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Seit 01. August gilt die Testpflicht für Reiserückkehrer.

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    Corona: Die Ereignisse vom 2. bis 8. August 2021

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 2. bis 8. August 2021.

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    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 8. August 2021

    23.56 Uhr: Sechs Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer

    Auf einem Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer sind mehrere Corona-Fälle entdeckt worden. Wie die Reederei Costa Crociere mitteilte, wurden auf dem Schiff "Costa Smeralda", das am Sonntag in Marseille anlegte, sechs Mitglieder zweier Familien positiv getestet. Die Infizierten und sechs weitere Kontaktpersonen wurden demnach bis zum Ausstieg in der französischen Hafenstadt von den anderen Passagieren isoliert. Die infizierten Passagiere gehörten den Angaben zufolge zu einer Gruppe von 180 Urlaubern, die an einer einwöchigen Mittelmeer-Kreuzfahrt mit Stopps in Spanien und Italien teilgenommen hatten. Alle Teilnehmer mussten demnach einen negativen Corona-Test vorlegen, als sie vor einer Woche in Marseille an Bord gingen. Ein zweiter Test wurde zur Mitte der Reise vorgenommen. Danach meldete sich aber ein Fahrgast mit Fieber bei der Besatzung, wie Costa Crociere mitteilte.

    Alle Begleitpersonen wurden demnach umgehend getestet. Weil die Betroffenen nicht in Italien von Bord gehen wollten, wurden sie bis zur Rückkehr nach Marseille auf dem Schiff isoliert und nach dem Ausstieg in Krankenwagen nach Hause gebracht. Die regionale französische Gesundheitsbehörde bestätigte das "sichere Ausschiffen" der betroffenen Passagiere.

    22.35 Uhr: Zahl der Corona-Patienten in französischen Krankenhäusern stark angestiegen

    In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern immer weiter an. Wie die Gesundheitsbehörden am Sonntag mitteilten, wurden binnen 24 Stunden 498 Covid-19-Kranke neu aufgenommen. Damit lagen insgesamt 8.685 Corona-Patienten in den französischen Krankenhäusern - 25 Prozent mehr als vor gut drei Wochen, als mit rund 6.900 Patienten ein Tiefststand erreicht worden war.

    Besonders stark hat in Frankreich den Angaben zufolge die Zahl der Covid-19-Patienten zugenommen, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Mit 117 Patienten, die binnen 24 Stunden neu auf Intensivstationen aufgenommen wurden, liegt sie nun bei 1.556 - 81 Prozent mehr als beim Tiefststand von 859 Intensivpatienten am 21. Juli.

    18.35 Uhr: US-Experte Fauci: Eindämmung von Delta nötig, um Mutation zu verhindern

    Der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci warnt vor der Entwicklung einer neuen, noch gefährlicheren Variante des Coronavirus, sollte die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante nicht eingedämmt werden. Fauci sagte am Sonntag dem Sender NBC: "Wenn Sie dem Virus erlauben, frei zu zirkulieren, und nicht versuchen, es zu stoppen, dann gibt es früher oder später die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine andere Variante bekommen (...), die noch problematischer sein könnte als Delta." Wenn sich das Virus weiter ausbreiten und verändern könne, bestehe die Gefahr, dass sich am Ende eine Variante entwickele, vor denen die aktuellen Impfstoffe - anders als bei Delta - keinen Schutz böten.

    18.23 Uhr: China: Massentests in Wuhan abgeschlossen

    Die chinesische Stadt Wuhan, die als Ausgangspunkt der Corona-Pandemie gilt, hat nach Behördenangaben einen Massentest ihrer mehr als elf Millionen Einwohner abgeschlossen. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete am Sonntag unter Berufung auf den Behördenvertreter Li Tao, dass seit Dienstag fast alle Einwohner getestet worden seien - mit Ausnahme von Kindern unter sechs Jahren und Studenten, die in den Semesterferien verreist seien. In Wuhan war Ende 2019 der weltweit erste Infektionsherd des damals neuartigen Coronavirus gemeldet worden. Die Millionenstadt in der Provinz Hubei wurde daraufhin komplett abgeriegelt, die letzten Infektionsfälle in Wuhan wurden vor gut einem Jahr gemeldet. Vergangene Woche hatten die Behörden dann sieben neue Corona-Fälle bei Wanderarbeitern in Wuhan bekanntgegeben. Bei dem daraufhin angeordneten Massentest wurden laut Xinhua bis Samstag 37 symptomatische und 41 asymptomatische Infektionsfälle entdeckt. Auch in anderen Teilen der Volksrepublik breitet sich derzeit die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus aus. Im Kampf gegen den größten Corona-Ausbruch seit Monaten wurden schon mehrere chinesischen Städte unter einen Lockdown gestellt, Reisebeschränkungen verhängt und Millionen Menschen getestet.

    18.00 Uhr: Hamburgs Bürgermeister rechnet mit Einschränkungen für Ungeimpfte

    Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) geht davon aus, dass bestimmte Beschränkungen künftig nur für Ungeimpfte gelten werden. Damit könne man einen abermaligen Lockdown für Wirtschaft, Kultur, Bildung und das private Leben vermeiden, sagte Tschentscher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wenn der Großteil der Menschen aufgrund einer Impfung nicht mehr gefährdet ist, können wir nicht wieder die gesamte Bevölkerung mit Beschränkungen belegen." Geimpfte könnten nach den Worten Tschentschers zum Beispiel weiterhin Kultur- und Sport-Veranstaltungen besuchen, während das für Ungeimpfte bei einer hohen Inzidenz nicht möglich sei. "Auch das Reisen wird für Geimpfte einfacher." Impfen sei der Ausweg aus der Pandemie. Ungeimpfte sollten nach Ansicht von Tschentscher künftig nur mit negativem PCR-Test Geimpften und Genesenen gleichgestellt werden.

    17.00 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident drängt auf gemeinsame Strategie

    Vor den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie am Dienstag drängt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil auf eine gemeinsame Linie. "Ich halte ein abgestimmtes Vorgehen von Bund und Ländern für zwingend erforderlich - alles andere wäre den Bürgerinnen und Bürgern nicht vermittelbar", sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Gleichzeitig betonte Weil, dass er mit der klaren Erwartung in das Gespräch gehe, "dass Bund und Länder sich auf ein neues System zur Bewertung der Gefährdungslage verständigen". Man könne nicht weiterhin mit alten Maßstäben auf die neue Situation reagieren, sagte Weil. "Die Verhältnismäßigkeit der dem Gesundheitsschutz dienenden einschränkenden Maßnahmen muss grundsätzlich neu justiert werden“, betonte der Ministerpräsident.

    16.40 Uhr: Saudi-Arabien: Hohe Entschädigung für Hinterbliebene von Covid-Toten des Gesundheitswesens

    Saudi-Arabien zahlt den Hinterbliebenen von an Covid-19 gestorbenen Mitarbeitern des Gesundheitswesens je rund 113.000 Euro Entschädigung. Am Sonntag wurde mit der Auszahlung begonnen, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA berichtete. Das Geld gehe an die Familien "medizinischer Fachkräfte, die ihr Leben im Kampf gegen die Pandemie geopfert haben, um die Gesundheit und Sicherheit der Bürger und Einwohner des Königreichs zu schützen".

    Das Land hatte die Maßnahme im Oktober angekündigt. Sie gilt demnach für alle Fachkräfte, die seit März 2020 infolge der Pandemie starben. Sie umfasst sowohl das öffentliche als auch das private Gesundheitswesen, zivile und militärische Mitarbeiter ebenso wie Personal aus dem Ausland. In Saudi-Arabien sind tausende medizinische Fachkräfte aus dem Ausland tätig. Wie viele Pflegekräfte in Saudi-Arabien nach einer Coronavirus-Infektion starben, ist nicht bekannt. Insgesamt wurden seit Pandemiebeginn nach offiziellen Angaben mehr als 532.000 Infektionsfälle und mehr als 8.300 Todesfälle verzeichnet.

    15.10 Uhr: Israel: Hunderttausende zum dritten Mal geimpft

    In Israel haben schon mehr als 420.000 Personen, die älter als 60 Jahre sind, eine dritte Impfspritze gegen Corona bekommen. Das sei ein Drittel der Menschen dieser Altersgruppe, sagte Ministerpräsident Naftali Bennett. Bis zum Abend rechne er mit einer halben Million Auffrischungen. Die Weltgesundheitsorganisation hatte vor wenigen Tagen gefordert, Auffrischungen bis Ende September aufzuschieben. Der knappe Impfstoff solle erst Menschen verabreicht werden, die noch gar nicht geimpft sind. Israel gilt bei Impfungen gegen Corona als weltweit führend. Etwa 5,4 der 9,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner sind vollständig geimpft.

    14.15 Uhr: Iran: So viele Corona-Tote wie nie

    Der Iran hat mehr Corona-Tote und Neuinfektionen binnen eines Tages als je zuvor registriert. Das Gesundheitsministerium in Teheran meldete 542 Todesfälle und fast 40.000 Neuinfektionen seit dem Vortag. Nach offiziellen Angaben starben bereits mehr als 94.000 Iraner nach einer Corona-Infektion. Allerdings räumen selbst die iranischen Gesundheitsbehörden ein, dass die Dunkelziffer vermutlich viel höher liegt.

    13.45 Uhr: Tunesien will eine Million Menschen am Tag impfen

    In Tunesien ist eine große Impfaktion angelaufen. Bis zu eine Million Menschen über 40 Jahren sollen eine erste Impfdosis erhalten. Dafür wurden Hunderte Einrichtungen wie etwa Schulen zu Impfzentren umfunktioniert. Es wird das Präparat des Herstellers Astrazeneca gespritzt. Bei einer Impfaktion vor zweieinhalb Wochen, zu der alle Erwachsenen eingeladen waren, kam es zu Massenaufläufen. Mehrfach musste die Polizei einschreiten. Damals waren die Bestände an Impfdosen äußerst knapp. Nur acht Prozent der insgesamt 11,5 Millionen Einwohner sind vollständig gegen das Virus geimpft. Täglich werden 2.000 bis 3.000 Neuinfektionen gemeldet.

    13.10 Uhr: Ärztepräsident: Nachteile für Ungeimpfte kaum zu rechtfertigen

    Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält Einschränkungen für Ungeimpfte nur bei einer drohenden Überlastung des Gesundheitssystems für vertretbar. Solche Maßnahmen seien nur zu rechtfertigen, wenn die Sicherstellung der stationären Versorgung von Covid-19-Erkrankten und anderen Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen akut gefährdet sein sollte, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Es darf nicht um Drohkulissen und Strafmaßnahmen für Impfunwillige gehen, sondern allein darum, eine erneute Dauerbelastung unseres Gesundheitswesens zu verhindern. Alles andere wäre nur Wasser auf die Mühlen der Impfgegner", warnte der Ärztepräsident.

    12.15 Uhr: Touristenseelsorgerin: Corona-Pandemie besorgt Urlauber

    Die Corona-Pandemie beschäftigt die meisten Urlauber auch in de Ferien, so die Touristenseelsorgerin Nathalia Löster der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Viele Spannungsfelder sind mit sehr viel mehr Wirkkraft in das Leben der Menschen getreten", so die die Mitarbeiterin der "Seelsorge am Meer" im ostfriesischen Norden. Besonders in Phasen, in denen sie zur Ruhe kommens typisch, dass Urlauber über existenzielle Fragen nachdenken. Trotzdem habe der Urlaub noch einen Erholungswert: "Die Freude, nach der Enge und Begrenztheit durch die Corona-Maßnahmen mal wieder durchatmen zu können, ist groß."

    11.33 Uhr: Grünen-Chef Habeck fordert zum Impfen auf

    Grünen-Chef Robert Habeck hat Nicht-Geimpfte aufgefordert, sich gegen das Coronavirus immunisieren zu lassen. Im ZDF-Sommerinterview sagte der Grünenpolitiker, man müsse seinem "inneren Schweinehund mal einen kräftigen Tritt in den Hintern" geben und die eigene Trägheit überwinden. Ungeimpfte sollten sich selbst sagen: "Komm, hier ist das. Du kannst einfach da hingehen, Du kriegst den Impfausweis und eine Spritze im Arm und fertig." Das Streichen von kostenlosen Schnelltests, das das Bundesgesundheitsministerium ins Gespräch gebracht hatte, hält Habeck demnach für den falschen Hebel. In der Debatte um Vorteile für Geimpfte sagte Habeck: "Es wird einen Unterschied geben im Zugang von Rechten und in der Freiheit des Lebens zwischen den Geimpften und Ungeimpften. Und zwar werden die Geimpften, solange das die Gesellschaft und das Gesundheitssystem tragen kann, mehr Rechte haben."

    11.10 Uhr: Vatikanische Museen: Einlass nur mit "Green Pass"

    Wer in Rom die weltberühmten Vatikanischen Museen besichtigen will, der muss seit dem Wochenende einen Anti-Covid-Nachweis in Form des sogenannten Grünen Passes (Green Pass) erbringen, wie das Portal "Vatican News" berichtet. Auch der Vatikan folgt damit den Corona-Schutzregeln, die seit Freitag in ganz Italien gelten. Alle Personen über zwölf Jahre müssen eine Impfung, einen Genesenen-Nachweis oder einen aktuellen negativen Covid-19-Test für den Zugang zu öffentlichen Innenräumen, also zum Beispiel zu Restaurants oder Museen vorweisen.

    10.23 Uhr: Neuinfektionen - Israel verschärft Corona-Maßnahmen

    Nachdem sich Neuinfektionen und schwere Covid-19-Verläufe in Israel häufen, gelten seit Sonntag wieder strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Bei Veranstaltungen im Freien mit mehr als 100 Teilnehmern muss nun wieder Maske getragen werden. Kleinere Veranstaltungen dürfen nur noch Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Corona-Testergebnis besuchen. Auch Kinder müssen ein negatives Ergebnis vorzeigen. Diese Maßnahmen hat die Regierung bereits vergangene Woche beschlossen. Zuvor hatte es mehrere Tage in Folge mehr als 3.000 Neuinfektionen pro Tag gegeben.

    10.07 Uhr: Schausteller fordern Ende aller Beschränkungen im Herbst

    Der Deutsche Schaustellerbund fordert ab September ein Ende aller Corona-Beschränkungen für Veranstaltungen und Volksfeste im Freien. Kevin Kratzsch, Vizepräsident des Schaustellerbunds, sagte dem "Spiegel" (Sonntag): "Wir haben die Maßnahmen bis hierhin mitgetragen, doch es reicht." Immerhin bestehe im Freien kaum Ansteckungsgefahr, so Kratzsch, der auch auf die dauerhafte Unsicherheit hinwies, mit der die Schausteller leben: "Wir haben jetzt schon die Situation, dass geplante Veranstaltungen im Oktober aufgrund der Unsicherheit wieder abgesagt werden. Mit dieser Unwägbarkeit können wir nicht in den Herbst gehen."

    09.32 Uhr: Modellrechnung: Rund 38.000 Todesfälle durch Impfungen verhindert

    Eine Modellrechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigt, dass mittels Impfkampagne in Deutschland zahlreiche Todesfälle verhindert worden sind. Konkret sagen die Wissenschaftler, dass im Verlauf der dritten Corona-Welle etwa 38.300 Todesfälle durch Impfen verhindert worden seien. "Unsere hier präsentierten Daten belegen den überragenden Nutzen der Covid-19-Impfung bereits in den ersten 6,5 Monaten der Impfkampagne in Deutschland 2021", schreiben die Autoren der am Freitag veröffentlichten Analyse. Die Zahl der verhinderten Meldefälle wird darin auf über 706.000 beziffert, die der stationären Patienten auf mehr als 76.600, die der Patienten auf Intensivstation auf knapp 20.000. "Diese hohe Effektivität der Covid-19-Impfkampagne verdeutlicht eindrucksvoll, dass Impfungen den Weg aus der Pandemie ebnen", schreibt das RKI.

    08.59 Uhr: Höchste Bayern-Inzidenz: Stadt Aschaffenburg mit 59,2

    Die Stadt Aschaffenburg hat mit 59,2 die höchste Inzidenz in Bayern. Laut der aktuellen Zahlen (08.08.21 Stand 03:14 Uhr) des Robert-Koch-Instituts (RKI) kamen seit Samstag 15 Corona-Neuinfektionen dazu. Demnach gibt es in der Stadt aktuell 67 Infizierte. Sollte die Inzidenz am Montag und am Dienstag ebenfalls über 50 liegen, würden in Aschaffenburg wieder zusätzliche Corona-Auflagen in Kraft treten, wie etwa Kontaktbeschränkungen oder in manchen Bereichen eine Testpflicht.

    08.32 Uhr: USA verzeichnen über 40.000 Neuinfektionen

    In den USA sind binnen 24 Stunden mindestens 41.059 Neuinfektionen gemeldet worden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurde damit in mehr als 35,91 Millionen Fällen das Coronavirus nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 205 auf 614.831. Weltweit verzeichnen die USA die höchsten Infektions- und Todeszahlen.

    07.45 Uhr: Länder geben laut Medienbericht Impfstoffe zurück

    Das Impftempo in Deutschland stagniert, trotzdem geben, so berichtet die "Welt am Sonntag", die Bundesländer 2,3 Millionen ungenutzte Impfdosen an den Bund zurück. 14 Bundesländer planen laut dem Bericht der Zeitung eine Rückgabe. Auch Bayern wolle demnach Impfdosen ungenutzt zurückgeben, wie viele, das werde derzeit noch ermittelt. Auslöser für die Rückgaben war ein Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums an die Länder, "Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen" könnten zurückgegeben werden. So sammelt beispielsweise die internationale Initiative COVAX der Weltgesundheitsorganisation Impfstoffspenden für wirtschaftlich schlechter gestellte Länder. Als erstes sollen Vakzine von Astrazeneca und Johnson & Johnson zurückgeliefert werden an das zentrale Lager des Bundes. Nordrhein-Westfalen will dem Zeitungsbericht zufolge 1,05 Millionen Impfdosen zurückgeben, Baden-Württemberg mehr als 450.000, Hessen 185.200 und Sachsen 150.000.

    07.25 Uhr: Unions-Fraktionschef Brinkhaus sieht Druck auf Ungeimpfte steigen

    Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus fordert eine Verlagerung der Debatte rund ums Impfen. Es werde zu viel über einen angeblichen Impfzwang gesprochen und zu wenig auf die Rechte der Geimpften geschaut, so Brinkhaus gegenüber der "Welt am Sonntag". Er gehe davon aus, dass der Druck auf nicht gegen Covid-19 geimpfte Menschen durch Geimpfte in den kommenden Monaten zunehmen werde, da die Geimpften mehr Normalität einforderten: "Ich glaube, der Druck durch den geimpften Teil der Bevölkerung wird enorm zunehmen. Und das ist völlig nachvollziehbar." Gleichzeitig erkennt Brinkhaus an, dass es unrealistisch sei, Zwang auszuüben, um Menschen zur Impfung zu bewegen. "Sofern sie die Freiheit der anderen nicht einschränken, sofern sie nicht das Gesundheitssystem überproportional belasten, wird es allerdings rechtlich schwierig werden, Zwang auszuüben."

    07.20 Uhr: Indien registriert fast 40.000 Neuinfektionen

    Indien hat 39.070 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle steigt damit in dem Land auf mehr als 31,93 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Weltweit weisen nur die USA mehr Infektionsfälle auf. In Indien, wo rund 1,36 Milliarden Menschen leben, starben außerdem 491 Personen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind es damit 427.862 Tode im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

    07.15 Uhr: Verbraucherzentralen-Chef: Ungeimpfte sollen Tests selbst zahlen

    Klaus Müller, der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) befürwortet die Option, dass Ungeimpfte ihre Schnelltest künftig nicht mehr kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen. "Der Staat muss sein Geld für die Aufgaben einsetzen, die wirklich notwendig sind und das sind nicht kostenlose Tests für Leute, die sich nicht impfen lassen wollen, obwohl sie es könnten", so Müller gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Eine mögliche Verlängerung der Maskenpflicht würde der Verbraucherschützer ebenso begrüßen. "Wenn man mit einer Maske Menschen schützt, dann ist es die Maßnahme mit dem kleinstmöglichen Eingriff in unsere Rechte", sagt Müller.

    06.45 Uhr: CDU-Wirtschaftsrat warnt vor erneutem Lockdown

    Der CDU-Wirtschaftsrat hat vor den Folgen eines möglichen erneuten Lockdowns besonders für kleine und mittelständische Unternehmen gewarnt. "Ein weiterer Lockdown wäre für viele kleine und mittelständische Unternehmen in der Gastronomie, der Hotellerie oder im Einzelhandel der endgültige Genickbruch", sagt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrats, den Medien des RedaktionsNetzwerks Deutschland. Zudem wäre ein erneuter Lockdown nach Ansicht der Unternehmer auch vor dem Hintergrund der aktuellen Impfquote nicht gerechtfertigt. Man solle sich eher an Ländern wie Dänemark, Großbritannien oder einigen Bundesstaaten der USA orientieren und ein Leben mit Corona einüben, so der Chef des parteiunabhängigen Unternehmerverbandes.

    06.15 Uhr: Laschet - Ungeimpfte mit Test nicht ausschließen

    CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet ist gegen Nachteile für Nichtgeimpfte. "Wer geimpft, genesen oder getestet ist, den darf der Staat nicht von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausnehmen," so Laschet in der "Bild am Sonntag". Am Dienstag tagt die Ministerpräsidentenkonferenz und entscheidet über den weiteren Kurs der Corona-Politik. Es sei nicht gerechtfertigt, Menschen ohne Impfnachweis aus bestimmen Bereichen auszuschließen, sofern diese einen negativen Test vorlegen könnten. Die so genannte 3-G-Regel sei "sinnvoll, maßvoll und umsetzbar", sagte Laschet.

    05.00 Uhr: Inzidenz bundesweit auf 22,6 gestiegen

    Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen und liegt nun bei 22,6. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 3.127 Neuinfektionen sowie vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 17,5 gelegen.

    Samstag, 7. August 2021

    22.05 Uhr: Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung komplett geimpft

    In den USA ist nun mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft. Rund 166 Millionen Bürgerinnen und Bürger hätten inzwischen diesen Status, teilt die Seuchenschutzbehörde CDC mit. Das ergebe eine Quote von 50,1 Prozent. 58,5 Prozent hätten mindestens eine Impfdosis erhalten. Bei den Über-12-Jährigen beträgt die Quote der vollständig Geimpften 58,6 Prozent, bei den Über-18-Jährigen 61 Prozent und bei den Über-65-Jährigen 80,4 Prozent. Die USA verabreichen Impfstoffe der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna, bei denen jeweils zwei Impfungen erforderlich sind. Zudem wird das Vakzin von Johnson & Johnson gespritzt, bei dem eine Dosis ausreicht.

    20.06 Uhr: 3.000 Menschen feiern "Freedom Dinner" in Berlin

    Nach vielen Monaten Corona-Pandemie hat Berlin ein Zeichen gesetzt und ein großes Picknick mit 3.000 Menschen organisiert. Auf einer Start- und Landebahn des früheren Flughafens Tegel nahmen sie an Tischen Platz, die so aufgestellt waren, dass sie aus der Luft betrachtet den Schriftzug "Berlin loves you" (Berlin liebt Dich) und ein großes Herz zeigten.

    Für Speis und Trank sorgten die Gäste selbst, im Angebot war laut Veranstalter aber auch ein "kleines kostenloses Catering". Unterschiedliche Künstler sorgten für ein buntes Kultur- und Musikprogramm.Die Aktion wurde vom Berliner Senat und den Tourismusverantwortlichen der Stadt "Freedom Dinner" genannt. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte im Vorfeld erklärt, man wolle zeigen "Berlin ist zurück".

    19.51 Uhr: Wieder etwas mehr Covid-Patienten auf Intensivstationen

    Nach einer deutlichen Zunahme an gemeldeten Corona-Neuinfektionen steigt nun auch die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung etwas. "Wir sehen zum ersten Mal seit Wochen wieder eine echte Zunahme der Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen bei ausreichenden Kapazitäten", schrieb der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, auf Twitter. Es sei wichtig, die Impfquote zu erhöhen.

    Karagiannidis verwies auf Angaben der Deutsche Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) von Samstag, derzufolge zuletzt 417 Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt wurden. Vor einer Woche waren es noch 359.

    16.43 Uhr: Proteste gegen strengere Corona-Auflagen in Frankreich

    In Frankreich haben das vierte Wochenende in Folge Zehntausende gegen Impfpass und verschärfte Corona-Regeln demonstriert. Kundgebungen gab es wieder in der Hauptstadt Paris, aber auch in zahlreichen anderen Städten. In Nizza am Mittelmeer gingen nach einem Bericht des Nachrichtensenders BFMTV zwischen 10.000 und 20.000 Menschen auf die Straße. Am vergangenen Wochenende waren es nach offiziellen Angaben landesweit insgesamt mehr als 200.000 Teilnehmer.

    Am Donnerstag hatte der französische Verfassungsrat die umstrittene Impfpflicht für das Personal im Gesundheitswesen sowie den so genannten Gesundheitspass gebilligt, der Aufschluss über einen Negativ-Test oder eine Impfung gibt. Beides soll dabei helfen, die Corona-Pandemie in Grenzen zu halten. Die neuen Regelungen, die Präsident Emmanuel Macron bereits Mitte Juli angekündigt hatte, treten kommende Woche in Kraft.

    Teilnehmer der Protestaktion sehen durch den Pass, der nur an Geimpfte, Genesene und kürzlich auf das Coronavirus Getestete ausgegeben wird, eine Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit. Manche wenden sich auch gegen die Corona-Impfpflicht für Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die ab dem 15. September gilt. Die meisten Franzosen unterstützen aber laut Umfragen den Gesundheitspass. Frankreich steckt derzeit in einer vierten Corona-Welle. Innerhalb einer Woche gab es zuletzt landesweit etwa 225 neue Fälle auf 100.000 Einwohner.

    16.16 Uhr: LGL meldet 318 Corona-Neuinfektionen in Bayern

    Innerhalb 24 Stunden wurden in Bayern 318 Corona-Neuinfektionen registriert. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hervor. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie im Freistaat 655.461 Menschen mit dem Virus angesteckt. Seit gestern wurden zwei weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt starben im Freistaat seit Beginn der Pandemie demnach 15.359 Menschen an oder mit dem Coronavirus. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern bei 14,3.

    14.45 Uhr: Hunderte protestieren in Bangkok gegen Impfpolitik der Regierung

    In Bangkok haben hunderte Menschen für politische Reformen und Änderungen bei der Corona-Impfkampagne demonstriert. In der thailändischen Hauptstadt ging die Polizei gegen die rund 500 Demonstranten am Samstag mit Tränengas und Gummigeschossen vor. Die Regierung des südostasiatischen Königreichs steht wegen der schleppend verlaufenden Impfkampagne in der Kritik.

    Die Demonstranten fordern den Einsatz von mRNA-Impfstoffen wie jene von Pfizer/Biontech und Moderna statt des Vakzins des chinesischen Herstellers Sinovac. Thailand erlebt derzeit den bislang schlimmsten Virusausbruch seit Pandemiebeginn.

    14.25 Uhr: Indien erteilt Corona-Impfstoff von J&J Notfallzulassung

    Indien hat dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson eine Notfallzulassung erteilt. Die Freigabe werde den Kampf gegen die Pandemie in Indien stärken, sagte Gesundheitsminister Mansukh Mandaviya. Zuvor waren während einer zweimonatigen heftigen Infektionswelle bis Mitte Juni mindestens 200.000 Menschen gestorben. Die Behörden machten keine Angaben dazu, wann die ersten Dosen des Einmalimpfstoffs des US-Unternehmens Indien erreichen werden. In dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land wurden bisher 500 Millionen Impfdosen verabreicht. Nur acht Prozent der Bevölkerung sind zweimal geimpft.

    Der Impfstoff von Johnson & Johnson ist das fünfte zugelassene Vakzin in Indien. Bislang sind die Präparate von Astrazeneca und Moderna sowie der russische Sputnik-V-Impfstoff und der in Indien hergestellte Covaxin-Impfstoff zugelassen. Mit mehr als 32 Millionen bestätigten Corona-Fällen und 427.000 Todesfällen ist Indien nach den Vereinigten Staaten das am zweitstärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Experten gehen von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.

    14.19 Uhr: Sieben positive Corona-Tests bei Pilotprojekt in Berliner Clubs

    Beim Start des Corona-Pilotprojekts in sechs Berliner Clubs hat es sieben positive PCR-Tests gegeben. "Die betroffenen Personen sind kontaktiert und in Quarantäne geschickt worden", sagte Lutz Leichsenring von der Clubcommission. Leichsenring zeigte sich zufrieden mit dem Start: "Alle Sicherheitsmechanismen haben gegriffen." Insgesamt seien gestern etwa 2.200 PCR-Tests durchgeführt worden. Neben den 2.000 Gästen wurden auch Künstler und Personal getestet, sagte Leichsenring.

    In sechs Berliner Clubs darf im Rahmen des Pilotprojekts an diesem Wochenende an zwei Nächten wieder getanzt werden - ohne Maske und Abstand, dafür aber mit negativem PCR-Testergebnis. Dabei soll nicht unterschieden werden, ob Menschen schon geimpft sind. Das Pilotprojekt "Reboot Clubculture" soll der international gefeierten Berliner Clubszene nach 18 Monaten im Corona-Aus neue Perspektiven aufzeigen.

    13.56 Uhr: Gesundheitsminister Holetschek ruft Menschen zur Impfung auf

    Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat erneut an noch ungeimpfte Bürgerinnen und Bürger appelliert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Bei einem Besuch einer Sonderimpfaktion vor einem Freizeitpark in Rammingen im Allgäu betonte Holetschek, das "Impfen to go" in Bayern laufe mit über 200 Sonderaktionen weiter. Er rief die Bevölkerung dazu auf, die "vielen kreativen Impfangebote" zu nutzen. "Leichter und bequemer als jetzt war es nie, sich eine Corona-Schutzimpfung zu holen. Das Impfen ist der einzige wirksame Weg aus der Corona-Pandemie und zurück zu einem Leben mit mehr Normalität", so Holetschek laut einer Mitteilung. Gleichzeitig bedankte er sich bei seinem Besuch auch bei den Initiatoren der Sonderimpfaktionen.

    Der CSU-Minister erklärte zudem, dass weiterhin genügend Impfstoff zur Verfügung stehe. Mit den niederschwelligen Impfangeboten will Holetschek vor allem auch jüngere Menschen ansprechen. Angesichts der aktuell hohen Sieben-Tage-Inzidenzen bei jungen Erwachsenen sagte der Gesundheitsminister, man dürfe nicht vergessen, dass Covid-19 kann auch für Jüngere gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann. Insgesamt sind in Bayern rund 60 Prozent der Menschen (59,9 Prozent laut Robert Koch-Institut, Stand 06.08.) mindestens einmal geimpft und 52,5 Prozent vollständig geimpft. Im Freistaat wurden bereits mehr als 14,7 Millionen Impfungen verabreicht.

    13.35 Uhr: Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte rät Schwangeren zur Corona-Impfung

    Der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring, rät Schwangeren zu einer Impfung gegen das Coronavirus. Da die inzwischen verbreitete Delta-Variante mit einer hohen Infektiosität und mit einer erhöhten Erkrankungsrate auch unter Schwangeren einhergehe, "ist nach Ansicht der Gynäkologenverbände eine Impfung vor und in der Schwangerschaft sowie im Wochenbett und in der Stillzeit sinnvoll", sagte Albring dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vom Samstag. "Rechtlich sind Ärztinnen und Ärzte und die Schwangere bei diesen Impfungen inzwischen durch das Infektionsschutzgesetz geschützt", sagte Albring weiter. Er bedauerte, dass bislang keine Empfehlung der Ständige Impfkommission (Stiko) für die Impfung von Schwangeren vorliege. "Viele Ärztinnen und Ärzte sehen das Fehlen einer generellen Impf-Empfehlung durch die Stiko als ein Signal an, dass vielleicht doch ein Risiko in der Impfung verborgen sein könnte."

    13.10 Uhr: Englands Lingard positiv auf das Coronavirus getestet

    Englands Fußball-Nationalspieler Jesse Lingard von Manchester United ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der 28-Jährige selbst bei Twitter mit. Der Mittelfeldspieler fehlt United damit auch an diesem Samstag im Testspiel gegen den FC Everton. Ihm gehe es gut, schrieb Lingard, der in der Rückrunde der abgelaufenen Saison an West Ham ausgeliehen war.

    12.55 Uhr: Weltweit über 201,45 Mio Infizierte und über 4,43 Mio Tote

    Weltweit haben sich mehr als 201,45 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 4,43 Millionen Menschen starben mit oder an dem Coronavirus. Dieses war erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan nachgewiesen worden. Die höchsten Infektionszahlen weisen die USA, Indien und Brasilien auf.

    12.40 Uhr: Keine Null-Inzidenz mehr in Mittelfranken

    Mit den Städten Coburg und Schweinfurt weisen in Bayern weiterhin zwei Regionen eine Sieben-Tage-Inzidenz von Null bei den Corona-Neuinfektionen auf. Landesweit lag dieser Wert am Samstag laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 14,2. Dagegen gibt es in Mittelfranken keine Stadt und keinen Landkreis mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von Null mehr. Wie aus den aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, liegt inzwischen auch der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner wieder bei 1,1 (Stand 07.08.2021, 03.14 Uhr). Gemeinsam mit der Stadt Ansbach (4,8) und der Stadt Schwabach (4,9) weist der Landkreis laut RKI aber noch die niedrigste Inzidenz auf. Alle anderen Landkreise und Städte in Mittelfranken liegen den Angaben zufolge weiterhin im Bereich zwischen fünf und 25. Den höchsten Wert registriert das RKI dabei weiter für den Landkreis Erlangen-Höchstadt (21,1).

    12.25 Uhr: Vatikanische Museen verlangen "Green Pass" von Besuchern

    Für den Besuch der weltberühmten Vatikanischen Museen wird seit dem Wochenende ein Anti-Covid-Nachweis benötigt. Ohne Vorlage des sogenannten Grünen Pass (Green Pass) ist ein Zutritt nicht mehr gestattet, berichtet das Portal "Vatican News". Wer vor Inkrafttreten der neuen Einlassregelung Tickets gebucht habe, könne sich die Kosten rückerstatten lassen.Der Vatikan folgt damit weitgehend den Corona-Schutzregeln, die seit Freitag in ganz Italien gelten. Diese sehen für alle Personen ab zwölf Jahren eine Impfung, einen Genesenen-Nachweis oder einen aktuellen negativen Covid-19-Test für den Zugang zu öffentlichen Innenräumen - etwa Restaurants und Museen - vor.

    12.10 Uhr: Russland verzeichnet 22.320 Neuinfektionen und 793 weitere Tote

    In Russland verzeichnet die Corona-Arbeitsgruppe der Regierung 22.320 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle auf mehr als 6,4 Millionen seit Beginn der Corona-Pandemie. Weitere 793 Menschen starben mit oder an dem Virus. Insgesamt sind es laut Regierung damit 164.094 Tote. Nach Reuters-Berechnungen auf Basis von Angaben des staatlichen Statistikdienstes gab es von April 2020 bis Juni 2021 rund 463.000 übermäßige Todesfälle. Einige Epidemiologen sind der Auffassung, dies sei der beste Weg, um die tatsächliche Zahl der Corona-Toten zu ermitteln.

    11.55 Uhr: Stiko-Chef: Aktionismus in Impfdebatte nicht hilfreich

    Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat der Politik Aktionismus in der Impfdebatte vorgeworfen. "Der Aktionismus in der Politik trägt sicher nicht zur Beruhigung der Menschen bei», sagte Mertens der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). "Ich weiß gar nicht genau, warum das so gemacht wird. Für die Wahrnehmung in der Bevölkerung wäre es besser, wenn die Dinge etwas ruhiger und überlegter angegangen würden", sagte Mertens zu der Diskussion um die Impfung von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren. Er fühle sich durch die politische Debatte aber nicht unter Druck. Um den Schulunterricht nach den Sommerferien mache er sich nicht die allergrößten Sorgen, sagte der Ulmer Virologe. "Viele Berechnungen zeigen ja, dass der Unterricht an den Schulen gut zu händeln wäre, wenn man die bekannten Maßnahmen – dazu gehören unter anderem das Maskentragen, das Lüften und der Einbau von Luftfiltern – umsetzen würde", betonte der Stiko-Chef.

    11.30 Uhr: 54,5 Prozent aller Deutschen vollständig gegen Corona geimpft - Tempo stagniert

    Mehr als 45 Millionen Menschen in Deutschland sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht einer Quote von 54,5 Prozent, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag auf Twitter schrieb. Insgesamt 51,8 Millionen Menschen oder 62,3 Prozent haben mindestens eine erste Impfung bekommen. Bei den meisten verwendeten Impfstoffen mit Ausnahme von Johnson & Johnson sind derzeit zwei Dosen für den vollen Schutz gegen Covid-19 nötig. Das Impftempo stagniert weiterhin. Seit dem Samstag der Vorwoche wuchs die gemeldete Zahl der Erstgeimpften nur um rund 600.000 weitere Menschen.

    10.35 Uhr: Corona-Debatte erreicht auch die Fußball-Bundesliga

    Der 1. FC Köln wird ab Ende August nur noch gegen das Coronavirus geimpfte oder genesene Zuschauer ins Stadion lassen. Eine Vereinssprecherin bestätigte dem WDR am Freitag, dass ein negativer Corona-Test ab dem zweiten Heimspiel am 28. August gegen den VfL Bochum nicht mehr ausreiche. Die TSG 1899 Hoffenheim ist gegen die von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ins Spiel gebrachten Beschränkungen. "Das wäre eine Impfpflicht durch die Hintertür. Wir sollten uns hier nicht für politische Zwecke instrumentalisieren lassen", sagt TSG-Geschäftsführer Jan Mayer.

    09.50 Uhr: Long Covid bringt langanhaltende Symptome - Folgen aber behandelbar

    Die Corona-Erkrankung kann mild verlaufen sein - und doch kämpfen viele Betroffene noch einige Monate mit Beschwerden. Das Phänomen Long Covid betrifft schätzungsweise zehn Prozent aller Covid-19-Erkrankten. Die meisten davon sind Frauen im Durchschnittsalter von 48 Jahren. Unter den bislang 50 schon beschriebenen Symptomen macht den meisten vor allem die Fatigue zu schaffen, eine extreme Müdigkeit, die so stark ausgeprägt sein kann, dass Betroffene schwer krank sind und den Alltag nicht mehr bewältigen können. Doch gibt es Hoffnung: "Mit medizinischer Begleitung, Durchhaltevermögen und Geduld schaffen es die meisten zurück in ihr altes Leben", sagt Dr. Per Otto Schüller, Lungenspezialist und Chefarzt der Median Reha-Klinik in Flechtingen im Land Sachsen-Anhalt.

    09.25 Uhr: Kindermediziner: Corona-Schutz in Schulen noch länger nötig

    Die Schulen werden aus Sicht des Kindermedizin-Experten Dominik Schneider noch lange besondere Corona-Schutzkonzepte brauchen. «Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass damit, wenn wir die Ab-Zwölfjährigen impfen, noch kein Problem gelöst ist», sagte der Dortmunder Klinikdirektor, der auch Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) ist, am Samstag im Deutschlandfunk.

    09.10 Uhr: Nächste Runde: Auffrischungen mit Corona-Impfstoff beschlossen

    Ab September sollen bestimmte Gruppen in Deutschland eine Auffrischimpfung gegen Covid-19 bekommen können. Das haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern vor einigen Tagen beschlossen, eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) dazu gibt es bislang aber nicht. Wie lange der Impfstoff an sich hält, können Fachleute bislang nicht genau sagen. Dass vor allem der Schutz vor einer Ansteckung nach einiger Zeit nachlässt, galt aber als absehbar. Von anderen Atemwegserkrankungen ist bekannt, dass es schwierig ist, durch eine Impfung, die in einen Muskel verabreicht wird, eine dauerhaft effektive Abwehr auf den Schleimhäuten hervorzurufen. Der Schutz vor schwerer Erkrankung wird jedoch als länger anhaltend eingeschätzt, das gilt nach bisherigen Erkenntnissen auch bei der Delta-Variante.

    Laut Beschluss soll in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit gefährdeten Gruppen eine Auffrischimpfung angeboten werden - in der Regel mindestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie. Patientinnen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem, die zu Hause leben, oder auch daheim lebende Pflegebedürftige sollen das Angebot von ihrem Arzt bekommen. Auch Menschen, die vollständig mit Vektorimpfstoffen geimpft wurden - zwei Dosen Astrazeneca oder einer Spritze Johnson & Johnson - sollen dem Beschluss zufolge die Möglichkeit zu einer Impfung mit einem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna erhalten.

    08.55 Uhr: Galeria-Chef Müllenbach warnt vor erneutem Lockdown

    Der Chef der Essener Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof, Miguel Müllenbach, spricht sich gegen einen erneuten Lockdown angesichts steigender Corona-Fallzahlen aus. "Es zeichnet sich ab, dass es eine vierte Welle gibt", sagte Müllenbach der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Samstagausgabe). Mit Hygienekonzepten habe sein Unternehmen allerdings schon im vergangenen Jahr "bewiesen, dass es jederzeit möglich ist, sicher im Warenhaus einzukaufen". Diesmal sei die Situation zudem anders als 2020, da es nun für die Bürgerinnen und Bürger Impfangebote gebe. "Da wünsche ich mir mehr Überzeugungsarbeit statt Beschränkungsandrohungen", sagte der Galeria-Chef. "Eine erneute Schließung des nicht lebensnotwendigen stationären Einzelhandels wäre nicht mehr verhältnismäßig."

    Galeria Karstadt Kaufhof betreibt bundesweit 131 Filialen. "Seit etwa zwei Monaten sind alle Warenhäuser wieder geöffnet, aktuell mit der Ausnahme unserer Filiale in Euskirchen, die in der Flutkatastrophe Schaden genommen hat", berichtete Müllenbach. Mit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) verhandelt das Unternehmen über einen weiteren Staatskredit, nachdem es bereits 460 Millionen Euro in Anspruch genommen hat. "Wir sind in ständigem Kontakt mit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds", sagte Müllenbach. "Unser Geschäft verläuft sehr viel besser, als wir es im April erwartet haben. Es besteht kein unmittelbarer Handlungsbedarf."

    08.35 Uhr: RKI-Berechnung: Impfkampagne hat über 38.000 Todesfälle verhindert

    Die Impfkampagne gegen das Coronavirus hat laut einer Modellrechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland geschätzt Tausende Todesfälle verhindert. "Unsere hier präsentierten Daten belegen den überragenden Nutzen der Covid-19-Impfung bereits in den ersten 6,5 Monaten der Impfkampagne in Deutschland 2021", schreiben die Autoren der am Freitag veröffentlichten Analyse. Daraus ergebe sich, dass im Verlauf der dritten Corona-Welle geschätzt 38.300 Todesfälle verhindert wurden. Die Zahl der verhinderten Meldefälle wird auf über 706.000 beziffert, die der stationären Patienten auf mehr als 76 .00, die der Patienten auf Intensivstation auf knapp 20.000.

    08.20 Uhr: Delta-Variante bringt Chinas Lockdown-Strategie an Grenzen

    Die Lage schien unter Kontrolle – Infektionsketten wurden konsequent nachverfolgt, betroffene Gebiete schnell abgeriegelt. Inzwischen ist aber auch in China die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus auf dem Vormarsch. Das Land erlebt den gravierendsten Ausbruch seit dem ersten Höhepunkt der Pandemie in Wuhan. Die im vergangenen Jahr so erfolgreiche Taktik kann die Ausbreitung diesmal offenbar nicht stoppen. Das Motto der kommunistischen Führung hieß "Null Toleranz". Bei einer Ansteckung galt fast ausnahmslos strenge Quarantäne. Im Zweifel wurde in Kauf genommen, dass einzelne Städte und Regionen massiv darunter litten. Experten warnen jedoch, dass sich China angesichts der Delta-Variante etwas anderes ausdenken müsse, als stets einfach das Leben von Millionen Menschen praktisch zum Stillstand zu bringen.

    08.05 Uhr: Dreyer für Pandemie-Krisenstab und offizielles Expertenteam

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat als Lehre aus der Pandemie "ein großes interdisziplinär zusammengesetztes und anerkanntes offizielles Expertenteam auf Bundesebene" gefordert. Dieses solle Bund und Länder beraten, so Dreyer. "Die Corona-Krisenstäbe der Landesregierungen und der Bundesregierung müssen von Anfang an besser verzahnt werden, forderte Dreyer. Und mit Blick auf die teils sehr langen Sitzungen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin sagte sie: "Man braucht sehr viel früher ein Bund-Länder-Gremium, das im Sinne eines Pandemie-Krisenstabes zusammenarbeitet." So könne schneller reagiert werden, Lösungen und Maßnahmen wären besser vorgearbeitet für die Schalten der Länderchefs und -chefinnen mit der Kanzlerin.

    07.50 Uhr: Rund 256.000 Neuinfektionen und 739 weitere Tote in USA

    In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mindestens 255.993 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurden bislang mehr als 35,87 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 739 auf 614.626. Die USA weisen bei Infektionen und Todesfällen weltweit die höchsten Zahlen auf.

    07.35 Uhr: Augsburger Landrat grillt Bratwürste - um Corona-Impfung voran zu bringen

    "Lass Dich impfen, dann gibt es was Gegrilltes, und zwar gratis" - auf dieses Motto läßt sich eine Aktion des Landkreises Augsburg bringen, die am Samstagnachmittag in Bobingen stattfinden wird (7.8., von 16 bis 20 Uhr). Landrat Martin Sailer steht dabei auf dem Rathausplatz am Grill und wird jedem, der sich in dieser Zeit im Impfzentrum Bobingen immunisieren lässt, eine kostenlose Bratwurstsemmel überreichen - oder eine vegetarische Alternative. Dazu gibt es einen alkoholfreien Cocktail. Ziel der Aktion sei es, so eine Sprecherin, mehr Menschen zur Impfung zu bewegen.

    07.25 Uhr: 22 weitere Corona-Fälle bei Olympia-Beteiligten

    Die Olympia-Macher von Tokio haben im Umfeld der Sommerspiele 22 weitere Corona-Fälle vermeldet. Einer Mitteilung der Organisatoren vom Samstag zufolge ist kein weiterer Athlet betroffen. Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen erhöhte sich auf 404. Davon waren bislang 32 Bewohner des olympischen Dorfs. Seit dem 1. Juli wurden fast 600 000 Corona-Tests bei den Olympia-Beteiligten vorgenommen.

    07.15 Uhr: Bremer Bürgermeister für "neuen Wert" zur Beschreibung des Infektionsgeschehens

    Vor der Bund-Länder-Konferenz am Dienstag zur Corona-Lage nehmen die Forderungen nach einem Abschied von der Inzidenz als zentralem Richtwert zu. Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte der Zeitung "Die Welt" (Samstagsausgabe): "Wir brauchen einen neuen Wert, der das aktuelle Infektionsgeschehen beschreibt und Inzidenz und Impfquote nachvollziehbar miteinander ins Verhältnis setzt". Bovenschulte betonte, dank der Impfungen sei es mittlerweile "deutlich unwahrscheinlicher" geworden, dass sich Menschen mit dem Coronavirus anstecken oder daran erkranken: "Noch unwahrscheinlicher ist es, schwer zu erkranken". Dies müsse "in möglichen neuen Corona-Regeln zum Ausdruck kommen".

    06.55 Uhr: Café-Besuch nur mit Impfung: Besorgnis über Auflagen in New York

    In New York soll ohne Corona-Impfnachweis künftig kein Restaurantbesuch mehr möglich sein. Die Meinungen über die Regelung sind gespalten. Gastronomen könnten klagen. Die Pläne der Stadt sehen vor: Betreiber von Restaurants, Bars, Fitnessstudios und vielen anderen Einrichtungen sollen künftig nur noch Gäste mit Impfzertifikat hereinlassen dürfen. Auch die Mitarbeiter sollen belegen müssen, dass sie mindestens einmal eines der zugelassenen Vakzine verabreicht bekommen haben, wie Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag ankündigte. In Mustos Viertel auf Staten Island ist laut Statistik erst knapp die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner vollständig geimpft. Trotz eines neuen Anstiegs der Infektionen in New York bleiben manche skeptisch. Andere Städte verfolgen die Entwicklung aufmerksam – ob als Modell oder als mögliches Beispiel für eine behördliche Überregulierung des öffentlichen Lebens.

    06.40 Uhr: Lauterbach schlägt PCR-Testpflicht für Ungeimpfte vor

    SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schlägt in der Debatte um eine Ungleichbehandlung von Geimpften und Ungeimpften eine PCR-Testpflicht für Ungeimpfte bei hohen Inzidenzwerten vor. "Antigen-Schnelltests, für die man in Testzentren ein Zertifikat erhält, liefern in 40 Prozent der positiven Fälle ein falsch-negatives Ergebnis", sagt Lauterbach der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) vorab. Auf dieser Grundlage sei es angesichts schwererer Krankheitsverläufe durch die Delta-Variante verantwortungslos, Ungeimpfte, die mit einem Schnelltest getestet werden, mit Geimpften und Genesenen in Hochrisikobereichen wie Clubs oder Restaurants gleichzustellen.

    06.20 Uhr: Pilotprojekt in Berliner Clubs - ohne Maske und ohne Abstand

    Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) blickt optimistisch auf das Corona-Pilotprojekt in sechs Clubs an diesem Wochenende in der Stadt. "Ich glaube, dass wir hier alle Sicherungsleinen eingezogen haben, die man einziehen konnte", sagte Lederer am Freitagabend vor dem Club "Metropol" im Szenebezirk Schöneberg. In dem Club und in fünf weiteren kann von Freitag bis Sonntag in zwei Nächten wieder getanzt werden - ohne Maske und Abstand, dafür aber mit negativem PCR-Testergebnis. 2000 Tickets wurden innerhalb kürzester Zeit verkauft.

    05.55 Uhr: RKI meldet 3206 Neuinfizierungen, Inzidenz steigt auf 21,2

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 3206 neue Positiv-Tests. Das sind 806 mehr als am Samstag vor einer Woche, als 2400 gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 21,2 von 20,4 am Vortag. Der Wert gibt an, in wie vielen Fällen Menschen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. 24 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Damit steigt die Gesamtzahl auf 91.778. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,78 Millionen Corona-Tests positiv aus.

    05.20 Uhr: Amazon führt in USA Maskenpflicht für Mitarbeiter ein

    Der Onlinehändler Amazon weist alle seine US-Mitarbeiter an, bei der Arbeit eine Maske zu tragen. Wie das Unternehmen mitteilt, gelte die Regelung auch für vollständig geimpfte Mitarbeiter. Laut einem Sprecher von Amazon, wolle man die Sicherheit des Teams wegen der Ausbreitung der Delta-Variante in den USA optimieren. Amazon verlängert deswegen auch seine Heimarbeitszeiten für US-Angestellte bis zum dritten Januar.

    04.45 Uhr: US-Gesundheitsbehörde erlaubt Export bestimmter Chargen von AstraZeneca

    Laut der US-Gesundheitsbehörde FDA dürfen nun bestimmte Chargen von AstraZeneca-Impfstoffen, die in einer Anlage in Baltimore hergestellt wurden, exportiert werden. Die Anlage von Emergent Biosolutions produzierte Impfstoffe für AstraZeneca und Johnson & Johnson. Die Behörden stoppten im April allerdings den Betrieb, nachdem entdeckt worden war, dass der J&J-Impfstoff mit Komponenten der AstraZeneca Vakzine kontaminiert war. Die FDA habe daraufhin eine gründliche Überprüfung der Betriebsunterlagen und der Ergebnisse der vom Hersteller durchgeführten Qualitätstests durchgeführt, sagt FDA-Sprecherin Stephanie Caccomo in einer Erklärung.

    03.35 Uhr: Weltärztebund schlägt Testpflicht für Reiserückkehrer vor

    Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hält eine Testpflicht für Reiserückkehrer für notwendig. "Alle Einreisenden müssen ausnahmslos einen negativen Corona-Test vorlegen, auch Geimpfte und Genesene", sagt Montgomery der Funke Mediengruppe (Samstagausgaben) einem Vorabbericht zufolge. Er verwies auf die steigende Zahl so genannter Impfdurchbrüche, das sind symptomatische Infektionen bei Geimpften. Das RKI habe bisher bei 42 Millionen Doppelgeimpften 7500 Impfdurchbrüche festgestellt.

    02.50 Uhr: SPD-Chefin Esken fordert Preisdeckel für Schnelltests

    Die Bundesvorsitzende der SPD, Saskia Esken, fordert einen Preisdeckel für Corona-Schnelltests. Es würde Missbrauch mit überteuerten Tests betrieben, sagt Esken der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) einem Vorabbericht zufolge. "Wenn teils hohe zweistellige Beträge verlangt werden, steht das in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Sach- und Personalkosten", so die Politikerin. Der Staat müsse deshalb regulierend eingreifen, damit die Ungeimpften nach einem Ende der Gratis-Tests nicht abgezockt würden.

    01.30 Uhr: USA prüfen mögliche Impfpflichten für Arbeitnehmer

    Die US-Regierung befasst sich mit der Frage, ob Unternehmen ihre Beschäftigten zu Impfungen verpflichten dürfen. "Wir schauen uns das an, um herauszufinden, wie weit Arbeitgeber gehen dürfen, wenn es um Impfstoffe geht und um die Bitte an ihre Arbeitnehmer, sich impfen zu lassen", sagt Arbeitsminister Marty Walsh der Nachrichtenagentur Reuters.

    Freitag, 6. August 2021

    23.10 Uhr: Der 1. FC Köln will nur noch Geimpfte und Genesene ins Stadion lassen

    Fußball-Bundesligist 1. FC Köln will ab Ende August nur noch gegen das Coronavirus geimpften oder genesenen Personen den Zutritt zum Stadion gewähren. Laut WDR bestätigte eine Vereinssprecherin, dass ein negativer Corona-Test ab dem zweiten Heimspiel am 28. August gegen den VfL Bochum nicht mehr ausreiche. Zuvor hatten auch der "Kicker" und die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Ausnahmen sollen weiterhin für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren sowie für aus medizinischen Gründen von der Impfung ausgeschlossene Personen gelten.

    Zum ersten Heimspiel des rheinischen Clubs gegen Hertha BSC am 15. August rechnen die Kölner mit 16.500 Zuschauern, von denen aber 1.000 auch mit einem negativen Corona-Test Zutritt bekommen sollen. "Impfen ist der Schlüssel zurück zu einer veränderten Normalität - ohne den wird es auf Dauer schwierig", zitierte die "Bild"-Zeitung am Freitag FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Der Club hatte zuletzt beim Training die Möglichkeit zum Impfen angeboten. Am Mittwoch nahmen 87 Personen das Angebot wahr, wie die Kölner mitgeteilt hatten.

    23.00 Uhr: Sachsen erwägt zusätzliche Urlaubstage für Geimpfte im öffentlichen Dienst

    Sachsen denkt nach Angaben von Innenminister Roland Wöller (CDU) über zusätzliche Urlaubstage für Beschäftigte im öffentlichen Dienst nach, wenn sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Er greift damit einen Plan aus dem Nachbarland Tschechien auf. "Die Idee der tschechischen Regierung ist nicht schlecht: Jeder geimpfte Beschäftigte im öffentlichen Dienst bekommt zwei zusätzliche Urlaubstage", sagte Wöller der Leipziger Volkszeitung. "Ich finde, wir sollten es probieren, wenn es möglich ist."

    Wöller bedauerte, dass es mittlerweile eine gewisse Impfmüdigkeit in Sachsen gebe. Dass lediglich etwas mehr als 50 Prozent der Sachsen einmal geimpft sei, "ist deutlich zu wenig", sagte er der Zeitung. "Falls die Quote nicht signifikant höher liegt und mindestens 85 Prozent erreicht, steigt die Wahrscheinlichkeit von Einschränkungen im Herbst." Dies gelte es unbedingt zu vermeiden.

    22.20 Uhr: Regensburger Infektiologe: Gegen Delta-Variante über 90 Prozent Impfquote nötig

    Eine Impfquote von über 90 Prozent wäre nötig, um die durch die Delta-Variante verursachte neue Corona-Welle zum Stillstand zu bringen. Das erklärte der Infektiologe an der Universität Regensburg, Bernd Salzberger in der BR24 Rundschau.

    Man müsse davon ausgehen, dass es für Ungeimpfte nur eine Frage der Zeit sei, bis sie sich infizierten, so Salzberger. Zwar gebe es auch bei der Covid-Impfung sogenannte Impfdurchbrüche, bei denen sich auch Geimpfte infizierten, aber eine Impfung mildere den Infektionsverlauf erheblich ab. Der Infektiologe wies außerdem darauf hin, dass es bei der Corona-Impfung weniger Durchbrüche gebe als etwa bei der Impfung gegen Influenza.

    Ob und wann Drittimpfungen nötig würden, könne man derzeit noch schwer beurteilen, fuhr Salzberger fort. "Wir beobachten ein langsames Absinken der Antikörper bei Geimpften", sagte er. Allerdings habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) soeben gemahnt, nicht an die dritte Impfung zu denken, solange weltweit noch so viele Menschen überhaupt nicht geimpft seien.

    21.45 Uhr: Freie Wähler fordern weiterhin kostenlose Corona-Tests

    Die Freien Wähler beharren auf kostenlosen Corona-Tests. In einer Mitteilung von Fraktionschef Streibl heißt es: "Einen gesetzlichen oder moralischen Impf-Zwang darf es in einem freiheitlichen Land wie Deutschland nicht geben." Die Menschen müssten vom Impfen überzeugt, nicht aber dazu gezwungen werden. Zudem ist es nach Ansicht der Freien Wähler infektiologisch nicht zu begründen, warum Ungeimpfte von Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen werden, auch wenn sie Maske tragen und negativ getestet sind. Damit gehen die Freien Wähler erneut auf Distanz zum Koalitionspartner CSU. Dieser trägt den Plan von Bundesgesundheitsminister Spahn mit, Corona-Tests ab Herbst kostenpflichtig zu machen.

    19.30 Uhr: Im Wintersemester soll Präsenzstudium die Regel sein

    Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) will das Präsenzstudium schon im Wintersemester wieder zur Regel machen. Sibler verwies auf einen entsprechenden Beschluss der heutigen Kultusministerkonferenz und sagte: "Präsenzlehre ist ein Muss für das Wintersemester". Das Studium vor Ort solle die Regel sein, "begleitet von situations- und hochschuladäquaten Infektionsschutzregeln", erklärte der CSU-Politiker wiederum wörtlich.

    Austausch und Miteinander seien ein wichtiger und wertvoller Bestandteil von Studium, Forschung und Lehre. Zugleich solle der Digitalisierungsschub in der Lehre genutzt werden. Online-Lehrveranstaltungen sollen deshalb das Lehrangebot ergänzen. Gleichzeitig setzt Bayerns Wissenschaftsminister weiter auf Impfen und Testen. "Wir tun alles dafür, dass unsere Studentinnen und Studenten im kommenden Wintersemester wieder möglichst normal am Hochschulbetrieb teilnehmen können und ihre Gesundheit gleichzeitig geschützt ist." Bayern habe aus diesem Grund in den vergangenen Wochen eine gezielte Impfkampagne für Studierende gestartet.

    14.50 Uhr: Geimpfte Senioren sterben in Belgien nach Corona-Infektion

    Beim Ausbruch einer zuerst in Kolumbien nachgewiesen Coronavirus-Variante sind sieben Bewohner eines belgischen Seniorenheims trotz abgeschlossener Impfung gestorben. Das hat der Virologie Marc Van Ranst von der Universität Leuven bekannt gegeben. Die sieben Personen seien alle 80 Jahre alt oder älter gewesen und in einem schlechten Allgemeinzustand. Insgesamt seien in dem Heim in Zaventem 21 Bewohner und mehrere Angestellte mit der Variante B.1.621 infiziert worden. Letztere hätten dabei nur milde Symptome gezeigt. Van Ranst nannte die Todesfälle bei den komplett Geimpften besorgniserregend. Die Variante macht gegenwärtig zwei Prozent der Fälle in den USA aus, ist Europa jedoch bislang selten nachgewiesen worden.

    14.11 Uhr: Mehr Fälle in Schweden Nachtclub-Besucher und Reisende

    In Schweden steigen die Neuinfektionen derzeit rasant. Die Behörden machen dafür insbesondere Nachtclub-Besucher und Auslandsreisende verantwortlich. 17 Prozent der neuen Fälle gingen auf den europäischen Tourismus zurück, erklärt der Corona-Experte der Regierung Anders Tegnell. Im Wochenvergleich sei die Zahl der Neuinfektionen um 30 Prozent gestiegen, die 7-Tage-Inzidenz liege bei 59 und sei damit nicht mehr als niedrig zu bezeichnen.

    14.04 Uhr: United Airlines schreibt Angestellten Impfung vor

    Als weiterer US-Konzern schreibt United Airlines seinen Angestellten eine Impfung vor. Dies gelte für alle Mitarbeiter in den USA, heißt es in einem Schreiben von Konzernchef Scott Kirby und Präsident Brett Hart. Wer bereits geimpft sei oder sich vor dem 20. September noch impfen lasse werde einen zusätzlichen Tageslohn erhalten.

    13.45 Uhr: Englische Experten: Geimpfte könnten Virenlast wie Ungeimpfte haben

    Die Virenlast bei der Delta-Variante wird englischen Experten zufolge möglicherweise nicht durch eine Impfung gesenkt. Es gebe erste Hinweise, dass bei Geimpften und Ungeimpften nach einer Infektion mit der Mutante ähnlich viele Viren nachzuweisen seien, heißt es in einer Erklärung von Public Health England. Dies könnte für die Frage bedeutend sein, wie ansteckend diese Personen seien. Allerdings seien noch weitere Untersuchungen nötig. Wie in vielen anderen Ländern ist auch in Großbritannien die Delta-Variante derzeit die dominierende Virusvariante.

    12.52 Uhr: In Englands Heime darf nur noch geimpftes Personal

    In Pflege- und Altenheimen in England erhalten von Mitte November an Friseure, Kosmetiker, Händler und andere Dienstleister nur noch Zutritt, wenn sie vollständig geimpft sind. Das sehen Leitlinien der Regierung vor, über die britische Medien berichteten. Besucher und Bewohner sind von der Regelung aber ausgenommen.

    Zuletzt hatte das Parlament zugestimmt, dass vom 11. November an nur noch vollständig geimpfte Pflegekräfte in Heimen arbeiten dürfen. Die Regelung folgt ähnlichen Vorschriften in anderen europäischen Ländern. Die Bundesregierung lehnt dies aber bisher ab.

    12.50 Uhr: Zum Schulstart in NRW gilt weiter Test- und Maskenpflicht

    Auch in Nordrhein-Westfalen wird zum Schulstart in etwa zwei Wochen zunächst weiterhin eine Masken- und Testpflicht gelten. Es gebe aufgrund von Reisebewegungen in den Ferien und der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus eine "besondere Situation", sagte Bildungsministerin Yvonne Gebauer in Düsseldorf.

    Eine etwaige Impfpflicht für Schüler als Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht schloss Gebauer kategorisch aus. Impfen sei unbestritten auf Dauer das wirksamste Mittel im Kampf gegen die Pandemie. Es sei jedoch "eine ganz persönliche Entscheidung".

    12.07 Uhr: Forscher: Häusliche Gewalt nahm während Pandemie nicht zu

    Häusliche Gewalt hat während der Corona-Pandemie einer neuen Untersuchung zufolge entgegen ursprünglichen Erwartungen nicht zugenommen. "Die Studie legt nahe, dass die elterliche und partnerschaftliche Gewalt während der Pandemie in der Allgemeinbevölkerung nicht gestiegen ist", sagte der Hildesheimer Psychologie-Professor Christoph Kröger. Allerdings könne es Teilgruppen der Bevölkerung geben, zum Beispiel junge einkommensschwache Paare, für die das nicht gelte.

    Ein Forschungsteam um Kröger sowie Wissenschaftler aus Jena und Zürich hatte repräsentative Dunkelfeldumfragen zum Thema aus den Jahren 2016 und 2021 miteinander verglichen. Diese lieferten ein vollständigeres Bild als Hellfeldanalysen, die nur den Anteil der häuslichen Gewalt erfassten, der Polizei oder Beratungsstellen gemeldet werde, hieß es. In Dunkelfeldumfragen würden auch Personen zu ihrer eigenen Täter- beziehungsweise Opferschaft befragt.

    12.06 Uhr: Wissenschaftliche Empfehlungen zu künftigen Pandemien

    Die Wissenschaftsakademien der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer haben gemeinsame Empfehlungen zur Vorbereitung auf künftige Pandemien vorgelegt. Die Stellungnahme baut auf den Erfahrungen mit der Coronavirus-Pandemie auf, wie die beteiligte Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle erklärte.

    Das Papier wurde für das für Ende Oktober in Rom geplanten Gipfeltreffen der G20-Staaten erstellt. Die Akademien empfehlen etwa ein weltweites Netzwerk zur Überwachung von Krankheitsausbrüchen. Dieses solle auf gemeinsam vereinbarten Kriterien basieren. Ein gehäuftes Auftreten von Krankheits- und Todesfällen solle so frühzeitig erkannt und rasch auf mögliche Pandemieausbrüche reagiert werden können.

    11.01 Uhr: Italien erhöht Stadion-Zuschauerkapazität auf 50 Prozent

    Die italienische Regierung hat auf Druck des Fußballverbandes FIGC beschlossen, dass in den Stadien 50 Prozent der Plätze besetzt werden können. Allerdings im sogenannten Schachbrett-Modus, damit ein Abstand von mindesten einem Meter zwischen den Zuschauern gewahrt werden kann. Der Zugang zum Stadion ist mit einem Impfnachweis, einem 48 Stunden lang gültigen negativen Corona-Test oder mit einem Genesungsnachweis möglich, teilte die Regierung mit. Darüber hinaus wird die Kapazität von Hallen von 25 Prozent auf 35 Prozent erhöht. Die italienischen Fußball-Stadien sind seit dem vergangenen Oktober geschlossen gewesen.

    10.23 Uhr: IOC will erst nach Peking 2022 Lehren aus Corona-Spielen ziehen

    Das Internationale Olympische Komitee will erst im kommenden Frühjahr über Lehren aus den Corona-Maßnahmen bei Olympia in Tokio für die nächsten Sommerspiele in Paris beraten. Man wolle nach den Winterspielen in Peking im Februar 2022 "sorgfältig prüfen", welche Konsequenzen die Bedingungen bei den beiden Spielen in Asien für das Großereignis in Frankreich 2024 haben könnten, sagte IOC-Präsident Thomas Bach. Man wolle "keine voreiligen Schlüsse ohne umfassende Daten" ziehen, erklärte der IOC-Chef.

    09.40 Uhr: 120 Neuinfektionen in China - Höchstzahl bei jüngstem Ausbruch

    China meldet so viele Neuinfektionen wie noch nie bei dem neuesten Ausbruch der Epidemie in dem Land. Am Donnerstag seien 124 Neuinfektionen registriert worden, gibt die Nationale Gesundheitsbehörde bekannt. Ein Tag zuvor waren es noch 85 neue Fälle. Zudem gebe es 58 Fälle ohne Symptome. Weitere Todesfälle gab es den Angaben zufolge nicht. China verzeichnet seit dem Ausbruch der Pandemie Ende 2019 in Wuhan insgesamt 93.498 bestätigte Infektionen und 4.636 Todesfälle.

    09.30 Uhr: Erneut mehr als 100.000 Neuinfektionen in den USA

    In den USA melden die Gesundheitsbehörden erneut mehr als 100.000 Neuinfektionen. Sie registrierten einer Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten zufolge 102.335 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl auf 35,62 Millionen. Einen Tag zuvor hatten die Behörden über 105.000 Neuinfektionen gemeldet. Das war der höchste Anstieg binnen eines Tages seit sechs Monaten. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich um mindestens 467 auf insgesamt 613.887. Weltweit verzeichnen die USA die höchsten Infektions- und Totenzahlen.

    09.21 Uhr: Inzidenz steigt deutlich früher als im vergangenen Sommer

    Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in diesem Jahr deutlich früher wieder an als im Vorjahr. Das geht aus dem am Donnerstagabend veröffentlichten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Betroffen seien vor allem jüngere Menschen, zunehmend aber auch die mittlere Altersgruppe.

    Das RKI schätzt in dem Bericht die Gefährdung für die Gesundheit der noch nicht oder nur einmal gegen das Coronavirus geimpften Bevölkerung insgesamt weiter als "sehr hoch" ein. Mittlerweile sei es wieder so, dass die Gesundheitsämter nicht mehr alle Infektionsketten nachverfolgen könnten. Zwar sei die Zahl der Infizierten, die stationär in Krankenhäusern behandelt werden müssten, bislang noch gering. Inzwischen gebe es aber auch hier eine Stagnation, wobei der Anteil der jüngeren Patientinnen und Patienten zunehme.

    Das RKI wies darauf hin, dass es auch im Sommer 2020 nach einem zeitweisen Rückgang wieder einen Anstieg der Infektionszahlen gegeben habe. Allerdings sei dies im vergangenen Jahr erst etwa fünf Wochen später aufgetreten als jetzt, heißt es in dem Bericht. Während die Inzidenzen 2021 zunächst ab Ende April in allen Altersgruppen gesunken seien, stiegen sie bereits seit Anfang Juli vor allem in der Altersgruppe der zehn- bis 34-Jährigen wieder an. Inzwischen sei zunehmend auch die Altersgruppe der bis 49-Jährigen betroffen.

    09.06 Uhr: Wales hebt Corona-Regeln auf - Maskenpflicht bleibt

    Nach England hebt auch der britische Landesteil Wales fast alle Corona-Regeln auf. Regierungschef Mark Drakeford bestätigte heute, dass von diesem Samstagmorgen an auch Nachtclubs wieder öffnen dürfen und Abstandsregeln fallen. Für Treffen in geschlossenen Räumen gibt es keine Obergrenze mehr. Beibehalten wird aber - anders als im benachbarten England - die Maskenpflicht in Geschäften und im Öffentlichen Nahverkehr. In Restaurants und Pubs müssen allerdings keine Mund-Nase-Bedeckungen mehr getragen werden.

    08.01 Uhr: Ethikrat-Mitglied: Nichtgeimpfte dürfen benachteiligt werden

    Wolfram Henn, Humangenetiker und Mitglied des Deutschen Ethikrats, sieht kein Problem darin, wenn Nichtgeimpfte Nachteile haben. "Wer sein Recht auf Unvernunft wahrnehmen will, der muss damit rechnen, dass sich andere vor ihm schützen", sagte Henn im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

    Der Humangenetiker sprach sich gegen eine allgemeine Impfpflicht aus, befürwortet diese allerdings für bestimmte Berufsgruppen, die sich zum Beispiel um Schwache und Kindern kümmerten. Dort müssten andere Maßstäbe angelegt werden als für die Allgemeinheit, so Henn: "Für Menschen, die eine eigene, selbstgewählte Verantwortung tragen, ist eine Impfpflicht durch die Vordertüre gerechtfertigt." Als Beispiele nannte Henn das Bildungswesen, das Gesundheitswesen und den öffentlichen Personenverkehr. "Wenn eine Patientin zur Chemotherapie oder zur Dialyse mit dem Taxi fahren muss, dann muss sie sich darauf verlassen können, dass der Taxifahrer geimpft ist."

    Henn befürwortet Pläne, wonach Nichtgeimpfte Corona-Tests künftig selbst bezahlen müssen. "Es ist nicht Aufgabe des Staates, aus Steuergeldern Unvernunft zu finanzieren." Wer nicht vernünftig sein wolle, müsse dafür dann auch bezahlen, so der Humangenetiker.

    Drittimpfungen für Risikopatienten befürwortete das Mitglied des Deutschen Ethikrates. Problematisch seien hingegen flächendeckende Drittimpfungen, solange weltweit noch nicht genug Impfstoff vorhanden sei, so Henn weiter.

    • Zum Artikel: Ethikrat-Mitglied: Nichtgeimpfte dürfen benachteiligt werden
    • 07.35 Uhr: Dreyer sieht Verschärfungen für Ungeimpften skeptisch

      Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer äußert sich skeptisch über mögliche Verschärfungen für Ungeimpfte. Diese Debatte sei im Moment verfrüht, sagt die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. "Ich kann mir schlecht vorstellen, dass der Staat die Menschen komplett ausschließt." Wichtig sei jetzt, alles zu tun, um allen ein Impfangebot zu machen. Es müssten möglichst viele Anreize geschaffen werden, um die Menschen zu erreichen. Wer nicht geimpft sei, solle dann wenigstens durch Tests die Möglichkeit zur Partizipation an der Gesellschaft haben. Allerdings müsse man darüber nachdenken, ob dieser Test auch in Zukunft vom Staat finanziert werde, sobald für alle Menschen das Impfangebot stehe.

      07.30 Uhr: Handelsketten werben für Impfung

      Große Handelsketten wie Lidl, Edeka, Rewe und Thalia wollen der ins Stocken geratenen Impfkampagne in Deutschland neuen Schwung verleihen. Unter dem Motto "Leben statt Lockdown. Lass dich impfen." sind Plakataktionen in Schaufenstern und Kassenbereichen, mehrsprachige Informationsbroschüren, die Nutzung der Social-Media-Kanäle der Unternehmen sowie "niederschwellige Impfangebote an ausgewählten Standorten" geplant, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) mitteilt. Die Impfaktionen sollen in enger Abstimmung mit den lokalen Gesundheitsämtern erfolgen. Zusätzlich sollen bekannte Persönlichkeiten wie Fußball-Nationalspieler Emre Can die Aktion unterstützen. "Die an der Kampagne beteiligten Handelsunternehmen verzeichnen täglich mehr als 40 Millionen Kundenkontakte und sind mit Zehntausenden Standorten in ganz Deutschland vertreten", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Die Aktion nutzt diese enorme Reichweite und flächendeckende Präsenz, um zur Steigerung der Impfbereitschaft in Deutschland beizutragen."

      06.57 Uhr: Impfpflicht für Angestellte im Gesundheitsbereich in Kalifornien

      Im bevölkerungsreichsten Staat der USA, in Kalifornien, müssen sich alle Angestellten im Gesundheitsbereich und in der Pflege impfen lassen. Bis zum 30. September müssten die rund 2,2 Millionen Beschäftigten in diesen Sparten einen vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus nachweisen, ordnete das Gesundheitsministerium von Kalifornien an. Gouverneur Gavin Newsom hatte im Juli noch gesagt, es werde die Wahl geben, sich entweder impfen oder jede Woche testen lassen. Jetzt gibt es diese Wahlmöglichkeit nicht mehr. Ausnahmen soll es nur noch für jene geben, die eine Impfung aus religiösen Gründen ablehnen oder aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.

      Kalifornien erlebt derzeit wie auch mehrere andere US-Staaten eine neue Welle an Corona-Infektionen, die auf die ansteckendere Delta-Variante zurückgeführt wird. Jeden Tag kamen zuletzt im Durchschnitt 18,3 neue Fälle auf 100.000 Einwohner hinzu. Unter diesen Neuinfizierten seien viele Personen, die im Gesundheitsbereich arbeiteten, obwohl diese besonders früh ein Impfangebot erhalten hätten, sagte Tomás Aragón, Beauftragter für die öffentliche Gesundheit in Kalifornien.

      06.54 Uhr: 336 neue Corona-Infektionen im Freistaat

      In Bayern liegt die Corona-Inzidenz weiterhin in allen Landkreisen unter der kritischen Schwelle von 50. Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden binnen 24 Stunden 336 Neuinfektionen gemeldet, wie Zahlen des RKI-Dashboards vom Freitagmorgen zeigen. Die Inzidenz im Freistaat liegt demnach bei 13,8 - und ist damit niedriger als der bundesweite Wert von 20,4.

      Der Landkreis Berchtesgadener Land hat bayernweit weiterhin die höchste Inzidenz mit 41,5 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Hier gelten nach hohen Werten in der Vorwoche strengere Regeln mit einer ausgeweiteten Testpflicht und Kontaktbeschränkungen. Erst wenn die Inzidenz fünf Tage hintereinander unter 50 liegt, werden die Regelungen wieder gelockert. Im Berchtesgadener Land ist nun am dritten Tag hintereinander die 50er-Marke wieder unterschritten worden.

      Keine neue Infektion mit Sars-CoV-2 in den vergangenen sieben Tagen meldete einzig die Stadt Schweinfurt.

      06.36 Uhr: CNN feuert ungeimpfte Mitarbeiter

      Der US-Nachrichtensender CNN hat drei Mitarbeiter entlassen, die ungeimpft zur Arbeit erschienen sind. Für alle, die ins Büro kommen oder als Reporter mit Kollegen Kontakt haben, sei eine Corona-Impfung verpflichtend, betonte CNN-Chef Jeff Zucker in einer Mitteilung an alle Mitarbeiter am Donnerstag. "Lassen Sie es mich klar sagen - wir haben eine Null-Toleranz-Politik bei diesem Thema", hieß es in der Mitteilung.

      Wo die entlassenen Mitarbeiter arbeiteten, gab CNN nicht bekannt. Die meisten Büros des Senders sind auf freiwilliger Basis wieder geöffnet. Mehr als ein Drittel der Mitarbeiter im Nachrichtenbetrieb arbeite wieder aus den Redaktionen, sagte Zucker, der als Vorsitzender für Nachrichten und Sport bei WarnerMedia auch für CNN zuständig ist. Die für 7. September geplante Rückkehr der gesamten Belegschaft soll bis mindestens Mitte Oktober verschoben werden, wie Zucker weiter sagte.

      06.07 Uhr: Charité hat Corona-Auffrischimpfungen von Mitarbeitern gestartet

      Die Berliner Charité hat diese Woche begonnen, Mitarbeiter ein drittes Mal gegen das Coronavirus zu impfen. Die Auffrischimpfung werde seit Mittwoch angeboten, sagte ein Sprecher. Angesprochen seien Beschäftigte, die vor mindestens sechs Monaten ihre zweite Impfung erhalten hätten und mindestens 60 Jahre alt seien. Dabei handle es sich um Mitarbeiter von Covid-19-Risikobereichen, die zudem altersbedingt einem erhöhten Risiko unterlägen. Ziel sei es, sie optimal zu schützen. Eine Zahl der bisher erneut geimpften Beschäftigten wurde nicht genannt.

      Über die Auffrischimpfungen an dem Krankenhaus hatte zuvor die "Berliner Morgenpost" berichtet. Nach Informationen der Zeitung plant der Charité-Vorstand, schrittweise auch die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein drittes Mal zu impfen.

      05.36 Uhr: 29 neue Corona-Fälle im Olympia-Umfeld

      Bei den Olympischen Spielen in Tokio hat es vor dem Abschlusswochenende weitere Corona-Fälle gegeben. Wie das Organisationskomitee heute in seiner täglichen Information mitteilte, sind 29 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Am Vortag war mit 31 Fällen ein Höchststand seit dem Beginn der Testserien am 1. Juli erreicht worden. Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen erhöhte sich auf 382.

      Unter den neu registrierten Fällen befindet sich ein ausländischer Medienvertreter. Alle anderen in der Olympia-Blase positiv getesteten Personen sind freiwillige Helfer, Angestellte von beauftragten Firmen, Mitarbeiter des Organisationskomitees sowie nicht näher bezeichnete Personen, die bei den Spielen eingesetzt sind. Von den 387 Fällen insgesamt - inklusive fünf Fälle in Trainingslagern vor den Tokio-Spielen - entfallen nur 136 auf Nicht-Japaner. Nach Angaben der Organisatoren waren bis zum 4. August 42.100 Akkreditierte aus dem Ausland zu den Olympischen Spielen nach Japan eingereist.

      05.00 Uhr: RKI meldet 3.448 Neuinfizierungen, Inzidenz steigt auf 20,4

      Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 3.448 neue Positiv-Tests. Das sind 994 mehr als am Freitag vor einer Woche, als 2.454 gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 20,4 von 19,4 am Vortag. Der Wert gibt an, in wie vielen Fällen Menschen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. 24 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Damit steigt die Gesamtzahl auf 91.754. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,78 Millionen Corona-Tests positiv aus.

      04.20 Uhr: Dobrindt gegen Automatismus bei der Verlängerung der Pandemie-Notlage

      CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat zurückhaltend auf den Vorstoß von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz für eine Verlängerung der epidemischen Lage in Deutschland reagiert. "Es gibt keinen Automatismus auf eine Verlängerung der epidemischen Lage", sagte Dobrindt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir schauen uns das Infektionsgeschehen in den kommenden Wochen genau an und entscheiden dann im Bundestag über die geeigneten Maßnahmen." Fest stehe: "Die Inzidenzzahl hat als Maß aller Dinge ausgedient und muss erweitert werden zu einem dynamischen Dreiklang aus Intensivbetten-Auslastung, Impffortschritt und Inzidenz."

      Bundesfinanzminister Scholz hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, die Ende September auslaufende Pandemie-Notlage zu verlängern. "Das wird sein müssen, wenn man mich fragt", sagte er bei einer Veranstaltung des Reaktionsnetzwerks Deutschland in Kiel. Nötig seien weiterhin bestimmte Regeln zum Schutz vor Corona. "Und dafür brauchen wir einen rechtlichen Rahmen."

      02.25 Uhr: Verlängerung bei Kurzarbeitergeld

      Die Bundesregierung plant die Verlängerung der vereinfachten Zugangsregeln beim Kurzarbeitergeld und der Wirtschaftshilfen für krisengeschüttelte Unternehmen bis zum Jahresende. Die grundsätzliche politische Entscheidung für die Verlängerung beim Kurzarbeitergeld und bei den Corona-Hilfen sei zwischen Union und SPD bereits gefallen, berichtet die "Rheinische Post" mit Bezug auf Informationen aus Regierungskreisen, einem Vorabbericht zufolge. Derzeit liefen dazu aber noch intensive Gespräche über Detailfragen. Bislang sind beide Regelungen bis Ende September befristet.

      02.10 Uhr: Dobrindt - Impfstationen an Bahnhöfen und Flughäfen

      Rückreisende können an Flughäfen und Bahnhöfen mit unkomplizierten Impfangeboten rechnen, wenn es nach CSU- Landesgruppenchef Alexander Dobrindt geht. Neben Teststationen sollen dort "nicht-geimpfte Reiserückkehrer schnell und unkompliziert ein Impfangebot bekommen", sagt Dobrindt den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. Auch müssten mit mobilen Impfteams dort die Menschen erreicht werden, wo die Impfrate noch niedrig sei. "Ich kann mir Impfungen in Einkaufszentren, in Diskotheken, aber auch zum Beispiel vor Moscheen vorstellen."

      01.34 Uhr: FDP wirft Spahn Vorbereitung von "Impfpflicht durch die Hintertür" vor

      In der Debatte über mögliche Corona-Auflagen für Ungeimpfte und ein Ende kostenloser Schnelltests wirft die FDP Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, einen indirekten Impfzwang zu planen. "Dem Versuch von Minister Spahn, mittels Differenzierung zwischen Geimpften und Ungeimpften eine Impfpflicht durch die Hintertür einführen zu wollen, ist eine klare Absage zu erteilen", sagte der Vizevorsitzende der FDP-Fraktion, Michael Theurer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

      Stattdessen solle sich die Bundesregierung auf eine Wiederbelebung der Impfkampagne konzentrieren, forderte Theurer. Anreize, Aufklärung und mobile Impfteams würden dabei besser wirken als Drohungen.

      Menschen, von denen keine Infektionsgefahr ausgehe, müssten ihre Freiheitsrechte ausüben können, forderte der Liberale. Dabei sei es unerheblich, ob ein Mensch geimpft, genesen oder negativ getestet sei. Mit einem Machtwort von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) müsse "der tagtägliche Zoff über Nachteile für Ungeimpfte auf offener Wahlkampfbühne zwischen den Ministern Spahn, Seehofer, Lambrecht, Scholz und Braun beendet werden."

      01.04 Uhr: Linksfraktionschef Bartsch empfiehlt 50 Euro Impfprämie

      Angesichts des schleppenden Impftempos plädiert Linksfraktionschef Dietmar Bartsch für eine Impfprämie. "Alle Bürgerinnen und Bürger, die geimpft sind, könnten einen Innenstadtgutschein über 50 Euro für Gastronomie oder Einzelhandel erhalten", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Das wäre ein Konjunkturpaket über drei bis vier Milliarden Euro für die Innenstädte, die stark unter Corona gelitten haben. Die Gutscheine dürften ausdrücklich nicht über den Online-Handel eingelöst werden."

      In Sachsen erhalten Geimpfte bereits spezielle Gutscheine und Rabatte, wenn sie sich auf einem Webportal registrieren lassen, wie der DRK-Landesverband am Mittwoch mitgeteilt hatte.

      00.31 Uhr: Stiko will bis Ende des Monats über Impfempfehlung für Schwangere entscheiden

      Die Ständige Impfkomission (Stiko) plant bis Ende August ihre Empfehlung für die Corona-Impfung von Schwangeren abzugeben. Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe stünden im Mittelpunkt, sagt Stiko-Mitglied Marianne Röbl-Mathieu dem Redaktions Netzwerk Deutschland einem Vorabbericht zufolge. "Die genannten Aspekte werden dann einer Nutzen-Risiko-Bewertung unterzogen." Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe plädiert für eine Prioritisierung von Schwangeren. "Schwangerschaft stellt ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Infektion dar", sagt der Präsident der Gesellschaft Anton Scharl dem Redaktionsnetzwerk Deutschland laut Vorabbericht.

    Donnerstag, 5. August 2021

    23.10 Uhr: Amazon will Mitarbeiter bis Januar im Homeoffice lassen

    Amazon verschiebt die für den 7. September geplante Rückkehr seines Personals in die Konzernbüros wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. Die Belegschaft werde nun erst 3. Januar zurückerwartet, hieß es in einem Bericht der Zeitung "Seattle Times". Von dem Aufschub sind fast 60.000 Angestellte in den Amazon-Büros in Seattle und Bellevue im Staat Washington sowie Zehntausende weitere weltweit betroffen.

    Der Online-Riese Amazon ist in dem US-Staat der größte Arbeitgeber der Privatwirtschaft, die Verzögerung bei der Rückkehr in die Büros dürfte daher ein schwerer Schlag für zahlreiche Geschäfte, Imbisse und Lokale im Herzen von Seattle sein, die auf die Bedienung der Belegschaft des Tech-Unternehmens angewiesen sind. Mitarbeiter für die der Aufenthalt im Büro für ihre Tätigkeit unumgänglich ist, sollen am Arbeitsplatz Maske tragen oder eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus vorweisen.

    23.05 Uhr: Novavax verschiebt US-Zulassungsantrag für Impfstoff erneut nach hinten

    Die US-Biotech-Firma schiebt ihren US-Antrag für die Zulassung eines Corona-Impfstoffs erneut auf. Der Antrag für eine Notfallzulassung werde nun wohl im vierten Quartal eingereicht, teilte der Konzern mit. Ursprünglich war das dritte Quartal angestrebt worden. Trotz vielversprechender klinischer Daten hat Novavax die Einreichung von Zulassungsanträgen und den Zeitplan für den Hochlauf der Produktion wiederholt aufgeschoben. Als Grund war genannt worden, dass es Probleme beim Zugang zu Rohstoffen und zu Ausrüstung zur Herstellung des Impfstoffs gebe.

    23.02 Uhr: Erste Überlegungen zur Lockerung der Corona-Grenzschließungen in den USA

    In den USA nehmen Pläne zur Lockerung der strikten Einreisebeschränkungen langsam Formen an. Der Koordinator des Präsidialamtes für den Kampf gegen die Corona-Pandemie, Jeff Zients, bestätigte Überlegungen, von ausländischen Besuchern einen Impfnachweis zu verlangen. Allerdings werde eine mögliche Öffnung der Grenzen noch eine Weile dauern.

    Regierungs-Sprecherin Jen Psaki wies auf Widersprüche bei den derzeitigen Beschränkungen hin. So gebe es Länder mit einer hohen Infektionsrate, aus denen Nicht-Amerikaner einreisen dürften und Länder mit einer niedrigen Rate, wo es sich umgekehrt verhalte. Nach ihren Worten ist noch nicht entschieden, ob die USA einen Impfnachweis zur Voraussetzung für eine Einreise machen werden.

    Das Weiße Haus hat bereits Gespräche mit Airlines über die Frage geführt, wie ein Impfnachweis überprüft werden kann. Dazu gehöre auch die Frage, ob Impfstoffe akzeptiert werden, die in den USA nicht zugelassen sind. Offen ist auch, wie Einreisen über die Landgrenzen zu Kanada oder Mexiko gehandhabt werden sollen.

    22.07 Uhr - Italien verschärft Corona-Regeln

    Lehrer, Dozenten und Studenten an Universitäten müssen in Italien künftig entweder geimpft, getestet oder von einer Corona-Erkrankung genesen sein. Ab dem neuen Schuljahr im September müssen sie für den Präsenzunterricht entsprechende Nachweise vorlegen. Das erklärt der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Donnerstagabend. Außerdem gilt der «Grüne Pass», unter dem Begriff die verschiedenen Nachweise zusammengefasst sind, ab September auch in Fernzügen und -bussen, Fähren oder auf Flügen.

    Wenn Lehrkräfte keinen Nachweis vorlegen, werden sie nach fünf Tagen vom Dienst suspendiert, beschloss das Kabinett. Ab Freitag sind bereits mehr Nachweise notwendig. Wer dann in einem Restaurant drinnen essen möchte, ins Museum oder in ein Schwimmbad oder eine Therme gehen will, muss getestet, geimpft oder genesen sein. Das gilt auch für Kultur- oder Sportveranstaltungen im Freien oder für Fitnessstudios. Die Regel gilt für Menschen ab zwölf Jahren. Restaurantbetreiber oder Betreiber anderer Unternehmen müssen sich die Nachweise vorzeigen lassen. Bei Verstößen drohen Bußgelder.

    Für den Pass reicht in Italien schon eine erste Impfung. Die Corona-Erkrankung darf nicht länger als sechs Monate zurückliegen.

    21.08 Uhr - UN besorgt wegen ungenutzter Impfstoffe

    Die Vereinten Nationen sorgen sich über ungenutzte Impfstoffe. UN-Sprecher Stephane Dujarric erklärte, man könne Ländern helfen, in denen Vakzine nur schleppend verimpft werden - etwa beim Transport, der Kühlkette oder beim Kampf gegen Impfskepsis. Allerdings könne die UN nur tätig werden, wenn die jeweiligen Regierungen um Hilfe bitten würden. Souveräne Regierungen hätten die moralische Verantwortung für die Impfung der Bevölkerung, sobald sie über Impfstoff verfügten.

    19.03 Uhr - Wieder mehr Neuinfektionen in Großbritannien

    Nach einem überraschenden Rückgang der Corona-Zahlen in Großbritannien ist die Zahl der Neuinfektionen wieder angestiegen. Am Donnerstag wurden erstmals wieder mehr als 30 000 Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus den offiziellen Zahlen der britischen Regierung hervor. In den vergangenen Tagen lagen die täglichen Fallzahlen darunter.

    Am 19. Juli waren in England fast alle noch geltenden Corona-Beschränkungen aufgehoben worden - auch Nachtclubs haben seither wieder offen und die Maskenpflicht wurde vielerorts abgeschafft. Dass danach die Fallzahlen für eine Weile zurückgingen, sorgte für Überraschung. Ob der aktuelle Anstieg nun die gefürchtete Trendwende einleitet, ist noch nicht erkennbar.

    18.21 Uhr: Mehr als 80 Prozent wollen sich impfen lassen

    In einer Infratest-Dimap-Umfrage für die ARD lehnen 50 Prozent der Befragten eine Impfpflicht ab, 46 Prozent befürworten sie. Allerdings geben 83 Prozent der Bürger an, sich auf jeden Fall impfen zu lassen. Jeder achte Wahlberechtigte erklärt, sich wahrscheinlich nicht impfen zu lassen oder schließt eine Impfung aus. Vier Prozent geben an, sich wahrscheinlich impfen zu lassen.

    17.32 Uhr: Frankreichs Verfassungsrat billigt neue Corona-Regeln weitgehend

    Der französische Verfassungsrat hat die Verschärfung der Corona-Restriktionen im Land gebilligt. Die Richter befanden die vom Parlament verabschiedeten Neuregelungen für verfassungskonform. Die Ausweitung der Regelungen zum Gesundheitspass und die Impfpflicht für Gesundheitspersonal können damit wie geplant am Montag in Kraft treten. Gegen die Pläne hatte es in den vergangenen Wochen in ganz Frankreich Massenproteste gegeben.

    Die Verfassungshüter gelangten zu dem Schluss, dass der Gesundheitspass eine "ausgewogene" Kompromisslösung zwischen den bürgerlichen Freiheiten im öffentlichen Raum und dem Gesundheitsschutz herstelle. Das Dokument gibt Aufschluss über eine überstandene Corona-Erkrankung, eine Impfung oder einen Negativ-Test. Dieser Gesundheitspass muss ab Montag beim Betreten von Restaurants und Cafés, Zügen, Flugzeugen, Fernreisebussen, Gesundheitseinrichtungen, manchen Einkaufszentren, Messen und Jahrmärkten vorgezeigt werden. Dies galt seit Juli schon für Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

    Die Verfassungsrichter hoben allerdings hervor, dass die neuen Regelungen zum Zutritt zu Gesundheitseinrichtungen nicht dazu führen dürften, dass Menschen, die medizinische Behandlung bräuchten, diese nicht bekämen. Sie verwarfen außerdem eine Regelung in dem Gesetz, die es erlaubt hätte, befristet Beschäftigte ohne Gesundheitspass vorzeitig zu entlassen.

    17.04 Uhr: Allgäuer Unternehmer zahlt Mitarbeitern 250.- Euro Impfprämie

    Ein Allgäuer Unternehmer zahlt seinen Mitarbeitern ab sofort 250.- Euro Prämie, wenn sie sich gegen Corona impfen lassen. Hubertus von Zastrow, Geschäftsführer von promicron in Kaufbeuren, möchte so "einen kleinen Anreiz" geben. Die Prämie bekämen natürlich auch jene, die sich bereits impfen ließen oder genesen sind.

    "Es liegt mir aber fern, irgendwie die Belegschaft zu spalten. Ob sich jemand impfen lassen will, ist seine persönliche Entscheidung", so von Zastrow. Er lege mit den 250.- Euro ohnehin einfach nur das Geld um, das die Firma in sechs Monaten für die zweimal wöchentlichen Corona-Tests pro Mitarbeiter ausgeben müsste. "Ich möchte einfach einen Anstoß geben und vielleicht noch Unentschlossene motivieren, sich impfen zu lassen". Wie hoch die Impfquote in seiner Firma ist, die Software und Sensoren für hochkomplexe Robotermaschinen in der Industrie herstellt, weiss er nicht, "wir fragen das nicht ab, da es Privatsache ist".

    16.30 Uhr: Pilotversuch bei El-Al - Coronatest während des Fluges

    Mit einem Corona-Test beim Boarding und in der Luft will die israelische Fluggesellschaft El Al am Donnerstag erstmals eine Alternative zu dem bei der Ankunft in Israel vorgeschriebenen PCR-Test bieten. Nach Angaben der Airline wurden an Bord der Maschine, die am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) von New York nach Tel Aviv aufbrechen sollte, etwa 280 Passagiere erwartet. Bei der Ankunft in Israel sollten sie die Testergebnisse erhalten.

    Normalerweise müssen ankommende Passagiere direkt nach der Ankunft am Flughafen einen PCR-Test machen, nachdem bereits vor Reiseantritt ein erster Test vorgeschrieben ist. Dieser ist auch weiterhin Voraussetzung, überhaupt an Bord gehen zu dürfen.

    Nach El Al-Angaben wird dieses mit dem Gesundheitsministerium abgesprochene Verfahren weltweit erstmals erprobt. Die Proben werden den Angaben zufolge in speziellen Teströhren transportiert, die unempfindlich gegen Bewegungen sind. Der Test kostet für vorab registrierte Fluggäste 80 Schekel (knapp 21 Euro) - ebenso viel wie der Test am Flughafen bei vorheriger Registrierung.

    16.21 Uhr: Afrikanische Union beginnt mit eigenem Corona-Impfprogramm

    Die Afrikanische Union (AU) hat ein eigenes Impfprogramm gegen Corona gestartet. Die ersten Impfstoffe eines gemeinsamen Ankaufprogramms seien an mehrere Mitgliedsstaaten ausgeliefert worden, teilte die Gesundheitsbehörde der AU (Africa CDC) in Addis Abeba mit. Insgesamt sollen in den kommenden Monaten bis zu 400 Millionen Impfdosen ausgeliefert werden.

    Das Programm ist nach eigenen Angaben der größte gemeinsame Ankauf der AU bisher und soll Impfstoffe für ein Drittel der Bevölkerung auf dem afrikanischen Kontinent bereitstellen. Die AU-Mitgliedsstaaten hatten Ende März beschlossen, gemeinsam 220 Millionen Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson gegen Covid-19 zu bestellen, mit der Möglichkeit, 180 Millionen weitere Dosen zu kaufen. In Zukunft will die AU bis zu 25 Millionen Impfdosen pro Monat ausliefern.

    Afrikanische Staaten haben im Vergleich zu anderen Ländern bisher nur sehr begrenzt Zugang zu Corona-Impfstoffen. Viele Länder beziehen die Impfstoffe von der internationalen Initiative Covax, die Entwicklungsländer mit Impfstoffen versorgt. Unter anderem wegen fehlender Finanzmittel bleibt Covax jedoch bisher hinter den Erwartungen zurück.

    15.50 Uhr: Scholz - Kostenlose Corona-Tests wird es bald nicht mehr geben

    SPD-Kanzlerkandidat und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht auf absehbare Zeit ein Ende der kostenlosen Corona-Tests. Für ihn sei klar, dass jetzt, wo sich praktisch jeder und jede impfen lassen könne, bald der Zeitpunkt komme, wo sich nicht mehr jeder kostenlos werde testen lassen können, sagte Scholz in Hamburg. "Wenn jetzt die nächsten und übernächsten Möglichkeiten zum Impfen nicht genutzt werden", dann dürfe es Tests nicht mehr auf Kosten der Steuerzahler geben, betonte der Vizekanzler.

    Scholz betonte, es sei wichtig, noch mehr Menschen von der Corona-Impfung zu überzeugen. Jene, die skeptisch seien, könnten ja jetzt sehen, dass die Geimpften immer noch gesund seien. "Das ist doch eine Empfehlung, die man anderen weitergeben kann."

    Vorerst gehe er davon aus, dass im Herbst und Winter weiter Corona-Vorsichtsmaßnahmen gelten, etwa die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr. "Und klar ist, dass (...) bei Innenräumen zum Beispiel von Restaurants sicherlich wir Regeln werden haben müssen, die lauten: Da kommt man rein, wenn man geimpft ist, wenn man genesen ist (..) oder wenn man einen frischen Test hat."

    15.38 Uhr: Impfstoffhersteller Moderna mit Rekordgewinn

    Dank des hohen Bedarfs an Corona-Impfstoffen hat die US-Biotechfirma Moderna ihren bislang höchsten Quartalsgewinn verbucht. In den drei Monaten bis Ende Juni verdiente das Unternehmen unterm Strich 2,8 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro). Vor einem Jahr hatten hohe Forschungs- und Entwicklungskosten einen Verlust von 117 Millionen Dollar verursacht. Modernas Erlöse stiegen von 67 Millionen auf 4,4 Milliarden Dollar.

    Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Impfstoffhersteller auf Basis seiner bereits getroffenen Verkaufsvereinbarungen mit einem Umsatz von rund 20 Milliarden Dollar und hob die bisherige Prognose damit noch einmal etwas an.

    15.04 Uhr: Bayern legt Zahlen zu Post-Covid-Erkrankungen vor

    Das bayerische Gesundheitsministerium hat erstmals konkrete Daten über Post-Covid-Erkrankungen im Freistaat vorgelegt. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat daher am Donnerstag in einem Spitzengespräch mit Vertretern des Gesundheitssektors darauf gedrungen, das sogenannte Post-COVID-Syndrom in allen Bereichen verstärkt in den Fokus zu nehmen.

    "Im ersten Quartal 2021 wurden in Bayern rund 18.500 Patientinnen und Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung mit einer Post-Covid-Diagnose behandelt", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek in München: "Hinzu kommen 13.500 weitere Behandlungen nach einer akuten Covid-19-Erkrankung sowie etwa 500 Patientinnen und Patienten mit einem multisystemischen Entzündungssyndrom in Verbindung mit Covid-19." Das gehe aus aktuellen Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) hervor.

    Die Zahlen sind nur bedingt aussagekräftig, weil es bislang keine offizielle Definition der Erkrankung gibt, es sich allein um Daten zur ambulanten Versorgung handelt. Die Dunkelziffer der Betroffenen dürfte daher höher liegen. Basierend auf Studien schätzen Experten, dass etwa zehn Prozent der Erkrankten mit Spätfolgen zu kämpfen haben. In Bayern entspräche das derzeit rund 65.000 Betroffenen, bundesweit etwa 370.000 Menschen.

    Holetzschek betonte: "Die Zahlen sollten Anlass genug sein, das Post-Covid-Syndrom ernst zu nehmen." Bayern habe mit einem Aktionsplan Schritte eingeleitet, um die Versorgung der Betroffenen zu verbessern.

    14.50 Uhr: Union und SPD uneins über epidemische Lage von nationaler Tragweite

    Union und SPD sind uneins in der Frage einer Verlängerung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach sich einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) im Bundestags-Gesundheitsausschuss gegen ein Weitergelten der Notlage aus, Vizekanzler Olaf Scholz befürwortet das hingegen.

    Spahn sagte dem RND zufolge bei einer Sondersitzung des Ausschusses, alle nötigen Anschlussregelungen für den Fall des Auslaufens seien getroffen worden. Sollten weitere Maßnahmen nötig sein, könnten diese auf Länderebene beschlossen werden, habe Spahn weiter gesagt. Ein Auslaufen des Notlage-Status habe er dabei als "politisches Signal" bezeichnet. Auch der Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Bundestages, Erwin Rüddel (CDU), sagte der "Bild"-Zeitung: "Die epidemische Lage muss nicht verlängert werden, kann einfach auslaufen."

    Demgegenüber hatte sich SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz dafür ausgesprochen, die Ende September auslaufende Pandemie-Notlage zu verlängern. "Das wird sein müssen, wenn man mich fragt", sagte Scholz bei einer RND-Veranstaltung. Nötig seien weiterhin bestimmte Regeln zum Schutz vor Corona. "Und dafür brauchen wir einen rechtlichen Rahmen", betonte er. Es müssten "ein paar Vorsichtsregeln noch eine lange Zeit beibehalten" werden. Dazu zähle beispielsweise das Masken-Tragen etwa im öffentlichen Verkehr.

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach sich wegen der steigenden Corona-Infektionen dafür aus, die epidemische Lage von nationaler Tragweite bis Ende des Jahres zu verlängern. "Die vierte Welle beginnt und verschwindet nicht von allein", sagte er dem RND. Die vom Bundestag beschlossene epidemische Notlage läuft Ende September aus - wenn sie bis dahin nicht verlängert wird. An die Feststellung sind eine Reihe von Anti-Corona-Maßnahmen gekoppelt.

    14.32 Uhr: Deutlich weniger Corona-Kontakte in England in Quarantäne

    In England und Wales sind inzwischen deutlich weniger Menschen von der Corona-App als enge Kontakte von Infizierten benachrichtigt worden. In der Woche bis zum 28. Juli wurden 395.971 Kontakte "gepingt", das waren 43 Prozent weniger als in der Vorwoche, wie aus Zahlen des Gesundheitsdiensts NHS hervorgeht. Die App schlägt an, wenn sich Nutzer eine gewisse Zeit in direkter Nähe eines positiv Getesteten aufgehalten haben.

    Weil zuvor die Fallzahlen stark gestiegen und zudem fast alle Corona-Regeln aufgehoben worden waren, stieg die Zahl der "Pings" auf einen Rekordstand. Die Folge: Leere Supermarktregale, volle Mülltonnen, ausgefallene Züge. Zahlreiche Menschen löschten die App, um nicht "gepingt" zu werden, Medien sprachen von einer "Pingdemie".

    Nach lautstarken Beschwerden aus der Wirtschaft teilte die Regierung zu Wochenbeginn mit, dass die Einstellungen der App geändert wurden. Statt die Kontakte fünf Tage zurückzuverfolgen, werden jetzt nur noch die Begegnungen der vorigen zwei Tage aufgezeichnet. Die Zahl der "Pings" dürfte also weiter abnehmen.

    13.58 Uhr: Südkorea will Milliarden in eigene Impfmittel-Produktion stecken

    Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie will Südkorea die Impfstoffproduktion im eigenen Land mit Investitionen in Milliardenhöhe erhöhen. Bis 2025 solle als Land der fünftgrößte Impfstoffproduzent weltweit werden, sagte Präsident Moon Jae In in Seoul. Dafür seien 2,2 Billionen Won (etwa 1,63 Milliarden Euro) vorgesehen.

    Laut Moon soll der Herstellung von Impfmitteln neben der einheimischen Produktion von Halbleitern und Batterien strategische Priorität eingeräumt werden. Die biomedizinische Industrie werde für den Export des Landes immer wichtiger, sagte Moon. Doch die Technologien für die Impfstoffentwicklung hingen noch zurück, und die Abhängigkeit Südkoreas vom Import von Vakzinen sei sehr groß. Als Teil der neuen Strategie soll die Entwicklung von mRNA-Impfstoffen, die derzeit etwa von Biontech/Pfizer und Moderna gegen Covid-19 hergestellt werden, besonders stark unterstützt werden.

    Südkorea ist bisher relativ gut durch die Pandemie gekommen. Nach einem Anstieg der täglich erfassten Neu-Infektionen in den vergangenen Wochen wurden jedoch die Kontaktbeschränkungen wieder verschärft. Wie die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten, kamen am Mittwoch 1.776 Infektionsfälle hinzu. Die Gesamtzahl kletterte auf 205.702. Bisher wurden knapp 40 Prozent der 51,3 Millionen Einwohner einmal geimpft.

    13.14 Uhr: Moderna-Impfstoff laut Hersteller nach sechs Monaten fast noch voll wirksam

    Der Corona-Impfstoff des US-Biotechnologiekonzerns Moderna schütz nach Angaben des Unternehmens Das Vakzin vier bis sechs Monate nach der zweiten Dosis zu 93 Prozent. Das unterscheidet sich kaum von der 94-prozentigen Wirksamkeit, die in der ursprünglichen klinischen Studie erzielt wurde, und ist besser als beim Impfstoff von Biontech und Pfizer. Die Schutzwirkung von deren Vakzin verringert sich Studien zufolge alle zwei Monate um etwa sechs Prozentpunkte und liegt sechs Monate nach der zweiten Impfung bei etwa 84 Prozent. Beide Impfstoffe basieren auf der sogenannten mRNA-Technologie.

    13.01 Uhr: Malaysia verzeichnet über 20.000 Neuinfektionen

    Malaysia hat zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 20.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Schon seit Tagen melden die Behörden in dem südostasiatischen Land wegen der Ausbreitung der Delta-Variante Rekordwerte. Insgesamt stieg die Zahl der Fälle auf 1,2 Millionen. Das Gesundheitsministerium teilte gleichzeitig mit, dass 98 Prozent der Menschen, die derzeit positiv auf das Virus getestet würden, wenige oder gar keine Krankheitssymptome zeigten.

    Die Regierung setzt auf seine Impfkampagne, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Bisher sind 7,7 Millionen Malaysier - rund 23 Prozent der Bevölkerung - vollständig geimpft. Das Land befindet sich seit Mai in einem strikten Lockdown. Die Regierung hatte angekündigt, dass dieser erst gelockert wird, wenn die Zahl der täglichen Neuinfektionen unter 4.000 sinkt.

    12.40 Uhr: Spahn will Pandemie-Notlage offenbar nicht verlängern

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich einem Zeitungsbericht zufolge dagegen ausgesprochen, die Ende September auslaufende Pandemie-Notlage zu verlängern. Bei einer Sondersitzung des Bundestags-Gesundheitsausschusses habe er gesagt, aus seiner Sicht seien alle nötigen Anschlussregelungen für den Fall des Auslaufens bereits getroffen worden, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sollten weitere Maßnahmen nötig seien, könnten diese auf Länderebene beschlossen werden.

    Spahn widerspricht damit Vizekanzler Olaf Scholz (SPD), der für eine Verlängerung der Pandemielage eintritt. Die epidemische Lage von nationaler Tragweite ist rechtliche Grundlage für die meisten Corona-Schutzmaßnahmen von Bund und Ländern.

    12.32 Uhr: Lufthansa erwartet bald US-Einreisemöglichkeit für Geimpfte

    Die Lufthansa erwartet in naher Zukunft Einreisemöglichkeiten für doppelt geimpfte EU-Bürger in die USA. Entsprechende Verlautbarungen der US-Regierung zu Einreisebedingungen werte er als klares Signal, dass mit hohem Tempo an einem Plan gearbeitet werde, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt. Ein Zeitplan für Reiseerleichterungen liege bislang aber nicht vor. Lufthansa plane bislang konservativ, dass bis Ende September Geimpfte wieder in die USA einreisen können. Er sei aber hoffnungsvoll, dass dies auch schon früher geschehen könne, meinte Spohr. Die Flüge über den nördlichen Atlantik sind das wichtigste Interkontinental-Geschäft für die Airline.

    12.17 Uhr: Lambrecht hält Einreisebeschränkungen für Ungeimpfte auch in Deutschland für möglich

    Nachdem die US-Regierung plant, eine vollständige Corona-Impfung zur Vorbedingung für eine Einreise zu machen, hält Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) Einreisebeschränkungen für Ungeimpfte auch in Deutschland und Europa grundsätzlich für möglich: "Das ist sicherlich eine Möglichkeit, die denkbar ist." Dies könne Deutschland betreffen oder auch den Schengen-Raum. Allerdings äußerte sich Lambrecht bei RTL und n-tv auch vorsichtig: "Gerade bei der Reisefreiheit und gerade bei der Bewegungsfreiheit stellt sich die Frage, ob das verhältnismäßig ist."

    12.02 Uhr: Steigende Corona-Zahlen - Experte hält Lockdown in Israel für möglich

    Angesichts zunehmender Corona-Infektionen in Israel hält ein hoher Beamter des Gesundheitsministeriums einen Lockdown noch vor Monatsende für möglich. Derzeit sei kein Lockdown nötig und er hoffe, dass die dritte Impfung für über 60-jährige und die beschlossenen Maßnahmen griffen, betonte Nachman Ash, der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums. Sollte es aber bei der hohen Zahl der Neuinfektionen bleiben, "müssen wir in zwei oder drei Wochen eine andere Entscheidung treffen".

    In Israel sind an drei aufeinanderfolgenden Tagen mehr als 3.000 Neuinfektionen pro Tag registriert worden, am Mittwoch waren es 3.430 neue Fälle gewesen. Insgesamt 250 Patienten waren schwer krank. In Israel sind etwa 58 Prozent der Bevölkerung von rund 9,3 Millionen Menschen geimpft. Mehr als 262.000 Menschen haben bereits eine dritte Impfung erhalten.

    Ministerpräsident Naftali Bennett appellierte an alle über 60-Jährigen, die noch keine dritte Impfung erhalten haben, sich besonders vorsichtig zu verhalten. Die Gefahr einer Infektion sei etwa sechs mal so hoch wie bei denjenigen, die bereits eine dritte Impfung vor fünf oder mehr Tagen erhalten hätten.

    Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums hat die Wirksamkeit der Biontech/Pfizer-Impfungen in Israel seit Anfang Juni stark nachgelassen. Danach verhindert die Impfung eine Corona-Infektion nur noch zu 39 Prozent und schwere Erkrankungen zu 91 Prozent. Gleichzeitig verbreite sich im Land die ansteckendere Delta-Variante, hieß es. Allerdings kritisieren Experten, dass die Zahlen nicht wissenschaftlich erhoben seien.

    11.44 Uhr: Corona im Abwasser früh nachweisbar - Münchner Studie bestätigt Vorteile

    Mit Abwasseruntersuchungen können Wissenschaftler frühzeitig den Verlauf der Corona-Pandemie und die Ausbreitung neuer Virusvarianten erkennen. Eine einjährige Studie in München habe gezeigt, dass die im Abwasser nachgewiesene Verbreitung von Sars-CoV-2 gut mit den offiziellen Daten der Sieben-Tage-Inzidenz in den jeweiligen Stadtgebieten übereinstimme, berichten Forscher vom LMU Klinikum München. Mit dem Vorteil, dass die Entwicklungen schon drei Wochen vor den Meldezahlen der Behörden, die auf der Analyse von Atemwegsabstrichen basieren, sichtbar gewesen seien.

    "Zudem konnten wir die zunehmende Ausbreitung der Virusvariante B.1.1.7 (Alpha) in der Münchner Bevölkerung bereits Anfang Januar 2021 nachweisen, Wochen bevor diese durch die Sequenzierung von Abstrich-Proben von Patienten in München in relevanter Zahl festgestellt werden konnte", erläuterte Studienleiter Andreas Wieser vom Tropeninstitut des LMU Klinikums. Das Abwasser-Monitoring könne daher tatsächlich gut als Frühwarnsystem dienen. Es wird inzwischen gerade für Großräume auch von der Europäischen Kommission empfohlen.

    Die Münchner Studie ist den Angaben zufolge eine der ersten und längsten Untersuchungen zur Nachverfolgung der Sars-CoV-2-Viruslast im Abwasser weltweit. Seit April 2020 sammelten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wöchentlich Abwasserproben an sechs Standorten im Münchner Stadtgebiet.

    11.29 Uhr: Frankreich plant Drittimpfungen ab September

    Frankreich geht von einer dritten Impfung für Ältere und Gefährdete aus. Derzeit werde an einer Umsetzung ab September gearbeitet, sagt Präsident Emmanuel Macron.

    11.17 Uhr: Spahn appelliert an Patriotismus der Ungeimpften

    Die Appelle von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an die noch nicht gegen das Coronavirus geimpften Bürger werden immer eindringlicher. "Impfen ist ein patriotischer Akt", schrieb der CDU-Politiker heute auf Twitter. "Man schützt nicht nur sich selbst, sondern uns als Gesellschaft."

    Bisher haben mehr als 73 Prozent der über 18-Jährigen mindestens eine Impfung erhalten. Experten wie der Wissenschaftler Uwe Wagschal von der Universität Freiburg, der die Befragung "Politikpanel Deutschland" leitet, gehen von einer "tendenziellen Impfbereitschaft" von mehr als 80 Prozent der Erwachsenen aus. Die Thüringer Stadt Sonneberg hatte daher zum Beispiel versucht, Impfmuffel mit einer Gratis-Bratwurst zu locken.

    Die Quote für einen vollständigen Impfschutz lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zuletzt bei 53,6 Prozent der Bevölkerung - nach 53,0 Prozent am Vortag. Dies entspricht rund 44,6 Millionen Bürgern. Die Impfquote war in den vergangenen Wochen langsamer angestiegen als noch zuvor. Im Schnitt werden derzeit mehr als vier Personen pro Sekunde geimpft.

    10.35 Uhr: Indien fürchtet neue Ansteckungswelle bei Großfeierlichkeiten

    In Indien ruft die Regierung die Bundesstaaten zu neuen Beschränkungen auf. Anlass sind die bevorstehenden jährlichen Großfeierlichkeiten, die von August bis November dauern. Es wird befürchtet, dass die Ansteckungen durch Massenveranstaltungen wie dem Lichterfest der Hindus wieder nach oben schießen. Die Zahl der täglichen Positiv-Tests pendelte in den vergangenen Wochen im Schnitt zwischen 30.000 und 40.000. In Spitzenzeiten hatte sie im Frühjahr bei 400.000 gelegen. Die Regierung warnt vor einer weiteren Infektionswelle mit vielen Toten. Sie will bis Jahresende 950 Millionen Erwachsene impfen lassen. Dazu muss sie aber die Schlagzahl erhöhen. Im Juli wurden 129 Millionen Menschen geimpft. In Indien leben mehr als 1,36 Milliarden Menschen.

    10.25 Uhr: 44,5 Millionen Deutsche haben vollständigen Impfschutz

    In Deutschland haben nach Angaben des RKI und des Bundesgesundheitsministeriums inzwischen gut 44,5 Millionen Menschen einen vollständigen Impfschutz. Das entspricht 53,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine Impfdosis haben über 51,6 Millionen Menschen erhalten. Das sind 62,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Am Mittwoch wurden in Deutschland 536.961 Impfdosen verabreicht und damit etwa 100.000 mehr als einen Tag zuvor. Allerdings sind es fast 140.000 weniger als vor einer Woche.

    10.17 Uhr: Japan weitet Notstand auf weitere Präfekturen aus

    Japan weitet Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie aus. Härtere Regeln gelten nun in fünf weiteren Präfekturen, teilt die Regierung mit. Für sechs Präfekturen, darunter die Hauptstadt Tokio, gilt bereits der Notstand. Somit sind 70 Prozent der Bevölkerung von den Maßnahmen betroffen, zuvor waren es 50 Prozent. Experten fordern angesichts steigender Infektionszahlen und der drohenden Überlastung des Gesundheitssystem einen Notstand für das ganze Land. Ministerpräsident Yoshihide Suga sagt, das stehe derzeit nicht zur Debatte. Allein in Tokio, wo derzeit die Olympischen Spiele stattfinden, wurden am Donnerstag offiziellen Angaben zufolge 5.042 neue Fälle registriert - so viele wie noch nie.

    10.16 Uhr: Grüne wollen Gratis-Corona-Tests beibehalten

    Der Gesundheitsexperte der Grünen im Bundestag, Janosch Dahmen, lehnt Pläne für kostenpflichtige Corona-Tests ab. "Die Debatte kommt zur völlig falschen Zeit. Wenn wir uns das konkret anschauen, sind über 30 Millionen Menschen nach wie vor ungeimpft", sagte der Politiker im "ARD-Morgenmagazin". Die bisherigen Gratis-Schnelltests ab Herbst kostenpflichtig zu machen, sei "nicht nur unfair, sondern vor allem schlecht, weil es uns in einen neuerlichen Blindflug in der Pandemie bringt".

    Die Gratis-Tests haben den Staat in diesem Jahr bisher rund 3,7 Milliarden Euro gekostet. Diese Zahl nannte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der "Rheinischen Post". Zum Vergleich: Für die finanzielle Unterstützung von Studierenden und Schülern (Bafög) gab der Bund 2020 rund 2,9 Milliarden Euro aus.

    Diskutiert wird derzeit darüber, die Kostenbefreiung bei den Tests künftig für all jene zu beenden, für die es eine Impfempfehlung gibt. Das Ministerium hat dies für Mitte Oktober vorgeschlagen.

    09.38 Uhr: Australischer Bundesstaat Victoria zum sechsten Mal im Lockdown

    Nur eine Woche nach der Aufhebung des Lockdowns im australischen Bundesstaat Victoria hat die Regionalregierung neue Beschränkungen in der Region verhängt. In dem Bundesstaat an der Ostküste mit der Millionenmetropole Melbourne seien zuvor acht neue Corona-Fälle bestätigt worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Die Maßnahmen sollen zunächst für eine Woche gelten, kündigte Regional-Premierminister Daniel Andrews an.

    Es ist bereits der sechste Lockdown in Victoria seit Beginn der Pandemie. Die Menschen dürfen ab 20.00 Uhr (Ortszeit) sieben Tage lang nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen. «Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie enttäuscht ich bin, dass ich das schon wieder tun muss», sagte Andrews. «Aber da in der Region nur sehr wenige Menschen ein Mal geimpft sind - ganz zu schweigen von zwei Impfungen - habe ich keine Wahl.» Die landesweite Impfkampagne kommt vor allem wegen weit verbreiteter Skepsis nur sehr schleppend voran.

    09.23 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag gegen Corona-Impfungen an Schulen ab

    Das Verwaltungsgericht in Schleswig hat einen Eilantrag gegen Corona-Schutzimpfungen an Schulen als unzulässig abgelehnt. Die Antragsstellerin wollte mit ihrem Antrag demnach erreichen, dass das Impfen von Schülerinnen und Schülern an den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein unterlassen wird. Der Frau, mutmaßlich Mutter eines betroffenen Kindes, fehle bereits die erforderliche Befugnis zur Klage, teilte das Gericht heute mit.

    Beim Impfen in der Schule handele es sich um ein freiwilliges Angebot, das niemand annehmen müsse. Es werde auch weder von den Eltern noch von den Schülerinnen und Schülern, die die Möglichkeit nicht annehmen möchten, eine Erklärung verlangt .

    Vom 19. August an können sich in Schleswig-Holstein an den 250 Standorten von Gemeinschaftsschulen und Gymnasien Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren sowie alle Beschäftigten gegen das Coronavirus impfen lassen.

    09.00 Uhr: In Tokio wohl erstmals 5.000 Neuinfektionen

    Die Zahl der Neuinfektion in Tokio dürfte heute erstmals die Marke von 5.000 überschreiten. Das berichtet der Sender NHK. Am Mittwoch haben die Behörden knapp 4.200 nachgewiesene Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt gemeldet. Im ganzen Land nähert sich die Zahl der bislang verzeichneten Infektionsfälle einer Million an. In Tokio finden noch bis zum 8. August die Olympischen Spiele statt. Es gab bereits etliche positive Coronatests unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

    08.32 Uhr: Scholz für Verlängerung epidemischer Notlage

    Der Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich dafür ausgesprochen, die Pandemie-Notlage über Ende September hinaus zu verlängern. Die epidemische Lage von nationaler Tragweite würde ansonsten dann auslaufen. Über die Verlängerung muss der Bundestag entscheiden.

    "Das wird sein müssen, wenn man mich fragt", sagte Scholz am Mittwochabend auf einer Veranstaltung des Reaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in Kiel. Nötig seien weiterhin bestimmte Regeln zum Schutz vor Corona. "Und dafür brauchen wir einen rechtlichen Rahmen", betonte der Vizekanzler. Die epidemische Lage von nationaler Tragweite ist rechtliche Grundlage für die meisten Corona-Schutzmaßnahmen von Bund und Ländern.

    Scholz sagte weiter, man müsse "ein paar Vorsichtsregeln noch eine lange Zeit beibehalten". Dazu zähle beispielsweise das Masken-Tragen etwa im öffentlichen Verkehr. Er stellte sich damit in diesem Punkt hinter Forderungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

    08.00 Uhr: Über 100.000 Neuinfektionen in USA

    In den USA melden die Gesundheitsbehörden mehr als 100.000 Neuinfektionen. Das ist der höchste Anstieg binnen eines Tages seit sechs Monaten, wie eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten ergibt. Die Behörden registrieren demnach mindestens 105.867 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl auf mehr als 35,51 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legt um mindestens 537 auf 613.420 zu. Weltweit verzeichnen die USA die höchsten Infektions- und Totenzahlen.

    07.51 Uhr: Kurzarbeit fällt auf tiefsten Stand seit Corona-Ausbruch

    Mit dem Ende vieler Corona-Auflagen sinkt die Zahl der Kurzarbeitenden in Deutschland dem Ifo-Institut zufolge auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch der Pandemie. Im Juli waren noch 1,06 Millionen Menschen davon betroffen, während es im Vormonat 1,39 Millionen waren, wie die Münchner Forscher mitteilten. Das ist die niedrigste Zahl seit Beginn der Corona-Krise im Februar 2020. Demnach waren 3,1 Prozent der abhängig Beschäftigten in Kurzarbeit, nach 4,1 Prozent im Vormonat. "Vor allem in den Branchen mit Corona-Lockerungen ging die Kurzarbeit erneut kräftig zurück", sagte Ifo-Umfrageexperte Stefan Sauer.

    07.05 Uhr: SPD-Ministerpräsidenten gegen Verschärfung für Ungeimpfte

    Mehrere SPD-Ministerpräsidenten lehnen die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeschlagenen Verschärfungen für Ungeimpfte ab. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte sagt der "Bild", er halte es für falsch und rechtlich unzulässig, Ungeimpfte aus dem öffentlichen Leben auszuschließen. Ähnlich äußert sich Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagt, es sei wichtig, dass sich mehr Menschen in Deutschland impfen ließen. "Drohungen bringen uns da nicht weiter. Wir müssen überzeugen." Nach den Plänen sollen ab einer bestimmten Inzidenz und Krankenhausbelastung Ungeimpfte auch mit einem negativen Corona-Test keine Restaurants und Veranstaltungen besuchen dürfen.

    06.45 Uhr: Infektionszahl in Brasilien überschreitet Grenze von 20 Millionen

    In Brasilien übersteigt die Zahl der Infektionsfälle die Marke von 20 Millionen. Das Gesundheitsministerium verzeichnet 40.716 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, insgesamt sind es damit mehr als 20,02 Millionen nachgewiesene Fälle. 1175 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt auf 559.607, das ist weltweit der zweithöchste Wert nach den USA. Bei den Infektionen liegt Brasilien hinter den USA und Indien auf dem dritten Platz.

    06.35 Uhr: Weltweite Infektionszahl übersteigt 200-Millionen-Marke

    Die Zahl der Infektionen weltweit hat die Marke von 200 Millionen überschritten. Wie eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten ergibt, wurden seit Ausbruch der Pandemie im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan mehr als 200,11 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. Mehr als 4,41 Millionen Menschen starben mit oder an dem Coronavirus. Die höchsten Infektionszahlen verzeichnen die USA, Indien und Brasilien.

    06.13 Uhr: USA wollen von Reisenden Corona-Impfung fordern

    Die USA wollen eine vollständige Corona-Impfung zur Vorbedingung für eine Einreise in ihr Land machen. Washington entwickele "einen stufenweisen Ansatz, der im Laufe der Zeit bedeuten wird, dass ausländische Staatsangehörige, die in die Vereinigten Staaten reisen - aus allen Ländern - vollständig geimpft sein müssen", sagte ein Beamter des Weißen Hauses. Dabei werde es "begrenzte Ausnahmen" geben. Einen Zeitrahmen nannte der Beamte nicht. Die Arbeitsgruppen, die sich mit diesem Thema befassen, "entwickeln eine Politik, um zu gegebener Zeit auf dieses neue System umsteigen zu können". Ziel sei es, dieses "nachhaltig und sicher" zu gestalten.

    Erst Ende Juli hatte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, betont, die verhängten Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa und anderen Ländern würden vorerst nicht aufgehoben. Zur Begründung verwies sie darauf, dass sich die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus "sowohl hier als auch im Ausland" ausbreite.

    Die USA hatten im März 2020 die Einreise für Bürger der EU, Großbritanniens, Chinas und des Iran eingeschränkt. Später kamen weitere Länder hinzu, darunter Brasilien und Indien. Ausnahmen vom US-Einreiseverbot gelten unter anderem für Studenten, Journalisten und Geschäftsleute.

    04.36 Uhr: RKI meldet 3.539 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 19,4

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 3.539 neue Positiv-Tests. Das sind 397 mehr als am Donnerstag vor einer Woche als 3.142 gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 19,4 von 18,5 am Vortag. Der Wert gibt an, in wie vielen Fällen Menschen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. 26 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurde. Damit steigt die Gesamtzahl auf 91.730.

    04.30 Uhr: Kaum Verstöße gegen schärfere Corona-Einreiseregeln

    Mehr als 88.200 Kontrollen und nur 372 Verstöße: In Bayern haben sich die meisten Reisenden Polizeiangaben zufolge an die seit Sonntag verschärften Corona-Regeln bei der Einreise nach Deutschland gehalten. Das gelte sowohl für Urlauber als auch für alle übrigen Reisenden, teilte die Bayerische Grenzpolizei in Passau mit. Auch ein Sprecher der Bundespolizei in München sagte, die Kontrollen seien bislang "relativ problemlos" verlaufen.

    Seit Sonntag müssen alle Einreisenden ab zwölf Jahren einen negativen Corona-Test vorzeigen können oder nachweisen, dass sie genesen oder vollständig geimpft sind - egal, ob sie auf dem Landweg oder mit dem Flugzeug nach Deutschland kommen. Um das zu überprüfen, sind auch Schleierfahnder der Bayerischen Grenzpolizei im Einsatz. Mehr als 1.700 Kontrollen haben die Beamten nach eigenen Angaben von Sonntag bis Dienstag durchgeführt, dazu kamen mehr als 10.000 Kontrollen an den Flughäfen in Nürnberg und Memmingen. Die Bundespolizei kontrollierte nach Angaben eines Sprechers bis Mittwoch rund 76.500 Reisende in Bayern und stellte dabei 358 Verstöße gegen die seit Sonntag geltende Corona-Einreiseverordnung fest.

    04.07 Uhr: Umfrage - Geimpfte sollten mehr Rechte haben als Ungeimpfte

    Einer Umfrage zufolge sprechen sich in Deutschland knapp drei von vier Befragten (72,8 Prozent) dafür aus, dass Geimpfte mehr Rechte haben sollten als Ungeimpfte. 22,4 Prozent sehen das anders. Der Rest ist unentschieden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". Demnach fordert mehr als die Hälfte der Befragten sogar "auf jeden Fall" mehr Freiheiten für vollständig Geimpfte im Vergleich zu ungeschützten Personen.

    04.00 Uhr: SPD kritisiert Spahns Pläne für Ungeimpfte

    Der Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), ab Herbst Ungeimpfte trotz negativem Corona-Test jenseits bestimmter Inzidenzwerte von dem Besuch von Gaststätten auszuschließen, stößt auf Widerstand aus Regierungsreihen. Spahns Konzept sei nicht die Position der Bundesregierung, sagt Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". "Die Impfung bleibt eine freiwillige Entscheidung. Eine Impfpflicht wird es nicht geben." Geimpfte, Getestete und Genesene sollen in der Öffentlichkeit weiterhin die gleichen Rechte genießen.

    Allerdings können Unternehmer selbst über den Zugang für Ungeimpfte entscheiden. Es gelte die Vertragsfreiheit. Wer seine Mitarbeiter, Gäste oder Kunden besonders schützen möchte, könne Angebote nur für Geimpfte machen, so Lambrecht. "Grundsätzlich gilt: Es macht einen großen Unterschied, ob der Staat Grundrechte einschränken muss oder ob Private Angebote für bestimmte Personengruppen machen möchten."

    02.33 Uhr: Bund gibt 2021 schon mehr als 3 Milliarden Euro für Tests aus

    Die in Deutschland bislang kostenfreien Corona-Schnelltests verursachen laut Zeitungsbericht beim Bund allein im Jahr 2021 bereits Kosten von mehr als 3 Milliarden Euro. Das teilt das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der "Rheinischen Post" mit. Das Ministerium verweist auf Angaben des Bundesamtes für Soziale Sicherung (BAS). Demnach zahlt der Bund in diesem Jahr bislang für Labordiagnostik rund 782 Millionen Euro, 1,084 Milliarden Euro für Sachkosten für die Antigen-Schnelltests (PoC-Verfahren) und weitere Leistungen gemäß der aktuellen Testverordnung in Höhe von knapp 1,75 Milliarden Euro, worunter insbesondere die Abstrichnahmen fallen. Rund 74 Millionen Euro entfallen auf Tests in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Obdachlosenunterkünften. In Summe belaufen sich die bisherigen Kosten im Jahr 2021 demnach auf knapp 3,7 Milliarden Euro.

    02.10 Uhr: Wohlfahrtsverband und Linke kritisieren kostenpflichtige Tests

    Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, warnt vor sozialen Folgen, sollten ab Mitte Oktober die kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger abgeschafft werden. "Für uns als Wohlfahrtsverband ist wichtig, dass all diejenigen, die sich nicht testen lassen können und für die keine Impfempfehlung der Stiko vorliegt, weiterhin kostenlose Corona-Tests bekommen müssen", sagt Schneider der Zeitung "Rheinische Post".

    Auch der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jan Korte, kritisiert laut Zeitungsbericht die Pläne der Bundesregierung. Menschen, die die nicht geimpft werden könnten, seien darauf angewiesen, dass Infektionen schnell erkannt würden. "Es wäre deshalb fatal, wenn die Bundesregierung sich jetzt aus der Verantwortung stiehlt und Testangebote zurückzieht."

    2.00 Uhr: Apotheker - Steigende Impfbereitschaft mit Ende der Gratis-Tests

    Die Bundesapothekerkammer (BAK) rechnet durch das diskutierte Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests mit einer steigenden Impfbereitschaft. "Die Ankündigung, dass die Schnelltests ab einem bestimmten Zeitpunkt für Impfzauderer und Impfverweigerer kostenpflichtig werden sollen, könnte die Impfbereitschaft bei den Unentschlossenen tatsächlich erhöhen – und das ist gut so", sagt BAK-Präsident Thomas Benkert der Zeitung "Rheinische Post". Zugleich fordert er, die Gratis-Test für jene Personen beizubehalten, bei denen eine Impfung nicht möglich sei.

    00.30 Uhr: Großbritannien lockert Reisebeschränkungen für sieben Länder

    Großbritannien hebt Regierungsangaben zufolge Reisebeschränkungen für Deutschland, Österreich, Slowenien, die Slowakei, Lettland, Rumänien und Norwegen auf. Ab dem 08. August müssen sich Einreisende aus diesen Ländern nicht länger in Quarantäne begeben, unabhängig davon, ob sie vollständig geimpft sind oder nicht, teilte die Regierung mit. Für Frankreich gelte die Quarantänefreiheit nur für vollständig Geimpfte.

    Mittwoch, 4. August 2021

    23.23 Uhr: Reiseerleichterungen nach Großbritannien

    Die britische Regierung hat Deutschland und mehrere andere europäische Länder in die niedrigste Risikokategorie herabgestuft. Die Änderung werde am Sonntag um vier Uhr Ortszeit in Kraft treten, wie die britische Nachrichtenagentur PA am Mittwoch meldete. Das ist fünf Uhr deutscher Zeit. Einreisende aus Ländern auf der sogenannten grünen Liste können ohne Quarantäne nach Großbritannien einreisen, müssen jedoch einen negativen Test mitbringen und an Tag Zwei nach der Einreise einen PCR-Test machen.

    Bei der Rückkehr nach Deutschland können jedoch nach aktuellem Stand nur Geimpfte die Quarantäne umgehen, da das Vereinigte Königreich weiterhin als Hochrisikogebiet gilt. Die Inzidenz lag zuletzt bei 275.

    21.10 Uhr: Automesse New York ist abgesagt

    Die Veranstalter haben mitgeteilt, dass die Automesse New York erneut verschoben wurde. Sie soll jetzt im April 2022 stattfinden. Grund sei die ansteckende Delta-Variante und die Sicherheitsvorkehrungen der Behörden gegen deren Ausbreitung. Die zehntägige Show war bereits im April dieses Jahres auf den 19. August verschoben worden. Üblicherweise zieht die Messe mit den Neuheiten der Autobauer Tausende Journalisten aus aller Welt und über eine Million Besucher an.

    21.01 Uhr: Lage in Spanien bessert sich

    Die Lage im Corona-Hochinzidenzgebiet Spanien bessert sich zusehends. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sei innerhalb einer Woche auf 265 gefallen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Balearen mit Mallorca haben unterdessen mit einer 7-Tage-Inzidenz von 331 einen der höchsten Werte ganz Spaniens, auch wenn diese Mittelmeer-Inseln ebenfalls eine rückläufige Tendenz verzeichnen. Höhere Zahlen als die Balearen hatten nur die für ihren Weinanbau bekannte Region La Rioja (348) sowie Navarra (344), beide im Norden des Landes.

    Solange die 7-Tage-Inzidenz deutlich über 100 liegt, bleibt Spanien als Hochinzidenzgebiet eingestuft.

    19.45 Uhr: Spahn will Geimpfte besserstellen

    Bundesgesundheitsminister Spahn kann sich vorstellen, Ungeimpften ab Herbst den Besuch von Discos, Stadien oder Theatern zu verwehren. Dort könnten dann nur Geimpfte oder Genese Eintritt erhalten. Als Alternative dazu nannte der CDU-Politik Kontingente bei solchen Veranstaltungen, also zum Beispiel 30.000 Stadion-Tickets für Geimpfte und 2.000 für Fans, die nur einen negativen Test, aber keinen Impfnachweis vorweisen können. Im Interview mit dem "Münchner Merkur" stellte Spahn aber klar, dass essenzielle Bereiche des öffentlichen Lebens, also etwa Behördengänge oder Fahrten im Nahverkehr, allen zugänglich bleiben müssten – egal ob geimpft oder nicht. Außerdem rief er erneut dazu auf, sich impfen zu lassen. Dabei gehe es um den Schutz der Gesellschaft.

    19.25 Uhr: Scholz, SPD, für Verlängerung der Pandemie-Notlage

    SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich dafür ausgesprochen, die Ende September auslaufende Pandemie-Notlage zu verlängern. Bei einer Veranstaltung des Reaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in Kiel sagte er, dass weiterhin bestimmte Regeln zum Schutz vor Corona nötig seien. "Und dafür brauchen wir einen rechtlichen Rahmen", so Scholz.

    Ein paar Vorsichtsregeln müssten noch eine lange Zeit beibehalten werden, etwa die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Der Bundesfinanzminister sprach sich zudem erneut dafür aus, Schnelltests künftig kostenpflichtig zu machen, wenn alle Menschen ein Impfangebot bekommen haben.

    18.50 Uhr: Corona-Spürhund schnüffelt in französischem Altenheim

    Der Golden Retriever "Pooka" kann Corona-Infektionen erschnüffeln und ist Frankreichs erster in einem Altenheim eingesetzter Corona-Spürhund. Er sei in der Lage, "alle bekannten Varianten zu erkennen", erklärte Alain Legrand, Leiter von "Handi'chiens". Der auf das Training von Assistenzhunden spezialisierte Verein hat den zwei Jahre alten Hund ausgebildet. Bei symptomatischen Fällen hat "Pokaa" laut Legrand eine Erfolgsquote von 100 Prozent, bei asymptomatischen Fällen von 95 Prozent.

    Seit Freitag ist der Golden Retriever im Altenheim "La Roselière" im elsässischen Kunheim nahe der deutschen Grenze im Einsatz. Pierre Kohser, Arzt in "La Roselière", findet "Pokaas" Fähigkeiten "ziemlich verblüffend". Die Tests seien zudem einfach, kostengünstig und würden von den Bewohnern, die teilweise unter Alzheimer leiden, gut angenommen.

    Für einen Test muss lediglich ein kleines Stück Stoff etwa fünf Minuten lang unter die Achsel gedrückt werden. Anschließend wird die Probe in einen sterilen Beutel und in einen Karton verpackt. Hat der Spürhund einen positiven Fall erschnüffelt, setzt er sich hin. Mit einem PCR-Test wird "Pokaas" Diagnose dann überprüft.

    18.37 Uhr: Microsoft führt Impfpflicht für Mitarbeiter ein

    Nach anderen großen Technologiekonzernen verlangt nun auch Microsoft von seinen Mitarbeitern in den USA eine Corona-Impfung. Nur wer einen vollständigen Impfschutz nachweisen könne, dürfe ab dem kommenden Monat amerikanische Microsoft-Büros betreten, teilte der Konzern aus Redmond seinen Mitarbeitern mit. Dies gelte auch für Lieferanten und Gäste.

    Für Mitarbeiter, die sich aus medizinischen oder anderen Gründen nicht impfen lassen könnten, werde eine Lösung gefunden, hieß es in der Mitteilung. Pflegende Angehörige oder Eltern von Kindern, die zu jung für eine Impfung seien, könnten bis Januar von zu Hause aus arbeiten. Die Rückkehr in die Microsoft-Büros wurde um fast einen Monat auf den 4. Oktober verschoben.

    Die neue Impfpflicht soll nicht auf Microsoft-Büros außerhalb der USA übertragen werden. Als Grund nannte der Konzern rechtliche Vorgaben und Probleme bei der Verteilung der Impfstoffe. Eine Impfpflicht für Mitarbeiter hatten in der vergangenen Woche bereits die Unternehmen Google, Facebook, Disney und Walmart angekündigt.

    18.24 Uhr: Weitere Kontrollvorgaben gegen Abrechnungsbetrug in Testzentren

    Nach Verdachtsfällen auf Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren hat das Bundeskabinett weitere Kontrollvorgaben auf den Weg gebracht. Sie sollen dafür sorgen, dass Anbieter keine falschen Angaben in ihren Steuererklärungen machen können, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Mit der Verordnung des Finanzministeriums sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen verpflichtet werden, Zahlungen an Testanbieter den Finanzbehörden elektronisch mitzuteilen. Damit sollen alle Zahlungen dieses Jahres mitteilungspflichtig werden. Die Regelung bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats.

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte im Juni bereits schärfere Kontrollvorgaben verordnet. Unter anderem sollen private Testzentren nur noch nach Einzelprüfung zugelassen werden. Die Möglichkeit von Sammelabrechnungen für mehrere Teststellen etwa für überregionale Betreiber soll wegfallen. Die für die Abrechnungen zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen in den Ländern sollen zusätzliche Prüfungen vornehmen. Zudem wurden Test-Vergütungen gesenkt.

    18.18 Uhr: Klinikbehandlung nur für Schwerkranke - Japan debattiert über Regierungspolitik

    In Japan sollen nach dem Willen der Regierung nur noch Corona-Patienten mit schweren Symptomen in den Krankenhäusern behandelt werden. In einer Debatte im Parlament warfen Abgeordnete von Regierung und Opposition sowie Experten Ministerpräsident Yoshihide Suga deshalb vor, mit der Regelung Menschenleben in Gefahr zu bringen. Ziel der Regierung ist es, angesichts steigender Infektionszahlen Krankenhausbetten für Menschen mit schweren Verläufen freizuhalten.

    "Die Pandemie ist jetzt in eine neue Phase eingetreten", sagte Gesundheitsminister Norihisa Tamura im Parlament: "Die Kapazitäten der Krankenhäuser sind begrenzt." Er verteidigte die neue Regelung zur häuslichen Isolation für weniger schwere Fälle als notwendig, um einen Zusammenbruch des medizinischen Systems zu verhindern, wie es im April in Osaka geschah, als Tausende Menschen erkrankten und einige zu Hause starben, während sie auf Krankenhausbetten warteten.

    Die Zahl der Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt Tokio hat sich seit Beginn der Olympischen Sommerspiele am 23. Juli mehr als verdreifacht. Am Mittwoch wurden 4.166 neue Fälle gemeldet, ein weiterer Höchststand seit Beginn der Pandemie. Suga, der dafür kritisiert wurde, dass er trotz steigender Fallzahlen an der Ausrichtung der Olympischen Spiele festhielt, erklärte, es gebe keine Beweise, die die Ausbreitung des Virus mit den Spielen in Verbindung bringen.

    17.57 Uhr: England will 16- und 17-Jährige impfen

    Nach einer neuen Empfehlung der britischen Impfkommission sollen in England 16- und 17-jährige Jugendliche gegen Corona geimpft werden. "Ich habe die Expertenempfehlung angenommen und den Gesundheitsdienst gebeten, sich so schnell wie möglich auf die Impfungen vorzubereiten", sagte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid laut einer Mitteilung. Seine Entscheidung gilt zunächst für England. Schottland, Wales und Nordirland entscheiden selbst über ihre Impfprogramme, richten sich aber auch nach den Empfehlungen der Impfkommission.

    Zuvor hatte das Joint Committee on Vaccination and Immunisation, das eine ähnliche Rolle wie die Ständige Impfkommission in Deutschland spielt, seine neue Linie bekanntgegeben. Bislang war die Corona-Impfung - ähnlich wie in Deutschland - nur für Jugendliche mit Vorerkrankungen empfohlen worden. Die Kommission sieht zunächst eine Dosis des Biontech-Impfstoffs für die Jugendlichen vor. Eine Empfehlung zur zweiten Dosis soll folgen.

    Angesichts noch immer hoher Corona-Fallzahlen hatten Wissenschaftler die Regierung davor gewarnt, bei Kindern und Jugendlichen auf eine Strategie der natürlichen Durchseuchung zu setzen. Insbesondere nach den Sommerferien wird mit einem Anstieg der Fallzahlen gerechnet.

    17.42 Uhr: Brinkhaus will nicht über Impfpflicht debattieren

    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus will derzeit keine Debatte über die Einführung einer Impfpflicht gegen Corona führen. Eine solche Pflicht wäre ein Eingriff in Freiheitsrechte und müsse verfassungsrechtlich begründet sein, sagtd der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Momentan setze man auf andere Wege, den Druck auf die Ungeimpften zu erhöhen. Jetzt gelte es, "noch mal besser zu werben". Hier sei das Bundesgesundheitsministerium gefordert.

    "Wir müssen eine höhere Impfquote kriegen, sonst gefährden wir auch den Schulunterricht", mahntd Brinkhaus. Zur Frage einer Verlängerung der Corona-Hilfen für Unternehmen sagt er, man müsse dies im Herbst differenziert beurteilen. "Ob das bis 2022 gehen muss, das weiß ich nicht", ergänzt Brinkhaus.

    17.25 Uhr: Tübinger Intendant fordert Impfpflicht für Theater

    Mit einer Impfpflicht könnten die Theater und Veranstalter nach Ansicht des Tübinger Intendanten Thorsten Weckherlin auf die sinkende Zahl von Impfungen reagieren. "Eine Impfpflicht für Theaterbesuche ist ein Anreiz, sich impfen zu lassen", sagte der Theaterregisseur und Intendant am Landestheater Tübingen: "Würden bundesweit alle Bühnen und Veranstalter eine Impfpflicht für Theater und Festival-Besuche einführen, wäre das ein klares Zeichen." Damit würden sich die Bühnen hinter die Wissenschaft stellen und einen wichtigen Schritt in Richtung Normalität gehen.

    17.01 Uhr: Clubbetreiber fordern Ende der Corona-Beschränkungen

    Angesichts des Impffortschritts fordern die deutschen Musikclub-Betreiber ein Ende der Corona-Einschränkungen für den Indoorbereich ab Oktober. Da sich mittlerweile jeder impfen lassen könne, entfalle die rechtliche Grundlage, "weiterhin Grundrechte und die freie Berufsausübung einzuschränken", teilte der Verband der Musikspielstätten in Deutschland (LiveKomm) in Hamburg mit.

    LiveKomm forderte die sofortige Aufhebung der Masken- und Abstandspflicht für Live- und Clubveranstaltungen. Bis zur Aufhebung aller Einschränkungen am 1. Oktober solle den Clubs eine Auslastung von 100 Prozent erlaubt sein, wenn sich nur Genesene oder Geimpfte in den Räumen aufhalten. Wenn auch negativ getestete Gäste kommen, solle die Auslastungsgrenze auf 50 Prozent fallen.

    Die Clubkultur könne auch einen Beitrag zur Steigerung der Impfbereitschaft leisten, hieß es. "Erlebbare Vorteile einer Impfung – wie die Teilhabe an Clubkulturveranstaltungen – motivieren auf positivem Wege und geben Menschen einen Anstoß, die möglicherweise ohne diese Angebote keinen Anlass zur Impfung sehen", argumentierten die Clubbetreiber.

    16.39 Uhr: Lambda-Variante bereitet sich laut WHO nicht stark aus

    Die Lambda-Variante des Coronavirus bereitet sich nach Angaben Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht besonders stark aus. Die WHO betrachte unter anderem immer, wie stark sich eine Variante nach der Entdeckung verbreite, sagte Covid-Expertin Maria van Kerkhove auf dpa-Frage. "Es geht nicht wirklich hoch, selbst in Peru nicht, wo die Variante zuerst entdeckt wurde", sagte van Kerkhove. Nach Angaben aus Peru werde die Lambda-Variante derzeit dort von der Gamma-Variante verdrängt.

    Van Kerkhove räumte ein, dass Mutationen in einem Spike-Protein der Lambda-Variante besorgniserregend seien. Alle Virusveränderungen könnten die Effektivität von Impfstoffen beeinträchtigen.

    Lambda wurde nach Angaben der WHO in 40 Ländern nachgewiesen. Die WHO listet sie zur Zeit als eine von vier "Varianten von Interesse", nicht, wie Delta, als "besorgniserregende Variante". Davon gibt es ebenfalls vier. "Das heißt absolut nicht, dass sie weniger wichtig ist", so van Kerkhove.

    16.17 Uhr: FDP und Linke kritisieren Auslaufen kostenloser Tests als unsozial

    In einem Strategiepapier des Bundesgesundheitsministeriums werden der 11. oder 18. Oktober als mögliche Daten für das Auslaufen der Kostenerstattung für Corona-Tests genannt. Nur bei Menschen, die nicht geimpft werden können oder für die keine Impfempfehlung vorliegt, sollten die Kosten für die Schnelltest weiter übernommen werden.

    Mit dem Ende der Kostenerstattung würden viele Menschen von gesellschaftlicher Teilnahme ausgeschlossen, sagte dazu FDP-Vize Wolfgang Kubicki der "Passauer Neuen Presse". Der Bundestagsvizepräsident sprach von einem "Druckmittel, um Menschen zum Impfen zu zwingen": "Was soll denn eine Familie mit zwei Kindern tun, wenn sie in ein Restaurant will? Soll sie zunächst 48 Euro für Tests auf den Tisch legen?"

    Auch die Linke forderte eine Beibehaltung der kostenlosen Tests. "So lange es Testpflichten gibt, muss es kostenlose Tests geben", sagte Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Die Abschaffung kostenloser Tests ist im höchsten Maße unsozial." Es hätten noch längst nicht alle Gelegenheit gehabt, sich impfen zu lassen.

    16.04 Uhr: WHO verlangt Moratorium für Auffrischimpfungen gegen Corona

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert einen vorübergehenden Stopp von Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus, so lange noch viele ärmere Länder auf Impfdosen warten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus kritisierte die in mehreren Ländern erörterten Pläne für solche Impfungen in Genf. Bereits begonnene Auffrischimpfungen sollten ausgesetzt und Pläne dafür bis mindestens Ende September auf Eis gelegt werden, bis mindestens zehn Prozent der Menschen in allen Ländern der Welt geimpft seien.

    "Länder mit hohen Einkommen haben 100 Impfdosen pro 100 Einwohner verabreicht", sagte Tedros: "Gleichzeitig konnten Länder mit niedrigen Einkommen nur 1,5 Dosen pro 100 Menschen verabreichen, weil ihnen Impfstoff fehlt. Wir brauchen dringend eine Kehrtwende, so dass die Mehrheit der Impfstoffe in Länder mit niedrigen statt hohen Einkommen geht."

    15.43 Uhr: FDP und Grüne kritisieren Schleierfahndung wegen Corona-Nachweisen

    FDP und Grüne im Bundestag haben die Schleierfahndung im grenznahen Raum zur Überprüfung von Corona-Nachweisen kritisiert. "Die Bundesregierung überfällt wieder einmal in Wegelagerermanier die deutschen Urlauber mit einer neuen Einreiseverordnung", sagte FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae der Zeitung "Welt". Fahrzeugkontrollen könnten lediglich dann vorgenommen werden, wenn konkrete Hinweise den Verdacht rechtfertigten, dass Einreisebestimmungen missachtet werden.

    Die innenpolitische Sprecherin der Grünen, Irene Mihalic, sagte der "Welt": "Es kann für mich nicht sein, dass man Bürgerinnen und Bürger im 30-Kilometer-Grenzstreifen wahllos kontrolliert." Das erzeuge Unverständnis. Die Kontrollen müssten im unmittelbaren Grenzbereich vorgenommen werden. Dort sei es für die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar, überprüft zu werden.

    Die Union verteidigte das Instrument der verdachtsunabhängigen Kontrollen. Wenn es eine generelle Anordnung gebe, dass Urlaubsrückkehrer einen negativen Corona-Test vorzuweisen haben, dann müsse dies auch überprüft werden, sagte Vize-Fraktionschef Thorsten Frei (CDU) der Zeitung: "Ansonsten macht sich der Staat lächerlich und unglaubwürdig."

    15.34 Uhr: EU kauft bis zu 200 Millionen Impfdosen von Novavax

    Die EU hat sich bis zu 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Novavax gesichert. Die EU-Kommission genehmigte einen entsprechenden Kaufvertrag, wie die EU mitteilt. Ursprünglich sollte der Vertrag mit der US-Biotechnologiefirma bereits Anfang des Jahres in trockene Tücher gebracht werden, verzögerte sich dann aber. Der Impfstoff von Novavax ist in der EU noch nicht zugelassen. Sobald dies geschehen ist, können die EU-Staaten bis zu 100 Millionen Dosen ordern. Zudem hat die EU eine Option über weitere 100 Millionen Dosen bis 2023 abgeschlossen.

    15.20 Uhr: Gutschein- und Rabattangebote für Geimpfte in Sachsen

    Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Sachsen bedankt sich mit Gutscheinen und Rabatten bei allen, die sich im Freistaat gegen Corona impfen lassen. Es sei ein "besonderes Dankeschön" für diejenigen, "die mit der Entscheidung zur Impfung aktiv die Pandemiebekämpfung unterstützten", teilte das sächsische DRK in Dresden mit. Wer geimpft sei, könne sich auf einer Website registrieren und von einer "Vielzahl an Gutscheinen und Vorteilsangeboten von über 500 Partnerunternehmen" profitieren.

    Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) begrüßte die Aktion. Wichtig sei, "dass sich möglichst jetzt viele Menschen impfen lassen, damit wir die Wucht der vierten Welle im Herbst möglichst klein halten", erklärte sie. Das DRK in Sachsen kündigte zudem an, zusätzlich das Impfangebot außerhalb der Impfzentren auszuweiten.

    In Sachsen erhielten bislang 52,4 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung gegen Corona. Das Bundesland ist damit Schlusslicht in Deutschland, der Durchschnitt liegt bei 62 Prozent.

    15.12 Uhr: Nordrhein-Westfalen bietet Impfungen im Jobcenter an

    Nordrhein-Westfalen will künftig auch in Jobcentern Corona-Impfungen ermöglichen. "Die Impfung muss so nah wie möglich zu den Menschen kommen", erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Düsseldorf. Die Jobcenter seien dabei eine wichtige Adresse. Die Impfzentren stimmen die Organisation der Angebote laut Ministerium mit den Jobcentern ab. Kundinnen und Kunden werden demnach von den Jobcentern über Impfangebote informiert. Auch die Beschäftigten sollen sich dort impfen lassen können. In NRW waren laut Robert Koch-Institut am Mittwoch 65,3 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal und 54,6 Prozent vollständig geimpft.

    15.03 Uhr: Indonesien verzeichnet mehr als 100.000 Corona-Tote

    Die Zahl verstorbener Corona-Infizierter in Indonesien hat sich binnen neun Wochen verdoppelt. Das Gesundheitsministerium meldete 1.747 neue Todesfälle mit dem Virus. Damit übersprang die offizielle Gesamtzahl verstorbener Infizierter die Marke von 100.000. Erst Ende Mai hatten die Behörden den 50.000. Todesfall seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 gemeldet. Es wird angenommen, dass die tatsächliche Zahl der Toten höher ist.

    Der Juli erwies sich den Angaben zufolge als der schlimmste Monat seit Beginn der Pandemie. Mehr als 30.100 Menschen starben mit dem Virus - mehr als dreimal so viele wie im Juni.

    Als Reaktion hat die Regierung die Impfkampagne verstärkt und fast allen Sauerstoff für Krankenhäuser reserviert. Außerdem wurden zusätzliche Isolierstationen eingerichtet und Feldkliniken gebaut. Es fehle besonders an Intensivbetten, sagte die Generalsekretärin der indonesischen Krankenhausgesellschaft, Lia Partakusuma.

    14.50 Uhr: Aiwanger will keine Spritze von der CSU

    Der impfskeptische Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger will keine Spritze vom Koalitionspartner CSU: Der Freie Wähler-Chef verweigerte die Annahme einer Spritze, die ihm der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Steiner überreichen wollte. "Ich würde ihn gern heute mit einem Radler impfen", sagte Steiner am Rande der Hauptalmbegehung in Unterwössen, wo beide mitliefen.

    Steiner betonte, sein scherzhaftes Angebot habe einen ernst gemeinten Anlass: Ein stellvertretender Ministerpräsident habe Vorbildfunktion und sollte sich nach seiner Meinung gegen Corona impfen lassen: "Da muss dann die Gaudi aufhören." Aiwanger und die CSU streiten seit Wochen, weil Aiwanger trotz der Impfappelle von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betont, dass der Verzicht auf eine Impfung ein grundlegendes Freiheitsrecht sei.

    "Das ist genau das, was ich meine", sagte Aiwanger zu Steiners Radlerspritze: "Es geht nicht nur um mich, es werden dann auch andere Leute am Stammtisch, in der Firma, im Verein mit passenden oder unpassende Dingen konfrontiert." Man sollte hier wirklich auch als Nicht-Geimpfter die Akzeptanz erfahren "und sich nicht ständig dafür rechtfertigen müssen".

    14.35 Uhr: Diakonie mahnt dauerhafte Pandemie-Lösungen für Schulen an

    Zum Start des Schuljahres 2021/22 mahnt die Diakonie dauerhafte Pandemie-Lösungen für Schulen an. Seit Beginn der Covid-19-Pandemie lebten Schulkinder und Lehrer mit einem ständigen Hin und Her, kritisierte der evangelische Wohlfahrtsverband in Berlin. "So darf es nicht weitergehen," sagte Vorstandsmitglied Maria Loheide: "Die Pandemie ist zum Dauerzustand geworden, darum müssen auch die Lösungen von Dauer sein. Mit einem Hoffen auf Morgen kommen wir nicht weiter."

    Am härtesten treffe die Pandemie die Ärmsten, beklagte Loheide. Ihnen fehlten nach wie vor eine ausreichende digitale Ausstattung, ein ruhiger Raum zum Lernen und individuelle Unterstützung und Förderung, wenn es erneut zu Homeschooling und Wechselunterricht komme. Darum müsse die Sicherung des Präsenzunterrichtes oberste Priorität haben.

    Daneben sei aber ein Plan B notwendig, der sicherstelle, dass die Corona-Pandemie Kinder nicht abhänge und weiter auf ihre Kosten gehe, forderte Loheide. Für besonders benachteiligte Kinder müsse es vor allem Präsenzangebote und individuelle Förderung geben. Zudem müsse klar sein, dass es für nicht geimpfte Kinder keine Nachteile geben dürfe. Kinder dürften aufgrund fehlender Impfung weder in der Schule noch in ihrer Freizeit Ausgrenzung oder zusätzliche Hürden erfahren.

    14.12 Uhr: Immunologe - Daten zu Lambda-Variante noch nicht beunruhigend

    Auch nach einer Veröffentlichung aus Japan sieht ein deutscher Immunologe in der sogenannten Lambda-Variante des Coronavirus noch keinen Grund zur Besorgnis. Er glaube, die Daten aus Japan würden derzeit überinterpretiert, teilte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

    Die Daten zeigten, dass Lambda in Labor-Versuchen (in vitro) etwas ansteckender sei als das ursprüngliche Virus, aber nicht ansteckender als die Delta-Variante. Lambda könnte demnach auch dem Immunschutz "etwas entkommen, aber nicht so stark wie Delta". Insofern beunruhige ihn diese Variante anhand der aktuell vorliegenden Daten noch nicht, erklärte Watzl.

    Vor einigen Tagen hatte ein japanisches Team ein sogenanntes Pre-Print über Lambda veröffentlicht, mit dem Titel "Lambda-Variante weist eine höhere Infektiosität und Immunresistenz auf". Watzl teilte mit, der Begriff Immunresistenz im Titel sei "bezogen auf die gezeigten Daten schlicht falsch".

    Lambda zählt bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den unter Beobachtung stehenden Varianten, die Variante ist bislang nicht als besorgniserregend eingestuft. In Deutschland ist sie nach Daten des Robert Koch-Instituts schon gefunden worden, zuletzt aber nur in Einzelfällen.

    13.58 Uhr: Bericht - Bund spendet Astrazeneca komplett an Entwicklungsländer

    Deutschland spendet einem Bericht zufolge ab sofort alle noch ausstehenden Impfstofflieferungen des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca direkt an die internationale Initiative Covax, die Entwicklungsländer mit Vakzinen versorgt. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) laut Vorabmeldung gegenüber dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (RND) an.

    In einem ersten Schritt werden demnach 1,3 Millionen Dosen des Vakzins ohne Umweg über Deutschland an Covax geliefert. "Es ist in unserem ureigenen nationalen Interesse, die Welt zu impfen. Denn diese Pandemie ist erst wirklich vorbei, wenn das Virus weltweit unter Kontrolle ist", sagte Spahn dem RND. Deutschland engagiere sich bereits finanziell stark bei Covax, "nun werden wir erstmalig auch Impfdosen aus unseren Verträgen an Covax abgeben", fügte der CDU-Politiker hinzu.

    Das Bundeskabinett hatte Anfang Juli beschlossen, mindestens 30 Millionen Impfdosen der Hersteller Astrazeneca und Johnson & Johnson an Drittstaaten abzugeben. 80 Prozent davon sollen der Initiative Covax zur Verfügung gestellt werden. 20 Prozent der Dosen sollen bilateral abgegeben werden.

    13.33 Uhr: Bundesregierung möchte erneuten Lockdown ohne Impfpflicht verhindern

    Ein harter Lockdown soll einer Regierungssprecherin zufolge im Herbst und Winter verhindert werden. "Wir können den Pandemieverlauf beeinflussen", sagt sie in Berlin. Impfen sei dafür wichtig, es werde aber keine Impfpflicht in Deutschland geben: "Wir wollen keine Impfpflicht, auch nicht durch die Hintertür."

    Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums ergänzte, auf Dauer könnten die bislang noch kostenlosen Corona-Tests, die für Ungeimpfte etwa für Restaurant- oder Friseurbesuche Voraussetzung sind, nicht vor der Allgemeinheit finanziert werden. Mitte Oktober sei ein guter Zeitpunkt hier einzugreifen, bis dahin werde es für wirklich jeden ein Impfangebot gegeben haben.

    13.26 Uhr: Erster "Corona-Cluster" bei Olympia

    Bei den griechischen Synchronschwimmerinnen sind fünf Teammitglieder positiv auf Corona getestet worden, auch die übrigen sieben Teammitglieder haben das Olympische Dorf in Tokio verlassen und begaben sich in Quarantäne.

    Masa Takaya, Sprecher des Organisationskomitees, bezeichnete den Ausbruch als ersten "Cluster" während der Sommerspiele. "Es tut weh, sich die Gefühle der Athletinnen in dieser schwierigen Situation vorzustellen. Sie haben viel auf sich genommen, um sich auf die Spiele vorzubereiten und sind den weiten Weg nach Tokio gekommen", sagte Takaya.

    Insgesamt stehen bisher 322 positive Tests in Zusammenhang mit den Olympischen Spielen, die meisten betreffen Japaner, die bei dem wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschobenen Event arbeiten. Die Stadt Tokio, die sich im Notstand befindet, registrierte am Mittwoch mit 4.166 Neuinfektionen - einen Höchststand während der Pandemie. Die Organisatoren wehren sich gegen Behauptungen, die Austragung der Spiele stehe in Zusammenhang mit dem Anstieg.

    13.18 Uhr: FDP-Generalsekretär warnt vor "Impfpflicht durch die Hintertür"

    FDP-Generalsekretär Volker Wissing wirft der Bundesregierung einen Schwenk beim Thema Impfpflicht vor. "Die Diskriminierung Ungeimpfter und deren Ausschluss vom sozialen Leben ist nichts anderes als eine Impfpflicht durch die Hintertür", sagt er der Sendergruppe RTL/ntv: "Dieser Kurswechsel ist nicht nachvollziehbar und auch nicht fair gegenüber den Menschen, die gar nicht geimpft werden können."

    Vor allem das Aus der kostenlosen Schnelltests würde am Ende die Gastronomie und die Wirtschaft allgemein hart treffen, wird Wissing zitiert. "Natürlich müssen wir weiter die Hygieneregeln einhalten, aber wir brauchen keine Impfpflicht", ergänzte er: "Die Zahl der Impfwilligen ist deutlich höher als die Zahl der Geimpften. Da stimmt etwas im Angebot nicht."

    13.07 Uhr: WHO empfiehlt Stillen trotz Corona-Infektion oder Impfung

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Müttern, ihre Neugeborenen im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus und nach einer Corona-Impfung weiter zu stillen. Das Stillen habe viele Vorteile für Mutter und Kind und müsse während einer Ansteckung oder im Anschluss an eine Impfung der Mutter nicht unterbrochen werden, teilte das WHO-Regionalbüro Europa in Kopenhagen mit.

    Die Impfung einer stillenden Mutter stelle nach bisherigem Wissensstand keine Gefahr für den Säugling dar. Im Gegenteil: Sie habe nach der Verabreichung eines Corona-Impfstoffes Antikörper in ihrer Milch, was sogar dabei helfen könnte, das Baby vor einer Infektion zu schützen.

    Das Virus Sars-CoV-2 selbst sei Studien zufolge bisher nicht in der Muttermilch festgestellt worden, was darauf hindeute, dass das fortgesetzte Stillen unter Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen selbst im Falle einer Covid-19-Erkrankung sicher sei, schreibt die WHO. Zu diesen Maßnahmen zählen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während des Stillens und gründliches Händewaschen.

    13.02 Uhr: Erstes Hotel in Garmisch-Partenkirchen führt Impfpflicht für Gäste ein

    Ein erstes Hotel in Garmisch-Partenkirchen führt ab 1. Oktober die Impfpflicht für erwachsene Gäste ein. Das 140 Zimmer-Haus im 4-Sterne-Segment will ab Oktober nur noch geimpfte erwachsene Gäste empfangen. Kinder und Jugendliche sollen nach den Empfehlungen der ständigen Impfkommission STIKO alle zwei Tage getestet werden.

    Der Besitzer und Direktor Christian Wolf sagte dem BR, er wolle damit Verantwortung für seine Gäste und seine Mitarbeiter übernehmen. Der Schaden durch den Lockdown sei schon hoch genug und liege im Millionenbereich. Sein Hotel musste durch einen Corona-Fall bei den Mitarbeitern im Herbst 2020 einen längeren Lockdown hinnehmen als andere Häuser. Nach seinen Worten wollen andere Hoteliers seinem Beispiel folgen.

    Von Impfgegnern und Corona-Leugnern bekäme er abstruseste Vorwürfe, so Wolf. "Die Impfung ist der einzige Weg, um einen weiteren Lockdown zu verhindern", meint er. Der Hotel- und Gaststättenverband kommentierte die Entscheidung zurückhaltend. Der Ortsvorsitzende Daniel Schimmer sagte dem BR, es gäbe einen Beschluss des Landesverbands DEHOGA, der die allgemeine Impfpflicht für Gäste ablehne. Auch geimpfte Personen könnten Träger des Virus sein.

    12.50 Uhr: Bundesärztekammer-Vize findet Beschränkungen für Ungeimpfte berechtigt

    Die Vize-Präsidentin der Bundesärztekammer, Ellen Lundershausen, hält einen Ausschluss von nicht gegen Covid-19 geimpften Erwachsenen etwa von Kino- oder Restaurantbesuchen für gerechtfertigt - in deren eigenem Interesse. Ein solcher Schritt sei "nur konsequent, da sie davor geschützt werden, sich mit einer für sie lebensbedrohlichen Krankheit anzustecken oder selbst andere anzustecken", erklärte Lundershausen, die auch Präsidentin der Landesärztekammer in Thüringen ist, gemeinsam mit dem Leiter des Ethikzentrums an der Universität Jena, Nikolaus Knoepffler.

    Beide sehen angesichts der Folgeschäden der Pandemie in Gestalt etwa von Restaurant-, Laden- und Schulschließungen zudem eine "moralische Pflicht für Erwachsene, sich impfen zu lassen" Ausnahmen hiervon bildeten Menschen, bei denen medizinische Gründe gegen eine Impfung sprächen.

    12.37 Uhr: Von der Leyen - Für Zulassung von Sputnik V fehlen valide Daten

    Eine Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ist nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weiter ungewiss. "Bislang ist es dem Hersteller nicht gelungen, genügend valide Daten zu liefern, um die Sicherheit nachzuweisen", sagte von der Leyen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Das werfe Fragen auf.

    Nach Angaben des Herstellers ist der Impfstoff Sputnik V mittlerweile bereits weltweit in 69 Staaten zugelassen. In der EU verwenden ihn die Länder Ungarn und die Slowakei auch ohne Zulassung der EMA. Russland hoffte zuletzt auf eine Zulassung der EMA bis zum Herbst. Russland selbst hat keine ausländischen Vakzine im eigenen Land zugelassen.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte der Zeitung "Komsomolskaja Prawda", nach seinen Informationen gebe es bei der EMA "keine Einwände gegen den Impfstoff und seine Wirksamkeit". Russland hatte immer wieder davor gewarnt, die Prüfung des Antrags zu politisieren.

    12.14 Uhr: China erlebt schwersten Corona-Ausbruch seit vergangenem Jahr

    Anderthalb Jahre nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie kämpft China gegen die bislang stärkste neue Welle der Virus-Infektion. Am Mittwoch wurden landesweit 71 neue Fälle registriert, die im Inland infiziert wurden. Dazu kamen nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde 25 Reisende, die mit Covid-19 in Quarantäne geschickt wurden.

    Der neue Ausbruch wird mit dem internationalen Flughafen von Nanjing in Verbindung gebracht, der Hauptstadt der Provinz Jiangsu. Dort wurde am Mittwoch mehr als die Hälfte der neuen Fälle festgestellt. Inzwischen sind mindestens 17 Provinzen betroffen.

    In der Stadt Zhangjiajie wurden schon am Wochenende Lockdowns über verschiedene Stadtviertel verhängt. Dort wurden seit vergangener Woche 19 Fälle registriert. Das Virus soll sich von dort nach Angaben von Staatsmedien in mindestens fünf weitere Provinzen ausgebreitet haben. Seit Dienstag dürfen weder Touristen noch Einwohner Zhangjiajie verlassen. Deutlich höher waren die Zahlen in der Stadt Yangzhou in der Nähe von Nanjing. Dort wurden bis Dienstag 126 Fälle festgestellt.

    Nach offiziellen Angaben hat China bis Dienstag mehr als 1,71 Milliarden Corona-Impfungen an seine rund 1,4 Milliarden Einwohner verabreicht. Mindestens 40 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

    11.55 Uhr: Neuinfektionen in Olympia-Stadt Tokio steigen auf Höchststand

    Die Corona-Infektionen in der Olympia-Stadt Tokio sind angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Virus auf den höchsten Stand seit dem Ausbruch der Pandemie gestiegen. Die Stadt registrierte am Mittwoch binnen 24 Stunden 4.166 Neuinfektionen. Im Vergleich zum Mittwoch der Vorwoche sind das 989 mehr.

    Um einen drohenden Mangel an Krankenhausbetten zu verhindern, dürfen nach einer heftig umstrittenen Entscheidung der Zentralregierung in Gebieten mit steigenden Infektionszahlen nur noch Patienten mit schweren Symptomen und solche, bei denen das Risiko einer schweren Erkrankung besteht, ins Krankenhaus. Der plötzliche Kurswechsel der Regierung sorgte für einen Sturm der Empörung.

    Die Delta-Variante des Virus sei ein "extrem starker Feind", sagte Tokios Gouverneurin Yuriko Koike. Sie appellierte abermals an die Bürger, trotz der Sommerferien und des bevorstehenden buddhistischen Ahnenfestes Obon zu Hause zu bleiben. Die streng vom Volk abgeschirmten Olympischen Spiele sollen aber fortgesetzt werden. Kritiker beklagen, dass die auf allen Fernsehkanälen pausenlos übertragenen Olympischen Spiele mit dazu beitragen würden, dass vor allem jüngere Japaner das Coronavirus nicht mehr ernst nehmen.

    11.14 Uhr: Impfquote steigt leicht - Spahn: "Es reicht noch nicht"

    Es geht weiter voran mit den Corona-Impfungen, doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will sich damit noch nicht zufriedengeben. Die Impfquote für einen vollständigen Schutz lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zuletzt bei 53,0 Prozent der Bevölkerung - nach 52,6 Prozent am Vortag. Dies entspricht rund 44,1 Millionen Bürgern.

    Der CDU-Politiker betonte, damit hätten inzwischen 73 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfung erhalten. "Das ist gut, aber es reicht noch nicht für einen sicheren Herbst und Winter", schrieb Spahn auf Twitter.

    11.00: Studie - Infektionsrisiko bei vollständig Geimpften deutlich niedriger

    Vollständig gegen Covid-19 Geimpfte haben laut einer britischen Studie ein deutlich geringeres Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken als Ungeimpfte. Der heute veröffentlichten Studie zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geimpfter positiv auf das Coronavirus getestet wird, bei einem Drittel gegenüber Ungeimpften. Geringer war demnach auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Corona-Infizierter mit vollständigem Impfschutz weitere Menschen ansteckt.

    Die Forscher vom Imperial College London untersuchten zwischen Ende Juni und Mitte Juli insgesamt knapp 100.000 Proben von englischen Studienteilnehmern. Ihrer Analyse zufolge infizierte sich im Untersuchungszeitraum einer von 160 Probanden mit dem Coronavirus. Die sogenannte Prävalenzrate lag demnach bei den Ungeimpften bei 1,21 Prozent, bei vollständig Geimpften bei 0,4 Prozent.

    Studienleiter Paul Elliott sagte, die Studienergebnisse bestätigten bisherige Daten, wonach "beide Dosen eines Impfstoffs gut gegen eine Infektion schützen". Zugleich werde deutlich, dass auch nach einer Impfung ein Risiko fortbestehe, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. "Kein Impfstoff ist zu 100 Prozent wirksam und wir wissen, dass einig doppelt geimpfte Menschen durch das Virus immer noch krank werden können", betonte er.

    10.47 Uhr: FDP - Aus der kostenlosen Schnelltests würde Wirtschaft hart treffen

    FDP-Generalsekretär Volker Wissing wirft der Bundesregierung einen Schwenk beim Thema Impfpflicht vor. "Die Diskriminierung Ungeimpfter und deren Ausschluss vom sozialen Leben ist nichts anderes als eine Impfpflicht durch die Hintertür", sagt er der Sendergruppe RTL/ntv. "Dieser Kurswechsel ist nicht nachvollziehbar und auch nicht fair gegenüber den Menschen, die gar nicht geimpft werden können." Vor allem das Aus der kostenlosen Schnelltests würde am Ende die Gastronomie und die Wirtschaft allgemein hart treffen, wird er zitiert. "Natürlich müssen wir weiter die Hygieneregeln einhalten, aber wir brauchen keine Impfpflicht", ergänzt Wissing. "Die Zahl der Impfwilligen ist deutlich höher, als die Zahl der Geimpften. Da stimmt etwas im Angebot nicht."

    10.38 Uhr: Ethikratsmitglied sieht Impfung als moralische Pflicht

    Die Augsburger Moraltheologin Kerstin Schlögl-Flierl hält die Corona-Impfung für eine moralische Pflicht. "Aus Nächstenliebe ist der Akt der Impfung geboten", sagte das Mitglied des Deutschen Ethikrats den Zeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse. Beim Lockern der Corona-Maßnahmen mahnte die Professorin zu Vorsicht. Die Pflicht zum Masketragen und Abstandhalten soll ihrer Ansicht nach bestehen bleiben - vor allem um Kinder und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen zu schützen, die sich nicht impfen lassen können.

    "Die Kinder und Jugendlichen haben lange Solidarität mit den Erwachsenen geübt. Jetzt müssen die Erwachsenen mit ihnen solidarisch sein", so Schlögl-Flierl. Masketragen und Abstandhalten seien "nun wirklich zumutbare Eingriffe" verglichen etwa mit einem Lockdown. Schon die monatelangen Schulschließungen im vergangenen Schuljahr hätten tief in das Leben der Kinder eingegriffen. Jetzt müsse alles dafür getan werden, dass die Schulen offenbleiben und gleichzeitig sicher sind. Die Moraltheologin forderte, in der Pandemie Freiheit und Verantwortung klug zu verbinden. Ein Freiheitsbegriff, nach dem man tun und lassen kann, was man will, sei "zynisch". In der Pandemie gehe es darum, "Freiheit verantwortungsvoll zu gestalten - und sie auch mal einzuschränken, um die Freiheit aller zu schützen und andere vor schweren Erkrankungen zu schützen". Aus christlicher Sicht sei das Gemeinwohl so wichtig, "dass wir eine gewisse Zeit nicht ganz so großen Wert auf die Selbstbestimmung legen sollten".

    10.17 Uhr: Regierung will Betrug mit Corona-Tests effizienter bekämpfen

    Die Bundesregierung will effizienter gegen Betrug bei der Abrechnung von Corona-Tests vorgehen. Das Kabinett beschloss dazu heute Änderungen der sogenannten Mitteilungsverordnung, wie das Bundesfinanzministerium auf Anfrage mitteilte. Dadurch werden die Kassenärztlichen Vereinigungen verpflichtet, Zahlungen für die kostenlosen Bürgertests auch den Finanzbehörden mitzuteilen. Die Regierung reagiert damit auf Falschabrechnungen und Betrugsfälle von Teststellen. Die Finanzverwaltung soll künftig besser überprüfen können, ob Einnahmen in Steuererklärungen vollständig und richtig angegeben werden.

    Der Bund übernimmt seit Anfang März die Kosten für die Tests. Teilweise werden die Teststellen von Personen betrieben, die bislang mit dem Gesundheitswesen nichts zu tun hatten, etwa Veranstalter oder Künstler, die in der Corona-Pandemie besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Bundesregierung hatte im Frühjahr nach mehreren Betrugsfällen bereits schärfere Kontrollen angekündigt und die Kassenärztliche Vereinigung aufgefordert, die Abrechnungen der Testzentren genauer zu überprüfen.

    09.01 Uhr: Umfrage - Anteil der von Existenznot bedrohten Betriebe halbiert sich

    Die Unternehmen in Deutschland erholen sich zusehends von der Corona-Krise. Der Anteil der Betriebe, die sich akut in ihrer Existenz bedroht sehen, halbierte sich von acht Prozent im Mai auf vier Prozent im Juli, wie eine repräsentative Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab. Knapp ein Drittel der Betriebe gab demnach an, nicht von der Corona-Krise betroffen zu sein.

    Weitere zehn Prozent schätzten ihre Lage als überwiegend positiv ein. "Das sind nochmal deutlich mehr Betriebe, die ihre Lage positiv bewerten, als in den letzten Monaten", erklärte IAB-Direktor Bernd Fitzenberger.

    08.07 Uhr: Nach Massentests Höchstwerte bei Infektionszahlen in China

    China hat nach Massentests zur Eindämmung eines Corona-Infektionsherdes neue Höchststände bei der Zahl der Neuinfektionen gemeldet. Wie die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mitteilten, wurde das Virus binnen eines Tages bei 71 Menschen nachgewiesen, der höchste Wert seit Januar. Die neuen Infektionsfälle gehen nach Einschätzung der chinesischen Gesundheitsbehörden auf einen Infektionsherd in der ostchinesischen Metropole Nanjing zurück, wo inzwischen Einschränkungen für hunderttausende Menschen gelten.

    In Nanjing waren Mitte Juli neun Reinigungskräfte am internationalen Flughafen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Seitdem haben die Behörden fast 500 Neuinfektionen registriert.

    Die chinesische Regierung verfolgt eine sogenannte Null-Covid-Strategie: Im Kampf gegen den größten Corona-Ausbruch seit Monaten wurden mehrere Städte unter einen strikten Lockdown gestellt, Beschränkungen für Inlandsreisen verhängt und zahlreiche Menschen auf das Virus getestet. Am Dienstag waren landesweit 61 Neuinfektionen gemeldet worden.

    07.53 Uhr: Corona-Zahlen in Bayern leicht gesunken

    Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen in Bayern gestaltet sich weiterhin günstiger als im Bundesdurchschnitt. In Bayern fiel die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch leicht auf 13,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, nach 14 am Dienstag, wie aus den vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 18,5.

    Der Landkreis Berchtesgadener Land, in den zurückliegenden Tagen mit einer Inzidenz von über 50 im kritischen Bereich, lag am Mittwoch mit 47,2 wieder unter der Schwelle von 50. Auch in der Stadt Aschaffenburg, die am Dienstag noch auf die 50er-Grenze zusteuerte, ging es wieder leicht nach unten, auf 40,5.

    Mit der kreisfreien Stadt Schwabach und dem benachbarten mittelfränkischen Kreis Weißenburg-Gunzenhausen weisen zwei Regionen in Bayern weiterhin eine Null-Inzidenz auf. Insgesamt zählte das Robert Koch-Institut heute in Bayern 368 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden und vier Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

    07.35 Uhr: Brinkhaus - Wir brauchen eine höhere Impfquote

    Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus will derzeit keine Debatte über die Einführung einer Impfpflicht gegen Corona führen. Eine solche Pflicht wäre ein Eingriff in Freiheitsrechte und müsse verfassungsrechtlich begründet sein, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Momentan setze man auf andere Wege, den Druck auf die Ungeimpften zu erhöhen. Jetzt gelte es, "noch mal besser zu werben". Hier sei das Bundesgesundheitsministerium gefordert. "Wir müssen eine höhere Impfquote kriegen, sonst gefährden wir auch den Schulunterricht", mahnt Brinkhaus. Zur Frage einer Verlängerung der Corona-Hilfen für Unternehmen sagt er, man müsse dies im Herbst differenziert beurteilen. "Ob das bis 2022 gehen muss, das weiß ich nicht", ergänzt Brinkhaus.

    07.10 Uhr: Inzidenz im Berchtesgadener Land wieder unter 50

    Im Berchtesgadener Land liegt die 7-Tage-Inzidenz wieder unter der wichtigen Marke von 50. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet heute für den Landkreis einen Wert von 47,2 im Vergleich zu 54,8 am Dienstag. Im Berchtesgadener Land gelten seit Montag strengere Corona-Regeln, weil der Grenzwert 50 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten worden war. Nach unten ändern sich die Regeln erst dann, wenn die 7-Tage-Inzidenz fünf Tage lang unter dem Grenzwert lag.

    06.19 Uhr: Neue Regelung gegen Zwangsräumungen in den USA

    In den USA gibt es eine neue Regelung, die verhindern soll, dass säumige Mieter in der Corona-Krise aus ihren Wohnungen geworfen werden. Ein solches Moratorium gegen Zwangsräumungen hat die Gesundheitsbehörde CDC erlassen. Es gilt für 60 Tage und für Regionen mit einer hohen Zahl an Corona-Fällen. Begründet wird der Schritt mit der Ausbreitung der als hochansteckend geltenden Delta-Variante. Eine frühere Regelung war vor kurzem zum Monatsende abgelaufen.

    05.11 Uhr: EU beschafft Impfreserve für Virusvarianten

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht Europa gut gerüstet für mögliche dritte Impfungen. "Wir haben bei Biontech 1,8 Milliarden Dosen bis zum Jahr 2023 bestellt", sagt von der Leyen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Das ist der größte Anschlussauftrag weltweit und reicht für mögliche Auffrischungsimpfungen in der EU und Anpassungen an mögliche neue Virusvarianten."

    05.00 Uhr: IATA-Jahresstatistik zeigt massiven Luftverkehrseinbruch 2020

    Der Weltverband der Fluggesellschaften (IATA) hat in seinem Jahrbuch 2020 die massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Luftfahrt dokumentiert. Insgesamt flogen im vergangenen Jahr nur 1,8 Milliarden Passagiere im Linienflugverkehr, 60,2 Prozent weniger als im Jahr davor. Es war der größte Einbruch seit Beginn der systematischen Zählung der Passagierkilometer etwa 1950, wie aus dem statistischen Jahrbuch 2020 hervorgeht, das die IATA am Dienstag (Ortszeit) in Montreal in Kanada veröffentlichte.

    Die Umsätze im Passagiergeschäft gingen im vergangenen Jahr um 69 Prozent auf 189 Milliarden Dollar (rund 160 Mrd Euro) zurück. Die Nettoverluste betrugen 126,4 Milliarden Dollar. Eine Million Arbeitsplätze seien in der Industrie verloren gegangen. Im April 2020 seien wegen der Schließung zahlreicher Grenzen 66 Prozent der kommerziellen Flugzeuge nicht im Flugbetrieb gewesen.

    Mitglieder des Verbandes sind etwa 290 Fluggesellschaften, die nach Angaben der IATA zusammen 82 Prozent des weltweiten Flugverkehrs abdecken.

    04.21 Uhr: Kinder mit Covid-19 im Durchschnitt nach sechs Tagen gesund

    Heranwachsende mit Covid-19-Symptomen sind einer Studie zufolge im Durchschnitt nach sechs Tagen wieder gesund. Das berichten britische Forscher im Fachmagazin "The Lancet Child & Adolescent Health". Nach eigenen Angaben liefern die Autoren, die unter anderem am King's College in London forschen, damit eine erste breit angelegte Untersuchung, die Erkenntnisse zu symptomatisch an Covid-19 erkrankten Kindern ermöglicht.

    Basis der Untersuchung waren die von Eltern oder anderen Erziehungsbeauftragten eingetragenen Symptome, die über eine App nach einem positiven Test gemeldet wurden. In die Auswertung flossen die Krankheitsverläufe von 1734 Kindern zwischen 5 und 17 Jahren ein, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden und Krankheitssymptome zeigten. Im Schnitt hatten die erkrankten Kinder drei Symptome - zu den häufigsten zählten Müdigkeit, Kopfschmerzen und der Verlust von Geschmacks- oder Geruchssinn.

    Selten kam es vor, dass Kinder auch noch vier Wochen nach ihrer Infektion oder länger Symptome zeigen - in der Untersuchung war das bei 4,4 Prozent der Fall. Nach acht Wochen verspürten nur noch weniger als 2 Prozent der Kinder Symptome.

    04.17 Uhr: RKI meldet 3.571 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 18,5

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 3.571 neue Positiv-Tests. Das sind 803 mehr als am Mittwoch vor einer Woche als 2768 gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 18,5 von 17,9 am Vortag. Der Wert gibt an, in wie vielen Fällen Menschen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. 25 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurde. Damit steigt die Gesamtzahl auf 91.704.

    03.47 Uhr: Endgültige US-Zulassung für Biontech/Pfizer-Impfstoff bis September

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA strebt einem Medienbericht zufolge eine vollständige Zulassung des Covid-19-Impfstoffs von Biontech/Pfizer bis Anfang September an. Der inoffizielle Termin der Behörde für die endgültige Genehmigung sei der 6. September, der Tag der Arbeit, berichtet die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Präsident Joe Biden sprach vergangene Woche davon, dass er die FDA-Entscheidung bis zum Frühherbst erwarte. Die FDA hatte dem Vakzin Ende vergangenen Jahres die Notfallzulassung erteilt. Eine vollständige Zulassung könnte die Ängste der Bevölkerung hinsichtlich der Sicherheit der Impfung verringern.

    03.04 Uhr: Thailand meldet Höchststände bei Neuinfektionen und Todesfällen

    Thailand verzeichnet offiziellen Angaben zufolge mit 20.200 Neuinfektionen und 188 weiteren Todesfällen binnen 24 Stunden die höchsten täglichen Zuwächse während der Pandemie. Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle steigt auf 672.385. Insgesamt starben bislang in dem Land 5503 Menschen, die positiv getestet wurden, wie aus den Daten auf der Website des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

    02.49 Uhr: Bolivien meldet ersten Fall von "Schwarzem Pilz" bei Corona-Patient

    Bolivien hat einen ersten Fall mit dem "Schwarzen Pilz" bei einem Corona-Patienten gemeldet. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, wurde der 42-Jährige Ende Juli in ein Krankenhaus der Stadt Cochabamba eingeliefert und musste sich zwei Operationen unterziehen. Dem Mann seien nach seiner Corona-Infektion, bei der er auf der Intensivstation behandelt worden war, die Zähne ausgefallen.

    Fälle von "Schwarzem Pilz" bei Corona-Patienten waren zuvor bereits in Indien, Irak, Iran, Uruguay und Guatemala festgestellt worden. Die indische Hauptstadt Neu Delhi musste wegen der grassierenden Pilzinfektionen sogar eine spezielle Krankenhausabteilung einrichten.

    Die Krankheit wird durch den Mucor-Schimmelpilz verursacht. Er gelangt durch die Atmung oder Hautverletzungen in den Körper und befällt dort in der Regel die Nebenhöhlen. Diabetiker und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind besonders anfällig für die lebensbedrohliche Pilzinfektion.

    01.04 Uhr: Schulleiter erwarten Konflikte an Schulen wegen Kinder-Impfungen

    Die deutschen Schulleiter rechnen mit Konflikten zwischen Lehrern, Eltern und Schülern durch eine Zunahme von Corona-Impfungen für 12- bis 17-Jährige. "Natürlich wird es im Alltag heftige Diskussionen geben. Darauf müssen sich die Lehrkräfte einstellen", sagte die Vorsitzende des Allgemeinen Schulleitungsverbands Deutschland, Gudrun Wolters-Vogeler, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. So werde es "erwartbare Konflikte geben um die Frage, ob Impfungen notwendig sind und ob Elternrechte übergangen werden". Zudem werde es "Debatten mit Kindern geben, die Impfungen vielleicht ablehnen oder unbedingt haben wollen".

    Die Gesundheitsministerkonferenz hatte beschlossen, den 12- bis 17-Jährigen mehr Angebote für eine Corona-Impfung zu machen.

    Dienstag, 3. August 2021

    23.25 Uhr: Israel verschärft Corona-Beschränkungen wegen Delta-Variante

    Mit neuen Beschränkungen will Israel die wieder zunehmende Ausbreitung des Coronavirus im Land in den Griff bekommen. Unter anderem müssten ab Sonntag Masken bei Veranstaltungen im Freien mit mehr als hundert Teilnehmern getragen werden, teilten die Behörden am Dienstagabend mit. In Innenräumen müsse auch beim Zusammentreffen von weniger als hundert Menschen jeder Teilnehmer mit dem "grünen Pass" eine vollständige Impfung oder eine Genesung nachweisen.

    Außerdem sollen Einreisende aus den meisten der Länder der Welt bei der Ankunft in Israel verpflichtend in Quarantäne gehen müssen, erklärten die Behörden. Dabei sei egal, ob sie geimpft seien oder nicht. Israel war eines der ersten Länder, dass die Pandemie zwischenzeitlich mit einer schnellen Impfkampagne weitgehend unter Kontrolle gebracht hatte. Mit der Ausbreitung des hochansteckenden Deltavirus hat die Zahl der Infektionen aber wieder deutlich zugelegt.

    23.18 Uhr: Türkei kämpft gegen hohe Zahlen bei Corona-Neuinfektionen

    In der Türkei springen die neuen Coronavirus-Fälle mit knapp 25.000 auf ein neues Hoch seit den Spitzenwerten von Anfang Mai. Seitdem die Regierung mehrere Einschränkungen gelockert hat, rollt eine neue Infektionswelle über das Land. Bislang haben zwei Drittel aller Erwachsenen mindestens eine Impfung erhalten, knapp die Hälfte hat zwei Impfungen bekommen.

    19.43 Uhr: Inzidenz in Spanien sinkt nach Höhepunkt im vergangenen Monat

    In Spanien schwächt sich der Inzidenz-Wert nach dem Höhepunkt neuer Infektionen mit der Delta-Variante vergangenen Monat weiter ab. Die Behörden melden einen Rückgang um 19 auf 674. Der Anteil an Klinik-Betten, die mit Corona-Patienten belegt sind, fällt auf 8,7 Prozent gegenüber 8,9 Prozent am Montag.

    19.15 Uhr: Ärztevertreter kritisieren "Demontage" der Stiko bei Impfung von Jugendlichen

    Die Entscheidung der Gesundheitsministerkonferenz, Jugendlichen ab zwölf Jahren verstärkt Corona-Impfungen anzubieten, sorgt weiter für Wirbel. In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisierten der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und der Virchowbund, in dem niedergelassene Ärzte und Ärztinnen organisiert sind, eine "Demontage" der Ständigen Impfkommission (Stiko) durch die Politik.

    "Bei aller berechtigten Kritik an der Transparenz der Entscheidungen, der Kommunikation und Geschwindigkeit der Stiko lehnen wir den gestrigen faktischen Eingriff in die wissenschaftliche Unabhängigkeit ab und weisen ihn zurück", erklärten die beiden Verbände. Die Stiko sei eine "bewährte Institution" und werde durch dieses Vorgehen geschwächt. "In dieser Phase der Pandemie müssen wir in Deutschland alles tun, um die Impfbereitschaft gerade der Erwachsenen zu erhöhen", hieß es weiter. Es sei kontraproduktiv, die unabhängigen und wissenschaftlich begründeten Empfehlungen der Stiko in Frage zu stellen.

    19.00 Uhr: IWF macht Weg frei für Corona-Hilfen für ärmere Länder

    Die seit längerem geplante Aufstockung der Ressourcen des Internationalen Währungsfonds (IWF) soll vom 23. August greifen. Das IWF-Direktorium gab grünes Licht für die Erhöhung der sogenannten Sonderziehungsrechte um 650 Milliarden US-Dollar. "Das wird besonders unseren verwundbarsten Ländern helfen, die mit den Folgen der Covid-19-Krise kämpfen", sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa. Bundesfinanzminister Olaf Scholz sprach von einer "richtigen und angemessenen Reaktion auf die Corona-Pandemie". Insbesondere Schwellen- und Entwicklungsländern werde ein neuer Schub bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie gegeben.

    18.24 Uhr: So viele Corona-Patienten in Florida im Krankenhaus wie noch nie

    Im US-Staat Florida werden so viele Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt wie noch nie seit Beginn der Pandemie. 11.515 Patienten sind in stationärer Behandlung, 2.400 davon werden intensivmedizinisch betreut, wie aus Daten des US-Gesundheitsministeriums hervorgeht. Der republikanische Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, lehnte eine Maskenpflicht oder Einschränkungen für den Handel erneut ab.

    Bereits am Sonntag und Montag hatte die Zahl der Patienten in Floridas Krankenhäusern höher gelegen als vor mehr als einem Jahr, am 23. Juli 2020, als der bisherige Höchstwert in der Pandemie erreicht worden war. Damals war der Start der Impfkampagne in den USA noch ein halbes Jahr entfernt. Mittlerweile sind 70 Prozent der erwachsenen Amerikaner zumindest einmal geimpft.

    Gouverneur DeSantis bekräftigte, dass sich viele Menschen in Florida wegen der Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit gerade jetzt in Innenräumen treffen und dass die hohen Fallzahlen nur ein saisonaler Ausschlag seien. Verpflichtendes Maskentragen zum Schulbeginn lehnt er ab. Stattdessen erklärte er, er rechne damit, dass die Zahl der stationären Behandlungen in den kommenden Wochen zurückgehen werde.

    18.11 Uhr: Berlin - Vorbereitungen auf weitere Proteste gegen Corona-Politik

    Die Berliner Polizei bereitet sich auf weitere mögliche Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik am Mittwoch vor. Unter dem Motto: "Das Jahr der Freiheit und des Friedens - Das Leben nach der Pandemie" hatte eine Querdenken-Gruppe laut Polizei zu einer Demonstration am Mittwochnachmittag mit 10.000 Teilnehmern auf der Straße des 17. Juni aufgerufen. Die Polizei untersagte die Demonstration und kündigte an, das Verbot durchsetzen.

    Trotz eines Verbots großer Demonstrationen waren am Sonntag mehrere Tausend Menschen durch die Hauptstadt gezogen. Sie versammelten sich immer wieder in Gruppen in verschiedenen Teilen der Stadt, mehrfach kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Polizeikräften. Die Polizei leitete mindestens 503 Ermittlungsverfahren gegen Teilnehmer ein.

    17.52 Uhr: Wagner-Verband - Reguläre Festspiele wohl erst wieder 2023/24

    Der Präsident des Richard-Wagner-Verbands International, Rainer Fineske, geht davon aus, dass sich die Corona-Krise auch im kommenden Jahr noch auf die Besucherzahl bei den Bayreuther Festspielen auswirken wird. Er rechnet erst wieder in den Jahren 2023/24 mit regulär ausverkauften Festspielen, wie er dem "Nordbayerischen Kurier" in Bayreuth sagte. Eine Prognose sei schwierig, man müsse aber "positiv denken".

    Nachdem die Festspiele wegen der Pandemie im vergangenen Jahr hatten ausfallen müssen, finden sie zurzeit mit verringerter Besucherzahl wieder statt. Das hält Fineske für die richtige Entscheidung. Die Opernaufführungen könnten durchaus besucht werden, "wenn man gesund ist, sich vorsieht, geimpft ist und die Abstände wahrt". Eine erneute Absage wäre für das Image schwierig gewesen, so Fineske.

    17.39 Uhr: Infektionszahlen in Niederlanden sinken stark

    In den Niederlanden ist die Zahl der Neuinfektionen in der zweiten Woche in Folge drastisch gesunken. In den vergangenen sieben Tagen wurden rund 21.000 Fälle gemeldet, etwa 44 Prozent weniger als in der Vorwoche, wie das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mitteilte. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern nimmt den Angaben zufolge nur noch leicht zu.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz lag den Angaben zufolge bei 121. Zum Vergleich: In Deutschland lag dieser Wert zuletzt bei 17,9. Deutschland hatte die Niederlande zum Hochrisikogebiet erklärt, nachdem Anfang Juli die Infektionen explosionsartig angestiegen waren mit Inzidenz-Werten von über 400.

    Am Dienstag wurden 2.263 Fälle registriert. Eine Woche zuvor waren es noch fast 4.000. Besonders stark getroffene Regionen sind Amsterdam, Rotterdam und Den Haag. 11,5 Prozent der neu infizierten Menschen waren nach der Analyse des Instituts voll geimpft.

    17.20 Uhr: Künftig Impfnachweise für Restaurants und Fitnessstudios in New York

    Für Aktivitäten in öffentlichen Innenräumen - etwa Restaurants, Fitnessstudios oder Kultureinrichtungen - muss in der Millionenmetropole New York künftig ein Impfnachweis erbracht werden. Das gelte ab Ende des Monats und auch für Mitarbeiter dieser Einrichtungen, teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit. "Wenn Sie geimpft sind, haben Sie den Schlüssel, dann können Sie die Tür öffnen. Aber wenn Sie nicht geimpft sind, werden Sie leider an vielen Dingen nicht teilnehmen können", sagte de Blasio. Erforderlich sei "mindestens eine Impfdosis".

    Der Gesundheitspass "Key to NYC" ("Schlüssel zu New York City") wird zum 16. August eingeführt. Zunächst gilt demnach eine Übergangszeit, ab 13. September sollen dann auch Kontrollen vorgenommen werden.

    Die Corona-Infektionszahlen in den USA sind zuletzt wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus wieder angestiegen. Von den mehr als acht Millionen Einwohnern der Metropole New York haben nach Angaben der Stadt rund 72 Prozent mindestens eine erste Impfdosis erhalten.

    17.02 Uhr: Kinderschutzbund warnt vor Impf-Druck auf Jugendliche

    Nach dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz für mehr Corona-Impfangebote für Jugendliche ab zwölf Jahren hat sich der Deutsche Kinderschutzbund besorgt geäußert. "Die derzeitige Debatte über das Impfen von Kindern und Jugendlichen entgegen der Empfehlung der Stiko verunsichert die Familien", sagte Verbandspräsident Heinz Hilgers dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Diese Verunsicherung könne schnell in Misstrauen umschlagen.

    "Sollten sich Jugendliche impfen wollen und ihre Eltern einverstanden sein, begrüße ich es, wenn sie sich nach ärztlicher Beratung impfen lassen und wenn dafür gut zugängliche Angebote geschaffen werden", sagte Hilgers: "Die Jugendlichen sollen sich aber nicht dazu unter Druck gesetzt fühlen." Der Fokus sollte derzeit stärker auf den impfunwilligen Erwachsenen liegen.

    Für junge Menschen brauche es unabhängig vom Impfen tragfähige Schutzkonzepte, "Kinder und Jugendliche waren so lange die Leidtragenden der Pandemie - es wird Zeit, dass ihre Bedürfnisse Priorität bekommen".

    16.40 Uhr: Ministerium schlägt Schutzmaßnahmen für Herbst und Winter vor

    Aus Sicht des Bundesgesundheitsministeriums sind zur Eindämmung einer vierten Infektionswelle im Herbst weitere Vorgaben erforderlich. Es brauche weiter Schutzmaßnahmen, "um das Gesundheitswesen vor einer übermäßigen Belastung und Personengruppen, die noch nicht geimpft werden können", zu schützen, heißt es in einem Bericht des Ministeriums, der den Ländern und dem Bundestag zugesandt wurde.

    Schutzmaßnahmen könnten aufgrund der Impfkampagne moderater ausfallen als im letzten Herbst und Winter. "Ein so einschneidender Lockdown wie in der zweiten und dritten Welle wird aller Voraussicht nach nicht notwendig sein", heißt es im Bericht. "Durchgängig und inzidenzunabhängig" sei aber das Einhalten von Basis-Maßnahmen wie Abstand, Hygiene und Maskentragen nötig - in geschlossenen Räumen, bei Kontaktpersonen, deren Impfstatus nicht bekannt ist, oder bei Kontakt mit besonders verletzlichen Personen. Medizinische Schutzmasken müssten "bis ins Frühjahr 2022" insbesondere im ÖPNV sowie im Einzelhandel getragen werden - das gelte "auch für Geimpfte und Genesene".

    Unabhängig von der Inzidenz soll ab Anfang/Mitte September 2021 die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen nur unter Einhaltung der 3G-Regel (3G: geimpft, genesen oder getestet) möglich sein. Genannt werden Innengastronomie, Hotelübernachtungen, körpernahe Dienstleistungen, Sport und Veranstaltungen drinnen, Großveranstaltungen drinnen und draußen.

    Insbesondere für Ungeimpfte könnten abhängig von der Impfquote, Inzidenz und Hospitalisierung weitergehende Einschränkungen notwendig werden. Dazu zählten besonders Kontaktbeschränkungen sowie die Begrenzung der Teilnahme oder der Ausschluss von der Teilnahme nicht g

    16.25 Uhr: Schottland hebt Großteil der Corona-Beschränkungen am 9. August auf

    Nach England will auch Schottland den Großteil seiner verbleibenden Corona-Beschränkungen am kommenden Montag aufheben. Das gab Regierungschefin Nicola Sturgeon in Edinburgh bekannt. So muss etwa in Pubs, Restaurants oder bei Konzerten ab dem 9. August kein verpflichtender Abstand mehr gehalten werden, sodass Kapazitäten wieder voll ausgeschöpft werden können. Vollständig Geimpfte müssen nicht mehr in Quarantäne, wenn sie mit einem Infizierten in Kontakt gekommen sind. Auch Kontaktbeschränkungen wird es keine mehr geben.

    Allerdings geht man nicht ganz so viel Risiko ein wie in England: So bleiben Schutzmasken in vielen öffentlichen Räumen weiterhin Pflicht. Sturgeon warnte, Corona stelle das Land noch immer vor Herausforderungen. "Freiheit oder Sieg über das Virus auszurufen ist aus meiner Sicht verfrüht", erklärte Sturgeon.

    Während Schottland Anfang Juli noch mit die höchsten Infektionsraten in ganz Europa hatte, gingen die Corona-Zahlen danach stark zurück. Nun liegt die Sieben-Tage-Inzidenz mit rund 156 deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt Großbritanniens von 284 (Stand: 28. Juli).

    16.12 Uhr: Bangladesch will zehn Millionen Menschen in einer Woche impfen

    Bangladesch will binnen einer Woche mindestens zehn Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen. Wie der Minister A.K.M Mozammel Haque bekanntgab, sollen die Impfungen ab Samstag in 14.000 Impfzentren im ganzen Land erfolgen. Alte Menschen, Arbeiter und Ladenbesitzer sollen demnach bevorzugt geimpft werden.

    Nach Angaben des Gesundheitsministeriums verfügt das Land über ausreichend Impfstoff, um zwölf Millionen Menschen zu impfen. Die Impfdosen hat die Regierung in Dhaka demnach aus China und den USA über die internationale Covax-Initiative erhalten.

    Ein im Juli verhängter Lockdown, der eigentlich am Donnerstag enden sollte, wurde bis kommenden Dienstag verlängert. Danach sollen Geschäfte wieder öffnen und öffentliche Verkehrsmittel wieder fahren dürfen. In beiden Bereichen dürfen aber nur geimpfte Beschäftigte an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Offiziell wurden in dem Land mit seinen 169 Millionen Einwohnern bisher rund 1,3 Millionen Corona-Infektionen und mehr als 21.000 Todesfälle durch Covid-19 registriert.

    15.52 Uhr: Opposition fordert Machtwort von Söder in Streit mit Aiwanger

    Die Opposition im bayerischen Landtag hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Streit mit seinem Vize Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zu einem Machtwort aufgefordert.

    "Die Söder-Regierung muss ihre Grabenkämpfe überwinden und tun, was nötig ist", sagte Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann. Das Verhalten von CSU und Freien Wählern sei verantwortungslos. Aiwanger sabotiere in jedem seiner Interviews die Impfkampagne der eigenen Landesregierung: "Da erwarte ich schon Führungsstärke des Ministerpräsidenten, dass er ein klares Machtwort spricht."

    FDP-Fraktionschef Martin Hagen sagte, der Streit nähre sowohl Zweifel an Aiwangers Regierungsfähigkeit als auch an Söders Durchsetzungsvermögen: "Bayerns Staatsregierung macht sich bundesweit zum Gespött." Auch von der SPD kam Kritik. "Der Ministerpräsident sollte seine Energie eher in die Probleme beim Impfen in Bayern stecken anstatt die unseriösen Zweifel Herrn Aiwangers noch öffentlich zu bestärken, ohne Konsequenzen zu ziehen", betonte Landeschefin Ronja Endres.

    Aiwanger hatte in mehreren Interviews seine Skepsis gegenüber einer Corona-Schutzimpfung an die Öffentlichkeit getragen. Söder warf ihm daraufhin vor, er fische um Wählerstimmen im Trüben. Aiwanger bezeichnete die Vorwürfe des CSU-Vorsitzenden als "Unverschämtheit".

    15.43 Uhr: Hamburgs Schulsenator sieht wegen Impfungen "keinen Grund" für Schulschließungen

    Durch die Impfungen von Erwachsenen gegen das Coronavirus entfällt nach Auffassung von Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) das zentrale Argument für etwaige erneute Schulschließungen. Die Begründung für diesen Schritt in früheren Pandemiephasen sei der Schutz von Angehörigen der Schüler "zu Hause" gewesen, sagte Rabe in Hamburg. Weil sich Erwachsene inzwischen durch eine Impfung selbst schützen könnten, dürften Kindern die enormen negativen Folgen von Schulschließungen nun nicht mehr zugemutet werden.

    Bei den Kindern selbst bestehe nur ein sehr geringes Risiko für schwere Verläufe. Dies werde auch bei den Folgeabwägungen der Politik bei einem möglichen weiteren Anstieg der Infektionszahlen nach den Ferien eine Rolle spielen. Er sei daher "zuversichtlich" wie nie zuvor in der Pandemie, dass neue Schulschließungen ausblieben.

    15.30 Uhr: Ministerium schlägt Ende kostenloser Corona-Tests für Oktober vor

    Das Bundesgesundheitsministerium schlägt ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger für Mitte Oktober vor. Da mittlerweile allen Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Kostenübernahme durch den Steuerzahler nicht angezeigt, heißt es in einem Ministeriumsbericht zum weiteren Vorgehen, der den Ländern und dem Bundestag zugesandt wurde.

    Daher werde vorgeschlagen, dass der Bund das Angebot kostenloser Bürgertests für alle Mitte Oktober beendet - etwa zum 11. oder zum 18. Oktober. Nur für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliege wie Schwangere oder Unter-18-Jährige, solle es weiterhin kostenlose Schnelltests geben.

    "Die kostenlosen Bürgertests haben einen wichtigen Beitrag geleistet, um die dritte Welle zu brechen und um den Bürgerinnen und Bürgern zusätzliche Sicherheit für ihren Alltag zu geben", heißt es in dem Bericht. Das Thema soll am 10. August auch in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten besprochen werden, wie die Bundesregierung angekündigt hatte. Dabei sollten Schnelltests "nicht über Nacht plötzlich kostenpflichtig" werden, sagte die stellvertretende Sprecherin Ulrike Demmer. Der Bund übernimmt seit März die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Woche.

    15.22 Uhr: Gericht kippt Schließung von Discos bei Inzidenz über 10

    Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat die coronabedingte Schließung von Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 10 außer Vollzug gesetzt. Der Beschluss ist unanfechtbar, wie das Gericht mitteilte.

    Die Antragstellerin, die eine Shisha-Bar in Delmenhorst betreibt, hatte in einem Normenkontrolleilantrag argumentiert, die Schließung sei unverhältnismäßig. Nach den vom Robert Koch-Institut (RKI) aufbereiteten Daten spiele das Infektionsumfeld Gaststätte oder Shisha-Bar nur eine untergeordnete Rolle. Darüber hinaus seien die Inzidenzwerte willkürlich gewählt und nicht mehr hinreichend aussagekräftig, da sie die notwendigen Parameter nur unzureichend berücksichtigten.

    Der Senat entsprach dem Antrag: Es handele sich bei der Schließung der Einrichtungen nicht um eine notwendige Schutzmaßnahme im Sinne des Infektionsschutzgesetzes.

    15.16 Uhr: Bundespolizei stellt bei Einreisekontrollen nur 616 Verstöße fest

    Die Bundespolizei hat bei den Einreisekontrollen am vergangenen Wochenende nur in sehr geringem Umfang Verstöße festgestellt. Unter insgesamt rund 155.000 kontrollierten Einreisenden seien am Samstag und Sonntag nur bei 616 Menschen fehlende oder fehlerhafte Impf-, Test- oder Genesenennachweise festgestellt worden, teilte die Bundespolizei in Potsdam mit. In diesen Fällen seien die Gesundheitsämter der Bundesländer informiert worden, die nun Bußgelder prüften.

    Die Zahl der Beanstandungen entspreche lediglich etwa 0,4 Prozent der Kontrollierten, erklärte die Bundespolizei. Die Beamten hätten auch in mehr als 68.000 Fällen geprüft, ob die digitale Einreiseanmeldung vorlag und korrekt ausgefüllt wurde. In lediglich rund hundert Fällen sei diese fehlerhaft gewesen.

    15.08 Uhr: Höchstzahl von mehr als 39.000 Neuinfektionen im Iran

    Im Iran ist eine Höchstzahl von mehr als 39.000 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, wurden in den vergangenen 24 Stunden 39.019 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. 378 weitere Menschen seien an Covid-19 gestorben.

    Der Iran ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Land der Region, nach offiziellen Angaben starben bereits mehr als 91.000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. Allerdings räumen selbst die iranischen Gesundheitsbehörden ein, dass die Dunkelziffer vermutlich viel höher liegt.

    Derzeit kämpft das Land gegen eine schwere neue Corona-Welle, die durch die hochansteckende Delta-Variante befeuert wird. Ende Juli hatte die Regierung in der Hauptstadt Teheran und in der angrenzenden Provinz Alburs einen kurzen Lockdown verhängt. Behörden und Banken blieben knapp eine Woche geschlossen.

    15.02 Uhr: Krankenhausbesuch trotz Corona-Symptomen - Frau vor Gericht

    Vor dem Amtsgericht Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) hat der Prozess gegen eine Frau begonnen, die trotz Corona-Symptomen und Quarantäne ihre Tochter in einem Krankenhaus besucht haben soll. Die Anklage wirft der Frau versuchte gefährliche Körperverletzung und Hausfriedensbruch vor. Ein Urteil wird noch heute erwartet.

    Mitte Oktober hatte das Harzklinikum Quedlinburg Anzeige erstattet und den Fall öffentlich gemacht. Demnach hatte die Frau ihre gerade operierte Tochter besucht. Auf der Erklärung, die alle Patienten und Besucher des Klinikums ausfüllen müssen, habe die Frau angegeben, keine Symptome zu haben. Dabei habe sie kurz zuvor wegen solcher Symptome eine Fieberambulanz aufgesucht und sich testen lassen.

    14.43 Uhr: USA haben mehr als 110 Millionen Impfdosen gespendet

    Die USA haben bislang mehr als 110 Millionen Dosen an Corona-Impfstoffen an mehr als 60 Länder gespendet. Das teilte das Weiße Haus mit. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind dies mehr Impfstoff-Spenden als von allen anderen Ländern zusammen. Die Mehrheit der Vakzine sei über das Impfprogramm Covax verteilt worden.

    Laut einer Aufstellung des Weißen Hauses gingen unter anderem 8 Millionen Impfdosen an Indonesien, rund 6,2 Millionen Dosen an die Philippinen, 6 Millionen Dosen an Kolumbien, rund 5,7 Millionen Dosen an Südafrika, 5,5 Millionen Dosen an Pakistan, 5 Millionen Dosen an Vietnam, 4,5 Millionen Dosen an Guatemala, 3,5 Millionen Dosen an Argentinien und je 3 Millionen Dosen an Brasilien und El Salvador.

    Die 110 Millionen Dosen seien nur ein Anfang, hieß es weiter. Ab Ende August solle die Auslieferung von 500 Millionen Impfdosen des Herstellers Pfizer/Biontech an 100 ärmere Länder beginnen. US-Präsident Joe Biden hatte dieses Vorhaben kurz vor dem G7-Gipfel in Großbritannien verkündet.

    14.31 Uhr: Impfportal in Italien gehackt - Spur führt nach Deutschland

    Nach einem Hackerangriff auf das Internet-Portal der italienischen Region Latium führt die Spur nach Deutschland. Das bestätigte die italienische Staatsanwaltschaft. Die Zeitung "La Repubblica" berichtete, die Cyberattacke sei von Deutschland ausgegangen. Wie die Zeitung weiter schrieb, könnten die Täter aber auch versucht haben, ihren eigentlichen Aufenthaltsort zu verschleiern.

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag war das Portal nicht mehr erreichbar. Das sorgte zunächst für große Aufregung, denn über die Internetseite können Menschen auch ihre Impftermine und Reservierungen bei Fachärzten buchen. Die Impfungen liefen jedoch weiter, erklärte die Region.

    Die Hacker verschafften sich mit einem Trojaner Zugang in das System der Region Latium. Eine solche Attacke wird auch als Ransomware-Angriff bezeichnet. Die Kriminellen sorgten so dafür, dass die Region keinen Zugriff mehr auf ihre Seite hatte und Internetnutzer nicht mehr auf die Portale zugreifen konnten. Den Berichten nach gibt es eine Zahlungsaufforderung in der Kryptowährung Bitcoin, damit die Hacker die Seite entsperren.

    13.56 Uhr: DFB-Pokal-Spiel von Meister FC Bayern wegen Corona-Fall verschoben

    Das Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen Rekordmeister FC Bayern München und dem Fünftligisten Bremer SV ist verschoben worden. Hintergrund sind behördlich angeordnete Quarantänemaßnahmen für die gastgebenden Bremer, bei denen es einen Corona-Fall gibt, wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

    13.53 Uhr: EU-Staaten erhalten erste Corona-Hilfen aus neuem Aufbaufonds

    Die EU-Kommission hat mit der Auszahlung von Corona-Hilfen aus dem neuen europäischen Aufbaufonds begonnen. Die ersten Beträge seien an Portugal, Belgien und Luxemburg überwiesen worden, teilte die für den Fonds zuständige Brüsseler Behörde mit. Portugal hat demnach 2,2 Milliarden Euro erhalten, Belgien 770 Millionen Euro und Luxemburg 12,1 Millionen Euro. Die Beträge entsprechen 13 Prozent des Betrages, auf den die Länder voraussichtlich insgesamt Anspruch haben.

    Das Corona-Wideraufbauprogramm der EU sieht nach angepassten Preisen Hilfen in Höhe von insgesamt 800 Milliarden Euro vor. Das Geld soll helfen, die durch die Pandemie entstandenen wirtschaftlichen Schäden zu bewältigen. Finanziert wird es über Schulden, die bis 2058 gemeinsam getilgt werden sollen.

    Kern ist des Programms ist die sogenannte Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF), aus der nun die ersten Gelder ausgezahlt wurden. Sie ermöglicht die Vergabe von Zuschüssen in Höhe von insgesamt 338 Milliarden Euro sowie von Krediten. Deutschland kann aus dem Fonds nach derzeitigem Stand rund 25,6 Milliarden Euro an Zuschüssen erwarten, zahlt aber einen höheren Betrag ein.

    13.42 Uhr: Bundeselternrat - Impfung darf keine Bedingung für Schulbesuch sein

    Elternvertreter haben die Verantwortlichen in der Politik davor gewarnt, eine Corona-Impfung zur Voraussetzung für den Schulbesuch zu machen. "Viele Eltern stehen dem Impfangebot sehr skeptisch gegenüber - mindestens solange die Ständige Impfkommission keine Empfehlungen dafür abgibt", sagte Ines Weber, Vorstandsmitglied des Bundeselternrats, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Noch fehlten Studien zur Verträglichkeit und den Langzeitwirkungen der Impfungen bei Kindern und Jugendlichen. Trotzdem fühlten sich Eltern unter Druck gesetzt, ihre Kinder impfen zu lassen, um ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen, kritisierte Weber.

    Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, begrüßte hingegen den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montag, mehr Impfangebote für 12- bis 17-Jährige zu machen - zum Beispiel auch in Impfzentren. "Damit werden die Chancen erhöht, Schulen länger geöffnet zu lassen und am Präsenzunterricht festzuhalten", sagte er dem RND.

    13.28 Uhr: Rückkehr der Touristen sorgt in Spanien für Rekord-Rückgang der Arbeitslosigkeit

    In Spanien ist die Arbeitslosigkeit im Juli so stark wie nie seit Beginn der Statistik 1996 gesunken - was vor allem an der Rückkehr der Touristen liegt. Wie das spanische Arbeitsministerium mitteilte, fanden im vergangenen Monat fast 200.000 Arbeitslose einen neuen Job, darunter waren fast 134.000 Stellen im Dienstleistungssektor. Er wird in Spanien vom Tourismus dominiert.

    Den offiziellen Zahlen zufolge sank die Zahl der Arbeitslosen im Juli verglichen mit Juni um 5,47 Prozent auf zuletzt rund 3,4 Millionen. Laut spanischem Statistikamt begrüßte das Land im Juni 2,2 Millionen ausländische Touristen - nach nur gut 204.000 im Juni 2020 inmitten der Corona-Pandemie. Das Vorkrisenniveau ist damit allerdings noch lange nicht erreicht: Im Juni 2019 genossen rund 8,8 Millionen Touristen die spanische Sonne.

    Mit einem Anteil von 22,6 Prozent waren die Deutschen zuletzt die größte Gruppe unter den Reisenden in Spanien.

    13.15 Uhr: Jeder zweite im Freistaat ist vollständig geimpft

    Sieben Monate nach Beginn der Impfungen ist etwa die Hälfte aller Menschen in Bayern vollständig gegen das Coronavirus geimpft, die genaue Quote liegt bei 50,7 Prozent, bundesweit sind es 52,6 Prozent. Betrachtet man nur die Volljährigen, haben sogar 60 Prozent im Freistaat den vollen Impfschutz, teilte das bayerische Gesundheitsministerium in München mit. Auch die Impfungen von Kindern und Jugendlichen schreiten voran: Zehn Prozent der 12- bis 17-Jährigen haben den vollen Schutz, 21 Prozent haben mindestens eine Impfung erhalten. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung in Bayern haben 60 Prozent mindestens eine Impfung erhalten, bei den Volljährigen sind es mehr als zwei Drittel (knapp 70 Prozent). Seit Beginn der Corona-Impfungen Ende Dezember wurden im Freistaat mehr als 14 Millionen Impfdosen verabreicht.

    12.54 Uhr: Erneut über 3.000 Corona-Infektionen in Tokio

    In der Olympia-Stadt Tokio steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter an. Die Stadt registrierte binnen 24 Stunden 3.709 Neuinfektionen. Im Vergleich zum Dienstag der Vorwoche sind das 861 Infektionen mehr. Sieben Menschen starben. In Tokio und anderen Präfekturen gilt noch bis 31. August ein Notstand, der aber nur lockere Maßnahmen vorsieht. So sollen Restaurants und Bars keinen Alkohol ausschenken und früher schließen. Kritiker halten dies für nicht mehr ausreichend, um einen drohenden Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern.

    In der Regierung wird inzwischen über härtere Maßnahmen wie Ausgangssperren nachgedacht. Einen Lockdown wie in anderen Ländern hat Japan bisher nicht verhängt. Für Kritik sorgte eine Entscheidung der Regierung, in Gebieten mit steigenden Infektionszahlen nur noch Covid-19-Patienten, die schwer erkrankt sind oder bei denen das Risiko einer schweren Erkrankung besteht, im Krankenhaus zu behandeln. Gegenwärtig werden auch Patienten mit milden Symptomen im Krankenhaus behandelt. Sie sollen sich jedoch fortan grundsätzlich zu Hause erholen, sofern bei ihnen das Risiko einer schweren Erkrankung als gering eingeschätzt wird. Das Gesundheitssystem vor allem in Tokio stehe unter Druck.

    Die Delta-Variante des Virus sei ein "extrem starker Feind", sagte Tokios Gouverneurin Yuriko Koike. Sie appellierte abermals an die Bürger, trotz der Sommerferien und des bevorstehenden buddhistischen Ahnenfestes Obon zu Hause zu bleiben. Die streng vom Volk abgeschirmten Olympischen Spiele sollen aber fortgesetzt werden.

    12.22 Uhr: Studie - Tausende Todesfälle durch AHA-Regeln verhindert

    Die AHA-Regeln haben in Deutschland laut einer internationalen Studie offenbar Tausende Todesfälle durch andere Atemwegserkrankungen neben Covid-19 verhindert. Die sogenannte Übersterblichkeit liege bei 40.000, "das sind viel weniger als die 90.000 offiziell gemeldeten Toten durch Covid-19" seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020, sagte der Wissenschaftler Dmitry Kobak von der Universität Tübingen. Wahrscheinlich seien die Sterbezahlen bei anderen Atemwegserkrankungen während der Wintermonate gesunken.

    Bei 50 zusätzlichen Toten pro 100.000 Einwohnern weise Deutschland in der Pandemie zudem eine viel geringere Übersterblichkeit auf als die Nachbarländer Niederlande (110), Belgien (140), Frankreich (110), Schweiz (100), Österreich (110), Tschechien (320) und Polen (310), teilte das Forscherteam der Universität Tübingen und der Hebräischen Universität Jerusalem mit. In anderen Ländern wie etwa Australien und Neuseeland sei die Sterblichkeit während der Pandemie sogar unter das sonst übliche Level gesunken. Die Forscherinnen und Forscher vermuten hier ebenfalls, dass dies an den Abstands- und Hygieneregeln liegt.

    Das deutsch-israelische Forscherteam hat nach Angaben der Universität Tübingen die aktuell größte Sammlung weltweiter Sterbedaten aufgebaut und damit die tödlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in vergleichbarer Form aufbereitet, unabhängig von offiziell gemeldeten Corona-Zahlen. Dazu hat das Team wöchentliche, monatliche und vierteljährliche Sterbedaten aus 103 Ländern und Regionen gesammelt. Der World Mortality Dataset soll ausgebaut und weiterhin aktualisiert werden.

    11.08 Uhr: Stiko-Mitglied warnt vor Verunsicherung der Bevölkerung

    Stiko-Mitglied Martin Terhardt betont die Eigenständigkeit der Ständigen Impfkommission (Stiko). Diese werde unabhängig vom jüngsten Votum der Gesundheitsminister von Bund und Ländern zur Kinder- und Jugendimpfung ihre Empfehlung überprüfen und aktualisieren, "weil die Datenlage sich ja regelmäßig jeden Tag ändert", sagt Terhardt dem RBB-Radio. Es habe schon vor Wochen Ankündigungen zu einem Impfangebot für über 12-Jährige gegeben, wird der Kinder- und Jugendarzt zitiert. Die Stiko lasse sich davon aber nicht beeinflussen. Problematisch sei allerdings, dass das zu Verunsicherung in der Bevölkerung führe.

    10.40 Uhr: Antisemitismusbeauftragter kritisiert Aiwanger

    Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Michael Blume, hat den bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, der seine Impfskepsis öffentlich gemacht hatte, aufgefordert, nicht weiter wissenschaftliche Erkenntnisse zu leugnen: "Ich würde Herrn Aiwanger dringend dazu aufrufen, dass er sich als stellvertretender Ministerpräsident entweder zur Wissenschaft bekennt - oder Konsequenzen für sich zieht. Ein öffentliches Amt sollte in Deutschland nicht mit Wissenschaftsleugnung vereinbar sein", sagte Blume dem Nachrichtenportal "watson" in einem heute veröffentlichten Interview.

    Weiter befürchtet der Antisemitismusbeauftragte ein Abdriften von Verschwörungsgläubigen im Umfeld der Corona-Demonstrationen in den Extremismus: "Ich glaube leider, dass in den nächsten Jahren die Radikalisierung weitergeht. Dass wir Gewalt und möglicherweise auch Terror erleben werden." Blume warf Teilen der Politik und der Sicherheitsbehörden vor, zu naiv auf die Bewegung hinter den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen zu blicken.

    10.23 Uhr: Schweden rechnet mit Auffrischungsimpfung im nächsten Jahr

    Einem größeren Anteil der schwedischen Bevölkerung wird im nächsten Jahr voraussichtlich eine Auffrischungsdosis einer Corona-Impfung angeboten. Der Umfang sei derzeit aber noch unklar und hänge unter anderem von möglichen neuen Virusvarianten sowie davon ab, was Studien über die Schutzwirkung der Impfstoffe im Laufe der Zeit zeigen, teilte die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten heute mit. Bestimmte Risikogruppen könnten möglicherweise schon in diesem Herbst eine dritte Impfdosis erhalten.

    "Die Einschätzung ist, dass es nicht möglich ist, das Virus auszurotten", erklärte der schwedische Staatsepidemiologe Anders Tegnell. "Deshalb sollte die Impfarbeit langfristig angelegt und auf die Verringerung von schweren Erkrankungen und Todesfällen ausgerichtet sein." Seine Behörde geht davon aus, dass der Zugang zu Impfstoffen langfristig im Laufe der Jahre gut sein wird.

    10.02 Uhr: DFB-Pokal - Corona-Fall bei Bayern-Gegner Bremer SV

    Der Pokalauftritt des deutschen Rekordmeisters Bayern München am Freitag beim Oberligisten Bremer SV steht auf der Kippe. Ein Spieler des Fünftligisten wurde positiv auf Corona getestet, das Training der Hanseaten am Montagabend daraufhin abgesagt. Am frühen Dienstagmorgen absolvierte die gesamte Mannschaft einen PCR-Test. Das Ergebnis wird im Laufe des Tages erwartet.

    09.37 Uhr: Mehr als 3.800 neue Corona-Infektionen in Israel

    In Israel ist die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gestiegen. Nach Daten des israelischen Gesundheitsministeriums waren am Montag 3.818 neue Fälle bestätigt worden. Zuvor hatte die Zahl bei 2.121 gelegen. Insgesamt gibt es in Israel derzeit 22.345 Covid-Patienten, 221 von ihnen sind den Angaben zufolge schwer krank. Der Prozentsatz der am Montag positiv getesteten Menschen wurde mit 3,78 angegeben - zuvor hatte der Anteil bei 2,96 Prozent gelegen.

    Fast 5,4 Millionen der rund 9,3 Millionen Israelis sind vollständig geimpft. Vor kurzem hatte das Gesundheitsministerium Zahlen vorgelegt, nach denen die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat. Nach Angaben des Ministeriums verhindert die Impfung eine Corona-Infektion nur noch zu 39 Prozent und schwere Erkrankungen zu 91 Prozent. Gleichzeitig verbreite sich im Land die ansteckendere Delta-Variante, hieß es.

    09.30 Uhr: Unzufriedenheit mit Corona-Krisenmanagement steigt

    Die Unzufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung hat einer Umfrage zufolge in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Bei einer repräsentativen Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gaben im Juli fast 60 Prozent der befragten Erwerbstätigen an, sie seien weniger oder gar nicht zufrieden mit den aktuellen Leistungen der großen Koalition bei der Pandemiebekämpfung. Zum Vergleich: Im November vergangenen Jahres war nicht einmal die Hälfte (44 Prozent) der Befragten unzufrieden mit den Leistungen der Politik, im Sommer 2020 sogar nur jeder Dritte.

    Gleichzeitig gingen demnach jedoch die durch Corona ausgelösten Ängste und Belastungsgefühle in der Bevölkerung deutlich zurück. Hatten während des Lockdowns im Januar noch 40 Prozent der Befragten die eigene Gesamtsituation - familiär, finanziell und bezüglich des Arbeitsplatzes - als äußerst oder stark belastend empfunden, so waren es im Juli nur noch 28 Prozent.

    09.20 Uhr: Spahn - Impfangebot für Jugendliche ist im Einklang mit der Stiko

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Entscheidung von Bund und Ländern verteidigt, allen Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren eine Corona-Impfung anzubieten. Spahn betonte am Dienstag im RBB-Inforadio, dass die Impfung freiwillig bleibe. Es gebe dabei auch keinen Widerspruch zur Ständigen Impfkommission (Stiko). "Das ist durchaus im Einklang mit der Stiko", sagte Spahn.

    "Wer will, kann sich impfen lassen, keiner muss. Das ist kein Gegensatz, sondern wir sind da im Einklang miteinander", betonte der Minister.

    08.55 Uhr: NRW hält sich bei Impfung von Kindern an Stiko-Rat

    NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die wegen ihrer Haltung zur Impfung von Kindern und Jugendlichen unter Druck geratene Ständige Impfkommission (Stiko) verteidigt. Man solle die Unabhängigkeit der Stiko akzeptieren, er habe Vertrauen in das wissenschaftliche Gremium, sagte der CDU-Politiker auf WDR 5 im "Morgenecho". Nordrhein-Westfalen werde die Stiko-Empfehlung zur Corona-Schutzimpfung von Heranwachsenden ab zwölf Jahren weiter einhalten.

    08.53 Uhr: Rheinland-pfälzischer Gesundheitsminister verteidigt Impfempfehlung für Jugendliche

    Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) sieht das Corona-Impfangebot für 12- bis 17-Jährige nicht im Widerspruch zur Haltung der Ständigen Impfkommission (Stiko). "Gestern haben wir uns als Gesundheitsministerinnen und -minister nicht gegen die Stiko-Empfehlung gewandt, sondern wir haben ein zusätzliches Angebot für die Eltern geschaffen", sagt Hoch im SWR-Radio. "Eltern, die ihre Kinder impfen lassen wollen, können nicht nur zum Hausarzt gehen, wie das bisher in Rheinland-Pfalz möglich war. Sie können zusätzlich auch einen Termin in einem Impfzentrum machen oder einen der 200 Standorte der Impfbusse aufsuchen."

    08.47 Uhr: Aschaffenburg steuert auf Inzidenzwert 50 zu

    Nach dem Landkreis Berchtesgaden steuert Aschaffenburg als zweite bayerische Kommune wieder auf einen Corona-Inzidenzwert von 50 zu. Heute lag der Wert in der unterfränkischen Stadt bei 45,1, wie aus dem Covid-Dashboard des Robert Koch-Instituts in Berlin hervorgeht. Im Berchtesgadener Land ist die Corona-Inzidenz mit 54,8 weiter die bayernweit höchste.

    Liegt die Corona-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander über 50, gelten dort wieder schärfere Vorschriften, unter anderem eine Testpflicht für die Gastronomie und strengere Kontaktbeschränkungen.

    08.11 Uhr: Aiwangers Impfkritik stößt bei Deutschen mehrheitlich auf Ablehnung

    Die Impfkritik des stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger trifft in der Bevölkerung mehrheitlich auf Ablehnung. Knapp zwei Drittel der Deutschen (63,3 Prozent) finden seine impfkritischen Äußerungen falsch, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" ergab. 28,4 Prozent können Aiwangers Aussagen hingegen nachvollziehen. Der Rest ist unentschlossen, was er von den Aussagen hält.

    Mehr als die Hälfte (53,3 Prozent) der Befragten findet die Äußerungen "eindeutig falsch". Rund jeder Fünfte gibt an, die Zweifel als "eindeutig richtig" zu erachten. In Bayern spaltet der 50-Jährige mit seinen Äußerungen die Wählerschaft: 63 Prozent sehen die Aussagen des Niederbayern kritisch, knapp jede und jeder Dritte (31,6 Prozent) sieht das anders.

    Der Vorsitzende der Freien Wähler weigert sich trotz öffentlichen Drucks der CSU, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Zuletzt begründete er dies mit Berichten über massive Nebenwirkungen auch in seinem Bekanntenkreis, ohne dies näher auszuführen.

    07.02 Uhr: RKI meldet 1.766 Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz bei 17,9

    Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut leicht gestiegen und liegt nun bei 17,9. Wie das Robert-Koch-Institut am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1.766 Neuinfektionen sowie 19 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 14,5.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

    Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt den Angaben zufolge bei 3.773.875. Insgesamt wurden bislang 91.679 Corona-Tote gemeldet. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gibt das RKI mit rund 3.658.300 an.

    06.33 Uhr: Wuhan will alle Einwohner auf Corona testen

    In der chinesischen Stadt Wuhan sollen alle Einwohner auf das Coronavirus getestet werden. Das gibt ein Vertreter der Stadtverwaltung auf einer Pressekonferenz bekannt. Zuvor meldete die Stadt drei festgestellte Corona-Fälle infolge heimischer Ansteckungen. In Wuhan war das Virus im Dezember 2019 erstmals nachgewiesen worden.

    05.32 Uhr: 2,3 Millionen ungenutzte Impfdosen in NRW

    Im nordrhein-westfälischen Zentrallager für die Corona-Impfstoffe liegen 2.308.780 Impfdosen, für die es in NRW aktuell keine Interessenten gibt. Das hat am Montag eine Inventur im Auftrag des Landesgesundheitsministeriums ergeben, wie das in Bielefeld erscheinende Westfalen-Blatt berichtet.

    Die Zahl beinhaltet nicht die Dosen, die von den Impfzentren bestellt wurden und die aktuell für den Versand vorbereitet werden. Der Lagerbestand ist durch Zuweisungen des Bundes entstanden, die sich nach der Einwohnerzahl richten. Zu dem hohen Bestand hat das nachlassende Impfinteresse in Teilen der Bevölkerung geführt. "Im Moment ist aber kein Impfstoff im Lager vom Verfall bedroht", sagte Ministeriumssprecher Carsten Duif der Zeitung.

    04.26 Uhr: Kinderärzte fordern Stiko zu Neubewertung der Impfempfehlung auf

    Nach der Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern hat der Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte die Ständige Impfkommission (Stiko) zu einer Neubewertung der Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren aufgerufen. "Das Risiko von Nebenwirkungen durch die Impfung ist extrem gering, das zeigen alle Daten aus anderen Ländern", sagte Verbandspräsident Thomas Fischbach der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Er persönlich sei ein "Befürworter dieser Impfungen". "Deswegen wünsche ich mir eine zeitnahe Neubewertung durch die Stiko. Und nicht nur ich tue das, sondern auch meine Patientinnen und Patienten und deren Eltern", betonte Fischbach. Es sei den Kindern und Jugendlichen nicht zuzumuten, "dass der Streit um Freiheiten für Geimpfte und Ungeimpfte in die Klassenzimmer getragen wird".

    04.19 Uhr: Japan beschränkt Klinikaufnahme auf schwerste Fälle

    In Japan werden nach Angaben der Regierung wegen einer drohenden Überlastung des Gesundheitssystems nur noch schwer an Covid-19-Erkrankte und Risikopatienten in Krankenhäusern aufgenommen. "Wir werden die notwendigen Betten für schwerkranke und gefährdete Patienten bereitstellen", sagt Premierminister Yoshihide Suga. Patienten mit milden Verläufen werden gebeten, zu Hause zu bleiben. Sollte sich ihr Zustand verschlechtern, können sie eingeliefert werden. Das Land verzeichnet landesweit täglich mehr als 10.000 Neuinfektionen. In Tokio wurde am Samstag mit 4.058 Fällen zum ersten Mal die Marke von 4.000 durchbrochen. Fast 70 Prozent der Intensiv-Betten für Covid-19-Patienten waren am Sonntag belegt, wie offizielle Daten zeigen.

    04.17 Uhr: Organisatoren melden 18 neue Corona-Fälle im Olympia-Umfeld

    Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio haben 18 neue Corona-Infektionen im Umfeld der Spiele vermeldet. Auch ein Athlet ist betroffen, wie aus der Mitteilung vom Dienstag hervorgeht. Namen werden von den Organisatoren grundsätzlich nicht genannt. Zwölf der neu Infizierten haben ihren Wohnsitz in Japan, sechs außerhalb des Gastgeber-Landes. Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe stieg damit insgesamt auf 294, darunter 25 Athletinnen und Athleten. Der Höchstwert der täglichen Corona-Fälle rund um die Spiele war am vergangenen Freitag mit 27 Infektionen erreicht worden.

    02.12 Uhr: Lauterbach - Herdenimmunität an Schulen nicht machbar

    SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt nach dem Beschluss der Gesundheitsminister zum Impfangebot von Kindern ab zwölf Jahren vor verfrühtem Optimismus. "Es wird keine Herdenimmunität in den Schulen geben. Dafür ist die Impfbereitschaft dann doch zu gering", sagt Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Schätzungen zufolge würden sich nur 60 Prozent der Jugendlichen impfen lassen. Aber er könne sich vorstellen, wenn in einigen Klassen das Coronavirus ausbricht und nicht geimpfte Kinder in Quarantäne müssen, dass sich einige Jugendliche letztendlich doch impfen lassen. "Wenn jetzt schnell viele Jugendliche geimpft werden, können wir große Quarantänefälle vermeiden".

    00.02 Uhr: Hausärzteverband kritisiert Gesundheitsminister wegen Impfempfehlung

    Der Deutsche Hausärzteverband kritisiert die Entscheidung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, das Impfangebot für Kinder und Jugendliche auszubauen. "Diese Diskussion unter Missachtung der Kompetenz der Ständigen Impfkommission kann eher zur Verunsicherung führen, als dass sie der Impfkampagne hilft", sagt Verbandschef Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Impfkommission hat bislang keine pauschale Empfehlung für Kinder und Jugendliche abgegeben. Sie will noch weitere Daten abwarten.

    Montag, 02. August 2021

    22.03 Uhr: STIKO-Chef Mertens: Mehr Menschen über 18 sollten zur Impfung

    Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat die 18- bis 59-Jährigen aufgerufen, sich verstärkt impfen zu lassen. Sie seien bei den Geimpften bisher unterrepräsentiert, sagte er bei einer Online-Veranstaltung in Ulm. "Über 75 Prozent in dieser Altersgruppe wäre toll." Dann lasse sich auch eine vierte Welle abflachen.

    Der Gemeinschaftssinn sei dabei gefragt, denn Ungeimpfte könnten andere anstecken, die dann wiederum schwer an dem Virus erkranken könnten. Insbesondere die ungeimpften 20 Prozent der Lehrer sollten das nachholen. Das Coronavirus werde bleiben, nach einer Durchseuchung der Bevölkerung würden die schweren Verläufe aber verschwinden. "Es wird wie ein normales Virus werden, was uns nicht mehr so schreckt."

    21.11 Uhr: Später als geplant - 70 Prozent der Erwachsenen in USA geimpft

    Mit rund einem Monat Verspätung haben die USA ein von US-Präsident Joe Biden ausgerufenes Impfziel erreicht. Mit Stand Montag haben 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Eigentlich sollte diese Marke bereits am Unabhängigkeitstag am 4. Juli erreicht werden. Das Ziel wurde damals jedoch trotz zahlreicher Impfanreize und eines großen Vorrats an Impfstoffen verfehlt.

    Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen. Die Impfkampagne war seit Juni ins Stocken geraten, mit zuletzt nur rund einer halben Million verabreichten Spritzen pro Tag. Der Trend kehrte sich nun jedoch angesichts der neuen Corona-Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um.

    20.57 Uhr: RB Leipzig gegen Stuttgart und Bayern vor bis zu 23.500 Zuschauern

    RB Leipzig kann in den ersten beiden Heimspielen der neuen Bundesliga-Saison gegen den VfB Stuttgart und den FC Bayern München auf die Unterstützung von bis zu 23.500 Zuschauern bauen. Wie der sächsische Fußballverein bekannt gab, wurde ein entsprechendes Schutz- und Hygienekonzept des Clubs, das gemeinsam mit dem Fanverband und dem Fanprojekt Leipzig erarbeitet wurde, vom Leipziger Gesundheitsamt genehmigt. Damit wäre die Red-Bull-Arena, die nach dem Umbau jetzt 47.069 Zuschauer fasst, zu 50 Prozent ausgelastet.

    Allerdings darf die Sieben-Tage-Inzidenz am 20. August beziehungsweise 11. September die Marke von 35 nicht überschritten haben. Für das Stuttgart Spiel gehen 21.500 Tickets in den Verkauf, 2000 Karten sind für den Hospitality-Bereich vorgesehen. Beim Bayern-Spiel erhält der Gastverein 1175 Karten, die von den 21.500 Zuschauer-Plätzen abgezogen werden, so dass für RB-Fans 20.325 Plätze zur Verfügung stehen. RB hat für die neue Saison 31.000 Dauerkarten verkauft. Da diese zuerst berücksichtigt werden, wird es keinen freien Ticketverkauf geben.

    20.25 Uhr: Iran steht wegen Delta-Variante vor erneutem Corona-Lockdown

    Angesichts der stark steigenden Corona- Infektionszahlen und Todesopfer wegen der Delta-Variante müssen sich die Menschen in Iran auf eine erneute Verschärfung des Lockdowns einstellen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA wurde der Eilantrag von Gesundheitsminister Said Namaki am Montag auf einen zweiwöchigen Lockdown direkt an den Corona-Krisenstab weitergeleitet. Der soll dann am Dienstag umgehend überprüft und umgesetzt werden. Nach Medienberichten wurden in den vergangenen Tagen im Durchschnitt alle vier Minuten ein Corona-Todesfall und alle vier Sekunden eine Neuinfektion registriert.

    Die Delta-Variante hat die Corona-Krise im Iran noch mehr verschärft. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hat das Land am Montag mit 37.189 Neuinfektionen an einem Tag einen neuen Höchstwert erreicht. Im selben Zeitraum starben 411 Patienten im Zusammenhang mit dem Virus, mehr als dreimal so viele wie vor der Delta-Welle. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Iran liegt nun bei fast 4 Millionen, die der Corona-Toten bei über 90.000.

    Der Iran ist von der Corona-Pandemie besonders hart betroffen, auch weil US-Sanktionen die Wirtschaftskrise verschärft und die Einfuhr von Impfstoffen erheblich erschwert haben. Die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Menschen kommt daher auch nur schleppend voran. Bislang sind weniger als vier Prozent der Iraner doppelt geimpft.

    20.20 Uhr: Marokko kündigt Ausgangssperre an

    Marokko kündigt eine landesweite nächtliche Ausgangssperre an. Von Dienstag an gelte ein Ausgangsverbot zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr, heißt es in einem Tweet aus dem Büro des Ministerpräsidenten. Damit solle die Verbreitung des Coronavirus eingeschränkt werden.

    19.25 Uhr: Berliner Polizei: Gut 500 Ermittlungsverfahren nach verbotenen Demos

    Die Berliner Polizei hat nach den eigentlich verbotenen Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik am Sonntag mindestens 503 Ermittlungsverfahren gegen Teilnehmer eingeleitet. In 59 Fällen werde wegen Widerstands und in 43 Fällen wegen tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt, teilte die Polizei mit. Weitere Anzeigen wurden demnach wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, Gefangenenbefreiung sowie Verstößen gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz und die Berliner Infektionsschutzverordnung geschrieben.

    Insgesamt hätten Einsatzkräfte knapp 1000 Personen "in ihrer Freiheit beschränken oder sie festnehmen" müssen, hieß es in der Polizeibilanz weiter. Mehr als 60 Prozent von ihnen seien aus anderen Bundesländern nach Berlin gekommen. Teilnehmer unerlaubter Versammlungen hätten in verschiedenen Bezirken wiederholt Einsatzkräfte attackiert, aber auch Andersdenkende und mindestens ein Fernsehteam. Mehr als 60 Polizistinnen und Polizisten seien bei Einsätzen zum Teil schwer verletzt worden.

    18.56 Uhr: STIKO-Chef: "Verspreche keine wesentliche Änderung der Impf-Empfehlung für Jugendliche"

    Der Chef der Ständigen Impfkommission (STIKO) Thomas Mertens dämpft Erwartungen an eine überarbeitete Impf-Empfehlung für Jugendliche. "Ich hoffe, dass wir das in den nächsten zehn Tagen schaffen", sagt Mertens dem "Spiegel". Eine grundsätzliche Änderung der Empfehlung könne er aber nicht versprechen. Bislang empfiehlt die STIKO Impfungen ab zwölf Jahren nur bei bestimmten Vorerkrankungen. Die Gesundheitsminister und -ministerinnen der Länder sprechen sich dagegen für eine allgemeine Impfung aus. Mertens sieht darin keinen Gegensatz. "Das ist eine politische Entscheidung, es ist die Freiheit der Politik so etwas im Sinne der allgemeinen Gesundheitsvorsorge anzubieten."

    18.45 Uhr: Kanzleramtschef Braun pocht auf Bedeutung der Impfkommission

    Kanzleramtschef Helge Braun pocht auf die Bedeutung der Ständigen Impfkommission (STIKO) bei Entscheidungen über den Einsatz der Vakzine. "Die STIKO ist eine unabhängige wissenschaftliche Kommission, die absolut entscheidend ist bei der Frage, welche Impfungen empfohlen werden und nicht", sagt er dem Sender RTL. "Und danach richten sich Medizinerinnen und Mediziner in Deutschland. Und das muss auch so bleiben."

    18.17 Uhr: Drittimpfungen und Impfangebote für Minderjährige beschlossen

    Die Gesundheitsminister der Länder haben in Einvernehmen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Start von Corona-Auffrischungsimpfungen für Risikogruppen sowie flächendeckende Impfangebote für Jugendliche und Kinder ab zwölf Jahren beschlossen. Die Entscheidungen erfolgten einstimmig, wie nach der Gesundheitsministerkonferenz mitgeteilt wurde. Spahn begrüßte die zusätzlichen Angebote auch für Minderjährige.

    17.52 Uhr: Zu viele Briten in Quarantäne - Regierung schraubt an Corona-App

    Um die Anzahl der Beschäftigten zu senken, die wegen Kontakts mit Corona-Infizierten in Quarantäne sind, hat die britische Regierung die Einstellungen der Corona-App ändern lassen. Künftig schlägt die Anwendung nur noch an, wenn es in den vergangenen zwei Tagen einen Corona-Kontakt gab, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Bisher ging die Suche fünf Tage zurück.

    Zuletzt waren wöchentlich Hunderttausende in England und Wales aufgefordert worden, sich wegen engen Kontakts mit Menschen, die später positiv auf das Virus getestet wurden, in Selbstisolation zu begeben. Die Regelung hatte schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft: Pubs und Gaststätten blieben geschlossen, Lebensmittelregale leer, Bahnen und Busse blieben stehen. Medien nennen das Phänomen "Pingdemie" - nach dem "Ping", das Anwender über einen Corona-Kontakt informiert.

    "Dieses Update der App wird dazu beitragen, dass wir die richtige Balance finden", sagte Gesundheitsminister Sajid Javid. Wirtschaftsvertreter und konservative Politiker begrüßten die Änderungen.

    17.44 Uhr: New York - Impfung oder Tests für Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe

    Nach dem medizinischen Personal und den städtischen Mitarbeitern müssen in New York ab Anfang September auch alle Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe entweder einen Impfnachweis vorlegen oder sich regelmäßig testen lassen. Das gelte für die rund 68.000 Mitarbeiter der Nahverkehrsbehörde MTA sowie für die Mitarbeiter der Port Authority, die die Flughäfen betreibt, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo mit.

    Zuvor waren ähnliche Regelungen für das städtische Personal der Millionenmetropole, darunter auch Polizisten und Lehrpersonal, sowie medizinisches Personal angekündigt worden. Bürgermeister Bill de Blasio kündigte zudem an, dass künftig nur noch bereits geimpfte Menschen von der Stadt neu eingestellt würden. Zusätzlich empfahl er allen Menschen, auch bereits geimpften, in öffentlichen Innenräumen wieder Masken anzuziehen - ordnete dies aber nicht offiziell an.

    17.33 Uhr: Macron will nach Protesten online Bürger-Fragen zu Impfungen beantworten

    Angesichts anhaltender Proteste gegen die geplante Ausweitung des Gesundheitspasses und die Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagen, Bürger-Fragen zu Impfungen direkt in den Online-Diensten Instagram und Tiktok zu beantworten.

    Aus seinem Urlaub in Südfrankreich sagte Macron in einem selbstgefilmten Video, dass die Impfung "die einzige Waffe" gegen die vierte Corona-Welle sei. Er wisse, "dass viele von Ihnen sich noch Fragen stellen, Angst haben, viele hören falsche Informationen, falsche Gerüchte, manchmal Quatsch - das muss gesagt werden", sagte Macron. Deshalb habe er beschlossen, direkt ihre Fragen zu beantworten.

    Macrons Video gingen drei Wochenenden in Folge voraus, an denen jeweils mehr als hunderttausend Bürger gegen den Gesundheitspass protestierten. Am vergangenen Samstag gingen mehr als 200.000 Menschen gegen eine geplante Ausweitung des Gesundheitspasses und die Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen auf die Straße. In mehr als 150 Städten wurde demonstriert.

    17.20 Uhr: CSU erhöht Druck auf Aiwanger

    Bayerns stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) steht im Streit um seine impfkritischen Äußerungen weiter unter dem Druck seines Koalitionspartners CSU.

    CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer sagte dem "Münchner Merkur" laut Vorabmeldung, Aiwanger betreibe "billiges Kalkül" für den Wahlkampf. Aiwanger müsse sich "überlegen, ob er stellvertretender Ministerpräsident bleiben kann". Er konterkariere "gegen den Rat aller Experten unsere Impfkampagne, um im Bundestagswahlkampf Punkte bei Impfverweigerern zu machen".

    Er verstehe nicht, "was der stellvertretende Ministerpräsident hier macht", sagte Kreuzer. "Wenn er sich selber nicht impfen lassen will, ist das seine Privatsache - politisch sollte allen in dieser Regierung aber unbedingt klar sein, dass wir aus der Pandemie nur mit einer guten Impfquote rauskommen."

    Der Vorsitzende der Freien Wähler weigert sich trotz öffentlichen Drucks der CSU, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Zuletzt begründete er dies mit Berichten über massive Nebenwirkungen auch in seinem Bekanntenkreis, ohne dies aber näher auszuführen. Der "Passauer Neuen Presse" und dem "Donaukurier" sagte Aiwanger, er befürchte trotz des Streits nicht, dass die CSU die Koalition beende.

    17.04 Uhr: Berliner Innensenator nennt Polizei-Taktik bei Corona-Protesten angemessen

    Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und die Gewerkschaft der Polizei haben das Vorgehen der Polizei bei den Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik in Berlin als professionell und angemessen bewertet. Trotz des Verbots von großen Demonstrationen zogen am Sonntag mehrere Tausend Menschen durch die Hauptstadt. Sie konnten sich in Gruppen in verschiedenen Teilen der Stadt immer wieder versammeln. Es gab Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Polizeikräften.

    Zur Taktik der Polizei sagte Innensenator Geisel dem "Tagesspiege" (online): "Wir können nicht erkennen, dass die Polizei nicht Herrin der Lage gewesen sei". Den Einsatzkräften sei bewusst gewesen, dass die Taktik der Protestler darin bestehen würde, an vielen Orten der Stadt in kleineren Gruppen aufzutreten. Das habe die Lage kompliziert gemacht: "Nach den uns vorliegenden Informationen haben die Polizei Berlin und die auswärtigen Einsatzkräfte angemessen und professionell agiert."

    Die Bundesregierung hat besorgt auf die Ausschreitungen bei den ungenehmigten "Querdenker"-Protesten reagiert. Es habe dabei auch "Angriffe auf Personen aus dem Protestgeschehen heraus" gegeben, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer.

    Unterdessen wurden drei für Montag geplante Demonstrationen verboten. Der Sprecher der Initiative "Querdenken 711", Michael Ballweg, sagte außerdem, dass die Gruppe für den 29. August erneut eine Kundgebung mit 22.500 Teilnehmern in Berlin angemeldet habe.

    16.47 Uhr: Altmaier will Corona-Hilfen verlängern

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat bekräftigt, die Corona-Hilfen für Firmen über den September hinaus verlängern zu wollen. Eine Sprecherin sagte: "Minister Altmaier setzt sich seit langem dafür ein, die Überbrückungshilfen über den September hinaus zu verlängern, um betroffene Betriebe und ihre Beschäftigten zu unterstützen (...) Er hat sehr deutlich gemacht, dass die Bundesregierung auch in Zukunft fest an der Seite der Unternehmen stehen wird. Wir begrüßen insoweit, dass jetzt auch Minister Scholz diesem Vorschlag positiv gegenübersteht."

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt: "Niemand soll kurz vor der Rettung ins Straucheln geraten." Hilfen wie die Kurzarbeiter-Regelung und auch die Wirtschaftshilfen seien bis zum 30. September befristet: "Ich will beides bis zum Jahresende verlängern. Möglicherweise müssen wir auch im nächsten Jahr dem einen oder anderen Unternehmen helfen."

    Die Bundesregierung hat bisher entschieden, dass die bisher bis Ende Juni befristete Überbrückungshilfe III als "Überbrückungshilfe III Plus" bis September fortgeführt wird. Neu ist eine "Restart-Prämie", mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu Personalkosten erhalten können - falls sie etwa Personal aus der Kurzarbeit zurückholen oder neu einstellen. Die Überbrückungshilfe ist das zentrale Kriseninstrument der Regierung, um Folgen der Pandemie auf Jobs und Firmen abzufedern.

    16.22 Uhr: Private Betreiber drängen auf dritte Impfung in Pflegeheimen

    Private Pflegeheim-Betreiber pochen auf eine rasche Vorbereitung von dritten Corona-Impfungen für Pflegebedürftige und Pflegekräfte. "Wir dürfen keine Zeit verlieren", mahnte der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste, Bernd Meurer, in Berlin. "Da wir nicht wissen, wie lange der Schutz der ersten beiden Impfungen anhält, müssen wir jetzt die Bestellung und die Bevorratung der Vakzine auf den Weg bringen, damit wir zeitnah mit der erneuten Durchimpfung beginnen können."

    Man müsse sich mit allen verfügbaren Mitteln gegen die prognostizierte vierte Corona-Welle wappnen, sagte Meurer: "Wir dürfen nicht riskieren, dass die besonders vulnerablen Gruppen erneut der Gefahr ausgesetzt werden, sich mit dem Coronavirus zu infizieren und schwere oder gar tödliche Krankheitsverläufe zu erleiden." Die Vorbereitung der sogenannten Boosterimpfungen müsse eher heute als morgen anlaufen.

    16.05 Uhr: Bundesschülervertreter - Mangelnde Vorbereitung für Schulstart

    Der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, hat der Politik angesichts steigender Corona-Infektionszahlen eine mangelnde Vorbereitung auf den Schulstart nach den Sommerferien vorgeworfen. "Wir starten jetzt wieder in den Unterricht in den Bundesländern mit dem Credo 'Das wird schon gut gehen - toi, toi, toi', aber ohne tatsächlich sich mal ausnahmsweise einen Plan gemacht zu haben", sagte Schramm in einem Interview mit dem Fernsehsender Phoenix. Die vierte Corona-Welle sei voll erkennbar. Schramm mahnte zudem die Ausstattung der Schulen mit mobilen Luftfiltern an. Das Hilfspaket der Bundesregierung sei dafür viel zu klein.

    Das neue Schuljahr hat am Montag in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein begonnen. Es sind die beiden ersten Bundesländer, die aus den Sommerferien zurückgekehrt sind.

    15.41 Uhr: Libyen erhält zwei Millionen Dosen von chinesischem Impfstoff

    Libyen hat zwei Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs des chinesischen Herstellers Sinopharm erhalten. Regierungschef Abdulhamid Dbeibah nahm die bisher größte Impfstofflieferung in das nordafrikanische Krisenland in Empfang und rief seine Landsleute auf, sich impfen zu lassen. In den kommenden Wochen erwartet die libysche Regierung seinen Angaben zufolge 1,5 Millionen weitere Impfdosen.

    In der Corona-Krise hat Libyen, das rund sieben Millionen Einwohner hat, nach offiziellen Angaben bisher 256.328 Infektions- und 3.579 Todesfälle registriert. Zuletzt hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen stark zugenommen, was teilweise auf vermehrtes Testen zurückgeführt wurde. Um die Ausbreitung einzudämmen, wurde am Dienstag vergangener Woche eine nächtliche Ausgangssperre im Zentrum und im Westen des Landes verhängt.

    15.28 Uhr: Iran verzeichnet Höchststand an Corona-Neuinfektionen

    Iran hat 37.189 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, so viele wie nie zuvor für einen einzigen Tag seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchststand wurde am Dienstag vergangener Woche mit knapp 35.000 verzeichnet. Zudem wurden weitere 411 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus bestätigt, wie das staatliche Fernsehen unter Berufung auf Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes berichtete. Die Zahl der Todesopfer stieg damit auf 91.407, so viele wie nirgendwo sonst in der Region.

    Für den jüngsten Anstieg der Zahlen wird die ansteckendere Delta-Variante des Virus verantwortlich gemacht. Zudem halten sich nach Behördenangaben weniger als 40 Prozent der Bevölkerung an das Tragen von Masken oder Abstandsregeln. Weniger als vier Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. In Iran leben rund 85 Millionen Menschen.

    14.50 Uhr: Bund will mit Ländern über Ende von Gratis-Tests beraten

    Die Bundesregierung will mit den Ländern über ein Ende kostenloser Corona-Schnelltests beraten - kommen soll dies aber erst später. Das Thema soll am 10. August in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten besprochen werden, wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin sagte. Sie betonte, dass Schnelltests "ganz sicher nicht über Nacht plötzlich kostenpflichtig" werden, sondern noch eine ganz Weile kostenlos bleiben sollten. Aus Fairnessgründen solle erst allen Menschen die Chance gegeben werden, sich zweimal impfen zu lassen und die dann vorgesehenen 14 Tage zusätzlich einhalten zu können, nach denen der Impfschutz als vollständig gilt.

    Der Bund übernimmt seit März die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Woche für alle Bürger. Angesichts der schwächeren Nachfrage nach Corona-Impfungen wird darüber diskutiert, dass man für Tests künftig etwas bezahlen soll - auch als Anreiz für Menschen, die sich impfen lassen könnten, damit aber zögern. Demmer sagte, dass es hierzu keine Einigung in der Regierung gebe. Gespräche dazu würden fortgesetzt. Unter anderem Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte sich dafür ausgesprochen, dass der Staat ab einem bestimmten Zeitpunkt die Tests für jene nicht mehr zahlt, die sich impfen lassen könnten. Dies müsse aber lange vorher angekündigt werden.

    14.42 Uhr: Schwesig fordert Erwachsene als Dienst für Kinder zum Impfen auf

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat an alle ungeimpften Erwachsenen appelliert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, um Kinder zu schützen. "Der Druck darf nicht bei den Kindern sein, sagte Schwesig im Nachrichtensender "Welt". Die Erwachsenen müssten "dafür sorgen, dass es für unsere Kinder gut läuft". Das Ziel sei, Kitas und Schulen offenzuhalten. "Dafür ist entscheidend, wie die Erwachsenen helfen."

    Schwesig forderte zudem einen neuen Corona-Warnwert, der sich nicht allein an der Inzidenz orientiert. In ihrem Bundesland sei die Corona-Inzidenz bereits nicht mehr der alleinige Maßstab: "Wir setzen in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr allein auf die Inzidenz." Stattdessen werde viel stärker auf den Impffortschritt und die Krankenhausbelegung geachtet.

    14.20 Uhr: Ermittler - Corona trieb Prostituierte in Illegalität

    Die Corona-Krise hat nach Einschätzung von Ermittlern viele Prostituierte in Bayern in die Illegalität getrieben. Die Zahl der Strafverfahren ist demnach in den vergangenen beiden Jahren förmlich explodiert.

    Allein die Staatsanwaltschaft München I nahm in diesem Jahr schon 215 Ermittlungsverfahren wegen Ausübung der verbotenen Prostitution auf. 2020 waren es nach Angaben des bayerischen Justizministers Georg Eisenreich (CSU) 209. Und selbst das war im Vergleich zu den Vor-Corona-Jahren schon beinahe eine Verdopplung. 2018 waren 120 Verfahren dort anhängig, 2019 sogar nur 87. Eisenreich sprach von "signifikanten Änderungen zu den Jahren vor Corona".

    14.04 Uhr: Französische Regierung bestätigt Preiserhöhungen bei Corona-Impfstoffen

    Die französische Regierung hat Berichte über eine Erhöhung der Preise für die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna bestätigt. Wie Europa-Staatssekretär Clément Beaune im Radiosender RFI sagte, hängen die höheren Preise, die die Hersteller in noch laufenden Verhandlungen über neue Lieferverträge von der EU verlangen, mit einer Anpassung der Impfstoffe an die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus zusammen.

    In den neuen Verträgen mit der EU werde eine Anpassung der Impfstoffe an neue Virus-Varianten verlangt, sagte Beaune. Nicht nur für die EU, sondern für alle Abnehmer werde es dadurch "ein bisschen teurer". Eine konkrete Summe nannte Beaune nicht.

    Laut der "Financial Times" soll die EU für eine Dosis des Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer statt 15,50 Euro künftig 19,50 Euro bezahlen. Der Preis für den Impfstoff von Moderna erhöht sich demnach von 19 Euro auf 21,50 Euro.

    13.55 Uhr: Bisher 60 Millionen nachgewiesene Corona-Fälle in Europa

    Seit dem Beginn der Corona-Pandemie sind in Europa mittlerweile mehr als 60 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Damit entfallen rund 30 Prozent aller weltweit bisher gemeldeten Corona-Fälle auf die europäische Region, wie aus aktuellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO hervorgeht.

    Das WHO-Regionalbüro Europa rief mehr Bemühungen auf, beim Impfen gegen Covid-19 schneller und ausgewogener voranzukommen. Die Impffortschritte variierten unter den Staaten stark, die Impfrate sei bei Prioritätsgruppen wie Älteren, Mitarbeitern des Gesundheitswesens, Betreuten in Langzeitpflege und Vorerkrankten in einigen Ländern noch immer niedrig, so die regionale WHO-Notfalldirektorin Dorit Nitzan.

    Es sei wichtig, dass sich die Länder weiter darum bemühten, die am stärksten gefährdeten Menschen und Risikogruppen zu schützen, forderte Nitzan. Traurigerweise gebe es nunmehr mehr als 1,2 Millionen Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 in der Region. Weltweit sind es bisher 4,2 Millionen Todesfälle. Die WHO rechnet insgesamt mehr als 50 Länder zur Region Europa, darunter neben der Europäischen Union auch östlich davon gelegene Länder wie Russland, die Ukraine, die Türkei und weitere Staaten.

    13.43 Uhr: Verband - Veranstaltungen nur für Geimpfte und Genesene müssen erlaubt werden

    Die Veranstaltungsbranche hat sich dafür ausgesgeprochen, Veranstaltungen nur für geimpfte und genesene Besucher zu erlauben, falls das Infektionsrisiko bei Getesteten zu groß sei. Sonst das Ende zahlreicher Unternehmen der Branche zu befürchten, sagte Jens Michow, geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) der "Welt".

    "Im Bereich der Großveranstaltungen und Konzerte gibt es spätestens ab Ende September, wenn jeder ein Impfangebot bekommen hat, nur diesen Weg", sagte Michow. Wenn Veranstaltungen unter diesen Bedingungen ohne Abstandsregeln stattfinden dürften, "erlaubt es unser Hausrecht, nur diesen Personen Zugang zu gewähren". Auch das Personal und die Künstlerinnen und Künstler müssten für solche Veranstaltungen dann natürlich geimpft sein.

    Der BDKV warnte, dass die Branche angesichts der Pandemie "kurz vor dem endgültigen Aus" stehe. Das Problem lasse sich mit staatlichen Fördermitteln allein nicht lösen. Veranstaltungen nur mit Abstand, Maskenpflicht und begrenzter Besucherzahl seien nicht wirtschaftlich.

    13.10 Uhr: Über 40.100 Neuinfektionen in Indien

    In Indien registrieren die Gesundheitsbehörden 40.134 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt hätten sich damit mehr als 31,7 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus sei um 422 auf 424.773 gestiegen. Nach den USA weist Indien weltweit den zweithöchsten Wert bei den Infektionen auf. Auf dem dritten Platz folgt Brasilien. Hier stieg die Zahl der Infektionen binnen 24 Stunden um 20.503 auf 19,93 Millionen, die der Todesfälle um 464 auf 556.834. Damit weist das lateinamerikanische Land nach den USA weltweit die zweithöchste Totenzahl auf, Indien folgt auf dem dritten Platz.

    12.53 Uhr: Grüne fordern Einsatz von Impfteams in Schulen

    Die Grünen im Bundestag fordern zum Beginn des neuen Schuljahres den Einsatz von Impfteams in Schulen. "Kinder und Jugendliche müssen endlich in den Mittelpunkt der Corona-Strategie", sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Impfungen sind der wichtigste Teil im Kampf gegen Corona. Dafür braucht es jetzt einfache, auch unkonventionelle Wege, zum Beispiel durch Impfteams an Schulen und Schulhöfen, für alle, die das wollen. Und einfache, klare Information und Aufklärung für die Eltern." Wichtig sei auch das verbindliche Versprechen, dass Schulen und Kitas nur im absoluten Notfall und als letztes geschlossen würden.

    12.47 Uhr: Corona-Schnelltests sollen noch "eine Weile" gratis bleiben

    Corona-Schnelltests werden einer Regierungssprecherin zufolge noch "eine Weile" kostenlos bleiben. Dies sei notwendig, weil noch nicht alle Bürger die Chance gehabt hätten, sich zwei Mal impfen zu lassen. Wie künftig mit Tests umgegangen werde, werde bei den Beratungen von Bund und Ländern in der nächsten Woche auf der Tagesordnung stehen. Es gebe dazu noch Gespräche und noch keine Einigung.

    12.35 Uhr: Studie - Hälfte der Jugendlichen will zurück zum Präsenzunterricht

    Die Hälfte der Jugendlichen möchte sich nach der Corona-Pandemie wieder vom Homeschooling verabschieden. Bei der Jugend-Digitalstudie der Postbank sprachen sich 51 Prozent der Befragten dafür aus, dass es in Zukunft wieder ausschließlich Präsenzunterricht gibt. Immerhin ein gutes Drittel wünscht sich aber zumindest einen Wechsel zwischen persönlicher Anwesenheit in der Schule und digitalem Fernunterricht. Für die repräsentative Studie waren nach Angaben der Postbank 1.000 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren befragt worden.

    Die Hälfte von ihnen räumte ein, dass sie sich beim Homeschooling leichter ablenken lässt. 55 Prozent der Befragten hoben jedoch die Zeitersparnis positiv hervor, weil das Pendeln zur Schule wegfällt. Nachholbedarf sehen die Jugendlichen bei der technischen Ausstattung der Schulen: Diese bewerteten sie im Schnitt mit der mäßigen Schulnote 3,1. Auch für die technischen Fähigkeiten der Lehrkräfte gab es lediglich die Note 3,0.

    12.23 Uhr: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert über Kinder-Impfungen

    Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) berät Eltern und Ärzte über die Möglichkeiten zur Corona-Schutzimpfung bei Kindern und Jugendlichen. Die Zentrale veröffentlichte dazu im Internet ein Merkblatt.

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) habe zwar bisher keine allgemeine Impf-Empfehlung ausgesprochen, da Kinder und Jugendliche meist ohne Krankheitszeichen oder mit mildem Covid-19-Verlauf erkrankten und die Datenlage für eine allgemeine Empfehlung noch nicht ausreiche. Das Gremium empfehle aktuell jedoch die Impfung für junge Menschen ab zwölf Jahren bei bestimmten Vorerkrankungen oder bei engem Kontakt zu Menschen, die nicht selbst geimpft werden können, führte die BZgA aus.

    Auch bei Kontakt zu Menschen, die vermutlich keinen ausreichenden Impfschutz aufbauen könnten oder bei einem erhöhten beruflichen Ansteckungsrisiko im Rahmen einer Ausbildung oder Tätigkeit in bestimmten Einrichtungen werde die Impfung empfohlen.

    Zu den Vorerkrankungen zählen beispielsweise starkes Übergewicht und schwere Erkrankungen am Herzen, an Nervensystem, an Lunge oder Nieren. In diesen Fällen ist das Risiko für einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf erhöht.

    11.56 Uhr: China verhängt erneut Lockdown über Millionen Menschen

    In China sind Millionen Menschen wegen mehrerer Corona-Ausbrüche im Land wieder im Lockdown, darunter in Metropolen wie Peking und Nanjing. Die Behörden meldeten heute 55 neue, lokal übertragene Infektionen - insgesamt sind inzwischen mehr als 20 Städte und rund ein Dutzend Provinzen von den Infektionsherden betroffen. Die Gesundheitsbehörden führen den Anstieg der Infektionsfälle auf die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zurück.

    In den vergangenen zwei Wochen wurden im ganzen Land mehr als 360 Fälle entdeckt. In Großstädten wie Peking wurden inzwischen Millionen von Einwohnern getestet, Wohngebiete abgeriegelt und Menschen durch eine engmaschige Kontaktnachverfolgung unter Quarantäne gestellt, um die Weiterverbreitung des Virus zu stoppen.

    Die chinesische Regierung verfolgt eine sogenannte Null-Covid-Strategie: Treten in einer Stadt oder Provinz kleine Cluster auf, werden die betroffenen Gebiete abgeriegelt und alle Einwohner auf das Virus getestet.

    11.24 Uhr: Polizeigewerkschaft - Stichproben-Checks nicht voll zufriedenstellend

    Die Gewerkschaft der Polizei in Bayern hält die Stichproben-Kontrollen von Urlaubsrückkehrern für unzureichend. Eine flächendeckende Überprüfung sei allerdings nicht zu schaffen, sagte der bayerische Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Peter Pytlik dem Bayerischen Rundfunk.

    Wer aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehrt, muss seit Sonntag auch bei der Reise per Auto oder Bahn nachweisen, dass er entweder negativ getestet ist, gegen Corona geimpft oder genesen ist. Sonst drohen Bußgelder. Über Bayern läuft der Großteil des Verkehrs aus Österreich, Italien und Kroatien.

    "Wir sind halt nicht in der Lage, das flächendeckend zu kontrollieren - was ja Sinn machen würde, wenn man denn diesen Weg geht", sagte Pytlik. "Diese stichprobenartigen Kontrollen sind aus meiner Sicht auch nicht vollends zufriedenstellend.»"

    Der GdP-Landeschef betonte, dass durch die zusätzlichen Kontrollen andere Polizeiarbeit nicht erledigt werden könne: "Letztendlich wird es so sein müssen, weil wir personell nicht in der Lage sind, alles umfassend abzudecken."

    10.50 Uhr: 61,7 Prozent der Bevölkerung einmal geimpft

    Das Tempo bei den Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Deutschland ist so gering wie seit Monaten nicht. Mittlerweile haben 61,7 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Impfdosis bekommen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Das sind gut 51,3 Millionen Menschen. "Allerdings ist Zahl der Erstimpfungen so niedrig wie zuletzt im Februar", schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter. "Damals hatten wir nicht genug Impfstoff, das ist heute anders: bitte impfen lassen!" Vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind mittlerweile 52,3 Prozent der Bevölkerung - also knapp 43,5 Millionen Menschen.

    Bei den Bundesländern liegt Bremen mit 61,5 Prozent Bevölkerungsanteil der vollständig Geimpften weiter an der Spitze, Sachsen ist mit 47,4 Prozent Schlusslicht.

    10.44 Uhr: Mehr Neugründungen trotz Corona-Krise

    In Bayern sind im ersten Halbjahr trotz andauernder Corona-Krise wieder deutlich mehr Unternehmen gegründet worden. Ausnahmen sind die von den monatelangen Schließungen hart getroffenen Branchen wie Gastronomie oder Reisebüros. Das teilte das Statistische Landesamt in Fürth mit.

    Demnach wurden von Anfang bis Januar 54.183 neue Unternehmen gegründet, im Jahresvergleich ein Anstieg von mehr als 16 Prozent. Doch im Gastgewerbe wurden nur 1.945 neue Betriebe angemeldet, das war ein Rückgang von 12 Prozent. Bei Kunst, Unterhaltung und in der Reisebranche fielen die Rückgänge bei den Neugründungen mit jeweils knapp unter 12 Prozent fast ebenso hoch aus.

    10.03 Uhr: Fast 2.200 Neuinfektionen in Tokio

    In Tokio verzeichnen die Behörden 2.195 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sei der höchste Wert, der in der japanischen Hauptstadt je registriert wurde, berichtet der Sender NHK. In Tokio finden derzeit die Olympischen Sommerspiele statt. Auch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gab es bereits etliche positive Corona-Tests.

    09.29 Uhr: Keine Quarantäne mehr für geimpfte Reisende in Großbritannien

    Vollständig geimpfte Reisende und Minderjährige aus Deutschland, fast allen EU-Staaten und den USA müssen nach ihrer Ankunft in Großbritannien nicht mehr in Corona-Quarantäne. Nötig ist seit heute noch ein Corona-Test spätestens am zweiten Tag nach der Einreise. Die Buchungen für Flüge in die USA seien trotz der dortigen Restriktionen seit der Ankündigung um 300 Prozent gestiegen, sagte der Chef des Verbands Airlines UK, Tim Alderslade, dem Sender Times Radio. Er forderte aber zugleich die Regierung auf, mehr Länder auf die "grüne Liste" zu setzen. Wer von dort nach Großbritannien einreist, muss nicht in Quarantäne, auch wenn er nicht geimpft ist.

    Allerdings plant die Regierung nach Informationen verschiedener Medien eine Änderung des Ampelsystems, mit dem die Reiseregeln für Länder angezeigt werden. Demnach gibt es Überlegungen, eine Zusatzkategorie zu schaffen, die anzeigt, welche Länder wegen der dortigen Corona-Lage Gefahr laufen, auf die "rote Liste" zu rutschen. Das würde bedeuten, dass Reisende nach ihrer Rückkehr verpflichtend in Hotel-Quarantäne und dafür bis zu 1750 Pfund (2050 Euro) pro Person bezahlen müssen. Auch beliebte Reiseländer wie Spanien, Italien und Griechenland seien Kandidaten für diese Kategorie.

    09.18 Uhr: Bund fördert freie Musikensembles mit 35 Millionen Euro

    Die Bundesregierung stellt angesichts der Corona-Pandemie 35 Millionen Euro für ein Förderprogramm des Deutschen Musikrats für freie Ensembles zur Verfügung. Davon sind fünf Millionen Euro für die Unterstützung von Nachwuchsensembles vorgesehen, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) heute in Berlin mit. "Die Folgen der Pandemie waren und sind für die freien Ensembles und insbesondere auch für den künstlerischen Nachwuchs existenzbedrohend", sagte Grütters. "Deshalb gilt es, den freien Ensembles eine Zukunft zu ermöglichen und die Vielfalt dieser Szene in ihren zahlreichen Facetten zu bewahren.

    Antragssteller können bis zu 150.000 Euro aus diesem Förderprogramm erhalten. Voraussetzung ist, dass die Ensembles nicht überwiegend öffentlich finanziert werden und die Projekte im Inland durchgeführt werden. Ein spezieller Fokus des Programms liegt bei Coaching, Professionalisierung und Qualifizierung.

    08.50 Uhr: Holetschek dringt auf Impfung von Kindern und Jugendlichen

    Gesundheitsminister Klaus Holetschek dringt auf ein breites Impfangebot auch für Kinder und Jugendliche. "Es ist wichtig, dass wir jetzt keine Zeit versäumen", sagt der CSU-Politiker, der derzeit der Gesundheitsministerkonferenz der Länder vorsitzt, im ARD-Morgenmagazin. Eine Demontage der Ständigen Impfkommission (Stiko), die derzeit keine Impfung von Kindern und Jugendlichen empfiehlt und weitere Daten abwarten will, sieht Holetschek darin nicht. "Die Stiko hat ja ausdrücklich gesagt, sie empfiehlt das im Moment nicht. Aber die Möglichkeit ist da. Und wir nutzen praktisch diesen Spielraum aus."

    08.35 Uhr: Stiko wartet weiter ab für Entscheidung zu Impfung von Kindern

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) bleibt trotz politischen Drucks bei ihrer abwartenden Haltung zur Impfung von Kindern und Jugendlichen. Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte heute dem Sender NDR Info, es gebe noch zu wenige Daten über mögliche gesundheitliche Folgeschäden für 12- bis 17-Jährige. "Wir sagen, wir können nicht eine generelle Empfehlung aussprechen, solange wir diesbezüglich nicht die notwendige Datensicherheit haben."

    Politischer Druck für eine schnelle Entscheidung habe keinen Einfluss auf die Stiko, machte Mertens deutlich. "Es kann durchaus sein, dass wir unsere Empfehlung ändern werden, aber sicher nicht, weil Politiker sich geäußert haben", sagte der Stiko-Vorsitzende.

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen, vor wenigen Tagen folgte auch die Freigabe für Moderna. Für Deutschland empfiehlt die Stiko die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes oder Adipositas, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

    08.27 Uhr: Umsatz der Modehändler im Juni erstmals wieder über Vorkrisenniveau

    Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland haben im Juni kräftig eingekauft - vor allem Mode, Schuhe und Möbel. Der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren machte im Juni 70,5 Prozent mehr Umsatz als im Mai und lag damit erstmals wieder über dem Vorkrisenniveau, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Geschäfte mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf erzielten demnach fast zehn Prozent mehr Umsatz als im Februar 2020, dem letzten Monat vor der Corona-Krise.

    Insgesamt stieg der Umsatz im Einzelhandel im Juni preisbereinigt um 4,2 Prozent im Vergleich zum Mai und um 6,2 Prozent im Vergleich zum Juni 2020. Grund für die Entwicklung waren die bundesweit weiter sinkenden Corona-Inzidenz und die damit verbundenen Lockerungen der Bundes-Notbremse. Sie war bis 30. Juni in Kraft. Im Vergleich zum Vorkrisenmonat Februar 2020 war der Umsatz im Juni rund neun Prozent höher, wie die Statistiker meldeten.

    08.20 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister für Impfangebot für Kinder und Jugendliche

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller plädiert für ein Impfangebot für Kinder und Jugendliche. "Wenn wir die Chance haben, dann sollten wir sie doch nutzen", sagt der SPD-Politiker, der derzeit der Ministerpräsidentenkonferenz vorsitzt, im ARD-Morgenmagazin. Es gebe Erkenntnisse, dass Kinder und Jugendliche auch unter Langzeitfolgen einer Corona-Infektion litten. Zugleich sei die Impfung selbst nicht so risikoreich, wie manche befürchteten. Müller verweist auf Berlin, wo es bei den 15- bis 25-Jährigen eine doppelt bis vierfach so hohe Inzidenz gebe wie bei den anderen Bevölkerungsgruppen. "Darauf zu reagieren und ein Angebot zu machen - es ist ja keine Pflicht - dass man sich überall impfen lassen kann, das finde ich sehr sachgerecht."

    08.13 Uhr: Lehrerverband kritisiert Vorbereitungen auf neues Schuljahr

    Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, ist unzufrieden mit den Vorbereitungen auf das neue Schuljahr. Man stehe ehrlicherweise nicht viel besser da als im vergangenen Jahr, sagte Meidinger im ARD-"Morgenmagazin". "Wenn wir uns die Luftfilter anschauen, dann stehen wir da nicht so gut da, wie wir stehen könnten. Das Bundesprogramm kam ja viel zu spät - erst im Juli." Hier habe man viel Zeit liegen gelassen. Besser sehe es aber bei den Schnelltests aus.

    Als weiteres Problem machte Meidinger beim milliardenschweren dem Bundesprogramm für Aufholförderung aus. Es gebe einigen Regionen nicht genügend Personal, um Kindern versäumten Unterrichtsstoff zu vermitteln.

    Dennoch müsse man mit Optimismus ins neue Schuljahr gehen, sagte der Verbandspräsident weiter. Noch seien die Inzidenzzahlen niedrig und vollständiger Präsenzunterricht möglich. Allerdings könne man hier keine Garantie geben, dass es nicht doch wieder Wechselunterricht geben werde.

    Nach gut sechs Wochen Ferien beginnt in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern als erste Bundesländer an diesem Montag das neue Schuljahr.

    07.40 Uhr: Lauterbach - Stiko hat sich bei Kinderimpfen möglicherweise "verrannt"

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut mit ihrer Position zur Corona-Schutzimpfungen in einer "Außenseiterposition". Wesentliche Studien hätten ergeben, dass eine Durchseuchung mit der Delta-Variante viel gefährlicher sei als die Impfung von Kindern, sagte der Bundestagsabgeordnete heute im Deutschlandfunk. Zugleich verteidigte er die Stiko im Grundsatz. Sie habe in der Vergangenheit "ganz hervorragende Arbeit geleistet".

    Medienberichten zufolge wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern heute beschließen, Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren generell eine Impfung anzubieten. Dazu gibt es bislang keine Empfehlung der Stiko. Das Expertengremium hat nur eine Impfempfehlung für Kinder aus Risikogruppen ausgesprochen. Lauterbach sagte, der Stiko müsse von der Politik Freiraum gelassen werden. Gleichwohl sei es richtig, dass die Politik jetzt Fakten schaffe. Möglicherweise habe sich die Impfkommission in der Frage der Corona-Impfungen für Kinder "ein bisschen zu früh festgelegt und verrannt".

    07.29 Uhr: Formel-1-Fahrer Hamilton fürchtet Covid-Folgen

    Lewis Hamilton war ungewohnt erschöpft nach dem Großen Preis von Ungarn und begab sich zunächst sogar in die Obhut des Teamarztes. Danach erklärte der 36 Jahre alte Rennfahrer: "Ich kämpfe wirklich schon das ganze Jahr mit der Gesundheit und darum, gesund zu bleiben, nachdem, was Ende vergangenen Jahres passiert ist." Hamilton meinte damit seine Corona-Infektion, die ihn ein Rennen hatte pausieren lassen. Der siebenmalige Weltmeister nimmt an, dass er unter den Langzeitfolgen der Covid-19-Erkrankung, Long Covid genannt, leidet.

    Nach dem letztlich zweiten Platz beim spektakulären Rennen auf dem Hungaroring am Sonntag hatte er über Schwindelgefühle auf dem Podium geklagt. Vielleicht sei er dehydriert gewesen, aber er habe so etwas definitiv noch nicht erlebt. In Silverstone habe er zwar ähnliches vor zwei Wochen durchgemacht, "aber hier war es schlimmer".

    Er hätte mit keinem speziell darüber gesprochen, "aber ich denke, es dauert noch an", erklärte Hamilton seinen Long-Covid-Verdacht. "Ich erinnere mich an die Auswirkungen, als ich es hatte. Seitdem ist das Training anders und das Müdigkeitsniveau ist auch anders. Es ist eine echte Herausforderung."

    05.30 Uhr: Corona-Verstöße bringen Kommunen Arbeit und Geld

    Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen haben den bayerischen Kommunen eine Menge Arbeit, aber auch zusätzliche Einnahmen beschert. Allein in der Landeshauptstadt München habe sich das Bußgeldaufkommen auf fast 2,1 Millionen Euro summiert, sagte Johannes Mayer vom Kreisverwaltungsreferat. In Nürnberg wurden Geldbußen in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro verhängt. Wie viel davon tatsächlich gezahlt wurde, kann das Gesundheitsamt allerdings nicht sagen.

    Um die ganzen Anzeigen abzuarbeiten, haben die Städte zum Teil die Stellen in der Bußgeldstelle aufgestockt oder diese mit Beschäftigten aus anderen Abteilungen befristet verstärkt. Allein in München gingen seit März 2020 mehr als 35 000 Anzeigen ein. Damit habe sich das Aufkommen seit Beginn der Pandemie mehr als verdoppelt, sagt Mayer. Auch in Nürnberg und Regenburg gab es einen ähnlich hohen Anstieg.

    04.45 Uhr: Pflegeheime in Bayern haben viele freie Plätze

    In Pflegeheimen in Bayern sind als Folge der Corona-Pandemie derzeit viele Plätze frei. "Die Menschen haben aufgrund flexibler Arbeitsmodelle und Arbeitszeiten mehr Möglichkeiten, Angehörige zu pflegen", sagte Sohrab Taheri-Sohi, Pressesprecher des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Nicht alle BRK-Einrichtungen verzeichnen seinen Angaben zufolge eine Unterbelegung, aber bei den betroffenen Heimen seien bis zu 20 Prozent der Plätze derzeit nicht belegt.

    "Seit dem pandemiebedingten Aufnahmestopp in Pflegeeinrichtungen haben sich die Belegungszahlen nicht erholt", sagte Taheri-Sohi. Berichterstattung und Schlagzeilen zu Corona-Ausbrüchen in Altenheimen hätten dazu beigetragen. Auch Wohlfahrtsverbände und andere Träger bemerken diesen Trend. Zunächst hatte der "Münchner Merkur" darüber berichtet. Insbesondere in den Einrichtungen, die von einem Ausbruchsgeschehen schlimm betroffen waren, verzeichnet der Awo-Landesverband Bayern große Leerstände. "Im Durchschnitt ist jeder zehnte Platz nicht belegt. Es gibt aber auch Einrichtungen, die nur zu 70 Prozent ausgelastet sind", so Stefan Wolfshörndl, Co-Landesvorsitzender der Awo in Bayern.

    03.30 Uhr: Wieder strengere Corona-Regeln im Landkreis Berchtesgadener Land

    Ab heute gelten im Landkreis Berchtesgadener Land wieder strengere Corona-Regeln. Die 7-Tage-Inzidenz liegt dort aktuell bei 55,7. Das ist der derzeit höchste Wert in Bayern.

    Im Berchtesgadener Land gilt in vielen Bereichen jetzt wieder eine Testpflicht. Wer etwa eine Gaststätte, ein Hotel oder eine Kulturveranstaltung besuchen möchte, muss einen negativen Corona-Test vorlegen. Davon ausgenommen sind vollständig Geimpfte und Genesene. Allerdings müssen auch sie einen entsprechenden Nachweis erbringen. Zudem greifen strengere Kontaktbeschränkungen: Es dürfen sich nur noch maximal zehn Menschen aus dem eigenen und zwei weiteren Haushalten treffen, Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

    Wenn in drei aufeinanderfolgenden Tagen in einem bayerischen Kreis oder einer kreisfreien Stadt die Inzidenz höher als 50 liegt, gelten am übernächsten Tag strengere Regeln.

    02.30 Uhr: SPD-Fraktionschef Mützenich schließt Nachteile für Ungeimpfte nicht aus

    Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich hält Nachteile für Ungeimpfte denkbar. "Private Anbieter können natürlich Geimpften oder Genesenen Vorteile gewähren. Staatliche Stellen müssen aber allen gleichermaßen ihre Leistungen anbieten, wobei durch Hygienekonzepte oder künftig durch Eigenleistungen für Tests durchaus auch Nachteile für Ungeimpfte entstehen können", sagt Mützenich der Zeitung "Rheinische Post" (Montagausgabe). "Dass Menschen, die sich solidarisch verhalten, dem Normalzustand schneller wieder näher kommen, halte ich für fair. Das Infektionsschutzgesetz gibt das in seiner aktuellen Fassung auch her."

    02.00 Uhr: Lehrerverband - Unaufholbaren Schäden bei erneutem Distanzunterricht

    Der Präsident des nordrhein-westfälischen Lehrerverbands, Andreas Bartsch, fordert mit Blick auf das Ende der Sommerferien die Landesregierung zu mehr Anstrengungen auf. "Wir müssen jetzt alle Voraussetzungen schaffen, dass wir nicht wieder zurück in den Wechsel- und Distanzunterricht gehen. Denn das wäre ein Schaden, den wir am Ende nicht mehr aufholen können", sagt Bartsch der Zeitung "Rheinische Post". Es sei unnötig viel zu viel Zeit durch die Beharrungskräfte bei den Luftfiltern und das schleppende Verfahren bei der Digitalisierung vertan worden. "Da brauchen wir jetzt endlich mal das breite gesellschaftliche Bewusstsein, dass sich da ganz schnell ganz massiv was bewegen muss."

    01.46 Uhr: Impf-Nachfrage in den USA steigt wieder

    Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen. Die Impfkampagne war seit Juni ins Stocken geraten, mit zuletzt nur rund einer halben Million verabreichten Spritzen pro Tag. Der Trend kehrte sich nun jedoch angesichts der neuen Corona-Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um. Am Sonntag (Ortszeit) wurden 816.000 Impfungen verabreicht, darunter 517.000 Erstimpfungen, wie ein leitender Beamter des Weißen Hause auf Twitter schrieb. Dem Beamten zufolge lagen auch die Impfzahlen der vergangenen Tage deutlich über jenen der Vorwoche. Am Samstag etwa seien es 712 000 Dosen gewesen, ein Anstieg um 77 Prozent gegenüber der Vorwoche (403 000). Am Freitag habe es ein Plus von 43 Prozent gegeben. Im April waren täglich noch gut drei Millionen Dosen verabreicht worden.

    Die Zahl der im Wochendurschnitt pro Tag registrierten Neuinfektionen, die im Juni zeitweise auf 11.000 gefallen war, liegt inzwischen wieder bei 72.000. Die Zahl der Neuinfektionen steigt landesweit an, aber besonders betroffen sind Bundesstaaten mit geringerer Impfquote, darunter zum Beispiel Louisiana und Florida.

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