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Corona: Die Ereignisse vom 5. Oktober bis 11. Oktober | BR24

© picture alliance / Eibner-Pressefoto

Positives Testergebnis, medizinisches Personal beim RT-PCR (Symbolbild)

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    Corona: Die Ereignisse vom 5. Oktober bis 11. Oktober

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom vom 5. Oktober bis 11. Oktober.

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    Sonntag, 11. Oktober 2020

    20.10 Uhr - 53.000 Neuinfektionen in den USA

    Die US-Seuchenbehörde CDC registriert 53.363 neue Infektionsfälle. Damit steigt die Gesamtzahl auf 7.694.865 Menschen mit Ansteckungen. 577 neue Todesfälle hat die Behörde erfasst. Insgesamt haben damit 213.614 Patienten die Ansteckung nicht überlebt.

    19.00 Uhr: Kanzleramtschef Braun: Strenger bei Reisen und Feiern

    Kanzleramtschef Helge Braun verteidigt schärfere Einschränkungen. Die Bundesregierung wolle, dass die Wirtschaft weiterlaufe und dass Schulen und Kindergärten offen blieben, damit das Land gut durch die Krise komme, sagt Braun in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".

    "Und deshalb müssen wir da, wo die Infektionsketten sich hauptsächlich ausbreiten - nämlich bei Feiern und eben leider auch beim Reisen - etwas strenger sein", so Braun.

    18.15 Uhr: R-Wert liegt bei 1,40

    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Sonntag bei 1,40 (Vortag: 1,42). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel 1,4 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

    Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert nach Angaben vom Sonntag bei 1,37 (Vortag: 1,43). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

    Das RKI hat immer wieder betont, die Reproduktionszahl müsse unter dem kritischen Wert 1 liegen, damit die Epidemie abflaue. Wichtig sind dem Institut zufolge auch die Zahl der Neuinfektionen im Tagesvergleich, die Zahl der positiv ausgefallenen Tests sowie die Be- und Auslastung des Gesundheitswesens.

    17.25 Uhr: Katalonien und Navarra verschärfen Corona-Regeln

    Die spanischen Regionen Katalonien und Navarra verschärfen ihre Corona-Maßnahmen. In Katalonien sollen Firmen ihre Mitarbeiter auffordern, für die kommenden 15 Tage von zuhause aus zu arbeiten. "Ohne neue Maßnahmen könnten wir in zwei oder drei Wochen in die Lage von Madrid gelangen", sagt der Gesundheitsminister der autonomen Region, Josep Maria Argimon. Madrid gilt als einer der größten Corona-Hotspots in Europa. Seit Freitag gilt dort der Notstand. In der nordspanischen Region Navarra sollen Treffen von mehr als sechs Personen verboten werden, Restaurants müssen ihre Gästekapazität halbieren und um 22.00 Uhr schließen.

    17.20 Uhr: Corona-Inzidenzwert im Landkreis Regen über 70

    Der Landkreis Regen hat den Corona-Inzidenzwert von 70 überschritten, das hat das Landratsamt heute in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. "Unsere Befürchtungen sind leider eingetroffen, wir verzeichnen einen Inzidenzwert von mehr als 70 Infizierten auf 100.000 Einwohner", stellt Pressesprecher des Landkreises Regen, Heiko Langer fest. Der Landkreis erlässt deshalb eine neue Allgemeinverfügung, die ab dem morgigen Montag (12.10.) gilt. So darf es bei Veranstaltungen, die nicht für ein beliebiges Publikum angeboten werden, in geschlossenen Räumen nur noch 25 Teilnehmer geben, im Freien ist der Teilnehmerkreis auf maximal 50 Personen beschränkt. Dies gelte für alle Feierlichkeiten, wie Hochzeiten, Beerdigungen und Geburtstage. Ohne Veranstaltungscharakter dürften nur Angehörige des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister, sowie Angehörige eines weiteren Hausstands oder Gruppen von bis zu fünf Personen in der Gastronomie an einem Tisch sitzen. Gleiches gilt auch bei Treffen auf privaten Grundstücken oder in privaten Räumen. Sperrstunde für die Gastronomie Zudem wird eine Sperrstunde für die Gastronomie eingeführt.

    17.15 Uhr: SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach äußert massive Kritik an den innerdeutschen Beherbergungsverbot

    Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat massive Kritik an den innerdeutschen Beherbergungsverboten geäußert. "Da wurde ein Fehler gemacht, das müsste abgeräumt werden. Keine Studie zeigt, dass das Reisen innerhalb Deutschlands ein Pandemietreiber ist. Ich löse mit diesen Regeln also kein Problem, weil es da kein Problem gibt." Lauterbach sagte, die Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner werde ohnehin in sehr kurzer Zeit an sehr vielen Orten in Deutschland überschritten werden. Viele Details der Regelung wirkten zudem willkürlich. "Wenn man Regeln wie dieses trotzdem aufrecht erhält, verliert man die Unterstützung der Bevölkerung für Regeln die sinnvoll und wichtig sind."

    17.05 Uhr: Auch Mainz überschreitet kritische Schwelle

    In Rheinland-Pfalz hat nun auch die Stadt Mainz den kritischen Wert von 50 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Der Wert lag bei 57, wie das Sozialministerium in Rheinland-Pfalz mitteilte. Weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens wurden zunächst nicht angekündigt. Es werde jedoch eine lokale Task Force geben, die zeitnah zusammentrete. Die Stadt hatte in den vergangenen Tagen bereits Maßnahmen wie ein nächtliches Alkoholverbot beschlossen.

    16.00 Uhr: Libanon: Ausgangssperren für etwa 170 Dörfer und Städte

    Angesichts eines Anstiegs der Neuinfektionen hat die Regierung im Libanon Ausgangssperren über rund 170 Dörfer und Städte verhängt. Die Maßnahme gelte eine Woche lang und beginne am Montagmorgen, teilten die Behörden mit. Im ganzen Land müssen Bars und Diskotheken geschlossen bleiben. Im Libanon haben sich bislang rund 53.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 455 Todesfälle wurden registriert. Der libanesische Gesundheitsminister Hamad Hassan warnte, die Neuinfektionen könnten "europäisches Niveau", und nannte lokale Lockdowns eine "letzte Chance".

    15.50 Uhr: Türkei kündigt vollständige Meldung von Corona-Zahlen an

    Nach heftiger Kritik an ihrer Informationspolitik hat die türkische Regierung angekündigt, ab der kommenden Woche die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Land melden zu wollen. Das sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in einem Interview mit der Zeitung "Hürriyet". Zuvor war Ankara dafür kritisiert worden, lediglich Zahlen für Patienten mit Symptomen einer Infektion zu nennen. Ab dem 15. Oktober würden auch asymptomatische Fälle aufgeführt und an die Weltgesundheitsorganisation gemeldet, hieß es nun. Koca hatte im September enthüllt, dass in den offiziellen Zahlen nur Patienten mit Symptomen enthalten seien. Ärztevereinigungen und die Opposition hatten die Aussagekraft der Statistik seit langem angezweifelt.

    15.30 Uhr: NRW verschärft Corona-Regeln

    Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die Zahl der Teilnehmer an privaten Feiern in dem bevölkerungsreichsten Bundesland angesichts steigender Corona-Fallzahlen auf maximal 50 Personen beschränken. Dies kündigte Ministerpräsident Armin Laschet nach einer Sondersitzung des Landeskabinetts in Düsseldorf an. Zahlreiche Städte in dem bevölkerungsreichsten Bundesland hatten zuletzt die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten, darunter Köln und Essen. In den betroffenen Städten sollen nun die Öffnungszeiten von Kneipen eingeschränkt und Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern im Freien und 250 Teilnehmern in geschlossenen Räumen gestrichen werden.

    Laschet sagte, es sei wichtig, das öffentliche und wirtschaftliche Leben, sowie Kitas und Schulen weiter offen zu halten. Dafür müsse man nun bei privaten Feiern Opfer bringen, erklärte der CDU-Politiker. Er sprach sich zudem dafür aus, mehr bundeseinheitliche Regeln im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus zu schaffen.

    15.00 Uhr: Libanon schließt Bars und Nachtclubs

    Im Libanon müssen Bars und Nachtclubs schließen, damit eine Ausbreitung des Virus-Pandemie verhindert werden kann. Das Innenministerium verhängt zudem einen Lockdown über 169 Dörfer und Bezirke im ganzen Land, nach 111 in der vorigen Woche. Die Regierung bekräftigte auch die Ausgangssperre zwischen 01.00 Uhr und 06.00 Uhr morgens. Seit Beginn der Pandemie wurden im Land 52.558 Infektionen und 455 coronabedingte Todesfälle gemeldet. Bei einer Bevölkerung von rund sechs Millionen Menschen gab es im Libanon in den vergangenen Tagen mehr als 1.000 Fälle täglich.

    14.35 Uhr: Mediziner sieht Großbritannien in Pandemie am Wendepunkt

    Großbritannien steht im Kampf gegen die Virus-Pandemie am Wendepunkt, so Englands stellvertretender Chefmediziner Jonathan Van Tam. Die Verbreitung von Covid-19 verlagere sich in den am schlimmsten betroffenen Gebieten nun von den jüngeren Altersgruppen der Erwachsenen auf ältere Menschen. Und "so wie die Nacht auf den Tag folgt, wird nun auch die Zahl der Todesfälle zunehmen", warnte der Epidemiologe. "In unserem nationalen Kampf gegen Covid-19 befinden wir uns an einem ähnlichen Wendepunkt wie im März. Aber wir können verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt, wenn wir alle jetzt handeln."

    14.25 Uhr: Neue Coronafälle im Landkreis Bad Kissingen

    Am Wochenende sind neue Coronafälle in öffentlichen Einrichtungen im Landkreis Bad Kissingen bekannt geworden. Eine Schülerin des Berufsbildungszentrums für soziale Berufe (BBZ) in Münnerstadt wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das Gesundheitsamt wurde am Samstag über das Testergebnis informiert. Daraufhin wurden 25 Schülerinnen und die betroffenen Lehrkräfte der Schulklasse unter Quarantäne gestellt. Während der Quarantäne läuft der Unterricht für die betroffenen Schüler in digitaler Form weiter. Tests haben die Gesundheitsämter am jeweiligen Wohnsitz der Kontaktpersonen veranlasst. Außerdem wurden zwei Geschwisterkinder, die den Kindergarten St. Burkard in Oerlenbach besuchen, positiv auf das Coronavirus getestet.

    14.15 Uhr: Carla Bruni beklagt Sterben der Musikbranche

    Carla Bruni, Sängerin und frühere Premiere Dame von Frankreich, zeigt sich besorgt über die Lage von Musikern. "Unsere Branche stirbt", sagte sie der "Welt am Sonntag". Dies betreffe auch Theater und alle jene, "die helfen, dass eine Aufführung, ein Konzert überhaupt stattfinden kann". Viele verarmten derzeit oder würden immer verzweifelter. Und: "Es ist schlimm, wenn die Livekunst verschwindet", so Bruni, deren neues Album soeben erschienen ist. Dennoch sei ihr bewusst, dass ihr persönlich im Vergleich zu anderen gut gehe. Zur politischen Lage erklärte die Sängerin, sie verfolge sowohl den US-Wahlkampf als auch, "was in Brasilien und England passiert". Sie habe die US-Präsidenten George W. Bush und Barack Obama getroffen. Unabhängig davon, ob man diese Politiker, ihren Ehemann, den früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, oder Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) möge - sie hätten sich, so Bruni "alle professionell verhalten". Heute dagegen habe sie bisweilen den Eindruck, dass man es mit Dilettanten zu tun habe.

    14.05 Uhr: Papst ruft Kinder zum Gebetssturm gegen Corona auf

    Der Papst hat Kinder in aller Welt zu einem Gebetssturm gegen das Coronavirus aufgerufen. Beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz ermutigte Franziskus, sich an einer entsprechenden Aktion am 18. Oktober zu beteiligen. Dieses "schöne Ereignis" biete die Gelegenheit, gemeinsam für ein Ende der globalen Pandemie zu beten. Der Papst unterstützt damit die Initiative "Eine Million Kinder beten den Rosenkranz" des internationalen katholischen Hilfswerks Kirche in Not. Nach Angaben der Organisation werden sich Kinder aus 80 Nationen auf allen Kontinenten beteiligen. Kardinal Mauro Piacenza, Präsident der päpstlichen Stiftung Kirche in Not, sagte mit Blick auf die Corona-Krise: "Wir dürfen nicht vergessen, dass die größte Hilfe von Gott kommt.

    13.35 Uhr: Söder drängt auf bundesweit einheitliche Corona-Regeln

    Die Maskenpflicht ausweiten, bundesweit höhere Bußgelder, weniger Partys. Am "BR Sonntags-Stammtisch" sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU), dass die Corona-Infektionszahlen "zu früh zu hoch" seien. "Ich hatte gehofft, dass diese Entwicklung erst später eintritt", so Söder. Entsprechend schnell gelte es jetzt zu handeln. "Ohne Panik, aber schon mit Vernunft und Umsicht" müsse man jetzt überlegen, welche Maßnahmen in den nächsten Wochen nötig seien. "Wir wollen auf keinen Fall einen Lockdown", betonte Söder. Seiner Meinung nach gibt es drei kurzfristige Mittel, um die Zahl der Infektionen zu beschränken: "Mehr Maske – das ist das mit Abstand sinnvollste Schutzmittel. Mehr Maske erlaubt auch mehr".

    13.15 Uhr: Stuttgart mobilisiert Verwaltung und erbittet Hilfe der Bundeswehr

    Stuttgart mobilisiert zur Verfolgung von Kontaktpersonen im Zuge der Corona-Pandemie die ganze Stadtverwaltung. Zudem bittet die Stadt die Bundeswehr um Unterstützung, wie Stefan Ehehalt, Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts, mitteilte. "Die Zahlen steigen auf besorgniserregende Weise an, und zwar so stark, dass das Gesundheitsamt die für die Kontrolle der Pandemie so wichtige Kontaktpersonennachverfolgung nicht mehr gewährleisten kann", so Ehehalt. Zuvor war in der Landeshauptstadt die Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten worden, der Wert war am Samstagabend auf 50,5 gestiegen. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte nach einer Telefonkonferenz zur Lagebesprechung: "Wir müssen jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen sofort wieder runter zu bekommen. Nur so können wir Schulen, Kitas, Wirtschaft und Handel offen halten. Nur so kann es gelingen, dass wieder alle Fälle durch das Gesundheitsamt nachvollzogen werden können."

    13.05 Uhr: Iranische Spitzenpolitiker mit Corona infiziert

    Der iranische Atomchef und Vizepräsident Ali-Akbar Salehi hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim bestätigte die iranische Atomorganisation (AEOI), dass ein Corona-Test bei Salehi in der vergangenen Woche positiv ausgefallen war. Der Atomchef sei seitdem in häuslicher Quarantäne, aber es gehe ihm gut, hieß es in der AEOI-Erklärung. Salehi ist bereits der zweite Stellvertreter von Präsident Hassan Ruhani, der sich mit dem Virus infiziert hat. Am Samstagabend hatte auch Mohammed Bagher Nobacht seinen positiven Corona-Test bekanntgegeben.

    12.40 Uhr: Polizei löst Rave-Party am Münchner Schlachthof auf

    Die Münchner Polizei hat heute Morgen eine illegale Party auf dem Gelände des Münchner Schlachthofs aufgelöst. Gegen 06.00 Uhr erhielt die Polizei einen Anruf von einem Anwohner, dass in einem leerstehenden Gebäude im Schlachthofviertel eine Feier mit circa 150 Menschen stattfinden würde. Laut Polizei fuhren daraufhin mehrere Streifen dorthin. Da die Feier in unmittelbarer Nähe der Gleise stattfand, sprach sich die Münchner Polizei erst mit der Bundespolizei ab, die dann den Gleisbereich sicherte. Denn die Polizei befürchtete, dass die Feiernden beim Auflösen der Party über die Gleise flüchten und sich damit gefährden könnten. Gegen 07.00 Uhr gingen die Beamten in das Gebäude. Dort trafen sie 30 Feiernde an.

    12.35 Uhr: Ethikrats-Vorsitzende schließt allgemeine Corona-Impfpflicht aus

    Die Vorsitzende des deutschen Ethikrates, Alena Buyx, hält die Einführung einer Impfpflicht gegen Covid-19 für ausgeschlossen. "Es wird keine allgemeine Corona-Impfpflicht geben. Da bin ich mir sicher", sagte die Medizinethikerin der "Augsburger Allgemeinen" vorab in der Montagsausgabe. Sie könne sich nur eng berufsbezogene Vorgaben vorstellen, etwa für Mitarbeitende in Pflegeheimen. Die 43-Jährige lehrt an der Technischen Universität München.

    12.20 Uhr Italiens Regierung bereitet nach Medienberichten eine erneute Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen vor

    Italiens Regierung bereitet nach Medienberichten eine erneute Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen vor, um den steilen Anstieg der Ansteckungszahlen zu bremsen. Rom plane ein striktes Verbot von Gruppen im Freien vor Bars und Restaurants, hieß es am Samstag in verschiedenen italienischen Zeitungen.

    Außerdem solle die Teilnehmerzahl für private Feiern stark begrenzt werden. Damit wolle Rom einen zweiten großen Lockdown vermeiden. Die Regierung von Premier Giuseppe Conte hatte im März für viele Wochen Wirtschaft und Leben in dem 60-Millionen-Einwohner-Land stark eingeschränkt.

    12.15 Uhr: Steinmeier ruft zu Unterstützung der ärmeren Staaten in der Corona-Pandemie auf

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zu mehr Unterstützung der ärmeren Länder in der Corona-Pandemie aufgerufen. "Das Virus kann alle treffen, trifft aber nicht alle gleich", erklärte Steinmeier am Sonntag in Berlin anlässlich der Woche der Welthungerhilfe. "Die Menschen in vielen Ländern des globalen Südens sind doppelt verwundbar." Deutschland sei bisher vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Masken und Schutzkleidung seien in vielen Ländern Mangelware. "Beatmungsmaschinen fehlen, Schwerstkranke können nicht behandelt werden." Auch die wirtschaftlichen Folgen seien schwerwiegend. Den Menschen solle Hoffnung gegeben werden, gut durch die Corona-Zeit zu kommen, sagte der Bundespräsident.

    12.10 Uhr: Sechs Gebiete in Niedersachsen überschreiten kritischen Corona-Wert

    Die Zahl der Regionen in Niedersachsen, die den kritischen Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschreiten, ist am Sonntag auf sechs gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums lagen rechnerisch die Kreise Grafschaft Bentheim (70,0), Emsland (52,6), Cloppenburg (103,7), Vechta (50,4), Wesermarsch (51,9) und die kreisfreie Stadt Delmenhorst (90,3) darüber.

    12.05 Uhr: Erneut Verstöße gegen Sperrstunde in Berlin

    n der zweiten Nacht mit der neuen Sperrstunde in Berlin musste die Polizei erneut Lokale schließen und größere Gruppen auflösen. "Wir kontrollieren die Corona-Verstöße derzeit im Rahmen unseres normalen Dienstes. Schwerpunkteinsätze gibt es an diesem ersten Wochenende noch nicht", sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Genaue Zahlen zu den Verstößen und den eingesetzten Beamten lagen demnach zunächst nicht vor. Mehrere größere Menschenansammlungen wurden aufgelöst, teilte die Polizei per Twitter mit. So seien 50 Menschen bei einem Spätverkauf am Kottbusser Tor entdeckt worden und 20 vor einer Bar in Friedrichshain. Im Freien dürfen sich nach der neuen Infektionsschutzverordnung von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr nur noch fünf Personen versammeln.

    11.15 Uhr: Rekordwert in Russland

    In Russland hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen den Rekordwert von 13.634 erreicht, teilten die Behörden am Sonntag mit. Erst am Samstag waren mit 12.846 so viele Neuinfektionen wie nie seit Beginn der Pandemie gemeldet worden. Einen Hotspot bildet die nach wie vor Hauptstadt Moskau. Insgesamt wurden in Russland seit Beginn der Pandemie fast 1,3 Millionen bestätigte Infektionen registriert. Mehr als 22.500 mit dem Virus infizierte Menschen starben.

    11.00 Uhr: Weiter hohe Infektionszahlen in Bayerns Corona-Brennpunkten

    Die Infektionswerte in den Corona-Brennpunkten in Bayern sind weiter gestiegen. In Rosenheim meldete das Robert-Koch-Institut 70,8 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Im Landkreis Fürstenfeldbruck lag dieser Wert bei 64,3, in der kreisfreien Stadt Memmingen bei 56,7, im Landkreis Regen bei 60,7. München lag mit 48,6 nur noch knapp unterhalb des Grenzwerts von 50. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte deshalb die Menschen eindringlich zur Beachtung der Corona-Regeln ermahnt.

    9.45 Uhr: NRW-Landesregierung berät auf Sondersitzung über Lage in der Corona-Pandemie

    In Nordrhein-Westfalen berät die Landesregierung angesichts der deutlichen Zunahme an Neuinfektionen heute in einer Sondersitzung über die Lage in der Pandemie. Am Nachmittag will Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über das weitere Vorgehen informieren. Unter anderem Köln gehört zu den Risikogebieten in Deutschland. In solchen Gebieten ist der vereinbarte Grenzwert überschritten worden. Das heißt: innerhalb von sieben Tagen haben sich mehr als 50 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert.

    09.40 Uhr: Zehntausende Israelis demonstrieren gegen Corona-Politik der Regierung

    Erneut haben in Israel Zehntausende Menschen demonstriert und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zum Rücktritt aufgefordert. Die Demonstranten werfen Netanjahu vor, in der Corona-Krise versagt zu haben. Zudem sehen sie ihn als nicht mehr regierungsfähig an, weil er wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht steht.

    Wegen des landesweiten Lockdowns, der Großkundgebungen vor Netanjahus Residenz in Jerusalem de facto verbietet, versammelten sich die Demonstranten am Samstagabend landesweit an Hunderten Orten. Zusammenkünfte sind Bürgern aktuell nur im Umkreis von einem Kilometer um ihr Zuhause gestattet.

    Zur größten Kundgebung auf dem Habima-Platz in der Innenstadt von Tel Aviv kamen Tausende Protestierende, die teils auf Trommeln und Tamburinen schlugen und Fahnen von Protestbewegungen schwenkten. Die Polizei meldete Zusammenstöße mit Demonstranten in Tel Aviv und Jerusalem.

    Demonstranten fordern seit vier Monaten in wöchentlichen Protesten Netanjahus Rücktritt. Er hat ihre Vorwürfe zurückgewiesen und bezeichnet seine Kritiker als "Linke" und "Anarchisten".

    8.34 Uhr: Queen ehrt "Helden der Coronakrise"

    Insgesamt 1.495 Briten hat Königin Elizabeth II. in diesem Jahr anlässlich ihres 94. Geburtstages geehrt. Darunter waren viele Helden in der Corona-Krise - etwa Krankenpfleger, Sozialarbeiter und Fußballer. Es habe aber keine offizielle Zeremonie gegeben, sagte am Samstag eine Sprecherin des Buckingham-Palastes der Deutschen Presse-Agentur in London.

    Der Stürmer Marcus Rashford von Manchester United wurde mit einem Ritterorden für seinen Einsatz geehrt, ärmere Kinder während der Pandemie genug mit Essen zu versorgen. Mit seiner Kampagne konnte der 22-Jährige sogar die Regierung zu mehr Unterstützung für Bedürftige bewegen. Die hohe Auszeichnung zu bekommen sei "ein bisschen seltsam", aber er fühle sich geehrt, sagte der Fußballer.

    08.10 Uhr Essen überschreitet Corona-Warnstufe

    Die Stadt Essen hat in der Corona-Pandemie die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die knapp 600.000 Einwohner große Ruhrgebietsstadt am Sonntag mit 57,3 an. In Essen gelten nun unter anderem strenge Grenzen für Partys.

    08.08 Uhr: Indien meldet mehr als sieben Millionen Corona-Fälle

    Indien hat die Schwelle von sieben Millionen Corona-Fällen überschritten. Das Gesundheitsministerium des Landes meldete am Sonntag einen Anstieg der Neuinfektionen um fast 75.000, damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten auf 7,05 Millionen.

    Das Land könnte angesichts der steigenden Fallzahlen bald die USA mit 7,67 Millionen Infizierten übertreffen. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus, da in Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern nur wenig Testkapazitäten vorhanden sind.

    06.47 Uhr: US-Präsident Trump laut Leibarzt nicht mehr ansteckend

    Von US-Präsident Donald Trump geht nach Angaben seines Leibarztes "kein Übertragungsrisiko für andere" mehr aus. Das hätte ein Corona-Test gezeigt, dem sich Trump gestern unterzogen habe, erklärte Sean Conley. Es gebe keine Hinweise mehr darauf, dass sich das Virus aktiv vermehre. Zur Frage, ob dies bedeute, dass Trump negativ auf das Coronavirus getestet worden sei, äußerte sich das Präsidialamt zunächst nicht. Trump hatte am 2. Oktober mitgeteilt, dass er positiv getestet worden sei. Anschließend stieg er mit einem Auftritt vor Anhängern auf dem Gelände des Weißen Hauses in Washington wieder in den Wahlkampf ein.

    06.30 Uhr: RKI meldet 3.483 Neuinfektionen in Deutschland

    Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 3.483 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2.828 auf 4.058 erheblich gestiegen, von Donnerstag auf Freitag lag die Zahl bei 4.516. Das Robert Koch-Institut meldete gestern insgesamt 4.721 neue Fälle. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

    Gleichzeitig überschreiten immer mehr große Städte die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Betroffen sind; Köln, Stuttgart, Berlin, Frankfurt und Bremen.

    Samstag, 10. Oktober 2020

    21.15 Uhr: Fast 27.000 neue Fälle in Frankreich

    In Frankreich registriert das Gesundheitsministerium 26.896 neue Infektionen in den vergangenen 24 Stunden. Weiter teilte das Ministerium mit, insgesamt seien 32.684 Menschen an einer Ansteckung mit dem Virus gestorben.

    21.00 Uhr: Rund 58.000 Neuinfektionen in den USA

    Die US-Seuchenbehörde CDC meldet 58.302 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, auf 7.641.502. Die Zahl der Patienten, die nach einer Infektion gestorben sind, wächst um 926 auf 213.037.

    US-Präsident Donald Trump ist am Samstag zum ersten Mal seit seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus öffentlich aufgetreten. "Ich fühle mich gut", sagte Trump vor mehreren hundert Anhängern, die sich unter einem Balkon des Weißen Hauses versammelt hatten. Der Präsident, der wegen einer Infektion mit dem Coronavirus drei Tage im Krankenhaus behandelt worden war, trug bei seinem Auftritt keine Atemschutzmaske.

    20:45 Uhr: Stuttgart überschreitet Obergrenze

    Stuttgart hat in der Corona-Pandemie den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das teilte die Landeshauptstadt am Samstagabend mit. Die Stadt bereite derzeit Einschnitte wie die Einführung einer Sperrstunde, Alkoholkonsum-Beschränkungen und die Maskenpflicht innerhalb des City-Rings vor.

    20.15 Uhr: Söder fordert härtere Strafen für Maskenverweigerer

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert deutlich härtere Strafen für Maskenverweigerer. Um den Schutz durch Masken zu gewährleisten, müsse das Bußgeld einheitlich in Deutschland angehoben werden, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". 50 Euro seien zu wenig, es brauche 250 Euro bei einem Verstoß und 500 Euro bei Wiederholungen, so Söder. Der CSU-Chef sprach sich außerdem für eine Maskenpflicht für öffentliche Plätze aus, an denen unter freiem Himmel gefeiert werde. Söder macht vor allem leichtsinniges Verhalten und die nachlassende Disziplin bei den Hygiene- und Abstandsregeln für die steigenden Corona-Infektionszahlen verantwortlich. Er rief die Menschen dazu auf, umsichtig zu bleiben, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. Die Lage werde langsam gefährlich, so Söder.

    19.20 Uhr: EU-Kommissarin positiv auf Coronavirus getestet

    Die EU-Kommissarin für Forschung und Innovation, Mariya Gabriel, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Nach einem ersten negativen Test auf Covid-19 am Montag ist mein zweiter Test positiv", schrieb die bulgarische Kommissarin am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Gabriel hatte sich bereits am Montag in Quarantäne begeben, nachdem in ihrem Team ein Corona-Fall entdeckt wurde.

    Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hatte sich am Montag vorübergehend in Quarantäne begeben, nachdem sie in der vergangenen Woche Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatte. Zwei Corona-Tests bei von der Leyen fielen jedoch negativ aus.

    19.00 Uhr: Drei Fälle im tschechischen Team

    Drei tschechische Fußball-Nationalspieler sind vor dem Nations-League-Spiel in Israel positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Trio wurde sofort von der Mannschaft isoliert, teilte der Verband mit. Zudem brachten 16 weitere Tests zunächst keine eindeutigen Ergebnisse, betroffen waren elf Spieler. Zehn von ihnen waren am Samstag bei einer erneuten Testreihe dann aber negativ. Nationaltrainer Jaroslav Silhavy will neun dieser Spieler auswählen, die nach Israel nachreisen. Am Samstag waren erst neun, schon im ersten Durchgang negativ getestete Akteure aus Zypern, wo die Tschechen am Mittwoch ein Testspiel bestritten hatten, nach Israel geflogen. Man werde 18 Spieler rechtzeitig vor Ort haben, teilte der Verband mit, die Austragung des Spiels in Haifa (20.45 Uhr) sei nicht gefährdet.

    18:22 Uhr: Portugal verzeichnet Rekordwert bei Neuinfektionen

    Wie etwa auch Österreich, Tschechien und die Niederlande hat Portugal heute einen neuen Höchstwert an täglichen Corona-Neuinfektionen zu vermelden. 1.646 neue Fälle kamen in dem 10-Millionen-Einwohner-Land zum Samstag hinzu.

    18.00 Uhr: R-Wert steigt weiter an

    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,42 (Vortag: 1,34). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,4 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

    Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert nach Angaben vom Freitag bei 1,43 (Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

    Das RKI hat immer wieder betont, die Reproduktionszahl müsse unter dem kritischen Wert 1 liegen, damit die Epidemie abflaue. Wichtig sind dem Institut zufolge auch die Zahl der Neuinfektionen im Tagesvergleich, die Zahl der positiv ausgefallenen Tests sowie die Be- und Auslastung des Gesundheitswesens.

    17.50 Uhr: Ärztekammer fordert zielgenauere Maßnahmen

    Die Bayerische Landesärztekammer fordert von der Staatsregierung, dass Quarantäne-Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie stärker auf besonders infektiöse Menschen beschränkt werden. Dazu solle die Aussagekraft der Corona-Tests vom Typ "RT-PCR" erhöht werden, heißt es in einem Beschluss, den die Kammer beim diesjährigen Bayerischen Ärztetag am Samstag in München gefasst hat. Diese Tests enthalten nicht nur Hinweise darauf, ob jemand infiziert ist, sondern auch wie wahrscheinlich es ist, dass er die Infektion weitergibt. Diese Informationen sollten genutzt werden, damit einschränkende infektionshygienische Maßnahmen nur über die verhängt werden, bei denen ein nennenswertes Risiko für die Weiterverbreitung von Covid-19 bestehe, fordert die Kammer. Wo die Schwelle dafür liegt, müsse die Politik entscheiden.

    17.40 Uhr: Vier bayerische Regionen reißen Corona-Obergrenze

    Rosenheim, Memmingen sowie die Landkreise Regen und Fürstenfeldbruck: In diesen Regionen wird derzeit die Obergrenze bei den Corona-Neuinfektionen überschritten. Die Konsequenz: verschärfte Regeln. Auch in München könnte es bald wieder soweit sein. Mehr dazu hier.

    17:20 Uhr: Corona-Ausbruch in Altenheim bei Osnabrück

    Eine Tote sowie 27 positiv getestete Bewohner und 13 Mitarbeiter hat der im Vitalis-Wohnpark in Bad Essen zu verzeichnen. Hinzu kommt, dass rund 200 Menschen als Besucher im Alten- und Pflegeheim im Landkreis Osnabrück waren. Sie müssen nun vom örtlichen Gesundheitsamt über Testmöglichkeiten informiert werden.

    15:16 Uhr: Mehr denn je: 6.500 Neuinfektionen in den Niederlanden

    Neben Österreich (siehe Beitrag von 12:02 Uhr) und Tschechien (10:33 Uhr) hat auch das deutsche Nachbarland Niederlande einen neuen Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen zu vermelden. 6.500 neue Corona-Fälle sind in dem westeuropäischen Land mit rund 17 Millionen Einwohnern in den letzten 24 Stunden hinzugekommen. Die Regierung warnte vor erneuten Beschränkungen, sollten die Zahlen nicht sinken.

    14:26 Uhr: Italien verschärft Corona-Maßnahmen wohl deutlich

    Italien hat seit Freitag als 5.000 Corona-Neuinfektionen zu vermelden. Um einen zweiten Lockdown wie im März 2020 zu verhindern, plant Italiens Regierung nun harte Maßnahmen gegen eine weitere Corona-Verbreitung. Demnach sollen größere Aufeinandertreffen von Menschen unterbunden werden. Gruppen vor Restaurants und Bars werden nicht mehr gestattet, möglicherweise wird gar das Stehen vor Gasstätten ganz verboten. Stattdessen sollen die Menschen geordnet und mit Abstand an Tischen sitzen. Die Teilnehmerzahl privater Feiern wird zudem stärker begrenzt. Die Maßnahmen werden aktuell noch im Kabinett verhandelt und sollen Mitte Oktober als fertiges Dekret vorliegen, so die italienische Zeitung "Corriere della Sera".

    Eine Maskenpflicht im Freien gilt in Italien bereits. Die italienischen Infektionszahlen haben derweil wieder das Niveau von März erreicht, als das Land europaweit mit am stärksten betroffen war. Vor allem aus der Großstadt Mailand wurde aktuell ein sprunghafter Anstieg der Zahlen gemeldet.

    14:03 Uhr: Hamburg mit mehr Maskenpflicht in der Öffentlichkeit

    In der Großstadt Hamburg steigt die Zahl der Corona-Infektionen. Der Inzidenzwert liegt am Samstag bei 38,8. Die örtliche Regierung reagiert nun mit einer Verschärfung der Maskenpflicht. So müssen ab Montag Beschäftigte in der Gastronomie eine Maske tragen. Zudem soll in öffentlichen Gebäuden sowie auf bestimmten öffentlichen Plätzen eine Pflicht zum Mund-Nasenschutz gelten, etwa bei Demonstrationen oder großem Menschenandrang. Welche Orte betroffen sind, wird auf einer Karte im Internet bekannt gegeben, so ein Sprecher des Hamburger Senats. Eine Sperrstunde wird dagegen nicht eingeführt.

    12:02 Uhr: Tagesrekord bei Neu-Infektionen in Österreich

    In Österreich sind die täglichen neuen Corona-Infektionen auf den Rekordwert von 1.235 gestiegen. Landesweiter Spitzenreiter bleibt nach Angaben des Gesundheitsministeriums die Hauptstadt Wien - mit 511 Neu-Infektionen binnen 24 Stunden. Im Vergleich zu Deutschland, das etwa das Neuneinhalbfache an Einwohnern hat, stellen sich die Zahlen in Österreich deutlich dramatischer dar.

    11:10 Uhr: NRW will kostenlose Tests für Urlauber aus Hotspots

    Das Land Nordrhein-Westfalen will in den Herbstferien kostenlose Testmöglichkeiten für Deutschland-Reisende aus nordrhein-westfälischen Risikogebieten ermöglichen. Das Gesundheitsministerium habe einen entsprechenden Erlass an die Kommunen versendet, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Wer aus einer Region kommt, in der die 50er-Inzidenz erreicht oder überschritten sei und für eine innerdeutsche Reise einen negativen Test brauche, solle sich kostenfrei testen lassen können.

    10:54 Uhr: Polen meldet neuen Rekord von 5.300 Neuinfektionen

    Auch in Polen gehen die Zahlen weiter nach oben: Das polnische Gesundheitsministerium meldet 5.300 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist der höchste Wert seit Ausbruch des Coronavirus in Deutschlands Nachbarland. Die Regierung hatte bereits Ende der Woche ihre Auflagen verschärft. Auch im Freien müssen jetzt Mund und Nase bedeckt werden.

    10:33 Uhr: Tschechien meldet mehr als 8.600 neue Corona-Fälle

    In Tschechien steigen die Corona-Infektionszahlen weiter stark an. Zuletzt wurden den Behörden 8.618 neue Fälle binnen eines Tages gemeldet - knapp 3.300 mehr als am Vortag. Es ist der vierte Tagesrekord in Folge. Ab Montag müssen in Tschechien, das knapp 10,7 Millionen Einwohner hat, Theater, Kinos, Museen, Galerien und Sportstätten für zunächst zwei Wochen schließen.

    10:08 Uhr: Altstadt-Weihnachtsmarkt in Fürth ist abgesagt

    Der Weihnachtsmarkt in der Fürther Altstadt muss heuer wegen Corona ausfallen. Das hat der Vorstand des Altstadtvereins Fürth in einer Mitteilung bekannt gegeben. Darin heißt es, die Verantwortlichen hätten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Letztendlich sei man aber zu dem Schluss gekommen, dass es derzeit zu viele Unwägbarkeiten und Risiken gebe.

    10:02 Uhr: Pflegeverband verlangt mehr Masken für Heime

    Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe fordert angesichts steigender Infektionszahlen einen besseren Corona-Schutz in Kliniken und Heimen. Verbandspräsidentin Christel Bienstein sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, man höre weiterhin von Engpässen in der Versorgung: "Aktuell werden keine Masken mehr vom Bund oder über die Länder geliefert. Wie die weitere Verteilung geplant ist, wissen wir noch nicht." Dabei sei der Schutz des Personals vor einer Infektion ein zentraler Baustein für den Schutz der pflegebedürftigen Menschen, so Bienstein.

    09:31 Uhr: Kretschmann rät von Reisen in den Herbstferien ab

    Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Bürgern nahegelegt, angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen auf Urlaubsreisen im Herbst zu verzichten. "Vielleicht sollten die Bürger in den Herbstferien nicht groß in der Gegend herumreisen. Weder im Inland, noch im Ausland – und schon gar nicht in Risikogebiete", sagte der Grünen-Politiker in einem Zeitungsinterview. Er selbst sei am Freitag auch nicht zur Sitzung des Bundesrates gereist, weil die Zahlen in der Hauptstadt so hoch seien.

    09:15 Uhr: Ukraine meldet mehr als 100 Corona-Tote an einem Tag

    In der Ukraine sind erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als hundert Menschen binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Nach Angaben des nationalen Sicherheitsrates stieg die Zahl der Todesfälle um 108 auf 4887. Insgesamt seien 256.266 Infektionsfälle nachgewiesen worden.

    08:18 Uhr: Rummenigge fordert einheitliche Regeln für Fan-Zulassung

    Nach dem Zuschauerverbot in Münchner Stadien bis Ende des Monats hat sich FC Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge für eine bundesweit einheitliche Regelung ausgesprochen. "Was wir brauchen, ist eine bundesweit einheitliche Lösung nach gewissen Parametern, die für alle gelten", forderte Rummenigge im Gespräch mit der Bild-Zeitung. Die Stadt München hatte am Freitag mitgeteilt, dass wegen der gestiegenen Corona-Zahlen Fußball-Spiele in der bayerischen Landeshauptstadt mindestens bis zum 25. Oktober ohne Fans stattfinden.

    07:36 Uhr: In Bayern gibt es zwei neue Corona-Hotspots

    Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gibt es auch im Freistaat neue Corona-Hotspots: Nach Rosenheim (67,7) haben sowohl Memmingen (54,4) als auch der Landkreis Fürstenfeldbruck (51,1) die 50er-Inzidenzmarke überschritten, München ist mit 47,7 wieder nah dran.

    07:36 Uhr: RKI meldet über 4.700 Neu-Infektionen in Deutschland

    Die Zahl der bestätigten neuen Corona-Fälle in Deutschland ist weiter gestiegen. Laut Robert-Koch-Institut meldeten die Gesundheitsämter zuletzt 4.721 neue Infektionen. Die Zahl der Todesfälle stieg um 15 auf 9.604. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2.828 auf 4.058 erheblich gestiegen, von Donnerstag auf Freitag lag das Plus bei 4.516.

    07:34 Uhr: Köln überschreitet Grenzwert

    Auch die Stadt Köln hat inzwischen die Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die Millionenstadt am Morgen mit 54,8 an. Die Kölner Stadtverwaltung hatte das Überschreiten der Schwelle erwartet und deshalb bereits zahlreiche Einschränkungen für das öffentliche Leben angeordnet. So darf unter anderem ab 22 Uhr kein Alkohol mehr auf Straßen und Plätzen konsumiert werden.

    05:46 Uhr: Ökumenischer Kirchentag setzt auf Corona-Schnelltests

    Corona-Schnelltests gehören zum Hygiene-Konzept für den 3. Ökumenischen Kirchentag im Mai kommenden Jahres in Frankfurt. Das hat die evangelische Präsidentin des Kirchentags, Bettina Limperg, in einem Interview erklärt. Schnelltests seien eines der vielen Mosaiksteine des Hygiene-Konzepts, das der Kirchentag noch im Oktober vorstellen will. Weil die Ergebnisse dieser Tests in weniger als einer Stunde verfügbar seien, könne das die Planungen wesentlich erleichtern, vor allem mit Blick auf internationale Gäste, Podiumsteilnehmer und Gemeinschaftsunterkünfte.

    04:06 Uhr: Polen führt Maskenpflicht im Freien ein

    Wegen der steigenden Infektionszahlen in Polen muss dort ab heute auch im Freien ein Mund-Nase-Schutz getragen werden. Außerdem gelten in 38 besonders stark betroffenen Gemeinden noch weitergehende Maßnahmen - wie Beschränkungen bei Familienfeiern. Regierungschef Morawiecki hatte Ende der Woche betont, die zweite Welle habe Polen erreicht. Ohne strengere Regeln drohe alle drei Tage eine Verdoppelung bei den Neuinfektionen. Zuletzt hatten die Behörden mehr als 4.700 bestätigte neue Fälle binnen eines Tages gemeldet.

    03:35 Uhr: Arbeitsmarkt zeigt sich in Corona-Pandemie weiter robust

    Trotz der Corona-Pandemie rechnet die Bundesagentur für Arbeit (BA) nicht mit einer deutlichen Zunahme der Arbeitslosigkeit. "Der Arbeitsmarkt übersteht die Pandemie erstaunlich gut", sagte Behördenchef Detlef Scheele den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Bisher hätten rund 150.000 Menschen wegen der Corona-Krise ihren Arbeitsplatz verloren: "Das ist für jeden Betroffenen schlimm, aber bei 33,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten kein Erdrutsch."

    Freitag, 09. Oktober 2020

    22.15 Uhr: Frankreich: Mehr als 20.000 Corona-Neuinfektionen

    In Frankreich hat die Corona-Pandemie mit 20.339 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Höhepunkt erreicht. Wie die Behörden mitteilten, wurde damit der bisher höchste Wert von 18.746 neuen Fällen vom vergangenen Mittwoch noch überschritten. Es wurden 62 neue Todesfälle gezählt. Die Corona-Lage in Frankreich ist sehr angespannt. Gesundheitsminister Olivier Véran warnte zuletzt, dass sich die Lage im Land weiter verschlechtere. Für vier neue Städte - Lyon, Lille, Grenoble und Saint-Étienne - wurde die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. Sie gilt außerdem in Paris, Marseille und dem französischen Überseegebiet Guadeloupe. Mit der Einstufung gehen zahlreiche Einschränkungen einher - so etwa die Schließung von Bars und gastronomischen Einrichtungen, die keine Speisen verkaufen, für vorerst zwei Wochen.

    21.40 Uhr: WHO meldet höchsten Stand an Neuinfektionen seit Ausbruch der Pandemie

    Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind so viele neue bestätigte Corona-Infektionen gemeldet worden wie noch nie zuvor an einem Tag. 350.766 seien ihr weltweit mitgeteilt worden, teilte die Organisation am Freitag mit. WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan gestand ein, dass es trotz der vermehrten Infektionen «keine neuen Antworten» auf die Pandemie gebe.

    Die WHO wolle zwar, dass Staaten die Lockdowns vermieden, die sich zerstörerisch auf die Wirtschaft ausgewirkt haben, doch Regierungen müssten sicher stellen, dass die am meisten gefährdeten Personen geschützt würden, sagte er. Staaten sollten sich nicht nur auf einschränkende Maßnahmen fokussieren sondern auch ihre Überwachungssysteme, Testungen und Kontaktnachverfolgung stärken und sicher stellen, dass die Bevölkerung beteiligt ist.

    20.30 Uhr: Corona-Ampel soll Reisen in der EU erleichtern

    Die Europäische Union will das Reisen in den 27 Mitgliedsländern mit einer Corona-Ampel erleichtern. Das System sieht vor, Regionen je nach Betroffenheit von der Seuche in grüne, gelbe und rote Bereiche zu unterteilen. Grüne Zonen sollen für alle Reisenden zugänglich sein, für rote sollen starke Einschränkungen gelten. Grün ist für Gegenden vorgesehen mit weniger als 25 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner in 14 Tagen. Eine Zone fällt in die rote Kategorie, wenn die Infektionsrate höher als 50 pro 100.000 Einwohner ist. Geplant ist auch eine Kennzeichnung mit der Farbe Grau für Gegenden, in denen es nicht genügend Informationen über die Verbreitung der Seuche gibt. Die Richtlinien werden von einer Mehrheit der EU-Staaten unterstützt und sollen formal kommende Woche gebilligt werden. Ziel sei eine größere Vorhersagbarkeit und Transparenz bei Reisen unter Pandemie-Bedingungen, sagte ein Vertreter der deutschen Rats-Präsidentschaft.

    20.10 Uhr: Mehr als 100.000 Neuinfektionen an einem Tag in Europa

    In Europa ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals über die Marke von 100.000 Fällen geklettert. Die WHO-Berechnungen weisen ein Plus gegenüber dem Vortag von 109.749 Fällen aus. Am Donnerstag wurden knapp 99.000 neue Fälle gemeldet. In Europa wird seit August kontinuierlich eine immer stärkere Verbreitung des Virus verzeichnet. In Nord- und Südamerika wurden am Freitag gegenüber dem Vortag rund 127.000 Fälle mehr registriert. Früheren Angaben der WHO zufolge könnte sich inzwischen jeder zehnte Mensch auf der Welt bereits mit dem neuartigen Virus angesteckt haben.

    19.45 Uhr: Niederlande melden knapp 6.000 Neuinfektionen

    In den Niederlanden sind innerhalb eines Tages knapp 6.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. In den vergangenen sieben Tagen habe es rund 34.000 neue Fälle gegeben, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mit. Es gab 14 neue Todesfälle. Die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen nehme zu. Ministerpräsident Mark Rutte schloss einschneidende Maßnahmen nicht aus, wenn sich die Lage in den nächsten 72 Stunden nicht verbessere. Konkrete Pläne nannte er nicht.

    19.20 Uhr: Estland lockert Corona-Einreisebeschränkungen

    Estland lockert die coronabedingten Beschränkungen bei der Einreise. Die Quarantänepflicht soll von Montag an nur noch für Einreisende aus Ländern mit einer Infektionsrate von mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen zwei Wochen gelten. Dies teilte das Außenministerium des baltischen EU-Landes in Tallinn mit. Um die Quarantäne zu verkürzen, können Reisende bei der Ankunft in Estland einen Corona-Test machen, nach frühestens einer Woche soll dann ein zweiter Test folgen. Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 3809 bestätigte Corona-Infektionen und 68 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

    18.40 Uhr: Berlin: Warnwert weiter überschritten

    Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Berlin bleibt auf hohem Niveau. Innerhalb eines Tages wurden 443 neue Fälle erfasst, wie aus dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung hervorgeht. Am Donnerstag hatte es mit 498 Neuinfektionen den stärksten Zuwachs binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie gegeben. Der etwa für Reisen in andere Bundesländer wichtige Wert der Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl bleibt in der Hauptstadt über der kritischen Schwelle von 50: 56,4 Fälle pro 100.000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert. Das ist noch einmal ein Anstieg im Vergleich zum Donnerstag (52,8).

    18.23 Uhr: Mehr als 5.000 Neuinfektionen in Italien

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Italien hat heute die Schwelle von 5.000 Fällen übersprungen. Die Behörden zählten 5.372 neue Ansteckungen binnen 24 Stunden. Außerdem wurden 28 neue Covid-Tote registriert. Seit einigen Tagen steigen die Zahlen in dem Land, das zu Beginn der Pandemie im Frühjahr Europas Corona-Hotspot war, stärker als in den Wochen davor. Insgesamt zählt Italien nun fast 344.000 Infektionen und mehr als 36.100 Menschen sind an oder mit dem Coronavirus gestorben.

    Die Zahl der Neuansteckungen liegt damit so hoch wie zuletzt im März. Allerdings werden heute viel mehr Leute auf das Virus getestet. Auch liegen deutlich weniger Menschen auf Intensivstationen: annähernd 400. Und es sterben bei weitem nicht so viele Patienten. Besonders viele Neuansteckungen gab es am Freitag in der Lombardei im Norden und in Kampanien im Süden.

    18.01 Uhr: 14.000 Neuinfektionen in Großbritannien

    In Großbritannien sind knapp 14 000 Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. Die Gesamtzahl der Ansteckungen stieg damit auf mehr als 575 000, wie die Regierung am Freitag in London mitteilte. Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus - auch, weil es an Tests mangelt. 87 Menschen starben binnen eines Tages an ihrer Covid-19-Erkrankung.

    Besonders stark betroffen von der Pandemie ist der Norden Englands, Schottland, Nordirland und Teile von Wales. Klinikbetten werden bereits knapp. Der Statistikbehörde zufolge gibt es etwa 58 000 Todesfälle, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt wurde.

    15.25 Uhr: Ausnahmezustand für Region Madrid

    Nach dem Chaos um das Corona-Krisenmanagement in Madrid hat die spanische Zentralregierung über die Hauptstadtregion den Ausnahmezustand verhängt.

    Mit durchschnittlich rund 600 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen Wochen weist die Region Madrid die höchste Corona-Ansteckungsrate in ganz Spanien auf, in vielen Vierteln liegt die Zahl noch weit höher. Die landesweite Rate von rund 250 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner ist wiederum die höchste in der EU. In Deutschland gelten 50 Fälle als Grenzwert, ab dem eine Region als Risikogebiet eingestuft wird.

    Die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez beschloss in einer Krisensitzung für zwei Wochen diese drastische Maßnahme, weil sich die konservative Madrider Regionalregierung gegen den zuvor verhängten Teil-Lockdown gesperrt und ihn vor Gericht zu Fall gebracht hatte.

    15.07 Uhr: Beschluss von Merkel und elf Großstadt-Bürgermeistern

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Bürgermeister von elf deutschen Großstädten haben sich auf Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verständigt. Wenn die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen über 50 pro 100.000 Einwohner steigt, solle es eine erweiterte Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und gegebenenfalls auch Sperrstunden und Alkoholbeschränkungen geben, heißt es in einem Beschlusspapier. Falls der Anstieg binnen zehn Tagen nicht zum Stillstand komme, seien "weitere gezielte Beschränkungsschritte unvermeidlich".

    14.05 Uhr Berliner Gastronomen gehen gegen Sperrstunde vor

    Mehrere Berliner Gastronomen gehen mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht gegen die vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Stadt vor. Der Antrag sei eingegangen, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts auf Anfrage. Mit einer Entscheidung sei aber nicht mehr am Freitag, sondern voraussichtlich in der kommenden Woche zu rechnen. Zuvor hatte unter anderem der Tagesspiegel berichtet. Nach Angaben von Rechtsanwalt Niko Härting wurde der Antrag zunächst für sechs Gastronomen gestellt, weitere sollten folgen.

    In einem Auszug aus dem Eilantrag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird die Sperrstunde als unverhältnismäßig kritisiert. Es gebe keine überzeugende Begründung für die Schließung der Gaststätten um 23.00 Uhr. Von politischer Seite sei die Zunahme der Fallzahlen schließlich mit privaten Treffen und illegalen Partys begründet worden. Mit einer Sperrstunde für die Gastronomie werde eher ein gegenteiliger Effekt erreicht: Junge Menschen träfen sich dann an anderen Orten, für die keine Hygienekonzepte gelten, so die Argumentation.

    Das Ergreifen von Maßnahmen gegen ein weiteres Ansteigen der Corona-Fallzahlen wird in dem Antrag nicht grundsätzlich in Frage gestellt, dies sei "richtig und konsequent".

    Der Senat hatte am Dienstag vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Infektionszahlen beschlossen, dass Restaurants, Bars, Kneipen und die meisten Geschäfte künftig zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen sein müssen. Die neue Regelung gilt nach Senatsangaben ab Samstag, 00.00 Uhr.

    13.50 Uhr: 650.000 Kunden warten auf Erstattung von Lufthansa

    Beim Lufthansa-Konzern warten weiterhin rund 650 000 Kunden auf die Erstattung stornierter Tickets. Allerdings habe die Zahl abgenommen, und die offenen Forderungen beliefen sich inzwischen auf weniger als 300 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Eine Woche zuvor waren es noch rund 350 Millionen Euro gewesen. Durch laufende Änderungen der Flugpläne in Folge der Corona-Reisebeschränkungen komme es zu unvermeidbaren Flugstreichungen, so dass die Zahl der offenen Erstattungsanträge nie ganz auf Null sinken könne, erklärte das Unternehmen. Aktuell sei man durch verstärkten Personaleinsatz in der Lage, rund 1700 Erstattungsanträge pro Stunde zu bearbeiten. Die vom Staat gestützte Lufthansa hat in der Corona-Krise seit März Millionen Tickets storniert und nicht fristgemäß erstattet, wie sie selbst eingeräumt hat. Konzernweit wurden bislang 7,3 Millionen Tickets mit einer Summe von 3,2 Milliarden Euro erstattet. Der MDax-Konzern ist wegen der schleppenden Auszahlung von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg nun verklagt worden.

    13.30 Uhr: Stadt München rudert zurück - keine Zuschauer in Stadien

    Der FC Bayern München kann in der Coronavirus-Pandemie frühestens in sechs Wochen wieder vor Fans spielen. Die Stadt München entschied wegen gestiegener Corona-Zahlen, dass in München bis zum 25. Oktober keine Fußball-Spiele mit Zuschauern stattfinden können. Damit sind das Pokalspiel des deutschen Rekordmeisters gegen den 1. FC Düren (15. Oktober), die Champions-League-Partie gegen Atlético Madrid (21.) und die Bundesliga-Begegnung mit Eintracht Frankfurt (24.) betroffen. In der Bundesliga zählt der FC Bayern zu den wenigen Teams, die bislang auf Zuschauer verzichten mussten.

    Sehr kurzfristig sind die für Samstag (14.00 Uhr) angesetzten Drittliga-Begegnungen des TSV 1860 München gegen den VfB Lübeck und von Türkgücü gegen SV Wehen Wiesbaden betroffen. Am Mittwoch hatte es noch das Okay für Spiele vor einem kleinen Teil von Fans gegeben. Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut von 32,5 am Dienstag aber wieder auf 42,4 gestiegen ist, sprachen sich die Behörden doch gegen die Zulassung von Fans aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen an.

    13.03 Uhr: Einzelne Jugendherbergen in Bayern wegen Corona in Gefahr

    Den bayerischen Jugendherbergen droht wegen Einbußen von rund 60 Prozent in der Corona-Pandemie die Schließung einzelner Häuser. Das gab Verbandspräsident Klaus Umbach in Nürnberg bekannt. Der Landesverband Bayern des Deutschen Jugendherbergswerkes betreibe derzeit 42 Häuser in Eigenregie, 16 weitere würden von Partnern betrieben. "Wir müssen alle Standorte auf den Prüfstand stellen und sehen, wie sich die Situation entwickelt", sagte Umbach.

    Die Übernachtungszahlen seien vor allem wegen des Wegbleibens von Schulklassen und Vereinen eingebrochen. Der Landesvorstand gehe in diesem Jahr von 400.000 Übernachtungen in den 42 selbstbetriebenen Jugendherbergen aus, sagte Vorstandsmitglied Winfried Nesensohn. "Im vergangenen Jahr waren es eine Million", betonte er. Dabei sei es angesichts der Corona-Entwicklung nicht einmal sicher, ob die Prognose gehalten werden könne - vor allem in den Großstädten.

    12.33 Uhr: Merkel berät mit Oberbürgermeistern großer Städte über Corona

    Kanzlerin Angela Merkel berät angesichts stark gestiegener Corona-Zahlen heute mit den Oberbürgermeistern der elf größten deutschen Städte über die Lage. An der Videokonferenz wollten die Stadtoberhäupter von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart teilnehmen. Im Fokus dürfte unter anderem das Verhalten junger Menschen stehen. So gilt die Partyszene in mehreren Städten als ein Auslöser für die ansteigenden Infektionszahlen.

    Der Städte- und Gemeindebund forderte hier mehr Aufklärungsarbeit in den sozialen Medien. Den jungen Menschen müsste vor allem über den Weg der sozialen Medien klargemacht werden, dass sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährdeten, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg im ZDF. In Berlin und weiteren Städten wie Bremen hat die sogenannte 7-Tage-Inzidenz den kritischen 50er-Wert bereits überschritten. In der Hauptstadt lag der Wert gestern bei 52,8.

    12.09 Uhr: Slowakei setzt Soldaten zur Kontaktverfolgung ein

    In der Slowakei setzt die Regierung das Militär zur Unterstützung der Gesundheitsbehörden und des Medizinpersonals ein. In einem ersten Schritt sollen am Wochenende fast 270 Soldaten dabei helfen, die Kontakte von positiv getesteten Personen zurückzuverfolgen. Insgesamt stehen 1.500 Soldaten zur Verfügung. Die Zahl der neuen Positiv-Tests liegt aktuell mit 1.184 auf Rekordniveau. Damit steigen die Fälle in dem Land mit 5,5 Millionen Einwohnern auf insgesamt 16.910. Bislang starben 57 Menschen, die positiv getestet wurden. 370 Corona-Patienten befinden sich derzeit im Krankenhaus.

    11.40 Uhr: 7-Tage-Inzidenz von 38,63: Landkreis Regen erlässt Allgemeinverfügung

    Der Landkreis Regen hat den Corona-Schwellenwert von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohnern überschritten und deswegen jetzt eine Allgemeinverfügung erlassen. Wie Landrätin Rita Röhrl in einer Videobotschaft mitteilt, gilt unter anderem für Feiern gilt ab morgen eine Teilnehmerbegrenzung von 50 Personen in geschlossenen Räumen und 100 im Freien. Private Feiern wie Geburtstage oder Hochzeiten sollen auf 25 Personen beschränkt werden. Weil besonders Schulen betroffen sind, gilt ab Montag wieder eine Maskenpflicht für Schüler ab der 5. Klasse, also eben auch am Sitzplatz, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Landrätin Röhrl bedauert, dass dieser Schritt gemacht werden muss: “Unsere Bevölkerung war, ich möchte fast sagen, zu 98% mehr als vernünftig und hat mehr als verantwortungsvoll gehandelt in der Hochphase von Corona. Wir alle möchten eigentlich nur eins - möglichst normal leben.” Die SPD-Politikerin bat am Ende der Botschaft nochmal alle Bürger darum, auch weiterhin verantwortungsvoll zu handel.

    11.32 Uhr: Merkel - Corona-Treffen mit Ländern am Mittwoch

    Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich vor dem Hintergrund stark steigender Infektionszahlen in der nächsten Woche erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder austauschen. Die Konferenz sei für Mittwoch vorgesehen, sagt Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Eine Schließung von Schulen und Kitas müsse verhindert werde. "Unser Ziel ist es, soviel wie möglich vom öffentlichen und privaten Leben aufrecht zu erhalten."

    11.13 Uhr: Erneut Rekordzahl an Neuinfektionen in Polen

    Polen meldet erneut eine Rekordzahl an Neuansteckungen. In den vergangenen 24 Stunden wurden demnach 4.739 Menschen positiv auf das Virus getestet. 52 Menschen starben. Insgesamt verzeichnete Polen seit Beginn der Pandemie 116.338 Infektionen und 2.919 Todesfälle.

    Angesichts der steigenden Infektionszahlen gilt von diesem Samstag an im gesamten Land wieder Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. Außerdem dürfen an Feiern nur maximal 75 Leute teilnehmen. In sogenannten roten Zonen mit sehr vielen Infektionen sind die Auflagen noch strenger: Hier müssen Bars und Restaurants um 22 Uhr schließen. Polen wird von deutscher Seite bislang nicht als Risikogebiet eingestuft.

    10.22 Uhr: Virologe Drosten beklagt "Irrlichter" in öffentlicher Information zu Corona

    Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, hat bei der Einschätzung der Gefährlichkeit des Coronavirus "Irrlichter" in der öffentlichen Information beklagt. Manche würden jetzt darüber reden, ob denn die Erkrankung mit Covid- 19 wirklich noch so gefährlich sei, sagte Drosten am Freitag in Berlin. Die Erkrankung sei weiter gefährlich, "die Informiertheit der Bevölkerung ist entscheidend". Denn nur so ließen sich die richtigen Entscheidungen im Alltag treffen.

    Drosten bekräftigte dabei seine Einschätzung einer in Deutschland wegen des vergleichsweise hohen Alters der Bevölkerung höheren Sterblichkeit durch das Coronavirus. Die Infektionssterblichkeit liege bei "einem Prozent oder etwas mehr" in Deutschland. Das wäre eine etwa 20 Mal höhere Sterblichkeit als bei der Grippe.

    09.59 Uhr: Berlin - Zahl der Covid-Patienten steigt

    Die Berliner Klinik Charité muss nach Angaben ihres Chefs Heyo Kroemer immer mehr Covid-19-Patienten aufnehmen. Auch die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Patienten steige. Nach einer stabilen Phase im Sommer beobachte man seit zwei Wochen einen starken Anstieg der Zahlen von Corona-Erkrankten und auch Schwerkranken. Die Entwicklung hinke um rund zwei Wochen hinter der etwa in Paris hinterher, wo Krankenhäuser wieder stark belastet seien.

    Die steigenden Corona-Zahlen zwingen die Charité dazu, planbare Eingriffe wie im Frühjahr wieder zu verschieben. "Wir müssen versuchen, die Intensivbetten für Covid-Patienten frei zu bekommen", sagte Vorstandsmitglied Ulrich Frei. Das sei keine leichte Aufgabe und führe zu schwierigen ethischen Fragen, etwa im Umgang mit Herz- und Tumorkranken.

    Auf den Intensivstationen liegen nach Freis Angaben noch viele Patienten, deren Eingriffe und Untersuchungen nach der ersten Corona-Welle vom Frühjahr nachgeholt wurden. Zugleich fehlten aber Pflegekräfte.

    09.52 Uhr: Kanzleramt - Personen aus deutschen Risikogebieten sollen nicht verreisen

    Kanzleramtsminister Helge Braun ruft angesichts der zuletzt stark gestiegenen Corona-Infektionen Menschen aus deutschen Risikogebieten auf, in den Herbstferien auf Reisen zu verzichten. "Sowohl die Länder als auch die Bundesregierung appellieren eindringlich an die Menschen aus Risikogebieten, Reisen in diesem Herbst nach Möglichkeit zu vermeiden", sagt der CDU-Politiker dem "Spiegel". Berlin und Frankfurt am Main gehören momentan zu den Risikogebieten.

    09.45 Uhr: Russland meldet über 12.000 Neuinfektionen

    In Russland ist die Zahl der Neuinfektionen um 12.126 auf mehr als 1,27 Millionen gestiegen. Binnen 24 Stunden seien zudem 201 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, teilen die Behörden mit. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 22.257. Russland verzeichnet nach den USA, Indien und Brasilien die meisten Ansteckungsfälle weltweit. Allerdings sind im Vergleich zu diesen Ländern nach offiziellen Daten deutlich weniger Menschen dem Virus erlegen.

    09.34 Uhr: Umfrage - Mehrheit für Quarantänen bei innerdeutschen Reisen

    Fast zwei Drittel der Deutschen befürworten Quarantäne-Pflichten auch bei innerdeutschen Reisen. 64 Prozent sagen laut ZDF-Politbarometer, dass Personen aus Risikogebieten sich bei entsprechenden Auslandsreisen isolieren sollten. 32 Prozent sind gegen eine solche Regelung. Die Quarantänepflicht unterstützen jeweils Mehrheiten bei allen Parteianhängergruppen außer bei der AfD. Generell empfinden nur zwölf Prozent der Befragten die geltenden staatlichen Schutzmaßnahmen als übertrieben. 64 Prozent halten sie für richtig, 23 Prozent sind sogar für schärfere Maßnahmen.

    08.47 Uhr: Rückläufiger Trend bei Neuinfektionen in Israel

    Drei Wochen nach Verhängung eines landesweiten Lockdowns deutet sich in Israel ein rückläufiger Trend bei den Corona-Neuinfektionen an. Wie das Gesundheitsministerium am Morgen mitteilte, wurden am Vortag 3.692 neue Fälle verzeichnet. Vor rund eineinhalb Wochen war mit mehr als 9.000 Infektionen ein Rekordwert registriert worden. Zu Wochenbeginn waren mehr als 5.700 neue Fälle ausgewiesen worden.

    Die Quote der positiven Tests betrug nach heutigen Daten acht Prozent. Im Laufe des Lockdowns hatte sie teils deutlich über elf Prozent gelegen. Israel hat etwa neun Millionen Einwohner.

    08.24 Uhr: Städte- und Gemeindebund fordert einheitliche Maßnahmen

    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund ruft die Bundesländer dazu auf, ihre Maßnahmen zur Corona-Eindämmung zu vereinheitlichen. Ansonsten leide die Akzeptanz in der Bevölkerung, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg im ZDF. "Ich hätte mir schon gewünscht, dass da mehr an einem Strang gezogen wird." Landsbergs Worten zufolge ist nicht auszuschließen, dass bald jede deutsche Großstadt zum Risikogebiet wird. Er plädiert dafür, nicht nur die Gesundheitsämter, sondern auch die Ordnungsdienste zu stärken. Die verordneten Einschränkungen würden mitunter nicht konsequent genug kontrolliert.

    08.07 Uhr: Köln und Essen nur noch knapp unter Corona-Warnstufe

    Auch die Großstädte Köln und Essen liegen in der Corona-Pandemie nur noch ganz knapp unter der wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für Köln heute mit 49,8 an (plus 4,4 im Vergleich zum Vortag), für Essen mit 48,4 (plus 5,0). Zudem gab es einen massiven Anstieg in Herne: Die Ruhrgebietsstadt kam auf einen Wert von 56,2 (plus 22,4 im Vergleich zum Vortag) und gilt damit jetzt als Corona-Risikogebiet.

    Weil sich vor allem Großstädte und Ballungszentren zu Hotspots in der Pandemie entwickeln, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel heute die Rathauschefs der elf größten deutschen Städte zu einer Videokonferenz eingeladen - auch Essen und Köln gehören dazu. Nordrhein-Westfalen hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer.

    07.27 Uhr: Mehrere bayerische Landkreise überschreiten Corona-Frühwarnwert

    Der Landkreis Tirschenreuth und die Stadt Amberg überschreiten laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts den Corona-Signalwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Demnach liegt der Wert in Amberg bei 40,3, im Landkreis Tirschenreuth bei 37,5. Auch der Landkreis Rottal-Inn hat den Corona-Schwellenwert überschritten. Aktuell gibt das RKI für den Landkreis eine 7-Tage-Inzidenzzahl von 37,9 an. In Bayern sind Gesundheitsämter ab 35 Neuinfektionen verpflichtet, das Gesundheitsministerium über die Ursache und lokale Gegenmaßnahmen zu informieren. Der Landkreis Regen wird den kritischen Wert laut Landratsamt vermutlich heute oder am Samstag überschreiten. Hier gab es alleine am Donnerstag 18 Neuinfektionen.

    07.20 Uhr: 5.394 neue Positiv-Tests in Tschechien

    Tschechien meldet 5.394 neue Positiv-Tests - das ist der dritte Rekordwert in Folge. Insgesamt stieg die Zahl der festgestellten Infektionen binnen 24 Stunden damit auf 100.757. In Tschechien leben 10,7 Millionen Menschen. Bislang seien 869 Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit.

    07.05 Uhr: Fast 57.000 neue Corona-Fälle in USA

    In den USA ist die Zahl der Menschen, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben, binnen 24 Stunden um mindestens 56.931 auf 7,63 Millionen gestiegen. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Mindestens 907 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle steigt damit auf 212.819. Die USA sind sowohl bei den ausgewiesenen Ansteckungs- als auch bei den Todesfällen mit Abstand das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

    06.30 Uhr: Fast 70.500 Neuinfektionen in Indien binnen eines Tages

    In Indien ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 70.496 auf 6,91 Millionen gestiegen. Zudem seien binnen 24 Stunden 964 weitere Todesfälle gemeldet worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt starben bislang 106.490 Menschen mit oder an dem Coronavirus. Indien verzeichnet die meisten Infektionszahlen nach den USA, bei den Todeszahlen liegt das Land hinter den USA und Brasilien.

    05.39 Uhr: RKI meldet über 4.500 Neuinfektionen und elf Todesfälle

    Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen 4.516 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2.828 auf 4.058 erheblich angestiegen.

    Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 314.660 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.589. Das waren 11 mehr als am Vortag. Rund 271.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

    Bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten zeichnet sich ein deutlicher Anstieg ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht wurden am Donnerstag 487 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 239 davon wurden beatmet. Eine Woche zuvor (1.10.) hatte der Wert noch bei 362 (193 beatmet) gelegen, in der Woche davor (24.9.) bei 296 (166 beatmet). Rund 8.500 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

    Auch die Rate der positiven Tests stieg zuletzt nach RKI-Daten stark an und lag in der 40. Kalenderwoche (28.9.- 2.10.) bei 1,64 Prozent. In der Woche zuvor waren es 1,22 und davor 1,16 Prozent. Die Anzahl der Tests sank dagegen leicht auf rund 1,096 Millionen in der 40. Woche. Zuvor waren es rund 1,168 Millionen gewesen.

    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Donnerstag bei 1,17 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

    Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,22 (Vortag: ebenfalls 1,11). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

    04.50 Uhr: Trump will am Wochenende wieder Wahlkampfauftritte machen

    US-Präsident Donald Trump will nach seiner Corona-Infektion bereits dieses Wochenende wieder voll in den Wahlkampf einsteigen. "Ich denke, ich werde versuchen, am Samstag eine Kundgebung abzuhalten, wenn wir genug Zeit haben, das zu organisieren", sagte Trump am Donnerstagabend in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News. Er habe jedenfalls vor, "eine Kundgebung wahrscheinlich in Florida am Samstagabend" zu veranstalten.

    Das Abstimmungsverhalten in dem südlichen Bundesstaat spielt für den Ausgang der Präsidentschaftswahl am 3. November eine wichtige Rolle. Wegen seiner Corona-Infektion hatte Trump seinen Wahlkampf für ein paar Tage unterbrechen müssen.

    Vor der Ausstrahlung von Trumps Interview hatte sein Leibarzt Sean Conley erklärt, er erwarte "die sichere Rückkehr des Präsidenten zu öffentlichen Verpflichtungen" für Samstag. Dann sei es zehn Tage her, dass die Corona-Infektion festgestellt worden sei. Die Covid-19-Therapie habe beim Präsidenten "extrem gut" angeschlagen. Trumps Werte seien "stabil", führte Conley aus. Es gebe keine Anzeichen für ein Fortschreiten seiner Covid-19-Erkrankung.

    03.45 Uhr: Städtetag - Corona-Entwicklung entscheidet sich in Großstädten

    Städtetagspräsident Burkhard Jung sieht in den steigenden Corona-Infektionszahlen ein Alarmzeichen. Ob es gelinge, die zweite Corona-Welle zu bremsen, werde sich in den nächsten Wochen in den großen Städten entscheiden, sagte der Leipziger Oberbürgermeister der Deutschen Presse-Agentur. Dort lebten viele Menschen auf dichtem Raum. Der SPD-Politiker nimmt heute an einer Videokonferenz teil, zu der Bundeskanzlerin Merkel die Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte eingeladen hat.

    02.27 Uhr - Totenzahl in Mexiko steigt um 370 auf fast 83.100

    Mexikos Gesundheitsministerium meldet 370 weitere Corona-Todesfälle. Insgesamt seien somit bislang 83.096 Menschen in dem Land im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen steigt den Angaben zufolge um 5300 auf 804.488.

    01.44 Uhr: Spanische Regierung droht Madrid mit Verhängung von Notstand

    Die spanische Regierung fordert die Behörden der Hauptstadt Madrid auf, die vom Gesundheitsministerium angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus umzusetzen. Sollte dies nicht geschehen, würde der Notstand verhängt, um die Einhaltung des teilweisen Shutdowns auf diese Weise zu erzwingen. Am Donnerstag hatte ein Gericht in Madrid die Einschränkungen, die unter anderem ein Verbot von nicht notwendigen Reisen vorsehen, aufgehoben.

    Donnerstag, 8. Oktober 2020

    23.45 Uhr: Insgesamt fast 149.000 Tote in Brasilien

    Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Laut Gesundheitsministerium stieg die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 5,028 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden auf 148.957 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

    20.48 Uhr: Merkel lehnt Heils Gesetzentwurf ab

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) mit einem Rechtsanspruch auf Homeoffice eine klare Absage erteilt. So wie der Entwurf jetzt vorliege, werde er "in dieser Legislaturperiode nicht mehr den Bundestag verlassen", sagte Merkel während einer Vollversammlung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks in Berlin. "Bei dem Vorschlag gibt es noch jede Menge Gesprächsbedarf", führte Merkel aus.

    Heil hatte am Wochenende ein "Mobile Arbeit Gesetz" für einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice angekündigt. Beschäftigte sollen bei einer Fünf-Tage-Woche demnach 24 Tage im Jahr mobil oder im Homeoffice arbeiten dürfen. Voraussetzung soll sein, dass die Tätigkeit sich dafür eignet und keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen. Für weitergehende Vereinbarungen soll der Arbeitgeber innerhalb einer bestimmten Frist begründen müssen, warum er ein Gesuch auf mobile Arbeit oder Homeoffice ablehnt.

    20.23 Uhr: Fastnachtsstart ohne Öffentlichkeit

    Beim Start der Fastnacht in Mainz am 11.11. samt der Verlesung des närrischen Grundgesetzes wird die Öffentlichkeit wegen der Corona-Pandemie ausgeschlossen sein. Die Proklamation des närrischen Grundgesetzes werde zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Virus nicht auf dem Mainzer Schillerplatz in der Innenstadt gefeiert, teilte der Sender SWR mit. Sie finde stattdessen in einem kleineren Kreis im Osteiner Hof statt. Der Sender werde das im Fernsehen übertragen, damit die Mainzer Narren trotzdem teilhaben können.

    20.15 Uhr: Corona Kandidatenaufstellung per Briefwahl

    Der Bundestag will am Freitag eine Neuregelung des Bundeswahlgesetzes verabschieden, um die Aufstellung von Bundestagskandidaten per Briefwahl zu ermöglichen. Bislang schreibt das Gesetz dafür Wahlversammlungen mit persönlicher Präsenz vor. Künftig sollen dafür im Falle von "Naturkatastrophen" wie etwa einer Pandemie Ausnahmen möglich sein: Dann soll die Kandidatenkür "in geheimer Abstimmung per Briefwahl" erfolgen können. Die Vorstellung der Kandidaten kann dann digital erfolgen.

    20.07 Uhr: Söder trifft sich mit Kurz

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) trifft am Freitag Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. In einem kurzen persönlichen Arbeitsgespräch in Bad Reichenhall im deutsch-österreichischen Grenzgebiet soll es vor allem um bilaterale Corona-Fragen gehen. Söder und Kurz tauschten sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie schon wiederholt persönlich aus.

    Sowohl in Bayern als auch in Österreich stiegen die Infektionszahlen zuletzt wieder deutlich. Das Robert-Koch-Institut führt Wien sowie mit Ausnahme einzelner Gemeinden die österreichischen Bundesländer Vorarlberg und Tirol auf seiner Liste der Corona-Risikogebiete.

    20.00 Uhr: Merkel will Lockdown vermeiden

    Kanzlerin Angela Merkel fordert angesichts steigender Fallzahlen, dass alle einen zweiten Lockdown vermeiden müssen. "Ich möchte nicht, dass sich eine Situation wie im Frühjahr wiederholt", sagt Merkel. Viele Unternehmen hätten schwer zu kämpfen gehabt. Das "beste Konjunkturprogramm" sei ein erfolgreicher Kampf gegen das Corona-Virus.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich angesichts der stark steigenden Corona-Infektionszahlen am Freitag mit den Oberbürgermeistern der elf größten deutschen Städte beraten, heißt es in Regierungskreisen. Dabei soll es um die Frage gehen, was getan werden kann, um vor allem die schnelle Ausbreitung des Virus in großen Städten einzudämmen.

    19.17 Uhr: Frankreich ruft höchste Corona-Warnstufe aus

    Frankreich hat wegen der alarmierenden Corona-Lage für vier weitere Städte die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. Diese "maximale Alarmstufe" gelte ab Samstag in Lille, Grenoble, Lyon und Saint-Étienne, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran an. Die Situation im Land verschlechtere sich weiter, warnte der Minister. Er zeigte sich beunruhigt über die Situation in den Pariser Krankenhäusern. Gleichzeitig will der Staat unter den Corona-Einschränkungen leidende Branchen noch stärker finanziell unterstützen.

    Die "maximale Alarmstufe" gilt bisher in der Hauptstadt Paris, in der südfranzösischen Metropole Marseille und im Überseegebiet Guadeloupe.

    17.13 Uhr: Frankfurt/Main überschreitet Warnstufe

    In Frankfurt am Main ist die für den Verlauf der Corona-Pandemie wichtige Kennziffer von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen überschritten worden. Das teilte Hessens größte Stadt mit. Frankfurt hat wegen der gestiegenen Infektionszahlen bereits Einschränkungen wie ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und eine Ausweitung der Maskenpflicht angekündigt.

    16.45 Uhr: Ganz Berlin überschreitet kritischen Corona-Grenzwert

    Der Grenzwert von 50 Corona-Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ist erstmals für ganz Berlin überschritten worden. Heute lag er laut Lagebericht des Senats bei 52,8.

    Die Bundesländer hatten am Mittwoch mehrheitlich beschlossen, dass Reisende aus Gebieten mit sehr hohen Infektionszahlen nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test haben. Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

    Je nach Bundesland wird Berlin dort entweder als Ganzes betrachtet oder bezirksweise. Bayern etwa hatte klargestellt, dass für Menschen aus Bezirken, in denen der Grenzwert überschritten wird, ein Beherbergungsverbot gilt.Vier Bezirke überschreiten den Weg nach den neuesten Zahlen - und das teilweise deutlich: Neukölln (114,3), Mitte (78,3), Tempelhof-Schöneberg (72,4) und Friedrichshain-Kreuzberg (68,9).

    15.55 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Lettland erreichen Rekordwert

    In Lettland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen erneut einen Rekordwert erreicht. In dem baltischen EU-Land wurden heute 109 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie die nationale Gesundheitsbehörde in Riga mitteilte. Dies ist der höchste Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert lag bei 95 Neuinfektionen - er wurde Ende September erfasst.

    Lettland mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete insgesamt bislang 2.370 bestätigte Infektionen und 40 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Damit gehört der Baltenstaat zu den am wenigsten von der Pandemie betroffenen Ländern in Europa. Wie in vielen anderen EU-Staaten nahmen die Infektionszahlen zuletzt aber zu.

    Im Kampf gegen das Virus hat die Regierung in Riga die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr wiedereingeführt. Wie schon vorübergehend im Frühjahr müssen Fahrgäste in Bussen, Straßenbahnen und Zügen seit dem 7. Oktober Mund und Nase bedecken. Weiter gelten Abstandsregeln und Hygienevorschriften. Auch die Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen bleibt beschränkt. 

    15 Uhr: Trump lehnt online TV-Duell ab

    US-Präsident Donald Trump will wegen einer Änderung des Formats am zweiten TV-Duell gegen seinen Herausforderer Joe Biden nicht teilnehmen. Der Wechsel zu einem virtuellen Format sei "inakzeptabel", sagte Trump im Fernsehsender Fox Business. "Ich werde meine Zeit nicht mit einer virtuellen Debatte verschwenden." Eigentlich soll das Duell am Donnerstagabend kommende Woche (Freitag MESZ) stattfinden.

    Unmittelbar zuvor hatte die zuständige unabhängige Kommission CPD angekündigt, die Debatte werde aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht als persönliches Gegenüber stattfinden. Die beiden Kandidaten sollten demnach an unterschiedlichen Orten auftreten und online zusammengeschaltet werden. Moderator und Gäste hingegen sollten wie geplant in Miami im Bundesstaat Florida zusammenkommen.

    Das Duell war zuletzt zunehmend umstritten, weil Trump sich noch von einer Covid-19-Erkrankung erholt und bei dem Termin noch ansteckend sein könnte. Der Republikaner hatte das zurückgewiesen und erklärt, er freue sich auf das Duell. Der Demokrat Biden hingegen hatte angekündigt, dass Duell solle nicht stattfinden, falls Trump noch erkrankt beziehungsweise infektiös sei. Das dritte und letzte TV-Duell vor der Wahl am 3. November ist für den 22. Oktober geplant.

    13.50: Zweite TV-Debatte zwischen Trump und Biden findet virtuell statt

    Die zweite TV-Debatte von US-Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden soll virtuell stattfinden. Das gab die Kommission für Präsidentschaftsdebatten soeben bekannt. Nach Trumps Covid-19-Erkrankung waren Bedenken aufgekommen, ob die beiden zum Fernsehduell erneut persönlich aufeinander treffen sollten.

    Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus hat Trump betont, er fühle sich gut. Biden sagte über das für den 15. Oktober angesetzte Duell, er freue sich zwar über eine weitere Begegnung mit dem Präsidenten. Aber die Debatte solle nicht stattfinden, wenn Trump noch krank sei.

    Die erste Debatte der beiden hatte am 29. September stattgefunden. Zu den Corona-Schutzmaßnahmen gehörte unter anderem, dass die beiden Männer auf der Bühne weit auseinander standen.

    12.50 Uhr Fotoschau zur Corona-Pandemie in Italien

    In Rom ist seit heute eine Fotoausstellung zum Corona-Lockdown in Italien zu sehen. Organisiert wurde die Schau "Lockdown Italia" in den Kapitolinischen Museen vom Verband der Auslandspresse in Italien. Gezeigt werden bis 1. November rund 70 Aufnahmen von etwa 30 internationalen Fotografen und Fotojournalisten.

    Anlässlich der Eröffnung am Mittwoch sagte Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi, viele der Reporter seien zugleich Mitbürger gewesen, die die schweren Krisenmonate des Corona-Lockdowns an der Seite der Italiener selbst durchmachten.

    Italien war ab Februar von der Viruskrankheit heftig getroffen worden. Zwischen März bis zu schrittweisen Lockerungen im Mai galten strikte Ausgangsbeschränkungen.

    In ganz Italien war die Zahl der Infizierten am Mittwoch sprunghaft gestiegen: Die Behörden registrierten in dem 60-Millionen-Einwohner-Land 3678 Corona-Infektionen in 24 Stunden.

    12:20 Uhr Österreich meldet deutlichen Anstieg der Neuinfektionen

    Österreich meldet einen Rekord an neuen Corona-Fällen. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien landesweit 1.209 Neuinfektionen registriert worden, gibt das Innenministerium bekannt. Derzeit befinden sich 506 Personen wegen einer Coronavirus-Erkrankung im Krankenhaus, davon liegen 107 Erkrankte aufgrund des schweren Verlaufes auf Intensivstationen. Die meisten Neuinfektionen wurden in der Hauptstadt Wien gezählt. Dort wurden 613 positive Testergebnisse übermittelt.

    12.15 Uhr: Kroatien meldet Höchststand an Neuinfektionen

    Die Zahl der Neuinfektionen hat in Kroatien in den vergangenen 24 Stunden einen neuen Rekordwert erreicht. Wie die Gesundheitsbehörden bekanntgaben, haben sich 542 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Der Rekord lag bislang bei 369 Neuinfektionen Anfang September. Somit haben sich bislang insgesamt 18.989 Menschen in Kroatien infiziert, wobei es den Angaben zufolge derzeit 2.206 aktive Fälle gibt. 310 Menschen starben mit oder an den Folgen des Coronavirus.

    11.03 Uhr: Erneut Höchstwerte an Neuinfektionen und Todesfällen in Polen

    Polen meldet neue Tagesrekorde von 4.280 Neuinfektionen und 76 Todesfällen. Der stellvertretende Gesundheitsminister Waldemar Kraska teilt zudem mit, dass die Hauptstadt Warschau aufgrund der hohen Zahl von Coronavirus-Fällen in eine Liste von Gebieten mit zusätzlichen Einschränkungen aufgenommen wird. Insgesamt sind in Polen bisher 111.599 Fälle des Coronavirus und 2.867 Corona-Tote gemeldet worden.

    10.45 Uhr: EU vereinbart Lieferung von Remdesivir

    Die Europäische Kommission hat einen Vertrag mit dem US-Pharmakonzern Gilead über die Lieferung von bis zu 500.000 Dosen Remdesivir in den kommenden sechs Monaten unterzeichnet. Die Vereinbarung wurde nach Angaben der Kommission von 37 Ländern unterschrieben. Es handele sich um alle 27 EU-Länder, Großbritannien, sechs Balkan-Staaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen, die dem Europäischen Wirtschaftsraum angehören.

    10.40 Uhr: Deutschland sichert sich neun Millionen Schnelltests pro Monat

    Deutschland hat sich nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn die Lieferung von neun Millionen Corona-Schnelltests pro Monat gesichert. Man bemühe sich um eine weiter steigende Zahl. Schnelltests sollen ab kommender Woche die normalen PCR-Tests ergänzen und vor allem im Krankenhaus- und Pflegebereich eingesetzt werden.

    10.30 Uhr: Expertin - Patienten erhalten ähnliche Therapie wie Trump

    Corona-Patienten in Deutschland erhalten nach Angaben von Susanne Herold, Leiterin der Abteilung Infektiologie des Uniklinikums Gießen, eine ähnliche Behandlung wie US-Präsident Donald Trump. Auch Patienten hierzulande würden mit dem Medikament Remdesivir und einem Cortison-Präparat behandelt, sagt Herold. Allerdings habe Trump auch ein weiteres Medikament erhalten, das den Eintritt des Virus in eine Zelle verhindern soll. Dieses sei in Deutschland noch nicht zugelassen. Die beiden anderen Behandlungen seien aber auch in Deutschland "zum Standard" geworden.

    10.25 Uhr: Kassenärzte - Ausreichende Bettenzahl in Corona-Krise

    Das deutsche Gesundheitssystem hat nach Ansicht von Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), ausreichend Betten zur Behandlung von Corona-Patienten. Derzeit seien 8500 Betten für Intensivpatienten frei, das seien mehr als die Gesamtkapazität von Italien und Spanien. Zudem gebe es eine Notfallreserve von etwa 12.000 Betten, die eingesetzt werden könnten. Gesundheitsminister Jens Spahn verweist darauf, dass es mit Hilfe des neuen Onlineregisters für Betten in Kliniken möglich sei, die Intensivkapazitäten deutlich besser zu steuern. Derzeit werden 470 Covid-19-Patienten in Deutschland auf Intensivstationen behandelt.

    10.18 Uhr: Niedersachsen will doch Beherbergungsverbot für Urlauber aus Hotspots

    Niedersachsen will nun doch ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus Corona-Risikogebieten. Eine entsprechende Landesverordnung werde auf den Weg gebracht, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) heute im Landtag in Hannover. Man habe sich darüber innerhalb der Landesregierung abgestimmt. Viele andere Bundesländer wollen auch keine Touristen aus Corona-Risikogebieten mehr in ihren Hotels und Ferienwohnungen übernachten lassen. Darauf hatten sie sich am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz der Chefs der Staatskanzleien der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) verständigt. Niedersachsen hatte sich dem zunächst nicht angeschlossen.

    Greifen soll dies für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Maßgeblich sei das Datum der Einreise nach Niedersachsen, sagte Weil. Es solle vermieden werden, dass kurzfristig Aufenthalte abgebrochen werden müssen. Zudem könnten Touristen mit einem negativen Corona-Test doch in Niedersachsen Urlaub machen.

    Mehr zu: "Für Gäste aus diesen Gebieten gilt eine Testpflicht in Bayern"

    09.45 Uhr: Spahn - Virus verbreitet sich vor allem bei Veranstaltungen

    Die Verbreitung des Coronavirus findet nach Ansicht von Gesundheitsminister Jens Spahn vor allem in geschlossenen Räumen statt. Anders als man im März vermutet habe, gebe es keine großen Übertragungen beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr oder beim Friseur. Stattdessen zeige sich, dass die meisten Infektionen bei Feiern, Großveranstaltungen oder religiösen Veranstaltungen festzustellen seien - oft in geschlossenen Räumen. In Schulen und Kitas seien die Gefahr dagegen geringer.

    09.40 Uhr: Fast 5.400 Neuinfektionen in Ukraine

    Die Behörden in der Ukraine melden 5.397 nachgewiesene Neuinfektionen binnen 24 Stunden - so viele wie nie zuvor. Die Gesamtzahl der Ansteckungsfälle steigt auf fast 245.000. Laut Gesundheitsministerium starben 93 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus, die Zahl der Todesfälle liegt nun bei 4690. Mehr als 20.000 Menschen würden im Krankenhaus behandelt, sagt Gesundheitsminister Maksym Stepanow und warnt vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems.

    09.23 Uhr: RKI-Präsident - Zahl der Intensivpatienten hat sich verdoppelt

    Die Zahl der Corona-Patienten, die sich in Intensivbehandlung befinden, hat sich nach Angaben von Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, innerhalb der letzten vier Wochen verdoppelt. Zwar sei die Zahl mit 470 Patienten derzeit noch niedrig. Aber er sei dennoch sehr besorgt über die Entwicklung, weil sich auch wieder viele Ältere mit dem Corona-Virus ansteckten.

    09.10 Uhr: Kanzleramtsminister: "Klassischer Beginn einer zweiten Welle"

    Kanzleramtsminister Helge Braun spricht angesichts der deutlich gestiegenen Infektionszahlen vom Beginn einer zweiten Infektionswelle. In einigen Großstädten sehe man nicht nur, dass die Inzidenz von 50 überschritten werde, "sondern wir sehen auch, dass die Zahlen sehr sehr schnell ansteigen", sagt er in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. "Das heißt, dass die Kontaktnachverfolgung in den Gesundheitsämtern möglicherweise an einigen Stellen nicht mehr funktioniert, und das ist der klassische Beginn eine zweiten Welle." Wenn die Zahlen weiter rasch anstiegen, "dann verlieren wir die Kontrolle über die Infektionszahlen und dann können wir es nur noch durch sehr einschneidende Maßnahmen aufhalten.

    08.46 Uhr: Kreuzfahrtverband beschließt generelle Covid-19-Testpflicht

    Die Kreuzfahrtindustrie hat eine Covid-19-Testpflicht für alle Gäste und Crewmitglieder an Bord der Schiffe beschlossen. "Nur mit einem negativen Testergebnis wird der Zugang zum Schiff gewährt", teilte die Cruise Lines International Association (Clia), der größte Verband der Kreuzfahrtindustrie, heute in Hamburg mit. An diese globale Testpflicht sollen sich alle Clia-Mitgliedsreedereien ab sofort halten. Den Angaben zufolge repräsentieren sie 95 Prozent der Kreuzfahrtkapazitäten weltweit.

    08.00 Uhr: Über 36,15 Millionen Infizierte und über 1,05 Millionen Tote weltweit

    Weltweit sind mehr als 36,15 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Danach starben mit oder an dem Virus 1.052.602 Menschen. Das Virus hat sich in mehr als 210 Länder und Territorien ausgebreitet, seit die ersten Fälle im Dezember in China bekannt wurden.

    07.50 Uhr: Mehr als 78.500 Neuinfektionen in Indien

    In Indien ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 78.524 auf 6,84 Millionen gestiegen. Zudem seien binnen 24 Stunden 971 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt steigt die Zahl der Todesfälle auf 105.526.

    Seit drei Wochen fällt in Indien die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen. In der ersten Oktoberwoche lag die Zahl der täglich registrierten Fälle bei durchschnittlich über 70 000. In den zwei letzten Septemberwochen stand sie noch bei mehr als 86 000 Fällen täglich. Im September gab es auch Phasen, in denen die Neuinfektionen pro Tag im Durchschnitt bei 93 000 lagen. In dem Land mit gut 1,3 Milliarden Einwohnern wurden laut Gesundheitsministerium im Oktober täglich 1,1 Millionen Menschen getestet.

    Indien verzeichnet nach den USA die höchste Infektionszahl weltweit. Auf Platz drei folgt Brasilien, das aber bei den Todesfällen hinter den USA und vor Indien liegt.

    07.02 Uhr: Städtebund fordert wegen Corona personelle Verstärkung der Gesundheitsämter

    Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland fordert der Städte- und Gemeindebund, die Gesundheitsämter kurzfristig personell zu verstärken. "In den Gesundheitsämtern fehlt es an Personal", sagte Städtebund-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Passauer Neuen Presse". Hier könnten "Studenten als Praktikanten und Ärzte helfen, die vorübergehend aus dem Ruhestand zurückkehren". Das Ziel, 1.500 neue Stellen in den Gesundheitsämtern bis Ende 2021 zu besetzen, ist laut Landsberg nur schwer zu erreichen.

    Der Verbandsgeschäftsführer warnte vor immer mehr innerdeutschen Reisebeschränkungen. Es sei richtig, das Infektionsgeschehen regional zu bewerten und Maßnahmen einzuleiten. "Das darf aber nicht zu einem undurchsichtigen Regelungsdschungel führen", warnte Landsberg in der "PNP". Wenn sich diese Entwicklung fortsetze und die Infektionszahlen weiter anstiegen, werde es demnächst innerhalb Deutschlands eine Vielzahl von einzelnen Risikogebieten geben, die zur Einschränkung des innerdeutschen Reise- und Geschäftsverkehrs führen würden. Das wäre nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Wirtschaft eine verheerende Entwicklung, warnte Landsberg. Bund und Länder sollten sich daher auf eine Muster-Corona-Verordnung verständigen, in der wenige bundeseinheitliche Maßstäbe festgeschrieben würden, sagte er.

    05.34 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigen sprunghaft auf über 4.000

    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist sprunghaft auf mehr als 4.000 binnen eines Tages angestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten 4.058 neue Corona-Infektionen innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Das sind über 1.200 mehr als am Mittwoch, als mit 2.828 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit April gemeldet wurde. Die Gesamtzahl der positiv Getesteten liegt laut RKI damit bei 310.144. Die Zahl der Todesfälle steigt nach Angaben des Instituts um 16 auf 9.578.

    Rund 269.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Rate der positiven Tests stieg stark an und lag in der 40. Kalenderwoche (28.9.- 2.10.) bei 1,64 Prozent. In der Woche zuvor waren es 1,22 und davor 1,16 Prozent gewesen. Die Anzahl der Tests sank dagegen leicht auf rund 1,096 Millionen in der 40. Woche. Zuvor waren es rund 1,168 Millionen gewesen.

    03.55 Uhr: Japan hebt Reiseverbote für zwölf Länder auf

    Japan will einem Zeitungsbericht zufolge Reiseverbote nach China und in elf weitere Länder kommenden Monat aufheben, berichtete das Blatt Yomiuri. Die Erleichterungen würden auch Taiwan, Australien, Neuseeland, Singapur, Südkorea, Vietnam und Malaysia umfassen.

    02.48 Uhr: Tschechische Republik verzeichnet schnellsten Anstieg in Europa

    Die Tschechische Republik meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 5.335 neue Coronavirus-Fälle. Das Land verzeichnet damit die höchste Zahl an Neuinfektionen seit dem Ausbruch der Pandemie und den schnellsten Pro-Kopf-Anstieg in Europa in den vergangenen zwei Wochen.

    Mittwoch, 7. Oktober 2020

    23.45 Uhr: Insgesamt mehr als fünf Millionen Infektionen in Brasilien

    Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Die Gesamtzahl der Ansteckungen ist laut Gesundheitsministerium auf mehr als fünf Millionen gestiegen. Die Zahl der Todesfälle beträgt insgesamt 148.228. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

    22.10 Uhr: Italien schreibt Tests für Einreisende aus mehreren Staaten vor

    Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza ordnet für Einreisende aus Großbritannien, Belgien, den Niederlanden und Tschechien eine Test-Pflicht an.

    21.51 Uhr: Sprecher - Trump wieder im Oval Office

    US-Präsident Donald Trump hat einem Sprecher zufolge zum ersten Mal seit seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus wegen seiner Corona-Infektion wieder sein Büro - das Oval Office - im Weißen Haus betreten. Trump selbst schrieb kurz darauf auf Twitter, dass er mit den Gouverneuren von Texas und Louisiana über den Hurrikan "Delta" gesprochen habe. Der Wirbelsturm wird am Wochenende an der Golf-Küste der USA erwartet.

    19.40 Uhr: In Frankreich steigt die Zahl der Krankenhauspatienten wieder

    In Frankreich ist die Zahl der Covid-Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, auf ein Drei-Monats-Hoch geklettert. Mehr als 7.500 Erkrankte werden aktuell behandelt, wie die französischen Behörden mitteilten. Im Vergleich zum August ist das ein Anstieg um 65 Prozent. Die Anzahl der Neuinfektionen im Land ist mit 18.746 Neuinfektionen die höchste bislang verzeichnete Zahl an einem Tag. Damit sind insgesamt 653.509 Fälle bekannt. Die Zahl der Todesfälle steigt um 80 auf 32.445.

    19.24 Uhr: Bundesregierung legt neue Risikogebiete fest

    Die Bundesregierung hat ganz Rumänien, Tunesien, Georgien und Jordanien zu Corona-Risikogebieten erklärt. Auf der aktuellen Risikoliste des Robert-Koch-Instituts sind jetzt auch alle fünf niederländischen Provinzen zu finden, die an Deutschland grenzen. Erstmals wurden auch Teile der Slowakei zu Risikogebieten erklärt. In Slowenien kam unter anderem die Hauptstadt Ljubljana hinzu, außerdem Regionen in Kroatien, Ungarn, Litauen und Bulgarien. Als Risikogebiete werden Regionen eingestuft, in denen der Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten wurde.

    Diese Länder sind als Risikogebiet eingestuft.

    19.05 Uhr: Ausgangssperre in Tunis

    Wegen stark steigender Coronavirus-Neuinfektionen wird es in der tunesischen Hauptstadt Tunis wieder eine nächtliche Ausgangssperre geben. Ab morgen müssen die Bewohner des gesamten Verwaltungsbezirks an Wochentagen zwischen 20 und 5 Uhr (Ortszeit) zu Hause bleiben, teilte der Gouverneur von Tunis mit. An Wochenenden soll die Ausgangssperre schon ab 18.00 Uhr abends greifen. Tunis war zuletzt zu einem der Corona-Hotspots des Landes geworden. Die Regierung hatte Mitte März nach vergleichsweise nur wenigen Fällen eine radikale landesweite Ausgangssperre verhängt und die Grenzen geschlossen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Mit Lockerung der Maßnahmen stiegen die Corona-Zahlen jedoch stetig. Mittlerweile wurden in Tunesien mehr als 24.500 Coronavirus-Infektionen registriert

    18.40 Uhr: Dublin bleibt Risikogebiet

    Die Bundesregierung hält wegen der Corona-Pandemie die irische Hauptstadt Dublin weiterhin für ein Risikogebiet. In den aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts wird vor "nicht notwendigen, touristischen Reisen" aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt. Die Warnung gilt bereits seit dem 23. September. Betroffen sind auch mehrere andere Gebiete in Irland, in denen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz an Neuinfektionen ebenfalls bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt. Der Transit über den Flughafen Dublin ist weiterhin möglich. Wenn der Transitbereich nicht verlassen werde, sei keine Quarantäne erforderlich, teilte das Auswärtige Amt mit.

    18.20 Uhr: Beherbergungsverbot in vielen Bundesländern - aber nicht in allen

    Die Bundesländer haben ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen vereinbart - allerdings haben fünf Länder zu dem Beschluss jeweils unterschiedliche Protokollerklärungen abgegeben. In dem Beschluss von Bund und Ländern heißt es, dass Personen aus solchen Risikogebieten nur in Beherbungsbetrieben übernachten dürfen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können. Der Test darf dabei höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden sein So entwickeln sich die Corona-Infektionszahlen in Deutschland. Familienbesuche sind ausdrücklich von den Regelungen ausgenommen, ebenso Pendelverkehr. Die Länder Bremen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Thüringen legten dazu eigene Protokollerklärungen vor. Berlin plane kein Beherbergungsverbot, sagte eine Sprecherin des Senats. Auch in NRW wird es zunächst kein Verbot geben. Niedersachsens Vertreter behielt sich vor zu prüfen, ob der Beschluss mitgetragen werden kann. Thüringen wies darauf an, "dass die Einschätzung der Gesundheitsbehörden der betroffenen Gebiete Grundlage und Maßstab für die Maßnahmen der Reisezielgebiete sein muss".

    17.53 Uhr: Steigende Fall-Zahlen in Karibik laut WHO beunruhigend

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt sich besorgt über einen Anstieg von Fällen in der Karibik. Die für Nord- und Südamerika zuständige WHO-Direktorin Carissa Etienne nennt dabei ausdrücklich Kuba und Jamaika. Insgesamt habe sich der Grad der Übertragung in mehr als zehn Staaten der Region von moderat auf intensiv verschlimmert. Positiv sei dagegen, dass in Nord- und Südamerika die Zahl der schweren Verläufe abgenommen habe.

    17.26 Uhr: Italien meldet erstmals seit April über 3.000 Positiv-Tests

    Italien meldet zum ersten Mal seit April wieder mehr als 3.000 Positiv-Tests pro Tag, und zwar 3.679. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben 31 weitere Menschen, die positiv getestet wurden. Insgesamt sind damit in Italien 333.940 Infektionen und 36.061 Todesfälle verzeichnet.

    17.05 Uhr: Kein Alkohol mehr in schottischen Pubs

    Pubs und Restaurants in Schottland müssen gut zwei Wochen lang auf den Ausschank von Alkohol verzichten. Ab kommendem Wochenende dürfen die Betreiber nur noch von 6.00 Uhr morgens bis 18.00 Uhr abends öffnen und neben Essen nur nichtalkoholische Getränke anbieten, wie die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon am Mittwoch in Edinburgh erklärte.

    Die Regeln sollen zunächst zeitlich befristet bis zum 25. Oktober gelten und die massiv steigenden Corona-Fallzahlen in Schottland nach unten drücken. Zuletzt zählte das Land mehr als 1.000 Fälle innerhalb eines Tages. Ohne weitere Maßnahmen könne Schottland schnell wieder das Infektionsgeschehen vom Frühjahr erreichen, warnte Sturgeon. In den fünf am schlimmsten betroffenen Regionen in Schottland muss die Gastronomie in dem Zeitraum sogar vollständig schließen.

    17.00 Uhr: Weltwirtschaftsforum 2021 wegen Corona-Pandemie im Mai in Luzern

    Das Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums ("World Economic Forum", WEF) findet 2021 wegen der Corona-Pandemie erst im Mai statt Ende Januar statt. Veranstaltungsort ist vom 18. bis 21. Mai nicht wie üblich der Schweizer Wintersportort Davos, sondern die Luxushotel-Anlage in Bürgenstock bei Luzern, wie das WEF am Mittwoch mitteilte. Voraussetzung sei, dass die Gesundheit und die Sicherheit aller Teilnehmer und Gäste gewährleistet werden könnten. Die Besucher in Luzern sollen sich auch digital mit Teilnehmern an 400 Orten auf der ganzen Welt austauschen.

    Beim Weltwirtschaftsforum treffen sich seit Anfang der 1970er Jahre Politiker, Manager und Experten aus der ganzen Welt zu Diskussionen über die wirtschaftliche und geopolitische Lage. Motto des Forums 2021 ist "The Great Reset", dabei geht es um die Welt nach Corona.

    16.54 Uhr: Schleswig-Holstein lockert Einreise-Regeln für Herbsturlauber

    Urlauber aus deutschen Corona-Risikogebieten können nun doch die Herbstferien in Schleswig-Holstein verbringen - wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen. Die Quarantänepflicht fällt weg. Das kündigten Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Mittwoch in Kiel nach einer Schalte der Staatskanzleichefs der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun an.

    Ab Freitag reicht es, bei Ankunft in einem Hotel oder einer Ferienwohnung einen maximal 48 Stunden alten negativen Coronatest vorzulegen - beispielsweise um den Herbsturlaub an Nord- oder Ostsee zu verbringen. Ausgenommen davon sind Familienbesuche oder Pendelverkehre zu beruflichen Zwecken. Auch bei Reisen in innerdeutsche Corona-Risikogebiete ist nach der Rückkehr kein Corona-Test erforderlich.

    Noch besteht im Norden für Einreisende auch aus inländischen Risikogebieten eine 14-tägige Quarantänepflicht. Diese kann zwar durch zwei negative Corona-Tests verkürzt werden, dabei darf der zweite Test aber frühestens fünf Tage nach der Einreise gemacht werden.

    16.42 Uhr: Österreich verhandelt über deutsche Reisewarnungen

    Die Zahl der Corona-Fälle in Österreich steigt nach einer leichten Stabilisierung wieder an. Am Mittwoch meldeten die Behörden 1.029 neue Infektionen binnen eines Tages, umgerechnet auf die Einwohnerzahl mehr als dreimal so viele wie in Deutschland. Die Schwelle von 50 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die in Deutschland auch für Reisewarnungen als entscheidend gilt, ist österreichweit sowie in einigen Bundesländern überschritten.

    Die österreichische Regierung verhandelt mit den deutschen Behörden allerdings über die geltenden Reisewarnungen. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger sagte am Mittwoch, Ziel seien vergleichbare Vorgaben in ganz Europa. Die Infektionszahlen machen der Wirtschaft besonders in den stark von ausländischen Wintertouristen abhängigen Regionen große Sorgen.

    16.38 Uhr: München verlängert Corona-Maßnahmen größtenteils

    Die Stadt München hat die verschärften Corona-Maßnahmen um eine Woche verlängert. Lediglich bei Veranstaltungen unter freiem Himmel tritt eine Lockerung ein: Ab Freitag dürfen sich bis zu 100 Menschen draußen versammeln, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Zuvor waren maximal 50 Personen erlaubt. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, wie Hochzeiten oder Geburtstagen, bleibt die Obergrenze weiter bei 25 Teilnehmern.

    Bis einschließlich Donnerstag nächste Woche (15. Oktober) sind Treffen im privaten und öffentlichen Raum sowie in der Gastronomie nur in Gruppen von maximal zehn Personen gestattet. Das Alkoholverbot zum Außer-Haus-Verkauf ab 21 Uhr bleibt ebenfalls von Freitagabend bis Sonntagfrüh in Teilen der Metropole bestehen sowie das Verbot des Alkoholkonsums im öffentlichen Raum ab 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages.

    16.25 Uhr: Bundesregierung erklärt Dublin zum Risikogebiet

    Die Bundesregierung hat wegen der Corona-Pandemie nun auch die irische Hauptstadt Dublin zum Risikogebiet erklärt. In den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts heißt es seit Mittwoch, vor "nicht notwendigen, touristischen Reisen" nach Dublin werde aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt. Die Warnung gilt bereits für mehrere andere Gebiete, in denen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz an Neuinfektionen ebenfalls bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt. Der Transit über den Flughafen Dublin ist weiterhin möglich. Wenn der Transitbereich nicht verlassen werde, sei keine Quarantäne erforderlich, so das Auswärtige Amt.

    16.20 Uhr: Länder kündigen Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten an

    Die Bundesländer haben ein Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen beschlossen. Das Verbot gelte bundesweit, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin am Mittwoch aus Teilnehmerkreisen nach einer Schaltkonferenz der Chefs der Staatskanzleien der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU). Darin sollte es angesichts teils unterschiedlicher Regelungen um einen einheitlichen Rahmen gehen. Umgangen werden kann das Verbot demnach durch den Nachweis eines negativen Corona-Tests.

    16.14 Uhr: Bremen überschreitet Corona-Inzidenzwert von 50

    Die Stadt Bremen hat erstmals die Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Das teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Der Wert liege bei 57,6. Ab sofort greifen damit in Bremen schärfere Maßnahmen zum Infektionsschutz.

    15.39 Uhr: Rund 450 Neuinfektionen und 4 Todesfälle in Bayern an einem Tag

    In Bayern sind den Behörden in den vergangenen 24 Stunden 452 Corona-Neuinfektionen (Stand 7.10.2020, 8 Uhr) gemeldet worden. Das hat das Landesamt für Gesundheit (LGL) in Erlangen mitgeteilt. Vier Todesfälle kamen seit gestern hinzu. Damit hat sich die Zahl der mit dem Corona-Virus infizierten Toten auf insgesamt 2.678 erhöht. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie im Freistaat 70.468 Menschen mit Covid-19 infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bayernweit bei 17,08.

    15.21 Uhr: Landtag tagt wegen Corona frühestens in zwei Wochen in voller Stärke

    Frühestens in zwei Wochen will der bayerische Landtag wieder in Vollbesetzung tagen. Das hat am Mittwoch der Ältestenrat des Parlaments in seiner Sitzung in München beschlossen. Ursprünglich hatten die 205 Abgeordneten erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie an diesem Donnerstag (8.10.) wieder vollständig zusammen kommen wollen. "Der Bayerische Landtag ist Verfassungsorgan, da wollen wir eine Quarantäne des Parlaments unter allen Umständen vermeiden", sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU).

    Um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, tagte der Landtag seit Monaten in einer reduzierten Besetzung, bei der rund ein Fünftel der Männer und Frauen zugelassen war. Für die Sitzungen am Donnerstag und in der kommenden Woche sind jeweils 105 Abgeordnete zugelassen. Die Fraktionen können dann entsprechend ihrer Stärke auswählen, welche Abgeordneten an den Sitzungen teilnehmen.

    15.11 Uhr: Regensburger Domspatzen sagen Weihnachtskonzerte wegen Corona ab

    Die Regensburger Domspatzen haben ihre Advents- und Weihnachtskonzerte abgesagt. Sie ließen sich unter den aktuell geltenden Corona-Bedingungen nicht durchführen, teilte das Chormanagement heute mit. Die Entscheidung zur Absage der Auftritte sei sehr schwer gefallen, erklärte Domkapellmeister Christian Heiß. "Unsere Konzerte im Audimax sind für viele eine liebgewordene Einstimmung auf Advent und Weihnachten, aber Corona macht uns in diesem Jahr leider einen Strich durch die Rechnung".

    Der weltberühmte Knabenchor arbeitet aber an einem alternativen Advents- und Weihnachtsprogramm. Man wolle "im entsprechenden Rahmen zum Singen kommen, wir finden andere gute Möglichkeiten", so Domkapellmeister Heiß. Sobald diese klar sind, werde man darüber informieren.

    15.06 Uhr: Bayern beschließt Beherbergungsverbot für Reisende aus deutschen Risikogebieten

    Im Freistaat Bayern gilt ab morgen ein Beherbergungsverbot für Gäste aus deutschen Risikogebieten. Wie Ministerpräsident Markus Söder mitteilte, können Gäste, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen dennoch ihren Urlaub antreten. Söder nannte das Vorgehen eine Sicherheitsmaßnahme für den Gast, aber gleichzeitig auch für die Gastronomie und die Hotels. Das entspricht einer Testpflicht für Urlauber aus Gebieten, die einen Inzidenzwert von über 50 aufweisen. Diese Vorschrift gilt aber nicht innerhalb Bayerns. Zur Begründung hieß es, dass der Freistaat bei stark gestiegenen Infektionszahlen selbst Maßnahmen ergreifen kann.

    Söder sprach von einer Tendenz auch in den anderen Bundesländern so ein Beherbergungsverbot einzuführen. Ein Einreiseverbot innerhalb Deutschlands lehnt Söder ab: Das halte er innerhalb Deutschlands nicht für den richtigen Weg.

    14.46 Uhr: Weitere infizierte Schlachthof-Mitarbeiter in München

    Auf einem Schlachthof in München haben sich weitere Arbeiter mit dem Coronavirus angesteckt. Bei einem dritten Reihentest seien acht Beschäftigte positiv getestet worden, teilte die Stadt München am Mittwoch mit. Damit sind es nun insgesamt 20 Mitarbeiter, die sich mit Corona angesteckt haben. Hinzu kommen fünf infizierte Kontaktpersonen. Die Infizierten und ihre nächsten Kontaktpersonen müssen für 14 Tage in Quarantäne, wie es in der Mitteilung heißt. 119 Arbeiter seien negativ getestet worden.

    Nach Bekanntwerden der ersten Fälle Ende September seien "umgehend" die Hygienemaßnahmen des Betriebes in der Innenstadt kontrolliert worden sowie in den Unterkünften. Dabei habe es keine Beanstandungen gegeben.

    14.30 Uhr: Neuinfektionen in den Niederlanden weiter auf Rekordniveau

    Die Zahl der Corona-Infektionen in den Niederlanden steigt auf ein Rekordhoch. Binnen eines Tages zählten die Gesundheitsbehörden fast neue 5.000 Fälle.

    14.27 Uhr: Dänemark verlängert Corona-Maßnahmen bis Ende Oktober

    Die in Dänemark geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung werden bis zum 31. Oktober verlängert. Das gab Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Mittwoch in Kopenhagen bekannt.

    Nach einem vorherigen Anstieg der dänischen Infektionszahlen hatte die Regierung in Kopenhagen Mitte September neue Beschränkungen eingeführt. Restaurants, Cafés und Kneipen in ganz Dänemark müssen seitdem bereits um 22.00 Uhr schließen. Zudem muss man seither in allen Lokalen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die maximale Teilnehmerzahl für öffentliche Versammlungen wurde auf 50 herabgesetzt, das wurde später auch auf private Veranstaltungen etwa in Restaurants erweitert. Arbeitnehmer werden aufgefordert, wenn möglich im Homeoffice zu arbeiten. Soziale Kontakte sollen die Dänen generell begrenzen und den öffentlichen Nahverkehr in Stoßzeiten meiden.

    Mittlerweile haben sich die Corona-Zahlen in Dänemark wieder etwas gebessert. Dies sei jedoch kein Grund, um auf dem Weg in die Winterzeit den Griff um das Virus zu lockern, sagte Heunicke. Die Infektionszahlen in der Region um Kopenhagen seien fallend, aber das Niveau sei weiterhin hoch.

    14.15 Uhr: Zahl der neuen Corona-Fälle im Iran erneut angestiegen

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Iran ist erneut sprunghaft angestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in den letzten 24 Stunden über 4.000 Fälle registriert. Im gleichen Zeitraum starben fast 240 Iraner im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Seit dem Ausbruch der Pandemie Ende Februar liegt die Zahl der Infizierten bei 483.844, die der Corona-Toten bei 27.658, so Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

    Wegen der hohen Fallzahlen wurde seit letztem Sonntag eine einwöchige Ausgangssperre in mehreren Großstädten verhängt, die voraussichtlich verlängert wird. Besonders schlimm ist die Lage in der Hauptstadt Teheran mit ihren 13 Millionen Einwohnern. Gesundheitsexperten schlagen Alarm und befürchten insbesondere Engpässe bei der medizinischen Versorgung der Patienten. Seit Wochen kommt es im Iran alle 20 bis 25 Sekunden zu einer Neuinfektion und alle fünf bis sieben Minuten zu einem Todesfall.

    13.54 Uhr: Bundesregierung ruft Großstädte zu konsequentem Handeln auf

    Von vielen Corona-Fällen betroffene Großstädte wie Berlin sollten Regierungssprecher Steffen Seibert zufolge konsequente Maßnahmen ergreifen, um die sprunghaft steigenden Infektionszahlen unter Kontrolle zu bekommen. Damit hätten zuletzt beispielsweise Gütersloh und München gute Ergebnisse erzielt. Ziel müsse es bleiben, dass die Gesundheitsämter vor Ort Infektionsketten nachvollziehen und unterbrechen können. Dafür seien niedrige Infektionszahlen nötig, sagt der Sprecher der Bundesregierung.

    13.45 Uhr: Erneut Corona-Infektionen bei niedersächsischen Schlachthof-Mitarbeitern

    Erneut hat es in einem großen Schlachthof in Niedersachsen eine größere Zahl von Corona-Infektionen gegeben. In dem Betrieb in Emstek im Landkreis Cloppenburg seien bei Tests unter Mitarbeitern in den vergangenen Tagen insgesamt 63 Fälle bekannt geworden, teilte Landrat Johann Wimberg (CDU) mit.

    Der Schwerpunkt der Infektionen sei im Bereich der Grobzerlegung festgestellt worden. Mitarbeiter im Bereich der Schlachtung seien hingegen kaum betroffen. Der Betrieb in dem zum Vion-Konzern gehörende Schlachthof solle zunächst eingeschränkt, aber nicht komplett heruntergefahren werden. Ob das öffentliche und private Leben wegen der Neuinfektionen flächendeckend im Landkreis eingeschränkt werden muss, stehe noch nicht fest, sagte Wimberg.

    13.39 Uhr: Rund 120.000 Studenten haben Nothilfe erhalten

    Insgesamt rund 120.000 Studierende haben die auf vier Monate befristete Corona-Nothilfe des Bundesbildungsministeriums erhalten. Die Zahl teilte das Deutsche Studentenwerk am Mittwoch mit. Ausgezahlt wurde die sogenannte Überbrückungshilfe demnach zwischen Juni und September rund 150.000 Mal, an manche Betroffene mehrfach. Für jeden Monat zwischen Juni und September musste ein neuer Antrag gestellt werden. Die Studentenwerke waren für die Bearbeitung zuständig. Unter den 120.000 Betroffenen, die die Hilfe erhielten, waren 30 Prozent ausländische Studentinnen und Studenten.

    Das Bundesbildungsministerium hatte 100 Millionen Euro bereitgestellt. Ausgezahlt wurden davon den Angaben zufolge rund 65 Millionen Euro. Bis zu 500 Euro pro Monat gab es für Betroffene, die über ihre Kontoauszüge nachweisen konnten, dass sie durch weggebrochene Einnahmen etwa aus Studentenjobs in eine finanzielle Notlage geraten sind. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Die Nothilfe lief Ende September aus.

    13.35 Uhr: Neue Test-Strategie hilft Reisebranche nicht

    Die neue Corona-Teststrategie der Bundesregierung wird der Reisebranche zunächst nicht helfen. Das geht aus dem Entwurf für die Teststrategie hervor, die ab dem 15. Oktober zusammen mit neuen Quarantäneregeln gelten soll. Laut der Nachrichtenagentur Reuters wird demnach der Einsatz und die Bezahlung der neuen Corona-Schnelltests zunächst auf Krankenhäuser und Pflegeheime begrenzt. Zudem sollen diese Tests wie auch die bisherigen sogenannten PCR-Tests nur durch medizinisches Personal vorgenommen werden.

    Die Schnelltests gelten als weniger aussagekräftig als die herkömmlichen Corona-Tests, werden aber vom Gesundheitsministerium als wichtige Ergänzung angesehen. Ursprünglich hatte etwa die Reisebranche darauf gesetzt, dass solche Schnelltests auch bei Reisenden eingesetzt werden können.

    13.33 Uhr: "Schwimmende Kliniken" für Corona-Patienten in Brasilien

    "Ärzte ohne Grenzen" setzt in Brasilien "schwimmende Kliniken" ein, um indigene Gemeinden in der Corona-Pandemie medizinisch zu versorgen. Die Boote ermöglichten eine Basisgesundheitsversorgung entlang der Flüsse und seien für den Infektionsschutz umgerüstet worden, teilte die Hilfsorganisation in Berlin mit: "Unser Einsatz ist eine Gratwanderung." Die Behandlung von Infizierten müsse sichergestellt werden, ohne dass das Coronavirus weiter in die Gemeinden im Amazonasgebiet getragen werde.

    Mit kleineren Booten könnten Teams Hausbesuche machen, um Patienten zu versorgen, Corona-Tests vorzunehmen und Infektionsketten zu verfolgen. Brasilien mit fast fünf Millionen Corona-Fällen ist nach den USA und Indien das Land mit den höchsten Infektionszahlen weltweit. Fast 150.000 Menschen sind in Brasilien nach einer Corona-Infektion gestorben. Pro Tag werden etwa 14.000 neue Infektionen gemeldet.

    13.25 Uhr: Kanzleramtschef Braun lehnt innerdeutsche Reisebeschränkungen ab

    Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat die von einigen Bundesländern verhängten Reisebeschränkungen für Menschen aus deutschen Regionen mit hohen Corona-Infektionszahlen kritisiert. Er verstehe zwar, "dass Bundesländer mit niedrigem Infektionsgeschehen versuchen, sich vor einer Ausbreitung des Virus zu schützen", sagte Braun der "Bild". "Das ist nachvollziehbar, aber kann nur eine Behelfsmaßnahme sein, die ihrerseits viele Probleme hervorruft."

    Bund und Länder seien gemeinsam in der Pflicht, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wirksam zu unterbinden, betonte Braun. "Das entscheidende Mittel dafür ist, die Infektionszahlen so niedrig zu halten, dass die vollständige Kontaktnachverfolgung erhalten bleibt oder in den Hotspots schnellstmöglich wieder erreicht wird."

    13.10 Uhr: Schweiz meldet mehr als 1.000 Neuinfektionen binnen eines Tages

    Erstmals seit Anfang April ist in der Schweiz die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden über die 1.000er-Marke gestiegen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet 1.077 laborbestätigte Fälle in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Insgesamt haben sich seit Beginn der Aufzeichnung im Februar 57.709 Personen mit dem Erreger angesteckt, 1.789 sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben.

    12.58 Uhr: Zweite Corona-Welle bremst laut ifo-Institut privaten Konsum

    Die zweite Welle steigender Corona-Fälle in Deutschland dürfte zu einer Zurückhaltung der Verbraucher und damit weniger Konsum führen, erklärt der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest. "Die in Deutschland bislang sehr kräftige wirtschaftliche Erholung dürfte sich im vierten Quartal deshalb deutlich verlangsamen", sagt der Ökonom dem "Handelsblatt". "Einen zweiten Einbruch mit negativen Wachstumsraten im vierten Quartal sollte man aber vermeiden können, wenn die Pandemie unter Kontrolle bleibt." Die öffentliche Hand habe zuletzt richtig gehandelt und Einschränkungen differenzierter vorgenommen als beim Lockdown im Frühjahr. Wichtig sei, dass die Politik die Testkapazitäten weiter ausdehne, Schnelltests einsetze und auch finanziere.

    12.46 Uhr: Cafés und Bars in Brüssel müssen für einen Monat schließen

    Wegen sehr hoher Corona-Zahlen müssen Cafés und Bars in der belgischen Hauptstadt Brüssel erneut schließen. Dies entschieden die Bürgermeister der 19 Brüsseler Kommunen am Mittwoch, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Die Vorgaben gelten demnach von diesem Donnerstag an für einen Monat. Restaurants dürfen offen bleiben. Schon zu Beginn der Corona-Krise war das Gastgewerbe in Belgien monatelang dicht.

    Bereits am Dienstag waren die Corona-Regeln für das gesamte Land verschärft worden. So sollen die Bürger von Freitag an pro Monat nur noch mit drei Personen außerhalb der Familie engen Kontakt pflegen. Im Café dürfen nur noch vier Leute zusammensitzen. Um 23.00 Uhr ist Sperrstunde.

    12.42 Uhr: Italien führt Maskenpflicht im Freien ein

    Italien führt für das ganze Land eine Maskenpflicht im Freien ein, um die Zunahme der Corona-Infektionen zu verringern. Das teilte das Gesundheitsministerium mit, nachdem sich das Kabinett auf die Maßnahme geeinigt hatte.

    Italien hat in den letzten zwei Monaten einen stetigen Anstieg neuer Fälle verzeichnet, obwohl die Zahlen hier immer noch viel niedriger sind als in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Spanien und Großbritannien. Das Kabinett genehmigte auch ein Dekret zur Verlängerung des Ausnahmezustands bis zum 31. Januar, hieß es aus dem Kabinett.

    12.23 Uhr: AfD klagt gegen Maskenpflicht im Bundestag

    Die AfD will gegen die von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble angeordnete Maskenpflicht im Bundestag vor Gericht ziehen. "Wir wollen klären, ob der Bundestagspräsident uns Abgeordnete und unsere Mitarbeiter im Parlament zum Tragen von Masken verpflichten kann", sagte der Abgeordnete Stephan Brandner.

    Der Nutzen von Mund-Nase-Schutz sei "höchst umstritten", erklärte der Jurist. Außerdem bestehe keine pandemische Lage. Abstand zu anderen Menschen zu halten, sei völlig ausreichend. Wer sich zusätzlich schützen wolle, könne dies gerne tun. Unterschiedslos alle zu verpflichten, sei jedoch unverhältnismäßig. Seit Dienstag gilt in den Gebäuden des Parlaments eine allgemeine Maskenpflicht. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen.

    12.29 Uhr: UN: Pandemie wirft Lateinamerika um zehn Jahre zurück

    Die Corona-Pandemie wirft die Wirtschaft Lateinamerikas nach Einschätzung von UN-Experten um ein Jahrzehnt zurück. Die Region erlebe die schlimmste Wirtschaftskrise in einem Jahrhundert, sagte Alicia Bárcena, die Chefin der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (ECLAC). Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr voraussichtlich um 9,1 Prozent schrumpfen und am Ende des Jahres auf dem Niveau von 2010 sein.

    Die Zahl der Arbeitslosen in Lateinamerika wird der Analyse zufolge um 18 Millionen auf 44 Millionen Menschen steigen. Das Ausmaß der Armut wird sogar auf die Höhe von 2005 klettern. ECLAC prognostiziert, dass infolge der Covid-19-Pandemie bald 231 Millionen Menschen in der Region in Armut leben müssen. Die Erholung von der Krise historischen Ausmaßes werde lange dauern, warnte Bárcena.

    11.50 Uhr: CSU attackiert Berliner Senat wegen steigender Corona-Zahlen

    Die CSU hat den Berliner Senat wegen der steigenden Corona-Zahlen in der Hauptstadt scharf kritisiert. "Wir brauchen konsequentes Handeln dort, wo die Lage außer Kontrolle zu geraten droht. Das ist augenscheinlich in Berlin der Fall", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der Nachrichtenagentur dpa. Die Zahlen der Neuinfektionen in einzelnen Bezirken seien Anlass zur Sorge. "Dort grassiert auch vor allem unter jüngeren Menschen die Unvernunft. Berlin ist in weiten Teilen Risikogebiet."

    Blume sagte, zwar seien nun neue Maßnahmen beschlossen worden. "Doch was helfen Beschlüsse, wenn sie nicht umgesetzt werden." Schon in den vergangenen Wochen sei die Einhaltung der Corona-Regeln nicht kontrolliert worden. "Der rot-rot-grüne Senat in der Hauptstadt ist dieser Aufgabe nicht gewachsen. Die Unfähigkeit des Senats wird zu einem Risiko für ganz Deutschland. Das muss sich schnell ändern."

    11.11 Uhr: Kanzleramtschef - Großstädte müssen Corona-Virus eindämmen

    Kanzleramtschef Helge Braun fordert die Großstädte auf, energischer gegen die Ausbreitung des Corona-Virus vorzugehen. Es sei zu befürchten, dass durch die schnelle Ausbreitung des Virus die Kontaktnachverfolgung von Infizierten nicht mehr zu leisten sei, sagt der CDU-Politiker zu "Bild". "Deshalb ist es jetzt die Aufgabe dieser Großstädte, schnell so wirksame Maßnahmen zu ergreifen, dass die Infektionsketten unterbrochen werden."

    Zugleich äußert Braun Verständnis dafür, dass Bundesländer mit niedrigem Infektionsgeschehen versuchten, sich vor einer Ausbreitung des Virus durch Reisende aus Großstädten wie Berlin zu schützen.

    11.05 Uhr: Wieder Rekordzahl an Neuinfektionen in Polen

    Polen meldete wieder einen Tagesrekord von 3.003 neuen Coronavirus-Fällen sowie einen Rekord von 75 Toten. Insgesamt gibt es jetzt 107.319 positive Tests und 2.792 Corona-Tote in dem rund 38 Millionen Einwohner zählenden Land.

    10.47 Uhr: Pandemie verursacht Finanzierungsdefizit in öffentlichen Haushalten

    Die Corona-Pandemie belastet die öffentlichen Haushalte und hat zum ersten Mal seit Jahren ein Finanzierungsdefizit entstehen lassen. Die Einnahmen der Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung gingen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erstmals seit dem Jahr 2012 zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Summe sank demnach um knapp fünf Prozent auf 709,4 Milliarden Euro. Zugleich stiegen die Ausgaben um 8,6 Prozent auf 797,8 Milliarden Euro.

    Grund für den Einnahmerückgang seien geringere Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben, erklärte das Bundesamt. Auch die gestiegenen Ausgaben ließen sich hauptsächlich durch höhere Zuweisungen und Zuschüsse in Folge der Corona-Pandemie erklären, darunter Soforthilfen für Unternehmen und Zahlungen zur Unterstützung der Krankenhäuser.

    10.14 Uhr: Corona-Krise kostet Bayerns Verkehrsbetriebe rund 700 Millionen Euro

    In der Corona-Krise haben die Verkehrsbetriebe der Kommunen und private Unternehmen in Bayern rund 700 Millionen Euro Verluste gemacht. Zur Abfederung wollten Bund und Freistaat in Summe rund 630 Millionen Euro, davon 381 Millionen von Bundesseite, zur Verfügung stellen, das teilte ein Mitarbeiter des Bau- und Verkehrsministeriums heute im Finanzausschuss des bayerischen Landtags in München mit.

    Die Opposition kritisierte im Ausschuss, dass Bayern die entstandenen Schäden nicht zu 100 Prozent gegenfinanziere, wie es während des Lockdowns im Frühjahr angekündigt wurde, sondern nur zu 90 Prozent. Die Verluste resultierten unter anderem durch gesunkene Fahrgastzahlen bei gleichzeitiger Bereitstellung von vielen Fahrzeugen, um die ÖPNV-Versorgung aufrecht zu erhalten.

    10.13 Uhr: Umstrittenes Großkonzert in Düsseldorf für 2020 abgesagt

    Das ursprünglich schon für September geplante Großkonzert in Düsseldorf mit bis zu 13.000 Zuschauern wird 2020 nicht mehr stattfinden. Das teilte eine Sprecherin des Veranstalters Marek Lieberberg mit. "Die Voraussetzungen dafür sind einfach nicht gegeben", sagte sie. Es gebe einen Anstieg der Infektionszahlen. Auch sei fraglich, ob man die Künstler in der geplanten Konstellation wieder zusammenbringen könne.

    Um die einst für den 4. September angesetzte Show - unter anderem mit Rocker Bryan Adams und Pop-Sängerin Sarah Connor - hatte es ein großes Tauziehen gegeben, das zu massiven Verstimmungen zwischen der Stadt Düsseldorf und der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen geführt hatte. Die Stadt hatte das Konzert genehmigt - als die Pläne Anfang August aber publik wurden, schaltete sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ein. Er hielt es angesichts der Lage bei den Corona-Infektionen "schlicht für verantwortungslos", Menschen aus ganz Deutschland zu einer Reise nach Düsseldorf zu animieren.

    Zunächst einigte man sich darauf, dass man das Konzert im Fußballstadion "Merkur Spiel-Arena" vom aktuellen Infektionsgeschehen abhängig mache werde. Ende August zog der Veranstalter dann selbst die Reißleine - und verkündete eine Verschiebung auf den Spätherbst ohne ein konkretes Datum zu nennen. Nun ist auch das hinfällig. Schon gekaufte Tickets können nach Angaben des Veranstalter zurückerstattet werden.

    09.43 Uhr: Ifo-Umfrage - Weltwirtschaft schrumpft 2020 um rund 4,4 Prozent

    Die Corona-Krise sorgt Ökonomen zufolge in diesem Jahr für ein Schrumpfen der Weltwirtschaft um 4,4 Prozent. Dies geht aus einer heute veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts und des Forschungsnetzes EconPol Europe unter 950 Wirtschaftsexperten aus 110 Ländern hervor. Die Erholung dürfte mit plus 3,2 Prozent im nächsten Jahr langsamer verlaufen. "Sie könnte sich vielerorts mindestens bis ins Jahr 2022 hinziehen, bevor das Vorkrisenniveau wieder erreicht ist."

    Als wirksamste wirtschaftspolitische Maßnahmen nennen die Experten Liquiditätshilfen für kleine und mittlere Firmen sowie Verbesserungen der Gesundheitssysteme. Die Kurzarbeit sehen vor allem Ökonomen aus Ländern, in denen sie eingesetzt werde, als sehr geeignet an. Viele Fachleute plädierten auch für vorübergehende Steuerstundungen und zusätzliche Kinderbetreuungsangebote.

    09.18 Uhr: Tourismus in Bayern leidet auch im August unter Corona

    Der Tourismus in Bayern hat auch im August stark unter der Corona-Pandemie gelitten. Trotz der Ferien lagen die Zahlen weiter stark unter dem Vorjahresniveau, teilt das Landesamt für Statistik mit Sitz in Fürth mit. Demnach meldeten Hotels und Campingplätze für August mit insgesamt rund 3,2 Millionen gut ein Viertel (-25,8 Prozent) weniger Gästeankünfte. Die Zahl der Übernachtungen sank um 14,7 Prozent auf gut 9,9 Millionen. Betroffen waren alle Regierungsbezirke. Im Vergleich zu den vergangenen Monaten fielen die Corona-bedingten Rückgänge damit aber geringer aus. In Folge der anhaltenden Reise-Einschränkungen fehlten den Statistikern zufolge vor allem die Gäste aus dem Ausland. Gegenüber August 2019 sank deren Zahl um zwei Drittel, so dass ihr Anteil auf 12,5 Prozent an allen Gästen schrumpfte.

    08.57 Uhr: Neuseeland hat Coronavirus wieder im Griff

    Neuseeland hat nach Angaben der Regierung die Ausbreitung des Coronavirus zum zweiten Mal seit Beginn der Pandemie in den Griff bekommen. "Das ist ein großer Meilenstein. Die Neuseeländer haben das Virus erneut durch ihr gemeinsames Handeln zum Schweigen gebracht", teilte Gesundheitsminister Chris Hipkins mit. Gleichzeitig forderte er die Bevölkerung auf, weiter wachsam zu sein, um Rückfälle zu vermeiden. Der Inselstaat im Südpazifik hat seit zwölf Tagen keine lokale Neuansteckung mehr verzeichnet.

    Neuseeland mit seinen knapp fünf Millionen Einwohnern ist dank strikter Maßnahmen bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Im Juni hatte sich das Land für coronafrei erklärt und war zu einer relativen Normalität zurückgekehrt. Im August waren dann aber Infektionen in der Stadt Auckland aufgetreten. In der Metropole wurde umgehend ein neuer Lockdown verhängt, der schrittweise gelockert wurde. Insgesamt hat das Land nach Angaben der örtlichen Behörden seit Beginn der Pandemie rund 1.500 Fälle registriert, 25 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

    08.26 Uhr: Berliner Senatorin verteidigt Sperrstunde: Lage ist ernst

    Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat die neuen Verschärfungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verteidigt. Ab Samstag gelten in der Hauptstadt eine Sperrstunde und strengere Kontaktverbote für drinnen und draußen. "Das ist das Nachtleben in Berlin, was uns Probleme bereitet hat in den letzten Tagen und Wochen", sagte Kalayci im RBB-Inforadio. Deswegen hätten sie gezielt Maßnahmen getroffen und gesagt, es sei Schluss damit, nachts Party zu machen. "Aber insgesamt ist auch die Botschaft: Die Zeit der Geselligkeit ist vorbei. Die Lage in Berlin ist ernst", sagte die Senatorin. Jeder Einzelne trage Verantwortung, die Pandemie in den Griff zu bekommen.

    Künftig müssen Restaurants, Bars und die meisten Geschäfte in Berlin von 23.00 Uhr bis 6.00 Uhr schließen. Im Freien dürfen sich nachts nur noch fünf Personen oder Menschen aus zwei Haushalten treffen. Drinnen dürfen bei privaten Feiern noch maximal zehn Leute zusammenkommen.

    Die neuen Regeln gelten zunächst bis Ende Oktober. Wenn sich die Disziplin nicht verbessere, müsse man mit weiteren Verschärfungen rechnen, so Kalayci.

    07.22 Uhr: Erstmals mehr als 4.000 Neuinfektionen in Tschechien

    In Tschechien steigen die Neuinfektionen rasant. Erstmals seit Ausbruch der Pandemie meldet das Land mehr als 4.000 erfasste Fälle binnen eines Tages. Dem Gesundheitsministerium zufolge gibt es 4.457 Neuinfektionen und damit deutlich mehr als der letzte Rekord von 3.794. Insgesamt hat das knapp 10,7 Millionen Einwohner zählende Land damit seit März 90.022 Infektionen gemeldet und 794 Todesfälle.

    "Wir sind in der Phase eines relativ intensiven Anstiegs", sagte Gesundheitsminister Roman Prymula nach Angaben der Agentur CTK. Der 56-Jährige kündigte an, dass er am Freitag radikalere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus bekanntgeben werde. Zudem wolle er dem Kabinett vorschlagen, Medizinstudenten zum Einsatz in den Krankenhäusern zu verpflichten.

    Im europaweiten Vergleich ist Tschechien mittlerweile trauriger Spitzenreiter bei den Neuerkrankungen. Nach den letzten Daten der EU-Behörde ECDC steckten sich innerhalb von 14 Tagen im Schnitt 326,8 Personen je 100.000 Einwohner mit dem Virus an. Für Spanien lag der Wert bei 302,4 und für Deutschland bei 35,1.

    Tschechien war relativ glimpflich durch die erste Phase der Pandemie gekommen, wurde aber von der zweiten Welle umso härter getroffen. Manche Beobachter machen dafür die Sorglosigkeit der Menschen im Sommer, andere den Schuljahresbeginn verantwortlich. Die Regierung hat den Notstand ausgerufen.

    Es gilt eine Maskenpflicht in Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Versammlungen und Veranstaltungen mit mehr als zehn Teilnehmern in Innenräumen und 20 im Freien sind untersagt. Das Auswärtige Amt in Berlin hat für ganz Tschechien eine Reisewarnung ausgesprochen.

    07.10 Uhr: Über 72.000 Neuinfektionen in Indien

    Indien meldet über 72.000 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden. Dem Gesundheitsministerium zufolge stieg damit die Zahl der Infizierten auf 6,76 Millionen. Es starben weitere 986 Menschen an oder mit dem Virus, insgesamt 104.555.

    06.40 Uhr: Studie - Chinesischer Impfstoff scheint in frühen Tests sicher

    Die Erprobung eines experimentellen Corona-Impfstoffs in China zeigt einer Studie zufolge erste Erfolge. In der ersten Phase einer klinischen Studie scheine das Mittel, das vom Institut für Medizinische Biologie entwickelt wird, sicher zu sein, schreiben die Forscher in ihrer Studie. 191 gesunde Probanden im Alter zwischen 18 und 59 hätten keine schweren Nebenwirkungen gehabt. Es seien allenfalls milde Schmerzen, leichte Ermüdung oder Jucken und Schwellungen an der Einstichstelle aufgetreten.

    06.07 Uhr: In Metallindustrie kein Ende der Krise in Sicht

    In Bayerns wichtigster Wirtschaftsbranche ist kein Ende der Corona-Krise in Sicht. Zwei Drittel der Unternehmen in der Metall- und Elektroindustrie erwarten in diesem Jahr einen Umsatzeinbruch von im Schnitt fast einem Viertel. Für mehr als die Hälfte (54 Prozent) ist derzeit noch nicht absehbar, wann die Geschäfte wieder so laufen könnten wie vor Beginn der Pandemie. Das hat eine Umfrage der Bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände (bayme-vbm) unter 504 Unternehmen ergeben, die dem Verband zufolge etwa zwei Drittel der Arbeitnehmer in der Metall-und Elektroindustrie beschäftigen.

    "Über die Hälfte der Unternehmen leidet aktuell noch unter größeren Einschränkungen in der Produktion, jedes zweite davon ist sogar stark oder sehr stark betroffen", sagte bayme-vbm-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Knapp 54 Prozent der befragten Unternehmen berichteten, dass bei ihnen nach wie vor viele Mitarbeiter im Kurzarbeit sind - im Schnitt rund 45 Prozent der Belegschaft. Ein knappes Drittel will bis Ende des Jahres die Belegschaft reduzieren, die Mehrheit dieser Unternehmen jedoch auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

    05.59 Uhr: Mehr als 40.000 Neuinfektionen in den USA

    Die Zahl der bekannten Neuinfektionen in den USA steigt einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge binnen 24 Stunden um mindestens 43.653 auf 7,53 Millionen. Die Zahl der Todesfälle klettert um mindestens 735 auf 210.968.

    05.27 Uhr: RKI - 2.828 Neuinfektionen und 16 weitere Todesfälle

    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat wieder einen neuen Höchstwert seit der zweiten Aprilhälfte erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2.828 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) bekanntgab.

    Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 306.086 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.562. Das sind 16 mehr als am Vortag. Rund 267.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

    Ein Anstieg zeichnet sich weiterhin bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit 449 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 219 davon werden beatmet. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 352 (195 beatmet) gelegen, in der Woche davor bei 278 (151 beatmet). Rund 8.900 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

    Aus den Daten des RKI-Lageberichts geht hervor, dass sich von den vom 28. September bis 4. Oktober erfassten Infizierten, bei denen eine Angabe zum Infektionsland vorliegt, 7,7 Prozent wahrscheinlich im Ausland angesteckt haben. Damit sank ihr Anteil erneut. Vergangene Woche hatte er bei 9 Prozent gelegen, in der Woche davor noch bei 12 Prozent. Dem aktuellen Bericht nach wurden auf vier Wochen betrachtet am häufigsten Deutschland, Türkei, Tschechien und Rumänien als wahrscheinliche Infektionsländer genannt.

    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Dienstag bei 1,15 (Vortag: 1,21). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

    Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,08 (Vortag: ebenfalls 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

    05.01 Uhr: Montgomery warnt vor Überforderung medizinischer Kapazitäten

    Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat vor einer Überforderung der medizinischen Kapazitäten in den Corona-Krise gewarnt. Zwar könne man bei der zurzeit eher langsamen Zunahme der Infektionen in Deutschland noch ohne große Probleme reagieren. "Irgendwann kommen wir aber in Bereiche, in denen die Kapazitätsgrenzen des Gesundheitswesens überschritten werden. Dann könnte es zu sehr problematischen Zuständen kommen", sagte Montgomery dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

    Er befürchte, dass Betten wieder geschlossen werden müssten, weil das Personal fehle. Das liege daran, dass den Krankenhäusern in der Vergangenheit viele Mittel gekürzt worden seien. Montgomery geht davon aus, dass das Virus den Alltag noch "mindestens bis Ende 2021 intensiv begleiten" wird. Selbst wenn nach der Jahreswende 2020/21 ein Mittel zur Verfügung stünde, gäbe es noch einige logistische Probleme, um den Impfstoff in Europa flächendeckend zu verteilen.

    05.00 Uhr: Weiterer Trump-Vertrauter infiziert

    Die Liste der mit dem Coronavirus infizierten Vertrauten des US-Präsidenten Donald Trump wird immer länger. Jetzt wurde auch Präsidenten-Berater Stephen Miller positiv getestet, wie Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany im TV-Sender Fox News sagte. "Es ist offensichtlich, dass es einen Ausbruch im Weißen Haus gab", räumte sie ein. Millers Infektion könnte auch Fragen zur anstehenden TV-Debatte des Vize-Präsidenten Mike Pence mit Gegenkandidatin Kamala Harris aufwerfen. Seine Ehefrau Katie Miller ist Sprecherin von Pence und flog mit dem Vizepräsidenten nach Salt Lake City, wo die Debatte am Mittwochabend stattfinden soll.

    00.02 Uhr: Insgesamt fast fünf Millionen Corona-Infektionen in Brasilien

    Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 41.906 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4,969 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 819 auf 147.494 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

    Dienstag, der 6. Oktober 2020

    20.55 Uhr: Spanien meldet höchste Zahl an Corona-Todesopfern seit April

    In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden so viele Todesfälle nach einer Infektion mit dem Corona-Virus erfasst worden wie seit fünfeinhalb Monaten nicht mehr. Innerhalb eines einzigen Tages seien aus den verschiedenen Regionen insgesamt 261 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Das ist der höchste Wert seit dem 25. April. Damals wurden 280 Todesopfer gezählt. Ein Ministeriumssprecher betonte, der starke Anstieg vom Dienstag sei mutmaßlich auf Verzögerungen bei den Meldungen aus den Regionen zurückzuführen. Einschließlich nachgemeldeter Fälle wurden am Dienstag knapp 12.000 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Ansteckungen kletterte damit auf mehr als 825.000. Bei der Gesamtzahl der Todesopfer (32.486) liegt Spanien allerdings hinter Großbritannien und Italien.

    20.29 Uhr: Französisches Gesundheitsministerium - 10.489 neue Fälle

    In Frankreich meldet das Gesundheitsministerium 10.489 neue Coronavirus-Fälle in den vergangenen 24 Stunden. Am Montag waren es rund 5.000. Fast 7.400 Menschen würden in Krankenhäusern behandelt, 1.426 lägen auf der Intensivstation. Die Zahl der Corona-Toten erhöht sich um 66 auf 32.365.

    19.50 Uhr: Kein Corona-Impfstoff bis zu den US-Wahlen

    Trotz Widerstands des Weißen Hauses hat die US-Medikamentenbehörde FDA neue Sicherheitsstandards für die Zulassung eines potenziellen Corona-Impfstoffs vorgelegt. In den veröffentlichten Dokumenten hieß es, dass Entwickler von Impfstoffen mindestens zwei Monate lang deren Wirkung bei Studienteilnehmern beobachten sollten, bevor sie eine Zulassung im Schnellverfahren beantragen können. Damit gilt es als ausgeschlossen, dass es noch vor der US-Präsidentschaftswahl einen Impfstoff geben könnte, wie Präsident Donald Trump das in Aussicht gestellt hatte.

    19.35 Uhr: Anstieg von intensivmedizinischen Behandlungen

    Bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten in Deutschland zeichnet sich weiterhin ein Anstieg ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit (6.10.2020, 13:15 Uhr) 449 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 219 davon werden beatmet. Vor einer Woche (29.9.) hatte der Wert noch bei 352 (195 beatmet) gelegen, in der Woche davor (22.9.) bei 278 (151 beatmet). Rund 8900 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

    19.10 Uhr: Patient Trump geht es "extrem gut"

    Der Zustand von US-Präsident Donald Trump ist nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus ins Weiße Haus nach Angaben seines Arztes unverändert gut. Trump habe dem Ärzteteam am Dienstag keine Corona-Symptome gemeldet, erklärte Leibarzt Sean Conley in einer Mitteilung. Die Werte des 74-Jährigen seien stabil. Sein Blut weise einen Sauerstoffsättigungsgrad zwischen 95 und 97 Prozent auf. "Insgesamt geht es ihm weiterhin extrem gut", erklärte Conley. Trump war am Montag nach dreitägiger Behandlung im Krankenhaus ins Weiße Haus zurückgekehrt. Conley hatte vor der Entlassung gesagt, Trump habe seine Erkrankung noch nicht überwunden, es spreche aber nichts gegen seine Entlassung.

    18.55 Uhr: Patientenzahl in englischen Kliniken auf höchstem Stand seit Juni

    Die Zahl der Covid-19-Patienten in englischen Kliniken ist auf den höchsten Stand seit dem 25. Juni gestiegen. Derzeit werden in England 2783 Menschen gegen ihre Corona-Infektion in Krankenhäusern behandelt, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Das ist ein Anstieg um 190 verglichen mit dem Vortag. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen dort deutlich gestiegen.

    18.45 Uhr: Berlin beschließt Sperrstunde für Geschäfte wegen Corona

    Wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen müssen die meisten Geschäfte sowie alle Restaurants und Bars in Berlin künftig von 23 Uhr bis 06 Uhr schließen. Der Senat beschloss am Dienstag eine nächtliche Sperrstunde, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr. Demnach sind Ausnahmen etwa für Tankstellen geplant, diese dürfen in der Nacht aber keinen Alkohol mehr verkaufen.

    Zudem gelten in der Stadt bald neue Einschränkungen für private Feiern in geschlossenen Räumen. Künftig dürfen daran nur noch maximal zehn statt bisher 25 Personen teilnehmen, wie der Senat den Angaben zufolge weiter beschloss.

    18.42 Uhr: Belgien verschärft Corona-Regeln

    Belgien verschärft wegen der raschen Ausbreitung des Corona-Virus die Regeln. Von Freitag an sollen die Bürger pro Monat nur noch mit drei Personen außerhalb der Familie engen Kontakt pflegen, wie der neue Regierungschef Alexander De Croo am Dienstag in Brüssel mitteilte. Im Café dürfen nur noch vier Leute zusammensitzen. Künftig ist um 23 Uhr Sperrstunde. Arbeit von zuhause aus wird dringend empfohlen.

    18.13 Uhr: Trump vergleicht Corona nach Klinik-Aufenthalt mit Grippe

    US-Präsident Donald Trump hat das Coronavirus nach seinem Krankenhausaufenthalt wegen einer Infektion mit dem neuartigen Erreger erneut mit der Grippe verglichen. "Die Grippesaison steht vor der Tür! Jedes Jahr sterben viele Menschen an der Grippe, manchmal mehr als 100.000, und trotz der Impfung. Legen wir unser Land still? Nein, wir haben gelernt, damit zu leben, so wie wir lernen, mit Covid zu leben, das in vielen Bevölkerungen weit weniger tödlich ist!!!", schrieb Trump auf Twitter. Besonders zu Beginn der Pandemie hatte Trump Covid-19-Erkrankungen wiederholt mit einer Grippe-Infektion verglichen.

    17.43 Uhr: Berliner Corona-Ampel zeigt Handlungsbedarf an

    Zum ersten Mal zeigt das Berliner Ampelsystem zur Bewertung der Corona-Lage dem Senat Handlungsbedarf an. Die Zahl der Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl in den vergangenen sieben Tagen und die Reproduktionszahl liegen inzwischen über den als kritisch definierten Grenzwerten. Das geht aus dem Online-Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Dienstag hervor. Damit steht die Ampel nun auf Doppel-Rot. Für diesen Fall hatte der Senat vereinbart, dass die Umsetzung von Maßnahmen erforderlich wird.Die Corona-Ampel berücksichtigt drei Indikatoren: die Reproduktionszahl (kurz R-Wert), die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen und die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten. Für jedes Kriterium wurden Grenzwerte definiert: Werden diese mindestens drei Mal in Folge überschritten, wechselt die entsprechende Ampelfarbe auf Gelb oder Rot.

    17.28 Uhr: Kampf gegen zweite Corona-Welle: Italien greift härter durch

    Wegen steigender Corona-Infektionszahlen in Italien verschärft die Regierung in Rom ihren Kurs im Kampf gegen die Virus-Ausbreitung. Gesundheitsminister Roberto Speranza bestätigte im Parlament Berichte, dass das Kabinett diese Woche per Dekret eine nationale Pflicht zum Tragen von Coronaschutz-Masken erlassen werde.

    "Die Masken sind ein wesentliches Instrument, um der Verbreitung von Covid-19 entgegenzuwirken", sagte der Minister vor der Abgeordnetenkammer in Rom. Das Kabinett wolle den Erlass voraussichtlich am Mittwoch fertigstellen. Außerdem müssten Menschenansammlungen dringend vermieden werden. Rom werde die Kontrollen dabei verschärfen, kündigte er an.

    16.14 Uhr: Spanische Wirtschaft bricht 2020 stärker ein als erwartet

    Die spanische Wirtschaft wird der Regierung zufolge in diesem Jahr wegen der Corona-Krise stärker einbrechen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte um 11,2 Prozent sinken, sagte Wirtschaftsministerin Nadia Calvino. Bislang war sie von einem Minus von 9,2 Prozent ausgegangen.

    Das Land steckt aber nach Einschätzung der Regierung mittlerweile in der zweiten Infektionswelle: Nirgendwo sonst in Westeuropa gibt es so viele neue Corona-Positiv-Tests. Das beeinträchtigt den für die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone so wichtigen Tourismus. Für 2021 prognostiziert Calvino ein Wachstum von 7,2 Prozent. Die bisherige Schätzung von 6,8 Prozent wurde damit leicht angehoben.

    16 Uhr: 70.016 Infizierte im Freistaat seit Beginn der Pandemie

    In Bayern sind in den vergangenen 24 Stunden 375 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der Corona-Infizierten seit Beginn der Pandemie im Freistaat auf 70.016. In den vergangenen 24 Stunden wurden vier weitere Todesfälle gemeldet. Die Zahl der im Zusammenhang mit Corona gestorbenen Menschen in Bayern erhöhte sich damit auf insgesamt 2.674. Alle Städte und Landkreise in Bayern liegen unter dem bundesweit geltenden Corona-Grenzwert von 50 Fällen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

    15.31 Uhr: Tschechien verteilt Atemschutzmasken an Schulen

    Tschechien verteilt rund 2,9 Millionen Atemschutzmasken an die Schulen und Kindergärten des Landes. Die Berufsfeuerwehr begann am Dienstag mit der Auslieferung aus einem zentralen Lager bei Pardubice. Die Masken der Schutzklasse FFP2 sind für Lehrer und nicht-pädagogische Mitarbeiter gedacht. Nach Angaben des Gesundheitsministers Roman Prymula stecken sich derzeit in Tschechien jeden Tag mehr als 400 Schüler mit dem Coronavirus an. Auch knapp 1.700 Lehrer hätten sich bereits infiziert.

    14.54 Uhr: Drosten: "Vorquarantäne" eine gute Idee

    Um das Corona-Infektionsrisiko zu verringern, rät der Berliner Virologe Christian Drosten zu einer Art Selbstisolation im Vorfeld von Familienbesuchen. Auch im Hinblick auf die Weihnachtszeit sei eine solche "Vorquarantäne" eine gute Idee, sagte Drosten "Zeit online". Das bedeute, "dass Menschen einige Tage, optimalerweise eine Woche, vor dem Familienbesuch mit Oma und Opa soziale Kontakte so gut es geht vermeiden". Derzeit hält Drosten die Corona-Pandemie in Deutschland noch für kontrollierbar.

    14.05 Uhr: Große Coronasorgen bei DFB-Gegner Ukraine

    Die Coronasorgen der Fußball-Nationalmannschaft der Ukraine haben sich vier Tage vor dem Nations-League-Spiel mit dem deutschen Team nochmals verschärft. Wie der nationale Verband mitteilte, wurden die Torhüter Andrej Lunin und Juri Pankiw sowie Mannschaftskoch Lubomir Toschitsch positiv auf Covid-19 getestet. Zuvor waren Torhüter Andrej Pjatow und Mittelfeldspieler Taras Stepanenko wegen positiver Befunde gar nicht erst zum Treffpunkt der Nationalmannschaft angereist, ihre vier Vereinskollegen von Schachtjor Donezk befinden sich vorsichtshalber ebenfalls in Quarantäne.

    Lunin und Pankiw wurden im Mannschaftshotel in ihren Zimmern isoliert, alle anderen angereisten Spieler wiesen negative Testergebnisse auf. Die Ukraine gilt als Corona-Risikogebiet, die Reise des deutschen Teams wurde deshalb viel diskutiert.

    12.57 Uhr: Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert Preiserhöhung in Corona-Zeiten

    Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die angekündigte Preiserhöhung der Deutschen Bahn im Fernverkehr kritisiert. Dies "passt nicht richtig in die Zeit", sagte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann der Nachrichtenagentur AFP.

    In Zeiten der Corona-Pandemie "gewinnt man die Leute nicht, indem man mehr Geld fordert". Gleichzeitig äußerte Naumann Verständnis für den von der Corona-Krise stark betroffenen Konzern. "Ich kann verstehen, dass die Bahn mehr Geld braucht."

    12.40 Uhr: Wegen Corona: Freilassung von politischen Gefangenen im Iran gefordert

    Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hat den Iran aufgerufen, angesichts der Corona-Krise inhaftierte Menschenrechtsverteidiger freizulassen. Sie sei besorgt über die Lage der Aktivisten, Anwälte und politischen Gefangenen. Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hätten die iranischen Behörden im Februar 120.000 Gefangene vorübergehend freigelassen, um die Ansteckungsgefahr in den überfüllten Gefängnissen zu reduzieren. Darunter seien aber praktisch keine politischen Gefangenen gewesen.

    12.23 Uhr: Von der Leyen beendet Corona-Quarantäne

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beendet ihre vorsorgliche Coronavirus-Quarantäne. Die 61-Jährige teilte mit, sie werde ihre Selbstisolation am Abend verlassen. Zwei Corona-Tests seien negativ ausgefallen.

    Von der Leyen hatte am vergangenen Dienstag an einem Treffen in Portugal teilgenommen. Bei diesem Treffen, so die EU-Kommissionspräsidentin, sei auch eine infizierte Person dabei gewesen.

    11.01 Uhr: Zulassungsprozess für Impfstoff von Mainzer Unternehmen startet

    Der vom Mainzer Unternehmen Biontech entwickelte Corona-Impfstoffkandidat geht in den Zulassungsprozess. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA werde den Wirkstoff BNT162b2 in einem sogenannten Rolling-Review-Verfahren prüfen, teilten Biontech und das Pharma-Unternehmen Pfizer, das die Entwicklung unterstützt, mit. Bei diesem Verfahren werden Daten aus der klinischen Prüfung fortlaufend eingereicht und bewertet.Biontech ist damit das erste deutsche Unternehmen und mit AstraZeneca das zweite insgesamt, das bei der EMA für diesen Prozess zugelassen wurde.

    11.00 Uhr: Verschärfte Corona-Regelungen für Schulen im Raum Würzburg enden

    In den Schulen und Kitas in Stadt und Landkreis Würzburg entfällt ab morgen an die verschärfte Maskenpflicht. Das teilte das Landratsamt mit und verwies auf die sinkenden Corona-Infektionszahlen. Seit Schuljahresbeginn am 8. September mussten Kinder ab der fünften Jahrgangsstufe eine Mund-Nasen-Bedeckung im Klassenzimmer tragen, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden konnte. Bayernweit durften Schüler weiterführender Schulen seit dem 21. September ihre Maske am Sitzplatz ablegen - sofern es das Infektionsgeschehen vor Ort zuließ - nur im Raum Würzburg galt diese Auflage weiter.

    10.53 Uhr: WHO konstatiert wachsende Corona-"Müdigkeit" in Europa

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht in Europa eine wachsende Corona-"Müdigkeit" in der Bevölkerung. In einigen Ländern seien 60 Prozent der Bürger der wegen des Virus ergriffenen Schutzmaßnahmen "müde", erklärte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge. Er rief die Regierungen auf, gemeinsam mit der Öffentlichkeit nach "neuen und innovativen" Wegen zu suchen, um den Kampf gegen das Virus neu zu beleben.

    Kluge bescheinigte den Bürgern in Europa, in den vergangenen Monaten "große Opfer" gebracht zu haben, um die Ausbreitung des Coronavirus unter Kontrolle zu bringen. Da sei es nur verständlich, dass sich inzwischen eine gewisse "Apathie" breitgemacht habe.

    Als Beispiel für eine stärkere Einbeziehung der Öffentlichkeit in die Corona-Beratungen nannte Kluge eine dänische Gemeinde, die gemeinsam mit Studenten über Beschränkungen beraten habe, die ihnen trotzdem eine Rückkehr an die Universität ermöglichten. Ankara nutze die Online-Medien, um mehr über die Stimmung der Menschen zu erfahren, während Berlin "Philosophen, Historiker, Theologen sowie Verhaltens- und Sozialwissenschaftler konsultiert" habe.

    Nach WHO-Angaben verzeichnen die 53 Länder ihrer Europaregion über 6,2 Millionen Corona-Infektions- und knapp 241.000 Todesfälle. Viele Länder kämpfen inzwischen gegen eine zweite Infektionswelle.

    10.44 Uhr: AfD: Kinder sollen keine Masken tragen müssen

    Die AfD-Fraktion setzt sie sich dafür ein, Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr von der Maskenpflicht auszunehmen. Für den Mund-Nase-Schutz gebe es "keinen wissenschaftlich nachgewiesenen Nutzen", sagte der AfD-Abgeordnete Martin Reichardt. Deshalb sollten insbesondere Kinder, die unter den psychischen Folgen dieser Maßnahme besonders litten, von der Pflicht, eine Maske zu tragen, ausgenommen werden. Die wegen der "sogenannten Corona-Pandemie" eingeführte Maskenpflicht "nützt niemandem", führte er weiter aus.

    10.23 Uhr: Lauterbach: "Präsenzunterricht kann zum Superspreadingevent werden"

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dämpft Hoffnungen auf einen schon 2021 verfügbaren Corona-Impfstoff für Kinder - und fordert angesichts steigender Infektionszahlen gestaffelte Unterrichtszeiten während der kalten Monate. "Präsenzunterricht kann zum Superspreadingevent im Herbst und Winter werden", sagte der studierte Epidemiologe der "Rheinischen Post". Um das Infektionsgeschehen einzudämmen, rät Lauterbach dazu, den Unterricht für einen Teil der Schüler morgens und für die anderen am Mittag zu beginnen.

    "Dafür braucht es einen entschlackten Lehrplan für das laufende Schuljahr, in dem manche Fächer ausnahmsweise nicht unterrichtet werden müssen - oder nur noch virtuell." So würden überfüllte Klassenräume und Stoßzeiten an den Schulen verhindert und das Risiko für Ansteckungen etwa in Bussen und Bahnen verringert. Zurzeit laute das Motto an den Schulen aufgrund fehlender Konzepte der Kultusministerien "Maske auf und durch", kritisierte Lauterbach.

    10.05 Uhr: Scholz will Auszahlungsdetails von EU-Corona-Hilfen noch heute klären

    Die wieder deutlich steigenden Infektionszahlen in der Coronavirus-Krise machen Bundesfinanzminister Olaf Scholz zufolge eine schnelle Auszahlung der europäischen Hilfsgelder nötig. Bei den virtuellen Beratungen der EU-Finanzminister solle heute der nächste Schritt genommen werden, sagte Scholz unmittelbar vor dem Treffen. Geplant sei eine politische Einigung auf die Details der Auszahlung. Der 750 Milliarden Euro schwere Corona-Aufbaufonds müsse Anfang 2021 einsatzbereit sein. Europa müsse mit voller Kraft aus der Krise kommen, so Scholz. Die steigenden Corona-Infektionszahlen nannte er eine große Herausforderung. "Wir müssen vorsichtig bleiben."

    09.35 Uhr: Infektionszahl in Russland steigt um 11.615 auf über 1,2 Millionen

    In Russland ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen binnen 24 Stunden um 11.615 auf fast 1,24 Millionen gestiegen. Allein 4082 Neuinfektionen seien in Moskau registriert worden, teilen die Behörden mit. Nach den USA, Indien und Brasilien hat Russland die meisten Infektionsfälle weltweit. 188 weitere Menschen seien mit oder am Coronavirus gestorben. Insgesamt verzeichnet Russland nun offiziell 21.663 Todesfälle - das sind deutlich weniger als andere Länder mit hohen Infektionszahlen.

    09.19 Uhr: Direktor von Charité-Institut will neuen Bezug für Corona-Werte

    Aus Sicht des Direktors am Institut für Epidemiologie an der Charité Berlin, Professor Stefan Willich, fehlt für die statistische Einschätzung der Corona-Zahlen ein "vernünftiger Bezugsrahmen". Vor fünf Monaten sei der Schwellenwert von 50 sogenannten Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner definiert worden. "Das schien damals präzise, war aber eigentlich immer nur ein grober Anhaltspunkt", sagte Willich am Dienstag im RBB-Inforadio. Jetzt werde mehr getestet als im Frühjahr. "Das heißt, allein wegen der Anzahl der Testung ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man hier diese Zahl mal überschreitet. Dann gibt es keinen vernünftigen Bezugsrahmen."

    Nach den Worten Willichs müssten sich die Zahlen beziehen auf repräsentative Stichproben, die jetzt erst beginnen. "Ich denke, das wird in den nächsten Wochen auch auf der Basis von neuen Stichproben und Erhebungen noch einmal anders definiert werden müssen", sagte Willich. Damit könnten die Werte besser und realistischer eingeordnet werden.

    Willich geht davon aus, dass allgemeine Schutzvorkehrungen wie Abstand halten, Tragen von Mund-Nase-Schutz und die Nachverfolgung von klinisch erkrankten Fällen und ihren Kontakten längere Zeit notwendig sind. "Das werden die Stützpfeiler einer langfristigen Strategie sein. Wir müssen längerfristig mit diesen Maßnahmen gut leben, dann wird das Pandemiegeschehen auch im Griff bleiben." Zudem müssten Risikopatienten in Altersheime, Pflegeheime oder Krankenhäuser besonders gut geschützt werden.

    09.08 Uhr: Baden-Württemberg setzt nächste Corona-Alarmstufe in Kraft

    Baden-Württemberg setzt angesichts steigender Corona-Infektionszahlen erstmals die zweite Stufe im Kampf gegen die Pandemie in Kraft. Sozialminister Manne Lucha (Grüne) verkündet im Kabinett in Stuttgart den Eintritt in die sogenannte Anstiegsphase, wie ein Regierungssprecher der dpa bestätigte. Diese zweite von drei Stufen beinhaltet etwa eine strengere Kontrolle von Maßnahmen, Appelle an die Öffentlichkeit und das bedarfsabhängige Hochfahren von Corona-Ambulanzen und Teststellen.

    Anlass sei das aktuelle Infektionsgeschehen im Land, sagte der Sprecher. In einigen Regionen und Städten gebe es ein diffuses Infektionsgeschehen, die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz liege zudem im ganzen Land bereits bei 15.

    Die grün-schwarze Landesregierung hatte im September ein dreistufiges Alarm-System vorgestellt, um eine zweite Corona-Infektionswelle und einen landesweiten Lockdown unter allen Umständen zu verhindern.

    09.05 Uhr: Weitere spanische Städte werden wegen Corona abgeriegelt

    Wegen stark steigender Corona-Zahlen werden nach Madrid und neun Kommunen im Umland zwei weitere spanische Städte im Nordwesten des Landes weitgehend abgeriegelt. Betroffen ist die Provinzhauptstadt León mit 124.000 Einwohnern und die südöstlich gelegene Stadt Palencia mit 78.000 Einwohnern. Die Maßnahmen in der autonomen Region Kastilien und in León würden heute für zunächst 14 Tage in Kraft treten, berichteten spanische Medien unter Berufung auf die regionale Gesundheitsministerin Verónica Casado. Die Bürger dürften zwar ihre Wohnungen verlassen, die Stadtgrenzen aber nur aus triftigem Grund überqueren.

    In beiden Städten lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen bei mehr als 500. Das ist ein sehr hoher Wert, in Deutschland liegt er auf sieben Tage gerechnet bei nur 15,3. Ab der Marke von 500 müssen in Spanien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern die Bewegungsfreiheit der Bürger einschränken, wenn zugleich mehr als zehn Prozent aller Corona-Tests positiv ausfallen und mehr als 35 Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind. Kleinere Städte sollten ähnlich verfahren.

    08.19 Uhr: Zweiter Corona-Toter in Nördlinger Seniorenheim

    Im Zusammenhang mit den Corona-Fällen im Bürgerheim Nördlingen ist ein zweiter Bewohner gestorben. Der 85-jährige Mann war positiv auf Corona getestet worden und litt an fortgeschrittenen Grunderkrankungen, wie das Landratsamt Donau-Ries mitteilt. Er verstarb im Nördlinger Krankenhaus. In dem Nördlinger Seniorenheim haben sich fünf Bewohner und zwei Mitarbeiter mit Covid-19 infiziert.

    07.18 Uhr: Keine Quarantäne für Reisende aus inländischen Risikogebieten in NRW

    Wer aus einem inländischen Corona-Risikogebiet nach Nordrhein-Westfalen reist, muss im bevölkerungsreichsten Bundesland nicht in Quarantäne gehen. "Städte oder Kreise innerhalb Deutschlands, die hohe Inzidenzen aufweisen werden als besonders betroffene Gebiete kategorisiert. Diese Kategorisierung bedeutet primär keine Einschränkungen für Reisende aus oder in diese Städte/Regionen", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der "Rheinischen Post ".

    In NRW liegen die Städte Hamm und Remscheid über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

    06.23 Uhr: Schulen in mehreren New Yorker Vierteln müssen wieder schließen

    Wegen der stark steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen müssen die Schulen in neun New Yorker Stadtvierteln wieder schließen. Ab Dienstag blieben alle öffentlichen und privaten Schulen in den betroffenen Gebieten in den Bezirken Queens und Brooklyn geschlossen, teilte der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo mit.Die Schließung der Schulen hatte zuvor der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio beantragt. Der Forderung de Blasios, auch die Schließung nicht zwingender Geschäfte anzuordnen, kam Cuomo allerdings nicht nach.

    06.20 Uhr: Indien meldet Anstieg auf 6,69 Millionen Infektionsfälle

    Indien meldet 61.267 nachgewiesene Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit hätten sich 6,69 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus sei um 884 auf 103.569 gestiegen. Indien ist nach den USA und Brasilien das am stärksten von der Pandemie betroffene Land. Vergangene Woche hatte die Regierung die Einschränkungen des öffentlichen Lebens weiter gelockert und die Öffnung von Schulen und Kinos erlaubt.

    04.48 Uhr: RKI - 2.639 Neuinfektionen und zwölf weitere Todesfälle

    Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2.600 überschritten. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2.639 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen bekanntgab. Das sind nur knapp weniger als am Freitagmorgen, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war.

    Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 303.258 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.546. Das sind 12 mehr als am Vortag. Rund 265.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Montag bei 1,21 (Vortag: 1,23). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

    Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,08 (Vortag: 1,14). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

    04.33 Uhr: Fast 2.800 neue Corona-Todesfälle in Mexiko

    Mexiko hat die Zählweise seiner Corona-Fälle geändert und 28.115 neue Infektionen sowie 2.789 neue Todesfälle innerhalb eines Tages registriert. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 - die vierthöchste der Welt - stieg damit am Montag auf 81.877. Am Vortag waren 3.712 Infektionen und 208 Tote hinzugekommen.

    Mexiko, mit knapp 130 Millionen Einwohnern das zehntbevölkerungsreichste Land der Erde, hat mit nun 789.780 bestätigten Corona-Infektionen laut Statistik der Johns-Hopkins-Universität die neuntmeisten weltweit. Die wahren Zahlen dürften noch deutlich höher liegen, da in dem nordamerikanischen Land sehr wenig getestet wird. Zudem konnten nach offiziellen Angaben während der Pandemie bereits mehr als 90.000 Tests in Mexiko nicht ausgewertet werden, etwa wegen Fehlern beim Transport und der Aufbewahrung. Die endgültige Zahl der Todesfälle werde wohl erst in "ein paar Jahren" bekannt sein, sagte kürzlich der oberste Coronavirus-Experte der mexikanischen Regierung, Hugo López-Gatell.

    Nun erweiterte das Gesundheitsministerium die Definition eines bestätigten Falls, wie López-Gatell am Montag in seiner allabendlichen Pressekonferenz erklärte. Es werden demnach jetzt auch Menschen als infiziert gezählt, die Symptome und Kontakt zu positiv Getesteten hatten, jedoch nicht selbst getestet worden sind.

    02.00 Uhr: Weißes Haus lehnt strengeres Genehmigungsverfahren für Impfstoffe ab

    Die von der US-Gesundheitsbehörde FDA vorgeschlagenen strengeren Richtlinien für die Notfallzulassung von Coronavirus-Impfstoffen stoßen einem Medienbericht zufolge bei hochrangigen Regierungsmitgliedern in Washington auf Ablehnung. Der Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, spreche sich gegen die Bestimmung aus, die eine Zulassung eines Impfstoffes erst nach den Wahlen am 3. November ermöglichen würde, schreibt die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf mit dem Genehmigungsverfahren vertraute Personen.

    01.10 Uhr: Trump verlässt Militärkrankenhaus

    Der mit dem Coronavirus infizierte US-Präsident Donald Trump hat nach dreitägiger Behandlung das Krankenhaus verlassen. Trump lief am frühen Montagabend (Ortszeit) durch die goldene Pforte des Militärkrankenhauses Walter Reed nahe der US-Hauptstadt Washington. Der 74-Jährige ballte eine Faust, reckte den Daumen in die Höhe und wurde dann zu einem wartenden Hubschrauber gefahren, der ihn zurück zum Weißen Haus flog.Dort nahm der Präsident demonstrativ die Schutzmaske ab, die er bis dahin getragen hatte - obwohl er nach wie vor ansteckend ist.

    Unmittelbar zuvor hatte Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter angekündigt, dass er bald den Wahlkampf wieder aufnehmen wolle.

    00.22 Uhr: Brasilien verzeichnet Rückgang der Neuinfektionen und Todesfälle

    In Brasilien geht die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle zurück. Das lateinamerikanische Land meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Montag 11.946 neue bestätigte Coronavirus-Fälle. Damit steigt die Zahl der Infizierten nach offiziellen Angaben auf 4.927.235. Weitere 323 Menschen sind binnen 24 Stunden an oder mit dem Virus gestorben. Ingesamt verzeichnet Brasilien demnach 146.675 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus, teilt das Ministerium mit.

    Montag, der 5. Oktober 2020

    22.26 Uhr: Irische Regierung lehnt trotz Empfehlung Lockdown ab

    Die irische Regierung weist die Empfehlung ihrer medizinischen Ratgeber zurück, eine Ausgangssperre anzuordnen. Stattdessen seien die Präventionsmaßnamen für die Frist von drei Wochen verschärft worden, erklärt Ministerpräsident Michael Martin.

    20.40 Uhr: Trump wird Klinik nach eigenen Angaben heute verlassen

    US-Präsident Donald Trump verlässt nach eigenen Angaben noch an diesem Montag (Ortszeit) das Krankenhaus, wo er wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt wird. Er fühle sich sehr gut, schrieb Trump am Montag auf Twitter. Wörtlich schreibt er: "Habt keine Angst vor Covid. Lasst es nicht euer Leben dominieren." (übersetzt)

    In einem weiteren Tweet rechtfertigt Trump die Fahrt in seiner Panzer-Limousine zu vor dem Krankenhaus wartenden Fans. Diese hätten Stunden, sogar Tage vor dem Krankenhaus gestanden, um ihrem Präsidenten Respekt zu zollen, twittert er. Wenn er das nicht gemacht hätte, hätten ihn die Medien als "unhöflich" beschrieben. Kritiker werfen Trump vor, durch seine Corona-Infektion die Wageninsassen gefährdet zu haben.

    20.10 Uhr: In den USA fast 7,4 Millionen Cororavirus-Fälle

    In den USA steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen um 36.778 auf 7.396.730 Fälle. Das teilt die Seuchenbehörde CDC mit. Die Zahl der Menschen, die an einer Ansteckung gestorben sind, erhöht sich auf 209.199 Fälle, ein Anstieg von 378 Fällen.

    19.45 Uhr: Zehntel der Welt könnte laut WHO Infektion gehabt haben

    Jeder zehnte Mensch auf der Welt könnte sich laut Weltgesundheitsorganisation bereits mit dem Corona-Virus angesteckt haben. WHO-Experte Mike Ryan sagte, das würde einer Dunkelziffer von mehr als 700 Millionen unerkannten Infektionen entsprechen. Bisher seien rund 35 Millionen Fälle nachgewiesen. Der Anteil der schon Infizierten schwanke je nach Land, zwischen Stadt- und Landbevölkerung und auch nach sozialen Gruppen, sagte Ryan. Selbst bei einer derart hohen Dunkelziffer sei der überwältigende Großteil der Menschen weltweit immer noch dem Risiko einer Covid-19-Erkrankung ausgesetzt, betonte er. Inwiefern Menschen nach einer überstandenen Infektion gegen den Erreger zumindest eine Zeit lang immun sind, ist bisher nicht abschließend geklärt.

    19.30 Uhr: Spanien zählt mehr als 800.000 Fälle

    Spanien überschreitet als erstes europäisches Land die Schwelle von 800.000 Positiv-Tests. Am Wochenende waren 23.480 Neufälle dazugekommen, die Gesamtzahl betrage 813.412, teilte das Gesundheitsministerium mit. Seit Freitag sind knapp 150 Menschen dem Virus erlegen. Die Zahl ist so hoch wie zuletzt an einem Wochenende Anfang Mai.

    Nach der spanischen Hauptstadt Madrid werden zwei weitere Städte weitgehend abgeriegelt. Betroffen ist die Provinzhauptstadt Leon mit 124.000 Einwohnern und etwas südöstlich Palencia mit 78.000 Einwohnern. Die Maßnahmen würden für zunächst 14 Tage in Kraft treten, berichteten spanische Medien unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Die Menschen dürften ihre Wohnungen verlassen, die Stadtgrenzen aber nur aus triftigem Grund überqueren.

    18.50 Uhr: Schulschließungen in New York

    In New York werden am Dienstag Schulen in Schwerpunkten der Seuchenausbreitung geschlossen. Dies ordnet Gouverneur Andrew Cuomo an. Betroffen sind unter anderem Teile der Bezirke Brooklyn und Queens.

    18.00 Uhr: Ab Dienstag Maskenpflicht im Bundestag

    Im Deutschen Bundestag gilt von Dienstag an eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Das habe Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) mit Blick auf die ernstzunehmende Entwicklung der Coronavirus-Pandemie entschieden, teilte die Parlamentsverwaltung in Berlin mit. Die Maskenpflicht gilt für alle Räume, einschließlich des Plenarsaals, der Sitzungssäle und Besprechungsräume. Bisher galt nur eine dringende Empfehlung, Mund und Nase zu bedecken. Am Rednerpult im Plenarsaal sowie an den Saalmikrophonen dürfen die Parlamentarier die Maske weiterhin ablegen. Verstöße gegen die Anordnung können laut Bundestagsverwaltung mit einem Zwangsgeld von 25.000 Euro geahndet werden. Die Maßnahme gilt zunächst bis Mitte Januar.

    17.30 Uhr: Trump-Sprecherin McEnany mit Corona infiziert

    Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Sie sei bislang ohne Symptome, steht in einem Presse-Statement, dass McEnany auf ihrem Twitter-Kanal veröffentlicht hat. Sie werde sich in Quarantäne begeben. Nach ihren Angaben werden keine Medienvertreter von den Gesundheitsexperten des Präsidialamts als "enge Kontakte" eingestuft.

    17.20 Uhr: Irlands Regierung lehnt Lockdown-Empfehlung ab

    Die irische Regierung will einem Medienbericht zufolge nicht auf die Empfehlung einer Experten-Gruppe hören, einen neuen Lockdown auszurufen. Stattdessen dürfte das Kabinett im Laufe des Tages die Maßnahmen von Stufe 2 auf Stufe 3 verschärfen, berichtet der öffentliche Sender RTE. Das National Public Health Emergency Team empfahl am späten Sonntagabend eine drastische Anhebung auf Stufe 5. Wirtschaftsvertreter reagierten entsetzt.

    16.45 Uhr: Altmaier fürchtet keine europäische Schuldenkrise

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fürchtet nach eigenen Worten keine Schuldenkrise in Europa als Folge der Coronavirus-Pandemie. Die meisten Länder stünden besser da als vor zehn Jahren, sagt der CDU-Politiker in Berlin. Deutschland werde auf absehbare Zeit wieder Haushalte haben, die die Schuldenbremse auch einhielten. Mit mehr Sorge blicke er dagegen auf die USA und Großbritannien.

    "Es darf keinen zweiten Shutdown geben", sagte Altmaier jedoch. Die Erholung der Wirtschaft dürfe nicht riskiert werden durch die wieder steigenden Infektionszahlen. Denn diese hätten nichts mit den Betrieben zu tun.

    16.20 Uhr: EU-Wettbewerbskommissarin will Lieferketten erhalten

    EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager warnt die EU-Regierungen davor, in der Corona-Krise angesichts wieder steigender Infektionszahlen die Lieferketten im EU-Binnenmarkt zu unterbrechen. Die Fehler aus der ersten Welle dürften nicht wiederholt werden, sagt sie auf dem Tag der Industrie des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin. Die Lieferketten seien das Rückgrat der europäischen Industrie.

    16.10 Uhr: Schärfere Quarantäne-Regeln für Deutschland

    Ab dem 15. Oktober dürften einem Medienbericht zufolge schärfe Quarantäneregeln für Einreise aus Risikogebieten nach Deutschland gelten. Das Corona-Kabinett werde vermutlich drei Tage zuvor die neue Musterquarantäneverordnung auf den Weg bringen, berichtet die Funke Mediengruppe vorab unter Berufung auf Regierungskreise. "Die neuen Regelungen können damit voraussichtlich am 15. Oktober bundesweit in Kraft treten." Den bisherigen Plänen zufolge sollen Einreisende aus Risikogebieten nach der Rückkehr für zehn Tage in Quarantäne gehen müssen.

    15.50 Uhr: Corona-Verdacht: Österreichs Kanzler streicht Termine

    Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz streicht alle Termine für den Tag und lässt sich auf das Corona-Virus testen. Ein ungenannter enger Kollege sei positiv getestet worden, teilt ein Sprecher zur Begründung mit. Vize-Kanzler Werner Kogler habe die gleichen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Der Mitabeiterstab von Kurz werde ebenfalls getestet. Der Bundeskanzler sei aber nicht in Quarantäne. Die österreichische Agentur APA meldet underdessen, Kurz und Kogler seien zuletzt am Mittwoch in Kontakt mit dem Kollegen gewesen.

    15.20 Uhr: 135 neue Fälle in Bayern laut LGL

    Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verzeichnet seit dem Wochenende 135 neue Coronavirus-Infektionen in Bayern. Seit Beginn der Pandemie haben sich im Freistaat insgesamt 69.641 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Von der Gesamtzahl der Fälle gelten 61.840 als genesen. Die Zahl der Todesfälle ist seit der letzten Aktualisierung um einen Fall auf 2.670 gestiegen. Fünf bayerische Städte bzw. Landkreise liegen aktuell über dem Signalwert von 35 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, darunter die Städte Memmingen, München und Schweinfurt sowie die Landkreise Neustadt a.d. Waldnaab und Rhön-Grabfeld.

    Zur Übersichtskarte des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)

    14.25 Uhr: Quarantänezeit voraussichtlich auf zehn Tage verkürzt

    Bundeskanzlerin Merkel hat mit den zuständigen Ministern über die Umsetzung der Corona-Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz gesprochen. Demnach sollen sich ab Mitte Oktober die Regeln für Einreisende aus Risikogebieten ändern. Regierungssprecher Seibert teilte mit, dass die vorgeschriebene Quarantäne voraussichtlich von 14 auf zehn Tage verkürzt werde. Geplant ist, dass man dann frühestens fünf Tage nach Rückreise einen Corona-Test machen kann und bei negativem Ergebnis die Quarantäne beenden kann. Das Corona-Kabinett beriet außerdem über die künftige Teststrategie und die digitale Einreiseverordnung, die ab 1. November kommen soll. Seit gut drei Monaten steige die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland deutlich an. Der Regierungssprecher betonte, dass Einschränkungen wie im Frühjahr unbedingt vermieden werden müssen.

    13.20 Uhr: Gesundheitsminister Spahn appelliert an Berlin

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Land Berlin dazu aufgerufen, die geltenden Corona-Regeln besser durchzusetzen. Er könne nicht verstehen, dass große Partys möglich seien, wie er sie am Wochenende wieder auf Bildern gesehen habe, und dass es Restaurants gebe, wo man mit Maske angeguckt werde, als wäre man vom Mond, sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin. "Es liegt nicht an zu wenig Regeln. Es liegt eher an der Frage, wo werden welche Regeln durchgesetzt", sagte Spahn. "Und da geht zumindest in manchen Bereichen dieser schönen Hauptstadt, glaube ich, noch mehr."

    12.50 Uhr: 81 Infektionen in Schlachtbetrieb der Tönnies-Gruppe

    In einem Schlachthof in Sögel in Niedersachsen haben sich Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert. 81 Menschen seien im Zusammenhang mit dem Schlachthof der Weidemark Fleischwaren positiv auf das Virus getestet worden, sagt ein Sprecher des Landkreises Emsland. Der Schlachtbetrieb Weidemark gehört zur Tönnies-Gruppe. Dort hatten sich im Juni in Rheda-Wiedenbrück über 1.500 Mitarbeiter infiziert. Ein Tönnies-Sprecher erklärt, in den vergangenen drei Wochen seien insgesamt 81 Weidemark-Mitarbeiter positiv getestet worden. Seit vergangener Woche würden alle rund 1.500 Mitarbeiter täglich getestet. Aktuell arbeite der Schlachthof in einem reduzierten Umfang von rund 50 Prozent.

    12.15 Uhr: Paris verschärft Corona-Maßnahmen drastisch

    Wegen der sehr angespannten Corona-Lage in Paris bleiben in der französischen Hauptstadt Bars ab Dienstag für mindestens zwei Wochen geschlossen. Restaurants könnten geöffnet bleiben, wenn sie sich an verschärfte Hygiene-Regeln hielten, sagte der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement am Montag. Clubs und Tanzsäle würden geschlossen, Studentenpartys und jede Art von Festen seien nicht erlaubt. In Paris gilt nun die "maximale Alarmstufe", wie bereits in Marseille.

    "Die Epidemie schreitet zu schnell voran. Wir müssen jetzt auf die Bremse treten, bevor das Gesundheitssystem überfordert wird", mahnte Lallement. Mehr als 250 von 100.000 Menschen haben sich in Paris in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert. "Die Maßnahmen werden für die nächsten zwei Wochen getroffen", sagte Lallement. Am Ende dieses Zeitraums werde man die Lage neu bewerten.

    Turnhallen oder Schwimmbäder würden nun ebenfalls geschlossen, Fitnessclubs blieben zu. Kulturelle Einrichtungen wie Theater, Kinos und Museen könnten geöffnet bleiben, wenn sie sich strikt an die bereits bestehenden Gesundheitsvorschriften hielten. Der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen und der Konsum von Alkohol auf der Straße bleiben ab 22 Uhr verboten.

    11.50 Uhr: Cineworld schließt vorerst Kinos in Großbritannien und USA

    Wegen der Corona-Pandemie schließt die große Kinokette Cineworld vorübergehend ihre Häuser in Großbritannien und den USA. Davon seien bis zu 45 000 Beschäftigte betroffen, teilte das Unternehmen am Montag in London mit. In beiden Ländern, den größten Märkten der Kinokette, stellen demnach noch in dieser Woche weit mehr als 600 Spielstätten vorerst ihren Betrieb ein - 536 in den USA und 127 in Großbritannien. "Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen", sagte Unternehmenschef Mookey Greidinger.

    Die Kinobranche hatte zuletzt große Hoffnungen auf den neuen James-Bond-Blockbuster "No Time to Die" gesetzt, dessen Filmstart aber erneut verschoben wurde. Statt noch 2020 soll der Streifen nun im Frühjahr auf die Leinwand kommen. Für die Kinos, die mit dem Start Hoffnungen auf höhere Besucherzahlen verbanden, ist das ein Desaster. In den vergangenen Wochen wurden bereits die Starttermine für Hollywood-Filme wie "Top Gun Maverick" und "The King's Man" verlegt.

    11.50 Uhr: Cineworld schließt vorerst Kinos in Großbritannien und USA

    Wegen der Corona-Pandemie schließt die große Kinokette Cineworld vorübergehend ihre Häuser in Großbritannien und den USA. Davon seien bis zu 45 000 Beschäftigte betroffen, teilte das Unternehmen am Montag in London mit. In beiden Ländern, den größten Märkten der Kinokette, stellen demnach noch in dieser Woche weit mehr als 600 Spielstätten vorerst ihren Betrieb ein - 536 in den USA und 127 in Großbritannien. "Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen", sagte Unternehmenschef Mookey Greidinger.

    Die Kinobranche hatte zuletzt große Hoffnungen auf den neuen James-Bond-Blockbuster "No Time to Die" gesetzt, dessen Filmstart aber erneut verschoben wurde. Statt noch 2020 soll der Streifen nun im Frühjahr auf die Leinwand kommen. Für die Kinos, die mit dem Start Hoffnungen auf höhere Besucherzahlen verbanden, ist das ein Desaster. In den vergangenen Wochen wurden bereits die Starttermine für Hollywood-Filme wie "Top Gun Maverick" und "The King's Man" verlegt.

    11.47 Uhr: Tschechischer Gesundheitsminister droht mit härteren Corona-Maßnahmen

    Der tschechische Gesundheitsminister Roman Prymula hat mit einer Verschärfung der Corona-Beschränkungen gedroht. Sollten die aktuellen, milderen Maßnahmen von einem Drittel der Bevölkerung nicht eingehalten werden, müsse man zu härteren Mitteln greifen. Er gehe indes im Moment nicht von einem zweiten Lockdown wie in Israel oder Madrid aus. "Wir können es uns nicht mehr erlauben, die Wirtschaft zu beschädigen", betonte auch Ministerpräsident Andrej Babis.

    In Tschechien trat am Montag erneut der Notstand in Kraft. Der Ausnahmezustand ermöglicht es der Regierung, Bürgerrechte wie die Versammlungsfreiheit einzuschränken und Maßnahmen ohne Zustimmung des Parlaments zu treffen. Für Veranstaltungen und Versammlungen gilt eine maximale Teilnehmerzahl von zehn Personen in Innenräumen und 20 im Freien. Der Sport muss ohne Zuschauer auskommen. Firmen und Geschäfte sind nicht betroffen. Die Grenzen bleiben offen.

    Am Sonntag verzeichneten die Behörden 1841 neue bestätigte Coronavirus-Infektionen. Das war der höchste Zuwachs an einem Sonntag seit Beginn der Pandemie. Laut der EU-Behörde ECDC wurden in Tschechien in den vergangenen 14 Tagen durchschnittlich 303,3 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus infiziert. Nur Spanien (319,3) schneidet hier derzeit schlechter ab. Das Auswärtige Amt in Berlin hat eine Reisewarnung für ganz Tschechien ausgesprochen.

    10.12 Uhr: Mehr als 500.000 nachgewiesene Corona-Infektionen in Großbritannien

    In Großbritannien sind nach offiziellen Angaben bereits mehr als eine halbe Million Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die tatsächliche Anzahl der Ansteckungen dürfte aber weit höher liegen. Denn im Vereinigten Königreich mangelt es nach wie vor an Tests. Großbritannien ist mit mehr als 42.000 Todesfällen das am härtesten von der Pandemie betroffene Land in Europa.

    Experten werfen der Regierung vor, zu spät und falsch auf die Pandemie reagiert zu haben. Sie rechnen mit einer hohen Dunkelziffer. Premierminister Boris Johnson, der selbst an Covid-19 erkrankte und auf der Intensivstation einer Londoner Klinik um sein Leben kämpfte, warnte die Briten bereits vor einem harten Winter. Medienberichten zufolge drohen bereits wieder Engpässe in Kliniken.

    09:33 Uhr: Italien plant landesweite Maskenpflicht im Freien

    Italiens Regierung plant nach Medienangaben die Einführung einer nationalen Maskenpflicht auch im Freien. Nach Berichten vom Montag sollte die vorgesehene Verschärfung der Regeln in Kürze von der Regierung in Rom veröffentlicht werden. Die Pflicht, überall und zu jeder Zeit in dem Mittelmeerland einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, könnte demnach schon ab Mittwoch gelten.

    Einzelne Gebiete, zuletzt die Region Latium, hatten solche Vorsichtsmaßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie schon erlassen. Bisher müssen die Schutzmasken national hauptsächlich in geschlossenen Räumen wie Läden und Büros sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgezogen werden.

    09.13 Uhr: Ursula von der Leyen in Quarantäne

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich in Corona-Quarantäne begeben. Sie sei darüber informiert worden, dass sie vergangenen Dienstag bei einem Termin mit einer Person war, die am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, schrieb von der Leyen am Montag auf Twitter. "Entsprechend der geltenden Regeln werde ich mich deshalb bis morgen früh selbst isolieren", kündigte sie an.

    Von der Leyen hatte nach dem Kontakt mit der inzwischen positiv getesteten Person am Donnerstag und Freitag am Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs teilgenommen. Dort war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    08.43 Uhr: Kleidergeschäfte leiden besonders unter Corona-Krise

    Die Corona-Krise hat den Einzelhandel mit Bekleidung besonders stark getroffen. Der Grund: Die Käufer sind in der Pandemie noch stärker als zuvor ins Internet abgewandert. Im August lagen die realen Umsätze der meist in den Innenstädten angesiedelten Händler 11,6 Prozent unter dem Niveau aus dem Februar, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Der Online- und Versandhandel ist "klarer Gewinner der Corona-Krise". Allerdings zeichnet sich dieser Trend schon seit Jahren ab. 68 Prozent der Onlinekäufer ab zehn Jahre kauften 2019 Bekleidung, Sportartikel und Schuhe über das Internet - diese Warengruppe war 2019 das beliebteste Onlineprodukt.

    08.02 Uhr: Bundeswirtschaftsminister: "Keine Steuererhöhung in der Pandemie"

    Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will auf Steuererhöhung verzichten, solange das Coronavirus sich ausbreitet. "In dieser Pandemie dürfen Steuern nicht erhöht werden", sagt der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Deutschland habe davon profitiert, dass es in den vergangen sieben Jahren ein stabiles Steuersystem gehabt habe.

    07.47 Uhr: 74.442 infizierte Inder innerhalb von 24 Stunden

    In Indien haben sich bislang 6,63 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das ist den Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge ein Anstieg um 74.442 in den letzten 24 Stunden. Es gab 903 weitere Todesfälle, insgesamt 102.685. Indien ist weltweit das dritte Land, in dem die Zahl der Toten die Marke von 100.000 überstieg.

    06:33 Uhr: Massive Kritik an Kurzausflug von Trump

    Zwei Tage nach seiner Einlieferung in die Klinik hat US-Präsident Donald Trump mit einem kurzen Ausflug massive Kritik auf sich gezogen. Am Sonntagabend ließ er sich in einem gepanzerten Geländewagen überraschend an Anhängern vorbeifahren, die sich vor dem Militärkrankenhaus in Bethesda versammelt hatten. Ein Mediziner an der Klinik warf dem ansteckenden Präsidenten Verantwortungslosigkeit vor. Das Weiße Haus verteidigte Trumps Aktion mit dem Argument, dass sie vom medizinischen Team als sicher eingestuft worden sei.

    In einer fast zeitgleich veröffentlichten Videobotschaft erklärte Trump, dass seine Infektion ihn viel über Covid gelehrt habe. Dies sei die wahre Schule und etwas anderes, als nur darüber zu lesen. "Ich kapiere es, und ich verstehe es", erklärte der Präsident, der die seit sieben Monaten tobende Pandemie wiederholt heruntergespielt hat. "Und es ist eine sehr interessante Sache."

    06.00 Uhr: In Paris "maximale Alarmstufe" im Kampf gegen Corona

    Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie sollen am Montag neue Sicherheitsmaßnahmen für die stark betroffene Millionenstadt Paris angekündigt werden. Für Frankreichs Hauptstadt und deren unmittelbare Umgebung gelte nun die "maximale Alarmstufe", teilte Arbeitsministerin Elisabeth Borne in der Nacht via Twitter mit. Sie rief Arbeitgeber und Beschäftigte auf, möglichst auf Heimarbeit umzustellen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

    Die neuen Maßnahmen könnten die Schließung von Cafés und Bars auslösen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Amt des französischen Regierungschefs Jean Castex. Restaurants könnten mit verstärkten Corona-Vorsichtsmaßnahmen hingegen offen bleiben. In Universitäten solle es neue Beschränkungen für den Zugang zu Hörsälen geben.

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie galt die "maximale Alarmstufe" bisher nur im französischen Überseegebiet Guadeloupe und in Marseille. Frankreich registrierte im ganzen Land innerhalb von 24 Stunden 12.565 Corona-Neuinfektionen, wie die Behörden am Abend mitteilten. Einen Tag zuvor waren es 16.972 Neuinfektionen gewesen. Frankreich ist von der Corona-Pandemie schwer getroffen, über 32.000 Menschen starben bisher.

    05.58 Uhr: Keine Corona-Restriktionen mehr in Auckland

    Während in Metropolen wie Paris und Madrid die Corona-Regeln wieder verschärft werden, hebt Neuseelands größte Stadt Auckland alle Einschränkungen auf. Nach zehn Tagen ohne Ansteckungen innerhalb des Landes sei das Ende der Restriktionen gerechtfertigt, sagte Regierungschefin Jacinda Ardern am Montag. Von Mittwoch an werde es keine Beschränkungen in der Küstenstadt mit 1,6 Millionen Einwohnern mehr geben.

    Bislang sind in Neuseeland rund 1.500 Corona-Infektionen und 25 Todesfälle registriert worden. Der Inselstaat gilt als sehr erfolgreich im Kampf gegen das Virus, da die Regierung im März extrem strikte Maßnahmen angeordnet hatte. Im Juni erklärte sich das Land für coronafrei und kehrte zu einer relativen Normalität zurück - bis im August der erneute Rückschlag kam.

    05.00 Uhr: Mehr als 300.000 Corona-Fälle in Deutschland

    Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich mehr als 300.000 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen betrug laut Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Montagmorgen 300.619.

    Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des RKI 1.382 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

    Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben vom Montagmorgen bei 9.534. Seit dem Vortag wurden fünf neue Todesfälle gemeldet. Bis Montagmorgen hatten rund 263.700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Sonntag bei 1,23 (Vortag: 1,10).

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