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Der Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben, Generalmajor Carsten Breuer

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Corona-Ticker: Bundeswehr-General soll Corona-Krisenstab leiten

Der von der Ampel-Koalition geplante Corona-Krisenstab könnte bereits in den nächsten Tagen seine Arbeit aufnehmen. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" ist Generalmajor Carsten Breuer für die Leitung im Gespräch. Alle Corona-News im Ticker.

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BR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Die wichtigsten Corona-News des Tages:

  • Baden-Württemberg kündigt Geisterspiele an (17.04 Uhr)
  • SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach hält leichteren Verlauf bei Omikron für möglich (13.37 Uhr)
  • Corona-Intensivpatienten werden von Bayern nach Norddeutschland geflogen (12.50 Uhr)
  • Söder: "Das ganze Land stärker herunterfahren" (12.22 Uhr)
  • Handel startet durchwachsen in den Advent (11.48 Uhr)
  • Corona-Variante Omikron in Deutschland angekommen (05.00 Uhr)
  • RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz mit 446,7 auf neuem Höchststand (03.55 Uhr)
  • Coronavirus: Weitere Artikel und Hintergründe finden Sie hier.

21.45 Uhr: Proteste gegen Coronavirus-Beschränkungen in Tschechien

Tausende Menschen haben gegen Coronavirus-Beschränkungen in Tschechien protestiert. Die Demonstranten skandierten am Sonntag in Prag "Freiheit!" und "Wir haben es satt!". Protestbanner richteten sich gegen Impfungen. Zu lesen war unter anderem "Mein Körper meine Entscheidung". Die Protestteilnehmer trugen keine Masken und hielten sich nicht an Regeln zum Abstandhalten. Trotz eines Verbots gegen das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit wurde Bier getrunken. Die Polizei schritt nicht gegen den Protest ein.

Die Regierung hat in Tschechien einen 30-tägigen Notstand ausgerufen und führte zusätzliche Beschränkungen wegen des Coronavirus ein. Unter anderem wurden alle Weihnachtsmärkte im Land verboten. Bars, Restaurants, Nachtclubs, Diskotheken und Kasinos müssen um 22.00 Uhr zumachen.

21.20 Uhr: FCA-Kapitän Gouweleeuw positiv getestet

Kapitän Jeffrey Gouweleeuw von Fußball-Bundesligist FC Augsburg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Klub am Sonntagabend bekannt. Der Innenverteidiger hatte schon das Spiel bei Hertha BSC (1:1) am Samstag aufgrund eines Coronafalls im direkten familiären Umfeld verpasst. Der Niederländer befindet sich nun weiterhin in häuslicher Quarantäne. Ihm gehe es gut und er zeige bisher keine Symptome, teilten die Augsburger mit.

20.55 Uhr: FDP-Chef Lindner will weniger Zuschauer in den Stadien

FDP-Chef Christian Lindner spricht sich für eine Begrenzung der Zuschauer bei Fußball-Spielen aus. Er sei ja "ein großer Freund der Bundesliga", sagt Lindner in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". "Aber angesichts der Pandemielage verstören mich die Bilder voller Fußballstadien", betont er. "Solche Freizeitveranstaltungen können zum jetzigen Zeitpunkt in dieser Dimension nicht stattfinden." Die Kontakte müssten reduziert werden, "um Gesundheit und Freiheit gleichermaßen zu schützen".

20.45 Uhr: London beruft wegen Omikron G7-Gesundheitsministertreffen ein

Angesichts der Ausbreitung der neuen Corona-Variante Omikron hat Großbritannien für Montag eine Dringlichkeitssitzung der G7-Gesundheitsminister einberufen. Dies teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Großbritannien hat derzeit den Vorsitz in der Gruppe der G7-Staaten inne, zu denen noch Deutschland, Frankreich, Kanada, Italien, Japan und die USA gehören.

Die neue Coronavirus-Variante mit der Bezeichnung Omikron war am Donnerstag erstmals aus Südafrika gemeldet worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die Variante als "besorgniserregend" ein. In zahlreichen Ländern wurden seither Omikron-Fälle festgestellt. Weltweit wurden seit Beginn der Pandemie Ende 2019 bereits mehr als fünf Millionen Corona-Tote registriert.

20.35 Uhr: Bundeswehr-General soll Corona-Krisenstab leiten

Der von der künftigen Ampel-Koalition geplante Corona-Krisenstab könnte bereits in den nächsten Tagen und damit noch vor Amtsantritt der Regierung aus SPD, Grünen und FDP seine Arbeit aufnehmen.

Mit Blick auf die Corona-Bekämpfung sagte FDP-Chef Christian Lindner am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt": "Dazu wird es in der nächsten Woche ja einen Krisenstab geben. An der Spitze wird ein deutscher General stehen. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung"(Montag) ist für die Leitung des Stabes Generalmajor Carsten Breuer im Gespräch. Der 56-Jährige ist Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, das für Einsätze der Streitkräfte im Inland zuständig ist.

19.20 Uhr: Spanien lässt nur noch Geimpfte aus Großbritannien einreisen

Spanien wird wegen der neuen Virusvariante Omikron ab Mittwoch aus Großbritannien nur noch vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte einreisen lassen. Das geht aus einer Verordnung des Innenministeriums in Madrid hervor. Bisher wurden bei Reisenden aus Großbritannien genauso wie etwa aus Deutschland Einreisenden auch ein Nachweis über eine Genesung von einer Corona-Erkrankung oder ein negatives Testergebnis akzeptiert. "Das Auftreten neuer Varianten des Erregers der Krankheit zwingt in diesen Zeiten zu verschärften Reisebeschränkungen", heißt es in der Verordnung.

Die neue Beschränkung der Reisemöglichkeiten dürfte der spanischen Tourismusbranche schaden, da Großbritannien mit mehr als 20 Prozent die meisten ausländischen Urlauber in Spanien stellt. Bisher sind etwa 69 Prozent der Briten vollständig geimpft. Das bedeutet, dass mehr als 20 Millionen Briten ab Mittwoch nicht mehr nach Spanien reisen dürfen.

19.30 Uhr: Mehrere Corona-Fälle bei Skirennfahrern - rund zehn Personen positiv

Unter den alpinen Skirennfahrern hat es mehrere Corona-Fälle gegeben. Wie der Rennchef des Ski-Weltverbandes FIS, Markus Waldner, am Sonntag im ORF sagte, sind am Samstagabend im kanadischen Lake Louise rund zehn Personen positiv getestet worden. "Die sind sofort in der Nacht isoliert worden, Kontaktpersonen gecheckt und so weiter", sagte der Südtiroler. Hauptsächlich betroffen sei das US-Team, aber auch andere Nationen. In Lake Louise fand am Wochenende der Speed-Auftakt statt.

Der Corona-Alarm hindert die Ski-Asse an der Weiterreise in die USA, wo in Beaver Creek ab Donnerstag Speed-Rennen anstehen. Ohne negativen Corona-Status ist die Einreise in die USA derzeit nicht möglich.

18.37 Uhr: Dritter Omikron-Verdachtsfall in Bayern bestätigt

Ein weiterer in München gelandeter Reiserückkehrer aus Südafrika hat sich mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der neuen, besorgniserregenden Omikron-Variante des Coronavirus angesteckt. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) soeben mitgeteilt. Es handle sich um einen der beiden am Freitag aus Kapstadt in Südafrika angekommenen, positiv auf SARS-CoV-2-getesteten Passagiere.

Eine Sprecherin des LGL sagte in München: "Die Reiseanamnese und die vom Max von Pettenkofer-Institut durchgeführten VOC-PCR-Untersuchungen haben einen hochgradigen Verdacht erbracht, dass es sich hier um einen Fall der neuen Omikron-Variante handelt." Vollständige Gewissheit bringe erst das Ergebnis der Gesamtgenomanalyse, die in Kürze erwartet werde. Beide positiv getesteten Passagiere des Kapstadt-Fluges vom Freitag befänden sich weiterhin in Isolation, so die LGL-Sprecherin.

Die ersten beiden Omikron-Verdachtsfälle in Bayern hatte das Gesundheitsministerium am Freitag bestätigt. Zwei Personen, die noch vor Ausweisung Südafrikas als Virusvariantengebiet am Mittwoch (24.11.) in München aus Südafrika kommend gelandet waren, wurden positiv auf die neue Virusvariante getestet.

18.35 Uhr: Künftige Familienministerin für schärfere Einschränkungen

Die designierte neue Bundesfamilienministerin Anne Spiegel von den Grünen plädiert für umgehend schärfere Einschränkungen. "Das Gesundheitssystem kommt ganz klar an seine Grenzen", sagt Spiegel im ARD- "Bericht aus Berlin". "Deshalb müssen wir dringend handeln." Es brauche mehr Kontaktbeschränkungen. "Meines Erachtens reichen die jetzigen Maßnahmen, die wir ergriffen haben, nicht aus", sagt die derzeitige rheinland-pfälzische Umweltministerin. Schulen und Kitas allerdings sollten so weit wie möglich offen bleiben.

18.20 Uhr: Omikron-Variante: Von der Leyen ruft zu Vorsorge auf

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat angesichts der neuen Coronavirus-Variante zu Vorsorgemaßnahmen und raschem Handeln aufgerufen. "Wir nehmen diese Omikron-Variante sehr ernst und wissen, dass wir uns jetzt in einem Wettlauf gegen die Zeit befinden", sagte sie am Sonntag bei einem Besuch in Lettland. Noch sei nicht alles bekannt und die Wissenschaftler und Hersteller bräuchten zwei oder drei Wochen, um sich ein vollständiges Bild über die Qualität der Mutation der Omikron-Variante zu machen.

Die allgemeine Devise laute, hoffe auf das Beste und bereite dich auf das Schlimmste vor, sagte die EU-Kommissionspräsidentin. Höchste Priorität habe jetzt Abstand halten, Kontakte reduzieren und so viel wie möglich impfen und auffrischimpfen. "Wir müssen Zeit kaufen", sagte sie auf einer Pressekonferenz in Riga.

Nach Angaben von der Leyens stehe die EU in Sachen Impfstoff "auf der sicheren Seite". Der Vertrag mit Biontech/Pfizer über den Kauf von bis zu 1,8 Milliarden Corona-Impfstoff beinhalte demnach eine Klausel, wonach die Hersteller den Corona-Impfstoff innerhalb von 100 Tagen an neue Mutationen anpassen können.

17.45 Uhr: Verdacht auf Omikron-Variante in Essen und Düsseldorf

Die Omikron-Variante des Corona-Virus könnte auch NRW erreicht haben. "In Nordrhein-Westfalen wurde sie bisher noch nicht nachgewiesen, es gibt aber in Essen und in Düsseldorf erste Verdachtsfälle, die jetzt mittels Sequenzierung überprüft werden", sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums der "Rheinischen Post".

Das Land hat die Maßnahmen verschärft, um die Verbreitung der Variante, die zunächst in Südafrika nachgewiesen wurde, zu verlangsamen: "Wir haben die Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen bereits informiert, dass auch für vollständig geimpfte Personen Quarantäne angeordnet werden soll, wenn Kontakt zu einer Person mit der Omikron-Variante bestand. Ziel ist es, die Weiterverbreitung der Virusvariante zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen", sagte der Sprecher dem Blatt.

17.30 Uhr: Minister rufen bayerische Medizinstudenten zur Mithilfe auf

Bayerns medizinischer Nachwuchs soll sich aktiv in die Hilfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie einbringen. Einen entsprechenden Aufruf veröffentlichten am Sonntag Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (beide CSU) gemeinsam mit den ärztlichen Direktoren der bayerischen Universitätskliniken in Regensburg, München, Erlangen, Würzburg und Augsburg.

Eingesetzt werden könnten sie etwa zur Beratung an Impf-Hotlines oder in Impfzentren aber auch in der Pflege. "Von Labor über Unterstützung in der Pflege bis hin zur Arbeit im Impfzentrum oder in der Verwaltung: Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig", sagte Holetschek.

Bayern ist besonders schwer von der vierten Welle der Pandemie betroffen. Viele Krankenhäuser und vor allem deren Intensivstationen arbeiten an der Kapazitätsgrenze, Patienten müssen bereits in andere Bundesländer verlegt werden.

17.04 Uhr: Baden-Württemberg kündigt Geisterspiele an

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat weitere Corona-Verschärfungen angekündigt. Laut Regierungssprecher Arne Braun werde über die einzelnen Schritte am Montag und Dienstag beraten. Aber es sei klar, dass im Profifußball Geisterspiele kommen, sagte Braun.

Die Besucherzahlen bei Großveranstaltungen wurden erst kürzlich beschränkt. Die Vereine dürfen nur die Hälfte ihrer Kapazität nutzen. Die Obergrenze liegt bei 25.000 Zuschauer. Auch hier gilt, dass Geimpfte und Genesene zusätzlich einen Test brauchen.

Die Landesregierung stelle angesichts der aktuellen Entwicklung jederzeit Überlegungen an, weitere Verschärfungen vorzunehmen, die möglich seien. Es zeige sich immer deutlicher, dass die Länder dringend das volle Instrumentarium für weitgehende Beschränkungen bräuchten.

16.55 Uhr: Virologe sieht keinen Grund zur Panik wegen Omikron

Die Omikron-Variante ist nach Einschätzung des Präsidenten der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten, Helmut Fickenscher, kein Grund zur Panik. Der Pandemieberater der schleswig-holsteinischen Landesregierung betont in einem "Welt"-Interview vielmehr die Bedeutung von Impfungen: Die Coronavirus-Impfstoffe seien ungewöhnlich effizient, da sie nicht nur die Bildung von Antikörpern induzieren, sondern auch die zytotoxischen Killerzellen induzieren, so der Kieler Wissenschaftler.

15.10 Uhr: Wirtschaftsweise Grimm - Bund muss rasch handeln

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert von der geschäftsführenden Bundesregierung und den Ampelparteien rasche und umfassende Maßnahmen gegen die Infektionswelle. Auch ohne Omikron sei die Situation schon aus dem Ruder gelaufen, sagt das Mitglied des Sachverständigenrats dem "Handelsblatt".

Es sei bereits zu spät, um einschneidende Maßnahmen vermeiden zu können. Bis zur nächsten geplanten Bund-Länder-Runde am 9. Dezember könne nicht gewartet werden: "Das wäre absurd. Es besteht unmittelbarer Handlungsbedarf. Omikron erhöht den Druck im Kessel nochmal."

16.11 Uhr: Marokko setzt Luftverkehr wegen Omikron-Variante aus

Marokko setzt wegen der schnellen Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante Omikron den ganzen Luftverkehr aus dem Ausland aus. Er werde ab Montag für zwei Wochen gestoppt, teilte das marokkanische Außenministerium am Sonntag bei Twitter mit. Damit sollten "die Errungenschaften, die von Marokko im Kampf gegen die Pandemie verwirklicht" worden seien, geschützt werden, gab es zur Begründung an. Es gehe auch um den Gesundheitsschutz.

15.10 Uhr: Wirtschaftsweise Grimm - Bund muss rasch handeln

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert von der geschäftsführenden Bundesregierung und den Ampelparteien rasche und umfassende Maßnahmen gegen die Infektionswelle. Auch ohne Omikron sei die Situation schon aus dem Ruder gelaufen, sagt das Mitglied des Sachverständigenrats dem "Handelsblatt".

Es sei bereits zu spät, um einschneidende Maßnahmen vermeiden zu können. Bis zur nächsten geplanten Bund-Länder-Runde am 9. Dezember könne nicht gewartet werden: "Das wäre absurd. Es besteht unmittelbarer Handlungsbedarf. Omikron erhöht den Druck im Kessel nochmal."

15.06 Uhr: LGL: Inzidenz in Bayern minimal gesunken

Seit Samstag sind in Bayern 9.928 neue Corona-Fälle registriert worden. Das meldet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie auf 1.112.705 (Stand 28.11.21, 08.00 Uhr). Die Inzidenz liegt bei 634,9 und damit minimal niedriger als gestern (635,5).

Zudem wurden 26 weitere Todesfälle von Menschen, die mit oder an dem Sars-CoV2-Virus gestorben sind, gemeldet. Die Gesamtzahl der Verstorbenen in Bayern seit Beginn der Pandemie liegt damit nun bei 17.404.

Den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert hat mit Abstand der Regierungsbezirk Niederbayern mit 907,3. Am niedrigsten liegt der Wert in Unterfranken (452,9). Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Freyung-Grafenau mit 1.374,51. Eine Inzidenz von über 1.000 haben außerdem die Stadt Rosenheim (1.086,63) und sieben weitere Landkreise: Dingolfing-Landau (1.001), Mühldorf am Inn (1.058), Passau (1.095), Regen (1.002), Rosenheim (1.356), Rottal-Inn (1.194) und Traunstein (1.114). Die niedrigsten 7-Tage-Inzidenz haben der Landkreis Main-Spessart (274,66) und die Stadt Kulmbach (274,49).

13.47 Uhr: Philippinen und Indonesien führen Einreisebeschränkungen ein

Die Philippinen und Indonesien haben aufgrund der neuen Corona-Variante Omikron Einreisebeschränkungen verhängt. Die Philippinen würden von Sonntag an vorübergehend den Flugverkehr aus sieben europäischen Ländern einstellen, teilte Präsidentensprecher Karlo Nograles mit.

Die Regierung habe die Schweiz, Österreich, Tschechien, Ungarn, die Niederlande, Belgien und Italien mit sofortiger Wirkung zunächst bis zum 15. Dezember auf die "rote Liste" gesetzt. Auch andere Ausländer, die sich in den vergangenen 14 Tagen in diesen Staaten aufgehalten hätten, dürften nicht einreisen. Die vom 1. Dezember an geplante Grenzöffnung für Touristen aus bestimmten Ländern werde ausgesetzt.

Zuvor hatten die Philippinen bereits Einreisebeschränkungen für sieben Staaten im südlichen Afrika eingeführt, wo die als besorgniserregend eingestufte Omikron-Variante zuerst erfasst worden war. Am Sonntag erließ auch Indonesien ein Einreiseverbot für Südafrika und sieben weitere Staaten der Region, das von Montag an gelten soll

13.50 Uhr: Dänemark meldet zwei Omikron-Infizierte aus Südafrika

Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Dänemark bekannt geworden. Das staatliche Gesundheitsinstitut SSI bestätigte am Sonntag zwei Fälle, die zuvor als Verdachtsfälle eingestuft worden waren. Die beiden Infizierten seien mit dem Flugzeug aus Südafrika eingereist und mittlerweile in Quarantäne. Auch deren enge Kontakte sollten sich in die Isolation begeben. Der Direktor des Instituts, Henrik Ullum, sagte, man wolle die weitreichende Ausbreitung der Variante verlangsamen, um möglichst viele Menschen vorher zu impfen.

13.47 Uhr: Verdacht auf Infektion mit Omikron-Variante in Hessen bestätigt

In Hessen ist ein Fall der neuen Coronavirus-Variante Omikron nachgewiesen worden. Die Sequenzierung habe die Variante bei dem am Samstag bekanntgegebenen Verdachtsfall bestätigt, teilte Hessens Sozialminister Kai Klose am Sonntagmittag auf Twitter mit. Das Sozialministerium bestätigte die Angaben.

13.46 Uhr: Niederlande: 13 Omikron-Fälle bei Reisenden bestätigt

In den Niederlanden ist bei 13 Personen nach ihrer Einreise aus Südafrika die neue Corona-Variante Omikron nachgewiesen worden. Dies teilte die Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Insgesamt waren am Amsterdamer Flughafen Schiphol am Freitag 61 Passagiere zweier Flüge aus Südafrika positiv auf das Coronavirus getestet worden. Umgehend kamen die meisten in Quarantäne in einem Hotel in Flughafennähe, die anderen konnten sich unter strengen Auflagen zu Hause selbst isolieren.

In der Zwischenzeit wurde eine Genomsequenzierung vorgenommen, um zu ermitteln, ob sich jemand mit der neuen Virusvariante angesteckt hatte.

Bisher gebe es 13 Omikron-Fälle, hieß es. Die Tests liefen aber noch. Die niederländischen Gesundheitsbehörden appellierten an alle Reisenden, die vergangene Woche aus dem südlichen Afrika zurückkehrt sind, sich testen zu lassen.

13.37: Lauterbach hält leichteren Krankheitsverlauf bei Omikron-Variante für denkbar

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält einen leichteren Krankheitsverlauf bei der neu entdeckten Coronavirus-Variante Omikron für möglich. "Es wäre wirklich ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, wenn Omikron leichter verliefe", schrieb Lauterbach am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Bei so vielen Mutationen wäre es aber denkbar."

Er verwies auf einen Artikel in der britischen Zeitung "Telegraph", in welchem die südafrikanische Ärztin Angelique Coetzee angab, dass die Symptome der neuen Virusvariante zwar ungewöhnlich, aber mild ausfielen. Coetzee, die auch Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands ist, war nach eigenen Angaben die Erste, die auf die Möglichkeit einer neuen Virusvariante hinwies, nachdem Patienten in Pretoria ihre Praxis mit bislang eher ungewöhnlichen Corona-Symptomen aufgesucht hatten.

Dabei handelte es sich demnach um junge Menschen, die an starker Müdigkeit litten, sowie um ein sechsjähriges Kind mit Fieber und hohem Puls. Dem Kind sei es aber schnell besser gegangen. Den sonst typischen Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns beobachtete sie nicht. Bei den Patienten habe es sich überwiegend um junge, gesunde Männer mit starker Müdigkeit gehandelt. Etwa die Hälfte davon sei ungeimpft gewesen. Sie sorge sich aber um die Auswirkungen der Variante auf ältere Menschen mit Vorerkrankungen.

Auch Lauterbach mahnte zur Vorsicht. Er verwies darauf, dass in Südafrika nur sechs Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt seien. Deutschland sei hingegen das Land mit der ältesten Bevölkerung in Europa mit vielen chronisch Kranken.

13.29 Uhr: Verdi-Chef zweifelt an Impfpflicht für Pflegekräfte

Der Chef der Gewerkschaft Verdi Frank Werneke hat sich gegen eine Impfpflicht in Pflege- und Gesundheitsberufen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausgesprochen. Denn die Impfquote sei in diesen Gruppen ohnehin schon so hoch, sagte Werneke der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Montag). Zu dem Thema gebe es auch bei Verdi "sehr unterschiedliche Meinungen, die mit Emotionalität vorgetragen werden". Auch er selbst sehe eine solche Impfpflicht kritisch, weil es "keine Auswirkung auf die Bekämpfung der Corona-Pandemie hätte". Unter den Nicht-Impfwilligen seien auch Beschäftigte, die keine Patientenkontakte hätten.

12.50 Uhr: Luftwaffe verlegt Corona-Patienten von Bayern nach Norddeutschland

Ein zweiter Einsatz der Luftwaffe zur Verlegung von Corona-Intensivpatienten innerhalb Deutschlands ist am Sonntag gestartet. Nach Bundeswehr-Angaben flog ein Sanitätsflugzeug vom Typ A310 MedEvac am Vormittag vom Heimatflughafen Köln aus nach München. Dort sollen Patienten aus Oberbayern und Schwaben an Bord genommen und nach Hamburg geflogen werden.

Am Freitag hatte es einen ersten Einsatz der Luftwaffe gegeben. Eine MedEvac-Maschine flog ins bayerische Memmingen, um von dort sechs schwer Erkrankte nach Nordrhein-Westfalen zu bringen. Damit sollen die Krankenhäuser in Regionen mit besonders vielen Corona-Kranken entlastet werden. Bayern ist eines der am stärksten betroffenen Bundesländer.

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Ein zweiter Einsatz zur Verlegung von Corona-Intensivpatienten innerhalb Deutschlands ist am Sonntag gestartet. Das Sanitätsflugzeug ist am Vormittag in München gelandet und soll dann weiter nach Hamburg fliegen.

12.22 Uhr: Söder fordert "konsequente Kontaktbeschränkungen"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die künftige Bundesregierung zu drastischen Maßnahmen aufgefordert, um die vierte Corona-Welle zu brechen. "Zum Schutz unseres Gesundheitssystems müssen wir das ganze Land leider noch stärker herunterfahren", sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen" (Montagsausgabe).

Ähnlich äußerte sich Söder auch am "Sonntags-Stammtisch" im BR Fernsehen. Söder warb für eine "bundesweit einheitliche Regelung, die eine Bundesnotbremse vorsieht, wie wir sie mal hatten". Außerdem verlangte er einheitliche Regeln für 2G, und zwar über weite Strecken hinweg: "Wir brauchen Einreiseverbote aus Südafrika. Wir brauchen eine allgemeine Impfpflicht und müssen überlegen, wo wir alle Kontakte runterfahren können."

Die neue Virusvariante Omikron aus Südafrika und die weiterhin steigenden Infektionszahlen in Deutschland machten dies nötig, so Söder.

12.19 Uhr: Drei weitere Corona-Fälle bei Straubing Tigers in der DEL

Nachdem erst am Samstag zwei Corona-Fälle bei den Straubing Tigers bekannt geworden sind, gibt es nun weitere drei Fälle im Team der Mannschaft in der Deutschen-Eishockey-Liga (DEL). Laut einer Vereinsmitteilung wurden nun auch David Elsner, Mike Connolly und Kael Mouillierat positiv auf das Coronavirus getestet. Somit sind aktuell fünf Spieler der Tigers coronabedingt in Quarantäne. Auch Kapitän Sandro Schönberger und Verteidiger Benedikt Kohl wurden in den letzten Tagen positiv getestet. Gleichzeitig auch eine Person aus dem Betreuerstab.

12.16 Uhr: Moderna arbeitet seit Thanksgiving an Omikron-Impfstoff

Der Impfstoffhersteller Moderna hat bereits am gerade vergangenen Thanksgiving-Feiertag mit der Arbeit an einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante begonnen. Hunderte seiner Mitarbeiter hätten nach ersten Veröffentlichungen zur Mutante direkt an dem in den USA üblicherweise groß gefeierten Festtag angefangen, an einer entsprechenden Anpassung des Corona-Impfstoffs zu arbeiten, sagte der Chef des Pharmakonzerns, Paul Burton, am Sonntag in einem BBC-Interview. Thanksgiving fiel in diesem Jahr auf den 25. November - also den vergangenen Donnerstag.

Es werde noch einige Wochen dauern, bis man gesicherte Erkenntnisse darüber habe, wie sehr sich die neue Corona-Variante der Wirkung der aktuellen Impfstoffe entziehe und ob ein neues Vakzin produziert werden müsse.

11.53 Uhr: 2G-Regel in Gedenkstätte Buchenwald - Hassmails und Beschimpfungen

Die KZ-Gedenkstätte Buchenwald erhält nach der Beschränkung des Zugangs nur für Geimpfte und Genesene Hassmails. Die Mitarbeiter müssten zudem drastische telefonische Beschimpfungen ertragen, heißt es in einer Mitteilung der Gedenkstätte auf ihrer Internetseite. Am widerlichsten sei die Gleichsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen mit den NS-Verbrechen. So würden Ungeimpfte als "neue Juden" und Gedenkstättenmitarbeiter als "Nazis, Faschisten und neue Dr. Mengeles" beschimpft.

11.48 Uhr: Erstes Aventswochenende für Handel durchwachsen

Der von Corona-Beschränkungen geprägte Auftakt des Adventsgeschäfts hat vielen Einzelhändlern nur einen vergleichsweise mäßigen Umsatz beschert. Eine Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter seinen Mitgliedern zeigt, "dass nur 20 Prozent der 350 befragten Unternehmen mit den Umsätzen im bisherigen Weihnachtsgeschäft zufrieden sind", wie der Verband am Sonntag mitteilte. Befragt wurden die Händler nach ihren Erfahrungen in der Woche vor dem ersten Advent

11.50 Uhr: Britische Reisebranche kritisiert Verschärfung der Corona-Regeln

Die britische Reisebranche hat die neue Verschärfung der Regeln für Einreisende nach Großbritannien kritisiert. Die ab kommenden Dienstag geltende PCR-Test-Pflicht für alle Ankommenden sei ein erneuter "großer Schlag" für die Branche, teilte die Association of British Travel Agents am Wochenende mit. Die Kosten für Reisen würden dadurch erheblich steigen, was die Nachfrage dämpfen werde - zu einem Zeitpunkt, an dem die Branche sich gerade langsam von den langen, harten Beschränkungen zu erholen begonnen habe.

Die britische Regierung hatte am Vorabend angesichts der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus die Reiseregeln deutlich verschärft. Einreisende aus aller Welt müssen an Tag Zwei nach ihrer Reise einen PCR-Test machen und sich in Quarantäne begeben, bis sie ein negatives Ergebnis erhalten. Der Test muss bei einem zertifizierten Anbieter auf eigene Kosten gebucht werden.

11.17 Uhr: Gimpfte sollen sich laut Virologen nur noch bei Symptomen testen

Der Berliner Virologe Christian Drosten hält 2G-Plus-Regelungen - also die zusätzliche Testung für Geimpfte und Genesene - im privaten und öffentlichen Bereich nur für bedingt sinnvoll. "Eine blinde Testung bei gesunden Geimpften ist nicht nur logistisch schwierig, sondern möglicherweise auch in ihrer Aussagekraft eingeschränkt", sagte er am Sonntag dem Magazin "Spiegel". Bei Geimpften sei der Einsatz von Tests dann ratsam, wenn Symptome vorliegen.

Es sehe so aus, als ob Infektionen bei Geimpften gerade in den ersten Tagen der Infektion nicht so gut durch einen Antigen-Schnelltest nachzuweisen sind, sagte Drosten weiter.

09.25 Uhr: Käßmann sieht Impfpflicht als einzigen Ausweg

Die evangelische Theologin Margot Käßmann sieht eine allgemeine Impfpflicht als "einzigen Ausweg aus dem Corona-Elend". Zwar argumentierten manche, dass eine Impfpflicht ein Vertrauensbruch des Staates sei, da dieser jene bislang ausgeschlossen habe, schrieb die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der "Bild am Sonntag". "Aber es ist auch ein Bruch von Vertrauen, wenn Menschen das Gemeinwohl ignorieren." Es gebe Pflichten in einem Land, die Zusammenleben erst ermöglichten, schrieb sie weiter. "Die Verbreitung von Corona zu unterbinden, gehört dazu."

08.49 Uhr: Lauterbach und Söder gegen volle Fußball-Stadien

Das mit 50.000 Zuschauern ausverkaufte RheinEnergie-Stadion beim rheinischen Derby in der Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach (4:1) am Samstag hat zu heftiger Kritik durch den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach aufgrund der aktuell gefährlichen Coronalage geführt. "Ich finde es hoch problematisch, was wir beim Fußball sehen. Die Menschen infizieren sich nicht im Stadion, aber die Anreise und die Feiern nach dem Spiel sind die Infektionsherde. Daher sind Spiele im vollen Stadion aktuell nicht akzeptabel", sagte der 58-Jährige der Bild am Sonntag.

Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatte sich für eine Beschränkung der Kapazitäten in den Fußball-Arenen ausgesprochen. "Die Zuschauerzahlen müssen auf jeden Fall deutlich reduziert werden, und es muss massiver Abstand sein", hatte der CSU-Politiker im Sky-Interview betont. Das Sonntagspiel zwischen RB Leipzig und Bayer Leverkusen soll indes aufgrund der hohen Inzidenzzahlen in Sachsen als Geisterspiel ausgetragen werden.

05.00 Uhr: Corona-Variante Omikron in Deutschland angekommen

Die im südlichen Afrika entdeckte Omikron-Variante des Coronavirus hat Deutschland erreicht. In München wurde die als besorgniserregend eingestufte Variante nach Angaben des Max-von-Pettenkofer-Instituts bei zwei Reisenden nachgewiesen, die am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen waren. Die Behörden in Hessen untersuchen den Fall eines weiteren Reiserückkehrers aus Südafrika, bei dem laut Sozialministerium ein "hochgradiger Verdacht" vorliegt.

Die Virusvariante breitet sich offenbar schnell aus, aus vielen Ländern werden inzwischen Fälle gemeldet, darunter Großbritannien, Belgien, Tschechien und Italien. Israel schließt daher seine Grenzen für Ausländer. Derzeit ist hier ein Omikron-Fall bestätigt, sieben werden untersucht. In Großbritannien, wo zwei Fälle bekannt sind, müssen nun alle Ankommenden am zweiten Tag nach ihrer Einreise einen PCR-Test machen und bis zum Erhalt eines negativen Resultats in Quarantäne gehen, wie der britische Premier Boris Johnson mitteilte.

03.55 Uhr: RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz mit 446,7 auf neuem Höchststand

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen hat wieder einen neuen Höchststand verzeichnet: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen erhöhte sich der Wert auf 446,7. Am Samstag lag er bei 444,3, am Sonntag vergangener Woche bei 372,7.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Am 8. November hatte der Wert in Deutschland erstmals die Schwelle von 200 und damit die bisherige Höchstmarke seit Pandemie-Beginn vom Dezember 2020 (197,6) übersprungen. Seitdem wurden täglich neue Höchstwerte registriert.

05.00 Uhr: Drei Viertel aller Kliniken verschieben OPs

Aufgrund der vielen Covid-Patienten auf Intensivstationen müssen immer mehr Kliniken in Deutschland sogenannte planbare Operationen verschieben. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft kann der Normalbetrieb in mehr als drei Viertel aller Krankenhäuser in Deutschland mittlerweile nicht mehr aufrechterhalten werden, und diese Häuser müssen planbare Operationen verschieben.

"Die Lage ist wirklich zunehmend dramatisch und führt bei einem Teil der abgesetzten Behandlungen auch zu körperlichen und psychischen Belastungen bei den betroffenen Patienten", teilte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, in Berlin mit. Für die Krankenhäuser sei die Verschiebung planbarer Operationen derzeit das Mittel der Wahl, um die Versorgung akuter Fälle weiter leisten zu können.

03.30 Uhr: Schausteller fordern neue November- und Dezemberhilfen

Angesichts der Absage vieler Weihnachtsmärkte hat der Deutsche Schaustellerbund massive staatliche Finanzhilfen gefordert. Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es muss eigentlich zu einer hundertprozentigen Entschädigung kommen. Mindestens brauchen wir wie im vergangenen Jahr eine November- und Dezemberhilfe. Sonst stehen viele Schausteller vor dem Aus."

02.10 Uhr: Steinmeier ruft zu Kontaktbeschränkungen auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft die Bürger dazu auf, einen Lockdown durch freiwillige Kontaktbeschränkungen zu verhindern. "Wichtig ist, dass wir jetzt alle gemeinsam handeln", schreibt Steinmeier in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag" einem Vorabbericht zufolge. "Halten wir uns an die Regeln, reduzieren wir noch einmal unsere Kontakte. Tun wir es, damit Schulen und Kitas nicht wieder schließen, damit wir das öffentliche Leben nicht wieder vollständig herunterfahren müssen."

Eindringlich appelliert Steinmeier außerdem an die Menschen, sich impfen zu lassen: "Das Mittel, sich vor einem schweren, gar tödlichen Verlauf der Krankheit zu schützen, haben wir in der Hand. Aber immer noch haben es bisher zu wenige in Anspruch genommen."

01.40 Uhr: Arbeitsminister Heil kündigt Impfpflicht für Kliniken und Heime an

Der geschäftsführende Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) kündigt an, die Impfpflicht für Kliniken und Heime noch vor Weihnachten umsetzen zu wollen. Auch Profi-Sportler hätten eine "moralische Impfpflicht", sagt Hubertus Heil, einem Vorabbericht der "Bild am Sonntag" zufolge. "Das Wichtigste ist, dass sich mehr Menschen impfen lassen. Das gilt auch für diejenigen, die viel verdienen und im Rampenlicht stehen, zum Beispiel Profi-Fußballer. Es gibt eine moralische Impfpflicht."

Heil befürwortet auch eine allgemeine Impfpflicht, eine Debatte darüber müsse jedoch richtig geführt werden: "Denn wenn die Impfpflicht kommen soll, muss sie rechtssicher und praktisch umsetzbar sein."

01.15 Uhr: Montgomery fordert Verfallsdatum für Impfnachweis

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert eine Befristung des Impfstatus. "Jede Impfung muss ein Verfallsdatum bekommen", sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wenn eine Impfung länger zurückliege, falle der Geimpfte dann automatisch wieder zurück in den Status des Ungeimpften. Wer sich boostern lasse, gelte wieder als geimpft. Dazu müsse jetzt geklärt werden, wie lange der Impfschutz jeweils halte und wann dieses Verfallsdatum angesetzt werden müsse.

In Frankreich sollen Booster-Impfungen in Zukunft verpflichtend sein, um den Status "geimpft" zu behalten. "Die Regelung brauchen wir auch in Deutschland", forderte Montgomery. Die EU-Kommission hatte Ende der Woche ebenfalls eine Auffrischungsimpfung gegen Corona als Voraussetzung für die weitere Gültigkeit des digitalen Covid-Zertifikats der EU vorgeschlagen.

01.00 Uhr: Niederlande ab Sonntag im Abend-Lockdown

Wegen eines starken Anstiegs der Infektions- und Patientenzahlen gehen die Niederlande von diesem Sonntag an in einen abendlichen Corona-Lockdown. Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportclubs müssen bereits um 17 Uhr schließen. Die verschärften Maßnahmen gelten zunächst bis zum 18. Dezember.

Es müsse eine echte Wende erreicht werden, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag bei der Ankündigung der neuen Regeln. Zur Begründung verwies die Regierung auch darauf, dass sich die Lage in den Krankenhäusern zugespitzt habe.

00.01 Uhr: Israel macht im Kampf gegen Omikron Grenzen dicht

Um die Ausbreitung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus einzudämmen, schließt Israel seine Grenzen für Ausländer. Diese und weitere Beschränkungen beschloss das Coronavirus-Kabinett laut israelischen Medienberichten am Samstagabend. Die neuen Beschränkungen sollen an diesem Sonntagabend in Kraft treten. Derzeit ist demnach in Israel ein Omikron-Fall bestätigt, sieben Fälle werden untersucht.

00.01 Uhr: Einreise aus afrikanischen Ländern eingeschränkt

Aus Sorge vor einer Ausbreitung der im südlichen Afrika entdeckten Coronavirus-Variante Omikron schränkt die Bundesregierung die Einreise aus acht Ländern der Region drastisch ein. Südafrika, Namibia, Simbabwe, Botsuana, Mosambik, Eswatini, Malawi und Lesotho sind nun als Virusvariantengebiete eingestuft.

Fluggesellschaften dürfen damit im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen von dort nach Deutschland befördern. Es handelt sich aber nicht um ein Flugverbot. Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht - auch für Geimpfte und Genesene. Sie kann auch nicht durch negative Tests verkürzt werden.

Sonntag, 28. November 2021

20.05 Uhr: Italien meldet ersten Omikron-Fall

In Italien ist ebenfalls die Omikron-Variante festgestellt worden. Das gibt das nationale Gesundheitsinstitut ISS bekannt. Die Variante sei bei einer Person bestätigt worden, die aus Mosambik eingereist sei. Der Patient befinde sich in guter körperlicher Verfassung.

22.00 Uhr Zehntausende protestieren in Österreich gegen Impfpflicht

Bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen und die geplante Impfpflicht sind in Österreich rund 40.000 Menschen auf die Straße gegangen. Die größte Demonstration fand in Graz statt. Die Polizei berichtete von bis zu 30.000 Teilnehmern, die mit Sprechchören wie "Friede, Freiheit, keine Diktatur" durch Österreichs zweitgrößte Stadt zogen. Auch in St. Pölten, Klagenfurt und Innsbruck kam es zu größtenteils friedlichen Versammlungen. Viele Menschen wurden jedoch angezeigt, weil sie keine Masken trugen.

Die Regierung in Wien will im Februar eine allgemeine Impfpflicht einführen. Ein Gesetzesentwurf mit Details der Regelung soll in der zweiten Dezemberwoche vorgelegt werden. Seit vergangenem Montag gilt im ganzen Land ein Lockdown. Bereits am vorigen Wochenende kam es wegen der Maßnahmen in Wien zu Massendemonstrationen. In Österreich sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz seit einigen Tagen leicht - auf zuletzt 1.030 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

18.35 Uhr: PCR-Test und Quarantäne für alle Einreisenden nach Großbritannien

Angesichts der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus verschärft Großbritannien seine Regeln für Einreisende aus aller Welt. Alle Ankommenden müssen an Tag Zwei nach ihrer Einreise einen PCR-Test machen und bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses in Quarantäne gehen, wie der britische Premier Boris Johnson mitteilte. Das gilt unabhängig vom Impfstatus und soll nach drei Wochen überprüft werden.

Bislang mussten vollständig Geimpfte aus den meisten Ländern nur noch einen Schnelltest nach der Einreise machen, aber nicht mehr in Quarantäne gehen. Lediglich einige wenige Länder, mittlerweile auch viele afrikanische stehen auf der sogenannten roten Liste. Rückkehrer aus diesen Ländern müssten in eine zehntägige Hotel-Quarantäne auf eigene Kosten gehen. Nach mehreren anderen Ländern waren auch in Großbritannien am Samstag zwei Fälle der Omnikron-Variante festgestellt worden.

19.30 Uhr: Unzulässige Impfaktion am Flughafen Lübeck unterbunden

Am Flughafen Lübeck haben Polizei und Stadt am Samstag eine unzulässige Impfaktion mit großem Andrang beendet. Es bestehe der Verdacht, dass der Impfstoff nicht zugelassen ist und damit eine Straftat nach dem Arzneimittelgesetz darstellt, teilte die Polizeidirektion Lübeck am Abend mit. 50 Personen seien wahrscheinlich damit geimpft worden, bevor die Aktion von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst gestoppt worden sei.

18.10 Uhr: Gesundheitsminister Holetschek bestätigt erste bayerische Omikron-Fälle

Auch in Bayern wurden jetzt zwei Fälle von Omikron-Infektionen festgestellt. Das bestätigten Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek und der Münchner Virologe Oliver Keppler vom Max von Pettenkofer Institut der Ludwig-Maximilians-Universität gegenüber der BR24-Rundschau. Es handelt sich um ein Ehepaar, das am Mittwoch nach einem längeren Aufenthalt in Südafrika nach Bayern zurückgekehrt war.

Als sie Symptome verspürten, ließen sie sich testen. Der PCR-Test fiel bei beiden positiv aus. Daraufhin wurden die Proben im Münchner Max von Pettenkofer Institut am Nachmittag mit einem variantenspezifischen PCR-Test weiter untersucht. Das Ergebnis: Es handelt sich in beiden Fällen um die  hochansteckende Omikron-Variante. Eine zusätzliche Vollgenomsequenzierung wird in der kommenden Woche durchgeführt. Das Ehepaar ist seit ihrem positiven Test in ihrer Heimatgemeinde in Quarantäne.

17.35 Uhr: Schweiz stimmt über Abschaffung des Covid-Zertifikat ab

Die Schweizer entscheiden bei einer Volksabstimmung am Sonntag, ob das Covid-Zertifikat gekippt werden soll. Damit weist man in der Schweiz eine Impfung, Genesung oder einen negativen Test nach. Gegner des Zertifikats hatten die Abstimmung mit einer Unterschriftensammlung erzwungen. Sie halten es für unangemessen, ein Zertifikat für den Zutritt zu Veranstaltungen oder Restaurants zu verlangen. Dies spalte das Land und führe zu einem indirekten Impfzwang. Im Umfragen sprachen sich aber rund 60 Prozent der Befragten gegen eine Abschaffung des Zertifikats aus. Abgestimmt wird am Sonntag über eine Änderung des Corona-Gesetzes, das die Regelung zum Covid-Zertifikat enthält.

17.03 Uhr: Impfallianz: Omikron ist Zeichen für ungerechte Vakzin-Verteilung

Die neue Corona-Variante Omikron unterstreicht aus Sicht der globalen Impfallianz Gavi den Mangel an Impfdosen in vielen Teilen der Welt. Solange große Teile der Weltbevölkerung ungeimpft blieben, könne das Virus mutieren und sich so die Pandemie verlängern, sagte Gavi-Chef Seth Berkley am Samstag in Genf. "Wir werden die Entstehung von Varianten nur verhindern können, wenn wir alle Menschen auf der Welt schützen, und nicht nur die Reichen", fügte er hinzu.

Omikron wurde im November in Südafrika entdeckt. Dort liegt die Rate der vollständig geimpften Erwachsenen unter 36 Prozent. In Deutschland liegt sie bei 79 Prozent, im EU-Schnitt bei 77 Prozent.

17.00 Uhr: Spahn bringt lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der Corona-Pandemie lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel gebracht. Der CDU-Politiker sagte, er sei grundsätzlich skeptisch, was eine allgemeine verpflichtende Impfung angehe. Eine Alternative, die zu diskutieren sei, sei durchgängig 2G für alle Lebensbereiche. Spahn dazu: "Ab einem Punkt x, gilt mindestens mal das ganze Jahr 2022: Wenn Du irgendwie mehr tun willst als dein Rathaus oder deinen Supermarkt besuchen, dann musst Du geimpft sein." Das sei eine Option, die besprochen werden müsse, so Spahn.

16.35 Uhr: Zwei Passagiere aus Südafrika in München positiv auf Corona getestet

In dem Flugzeug aus Südafrika, das gestern in München gelandet ist, waren zwei corona-positive Passagiere. Gesundheitsminister Holetschek bestätigte das im Interview in der BR24 Rundschau. Man habe mit Quarantäneanordnung und PCR-Tests auf die Ankunft reagiert. Jetzt wird eine erste Sequenzierung durchgeführt. Spätestens am Montag steht fest, ob es sich um die besorgniserregende Variante Omikron handelt.

Laut Minister Holetschek wurden auch die Passagiere der vergangenen 14 Tagen aus dem südlichen Afrika aufgefordert, sich PCR-testen zu lassen und die Gesundheitsbehörden zu informieren.

15.00 Uhr: Spahn: Arztpraxen nicht mit verfrühten Booster-Anfragen belasten

Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn appelliert an Bürger, nicht bereits zwei oder drei Monate nach der Zweitimpfung eine sogenannte Booster-Impfung zu verlangen. Solche Anfragen seien ein zunehmendes Problem in ohnehin stark belasteten Arztpraxen. Diesen Trend bestätigt Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des Spitzenverbands Fachärzte Deutschlands. Auffrischimpfungen sollten sechs Monate nach der Zweitimpfung erfolgen. Einige Bundesländer bieten sie bereits nach fünf Monaten an.

15.45 Uhr: Großbritannien bestätigt zwei Omikron-Fälle

Großbritannien hat zwei Fälle einer Coronavirus-Infektion mit der neuen Variante Omikron bestätigt. Der Gesundheitsminister Sajid Javid teilte am Samstag mit, dass zwei Personen in der südostenglischen Stadt Chelmsford und in der zentralenglischen Grafschaft Nottinghamshire positiv darauf getestet worden seien. Zwischen den Fällen bestehe eine Verbindung. Sie gingen auf eine Reise aus dem Süden Afrikas zurück. Die Regierung habe "rasch" gehandelt, die Betroffenen seien in Isolation, die Kontaktnachverfolgung dauere an, so Gesundheitsminister Sajid Javid.

Die neue Variante, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als "besorgniserregend" eingestuft wird, war am Donnerstag in Südafrika erstmals weltweit gemeldet worden. Die Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 könnte nach Ansicht von Wissenschaftlern wegen der ungewöhnlich vielen Mutationen noch ansteckender als die derzeit grassierende Delta-Variante sein und die Impfstoffe weniger wirksam machen.

14.55 Uhr: Söder fordert Reduzierung der Zuschauerzahlen im Fußball

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sieht weiterhin Handlungsbedarf bei der Reduzierung der Zuschauerzahlen im Fußball. "Die Zuschauerzahlen müssen auf jeden Fall deutlich reduziert werden, und es muss massiver Abstand sein", sagte der CSU-Politiker bei Sky. Klar sei, 2beim Fußball kann man immer argumentieren, dass Abstand im Stadion möglich ist, aber nebeneinander zu sitzen, ist kein gutes Signal. Die Zu- und die Abfahrt ist immer ein Problem", betonte Söder. Aufgrund der rasant steigenden Inzidenzzahlen in Deutschland gab es zuletzt verstärkt Druck von politischer Seite, um die Anzahl der Fans im Stadion zu reduzieren. Einige Politiker forderten sogar eine Unterbrechung der Saison in der 1. und 2. Bundesliga durch die Deutsche Fußball Liga (DFL). In Sachsen werden an diesem Wochenende bereits Geisterspiele ausgetragen.

13.19 Uhr: Omikron: Impfstoff-Experte geht nicht von Neustart der Pandemie aus

Der Entwickler des Astrazeneca-Impfstoffs gegen Corona, Andrew Pollard, geht nicht von einem dramatischen Neuanfang der Pandemie durch die neue Variante Omikron aus. "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es in einer geimpften Bevölkerung einen Neustart der Pandemie wie im letzten Jahr geben wird", sagte der Immunologe von der Universität Oxford am Samstag in einem BBC-Interview. Man müsse einige Wochen warten, um sichere Ergebnisse zu haben, es gebe jedoch Anlass zur Hoffnung, dass die Impfstoffe gegen schwere Erkrankungen weiterhin wirken würden. Im vergangenen Jahr war in Großbritannien kurz vor Weihnachten die erste deutlich ansteckende Alpha-Variante aufgetaucht, die eine schwere Welle auslöste. Damals gingen die Corona-Impfungen gerade erst los.

13.32 Uhr: Bayern setzt Verlegungsflüge fort

Die Verlegung von Corona-Intensivpatienten aus besonders überlasteten Krankenhäusern in Bayern in andere Bundesländer wird fortgesetzt. "Zum Teil sind die Flüge bereits in der Luft", sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Samstagmittag. Bis zum Abend sollten zwei Patienten von München aus nach Hamburg und jeweils zwei nach Köln, Düsseldorf und Dortmund geflogen werden. Mit Krankenwagen sollten weitere drei Patienten von Schwaben aus ins Saarland und nach Rheinland-Pfalz gebracht werden, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Freitag. Bereits am Freitag hatte ein Airbus der Bundeswehr sechs Intensivpatienten aus Bayern ausgeflogen. Der Luftwaffen-Airbus solle erst am Sonntag wieder im Einsatz sein und sechs weitere Intensivpatienten nach Norddeutschland bringen. Die anderen Flüge erfolgten mit Ambulanz-Flugzeugen privater Anbieter.

13.18 Uhr: Sozialethiker: Ungeimpfte in Kliniken gleich behandeln

Ethikrats-Mitglied Andreas Lob-Hüdepohl hat bei der Behandlung von Corona-Patienten vor einer Unterscheidung zwischen Geimpften und Ungeimpften gewarnt. "Auch ein Mensch, der noch so frevelhaft gelebt hat, verwirkt nicht sein Grundrecht auf medizinische Versorgung", sagte der Sozialethiker und Mitglied des Deutschen Ethikrates am Samstag dem Bayerischen Rundfunk (BR): "Daran müssen wir festhalten." Bei Engpässen in den Kliniken dürften deshalb weder der Impfstatus noch die Erfolgsaussichten der Behandlung eine Rolle spielen.

13.09 Uhr: Leopoldina empfiehlt sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt angesichts des dynamischen Corona-Infektionsgeschehens sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen. "Unmittelbar wirksam ist es aus medizinischer und epidemiologischer Sicht, die Kontakte von Beginn der kommenden Woche an für wenige Wochen deutlich zu reduzieren", heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme. "Aufgrund der nachlassenden Immunität müssten diese Maßnahmen vorübergehend auch für Geimpfte und Genesene gelten, die in dieser Zeit eine Auffrischungsimpfung erhalten müssen." Die Impfkampagne müsse massiv verstärkt und eine Impfpflicht stufenweise eingeführt werden. Insgesamt sollten bis Weihnachten neben Erst- und Zweitimpfungen rund 30 Millionen Drittimpfungen ermöglicht werden, so die Leopoldina.

12.08 Uhr: NRW: Staatskanzlei-Chef schließt Lockdown für Ungeimpfte nicht aus

Der Leiter der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei, Nathanael Liminski (CDU), schließt strengere Corona-Regel für Ungeimpfte nicht aus. Im Interview mit dem "Bonner General-Anzeiger" sagte er: "Leider müssen wir der Realität ins Auge schauen, dass wir die vierte Welle alleine nicht mehr mit Auffrischungsimpfungen und mehr Tests aufhalten können. Auch einen Lockdown für Ungeimpfte schloss der Staatskanzlei-Chef nicht aus. "Wir können nicht auf Dauer damit leben, dass die gesamte Gesellschaft massive Einschränkungen hinnehmen muss, weil einige Leute sich nicht impfen lassen wollen."

11.56 Uhr: Kapstadt-Passagiere haben Flughafen München wieder verlassen

Die Passagiere, die am Freitagabend mit einem Lufthansa-Flug aus dem südafrikanischen Kapstadt in München angekommen sind, haben nach Angaben eines Sprechers den Flughafen allesamt verlassen. Zum Teil seien sie vom Flughafen aus in Länder des Nicht-Schengen-Raumes weitergereist. Ein weiterer Teil der Insassen des Lufthansa-Airbus 350, dessen rund 300 Sitzplätze fast voll besetzt gewesen seien, sei in München und Umgebung zu Hause oder im Hotel und befinde sich in Quarantäne. Einige Passagiere seien auch innerhalb des Schengen-Raumes vom Flughafen aus weitergereist. Entscheidungen über Infektionsschutzmaßnahmen müssten dann am Zielort getroffen werden. so der Flughafen-Sprecher.

11.52 Uhr: Weltweit mehr als 260,21 Millionen Infektionen und über 5,44 Millionen Tote

Weltweit haben sich bislang mehr als 260,21 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 5,44 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, das erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde.

11.45 Uhr: Verdacht auf Omikron-Variante auch in Tschechien

Auch in Tschechien besteht der Verdacht, dass die Omikron-Variante des Coronavirus aufgetreten ist. Wie das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit mitteilt, ist eine Person betroffen, die sich in Namibia aufgehalten hat. Weitere Tests würden noch unternommen.

10.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat wieder leicht gesunken

Die Corona-Inzidenz in Bayern ist leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Samstagmorgen mit 634,5 an - am Tag zuvor lag der Wert bei 652,3. 13.422 neue Infektionen und 72 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona meldeten die bayerischen Gesundheitsämter laut RKI innerhalb von 24 Stunden (Stand: Samstag, 9.45 Uhr). Die höchste Inzidenz wies demnach der Landkreis Freyung-Grafenau mit 1.410,2 aus - gefolgt von den Kreisen Rosenheim und Rottal-Inn. Insgesamt lagen neun Landkreise und Städte über der 1.000er-Marke. Am Freitag waren es noch zwölf Regionen.

10.45 Uhr: Hessen: Verdacht auf Omikron-Variante bei Reiserückkehrer

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" in Deutschland angekommen. Das teilte der Grünen-Politiker am Samstagmorgen auf Twitter mit. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika seien mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden worden. "Es besteht also ein hochgradiger Verdacht, die Person wurde häuslich isoliert. Die vollständige Sequenzierung steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus", twitterte der in Hessen auch für Gesundheit zuständige Minister.

10.07 Uhr: Bericht: Deutschland fehlen mindestens 35.000 Pflege-Fachkräfte

Einem Zeitungsbericht zufolge fehlen bundesweit mindestens 35.000 Fachkräfte in der Pflege. Das zeigen neue Berechnungen, die das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa) am Institut der deutschen Wirtschaft im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt habe, wie es in der "Welt am Sonntag" heißt. Die Daten lägen der Zeitung vor. Kofa-Forscherin Susanne Seyda sagte der Zeitung: „In keinem anderen Beruf sind die Engpässe so groß wie bei Kranken- und Altenpflegern.“ Die Knappheit habe sich demnach verschärft. Seit 2011 sei die Zahl der offenen Stellen um knapp 40 Prozent gewachsen.

10.02 Uhr: Niederlande fordern Reisende aus südlichem Afrika zu Corona-Tests auf

Die niederländische Gesundheitsbehörde hat alle seit dem vergangenen Montag aus dem südlichen Afrika eingereisten Personen aufgefordert, sich umgehend auf das Coronavirus testen zu lassen. Die Aufforderung erging am Samstag, nachdem am Vortag auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol bei 61 von rund 600 Passagieren aus Südafrika eine Corona-Infektion festgestellt worden war. Ob es sich dabei um die neue Omikron-Variante (B.1.1.529) handelte, war zunächst noch unklar. 

09.56 Uhr: Spahn - Über zehn Prozent der Bevölkerung haben Booster-Impfung

In Deutschland haben mehr als zehn Prozent der Bevölkerung eine Auffrischungsimpfung erhalten. Das entspreche 8,6 Millionen Dosen, teilt der amtierende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) per Twitter mit. Allein in den vergangenen fünf Tagen habe es 2,7 Millionen Booster-Impfungen gegeben. Zudem hätten sich rund 450.000 Menschen in dieser Woche doch noch zur ersten Impfung entschlossen. "Tendenz erfreulich steigend!"

09.38 Uhr: Niederlande melden 61 positiv auf Corona getestete Flugpassagiere aus Südafrika

In den Niederlanden sind 61 Flugpassagiere aus Südafrika positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Tests seien bei der Ankunft am Flughafen Schiphol in Amsterdam vorgenommen worden, teilte die niederländische Gesundheitsbehörde GGD am Samstag mit. Die Passagiere kamen demnach mit zwei Flügen aus Südafrika an. Neben den 61 positiven Ergebnissen habe es 531 negative Coronatests gegeben. Am Donnerstag war in Südafrika die Entdeckung einer neuen Coronavirus-Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 bekannt gegeben worden. Nach Angaben südafrikanischer Wissenschaftler könnte die Variante wegen der ungewöhnlich vielen Mutationen noch ansteckender als die derzeit grassierende Delta-Variante sein und die Impfstoffe weniger wirksam machen. Die niederländischen Behörden erklärten, die in Amsterdam positiv Getesteten würden in einem Quarantänehotel nahe des Flughafens untergebracht. Es werde nun untersucht, ob sie sich mit der neuen Virusvariante angesteckt haben.

09.56 Uhr: Spahn - Über zehn Prozent der Bevölkerung haben Booster-Impfung

In Deutschland haben mehr als zehn Prozent der Bevölkerung eine Auffrischungsimpfung erhalten. Das entspreche 8,6 Millionen Dosen, teilt der amtierende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) per Twitter mit. Allein in den vergangenen fünf Tagen habe es 2,7 Millionen Booster-Impfungen gegeben. Zudem hätten sich rund 450.000 Menschen in dieser Woche doch noch zur ersten Impfung entschlossen. "Tendenz erfreulich steigend!"

09.30 Uhr: Tschechien: Über 20.300 Neuinfektionen bei 10,7 Millionen Einwohnern

In Tschechien verzeichnen die Gesundheitsbehörden 20.315 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist der erste Rückgang im Wochenvergleich seit zwei Monaten. Vor einer Woche wurden in dem Land mit seinen 10,7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern noch 22.957 Neuinfektionen registriert. Das Land weist eine der höchsten Infektionsraten weltweit auf. Seit Freitag sind auf Anweisung der Regierung Bars und Clubs geschlossen, Weihnachtsmärkte sind verboten. In den Krankenhäusern hat sich die Zahl der wegen Covid-19 behandelten Menschen verdoppelt. Viele Hospitäler haben bereits nicht zwingend notwendige Behandlungen abgesagt.

09.30 Uhr: Kretschmann schließt Lockdown für alle nicht mehr aus

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) schließt angesichts der aktuellen Corona-Lage einen weiteren Lockdown auch für Geimpfte und Genesene nicht aus. Man müsse zwar immer verhältnismäßig agieren, sagte Kretschmann der "Schwäbischen Zeitung". Dies berge aber "immer die Gefahr, dass wir zu langsam sind". Kretschmann ist für eine "rasche Ministerpräsidentenkonferenz" und "das volle Instrumentarium" aus dem Infektionsschutzgesetz: "Einen Lockdown für alle schließe ich nicht aus." Kretschmann verteidigte zudem seine gemeinsam mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) erhobene Forderung nach einer allgemeinen Impfpflicht. "Wir merken einfach, dass wir aus diesem Schlamassel anders nicht herauskommen."

09.26 Uhr: Virologin besorgt über Omikron-Variante - Rat zu Booster-Impfung

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer ist besorgt über die im Süden Afrikas entdeckte neue Coronavirus-Variante. Die Variante B.1.1.529 könne dazu führen, dass sich das Virus schneller vermehre oder auch infektiöser werde, sagte Protzer am Samstag im Deutschlandfunk.

Auf die Frage, ob aktuelle Corona-Impfstoffe noch ausreichend gegen die neue Variante wirken, sagte die Virologin, möglich sei, dass Antikörper das Virus nicht mehr so effizient neutralisieren können. Frisch nach einer Impfung gebe es aber viele Antikörper - das reiche dann aus, um auch Varianteviren "wegzuneutralisieren". Wenn die Impfung eine Weile her sei, könnten Auffrischungsimpfungen das Immunsystem "hochpushen". "Und dann, davon gehen wir alle aus, sollte das wieder ausreichen", sagte Protzer.

09.23 Uhr: Union fordert rasche Benennung des neuen Bundesgesundheitsministers

Um inmitten der Corona-Krise eine bruchlose Übergabe der Amtsgeschäfte im Bundesgesundheitsministerium zu ermöglichen, fordern führende Unionspolitiker eine rasche Benennung des designierten Amtsnachfolgers von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). "Wir brauchen dringend einen klaren, sachkompetenten Ansprechpartner in der zukünftigen Regierung", sagte der amtierende Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) der "Bild"-Zeitung vom Samstag. Braun koordiniert die Corona-Politik der amtierenden Bundesregierung von Union und SPD.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert für eine rasche Klärung der Personalie. "Wir können keine zehn Tage warten bis ein neuer Gesundheitsminister sein Amt antritt", sagte er dem Blatt. Es brauche sofort ein Team aus altem und neuem Minister: "Die Ampel darf Corona nicht verschleppen, es droht ein nationales Corona-Drama. Wir brauchen Handlungsfähigkeit auf allen Ebenen." Offiziell sollen die SPD-Minister erst Anfang übernächster Woche nach dem SPD-Parteitag am 4. Dezember benannt werden.

09.22 Uhr: Mittelstandsverbund warnt vor neuem Lockdown

Im Mittelstand wächst angesichts steigender Corona-Infektionszahlen die Sorge vor einem neuen Lockdown. Der Hauptgeschäftsführer des Mittelstandsverbunds, Ludwig Veltmann, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag: "Viele gerade kleinere und mittlere Unternehmen würden endgültig aus dem Wettbewerb katapultiert. Ebenso betroffen wären Hunderttausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Die Politik müsse zu ihrem Wort stehen und dürfe einen erneuten Lockdown nicht zulassen.

08.57 Uhr: Hongkongs Omikron-Infizierte weisen ungewöhnlich starke Viruslast auf

Die zwei bestätigten Omikron-Infizierten in Hongkong weisen offenbar eine sehr schnell ansteigende Viruslast auf. Die PCR-Tests der zwei Männer, die wenige Tage zuvor noch negativ ausfielen, enthielten einen Ct-Wert von 18 und 19. «Das ist wahnsinnig hoch, insbesondere wenn man bedenkt, dass die zwei bei den letzten PCR-Tests noch negativ waren», schreibt der Epidemiologe Eric Feigl-Ding, der lange Zeit an der Universität Harvard forschte. Es sehe so aus, als ob die Variante dem Impfschutz tatsächlich entgehen könnte, so Feigl-Ding weiter.

Laut Angaben der Hongkonger Regierung wurde die Omikron-Variante des Coronavirus von einem Reisenden aus Südafrika eingeschleppt, der sich seit seiner Ankunft am 11. November in einem Quarantäne-Hotel befand. Am 13. November wurde er dann positiv getestet. Es wird davon ausgegangen, dass der Mann trotz strenger Isolation einen 60-Jährigen im gegenüberliegenden Zimmer des Quarantäne-Hotels angesteckt hat. Dieser wurde am 18. November während seines vierten PCR-Tests positiv getestet. In beiden Fällen wurde bei einer späteren Genomsequenzierung deutlich, dass sie sich mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert hatten.

08.30 Uhr: Polizei meldet deutliche Zunahme von Impfpassfälschungen

Die Polizei verzeichnet einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge einen deutlichen Anstieg beim Handel mit gefälschten Impfnachweisen. Allein in elf Landeskriminalämtern seien seit Jahresbeginn zusammen mehr als 2.500 Fälle bekanntgeworden, die meisten in den vergangenen Wochen. Hinzu kommen laut Bericht mehrere hundert Fälle aus Baden-Württemberg und Niedersachsen, die von Ermittlungsverfahren im dreistelligen Bereich sprechen, und dem Saarland, das von zweistelligen Fallzahlen berichtete. Nordrhein-Westfalen und Hessen hätten auf Anfrage keine Fallzahlen nennen können. Fast alle Landeskriminalämter hätten mitgeteilt, dass in den vergangenen Wochen der Handel mit gefälschten Impfzertifikaten vor allem im Internet spürbar zugenommen habe – einhergehend mit den 2G-Regeln vielerorts, die Zugang zu öffentlichen Orten nur noch für Geimpfte und Genesene ermöglichen. Besonders viele Fälle habe Bayern gemeldet. Dort seien seit Jahresbeginn 1.286 Vorkommnisse bekanntgeworden – etwa die Hälfte davon allein im November.

07.58 Uhr: Über 54.000 Neuinfektionen und 625 weitere Tote in USA

In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mindestens 54.175 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 48,26 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 625 auf 781.608. Die USA weisen weltweit die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf.

07.43 Uhr: WTO verschiebt Ministerkonferenz wegen Corona-Einreisehürden

Wegen neuer Corona-Reisebeschränkungen wird die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) nächste Woche in Genf nicht stattfinden. Das wichtige Treffen werde auf unbestimmte Zeit verschoben, gab die WTO in der Nacht zum Samstag bekannt. Zuvor hatten die Schweiz und andere europäische Länder die Einreise aus dem südlichen Afrika erschwert, um den Import der neu entdeckten Virusvariante B.1.1.529 (Omicron) zu verhindern. Die Handelsminister hatten vorgehabt, ab Dienstag über mehrere drängende und umstrittene Themen zu verhandeln. Dazu gehören die Lockerung von Impfstoff-Patenten, die Beseitigung schädlicher Fischerei-Subventionen sowie Reformen in der WTO.

07.20 Uhr: Brinkhaus - Weihnachtsferien ein bis zwei Wochen früher beginnen

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus dringt in der "Welt am Sonntag" auf weitere rasche Maßnahmen, um die vierte Corona-Welle zu brechen. "Sollte sich die Lage noch verschlimmern, muss meines Erachtens auch darüber nachgedacht werden, die Weihnachtsferien überall ein bis zwei Wochen früher beginnen zu lassen, um die Kontakte zum Beispiel in den Schulen zu reduzieren." Notfalls müsse es auch einen Teil-Lockdown geben, sagt der CDU-Politiker. "Die Lage ist blitzgefährlich, die Lage ist akut. Wir müssen sofort handeln. Die Bundestagsfraktion der Union ist jedenfalls bereit, für zusätzliche Maßnahmen innerhalb von 24 Stunden zu einer Sondersitzung des Bundestages nach Berlin zu kommen."

05.45 Uhr: Außenhandelspräsident warnt vor Reisebeschränkungen wegen neuer Corona-Variante

Die deutsche Exportwirtschaft warnt vor Reisebeschränkungen für Geimpfte angesichts ausfallender Flüge wegen der neuen Corona-Variante Omikron. "Mit Sorge blicken wir auf die sich wieder verschärfende Corona-Situation. Eine Wiedereinführung der Reisebeschränkungen wäre für den Groß- und Außenhandel eine Katastrophe", sagt der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland einem Vorabbericht zufolge. Reisen zu Kunden und Lieferanten seien unerlässlich. Gerade in Zeiten, in denen es immer noch zu massiven Lieferengpässen komme, sei die Präsenz vor Ort entscheidend. "Die Empfehlung der Europäischen Kommission, keine neuen Reisebeschränkungen zu für Geimpfte, Genesene und kürzlich Getestet einzuführen, unterstützen wir zu 100 Prozent", so der BGA-Präsident.

05.00 Uhr: Lufthansa - Staat verdient eine Milliarde an unserer Rettung

Der deutsche Staat verdient Lufthansa-Chef Carsten Spohr zufolge rund eine Milliarde Euro an der Rettung der Fluggesellschaft in der Corona-Krise. Der Manager bezifferte im Gespräch mit der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" die Zinsen für die bereits zurückgezahlten Staatskredite auf 92 Millionen Euro. "Zusätzlich wird der Staat auch noch etwa eine Milliarde Euro an seiner Aktienbeteiligung verdienen", sagte er. "Für den Steuerzahler war die Rettung der Lufthansa, für die wir alle sehr dankbar sind, ein gutes Geschäft." Die Bundesregierung will das Aktienpaket von gut 14 Prozent bis Oktober 2023 verkaufen.

04.45 Uhr: CDC: Bisher keine Omikron-Fälle in den USA

In den Vereinigten Staaten sind bisher keine Fälle der in Südafrika entdeckten neuen Coronavirus-Variante festgestellt worden. Das teilt das US-Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) mit. "Wir erwarten, dass Omikron schnell identifiziert wird, wenn es in den USA auftaucht", so das CDC in einer Erklärung.

04.33 Uhr: Montgomery rechnet mit doppelter Corona-Inzidenz binnen zehn Tagen

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet mit einer Verdopplung der Corona-Inzidenz innerhalb der nächsten zehn Tage. "In der Nikolauswoche könnten wir Inzidenzen zwischen 700 und 800 haben", sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben). Alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, die jetzt noch ergriffen würden - selbst Kontaktbeschränkungen oder Lockdowns - würden erst mit einer Verzögerung von zwei Wochen zu wirken beginnen.

"Wir können nichts mehr daran ändern, dass am Tag der Kanzlerwahl von Olaf Scholz die Zahlen dramatisch hoch sein werden", sagte Montgomery. Der Weltärztebund-Vorsitzende forderte eine strikte Reduzierung der Kontakte und bundesweit das Schließen der Weihnachtsmärkte, um die Infektionskurve wieder zu senken. "Es bringt nichts, die Weihnachtsmärkte in der einen Region zu verbieten, wenn die Leute dann in eine andere fahren, wo sie noch geöffnet sind", sagte Montgomery. Länder und Kommunen sollten zudem zu Silvester größere Feiern, Feuerwerk und private Böllerei verbieten. "Das verhindert nicht nur Ansteckungen, sondern entlastet auch die Notfallambulanzen."

04.15 Uhr: Australien verhängt 14-tägige Quarantäne für Reisende aus südlichem Afrika

Australien verhängt wegen des neuen Coronavirus eine 14-tägige Quarantäne für Bürger und deren Angehörige, wenn diese zuvor in einem von neun festgelegten Ländern im Süden Afrikas waren. Wie der australische Gesundheitsminister Greg Hunt mitteilt, dürfen alle Reisende, die nicht die australische Staatsbürgerschaft besitzen und sich in den vergangenen 14 Tagen in afrikanischen Ländern aufgehalten haben, in denen die Omikron-Variante entdeckt und verbreitet wurde, nicht nach Australien einreisen.

04.01 Uhr: Schweizer stimmen über Covid-Zertifikat ab

Die Schweizerinnen und Schweizer stimmen morgen (Sonntag) über das geänderte Covid-19-Gesetz ab, das die Grundlage für ein 3G-Zertifikat bildet. Die Regierung in Bern wirbt für ein Ja zu dem Gesetz, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und wirtschaftliche Schäden der Corona-Pandemie zu mindern. Das Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete ist Voraussetzung für den Zugang zu unter anderem öffentlichen Gebäuden, Restaurants und größeren Veranstaltungen. Gegen die im März vom Parlament verabschiedete Gesetzesänderung formierte sich Widerstand, mehrere Gruppen erzwangen mit einer Unterschriftensammlung das Referendum. Die Gesetzesänderung führe zu einer Spaltung der Schweiz, zu einer massiven Überwachung und könne sogar den Weg in eine "Corona-Diktatur" ebnen, argumentieren die Gegner. Bei einem Nein zu der Gesetzesänderung könnte die Schweiz ab März 2022 keine Covid-Zertifikate für Geimpfte, Genese oder Getestete mehr ausstellen.

03.45 Uhr: RKI meldet 67.125 Neuinfektionen - Inzidenz steigt weiter auf 444,3

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 67.125 neue Positiv-Tests binnen 24 Stunden. Das sind 3201 Fälle mehr als am Samstag vor einer Woche, als 63.924 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 444,3 von 438,2 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die Zahl der in Deutschland im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorbenen Menschen ist mit 303 weiteren Todesfällen nun über die Schwelle von 100.000 gestiegen. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Corona-Todesfälle auf 100.779. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 5,71 Millionen Corona-Tests positiv aus.

01.45 Uhr: Weltärztebund-Chef fordert bundesweites Verbot für Weihnachtsmärkte

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert eine strikte Reduzierung der Kontakte, um die Infektionskurve wieder zu senken. "Wir sollten deswegen die Weihnachtsmärkte bundesweit schließen. Es bringt nichts, die Weihnachtsmärkte in der einen Region zu verbieten, wenn die Leute dann in eine andere fahren, wo sie noch geöffnet sind", sagt Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. Länder und Kommunen sollten zudem zu Silvester größere Feiern, Feuerwerk und private Böllerei flächendeckend verbieten. "Das verhindert nicht nur Ansteckungen, sondern entlastet auch die Notfallambulanzen", sagt der Chef des Weltärztebundes. Wenn man die Inzidenzen nicht in den Griff bekomme, müssten die Länder auch wieder flächendeckend Betriebe schließen oder Ausgangssperren verhängen können.

01.00 Uhr: Viele Corona-Fälle bei Fluggästen in Amsterdam

Die niederländischen Gesundheitsbehörden teilen mit, dass Dutzende von Menschen, die am Freitagabend mit zwei Flügen aus Südafrika in Amsterdam ankamen, wahrscheinlich mit dem Coronavirus infiziert sind. Nun werden alle Passagiere getestet, um herauszufinden, ob sie sich möglicherweise schon mit der kürzlich entdeckten Omikron-Variante angesteckt haben. "Von den positiven Testergebnissen untersuchen wir so schnell wie möglich, ob es sich um die neue Variante handelt", so die Gesundheitsbehörden. Rund 600 Fluggäste kamen mit zwei KLM-Flügen auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol an. Die Maschinen waren in Kapstadt und Johannesburg gestartet. Die niederländische Regierung hatte am Freitagmorgen bereits alle Flugreisen aus dem südlichen Afrika verboten. Reisende, die bereits auf dem Weg waren, wurden bei Ankunft getestet und danach in Quarantäne.

In den Niederlanden wird das öffentliche Leben gerade wegen der steigenden Corona-Zahlen weiter eingeschränkt. "Ab Sonntag sind die gesamten Niederlande zwischen 17.00 Uhr und 5.00 Uhr morgens praktisch geschlossen", sagte Ministerpräsident Mark Rutte bei einer Pressekonferenz am Freitagabend.

01.00 Uhr: Brasilien verbietet Einreise aus sechs afrikanischen Ländern

Wegen der neuen Coronavirus-Variante Omikron wird auch Brasilien die Einreise aus sechs afrikanischen Ländern verbieten. Wie die Regierung in einer Erklärung mitteilt, dürfen Reisende aus Südafrika, Swasiland, Lesotho, Namibia, Simbabwe und Botswana erstmal nicht mehr nach Brasilien einreisen.

00.10 Uhr: Kretschmer kritisiert 3G-Regel wegen Mangels an Schnelltests

Wegen des Mangels an Schnelltests hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die Wirksamkeit der sogenannten 3G-Regel in Frage gestellt. "Es ist eine gravierende Fehleinschätzung, dass für die 3G-Regel am Arbeitsplatz und im Öffentlichen Nahverkehr das tägliche Testen für die Ungeimpften so einfach ist", sagte Kretschmer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) einem Vorabbericht zufolge. In Sachsen habe man deswegen schon früh große Teile des öffentlichen Lebens wieder heruntergefahren und auf die 2G-Regel gesetzt. "Wir kommen mit den Kapazitäten der Schnelltests schon an die Grenzen und die Preise steigen rapide", so der sächsische Ministerpräsident.

Samstag, 27. November 2021

20.25 Karnevalsverband "bestürzt" über Düsseldorfer Zug-Verschiebung

Der Bund Deutscher Karneval (BDK) hat die angekündigte Verschiebung des Rosenmontagszugs in Düsseldorf auf den 8. Mai 2022 heftig kritisiert. Man sei "bestürzt und beschämt" über die Entscheidung vom Comitee Düsseldorfer Carneval (CC), teilte BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess am Freitag in Bexbach im Saarland mit. Die Düsseldorfer Entscheidung stelle "einen eklatanten Verstoß" gegen die Satzung des BDK dar, nach der vor dem 11.11. eines Jahres und nach Aschermittwoch des Folgejahres keine karnevalistischen Veranstaltungen stattfinden sollen.

BDK-Vizepräsident Peter Krawietz machte zudem deutlich, dass die Wahl des 8. Mai unabhängig von allen anderen Überlegungen "denkbar unglücklich" ist. Dieses Datum bedeutete 1945 mit der Kapitulation Nazi-Deutschlands das Ende des Zweiten Weltkriegs. "Der 8. Mai kann für karnevalistische Ersatzhandlungen unpassender nicht sein."

Das Comitee Düsseldorfer Carneval hatte am Mittwochabend angekündigt, den Rosenmontagszug wegen der Corona-Pandemie im kommenden Jahr vom 28. Februar auf den 8. Mai zu verschieben. Dies biete die Chance, den Rosenmontagszug in gewohnter Weise mit Tausenden von Zuschauern am Straßenrand durchzuführen, hieß es zur Begründung.

20.22 Uhr: USA beschränken Einreise aus acht afrikanischen Ländern

Die USA beschränken ab Montag die Einreise aus Südafrika, Botswana, Simbabwe, Namibia, Lesotho, Eswatini, Mosambik und Malawi. Flüge werden aber nicht grundsätzlich verboten, wie ein ranghoher Regierungsvertreter erläutert. Auch seien US-Staatsangehörige und Personen mit Aufenthaltsgenehmigungen nicht betroffen. Die Maßnahmen werden aus Sorge wegen der neuen, zuerst in Südafrika entdeckten Virusvariante ergriffen.

20.20 Uhr: Paris kehrt zur Maskenpflicht im Freien zurück

Paris kehrt zur Maskenpflicht im Freien zurück. Bei Zusammenkünften in der Öffentlichkeit, auf Festivals, Großereignissen und Märkten sowie beim Schlangestehen müssen Masken getragen werden, wie die Polizei mitteilt.

19.05 Uhr: EU beschließt wegen neuer Corona-Variante Reiseverbot aus Südafrika

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich nach Entdeckung einer neuen Variante des Coronavirus auf ein Verbot von Reisen aus Südafrika geeinigt. Das teilte die EU-Präsidentschaft am Freitag mit. Der Beschluss der 27 Mitgliedstaaten erfolgte wenige Stunden nach einer entsprechenden Empfehlung der EU-Kommission. Die hatte zur Vorsicht aufgerufen, bis geklärt sei, wie gefährlich die neue Variante sei.

19.30 Uhr: Niederlande ab Sonntag nachts im Lockdown

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte ordnet einen nächtlichen Lockdown an. Ab Sonntag müssen Bars, Restaurants und Geschäfte zwischen 17.00 Uhr und 5.00 Uhr schließen, sagt er auf einer Pressekonferenz in Den Haag. Als weitere Maßnahme wird zudem eine Maskenpflicht in weiterführenden Schulen beschlossen.

18.55 Uhr: Minister: EU-Reaktion auf Corona-Variante in Südafrika "unberechtigt"

Die Reaktion vieler europäischer Länder auf eine in Südafrika neu entdeckte Variante des Coronavirus ist nach Ansicht des südafrikanischen Gesundheitsministers "unberechtigt". Bisher sei es unklar, ob die Variante B.1.1.529 ansteckender sei als andere Varianten, sagte Joe Phaahla am Freitagabend während einer virtuellen Pressekonferenz.

Maßnahmen wie Einreiseverbote würden völlig gegen existierende Normen und Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verstoßen, sagte Phaahla. Man habe mit den Mitteilungen am Donnerstag lediglich Erkenntnisse südafrikanischer Wissenschaftler schnellstmöglich teilen wollen. Auch sei ungeklärt, ob Corona-Impfstoffe gegen die neu entdeckte Virusvariante weniger wirksam sein könnten.

19.00 Uhr: WHO stuft neue Corona-Variante als "besorgniserregend" ein

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die neue Corona-Variante B.1.1.529 als "besorgniserregend" eingestuft. Das teilte die UN-Behörde am Freitag nach Beratungen mit Experten mit. Diese Klassifizierung ist laut WHO-Definition ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren Krankheitsverläufen führt. Außerdem besteht bei "besorgniserregenden Varianten" die Gefahr, dass herkömmliche Impfungen, Medikamente oder Corona-Maßnahmen weniger wirksam sind.

Diese nun Omikron genannte Variante weise eine große Anzahl Mutationen auf, von denen einige besorgniserregend seien, hieß es. Vorläufige Hinweise deuteten auf ein erhöhtes Risiko einer Reinfektion bei dieser Variante im Vergleich zu anderen besorgniserregenden Varianten, zu denen auch die derzeit vorherrschende Delta-Variante zählt.

18.46 Uhr: Corona-Mutante: Passagiere aus Südafrika-Flug müssen in Quarantäne

Wegen der neuen Corona-Variante B1.1.529 gilt Südafrika als Virusvariantengebiet. Für die Passagiere eines heute Abend am Münchner Flughafen erwarteten Fluges aus Kapstadt hat das bayerische Gesundheitsministerium deshalb kurzfristig eine strenge Regelung getroffen. Die Maschine wird in einem abgesperrten Bereich landen. Passagiere mit Ziel München unterliegen einer PCR-Testpflicht und müssen umgehend in eine 14-tägige Quarantäne – auch im Falle eines negativen Testergebnisses.

Dies gilt auch für Geimpfte und Genesene. Die Regierung von Oberbayern und das zuständige Landratsamt stellen dafür Unterbringungsmöglichkeiten für alle Reisenden ohne Wohnsitz oder Quarantänemöglichkeit in Bayern zur Verfügung. Personen, die sich in den letzten 10 Tagen in einem der ausgewiesenen Virusvariantengebiete aufgehalten haben, werden gebeten, sich umgehend PCR-testen zu lassen und ihre Kontakte zu reduzieren.

18.45 Uhr: Innenministerium - Neue Variante in Deutschland bislang nicht nachgewiesen

In Deutschland ist nach Angaben des Bundesinnenministeriums die neue Corona-Variante bislang nicht nachgewiesen worden. Es sei davon auszugehen, dass die Verbreitung der neuen Variante bereits deutlich größer sei als die bekannten Fälle in Südafrika, Botswana, Hongkong, Israel und Belgien. Unklar sei, ob die Wirkung von Impfstoffen geringer sei. Entsprechende Laboruntersuchungen hätten begonnen. "Das Mutationsprofil deutet jedoch darauf hin, dass eine herabgesetzte Impfstoffwirkung zumindest ernsthaft in Betracht gezogen werden muss." Unklar sei auch, ob die neue Variante krankmachender sei.

18.30 Uhr: Bericht: Geringere Impfstoffwirkung bei neuer Virusvariante möglich

Die Bundesregierung ist besorgt, dass die Corona-Impfstoffe gegen die in Südafrika neu entdeckte Virusvariante weniger wirksam sein könnten. In einem internen Lagebericht heißt es, es sei unklar, ob die Wirkung von Impfstoffen herabgesetzt sei. Das "Mutationsprofil deutet jedoch darauf hin, dass eine herabgesetzte Impfstoffwirkung zumindest ernsthaft in Betracht gezogen werden muss", heißt es in dem Bericht weiter. Das Mutationsprofil sowie der plötzliche Fallzahlanstieg werden als "auffällig" bezeichnet. Dies könne ein "Hinweis auf eine zumindest leichte und möglicherweise sogar leichtere Übertragbarkeit als bei Delta" sein.

18.10 Uhr: Luftwaffe mit Corona-Patienten aus Bayern in NRW gelandet

Sechs Corona-Intensivpatienten aus Bayern sind am frühen Freitagabend mit einer Maschine der Luftwaffe am Flughafen Münster/Osnbrück gelandet. Der Airbus A310 MedEvac setzte gegen 17.30 Uhr in Greven auf, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Die Schwerkranken wurden auf dem Luftweg aus Memmingen in Bayern nach Nordrhein-Westfalen gebracht und dort weiter auf verschiedene Kliniken verteilt.

Die Bundeswehr hilft damit erstmals dabei, Krankenhäuser in Regionen mit besonders vielen Corona-Patienten zu entlasten. Die Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit. Es handelt sich um den Airbus A310 MedEvac, eine «fliegende Intensivstation» mit sechs Behandlungsplätzen, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH. In dieses waren zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut worden.

17.58 Uhr: Mehr als zwei Millionen Auffrischungsimpfungen seit Montag

In Deutschland sind seit Montag mehr als zwei Millionen Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus verabreicht worden. Das geht aus den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach kamen alleine gestern 619 000 sogenannte Booster-Impfungen hinzu. Insgesamt wurden an dem Tag 791 000 Impfdosen gegen Corona gespritzt. Zum Vergleich: Am Donnerstag vor einer Woche (18.11.) waren laut RKI 428 000 Dosen zur Auffrischung geimpft worden, in der Woche zuvor (11.11.) waren es noch 272 000.

56,8 Millionen Menschen und damit 68,3 Prozent der Gesamtbevölkerung sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 59,0 Millionen Menschen wurden mindestens einmal geimpft. Das entspricht einer Quote von 71,0 Prozent. 8 Millionen Menschen haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 82,7 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Als erstes Bundesland sind dort nun 80 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sachsen ist Schlusslicht, hat nun aber auch die 60-Prozent-Marke bei den Erstimpfungen überschritten.

17.36 Uhr: Niedersachsen und Brandenburg melden überraschende Lieferengpässe für Impfstoffe

Niedersachsen und Brandenburg haben überraschende Lieferengpässe bei Corona-Impfstoffen gemeldet. Nach Angaben von Hausärzten und Impfteams seien die von ihnen bestellten und vom Bundesgesundheitsministerium zugesagte Impfstoffmengen für die kommende Woche "nicht in vollem Umfang lieferbar", teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Die Meldungen kämen aus allen Landesteilen und gingen nach Schilderungen der Zuständigen vor Ort über die jüngst verkündete Deckelung beim Biontech-Impfstoff hinaus.

Auch der Wirkstoff von Moderna sei "offenbar" von den Liefereinschränkungen betroffen, erklärte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) weiter. Sie forderte den geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und sein Ministerium auf, die Auslieferungen der fehlenden Impfdosen zu gewährleisten und zugleich "vollständige Transparenz über die Verfügbarkeit der Impfstoffe und die wöchentlichen Lieferkapazitäten des Bundes" herzustellen. Es drohe ein schwerer Schlag für die Impfkampagne.

Brandenburg berichtete am Freitag unter Berufung auf Impfstellen und Pharmagroßhändler, dass die für die laufende Woche anstehenden Lieferungen des Biontech-Präparates durch den Bund "erheblich" und "teilweise noch unter die ab der kommenden Woche für Ärztinnen und Ärzte sowie Impfzentren und mobile Impfteams geltenden Kontingentierungen" hinaus gekürzt worden seien. Konkrete Informationen über das Ausmaß habe es im Vorfeld nicht gegeben, erklärte das Landesgesundheitsministerium.

16.58 Uhr: EU-Gesundheitsbehörde kündigt Erklärung zu neuer Virusvariante an

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC will noch heute eine Einschätzung zur neu aufgetretenen Corona-Variante B.1.1.529 abgeben. Man beobachte die sich entwickelnde Situation genau und werde im Laufe des Tages ein sogenanntes Threat Assessment Brief zu der Variante herausgeben, schrieb die in Stockholm ansässige Behörde auf Twitter. Diese kurze Bewertung, die in ihrem Format demjenigen der umfassenderen Corona-Risikoeinschätzungen der Organisation ähnelt, werde gegen 19.00 Uhr veröffentlicht, teilte eine ECDC-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit. Zunächst war eine Veröffentlichung am Nachmittag geplant gewesen.

Die Variante B.1.1.529 des Coronavirus Sars-CoV-2 ist im südlichen Afrika aufgetreten, sie löste umgehend international Besorgnis aus. Ob sie ansteckender oder aggressiver als bisherige Varianten ist, wird sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO erst in einigen Wochen herausstellen.

16.20 Uhr: Umfrage: Knappe Mehrheit für härtere Corona-Maßnahmen

Eine knappe Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland wünscht sich einer Umfrage zufolge strengere Corona-Maßnahmen. Laut dem neuen ZDF-"Politbarometer" finden 52 Prozent, dass die Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie härter ausfallen müssten. Dagegen halten 15 Prozent die aktuell geltenden Maßnahmen für übertrieben, wie aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen hervorgeht. 30 Prozent sagen, dass die Vorgaben so gerade richtig seien. Die Daten wurden in dieser Woche vom 23. bis 25. November erhoben.

Der Umfrage zufolge sind nur 31 Prozent der Auffassung, dass generell genug zum Schutz gegen das Coronavirus getan werde. 63 Prozent stimmten dem nicht zu, 6 Prozent antworteten mit "weiß nicht". Dass bei einer Vielzahl der Corona-Maßnahmen besonders starke Einschränkungen für Nicht-Geimpfte gelten, hält die große Mehrheit (76 Prozent) für richtig, 22 Prozent hingegen für falsch.

In der Debatte über eine Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht sprechen sich 69 Prozent dafür aus, dass sich jeder gegen das Virus impfen lassen muss. Dagegen sind den Angaben zufolge 29 Prozent. Im Juli sah das laut ZDF-"Politbarometer" noch anders aus: Damals waren nur 33 Prozent für eine allgemeine Impfpflicht, 64 Prozent waren dagegen.

Die Frage, ob ungeimpfte Corona-Patienten einen Teil ihres Krankenhausaufenthaltes selbst zahlen sollten, bejahte die Mehrheit der Befragten (54 Prozent) einer anderen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstituts Yougov am Freitag veröffentlichte. 37 Prozent lehnten dies demnach ab, 9 Prozent machten keine Angabe. Die Yougov-Umfrage fand am 25. November statt.

15.35 Uhr: Borussia Dortmund startet Impfaktion im Stadion

Ab dem 2. Dezember können sich Menschen im Stadion von Borussia Dortmund gegen das Coronavirus impfen lassen. Wie der Fußball-Bundesligist am Freitag mitteilte, stehen dafür mehrere Tausend Dosen Impfstoff zur Verfügung. Der BVB führt die Aktion gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) durch. Das Impfzentrum befindet sich im Bereich der Westtribüne. Schon im Sommer 2020 hatten die Dortmunder das größte Bundesliga-Stadion als Impfzentrum genutzt.

16.15 Uhr: Von der Leyen fordert schnellen Reisestopp angesichts neuer Variante

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die EU-Staaten angesichts der neuen Coronavirus-Variante zu raschem Handeln aufgerufen. "Es ist jetzt sehr wichtig, dass wir in Europa schnell, entschlossen und einig handeln", sagte die deutsche Politikerin am Freitag in Brüssel. Deshalb habe ihre Behörde den Mitgliedstaaten vorgeschlagen, die Notbremse für Reisen aus den Ländern im südlichen Afrika zu aktivieren.

"Sämtliche Flugreisen in und aus diesen Ländern sollten unterbleiben, bis wir ein klares Verständnis darüber haben, wie gravierend die Mutationen dieser neuen Variante sind." Deutschland und andere Staaten haben bereits angekündigt, den Flugverkehr aus Südafrika deutlich einzuschränken oder einzustellen. Von der Leyen betonte, dass Reisende, die aus der Region zurückkehren, strenge Quarantänemaßnahmen einhalten müssten.

"Wir nehmen die Nachrichten über die neue, mehrfach mutierte Covid-Variante sehr ernst", sagte von der Leyen. Sie appellierte auch an die Bürgerinnen und Bürger in der EU: "Bitte lassen Sie sich so schnell wie irgend möglich impfen, falls Sie dies nicht schon getan haben." Auffrischimpfungen böten einen noch besseren Schutz. Auch das Befolgen von Hygieneregeln, Reisebeschränkungen oder Maßnahmen an den Grenzen helfe dabei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. "Das ist wichtig, denn so gewinnen wir wertvolle Zeit. Wertvolle Zeit für weitere Impfungen und Auffrischimpfungen."

14.32 Uhr: Belgien meldet ersten Fall neuer Corona-Variante in Europa

Belgien hat einen ersten Fall mit der neuen, zunächst im südlichen Afrika festgestellten Corona-Variante B.1.1.529 registriert. Das gab der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke bei einer Pressekonferenz bekannt. Der belgische Premierminister Alexander De Croo kündigte zudem Reisebeschränkungen für Einreisende aus Ländern im südlichen Afrika an. Es sei Vorsicht erforderlich, aber keine Panik, sagte Vandenbroucke.

Gleichzeitig führt Belgien wieder strengere Regeln für private Feiern, in der Gastwirtschaft und im Nachtleben ein. "Die Situation heute ist schlimmer als alle Szenarien, die uns die Experten vorgerechnet hatten", sagte De Croo. Bereits vor gut einer Woche hatte Belgien strengere Corona-Maßnahmen eingeführt, unter anderem eine teilweise Home-Office-Pflicht. Trotzdem schießen die Infektionszahlen in dem Land mit 11,5 Millionen Einwohnern immer weiter in die Höhe. Laut den jüngsten Daten der Gesundheitsbehörde Sciensano wurden über 25 000 neue Infektionen pro Tag gemeldet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

15. 39 Uhr: Corona-Krise bremst HIV-Bekämpfung weltweit

Die Corona-Krise hat dramatische Auswirkungen auf die Eindämmung des HI-Virus. Das mahnten das UN-Programm UNAIDS, der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, die Deutsche Aidshilfe sowie 100% Life bei einer Pressekonferenz an. Aufgrund von Covid-19 seien personelle und finanzielle Ressourcen für HIV umgelenkt, Präventionsprogramme kompromittiert und Lieferketten – einschließlich für überlebenswichtige Medikamente – unterbrochen worden, hieß es.

Die Bekämpfung von HIV sei zwar schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie weltweit zu langsam fortgeschritten. Doch aufgrund von Covid-19 habe die HIV-Eindämmung einen weiteren Rückschlag erlitten, sagte die Geschäftsführerin der Deutschen Aidshilfe Silke Klumb vor dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember.

Mit HIV infizierte Menschen haben nach Angaben von UNAIDS ein doppelt so hohen Risiko als die Allgemeinbevölkerung, an einer Corona-Erkrankung zu sterben. Die meisten Menschen mit HIV hätten jedoch noch immer keinen Zugang zu Corona-Impfstoffen. Zwei Drittel aller Menschen mit HIV leben in Afrika südlich der Sahara – dort hatten bis Mitte des Jahres erst drei Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten. «Pandemien verstärken die Ungleichheit», sagte der Exekutivdirektor des Globalen Fonds, Peter Sands. "Wir befinden uns in einer Zeit beispielloser Herausforderungen."

Weltweit haben sich nach UN-Angaben rund 80 Millionen Menschen seit der Meldung der ersten Aids-Fälle 1981 mit dem HI-Virus infiziert, 36,3 Millionen infizierte Menschen sind gestorben. 

14.20 Uhr: AfD sagt Präsenzparteitag im Dezember in Wiesbaden ab

Die AfD hat aufgrund der Corona-Beschränkungen ihren für den 11. und 12. Dezember geplanten Bundesparteitag in Wiesbaden abgesagt. Das teilte ein Parteisprecher nach einer Telefonkonferenz des Vorstands auf Anfrage mit. Einen neuen Termin für den Parteitag, der nun im kommenden Jahr in Präsenz stattfinden soll, gibt es demnach noch nicht. Auf dem Parteitag wollte die AfD ihre Führung neu wählen.

Der Entscheidung vorausgegangen waren Beratungen mit den Vorständen der Landesverbände. Aus Fürsorgepflicht und Verantwortung den Mitgliedern, Delegierten vor allem aber auch den Mitarbeitern der AfD sowie allen Dienstleistern gegenüber sei ein Präsenzparteitag nicht durchführbar.

Bundessprecher Jörg Meuthen hat angekündigt, nicht erneut für den Vorsitz zu kandidieren. Der Ko-Vorsitzende Tino Chrupalla strebt dagegen eine erneute Kandidatur an. Beide dürften nun kommissarisch im Amt bleiben.

13.21 Uhr: Biontech prüft Effektivität seines Impfstoffs gegen neue Virus-Variante

Nach der Entdeckung einer neuen Coronavirus-Variante in Südafrika prüft das Pharmaunternehmen Biontech eine mögliche Anpassung seines mRNA-Impfstoffs. "Wir können die Besorgnis von Experten nachvollziehen und haben unverzüglich Untersuchungen zur Variante B.1.1.529 eingeleitet", erklärte ein Biontech-Sprecher heute. "Die Variante unterscheidet sich deutlich von bisher beobachteten Varianten, da sie zusätzliche Mutationen im Spike-Protein hat."In spätestens zwei Wochen seien weiterführende Daten aus den Labortests zu erwarten. "Diese Daten werden uns Aufschluss darüber geben, ob es sich bei B.1.1.529 um eine Escape-Variante handeln könnte, die eine Anpassung unseres Impfstoffs erforderlich macht, wenn sich diese Variante international ausbreitet."

Biontech hat für einen solchen Fall nach eigenen Angaben schon vor Monaten mit seinem US-Partner Pfizer Vorbereitungen getroffen. Der mRNA-Impfstoff soll dann innerhalb von sechs Wochen angepasst werden. Erste Chargen des angepassten Impfstoffs könnten nach Angaben des Unternehmens innerhalb von 100 Tagen ausgeliefert werden.

14.00 Uhr: UN-Tourismus-Organisation: Rasch über Reisebeschränkungen entscheiden

Die Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) dringt auf rasche und einheitliche Entscheidungen über Reisebeschränkungen wegen der neuen Virus-Variante. "Meine Empfehlung ist, Entscheidungen heute und nicht nach einer Woche zu treffen", sagt der Generalsekretär der UN-Organisation, Surab Pololikaschwili. Wenn die Variante sich weiter so ausbreite, wie es zu erwarten sei, werde es spät sein für Beschränkungen. Die Staaten müssten bei der Ausarbeitung von Reisebestimmungen den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) folgen.

13.11 Uhr: "Kleeblatt"-Patientenverlegungen aus drei Regierungsbezirken

Die Intensivpatienten, die heute und am Wochenende aus überlasteten bayerischen Krankenhäusern in andere Bundesländer gebracht werden sollen, kommen aus Schwaben, Oberbayern und Niederbayern. Die rund 30 Covid-19-Patienten kämen zu je einem Drittel aus diesen drei Regierungsbezirken, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums. Die genaue Zahl könne sich jederzeit ändern, die Verlegungen seien vom Zustand der Patienten abhängig.

Insgesamt sollen 50 bayerische Patienten verlegt werden, rund 30 davon bis Sonntag. Sechs von ihnen sollen am Freitagnachmittag mit einem Spezialflugzeug der Luftwaffe vom Flughafen Memmingen nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen gebracht werden. Laut einem Sprecher des Corona-Krisenstabes der Stadt Münster sollen sie in sechs verschiedene Krankenhäuser eingeliefert werden - drei in Münster selbst, drei im Umland.

Am Dienstag war das bundesweite "Kleeblatt-Konzept" zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten in weniger belastete Bundesländer für den Freistaat und für den Osten Deutschlands aktiviert worden. Das Konzept soll verhindern, dass dringend behandlungsbedürftige Patienten wegen Überlastung der Intensivmedizin in einem Bundesland nur noch unzureichend oder gar nicht mehr versorgt werden können.

13.09 Uhr: Bundesverfassungsgericht veröffentlicht am Dienstag Beschlüsse zu Bundesnotbremse

Das Bundesverfassungsgericht will am Dienstag seine Entscheidungen zu insgesamt neun Verfassungsbeschwerden gegen die sogenannte Bundesnotbremse veröffentlichen. Das teilte das Gericht heute in Karlsruhe mit. Demnach geht es in sieben der Beschwerden um Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, in zwei weiteren um Schulschließungen.

Insgesamt waren bis August 301 Anträge und Verfassungsbeschwerden zum als Bundesnotbremse bezeichneten vierten Bevölkerungsschutzgesetz registriert. Zahlreiche davon wurden bereits abgewiesen oder nicht zur Entscheidung angenommen.

Auch mehrere Eilanträge gegen das Gesetz wies das Gericht bereits ab. Darunter war auch ein Eilbeschluss vom Mai zu fünf Beschwerden gegen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, zu denen nun die Hauptentscheidung angekündigt ist.

13.08 Uhr: Bremens Innensenator fordert bundesweiten Fußball-Lockdown

Vor dem Hintergrund der bundesweit ansteigenden Corona-Fallzahlen hat sich Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) im Vorfeld der kommenden Innenministerkonferenz mit einem dringenden Appell an seine Kolleginnen und Kollegen gewandt: "Es ist höchste Zeit, dass die Deutsche Fußball Liga den Spielbetrieb unterbricht. Wir setzen die Polizeibeamtinnen und -beamten einer unnötig großen Gefahr aus, wenn wir sie mitten in der vierten Welle quer durch die Republik schicken, nur um Fußballspiele gegen gewalttätige Fans abzusichern", so Mäurer. Dies sei angesichts der sich zuspitzenden Lage in manchen Teilen Deutschlands nicht mehr zu verantworten.

12.50 Uhr: Großbritannien - Variante wohl schon über Südafrika hinaus verbreitet

Die neue Virus-Variante B.1.1.529 hat sich nach Einschätzung des britischen Gesundheitsministers Sajid Javid sehr wahrscheinlich bereits über Südafrika und Botswana hinaus in andere Länder verbreitet. Sie sei in Hongkong bei einer Person nachgewiesen worden, die aus Südafrika eingereist sei, sagt er vor dem Parlament. Weitere Fälle seien in Südafrika und Botswana nachgewiesen worden. "Großbritannien war das erste Land, das die potenzielle Bedrohung dieser neuen Variante erkannt und internationale Partner gewarnt hat."

12.44 Uhr: Intensivmediziner - Bei Triage darf Impfstatus keine Rolle spielen

Angesichts der drohenden und bereits eingetretenen Überlastung von Krankenhäusern durch Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen haben die Intensiv- und Notfallmediziner ihre Leitlinien für die sogenannte Triage aktualisiert. Danach darf der Impfstatus eines Covid-19-Patienten keine Rolle spielen, wenn es zu wenige Intensivbetten gibt und die Ärzte auswählen müssen, welche Patienten behandelt werden. Das geht aus den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervor, die am Freitag vorgestellt wurde. Sie stellen außerdem klar, dass Covid-19- Erkrankte und alle anderen Patientinnen und Patienten bei Auswahlentscheidungen gleichbehandelt werden müssen, auch die, die auf eine Operation warten und deren Zustand sich durch eine weitere Verschiebung lebensbedrohlich verschlechtern würde.

Der Vorstand des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Georg Marckmann, erklärte, Ärzte seien zur Hilfe verpflichtet unabhängig davon, wie sich ein Patient verhalten habe. "Wir sind Retter, keine Richter." Das gelte auch für Covid-19-Patienten, die sich nicht haben impfen lassen.

12.41 Uhr: Holetschek will Pflegepersonal besserstellen

Auf einer Pressekonferenz zur Corona-Lage in den südost-bayerischen Landkreisen hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek neue Anstrengungen gefordert, um Pflegepersonal zu gewinnen. Die Gehaltsbestandteile in der Pflege müssten sofort steuerfrei gestellt werden, das sei ein Gebot der Stunde. Auf die Frage, wie es sein könne, dass während der Pandemie die Kapazitäten der Krankenhäuser geringer wurden, antwortete der Minister, man habe in den letzten Jahren durchaus an verschiedenen Stellschrauben gedreht, um den Pflegenotstand zu bekämpfen, das sei aber möglicherweise zu wenig gewesen. "Wir haben es in der Politik nicht geschafft, wir alle zusammen, da nehme ich keinen aus, das so auf die Schiene zu bringen, dass wir mehr Personal generiert haben, mehr Bereitschaft erzeugt haben, in die Pflege reinzugehen," so Holetschek. Darüber hinaus sei es ein Problem der Gesamtgesellschaft, den Menschen im Pflegedienst die gebührende Anerkennung entgegen zu bringen.

12.40 Uhr: EU - Ab Januar keine Genehmigung für Impfstoff-Export mehr nötig

Die Ausfuhr von Covid-19-Impfstoffen aus der Europäischen Union muss im kommenden Jahr nicht mehr genehmigt werden. Die EU-Kommission kündigt an, der entsprechende Exportkontrollmechanismus werde ab Januar eingestellt und durch ein Überwachungssystem ersetzt. Hersteller von Impfstoffen müssten dann aber keine Genehmigung für eine Ausfuhr mehr einholen.

12.38 Uhr: Caritas - In Altenheimen stehen Ampel auf dunkelrot

Der Caritasverband in der Erzdiözese München und Freising schlägt Alarm angesichts der Situation in seinen 27 Altenheimen. Nach gut zwanzig Monaten Corona-Pandemie und fast kontinuierlichem Krisenmodus müssten bayerische Staatsregierung und Bundesregierung endlich eine "verlässliche Perspektive für die Wintermonate" liefern, heißt es in einer heute veröffentlichten Erklärung. Die Situation in den Heimen sei mehr als angespannt, sagte Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier: "Unsere Ampel steht auf dunkelrot."

Die rasant steigenden Infektionszahlen in München und Oberbayern verursachten auch in den Häusern des katholischen Wohlfahrtsverbands wieder hohe Infektionsrisiken für die Bewohner und Mitarbeitenden, heißt es. Damit verbunden seien Isolation, Quarantäne, hohe Personalausfälle. Viele Quarantänemaßnahmen würden inzwischen durch Kontakte mit positiv getesteten Menschen im privaten Kontext verursacht und dünnten die Personaldecke weiter aus, ergänzte Doris Schneider. Die Geschäftsführerin der Altenheime krtisierte, dass die Einrichtungen nach wie vor mit ständig und äußerst kurzfristig wechselnden statt einheitlichen Anforderungen konfrontiert würden.

12.28 Uhr: WHO rät von Reisebeschränkungen wegen neuer Virusvariante ab

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor neuen Reisebeschränkungen wegen der in Südafrika nachgewiesenen neuen Coronavirusvariante gewarnt. Die WHO empfehle den Ländern, "weiterhin eine risikobasierte und wissenschaftliche Herangehensweise bei der Verhängung von Reisebeschränkungen anzuwenden", sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Freitag in Genf. "Vor der Verhängung von Reisebeschränkungen wird gewarnt", fügte er hinzu.

12.23 Uhr: Bremen erreicht Impfquote von 80 Prozent

Bremen hat als erstes Bundesland 80 Prozent seiner Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts lag das kleinste Bundesland damit vor dem Saarland (74,8 Prozent) und Hamburg (74,0 Prozent). Bundesweit betrug die Impfquote 68,3 Prozent, in Bayern liegt sie bei 66,6 Prozent.

Mit 11,8 Prozent Auffrischungsimpfungen rangierte Bremen auf dem zweiten Platz hinter Berlin (12,6).

12.16 Uhr: Sorgen um neue Virusmutation drücken Dax tief ins Minus

Sorgen um die neue Coronavirus-Mutation im südlichen Afrika haben den Dax vor dem Wochenende tief ins Minus gedrückt. Der deutsche Leitindex fiel bis zum Mittag um fast 3 Prozent auf 15.450 Punkte, bei zeitweise weniger als 15.300 Punkten war er zuvor auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober gerutscht. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor zuletzt 2,36 Prozent auf 34 185,61 Zähler.

Damit erweisen sich jüngsten Stabilisierungsversuche als kurzes Strohfeuer, die begonnene Kurskorrektur setzt sich fort. Seit Anfang Oktober hatte der Dax nahezu ungebrochen zugelegt und, angeschoben durch die jüngste Berichtssaison, im laufenden Börsenmonat immer neue Hochs markiert. Die zuletzt wieder verschärfte Corona-Lage und die Konjunktursorgen sorgten Ende vergangener Woche jedoch für eine jähe Zäsur.

12.00 Uhr: Etwa 1300 Verdachtsfälle zu Fälschungen rund um Impfpässe in Bayern

Bei Polizei und Staatsanwaltschaften in Bayern sind inzwischen fast 1300 Fälle bekannt, in denen der Verdacht auf Manipulation von Corona-Impfpässen besteht. Die Palette reiche von gefälschten Impfpässen über falsche Stempel und Aufkleber bis hin zu Manipulationen um digitalisierte Impf-Zertifikate, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl entwickele sich "sehr dynamisch".

Zuletzt waren immer wieder neue Fälle von Kriminalität rund um das Impfen bekanntgeworden. Die "Wirtschaftswoche" berichtete heute, bundesweit lägen 3100 Ermittlungsverfahren vor.

11.49 Uhr: Großer Zapfenstreich für Merkel unter Corona-Auflagen

Der Große Zapfenstreich der Bundeswehr für die scheidende Kanzlerin Angela Merkel am kommenden Donnerstag findet nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert unter strikten Corona-Auflagen statt. Es werde nur eine sehr begrenzte Zahl an Gästen geben und keinen Empfang, sagt er.

11.48 Uhr: Bundespräsident - Oberstes Ziel heißt Schulen offen halten

Trotz der dramatisch steigenden Corona-Zahlen hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gegen Schul- und Kitaschließungen ausgesprochen. «Es muss jetzt unser oberstes Ziel sein, Kitas und Schulen offen zu halten», sagte Steinmeier am Freitag in einer Video-Ansprache zum 10. Deutschen Schulleiterkongress in Düsseldorf. Kinder und Jugendliche, die sich nicht oder erst seit kurzem impfen lassen könnten, hätten zu Beginn der Pandemie einen hohen Preis zahlen müssen, um ältere Menschen zu schützen, sagte Steinmeier.

Schulschließungen hätten dazu geführt, dass gerade die Schülerinnen und Schüler, die es beim Lernen ohnehin etwas schwerer hätten, weiter zurückgefallen seien. "Und wir wissen inzwischen auch, dass viele junge Menschen bis heute unter körperlichen und seelischen Folgen von Isolation und Einsamkeit leiden", sagte der Bundespräsident. "Es ist jetzt an uns, die junge Generation vor weiteren Schäden zu schützen." Daher müsse dafür gesorgt werden, dass Kitas und Schulen offen blieben. "Und wie das geht, das wissen wir alle: Lassen Sie sich impfen und erneuern Sie Ihren Impfschutz." Steinmeier rief auch dazu auf, freiwillig Kontakte zu reduzieren.

11:35 Uhr: Corona-Folgen für Konjunktur schwer voraussehbar

Die Entwicklung der Corona-Pandemie ist aus Sicht von Italiens Notenbankchef Ignazio Visco erneut ein erheblicher Grund zur Sorge. Die Folgen für die Volkswirtschaften seien schwer voraussehbar, sagt das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Unsicherheit bleibe hoch. Der neue Anstieg der Infektionszahlen in Europa und in anderen Ländern habe die Nach-Covid-Perspektive zurückgedrängt.

11.15 Uhr: Franzosen buchen 1,2 Millionen Impftermine binnen 24 Stunden

Eine Verschärfung der Corona-Regeln hat in Frankreich zu einem gewaltigen Ansturm für Auffrischungsimpfungen geführt. Mehr als 1,2 Millionen Menschen vereinbarten alleine am Donnerstag einen Termin über die Webseite Doctolib, wie der in Frankreich viel genutzte Plattformbetreiber am Freitag mitteilte. Zu der Booster-Impfung sind in Frankreich alle Einwohner ab 18 Jahren aufgerufen, sobald ihre bisher letzte Impfung fünf Monate zurückliegt.

Ein Grund für den Ansturm dürfte sein, dass mit den verschärften Regeln der Corona-Pass von Menschen ungültig wird, die diese Auffrischung nicht innerhalb von sieben Monaten nach ihrer vollständigen Impfung verabreicht bekommen haben. Bei Menschen ab 65 Jahren, die bereits seit längerem zu einer Booster-Impfung aufgerufen sind, gilt die neue Regelung ab dem 15. Dezember, für Menschen ab 18 Jahren ab dem 15. Januar. Nur mit dem sogenannten Gesundheitspass, einem 3G-Nachweis von Impfung, Genesung oder Corona-Test, können die Menschen in Frankreich Restaurants und Veranstaltungen besuchen oder per Flugzeug oder Fernzug verreisen.

Auch in Frankreich verschlechtert sich die Corona-Lage seit mehreren Wochen wieder. Zuletzt lag die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der registrierten Neuinfektionen binnen einer Woche auf 100 000 Einwohner, bei rund 200.

11.04 Uhr: Tschechien verbietet Nicht-EU-Bürgern Einreise aus Südafrika

Tschechien verbietet Nicht-EU-Bürgern aufgrund der neuen auftretenden Corona-Variante B.1.1.529 die Einreise aus Südafrika, Namibia, Mosambik, Sambia und vier weiteren afrikanischen Staaten. Das gelte von Samstag an, teilte das Außenministerium in Prag am Freitag mit. Für Tschechen und andere EU-Bürger, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem dieser Staaten aufgehalten haben, sind demnach strenge Quarantänemaßnahmen geplant.

Experten befürchten, dass die neue Virusvariante wegen ungewöhnlich vieler Mutationen hoch ansteckend sein könnte. Der seit Freitag in Tschechien geltende Corona-Notstand gibt der Regierung mehr Vollmachten.

11.01 Uhr: Israel - Sind an der Schwelle zum Notstand

Israel steht laut Ministerpräsident Naftali Bennett vor einem staatlichen Notstand. "Unser wichtigster Leitfaden ist: schnell, stark und unmittelbar zu handeln", sagt Bennett vor einem Treffen mit Experten, bei der über eine Reaktion auf die neue Virus-Variante gesprochen werden sollte.

10.56 Uhr: Spahn - Weiterer Krisenstab ersetzt keine politische Entscheidung

Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn relativiert die Bedeutung des von den Ampel-Parteien angekündigten neuen Corona-Krisenstabes. Es gebe bereits zahlreiche Gremien und Abstimmungen zwischen Bund und Ländern. Einer der Krisenstäbe tage kommende Woche zum 99. Mal, sagt Spahn. "Ich habe aktuell nicht den Eindruck, dass Entscheidungen mangels wissenschaftlicher Grundlage nicht getroffen werden", fügt er mit Hinweis auf das ebenfalls angekündigte neue Expertengremium im Kanzleramt hinzu. Es brauche jetzt "politische Verantwortungsübernahme" für Entscheidungen. "Wir haben alle Daten, um sachgerecht zu entscheiden", betont auch RKI-Präsident Lothar Wieler

10.52 Uhr: RKI-Präsident: Massive Kontaktreduzierung sofort nötig

RKI-Präsident Lothar Wieler hat die Politik eindringlich aufgefordert, gegen die immer drastischer um sich greifende Corona-Welle Maßnahmen zur sofortigen Kontaktreduzierung zu beschließen. "Wir brauchen eine massive Reduktion der Kontakte - jetzt sofort", sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitag in Berlin.

"Ich erwarte jetzt von den Entscheidern, dass sie alle Maßnahmen einleiten, um gemeinsam die Fallzahlen herunterzubringen", sagte Wieler. "Der kommende Winter hängt von unserem Verhalten ab und von der Entscheidung der Verantwortungsträger, kontaktreduzierende Maßnahmen zu erlassen."

Wieler sagte: "Wir stehen an einer Kreuzung, wir haben eine Wahl. Wir können den Weg wählen, der ins Chaos führt und zu einem schlechten Ende." Der Tanker fahre dann gegen die Kaimauer. "Oder den, der das Gesundheitssystem entlastet und vielleicht ein friedliches Weihnachtsfest ermöglicht und auch noch viel mehr Menschen am Weihnachtstisch sitzen lässt."

10.45 Uhr: CDU-Parteitag im Januar findet nur digital statt

Die CDU wird ihren Parteitag am 21. und 22. Januar wegen der Corona-Lage nur digital stattfinden lassen. Das habe der Bundesvorstand beschlossen, teilt die Partei mit.

10.41 Uhr: Mehrheit der Deutschen unzufrieden mit Corona-Politik

Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Deutschen sind einer Umfrage zufolge der Auffassung, dass nicht genug für den Schutz gegen das Coronavirus getan wird. 31 Prozent halten das für ausreichend, wie eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer ergibt. Danach plädieren 52 Prozent dafür, dass die aktuellen Maßnahmen verschärft werden müssten, während 15 Prozent sie bereits für übertrieben halten. 30 Prozent der Befragten werten die gegenwärtigen Maßnahmen als gerade richtig. Große Zustimmung (83 Prozent) erhalten die 3G-Regeln am Arbeitsplatz, wonach Beschäftigte, die weder geimpft noch genesen sind, täglich einen negativen Corona-Test vorlegen müssen. 16 Prozent lehnen diese Regel ab. Dass für Nicht-Geimpfte besonders starke Einschränkungen gelten, halten 76 Prozent der Befragten für richtig, 22 Prozent für falsch.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet mittlerweile eine allgemeine Impfpflicht. 69 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, dass sich alle gegen Covid-19 impfen lassen müssen. 29 Prozent lehnen eine Impfpflicht ab. Im Juli zeigte sich ein umgekehrtes Bild. Damals wollten nur 33 Prozent eine allgemeine Impfpflicht, 64 Prozent waren dagegen.

10.40 Uhr: Neue Corona-Variante noch nicht in Deutschland festgestellt

Die in Südafrika festgestellte neue Corona-Variante B.1.1.529 ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bisher noch nicht in Deutschland entdeckt worden. "Bis halb 10 ist mir nicht bekannt, dass in Europa oder in Deutschland diese Variante bislang gefunden wurde", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in der Bundespressekonferenz in Berlin. Zugleich betonte er: "Wir sind tatsächlich in sehr großer Sorge."

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte, Ziel müsse es sein, den Eintrag dieser Variante so weit wie möglich zu vermeiden. "Das ist das Letzte, was wir jetzt in unserer momentanen Lage noch brauchen können, dass in die Welle hinein noch eine zusätzliche Variante kommt." Spahn rief alle Menschen, die in den vergangenen Tagen aus Südafrika nach Deutschland gekommen sind, dazu auf, sich mit einem PCR-Test auf das Virus testen zu lassen.

10.37 Uhr: Weitere Länder mit Maßnahmen gegen Einreisen aus Südafrika

Angesichts der neuen Coronavirus-Variante kündigen die Niederlande den Stop von Flügen aus Südafrika an. Italien verbietet die Einreise von Menschen, die in den vergangenen 14 Tagen in Ländern im südlichen Afrika waren. Ähnliches kündigt Tschechien an. Die EU hatte bereits angekündigt, den Flugverkehr aus dem südlichen Afrika kappen zu wollen.

10.32 Uhr: Söder fordert Bundesnotbremse und Impfpflicht möglichst ab 1. Januar

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den Bund in der Corona-Krise zum schnellen Handeln aufgefordert. "Wir brauchen eine wirksame nationale Eindämmungsstrategie", sagte Söder am Freitag in Rosenheim. Es brauche eine "einheitliche Bundesnotbremse" und ebenso eine raschere Ministerpräsidentenkonferenz. Nötig sei auch eine schnelle allgemeine Impfpflicht - am besten schon am 1. Januar. "Wir brauchen eine Impfpflicht und zwar so schnell wie möglich." Zudem müsse angesichts der neuen Mutation aus Südafrika gehandelt werden - so sei ein Einreiseverbot aus Südafrika notwendig.

Söder machte sich am Freitag gemeinsam mit Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) in den Hotspot-Regionen in Südostbayern ein Bild von der Corona-Lage. Am Morgen trafen sie sich mit den Vertretern der Stadt Rosenheim sowie der umliegenden Landkreise.

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Angesichts der Belastung der Krankenhäuser in den Hotspot-Regionen hat Ministerpräsident Söder eindringlich eine allgemeine Impfpflicht gefordert - - "am besten bis zum neuen Jahr", so der Ministerpräsident.

10.19 Uhr: Spahn fordert schnellere Ministerpräsidentenkonferenz

Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn fordert ein schnelles Treffen der Ministerpräsidenten. Es sei falsch, angesichts der schwierigen Lage zehn Tage zu warten, sagt der CDU-Politiker. Der Übergang von der bisherigen zur neuen Regierung dürfe nicht zu Verzögerungen bei der Corona-Bekämpfung führen. Nun müssten alle Verantwortlichen zusammenstehen.

10.15 Uhr: RKI-Präsident Wieler - "Wie viele Menschen müssen denn noch sterben?"

RKI-Präsident Lothar Wieler appelliert, jetzt alles zu tun, um die vierte Welle zu brechen. Er verweist darauf, dass bereits mehr als 100.000 Menschen in Deutschland seit Beginn der Pandemie ihr Leben verloren hätten. "Wie viele Menschen müssen denn noch sterben?" fragt Wieler. "Was muss denn noch geschehen", damit alle daran mitwirken, das Virus zu bekämpfen?"

10.07 Uhr: Spahn - "Es ist mittlerweile halb eins"

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) äußert sich besorgt. "Die Lage ist dramatisch ernst, so ernst wie noch zu keinem Zeitpunkt in dieser Pandemie", sagt Spahn in Berlin. Vor zwei Wochen habe er noch gesagt, es sei fünf nach zwölf, vor einer Woche sei es zehn nach zwölf gewesen. "Es ist mittlerweile halb eins, aber der Weckruf ist noch nicht überall angekommen", sagt Spahn.

10.12 Uhr: 18 Millionen Impfdosen gehen in Versorgung

Nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn stehen mit den Auslieferungen diese und kommende Woche 18 Millionen Corona-Impfdosen für Impfungen zur Verfügung. Jede fünfte Person über 60 Jahre habe mittlerweile eine Auffrischungsimpfung, fast zehn Prozent der Gesamtbevölkerung, sagt er. Die Impfkampagne ziehe an. Dies sei in einer sehr schwierigen Corona-Lage ein positives Zeichen.

10.02 Uhr: Lufthansa lässt Südafrika-Flüge vorerst im Programm

Die Lufthansa-Group lässt Flüge nach Südafrika trotz der bevorstehenden Verschärfung von Corona-Reisebeschränkungen im Programm. "Wir beobachten die Situation sehr aufmerksam", sagte ein Lufthansa Sprecher. Die Kernmarke Lufthansa fliegt derzeit 17 mal pro Woche nach Südafrika, die Schweizer Töchter Swiss und Edelweiss bieten zusammen neun Verbindungen an. Auch Frachtflüge von Lufthansa Cargo werden weiter betrieben. An der Börse brach der Kurs von Lufthansa-Aktien ein, da wegen des Auftretens neuer Virusvarianten scharfe Reisebeschränkungen drohen.

10.00 Uhr: WHO beruft Expertentreffen wegen neuer Corona-Variante ein

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beruft für den Mittag (MEZ) ein Expertentreffen wegen der neuen Corona-Variante aus Südafrika ein. Es müsse entschieden werden, ob die bislang B.1.1.529 genannte Variante als eine "interessante Variante" oder als "besorgniserregende Variante" eingestuft werden solle, sagt ein WHO-Sprecher. Auch solle der Zeitplan für die laufenden Studien überprüft werden. Fast 100 Sequenzen der Variante seien bekannt. Eine frühere Analyse zeige, dass sie eine große Anzahl von Mutationen aufweise. Dies müsse genauer untersucht werden.

09.39 Uhr: Wieder Höchstwert bei Corona-Neuinfektionen in Tschechien

In Tschechien hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages abermals einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht. Binnen 24 Stunden kamen 27.717 bestätigte Fälle hinzu, wie am Freitag aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Prag hervorging. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 1231 je 100.000 Einwohner. Mehr als 6000 Krankenhausbetten waren mit Corona-Patienten belegt.

Am Freitag trat in dem deutschen Nachbarland wegen der vierten Corona-Welle der nationale Notstand in Kraft. Cafés, Restaurants und Kneipen müssen nun bereits um 22.00 Uhr schließen. Dort gilt ohnehin die 2G-Regel - Besucher müssen also geimpft oder genesen sein. Die Weihnachtsmärkte wurden abgesagt, die Zahl der Teilnehmer bei Sportveranstaltungen auf 1000 Geimpfte und Genesene begrenzt.

09.34 Uhr: Corona-Hilfsflüge aus Bayern - NRW will planbare OPs verschieben

Die NRW-Landesregierung will zur Aufnahme von Corona-Patienten aus anderen Bundesländern planbare Operationen in den NRW-Krankenhäusern verschieben lassen. Eine entsprechende Verordnung wollte das Kabinett am Freitagmorgen in einer Sondersitzung verabschieden, wie die Staatskanzlei mitteilte. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll ein Spezialflugzeug der Luftwaffe am Freitag um 14.00 Uhr auf dem bayerischen Flughafen Memmingen landen und Schwerkranke nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen.

Im NRW-Landtag soll nach dpa-Informationen noch am Freitag über eine notwendige Änderung des Infektionsschutz- und Befugnisgesetzes abgestimmt werden, damit die Verordnung in Kraft treten kann. Bisher sieht das Gesetz keine Rechtsgrundlage für die Aufnahme von Patienten von außerhalb vor.

09.33 Uhr: Grüne Woche 2022 wegen Corona abgesagt

Die Grüne Woche 2022 fällt aus. Acht Wochen vor der geplanten Eröffnung sagten die Veranstalter die Agrar- und Ernährungsmesse am Freitag ab. Angesichts der Wucht der zweiten Corona-Welle werde es im Januar und Februar keine Großveranstaltungen geben, teilte die Messe Berlin am Freitag mit. Davon betroffen ist auch die Fruchthandelsmesse Fruit Logistica; die internationale Fachbesucher-Messe wird von Februar auf Anfang April verschoben.

09.28 Uhr: Mehr als 3000 Ermittlungsverfahren wegen gefälschter Impfpässe

In Deutschland laufen bereits mindestens 3100 Ermittlungsverfahren wegen gefälschter Impfpässe. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage der "Wirtschaftswoche" unter den 16 Landeskriminalämtern. Die Ämter gehen jedoch von einer beachtlichen Dunkelziffer aus.

Das Bundeskriminalamt beobachtet dem Bericht zufolge "auf diversen Messengerkanälen" eine erhöhte Nachfrage nach gefälschten Impfbüchern. Bürger mit manipulierten Pässen mussten strafrechtlich bislang wenig befürchten, wenn sie erwischt wurden. Strafbar machte sich nur, wer gefälschte Gesundheitsdokumente offiziell bei Behörden oder Versicherungen einsetzte, nicht aber in Apotheken oder der Gastronomie. Diese Lücke schloss der Gesetzgeber nun. Ab sofort können das Fälschen, Ausstellen und der Gebrauch unrichtiger Gesundheitsdokumente mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden, im Fall von gewerbs- oder bandenmäßiger Täuschung sind es bis zu fünf Jahre. Der Apothekerverband erwartet, dass dies "eine abschreckende Wirkung" haben dürfte.

08.58 Uhr: Deutschland wird Südafrika zu Virusvariantengebiet erklären

Deutschland wird Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung trete heute Nacht in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitagmorgen mit.

09.01 Uhr: Südafrikanische Corona-Variante in Israel entdeckt

In Israel wurde nach offiziellen Angaben eine Person identifiziert, die sich mit einer zuerst in südafrikanischen Ländern entdeckten neuen Variante des Coronavirus infiziert hat. Zwei weitere Personen seien Verdachtsfälle, die noch auf ihre Testergebnisse warteten, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Sie befänden sich in Quarantäne. Eine Sprecherin der Behörde zur Corona-Bekämpfung bestätigte, dass es sich um die Variante B.1.1.529 handelt, die aus dem südlichen Afrika stammt.

Die infizierte Person sei aus Malawi nach Israel zurückgekehrt, hieß es weiter vom Ministerium. Die anderen beiden seien ebenfalls aus dem Ausland zurückgekehrt. Alle drei Personen seien geimpft worden. Ihr genauer Status werde derzeit überprüft. Es werde zudem nach weiteren Kontakten gesucht.

08.57 Uhr: Bundesregierung schränkt Flugverkehr aus Südafrika wegen Corona-Variante ein

Wegen der neu aufgetretenen Variante des Coronavirus schränkt die Bundesregierung den Flugverkehr mit Südafrika drastisch ein. Das Land gelte ab der Nacht zum Samstag als Virusvariantengebiet, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Freitag mit. "In der Folge dürfen Fluggesellschaften nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern." Zudem müssten alle Eingereisten für 14 Tage in Quarantäne - auch wenn sie vollständig geimpft sind.

08.50 Uhr: EU will Flugverkehr aus südlichem Afrika einstellen

Die Europäische Union will den Flugverkehr aus dem südlichen Afrika kappen angesichts der wachsenden Besorgnis über eine neue Corona-Variante. "Die Kommission wird in enger Abstimmung mit den Mitgliedstaaten vorschlagen, die Notbremse zu aktivieren, um den Flugverkehr aus dem südlichen Afrika aufgrund der besorgniserregenden Variante B.1.1.529 einzustellen", twittert EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

08.42 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident schließt weitere Beschränkungen nicht aus

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke will sich nicht auf mögliche weitere Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie festlegen. Eine solche Dynamik in der Virus-Ausbreitung wie derzeit habe es noch nicht gegeben, sagt der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Deshalb könne er nichts ausschließen. Er sei aber kein Freund einer Impfpflicht und setze vielmehr darauf, dass angesichts der sich derzeit zuspitzenden Lage doch noch viele Menschen von einer Impf-Notwendigkeit überzeugen ließen.

08.29 Uhr: Luftwaffe startet am Nachmittag mit Corona-Hilfsflügen

Die Luftwaffe wird sich von Freitagnachmittag an mit einem Spezialflugzeug an der Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie beteiligen. Ein Airbus A310 MedEvac soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um 14.00 Uhr auf dem bayerischen Flughafen Memmingen landen und Schwerkranke nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen.

08.24 Uhr: Großbritannien - Wirkung der Impfung gegen neue Virusvariante muss geklärt werden

Der britische Verkehrsminister Grant Shapps sagt, die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante werde von Wissenschaftlern als die bislang bemerkenswerteste entdeckte Variante betrachtet. Es müsse festgestellt werden, ob sie Impfstoffe unwirksam mache oder nicht. Die Variante mit dem Namen B.1.1.529 habe ein Spike-Protein, das sich dramatisch von dem der ursprünglichen Variante unterscheide, gegen die Impfstoffe entwickelt seien. Shapps ergänzt, die Lehre aus Covid sei, dass rasches Handeln dringend nötig sei.

08.22 Uhr: Insider - Bundesregierung erklärt Südafrika zum Virusvariantengebiet

Deutschland wird Reuters-Informationen zufolge Südafrika und eventuell weitere Nachbarländer am Freitag zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung soll nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus dem Gesundheitsministerium in der Nacht in Kraft treten. Grund ist eine in Südafrika aufgetretene neue Corona-Virus-Variante. Fluggesellschaften dürfen dann nur noch Deutsche nach Deutschland zurückbefördern. Auch Geimpfte müssen dann nach ihrer Einreise 14 Tage in Quarantäne.

"Wir waren, sind und bleiben bei der Einreise vorsichtig", betonte Gesundheitsminister Jens Spahn. "Diese neu entdeckte Variante besorgt uns. Daher handeln wir hier pro-aktiv und frühzeitig. Das letzte, was uns jetzt noch fehlt, ist eine eingeschleppte neue Variante, die noch mehr Probleme macht."

08.04 Uhr: Baerbock - Womöglich bedarf es zusätzlicher "pauschaler" Maßnahmen

Grünen-Co-Chefin Annalena Baerbock hält laut "Spiegel" weder einen weiteren Lockdown noch die Einführung der allgemeinen Impfpflicht für ausgeschlossen. "Ich schließe nicht aus, dass es weiterer Schritte bedarf, womöglich pauschaler", sagt Baerbock dem Nachrichtenmagazin zufolge auf die Frage, ob sie einen weiteren Lockdown ausschließe. "Deswegen ist es so wichtig, die nächsten Tage zu nutzen, um sich ein ehrliches Bild zu machen." Auch eine allgemeine Impfpflicht schlössen die Grünen nicht aus, sagt Baerbock weiter. "Aber akut hilft sie nicht, die vierte Welle zu verlangsamen."

07.35 Uhr: Neue Corona-Variante schickt Ölpreis auf Talfahrt

Aus Furcht vor einer nachlassenden Nachfrage ziehen sich Anleger aus dem Rohölmarkt zurück. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 2,5 Prozent auf 80,14 Dollar je Barrel. Die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante schüre Spekulationen auf neuen Pandemie-Beschränkungen, sagt Analyst Kelvin Wong vom Brokerhaus CMC Markets. Parallel dazu prognostiziert ein Beratergremium der Opec wegen der Freigabe strategischer Reserven durch die USA und andere Staaten für die kommenden Monate ein Überangebot.

07.51 Uhr: Kanzleramtschef Braun rechnet mit Flugunterbrechungen nach Südafrika

Der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) fordert eine rasche Reaktion auf die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante. "Ich rechne damit, dass wir die Flugkontakte ins südliche Afrika unterbrechen müssen", sagt er in der ARD. Die neue Virusvariante mache ihm große Sorgen. "Die Wissenschaftler sind alle hoch alarmiert."

07.33 Uhr: Esken schließt Lockdown im Winter nicht aus

SPD-Co-Chefin Saskia Esken plädiert nicht für einen Lockdown im Winter, schließt ihn aber auch nicht aus. Jetzt müssten die 2G- und 2Gplus-Regeln angewandt und vor allem kontrolliert werden, sagt sie in der ARD. "Wir sind der Auffassung, dass geimpfte Menschen, die jetzt in den letzten Monaten alles richtig gemacht haben, die sich haben impfen lassen und sich um einen Booster-Termin bemühen, dass wir die nicht in einen Lockdown schicken können, um eben vor allem Ungeimpfte zu schützen." Auf die Frage, ob sie sagen könne, dass es keinen kurzen harten Winter-Lockdown geben könne, sagt Esken: "Ich würde heute, Stand heute und auch schon gestern und vorgestern nichts ausschließen, was wir in die Hand nehmen müssen, welche Instrumente wir in die Hand nehmen müssen, um diese Welle zu brechen."

07.21 Uhr: Indien intensiviert Touristen-Testungen wegen neuer Virusvariante

Auch Indien reagiert auf die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante: Internationale Reisende aus Südafrika und anderen Ländern sollen konsequent getestet und geprüft werden, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Hintergrund seien Berichte über die neue Virusvariante mit dem Namen B.1.1.529, der eine hohe Zahl von Mutationen zugeschrieben werde.

07.08 Uhr: Japan verschärft Kontrolle von Einreisenden aus Südafrika

In Japan hat die Regierung eine Verschärfung der Grenzkontrollen für Einreisende aus Südafrika und fünf andere afrikanische Länder beschlossen, wie die Nachrichtenagentur Jiji meldet. Hintergrund sei die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante.

06.51 Uhr: Wissing - Bundesländer müssen nun Kontaktbeschränkungen beschließen

FDP-Generalsekretär Volker Wissing ruft die Bundesländer zu raschem Handeln auf. Sie müssten die wichtigsten Kontaktbeschränkungen so schnell wie möglich umsetzen, sagt er im Deutschlandfunk. Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz könnten viel schärfere Maßnahmen zur Anwendung kommen, betont Wissing. Diese Möglichkeiten müssten nun ausgeschöpft werden. Die Länder dürften nicht nur nach Berlin schauen "wie in einer Schockstarre". Wissing fordert zugleich, die noch amtierende Bundesregierung müsse nun entscheiden, wie auf die in Südafrika entdeckte neue Coronavirus-Variante zu reagieren sei. Dazu gehörten auch Maßnahmen im Flugverkehr.

05.45 Uhr: Fast 260 Millionen Corona-Infektion weltweit

Die Zahl der Corona-Infektionen weltweit liegt derzeit bei 259,61 Millionen Fällen, mehr als 5,4 Millionen Menschen sind im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorbenen. Das geht aus einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten hervor. Seit dem Auftreten der ersten Fälle in China im Dezember 2019 wurden Infektionen in mehr als 210 Ländern und Territorien gemeldet.

05.36 Uhr: RKI: Mehr als 76.400 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 438,2

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 76.414 neue Positiv-Tests binnen 24 Stunden. Das sind 23.444 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche, als 52.970 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 438,2 von 419,7 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die Zahl der in Deutschland im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorbenen Menschen ist mit 357 weiteren Todesfällen binnen eines Tages auf 100.476 gestiegen. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 5,65 Millionen Corona-Tests positiv aus.

03.45 Uhr: Apothekerverband - Hausärzte erhalten weniger Pfizer/Biontech-Dosen als bestellt

Hausärzte werden in der nächsten Woche vermutlich nur die Hälfte der von ihnen bestellten Impfstoffe von Pfizer und Biontech erhalten. "Es sieht so aus, dass die Ärzte nur knapp 50 Prozent der vorbestellten Biontech-Impfstoffe in der nächsten Woche bekommen, teilweise sogar weniger als die ursprünglich garantierten 30 Impfdosen", sagt Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" einem Vorabbericht zufolge. Das liege vermutlich daran, dass bei Arztpraxen zugunsten der Impfzentren und öffentlichen Impfteams gespart werde. Sofern die Hausärzte Moderna-Impfstoff bestellt hätten, würden sie diesen aber in vollem Umfang bekommen: "3,9 Millionen bestellte Moderna-Dosen werden ungekürzt ausgeliefert werden können", so Preis.

03.09 Uhr: DKG-Chef - "Können fast jeden dritten Patienten im Regelsystem nicht versorgen"

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, hat auf konkrete Auswirkungen auf Patienten und Krankenhäuser wegen der mangelnden Impfbereitschaft von Millionen von ungeimpften Bürgern aufmerksam gemacht. "Die Folgen für die Patientinnen und Patienten jenseits der Pandemie sind ebenso dramatisch wie tragisch. 75 Prozent aller Krankenhausstandorte mit Intensivstationen melden heute einen nur noch eingeschränkten Betrieb. Konkret heißt das, dass wir wie im Januar 2021 erneut fast jeden dritten Patienten im Regelsystem nicht versorgen können", schrieb Gaß am Freitag in einem Autorenbeitrag für die Düsseldorfer "Rheinische Post" einem Vorabbericht zufolge.

Man werde rund 20 Prozent weniger Darmkrebs-Operationen durchführen können und etwa 7 Prozent weniger Operationen bei Frauen mit Brustkrebs. Die Situation, auf eine Warteliste gesetzt zu werden, sei für jeden einzelnen Krebspatienten psychisch und körperlich schwer zu ertragen, so Gaß. "Jeder vierte Patient, der für eine orthopädische Operation vorgesehen war, muss erneut viele Monate auf die schmerzlindernde Behandlung warten", erklärte der DKG-Vorstandsvorsitzende. Er warnte auch vor fatalen Auswirkungen der hohen Klinikauslastung für Notfallpatienten: "Es werden mehr Menschen in dieser Notfallsituation sterben, als dies normalerweise der Fall ist, und es werden mehr Menschen lebenslang schwere Folgeschäden zum Beispiel bei einem Schlaganfall davontragen, als dies bei einer schnellen Therapie sein müsste."

02.09 Uhr: Ökonom: Impfverweigerer an Behandlungskosten beteiligen

Angesichts der Impfverweigerung in Teilen der Bevölkerung plädiert der Düsseldorfer Ökonomie-Professor Justus Haucap dafür, freiwillig Ungeimpfte mit finanziellem Druck zum Umdenken zu bewegen. Es sei ökonomisch betrachtet sinnvoll, Impfverweigerer an ihren Covid-Behandlungskosten zu beteiligen, schreibt der Professor für Wettbewerbsökonomie an der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität in einem Beitrag für die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post". "Wenn die Entscheidung für oder gegen die Impfung Privatsache bleiben soll, dann sollten auch die finanziellen Konsequenzen Privatsache sein", erklärte Haucap. Dieses Prinzip sei schließlich auch aus anderen Lebensbereichen bekannt. Denkbar sei auch, für freiwillig Ungeimpfte wegen des viel höheren Infektionsrisikos sofort einen Zuschlag zum Krankenversicherungsbeitrag zu erheben. Leider wirke der Griff in die Geldbörse oft besser als alle Appelle.

01.48 Uhr: WHO: Eine halbe Million Menschen in Europa durch Corona-Impfung gerettet

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die Corona-Impfungen allein in Europa mindestens einer halben Million Menschen das Leben gerettet haben. Das in Kopenhagen ansässige Europa-Büro der WHO veröffentlichte am Donnerstag einen Bericht, wonach allein in der Altersgruppe über 60 in rund 30 europäischen Ländern seit Beginn der Impfkampagne insgesamt 470.000 Menschenleben gerettet wurden. Die Altersgruppe unter 60 wird in der Schätzung nicht berücksichtigt. Die von der WHO veröffentlichte Erhebung greift auf die Daten von mehr als der Hälfte der 53 Länder der Europa-Region zurück. Basierend auf diesen Zahlen geht die WHO davon aus, dass in England fast 160.000 Menschenleben gerettet wurden, in Frankreich rund 39.000. Für 20 Länder der Region lagen für die Erhebung keine Daten vor, darunter Deutschland, die Niederlande, Russland und die Türkei.

01.45 Uhr: Tschechischer Präsident Zeman hat Corona

Die Vereidigung der neuen Regierung in Tschechien dürfte sich weiter verzögern. Eigentlich hätte Präsident Milos Zeman am Freitag Petr Fiala als neuen Regierungschef vereidigen sollen. Doch am Donnerstag wurde er nach einem positiven Corona-Test ins Krankenhaus eingeliefert - das er erst Stunden zuvor nach einer mehrwöchigen Behandlung wegen einer anderen Erkrankung verlassen hatte. Zemans Büro teilte am Abend mit, der 77-Jährige müsse seine öffentlichen Termine verschieben. Die Vereidigung Fialas hatte sich schon wegen der vorherigen stationären Behandlung Zemans verzögert. Wann sie stattfinden würde, blieb zunächst unklar.

01.30 Uhr: Ärzteverband appelliert an Solidarität aller Bürger

Der Ärzteverband Marburger Bund hat angesichts der kritischen Lage in vielen Kliniken alle Bürger eindringlich dazu aufgerufen, eine weitere Corona-Ausbreitung abzuwenden. Es gelte, dieser verhängnisvollen Entwicklung Einhalt zu gebieten – durch «praktizierte Solidarität mit den Mitmenschen» und mit denen, die in den Krankenhäusern Patienten versorgten und zunehmend an das Ende ihrer Kräfte gelangten, heißt es in einem Appell des Verbands. Auf Intensivstationen in Regionen mit den höchsten Inzidenzen sinke die Zahl freier Betten durch stetige Zunahme von Covid-19-Patienten. Schon jetzt drohten Patienten Schaden zu erleiden, die ebenfalls schwer erkrankt oder verletzt seien und eine Intensivbehandlung benötigten. "Wir alle dürfen dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen. Gemeinsam können wir die vierte Welle brechen", erklärte der Marburger Bund.

01.30 Uhr: Weltärztebund - "Bereiten uns auf eine Triage vor"

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt angesichts der stark steigenden Corona-Infektionen vor einer dramatischen Situation in deutschen Kliniken. "Wir alle bereiten uns auf eine Triage vor", sagt Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe einbem Vorabbericht zufolge. Wenn eine Triage-Entscheidung nicht vermieden werden könne, dann werde jeder Patient unabhängig von seiner Herkunft, seiner Religion oder auch der Frage, ob er geimpft sei oder nicht, betrachtet. Sie tritt dann ein, wenn Ärzte im Notfall entscheiden müssten, welcher Patient den Vorzug bekomme, wenn die Intensivkapaziäten nicht mehr für alle reichten. "Es zählt dann vor allem die klinische Erfolgsaussicht", erklärt Montgomery. Um die Kliniken zu entlasten, sollten Patienten auch in andere europäische Länder mit besseren Kapazitäten verlegt werden.

Freitag, 26. November 2021

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