Distanzunterricht: Blick in ein Klassenzimmer ohne Schülerinnen und Schüler.

Blick in ein Klassenzimmer ohne Schülerinnen und Schüler: Gewerkschaften warnen vor Schulschließungen wegen Corona.

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    Corona: Die Ereignisse vom 26. September bis 02. Oktober

    Corona: Die Ereignisse vom 26. September bis 02. Oktober

    Nachrichten und Entwicklungen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 26. September bis 02. Oktober im Rückblick.

    Sonntag, 2. Oktober 2022

    18.58 Uhr: Scholz beendet Isolation und nimmt wieder Termine wahr

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat seine Corona-Infektion überwunden und seine Isolation beendet. Der Kanzler sei freigetestet und nehme ab sofort seine Termine wieder wahr, teilte ein Regierungssprecher in Berlin mit. Scholz war am vergangenen Montag positiv auf Corona getestet worden und hatte sich mit milden Erkältungssymptomen in der Kanzlerwohnung im Bundeskanzleramt in Isolation begeben. Er hatte erklärt, auf ärztlichen Rat hin das Medikament Paxlovid zu nehmen, das helfen könne, die Ausbreitung des Virus im Körper zu unterdrücken.

    13.20 Uhr: Holetschek - Corona-Politik der Regierung "chaotisch" - Kanzler müsse endlich eingreifen

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek kritisierte am Vormittag mit Blick auf die erneuten widersprüchlichen Signale von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und Bundesjustizminister Marco Buschmann: "Die Berliner Ampel flimmert in der Corona-Politik so sprunghaft wie eine Lichtorgel bei einer Mischung aus Blasmusik und Heavy Metal. Das verunsichert die Bürgerinnen und Bürger. Deshalb muss der Kanzler das verwirrende Treiben seiner beiden Minister endlich stoppen!"

    Holetschek fügte hinzu: "Es ist für sich schon erstaunlich, dass der Bundesjustizminister den Ländern empfiehlt, sich bei Lockerungsplänen gegebenenfalls über die Isolationsempfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) hinwegzusetzen. Wenn aber am gleichen Wochenende der Bundesgesundheitsminister zu einem schärferen Kurs auffordert und die Länder ermahnt, mit dem Erlass einer Maskenpflicht für Innenräume nicht zu lange zu warten, ist das Chaos perfekt."

    Über Monate seien wichtige Vorschläge Bayerns und anderer Länder von der Bundesregierung ignoriert worden - so etwa die Forderung nach klaren Leitplanken für die Länder bezüglich möglicher neuer Schutzmaßnahmen. "Und jetzt nervt die Bundesregierung auch noch mit gegensätzlichen Ratschlägen. Das Maß ist voll – und der Kanzler muss eingreifen!"

    04.31 Uhr: Lauterbach: Mit Maskenpflicht in Innenräumen nicht zu lang warten

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Länder aufgefordert, mit dem Erlass einer Maskenpflicht für Innenräume nicht zu lange zu warten. Er verbreitete auf Twitter eine Nachricht, in der eine Grafik den starken Anstieg der Corona-Zahlen in Bayern und besonders München seit dem Beginn des Oktoberfests zeigt. Dazu schrieb er am Samstagabend: "Das wäre nicht nötig gewesen wenn vor dem Einlass Selbsttests gemacht worden wären. Auf 2-3 Euro wäre es bei den Preisen pro Maß nicht angekommen. Die Entwicklung zeigt aber, was passieren wird, wenn die Länder mit der Maskenpflicht im Innenraum zu lange warten."

    03.30 Uhr: Wiesn: Münchner Gesundheitsreferentin sieht merklichen Sprung

    Die Münchner Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek sieht bei den Corona-Infektionszahlen nach zwei Wochen Oktoberfest einen merklichen Sprung nach oben. Man habe es mit einer Verdreifachung der Inzidenz in München zu tun, sagte Zurek dem Bayerischen Rundfunk. Einen wissenschaftlich belegten Zusammenhang habe man aber bisher noch nicht. Laut der Münchner Gesundheitsreferentin ist auch die Bettenbelegung in den Kliniken gestiegen. Vor zwei Wochen seien in München noch 200 Normalbetten mit Corona-infizierten Personen belegt gewesen, jetzt seien es rund 350. Bisher sei aber alles noch im Rahmen, so Zurek. Man habe aber die Zahlen im Blick und sei gespannt, wie sich die Fallzahlen weiterentwickeln.

    00.05 Uhr: Buschmann: Länder können Isolationspflicht ändern

    Bundesjustizminister Marco Buschmann hat den Ländern empfohlen, sich in der Corona-Pandemie gegebenenfalls über die Isolationsempfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) hinwegzusetzen. "Das können die Länder in eigenem Ermessen entscheiden. Vom RKI gibt es lediglich eine Empfehlung", sagte der FDP-Politiker der "Bild am Sonntag". "Wenn ein Bundesland der Überzeugung ist, dass es vertretbar ist, Isolationspflichten aufzuheben, kann es das tun. Daher kann ich diesen Landesregierungen nur zurufen: Geht doch voran, ihr habt alle Möglichkeiten!" Das RKI empfiehlt den Ländern, für Infizierte fünf Tage Isolation anzuordnen.

    Buschmann stellte zudem ein Ende aller Corona-Maßnahmen ab dem nächsten Frühjahr in Aussicht. "Wenn die Lage in den Krankenhäusern diesen Winter stabil bleibt, gehört Corona ab dem Frühjahr mit großer Wahrscheinlichkeit zum allgemeinen Lebensrisiko und die letzten Maßnahmen könnten auslaufen", sagt der Minister.

    00.01 Uhr: Keine RKI-Coronazahlen am Sonntag

    Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht sonntags keine neuen Werte.

    Samstag, 1. Oktober 2022

    15.15 Uhr: Neues Institut in Rostock will Pionierarbeit zu Long Covid leisten

    Ein nach eigenen Angaben deutschlandweit einzigartiges Institut in Rostock will künftig zu einem besseren Umgang mit Corona-Spätfolgen beitragen. Gerade bei Long Covid sei es besonders wichtig, dass es eine Stelle gebe, an der die Informationen zusammenliefen, sagte die Initiatorin und Lungenfachärztin Jördis Frommhold. "Wir haben es ja mit einem sehr diffusen Krankheitsbild zu tun, mit unterschiedlichsten Symptomen, bis zu 200 verschiedene." Das private Institut will Betroffene und Kliniken bei der Behandlung beraten, aber auch Unternehmen mit Blick auf Gesundheitsmanagemet. Von Long Covid seien nach Schätzungen in Europa 17 Millionen und in Deutschland 3 Millionen Menschen betroffen.

    14.30 Uhr: Lauterbach bedauert Drängen auf schärfere Testpflichten für Schulkinder

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) blickt kritisch auf seine frühere Forderung, für Schulkinder schärfere Corona-Testpflichten zu verankern als für andere Menschen. "Das haben wir gekippt. Und das ist gut so", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Das hätte Kinder zu stark beeinträchtigt. Das sehe ich jetzt auch so." Lauterbach hatte sich anfangs mit seiner damaligen Sichtweise durchgesetzt: Ins neue Infektionsschutzgesetz wurde ein Passus aufgenommen, wonach Schulkinder bei Corona-Verdacht oder tatsächlicher Infektion einen negativen Test vorlegen sollten, um wieder zur Schule gehen zu können. Dies wurde so auch beschlossen.

    13.40 Uhr: Holetschek: Psychische Belastungen ernstnehmen - Hilfe holen

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat dazu aufgerufen, die psychische Gesundheit verstärkt in den Blick zu nehmen. Anlässlich der Eröffnung der 25. Bad Kissinger Gesundheitstage erinnerte er am Samstag daran, dass die psychischen Belastungen im Zuge der Corona-Pandemie sehr hoch seien. Deshalb gelte es, jetzt verstärkt auf die psychische Gesundheit zu achten und "sich bei Bedarf frühzeitig fachkundige Unterstützung zu holen."

    11.50 Uhr: Patientenschützer kritisiert neue Corona-Regeln für Heime

    Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisiert das seit Samstag geltende Corona-Infektionsschutzgesetz für Herbst und Winter als unzureichend. Es fehlten humane und effiziente Schutzstrategien in der Altenpflege, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch dem Evangelischen Pressedienst (epd).

    Einige hundert Euro pro Monat für Hygienebeauftragte oder Schnelltests dreimal die Woche seien oft "reine Augenwischerei". Stattdessen brauche es ein "PCR-Test-Regime". Dass pflegebedürftige Menschen nun außerhalb ihres Zimmers eine FFP2-Maske tragen müssten, bezeichnete Brysch als unangemessene Zwangsmaßnahme. "So ist der schon jetzt sprunghafte Anstieg der Infektionszahlen in der stationären Altenpflege nicht zu stoppen", sagte der Patientenschützer.

    Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (Bagso) hatte die FFP2-Maskenpflicht in Altenheimen vor einigen Tagen kritisiert. Keiner anderen Bevölkerungsgruppe werde zugemutet, trotz vier Impfungen im eigenen Zuhause eine Maske zu tragen. Die Neuregelung durch das Infektionsschutzgesetz ignoriere die Bedürfnisse von Pflegeheimbewohnern nach sozialen Kontakten, Nähe und Berührung.

    09.17 Uhr: Heil stellt Verlängerung des Corona-Kurzarbeitergeldes in Aussicht

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hält eine weitere Verlängerung des Corona-Kurzarbeitergeldes für möglich. Die vereinfachten Regeln zur Kurzarbeit würden laut Verordnung erst einmal bis zum Ende des Jahres gelten, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online/Samstag). "Aber die Kurzarbeit wird so lange zur Verfügung stehen, wie sie gebraucht wird", kündigte Heil an. "Wir werden die Bundesagentur für Arbeit mithilfe des Bundeshaushalts in der gesamten Krisenzeit handlungsfähig halten."

    Ziel der in der Corona-Pandemie geltenden Erleichterungen bei der Kurzarbeit ist es, für stabile Beschäftigungsverhältnisse zu sorgen und Insolvenzen zu vermeiden. Beschäftigte erhalten etwas mehr Geld, wenn sie monatelang in Kurzarbeit sind. Betriebe können bereits dann Kurzarbeit anmelden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten Arbeitsausfall haben. In normalen Zeiten muss es mindestens ein Drittel der Belegschaft sein.

    06.30 Uhr: RKI meldet 73.856 Neuinfektionen

    In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 73.856 auf über 33,38 Millionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 497 von 466 am Vortag. Das RKI meldet 116 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 150.064.

    06.30 Uhr: Die Lage in Bayern

    Besonders stark gestiegen sind die Zahlen zuletzt in Bayern. Hier wiesen Ende September nur noch 18 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern Werte unter 500 auf. Am Mittwoch waren es noch 56. In München liegt die Corona-Inzidenz zum Start des letzten Oktoberfest-Wochenendes bei 834. Damit haben die Werte sich in knapp zwei Wochen mehr als vervierfacht. Zu Beginn der Wiesn lag die Inzidenz noch um die 200. Laut der Münchner Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek ist in diesem Zeitraum auch die Bettenbelegung in den Münchner Kliniken angestiegen - von 200 Normalbetten mit Corona-infizierten Personen auf zuletzt rund 350.

    Trotz der registrierten Sprünge ist für die SPD-Politikerin aber unklar, welchen genauen Anteil das Oktoberfest an den steigenden Inzidenzen hat. So seien die Menschen derzeit viel aktiver, auch Konzerte und andere Veranstaltungen spielten laut Zurek eine Rolle. All das müsse erst noch wissenschaftlich genau untersucht werden.

    Freitag, 30. September 2022

    20.12 Uhr: Neue Regeln zur Corona-Eindämmung treten in Kraft

    Ab Samstag gelten in Deutschland neue Vorgaben für die Corona-Eindämmungsmaßnahmen. Das geänderte Infektionsschutzgesetz schreibt unter anderem bundesweit die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske im öffentlichen Fernverkehr sowie in Arztpraxen und weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens vor.

    Viele weitere Vorgaben können jeweils die Länder in Kraft setzen, beispielsweise Maskenpflichten in Restaurants sowie in Schulen ab Klasse fünf. Auch Testpflichten können angeordnet werden. Spitzt sich die Lage zu, sind weitergehende Maßnahmen möglich, beispielsweise Personenobergrenzen für Veranstaltungen in Innenräumen. Lockdowns oder Geschäftsschließungen sind aber nicht vorgesehen. Das neue Infektionsschutzgesetz gilt bis zum 7. April 2023.

    17.34 Uhr: Lauterbach und Holetschek streiten über Corona-Politik

    Bayern und der Bund streiten öffentlich über das weitere Vorgehen in der Corona-Politik. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) krtisierte vor der Bundespressekonferenz gleich mehrfach den Freistaat. Aus Bayern sei beispielsweise die Forderung gekommen, das neue Infektionsschutzgesetz müsse noch schärfer sein - obwohl es "mit das strengste in Europa" sei. Diese bayerischen Vorschläge kämen von Protagonisten, die er "mit dem Maßkrug in der Hand sehe", beklagte der SPD-Politiker. Das, "was wir jetzt in Bayern gesehen haben", halte er für "falsch und nicht wirklich verantwortungsvoll", so Lauterbach mit Blick auf das Oktoberfest.

    Sein bayerischer Amtskollege Holetschek konterte bei BR24, München habe sich die Entscheidung für das Oktoberfest nicht leicht gemacht", das aktuelle Infektionsschutzgesetz des Bundes biete" keine Rechtsgrundlage, auf der wir das Oktoberfest hätten verbieten können." Lauterbachs Kritik an Bayern sei "völlig lächerlich", betonte der bayerische Minister, "denn unsere Ratschläge an den Bundesgesundheitsminister in Sachen Corona sind unabhängig von Maßkrügen richtig und wichtig." Das gelte zum Beispiel für die Forderung nach klaren Leitplanken für die Bundesländer für mögliche neue Schutzmaßnahmen.

    16.41 Uhr: Falsche Atteste - Etliche Durchsuchungen nach Verdacht gegen Ärztin

    Im Rahmen der Ermittlungen gegen eine sächsische Ärztin hat die Polizei 84 Objekte in mehreren Bundesländern durchsucht. Es bestehe der Verdacht, dass die Frau im Zusammenhang mit der Pandemie falsche Gesundheitszeugnisse ausgestellt habe, teilte die Polizei in Dresden mit. Insgesamt 225 Beamte seien an der Aktion am Donnerstag in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg beteiligt gewesen. Die Frau ist im Raum Dresden ansässig.

    Die Ärztin stehe im Verdacht, "unrichtige Gesundheitszeugnisse" ausgestellt zu haben, heißt es in der Mitteilung. In Gefälligkeitsattesten seien unter anderem Unverträglichkeiten beim Tragen einer medizinischen Maske oder ein unbegrenztes Impfverbot bescheinigt worden. Für die Atteste soll die Ärztin Geld verlangt und damit etwa 60.000 Euro eingenommen haben.

    14.40 Uhr: Lebenshilfe kritisiert neues Infektionsschutz-Gesetz

    Die Lebenshilfe in Bayern wendet sich gegen die Maskenpflicht in ihren Werkstätten, die ab Samstag verbindlich gilt. Wie der Landesverband der Lebenshilfe in Erlangen mitteilt, müssten insgesamt 18.000 Menschen mit Behinderung ganztags Masken tragen. Die stellvertretende Landesvorsitzende Hildegard Metzger spricht von einer Diskriminierung der Menschen in den Werkstätten. Die Verschärfung der Maskenpflicht sei nicht akzeptabel.

    Laut Stephan Mitesser, Fachreferent für Arbeit beim Landesverband, konnte bislang jede Einrichtung selbst eine sogenannte Gefahreneinschätzung vornehmen. In Bereichen, in denen Menschen eng zusammenarbeiten oder bei besonders gefährdeten Personen sei das Tragen einer Maske schon üblich. Ab Samstag gilt nun pauschal eine verbindliche FFP2-Maskenpflicht für alle Mitarbeiter in den Werkstätten. Die Maskenpflicht ist verbindlich für Fachpersonal und Beschäftigte, ob mit oder ohne Behinderung.

    13.55 Uhr: Indonesien lässt eigene "islamkonforme" Covid-Impfstoffe zu

    Als erstes südostasiatisches Land hat das mehrheitlich muslimische Indonesien zwei eigene Covid-19-Impfstoffe entwickelt. Die Arzneimittelbehörde habe für IndoVac und AWcorna eine Notzulassung erteilt, berichtet das Nachrichtenportal Jakarta Globe. Beide Impfstoffe würden in Indonesien produziert und entsprächen den muslimischen Halal-Vorschriften.

    Indovac wurde demnach von der staatlichen Pharmafirma Bio Farma in Zusammenarbeit mit Baylor College of Medicine in den USA entwickelt. Der mRNA-Impfstoff AWcorna ist gemeinsames Produkt des Biopharmazeutika-Herstellers Etana Biotechnology Indonesia und des chinesischen Unternehmens Abogen-Yuxi Walvax.

    Bislang wurden in Indonesien die westlichen mRNA-Impfstoffe von Biontech-Pfizer und Moderna eingesetzt. Mehr als 171 Millionen Indonesier (82 Prozent) sind bereits doppelt gegen Corona geimpft. Mit mehr als 6,4 Millionen registrierten Corona-Infektionen und 158.000 Corona-Toten war Indonesien das in Südostasien am stärksten von der Pandemie betroffene Land.

    13.37 Uhr: Schweden streicht ab November Impfempfehlung für gesunde Jugendliche

    Schweden verzichtet künftig auf eine Corona-Impfempfehlung für gesunde Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren. Die Behörde für öffentliche Gesundheit begründete ihre Entscheidung damit, dass für gesunde Menschen dieser Altersgruppe ein "sehr geringes Risiko" bestehe, an einer schweren Form von Covid-19 zu erkranken. Ab dem 1. November gelte daher "die Empfehlung und damit das Angebot der Impfung nur für Minderjährige aus Covid-19-Risikogruppen".

    Die schwedische Gesundheitsbehörde erklärte, weltweit sei festgestellt worden, dass eine Corona-Infektion bei Kindern und Jugendlichen in der Regel mild verlaufe. Außerdem sei die Fallzahl bei Minderjährigen mit der Ausbreitung der Omikron-Variante weiter zurückgegangen. Anfang September hatte Großbritannien seine Corona-Impfempfehlung für gesunde Kinder unter elf Jahren gestrichen.

    12.54 Uhr: Patriarch Kyrill I. hat Corona - "schwere Symptome"

    Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das 75 Jahre alte Kirchenoberhaupt muss nach Angaben seines Sprechers im Bett bleiben und für die nächsten Tage alle Termine und Reisen absagen. Der Patriarch zeige "schwere Symptome" und müsse sich isolieren. Insgesamt sei Kyrills Zustand aber "zufriedenstellend", hieß es.

    12.33 Uhr: Regierungssprecher - Scholz erneut negativ getestet

    Bundeskanzler Olaf Scholz ist nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Hebestreit zum zweiten Mal negativ auf das Coronavirus getestet worden. Die Isolation des Kanzlers nach seiner Infektion könne damit frühestens am Samstag enden, sagt Hebestreit in Berlin. Voraussetzung dafür sei ein negativer PCR-Test.

    11.25 Uhr: Lauterbach und Wieler - Pandemie ist noch nicht vorbei

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, geben in der Coronavirus-Pandemie noch keine Entwarnung. "Wir befinden uns ganz klar am Beginn einer Herbst- und Winterwelle", sagte Lauterbach in Berlin. Aber: "Wir sind besser vorbereitet als im letzten Herbst." Auch Wieler betonte bei einer Pressekonferenz mit dem Minister: "Die Pandemie ist noch nicht vorbei." Die gute Nachricht sei, dass es noch keinen massiven Anstieg der Einweisungen in Krankenhäuser gebe.

    Dass sich eine neue Welle aufbaue, sei auch im europäischen Ausland zu beobachten, sagte Lauterbach. Corona stehe derzeit zwar nicht mehr so stark im Vordergrund der Öffentlichkeit. Es müsse aber alles dafür getan werden, um eine "zusätzliche Stresssituation" zu vermeiden, betonte er mit Blick auf Ukraine-Krieg und Energiekrise. Die im am Samstag inkraft tretenden neuen Infektionsschutzgesetz enthaltenen Maßnahmen müssten von den Bundesländern auch angewendet werden, mahnte der Minister und nannte konkret etwa die Maskenpflicht in Innenräumen. Andernfalls drohten in den kommenden Wochen personelle Engpässe in der kritischen Infrastruktur.

    10.00 Uhr: Falsche Corona-Atteste – Durchsuchungen in mehreren Bundesländern

    Wegen des Verdachts auf Erstellung falscher Gesundheitszeugnisse in der Corona-Pandemie hat die Polizei 84 Objekte in mehreren Bundesländern durchsucht. Insgesamt 225 Beamte seien an der Aktion am Donnerstag in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg beteiligt gewesen, teilte die Polizei in Dresden am Freitagmorgen mit.

    Die Anfangsermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden richten sich laut Polizei gegen eine Ärztin aus Sachsen. Sie stehe im Verdacht, "unrichtige Gesundheitszeugnisse" im Zusammenhang mit dem Coronavirus ausgestellt zu haben. In ausgestellten Gefälligkeitsattesten seien unter anderem Unverträglichkeiten beim Tragen einer medizinischen Maske oder ein unbegrenztes Impfverbot bescheinigt worden. Für die Atteste soll die Ärztin Geld verlangt und damit etwa 60.000 Euro eingenommen haben. Die Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume der Beschuldigten erfolgte demnach bereits im März 2022, die Auswertung dauere an.

    Die neuerlichen Durchsuchungen richten sich laut Mitteilung gegen Unterstützer der Ärztin oder Menschen, die das Angebot in Anspruch genommen hätten. Ermittelt wird in dem Zusammenhang auch gegen vier Bedienstete der Polizei Sachsen, die sich mutmaßlich unrichtige Atteste ausstellen ließen. Bei den Durchsuchungen am Donnerstag wurden insgesamt 317 mutmaßlich unrichtige Atteste sichergestellt.

    08.40 Uhr: Holetschek sieht keinen Anlass für schärfere Corona-Maßnahmen

    Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) plant trotz steigender Infektionszahlen keine schärferen Schutzmaßnahmen. Im Interview mit Bayern 2 sagte er: "Wir haben uns jetzt erst einmal dazu entschieden, dass wir das Schutzniveau belassen, wie auch vorher. [...] Der Grundsatz ist: Nur was notwendig ist, muss auch gemacht werden und dabei bleiben wir auch."  Man beobachte die Lage in einem komplexen System genau, so Holetschek. Eine große Rolle spiele dabei die Lage der Krankenhäuser, dazu komme das Abwassermonitoring und bestimmte andere Parameter. "Aus diesem Gesamtsystem leiten wir dann Maßnahmen ab, wenn sie denn notwendig sind." 

    Die Aussagekraft früherer relevanter Parameter, wie etwa der Inzidenzwert, seien unter anderem wegen der hohen Dunkelziffer heute relativiert.  Das neue Infektionsschutzgesetz tritt morgen in Kraft und gilt bis April. Je nach Lage können die Länder schärfere Corona-Maßnahmen verhängen. ​

    Auf die Frage ob aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen eine Wiesn-Welle in Bayern und besonders in München spürbar sei, sagte Holetschek: "Es ist klar, wenn Menschen eng zusammen sind, wie zum Beispiel im Zelt beim Oktoberfest, dass dort Neuinfektionen entstehen, das war eigentlich erwartbar. Ob der direkte Zusammenhang gegeben ist, das wird ja immer wieder in Zweifel gezogen, aber ja, ich denke schon, dass das eine Auswirkung ist".

    05.40 Uhr: Inzidenz in München steigt auf 792,8

    Die Corona-Zahlen in Bayern ziehen weiter an. Gut eineinhalb Wochen nach Beginn des Oktoberfestes ist die Inzidenz in München auf 792,8 gestiegen. Gestern lag der Wert noch bei 695,8. Ein Zusammenhang des besonders starken Anstiegs in München mit dem Oktoberfest lässt sich derzeit zwar kaum beweisen, er liegt aber nahe: Auch bei anderen Volksfesten hatte sich häufig etwa eineinhalb Wochen nach Beginn ein starker Anstieg in den Inzidenzen gezeigt. Oft waren diese dann noch gut eine Woche weiter gestiegen. Auch Experten hatten im Vorfeld des Oktoberfest eine "Wiesn-Welle" vorhergesagt.

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 466,0 angegeben. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 96.367 Corona-Neuinfektionen.

    Donnerstag, 29. September 2022

    18.52 Uhr: RKI - Wachsendes Ansteckungsrisiko mit Corona und anderen Erregern

    Atemwegsinfektionen wie Covid-19 breiten sich nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland derzeit zunehmend aus. "Der Infektionsdruck nimmt jetzt im Herbst in allen Altersgruppen der Allgemeinbevölkerung wieder deutlich zu", bilanziert das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Covid-19-Wochenbericht heute Abend. Darin werden verschiedene Datenquellen ausgewertet und Schätzungen angestellt.

    Neben Sars-CoV-2 gehören demnach derzeit Rhinoviren zu den vorherrschenden Viren, die zu Besuchen etwa bei Hausärzten führen. Bei schwer verlaufenden Erkrankungen der Atemwege - gemeint sind Krankenhausbehandlungen -, sei aber noch kein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, hält das RKI mit Blick auf die vergangene Woche fest. Aufgrund der Jahreszeit muss laut Bericht auch in der nächsten Zeit mit einer weiteren Zunahme solcher Erkrankungen gerechnet werden. Das größte Risiko dabei hätten ältere Menschen.

    Weil sich Menschen im Herbst wieder vermehrt drinnen aufhalten, erinnert das RKI: "Regelmäßiges richtiges Lüften (Stoßlüften) mit hohem Luftaustausch und geringem Wärmeverlust" sei sehr wichtig, um das Risiko von Ansteckungen zu verringern. Hintergrund ist, dass man sich in geschlossenen Räumen leichter durch Tröpfchen, die Kranke etwa beim Niesen oder Husten ausstoßen, anstecken kann.

    17.49 Uhr: Geständnis im Prozess gegen Teststation-Betreiber

    Im Prozess um Abrechnungsbetrug in einer Nürnberger Corona-Teststation hat einer der beiden Betreiber vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth ein Geständnis abgelegt. Dabei zeigte der 34 Jahre alte Mann Reue und entschuldigte sich, die "sensible" Corona-Zeit ausgenutzt zu haben. Weiter gab der Mann zu, die Ideen zum Betrug gehabt zu haben. Zuvor hatte es eine Verständigung zwischen den Prozessbeteiligten gegeben. Dabei bot der Richter den insgesamt drei Angeklagten unter der Bedingung eines Geständnisses einen bestimmten Strafrahmen an. Im Fall des 34-Jährigen Betreibers der Teststation, einem Spielerberater, maximal vier Jahre und neun Monate Haft.

    Die Teststation-Betreiber sollen im vergangenen Jahr 437.000 Euro zu Unrecht von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern erhalten haben. Der angeklagte Spielerberater soll zudem 142.000 Euro an Corona-Hilfen unrechtmäßig kassiert haben. Die beiden angeklagten Betreiber der Teststationen erklärten, sie hätten das Geld zum Begleichen von Schulden verwendet, die sich bei gemeinsamen Geschäften in den vergangenen Jahren angehäuft hatten. Ein Urteil wird am 21. Oktober erwartet.

    16.03 Uhr: Lebenshilfe - Maskenpflicht in Werkstätten ist diskriminierend

    Die Lebenshilfe Bayern kritisiert die Maskenpflicht für Beschäftigte in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Diese Regelung im neuen Infektionsschutzgesetz sei "weder nachvollziehbar noch verhältnismäßig", sagte die stellvertretende Landesvorsitzende der Lebenshilfe Bayern, Hildegard Metzger, in einer Mitteilung des Verbands. Sie forderte vom Bund und den Ländern "eine zumutbare und praktikable Regelung".

    Es sei wichtig, zwischen dem Schutz vor Infektion und der Teilhabe am Arbeitsleben vernünftig abzuwägen, so Metzger. Die Maskenpflicht nur in Einrichtungen der Eingliederungshilfe, wie den Werkstätten, zu verschärfen, komme einer Diskriminierung gleich. Die verschärfte Maskenpflicht führt nach Auffassung der Lebenshilfe dazu, dass in den Werkstätten alle Beschäftigten mit und ohne Behinderungen permanent eine FFP2-Maske tragen müssen - trotz Abstandsregelungen und Hygieneschutz in Werkstätten.

    15.40 Uhr: Sauter verweigert wieder Aussage im Masken-Ausschuss

    Im Masken-Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags hat der langjährige CSU-Landtagsabgeordnete Alfred Sauter zum dritten Mal die Aussage verweigert - sich dabei aber Wortgefechte mit den Ausschussvorsitzenden geliefert. Sauter war am Donnerstag geladen, um zu einem weiteren Masken-Komplex auszusagen. Er berief sich allerdings auf sein Recht, keine Angaben zur Sache zu machen.

    Sauter verwahrte sich dabei gegen die Verwendung des Begriffs des Verweigerns durch den Ausschussvorsitzenden Winfried Bausback (CSU): Er verweigere nicht die Aussage, sondern mache von seinem Recht Gebrauch, nicht zur Sache auszusagen, sagte er.

    15.29 Uhr: Regierung reaktiviert Corona-Fonds zum Kampf gegen die Energiekrise

    Für ihren "Abwehrschirm" zum Schutz von Verbrauchern und Unternehmen vor den hohen Energiepreisen will die Bundesregierung den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) reaktivieren. Er diente von März 2020 bis Juni diesen Jahres zur Unterstützung von Unternehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind. Ziel war es, die Firmen zu stabilisieren und negative Folgen für den Arbeitsmarkt wie Pleiten oder Entlassungswellen zu verhindern.

    Der Fonds hatte bis Ende vergangenen Jahres ein Gesamtvolumen von 600 Milliarden Euro. 100 Milliarden Euro von konnten für stille Beteiligungen des Staates oder den Erwerb von Anteilen an Unternehmen genutzt werden. Weitere 400 Milliarden Euro waren für Bürgschaften vorgesehen. Darüber hinaus konnte der Fonds der staatlichen Förderbank KfW Darlehen von insgesamt bis zu 100 Milliarden Euro gewähren. Zum 1. Januar 2022 wurde das Gesamtvolumen des Fonds von 600 auf 250 Milliarden Euro gesenkt.

    15.15 Uhr: Scholz nach Corona-Infektion auf dem Weg der Besserung - negativ getestet

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht sich nach seiner Corona-Infektion auf dem Weg der Besserung. Er habe heute erstmals wieder ein negatives Testergebnis erhalten, teilte Scholz bei einer Pressekonferenz zum neuen "Abwehrschirm" gegen die Energiekrise mit. Insofern sei zu hoffen, dass seine Quarantäne nicht mehr lange anhalte, sagte Scholz, der per Video aus seiner Dienstwohnung im Kanzleramt zugeschaltet war.

    Der Bundeskanzler zeigte sich zuversichtlich, dass wie geplant am 4. Oktober gemeinsame Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder stattfinden können. Er freue sich auf die Fortsetzung des Gesprächs. Bereits am Vortag hatte eine Ministerpräsidentenkonferenz zur Energiepreiskrise stattgefunden - allerdings ohne den Kanzler wegen dessen Corona-Infektion.

    14.12 Uhr: WM in Katar - Corona-Impfung für Fans nicht verpflichtend

    Bei der Fußball-WM in Katar (20. November bis 18. Dezember) wird eine Corona-Impfung für die ins Land reisenden Fans nicht verpflichtend sein. Das gaben die zuständigen Behörden des Golfstaates bekannt. "Personen, die nach Katar einreisen, müssen unabhängig von ihrem Impfstatus oder ihrem Herkunftsland keine Quarantäne durchlaufen", erklärten die Organisatoren.

    Jedoch müssten alle Besucher, die älter als sechs Jahre sind, vor ihrer Abreise nach Katar einen negativen Test vorweisen. Zudem werde eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr bestehen und jede Person, die sich mit dem Virus infiziert, "muss gemäß den Richtlinien des Ministeriums für öffentliche Gesundheit isoliert werden", so das katarische Gesundheitsministerium. Die Organisatoren kündigten jedoch an, die Maßnahmen zu verschärfen, sollte es zu einer erhöhten Gefahr durch das Virus kommen.

    13.10 Uhr: Verbrauch an Verpackungen im ersten Pandemiejahr leicht gesunken

    Die Corona-Pandemie hat die Menge an Verpackungsmüll in Deutschland im Jahr 2020 sinken lassen. Insgesamt sei diese Müllmenge im Vergleich mit 2019 um 0,7 Prozent auf 18,8 Millionen Tonnen gesunken, teilte das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau-Roßlau mit. Das sei der erste Rückgang seit 2009.Pro Kopf entspricht dies den Angaben zufolge einem Rückgang um 1,7 kg auf durchschnittlich 225,8 kg. Private Endverbraucher seien für 46 Prozent der Gesamtmenge verantwortlich, hieß es. Diese hätten 2020 im Vergleich zum Vorjahr 1,6 Prozent mehr Verpackungsabfall verursacht, da mehr zu Hause konsumiert worden sei. Dagegen sei im gewerblichen Bereich „ein deutlicher Rückgang des Verpackungsverbrauchs“ zu beobachten.

    11.52 Uhr: Neue Corona-Regeln ab 1. Oktober

    Ab Oktober gelten neue Corona-Regeln. Bundesweit vorgeschrieben werden FFP2-Masken in Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen. Auch in Fernzügen gilt weiter eine Maskenpflicht, wobei für Kinder eine einfache OP-Maske reicht. In Flugzeugen fällt die Maskenpflicht weg. In Pflegeheimen und Kliniken muss zudem vor dem Zutritt ein negativer Test vorgelegt werden.

    Die Länder können zudem eine Maskenpflicht in Nahverkehrszügen und -bussen sowie in Innenräumen wie Geschäften und Restaurants vorschreiben, müssen dies aber nicht. Wer einen negativen Test vorzeigt, ist in der Gastronomie und bei Veranstaltungen zwingend von einer solchen Pflicht auszunehmen. An Schulen und Kitas können Tests vorgeschrieben werden. Ab Klasse fünf ist eine Maskenpflicht möglich. Wenn sich die Infektionslage verschlimmert, können die Länder mit einem Landtagsbeschluss weitere Vorgaben machen. Dazu zählen etwa Besucher-Obergrenzen für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen.

    10.33 Uhr: Auflösung von Corona-Spaziergang in Rheinland-Pfalz war rechtens - Platzverweis für Fußgängerzone jedoch nicht

    Die Auflösung eines unangemeldeten sogenannten Corona-Spaziergangs im rheinland-pfälzischen Trier durch die Polizei im Dezember 2021 war rechtens. Ein weiträumiger Platzverweis und das Anfertigen von Bildern von den Teilnehmern waren hingegen nicht zulässig, wie das Verwaltungsgericht Trier mitteilte. Mit der Entscheidung gaben die Richter einer Klägerin teilweise recht.

    Sie hatte im vergangenen Dezember an einem nicht als Versammlung angemeldeten "Spaziergang" teilgenommen. Eine Gruppe von etwa 100 Menschen wurde in der Innenstadt von Polizisten umschlossen und angehalten. Nachdem sich kein verantwortlicher Leiter der Gruppe finden ließ, löste die Polizei die Versammlung auf und erteilte den Teilnehmern Platzverweise.

    Die Klage hatte teilweise Erfolg. Bei dem "Spaziergang" habe es sich erkennbar um eine Versammlung gehandelt, entschieden die Richter. Daher sei das Anhalten rechtmäßig gewesen. Es habe eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestanden, die Veranstaltung sei bewusst nicht angemeldet worden. Der Platzverweis und die aufgenommenen Bilder hingegen seien rechtswidrig. Die Polizei könne Platzverweise nur für einen eng begrenzten Ort aussprechen - nicht aber für die gesamte Fußgängerzone.

    06.19 Uhr: Prozess um Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren

    Weil sie mehr Corona-Tests abgerechnet haben sollen als tatsächlich vorgenommen, müssen sich zwei Betreiber von mehreren Testzentren in Mittelfranken ab heute vor dem Landgericht in Nürnberg verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihnen Abrechnungsbetrug in acht Fällen und versuchten Betrug in 20 Fällen vor. Mehr als 651.000 Euro sollen die Angeklagten demnach zu Unrecht von Mai bis August 2021 abgerechnet haben. Ausgezahlt wurden davon aber nur rund 437.000 Euro, weil die Kassenärztliche Vereinigung dann auf die Ermittlungen aufmerksam wurde.

    5.05 Uhr: RKI registriert 78.863 Corona-Neuinfektionen

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen mit 409,9 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards (Stand: 05.00 Uhr) wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 379,6 gelegen (Vorwoche: 281,1; Vormonat: 242,5). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 78.863 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 56.978) und 94 Todesfälle (Vorwoche: 106) innerhalb eines Tages.

    05.00 Uhr: Inzidenz in München steigt weiter auf 695,8

    Die Corona-Zahlen in Bayern ziehen weiter an. Gut eineinhalb Wochen nach Beginn des Oktoberfestes ist die Inzidenz in München auf 695,8 gestiegen. Gestern lag der Wert noch bei 547. Das bedeutet einen Anstieg um mehr als 172 Prozent binnen Wochenfrist. Ein Zusammenhang des besonders starken Anstiegs in München mit dem Oktoberfest lässt sich derzeit zwar kaum beweisen, er liegt aber nahe: Auch bei anderen Volksfesten hatte sich häufig etwa eineinhalb Wochen nach Beginn ein starker Anstieg in den Inzidenzen gezeigt. Oft waren diese dann noch gut eine Woche weiter gestiegen. Auch Experten hatten im Vorfeld des Oktoberfest eine "Wiesn-Welle" vorhergesagt.

    Mittwoch, 28. September 2022

    17.41 Uhr: Prozess um Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren beginnt

    Weil sie mehr Corona-Tests abgerechnet haben sollen als tatsächlich vorgenommen, müssen sich zwei Betreiber von mehreren Testzentren in Mittelfranken ab Donnerstag vor dem Landgericht in Nürnberg verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihnen Abrechnungsbetrug in 8 Fällen und versuchten Betrug in 20 Fällen vor.

    Mehr als 651.000 Euro sollen die Angeklagten demnach zu Unrecht von Mai bis August 2021 abgerechnet haben. Ausgezahlt wurden davon aber nur rund 437.000 Euro, weil die Kassenärztliche Vereinigung auf die Ermittlungen aufmerksam wurde. Mit angeklagt ist eine Mitarbeiterin der beiden Männer wegen Beihilfe. Sie soll unter anderem die falschen Zahlen an die Kassenärztliche Vereinigung gemeldet haben. Einer der beiden Hauptangeklagten soll außerdem staatliche Corona-Hilfen in Höhe von rund 142.000 Euro unrechtmäßig kassiert haben.

    16.54 Uhr: Ärzte fordern Stopp für staatliche Förderung von Corona-Impfzentren

    Bayerns Haus-, Kinder- und Jugendärzte fordern den Stopp der staatlichen Finanzierung der Corona-Impfzentren. "Diese mit Steuergeldern subventionierte Parallelstruktur muss aufgelöst werden. Die Impfzentren sind nicht nur teuer und aktuell und auf absehbare Zeit nutzlos, sondern ein Angriff auf die etablierte medizinische Versorgung in Stadt und Land", sagten Markus Beier, Landesvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, und Dominik A. Ewald, Landesverbandsvorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), am Mittwoch in München.

    Weiter: "Es ist nicht vermittelbar, dass in Zeiten, in der Beitragserhöhungen in den Gesetzlichen Krankenkassen beschlossene Sache sind und die Erhöhung des steuerfinanzierten Teils der Gesetzlichen Krankenkassen zur Diskussion steht, weiterhin eine versorgungspolitisch nutzlose und extrem teuere Doppelstruktur vorgehalten wird." Zu Beginn der Pandemie hätten die Impfzentren Sinn ergeben, weshalb die Praxen diese politische Entscheidung damals unterstützt hätten. Mittlerweile sei die Lage aber eine andere: "Wir hatten damals einen Ansturm von Impfwilligen zu bewältigen und wenig Impfstoff zur Verfügung. Heute ist es genau umgekehrt", sagten Wolfgang Ritter, Vorstandsmitglied des Hausärzteverbandes, und Michael Hubmann, Vize-Vorsitzender des BVKJ.

    Aus der Sicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sind die Impfzentren "unverändert gefragt". Sie könnten etwa niedrigschwellige Sonderimpfaktionen anbieten, um so eine größere Anzahl oder bestimmte Personenkreise zu erreichen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

    15.56 Uhr: FDP im Bundestag - Länder können Isolationspflicht selbst beenden

    Die FDP im Bundestag hat die vier Länder, die beim Bund auf ein Ende der Isolationspflicht drängen, zum Handeln aufgefordert. Die liberale Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus sagte am Mittwoch in Berlin, die Länder könnten selbst über die Dauer einer Isolation im Falle einer Corona-Infektion entscheiden. "Wenn die Minister das Ende der Isolationspflicht fordern, können sie das jetzt schon umsetzen", sagte die parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Bundestagsfraktion.

    Die Gesundheitsminister von Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein hatten am Dienstag ihren Bundeskollegen Karl Lauterbach (SPD) per Brief aufgefordert, dafür zu sorgen, dass das Robert Koch-Institut (RKI) die Quarantäneregeln schnell ändert. Sie argumentieren, man müsse auf mehr Eigenverantwortung setzen und den Menschen nicht mehr eine Absonderungspflicht von fünf Tagen vorschreiben. Lauterbach wies den Vorstoß umgehend zurück.

    13.22 Uhr: Ärzte fordern Stopp für staatliche Förderung von Impfzentren

    Bayerns Haus-, Kinder- und Jugendärzte fordern den Stopp der staatlichen Finanzierung der Corona-Impfzentren. "Diese mit Steuergeldern subventionierte Parallelstruktur muss aufgelöst werden. Die Impfzentren sind nicht nur teuer und aktuell und auf absehbare Zeit nutzlos, sondern ein Angriff auf die etablierte medizinische Versorgung in Stadt und Land", sagten Markus Beier, Landesvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes, und Dominik A. Ewald, Landesverbandsvorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München.

    Weiter: "Es ist nicht vermittelbar, dass in Zeiten, in der Beitragserhöhungen in der Gesetzlichen Krankenkassen beschlossene Sache sind und die Erhöhung des steuerfinanzierten Teils der Gesetzlichen Krankenkassen zur Diskussion steht, weiterhin eine versorgungspolitisch nutzlose und extrem teure Doppelstruktur vorgehalten wird." Zu Beginn der Pandemie hätten die Impfzentren Sinn ergeben, weshalb die Praxen diese politische Entscheidung damals unterstützt hätten. Mittlerweile sei die Lage aber eine andere.

    12.17 Uhr: Forscher haben Hinweise auf Ursache für Herzmuskelentzündungen nach Impfung

    Forscher haben Hinweise darauf gefunden, was die Ursache für Herzmuskelentzündungen nach Corona-Impfungen sein könnte. Eine solche Nebenwirkung ist äußerst selten und heilt meist problemlos, trat aber dennoch statistisch gehäuft bei männlichen Jugendlichen und jungen Männern nach Immunisierungen mit mRNA-Impfstoffen auf.

    Ein Forscherteam aus Deutschland und Israel hat nun einen neuen Mechanismus bei der Entstehung sogenannter Myokarditiden aufgedeckt, wie die Universität des Saarlands in Homburg berichtete, die an den Untersuchungen beteiligt war. Insbesondere bei männlichen Jugendlichen und jungen Männern konnten sogenannte Autoantikörper gegen einen zentralen körpereigenen Entzündungshemmer (Interleukin-1-Rezepetor-Antagonist) nachgewiesen werden. Dadurch werde die Wirkung entzündungsfördernder Botenstoffe begünstigt, wie Lorenz Thurner vom José-Carreras-Center des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) in Homburg berichtete.

    11.15 Uhr: Auch Bauministerin Geywitz mit Corona infiziert

    Neben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich auch Bundesbauministerin Klara Geywitz mit dem Corona-Virus infiziert. Sie sei am Morgen positiv gestestet worden, teilt eine Sprecherin mit. Sie werde in der Kabinettssitzung daher vom Parlamentarischen Staatssekretär Sören Bartol (SPD) vertreten. Trotz Abwesenheit der Ministerin werde das Kabinett voraussichtlich die Wohngeldreform und den zweiten Heizkostenzuschuss wie geplant auf den Weg bringen.

    10.35 Uhr – Studie: 81 Prozent halten Impfungen für wichtig

    Immer mehr Menschen in Deutschland haben einer Studie zufolge eine positive Einstellung zum Impfen. Das betrifft nicht nur die Impfungen gegen Corona, sondern auch Schutzimpfungen allgemein, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am Mittwoch in Köln mitteilte. Hinzu komme, dass in der Corona-Pandemie das Wissen über grundlegende Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Lüften, richtiges Husten und Niesen zugenommen habe.

    Hielten vor zehn Jahren 61 Prozent der Bevölkerung Impfungen für wichtig oder sehr wichtig, sind es heute 81 Prozent, wie es hieß. Schutzimpfungen für Erwachsene werden laut Studie von der großen Mehrheit der Befragten als wichtig eingestuft. Das gelte sowohl für die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Standardimpfungen als auch für die seit Ende 2020 verfügbare Corona-Schutzimpfung: 87 Prozent der Befragten bezeichnen diese als (sehr) wichtig.

    09.34 Uhr: Knappe Mehrheit will weiter Maske im Flugzeug tragen

    Nach dem Wegfall der Maskenpflicht in Flugzeugen will einer Umfrage zufolge eine Mehrheit der Fluggäste weiter eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. 35 Prozent der Befragten gaben in einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov an, dass sie es für wahrscheinlich hielten, ab dem 1. Oktober weiter freiwillig eine Maske im Flieger zu tragen. Für 27 Prozent ist das "nicht wahrscheinlich". 31 Prozent gaben in der Umfrage an, gar nicht zu fliegen. 7 Prozent machten keine Angaben.

    Ab Oktober gelten neue Corona-Regeln. In Flugzeugen müssen Passagiere keine Maske mehr tragen. Bundesweit vorgeschrieben werden FFP2-Masken dagegen in Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen. Auch in Fernzügen gilt weiter eine Maskenpflicht, wobei für Kinder eine einfache OP-Maske reicht.

    09.30 Uhr: Seniorenverbände kritisieren Maskenpflicht für Pflegeheimbewohner

    Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (Bagso) kritisiert die ab Samstag geltende FFP2-Maskenpflicht in Altenheimen scharf. "Keiner anderen Bevölkerungsgruppe wird zugemutet, trotz vier Impfungen im eigenen Zuhause eine Maske zu tragen", erklärte die Bagso-Vorsitzende Regina Görner am Mittwoch in Bonn. Sie forderte eine Aufhebung der Maskenpflicht für die Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen.

    Ab dem 1. Oktober gilt bundesweit eine FFP2-Maskenpflicht für Bewohnerinnen und Bewohner in den öffentlichen und gemeinschaftlich genutzten Bereichen von stationären Pflegeeinrichtungen. Sie dürften sich dann nur noch in ihrem eigenen Zimmer ohne Maske aufhalten, erklärte Görner. Die Wege zu gemeinsamen Mahlzeiten sowie die Teilnahme an Freizeit- und Beschäftigungsangeboten seien nur mit Maske möglich. Das sei eine massive Beeinträchtigung der Lebensqualität der Menschen, kritisierte die Bagso-Vorsitzende. "Dabei hatte die Politik versprochen, dass eine soziale Isolation in Pflegeeinrichtungen nie wieder vorkommen darf."

    Die Neuregelung durch das Infektionsschutzgesetz ignoriere die Bedürfnisse von Pflegeheimbewohnern nach sozialen Kontakten, nach Nähe und Berührung, hieß es weiter. Insbesondere Menschen mit Demenz, die mehr als die Hälfte der Heimbewohnerinnen und -bewohner ausmachten, treffe das Tragen einer Maske schwer, da sie auf die Mimik des Gegenübers angewiesen seien.

    05.50 Uhr: Inzidenz in München steigt weiter auf 547,0

    Die Corona-Zahlen in Bayern ziehen weiter an. Gut eineinhalb Wochen nach Beginn des Oktoberfestes hat die Sieben-Tage-Inzidenz sowohl in der Stadt München als auch im Freistaat allgemein die Marke von 500 passiert, wie aus am Mittwochmorgen gemeldeten Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Für Bayern insgesamt bedeutet der Wert von 503,2 einen Anstieg um gut 67 Prozent im Vergleich zum Wert vor einer Woche. In München hat er sich mit aktuell 547 in diesem Zeitraum sogar mehr als verdoppelt.

    Ein Zusammenhang des besonders starken Anstiegs in München mit dem Oktoberfest lässt sich derzeit zwar kaum beweisen, er liegt aber nahe: Auch bei anderen Volksfesten hatte sich häufig etwa eineinhalb Wochen nach Beginn ein starker Anstieg in den Inzidenzen gezeigt. Oft waren diese dann noch gut eine Woche weiter gestiegen. Auch Experten hatten im Vorfeld des Oktoberfest eine «Wiesn-Welle» vorhergesagt.

    Deutschlandweit verzeichnen weiterhin der Landkreis Eichstätt (887,5) und Stadt- (814,1) und Landkreis (866,1) Rosenheim die höchsten Inzidenzen.

    05.05 Uhr: RKI registriert 95.811 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 379,6

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen mit 379,6 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 334,9 gelegen (Vorwoche: 264,6; Vormonat: 248,5). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

    Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 95.811 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 56.715) und 138 Todesfälle (Vorwoche: 90) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

    Dienstag, 27. September 2022

    17.36 Uhr: Scholz verbringt Corona-Isolation komplett im Kanzleramt

    Bundeskanzler Olaf Scholz verbringt seine Corona-Isolationszeit komplett im Kanzleramt. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der SPD-Politiker, die kleine Wohnung dort "bietet sich an, weil ich von hier aus meiner Arbeit gut nachgehen kann". Besondere Umstände mache dies keine. "Ich habe hier alles, was ich brauche", sagte Scholz. "Hunderttausende Bürgerinnen und Bürger haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren in Quarantäne oder Isolation verbracht, da muss ich kein Aufhebens drum machen."

    Auf ärztlichen Rat nehme er Paxlovid, sagte der Bundeskanzler. "Das Medikament kann helfen, die Ausbreitung des Virus im Körper zu unterdrücken."

    Gesundheitlich gehe es ihm "den Umständen entsprechend ganz gut". Die Infektion scheine eher mild zu verlaufen. Um die abgesagten Termine tue es ihm leid. "Nun nutze ich die Zeit, um intern vieles zu bewegen", sagte der Bundeskanzler.

    16.01 Uhr: Vier Länder für Ende der Isolationspflicht - Lauterbach lehnt ab

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Forderung von Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein nach einem Ende der Isolationspflicht für Corona-Infizierte zurückgewiesen. "An die Corona-Isolationspflicht werden wir nicht herangehen", sagte er. Angesichts momentan steigender Fallzahlen wolle man "nicht noch Öl ins Feuer gießen" und das Risiko erhöhen, dass es in Betrieben oder bei Zusammenkünften zu Infektionen komme. Daher sei es nicht sinnvoll, auf die Isolationspflicht zu verzichten.

    14.02 Uhr: Vier Bundesländer fordern von Lauterbach Ende der Isolationspflicht

    Der Druck auf den Bund, die Isolationspflicht für Corona-Infizierte zu beenden, steigt. Die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein forderten Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in einem gemeinsamen Schreiben auf, dafür zu sorgen, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) die Regeln nun schnell ändert. Sie argumentieren, ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland sei immunisiert, entweder durch Impfungen oder durch Infektionen. Auch die Kliniken seien in der Lage, mit Corona umzugehen.

    Die vier Länder erwarten von Lauterbach, dass er spätestens bis zum 10. Oktober tätig wird. Sie verweisen in ihrem Brief auf Österreich, wo die Absonderungspflicht seit dem 1. August durch eine sogenannte "Verkehrsbeschränkung" ersetzt worden ist. Dort müssen Infizierte zehn Tage lang an den meisten Orten eine FFP2-Maske tragen, sie dürfen jedoch keine Pflegeheime und Kliniken besuchen. Sie können aber an ihren Arbeitsplatz. "Das Ende der Isolationspflicht hat in Österreich zu keinem relevanten Anstieg der gemeldeten Fälle geführt", schreiben die vier Gesundheitsminister in ihrem Brief.

    12.57 Uhr: Weitere Modalitäten für Grippeimpfungen in Apotheken geklärt

    Für künftig auch in Apotheken mögliche Grippeimpfungen sind weitere Voraussetzungen geklärt. Nach Angaben des Deutschen Apothekerverbands wurde mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen Einigkeit über praktische Modalitäten erzielt. Zu regeln waren unter anderem die Vergütung und Impfdokumentationen. Starten sollen die Impfungen noch im Herbst.

    Der Bundestag hatte im Mai beschlossen, dass Apotheken neben Corona-Impfungen künftig auch reguläre Grippeimpfungen anbieten können. Sie sind dazu berechtigt, wenn das Personal entsprechend geschult wurde. Zuvor war dies nur in Modellprojekten möglich.

    09.55 Uhr: Corona-Zahlen in München steigen immer schneller

    Eineinhalb Wochen nach Beginn des Oktoberfestes steigen die Corona-Zahlen in München immer schneller. Auf Wochensicht ist die Inzidenz um knapp 77 Prozent auf 424,9 gestiegen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstagmorgen (Stand 3.08 Uhr) hervorgeht. Das ist deutlich mehr als der bayernweite Anstieg von 43,1 Prozent oder der deutsche von 29,4 Prozent.

    Da die Gesundheitsämter an Wochenenden praktisch keine neuen Fälle an das RKI melden, die dieses in die Zahlen des jeweils nächsten Morgens einrechnen kann, ist Dienstag in der Regel der erste Tag der Woche, an dem sich deutliche Anstiege in den Inzidenzen zeigen.

    Ein Zusammenhang des Anstiegs mit dem Oktoberfest lässt sich derzeit zwar kaum beweisen, er liegt aber nahe: Auch bei anderen Volksfesten hatte sich häufig etwa eineinhalb Wochen nach Beginn ein deutlicher Anstieg in den Inzidenzen gezeigt. Oft waren diese dann noch gut eine Woche weiter gestiegen.

    07.27 Uhr: Nordkorea und China nehmen Güterverkehr wieder auf

    Nach einer fünfmonatigen Aussetzung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben Nordkorea und China ihren grenzüberschreitenden Güterzugverkehr wieder aufgenommen. "Wir glauben, der Güterzugverkehr zwischen China und Nordkorea ist wieder angelaufen", sagte ein Vertreter des südkoreanischen Vereinigungsministeriums, das mit den Beziehungen zu Pjöngjang betraut ist, der Nachrichtenagentur AFP. Peking bestätigte dies.

    05.04 Uhr: RKI registriert 89.282 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 334,9

    Das Robert-Koch-Instituts (RKI) meldet 89.282 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der bekannten Infektionen ist damit auf über 33 Millionen gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 334,9. Das RKI registrierte 118 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 293,6 gelegen (Vorwoche: 259,0; Vormonat: 260,3). Allerdings gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen.

    Montag, 26. September 2022

    18.26 Uhr: Keine Maskenpflicht für Flugreisende in Kanada

    Kanada hebt die Maskenpflicht in Flugzeugen auf. Die Regierung teilte mit, die bestehende Regelung zum Tragen von Corona-Schutzmasken entfalle zum 1. Oktober. "Wir sind dazu in der Lage, weil Millionen Kanadier die Ärmel hochgekrempelt und sich impfen lassen haben", sagte Verkehrsminister Omar Alghabra. Gesundheitsminister Jean-Yves Duclos erklärte, die Haltung einiger Passagiere habe es den Fluggesellschaften und den Besatzungen in den vergangenen Monaten schwer gemacht, die Maskenpflicht durchzusetzen. Auch dies sei ein Grund für die Entscheidung.

    Gleichzeitig soll auch die Quarantäneplficht für ungeimpft Einreisende aus dem Ausland wegfallen. Ungeimpfte ausländische Reisende, die nach Kanada kommen, müssen sich bei ihrer Ankunft bisher einem obligatorischen Corona-Test unterziehen und eine 14-tägige Quarantäne einhalten. Die Regierung von Premierminister Justin Trudeau beschloss jedoch, die Anordnung auslaufen zu lassen.

    16.06 Uhr: Lebenszufriedenheit von Abiturienten während Pandemie überdurchschnittlich gesunken

    Die Lebenszufriedenheit von Abiturienten der Jahrgänge 2020 und 2021 ist während der Corona-Pandemie überdurchschnittlich gesunken. Das Wohlbefinden der Abiturienten sank während der Pandemie auf einer Skala von null bis zehn um einen halben Punkt und damit deutlich stärker als beim Durchschnitt der Bevölkerung, wie eine Studie der Universität Bamberg und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt.

    Den Forschern zufolge ist dieser Einbruch "untypisch für junge Menschen". "Er entspricht zum Beispiel dem drastischen Rückgang der Lebenszufriedenheit in Kriegsgebieten", erklärte Alexander Patzina von der Universität Bamberg. Laut der Studie stiegen zwischen dem ersten und zweiten Lockdown vor allem die Angst- und Depressionsrisiken im Abiturjahrgang 2021 stark an, erst nach dem Verlassen der Schule verbesserte sich das Wohlbefinden der Abiturienten wieder. Beide Abiturjahrgänge erreichten ihr Vorpandemieniveau bei mentaler Gesundheit und Lebenszufriedenheit bis zum Herbst 2021 nicht wieder.

    15.15 Uhr: Landkreistag - Kommunale Krankenhäuser brauchen auch wegen Corona-Krise finanzielle Hilfe

    Vielen Krankenhäusern in Bayern drohen offenbar existenzielle finanzielle Probleme. Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales beim Bayerischen Landkreistag hat deswegen einen einstimmigen Appell an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gerichtet, wie der kommunale Spitzenverband mitteilte.

    Durch die Corona-Pandemie seien die Erlöse gesunken, zugleich stiegen die Kosten für Energie, Waren und Dienstleistungen, sagte der Landrat von Landsberg am Lech, Thomas Eichinger (CSU) als Ausschussvorsitzender. "Viele unserer Häuser kommen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Wir benötigen eine schnelle und finanziell solide Unterstützung durch den Bund für die Aufrechterhaltung der medizinischen Grund- und Regelversorgung", erläuterte Eichinger.

    14.48 Uhr: Bundesweit einmaliges Institut für Long-Covid in Rostock

    In Rostock wird am Samstag ein Institut für Long-Covid eröffnet. Es soll Patienten über den Umgang mit der Erkrankung und über mögliche Behandlungen informieren, teilte das Institut mit. Die Einrichtung sei mit dieser Zielsetzung bundesweit einmalig und soll eine Lotsenfunktion für die Information von Betroffenen einnehmen. Zu den Aufgaben des Instituts soll auch die Beratung von Kliniken zur Etablierung neuer Behandlungskonzepte für Long-Covid-Patienten gehören.

    Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind seit Beginn des Jahres 2020 in Deutschland knapp 33 Millionen Corona-Infektionen registriert worden, rund 149.000 Menschen sind daran gestorben. Rund zehn Prozent der Infizierten müssen sich nach der akuten Krankheitsphase mit langfristigen Symptomen in unterschiedlicher Schwere auseinandersetzen.

    13.59 Uhr: Biontech/Pfizer beantragen Notfallzulassung für Kinder-Omikron-Booster in den USA

    Biontech und sein Partner Pfizer haben für ihre an die Omikron-Untervarianten BA.4/BA.5 angepasste Auffrischungsimpfung eine Notfallzulassung in den USA zum Einsatz bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren beantragt. Ein Antrag zur Erweiterung der Marktzulassung in der EU für diesen Impfstoff in dieser Altersgruppe soll in den nächsten Tagen auch bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA eingereicht werden, wie die Unternehmen mitteilen. Als Booster ab zwölf Jahren hat das Vakzin in der EU und den USA bereits grünes Licht erhalten.

    12.46 Uhr: Oxfam - Covid verschärft in Asien soziale Ungleichheit

    Die internationale Hilfsorganisation Oxfam sieht Asien mit "einer Krise extremer Ungleichheit konfrontiert". Diese sei durch die unverhältnismäßigen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 verschärft worden, so das Fazit eines in Bangkok veröffentlichten Berichts der Organisation. Ein Viertel des Reichtums in Asien befindet sich demnach in den Händen von einem Prozent der Bevölkerung. Der Oxfam-Bericht trägt den Titel: "Asiens extreme Ungleichheitskrise - Fairer Wiederaufbau nach Covid-19".

    Asien-Regionaldirektor John Samuel erklärte, die Pandemie habe die Ungleichheit in Asien um etwa acht Prozent erhöht. Während die Zahl der in Armut lebenden Asiaten auf 1,4 Milliarden gestiegen sei, "steckten sich die Milliardäre ein zusätzliches Vermögen von 1,8 Billionen US-Dollar ein", so Samuel. Zudem seien die Schulden zur Finanzierung von Corona-Maßnahmen auf dem Kontinent stark gestiegen. Der Schuldendienst sei dreimal so hoch wie die Gesundheitsausgaben und siebenmal so hoch wie die Sozialausgaben.

    11.51 Uhr: Bundesinnenministerin Faeser mit Corona infiziert

    Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat sich erstmals seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert. Auf Twitter schrieb sie am Montag: "Jetzt hat mich Corona auch erwischt, zum ersten Mal. Das Virus bleibt tückisch. Passt alle in diesem Herbst gut auf Euch auf!" Faeser hätte an diesem Dienstag an einer gemeinsamen Sitzung der Innen- und Justizminister in München teilnehmen sollen.

    11.25 Uhr: Kanzler Scholz positiv auf Corona getestet

    Bundeskanzler Olaf Scholz ist positiv auf Corona getestet worden. Er habe milde Erkältungssymptome und sich sofort in der Kanzlerwohnung im Bundeskanzleramt in Isolation begeben, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit mit. "Die öffentlichen Termine dieser Woche werden abgesagt, interne Termine sowie die angesetzte Zusammenkunft mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder will der Bundeskanzler virtuell wahrnehmen."

    Scholz war erst gestern von einer zweitägigen Reise in die Golfstaaten zurückgekehrt. Vor Antritt der Reise hatte er einen PCR-Test gemacht, der negativ war. Am Sonntag war er nach Angaben aus Regierungskreisen ein weiteres Mal negativ getestet worden.

    08.41 Uhr: Valneva warnt vor Scheitern von möglichem weiteren Corona-Impfstoffprojekt

    Der französisch-österreichische Biotechkonzern Valneva wird womöglich keinen zweiten Anlauf für einen Covid-19-Impfstoff nehmen. Valneva befinde sich zwar in laufenden Gesprächen mit einem potenziellen Partner über einen Impfstoff der zweiten Generation, diese könnten aber mehrere Monate dauern und möglicherweise nicht erfolgreich sein, warnt Valneva. Das Unternehmen werde nur einen solchen Impfstoff herstellen und in den Aufbau von Produktionskapazitäten investieren, wenn es die erforderliche Finanzierung erhalte.

    Der Totimpfstoff von Valneva gegen Covid-19 war Ende Juni in der EU zugelassen worden, das Unternehmen musste auf dem Weg dorthin aber zahlreiche Rückschläge einstecken. Die Europäische Kommission schrumpfte den Liefervertrag wenige Wochen später drastisch auf bis zu 2,5 Millionen Dosen von einst 60 Millionen, unter anderem wegen Verzögerungen im Zulassungsverfahren und einer geringeren Impfstoffnachfrage, die durch ein Überangebot an Vakzinen in der EU verursacht wurde. Die Produktion wurde von Valneva inzwischen gestoppt.

    05.00 Uhr: Lehrergewerkschaften warnen vor Schulschließungen wegen Corona

    Bildungsgewerkschaften warnen vor Unterrichtsausfällen oder sogar Schulschließungen, falls in einer möglichen neuen Corona-Welle viele Lehrerinnen und Lehrer erkranken. Der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Wenn der Schutz und damit die Gesundheit der Lehrkräfte nicht hinreichend beachtet wird, werden die Schulschließungen vor dem Hintergrund des bereits ohnehin schon dramatischen Personalmangels, bei entsprechendem Krankenstand von ganz allein kommen." Der VEB-Vorsitzende Beckmann unterstrich, die Offenhaltung von Schulen und Kitas müsse oberste Priorität haben.

    Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, sagte dem RND: "Sollte es wieder zu deutlich mehr Krankheitsfällen bei den Beschäftigten an Schulen und Kitas kommen, wird es wegen des ohnehin herrschenden Lehrkräftemangels zu noch mehr Unterrichtsausfall kommen." Krankheitsbedingte Lücken wären nicht mehr zu kompensieren.

    Das Infektionsschutzgesetz sieht für Herbst und Winter sehen vor, dass die Länder an Schulen und Kitas Corona-Tests vorschreiben können. Ab Klasse fünf sind auch Maskenpflichten in Schulen möglich, soweit dies "zur Aufrechterhaltung eines geregelten Präsenz-Unterrichtsbetriebs erforderlich ist". Schulschließungen soll es als Corona-Schutzmaßnahme aber nicht mehr geben.

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