Virologe Christian Drosten im Audimax des Frankfurter Universitäts-Klinikums
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Virologe Christian Drosten im Audimax des Frankfurter Universitäts-Klinikums

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Corona: Die Ereignisse vom 29. November bis 5. Dezember 2021

Corona: Die Ereignisse vom 29. November bis 5. Dezember 2021

Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 29. November bis 5. Dezember 2021.

Sonntag, 5. Dezember 2021

22.45 Uhr: Lauterbach: Lockdown-Ausschluss wäre nicht seriös

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach plädiert wegen des Auftretens der Corona-Mutante Omikron für rasches Impfen im Kampf gegen die Virus-Pandemie. "Die nächsten vier Wochen sind entscheidend", sagt er in der ARD-Sendung "Anne Will". Durch Omikron seien auch Geimpfte und Genesene gefährdet. "Die schnellstmögliche Boosterimpfung ist das Wichtigste, was wir tun können." Lauterbach bekräftigt seine Position, dass eine Impfpflicht wichtig wäre, um aus dem "Hamsterrad" herauszukommen. Er gehe nicht davon aus, dass ein Lockdown nochmals nötig sei. Es sei aber nicht seriös, dies auszuschließen.

22.30 Uhr: Söder rechtfertigt Corona-Maßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verteidigt die verschärften Maßnahmen im Kampf gegen Corona. Es sei in der vergangenen Woche gelungen, die Inzidenz in Bayern zu senken, sagt der CSU-Politiker in der ARD-Sendung "Anne Will". Geholfen hätten vor allem Kontaktreduktionen wie das Schließen von Bars, Discos und Weihnachtsmärkten sowie Geisterspiele beim Sport.

Söder räumt aber mit Blick auf die Eingriffe ein: "Kontaktbeschränkungen sind das Schwerste." Der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle erklärt, die aktuellen Kontaktbeschränkungen dürften ausreichen. Sollte sich dies ändern, müsse man nachbessern. Zum jetzigen Zeitpunkt werde es mit der Ampelkoalition aber keinen absoluten Lockdown geben. Man werde versuchen, dies mit allen Mitteln zu vermeiden.

22.15 Uhr: Lauterbach: Entscheidung über Gesundheitsminister noch offen

Die Frage, wer für das SPD das Gesundheitsministerium besetzt, ist nach Angaben des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach noch nicht entschieden. "In dieser Sache sind die Entscheidungen noch nicht gefallen", sagt er in der ARD-Sendung "Anne Will". CSU-Chef Markus Söder spricht sich für Lauterbach auf diesem Posten aus. Die SPD will am Montag ihre Ministerriege vorstellen.

21.50 Uhr: Putin hofft auf WHO-Zulassung von Sputnik V

Der russische Präsident Wladimir Putin hofft auf eine rasche Zulassung des heimischen Corona-Impfstoffs Sputnik V durch die Weltgesundheitsorganisation. Putin sagte am Sonntag während einer Videokonferenz mit dem Präsidenten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, Francesco Rocca, ein solcher Schritt sei unerlässlich für die Ausweitung der weltweiten Versorgung mit dem Impfstoff.

Die Zulassung sei notwendig, um das russische Vakzin weltweit zu vertreiben, einschließlich der kostenlosen Lieferungen, sagte Putin. "Wir beabsichtigen, diese Hilfe auszuweiten." Der russische Präsident führte an, dass die Genehmigung der WHO allen, die mit Sputnik V geimpft worden seien, die Möglichkeit geben sollte, freier durch die Welt zu reisen. Seinen Angaben zufolge erhielten weltweit etwa 200 Millionen Menschen den Impfstoff aus Russland.

20.10 Uhr: Beatrix von Storch in Quarantäne

Die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch, ist nach einem positiven Corona-Test in Quarantäne. "Am Freitag habe ich ein positives PCR-Testergebnis erhalten und mich unmittelbar in die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne begeben", schrieb die 50-Jährige am Sonntag bei Facebook. "Mich schmerzt sehr, dass ich aus diesem Grund in der nächsten Woche nicht an den Sitzungen in Parlament und Fraktion teilnehmen kann. Das umso mehr, da wichtige Entscheidungen anstehen, die uns alle betreffen - unsere Freiheit, unser Leben, unsere Zukunft." Die Wahl von Olaf Scholz zum Bundeskanzler werde kein guter Tag für Deutschland. Details zu ihrem Gesundheitszustand gab von Storch nicht bekannt.

Nach Corona-Infektionen hatten sich zuvor bereits die Vorsitzenden der AfD-Fraktion, Alice Weidel und Tino Chrupalla, in Quarantänen begeben.

19.50 Uhr: Illegale Party in Neubrandenburg aufgelöst

Die Polizei hat eine illegale Musik- und Tanzparty in Neubrandenburg aufgelöst. Wie ein Polizeisprecher der Stadt sagte, hatten sich in der Nacht zu Sonntag etwa 75 Frauen und Männer in einer Baracke auf einem ehemaligen Gewerbegelände in der Ihlenfelder Vorstadt versammelt. Ein Zeuge hatte die Beamten wegen des Lärms gerufen.

An der Mecklenburgischen Seenplatte sind gegenwärtig derartige Freizeitveranstaltungen wegen anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen untersagt. Der Veranstalter musste dem Polizeisprecher zufolge alles wieder abbauen und hat sich nun wegen Verstoßes gegen die Corona-Landesverordnung zu verantworten. Von allen Gästen seien die Personalien erfasst worden, da sie vom zuständigen Ordnungsamt ebenfalls zur Verantwortung gezogen werden sollen.

18.25 Uhr: Corona-Demo in Altötting eskaliert

Nach Angaben der Polizei hat es bei der Demonstration gegen die Infektionsschutzmaßnahmen und eine mögliche Impfpflicht in Altötting heute mehrere Auseinandersetzungen gegeben. So attackierte beispielsweise ein Teilnehmer einen Polizisten wegen der Einlasskontrolle. Außerdem sorgte die angeordnete FFP2-Maskenpflicht für Probleme: Eine Demonstrantin weigerte sich bei einer Polizeikontrolle eine Maske aufzusetzen. Die Polizei verwies die sie deshalb des Platzes. Doch auch dieser Aufforderung leistete die Frau nicht Folge, sodass die Einsatzkräfte unmittelbaren Zwang anwandten und die Frau gewaltsam vom Platz entfernten. "In dieser Situation soldiarisierten sich mehrere Menschen mit der Demonstrantin. Eine weitere Frau griff dabei einen Polizisten an", so der Einsatzleiter Georg Nieß von der Polizeiinspektion Altötting. Die Frau wurde vorläufig festgenommen.

17.35 Uhr: Ausschreitungen nach Corona-Demonstration in Brüssel

Nach einer weitgehend friedlichen Demonstration gegen die Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen in Belgien hat die Polizei in Brüssel Wasser und Tränengas gegen Randalierer eingesetzt. Tausende Menschen zogen zuvor durch die Straßen zum Sitz der Europäischen Union und forderten Freiheit für sich und ihre Kinder. Auf Plakaten kritisierten sie die Impfstoffe gegen das Virus und wandten sich gegen eine Impfpflicht. Die Regierung hatte angesichts steigender Infektionszahlen und einer Überlastung der Krankenhäuser am Freitag weitere Einschränkungen verhängt.

Die meisten Teilnehmer der Demonstration hatten sich bereits zerstreut, als etwa 100 Teilnehmer auf eine Absperrung Bereitschaftspolizei trafen, die den Zugang zur Europäischen Kommission blockierte. Nach einer kurzen Auseinandersetzung mit der Polizei bewarfen die Demonstranten die Beamten mit Müll und anderen Gegenständen, darunter ein Fahrrad, und zündeten Feuerwerkskörper und Leuchtraketen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und feuerte Tränengas ab, um die Menge zu zerstreuen. Es gab keine unmittelbaren Berichte über Verletzte.

16.30 Uhr: Krampusse und Buttnmandl laufen coronakonform

In Fell gekleidete Krampusse und in Stroh gewandete Buttnmandl haben am Sonntag in Berchtesgaden den Nikolaus bei dessen Familienbesuchen begleitet. Das Brauchtum fand - wie bereits im vergangenen Jahr - in deutlich reduziertem Rahmen statt. Auf traditionelle Hausbesuche bei den Kindern musste der Nikolaus dieses Jahr wegen Corona-Einschränkungen verzichten. Nur vor den Häusern der Familien war ein Besuch möglich. Das Landratsamt Berchtesgadener Land hatte im Vorfeld Empfehlungen ausgesprochen, unter welchen Auflagen der Brauch stattfinden darf. So hatten sich die Krampusse und Buttnmandl dafür ausgesprochen, unter 2G plus zu laufen und von Besuchern häufig frequentierte Orte zu meiden. Das Brauchtum findet jedes Jahr an zwei Tagen, am 5. und 6\. Dezember, im Berchtesgadener-Talkessel statt.

16.15 Uhr: Britische Reisebranche kritisiert schärfere Einreiseregeln

Mit scharfer Kritik hat die britische Reisebranche auf die erneute Verschärfung von Einreiseregeln reagiert. «Die öffentliche Sicherheit hat Priorität, aber Unternehmen werden pleite gehen sowie Reisende stranden und Lebensgrundlagen werden durch das Fehlen einheitlicher Pläne der Regierung zerstört», sagte der Chef des Branchenverbands Business Travel Association, Clive Wratten, wie die BBC berichtete. Zuvor hatte die Regierung angekündigt, dass von diesem Dienstag (7. Dezember) an alle international Reisenden über 12 Jahre frühestens 48 Stunden vor ihrer Abfahrt ins Vereinigte Königreich einen Corona-Test machen müssen. Gesundheitsminister Sajid Javid begründete den Schritt mit der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Zuletzt seien immer mehr Infektionen in Zusammenhang mit Reisen festgestellt worden.

15.55 Uhr: Einzelhandel von zweitem Adventswochenende enttäuscht

Der Einzelhandel hat sich mit den Umsätzen am zweiten Adventswochenende unzufrieden gezeigt und fürchtet erneut ein Fiasko im normalerweise umsatzstarken Dezember. «Die Einführung verschärfter Corona-Maßnahmen in Geschäften ist eine dramatische Zäsur im Weihnachtsgeschäft», beklagte der Geschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland, Stefan Genth, am Sonntag. Hintergrund ist, dass wegen der rekordhohen Corona-Infektionszahlen in weiten Teilen Deutschlands nur Geimpfte und Genesene zu vielen Geschäften Zutritt haben. Der HDE führt die Umsatzrückgänge darauf zurück und beklagt auch höhere Kosten durch die Kontrollen.

15.35 Uhr: Konzert- und Reiseveranstalter fürchten Flut an Rückzahlungsforderungen

Die Konzert- und Reiseveranstalter in Deutschland müssen sich im Januar auf Rückzahlungsforderungen ihrer Kunden einstellen. Verbraucher können sich mit Beginn des neuen Jahres die Gutscheine auszahlen lassen, die sie in der ersten Corona-Welle als Ausgleich für ausgefallene Veranstaltungen und Reisen bekommen hatten. Zahlen, wie viele Gutscheine noch nicht eingelöst worden sind, haben nach Informationen des "Tagesspiegel" zwar weder das Bundesjustizministerium noch die Veranstaltungswirtschaft. Alleine beim Konzert-Dienstleister CTS Eventim ist aber noch eine "kleine siebenstellige Zahl" von Gutscheinen offen, wie ein Unternehmenssprecher dem "Tagesspiegel" sagte.

15.20 Uhr: Herthas Tousart positiv auf Corona getestet

Mittelfeldspieler Lucas Tousart vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Klub kurz vor dem Spiel beim VfB Stuttgart am Sonntag mit. Der 24-jährige Franzose wurde vor dem Debüt von Trainer Tayfun Korkut "umgehend von der Mannschaft separiert", er sei symptomfrei. Korkut muss im zentralen Mittelfeld zudem auf Suat Serdar verzichten, der wegen einer Erkältung ausfällt.

15.05 Uhr: Zahl bestätigter Omikron-Fälle in Dänemark springt auf 183

In Dänemark breitet sich die Omikron-Variante mittlerweile rasch aus. Wie das staatliche Gesundheitsinstitut SSI am Sonntag mitteilte, sind bisher 183 Fälle bekannt. SSI-Chef Henrik Ullum zeigte sich besorgt. Es gebe nun Infektionen, die nicht aus Reisen zurückzuführen seien.

14.40 Uhr: Zahl von Corona-Infektionen nach Firmenfeier in Norwegen steigt

Die Zahl von Corona-Neuinfektionen nach einer Firmenfeier in einem norwegischen Restaurant steigt weiter. Etwa 120 Menschen, die sich in dem Restaurant aufgehalten hätten, seien mittlerweile positiv auf das Virus getestet worden, berichtete der Sender NRK am Sender unter Berufung auf Gesundheitsbehörden. In mehr als der Hälfte der Fälle handle es sich vermutlich um die Omikron-Variante. Am Vortag hatte das Gesundheitsinstitut FHI 13 Omikron-Fälle bestätigt.

Wie NRK weiter berichtete, waren 70 der Infizierten Teil derselben Weihnachtsfeier. Zwei von ihnen sollen kürzlich in Südafrika gewesen sein. Die anderen 45 bis 50 Fälle hatten am selben Tag die Lokalität besucht. Die Behörden riefen alle Menschen auf, sich zu melden, die nach dem 26. November noch das Restaurant in Oslo besucht haben. Nach FHI-Angaben vom Samstag gab es insgesamt 19 Omikron-Fälle in Norwegen, darunter vier Menschen, die aus Südafrika eingereist waren.

14.20 Uhr: Europaweite Proteste gegen Corona-Maßnahmen

In mehreren europäischen Städten sind am Wochenende wieder Gegner von staatlichen Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus auf die Straße gegangen. Allein in Wien beteiligten sich nach Angaben der Polizei am Samstag mehr als 40.000 Menschen in teils aufgeheizter Stimmung an Protesten. Ihre Empörung richtete sich insbesondere gegen die allgemeine Impfpflicht, die Österreich im Februar einführen will. Es gab mindestens fünf Festnahmen. Zu Demonstrationen kam es auch in Italien und in den Niederlanden. In Luxemburg stürmten Demonstranten nach Kundgebungen gegen die Corona-Politik am Samstag einen Wintermarkt. Sie hätten die Zugangsregeln für den Markt missachtet und Absperrgitter weggeschoben, teilte die Polizei mit. Der Weihnachtsmarkt wurde geschlossen. Weil die Demonstranten auch die Abgeordnetenkammer ansteuerten, wurden dort die Eingänge von Polizisten versperrt. An den Demonstrationen zuvor nahmen 2.000 Menschen teil.

14.05 Uhr: Künftiger Justizminister Buschmann: Impfpflicht gut vorbereiten

Der designierte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) will das parlamentarische Verfahren zur Entscheidung über eine Corona-Impfpflicht nicht überstürzen. Auch die Befürworter einer allgemeinen Impfpflicht seien sich darin einig, dass die Impfpflicht "nicht vor Februar oder März" kommen müsse, sagte Buschmann am Sonntag dem TV-Sender Phoenix.Dafür müsse zunächst die Organisation stehen. "Nichts wäre schlimmer, als wenn man Menschen zu etwas verpflichtet und dann kein Impfangebot zur Verfügung stellen kann", sagte er. "Das muss gut vorbereitet sein." Um die aktuelle Corona-Welle zu brechen, müssten jetzt so viele Menschen wie möglich eine Booster-Impfung erhalten. Buschmann bekräftigte seinen Vorschlag, Gruppenanträge im Bundestag zuzulassen und die Abstimmung zur Impfpflicht ohne Fraktionsbindung stattfinden zu lassen.

13.55 Uhr: Immer mehr spanische Regionen bestehen auf 3G-Regel

Ausgehen, Tanzen oder zu einem Konzert - in immer mehr spanischen Regionen ist dies wegen steigender Corona-Zahlen nur noch mit 3G möglich. Auch auf Mallorca oder den Kanaren-Inseln muss bald immer öfter durch Vorlage eines "Covid-Passes" nachgewiesen werden, dass man geimpft, genesen oder frisch getestet ist. Auf Mallorca ist dies in Bars, Restaurants und anderen Einrichtungen mit einer Kapazität von mehr als 50 Personen seit Samstag bereits Pflicht. Über strengere Maßnahmen wie 2G (geimpft oder genesen), 2G plus (zusätzlich Testpflicht) oder gar Impfpflicht wird kaum diskutiert. Bereits neun der siebzehn autonomen Gemeinschaften des Landes, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, sowie die autonome Stadt Melilla in Nordafrika haben den "Covid-Pass" eingeführt oder zumindest beschlossen, wie der staatliche TV-Sender RTVE am Sonntag berichtete. Dazu gehören Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona, nicht aber die Hauptstadtregion Madrid, deren konservative Regierung Corona-Einschränkungen kritisch sieht.

13.26 Uhr: Lindner verteidigt gezieltere Corona-Maßnahmen

FDP-Chef Christian Lindner befürwortet auch gezieltere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Konkret rief Linder bei einem Parteitag am Sonntag in Berlin seine Partei zu einer Debatte über eine allgemeine Impfpflicht auf. Bislang hatte der FDP-Politker diese Option abgelehnt. "Mich haben verschiedene Argumente und die geringe Impfbereitschaft allerdings nachdenklich gemacht", sagte Lindner nun. "Jeder hatte wohl gehofft und mit der Verfügbarkeit der Impfstoffe auch erwartet, dass dieser Winter ein anderer sein würde als der im vergangenen Jahr", so Lindner. "Diese Hoffnung hat sich nicht bestätigt." Man brauche eine Strategie, "die konsequenter Risiken bekämpft, die aber zugleich mehr gesellschaftliches Leben erhält". Damit man nicht noch schärfere Corona-Maßnahmen beschließen müsse, appellierte Lindner ans Verantwortungsbewusstsein der Menschen, die Kontakte reduzieren müssten und sich impfen lassen. "Der Weg in die Normalität, er liegt in ihren Händen", mahnte er.

13.04 Uhr: Alexander Dobrindt: Kein Reiseverbot zu Weihnachten

Alexander Dobrindt, Landesgruppenchef der CSU im Deutschen Bundestag, hat sich gegen Reisebeschränkungen zu Weihnachten ausgesprochen: "Es gibt kein Ausreiseverbot aus Deutschland, auch kein Reiseverbot innerhalb Deutschlands in den Weihnachtsferien", so Dobrindt gegenüber der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). Die Aussage bezieht sich auf die Mahnung des designierten Verkehrsministers Volker Wissing (FDP). Dieser hatte zuletzt die Menschen dazu aufgefordert, an Weihnachten möglichst zuhause zu bleiben. CSU-Politiker Dobrindt betonte demgegenüber, dass Reisen unter Beachtung der Coronaregeln selbstverständlich möglich seien.

12.45 Uhr: Künftige Familienministerin: Mehr Unterstützung für Kinder in der Pandemie

Die designierte Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) fordert mehr Unterstützung für Kinder während der Corona-Pandemie. "Diese Pandemie raubt uns viel Kraft. Und wir müssen alles daran setzen, dass wir gerade den Kleinsten in unserer Gesellschaft Mut machen, dass sie durch diese schwierige Zeit kommen", so die Grünenpolitikerin gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag. Der Bund müsse dazu zum Beispiel mit Ferienprogrammen und einem geplanten Sofortzuschlag beitragen. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstagsausgaben) hatte die designierte Ministerin gesagt, dass Familien mit geringem Einkommen mit einem nach Alter der Kinder gestaffelten Sofortzuschlag in Höhe von etwa zehn bis 25 Euro pro Kind und Monat unterstützt werden sollten. "In diese Richtung geht es", sagte sie. Die genaue Höhe werde aber noch festgelegt. Die Unterstützung soll Hartz-IV- oder Sozialhilfeempfängern zugute kommen oder Familien, die einen Kinderzuschlag bekommen.

12.31 Uhr: Italien: Patient will mit Gummi-Arm Impfung umgehen

In einem Impfzentrum der piemontesischen Kleinstadt Biella im Norden Italiens hat ein Mann versucht, die Impfung gegen das Coron-Virus zu umgehen, indem er sich eine Silikonattrappe als Arm umschnallte. Das berichtet der "Corriere della Sera" (Sonntag) Er brauche das Impf-Zertifikat zum Arbeiten, glaube jedoch nicht an den Impfstoff, so der Zahnarzt zu seiner Verteidigung gegenüber der Polizei. Eine Krankenschwester hatte den Betrug aufgedeckt: "Als ich seinen Arm freigemacht hatte, spürte ich eine gummiartige, kalte Haut und die Farbe war zu hell", erklärte die Frau gegenüber der Zeitung. Wie der Regionalpräsident des Piemonts, Alberto Cirio, auf Facebook erklärt, sei der Mann angezeigt worden und die Gesundheitsbehörde wollte den Vorfall der Staatsanwaltschaft melden.

11.58 Uhr: Gegen Impfpflicht - 40.000 protestieren in Wien

Erneut sind in Wien zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen zu protestieren. In Österreich herrscht seit Mitte November ein Lockdown. Doch es ist vor allem die ab Februar geltende Impfpflicht, die die Kritiker auf die Straße treibt. Die Polizei beschrieb die Stimmung unter den circa 40.000 Demonstranten als aufgeheizt. Sie setzte vereinzelt Pfefferspray ein. Zwei Polizisten wurden durch Feuerwerkskörper verletzt. Fünf Menschen seien festgenommen worden. An einer Gegendemonstration nahmen rund 1.500 Menschen teil. Wegen der hohen Infektionszahlen hat die österreichische Regierung drastische Maßnahmen verhängt: Alle Geschäfte abgesehen von denen für den täglichen Bedarf sind geschlossen. Die Menschen dürfen aber für Spaziergänge und Sport im Freien, den Gang zum Arzt oder zur Apotheke und ähnliches nach draußen.

11.30 Uhr: Großbritannien: Einreise nur noch getestet

Wegen der Omikron-Variante des Coronavirus hat die britische Regierung die Regeln für die Einreise verschärft: Ab Dienstag müssen alle Reisenden über zwölf Jahren schon bei der Einreise einen negativen Corona-Test (Schnelltest oder PCR-Test) vorlegen, wie das Gesundheitsministerium am Samstagabend bekanntgab. Die Testpflicht gilt unabhängig vom jeweiligen Land, aus dem die Menschen einreisen. Bisher mussten Einreisende lediglich binnen zwei Tagen nach ihrer Ankunft in Großbritannien einen PCR-Test machen und sich bis zur Vorlage des Ergebnisses isolieren. Kritik kommt von der Tourismusbranche und den Flughafenbetreibern, die fürchten, dass die Testpflicht Menschen vom Reisen abhält. Ob die Testpflicht allerdings die Einschleppung der Omikron-Variante verhindern kann, bezweifeln Statistiker.

11.11 Uhr: Australien lässt Biontech-Pfizer für Fünf- bis Elfjährige zu

In Australien hat die Arzneimittelbehörde den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer nun auch für Kinder von fünf bis elf Jahren zugelassen. Ab dem 10. Januar sollen Kinder in dieser Altersstufe geimpft werden, erklärte Gesundheitsminister Greg Hunt. Mittlerweile ist Australien im internationalen Vergleich eins der Länder mit der höchsten Impfquote: Fast 88 Prozent der Australier über 16 Jahren sind bereits zweimal geimpft.

10.23 Uhr: Bamberger Erzbischof: Corona als Besinnungs-Booster

Bambergs Erzbischof Ludwig Schick ermahnt die Gläubigen dazu, Corona-bedingten Verzicht auf Feiern und Feste für persönliche Besinnung zu nutzen. "Der Advent ist die Gelegenheit, das eigene Leben zu ordnen und über den eigenen Wertekodex nachzudenken", so Schick in seiner Adventspredigt am Sonntag im Bamberger Dom. Jedem stelle sich moralische Frage nach einer Pflicht zur Impfung. Außerdem sei der Adven auch die Zeit, "Herzensverhärtungen aufzugeben sowie Versöhnung und Frieden zu suchen." Schick mahnte zudem die Wichtigkeit "besonnener und gerechter Politik" an sowie von Politikern, "die ihre Aufgaben gut erfüllen und Entscheidungen treffen, die dem Gemeinwohl dienen".

9.56 Uhr: FC Bayern-Spieler nach viel Kritik nun doch geimpft?

Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich und andere noch nicht Geimpfte Spieler beim Rekordmeister Bayern München lassen sich möglicherweise nun doch impfen, das geht aus Aussagen von Trainer Julian Nagelsmann in der "Welt am Sonntag" hervor: "Wir sind da in die richtige Richtung unterwegs", so der Bayern München-Trainer und: "Das dürften wir bald ad acta legen können." Nagelsmann hatte zuletzt schon durchblicken lassen, dass Meldungen über bereits erfolgte (Erst-)Impfungen bei Serge Gnabry und Jamal Musiala richtig sind. Eine offizielle Bestätigung allerdings gab es nicht. "Sich im Detail dazu zu äußern, ist Sache der Spieler. In jedem Fall kann ich sagen, dass ich zuversichtlich bin, dass wir in Zukunft nicht mehr so viele negative Berührungspunkte mit dem Thema haben werden wie zuletzt", erklärte der Trainer. Joshua Kimmich und andere Spieler hatten wegen ihrer Ablehnung der Corona-Impfung zuletzt stark in der Kritik gestanden.

8.17 Uhr: Bilanz: Start der Skisaison im Ex-Corona-Hotspot Ischgl

Eindreiviertel Jahre standen die Skilifte in Ischgl still, seit Freitag fahren sie wieder. Zum Auftaktwochenende der ersten Skisaison seit sich das Virus Anfang 2020 von Ischgl aus über Österreichs Grenzen hinaus verbreitet hat zeigten sich nur wenig Skifahrer auf den Pisten: 2.500 Besucher wurden am Freitag gezählt, 2.100 am Samstag. In Vor-Corona-Zeiten waren es häufig zehnmal so viele. "Soft-Opening" nennt es der Tourismusverband Paznaun–Ischgl. Bei den Skifahrern handelt es sich um Tagestouristen. In Österreich gilt ein Lockdown. Es gibt weder Bewirtung noch Übernachtung. Aber Bergbahnen dürfen fahren.

7.30 Uhr: Norbert Röttgen: Impfgegener spalten mehr als alle Maßnahmen

CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen ist der Meinung, dass Gegner der Corona-Impfung die Gesellschaft stärker spalten als staatliche Maßnahmen wie eine mögliche Impfpflicht. "Die Spaltung dadurch, dass man es immer noch einer Minderheit überlässt, eine riesige Infektionswelle auszulösen, die die gesamte Bevölkerung trifft und einschränkt, wiegt deutlich schwerer", so Röttgen gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Sonntagsausgaben). Röttgen kündigte an, bei der Abstimmung im Bundestag für eine allgemeine Impfpflicht zu stimmen. Diese sei in der Abwägung zwischen der "nicht unbeachtlichen Eingriffsschwere und Schadensabwägung für die Gesellschaft" verfassungsrechtlich "klar zu rechtfertigen".

6.14 Uhr: Schweiz und Polen seit heute Hochrisikogebiete

Von heute an gelten Polen und die Schweiz als Hochrisikogebiete für eine Corona-Ansteckung. Für Menschen, die aus diesen Ländern nach Deutschland einreisen bedeutet die Einstufung durch die Bundesregierung einige Hindernisse: Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und einreisen möchte, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich aus dieser frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test befreien. Die Schweiz hat ihrerseits am Samstag überraschend die Einreiseregeln verschärft: Einreisende müssen einen negativen PCR-Test vorweisen, auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Ausnahmen gelten für die grenznahen Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern.

5.30 Uhr: Forscher: Omikron-Vorläufer schon lange bekannt

Vorläufer der kürzlich entdeckten Corona-Variante Omikron sind nichts völlig Neues, sondern existieren schon lange, so Wolfgang Preiser, einer der Entdecker der neuen Virus-Variante. "Nach derzeitigem Kenntnisstand hat sich eine frühe Form von Omikron schon vor der Entstehung von Alpha und Delta als eigener Virustyp entwickelt", so der Forscher von der Stellenbosch University in der Nähe von Kapstadt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Vermutlich habe sich der Virustyp über viele Monate unentdeckt weiterentwickelt. "Die Frage ist: Wieso blieb Omikron so lange verborgen und legt erst jetzt los? Fehlten noch ein, zwei Mutationen, um sich schnell verbreiten zu können?" Die bislang ältesten bekannten Nachweise der Omikron-Variante stammen aus der ersten Novemberhälfte. Omikron könnte nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC schon in wenigen Monaten die dominierende Variante in Europa sein. Die WHO stuft die Virus-Variante als "besorgniserregend" ein.

5.00 Uhr: Weihnachten: Volker Wissing rät vom Reisen ab

Der designierte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) rät angesichts nach wie vor hoher Infektionzahlen, zu Weihnachten möglichst nicht zu verreisen. "Der Winter 2021 wird dramatischer als der Winter 2020. Wir dürfen Corona nicht auf die leichte Schulter nehmen", so Wissing in der "Bild am Sonntag". "Kontaktbeschränkungen auch im privaten Bereich sind wichtig, um die Pandemie zu bekämpfen. In der aktuellen Situation scheint es sinnvoller, Weihnachten im kleinen Kreis zu Hause zu verbringen und keine größeren Reisen durchs Land zu planen."

Samstag, 4. Dezember 2021

22.24 Uhr: Immer mehr Omikron-Fälle in den USA

Bei immer mehr Corona-Fällen in den USA wird die neue Omikron-Variante des Virus festgestellt. Der US-Staat New York meldete am Samstag drei neue Omikron-Fälle, insgesamt waren es damit mindestens acht.

Auch aus mindestens zehn anderen US-Staaten wurden in den vergangenen Tagen Omikron-Fälle gemeldet, darunter fünf in Kalifornien und sechs in Nebraska. Auch in den USA ist man in großer Sorge, weil die Corona-Zahlen ohnehin teilweise hoch sind. Sollte Omikron tatsächlich noch ansteckender sein als die im Moment vorherrschende Delta-Variante würde das die Krankenhäuser zusätzlich belasten.

In New York etwa hat sich die Zahl jener, die pro Tag positiv auf das Virus getestet wurden, seit dem vergangenen Monat verdoppelt.

21.50 Uhr: Niederländische Königinmutter Beatrix positiv auf Corona getestet

Die Mutter des niederländischen Königs, Prinzessin Beatrix, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 83-Jährige habe sich wegen leichter Erkältungsbeschwerden testen lassen, teilte das Königshaus in Den Haag am Samstagabend mit. Sie habe sich in häusliche Isolation begeben und halte sich an die Regeln für positiv getestete Menschen. Personen, die mit Prinzessin Beatrix in engem Kontakt gewesen seien, würden informiert.

Beatrix war Montag von einem viertägigen Arbeitsbesuch auf der niederländischen Karibikinsel Curaçao zurückgekehrt. Wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete, sagte sie dort, dass sie zweimal gegen das Coronavirus geimpft ist und auch eine Auffrischimpfung empfangen hat. Sie habe am späten Sonntagabend mit einem Linienflug der KLM die Rückreise angetreten.

21.15 Uhr: Chile meldet ersten Omikron-Fall - Rio fürchtet um Karneval

Chile hat als möglicherweise zweites Land in Lateinamerika nach Brasilien einen Fall mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus registriert. Es handelt sich dabei um einen Infizierten, der am 25. November aus Ghana eingereist war, wie das regionale Gesundheitssekretariat für dir Hafenstadt Valparíso (Seremi) am Samstag mitteilte. Demnach sei der Gesundheitszustand des Reisenden, der komplett mit Biontech/Pfizer geimpft ist, gut. Er befindet sich der Mitteilung zufolge in Isolation.

Der Ausländer, der seinen Wohnsitz in Chile hat, war mit einem negativen PCR-Test eingereist, wie es Teil der Vorschriften ist. Ein weiterer Test am Flughafen der Haupstadt Santiago de Chile fiel positiv aus, bei der Sequenzierung wurde die Omikron-Variante festgestellt. Zuvor hatte bereits Brasilien die ersten Fälle mit der Omikron-Variante registriert.

Es könnte sich dabei auch um den ersten Fall in der Region überhaupt handeln. Inzwischen ist Zahl in dem größten Land in Lateinamerika auf sechs gestiegen, Rio de Janeiro sagte seine große Silvesterparty ab. «Hoffentlich muss ich nicht auch noch den Karneval absagen, nicht nur wegen der Bedeutung dieses Fests für die Kultur, sondern auch wegen der wirtschaftlichen Bedeutung für die Stadt und Brasilien», sagte Bürgermeister Eduardo Paes.

19.45 Uhr: Höchste Zahl an Neuinfektionen seit Februar in Portugal

Ungeachtet einer der höchsten Impfquoten in Europa und sogar weltweit verzeichnet auch Portugal schnell steigende Infektionszahlen. Die Gesundheitsbehörden in Lissabon meldeten am Samstag mit 5.649 innerhalb von 24 Stunden neu registrierten Fällen den höchsten Wert seit dem 6. Februar (6.132). Die Tageszahl der mit Covid-19 verstorbenen Menschen lag demnach bei 22. So viele waren zuletzt den amtlichen Angaben zufolge am 10. März gemeldet worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg in Portugal unterdessen von ca. 100 Mitte November auf zuletzt 193. Damit steht das Land, das eine Impfquote von rund 88 Prozent hat, allerdings immer noch deutlich besser da als zahlreiche andere Länder Europas. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert am Samstag gut 442.

Die linke Regierung in Lissabon betont, man müsse Vorsicht walten lassen. Man sei aber "weit entfernt von einem roten Alarm", wie Präsidialamtsministerin Mariana Vieira da Silva erst am Donnerstag vor Journalisten erklärte. Vor allem die Situation auf den Intensivstationen sei weiterhin relativ entspannt. 130 Intensivbetten waren zuletzt mit Covid-Patienten belegt. Im vorigen Winter waren es in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern zum Teil mehr als 800 mit Covid-Kranken besetzte Intensivbetten.

Seit Mittwoch sind neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Kraft. Alle Besucher, die auf dem Luftweg einreisen, müssen einen negativen Test vorweisen, auch wenn sie geimpft sind. Geimpfte und Genesene müssen zudem genauso wie Ungeimpfte beim Besuch von Bars und Discos, von Krankenhäusern und Seniorenheimen sowie von Großveranstaltungen ohne feste nummerierte Plätze einen negativen Test vorlegen. Außerdem wurde wieder eine generelle Maskenpflicht in allen geschlossenen öffentlichen Räumen eingeführt.

19.38 Uhr: Omikron-Variante: London führt Corona-Tests vor Einreise wieder ein

Wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante verlangt Großbritannien wieder Corona-Tests von allen internationalen Reisenden. Vom kommenden Dienstagmorgen an müssen auch Geimpfte vor Einreise ins Vereinigte Königreich ein negatives Ergebnis vorlegen, wie Gesundheitsminister Sajid Javid am Samstagabend ankündigte. Grund sei, dass immer mehr Infektionen mit Reisen in Verbindung gebracht werden könnten, sagte Javid. Er betonte, die Maßnahmen seien vorübergehend. Einen Zeitraum nannte der Minister aber nicht.

Großbritannien hatte die vorgeschriebenen Corona-Tests vor Einreise für Geimpfte erst Mitte Oktober abgeschafft. Bereits wieder eingeführt wurde zuletzt, dass innerhalb von zwei Tagen nach Ankunft im Königreich ein PCR-Test gemacht werden muss. Bis zum Erhalt des negativen Ergebnisses gilt eine Pflicht zur Isolation.

18.43 Uhr: Schärfere Corona-Regeln ab Montag in Sachsen-Anhalt

Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt hat schärfere Corona-Maßnahmen beschlossen. Vom kommenden Montag an sollen dann etwa auch im Einzelhandel nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt haben, wie die Staatskanzlei in Magdeburg mitteilte. Dabei gibt es den Angaben zufolge aber eine ganze Reihe Ausnahmen. Die neue Eindämmungsverordnung gilt zunächst bis zum 23. Dezember.

18.30 Uhr: 5.000 Impfskeptiker demonstrieren in Hamburg gegen Coronaregeln

Mehrere tausend Menschen haben in Hamburg gegen die Corona-Regeln demonstriert. Insgesamt hätten sich etwa 5.000 sogenannte Querdenker und Impfskeptiker versammelt, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Angemeldet gewesen sei eine Teilnehmerzahl von 2.000. Die inzwischen seit Wochen jeden Samstag stattfindende Demonstration sei friedlich verlaufen, allerdings habe es Schwierigkeiten mit dem Abstandhalten gegeben.

18.17 Uhr: AfD protestiert in Potsdam gegen Corona-Regeln und Impfpflicht

AfD-Anhänger haben in Potsdam gegen die Corona-Beschränkungen und eine mögliche Impfpflicht protestiert. Anlass der Kundgebung, an der unter anderem der AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla teilnahm, war das Ende einer mehrtägigen Mahnwache "gegen Impfzwang und Corona-Wahnsinn" nahe dem Landtag. Gegendemonstranten versammelten sich ebenfalls und setzten Trillerpfeifen ein.

18.14 Uhr: Gegner der Corona-Maßnahmen demonstrieren illegal in Berlin

Gegner von Corona-Maßnahmen sind trotz eines erlassenen Demonstrationsverbots in Berlin auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach von einer Teilnehmerzahl im "unteren dreistelligen Bereich". Die Demonstranten zogen demnach illegal durch Berlin-Friedrichshain. Es kam zu mehreren Festnahmen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln und wegen Widerstands gegen die Beamten, wie es hieß. Ein Journalist, der die Proteste per Handy filmte, wurde den Angaben zufolge von einem Teilnehmer angegriffen.

Eine für Samstag ursprünglich angemeldete Demonstration von Impfgegnern und Corona-Skeptikern mit 1.000 geplanten Teilnehmern war am Freitag verboten worden. Grund für das Verbot waren nach Polizeiangaben frühere Erkenntnisse, dass die Teilnehmer regelmäßig die Corona-Regeln ignorieren würden.

16.52 Uhr: Silvesterfeier in Rio de Janeiro wegen Omikron-Variante abgesagt

Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro sagt wegen der Corona-Pandemie erneut die berühmte Silvesterparty am Strand von Copacabana ab. "Wir respektieren die Wissenschaft", schrieb Rios Bürgermeister Eduardo Paes auf Twitter. "Da die Meinungen der wissenschaftlichen Komitees auseinandergehen, werden wir uns an die restriktivste halten. Das Komitee der Stadtverwaltung sagt, wir können Silvester feiern, das des Bundesstaates sagt nein. Also können wir nicht." Er treffe die Entscheidung mit Bedauern, aber sehe keine Möglichkeit, die Party ohne die Zusicherung aller Gesundheitsbehörden zu organisieren.

Die Silvesterparty in Rio ist eine der bekanntesten der Welt und zieht jedes Jahr Millionen Touristen in die Hafenstadt. Die Party fand bereits im vergangenen Jahr ebenso wie die ersatzweise geplante Online-Feier, bei der die Konzerte im Internet übertragen werden sollten, nicht statt.

Bislang wurden in Brasilien sechs Omikron-Fälle nachgewiesen. Mehr als 22 Millionen Menschen haben sich dort bisher mit dem Coronavirus infiziert, fast 615.000 Brasilianer sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben - mehr Tote gibt es nur in den USA. In Brasilien leben 210 Millionen Menschen.

16.29 Uhr: Ethikrat-Mitglied Rostalski gegen allgemeine Corona-Impfpflicht

Das Mitglied im Deutschen Ethikrat, Frauke Rostalski, hat sich gegen eine allgemeine Impfpflicht in der Corona-Pandemie gewandt. Eine solche Maßnahme lasse sich unabhängig vom individuellen Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung nicht rechtfertigen, sagte die Juraprofessorin dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Anders sehe das bei den über 60-Jährigen aus, die einen Großteil der Covid-Patienten auf Intensivstationen ausmachten. "Dann drängt sich doch auf, dass man genau diese Menschen schützen muss, um eine Überlastung des Gesundheitssystems auszuschließen."

16.27 Uhr: Kretschmann kritisiert "SA-Methoden" bei Protest in Sachsen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Proteste von Gegnern der Corona-Politik vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) scharf verurteilt. "Das sind Methoden, die hat die SA erfunden", kritisierte Kretschmann beim Grünen-Landesparteitag in Heidenheim in Erinnerung an die Kampforganisation der NSDAP.

15.41 Uhr: Seehofer verurteilt Fackel-Aufzug in Grimma scharf - Giffey fordert Konsequenzen

Der scheidende Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Proteste von Gegnern der Corona-Politik vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) scharf verurteilt. "Was wir da in der Nähe von Grimma gesehen haben, ist kein legitimer Protest", sagte er der "Bild am Sonntag". "Dieser Fackelumzug ist organisierte Einschüchterung einer staatlichen Repräsentantin." Das erinnere ihn an die "dunkelsten Kapitel unserer deutschen Geschichte". Seehofer rechnet zudem durch die geplante Impfpflicht mit einer weiteren Radikalisierung der sogenannten Querdenken-Szene.

Die designierte Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) forderte Konsequenzen nach dem Protest. "Es geht darum, dass wir eine klare Grenze ziehen zwischen freier Meinungsäußerung und Hass und Hetze", sagte Giffey dem Sender Phoenix. Hier gehe es um Straftaten, und die müssten "ganz klar geahndet werden".

15.31 Uhr: Fackelaufmarsch vor Privathaus sächsischer Ministerin

Erneut haben Gegner der Corona-Schutzmaßnahmen am Freitagabend unangemeldet in mehreren sächsischen Städten demonstriert. In Freiberg stoppte die Polizei einen Protestzug von rund 50 Teilnehmern. Bei Grimma zogen etwa 30 Personen mit Fackeln vor das Haus von Landesgesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt, zahlreiche Politiker bekundeten ihre Solidarität mit Köpping.

Eine Polizeisprecherin sagte, die Teilnehmer hätten vor Köppings Haus gerufen, gepfiffen und Plakate mit sich geführt. Bei Eintreffen der Polizei seien sie geflüchtet. Auf Twitter bezogen sich die "Freien Sachsen" auf die Aktion. Sie werden vom Verfassungsschutz als rechtsextremistische und verfassungsfeindliche Bestrebung eingestuft.

Zum Artikel: "Fackel-Aufzug: Entsetzen über Corona-Gegner in Sachsen"

14.50 Uhr: Frankreich rüstet sich für strengere Corona-Regeln

Vor Beratungen über strengere Corona-Regeln in Frankreich am Montag greifen zum Wochenende bereits einzelne Verschärfungen. So gilt für Wintersportler in den Ski-Stationen seit Samstag die Pflicht zum Nachweis von Impfung, Genesung oder eines negativen Tests mit dem landesweiten Corona-Pass. In Seilbahnen und Warteschlangen greift auch eine Maskenpflicht. Beides war für den Fall vorgeschrieben worden, dass die Sieben-Tage-Inzidenz auf 200 übersteigt. Aktuell liegt sie landesweit deutlich über 300.

14.22 Uhr: Ampelfraktionen wollen Corona-Hilfsfonds um halbes Jahr verlängern

Die Pläne zur Verlängerung des deutschen Corona-Hilfsfonds um ein halbes Jahr werden konkreter. Die Bundestagsfraktionen von SPD, Grünen und FDP planen, den Fonds bis zum 30. Juni auszudehnen, wie aus einem Gesetzentwurf hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bislang sind die Hilfen bis zum 31. Dezember möglich. Aus Fraktionskreisen hieß es, über den Entwurf solle in der kommenden Woche beraten werden.

13.48 Uhr: Scholz ruft Bevölkerung zum Impfen auf

Der designierte Kanzler Olaf Scholz hat die Bevölkerung zu verstärktem Impfen aufgerufen. "Wir müssen nochmal eine ganz, ganz neue Anstrengung unternehmen", sagt er auf dem außerordentlichen SPD-Parteitag. Die nun zwischen Bund und Länder verabredeten neuen Einschränkungen seien nötig geworden, weil sich bisher nicht genug Menschen haben impfen lassen.

12.13. Uhr: Lage in Krankenhäusern und Testcentern verschärft sich

Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) müssen schon jetzt Intensivpatienten früher als eigentlich medizinisch vertretbar auf Normalstationen verlegt werden. Man laufe in einigen Hotspots auf eine Katastrophen-Medizin zu, sagt der DKG-Vorsitzende Gerald Gaß dem Nachrichtenportal "watson". Darunter litten auch erneut Krebspatienten, deren Operationen verschoben werden müssten.

Auch die Testlabore sind nach Angaben des bundesweiten Verbands ALM in einigen Bundesländern schon wesentlich höher als 100 Prozent ausgelastet. Das sei nicht über längere Zeit so machbar", sagt ALM-Vorstandsmitglied Jan Kramer der Nachrichtenagentur Reuters. Pro Woche würden derzeit rund 1,8 Millionen PCR-Tests in den im Verband vertretenen Laboren durchgeführt. Das entspreche insgesamt einer durchschnittlichen Auslastung von 85 Prozent. Es könne sein, dass nicht alle Testergebnisse in allen Regionen innerhalb von 24 Stunden vorlägen. Diese würden aber in der Regel innerhalb von 48 Stunden abgearbeitet, betont Kramer. Er könne keinen signifikanten Rückstau erkennen.

10.08 Uhr: Zahl der Omikron-Fälle in England hat sich verdoppelt

Die Zahl der Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus in England hat sich mehr als verdoppelt. Im größten britischen Landesteil seien 75 weitere Fälle mit der Variante B.1.1.529 festgestellt worden, teilte die Gesundheitsbehörde Health Security Agency (UKHSA) am Freitagabend mit. Damit seien in England nun 104 Omikron-Fälle bekannt. Dazu kommen 29 Infektionen in Schottland - gut doppelt so viele wie bisher. In Wales ist ein Fall bekannt, in Nordirland wurde die Variante bisher nicht nachgewiesen.Es gebe nun Fälle ohne Verbindung zu Auslandsreisen, sagte UKHSA-Chefin Jenny Harries. Dies deute auf lokale Übertragungen hin. Die Zahl der täglichen Corona-Infektionen in Großbritannien war am Freitag erstmals seit Mitte Juli, als es wegen der Fußball-Europameisterschaft viele Fälle gegeben hatte, wieder über 50 000 gestiegen.

Zum Artikel: Stiko-Chef rechnet mit Omikron-Impfstoff erst in Monaten

09.25 Uhr: Ermittlungen gegen Bolsonaro wegen Fake News

Wegen falscher Aussagen zur Corona-Pandemie soll die Justiz gegen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ermitteln. Das ordnete ein Richter am Obersten Gericht des Landes an. Bolsonaro habe Fake News in sozialen Netzwerken massenhaft weiterverbreitet. In einer Live-Übertragung in sozialen Medien im Oktober habe Bolsonaro einen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung und Aids hergestellt. Welche Folgen die Entscheidung des Richters haben wird, war zunächst unklar.

Bolsonaro verharmlost das Coronavirus seit Beginn der Pandemie und lehnt Schutzmaßnahmen sowie Einschränkungen ab. Auch den Sinn von Impfungen zieht er in Zweifel. Ihm wird vorgeworfen, den Erwerb von Corona-Impfstoffen ausgeschlagen und verschleppt zu haben.

In Brasilien haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 22 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 615 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben - mehr Tote gibt es nur in den USA. In Brasilien leben 210 Millionen Menschen; das Land ist 24 mal so groß wie Deutschland.

08.22 Uhr: Hoher Schutz durch FFP2-Masken

FFP2-Masken bieten einen extrem hohen Schutz vor einer Corona-Infektion. Dabei kommt es aber auf die richtige Trageweise an, wie Forscher des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation nach einer Studie berichten. Wenn sich ein infizierter und ein gesunder Mensch in einem Innenraum auf kurzer Distanz begegnen, liegt die Ansteckungsgefahr demnach auch nach 20 Minuten bei gut einem Promille (0,1 Prozent). Voraussetzung sei der korrekte Sitz der FFP2- oder KN95-Maske, schreibt das Team um Institutsdirektor Eberhard Bodenschatz in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften.

Bei schlecht sitzenden FFP2-Masken liege das Infektionsrisiko im gleichen Szenario dagegen bei rund vier Prozent, berechnet das Team. Für optimalen Schutz muss der Nasenbügel demnach zu einem abgerundeten W geformt werden, so dass er seitlich auf die Nasenflügel drückt. Bei OP-Masken reicht eine gute Passform noch, um die Infektionsgefahr auf maximal zehn Prozent zu senken.

06.25 Uhr: Inzidenz steigt weiter leicht auf 442,7

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 64.510 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 2.615 Fälle weniger als am Samstag vor einer Woche. Da wurden 67.125 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 442,7 von 442,1 am Vortag. In Bayern liegt der Wert weiter drüber mit 543,7. Die Sieben-Tage Inzidenz gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 378 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 102.946. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 6,1 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Hospitalisierungsinzidenz bei 5,52

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen hatten Bund und Länder am 18. November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wieviele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen. Ab einem Wert von drei gilt in einem Bundesland flächendeckend für Veranstaltungen die 2G-Regel - das heißt, nur gegen das Coronavirus Geimpfte und von Covid-19 Genesene sind zugelassen. Am Freitag lag die Hospitalisierungsinzidenz laut RKI bundesweit bei 5,52.

Freitag, 3. Dezember 2021

23.08 Uhr: Zwölf Omikron-Fälle in Frankreich nachgewiesen

Auch in Frankreich steigt die Zahl der Infektionsfälle mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus: Wie die nationale Gesundheitsbehörde mitteilte, wurden inzwischen zwölf Fälle bestätigt. Betroffen sind demnach mehrere Regionen auf dem Festland sowie das französische Überseegebiet La Réunion. Nach La Réunion waren am Donnerstag drei erste Fälle der neuen Variante auf dem Festland diagnostiziert worden. In allen Fällen handelte es sich um Reiserückkehrer aus Afrika.

In den vergangenen Tagen waren die Covid-Zahlen in Frankreich deutlich angestiegen. Am Freitag wurden knapp 50.000 Infektionen innerhalb von 24 Stunden registriert. Die Zahl der Covid-Patienten in den Krankenhäusern ist auf über 11.000 gestiegen. Mehrere Krankenhäuser haben ihre Notfallpläne wieder in Kraft gesetzt. Sie ermöglichen es, weniger dringende Operationen und Urlaubstage des Personals zu verschieben.

22.53 Uhr: Israel bestätigt sieben Omikron-Fälle und 27 Verdachtsfälle

Das israelische Gesundheitsministerium hat sieben Fälle von Infektionen mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus bestätigt. Bei vier der sieben Betroffenen handelt es sich um ungeimpfte Personen, die kürzlich aus Südafrika zurückgekehrt waren. Zwei Fälle betreffen Menschen, die aus Südafrika und Großbritannien nach Israel zurückgekehrt waren und die jeweils zwei Dosen eines Corona-Impfstoffs sowie eine Impfauffrischung mit dem Vakzin von Pfizer und dessen deutschen Partner Biontech erhalten hatten. Der siebte Fall betrifft eine Person, die aus Malawi zurück nach Israel reiste und mit dem Vakzin von Astrazeneca geimpft war.

Das Ministerium erklärte, es gebe einen "hohen Verdacht", dass 27 weitere Corona-Fälle auf die neue Variante zurückgingen. Acht davon betrafen Personen, die entweder kürzlich verreist waren oder Kontakt zu einer Person hatten, die nach einer Reise positiv auf Omikron getestet worden sei. Bei den übrigen Fällen konnten keine Verbindungen zu Auslandsreisen nachgewiesen werden - ein Indiz dafür, dass sich die Variante mittlerweile in Israel ausbreiten könnte.

21.07 Uhr: Irland schließt Nachtclubs und verschärft Regeln

Die Bewohner Irlands müssen sich wegen hoher Corona- Fallzahlen und der neuen Omikron-Variante wieder auf schärfere Corona-Maßnahmen einstellen. Clubs müssten ab dem 7. Dezember für zunächst einen Monat wieder schließen und Theater oder Kinos dürften nur die Hälfte ihrer Kapazitäten besetzen, kündigte der irische Premierminister Micheál Martin am Freitag in Dublin an. Das Risiko, ohne schärfere Maßnahmen in die Weihnachtszeit zu gehen, sei "einfach zu hoch", sagte der Regierungschef nach Angaben des irischen Senders RTÉ. Er habe die Vorschläge seiner wissenschaftlichen Berater akzeptiert.

Für private Treffen zuhause gibt es erneut Kontaktbeschränkungen: So dürfen sich maximal Angehörige von vier Haushalten treffen. Restaurants und Pubs müssten weiterhin um Mitternacht schließen, aber außerdem strikte Abstandsregeln befolgen. Für Fitnessstudios und die Gastronomie sind Immunitätsnachweise notwendig.

21.05 Uhr: Belgien beschließt erneut strengere Corona-Regeln

Belgien hat erneut verschärfte Corona-Regeln verkündet. Von kommender Woche an gelten strengere Regeln für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen. Die Schulen sollen früher und teilweise länger in die Winterferien gehen und es wird empfohlen, auch private Treffen so weit wie möglich einzuschränken, wie Premierminister Alexander De Croo am Freitag mitteilte. Konkret sollen auch Veranstaltungen mit mehr als 200 Menschen in Innenräumen verboten werden. Für andere Events gelten weiterhin Hygieneregeln, diese sollten von den lokalen Behörden verstärkt kontrolliert werden.

Für Menschen, die aus Deutschland nach Belgien einreisen wollen ändert sich zunächst - bis auf die neuen Beschränkungen in Belgien selbst - nichts. Wer geimpft ist, muss nicht in Quarantäne und braucht keinen frischen Corona-Test und kann einreisen.

21.00 Uhr: In belgischem Zoo haben zwei Flusspferde Corona

Zwei Flusspferde haben sich in einem Zoo im belgischen Antwerpen das Coronavirus eingefangen. Tests seien bei der 14 Jahre alten Imani und der 41-jährigen Hermien positiv ausgefallen, teilte die Einrichtung mit. Das nationale tierärztliche Labor bestätigte deren Infektion. Wie sich die Flusspferde anstecken konnten, ist bislang ein Rätsel. Nach seinem Wissen sei es die erste erfasste Ansteckung unter dieser Spezies, sagte Francis Vercammen, Tierarzt im Zoo Antwerpen. Auf der ganzen Welt sei das Virus bisher überwiegend bei Menschenaffen und Katzen aufgetreten.

Im vergangenen Jahr waren alle Tiere im Zoo auf Covid-19 getestet worden und keine Fälle festgestellt worden. Zwar sind die Nasen von Flusspferden in der Regel feucht, doch wurde Vercammen stutzig, als er eine dicke Flüssigkeit bei ihnen herauskommen sah. Er habe sich vorsichtshalber für einen Test entschieden und sei dann überrascht über das Ergebnis gewesen.

Das Gehege der Flusspferde wurde für Besucher geschlossen. Geöffnet wird es erst wieder, wenn das Duo negativ getestet wird. Die Pfleger von Imani und Hermien wurden bisher negativ getestet. Sie müssen stets Masken und Sicherheitsbrillen tragen sowie ihr Schuhwerk desinfizieren, ehe sie sich den Tieren nähern.

20.55 Uhr: In Südafrika mehr als 16.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Südafrika steigt rapide an. Am Freitag meldete das Nationale Institut für übertragbare Krankheiten (NICD) 16.055 Neuinfektionen innerhalb eines Tages bei 65.990 durchgeführten Covid-Tests. Vor genau einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen bei 2.828, nachdem 30.904 Tests durchgeführt wurden. 72 Prozent der neuen Fälle sind nach NICD-Angaben in der bevölkerungsreichsten Provinz Gauteng, zu der auch die Metropole Johannesburg gehört, aufgetreten. Südafrika hat rund 59 Millionen Einwohner.

Südafrika hatte vergangene Woche als eines der ersten Länder weltweit die neue Coronavirus-Variante Omikron gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation hatte daraufhin die Variante (B.1.1.529) als "besorgniserregend" eingestuft. 

20.50 Uhr: Zehntausende Corona-Tote im Oktober in Russland

In Russland sind im Oktober nach offiziellen Angaben fast 75.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. In den meisten Fällen gelte das Virus als Haupttodesursache, teilte das Statistikamt Rosstat am Freitagabend in Moskau mit. Die Corona-Statistik der Regierung weist nach Angaben der Staatsagentur Tass dagegen nur halb so viele Todesfälle für den Monat aus. Die Diskrepanz wird nach Tass-Angaben damit erklärt, dass hierbei nur Fälle erfasst würden, bei denen Corona die Haupttodesursache gewesen sei und eine Bestätigung für eine Infektion schnell vorgelegen habe.

In Russland breitet sich die deutlich ansteckendere Delta-Variante des Virus aus. Die Impfquote ist verhältnismäßig niedrig: Erst rund 43 Prozent der 146 Millionen Einwohner sind vollständig geimpft. Das Land verfügt über mehrere eigene Vakzine.

19.15 Uhr: Münchens Abwasser wird auf Omikron-Variante untersucht

In München wird das Abwasser künftig genau auf die Omikron-Variante des Coronavirus untersucht. Bislang sei im Abwasser der Landeshauptstadt die neue Variante noch nicht nachgewiesen worden, berichtete das bayerische Wissenschaftsministerium am Freitag.

Ein Forschungsteam des Tropeninstituts am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) analysiert das Abwasser, um so Rückschlüsse auf die Verbreitung von Corona ziehen zu können. Ähnliche Untersuchungen gibt es auch in anderen Orten. Nach Angaben des Ministeriums wird in München derzeit nur die Delta-Variante nachgewiesen. "Daraus kann geschlossen werden, dass es bisher keine großflächige Verbreitung von Omikron in München gibt", hieß es.

18.50 Uhr: Corona-Impfpflicht in immer mehr Regionen Russlands

Wegen hartnäckig hoher Corona-Fallzahlen gilt in immer mehr Regionen Russlands eine Impfpflicht für Menschen ab 60 Jahren. Am Freitag ordneten die Behörden in Komi in Nordwestrussland an, dass Personen in dieser Altersgruppe bis 1. Februar vollständig geimpft sei müssen. Ein strengerer Zeitrahmen wurde in der sibirischen Region Omsk festgelegt: Wer dort über 60 Jahre alt ist, muss sich bis 24. Dezember seine erste Dosis verabreicht haben lassen, die zweite ist bis 15. Januar fällig. In den vergangenen Wochen hatten etliche andere Gegenden ähnliche Anordnungen verhängt, darunter Lipezk, Kurgan, sowie die Stadt St. Petersburg. In einigen Regionen gilt auch eine Impfpflicht für bestimmte systemrelevante Berufsgruppen.

18.36 Uhr: Studie - Corona-Genesung schützt offenbar schlechter vor Omikron

Eine Genesung von einer vorherigen Corona-Infektion schützt nach Erkenntnissen von Forschern offenbar schlechter vor einer Ansteckung mit der neuen Variante Omikron. Eine Wissenschaftlergruppe in Südafrika meldete nach dem Auftreten von Omikron einen Anstieg von erneuten Infektionen. Diesen habe es bei zwei vorherigen Varianten des Coronavirus, darunter Delta, nicht gegeben. Die vorläufigen Erkenntnisse wurden am Donnerstag im Internet veröffentlicht.

Die Forscher gaben nicht an, welcher Anteil der erneuten Infektionen mit der Omikron-Variante in Verbindung stehe. Es wurde auch nicht mitgeteilt, ob es dabei eine schwerere Erkrankung gegeben habe. "Eine vorherige Infektion schützte einst vor Delta und jetzt mit Omikron scheint das nicht der Fall zu sein", sagte die Wissenschaftlerin Anne von Gottberg von der Universität Witwatersrand in einem Briefing der Weltgesundheitsorganisation am Donnerstag. Untersucht wurde nicht, welchen Schutz eine Impfung gegen die Ansteckung mit der neuen Variante liefert. "Wir glauben, dass Impfstoffe allerdings immer noch vor schwerer Erkrankung schützen werden", sagte sie.

18.28 Uhr: Auch Geimpfte müssen bei Einreise in Schweiz nun Test vorlegen

Die Schweiz verschärft nach dem bedrohlichen Anstieg der Corona-Infektionen die Maßnahmen. Einreisende müssen ab Samstag (4. Dezember) einen negativen PCR-Test vorlegen. Dies gilt auch für Genesene und Geimpfte, wie die Regierung am Freitag beschloss. Zudem muss ein zweiter Test, PCR- oder Antigen-Schnelltest, zwischen dem vierten und dem siebten Tag nach der Einreise gemacht werden. Ausgenommen von der Regel seien Einreisende aus Baden-Württemberg, aus Bayern und anderen Grenzregionen, sagte Michael Gerber, Leitung Abteilung Recht beim Bundesamt für Gesundheit (BAG).

18.20 Uhr: Mehrere Bundesländer befreien Geboosterte von Testpflicht

Wer bereits geboostert ist, wird in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ab Samstag von der Testpflicht befreit. Dreimal gegen Corona geimpfte Menschen könnten Einrichtungen mit 2G-Plus-Regel dann ohne Test besuchen, teilte das Sozialministerium in Hannover am Freitag mit. Sie bräuchten "beispielsweise für ihren Besuch in einem Restaurant oder beim Betreten eines Fitnessstudios keinen weiteren Test mehr", erklärte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). "Personen, die bereits geboostert sind, müssen überall dort, wo die 2G-Plus-Regel gilt, keinen aktuellen negativen Corona-Test mehr vorlegen - also zum Beispiel in Gaststätten, im Zoo oder bei Freizeit- und Kulturveranstaltungen", teilte auch der Amtschef des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums, Uwe Lahl, in Stuttgart mit. Es genügt in den drei Bundesländern damit der Nachweis über die Impfungen.

18.16 Uhr: Bankenbehörde - Institute kommen bislang gut durch die Pandemie

Die europäischen Geldhäuser haben nach Einschätzung der EU-Bankenbehörde EBA die Corona-Pandemie aufgrund der wirtschaftlichen Erholung bislang recht gut weggesteckt. Im Schnitt hat sich die harte Kernkapitalquote der Institute auf 15,5 Prozent im zweiten Quartal des Jahres nach 14,7 Prozent vor Jahrefrist verbessert, teilte die EBA am Freitag mit. Die Quote an faulen Krediten in den Bankbilanzen sei auf 2,3 Prozent von 2,9 Prozent gesunken. Die Eigenkapitalrendite sei sogar auf 7,4 Prozent geklettert nach 0,4 Prozent im zweiten Quartal 2020. Die Befürchtung, dass sich die Qualtität der Vermögenswerte verschlechtere, sei nicht eingetroffen - lediglich in den am stärksten von der Pandemie betroffenen Wirtschaftszweigen. Die EBA wies allerdings zugleich auch auf die unsicheren Konjunkturaussichten hin. Banken müssten vorbereitet sein, sollten sich die wirtschaflichen Perspektiven eintrüben oder ein zunehmender Inflationsdruck zu steigenden Zinsen führen.

17.59 Uhr: NRW-SPD-Chef fordert 2.500 Euro Geldbuße bei Verstoß gegen eine Impfpflicht

Der Vorsitzende der NRW-SPD, Thomas Kutschaty, fordert ein hohes Bußgeld für Menschen, die bei der geplanten Corpona-Impfpflicht gegen die Auflagen verstoßen. "Wer gegen Pflichten verstößt, muss mit erheblichen Bußgeldern rechnen. Bei einem Verstoß gegen die Masern-Impfpflicht drohen beispielsweise bis zu 2.500 Euro. Daran könnte man sich orientieren", sagte Kutschaty dem "Kölner Stadt-Anzeiger.

Am Ende werde "natürlich niemand von der Polizei abgeholt und in ein Impfzentrum oder zu einem Arzt gefahren", so der SPD-Politiker. Die Freiheit eines Einzelnen stoße aber da an Grenzen und Schranken, wo die Freiheit des Anderen beginne. "Bei den Masern gibt es schon eine Impfpflicht. Ich wüsste nicht, warum man das nicht auch bei Corona rechtsicher umsetzen können sollte", sagte Kutschaty der Zeitung.

17.53 Uhr: Große Mehrheit der Geimpften hat laut Umfrage kein Verständnis für Ungeimpfte

Die große Mehrheit der Corona-Geimpften in Deutschland (88 Prozent) hat laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des "RedaktionsNetzwerks Deutschland" kein Verständnis für ungeimpfte Mitbürger. In Ostdeutschland geben demnach 82 Prozent an, kein Verständnis für Menschen zu haben, die sich der Impfspritze verweigern. Im Westen sind es 89 Prozent.

Vor allem bei den Anhängerinnen und Anhängern von Grünen (97 Prozent), SPD (96 Prozent) und CDU/CSU (93 Prozent) ist der Anteil der Geimpften enorm groß, die kein Verständnis für Ungeimpfte haben. Bei der FDP beträgt er 76 Prozent, bei der AfD 56 Prozent und bei den Linken 82 Prozent. 86 Prozent aller Befragten sind auch der Auffassung, dass das Verhalten der Impfgegner unverantwortlich sei, weil dadurch auch die Gesundheit anderer gefährdet werde. Strenge Kontakt- und Ausgangssperren für Nicht-Geimpfte befürworten 72 Prozent der Geimpften.

Den Angaben zufolge wurden am 29. und 30. November repräsentativ 1.006 geimpfte Personen über 18 Jahre befragt.

17.47 Uhr: Hamburg setzt verschärfte Coronaregeln am Samstag in Kraft

In Hamburg treten am Samstag die bereits in den vergangenen Tagen beschlossenen schärferen Corona-Eindämmungsmaßnahmen in Kraft. Wie der Senat der Hansestadt mitteilte, gelten dann unter anderem 2G im Einzelhandel außer in Geschäften des täglichen Bedarfs sowie Kontaktbeschränkungen für Treffen mit und zwischen Ungeimpften. Darüber hinaus sind sämtliche Tanzveranstaltungen nur noch nach dem 2G-Plus-Modell mit zusätzlichem Coronatest erlaubt.

Die Vorgaben entsprechen den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz vom Donnerstag und wurden vom Hamburger Senat größtenteils bereits vorher angekündigt und beschlossen. Eine Besonderheit in der Hansestadt ist, dass die Befreiung von der 2G-Regel dort ab Samstag nur noch für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren greift.

Der Senat hatte angekündigt, die 2G-Regelungen perspektivisch auch auf Jugendliche ab zwölf Jahren ausdehnen zu wollen. Damit wird es für ungeimpfte Jugendliche ebenfalls nicht mehr möglich sein, an den entsprechenden Veranstaltungen teilzunehmen oder entsprechende Dienstleistungen zu nutzen. Zur Begründung verwies die Regierung darauf, dass Impfungen für über Zwölfjährige inzwischen verfügbar und offiziell empfohlen seien.

17.36 Uhr: WHO - Bedarf für Impfstoff-Anpassung an Omikron bisher nicht erwiesen

Nach Einschätzung des WHO-Notfalldirektors Mike Ryan gibt es bisher keine Hinweise auf eine nötige Anpassung der bestehenden Covid-19-Impfstoffe auf die Omikron-Variante. Die Arbeiten seien jedoch bereits im Gange, falls Omikron-spezifische Impfstoffe benötigt würden, sagte Ryan. "Im Moment haben wir hochwirksame Impfstoffe, die funktionieren. Wir müssen uns darauf konzentrieren, dass sie gerechter verteilt werden. Wir müssen uns darauf konzentrieren, die am stärksten gefährdeten Menschen impfen zu lassen", sagte Ryan. Die WHO hatte bereits erklärt, dass sie die Übertragbarkeit und Schwere der neuen Variante noch untersuche.

17.24 Uhr: Aiwanger sieht 2G-Regel im Einzelhandel kritisch

Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sieht die von Mittwoch an in Bayern geltende 2G-Regel im Einzelhandel kritisch. Dem Bayerischen Rundfunk sagte Aiwanger, diese Regelung werde dazu führen, dass das Geschäft sich auf die Online-Riesen verlagere. Aiwanger monierte auch, dass die Kontrolle der 2G-Regel dem Handel auferlegt werde: "Jetzt soll sich der Händler an die Türe stellen oder Security an die Türe stellen und das ständig wechselnde Publikum kontrollieren." In der Gastronomie sei das noch eher praktikabel, da hier die Gäste länger verweilten. Bei viel Laufkundschaft werde das zur Herausforderung. 

Aiwanger kündigte im Interview mit dem BR an, die derzeit geltende 2G-plus-Regel in den bayerischen Skigebieten werde in der kommenden Woche nochmals auf den Prüfstand gestellt. "Da sind die Würfel noch nicht endgültig gefallen, das wird nächste Woche nochmal einem Praxischeck unterzogen", so der Wirtschaftsminister wörtlich. 

Aiwanger verwies auf die nochmals verlängerten Überbrückungshilfen, die nun bis Ende März 2022 laufen sollen. Betroffene Betriebe erhielten dabei die Fixkosten erstattet plus einen Eigenkapital-Zuschuss, um die Umsatz-Einbrüche aufzufangen. Nach Aiwangers Einschätzung werden diese Hilfe auch in diesem Jahr viele Betriebe in Anspruch nehmen müssen. 

17.11 Uhr: Slowakei meldet Höchstzahl von Corona-Infektionen pro Tag

Die Slowakei hat den bisher höchsten Wert an täglichen Corona-Neuinfektionen seit Pandemiebeginn gemeldet. Nach den Angaben verzeichnete das 5,5 Millionen Einwohner zählende EU-Land 15.278 positiv Getestete. Das Gesundheitsministerium in Bratislava schränkte allerdings in einer nachgereichten Erklärung ein, die Rekordzahl habe zumindest teilweise auch methodische Gründe. Einige PCR-Tests seien erst verzögert in das nationale Informationssystem nachgetragen worden, weshalb es zu einer verzerrten Darstellung gekommen sei.

Dass der Trend auch unabhängig von dieser Ungenauigkeit stark steigend ist, bestritt das Ministerium jedoch nicht. Experten führen die hohen Infektionszahlen auch auf die geringe Durchimpfung der Bevölkerung zurück. Bis Freitag waren erst 45 Prozent der Einwohner vollständig geimpft. Von den über 3.400 mit Covid-19 im Krankenhaus liegenden Personen sind nach offizieller Statistik nur 15,5 Prozent vollständig geimpft. In der Slowakei gilt seit 25. November der sogenannte Notstand, der unter anderem Ausgangsbeschränkungen erlaubt. Am selben Tag trat auch ein allgemeiner Lockdown in Kraft.

16.52 Uhr: Belgien schickt Grundschüler wegen Corona früher in Weihnachtsferien

Wegen massiv gestiegener Corona-Infektionszahlen schickt Belgien Grund- und Vorschüler eine Woche früher in die Weihnachtsferien. Für sie schließen die Einrichtungen bereits am 18. Dezember, wie Regierungschef Alexander De Croo in Brüssel nach einer Krisensitzung der Regierung mitteilte. Das ist eine Woche früher als geplant. Zudem wird die Maskenpflicht auf alle Kinder ab sechs Jahren ausgeweitet.

Es gebe derzeit eine Infektionswelle bei Kindern, die auf Eltern und Großeltern überzugreifen drohe, sagte De Croo. Weiterführende Schulen sollen deshalb bis Weihnachten zwar wie geplant offen bleiben, aber nur noch zu 50 Prozent in Präsenzunterricht laufen. Zudem werden landesweit Veranstaltungen in Innenräumen eingeschränkt.

Es war bereits die dritte Krisensitzung der belgischen Regierung innerhalb von zwei Wochen. Zuvor hatte De Croo unter anderem eine Impfpflicht für das Gesundheitspersonal angekündigt, die Schließung von Diskotheken und die Rückkehr zur Homeoffice-Pflicht.

16.37 Uhr: FDP-Vize Kubicki bekräftigt Ablehnung allgemeiner Impfpflicht

FDP-Parteivize Wolfgang Kubicki lehnt eine allgemeine Corona-Impfpflicht weiter ab. Eine solche Maßnahme sei ein "tiefer Grundrechtseingriff", der zudem die vierte Infektionswelle nicht brechen könne, schrieb Kubicki in einem Gastbeitrag für die "Fuldaer Zeitung". Nach den Beschlüssen von Bund und Ländern vom Donnerstag gebe es überdies "bereits eine faktische Impfpflicht für all jene, die lediglich am öffentlichen Leben teilnehmen wollen".

Er respektiere "ausdrücklich", dass sich einige seiner Fraktionskollegen inzwischen für eine Impfpflicht aussprächen, schrieb Kubicki. Damit bezog er sich unter anderem auf Parteichef Christian Lindner, der zuletzt angekündigt hatte, voraussichtlich für die Impfpflicht zu stimmen, und diese als "verhältnismäßig" bezeichnet hatte.

Dieser Einschätzung widersprach Kubicki: Nach den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz könnten "gesunde Ungeimpfte" Kinos, Gaststätten und den "gesamten Einzelhandel" nicht mehr besuchen, kritisierte er. Kubicki warb dafür, die Impfquote "nicht durch staatliche Ausgrenzung und Zwang, sondern durch Überzeugung zu erhöhen". Bremen habe dies vorgemacht und mit einer klaren zielgruppengerechten Ansprache eine hohe Quote erreicht. "Hieran sollten sich vor allem Bayern und Sachsen messen."

16.22 Uhr: Regierung - Inzidenz von bis zu 2.800 in Sachsen nicht ausgeschlossen

Die Landesregierung von Sachsen schließt nicht aus, dass der aktuell schon extrem hohe Corona-Inzidenzwert sich bis zum Jahresende noch verdoppelt. "Bei sich fortsetzender Dynamik kann angenommen werden, dass die Inzidenz bis Ende Dezember bis zirka 2.800 ansteigen wird, bis sie dann bis Ende Januar auf das jetzige Niveau wieder abfallen wird", heißt es im Antrag der Regierung für die Sondersitzung des Landtages am Montag. Das Parlament soll dann über die Feststellung der epidemischen Lage im Freistaat entscheiden. Damit soll Rechtssicherheit für eine Fortsetzung der Schutzmaßnahmen und ihre mögliche Erweiterung geschaffen werden.

Am Freitag hatte das Robert Koch-Institut für Sachsen eine Wocheninzidenz von 1.224,7 ermittelt. Das ist der mit Abstand höchste Wert in Deutschland. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche an.

In der Begründung ihres Antrages macht die sächsische Regierung auf die dramatische Lage aufmerksam: "In Sachsen ereignen sich 15 Prozent aller Neuinfektionen in der Bundesrepublik, obwohl auf Sachsen nur fünf Prozent der Gesamtbevölkerung entfallen." Inwieweit sich derzeitige Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte und 2G-Regelungen auf das Infektionsgeschehen auswirken, werde sich erst in den nächsten zwei Wochen zeigen. Die Impfquote sei weiterhin viel zu niedrig, um in der aktuellen Situation "einen relevanten Einfluss auf eine absehbare Eindämmung des Infektionsgeschehens zu leisten".

15.55 Uhr: Bundeswehr fliegt sechs Corona-Patienten aus Bayern nach Paderborn

Die Luftwaffe hat sechs Intensivpatienten aus Bayern zur Behandlung nach Nordrhein-Westfalen geflogen. Das zur Corona-Hilfe eingesetzte Spezialflugzeug A310 MedEvac sei am Nachmittag in Memmingen gestartet, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Nach der Landung in Paderborn sollten die Patienten dort weiterbehandelt werden.

Einen weiteren Einsatz gab es auch für das zum Transport von Corona-Patienten umgebaute Überwachungsflugzeug A319OH. Es war in Deutschland gestartet, um zwei an Corona erkrankte Bundeswehrsoldaten aus Lettland zurück nach Köln zu fliegen. Wegen technischer Probleme auf dem Flughafen Riga musste es allerdings zunächst wieder umkehren.

15.43 Uhr: Vermutlich 17 Omikron-Fälle nach Weihnachtsessen von Geimpften in Oslo

Nach einem Weihnachtsessen in einem Restaurant der norwegischen Hauptstadt Oslo sind vermutlich mindestens 17 Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus aufgetreten. 17 der nachgewiesenen Corona-Infektionen seien "wahrscheinlich" durch Omikron hervorgerufen worden, bestätigt sei dies bislang in einem Fall, teilte die Stadtverwaltung mit. Die übrigen Fälle bedürften noch einer Überprüfung.

Den Behörden zufolge könnten sich deutlich mehr Fälle als Omikron-Infektionen erweisen. Schließlich sei bislang 60 Teilnehmern des Weihnachtsessen der PCR-Test positiv ausgefallen, bei vier weiteren sei zumindest der weniger genaue Antigen-Test positiv. Die Sequenzierung der Proben der positiv Getesteten dauere an.

Rund 100 bis 120 Menschen, die offenbar alle geimpft waren, hatten am vergangenen Freitag an dem Fest teilgenommen, das von ihrem Arbeitgeber veranstaltet wurde. Einer der Teilnehmer war kurz zuvor aus Südafrika zurückgekehrt.

15.30 Uhr: Niedersachsen und Rheinland-Pfalz befreien Booster-Geimpfte von Testpflicht

Wer bereits geboostert ist, wird in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz ab Samstag von der Testpflicht befreit. Dreimal gegen Corona geimpfte Menschen könnten Einrichtungen mit 2G-Plus-Regel dann ohne Test besuchen, teilte das Sozialministerium in Hannover mit. Sie bräuchten "beispielsweise für ihren Besuch in einem Restaurant oder beim Betreten eines Fitnessstudios keinen weiteren Test mehr", erklärte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

Es genügt in beiden Bundesländern der Nachweis über die Impfungen. In Rheinland-Pfalz tritt die geänderte Coronaverordnung bereits am Samstag in Kraft. Die niedersächsische Verordnung soll ab der kommenden Woche geändert werden, dennoch soll die wegfallende Testpflicht für dreimal Geimpfte bereits ab Samstag umgesetzt werden. Verstöße gegen die laut aktueller Verordnung gültige Testpflicht durch Geboosterte würden bis zum Inkrafttreten der geänderten Verordnung geduldet, hieß es.

Niedersachsen reagiere so auf Erkenntnisse, nach denen die Gefahr einer Infektion und Übertragung nach drei Impfungen "ausgesprochen gering" sei. Zudem solle die Neuregelung dazu beitragen, "die stark beanspruchten Testkapazitäten" zu entlasten. "Die Auffrischungsimpfung erhöht den Impfschutz enorm", erklärte auch Dreyer. In Rheinland-Pfalz gilt ab dem Wochenende in Innenräumen flächendeckend die 2G-Plus-Regel. In Niedersachsen gilt sie vielerorts seit Mittwoch.

15.04 Uhr: Braun - Hospitalisierung als Index hat nicht funktioniert

Der scheidende Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat die Rückkehr von Bund und Ländern zur Sieben-Tage-Inzidenz als wesentlichen Maßstab bei der Corona-Bekämpfung gerechtfertigt. Zuletzt hatten die Regierungschefs die Hospitalisierungsinzidenz (HI) zur entscheidenden Grundlage gemacht. Sie gibt an, wie viel Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche aufgenommen wurden.

"Die Hospitalisierungsinzidenz zum Maßstab der Coronamaßnahmen zu machen, war in der Theorie eine gute Idee: Sie spiegelt die Zahl der schweren Fälle und die Belastung des Gesundheitswesens wider", so Braun auf Twitter, in der Realität habe das aber nicht funktioniert: "Praxis: Der Wert läuft ohnehin der Dynamik hinterher, der Meldeverzug verschlimmerts."

Eine wesentliche Rolle spielte der Hospitalisierungswert seit der Bund-Länder-Beratung Mitte November. Bei Überschreitung der Schwellen 3, 6 und 9 in den Bundesländern können jeweils schärfere Maßnahmen verhängt werden. Braun wies darauf hin, dass daraus aber nicht die Notwendigkeit ersichtlich wird, Patienten in andere Bundesländer zu verlegen: "Unser Eskalationswert liegt bei einer HI von 9. Sachsen meldet 5,8 und Bayern 7,8; beide Länder müssen bereits verlegen. Thüringen hat ein Drittel weniger Infektionsgeschehen als Sachsen und meldet 20,2. Schlussfolgerung: Die Neuinfektionsinzidenz ist der beste Maßstab."

14.46 Uhr: Innenminister setzen Schwerpunkt bei Corona-Kontrollen

Nach der Einigung von Bund und Ländern auf eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen insbesondere für nicht Geimpfte haben die Innenminister stärkere Kontrollen angekündigt. "Wir brauchen leider schärfere Regeln - und dann auch eine schärfere Überwachung", sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, der baden-württembergische Ressortchef Thomas Strobl (CDU).

Die Polizei solle sich angesichts der hohen Infektionszahlen nun schwerpunktmäßig auf die Durchsetzung der Corona-Regeln konzentrieren, das gaben Strobl und die Innenminister Bayerns, Niedersachsens, Joachim Herrmann (CSU) und Boris Pistorius (SPD) zum Abschluss der Innenministerkonferenz in Stuttgart bekannt.

Die Polizei müsse nun Prioritäten setzen, die Kontrolle von Verkehrsdelikten sei da nachrangig, sagte Herrmann. Er hält die Einhaltung der Corona-Regeln für bedeutsamer als den Kampf gegen Falschparker und Raser. Bei Corona gehe es um Tod oder Leben. Die Durchsetzung der Maßnahmen sei in allen Ländern wichtig, damit die Maßnahmen respektiert würden. Die Arbeitskapazität der Polizei sei nicht beliebig vermehrbar. "Da muss man klare Prioritäten setzen", sagte Herrmann.

Besorgt äußerten sich die Innenminister über eine Radikalisierung der Szene, die Schutzmaßnahmen ablehnt. Die Innenminister begrüßten Überlegungen für eine allgemeine Impfpflicht. Nur weil sich etwa die "Querdenken"-Szene radikalisiere, dürfe man sich nicht davon abhalten lassen, "das Richtige zu tun", sagte Strobl. Herrmann zeigt sich überzeugt, dass eine Impfpflicht auch durchsetzbar wäre. "Natürlich kann man das kontrollieren", sagte er.

14.22 Uhr: Einreise in die Schweiz nur noch für Getestete

Die Schweiz verschärft angesichts der starken Zunahme von Covid-Patienten in den Krankenhäusern und dem Auftreten der Omikron-Virusvariante die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.

Ab Montag gelte in Innenräumen für alle öffentlichen Veranstaltungen sowie für alle sportlichen und kulturellen Aktivitäten von Laien eine Zertifikatspflicht. Zudem gab die Regierung eine dringliche Home-Office-Empfehlung ab. Zertifikatspflichtige Veranstaltungen dürfen den Zutritt auf geimpfte und genesene Personen beschränken. Ab Samstag müssten alle Personen sowohl vor als auch nach der Einreise einen negativen Test vorlegen. Diese Testpflicht gelte auch für Geimpfte und Genesene.

14.08 Uhr: Berliner Senat beschließt verschärfte Corona-Regeln

Der Berliner Senat hat im Anschluss an die Ministerpräsidentenkonferenz vom Donnerstag verschärfte Corona-Regeln beschlossen. Es handele sich um "erhebliche Einschränkungen für Ungeimpfte", sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) nach einer Sondersitzung des Senats: "Wir müssen Gefahren reduzieren, wo es nur geht."

Zu den am Mittwoch in Kraft tretenden neuen Reglungen gehören Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Demnach reduziert sich die Teilnehmerzahl bei privaten Treffen, sobald ein Umgeimpfter dabei ist, auf zwei Haushalte. Auch eine niedrigere Obergrenze bei Großveranstaltungen wurde beschlossen. Im Freien sind nur noch höchstens 5.000 Teilnehmende, in geschlossenen Räumen 2.500 erlaubt.

Dies sei "nochmal eine deutlichen Reduzierung" im Vergleich zu der beim Bund-Länder-Treffen beschlossen Obergrenze, erklärte Müller. Auch sogenannte Tanzveranstaltungen sind ab kommender Woche untersagt. Neu beschlossen wurde zudem eine ergänzende 3G-Regel für den öffentlichen Nahverkehr, nach der die Maskenpflicht dann auch zusätzlich auf Bahnsteigen gilt.

13.57 Uhr: Thierse beklagt "verkommenes Freiheitsverständnis" in der Pandemie

Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) beklagt einen problematischen Freiheitsbegriff in der Gesellschaft, der sich durch die Corona-Pandemie ausgebreitet habe. Es gebe eine heftige Kollision zwischen dem mehrheitlichen Schutzbedürfnis und Sicherheitsanspruch an den Staat einerseits und andererseits einem widerborstigen, wütenden Freiheitsbedürfnis gegen den Staat, schrieb Thierse in einem Gastbeitrag für die Zeitschrift "Publik-Forum".

Dieser Freiheitsanspruch sei das Problem in dieser wahrhaft Existenzen bedrohenden Krise, betonte Thierse. "Es ist ein ziemlich simples, soll ich sagen: verkommenes Freiheitsverständnis, das da auf grelle Weise sichtbar wird. Ein Verständnis, das Freiheit reduziert auf Individualismus, auf Entgrenzung und Ablehnung von Beschränkungen und Regeln, auf die Durchsetzung meines Willens und Befindens." Dieses Verständnis von Freiheit löse den untrennbaren Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung auf.

Autonomie, missverstanden als selbstbestimmte individuelle Selbstverwirklichung, sei der angeblich höchste Wert in der Gesellschaft geworden, urteilte Thierse. "Wie wollen wir mit einem solchen individualistischen und entsolidarisierenden Freiheitsverständnis die sich zuspitzende Pandemie bewältigen? Und erst recht die viel größere Herausforderung, die Klimakatastrophe verhindern?" Dieses einseitige Freiheitsverständnis werde gerade in der Debatte um eine mögliche Impfpflicht deutlich.

13.35 Uhr: Razzien wegen gefälschter Impfpässe in Hessen und Baden-Württemberg

In Hessen und Baden-Württemberg sind Ermittler unabhängig voneinander mit Razzien gegen das Fälschen von Impfpässen vorgegangen. Wie die Polizei im hessischen Homberg mitteilte, wird dort in drei Fällen gegen zwei Frauen und einen Mann ermittelt. Die Verdächtigen sollen die Dokumente gefälscht und benutzt haben. Bei der Razzia in insgesamt vier Wohnungen in Nordhessen am Mittwoch sei eine Vielzahl von gefälschten Impfpässen beschlagnahmt worden.

In Baden-Württemberg wurden bei einer Razzia Blankopässe, Stempel und Etiketten mit Chargennummern beschlagnahmt. Sechs Verdächtige sollen die gefälschten Dokumente hergestellt und in Umlauf gebracht haben, wie die Polizei in Aalen mitteilte. Seit einer Gesetzesänderung Ende November ist die Herstellung, Verbreitung und Verwendung von gefälschten Impfpässen eine Straftat.

13.12 Uhr: WHO - Hersteller sollen Impfstoff-Anpassung an Omikron einplanen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert die Hersteller von Corona-Impfstoffen auf, sich auf eine Anpassung ihrer Vakzine gegen die neue Omikron-Variante einzustellen. "Es ist sehr empfehlenswert, dass die Impfstoff-Hersteller bereits mit der Vorausplanung beginnen und die Wahrscheinlichkeit einplanen, dass der bestehende Impfstoff angepasst werden muss", sagt WHO-Sprecher Christian Lindmeier bei einer Pressekonferenz der UN-Organisation in Genf: "Es ist gut, nicht einfach zu warten, bis die letzte Alarmglocke läutet."

Es sei zwar noch nicht genau klar, wie hoch die Ansteckungsgefahr und das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs bei der zuerst im südlichen Afrika entdeckten Virus-Variante seien. Erste Erkenntnisse deuteten aber daraufhin, dass Omikron ansteckender sei, sagt Lindmeier. Er habe aber noch keine Berichte über Todesfälle im Zusammenhang mit Omikron gesehen.

12.44 Uhr: Polen und die Schweiz werden zu Corona-Hochrisikogebieten

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag Polen und die Schweiz als Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Von der Risikoliste gestrichen werden Thailand, Usbekistan und St. Vincent und die Grenadinen in der Karibik. Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

12.34 Uhr: Biontech-Chef hält neuen Impfstoff für nötig

Biontech-Chef Ugur Sahin geht angesichts der Virusvariante Omikron von der Notwendigkeit eines neuen Impfstoffs aus. Die Frage sei nur, wann dieser benötigt werde, sagte Sahin auf der Konferenz "Reuters Next". Biontech könne seinen Impfstoff bei Bedarf relativ schnell anpassen. Er erwarte, dass sich Omikron als Escape-Variante entwickelt, also auch Geimpfte infizieren könne. Er sei aber zuversichtlich, dass Geimpfte vor einer schweren Erkrankung ausreichend geschützt seien.

Sahin erklärte weiter, er rechne damit, dass es dagegen bei Ungeimpften zu noch schwereren Verläufen kommen könnte. Zudem steige die Wahrscheinlichkeit, dass jährliche Corona-Impfungen erforderlich würden. Das Virus mutiere schneller.

Sahin hatte Anfang der Woche gesagt, er gehe davon aus, dass der bestehende Covid-19-Impfstoff des Unternehmens und seines US-Partners Pfizer auch bei der neuen Omikron-Variante einen deutlichen Schutz gegen schwere Erkrankungen biete.

12.26 Uhr: Söder - Bayerische Infektionsschutzmaßnahmen wirkungsvoll

Angesichts leicht gesunkener Infektionszahlen in Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die ergriffenen Maßnahmen als wirkungsvoll bezeichnet. "Die neue Welle ist angeknackst, aber sie ist noch nicht endgültig gebrochen", sagte Söder nach einer Sitzung seines Kabinetts. Bayern liege bei der Inzidenz "stabil in der Mitte der Bundesländer", sagte Söder. "Was zeigt es: Es wirkt", betonte er.

Söder forderte die Bevölkerung auf, bei den Anstrengungen zur Kontaktvermeidung und zur Absenkung der Infektionen nicht nachzulassen. "Die Inzidenz muss runter und die Intensivbetten müssen entlastet werden", sagte Söder. Obwohl die Zahl der Infektionen in der zurückliegenden Woche zurückgegangen sei, sei die Situation auf den Intensivstationen weiter extrem angespannt. Es gebe kaum freie Betten.

Söder zufolge gibt es in Bayern vier bestätigte Omikron-Fälle. Hinzu kämen 15 Verdachtsfälle.

12.20 Uhr: Einzelhandel kritisiert 2G-Regel als "reine Symbolpolitik"

Der Einzelhandel hat die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie scharf kritisiert. "Der Handel steht zur effektiven und wirkungsvollen Bekämpfung der Pandemie, aber 2G in den Geschäften ist reine Symbolpolitik", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, der "Rheinischen Post". Die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz seien ein "Schlag ins Kontor, das verhagelt vielen Einzelhändlern das Weihnachtsgeschäft".

"Maskenpflicht und Hygienekonzepte funktionieren, das Einkaufen ist sicher", betonte Genth. 2G im Handel mache es den Nicht-Lebensmittelhändlern "unnötig schwer, einen versöhnlichen Jahresausklang in einem durch Corona und große Herausforderungen geprägten Jahr zu finden". Die Kundenfrequenz werde sinken. Genth beklagte den Aufwand für die Händler. Diese seien für Kontrollen zuständig, "die der Staat normalerweise machen müsste".

Die Spitzen von Bund und Ländern hatten am Donnerstag weitreichende neue Corona-Maßnahmen beschlossen. So soll unter anderem der Einzelhandel nur noch Geimpften oder Genesenen offenstehen - ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte und Apotheken.

12.07 Uhr: Testpflicht auch für Geimpfte in Restaurants in Baden-Württemberg

Bund und Länder haben deutlich schärfere Regeln für ganz Deutschland beschlossen, nun geht Baden-Württemberg aber noch deutlich weiter: Auch Geimpfte und Genesene müssen in Baden-Württemberg künftig für den Restaurantbesuch einen negativen Corona-Test vorweisen. Für die Gastronomie gelte künftig die Regel 2G plus, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen erfuhr. Zudem werden Großveranstaltungen angesichts der sich zuspitzenden Corona-Krise in Baden-Württemberg untersagt.

Demnach wird für sämtliche Veranstaltungen wie Fußballspiele oder Kultur- und Freizeitveranstaltungen künftig eine "harte Obergrenze" von 750 Personen gelten. Alle Veranstaltungen jeglicher Art sollen künftig nur noch maximal 50 Prozent der möglichen Besucher zulassen dürfen. Die Regeln sollen bereits am Samstag in Kraft treten.

12.00 Uhr: "Zu spät" - Schwesig kritisiert Stiko und Politik

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat der Politik ebenso wie der Ständigen Impfkommission (Stiko) Versäumnisse in der Corona-Pandemie vorgeworfen. "Bei den Booster-Impfungen sind wir zu spät dran", sagte Schwesig dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Das Beispiel Israel habe schon im Sommer gezeigt, dass Auffrischimpfungen die vierte Welle brechen. Die Stiko habe Boostern jedoch erst im Oktober für über 70-Jährige empfohlen und für alle sogar erst im November: "Das kam viel zu spät." Die Ärzte orientierten sich an den Stiko-Empfehlungen.

Auch das Handeln der Politik in der Pandemie in Deutschland in den letzten Wochen sieht Schwesig dem Magazin zufolge kritisch: "Wir in der Politik müssen uns fragen, ob wir nicht früher Einschränkungen für Ungeimpfte hätten vornehmen müssen."

11.46 Uhr: Querdenker-Demo in Berlin verboten

Die Berliner Versammlungsbehörde hat das Verbot einer für Samstag geplanten Querdenker-Demonstration mit zu erwartenden Verstößen gegen die Infektionsschutzregeln begründet. Nach den Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit würden die Demonstranten die Regelungen zum Schutz vor Infektionen nicht akzeptieren, teilte die Polizei mit. So sei es "förmlich Markenzeichen und erklärtes Ziel" der Teilnehmenden, keine Mund- und Nase-Maske zu tragen. Zudem seien die Organisatoren des Aufzugs kaum willens oder in der Lage, bei Verstößen gegenzusteuern.

Für die Kundgebung waren nach Angaben einer Polizeisprecherin 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Unter dem Motto "Unspaltbar - Nein zum Impfzwang" sollte die Demonstration von Impfgegnern, Corona-Leugnern und Gegnern der Corona-Maßnahmen ab Samstagmittag von Berlin-Mitte nach Kreuzberg führen. Ungeachtet des Verbots wurde unter anderem beim Messengerdienst Telegram weiter für den Aufzug mobilisiert. Die Organisatoren kündigten an, rechtliche Schritte gegen das Verbot zu prüfen.

11.29 Uhr: Wieler mahnt zu schnellen Verschärfungen - "Keine Zeit zu verlieren"

RKI-Präsident Lothar Wieler hat eine umfassende und schnelle Umsetzung der beschlossenen schärferen Corona-Maßnahmen angemahnt. Die neue Virusvariante Omikron sei in Deutschland angekommen, könne noch ansteckender sein als die Delta-Variante und auch bereits Geimpfte und bereits Genesene leichter infizieren, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin. Omikron könnte nach seinen Worten in noch kürzerer Zeit zu noch mehr Fällen führen als die Delta-Variante: "Deshalb müssen alle gestern entschiedenen Maßnahmen auch flächendeckend umgesetzt werden, um Infektionen mit Delta und Omikron zu verhindern und um die Fallzahlen herunterzubringen. Wir haben keine Zeit zu verlieren, keinen einzigen Tag."

"Die Fallzahlen sind nach wie vor viel zu hoch", sagte der RKI-Präsident. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sei "auf einem sehr hohen Plateau". In einigen Bundesländern könnten sich erste Folgen der verschärften Maßnahmen zeigen, in anderen könne es aber auch sein, dass die Labore und Gesundheitsämter einfach nicht mehr hinterherkommen. Viel zu früh sei es, von einer Trendumkehr zu sprechen.

11.19 Uhr: Das "Wort des Jahres" heißt "Wellenbrecher"

"Wellenbrecher" heißt das "Wort des Jahres". Wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag in Wiesbaden mitteilte, werden damit Maßnahmen bezeichnet, um die vierte Corona-Welle zu brechen. Auf Platz 2 folgt "SolidAHRität" als Ausdruck der Hilfsbereitschaft für die von der Flutkatastrophe betroffene Region an der Ahr. Auf den dritten Platz kam "Pflexit", das den Pflegenotstand beschreibt. Ebenfalls unter den ersten zehn Begriffen sind "Impfpflicht", "Ampelparteien", "Lockdown-Kinder", "Booster", "freitesten", "Triell" und "fünf nach zwölf".

11.05 Uhr: Umfrage: Sorge vor Corona-Infektionen am Arbeitsplatz gestiegen

Laut einer Umfrage des Portals „lohnspiegel.de“ hat die Sorge vor Corona-Infektionen am Arbeitsplatz angesichts der gestiegenen Fallzahlen deutlich zugenommen. So gaben im November 30 Prozent der Befragten an, Angst vor einer Corona-Ansteckung bei der Arbeit zu haben, wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Dies sei ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vormonaten, als dieser Anteil bei etwas mehr als 20 Prozent lag. Besonders groß waren die Befürchtungen bei Beschäftigten in Verkaufsberufen sowie weiteren Bereichen, in denen ein direkter Kontakt zu anderen Menschen besteht: Gesundheit und Pflege sowie Soziales, Bildung und Erziehung.

11.04 Uhr: Linken-Politiker Bartsch zurückhaltend bei Impfpflicht

In der Debatte über eine allgemeine Corona-Impfpflicht hat sich Linksfraktionschef Dietmar Bartsch zurückhaltend geäußert. Noch seien nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, sagte Bartsch am Freitag in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. "Ich wäre jetzt dafür, erstmal ein Impfrecht durchzusetzen, dass man sich wirklich impfen lassen kann. Denn einige wollen Termine und bekommen welche im Januar und Februar". Eine Impfpflicht im Bundestag zu besprechen sei "vernünftig". Erwogen wird derzeit eine Abstimmung ohne Fraktionszwang. Der Ethikrat soll außerdem eine Empfehlung vorlegen.

11.01 Uhr: Arzt über Covid-Intensivpatienten: Russisches Roulette ist sicherer

Der Kölner Intensivmediziner Bernd Böttiger hat die Situation von Corona-Patienten in Krankenhäusern als dramatisch geschildert. "Von denen, die auf Intensivstation liegen, können wir nur vielleicht 50, vielleicht 60, vielleicht 65 Prozent retten - die anderen sterben. Also ein Drittel bis die Hälfte dieser Patienten sterben", sagte der Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Universitätsklinik Köln am Donnerstagabend in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz". "Russisches Roulette ist viel sicherer, um das mal salopp zu formulieren." Etwa 80 bis 90 Prozent der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen seien ungeimpft, bei den anderen handele es sich um Impfdurchbrüche. Die Corona-Schutzimpfung sei "ein Geschenk des Himmels", meinte Böttiger. "Wenn wir die nicht hätten, hätten wir wahrscheinlich mehrere 100 000 Tote mehr in diesem Land."

10.35 Uhr: USA verschärfen Corona-Testregeln für Einreisen per Flugzeug

Zur Eindämmung der neuen Virusvariante Omikron verschärfen die US-Behörden die Testregeln für Flugreisen in die USA. Von Montag an werde von allen Einreisenden ein negativer Covid-Test verlangt, der einen Tag vor Abflug in die USA gemacht wurde, ordnete die Seuchenschutzbehörde CDC an. Bisher gilt eine Ein-Tages-Frist nur für ungeimpfte Reisende, während von Immunisierten auch ein drei Tage alter Test akzeptiert wird. Die neue Regelung gelte unabhängig von der Nationalität der Reisenden, erklärte die CDC. Die Behörde begründete den grundsätzlich kürzeren Zeitraum damit, dass schnelle und gezielte Maßnahmen notwendig seien, um das Einschleppen und die Verbreitung von Omikron in den USA zu begrenzen.10.33 Uhr: Spahn will im Bundestag gegen allgemeine Impfpflicht stimmen

Der noch amtierende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn deutet an, dass er im Bundestag gegen eine allgemeine Impfpflicht stimmen werde. Er habe in dieser Frage eine "grundsätzlich sehr skeptische Haltung", sagt Spahn. Er habe wiederholt sein Wort gegeben, dass eine solche allgemeine Impfpflicht nicht kommen werde. "Das wird auch mein Abstimmungsverhalten bestimmen." Zugleich sei er aber in der "Ansprache sehr klar". Die Impfung sei der einzige Weg aus der Pandemie.

10.16 Uhr: Neuer Corona-Höchststand in der Slowakei - Über 15.000 Neuinfektionen

Die Slowakei meldet mit 15.278 Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand. In den Krankenhäusern würden inzwischen 3404 Covid-19-Patienten behandelt, davon 630 auf den Intensivstationen, wie das Gesundheitsministerium weiter mitteilt. Das Land mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern hat eine der niedrigsten Impfquoten in der Europäischen Union.

10.31 Uhr: RKI-Präsident sieht tatsächliche Infektionszahlen deutlich höher

RKI-Präsident Lothar Wieler schätzt die Untererfassung der Corona-Neuinfektionen auf einen Faktor von zwei bis drei. Er verweist wie der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn darauf, dass in besonders belasteten Regionen die Gesundheitsämter bei der Registrierung der Fälle nicht mehr hinterherkämen. Engpässe gebe es auch bei der Ausweitung der PCR-Tests in Laboren.

10.15 Uhr: Spahn: Genug Impfstoff für Ziel von 30 Millionen Impfungen

Nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn ist genug Impfstoff für 30 Millionen Auffrisch-Impfungen bis Weihnachten vorhanden. Seit der Ministerpräsidentenkonferenz am 18. November hätten bereits zehn Millionen der 55 Millionen geimpften Erwachsenen eine Booster-Impfung erhalten, sagt Spahn. Zehn Millionen weitere Dosen seien bereits ausgeliefert, Anfang kommender Woche folgten weitere zehn Millionen Impfdosen. An der Versorgung werde das von Bund und Ländern gesteckte Ziel also nicht scheitern, betont der CDU-Politiker.

10.05 Uhr: Spahn: Lage auf Intensivstationen um Weihnachten mit "traurigem Höhepunkt"

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeichnet mit Blick auf die Feiertage ein düsteres Bild. Auch wenn die jüngsten Maßnahmen unmittelbar ergriffen würden und die Infektionszahlen jetzt gesenkt werden könnten, werde die Lage auf den Intensivstationen "rund um Weihnachten ihren traurigen Höhepunkt erreichen", sagt Spahn in Berlin.

09.52 Uhr: RKI meldet 966.856 weitere Impfungen

Am Donnerstag wurden in Deutschland nach Angaben des RKI 966.856 Impfdosen verabreicht. Davon waren 90.707 Erstimpfungen, 72.406 Zweitimpfungen und 803.743 Auffrischungsimpfungen. Das RKI korrigiert zudem die Zahlen für Mittwoch deutlich nach oben: Danach wurden an diesem Tag 1.047.750 Menschen geimpft - so viel wie seit dem 23. Juni nicht mehr.

09.35 Uhr: Testpflicht für Norwegen-Reisende unabhängig vom Impfstatus

Norwegen-Reisende müssen nach der Ankunft in dem skandinavischen Land seit Freitag unabhängig von ihrem Impfstatus einen Corona-Test machen. An Grenzübergängen mit Teststationen muss man sich direkt dort testen lassen. Wo diese Stationen fehlen, muss der Test innerhalb von 24 Stunden anderswo erfolgen - ein Schnelltest reicht in diesem Fall. Die Testpflicht gilt für Geimpfte und Ungeimpfte. Ausnahmen gibt es für Grenzpendler, Flugpersonal und Berufskraftfahrer. Auch andere norwegische Corona-Maßnahmen werden verschärft, vor allem auf regionaler Ebene. Es sei notwendig, strengere Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus zu verzögern, erklärte Gesundheitsministerin Ingvild Kjerkol.

09.34 Uhr: 2.000 Menschen nach Omikron-Fällen an Schweizer Schule in Quarantäne

Am Genfersee in der Westschweiz sind etwa 1.600 Schülerinnen und Schüler sowie 400 weitere Personen wegen zwei Omikron-Fällen in Quarantäne geschickt worden. Die beiden Fälle an einer internationalen Schule stünden im Zusammenhang mit einem Familienmitglied, das von einer Reise aus Südafrika zurückgekehrt sei, berichteten die Gesundheitsbehörden der Kantone Waadt und Genf am Donnerstagabend. Betroffen sind alle, die sich in Founex, an einem der drei Standorte der Internationalen Schule Genf, aufgehalten haben. Founex liegt etwa 25 Kilometer nördlich von Genf am Genfersee. Die Quarantäne wurde für zehn Tage angeordnet und alle müssen PCR-Tests machen. Am Standort Founex sind laut Webseite gut 1.500 Kinder und Jugendliche von drei bis 18 Jahren eingeschrieben. Sie kommen aus mehr als 80 Ländern. Allerdings besuchen auch Schüler aus Genf den Standort.

09.34 Uhr: Wichtige Olympia-Austragungsstätte in Peking könnte für Zuschauer gesperrt werden

Bei den Olympischen Winterspielen in Peking könnten laut einem staatlichen Medienbericht je nach Corona-Lage Zuschauer von einer der wichtigsten Austragungsstätten ausgeschlossen werden. Rund 6.000 der 18.000 Plätze des Nationalen Hallenstadions in Peking sollten besetzt werden, berichtete die "Global Times" unter Berufung auf einen Hallenmanager. Ein Teil oder sogar alle könnten jedoch je nach "epidemischer Lage in Peking und landesweit" gesperrt werden. In der Halle sollen während des sportlichen Großereignisses vom 4. bis 20. Februar die Eishockeyspiele ausgetragen werden. Die Zuschauer in der Halle müssen dem Bericht zufolge geimpft sein und einen negativen Corona-Test vorweisen. 09.33 Uhr: Woidke: Dramatik der Corona-Lage noch nicht von allen verstanden

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat beklagt, dass Teile der Bevölkerung die Gefahr der gegenwärtigen Corona-Lage noch nicht verstanden hätten. Es gebe nach wie vor das Problem, "dass die Dramatik der Situation sich immer noch nicht ausreichend in der öffentlichen Meinung, auch in der Meinung der Bevölkerung, abbildet", sagte Woidke am Freitag im Sender Deutschlandfunk. Er erhalte immer noch viele entsprechende Briefe und Mitteilungen von Menschen.

Woidke sagte weiter, eine Debatte über eine Impfpflicht sei derzeit nicht angebracht. Es gehe jetzt darum, mit der großen Nachfrage nach Impfungen umzugehen "und diese Impfungen möglich zu machen". Impfstoff müsse "sofort und sehr schnell" beschafft werden, das sei aktuell das größte Problem. Nur so könnten Enttäuschungen bei den Menschen vermieden werden. Erst nach den kommenden Wochen und Monaten könne man über eine Impfpflicht diskutieren.

09.31 Uhr: Corona-Ausbruch in Seniorenheim: Ungeimpfte tot, Geboosterte symptomfrei

Bei einem größeren Corona-Ausbruch in einem Schwandorfer Seniorenheim sind laut Heimleitung zwei ungeimpfte Bewohner gestorben. Sie waren ins Krankenhaus gebracht worden, wo noch eine dritte ungeimpfte Person behandelt wird. Die geimpften und vielfach auch geboosterten Bewohner im Elisabethenheim seien symptomfrei, eine Person habe leichte Symptome, so der Geschäftsführer zum BR. Insgesamt haben sich in der Einrichtung in der Innenstadt laut Landratsamt Schwandorf 19 Bewohner und 15 Mitarbeiter aus verschiedenen Ebenen infiziert.

09.29 Uhr: Kardinal Marx offen für Impfpflicht - Mahnung zu mehr Respekt

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx zeigt sich in der Corona-Krise offen für eine allgemeine Impfpflicht. Dies sei aber "letztlich eine politische Entscheidung", sagte Marx dem "Münchner Merkur". Um die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden werde es "mehr brauchen". Der Münchner Erzbischof äußerte sich "schockiert" über "diese ungute Mixtur" aggressiver Impfgegner und Corona-Leugner, "aufgepeitscht durch Fake News, Verschwörungstheoretiker und Populisten". Marx mahnte auf allen Seiten einen sachlicheren und respektvolleren Ton in der Debatte an. "Unsere Gesellschaft muss ja gemeinsam vorgehen und umfassende Antworten finden." Der Kardinal forderte alle, die das noch nicht getan hätten, zur Impfung auf. "Wir dürfen gerade jetzt nicht die Schwerkranken und Toten vergessen, die Menschen, die vereinsamen und verzweifeln. Und auch nicht die Kinder." Aufeinander zu achten sei eine "ethische Verpflichtung". Sich impfen zu lassen, sei im Sinne der Nächstenliebe angeraten und "auch eine Frage der Gerechtigkeit".

09.05 Uhr: Südafrikanische Wissenschaftler: Kleinkinder nicht vor Omikron gefeit

Die neue Coronavirus-Variante Omikron überrascht Wissenschaftler in Südafrika durch eine zunehmende Infektion auch von jungen Kindern. "Es gibt eine Zunahme bei Krankenhauseinlieferungen von Kindern der Altersgruppe bis fünf Jahre", sagte die Wissenschaftlerin Michelle Groome vom Nationalen Institut für übertragbare Krankheiten NICD am Freitag. Das unterscheide die in Südafrika beginnende vierte Infektionswellen von früheren derartigen Phasen. Es sei aber noch zu früh, aus den bisher vorhandenen Daten wissenschaftlich fundierte Schlüsse zu ziehen. Allein im Großraum um die Hauptstadt Pretoria (Tshwane-Metropole) habe es in den vergangenen zwei Wochen rund 100 Hospitalisierungen junger Kinder gegeben. Nach der Altersgruppe der über 60-Jährigen stellten junge Kinder dort nun die zweitgrößte Gruppe. "Wir haben einen Anstieg der Krankenhauseinlieferungen bei unter Fünfjährigen beobachtet", bestätigte am Freitag auch Ramphelane Morewane vom südafrikanischen Gesundheitsministerium. Bei all diesen jungen Patienten seien die Eltern nicht geimpft gewesen, sagte die NICD-Medizinerin Waasila Jassat. Sie schloss nicht aus, dass Kleinkinder nun für das Virus empfänglicher seien als zuvor.

08.53 Uhr: Epidemiologe Grundmann: Impfung besser als Lockdown

Der Freiburger Infektionsepidemiologe Hajo Grundmann mahnt angesichts verstärkter Forderungen nach einem Lockdown zur Vorsicht. «Weder ein Lockdown noch Kontaktbeschränkungen werden uns auf Dauer weiterhelfen, das kann nur die Impfung», sagte der medizinische Leiter des Instituts für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg in einem Interview mit der "Badischen Zeitung". Zwar würden durch einen Lockdown die Zahlen schnell zusammenbrechen und man hätte wieder Platz in den Kliniken. Dafür gäbe es aber wieder Menschen in Kurzarbeit sowie in Arbeitslosigkeit und es drohten Insolvenzen.

08.53 Uhr: DIHK warnt vor massiven Umsatzeinbußen kleinerer Firmen durch neue Corona-Regeln

Nach den neuen Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vor massiven Umsatzeinbußen besonders bei kleineren Unternehmen gewarnt. Es sei zwar ein "wichtiges Signal", dass mit den Beschlüssen ein erneuter Lockdown für den größten Teil der Wirtschaft verhindert werde, sagte DIHK-Präsident Peter Adrian der "Rheinischen Post". Sie bedeuteten für viele Unternehmen jedoch mehr Aufwand und höhere Kosten bei niedrigeren Einnahmen.

08.51 Uhr: "Beispielloser Anstieg" der Corona-Fälle in Südafrika

Die neue Corona-Variante Omikron hat in Südafrika den Gesundheitsbehörden zufolge zu einem so starken Anstieg der Infektionszahlen geführt wie noch nie. Die Zunahme neuer Corona-Fälle in kurzer Zeit sei "beispiellos", sagt die Chef-Wissenschaftlerin des Nationalen Instituts für übertragbare Krankheiten, Michelle Groome, bei einer Pressekonferenz. Derzeit bewege sich die Omikron-Welle von der jüngeren in die ältere Altersgruppe.

Um abzuschätzen, wie die Krankheitsverläufe seien und wie groß die Übertragbarkeit der im vergangenen Monat in Südafrika entdeckten Virus-Variante sei, müssen man noch weitere Untersuchungen abwarten. Es sei aber wichtig, dass die Krankenhäuser bei ihren Vorbereitungen für den Notfall auch pädiatrische Betten und das entsprechende Personal berücksichtigten, da die Zahl der Einweisungen von Kindern im Alter unter vier Jahren gestiegen sei.

08.36 Uhr: Israel stellt Handy-Überwachung von Omikron-Infizierten ein

Israel hat die umstrittene Handy-Überwachung von Corona-Patienten, die mit der Omikron-Variante infiziert sind, nach wenigen Tagen wieder beendet. Angesichts "der aktualisierten Einschätzung der Lage" hätten sich Ministerpräsident Naftali Bennett und Gesundheitsminister Nitzan Horowitz dazu entschieden, teilte Bennetts Büro am Donnerstagabend mit. Die Handy-Überwachung durch den Inlandsgeheimdienst Schin Bet laufe in der Nacht zu Freitag aus und werde nicht verlängert. Abhängig von den Infizierten-Zahlen werde die Maßnahme wieder in Erwägung gezogen.

Ziel war gewesen, die Ansteckungsketten mit der neuen Omikron-Variante zu unterbrechen, wie es in der Mitteilung hieß. Dafür hatte die Regierung am Sonntag für den erneuten Einsatz der Überwachungstechnologie durch den Schin Bet gestimmt. Diese Maßnahme wurde in einer früheren Phase der Pandemie bereits genutzt, wegen Kritik aber wieder gestoppt.

08.35 Uhr: Klingbeil: Teil-Impfpflicht bis Mitte März sinnvoll

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hält es für sinnvoll, wenn die Teil-Impfpflicht etwa für Pflegepersonal ab Mitte März greift. "Wenn das bedeutet, dass ab Ende Februar, Anfang März der doppelte Impfnachweis vorliegen muss, ist das ein Zeitpunkt, an dem das Ganze auch umsetzbar ist", sagt Klingbeil im ZDF zu den Arbeiten an einem Gesetzentwurf, der Impfungen für Personal in Einrichtungen mit besonders gefährdeten Personen vorschreiben soll. Auf diese Teil-Impfpflicht hatten sich Bund und Länder auf ihrer vorletzten Ministerpräsidentenkonferenz geeinigt. Der Bundestag soll darüber in der kommenden Woche debattieren.

08.31 Uhr: WHO: Maßnahmen gegen Delta-Variante wirken auch bei Omikron

Im Kampf gegen die neue Coronavirus-Variante Omikron sollten Staaten sich nach Angaben von asiatischen WHO-Experten vor allem auf die bisher in der Pandemie gemachten Erfahrungen stützen. "Grenzkontrollen können verzögern, dass das Virus hereinkommt und Zeit gewinnen", sagte der WHO-Direktor für die Westpazifische Region, Dr. Takeshi Kasai am Freitag in einer virtuellen Konferenz von Manila aus. "Aber jedes Land und jede Gemeinschaft muss sich auf neue Wellen vorbereiten." Die im Umgang mit der Delta-Variante gewonnenen Erfahrungen sollten Grundlage für die Bekämpfung der Pandemie sein. "Die positive Nachricht insgesamt ist, dass wir derzeit keine Information haben, die nahelegen würde, dass wir die Richtung unserer Antwort ändern müssten", sagte er weiter.

08.10 Uhr: Eurowings-Chef fürchtet Pleitewelle im Luftfahrtsektor

Der Chef der Lufthansa-Tochter Eurowings, Jens Bischof, fürchtet angesichts der Folgen der Corona-Pandemie eine Pleitewelle im Luftfahrtsektor. Trotz der leichten Erholung in den zurückliegenden Monaten könnte für einige Fluggesellschaften noch die Rechnung kommen, sagte Bischof dem "Tagesspiegel". Er sieht dabei vor allem Wettbewerber im Markt bedroht. "Ich gehe davon aus, dass die Konsolidierungswelle eher in beschleunigter Form noch vor uns liegt", fuhr der Airline-Chef im Mobilitäts-Podcast der Zeitung fort. Seit dem ersten Lockdown 2020, bei dem auch Eurowings den Flugbetrieb komplett einstellen musste, seien nur kleine Fluggesellschaften pleite gegangen. Wenn jetzt Hilfskredite zurückgezahlt werden müssten und Zinsen fällig würden, werden "einige Marktteilnehmer nicht mit diesen Herausforderungen zurechtkommen", sagte Bischof.

08.07 Uhr: FDP-Vize Vogel verteidigt Bund-Länder-Beschlüsse zu Corona

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Johannes Vogel hat die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie gegen Kritik verteidigt. Zentrale Maßnahme sei es nun, sich aus der vierten Welle "rauszuboostern", sagte der Bundestagsabgeordnete am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir haben keinen allgemeinen Lockdown, es werden keine Geschäfte geschlossen, es gibt auch keine Ausgangssperren." Deshalb müsse es "Entschlossenheit an anderer Stelle geben, bei Kontaktbeschränkungen beispielsweise".

08.05 Uhr: Virologe Schmidt-Chanasit sieht bei Impfpflicht offene Fragen

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sieht bei der diskutierten Corona-Impfpflicht noch viele offene Fragen. "Ist die Impfpflicht erfüllt, wenn man sich zweimal hat impfen lassen, wenn man sich dreimal hat impfen lassen oder ist sie erst erfüllt, wenn man sich alle sechs Monaten impfen lässt?", sagte Schmidt-Chanasit im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Dies sei eine Frage, die unbedingt geklärt werden müsse, sonst führe das nur zu Verunsicherung, so Schmidt-Chanasit. Als Arzt begrüße er es, wenn sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Ob eine Impfpflicht eingeführt wird, sei jedoch eine "gesellschaftlich, politisch-normative Entscheidung."

07.45 Uhr: Südafrika: Mit Omikron hat vierte Corona-Welle begonnen

Südafrikas Gesundheitsminister Joe Phaahla sieht sein Land wegen der neuen Virus-Variante Omikron nach eigenen Worten am Beginn einer vierten Corona-Welle. Trotz der steigenden Infektionszahlen seien aber die Krankenhäuser noch nicht von einer Überlastung bedroht, sagt Phaahla bei einer Pressekonferenz. Die neue Corona-Variante sei inzwischen in sieben der neun Provinzen des Landes festgestellt worden. Er hoffe aber, dass weiterhin milde Symptome mit Omikron in Verbindung gebracht werden und es nicht zu übermäßig vielen Todesfällen komme. Die bisherigen Erkenntnisse seien, dass der beste Schutz weiterhin die Impfung sei.

07.21 Uhr: Bayerischer Apothekerverband dämpft Hoffnung bei Corona-Impfungen

Der Bayerische Apothekerverband dämpft die Hoffnung auf eine flächendeckende Hilfe von Apotheken bei der Corona-Impfung. "Die Erwartung, dass es jetzt jede Apotheke im Bayern sofort stante pede kann und will, die möchte ich ein bisschen dämpfen", sagte der Verbandsvorsitzende Hans-Peter Hubmann im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Hubmann geht davon aus, dass sich "ein Viertel bis ein Drittel" der bayerischen Apotheken an der Impfung beteiligen werden. Das wären 800 bis 1.000 Apotheken, so Hubmann.

07.03 Uhr: Lambsdorff stimmt FDP auf härtere Corona-Linie ein

FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff hat seine Partei vor dem Eintritt in die künftige Bundesregierung auf politische Zugeständnisse in der Corona-Politik eingestimmt. Die FDP müsse sich angesichts der Pandemielage als Regierungspartei auf eine restriktivere Linie einstellen, sagte Lambsdorff der Nachrichtenagentur AFP. "Das ist für manche unserer Anhänger schwierig, aber die FDP ist eine Partei mit einer großen Regierungstradition und wird deswegen auch verantwortungsvolle Politik machen." In der Opposition hatte die FDP die Position vertreten, dass die Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen auf ein Minimum reduziert werden müssten. Neue Lockdown-Maßnahmen schloss die FDP damals aus.

05.43 Uhr: Medien: Impfpflicht in Pflegeheimen und Kliniken ab 16. März

Laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Freitag) soll die angekündigte Impfpflicht für das Personal in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten ab dem 16. März gelten. Nach Informationen aus "Kreisen der Ampel-Parteien" müssten dem Bericht zufolge alle bereits heute Beschäftigten und alle, die ab 1. Januar neu beginnen, spätestens bis zum 15. März einen Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung vorweisen. Wer danach seine Tätigkeit starte, benötige den entsprechenden Nachweis von Anfang an, hieß es weiter.

05.30 Uhr: Weitere Omikron-Fälle in Australien und Malaysia

Trotz der Beschränkungen für internationale Besucher meldet Australien eine erste Übertragung des Omikron-Virus innerhalb der Gemeinde. "Ich vermute, dass Omikron in den nächsten Monaten das neue Virus in der Welt sein wird", sagt Paul Kelly, der oberste medizinische Berater der australischen Regierung, vor Reportern. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine Anzeichen dafür, dass die Variante gefährlicher sei als Delta, so Kelly. Insgesamt wurden in Australien bereit neun bestätigte Infektionen mit der Omikron-Variante gemeldet. Neben Australien hat auch Malaysia mittlerweile seinen ersten Fall der neuen Coronavirus-Variante gemeldet.05.01 Uhr: Skepsis nach Bund-Länder-Beschlüssen zu Corona

Nach den jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind Forderungen nach noch schärferen Maßnahmen laut geworden. So plädierte etwa der Präsident der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Gernot Marx, für stärkere Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte. Marx sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zur Begründung: "Über die neue Virusvariante wissen wir einfach noch nicht genug. Wir können nicht ausschließen, dass die Impfstoffe vermindert wirken." Deswegen sei zwingend notwendig, besonders vorsichtig zu sein, so Marx.

Auch Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt hält die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz für unzureichend. Städte und Gemeinden bezweifeln insbesondere, dass die von der Politik angestrebte Zahl von 30 Millionen Corona-Impfungen bis Weihnachten zu schaffen ist.

05.00 Uhr: Experten: Kontaktbeschränkungen nur für Ungeimpfte reichen nicht

Führende Virologen und Epidemiologen kritisieren die von Bund und Ländern beschlossenen Kontaktbeschränkungen nur für Ungeimpfte. "Es ist ein Fehler, Kontaktbeschränkungen für Geimpfte auszuschließen", sagt Virologe und Stiko-Mitglied Klaus Überla dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) einem Vorabbericht zufolge. Inzwischen würden fast die Hälfte der symptomatischen Infektionen bei Geimpften auftreten. "Die Geimpften spielen eine beträchtliche Rolle bei der Ausbreitung des Virus", so der Virologe.

Der Epidemiologe Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie kritisiert ebenfalls die mangelnde Überprüfbarkeit von Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich: "Es wäre besser gewesen, Kontaktbeschränkungen für alle zu verhängen." Dies könnte leichter überprüft werden und zugleich besser für ein Absinken der Infektionen sorgen", so der Experte.

04.00 Uhr: 74.352 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 442,1

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 74.352 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 2.062 Fälle weniger als am Freitag vor einer Woche, als 76.414 gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder auf 442,1 von 439,2 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 390 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 102.568. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als sechs Millionen Corona-Tests positiv aus.

04.00 Uhr: Mittelstandsverbund: Impfangebote massiv verstärken

Der Mittelstandsverbund hat die Politik dazu aufgerufen, die Impfangebote massiv zu verstärken. In einem Brief an den voraussichtlich künftigen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) heißt es: "Wir glauben, dass die Politik aktuell bereits vieles richtig macht. Allerdings werden unseres Erachtens noch nicht alle Möglichkeiten genutzt, um in naher Zukunft die wirtschaftlichen Gefahren für den deutschen Mittelstand und die gesamte Volkswirtschaft wirksam abzuwenden." Das Schreiben lag der Deutschen Presse-Agentur vor. Bund und Länder wollen die Impfkampagne beschleunigen, wie sie am Donnerstag beschlossen hatten.

03.30 Uhr: Epidemiologe lobt Bund-Länder-Beschlüsse - aber Umsetzung schwierig

Der Epidemiologe Hajo Zeeb sieht die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde vom Donnerstag insgesamt positiv. Einige seien jedoch schwer umzusetzen, sagte der Forscher vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen. "Es ist fraglich, wie die Kontaktbeschränkungen von Ungeimpften durchgesetzt und kontrolliert werden können." Auch beim Impfen sei nun viel zu tun. "Mit den Beschlüssen werden wir noch etwa drei bis vier Wochen einen Anstieg in den Kliniken und auf den Intensivstationen haben", meinte Zeeb. Auch die Inzidenz werde noch einige Zeit steigen. "Die Welle wird nicht so schnell aufhören." Es sei jedoch nicht abzusehen, wie sich die Menschen verhalten. Viele hielten sich schon an die Maßnahmen, sobald sie bekannt seien. Wann sie tatsächlich umgesetzt werden, war zunächst noch nicht klar.

03.30 Uhr: Kabinett will Geisterspiele und schärfere Corona-Regeln beschließen

Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga, schärfere Kontaktbeschränkungen und Zugang zum Handel nur noch für Geimpfte und Genesene: Das bayerische Kabinett will am Freitag (10.00 Uhr) die angekündigte Verschärfung der Corona-Maßnahmen beschließen. Schon ab dem Wochenende und zunächst bis Jahresende soll es in der Fußball-Bundesliga in Bayern nur noch Geisterspiele geben.

Einkaufen soll - analog zu einem Bund-Länder-Beschluss vom Donnerstag - nur noch für Geimpfte und Genesene erlaubt sein (2G). Ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs. Und auch die Kontaktbeschränklungen sollen nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) noch einmal etwas gegenüber der aktuell in Bayern gültigen Regel verschärft werden: Treffen, an denen auch nur ein Ungeimpfter oder nicht Genesener beteiligt ist, sollen demnach beschränkt werden auf den eigenen Haushalt und maximal zwei Personen eines anderen. 02.45 Uhr: Omikron-Variante nun auch auf Hawaii

Das hawaiianische Gesundheitsministerium meldet den ersten Fall der Omikron-Variante. Es handle sich dabei um eine Person, die zuvor nicht gereist sei und man deswegen von einer Ausbreitung innerhalb der Gemeinde ausgehe. Hawaii ist damit der fünfte US-Bundesstaat, in dem die Variante nachgewiesen wurde, womit sich die Gesamtzahl der Fälle in den USA auf neun erhöht.02.00 Uhr: Studie: mRNA-Impfstoffe haben offenbar stärkste Booster-Wirkung

Der britischen Studie "COV-Boost" zufolge, sind die mRNA-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna am besten für eine dritte Auffrischimpfung geeignet. Die Studie ergab, dass eine volle oder halbe Dosis von Pfizer/Biontech oder eine volle Dosis von Moderna sowohl die Antikörper- als auch die T-Zell-Werte sehr wirksam ansteigen ließen.

Wenn AstraZeneca, Novavax, Johnson & Johnson und Curevac als Auffrischungsimpfung verabreicht wurden, erhöhten sie ebenfalls die Antikörperspiegel für beide Erstimpfstoffe, wenn auch in geringerem Maße.

01.57 Uhr: Chef der Bundesärztekammer fordert 2G plus

Der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat die Beschlüsse des Bund-Länder-Treffens als unzureichend kritisiert. "Um das Gesundheitswesen vor Überlastung zu schützen, wären aus unserer Sicht noch weitergehende Maßnahmen notwendig", sagte Reinhardt der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ, Freitag). "Für Geimpfte und Genesene sollte bundesweit und obligatorisch in Bars, Restaurants sowie für Sportaktivitäten und Kulturveranstaltungen in Innenräumen die 2G plus-Regelung gelten, also geimpft, genesen und getestet." Vor allem müsse die Einhaltung der Zutrittsvoraussetzungen strikt kontrolliert und deren Missachtung verbindlich sanktioniert werden, forderte Reinhardt laut NOZ. Die Corona-Lage sei weiter sehr kritisch. "In der gegenwärtigen Lage kann man nicht ausschließen, dass die hohe Zahl positiver Corona-Nachweise das Erfassungs- und Meldesystem ans Limit bringt", sagte Reinhardt der Zeitung.

Donnerstag, 2. Dezember 2021

23.30 Uhr: Weltweit rund 263,60 Mio Infektionen und über 5,48 Mio Tote

Weltweit haben sich bislang rund 263,60 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters auf der Basis offizieller Daten. Über 5,48 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, das erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die meisten Infektions- und Totenzahlen weisen die USA auf. Bei den Ansteckungen folgen Indien und Brasilien.

23.17 Uhr: Kultusministerium: Impfbereitschaft der Lehrkräfte "sehr hoch"

Die Impfbereitschaft unter Bayerns Lehrkräften schätzt das Kultusministerium als "sehr hoch" ein. Zwar werde die Impfquote weder vom Gesundheitsministerium noch im Rahmen der Berufstätigkeit sonst irgendiwe von der Staatregierung erhoben, erklärt das Kultusministerium am Abend auf Anfrage des BR. Doch die Lehrerverbände schätzten die Impfbereitschaft auf 90 Prozent, so der Hinweis des Kumi. Von dieser Größenordnung geht offenbar auch das Kultusministerium aus.

22.54 Uhr: 2.000 Menschen in Quarantäne nach Omikron-Fällen an Schule in Genf

Nach der Entdeckung von zwei Fällen der Omikron-Variante des Coronavirus in einer Schule in Genf sind rund 2.000 Menschen, darunter 1.600 Kinder, unter Quarantäne gestellt worden. "Es ist unerlässlich, die Verbreitung der Variante in unserem Land zu bremsen", begründeten die Gesundheitsbehörden der Kantone Waadt, wo sich der betroffene Campus der Schule befindet, und Genf am Donnerstag die drastische Maßnahme. "Die beiden Fälle stehen in enger innerfamiliärer Verbindung mit einer positiven Person, die von einer Reise aus Südafrika zurückgekehrt ist", erklärten die Behörden weiter. Die Quarantäne beträgt zehn Tage und alle Schüler und Lehrer des Campus La Châtaigneraie der renommierten International School of Geneva müssen einen PCR-Test machen. Auf dem Campus werden die Klassen der Grund- und Sekundarstufe unterrichtet. Auch die Angehörigen der Schüler und Lehrer müssen sich testen lassen. Südafrikanische Wissenschaftler hatten die neue Corona-Variante vor einer Woche erstmals nachgewiesen. Sie weist im Vergleich zum bisher gängigen Coronavirus 32 Mutationen auf, so dass zu befürchten ist, dass sie leichter übertragbar ist.

21.21 Uhr: Letzte Runde der Bahnrad-Champions-League in Israel gestrichen

Die für den 11. Dezember geplante fünfte und letzte Runde der neuen Champions League im Bahnradsport in Tel Aviv ist am Donnerstag von den Organisatoren gestrichen worden. Israel hatte am vergangenen Wochenende aufgrund der sich verbreitenden Omikron-Corona-Variante die Grenzen für Ausländer zwei Wochen lang geschlossen. Das Finale der Champions League steigt damit als Doppel-Veranstaltung am Freitag und Samstag auf der ausverkauften Olympia-Bahn von London. Bei den Frauen führt die fünffache Weltmeisterin Emma Hinze aus Cottbus die Sprint-Wertung an. Bei den Männern liegt der Chemnitzer Stefan Bötticher hinter dem Niederländer Harrie Lavreysen auf Platz zwei. Die Gesamtwertung ist mit 25 000 Euro Preisgeld dotiert.

21.03 Uhr: Anästhesisten: Corona-Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus

Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) hat die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisiert. "Die Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus, um die Intensivstationen von dem enormen Druck zu entlasten und eine Patientengefährdung zu verhindern", sagte DGAI-Präsident Frank Wappler am Donnerstag. "Wir sind zu spät dran und versuchen es jetzt mit aller Gewalt, unzureichende Maßnahmen übers Knie zu brechen."

Statt der Umsetzung eines "komplizierten Systems mit vielen Lücken" forderten die Anästhesisten "strikte Kontaktbeschränkungen und in letzter Konsequenz einen Lockdown". Schätzungen zufolge würden bis Weihnachten bis zu 6000 schwerkranke Covid-19-Patienten auf den deutschen Intensivstationen liegen. Möglicherweise müsse man dann auch die «Notreserve» von wenigen tausend Betten zusätzlich antasten. Dabei fehlten bis zu 30 Prozent Schwestern und Pfleger, um alle Intensivbetten betreiben zu können. Würden sich die Prognosen bewahrheiten, müssten in den kommenden Wochen auch flächendeckend Operationssäle stillgelegt werden.

20.59 Uhr: US-Präsident Biden stellt Corona-Strategie für den Winter vor

Als eine zentrale Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie werden ab kommender Woche die Testvorgaben für Einreisende verschärft. Reisende werden vor Abflug Richtung USA einen höchstens einen Tag alten negativen Coronatest vorlegen müssen, wie Biden sagte. Das gilt für US-Bürger und Ausländer gleichermaßen und unabhängig vom Impfstatus. Bislang konnten geimpfte Reisende einen bis zu drei Tage alten Test vorlegen. Ungeimpfte Ausländer dürfen bis auf wenige Ausnahmen nicht einreisen. Für Reisen innerhalb der USA wird Biden die bereits geltende Maskenpflicht in Flugzeugen, Zügen und Bussen verlängern.

Der Präsident will auch die Bemühungen verstärken, dass Menschen sich gegen das Coronavirus impfen und sich eine Auffrischungsimpfung geben lassen. "Holen Sie sich jetzt Ihren Booster", appellierte der Präsident eindringlich. Die Überzeugungsarbeit des Präsidenten stößt vielerorts aber auf taube Ohren: In den USA sind nur knapp 60 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

20.35 Uhr: Papst-Botschafter bei der EU an Corona gestorben

Der päpstliche Botschafter bei der Europäischen Union, Erzbischof Aldo Giordano, ist einer Corona-Infektion erlegen. Der 67-jährige Vatikandiplomat starb in der belgischen Stadt Löwen, wie die EU-Bischofskommission COMECE bestätigte. Der aus Norditalien stammende Giordano war erst im Mai zum Nachfolger des französischen Erzbischofs Alain Lebeaupin als Nuntius bei der EU ernannt worden. Im September erkrankte er an Covid-19. Giordano, geboren am 20. August 1954 im norditalienischen Cuneo, studierte in seiner Heimatstadt sowie an der Gregoriana-Universität in Rom und wurde mit einer Arbeit über Friedrich Nietzsche promoviert. 1995 wurde er Generalsekretär des Rates der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) mit Sitz im Schweizer Sankt Gallen. 2008 wechselte er als Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls beim Europarat nach Straßburg. Seit 2013 war Giordano Apostolischer Nuntius in Venezuela.

19.35 Uhr: Tschechien verkürzt Gültigkeit des Corona-Impfnachweises

Corona-Impfnachweise werden in Tschechien künftig nur noch neun Monate ab der vollständigen Immunisierung gültig sein. Um den Status als Geimpfter zu behalten, soll ab dem Jahreswechsel eine Auffrischimpfung vor Ablauf der Frist erforderlich sein. Das kündigte der geschäftsführende Gesundheitsminister Adam Vojtech in Prag an. In Tschechien gilt in vielen Bereichen wie Gaststätten und Hotels die 2G-Regel (Zutritt für Geimpfte oder Genesene). Die Menschen sollen per SMS benachrichtigt werden, sobald sie einen Anspruch auf die Booster-Impfung haben - je nach Altersgruppe fünf oder sechs Monate nach der Zweitimpfung.

Tschechien ist stark von der vierten Corona-Welle betroffen. Viele Krankenhäuser sind überlastet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 1.222 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Seit Beginn der Pandemie gab es mehr als 33.300 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion.

19.02 Uhr: Drohende Haushaltssperre in den USA wegen Corona-Impfstreit

In den USA haben Anführer der regierenden Demokraten und der oppositionellen Republikaner versucht, eine drohende Haushaltssperre zu verhindern. Anvisiert wurde am Donnerstag ein Übergangshaushalt, der eine Finanzierung der Bundesbehörden bis zum 18. Februar sicherstellt. Einige republikanische Senatoren könnten das Vorhaben allerdings torpedieren.

Dann droht den USA ab der Nacht auf Samstag ein sogenannter Shutdown. Hunderttausende Bundesbedienstete würden dann in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt, zahlreiche öffentliche Einrichtungen wie Museen und Nationalparks müssten schließen. Vertreter beider Parteien wollen einen Shutdown deswegen verhindern. Der Mehrheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, klagte aber, eine "Funktionsstörung bei den Republikanern könnte eine Blockade für den Versuch sein, einen unnötigen und gefährlichen Shutdown der Regierung abzuwenden".

Hintergrund des Streits ist eine Maßnahme von Präsident Joe Biden im Kampf gegen die Corona-Pandemie: Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern sollen ab Anfang kommenden Jahres verpflichtet werden dafür zu sorgen, dass ihre Mitarbeiter geimpft sind oder ein Mal pro Woche getestet werden. Das stößt bei den Republikanern auf breite Ablehnung.

18.54 Uhr: Krankenhausgesellschaft begrüßt Bund-Länder-Beschlüsse zu Corona

Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, begrüßt die von Bund und Ländern verabredeten verschärften staatlichen Beschränkungen im Kampf gegen die heftige Corona-Welle. "Die Beschlüsse sind absolut richtig, und wir begrüßen sie. Sie müssen jetzt auch konsequent umgesetzt und kontrolliert werden", sagte er der "Rheinischen Post".

Verabredet wurde etwa eine strikte 2G-Regel beim Shoppen: Dort, wo es noch nicht gilt, wird der Zutritt zu Geschäften auf Geimpfte und Genesene beschränkt - und zwar unabhängig davon, wie hoch die Inzidenz ist. Ausgenommen sind nur Läden des täglichen Bedarfs, also etwa Supermärkte. Angekündigt wurde überdies noch einmal eine einrichtungsbezogene Impfpflicht, etwa für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und Kliniken. Und bei der allgemeinen Impfpflicht gehen Bund und Länder davon aus, dass diese ab Februar kommen könnte.

Gaß sagte, die Kontaktbeschränkungen gerade für Ungeimpfte entsprächen dem Ernst der Lage und den Erwartungen der Krankenhäuser. Ausdrücklich lobte er auch die einrichtungsbezogene wie die allgemeine Impfpflicht.

18.46 Uhr: Baden-Württemberg verschärft abermals Corona-Regeln

Baden-Württemberg plant weitere Verschärfungen der bisherigen Corona-Regeln und wird wegen der besonders prekären Lage in einigen Bereichen über die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde hinausgehen. Das teilte das Staatsministerium am Donnerstagabend in Stuttgart mit. So sollen unter anderem Weihnachtsmärkte geschlossen sowie Sport-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen aufgrund der hohen Infektionslage im Land deutlich stärker eingeschränkt werden. Die im Land bereits gültigen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte - ein Haushalt plus eine weitere Person - bleiben bestehen. Die neue Verordnung werde am Freitag im Umlaufverfahren beschlossen und trete in Kürze in Kraft.

18.28 Uhr: Apotheken dringen auf Klärungen für Corona-Impfungen

Die Apotheken dringen auf schnelle Klärungen für die von Bund und Ländern geplante Beteiligung an Corona-Impfungen. Die Apotheken stünden dafür bereit, erklärte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am Donnerstag. "Nicht alle, aber viele Apotheken werden schnell in der Lage sein, den Menschen mit Impfungen zu helfen", sagte Präsidentin Gabriele Regina Overwiening. Nun komme es darauf an, einen rechtlichen und fachlichen Rahmen zu erarbeiten.

Von der angepeilten kurzfristigen Lösung, dass Ärzte Impfungen an Apotheken delegieren können, verspreche sie sich allerdings keine wesentlichen Effekte. «Wirkungsvoller könnte es sein, wenn beide Heilberufe in dieser Notlage so viel wie möglich impfen und nicht der oder die eine dem oder der anderen diese Aufgabe überlässt.»

Bund und Länder hatten beschlossen, dass der Kreis derjenigen, die Impfen dürfen, über Ärzte hinaus deutlich ausgeweitet werden soll. Kurzfristig gehe dies, indem Ärztinnen und Ärzten Impfungen an Apotheken und Pflegefachkräfte etwa in Altenheimen delegieren. Darüber hinaus soll eine Gesetzesänderung folgen, um Apotheken, Zahnärzte und weitere in diesen «Kreis der Berechtigten» aufzunehmen.

18.22 Uhr: Bund will Schausteller verstärkt unterstützen

Von coronabedingten Schließungen besonders betroffene Firmen wie Schausteller bekommen zusätzliche staatliche Hilfen. Sie erhalten einen verbesserten Eigenkapitalzuschuss, wie Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin mitteilten. Diese erweiterte Förderung soll vor allem für Schausteller, Marktleute und private Veranstalter von abgesagten Advents- und Weihnachtsmärkten gelten.

Aus der Mitteilung geht außerdem hervor, dass es im Zuge der Verlängerung der Überbrückungshilfe bei den maximalen Fördersätzen eine Kürzung gibt. Bisher bekommen Firmen bei einem coronabedingten Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent bis zu 100 Prozent ihrer betrieblichen Fixkosten wie Mieten und Pachten oder Ausgaben für Strom und Versicherung erstattet - künftig sollen es nur noch 90 Prozent sein.

18.00 Uhr: Zwei Drittel der Bevölkerung offen für Corona-Impfpflicht

Angesichts hoher Infektionszahlen stößt eine mögliche Corona-Impfpflicht für Erwachsene auf immer mehr Zustimmung. Bei einer Erhebung für den ARD-Deutschlandtrend begrüßten 71 Prozent der Befragten einen entsprechenden Schritt, wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Donnerstag in Köln mitteilte. Das sind 14 Prozentpunkte mehr als im November. Zugleich wächst die Sorge vor einer Infektion mit dem Coronavirus.

17.23 Uhr: Kardinal Marx befürwortet Impfpflicht

Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx hat sich für eine Impfpflicht ausgesprochen. Sie könnte ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Corona-Pandemie sein, sagte der frühere Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz dem „Münchner Merkur“ (Freitag). Es sei bislang mit Freiwilligkeit nicht gelungen, genügend viele Menschen zu impfen, um die besonders Schwachen zu schützen, das Gesundheitssystem vor Überlastung und letztlich die Freiheit aller zu bewahren, erläuterte der Kirchenmann und katholische Sozialethiker.

17.04 Uhr: Corona-Kinderimpfung in München ab 15. Dezember möglich

Die Corona-Kinderimpfung kann in München am 15. Dezember begonnen werden. Zuvor war die Stadt davon ausgegangen, frühestens ab 20. Dezember Kinder impfen zu können. Der nun frühere Termin ist laut Stadt deswegen möglich, da der von der Europäischen Arzneimittel Agentur – EMA zugelassene BioNTech-Impfstoff für Kinder bereits am 13.Dezember ausgeliefert werden soll. Für die Impfung von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren stehen laut Stadt dann das Impfzentrum Riem sowie ab Mitte Dezember der Gasteig mit einer Impfkapazität von bis zu 1.000 Impfungen am Tag zur Verfügung. Aktuell wird der Gasteig nach Angaben der Stadt mit der erforderlichen Infrastruktur (Impfkabinen, Check-In-Schalter, IT etc.) ausgestattet.

16.59 Uhr: Südafrika beschleunigt Corona-Impfprogramm

Eine Woche nach der Entdeckung der neuen Coronavirus-Variante Omikron beschleunigt Südafrika sein Impfprogramm. Es wurden Impfstellen in Einkaufszentren und an Verkehrsknotenpunkten eingerichtet, während sich die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen von Dienstag auf Mittwoch von 4373 auf 8561 Fälle fast verdoppelte. Wissenschaftler erklärten, sie richteten sich darauf ein, dass der Anstieg anhalte.

Man wolle sicherstellen, dass Familien in der Festzeit sicher seien, sagte Gesundheitsminister Joe Phaala am Donnerstag.

16.27 Uhr: Übergangsfrist für Corona-Maßnahmen wird über 15. Dezember hinaus verlängert

Die vielerorts weiterhin geltenden Corona-Maßnahmen aus der Zeit der epidemischen Notlage sollen noch länger bestehen können als bisher geplant. Die bislang geltende Übergangsfrist bis zum 15. Dezember soll verlängert werden, wie Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag nach dem Bund-Länder-Gipfel in Berlin sagte. "Das ist ganz besonders wichtig für Regionen mit hohen Infektionszahlen", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz.

Für welchen Zeitraum die Frist verlängert werden soll, muss nun der Gesetzgeber festlegen, wie es in dem Beschlusspapier der Bund-Länder-Runde heißt. "Es wird gesetzlich klargestellt, dass diese Maßnahmen auch regional differenziert (z.B. Landkreise) angeordnet werden können", heißt es weiter.

16.11 Uhr: EU-Gesundheitsbehörde: Omikron könnte schon in Monaten dominieren

Die Omikron-Variante des Coronavirus könnte nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC schon in wenigen Monaten die dominierende Variante in Europa sein. Basierend auf mathematischen Modellen der Behörde gibt es Anzeichen dafür, dass Omikron innerhalb der nächsten Monate über die Hälfte aller Corona-Infektionen im Europäischen Wirtschaftsraum verursachen könnte. Das schrieb die in Stockholm ansässige Behörde am Donnerstag in einer aktualisierten Einschätzung zur Bedrohungslage durch die neue Virus-Variante.

15.39 Uhr: Ungeimpfte in Deutschland dürfen sich künftig nur mehr mit maximal zwei Menschen treffen

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich mit der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Merkel und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz (SPD) auf neue Kontaktbeschränkungen in Deutschland geeinigt: Sobald ein Ungeimpfter an einem privaten Treffen teilnimmt, dürfen sich Angehörige eines Haushalts nur mit zwei weiteren Personen treffen, wie Merkel sagte. Ausgenommen sind Kinder bis 14 Jahre.

15.36 Uhr: Söder kündigt Geisterspiele in Bayern an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigt Geisterspiele im Fußball im Freistaat ab dem Wochenende an. Das sollte zunächst für das laufende Jahr gelten, sagt Söder. Er verstehe, dass Länder mit niedriger Inzidenz den erlaubten Rahmen ausschöpfen wollten. Aber die Menschen hätten kein Verständnis dafür, auch nicht die Fußballfans.

15.16 Uhr: Wegen Corona-Lage künftig höchstens 15.000 Zuschauer beim Fußball

Zu Fußballspielen sind wegen der erneut bedrohlichen Corona-Lage vorerst nur noch höchstens 15.000 Zuschauer zugelassen. Bundesregierung und Länderchefs einigten sich am Donnerstag darauf, dass in den Stadien maximal 50 Prozent der Kapazität genutzt werden darf. In Sporthallen dürfen es höchstens 5.000 Zuschauer sein. Es gilt eine Maskenpflicht und die 2G-Regel, nach der nur Geimpfte und Genesene Einlass erhalten. Möglich ist, dass zudem noch ein aktueller Coronatest nachgewiesen werden muss. In Bundesländern mit besonders hohen Infektionsgeschehen soll es sogar Geisterspiele oder Absagen geben.

15.05 Uhr: Apotheker und Zahnärzte dürfen künftig gegen Corona impfen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen künftig auch Zahnärzte, Apotheker und Pflegefachkräfte Impfungen gegen das Virus vornehmen dürfen. Der Bund werde den Kreis der dazu berechtigten Personen deutlich ausweiten, heißt es in einem Beschluss von Bund und Ländern vom Donnerstag

15.04 Uhr: Maskenpflicht für Schulen soll generell gelten

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie soll in den Schulen generell eine Maskenpflicht für alle Klassenstufen gelten, auch dort, wo das bisher nicht der Fall ist. Das beschlossen Bund und Länder bei ihren Beratungen am Donnerstag.

14.41 Uhr: Bund schließt Liefervertrag für Corona-Medikament Lagevrio

Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Liefervertrag für das Corona-Medikament Lagevrio mit dem US-Pharmakonzern Merck abgeschlossen. Deutschland erhalte in den kommenden Monaten 80.000 Einheiten des Medikaments mit dem Wirkstoff Molnupiravir, bestätigte das Ministerium auf Anfrage einen Bericht des "Handelsblatts" vom Donnerstag. Erste Lieferungen sind demnach für Dezember geplant.

14.30 Uhr: Impfung für Fünf- bis Elfjährige in Griechenland ab 20. Dezember

Die griechische Impfkommission hat die Corona-Impfung für Kinder von fünf bis elf Jahren freigegeben. Eltern können ihre Kinder demnach vom 20. Dezember an impfen lassen. Zu diesem Zeitpunkt würden weitere Impfstoff-Chargen erwartet, berichtete am Donnerstag das griechische Staatsfernsehen. Momentan stehen in Griechenland vor allem die Erstimpfung für über 60-Jährige sowie die Drittimpfungen auf dem Programm. Für Menschen älter als 60 Jahre hatte Athen am Dienstag eine Impfpflicht angeordnet, die von Mitte Januar an mit einem monatlichen Bußgeld von 100 Euro bei Verstößen forciert werden soll. Die Zahl der Erstimpfungen in der betreffenden Altersgruppe ist seither sprunghaft angestiegen.

14.12 Uhr: Zahl der Intensivpatienten steigt auf 4.774

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in den Krankenhäusern ist laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) am Donnerstag auf 4.774 gestiegen.

13.44 Uhr: Indien bestätigt zwei Fälle der Omikron-Variante

Indien hat seine ersten beiden Fälle der Omikron-Variante des Coronavirus bestätigt. Nach Angaben des indischen Gesundheitsministeriums handelt es sich dabei um zwei Männer im südindischen Bundesstaat Karnataka. Sie seien aus dem Ausland gekommen, gab das Ministerium am Donnerstag an, sagte aber nicht, woher. Alle Kontaktpersonen seien ausfindig gemacht und auf das Virus getestet worden.

13.09 Uhr: Bislang 200 Fahrgäste ohne 3G-Nachweis aus Zügen verwiesen

Die neue 3G-Regel wird in Zügen nach Angaben der Deutschen Bahn weitgehend eingehalten. Fahrgäste müssen seit gut einer Woche belegen können, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind (3G). 99 Prozent der kontrollierten Fahrgäste beachteten die Vorschrift, teilte die Bahn am Donnerstag mit. Bisher hatten nach Bahn-Angaben rund 200 kontrollierte Reisende keinen Nachweis und mussten den Zug verlassen.

150.000 Reisende seien im Fernverkehr seit 24. November auf 3G kontrolliert worden, hieß es. Die Reisenden seien gut informiert und zeigten die Nachweise bei der Fahrkartenkontrolle vielfach von sich aus mit vor.

12.42 Uhr: FDP-Chef Lindner will im Bundestag für allgemeine Corona-Impfpflicht stimmen

FDP-Chef Christian Lindner will nach eigenen Worten im Bundestag voraussichtlich für die allgemeine Corona-Impfpflicht stimmen. Er sei "enttäuscht über die geringe Impfquote" in Deutschland, sagte Lindner am Donnerstag im Sender Bild Live. Zur Ankündigung des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD), für die Impfpflicht zu stimmen, sagte Lindner: "Ich sage offen, dass meine Richtung auch die einer Impfpflicht ist."

12.51 Uhr: Erster Fall von Omikron auf Mallorca nachgewiesen

Auch auf der bei Deutschen beliebten Urlaubsinsel Mallorca ist ein erster Fall der neuen Virusvariante Omikron nachgewiesen worden. Die Mutation des Coronavirus sei bei einer 20-jährigen Schweizerin festgestellt worden, die von Südafrika über Frankfurt am Main auf die Insel gereist sei, berichtete die «Mallorca-Zeitung» am Donnerstag.

In Deutschland sei ein Corona-Test der vollständig geimpften Reisenden noch negativ ausgefallen, bei einem weiteren Test auf Mallorca dann aber positiv. Mit ihrem Begleiter, dessen Test negativ gewesen sei, müsse die Frau nun zwei Wochen in Quarantäne.

12.21 Uhr: Britische Behörde lässt Corona-Therapie mit monoklonalen Antikörpern zu

Die britische Arzneimittelbehörde (MHRA) hat eine Corona-Therapie mit sogenannten monoklonalen Antikörpern zugelassen, die nach vorläufigen Herstellerangaben auch gegen die neue Omikron-Variante wirksam ist. Das Medikament Sotrovimab, das der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) zusammen mit dem kalifornischen Unternehmen Vir Biotechnology entwickelt hat, werde für die Behandlung von Risikopatienten zugelassen, teilte die MHRA am Donnerstag in London mit.

Das Mittel sei "sicher und wirksam zur Verringerung der Risiken für Krankenhauseinweisung oder Tod", hob die Behörde in ihrer Mitteilung hervor. Dies gelte für "Menschen mit einer leichten bis moderaten Covid-19-Erkrankung sowie einem erhöhten Risiko, eine schwere Form der Krankheit zu entwickeln".

12.14 Uhr: EMA startet beschleunigte Prüfung von Zulassung des Corona-Vakzins von Valneva

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat eine beschleunigte Prüfung einer Zulassung des Corona-Impfstoffs von Valneva angekündigt. Die Prüfung des Vakzins VLA2001 habe bereits begonnen, teilte die in Amsterdam ansässige EU-Behörde am Donnerstag mit. Wann eine Entscheidung über den Totimpfstoff des französisch-österreichischen Biotechnologie-Unternehmens falle, sei noch offen.

Der Totimpfstoff von Valneva enthält für die Immunisierung abgetötete Bestandteile des Coronavirus. Damit nutzt er eine ähnliche Technologie wie klassische Grippe-Impfstoffe und soll in normalen Kühlschränken gelagert werden können. Im Oktober hatte Valneva "positive" erste Ergebnisse aus der klinischen Phase-3-Studie mit dem Impfstoff bekannt gegeben. Das Mittel sei wirksamer als der Astrazeneca-Impfstoff, hieß es, und "im Allgemeinen gut verträglich".

12.06 Uhr: Vorsitzende des Bayerischen Ethikrate: Senioren bei Booster-Impfungen den Vortritt lassen

Die Vorsitzende des Bayerischen Ethikrates, Susanne Breit-Keßler, schlägt einen Tausch von Terminen für die dritte Impfung gegen das Coronavirus zugunsten von älteren und vorerkrankten Menschen vor. "Es ist ein Zeichen von großer Freiheit und Charakterstärke, andere vorzulassen, wenn sie es brauchen", sagte die evangelische Theologin dem Radiosender Antenne Bayern am Donnerstag.Die Nachfrage nach Booster-Impfungen in Bayern sei riesig, sagte die frühere Münchner Regionalbischöfin.

11.58 Uhr: Omikron lässt Corona-Fallzahlen in Afrika rapide ansteigen

Getrieben von der neuen Corona-Variante Omikron nehmen die Infektionszahlen in Afrika rapide zu. Mit Botsuana, Ghana, Nigeria und Südafrika sei Omikron mittlerweile in vier Ländern des Kontinents nachgewiesen, betonte am Donnerstag John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC). In ganz Afrika seien in der vergangenen Woche 52.300 Neuinfektionen gezählt worden - das ist ein Anstieg um 105 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. 31.000 Neuinfektionen entfielen auf Südafrika. Noch unbekannt ist laut Nkengasong, wie viele Menschen sich mit der neuen Omikron-Variante angesteckt hätten.

11.06 Uhr: Wut-Video aus der Leichenhalle - Hausverbot für Uni-Mitarbeiterin

Ein Wut-Video aus der Pathologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sorgt für Furore. Darin macht eine Mitarbeiterin in der Leichenhalle ihrem Ärger über die Corona-Politik Luft. Sie kritisiert, dass ungeimpfte, medizinische Mitarbeiter jetzt selbst für einen PCR-Test zahlen müssten und gibt an, dass nur drei der 22 Toten in den Leichenschränken, auf die sie Kamera hält, an Corona gestorben seien. Die Uni distanzierte sich "aufs Schärfste von dem Inhalt des Videos".

11.00 Uhr: Neue Corona-Maßnahmen - USA verschärfen Test-Regeln bei Einreise

Angesichts der neuen Omikron-Variante und des bevorstehenden Winters verschärft die US-Regierung die Regeln für Corona-Tests für Reisende in die USA. Aus dem Weißen Haus hieß es, ein Negativ-Test dürfe von Anfang kommender Woche an höchstens 24 Stunden vor der Abreise in die USA gemacht worden sein. Die Neuregelung betreffe alle internationalen Reisenden unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit und ihres Impfstatus. Bislang gilt eine Frist von drei Tagen. Zusätzlich müssen Ausländer in der Regel schon jetzt eine vollständige Covid-19-Impfung nachweisen, bevor sie eine Flugreise in die USA antreten können. US-Präsident Joe Biden will sich am Donnerstag zu den neuen Maßnahmen äußern.

10.58 Uhr: 21 Covid-Patienten sollen in dieser Woche verlegt werden

In dieser Woche sollen nach derzeitigem Stand insgesamt 21 Covid-Intensivpatienten aus Bayern in andere Bundesländer verlegt werden. Das sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Donnerstag auf Anfrage. Zwei Patienten wurden demnach am Mittwoch bereits verlegt, 17 weitere sollten am Donnerstag und Freitag folgen, bei zweien waren die Einzelheiten noch nicht geklärt. Zu einem Großteil erfolgen die Verlegungen auf dem Luftweg. Grund ist die Überlastung vieler bayerischer Intensivstationen. Die Planungen können sich jedoch kurzfristig ändern - ein maßgeblicher Faktor ist der Zustand der Patienten.

10.54 Uhr: US-Republikaner drohen mit Shutdown wegen Impfpflicht

Wegen der Impfpflicht gegen das Coronavirus für einige Arbeitnehmer in den USA haben Republikaner mit einer Blockade eines Finanzierungsgesetzes gedroht. Damit könnten sie die bis Freitag fällige Verabschiedung des Gesetzentwurfs im Kongress verhindern. Dann müssten einige Bundesämter am Wochenende zumachen. Republikaner lehnen die Impfpflicht der Regierung von Präsident Joe Biden ab. Die Regierung argumentiert, mit Impfungen könne die Pandemie schnellstmöglich beendet werden. Einige Gerichte haben die Impfvorgaben zum Teil eingeschränkt. In dieser Woche wurde eine Vorschrift für einige Mitarbeiter im Gesundheitswesen blockiert.

10.44 Uhr: Fast eine Million Menschen am Mittwoch geimpft

Am Mittwoch wurden in Deutschland fast eine Million Menschen geimpft. Nach Angaben des RKI wurden 987.046 Impfdosen verabreicht. Davon waren 95.344 Erstimpfungen, 69.005 Zweitimpfungen und 822.697 Auffrischungsimpfungen. 68,7 Prozent der Gesamtbevölkerung sind damit vollständig geimpft.

10.39 Uhr: Erster Omikron-Fall in Festland-Frankreich entdeckt

Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist erstmals auch in Frankreich außerhalb der Überseegebiete nachgewiesen worden. Die Gen-Sequenzierung der Probe eines Mannes aus der Region Île-de-France habe ergeben, dass dieser mit der neuen Variante infiziert sei, erklärte die regionale Gesundheitsbehörde am Donnerstag. Bereits am Dienstag hatte Frankreich den ersten Omikron-Fall im Überseegebiet La Réunion gemeldet. Der Infizierte aus dem Département Seine-et-Marne nahe Paris sei am 25. November mit dem Flieger aus Nigeria nach Frankreich zurückgekehrt und habe zum Zeitpunkt seiner Testung zunächst keine Symptome aufgewiesen, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Seine Frau sei ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei ihr stehe die Sequenzierung aber noch aus. Beide seien ungeimpft und hätten sich seit ihrer Ankunft zuhause abgesondert.

10.07 Uhr: Griechenland meldet ersten bestätigten Omikron-Fall

Erstmals ist in Griechenland eine Infektion mit der neuen Corona-Variante Omikron festgestellt worden. Das bestätigte am Donnerstag Gesundheitsminister Thanos Plevris dem Fernsehsender Skai. Es handele sich bei dem Betroffenen um einen Griechen, der aus Südafrika eingereist sei und sich nun auf Kreta in Quarantäne befinde. Es sei mit der detaillierten Nachverfolgung seiner Kontakte begonnen worden, sagte Plevris. Der Mann soll bereits am 26. November in Griechenland angekommen sein.

10.05 Uhr: Maximal 15.000 Zuschauer bei Großveranstaltungen

Veranstaltungen im Freien sollen bei der Teilnehmerzahl auf maximal 30 Prozent und maximal 15.000 Zuschauende begrenzt werden. Dies geht aus einer aktuellen Beschlussvorlage für die Ministerpräsidentenkonferenz von Bund und Ländern hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Die Regelung betrifft auch Spiele der Fußball-Bundesliga. Zudem soll eine Maskenpflicht gelten. Zutritt sollen wie auch sonst nur Geimpfte oder Genesene haben (2G). Ergänzend kann demnach ein aktueller Test vorgeschrieben werden (2GPlus). Die Möglichkeit einer Absage von Veranstaltungen oder auch Geisterspiele im Sport wird in Betracht gezogen, ist aber noch strittig.

09.50 Uhr: Omikron könnte bis Ende Januar in Frankreich dominieren

Omikron könnte bis Ende Januar die dominierende Varianten des Coronavirus in Frankreich sein. Es sei mit einem raschen Anstieg der Omikron-Fälle zu rechnen, sagt der Berater der französischen Regierung, Jean-Francois Delfraissy, dem Fernsehsender BMF. Derzeit sei aber der "wahre Feind" noch immer die Delta-Variante, die sich in einer fünften Welle ausbreite. "Weihnachten ist nicht gefährdet, wenn die Bevölkerung und die Entscheidungsträger alle sehr vorsichtig sind", sagt Delfraissy und bekräftigt, dass soziale Distanzierung und eine Auffrischungsimpfung Schlüsselwaffen im Kampf gegen das Coronavirus seien.

09.34 Uhr: Stiko-Chef: Würde mein eigenes Kind nicht impfen lassen

Stiko-Chef Thomas Mertens würde sein eigenes siebenjähriges Kind angesichts fehlender Daten derzeit nicht gegen Covid-19 impfen lassen. Jenseits der Daten aus der Zulassungsstudie des Impfstoffs gebe es "keinerlei Daten" über die Verträglichkeit des Impfstoffs in der Gruppe der Kinder zwischen fünf und elf Jahren, sagte Mertens in einem Podcast der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die aktuellen Publikationen zeigten, dass Aussagen über Langzeitschäden kaum möglich seien. Auf die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Impfungen bei unter Zwölfjährigen wird mit Spannung gewartet. Viele Kinderärzte warten auf die Empfehlung der Stiko, bevor sie ihre Patienten impfen. Mertens widersprach der Kritik, die Stiko verzögere ihre Empfehlung. Man sei aktuell dabei, die Empfehlung fertigzustellen und könne damit um den 11. Dezember herum rechnen, sagte er in dem Podcast.

09.26 Uhr: Inzidenz in Bayern sinkt - Mehr Corona-Fälle auf Intensivstationen

Während die Corona-Inzidenz in Bayern leicht sinkt, steigt die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen weiter an. Am Donnerstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für den Freistaat eine Inzidenz von 571,6 (Stand 3.24 Uhr). Das ist ein Rückgang um 17,7 im Vergleich zum Mittwoch. Seit Freitag vergangener Woche ist die Inzidenz in Bayern damit zum sechsten Mal hintereinander gesunken. Damals hatte sie bei 652,3 gelegen. Bundesweit hat Bayern aktuell die fünfthöchste Inzidenz. Deutscher Durchschnitt ist 439,2.

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt dagegen weiter an. Das bundesweite Intensivregister meldete am Donnerstagmorgen für Bayern (Stand 9.05 Uhr) 1080 behandelte Erwachsene - das sind 15 mehr als noch am Donnerstag. Laut RKI stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona zum Donnerstag um 87. Insgesamt sind es seit Beginn der Pandemie in Bayern 17 739.

08.59 Uhr: Wüst zu Impfpflicht: Strafen am Ende der richtige Weg

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hofft weiter auf Einsicht bei bisher nicht gegen das Coronavirus geimpften Personen. Jeden Tag komme es noch zu neuen Erstimpfungen, sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die sich weiter verschärfende Lage und die Debatte bringe "den ein oder anderen doch noch zur Vernunft", das müsse man anerkennen, meinte Wüst kurz vor der Bund-Länder-Runde zu schärferen Corona-Maßnahmen. "Wir reden jetzt von einer Impfpflicht, nicht von einem Impfzwang", sagte Wüst. "Das heißt aber am Ende auch, dass das Bußgeld bewährt ist, dass man Strafen zahlen muss, wenn man sich nicht dran hält, das kennen wir auch bei anderen Pflichten in unserem Land. Und das ist, glaube ich, der richtige Weg."

08.56 Uhr: Fast 140.000 Neuinfektionen und über 2.000 Tote in USA

In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mindestens 139.531 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle steigt damit auf mehr als 48,76 Millionen. Mindestens 2.028 weitere Menschen starben mit oder an dem Virus. Insgesamt sind es nun 786.746 Todesfälle. Die USA weisen weltweit die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf. Am Mittwoch wurde in dem Land der erste Omikron-Fall bekannt.

08.40 Uhr: Wüst für bundeseinheitliche Regeln für Fußballbundesliga

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst will eine bundeseinheitliche Regelung für die Bundesliga. Bund und Länder seien sich einig, dass es signifikante Reduktionen der Zuschauerzahlen geben müsse, sagt der CDU-Politiker und Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz im ZDF Morgenmagazin. Da es um bundesweite Ligen gehe, sei eine einheitliche Lösung von Vorteil. "Es geht um 50 Prozent, 30 Prozent, 25 Prozent. Das ist der Diskussionsstand heute. Und ich bin dafür, dass wir das heute möglichst einig machen, damit es bundesweit gleich gilt." Am Ende müsse sichergestellt sein, dass Gesundheitsschutz oberste Priorität hat. "Ich wünsche mir eine Zahl mit maximalem Gesundheitsschutz mit verhältnismäßigen Eingriffen in die Rechte der Geimpften."

08.33 Uhr: Virologe Stöhr warnt vor voreiligen Schlüssen aus leicht sinkender Inzidenz

Angesichts der wieder leicht sinkenden Corona-Inzidenz hat der Virologe Klaus Stöhr vor voreiligen Schlüssen gewarnt. Die Verwendung eines bundesweiten Mittelwertes sei "ein Anfängerfehler der Epidemiologie", sagte Stöhr der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Die große regionale Diversität der Pandemiesituation sollte nun aber auch dem Letzten auffallen." In Deutschland brauche es eine lokal spezifische Betrachtung bei der Risikoeinschätzung genau wie bei der Bekämpfung. Inzidenz und Hospitalisierung würden im Winter auf hohem Niveau verbleiben, weil Kontakte häufig und Mobilität hoch seien. Außerdem bräuchten die Impfkampagne und danach die Immunität Zeit, um Wirkung zu entfalten.

08.09 Uhr: Scholz bei Joko und Klaas: Nur Impfen hilft

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich in der Fernsehsendung "Joko und Klaas 15 Minuten live" mit einem eindringlichen Appell zum Impfen an die Zuschauer gewandt. Jeder, der könne, solle sich gegen das Coronavirus immunisieren lassen, sagte Scholz am Mittwochabend: "Nur das hilft." Alle Experten seien sich einig, dass in Deutschland derzeit zu wenige Menschen geimpft seien. Das sei der Grund dafür, dass Krankenhäuser und Intensivstationen wieder vollliefen. "Viele Geimpfte sorgen für eine stabile Infektionslage", betonte Scholz in der ProSieben-Sendung.

08.06 Uhr: Spahn: "Die Kontakte müssen runter"

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plädiert zum Brechen der vierten Welle der Corona-Pandemie für deutlich schärfere Kontaktbeschränkungen. Dabei sollten die Einschränkungen für Ungeimpfte gravierender sein als für Geimpfte, sagte Spahn am Donnerstag im "Morgenmagazin" des ZDF. Die Zahl der Ungeimpften von mehr als zwölf Millionen Erwachsenen sei zu groß. Spahn sprach sich für eine konsequente 2G-Regel in "fast allen Lebensbereichen", die Absage von Großveranstaltungen und das Schließen von Bars, Clubs und Diskotheken aus. "Die Kontakte müssen runter. Jeder von uns kann in seinem Alltag einen Unterschied machen", sagte der CDU-Politiker: "Und wir brauchen jetzt das gemeinsam staatliche Handeln dazu."

07.46 Uhr: Mohamed Ali: Mildere Mittel als Impfpflicht noch nicht ausgeschöpft

Die Linke-Fraktionsvorsitzende Amira Mohamed Ali sieht eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona zum gegenwärtigen Zeitpunkt kritisch. Es gebe gegen die Impfpflicht zum jetzigen Zeitpunkt "erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken", sagte sie am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Und ein Grund dafür ist eben auch der, dass man sagt: Eine Impfpflicht ist ein starker Eingriff in Grundrechte. Der ist nur dann gerechtfertigt, wenn auch andere mildere Mittel ausgeschöpft worden sind. Und hier sehen wir, dass das nicht der Fall ist." Zum jetzigen Zeitpunkt von einer Impfpflicht zu reden, "ich hab' das Gefühl, das lenkt ehrlich gesagt von den realen Problemen ab, die wir gerade haben", sagte die Fraktionsvorsitzende. "Wir haben im Moment die Probleme, dass Menschen, die gerne eine Impfung hätten, eine Booster-Impfung hätten, extrem große Schwierigkeiten haben, da überhaupt ranzukommen."

07.28 Uhr: Bovenschulte: "Lockdown für Ungeimpfte" wird verschärft

Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) plädiert bei den Corona-Schutzmaßnahmen für eine deutliche Unterscheidung zwischen Geimpften und Ungeimpften. Der sehr weitgehende "Lockdown für Ungeimpfte" solle bei den Bund-Länder-Beratungen am Donnerstag noch einmal verschärft werden, sagte Bovenschulte im "Morgenmagazin" des ZDF. "Das ist der richtige Weg", sagte er und sprach sich für "harte und klare Regeln" für Ungeimpfte aus.

07.17 Uhr: Britische Regierung bestellt weitere 114 Millionen Dosen Corona-Impfstoffe

Die britische Regierung hat 114 Millionen zusätzliche Dosen Corona-Impfstoffe bestellt. Wie Gesundheitsminister Sajid Javid am Mittwochabend mitteilte, bestellte die Regierung 60 Millionen zusätzliche Dosen des Moderna-Impfstoffs und 54 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer. Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, allen Erwachsenen innerhalb von zwei Monaten eine dritte Impfdosis zu verabreichen. Dies ist mittlerweile bereits drei Monate nach der letzten Impfung möglich.

Bislang wurden Javid zufolge insgesamt mehr als 115 Millionen Dosen in dem Land verabreicht. Die täglichen Infektionsraten sind nach wie vor hoch, obwohl mehr als 80 Prozent der Menschen ab 12 Jahren zweimal geimpft wurden und fast ein Drittel bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten hat.

06.31 Uhr: Joachim Gauck für Impfpflicht trotz Spaltung

Altbundespräsident Joachim Gauck ist für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. "Die Spaltung, die wir jetzt haben, geht schlecht um mit einem großen Teil der Bevölkerung. Die Spaltung, die wir dann haben, wenn wir eine stärkere Verpflichtung zum Impfen hätten, würde gut sein, würde Nutzen bringen für die Gesamtgesellschaft", sagte der 81-Jährige am Mittwochabend in der ARD-Talksendung "maischberger. die woche".Der Theologe Gauck schränkte aber ein, er würde "nicht gleich mit dem großen Hammer kommen", sondern eine abgestufte Form der Verpflichtung für richtig halten.

06.29 Uhr: Ministerpräsidenten plädieren vor Treffen mit Bund für einheitliche Corona-Maßnahmen

Vor der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) zur Diskussion zusätzlicher Corona-Maßnahmen an diesem Donnerstag haben einige Ministerpräsidenten auf einheitliche Maßnahmen gedrängt. "Die Lage ist ernst", sagte die Regierungschefin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Donnerstag. "Wir brauchen in Deutschland klare und einheitliche Regeln." Dazu gehören Schwesig zufolge zum Beispiel "einheitliche Kontaktbeschränkungen".

06.09 Uhr: Neue Familienministerin: Schulen und Kitas möglichst offenhalten

Vor der Corona-Runde von Bund und Ländern an diesem Donnerstag hat die designierte Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) vor einer schnellen Schließung von Schulen und Kitas gewarnt. "Wir müssen alles daran setzen, dass die Bildungseinrichtungen so lange wie möglich offen bleiben", sagte die Grünen-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). "Es geht nicht nur um Lernrückstände. Schulen und Kitas sind ein wichtiges System, das den Kindern auch Halt, Geborgenheit und Sicherheit gibt in dieser schwierigen Zeit. Viele Kinder leiden psychisch unter der Pandemie."

06.07 Uhr: Viele Tierheime wegen Haustierbooms in Pandemie voll

Im Jahr 2020 wurden nach Angaben des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) in Deutschland 34,9 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel gehalten, was einem Zuwachs von knapp einer Million im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Nicht mitgezählt wurden Zierfische und Terrarientiere. Viele Tierheime haben wegen des Haustierbooms mit nicht mehr gewollten Tieren zu kämpfen und sind voll. Der Tierschutzbund berichtete im November von einer "Katzenschwemme". Offenbar hätten sich viele Menschen unüberlegt Katzen angeschafft und seien ihrer dann überdrüssig geworden.

06.02 Uhr: Zu späte Booster-Empfehlung der Stiko: Mertens räumt Fehler ein

Die Kritik an der verspäteten Booster-Impfung inmitten der vierten Corona-Welle wächst. Im ARD-Politikmagazin "Panorama" räumt der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens erstmals Versäumnisse ein. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO), der emeritierte Ulmer Virologe Thomas Mertens, hat im Gespräch mit dem ARD-Politikmagazin "Panorama" erstmals eingeräumt, dass bestimmte Entscheidungen der Kommission "aus der heutigen Perspektive" zu spät erfolgt sind. So wäre es laut Mertens "wahrscheinlich günstiger gewesen, mit dem Boostern früher anzufangen".

Warum die STIKO so lange für ihre Entscheidung brauchte, erklärte Mertens in "Panorama" damit, "dass wir erst definieren, welche Daten brauchen wir, um zu einer Empfehlung kommen zu können. Und wenn das festgelegt ist, dann müssen diese Daten erhoben, erarbeitet werden. Und wenn diese Daten vorliegen, dann fängt die STIKO an, diese Daten zu diskutieren."

05.00 Uhr: Millionenbetrug mit Corona-Teststellen: Prozess beginnt

Vor dem Bochumer Landgericht beginnt heute der Betrugsprozess gegen zwei Betreiber von über 70 Corona-Teststellen in ganz Deutschland. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 48-jährigen Vater und seinem 26 Jahre alten Sohn vor, im März und April fast eine Million Bürgertests abgerechnet zu haben, die gar nicht durchgeführt worden waren. Darüber hinaus sollen dem Bund überhöhte Sachkosten in Rechnung gestellt worden sein. Der Gesamtschaden beläuft sich laut Anklage auf mehr als 25 Millionen Euro.

05.00 Uhr: Bund und Länder wollen härtere Corona-Maßnahmen auf den Weg bringen

Bund und Länder wollen heute härtere Maßnahmen im Kampf gegen Corona auf den Weg bringen. Dazu schalten sich die Länderchefs mit Noch-Kanzlerin Angela Merkel und Bald-Kanzler Olaf Scholz zusammen. Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, NRW-Regierungschef Hendrik Wüst, hat schon angekündigt, es solle unter anderem um umfangreiche Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte gehen sowie um die Vorbereitung einer allgemeinen Impfpflicht. Im Gespräch sind auch eine Ausweitung der 2G-Regel auf den Einzelhandel und die Reduzierung der Zuschauerzahl bei Großveranstaltungen.

05.00 Uhr: Thüringer Innenminister: Rechtsextreme nutzen Corona-Demos

Nach Ansicht des Thüringer Innenministers Georg Maier werden die Corona-Proteste in einigen Bundesländern von Rechtsextremisten unterwandert und für ihre Zwecke ausgenutzt. "Für Thüringen kann ich sagen, dass hinter etlichen dieser Versammlungen in der Vergangenheit und wahrscheinlich auch in der Zukunft, Rechtsextremisten stehen", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Das Thema soll auch bei der Innenministerkonferenz besprochen werden, die noch bis Freitag läuft. Maier sagte, es sei wichtig, ein Lagebild zu haben. Die Demonstrationen der Gegner der Corona-Politik seien in den Bundesländern unterschiedlich. "In manchen Bundesländern ist es eher esoterisch geprägt, in anderen Bundesländern kommt es eher aus dem Bereich Rechtsextremismus", sagte Maier.

04.30 Uhr: Patientenschützer warnen vor enormem Aufwand bei Impfpflicht

In der Debatte um eine allgemeine Corona-Impfpflicht haben Patientenschützer auf einen enormen Aufwand bei der Umsetzung hingewiesen. "Bisher sagt die Politik nicht, wie das finanziell, logistisch und personell gestemmt wird", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Es brauchte dann eine Infrastruktur, die allein 2022 halbjährlich Impfungen für Millionen Menschen gewährleiste, erläuterte er mit Blick auf mögliche Auffrischungsimpfungen. Es sei lebensfremd zu glauben, die Hausärzte könnten das zusätzlich leisten. "Schon jetzt laufen die niedergelassenen Ärzte mit ihrem Impfangebot heiß", sagte Brysch. "Leidtragende sind aktuell die Patienten, die medizinische Grundversorgung brauchen. Die Situation verschärft sich Tag für Tag."

04.29 Uhr: Überdurchschnittliche Corona-Todeszahlen in Bayern

In Bayern und anderen Bundesländern mit niedriger Impfquote sterben derzeit im Verhältnis erheblich mehr Menschen an und mit Corona als im besser durchgeimpften Norden Deutschlands. Das geht aus statistischen Analysen der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität hervor. Grundlage sind die offiziellen Daten des Robert Koch-Instituts und der Gesundheitsbehörden.

In Bayern sind demnach im Verhältnis zur Bevölkerung in sieben Tagen (Stand 1.12.) mehr als dreimal so viele Corona-Patienten gestorben wie in Bremen, dem Land mit der höchsten Impfquote. So gab es im Freistaat 3,9 Todesfälle pro 100.000 Einwohner, in Bremen 1,18. Nachzulesen ist das auf den "Corona Maps" des Instituts für Statistik an der LMU. Die meisten Toten im Verhältnis zur Bevölkerungszahl zu beklagen haben Thüringen (7,88) und Sachsen (6,75), Bayern folgte am Mittwoch auf Platz drei.

04.20 Uhr: Hausärzte wollen keine impfenden Zahnärzte und Apotheker

Vor dem geplanten Bund-Länder-Treffen an diesem Donnerstag hat sich der Deutsche Hausärzteverband dagegen ausgesprochen, auch in Apotheken und Zahnarztpraxen Impfungen anzubieten. "Die Apotheken und Zahnärzte ins Boot zu holen, ist eine vollkommene Absurdität", sagte der stellvertretende Vorsitzende, Markus Beier, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Donnerstag. "Weitere Bezugsberechtigte beschleunigen die Impfkampagne nicht, sondern verzögern sie eher".

Das Problem bei der Auslieferung der Impfstoffe sei derzeit, dass "mit der Gießkanne verteilt und mit dem Rasenmäher gekürzt wird", erklärte der Vize-Chef des Hausärzteverbands. "Jeder, der eine Arztnummer hat, kann gleichviel Impfstoff bestellen - die Hausärztin auf dem Land, die tausend Menschen versorgt, genauso viel wie der Radiologe in einer Klinik in der Stadt."

Umgekehrt würden die Lieferungen auch für alle gleich gekürzt. Im Ergebnis gebe es viel Impfstoff dort, wo viele Ärztinnen und Ärzte angestellt sind, und wenig, wo die Anzahl geringer ist. "Der ländliche Raum wird so strukturell benachteiligt", sagte Beier den Funke-Zeitungen.

03.53 Uhr: RKI meldet 73.209 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 439,2

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 73.209 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 2.752 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 75.961 gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 439,2 von 442,9 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 388 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 102.178. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 5,97 Millionen Corona-Tests positiv aus.

03.35 Uhr: Facebook-Mutter geht gegen Impfgegner-Netzwerk in Italien und Frankreich vor

Die Facebook-Muttergesellschaft Meta ist laut eigenen Angaben gegen eine internationale Kampagne von Corona-Impfgegnern vorgegangen. Wie das US-Unternehmen am Mittwoch mitteilte, löschte es in Frankreich und Italien Konten von seinen Plattformen, die mit einer Bewegung namens "V_V" in Verbindung standen. Die Mitglieder des Netzwerks hätten medizinisches Personal, Journalisten und Politiker, die zum Impfen aufriefen, "massenhaft belästigt" und als "Nazis" beschimpft.

02.01 Uhr: Lauterbach fordert deutliche Corona-Verschärfungen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dringt vor der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Donnerstag auf deutlich strengere Maßnahmen, um die vierte Corona-Welle zu brechen. "Erstens müssen alle Schülerinnen und Schüler bis zu den Weihnachtsferien Masken im Unterricht tragen und sich täglich in der Schule testen lassen", sagt Lauterbach der Zeitung "Rheinische Post". "Zweitens sollten die Kontakte Ungeimpfter bundesweit stark reduziert werden, am besten auf nur noch eine Person außerhalb des eigenen Haushalts." Drittens brauche es flächendeckend 2G-Regeln im öffentlichen Leben, auch im Einzelhandel. "Weil aber 25 Prozent der Infektionen durch vollständig Geimpfte weitergegeben werden, sollte 2Gplus beispielsweise in Restaurants zur Pflicht werden." Viertens sollten umgehend alle Bars sowie Clubs und Diskotheken schließen, bis die vierte Welle vorüber sei. "Und fünftens sollten alle Krankenhäuser in Deutschland sofort auf einen Notbetrieb umschalten und alle planbaren Operationen verschieben, um genug Kapazitäten für Corona-Patienten und Notfälle freizuhalten."

02.00 Uhr: Braun spricht sich für Inzidenzwert zwischen 300 und 400 aus

Kurz vor den Beratungen von Bund und Ländern spricht sich der geschäftsführende Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) für einen Inzidenzwert zwischen 300 und 400 aus, ab dem strenge Maßnahmen zur Corona-Eindämmung ergriffen werden sollten. "Solange wir ungeimpft waren, war klar: Ab einem Wert von 100 wird es gefährlich. Ein Handeln ab einer Inzidenz von 1000, wie einige Länder das derzeit machen, ist viel zu spät. Wir brauchen eine Grenze, die meines Erachtens - mit Blick auf den Impferfolg Stand jetzt - etwa einer Inzidenz von 300 bis 400 entspricht", sagt Braun der Zeitung "Rheinische Post". Daraus folge, dass die Kontaktreduktion bei Ungeimpften "sehr groß" sein müsse. "Abstand- und Maskenregel müssen für alle gelten, alles Weitere beraten wir.

Doch klar ist: Die Infektionsrate unter Ungeimpften ist zurzeit zehn Mal so hoch wie unter Geimpften." Ihm sei bewusst, dass eine Impfpflicht in der Gesellschaft zu Spaltung führe, "aber eine nicht enden wollende Pandemie eben auch."

01.00 Uhr: Einzelhandel fürchtet wegen 2G deutliche Einbußen beim Weihnachtsgeschäft

Der Einzelhandel befürchtet durch bundesweite 2G-Regeln Umsatzrückgänge und Arbeitsplatzverluste. "Mitten im Weihnachtsgeschäft verlieren die betroffenen Einzelhändler bis zu 50 Prozent ihrer Umsätze", sagt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das ist nach den ohnehin schon kräftezehrenden Lockdowns der vergangenen Monate für viele nicht zu verkraften." Die 2G-Regelungen für den Einzelhandel führten zu einem erhöhten Kontrollaufwand und in der Folge zu Schlangen vor den Geschäften. Das schrecke viele Kunden von einem Einkauf ab.

00.00 Uhr: IW warnt vor Umsatzeinbußen für Einzelhandel und Gastronomie

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet, dass eine Ausweitung der 2G-Regel dem Einzelhandel und dem Gastgewerbe Umsatzeinbußen bringen wird. "Wir gehen davon aus, dass 2G beim stationären Einzelhandel zu Umsatzeinbußen im Dezember von etwa 5,3 Milliarden Euro führen würde", sagte IW-Experte Christian Rusche dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Dabei müsse man bedenken, dass die Betriebe bereits im zweiten Jahr im wichtigen Weihnachtsgeschäft unter massiven Beschränkungen leiden. "Eine flächendeckende Einführung von 2G würde vor allem kleinere Betriebe sehr hart treffen. Vieles spricht dafür, dass zahlreiche Inhaber überlegen würden, ob es sich noch lohnt, das Geschäft zu öffnen. Aus diesem Grund wäre es sinnvoll, die finanziellen Hilfen für die betroffenen Handelsunternehmen auszuweiten und bürokratische Hürden bei der Gewährung der Hilfen zu beseitigen."

Mittwoch, 1. Dezember 2021

22.54 Uhr: Laut Moderna Hoffnung auf Omikron-Booster ab März

Der US-Pharmakonzern Moderna arbeitet an einer Auffrischimpfung, die speziell auf die Omikron-Variante von Sars-CoV-2 abgestimmt ist. Ab März soll das Präparat fertig für einen Zulassungsantrag in den USA sein. Moderna-Präsident Stephen Hoge bremst allerdings zu hohe Erwartungen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters betonte er, der Vorgang dauere drei bis vier Monate. "Die Omikron-spezifischen Booster kommen realistischerweise nicht vor März und vielleicht eher im zweiten Quartal."

21.39 Uhr: Olaf Scholz: "Jeder, der kann" soll sich impfen lassen

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz appelliert an die Menschen, sich impfen zu lassen: "Mir ist wichtig, dass jede und jeder, der kann, sich impfen lässt. Nur das hilft", sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in der ProSieben-Sendung "Joko und Klaas 15 Minuten live". Scholz richtete seine Botschaft dabei unmittelbar ans Fernsehpublikum und sprach direkt in die Kamera. Die vierte Welle unterscheide sich insofern von den vorigen, so Scholz, als die Linie zwischen mildem und schwerem Verlauf nunmehr nicht zwischen Alt und Jung verlaufe, sondern zwischen Geimpften und Ungeimpften. "Wer sich nicht impfen lässt, gefährdet sich selbst, gefährdet Kinder und alle seine Mitmenschen, die sich aufgrund von Vorkrankungen nicht impfen lassen können", so Scholz. Der SPD-Politiker stellte klar: "Ich möchte, dass wir bis Weihnachten bis zu 30 Millionen Impfungen in die Oberarme kriegen."

21.30 Uhr: Südafrika: Zahl bestätigter Neuinfektionen fast verdoppelt

In Südafrika, wo die neue Omikron-Variante des Coronavirus kürzlich zuerst festgestellt worden war, haben sich die Infektionszahlen seither dramatisch entwickelt: Innerhalb eines Tages habe sich die Zahl der bestätigten Neuinfektionen fast verdoppelt, von 4.373 am Dienstag auf 8.561 am Mittwoch, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Ob sich der sprunghafte Anstieg durch die neue Virusvariante erklären lässt, ist noch nicht klar. Man rechn mit einer möglichen weiteren Verdopplung oder sogar Verdreifachung der Fälle, so Nicksy Gumede-Moeletsi, Virologin für die Weltgesundheitsorganisation WHO in der Region, der Nachrichtenagentur AP. Experten untersuchen derzeit, ob Omikron durch seine Mutationen leichter übertragbar ist als die im Moment vorherrschende Delta-Variante des Coronavirus und wie effektiv Impfstoffe dagegen schützen.

20.27 Uhr: Piazolo gegen vorgezogene Weihnachtsferien

Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo hat sich gegen vorgezogene Weihnachtsferien ausgesprochen. "Oberste Maxime ist Präsenzunterricht", sagte Piazolo am Abend in Plenum. Aktuell sinkende Inzidenzen sprächen dafür, die Schulen offen zu lassen. "Deshalb bin ich nicht für ein Vorziehen der Weihnachtsferien." Vorgezogene Ferien seien eine Schulschließung, so Piazolo. Ministerpräsident Markus Söder hatte sich gestern im BR-Interview allerdings dafür offen gezeigt. Die Grünen im Landtag forderten in einem Dringlichkeitsantrag, die Ferien bereits am 20.12. (statt 24.12.) beginnen zu lassen. SPD, FDP und AfD lehnen das ab. Redner aus der CSU-Fraktion sprachen von vorgezogenen Ferien als "letztes Mittel".

20.00 Uhr: Erster Fall von Omikron-Variante in den USA

Die US-Seuchenbehörde CDC verzeichnet dem Sender CNN zufolge den ersten Fall von Omikron in den USA. Dieser sei in Kalifornien aufgetreten, heißt es. Es handelt sich demnach um eine vollständig geimpfte Person, die von einem Afrikaaufenthalt in die USA zurückgekehrt war. Die Nachricht über den ersten nachgewiesenen Infektionsfall mit der Omikron-Variante des Coronavirus hat zu einr Talfahrt an der Wall Street geführt. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 geben einen Großteil ihrer Anfangsgewinne ab und notieren nur noch knapp im Plus.

19.20 Uhr: Kandidaten für CDU-Vorsitz fordern Maßnahmenverschärfung

Die Kandidaten für den CDU-Vorsitz sprechen sich allesamt für eine baldige Verschärfung von Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus aus. Friedrich Merz rechnet mit der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht im Frühjahr. Das sagte er am Mittwoch bei einer Diskussionsrunde in Berlin mit seinen Mitbewerbern. Der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen sagte, die CDU sei bei der Frage einer allgemeinen Impfpflicht offen für eine Zusammenarbeit mit den Regierungsparteien, es sei "schnelles, gemeinsames, überparteiliches Handeln" gefragt. Der scheidende Kanzleramtschef Helge Braun fordert einer rasche Abstimmung zwischen Bund und Ländern über notwendige Maßnahmen. Es brauche dringend "einheitliche, für jeden verständliche Maßnahmen".

18.20 Uhr: Intensivmediziner-Chef: "Brauchen bundesweite Notbremse bis hin zu Lockdown"

Der Chef der Deutschen Intensiv- und Notfall-Mediziner/Divi, Gernot Marx, hat angesichts der Corona-Lage "eine bundesweite Notbremse bis hin zum Lockdown" gefordert. Marx rechnet bis Weihnachten mit bis zu 6.000 Intensivpatienten in Deutschland, egal, was die Politik jetzt noch unternimmt. Das hätten Experten aus dem Divi-Intensivregister errechnet. Man sehe anhand der Modellierungen ganz deutlich, "dass das jetzt schon nicht mehr zu verhindern ist, leider", sagte Marx im Interview mit der BR24 Rundschau.

18.15 Uhr: Entwurf für Corona-Gipfel - Shoppen nur für Geimpfte und Genesene

Bund und Länder wollen die Corona-Regeln im Kampf gegen die vierte Welle weiter verschärften und den Zutritt in Geschäften einschränken. Der Einzelhandel solle grundsätzlich nur noch Geimpfte oder Genesene (2G) als Kunden zulassen, heißt es im Entwurf für die Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag, der Reuters am Mittwoch vorlag. Ausnahmen sollen nur für Lebensmittel- und andere Geschäfte des täglichen Bedarfs gelten. 2G soll auch für Kultur und Freizeitaktivitäten gelten. Clubs und Bars müssen ganz schließen. Bei Fußballspielen dürfen danach maximal 30 Prozent der Plätze besetzt werden, höchstens aber 10.000 Zuschauer ins Stadion. Über eine Impfpflicht soll der Bundestag schnell entscheiden.

18.06: Klinikum Cottbus stellt Strafanzeige nach Falschmeldung auf WhatsApp

Wegen einer im Raum Cottbus über den Messenger-Dienst WhatsApp kursierenden Sprachnachricht hat das Cottbusser Carl-Thiem-Klinikum (CTK) Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. In der Sprachnachricht, die die Klinik auf ihre Webseite gestellt hat, wird behauptet, die aktuelle Situation auf der Intensivstation des Krankenhauses sei entspannt. Von 24 Betten seien nur zwei belegt, beides keine Corona-Patienten. Zudem hätten 15 Schwestern von der Intensivstation wegen „dieser Testerei“ gekündigt.

Das größte Klinikum in Südbrandenburg sprach am Mittwoch auf seiner Internetseite von Fake News und Lügen. „Ich bin entsetzt, dass Menschen Nachrichten dieses Inhalts, ohne zu hinterfragen, offenbar ohne darüber nachzudenken, einfach weiterleiten und dafür sorgen, dass diese Lügen verbreitet werden“, erklärte Geschäftsführer Götz Brodermann. „Um es ganz deutlich zu sagen: Wir erleben am CTK gerade eine solch dramatische Entwicklung wie noch nie in dieser Pandemie.

17.24 Uhr: Coronavirus-Variante Omikron in mindestens 23 Ländern entdeckt

Die neue und als Besorgnis erregend eingestufte Coronavirus-Variante Omikron ist bis Mittwoch in mindestens 23 Ländern entdeckt worden. Das geht aus dem Melderegister der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor, wie WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf berichtete. Die Zahl werde mit Sicherheit steigen.

Wie gut die verfügbaren Impfstoffe bei einer Infektion mit der Omikron-Variante vor einem schweren Verlauf schützen, sei noch nicht klar, betonte Covid-19-Expertin Maria van Kerkhove. Die Studien brauchten Zeit. In Südafrika sei die Zahl der Krankenhauseinweisungen gestiegen, aber dies könne auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass sich mehr Menschen infizieren, nicht, dass die Omikron-Variante einen schlimmeren Verlauf verursacht als andere Varianten.

17.01 Uhr: 93.500 bekannte Corona-Fälle bei Schülern in Deutschland

Die Zahl der Corona-Fälle an Schulen in Deutschland steigt weiter. Nach am Mittwoch veröffentlichten Zahlen der Kultusministerkonferenz (KMK) waren in der vergangenen Woche 93.487 Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern bekannt. In der Vorwoche waren es rund 72.000. Darüber hinaus waren rund 152.000 von 10 Millionen Schülern in Quarantäne (Vorwoche rund 126.000).

Die KMK legt im Wochenrhythmus Zahlen vor. Grundlage sind Rückmeldungen aus den Bundesländern aus mehr als 2.000 allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen mit etwa 10 Millionen Schülerinnen und Schülern.

16:38 Uhr: Mehr als 80 Corona-Intensiv-Patienten in Deutschland verlegt

Wegen der hohen Covid-19-Belastung einiger Intensivstationen sind mittlerweile mehr als 80 Patienten in andere Regionen Deutschlands verlegt worden. Dies sei koordiniert, strukturiert und sicher abgelaufen, sagte Jan-Thorsten Gräsner, Mitglied einer Fachgruppe unter anderem zu strategischen Patientenverlegungen, am Mittwoch in einer Videoschalte. Die Transporte stabiler Patienten im Rahmen des Kleeblattkonzepts funktionierten wie geplant. Der Direktor des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sprach von einem Novum in Deutschland: "Das gab es in der Geschichte dieses Landes noch nie." Die Verlegungen hatten vorige Woche begonnen.

16.23 Uhr: Geldbuße droht - Ansturm älterer Griechen auf Erstimpfung

In Griechenland haben von Dienstag auf Mittwoch rund 20.000 ältere Menschen einen Termin zur Erstimpfung vereinbart - das sind gut zehnmal so viele wie sonst im Tagesdurchschnitt. Diese Zahlen nannte am Mittwoch Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis im Parlament. Der sprunghafte Anstieg folgte auf seine Ankündigung vom Dienstag, dass für Menschen über 60 künftig eine Impfpflicht gilt. Vom 16. Januar an sind Strafen fällig, Ungeimpfte dieser Altersgruppe müssen dann monatlich 100 Euro Bußgeld zahlen.

16.11 Uhr: Zweijähriges Kind stirbt in Passau an Corona

In Passau ist erstmals ein Kind an bzw. in Verbindung mit Corona gestorben. Es war zwei Jahre alt. Das teilte die Stadt heute mit. Über die Umstände bzw. etwaige Vorerkrankungen ist nichts bekannt.

15.59 Uhr Hessen verschärft Corona-Bußgeldkatalog

Hessen hat die Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Regeln teils deutlich angehoben. Wer gegen die Maskenpflicht beispielsweise als Kunde, Patient oder Fahrgast verstößt, muss künftig 100 Euro bezahlen, wie aus der neuen Verordnung hervorgeht. Bislang waren 50 Euro fällig. Wenn ein Besucher oder Gast falsche oder unvollständige Angaben zur Kontaktverfolgung macht, drohen 200 Euro Bußgeld - statt wie bislang 100 Euro. Empfängt jemand trotz angeordneter Quarantäne Besuch, dann kann das mit 500 Euro Bußgeld geahndet werden. Der neue Bußgeldkatalog gilt seit 25. November.

15.57 Uhr: Südkorea beschließt Quarantänepflicht bei allen Einreisen

Südkorea verschärft nach den ersten Infektionen mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus die Einreisebestimmungen. Alle Neuankömmlinge aus dem Ausland müssen von diesem Freitag an nach der Ankunft für zehn Tage in Quarantäne.

15.54 Uhr: Zahl der Impfungen in Bayern weiter gestiegen

Die Zahl der Impfungen in Bayern ist in den vergangenen Tagen weiter gestiegen. Allein am Dienstag seien im Freistaat fast 150.000 Impfungen verabreicht worden, teilte das Gesundheitsministerium in München am Mittwoch mit. Eine Woche zuvor waren es knapp 128.000. Auch im Wochenvergleich stieg die Zahl der Impfungen deutlich - von rund 499.000 zwischen 15. und 21. November auf fast 792.000 in der vergangenen Woche. Seit dem Start der Corona-Impfkampagne habe es nur fünf Wochen mit höheren Werten gegeben, sagte ein Ministeriumssprecherin.

15.33 Uhr: Bislang knapp 60 Omikron-Infizierte in der EU erfasst

Mindestens elf EU-Staaten haben bislang das Auftreten der Coronavirus-Variante Omikron gemeldet. Wie die EU-Gesundheitsbehörde ECDC in einem Omikron-Update schrieb, gab es bis zum Mittwochmittag 59 erfasste Infizierte. Die in Stockholm ansässige Behörde listete dabei 16 Fälle in den Niederlanden, 14 in Portugal und 9 in Deutschland auf. Hinzu kamen gemeldete Infizierte in Italien, Dänemark (jeweils 4), Schweden, Österreich (jeweils 3), Belgien, Spanien (jeweils 2), Tschechien (1) sowie eine auf der zu Frankreich zählenden Insel Réunion.

14.55 Uhr: Frankreich verschärft Einreiseregeln für Ungeimpfte

Frankreich verlangt bei der Einreise aus Deutschland von Ungeimpften künftig einen PCR-Test, der höchstens 24 Stunden alt ist. Dies teilte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch in Paris mit. Bislang betrug die Frist 48 Stunden. Die Regelung gilt auch für Einreisen aus allen anderen EU-Ländern. Wer geimpft oder genesen ist, braucht den Test nicht.

14.37 Uhr: Polens Ministerpräsident ruft zu Impfung gegen Corona auf

Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen und seine Landsleute ebenfalls zur Impfung aufgerufen. Morawiecki richtete am Mittwoch einen emotionalen Appell an die Bevölkerung, nachdem 570 neue Todesfälle durch Corona innerhalb von 24 Stunden gemeldet wurden.

14.27 Uhr: USA wollen wegen Omikron schärfere Test-Regeln bei Einreise

Die USA wollen nach Medienberichten ihre Regeln zur Vorlage von Corona-Tests bei der Einreise wegen der neuen Omikron-Variante verschärfen. Demnach darf ein Negativ-Test nach Vorstellungen der nationalen Gesundheitsbehörde CDC künftig höchstens 24 Stunden vor der Abreise in die USA gemacht worden sein. Bislang gilt eine Frist von drei Tagen.

14.19 Uhr: Drei Omikron-Fälle in der Schweiz bestätigt

In der Schweiz sind drei Fälle der neuen Coronavirus-Variante Omikron nachgewiesen worden. Das Ergebnis sei mit einer Sequenzierung bestätigt worden, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Gesundheit am Mittwoch.

14.06 Uhr: Repräsentanten von sieben Religionen werben fürs Impfen

Angesichts der sich zuspitzenden Lage in der Corona-Pandemie werben Repräsentanten von sieben Religionsgemeinschaften in Deutschland für die Impfung: "Impfen ist Ausdruck religiöser Verantwortung", heißt es in einer Erklärung. Die Verantwortung für das eigene Leben und das der Mitmenschen sei ein Gebot in allen Religionen. Sofern in Einzelfällen keine gesundheitlichen Gründe dagegensprächen, sollten sich Menschen impfen lassen. "Eine Impfung schützt die eigene Gesundheit und die der Menschen weltweit", hieß es.

Die Erklärung wird getragen von Ihsan Dilber, dem Vorsitzenden des Landesverbandes der Alevitischen Gemeinden in Hessen, Abdassamad El Yazidi, dem Generalsekretär des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Detlef Görrig, Oberkirchenrat und Referent für Interreligiösen Dialog der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Tsunma Konchok Jinpa Chodron, Ratsmitglied der Deutschen Buddhistischen Union, Daniel Neumann, Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen, Irfan Ortac, Stellvertretender Vorsitzender des Zentralrates der Jesiden in Deutschland, Khuswant Singh, Sikh und ehemaliger Vorsitzender des Rats der Religionen Frankfurt sowie dem katholischen Theologen Karl-Josef Kuschel, Vorsitzender des Abrahamischen Forums in Deutschland.

13.26 Uhr: Holetschek fordert für Intensivkräfte doppeltes Gehalt für ein Jahr

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU), fordert eine befristete Verdoppelung des Gehalts für Intensivpflegekräfte im Corona-Stress. „Ich schlage vor, dass wir das Gehalt der Pflegekräfte auf den Intensivstationen für die kommenden zwölf Monate steuerfrei stellen oder dass wir es durch einen Staatszuschuss für dieses Jahr verdoppeln“, sagte der bayerische Gesundheitsminister der Wochenzeitung „Die Zeit“. Damit ließe sich schnell mehr Personal gewinnen: „Es muss ein großer Aufschlag sein, kein Klein-Klein.“Zur akuten Hilfe für Pflegekräfte brauche es nachhaltige Lösungen, sagte Holetschek.

13.25 Uhr: Von der Leyen für Prüfung von allgemeiner Impfpflicht in der EU

"Wir sollten möglicherweise über eine verpflichtende Impfung in der EU nachdenken", sagte von der Leyen am Mittwoch in Brüssel. Sie begründete dies mit der Ausbreitung der neuen Omikron-Variante und der Tatsache, dass ein Drittel der EU-Bürger bisher nicht gegen das Coronavirus geimpft ist.

13.10 Uhr: Nordrhein-Westfalen führt Maskenpflicht im Unterricht wieder ein

Einen Monat nach Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht kehrt Nordrhein-Westfalen wieder um: Schüler müssen bereits ab diesem Donnerstag wieder eine Corona-Schutzmaske an ihrem Sitzplatz tragen. Das beschloss die Landesregierung am Mittwoch. Lediglich auf dem Außengelände der Schulen gelte wie bisher grundsätzlich keine Maskenpflicht, heißt es in einer Mitteilung.

Die Maske am Sitzplatz gelte auch wieder für Ganztags- und Betreuungsangebote und für alle sonstigen Zusammenkünfte im Schulbetrieb wie Konferenzen und Gremiensitzungen, sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden könne.

13.05 Uhr: Portugal verschärft trotz hoher Impfquote Corona-Maßnahmen

Portugal verschärft angesichts eines Anstiegs von Coronavirus-Infektionen trotz einer der höchsten Impfquoten Europas seine Maßnahmen gegen die Pandemie. Dazu wurde am Mittwoch zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Notlage ausgerufen, was im portugiesischen Katastrophenschutzsystem eine Stufe unter dem Ausnahmezustand ist. Damit kann die Regierung strengere Maßnahmen ohne Zustimmung des Parlaments verhängen.

12.59 Uhr: Omikron-Variante jetzt auch in Norwegen bestätigt

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals auch in Norwegen bestätigt worden. Zwei Fälle wurden am Mittwoch in der Gemeinde Øygarden westlich von Bergen nachgewiesen, wie die Kommune im Westen des skandinavischen Landes mitteilte. Die beiden Personen seien auf Reisen in Südafrika gewesen und befänden sich auf dem Weg der Besserung.

12.48 Uhr: RKI: Gut 800 000 Impfungen am Dienstag - Impfquote bei 68,6

In Deutschland sind inzwischen mindestens 57 Millionen Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft. Das sind 68,6 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus dem Impfdashboard des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervorgeht. Am Dienstag wurden demnach rund 807 000 Dosen verabreicht. Dabei handelte es sich um 90 729 Erstimpfungen, 59 847 Zweit- und 656 743 Auffrischungsimpfungen.

Zum Vergleich: Am Dienstag vor einer Woche (23.11.) wurden 96 410 Erstimpfungen verzeichnet, vor zwei Wochen (16.11.) waren es 63 365. Es gab in diesem Monat allerdings auch schon deutlich höhere Werte: So wurden am 24. und 25. November jeweils fast 120 000 Erstimpfungen registriert.

12.29 Uhr: Studentinnen stresst Corona mehr als Studenten

Studentinnen fühlen sich durch die Corona-Krise einer Umfrage zufolge stärker gestresst als ihre männlichen Kommilitonen. Die Hälfte der befragten Studentinnen gab an, im vergangenen Lockdown unter Anspannung und hohem Druck gestanden zu haben, wie die KKH Kaufmännische Krankenkasse am Mittwoch in Hannover bekanntgab. Unter den Studenten traf das nur auf jeden Dritten zu.

Die Teilnehmerinnen litten laut KKH häufiger unter Demotivation, Erschöpfung, Gereiztheit, Schlafproblemen, Ängstlichkeit und körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen. Jede zweite Studentin sagte, sie fühle sich traurig. Unter den Männern war es nicht einmal jeder Dritte (31 Prozent).

12.18 Uhr: Saudi-Arabien vermeldet ersten Omikron-Fall in der Golfregion

Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist nun auch erstmals in der Golfregion registriert worden. Das Gesundheitsministerium von Saudi-Arabien teilte am Mittwoch mit, dass eine Infektion bei einem von einem Nordafrika-Aufenthalt zurückgekehrten Einwohner des Landes festgestellt worden sei.

12:13 Uhr: Viele Gesundheitsämter kommen mit Corona-Meldungen nicht mehr hinterher

Viele Gesundheitsämter kommen derzeit beim Bearbeiten von positiven Corona-Nachweisen laut der Verbandschefin der Amtsärzte nicht mehr hinterher. «Ich gehe davon aus, dass die gemeldeten Zahlen nur ein Teil der positiven Nachweise sind», sagte die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, der Deutschen Presse-Agentur. Die Gesundheitsämter können demnach - mit regionalen Unterschieden - eingehende Meldungen von Corona-Fällen nicht mehr zeitnah an das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) weitergeben, eine Untererfassung sei die Folge.

11.58 Uhr: EU entscheidet sich vorerst gegen Krisengipfel zu Omikron

Die Europäische Union wird vorerst keinen Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs zur Omikron-Variante des Coronavirus abhalten. Wie ein EU-Beamter am Mittwoch mitteilte, werden die Gesundheitsminister der 27 EU-Länder die Situation zunächst am kommenden Dienstag bewerten, bevor sie den Staats- und Regierungschefs auf dem regulär geplanten Gipfel am 16. Dezember vorgelegt werde. Da das Treffen noch nicht offiziell angekündigt wurde, sprach der Beamte unter der Bedingung von Anonymität.

11.53 Uhr: WHO will internationalen Pakt zur Bekämpfung künftiger Pandemien

Die Weltgesundheitsorganisation WHO soll Verhandlungen über einen internationalen Pakt zur Verhinderung und Bekämpfung künftiger Pandemien starten. Das beschließt eine Versammlung von Vertretern aller 194 Mitgliedsstaaten. Eine Einigung könnte voraussichtlich bis Mai 2024 erreicht werden. Thematisiert werden sollen die gemeinsame Nutzung von Daten und der Genomsequenzierung neu auftretender Viren sowie potenzielle Impfstoffe und Arzneimittel aus der Forschung.

11.46 Uhr: Omikron nun auch in bevölkerungsreichsten Land Afrikas Nigeria

Die neue Coronavirus-Variante Omikron hat nun auch das bevölkerungsreichste Land Afrikas erreicht. Die Gesundheitsbehörden von Nigeria teilten am Mittwoch mit, dass drei Fälle aufgetreten und im Labor zweifelsfrei bestätigt worden seien. Alle drei Betroffenen seien unlängst in Südafrika gewesen.

11.30 Uhr: BGH sieht bei Geschäftsmiete im Lockdown keine Pauschallösung

Einzelhändler, die mit ihrem Vermieter über die Miete im Corona-Lockdown streiten, können voraussichtlich nicht auf eine pauschale Halbe/Halbe-Regelung hoffen. Das zeichnete sich am Mittwoch in einer Verhandlung des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe ab. In dem Musterfall aus Sachsen hatte zuletzt das Dresdner Oberlandesgericht dem Geschäft den Erlass von ungefähr der Hälfte einer Monatsmiete zugesprochen, weil es von 19. März bis 19. April 2020 schließen musste. Das ist den BGH-Richterinnen und -Richtern zu pauschal. Der Vorsitzende Hans-Joachim Dose sagte, nach vorläufiger Einschätzung brauche es "eine umfassende Prüfung aller Umstände des Einzelfalls". Das Urteil soll am 12. Januar verkündet werden.

Seit dem Jahreswechsel 2020/21 ist gesetzlich klargestellt, dass gewerbliche Mieter eine Anpassung ihres Mietvertrags verlangen können, wenn sie wegen Corona-Maßnahmen schließen müssen oder ihr Geschäft nur mit starken Einschränkungen öffnen dürfen. Es gibt aber keine Vorschrift, die besagt, dass ihnen ein Teil der Miete erlassen werden muss. In dem Fall geht es um eine Filiale des Textil-Discounters Kik im Raum Chemnitz.

11.25 Uhr: Studie: Rechtspopulisten nutzen Pandemie für Mobilisierung

Rechtspopulistische Parteien in Europa nutzen die Corona-Pandemie laut einer aktuellen Analyse zur gezielten Mobilisierung von Wählern. Zu diesem Ergebnis kommt die am Mittwoch vorgestellte vierte Jahresstudie des Mercator Forums Migration und Demokratie (MIDEM) an der Technischen Universität Dresden mit dem Titel „Corona und Rechtspopulismus“. Untersucht wurden soziale Medien und populistische Einstellungen in Zeiten der Pandemie.

MIDEM-Direktor Hans Vorländer sagte: „Im Kern geht es für die meisten Rechtspopulisten auch in der Pandemie darum, sich als einzige Alternative zu den bestehenden Parteien zu inszenieren.“ Auch deswegen hätten oppositionelle Rechtspopulisten in Europa einen radikalen Kurswechsel zu Beginn der Pandemie vollzogen, von Befürwortern zu scharfen Kritikern der Schutzmaßnahmen. Lediglich rechtspopulistische Parteien in einer Regierung versuchten, das Thema Corona zu entpolitisieren, sagte Vorländer.

So zeigten die Studien-Ergebnisse, dass etwa hinter der AfD zahlreiche Corona-Skeptiker stünden. Eine repräsentative Befragung zu den Corona-Maßnahmen in Sachsen habe ergeben, dass Menschen, die Corona-Maßnahmen ablehnen, sich von Politik und Institutionen häufig schlecht oder gar nicht repräsentiert sehen.Des Weiteren geht aus der Studie hervor, dass das Thema Migration auch während der Pandemie eine wichtige Rolle für Rechtspopulisten spielt - vor allem in Nordeuropa. Corona werde in sozialen Medien häufig mit Migration verbunden, etwa wenn vor der Verbreitung des Virus durch Migranten gewarnt werde.

11.13 Uhr: Umfrage: Menschen in Deutschland häufiger unter Stress - Corona belastet jeden Zweiten

Die Deutschen fühlen sich zunehmend gestresst. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) steht mit 26 Prozent mehr als ein Viertel häufig unter Stress. Das sind 30 Prozent mehr als bei einer ähnlichen Befragung von 2013. Mit 64 Prozent fühlen sich knapp zwei von drei Menschen der Studie zufolge zumindest manchmal gestresst.

Die Corona-Pandemie verstärkte das Stressempfinden noch einmal. Auf die Frage, ob das Leben seit Beginn der Pandemie stressiger geworden sei, antwortet mit 47 Prozent rund die Hälfte der Befragten mit ja. Familien mit Kindern im Haushalt fühlen sich mit 60 Prozent stärker gestresst als Haushalte ohne Kinder mit 43 Prozent. Mit 64 Prozent besonders gestresst sind Erwerbstätige im Homeoffice mit mindestens einem Kind - bei Beschäftigten im Homeoffice ohne Kind sind dies 42 Prozent.

Stressfaktor Nummer eins sind wie auch schon vor der Pandemie die Arbeit sowie Schule oder Studium. Mit 47 Prozent gab dies fast jeder zweite Befragte gab das als Stressgrund an. Es folgen mit 46 Prozent hohe Ansprüche an sich selbst, mit 31 Prozent eine schwere Krankheit eines nahestehenden Menschen, mit 26 Prozent Konflikte mit nahestehenden Menschen, mit 25 Prozent ständige Erreichbarkeit durch Handy und soziale Medien sowie mit 24 Prozent zu viel Freizeitstress.

11.02 Uhr: Erste Kreise in Bayern lockern Hotspot-Regeln

Die ersten beiden bayerischen Landkreise dürfen die wegen Inzidenzen von mehr als 1.000 verhängten verschärften Corona-Regeln wieder lockern. Ostallgäu und Deggendorf lagen am Mittwoch den jeweils fünften Tag am Stück wieder unter der Schwelle. Damit fallen dort die zusätzlichen Beschränkungen ab Donnerstag weg.

Dann ist in den beiden Landkreisen unter anderem der Zutritt zu Sportstätten, Kulturbereich, Bädern und Fitnessstudios für Geimpfte oder Genesene jeweils mit Test (2G plus) wieder erlaubt. Mit 2G können Gastronomie und Beherbergungsbetriebe wieder besucht werden, zudem Einrichtungen der Aus- Fort- und Weiterbildung, Fahrschulen und körpernahe Dienstleistungen. Im Handel können wieder mehr Kunden in die Geschäfte.

10.36 Uhr: Gericht: Polizei darf gegen Maskenverweigerer vorgehen

Die Polizei darf in der Corona-Pandemie gegen Maskenverweigerer auf Demonstrationen vorgehen. Ein vorübergehender Platzverweis auf der Grundlage des Allgemeinen Gesetzes zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sei rechtens, urteilte das Berliner Verwaltungsgericht in einer am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung. Das bereits im September ergangene Urteil ist inzwischen rechtskräftig. (VG 1 K 223/21) Geklagt hatte ein Teilnehmer einer Demonstration von Kritikern der Corona-Maßnahmen und von Anhängern von Verschwörungsmythen am 5. April 2021 am Brandenburger Tor. Dabei war nach den Corona-Vorschriften des Landes Berlin eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Da der Kläger auf der Versammlung ohne diesen Schutz angetroffen wurde, hätten Polizeibeamte ihn von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen und ihm einen Platzverweis erteilt.Ein ärztliches Attest des Klägers sei von den Polizisten nicht akzeptiert worden, so der Kläger. Die Ärztin, die das Attest ausgestellt hatte, sei schon damals wegen des Verdachts des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse polizeibekannt gewesen, hieß es.

10.11 Uhr: Umfrage: Schulen digital noch nicht gut genug ausgestattet

Nach knapp zwei Jahren Corona-Pandemie sind deutsche Schulen einer Umfrage zufolge noch immer nicht optimal für einen digital unterstützten Unterricht ausgerüstet. Fast die Hälfte der Lehrkräfte (43 Prozent) habe bisher kein digitales Endgerät zur Verfügung gestellt bekommen, ergibt eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Deutschen Philologenverbandes (DPhV) unter knapp 7.000 Lehrkräften von Gymnasien und zum Abitur führenden Schulen.

09.53 Uhr: Kinderimpfstoff kommt schon eine Woche früher

Deutschland und die anderen EU-Länder werden den Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer bereits am 13. Dezember erhalten und damit eine Woche früher als bisher geplant. Der Liefertermin für den Impfstoff für die Fünf- bis Elfjährigen gelte für alle EU-Länder, erklärte das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage. Ursprünglich war die Auslieferung für den 20. Dezember vorgesehen. "Wir konnten erreichen, dass der Impfstoff für die fünf- bis elfjährigen Kinder eine Woche früher ausgeliefert wird", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn. "Das hat uns der Hersteller zugesichert." Angesichts der aktuellen Pandemielage sei dies eine gute Nachricht für Eltern und Kinder. Viele warteten sehnsüchtig darauf.

In Deutschland gibt es etwa 4,5 Millionen Kinder in dieser Altersgruppe. Spahn hatte gesagt, dass die 2,4 Millionen Impfdosen für den Start ausreichen dürften, weitere Lieferungen soll es dann 2022 geben.

09.38 Uhr: Südkorea registriert erstmals mehr als 5.000 Corona-Neuinfektionen

Die Corona-Zahlen in Südkorea sind zwar vergleichsweise niedrig, trotzdem verzeichnet auch das ostasiatische Land inzwischen einen Rekordwert. Wie die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mitteilten, wurden am Dienstag erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 50.00 Neuinfektionen an einem Tag erfasst. Die meisten der 5.123 Neuansteckungen wurden in Seoul und der Hauptstadtregion gemeldet. Die Gesamtzahl stieg auf über 452.000.

Südkorea ist bislang im internationalen Vergleich gut durch die Pandemie gekommen. Seit einer Lockerung der Beschränkungen Anfang November steigen die Fallzahlen jedoch an. Bisher wurden mehr als 80 Prozent der rund 52 Millionen Einwohner vollständig geimpft.

Auch bei den Intensivpatienten mit Covid-19 wurde den Angaben zufolge ein Tagesrekord registriert. Erstmals wurde dabei am Dienstag die Schwelle von 700 überschritten. Die Intensivbetten für Corona-Patienten waren landesweit zu fast 80 Prozent belegt.

09.36 Uhr Linken-Fraktionschef fordert Rückholaktion für frühere Pflegekräfte

Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat ein bundesweites Corona-Notprogramm gefordert. Teil des Programms müsse eine "bundesweit koordinierte Rückholaktion für Ex-Pflegekräfte" sein, sagte Bartsch den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Mittwoch. Außerdem müsse es eine fünfstellige steuerfreie Rückkehrprämie geben, die auch an die aktuellen Pflegekräfte als Bonus ausgezahlt werden müsse. Dies wären dann jeweils mindestens 10.000 Euro.

Wichtig sei für ihn auch eine Schulgarantie für die Familien. "Flächendeckende, monatelange Schulschließungen darf es nicht mehr geben. Diese Zusicherung brauchen die Familien", sagte Bartsch.

09.22 Uhr: Österreichs Krankenhäuser überfüllt - Bereits Triagen nötig

In den Krankenhäusern in Österreich kommt es der Regierung zufolge angesichts der hohen Zahl an Corona-Patienten bereits zu Triagen. Der seit über einer Woche geltende Lockdown würde zwar mittlerweile Wirkung zeigen, die Infektionszahlen wären aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und die Lage in den Krankenhäusern sei dramatisch, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) am Dienstagabend im Hauptausschuss des Parlaments. Triagen würden bereits nicht nur bei leichten Operationen, sondern auch bei jenen für Krebspatienten stattfinden, sagte der Minister. In manchen Fällen müsse darüber entschieden werden, welcher Patient mehr Überlebenschancen habe.

09.20 Uhr: Städtetag fordert "Impfknall"

Der Deutsche Städtetag hat angesichts der Corona-Lage eine deutliche Beschleunigung der Impfkampagne gefordert. "Wir fordern einen Impfknall. Es muss wirklich eine Impfexplosion geben, dass die vielen Willigen, die sich jetzt impfen lassen wollen, auch wirklich nicht in langen Schlangen stehe", sagte Präsident Markus Lewe (CDU) am Mittwoch im Interview bei "Welt". Er sprach sich dafür aus, dass auch Apotheken, Pflegerinnen und Pfleger, Zahnärzte und die Bundeswehr ermächtigt würden, Impfungen durchzuführen. "Jeder Tag ist kostbar. Jede Impfung hilft uns, diese Pandemie zu bewältigen."

09.17 Uhr: Gesundheitspolitische SPD-Sprecherin Dittmar: Impflücke in Deutschland nicht tolerabel

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag, Sabine Dittmar, hat sich klar für eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland ausgesprochen. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte sie: "Eine Impflücke von fast 16 Millionen Menschen ist nicht tolerabel, wird uns vor der fünften, sechsten Welle nicht schützen. Deshalb bin ich sehr dafür. Ich werde auch dafür stimmen." Sie habe sich in dieser Frage "massiv getäuscht" - noch vor einem Jahr habe sie gedacht, dass dies nicht nötig sei, weil es in Deutschland eine hohe Impfbereitschaft gebe.

09.07 Uhr: Landkreis Miesbach richtet Leichensammelstelle ein

Angesichts der angespannten Lage in den Krankenhäusern richtet der Landkreis Miesbach vorsorglich eine Leichensammelstelle ein. "Es ist eine Vorsichtsmaßnahme", sagte eine Sprecherin des Landratamtes am Mittwoch. Es gehe darum, Leichen zu kühlen, bevor sie bestattet werden könnten. Der Ort werde in diesen Tagen eingerichtet. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

Derartige Vorbereitungen habe es unter dem Eindruck von Bergamo bereits in der Vergangenheit gegeben, sagte die Sprecherin. Der Katastrophenschutz treffe nun erneut erste Vorbereitungen - obwohl die Zahlen der Neuinfektionen in der vergangenen Woche im Vergleich zu den Vorwochen zurückgegangen seien. Es könne aber keine Entwarnung gegeben werden, man rechne wieder mit steigenden Zahlen. Alleine im November starben laut Landratsamt 23 Menschen im Landkreis an oder mit dem Coronavirus. Dies führe dazu, dass Krematorien und Bestatter zunehmend überlastet seien.

09.04 Uhr: Corona an Bord: Kreuzfahrtschiff "Hamburg darf nicht in argentinischen Hafen

Die argentinischen Behörden haben dem Kreuzfahrtschiff "Hamburg" mit knapp 300 Passagieren an Bord das Einlaufen in den Hafen von Puerto Madryn im Süden des Landes verwehrt, nachdem ein Corona-Fall an Bord entdeckt wurde. Das Gesundheitsministerium in Buenos Aires teilte am Dienstag mit, alle Passagiere des Schiffes müssten sich isolieren. Nach einer Warnung wegen eines positiven Corona-Tests wurden binnen 24 Stunden PCR-Tests bei den 170 Passagieren und 156 Besatzungsmitgliedern vorgenommen. Sie fielen nach Angaben der Ministerin Carla Vizzoti alle negativ aus, "auch bei der betroffenen Person", die weiter isoliert sei. Allerdings habe ein Besatzungsmitglied, das zum Gesundheitspersonal zählt, am Montag ein positives Testergebnis vorgewiesen, obwohl noch am Samstag ein Test negativ ausgefallen sei. Die Person weise keine Symptome auf, wurde der Kapitän des Schiffes in der Erklärung des Ministeriums zitiert.

Die die unter der Flagge der Bahamas fahrende "Hamburg" war von Buenos Aires aus Richtung Süden unterwegs, als ihr in Puerto Madryn die Einfahrt verwehrt wurde. Die nächste Etappe ist Ushuaïa in 3000 Kilometer Entfernung. Das Gesundheitsministerium in Buenos Aires sprach von "Vorsichtsmaßnahmen" und verwies auf die Risiken, die mit der Omikron-Variante des Corona-Virus verbunden seien.

09.02 Uhr: Ethikratvorsitzende erwägt Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hält zur Eindämmung der vierten Welle der Corona-Pandemie womöglich auch stärkere Einschränkungen für Geimpfte für notwendig. Die Frage sei, ob Beschränkungen nur für Ungeimpfte ausreichen oder ob "zumindest in den am schlimmsten betroffenen Regionen zusätzlich auch Einschränkungen für Geimpfte notwendig werden", sagte Buyx der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Mittwoch. Sie verwies dabei auch auf Risiken durch die neue Omikron-Variante. Unerlässlich seien auf jeden Fall zusätzliche Maßnahmen für Ungeimpfte.

09.01 Uhr: Großbritannien meldet 22 bestätigte Omikron-Fälle

In Großbritannien sind bislang 22 Ansteckungsfälle mit der neuen Corona-Variante Omikron bekannt. "Diese Zahl wird sicherlich steigen", sagt Gesundheitsminister Sajid Javid dem TV-Sender Sky News. Er rechne damit, dass in den kommenden zwei Wochen mehr Details über die Variante bekanntwürden, da Wissenschaftler forschten, wie Omikron sich auswirke. Der beste Schutz seien aber immer noch die Impfstoffe. Sie könnten zwar womöglich bei Omikron weniger wirksam sein. Das wisse man noch nicht genau. "Aber es ist auch sehr wahrscheinlich, dass sie gegen schwere Krankheitsverläufe wirksam bleiben."

08.57 Uhr: Erster Omikron-Fall in NRW - Person kam aus Südafrika

Auch in Nordrhein-Westfalen ist ein erster Fall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Eine entsprechende Information der Stadt Düsseldorf wurde am Mittwochmorgen vom NRW-Gesundheitsministerium bestätigt. Eine sogenannte Gesamtgenomsequenzierung habe eine Infektion mit der Virus-Variante nachgewiesen, sagte ein Ministeriumssprecher. Betroffen ist eine Person, die am 21. November aus Südafrika eingereist ist und dort Kontakt zu einem mittlerweile positiv getesteten Fall hatte, wie die Stadt am späten Dienstagabend mitgeteilt hatte. Geschlecht und Alter wurden nicht genannt.

08.43 Uhr: Schwesig: Brauchen Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte

Um die Pandemie effektiv zu bekämpfen, muss es nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auch Kontaktbeschränkungen für Geimpfte geben. "Der Bund muss die Rechtslage ändern an der Stelle", sagt die SPD-Politikerin im ZDF. Sicherlich müssten die Beschränkungen für Ungeimpfte sehr viel härter ausfallen und würden auch verschärft. "Aber große Familienfeiern mit 50 Leuten wird es auch nicht mehr geben", sagt Schwesig.

08.40 Uhr: Erste Omikron-Fälle in Nigeria bereits im Oktober

In Nigeria sind die ersten Omikron-Fälle bereits im Oktober aufgetaucht. Allerdings sei die neue Variante des Coronavirus erst jetzt bei einer nachträglichen Sequenzierung nachwiesen worden, teilt die Gesundheitsbehörde NCDC mit. Es habe sich um Corona-positiv getestete Reisende nach Nigeria gehandelt, deren Proben im Oktober gesammelt worden sei. Weitere Details wurden nicht genannt.

08.28 Uhr: Intensivmediziner fordern Rückkehr zur epidemischen Notlage

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat sich für die Wiedereinsetzung des Gesetzes zur epidemischen Notlage in Deutschland ausgesprochen. Es brauche nun bundeseinheitliche Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung, notfalls auch durch einen erneuten zeitlich begrenzten Lockdown, erklärte Divi-Präsident Gernot Marx im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Die Kliniken müssten vor dem "Kollaps bewahrt" werden, was auch bedeute, dass alle medizinisch nicht notwendigen Operationen verschoben werden müssten, um Intensivkapazitäten frei zu halten.

09.35 Uhr: Stiko-Chef Mertens: Tests entdecken auch Omikron-Variante

Die neue Coronavirus-Variante Omikron kann nach den Worten des Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, mit den allgemein verwendeten PCR- und Antigentests entdeckt werden. Das sei eine "sehr gute Nachricht", sagte Mertens der "Schwäbischen Zeitung". Für die Omikron-Variante gibt es bereits erste Nachweise in Deutschland.

Auf die Frage, was bisher über die neue Variante bekannt sei, sagte Mertens, es seien Beobachtungsstudien nötig. Es solle dabei herausgefunden werden, "wie die Krankheitsverläufe zum Beispiel bei älteren und vorerkrankten Menschen sind". Er fügte hinzu: "Es wird etwas dauern, bis hier Klarheit besteht."

08.20 Uhr: Intensivmediziner Gräsner: "Würde helfen, wenn Politik zu schnellen Entscheidungen kommt"

Der Intensivmediziner Jan-Thorsten Gräsner, Direktor des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel, beklagt offene Finanzierungsfragen bei der Verlegung von Intensivpatienten in andere Bundesländer. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte er: "Das was wir brauchen ist Unterstützung der Politik, insbesondere was die Klärung von offenen Finanzfragen für Learjet-Transporte und andere Dinge angeht. Da würde es helfen, wenn die Politik zu schnellen Entscheidungen kommt." Zwar sei die Finanzierung der Patientenverlagerungen an sich gesichert, so Gräsner. Es gebe aber immer wieder Diskussionen über die Frage des konkreten Kostenträgers: "Das kostet Zeit und das ist das, was wir nicht gebrauchen können."

08.18 Uhr: Zahl der Intensivpatienten trotz Verlegungen weiter gestiegen

Die Zahl der Covid-Schwerstkranken auf Bayerns überlasteten Intensivstationen ist trotz Verlegungen in andere Bundesländer weiter gestiegen. Am Mittwoch meldete das bundesweite Intensivregister 1.065 Corona-Intensivpatientinnen und -patienten, das waren knapp 60 mehr als eine Woche zuvor.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Vorabend weitere Verschärfungen der Corona-Einschränkungen für Ungeimpfte angekündigt, unter anderem im Einzelhandel. Wer nicht geimpft ist, soll kein Geschäft mehr betreten dürfen, abgesehen vom Einkauf des täglichen Bedarfs.

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten nimmt mittlerweile etwas langsamer zu als in den Vorwochen, aber in vielen Krankenhäusern herrscht nach wie vor Ausnahmesituation: So waren am Mittwoch laut Intensivregister 12 der derzeit 18 Intensivpatienten im Kreis Altötting Corona-Fälle, ein Bett war noch frei.

08.10 Uhr: Divi-Präsident: "Vor Weihnachten etwa 6.000 Corona-Intensivpatienten"

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, rechnet mit etwa 6.000 Corona-Intensivpatienten bis Weihnachten. Dies sei unabhängig davon, was jetzt von der Politik an Maßnahmen beschlossen werde, sagt er im ZDF. Die Lage sei "besonders bedrohlich", weil etwa 4.000 Intensivbetten weniger als vor einem Jahr zur Verfügung stünden. "Die Lage wird wirklich zunehmend enger", so Marx.

08.08 Uhr: Weitere Impfstationen im Landkreis Fürth

Auch im Landkreis Fürth werden die Anlaufstellen für eine Corona-Impfung im Dezember wieder hochgefahren. Diese werden vom gemeinsamen Impfzentrum der Stadt und des Landkreises Fürth betrieben, teilten Stadt und Landratsamt mit. Wegen des Winterwetters habe man die Fahrten des Impfbusses eingestellt. Nun soll es Impfstationen an Feuerwehrgerätehäusern geben, und zwar in Cadolzburg, Großhabersdorf, Langenzenn, Oberasbach, Roßtal, Stein, Veitsbronn und Wilhermsdorf. Für Impftermine sollen sich Interessenten online bei dem bayernweiten Portal impfzentren.bayern.de anmelden. Alternativ ist auch eine telefonische Anmeldung unter 0911/950 917-0 möglich. Das Landratsamt und die Stadt weisen allerdings darauf hin, dass die Telefonkapazitäten begrenzt sind und es deshalb zu längeren Wartezeiten kommen kann.

07.40 Uhr: FDP-Fraktionsvize Thomae offen für Impfpflicht

FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae hält eine Zustimmung seiner Partei zu einer Impfpflicht durchaus für möglich. "Man kann nicht einfach stur sagen, wir verschließen uns neuen Erkenntnissen", sagt Thomae im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Die Impfquote von aktuell rund 70 Prozent reiche nicht aus. "Und deswegen muss man auch jetzt reagieren und überlegen, was ist das angemessene, notwendige, geeignete Mittel. Das kann auch eine Impfpflicht sein", betont Thomae, der einer der Beschwerdeführer vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Bundesnotbremse war.

Mit Blick auf weitere mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie sagte er: "Es wäre völlig falsch, jetzt Dinge kategorisch von vorne herein auszuschließen." Aber die Karlsruher Richter, die die Bundesnotbremse für verfassungsgemäß erklärt hatten, hätten betont, Politik müsse immer "das mildeste Mittel suchen", um die Krise zu bekämpfen.

07.20 Uhr: Virologe Keppler: "Wohl hunderte Omikron-Fälle in Deutschland"

Nach ersten Nachweisen der Omikron-Variante in Deutschland gehen Experten von einem bereits darüber hinausgehenden Vorkommen aus. Der Zeitraum, in dem Reisende das Virus bereits international verbreiteten, betrage sicher Wochen, teilte Oliver Keppler, Vorstand am Max von Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München der Nachrichtenagentur dpa mit. "Einige Hundert Fälle können es in Deutschland vielleicht sein." Die aktuellen Infektionszahlen könne man nicht mit Omikron in Verbindung bringen, das sei die Delta-Welle, betonte Keppler auch. Er halte eine größere unentdeckte Omikron-Verbreitung in Deutschland für unwahrscheinlich.

07.05 Uhr: Japan startet Booster-Impfungen

Japan hat am Mittwoch mit Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Geboostert werden zunächst medizinische Fachkräfte. Die erste Impfkampagne in Japan startete Mitte Februar. In Erwartung einer möglichen nächsten Infektionswelle sind einige der vor mehr als neun Monaten immunisierte Fachkräfte im Gesundheitswesen an zusätzlichem Schutz interessiert - zumal die neue Corona-Variante Omikron für Unruhe sorgt. Am Dienstag wurde ein erster Omikron-Fall in Japan bestätigt.

06.45 Uhr: Anthroposophische Ärzteschaft zu Covid: Impfen ist wichtig

Die Gesellschaft Anthroposophischer Ärztinnen und Ärzte in Deutschland (GAÄD) hat Impfungen ausdrücklich als eine der wichtigen Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie und zum Schutz der Bevölkerung begrüßt. Viele anthroposophische Ärztinnen und Ärzte sowie die anthroposophischen Kliniken beteiligten sich aktiv an der Impfkampagne und an der Behandlung von Covid-19-Patienten, sagte der Kinder- und Jugendarzt und Leiter der GAÄD-Akademie in München, Georg Soldner, dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Kritik, wonach anthroposophische Ideen Mitschuld an der geringen Impfbereitschaft gegen das Coronavirus seien, wies er zurück. Zudem beteiligten sich anthroposophische Kliniken in Deutschland und der Schweiz aktiv an der Versorgung von Covid-Patientinnen und -Patienten. Anthroposophische Ärztinnen und Ärzte sähen sich als Teil der Lösung, wenn es um die Eindämmung der Pandemie geht, erklärte Soldner weiter: "Dazu gehören eindeutig die Impfungen und differenzierte Präventionskonzepte, gerade im Blick auf die Kindergesundheit."

06.59 Uhr: Wegen Pandemie - Kontrollen von Waffenbesitzern in Nürnberg zurückgefahren

Wegen der Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie hat die Stadt Nürnberg die Kontrolle von Waffenbesitzern eingeschränkt. Das geht aus einem Bericht des Ordnungsamtes hervor, der heute (01.12., 15 Uhr) im Rechtsausschuss der Stadt vorgelegt wird. Darin heißt es, dass normalerweise pro Jahr 800 Kontrollen in Bezug auf Waffenbesitz in der Stadt durchgeführt werden. Dies entspreche etwa einem Fünftel der Waffenbesitzer. Allerdings habe man aufgrund der Corona-Infektionslage die Kontrollen im Jahr 2020 und im ersten Halbjahr 2021 "erheblich reduziert". Der Bericht ist die Antwort auf eine Anfrage der Linken im Stadtrat zum Thema Waffenbesitz in Nürnberg.

Ein Punkt dabei betrifft auch den möglichen Waffenbesitz bei Rechtsextremen oder Reichsbürgern. Demnach wurden 2020 15 Waffenbesitzer- bzw. -besitzerinnen wegen des Verdachts von verfassungsfeindlichen Bestrebungen oder Ähnlichem überprüft. Laut Ordnungsamt-Bericht sind zwei Verfahren davon noch nicht abgeschlossen und in fünf Fällen konnte der Verdacht nicht erhärtet werden. In acht Fällen wurde die Waffenerlaubnis entzogen. Die Linken im Stadtrat kritisieren, dass in Nürnberg jährlich nur ein Fünftel der Waffenbesitzer kontrolliert werden können. Insgesamt sind vier Stellen in der Behörde für diesen Bereich vorgesehen. Damit sei das Ordnungsamt bei der Kontrolle von Waffenbesitzerinnen und –besitzern unterfinanziert, so die Kritik.

06.35 Uhr: Omikron-Fall im Eurocity nach Tirol

Vor einer Woche ist nach Erkenntnissen der österreichischen Gesundheitsbehörden eine mit der Omikron-Variante des Coronavirus infizierte Person im Eurocity von München nach Tirol gefahren. Weitere Passagiere des betroffenen Eurocitys sind jetzt aufgefordert, sicherheitshalber einen PCR-Test zu machen, so eine Mitteilung der österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Es geht um den Eurocity 83, der am vergangenen Dienstag, 23.11., um 15.34 Uhr am Münchner Ostbahnhof abgefahren ist. Die infizierte Person stieg in Jenbach (Tirol) aus. Zugreisende, die beim Kauf des Tickets ihre E-Mail-Adresse hinterlegt haben, werden von den österreichischen Gesundheitsbehörden direkt kontaktiert.

06.22 Uhr: Medizin-Experte Nagel: "Überwindung der Pandemie hängt vom Einzelnen ab"

Jeder Einzelne kann dazu beitragen, die vierte Welle in der Corona-Pandemie zu überwinden - das betont der Professor für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften, Eckhard Nagel, von der Uni Bayreuth. Die Menschen sollten in einer so unsicheren Situation auf Kontaktbeschränkungen achten ohne jede Verordnung. Dazu gibt es allerdings nur geringe Bereitschaft. Ein anderer Bereich ist der der Impfung. Auch da muss sich jeder die Frage stellen: Warum habe ich mich nicht impfen lassen? Habe ich mich ausreichend informiert? Kann ich auch ein Risiko für andere darstellen? Wie rechtfertige ich das vor mir selbst? Offensichtlich gibt es einen Mangel an Bereitschaft, sich umfassend zu informieren, Hausärzte aufzusuchen, Bedenken zu artikulieren

Einen konkreten Vorschlag hat Nagel, um den Mangel an Pflegekräften auf Intensivstationen zu beheben und das derzeitige Personal zu motivieren: Ihnen müsste im kommenden Jahr das Gehalt verdoppelt werden. Zugleich warnte der Mediziner, der auch in Philosophie promoviert hat und 2010 Präsident des Ökumenischen Kirchentags in München war, vor Panikmache: Die Bevölkerung dürfe nicht verunsichert werden. Mit dem Begriff der Triage werde zu leichtfertig umgegangen.

06.02 Uhr: Experten halten versprochene 30 Millionen Impfungen bis Weihnachten für ehrgeizig

Experten halten die vom designierten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angepeilten 30 Millionen zusätzlichen Impfungen bis Weihnachten für sehr ehrgeizig. "Das ist logistisch schwer umzusetzen, da etwa 1,5 Millionen Impfungen am Tag verabreicht werden müssten", sagte Thomas Schulz, Leiter des Instituts für Virologie an der Medizinischen Hochschule Hannover, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). Zum Vergleich: Am Montag wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) rund 532.000 Impfdosen in Deutschland verabreicht, 422.000 davon waren Auffrischungsimpfungen ("Booster"). Rekordtag war der 9. Juni mit insgesamt 1,4 Millionen Dosen.

"Ich habe nicht den Eindruck, dass die Ärzte den Impfstoff nicht an den Mann bekommen, sondern dass es vielmehr Probleme bei der Verteilung des Impfstoffs gibt", sagte Schulz. Der Epidemiologe Hajo Zeeb, Leiter der Abteilung Prävention und Evaluation am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen, sagte dem RND, er habe auch wegen eines möglichen Impfstoffmangels Zweifel an der Umsetzung des Ziels, "aber auch ein knappes Scheitern wäre schon etwas".

05.52 Uhr: Einzelhandelsverband HDE warnt vor erneuten Lockdowns

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) warnt Bund und Länder eindringlich vor neuen bundes- oder landesweiten Lockdowns. "Die Folgen der zurückliegenden, monatelangen Lockdowns zehren bis heute an den Händlerinnen und Händlern. Ihre letzte Hoffnung haben sie in das laufende Weihnachtsgeschäft gesetzt. In einer so wichtigen Zeit wären erneute Ladenschließungen fatal", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der Zeitung "Rheinische Post". Die Geschäfte in einen weiteren Lockdown zu schicken, sei weder landesweit noch bundesweit eine Lösung. Der Einzelhandel habe in den vergangenen eineinhalb Jahren der Pandemie bewiesen, dass sicheres Einkaufen mit professionellen Hygienekonzepten, der bewährten Maskenpflicht sowie Abstandsregelungen möglich sei.

05.30 Uhr: Deutschlands Zahnärzte wollen gegen Corona impfen

Deutschlands Zahnärzte sind bereit, gegen Corona zu impfen. "Wir stehen als Zahnärzteschaft bereit, bei der dringend notwendigen Beschleunigung der Booster-Impfung die ärztlichen Kollegen zu unterstützen", sagt der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Christoph Benz, der Zeitung "Rheinische Post". Die Kollegen hätten durch Studium und Praxis medizinische Expertise, sie setzten jeden Tag Spritzen. Benz fordert den Bund auf, nun rasch die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen: "Da Impfen allerdings eine rein ärztliche, keine zahnärztliche Leistung ist, muss zunächst eine gesetzliche Ausnahme geschaffen werden."

05.14 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Weil kündigt Corona-Hilfen an

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat erneute finanzielle Unterstützung für von Corona-Einschränkungen betroffen Branchen versprochen. Auf die Frage, ob es weitere Wirtschaftshilfen von Bund und Ländern geben werde, sagt Weil der Zeitung "Rheinische Post": "Ja, muss es und wird es! Und zwar auch in den Fällen, in denen es keine förmliche Betriebsschließung gibt. Das neue Bundesinfektionsschutzgesetz gibt vor, dass keine Branche komplett geschlossen werden darf. Aber natürlich haben die Schausteller recht: Auch wenn die Weihnachtsmärkte durch die Vorgabe 2Gplus oder infolge einer klugen Zurückhaltung der Menschen immer weniger Kunden bekommen, dann führt das zu massiven Einnahmeverlusten. Deswegen: Wir werden den sehr betroffenen Branchen auch im zweiten Corona-Winter finanziell zur Seite stehen."

04.44 Uhr: Omikron - USA erwägen strengere Einreise-Regeln

Reisende in die USA müssen einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Omikron-Variante mit verschärften Einreisebestimmungen rechnen. Die US-Regierung erwäge weitere Maßnahmen, darunter eine siebentägige Quarantäne und zusätzliche verpflichtende Tests einige Tage nach der Ankunft, berichtet die "Washington Post".

04.31 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 442,9

Nach einem wochenlangen Anstieg ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge zurückgegangen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen sank der Wert auf 442,9. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 67.186 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle in Deutschland stieg um 446 auf 101.790.

Dienstag, 30. November 2021

23.45 Uhr: USA: FDA-Berater empfehlen Zulassung von Mercks Corona-Pille

Berater der US-Arzneimittelaufsicht FDA empfehlen die Zulassung der Corona-Pille Molnupiravir des US-Pharmakonzerns Merck & Co. Die Entscheidung im Ausschuss fiel knapp aus. Die Vorteile des Medikaments überwögen die möglichen Risiken, teilt das Gremium mit. Die Pille hatte kürzlich in einer neuen Studie eine geringere Effizienz zur Vermeidung einer Hospitalisierung und von Todesfällen gezeigt. Das Risiko, aufgrund von Corona nach Einnahme der Tablette im Krankenhaus zu landen oder zu sterben ist Merck zufolge mit dem Medikament 30 Prozent niedriger. Vorläufige Daten im Oktober jedoch hatten auf ein um 50 Prozent verringertes Risiko hingedeutet.

23.01 Uhr: Brasilien bestätigt erste Fälle der Omikron-Variante

Brasilien hat als erstes Land in Südamerika Fälle der neuen Corona-Variante Omikron gemeldet. Die Gesundheitsbehörden teilten mit, zwei Reisende aus Südafrika seien positiv auf die Virusvariante getestet worden. Der 41 Jahre alte Mann und die 37-jährige Frau hätten sich isoliert. Sie seien am 25. November getestet worden und zeigten zu diesem Zeitpunkt leichte Symptome einer Corona-Erkrankung. Brasilien fordert von Ausländern keine Corona-Schutzimpfung für die Einreise. Ebenfalls am Dienstag meldeten Japan und Frankreich erste Omikron-Fälle. Die Variante wurde in der vergangenen Woche von den südafrikanischen Behörden an die Weltgesundheitsorganisation gemeldet. Noch ist nicht klar, ob die Omikron-Variante rascher übertragbar ist als die bisher dominierende Delta-Variante, ob sie schwerere Krankheitsverläufe auslöst oder den Schutz durch eine Impfung schwächt.

22.13 Uhr: Scholz - 2G-Regel für Einzelhandel kommt sicher

Bund und Länder werden nach Angaben des designierten Kanzlers Olaf Scholz am Donnerstag mit Sicherheit eine 2G-Regel im Einzelhandel beschließen. "Das, bin ich sicher, wird das Ergebnis sein. Dafür war der Konsens zu eindeutig", sagt der SPD-Politiker im ZDF mit Blick auf die zuvor vereinbarte Ministerpräsidentenkonferenz. Eine Ausnahme sei der Einkauf in Läden "für den täglichen Bedarf".

21.42 Uhr: WHO rät Älteren und Gefährdeten von Reisen ab

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät besonders gefährdeten Menschen, Reisen zu verschieben. Dazu gehörten über 60-Jährige sowie gesundheitlich angeschlagene Personen, heißt es in einer Erklärung.

21.35 Uhr: Schwesig: Es führt kein Weg an der allgemeinen Impfpflicht vorbei

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig unterstützt die Pläne des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (beide SPD) für eine Impfpflicht in Deutschland. "Es führt kein Weg mehr an der allgemeinen Impfpflicht vorbei", sagte Schwesig am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin. Zuvor hatte sie an einer Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Lage teilgenommen, bei der auch das Thema Impfpflicht erörtert worden sei.

Die Hoffnung, dass sich genügend Menschen freiwillig für eine Corona-Schutzimpfung entscheiden, habe sich trotz intensiven Werbens nicht erfüllt. Die Folgen seien nun an der vierten Infektionswelle ersichtlich, die zu hoch sei. "Viele Menschen, die sich impfen lassen haben, die sich jetzt boostern lassen und sich an die Regeln halten, sind total frustriert", erklärte Schwesig.

21.03 Uhr: Straßburg verschärft Regeln für Weihnachtsmarkt

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen haben die Behörden im Elsass für den Straßburger Weihnachtsmarkt strikte Auflagen erlassen. Von Freitag an schließt der Weihnachtsmarkt bereits um 20 Uhr, verfügte die Präfektur nach Beratungen mit der Stadt am Dienstagabend. Außerdem sind der stark frequentierte Bereich zwischen den Plätzen Broglie und Kléber sowie Abschnitte mit Gastronomie von Freitag an nur noch mit dem Gesundheitspass, einem Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test, zugänglich. Die Kontrollen werden intensiviert und Verstöße rigoros bestraft. Für viele Corona-Verstöße greift in Frankreich eine Strafe von 135 Euro.

Zugleich sollen Weihnachtsmarktbesucher, von denen viele aus dem benachbarten Deutschland kommen, besser über die Regeln informiert werden. Geplant sind Lautsprecherdurchsagen und Aushänge. Auch die Budenbetreiber sollen zur Verantwortung gerufen werden, ihnen droht die Schließung, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Im Département Bas-Rhin verschlechtere sich die Corona-Lage zusehends, teilte die Präfektur mit. Am Dienstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz, das heißt die Zahl der registrierten Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, bei 414. Dies sei praktisch eine Verdoppelung binnen einer Woche. Der älteste Weihnachtsmarkt in Frankreich in Straßburg wird in diesem Jahr zum 451. Mal organisiert. Voriges Jahr fand das Ereignis coronabedingt nur in einem kleinen Format ohne Buden statt. 2018 hatte ein islamistischer Täter bei einem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt fünf Menschen getötet.

20.54 Uhr: UN-Bericht: Hunger in Lateinamerika und Karibik breitet sich aus

In Lateinamerika und in der Karibik nimmt nach neuen Zahlen der Vereinten Nationen der Hunger zu. Binnen eines Jahres - von 2019 auf 2020 - stieg die Zahl der Hungerleidenden dort um 30 Prozent: um 13,8 Millionen auf 59,7 Millionen. Dies geht aus einem Bericht hervor, den die UN-Agentur für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) zusammen mit anderen UN-Organisationen am Dienstag veröffentlichte. Dies waren so viele wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Am kritischsten war die Lage in der Karibik. Als einer der Gründe wird die Corona-Pandemie genannt. "Lateinamerika und die Karibik sind in einer kritischen Situation, was die Ernährungssicherheit angeht", so FAO-Experte Julio Berdegué. Die Pandemie habe die Situation zwar verschlimmert. Die Zahl der Hungerleidenden steige in der Region aber schon seit mehreren Jahren wieder, seit 2014. Zudem mussten dort 267 Millionen Menschen im vergangenen Jahr mit mäßiger oder schwerer Knappheit an Nahrung zurechtkommen - etwa 40 Prozent der gesamten Bevölkerung.

20.19 Uhr: Biontech und Pfizer wollen Kinder-Impfstoff früher ausliefern

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen eine Woche früher als geplant ihren Corona-Impfstoff für Kinder in der EU ausliefern. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus gut informierten Kreisen erfuhr, soll die Auslieferung von "Comirnaty" für die Altersgruppe fünf bis elf Jahre an beteiligte EU-Mitgliedsstaaten am 13. Dezember erfolgen. Der niedriger dosierte und dehalb neu abgefüllte Impfstoff soll an diesem Tag in den Staaten zum Start von Impfkampagnen zur Verfügung stehen. Ursprünglich war der 20. Dezember als Ausliefertermin vorgesehen gewesen. Insgesamt geht es um bis zu 13 Millionen Dosen des Kinderimpfstoffs für die EU im Dezember.

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir konnten erreichen, dass der Impfstoff für die fünf- bis elfjährigen Kinder eine Woche früher ausgeliefert wird." Dies habe der Hersteller zugesichert. "Angesichts der aktuellen Pandemielage ist das eine gute Nachricht für Eltern und Kinder. Viele warten sehnsüchtig darauf." Deutschland soll laut Ministerium in einer ersten Lieferung 2,4 Millionen Dosen bekommen. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte vergangene Woche grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren gegeben. Es ist der erste Corona-Impfstoff, der in der EU für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen ist. Kinder ab fünf Jahren sollen von dem Biontech/Pfizer-Impfstoff nur ein Drittel der Erwachsenen-Dosis erhalten und zwei Dosen im Abstand von drei Wochen.

19.54 Uhr: WHO für Corona-Tests statt Reisebeschränkungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die von der EU und anderen Ländern verhängten Reisebeschränkungen wegen der Coronavirus-Variante Omikron kritisiert. "Pauschale Reiseverbote werden die internationale Ausbreitung nicht verhindern, und sie stellen eine schwere Belastung für Leben und Existenzgrundlagen dar", erklärte die WHO am Dienstagabend in Genf. Solche Verbote könnten sich sogar negativ auswirken, indem sie Länder davon abhalten, Daten zu melden und auszutauschen.

Nach WHO-Angaben haben mindestens 56 Länder Reiseeinschränkungen verhängt, um die Ausbreitung von Omikron zu verlangsamen. Südafrika, wo die Variante entdeckt worden war, klagt darüber, dass es nun bestraft werde. Die WHO empfahl: "Die Länder sollten bei der Umsetzung von Reisemaßnahmen weiterhin einen faktengestützten und risikobasierten Ansatz anwenden." Das könne etwa bedeuten, dass Passagiere vor der Abreise und bei der Ankunft getestet und gegebenenfalls in Quarantäne geschickt werden.

19.41 Uhr: BGH verhandelt über Mietzahlung trotz Geschäftsschließung wegen Corona

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelt am Mittwoch ab 9.00 Uhr über die Pflicht eines Unternehmens, trotz coronabedingter Schließung weiter Miete für ein Ladenlokal zu zahlen. Geklagt hat der Vermieter einer Filiale des Textilhändlers Kik im Erzgebirge. Nachdem das Land Sachsen Mitte März 2020 die Geschäfte schließen ließ, zahlte Kik einen Monat lang keine Miete. (Az. XII ZR 8/21) Das Landgericht Chemnitz verurteilte das Unternehmen zur Zahlung der Miete für den April. Kik ging in Berufung vor das Oberlandesgericht Dresden, das die Summe um die Hälfte reduzierte. Zur Überprüfung dieses Urteils zogen Mieter und Vermieter vor den BGH.

19.14 Uhr: Biontech-Chef: Impfstoffe werden auch vor Varianten schützen können

Biontech-Chef Ugur Sahin ist zuversichtlich, dass Corona-Impfstoffe auch im Fall von Omikron und folgenden weiteren Virus-Varianten vor schweren Krankheitsverläufen schützen werden. Omikron sei nicht die erste Corona-Variante, die aufgetaucht sei, sagte Sahin am Abend in Mainz vor der Verleihung eines Preises an ihn und seine Frau. Der Mainzer Impfstoffhersteller arbeitet neben den laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs - vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte. Erste Zwischenergebnisse dazu lägen noch nicht vor, sagte der Firmenchef.

Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci erklärte, Pandemien werde es in Zukunft immer wieder geben - wegen der weltweit gestiegenen Mobilität vielleicht sogar noch häufiger. "Das Beste, um sich darauf vorzubereiten, ist Übung", betonte sie. Die Welt habe im Umgang mit der Corona-Pandemie viel lernen können - auf wissenschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene. Das Ehepaar wurde am Abend für die Entwicklung des Corona-Impfstoffs mit dem Preis der türkischen Aydin-Dogan-Stiftung ausgezeichnet.

19.00 Uhr: Vierter Omikron-Fall in Bayern bestätigt

In Bayern ist ein vierter Fall der neuen besorgniserregenden Omikron-Variante des Coronavirus mittels Genom-Sequenzierung bestätigt worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit. Es handele sich um eine von zwei positiv getesteten Personen, die am vergangenen Freitag aus dem südafrikanischen Kapstadt in München angekommen seien. Derzeit besteht zudem noch bei 15 weiteren Personen ein starker Verdacht auf eine Infektion mit der Omikron-Variante. Diese seien aber noch nicht durch eine Genom-Sequenzierung nachgewiesen. Sollten sie sich bestätigen, gäbe es 19 Omikron-Nachweise in Bayern. Bei den 15 Betroffenen handelte es sich um Flugreisende, die am Sonntag aus Kapstadt in München angekommen und positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden waren.

18.55 Uhr: Söder: Wirtschaftshilfen rasch prüfen – Testpflicht in Kitas nötig!

Nach dem Bund-Länder-Treffen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine rasche Prüfung möglicher Wirtschaftshilfen gefordert. Im Interview mit der BR24 Rundschau im BR Fernsehen betonte Söder, es sei wichtig, "dass keiner zu kurz kommt." Auch bei den Kitas sieht er noch Handlungsbedarf. Da sei eine Testpflicht nötig, derzeit laufe dort alles "kreuz und quer."

Was die Einführung von 2G im Einzelhandel betrifft, erklärte Söder: "Wenn das bundeseinheitlich beschlossen wird, übernehmen auch wir (in Bayern) 2G." Vorher müsse aber "sauber und genau" diskutiert und geklärt werden, was unter Geschäfte des alltäglichen Bedarfs falle und was nicht. Söder lobte das heutige Treffen im Hinblick auf seine Forderungen nach einer Bundesnotbremse. Es werde ein einheitliches deutsches Corona-Paket geben, bekräftigte er. "Das brauchen wir auch. Keiner weiß, ob das jetzt eine Verschnaufpause ist oder ob uns Omikron einen Strich durch die Rechnung macht.

18.40 Uhr: Drei Corona-Fälle bei belarussischen Fußballfrauen

Nach mehreren Corona-Fällen im Team der belarussischen Fußball-Nationalmannschaft der Frauen ist das WM-Qualifikationsspiel in Tschechien abgesagt worden. Nach Angaben der UEFA sind drei Spielerinnen positiv getestet worden, drei weitere Mitglieder wurden als Kontaktpersonen isoliert. Die Mannschaft soll nun noch einmal komplett getestet werden. Das Spiel war für Dienstag in Opava angesetzt gewesen und könnte nun unter Umständen an diesem Mittwoch nachgeholt werden. Voraussetzung dafür ist, dass Belarus 13 Spielerinnen inklusive einer Torhüterin zur Verfügung stehen.

18.20 Uhr: Ethikrat: Corona als globales Phänomen sehen

Der Tübinger Moraltheologe Franz-Josef Bormann will, dass die Corona-Pandemie als globales Phänomen wahrgenommen wird. Das Mitglied des Deutschen Ethikrates sagte am Dienstag dem kirchlichen Kölner Portal domradio.de, dass eine "globale Gegenstrategie" entwickelt werden müsse. "Jeder Rückfall in rein nationalistische Vorstellungen wird einfach den Herausforderungen dieses Phänomens nicht gerecht." Bormann lobte Südafrika; das Land habe "geradezu vorbildlich" eine Meldung über die neue Virusvariante Omikron veröffentlicht. Deshalb dürfe es nicht sein, "dass diese Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit jetzt wirtschaftlich bestraft wird". Nach Absicht des Ethikers ist es Aufgabe der Kirchen, auf die globale Dimension der Pandemiebekämpfung aufmerksam zu machen - etwa auch auf das "Knappheitenproblem" beim Impfstoff. Bormann begrüßte zugleich die jüngsten Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts zu den sogenannten Notbremse-Maßnahmen in der Corona-Pandemie. Je tiefer ein Eingriff in die Grundrechte sei, desto höher sei die Anforderung an die Begründung.

18.11 Uhr: Johnson stellt allen Erwachsenen Booster bis Ende Januar in Aussicht

Der britische Premierminister Boris Johnson hat allen Erwachsenen in seinem Land bis Ende Januar eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus in Aussicht gestellt. "Wir werden alles daran setzen, um sicherzustellen, dass jeder, der infrage kommt, einen Booster angeboten bekommt", sagte Johnson am Dienstag in London. Dafür würden "provisorische Impfzentren wie Weihnachtsbäume aus dem Boden schießen", fuhr Johnson fort.

Um die Frist bis Ende Januar einhalten zu können, sollen nach Angaben Johnsons mindestens 400 Militärangehörige den Gesundheitsdienst NHS unterstützen. Bereits knapp 18 Millionen Menschen haben in dem Land bereits eine Booster-Impfung erhalten.

18.07 Uhr: UN-Generalsekretär fordert "globalen Impfplan" gegen Covid-19 - Noch kein armes Land hat Impfziel von 40 Prozent der Bevölkerung erreicht

Nach dem Auftreten der neuen Omikron-Variante des Corona-Virus hat UN-Generalsekretär António Guterres zu einem "globaler Impfplan" aufgerufen. Nur ein solcher Impfplan könne die Pandemie beenden, sagte Guterres am Dienstag zum Auftakt eines virtuellen Außenministertreffens der Gruppe der 77 Entwicklungstaaten und Chinas. Dass bei der Impfstoffversorgung immer noch eine breite Lücke zwischen armen und reichen Ländern klafft, nannte er "ungerecht und unmoralisch". Obwohl in Rekordzeit Vakzine gegen das Coronavirus entwickelt worden seien, seien dieses Jahr mehr Menschen an Covid-19 gestorben als 2020, sagte Guterres weiter. Nach wie vor habe Covid-19 "verheerende Auswirkungen" in allen Staaten. Deshalb müsse "jeder überall auf der Welt Zugang zu Impfstoffen, Tests und Therapien" bekommen. Guterres erinnerte an das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), "bis Ende des Jahres 40 Prozent der Weltbevölkerung und 70 Prozent bis Mitte des kommenden Jahres zu impfen". Bis zum 25. November hatten weltweit 4,15 Milliarden Menschen mindestens eine Dosis erhalten, 3,2 Milliarden waren doppelt geimpft.

18.02 Uhr: Dax gibt nach - Omikron verunsichert Anleger

Die neue Corona-Variante Omikron hat den deutschen Aktienmarkt fest im Griff. Im frühen Handel am Dienstag drohte der Leitindex Dax erstmals seit Anfang Oktober unter die runde Marke von 15.000 Punkten zu fallen. Am Nachmittag grenzte er die Verluste etwas ein. Allerdings wurde der Erholungsversuch dann durch Äußerungen des US-Notenbankchefs Jerome Powell ausgebremst. So könnte die Fed auf eine schnellere Rückführung ihrer immensen Wertpapierkäufe zusteuern, die sie zur Konjunkturunterstützung in der Corona-Krise aufgelegt hatte. Die Wirtschaft entwickle sich sehr robust und der Inflationsdruck sei hoch, erklärte Powell vor dem Bankenausschuss des US-Senats.

Zum Handelsschluss stand für den Dax ein Minus von 1,18 Prozent auf 15 100,13 Zähler zu Buche. Damit hat der Dax in den vergangenen sechs Sitzungen gut 1000 Punkte eingebüßt. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel hielt sich am Dienstag mit minus 0,47 Prozent auf 33 890,75 Punkte besser. "Die Omikron-Variante ist bereits in vielen Ländern vorzufinden. Vieles ist Stand heute noch unklar, insbesondere bezüglich der Schwere der von ihr ausgelösten Erkrankungen", schrieb Analyst Thomas Meißner von der Landesbank LBBW. Es gebe daher viele mögliche Szenarien zu den Auswirkungen. "Die Unsicherheit ist hoch".

17.58 Uhr: Union Berlin sagt Weihnachtssingen ab

Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin hat das traditionelle Weihnachtssingen im Stadion „An der Alten Försterei“ abgesagt. Üblicherweise kommen dabei am Vorabend des Weihnachtsfestes Tausende Union-Fans zusammen, um sich beim Singen gemeinsam auf die Feiertage einzustimmen. "Diese liebgewonnenen Rituale werden leider auch in diesem Jahr Corona-bedingt so nicht ablaufen können", teilte der Verein am Dienstag auf seiner Internetseite mit.Das Stadion „An der Alten Försterei“ werde daher am 23. Dezember "erneut still und dunkel bleiben", hieß es. Bereits im vergangenen Jahr war das traditionelle Weihnachtssingen wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden.

17.58 Uhr: Scholz warnt vor Verstetigung von Inflationsrate

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat vor einer Verstetigung der hohen Inflationsrate gewarnt. Ökonomen zeigten sich "noch" davon überzeugt, dass sich die Preissteigerung wieder normalisieren werde, sagte der derzeit noch geschäftsführende Bundesfinanzminister am Dienstagabend bei Bild Live. "Das müssen wir ganz sorgfältig beobachten, um dann die notwendigen Schritte zu ergreifen, falls die sich geirrt haben." Eine hohe Inflation, wie sie aktuell zu beobachten sei, "sollten wir nicht anstreben. Da bin ich völlig festgelegt", betonte Scholz. Der Finanzminister verwies auf "Experten aus aller Welt", die die Preissteigerungen auf die Corona-Krise, die Rohstoffknappheit sowie die weltweiten Konjunkturprogramme zurückführten und davon ausgingen, "dass sich das nicht dauerhaft auswächst". "Wenn das nicht der Fall ist, müssen wir was tun", betonte Scholz.

Das Statistische Bundesamt hatte am Montag mitgeteilt, dass die Inflationsrate im November voraussichtlich 5,2 Prozent beträgt. Damit liegt die Inflation deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB).

17.52 Uhr: Diskotheken im Saarland müssen schließen

Wegen der sich zuspitzenden Corona-Situation müssen Musikclubs und Diskotheken im Saarland schließen. Darüber hinaus weitet die Landesregierung unter anderem die Maskenpflicht wieder aus und verhängt Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Das beschloss der Ministerrat am Dienstag, wie die Staatskanzlei in Saarbrücken mitteilte. Die neuen Regeln gelten von diesem Donnerstag an (2.12.). Hintergrund dafür sei das erhöhte Infektionsrisiko.

Erst zum kommenden Montag (6.12.) wird im Saarland demnach die 2G-Regelung für den Einzelhandel umgesetzt, wonach nur noch Geimpfte oder Genesene diese Läden betreten dürfen. Ausgenommen davon sind Geschäfte mit Dingen des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien oder Apotheken. Mit der Übergangsfrist bekämen die Ladenbetreiber mehr Zeit für die Vorkehrungen gegeben, hieß es.

Für Ungeimpfte gilt künftig im öffentlichen und privaten Raum: Nur noch ein Haushalt plus eine nicht diesem Haushalt angehörige Person dürfen sich treffen. Es gibt aber Ausnahmeregelungen für bestimmte Personengruppen. Die Regelung 2G-plus (Geimpfte oder Genesene müssen zusätzlich einen negativen Test vorweisen) gilt künftig für Innenbereiche unter anderem von Gastronomie, Hotelbetrieben, körpernahen Dienstleistern, Freizeiteinrichtungen, Sport und Kulturbetrieben.

17.50 Uhr: Bund und Länder vertagen Corona-Beschlüsse auf Donnerstag

Angesichts der hohen Zahl von Corona-Infektionen und Covid-19-Patienten auf Intensivstationen planen Bund und Länder weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Nach einer Besprechung der Länderchefs und -chefinnen mit der scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz (SPD) erklärte die Bundesregierung, es herrsche Einigkeit darüber, dass die vierte Welle zu einer "äußerst ernsten, regional teilweise dramatischen Lage in unserem Gesundheitssystem geführt" habe. Bund und Länder befassten sich deshalb mit weiteren Vorschlägen für Maßnahmen, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert. Zu konkreten Beschlüssen rang sich die informelle Runde aber nicht durch. Am Donnerstag soll es nun eine weitere, dann formelle Ministerpräsidentenkonferenz geben.Seibert zufolge wird erwogen, umfangreiche Kontaktbeschränkungen vor allem für Ungeimpfte einzuführen, auch bei privaten Zusammenkünften. Überlegt wird demnach zudem, die 2G-Regel auf den Einzelhandel auszuweiten, womit nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Geschäften haben würden. Diskutiert wird auch über Einschränkungen bei Großveranstaltungen. Neben einer einrichtungsbezogenen Impfpflicht soll außerdem auch "eine zeitnahe Entscheidung über eine allgemeine Impfpflicht vorbereitet werden".

17.49 Uhr: Bundesärztekammer fordert Corona-Impfpflicht

Die Bundesärztekammer fordert eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus. In einem Brief des Präsidiums der Ärztekammer an die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), ihren designierten Nachfolger Olaf Scholz (SPD) und die Regierungschefs der Länder vom Dienstag schreibt die Ärztevertretung: „Der Bund muss unverzüglich gesetzliche Regelungen für eine verfassungsrechtlich abgesicherte allgemeine Impfpflicht für alle erwachsenen Bürgerinnen und Bürger schaffen, bei denen keine medizinischen Kontraindikationen gegen eine Impfung vorliegen.“Eine sehr hohe Impfquote sei die einzige Möglichkeit, „aus der Lockdown-Endlosschleife mit massiven psychosozialen Kollateraleffekten insbesondere für Kinder und Jugendliche herauszukommen“, heißt es zur Begründung.

17.42 Uhr: WHO-Chef warnt vor Überreaktion auf die neuartige Omikron-Variante

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus warnt vor einer Überreaktion auf die neuartige Omikron-Variante. "Ich verstehe die Sorgen aller Länder gut, die ihre Bürger gegen eine Variante schützen wollen, die wir noch nicht vollständig verstehen", sagt er. "Aber gleichermaßen bin ich über die stumpfen Pauschalmaßnahmen mancher Staaten besorgt, die nicht auf Beweislagen beruhen oder für sich genommen effektiv sind, und Ungleichheiten nur verschlimmern werden."

16.59 Uhr: Bundeswehr-General soll neuen Corona-Krisenstab leiten

Der Bundeswehr-General Carsten Breuer soll den neuen Corona-Krisenstab im Bundeskanzleramt leiten. Dies teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag zur Pandemie-Lage mit. Der Bund-Länder-Krisenstab soll demnach umgehend eingerichtet werden und "Koordinierung und Zusammenarbeit bei der Steuerung der Impfkampagne, bei Impfstofflieferung und -verteilung stärken".

17.22 Uhr: 15 neue Omikron-Verdachtsfälle in Bayern

In Bayern gibt es 15 neue Verdachtsfälle der neuen besorgniserregenden Coronavirus-Variante Omikron. Diese seien aber noch nicht durch eine Genom-Sequenzierung bestätigt, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag in Erlangen mit. Sollten sich die Verdachtsfälle bestätigen, gäbe es 18 Omikron-Nachweise in Bayern.

16.38 Uhr: Meiste Corona-Neuinfektionen in Frankreich seit April verzeichnet

Frankreich verzeichnet den höchsten Wert an Corona-Neuinfektionen seit April. Etwa 47.000 Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden positiv auf das Virus getestet wurden, sagt Gesundheitsminister Olivier Veran. Das sei der höchste Wert seit dem 8. April, als fast 85.000 Fälle verzeichnet wurden.

15:52 Uhr: Habeck fordert sofortige Weichenstellung für allgemeine Impflicht

Grünen-Chef Robert Habeck fordert, sofort mit den Vorbereitungen für eine allgemeine Impfpflicht zu beginnen. "Natürlich wäre eine Impfpflicht ein weitgehender Eingriff in die Freiheit des Einzelnen. Aber sie schützt eben Leben und letztlich auch die Freiheit der Gesellschaft", sagte Habeck am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Um in Zukunft die Oberhand zu behalten und eine fünfte Welle zu verhindern, müssen wir jetzt die Vorbereitungen für eine allgemeine Impfpflicht treffen."

15.24 Uhr: Frankreich empfiehlt Corona-Impfung für Kinder mit Vorerkrankungen

Frankreich hat grünes Licht für Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer für vorerkrankte Kinder ab fünf Jahren gegeben. Fünf- bis Elfjährige, bei denen ein Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf besteht, sollten den Impfstoff erhalten können, erklärte die zuständige Behörde am Dienstag. Auch Kinder, die mit immungeschwächten Menschen zusammenleben, die ihrerseits nicht geimpft werden können, können demnach geimpft werden.

Olaf Scholz.
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Olaf Scholz.

14.48 Uhr: Scholz zeigt Sympathien für allgemeine Corona-Impfpflicht

Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz und die unions- und grün-geführten Bundesländer haben sich für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht ausgesprochen. Scholz plädierte am Dienstag in einer Bund-Länder-Schalte nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus Teilnehmerkreisen für eine allgemeine Impfpflicht, die bis Ende Februar umgesetzt werden soll. Zudem befürwortete er eine 2G-Regelung im Einzelhandel.

Die sogenannten B-Länder legten einen Beschlussentwurf für eine kleine Bundesnotbremse vor. In dem Reuters vorliegenden Papier plädierten die Ministerpräsidenten von Union und Grünen mit Hinweis auf die Infektionslage für die bundesweite Schließung von Bars und Discotheken sowie eine Begrenzung von Großveranstaltungen auf ein Drittel der möglichen Zuschauer. Auch sie forderten eine allgemeine Impfpflicht. Zudem müssten weitreichende Corona-Beschränkungen über den 15. Dezember hinaus und regional möglich sein.

14.34 Uhr: Labore registrieren immer häufiger positive Corona-Tests

Deutsche Medizin-Labore haben vor einer Überbewertung der aktuellen Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz gewarnt. "Ich wäre sehr vorsichtig, aus zwei tagesaktuellen Inzidenzwerten einen Trend abzuzeichnen", sagte der Vorstandschef des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM), Michael Müller. Die Lage sei ohnehin "dramatisch genug" - es sei weniger wichtig, ob die Inzidenz nun bei 470 oder 490 liege.

Die Auslastung der Facharztlabore liege an der Belastungsgrenze, teils darüber, hieß es vom Verband: "In Ländern wie Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg oder Thüringen steht die Ampel nun schon seit längerer Zeit wieder auf Rot." Es sei nicht die Zeit für PCR-Tests zwecks einem Friseurbesuch, man müsse vielmehr Priorität auf den medizinischen Bedarf legen, sagte Müller.

Laut ALM-Daten, die auf Angaben von knapp 180 Laboren basieren, fiel vergangene Woche mehr als jeder fünfte PCR-Test in Deutschland positiv auf Sars-CoV-2 aus. Die Positivrate stieg auf rund 21 Prozent, in der Woche vom 18. bis 24. Oktober waren es noch 11 Prozent. Während damals weniger als 850.000 wöchentliche PCR-Tests erfasst wurden, waren es vorige Woche rund 1,83 Millionen.

14.00 Uhr: Omikron-Variante wohl schon früher in Europa angekommen als vermutet

Die neue Coronavirus-Variante Omikron geht offenbar schon länger in Westeuropa um als bislang angenommen. Darauf deutet eine Mitteilung des niederländischen Gesundheitsinstituts RIVM hin, wonach zwei lokale Infektionen mit der Mutante entdeckt worden seien, die bis zu elf Tage zurücklägen. Erste Berichte über Fälle der zunächst in Südafrika erkannten Corona-Variante gab es vergangene Woche.

13.28 Uhr: Norwegen verschärft Corona-Regeln

Angesichts der Pandemie-Lage führt Norwegen neue Maßnahmen und Empfehlungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein. Den Bürgern wird ab sofort empfohlen, im Kontakt mit Gesundheits- und Pflegediensten, in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wie Regierungschef Jonas Gahr Støre in Oslo sagte. 

Ab Mittwoch müsse man sich zudem bis zum Erhalt eines negativen Tests zu Hause in Quarantäne aufhalten, wenn man mit einem Infizierten zusammenwohne. Dies gelte für geimpfte und ungeimpfte Erwachsene, für Kinder sei es keine Pflicht, sondern eine Empfehlung. Erkrankte müssten sich unabhängig vom Impfstatus fünf Tage lang isolieren.

Die Pandemie sei nicht vorüber, sondern in eine neue Phase übergegangen, sagte Støre. Man müsse sich daran gewöhnen, mit dem Virus zu leben und es zu kontrollieren. Alle Ungeimpften sollten sich impfen lassen.

Norwegen ist lange relativ gut durch die Pandemie gekommen. Ende September hatte sich das Land von den meisten Beschränkungen verabschiedet. Zuletzt waren die Zahlen aber deutlich gestiegen, worauf Mitte November neue Maßnahmen eingeführt wurden. Laut EU-Gesundheitsbehörde ECDC lag Norwegen zuletzt bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von rund 480 und somit etwas unter deutschem Niveau.

13.22 Uhr: Unionsländer wollen konkrete Beschlüsse bei Beratung mit dem Bund

Die unionsgeführten Länder sowie Baden-Württemberg dringen auf konkrete Mindestbeschlüsse bei den Beratungen mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem voraussichtlichen Nachfolger Olaf Scholz (SPD) zur Corona-Lage. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verständigten sich die sogenannten B-Länder vor den Beratungen, die inzwischen begonnen haben, auf einen fünf Punkte umfassenden Forderungskatalog mit Schutzmaßnahmen.

Nach dem der dpa vorliegenden Beschlussentwurf sollen ungeimpfte Menschen sich künftig nur mit maximal fünf Personen aus maximal zwei Hausständen treffen dürfen. Geimpfte, Genesene sowie Kinder unter zwölf Jahren würden dabei nicht mitgezählt. Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft würden als ein Hausstand gelten, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz hätten.

Clubs und Diskotheken sollen nach den Vorstellungen der B-Länder geschlossen werden. Es handele sich um Bereiche, die mit einem besonderes hohen Risiko für Mehrfachansteckungen verbunden seien. Schleswig-Holstein will diese Regeln abhängig von Inzidenzen gestalten.In SPD-Verhandlungskreisen wird darauf verwiesen, dass gar keine Beschlüsse geplant seien, weil es sich nicht um eine reguläre Ministerpräsidentenkonferenz handele. Offizieller Anlass der Schalte ist, dass Merkel und Scholz über den neuen Krisenstab im Kanzleramt informieren wollen.

13.15 Uhr: Erster Omikron-Infektionsfall in Japan bestätigt

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist offiziellen Angaben zufolge erstmals auch in Japan nachgewiesen worden. Ein Mann, der am Sonntag aus Namibia auf dem Narita-Flughafen nahe Tokio eingetroffen sei, sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, sagte Kabinettssekretär Hirokazu Matsuno laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Eine Untersuchung von Virenproben habe ergeben, dass es sich um die neue Variante handele.

Die Virus-Variante, die im November im südlichen Afrika erstmals nachgewiesen worden war, hat international Besorgnis hervorgerufen und zu einer Welle von Einreisebeschränkungen für Passagiere aus dieser Region geführt. Japan reagierte mit einem neuerlichen Einreiseverbot für Ausländer. Die Maßnahme, die am Dienstag in Kraft trat, soll Ministerpräsident Fumio Kishida zufolge mindestens einen Monat gelten.

13.05 Uhr: 42 Omikron-Fälle in zehn EU-Staaten - Verläufe mild

In der EU wurden bislang 42 Omikronfälle entdeckt. Sie seien in zehn EU-Ländern aufgetreten, teilte die Gesundheitsbehörde der Europäischen Union mit. Sechs mögliche weitere Fälle würden noch untersucht, sagt Andrea Ammon, Leiterin des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten. Bei den bestätigten Fällen gebe es entweder keine Symptome oder milde Verläufe.

12.50 Uhr: Omikron-Variante zirkulierte schon vor elf Tagen in den Niederlanden

Die neue Coronavirus-Variante Omikron geht offenbar schon länger in Westeuropa um als angenommen. Darauf deutet eine Mitteilung des niederländischen Gesundheitsinstituts RIVM hin, wonach zwei lokale Infektionen mit der Mutante entdeckt worden seien, die bis zu elf Tage zurücklägen. Erste Berichte über Fälle der zunächst in Südafrika erkannten Corona-Variante gab es vergangene Woche. Das RIVM entdeckte Omikron-Spuren nach eigenen Angaben in Proben, die auf die Zeit vom 19. bis 23. November datieren.

Sie liegen damit zeitlich vor den positiven Omikron-Fällen unter den Passagieren, die am vergangenen Freitag aus Südafrika eingereist und am Amsterdamer Flughafen Schiphol getestet worden waren.

12.45 Uhr: Kretschmann kündigt Geisterspiele und Schließung von Clubs an

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage eine scharfe Einschränkung öffentlicher Veranstaltungen angekündigt. Man werde "ziemlich sicher" regeln, dass Fußballspiele und Sportgroßveranstaltungen nur noch ohne Publikum stattfinden können, sagte der Grünen-Politiker in Stuttgart. Freizeitbetriebe wie Clubs und Diskotheken werde man schließen. Die Abgabe von Alkohol im öffentlichen Raum soll verboten werden, sofern sich die Lage auf den Intensivstationen nicht bessert.

Kretschmann sagte, dass man diese weitergehenden Maßnahmen in dieser Woche beschließen wolle. Die neue Verordnung solle am Donnerstag in Kraft treten.

12.39 Uhr: Fast 55 Millionen Erwachsene haben vollständigen Impfschutz

In Deutschland sind mittlerweile knapp 55 Millionen Erwachsene vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht einer Impfquote von 79,1 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahre, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. "Von diesen 55 Mio hat mehr als jeder Sechste (9,66 Mio) den empfohlenen Booster bereits erhalten", twitterte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Bei den 12- bis 17-Jährigen beträgt die Quote der vollständig Geimpften nach RKI-Angaben 46,1 Prozent.

Am Montag wurden den Angaben zufolge 532.000 Impfdosen verabreicht. Davon führten 44.000 Dosen zu einer vollständigen Impfung, 422.000 Dosen waren sogenannte Booster. Auf die Gesamtbevölkerung gerechnet sind demnach nun 68,5 Prozent vollständig geimpft, insgesamt haben 59,3 Prozent mindestens eine Impfdosis erhalten. Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 83,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. 80,2 Prozent der Bevölkerung sind dort vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sachsen ist Schlusslicht, hier sind 60,6 Prozent erst- und 58,1 Prozent vollständig geimpft.

12.32 Uhr: Griechenland führt Impfpflicht für über 60-Jährige ein

Griechenland führt eine Impfpflicht für über 60-Jährige ein. Ungeimpfte dieser Altersgruppe müssen ab dem 16. Januar monatlich ein Bußgeld von 100 Euro leisten, wie Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis ankündigt. Daten des Gesundheitsministeriums zufolge sind über eine halbe Million Personen über 60 noch nicht geimpft.

Insgesamt sind rund 63 Prozent der elf Millionen Griechen bislang immunisiert. Die täglichen Neuinfektionen waren zuletzt massiv gestiegen und Ungeimpften wurde daher bereits diesen Monat der Zugang zu Restaurants, Kinos, Museen und Sportstätten untersagt. Seit Beginn der Pandemie verzeichnet Griechenland 931.183 Infektionen und 18.067 Tote in Zusammenhang mit dem Virus.

12.22 Uhr: Arbeitgeberpräsident - Bundesweiter Lockdown wäre unangemessen

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat nach dem Karlsruher Urteil zur Corona-Politik vor einem erneuten Lockdown in Deutschland gewarnt. Dulger erklärte in Berlin: "Ein möglicherweise bundesweiter umfassender Lockdown des Wirtschaftslebens wäre unangemessen und würde weitere schwere Schäden in der Volkswirtschaft verursachen."

Es stünde außerdem in keinem Verhältnis zu den zum jetzigen Zeitpunkt erreichbaren Zielen: "Sinnvoll können weiterhin regionale Einzelmaßnahmen sein, die der Situation vor Ort angemessen sind. Vor allem aber gilt es, die Pandemie durch Impfen, Impfen, Impfen und Boostern einzudämmen."

Zu einem Zeitpunkt, zu dem es nicht genügend Impfstoff gegeben habe, seien einheitliche Regelungen für das gesamte Bundesgebiet vertretbar gewesen, erklärte Dulger. Diese Situation habe sich aber verändert: "Zwar ist die Bedrohungslage durch das Coronavirus nicht geringer geworden, mit dem Impfen besteht jedoch die Möglichkeit, die Auswirkungen von Infektionen mit dem Coronavirus deutlich abzumildern."

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgericht durfte der Bund in der dritten Pandemie-Welle im Frühjahr über die sogenannte Corona-Notbremse Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verhängen.

11.58 Uhr: FDP-Vize Kubicki nennt Urteil "enttäuschend"

FDP-Vize Wolfgang Kubicki nennt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Bundes-Notbremse "enttäuschend". Der "Rheinischen Post" sagte der Bundestagsvizepräsident weiter: "Aber das Bundesverfassungsgericht ist Letztentscheider. Dies gilt es im Verfassungsstaat zu respektieren."

Die Länder sollten nun dennoch die Möglichkeiten des Infektionsschutzgesetzes nutzen, "statt Schwarzer Peter zu spielen", so Kubicki. Verantwortung für die vierte Welle trage die noch amtierende Bundesregierung. "Und auch Markus Söder und Michael Kretschmer müssen sich vorwerfen lassen, viel zu spät auf die Lage reagiert zu haben", sagt Kubicki an die Adresse der Ministerpräsidenten von Bayern und Sachsen.

12.04 Uhr: Kretschmer dringt vor Bund-Länder-Gesprächen auf härtere Kontaktbeschränkungen

Vor den Bund-Länder-Gesprächen hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erneut härtere Kontaktbeschränkungen in Deutschland gefordert. "Von der heutigen Bund-Länder-Schalte muss eine deutliche Warnung an die Bevölkerung ausgehen", sagte er der "Bild"-Zeitung: "Alle unnötigen Kontakte müssen in den kommenden Wochen unterbleiben." Die Länder seien bereit zu handeln.

Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) beraten am Dienstagmittag mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder über die Coronalage. Die Rufe nach einer Verschärfung der Schutzmaßnahmen und Beschränkungen wurden in den vergangenen Tagen nochmals lauter. Grund sind die rasant steigenden Infektionszahlen und die Verbreitung der neuen Omikron-Variante.

11.33 Uhr: Verdacht auf Omikron-Variante in Sachsen bestätigt

Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist in Sachsen nachgewiesen worden. Der Fall in Leipzig sei durch eine Genomsequenzierung bestätigt, teilte eine Sprecherin der Stadt am Dienstag mit. Es handele sich um einen Verdachtsfall, über den die Chefin des Gesundheitsamtes, Regine Krause-Döring, bereits am Vortag berichtet hatte. Betroffen ist demnach ein 39 Jahre alter Mann, der weder im Ausland war noch Kontakt zu einem Menschen hatte, der sich im Ausland befand. Mittlerweile sind in etlichen Ländern - darunter auch Deutschland - Fälle der Variante aufgetaucht.

11.20 Uhr: Frankreich meldet ersten Omikron-Fall auf La Réunion

Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist auch im französischen Überseegebiet La Réunion nachgewiesen worden. Paris sei am Montagabend über den Fall informiert worden, sagte Frankreichs Regierungssprecher Gabriel Attal am Dienstag dem Sender Europe 1. Die infizierte Person sei Mitte November nach Mosambik gereist und am 21. November nach La Réunion zurückgekehrt. Die Insel liegt östlich von Afrika im Indischen Ozean.

11.19 Uhr: Lehrerverband - Urteil zu Schulschließungen schafft Rechtsklarheit

Der Deutsche Lehrerverband hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtmäßigkeit von Schulschließungen während der Geltungsdauer der sogenannten Bundesnotbremse begrüßt. Das Urteil schaffe die nötige Rechtsklarheit, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. "Schulschließungen sind demnach als 'Ultima Ratio' verfassungskonform, wenn sie dem höherrangigen Schutzauftrag des Staates für Leben und Gesundheit dienen und es keine milderen Maßnahmen mit gleicher Wirkung gibt", sagte Meidinger. Er bezeichnete es in dem Zusammenhang als "schweren politischen Fehler", dass die Ampel-Parteien generelle Schulschließungen mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes ausgeschlossen hätten.

11.05 Uhr: Seehofer begrüßt Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Der geschäftsführende Bundesinnenminister Horst Seehofer begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichts. "Die Bundesnotbremse war mit schwerwiegenden Einschränkungen verbunden, aber es ist uns damit gelungen, die Infektionszahlen zu senken", erklärt der CSU-Politiker auf Twitter. "Ich bin sicher, dass dies auch das Ziel der künftigen Bundesregierung sein wird. Bund und Länder müssen alles Notwendige tun, um Menschenleben zu retten."

11.05 Uhr: Schärfere Corona-Regeln in Baden-Württemberg aufgeschoben

Die baden-württembergische Landesregierung will nun doch nicht wie angekündigt bereits am Dienstag schärfere Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschließen. "Mit Blick auf die ja sehr kurzfristig angesetzte Schalte zwischen Bund und Ländern werden wir erst im Nachgang dazu die konkreten Maßnahmen für das Land festzurren", teilte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Montag angekündigt, Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen wegen der sich zuspitzenden Pandemie verbieten oder zumindest erheblich beschränken zu wollen. Das sollte das Kabinett am Dienstag eigentlich beschließen.

10.48 Uhr: EU verlangt von Mitgliedern gründlichere Tests

Die EU fordert ihre Mitgliedsländer angesichts der neuen Corona-Variante Omikron auf, mehr zu tun, um neue Varianten zu entdecken. Einige hinkten diesbezüglich stark hinterher, schreibt EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides in einem Brief an die 27 Mitglieder, den die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Sie nannte die Länder nicht, die nicht ausreichend sequenzierten. "Wegen der hochansteckenden Delta-Variante standen wir diesen Winter ohnehin schon vor einer Herausforderung. Aufgrund der Omikron-Variante dürfte sich der Druck noch erhöhen."

10.46 Uhr: Altmaier - Bundesverfassungsgericht macht Handeln in Corona-Krise möglich

Der geschäftsführende Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zur Zulässigkeit von Corona-Maßnahmen begrüßt. Die Beschlüsse seien "staatspolitisch klug" und "rechtlich überzeugend", erklärte Altmaier am Dienstag auf Twitter. Sie gäben alter und neuer Regierung "die Chance zur Gemeinsamkeit". Handeln sei damals wie heute möglich. "Der Ball liegt bei Parlament & Regierung."

10.30 Uhr: FDP-Innenexperte - Kein Grund für Ausgangssperren

Der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle sieht Unterschiede in der Pandemie-Lage von heute und zum Zeitpunkt der Einführung der "Bundesnotbremse": "Dass der Gesetzgeber im April 2021 Ausgangsbeschränkungen einführen durfte, bedeutet nicht, dass der Gesetzgeber im Dezember 2021 Ausgangsbeschränkungen einführen muss", schreibt der Bundestagsabgeordnete bei Twitter.

10.37 Uhr: ifo-Institut kritisiert Schulschließungen und Digitalunterricht

Kinder und Jugendliche in Deutschland sind laut dem Münchner ifo-Institut im internationalen Vergleich besonders von den in der Corona-Pandemie verordneten Schulschließungen betroffen gewesen. Zudem zeige sich, dass die Einschränkungen für Schulkinder oft größer gewesen seien als für erwachsene Arbeitnehmer, teilte das Institut am Dienstag mit. "Andere Länder in Europa legten größeren Wert darauf, die Schulen weitgehend offen zu halten", sagte ifo-Forscherin Larissa Zierow. Außerdem seien andere Länder besser für den digitalen Fernunterricht gerüstet gewesen.

10.29 Uhr: EU-Behörde EMA - Notwendigkeit neuer Impfstoffe gegen Omikron noch unklar

Der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA liegen noch keine Informationen darüber vor, ob neue Covid-19-Impfstoffe gegen die Omikron-Variante benötigt werden. Die EMA bereite sich aber darauf vor, sagt die Chefin der Behörde, Emer Cooke, im Europäischen Parlament. Mehr Klarheit sollte es nach Labortests in rund zwei Wochen geben. Selbst wenn sich die neue Omikron-Variante aber weiter ausbreite, böten die vorhandenen Impfstoffe weiterhin Schutz, sagt Cooke. Sollten Anpassungen der Vakzine erforderlich werden, könnten diese innerhalb von drei bis vier Monaten genehmigt werden.

10.22 Uhr: Söder sieht "Grundlage für neue Bundesnotbremse"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht im Urteil des Bundesverfassungsgerichts "die Grundlage für eine neue Bundesnotbremse". Es seien nun alle widerlegt, die versucht hätten, ein anderes Bild zu zeichnen, schreibt der CSU-Politiker bei Twitter. "Bestätigung auf ganzer Linie." Söder mahnt: "Wir müssen jetzt schnell handeln."

10.06 Uhr: Bericht - Drei neue Omikron-Fälle in Schottland

In Schottland sind drei neue Omikron-Fälle bestätigt worden. Das berichtet der Sender Sky News. Insgesamt sind damit in ganz Großbritannien 14 Fälle bekannt, in denen sich Menschen mit der neuen Corona-Variante angesteckt haben.

09.58 Uhr: Braun - Keine Bund-Länder-Beschlüsse zu erwarten

Der geschäftsführende Kanzleramtsminister Helge Braun hat die Erwartungen an die Bund-Länder-Beratungen zu Corona gebremst. "Beschlüsse sind für heute nicht geplant. Das war die Vorbedingung für das Treffen", sagt der CDU-Politiker den Sendern RTL und ntv mit Blick auf die Abstimmung mit der SPD-Seite. "Aber ich fordere seit Tagen eine formelle Ministerpräsidentenkonferenz und dass wir eine Notbremse vereinbaren", fügt er hinzu.

09.55 Uhr: Omikron-Infizierter in Shopping-Mall in Sydney

In Australien sorgt ein weiterer Fall einer Infektion mit der Omikron-Virusvariante für Beunruhigung. Die Person habe sich in einem belebten Einkaufszentrum in Sydney aufgehalten, teilten die Behörden mit. In Australien waren zuvor bereits fünf Omikron-Ansteckung nachgewiesen worden. Im Gegensatz zu dem neu gemeldeten Infizierten waren die anderen Betroffenen aber nicht unter Menschen, sondern in Quarantäne.

09.38 Uhr: Britische Gesundheitsbehörde - Bislang kein Anzeichen für Omikron-Welle

Die britische Gesundheitsbehörde sieht bislang keine Anzeichen für eine Omikron-Welle. Es gebe derzeit fünf bestätigte und zehn "sehr wahrscheinliche" Fälle einer Infektion mit der Omikron-Variante in Großbritannien, sagt Jenny Harries, Chefin der Health Security Agency, der BBC. Aber das sei kein Anzeichen dafür, dass es in den PCR-Tests einen Anstieg der besonderen Veränderung "S-Gen-Ausfall" gebe. Anhand dieser Veränderung lässt sich Omikron in den Tests gut erkennen.

09.40 Uhr: Medien - Omikron-Fall in Leipzig ohne Bezug zum Ausland

In Leipzig ist die Omikron-Variante des Coronavirus mehreren Medienberichten zufolge bei einem Mann nachgewiesen worden, der weder im Ausland war noch zu jemandem Kontakt hatte, der aus dem Ausland zurückgekehrt ist. Dies habe eine Mutationsanalyse am Montagnachmittag bestätigt und sei "mehr als bedenklich", wird die Leiterin des Leipziger Gesundheitsamtes, Regine Krause-Döring, in mehreren Berichten zitiert. Der betroffene 39-Jährige sei in einem Krankenhaus untergebracht worden. Von der Stadt Leipzig war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

09.36 Uhr: Söder - Schulen so lange wie möglich offen halten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht derzeit keinen Anlass, die Schulen im Freistaat zu schließen. Verlängerte Ferien schließt er aber nicht grundsätzlich aus. Er sei sehr dafür, die Schulen so lange wie möglich offen zu halten, sagt der CSU-Chef im Bayerischen Rundfunk. "Ob die Ferien etwas vorher stattfinden können, da wäre ich offen, wenn wir uns auf solche Regelungen insgesamt verständigen. Aber im Moment ist es das Wichtigste, die Schulen nicht zu schließen. Das ist für die Kinder wichtig und für die Eltern." Zuletzt hatte sich Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus dafür ausgesprochen, die Weihnachtsferien eine oder zwei Wochen früher beginnen zu lassen. Auch Grünen-Co-Chef Robert Habeck zeigte sich dafür offen.

09.32 Uhr: Söder für Geisterspiele im Fußball

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich für Geisterspiele im Fußball aus. Es mache wegen der An- und Abfahrtswege keinen Sinn, Zuschauer in Fußballstadien zu lassen, sagt der CSU-Chef im Bayerischen Rundfunk. Sollte es keine bundesweite Regelung geben, werde eine entsprechende Regelung in Bayern eingeführt.

09.16 Uhr: Booster-Impfungen in mehr als 45 Einkaufszentren

In mehr als 45 Einkaufszentren in ganz Deutschland finden zwischen dem 2. und 4. Dezember Aktionen für Booster-Impfungen statt, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) mitteilt. Kundinnen und Kunden könnten sich meist ohne Anmeldung gegen Corona impfen lassen - mit einer Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung. "Wir brauchen mehr Tempo bei den Impfungen und schnelle Booster-Aktionen, um die Pandemie dauerhaft erfolgreich zu bekämpfen", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Bisher seien mehr als 250.000 Impfdosen auf Parkplätzen vor Geschäften oder in Einkaufszentren verimpft worden. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lobte die Aktion im Rahmen der Corona-Impfkampagne Leben statt Lockdown als wichtigen Beitrag, "um noch mehr niedrigschwellige Impfangebote zu schaffen"

09.12 Uhr: Rund ein Fünftel der Über-60-Jährigen in China nicht geimpft

In China sind über 50 Millionen Menschen, die älter als 60 Jahre sind, nicht gegen Covid-19 geimpft. Das seien etwa 20 Prozent der Bevölkerungsgruppe, teilt Zheng Zhongwei von der Nationalen Gesundheitskommission mit. Wenn diese Menschen nicht schnell geimpft würden, dann werde es zu schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen in einer nicht hinnehmbaren Größenordnung kommen, sobald die Corona-Beschränkungen gelockert würden. Zudem werde das Gesundheitssystem schwer belastet, was ein großes soziales Problem nach sich zöge. In China wurden bis zum 29. November nach offiziellen Angaben 1,11 Milliarden Menschen vollständig geimpft. Das sind rund 78,7 Prozent der 1,41 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner.

09.01 Uhr: China - Olympia im Februar wird reibungslos laufen

China hält an der Austragung der Olympischen Winterspiele im Februar fest. Die neue Omikron-Variante werde zwar Herausforderungen mit sich bringen, aber man gehe dennoch davon aus, dass die Spiele reibungslos und erfolgreich ablaufen werden, erklärt das Außenministerium. Austragungsort ist Peking.

08.44 Uhr: Braun fordert klares Signal für eine Corona-Notbremse

Kanzleramtschef Helge Braun fordert von den heutigen Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage ein klares Signal für eine Notbremse. Es sei egal, ob das über eine bundesgesetzliche Regelung oder eine Bund-Länder-Vereinbarung erreicht werde, sagt der CDU-Politiker im ZDF. "Aber einheitlich und klar im Sinne einer Notbremse muss es sein", fügt er mit Blick auf das Infektionsgeschehen und die drohende Überlastung des Gesundheitssystems hinzu. Braun warnt vor gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen Bund und Ländern.

08.40 Uhr: Omikron auch in Japan nachgewiesen

Die Omikron-Variante hat nun auch Japan erreicht. Ein aus Namibia eingereister Mann sei positiv auf den Erreger getestet worden, teilt Kabinettschef Hirokazu Matsuno mit. Der Betroffene befinde sich in einer medizinischen Einrichtung. Man wisse bereits, mit welchen Personen er Kontakt gehabt habe. Details würden noch mitgeteilt. Die Nationalität des Betroffenen werde aber nicht offengelegt. Japan lässt als Vorkehrung gegen eine Einschleppung der neuen Coronavirus-Variante seit Dienstag für mindestens einen Monat keine Ausländer mehr ins Land.

08.00 Uhr: Habeck - Länder mit hohen Inzidenzen sollen Weihnachtsferien vorziehen

Vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise hat sich der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck dafür ausgesprochen, dass Bundesländer mit hohen Inzidenzen die Schulferien vorziehen. "Ich halte es für richtig, wenn die Weihnachtsferien in den Ländern, wo die Inzidenzen sehr hoch sind, vorgezogen werden", sagte Habeck am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Das könnten die Länder unterschiedlich handhaben. "Baden-Württemberg, und das halte ich für eine sehr kluge Idee, wird die letzte Woche vor den Schulferien zum Impfen der Kinder nutzen, jedenfalls das Angebot bereitstellen." Natürlich sollten auch Betreuungsangebote möglich sein. "Das ist dann nicht eine verordnete Schließung, aber hätte den gleichen Effekt", sagte er.

07.06 Uhr: Leichter Rückgang der Corona-Infektionszahlen in Bayern

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche ist in Bayern weiter rückläufig. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 618,2 (Stand: 3.15 Uhr) an - am Montag war noch ein Wert von 627,6 gemeldet worden. Am Dienstag vergangener Woche lag die Inzidenz bei 644,9.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht diese Entwicklung auch als Folge der verschärften Regeln im Freistaat. Insgesamt meldete das RKI am Dienstag für den Freistaat 6.789 Neuinfektionen und 99 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

07.01 Uhr: Impfstoffe gegen Omikron wohl weniger wirksam

Der Chef des US-Pharmakonzerns Moderna, Stephane Bancel, rechnet damit, dass die gegenwärtigen Corona-Impfstoffe wahrscheinlich nicht so wirksam gegen die neue Omikron-Variante sein dürften wie gegen die bislang dominierende Virus-Variante Delta. Von einer Wirksamkeit wie bei der Delta-Variante gehe er derzeit nicht aus, sagt Bancel der "Financial Times". "Ich denke, es wird ein erheblicher Rückgang sein. Ich weiß nur nicht, wie viel, weil wir die Daten abwarten müssen. Aber alle Wissenschaftler, mit denen ich gesprochen habe, sind der Meinung: 'Das wird nicht gut sein'."

06.37 Uhr: 2.700 Menschen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Thüringen

Mehrere Tausend Menschen haben an unangemeldeten Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in Thüringen teilgenommen. Insgesamt 2.700 Menschen hätten am Montagabend an 20 verschiedenen Orten demonstriert, sagte ein Polizeisprecher. Bei der größten Versammlung in Erfurt gingen demnach 650 Menschen auf die Straße, in Arnstadt im Ilmkreis und in Bad Salzungen im Wartburgkreis versammelten sich 400 und 280 Menschen. Bei allen anderen Demonstrationen hätten sich die Teilnehmerzahlen im zweistelligen Bereich bewegt. Wegen der Corona-Pandemie sind in Thüringen derzeit nur ortsfeste Versammlungen von bis zu 35 Menschen erlaubt.

05.45 Uhr: Impfdebatte um Kimmich - Hecking sieht gesellschaftliche Verantwortung

In der Impf-Debatte um Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich hat der Nürnberger Sportvorstand Dieter Hecking auch die Verantwortung für die Gemeinschaft betont. "Wir haben beim Impfen eine gesellschaftliche Verantwortung. Ich bin tolerant und habe für jeden Verständnis, der mir triftige Argumente dagegen liefert", sagte Hecking der Deutschen Presse-Agentur im Interview. "Ich verstehe aber nicht die Leute, die sich aus fadenscheinigen Begründungen nicht impfen lassen und damit Mitmenschen gefährden. Am Ende muss es jeder für sich entscheiden."

05.06 Uhr: DGB - Viele Beschäftigte sehen sich im Job schlecht vor Corona geschützt

Ein Viertel der Beschäftigten sieht sich trotz Corona-Maßnahmen am Arbeitsplatz nur schlecht vor einer Ansteckung geschützt. Das geht aus dem "DGB-Index Gute Arbeit 2021" hervor, den die Gewerkschaften am Dienstag in Berlin vorstellten. Insbesondere Beschäftigte mit vielen persönlichen Kontakten fürchteten um ihre Gesundheit, so etwa Erzieherinnen, von denen sich knapp 60 Prozent große Sorgen machten. Ein Drittel der befragten Beschäftigten gab an, dass die Infektionsschutzmaßnahmen die Ausübung ihrer Tätigkeit erschwert hätten.

04.45 Uhr: Bildungsgewerkschaft - Schulen so lange wie möglich offen halten

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) appelliert in der aktuellen Corona-Lage an die Politik, mögliche Schulschließungen als letztes in Erwägung zu ziehen. "Dass Massenveranstaltungen stattfinden und Schulen geschlossen werden, das geht nicht", sagte die Gewerkschaftsvorsitzende Maike Finnern der Deutschen Presse-Agentur. "Aber wenn wir sehen, dass die Einschränkungen über Absagen oder eine Reduzierung von Massenveranstaltungen nicht reichen, dann kann es in einzelnen Bereichen sein, dass man darüber nachdenken muss, Schulen für ein, zwei Wochen in den Distanzunterricht zu schicken." Sie sprach von Einzelfällen, in denen dies notwendig sein könne. "Aber es darf auf keinen Fall eine Schließung für mehrere Wochen oder Monate werden, so wie wir das im vergangenen Winter hatten."

Priorität müsse sein, dass alle, die sich impfen lassen könnten, sich impfen ließen, und dass Kontakte reduziert würden. Schulen müssten solange wie möglich in Betrieb gehalten werden.

04.33 Uhr: Hongkong schließt Grenzen für Reisende aus 13 Ländern

Zum Schutz vor der neuen Corona-Variante Omikron schließt die Finanzmetropole Hongkong seine Grenzen. Person mit Wohnsitz in Angola, Äthiopien, Nigeria und Sambia sei ab dem 30. November die Einreise verboten, teilt die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone mit. Darüber hinaus dürfen Ausländer, die sich in den letzten 21 Tagen in Deutschland, Australien, Österreich, Belgien, Kanada, Tschechien, Dänemark, Israel oder Italien aufgehalten haben, ab dem 2. Dezember nicht mehr einreisen. Vollständig geimpften Einwohnern steht Hongkong weiter offen: Sie müssen sich allerdings zunächst sieben Tage in eine staatliche Quarantäneeinrichtung begeben sowie sich zusätzlich auf eigene Kosten zwei weitere Wochen in einem Hotel isolieren.

04.30 Uhr: Weniger Urlaub bei Kurzarbeit? - Grundsatzurteil erwartet

Von Lockdown zu Lockdown: Zehntausende Arbeitnehmer wurden und werden in der Corona-Pandemie in die sogenannte Kurzarbeit Null geschickt - die Arbeit fällt vorübergehend komplett aus. Aber bedeutet das auch weniger Urlaub, wie manche Arbeitgeber meinen? Vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt geht es an diesem Dienstag um die strittige Frage, ob bei der sogenannten Kurzarbeit Null der Urlaubsanspruch von Arbeitnehmern anteilig gekürzt werden kann. Erwartet wird ein Grundsatzurteil der höchsten deutschen Arbeitsrichter.

04.11 Uhr: Bundesverfassungsgericht entscheidet über Bundesnotbremse

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe veröffentlicht heute gegen 09.30 Uhr Entscheidungen zur sogenannten Bundesnotbremse. Konkret geht es um Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sowie Schulschließungen. Die Bundesnotbremse lief zwar Ende Juni aus - erwartet werden aber grundsätzliche Entscheidungen dazu, welche Regelungen in einer Pandemie verfassungsgemäß sind.

04.05 Uhr: Risiko durch Omikron - Städte in Brasilien sagen Silvesterpartys ab

Wegen der Corona-Pandemie haben mehr als ein halbes Dutzend wichtige brasilianische Städte keine traditionellen Silvesterpartys geplant oder diese abgesagt. Dies berichtete das Nachrichtenportal "G1" am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf die Bürgermeister von Städten wie Salvador, Fortaleza, Belo Horizonte und Florianópolis. Demnach trug die Möglichkeit, dass die neue Corona-Variante Omikron (B.1.1.529) die Zahlen der Corona-Infizierten und Toten im Zusammenhang mit Covid-19 steigen lassen könnte, zu der Entscheidung bei. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die zunächst im südlichen Afrika aufgetretene Corona-Variante am Freitag als "besorgniserregend" eingestuft.

04.01 Uhr: Bund und Länder beraten erneut über Corona-Lage

Angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen wollen Bund und Länder heute (Dienstag) ihr weiteres Vorgehen in der Pandemie erneut abstimmen. Nach Informationen aus Regierungskreisen wird es am frühen Nachmittag ein Telefonat der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und des designierten Kanzlers Olaf Scholz (SPD) mit den Regierungschefs und -chefinnen der Länder geben.

03.46 Uhr: RKI registriert 45.753 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 452,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erstmals seit mehr als drei Wochen wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 452,2 an. Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden. Vor einer Woche hatte der Wert bei 399,8 gelegen (Vormonat: 153,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 45.753 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.35 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 45.326 Ansteckungen gewesen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 388 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 309 Todesfälle.

03.43 Uhr: Saarlands Ministerpräsident fordert bundesweit "notbremsende Maßnahmen"

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat vor den Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Lage eine bundesweite Verschärfung der Eindämmungsmaßnahmen gefordert. "Wir haben eine nationale pandemische Notlage, und bin der Auffassung, wir müssen deswegen jetzt auch national handeln und zusammenkommen", sagte Hans im TV-Sender Bild Live. "Ich habe schon die Erwartung, dass wir die ganz grundlegenden Fragen nochmal miteinander besprechen. Es muss doch jetzt wirklich gehandelt werden angesichts der hohen Zahlen." Es seien nun "bundeseinheitliche, notbremsende Maßnahmen" nötig, sagte Hans. "Das kann auch als ultima ratio, als letzter Schritt, auch ein Lockdown sein." Die Ampel-Koalition müsse die dafür nötigen rechtlichen Vorgaben schaffen.

03.00 Uhr: Grünen-Experte fordert "Teil-Lockdown" in vielen Regionen

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen fordert zum Eindämmen der bedrohlichen Corona-Ausbreitung ein stärkeres Herunterfahren vieler Bereiche des öffentlichen Lebens. "Wir brauchen einen einheitlichen Teil-Lockdown in vielen Regionen des Landes, um die vierte Welle zu brechen", sagte der Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur vor den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag. Dies bedeute keine allgemeinen, sondern gezielte Schließungen dort, wo die Lage außer Kontrolle sei. "Schulen und Kitas sollten mit Masken und täglichen Tests aber möglichst offen bleiben." Für Ungeimpfte sollte es Kontaktbeschränkungen im Privaten wie im ersten Lockdown geben.

03.00 Uhr: Bayerns Apotheker offen für Impfungen - aber wie umsetzen?

Der Bayerische Apothekerverband hat sich grundsätzlich offen für Impfungen gegen das Coronavirus gezeigt - jedoch fehlen die politischen Vorgaben. "Apotheker kennen sich mit Impfstoff aus", sagte Verbandssprecher Thomas Metz. Modellprojekte mit Grippeimpfungen zeigten, dass sie Impfstoff spritzen könnten. Es gebe jetzt zwar Forderungen von Politikern, dass in Apotheken auch gegen Corona geimpft wird. Aber: "Wie soll denn die politische Umsetzung ausschauen, wie werden Gesetze geändert? Das alles ist noch nicht geklärt."

Zur Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland sollen aus Sicht der Gesundheitsminister der Länder künftig auch Apotheken und Zahnärzte mit einbezogen werden. Der Bund sei gebeten, die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, hatte der Vorsitzende der Ressortchefs, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, am Montag in München nach einer Schaltkonferenz gesagt.

02.37 Uhr: FDA-Zulassung für Biontech-Booster für 16- und 17-Jährige nächste Woche

Die US-Arzneimittelbehörde FDA könnte einem Zeitungsbericht zufolge Auffrischungsimpfungen für 16- und 17-Jährige mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer bereits kommende Woche zulassen. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

01.05 Uhr: Notenbankchef Powell - Corona-Variante trübt Wirtschaftsaussichten

Das Auftreten einer neuen Variante des Coronavirus könne nach Einschätzung von US-Notenbankchef Jerome Powell die Konjunktur bremsen. Die Omikron-Variante und der jüngste Anstieg der Corona-Neuinfektionen durch die Delta-Variante stellten Risiken für die Beschäftigung und die Wirtschaftstätigkeit dar und erhöhten die Unsicherheit über die Inflation, sagte Powell in einer Rede, die er am Dienstag vor dem Bankenausschuss des Senats halten wollte. Die neue Variante könnte auch die Probleme der Lieferkette verschlimmern. "Größere Besorgnis über das Virus könnte die Bereitschaft der Menschen verringern, vor Ort zu arbeiten, was den Fortschritt auf dem Arbeitsmarkt verlangsamen und Unterbrechungen der Versorgungskette verstärken würde", erklärte Powell laut vorab veröffentlichtem Redemanuskript. Noch ist nicht bekannt, ob die Omikron-Variante rascher übertragbar ist oder schwerere Krankheitsverläufe verursacht als die bisher dominante Delta-Variante.

01.01 Uhr: Sozialpsychologin fürchtet weitere Radikalisierung von Impfgegnern

Die Sozialpsychologin Pia Lamberty wirft der Bundesregierung Verharmlosung beim Umgang mit Impfgegnern vor. Man sei von Werten vor der Pandemie ausgegangen, wonach es nicht mehr als drei bis fünf Prozent radikale Impfgegner gebe, sagte die Mainzer Forscherin dem "Mannheimer Morgen". Doch diese beeinflussten die Skeptischen und Ängstlichen und "gießen zur Impfskepsis noch Verschwörungserzählungen dazu". "Hätte man das ernster genommen, würde man heute besser dastehen", sagte sie.In Befragungen, die aus der Zeit vor Corona stammten, gebe jeder Zweite an, lieber dem Bauchgefühl als "sogenannten" Experten zu trauen, erklärte Lamberty. "Die Politik hat gedacht, wir brauchen keine Impfkampagne, und dann hat man gesehen: 'Oh Gott, da ist ja ein Problem'." Auch bei der Fälschung von Impfpässen hätte der Gesetzgeber härter und früher durchgreifen müssen.

01.00 Uhr: Braun fordert vor Bund-Länder-Beratungen Corona-"Notbremse"

Vor der Bund-Länder-Schalte zur Corona-Krise pocht der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun auf eine "Notbremse", um der Infektionslage Herr zu werden. "Wir sind in Deutschland in die Lage gekommen, die wir immer vermeiden wollten: Unser Gesundheitssystem ist regional überlastet", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Wir brauchen jetzt eine Notbremse, dabei zählt nun jeder Tag." Nur damit könne es gelingen, die Infektionszahlen bis Weihnachten wieder zu senken.

00.36 Uhr: Ratingagenturen - Omikron birgt Risiken für globales Wachstum und Inflation

Die Omikron-Mutante des Coronavirus könnte nach Ansicht der Ratingagenturen Moody's und Fitch die globalen Wachstumsaussichten beeinträchtigen und die Preise in die Höhe treiben. "Die Omikron-Variante birgt Risiken für das globale Wachstum und die Inflation, insbesondere da sie in einer Zeit auftritt, in der die Versorgungsketten bereits überlastet sind, die Inflation steigt und es auf dem Arbeitsmarkt zu Engpässen kommt", erklärt Elena Duggar, Associate Managing Director bei Moody's, in einer E-Mail an Reuters. Die Agentur Fitch erklärt, dass "ein weiterer globaler Abschwung, wie er in der ersten Hälfte des Jahres 2020 zu beobachten war, sehr unwahrscheinlich ist, aber der Anstieg der Inflation wird makroökonomische Reaktionen erschweren, wenn die neue Variante sich durchsetzt."

00.02 Uhr: Afrikabeauftragter Nooke fordert zusätzliche Impfdosen für Afrika

Vor dem Hintergrund der in Südafrika entdeckten Omikron-Variante des Coronavirus dringt der scheidende Afrikabeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke (CDU) auf die Lieferung zusätzlicher Impfdosen für Afrika. Um die aktuelle Pandemie-Welle zu brechen, müssten auch für Afrika genügend Impfdosen bereitgestellt werden, sagte er dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland": "Da muss noch einmal ordentlich etwas draufgelegt werden." Nooke warnte davor, Impfdosen aus nationalem Vorrat mit ablaufender Haltbarkeit weiterzugeben. "Einfach die Restposten mit anstehendem Verfallsdatum abzugeben, ist ein falsches Signal", betonte er.

Montag, 29. November 2021

22.20 Uhr: US-Seuchenbehörde empfiehlt Booster für alle über 18-Jährigen

Die US-Seuchenbehörde CDC empfiehlt eine Auffrischungsimpfung für alle Geimpften, die 18 Jahre oder älter sind. Wer ursprünglich das Mittel von BioNTech/Pfizer oder Moderna erhalten habe, solle den Booster sechs Monate später verabreicht bekommen, heißt es in einer Mitteilung. Bei dem Vakzin von Johnson & Johnson solle der Zeitabstand dagegen nur zwei Monate betragen. Die Omikron-Variante zeige, wie wichtig Impfungen seien, erklärt CDC-Chefin Rochelle Walensky.

22.15 Uhr: Großbritannien weitet Booster-Programm aus

Nach dem Auftreten der neuen Omikron-Variante des Coronavirus weitet Großbritannien sein Programm für Auffrischungsimpfungen noch einmal aus. Sie nehme die überarbeiteten Empfehlungen eines wissenschaftlichen Beratergremiums in Gänze an, teilte die britische Regierung am Montag mit. Dazu zählt vor allem, dass allen Menschen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren eine Booster-Impfung angeboten werden solle.

Bislang galt dies nur für Menschen ab 40 und besonders von dem Virus gefährdete Personen. Die Änderung bedeutet, dass etwa 13 Millionen Menschen zusätzlich eine Auffrischungsimpfung in Anspruch nehmen können. Bislang wurden in Großbritannien etwa 17,5 Millionen solcher Impfungen verabreicht.

21.10 Uhr: Biden - Omikron kein Grund zur Panik

US-Präsident Joe Biden hat die neue Coronavirus-Variante Omikron als Anlass zur Sorge bezeichnet, sieht aber keinen Grund für Panik. Er rief die US-Bürger am Montag erneut zu einer vollständigen Impfung sowie zu Auffrischungsimpfungen auf. In Innenräumen sollten wieder Mund-Nasen-Masken getragen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Einen verbreiteten Lockdown in den USA erwäge er nicht, sagte Biden im Weißen Haus.

19.40 Uhr: Biontech zieht Lieferung von 2,9 Millionen Impfdosen vor

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech zieht angesichts der großen Impf-Nachfrage die Lieferung von Millionen Impfdosen an Deutschland vor. In dieser Woche werde der Bund 5,8 Millionen Impfdosen erhalten, weil eine eigentlich erst für kommende Woche vorgesehene Liefercharge von 2,9 Millionen Dosen auf diese Woche vorgezogen werde, teilte eine Unternehmenssprecherin am Montagabend mit. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Demnach reagiert Biontech mit dem Schritt auf den hochschnellenden Bedarf an Auffrischungsimpfungen. Im Laufe des Dezembers wolle Biontech zwei Chargen liefern: nochmals 2,9 Millionen Dosen in der übernächsten Woche sowie 2,4 Millionen Dosen Kinder-Impfstoff kurz vor Weihnachten, hieß es in dem Bericht. Diese Zahlen gehen auch aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministerium mit Lieferprognosen der Hersteller hervor, die auf den 18. November datiert ist.

18.30 Uhr: Bayerischen Omikron-Infizierten geht es gut

Den drei in Bayern festgestellten Corona-Infizierten mit der neuen Omikron-Variante geht es nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek (CSU) gut. "Mein jetziger Kenntnisstand ist, dass es ihnen soweit gut geht", sagte Holetschek am Montag nach Beratungen der Gesundheitsministerkonferenz in München. Alle drei Infizierte befänden sich weiter in Isolation.

Zuvor hatte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) die seit dem Wochenende durch spezifische PCR-Tests nachgewiesenen Omikron-Fälle nochmals bestätigt. Auch eine Gesamtgenomsequenzierung habe die neue Corona-Variante ergeben, teilte das LGL mit.

17.51 Uhr: Länder-Gesundheitsminister wollen schnell Kinderimpfungen

Die Gesundheitsminister der Länder drücken bei den Corona-Impfungen für Kinder aufs Tempo. Man begrüße es, dass die europäische Arzneimittelbehörde EMA nun einen Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige zugelassen habe, sagte Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) am Montag nach einer Schaltkonferenz der Minister von Bund und Ländern in München. Nun werde die EU-Kommission aufgefordert, den Impfstoff schneller zur Verfügung zu stellen als am 20. Dezember.

"Wir hoffen, dass das vorgezogen werden kann, damit wir da auch noch schneller mit den Impfungen anfangen können." Diese Forderung untermauerten die Länder mit einem einstimmigen Beschluss.

17.31 Uhr: Bundesländer für Impfungen in Apotheken und Zahnarztpraxen

Zur Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland sollen aus Sicht der Gesundheitsminister der Länder künftig auch Apotheken und Zahnärzte mit einbezogen werden. Der Bund sei gebeten, die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, sagte der Vorsitzende der Ressortchefs, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, am Montag in München.

17.06 Uhr: Booster-Impfungen für Erwachsenen in Großbritannien nach drei Monaten

Großbritannien will wegen der Verbreitung der Omikron-Variante allen Erwachsenen bereits drei Monate nach ihrer zweiten Corona-Impfung eine Booster-Dosis anbieten. Das teilte das zuständige Impfkomitee am Montag in London mit. Die Experten empfahlen Drittimpfungen für alle Erwachsenen mit einem Abstand von mindestens drei Monaten nach der zweiten Dosis. Dies werde den Schutz vor der Omikron-Variante erhöhen.

16.50 Uhr: Stiko appelliert an Ungeimpfte: Krankenhaus-Risiko deutlich erhöht

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre wissenschaftliche Begründung zu Auffrischimpfungen für alle Erwachsenen vorgelegt und einen Impfaufruf an Ungeimpfte gerichtet. Die Zahl der Covid-19-Krankenhausaufnahmen sei bei ihnen je nach Alter und Region 5- bis 15-fach höher als bei Geimpften, heißt es im Fazit des am Montag veröffentlichten Papiers.

Die Zahl der noch nicht geimpften Erwachsenen in Deutschland wird darin mit rund 15 Millionen angegeben. Dies trage maßgeblich zur vierten Welle und zur hohen Zahl an Covid-19-Patienten in Krankenhäusern bei, schreibt das Gremium.

16.26 Uhr: Corona-Zahlen an Schulen steigen

An den Schulen in Deutschland steigen die Corona-Zahlen. Nach am Montag veröffentlichten Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) waren in der Woche vom 15. bis 19. November 72.000 Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern bekannt. Das waren knapp 30.000 mehr als in der Woche davor. Darüber hinaus waren fast 126.000 von 10 Millionen Schülern in Quarantäne. In der Vorwoche waren es rund 87.000.

15.41 Uhr: Bayerische Polizei intensiviert Corona-Kontrollen

Die Bayerische Polizei wird ihre Corona-Kontrollen in den kommenden Wochen weiter intensivieren. Dies sagte Innenminister Joachim Herrmann in München. Seit 11. November wurden bei rund 37.000 Kontrollen durch die Polizei im Freistaat knapp 3.000 (genau 2.895) Verstöße festgestellt.

Rund zwei Drittel (1.966) der Verstöße bezogen sich auf die 2G- beziehungsweise 3-G-Regelung beim Zugang bestimmter Bereiche, rund 900 gegen die Maskenpflicht.

15.37 Uhr: Zweitstärkste Impfwoche gegen Corona in Arztpraxen

Mit weit mehr als 3,1 Millionen Corona-Impfungen war die vergangene Woche in Deutschlands Arztpraxen die zweitstärkste Impfwoche aller Zeiten. Das teilte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung am Montag in Berlin mit. Die Zahl von 3.161.348 Schutzimpfungen wurde demnach lediglich in der 23. Kalenderwoche im Juni dieses Jahres übertroffen, als die niedergelassenen Ärzte rund 3,38 Millionen Menschen gegen Covid-19 geimpft hatten. Die Hausarztpraxen übernehmen den Angaben zufolge mit 75 Prozent den Löwenanteil aller Impfungen.

15:15 Uhr: Merkel und Scholz beraten Corona-Lage mit Länderchefs

Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz werden am Dienstag mit den 16 Ministerpräsidenten über die Corona-Lage beraten. Offizieller Anlass ist, dass sie die Länder über die Einrichtung des Corona-Krisen-Stabes im Kanzleramtes informieren wollen. Das hat die Nachrichtenagentur Reuters aus Verhandlungskreisen erfahren.

15: 12 Uhr: München weitet 2G-Regel auf Außengastronomie aus

Die Stadt München verschärft die Corona-Regeln für die Außengastronomie. Ab Mittwoch gelte auch hier die 2G-Regelung und damit die gleiche Vorgabe wie drinnen, teilte die Stadt am Montag mit. Zutritt haben dann nur noch Geimpfte und Genesene sowie Kinder bis zu einem Alter von 12 Jahren und 3 Monaten. Speisen und Getränke dürfen nur am Sitzplatz verzehrt werden. Und wer nicht sitze, müsse eine FFP2-Maske tragen.

15.10 Uhr: Inzidenzen stagnieren in Bayern in allen Altersgruppen

Die Corona-Inzidenzen stagnieren in Bayern über alle Altersgruppen hinweg. Die vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag gemeldeten Zahlen für die Kalenderwoche 47 zeigen keine größeren Anstiege mehr im Vergleich zu den vor einer Woche gemeldeten Werten. Teilweise gibt es sogar kleine Rückgänge. Die höchste Inzidenz gibt es nach wie vor bei den Kindern zwischen sechs und elf Jahren mit 1249.

14.57 Uhr: Erste Hinweis auf Omikron kamen aus Botsuana

Erste Hinweise auf die neue Corona-Variante Omikron kamen nach Angaben von Wissenschaftler aus dem afrikanischen Staat Botsuana. Bei einer Pressekonferenz des südafrikanischen Gesundheitsministeriums sagte die Wissenschaftlerin Anne von Gottberg vom Nationalen Institut für Ansteckende Krankheiten NICD am Montag in Johannesburg: „Botsuana hat als erstes eine der Sequenzen identifiziert.“ Die Wissenschaftler des Nachbarstaates hätten ihre Erkenntnisse dann in eine international zugängliche Datenbank eingetragen.

13.49 Uhr: Biontech hat mit Entwicklung eines Omikron-Impfstoffs begonnen

Der Mainzer Impfstoffentwickler Biontech hat mit der Entwicklung eines Vakzins gegen die Omikron-Variante des Coronavirus begonnen. Das sei Teil des Standardvorgehens bei neuen Varianten, teilte das Unternehmen am Montag mit. "Die ersten Schritte bei der Entwicklung überschneiden sich mit den nötigen Untersuchungen, ob überhaupt ein neuer Impfstoff nötig ist." Derzeit ist noch unklar, ob die aktuellen Corona-Impfstoffe auch vor der neuen Variante schützen.

Von der neuen Variante geht nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit insgesamt ein "sehr hohes" Risiko aus. Es sei mit steigenden Fallzahlen zu rechnen. Auch bei geimpften Personen dürfte es Infektionen und Covid-19-Erkrankungen geben, "wenn auch in einem kleinen und vorhersehbaren Verhältnis".

13.42 Uhr: Infektiologe kritisiert unzureichende Corona-Maßnahmen

Der Infektiologe Matthias Stoll hält die aktuellen Corona-Maßnahmen für "vollkommen unzureichend", um die vierte Welle zu brechen. "Eine Quote von rund 70 Prozent doppelt Geimpften und die derzeitigen 3G-, 2G- und 2G-plus- Regelungen sind längst nicht genug", sagte Stoll dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Der Professor an der Medizinischen Hochschule Hannover forderte einen schnellstmöglichen Verzicht auf Massenveranstaltungen sowie auf öffentliche Angebote, die jetzt nicht unbedingt notwendig seien. „Fußballspiele vor Publikum und Weihnachtsmärkte gehören definitiv dazu“, sagte Stoll. Die 2G-plus-Regelung - also geimpft oder genesen und zusätzlich getestet - bezeichnete Stoll als „ein mit hohem Aufwand geschwungenes, aber stumpfes Schwert“. Das „Plus“ basiere auf Antigen-Schnelltests, die zu ungenau seien, um unter Genesenen und Geimpften zuverlässig Infizierte herauszufiltern.

12.54 Uhr: Australien setzt Grenzöffnung für Studenten und Fachkräfte aus

Australien setzt die geplante Öffnung seiner Grenze für Studenten und Fachkräfte aus dem Ausland wegen der neuen Omikron-Variante des Coronavirus kurzfristig aus. Premierminister Scott Morrison teilte am Montag nach einer Krisensitzung mit, die für Mittwoch geplante Grenzöffnung werde um mindestens zwei Wochen verschoben. Es handele sich um eine "notwendige und vorübergehende Entscheidung", die auf dem Rat von Gesundheitsexperten beruhe.

Nach einer 20-monatigen Grenzschließung aufgrund der Corona-Pandemie wollte Australien eigentlich ab dem 1. Dezember wieder Studenten und Fachkräfte aus dem Ausland einreisen lassen. Wegen der Grenzschließung herrscht in dem Land großer Fachkräftemangel. Inzwischen wurden in Australien aber fünf Infektionen mit der Omikron-Variante festgestellt.

12.06 Uhr: Erster Omikron-Fall in Österreich bestätigt

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals in Österreich nachgewiesen worden. Das Gesundheitsministerium in Wien bestätigte einen Fall aus Tirol. Laut Tiroler Behörden handelt es sich um eine Person, die nach einer Südafrika-Reise positiv auf Covid-19 getestet wurde. Die Person habe aber keine Krankheitssymptome.

12.05 Uhr: Virologe: Bis zum Wochenende 10.000 neue Corona-Fälle in Südafrika

Der südafrikanische Virologe Salim Abdool Karim erwartet in dem Kap-Staat bis zum Ende der Woche einen Anstieg der landesweiten Corona-Infektionen um rund 10.000 neue Fälle. Dennoch bestehe kein Grund zur Panik, sagte er am Montag. Er erwartet auch für Dezember ein schnelles Ansteigen der Fallzahlen und mehr Druck auf die Krankenhäuser. Das Auftauchen der neue Omikron-Coronavariante war nach seiner Ansicht kaum überraschend: "Wir hatten das erwartet - wir wussten nur nichts über das Wie und Wann", sagte er.

Die neue Omikron-Coronavariante sei relativ einfach nachzuweisen und es gebe kaum Anlass, bisherige Behandlungsmethoden zu ändern. Auch wenn es fraglich bleibe, ob bisherige Impfstoffe nun genügend Schutz böten, dürfte er weiterhin hoch sein. Die frühe Entdeckung der Variante durch südafrikanische Experte sei somit kein Grund zu Überreaktionen wie Grenzschließungen, sagte Karim.

11.49 Uhr: Italien bereitet Impfstart für Kinder vor

Italien bereitet sich darauf vor, von Weihnachten an auch Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren gegen Corona zu impfen. Das sagte der Vorsitzende des Covid-Gesundheitsrates, Franco Locatelli, am Montag dem TV-Sender Sky TG24. Noch in dieser Woche werde die Erlaubnis der nationalen Arzneimittelagentur Aifa erwartet, nachdem zuletzt die europäische Behörde Ema Grünes Licht für eine Zulassung gegeben hatte. Die Impfungen in Italien beginnen dann "am 23. Dezember, vielleicht einen Tag früher oder später", sagte Locatelli.

11.43 Uhr: Lauterbach stellt Schließung von Bars und Clubs in Aussicht

Die Ampel-Koalition will nach den Worten des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach die Corona-Maßnahmen kurzfristig verschärfen. Es werde "noch in dieser Woche" entsprechende Vorschläge geben, kündigte Lauterbach am Montag im Fernsehsender Phoenix an. Angesichts hoher Infektionszahlen ist nach Lauterbachs Einschätzung eine Schließung von Bars, Clubs und Diskotheken unumgänglich. Darüber hinaus werde es wahrscheinlich eine verbindliche Maskenpflicht an Schulen geben sowie weitere Einschränkungen für Ungeimpfte.

10.41 Uhr: Großteil deutscher Bevölkerung rechnet mit Lockdown vor Weihnachten

In Deutschland rechnet die große Mehrheit der Bevölkerung mit einem weitgehenden Lockdown sowie Schulschließungen noch vor Weihnachten. Einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Stuttgarter Unternehmensberatung Horváth zufolge gehen jeweils 80 beziehungsweise 70 Prozent der Befragten von diesen Folgen des aktuellen Corona-Pandemiegeschehens aus. Um Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zu vermeiden, wären 70 Prozent der Menschen dazu bereit, dem Staat umfangreiche personenbezogene Daten preiszugeben.

10.40 Uhr: Krankenhäuser & Co: Geimpfte und genesene Mitarbeiter müssen sich in Bayern weiter nur zweimal wöchentlich testen

Geimpfte und genesene Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen müssen sich in Bayern weiter nur zweimal wöchentlich auf Corona testen. Das stellte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums auf BR-Nachfrage klar. Damit widersetzt sich Bayern einer anderslautenden Vorgabe des Bundes, obwohl auch der Freistaat dem geänderten Bundesinfektionsschutzgesetz im Bundesrat zugestimmt hat.

Eigentlich sieht das neue Bundesinfektionsschutzgesetz vor, dass sich gegen Covid geimpfte bzw. von der Erkrankung genesene Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen täglich testen lassen müssen.

09.28 Uhr: FW-Politiker fordert: Geimpfte Kontaktpersonen unter Quarantäne stellen

Der Freie-Wähler-Landtagsabgeordnete Fabian Mehring fordert, auch Geimpfte unter Quarantäne zu stellen, wenn sie engen Kontakt zu Infizierten haben. "Beispielsweise sollten wir Lebenspartner von Infizierten oder Eltern Corona-positiver Kinder auch dann testen und isolieren, wenn sie vollständig geimpft sind", sagte Mehring, der parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion ist, dem BR. Die aktuelle Quarantäne-Verordnung müsse entsprechend geändert werden.

Derzeit müssen enge Kontaktpersonen von Infizierten nicht in Quarantäne, sofern sie vollständig geimpft sind. Mehring verweist darauf, dass auch Geimpfte sich anstecken und das Virus weitergeben könnten. Sollten sie deshalb aus Vorsicht freiwillig daheim bleiben, müssten sie Urlaub nehmen oder Lohnkürzungen fürchten - das sei "absurd", so Mehring. Dass es für geimpfte Kontaktpersonen auch keinerlei Testpflicht gebe, wird laut Mehring "der Dynamik des Infektionsgeschehens nicht gerecht".

09.27 Uhr: Mehr als 660.000 Impfungen am Wochenende

Die Impfkampagne hat sich wegen zahlreicher Sonderimpfaktionen auch am Wochenende deutlich beschleunigt: Samstag und Sonntag registrierte das Robert-Koch-Institut (RKI) mehr als 660.000 Corona-Impfungen. Am Sonntag wurden danach 152.673 Personen geimpft, am Samstag 509.096. An den vorangehenden Sonntagen waren es nur 91.000 bzw. 48.000 und 32.000 Impfungen gewesen.

09.03 Uhr: Baden-Württemberg setzt auf Immunkarte statt gelbem Impfpass

Wer in Baden-Württemberg in eine Bar oder ein Restaurant gehen möchte, muss einen Immunitätsnachweis gegen das Corona-Virus vorzeigen. Wo die 2G-Regelung gilt, darf der gelbe Impfpass nach Beschluss des Baden-Württemberger Landtages nicht länger akzeptiert werden.

Stattdessen muss ein maschinenlesbarer QR-Code vorgelegt werden, der mit der CovPassCheck-App gelesen wird. Diese maschinenlesbaren QR-Codes werden direkt vor Ort in der Apotheke ausgestellt und dann entweder in die Corona-Warn-App oder die CovPass-App übertragen. Alternativ wird ein Papierzettel ausgehändigt oder der QR-Code wird als blaue Immunkarte direkt nach Hause geschickt.

09.02 Uhr: Künftige Bildungsministerin gegen Schulschließungen

Die künftige Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger lehnt Schulschließungen zum jetzigen Zeitpunkt ab. "Wir haben Schulschließungen im Infektionsschutzgesetz jetzt auch erst mal so nicht vorgesehen, weil ein parteiübergreifender Konsens ist, dass das nicht der richtige Weg ist", sagt die FDP-Politikerin den Sendern RTL und ntv. "Man muss erst mal alles andere tun, bevor man eine solche Maßnahme in Erwägung zieht." Die weiteren Entwicklungen seien allerdings nicht absehbar, erklärte sie mit Blick auf die neue Virusvariante Omikron.

08.55 Uhr: Leopoldina-Vizepräsident fordert sofortige Kontaktreduzierung

Der Vizepräsident der Wissenschaftsakademie Leopoldina, Robert Schlögl, hat die sofortige drastische Reduzierung von Kontakten in Deutschland gefordert. Um die eskalierende Corona-Lage einzudämmen, müsse es jetzt eine Kontaktreduktion geben, "denn Impfen wirkt nicht sofort", sagte Schlögl am Montag dem Sender RBB. Zudem forderte er umgehend eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen.

Auf die Frage, ob er einen Lockdown fordere, sagte Schlögl: "Das Wort darf man nicht sagen, aber natürlich ist die erste Maßnahme, wenn man sich überlegt die jetzige Pandemie einzudämmen, einfach Kontaktreduktion". Bund und Länder müssten jetzt einheitlich argumentieren und einheitlich handeln, forderte der Wissenschaftler. Deshalb sei der vorgesehene Corona-Krisenstab im Kanzleramt extrem wichtig. Darin müsse auch die Leopoldina vertreten sein.

08.40 Uhr: WHO: Omikron-Variante stellt sehr hohes globales Risiko dar

Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft das von der neuen Omikron-Variante ausgehende weltweite Risiko als insgesamt "sehr hoch" ein. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren globalen Ausbreitung sei groß. Es sei mit steigenden Covid-19-Fallzahlen zu rechnen. Die WHO ruft ihre 194 Mitgliedstaaten dazu auf, sicherzustellen, dass Pläne zur Eindämmung in Kraft seien, um das Gesundheitssystem aufrecht zu halten.

08.34 Uhr: Söder fordert Impfrecht für Apotheker und Pflegekräfte

Angesichts der dramatischen Corona-Lage hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Gesetzesänderung gefordert, um Apotheker, Pflegekräfte sowie alle Ärzte an der Impfkampagne beteiligen zu könne. Die rechtliche Möglichkeit dazu müsse schnell und "am besten diese Woche" geschaffen werden, sagte er am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Dadurch werde das Boostern "einen neuen Schub bekommen". Das sei auch die besten Strategie gegen die neuartige Omikron-Variante des Coronavirus.

08.08 Uhr: Grünen-Gesundheitsminister: Bundestag muss epidemische Lage beschließen

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha fordert, dass der Bundestag noch in dieser Woche wieder die epidemische Lage von nationaler Tragweite beschließen und den Weg für eine bundesweite Notbremse möglich machen soll. "Wir brauchen Kontaktbeschränkungen im Umfang von 70 bis 90 Prozent", sagte der Grünen-Politiker im Deutschlandfunk. Der designierte Kanzler Olaf Scholz (SPD) müsse zudem schnell bekanntgeben, wer neue Gesundheitsministerin oder neuer Gesundheitsminister werden soll. Auch wäre eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz in dieser Woche "sehr wünschenswert". Lucha sagt zudem, dass die drei Landes-Gesundheitsminister der Grünen mit der Grünen-Spitze in Berlin am Wochenende einen Krisenstab gebildet hätten.

07.53 Uhr: Esken: Corona-Krisenstab startet Anfang der Woche

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat den baldigen Start des von der künftigen Ampel-Regierung geplanten Corona-Krisenstabs angekündigt. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte sie: "Das wird zu Beginn dieser Woche erfolgen." Es gehe nun darum, dass die Länder die mit der jüngsten Novelle des Infektionsschutzgesetzes ermöglichten Maßnahmen, "also vor allem 2G und 2G plus [...], dass die auch überall umgesetzt werden." Esken zeigte sich optimistisch, dass auch ihr künftiger Koalitionspartner FDP strengere Corona-Maßnahmen mittragen würde. "Da bin ich mir sehr sicher", so die SPD-Vorsitzende. Man sei vollkommend auf einer Linie, dass jetzt alles unternommen werden müsse, um die Gesundheit der Bürger zu schützen und auch die Beschäftigten in den Intensivstationen.

07.15 Uhr: Leopoldina fordert neue Schutzmaßnahmen

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina kritisiert das Ausbleiben neuer Corona-Schutzmaßnahmen der Regierung. Man habe kein Verständnis für das Zögern der Politik, sagt die Medizinerin Jutta Gärtner im ZDF. Um die vierte Welle der Pandemie zu bremsen, seien Maßnahmen nötig und zwar sofort. Sie warnt vor einem drohenden Kollaps der Krankenhäuser. "Wir brauchen sofort Kontaktbeschränkungen."

Zudem müsse mehr geimpft werden. Für die sogenannte Herdenimmunität müssten weit über 85 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Derzeit seien erst knapp 70 Prozent der Deutschen vor dem Virus geschützt. Die Direktorin für Kinder- und Jugendmedizin an der Universität Göttingen empfiehlt auch Kinder und Jugendliche zu impfen.

06.35 Uhr: Japan verbietet wegen Omikron-Variante Ausländern die Einreise

Japan lässt wegen der neuen Coronavirus-Variante Omikron keine Ausländerinnen und Ausländer mehr ins Land. Das Einreiseverbot tritt am Dienstag in Kraft, teilte Ministerpräsident Fumio Kishida am Montag mit. Damit werden auch die Grenzkontrollen wieder hergestellt, die erst in diesem Monat für Geschäftsreisende, ausländische Studierende und Arbeitnehmer gelockert worden waren.

Über das Wochenende hatte Japan bereits Maßnahmen für Reisende aus Südafrika und acht anderen Ländern verfügt. So müssen sie sich in eine zehntägige Quarantäne in eine von den Behörden zugewiesenen Einrichtung begeben.

06.26 Uhr: Dritter Omikron-Fall in Australien

Australien hat den dritten Fall einer Coronavirus-Infektion mit der neuen Omikron-Variante registriert. Ein Südafrikaner in den 30er Jahren wurde am vergangenen Donnerstag bei seiner Einreise in Darwin in einer Quarantäne-Einrichtung positiv auf die Variante getestet, teilte die Gesundheitsministerin des Northern Territory, Natasha Fyles am Montag mit. Am Sonntag hatte New South Wales mitgeteilt, bei zwei aus Südafrika in Sydney eingetroffenen Reisenden sei die Omikron-Variante festgestellt worden. Sie befinden sich in Sydney in Quarantäne.

06.09 Uhr: WHO gegen Reisebeschränkungen für Afrika trotz Omikron-Variante

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat am Sonntagabend zu mehr Solidarität mit afrikanischen Ländern aufgerufen. "Jetzt, da die Omikron-Variante in mehreren Ländern rund um die Welt nachgewiesen wurde, greifen Reisebeschränkungen gegen Afrika die globale Solidarität an", sagte die Afrika-Direktorin der WHO, Matshidiso Moeti, in Brazzaville. Erneut hätten weltweite Einreiseverbote gegen Bürger des südlichen Afrikas bewiesen, dass die Covid-Pandemie die Gräben zwischen Staaten "ausnutze", so Moeti. Sie forderte stattdessen dazu auf, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

05.35 Uhr: Medizinrechtler sieht Impfpflicht durch Verfassung gedeckt

Das Grundgesetz gibt nach Auffassung des Göttinger Strafrechtlers Gunnar Duttge Impfverweigerern nicht das Recht, andere Menschen durch uneinsichtiges Verhalten zu gefährden. "Dass das Grundgesetz eine Impfpflicht nicht zulasse, ist ein weit verbreiteter Irrtum", sagte der Leiter der Abteilung für Medizin- und Biorecht an der Universität Göttingen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag): "In Wirklichkeit kann der Staat unter Wahrung des Ordnungsrahmens der Grundrechte sehr viel machen."

Die Angst vieler Politiker vor ablehnenden Urteilen aus Karlsruhe sei übertrieben, sagte er weiter: "Das Menschenbild des Grundgesetzes war nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nie das eines isolierten souveränen Individuums." Stets habe Karlsruhe von der "Gemeinschaftsbezogenheit und Gemeinschaftsgebundenheit" des Einzelnen gesprochen. Der juristische Maßstab bleibe - in welcher Lage auch immer - die Frage der Verhältnismäßigkeit: "Der Staat darf sukzessive eskalieren, um Leib und Leben von Menschen zu schützen."

05.32 Uhr: Singapur und Malaysia lockern Corona-Reisebeschränkungen nach zwei Jahren

Singapur und Malaysia haben nach fast zwei Jahren die Corona-Reisebeschränkungen an ihrer gemeinsamen Landgrenze gelockert. Seit Montag dürfen unter anderem geimpfte Staatsbürger beider Länder wieder über Grenze, ohne danach in Quarantäne zu müssen. Die Grenze zwischen beiden Staaten gilt als eine der verkehrsreichsten Landgrenzen der Welt. Auch Beschränkungen im Luftverkehr wurden gelockert. Vor der Pandemie pendelten täglich etwa 300.000 Menschen von Malaysia in den benachbarten Stadtstaat, um dort unter anderem im öffentlichen Nahverkehr oder der Elektronikindustrie zu arbeiten. Als im März 2020 die Grenzen geschlossen wurden, blieben viele Malaysier in Singapur, um weiterhin ihrer Arbeit nachzugehen.

04.12 Uhr: RKI meldet 29.364 Neuinfektionen - Inzidenz steigt weiter auf 452,4

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 29.364 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 1279 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche, als 30.643 gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 452,4 von 446,7 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 73 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 100.956. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 5,79 Millionen Corona-Tests positiv aus.

04.01 Uhr: Experten: Omikron könnte in HIV-Patienten entstanden sein

Die überraschend viele Mutationen tragende Corona-Variante Omikron könnte Experten zufolge in einem Patienten mit HIV oder einer anderen Form der Immunschwäche entstanden sein. Das sei denkbar und wahrscheinlich, ähnliche Befunde seien in anderen Fällen bereits publiziert worden, sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI), der Nachrichtenagentur dpa.

In Menschen mit geschwächtem Immunsystem könne sich das Virus über viele Wochen vermehren, so Watzl. "Dabei können immer wieder vereinzelt Mutationen auftreten, die dem Virus eventuell keinen Vorteil bringen, die sich aber aufgrund der fehlenden Kontrolle durch das Immunsystem dennoch weiter vermehren können." Damit könnten zusätzliche Mutationen entstehen, die dann in der Kombination eventuell einen Vorteil brächten. "Die vielen Mutationen sprechen für Entstehung in HIV-Patienten", hatte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schon am Freitag getwittert.

04.00 Uhr: SPD-Gesundheitsexpertin Dittmar sieht Ministerpräsidenten in der Pflicht

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Sabine Dittmar, sieht die Verantwortung in der Pandemie-Bekämpfung auch bei den Bundesländern. "Die Bundesländer haben alle rechtlichen Möglichkeiten in der Hand, um Beschränkungen im öffentlichen und privaten Raum anzuordnen. Diese müssen sie entschlossen nutzen", sagt die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Dittmar, die als mögliche neue Bundesgesundheitsministerin gehandelt wird, der Zeitung "Augsburger Allgemeinen".

Das entscheidende Mittel seien deutliche Kontaktreduzierungen. Daher solle auch jeder Einzelne überdenken, welche Kontakte in dieser kritischen Phase verzichtbar seien. Jeder könne durch sein persönliches Verhalten "und durch den eigenen umfassenden Impfschutz seinen Teil dazu beitragen, dass Corona so wenig Angriffsfläche wie möglich hat".

03.31 Uhr: Bessere Krisenvorbereitung: WHO-Mitglieder erörtern Pandemie-Abkommen

Die Welt soll bei der nächsten Pandemie deutlich besser vorbereitet sein als bei Corona und schneller agieren können. Um das zu erreichen, schlagen die EU und andere Staaten einen verbindlichen globalen Pandemievertrag vor. Ob darüber formelle Verhandlungen aufgenommen werden sollen, erörtern Minister der 194 Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ab Montag.

03.30 Uhr: SPD-Fraktionsvize gegen übereilte Entscheidungen in Corona-Krise

SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese hat sich gegen übereilte Entscheidungen über mögliche schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgesprochen. Wiese sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir müssen nun erst einmal ein paar Tage sehen, ob und wie die Maßnahmen des Infektionsschutzgesetzes wirken." Diese seien teilweise erst am vergangenen Mittwoch in einigen Ländern in Kraft getreten. Die Länder hätten im Rahmen dessen auch schon vorher handeln können.

02.15 Uhr: Erster Omikron-Verdachtsfall in der Schweiz

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist nun möglicherweise auch in der Schweiz aufgetaucht. Nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit handle es sich um eine Person, die vor einer Woche aus Südafrika zurückgekehrt sei, berichtete die Agentur SDA am Sonntagabend. Genaueres werde in den nächsten Tagen von einer genetischen Untersuchung erwartet.

02.00 Uhr: CDU-Generalsekretär Ziemiak kritisiert Scholz für Corona-Management

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak wirft dem voraussichtlich künftigen Kanzler Olaf Scholz (SPD) einen zu laschen Umgang mit der Corona-Lage vor. "Olaf Scholz muss die Situation endlich so ernst nehmen, wie es Angela Merkel bisher getan hat. Das sehe ich derzeit nicht", sagt Ziemiak der Zeitung "Rheinischen Post". "Die Ampel tut bei Corona nicht genug. Die Maßnahmen reichen nicht und es war falsch, die epidemische Lage auslaufen zu lassen." Für Ungeimpfte müsse es künftig heißen: Kein Kino, kein Restaurant, kein Theater. "Wir haben zu viel Rücksicht auf Ungeimpfte genommen."

00.51 Uhr: CSU-Generalsekretär Blume fordert "Vollbremsung"

CSU-Generalsekretär Markus Blume fordert von den Ampel-Parteien weitgehende Maßnahmen im Kampf gegen die vierte Corona-Welle. "Wir brauchen eine Vollbremsung nicht nur im Süden oder Osten, sondern in ganz Deutschland", sagt Blume im Politik-Talk der Bild-Zeitung. Benötigt werde rasch eine weitere Ministerpräsidentenkonferenz, "um eine Bundesnotbremse zu verankern". Seiner Aussage nach sei eine 70-prozentige Kontaktreduzierung notwendig, um die Welle zu brechen. In Bayern habe man dafür regionale Lockdowns als Möglichkeit geschaffen.

00.35 Uhr: Zwei Omikron-Fälle auch in Kanada entdeckt

Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Kanada entdeckt worden. Die Gesundheitsbehörde der Provinz Ontario teilte am Sonntag (Ortszeit) mit, dass in Ottawa bei zwei Infizierten die Mutante festgestellt worden sei. Beide Personen, die aus Nigeria eingereist waren, seien inzwischen in Quarantäne.

00.25 Uhr: Niederländische Polizei nimmt Paar nach Flucht aus Quarantäne-Hotel fest

Die niederländische Grenzpolizei hat ein Paar nach der Flucht aus einem Quarantäne-Hotel festgenommen. Die beiden seien am Sonntag in einem Flugzeug gefasst worden, das in Richtung Spanien starten sollte, teilte die Behörde mit. Das Paar war zuvor aus einem Hotel geflohen, in dem positiv auf Corona getestete Reisende aus Südafrika untergebracht sind, bei denen zum Teil auch die neue Omikron-Variante festgestellt worden war. Die Polizei übergab die beiden der Gesundheitsbehörde. Das Paar wurde daraufhin erneut unter Quarantäne gestellt. Polizei und Sicherheitskräfte hielten am Quarantäne-Hotel Wache, hatte eine Behördensprecherin zuvor erklärt. "Die Sicherheitsvorkehrungen haben einen Grund."

00.00 Uhr: Städtetag fordert Beteiligung der Kommunen am Corona-Krisenstab

Der Deutsche Städtetag hat eine Beteiligung der Kommunen am geplanten ständigen Corona-Krisenstab im Kanzleramt verlangt. "Der neue Corona-Krisenstab muss sofort starten und die Städte gehören mit an den Tisch", sagte Städtetagspräsident Markus Lewe (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mit der neuen Virusvariante Omikron spitze sich die Situation zu. Zügige Entscheidungen seien notwendig. "Die Expertise der Städte ist dafür unentbehrlich, denn dort wird die Arbeit gemacht und die Corona-Maßnahmen vor Ort umgesetzt." Lewe betonte: "Die Zeit von Bund-Länder-Gipfeln zu Corona sollte jetzt vorbei sein."

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