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Wie sehen die Corona-Zahlen für Deutschland heute aus?

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    So entwickeln sich die Corona-Zahlen in Deutschland

    Wo ist die Inzidenz besonders hoch? Steigt die Zahl der Neuinfektionen? Welche Altersgruppe ist am stärksten betroffen? Unsere interaktiven Grafiken zeigen mit verschiedenen Kennwerten, wie die Corona-Pandemie in Deutschland verläuft.

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    Von
    • Claudia Kohler
    • Heike Westram
    • Steffen Kühne
    • Michael Kreil
    • Oliver Schnuck

    Die Entwicklung der Corona-Zahlen in Deutschland wird seit Februar 2020 verfolgt. Anfang Mai 2020 ist die 7-Tage-Inzidenz pro Landkreis (Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) zur wichtigsten Kennzahl geworden. Bund und Länder hatten sich darauf geeinigt, die Bewertung lokaler Ausbrüche und die jeweils notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung danach zu bemessen. Zuletzt wurden die entsprechenden Regeln und Grenzwerte am 03. März 2021 angepasst.

    7-Tage-Inzidenz: Corona-Kennzahl für Deutschland

    Die folgende interaktive Grafik zeigt die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner der vergangenen sieben Tage für alle deutschen Landkreise und kreisfreien Städte. Die Daten werden vom Robert Koch-Institut (RKI) zur Verfügung gestellt.

    Größe und Farbe der Punkte zeigen den Wert pro 100.000 Einwohner – so ist ein besserer Vergleich zwischen den Landkreisen möglich. Dunkelgelb markiert ist jeder Punkt, der den Grenzwert von 35 neuen Fällen pro Einwohner in den vergangenen sieben Tagen erreicht.

    Orange markiert sind die Städte und Landkreise, die eine 7-Tage-Inzidenz von 50 erreicht haben. Alle Punkte, die 100 neue Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen erreichen, werden hellrot gekennzeichnet - ab dem Grenzwert von 200 erscheinen sie dunkelrot:

    Corona-Neuinfektionen – die tägliche Zahl der neuen Fälle

    Ein weiterer zuverlässiger Indikator, um das Infektionsgeschehen im zeitlichen Verlauf zu überblicken, ist die Anzahl der Neuinfektionen pro Tag. Als Neuinfektionen werden die Fälle bezeichnet, die im Vergleich zum Vortag bei den Behörden neu gemeldet wurden.

    Die Gesundheitsämter der Bundesländer melden dem RKI täglich die Anzahl der bei ihnen verzeichneten Fälle. Die 7-Tage-Inzidenzen für die Deutschlandkarte werden anhand dieses Meldedatums berechnet. Um den Meldeverzug an den Wochenenden besser auszugleichen, werden in den übrigen Grafiken die Daten aber nicht nach Melde- sondern nach Referenzdatum gezeigt. Dieses bezieht sich auf den tatsächlichen Beginn der Erkrankung. Fehlt das Referenzdatum, wird das Meldedatum verwendet.

    Die folgende Grafik zeigt die Anzahl der pro Tag gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland nach Referenzdatum an:

    Neue Infektionswellen beginnen in den mittleren Altersgruppen

    Die Verteilung der neuen Fälle auf die verschiedenen Altersgruppen spielt bei der Einschätzung des Infektionsgeschehens und der Verhängung entsprechender Maßnahmen eine wichtige Rolle. Auch diese Zahlen werden täglich vom Robert Koch-Institut (RKI) bereitgestellt.

    Gerade zu Beginn eines Neuausbruchs tragen häufig jüngere Menschen das Virus weiter, bei denen eine SARS-CoV-2-Infektion eher milde und oftmals unentdeckt verläuft. Dadurch kann sich das Virus relativ schnell ausbreiten.

    Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen aufgeschlüsselt nach Altersgruppen. Ein Feld stellt einen Zeitschritt von sieben Tagen dar - ganz rechts steht immer der Inzidenzwert des aktuellen Tages. Wählen Sie ein Kästchen aus, um den genauen Wert und Tag zu erfahren:

    Im Herbst 2020 folgten steigenden Infektionszahlen in den mittleren Altersgruppen zeitverzögert die schweren Erkrankungen unter älteren Menschen und die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Personen.

    Vermehrte Fälle in diesen Altersgruppen können also ein Anzeichen für eine neue Infektionswelle sein. Umgekehrt zeigen sich in der Altersverteilung aber auch die Effekte der Impfbemühungen: Trotz steigender Fallzahlen im März 2021 sind die Inzidenzwerte in der obersten Altersgruppe stabil.

    Corona-Patienten auf den Intensivstationen

    Wie bereits angesprochen, kann auch die Zahl der Corona-Patienten, die wegen der Schwere ihrer Erkrankung auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, ein wichtiger Indikator zur Einschätzung der Pandemie sein. Diese Daten werden vom DIVI-Intensivregister täglich bereitgestellt.

    Die folgende Grafik zeigt die Gesamtzahl der Corona-Intensivpatienten, die pro Tag deutschlandweit gemeldet wird:

    Über die Daten

    Ein Großteil der Daten wird vom Robert Koch-Institut (RKI) zur Verfügung gestellt.

    Grundsätzlich gilt: Alle Zahlen, die zum Coronavirus, der Zahl der Infizierten oder der Genesenen veröffentlicht werden, bilden lediglich die bestätigten Fälle ab. Die Dunkelziffer wird nach wie vor als hoch eingeschätzt. Dies ist vor allem bei der Betrachtung der Fälle nach Alterskohorten zu bedenken. In einigen Gruppen wird mehr getestet, als in anderen – die Dunkelziffer unter Schulkindern etwa war bisher deutlich höher als unter älteren Menschen.

    Zudem kann viel Zeit vergehen, bis ein positiver Test gemeldet ist und in die Statistik einfließt. Die offiziellen Zahlen des RKI und der Gesundheitsämter sind daher niedriger als die tatsächlichen Zahlen bzw. hinken der Entwicklung zeitlich hinterher.

    Die Grafiken werden täglich aktualisiert. Da Meldungen auch immer wieder verzögert eintreffen, werden die Fallzahlen auch rückwirkend korrigiert. Damit kann jedoch nicht ausgeglichen werden, dass insbesondere die Infektionsentwicklung der letzten drei Tage durch den Meldeverzug niedriger erscheint, als sie tatsächlich ist. Somit fällt die Kurvenlinie an den just vergangenen Tagen immer etwas ab – auch wenn die tatsächlichen Fallzahlen nicht zurückgehen.

    Das DIVI-Intensivregister ist eine wichtige Datenquelle für verschiedene Indikatoren zur Auslastung des Krankenhaussystems durch die Corona-Pandemie. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten wird allerdings erst seit dem 21. März 2020 erfasst. Seit dem 16. April 2020 ist die Datenübermittlung für die Krankenhäuser jedoch verpflichtend. Da die Zahl der meldenden Krankenhäuser mit der Zeit zugenommen hat, sind die Angaben im Nachhinein nicht ohne weiteres vergleichbar.

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