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So entwickeln sich die Corona-Zahlen in Deutschland | BR24

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Wie sehen die Coronazahlen für Deutschland heute aus?

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    So entwickeln sich die Corona-Zahlen in Deutschland

    Wie verläuft die Corona-Pandemie in Deutschland? Unsere Grafiken zeigen tagesaktuell, wie viele Fälle an die Behörden gemeldet werden und wie sich unterschiedliche Indikatoren im Laufe der Zeit entwickeln.

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    Politiker, Journalisten und Bürger in Deutschland verfolgen seit Februar die Entwicklung der Coronafallzahlen. Zu Beginn der Pandemie stand die exponentielle Entwicklung und die Berechnung der Reproduktionszahl R, die anzeigt, wie viele weitere Menschen ein Infizierter ansteckt, im Mittelpunkt.

    Anfang Mai ist die 7-Tage-Inzidenz pro Landkreis (Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) zu einem wichtigen Kennwert geworden. Bund und Länder hatten sich darauf geeinigt, nach dieser Zahl die Bewertung lokaler Ausbrüche und die Verhängung von Einschränkungen und Hygiene-Maßnahmen zu bemessen.

    7-Tage-Inzidenz für Deutschland

    Die folgende interaktive Grafik zeigt die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen für alle deutschen Landkreise und kreisfreien Städte. Sämtliche Daten werden vom Robert Koch-Institut (RKI) zur Verfügung gestellt.

    Die Größe der Kreise repräsentiert die absolute Anzahl neuer Fälle. Farbe und Text zeigen den Wert pro 100.000 Einwohner – so ist ein besserer Vergleich möglich. Rot markiert ist jeder Kreis, der die bundesweite Obergrenze von 50 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten hat.

    Wählt man einen Ort aus, wird die 7-Tage-Inzidenz im zeitlichen Verlauf in weiß angezeigt – vor dem Hintergrund der blauen Deutschlandkurve. Verschieben Sie den Regler auf der Zeitachse, um die Lage in zu einem bestimmten Zeitpunkt betrachten zu können:

    Infektionswellen – die tägliche Zahl der Neuinfektionen

    Ein weiterer zuverlässiger Indikator, um das Infektionsgeschehen im zeitlichen Verlauf zu überblicken, ist die Anzahl der Neuinfektionen pro Tag. Als Neuinfektionen werden die Fälle bezeichnet, die im Vergleich zum Vortag bei den Behörden neu gemeldet wurden.

    Die Gesundheitsämter der Bundesländer liefern täglich die Anzahl der ihnen gemeldeten Fälle beim RKI ab. Um den Meldeverzug an den Wochenenden besser auszugleichen, werden in den Grafiken die Daten aber nicht nach Melde- sondern nach Referenzdatum gezeigt. Dieses bezieht sich auf den tatsächlichen Beginn der symptomatischen Erkrankung. Fehlt das Referenzdatum, wird das Meldedatum verwendet.

    Die folgende Grafik zeigt die Anzahl der pro Tag gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland an. Im März war der bisherige Höhepunkt, im Mai und Juni stabilisierte sich die Anzahl auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Seit Ende Juli ist wieder ein Anstieg zu sehen:

    Über die Daten

    Grundsätzlich gilt: Alle Zahlen, die zum Coronavirus, der Zahl der Infizierten oder der Genesenen veröffentlicht werden, bilden lediglich die bestätigten Fälle ab. Die Dunkelziffer wird nach wie vor als hoch eingeschätzt. Zudem kann viel Zeit vergehen, bis ein positiver Test gemeldet ist und in die Statistik einfließt. Die offiziellen Zahlen des RKI und der Gesundheitsämter sind daher niedriger als die tatsächlichen Zahlen bzw. hinken der Entwicklung zeitlich hinterher.

    Die Grafiken werden täglich aktualisiert. Da Meldungen auch immer wieder verzögert stattfinden, werden die Fallzahlen auch rückwirkend korrigiert. Damit kann jedoch nicht ausgeglichen werden, dass insbesondere die Infektionsentwicklung der letzten drei Tage durch den Meldeverzug niedriger erscheint, als sie tatsächlich ist. Somit fällt die Kurvenlinie an den just vergangenen Tagen immer etwas ab – auch wenn die tatsächlichen Fallzahlen nicht zurückgehen.

    Summe aller Infektionen im zeitlichen Verlauf

    Die folgende Kurve zeigt die Gesamtzahl aller zu einem bestimmten Zeitpunkt beim Robert Koch-Institut bekannten Corona-Fälle in Deutschland. Sie gibt keine Auskunft darüber, wie viele Personen akut erkrankt, verstorben oder wieder genesen sind, sondern zeigt die Gesamtzahl aller bekannten, positiv getesteten Fälle kumuliert:

    Um die Entwicklung der Infektionsrate des SARS-CoV-2-Virus zeigen zu können, nutzen wir in dieser Darstellung eine logarithmische Skala, in der die Schritte nach oben nicht linear (100, 200, 300 usw.) verlaufen, sondern im Zehner-Logarithmus.

    Der Vorteil der logarithmischen Skala ist, dass sie die Entwicklung im sehr kleinen Zahlenbereich zu Beginn der Corona-Infektionen (ganz links) vergleichbar macht mit der Entwicklung im großen Zahlenbereich derzeit (ganz rechts). Der Trend in der aktuellen Infektionsrate wird dadurch besser vergleichbar. Allerdings: Der extrem rasche Anstieg der Infektionszahlen in den ersten Tagen der Epidemie ist in dieser Skala weniger steil dargestellt.

    Auf die Entwicklung kommt es an

    Die Zahl der neuen Corona-Infektionen entwickelte sich noch bis Mitte März exponentiell: Eine infizierte Person steckte in kurzer Zeit 2 bis 3 weitere an, diese in ebenso kurzer Zeit wieder jeweils 2 bis 3 weitere Personen. Wo anfangs nur 100 Personen infiziert waren, waren es 2 bis 3 Tage später 200 und nochmals 2 bis 3 Tage später 400.

    Seitdem flacht sich die Kurve ab, die Infektionsrate sinkt, die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus haben offenbar gegriffen. Was jedoch beide Grafiken zeigen: Seit Ende Juli kommt es wieder zu mehr Neuinfektionen.

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