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So entwickeln sich die Corona-Zahlen in Deutschland | BR24

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Wie sehen die Coronazahlen für Deutschland heute aus?

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    So entwickeln sich die Corona-Zahlen in Deutschland

    Wie verläuft die Corona-Pandemie in Deutschland? Unsere interaktiven Grafiken zeigen tagesaktuell, wie viele Fälle an die Behörden gemeldet werden und wie sich unterschiedliche Indikatoren im Laufe der Zeit entwickeln.

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    Politiker, Journalisten und Bürger in Deutschland verfolgen seit Februar die Entwicklung der Corona-Fallzahlen. Anfang Mai ist die 7-Tage-Inzidenz pro Landkreis (Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) zu einer wichtigen Kennzahl geworden. Bund und Länder hatten sich darauf geeinigt, die Bewertung lokaler Ausbrüche und die jeweils notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung danach zu bemessen. Im Oktober wurden die Grenzwerte entsprechend angepasst.

    7-Tage-Inzidenz: Corona-Kennzahl für Deutschland

    Die folgende interaktive Grafik zeigt die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner der vergangenen sieben Tagen für alle deutschen Landkreise und kreisfreien Städte. Sämtliche Daten werden vom Robert Koch-Institut (RKI) zur Verfügung gestellt.

    Die Größe der Punkte repräsentiert die absolute Anzahl neuer Fälle. Farbe und Text zeigen den Wert pro 100.000 Einwohner – so ist ein besserer Vergleich zwischen den Landkreisen möglich. Orange markiert ist jeder Punkt, der den bundesweiten Grenzwert von 35 neuen Fällen pro Einwohner in den vergangenen sieben Tagen erreicht.

    Rot markiert sind die Städte und Landkreise, die eine 7-Tage-Inzidenz von 50 erreicht haben. Diese gilt in allen Bundesländern als zweite Grenze. Alle Punkte, die den zusätzlichen bayerischen Grenzwert von 100 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen erreichen, werden dunkelrot gekennzeichnet.

    Das Diagramm oben zeigt die 7-Tage-Inzidenz im Zeitverlauf. Klicken Sie auf einen Punkt, können sie die jeweilige Inzidenzkurve (weiß) mit der durchschnittlichen Inzidenz für Deutschland (blau) oder einem anderen Punkt vergleichen. Verschieben Sie den Regler auf der Zeitachse, um das Infektionsgeschehen zu einem bestimmten Zeitpunkt betrachten zu können:

    Corona-Neuinfektionen – die tägliche Zahl der neuen Fälle

    Ein weiterer zuverlässiger Indikator, um das Infektionsgeschehen im zeitlichen Verlauf zu überblicken, ist die Anzahl der Neuinfektionen pro Tag. Als Neuinfektionen werden die Fälle bezeichnet, die im Vergleich zum Vortag bei den Behörden neu gemeldet wurden.

    Die Gesundheitsämter der Bundesländer melden dem RKI täglich die Anzahl der ihnen gemeldeten Fälle. Die 7-Tage-Inzidenzen für die Deutschlandkarte werden anhand dieses Meldedatums berechnet. Um den Meldeverzug an den Wochenenden besser auszugleichen, werden in den übrigen Grafiken die Daten aber nicht nach Melde- sondern nach Referenzdatum gezeigt. Dieses bezieht sich auf den tatsächlichen Beginn der Erkrankung. Fehlt das Referenzdatum, wird das Meldedatum verwendet.

    Die folgende Grafik zeigt die Anzahl der pro Tag gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland an. Im März war der bisherige Höhepunkt, im Mai und Juni stabilisierte sich die Anzahl auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Seit Ende Juli ist wieder ein Anstieg zu sehen:

    Summe aller Corona-Infektionen im zeitlichen Verlauf

    Die folgende Kurve zeigt die Gesamtzahl aller zu einem bestimmten Zeitpunkt beim RKI bekannten Corona-Fälle in Deutschland. Sie gibt keine Auskunft darüber, wie viele Personen akut erkrankt, verstorben oder wieder genesen sind, sondern zeigt die Gesamtzahl aller bekannten, positiv getesteten Fälle kumuliert:

    Um die Entwicklung der Infektionsrate des SARS-CoV-2-Virus zeigen zu können, nutzen wir in dieser Darstellung eine logarithmische Skala, in der die Schritte nach oben nicht linear (100, 200, 300 usw.) verlaufen, sondern im Zehner-Logarithmus.

    Der Vorteil der logarithmischen Skala ist, dass sie die Entwicklung im sehr kleinen Zahlenbereich zu Beginn der Corona-Infektionen (ganz links) vergleichbar macht mit der Entwicklung im großen Zahlenbereich derzeit (rechts). Der Trend in der aktuellen Infektionsrate wird dadurch besser vergleichbar. Allerdings: Der extrem rasche Anstieg der Infektionszahlen in den ersten Tagen der Epidemie ist in dieser Skala weniger steil dargestellt.

    Auf die Entwicklung bei den Corona-Neuinfektionen kommt es an

    Die Zahl der neuen Corona-Infektionen entwickelte sich noch bis Mitte März exponentiell: Eine infizierte Person steckte in kurzer Zeit 2 bis 3 weitere an, diese in ebenso kurzer Zeit wieder jeweils 2 bis 3 weitere Personen. Wo anfangs nur 100 Personen infiziert waren, waren es 2 bis 3 Tage später 200 und nochmals 2 bis 3 Tage später 400.

    Anschließend flachte die Kurve ab, die Infektionsrate sank. Was nun alle Grafiken zeigen: Schon im Juli kam es zweitweise wieder zu mehr Neuinfektionen. Seit Anfang September gehen die Zahlen nun deutlicher und stetig nach oben. Ob und ab wann in diesem Zusammenhang von einer "zweiten Welle" gesprochen werden sollte, ist zwar umstritten – dennoch werden vielerorts seit diesem Anstieg die Maßnahmen wieder verschärft.

    Über die Daten

    Sämtliche Daten werden vom Robert Koch-Institut (RKI) zur Verfügung gestellt.

    Grundsätzlich gilt: Alle Zahlen, die zum Corona-Virus, der Zahl der Infizierten oder der Genesenen veröffentlicht werden, bilden lediglich die bestätigten Fälle ab. Die Dunkelziffer wird nach wie vor als hoch eingeschätzt. Zudem kann viel Zeit vergehen, bis ein positiver Test gemeldet ist und in die Statistik einfließt. Die offiziellen Zahlen des RKI und der Gesundheitsämter sind daher niedriger als die tatsächlichen Zahlen bzw. hinken der Entwicklung zeitlich hinterher.

    Die Grafiken werden täglich aktualisiert. Da Meldungen auch immer wieder verzögert stattfinden, werden die Fallzahlen auch rückwirkend korrigiert. Damit kann jedoch nicht ausgeglichen werden, dass insbesondere die Infektionsentwicklung der letzten drei Tage durch den Meldeverzug niedriger erscheint, als sie tatsächlich ist. Somit fällt die Kurvenlinie an den just vergangenen Tagen immer etwas ab – auch wenn die tatsächlichen Fallzahlen nicht zurückgehen.