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Corona: Die Ereignisse vom 02. März bis 08. März

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    Corona: Die Ereignisse vom 02. März bis 08. März

    Hier finden Sie die Ereignisse der Coronakrise im chronologischen Überblick vom 02. bis zum 08. März.

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    • BR24 Redaktion

    SONNTAG, 8. MÄRZ

    22.40 Uhr: Klinik-Mitarbeiterin in Rosenheim mit Coronavirus infiziert

    In einem Rosenheimer Klinikum ist eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Frau arbeite in der Chirurgie der RoMed-Klinik, teilte das Krankenhaus am Sonntagabend mit. Sie befinde sich in häuslicher Quarantäne. Die von ihr behandelten Patienten seien bereits isoliert worden. Auch die engeren Kontaktpersonen der Mitarbeiterin seien in häuslicher Quarantäne. Außerdem wurden einzelne Patienten vorsorglich in die RoMed-Kliniken in Bad Aibling, Prien am Chiemsee und Wasserburg am Inn gebracht.

    22.20 Uhr: Portugals Präsident geht in Quarantäne

    Der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa hat sich aus Sorge vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus selbst in Quarantäne begeben. Er werde zwei Wochen lang keine öffentlichen Termine wahrnehmen, kündigte der Präsident am Sonntag an. Nach eigenen Angaben hat er vergangene Woche Schüler getroffen, deren Schule im Norden des Landes anschließend wegen eines Infektionsfalls geschlossen wurde. Zwar habe weder der erkrankte Schüler noch dessen Klasse an dem Treffen teilgenommen, hieß es in der Erklärung. Der Staatschef zeige demnach auch keinerlei Symptome und werde im Präsidentenpalast weiter seiner Arbeit nachgehen. Er habe sich aber entschieden, sich an die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden zu halten, um "ein Beispiel zu geben".

    In Portugal war die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle am Wochenende stark angestiegen, vor allem im Norden des Landes. Sie liegt nun bei mehr als 20, nachdem sie am Freitag noch bei 13 gelegen hatte.

    21.50 Uhr: Frankreich verbietet Veranstaltungen ab 1.000 Teilnehmern

    Als Maßnahme gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus hat Frankreich am Sonntagabend Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern verboten. Das teilte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran nach einem Krisentreffen mit Präsident Emmanuel Macron zur Beratung weiterer Sicherheitsmaßnahmen mit. Véran sagte, von den Verboten großer Versammlungen könnten Demonstrationen, Examen und öffentlicher Verkehr ausgenommen werden, weil diese "nützlich für das Leben des Landes" seien. Auch wolle man pensionierte Mediziner sowie Medizinstudenten für den Einsatz im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Virus rekrutieren.

    20.55 Uhr: Tschechien und Polen kündigen Corona-Kontrollen an

    Wegen der Coronavirus-Epidemie wollen Tschechien und Polen ihre Kontrollen an der Grenze zu Deutschland verstärken. Wie die bayerische Polizei mitteilte, will Tschechien ab Montag stichprobenartig kontrollieren, ob Einreisende mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sein könnten. Dazu sollten etwa Informationsflyer verteilt und stichprobenartig auch Temperaturmessungen vorgenommen werden. Die polnischen Behörden kündigten ähnliche Kontrollen am ehemaligen Grenzübergang Jedrzychowice an.

    20.20 Uhr: Zahl der Infizierten in Frankreich steigt auf mehr als 1000

    In Frankreich hat die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen die Tausendermarke überstiegen. Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörden haben sich nun aktuell 1126 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer liegt demnach bei 19. Neben Italien und Deutschland ist Frankreich das am stärksten betroffene Land der EU.

    Am Abend hatte Präsident Emmanuel Macron ein Krisentreffen einberufen, um Stufe drei des Schutzprogramms vorzubereiten. Erwogen wird eine flächendeckende Schließung von Schulen sowie die Einschränkung des öffentliches Verkehrs. Auf der derzeit geltenden zweiten Stufe hat Frankreich bereits Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern auf engem Raum untersagt. So wurde etwa der Paris-Marathon, der ursprünglich am 5. April stattfinden sollte, auf den 18. Oktober verschoben.

    18.37 Uhr: Zahl der Todesfälle in Italien sprunghaft angestiegen

    Mit 133 neuen Todesfällen innerhalb von 24 Stunden ist die Zahl der Toten in Folge einer Corona-Infizierung in Italien sprunghaft angestiegen. Laut den Angaben der italienischen Behörden sind nun insgesamt 366 Menschen am Coronavirus gestorben. Auch die Zahl an Neuinfektionen ist weiter angestiegen: Mit 1492 neuen Ansteckungen seit dem Vortag beläuft sich die Zahl nun auf 7375 Neuinfektionen.

    16.31 Uhr: CDU-Parteitag soll trotz Corona stattfinden

    Die CDU hält an dem Ende April geplanten Parteitag zur Wahl eines neuen Vorsitzenden fest - trotz der Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wegen des Coronavirus Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Alle Vorbereitungen für das Treffen der 1001 Delegierten am 25. April in Berlin gingen ganz normal weiter, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus der Partei. Man erwäge allerdings, keine internationalen Gäste zum Parteitag einladen, hieß es. Die Planungen fänden in enger Abstimmung mit den zuständigen Berliner Gesundheitsbehörden statt.

    16.31 Uhr: Bundesliga-Saison wird trotz Coronavirus zu Ende gespielt

    Trotz möglicher Geisterspiele wegen der Ausbreitung des Coronavirus will die Fußball-Bundesliga ihre Saison wie geplant bis Mitte Mai zu Ende bringen. "Nur so erhalten Clubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Spielzeit Planungssicherheit", sagte Geschäftsführer Christian Seifert laut einer Mitteilung der Deutschen Fußball Liga vom Sonntag. Die DFL kündigte jedoch an, kurzfristig ein Krisentreffen mit den Clubs anzusetzen.

    15.36 Uhr: Spahn für Absage von Großveranstaltungen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) empfiehlt, wegen der schnellen Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht noch zu zaghaft, sagte der CDU-Politiker. "Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden." Von solchen Absagen betroffen könnten unter anderem Sportveranstaltungen, Messen und Konzerte.

    10.00 Uhr: Deutlich steigende Fallzahlen in Österreich

    In der Alpenrepublik sind mittlerweile 104 Fälle von Corona-Infektionen registriert, das sind deutlich mehr als noch am Freitagabend - mit 63 offiziell Infizierten. In Deutschland haben sich laut Robert-Koch-Institut bisher 847 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt, das sind mehr als zehnmal so viele wie noch vor einer Woche.

    07.20 Uhr: Spahn will europäisches Robert-Koch-Institut

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Art europäisches Robert-Koch-Institut gefordert. Die europäische Seuchenbehörde ECDC sei viel zu klein, um Epidemien vernünftig begleiten zu können, sagte Spahn der "Bild am Sonntag". Die Ergebnisse von Corona-Tests in Deutschland sollen nach seinen Worten künftig immer gemeldet werden. Bisher galt die Pflicht nur bei positiven Befunden, also wenn ein Patient sich tatsächlich infiziert hat.

    SAMSTAG, 7. MÄRZ

    20.15 Uhr: Eishockey-WM der Frauen abgesagt

    Die Eishockey-Weltmeisterschaft der Frauen wird wegen des Coronavirus abgesagt. Das teilte der Verband IIHF mit. Das Turnier sollte vom 31. März bis zum 10. April in Kanada ausgetragen werden.

    17.15 Uhr: Gesundheitsministerium meldet 31 neue Fälle in Bayern

    Das bayerische Gesundheitsministerium hat 31 weitere Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt. Das Ministerium ermittelt Kontaktpersonen der Infizierten und Zusammenhänge zu den bisher bekannten Fällen.

    Insgesamt wurde das Virus nun bei 133 Menschen aus dem Freistaat nachgewiesen. In Oberbayern seien es 16 neue Fälle, vier aus dem Landkreis München, drei aus dem Landkreis Ebersberg, je zwei aus dem Landkreis Starnberg, dem Landkreis Freising und dem Landkreis Weilheim-Schongau und jeweils ein weiterer Fall aus dem Landkreis Erding, dem Landkreis Miesbach und aus Ingolstadt.

    Aus Schwaben wurden fünf neue Fälle gemeldet, je zwei aus den Landkreisen Donau-Ries und Lindau am Bodensee und einen weiterer Fall aus Augsburg.

    Vier weitere Infektionen gibt es in der Oberpfalz, zwei in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Cham sowie ein Fall in Regensburg. Aus Mittelfranken und Unterfranken wurden vier neue Fälle gemeldet, einer aus Nürnberg, einer aus dem Nürnberger Land und zwei aus Würzburg. Auch im oberfränkischen Landkreis Hof hat sich ein Mensch infiziert.

    16.30 Uhr: Chef von Regierungspartei in Italien mit Coronavirus infiziert

    Der Vorsitzende der in Italien mitregierenden Sozialdemokraten, Nicola Zingaretti, hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das sagte er in einem auf Facebook verbreiteten Video. Er habe sich zu Hause selbst unter Quarantäne gestellt. Alle Personen, mit denen er in den vergangenen Tagen Kontakt gehabt habe, seien informiert worden, damit sie sich untersuchen lassen. Zingaretti ist der erste hochrangige Politiker, der in Italien vom Coronavirus betroffen ist.

    14.20 Uhr: Allgäuer Eishockey-Derby muss ohne Zuschauer stattfinden

    In der Eishockeyoberliga Süd muss das morgige Lokal-Derby zwischen dem EV Füssen und dem ECDC Memmingen ohne Zuschauer stattfinden. Das hat das Landratsamt Ostallgäu entschieden. Die drei Coronavirus-Krankheitsfälle in Füssen und die über 100 Personen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, hätten das Gesundheitsamt Ostallgäu zu dieser Anordnung veranlasst. Damit wolle man das Risiko auf neue Ansteckungen minimieren und die Infektionskette durchbrechen.

    12.30 Uhr: Starker Anstieg der Fallzahlen im Iran

    Binnen eines Tages sind im Iran mehr als 1.000 neue Coronavirus-Fälle dazugekommen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Teheran gibt es mittlerweile mehr als 5.800 bestätigte Infektionen, die Zahl der Todesfälle ist auf 145 gestiegen.

    11.45 Uhr: Gesundheitsministerium erlässt neue Corona-Verfügung

    Kinder in Bayern, die ihre Faschingsferien in Südtirol oder einem der anderen Corona-Risikogebiete verbracht haben, müssen ab Montag eine Woche lang der Schule fernbleiben. Gleiches gilt für Kindertagesstätten und Heilpädagogische Zentren. Bisher hatte es nur geheißen, es werde dringend geraten, dass betroffene Schüler zu Hause bleiben. Grundsätzlich gilt die Verordnung für eine Dauer von 14 Tagen nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet.

    10.05 Uhr: RKI meldet 684 bestätigte Fälle in Deutschland

    Immer mehr Menschen infizieren sich hierzulande mit dem neuartigen Coronavirus. Laut Robert-Koch-Institut gibt es mittlerweile 684 bestätigte Fälle, also 45 mehr als noch am Freitagvormittag. Die meisten Infektionen werden aus Nordrhein-Westfalen gemeldet, nämlich 346. In Bayern gibt es laut dem RKI 117 Fälle, in Baden-Württemberg sind es 116.

    07.13 Uhr: Italien stoppt Teile der Justiz

    Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus stoppt Italien einen Teil der Arbeit der Gerichte. Bis mindestens Ende Mai sollen Einschränkungen im Justizsystem - etwa bei Prozessen und anderen öffentlichen Terminen - möglich werden, wie die Regierung in Rom mitteilte. Prozesse zu nicht schweren Taten dürfen damit verschoben werden, wie italienische Medien schreiben. Ausgenommen sind den Berichten nach zum Beispiel eilige Angelegenheiten, etwa in Bezug auf Festnahmen.

    06.30 Uhr: Söder verlangt Notfallkonzept zum Schutz der Wirtschaft

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seine Forderung an die Bundesregierung bekräftigt, ein Notfallkonzept für die Firmen aufzulegen, die von den Folgen der Corona-Epidemie besonders betroffen sind. "Wir wollen keinen Corona-Schock für die deutsche Wirtschaft", sagte Söder der Deutschen Presse-Agentur. Am Sonntagabend, beim Koalitionsausschuss im Kanzleramt, will sich Söder für ein "kluges Konzept" stark machen.

    FREITAG, 6. MÄRZ

    23.10 Uhr: Amazon geht juristisch gegen Wucherpreise vor

    Der Internethändler Amazon will juristisch gegen Verkäufer vorgehen, die auf seiner Plattform Wucherpreise für Artikel im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie fordern. Amazon arbeite derzeit mit den Bundesstaatsanwälten zusammen, um die entsprechenden Verkäufer zu verklagen, teilt das US-Unternehmen mit. Zudem habe der Konzern rund 530.000 Produkte aus dem Angebot genommen, die fälschlicherweise als Heil- oder Abwehrmittel gegen das Coronavirus verkauft wurden.

    22.50 Uhr: Angst vor Ansteckung: Malta weist Kreuzfahrtschiff ab

    Wegen Sorgen im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus hat Malta ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 2.000 Menschen an Bord abgewiesen. Die Regierung hat damit auf Befürchtungen in der Öffentlichkeit reagiert, obwohl es auf dem Schiff nachweislich keinen Fall des Virus gebe. Auf Malta wurde bislang keine Infektion mit Sars-CoV-2 registriert.

    Maltesische Ärzte bezeichneten ein Einlaufen des Schiffs auf Malta laut einem Medienbericht als verantwortungslos und drohten mit Arbeitskampfmaßnahmen. Laut MSC Cruises steuert das Kreuzfahrtschiff nun die italienische Stadt Messina an.

    21.45 Uhr: Atemschutzmasken für Charité in Berlin entwendet

    Der Berliner Klinik Charité ist einem Medienbericht zufolge eine komplette Lkw-Ladung mit bestellten Atemschutzmasken gestohlen worden. Manchen Klinikbereichen könnten schon am Montag die Masken ausgehen, berichtete der RBB unter Berufung auf Charité-Kreise. Demnach entwendeten Unbekannte einen Teil der insgesamt 60.000 bestellten Atemschutzmasken. Der Diebstahl in großem Stil erschwere die Arbeit auf verschiedenen Stationen erheblich und gefährde Menschenleben, hieß es. Sollten ab Montag tatsächlich Masken fehlen, dürften beispielsweise auf der Kinderkrebsstation Patienten, deren Abwehrkräfte nach einer Chemotherapie geschwächt sind, nicht mehr ihre Zimmer verlassen.

    21.38 Uhr: Österreich führt "Gesundheitschecks" durch

    Österreich führt ab kommender Woche "punktuelle Gesundheitschecks" an der Grenze zu Italien ein. Die Maßnahme sei zunächst für zwei Wochen geplant, sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz auf einer Pressekonferenz in Wien. Außerdem soll es ab Montag vorerst keine Direktflüge mehr nach Mailand und Bologna sowie in den Iran und nach Südkorea geben.

    21.12 Uhr: Apple-Mitarbeiter dürfen zuhause arbeiten

    Apple bittet seine Mitarbeiter am Firmensitz im Silicon Valley, nach Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. Die Behörden des Landkreises Santa Clara, wo der von 12.000 Menschen genutzte Campus Apple Park liegt, hat dort ansässige große Unternehmen um entsprechende Vorkehrungen gebeten, nachdem mittlerweile 20 Coronavirus-Fälle in dem Gebiet bestätigt

    21.10 Uhr: Ebay verbietet Handel mit Schutzmasken

    Die Online-Handelsplattform Ebay hat den Verkauf von Atemschutzmasken, Hand-Desinfizierern und anderen antibakteriellen Reinigungsprodukten auf seiner US-Website verboten. Das Unternehmen begründete den Schritt den Nutzern gegenüber mit rechtlichen Bedenken und unfairen Preisen in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus. Das Unternehmen werde alle Angebote außer Bücher, deren Produktbeschreibung in Zusammenhang mit dem Virus steht, im Blick behalten und schnell entfernen. Immer wieder versuchen Verkäufer aus der Angst vor einer Ausbreitung der Seuche Profit zu schlagen. Auch Amazon war bereits dagegen vorgegangen.

    20.12 Uhr: In Bayern steigt die Zahl auf 117 Infizierte

    Das Robert-Koch-Institut hat für die Bundesländer neueste Zahlen zu den Corona-Fällen veröffentlicht. Danach gibt es in Bayern 117 Infizierte, in Baden-Württemberg 96, in Nordrhein-Westfalen 329 un in Hessen 16 Patienten.

    18.26 Uhr: Umbuchung bei Flugreisen kostenlos

    Die Fluggesellschaften des Lufthansa-Konzerns reagieren auf die Corona-Epidemie mit flexibleren Umbuchungsmöglichkeiten. Ab sofort und bis zum 31. März verzichten Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Air Dolomiti weltweit auf die Umbuchungsgebühren und bieten eine einmalige Umbuchung bei allen neu gebuchten Flügen an. Dies gelte für alle neu erworbenen Tickets, die Passagiere einmalig ohne Umbuchungsgebühr auf ein neues Datum bis zum 31. Dezember 2020 umbuchen können. Die neue Kulanzregelung für bestehende Buchungen gelte weltweit für alle bis zum 5. März gebuchten Flüge mit einem Abflugdatum bis zum 30. April 2020.

    18.08 Uhr: Bayern lockert Lkw-Fahrverbot

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann lockert das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ab 7,5 Tonnen für bestimmte Transporte in Bayern. Die Maßnahme soll dazu dienen, Warenlieferungen sicherzustellen. Laut Innenministerium werden aufgrund der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus Waren aus dem Trockensortiment, wie haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel, verstärkt gekauft. "Damit wollen wir sicherstellen, dass die Geschäfte auch durch Warentransporte an Sonn- und Feiertagen bestmöglich beliefert werden können", so Herrmann.

    Wie der Innenminister erläuterte, gilt die Regelung ab sofort bis zum 30. Mai 2020, aber nur für den Transport von Artikeln aus dem Trockensortiment für den Einzelhandel. In diesen Fällen ist die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung dann nicht erforderlich.

    18.06 Uhr: Corona hat Auswirkungen auf Opec-Verhandlungen

    Das Ölkartell Opec und die mit ihm kooperierenden Staaten konnten sich nicht auf eine Verschärfung des derzeit geltenden Förderlimits um 1,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag gefordert. Da es auch nicht gelang, die derzeit geltende Förderbeschränkung zu verlängern, müssen sich die Opec-Mitglieder und ihre Kooperationspartner ab dem 1. April nicht mehr an irgendwelche Limits halten. Der Ölpreis reagierte auf die Mitteilung am Nachmittag mit einem deutlichen Einbruch.

    17.38 Uhr: Südtirol erstaunt über Einstufung als Risikogebiet

    Südtirol reagiert mit Unverständnis auf die Einstufung als Coronavirus-Risikogebiet. Nach Angaben des Landeshauptmanns Arno Kompatscher hat Südtirol bisher nur zwei Infektionsfälle registriert. Die Provinz in Norditalien halte alle nationalen und internationalen Vorgaben für Tests auf den Erreger der neuen Lungenkrankheit ein. "Ganz Europa ist im weiteren Sinne ein Risikogebiet", so Kompatscher. "Und wir tun in Europa alle gut daran, die Menschen seriös zu informieren, Vorsichtsmaßnahmen anzumahnen und auf lokaler Ebene die Infektionsketten zu durchbrechen."

    Unterdessen hat auch der Vatikan einen ersten Coronavirus-Fall vermeldet.

    17.32 Uhr: Bund empfiehlt Ländern Lockerung von Lkw-Fahrverbot

    Der Bund hat wegen Versorgungsengpässen bei bestimmten Waren im Zuge der Corona-Krise die Länder gebeten, das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen zu lockern. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus Covid-19 würden verschiedene Waren in stärkerem Maße als gewöhnlich nachgefragt, hieß es. Aufgrund der dadurch entstehenden Lieferengpässe entstünden dem Handel Probleme, die Verfügbarkeit des vollen Warensortiments zu jeder Zeit zu garantieren. Hierzu seien effiziente Lieferketten erforderlich.

    17.27 Uhr: Nicht in Virus-Gebiete reisen

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger aufgerufen, Corona-Risikogebiete zu meiden. Auf nicht notwendige Reisen in besonders betroffene Regionen in Italien, aber auch in Nordrhein-Westfalen sollte man verzichten, sagte Spahn am Rande der Treffen der EU-Gesundheitsminister in Brüssel. Die Grenzen in der Europäischen Union sollten aber offen bleiben. Der CDU-Politiker appellierte auch an die Bürger, sich nicht mit Masken oder Schutzkleidung einzudecken, sondern diese für Ärzte und Pflegekräfte zu lassen.

    16.32 Uhr: Lufthansa streicht noch mehr Flüge

    Wegen des Nachfrage-Einbruchs infolge des Coronavirus streicht der Lufthansa-Konzern seinen Flugplan noch weiter zusammen. In den nächsten Wochen solle die Kapazität um bis zu 50 Prozent reduziert werden, teilte das Unternehmen mit.

    16.31 Uhr: 102 Fälle von Corona-Infizierten in Bayern

    Nach den neuesten Zahlen des bayerischen Gesundheitsministeriums gibt es nun 102 bestätigte Coronavirus-Fälle seit vergangen Donnerstag in Bayern (06.03.,15 Uhr). Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen.

    16.56 Uhr: Rendite von Bundesanleihen fällt auf Rekordtief

    Aus Angst vor einer weltweiten Rezession durch die Coronavirus-Epidemie stecken immer mehr Anleger ihr Geld in die als sicher geltenden Bundesanleihen. Dadurch fiel die Rendite der zehnjährigen Titel am Freitag auf ein Rekordtief von minus 0,745 Prozent. Eine Rendite unter null Prozent bedeutet, dass Investoren dafür bezahlen, dem Bund Geld zu leihen. Sie nehmen dies in Kauf, weil sie in anderen Anlageklassen wie Aktien noch größere Verluste befürchten.

    15.45 Uhr: USA stellen 8,3 Milliarden Dollar zur Coronavirus-Bekämpfung bereit

    Die USA stellen 8,3 Milliarden Dollar (7,4 Milliarden Euro) für die Bekämpfung des neuen Coronavirus bereit. Präsident Donald Trump unterzeichnete ein entsprechendes Gesetz, das Gesundheitsbehörden mit Geld für Impfstoffe, Tests und möglichen Behandlungen ausstatten soll. Mit mehr als zwei Milliarden Dollar soll Verwaltungen ermöglicht werden, auf die Bedrohung durch das Virus zu reagieren. Weitere 1,3 Milliarden Dollar sind für die Bekämpfung des Virus im Ausland vorgesehen.

    In den USA haben sich bislang mehr als 200 Menschen mit dem Virus angesteckt, zwölf sind daran gestorben. Der Senat hatte die Gesetzesvorlage am Donnerstag mit seltener überparteilicher Einigkeit verabschiedet. Das Weiße Haus hatte vor zehn Tagen 2,5 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Virus vorgesehen. Dieser Vorschlag Trumps wurde jedoch von Kongressmitgliedern beider Parteien verworfen. Sie handelten schließlich die mehr als drei Mal so hohe Vorlage aus.

    14.52 Uhr: 80 Kontaktpersonen in Füssen auf Covid-19 getestet

    Im Bundesleistungszentrum in Füssen sind seit gestern Abend 80 Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Laut Landratsamt Ostallgäu hatten sie Kontakt zum dritten bestätigten Corona-Fall im Ostallgäu. Die Testergebnisse werden voraussichtlich am Montag vorliegen. Im Oberallgäu wurde unterdessen der zweite Fall einer Corona-Infektion bestätigt, es soll sich dabei um einen Mann aus Kempten handeln.

    13.41 Uhr: Bayerische Wirtschaft spürt das Virus

    Große Teile der Wirtschaft im Freistaat leiden bereits an den Folgen des Ausbruchs des neuartigen Coronavirus. Bei einer Umfrage der bayerischen Industrie- und Handelskammer (IHK) erklärten 57 Prozent der Mitgliedsbetriebe, dass sie Auswirkungen auf ihre Geschäfte feststellten. In den kommenden Wochen erwarten sogar 82 Prozent Auswirkungen. 24 Prozent gehen davon aus, dass ihr Umsatz um mehr als 10 Prozent zurückgeht. "Die Firmen berichten uns, dass die Absagen von Messen und Veranstaltungen, Reiseeinschränkungen, sinkende Nachfrage und ausfallende Zulieferungen aktuell die größten Schäden verursachen", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl.

    12.49 Uhr: Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Südtirol ab

    Das Auswärtige Amt hat wegen des Risikos durch das Coronavirus seine Sicherheitshinweise für Reisen nach Norditalien ausgeweitet: Nun wird auch von nicht erforderlichen Reisen nach Südtirol offiziell abgeraten. Bisher galt das für die Emilia-Romagna und die Lombardei sowie die Stadt Vo in der Region Venetien.

    Im Landkreis Bamberg sollen die Schüler dreier Klassen der Maria-Ward-Schule Bamberg, die heute Abend aus dem Skiurlaub in Südtirol zurückkehren, sowie ihre Familien unter häusliche Quarantäne gestellt werden. Unmittelbar nach Ankunft der Schüler würden von allen Teilnehmern des Skiurlaubs Abstriche gemacht, so das Landratsamt. Zum Schutz der Bevölkerung sei es erforderlich, häusliche Quarantäne für die Schüler und deren unmittelbare Angehörige anzuordnen, betroffen seien "fünf Dutzend Familien".

    12.08 Uhr: Starkbieranstich findet wohl nicht in gewohnter Form statt

    Das Starkbierfest und „Politikerderbleckn“ am Nockherberg wird wegen der schnellen Verbreitung des Coronavirus heuer wohl nicht in geplanter Form stattfinden. Das gab die Paulanerbrauerei in München bekannt. Auch wenn die Signale hoffnungslos seien, sei dies noch keine "offizielle Absage", erklärte die Paulaner-Brauerei. Gleichwohl sei es aber so "dass wir das Derblecken am Mittwoch nicht durchführen können", sagte Brauereichef Steinfatt. Er kündigte an, dass er sich dafür einsetzen werde, dass es eine alternative Lösung gebe. Das Landesamt für Gesundheit hat laut Paulaner-Chef Andreas Steinfatt allen Politikern von einem Besuch der Veranstaltung abgeraten. Bisher habe es von den über 500 geladenen Gästen nur 10 Absagen gegeben, so der Paulaner-Chef: "Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber die Signale sprechen gegen eine Aufführung. Gespräche laufen auf Hochtouren."

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    Starkbieranstich 2019

    11.02 Uhr: Erster Virus-Toter in den Niederlanden

    In den Niederlanden gibt es den ersten Virus-Toten. Ein 87-Jähriger sei in einer Klinik in Rotterdam gestorben, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Wo der Mann sich mit dem neuartigen Virus angesteckt hat, ist nicht bekannt. Die Niederlande meldeten bislang 82 bestätigte Virus-Infizierte, bisher waren die meisten Coronavirus-Nachweise in den Niederlanden auf Reisen nach Norditalien zurück zu führen.

    10.32 Uhr: Erster Erster Fall von Coronavirus auf dem Gebiet des Vatikan

    Auf dem Gebiet des Vatikan hat es den ersten Fall eines mit dem Coronavirus infizierten Patienten gegeben. Ein Vatikansprecher bestätigte, dass in der vatikanischen Ambulanz am Donnerstagabend ein Patient behandelt wurde, der positiv auf das Virus getestet worden war. Die Verantwortlichen der vatikanischen Gesundheits- und Hygieneeinrichtung hätten die italienischen Behörden informiert. Zuvor hatte der Vatikan bereits zusätzliche Maßnahmen zum Schutz gegen eine weitere Ausbreitung des Virus angekündigt, ohne Details zu nennen. Derzeit würden für "Aktivitäten des Papstes, des Heiligen Stuhls und in der Vatikanstadt" entsprechende Maßnahmen geprüft.

    09.00 Uhr: Deutschlandweit 534 Infizierte - davon 79 in Bayern

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin meldet aktuell insgesamt 534 Coronavirus-Fälle in Deutschland (Stand 7 Uhr). In Bayern haben sich bisher 79 Menschen infiziert. Am schlimmsten betroffen ist Nordrhein-Westfalen, hier wurden 281 Fälle diagnostiziert, das sind mehr als die Hälfte aller Coronavirus-Infektionen im Bundesgebiet.

    Die Ausbreitung des Coronavirus hat ihren Höhepunkt in Deutschland mit mittlerweile 534 Infektionsfällen nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts in Berlin noch nicht erreicht. "Wann der Höhepunkt erreicht ist, können wir nicht sagen. Wir wollen ihn so lange wie möglich hinauszögern", sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. "Wir müssen alles daran setzen, dass wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen." In Deutschland gebe es eine kontinuierliche Zunahme: "Das wird auch in den nächsten Tagen und Wochen noch so weitergehen."

    06.30 Uhr: Robert-Koch-Institut: Südtirol als Risikogebiet eingestuft

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat jetzt Südtirol zum Risikogebiet für das Coronavirus erklärt. Zuvor waren in Italien bereits folgende Gebiete aufgelistet: Region Emilia-Romagna, Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien.

    Als außereuropäische Coronavirus-Risikogebiete gelten: China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan), Iran: Provinz Ghom, Teheran und Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang).

    Laut RKI werden diejenigen Gebiete als Risikogebiete eingestuft, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch ("ongoing community transmission") vermutet werden kann. Das Robert-Koch-Institut bewertet die Situation jeden Tag neu.

    06.27 Uhr: Behörden riegeln Bethlehem wegen Coronavirus ab

    Zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus hat Israel die Stadt Bethlehem abgeriegelt. Allen Israelis und Palästinensern "ist es verboten, die Stadt zu betreten oder zu verlassen", teilte das israelische Verteidigungsministerium am Freitag mit. Die Entscheidung wurde den Angaben zufolge mit der palästinensischen Autonomiebehörde abgestimmt. Bethlehem liegt im von Israel besetzten Westjordanland. Dieses war bereits am Donnerstag für Touristen gesperrt worden.

    Die palästinensische Autonomiebehörde hatte erklärt, von Freitag an dürften 14 Tage lang keine Touristen ins Westjordanland. Zudem wurde die Geburtskirche in Bethlehem vorläufig geschlossen.

    Den palästinensischen Behörden zufolge wurden am Donnerstag sieben Infektionsfälle mit dem Virus in der Gegend um Bethlehem registriert. Die Behörden verhängten für 30 Tage den Ausnahmezustand und untersagten größere Menschenansammlungen.

    05.01 Uhr: WHO-Chef: Zu viele Länder nicht gut auf Virus vorbereitet

    Zu viele Länder der Welt sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation noch nicht angemessen auf eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus vorbereitet. "Wir sind besorgt, dass manche Länder dies entweder nicht ernst genug nehmen oder entschieden haben, dass sie eh nichts tun können", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. "Wir sind besorgt, dass der Umfang des politischen Engagements und die dafür nötigen Maßnahmen dem Umfang der Bedrohung, der wir uns alle gegenübersehen, nicht entsprechen."

    05.00 Uhr: EU-Gesundheitsminister beraten über Coronavirus

    Angesichts der Ausbreitung des neuen Coronavirus kommen die EU-Gesundheitsminister zu einem weiteren Sondertreffen in Brüssel zusammen. Ziel der Beratungen, an denen auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn teilnimmt, ist eine enge Koordinierung. Bis zum Abend waren nach Angaben der EU-Behörde ECDC in Europa rund 4.200 Infektionen registriert. Besonders betroffen ist Italien mit laut Zivilschutz 148 Toten und mehr als 3.800 Infizierten. In Deutschland sind laut Robert Koch-Institut bisher Infektionen bei 400 Menschen nachgewiesen.

    04.34 Uhr: Zahl der Infektionen steigt in Südkorea auf über 6.000

    Die Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen in Südkorea ist auf mehr als 6.000 gestiegen. Am Donnerstag seien 518 weitere Fälle erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Die Gesamtzahl erreichte damit 6.248. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte um sieben auf 42. In keinem anderen Land außerhalb Chinas, wo die Lungenkrankheit Covid-19 Ende Dezember zuerst ausgebrochen war, wurden bisher mehr Infektionsfälle gemeldet.

    Wieder wurden die meisten der neuen Infektionen in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu und der umliegenden Region diagnostiziert, die im Zentrum des Ausbruchs in Südkorea stehen. Fast 4.700 Fälle wurden bisher allein in Daegu erfasst. Dort tritt die größte Häufung unter Anhängern der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu auf, die auch Verbindungen nach China hat.

    02.39 Uhr: Erneut 30 Menschen in China am Coronavirus gestorben

    In China ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 weiter gestiegen: Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilte, kamen im Vergleich zum Vortrag 30 Opfer hinzu. 29 Todesfälle wurden in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei registriert, wo das Virus ursprünglich in der Millionenmetropole Wuhan ausgebrochen war. Ein weiteres Opfer meldete die südchinesische Inselprovinz Hainan. Insgesamt sind bislang mehr als 3.000 Menschen in China an dem Erreger gestorben. Die Zahl der neuen Infektionen stieg bis Freitag um 143 auf nun 80.552 Fälle. Mehr als 53.000 Patienten haben sich den offiziellen Angaben zufolge jedoch erholt und wurden entlassen.

    01.02 Uhr: Charité setzt Quarantäne-Empfehlungen des RKI aus

    Virologe Christian Drosten fordert angesichts der Coronavirus-Epidemie eine Lockerung der Quarantäne-Empfehlungen für medizinisches Personal. "Wir an der Charité können die Quarantäne-Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes auch nicht mehr aufrechterhalten und werden sie nicht mehr 1:1 umsetzen", kündigte der Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ("NOZ") an. "Wenn wir das gesamte medizinische Personal, das mit Infizierten Kontakt hatte, in Quarantäne schicken, bricht die medizinische Versorgung für die Bevölkerung zusammen. Nicht nur für Corona-Patienten, sondern auch für alle anderen."

    Es sei "natürlich notwendig", dass das RKI seine Empfehlungen "nach und nach an die Realität anpasst", forderte Drosten. Denn die Werkzeuge gegen Influenza von Schutzkleidung über Gegenmittel bis zu Impfungen gebe es beim Coronavirus noch nicht.

    00.10 Uhr Französischer Abgeordneter mit Coronavirus infiziert

    Ein französischer Abgeordneter ist positiv auf das Coronovirus getestet worden. Das gibt die Nationalversammlung bekannt, ohne einen Namen zu nennen. Auch zwei Angestellte des Parlaments sind demnach infiziert. Bis Donnerstagabend waren in Frankreich 423 Fälle gemeldet worden, 138 mehr als am Vortag. Sieben Menschen sind dort gestorben.

    DONNERSTAG, 5. MÄRZ

    20.30 Uhr: Berufliches Schulzentrum in München geschlossen

    Wegen eines Corona-Falls am Beruflichen Schulzentrum an der Münchner Riesstraße bleibt das Schulzentrum voraussichtlich bis 11. März geschlossen. Das teilte die Stadt München am Abend mit. Ein Schüler sei heute positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die Schließung erfolge, um alle nötigen Untersuchungen zu weiteren Kontaktpersonen durchführen zu können. Schüler und Lehrer sollen zuhause bleiben.

    Die Münchner Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs (parteilos) fordert, künftig nur noch Patienten mit ausgeprägten Krankheitssymptomen in Krankenhäusern zu betreuen. Betroffene ohne oder mit schwachen Symptomen sollten in häuslicher Quarantäne bleiben: "Nur so können wir auf lange Sicht ausreichend Kapazitäten zur Versorgung aller Betroffenen, vor allem der schwer Erkrankten, aufrecht erhalten", so Jacobs. Bislang müssen alle positiven Fälle In Isolierstationen in Krankenhäusern untergebracht werden.

    20.21 Uhr: Marathon in Paris wird verschoben

    Der Marathonlauf von Paris wird wegen der Ausbreitung der Covid-19-Epidemie auf den 18. Oktober verlegt. Ursprünglich war die Veranstaltung, für die es rund 60.000 Anmeldungen gebe, für den 5. April geplant, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend unter Berufung auf den Veranstalter Amaury Sport Organisation (ASO) berichtete.

    In Frankreich infizierten sich nach jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums bisher 423 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus, das waren 138 mehr als noch am Vortag. Sieben Menschen starben bisher im Land, sechs Männer und eine Frau.

    20.20 Uhr: US-Kongress genehmigt Milliarden für Kampf gegen Coronavirus

    Der US-Kongress stellt für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus neue Finanzmittel in Höhe von 8,3 Milliarden US-Dollar (7,5 Mrd. Euro) bereit. Das Gesetz sieht unter anderem drei Mrd. Dollar für die Entwicklung von Therapien und Impfstoffen vor. 2,2 Mrd. sollen für präventive Maßnahmen bestimmt sein. 435 Mio. sind für Hilfe im Ausland vorgesehen.

    20.10 Uhr: Sitzung des EU-Parlaments nach Brüssel verlegt

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird die Plenarsitzung des Europäischen Parlaments kommende Woche von Straßburg nach Brüssel verlegt. Parlamentspräsident David Sassoli begründete die Entscheidung mit der Entwicklung der Epidemie in Frankreich.

    19.06 Uhr: Nürnberg schließt zwei Schulen

    Weil Schulkinder erkrankt sind, schließt die Stadt Nürnberg zwei Schulen. Bei den Erkrankten handle es sich um die Kinder einer Italien-Rückkehrerin aus dem Piemont. Sie besuchen die Grundschule St. Johannis und das Labenwolf-Gymnasium. Weil noch nicht alle Kontaktpersonen der Kinder ermittelt werden konnten, fällt der Unterricht an den beiden Schulen morgen aus.

    18.58 Uhr: Italien meldet bereits knapp 150 Tote

    Die italienische Regierung stellt für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus und die Wiederankurbelung der Wirtschaft 7,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Italien hat derzeit in Europa die meisten Corona-Fälle. Der Zivilschutz meldete am Donnerstagabend 41 neue Todesfälle, das ist die höchste Opferzahl innerhalb eines Tages. Insgesamt starben damit seit Ausbruch der Epidemie in Italien im vergangenen Monat bereits 148 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Zugleich wurden 769 neue Infektionsfälle bestätigt, insgesamt sind es in Italien nun 3.858.

    18.49 Uhr: Mitarbeiter der Uni Würzburg infiziert - Lehrbetrieb geht weiter

    Ein Mitarbeiter der Universität Würzburg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Universitätsleitung mitteilte, hat er die Auflage erhalten, zuhause zu bleiben. Der Lehrbetrieb geht jedoch weiter. Die an der Universität Beschäftigten und die Studierenden sind per E-Mail über den Infektionsfall informiert und darum gebeten worden, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Momentan ist vorlesungsfreie Zeit und damit generell weniger Betrieb an den Universitäten in Bayern.

    18.30 Uhr: Erster Todesfall in Großbritannien

    In Großbritannien ist nach einem Bericht der BBC zum ersten Mal ein Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Es habe sich um einen älteren Patienten gehandelt.

    18.20 Uhr: 73 Fälle in Bayern seit einer Woche

    Das bayerische Gesundheitsministerium hat ein weiteres Mal über die aktuelle Coronavirus-Entwicklung informiert. Bis zum Abend wurden weitere sieben Infektionen bestätigt. Aus Mittelfranken wurden weitere vier Fälle aus Erlangen gemeldet. Je ein Fall wurde aus dem oberbayerischen Landkreis Starnberg, aus München und aus dem unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen gemeldet. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 73 nachgewiesene Coronavirus-Fälle in Freistaat. Inklusive der 14 bereits genesenen Personen haben sich also bislang 87 Menschen infiziert.

    16.38 Uhr: DFB-Länderspiel gegen Italien in Gefahr

    Die Stadt Nürnberg macht sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus für eine Absage des Länderspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 31. März gegen Italien stark. "Nach heutigen Erkenntnissen wird sich die Stadt Nürnberg für eine Absage des Länderspiels einsetzen. Es werden viele Fans auch aus den Risikogebieten Norditaliens erwartet", sagte Umwelt- und Gesundheitsreferent Peter Pluschke bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Ob die Begegnung wirklich abgesagt wird, soll im Laufe der kommenden Woche in enger Absprache mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Stadionbetreibergesellschaft entschieden werden.

    16.30 Uhr: Opec schlägt wegen Coronavirus Förderkürzung vor

    Wegen des Corona-Virus ist der Ölpreis nach unten gerauscht. Die Opec will gegensteuern und die Fördermenge reduzieren. Bei einem Treffen in Wien hieß es, die Produktion von Öl solle um 1,5 Millionen Barrel pro Tag heruntergefahren werden. Ein Barrel sind 159 Liter.

    16.20 Uhr: Rund 100.000 Israelis in Heimquarantäne

    Nach Verhängung strenger Einreisebestimmungen aus Sorge vor der Ausbreitung des neuen Coronavirus befinden sich nach Medienberichten vom Donnerstag rund 100.000 Israelis in Heimquarantäne. Reisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien dürfen nach einer Entscheidung des Gesundheitsministeriums außerdem nicht mehr einreisen - es sei denn, sie können glaubhaft versichern, dass sie eine zweiwöchige häusliche Quarantäne einhalten können. Davon nicht betroffen sind Personen, die mit Transitflügen über diese fünf Länder nach Israel kommen. Die Auflagen gelten von Freitag um 07.00 Uhr (MEZ) an. Touristen, die sich bereits im Land aufhalten, können ihre Reise fortsetzen, solange sie keine Krankheitssymptome aufweisen.

    16.10 Uhr: Österreichs Heer lieferte 1,6 Millionen Schutzmasken an Behörden

    Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus hat in Österreich das Bundesheer 1,6 Millionen Atemschutzmasken aus der eisernen Reserve an die Behörden ausgeliefert. Die Verteilung sei nun abgeschlossen, berichtete das Verteidigungsministerium am Donnerstag. Die Schutzmasken waren bei der Vogelgrippe 2006 von der damaligen Gesundheitsministerin angeschafft worden und lagerten seitdem in den Depots der Armee. Sie tragen das Haltbarkeitsdatum 2016, seien bei Tests aber für immer noch tauglich befunden worden, so das Ministerium.

    15.50 Uhr: Borussia Dortmund fliegt mit eigener Maschine nach Paris

    Als Vorsichtsmaßnahme nach der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund am Dienstag nicht gewohnt mit Sponsoren und Medienvertretern zusammen zum Champions-League-Spiel bei Paris Saint-Germain fliegen. Wie der Verein am Donnerstag bestätigte, wird das Team separat im kleinen Kreis in die französische Metropole reisen. Das Hinspiel hatte der BVB gegen das Team von Dortmunds Ex-Trainer Thomas Tuchel mit 2:1 gewonnen. Bereits unter der Woche hatte der Club mitgeteilt, dass Spieler und Trainer vorübergehend keine Selfies machen und Autogramme geben werden.

    15.00 Uhr: Lufthansa streicht mehr als 7.000 Flüge im März

    Die Lufthansa hat wegen der mit dem Coronavirus einbrechenden Nachfrage bis Ende März rund 7.100 Flüge gestrichen. Das Streichen von ganzen Strecken und geringere Frequenzen entspreche rechnerisch einer Kapazität von 150 Flugzeugen, teilte die Lufthansa am Donnerstag mit. Damit sind die Sitzplatzkontingente von 125 Kurz- und Mittelstrecken sowie 25 Langstreckenflugzeugen der insgesamt 770 Maschinen großen Flotte des Konzerns aus dem Flugplan genommen. Schwerpunkte der Stornierungen sind Flüge im Inland sowie im stark vom Coronavirus betroffenen Norditalien. Aber auch viele andere Strecken in Europa, insgesamt bis zu 25 Prozent aller Verbindungen, sind betroffen.

    14.30 Uhr: weitere 12 Coronavirus-Fälle in Bayern - insgesamt 66 Fälle

    Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag ein zweites Mal über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass bis zum frühen Donnerstagnachmittag weitere 12 Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 66 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

    13.40 Uhr: Saudi-Arabien räumt Pilgerstätten und setzt Wallfahrt aus

    Saudi-Arabien hat die Umrah, die kleine Wallfahrt nach Mekka und Medina, ausgesetzt. Dies gilt sowohl für Einheimische als auch für Einwohner mit ausländischen Staatsbürgerschaften. Für ausländische Pilger, die die beiden Städte besuchen wollten, hatte das Königreich bereits die Grenzen dicht gemacht.

    Auch jüdische Gemeinschaften rufen ihre Gläubigen zu Vorsicht auf und befürworten, zum Beispiel das Küssen gemeinschaftlich genutzter Gebetsbücher und der traditionellen Schriftkapseln an Türrahmen zu unterlassen. Gläubige sollen zu Hause bleiben, wenn sie sich krank fühlen, auch wenn sie in das Trauergebet Kaddisch eingebunden sind.

    13.11 Uhr: Münchner Immobilienmesse verschoben

    Die Münchner Immobilienmesse wird verschoben. Statt wie geplant zwischen 20. und 22. März soll die Messe nun vom 24. bis zum 26. April stattfinden. Obwohl es sich nicht um eine internationale Großveranstaltung handle, habe man sich entschlossen, dem Rat des Gesundheitsministeriums und des Münchner Gesundheitsamts zu folgen, teilten die Veranstalter mit. Auch die große Stuttgarter Bildungsmesse didacta wird verschoben. Sie hätte eigentlich vom 26. bis zum 28. März stattfinden sollen.

    11.47 Uhr: Mehr als 50 neue Coronavirus-Fälle innerhalb einer Woche

    In Bayern gibt es laut Gesundheitsministerium zwölf neue Corona-Fälle. Laut bayerischem Gesundheitsministerium stammen die Neu-Erkrankten aus Würzburg, den Landkreisen Miesbach, Neu-Ulm, Aichach-Friedberg und Erlangen-Höchstädt. In München sind zwei Menschen positiv getestet.

    Das Landratsamt im Landkreis Oberallgäu meldet außerdem einen weiteren Fall, den ersten in der Region. Nach Angaben des Landratsamts handelt es sich bei der Erkrankten um eine Frau, die in Bologna auf einer Veranstaltung war. Nimmt man diesen Fall hinzu, ist die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Menschen binnen einer Woche auf 55 gestiegen. Insgesamt wurde das Virus bei 69 Menschen nachgewiesen. 14 sind bereits wieder gesund, alle sind Mitarbeiter des oberbayerischen Autozulieferers Webasto.

    11.35 Uhr: Robert-Koch-Institut rechnet mit baldigen Gegenmitteln

    Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass es für Erkrankte schon in Kürze Therapeutika geben wird. "Wir sind optimistisch, dass in den nächsten Wochen solche Medikamente dann auch in Deutschland eingesetzt werden", sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. Er verwies auf viele laufende Studien, insbesondere in China. Einen effektiven und zugelassenen Impfstoff werde es indes nicht so schnell geben, so Wieler.

    11.29 Uhr: Italien sagt Gottesdienste unter der Woche ab

    In einigen italienischen Regionen finden wegen des Virus von Montag bis Samstag keine Gottesdienste mehr statt. Die Bischofskonferenz entschließt sich dazu, die Messen von Montag bis Samstag in der Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna sowie in den Provinzen Savona (Ligurien) und Pesaro sowie Urbino (Marken) zu streichen. Der Schritt ist im katholisch geprägten Italien beispiellos. Während der Fastenzeit gehen üblicherweise mehr Gläubige auch unter der Woche in die Kirchen. Italien ist in Europa am stärksten von Corona betroffen. Auch Schulen und Universitäten sind vorerst geschlossen.

    10.42 Uhr: Corona-Fall bei Hypovereinsbank in München

    In München wurde eine Person eines externen Dienstleisters der HypoVereinsbank am Standort Tucherpark positiv auf den Coronavirus getestet. Als Vorsichtsmaßnahme hat das Unternehmen den Raum, in dem die Person tätig war, umgehend geschlossen. Die relevanten Teile des Gebäudes seien gründlich gereinigt und desinfiziert worden, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Darüber hinaus habe man sich mit allen Mitarbeitern, die möglicherweise kürzlich in engem Kontakt mit der Person standen, in Verbindung gesetzt und ihnen geraten, sich 14 Tage lang in Quarantäne zu begeben und den Anweisungen der Gesundheitsbehörden zu folgen. Aus internen Mitarbeiterkreisen ist zu hören, die Person habe sich in den vergangenen Wochen privat in Asien aufgehalten. In den anderen Gebäuden des Areals am Tucherpark würde wie gewohnt weitergearbeitet.

    10.03 Uhr: Erster Todesfall in der Schweiz wegen Coronavirus

    In der Schweiz ist erstmals ein mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben. Das teilte die Polizei im Kanton Waadt am Donnerstag mit. Der 74-jährige Mann sei ein Risikopatient gewesen, weil er Vorerkrankungen hatte. Er wurde seit dem 3. März im Krankenhaus in Lausanne am Genfersee behandelt. Schweizweit gehen die Behörden inzwischen von mehreren Dutzend Infektionen aus. Rund 60 wurden bereits von einem Referenzlabor in einem zweiten Test definitiv bestätigt. Bei weiteren etwa 40 Menschen wurden das Virus in einem ersten Test nachgewiesen.

    09.50 Uhr: Haustiere können Coronavirus wohl nicht übertragen

    Es gibt bislang keinen Beleg dafür, dass Haustiere eine Infektionsquelle für das Coronavirus sein könnten. Auf der Internetseite der Weltgesundheitsorganisation heißt es, es gebe bisher keinen Beweis dafür, dass Haustiere mit dem Virus infiziert werden können. Andere Gesundheitsexperten halten es zwar für möglich, aber zugleich für unwahrscheinlich, dass Haustiere das Virus weiter verbreiten.

    09.30 Uhr: BDI warnt wegen Coronavirus vor Rezession in Deutschland

    Angesichts der Folgen für die Wirtschaft durch das Coronavirus sieht die Industrie die Gefahr einer Rezession in Deutschland erheblich gestiegen. Im neuen Quartalsbericht des Bundesverbands der Deutschen Industrie heißt es, das wirtschaftliche Wachstum drohe fast zum Erliegen zu kommen. Komme es im zweiten Quartal nicht zu einer wirtschaftlichen Normalisierung in den von der Corona-Epidemie betroffenen Ländern, erwarte der BDI für das Gesamtjahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Das wäre die erste Rezession seit mehr als 10 Jahren. Der bayerische Autobauer Audi hat mitgeteilt, seine Jahrespressekonferenz Mitte März nur online durchzuführen, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen. In Unterhaching, Würzburg und Vilshofen bleiben drei Schulen wegen des Coronavirus geschlossen.

    09.15 Uhr: Erste Infektionen mit Coronavirus in Ungarn bestätigt

    In Ungarn wurden erstmals Infektionen mit dem neuen Coronavirus festgestellt. Infiziert sind zwei Studenten aus dem Iran, wie das ungarische Gesundheitsamt am Mittwochabend mitteilte. Wahrscheinlich hätten sich die beiden im Iran infiziert, erklärte die Behörde weiter. Sie wurden in ein Budapester Krankenhaus gebracht. Einer der beiden Patienten studiert den Angaben zufolge in Budapest, der andere in der westungarischen Stadt Györ.

    09.13 Uhr: Japan-Besuch des chinesischen Präsidenten Xi verschoben

    Ein geplanter Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Japan wird verschoben. Das sagte der japanische Kabinettssekretär Yoshihide Suga am Donnerstag. Grund seien die Auswirkungen des neuen Coronavirus in beiden Ländern. Der Besuch war für April erwartet worden, doch er werde verschoben, um fruchtbar sein zu können, sagte Suga.

    08.29 Uhr: Facebook schließt nach Corona-Fall Niederlassung in Seattle

    Facebook schließt in Seattle eine Niederlassung, nachdem dort bei einem freien Mitarbeiter eine Coronavirus-Infektion festgestellt wurde. Das Büro bleibe bis zum 9. März zu, teilt das soziale Netzwerk mit. Zudem würden Mitarbeiter in allen Niederlassungen in Seattle ermutigt, bis Ende März von zu Hause aus zu arbeiten. In der Stadt im nordwestlichen Bundesstaat Washington gibt es mit mindestens 39 bestätigten Erkrankungen die meisten Corona-Fälle der USA.

    07.47 Uhr: Maori verzichten wegen Coronavirus auf Nasengruß

    Die Ureinwohner in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington wollen in Zeiten des Coronavirus auf den traditionellen Nasengruß verzichten, den Hongi. Das Ganze sei kein Verbot, aber eine Sache des gesunden Menschenverstands, machte Stammeschef Kura Moeahu am Donnerstag im Sender Radio New Zealand deutlich. Bei den Maori werden die Nasen aneinander gedrückt, damit man den Lebensatem des Gegenübers spürt. Zu sehen war das Ritual beispielsweise beim Besuch von Prinz Charles im vergangenen Jahr. In Neuseeland gibt es drei nachgewiesene Fälle des Virus Sars-CoV-2.

    04.41 Uhr: Zahl der Infektionen steigt in Südkorea unvermindert an

    Die Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen in Südkorea steigt unvermindert an. Seit Mittwoch seien 438 Fälle hinzugekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Damit sei die Gesamtzahl auf bisher 5.766 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte demnach seit dem Vortag um drei auf 35. In keinem anderen Land außerhalb Chinas, wo die Lungenkrankheit Covid-19 Ende Dezember zuerst ausgebrochen war, wurden bisher mehr Infektionsfälle gemeldet.

    Die Regierung teilte am Donnerstag mit, dass auch die in der Region liegende Stadt Gyeongsan wie bereits Daegu und Cheongdo zur speziellen Kontrollzone ausgerufen worden sei. Die Regierung hatte am 23. Februar die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen. Seitdem versuchen die Behörden, vor allem die Ausbreitung des neuen Coronavirus im Südosten des Landes einzugrenzen.

    03.30 Uhr: Opec auch wegen Coronavirus vor schwieriger Sitzung

    Das Ölkartell Opec berät am Donnerstag an seinem Hauptsitz in Wien über weitere Kürzungen der Rohölproduktion. Zuletzt ist der Ölpreis auch aufgrund des neuartigen Coronavirus kräftig unter Druck geraten und lag für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent zeitweise unter 51 US-Dollar. Die Internationale Energieagentur (IEA) geht sogar davon aus, dass die Rohöl-Nachfrage erstmals seit zehn Jahren zurückgehen wird.

    01.56 Uhr: Kalifornien ruft Notstand wegen Coronavirus aus

    Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat am Donnerstag wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand ausgerufen. Seine Entscheidung erfolgte nur wenige Stunden nach Bekanntwerden des ersten Todesfalls in dem Westküsten-Staat. "Mit 53 positiv getesteten Fällen ist dieses (Virus) nicht mehr nur in einem Teil unseres Staates isoliert", sagte Newsom. Per Notstandserklärung können im Ernstfall rasch Gelder und andere Hilfsmittel mobilisiert werden. In Kalifornien wird bei Naturkatastrophen wie Waldbränden oder Erdbeben oft der Notstand ausgerufen, um Soforthilfe besser koordinieren zu können.

    Aus Angst vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sitzen erneut rund 2.500 Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff fest. Vor der Küste Kaliforniens sei die "Grand Princess" gestoppt worden, weil elf Passagiere sowie zehn Besatzungsmitglieder entsprechende Symptome gezeigt hätten, sagte Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch vor Journalisten. Sie sollten nun auf den Erreger getestet werden.

    Das Schiff war auf der Rückkehr von Hawaii nach San Francisco. Zuvor hatte die "Grand Princess" eine Reise nach Mexiko absolviert. An Bord war dabei auch ein 71-Jähriger, der letztlich an der durch das Coronavirus ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 starb, wie der Gouverneur und die Reederei Princess Cruises mitteilten. Er ist der erste Todesfall durch das Virus in Kalifornien. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Todesfälle in den USA auf elf. In den USA sind bislang mehr als 100 Infektionen mit Sars-CoV-2 bestätigt. Besonders betroffen ist der westliche Bundesstaat Washington.

    01.42 Uhr: Weitere Coronavirus-Fälle in Würzburg und Unterhaching

    In Würzburg und Unterhaching sind in der Nacht zum Donnerstag drei weitere Fälle des Coronavirus bestätigt und deshalb Schulen zunächst geschlossen worden. In Unterhaching sei ein Kind, das das Lise-Meitner-Gymnasium besuche, nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert, teilte das Landratsamt München mit. Das Gesundheitsamt und die Schulleitung hätten daher entschieden, die Schule am Donnerstag und Freitag zu schließen. Alle Schülerinnen und Schüler sollten demnach zu Hause bleiben.

    Auch in Würzburg wurden zwei junge Erwachsene der Leonhard Frank-Schule positiv auf das Coronavirus getestet. Der Unterricht falle nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Regierung Unterfranken am Donnerstag aus, teilte die Stadt Würzburg mit. Ob es sich bei beiden um Schüler oder Lehrer handelt war zunächst unklar.

    01.40 Uhr: Neuinfektionen in China wieder gestiegen

    Die Zahl der Neuinfektionen in China steigt wieder leicht an. Die Behörden melden für Mittwoch 139 Neuinfektionen, tags zuvor waren es 119. Damit klettert die Gesamtzahl der Infizierten auf 80.409. Die Zahl der Toten steigt um 31 auf 3.012. Tags zuvor waren 38 gemeldet worden. Auf die zentrale Provinz Hubei entfallen dabei alle Todesfälle - darunter 23 in der Stadt Wuhan - und 134 der Neuinfektionen.

    00.21 Uhr: Desinfektionsmittel auf Amazon für 400 Dollar gelistet

    Die USA fordert den Online-Versandhändler Amazon auf, bei Artikeln zum Schutz gegen das Coronavirus Preistreiberei auf seiner Plattform zu unterbinden. Eine Schachtel mit kleinen Handdesinfektionsflaschen, die normalerweise für 10 Dollar verkauft werden, würde online für 400 Dollar gelistet, schreibt US-Senator Edward Markey in einem Brief an den Handelsriesen. Ein Drittanbieter listet eine Flasche des Mittels für 600 Dollar.

    MITTWOCH, 4. MÄRZ

    21.14 Uhr: Alle Sportveranstaltungen in Italien ohne Publikum

    In Italien werden vorerst alle Sportveranstaltungen ohne Publikum stattfinden. Damit sollen weitere Ansteckungen vermieden werden, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwochabend in einer Videobotschaft an das Land. Nach Medienberichten gilt dies bis zum 3. April. In Italien gibt es die meisten Fälle der Lungenkrankheit Covid-19. Rund 3100 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert, mehr als 100 sind bereits gestorben.

    20.30 Uhr: Entwarnung bei der Zahnrad Passau (ZF)

    Der Verdachtsfall einer Corona-Infizierung bei einem Mitarbeiter hat sich nicht bestätigt. Das Laborergebnis zeige, dass der betroffene Mitarbeiter negativ auf das Virus getestet worden sei, teilte Unternehmenssprecher Gernot Hein am Abend mit. Der Betrieb - insbesondere im Kundendienst - werde ab Donnerstag wieder wie gewohnt aufgenommen. Die betroffenen MitarbeiterInnen seien bereits informiert worden.

    Wegen des Verdachtsfalls war die komplette Abteilung Kundendienst im Werk Passau-Grubweg mit seinen 250 MitarbeiterInnen "evakuiert" worden. Die ZF Passau ist mit 4.500 Mitarbeitern in drei Werken der größte Arbeitgeber in der Region. Weltweit beschäftigt der Maschinenbaukonzern knapp 150.000 Mitarbeiter. Allein in China gibt es 40 Werke.

    20.00 Uhr: Virologin im BR-Interview: "Corona-Ferien in Deutschland noch verfrüht"

    Zwei Wochen Corona-Ferien, wie es der Virologe Alexander Kekulé fordert, hält Virologin Ulrike Protzer in Deutschland noch für verfrüht. Im Interview mit der Rundschau sagte sie: "Wir haben das Glück, dass jetzt ohnehin die Universitäten in die Ferien reinlaufen. Und auch die Osterferien sind nicht mehr so weit weg. Vielleicht kommen wir mit dem alleine schon hin. Man muss im Moment einfach die Situation beobachten und dann von Tag zu Tag überlegen, wie man agiert."

    Die Vorgehensweise der italienischen Behörden, die nun bis Mitte März sämtliche Schulen schließen wollen, kann die Virologin nachvollziehen. Es sei schon eine valide Überlegung, Schulen zu schließen, wenn man eine derartige Ausbreitung wie in Italien habe. In Deutschland sei man jedoch noch nicht an diesem Punkt angelangt. Ob dies noch auf uns zukommen wird, könne sie nicht vorhersehen.

    19.10 Uhr: Start des neuen James-Bond-Films auf November verschoben

    Gegen das Coronavirus ist selbst James Bond machtlos. Wie die Produzenten Michael Wilson und Barbara Broccoli via Twitter mitteilten, soll der Film "Keine Zeit zu sterben" statt wie geplant Anfang April erst im November in die Kinos kommen. Nach "sorgfältiger Überlegung" sei entschieden worden, den Starttermin in Großbritannien auf den 12. November und in den USA auf den 25. November zu verschieben, hieß es in der Twitter-Botschaft. Wann der Film in Deutschland und anderen Ländern Premiere feiert, steht demnach noch nicht fest.

    18.30 Uhr: Schulschließungen auch in Deutschland?

    In Italien bleiben Schulen wegen des Corona-Virus' bis Mitte März geschlossen. Der Virologe Alexander Kekulé vom Universitätsklinikum Halle schlägt diese Maßnahme auch für Deutschland vor: Zwei Wochen lang sollen alle Schulen und Kindertagesstätten geschlossen werden, sagt er im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

    Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU, mitgeteilt, dass er pauschale Schulschließungen nicht für angemessen hält. Spahn machte klar, dass Schulschließungen sogar hinderlich im Kampf gegen Corona sein könnten, etwa wenn Ärzte wegen der Betreuung ihrer Kinder zu Hause bleiben müssen.

    18.18 Uhr: Italien schließt Schulen im ganzen Land

    Bis zum 15. März bleiben alle Schulen und Universitäten in Italien geschlossen. Das teilte die Italiens Schulministerin Lucia Azzolina am Abend mit. Mit der Maßnahme soll die Verbreitung der Coronavirus gestoppt werden.

    Italien verzeichnet europaweit die meisten Corona-Fälle. Mehr als 100 Patienten sind an der Lungenkrankheit bereits gestorben.

    17.40 Uhr: 262 Corona-Fälle in Deutschland

    Die Zahl der Menschen, die sich in Deutschland mit dem Coronavirus angesteckt haben, steigt immer schneller. Im Moment sind laut Robert-Koch-Institut 262 Fälle nachgewiesen. Am Vortag hatte das Institut 196 Fälle gezählt. Die meisten Erkrankten leben in Nordrhein-Westfalen.

    17.05 Uhr: Israel verhängt Einreiseverbot auch aus Deutschland

    Israel hat aus Sorge vor der Ausbreitung des Coronavirus' strikte Einreisebeschränkungen erlassen: Wer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien nach Israel einreisen will, muss zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Das betrifft Einheimische wie Touristen.

    Außerdem werde man Touristen die Einreise verweigern, die in den vergangen zwei Wochen im Iran, Irak, Syrien oder Libanon waren.

    Zudem sind internationale Konferenzen verboten. Wer von so einer Konferenz aus dem Ausland zurück nach Israel kommt, muss ebenfalls zwei Wochen in Quarantäne.

    Das Coronavirus wurde bisher bei 15 Personen in Israel nachgewiesen.

    15.55 Uhr: Rosenheimer Starkbierfest findet statt

    Das staatliche Gesundheitsamt Rosenheim hatte der Stadt Rosenheim empfohlen, wegen des Coronavirus' das Starkbierfest abzusagen. Der Empfehlung kommt die Stadt nicht nach. Das Rosenheimer Starkbierfest mit bis zu 2.000 erwarteten Besuchern wird stattfinden, teilte das Ordnungsamt der Stadt mit.

    Als Begründung hieß es: Das Gesundheitsamt hätte die Absage für nicht "unabweisbar notwendig" gehalten, sondern sie nur empfohlen.

    Laut Gesundheitsamtsleiter Wolfgang Hierl habe man es sich nicht leicht gemacht, der Stadt zu empfehlen, das Fest abzusagen. Man habe sich bei seiner Risikobewertung mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und der oberbayerischen Staatsregierung abgestimmt.

    15.33 Uhr: Fünf weitere Corona-Fälle in Bayern

    Zum dritten Mal innerhalb eines Tages hat das Gesundheitsministerium in München neue bestätigte Corona-Fälle gemeldet: Insgesamt fünf Patienten seien nachgewiesenermaßen neu mit Sars-CoV-2 infiziert – in den Landkreisen Lindau, Augsburg, Erding und Passau sowie in Nürnberg.

    Seit vergangenem Donnerstag sind damit 42 akute Corona-Fälle in Bayern bestätigt.

    Insgesamt erhöht sich die Zahl damit auf 56. 14 Patienten sind bereits genesen. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter des Stockdorfer Automobilzulieferers Webasto und deren Angehörige, die sich im Januar nach dem Besuch einer chinesischen Kollegin angesteckt hatten.

    15.00 Uhr: Alarmstufe 1 für Einheiten des Katastrophenschutzes ausgerufen

    Aufgrund der derzeit nicht absehbaren Lageentwicklungen rund um das Coronavirus (SARS-CoV-2) und der progressiven Knappheit relevanter Materialien der persönlichen Schutzausrüstung (Mund-Nase-Schutzmasken, Schutzkittel, Desinfektionsmittel und ähnliches) wurde für alle Einheiten des Katastrophenschutzes der Bayerischen Hilfsorganisationen "Aarmstufe 1" ausgerufen, teilte das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mit. Das betrifft neben dem BRK den Arbeiter Samariter Bund, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, das Malteser Hilfswerk, die Johanniter und das Technische Hilfswerk – also die Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsschutz.

    Noch sei kein erhöhtes Einsatzaufkommen wegen des Coronavirus zur verzeichnen, versichert der BRK-Sprecher. "Alarmstufe 1" ist die niedrigste von drei Alarmstufen. Jetzt soll sichergestellt werden, dass alle Einsatzeinheiten auf einen Alarmfall vorbereitet sind. Kommunikationswege, Erreichbarkeiten und Materialien werden überprüft.

    14.36 Uhr Korrektur: Entscheidung zu Schulschließung in Italien noch nicht gefallen

    Die Entscheidung zu Schulschließungen in ganz Italien ist nach Aussagen der italienischen Schulministerin noch nicht gefallen. "Bisher gibt es keine Schließungen", sagte Lucia Azzolina laut Angaben der Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos am Mittwoch. Eine Entscheidung solle erst in den kommenden Stunden fallen.

    Zuvor hatten die Agenturen berichtet, die Schulen in ganz Italien sollen wegen des Coronavirus bis 15. März geschlossen bleiben.

    14.14 Uhr: Hunderte Menschen in Bayern in Quarantäne

    Weil sie Kontaktpersonen von Corona-Patienten gewesen seien, seien derzeit Hunderte Menschen in Bayern in häuslicher Quarantäne, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Oberschleißheim mit. Die Fälle "purzeln", so dessen Präsident Andreas Zapf wörtlich. Seit vergangenen Donnerstag wurden demnach bayernweit 37 neue Fälle bestätigt.

    Täglich, so Zapf, könnten derzeit in Bayern 2.500 Menschen auf das Coronavirus getestet werden. Voraussichtlich werde die Testkapazität weiter ausgebaut. Alleine am LGL würden derzeit täglich 160 Tests durchgeführt. Man arbeite "am Anschlag", so der Amtsleiter.

    14.12 Uhr Agenturen melden: Italien schließt alle Schulen und Unis

    Bis Mitte März bleiben in ganz Italien sämtliche Schulen und Universitäten geschlossen, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus' zu stoppen. Das hat nach übereinstimmenden Meldungen mehrerer Nachrichtenagenturen die italienische Regierung bei ihrer Kabinettssitzung am Mittwoch beschlossen.

    Italien ist derzeit das am schwersten von der Epidemie betroffene Land Europas. Dort infizierten sich bislang mehr als 2.500 Menschen, 79 starben.

    13.13 Uhr Spahn: Höhepunkt der Corona-Epidemie "noch nicht erreicht"

    "Aus der Corona-Epidemie in China ist eine weltweite Pandemie geworden", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei seiner Regierungserklärung im Bundestag zur Bekämpfung des Coronavirus. Der CDU-Politiker versprach, dass alle zuständigen Stellen die Gefahr durch das Virus sehr ernst nehmen. "Wir halten uns an den Dreiklang aus wissenschaftlicher Expertise, sorgsamer Abwägung und entschlossenem Handeln."

    Es werde immer wieder darum gehen, die richtige Balance zu finden zwischen notwendigen Einschränkungen zur Eindämmung des Virus und dem Alltag, der weitergeht. Fest stehe: "Der Höhepunkt der Ausbreitung ist noch nicht erreicht." Applaus erntete Spahn für sein Versprechen, dass immer der Grundsatz gelte: "Die Sicherheit der Bevölkerung geht im Zweifel vor, auch vor wirtschaftlichen Interessen."

    Spahn bezeichnete die aktuelle Lage als große Herausforderung für die Gesellschaft. "Die Folgen von Angst können weit größer sein als die durch das Virus selbst."

    12.59 Uhr: Zweiter bestätigter Fall im Klinikum Passau

    In Passau gibt es einen zweiten bestätigten Coronavirus-Fall: Das Klinikum Passau teilte mit, dass heute, Mittwoch, eine weitere Person eingeliefert worden sei, die mit dem gefährlichen Virus infiziert sei. Mehr Informationen sind noch nicht bekannt.

    Zum ersten bestätigten Corona-Patienten im Klinikum Passau gibt es bereits Informationen. Es handelt sich um einen 59-jährigen Mann aus Vilshofen, der sich wohl beim Skiurlaub in Italien angesteckt hat. Nach Angaben der Ärzte geht es dem Mann besser, nachdem er die letzten Tage hohes Fieber hatte.

    Das Gesundheitsamt ermittelte 40 Personen, die engeren Kontakt zu dem 59-Jährigen hatten. Diese Personen müssen jetzt zwei Wochen zuhause bleiben und sich täglich im Gesundheitsamt melden.

    12.49 Uhr: Dritter Coronavirus-Fall im Landkreis Ostallgäu

    Das Landratsamt Ostallgäu bestätigt einen dritten Coronavirus-Fall im Landkreis. Der Mann aus Füssen ist mit den beiden anderen positiv Getesteten verwandt, teilte das Landratsamt vor kurzem mit. Er war als Kontaktperson bereits in häuslicher Quarantäne. Weitere Kontaktpersonen werden nun ermittelt und getestet.

    12.46 Uhr: Gesundheitsmesse in Fürth findet statt

    Die Gesundheitsmesse und das Klezmer-Festival in Fürth werden wie geplant stattfinden, teilte die Stadtverwaltung mit. Derzeit gebe es in der Stadt keinen begründeten Corona-Verdachtsfall, hieß es zur Begründung. Drei Personen, die Kontakt zu Infizierten hatten, befänden sich zwar in häuslicher Quarantäne, seien aber symptomfrei. Das Klezmer-Festival beginnt am 6. März. Die Gesundheitsmesse windet am Samstag und Sonntag, 7. und 8. März, statt.

    12:28 Uhr: Zweite bestätigte Coronainfektion in Lindau

    Im Landkreis Lindau gibt es einen weiteren bestätigten Coronafall. Das teilte Landrat Elmar Stegmann bei einer Pressekonferenz mit. Bei diesem zweiten Coronafall handelt es sich um ein 15-jähriges Mädchen aus dem Westallgäu. Das Mädchen war jedoch nicht in der Schule. Lediglich die Familie des Mädchens steht damit unter häuslicher Quarantäne. Beide Erkrankten waren zuvor mit ihren Familien im Skiurlaub in Südtirol.

    Zuvor war eine Infektion bei einem etwa 40-jährigen Familienvater aus Lindau bekannt geworden. Seine Familienangehörigen gelten als sogenannte "begründete Verdachtsfälle". Die Kontaktpersonen wurden laut Landratsamt ermittelt und unter häusliche Quarantäne gestellt - darunter auch 59 Schülerinnen und Schüler, 4 Lehrer und 2 Betreuungskräfte aus zwei Lindauer Schulen.

    12.13 Uhr: ICE in Frankfurt wegen Corona-Verdacht gestoppt

    Ein ICE mit etwa 300 Reisenden ist auf Anordnung der Bundespolizei im Bahnhof Frankfurt am Main Süd wegen Corona-Verdacht gestoppt worden. Gegen 10.45 Uhr sei bei der Bundespolizeiinspektion Frankfurt die Meldung eingegangen, dass sich in einem ICE aus Kiel eine männliche Person mit Verdacht auf den Corona-Virus befinde, teilt die Bundespolizei mit. Die betreffende Person sei kurz danach im Zug isoliert worden. Ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärt, der Zug sei freigegeben worden und fahre gleich weiter.

    11.59 Uhr: Auch Londoner Buchmesse abgesagt

    Nach der Buchmesse Leipzig ist nun auch die Londoner Buchmesse wegen des Coronavirus abgsagt worden. Das Branchentreffen hätte vom 10. bis 12. März stattfinden sollen.

    11.39 Uhr Gesundheitsamt: Rosenheim soll Starkbierfest absagen

    Das staatliche Gesundheitsamt Rosenheim hat der Stadt Rosenheim zur Absage des Starkbierfests geraten. Es gebe eine Empfehlung an die kreisfreie Stadt, die Entscheidung über die Absage bleibe aber dem städtischen Ordnungsamt vorbehalten, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Rosenheim der Nachrichtenagentur dpa. Das Starkbierfest sollte am Freitag beginnen.

    11.25 Uhr: Hannover Messe wegen Coronavirus verschoben

    Wegen der anhaltenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschieben die Veranstalter der Hannover Messe die weltgrößte Industrieschau. Das Branchentreffen mit rund 6000 Ausstellern, das vom 20. bis 24. April in der niedersächsischen Landeshauptstadt geplant war, soll jetzt vom 13. bis 17. Juli stattfinden. Dies teilte die Deutsche Messe AG am Mittwoch mit.

    11.20 Uhr: Deutschland: Export von Atemmasken ins Ausland verboten

    Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus untersagt die Bundesregierung den Export von Atemmasken und anderer Schutzausrüstung. Ein entsprechendes Verbot wurde am Mittwoch im Bundesanzeiger veröffentlicht, wie der Krisenstab aus Gesundheits- und Innenministerium mitteilte. Betroffen sind etwa auch Handschuhe und Schutzanzüge.

    10.40 Uhr: Insgesamt elf neue Corona-Fälle in Bayern

    In Bayern gibt es elf neue bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2. Erstmals wurde je ein Fall in den Landkreisen Lindau und Augsburg nachgewiesen, dazu kommen sechs neue aus dem Landkreis Freising, zwei neue aus dem Landkreis München und ein neuer aus dem Landkreis Ostallgäu, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in München am Mittwoch mitteilte.

    Bislang sind in Bayern insgesamt 47 Patienten positiv auf Sars-CoV-2getestet worden. Bei 14 Patienten ist die Erkrankung Covid-19 bereits auskuriert, alle sind wieder aus den Krankenhäusern entlassen worden. Sie standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webastoaus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens. Bei Webastowar im Januar eine Mitarbeiterin aus China zu Besuch, die das Virus in sich trug. Kollegen und teils deren Angehörige infizierten sich.

    10.32 Uhr: Erster Corona-Fall im Landkreis Lindau

    Im Landkreis Lindau gibt es den ersten bestätigten Fall einer Corona-Erkrankung. Das teilte das Landratsamt soeben mit. Bei dem Kranken handelt es sich demnach um einen Familienvater aus Lindau. Er sei Mitte 40. Seine Familienangehörigen gelten als sogenannte "begründete Verdachtsfälle". Laut Landratsamt wurden die Kontaktpersonen bereits ermittelt und vorsorglich unter häusliche Quarantäne gestellt. Darunter sind auch 59 Schülerinnen und Schüler aus zwei Lindauer Schulen. Das Landratsamt informiert über den Fall auf einer Pressekonferenz um 11:30 Uhr.

    10.15 Uhr: Inzwischen 240 Coronavirus-Infektionen in Deutschland

    Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland nimmt deutlich zu. Bis Mittwochvormittag meldet das Robert-Koch-Institut 240 Krankheitsfälle, am Dienstagnachmittag waren es noch 196. Inzwischen hat sich die Epidemie auf 15 Bundesländer ausgebreitet. Besonders in Baden-Württemberg nahm die Zahl der Fälle zuletzt deutlich zu. Am stärksten ist aber nach wie vor Nordrhein-Westfalen betroffen mit inzwischen 111 Patienten.

    10.00 Uhr: Indien exportiert wegen Coronavirus weniger Arzneimittel

    Wegen der Lungenerkrankung Covid-19 hat Indien, aus dem viele Nachahmerpräparate kommen, den Export von 26 Medikamenten und Wirkstoffen eingeschränkt. Die Grundstoffe für deren Produktion kämen aus China und wegen der Epidemie würden sie inzwischen nicht mehr geliefert, sagte der Vorsitzende der indischen Exportförderungsbehörde für Arzneimittel, Dinesh Dua. Indien wolle mit der Einschränkung sicherstellen, dass wichtige Medikamente wie Paracetamol in ausreichender Menge für den eigenen Markt zur Verfügung stehen. Er sagte zunächst nicht, welche Länder die Exportbeschränkungen betreffen.

    Nach Auskunft des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) stehen die bislang gemeldeten Lieferengpässe für Deutschland nicht im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

    09.30 Uhr: Polen meldet erste Infektion - Patient war in Deutschland

    Offenbar von Deutschland aus hat sich das neuartige Coronavirus auch nach Polen ausgebreitet. Die erste Infektion in Polen sei bei einem Mann nachgewiesen worden, der sich zuvor in Deutschland aufgehalten habe, sagte der polnische Gesundheitsminister Lukasz Szumowski am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Warschau. Der Mann gehöre keiner Risikogruppe an, sein Leben sei nicht in Gefahr. Der Mann sei mit starkem Fieber und anderen Symptomen der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 in ein Krankenhaus in Zielona Gora im Westen des Landes eingeliefert worden, führte der Minister aus. Vor der Diagnose habe der Patient "relativ wenige Kontakte" zu seinem Umfeld gehabt.

    In Polen sind derzeit außerdem 68 Menschen im Krankenhaus, bei denen ein Coronavirus-Verdacht geprüft wird. Etwa 500 weitere Menschen stehen unter Quarantäne.

    09.15 Uhr: Volksfeste in Augsburg finden nach derzeitiger Lage statt

    Wenige Wochen vor Beginn des Gögginger Frühlingsfestes (20.03. – 29.03.) und des Augsburger Frühjahrsplärrer (12.04. – 26.04.) teilt die Stadt Augsburg mit, dass beide Volksfeste nach derzeitiger Lage wohl stattfinden können. Die Stadt betont aber, dass im Zusammenhang mit dem Coronavirus letztendliche Aussagen zu diesen Großveranstaltungen derzeit nicht getroffen werden können. Nach wie vor gelten in Bezug auf Großveranstaltungen die Empfehlungen und Richtlinien des Robert Koch-Instituts für Veranstaltungen (RKI), schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung.

    09.10 Uhr: Alle Webasto-Mitarbeiter aus Krankenhäusern entlassen

    Alle mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto sind mittlerweile aus den Krankenhäusern, in denen sie behandelt worden waren, entlassen. Das gilt sowohl für die deutschen als auch für die chinesischen Kollegen, teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Einige der Kollegen hätten ihre Tätigkeit im Unternehmen bereits wieder aufgenommen, heißt es dort. Aufgrund der besonderen Situation habe Webasto die Rückkehr an den Arbeitsplatz mit jedem der Mitarbeiter individuell abgestimmt. Bei Mitarbeitern von Webasto waren die ersten Coronavirusfälle in Deutschland aufgetreten.

    09.00 Uhr: ZF Passau schickt 250 Mitarbeiter nach Hause

    Mit 4.000 Mitarbeitern im Großraum Passau ist er einer der größten Arbeitgeber in der Region. Jetzt schickt der Maschinenbaukonzern ZF Passau wegen eines Corona-Verdachtsfalls 250 Mitarbeiter nach Hause.

    Es gebe eine Verbindung zum ersten Coronavirus-Fall in Niederbayern - ein Mann aus Vilshofen, der im Klinikum Passau behandelt wird. Unternehmenssprecher Gernot Hein: „Über die ermittelte Kontaktkette könnte sich ein Mitarbeiter vom ZF-Kundendienst ebenfalls infiziert haben.“ Bis zum Ergebnis des Labortests bleibe der Bereich Kundendienst am Standort Grubweg vorsorglich geschlossen. Bereits vorher stand fest, dass eine am 10. März angesetzte Betriebsversammlung des Unternehmens auf unbestimmte Zeit verschoben wird.

    ZF beschäftigt 146.000 Mitarbeiter an 230 Standorten in 40 Ländern. Allein in China gibt es 40 ZF-Werke, unter anderem in Wuhan.

    08.00 Uhr: Weltbank kündigt Milliardenhilfe an

    Im Kampf gegen das Coronavirus stellt die Weltbank für betroffene Länder ein milliardenschweres Hilfspaket bereit. Weltbank-Präsident Malpass erklärte, insgesamt seien rund 12 Milliarden US-Dollar geplant. Es gehe darum, den Staaten schnell und flexibel zu helfen, um den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Epidemie zu begegnen. Er rief die Länder dazu auf, sich auf regionaler und internationaler Ebene bei ihren Bemühungen das Virus einzudämmen, gut abzusprechen. Bislang gibt es in Deutschland fast 200 bestätigte Infektionen.

    05.30 Uhr: Facebook will Coronavirus-Falschinformationen löschen

    Facebook will keine Verbreitung von falschen Informationen und Verschwörungstheorien über das neuartige Coronavirus zulassen. Das Online-Netzwerk werde sie entfernen und dabei den Einschätzungen globaler Gesundheitsorganisationen folgen, kündigte Gründer und Chef Mark Zuckerberg an. Zudem werde keine Werbung zugelassen, mit der die Krise ausgenutzt werden solle - zum Beispiel mit der Behauptung, die Produkte könnten die Krankheit heilen.

    05.00 Uhr: 3M erhöht Produktion von Schutzausrüstung

    Mit der Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie hat der Technologiekonzern 3M die Produktion von Schutzausrüstung für medizinisches Personal bereits hochgefahren. Das sagte eine Unternehmenssprecherin zur "Rheinischen Post". 3M stellt unter anderem monatlich Millionen Mundschutzmasken her. "Wir arbeiten weltweit mit Kunden, Händlern, Regierungen und medizinischen Stellen daran, 3M-Lieferungen dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten benötigt werden", sagte die Sprecherin. Dennoch übersteige die weltweite Nachfrage nach Schutzausrüstung derzeit das Angebot.

    05.15 Uhr: Erstes Coronavirus-Opfer in Spanien

    In Spanien hat es erstmals einen Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus gegeben. Wie am Abend bekannt wurde, starb ein 69-jähriger Mann bereits am 13. Februar in Valencia an einer Lungenentzündung. Jetzt sei bestätigt, dass der Patient mit dem Covid-19-Erreger infiziert war. Er soll sich vorher in Nepal aufgehalten haben, einem Nachbarland von China, wo das Virus zuerst aufgetreten war. Erstmals ist jetzt auch in Argentinien und Chile bei Patienten das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden.

    03.50 Uhr: Japan hält an Olympischen Sommerspielen fest

    Japan bereitet sich wie geplant auf die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele in Tokio vor, erklärt Kabinettsekretär Yoshihide Suga. Der olympische Minister Seiko Hashimoto hatte zuvor erklärt, dass in Tokios Vertrag mit dem Internationalen Olympischen Komitee "eine Verschiebung hineininterpretiert" bis Ende des Jahres werden könne. Die Regierung halte aber weiterhin daran fest, die Spiele am 24. Juli zu eröffnen.

    03.00 Uhr: Weniger Neuinfektionen in China

    Die Zahl der Neuinfektionen in China geht weiter zurück. Die Behörden meldeten für Dienstag 119 Neuinfektionen, tags zuvor waren es 125. Damit klettert die Gesamtzahl der Infizierten auf 80.270. Die Zahl der Toten steigt um 38 auf 2981. Tags zuvor waren 31 gemeldet worden. Auf die zentrale Provinz Hubei entfallen dabei 37 Todesfälle und 115 Neuinfektionen.

    DIENSTAG, 3. MÄRZ 2020

    22.25 Uhr: Deutscher nach UAE Tour an Corona erkrankt

    Nach dem Abbruch der UAE Tour der Radprofis in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind im Umfeld des Rennens sechs neue Corona-Fälle aufgetreten. Wie die Organisatoren mitteilten, gehört auch ein Deutscher zu den Erkrankten. Informationen über die Identität der betroffenen Personen gibt es bislang allerdings nicht.

    22.12 Uhr: Weltbank schnürt Milliarden-Hilfspaket

    Die Weltbank hat Soforthilfen in Höhe von zwölf Milliarden Dollar im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie angekündigt. Damit sollten Länder bei der Bewältigung der medizinischen und wirtschaftlichen Folgen des Ausbruchs unterstützt werden, sagte Weltbank-Präsident David Malpass.

    22.02 Uhr: Kinderarzt im Saarland infiziert

    Die erste Corona-Infektion im Saarland geht auf einen Kinderarzt des Universitätsklinikums in Homburg zurück. Der Infizierte habe grippeähnliche Symptome, teilte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am Dienstagabend mit. Das Gesundheitsamt ermittle nun Kontaktpersonen. Andere seien bereits in Quarantäne.

    20.01 Uhr: Thüringer CDU-Abgeordneter nicht infiziert

    Einen Tag vor der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen befand sich ein Abgeordneter der CDU-Landtagsfraktion wegen des Verdachts auf eine Coronavirus-Infektion in Quarantäne. Der Verdacht hat sich jedoch nicht bestätigt, hieß es vonseiten des Ministeriums am Dienstagabend.

    21.12 Uhr: Spanien meldet ersten Todesfall

    Weltweit haben sich inzwischen mehr als 90.000 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Und auch europaweit breitet sich das Coronavirus immer mehr aus. Die meisten Ansteckungen verzeichnet Italien.

    In Spanien gibt es nun ein erstes Todesopfer. Das bestätigte ein Vertreter der Gesundheitsbehörde in Valencia. Es handle sich um einen 69-Jährigen, der bereits am 13. Februar an einer Lungenentzündung unbekannter Herkunft starb. Jetzt sei bestätigt, dass der Patient mit dem Covid-19-Erreger infiziert war. Er soll sich vorher in Nepal aufgehalten haben.

    19.20 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier sagt Firmen Unterstützung zu

    Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat Unterstützung der Bundesregierung für Unternehmen zugesagt, die von den Folgen des Coronavirus betroffen sind. "Wir tun alles, damit dieses Virus die Wirtschaft in Deutschland nicht flächendeckend trifft", sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend. Liquiditätsspielräume von Unternehmen, insbesondere von kleinen und mittleren, würden sichergestellt werden.

    18.42 Uhr: 79 Tote und mehr als 2.500 Infizierte in Italien

    In Italien ist die Zahl der Menschen, die am Coronavirus gestorben sind, auf 79 gestiegen. Das teilte der Zivilschutz mit. Insgesamt haben sich inzwischen 2.502 Menschen in dem Mittelmeerland mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das waren knapp 500 mehr als am Montag. Dutzende sind jedoch auch schon wieder genesen.

    Italien ist in Europa am schwersten von der Lungenkrankheit betroffen. Elf Gemeinden im Norden, in der Lombardei und Venetien sind bereits die zweite Woche gesperrt. In der Lombardei, der Emilia-Romagna und in Venetien sind die Fallzahlen besonders hoch. Die meisten Toten, so betonen die Behörden stets, waren ältere Menschen, oft mit Vorerkrankungen.

    💡 Risikogebiete laut Robert-Koch-Institut derzeit:

    In Italien: Region Emilia-Romagna, Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien

    18.13 Uhr: WHO fordert mehr Schutzmasken und Ausrüstung

    Der Mangel an Gesichtsmasken und anderen medizinischen Schutzausrüstungen behindert laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Kampf gegen das neuartige Coronavirus. "Wir können Covid-19 nicht aufhalten, ohne unsere Gesundheitspersonal zu schützen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

    "Die Vorräte gehen rapide zur Neige." WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus

    Die Preise für OP-Masken hätten sich versechsfacht, die für Beatmungsgeräte verdreifacht und für Schutzkleidung mehr als verdoppelt. Tedros sagte, dass die weltweite Versorgung mit persönlicher Schutzausrüstung um 40 Prozent gesteigert werden müsse. Er forderte die Regierungen auf, den Herstellern Anreize zu bieten.

    Nach Schätzung der WHO werden jeden Monat etwa 89 Millionen Atemschutzmasken gebraucht und 76 Millionen Untersuchungshandschuhe.

    17.58 Uhr: Olympisches Feuer wird trotz Corona entzündet

    Ob die Olympischen Spiele im Juli und August 2020 in Tokio wie geplant stattfinden, ist noch offen - aber das Feuer soll in jedem Fall entzündet werden. Das teilte am Dienstag das Griechische Olympische Komitee in Athen mit.

    "Die Zeremonien zur Entzündung des Feuers am 12. März und zur Übergabe der Fackel am 19. März finden wie geplant statt", hieß es in einer Mitteilung des Komitees.

    17.55 Uhr: Erste Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

    Das Coronavirus ist nun auch in Mecklenburg-Vorpommern angekommen: Zwei Personen seien dort nachweislich infiziert. Beide stammen aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald und seien umgehend zuhause isoliert worden, teilte die zuständige Amtsärztin Marlies Kühn mit.

    17.23 Uhr: Infektionszahl in Deutschland steigt auf 196

    Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 196 gestiegen. Das teilt das Robert-Koch-Institut am Nachmittag mit. Die meisten Fälle gibt es weiterhin in Nordrhein-Westfalen. Dort sind inzwischen 103 Erkrankte bekannt.

    17.19 Uhr: Benefiz-Konzert für Hanau-Opfer verschoben

    Das Benefiz-Konzert prominenter Künstler in Gedenken an die Anschlagsopfer von Hanau wird verschoben. Grund ist der erste bestätigte Corona-Fall in Hanau. Ursprünglich sollte das Konzert am Samstag im Kurpark stattfinden. Nun wurde es auf unbestimmte Zeit verlegt, sagte Stadtentwickler Martin Bieberle.

    17.14 Uhr: Frankreich will Abzocke bei Desinfektionsmitteln prüfen

    Desinfektionsmittel sind in diesen Tagen heiß begehrt und in Apotheken sowie Drogerien vielerorts ausverkauft. Frankreichs Wirtschaftsminister will nun mutmaßliche Abzocke beim Verkauf von Desinfektionsmitteln und Mundschutzmasken prüfen. Es gebe Informationen, dass angesichts des neuen Coronavirus beispielsweise Preise für Desinfektionsgele in Online-Shops und auf Verkaufsplattformen verdoppelt oder verdreifacht worden seien, so Bruno Le Maire.

    17.10 Uhr: Trump fordert weitere Zinssenkungen

    Unmittelbar nach der überraschenden Zinssenkung durch die US-Notenbank hat Präsident Donald Trump weitere Schritte gefordert. Die Zentralbank müsse ihre Geldpolitik lockern und den Leitzins noch weiter absenken, so Trump auf Twitter. Die Zinsen in den USA seien immer noch höher als jene in Ländern, mit denen die US-Wirtschaft in Konkurrenz stehe, klagte Trump. "Nicht fair für die USA", schrieb er.

    16.56 Uhr: Erster Coronavirus-Fall im Saarland

    Im Saarland ist erstmals eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden. Das teilte das saarländische Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

    16.29 Uhr: DMG Mori will Betrieb wieder aufnehmen

    Nach der Erkrankung eines Mitarbeiters am Coronavirus will der Konzern DMG Mori seinen Standort Pfronten im Allgäu am Donnerstag wieder öffnen. Am Mittwoch sollten die 1.600 Beschäftigten des Maschinenbauers aber noch einmal zuhause bleiben. Das berichtete Unternehmenssprecher Stephan Knüttel. Ursprünglich war die Betriebsschließung nur für Montag und Dienstag geplant.

    Alle Beschäftigten, die direkt mit dem Erkrankten in Kontakt waren, seien zwischenzeitlich getestet worden, berichtete Knüttel. Die Ergebnisse sollten bis Mittwoch vorliegen. Zudem lasse DMG Mori den Standort professionell reinigen.

    16.14 Uhr: Entwarnung auf Aida in Norwegen

    1.200 Passagiere können aufatmen: Die beiden auf das Coronavirus getesteten deutschen Passagiere auf der "Aida Aura" sind nicht infiziert. Das bestätigten die norwegischen Gesundheitsbehörden. Damit kann das Kreuzfahrtschiff, das im Hafen von Haugesund in Norwegen anlegen musste, seine Fahrt nun fortsetzen.

    16.11 Uhr: US-Notenbank senkt Leitzins

    Die US-Notenbank hat wegen des Coronavirus überraschend den Leitzins gesenkt. Er liege nun in der Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent - das sei ein halber Prozentpunkt weniger als zuletzt. Der Schritt wurde mit den Risiken für die US-Wirtschaft begründet, die mit der Ausbreitung des Virus einhergehen.

    16.03 Uhr: Frankreich beschlagnahmt Schutzmasken

    Um die Covid-19-Epidemie in den Griff zu bekommen, werden in Frankreich nun Schutzmasken beschlagnahmt. Das betreffe Lagerbestände und die laufende Herstellung, teilte Staatschef Emmanuel Macron mit. "Wir beschlagnahmen alle Vorräte sowie die Produktion von Schutzmasken", schrieb Macron bei Twitter.

    Die Masken sollten an Beschäftigte im Gesundheitssektor sowie Bürger verteilt werden, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert seien, so Frankreichs Präsident. In Frankreich wurden mehr als 200 Sars-CoV-2-Infektionen erfasst. Vier Menschen starben bisher.

    15.10 Uhr: Neuer Coronavirus-Fall im Landkreis Passau

    In Bayern hat sich eine weitere Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 bestätigt. Der neue Fall wurde aus Vilshofen im niederbayerischen Landkreis Passau gemeldet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Gesundheitsbehörden ermittelten nun mögliche Kontaktpersonen.

    14.40 Uhr: Coronavirus: Stadt Freising stellt Parteiverkehr teilweise ein

    "Wegen eines Corona-Verdachtsfalles im städtischen Umfeld" stellt die Stadt Freising den Parteiverkehr ab heute teilweise ein. Das betrifft die Ämter, die im Verwaltungsgebäude an der Amtsgerichtsgasse untergebracht sind: das Steueramt, das Hochbauamt, das Amt für Soziale Angelegenheiten, das Amt für Kindertagesstätten, Schulen und Sport, das Ordnungsamt sowie die Stadtentwässerung und die Technischen Betriebe. Die Stadtverwaltung rät, "Anliegen derzeit nach Möglichkeit grundsätzlich per Telefon- und E-Mail statt in persönlichen Vorsprachen in den Amtsgebäuden zu klären".

    Im Landkreis Freising hat die Coronavirus-Lage jetzt auch Auswirkungen auf den Wahlkampf in der Hallertau: Die CSU Au hat die drei noch ausstehenden Veranstaltungen abgesagt. Vier Mitglieder stehen aktuell vorsichtshalber unter häuslicher Quarantäne, darunter auch Bürgermeisterkandidat Michael Hillebrand. Das hat er selbst im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk bestätigt.

    13.57 Uhr: Söder will Notfall- und Vorsorgeplan für Wirtschaft

    Angesichts der zunehmenden Auswirkungen des neuartigen Coronavirus auch auf die Wirtschaft dringt CSU-Chef Markus Söder auf finanzielle Hilfen für Unternehmen. Im Koalitionsausschuss am Sonntag müsse man über einen ökonomischen Notfall- und Vorsorgeplan für den weiteren Verlauf dieses Jahres reden, betonte der bayerische Ministerpräsident. Er nannte dabei ein mögliches Paket aus Steuererleichterungen, zusätzlichen Abschreibungsmöglichkeiten und einer Anpassung beim Kurzarbeitergeld: Dieses müsse direkt auch auf die neue Situation angepasst werden.

    13.28 Uhr: Thüringen: CDU-Abgeordneter vor Ministerpräsidentenwahl in Quarantäne

    Einen Tag vor der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen befindet sich ein Abgeordneter der CDU-Landtagsfraktion wegen des Verdachts auf eine Infektion mit dem Coronavirus in Quarantäne. Der Abgeordnete sei in den Winterferien mit einem infizierten 57-jährigen Mann aus dem Saale-Orla-Kreis im Skiurlaub in Italien gewesen, sagte ein Sprecher des Landesgesundheitsministeriums. Laborproben des Abgeordneten würden derzeit untersucht. Möglicherweise liege schon am Dienstagabend ein Ergebnis vor.

    Welche Auswirkungen ein positives Resultat auf die Ministerpräsidentenwahl an diesem Mittwoch im Landtag hätte, war zunächst unklar. Bei einem negativen Testergebnis könne der Politiker an der Wahl teilnehmen, sagte der Ministeriumssprecher: "Dann kann die Quarantäne aufgehoben werden." Der Politiker zeige derzeit keine Symptome.

    12.47 Uhr: Leipziger Buchmesse wird wegen Coronavirus abgesagt

    Wegen des neuartigen Coronavirus findet die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr nicht statt. "Die Stadt Leipzig und die Leipziger Messe haben gemeinsam entschieden, die Buchmesse abzusagen", sagte ein Stadtsprecher am Dienstag. Es handle sich um eine "Präventionsmaßnahme", damit sich das Virus in Deutschland nicht weiter ausbreiten könne. Die Entscheidung sei gemeinsam von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), dem Gesundheitsamt und der Messe getroffen worden, sagte der Sprecher.

    Die Leipziger Messe hatte noch am Sonntag via Twitter mitgeteilt, dass der Frühjahrstreff der Buchbranche wie geplant vom 12. bis 15. März stattfinde. Am Montag wurde in Sachsen die erste Infektion mit dem gefährlichen Virus bestätigt. Zur Leipziger Buchmesse hatten sich in diesem Jahr rund 2.500 Aussteller aus 51 Ländern angemeldet.

    Die Leipziger Buchmesse ist ein Publikumsmagnet mit jährlich fast 300.000 Besuchern. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter: "Gesundheit und Sicherheit gehen in diesem Fall ganz klar vor." Ziel sei es, die sächsische Bevölkerung zu schützen und eine Ausbreitung des Coronavirus so weit wie möglich einzudämmen und zu bekämpfen. "Dafür gilt es, konsequent, präventiv und verantwortungsbewusst zu handeln", schrieb Kretschmer.

    12.27 Uhr: Frankreich schließt 120 Schulen wegen Coronavirus

    Der französische Bildungsminister Jean-Michel Blanquer hat rund 120 Schulen wegen des neuartigen Coronavirus schließen lassen. Davon seien etwa 35.000 Schülerinnen und Schüler betroffen und weitere Schulen würden möglicherweise noch folgen, sagte Blanquer dem Fernsehsender LCI am Dienstag. Landesweit seien alle Schulausflüge verboten worden, bestätigte er. Eine Schließung aller Schulen im Land ergebe aber als Vorsichtsmaßnahme keinen Sinn. Er stehe voll hinter den Behörden und ihren Maßnahmen.

    Von den 120 Schließungen sind vor allem Schulen in der Bretagne und in einem Gebiet nördlich von Paris betroffen, wo jeweils Infektionsfälle aufgetreten sind. Frankreich hat 191 Fälle einschließlich dreier in der Karibik gemeldet und bislang drei Todesfälle verzeichnet.

    12.15 Uhr: RKI gibt Verhaltens-Tipps bei Corona-Fällen in der eigenen Region

    Der Vizepräsident des Robert Koch Instituts (RKI), Professor Lars Schaade, empfiehlt Bürgern in stark betroffenen Regionen, ihre Kontakte zu anderen Menschen zu reduzieren und möglichst zu Hause zu bleiben. Unternehmen sollten ihren Mitarbeitern Heim- und Telearbeit ermöglichen und nicht notwendige Dienstreisen verschieben.

    Die Zahl der bestätigten Coronavirusinfektionen ist in Deutschland mittlerweile auf 188 gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind inzwischen 13 Bundesländer betroffen. Bisher sei die Gefahrenlage "mäßig".

    12.19 Uhr: ProSiebenSat.1-Chef Max Conze in Quarantäne

    ProSiebenSat.1-Chef Max Conze und sein Finanzvorstand Rainer Beaujean müssen nach einem Coronavirus-Fall im Konzern von zu Hause aus arbeiten und haben die geplante Bilanz-Pressekonferenz in Unterföhring abgesagt. Sie werden die Zahlen am Donnerstag per Webcast im Internet präsentieren, wie eine Sprecherin am Dienstag sagte. Ein Mitarbeiter in Düsseldorf habe sich mit dem Virus infiziert. Seine Kontaktpersonen und deren Kontakte in Unterföhring - insgesamt rund 200 Menschen - arbeiteten deshalb seit einer Woche vorsorglich im Homeoffice, darunter auch Conze und Beaujean. Die Quarantäne laufe Ende dieser Woche aus.

    11.11 Uhr: Deutsches Kreuzfahrtschiff sitzt in Norwegen fest - Coronavirus-Infektion befürchtet

    Zwei deutsche Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Aida Aura" stehen unter Verdacht, mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert zu sein. Das Schiff mit rund 1.200 Passagieren lag am Dienstagmorgen im Hafen der norwegischen Küstenstadt Haugesund. Wie die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises in Rostock mitteilte, handele es sich bei den Passagieren um ein Paar. Einer der beiden habe in der vergangenen Woche in einer Einrichtung gearbeitet, in der inzwischen zwei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden seien.

    Die "Aida Aura" hätte eigentlich am Montagabend Richtung Bodø aufbrechen sollen. Die Reederei bat den Hafen, noch einen Tag länger bleiben zu können, bis das Untersuchungsergebnis vorliegt. Die Passagiere dürfen das Schiff nicht verlassen, das betroffene Paar sei von den übrigen Gästen an Bord isoliert, so der Aida-Sprecher. Der zuständige Arzt in Haugesund sagte, beide Passagiere zeigten keine Symptome.

    10.50 Uhr: RKI: Zahl der Coronavirusfälle in Deutschland steigt auf 188

    Die Zahl der bestätigten Coronavirusinfektionen ist in Deutschland bis Dienstagmorgen auf 188 gestiegen. Inzwischen seien insgesamt 13 Bundesländer betroffen, sagte Lars Schaade, Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts, in Berlin. Mit 101 Fällen bildete Nordrhein-Westfalen weiterhin den bundesweiten Schwerpunkt. Die Gefahr hierzulande sei weiter als "mäßig" einzuschätzen, sagte Schaade.

    Er beschrieb den Coronavirus als Virus, das "voraussichtlich nicht wieder verschwinden wird". Es werde sich eher langfristig etablieren. Ziel muss laut Schaade dennoch die Verlangsamung der Infektionswelle sein.

    10.04 Uhr: BMW-Chef: Deutliche Absatzdelle in China durch Corona

    Der Autobauer BMW hat die Folgen der Coronavirus-Epidemie in China zu spüren bekommen. Beim Februarabsatz habe der Konzern in China eine deutliche Delle verspürt, sagte BMW-Chef Oliver Zipse am Dienstag. Außerhalb des Landes sehe er jedoch keine Auswirkungen auf den Absatz. Wie der Februar weltweit genau gelaufen ist, könne noch nicht gesagt werden, weil unter anderem die detaillierten Angaben zu China noch fehlten.

    Die Auswirkungen des Ausbruchs seien insgesamt weiter schwer zu beurteilen, hier fahre BMW auf kurze Sicht. "Wir sind für drei Wochen abgesichert", sagte Zipse. Das gelte auch für die chinesischen Werke. Erst in einigen Wochen könne eine genauere Abschätzung erfolgen, ob die Lieferketten weiter stabil blieben.

    Gestern wurde bekannt, dass in München ein BMW-Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Er sei nicht auf Reisen gewesen und habe im Forschungs- und Entwicklungszentrum (FIZ) gearbeitet, sagte eine BMW-Sprecherin. Rund 150 Mitarbeiter im FIZ, die mit ihm Kontakt hatten, seien nun für zwei Wochen zu Hause in Quarantäne, die Großraumbüros würden desinfiziert.

    09.02 Uhr: Schäuble plant Schließung der Reichstagskuppel wegen Corona

    Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat angekündigt, notfalls wegen der Corona-Krise Teile des Reichstags für Besucher schließen zu wollen. Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Dienstag) berichtet, geht dies aus einem Schreiben des Bundestagspräsidenten an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages hervor. Sollten in Berlin öffentliche Großveranstaltungen allgemein abgesagt werden, beabsichtige er, "auch die Dachterrasse und die Kuppel für den öffentlichen Besucherverkehr zu schließen", schreibt Schäuble.

    Laut Zeitung fordert der Bundestagspräsident die Abgeordneten außerdem auf, wegen der Corona-Epidemie die Präventions- und Verhaltenshinweise "sorgsam zu beachten". Vorsorglich weise er darauf hin, so Schäuble, dass im Falle einer Ansteckung auch die Abgeordneten den Maßnahmen der Gesundheitsbehörden unterliegen würden.

    07.45 Uhr: Papst Franziskus negativ auf Corona getestet

    Tagelang hatte Franziskus sich nicht in der Öffentlichkeit gezeigt, schnell machten Gerüchte von einer Corona-Infektion die Runde. Nun die Entwarnung: Der 83-jährige sei negativ auf das Virus getestet worden, berichtet die italienische Tageszeitung "Il Messaggero". Der Vatikan nahm zunächst nicht Stellung zu dem Bericht.

    07.02 Uhr: China meldet Rückgang der Neuinfektionen

    China meldet für Montag 125 Neuinfektionen, tags zuvor waren es 202. Damit klettert die Gesamtzahl der Infizierten auf 80.151. Die Zahl der Toten steigt um 31 auf 2.943. Tags zuvor waren 42 gemeldet worden. Alle neuen Todesfälle stammen ereigneten sich in der zentralen Provinz Hubei, darunter 24 in der Provinzhauptstadt Wuhan, dem Epizentrum des Ausbruchs.

    03.27 Uhr: Berufsverband: Labore nicht wegen Coronavirus überlastet

    Derzeit geht es in den Laboren, die mit Coronavirus-Tets beschäftigt sind, ruhig zu und es gebe keinen Grund zur Panik. Das betont der Sprecher des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL), Thomas Postina, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. "Die Labore sind nicht wegen des Coronavirus überlastet. Sie sind im Moment sehr stark durch Influenza-Tests belastet", so Postina. Die Grippe sei ein viel größeres Problem.

    Etwa 200 bis 250 Labore sind bundesweit mit Coronavirus-Tests beschäftigt. "Das sind zwei Drittel aller Labore und es werden jeden Tag mehr, die diese Tests auch machen können." Ein Coronavirus-Test nehme einige Stunden in Anspruch. "Vom Abstrich bis zur Übermittlung des Ergebnisses können sechs bis 24 Stunden vergehen", sagte Postina. Einen Rückstau gebe es aber nicht.

    MONTAG, 2. MÄRZ 2020

    23.50 Uhr: Google und Twitter schicken Mitarbeiter ins Home-Office

    Die beiden US-Technologie-Konzerne Google und Twitter weisen Teile ihrer Belegschaft an, von zu Hause aus zu arbeiten. Bei Google sind alle 8.000 Mitarbeiter in Dublin betroffen, nachdem ein Kollege grippeähnliche Symptome meldet. Twitter schreibt Heimarbeit für alle Mitarbeiter in Hongkong, Japan und Südkorea vor. Zudem werde das Home-Office für alle Beschäftigten weltweit empfohlen.

    22.05 Uhr: Erste Coronavirus-Infektion in Sachsen

    Aus Sachsen wird ein erster Cornavirus-Fall gemeldet. In Berlin, wo bereits am Sonntagabend eine erste Infektion bekannt geworden war, werden zwei neue Fälle registriert. Insgesamt steigt die Zahl der erfassten Fälle in Deutschland auf rund 170. Noch keine Meldungen gab es bislang lediglich aus dem Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

    21.23 Uhr: Coronavirus in Thüringen und Brandenburg bestätigt

    Aus Thüringen wird ein erster Fall von Coronavirus-Infektion gemeldet. Kurz zuvor war erstmals in Brandenburg und Infizierter positiv auf das Virus getestet worden.

    20.56 Uhr: Weitere sechs Corona-Infektionen in Bayern bestätigt - jetzt 21 Erkrankte

    Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle ist noch einmal um sechs gestiegen, allein am Montag wurden somit 13 neue Infektionen registriert. Das hat das Bayerische Gesundheitsministerium mitgeteilt. Seit dem vergangenen Donnerstag wurden insgesamt 21 Infektionen registriert. Fünf der neuen Fälle wurden demnach im Landkreis Freising festgestellt. Sie stehen im Zusammenhang mit den dort bereits bekannten Infizierten. Ein weiterer Corona-Fall wurde aus München gemeldet.

    20.30 Uhr: Söder fordert Konjunkturpaket

    CSU-Chef Markus Söder will in der Bundesregierung rasche Hilfen für die vom Coronavirus gebeutelte Wirtschaft durchsetzen. "Wir müssen jetzt über Konjunkturpakete nachdenken" so Ministerpräsident Söder gegenüber dem Münchner Merkur. Dazu gehörten nach Söders Einschätzung "deutlich niedrigere Energiepreise und Unternehmenssteuern, aber auch Investitionen." Dies soll am kommenden Sonntag Thema im Koalitionsausschuss werden. Es gehe darum, die Steuerüberschüsse "sehr gezielt einzusetzen, um die absackende Konjunktur zu stabilisieren. Zugleich müssen wir mit dem Kurzarbeitergeld Unternehmen die Möglichkeit geben, die kurzfristige Delle auszugleichen."

    19.21 Uhr: Internationale Handwerksmesse in München abgesagt

    Die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München wird wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus abgesagt. Das teilten die Veranstalter am Abend in München mit. Die Messe mit Ausstellern aus mehr als 60 Ländern ist die wichtigste Leistungsschau des Handwerks in Deutschland, alljährlich kommen etwa 100.000 Besucher. Der diesjährige Start war bislang für die kommende Woche geplant. Die Staatsregierung hatte die Absage empfohlen.

    18.35 Uhr: Mehr als 50 Tote in Italien

    In Italien sind den Behörden zufolge 52 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Binnen 24 Stunden sei die Zahl der Todesopfer um 18 gestiegen, teilt die Zivilschutzbehörde am Abend mit. Sie verzeichnet demnach aktuell 2.036 bestätigte Erkrankungen. Das ist ein Fünftel mehr als am Sonntag, als noch 1.694 Fälle gemeldet wurden.

    18.00 Uhr: Schweiz sagt Fußballspiele bis Anfang April ab

    In der Schweiz sind wegen der Coronavirus-Epidemie alle Fußballspiele der 1. und 2. Liga für den März abgesagt worden. Das entschieden die 20 Clubs der Swiss Football League in Bern. Zuvor waren bereits der 24. Spieltag am vergangenen Wochenende sowie die Pokal-Viertelfinals in dieser Woche verschoben worden. Wenn das derzeit bis zum 15. März geltende Veranstaltungsverbot des Schweizer Bundesrates nicht verlängert wird, soll am 4. und 5. April wieder gespielt werden. Ob das Europa-League-Achtelfinale von Eintracht Frankfurt am 19. März beim FC Basel stattfindet, blieb am Montag zunächst offen.

    17.55 Uhr: EU stuft Coronavirus-Risiko hoch

    Die EU-Gesundheitsagentur ECDC hat das Risiko durch das neue Coronavirus in der Europäischen Union auf moderat bis hoch heraufgestuft. Dies teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel mit. Das bedeute, dass das Virus sich weiter ausbreite. Insgesamt wurden nach Angaben der EU-Kommission bisher rund 2.100 Fälle in 18 EU-Staaten nachgewiesen. 38 Menschen in der EU seien an der neuen Krankheit Covid-19 gestorben, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Die Situation verändere sich sehr schnell. Doch es gebe keinen Grund zur Panik.

    17.50 Uhr: WHO sieht Fortschritte in China

    China bekommt die Coronavirus-Epidemie nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer besser in den Griff. Am Sonntag seien nur 206 neue Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Das sei die niedrigste Zahl seit dem 22. Januar. Am meisten Sorge bereite aktuell die Lage in Südkorea, Italien, dem Iran und Japan, wo es teils ein deutliches Plus bei den Fallzahlen gebe. Am Montag sei ein WHO-Team im Iran eingetroffen, um bei der Bekämpfung der Krankheit zu helfen, so Tedros.

    17.30 Uhr: Sozialverband sagt große Demonstration wegen Coronavirus ab

    Der Sozialverband VdK hat eine geplante Großdemonstration am 28. März in München wegen des Coronavirus abgesagt. Die Kundgebung sollte unter dem Motto "Soziales Klima retten!" stattfinden. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte am Montag in Berlin: "An erster Stelle steht die Sicherheit aller Teilnehmer, daher haben wir uns schweren Herzens zu dieser Absage entschlossen." Unter den Demonstrationsteilnehmern hätten viele Ältere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen sein sollen. Aus ganz Bayern und aus vielen Teilen Deutschlands hatten sich laut dem Verband Tausende VdK-Mitglieder bereits angemeldet. Zu einem späteren Zeitpunkt solle die Kundgebung nachgeholt werden.

    17.00 Uhr: Desinfektionsmittel stark nachgefragt

    Die Angst vor dem Coronavirus hat die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln sprunghaft ansteigen lassen - in Supermärkten und Drogerien sind manche Regale schon leergefegt. Aber: Apotheken können die Mittel selbst herstellen.

    16.00 Uhr: Lehrer fordern klare Ansagen

    Der bayerische Lehrerverband BLLV fordert klare Regeln zum Umgang mit der Virusgefahr an Schulen. Die Schulen dürften nicht alleine gelassen werden, und für die Lehrer dürften keine schlechteren Regeln gelten als für die Schüler.

    15.45 Uhr: 200 ProSiebenSat.1-Mitarbeiter im Homeoffice

    Weil ein Mitarbeiter von ProSiebenSat.1 in Düsseldorf positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden ist, sind vorsorglich 200 Mitarbeiter am Unternehmenssitz in Unterföhring bei München ins Homeoffice geschickt worden. Die Maßnahme sei rein vorsorglich, es bestehe kein begründeter Verdacht, sagte eine Unternehmenssprecherin. Dem infizierten Mitarbeiter gehe es gut. Etwa die Hälfte der betroffenen 200 Mitarbeiter sei negativ auf das Virus getestet worden - alle weiteren Ergebnisse werden bis Mittwoch erwartet.

    15.00 Uhr: Zwei weitere Fälle in Bayern

    Die Zahl der Infizierten in Bayern steigt weiter: Zwei neue Fälle gibt es im Landkreis Bayreuth, wie das Gesundheitsministerium soeben mitteilte. Damit sind derzeit 15 Menschen an Covid-19 erkrankt.

    Im Kreis Bayreuth ermitteln die Gesundheitsbehörden aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu den beiden Fällen. Die Betroffenen wurden in einer Arztpraxis in Goldkronach getestet. Eine Bandansage auf dem Anrufbeantworter bestätigt dies. Die Praxis steht vorsorglich bis Mitte März unter Quarantäne. Mehr dazu hier.

    14.45 Uhr: Kein Handschlag für die Kanzlerin

    Noch hat Kanzlerin Angela Merkel die Hygiene-Vorsichtsmaßnahmen gegen das Covid-19-Virus nicht verinnerlicht. Von Innenminister Horst Seehofer bekam sie daher eine unerwartete Abfuhr.

    12.35 Uhr: Erlanger Patient infizierte sich bei Tagung

    Der Erlanger Patient hatte sich während eines Meetings in München bei einer infizierten Person aus Italien angesteckt. Er wurde zunächst häuslich isoliert und am Donnerstag stationär im Klinikum Erlangen aufgenommen.

    Da der Patient selbst Mitarbeiter der dermatologischen Klinik ist, herrsche dort nach Aussage des Klinikum-Direktors, Heinrich Iro, aufgrund von Vorsorgemaßnahmen nun Personalmangel. Das Angebot ambulanter Behandlungen sei eingeschränkt.

    12.32 Uhr: EU stuft Coronavirus-Risiko hoch

    Das Risiko durch das Coronavirus in der Europäischen Union wurde von der Gesundheitsagentur ECDC von "moderat" auf "hoch" heraufgestuft. Das teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag mit. Das bedeute, dass sich das Virus weiter ausbreite. Insgesamt wurden nach Angaben der EU-Kommission bisher rund 2100 Fälle in 18 EU-Staaten nachgewiesen.

    11.44 Uhr: 16 Corona-Fälle in Österreich

    In Österreich ist die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus nach Angaben des Innenministeriums auf 16 gestiegen. In der Hauptstadt Wien gibt es inzwischen neun Krankheitsfälle. Jeweils zwei Patienten wurden in Tirol, Niederösterreich und Salzburg sowie in der Steiermark gemeldet.

    11.37 Uhr: "Mäßiges" Risiko - RKI bewertet Coronavirus neu

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Bewertung des neuen Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland leicht heraufgesetzt. Die Risikoeinschätzung sei auf "mäßig" gestellt worden, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Bisher wurde sie als "gering bis mäßig" eingestuft. Die Lage müsse jedoch jeden Tag neu bewertet werden. Bis Montagfrüh registrierte das RKI deutschlandweit 150 Fälle in zehn Bundesländern und 49 Landkreisen.

    11.27 Uhr: SPD-Politiker Lauterbach fordert mehr Corona-Tests

    Um Risiken besser abschätzen zu können, fordert der SPD-Gesundheitspolitiker und Mediziner Karl Lauterbach, mehr Menschen auf das neuartige Coronavirus zu testen. "Wir haben noch kein gutes Gefühl dafür, wie weit das Virus zum jetzigen Zeitpunkt verbreitet ist in Deutschland", sagte Lauterbach am Montag im Deutschlandfunk.

    Corona-Fälle, die heute anhand von Symptomen festgestellt würden, seien vor einer Woche oder vor zwei Wochen entstanden. Daher müsse man "mehr spontan testen", so Lauterbach.

    11.18 Uhr: Uni-Klinikum Erlangen über Zustand des Corona-Patienten

    Am Montagvormittag hat das Universitätsklinikum Erlangen über den Zustand eines am Coronavirus erkrankten Patienten informiert. Laut dem behandelnden Arzt, Markus F. Neurath, zeige der Patient nur leichte Symptome und habe kein Fieber. "Es geht ihm den Umständen entsprechend gut", so Neurath. Alle Kontaktpersonen seien ermittelt und negativ auf das Virus getestet worden. Sie würden aber trotzdem täglich angerufen werden, um zu erfahren, wie es ihnen geht, erklärte Frank Neumann, Leiter des Gesundheitsamts Erlangen.

    10.47 Uhr: Fünf neue Infektionen mit Coronavirus in Bayern

    In Bayern sind fünf neue Infektionen mit Sars-CoV-2 bestätigt worden. Es handle sich um zwei Fälle in München und je einen aus dem mittelfränkischen Landkreis Roth, dem Landkreis Freising und dem Landkreis Ostallgäu, wie das Gesundheitsministerium am Morgen mitteilte. Die Infizierten in Freising und im Ostallgäu seien Kontaktpersonen von zuvor gemeldeten Fällen. Damit gebe es seit dem vergangenen Donnerstag 13 neue bestätigte Infektionen im Freistaat.

    10.28 Uhr: Neue Vorsorgemaßnahmen in Tirol

    Um eine Verbreitung des Coronavirus in Tirol bestmöglich zu unterbinden, gelten neue Vorsorgemaßnahmen an Tirols Schulen, Kindergärten und in Betreuungseinrichtungen. Dort soll umgehend eruiert werden, wo sich die Schülerinnen und Schüler, das Lehr- und Verwaltungspersonal sowie die Kinder und Betreuerinnen die vergangenen 14 Tage aufgehalten haben.

    Wer die letzten 14 Tage in einer Risikoregion war, wird aufgefordert, die Schule oder die betreffende Einrichtung in den nächsten zwei Wochen nicht mehr zu besuchen, hieß es aus Innsbruck. "Sofern bis zum Ablauf dieser Frist keine Krankheitssymptome auftreten, kann die Schule, der Kindergarten oder die Kinderbetreuungseinrichtung wieder besucht bwz. der Dienst wieder angetreten werden". Das Fernbleiben gelte als Krankenstand.

    10.20 Uhr: Zahl der Infizierten in Deutschland steigt auf 150

    In Deutschland ist die Zahl der Infizierten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts inzwischen auf 150 gestiegen. Am stärksten stieg die Fallzahl in Nordrhein-Westfalen an. Dort gibt es inzwischen 86 Patienten. Weitere Infizierte wurden in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen gemeldet. Auch in Berlin gibt es einen ersten Erkrankten, der derzeit in der Charité behandelt wird.

    10.17 Uhr: Pressekonferenz zu Corona-Fall in Erlangen

    Das Universitätsklinikum Erlangen informiert um 10.30 Uhr in einer Pressekonferenz über die Vorbereitung auf eine mögliche Coronavirus-Epidemie und gibt Auskunft über den Zustand des vor einer Woche erkrankten Mitarbeiters.

    10.01 Uhr: Biathlon-Weltcup in Tschechien ohne Zuschauer

    Während weltweit bereits zahlreiche Veranstaltungen wegen des Coronavirus abgesagt wurden, finden die für diese Woche geplanten Weltcup-Rennen im Biathlon im tschechischen Nove Mesto na Morave (Neustadt in Mähren) statt - allerdings ohne Zuschauer, erklärte Ministerpräsident Andrej Babis.

    Die Wettbewerbe sollen vom 5. bis 8. März stattfinden. Gerechnet hatten die Organisatoren mit bis zu 100.000 Besuchern.

    09.46 Uhr: Weniger Lufthansa-Flüge nach Italien und Asien

    Aufgrund der Corona-Epidemie kürzen Lufthansa und ihre Töchter das Flugangebot nach Italien und Asien. Auch innerdeutsche Flüge sind betroffen: "Zudem werden die Frequenzen auf innerdeutschen Verbindungen von Frankfurt nach Berlin, München, Hamburg und Paderborn sowie von München nach Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Bremen und Hannover verringert", teilte der Dax-Konzern am Montag in Frankfurt mit.Flüge nach China und in den Iran werden weiterhin ausgesetzt, so Lufthansa bei Twitter.

    09.21 Uhr: Altmaier will Firmen unterstützen

    Die Bundesregierung will die Coronavirus-Epidemie - auch aus wirtschaftlichen Gründen - so schnell wie möglich eindämmen. Wirtschaftsmininister Peter Altmaier stellte deutschen Unternehmen Unterstützung in Aussicht. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Corona unseren Wirtschaftsaufschwung kaputt macht", sagte der CDU-Politiker Im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Altmaier sprach von steuerlichen Anreizen und verbesserten Abschreibungsmöglichkeiten.

    09.11 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Berlin

    In Berlin ist erstmals eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden: Ein junger Mann wird derzeit in der Charité behandelt. Sein Zustand sei stabil. Zehn Kontaktpersonen seien bislang identifiziert, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Montagmorgen mit. Diese Menschen seien in Berlin und Nordrhein-Westfalen häuslich isoliert.

    08.29 Uhr: Spahn: Lebensmittel werden nicht knapp werden

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht keinen Grund für Hamsterkäufe. Der Alltag werde zwar teilweise "eingeschränkt werden müssen", sagte der CDU-Politiker dem SWR. "Aber es besteht kein Anlass, davon auszugehen, dass die Lebensmittel knapp werden." Es sei sinnvoll, dass Schüler und Lehrer zu Hause blieben, die ihre Ferien in einem Risikogebiet verbracht hätten, weil derzeit im Süden Deutschlands viele Menschen aus Italien zurückkämen.

    08.15 Uhr: Pariser Buchmesse abgesagt

    Um eine Ausbreitung des Coronavirus in Frankreich zu verhindern, wurde in Paris die Buchmesse "Salon du livre" vom 20. bis zum 23. März abgesagt. Zu der Veranstaltung auf dem Pariser Messegelände wurden rund 160.000 Menschen erwartet. Es dürfe kein Risiko eingegangen werden, erklärte der Vorsitzende des Branchenverbandes Syndicat national de l'édition (SNE), Vincent Montagne.

    Nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums haben sich bisher 130 Menschen mit Corona infiziert. Zwei Menschen starben.

    06.39 Uhr: Zwei Tote in den USA

    In den USA sind mindestens zwei Menschen am Coronavirus gestorben. Die Gesundheitsbehörde im US-Bundesstaat Washington meldete am Sonntag (Ortszeit) den zweiten Todesfall. Aus demselben Bundesstaat war am Samstag der erste Todesfall durch den Erreger Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten gemeldet worden. Nach örtlichen Medienberichten gibt es in den USA inzwischen 70 nachgewiesene Infektionen.