frankfurt zu kommen und spontane Versammlungen anzumelden. Die Polizei ist mit Hundertschaften vor Ort.

    12.25 Uhr: 32 neue Coronafälle im Landkreis Bad Kissingen

    Im Landkreis Bad Kissingen gibt es 32 neue Coronafälle. Aktuell sind damit 249 Menschen mit dem Virus infiziert, gegenüber dem Vortag gelten 20 Personen als genesen. Im Krankenhaus ist eine Person verstorben, die mit dem Coronavirus infiziert war. Sie war über 80 Jahre alt und hatte Vorerkrankungen. Im Landkreis sind bislang 20 Personen verstorben, die positiv auf Corona getestet waren. Bisher sind im Landkreis Bad Kissingen insgesamt 1.086 Coronafälle bestätigt worden. Als gesundet gelten inzwischen 817 Personen. 433 Kontaktpersonen befinden sich aktuell in Quarantäne, stationär behandelt werden momentan 24 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 191,8.

    12.15 Uhr: Alle Bewohner eines Pflegeheims im Landkreis Rosenheim coronapositiv

    Weil alle Bewohner und einige Mitarbeiter eines Pflegeheims in Gstadt am Chiemsee positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, unterstützt nun ein Team aus Rettungskräften und Ärzten das Heim. Das zuständige Landratsamt Rosenheim teilte mit, dass sich zwölf Mitarbeiter in Quarantäne befinden und elf der 54 Bewohner in ein Krankenhaus gebracht wurden. Am Freitag sichteten Ärzte alle Bewohner und kümmerten sich um deren medizinische Versorgung. Der Rettungsdienst stellte Personal, um das Pflegepersonal zu entlasten. Mitglieder der Feuerwehr halfen unter anderem mit Besorgungen.

    12.00 Uhr: Bischof Stäblein: Weihnachten "draußen" feiern

    Der evangelische Bischof Christian Stäblein hat dazu aufgerufen, souverän mit den Folgen der Corona-Pandemie für das Weihnachtsfest umzugehen. Weihnachten draußen und nicht in der Kirche zu feiern, sei zwar ungeplant und ungewöhnlich, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Samstag im Berliner RBB-Rundfunk. Die biblische Weihnachtsgeschichte beginne jedoch auch «draußen auf dem Feld» mit Hirten, die dort "mit der Härte des Lebens konfrontiert" gewesen seien.Dass Weihnachten so sein müsse wie immer, sei nicht Kern des Weihnachtsfestes, betonte der Theologe.

    11.55 Uhr: Scholz fordert schnelle Einschränkungen für Einzelhandel

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat die Menschen in Deutschland im Kampf gegen die weitere Corona-Ausbreitung auf schnelle Einschränkungen im Einzelhandel eingestimmt. Deutschland müsse wegen der Verbreitung des Virus viele Einschränkungen akzeptieren, "zum Beispiel was den Einzelhandel betrifft", sagte der Vizekanzler am Samstag in Berlin. "Das muss jetzt ganz schnell geschehen." Beschlüsse für weitere Einschränkungen werden für diesen Sonntag von Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet. Viele Kontakte müssten reduziert werden, etwa auch in den Schulen, sagte Scholz bei einer SPD-Veranstaltung zur Vorbereitung des Programms für die Bundestagswahl 2021.

    11.50 Uhr: Wada will Corona-Impfstoffe auf verbotene Substanzen prüfen

    Die Welt-Anti-Doping-Agentur will die verschiedenen Corona-Impfstoffe prüfen, ob sie möglicherweise im Sport verbotene Substanzen enthalten. Wie die Wada am Samstag mitteilte, wolle man damit den Athleten und anderen Interessengruppen Klarheit "über den Status von SARS-Cov-2-Impfstoffen in Bezug auf die Liste der verbotenen Substanzen und Methoden" verschaffen. Die Athleten und andere aus der Anti-Doping-Gemeinschaft würden von der Wada informiert werden, falls ein Bestandteil eines Impfstoffs problematisch sein könnte. "Um es klar zu sagen: Trotz der Neuartigkeit dieser Impfstoffe gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass solche Impfstoffe gegen Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen würden", hieß es in der Mitteilung. Die Wada habe mit verschiedenen Pharmaunternehmen, darunter auch der Impfstoffentwickler Pfizer, Vereinbarungen zur Kooperation getroffen und sei mit ihnen in dieser Angelegenheit in Kontakt, um die Zusammensetzung der verschiedenen Impfstoffe zu ermitteln.

    11.40 Uhr: Aiwanger erwägt FFP2-Masken statt Ladenschließungen

    Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zieht FFP2-Masken als Alternative zur Schließung von Geschäften in Betracht. "Debatten über Infektionsrisiken und darauf begründeten Schließungen müssen wir die Grundlage entziehen, notfalls mit verpflichtender FFP2-Maske", wiederholte Aiwanger seine Forderung aus dieser Woche. Der Handel stelle kein Infektionsrisiko dar, betonte Aiwanger. "Es geht darum, sich richtig zu schützen – mit FFP2-Masken. Ich würde den Senioren am Eingang des Supermarkts eine solche Maske schenken, schließlich lassen sie das Geld dann wieder im Markt." Auch für den öffentlichen Nahverkehr und Schulen sei ein solcher Schutz denkbar. Zugleich machte Aiwanger Hoffnung auf eine Öffnung der Hotels und des Skibetriebs ab Mitte Januar. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert hingegen bundesweit strengere Corona-Regelungen - unter anderem die Schließung von Geschäften. Im niederbayerischen Landkreis Regen müssen wegen der extrem hohen Corona-Infektionszahlen die meisten Läden ab Montag schließen.

    11.30 Uhr: Tschechien verbietet wegen Corona "Coffee-to-go"

    Die tschechische Regierung hat mit einer neuen Corona-Regel für Irritationen gesorgt: Der Verkauf des beliebten "Coffee-to-go" ist nun verboten. In der Verordnung des Minderheitskabinetts zu den Krisenmaßnahmen heißt es umständlich, dass der Verkauf "ausgeschenkter oder vor Ort hergestellter Getränke" an Kunden zum Konsum "außerhalb der Innenräume" verboten werde. Viele glaubten zunächst an einen Formulierungsfehler. Doch Gesundheitsminister Jan Blatny stellte inzwischen klar: "Das ist kein Irrtum - es zielt darauf ab, dass wir nicht auf Weihnachtsmärkten oder auf der Straße mit Bechern und Essen in der Hand herumlaufen." Für weitere Verwirrung sorgte Handelsminister Karel Havlicek. Seiner Ansicht nach sei Kaffee zum Mitnehmen erlaubt, wenn man den Becher "in einer Tasche nach Hause" mitnehme. In den Online-Kommentarseiten der Zeitung ließen Kaffeefreunde ihrem Unmut freien Lauf. "Das ist die reine Verhöhnung", meinte ein Internet-Nutzer. "Ich habe keine Zeit, morgens vor der Arbeit im Café zu sitzen", klagte ein anderer. "Das wird uns bestimmt vor der Pandemie retten", lautete ein sarkastischer Kommentar.

    11.15 Uhr: Neuer Rekordwert bei Infektionen in Südkorea

    Südkorea meldet einen Rekordwert von 950 neuen Ansteckungen binnen eines Tages und mobilisiert Polizei und Armee zur Nachverfolgung von Infektionsketten. Rund 800 Polizisten, Militärangehörige sowie Amtsärzte würden für umfangreiche Tests im Großraum Seoul eingesetzt, kündigte die Regierung am Samstag an. Präsident Moon Jae In sprach von einer Notsituation. Das Land hatte die Pandemie den Sommer über mit Nachverfolgung, Tests und Quarantäne-Anordnungen gut in den Griff bekommen. Die neue Welle veranlasste die Regierung am Dienstag dazu, nun auch Beschränkungen für Restaurants und Geschäfte zu verhängen. Den bisherigen Höchststand mit 909 Neuinfektionen am Tag hatte es Ende Februar gegeben. Insgesamt verzeichnet Südkorea knapp 42.000 Corona-Ansteckungen und 578 damit zusammenhängende Todesfälle.

    10.55 Uhr: Einzelhandelsverband Mittelfranken erwartet stärksten Adventssamstag in den Innenstädten

    Der Einzelhandel in Mittelfranken erwartet heute den besucherstärksten Adventssamstag in diesem Jahr. Aufgrund des drohenden Lockdowns würden sicher einige Verbraucher die Weihnachtseinkäufe vorziehen, sagte der mittelfränkische Bezirksgeschäftsführer des Handelsverbands Bayern Uwe Werner dem BR. Die Personalplanungen in den Geschäften laufe auf Hochtouren, um den Kundenansturm corona-konform zu bewältigen. An den letzten beiden Adventssamstagen seien rund 80.000 Menschen in die Nürnberger Innenstadt gekommen, so Werner weiter, deutlich weniger als in den Jahren zuvor. Da waren es an den Samstagen im Advent jeweils rund 120.000 bis 150.000 Kunden gewesen. Der mittelfränkische Verbandsgeschäftsführer nannte die Stimmung im Handel gedrückt. Es gebe im Moment sicher Wichtigeres als Shopping, trotzdem sei zu befürchten, dass einige hundert Einzelhändler in Mittelfranken im Lauf des nächsten Jahres aufgeben müssten. Besonders schwierig ist Werners Worten zufolge die Situation im Textilhandel. Dieser habe im laufenden Weihnachtsgeschäft Umsatzeinbußen von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen müssen.

    10.40 Uhr: Peru unterbricht Impfstoff-Tests mit chinesischem Vakzin nach Probandenerkrankung

    Peru hat vorsorglich die klinischen Tests eines Corona-Impfstoffs des chinesischen Herstellers Sinopharm ausgesetzt, nachdem bei einem Probanden neurologische Probleme festgestellt wurden. Die staatliche Gesundheitsbehörde teilte am Freitag örtlichen Medien zufolge mit, dass eine Testperson Schwierigkeiten habe, seine Arme zu bewegen. Forschungsleiter German Malaga sagte vor Journalisten, das Problem sei der Aufsichtsbehörde gemeldet worden. Demnach könnte es sich um das sogenannte "Guillain-Barré-Syndrom" handeln, eine seltene und nicht ansteckende Erkrankung des Nervensystems, die die Bewegung der Arme und Beine beeinträchtigt. Im Juni 2019 hatte das südamerikanische Land in fünf Regionen den Gesundheitsnotstand ausgerufen, nachdem mehrere Fälle des Syndroms bekannt wurden.

    10.30 Uhr: Neuer Höchststand mit 3.309 Corona-Toten in den USA

    In den USA hat die Anzahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Toten einen neuen Höchststand erreicht. Am Freitag wurden 3.309 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion registriert, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert mit 3.124 Toten war am Mittwoch verzeichnet worden. Auch die Anzahl der Neuinfektionen hat einen neuen Höchstwert erreicht: innerhalb eines Tages wurden 231.775 neue Fälle gemeldet. Der zuvor höchste Wert wurde mit 227.828 am 4. Dezember registriert.

    10.15 Uhr: Deutsche Post will bei hartem Lockdown alle Kapazitäten mobilisieren

    Die Deutsche Post DHL will im Falle eines kurzfristigen harten Lockdowns ihre gesamten Kräfte in der Paket- und Postsparte mobilisieren. "Wir jedenfalls werden jede verfügbare und mobilisierbare Kapazität bereitstellen", sagte der zuständige Post-Vorstand Tobias Meyer. Bereits in der vergangenen Woche habe die Deutsche Post einen Rekord erzielt. "Allein in der letzten Woche haben wir 56 Millionen Pakete sortiert und ausgeliefert - deutlich mehr als jemals zuvor in unserer Unternehmensgeschichte", sagte Meyer. "Da die Menschen jetzt schon sehr viel bestellen und auch Geschenke rechtzeitig verschicken, wozu wir auch raten, ist nicht klar, ob ein kurzfristiger Lockdown nochmals deutlich mehr Menge bedingt." Das könne niemand verlässlich voraussagen.

    10.10 Uhr: Trotz Corona mehr Geld für landwirtschaftliche Entwicklung

    Trotz der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben zahlreiche Staaten ihre Beitragszusagen für den Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) erhöht. Das teilte die UN-Organisation nach einer Geberrunde in Rom mit. Dies zeige ein größeres Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Hunger, Ungleichheit und Instabilität als Auslöser für humanitäre Krisen. Papst Franziskus unterstütze die Kleinbauern-Projekte durch einen "beispiellosen Beitrag" des Heiligen Stuhls.

    09.55 Uhr: Oberverwaltungsgericht in Bautzen bestätigt Verbot von Querdenken-Demo in Dresden

    Das sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen hat das Verbot der für Samstag beantragten Querdenken-Demonstration in Dresden bestätigt. Das OVG wies in der Nacht zum Samstag die Beschwerde des Veranstalters gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Dresden zurück. Das Verwaltungsgericht war der Argumentation der Stadt Dresden gefolgt, dass eine solche Großdemonstration in der Corona-Pandemie nicht möglich sei. Die Gefahrenprognose der Stadt sei "nicht zu beanstanden", entschied das OVG Bautzen. Die Prognose beruhe maßgeblich auf der Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) angesichts des am Freitag vermeldeten Höchststands an Neuinfektionen.

    09.50 Uhr: Kein Landgang zu Weihnachten - Geschenkübergabe an der Gangway

    Seeleute mit Aufenthalt oder Crewwechsel im Hamburger Hafen kommen normalerweise in den Heimen und Clubs der Seemannsmissionen unter - auch an Weihnachten. Momentan lassen aber nicht alle Kapitäne ihre Crew von Bord. "Zu denen gehen wir mit Hilfe von Ehrenamtlichen hin", sagt Anke Wibel, Leiterin des Hamburger Seemannsclubs Duckdalben. An der Gangway oder auf dem Schiff sollen Geschenke übergeben und Gespräche an der frischen Luft geführt werden. Bei vielen fällt der Landgang wegen der Corona-Pandemie und strenger Quarantäne-Vorschriften schon seit Monaten aus - das belastet. Der Seemannsclub selbst darf Heiligabend öffnen.

    09.45 Uhr: Zentralkomitee der Katholiken hält Verbot von Gottesdiensten unnötig

    Angesichts neuer Höchstwerte bei Corona-Neuinfektionen und Todesfällen zeigt das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) Verständnis für stärkere Einschränkungen auch für Gottesdienste an den Feiertagen: "Weihnachten ohne Kirchgang ist für viele kaum vorstellbar - und doch wird es für besonders Gefährdete und die, die keinen Platz in den Gottesdiensten erhalten, zur Realität", sagte ZdK-Präsident Thomas Sternberg. Er setze auf einfallsreiche Alternativen, sagte Sternberg: "Das Fest kann Kreativität freisetzen mit Hausgottesdiensten, Gebeten, Gesang im Freien und anderem mehr." Der Präsident der katholischen Laienorganisation hält indes ein Verbot von Gottesdiensten für unnötig.

    09.40 Uhr: China verhängt Corona-Lockdown an Grenze zu Russland

    Nach der Entdeckung von zwei Corona-Fällen an der Grenze zu Russland hat China in der Stadt Dongning einen Lockdown verhängt. In der Stadt Suifenhe sollen außerdem alle Einwohner auf das Virus getestet werden, wie die Behörden am Samstag mitteilten. In beiden Städten waren zuvor Arbeiter in den jeweiligen Hafen- und Gewerbezonen positiv getestet worden. In Dongning wurde der öffentliche Verkehr vorübergehend eingestellt. Jeder, der die Stadt verlassen will, muss einen negativen Covid-19-Test vorweisen, der nicht älter ist als 24 Stunden. Schulen wurden geschlossen, Restaurants dürfen keine Gäste mehr in ihren Räumlichkeiten empfangen. In Gebieten mit hohem Risiko darf nur ein Mitglied des Haushalts einmal alle zwei Tage das Haus verlassen, um Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen - jedes Mal für nicht länger als zwei Stunden. Sowohl in Dongning als auch Suifenhe sollen alle Menschen innerhalb von drei Tagen getestet werden.

    09.30 Uhr: Regionalbischof hält trotz Corona an Gottesdiensten fest

    Trotz der Corona-Pandemie rät der evangelische Regionalbischof für München und Oberbayern, Christian Kopp, nicht prinzipiell vom Gottesdienstbesuch an Weihnachten ab. Die Kirchen beachteten alle Hygieneregeln, vieles laufe im Freien ab, sagte Kopp am Samstag im "B5 Interview der Woche" des Bayerischen Rundfunks. Laut den Bestimmungen dürfe die Gemeinde allerdings nicht singen, außerdem müssten die Teilnehmer Abstand voneinander halten. Der sogenannten Querdenker-Bewegung wirft Kopp vor, sehr einseitig an die Beschränkung ihrer Freiheitsrechte zu denken. Das habe seiner Ansicht nach nichts mit Querdenken und auch nichts mit der christlichen Botschaft zu tun. Es besorge ihn, dass diese Bewegung ihren Widerstand oft christlich verkläre, mit dem Kruzifix in der Hand protestiere und Demos kurzerhand in Gottesdienste umwidme.

    09.25 Uhr: Verwaltungsgerichtshof in Frankfurt bestätigt Verbot von "Querdenker"-Demo

    Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat das Verbot der "Querdenker"-Demonstration an diesem Samstag in Frankfurt bestätigt. Das Gericht in Kassel habe die Beschwerde der Antragsteller zurückgewiesen, teilte ein Gerichtssprecher am Samstagmorgen mit. Das höchste hessische Verwaltungsgericht bestätigte damit die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt zur Verbotsverfügung der Stadt. In der ersten Instanz befanden die Richter, dass Veranstaltungen in der angemeldeten Größe "ohne hinreichendes Hygiene- und Durchführungskonzept vor dem Hintergrund der Pandemielage" nicht vertretbar seien. Den Veranstaltern der Demonstration bleibt nach Angaben des Gerichtssprechers noch die Möglichkeit, sich an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zu wenden.

    09.20 Uhr: Fahrten des Nacht-Anruf-Sammel-Taxis im Landkreis Coburg eingestellt

    Die Fahrten des Nacht-Anruf-Sammel-Taxis und der nächtlichen Freizeitlinie 8312 im Landkreis Coburg sind am Freitag (11.12.20) eingestellt worden. Das teilte das Landratsamt Coburg am Freitag (11.12.20) mit. Grund dafür seien zum einen die aktuellen coronabedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Außerdem sollen dadurch Fahrgäste sowie das Fahrpersonal geschützt werden. Sobald eine Wiederaufnahme des Betriebs angemessen ist, sollen die Fahrten wieder aufgenommen werden. Der Linien- und Rufbusverkehr ist von der Änderung nicht betroffen.

    09.15 Uhr: Spendenrekord bei Sternstunden-Tag des Bayerischen Rundfunks

    Der Sternstunden-Tag des Bayerischen Rundfunks hat mit fast zwölf Millionen Euro eine Rekordsumme erzielt. Die Spendenbereitschaft sei im Corona-Jahr außerordentlich groß gewesen. Die Spendensumme in Höhe von 11,91 Millionen Euro liegt damit über dem bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2018 (9,28 Millionen Euro).

    09.05 Uhr: Russland meldet mehr als 28.000 Neuinfektionen

    In Russland sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden 28.137 neue Fälle gemeldet worden, davon alleine 6.622 in der Hauptstadt Moskau. Nach Behördenangaben starben 560 weitere Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

    09.00 Uhr: CDU-Spitze entscheidet über Ablauf des Wahlparteitags Mitte Januar

    Die CDU-Spitze entscheidet an diesem Montag über den Ablauf des für Mitte Januar geplanten Parteitags zur Wahl eines neuen Vorsitzenden. Generalsekretär Paul Ziemiak hat dafür mehrere Varianten vorbereitet - einen fast vollständig digitalen Parteitag und ein hybrides Treffen, bei dem sich die 1.001 Delegierten auf 10 bis 20 Standorte verteilt in ganz Deutschland treffen würden. Wegen der Corona-Pandemie schleppt sich die Lösung der Personalfrage nach der Rückzugsankündigung von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer im Februar seit dem Frühjahr hin. Als Termin für den Parteitag war zunächst der 16. Januar angepeilt, möglich ist aber auch, dass das virtuelle Delegiertentreffen bereits am Tag zuvor beginnt. Zuvor sind wie üblich Beratungen von Präsidium und Vorstand geplant. Außer Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz wollen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenexperte Norbert Röttgen CDU-Vorsitzender werden.

    08.50 Uhr: Viele Arbeitnehmer in Corona-Krise vor dem Burnout

    Die Corona-Pandemie sorgt bei Arbeitnehmern in Deutschland laut einer Umfrage für massive psychische Belastungen. 22 Prozent sehen sich an der Schwelle zum Burnout, also einem Zustand völliger Erschöpfung, wie aus einer internationalen Untersuchung des Unternehmens Peakon hervorgeht. Im weltweiten Durchschnitt trifft dies demnach auf fast jeden Dritten zu. Zugleich schlägt sich die Krise hierzulande psychisch noch stärker bei Frauen nieder. 27 Prozent von ihnen stehen laut Umfrage vor dem Burnout, bei den Männern sind es 19 Prozent. Damit schneidet Deutschland etwas besser ab als der internationale Durchschnitt. Weltweit stehen 34 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer am Rande eines Burnouts. Als Ausgleich für die zusätzlichen Belastungen fordern die meisten Beschäftigten in Deutschland mehr Geld von ihren Arbeitgebern. Jeder Zweite wünscht sich laut Umfrage eine Gehaltserhöhung. An zweiter Stelle in der Wunschliste folgt eine Woche zusätzlicher Urlaub.

    08.20 Uhr: Chinas Automarkt dürfte Corona am besten wegstecken

    Einer Analyse zufolge dürfte sich der Automarkt in der Volksrepublik nach der Corona-Krise am besten weiterentwickeln. Aufgrund des erwarteten Wachstums und der bisher erfolgreichen Pandemie-Eindämmung rechnet Branchenbeobachter Ferdinand Dudenhöffer damit, dass sich die Situation auch für deutsche Hersteller vor allem auf dem wichtigsten Absatzmarkt in Fernost stabilisieren wird. Daheim könnte sich laut der Prognose dagegen der Druck zusätzlich erhöhen. Eine anhaltend maue Nachfrage drohe in der Bundesrepublik weitere Auto-Jobs zu gefährden. Die Zahl der direkt in der Schlüsselbranche Beschäftigten könnte demnach hierzulande bis Dezember 2021 auf 750.000 bis 770.000 sinken. Ende 2019 gab es rund 823.000 Mitarbeiter. Die Berechnungen sind von etlichen Annahmen zum Konsumverhalten, Fortgang des Corona-Infektionsgeschehens und gesamtwirtschaftlichen Trend abhängig - diese könnten sich noch ändern und lassen daher Spielraum für Interpretationen. Dudenhöffer geht grundsätzlich jedoch davon aus, dass mit deutlichem Abstand China "in den nächsten Jahren erneut die Lokomotive für die Weltautomärkte" sein wird.

    07.45 Uhr: Veränderte Süßwaren-Nachfrage im Corona-Winter

    Für die Süßwarenindustrie hat die Pandemie Licht- und Schattenseiten. Isolation zu Hause lässt bei manchem das Naschbedürfnis steigen - aber insgesamt lahmt das Geschäft merklich. Die Weihnachts-Hochsaison ist für Hersteller und Händler von Schokolade unter den besonderen Corona-Bedingungen 2020 auch kurz vor dem Fest ein schwieriges Geschäft. Zwar beobachtet die Branche, dass sich gerade jetzt viele Verbraucher mit der Kernfamilie daheim oder in der Abgeschiedenheit des Homeoffices etwas gönnen wollen. Im stationären Einzelhandel ist die Kundennachfrage wegen der verschärften Pandemie-Schutzmaßnahmen jedoch teilweise deutlich zurückgegangen - Online-Kanäle sollen die Einbußen wettmachen. Einige Süßwaren-Unternehmen melden außerdem Probleme bei den Exporten. Zusehends verschöben sich Einkäufe ins Netz, während Besucherzahlen und Umsätze in Niederlassungen in den Keller gegangen seien.

    07.35 Uhr: Corona-Hilfen für den Mittelstand oft zu bürokratisch

    Die staatlichen Hilfen in der Corona-Krise sind aus Sicht vieler Mittelständler oft mit zu viel Bürokratie verbunden. !Besonders die von den beiden Lockdowns direkt betroffenen Unternehmen sind (...) trotz aller Rücklagen zum Überleben auf staatliche Unterstützungsmaßnahmen angewiesen!, stellen der Bankenverband BVR und die DZ Bank nach ihrer jüngsten Befragung von 1500 kleinen und mittleren Unternehmen fest. Die Gelder "sollten den Unternehmen eigentlich möglichst unbürokratisch gewährt werden", schreiben die Autoren in der Auswertung der Umfrage. "Unsere Umfrage signalisiert jedoch, dass das nicht immer der Fall gewesen sein dürfte: Den Mittelständlern bereitet mitten in der Corona-Krise die Bürokratie in Deutschland die größten Sorgen, nicht etwa die Auswirkungen und Nachwirkungen der Krise selbst." Tatsächlich nennen 68 Prozent der im Herbst befragten Unternehmen Bürokratie als größtes Problemfeld. Bei kleineren Mittelständler mit höchstens 20 Beschäftigten klagen sogar fast 89 Prozent über zu großen Verwaltungsaufwand. Als zweitgrößte Herausforderung nennen die Unternehmen den Mangel an Fachkräften (67 Prozent), die Auswirkungen der Corona-Krise bereiten 65 Prozent der Firmen Sorgen.

    07.20 Uhr: Finanzkonzern W&W will verstärkt aufs Homeoffice setzen

    Der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische will nach den guten Homeoffice-Erfahrungen in der Corona-Pandemie auch nach der Krise mittelfristig deutlich stärker auf Heimarbeits-Modelle setzen. Vom Jahr 2023 an werde angestrebt, "dass wir für zehn Mitarbeiter noch sieben Büro-Arbeitsplätze vorhalten und dass die anderen drei dann jeweils von zu Hause aus arbeiten", sagte W&W-Vorstandschef Jürgen A. Junker der Deutschen Presse-Agentur. "wenn an einzelnen Tagen mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zu Hause arbeiten wollen, dann gerne – warum nicht!" Voraussetzung dafür sei nur, dass die Anforderungen der Kunden des aufs Bauspar- und Versicherungsgeschäft spezialisierten Konzerns stets erfüllt würden. Junker sagte, vor der Pandemie hätten nur die wenigsten W&W-Mitarbeiter ab und zu von zu Hause aus gearbeitet, auch wenn bereits in Teilen entsprechende Angebote gemacht worden seien. Doch die Corona-Krise und die vorübergehend aus Infektionsschutzgründen notwendig gewordene Pflicht zur Heimarbeit habe zu einem Umdenken in der Belegschaft auch für die Zeit nach der Krise geführt.

    06.45 Uhr: Kärcher zahlt Mitarbeitern weltweit Corona-Prämie

    Der Reinigungs- und Gartengerätehersteller Kärcher zahlt rund 7.000 Mitarbeitern weltweit zu Weihnachten eine Corona-Dankesprämie. In Deutschland erhalten die gut 4.000 Beschäftigten jeweils bis zu 875 Euro, wie das Unternehmen aus Winnenden mitteilte. Solche Prämien sind aufgrund einer Sonderregelung für die Beschäftigten steuer- und sozialversicherungsfrei. Kärcher-Mitarbeiter in Produktion und Logistik, die anders als ihre Kollegen etwa in der Verwaltung keine Möglichkeit hatten, von zu Hause aus zu arbeiten, hatten zusätzlich bereits sogenannte Antrittsprämien bekommen.

    06.40 Uhr: Industrie fordert steuerliche Entlastungen

    Industriepräsident Dieter Kempf hat weitere steuerliche Entlastungen für Unternehmen in der Corona-Krise gefordert. "Eine Ausweitung des steuerlichen Verlustrücktrags wäre jetzt das beste Instrument für Unternehmen, die Verluste erleiden", sagte Kempf. Das gelte besonders für diejenigen, die in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich gewesen seien. "Wir reden an anderer Stelle immer über die Gefahr von Insolvenzen. Die einfachste Art und Weise, diese zu vermeiden, wäre, die Unternehmen mit Liquidität zu stützen." Finanzminister Olaf Scholz müsse sich bewegen. Wirtschaftsverbände fordern seit langem eine Ausweitung des steuerlichen Verlustrücktrags. Unternehmen sollen so mehr als bisher möglich krisenbedingte Verluste mit Gewinnen aus den Vorjahren steuerlich verrechnen können. In der schwarz-roten Koalition ist eine Ausweitung aber umstritten.

    06.35 Uhr: Altmaier gegen zweites Konjunkturprogramm

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält ein zweites Konjunkturprogramm in der Corona-Krise nicht für erforderlich. "Wenn die Pandemie nicht völlig außer Kontrolle gerät, werden wir kein weiteres Konjunkturpaket brauchen", sagte Altmaier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die deutsche Wirtschaft sei stark genug, "die Selbstheilungskräfte unserer Wirtschaft funktionieren", sagte Altmaier. Konjunkturprogramme würden beschlossen, wenn eine lang anhaltende Rezession drohe. "Das haben wir in diesem Jahr getan und die Wirtschaft in ihrer Breite belebt." Nach dem schweren Absturz im zweiten Quartal habe Deutschland im dritten Quartal einen Bilderbuchaufschwung gesehen, betonte der Wirtschaftsminister. Diese Entwicklung könne sich im kommenden Jahr wiederholen. Er setze darauf, dass die Verluste von 2020 im kommenden Jahr voll ausgeglichen werden könnten.

    06.30 Uhr: Circus Roncalli-Chef wartet seit Monaten auf Antwort und Unterstützung von NRW-Ministerpräsident Laschet

    Der Lockdown im Frühjahr traf den Kölner Circus Roncalli urplötzlich: Nach der Generalprobe für ein neues Programm musste am Tag darauf die Premiere abgesagt werden. "Das zog uns den Boden unter den Füßen weg", sagte Gründer und Direktor Bernhard Paul. "Momentan schaue ich mir das Leben wie einen Film an, ich kann ja doch nichts an der Situation ändern." Dennoch ist sich der 73-Jährige sicher: "Wir werden nicht sang- und klanglos untergehen." Um seine derzeitige Situation und die der Zirkusbranche deutlich zu machen, habe er um ein kurzes Treffen mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gebeten – ohne Erfolg: "Ich warte seit Monaten auf eine Antwort von Herrn Laschet. Das finde ich traurig", sagte Paul.

    06.25 Uhr: Laut Studie aus Jena verringern Masken das Corona-Infektionsrisiko um 45 Prozent

    Ein Mund-Nasen-Schutz verringert das Corona-Infektionsrisiko einer Studie zufolge um fast die Hälfte - um durchschnittlich rund 45 Prozent. "Das sind 55 statt 100 Neuinfektionen", sagte der Mainzer Ökonom Klaus Wälde, einer der Autoren der in der Fachzeitschrift "PNAS" veröffentlichten Studie, der Deutschen Presse-Agentur. "Oder noch anschaulicher: Statt 20.000 Neuinfektionen am Tag hätten wir ohne Masken rund 38 000." Sein Fazit: "Jeder sollte Masken tragen, um sich und andere vor Infektionen zu schützen." Wälde hatte mit drei anderen Wirtschaftswissenschaftlern den Sonderweg Jena untersucht und mit Daten aus ähnlichen deutschen Städten verglichen. In der thüringischen Stadt wurden Schutzmasken - begleitet von einer Öffentlichkeitskampagne - bereits am 6. April eingeführt und damit rund drei Wochen früher als in den meisten anderen deutschen Kreisen und Städten. "Das war ein extremer Glücksfall, den man sich viel häufiger wünscht, um Infektionskanäle in der Wirklichkeit betrachten zu können", sagte Wälde.

    06.20 Uhr: 28.438 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

    Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 28.438 neue Corona-Infektionen übermittelt. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor. Der Höchststand war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl bei 23.318 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 496 neue Todesfälle. Der bisherige Höchstwert von 598 Toten war ebenfalls am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21.466. Insgesamt zählt das Robert Koch-Institut seit Beginn der Pandemie 1.300.516 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 12.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 957.500 Menschen inzwischen genesen.

    06.15 Uhr: Hersteller hoffen auf Ausnahme zum Verkauf von Feuerwerk

    Eine Schließung der Geschäfte würde die Feuerwerkshersteller nach Darstellung des Branchenverbandes hart treffen. "Wenn das Silvester-Geschäft jetzt ausfällt, ist das dramatisch", sagte Klaus Gotzen, der Geschäftsführer des Verbandes der pyrotechnischen Industrie. "Verglichen mit anderen Branchen haben wir das Riesenproblem, dass wir erst in den letzten drei Tagen des Jahres unseren Jahresumsatz machen können." Aus Sicht des Verbands sollte eine Ausnahme für den Pyro-Fachhandel gemacht werden. Neue Beschränkungen könnten angesichts hoher Zahlen von Infektionen mit dem Coronavirus in Kürze beschlossen werden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat am Donnerstag angekündigt, die Geschäfte in Berlin bis auf den Lebensmittelhandel schließen zu wollen.

    06.10 Uhr: Gewerkschaft fordert frühere Impfung von Polizisten

    Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, fordert eine schnellere Impfung von Polizisten als nach vorläufigen Plänen vorgesehen. "Die Empfehlung der Impfkommission, die Polizei auf den vorletzten Platz der Prioritäten-Liste für die Impfungen zu setzen, wird nicht den Realitäten des Polizeialltags gerecht", sagte Wendt der "Rhein-Neckar-Zeitung". Polizeibeamte seien ständig einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt, sagte er - vergleichbar mit dem Pflegepersonal. Die Polizei müsse daher in der Priorität "deutlich nach oben gerückt werden". Auch die Innenminister der Länder fordern eine schnellere Impfung von Polizisten.

    06.05 Uhr: Verstöße gegen Corona-Auflagen: Aigner rüffelt Minister

    Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner hat zwei Minister aus dem Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder sowie drei Abgeordnete wegen Corona-Verstößen im Landtags-Restaurant gerüffelt. Der Landtag bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Betroffen sind Wissenschaftsminister Bernd Sibler, Bauministerin Kerstin Schreyer sowie die Abgeordneten Petra Loibl, Harald Kühn und Andreas Jäckel (alle CSU). Sie hätten sich in einem Restaurant an einem Tisch getroffen, obwohl dies einen Verstoß gegen die Auflagen zum Schutz vor dem Coronavirus bedeutet. Gegen die Betroffenen seien Zwangsgeldverfahren eingeleitet worden. Sie würden aber zunächst angehört und seien zu einer Stellungnahme aufgefordert worden, heißt es in einer Stellungnahme des Landtags. Die Landtagsgaststätte sei derzeit geschlossen, im Maximilianeum werde lediglich eine "Essen-to-go-Kantine" betrieben. Nur wer kein eigenes Büro hat, dürfe an Tischen Platz nehmen - allerdings nur maximal zwei Personen pro Tisch. Darüber würden die Abgeordneten regelmäßig in Rundschreiben informiert.

    05.50 Uhr: CDU-Abgeordneter Frei für Bundestagsvotum zu Impf-Prioritäten

    Der CDU-Innenpolitiker Thorsten Frei hat sich für ein erneutes Votum des Bundestags zur konkreten Reihenfolge möglicher Impfungen gegen das Coronavirus ausgesprochen. "Entscheidungen, die grundlegende Fragen des Gesundheits- und Lebensschutzes der gesamten Bevölkerung betreffen, sollte nur der Deutsche Bundestag treffen." Deshalb seien eine parlamentarische Diskussion und eine "gesetzliche Fundierung" der Priorisierung geboten. Grund für eine Prioritätensetzung für Impfungen ist, dass zu Beginn noch nicht genug Impfstoff für alle Interessierten verfügbar sein dürfte. Einen groben Rahmen für einen Vorrang besonders gefährdeter Gruppen hat der Bundestag in einem kürzlich beschlossenen Gesetz abgesteckt. Die Ständige Impfkommission (Stiko) will dafür eine genauere Empfehlung geben

    05.40 Uhr: BioNTech strebt nach US-Zulassung Ausweitung der Produktion an

    Nach der Notfallzulassung seines Covid-19-Impfstoffs in den USA sieht BioNTech-Chef Ugur Sahin nun die größte Aufgabe in der Ausweitung der Produktion. "Wir müssen diese Herausforderung bei der Herstellung lösen. Es ist ganz klar, dass mehr Dosen gebraucht werden. Und wir beschäftigen uns mit der Frage wie wir mehr Dosen herstellen können." Biontech und sein Partner Pfizer hatten angekündigt, noch in diesem Jahr bis zu 50 Millionen Impfdosen herstellen zu wollen und bis zu 1,3 Milliarden im kommenden Jahr.

    05.30 Uhr: Offenbar jeder Zweite gegen Lockerungen im Vereinssport

    Gut die Hälfte der Bevölkerung hat in Corona-Zeiten kein Verständnis für mögliche Ausnahmen oder Lockerungen von Beschränkungen im Vereinssport. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Auf eine entsprechende Frage antworteten 51 Prozent der 2.045 Befragten mit "Nein". Nur rund ein Drittel (34 Prozent) würden Lockerungen beim Amateur- und Breitensport dagegen begrüßen. 16 Prozent machten keine Angaben.

    05.15 Uhr: Patientenschützer für Sicherheitsgarantien für Pflegebedürftige

    Patientenschützer dringen angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen auch auf bessere Sicherheitsgarantien für Pflegebedürftige. Für die Altenpflege sei ein Lockdown "kein Ersatz für bundesweit verbindliche Schutzvorkehrungen", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Alle Heime und Einrichtungen der ambulanten Pflege bräuchten unter anderem sicheren Infektionsgrundschutz, Corona-Tests zweimal pro Woche und tägliche Schnelltests. Es gelte, nicht nur über Weihnachten, sondern durch eine noch Monate dauernde Krise zu kommen.

    05.00 Uhr: Dobrindt fordert schnelles Ende von Präsenzunterricht

    CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, hat ein schnelles Ende des Präsenzunterrichts gefordert. "Wo es noch nicht geschehen ist, muss jetzt zügig auf Digital- und Distanzunterricht umgeschaltet werden", sagte er in der Samstagsausgabe der "Augsburger Allgemeinen". Zudem müssten die Ferien früher beginnen, außerdem brauche es schnell einen harten Lockdown mit strenger Einschränkung von Kontakten. "In den Schulen müssen wir sofort handeln, und der harte Lockdown sollte noch vor Weihnachten beginnen", sagte Dobrindt. An den Lockerungen um die Feiertage will er demnach aber festhalten. Man müsse das Infektionsgeschehen vor Weihnachten eindämmen. "Das erreichen wir auch mit dieser Art von Vorquarantäne für die Schüler", sagte er. Weihnachten selber könne dann mit einem geringeren Risiko in der Familie stattfinden.

    04.40 Uhr: FDP-Chef Lindner lehnt Ausgangsbeschränkungen als unverhältnismäßig ab

    Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen über eine Verschärfung der Corona-Strategie pocht der FDP-Vorsitzende Christian Lindner auf die Wahrung der Verhältnismäßigkeit. "Es wird nun zu einer Corona-Notbremse kommen, weil eine dauerhaft durchhaltbare Strategie noch fehlt. Dabei darf aber nicht unverhältnismäßig scharf in Grundrechte eingegriffen werden." Lindner lehnte insbesondere Ausgangsbeschränkungen ab. "Pauschale und flächendeckende Ausgangssperren wie in Bayern sind unnötig und schießen über das Ziel hinaus. Vom Spaziergang der Mitglieder eines Hausstands oder vom Sport unter freiem Himmel geht kein Infektionsrisiko aus." Der bayerische Weg könne kein Vorbild für den Bund sein, weil auch die Zahlen in dem Bundesland bislang nicht überzeugten.

    04.25 Uhr: Trump kündigt erste Coronavirus-Impfung in USA "in weniger als 24 Stunden" an

    Nach der ersten Notfallzulassung für einen Corona-Impfstoff in den USA hat der abgewählte US-Präsident Donald Trump seinen Landsleuten erste Impfungen noch an diesem Wochenende versprochen. «Der erste Impfstoff wird in weniger als 24 Stunden verabreicht werden», kündigte Trump in einem am Freitagabend (Ortszeit) von ihm auf Twitter veröffentlichten Video an. Seine Regierung habe bereits damit begonnen, den Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und des US-Unternehmens Pfizer an alle US-Bundesstaaten zu verschicken. Deren Gouverneure würden entscheiden, an wen die Impfungen dort als erstes verabreicht würden.

    03.45 Uhr: Impfstoff von Biontech und Pfizer erhält Notfallzulassung in den USA

    Der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer hat die Notfallzulassung für die USA erhalten. Zum Schutz vor Covid 19 genehmige sie die Verwendung des Pfizer-Biontech-Impfstoffes in Notfällen, teilte die leitende Wissenschaftlerin der US-Arzneimittelbehörde FDA, Denise Hinton, am Freitagabend in einem Brief an Pfizer mit. Damit ist der Weg für einen landesweiten Einsatz des Impfstoffes frei.

    Freitag, 11. Dezember 2020

    23.54 Uhr: Brasilien verzeichnet mehr als 180.000 Corona-Tote

    Das Brasilianische Gesundheitsministerium registrierte am Freitag 672 neue Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf mehr als 180.437. Brasilien ist nach den USA das zweite Land, das diese Schwelle überschreitet.

    Präsident Bolsonaro hatte unterdessen am Donnerstag erklärt, sein Land sei am Ende der Pandemie angekommen. Brasilien hatte von Juni bis August mehr als tausend Corona-Tote pro Tag verzeichnet, in den vergangenen Monate waren es aber nur noch rund 300 pro Tag. Inzwischen ist die Zahl aber wieder deutlich gestiegen.

    22.05 Uhr: Trauriger Rekord in den USA: Über 3.000 Tote

    Erstmals seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie lag die Zahl der Toten in den USA an einem einzelnen Tag bei mehr als 3.000, die Zahl der registrierten Neuinfektionen lag nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in den vergangenen Tagen jeweils bei mehr als 200. 000. Der gewählte Präsident Biden sprach von einem "tragischen Meilenstein".

    "Das sind mehr Tote an einem einzelnen Tag, als wir an 9/11 oder in Pearl Harbor hatten", sagte er zu dem neuen Rekordstand. Er bezog sich auf die Anschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington sowie auf den japanischen Angriff auf Pearl Harbor (Hawaii) im Dezember 1941.

    21.00 Uhr Bund und Länder wollen am Sonntag über Lockdown beraten

    Bund und Länder wollen am Sonntagvormittag über weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. Ab 10.00 Uhr soll es nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios eine Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten geben. Über den genauen Zeitpunkt gab es lange Unklarheit. Erwartet wird eine Entscheidung über einen bundesweiten Lockdown. Einige Bundesländer haben bereits verschärfte Einschnitte in das private und öffentliche Leben beschlossen.

    Die von den Gesundheitsämtern übermittelten Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden waren von Donnerstag auf Freitag um über 6000 auf insgesamt 29 875 hochgeschnellt. 598 Todesfälle wurden übermittelt. Beides war jeweils ein neuer Höchstwert.

    20.20 Uhr: Spanien und Frankreich planen Öffnung der Skigebiete

    Spanien und Frankreich planen die Öffnung ihrer Skigebiete. In Spanien sollen einige Orte bereits in der kommenden Woche unter Beachtung von Corona-Schutzmaßnahmen für den Publikumsbetrieb freigegeben werden. "Der Startschuss für die Wintersaison 2020/2021 wird am 14. Dezember abgegeben", teilte das Resort Baqueira Beret in den Pyrenäen an der Grenze zu Frankreich am Freitag mit. In der Sierra Nevada soll ab Freitag der Betrieb aufgenommen werden.

    In Frankreich sollen - wenn es die Infektionszahlen erlauben - die Lifte ab dem 7. Januar laufen, sagte Staatssekretär Jean-Baptiste Lemoyne dem Sender BFM. In Österreich soll Skifahren ab Heiligabend wieder möglich sein, allerdings bleiben die Hotels geschlossen.

    18.20 Uhr: Türkei meldet Höchstwert bei Corona-Toten

    In der Türkei sind in den vergangenen 24 Stunden so viele Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben wie noch nie zuvor. Landesweit wurden 226 Todesfälle gemeldet, damit steigt die Zahl der Toten auf 15.977, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Zugleich steckten sich nachweislich 32.106 weitere Menschen mit dem Erreger an. Die Regierung in Ankara hat bereits Ausgangssperren nachts und an Wochenenden verhängt, um das Virus in Schach zu halten.

    18.15 Uhr: 50 Leiharbeiter am Flughafen München mit Corona infiziert

    In einer Arbeiterunterkunft auf dem Gelände des Flughafens München ist Corona ausgebrochen. Das Landratsam Erding berichtet von 50 Fällen. Bei den Betroffenen handle es sich ausschließlich um Leiharbeiter von auswärts. In den Pflegeheimen habe sich die Lage dagegen leicht entspannt: "Die Zahl der infizierten BewohnerInnen und MitarbeiterInnen ist seit gestern nicht signifikant angestiegen." Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Erding mittlerweile bei 282,2. Der Krisenstab hat deshalb heute weitere Maßnahmen diskutiert für den Fall, dass der Wert 300 überschritten wird. Dazu gehört unter anderem die Schließung von Einzelhandelsgeschäften, die nicht den täglichen Bedarf abdecken. "Es gilt jetzt mehr denn je, das Ansteigen der Fallzahlen einzudämmen und so schwere Verläufe der Viruserkrankung zu verhindern.“, betont Landrat Martin Bayerstorfer. Im Krankenhaus werden planbare Operationen, die nicht unbedingt sofort notwendig sind, bereits jetzt komplett eingestellt, damit weitere Betten für die Versorgung von Notfällen und schweren Covid-Fällen freigehalten werden können. In der Klinik Wartenberg wird eine Covid-19-Station für leicht bis mittelschwer Covid-Erkrankte aufgebaut.

    17.50 Uhr: Verhaltenes Interesse an Corona-Massentest in Graubünden

    Im Alleingang bieten mehrere Gemeinden in Ferienregionen im Schweizer Kanton Graubünden seit Freitag Corona-Schnelltests an. Das Angebot gilt für Einwohner und Gäste in den Regionen Bernina (Puschlav), Unterengadin/Münstertal sowie Maloja (Bergell und Oberengadin) - insgesamt 35 000 Personen. Am Freitag machten 4249 Menschen von dem freiwilligen Angebot Gebrauch, wie die Behörden am Abend mitteilten. 38 wurden positiv getestet. In den Testzentren sind bis Sonntag 800 Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte und Helfer im Einsatz. Testzentren befinden sich unter anderem in den Skiorten St. Moritz und Pontresina, wo Bundeskanzlerin Angela Merkel in den vergangenen Jahren Langlauf-Urlaub machte.

    17.45 Uhr: Dresdner "Querdenken"-Versammlung bleibt zunächst verboten

    Das Dresdner Verwaltungsgericht hat eine für Samstag geplante Demonstration der "Querdenken"-Bewegung verboten. Die Richter folgten in ihrem Beschluss vom Freitag der Argumentation der Dresdner Versammlungsbehörde, die ihr Vorgehen mit der Pandemiesituation und der erwarteten hohen Teilnehmerzahl begründet hatte. Laut Stadtverwaltung gefährde eine solche Versammlung die öffentliche Sicherheit, hieß es. (AZ: 6 L 938/20) Die Prognose, dass es bei der angemeldeten Versammlung zu einer erheblichen Infektionsgefahr für Versammlungsteilnehmer, Polizeibeamte und Passanten kommen würde, sei nicht zu beanstanden, betonte das Gericht. Die Stadt dürfe die Versammlung "ausnahmsweise präventiv verbieten", denn eine mildere und zur Gefahrenabwehr gleich geeignete Maßnahme stehe ihr nicht zur Verfügung.Das Gericht verwies auf den am Freitag erreichten neuen bundesweiten Höchststand von fast 30.000 Covid-19-Neuinfektionen. Seit dem 4. Dezember sei ein deutlicher Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen.Die Kammer sehe Ähnlichkeiten zu Versammlungen, bei denen es zu teils massiven Verstößen gegen Abstands- und Hygienemaßnahmen gekommen sei, hieß es. Insofern könne auch bei der für Samstag in Dresden geplanten Veranstaltung nicht davon ausgegangen werden, dass ein noch vertretbares Maß an Infektionsrisiko bestehe. "Querdenken351" hatten einen gerichtlichen Eilrechtsschutzantrag gegen das erlassene Verbot der Veranstaltung gestellt. Begründet wurde dies mit der Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Die Bewegung will nun Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht einlegen.

    17.35 Uhr: Klinikum Nürnberg ruft Pandemie-Alarmfall aus

    Wegen steigender Corona-Infektionszahlen und einer hohen Zahl von Covid-19-Patienten hat das Klinikum Nürnberg einen Pandemie-Alarmfall ausgerufen. Wie eine Sprecherin am Freitag mitteilte, konzentriere man sich nun vollständig auf die Behandlung "von dringlichen Fällen". Dies seien Patienten mit und ohne Covid-19. Der Sprecherin zufolge ist die Zahl der Covid-19-Patienten mittlerweile mehr als dreimal so hoch wie während der ersten Welle der Pandemie. Mit dem Alarmplan will das Krankenhaus nun die Beschäftigten flexibel in Bereichen mit erhöhtem Bedarf einsetzen. Insbesondere in der Notfallversorgung und Intensivversorgung stoße das Klinikum derzeit an seine Grenzen, sagte Joachim Ficker, Chefarzt der Medizinischen Klinik 3 mit dem Schwerpunkt Pneumologie. Teils könne man keine weiteren Patienten mehr aufnehmen. Der Vorstandsvorsitzende des Klinikums, Achim Jockwig, warnte: "Die Lage ist sehr, sehr ernst." An den Standorten Nord und Süd werden der Sprecherin zufolge derzeit 164 an Corona Erkrankte stationär behandelt. 37 von ihnen werden intensivmedizinisch versorgt. Bei mehr als 50 aufgenommenen Patienten besteht der Verdacht, dass diese ebenfalls an der Lungenkrankheit erkrankt sind.

    17.30 Uhr: Fürther Klinikum verlangt harten Lockdown von Kanzlerin Merkel

    Angesichts der überlasteten Intensivstationen im Großraum Nürnberg hat das Klinikum Fürth Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum sofortigen Handeln aufgerufen. "Verordnen Sie einen harten Lockdown – jetzt" heißt es in einem offenen Brief an die Kanzlerin. Die Lage in den Kliniken sei dramatisch. Derzeit würden allein im Fürther Klinikum 60 Covid-19-Patienten behandelt, zwölf davon auf der Intensivstation. Im Großraum Nürnberg habe sich die Zahl der stationär behandelten Corona-Patienten binnen einer Woche um ein Viertel erhöht, so der pandemiebeauftragte des Fürther Klinikums, Dr. Manfred Wagner. "Wenn wir jetzt nicht handeln, riskieren wir, dass unser gut funktionierendes Gesundheitssystem überlastet sein und zusammenbrechen wird."

    16.20 Uhr: Gastronomen halten Novemberhilfen für wirkungslos

    Das Warten auf die sogenannten Novemberhilfen belastet nach Angaben von Vertretern großer Gastronomie-Unternehmen die Branche zunehmend. "Die bisher geleisteten Abschläge sind ungenügend, die Liquidität geht den Unternehmen aus", heißt es in einem Brief an die Regierungschefs von Bund und Ländern. Darin wird die sofortige Auszahlung gefordert und vor Insolvenzen gewarnt. Als Unterstützer werden Vertreter von Ketten wie Block House, Balzac Coffee, Feinkost Käfer, Nordsee und Hans im Glück angeführt, auch der Gastronom Tim Mälzer. Weil die Abschläge Fixkosten nicht berücksichtigten, stehen demnach vor allem größere Betriebe vor dem Aus, heißt es in dem Brief. Die Politik breche ihr Versprechen, die Novemberhilfen seien wirkungslos. Die Gastronomie ist seit sechs Wochen weitgehend geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Bei den regulären Novemberhilfen sollen 75 Prozent des entgangenen Umsatzes erstattet werden. Offen ist aber, wann genau sie ausgezahlt werden. Das Wirtschaftsministerium rechnete zuletzt mit Januar. Zuvor fließen Abschlagszahlungen.

    16.15 Uhr: Bildungsgewerkschaft fordert Plan für Schulen nach Weihnachtsferien

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Kultusminister zu einer gemeinsamen Planung für das weitere Vorgehen an den Schulen nach den Weihnachtsferien aufgerufen. «Jetzt darf nicht einfach weitergewurschtelt werden», sagte die Gewerkschaftsvorsitzende Marlis Tepe laut einer Mitteilung am Freitag. Für Rechthaberei sei aber nicht die Zeit, man biete den Kultusministerien die Zusammenarbeit bei der Suche nach Lösungen an. Spätestens Ende nächster Woche ist mit Schule oder Präsenzunterricht fast überall in Deutschland vorerst Schluss. In den meisten Ländern beginnen dann die Weihnachtsferien, in anderen wurde die Präsenzpflicht für die letzten Tage bis Weihnachten aufgehoben oder generell auf «Homeschooling» umgestellt. Einige Länder haben nun bereits weitergehende Maßnahmen verkündet: Am Montag wird in Nordrhein-Westfalen die Präsenzpflicht an Schulen ausgesetzt, Schleswig-Holstein schickt die höheren Klassen ebenfalls in den Fernunterricht und die Jüngern können, müssen aber nicht zu Hause bleiben. Das besonders betroffene Sachsen schließt alle Schulen und Kitas. Diskutiert wird nun darüber, wie es an den Schulen nach den Ferien ab dem 4. oder 11. Januar - je nach Ferienplan der Bundesländer - weitergeht. Der Deutsche Lehrerverband hatte sich für eine längere Phase des Wechsel- oder Distanzunterrichts ausgesprochen.

    16.05 Uhr: Augsburger Bischof Meier in Quarantäne

    Der Augsburger Bischof Bertram Meier hat sich in häusliche Quarantäne begeben. Wie das Bischöfliche Ordinariat am Freitag mitteilte, ist in Meiers persönlichem Umfeld ein Covid-19-Fall bekanntgeworden. Demnach ließ sich der Bischof bereits testen. Ein Ergebnis wird erst Anfang der kommenden Woche erwartet. Der 60 Jahre alte Bischof hat laut Mitteilung keine Symptome und führt seine Geschäfte von seiner Privatwohnung aus weiter. Die mögliche Dauer der Quarantäne stehe noch nicht fest.

    15.55 Uhr: Italiens Innenministerin doch nicht positiv

    Nachdem die italienische Innenministerin Luciana Lamorgese am Montag positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, hat sich dieses Ergebnis ihrem Ministerium zufolge als falsch erwiesen. Die Ministerin sei nie Sars-CoV-2-positiv gewesen, teilte das Innenministerium am Freitag mit. Der routinemäßig durchgeführte Test sei falsch gewesen. Am Mittwoch und Donnerstag seien erneut Molekulartests gemacht worden, die beide negativ ausgefallen seien. Die Ministerin nehme ab Samstag wieder ihre Arbeit auf. Nach dem positiven Befund hatten sich Lamorgese und zwei Kabinettsmitglieder in Corona-Isolation zurückgezogen, wie offiziell mitgeteilt worden war. Von dem Resultat hatte die Politikerin bei einem Regierungstreffen erfahren.

    15.40 Uhr: Immunisierung nach Covid unsicher - Schnelltests nicht hilfreich

    Schnelltests auf Covid-19-Antikörper sind aus Sicht von Experten kein sinnvolles Instrument bei der Entscheidung darüber, wer eine Impfung gegen die Krankheit bekommt oder nicht. Michael Müller, Vorstandsvorsitzender des Berufsverbands der Akkreditierten Medizinischen Labore (ALM), hat nach Aussage vom Freitag noch keine Informationen darüber, ob und welche Tests in Betracht kommen, eine Immunität nach einer Corona-Infektion oder Covid-Erkrankung zu dokumentieren. Zuvor hatte schon der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, der Einschätzung eine Absage erteilt, Impfdosen würden "verschwendet", wenn sie Menschen verabreicht würden, die wegen einer unerkannten Corona-Erkrankung möglicherweise bereits immun seien.

    15.30 Uhr: Söder: Öffentliches Leben noch vor Weihnachten herunterfahren

    Angesichts fast ungebremst steigender Corona-Zahlen verdichten sich die Anzeichen für einen baldigen Lockdown - zumindest in Teilen Deutschlands. Gemeinsam mit Ländern wie Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und anderen trat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vehement für ein möglichst schnelles Herunterfahren des öffentlichen Lebens noch vor Weihnachten ein. Bereits am Freitag verschärfte Bayern die Regelungen weiter und verhängte ein Alkohoholverbot für den gesamten öffentlichen Raum. Das geht aus einer Änderung der neuen Corona-Verordnung hervor, die am Freitag wirksam wurde.

    15.15 Uhr: Erste Corona-Impfungen in den USA am Montag oder Dienstag

    Die USA wollen nach Angaben von Gesundheitsminister Alex Azar am Montag oder Dienstag mit Covid-19-Impfungen beginnen. Die Zulassung des von dem deutschen Unternehmen Biontech mit dem US-Pharmakonzern Pfizer entwickelten Impfstoffs werde in den kommenden Tagen erwartet, sagte Azar am Freitag im US-Fernsehsender ABC. Die US-Arzneimittelbehörde FDA versicherte, sie arbeite zügig an einer Notfallzulassung für den Impfstoff.

    14.55 Uhr: Laschet wirbt für Weihnachtsfeste nur mit fünf statt zehn Personen

    Private Weihnachtsfeste werden in Nordrhein-Westfalen voraussichtlich doch nur mit maximal fünf Personen aus bis zu zwei Hausständen erlaubt sein. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) warb am Freitag in Düsseldorf für eine entsprechende bundesweite Beschränkung. Ursprünglich waren für die Weihnachtstage in NRW Lockerungen geplant und Familienfeiern mit bis zu zehn Personen in Aussicht gestellt worden. Laschet will auch keine öffentlichen Partys an Silvester. "An Silvester darf es auf öffentlichen Plätzen keine Versammlungen geben", sagte er. Auch zum Jahreswechsel müsse dieselbe Personenbeschränkung gelten.

    14.50 Uhr: Ausgangsbeschränkungen im ganzen Südwesten ab Samstag

    Wegen steigender Corona-Zahlen gilt in ganz Baden-Württemberg ab diesem Samstag eine Ausgangsbeschränkung. Ausnahmen könnten etwa die Arbeit oder ein Arztbesuch sein, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart. Tagsüber sind mehr Kontakte erlaubt als nachts. Nur über Weihnachten - vom 23. bis 27. Dezember - sei der Besuch von privaten Veranstaltungen auch nachts erlaubt, sagte Kretschmann. Die Maßnahmen sollen vorerst für vier Wochen gelten.

    14.45 Uhr: Krisen-Etat Nummer Zwei auf den Weg gebracht

    Der Bund darf im kommenden Jahr fast eine halbe Billion Euro ausgeben und im Kampf gegen die Corona-Krise erneut hohe Schulden machen. Der Bundestag beschloss am Freitag mit großer Mehrheit den Haushalt für 2021, den voraussichtlich letzten dieser großen Koalition. Es ist bereits der zweite Krisenetat in Folge, geprägt von der Corona-Pandemie - doch zugleich sollen viele Bürger im kommenden Jahr spürbar mehr Geld im Portemonnaie haben.

    14.40 Uhr: Bei verschärften Corona-Beschränkungen droht Geschenke-Mangel

    Der bayerische Handel warnt im Falle schneller und strenger Corona-Maßnahmen vor einem Geschenke-Mangel. "Es ist kurz vor Weihnachten. Viele haben, auch in Bayern, ja noch nicht die Weihnachtswunschliste ihrer Liebsten abgearbeitet", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann. Ohne Vorlauf könne es passieren, dass die Kunden vor verschlossenen Türen stünden. "Ich denke, das will niemand. Das wollen wir nicht, das wollen die Kunden nicht und das will sicherlich auch nicht die Politik." Zudem warnte Ohlmann, dass wenn die von ihm befürchtete Schließung von Geschäften jenseits der Grundversorgung nur mit kurzem Vorlauf komme, "alle in die Läden stürmen"

    14.30 Uhr: Maskenverweigerin zieht Messer bei Kontrolle

    Bei einer Kontrolle der geltenden Corona- Schutzmaßnahmen im Dresdner Hauptbahnhof hat eine Frau am Donnerstag Bundespolizisten mit einem Messer bedroht. Die Beamten wiesen die 37-Jährige, die keine Mund-Nase-Bedeckung trug, zuvor auf die Maskenpflicht an Haltepunkten, Bahnhöfen und in Zügen hin und belehrten sie, wie die Bundespolizei am Freitag mitteilte. Sie lehne alle Maßnahmen kategorisch ab, sagte demnach die aus dem Erzgebirgskreis stammende Deutsche, machte keine Angaben zu ihrer Identität und versuchte mehrfach weiterzugehen. Als die Polizisten androhten, sie auf die Wache mitzunehmen, zog sie mit den Worten "Wissen Sie, was gegen Corona schützt?" ein zwölf Zentimeter langes Küchenmesser, wie in der Mitteilung steht. Erst als die Beamten mit Schusswaffeneinsatz drohten, gab sie auf. Die Maskenverweigerin wurde gefesselt zur Wache gebracht, dabei beschimpfte sie die Beamten, trat nach ihnen und blieb "unkooperativ".

    14.05 Uhr: Conte für großen EU-Impftag in Anti-Corona-Kampf

    Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat den EU-Gipfel in Brüssel als "historisches" Treffen gelobt. Mit Blick auf die Einigung über den Haushalt der Europäischen Union in den nächsten Jahren und die Freigabe von milliardenschweren Corona-Hilfen sagte Conte am Freitag in Brüssel: "Wir haben diese Resultate erreicht, ohne auf eines unserer Prinzipien zu verzichten." Zugleich hob er hervor, dass sich die EU im Kampf gegen die Corona-Pandemie geeint zeigen müsse. Diese gelte für die Vorsichtsmaßnahmen zum Weihnachtsfest, "um eine dritte Welle zu vermeiden", aber auch für die anstehenden Impfkampagnen. Conte sprach sich für einen EU-weiten "Tag der Impfung" aus, mit dem die Programme Anfang 2021 starten sollten. An diesem Datum könnten alle Mitglieder symbolisch oder operativ ein Signal geben, dass Europa geeint und gleichzeitig mit dem Impf-Programm starte.

    13.55 Uhr: Studierendenwerke fordern 3,5 Milliarden Euro von Bund und Ländern

    Die Studierendenwerke in Deutschland fordern 3,5 Milliarden Euro von Bund und Ländern für den Ausbau und die Modernisierung von Wohnheimen und Mensen. Die soziale Infrastruktur für Studierende müsse unter anderem an die neuen Pandemie-Anforderungen angepasst werden, teilte der Dachverband aller 57 Studierendenwerke, das Deutsche Studentenwerk (DSW), bei einer Online-Pressekonferenz am Freitag mit. Mensen seien in der Corona-Krise teilweise nicht nutzbar und Wohnheime - insbesondere an Standorten mit vielen ausländischen Studierenden - unterbelegt. "Die Pandemie verschärft den Investitionsstau bei der sozialen Infrastruktur", sagte der Präsident des Deutschen Studentenwerks Rolf-Dieter Postlep. Für die Modernisierungen und Pandemie-Anpassungen in den Wohnheimen ist aus Sicht der Studierendenwerke in den kommenden Jahren ein Bund-Länder-Zuschuss in Höhe von rund 1,9 Milliarden Euro notwendig. Insgesamt betrage der Investitionsbedarf hier rund 4,2 Milliarden Euro; mehr als die Hälfte würden die Studierendenwerke aus Eigenmitteln stemmen. Für die Nachrüstung der Mensen fordern die Studierendenwerke bis zum Jahr 2026 rund 1,6 Milliarden Euro von Bund und Ländern. Der von den Studierendenwerken geforderte Hochschulsozialpakt müsse außerdem Mittel für die Nachhaltigkeits- und Klimaschutz-Anstrengungen der Studierendenwerke beinhalten.

    13.45 Uhr: Nach 0:3-Wertung in der Schweiz: Ukraine zieht vor Sportgerichtshof

    Die Ukraine hat vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas Einspruch gegen die Wertung des Nations-League-Spiels gegen die Schweiz eingelegt. Das teilte der Cas am Freitag mit. Die UEFA-Disziplinarkommission hatte die abgesagte Partie mit 3:0 für die Schweiz gewertet, nachdem es zu einigen Corona-Fällen im Team der Osteuropäer gekommen war. Nach Überzeugung der UEFA sei die Ukraine für den Spielausfall verantwortlich gewesen. Durch den nachträglichen Erfolg hat die Schweiz den Verbleib in der Liga A der Nations League geschafft. In der deutschen Gruppe 4 hatten die Eidgenossen das Spiel in Kiew mit 1:2 verloren, durch das 3:0 nun aber den direkten Vergleich mit den punktgleichen Ukrainern für sich entschieden. Gruppensieger war Spanien mit 11 Punkten vor Deutschland (9) geworden.

    13.35 Uhr: Schweden verschickt Corona-SMS an gesamte Bevölkerung

    In Schweden soll die gesamte Bevölkerung eine SMS mit den aktuellsten Corona-Regeln bekommen. Zweck des Ganzen ist, die mehr als zehn Millionen Einwohner vor den Weihnachtstagen und -ferien über die geltenden Maßnahmen in Kenntnis zu setzen und um Befolgung zu bitten. Die Regierung in Stockholm erteilte am Freitag der Gesundheits- und der Zivilschutzbehörde einen entsprechenden Auftrag. In der SMS soll auch darauf hingewiesen werden, dass von Montag an im ganzen Land wieder dieselben Empfehlungen gelten. Die nationalen Regeln ersetzen regionale Empfehlungen, die zuletzt gegolten hatten.

    13.27 Uhr: Herrmann: Polizisten bei Corona-Impfung priorisieren

    Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) fordert, dass sich Polizisten möglichst schnell gegen Corona impfen lassen können. "Die Polizei ist unverzichtbar für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und hat eine ganz zentrale Rolle bei der Durchsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen", sagte Herrmann laut Mitteilung vom Freitag. Die Polizei habe wegen ihrer häufigen Kontakte zur Bevölkerung ein höheres Ansteckungsrisiko und müsse deshalb bestmöglich geschützt werden.

    13.20 Uhr: Wiedereröffnung des Eiffelturms verschoben

    Wegen der Covid-19-Pandemie ist die Wiedereröffnung des Eiffelturms vorerst abgesagt worden. "Nach Ankündigungen der Regierung verschiebt der Eiffelturm seine Wiedereröffnung bis auf Weiteres", hieß es am Freitag auf dem offiziellen Twitter-Account der berühmten Pariser Sehenswürdigkeit. Eigentlich sollte der mehr als 130 Jahre alte Turm am 16. Dezember wieder für Besucher öffnen. Er ist seit Ende Oktober mit Beginn der neuen Ausgangsbeschränkungen in Frankreich geschlossen. Wer ein Ticket für die Zeit zwischen dem 16. Dezember und dem 6. Januar gebucht habe, bekomme eine kostenlose Erstattung, so der Betreiber des Turms. Die französische Regierung hatte am Donnerstag bei den Corona-Lockerungen auf die Bremse getreten. Museen, Kinos und Theater müssen nun bis Januar geschlossen bleiben - drei Wochen länger als in Aussicht gestellt. Sie hätten eigentlich Mitte Dezember wieder öffnen sollen. Der Grund: Frankreich hat das von Präsident Emmanuel Macron gesteckte Ziel von weniger als 5.000 täglichen Corona-Neuinfektionen im Wochendurchschnitt nicht erreicht.

    13.16 Uhr: Trotz Ausgangssperre: Übernachten in fremder Wohnung bleibt erlaubt

    Trotz geltender Ausgangssperren in Corona-Hotspots in Bayern darf man sich in einer anderen Wohnung aufhalten oder dort übernachten. Das geht aus einer Änderung der aktuellen (10.) Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hervor. Bisher hieß es darin zu den allgemeinen Ausgangsbeschränkungen, das Verlassen der eigenen Wohnung sei nur ausnahmsweise erlaubt. Nun wurde das Wort "eigenen" gestrichen: Man muss also weiter in einer Wohnung bleiben, sofern man sie nicht aus einem der "triftigen Gründe" - beispielsweise Arbeit, Arztbesuch, Bewegung, Treffen eines anderen Haushalts usw. - verlassen muss. Die Neuerung oder Klarstellung lautet also: Man darf woanders übernachten - unter Wahrung der geltenden Kontaktbeschränkungen. Das gilt auch in Regionen mit einem Inzidenzwert von 200 oder mehr, in denen eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr gilt.

    12.49 Uhr: Kultusminister nicht mehr gegen Schulschließungen

    Eine flächendeckende Schließung der Schulen in Deutschland rückt wieder näher. Die Dynamik der Coronavirus-Pandemie mache "weitere Einschränkungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen" nötig, erklärte die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), am Freitag. "Wir sind auch bereit, unseren Teil dazu beizutragen", sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin zum Abschluss einer zweitägigen Videokonferenz mit ihren Amtskollegen. Überlegungen, die Weihnachtsferien zu verlängern, erteilte sie jedoch eine Absage. Stattdessen könne aber der Präsenzunterricht aufgehoben werden, um angesichts der Infektionszahlen "die Situation zu entspannen", sagte KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) aus Rheinland-Pfalz. Hubig nannte Wechselmodelle und Fernunterricht als andere Möglichkeiten.

    12.37 Uhr: Fünf weitere Corona-Todesfälle im Landkreis Main-Spessart

    Im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat es im Landkreis Main-Spessart fünf weitere Todesfälle gegeben. Wie das Landratsamt in Karlstadt mitteilt, gehörten die Verstorbenen altersbedingt einer Risikogruppe an. Seit Beginn der Pandemie sind 70 Landkreisbewohner an den Folgen der Virusinfektion gestorben.

    12.28 Uhr: Russland und AstraZeneca wollen kombinierten Corona-Impfstoff testen

    Russland und der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca wollen Bestandteile ihrer Corona-Impfstoffe kombinieren und das dadurch entstehende neue Mittel in einem Test überprüfen. Dies kündigten beide Seiten am Freitag in Moskau an. Es bestehe die Hoffnung, dass durch die Kombination "eine bessere Immunabwehr" erreicht werde. Sowohl der russische Impfstoff Sputnik V als auch das AstraZeneca-Mittel AZD1222 nutzen sogenannte Adenoviren als Vektoren.

    Laut russischen Angaben sollen die klinischen Tests zu Wirksamkeit und Sicherheit eines Kombinations-Mittels noch in diesem Jahr beginnen. Sputnik V befindet sich derzeit in der dritten und damit letzten klinischen Phase mit mehr als 40.000 Probanden.

    12.24 Uhr: Reisewarnung für Teile Frankreichs aufgehoben

    Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen in Frankreich hebt die Bundesregierung die Reisewarnung für einzelne Regionen des Nachbarlandes wieder auf. Die Bretagne im Nordwesten des Festlandes und die Insel Korsika werden ab Sonntag nicht mehr als Risikogebiete geführt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Das gilt auch für die französischen Überseegebiete Guadeloupe und Martinique in der Karibik sowie Réunion im Indischen Ozean. Außerdem wird eine Region in Norwegen von der Risikoliste gestrichen. Neu hinzu kommen mehrere Gebiete in Estland.

    12.22 Uhr: Minister Spahn erwartet Impfangebot für alle im dritten Quartal 2021

    Gesundheitsminister Jens Spahn erwartet ein breites Impfangebot für alle Interessenten im dritten Quartal des kommenden Jahres. Das sei aber lediglich der gegenwärtige Stand, betont Spahn bei einem Treffen mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder an einem künftigen Corona-Impfzentrum in Nürnberg. Es werde noch eine schwierige Phase geben, in der alle aufeinander aufpassen müssten. Zunächst sollte die begrenzte Zahl an Impfdosen nur für besonders gefährdete Personen wie alte Menschen verwendet werden.

    12.20 Uhr: Weitere Corona-Einmahlzahlung für über 600.000 Beschäftigte der Caritas

    Die über 600.000 Beschäftigten der Caritas in Deutschland erhalten eine zusätzliche, arbeitgeberfinanzierte Corona-Einmalzahlung. Das beschlossen am Donnerstagabend die Dienstgeber- und die Mitarbeiterseite der Bundeskommission de katholischen Wohlfahrtsverbandes. Zugleich gab es in der laufenden Tarifrunde keine Einigung. Die Corona-Einmalzahlung richtet sich nach der Regelung im Öffentlichen Dienst: Bezieher unterer Einkommen erhalten 600 Euro, mittlerer Einkommen 400 Euro und höherer Einkommen 300 Euro. Auszubildende, Schüler und Praktikanten bekommen 225 Euro. Die Einmalzahlung wird spätestens mit der Vergütung des Monats Juni 2021 ausbezahlt. Ärztinnen und Ärzte sind von der Auszahlung wie auch im Öffentlichen Dienst ausgenommen.

    12.16 Uhr: NRW-Ministerpräsident Laschet für schnellstmöglichen bundesweiten Lockdown

    Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert angesichts der gestiegenen Corona-Zahlen einen "schnellstmöglichen Lockdown in ganz Deutschland". Die Regierungschefs von Bund und Ländern sollten möglichst bereits am Samstag beraten und sich auf drastische Kontaktbeschränkungen und eine "Vor-Quarantäne" schon vor Weihnachten einigen, sagte Laschet am Freitag in Düsseldorf. Alle Geschäfte außer denen für den täglichen Bedarf müssten bis zum 10. Januar schließen, zudem gelte es Hamsterkäufe zu vermeiden. "Wir brauchen eine echte Trendwende für ganz Deutschland", betonte Laschet.

    11.33 Uhr: Über 1.000 Bundeswehrsoldaten in Bayern aktuell im Corona-Hilfseinsatz

    In Bayern sind momentan 1.103 Bundeswehrsoldaten im Hilfseinsatz in Gesundheitsämtern, Krankenhäusern und Pflegeheimen, um Personalengpässe wegen der Coronalage auszugleichen. Das hat das Landeskommando Bayern heute dem BR auf Nachfrage gesagt. Die meisten Soldaten sind für die Kontaktnachverfolgung von Infizierten eingesetzt. Außerdem helfen aktuell 126 Bundeswehrangehörige aus dem Sanitätsdienst in Alten-und Pflegeheimen, Teststationen und Krankenhäusern mit. Sie haben im Unterschied zu den normalen Soldaten alle eine medizinische Ausbildung, zum Beispiel als Sanitäter. Die meisten dieser Kräfte stammen aus dem Sanitäts-Lehrregiment Niederbayern, das in Feldkirchen bei Straubing sitzt.

    11.25 Uhr: Bamberger Erzbischof: Weihnachtsbotschaft macht es unmöglich, Corona-Leugner zu sein

    Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick sieht in der Bedeutung der Weihnachtsgeschichte eine Mahnung zur Einhaltung der Corona-Regeln. Bethlehem, die Krippe und das Gotteskind verpflichteten zu Respekt und Achtsamkeit, zu Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe, zu tiefem Frieden und echter Freude, schreibt Schick in der neusten Ausgabe des Bamberger "Heinrichsblatts". Wer von diesem Weihnachtsvirus erfasst sei, "der kann kein Maskenverweigerer sein", betonte Schick. "Er kann kein Corona-Leugner sein, weil ihn der Weihachtsvirus mit Vernunft und Einsicht angesteckt hat."Auch eine Teilnahme an einer "Querdenker"-Demonstration verbietet sich nach den Worten des Erzbischofs, wenn dort alle Regeln zu Masken und Abstand über den Haufen geworfen, wenn Polizisten beleidigt oder sogar verletzt werden. Auch Frieden, Gerechtigkeit, das Schicksal von Flüchtlingen und Hungernden müsse die Menschen angehen. "Wäre es nicht wunderbar, wenn Weihnachten 2020 - in der Corona-Krise - dieser Weihnachtsvirus die Menschen anstecken und sich zu einer Weihnachts-Pandemie ausweiten würde! Das könnte uns helfen, Covid-19 bald zu überwinden und auf eine neue Zeit zuzugehen", so Schick.

    11.23 Uhr: Ministerpräsidenten beraten bis Sonntag mehrfach über Corona-Regeln

    Die Regierungschefs der Länder werden nach Angaben von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bis Sonntag gleich mehrmals über schärfere Corona-Regeln beraten. Es gebe "heute Abend nochmal eine Runde der Ministerpräsidenten, am Sonntag die Runde mit der Bundesregierung", sagte Woidke am Freitag im privaten BB Radio. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Mittwoch im Bundestag weitergehende Beschränkungen noch vor Weihnachten verlangt. Mehrere Länder kündigten bereits strengere Maßnahmen an, zuletzt Baden-Württemberg einen Lockdown und Ausgangssperren.

    11.16 Uhr: Schock für Einzelhandel in Griechenland: Geschäfte dürfen vor Weihnachten nicht mehr öffnen

    Schock für Einzelhandel in Griechenland: Geschäfte dürfen vor Weihnachten nicht mehr öffnen Wegen anhaltend hoher Corona-Fallzahlen hat die griechische Regierung heute angeordnet, dass Geschäfte mindestens bis zum 7. Januar geschlossen bleiben müssen. Nur Lebensmittel-Geschäfte, Apotheken und Buchhandlungen dürfen öffnen. Andere Läden können nach einem sogenannten "click-away-Verfahren" Waren verkaufen: die Kunden bestellen online Waren ("click") und holen sie dann am Geschäft ab ("take away"), wobei der Ladenbesitzer die Ware vor die Tür des Geschäftes bringen muss. An diesem Verfahren dürfen sich nur Geschäfte beteiligen, die direkten Zugang zu einer Straße haben, also keine Geschäfte in Einkaufszentren – die bleiben geschlossen.

    10.54 Uhr: Kinderhilfswerk warnt vor Schulschließungen

    Das Deutsche Kinderhilfswerk warnt im Vorfeld der nächsten Bund-Länder-Beratungen am Sonntag vor flächendeckenden Schließungen von Schulen und Kitas. Mit einer Aussetzung der Schulpflicht oder einer Verlängerung der Schulferien werde ebenso wie mit Kita-Schließungen das Recht auf Bildung ausgehebelt, erklärte der Verband. Auch soziale und kindheitspädagogische Aspekte müssten berücksichtigt werden. Der Bund solle Geld für Länder und Schulträger bereitstellen: "Mit den Geldern könnten beispielsweise alternative Räumlichkeiten für den Schulunterricht und Kitabetrieb angemietet werden, um eine Entzerrung der räumlichen Enge in vielen Schulen und Kitas zu ermöglichen", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. Sofern Präsenzunterricht gar nicht realisiert werden könne, solle digital beschult werden.

    10.39 Uhr: Grünen-Chefin Baerbock fordert ab kommender Woche bundesweit härteren Lockdown

    Grünen-Chefin Annalena Baerbock fordert schon ab der kommenden Woche bundesweit einen deutlich härteren Lockdown mit geschlossenen Geschäften im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Läden bis auf solche des täglichen Bedarfs sollten geschlossen werden, Schulen sollten ab Klasse 7 auf Fernunterricht umstellen, sagte Baerbock der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. "Wir sollten eine klare Weihnachtspause einläuten, schon jetzt. Wir müssen die Dynamik des Infektionsgeschehens brechen", betonte sie angesichts der Höchstwerte bei gemeldeten Neuinfektionen und Todesfällen.

    10.18 Uhr: Reihenfolge für die Impfung: 5,7 Millionen Deutsche sind über 80

    Allein 5,7 Millionen Menschen über 80 müssten gegen das Coronavirus geimpft werden, wenn der Vorschlag der Ständigen Impfkommission umgesetzt wird. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Freitag waren das im vergangenen Jahr 6,8 Prozent der Bevölkerung. Die Kommission des Robert-Koch-Institutes hat eine Priorisierung vorgeschlagen, wer in welcher Reihenfolge geimpft werden soll. In der ersten Gruppe sind Menschen im Alter von 80 Jahren und älter. Am höchsten war der Anteil dieser Altersgruppe in Sachsen (8,6 Prozent), gefolgt von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Als zweite Gruppe kämen dem Entwurf zufolge Menschen im Alter von 75 bis 80 Jahre dran. Bundesweit betrifft das laut Bundesamt 3,9 Millionen Menschen, sie stellen 4,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Weitere 3,7 Millionen Menschen sind 70 bis 75 Jahre, diese Gruppe ist als dritte Kategorie gelistet.

    10.14 Uhr: Lufthansa droht 1.000 Piloten mit Entlassung

    Lufthansa-Chef Carsten Spohr droht erneut mit Entlassungen von Piloten im Frühjahr. "Mangels Einigung wird es wohl erstmals in der Geschichte unseres Unternehmens im zweiten Quartal 2021 so weit sein, dass uns 500 Kapitäne und 500 Erste Offiziere verlassen müssen", sagte Spohr der "Wirtschaftswoche". Das wäre ein Fünftel der rund 5.000 Piloten der Lufthansa-Kerngesellschaft. Es sei kaum erklärbar, dass keine Lösung absehbar sei, sagte Spohr mit Blick auf die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), mit der eine weitreichende Einigung auf Einschnitte in der Corona-Krise aussteht. Es gehe "ausgerechnet um die Beschäftigtengruppe mit den höchsten Tarifgehältern", sagte Spohr. "Innovative Teilzeitmodelle für die nächsten Jahre müssten möglich sein, um den unzweifelhaft vorhandenen Personalüberhang mit möglichst wenig Kündigungen zu kompensieren." In den anderen Beschäftigungsgruppen gelte der jeweils vereinbarte Kündigungsschutz.

    9.51 Uhr: Bundesinnenminister Seehofer fordert sofortigen Lockdown

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) fordert eine umgehende Reaktion auf die rapide gestiegenen Corona-Infektionszahlen. "Chance, wieder Herr der Lage zu werden, ist ein Lockdown, der aber sofort erfolgen muss", sagte er dem "Spiegel" laut Vorabbericht. "Warten wir bis Weihnachten, werden wir noch Monate mit den hohen Zahlen zu kämpfen haben." Der Vorteil, den sich Deutschland im Frühjahr in der Pandemie erkämpft habe, sei verspielt. Das liege nicht an der Disziplinlosigkeit der Bürger, "sondern vor allem an unzureichenden Maßnahmen".

    9.36 Uhr: München unter Corona-Inzidenz 200 - verschärfte Regeln gelten aber weiter

    Die Corona-Inzidenz liegt in München jetzt wieder ganz knapp unter 200. Konkret meldet das Robert-Koch-Institut einen Wert von 199,9 (gestern: 211,9). Das ist die Zahl der Neuinfektionen binnen der vergangenen sieben Tage pro 100 000 Einwohner. An den seit Mittwoch verschärften Corona-Regeln ändert sich aber erst einmal nichts. Laut Stadt kann das Kreisverwaltungsreferat Maßnahmen, die nur bei einer Inzidenz über 200 gelten, erst aufheben, wenn diese Marke an sieben Tagen in Folge unterschritten wird.

    09.17 Uhr: Altmaier stellt höhere Corona-Hilfen in Aussicht

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat höhere Corona-Hilfen im Fall eines harten Lockdowns in Aussicht gestellt. Der CDU-Politiker machte am Freitag in einer Videoschalte mit Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) deutlich, es gehe etwa darum, bei den Überbrückungshilfen ab Januar den Förderhöchstbetrag zu erhöhen. Derzeit liegt dieser bei 200.000 Euro pro Monat. Dazu sei er in Gesprächen mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Altmaier sagte, er gehe davon aus, dass man "zeitnah" zu klaren Aussagen komme. Der Minister sprach mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen von einem exponentiellen Wachstum. "Und deshalb muss die Politik handeln."

    09.06 Uhr: Österreichs Wintertourismus droht massiver Einbruch

    Dem österreichischen Tourismus droht nach Einschätzung des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo in der Wintersaison ein Buchungsrückgang von rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem ein Ausbleiben der deutschen Gäste zu Beginn des Jahres 2021 infolge der Reisewarnung für Österreich hätte erhebliche negative Auswirkungen, teilte das Institut am Freitag mit. Die Wintersaison 2019/20 war aufgrund der Corona-Pandemie bereits verkürzt. Gegenüber dem Winter davor werde mit einem Minus von rund 75 Prozent gerechnet. Die Einschätzung sei jedoch mit großer Unsicherheit behaftet, da die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens weder für das Inland noch für die wichtigsten Auslandsmärkte vorherzusehen sei, erklärte das Wifo.

    08.36 Uhr: Baden-Württemberg geht nach Weihnachten in den Lockdown

    Baden-Württemberg geht wegen der ungebremst steigenden Corona-Infektionen nach Weihnachten bis mindestens 10. Januar in den Lockdown. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kündigte an, zur Not eine gemeinsame Lösung mit den Nachbarländern Baden-Württembergs anstreben zu wollen, sofern keine bundeseinheitliche Lösung gefunden werden könne. Wie genau der Lockdown aussehen soll, blieb zunächst offen.

    Landesregierung und Kommunale Landesverbände kämen gemeinsam zu der Einschätzung, dass ein harter Lockdown nach Weihnachten bis mindestens 10. Januar 2021 unerlässlich sei. Kretschmann sagte, er werde sich auf der für Sonntag anberaumten Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin entsprechend für einen solchen Schritt einsetzen. Falls man sich nicht auf eine einheitliche Lösung einigt, will der Südwesten mit den Nachbarländern voranschreiten.

    08.27 Uhr: Thüringens Innenminister Maier: "Wir brauchen jetzt schnelle bundesweite Maßnahmen"

    Der Innenminister Thüringens, Georg Maier (SPD) hat sich für einen schnellen und harten Lockdown ausgesprochen. Im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Morgen) sagt er: "Die Infektionszahlen haben uns alle negativ überrascht. Die Dynamik ist extrem hoch. Wir müssen jetzt bundesweit reagieren." Ein koordiniertes Vorgehen der Länder sei jetzt besonders wichtig. "Ich halte es für gut, dass jetzt kurzfristig noch mal eine Ministerpräsidentenkonferenz stattfindet. In Thüringen sind die Maßnahmen noch nicht ausreichend. Aber ich rechne damit, dass wir noch sehr schnell sehr viel härtere Maßnahmen ergreifen müssen" so Maier im Interview.   

    08.16 Uhr: Fast 3.000 Corona-Tote in den USA

    In den USA sind binnen 24 Stunden fast 3.000 Tote infolge einer Coronavirus-Infektion verzeichnet worden. Nach den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore wurden am Donnerstag 2.934 Verstorbene registriert. Das ist die zweithöchste je registrierte Tageszahl. Der bisherige Höchstwert war am Mittwoch mit 3.124 Corona-Toten verzeichnet worden.

    07.48 Uhr: Tafeln fordern Corona-Rettungsschirm für Arme

    Der Dachverband der Tafeln in Deutschland hat die Politik aufgerufen, bei der Bekämpfung der Corona-Krise stärker die Bedürfnisse armer Menschen zu berücksichtigen. "Einen Corona-Rettungsschirm muss es auch für Arme geben", sagte Verbandschef Jochen Brühl der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die psychische und materielle Belastung der sozial Benachteiligten sei derzeit enorm. Sie müssten sich zum einen mit Hygieneartikeln wie Masken eindecken, führte Brühl aus. Zum anderen bleibe etwa ein Drittel der insgesamt 1,6 Millionen bisherigen Kunden den Tafeln aus Sorge vor einer Ansteckung fern. "Und wenn sie nicht mehr zur Tafel kommen, müssen sie sich anderweitig mit Lebensmitteln eindecken. Das ist im Zweifelsfall auch viel teurer." Brühl plädierte daher für eine kurzfristige Erhöhung der Hartz-IV-Sätze um 100 Euro im Monat.

    07.39 Uhr: Corona-Impfstoff von Sanofi und GSK wird erst Ende 2021 fertig - Klinische Tests zeigten schlechtere Wirkung bei älteren Erwachsenen

    Der Corona-Impfstoff von Sanofi und GlaxoSmithKline (GSK) wird nach Angaben der beiden Pharmakonzerne erst Ende 2021 fertig. Bei älteren Menschen waren die Ergebnisse der ersten klinischen Tests nicht so gut wie erhofft, wie die beiden Unternehmen am Freitag mitteilten. Der französische Konzern Sanofi und das britische Unternehmen GSK müssen ihren Impfstoffkandidaten daher überarbeiten und neue Tests vornehmen. Bei Erwachsenen zwischen 18 und 49 Jahren wurde den Angaben zufolge in den ersten beiden Testphasen eine Immunantwort wie nach einer überstandenen Covid-19-Erkrankung festgestellt. Bei älteren Erwachsenen sei die Immunantwort aber "unzureichend" gewesen. Daher müsse nun die Antigen-Konzentration in dem Mittel überarbeitet werden.

    07.35 Uhr: Lufthansa sieht Buchungsboom im Sommer dank Corona-Impfungen

    Die wegen der Pandemie gebeutelte Lufthansa sieht dank der bevorstehenden Zulassungen von Corona-Schutzimpfungen eine Belebung ihres Geschäfts. "Seit eine konkrete Aussicht auf einen wirksamen Impfstoff besteht, haben sich unsere Buchungen für den nächsten Sommer verdreifacht", sagte Konzernchef Carsten Spohr der "Wirtschaftswoche". "Dass die Menschen zudem schon für die Osterzeit Flugreisen reserviert haben, zeigt, wie zuversichtlich sie sind." Nach dem Krisenjahr 2020 gibt sich Spohr daher für 2021 optimistischer. "Ich gehe davon aus, dass wir im kommenden Jahr durchschnittlich wieder die Hälfte des Niveaus von 2019 erreichen können, für den Sommer und den Herbst kalkulieren wir mit bis zu 70 Prozent."

    Bereits im kommenden Jahr solle der Abfluss liquider Mittel gestoppt sein, ab 2022 wolle die Fluggesellschaft wieder profitabel arbeiten. Daher rechnet Spohr auch weiterhin damit, dass die Bundesregierung ihre Beteiligung an der Fluglinie ab dem Jahr 2023 herunterfährt.

    06.58 Uhr: Deutschland steuert auf harten Lockdown zu

    Deutschland steuert auf einen bis zu drei Wochen dauernden harten Lockdown noch vor Weihnachten zu. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, sagte am Donnerstagabend, es zeichne sich ab, auch in den Gesprächen mit den Kollegen der Bundesländer, "dass ab 20. es doch erhebliche Einschnitte gibt" und der Einzelhandel "deutlich" heruntergefahren werde. Die Schulferien hätten dann ohnehin begonnen, viele Menschen gingen nicht mehr arbeiten und im Nahverkehr werde es ruhiger. "Zwischen dem 20. Dezember und 10. Januar haben wir praktisch drei Wochen massiver Einschränkungen, die auch mit Sicherheit auch dazu führen werden, dass die Inzidenzen runtergehen", sagte Müller in der ZDF-Sendung "Markus Lanz".

    Es zeichne sich ab, dass sich die Ministerpräsidentenkonferenz darauf verständigen wird, dass das öffentliche Leben in diesen drei Wochen weitestgehend heruntergefahren wird, so Müller. Auch jene, deren Länder niedrige Infektionszahlen aufwiesen, sagten nun, man befinde sich bundesweit in einer Krisensituation, in der man solidarisch sein müsse. Die eindringlichen Appelle von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) seien hier sehr hilfreich gewesen.

    06.25 Uhr: Neuer Höchststand an Corona-Toten in Deutschland

    Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Wie das RKI am Freitagmorgen mitteilte, steckten sich 29.875 Menschen binnen 24 Stunden mit dem Virus an - das sind gut 6.000 mehr als am Freitag vor einer Woche. Erst am Tag zuvor war ein Rekord verzeichnet worden. Insgesamt liegt die Zahl der Infektionen in Deutschland bei 1.272.078.. Auch die Zahl der Toten innerhalb eines Tages stieg auf einen neuen Höchstwert: 598 Menschen starben an oder mit dem Virus. Insgesamt sind in Deutschland seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 20.970 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Laut RKI werden als Corona-Todesfälle diejenigen gezählt, bei denen die Infektion mit dem Virus ursächlich für den Tod war oder durch Vorerkrankungen wahrscheinlich ist, dass der Tod im direkten Zusammenhang mit Covid-19 steht.

    05.30 Uhr: Schwierige Geschäfte für Weihnachtsartikel-Handel

    Das wegen der Corona-Krise für viele Betriebe schwierige Weihnachtsgeschäft trifft auch den Weihnachtsschmuckanbieter Käthe Wohlfahrt hart. "Der Umsatzverlust geht in die Millionen", sagte Unternehmenssprecherin Felicitas Höptner. Die 300 Beschäftigten des Familienunternehmens aus dem mittelfränkischen Rothenburg ob der Tauber seien in Kurzarbeit, mehrere Hundert Saisonarbeitskräfte hätten in diesem Jahr in der Adventszeit nicht eingestellt werden können. Auf 60 Weihnachtsmärkten in Deutschland verkauft Käthe Wohlfahrt normalerweise Krippenfiguren, Baumschmuck und Nussknacker. Doch diese sind alle abgesagt. Auch in den Geschäften sei wegen der Abstandsregeln weniger los, sagte Höptner. Der Verkauf übers Internet sei zwar um 80 Prozent gestiegen, könne die Verluste aber nicht ansatzweise ausgleichen.

    Nach der Absage der Weihnachtsmärkte fehle einfach die Weihnachtsstimmung, sagte der Geschäftsführer von Lebkuchen-Schmidt in Nürnberg, Jürgen Brandstetter. "Wir spüren, dass weniger Menschen in den Innenstädten unterwegs sind."

    05.19 Uhr: Corona-Inzidenz in Hof weiter gestiegen, auf 430 - insgesamt neun Altenheime und elf Schulen betroffen

    Die Corona-Zahlen in Hof steigen weiter. Heute meldet das Robert-Koch-Institut für die Stadt eine 7-Tages-Inzidenz von 430 Fällen pro 100.000 Einwohner, nach gestern 410. In Bayern liegt Hof damit weiterhin an zweiter Stelle hinter dem Landkreis Regen, bundesweit auf Platz 6. Im Landkreis Hof liegt die Inzidenz bei 285.

    Gestern hatten Stadt und Landkreis Hof im Kampf gegen Corona weitere Einschränkungen verkündet, die teils ab heute, teils ab Montag gelten. Das örtliche Gesundheitsamt ist seit Frühjahr von 23 auf aktuell 98 Mitarbeiter aufgestockt worden. Insgesamt waren Stand gestern elf Schulen und neun Altenheime in Stadt und Landkreis Hof von Corona-Fällen betroffen. Neu aufgetreten sind gestern noch einzelne Fälle an zwei Altenheimen, zwei Schulen und einem Kindergarten.

    05.08 Uhr: Corona-Ausbruch in Burglengenfelder Altenheim

    In einem der beiden Häuser der Seniorenresidenz Naabtalpark in Burglengenfeld (Lkr. Schwandorf) haben sich 40 der 45 Bewohner mit Corona infiziert. Neun davon seien schwer erkrankt.  Das teilte der leitende Notarzt Wolfgang Schreiber dem BR am Donnerstagabend mit (10.12.20). Die infizierten Senioren mussten laut Schreiber in ein Krankenhaus verlegt werden. 15 Bewohner werden nach Regensburg in die Ambulante Intensivpflege Bayern A.I.B. verlegt. Gleichzeitig sind auch mehrere Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Am Nachmittag sei nur noch eine einsatzfähige Krankenschwester vor Ort gewesen. Auch sei ein Pflegenotstand festgestellt worden.

    05.02 Uhr: Gewerkschaft: Jeder 5. US-Fußballer hatte Corona

    Nach Angaben der Spielergewerkschaft haben sich in der laufenden Saison in der Major League Soccer fast 20 Prozent aller Spieler mit dem Coronavirus infiziert. Das sagte Geschäftsführer Bob Foose am Donnerstag nach Angaben der US-Nachrichtenagentur AP. "Fast 20 Prozent der Spieler aus der Liga war zum ein oder anderen Zeitpunkt mit dem Virus infiziert", sagte Foose demnach. Die MLS spielt am Samstag ihr Finale um die Meisterschaft zwischen den Seattle Sounders und Columbus Crew.

    05.00 Uhr: Handel fürchtet monatelangen Lockdown nach Weihnachten

    Der Einzelhandel in Deutschland fürchtet angesichts der ausbleibenden Erfolge in der Corona-Eindämmung einen monatelangen Lockdown für große Teile der Branche. In einem Brief an Kanzleramtsminister Helge Braun warnte der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, selbst wenn nach Weihnachten der gesamte Nicht-Lebensmittel geschlossen werde, könne mit höchster Wahrscheinlichkeit der angestrebte Inzidenzwert von 50 bis zum 11. Januar nicht erreicht werden.

    "Wir befürchten damit in einen perspektivlosen Zustand mit einem wochen- oder monatelangen Lockdown zu geraten, den der überwiegende Teil des innerstädtischen Einzelhandels nicht überleben wird", warnte der HDE-Präsident. Deshalb müsse schon jetzt klargestellt werden, dass ein möglicher Jahresend-Lockdown nicht verlängert werde. Sanktjohanser warnte vor Überlegungen, den Nicht-Lebensmittelhandel schon ab dem 21. Dezember zu schließen. "Eine solche politische Entscheidung hätte nicht nur fatale wirtschaftliche Folgen für unsere Branche, sondern würde auch einen Kundenansturm bis hin zu Panikkäufen auslösen." Das sei mit Blick auf die in der Pandemie gebotene Entzerrung der Kundenströme völlig kontraproduktiv. Sanktjohanser betonte, der Handel sei kein Infektionshotspot. Dies bewiesen schon die unterdurchschnittlichen Infektionen bei den Mitarbeitern. Die erwogene Schließung eines großen Teils des Einzelhandels sei deshalb nicht verhältnismäßig, zumal jeder Schließungstag alleine im Nicht-Lebensmittelhandel Umsatzausfälle von 800 Millionen Euro verursachen werde.

    Erneute Ladenschließungen hätten nach Einschätzung des HDE fatale Folgen für das Überleben vieler Einzelhändler. "Es wäre daher zwingend, dass die von einem möglichen Lockdown betroffenen Unternehmen für den gesamten Zeitraum der Schließung umfassend entschädigt werden", verlangte der HDE-Präsident.

    05.00 Uhr: Linke will Stopp der Zwangsräumungen

    Mit rund 50.000 Vollstreckungsaufträgen sind 2019 etwas weniger Zwangsräumungen von Wohnungen und Geschäftsräumen veranlasst worden als in den Vorjahren. Das geht aus einer Antwort des Bundesjustizministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Caren Lay hervor. Die wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion forderte, Räumungen in die Wohnungslosigkeit gehörten verboten. Für die Zeit der Pandemie müsse der Bund Zwangsräumungen von Wohnungen grundsätzlich aussetzen. "Die Grausamkeit, aus der Wohnung geworfen zu werden, wird im Corona-Winter zur Lebensgefährdung", sagte Lay. Es sei nicht nur kalt, in Sammelunterkünften gebe es auch viel zu wenig Abstand und Schutz vor Covid-19. Kommunen müssten die Nutzung von leerstehenden Hotels und Wohnungen für Obdachlose erleichtern. Während der ersten Corona-Beschränkungen im Frühjahr konnte Mietern nicht gekündigt werden, wenn sie wegen der Pandemie ihre Miete nicht zahlen konnten. Die Zahlung müssen sie allerdings bis Juni 2022 nachholen. Die Regelung galt ab April, lief aber Ende Juni aus.

    03.21 Uhr: Würzburger Künstlerin startet Projekt für Sternstunden

    Ein Meter hoch und ein Meter breit ist der Wandteppich, den die Würzburger Künstlerin Claudia Wührl für ihr neuestes Projekt bemalt hat. Ein Lebensbaum in der Mitte, ringsherum viele Blüten: Später soll die Fläche dann mit aquarellierten Portraits ergänzt werden, Portraits von Menschen, die an oder mit Covid19 gestorben sind. "Tapestry of Love" nennt Wührl ihr Projekt. Sie will die dadurch generierten Spenden den Sternstunden geben. "Zum einen ist das eine Art Erinnerungskunst, nach hinten gewandt, also für die Verstorbenen und Angehörigen. Gleichzeitig soll es auch in die Zukunft gerichtet sein", erklärt Wührl. Das Original Aquarell will Claudia Wührl den Angehörigen dann per Post zuschicken. Das ganze setzt sie gegen eine Spende von mindestens 50 Euro je Portrait um - die Spenden gehen dann gesammelt an die Sternstunden. Bis Weihnachten hofft sie so mehr als 1.000 Euro einnehmen zu können. Für die Würzburger Künstlerin wirft das Projekt entscheidende Fragen auf: "Wie kann man menschlich bleiben in dieser Pandemie? Was ist, wenn man am Ende seines Lebens seine Lieben nochmal spüren und sehen möchte? Darüber müssen wir in Zukunft nachdenken!" Im März, kurz vor vor Lockdown, hatte die Künstlerin in Würzburg eine Ausstellung eröffnet: "Seelenbilder" hieß sie. Die Hälfte des Erlöses sollte an die Sternstunden gehen. Obwohl der Lockdown dazwischen kam, die Ausstellung also früher schließen musste, kamen knapp 2.000 Euro für die Sternstunden zusammen.Wer betroffen ist und die Aktion von Claudia Wührl unterstützen möchte, kann das Portrait einer durch Corona verstorbenen Person an sternstundenportrait@web.de schicken - die Künstlerin nimmt dann Kontakt auf.

    02.32 Uhr: Baden-Württemberg verschärft Corona-Regeln massiv

    Baden-Württemberg will wegen der ungebremst steigenden Corona-Infektionen das öffentliche Leben im Land weiter herunterfahren. So seien unter anderem zu Anfang der kommenden Woche eine nächtliche Ausgangssperre sowie tagsüber Ausgangsbeschränkungen geplant, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Stuttgart nach einem Gespräch der grün-schwarzen Landesregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden am Donnerstag.

    02.12 Uhr: Bolsonaro sieht Brasilien in der Endphase der Pandemie - Zahlen widersprechen

    Trotz steigender Infektions- und Todeszahlen sieht Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bolsonaro sein Land bereits am Ende der Corona-Pandemie angekommen. "Wir sind ganz am Ende der Pandemie", sagte Bolsonaro am Donnerstag bei einem Besuch in der südbrasilianischen Stadt Porto Alegre. "Verglichen mit anderen Ländern auf der Welt war unsere Regierung die beste oder eine der besten im Umgang damit."

    In Brasilien sind bereits knapp 180.000 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben - nur die USA verzeichnen mehr Corona-Tote. Auch die aktuellen Fallzahlen stützen Bolsonaros Behauptung nicht. Nachdem Brasilien von Juni bis August mehr als tausend Corona-Tote pro Tag verzeichnete, waren es vergangenen Monat nur noch rund 300 Todesopfer pro Tag. Inzwischen ist die Zahl aber wieder deutlich gestiegen, diese Woche waren es mehr als 800 Corona-Tote täglich. Bolsonaro hat die Gefahr durch das neuartige Coronavirus immer wieder heruntergespielt. So bezeichnete er Covid-19 als "kleine Grippe" und verurteilte die Reaktionen auf die Pandemie als "Hysterie".

    01.16 Uhr: Mehr als 10.000 Ärzte wollen beim Impfen gegen Corona helfen

    Mehr als 10 000 Ärzte wollen einem Bericht zufolge in Deutschland in den Corona-Impfzentren beim Impfen helfen. Das ergab eine Umfrage der Funke-Mediengruppe bei den Kassenärztlichen Vereinigungen in den Ländern. Der Vizechef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister, sagte: "Die Bereitschaft der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen ist hoch, sich an den bevorstehenden Corona-Schutzimpfungen zu beteiligen." Sobald genügend Impfdosen zur Verfügung stünden, sollten die Impfungen aber von den Zentren in Arztpraxen verlagert werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass spätestens im Januar der erste Impfstoff verabreicht werden kann.

    01.01 Uhr: Forscher sehen Rückgang von CO2-Ausstoß wegen Corona-Pandemie

    Die Corona-Pandemie hat zu einem deutlichen Rückgang der globalen Kohlendioxid-Emissionen geführt. Das geht aus der am Freitag vorgelegten jährlichen Bilanz des Global Carbon Project (GCP) hervor. Wie der weltweite Zusammenschluss von Klimaforschern mitteilte, sank der CO2-Ausstoß im laufenden Jahr um rund 2,4 Milliarden Tonnen oder 7 Prozent auf 34 Milliarden Tonnen. Es handle sich um einen Rekordwert verglichen mit früheren signifikanten Rückgängen etwa 1981 und 2009 mit jeweils 0,5 Milliarden Tonnen oder 1945 mit 0,9 Milliarden Tonnen Kohlendioxid. Eine hohe Konzentration von CO2 ist verantwortlich für den sogenannten Treibhauseffekt und damit den Klimawandel.

    Donnerstag, 10. Dezember 2020

    23:54 Uhr: US-Expertengremium empfiehlt, Biontech-Impfstoff zuzulassen

    Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde hat sich dafür ausgesprochen, den vom Mainzer Unternehmen Biontech und seinem amerikanischen Partner Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff zuzulassen. In einer Sitzung sprachen sich 17 Teilnehmer dafür aus, vier dagegen, einer enthielt sich. Die Experten kamen mehrheitlich zu dem Schluss, dass der Impfstoff sicher und effektiv für die Anwendung an Menschen über 16 Jahren sei. In aller Regel folgt die US-Arzneimittelbehörde FDA den Vorschlägen der Kommission innerhalb kürzester Zeit. Damit könnte die Notzulassung in Kürze erfolgen und folglich die Impfwelle in den USA anrollen. Zuerst sollen Mitarbeiter im Gesundheitswesen geimpft werden, dann Bewohner von Pflegeeinrichtungen.

    23:12 Uhr: Zahlreiche Infektionen bei Bewohnern und Pflegern eines Seniorenheims in Burglengenfeld

    In einem der beiden Häuser der Seniorenresidenz Naabtalpark in Burglengenfeld im Landkreis Schwandorf haben sich laut zuständigem Landratsamt 37 der 45 Bewohner mit Corona infiziert. Acht Betroffene mussten in ein Krankenhaus verlegt werden. 15 weitere werden nach Regensburg in die Ambulante Intensivpflege Bayern gebracht. Auch 19 Mitarbeiter sind positiv auf das Virus getestet worden. Den Angaben zufolge herrscht deshalb Pflegenotstand. Für die Betreuung in der Nacht und am Vormittag helfen externe Pflegekräfte aus, bis der Betreiber des Heims die Betreuung der Senioren wieder selbst stemmen kann. Am Abend waren rund 65 Helfer von Rotem Kreuz, Johannitern und Feuerwehr im Einsatz, um Bewohner und Pfleger der Einrichtung zu versorgen und zu verlegen. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert im Landkreis Schwandorf liegt laut Landratsamt derzeit bei 134,58.

    20:09 Uhr: EKD-Ratsvorsitzender: Harter Lockdown schützt Menschenleben

    Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat Verständnis für strengere Kontaktregelungen über die Weihnachtsfeiertage. "Wenn der harte Lockdown notwendig ist, um Menschenleben zu schützen und die Ausbreitung des Virus zu begrenzen, dann glaube ich, kommen wir an dem harten Lockdown nicht vorbei", sagte Bedford-Strohm dem ARD-Magazin "Kontraste". Man müsse die Empfehlungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina nach härteren Regeln ernst nehmen. "Wenn der Schutz des Lebens, wenn die Nächstenliebe, die sich darin ausdrückt, wenn die an oberster Stelle steht und Teil unserer Botschaft ist, dann schließt die Weihnachtsbotschaft ein, dass wir uns an die Regeln halten, die verhindern, dass Menschen sterben."

    Bedford-Strohm findet die Idee, während der Feiertage Ausnahmen von den Kontaktbeschränkungen zu machen, grundsätzlich richtig. "Dass an Weihnachten besondere Regeln gelten, ist Ausdruck der Tatsache, dass dieses Weihnachtsfest für die seelische Verfassung der Menschen eine ganz besondere Bedeutung hat." Allerdings zeigte er sich offen, in diesem Jahr auch andere Wege zu suchen. "Wenn ein Risiko besteht, dass aus gottesdienstlichen Versammlungen Leben gefährdet wird, dann bin ich der Allererste, der sagt, lasst es uns nicht machen." Für Familientreffen und auch für Weihnachtsgottesdienste müssten dann zur Not andere, digitale Lösungen gefunden werden.

    19:34 Uhr: Spanien revidiert Corona-Zahlen: Über 18.000 Tote mehr

    In Spanien hat das nationale Statistikamt die Zahl der Todesopfer während der ersten Corona-Welle zwischen März und Mai am Donnerstag deutlich nach oben revidiert - um mehr als 18.500 Fälle auf nunmehr 45.684. Das Gesundheitsministerium kam für diesen Zeitraum bislang auf 27.127 Tote. Die Zeitung "El País" schrieb, bei den nun zusätzlich als Corona-Tote gewerteten Opfern handele es sich um Fälle, deren Krankheitsbild auf eine Infektion schließen lasse, die aber nicht auf das Virus getestet worden waren. Deshalb seien sie vom Ministerium nicht mitgezählt worden.

    Spanien war während der ersten Infektionswelle eines der am schwersten von der Pandemie getroffenen Länder Westeuropas. Auch die zweite, im August eingesetzte Welle war bis zum November heftig. Seit dem 1. August bis Anfang Dezember starben in dem 47-Millionen-Einwohner-Land etwa 17 800 Menschen. Diese Zahl dürfte den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen, weil inzwischen deutlich mehr getestet wird.

    Dank Maßnahmen wie Maskenpflicht, nächtlichen Ausgangssperren und Reisebeschränkungen gehen die Zahlen seit November langsam, aber stetig zurück. Während Schulen und Geschäfte sowie in den meisten Landesteilen auch Gaststätten geöffnet sind, wurden pro Tag zuletzt etwa 5000 bis 8000 Neuinfektionen und etwa 300 Tote gezählt. Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde am Donnerstag mit nur noch 80 angegeben. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert am Donnerstag 149.

    19:26 Uhr: Innenminister dringen auf frühe Impfungen für Polizisten

    Die Innenminister wollen sich dafür einsetzen, dass Polizisten mit als erste eine Corona-Impfung bekommen können. Einem entsprechenden Beschlussvorschlag von Niedersachsen und Hamburg schlossen sich die übrigen Länder bei der Innenminister-Konferenz in Berlin an, wie die Hamburger Innenbehörde am Donnerstagabend mitteilte. Bei der Coronavirus-Impfverordnung, die derzeit erarbeitet werde, soll das Personal von Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz besondere Priorität erhalten.

    Die von der Ständigen Impfkommission aktuell vorgenommene Einordnung in die Stufe gering erhöhter Priorität sei zu niedrig angesetzt, hieß es in dem Beschlussvorschlag. Dies gelte vor allem für Tätigkeiten, die etwa bei der Polizei oder dem staatlichen Krisenmanagement unmittelbar zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beitragen.

    Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte: "Wir hören, dass die Polizei im Moment in dieser Priorisierung der Ständigen Impfkommission erst relativ spät dran kommt." Die Polizei sollte "sicherlich nicht vor den achtzigjährigen Bewohnern von Seniorenheimen" geimpft werden, aber jedenfalls vor vielen anderen Gruppen an der Reihe sein.

    19:20 Uhr: EU-Gipfel macht Weg für Corona-Milliarden frei

    Nach wochenlangem Streit haben die EU-Staaten den Weg für den nächsten Haushaltsplan und die milliardenschweren Corona-Hilfen doch noch freigemacht. Auf einem Gipfel in Brüssel billigten die Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend einen von der deutschen EU-Ratspräsidentschaft mit Ungarn und Polen ausgehandelten Kompromiss zur neuen Rechtsstaats-Klausel. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte für die Lösung geworben und kann damit einen Erfolg verbuchen.

    18:35 Uhr: Frankreich verhängt Ausgangssperre für Silvesterfeier

    Wegen der Corona-Pandemie dürfen die Franzosen den Jahreswechsel nicht im Freien feiern: Die Regierung verhängte für Silvester eine nächtliche Ausgangssperre, wie Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend mitteilte.

    Frankreich bremst auch darüber hinaus bei der Lockerung seiner coronabedingten Beschränkungen. Museen, Kinos und Theater müssen nun bis Januar geschlossen bleiben - drei Wochen länger als in Aussicht gestellt. Castex sagte dazu: "Wir sind noch nicht am Ende der zweiten Welle angekommen."

    Nach wochenlangem Lockdown hält die Regierung aber daran fest, dass von Dienstag die bisher obligatorischen Passierscheine für Bürger nicht mehr erforderlich sind. Es gilt dann aber eine nächtliche Ausgangssperre von 20.00 Uhr bis 06.00 Uhr eben auch für den Silvesterabend.2«Wir müssen vernünftig sein", mahnte der Regierungschef. Eine Ausnahme werde es lediglich für Heiligabend geben.

    18:05 Uhr: Sprunghafter Anstieg der Corona-Totenzahl in Italien

    Italien meldet einen sprunghaften Anstieg der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 887 von 499 am Vortag. Auch die Zahl der Neuinfektionen steigt den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge deutlich um 16.999 nach einem Zuwachs von 12.756 am Mittwoch. Damit sind insgesamt 62.626 Tote und knapp 1,8 Millionen Ansteckungen verzeichnet.

    17:15 Uhr: Corona und Preisverfall: Bayerns Bauern beklagen Gewinneinbrüche

    Die bayerischen Bauern haben erneut Einbußen hinnehmen müssen. Die Ergebnisse lagen im Wirtschaftsjahr 2019/20 um durchschnittlich 3,8 Prozent unter dem Vorjahr, teilte der Bayerische Bauernverband am Donnerstag in seinem Situationsbericht mit. Schon das Wirtschaftsjahr 2018/19 hatte ein herbes Minus von 17 Prozent gebracht. Die Corona-Krise, die damit verbundenen Marktprobleme sowie der aktuelle Preisverfall verschärften wirtschaftliche Probleme, hieß es.

    "Essen aus Bayern ist in der aktuellen Krise wichtiger denn je", sagte der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl. Doch die Bauern als Erzeuger hätten mit einem dramatischen Preisverfall zu kämpfen. Hier müsse der Lebensmitteleinzelhandel für faire Preise sorgen. "Der Preis für Schweinefleisch zum Beispiel hat sich seit dem Frühjahr fast halbiert. Nötig ist jetzt schnelle und wirksame Unterstützung."

    16:25 Uhr: Seehofer vorsorglich zuhause in Quarantäne

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verbringt die nächsten Tage statt in Berlin zuhause in Bayern, nachdem eine mögliche Kontaktperson positiv auf das Coronavirus getestet wurde. "Der Minister hat sich für eine erweiterte Kontaktbeschränkung in seiner häuslichen Umgebung entschieden", teilte ein Sprecher am Donnerstag auf Anfrage mit. Ministeriumssprecher Steve Alter hatte am Mittwochabend auf Twitter mitgeteilt, Seehofer habe sich nach einem möglichen Kontakt mit der positiv auf das Coronavirus getesteten Mitarbeiterin des Ministeriums vorsorglich in Quarantäne begeben. Hinweise auf eine Infektion des Ministers lägen derzeit nicht vor.

    16:05 Uhr: Dänemark verschärft Lockdown nach neuem Rekord bei Infektionen

    Dänemark weitet den Anfang der Woche verordneten Lockdown von ursprünglich 38 auf 69 Kommunen aus. Damit unterliegen rund 80 Prozent der Bevölkerung den Einschränkungen. Unter anderem müssen Bars, Restaurants und Museen geschlossen bleiben. In den vergangenen 24 Stunden wurden in Dänemark 3.132 neue Corona-Infektionen gezählt, so viel wie nie zuvor an einem Tag.

    15:50 Uhr: US-Impfkommission prüft Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer

    In voller Transparenz hat die Impfkommission der US-Arzneimittelbehörde FDA damit begonnen, den Antrag für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer zu prüfen. Die öffentliche Sitzung wurde am Donnerstag live im Internet übertragen, sie sollte den ganzen Tag dauern. Überschattet wurden die Beratungen von einem neuen Höchststand bei den Corona-Todesfällen in den USA.

    Sollte die unabhängige Impfkommission sich für eine Notfallzulassung des Impfstoffes aussprechen, könnte diese sehr schnell von der FDA beschlossen werden. Diese hatte bereits am Dienstag erklärt, sie stufe den Impfstoff als sicher und wirksam ein - am Donnerstagvormittag (Ortszeit) begann die Impfkommission mit ihren Beratungen.

    15:40 Uhr Schweden meldet Höchstwert an Corona-Neuinfektionen

    Auch Schweden meldet mit 7.935 Corona-Neuinfektionen eine weiteren Höchstwert. Den vorherigen Höchststand hatte das Land, das im Kampf gegen die Pandemie eine lockerere Strategie verfolgt als andere Staaten, mit 7.240 Fällen am 20. November verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle stieg um 58 auf 7.354, wie die Gesundheitsbehörde weiter mitteilt. In Schweden ist die Sterberate im Verhältnis zur Einwohnerzahl um ein Vielfaches höher als in den nordischen Nachbarländern, im Vergleich zu einigen größeren europäischen Ländern aber niedriger.

    15:20 Uhr: BR Exklusiv: Corona-Impfungen könnten am 5. Januar 2021 in Bayern beginnen

    Die Corona-Impfung in Bayern könnte nach Informationen des Bayerischen Rundfunks am 5. Januar beginnen. Das Datum steht in einem internen Zeitplan des bayerischen Gesundheitsministeriums, der dem BR vorliegt. Demnach wird die Europäische Arzneimittel-Agentur am 29. Dezember entscheiden, ob sie den Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer zulässt. Die Auslieferung könne am 2. Januar beginnen, zunächst an die acht Tiefkühllager-Standorte. Von dort würden Logistiker den Impfstoff am 4. Januar abholen und den Impfzentren zustellen. "Die Impfungen könnten nach diesem Zeitplan also am Dienstag, 5.1.2021, beginnen", heißt es in dem internen Schreiben. Eine offizielle Bestätigung gibt es bisher nicht.

    15:10 Uhr Uhr Starker Anstieg bei Anträgen auf US-Arbeitslosenhilfe

    Die Corona-Krise sorgt für einen neue Verschlechterung der Lage am US-Arbeitsmarkt. In der Woche bis zum 5. Dezember stellten 853.000 Amerikaner Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. In der Woche davor waren es noch 716.000 Neuanträge gewesen.

    Mit dem Anstieg der Infektionszahlen hatten zuletzt mehrere Bundesstaaten Einschränkungen zum Kampf gegen das Coronavirus verschärft - wie etwa das Verbot, in Restaurants zu essen.

    Vor der Krise hatten die wöchentlichen Anträge meist bei rund 200.000 gelegen. Insgesamt bezogen in den USA nach jüngsten Zahlen rund 19 Millionen Menschen eine Form von Arbeitslosenhilfe. Vor einem Jahr waren es lediglich gut 1,5 Millionen.

    15:00 Uhr: 4.983 Corona-Neuinfektionen in Bayern

    In Bayern sind den Behörden in den vergangenen 24 Stunden 4.983 Corona-Neuinfektionen (Stand 10.12.2020, 8 Uhr) gemeldet worden. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mitgeteilt. 105 Corona-Infizierte sind gestorben. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie im Freistaat 244.133 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 179.190 gelten inzwischen als genesen.

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der bayerischen Landeshauptstadt München ist ein weiteres Mal angestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt mittlerweile bei 211,7 (gestern 205,4). Der Wert entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner.

    14:45 Uhr: 73 Prozent der Deutschen vertrauen Aussagen von Wissenschaftlern zu Corona

    Das Vertrauen in Aussagen von Experten zu Corona bleibt in Deutschland auf einem hohen Niveau. Laut einer am Donnerstag in Berlin von der Initiative Wissenschaft im Dialog (WID) veröffentlichen Befragung, haben 73 Prozent Vertrauen in Angaben von Wissenschaftlern zu der neuartigen Erkrankung. Der Wert blieb demnach im Vergleich zum Frühjahr fast unverändert.

    Nach den Ergebnissen des sogenannten WID-Wissenschaftsbarometers wünschen sich 77 Prozent der Befragten, dass politische Entscheidungen im Umgang mit Corona auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Dieser Wert war etwas niedriger als bei einer Vorgängerbefragung vom April, aber höher als der einer weiteren Umfrage von Mai 2020.

    14.30 Uhr: Söder fordert bundesweiten Lockdown "so lange wie nötig"

    Angesichts der unaufhörlich steigenden Corona-Zahlen fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ab Weihnachten einen harten Lockdown mindestens bis zum 10. Januar. "Es braucht bundesweit Ausgangsbeschränkungen, nächtliche Ausgangssperren in Hotspots, Geschäftsschließungen, Betriebsferien und überall verlängerte Schulferien", sagte Söder am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Zum Zeitraum sagte der CSU-Chef: "Das muss bis 10. Januar gelten - aber so lange wie nötig.»"

    Söder unterstrich, nötig sei ein konsequenter Lockdown: "Wir müssen das öffentliche Leben runterfahren", sagte er. "Das heißt, auch alle Geschäfte zu, abgesehen von denen des alltäglichen Bedarfs wie Lebensmittel. Es ist notwendig, dass wir dann auch überall in Deutschland Ausgangsbeschränkungen und in Hotspots Ausgangssperren in den Nachtstunden haben. Es sollen für diese Zeit einfach alle zu Hause bleiben."

    An die Unternehmen appellierte Söder, in dieser Zeit - soweit möglich - Betriebsferien zu machen. Die Zeit zwischen Weihnachten und dem 10. Januar sei dafür gut geeignet. An Weihnachten selbst seien mehr Kontakte im Rahmen der Beschlüsse möglich. Er rief allerdings dazu auf, sich auf den engsten Familienkreis zu konzentrieren.

    14:15 Uhr EZB weitet Notkaufprogramm für Anleihen in der Corona-Krise aus

    Die Europäische Zentralbank stemmt sich mit weiteren Milliarden gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Das EZB-Notkaufprogramm für Staatsanleihen und Wertpapiere von Unternehmen wird um 500 Milliarden Euro auf 1,85 Billionen Euro ausgeweitet, wie die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

    Bei den Zinsen bleibt alles beim Alten: Der Leitzins im Euroraum liegt seit fast fünf Jahren auf dem Rekordtief von null Prozent. Geschäftsbanken müssen weiterhin 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken. Freibeträge für bestimmte Summen sollen die Institute bei den Kosten dafür entlasten.

    14:00 Uhr: Alkoholverbot in ganz München: Aus für "Glühwein To Go"

    Die Stadt München verbietet jetzt im gesamten Stadtgebiet und ganztägig den Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum. Trotz eindringlicher Appelle komme es in der ganzen Stadt weiter zu Menschentrauben vor Glühweinverkaufsstellen, erklärt Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle die Entscheidung: "Beim Glühweintrinken werden weder Abstände eingehalten noch Masken getragen." In dem Zusammenhang kritisiert Böhle auch, dass der Freistaat kein allgemeines Konsumverbot im öffentlichen Raum festgelegt habe und den Kommunen auftrage, einzelne Orte festzulegen: "Das führt in der Praxis zu Glühwein-Hopping zu noch erlaubten Trinkzonen." Dem könne man nur mit einem Komplettverbot begegnen.

    13:45 Uhr: Moderna startet Impfstoff-Erprobung an Jugendlichen

    Der US-Pharmakonzern Moderna hat mit der Erprobung seines Corona-Impfstoffes an Jugendlichen begonnen. Dem ersten Teilnehmer einer mittleren bis späten Studienphase sei der Impfstoff am Donnerstag verabreicht worden, teilt Moderna mit. Bei den Untersuchungen geht es um Jugendliche im Alter von zwölf bis einschließlich 17 Jahren. Das Unternehmen hat in den USA und in der EU einen Antrag auf Notfallzulassung seines Impfstoffs gestellt.

    13.26 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister will Schließung von Geschäften

    Berlin plant noch vor Weihnachten deutliche Einschränkungen für den Einzelhandel und Schulen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) im Berliner Abgeordnetenhaus an. "Wir werden den Einzelhandel herunterfahren müssen. Jenseits vom Lebensmitteleinzelhandel müssen alle andere Shoppingangebote geschlossen werden und zwar bis zum 10. Januar, es geht nicht anders", sagte Müller in der Plenarsitzung. Ob bereits ab dem 20. oder erst ab dem 23. Dezember, müsse man noch mit dem Nachbarland Brandenburg abgestimmt werden.

    Auch an den Schulen muss es Sicht des SPD-Politikers Konsequenzen geben: "Es gibt wahnsinnig viele Kontakte durch Schulgeschehen, durch den Unterricht. Und wir müssen Kontakte vermeiden", sagte Müller: "Aus diesem Grund komme ich zu dem Ergebnis, dass wir unsere Schulferien bis zum 10. Januar verlängern müssen beziehungsweise es auch eine Variante ist, die Ferien am 4. enden zu lassen, aber die Schülerinnen und Schüler dann in einer digitalen Form oder auf andere Weise zu unterrichten." Müller kündigte an, er wolle das am Dienstag dem Senat vorschlagen.

    13.17 Uhr: Sternsinger wollen trotz Corona von Tür zu Tür ziehen

    Mit Maske, Abstand und Desinfektionsmittel sollen die Sternsinger um den Jahreswechsel von Haus zu Haus ziehen. "Ich gehe davon aus, dass die Hygieneregeln so gelten und dass wir die Aktion so durchführen dürfen", erklärte der Präsident des Kindermissionswerks "Die Sternsinger", Dirk Bingener, in Aachen.

    Sollte es nach Weihnachten zu einem bundesweiten, harten Lockdown kommen, setze er auf vielfältige, kreative und verantwortungsvolle Ideen der Mädchen und Jungen vor Ort. So könnten sie zum Beispiel gesegnete Aufkleber mit der Abkürzung "C + M + B" in Tüten verpackt in Briefkästen werfen. Möglich seien zudem digitale Veranstaltungen, in denen auch gesungen werden dürfe.

    Der Präsident des Kindermissionwerks erwartet keinen Einbruch des Spendenergebnisses wegen der Krise. "Ich mache sehr stark die Erfahrung, dass in dieser schwierigen Zeit die Menschen doppelt großzügig sind." Vor einem Jahr haben die Sternsinger rund 52,4 Millionen Euro gesammelt.

    13.04 Uhr: Sozialverband warnt vor sozialer Isolation in Corona-Krise

    Der Sozialverband Deutschland (SoVD) warnt vor einer zunehmenden sozialen Spaltung. SoVD-Vizepräsidentin Ursula Engelen-Kefer sagte bei der Vorstellung eines Gutachtens über "Einsamkeit und soziale Isolation" in Berlin, die Corona-Pandemie verschärfe die Probleme. Bereits jeder Fünfte fühle sich nicht mehr zugehörig. Das berge sozialen Sprengstoff.

    Besuchsverbote und Ausgangsbeschränkungen verstärkten die Isolation insbesondere von Pflegebedürftigen, chronisch kranken und behinderten Menschen. Die Schließung von Schulen, Kitas oder der Wegfall von Begegnungsorten wie Schwimmbädern, Bibliotheken oder Vereinsheimen erhöhten das Einsamkeitsrisiko, heißt es in dem Gutachten.

    Danach geben vier bis neun Millionen Menschen in Deutschland an, sich häufig einsam zu fühlen, das sind vier bis zwölf Prozent der Bevölkerung. Ein besonders hohes Risiko haben ältere Menschen ab 75 Jahre. Der Sozialverband forderte die Politik auf, der Gefahr von zunehmender Einsamkeit und sozialer Isolation entgegenzuwirken. Zentral sei eine funktionierende öffentliche Infrastruktur. In der Corona-Krise müssten vor allem die sozial Schwachen unterstützt werden und die jungen Menschen besondere Aufmerksamkeit erhalten.

    12.46 Uhr: Falscher Alarm - Doch kein Corona-Fall bei Kreuzfahrt vor Singapur

    Der vermeintliche Corona-Fall auf einem Kreuzfahrtschiff vor Singapur hat sich als Fehlalarm erwiesen. Ein 83-jähriger Mann, der über Durchfall geklagt hatte, war zunächst auf dem Schiff positiv auf das Virus getestet worden. Daraufhin kehrte die "Quantum of the Seas" der Gesellschaft Royal Caribbean am Mittwoch mit fast 1.700 Passagieren an Bord vorzeitig in seinen Auslaufhafen Singapur zurück. Drei weitere Tests in einem Krankenhaus seien aber dann negativ ausgefallen, teilte das Gesundheitsministerium nun mit.

    12.41 Uhr: Stadt Hof gibt am Nachmittag weitere Maßnahmen bekannt

    Nachdem die Corona-Inzidenz in der Stadt Hof auf 410 gestiegen ist, wollen Stadt und Landkreis um 15.30 Uhr weitere Maßnahmen bekannt geben.

    In Stadt und Landkreis Hof sind nach Angaben des Landratsamts 124 weitere Personen Corona-positiv getestet worden. 46 davon kommen aus der Stadt Hof, 78 Fälle aus dem Landkreis. Weitere Todesfälle gab es nicht. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert für den Landkreis Hof liegt bei 273 (jeweils laut RKI).

    Da 16 Personen wieder aus der häuslichen Isolierung entlassen werden konnten, liegt die Zahl der aktuellen Coronafälle in Stadt und Landkreis Hof bei 634. 1.880 Personen gelten als genesen.

    12.18 Uhr: Lage auf Österreichs Intensivstationen stabilisiert

    Die angespannte Lage auf Österreichs Intensivstationen hat sich nach mehreren Wochen strenger Corona-Maßnahmen stabilisiert. Die im November drohende "absolute Katastrophe" einer kompletten Überlastung und Triage sei verhindert worden, Entlastung herrsche aber nicht, sagte der Verbandspräsident von Österreichs Intensivmedizinern, Klaus Markstaller, in Wien.

    Von den 800 bis 850 Intensivbetten, die in Österreich maximal für Patienten mit Covid-19 zur Verfügung stehen, waren am Donnerstag 585 belegt. "Die Zahlen auf den Intensivstationen nehmen langsam ab, allerdings sind jetzt hauptsächlich die schwersten Fälle dieser zweiten Welle auf der Intensivstation", sagte Markstaller.

    Die Infektionszahlen in Österreich sind nach einem Teil-Lockdown ab Anfang November und einem dreiwöchigen kompletten Lockdown gesunken. Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen lag bei 229, weniger als der Hälfte als zu Beginn des Lockdowns - aber noch deutlich mehr als etwa in Deutschland. "Es besteht jederzeit das Risiko, dass diese Zahlen wieder explodieren können", sagte Gesundheitsminister Anschober.

    12.06 Uhr: Alternative zu Corona-Warn-App in Sachsen vorgestellt

    Für Menschen ohne Smartphone haben sächsische Wissenschaftler und Firmen ein Corona-Warnsystem im Schlüsselanhängerformat entwickelt. Der sogenannte Corona-Warn-Buzzer werde als Alternative zur bisherigen Warn-App in den kommenden Wochen in einem Feldprojekt getestet, sagte die sächsische Sozialministerin Petra Köpping (SPD) bei der Präsentation des Gerätes in Augustusburg. Dazu sollen bis zu 3.000 Prototypen in dem sächsischen Ort verteilt werden.

    Das Angebot richte sich vor allem an Kinder sowie Seniorinnen und Senioren, aber auch an Menschen, die die Corona-Warn-App nicht nutzen wollten, hieß es. Für die Entwicklung des Buzzers hat Sachsen zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Nach der Pilotphase sollen die Geräte nicht mehr als 50 Euro kosten.

    12.02 Uhr: Bundesforschungsministerin mahnt bei Impfstoffzulassung Geduld an

    Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat bei der Zulassung eines Corona-Impfstoffs Geduld angemahnt. Ein Impfstoff müsse sicher und wirksam sein und den europäischen Anforderungen entsprechen, sagte Karliczek der "Rhein-Neckar-Zeitung": "Hektik oder gar Druck auf die Genehmigungsbehörden wären völlig verfehlt und auch kontraproduktiv." Um Vertrauen zu schaffen, gehe "größtmögliche Sicherheit" vor Schnelligkeit.

    Nun gelte es, das Genehmigungsverfahren der Europäischen Arzneimittelagentur EMA und der Europäischen Kommission abzuwarten, sagte Karliczek. Die EMA will Ende Dezember über den Biontech-Impfstoff und voraussichtlich Mitte Januar über den vonModerna entscheiden.

    Für Deutschland stehen laut Gesundheitsministerium 16 Millionen Impfdosen im ersten Quartal 2021 zur Verfügung. "Ich denke, dass wir damit nicht nur größere Teile der Risikogruppen, sondern auch Personengruppen impfen können, die für die Gesellschaft besonders wichtig sind", sagte Karliczek.

    11.54 Uhr: Innenminister schätzen "Querdenken"-Bewegung unterschiedlich ein

    Die Verfassungsschutzbehörden der Länder haben nach den Worten von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auch außerhalb von Baden-Württemberg "ein wachsames Auge" auf die "Querdenken"-Bewegung. Der CSU-Politiker und Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) betonten jedoch am Rande der Innenministerkonferenz (IMK) in Berlin, die Bewegung sei nicht überall so aufgestellt wie im Südwesten, wo sie vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

    "Die Bewegung der sogenannten Querdenker kommt von dort, hat dort ihre organisatorische Basis. und ihre Wortführer und Anführer haben dort ihren Sitz - das ist in Niedersachsen und in Thüringen und in anderen Bundesländern anders", sagte Pistorius. Herrmann erklärte, die Situation stelle sich in den Bundesländern unterschiedlich dar - auch die Frage, wie stark die Verbindungen zum Rechtsextremismus sind. In Bayern sei die Beteiligung von Rechtsextremisten bei Corona-Protesten zuletzt geringer gewesen, "andernorts war das wesentlich stärker".

    Pistorius betonte, die Entscheidung über eine Beobachtung liege letztlich bei den jeweiligen Verfassungsschutzbehörden. Die IMK werde dazu keinen Beschluss fassen.

    11.40 Uhr: Zahl der Infizierten im Schlachthof Landshut steigt auf 70

    Die Zahl der im Schlachthof Landshut mit Corona infizierten Beschäftigten hat sich von 43 auf 70 erhöht. Das bestätigte am Vormittag eine Sprecherin des Landratsamtes in Landshut auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Zunächst waren in dem Landshuter Schlachthof 43 mit Corona infizierte Mitarbeiter registriert. Bei einer vom Unternehmen im Rahmen des eigenen Hygienekonzeptes vorgenommen Reihentestung wurden jetzt 27 weitere COVID 19 Fälle bekannt.

    Jetzt versucht das Gesundheitsamt, die Kontaktpersonen zu ermitteln und unter Quarantäne zu stellen. Nach unbestätigten Medienberichten ist der Schlachtbetrieb wegen des Corona Ausbruchs eingeschränkt. In der Zerlegung soll die Arbeit komplett ruhen. Von dem Schachthof mit rund 400 Beschäftigten war bislang keine Stellungnahme zu erhalten.

    11.34 Uhr: Menschenrechtsgruppen wollen Schutz geistigen Eigentums für Impfstoffe aufweichen

    Menschenrechtsgruppen haben die Aussetzung einiger Regeln zum Schutz des geistigen Eigentums gefordert, um Menschen weltweit den Zugang zu Corona-Impfstoffen zu ermöglichen. Ein solcher Schritt würde die schnelle und erschwingliche Herstellung von Impfstoffen erleichtern, erklärten Amnesty International und Human Rights Watch (HRW) anlässlich einer Tagung des Rats für handelsbezogene geistige Eigentumsrechte (Trips) der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf.

    Am Mittwoch hatte die WTO nach eigenen Angaben eine von 900.000 Menschen unterzeichnete Online-Petition mit derselben Forderung erhalten. Eingereicht hatte die Petition die Aktivistengruppe Avaaz. "Patente sollten aufgehoben werden, technologisches Wissen sollte frei und offen geteilt werden und ein Profitieren von dieser Pandemie verboten werden", hieß es darin.

    11.15 Uhr: Weitere 50 Klagen gegen Österreich wegen Corona-Ausbruch in Ischgl

    Im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch im Tiroler Skiort Ischgl bereitet der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) rund 50 weitere Amtshaftungsklagen gegen die Republik Österreich vor. "Die ersten mündlichen Verhandlungen vor Gericht erwarten wir im April", sagte der Obmann des Vereins, Peter Kolba. Sammelklagen für Opfer ohne Rechtsschutzversicherung sollen im Frühjahr folgen. "Ich rechne mit einem Millionenschaden für die Republik", sagte Kolba.

    Insgesamt hätten sich beim VSV bisher über 6.000 Betroffene gemeldet, etwa 4.000 davon aus Deutschland, so Kolba, er rechne mit weiteren Klagen. Dass sich bisher kaum Österreicher an den Verein gewandt haben, führt Kolba darauf zurück, dass sich heimische Rechtsschutzversicherungen oftmals auf eine Pandemieklausel berufen und eine Finanzierung von Klagen ablehnen.

    11.09 Uhr: Polizei von Bund und Ländern soll Impfstoff bewachen

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) geht davon aus, dass sich die Polizeien von Bund und Ländern arbeitsteilig um die Bewachung des Corona-Impfstoffes kümmern werden. Die Bundespolizei werde den Transport des Impfstoffes bis zu den jeweiligen Zentrallagern in den Ländern bewachen. Für die sichere Verteilung des Impfstoffes innerhalb der Länder seien dann die Polizeibehörden der Länder verantwortlich, sagte Herrmann am Rande der Innenministerkonferenz (IMK) in Berlin. Eine Beteiligung der Bundeswehr, etwa durch die Nutzung von Kasernen zur Lagerung, schloss er nicht aus.

    Die Innenminister der Länder beraten bei der IMK unter anderem über ein Sicherheitskonzept zur Verteilung des Corona-Impfstoffes. Herrmann betonte, der Impfstoff müsse bewacht werden, damit Transporte nicht überfallen, Impfdosen nicht gestohlen und keine Anschläge von Impfgegnern verübt werden könnten.

    11.02 Uhr: Realschullehrerverband will flächendeckenden Fernunterricht

    Der Präsenzunterricht an den Schulen sollte nach Ansicht des Deutschen Realschullehrerverbandes in der aktuellen Corona-Lage deutschlandweit ausgesetzt werden. "Jetzt muss es sehr schnell, sehr klare Entscheidungen geben und die Schülerinnen und Schüler müssen unter diesen Umständen so flächendeckend wie möglich in den Distanzunterricht wechseln", sagte der Verbandsvorsitzende Jürgen Böhm laut einer Mitteilung.

    "Es rächt sich nun, dass man in den Ländern und Kultusbehörden in den vergangenen Wochen die klaren Inzidenz- und Infektionswerte ignoriert hat und den Präsenzunterricht unter allen Umständen durchdrücken wollte", fügte er hinzu. Wer wissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen ignoriere, mache sich mit schuldig an der Ausbreitung der Pandemie und damit an einer Verlängerung und Vertiefung der Krise, sagte Böhm.

    10.54 Uhr: DIW-Präsident Fratzscher für harten Lockdown - "Bessere Option"

    Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Marcel Fratzscher spricht sich angesichts des starken Infektionsgeschehens für strengere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Krise aus. "Ein vorübergehender harter Lockdown ist wohl unausweichlich und wäre die bessere Option sowohl für die Gesundheit der Menschen als auch für die Wirtschaft, denn beides geht Hand in Hand", sagte er bei einer Video-Pressekonferenz. "Andernfalls drohen wir in eine Dauerschleife der bisherigen vermeintlich milderen Einschränkungen zu kommen, die der Wirtschaft noch stärker schaden", sagte Fratzscher.

    Die Zahl der Infektionen sei zu hoch. Mit den bisherigen Einschränkungen sei es nicht gelungen, diese Dynamik zu brechen. "Wir müssen der Realität ins Auge blicken und uns eingestehen, dass wir auf dem bisherigen Weg nicht weiterkommen", sagte Fratzscher. "Die Politik hat zu zögerlich reagiert und läuft Gefahr, die Akzeptanz für ihre Strategie zu verlieren."

    10.38 Uhr: Fast 5.000 Neuinfektionen in Bayern

    Die Corona-Zahlen steigen auch in Bayern unaufhörlich weiter: Binnen eines Tages wurden nach Angaben von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) fast 5.000 Neuinfektionen gezählt, nämlich genau 4.983. Zudem habe es 105 Todesfälle gegeben, sagte Herrmann bei einer Regierungsbefragung im Landtag.

    Herrmann warnte eindringlich vor einer drohenden Überlastung des Gesundheitssystems. "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir an die Grenzen der Belastbarkeit kommen, steigt", sagte er und rief deshalb zur weiteren Reduzierung von Kontakten auf. "Dieses Virus folgt weder dem Kirchenjahr noch unseren persönlichen Plänen", mahnte Herrmann.

    Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte: "Aktuell spitzt sich die Lage in den Krankenhäusern zu, das muss man so deutlich sagen." In einigen Regionen kämen die Intensivstationen bereits an ihre Belastungsgrenze. Rund 3.300 Corona-Patienten werden nach Angaben Humls derzeit auf Normal- und Allgemeinstationen behandelt, 663 in Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit. Vor zwei Monaten wurden nach Humls Worten 55 Corona-Patienten in Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit behandelt.

    10.16 Uhr: RKI-Präsident Wieler nennt Fallzahlen "besorgniserregend" - gegen Lockerungen an Weihnachten

    Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hält den zuletzt registrierten Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen für "besorgniserregend". "Die Lage ist nach wie vor sehr ernst", sagte Wieler in Berlin, sie habe sich seit der vergangenen Woche verschlechtert. "Das Infektionsgeschehen kann schnell wieder kippen", warnte Wieler, es könne schnell wieder zu einem exponentiellen Wachstum der Neuinfektionen in Deutschland kommen.

    Wieler forderte eine drastische Reduzierung der Kontakte der Menschen in Deutschland und zusätzliche staatliche Einschränkungen. Wenn die Bürger nicht freiwillig ihre Kontakte um insgesamt 60 Prozent senkten, müsse man sich eben andere Maßnahmen überlegen, sagte er. "Dann sehe ich keine anderen Möglichkeiten." Wieler appellierte an die Bundesländer, auf die den Bürgern zu Weihnachten versprochenen Lockerungen zu verzichten. Es sei die wichtigste Maßnahme, "dass man verhindert, dass die Lockerungen an Weihnachten kommen", sagte Wieler.

    Wieler geht davon aus, dass bislang weniger als zehn Prozent der Deutschen bereits mit dem Coronavirus infiziert waren. Positiv getestet seien in etwa 1,5 Prozent, aber es gebe natürlich eine Dunkelziffer, weil nicht alle getestet worden seien.

    10.02 Uhr: Ethiker - Impfung darf zunächst keine Privilegien verschaffen

    Der Münchner Medizinethiker Georg Marckmann warnt davor, die Teilnahme am öffentlichen Leben in den kommenden Monaten vom Impfstatus abhängig zu machen. "Solange sich nicht jeder impfen lassen kann, müssen die gleichen Vorschriften für alle gelten", sagte der Präsident der Akademie für Ethik in der Medizin der "Welt".

    Erst wenn alle Zugang zu einer Impfung hätten, sei es legitim, etwa die Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung von einer Impfung abhängig zu machen, erläuterte Marckmann. Menschen, die sich partout nicht impfen lassen wollten, müssten dann eben mit den Folgen leben. Das gelte allerdings nicht für lebenswichtige Bereiche.

    09.43 Uhr: Tokio meldet erstmals mehr als 600 Neuinfektionen an einem Tag

    Auch die japanische Hauptstadt Tokio gehört zu den Weltregionen, in denen die täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus Höchststände erreichen. Erstmals wurde in der Metropolregion die Marke von 600 überschritten, in 24 Stunden wurden 602 neue Fälle registriert. In Japan insgesamt waren es 2.810. Seit Beginn der Pandemie gab es in Japan 168.573 Coronavirus-Fälle. 2.465 Menschen starben mit dem Virus.

    Die Fallzahlen in Tokio beginnen, die Krankenhäuser massiv zu belasten, erklärten Gesundheitsbeamte. Die Behandlung von Patienten mit anderen Krankheiten sei für viele Hospitäler schwierig geworden.Die Gouverneurin der Präfektur Tokio, Yuriko Koike, rief dazu auf, auf nicht unbedingt notwendige soziale Kontakte zu verzichten. Das gelte vor allem für ältere Menschen und ihre Familien.

    09.29 Uhr: Niedersachsen nimmt geplante Corona-Lockerungen zurück

    Niedersachsen nimmt die ins Auge gefassten Corona-Lockerungen über Weihnachten und den Jahreswechsel zurück. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) im Landtag in Hannover an. Die geltenden Kontaktbeschränkungen auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten sollen lediglich vom 24. bis zum 26. Dezember auf 10 Verwandte zuzüglich von Kindern unter 14 Jahren ausgeweitet werden. Eltern können ihre Kinder bereits in der kommenden Woche vom Präsenzunterricht befreien lassen, damit weniger Kinder in den Klassen sitzen.

    09.24 Uhr: Stiko-Expertin - Auch Weihnachten 2021 wird nicht "wie früher"

    Ungeachtet des erhofften baldigen Beginns der Impfungen gegen das Coronavirus erwarten Experten keine schnelle Rückkehr zur Normalität. Die Lage im Sommer 2021 dürfte sich zwar wieder etwas entspannen, sagte die Wissenschaftlerin Eva Hummers, die Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko) ist, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland, "aber was im nächsten Winter passiert, bleibt abzuwarten".

    Dies hänge auch davon ab, wie viele Menschen bis dahin wirklich geimpft seien, sagte Hummers weiter. "Zu denken, dass nächstes Jahr Weihnachten alles wieder wie früher ist, halte ich für zu optimistisch", dämpfte die Medizinerin die Erwartungen. Auf jeden Fall wäre es zu riskant, die Hygiene- und Abstandsregeln nach den ersten Impfungen im Jahr 2021 aufzugeben.

    Es sei noch unklar, ob die kurz vor der Zulassung stehenden Impfstoffe auch davor schützen, das Virus an andere Menschen weiterzugeben. "Es muss offen darüber gesprochen werden, dass wir das über die Impfstoffe noch nicht wissen", betonte Hummers. Bislang sei nur bekannt, dass die Impfungen "vor symptomatischen Erkrankungen schützen".

    08.44 Uhr: Umfrage - 43 Prozent wollen sich impfen lassen

    43 Prozent der Bürger in Deutschland wollen sich laut einer Forsa-Umfrage gegen Covid-19 impfen lassen. 50 Prozent der Befragten wollen erst einmal abwarten, wie die Erhebung im Auftrag von RTL und ntv ergab. Sieben Prozent lehnen eine Impfung generell ab. Mit 70 Prozent sprach sich eine große Mehrheit gegen eine Impfpflicht aus.

    09.07 Uhr: Nächtliche Ausgangssperre an bayerischen Hotspots weitgehend eingehalten

    Die Ausgangssperren in Bayerns Corona-Hotspots sind offenbar in der ersten Nacht weitgehend eingehalten worden. Die Polizei meldete zunächst kaum Vorkommnisse. In Augsburg war ein junger Mann auf einen Baukran gestiegen. In Oberfranken seien bislang keine relevanten Einsätze aus der Nacht bekannt, sagte ein Polizeisprecher. Das Wetter sei bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wenig einladend gewesen, um vor die Tür zu gehen. Auch bei den Polizeipräsidien München und Mittelfranken waren zunächst keine Vorfälle bekannt.

    In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen der Wert von 200 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage übreschritten wird, gilt seit Mittwoch eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. Menschen dürfen ihre Wohnungen dann nur noch aus einigen wenigen triftigen Gründen verlassen - aber etwa nicht mehr für Spaziergänge oder den Besuch eines anderen Hausstandes. Über dem 200er-Wert lagen bayernweit zuletzt gut zwei Dutzend Kreise und kreisfreie Städte.

    09.01 Uhr: Pandemie belastet Tourismus in Deutschland auch im Oktober massiv

    Die Corona-Krise hat sich auch im Oktober auf den Tourismus im Inland ausgewirkt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, gab es im Oktober 2020 nach vorläufigen Ergebnissen 33,4 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Das waren 26,7 Prozent weniger als im Oktober des Vorjahres.

    Bei den Gästen aus dem Ausland registrierten die heimischen Beherbergungsbetriebe demnach 2,2 Millionen Übernachtungen. Dies entspricht einem Rückgang von 71 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit 31,2 Millionen Übernachtungen war die Entwicklung bei den inländischen Gästen weniger rückläufig, dennoch sanken die Übernachtungszahlen um 17,6 Prozent zum Oktober 2019.

    Von Januar bis Oktober 2020 verbuchten die Beherbergungsbetriebe den Angaben zufolge insgesamt 286,7 Millionen Übernachtungen. Dies entspricht einem Minus von 33,7 zum Vorjahreszeitraum. Der Rückgang bei den Gästen aus dem Ausland betrug dabei 60,6 Prozent.

    08.32 Uhr: Forscher sehen kaum Einkommensverluste für Deutsche durch Corona

    Im Durchschnitt erleidet die deutsche Bevölkerung durch Corona Forschern zufolge nur minimale Einkommensverluste. Der allergrößte Teil wird einer Studie des Münchner Ifo-Instituts und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg zufolge durch den Sozialstaat abgefangen. Berücksichtige man diverse zusätzliche Leistungen und alle Haushalte, schrumpfe das verfügbare Einkommen über alle Einkommensklassen nur um 0,1 Prozent.

    Dabei ist das Bruttoerwerbseinkommen der Studie zufolge wohl eigentlich um rund 3 Prozent gesunken. "Aber die Kombination aus Kurzarbeitergeld sowie niedrigeren Steuern und Abgaben verringerte den Rückgang im Durchschnitt auf 1,1 Prozent", sagt Andreas Peichl vom Ifo: "Die Kurzarbeit funktioniert wie geplant, wie ein Stoßdämpfer am Auto."

    "Ein großer Teil der krisenbedingten Einkommensverluste wird über die Arbeitslosenversicherung ausgeglichen", sagt Kerstin Bruckmeier vom IAB. Dämpfend wirkten zudem der Kinderbonus, die Erhöhung des Einkommsensteuerfreibetrags für Alleinerziehende, der Notfall-Kindergeldzuschlag und ein erleichterter Zugang zu Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende.

    08.25 Uhr: Studie - US-Milliardäre werden in Corona-Krise um gut eine Billion reicher

    Die Milliardäre in den USA haben ihr Vermögen laut einer Studie seit Beginn der Corona-Pandemie um mehr als eine Billion Dollar (826,7 Milliarden Euro) gesteigert. Während das Gesamtvermögen der US-Milliardäre am 18. März noch bei rund 2,95 Billionen Dollar gelegen habe, sei es nun auf mehr als vier Billionen Dollar angewachsen, heißt es in einer Studie des Institute for Policy Studies (IPS) und der Organisation Americans for Tax Fairness (ATF).

    "Niemals zuvor hat Amerika eine derartige Häufung von Reichtum in so wenigen Händen gesehen", erklärte ATF-Chef Frank Clemente: "Ihre Pandemie-Profite sind so enorm, dass Amerikas Milliardäre ein riesiges Covid-Hilfspaket bezahlen könnten, ohne einen Cent ihres vorherigen Vermögens zu verlieren."

    Bereits im Oktober hatte eine Untersuchung der Großbank UBS und der Beratungsgesellschaft PwC ergeben, dass die Corona-Pandemie die reichsten Menschen der Welt noch reicher gemacht hat. Demnach stieg das Gesamtvermögen der rund 2.200 Dollar-Milliardäre weltweit auf einen Rekordwert von 10,2 Billionen Dollar.

    Auch aus der UNO kamen zuletzt Rufe, Milliardäre stärker in die Verantwortung zu nehmen. Der Chef des Welternährungsprogramms (WFP), David Beasley, sagte der Wochenzeitung "Die Zeit", er wolle Milliardäre um Geld bitten, um Hungersnöte zu verhindern.

    08.17 Uhr: Patientenschützer fordern Corona-Register für Pflegeheime

    Angesichts steigender Infektionszahlen in Pflege- und Altenheimen fordern Patientenschützer ein bundesweites Corona-Register für die Einrichtungen. Wie das Divi-Intensivregister für Krankenhäuser müsse ein Corona-Pflege-Radar tagesaktuell das Infektionsgeschehen in jedem der 12.0000 Pflegeheime anzeigen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    Darin erfasst werden sollten die Zahl der Infizierten, der Genesenen, der Verstorbenen und der Heimbewohner, die aufgrund einer Corona-Infektion in eine Klinik verlegt werden mussten. Zudem müsse auch das jeweils zur Verfügung stehende Personal an ein solches Register gemeldet werden, sagte Brysch: "Nur so wird auch offenbar, wo sofort praktische Unterstützung von außen notwendig ist." Sobald sich eine Ketteninfektion abzeichne, könnten lokale Taskforces gezielt zum Einsatz kommen. In Kombination mit Hygieneregeln und häufigen Tests würde ein Corona-Pflege-Radar den Schutz Pflegebedürftiger deutlich erhöhen, betonte er.

    07.20 Uhr: Corona-Krise brockt TUI Milliarden-Verlust ein

    Die abgestürzten Buchungen in der Corona-Krise haben den weltgrößten Reisekonzern TUI im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gedrückt. Am Ende stand ein Verlust von mehr als 3,1 Milliarden Euro, nachdem 2018/2019 noch etwa 416 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet werden konnten. Der Umsatz des mit staatlichen Hilfen gestützten Unternehmens brach von 18,9 Milliarden auf zuletzt noch 7,9 Milliarden Euro ein, wie TUI bei der Vorlage seiner Geschäftszahlen mitteilte.

    Beim Blick nach vorn gab sich das Management optimistischer: Es gebe "Licht am Ende des Tunnels, und die Perspektiven für den Tourismus und für TUI sind gut". Nach einem "Übergangsjahr" 2021 rechnen die Hannoveraner damit, dass 2022 das Niveau aus der Zeit vor der Pandemie wieder erreicht werden kann. Vorstandschef Fritz Joussen erklärte: "Die Aussicht auf Impfungen ab dem Jahresbeginn lässt die Nachfrage nach Sommerurlaub 2021 deutlich steigen." Eine genauere Prognose für das neue Geschäftsjahr traut er sich aber noch nicht zu.

    07.12 Uhr: Britische Arzneimittelbehörde warnt bei Personen mit Anaphylaxie-Risiko vor Pfizer/BioNTech-Impfstoff

    Die britische Arzneimittelaufsicht MHRA konkretisiert ihre Warnung vor dem Pfizer/BioNTech-Impfstoff für Personen mit einer erheblichen allergischen Vorgeschichte. "Personen mit einer Vorgeschichte eines anaphylaktischen Schocks bei Impfungen, Arznei- oder Lebensmitteln sollten den Pfizer/BioNTech-Impfstoff nicht erhalten. Die zweite Dosis sollte niemandem verabreicht werden, bei dem nach Verabreichung der ersten Dosis dieses Impfstoffs eine Anaphylaxie aufgetreten ist", sagte June Raine, Geschäftsführerin der MHRA. Die Warnung erfolgte am Mittwoch, nachdem zwei Fällen von schweren allergischen Reaktionen bei den ersten Corona-Impfungen in Großbritannien aufgetreten waren.

    07.07 Uhr: Krankenhausgesellschaft fordert harten Lockdown

    Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, sieht angesichts der vielen Corona-Toten "dringenden Handlungsbedarf" und fordert einen harten Lockdown. "Die große Chance eines harten Lockdowns über drei Wochen ist es, dass die Infizierten nicht mehr mit Gesunden in Kontakt treten. Dann hat das Virus keine Chance, sich zu verbreiten", sagte Gaß der "Passauer Neuen Presse". Die Infektionsketten könnten dann wieder konsequent nachverfolgt werden.

    Die Zahl der Corona-Todesfälle bezeichnete Gaß als "besorgniserregend hoch". "Es sterben mehr Menschen als normal und wir erleben eine Übersterblichkeit." Die für Weihnachten geplanten Lockerungen hält er für sehr riskant. "Weihnachten sollte nur im engsten Familienkreis gefeiert werden. Für das Frühjahr kann man dann ein schönes Familienfest planen und einiges von dem nachholen, auf das jetzt verzichtet werden muss."

    Gaß betonte, derzeit gebe es bei der Gesundheitsversorgung keinen flächendeckenden Notstand. "Die Versorgung ist gesichert", sagte er. "Menschen müssen keine Sorge haben, dass sie nicht in einer Klinik aufgenommen würden, wenn sie schwer erkrankten", betonte der DKG-Chef. Deutschlandweit gebe es noch etwa 5.000 freie Intensivbetten. Deutlich über 20.000 sind belegt.

    06.39 Uhr: Werbung für Corona-Warn-App kostete bislang über zehn Millionen Euro

    Die Werbekosten für die Corona-Warn-App überschreiten die Schwelle von zehn Millionen Euro. Das berichtet "Bild" unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP. Demnach wurden bislang knapp vier Millionen Euro in digitale Bewerbung der App sowie zwei Millionen Euro in gedruckte Anzeigen sowie eine Million Euro in Fernsehwerbung investiert. 2,5 Millionen Euro kostete bislang die Außenwerbung und knapp eine Million Euro ging an "Influencer", die die App auf Instagram, YouTube und TikTok beworben haben.

    06.26 Uhr: 44 Prozent der Deutschen verspüren psychische Belastung durch Pandemie

    Rund 44 Prozent der Deutschen gaben in einer Umfrage an, die Corona-Pandemie habe negative Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit. Das ist der geringste Anteil unter den 15 Ländern und Hongkong, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov dazu untersucht hat. In Großbritannien sehen 65 Prozent negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit durch Corona - das war der höchste Anteil. Unter Einwohnern in Hongkong machten 63 Prozent diese Angabe, in Italien 62 Prozent. Die USA lagen mit 56 Prozent auf Platz 9 dieser Liste.

    YouGov hatte mehr als 21.000 Menschen in 15 Ländern und Hongkong interviewt. Die Ergebnisse seien repräsentativ für die jeweilige Bevölkerung ab 18 Jahren, hieß es. Allerdings machte das Institut keine Angaben dazu, wie lange die Menschen jeweils einen Lockdown erlebt hatten, wie umfassend dieser war oder wie viele Menschen in dem Land gestorben waren.

    Umgekehrt sagten die Deutschen am häufigsten (45 Prozent) von allen Befragten, dass das Virus gar keine Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit habe. Befragte aus den Vereinigten Arabischen Emiraten machen diese Angabe am seltensten (23 Prozent), es folgen Indonesier und Chinesen mit jeweils 26 Prozent. Vier Prozent der Deutschen sagten, Corona habe sich sogar positiv auf ihre psychische Gesundheit ausgewirkt.

    06.16 Uhr: Mehr als 3.000 Tote in den USA an einem Tag

    Die Zahl der täglichen Corona-Toten hat in den USA einen neuen Höchststand von mehr als 3.000 erreicht. Am Mittwoch seien bis zum Abend 3.071 weitere Todesopfer der Pandemie registriert worden, teilte die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mit. Zudem wurden mehr als 220.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages registriert. Allein in Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten der 50 US-Bundesstaaten, waren es laut Covid Tracking Project mehr als 30.000 Neuansteckungen binnen eines Tages.

    Auch die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern erreichte einen neuen Höchststand: Am Mittwoch waren es mehr als 106.000. Mit dem Anstieg der Fälle war gerechnet worden, nachdem vor zwei Wochen Millionen Menschen die Appelle ignoriert hatten, zu Thanksgiving auf Reisen und Familienbesuche zu verzichten.

    Die USA sind das zahlenmäßig am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit. Seit Beginn der Pandemie wurden in den Vereinigten Staaten mehr als 15 Millionen Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, mehr als 289.000 Infizierte starben.

    05.28 Uhr: Mehr als 20.000 Corona-Todesfälle in Deutschland

    Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Corona-Pandemie an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, ist laut Meldung des Robert-Koch-Institutes auf 20.376 gestiegen. In den letzten 24 Stunden starben 440 Personen. Am Mittwoch hatte das RKI einen Tages-Höchstwert von 590 Corona-Toten gemeldet.

    Laut RKI werden als Corona-Todesfälle diejenigen gezählt, bei denen die Infektion mit dem Virus ursächlich für den Tod war oder durch Vorerkrankungen wahrscheinlich ist, dass der Tod im direkten Zusammenhang mit Covid-19 steht. Deswegen ist von Menschen die Rede, die "an oder mit" dem Virus gestorben sind

    05.27 Uhr: 23.679 Neuinfektionen - neuer Höchstwert

    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Deutschland einen Höchststand erreicht. Die Neuinfektionen laut Robert-Koch-Institut: 23.679 neue gemeldete Coronafälle im Vergleich zum Vortag. Das sind 1.633 mehr Neuinfektionen, als am Donnerstag vergangener Woche hinzugekommen waren, da waren es 22.046. Der bisherige Höchstwert lag bei 23.648 gemeldeten Fällen am 20. November.

    Insgesamt registrierte das RKI seit Beginn der Pandemie 1.242.203 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Nach Schätzungen sind rund 922.100 Menschen inzwischen genesen. Damit gibt es derzeit rechnerisch rund 300.000 aktive Corona-Fälle.

    Die 7-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche - gab das RKI mit rund 150 an. Zu Beginn des Teil-Lockdowns Anfang November hatte sie um die 120 gelegen. Unter den Bundesländern hatte Sachsen laut RKI-Angaben mit rund 300 mit Abstand den höchsten Wert.

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 0,99 (Vortag: 1,02). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

    04.20 Uhr: Bundesinnenminister Seehofer nach möglichem Corona-Kontakt in Quarantäne

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich nach Angaben seines Sprechers wegen eines möglichen Kontakts zu einer positiv auf das neuartige Coronavirus getesteten Ministeriumsmitarbeiterin vorsorglich in Quarantäne begeben. "Hinweise auf eine Infektion des Ministers liegen derzeit nicht vor", schrieb BMI-Sprecher Steve Alter auf Twitter. Auf der noch bis Freitag stattfindenden Innenministerkonferenz (IMK) werde Seehofer von Staatssekretär Hans-Georg Engelke vertreten.

    Die Innenminister von Bund und Ländern beraten seit Mittwochabend auf ihrer Herbsttagung unter anderem über den Umgang mit der umstrittenen Querdenker-Bewegung.

    02.36 Uhr: Impfstoff-Daten von BioNTech bei Hackerangriff auf EMA abgegriffen

    Bei einem Hackerangriff auf die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) ist nach Angaben von BioNTech und Pfizer auf Dokumente zum Coronavirus-Impfstoff der Pharmakonzerne zugegriffen worden. Betroffen seien "einige Dokumente im Zusammenhang mit der Einreichung von Zulassungen für den Covid-19-Impfstoffkandidaten von Pfizer und BioNTech, BNT162b2", teilte BioNTech mit. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Patientendaten betroffen seien.

    Der Vorfall werde nach Angaben der EMA keine Auswirkung auf die Prüfungsfristen für den Impfstoff haben. Pfizer bestätigte die Angaben. Die EMA hatte den Hackerangriff zuvor bekanntgegeben, ohne zunächst Einzelheiten zu nennen. Sie ist für die Beurteilung und Überwachung von Arzneimitteln zuständig.

    Mittwoch, 9. Dezember 2020

    21.55 Uhr: Spahn geht davon aus, dass im Herbst 2021 genug Impfstoff für gesamte Bevölkerung vorhanden ist

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass spätestens im Herbst 2021 ausreichend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung vorhanden ist. Deutschland habe sich 300 Millionen Impfstoffdosen bei verschiedenen Herstellern gesichert. "Die werden jetzt Zug um Zug ausgeliefert und verimpft werden", sagte Spahn im Mittwochabend in der ARD-Talkshow "Maischberger". "Wenn all die Zulassungen kommen über den Zeitraum, in dem wir es erwarten, dann können wir spätestens im dritten Quartal jedem in Deutschland, der geimpft werden will, ein Impfangebot machen."

    Spahn rechnet damit, dass in Deutschland spätestens im Januar der Impfstoff gegen Corona verabreicht werden kann. Großbritannien hat bereits am Dienstag mit Corona-Impfungen auf Grundlage einer Notfallzulassung für den Impfstoff des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer begonnen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema will bis Ende des Monats eine Entscheidung für diesen Impfstoff fällen.

    21.22 Uhr: Corona-Notstand in Tschechien bis kurz vor Weihnachten

    In Tschechien hat das Parlament einer Verlängerung des Corona-Notstands bis einschließlich 23. Dezember zugestimmt. Dafür waren am Mittwochabend in Prag 53 Abgeordnete. Dagegen votierten 36. Mit dem Vorschlag, den Ausnahmezustand gleich um 30 Tage bis zum 11. Januar zu verlängern, konnte sich die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Andrej Babis nicht durchsetzen. Der Notstand ermöglicht es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen. Derzeit dürfen sich in Innenräumen bis zu zehn Personen treffen. Es gilt eine weitgehende Maskenpflicht.

    Allerdings mehrt sich Widerstand: Manche Kneipenwirte drohen offen damit, die aktuelle Sperrstunde um 20.00 Uhr zu missachten. Die Opposition kritisiert einen Teil der Maßnahmen als "absolut unsinnig". Nach jüngsten Lockerungen steigen die Fallzahlen in Tschechien wieder. Am Mittwoch meldeten die Behörden 5848 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden - so viele wie seit zwei Wochen nicht mehr. Insgesamt gab es bereits knapp 557.000 Infektionen und mehr als 9100 Todesfälle. Tschechien hat 10,7 Millionen Einwohner.

    20.49 Uhr: Harter Lockdown in Schleswig-Holstein spätestens ab Weihnachten

    Angesichts steigender Infektionszahlen will Schleswig-Holsteins Landesregierung ihren Kurs deutlich verschärfen. Es sei notwendig, "dass wir spätestens ab Weihnachten in einen harten Lockdown gehen – um die Zeit über den Jahreswechsel zu nutzen, diese gefährliche Entwicklung in Deutschland zu stoppen", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) Mittwochabend in Kiel. Die Zahlen seien auch im Norden weiter gestiegen "und das bedeutet leider, dass unsere strengen Maßnahmen derzeit nicht ausreichend Wirkung zeigen".

    Zuvor hatte sich der Regierungschef im Landtag noch für einen harten Lockdown nach Weihnachten ausgesprochen. Bereits verständigt hat sich die Jamaika-Koalition darauf, den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit zu untersagen.

    In Schleswig-Holstein wurden nach Angaben der Landesregierung zuletzt innerhalb eines Tages 314 neue Corona-Fälle gemeldet. Die höchste Zahl war am 4. Dezember mit 318 Neuinfektionen bekanntgegeben worden. Seit Sonntag gilt das Land als Risikogebiet, weil die 7-Tage-Inzidenz, also der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, in den vergangenen sieben Tagen auf über 50 gestiegen war. Die regionalen Unterschiede sind aber groß.

    19.56 Uhr: Israel beginnt mit Corona-Impfkampagne am 27. Dezember

    Israel wird nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am 27. Dezember mit seiner Corona-Impfkampagne beginnen. Der 71-Jährige kündigte am Mittwochabend in Tel Aviv an, sich dann als erster impfen zu lassen. Zugleich appellierte Netanjahu an seine neun Millionen Landsleute, dem Beispiel zu folgen. "Ich bitte alle Bürger, sich impfen zu lassen." Pro Tag könnten 60 000 Impfdosen verabreicht werden. Wer geimpft ist, soll einen "grünen Pass" erhalten. "Das wird uns schnell zurück zur Normalität führen", sagte Netanjahu.

    Zuvor war am Morgen eine erste Ladung mit Impfstoffen des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer in Israel eingetroffen. Netanjahu nahm die Lieferung auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv persönlich in Empfang. Insgesamt hat Israel nach Medienberichten mit Biontech/Pfizer die Lieferung von acht Millionen Impfdosen vereinbart. Mit dem US-Unternehmen Moderna gibt es zudem eine Vereinbarung über sechs Millionen Impfdosen.

    In Israel hatten die Infektionszahlen nach einem vergleichsweise milden Pandemie-Beginn im Sommer massiv zugenommen. Als Grund gelten unter anderem verfrühte Lockerungen. Mitte September verhängte die Regierung einen zweiten Lockdown.

    19.45 Uhr: Slowakei beschließt stufenweisen Lockdown trotz Massentests

    Die Slowakei hat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einen stufenweisen Lockdown beschlossen. Ministerpräsident Igor Matovic stellte am Mittwochabend einen Plan vor, der für das 5,5-Millionen-Einwohner-Land je nach Branche unterschiedliche Termine für den Beginn von Einschränkungen vorsieht. Dazu gehört, dass drei Tage vor Weihnachten für mindestens drei Wochen die meisten Geschäfte geschlossen werden. Ausnahmen gibt es für den Verkauf von Lebensmitteln und anderen Produkten, die Grundbedürfnisse abdecken.

    Bereits von diesem Freitag an müssen in dem EU-Land Restaurants und Cafés ihre Terrassen im Freien zusätzlich zu den bisher schon geschlossenen Innenräumen zusperren. Erlaubt bleibt der Verkauf von Speisen und Getränken zum Mitnehmen. Vom 14. Dezember an dürfen Hotels und Skilifte nur noch Gäste aufnehmen, die einen aktuellen Corona-Test vorlegen können. Nach Weihnachten darf in Firmen mit mehr als 500 Beschäftigten niemand mehr ohne negativen Corona-Test arbeiten.

    Die Maßnahmen sind umstritten, weil die Slowakei fast die gesamte Bevölkerung Corona-Schnelltests unterzogen hatte. Diese Massentests hatte Matovic als Alternative zu einem Lockdown angepriesen.

    19.30 Uhr: Keine Zuschauer beim Skisprung-Weltcup in Willingen

    Der Skisprung-Weltcup in Willingen vom 29. bis 31. Januar 2021 wird ohne Zuschauer ausgetragen. Aufgrund der derzeitigen Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie sei auch kein kleines Publikum möglich, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Er sei "sehr enttäuscht", dass keine Fans an der Mühlenkopfschanze sein können, "aber die Gesundheit für alle hat Vorrang in diesen für alle schweren Zeiten", sagte Ski-Club-Präsident und Weltcup-Organisationschef Jürgen Hensel. Zuvor war der für Heiligabend geplante Gottesdienst auf der Skisprungschanze in Willingen wegen der Pandemie-Lage abgesagt worden.

    19.04 Uhr: 95-Jährige will nach Impfung endlich Ur-Ur-Enkel umarmen

    Ethel Jean Murdoch (95) freut sich nach ihrer Corona-Impfung darauf, endlich ihren Ur-Ur-Enkel James zu umarmen. Sie habe den Jungen, der am 30. August geboren wurde, wegen der Corona-Pandemie noch gar nicht richtig begrüßen können, sagte Murdoch am Mittwoch in Liverpool. Es sei eine schwierige Zeit gewesen. Bei der Impfung zeigte sich die ältere Dame, Fan von Erstligist FC Everton, gelöst und lachte in die Kameras.

    Wirklicher Schutz durch das Mittel, das vom Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und dessen US-Partner Pfizer entwickelt wurde, besteht nach Herstellerangaben aber erst nach einer zweiten Impfung rund drei Wochen nach der ersten.

    Großbritannien hatte am Dienstag mit einer Massenimpfung begonnen. Zunächst erhalten Menschen über 80, Mitarbeiter und Bewohner von Pflegeheimen sowie besonders gefährdetes medizinisches Personal eine Spritze. Als erste war Margaret "Maggie" Keenan geimpft worden. Die 90-Jährige verließ am Mittwoch das Krankenhaus in Coventry, in Begleitung von Tochter Sue und Enkel Conor.

    17.25 Uhr: EMA-Chefin äußerst sich positiv zu Biontech-Impfstoff

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA blickt sehr positiv auf eine mögliche Zulassung des Corona-Impfstoffes der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer. "Wir sind immer überzeugter von den Testergebnissen, die uns vorliegen", sagte die EMA-Direktorin Emer Cooke in einem Interview mit dem niederländischen TV-Nachrichtenmagazin Nieuwsuur. Ende Dezember werde darüber eine Entscheidung fallen. Der Impfstoff zeige eine hohe Wirksamkeit von fast 95 Prozent bei 30.000 Testpersonen und habe kaum Nebenwirkungen.

    Am 29. Dezember ist ein Treffen der EMA mit allen Arzneimittelbehörden der 27 EU-Mitgliedsstaaten angesetzt. Dann solle die Entscheidung über die Zulassung des ersten Corona-Impfstoffes in der EU fallen, sagte die Direktorin. Bis dahin würden die Experten Tag und Nacht die Testergebnisse prüfen. Es würden "keinerlei Zugeständnisse" bei der Sicherheit gemacht, betonte die Direktorin. Die EMA beurteilt unter anderem auch den Impfstoff des Pharmakonzerns Moderna. Dazu wird eine Entscheidung über die Zulassung für den 12. Januar erwartet.

    17.15 Uhr: Kanada lässt Corona-Impfstoff von Pfizer und Biontech zu

    Kanada lässt den von Pfizer und Biontech entwickelten Corona-Impfstoff auf den Markt. Mit der Behördenentscheidung wird das Land nach Großbritannien die Nummer zwei weltweit, die den Wirkstoff im Kampf gegen die Pandemie genehmigt hat. In diesem Monat soll Kanada bis zu 249.000 Impfdosen erhalten und bis März vier Millionen. Die Regierung hat einen Kaufvertrag von 20 Millionen Dosen abgeschlossen und die Option, 56 Millionen weitere zu erhalten. Für den vollen Impfschutz benötigt ein Patient zwei Dosen.

    Die Aufsichtsbehörde Health Canada veröffentlichte auf ihrer Webseite, sie habe das Mittel des US-Herstellers Pfizer und des deutschen Partners Biontech nach einer gründlichen und unabhängigen Prüfung zugelassen. Der Impfstoff erfülle die strengen Standards bei Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität.

    16.20 Uhr: Luxemburg verlängert Corona-Maßnahmen bis 15. Januar

    In Luxemburg wird es über Weihnachten keine Lockerungen geben. Die derzeit geltende Beschränkung, dass nur maximal zwei Personen aus einem anderen Haushalt zu Besuch kommen dürfen, bleibe bis zum 15. Januar bestehen, kündigte Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel an. Es sei keine Zeit für Lockerungen. Die Zahl der Neuinfektionen seien weiterhin zu hoch.

    Auch die anderen, seit knapp zwei Wochen geltenden verschärften Corona-Maßnahmen sollten bis Mitte Januar verlängert werden. Dazu gehöre die Schließung von Restaurants, Kneipen sowie zahlreichen Kultur- und Freizeiteinrichtungen. 16.01 Uhr: EU gewährt Sonder-Einreiseregeln für Weihnachtsmann und Christkind

    Wegen der Corona-Krise gelten innerhalb der EU derzeit vielfach Reiseeinschränkungen und Quarantäne-Vorgaben. Für Weihnachtsmann und Christkind müssen Ausnahmen gelten - das sieht auch die EU ein. Bei ihnen drückten die EU-Staaten ein Auge zu, wie eine Corona-Arbeitsgruppe der Europäischen Union mitteilte. "Weihnachts- und Wintergeschenke-Überbringer" seien unverzichtbare Arbeitnehmer, hieß es. Allerdings gelte dies nur für den echten Weihnachtsmann, nicht für seine verkleideten Stellvertreter, die im Dezember unterwegs sind. Und: Auch für Santa Claus, Père Noël und die jeweiligen Geschenke-Überbringer der verschiedenen Länder Europas wurden Ausnahmen ausgesprochen.

    15.50 Uhr: Kinderärzte gegen verlängerte Schulferien

    In der Debatte um das weitere Vorgehen zur Eindämmung des Coronavirus haben sich Kinderärzte gegen eine Verlängerung der Weihnachtsferien ausgesprochen. Geschlossene Schulen, Kindergärten und Kitas sollten "nur als allerletzte Maßnahme im Rahmen eines allgemeinen Lockdowns" erwogen werden, teilten die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und die Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie mit.

    Man sei "dezidiert gegen eine Verlängerung der Weihnachtsferien auf (un)bestimmte Zeit in den Januar hinein", heißt es in der Stellungnahme, die vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte unterstützt wird. Bisherige Daten aus Deutschland gäben keinen Anlass, generelle Schulschließungen als "taugliches und angemessenes Mittel" zur Pandemiebekämpfung anzusehen. Die belastenden Folgen selbst kurzfristiger Schulschließungen auf das Wohlbefinden und die Zukunftsperspektiven von Kindern würden in der Debatte zu wenig berücksichtigt.

    Unter anderem die EU-Kommission hatte dazu geraten, eine Verlängerung der Schulferien oder des Online-Unterrichts nach den Feiertagen zu erwägen, um das Infektionsrisiko zu begrenzen. Die Politik in Deutschland hatte zuletzt - anders als im Frühjahr - das Ziel ausgegeben, Kitas und Schulen offen halten.

    15.27 Uhr: Lauterbach: Lockdown nach Weihnachten zu spät

    SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält den Vorschlag von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Weihnachten einen Lockdown zu starten, für nicht weitreichend genug. "Laschets Vorschläge für einen Lockdown nach Weihnachten bis zum 10. Januar springen zu kurz und kommen zu spät. Wir können es uns nicht erlauben, bis nach Weihnachten mit dem Lockdown zu warten", sagte der Bundestagsabgeordnete dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagausgabe).

    Der Glühweinverkauf in den Städten müsse sofort beendet werden, denn es handle sich bei den Ständen um "Weihnachtsmärkte durch die Hintertür". Auch an den Schulen müssten die Kontakte sofort reduziert werden. "Deswegen sollten die Schulferien schon in der nächsten Woche starten", forderte Lauterbach.

    Die bislang zwischen Weihnachten und Silvester geplanten Lockerungen bei den Kontakten dürfe es nicht geben, forderte der Gesundheitsexperte. Insbesondere gelte es, die von NRW erlaubte Öffnung der Hotels zu stoppen. Was nach dem 10. Januar passieren müsse, sei noch nicht abzusehen: "Man kann keine Pläne für die nächsten Monate machen. Dafür ist die Pandemie zu unberechenbar, sagte Lauterbach.

    15.18 Uhr: Europäische Arzneimittelbehörde Opfer von Cyber-Angriff

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA ist eigenen Angaben zufolge Ziel eines Cyber-Angriffs geworden. "Die Agentur hat in enger Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden und anderen relevanten Stellen zügig eine vollständige Untersuchung eingeleitet", teilt die European Medicines Agency (EMA) auf ihrer Webseite mit. Weitere Einzelheiten nannte sie nicht. Die EMA ist für die Beurteilung und Überwachung von Arzneimitteln zuständig. Dazu zählen auch die Corona-Impfstoffe von BioNTech und anderen Firmen.

    15.04 Uhr: Russische Kosmonauten erhalten Corona-Impfung

    Im Zuge der russischen Impfkampagne sollen auch alle Kosmonauten und Mitarbeiter ihres Trainingszentrums den einheimischen Impfstoff "Sputnik V" erhalten. Sie werden "zu den Ersten gehören, die geimpft werden", erklärte Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin. "Sputnik V" werde eine wichtige Rolle dabei spielen, die "biologische Sicherheit" des russischen Raumfahrtprogramms zu gewährleisten, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko.

    Ob auch die nächste russische Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) geimpft wird, steht laut Roskosmos allerdings noch nicht fest. Der Start des nächsten russischen ISS-Teams Oleg Nowizki, Pjotr Dubrow und Sergej Korsakow ist für kommenden April vorgesehen.

    14.34 Uhr: Gericht billigt neues Infektionsschutzgesetz als verfassungskonform

    Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erteilt dem neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes vorläufig seinen Segen. Mit der Neufassung hätten Bundestag und Bundesrat die von dem bayerischen Gericht geäußerten Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit weitgehend ausgeräumt, entschieden die Richter in einem Eilverfahren zu Kontaktbeschränkungen und Gastronomieschließungen in Bayern. Eine genauere Prüfung könne aber erst in einem sogenannten Hauptsacheverfahren erfolgen.

    13.58 Uhr: Münchner dürfen nachts nicht mehr raus

    In München gilt ab sofort eine nächtliche Ausgangssperre. Die bayerische Landeshauptstadt hat eine Sieben-Tages-Inzidenz von 200 überschritten, was nach den verschärften Corona-Bestimmungen im Freistaat zu einem Ausgangsverbot zwischen 21 Uhr und fünf Uhr morgens führt. Dies teilte die Stadt München mit. Am Mittwoch liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 205,4 Infizierten je 100.00 Einwohner. An den Schulen wird von der 8. Klasse aufwärts von Donnerstag an auf Fernunterricht umgestellt. Die Corona-Fallzahlen seien "zu hoch vor allem für unsere Krankenhäuser, die immer mehr reguläre Leistungen zurückfahren müssen, um die wachsende Zahl an Covid-19-Patienten versorgen zu können", sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

    13.52 Uhr: Spahn : Müssen mit Kontaktreduzierung sofort beginnen

    Gesundheitsminister Jens Spahn warnt davor, dass Bürger mit Blick auf mögliche Schließungen von Geschäften nun in Scharen die Innenstädte strömen. Die Kontakte müssten bereits jetzt möglichst stark reduziert werden, sagt der CDU-Politiker. Dies liege aber auch an jedem Einzelnen, sagt er zu Forderungen, bereits mit einem härteren Lockdown zu beginnen. Er verstehe nicht das Problem, die Schule bereits drei Tage früher als geplant am 16. Dezember zu schließen, wie Kanzlerin Angela Merkel das fordere.

    13.47 Uhr: Keine Trendwende beim Infektionsgeschehen

    Die Bundesregierung macht keine Besserung bei den Corona-Infektionen aus. Die Zahlen seien einfach zu hoch. "Eine Trendumkehr ist nach wie vor nicht in Sicht", sagt eine Regierungssprecherin in Berlin. Es gebe "traurige Höchstwerte" bei den Toten und Intensiv-Patienten. "Damit dürfen wir uns nicht abfinden." Das Coronavirus breite sich vor allem dort aus, wo sich Menschen begegneten. Deswegen müssten die Kontakte reduziert werden. Weitere Maßnahmen seien daher womöglich nötig. Der Bund sei offen für ein weiteres Treffen mit den Ländern.

    13.34 Uhr: US-Sanktionen erschweren Iran laut Ruhani Einfuhr von Impfstoffen

    Die von US-Präsident Donald Trumpo verhängten Sanktionen erschweren dem Iran nach eigenen Angaben den Import von Corona-Impfstoffen. "Wenn wir über die Einfuhr der Impfstoffe sprechen, verfluchen wir hundert Mal diesen Trump, dem nicht mal die Gesundheit der Menschen wichtig ist", sagte Präsident Hassan Ruhani. Die Einfuhr der Vakzine hätte mit einem kurzen Telefonat erledigt werden können, aber wegen der Sanktionen gebe es zahlreiche Hürden. Die iranische Regierung werde jedoch einen Weg finden, die Impfstoffe rechtzeitig zu kaufen und den Iranern zur Verfügung zu stellen, so der Präsident im Staatsfernsehen.

    Der Iran ist von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Seit dem Ausbruch der Pandemie Ende Februar wurden nach offiziellen Angaben über 50.000 Todesfälle und mehr als eine Million Infektionen registriert. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, gab es zuletzt binnen 24 Stunden fast 300 Todesfälle und über 10.000 Neuinfektionen.

    13.27 Uhr: Niedersachsen gegen bundesweiten Lockdown und neuen Krisengipfel

    Niedersachsen will die Schulen weiterhin bis zum 18. Dezember geöffnet lassen, hält nichts von einem bundesweiten Lockdown und sieht aktuell keinen Bedarf für einen weiteren Corona-Krisengipfel auf Bund-Länder-Ebene. Das hat Regierungssprecherin Anke Pörksen der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Ein nochmaliges generelles Vorziehen der Weihnachtsferien ist nicht vorgesehen", betonte Pörksen. Auf die Frage, ob das Land bei einem bundesweiten harten Lockdown mitziehen würde, erklärte die Sprecherin von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), man werde sich "an der Situation in Niedersachsen orientieren."

    Ein weiteres Gespräch zwischen den Regierungschefs der Länder und Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hält Niedersachsen für nicht notwendig: "Angemessene Regelungen für Niedersachsen lassen sich auch ohne weitere Abstimmungen zwischen Bund und Ländern treffen." Im Ländervergleich steht Niedersachsen mit einem Wert von 74 bei der Sieben-Tages-Inzidenz auf 100.000 Einwohner relativ gut da.

    13.16 Uhr: Trotz Inzidenz unter 200 nächtliche Ausgangssperre in Kaufbeuren

    Obwohl die 7-Tage-Inzidenz in Kaufbeuren heute laut RKI zum ersten Mal seit Tagen unter der Marke von 200 liegt, gilt in der Allgäuer Stadt ab heute Abend die nächtliche Ausgangssperre für Corona-Hotspots. Erst, wenn ein Hotspot sieben Tage am Stück unter der Marke von 200 Fällen pro 100.000 Einwohner liege, könnten die Ausgangssperren aufgehoben werden, sagte ein Sprecher der Stadt dem BR. Demnach gelten die strengeren Corona-Auflagen in Kaufbeuren auf jeden Fall bis Mitte kommender Woche. Die Kaufbeurer dürfen also ihre Wohnungen ab heute zwischen 21 Uhr und 5 Uhr Früh nur noch aus triftigen Gründen verlassen.

    13.07 Uhr: Litauen meldet erstmals mehr als 3.000 Neuinfektionen

    In Litauen steigen trotz strenger Corona-Maßnahmen die Infektionszahlen weiter drastisch an. In dem baltischen EU-Land wurden mit 3.128 Fällen erstmals mehr als 3.000 festgestellte Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt wurden in dem Drei-Millionen-Einwohner-Land damit mehr als 80.000 Menschen positiv auf Corona getestet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Corona stieg um 31 auf 704 - nach einem Höchstwert von 36 am Vortag.

    Litauen registriert seit dem Herbst einen rapiden Anstieg der Neuinfektionen. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC weist der Baltenstaat eine der höchsten Infektionsraten in Europa auf. Die Regierung in Vilnius hatte im November einen Teil-Lockdown verhängt und die Corona-Regeln zuletzt weiter verschärft.

    12.58 Uhr: Über 60-Jährige bekommen drei FFP2-Masken für Weihnachten

    Über 60-Jährige sollen sich nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn für die Weihnachtsfeiertage jeweils drei FFP2-Schutzmasken in Apotheken abholen können. Für Anfang kommenden Jahres soll es dann zwei fälschungssichere Coupons für jeweils sechs Schutzmasken geben.Das sagte Spahn bei der Vorstellung einer entsprechenden Rechtsverordnung zum Bevölkerungsschutzgesetz in Berlin.

    12.41 Uhr: Intensivmediziner fordern rasche Lockdown-Verschärfungen

    Die deutschen Intensivmediziner fordern umgehend härtere Maßnahmen, um volle Intensivstationen in den Krankenhäusern zu Weihnachten zu vermeiden. Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Uwe Janssens, kritisierte zudem die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen über Weihnachten. "Das wird uns Mitte Januar in den Krankenhäusern an den Rand bringen", sagt er dem Sender NTV. Er übte auch Kritik an den Nord-Ministerpräsidenten, die strengere Auflagen mit Blick auf die dort niedrigen Infektionszahlen ablehnten.

    12.35 Uhr: Münchner Sicherheitskonferenz wird wegen Corona-Krise verschoben

    Die Münchner Sicherheitskonferenz kann wegen der Corona-Pandemie anders als geplant nicht im Februar stattfinden. Es solle zeitnah ein neues Datum für das kommende Jahr gefunden werden, erklärte der Vorsitzende der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger. Die seit über 50 Jahren stattfindende Konferenz gilt als eines der wichtigsten informellen Treffen zur Außen- und Sicherheitspolitik.

    12.34 Uhr: Allergische Reaktionen bei Impfungen in Großbritannien

    Bei den Corona-Impfungen in Großbritannien hat es allergische Reaktionen gegeben. Berichte über zwei derartige Fälle würden untersucht, sagte die Chefin der Aufsichtsbehörde für Medizinprodukte, June Raine, vor einem Parlamentsausschuss. In den umfangreichen klinischen Tests mit dem Mittel des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sei dies nicht vorgekommen. Jetzt werde ein Sicherheitshinweis herausgegeben.

    Der medizinische Direktor des Gesundheitsdienstes NHS, Stephen Powis, sagte unter Verweis auf eine Empfehlung der Aufsichtsbehörde, Menschen mit schweren Allergien sollten vorerst nicht geimpft werden. Großbritannien hatte den Impfstoff bereits vor den USA und der EU in der vergangenen Woche zugelassen. Seit Dienstag wird damit geimpft.

    12.23 Uhr: Wieder mehr als 5.000 Neuinfektionen in der Schweiz

    In der Schweiz hat die Zahl der täglichen Coronavirus-Infektionen wieder die 5.000er-Marke überschritten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete 5.086 Positiv-Tests in 24 Stunden. Ende November wurden weniger als 3.000 Neuinfektionen pro Tag verzeichnet, nachdem es Anfang vergangenen Monats einen Höchstwert von mehr als 10.000 gegeben hatte.

    Die Schweizer Regierung hatte am Vortag angesichts der steigender Ansteckungszahlen landesweit strengere Beschränkungen angekündigt. Weitere 87 Personen starben an oder mit dem Virus. Insgesamt gibt es seit Beginn der Pandemie 5.203 Todesfälle in der Schweiz.

    11.59 Uhr: Berliner Gesundheitssenatorin hält harten Lockdown für unumgänglich

    Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hält angesichts hoher Infektionszahlen einen harten Lockdown in der Hauptstadt für unumgänglich. "Die Zahlen sind zwar leicht runtergegangen, aber nach wie vor auf sehr hohem Niveau", sagte Kalayci im RBB. Im März sei die Mobilität um 40 Prozent verringert worden, "im November sind es nur vier bis zehn Prozent - also: Wir müssen hier nachsteuern."

    Am kommenden Dienstag wolle der Berliner Senat über neue Einschränkungen beraten, so Kalayci. Mit Blick auf Weihnachten und Silvester appellierte sie an Arbeitgeber, Betriebsferien und Homeoffice zu ermöglichen. An Silvester sollten die Berliner auf Partys verzichten, es sei nun "Entschleunigung angesagt".

    Die Lage in den Berliner Krankenhäusern beschrieb die Gesundheitssenatorin als "sehr dramatisch". 27 Prozent der Intensivbetten seien mit Corona-Patienten belegt, mit über 7.000 Neuinfektionen pro Woche seien die Infektionszahlen weiterhin viel zu hoch.

    11.46 Uhr: Corona ist laut UN schwerer Schlag für Menschenrechte

    Die Corona-Pandemie ist nach UN-Einschätzung weltweit ein schwerer Schlag für die Menschenrechte. "Covid-19 hat die Risse und Zerbrechlichkeit unserer Gesellschaften offengelegt und unser Versagen beim Aufbau von fairen und gerechten Gesellschaften aufgedeckt", sagte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, in Genf.

    Einige Länder hatten die Pandemie zum Vorwand genommen, um Opposition und Kritik zu stoppen. Aktivisten und Journalisten seien festgenommen worden. "Einige haben Ängste vor Covid-19 und einschränkende Maßnahmen ausgenutzt, um Wahlen zugunsten der regierenden Partei zu kippen", sagte Bachelet.

    Angehörige von Minderheiten seien besonders von der Pandemie betroffen gewesen, weil sie besonders stark etwa in Pflege- und Reinigungsberufen sowie in der Gastronomie vertreten seien. Heimarbeit sei für diese Berufsgruppen keine Alternative gewesen. Viele seien zudem nicht ausreichend krankenversichert.

    11.28 Uhr: Verfassungsschutz Baden-Württemberg bestätigt Beobachtung von "Querdenken"-Bewegung

    Das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg hat bestätigt, dass es als erstes in Deutschland die "Querdenken"-Bewegung beobachten wird. Es lägen "hinreichend gewichtige Anhaltspunkte für eine extremistische Bestrebung" vor, teilten Innenminister Thomas Strobl und Verfassungsschutzpräsidentin Beate Bube in Stuttgart mit. Mehrere maßgebliche Akteure der "Querdenken"-Bewegung ordne das Landesamt dem Milieu der Reichsbürger und Selbstverwalter zu, die die Existenz der Bundesrepublik leugnen und und demokratische und rechtsstaatliche Strukturen negierten, hieß es. Die Gruppe geht seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Einschränkungen auf die Straße.

    11.19 Uhr: Philologenverband verlangt höhere Priorität für Impfung von Lehrkräften

    Der Deutsche Philologenverband fordert eine höhere Priorisierung von Lehrkräften bei Corona-Impfungen. "Jeden Tag treffen sich elf Millionen Menschen ohne Einhaltung der Abstandsregeln in unseren Schulen. Sollen die Schulen für Kinder offen bleiben, brauchen wir angemessen schnelle Impfungen für Lehrkräfte und effektive Schutzmaßnahmen für die Schülerinnen und Schüler", sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing in Berlin.

    Die Kultusminister, die am Donnerstag tagen, sollten dafür sorgen, dass Lehrer früher als bisher vorgesehen gegen das Coronavirus geimpft werden könnten. Lin-Klitzing kritisierte, dass nach dem Vorschlag der Ständigen Impfkommission Lehrkräfte erst in der vierten von sechs Impfgruppen eingeteilt seien.

    11.14 Uhr: Einzelhändler warnen vor "Panikkäufen" bei Schließungen vor 24. Dezember

    Der Einzelhandel hat vor Panikkäufen bei einer coronabedingten Schließung der Geschäfte bereits vor Weihnachten gewarnt. "Wir müssen eine allzu kurzfristige Schließung mitten im Weihnachtsgeschäft vermeiden, ansonsten könnte das zu Panikkäufen der Menschen und erhöhtem Kundenaufkommen führen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands HDE, Stefan Genth, der "Rheinischen Post": "Wenn es denn sein muss, dann ist auch wichtig, dass frühestens nach dem 24. Dezember zugemacht wird, besser wäre erst ab Januar."

    Der Einzelhandel habe in den vergangenen Monaten mit seinen funktionierenden Hygienekonzepten bewiesen, dass er kein Hotspot sei, betonte Genth. Für eine wirkungsvolle Pandemiebekämpfung brauche es deshalb keine Schließung der Geschäfte. Sollten dennoch Ladenschließungen angeordnet werden, dann müsse dies mit "ausreichend Vorlauf für einen klar definierten Zeitraum erfolgen".

    11.03 Uhr: Mehr als 215.000 Neuinfektionen in den USA

    In den USA breitet sich das Coronavirus weiter rasant aus. Am Dienstag meldeten die Behörden binnen eines Tages 215.586 bestätigte Neuinfektionen, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Am gleichen Tag der Vorwoche waren es rund 180.000 gewesen. Der bislang höchste Wert war am Freitag mit 227.800 neuen Fällen verzeichnet worden. Die Zahl der binnen eines Tages erfassten Toten blieb am Dienstag mit 2.534 vergleichsweise hoch. Der Höchstwert war am Donnerstag mit 2.879 Toten registriert worden.

    Nach dem Feiertag Thanksgiving Ende November und mit Blick auf Weihnachten befürchten Experten wegen Reisen und Familientreffen eine landesweite Zunahme der Infektionen. Nach Angaben des Covid Tracking Projects bewegt sich die Anzahl der Covid-19-Patienten in US-Krankenhäusern seit Anfang Dezember erstmals über der Schwelle von 100.000.

    Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 15,1 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 286.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

    10.52 Uhr: Deutsche nehmen laut RKI in Pandemiezeiten zu

    In Zeiten von Homeoffice und Kontaktbeschränkungen legen die Deutschen beim Körpergewicht zu und vermeiden vorübergehend den Gang zum Arzt. Das hat das Robert Koch-Institut (RKI) herausgefunden. Grundlage ist eine bundesweite Befragung, die zwischen April 2019 und September 2020 erhoben wurde. Dabei wurden Unterschiede in den Werten zwischen der Phase der Eindämmungsmaßnahmen im Frühjahr 2020 zum Vergleichszeitraum 2019 ausgewertet. Körpergewicht und Body Mass Index (BMI) haben demnach zugenommen. Die Inanspruchnahme allgemein- und fachärztlicher Leistungen ging zugleich vorübergehend zurück. Auch die Zahl der Tabakraucher hat abgenommen, wobei ein Zusammenhang zur pandemischen Lage aber unklar blieb.

    10.48 Uhr: Corona-Fall auf Kreuzfahrtschiff mit fast 1.700 Passagieren

    Ein Kreuzfahrtschiff einer US-Reederei mit fast 1.700 Passagieren an Bord ist nach einem Corona-Fall vorzeitig von einer viertägigen Reise in seinen Auslaufhafen Singapur zurückgekehrt. Bei dem infizierten Passagier handele es sich um einen 83-jährigen Mann aus Singapur, teilte die für Kreuzfahrten zuständige Direktorin des Tourismusverbandes von Singapur mit. Der Mann war demnach noch mit einem negativen Corona-Test an Bord der "Quantum of the Seas" der Reederei Royal Caribbean gegangen. Er wurde mittlerweile in ein Krankenhaus gebracht.

    Die übrigen Reisenden sowie die fast 1.150 Crewmitglieder müssten so lange an Bord bleiben, bis die Kontaktverfolgung abgeschlossen sei, erklärte der Tourismusverband in Singapur. Mit der geplanten viertägigen Kreuzfahrt wollte Royal Carribean den wegen der Corona-Pandemie seit Monaten brachliegenden Kreuzfahrttourismus in Singapur wieder aufnehmen.

    10.40 Uhr: Aus Russland und China bisher kein Antrag auf Impfstoff-Zulassung für EU

    Aus Russland und China liegt bislang noch kein Antrag für eine Zulassung ihrer Corona-Impfstoffe bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA vor. "Derzeit haben sie keine Genehmigung für ihre Impfstoffe beantragt. Sollten sie das tun, werden wir die Daten prüfen", sagte EMA-Chefin Emer Cooke der italienischen Zeitung "La Republicca". China hat drei Impfstoffkandidaten der heimischen Firmen Sinovac und Sinopharm bereits eine Notfallgenehmigung erteilt. Russland hatte im August als weltweit erstes Land ein Vakzin zugelassen, das allerdings erst kurze Zeit an Menschen getestet worden war und damit Kritik auf sich gezogen.

    10.35 Uhr: Homeoffice erhöht Stromkosten um jährlich 65 Euro

    Die coronabedingte Arbeit im Homeoffice bedeutet für Verbraucher zusätzliche Stromkosten: Auf ein Jahr gerechnet zahlen Arbeitnehmer im Homeoffice bei 220 Arbeitstagen insgesamt rund 65 Euro mehr für Strom, wie das Vergleichsportal Check24 mitteilte. Das entspricht Mehrkosten von rund 30 Cent pro Tag im heimischen Büro.

    Check24 legte nach eigenen Angaben für jeden Arbeitstag die achtstündige Nutzung eines Laptops, eines Monitors und einer Schreibtischlampe zugrunde. Außerdem wurde angenommen, dass betroffene Arbeitnehmer täglich eine halbe Stunde lang einen Elektroherd nutzen, um ihr Mittagessen zuzubereiten. Eine Kilowattstunde Strom kostet in der Modellrechnung 32,32 Cent.

    Nach dem Willen der Bundesregierung sollen Beschäftigte im Winter nach Möglichkeit von zu Hause aus arbeiten. Dafür sollen sie steuerlich durch eine sogenannte Homeoffice-Pauschale entlastet werden: Für Ausgaben im Homeoffice sollen Arbeitnehmer pauschal fünf Euro am Tag, höchstens aber 600 Euro pro Jahr steuerlich geltend machen können.

    10.24 Uhr: Verbraucherschützer Müller warnt vor Pleitewelle bei Reiseanbietern

    Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller warnt im Zuge der Corona-Krise vor einer Pleitewelle bei Reiseanbietern. Mit der zum Jahreswechsel wieder geltenden Insolvenzantragspflicht für Unternehmen befürchte er, "dass eine Vielzahl von Reiseanbietern wegen Überschuldung Insolvenz anmelden muss", sagt der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) dem "Handelsblatt".

    Dann könne das Geld der Versicherungen wieder nicht ausreichen, um den Schaden der Pauschalreisenden ganz auszugleichen, so Müller: "Die bittere Folge wäre, dass, wie bei Thomas Cook, die Steuerzahler für Versäumnisse aufkommen müssen." Müller warf der Bundesregierung Versäumnisse beim Schutz von Pauschalreisenden vor, weil die Neuregelung der Insolvenzabsicherung noch aussteht.

    09.55 Uhr: Kanzlerin dämpft Hoffnung auf Impfungen und wirbt für härteren Lockdown

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat verfrühte Hoffnungen auf schnelle große Fortschritte durch den Beginn von Impfungen gegen das Coronavirus gedämpft. "Wir werden im ersten Quartal noch nicht so viele Impfungen durchführen können, dass wir eine signifikante Änderung der Situation in der Bevölkerung spüren können", sagte Merkel in der Generaldebatte zum Bundeshaushalt 2021 im Bundestag. Gleichwohl seien die Impfungen "ein Hoffnungsschimmer". Dies gelte besonders für "die zügige Impfung von Risikogruppen", die Anfang kommenden Jahres beginnen solle, sagte die Kanzlerin.

    Merkel trat erneut für einen härteren Lockdown ein. Sie verwies auf Empfehlungen der Wissenschaft, jetzt die Kontakte weiter drastisch zu senken. Sie halte es daher für richtig, die Geschäfte nach Weihnachten bis mindestens 10. Januar zu schließen und auch den Unterricht an den Schulen zu minimieren.

    09.37 Uhr: Merkel verteidigt Schuldenaufnahme in der Corona-Krise

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die auch über hohe Neuschulden finanzierten Haushaltspläne der Bundesregierung verteidigt. "Wir leben in einer Pandemie. Wir leben damit in einer Ausnahmesituation", sagte die CDU-Politikerin im Bundestag: "Und wir müssen etwas dafür tun, dass wir in dieser besonderen Situation auch besonders handeln, und das drückt dieser Haushalt aus."

    Deutschland sei ein wirtschaftlich starkes, demokratisches Land mit starker Zivilgesellschaft. "Diese Stärke, das ist das, was uns leitet in diesem Haushalt, die wollen wir auch in dieser Ausnahmesituation erhalten", sagte Merkel. Eine Entscheidung über die Aufnahme von Schulden in dieser Größenordnung sei "alles andere als leicht", räumte die Kanzlerin ein. Sie bedeute eine Belastung künftiger Haushalte und Einschränkungen für künftige Generationen.

    An die Bürger richtete Merkel den Appell, die Corona-Beschränkungen mitzutragen und einzuhalten: "Der wichtigste Schlüssel zur erfolgreichen Bekämpfung des Virus bei uns ist das verantwortliche Verhalten jedes Einzelnen und die Bereitschaft zum Mitmachen."

    09.24 Uhr: Münchner Epidemiologin befürwortet harten Lockdown bis 10. Januar

    Die Lockdown-Beschlüsse für Sachsen sind nach Ansicht der Münchner Epidemiologin Eva Grill "völlig richtig". In Sachsen sei die Lage "flächendeckend dramatisch", sagte Grill im Interview mit Bayern 2. Das Bundesland habe mehr als 300 Fälle pro 100.000 Einwohner - doppelt so viel wie der Bundesdurchschnitt, sagte die Professorin der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU).

    Grill hält auch einen Lockdown in ganz Deutschland für denkbar und sinnvoll. "Es muss vollkommen klar sein, dass die Berg- und Talfahrt, die wir jetzt haben, nicht sinnvoll ist - nicht für die Gesellschaft, nicht für das Gesundheitswesen und für die Wirtschaft auch schon gar nicht", sagte sie. Grill unterstützte die Forderung Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, das Leben in Deutschland von Heiligabend bis 10. Januar komplett ruhen zu lassen. Es sei ohnehin für alle eine ruhigere Zeit, die für diese Maßnahmen "eine einmalige Chance" biete.

    09.06 Uhr: Hofreiter fordert harten Lockdown nach Weihnachten

    Der Co-Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Anton Hofreiter, fordert eine erhebliche Verschärfung der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. "Spätestens nach Weihnachten muss es in meinen Augen fast überall einen sehr harten Lockdown geben und jetzt auch schon vor Weihnachten braucht es zusätzliche Maßnahmen", zitiert RTL/ntv Hofreiter. Man müsse zudem das "Zeitfenster für die Lockerungen um Weihnachten herum so kurz wie möglich halten" oder die "Lockerungen gar ganz sein lassen, je nach Region".

    08.54 Uhr: Deutsche Exporte weiter unter Vorkrisenniveau

    Trotz eines weiteren Anstiegs haben Deutschlands Exporte auch im Oktober das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht. Gegenüber dem Vormonat September legten die Ausfuhren um 0,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit lagen sie aber immer noch 6,8 Prozent unter dem Stand von Februar, also dem Monat vor dem Beginn der coronabedingten Einschränkungen in Deutschland.

    Im Oktober 2020 wurden von Deutschland Waren im Wert von 112,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 92,7 Milliarden Euro importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2019 sanken die Exporte damit um 6,5 Prozent und die Importe um 5,9 Prozent.

    Bei den Ausfuhren gab es je nach Handelspartner deutliche Unterschiede: Während Exporte nach China im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,3 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro stiegen, nahmen die Ausfuhren in die USA um 10,5 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro ab. Für die Exporte nach Großbritannien verzeichneten die Statistiker einen Rückgang von 11,7 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro.

    08.42 Uhr: Israel zieht Plan für nächtliche Ausgangssperre zurück

    Israel hat Pläne für eine nächtliche Ausgangssperre während des jüdischen Chanukkafests und Weihnachten zurückgezogen. Hintergrund seien die fehlende Unterstützung des Gesundheitsministeriums sowie rechtliche Hindernisse bei der Umsetzung, berichtete die Tageszeitung "Haaretz".

    Das sogenannte Corona-Kabinett wollte mit der Maßnahme die Verbreitung des Coronavirus eindämmen. Das Gesundheitsministerium wies die geplante Maßnahme als nicht hilfreich zurück.Nach Mitteilung des Büros des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu werde nun nach Alternativen gesucht, größere Versammlungen während der Feiertage zu verhindern. Die ersten Impfdosen trafen heute in Israel ein.

    08.38 Uhr: Emirate bescheinigen chinesischem Impfstoff große Wirkung

    Ein chinesischer Corona-Impfstoff hat sich nach Angaben aus den Vereinigten Arabischen Emiraten als zu 86 Prozent wirksam erwiesen. Das Produkt des staatlichen chinesischen Unternehmens Sinopharm sei an 31.000 Freiwilligen aus 125 Staaten getestet worden unter ihnen Dubais Regent Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, meldete die staatliche Nachrichtenagentur WAM. Die Testpersonen hätten binnen 28 Tagen je zwei Impfdosen erhalten. Es gebe keine ernsthaften Sicherheitsbedenken.

    Offen blieb, ob Nebenwirkungen beobachtet wurden, der Impfstoff sei jetzt "offiziell registriert", hieß es, wobei nicht mitgeteilt wurde, was das bedeutet. Der Sinopharm-Impfstoff befindet sich der sogenannten dritten Testphase, hat in einigen Staaten aber bereits eine Notfallzulassung.

    08.23 Uhr: Verfassungsschutz Baden-Württemberg beobachtet "Querdenken"-Bewegung

    Das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet als erstes in Deutschland die "Querdenken"-Bewegung. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Stuttgart erfuhr, stufte das Landesamt "Querdenken 711" als Beobachtungsobjekt ein. Die Gruppe, die seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Einschränkungen auf die Straße geht, radikalisiere sich und sei durch Extremisten unterwandert, hieß es demnach in Sicherheitskreisen.

    Das Innenministerium in Stuttgart und der Landesverfassungsschutz wollten den Bericht zunächst nicht bestätigen. Sie kündigten aber für Mittwochmorgen eine Pressekonferenz mit dem baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl (CDU) und der Präsidentin des Landesverfassungsschutzes, Beate Bube, an.

    08.12 Uhr: Kretschmer gibt Merkel nachträglich Recht

    Angesichts des ersten harten Winter-Lockdowns in Deutschland hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) eingeräumt, die frühen Mahnungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu schärferen Maßnahmen in der Pandemie seien richtig gewesen. Kretschmer bejahte eine entsprechende Frage in der digitalen Veranstaltung "Zur Sache, Leipzig". Die Ministerpräsidenten hätten die Situation anders eingeschätzt. "Mit dem heutigen Wissen würden wir viele Dinge zeitiger und auch konsequenter machen", so Kretschmer

    08.04 Uhr: Laschet für "Jahreswechsel-Lockdown" nach Weihnachten

    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich angesichts weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen für einschneidende Kontaktbeschränkungen in der Zeit nach Weihnachten ausgesprochen. "Wir brauchen nach Weihnachten einen echten Jahreswechsel-Lockdown, um uns für 2021 wieder eine Perspektive hin zu mehr Normalität zu erarbeiten", sagte Laschet der Deutschen Presse-Agentur.

    Die Zahl der Neuinfektionen sei zu hoch und müsse gesenkt werden. "Deshalb: Wenn nicht jetzt, wann dann. Von Weihnachten bis zum Ende der Ferien im neuen Jahr kann das Land am ehesten komplett heruntergefahren und so die Ausbreitung der Pandemie effektiv gestoppt werden", warb Laschet für seinen Vorschlag: "Zugleich halten wir in diesen Wochen die Schäden für Bildungschancen von Kindern sowie für Wirtschaft und Arbeitsplätze so gering wie in keiner anderen Zeit des Jahres."

    07.56 Uhr: Teil-Lockdown lässt Zahl der Kurzarbeiter wieder steigen

    Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist dem Ifo-Institut zufolge im Lockdown-Monat November erstmals seit einem halben Jahr wieder gestiegen. Etwa 2,0 Millionen Frauen und Männer waren in Kurzarbeit, nachdem es im Oktober noch rund 1,8 Millionen waren, ergab die Schätzung auf Basis der monatlichen Ifo-Konjunkturumfrage unter rund 7.000 Unternehmen. Eine Zunahme gab es zuletzt im Mai als Folge der ersten Pandemie-Welle.

    Im November stieg der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit auf 5,9 Prozent, von 5,4 Prozent im Vormonat. "Das ist vor allem auf die Wirtschaftszweige zurückzuführen, die vom seit Anfang November geltenden Lockdown light betroffen sind", sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Im Gastgewerbe dürfte sich demnach die Zahl der Kurzarbeiter im Vergleich zum Vormonat mehr als verdoppelt haben. Auch im Handel war ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

    07.40 Uhr: Spahn wirbt für Verzicht auf innerdeutsche Reisen zu Weihnachten

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat zum Verzicht auf innerdeutsche Reisen zu Weihnachten aufgerufen. "Den Ort der Familienfeier in das Bundesland mit den großzügigsten Regeln zu legen, fände ich nicht richtig. Denn auch innerhalb der Familien kann Covid-19 ganz schnell gefährlich werden", sagte Spahn der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

    "Ich werde Weihnachten zum ersten Mal, seitdem ich denken kann, nicht mit Eltern und Geschwistern gleichzeitig zusammenkommen", fügte der Minister hinzu. "Das ist sehr schade. Aber es hilft, das Virus in Schach zu halten."

    Um die Ansteckungsgefahr im privaten Bereich zu minimieren, könne womöglich auch Gurgeln helfen, sagte Spahn. "Wissenschaftlich belegt ist das noch nicht. Aber die Idee dahinter ist, dass Gurgeln mit Mundspülungen aus in Alkohol gelösten ätherischen Ölen oder sogar Kochsalz die Viruslast im Mund-und-Rachen-Raum senken soll", sagte Spahn. "Ich gurgele ohnehin regelmäßig." Eine Gurgel-Empfehlung wie die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene wollte Spahn zwar nicht aussprechen. "Aber schaden tut es sicher nicht."

    07.05 Uhr: Kassenärzte üben Kritik am Stiko-Impfkonzept

    Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, Frank Bergmann, kritisiert am Impfkonzept der Ständigen Impfkommission (Stiko), dass niedergelassene Ärzte erst spät geimpft werden sollen. "Eine Priorisierung ist unumgänglich. Aus unserer Sicht aber wäre es einleuchtend, dass neben dem Kreis der über 80-Jährigen, der Senioren- und Pflegeheimbewohner auch haus- und fachärztliche Praxen von der Stiko mit hoher Priorität eingestuft werden", sagt Bergmann in einem Vorabbericht der Düsseldorfer Zeitung "Rheinischen Post". Die KV-Notdienste sollten zudem eine ebenso hohe Priorität wie der Rettungsdienst haben.

    5.22 Uhr: 590 neue Corona-Todesfälle, 20.815 Neuinfektionen

    Die Zahl der binnen 24 Stunden gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist sprunghaft angestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 590 neue Todesfälle innerhalb eines Tages, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Das sind über 100 Fälle mehr als beim bisherigen Höchststand von 487 Toten vom vergangenen Mittwoch.

    Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 20.815 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Mittwoch in der Vorwoche lag der Wert noch bei 17.270. Den bisher höchsten Tageswert gab es am 20. November mit 23.648 Fällen.

    3.13 Uhr: Trumps Anwalt Rudy Giuliani spricht von "schneller Genesung"

    Donald Trumps persönlicher Anwalt Rudy Giuliani spricht kurze Zeit nach seiner Einlieferung wegen seiner Corona-Infektion in ein Washingtoner Krankenhaus von einer "schnellen Genesung". Demnach erwartet der 76-Jährige, am Mittwoch (Ortszeit) aus dem Krankenhaus entlassen zu werden. Bei einem Anruf in einer WABC-Radiosendung erklärte er, er habe sich dafür entschieden, sich ins Krankenhaus zu begeben, weil ihn der Arzt des Präsidenten darum gebeten habe.

    1.02 Uhr: Spahn fordert von Ländern strengere Corona-Eindämmung

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Länder mit hohen Corona-Zahlen zu strengeren Eindämmungsmaßnahmen aufgerufen. "Früh und hart eindämmen wirkt", sagte der CDU-Politiker im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Ausgehbeschränkungen, Wechselunterricht für die Schulen, Alkoholausschankverbote: Die Instrumente für ein regional angepasstes Vorgehen liegen alle auf dem Tisch. Sie müssen konsequent angewendet werden." Dass Bayern und Sachsen bereits härtere Maßnahmen beschlossen hätten, sei "absolut richtig", so Spahn weiter.

    Zu den erforderlichen Maßnahmen "gehören auch Stichprobenkontrollen an den Grenzen zum Ausland, um unnötige Grenzübertritte und damit das Einschleppen des Virus zu unterbinden", sagte der Minister. "Viele innerdeutsche Corona-Hotspots sind auch auf hohe Infektionszahlen in Nachbarländern zurückzuführen. Das gilt für Sachsen und Bayern. Der Tagesausflug oder Einkaufstrip ins Nachbarland, das ist derzeit leider nicht möglich."

    0.01 Uhr: Russland will Raumfahrer impfen

    Russland will seine Raumfahrer gegen das Coronavirus impfen und so eine Ausbreitung der Krankheit auf der Internationalen Raumstation ISS verhindern. Kosmonauten und Mitarbeiter des Kosmonauten-Ausbildungszentrums im Sternenstädtchen nahe Moskau sollten zu den ersten gehören, die das in Russland entwickelte Vakzin "Sputnik V" bekommen, sagte der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin. In der Mitteilung wurde aber nicht gesagt, ob die Impfung freiwillig ist und wann sie beginnen soll. Vor Flügen zur ISS vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gelten für Raumfahrer ohnehin schon strenge Sicherheitsvorschriften. So muss die Crew einen Monat in Quarantäne. Sie wird auch mehrfach auf das Virus getestet.

    Dienstag 08.12.2020

    22.35 Uhr: Wall Street: Rekordjagd geht weiter dank Impfstoff-Hoffnung

    Nach einem zähen Start haben sich die US-Börsen am Dienstag im Verlauf des Handels zu neuerlichen Rekorden aufgeschwungen. Rückenwind gab es wie so oft in den vergangenen Wochen von der Entwicklung von Corona-Impfstoffen. Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,35 Prozent auf 30 173,88 Punkte. Er erreichte wie auch der technologielastige Nasdaq 100 und der marktbreite S&P 500 einen historischen Höchststand. Wenige Tage vor der erwarteten Entscheidung über eine Notfallzulassung in den USA hat die US-Arzneimittelbehörde FDA dem Corona-Impfstoff des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer ein erstes gutes Zeugnis ausgestellt. Schon rund zehn Tage nach der ersten Dosis des Impfstoffes liege ein starker Schutz gegen die Krankheit Covid-19 vor, geht aus Dokumenten hervor, die die FDA am Dienstag veröffentlichte. Größere Sicherheitsbedenken gebe es keine21.45 Uhr: Städtebund spricht sich gegen Lockerungen zu Weihnachten und Silvester aus

    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert ein Verzicht auf Lockerungen der Schutzmaßnahmen zu Weihnachten und zu Silvester. Die Infektionszahlen seien viel zu hoch, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem "Handelsblatt" einem Vorabbericht zufolge. "Wenn es Erleichterungen über Weihnachten und Silvester gibt, wird das zu Reiseaktivitäten führen, damit steigt das Infektionsrisiko."

    21.40 Uhr: Slowakische Regierung plant neuerlichen Lockdown

    Auf die Slowakei kommt demnächst ein neuerlicher Lockdown zu, weil die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt wieder rasch angestiegen ist. Das bestätigte Innenminister Roman Mikulec am Dienstagabend nach einer sechsstündigen Beratung des Nationalen Krisenstabes in Bratislava. Weitere Details wolle die Regierung erst am Mittwoch bekannt geben. Schon bisher waren in der Slowakei die Schulen für alle über zehn Jahre alten Schüler geschlossen, Restaurants durften keine Gäste einlassen, sondern Speisen und Getränke nur zum Mitnehmen oder für den Konsum im Freien verkaufen. Die meisten Geschäfte durften aber unter strengen Auflagen offen bleiben. Experten empfahlen seit Tagen einen "echten Lockdown" mit Schließung aller Geschäfte mit Ausnahme jener für Lebensmittel und andere unentbehrliche Güter.

    21.25 Uhr: Nächtliche Ausgangsbeschränkung in Hof hat begonnen

    Die nächtliche Ausgangssperre in Hof hat begonnen – einen Tag bevor eine vergleichbare bayernweite Regelung für Hotspots in Kraft tritt. Von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr früh müssen die Bürger zuhause bleiben. Ausnahmen gelten lediglich für Wege von und zur Arbeit, zum Arzt, oder zur Versorgung von hilfsbedürftigen Personen oder Tieren. Die Hofer Polizei plant nach Angaben eines Sprechers, die nächtliche Ausgangssperre im Rahmen der üblichen Streifentätigkeit zu kontrollieren, spezielle Schwerpunktkontrollen sind nicht geplant.

    21.05 Uhr: Bundesregierung will Reisebranche nicht im Stich lassen

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat der deutschen Reisebranche seine Unterstützung in der Corona-Krise zugesichert. "Wir werden Sie als Bundesregierung nicht im Stich lassen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag anlässlich der Jahrestagung des Deutschen Reiseverbandes DRV. Die Regierung werde im Rahmen ihrer Möglichkeiten mithelfen, dass die große Mehrheit der Unternehmen überlebe. Ihm sei daran gelegen, dass die Tourismus- und Reisebranche nach der Krise wettbewerbsfähig und erfolgreich sei. Einen von der Branche geforderten Tourismusgipfel lehnte Altmaier zum jetzigen Zeitpunkt ab. "Er würde Erwartungen wecken, die man wahrscheinlich nicht halten kann". Sobald die Reisewarnungen aufgehoben seien, sobald es wieder losgehen könne, sei er gerne dazu bereit. "Ich verspreche Ihnen, wir holen das nach". Der Tourismus zählt zu den am härtesten von der Corona-Krise getroffenen Branchen. Reisebüros und Veranstalter verzeichneten 2020 nach Schätzungen des DRV einen Umsatzeinbruch von 80 Prozent.

    21.00 Uhr: Drosten fordert Lockdown über die Feiertage

    Zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland hat sich der Virologe Christian Drosten für eine rasche Verschärfung der Maßnahmen ausgesprochen. "Es ist schon so, dass wir jetzt unbedingt etwas tun müssen", sagte der Charité-Wissenschaftler. Die Wahrscheinlichkeit sei groß, dass die Weihnachtszeit zu einem Anstieg der Fallzahlen führe. Werde jetzt nicht nachreguliert, drohe "Ende Januar und über den gesamten Februar hinaus" ein Lockdown mit massiven Folgen für die Wirtschaft. Drosten ist einer der Experten, der an einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina mitgewirkt hat. Darin wird empfohlen, die Feiertage und den Jahreswechsel für einen "harten Lockdown" zu nutzen. Vom 24. Dezember bis mindestens 10. Januar sollte "in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen". Bereits ab 14. Dezember müssten Kontakte auf ein "absolutes Mindestmaß" reduziert werden. Der Virologe sagte, das Papier sollte vielleicht verstanden werden als "deutliche und letzte Warnung der Wissenschaft". Entscheide sich die Politik anders, habe sie sich nicht mehr für die Wissenschaft entschieden.

    20.55 Uhr: Besuchsverbot im Krankenhaus Ebersberg

    In der Kreisklinik Ebersberg gilt wegen der Coronavirus-Situation ab sofort ein Besuchsverbot. Es soll mindestens bis 10. Januar bestehen bleiben. Planbare Operationen werden erst einmal aufgeschoben, damit das Personal für die Bewältigung der Auswirkungen der Pandemiezur Verfügung steht. Aktuell werden in der Kreisklinik 20 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt, vier befinden sich auf der Intensivstation und werden dort beatmet. Außerdem gibt es im Krankenhaus 17 Verdachtsfälle. In Seniorenheimen sind derzeit 113 Bewohner und 59 Pflegekräfte positiv getestet - das sind 40 Prozent aller Infizierten im Landkreis. Die 7-Tage-Inzidenz lag gestern (Dienstag) bei 197,7.

    20.45 Uhr: Deutlicher Anstieg der Neuinfektionen in Frankreich

    Frankreich meldet einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen. Das Gesundheitsministerium zählte 13.713 neue Coronafälle im Vergleich zu 8083 vergangene Woche. Es wurden 831 weitere Todesfälle gemeldet. Nach dem Wochenende lagen die Zahlen deutlich niedriger mit 3411 neuen Fällen und 366 Todesfällen.

    20.25 Uhr: 100 Millionen Impfungen in 100 Tagen

    Der designierte US-Präsident Joe Biden kündigt 100 Millionen Corona-Impfungen für die ersten 100 Tage seiner Amtszeit an. Die Lage werde sich wohl zunächst verschlechtern, bevor es besser werde, sagt er. Er könne nicht versprechen, dass die Pandemie nach 100 Tagen beendet sei, aber es könne zu einer Kehrtwende kommen. Zugleich forderte er den Kongress auf, weitere Mittel für den Kampf gegen den Erreger freizugegeben.

    20.20 Uhr: US-Behörden melden mehr als 186.000 Neuinfektionen

    Die US-Seuchenzentren CDC geben 186.215 Neuinfektionen und 1532 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 14,8 Millionen Infektionen und 282.785 Tote verzeichnet. 20.10 Uhr: Virologin Protzer warnt vor "Problem" beim weiteren Umgang mit Pandemie

    Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat zur Eindämmung der Corona-Pandemie einen harten Lockdown empfohlen. Dies sei "ein absolut notwendiger Schritt" aus Sicht der Wissenschaftler, wie der Virologin Ulrike Protzer von der TU München. Berechnungen hätten klar gezeigt: "Wenn wir so weitermachen, bekommen wir spätestens im Januar ein Problem", so Protzer im BR Fernsehen. Die Wissenschaftler hätten daraufhin Modelle erstellt, die zeigten: Wenn das öffentliche Leben und damit die Kontakte ab dem 14. Dezember deutlich reduziert würden, dann komme man gut über Weihnachten und ins neue Jahr. Die Geschäfte müssten demnach spätestens an Heiligabend schließen.

    19.50 Uhr: Spahn stimmt auf härteren Lockdown nach Weihnachten ein

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht sich für verschärfte Restriktionen nach Weihnachten aus. "Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber meine ruhigste Zeit ist tatsächlich die um Weihnachten bis Anfang Januar. Und mir fiele fast keine bessere Zeit im Jahr ein, in der Gesellschaft weiter runterzukommen, Kontakte zu reduzieren."

    19.45 Uhr: Innenminister Herrmann stellt formal Katastrophenfall fest

    Nun ist es amtlich: Wegen der hohen Corona-Zahlen ist Bayern von diesem Mittwoch an wieder im Katastrophenmodus. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stellte den Katastrophenfall am Dienstagabend offiziell fest und setzte damit den Kabinettsbeschluss von Sonntag um. "Ziel ist eine koordinierte und strukturierte Vorgehensweise aller im Katastrophenschutz mitwirkenden Behörden, Dienststellen und Organisationen", erklärte Herrmann und betonte: "Nur so können die der Corona-Pandemie abgewehrt werden." Es gebe nunmehr "klare Steuerungs- und Eingriffsmöglichkeiten". So obliege dem Innenministerium nun die Führung aller Einsatzkräfte.

    19.15 Uhr: Niederlande verlängern Beschränkungen über Feiertage

    Die Niederlande verlängern angesichts der weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen die Restriktionen über die Feiertage. Seine Regierung habe mehr erhofft, sagt Ministerpräsident Mark Rutte, "aber es läuft nicht gut" mit Blick auf Neuinfektionen und die Auslastung der Krankenhäuser. Zugleich werde eine höhere finanzielle Unterstützung für Restaurants und Bars erwogen. In der Woche bis Dienstag steckten sich nach Angaben der Gesundheitsämter 43.103 Menschen mit dem Coronavirus an, gut ein Viertel mehr als in der Vorwoche. In den Niederlanden gilt seit dem 13. Oktober ein teilweiser Lockdown.

    19.05 Uhr: Corona-Infektionen an der Kreisklink St. Elisabeth Dillingen

    Die Kreisklinik St. Elisabeth Dillingen ist von einem Ausbruch von SARS-Cov-2 Infektionen auf einer internistischen Station betroffen, trotz eines strengen Hygienekonzeptes. Das teilt das Landratsamt mit. Aktuell sind nachweislich sieben Patienten und vier Mitarbeiter des Personals der betroffenen Station mit dem Corona-Virus infiziert. Um eine weitere Ausbreitung des Virus unter der Belegschaft und den Patienten einzudämmen, wurde für die betroffene internistische Station in Absprache mit dem Gesundheitsamt Dillingen ein Aufnahmestopp ausgesprochen und die gesamte Station unter Quarantäne gestellt. Die infizierten Patienten wurden zwischenzeitlich auf die Covid-19-Station des Krankenhauses Wertingen verlegt. Die bislang nicht infizierten Patienten werden unter strengen Quarantänebedingungen auf der Station weiter medizinisch und pflegerisch betreut. Alle Patienten und das gesamte Pflegepersonal der betroffenen Station wurden bereits am Dienstag, 08.12.2020, getestet.

    19.00 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Italien weiter hoch

    Trotz sinkender Corona-Infektionszahlen in Italien äußern sich Experten des Gesundheitsministeriums beunruhigt über die vielen Todesfälle. Die Ansteckungszahlen fallen zwar langsam, aber die Totenzahlen bleiben weiter hoch, wie der Experte des Gesundheitsministeriums, Giovanni Rezza, am Dienstag sagte. Es brauche nicht viel, und der Trend könne sich wieder umkehren

    18.50 Uhr: Schweizer Regierung peilt landesweit strengere Beschränkungen an

    Die Schweizer Regierung will angesichts wieder steigender Ansteckungszahlen landesweit strengere Beschränkungen durchsetzen. Derzeit fallen Eindämmungs-Maßnahmen in die Kompetenz der Kantone und unterscheiden sich stark. Ab 12. Dezember sollen , Einkaufsläden und Märkte sowie Freizeitbetriebe bereits um 19.00 Uhr schließen. Öffentliche Veranstaltungen mit Ausnahme von religiösen Feiern sollen verboten und jegliche Aktivität im Kulturbereich untersagt werden. Zudem soll die Teilnehmerzahl bei privaten Veranstaltungen auf fünf Personen aus zwei Haushalten begrenzt werden. Bei Feiern zu den Weihnachtsfeiertagen und zu Silvester sollen zehn Personen erlaubt sein.

    18.45 Uhr: BaWü-Kultusministerin Eisenmann kritisiert Leopoldina

    Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann sieht den Vorschlag der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina für eine zeitweise Aufhebung der Schulpflicht schon ab der nächsten Woche äußerst kritisch. "Denn das bedeutet nichts anderes als landesweite Schulschließungen - und noch nicht mal Fernunterricht", teilte die CDU-Politikerin am Dienstag in Stuttgart mit. "Diesen drastischen Schritt der flächendeckenden Schulschließungen wollen wir weiterhin zwingend vermeiden, weil wir aus der Zeit im Frühjahr gelernt haben." Stattdessen ermögliche man in Regionen mit sehr hohen Corona-Zahlen einen Wechselbetrieb zwischen Präsenz- und Fernunterricht. "Zudem sind die Zahlen der geschlossenen Schulen und Schulklassen oder Gruppen in Quarantäne nach wie vor vergleichsweise gering." Einen landesweiten Stillstand für die Bildung wolle man unbedingt vermeiden.

    18.35 Uhr: Türkei meldet Negativ-Rekord bei Todesfällen

    Die Türkei meldet mit 211 neuen Todesfällen einen Rekord. Zudem wurden nach den Daten des Gesundheitsministeriums 33.198 Neuinfektionen verzeichnet, ebenfalls die höchste bislang bekannte Zahl. Die Türkei hatte vier Monate lang nur Fälle verzeichnet, bei denen Symptome vorlagen. Seit dem 25. November werden wieder alle Fälle gezählt.

    17.55 Uhr: Dresdner Versammlungsbehörde untersagt "Querdenker"-Demonstration

    Das Dresdner Ordnungsamt hat die für diesen Samstag geplante Demonstration der Initiative "Querdenken 351" verboten. Die Behörde verweist auf eine hohe zu erwartende Teilnehmerzahl. Vor dem Hintergrund der Pandemiesituation würde mit einer solchen Versammlung die öffentliche Sicherheit gefährdet, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit.Das Ordnungsamt gehe "in übereinstimmender Prognose mit der Polizeidirektion Dresden davon aus, dass im Falle einer Durchführung der Versammlung mit einer deutlich höheren Teilnehmerzahl als den ursprünglich geplanten 4.000 Teilnehmern gerechnet werden müsste", hieß es. Die Erfahrungen der vergangenen Demonstrationen zeigten, dass seitens der "Querdenker" weder Abstandgebote eingehalten, noch die Maskenpflicht befolgt würden.

    17.35 Uhr: Lage in Krankenhäusern in und um München angespannt

    Die Lage in den Krankenhäusern in München und Umgebung ist sehr angespannt. Beim München Klinikum ist die Lage laut Aussage eines Sprechers ernster als während der ersten Pandemie-Welle. Allein die München Klinik behandelt derzeit in ihren städtischen Krankenhäusern aktuell knapp 170 Patienten, die sich mit Corona infiziert haben – davon liegen 30 auf Intensivstation. Das größte Problem hierbei sei der andauernde Personalmangel. Deswegen begrüße man die Ausrufung des Katastrophenfalls. So könne die Last auf alle verfügbaren Kliniken verteilt werden. Doch in den Kreiskrankenhäusern um München sieht es nicht viel besser aus. Im Kreiskrankenhaus Erding sind nach Angaben des dortigen Landratsamts derzeit noch zwei Intensiv-Beatmungsplätze frei. Im Freisinger Klinikum sind die 14 Intensivbetten laut eines Sprechers derzeit „extrem“ ausgelastet. Im Klinikum Dachau sind rund ein Viertel der Intensivbetten mit Corona infizierten Patienten belegt. Da diese Patienten deutlich länger dort versorgt werden müssen, ist die Belegung auf der Dachauer Intensivstation laut Klinikum als hoch einzustufen. In Starnberg ist man laut Aussage derzeit mit Nicht-Covid-Notfallpatienten aus anderen Landkreisen stark ausgelastet.

    17.26 Uhr: Stadt Landshut meldet schnell steigende Corona-Zahlen nahe der 300er Marke

    Die 7-Tage-Inzidenz in der kreisfreien Stadt Landshut hat die Marke von 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner klar überschritten. Darüber hat das Staatliche Gesundheitsamt am Nachmittag die Stadtverwaltung informiert. Damit liegt die Stadt erstmals über dem im Freistaat gültigen Grenzwert für „Corona-Hotspots“, so ein Sprecher der Stadt Landshut am Abend.

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) weise für die Stadt noch eine Inzidenz von 196,2 und damit knapp unter dem Grenzwert aus (Stand: 8. Dezember, 0 Uhr), diese Daten würden erst morgen (Mittwoch) früh wieder aktualisiert. Schon heute Vormittag seien dem Staatlichen Gesundheitsamt aber eine Vielzahl von Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet worden, so dass ein weiterer deutlicher Anstieg der Inzidenz nach Angaben der Stadt sicher ist. Gegen 9 Uhr lag der Wert nach internen Berechnungen des Gesundheitsamts bereits bei rund 220. Am späten Nachmittag näherte sich die 7-Tage-Inzidenz dann den Angaben zufolge der 300er-Marke, bei deren Überschreiten noch weiterreichende Maßnahmen erforderlich würden.

    17.23 Uhr: Marokko geht Massenimpfungen mit chinesischem Mittel an

    Marokko will ab diesem Monat 80 Prozent seiner erwachsenen Einwohner gegen das Coronavirus impfen. Dafür verwendet das Land zunächst das chinesische Mittel von Sinopharm, für den noch keine fortgeschrittenen Studien zu seiner Sicherheit und Wirksamkeit abgeschlossen worden sind. Die ersten Impfungen könnten innerhalb von Tagen erfolgen, verlautete aus dem marokkanischen Gesundheitsministerium.

    16.46 Uhr: Biontech und Pfizer arbeiten an neuer Version von Corona-Impfstoff

    Der Corona-Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer soll künftig auch ohne die zur Zeit nötige Lagerung bei minus 70 Grad zur Verfügung stehen. "Wir arbeiten an einer Version, um die minus 70 Grad zu vermeiden", sagte Pfizer-Chef Albert Bourla. Gleichwohl seien die zur Zeit nötigen tiefen Temperaturen aber kein Problem. Die Ingenieure hätten spezielle Boxen entwickelt, die den Transport des Impfstoffs ohne Kühlung von außen möglich machten.

    16.29 Uhr: Polen rückt nicht von Veto gegen EU-Corona-Haushalt ab

    Im Streit über den EU-Haushalt und ein damit verbundenes Corona-Wiederaufbaupaket bleibt Polen hart und schließt einen Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs nicht aus. "Kein Szenario sollte in dieser Phase ausgeschlossen werden", sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak bekräftigte, Polen könne nicht akzeptieren, dass künftig eine Auszahlung von EU-Geldern an die Einhaltung von Rechtsstaatsprinzipien geknüpft werden solle.

    16.06 Uhr: München bereitet sich auf Hotspot-Status vor

    München bereitet sich aufgrund eines Inzidenzwerts von 202,1 auf einen Status als Corona-Hotspot mit verschärften Beschränkungen vor. Ob eine nächtliche Ausgangssperre verhängt wird, hänge von der ab Mittwoch geplanten Landesverordnung ab, die aber noch nicht vorliege, teilt die Stadtverwaltung mit. Im Vorgriff auf die von der Staatsregierung angekündigten Regelungen werde aber ab Donnerstag für die meisten Schüler Distanzunterricht ab der 8. Klasse eingeführt.

    16.04 Uhr: 250 Euro Corona-Bonus für Diakoneo-Mitarbeiter

    Die mehr als 10.000 Beschäftigten beim Diakonie-Unternehmen Diakoneo erhalten einen Corona-Bonus. Das habe der Vorstand beschlossen, teilte Diakoneo am Dienstag mit. Man wolle damit die außerordentlichen Leistungen der Mitarbeitenden während der Corona-Pandemie würdigen, hieß es. Der Bonus beträgt den Angaben zufolge 250 Euro für Vollzeitbeschäftigte, Auszubildende erhalten eine Zahlung in Höhe von 225 Euro.

    15.41 Uhr: Münchens OB als Kontaktperson in Quarantäne

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter ist ab sofort in Quarantäne. Seine Mutter wurde heute positiv auf das Corona-Virus getestet, wie die Stadt mitteilte. Damit gelte der OB als Kontaktperson 1 und werde die nächsten 14 Tage bis einschließlich 21. Dezember von zu Hause arbeiten. Ein erster Schnelltest auf das SARS-Cov-2-Virus habe ein negatives Ergebnis ergeben. Reiter habe keinerlei Symptome.

    15.39 Uhr: 200.000 Reisende ohne Mund-Nasen-Schutz

    Bei Kontrollen an Bahnhöfen und im Zugverkehr zur die Einhaltung der Corona-Maßnahmen hat die Bundespolizei seit September 200.000 Reisende ohne Mund-Nase-Schutz registriert. Die überwiegende Mehrheit halte sich aber an die Eindämmungsverordnung der Länder, hieß es. Bundesweit seien rund 3.700 Verstöße festgestellt worden, die den Behörden übermittelt wurden. In rund 500 Fällen erteilte die Polizei Platzverweise. Allein im Rahmen des bundesweiten Aktionstages am Montag wurden den Angaben zufolge 3208 Reisende angesprochen, die ohne Maske unterwegs waren.

    15.38 Uhr: Regener Landrätin reagiert auf Kritik an schlechter Informationspolitik

    Das Landratsamt Regen will künftig doch wieder eine Liste veröffentlichen, aus der hervorgeht, wie viele Corona-Fälle es in jedem einzelnen Ort im Landkreis gab. Eine solche Liste gibt zum Beispiel der Landkreis Cham einmal pro Woche heraus. Allerdings soll die Liste im Landkreis Regen nur alle 14 Tage veröffentlicht werden - aus Datenschutzgründen, damit man bei kleinen Orten mit wenigen Fällen nicht nachvollziehen kann, welche Personen betroffen sind, so Landrätin Rita Röhrl. Sie reagiert damit auf Kritik, die heute vom CSU-Kreisvorsitzenden Stefan Ebner als offener Brief an die Landrätin gekommen war. Ebner hatte eine bessere Informationspolitik zur aktuell "dramatischen" Coronalage im Landkreis Regen mit der bundesweit höchsten 7-Tage-Inzidenz von über 578 eingefordert und dem Landratsamt Regen eine "Mauer des Schweigens" vorgeworfen.

    15.35 Uhr: Weniger Ozon in Nürnberger Luft

    Die coronabedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben dazu beigetragen, dass die Nürnberger Luft in diesem Sommer sauberer war als in den vergangenen Jahren. Das geht aus der Bilanz der Ozon-Saison 2020 vor, die das städtische Umweltreferat vorgestellt hat. Zudem habe es in diesem Sommer keine ausgeprägten Phasen mit hohen Temperaturen, Trockenheit und intensiver Sonneneinstrahlung gegeben, die für hohe Ozon-Werte verantwortlich sind. Dies war im Jahr 2019 der Fall, das nach Informationen der Stadt Nürnberg mit negativen Ozon-Rekorden in Erinnerung geblieben sei. Im Jahr 2020 musste die Stadt Nürnberg keine Ozon-Warnung auslösen. Der höchste Wert wurde bereits Anfang Mai an der Messstation am Flughafen ermittelt. Er lag jedoch unter dem Grenzwert, ab dem sensible Bevölkerungsgruppen gewarnt werden müssen.

    15.13 Uhr: Großveranstaltungen an russischen Schulen bis Anfang 2022 verboten

    Ungeachtet des Starts von Massenimpfungen hat Russland Großveranstaltungen an Schulen und in Sportvereinen auch für das gesamte nächste Jahr verboten. Die ursprünglich bis Anfang 2021 beschlossene Maßnahme sei verlängert worden, damit sich der Krankenstand unter Schülern nicht erhöhe, sagte Russlands oberste Amtsärztin Anna Popowa. Sollte sich im Frühjahr zeigen, dass die Einschränkung nicht mehr notwendig sei, könnte sie demnach auch schon zu Beginn des neuen Schuljahres am 1. September aufgehoben werden.

    15.12 Uhr: Tschechiens Ex-Präsident Klaus muss Strafe wegen Verstoß gegen Maskenpflicht zahlen

    Wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht müssen Tschechiens Ex-Staatspräsident Vaclav Klaus, der frühere Gesundheitsminister Roman Prymula und der Fraktionsvorsitzende der Partei Ano im Abgeordnetenhaus, Jaroslav Faltynek, umgerechnet je 115 Euro Strafe zahlen. Das entschied das Gesundheitsamt in Prag laut Bericht des Tschechischen Fernsehens.Der 79-jährige Klaus ist ein Kritiker der Corona-Schutzmaßnahmen und war zum Jahrestag der Samtenen Revolution (17. November) mit herunterhängender Maske auf der Straße gefilmt worden. Prymula und Faltynek wurden Ende Oktober auf dem Höhepunkt der zweiten Corona-Welle ohne Maske fotografiert. Zuvor waren sie bei einem umstrittenen gemeinsamen Treffen in einem eigentlich geschlossenen Restaurant gewesen. Prymula kostete der Vorfall seinen Ministerposten.

    15.08 Uhr: Einstellung des Zugverkehrs Schweiz-Italien triff Verbindung aus Frankfurt

    Die Eisenbahngesellschaften der Schweiz und Italiens stellen den grenzüberschreitenden Verkehr vorübergehend ein. Ab 10. Dezember 2020 verkehrten auf unbestimmte Zeit keine Züge der Schweizer Bahnen SBB und von Trenitalia mehr über die Grenze, teilten die SBB am Dienstag mit. «Der Entscheid basiert auf einem Dekret der italienischen Regierung», hieß es. Italien verlange Kontrollen, die die Schweiz nicht gewährleisten könne, sagte eine SBB-Sprecherin auf Anfrage, darunter etwa das Temperaturmessen und die Vorlage eines negativen Corona-Tests.

    15.05 Uhr: Bundestag setzt für 2021 erneut Schuldenbremse aus

    Der Bundestag hat zur Bewältigung der Corona-Krise im kommenden Jahr erneut die Schuldenbremse im Grundgesetz außer Kraft gesetzt. Damit ermöglichte er dem Bund, zusätzliche Kredite aufzunehmen. Ein solcher Beschluss ist nur in außergewöhnlichen Notsituationen möglich.

    Für 2021 sind neue Schulden in Höhe von 179,82 Milliarden Euro geplant. Mit dem Geld sollen unter anderem Milliarden-Zuschüsse für Unternehmen finanziert und Impfstoffe gekauft werden. 35 Milliarden sind vorsorglich zur Krisenbekämpfung eingeplant, ohne dass man jetzt schon weiß, wofür das Geld ausgegeben werden soll. Der Bundestag will den Etat für 2021 am Freitag endgültig beschließen.

    15.04 Uhr: Munich Re versichert Veranstaltungen nicht mehr bei Pandemie-Ausfall

    Der Rückversicherer Munich Re will wegen der hohen Schäden in der Corona-Krise keine Großveranstaltungen mehr gegen den Ausfall durch Pandemien versichern. Der Konzern biete diesen Vertragszusatz seit diesem Jahr nicht mehr an, sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek. Generell wolle die Munich Re Großveranstaltungen auch weiterhin versichern. Nur die Zusatzklausel zum Pandemieschutz werde es nicht mehr geben.

    Der Ausfall und die Verschiebung von Großveranstaltungen wie den Olympischen Spielen in Japan sind die Munich Re in diesem Jahr teuer zu stehen gekommen. Insgesamt schätzt der Konzern die coronabedingten Schäden im Rückversicherungsgeschäft in diesem Jahr auf 3,4 Milliarden Euro.

    15.02 Uhr: US-Arzneibehörde FDA hat keine Bedenken gegen Biontech-Impfstoff

    Die Mainzer Biotechfirma BioNTech und ihr US-Partner Pfizer haben eine wichtige Hürde bei der Notfallzulassung ihres Corona-Impfstoffes in den USA genommen. Die Arzneimittelbehörde FDA äußerte in einem am Dienstag veröffentlichten Dokument keine Bedenken gegen den Einsatz des Impfstoffes. Bei Untersuchungen hätten sich keine neuen Probleme hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit ergeben.

    Eine Impfung mit zwei Impfdosen habe sich als hochwirksam erwiesen, um bestätigte Fälle von Covid-19 mindestens sieben Tage nach der letzten Dosis zu verhindern, erklärten die Mitarbeiter der Behörde. Es gebe allerdings noch nicht genug Daten, um Rückschlüsse auf die Sicherheit des Impfstoffs bei Personen unter 16 Jahren, Schwangeren und Personen mit einem geschwächtem Immunsystem zu ziehen. Es wird erwartet, dass die FDA innerhalb der nächsten Tage oder Wochen über die Notfallzulassung des Biontech-Impfstoffes entscheidet.

    14.52 Uhr: Mehr als 3.000 neue Fälle in Bayern

    In Bayern sind den Behörden in den vergangenen 24 Stunden 3.004 Corona-Neuinfektionen (Stand 08.12.2020, 8 Uhr) gemeldet worden. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mitgeteilt. 104 Corona-Infizierte sind gestorben. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie im Freistaat 235.168 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 171.720 gelten inzwischen als genesen. In Mittelfranken hat sich die Zahl der Neuinfektionen seit gestern um 647 erhöht, die der Todesfälle um 13. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Mittelfranken bei 231,02 und damit weiterhin deutlich über dem bayerischen Durchschnitt von 181,76. Den höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwert in Mittelfraken hat weiterhin Nürnberg mit aktuell 344,73. Aber auch in der Stadt Fürth ist der Inzidenzwert in den vergangenen Tagen nach oben geschnellt. Aktuell liegt er bei 294,17.

    14.45 Uhr: Gala zum Sportler des Jahres deutlich abgespeckt

    Die Gala zum Sportler des Jahres wird coronabedingt dieses Jahr in deutlich abgespeckter Form stattfinden. "Es ist nicht ganz einfach, die Veranstaltung in diesem Jahr durchzuführen", sagte Organisator Klaus Dobbratz: "Aber wir wollten im Gegensatz zu anderen Veranstaltern nicht aufgeben." Das traditionsreiche Event im Kurhaus von Baden-Baden werde am 20. Dezember trotz aller Widrigkeiten "reduziert, mit kleiner Flamme, demütig und etwas bescheiden durchgeführt". Dafür leiten die Organisatoren unzählige Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in die Wege. Normalerweise säumen bis zu 750 Personen den festlichen Benazetsaal, dieses Jahr werden nur die Preisträger und ein paar handverlesene Journalisten eingeladen. Vor dem Kurhaus wird zudem ein Hygienemobil positioniert. Dort muss jeder Gast einen Corona-Schnelltest und eine Fiebermessung absolvieren, ehe er ins Gebäude darf.

    14.37 Uhr: Corona-Ausbruch in fleischverarbeitendem Betrieb in Niedersachsen

    In einem fleischverarbeitenden Betrieb im niedersächsischen Glandorf (Landkreis Osnabrück) sind bei Mitarbeitern aus der Produktion Corona-Infektionen festgestellt worden. Wie der Landkreis am Dienstag in Osnabrück mitteilte, stellte das Unternehmen inzwischen die Herstellung ein. Wann die Arbeit wieder aufgenommen werden kann, war zunächst unklar. Insgesamt arbeiten im Produktionsbereich rund 100 Mitarbeiter.

    14.35 Uhr: Schweden sollen Weihnachten mit maximal acht Personen feiern

    Vor den Feiertagen hat der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven seinen Landsleuten eindringlich ins Gewissen geredet, von Zusammenkünften mit mehr als acht Personen abzusehen. "Feiert Weihnachten und Neujahr mit einem kleineren Kreis an Menschen", mahnte Löfven in Stockholm an. Die eingeführte Vorgabe, sich mit maximal acht Personen zu treffen, sei die neue Norm für alle sozialen Situationen. Alle in Schweden hätten eine gemeinsame Verantwortung dafür, dass ihr Land nicht mit einer höheren Infektionszahl ins neue Jahr gehe.

    14.34 Uhr: Söder unterstützt Forderung der Leopoldina nach "hartem Lockdown"

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder unterstützt den von der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina geforderten "harten Lockdown" mit Geschäftsschließungen ab Weihnachten. Wenn das eine Empfehlung der Ministerpräsidentenkonferenz werde, werde Bayern dies auch machen, sagte der CSU-Chef in seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag.

    14.25 Uhr: Laborärzte warnen vor Antigen-Schnelltests

    Angesichts der zunehmenden Zahl von Antigen-Schnelltest-Angeboten warnen Labormediziner vor dieser Methode. "Die Coronavirus-Labordiagnostik und Vor-Ort-Schnelltests sind getrennte Welten", sagte der Vorsitzende des Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL), Andreas Bobrowski. Dies zeige sich nicht nur bei der Abstrichnahme und Testqualität. Die zugelassenen Schnelltests seien auch noch keiner externen Prüfung unterzogen worden.

    "Auch wenn solche Schnelltests derzeit in unterschiedlichsten Lokalitäten angeboten werden, bedeutet das nicht, dass die Ergebnisse in jedem Fall sicher sind", warnte auch Christian Scholz, Vorstandsmitglied im Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore (ALM). "Wir selbst erleben derzeit zu häufig, dass Antigen-Schnelltests falsch-positive oder falsch-negative Ergebnisse liefern", ergänzte Scholz. Während sich die Menschen bei falsch-positiven Tests unnötig sorgten, würden sie sich bei falsch-negativen Tests in gefährlicher, weil falscher Sicherheit wiegen.14.09 Uhr: Keine Schulaufgaben bei Wechsel- oder Distanzunterricht

    In Schulklassen, die sich wegen Corona im Wechsel- oder Distanzunterricht befinden, werden vor Weihnachten keine Schulaufgaben, Kurzarbeiten oder ähnliches mehr geschrieben. Das teilte das Bayerische Kultusministerium mit. Dies gilt somit unter anderem ab Klassenstufe acht aufwärts - mit Ausnahme der jeweils letzten Jahrgangsstufen der jeweiligen Schularten. Schriftliche Leistungsnachweise könnten in den betreffenden Klassen beziehungsweise Kursen bis Weihnachten nicht stattfinden. Details zu gegebenenfalls notwendigen Nachhol- oder Härtefallregelungen würden derzeit erarbeitet. Mündliche Leistungsnachweise bleiben möglich. Neu ist zudem: An allen Schulen entfällt der praktische Sportunterricht.

    14.05 Uhr: Ökumenischer Weihnachtsgottesdienst im Englischen Garten abgesagt

    Ein für den 24. Dezember in München geplanter ökumenischer Gottesdienst mit dem bayerischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx im Englischen Garten wird nicht wie geplant stattfinden. Mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen werde der Gottesdienst am Chinesischen Turm "aufgrund einer zu erwartenden sehr hohen Teilnehmerzahl abgesagt", teilten Landeskirche und Erzbistum mit. An einem alternativen Konzept werde derzeit gearbeitet.

    14.02 Uhr: Baden-Württemberg will Corona-Quarantänebrecher zwangseinweisen

    Baden-Württemberg will, so der Landessozialminister Manfred Lucha (Grüne) nach einer Kabinettssitzung, hartnäckige Corona-Quarantäneverweigerer zwangseinweisen. Demnach sollen Menschen, die sich trotz Corona-Infektion nicht in Quarantäne begeben und auf andere Sanktionen nicht ansprechen, künftig von der Polizei in zentrale Krankenhäuser zwangseingewiesen werden können. Die Standorte sollen bis zum Wochenende festgelegt werden.

    13:45 Uhr: Sachsen geht in harten Lockdown

    Sachsen wird nach Angaben von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ab Montag einen Lockdown bis zum 10. Januar verhängen. Am Freitag wolle das Kabinett formell beschließen, dass ab dem 14. Dezember Schulen und nicht lebensnotwendige Geschäfte geschlossen werden. Grund seien die sehr hohen Infektionszahlen.

    13.32 Uhr: Scholz verteidigt Etat 2021

    Bei den abschließenden Beratungen zum Bundeshaushalt hat die große Koalition ihre Schuldenpläne für das kommende Jahr verteidigt. Der Bund habe die Verantwortung, die Gesundheit der Bürger zu schützen und das Land zugleich wirtschaftlich und sozial aus der Krise zu führen, sagte Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) im Bundestag. "Wir haben diesen Weg eingeschlagen und werden ihn auch fortführen", kündigte er an.

    Der Etat von Finanzminister Scholz für das kommende Jahr ist geprägt von der Corona-Krise. Unternehmen sollen Zuschüsse von rund 39,5 Milliarden Euro beantragen können. Auch Krankenhäuser, Flughäfen und die Bahn werden unterstützt. Für die Beschaffung von Corona-Impfstoffen sind rund 2,7 Milliarden Euro vorgesehen. Insgesamt plant Scholz mit Ausgaben von fast einer halben Billion Euro, die zu mehr als einem Drittel aus Schulden finanziert werden sollen. Der Bundestag soll dem Bund erlauben, Kredite über fast 180 Milliarden Euro aufzunehmen.

    Die Union betonte, Deutschland müsse in den kommenden Jahrzehnten viele Milliarden zurückbezahlen. Scholz setzt zugleich darauf, dass starkes Wirtschaftswachstum die Schuldenquote von allein wieder verbessern könne. "Wir werden aus dieser Krise herauswachsen", kündigte er an.

    Während FDP und AfD die Höhe der geplanten Schulden scharf kritisierten, forderten Linke und Grüne, dass auch künftig für Investitionen Kredite aufgenommen werden sollen.

    13.22 Uhr: Baden-Württemberg verbietet Alkoholausschank im Freien

    Die baden-württembergische Landesregierung will den Alkoholausschank unter freiem Himmel insbesondere aufgrund des hohen Andrangs an Glühweinständen im Land verbieten. Man werde ein flächendeckendes Alkoholverbot in die nächste Corona-Verordnung aufnehmen, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) in Stuttgart an. Die Kommunen sollten das schon zum 3. Advent umsetzen.

    13.18 Uhr: Göring-Eckardt mit Schnelltest positiv auf Corona getestet

    Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, ist in einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die aus Thüringen stammende 54-Jährige auf Twitter mit. "Ich habe mich heute Vormittag testen lassen, weil ich leichte Erkältungssymptome bemerkt hatte. Ich habe mich jetzt in häusliche Isolation begeben. Mir geht es den Umständen entsprechend gut", schrieb sie. "Ich möchte allen danken, die für unsere Gesundheit und unsere Sicherheit gerade einen unfassbaren Job machen!»"

    13.09 Uhr: Thüringen - Keine Lockerungen an den Feiertagen

    Die Thüringer sollen Weihnachten und Silvester nur im engsten Familienkreis feiern. Das Land wolle die Corona-Kontaktbeschränkungen an den Weihnachtsfeiertagen wegen der hohen Infektionszahlen nicht lockern, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) in Erfurt. Darauf habe sich die rot-rot-grüne Minderheitsregierung verständigt. An einer endgültigen Entscheidung per Verordnung würden aber Landtag und Kommunen beteiligt. Dazu gäbe es Gespräche.

    Nach der Verständigung der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht die Thüringer Corona-Verordnung derzeit vor, dass sich maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen können. Kinder unter 14 Jahren sind dabei nicht berücksichtigt. Diese Kontaktbeschränkung soll im Freistaat laut Werner verlängert werden. Eine neue Verordnung werde voraussichtlich am 19. Dezember in Kraft treten. Eine Lockerung auf zehn Personen aus dem engsten Familien- und Freundeskreis wird es damit nicht geben.

    In Thüringen ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen mit 182,9 so hoch wie in kaum einem anderen Bundesland. Nur Sachsen hat derzeit mit 319,4 einen höheren Wert, Bayern liegt mit 177,4 etwas niedriger. Wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, gab es in Thüringen innerhalb eines Tages 28 neue Todesfälle und 458 Neuinfektionen. Die Ministerin sprach von einer besorgniserregenden Entwicklung.

    13.03 Uhr: Merkel rät frierenden Schülern zu Kniebeugen

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Schülerinnen und Schülern zu sportlichen Übungen geraten, um sich in ausgekühlten Klassenzimmern warm zu halten. Auf das Lüften in den Klassenräumen könne wegen der Corona-Pandemie auch im Winter nicht verzichtet werden, sagte Merkel auf Radyo Metropol FM, einem türkischsprachigen Radiosender mit Sitz in Berlin.

    "Man muss sich vielleicht wirklich noch etwas Wärmeres zum Anziehen mitbringen", riet die Kanzlerin. "Vielleicht macht man auch mal 'ne kleine Kniebeuge oder so oder klatscht in die Hände, damit man ein bisschen warm wird." Dies müsse aber "jeder für sich entscheiden - nicht dass es heißt, die Bundeskanzlerin verlangt das", fügte Merkel hinzu. Lüften sei in der Corona-Zeit für die Klassenzimmer aber auf alle Fälle "das Allerbeste".

    Eine Ausstattung aller Klassenräume mit Luftfiltern könne das Lüften nicht ersetzen: "Sonst gibt es die Gefahr, dass man einfach nur die Luft herumwälzt", sagte die Kanzlerin. Davon werde die Luft "aber noch nicht wieder frisch".

    12.54 Uhr: Drittes Quartal 2020 - So wenige Arbeitsstunden wie nie

    Die Arbeitnehmer in Deutschland haben im dritten Quartal dieses Jahres so wenig gearbeitet wie noch nie in einem vergleichbaren Zeitraum eines Jahres. Zwischen Anfang Juli und Ende September 2020 kamen nach Erkenntnissen des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im Durchschnitt 344,9 Arbeitsstunden pro Arbeitnehmer zusammen. Das sind 2,6 Prozent weniger als im gleichen Quartal des Vorjahres, wie das Forschungsinstitut bekanntgab. Insgesamt leisteten die Arbeitnehmer in Deutschland im dritten Quartal 15,42 Milliarden Arbeitsstunden.

    Gegenüber dem zweiten Quartal des Corona-Jahres 2020 ist das Arbeitsvolumen wegen des Rückgangs der Kurzarbeit dagegen saisonbereinigt um 5,4 Prozent gestiegen, teilte das IAB weiter mit. Trotzdem habe die Zahl der Kurzarbeiter im dritten Quartal mit 2,6 Millionen Menschen auf einem noch immer außerordentlich hohen Niveau gelegen.

    12.40 Uhr: Große Nachfrage nach Seife und Reiniger im Corona-Jahr

    Stark steigende Nachfrage nach Seife und Haushaltsreiniger hat der Körperpflege- und Waschmittelbranche 2020 ein Umsatzplus beschert. Hochrechnungen des Industrieverbandes Körperpflege und Waschmittel (IKW) zufolge dürften Verbraucher in Deutschland bis zum Jahresende rund 19,3 Milliarden Euro unter anderem für Seife (plus 77 Prozent zum Vorjahr) und Reinigungsmittel (plus 18,2 Prozent) ausgegeben haben.

    12.29 Uhr: Vier Löwen im Zoo von Barcelona positiv getestet

    Der Zoo im spanischen Barcelona meldet die Infektion von vier Löwen mit dem Coronavirus. Dies sei der zweite bekannte Fall, in dem sich Großkatzen angesteckt hätten. Auch bei zwei Mitarbeitern des Zoos seien die Tests positiv ausgefallen. Die Tiere hätten in dem für Besucher geöffneten Zoo keinen Kontakt zu anderen Tieren gehabt. Das Veterinäramt in Barcelona kontaktierte den Bronx Zoo in New York, in dem im April der erste Fall einer infizierten Großkatze bekannt wurde.

    12.21 Uhr: Corona-Lockerung zu Weihnachten in Frankreich auf der Kippe

    Die in Frankreich geplante Lockerung der Corona-Auflagen vor Weihnachten steht auf der Kippe: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen verharrt auf zu hohem Niveau, wie der Chef der nationalen Gesundheitsbehörde, Jérôme Salomon, mitteilte. Am Dienstag kommender Woche sollten die Franzosen ihre Häuser eigentlich wieder ohne Auflagen verlassen können - zum ersten Mal seit Inkrafttreten des strengen Lockdowns vor fast sechs Wochen. Auch Kinos, Theater und Museen sollten wieder öffnen.

    Frankreich sei aber "noch weit von dem Ziel" von maximal 5.000 täglichen Corona-Neuansteckungen entfernt, sagte Salomon - seit einer Woche stagniert die Zahl bei rund 10.000. Salomon warnte, es gebe ein "erhöhtes Risiko" einer neuen Verschlechterung der Lage.

    Präsident Emmanuel Macron hatte noch eine weitere Bedingung für Lockerungen zum 15. Dezember genannt: So sollten höchstens 2.500 bis 3.000 Menschen auf den Intensivstationen des Landes behandelt werden. Zuletzt waren es fast 3.200.

    12.12 Uhr: IW-Prognose - Deutsche Wirtschaft erreicht Ende 2021 Vorkrisenniveau

    Die Konjunktur in Deutschland wird sich nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Ende kommenden Jahres von der Corona-Krise erholt haben. Für 2021 rechnet das arbeitgebernahe Institut mit einem Wirtschaftswachstum von 4 Prozent, nach einem Minus von 5,25 Prozent in diesem Jahr. Voraussetzung sei aber, dass die Impf-Offensive gelingt und Konsumenten und Investoren Zuversicht gewinnen, betonte das IW in seiner Prognose.

    "Wenn das Impfen gut anläuft und die Infektionszahlen sinken, werden die Menschen zuversichtlicher und konsumieren und investieren mehr", sagte IW-Direktor Michael Hüther laut Mitteilung: "Setzt sich die Entwicklung erfolgreich fort, erreicht die deutsche Wirtschaft schon Ende des kommenden Jahres wieder ihr Vorkrisenniveau.»"

    Das neue Jahr beginne aber noch ohne Besserung, die deutsche Wirtschaft schrumpfe im ersten Quartal 2021 weiter. Im Baugewerbe könnten Arbeitskräfte fehlen, die international weiter angespannte Infektionslage bremse den Export. Der Arbeitsmarkt werde sich nur moderat erholen. Die Unternehmen stellten kaum neu ein, sondern würden die Arbeitszeit ihrer Belegschaft ausweiten und Kurzarbeit abbauen.

    11.56 Uhr: Razzia gegen sechs Verdächtige wegen Corona-Soforthilfebetrugs

    Polizei und Staatsanwaltschaft sind am Dienstag wegen des Verdachts auf Corona-Soforthilfebetrug mit einer Razzia in der Stadt und im Landkreis München, in Pforzheim und in Berlin gegen sechs Tatverdächtige vorgegangen. Die Beschuldigten im Alter von 28 bis 79 Jahren sollen mindestens 288.000 Euro für verschiedene Unternehmen kassiert haben, wie das bayerische Landeskriminalamt in München mit teilte. Die Unternehmen hätten aber entweder gar nicht existiert oder seien keiner Geschäftstätigkeit nachgegangen, so dass der in den Anträgen auf Corona-Soforthilfe angegebene Liquiditätsengpass real gar nicht bestanden habe. Im Rahmen der Ermittlungen seien 125.000 Euro auf verschiedenen Bankkonten eingefroren worden.

    11.46 Uhr: Biontech-Gründer Ugur Sahin wartet mit Impfung, bis er dran ist

    Biontech-Vorstandschef Ugur Sahin hat sich noch nicht mit dem von seinem Unternehmen entwickelten Corona-Impfstoff impfen lassen. "Wir haben ja noch keine Zulassung für Deutschland. Aber sobald sie da ist, würde ich das natürlich gerne machen", sagte er am  Dienstag in einem Interview von RTL/ntv. Für seine Mitarbeiter und ihn gälten aber keine Ausnahmen. "Auch wir halten uns an die Vorgaben, für welche Personengruppen der Impfstoff zuerst vorgesehen ist, da machen wir bei uns selbst keine Ausnahme. Falls wir eine Möglichkeit haben, Mitarbeiter zu impfen, weil sie eine systemrelevante Arbeit leisten, dann würden wir das natürlich sehr schnell und sehr gerne machen.»"

    11.39 Uhr: Grütters will neue Milliarde für Kultur in Corona-Krise

    Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat sich nach ersten Stützungsmaßnahmen für neue Milliarden-Hilfen für die Kultur in der Corona-Krise ausgesprochen. "Ein Großteil der Programme ist weit überzeichnet", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin. "Wir brauchen vermutlich mindestens doppelt soviel Geld, zumal die eine Milliarde Euro eine Antwort auf die ersten Schließungen im Frühjahr war, bei der wir den zweiten, deutlich längeren Lockdown noch gar nicht eingepreist hatten."

    11.30 Uhr: Ruhe vor dem Sturm: Pleitewelle durch Corona erst 2021

    Die Pleitewelle in Deutschland ist auf 2021 verschoben. Im Corona-Jahr sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sogar deutlich - dank staatlicher Hilfsmilliarden und Ausnahmen bei der Pflicht zur Insolvenzanmeldung. Doch je länger die Pandemie dauert, umso wahrscheinlicher wird es, dass etlichen Unternehmen die Puste ausgeht. "Die massiven staatlichen Corona-Finanzhilfen sorgen dafür, dass es große Mitnahmeeffekte bei echten Pleitekandidaten gibt, die ohne die Corona-Subventionen nicht überlebt hätten", bilanziert die Wirtschaftsauskunftei Creditreform.

    10.50 Uhr: Scholz: Deutschland kommt besser als gedacht durch Krise

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz betont im Bundestag, Deutschland komme besser durch die Corona-Krise als von Experten vorausgesagt. Vor allem auf dem Arbeitsmarkt sei die Beschäftigung nicht so stark eingebrochen wie gedacht.

    10.48 Uhr: BioNTech-Mitgründer erwartet Zulassung von Impfstoff in EU bis Jahresende

    BioNTech-Mitgründer Ugur Sahin begrüßt die Zulassung seines Impfstoffs in Großbritannien, aber: "Wir haben jetzt nicht wirklich Zeit, uns darüber zu freuen. Wir haben noch viel zu tun", sagt Sahin im Gespräch mit RTL/ntv. Von einer Zulassung in der EU gehe er bis Jahresende aus. "Im Grunde könnten wir direkt einen Tag später anfangen auszuliefern." Noch in diesem Jahr könne das Unternehmen in Kooperation mit dem US-Konzern Pfizer 50 Millionen Impfdosen herstellen, sagt Sahin und fügt hinzu: "Wir haben weiterhin vor, die für 2021 bereits geplanten 1,3 Milliarden Dosen zu produzieren und auszuliefern." Er gehe davon aus, dass bis zum Sommer etwa 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sein könnten.

    10.10 Uhr: Akademie der Wissenschaften fordert harten Lockdown

    Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordert umfassende Kontaktbeschränkungen nach Weihnachten. "Ab dem 24. Dezember 2020 bis mindestens zum 10. Januar 2021 sollte in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen und ein harter Lockdown gelten", heißt es in einer Stellungnahme. "Hierfür sollten zusätzlich zu den ab dem 14. Dezember vorgeschlagenen Maßnahmen alle Geschäfte bis auf die des täglichen Bedarfs geschlossen und die Weihnachtsferien in den Bildungseinrichtungen verlängert werden." Grund seien die anhaltend hohen Infektionszahlen.

    10.09 Uhr: Saarland: Alkoholverbot auf Plätzen und Straßen über Silvester

    Im Saarland gilt wegen der Corona-Pandemie am 24.12. sowie jeweils am Silvester- und Neujahrstag ein Alkoholverbot auf belebten Plätzen und Straßen. Zugleich werden die Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtsfeiertage etwas gelockert, wie die Landesregierung in Saarbrücken mitteilte.

    10.00 Uhr: Maschinenbauer gegen neuen Lockdown

    Die deutschen Machinenbauer warnen vor einer Verschärfung der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. "Es darf weiterhin zu keinem Lockdown der Industrie kommen", sagt der Präsident des Maschinenbauverbandes VDMA, Karl Haeusgen. "Kitas und Schulen müssen so weit wie möglich offen bleiben, berufliche Reisen müssen wieder mit wenig bürokratischem Aufwand möglich sein." Die Maschinenbauer beschäftigen mehr als eine Million Mitarbeiter und gelten damit als ein Rückgrat der Deutschen Wirtschaft.

    10.00 Uhr: Umsatzeinbruch von historischem Ausmaß im Tourismus

    Nach einem historischen Umsatzeinbruch von geschätzt 80 Prozent im Corona-Krisenjahr hofft die Reisebranche auf Nachholeffekte und die baldige Verfügbarkeit eines Impfstoffs. "Ich bin verhalten positiv, was das kommende Jahr betrifft", sagte Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes DRV am Dienstag in Berlin. "50 bis 60 Prozent der Umsätze des Rekordjahres 2019 sind hoffentlich drin – insbesondere wenn noch ein gewisser Nachholeffekt durch den Verzicht auf Reisen in diesem Jahr hinzukommt." Für die laufende Wintersaison zeichnet sich allerdings noch keine Trendwende ab: Der Umsatz liegt mehr als 70 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraum.

    09.36 Uhr: Fast ein Drittel der Deutschen erlebt Corona-Krise als Katastrophenfall

    Die Corona-Pandemie vermittelt fast fast jedem dritten Deutschen das Gefühl, in einer Katastrophe oder Notsituation zu leben. Das geht aus einer am Dienstag in Bonn veröffentlichten Umfrage für das Bündnis Aktion Deutschland Hilft hervor, in dem Hilfsorganisationen zusammengeschlossen sind. Demnach waren rund 30 Prozent dieser Meinung. 42 Prozent waren dagegen nicht der Auffassung, in einer Katastrophe zu leben. Weitere 28 Prozent waren bei der Antwort unentschlossen.

    09.32 Uhr: Corona in den USA: Mehr als 192.000 Neuinfektionen

    In den USA breitet sich die Corona-Pandemie weiterhin aus. Am Montag meldeten die Behörden binnen eines Tages 192.299 nachgewiesene Neuinfektionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging. Am Freitag war mit 227.885 Neuinfektionen der bislang höchste Wert registriert worden. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden belief sich am Montag auf 1.404. Die bislang höchste Zahl war am Donnerstag mit 2.879 Toten gemeldet worden. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern rund 14,95 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 283.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

    08.52 Uhr: Britischer Premier Johnson begrüßt Start von Impfkampagne

    Der britische Premierminister Boris Johnson begrüßt den Start der Corona-Impfkampagne in seinem Land. In einer über soziale Medien verbreiteten Erklärung dankt er den Mitarbeitern im Gesundheitswesen, den Wissenschaftlern und den Freiwilligen, die sich als Testpersonen an der Studie zur Entwicklung des Impfstoffs beteiligten. Gleichzeitig ruft er die Öffentlichkeit dazu auf, sich weiter an Regeln zur Eindämmung des Virus zu halten. "Wir werden das gemeinsam besiegen."

    08.45 Uhr: Großbritannien: 90-Jährige erhält erste Corona-Impfung

    Großbritannien hat als erstes westliches Land eine Impfkampagne gegen das Coronavirus gestartet. Den Anfang machte die 90-jährige Großmutter Margaret Keenan: Sie erhielt am Montagmorgen um 07.31 Uhr (MEZ) in Coventry die Spritze mit dem Wirkstoff der Pharmaunternehmen Pfizer und Biontech. Keenan ist der erste Mensch, der außerhalb einer klinischen Studie das Medikament bekam, auf dem die Hoffnungen zur Eindämmung der Pandemie liegen. "Ich fühle mich unglaublich privilegiert die erste Person zu sein, die gegen Covid-19 geimpft wird", sagte die Seniorin.

    08.30 Uhr: Länderchefs und Bund: Beratung über schärfere Corona-Regeln

    Die Bundesländer wollen einem Medienbericht zufolge noch in dieser Woche mit dem Bund darüber beraten, ob die Corona-Maßnahmen weiter verschärft werden. Der RBB-Sender inforadio zitiert Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke mit den Worten, dass die Konferenz wahrscheinlich am Donnerstag stattfinden werde. Vorab würden sich einige Länderchefs in kleinerer Runde austauschen.

    In Bayern gelten ab Mittwoch verschärfte Corona-Maßnahmen. Welche das sind, erfahren Sie hier.

    06.45 Uhr: Umfrage: Viele Menschen bereit zum Corona-Regelbruch an Weihnachten

    Nicht wenige Menschen sind einer Umfrage zufolge bereit, die eigentlich für gut befundenen Corona-Regeln an Weihnachten zu brechen. Mehr als drei Viertel der Befragten befürworte die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, ergab die Studie im Auftrag der Universität der Bundeswehr München. 42 Prozent sagten aber auch, sie wollten sich unter Umständen über geltende Regeln hinwegsetzen. Die Schnittmenge zwischen beiden Gruppen liege bei 25 Prozent. Die Bereitschaft zum Regelbruch sei besonders dann gegeben, wenn Menschen die Regeln für übertrieben hielten oder sicher seien, das nichts passieren könne, heißt es in einer Mitteilung.

    06.36 Uhr: Minister: EU-Verpflichtung für Impfstoff-Gabe an ärmere Länder

    Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die Europäische Union aufgefordert, sich zu einer Weitergabe von Impfstoffen an Entwicklungsländer zu verpflichten. "Ich halte es für dringend erforderlich, dass die EU schnellstens zu rechtsverbindlichen Abkommen für die Belieferung ärmerer Staaten mit Impfstoffen kommt", sagte Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir müssen sicherstellen, dass auch dort Ärzte, Pfleger und Risikogruppen rasch geimpft werden - und zwar nicht erst, wenn die westliche Bevölkerung durchgeimpft ist." Das sei ein Gebot der Solidarität. "Klar ist doch: Die Pandemie ist erst zu Ende, wenn wir sie weltweit besiegt haben."

    06.27 Uhr: US-Virologe Fauci warnt vor Reisen an Weihnachten

    Der US-Chefimmunologe Anthony Fauci hat vor der anstehenden Ferienzeit in den USA vor einem drastischen Anstieg der Corona-Ansteckungen gewarnt. Bedingt durch das Reiseaufkommen um Weihnachten und Neujahr könnten die Voraussetzungen für eine verstärkte Ausbreitung des Coronavirus sogar größer sein als zu Thanksgiving, sagte Fauci dem Rundfunksender CNN am Montag (Ortszeit). An Thanksgiving hatten Millionen Menschen die Empfehlung ignoriert, nur mit Mitgliedern ihres Haushalts zu feiern. Mit Blick auf Thanksgiving erklärte Fauci, die USA erlebten womöglich gerade erst den Anfang der Auswirkungen des Reiseverkehrs an Thanksgiving.

    05.35 Uhr: RKI: 14.054 Neuinfektionen und 423 weitere Todesfälle

    In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 14.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 14.054 neue Ansteckungsfälle erfasst. Das waren 450 Neuinfektionen mehr als am Dienstag vor einer Woche. Die Zahl der Corona-Toten erhöhte sich den Angaben zufolge innerhalb eines Tages um 423 auf 19.342. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie in Deutschland nach RKI-Angaben 1.197.709 Corona-Infektionen erfasst. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 881.800.

    04.15 Uhr: Großbritannien beginnt mit Corona-Impfungen

    Vor allen EU-Staaten will Großbritannien am Dienstag mit flächendeckenden Impfungen gegen Corona beginnen. Zuerst sollen über 80-Jährige, Mitarbeiter und Bewohner in Pflegeheimen sowie besonders gefährdetes medizinisches Personal das Mittel des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer erhalten. Dabei handelt es sich um etwa sechs Millionen Menschen. Der britische Premierminister Boris Johnson sprach von einem "riesigen Schritt vorwärts".

    03.08 Uhr: Südkorea schließt mit vier führenden Herstellern Impfstoffverträge

    Die südkoreanische Regierung unterzeichnet mit vier führenden Impfstoffherstellern Lieferverträge. 34 Millionen Impfeinheiten sollen von AstraZeneca, Moderna, Johnson & Johnson sowie der Partnerschaft von Pfizer/Biontech bereitgestellt werden. Zusätzliche Dosen für weitere 10 Millionen Menschen würden Regierungsangaben zufolge über das globale Impfstoffprojekt COVAX der Weltgesundheitsorganisation beschafft. Die Regierung in Seoul erklärt, das Land erwäge nicht, Impfstoffe aus Russland oder China zu beziehen.

    02.27 Uhr: SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach fordert vier Wochen Weihnachtsferien

    Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert angesichts steigender Infektionszahlen einen harten Lockdown. "Wir sollten die Schulen vier Wochen in die Weihnachtsferien schicken, das heißt idealerweise schon innerhalb der nächsten Woche und dann bis einschließlich der ersten Januarwoche", sagt Lauterbach der Zeitung "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). Auch der Einzelhandel soll seiner Ansicht nach nach Weihnachten geschlossen werden. "Zu Silvester darf es beim Kontaktverbot keine Lockerungen geben. Wir müssen die Weihnachtszeit für eine Unterbrechung der Pandemie nutzen und dürfen uns nicht an bis zu 500 Tote am Tag durch Covid gewöhnen."

    In der Passauer Neuen Presse warnte Karl Lauterbach vor 25.000 weiteren Corona-Toten bis Ende Januar und mahnte ebenfalls weitere Verschärfungen bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie an. Lockerungen zu Silvester bezeichnete er als "völlig unvertretbar". Die voraussichtlich bald beginnenden Impfungen bedeuteten keine Entwarnung, da der zur Verfügung stehende Impfstoff zu Beginn stark begrenzt sein werde, betonte Lauterbach. "Das Maximum, was wir bis Ende März erwarten können, ist Impfstoff für fünf Millionen Menschen. Mehr haben wir nicht."

    02.14 Uhr: Regierungsvertreter: Impfungen für Amerikaner kostenlos

    Das Weiße Haus hat bekräftigt, dass Amerikaner für Impfungen gegen das Coronavirus nicht selbst bezahlen müssen. Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter sagte am Montagabend (Ortszeit) in einer Telefonschalte mit Journalisten: "Kein Amerikaner wird auch nur einen Penny aus seiner Tasche bezahlen müssen." US-Präsident Donald Trump wolle an diesem Dienstag bei einem Treffen zur "Operation Warp Speed" im Weißen Haus eine Verfügung unterzeichnen, wonach die US-Bestände an Impfstoff gegen das Coronavirus zunächst der eigenen Bevölkerung zugute kämen. Bei der "Operation Warp Speed" handelt es sich um das Impfprojekt des Weißen Hauses.

    02.08 Uhr: Montgomery: Härtere Beschränkungen bis Weihnachten

    Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery spricht sich für härtere Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie aus, um einen "Kollaps der Intensivstationen nach dem Jahreswechsel" zu vermeiden. "Wir brauchen überall in Deutschland, wo die Infektionszahlen hoch sind, bis Weihnachten harte Ausgangsbeschränkungen, bei denen die Menschen nur noch aus triftigem Grund das Haus verlassen dürfen. Zur Arbeit, Schule, Kita, in den Supermarkt und zum Arzttermin sollen die Menschen natürlich gehen dürfen, alles andere sollte aber für die kommenden zwei Wochen verboten und sanktioniert werden", sagt der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, der Zeitung "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe).

    01.03 Uhr: DIW-Studie: Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung wirkt

    Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung zur Abfederung der Corona-Krise zeigt einer Studie zufolge Wirkung. Es stabilisiere bereits jetzt die Wirtschaftslage und dürfte mittelfristig das Wachstum anschieben, heißt es in einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des Finanzministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Die schwarz-rote Koalition hatte sich im Sommer auf ein mehr als 130 Milliarden Euro schweres Paket unter anderem mit geringerer Mehrwertsteuer, Hilfen für Kommunen und Zuschüssen für Familien verständigt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung dadurch in diesem Jahr um 1,3 und im kommenden Jahr um 1,5 Prozent höher liegt als in einem Szenario ohne Konjunkturpaket.

    00.10 Uhr: Auch Spahn für Diskussion über schärfere Maßnahmen

    Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen für eine Diskussion über schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ausgesprochen. "Der Ansatz, kurz und umfassender, um wirklich einen Unterschied zu machen, ist wahrscheinlich der erfolgreichere. Wenn wir nicht hinkommen mit der Entwicklung der nächsten ein, zwei Wochen bis Weihnachten, dann müssen wir das diskutieren", sagt Spahn bei Phoenix laut Mitteilung des Senders. Nicht ausschließen wollte Spahn demnach Einschränkungen beim Einzelhandel. "Wir müssen das abhängig machen von den nächsten Tagen, ob es uns gelingt, die Zahlen runterzubringen."

    Montag 07.12.2020

    23.45 Uhr: Spahn hält härtere Maßnahmen und Lockdown beim Einzelhandel für denkbar

    Gesundheitsminister Jens Spahn spricht sich angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen für eine deutliche Verschärfung der Maßnahmen zur Kontaktverminderung aus, sollten die Inzidenzzahlen nicht zeitnah sinken. "Der Ansatz, kurz und umfassender, um wirklich einen Unterschied zu machen, ist wahrscheinlich der erfolgreichere. Wenn wir nicht hinkommen mit der Entwicklung der nächsten ein, zwei Wochen bis Weihnachten, dann müssen wir das diskutieren", so der Gesundheitsminister gegenüber dem Nachrichtensender phoenix am Montagabend. Härtere Maßnahmen für einen kürzeren Zeitraum würden auch eher von den Bürgern verstanden, "als eine Seitwärtsbewegung der Infektionszahlen mit wahnsinnig viel Ermüdung". Nicht ausschließen mochte Spahn einen erneuten Lockdown im Einzelhandel. "Wir müssen das abhängig machen von den nächsten Tagen, ob es uns gelingt, die Zahlen runterzubringen." Auch künftig würden die Bundesländer individuelle Konzepte verfolgen, was er aufgrund unterschiedlicher Inzidenzzahlen auch für richtig halte. "Wir müssen in Sachsen andere Maßnahmen ergreifen als in Schleswig-Holstein, wenn das ganze Akzeptanz behalten soll."

    23.30 Uhr: NFL-Profis der Carolina Panthers auf Corona-Liste

    Die Carolina Panthers sind der nächste Corona-Hotspot in der NFL. Laut einem Bericht auf der Homepage der National Football League hat das Team am Montag acht Profis auf die Corona-Liste gesetzt. US-Medien berichteten zudem, dass das Trainingsgelände bis Mittwoch geschlossen bleibt. Auf die Liste kommen Spieler, die entweder selbst einen positiven Test bekommen haben oder als enger Kontakt einer positiv getesteten Person gelten. Unter den Spielern auf der Liste sind auch die beiden Wide Receiver DJ Moore und Curtis Samuel. Zuletzt hatten die Baltimore Ravens einen Corona-Ausbruch und mehr als ein Dutzend Spieler auf der Liste.

    22.15 Uhr: Sächsisches Kabinett berät über schärfere Corona-Regeln

    In Sachsen könnte es nach Medienberichten von der kommenden Woche an strengere Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie geben. Unter Berufung auf Regierungskreise berichtet die "Bild"-Zeitung am Montagabend, es werde diskutiert, Geschäfte vom kommenden Montag, 14. Dezember, a zu schließen. Nur lebensnotwendige Läden sollen - wie im Frühjahr - offen bleiben. Welche das neben Lebensmittel-Geschäften genau sind, sei noch unklar. Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber konnte den Bericht am Abend nicht bestätigen. Er verwies darauf, dass das Kabinett am Dienstag zu den verschärften Corona-Schutzmaßnahmen tagen wolle. Dann sollen Eckpunkte für weitere Maßnahmen und auch eine Zeitschiene festgelegt werden, sagte Schreiber der Deutschen Presse-Agentur. Dies könne dann von den parlamentarischen Gremien beraten werden. Dann könnte am Freitag eine Sondersitzung des Kabinetts einen Beschluss fassen.

    22.05 Uhr: Alle Jahrgangsstufen im Landkreis Regen bekommen Distanzunterricht

    Im niederbayerischen Landkreis Regen sollen die Schüler aller Jahrgangsstufen ab Mittwoch komplett auf Distanz geschult werden. Das teilte das Landratsamt am Montagabend in einer Allgemeinverfügung mit. Auch die geplanten Anti-Corona-Schutzmaßnahmen der Staatsregierung sehen Hybrid- beziehungsweise Distanzunterricht vor - allerdings nur für Schüler der höheren Klassen. Im Landkreis Regen gilt der Distanzunterricht auch schon für Grundschüler. Grund sind die extrem hohen Infektionszahlen in dem Landkreis an der tschechischen Grenze. Mm Montag (Stand 8.00 Uhr) lag der Wert bei fast 570 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

    21.30 Uhr: Israels Coronavirus-Kabinett für nächtliche Ausgangsbeschränkungen

    Nach einem Anstieg der Infektionszahlen setzt das israelische Coronavirus-Kabinett auf nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Die Maßnahme soll ab Mittwoch gelten, wie das Gremium nach Angaben des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montagabend beschloss. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Medienberichten zufolge sollen die neuen Einschränkungen bis zum 2. Januar dauern und damit unter anderem das jüdische Lichterfest Chanukka und die Weihnachtsfeiertage umfassen. Die Regierung muss den Plänen und Einzelheiten nach einem Bericht der «Jerusalem Post» noch zustimmen. Damit wurde demnach am Dienstag gerechnet.

    21.15 Uhr: US-Behörden melden knapp 175.000 Neuinfektionen

    Die US-Seuchenzentren CDC geben 174.387 registrierte Neuinfektionen und 1118 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt mehr als 14,6 Millionen Corona-Infektionen und über 281.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet.

    20.30 Uhr: Ministerin in Rom positiv auf Corona getestet

    In Italien ist die Innenministerin nach Regierungsangaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Luciana Lamorgese und zwei Kabinettsmitglieder zogen sich nach dem Resultat, von dem die Politikerin bei einem Regierungstreffen in Rom erfuhr, in Corona-Isolation zurück, wie offiziell mitgeteilt wurde. Außenminister Luigi Di Maio berichtete selbst, er habe sich nach der Runde in freiwillige Heimisolation begeben. Justizminister Alfonso Bonafede tat nach offiziellen Angaben das gleiche. Beide hätten rechts und links von Lamorgese gesessen.

    20.05 Uhr: Tschechische Regierung will Notstand bis 11. Januar verlängern

    Die tschechische Regierung will den Notstand wegen der Corona-Pandemie bis zum 11. Januar verlängern. Das beschloss das Minderheitskabinett unter Ministerpräsident Andrej Babis am Montag. Die endgültige Entscheidung liegt beim Abgeordnetenhaus, der wichtigeren der beiden Parlamentskammern in Prag. Der Notstand erlaubt es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit einzuschränken. Derzeit gilt, dass sich bis zu zehn Personen in Innenräumen und bis zu 50 im Freien versammeln dürfen. Nur wenige Tage nach den jüngsten Lockerungen beschloss die Regierung in Prag wieder erste Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen. Die Sperrstunde für Restaurants und Kneipen, die erst seit Donnerstag wieder öffnen dürfen, wird von Mittwoch an um zwei Stunden auf 20.00 Uhr vorgezogen. Der Alkoholkonsum an öffentlichen Plätzen wie auf Weihnachtsmärkten wird ganz verboten.

    19.55 Uhr: Noch keine Entscheidung über weiteres Bund-Länder-Treffen

    Ob es vor Weihnachten noch ein Bund-Länder-Treffen geben wird, ist nach den Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder unsicher. Dies sei noch nicht entschieden, sagt der CSU-Chef im ZDF. Er hoffe auf eine Runde der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin. Aber sinnvoll sei das nur, wenn man auch zu einer klaren, einvernehmlichen Entscheidung über neue Maßnahmen komme.

    19.50 Uhr: Hof verhängt nächtliche Ausgangssperre ab Dienstag

    In der Stadt Hof gilt nicht erst ab Mittwoch, sondern schon von Dienstag an eine nächtliche Ausgangssperre. Wie die Stadt am Montagabend mitteilte, ist dort das Verlassen der eigenen Wohnung in der Zeit zwischen 21.00 und 5.00 Uhr nur aus beruflichen und medizinischen Gründen, zur Begleitung von Kindern oder Sterbenden oder aus "ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen" erlaubt. Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis sieben müssen im Wechsel unterrichtet werden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht durchgehend eingehalten werden kann. In Kirchen, Synagogen und Moscheen gelte Maskenpflicht. Die Verfügung gilt bis 18. Dezember und soll die Corona-Seuche eindämmen.

    19.40 Uhr: Ramelow gegen neue Bund-Länder-Beratungen vor Weihnachten

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) ist gegen neue Bund-Länder-Beratungen vor Weihnachten. "Wir haben in der Ministerpräsidentenkonferenz Regelungen bis zum 10. Januar 2021 festgelegt", sagt er der FAZ. Jeder wisse, was zu tun sei. "Wir müssen die Zügel straff halten und kümmern uns in Thüringen um die weitere Infektionsvermeidung und den besonderen Schutz von Alten- und Pflegeheimen. Da wird uns auch kein neues Treffen nun neue Erkenntnisse bringen." Er sei aber gewillt, alles zu tun, was der Infektionsabwehr diene.

    19.25 Uhr: WHO gegen allgemeine Corona-Impfpflicht

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht ausgesprochen. Eine Impfung gegen das Virus vorzuschreiben oder nachdrücklich zu empfehlen, könne in bestimmten Berufsfeldern wie der Intensivmedizin sinnvoll sein. Es gebe aber Beispiele, in denen eine Impfpflicht den gegenteiligen Effekt gehabt und nicht zu einer höheren Immunisierungsrate in der Bevölkerung geführt habe. "Ich denke, wir sind viel besser beraten, den Menschen die Daten und die Vorteile zu präsentieren und sie selbst entscheiden zu lassen", fügte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan hinzu. Allerdings gebe es manche Umstände, unter denen eine Impfung seiner Meinung nach die einzige verantwortungsvolle Option sei, sobald die Impfstoff vollständig verfügbar sei.

    19.20 Uhr: Firmen zahlen britischer Regierung halbe Milliarde Hilfsgeld zurück

    In Großbritannien haben Unternehmen dem Staat mehr als eine Milliarde Pfund zurückgezahlt, die sie wegen der Corona-Krise als Unterstützung für Kurzarbeitsmaßnahmen erhalten hatten. Die Firmen hätten das Geld entweder nicht benötigt oder zu Unrecht beantragt, teilte die Regierung in London am Montag mit. Insgesamt seien bisher 504 Millionen Pfund (555 Mio Euro) freiwillig zurückgegeben worden, darunter sei auch Geld von Menschen, die Anspruch auf die Zuschüsse aus dem «Furlough»-Programm gehabt hätten. Seit Beginn der Corona-Krise haben nach Regierungsangaben mehr als eine Million Unternehmen insgesamt 43 Milliarden Pfund als Unterstützung für ihre Mitarbeiter beantragt. Das Programm soll noch bis März laufen. Die Behörden rechnen damit, dass fünf bis zehn Prozent der Hilfen fälschlich ausgezahlt wurden, etwa weil Firmen zu Unrecht Geld beantragt haben. Lediglich bei bis zu 0,6 Prozent der Anträge handele es sich aber um Betrugsfälle. Bisher wurden Hilfsgelder in Höhe von 12 Millionen Pfund wegen Betrugsverdachts blockiert, etwa 5.700 Untersuchungen liefen.

    19.10 Uhr: Stillstand bei Corona-Zahlen in Frankreich

    In Frankreich stagniert die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen. "Trotz all unserer Bemühungen (...) besteht nach wie vor ein hohes Risiko, dass sich die Epidemie wieder ausbreitet", sagte der Direktor der obersten Gesundheitsbehörde, Jérôme Salomon, am Montagabend. Frankreich sei noch weit vom Ziel entfernt, auf täglich weniger als 5000 Neuinfektionen zu kommen. Diese Marke hatte Präsident Emmanuel Macron für ein Ende der Ausgangsbeschränkungen Mitte Dezember vorgegeben. Derzeit werden jedoch laut Salomon im Schnitt pro Tag mehr als 10.000 Menschen positiv auf das Virus getestet. Salomon deutete an, dass entsprechende Lockerungen Mitte Dezember schwierig sein könnten, ohne sich konkret festzulegen. "Alles wird davon abhängen, wie sich die Dinge in den nächsten Tagen entwickeln", sagte er. In Frankreich sei die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Wochen sehr schnell zurückgegangen. Nun geben es einen Stillstand. Das liege auch an den winterlichen Wetterbedingungen.

    18.55 Uhr: Mitte Januar könnte "sehr düstere Zeit" in den USA werden

    Die Corona-Pandemie könnte in den USA nach Einschätzung des renommierten Immunologen Anthony Fauci Mitte Januar einen weiteren Höhepunkt erreichen. "Wenn wir da nicht kräftig gegensteuern, dann könnte Mitte Januar eine sehr düstere Zeit für uns werden", sagte Fauci am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo. Das liege vor allem an den vielen Menschen, die sich zu den Feiertagen - Thanksgiving Ende November sowie Chanukka und Weihnachten im Dezember - trotz gegenteiliger Empfehlungen der US-Gesundheitsbehörde CDC mit vielen anderen Menschen trafen und noch treffen wollten. Er gehe davon aus, sagte Fauci weiter, dass ab April ausreichend Impfstoff für alle Menschen in den USA zur Verfügung stehen könne. Dann könne das Land im Sommer oder zu Beginn des Herbstes in guter Verfassung sein.

    18.40 Uhr: Dänischer Prinz Christian positiv auf Coronavirus getestet

    Nach einem Corona-Ausbruch an seiner Schule ist der dänische Prinz Christian (15) positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der älteste Sohn von Kronprinz Frederik (52) und Kronprinzessin Mary (48) halte sich nun gemeinsam mit der Kronprinzenfamilie in einem Teil von Schloss Amalienborg in Isolation auf, teilte das dänische Königshaus mit. Abgesehen von seinen Eltern und Geschwistern habe er in letzter Zeit keinen Kontakt zu anderen Mitgliedern der königlichen Familie gehabt. Christian geht in Hellerup nördlich von Kopenhagen auf eine öffentliche Schule, er ist hinter seinem Vater die Nummer zwei der dänischen Thronfolge.

    18.25 Uhr: Kanada bekommt 250.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer

    Der von Biontech und Pfizer entwickelte Corona-Impfstoff wird bis Jahresende auch nach Kanada geliefert. Sein Land werde bis zu 250.000 Impfdosen erhalten, teilte der kanadische Premierminister Justin Trudeau mit. Eine Zulassung des Impfstoffs des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer durch die kanadischen Behörden wird am Donnerstag erwartet. Laut Trudeau hat Kanada mit sechs weiteren Herstellern Verträge geschlossen. Die Oppositionsparteien hatten Trudeau jüngst für dessen Aussage kritisiert, dass die Kanadier nicht unter den Ersten sein würden, die gegen das Coronavirus geimpft werden. Denn zuerst würden Menschen in jenen Ländern geimpft, wo die Mittel auch hergestellt werden. In Kanada gibt es keine Anlagen für massenweise Impfstoffproduktion.

    18.20 Uhr: Türkei meldet mit mehr als 200 Todesfällen am Tag Höchststand

    In der Türkei sind binnen 24 Stunden so viele Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden wie nie. Am Montag seien 203 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Insgesamt hat das 83-Millionen-Einwohner Land bislang 15.103 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus erfasst. Auch die Zahl der Neuinfektionen blieb auf einem hohen Niveau. Am Montag wurden 32.137 neue Fälle registriert, wie Koca mitteilte. Die Regierung hatte die Corona-Restriktionen erst vor Kurzem verschärft. Seit Freitag gelten wieder landesweite Ausgangssperren am Wochenenden. Wochentags gilt eine abendliche Ausgehbeschränkung. Zudem sind Restaurants und Bars geschlossen und es gelten Einschränkungen für Menschen unter 20 und über 65 Jahren.

    18.05 Uhr: Erleichterte Steuerstundung länger möglich

    Von der Corona-Krise schwer betroffene Steuerzahler können beim Finanzamt bis Ende März unter erleichterten Bedingungen beantragen, ihre Steuerschuld bis Ende Juni zu stunden. Bund und Länder haben sich jetzt auf eine stufenweise Verlängerung der ursprünglich bis Jahresende laufenden Frist verständigt, wie Bayerns Finanzminister Albert Füracker bestätigte. Die Finanzämter hätten bisher 360.000 Anträge auf Steuererleichterungen bewilligt. Die Gesamtsumme belaufe sich auf fast acht Milliarden Euro. Anschlussstundungen könnten im vereinfachten Verfahren mit Ratenzahlungen sogar bis Ende 2021 gewährt werden. Zinsen würden nicht erhoben. "Zudem wurde eine allgemeine, einmonatige Verlängerung der Abgabefrist für durch Steuerberater erstellte Steuererklärungen für das Kalenderjahr 2019 beschlossen", teilte das Finanzministerium in München mit. Das Bundesfinanzministerium werde die Einzelheiten noch im Dezember veröffentlichen.

    17.56 Uhr Unicef: Schulen von 320 Millionen Kindern wegen Corona geschlossen

    Rund 320 Millionen Kinder konnten nach Angaben der Vereinten Nationen wegen der Corona-Pandemie Anfang Dezember keinen Unterricht in ihren Schulen erhalten. Das seien nahezu 90 Millionen mehr von Schulschließungen betroffene Jungen und Mädchen gewesen als noch Anfang November, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Dienstag in New York mit. Anfang November sei 232 Millionen Kinder der Schulbesuch aufgrund der Pandemie verwehrt worden. Die Lernerfolge der Mädchen und Jungen seien durch die Schulschließungen gefährdet, zudem leide ihr physisches und mentales Wohlbefinden, hieß es.

    Weiter warnte Unicef, dass viele Kinder unter dem Wegfall der Schulspeisung litten. Das gelte besonders für arme Länder. Das Hilfswerk rief die Regierungen auf, wenn möglich Schulen offen zu lassen oder wieder zu öffnen. Kindern müsse ein sicheres und gesundes Lernumfeld geboten werden. Schulen seien nicht die Haupttreiber des Corona-Pandemie, betonte Unicef.

    Es sei zu befürchten, dass zu viele Schulen unnötig geschlossen würden. Die Länder müssten zumindest einen elektronischen Fernunterricht organisieren. Etliche Länder schlossen bereits in der ersten Welle der Corona-Pandemie in den ersten Monaten des Jahres die Schulen, um eine Ausbreitung der Krankheit Covid-19 zu verhindern.

    17.48 Uhr: 41 Corona-Fälle in Fleischbetrieb in Traunstein

    Bei der Bayernfleisch GmbH in Traunstein sind dem Landratsamt Traunstein zufolge 41 Beschäftigte positiv auf das Virus getestet worden. Nach betriebsinternen Antigen-Schnelltests seien die Ergebnisse durch PCR-Tests bestätigt worden, teilte das Landratsamt mit.

    Inklusive Kontaktpersonen habe das Unternehmen "vorsorglich 49 Personen über das Wochenende isoliert und bereits vor Arbeitsbeginn in Quarantäne gesetzt", teilte das Unternehmen mit. "44 Mitarbeiter sind symptomfrei." Angesichts des hohen 7-Tage-Inzidenzwertes in Traunstein sei am Montag eine behördliche PCR-Reihentestung der Belegschaft durchgeführt worden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Landratsamt bei 250,4 Neuinfektionen, bezogen auf 100 000 Einwohner.

    In Schlachthöfen und Fleischbetrieben herrschen niedrige Temperaturen, die für Corona-Viren günstig sind. Bayernfleisch testet nach eigenen Angaben konsequent betriebsintern.

    16.46 Uhr: Weltwirtschaftsforum soll im Mai in Singapur stattfinden

    Das Weltwirtschaftsforum (WEF) zieht 2021 coronabedingt von der Schweiz nach Singapur. Dort werde das Treffen vom 13. bis 16. Mai stattfinden, teilten die Organisatoren mit. Die Wirtschafts- und Politik-Elite werde sich persönlich treffen, um die dringendsten weltpolitischen Fragen zu erörtern, sagte WEF-Gründer Klaus Schwab, ohne zunächst auf Einzelheiten des Programms einzugehen. Die Entscheidung sei mit Blick auf die Sicherheit aller Teilnehmer und der Gastgeber gefallen. In Singapur sei die Corona-Situation wesentlich besser als an vielen anderen Orten.

    "Ein Treffen der weltweiten Führungskräfte ist von entscheidender Bedeutung bei der Frage, wie man die Erholung gemeinsam gestalten kann", so Schwab. Das WEF-Treffen 2022 solle wieder wie üblich in Davos stattfinden. Die Schweiz gehört zu den in Europa am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern.

    Vor einigen Wochen war noch Luzern als Ausweichquartier ins Spiel gebracht worden. In der sonst üblichen Davos-Woche werde vom 25. bis 29. Januar ein virtuelles Event organisiert, hieß es.

    16.36 Uhr: Ryanair kündigt harten Preiskampf in Europas Luftverkehr an

    Europas größter Billigflieger Ryanair will mit Kampfpreisen aus der Corona-Krise fliegen. Allein über günstige Ticketpreise könne nach Einführung eines Corona-Impfstoffes die Nachfrage wieder schnell auf Vorkrisen-Niveau gebracht werden, sagte der Chef der Ryanair-Gruppe, Michael O'Leary, bei einem Gespräch mit der Lotsen-Dachorganisation Eurocontrol in Brüssel. Ryanair plane, sein Angebot in ganz Europa stark auszubauen und setze dabei auf die Kooperation der Flughäfen.

    O'Leary hielt den staatlich gestützten Netzgesellschaften wie Lufthansa, Alitalia oder Air France/KLM vor, das Flugangebot auch nach der Pandemie künstlich knapp halten zu wollen, um höhere Ticketpreise durchzusetzen. Die Aussetzung der Regulierung von Start-und Landerechten schütze ihre Stellung an den großen Flughäfen. Ryanair hat ein Dutzend Klagen gegen Staatshilfen für europäische Airlines angekündigt, darunter gegen die deutschen Gesellschaften Condor und Lufthansa.

    16.12 Uhr: Merkel: Mit diesen Maßnahmen kommen wir nicht durch den Winter

    Kanzlerin Angela Merkel fordert in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion weitergehende Maßnahmen in der Corona-Krise. "Mit dem Prinzip Hoffnung kommen wir nicht weiter", sagt Merkel nach Informationen aus Teilnehmerkreisen mit Blick auf die wieder steigenden Corona-Infektionszahlen. "Es wird eine ganz schwierige Situation. Mit diesen Maßnahmen kommen wir nicht durch den Winter", fügt sie mit Hinweis auf den bisherigen Teil-Lockdown hinzu.

    Merkel habe die zusätzlichen Maßnahmen für Corona-Hotspots, wie sie etwa in Bayern, zuvor aber auch in Sachsen oder Baden-Württemberg beschlossen worden waren, in der Fraktionssitzung gelobt. Bund und Länder hatten sich am 25. November darauf geeinigt, dass die 16 Landesregierungen in Regionen mit besonders hohen Corona-Neuinfektionszahlen weitere Beschränkungen erlassen sollten. Dies haben aber bisher nicht alle Landesregierungen umgesetzt.

    16.10 Uhr: Kontrollaktion in ganz Bayern: Maskenpflicht weitgehend eingehalten

    Polizei und Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel haben im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages auch in ganz Bayern die Maskenpflicht zum Schutz vor der Verbreitung des Coronavirus überwacht. "Die meisten halten sich vorbildlich an die Maskenpflicht", sagte Innenminister Joachim Herrmann in München, wo er sich mit Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (beide CSU) ein Bild von den Kontrollen machte. "Es gibt aber leider immer wieder den ein oder anderen, der leichtfertig oder gar absichtlich ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs ist."

    Bis zum Mittag seien bei der Kontrollaktion, die sich vor allem auf den öffentlichen Personenverkehr und stark besuchte öffentliche Plätze, auf denen eine Maskenpflicht gilt, konzentrierte, bereits etwa 700 Verstöße festgestellt worden.

    Es war die dritte bayernweite Aktion dieser Art, der bundesweite Aktionstag fand aber erstmalig statt. Eine Bilanz zu der Kontrollaktion will das Innenministerium erst am Dienstag bekanntgeben.

    16.00 Uhr: Personal-Lage im Krankenhaus Zwiesel weiter angespannt

    In den beiden Arberlandkliniken Zwiesel und Viechtach im Landkreis Regen ist die Zahl der Mitarbeiter, die mit Corona infiziert oder als Kontaktpersonen in Quarantäne sind, noch einmal von 48 Personen auf heute 56 gestiegen, die meisten davon aus dem Krankenhaus Zwiesel. Das hat das Krankenhaus heute auf Nachfrage bekannt gegeben. Es handelt sich vor allem um Pflegekräfte und Reinigungspersonal. Außerdem sind zwei Ärzte betroffen.

    Seit letzter Woche wird das Personal im Krankenhaus mindestens einmal wöchentlich getestet. Wegen dieser hohen Zahlen - über 10 Prozent des Gesamtpersonals - hat sich das Krankenhaus gestern aus der Notfallversorgung abgemeldet. Außerdem werden vorerst keine Nicht-Covid-19-Patienten, also keine normalen Patienten, mehr aufgenommen. Sie müssen in die Arberlandklinik Viechtach ausweichen, die kaum von Fällen beim Personal betroffen ist, oder in eines der Krankenhäuser in den Nachbarlandkreisen. Ausgenommen ist nur die Geburtshilfeabteilung im Zwiesler Krankenhaus, wo es keine Fälle gibt und die auch ganz normal weitermacht.

    15.17 Uhr: Bayerns Tennis-Verband zieht vor Verwaltungsgericht

    Der Bayerische Tennis-Verband (BTV) geht juristisch gegen das Hallensport-Verbot im Freistaat vor. Wie der Verband mitteilte, hat der unterfränkische Verein TC Rot-Weiß Gerbrunn einen Normenkontrollantrag und einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht. Das Ziel: Der Tennis-Sport soll wieder erlaubt werden. Der Club werde bei seinem Vorhaben vom BTV "maßgeblich unterstützt". Bereits seit dem 13. November sind in der Corona-Krise so gut wie alle Hallen-Sportstätten in Bayern geschlossen.

    15.15 Uhr: Österreich lockert strikten Corona-Lockdown

    Nach drei Wochen hat Österreich seinen harten Corona-Lockdown gelockert. Statt ganztags gilt jetzt nur noch eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 20.00 bis 06.00 Uhr. Geschäfte, Einkaufszentren sowie Friseure und andere Dienstleister haben wieder geöffnet, und auch ein Großteil der Schüler darf wieder ins Klassenzimmer zurück. Für alle ab der fünften Klasse gilt jedoch Maskenpflicht.

    Normaler Präsenzunterricht ist wieder für die Schüler der ersten acht Klassen sowie der Abschlussklassen möglich. Davon weiterhin ausgenommen sind hingegen die Schüler der Oberstufen sowie der Berufsschulen und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS).

    15.02 Uhr: Russland testet chinesischen Corona-Impfstoff

    Parallel zum Start der Massenimpfungen mit dem eigenen Corona-Vakzin "Sputnik V" hat Russland einen chinesischen Wirkstoff zum Test zugelassen. An der klinischen Studie des Herstellers CanSino Biologics sollen auch rund 8.000 russische Probanden teilnehmen, wie die Agentur Interfax unter Berufung auf das kooperierende russische Pharmaunternehmen Petrovax meldete. Insgesamt soll die Wirksamkeit des chinesischen Impfstoffs "Ad5-nCov" in einer sogenannten Phase-III-Studie demnach international an mehr als 40.000 Menschen getestet werden. Ersten Freiwilligen sei das Mittel bereits verabreicht worden.

    Chinesische Pharmakonzerne haben auf der Grundlage einer Notverordnung nach Schätzungen schon mehr als eine Million Menschen mit experimentellen Impfstoffen gegen das Coronavirus geimpft. Vier chinesische Hersteller, die fünf verschiedene Impfstoffe entwickelt haben, kooperieren mit mehr als einem Dutzend anderer Länder, um die Wirksamkeit zu testen. Genannt wurden in Staatsmedien außer Russland auch Länder wie Brasilien, Indonesien, die Türkei, Pakistan und die Vereinigten Arabischen Emirate.

    14.57 Uhr: Forscher sammeln Wortschöpfungen mit Corona-Bezug

    Von Aluhut bis zweite Welle: Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim hat bisher etwa tausend Wörter und Wortverbindungen mit Corona-Bezug gesammelt. Die Wortschöpfungen wurden online dokumentiert, wie das Institut mitteilte. Sie fanden Eingang in das sogenannte Neologismenwörterbuch, das insgesamt mehr als 2.100 neue Wörter, Phraseologismen sowie neue Bedeutungen etablierter Wörter, die zwischen 1991 und heute in den die Allgemeinsprache eingingen, auflistet.

    Dazu zählen nicht nur Corona-Schöpfungen wie Ü-50-Inzidenz, Seuchensheriff, Schnutenpulli oder Nichtsemester. Auch aktuelle Ereignisse in Politik und Gesellschaft spiegeln sich demnach in Bezeichnungen wie Brexiteer und Pegidist wieder. Neu aufgenommen wurden auch Wörter wie upcyceln für das Umnutzen alten Materials oder Pop-up-Radwege für fix eingerichtete und meist zeitlich begrenzte Radwege.

    14.53 Uhr: Papst will trotz Corona im März 2021 in den Irak

    Überraschende Ankündigung aus dem Vatikan: Papst Franziskus will im März des kommenden Jahres eine Reise in den Irak antreten. Er habe die Einladung aus Bagdad und der dortigen katholischen Kirche angenommen, teilte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni mit. Die Reise in die seit Jahrzehnten von Terror und Gewalt geprägte Region ist für den 5. bis 8. März 2021 geplant. Stationen auf der Route sind demnach die irakische Hauptstadt Bagdad, die Ebene von Ur, die Stadt Erbil sowie Mossul und Karakosch. Allerdings hingen das Vorhaben und der Ablauf auch von der weltweiten Lage des "Gesundheitsnotstands" ab, erklärte der Vatikan weiter.

    14.48 Uhr: Fast 2.300 neue Fälle in Bayern

    In Bayern sind den Behörden in den vergangenen 24 Stunden 2.296 Corona-Neuinfektionen (Stand 07.12.2020, 8 Uhr) gemeldet worden. Das hat das Landesamt für Gesundheit (LGL) in Erlangen mitgeteilt. 36 Corona-Infizierte sind gestorben. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie im Freistaat 232.164 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 168.490 gelten inzwischen als genesen. In Mittelfranken hat sich die Zahl der Neuinfektionen seit gestern um 226 erhöht, die der Todesfälle um drei. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Mittelfranken bei 225,11 und damit weiterhin deutlich über dem bayerischen Durchschnitt von 178,59. Den höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwert in Mittelfranken hat weiterhin Nürnberg mit aktuell 350,71.

    14.28 Uhr: Krankenhäuser fordern Rücknahme der Lockerungen um Weihnachten

    Die deutschen Krankenhäuser haben aufgrund anhaltend hoher Neuinfektionen eine Rücknahme der Corona-Lockerungen über Weihnachten und Silvester gefordert. Mildere Regelungen etwa bei Kontaktbeschränkungen könnten "zu einem Anstieg der Infektionszahlen führen, mit weiteren Folgen für Kliniken", sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, dem "Handelsblatt" (Online).

    Die jetzige Situation sei für das Personal in vielen Kliniken ohnehin schon belastend und herausfordernd. "Wir haben heute 40 Prozent mehr Intensivpatienten als im Frühjahr, und anders als im Frühjahr ist dies keine kurzzeitige Situation, sondern schon seit Wochen so, ohne dass wir ein Ende erkennen können", sagte Gaß weiter. Damit sich die Lage auf den Intensivstationen nicht weiter verschlimmert, befürwortet Gaß Verschärfungen der Maßnahmen "in Gebieten mit sehr hoher Inzidenz". Denn der Appell der Bundesregierung, private Kontakte zu minimieren, fruchte offenbar nicht.

    13.53 Uhr: Impfkommission will zuerst in Alten- und Pflegeheimen impfen

    Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen sowie das Personal in Notaufnahmen, der Transplantationsmedizin und der Altenpflege zuerst gegen das Coronavirus zu impfen. Das geht aus der Empfehlung hervor, die das Robert Koch-Institut (RKI) nun an Länder und medizinische Fachgesellschaften verschickte.

    In einer zweiten Prioritätengruppe sollen demnach die 75- bis 80-Jährigen sowie etwa Bewohner von Demenzeinrichtungen geimpft werden. Zudem zählt zu diesen zweiten Gruppen auch Personal in stationären oder ambulanten Dienst in Einrichtungen für Demenzkranke oder geistig Behinderte. In eine dritte Gruppe sortiert die STIKO mehr als 5,5 Millionen Menschen ein, die etwa zwischen 70 und 75 Jahre alt sind, Vorerkrankungen oder Kontakt mit Schwangeren haben.

    Die prioritär zu impfenden Gruppen umfassen nach Angaben des RKI mehr als 8,6 Millionen Menschen. Die STIKO-Empfehlungen sollen nun in eine Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums einfließen. Das RKI erbittet wegen der Eilbedürftigkeit eine Antwort der Verbände bis zum 10. Dezember, geht aus dem, Anschreiben hervor.

    13.44 Uhr: Münchner Experte dämpft Hoffnung auf baldige Vor-Corona-Normalität

    Der Münchner Mathematiker Ulrich Mansmann von der Ludwig-Maximilians-Universität dämpft die Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr zur Vor-Corona-Normalität. Impfungen könnten zwar dabei helfen, die Epidemie unter Kontrolle zu bringen, sagte der Professor, der Direktor des Instituts für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie ist, laut einer Mitteilung der Hochschule. Dies werde aber eine gewisse Zeit dauern.

    Um die empfohlene Impfrate von etwa 70 Prozent zu erzielen, müssten laut Mansmanns Berechnungen alleine in Bayern etwa 2.300 zusätzliche Ärzte ein Jahr lang in einem der ungefähr 100 geplanten Impfzentren impfen. "Das Leben wird 2021 sicher noch eingeschränkt bleiben", erläuterte Mansmann: "Ich schätze, dass uns das Virus auch im Jahr 2022 noch beschäftigen wird." Der Mathematiker Mansmann gilt als einer der führenden deutschen Wissenschaftler auf dem Gebiet der öffentlichen Gesundheit.

    13.33 Uhr: Grüne fordern Betriebsschließungen zwischen Weihnachten und Neujahr

    Die bayerischen Landtags-Grünen haben ihre Forderung nach Betriebsschließungen zwischen Weihnachten und Neujahr zur Eindämmung des Coronavirus bekräftigt. Man richte den klaren Appell an Unternehmen, sich das zu überlegen, sagte Fraktionschefin Katharina Schulze in München. Mit nur drei Tagen Betriebsschließungen ließen sich Hunderttausende Kontakte vermeiden, argumentierte sie.

    Grundsätzlich stünden die Grünen hinter der vom Kabinett beschlossenen Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen von diesen Mittwoch an, so Schulze. Sie lobte insbesondere, dass Ministerpräsident Markus Söder (CSU) der Grünen-Forderung nach Wechselunterricht für höhere Klassen gefolgt sei. Ansonsten sparte sie aber nicht mit Kritik, warf Söder etwa vor, manches schnell zu verkünden, aber schlecht auszuführen.

    13.26 Uhr: NRW schließt bundesweite Verschärfungen nicht aus

    Nordrhein-Westfalen schließt eine bundesweite Verschärfung der Corona-Maßnahmen nicht aus. "Sollte sich die Gesamtlage nicht zeitnah verbessern, erscheint auch bundesweit ein noch restriktiveres Vorgehen notwendig, um die Zahl der Neuinfektionen überall deutlicher zu reduzieren", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der dpa.

    "Dass Länder mit einem flächendeckend zusätzlich herausfordernden Infektionsgeschehen weitere Maßnahmen ergreifen, entspricht der Logik des gemeinsamen Beschlusses der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin", erklärte er. Nordrhein-Westfalen setze weiter auf den engen Schulterschluss von Bund und Ländern.

    13.23 Uhr: Griechenland verlängert Lockdown bis zum 7. Januar

    Wegen der hohen Zahl von Coronavirus-Infektionen hat die griechische Regierung den seit Anfang November geltenden Lockdown bis zum 7. Januar verlängert. Schulen, Gastronomie, Bars und Nachtlokale sowie die Gerichte bleiben geschlossen, wie der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas mitteilte.

    Wer zur Arbeit geht, muss eine Bescheinigung des Arbeitgebers mit sich führen. Wer aus anderen Gründen auf die Straße möchte, muss darüber per SMS den Zivildienst informieren. Möglich sind Arztbesuche, Einkäufe im Supermarkt, die Versorgung von Familienmitgliedern und Sport. Reisen von einer Region des Landes in eine andere ohne wichtigen Grund weiterhin verboten. "Auch die Ausgangssperre zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr bleibt bestehen", sagte der Regierungssprecher weiter.    

    Die Infektionsfälle seien zwar leicht zurückgegangen, dennoch seien die Ergebnisse des Lockdowns nicht zufriedenstellend, begründete Petsas die Entscheidung.

    13.11 Uhr: Pilotversuch mit Schnelltests an Erlanger Realschule

    In Erlangen sind am Morgen im Rahmen eines Pilotversuchs rund 100 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte mit Schnelltests auf das Corona-Virus getestet worden. "Ich glaube, dass diese Schnelltests in den nächsten Wochen viel weiter noch vorangetrieben werden müssen", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei einem Besuch der Realschule am Europakanal. Ziel sei es, "nicht bei jeder Infektion gleich eine ganze Schule lahmlegen zu müssen", so Herrmann.

    Mit den Schnelltests könne man ausmachen, wer tatsächlich infiziert ist und in Quarantäne muss und wer weiter am Unterricht teilnehmen kann. Entsprechende Tests stünden in Bayern mittlerweile zur Verfügung, so der Innenminister. Herrmann kündigte eine entsprechende Teststrategie an: "Jetzt muss sehr schnell die Entscheidung vorangebracht werden, wie wir das im Schulalltag entsprechend auch umsetzen."

    13.04 Uhr: Bayerns DLRG befürchtet wegen Corona 100.000 Nichtschwimmer

    Wegen corona-bedingt geschlossener Schwimmbäder rechnet die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) mit einem Jahrgang von bis zu 100.000 Nichtschwimmern in Bayern. Um den ausgefallenen Schwimmunterricht nachzuholen, müssten Hallenbäder deshalb im kommenden Jahr länger und speziell zu diesem Zweck geöffnet werden, fordert der Verband in einer Resolution von den Kommunen und der Staatsregierung.

    Die Schließung der Bäder wegen der Corona-Pandemie sei zwar notwendig gewesen, teilte die DLRG mit. Die Ausbildung von Schwimmanfängern sei dadurch aber "nahezu unmöglich" gewesen. Schon zuvor konnten einer Umfrage der DLRG zufolge 60 Prozent der Kinder nicht richtig schwimmen, wenn sie die Grundschule verlassen. Diese Zahl dürfte nun deutlich steigen, fürchtet der Verband.

    12.54 Uhr: Dänemark verschärft an Brennpunkten Corona-Maßnahmen

    Im Kampf gegen hohe Corona-Infektionszahlen erlässt Dänemark für die Zeit über Weihnachten und Neujahr in weiten Teilen des Landes weitreichende Beschränkungen. In einigen der bevölkerungsreichsten Kommunen werden ab Mittwoch alle Restaurants, Bars und Cafés sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen wie Kinos, Museen und Zoos geschlossen. Das gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen bekannt. Schüler ab der fünften Klasse sowie diejenigen weiterführender Bildungseinrichtungen werden in den Distanzunterricht und öffentliche Bedienstete ohne kritische Funktionen ins Home Office geschickt.

    Weihnachten könne im engsten Familienkreis gefeiert werden, dann aber sollten nicht mehr als zehn Personen zusammenkommen, sagte Frederiksen. Betroffen von den Maßnahmen sind 38 der 98 dänischen Kommunen, in denen die Infektionszahlen besonders hoch sind, darunter die Hauptstadtregion um Kopenhagen und in den Großstädten Aarhus und Odense. Die Maßnahmen gelten vorläufig bis zum 3. Januar.

    12.43 Uhr: Bericht - Impfkommission hat Empfehlung für Impf-Reihenfolge fertig

    Nach Informationen der "Bild"-Zeitung hat die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung für die anstehende Corona-Massenimpfung fertiggestellt. Demnach soll das Papier noch heute an die Bundesländer übermittelt werden. Laut "Bild" empfiehlt die Kommission, drei Personengruppen zuerst zu impfen: medizinisches Personal, Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen sowie ältere Risikopatienten, vor allem chronisch Kranke. In zweiten Schritt sollen demnach dann unter anderem Polizei, Feuerwehr und Erzieher folgen. Das Bundesgesundheitsministerium hatte kurz zuvor erklärt, dass die Empfehlungen in Kürze vorgelegt und auch veröffentlicht würden.

    12.35 Uhr: Bundesregierung sieht Corona-Trendwende "weit entfernt"

    Die Bundesregierung hat angesichts gestiegener Corona-Infektionszahlen zusätzliche Beschränkungen in besonders betroffenen Regionen begrüßt. Die aktuellen Zahlen gäben insgesamt Anlass zur Sorge, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin: "Das ist weit entfernt von der erhofften Trendwende." Daher sei es richtig und nötig, wenn einige Länder wie als gemeinsame Linie vorgesehen nun weitere Eindämmungsmaßnahmen vor allem bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen planen.

    Bund und Länder hatten beschlossen, den Teil-Lockdown mit der Schließung zahlreicher Einrichtungen bis 10. Januar zu verlängern - mit vorübergehend möglichen Lockerungen über Weihnachten und Neujahr. Für 4. Januar ist eine erneute Beratung vorgesehen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte signalisiert, für eine eventuell nötige frühere Beratung jederzeit zur Verfügung zu stehen. Seibert sagte dazu, wenn sich frühere Termine ergeben sollten, werde dazu informiert.

    12.25 Uhr: Umfrage - Zwei Drittel aller Unternehmen beantragten Corona-Hilfe

    Fast zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland mit 20 oder mehr Mitarbeitern haben einer repräsentativen Umfrage zufolge wegen der Corona-Beschränkungen eine Form von staatlicher Hilfe beantragt - sei es einen Soforthilfekredit oder vereinfachtes Kurzarbeitergeld. Nur jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) ist dabei mit dem Prozess der Beantragung insgesamt zufrieden, wie der Branchenverband Bitkom mitteilte. Neun von zehn Firmen (92 Prozent) beklagen technische Probleme bei der Antragstellung wie die zeitweise Nichterreichbarkeit der Website.

    12.18 Uhr: Söder hält Verschiebung weiterer Schulabschlussprüfungen für möglich

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält nach dem Abitur auch eine Verschiebung anderer Abschlussprüfungen für möglich. Man müsse schauen, dass auf Dauer alles angepasst werde, sagte er vor einer Videokonferenz des CSU-Vorstands in München mit Blick auf den Wechsel- und Distanzunterricht, der wegen der hohen Zahl an Corona-Infektionen spätestens ab Mittwoch geplant ist. Das gelte etwa für Schulaufgaben und Leistungsnachweise, die nachgeholt werden müssten, aber auch für den zeitlichen Ablauf von Prüfungen im kommenden Jahr. Im Januar werde man sehen, wie das weitere Verfahren sein werde.

    12.10 Uhr: Strikter Corona-Lockdown in Südkalifornien wegen überlasteter Krankenhäuser

    Wegen überlasteter Krankenhäuser ist im Süden Kaliforniens ein strikter Corona-Lockdown in Kraft getreten. Für mehr als 20 Millionen Menschen gilt damit seit Mitternacht und für mindestens drei Wochen eine Ausgangssperre, wie die Behörden mitteilten. Treffen von Menschen aus verschiedenen Haushalten sind verboten. Dienstleister wie Friseure müssen ebenso schließen wie Bars, Restaurants dürfen nur Speisen außer Haus anbieten, Hotels dürfen keine Touristen aufnehmen.

    Gouverneur Gavin Newsom hatte vergangene Woche angekündigt, dass diese Lockdown-Maßnahmen in Kraft träten, wenn 85 Prozent der Intensivbetten belegt seien. "Wir sind an einem entscheidenden Punkt in unserem Kampf gegen das Virus und wir müssen jetzt entschiedene Maßnahmen ergreifen, damit Kaliforniens Krankenhaussystem in den kommenden Wochen nicht überlastet wird", erklärte Newsom.

    Kalifornien verzeichnet Rekordzahlen an Corona-Neuinfektionen. Am Samstag wurden 30.075 Ansteckungen gemeldet, vergangene Woche wurden an zwei Tagen jeweils 113 Todesopfer gezählt.

    11.55 Uhr: Corona-Labor im Gazastreifen gehen Test-Möglichkeiten aus

    Dem zentralen Corona-Labor im Gazastreifen sind nach eigenen Angaben die Test-Möglichkeiten ausgegangen. "In den vergangenen vier Tagen haben wir keine Test-Materialien erhalten", sagte der Direktor des Labors, Ameed Muschtaha, am Montag. Es sei nichts mehr da. Muschtaha zufolge erbat das Labor bei der Weltgesundheitsorganisation, den Vereinten Nationen und der Palästinensischen Autonomiebehörde raschen Nachschub. Das Labor ist das einzige im Gazastreifen, das Corona-Tests auswertet.

    11.48 Uhr: Kreml plant keine Verschärfung der Corona-Maßnahmen

    Die russische Regierung sieht keine Notwendigkeit, weitere Sperrmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu verhängen. Die Behörden sehen die zurzeit geltenden Regelungen als ausreichend an, wie ein Kreml-Sprecher mitteilt. Die Zahl der Neuinfektionen ist in Russland zuletzt immer wieder auf Rekordwerte gestiegen. Am Montag melden die Behörden 28.142 neue Fälle binnen 24 Stunden.

    11.16 Uhr: Expertin: Lücken bei globaler Verteilung der Impfstoffe

    Das internationale Logistiknetz zur Verteilung der Corona-Impfstoffe weist nach Einschätzung einer Expertin deutliche Lücken auf. Die Verteilung werde voraussichtlich mit den Verkehrsmitteln Flugzeug und Lastwagen stattfinden, erklärte die Betriebswirtschafts-Professorin Yvonne Ziegler von der Frankfurter University of Applied Sciences am Montag. Der derzeit eingeschränkte Flugverkehr sei dabei einer von mehreren kritischen Faktoren. "Manche Länder, zum Beispiel in Mittel- und Südamerika, werden aktuell nur von wenigen Passagierflugzeugen mit relativ wenig Frachtkapazität angebunden", sagte Ziegler. Auch wo es bessere Frachtverbindungen gebe, seien zunächst nur die großen Wirtschaftszentren angebunden. Die übrigen Regionen müssten per Lastwagen oder mit speziellen Charterflügen im Auftrag der Regierungen versorgt werden. Ziegler machte auf die Anforderungen aufmerksam, die verschiedenen Impfstoffe stets auf einer konstanten Temperatur zu halten. Grundsätzlich seien Kühlkapazitäten vorhanden, im Ultra-Tiefkühlbereich von minus 70 Grad gebe es aber nur wenige Anbieter und Kapazitäten. Bei Einsatz von Trockeneis sei eine separate Infrastruktur notwendig.

    11.13 Uhr: Sachsen will Corona-Regeln weiter verschärfen

    Sachsen erwägt angesichts hoher Corona-Infektionszahlen weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. "Die Zahlen haben sich anders entwickelt, als es notwendig ist", betonte Regierungschef Kretschmer. Deshalb müsse man handeln, um die medizinische Versorgung zu sichern. Laut Kretschmer sollen die Maßnahmen für alle Bürger kalkulierbar sein und mit einem entsprechenden Vorlauf verkündet werden. Man müsse über Schule und Kindergärten sprechen, möglicherweise auch über andere Punkte, sagte Kretschmer. Als Beispiel nannte er Pflegeheime. Für Besuche könnte fortan ein Schnelltest die Voraussetzung sein.

    11.03 Uhr: Linke: Vermögensabgabe zur Finanzierung der Corona-Lasten

    Die Linke im Bundestag hat zu Beginn der Haushaltswoche im Bundestag ihre Forderung bekräftigt, zur Finanzierung der Corona-Lasten eine Vermögensabgabe einzuführen. "Es darf nicht sein, dass die Bürgerinnen und Bürger mit kleinen und normalen Einkommen geschröpft werden", sagte Fraktionschef Dietmar Bartsch der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Montag. "Wir brauchen eine einmalige Vermögensabgabe von Multimillionären und Milliardären." Es müsse klargestellt werden, "wer nach der Corona-Krise die Rechnung zahlt", fügte Bartsch hinzu. In Deutschland gebe es "nicht nur eine Handvoll Milliardäre mehr im Land, sondern diese haben auch knapp 100 Milliarden mehr als noch vor einem Jahr". Das sei schlicht "obszön".

    10.52 Uhr: Großbritannien bereitet sich auf erste Impfungen vor

    In Großbritannien sollen an diesem Dienstag die ersten Menschen gegen Corona geimpft werden. Vor dem Start laufen die Vorbereitungen in mehreren Dutzend Krankenhäusern auf Hochtouren. Am Wochenende kamen - unter anderem in einem Krankenhaus im Süden von London - Boxen mit den ersten Impfdosen an. Das Vakzin von Biontech und Pfizer stellt die Behörden vor eine logistische Herausforderung, da es bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden muss. Die britische Regierung will das in Belgien produzierte Präparat notfalls mit Militärflugzeugen einfliegen, damit es nicht im befürchteten Brexit-Verkehrschaos stecken bleibt. Ab Dienstag sollen zunächst Über-80-Jährige, Mitarbeiter in Pflegeheimen sowie besonders gefährdetes medizinisches Personal geimpft werden. Geimpfte erhalten eine Impfkarte als Nachweis, die gleichzeitig als Erinnerung an den zweiten Impftermin rund drei Wochen nach dem ersten erinnern soll.

    10.33 Uhr: Polizei: Auflagen für "Querdenker"-Demo an Silvester

    Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik hat für eine Demonstration der coronakritischen Initiative "Querdenken" an Silvester auf der Straße des 17. Juni eine Begrenzung der Teilnehmerzahl gefordert. Viele befürchteten, dass die angemeldete Demonstration "faktisch eine große Silvesterparty der 'Querdenker' unter dem Deckmantel einer Versammlung" werden könne, sagte Slowik der "Berliner Morgenpost". Das diesjährige Silvester fordere die Polizei in herausragendem Maße. Die Beamten müssten neben den üblichen und ohnehin kräftezehrenden Einsätzen auch die zu erwartenden Böllerverbotszonen kontrollieren, sagte Slowik. Außerdem müssten die Maßnahmen zur Einhaltung des Infektionsschutzes überwacht werden. Sollte die Demonstration der "Querdenker" mit den erwarteten 20.000 Teilnehmern stattfinden, würde das die Einsatzkräfte zusätzlich fordern.

    10.10 Uhr: Söder gegen schärfere Kontaktbeschränkung an Weihnachten

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich gegen eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen zu Weihnachten aus. Das Zusammensein in der Familie sei vielen Menschen sehr wichtig. "Das ist in diesen Zeiten auch ein unglaublich aufbauendes Moment", sagt der CSU-Chef vor einer Sitzung des Parteivorstands in München. Zudem gebe es an Heiligabend keine Partys und keine Möglichkeit auszugehen. In Bayern gilt zu Weihnachten eine gelockerte Kontaktbeschränkung von bis zu zehn Menschen sowie deren Kinder bis zu 14 Jahren.

    10.06 Uhr: IG BAU: Hunderttausende befristeter Jobs in Gefahr

    Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt vor dem Verlust hunderttausender befristeter Arbeitsverhältnisse in der Corona-Krise. "Prekäre Stellen sind nicht krisenfest. Bei Minijobs und Leiharbeit hat die Pandemie bereits zu massiven Jobverlusten geführt", sagte Gewerkschaftschef Robert Feiger am Montag der Nachrichtenagentur AFP. "Viele Unternehmen dürften wegen der wirtschaftlichen Lage nun auch befristete Arbeitsverträge auslaufen lassen." Insbesondere junge Beschäftigte müssten häufig um ihren Arbeitsplatz fürchten und könnten einmal mehr zu "Corona-Verlierern" werden, warnte Feiger.

    09.51 Uhr: Konsumstimmung sinkt trotz Weihnachten weiter

    Trotz Weihnachtsgeschäft trübt die Corona-Pandemie die Verbraucherstimmung in Deutschland zum Jahresende weiter ein: Das vom Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag veröffentlichte Konsumbarometer für Dezember fiel von 98,1 Punkten im Vormonat auf nun 95,6 Punkte. "Trotz Weihnachtszeit sind keine Konsumrekorde zu erwarten", erklärte der HDE und erwartete "eine Fortsetzung des Sinkfluges für die kommenden Monate". Weil der Teil-Lockdown die Konsummöglichkeiten einschränkt, geht die Anschaffungsneigung der Verbraucher den Angaben zufolge im Dezember zurück. "Zwar verlagert sich ein Teil in den Onlinehandel, doch grundsätzlich bleiben Anschaffungen vor allem in den Bereichen Tourismus und Gastronomie stark begrenzt", teilte der HDE mit.

    09.32 Uhr: Passagierzahlen an bayerischen Flughäfen tief im Minus

    Die drei bayerischen Verkehrsflughäfen München, Nürnberg und Memmingen spüren nach wie vor deutlich die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Das Passagieraufkommen ist in den ersten drei Quartalen 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 72,1 Prozent auf rund 11,4 Millionen Fluggäste regelrecht eingebrochen, wie das bayerische Landesamt für Statistik am Montag in Fürth mitteilte. Zum Halbjahr hatte das Minus im Jahresvergleich noch bei 65,7 Prozent gelegen. Auch die Zahl der Starts und Landungen ging zurück: Von Januar bis September gab es noch 136.085 Starts und Landeanflüge an den drei Airports, das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von 61,4 Prozent. Auch das Fracht- und Postaufkommen sei in diesem Zeitraum um 51,8 Prozent auf 130.398 Tonnen gesunken. Während die Flughäfen München und Nürnberg sich ungefähr im landesweiten Durchschnitt bewegen, fällt das Minus am Regionalflughafen Memmingen etwas niedriger aus.

    08.51 Uhr: Russland meldet mehr als 28.000 Neuinfektionen

    Die russischen Behörden melden 28.142 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, darunter alleine 7279 in Moskau. Weitere 456 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Insgesamt sind nunmehr 2.488.912 Infektionen in Russland bestätigt sowie 43.597 Todesfälle.

    08.45 Uhr: RKI: Sieben-Tages-Inzidenz steigt auf Höchstwert

    Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts steigt die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz auf einen neuen Höchstwert von 145,9. Der Wert gibt an, wie viele Menschen sich rechnerisch neu innerhalb sieben Tagen auf 100.000 Einwohner anstecken. Damit entfernt sich der Wert erneut von dem von Bund und Ländern angestrebten Schwellenwert von 50. Auch der Wert in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, die zuletzt sinkende Zahlen zu verzeichnen hatten, stieg nun über den Wert von 50.

    08.40 Uhr: Altmaier für schärfere Corona-Maßnahmen

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) spricht sich indirekt für schärfere Corona-Einschränkungen aus. Die aktuellen Infektionszahlen lägen weit hinter den Erwartungen der Regierung zurück. "Man wird sagen müssen, dass unsere bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die zweite Infektionswelle wirklich zu brechen." Es brauche nun in den nächsten Wochen sehr intensive Beratungen über das weitere Vorgehen in der Pandemie.

    08.28 Uhr: Söder: Noch vor Weihnachten Bund-Länder-Treffen

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder glaubt, dass es noch vor Weihnachten ein weiteres Treffen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den 16 Ministerpräsidenten geben wird. Die bisher verabredeten Maßnahmen reichten nicht aus, um die Corona-Zahlen zu drücken, sagt der CSU-Chef im ZDF. Alle vier Minuten sterbe ein Menschen mit dem Virus. "Ich bin sicher, dass wir uns nochmal vor Weihnachten treffen." Bayern hatte am Sonntag neue Beschränkungen gerade für die sogenannten Hotspot-Regionen mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen angekündigt. Nun werde auch der kleine Grenzverkehr zu Tschechien und Österreich eingeschränkt, weil in den Grenzregionen besonders hohe Corona-Zahlen zu beobachten seien, sagt Söder.

    08.08 Uhr: Wohlfahrtsverbände warnen vor sozialen Konflikten bei Corona-Impfung

    Bei den erwarteten Corona-Impfungen warnen Wohlfahrtverbände vor sozialen Konflikten und einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. "Sobald es einen zugelassenen Impfstoff gibt, werden wir eine Verteilungsdebatte erleben", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Den Vorschlägen zufolge würden nach gesundheitlichen Risikogruppen und medizinischem Personal diejenigen geimpft, "die die Wirtschaft am Laufen halten und als systemrelevant gelten", führte Schneider aus. Wer hingegen aus gesellschaftlicher und ökonomischer Sicht als weniger wichtig angesehen werde, werde "hinten anstehen müssen". "Das wird natürlich zu Konflikten führen", warnte Schneider.

    07.04 Uhr: Aktionstag: Kontrolle der Maskenpflicht im Nahverkehr

    Heute findet der erste bundesweite Aktionstag zur Kontrolle und Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr statt. Deutschlandweit wollen die zuständigen Behörden und die Verkehrsunternehmen ihre Maßnahmen zur Umsetzung der Maskenpflicht als Schutz gegen die weitere Verbreitung der Corona-Pandemie sichtbar erhöhen. Das Maskentragen ist in allen öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Die Bundespolizei ermahnte in den vergangenen Wochen bereits zehntausende Bahnfahrer und Bahnhofsbesucher wegen Verstößen.

    05.35 Uhr: RKI: 12.332 Neuinfektionen und 147 weitere Todesfälle

    Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet einen Anstieg der Positiv-Tests in Deutschland um 12.332 auf über 1,183 Millionen. Die Zahl gestorbenen Menschen, die positiv getestet wurden, erhöht sich um 147 auf 18.919. Am Montag fallen die Zahlen in der Regel niedriger aus, weil am Wochenende weniger getestet wird und weniger Daten übermittelt werden. Vergangenen Montag waren rund 1.000 weniger Neuinfektionen gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 146,2 pro 100.000 Einwohner. Bund und Länder streben an, den Wert wieder unter die Schwelle von 50 zu drücken.

    04.33 Uhr: Notfallzulassung für AstraZeneca-Impfstoff in Indien beantragt

    Der indische Impfstoffproduzent Serum Institut beantragt mehreren nationalen Medienberichten zufolge die Notfallzulassung für den Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca. Unter Berufung auf Informationen der Nachrichtenagentur PTI heißt es, das Unternehmen verweise bei seinem Antrag auf "ungedeckte medizinische Bedürfnisse aufgrund der Pandemie". Serum war für eine Anfrage von Reuters zunächst nicht erreichbar.

    04.09 Uhr: Südkoreas Gesundheitsminister: Seoul ist "Covid-19-Kriegsgebiet"

    Der südkoreanische Gesundheitsminister Park Neung Hoo hat die Region der Hauptstadt Seoul zu einem "Covid-19-Kriegsgebiet" erklärt. Bei Gesprächen zur Lage in der Pandemie rief er die Bevölkerung zu umsichtigem Verhalten auf. Das Land könne sich gezwungen sehen, die Einschränkungen des sozialen Lebens weiter zu verschärfen, um zu verhindern, dass aus dem Fallanstieg im Großraum Seoul explosionsartig ein landesweiter Großausbruch werde, der das Gesundheitssystem zum Kollaps bringt. Zuvor hatten die südkoreanischen Gesundheitsbehörden mit 615 Neuansteckungen mit dem Coronavirus erneut mehr als 600 neue Fälle in 24 Stunden gezählt. Es war der 30. Tag in Folge mit einem dreistelligen Wert an Neuansteckungen. 5.300 neue Fälle waren es in den vergangenen zehn Tagen. Fast 80 Prozent der Fälle waren demnach auf den dicht bevölkerten Großraum Seoul entfallen, in dem gut die Hälfte der etwa 51 Millionen Einwohner lebt.

    02.00 Uhr: Städte und Gemeinden stellen Lockerungen an Feiertagen in Frage

    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zieht angesichts der hohen Infizierten-Zahlen die angekündigten Lockerungen für die Feiertage in Zweifel. "Wir werden in Deutschland insgesamt darüber sprechen müssen, ob die geplanten Lockerungen für Weihnachten und Silvester tatsächlich richtig sind. Sie werden unweigerlich zu weiteren Kontakten und zusätzlichen Reiseaktivitäten führen und stellen damit ein Risiko für einen Anstieg der Neuinfektionen dar. Daher sollte man abwarten, wie sich die Zahlen in den nächsten anderthalb Wochen entwickeln", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Zeitung "Rheinische Post" (Montagsausgabe) vorab.

    01.22 Uhr: Kanzleramtsminister Braun: Impfstart "in den allerersten Tagen" 2021

    Kanzleramtsminister Helge Braun rechnet dieses Jahr nicht mehr mit ersten Impfungen. "Ich rechne damit, dass das ganz früh im nächsten Jahr in den allerersten Tagen losgehen kann", so der Kanzleramtsminister am Sonntagabend im Politik-Talk der Zeitung "Bild". Braun spricht sich gegen Sonderrechte für geimpfte Menschen aus. "In der Phase davor, wo wir noch nicht genügend Impfstoff haben, sagen wir ja, dass bestimmte Gruppen zuerst den Impfstoff bekommen. Das ist ein Vorteil. Und wir anderen stehen alle zurück, weil wir es richtig finden, dass diese Gruppen wegen ihrer besonderen Gefährdung zuerst geimpft werden. Dann heißt das aber umgedreht, dass ich es nicht richtig finde, wenn diese Gruppen dann daraus weitere Vorteile ziehen."

    00.16 Uhr: Corona-Krise bringt neue Wortschöpfungen hervor

    Kein anderes Thema hat den Wortschatz in diesem Jahr so stark geprägt wie die Corona-Pandemie. Zu diesem Schluss kommt das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim, wie eine Sprecherin zu den Erweiterungen des Wörterbuchs der Neologismen, also der neuen Wörter, am Montag mitteilte. Etwa 1.000 neue Wörter und Wortverbindungen zu Corona hat das IDS in diesem Jahr demnach gesammelt. Auch Abstandsgebot, Aluhut und zweite Welle landeten neu in der Sammlung. Neben der Pandemie fanden auch andere Begriffe aus der Politik Eingang in das Wortschatz-Verzeichnis der Sprachforscher. Brexiteer und Remainer finden sich dort nun ebenso wie Reichsbürger und der Pegidist.

    00.17 Uhr: CDU-Wirtschaftsrat verlangt Strategie-Wechsel bei Risikogruppen

    Der CDU-Wirtschaftsrat hält eine Neuausrichtung der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus infolge steigender Todesfälle bei Risikogruppen für dringend geboten. "Die Bundesregierung muss Bewohner und Patienten von Pflegeheimen und Krankenhäusern durch regelmäßige Schnelltests besser schützen. Der Schutz von Risikogruppen sollte viel stärker in den Fokus rücken", sagt Generalsekretär Wolfgang Steiger der Zeitung "Bild" (Montagsausgabe). Das Bundesgesundheitsministerium müsse die Test-Kompetenzen ausweiten: Auch Hilfskräfte könnten nach Schnell-Schulungen Tests durchführen.

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