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Corona: Die Ereignisse vom 16. bis 22. November | BR24

© dpa/pa, Robin Utrecht

Corona-Teströhrchen im Labor

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    Corona: Die Ereignisse vom 16. bis 22. November

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 16. bis 22. November.

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    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 22. November 2020

    22.30 Uhr: Impfstoff laut Medienbericht vor Zulassung in Großbritannien

    Wie die britische Zeitung "Telegraph" unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, stehe der Corona-Impfstoff des Mainzer Biotechunternehmens BioNTech und des US-Pharmakonzerns Pfizer in Großbritannien kurz vor seiner Zulassung. Der Nationale Gesundheitsdienst NHS sei angewiesen worden, sich für eine Verabreichung ab dem 1. Dezember bereitzuhalten. Das Gesundheitsministerium in London allerdings hat sich noch nicht dazu geäußert, ab wann mit Impfungen zu rechnen ist.

    21.01 Uhr: Krankenhäuser überfüllt: Thessaloniki baut Zelte auf

    Nachdem in der griechischen Stadt Thessaloniki die Infektionszahlen in die Höhe schnellen, droht ein Engpass in den Kliniken. Viele Krankenhäuser sind bereits überfüllt. Das griechische Militär hat deswegen mit dem Aufbau von Zelten zur Patientenversorgung begonnen. So soll Platz für 50 zusätzliche Krankenhausbetten geschaffen werden. Seit Anfang November ist die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle in Griechenland stark gestiegen. Am Samstag registrierten die Behörden 2.311 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, die meisten davon in Thessaloniki und Athen.

    20.51 Uhr: Südtirol: fast 3.200 Infektionen bei Massentests entdeckt

    Drei Tage lang sind in der Bevölkerung der norditalienischen Provinz Südtirol Massen-Tests auf das Sars-CoV-2-Virus in der Bevölkerung durchgeführt worden. 343.000 Bürger ließen sich testen. Dabei sind 3.185 Infektionen festgestellt worden. Die Landesregierung verspricht sich von den Massentests die Feststellung unentdeckter Infektionen, um dadurch die zweite Corona-Welle besser managen zu können. Landeshauptmann Arno Kompatscher hofft nach eigener Aussage, auf diese Weise den Lockdown verkürzen zu können.

    20.30 Uhr: Spanien will 13.000 Impfstationen einrichten

    Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat erklärt, er wolle 13.000 Impfstationen gegen Sars-CoV-2 im ganzen Land einrichten. Am Dienstag werde er den entsprechenden nationalen Impfplan der Öffentlichkeit vorstellen, so der Regierungschef in einem Fernsehinterview. "Unser Land wird zusammen mit Deutschland das erste der Europäischen Union sein, das über einen kompletten Impfplan verfügt", so Sánchez. Mit mehr als 1,5 Millionen Corona-Infektionen und mehr als 42.600 Todesfällen im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 gilt Spanien als das am stärksten von der Pandemie betroffene Land in Europa.

    20.00 Uhr: Weiteres Mitglied der britischen Royals Corona-positiv

    Wie ein Sprecher des britischen Königshauses gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) in London bestätigte, ist Prinzessin Michael of Kent mit dem Coronavirs infiziert. Sie sei "seit drei Wochen in Isolation im Kensington-Palast", so ihr Sprecher Simon Astaire. Auch der Ehemann der Prinzessin befinde sich vorsichtshalber in Quarantäne, sei jedoch symptomfrei. Die 75-jährige Prinzessin hat nach Angaben britischer Medien hohes Fieber und ein Erschöpfungssyndrom. Zuvor waren bereits Prinz Charles und Prinz William infiziert.

    19.30 Uhr: Notschlachtung: Coronavirus bei Nerzen in Frankreich

    Zum ersten Mal ist bei Tieren in einer französischen Nerzfarm in der nordfranzösischen Region Eure-et-Loir das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Das teilten die französischen Ministerien für Landwirtschaft, Gesundheit und Umwelt am Sonntag mit. Demnach haben die Behörden die Notschlachtung aller tausend Nerze angeordnet. Zudem werden Produkte aus den Fellen der Tiere vernichtet. Das Coronavirus wurde bereits bei Nerzen in den Niederlanden, Schweden, Italien und den USA nachgewiesen. In Dänemark war sogar eine mutierte Form des Virus in Nerzen gefunden worden, die als besonders gefährlich gilt. Die dänische Regierung hatte daher kürzlich die Tötung aller Tiere im Land angeordnet.

    18.30 Uhr: Olaf Scholz plant 2021 mit 160 Milliarden neuer Schulden

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz plant für das kommende Jahr mindestens 160 Milliarden Euro an neuen Schulden ein, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) unter Berufung auf eine Vorlage des Bundesfinanzministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestages berichtet. Im Etatentwurf Ende September war Scholz noch von einer Nettokreditaufnahme von 96 Milliarden Euro ausgegangen. Unter anderem werden die Mehrkosten zum Beispiel durch nun 37,5 Milliarden Euro mehr an Unternehmenshilfen für kleine und mittelständische Betriebe verursacht, sowie durch finanzielle Hilfen für Krankenhäuser und durch einen "Zuschuss zur zentralen Beschaffung" eines Impfstoffes in Höhe von knapp 2,7 Milliarden Euro. Das bedeute aber, dass die Bundesregierung bei den bisherigen Neuverschuldungs-Plänen bleibt. Es würden 2020 und 2021 zusammen etwas mehr als 300 Milliarden Euro an Neuschulden aufgenommen, erklärte Scholz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Bundeskanzlerin nach dem virtuellen G20-Gipfel.

    17.58 Uhr: Michael Kretschmer fordert fixe Regeln bis März

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat für fixe Corona-Regeln bis ins Frühjahr 2021 hinein geworben, um eine längerfristige Perspektive zu schaffen. "Wir wollen erreichen, dass wir jetzt nicht einen Zeitraum von beispielsweise 14 Tagen in den Blick nehmen, sondern wirklich bis zum März denken und sagen, wie kommen wir über die Zeit, wie müssen die Hilfen aussehen für die Unternehmen für die Gastronomen für die Hotellerie und unter welchen Umständen können wir dann auch wieder von Lockerungen reden", so Kretschmer im Interview mit dem "Handelsblatt". Der Freistaat Sachsen werde daher festlegen, "was sind die Größenordnungen an Infizierten, wo wir sagen können: jetzt geht's wieder los mit Kultur und Gastronomie", so Kretschmer. Derzeit seien die Zahlen dafür noch "viel zu hoch", so der sächsische Ministerpräsident. Grundsätzlich aber seien sich die Regierungschefs darin einig, dass "wir nur die Einschränkungen machen wollen und auch dürfen, die wirklich angezeigt sind", so Kretschmer.

    17.35 Uhr: Lockdown im Advent?

    Einige Tage vor dem nächsten Treffen der deutschen Länderchefs mit Bundeskanzlerin Merkel über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie ist eine mögliche Verlängerung des Teil-Lockdowns im Gespräch. Man sei sich "einig, dass schon viel erreicht" sei, "aber nicht genug", sagte Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller der Deutschen Presse-Agentur . Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sprachen sich bereits jetzt schon dafür aus, die aktuellen Beschränkungen bis in den Dezember hinein fortzusetzen.

    "Um ein schönes Weihnachten verbringen zu können", so CSU-Chef Söder gegenüber "Bild am Sonntag", "müssen wir den Lockdown verlängern und sicher auch vertiefen". Ein längerer Lockdown jetzt sei besser als "eine komplette Ausgangsbeschränkung über Weihnachten".

    Ähnlich beurteilt Olaf Scholz die Lage. "Alles spricht dafür, dass die aktuellen Beschränkungen über den 30. November hinaus noch eine Zeit lang fortgesetzt werden müssen", sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag". Der Bundesfinanzminister machte zugleich deutlich, dass er die im November gezahlten Hilfen für Unternehmen dann auch auf den Dezember ausweiten wolle.

    16.12 Uhr: USA rechnen mit Impfungen Mitte Dezember

    Die USA wollen bereits Mitte Dezember mit den ersten Corona-Impfungen beginnen. "Unser Plan ist es, die Impfstoffe binnen 24 Stunden nach der Zulassung an die Impfzentren liefern zu können", sagte der Leiter der Impfstoff-Arbeitsgruppe der US-Regierung, Moncef Slaoui, dem Sender CNN am Sonntag.

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA wird Medienberichten zufolge zwischen dem 8. und dem 10. Dezember über die Zulassung von Corona-Impfstoffen entscheiden. Die Pharma-Unternehmen Pfizer und Biontech beantragten am Freitag bei der FDA eine Notfallzulassung ihres Impfstoffs, nachdem die Impfstoffkandidaten bereits eine Wirksamkeit von mindestens 95 Prozent aufweisen. Die USA haben bereits hunderte Millionen Dosen des Pfizer-Biontech-Impfstoffs vorbestellt.

    15.01 Uhr: Neuer Vorschlag Spahns für die Schulen

    In der Debatte über Corona-Infektionen bei Schülern hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Vorfeld der Bund-Länder-Beratungen am kommenden Mittwoch ein neues Konzept vorgeschlagen, um die Schließung ganzer Schulen zu verhindern. Für die Kinder und ihre Eltern sei es sehr wichtig, dass Schulen und Kitas offen blieben, so Spahn gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Bei Infektionsfällen solle nach Spahns Vorstellung sofort die gesamte betroffene Klasse zuhause isoliert werden. Nach negativen Schnelltests am fünften Tag könnten die Schüler wieder zurückkehren. Die Länderregierungschefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werden am Mittwoch darüber beraten.

    Jörg Timm, Direktor des virologischen Instituts am Universitätsklinikum Düsseldorf, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (F.A.S.), er halte die bisherige Haltung der Länder, wonach Schulen keine Treiber der Pandemie seien, "für nicht mehr haltbar". Kinder ab zwölf Jahren seien "ansteckungsfähig wie Erwachsene". Daher spielten Schulkinder "definitiv eine Rolle".

    14.03 Uhr: Lockdown-Proteste in Regensburg

    Gegner der aktuellen Corona-Beschränkungen demonstrieren nach der großen Kundgebung der "Querdenken"-Initiative am vergangenen Wochenende auch heute Nachmittag wieder in Regensburg. Geplant war zunächst unter anderem ein Zug vom Dultplatz über die Donaustaufer Straße und die Nibelungenbrücke bis zur Friedenstraße. Dieser soll um 14 Uhr auch starten, allerdings von der Reinhausener Brücke, wie der BR soeben erfahren hat.

    Nach Angaben der Stadt vom Freitag sind für den Zug höchsten 50 Teilnehmer genehmigt, die Abstand halten sollen und denen die Versammlungsleiter auch empfehlen sollen, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Schon vergangene Woche wurden eine Reihe von Gegenkundgebungen angekündigt, die in der Umgebung des Dultplatzes stattfinden sollen. Allerdings sind in allen Fällen auch hier die Teilnehmerzahlen beschränkt. Die Polizei ist dennoch mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Um 16 Uhr soll es dann noch einmal eine größere Kundgebung der Maßnahmengegner auf dem Dultplatz geben, zu der laut einer Polizeisprecherin 200 Menschen zugelassen sind.

    13.20 Uhr: Protestzug gegen Corona-Politik in Berlin gestartet

    Der Protestzug gegen die Corona-Politik am Sonntag in Berlin ist mit einigen hundert Teilnehmern gestartet. Angemeldet waren um die 5.000 Demonstranten. Eine Polizeisprecherin sagte, es seien weit weniger Teilnehmer. Die Demonstranten, die in Prenzlauer Berg starteten, hielten sich ihr zufolge weitgehend an die Maskenpflicht. Vereinzelt seien Strafanzeigen geschrieben worden. Bei vorgezeigten Attesten, die von der Maskenpflicht befreien sollen, habe es den Verdacht gegeben, dass sie nicht echt seien, sagte die Sprecherin der Polizei. Die Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen wird als "Schweigemarsch" bezeichnet. An der Strecke standen immer wieder lärmende Menschen mit Kochtöpfen, die den Aufzug stören wollten. Rund 600 Polizisten begleiten an diesem Sonntag die Versammlung gegen die Corona-Politik sowie Gegendemonstrationen.

    13.10 Uhr: Müller: Maßnahmen können noch nicht aufgehoben werden

    Der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller (SPD), hat eine Verlängerung des Teil-Lockdowns über Ende November hinaus in Aussicht gestellt. Die Vertreter der Länder stimmen sich an diesem Wochenende über ein gemeinsames Vorgehen in der Corona-Pandemie ab. "Wir sind uns einig, dass schon viel erreicht wurde, aber nicht genug. Zwar konnte das exponentielle Wachstum ausgebremst werden, aber die Infektionszahlen sind weiterhin zu hoch", sagte Berlins Regierender Bürgermeister der Nachrichtenagentur dpa. "Vor diesem Hintergrund ist es aktuell nicht vorstellbar, dass wir die zuvor beschlossenen Maßnahmen nun schon aufheben können. Wie lange wir verlängern müssen und wie genau wir das ausgestalten, wird gerade untereinander besprochen. Wir sind auf einem guten Weg, so dass wir bis Mittwoch eine Beschlussvorlage erarbeitet haben, über die Bund und Länder dann noch einmal gemeinsam beraten."

    13.00 Uhr: Nur 25.000 vollausgebildete Intensivpflegekräfte

    In Deutschlands Kliniken gibt es nach einem Bericht der "Augsburger Allgemeinen" weniger vollausgebildete Intensivpflegekräfte als Intensivbetten. In Zahlen bedeute dies, dass auf 25.000 Pflegende knapp 28.000 Betten kämen, schrieb das Blatt mit Verweis auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Kordula Schulz-Asche. Bei 24-Stunden-Betreuung an sieben Tagen die Woche käme bei Vollbelegung demnach im Schnitt maximal eine Vollzeitkraft auf fünf Intensivbetten. Pflegeexpertin Schulz-Asche nannte die geringe Zahl an Fachpflegekräften eines der größten Risiken in der Corona-Pandemie. "Der jahrelange, bekannte Mangel besonders an Pflegefachkräften droht uns nun in der Pandemiebekämpfung an die Belastungsgrenzen des Gesundheitssystems zu bringen", sagte sie der Zeitung. Sie forderte, eine wissenschaftliche Personalbemessung für die Pflege im Krankenhaus einzuführen, die sich am Pflegebedarf ausrichte.

    12.55 Uhr: Regierung will neues Konzept für kriselnden Luftverkehr

    Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge ein neues Konzept für den in der Corona-Krise schwer gebeutelten Luftverkehr entwickeln. Ziel sei es, dass die Branche mit dem Ostergeschäft 2021 wieder Geld verdiene, berichtete das "Handelsblatt" vorab unter Berufung auf Regierungskreise. Dazu wolle das Bundesverkehrsministerium mit dem Innen- und das Wirtschaftsressort sowie dem Auswärtigen Amt Anfang Dezember erstmals beraten. Gemeinsam mit Bundesländern und Luftverkehrsverbänden solle eine Strategie entwickelt werden, mit der sich der Luftverkehr zügig wieder erholen könne. Ziel sei es, mit anderen Staaten sogenannte "sichere Korridore" zu definieren, um Langstreckenflüge wieder zu ermöglichen und die Einreisebeschränkungen aufzuheben. Auch könnten Quarantäneregeln zugunsten von Testkonzepten ersetzt werden. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hatte jüngst ein Rettungspaket von rund einer Milliarde Euro in Aussicht gestellt - etwa für den Hauptstadtflughafen BER, die Flughäfen der Länder sowie die Deutsche Flugsicherung.

    12.50 Uhr: Krematorium in Neu Delhi nimmt weitere Öfen in Betrieb

    Neu Delhis größtes Krematorium nimmt angesichts der vielen Corona-Toten in der indischen Hauptstadt zusätzliche Öfen und Scheiterhaufen zur Einäscherung der Leichen in Betrieb. "Zuvor haben wir täglich acht bis neun Covid-Patienten bekommen, jetzt sind es bis zu 22 jeden Tag", sagte am Sonntag der Sprecher des Nigambodh-Ghat-Krematoriums, Ashok Rawak. Einen Mangel an Anlagen zur Verbrennung der Toten gab es demnach aber nicht. Von Montag an sollen drei zusätzliche Öfen und 13 Scheiterhaufen operieren, wie es hieß. Etwa 80 Prozent der 1,3 Milliarden Inder sind Hindus und äschern ihre Toten ein. In Indien zählt die Millionenmetropole Neu Delhi zu einem der Epizentren der Pandemie. Seit Ende Oktober werden Behördenangaben zufolge in Verbindung mit dem Coronavirus pro Tag im Durchschnitt etwa 5.000 Neuinfektionen und rund 100 Tote registriert. Die Metropolregion um die Hauptstadt verzeichnete auch nach Behördenangaben vom Sonntag mit 111 Toten binnen 24 Stunden den landesweit höchsten Wert.

    12.30 Uhr: Premier Johnson will Corona-Regeln zu Weihnachten lockern

    Das Weihnachtsfest im Kreise der Liebsten ist Berichten zufolge für viele Briten trotz Corona-Pandemie gesichert. Zwischen dem 22. und 28. Dezember wolle Premier Boris Johnson hierfür einige Vorschriften lockern, schrieb der "Telegraph" am Sonntag. Details zu neuen Corona-Maßnahmen wird Johnson am Montag bekanntgeben. In Umfragen hatten viele Briten erklärt, sie würden Pandemie-Regeln brechen, um ihre Angehörigen an Weihnachten doch besuchen zu können. Nach einem Bericht des Senders Sky News sollen über Weihnachten auch die Kirchen offen sein und Besuche von Pubs und Restaurants unter bestimmten Auflagen ermöglicht werden. Bis Anfang Dezember gibt es in England noch einen Teil-Lockdown. In der Zeit gelten sehr strikte Kontaktbeschränkungen und die meisten Geschäfte sind geschlossen. Schulen und Universitäten sind hingegen geöffnet. Danach wird laut Downing Street wieder das dreistufiges System gelten, in dem unterschiedlich scharfe Maßnahmen greifen.

    12.15 Uhr: Berliner Silvesterparty wohl ohne Publikum

    Die traditionelle Silvesterparty vor dem Brandenburger Tor in Berlin steht wegen der Corona-Pandemie vor der Absage. Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) sagte der "Berliner Morgenpost": "Es wird keine Riesenpartys und Familientreffen geben können. Sonst droht uns die nächste Infektionswelle im Februar." Die Silvesterparty zog in den vergangenen Jahren jeweils mehrere Hunderttausend Menschen an. Die Veranstalter haben "die größte offizielle Silvesterparty Deutschlands" bisher nicht abgesagt. Auf der Internetseite wird lediglich darauf hingewiesen, dass das geplante Konzept eine Anmeldung zur Party verlange. Laut "Berliner Morgenpost" hatten die Veranstalter zuletzt gehofft, mit der offiziell noch zulässigen Höchstzahl von 5.000 Menschen am Brandenburger Tor feiern zu können. Inzwischen sei nur noch ein Geisterkonzert ohne Publikum geplant, das vom ZDF übertragen wird.

    12.00 Uhr: Schnelltests für Schüler nach Fällen in Klasse

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schlägt zur Eindämmung von Corona in Schulen den Einsatz von Schnelltests vor. Bei Auftreten eines Infektionsfalls solle umgehend die betroffene Klasse in die häusliche Isolation geschickt werden, sagte der CDU-Politiker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland laut Vorabbericht. "Nach negativen Schnelltests am fünften Tag könnten die Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule zurückkehren." Ob das aus Sicht der Länder vor Ort umsetzbar sei, müsse am Mittwoch besprochen werden, sagte der Minister mit Blick auf die geplanten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. Es gelte, pragmatische Lösungen zu finden und die Schließung ganzer Schulen zu verhindern.

    11.50 Uhr: Startenor Jonas Kaufmann gewinnt Corona-Krise auch Positives ab

    Auf die Stimme von Startenor Jonas Kaufmann hat sich die Corona-Pandemie nach seinen eigenen Worten positiv ausgewirkt. "Interessanterweise hört sie sich durch Corona wieder ausgeruht und frischer an", sagte Kaufmann (51) der "Welt am Sonntag". "Die Pause ist wie eine Verjüngungskur. Meine Stimme ist heller, strahlfähiger geworden." Die Pandemie habe seine rastlose Karriere ausgebremst, die Zeit habe er zur Reflexion genutzt: "Muss ich alles, wirklich alles jetzt machen, oder gibt es vielleicht Rollen, die ich auch noch später gemütlich singen kann?" Sein neues Zauberwort heiße Spontaneität, so der Tenor.

    11.15 Uhr: Einige tausend Infizierte bei Massentest in Südtirol

    Bei einem dreitägigen Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol haben einige tausend Menschen von ihrer Infektion erfahren. Bis Sonntagvormittag hatten in der kleinen Alpen-Provinz fast 270.000 Bürger und Bürgerinnen einen kostenlosen Abstrich machen lassen. Wie die Behörden im Internet mitteilten, erhielten bis 10.00 Uhr insgesamt 2.626 Teilnehmer (1 Prozent) ein positives Corona-Resultat. Die zentrale Phase der freiwilligen Reihenuntersuchung lief bis Sonntagabend. Danach war geplant, dass die Südtiroler noch für weitere 72 Stunden bei Ärzten und an einigen anderen Orten an der Aktion teilnehmen können. Die Landesregierung will damit die zweite Corona-Welle schneller brechen: Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden.

    11.05 Uhr: Macron stellt Lockerung des Lockdowns in Aussicht

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stellt angesichts sinkender Corona-Infektionen eine schrittweise Lockerung der seit 30. Oktober geltenden Kontaktbeschränkungen in Aussicht. "Es geht darum, die Regeln für den Lockdown anzupassen, wenn sich die gesundheitliche Lage verbessert", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal dem "Journal Du Dimanche", der für Dienstag eine Rede Macrons zur aktuellen Pandemie-Situation ankündigte. Gleichzeitig müsse ein erneutes Aufflammen der Epidemie vermieden werden. Dazu wolle Macron eine Perspektive für die kommenden Wochen aufzeigen - "insbesondere dazu, wie wir unsere Strategie anpassen".

    10.50 Uhr: Mehrheit der Unternehmen bricht die Nachfrage weg

    Wegen der Corona-Pandemie bricht einer Umfrage zufolge mehr als jedem zweiten deutschen Unternehmen die Nachfrage weg. Insgesamt rechnen mehr als zwei Drittel der Firmen für 2020 mit einem Umsatzrückgang, wie eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter mehr als 13.000 Unternehmen aller Branchen und Regionen ergab. Gekürzte Investitionsbudgets drückten in vielen Weltregionen die Nachfrage auch nach deutschen Produkten, erklärte der Verband. Doch auch im Inland komme es zu Ausfällen. Im Gastgewerbe, in der Reisewirtschaft und in der Kultur- und Kreativbranche beklagten demnach mehr als 90 Prozent der Betriebe Umsatzrückgänge. Im Kfz-Handel und in der Industrie seien es etwa 70 Prozent - auch wegen stornierter Aufträge und Engpässen bei Zulieferprodukten. Fast jedes zweite Unternehmen müsse als Reaktion auf die Krise Investitionen streichen oder verschieben, fast ein Viertel Personal abbauen.

    10.40 Uhr: Drei Schweizer Weltcup-Skirennfahrer mit Coronavirus infiziert

    Die Schweizer Skirennfahrer Loic Meillard, Marco Odermatt und Justin Murisier haben sich mit den Coronavirus infiziert und werden in der Quarantäne die nächsten Rennen verpassen. Meillard und Odermatt gehören zu den besten Technikern im Weltcup und hatten in der vorigen Saison auch Rennen gewonnen. Nach Angaben des Schweizer Verbandes vom Wochenende haben die drei Athleten "leichte bis gar keine Erkältungssymptome". Sie können beim Parallel-Slalom am nächsten Freitag in Lech/Zürs nicht starten. Die anderen Rennfahrer des Teams gaben negative Tests ab, wie es weiter hieß.

    10.35: Bayerns Uni-Kliniken seien gerüstet für einen Corona-Winter

    Wissenschaftsmister Bernd Sibler (CSU) sieht die sechs bayerischen Universitätskliniken angesichts hoher Infektionszahlen für die medizinische Versorgung von an COVID-19 erkrankten Patientinnen und Patienten gut gerüstet. Im Hinblick auf den kommenden Winter sagte Sibler, sei man für die Behandlung weiterer Patientinnen und Patienten vorbereitet. An den Universitätsklinika in Augsburg, Erlangen, München (LMU und TUM), Regensburg und Würzburg gibt es demnach momentan rund 850 Intensivbetten, davon rund 650 mit Beatmungsmöglichkeit. Falls es nötig werde, könnten die Universitätskliniken ihre Intensivkapazitäten kurzfristig bis auf 1.000 Betten erhöhen, so der Wissenschaftsminister in einer Mitteilung. Forschungsprojekte zu SARS-CoV-2 etwa zur Übertragung und Ausbreitung, zu Behandlungsmöglichkeiten und Impfstoffen fördert der Freistaat mit 15 Millionen Euro.

    10.20 Uhr: Hip-Hopper Smudo zieht Zuversicht und Verständnis aus Corona-Zeit

    Rapper Smudo hat es während der Corona-Krise im Frühjahr genossen, nicht dauernd unterwegs zu sein. "Ich habe auch wie viele da draußen gelernt, dass man gar nicht für alles raus muss." Er sei sich aber auch seiner privilegierten Situation bewusst. "Klar habe ich ein Polster und kann überwintern. Aber ich kenne Leute, denen geht es richtig beschissen. Ich verstehe, dass die auch eine Wut kriegen." Der Rapper hofft, dass sich auch gute Dinge aus der Krise mitnehmen lassen. "Ich glaube, viele der Sachen, die dann gelernt sind, wenn wir das in ein, zwei Jahren hinter uns gebracht haben, werden in der Gesellschaft bleiben, weil sie auch sehr nützlich und gut sind", so der 52-Jährige.

    10.10 Uhr: Merz kritisiert Ausgestaltung der Corona-Novemberhilfen

    Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat Finanzminister Olaf Scholz (SPD) einen "Schnellschuss" bei den Novemberhilfen für Wirtschaftsbranchen im Teil-Lockdown vorgeworfen. "Da muss nachgearbeitet werden." Ihn überzeugten die Hilfen in der gegenwärtigen Form nicht. Die Bundesregierung hatte Zuschüsse etwa für Gastronomiebetriebe sowie Solo-Selbstständige wie Künstler zugesagt, die von behördlich angeordneten Schließungen wegen der Corona-Pandemie betroffen sind. Es sollen Zuschüsse bis 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 gewährt werden. "Der Umsatz ist aber der unschärfste Maßstab für einen Schadenersatz oder für den Verdienstausfall. Umsatz und Ertrag sind eben zwei verschiedene Dinge. Es ist jedenfalls ein Schnellschuss, der der Lage und den Notwendigkeiten nicht gerecht wird", so Merz.

    09.50 Uhr: Bayern liefert den Millionsten Antigen-Schnelltest aus

    Die Bayerische Staatsregierung hat bereits mehr als eine Million Antigen-Schnelltests im Kampf gegen die Corona-Pandemie an die Landkreise und kreisfreien Städte geliefert. Ingesamt würden mit den Schnelltests 96 Landkreise und kreisfreie Städte versorgt, so Bayerns Gesundheitsministerin Huml. Die Schnelltests der Firmen Roche, Abbott und Siemens Healthcare werden in wöchentlichen Intervallen geliefert. Die Menge hat seit Beginn der Lieferungen Mitte Oktober kontinuierlich zugenommen und liegt aktuell bei 500.000 Tests pro Woche. Die Annahme, Erfassung und Verteilung auf kleinere Liefertranchen für die jeweiligen Kreisverwaltungsbehörden übernimmt das Technische Hilfswerk (THW), das auch die umgehende landesweite Verteilung übernimmt.

    09.00 Uhr: Brandenburgs Regierungschef für Planungssicherheit

    Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke pocht in der Corona-Krise auf Regeln mit längerer Gültigkeit. "Wir müssen den Unternehmen und den Menschen im Land eine gewisse Planungssicherheit geben", sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur KNA. Woidke versprach, mehr Verlässlichkeit geben zu wollen, zum Beispiel auch dahingehend, dass die Schulen offen blieben. "Das alles gleichzeitig zu erreichen, wird nicht leicht", schränkte der Regierungschef ein und versicherte dabei: "Wir machen uns das nicht leicht. Die Probleme der Menschen sind uns bewusst. Vielen drückt es auf die Seele." Das Ringen um den besten Weg führe am Ende oft zu genau den richtigen Maßnahmen. "Es hilft nichts, mit Schnellschüssen zu agieren und sie dann wieder zurückzunehmen." Man habe im November schon einen Erfolg zu verzeichnen, da das exponentielle Wachstum gestoppt werden konnte. "Aber die Zahlen sind weiterhin noch viel zu hoch", warnte der SPD-Politiker.

    08.45 Uhr: WHO-Experte warnt vor dritter Welle in Europa

    Ein Covid-19-Experte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt die europäischen Regierungen vor einer dritten Welle. "Sie haben es versäumt, die notwendige Infrastruktur in den Sommermonaten aufzubauen, nachdem sie die erste Welle unter Kontrolle gebracht hatten", sagte David Nabarro von der WHO in einem Interview mit Schweizer Zeitungen. "Jetzt ist die zweite Welle da. Wenn sie nicht jetzt die notwendige Infrastruktur aufbauen, werden wir Anfang kommenden Jahres eine dritte Welle haben."

    08.35 Uhr: Kinderpsychiater sieht Persönlichkeitsentwicklung durch Corona nicht nachhaltig gestört

    Die Corona-Pandemie zeigt nach Erkenntnissen von Psychiatern bislang geringere Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen als befürchtet. "Es gibt aktuell keine Anhaltspunkte, dass sich in der psychischen Entwicklung der jungen Menschen etwas nachhaltig verändern könnte", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Michael Kölch. Trotz der Pandemie, die nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche oftmals lästig, oft aber auch belastend sei, finde die normale geistige Entwicklung weiter statt. Der Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Unimedizin Rostock warnte auch davor, über mögliche Langzeitfolgen zu spekulieren. Das wäre wissenschaftlich nicht haltbar.

    08.15 Uhr: Angst vor einsamen Corona-Weihnachten in deutscher Bevölkerung festzustellen

    Die Corona-Krise beeinflusst auch die Sorgen der Bevölkerung mit Blick auf Weihnachten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) unter rund 1.000 Menschen in Deutschland. Mehr als die Hälfte der von Forsa Befragten (54 Prozent) bedrückt die Angst, dass ein Familienmitglied die Feiertage im Bett oder gar in einer Klinik verbringen muss - sei es wegen Covid-19 oder einer anderen Krankheit. 41 Prozent befürchten, das Fest wegen der Pandemie im kleinen Kreis oder sogar allein feiern zu müssen. Fast jeder Vierte (23 Prozent) sorgt sich, über die Feiertage nicht verreisen zu können. In einer vergleichbaren Umfrage vor zwei Jahren hatten 44 Prozent Angst vor Krankheit an Weihnachten, nach Einsamkeit oder Reisen wurde damals nicht gefragt.

    07.25 Uhr: Bundesmillionen für Lehrerlaptops können bald fließen

    Die 500 Millionen Euro des Bundes zur Anschaffung von Dienstlaptops für Lehrer können nach Angaben von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) bald fließen. Mit den Bundesländern sei nun die dafür notwendige Verwaltungsvereinbarung getroffen worden. Diese muss jeweils in den Ländern unterschrieben werden, dann von der Bundesbildungsministerin, bevor die Mittel freigegeben werden können. Das komplizierte Verfahren hängt mit dem deutschen Föderalismus zusammen. Für Bildung und ihre Schulen sind die Länder jeweils selbst zuständig. Der Bund darf eigentlich nicht mitreden und nicht einfach Geld zuschießen, weshalb solche Bund-Länder-Vereinbarungen nötig werden.

    07.15 Uhr: Lambrecht hält Priorisierung bei Impfungen für rechtssicher

    Justizministerin Christine Lambrecht hält es rechtlich für unproblematisch, wenn einige Menschen erst später gegen das Coronavirus geimpft werden als andere. "Es geht bei der Verteilung des Impfstoffs darum, dass solche Entscheidungen nach nachvollziehbaren und sachgerechten Kriterien getroffen werden", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Es sei absolut nachvollziehbar, wenn Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger sowie besonders gefährdete Menschen in Pflegeheimen zuerst drankämen, da es derzeit darum gehe, ob das Gesundheitssystem durchhalte.

    "Ich denke, eine solche Entscheidung wird auch gerichtsfest sein", sagte die SPD-Politikerin. Ob es einzelne Klagen geben werde, könne sie nicht einschätzen, sagte Lambrecht. Sie gehe aber davon aus, dass die Auswahlentscheidung einer gerichtlichen Überprüfung standhalten werde. Eine Verpflichtung zur Impfung schloss die Justizministerin aus. "Eine Impfpflicht wird es bei der Corona-Schutzimpfung nicht geben", betonte sie. Eine solche würde aus ihrer Sicht stark in Grundrechte eingreifen, vor allem in das Recht auf körperliche Unversehrtheit. "Einen solchen Schritt will hier niemand gehen", sagte Lambrecht.

    07.05 Uhr: Söder und Scholz deuten längeren Teil-Lockdown an

    Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte der "Bild am Sonntag, es spreche alles dafür, "dass die aktuellen Beschränkungen über den 30. November hinaus noch eine Zeit lang fortgesetzt werden müssen." Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stimmte dem zu, auch "um ein schönes Weihnachten verbringen zu können, müssen wir den Lockdown verlängern und sicher auch vertiefen." Einen Grenzwert, ab dem die Maßnahmen wieder zurückgefahren werden könnten, gab Söder jedoch auch an. Diese müssten "mindestens so lange, bis wir wieder den Inzidenzwert von 50 erreicht haben" erhalten werden. Gemeint sind 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

    07.00 Uhr: Günther für infektionsabhängige Corona-Maßnahmen in Ländern

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind aus Sicht des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther bundesweit einheitliche Regeln unabdingbar. "Das bedeutet aber nicht, dass jedes Land die gleichen Maßnahmen ergreifen muss", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur im Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am nächsten Mittwoch. Dies hänge von den Infektionszahlen ab. Schleswig-Holstein bewege sich bei den Infektionszahlen auf einem deutlich niedrigeren Niveau als Deutschland insgesamt, betonte Günther.

    06.50 Uhr: Experten rechnen mit stärkerem Winterblues

    In der Corona-Pandemie mit ihren Beschränkungen dürften die Menschen mehr als sonst unter Winterblues und Winterdepressionen leiden. Ärzte in China hätten schon in der ersten Phase der Pandemie häufiger Ängste, Depressionen und Schlafstörungen festgestellt, eine österreichische Studie gehe gar von einer Verfünffachung der depressiven Störungen aus, sagt Detlef Dietrich, Ärztlicher Direktor und leitender Arzt der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Burghof-Klinik in Rinteln. "Depressive leiden deutlich stärker", betont er. Ängste, allgemeines Stressgefühl und Depressionen hätten in der Krise "signifikant zugenommen", vor allem jüngere Menschen zwischen 20 und 50 Jahren seien betroffen. Grund sei vermutlich, dass sie unter der Mehrfachbelastung litten, sich um Kinder und Eltern kümmern zu müssen: "Es ist zu vermuten, dass solche Belastungen insgesamt die Zahl depressiv Erkrankter ansteigen lassen."

    05.30 Uhr: Mehr als 15.500 Neuinfektionen in Deutschland

    In Deutschland steigt die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen um 15.741 auf 918.269, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche sind das demnach 1206 Infektionen weniger. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 16.947 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut aktuellem RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,07 (Vortag: 1,05). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

    03.25 Uhr: US-Behörde erteilt Corona-Mittel von Regeneron Notfallzulassung

    Die US-Behörden haben dem Biotech-Unternehmen Regeneron eine Notfallzulassung für sein Mittel gegen Corona-Infektionen erteilt. Der experimentelle Antikörper-Cocktail REGN-COV2 der US-Firma könne dazu beitragen, einen Krankenhausaufenthalt von Corona-Patienten zu verhindern, und dadurch das Gesundheitssystem entlasten, erklärte Stephen Hahn von der US-Arzneimittelbehörde FDA. Mit dem Mittel war US-Präsident Donald Trump bei seiner Covid-19-Erkrankung Anfang Oktober behandelt worden. Kurz darauf beantragte Regeneron bei der FDA die Erlaubnis zum Einsatz seines Medikaments bei Covid-19-Patienten mit leichten und mittelschweren Symptomen.

    03.15 Uhr: England will nach Lockdown auf regionale Maßnahmen setzen

    Der britische Premierminister Boris Johnson will den Corona-Lockdown in England nicht verlängern. Die Restriktionen liefen am 2. Dezember nach vier Wochen aus, teilte Downing Street mit. Der Premier werde dies am Montag verkünden und einen Drei-Stufen-Plan für Corona-Beschränkungen auf regionaler Ebene vorstellen. Der Lockdown der vergangenen Wochen habe "geholfen, das Virus wieder unter Kontrolle zu bringen" und den Druck auf den Nationalen Gesundheitsdienst NHS zu verringern, hieß es von der Regierung in London. In den vergangenen Wochen mussten nicht dringend notwendige Geschäfte in England schließen. Die Menschen sollten ihr Zuhause nur noch für das Nötigste verlassen. Nach dem Ende des Lockdown plant die Regierung, die Zahl der Gebiete mit strengeren Vorkehrungen zu erhöhen, um die durch den Lockdown erzielten Fortschritte in der Pandemie-Bekämpfung zu sichern. Der Plan soll heute in einer Kabinettssitzung besprochen und morgen dem Parlament vorgelegt werden. Am Donnerstag werde dann mitgeteilt, "welche Stufe der Restriktionen in jeder Region gilt", hieß es in der Mitteilung. Die Regierung will für England auch Empfehlungen abgeben, unter welchen Umständen Familienfeiern zu Weihnachten stattfinden sollten.

    02.05 Uhr: GEW für kostenlose Masken für Schüler und Lehrkräfte

    Die Bildungsgewerkschaft GEW hat zum Schutz gegen Corona-Infektionen im Unterricht kostenlose Alltagsmasken für Schüler und Lehrer ins Gespräch gebracht. Auf Wunsch sollten Lehrkräfte auch die sichereren FFP2-Schutzmasken erhalten, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Es ist Aufgabe des Arbeitgebers, für die notwendigen Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen der Beschäftigten, aber auch der Kinder und Jugendlichen zu sorgen." Sie bekräftigte zudem die Forderung ihrer Gewerkschaft nach Wechselunterricht, also einer Teilung der Klassen und einem Wechsel von Präsenzunterricht in der Schule und Distanzunterricht zuhause.

    Samstag, 21. November 2020

    21.19 Uhr: G20 sichern ärmeren Staaten faire Verteilung von Corona-Impfstoffen zu

    Die G20-Staats- und Regierungschefs sichern ärmeren Ländern den Zugang zu Corona-Impfstoffen, Medikamenten und Tests zu. In einem Entwurf für die am Sonntag geplante Abschlusserklärung des derzeit laufenden Gipfeltreffens der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer heißt es, die Gruppe werde keine Mühen scheuen, dass alle Menschen einen "bezahlbaren und gerechten" Zugang zu den Mitteln bekämen.

    Mehrere Teilnehmer des zweitägigen virtuellen Treffens hatten dies am Samstag gefordert, so auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    20.37 Uhr: Portugal kündigt Reiseverbote und Schulschließungen an

    Portugal schränkt die Bewegungsfreiheit seiner Bürger weiter ein. An den beiden nächsten langen Wochenenden dürfen die Portugiesen ihre Wohnbezirke bis auf wenige Ausnahmen nicht verlassen. Ende November und in der ersten Dezemberwoche werden außerdem die Schulen geschlossen. Unter anderem wird auch an den Arbeitsplätzen die Maskenpflicht eingeführt.

    Gestern schon hat das Land den Ausnahmezustand vorerst bis zum 7. Dezember verlängert. Am Donnerstag hatte Portugal mit fast 7.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Höchstwert gemeldet.

    18.40 Uhr: WHO-Chef Tedros fordert faire Verteilung von Corona-Impfstoffen

    Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat die G20-Staaten aufgefordert, weltweit eine "faire Verteilung" der Corona-Impfstoffe zu gewährleisten. Dies sei die Voraussetzung zur Eindämmung der Pandemie und für eine schnellere Erholung der Weltwirtschaft, sagte Tedros am Samstag in der Videoschalte der Staats- und Regierungschefs beim G20-Gipfel.

    Den Ländern der G20, die zwei Drittel der Weltbevölkerung und 80 Prozent der globalen Wirtschaft repräsentierten, komme dabei besondere Verantwortung zu, sagte er dem von der WHO verbreiteten Redetext zufolge.

    18.20 Uhr: G20-Gipfel thematisiert Impfstoffe für Entwicklungsländer

    Die Präsidenten Chinas und Russlands sowie führende EU-Vertreter haben Entwicklungsländern Zugang zu Corona-Impfstoffen angeboten. In Reden auf einem virtuellen G20-Gipfel betonten mehrere Redner am Samstag die Notwendigkeit, in der Krise global zusammenzuarbeiten. "Um die Pandemie einzudämmen, muss der Zugang zur Impfung für jedes Land möglich und bezahlbar sein. Dazu reichen die bisher zugesagten Mittel noch nicht aus", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    18.11 Uhr: Trauernde nähern sich trotz Virus Leichnam von serbischem Patriarchen

    In der serbbischen Hauptstadt Belgrad haben sich Trauernde bei der Ehrerweisung für den an Covid-19 verstorbenen Patriarchen der serbisch-orthodoxen Kirche, Irinej, nicht an vorbeugende Maßnahmen gegen das Coronavirus gehalten. Viele Gläubige trugen keine Masken oder hielten in der Kathedrale von Belgrad keinen ausreichenden Abstand zueinander. Einige küssten die Glasscheibe, die den Leichnam des Patriarchen bedeckte. Der 90-jährige Irinej war am Freitag gestorben, nachdem er sich das Virus zugezogen hatte.

    17.41 Uhr: Merkel wirbt bei G20 für Impfstoff-Initiative Covax und WHO

    Bundeskanzlerin Merkel hat beim G20-Gipfel für die Unterstützung der internationalen Impfstoff-Initiative Covax und eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Kampf gegen Corona geworben. "Wenn wir weltweit zusammenstehen, können wir das Virus und seine Folgen beherrschen und überwinden. Dafür lohnt sich auch mehr Anstrengung", sagte Merkel in einer vorab aufgezeichneten Videobotschaft beim virtuellen Gipfel führender Wirtschaftsmächte unter Leitung Saudi-Arabiens.

    Eine globale Herausforderung wie die Corona-Pandemie könne "nur mit einer globalen Kraftanstrengung überwunden werden", sagte Merkel, die im Kanzleramt in Berlin gemeinsam mit Finanzminister Scholz (SPD) zu den Beratungen geschaltet war.

    17.37 Uhr: Zu Corona-Massentest in Südtirol kamen schon über 200.000 Teilnehmer

    Am Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol haben bisher mehr als 210 000 Menschen teilgenommen. Der Andrang auf die Teststationen in der kleinen Alpen-Provinz blieb damit auch am zweiten Tag groß. Wie die Behörden im Internet weiter mitteilten, erhielten bis 16 Uhr insgesamt 2305 Menschen (1,1 Prozent) ein positives Corona-Resultat bei ihrem Abstrich. Die zentrale Phase der Reihenuntersuchung auf das Virus Sars-CoV-2 läuft bis zum Sonntagabend.

    17.31 Uhr: Italien und Großbritannien melden weniger Neuinfektionen und Todesfälle

    Aus den besonders hart von der Pandemie betroffenen Ländern Großbritannien und Italien werden niedrigere Daten zu Neuinfektionen und Todesfällen als zuletzt gemeldet. Großbritannien berichtet von 19.875 neuen Ansteckungen und 341 weiteren Todesfällen nach 20.252 und 511 am Freitag. Italien meldet 34.757 Neuinfektionen und 692 Todesfälle. Am Freitag waren es 37.242 Ansteckungen und 699 Tote.

    17.24 Uhr: China will Kooperation bei Impfstoffen ausbauen

    Im Kampf gegen die Pandemie will der chinesische Staats- und Parteichef Xi die Kooperation Chinas mit anderen Ländern bei der Forschung, Entwicklung, Produktion und Verteilung von Impfstoffen gegen das Coronavirus verstärken. Auf dem Gipfel der großen Industrienationen (G20) sagte Xi, China wolle Entwicklungsländer unterstützen, indem Impfstoffe als "öffentliches Gut" zugänglich und erschwinglich werden.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) müsse gestärkt werden. Die G20-Gruppe müsse auch die WHO unterstützen, die Mittel für eine gerechte Verteilung der Impfstoffe bereitzustellen. Xi schlug ferner die Schaffung von Mechanismen für die gegenseitige Anerkennung von "Gesundheitscodes" vor. Diese sollten auf Testergebnissen und universell anerkannten, maschinenlesbaren Strichcodes (QR-Codes) basieren.

    17.16 Uhr: Aiwanger plädiert für Erlaubnis für Restaurantbesuche zu Weihnachten

    Die Freien Wähler haben vor einem "Endlos-Lockdown" gewarnt und eine wissenschaftliche Überprüfung der Infektionsschutzmaßnahmen zur Corona-Bekämpfung gefordert. Statt den Teil-Lockdown über den 30. November hinaus "ohne Perspektive nur basierend auf der 50er-Inzidenz endlos zu verlängern", sollte es bald eine "Öffnung nach Augenmaß" geben, forderten sie bei ihrer Bundesvorstandssitzung in Koblenz.

    Der Parteichef und bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sagte, "An Weihnachten sollen Familien zum Essen gehen können." Wenn der Gastronomie das Dezembergeschäft entzogen würde, müssten die Steuerzahler wieder zweistellige Milliardensummen als Hilfen bezahlen, sagte er weiter. Das müssten die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten auch abwägen, wenn am Mittwoch über das weitere Vorgehen beraten.

    16.51 Uhr: Lettland verzeichnet Höchststand bei Neuinfektionen

    In Lettland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen mit 642 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht. Damit habe es seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr über 12.700 erfasste Fälle in dem baltischen EU-Land gegeben, teilte die  Gesundheitsbehörde in Riga mit. In dem Ostseestaat starben nach offiziellen Daten bislang 163 Menschen in Verbindung mit dem Virus.

    Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern war von der ersten Corona-Welle im Frühjahr nur wenig betroffen, registrierte im Herbst aber einen rasanten Anstieg der Infektionsraten.

    16.42 Uhr: Von der Leyen fordert bei G20-Gipfel mehr Geld für Kampf gegen Corona

    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat beim G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsnationen eine stärkere finanzielle Unterstützung der globalen Initiative zur Bewältigung der Corona-Pandemie gefordert. Von der Leyen rief dazu auf, bis Jahresende umgerechnet weitere 3,8 Milliarden Euro für die Koordinationsplattform ACT Accelerator bereitzustellen. Es gehe darum, weltweit Corona-Tests, Behandlungen und Impfungen zu ermöglichen. "Wir müssen globale Solidarität zeigen", so von der Leyen.

    Von der Leyen wies in der Videoschalte mit den Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten zudem darauf hin, dass sie im kommenden Jahr mit dem italienischen Ministerpräsidenten Conte einen Weltgesundheitsgipfel organisieren wolle. Er werde Teil der italienischen G20-Präsidentschaft sein. "Wir werden die Lehren aus der Krise diskutieren, um die Menschheit künftig besser vor Pandemien zu schützen", erklärte von der Leyen.

    16.25 Uhr: Pandemie schlägt auf Wirtschaft in Nigeria und Südafrika durch

    Nigeria bekommt die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus-Ausbruchs zu spüren. Die größte Volkswirtschaft Afrikas rutschte im dritten Quartal in die Rezession. Dem Land machen neben der Pandemie auch die niedrigen Ölpreise zu schaffen.

    Südafrika musste unterdessen einen Rückschlag an den internationalen Finanzmärkten hinnehmen. Die Ratingagenturen Fitch und Moody's stuften die Bonität, die zuvor bereits Ramsch-Status hatte, weiter herab. Dem am stärksten industrialisierten Land des Kontinents brechen in der Pandemie die Steuereinnahmen weg, während die Ausgaben im Kampf gegen das Virus und dessen wirtschaftliche Folgen steigen.

    16.00 Uhr: Altmaier dringt auf Entscheidung zu Corona-Maßnahmen

    Kurz vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen über weitere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie warnt Wirtschaftsminister Altmaier vor einer erneuten Vertagung. Im Deutschlandfunk sagte Altmaier, man brauche jetzt mutige Entscheidungen, die Wirtschaft und alle Beteiligten wollten Klarheit.

    Ziel müsse sein, ein Weihnachtsfest zu feiern, das diesem Anspruch nahekomme, wenn auch in bescheidenem Rahmen. Das aber sei nur zu schaffen, wenn die Infektionszahlen in den nächsten Wochen nachhaltig gesenkt würden. "Und das bedeutet, dass wir uns eine weitere Vertagung einfach nicht leisten können", so Altmaier wörtlich.

    Bund und Länder hatten sich bei ihren letzten Gesprächen darauf verständigt, am kommenden Mittwoch über den Kurs bis zum Jahresende zu entscheiden.

    15.35 Uhr: Putin will Impfstoff "Sputnik V" anderen Ländern zur Verfügung stellen

    Russland will seinen Impfstoff "Sputnik V" laut Präsident Putin auch anderen Ländern, die ihn benötigen, zur Verfügung stellen. Beim digitalen G20-Gipfel sagte der Kreml-Chef, Russland, das bereits an einer zweiten und dritten Vakzine arbeite, betrachte die Schaffung einer Palette von Impfstoffen als gemeinsames Ziel. Moskau hatte mit "Sputnik V" bereits im August als weltweit erstes Land einen Corona-Impfstoff zugelassen und damit Kritik von Experten auf sich gezogen, da er erst weniger als zwei Monate an Menschen getestet worden war. Jüngsten Angaben zufolge soll er eine 92-prozentige Wirksamkeit zeigen.

    15.15 Uhr: Altmaier stellt weitere Wirtschaftshilfen bei Corona-Maßnahmen in Aussicht

    Bundeswirtschaftsminister Altmaier stellt im Fall einer Verlängerung und Verschärfung von Beschränkungen im Kampf gegen die Pandemie weitere Wirtschaftshilfen in Aussicht. Als Wirtschaftsminister stehe er dafür ein, den Betroffenen dann auch ein akzeptables Hilfsangebot zu machen, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk laut Vorabbericht. Altmaier ließ demnach offen, ob die November-Hilfen eins zu eins auch im Dezember gewährt würden. Dies könne erst nach den Bund-Länder-Beschlüssen am kommenden Mittwoch geklärt werden. Aber es werde so sein, dass wir niemanden im Regen stehen ließen, so Altmaier.

    15.09 Uhr: Saudi-Arabien mahnt bei G20-Gipfel gemeinsamen Kampf gegen Corona an

    Der saudische König Salman fordert zum Auftakt des virtuellen G20-Gipfels eine gleichberechtigte Verteilung von Corona-Impfstoffen und -Medikamenten. Die Mittel müssten für alle erschwinglich sein, betont er. Den G20 gehören die führenden Industrie- und Schwellenländer an.

    14.59 Uhr: Dänische Nerzfarm-Besitzer protestieren gegen Massen-Keulungen

    Hunderte dänische Nerzfarm-Besitzer sind zum Protest gegen die von der Regierung veranlasste Massenkeulung der Pelztiere mit Traktoren durch Kopenhagen und Aarhus gefahren. Etwa 850 Traktor-Besitzer hätten sich zu den Demonstrationen angemeldet, meldete die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Organisatoren.

    Die dänische Regierung hatte Anfang November mitgeteilt, dass alle Pelztiere im Land getötet werden sollen, weil das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich bereits auf den Menschen übertragen habe. Es handelt sich insgesamt um etwa 15 bis 17 Millionen Nerze. Etwa neun Millionen davon wurden den Angaben nach bislang gekeult.

    14.56 Uhr: Neue Corona-Beschränkungen im Iran zunächst missachtet

    Im Iran sind neue Beschränkungen des öffentlichen Lebens laut Medienberichten zunächst missachtet worden. Das iranische Staatsfernsehen verbreitete Bilder von vollen Straßen in der Hauptstadt Teheran, die halbamtliche Nachrichtenagentur ISNA veröffentlichte Fotos von überfüllten Metro-Zügen. Später zeigt das Staatsfernsehen dann aber weitgehend leere Straßen und geschlossene Geschäfte.

    Die Teheraner Führung hat in 160 Städten mit hohem Corona-Risiko die Schließung von nicht absolut notwendigen Unternehmen sowie Verkehrseinschränkungen angeordnet. Präsident Ruhani erklärte, die auf 14 Tage ausgelegten Maßnahmen könnten verlängert werden, wenn sie nicht den gewünschten Erfolg zeigten. Der Iran kämpft bereits mit der dritten Corona-Welle.

    14.28 Uhr: Zahl der Neu-Infizierten in Bayern sinkt leicht

    Im Freistaat haben sich seit gestern 4.176 Menschen neu mit dem Corona-Virus angesteckt. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mitgeteilt. Im Vergleich zum Vortag sank damit die Zahl der Neuansteckungen, gestern waren es noch 4.650.

    Die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden ist gestiegen. Seit gestern sind 46 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben, tags zuvor hatte das LGL 39 Tote gemeldet.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern aktuell bei 172,88. Bayernweit am höchsten ist der Inzidenzwert in Passau mit 327,63 und im Landkreis Freyung-Grafenau mit 320,31. Den mit Abstand niedrigsten Wert verzeichnet Kulmbach mit 44,71.

    14.18 Uhr: Hof schließt Grundschule wegen Corona-Ausbruch

    Weil die Hofer Grundschule Krötenbruck wiederholt von dem Coronavirus betroffen ist, hat die Schulleitung die Einrichtung vorübergehend geschlossen. Wie das Landratsamt mitteilt, seien zwei weitere Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bereits in den vergangenen Tagen war bekanntgeworden, dass sich ein Schüler sowie eine Lehrkraft mit Covid-19 infiziert hatte. Deshalb wurden 43 Kinder als enge Kontaktpersonen eingestuft. Sie befinden sich in Quarantäne und sollen am Montag getestet werden.

    14.13 Uhr: Marx empfiehlt "kreative Pause" während Corona-Einschränkungen

    Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sollten die Kirche und die Menschen nach Auffassung von Kardinal Reinhard Marx als "kreative Pause" nutzen. Marx sagte einer Mitteilung zufolge bei einem Gottesdienst im Freisinger Dom, man müsse Heimat und Geborgenheit zusammenbringen mit Wagnis, der Neugier auf Neues und Aufbruch.

    Die Pandemie habe den Menschen gezeigt, dass sie aufeinander achten müssen und dass sie in Familie, Schule oder am Arbeitsplatz in ein großes Gemeinwesen eingebunden seien. Die "Zurückgeworfenheit auf das eigene Leben" sei manchmal schmerzhaft und habe gegenüber der Hektik und Betriebsamkeit das modernen Lebens ein "unfreiwilliges Stoppschild" gesetzt, so der Erzbischof von München und Freising weiter.

    13.30 Uhr: Mehrere private Feiern in Oberbayern wegen Corona-Auflagen aufgelöst

    In Oberbayern hat die Polizei am Freitagabend mehrere private Feiern aufgelöst und 32 Menschen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Aufgrund der aktuellen Corona-Auflagen dürfen sich nur Menschen aus zwei Hausständen treffen, Feiern im öffentlichen Raum sind untersagt. In einer Unterführung in Burghausen (Landkreis Altötting) trafen sich den Angaben zufolge 16 Jugendliche. Wie die Polizei mitteilte, hielten sie sich nicht an die Abstandsregeln. 15 von ihnen wurden angezeigt.

    Sechs Jugendliche trafen sich in einem Park in Bad Reichenhall (Landkreis Berchtesgadener Land). Auch sie wurden angezeigt.

    Eine private Feier in Waldkraiburg (Landkreis Mühldorf am Inn) mit elf Menschen aus verschiedenen Hausständen führte zu einem weiteren Einsatz. Als die Party von der Polizei aufgelöst wurde, sind zwei 20-Jährige laut Polizeiangaben über den Balkon geflüchtet. Dabei sei ein Balkondach kaputt gegangen. Kurze Zeit später sei die Feier von vier Beteiligten fortgesetzt und erneut aufgelöst worden, sagte ein Sprecher. In der Nähe stießen die Beamten auf fünf Menschen, die bei der Party zuvor bereits dabei waren. Aufgrund des wiederholten Treffens ist es laut einem Sprecher zu weiteren Anzeigen gekommen.

    13.25 Uhr: Großeinsatz der Polizei bei Demonstrationen in Leipzig

    In der Leipziger Innenstadt haben sich am Samstag zahlreiche Menschen versammelt, um gegen eine Kundgebung von Kritikern der Corona-Maßnahmen zu protestieren. Am Mittag kamen etwa mehrere Hundert Menschen auf dem Augustplatz zusammen. Aufgerufen hatte das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz", das an drei zentralen Orten der Stadt Kundgebungen angemeldet hat. Auf dem Kurt-Masur-Platz hatten Gegner der Corona-Politik eine Versammlung mit 250 Teilnehmern angemeldet. Zu Beginn am Mittag war der Platz jedoch noch weitgehend leer.

    13.20 Uhr: Neuer Corona-Fall bei Augsburg-Gegner Gladbach

    Kurz vor dem Anpfiff des Bundesligaspiels zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Augsburg ist ein weiterer Corona-Fall bei den Rheinländern bekannt geworden. Der Verein bestätigte am Samstag, dass Abwehrspieler Ramy Bensebaini betroffen sei. Der algerische Nationalspieler, der in der vergangenen Woche Länderspiele in Algerien und Simbabwe absolviert hatte, wurde positiv getestet und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Das Spiel gegen den FCA könne aber dennoch stattfinden.

    13.15 Uhr: Merz will Weihnachtsfeiern in Familien

    CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat Bund und Länder davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen über Weihnachten aufrechtzuerhalten. "Man kann doch wohl Mitte November schon sagen, dass Weihnachten in den Familien stattfinden kann", sagte Merz dem Berliner "Tagesspiegel" (Sonntag). "Das sollte nicht in Frage gestellt werden. Ich persönlich sage: Es geht den Staat auch nichts an, wie ich mit meiner Familie Weihnachten feiere." Skeptisch zeigte sich der frühere Unionsfraktionschef mit Blick auf Menschenansammlungen bei Silvesterpartys. "Auch was den Jahreswechsel betrifft, kann man doch jetzt auch einmal schon einen Ausblick geben: Silvesterpartys können wohl nicht stattfinden."

    12.15 Uhr: Saudi-Arabien warnt vor weiteren Folgen in Corona-Krise

    Kurz vor Beginn des diesjährigen G20-Gipfels hat Saudi-Arabien vor weiteren schweren Folgen für die Weltgemeinschaft in der Corona-Krise gewarnt. "Es wird am Ende von Covid-19 relative Gewinner und Verlierer geben", sagte der saudi-arabische Investitionsminister Chalid al-Falih in einer Diskussionsrunde am Samstag. Die Welt sei auf eine Pandemie des jetzigen Ausmaßes nicht vorbereitet gewesen. "Es gab keinen Mechanismus, um mit einer Krise dieses Maßstabes umzugehen", sagte Al-Falih. Die Staats- und Regierungschefs der G20 sollten am Samstag zum Beginn ihres zweitägigen Gipfeltreffens virtuell zusammenkommen. Eigentlich war der Gipfel in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad geplant, wegen der Pandemie findet er nun per Videoschalte statt. Gemeinsam repräsentieren die Mitglieder der G20 mehr als 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und zwei Drittel der Weltbevölkerung.

    12.05 Uhr: Regierungsbeauftragter: Tourismus ja - mit Wandel bei Reiseverhalten

    Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, erwartet nach der Corona-Pandemie einen grundlegenden Wandel beim Reiseverhalten. "Der Fokus wird insgesamt noch mehr auf Sicherheit liegen. Menschen werden eben dorthin reisen, wo es sicher ist." Mit Blick auf Deutschland sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium: "Hier haben wir aufgrund unserer sehr guten Tourismus-Infrastruktur einen Vorteil, der mich ausgesprochen zuversichtlich stimmt, dass das Reiseland Deutschland wieder zu den Gewinnern gehören wird."

    12.00 Uhr: 7-Tage-Inzidenz der Stadt Augsburg sinkt weiter

    In Augsburg haben sich vergangene Woche 807 Menschen mit Covid-19 angesteckt. Damit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 270 und ist so niedrig wie seit Anfang November nicht mehr. Am Freitag bestätigte das Gesundheitsamt zudem vier Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Die verstorbenen Personen waren in einem Alter von 77 bis 91 Jahren. Insgesamt sind in Augsburg seit Beginn der Pandemie 51 Personen an oder mit Corona verstorben, 1.778 Personen sind aktuell infiziert.

    11.50 Uhr: Großer Andrang beim Corona-Massentest in Südtirol

    In der norditalienischen Provinz Südtirol ist die Beteiligung der Bürger am freiwilligen Corona-Massentest groß. Seit Öffnung der Teststationen in der kleinen Alpen-Provinz ließen bis zum Samstagmorgen fast 140.000 Menschen einen Abstrich machen. Wie die Behörden im Internet weiter mitteilten, erhielten dabei bis 10.00 Uhr des zweiten Tages insgesamt 1.744 Menschen (1,3 Prozent) ein positives Corona-Resultat. Die Reihenuntersuchung auf das Virus Sars-CoV-2 läuft an knapp 200 Testpunkten bis zum Sonntagabend. Die Landesregierung will mit der Aktion unter dem Motto "Südtirol testet" die zweite Corona-Welle schneller brechen. Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden.

    11.35 Uhr: Kanzleramtschef dringt auf Vorsicht vor Weihnachten

    Kanzleramtschef Helge Braun mahnt inmitten der hohen Corona-Zahlen besondere Vorsicht vor Weihnachten an. "Es ist für mich nicht vorstellbar, dass die Großeltern an Weihnachten nicht mitfeiern", sagte Braun dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland": "Deswegen muss man besondere Sorgfalt walten lassen." Braun betonte den Zeitungen zufolge: "Wichtiger als die Anzahl der Menschen, die zusammenkommen, ist, dass man vorher seine Kontakte reduziert und darauf achtet, dass niemand Symptome hat." Die Maßgabe des Bundeskanzleramts, privat die Kontakte strikt zu reduzieren, sei ein Verhaltenshinweis, sagte er: "Es ist eine Art Winter-Knigge." Kontaktvermeidung klinge sehr abstrakt, der Hinweis, dass man Feiern, Treffen mit vielen Freunden und Reisen vermeiden soll, zeige, worauf es ankomme.

    11.30 Uhr: Paul-Ehrlich-Institut: Kein öffentlicher Druck auf Zulassung

    Das Paul-Ehrlich-Institut tritt Befürchtungen entgegen, dass die schnelle Entwicklung eines Impfstoffes gegen Covid-19 zu Lasten der Qualität gehen könnte. Präsident Klaus Cichutek sagte der Berliner "tageszeitung", die zuständigen Experten hätten jahrzehntelange Erfahrung bei präventiven Humanimpfstoffen. "Wir haben bei Herstellung und Qualität von Covid-19-Impfstoffen exakt die gleiche Vorgehensweise wie bei anderen Humanimpfstoffen", betonte er. Das Paul-Ehrlich-Institut ist in Deutschland für Impfstoffe verantwortlich und überwacht ihre Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit.

    11.25 Uhr: Strafe gegen Uruguays Fußballverband

    Nach 16 Corona-Fällen beim zweimaligen Fußball-Weltmeister Uruguay hat sich die Regierung des Landes eingeschaltet. Wie Gesundheitsminister Daniel Salinas via Twitter mitteilte, sei der nationale Fußballverband wegen Nichteinhaltung des vorgeschriebenen Corona-Hygieneprotokolls mit einer Geldstrafe von umgerechnet rund 12 600 Euro belegt worden.

    11.15 Uhr: Luftverkehr-Vereinbarung zwischen Singapur und Hongkong verschoben

    Hongkong und Singapur haben wegen einer Zunahme von Infektionen eine geplante Ankurbelung des Tourismus zwischen beiden Gebieten verschoben. Die Luftverkehr-Reisevereinbarung, die eigentlich am Sonntag hätte beginnen sollen, werde um mindestens zwei Wochen verschoben, teilte der Minister für Handel und wirtschaftliche Entwicklung in Hongkong, Edward Yau, bei einer Pressekonferenz mit. Hongkong meldete am Samstag 43 neue Coronavirus-Fälle, darunter 13 örtliche Fälle, die nicht nachverfolgt werden konnten. Nach der Vereinbarung hätten Besucher zwischen beiden Städten ohne Quarantäne reisen können, wenn sie sich vor und nach der Ankunft an ihrem Ziel einem Corona-Test unterziehen und mit bestimmten Flügen anreisen.

    11.10 Uhr: Inzwischen mehr als 60 Corona-Fälle in Seniorenwohnheim in Marktredwitz

    Im Seniorenwohnheim Siebenstern in Marktredwitz (Lkr. Wunsiedel) ist die Zahl der Corona-Fälle weiter angestiegen. Wie das Landratsamt in einem Schreiben mitteilt, seien insgesamt 61 Personen der Einrichtung positiv auf das Virus getestet worden. Neben 50 Bewohnern seien elf Mitarbeiter betroffen. Bereits am Mittwoch (18.11.20) war bekanntgeworden, dass in der Einrichtung 33 Bewohner sowie neun Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Der daraufhin eingeführte Besucherstopp gilt bis auf Weiteres. In dem Haus Siebenstern wohnen insgesamt 120 Menschen.

    11.05 Uhr: Polen lockert vor Weihnachten Corona-Schutzmaßnahmen für Einzelhandel

    Polen lockert in der Vorweihnachtszeit die Corona-Schutzmaßnahmen für den Einzelhandel. Unter Einhaltung strengster Hygieneauflagen dürften Geschäfte in Einkaufszentren vom 28. November an wieder öffnen, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Samstag in Warschau. Am 4. und 17. Dezember soll es außerdem zwei verkaufsoffene Sonntage geben. Es gehe um die Rettung von Millionen von Arbeitsplätzen, sagte Morawiecki. Anfang November hatte die Regierung die Schließung aller Geschäfte in Einkaufszentren verfügt - Ausnahmen galten für Lebensmittelläden, Drogerien und Apotheken. Restaurants, Bars sowie Fitnessstudios und Kultureinrichtungen bleiben bis nach Weihnachten geschlossen. Der landesweite Fernunterricht an allen Schulen wird bis zu den Feiertagen verlängert. Außerdem werden die Winterferien, die bislang ähnlich wie in Deutschland regional unterschiedlich verteilt waren, landesweit einheitlich für die Zeit vom 4. bis 17. Januar angesetzt.

    10.50 Uhr: Italien erhöht Corona-Finanzhilfen kurz vor Jahresende erneut

    Italiens Regierung will die Finanzhilfen für die von den Corona-Sperren besonders betroffenen Firmen etwa in Handel, Kultur und Gastronomie noch einmal aufstocken. Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete am Freitagabend ein Dekret, das rund zwei Milliarden Euro an Hilfen für den Rest des Jahres 2020 umfasst. In dem Mittelmeerland gelten seit Anfang November in sogenannten Roten Zonen strenge Ausgangsbeschränkungen. Außerdem ist dort ein Großteil der Geschäfte zu. Das neue Not-Paket sieht auch Hilfen zu Unterstützung armer Bürger und zum Kauf von Arzneimitteln zur Behandlung von Patienten mit Covid-19 vor.

    10.35 Uhr: Strenger Lockdown im Iran soll Anstieg der Corona-Fallzahlen stoppen

    Im Iran ist am Samstag ein strenger Lockdown in der Hauptstadt Teheran und mehr als 160 anderen Groß- und Kleinstädten eingeführt worden, um den drastischen Anstieg der Corona-Fallzahlen zu stoppen. Damit dürfen nur noch wenige Branchen ihre Arbeit ausüben. Auch Schulen, Universitäten und Basare wurden geschlossen. Zwei Drittel der Beamten im öffentlichen Dienst müssen nun von zu Hause aus arbeiten. Außerdem dürfen zwischen 21.00 Uhr abends und 4.00 Uhr früh außer Taxis keine Personenkraftwagen unterwegs sein. Die Einschränkungen sind zwar zunächst nur für zwei Wochen geplant. Sollten die Fallzahlen jedoch nicht sinken, müsste der Lockdown nach den Worten von Präsident Hassan Ruhani danach weiterlaufen. Um das zu vermeiden, müssten sich alle Bürger strikt an die Corona-Vorschriften halten. Auch Treffen mit Familien, Verwandten und Freunden sollten vermieden werden.  

    10.25 Uhr: Leipzig bereitet sich auf Demonstrationen vor

    Am Samstagvormittag haben in Leipzig die Vorbereitungen auf mehrere angekündigte Demonstrationen begonnen, zu denen einige tausend Teilnehmer erwartet werden. Seit acht Uhr gilt die Innenstadt als Kontrollbereich, wie ein Polizeisprecher sagte. Bis zum Abend können dort somit anlasslose Personenkontrollen stattfinden. Rund um den Augustusplatz und den Kurt-Masur-Platz stehen zudem Metallgitter bereit, die im Tagesverlauf errichtet werden sollen. Der Deutsche Journalistenverband in Sachsen begrüßte in den sozialen Netzwerken, dass Journalisten nach den jüngsten Übergriffen vor Ort Polizeischutz in Anspruch nehmen können. Für den Samstag sind an verschiedenen Orten in der Stadt Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik sowie Protestversammlungen dagegen angemeldet. Die Polizei rechnet mit Teilnehmerzahlen im vierstelligen Bereich.

    10.15 Uhr: Mehr als 195.000 Neuinfektionen in den USA

    In den USA hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Höchststand erreicht. Die Behörden meldeten am Freitag innerhalb von 24 Stunden 195.542 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervorging. Der bislang höchste Tageswert war erst am Vortag registriert worden und lag bei 187.833 Fällen. Am Mittwoch hatten die USA nach Angaben der JHU die Marke von einer Viertelmillion bei der Zahl der Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 254.400 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Am Freitag registrierten die Behörden 1.878 Tote in Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

    09.50 Uhr: Virologe Kekulé fordert Corona-Schnelltests zur privaten Nutzung

    Der Virologe Alexander Kekulé hat die schnellstmögliche Zulassung von Corona-Antigentests für die private Nutzung gefordert. Die Schnelltests für jedermann könnten viel Freiheit und Sicherheit bringen, sagte Kekulé der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Apotheken sollten Schnelltests rezeptfrei verkaufen dürfen, wenn sichergestellt ist, dass ausreichend Tests für Pflegeheime verfügbar sind, die diese Tests für Besucher brauchen." Warnungen, bei Rachenabstrichen von Laien würden Tausende von Infizierten womöglich unentdeckt bleiben, bezeichnete Kekulé wörtlich als "Quatsch". Ein Abstrich sei so einfach wie Zähneputzen. "Methodisch ist das Pipifax". Er selbst müsse sich mehrfach pro Woche abstreichen lassen. "Meine Erfahrung: So gut, wie die Profis das machen, so gut können das meine Kinder auch." Falsche Ergebnisse gebe es selbst in Kinderarztpraxen, wenn Ärzte oder Fachpersonal den Kampf mit widerspenstigen Patienten aufgäben. "Da ist’s für alle einfacher, wenn es die Eltern selbst machen." Wer sich den Selbsttest nicht zutraue, "sollte sich in jeder Apotheke schnelltesten lassen können", sagte der Professor der Universität Halle-Wittenberg.

    09.35 Uhr: Neue Panikkäufe von Toilettenpapier in den USA

    In den USA decken sich die Bürger wieder zunehmend mit Toilettenpapier ein. Einzelhändler wie Target und Kroger beschränken die Zahl ausgegebenen Rollen pro Kunde, Walmart meldet Engpässe. Der größte Hersteller des Landes, Procter & Gamble, lässt nach eigenen Angaben seine Fabriken rund um die Uhr laufen. Bis zum Freitagnachmittag galten in 22 der 50 Bundesstaaten Einschränkungen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

    09.20 Uhr: Gladbach-Coach Rose sehnt Rückkehr der Fans in Stadien herbei

    Borussia Mönchengladbachs Trainer Marco Rose sehnt "den Tag herbei, an dem wieder 50.000 und mehr Menschen in die Stadien strömen werden, sagte der 44-Jährige in einem "Sportbuzzer"-Interview. "Das sollte dann ein Tag sein, den man gemeinsam ausgelassen feiert und an dem es vielleicht gar nicht so darauf ankommt, welches Team als Sieger vom Platz geht. Gewonnen hätten dann endlich wieder alle Fußballfans und der Fußball per se." Für Rose ist es ein "Lichtblick, dass nun die ersten Impfstoffe entwickelt worden sind." Denn auch die Gladbacher sind von der Corona-Pandemie betroffen. Alassane Plea wurde positiv getestet und fehlt den Borussen am Samstag gegen den FC Augsburg. Rose selbst komme mit der Corona-Stuation "einigermaßen zurecht. Aber natürlich macht man sich Gedanken oder Sorgen um seine Eltern, und ich freue mich jedes Mal, wenn ich von ihnen höre, dass alles okay ist und es ihnen gut geht", sagte der gebürtige Leipziger.

    09.00 Uhr: Russland meldet 24.822, die Ukraine 14.580 Neuinfektionen

    Die Zahl der Neuansteckungen in Russland ist nach Angaben der Behörden um 24.822 gestiegen. 7.168 neue Fälle entfallen allein auf die Hauptstadt Moskau. Damit beträgt die Zahl der Infektionen in Russland insgesamt 2.064.748. Binnen 24 Stunden wurden den Behörden 467 neue Todesfälle gemeldet. Damit stieg diese Zahl im flächengrößten Land der Erde auf insgesamt 35.778. Im Nachbarland Ukraine stieg die Zahl auf einen neuen Höchststand an an Neuinfektionen innerhalb von einem Tag. Nach Aussagen von Gesundheitsminister Maksym Stepanov lag die Zahl der Fälle binnen 24 Stunden bei 14.580, womit sich der Gesamtstand an Infektionen in der Ukraine auf 612.665 erhöht.

    08.50 Uhr: Neue Beschränkungen in Kalifornien gelten nicht für Tesla-Arbeiter

    Die Mitarbeiter der Tesla-Fabrik in Kalifornien sind nicht von den jüngsten Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie betroffen. Das Werk gehöre zu den Branchen, deren Arbeit als unabdingbar eingestuft worden sei, teilt das Gesundheitsministerium des Bundesstaates mit. Während der ersten Welle im März setzte sich Konzernchef Elon Musk über die Vorschriften hinweg, verklagte Behörden und drohte, aus Kalifornien wegzuziehen. Der Staat erließ am Donnerstag neue Beschränkungen, zu denen eine Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 05.00 Uhr gehört.

    08.35 Uhr: Philippinen erlauben Medizinern wieder Arbeit im Ausland

    Die Philippinen erlauben Arbeitsminister Silvestre Bello zufolge wieder ihrem medizinischen Personal, im Ausland zu arbeiten. Präsident Rodrigo Duterte habe der Aufhebung des vorübergehenden Verbots zugestimmt, sagt Bello der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings sei die Zahl von entsprechenden Ausreisen pro Jahr auf 5.000 beschränkt, damit das Land selbst noch genug Personal zum Kampf gegen die Pandemie habe.

    08.25 Uhr: Bundesforschungsministerin: Corona-Impfstoff wird Sicherheitsstandards erfüllen

    Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) betont im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung", dass der neue Corona-Impfstoff sicher sei. "Der Impfstoff wird die gleichen Sicherheitsstandards erfüllen wie alle anderen", sagte Karliczek. "Das heißt auch, dass die Behörden nach der Zulassung weiter eng begleiten und einen Blick auf die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs haben - also genauso wie das sonst auch abläuft."Die Ministerin fügte hinzu: "Es ist immer so, dass die Wirksamkeit und die Sicherheit eines Impfstoffs nach der Zulassung weiter beobachtet werden. Dies werde auch im Fall des Covid-19-Impfstoffs so sein.

    08.15 Uhr: Schaustellerbund befürchtet "Sterben der Weihnachtsmarkttradition"

    Angesichts der abgesagten Märkte im Advent des Corona-Jahres warnen Schausteller vor einem Sterben der gesamten Weihnachtsmarkttradition in Deutschland. Wenn die Schausteller-Familienbetriebe die Coronavirus-Pandemie nicht überlebten, werde es "Weihnachtsmärkte, so wie wir sie kennen und lieben, zukünftig nicht mehr geben", sagte Frank Hakelberg, Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Schaustellerbund (DSB). Das diesjährige weitgehende Verbot komme "in seiner Wirkung einem Berufsausübungsverbot gleich" und bedeute für die Mehrzahl der Vereinsmitglieder einen kompletten Einnahmeausfall. Vielen drohe der Untergang. Der Verband glaube, dass Weihnachtsmärkte auch unter Corona-Bedingungen an frischer Luft möglich gewesen wären - "mit größeren Abständen, neuer Platzarchitektur, veränderter Angebotsstruktur und durchdachten Hygienekonzepten."

    Eigentlich eröffnen die Weihnachtsmärkte in diesen Tagen - nach dem Totensonntag. In vielen Kommunen wurden die Märkte aber bereits wegen des hohen Infektionsgeschehens abgesagt, darunter der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg und der Dresdner Striezelmarkt.

    08.05 Uhr: Familie feiert runden Geburtstag und muss Bußgeld zahlen

    Eine Geburtstagsfeier mit zehn Personen ist im Landkreis Kronach von der Polizei aufgelöst worden. "Alle Anwesenden gehörten zur Familie, waren aber aus fünf Haushalten", sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Weil private Feiern nur mit fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten erlaubt sind, erwartet alle Beteiligten nach der Feier vom Freitagabend nun ein Bußgeld von jeweils 400 Euro. Weitere Details zu dem Fest in Tschirn nannte die Polizei nach eigenen Angaben aus Rücksicht auf die Betroffenen nicht. "Alle waren erwachsen und es war ein runder Geburtstag."

    07.55 Uhr: Chef der Techniker Krankenkasse erwartet Verdoppelung der Zusatzbeiträge

    Der Chef der Techniker Krankenkasse erwartet einen massiven Anstieg der Zusatzbeiträge. "2022 wird ein hartes Jahr für Kassen und Mitglieder. Ohne Gegensteuern durch den Staat droht eine Verdoppelung des Zusatzbeitrags", sagte TK-Chef Jens Baas. Dann werde das Loch im Gesundheitsfonds "weit größer sein als 16 Milliarden Euro, und alle Reserven sind verbraucht". Er gehe davon aus, dass die Techniker Kasse schon im kommenden Jahr die Zusatzbeiträge erhöhen werde, wobei der genaue Zeitpunkt noch offen sei.

    07.45 Uhr: Spahn sieht "Wellenbrecher-Funktion" des Teil-Lockdowns als Erfolg

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown als Erfolg im Kampf gegen die Corona-Krise bewertet. "Der Wellenbrecher funktioniert doch. Das exponentielle Wachstum ist gebrochen. Wir sind uns einig, dass das nicht reicht." Spahn rechtfertigte die hohe Bedeutung, die die Bundesregierung den Infektionszahlen beimisst. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner dagegen hält diese Einschätzung für falsch. Die Wellenbrecher-Strategie der Regierung funktioniere nicht, sie sei nicht dauerhaft durchhaltbar und sei eine "Stop-and-Go-Politik, die enormen sozialen und wirtschaftlichen Schaden verursacht", konstatierte Lindner.

    07.35 Uhr: CDU-Vize Breher sieht Corona-Proteste als "laute Minderheit"

    Die CDU-Vizevorsitzende Silvia Breher sieht den zunehmend radikalen Protest gegen die Corona-Politik rund um die "Querdenken"-Szene mit Sorge. "Das ist nicht die Mehrheit, das ist eine laute Minderheit. Die große Mehrheit trägt die Maßnahmen mit", sagte die Bundestagsabgeordnete der Nachrichtenagentur dpa. "Aber wenn wir von den Menschen Einschränkungen erwarten, dann muss die Politik auch mit einer Stimme sprechen und die Maßnahmen einheitlich vertreten. Das erwarte ich auch von dem nächsten Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten." Anderenfalls drohe die Akzeptanz der Corona-Einschränkungen in der Bevölkerung zu sinken.

    07:30: Uhr: Brasiliens Klubs vermelden über 60 Coronafälle

    Über 60 positiv auf das Coronavirus getestete Spieler, vier an COVID-19 erkrankte Trainer, elf betroffene Vereine - trotzdem rollt am Wochenende überall der Ball in Brasiliens erster Fußball-Liga. Laut Erhebung des Internetportals Globo Esporte fehlen den 20 Erstligisten derzeit exakt 62 Spieler, die sich in Quarantäne befinden. Gleich 18 Akteure auf der Fehlliste hat Spitzenklub SE Palmeiras aus Sao Paulo. Dahinter folgen ebenfalls aus den Top 6 der FC Santos (9) und Atletico Mineiro (8) aus Belo Horizonte, die zudem ihre Trainer Cuca bzw. Jorge Sampaoli, Argentiniens Nationalcoach bei der WM 2018, wegen positiver Corona-Tests ersetzen müssen.

    07.15 Uhr: Deutsche Konsumenten scheinen weniger einkaufen zu gehen

    Im Lebensmittelhandel gibt es nach einer coronabedingten Flaute im Frühjahr wieder mehr Sonderangebote. Das geht aus einer aktuellen Marktanalyse des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. "Seit dem Ende des ersten Lockdowns im Frühjahr hat die Zahl der Werbeaktionen und Sonderangebote wieder deutlich zugenommen. Aktuell liegt sie sogar leicht über dem Niveau vor der Pandemie", so Nielsen-Handelsexperte Axel Erhardt. Ein Grund liege laut Erhardt auch darin, dass "die Konsumenten heute seltener Einkaufen gehen als vor der Krise und sie gehen dabei meist nur noch in ein Geschäft, nicht in zwei oder drei Läden."

    07.02 Uhr: Verkehrsminister lehnen schärfere Regeln im Nahverkehr ab

    Die Abstands- und Hygieneregeln in Bussen und Bahnen sollen nicht verschärft werden. Darauf hätten sich das Bundesverkehrsministerium und die zuständigen Minister der Bundesländer verständigt, berichtet die Bild-Zeitung. Eine zuvor diskutierte Abstandsregelung für öffentliche Verkehrsmittel sei einstimmig abgelehnt worden.

    "Eine Abstandspflicht von 1,5 Metern im öffentlichen Nahverkehr und bei der Bahn einzuführen, ist völlig weltfremd", sagte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) der Zeitung. "Wir brauchen für Wirtschaft und den Schulbetrieb Busse und Bahnen. Wir haben mit einem Hygienekonzept, Maskenpflicht, Kontrollen und Bußgeldern ein System, was sich bewährt hat." Auch die Fahrpläne der Bahn sollen demnach trotz stark rückläufiger Nutzerzahlen bleiben.

    06.47 Uhr: 16 Coronafälle bei Uruguays Nationalelf

    Der massive Corona-Ausbruch beim zweimaligen Fußball-Weltmeister Uruguay im Laufe des Länderspiel-Doppelpacks in der südamerikanischen WM-Qualifikation mit inzwischen 16 Fällen hat die Landesregierung auf den Plan gerufen. Die Staatsführung belegte den nationalen Verband wegen Missachtung des vorgeschriebenen Kontrollprotokolls mit einer Geldstrafe von umgerechnet rund 12.500 Euro. Gesundheitsminister Daniel Salinas forderte außerdem von den Fußball-Bossen Erklärungen für die extreme Häufung von Infektionen.

    Zu Wochenbeginn war Uruguays Topstar Luis Suarez vom spanischen Topklub Atletico Madrid drei Tage nach dem 3:0 gegen Kolumbien als einer der Ersten positiv aus das Coronavirus getestet worden. Die bei Kapitän Diego Godin nach der Rückkehr zum italienischen Erstligisten Cagliari Calcio am Freitag festgestellte Infektion bedeutet den 16. Fall. Medienberichten zufolge plant der Klubchef von Atletico Madrid wegen des fahrlässigen Umgangs der Südamerikaner mit den Corona-Vorschriften eine Beschwerde über Uruguay beim Weltverband FIFA.

    06.22 Uhr: 22.964 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Samstag 22.964 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Deutschland binnen 24 Stunden gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche wurden gut 500 Fälle mehr gemeldet. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 22.461 gelegen. Der Höchststand war am Freitag mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona stieg am Samstag den Angaben zufolge um 254 auf 13.884.

    Nachdem die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Oktober und Anfang November stark gestiegen war, war der Wert zuletzt vergleichsweise stabil. Einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen gibt es aber bislang nicht, obwohl seit Anfang November ein Teil-Lockdown in Deutschland gilt.

    06.14 Uhr: Verwaltungsgerichtshof bestätigt Verbot von "Querdenken"-Demo in München

    Nach dem Verwaltungsgericht München hat auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das Verbot einer für Samstag geplanten "Querdenker"-Demonstration gegen die Corona-Politik bestätigt. Die Veranstalter hatten eine Kundgebung mit bis zu 30.000 Teilnehmern auf der Münchner Theresienwiese angemeldet. Die Stadt München untersagte das und wurde am Freitag zunächst vom Münchner Verwaltungsgericht bestätigt.

    Die Stadt München sei zu Recht davon ausgegangen, dass die Versammlung unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit Versammlungen der "Querdenken"-Bewegung infektionsschutzrechtlich nicht vertretbar sei, so das Gericht.

    Freitag, 20. November 2020

    22.47 Uhr: Mehr als sechs Millionen bestätigte Corona-Fälle in Brasilien

    In Brasilien sind bis Freitag mehr als sechs Millionen Corona-Infektionen bestätigt worden. Das Land ist damit nach den USA und Indien der dritte Staat, in dem diese Marke übersprungen wurde. Das Gesundheitsministerium registrierte 38.397 neue Infektionen. Die Zahl der Toten stieg demnach binnen 24 Stunden um 552 auf nunmehr 168.613.

    22.41 Uhr: Auch Verwaltungsgerichtshof bestätigt Demo-Verbot für "Querdenker"

    Nach dem Verwaltungsgericht München hat auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das Verbot einer für Samstag geplanten «Querdenker»-Demonstration gegen die Corona-Politik bestätigt. Die Veranstalter hatten eine Kundgebung mit bis zu 30.000 Teilnehmern auf der Münchner Theresienwiese angemeldet. Die Stadt München untersagte das und wurde am Freitag zunächst vom Münchner Verwaltungsgericht bestätigt.

    Die Stadt sei zu Recht davon ausgegangen, dass die Versammlung unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit Versammlungen der «Querdenken»-Bewegung infektionsschutzrechtlich nicht vertretbar sei, gab der zuständige Senat des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zur Begründung an. Die Veranstalter hätten sich im Verwaltungsverfahren ausdrücklich geweigert, Vorkehrungen für die Einhaltung von Hygienemaßnahmen, also Mindestabstände und das Tragen von Masken, zu treffen.

    22.24 Uhr: USA verzeichnen durchschnittlich über 1.300 Corona-Tote pro Tag

    In den Vereinigten Staaten vergrößert sich das Ausmaß der ohnehin schon tragischen Coronavirus-Krise. Landesweit kommt es nun zu durchschnittlich mehr als 1300 Corona-Todesfällen pro Tag, dem höchsten Wert seit dem katastrophalen Frühjahr in New York City. Wie aus offiziellen Daten hervorging, erreichten die USA am Donnerstag den Rekord von fast 188 000 Coronavirus-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Zahl der im Krankenhaus wegen Covid-19 behandelten Patienten stieg ebenfalls auf ein Allzeithoch von mehr als 80 000.

    21.45 Uhr: Iran verschärft Maßnahmen zur Virus-Eindämmung

    Im Iran werden die Vorkehrungen zur Eindämmung des Coronavirus verschärft. Etwa 160 Städte und Ortschaften, darunter die Hauptstadt Teheran, werden staatlichen Medien zufolge als "rote" Hochrisiko-Gebiete eingestuft. Hier gelten für zunächst zwei Wochen die strengsten Maßnahmen. So müssen unter anderem alle Geschäfte und Unternehmen, die nicht dringend benötigte Waren oder Dienstleistungen anbieten, schließen. Für den Autoverkehr werden die Städte abgeriegelt.

    Weniger strenge Einschränkungen sollen in "orangen" und "gelben" Städten gelten. Am Freitag wurden im Iran 479 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus binnen 24 Stunden gemeldet. Insgesamt starben in dem Land bislang 43.896 Menschen. Die Zahl der bestätigten Infektionen kletterte um 13.260 auf 828.377.

    20.41 Uhr: Zahl der Infektionen in Frankreich steigt auf mehr als 2,1 Millionen

    In Frankreich ist die Zahl der Corona-Infektionen binnen eines Tages um 22.882 auf 2,11 Millionen gestiegen. Die Zahl der Toten kletterte nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 1138 auf 48.265. Am Donnerstag hatte es 21.140 Neuinfektionen gemeldet und 429 Tote, wobei anders als am Freitag aber nicht auch die über mehrere Tage zusammengenommene Zahl der Verstorbenen in Seniorenheimen mitgerechnet worden war.

    20.15 Uhr: VGH lehnt Eilantrag gegen Maskenpflicht für Grundschüler ab

    Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht für Grundschüler auch während des Unterrichts abgelehnt. In seinem Beschluss verweist der 20. Senat des Gerichts auf die aktuellen hohen Infektionszahlen und darauf, dass Grundschulkindern die Möglichkeit gegeben werden muss, die Masken während der Schulpausen vorübergehend abzunehmen. Das hatte das Gericht bereits in einem anderen, gleichgelagerten Fall am 10. November 2020 entschieden. Angesichts der aktuellen Corona-Zahlen sei die Anordnung der Maskenpflicht auch für Grundschüler verhältnismäßig. Eine abschließende Beurteilung komplexer Fachfragen sei in diesem Eilverfahren nicht möglich.

    19.30 Uhr: G20-Staaten rücken Pandemie-Bekämpfung und Hilfe für ärmere Staaten in Fokus

    Die G20-Staaten rücken die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Folgen in den Fokus. In Auszügen eines Entwurfs für eine Abschlusserklärung zu ihrem Video-Gipfel am Wochenende heißt es, die Gruppe werde alles ihr mögliche tun, um die Pandemie einzudämmen und Leben, Jobs und Einkommen zu schützen.

    Zugleich warnen die 20 Industrie- und Schwellenländer, dass die globale wirtschaftliche Erholung "unausgeglichen, höchst unsicher" bleibe und mit "erhöhten Abwärtsrisiken" behaftet sei. Einige Länder bräuchten womöglich weiterreichende Schuldenerleichterungen. Die Pandemie treffe die Schwächsten in der Gesellschaft am härtesten.

    19.00 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Altmaier in Quarantäne

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist erneut in Quarantäne. Hintergrund sei eine Corona-Infektion eines Mitarbeiters in seinem Umfeld, teilt das Wirtschaftsministerium mit. Ein erster Test bei Altmaier sei negativ. "Minister Altmaier wird seinen Dienstgeschäften aus der Quarantäne weiter nachgehen", hieß es.

    18.51 Uhr: Tschechien beschließt vorsichtige Erleichterungen bei Corona-Regeln

    Tschechien senkt seine Corona-Warnstufe von der höchsten auf die zweithöchste der fünf Stufen. Das gelte von Montag an, sagte Gesundheitsminister Jan Blatny nach einer Kabinettssitzung. Der Mediziner appellierte an die Bevölkerung, sich weiter verantwortungsvoll zu verhandeln. Die Pandemie sei "unberechenbar". Das neue Warnstufen-System "Pes" (tschechisch für "Hund") gilt erst seit wenigen Tagen.

    Die nächtliche Ausgangssperre beginnt künftig erst um 23.00 Uhr, zwei Stunden später als bisher. Die Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte dürfen abends länger öffnen. Es dürfen sich bis zu sechs statt bisher zwei Menschen versammeln. Die meisten anderen Maßnahmen bleiben unverändert, wie etwa die Schließung der Restaurants und die Maskenpflicht im Freien und in Innenräumen.

    18.48 Uhr: Österreich setzt auf Massentests

    Die österreichische Regierung hat Details zu den geplanten Massentests auf das Coronavirus veröffentlicht. Demnach sollen Anfang Dezember alle 200.000 Lehrerinnen und Lehrer sowie die Betreuungskräfte in den Kindergärten getestet werden. Kurz darauf sind die rund 40.000 Polizistinnen und Polizisten an der Reihe.

    Kurz vor Weihnachten kann sich dann die gesamte Bevölkerung testen lassen. Im ganzen Land werden dazu rund 100 Testzentren errichtet. Kanzler Sebastian Kurz zufolge bietet sich so für Österreich eine große Chance, bis zur Impfung den Weg zur Normalität zurückzufinden. Die Teilnahme sei freiwillig. Eine weitere Massentestung ist für Anfang 2021 geplant. Österreich befindet sich derzeit in einem strengen Lockdown, der nach bisherigen Planungen am siebten Dezember enden soll.

    18.00 Uhr: Türkei verzeichnet Rekord an Corona-Sterbefällen

    In der Türkei sind binnen eines Tages 141 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Das waren so viele wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Insgesamt liegt die Totenzahl damit bei 12.084. Es gab zudem weitere 5.103 an Covid erkrankte Patienten. Seit Juli weist die Türkei nur noch Corona-Fälle mit Symptomen aus. Kritiker bemängeln, dass dadurch das wahre Ausmaß der Pandemie in der Türkei verschleiert wird. Am Dienstag kündigte Präsident Recep Tayyip Erdogan striktere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus an wie Ausgangssperren am Wochenende und eingeschränkte Öffnungszeiten für Restaurants, Cafes und Einkaufszentren.

    17.40 Uhr: Italien meldet mehr als 37.000 Neuinfektionen

    Italien meldet 37.242 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Die Zahl der Todesfälle liegt den Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge bei 699. Tags zuvor waren sowohl die Infektions- als auch die Todesfälle niedriger. Insgesamt verzeichnet Italien seit Ausbruch der Pandemie im Februar 1,346 Millionen Fälle und 48.569 Tote.

    17.28 Uhr: Gericht kippt Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer in NRW

    Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat die in der Corona-Einreiseverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geregelte Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer aus Risikogebieten gekippt. Nach Ansicht des Gerichts hat das Land nicht berücksichtigt, dass Reisende bei der Rückkehr aus Ländern mit geringeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort nach der Heimkehr einem höherem Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Somit sei die Quarantäne aktuell kein geeignetes Mittel zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland, teilte das Gericht mit.

    15.54 Uhr: Länder denken wohl über längeren Teil-Lockdown nach

    Die Bundesländer wollen Medienberichten zufolge die bestehenden Corona-Einschränkungen bis zum 20. Dezember verlängern und teilweise verschärfen. Das berichteten die "Berliner Morgenpost" und das Portal "Business Insider" unter Berufung auf Informationen aus Länderkreisen. Im Gespräch ist demnach auch eine Verlängerung der Weihnachtsferien in den Januar hinein.

    In der "Berliner Morgenpost" hieß es unter Berufung auf Koalitionskreise des Stadtstaats, es zeichne sich zwischen den Ländern ein weitgehender Konsens über die Verlängerung der zunächst nur für November geplanten Beschränkungen bis kurz vor Weihnachten ab. Dies dürfte die geltenden Schließungen von Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen betreffen. Geschäfte sollen dagegen im für sie wichtigen Weihnachtsgeschäft offensichtlich geöffnet bleiben.

    Im "Business Insider" heißt es zudem, die Länder befürworteten eine Ausweitung der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Auch sollten die Obergrenzen für Feiern und Treffen in privaten und öffentlichen Räumen weiter abgesenkt werden.

    Weiterhin nicht bereit sind die Länder dagegen demnach zu einer Halbierung von Schulklassen, wie es das Kanzleramt vergangene Woche vorgeschlagen hatte. Allerdings soll laut "Business Insider" und "Berliner Morgenpost" der Präsenzunterricht für ältere Schüler weiter heruntergefahren werden. Zudem könnten die Weihnachtsferien bundesweit um eine Woche bis zum 10. Januar verlängert werden, wenn das Infektionsgeschehen dies erfordere, hieß es.

    15.30 Uhr: Scholz fordert gerechte Verteilung der Corona-Impfstoffe

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist wegen der jüngsten Nachrichten über bevorstehende Corona-Impfstoffe zuversichtlich: "Mehrere Impfstoffe gegen Covid-19 stehen vor der Zulassung. Noch ist es zu früh, Entwarnung zu geben, doch zumindest machen diese Entwicklungen Hoffnung." Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) müssten nun eine gerechte und faire Verteilung sicherstellen.

    14.20 Uhr Schweden meldet Rekordanstieg der Neuinfektionen

    Schweden meldet mit 7240 Neuinfektionen binnen eines Tages einen Rekord. Die bis dato höchste Zahl von neuen Infektionen wurde Anfang des Monats mit 5990 verzeichnet. Den Daten des Gesundheitsamts zufolge stieg die Zahl der Todesfälle um 66 auf insgesamt 6406. Schweden hat in der Pandemie eine lockerere Strategie verfolgt als andere Länder. Im Vergleich zu den nordischen Nachbarn ist die Todesrate im Verhältnis zur Einwohnerzahl in Schweden um einiges höher, im Vergleich zu größeren europäischen Ländern aber niedriger.

    13.16 Uhr: Kripo ermittelt nach Corona-Ausbruch mit acht Toten in unterfränkischem Pflegeheim

    Nach einem Corona-Ausbruch im Pflegeheim "Haus Theresa" in Großwallstadt im Landkreis Miltenberg mit acht Todesfällen ermittelt die Kriminalpolizei. Es werden mögliche Hygienemängel überprüft, wie die Polizei am Freitag mitteilte. In dem Pflegeheim für Senioren waren 39 von 41 Bewohnern positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, wie Landrat Jens Marco Scherf (Grüne) am Freitag auf Anfrage mitteilte. Acht Menschen starben binnen zwei Wochen mit oder nach einer Corona-Infektion. Zudem seien 20 von 34 Pflegekräften positiv auf das Virus getestet worden.

    Die Pflegeeinrichtung habe ambulante Dienste eingestellt und das Personal statt ambulanter Hilfen zur Pflege der coronaerkrankten Heimbewohner eingesetzt, berichtet die Main-Post. In dem Landkreis seien aktuell fünf Seniorenheime von Corona betroffen. Zu einer Massenansteckung soll es in keinem weiteren der Heime gekommen sein.

    Mehr zu: "Kripo ermittelt nach Corona-Ausbruch im Pflegeheim Großwallstadt"

    13.09 Uhr: Nothilfe für Studenten wird wieder aufgelegt und verlängert

    Wegen des Teil-Lockdowns legt die Bundesregierung ihre Corona-Nothilfen für Studenten wieder auf und weitet diese außerdem aus. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte am Freitag in Berlin, Anträge auf die sogenannte Überbrückungshilfe könnten ab sofort wieder gestellt werden. Die Nothilfe war Ende September ausgelaufen. Sie soll nun erneut bis zum Ende des laufenden Wintersemesters gewährt werden. Die Leistung richtet sich an Betroffene, die zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in eine finanzielle Notlage geraten sind. Zusätzlich sollen für den KfW-Studienkredit, der wegen Corona zunächst bis März 2021 zinsfrei gestellt wurde, bis Ende 2021 keine Zinsen fällig werden.

    12.59 Uhr: Innenministerium setzt Sitzplatz-Regel für Beamten aus

    Das Bundesinnenministerium setzt vorerst die Regelung aus, dass Bundesbedienstete bei Dienstreisen zwei Sitzplätze in Bahn und Flugzeugen für sich buchen dürfen. Das teilt das Innenministerium mit, nachdem etliche Ministerien wie das Verkehrs-, Umwelt- und Gesundheitsministeriums und auch das Bundespresseamt mitteilten, dass sie für ihre Mitarbeiter weiter nur einen Platz buchen. Es finde nun in der Bundesregierung eine Debatte statt, ob man Abstandsvorschriften in Verkehrsmitteln neu regeln solle, sagt ein Sprecher des Innenministeriums.

    Anfang der Woche wurde Kritik laut, nachdem bekannt wurde, dass das Innenministerium erlaubt seinen Mitarbeitern, bei Dienstreisen mit Bahn oder Flugzeug, zwei Fahrkarten zu kaufen, um sich vor dem Coronavirus zu schützen - obwohl das Reisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach wie vor als sicher gilt.

    12.47 Uhr: Evangelische Kirche will Opfern der Corona-Pandemie gedenken

    Die evangelische Kirche will am bevorstehenden Totensonntag die Opfer der Corona-Pandemie mit ins Zentrum des Gedenkens stellen. Die Angehörigen "vermissen die Lieben, deren irdisches Leben zu Ende gegangen ist und die einfach überall fehlen", sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, am Freitag in Hannover. Sie sehnten sich danach, "dass sie getröstet werden, dass die Wunden heilen, dass sich Neues öffnet".

    Am Ewigkeits- oder Totensonntag gedenken evangelische Christen der Verstorbenen. Mit dem letzten Sonntag vor dem ersten Advent endet das Kirchenjahr. Am Totensonntag sollen Angehörige getröstet und zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermuntert werden.

    12.21 Uhr: Bundesregierung stuft Litauen und Lettland als Risikogebiete ein

    Wegen steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung ganz Litauen und Lettland ab Sonntag als Corona-Risikogebiete eingestuft. Zudem wurden am Freitag Regionen in Griechenland und Finnland auf die vom Robert Koch-Institut geführte Risikoliste gesetzt. Island wurde dagegen wieder gestrichen und ist damit nun das einzige Land in Europa, das frei von Risikogebieten ist.

    Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für Urlauber: Sie können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen derzeit bis zu zehn Tage in Quarantäne.

    11.54 Uhr: Bundestag verlängert höheres Kurzarbeitergeld bis Ende 2021

    Auch im nächsten Jahr bekommen Beschäftigte, die länger als drei Monate auf Kurzarbeit sind, ein erhöhtes Kurzarbeitergeld. Der Bundestag hat die entsprechende Sonderregelung in der Corona-Krise am Freitag bis Ende nächsten Jahres verlängert. Das Gesetz zur Beschäftigungssicherung muss abschließend noch durch den Bundesrat, der bereits deutlich gemacht hat, dass er keine Einwände gegen die Verlängerung hat. Die Regelung sieht vor, dass Kurzarbeitergeld auch weiterhin ab dem vierten Bezugsmonat von seiner üblichen Höhe, nämlich 60 Prozent des Lohns, auf 70 Prozent erhöht wird - für Berufstätige mit Kindern von 67 auf 77 Prozent. Ab dem siebten Monat in Kurzarbeit soll es weiterhin 80 beziehungsweise 87 Prozent des Lohns geben.

    Die Bestimmungen sollten ursprünglich zum Jahresende auslaufen. Die Regierung geht aber noch nicht von einer Entspannung der Situation aus, wie sie in der Begründung zu ihrem Gesetzentwurf schreibt.

    Mehr zu: "Arbeitsmarkt: Kurzarbeitsregelung bis Ende 2021 verlängert"

    11.22 Uhr: Höhepunkt der zweiten Welle in Frankreich wohl überwunden

    Nach Einschätzung der französischen Gesundheitsbehörde Santé publique dürfte der Höhepunkt der zweiten Corona-Welle in Frankreich überwunden sein. "Selbst wenn alle Werte auf hohem Niveau bleiben, legt ihre Auswertung nahe, dass der epidemische Höhepunkt der zweiten Welle überschritten ist", heißt es in dem Wochenbericht der Behörde. Die abendlichen Ausgangssperren in Großstädten wie Paris oder Lyon seit Mitte Oktober und der vor drei Wochen verhängte landesweite Lockdown hätten eine "direkte Wirkung" gehabt. Erstmals seit einigen Wochen habe sich die Zahl der Todesfälle "stabilisiert".

    11.09 Uhr: Gericht: Maskenpflicht im Bundestag gilt auch für AfD

    Nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin sind auch Mitarbeiter der AfD-Fraktion nicht von der Maskenpflicht im Deutschen Bundestag ausgenommen. Einen Eilantrag von neun AfD-Mitarbeitern gegen die Allgemeinverfügung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) wies das Gericht am Donnerstag zurück. Die Anordnung Schäubles zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sei "bei summarischer Prüfung nicht zu beanstanden", erklärte das Gericht am Freitag. Schäuble hatte Anfang Oktober das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den Gebäuden des Bundestages angeordnet. Dagegen wandten sich neun Mitarbeiter der AfD-Fraktion mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht Berlin.

    11.03 Uhr: Ansteckungsrisiko in öffentlichen Verkehrsmitteln wird untersucht

    Das Bundesverkehrsministerium will mögliche Ausbreitungswege des Coronavirus im Öffentlichen Personenverkehr noch tiefgehender untersuchen lassen. "Fahrgäste und Personal sind in Bus und Bahn sicher unterwegs", sagte der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU). Viele wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass es im öffentlichen Personennahverkehr kein erhöhtes Infektionsrisiko gebe. Eine weitere Untersuchung solle die Datenbasis nun noch erweitern und bisherige Erkenntnisse validieren.

    Ein Forscherteam, das vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik geleitet wird, soll in Kürze mit Messungen in Bussen und Bahnen, an Bahnhöfen und an Haltestellen beginnen, wie das Ministerium erläuterte. Die Experten sollen Proben von Viren und Mikroorganismen in der Luft und auf Oberflächen wie Türgriffen, Bedienknöpfen, Tischen, Fahrkartenautomaten, Aushängen und Ticket-Entwertern nehmen.

    10.43 Uhr: Babyboom wegen Corona?

    Noch ist es zu früh, um die Babys, die während der Corona-Pandemie gezeugt wurden, zu zählen. In Industrieländern wird heftig diskutiert, ob die Pandemie zu einem Anstieg oder Rückgang an Geburten führen wird. Martin Bujard vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung glaubt, in Deutschland sei beides möglich. "Es gibt mehrere Faktoren, wie sich die Pandemie auf die Geburtenrate auswirken könnte." Gesundheitliche Sorgen und ökonomische Ängste könnten demnach dazu führen, dass ein Kinderwunsch verschoben wird. Es sei aber auch denkbar, dass für viele in der Corona-Zeit der Wert der Familie steigt. "Ich halte es derzeit noch für offen, welcher dieser Mechanismen eine größere Auswirkung haben wird."

    Weltweit dagegen gibt es Hinweise, dass die Zahl der Schwangerschaften zunimmt. Während das in Europa oder den USA eher an einer größeren Bereitschaft für Kinder liegen könnte, sind sich Experten und Hilfsorganisationen wie Unicef einig, dass viele der neuen Schwangerschaften in Afrika oder Asien unfreiwillig sind - als Ergebnis von einem Mangel an Verhütungsmitteln, Schulschließungen, finanziellem Druck und sexueller Ausbeutung.10.07 Uhr: Habeck will Studenten als Aushilfen an Schulen einsetzen

    Zur Entlastung von Schulen in der Corona-Krise könnten nach Ansicht von Grünen-Chef Robert Habeck Studenten eingesetzt werden. Diese Maßnahme müsste dann vom Bund bezahlt werden, sagte Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Bundesregierung hätte schon längst einen Fonds für zusätzliches Personal an den Schulen auflegen müssen", kritisierte er. Mit dem Geld könnten unter anderem Studenten als Aushilfskräfte an Schulen beschäftigt werden. "Viele Studierende, die ihren Nebenjob in der Kneipe wegen Corona verloren haben, wollen etwas Sinnvolles machen und Geld verdienen." Schulen könnten dann den zusätzlichen Aufwand, der durch Corona entstehe, viel besser stemmen, sagte Habeck. Dazu gehörten etwa Dokumentation, Aufsicht oder digitaler Unterricht für Kinder in Quarantäne. Außerdem bräuchten die Schulen viel mehr Unterstützung bei Luftfiltern und der Digitalisierung, sagte Habeck.

    09.54 Uhr: Amazon in den USA wird jetzt auch zur Apotheke

    Kunden des Online-Händlers Amazon können in den USA nun auch verschreibungspflichtige Medikamente bestellen, die ihnen nach Hause geliefert werden. Mit dem neuen Angebot will Amazon den milliardenschweren US-Markt für verschreibungspflichtige Medikamente erschließen, der vor allem von Drogerien und Supermarkt-Ketten beherrscht wird. Bislang ist der Online-Markt für Versandmedikamente sehr klein, nur fünf Prozent des Medikamentenhandels werden virtuell abgewickelt. Mit der Corona-Pandemie dürfte sich das jedoch deutlich ändern.

    Mehr zu: "Vorstoß im US-Markt: Müssen die Apotheken vor Amazon zittern?"

    09.19 Uhr: FDP fordert mehr Unterstützung für Luftverkehr

    Die FDP im Bundestag fordert von der Bundesregierung mehr Unterstützung für die von der Corona-Krise gebeutelte Luftverkehrswirtschaft. "ie Bundesregierung hat selbst nach dem Luftfahrtgipfel von Minister Scheuer keine Strategie, wie der Sektor in der dramatischen Lage unterstützt werden kann", sagte FDP-Verkehrspolitiker Bernd Reuther der Nachrichtenagentur. Deswegen fordere die FDP finanzielle Entlastungen, sowie Investitionen in alternative Antriebe in Höhe von zwei Milliarden Euro.

    09.11 Uhr: Polizeipräsidentin warnt vor zunehmender Brutalität

    Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik hat vor einer zunehmenden Brutalität der Corona-Demonstranten gewarnt. Man habe "zunehmend mit einem Spektrum von Menschen zu tun, die unser System generell ablehnen und bereit sind, dafür extreme Gewalt anzuwenden", sagte Slowik dem "Tagesspiegel" vom Freitag. Mit Blick auf die eskalierte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung vor dem Brandenburger Tor in Berlin sagte die Polizeipräsidentin: "Das Potenzial und die Brutalität der Gewalt am Mittwoch waren immens." Die auf Kommunikation ausgerichtete Strategie der Polizei trage bei den Corona-Demonstranten nicht. "Wir haben die Besonderheit, dass tausende Menschen gleichzeitig die Regeln verletzen."

    Die Proteste hatten sich auch gegen die Reform des Infektionsschutzgesetzes gerichtet, die am Mittwoch von Bundestag und Bundesrat verabschiedet wurde. Laut einer Bilanz der Berliner Polizei wurden bei dem Einsatz rund um das Reichstagsgebäude und am Brandenburger Tor 77 Einsatzkräfte verletzt. Es habe zudem 365 Festnahmen gegeben.

    08.26 Uhr Südtirol will Virus-Welle mit Massentest bremsen

    Die italienische Provinz Südtirol geht im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung mit einem Massentest einen neuen Weg. Am Freitag öffneten in der Alpen-Provinz mit rund einer halben Million Menschen die Test-Stationen. Der Corona-Abstrich ist kostenlos und freiwillig. Die Landesregierung in Bozen will mit der dreitägigen Aktion unter dem Motto "Südtirol testet" Virusträger aufspüren, die nichts von ihrer Infektion ahnen. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. Die Politiker wollen mit der Test-Aktion die zweite Corona-Welle schneller brechen.

    08.02 Uhr: Krankenkassen verzeichnen Milliarden-Defizit

    Die gesetzlichen Krankenversicherungen verzeichnen im dritten Quartal ein Defizit von mehr als drei Milliarden Euro. Dabei waren nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Ausgaben vor allem zwischen April und Juni gesunken, weil Patienten weniger zum Arzt und ins Krankenhaus gegangen seien. Nach Angaben FAZ begründen die Kassen die Entwicklung unter anderem damit, dass während der ersten Corona-Beschränkungen ab März auch etliche teure Operationen verschoben worden seien. Danach aber habe es eine "Normalisierung bei Behandlungen und Operationen" sowie "Nachholeffekte" gegeben, sagte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch. An der wachsenden Unterfinanzierung sei auch "die finanzielle Wucht der Spahn'schen Gesetze" schuld, kritisierte der Verbandsvorsitzende den Bundesgesundheitsminister. Um das Defizit auszugleichen, würden vor der Bundestagswahl "die Rücklagen der Kassen verfeuert".

    Nach einem Minus im Gesundheitswesen von 16 Milliarden Euro im kommenden Jahr erwartet Litsch für 2022 mindestens 17 Milliarden Euro: "Dieses Loch lässt sich dann nicht mehr mit Kassenrücklagen stopfen. Die rosigen Zeiten sind vorbei."

    07.22 Uhr: Vielen Bahnhofsbuchhandlungen droht Pleite

    In Corona-Zeiten reisen Menschen weniger - und kaufen auch weniger Lektüre für die Bahnfahrt. Vielen Bahnhofsbuchhandlungen droht wegen drastischer Verkaufseinbrüche nun das Aus. Da seit dem Frühjahr an den Bahnhöfen wöchentlich Millionen Kunden fehlten, liege der Buch- und Presseumsatz der Geschäfte bis zu 70 Prozent unter dem Vorjahr, sagte der Vorsitzende des Verbands Deutscher Bahnhofsbuchhändler (VDBB), Torsten Löffler, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Damit sei die Branche viel härter getroffen als der übrige stationäre Buchhandel, der nach starken Verlusten wegen der Schließungen im Frühjahr nun seit Monaten wieder eine große Nachfrage verzeichnet.

    06.47 Uhr: Arbeitgeberpräsident: Kontaktbeschränkungen für Familien gehen zu weit

    Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer warnt vor einer Vernachlässigung der Belange von Familien in der Corona-Krise. Aus der Politik heiße es, Weihnachten könne auch mal ohne Familie gefeiert werden, und auf private und familiäre Kontakte solle man besser ganz verzichten, sagte Kramer der "Welt". "Das geht zu weit. Denn von Großeltern bis zu den Enkeln und unter Geschwistern werden die Kontakte weiter gepflegt werden, selbst, wenn es verboten wird."Die Politik müsse in der Pandemie eine Balance zwischen drei Säulen halten: der medizinischen Versorgung, der Erwerbstätigkeit und dem Familienzusammenhalt.

    06.14 Uhr: RKI meldet neuen Höchststand mit 23.648 Neuinfektionen

    In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. Am Freitag vor einer Woche war mit 23.542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um gut 1.000. Die Zahl der Todesfälle gab das RKI am Freitag mit 13.630 an, 260 mehr als vor 24 Stunden.

    02.57 Uhr: WHO gegen Einsatz von Remdesivir

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht sich gegen den Einsatz von Remdesivir bei Covid-Patienten im Krankenhaus aus. Es fehlten Belege, dass das Mittel von Gilead bei ihnen zu einem besseren Krankheitsverlauf führe. Der Pharmakonzern zeigt sich enttäuscht und verweist auf den Einsatz des Mittels in mehreren Staaten.

    Remdesivir war vom US-Pharmakonzern Gilead ursprünglich zur Bekämpfung des Ebola-Virus entwickelt worden. Nach Ausbruch der weltweiten Pandemie galt es eine Zeit lang als Hoffnungsträger im Kampf gegen Covid-19. Es erhielt im Juli als erstes Mittel überhaupt in Europa eine Zulassung unter Auflagen zur spezifischen Behandlung von bestimmten Patienten. Zuletzt hatten Tests aber nahegelegt, dass der Nutzen des Präparats bestenfalls gering ist. Die Erkenntnisse ergaben sich aus einer von der WHO koordinierten Studie mit Tausenden Patienten in fast 500 Kliniken in mehr als 30 Ländern.

    Donnerstag, 19. November

    22.38 Uhr: EU-Staaten wollen gemeinsame Standards für Antigen-Schnelltests

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die EU-Staaten gemeinsame Standards für die schnellen Antigen-Tests. Man brauche die gegenseitige Anerkennung der Tests und ihrer Ergebnisse, sagte EU-Ratschef Charles Michel nach Video-Beratungen mit den EU-Staats- und Regierungschefs.

    EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sagte, die Schnelltests müssten mindestens bei vier von fünf Infizierten anschlagen. Es gebe viele verschiedene Tests unterschiedlicher Qualität auf dem Markt, deshalb brauche es einen gemeinsamen EU-Rahmen für die Anerkennung der Tests, die zusätzlich zu den aufwendigeren PCR-Tests genutzt werden sollten.

    21.57 Uhr: Merkel rechnet zur Jahreswende mit Impfstoff

    Bundeskanzlerin Merkel rechnet schon im Dezember oder "sehr schnell nach der Jahreswende" mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Europa. "Und dann wird das Impfen natürlich beginnen", sagte die CDU-Politikerin nach dem EU-Videogipfel. "Man müsse sagen, dass die Nachrichten der letzten Tage bezüglich der Entwicklung eines Impfstoffes sehr zuversichtlich stimmten, so Merkel.

    20.33 Uhr: Bars und Restaurants in Barcelona dürfen wieder öffnen

    In Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona dürfen alle Bars und Restaurants sowie alle Kinos und Theater wegen einer Besserung der Corona-Lage ab Montag nach mehr als fünf Wochen wieder öffnen. Für alle Gastronomiebetriebe werde es in der gesamten Region im Nordosten Spaniens aber ab 21.30 Uhr eine Sperrstunde geben, teilte die Regionalregierung mit. Neben weiteren Einschränkungen soll im Innenbereich die Auslastung auf maximal 30 Prozent beschränkt werden. Restaurants und Bars sind in Katalonien seit dem 16. Oktober per Dekret dicht.

    20.23: Frankreich verzeichnet weniger Neuinfektionen

    Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich geht zurück. Das Gesundheitsministerium meldet 21.150 weitere Fälle binnen eines Tages nach 28.383 am Mittwoch. Im Krankenhaus liegen den Angaben zufolge derzeit 32.345 mit Corona infizierte Patienten, knapp 500 weniger als einen Tag zuvor. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen ist innerhalb von 24 Stunden um 122 auf 4.653 gesunken. Insgesamt wurden in Frankreich bislang fast 2,1 Millionen Corona-Fälle bestätigt. Die Zahl der Corona-Toten ist um 429 auf 47.127 gestiegen.

    20.12 Uhr: Biontech-Gründer hält Impfstoff-Auslieferung im Dezember für möglich

    Der Mitgründer des Impfstoffentwicklers Biontech, Ugur Sahin, hält eine Auslieferung des Corona-Impfstoffs im Dezember für möglich. Im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP schränkte er aber ein, da müssten "wirklich alle sehr, sehr eng und intensiv zusammenarbeiten." Der von Biontech und dem US-Pharmariesen Pfizer entwickelte Impfstoff ist einer der Hoffnungsträger im Kampf gegen die Pandemie.

    19.34 Uhr: Mehr als 500 Klagen gegen Corona-Maßnahmen in Bayern

    Die bayerischen Verwaltungsgerichtshöfe melden auf Anfrage der BR Redaktion "Münchner Runde", dass seit Beginn der Corona-Pandemie bayernweit mehr als 500 Klagen gegen die Maßnahmen eingegangen seien. Alleine seit Anfang November seien rund 230 Verfahren gegen den aktuellen Teil-Lockdown angestrengt worden. Hierbei handelt es sich vor allem um Beschwerden gegen das Seuchen- und Versammlungsrecht. Um der Menge an Klagen begegnen zu können, musste am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof personell aufgestockt werden.

    18.43 Uhr: Auch Irland erwägt nun Nerz-Notschlachtung

    Nach der Notschlachtung von Millionen Nerzen in Dänemark wegen einer mutierten Version des Coronavirus will nun auch Irland sämtliche Nerze keulen lassen. Es werde befürchtet, dass die Tiere die gleiche Mutation in sich tragen, sagte ein Regierungssprecher. Bisher wurde nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums zwar noch kein Nerz positiv auf das Coronavirus getestet. Allerdings stelle die Nerzzucht "ein fortwährendes Risiko" dar, da durch sie weitere Coronavirus-Mutationen entstehen könnten, erklärte ein Sprecher. In Irland gibt es drei Nerzfarmen mit etwa 120.000 Tieren.

    18.39 Uhr: Tschechien verlängert Notstand nur bis 12. Dezember

    Das tschechische Parlament hat einer Verlängerung des Notstands aufgrund der Corona-Pandemie nur bis zum 12. Dezember zugestimmt. 54 der 103 anwesenden Abgeordneten waren dafür. Die Minderheitsregierung aus populistischer ANO und Sozialdemokraten hatte sich für eine Dauer bis kurz vor Weihnachten ausgesprochen. Sie konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Es gebe gewisse Erfolge, aber die entscheidende Wende im Kampf gegen die Pandemie stehe noch aus, mahnte Regierungschef Andrej Babis.

    18.35 Uhr: US-Gesundheitsbehörde rät von Thanksgiving-Besuchen ab

    Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen vor Reisen und Familienbesuchen rund um das Erntedankfest Thanksgiving in der kommenden Woche dringend abgeraten. Die Feierlichkeiten gehörten zwar zu den "großartigen Traditionen unseres Landes", mit Blick auf die Pandemie befänden sich die USA aber in einer "kritischen Phase", sagte Henry Walke von der CDC bei einer telefonischen Pressekonferenz. Stattdessen solle zu Hause und nur mit Menschen aus dem eigenen Haushalt gefeiert werden. Das sei allerdings keine Vorschrift, sondern nur eine "starke Empfehlung".

    18.10 Uhr: Mehr als zwei Millionen bestätigte Corona-Fälle in Afrika

    Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen hat in Afrika die Zwei-Millionen-Marke überschritten. Auf dem Kontinent mit insgesamt 1,3 Milliarden Einwohnern seien seit Beginn der Pandemie mehr als 48.000 Menschen an oder mit dem Virus gestorben, teilten die Afrika-Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention mit. Die Infektions- und Todeszahlen machen im weltweiten Vergleich weniger als vier Prozent aus.

    Er sei besorgt darüber, dass die Bereitschaft zur Vorbeugung gegen die Verbreitung des Virus nachlasse, während viele der 54 afrikanischen Staaten Reisebeschränkungen und andere Sperrmaßnahmen lockerten, um die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns abzufedern, sagte Afrika-Zentren-Leiter John Nkengasong. So sei die Bereitschaft zurückgegangen, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das sei gefährlich.

    18.06 Uhr: Bundesinnenministerium will Feuerwerke nicht verbieten

    Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer (CSU), will kein bundesweites Verbot von Silvesterfeuerwerken. Im Bayerischen Rundfunk sagte Mayer: "Ein kategorisches Verbot von Silvesterfeuerwerken ist aus Sicht des Bundesinnenministeriums nicht erforderlich." 

    Silvester werde in diesem Jahr anders sein als sonst, so Mayer. Trotzdem werde die Politik alles dafür tun, damit die Bürgerinnen und Bürger Silvester angemessen aber trotzdem freudig begehen können: "Ich bin der Auffassung, dass ein Feuerwerk nicht an sich die große Gefahr ist, dass es zu weitreichenden Infektionen kommen wird." Natürlich müssten die Abstandsregeln eingehalten und Masken getragen werden, so Mayer, aber "ein kategorisches Verbot von Silvesterfeuerwerken ist aus Sicht des Bundesinnenministeriums nicht erforderlich."

    Stephan Mayer verwies auf den Spielraum der Kommunen. Schon heute hätten sie die Möglichkeit, Feuerwerke und Böller zu verbieten. Er habe den Eindruck, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister wüssten, mit den rechtlichen Mitteln umzugehen. Mayer: "Es wäre der falsche Weg, wenn man von Seiten des Bundes alle über einen Kamm schert."

    17.55 Uhr: Bundestagsabgeordnete missachten offenbar Corona-Regeln

    Mehrere Abgeordnete des Bundestages missachten offenbar die seit Monaten geltenden Corona-Regeln. In einem Rundschreiben beklagt Vizepräsidentin Claudia Roth (Grüne), dass sich einige Parlamentarier "trotz positiv getesteter Kontaktpersonen in ihrem unmittelbaren Umfeld nicht in häusliche Quarantäne begeben haben". Dies gefährde "Leben und Gesundheit" der Mitarbeiter in den betroffenen Abgeordnetenbüros, heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Enge Kontaktpersonen von positiv Getesteten sind grundsätzlich dazu verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben - mindestens bis zu einem negativen Corona-Test. Nach Roths Angaben sind jedoch "Fälle bekannt, bei denen die Betroffenen mehrere Tage in ihren voll besetzten Büros verweilt haben, obwohl sie das Testergebnis hätten abwarten müssen". Vor diesem Hintergrund appellierte die Bundestagsvizepräsidentin dringend an die Abgeordneten, das Infektionsrisiko ernst zu nehmen.

    Um wie viele Fälle es sich handelt und welcher Partei die jeweiligen Abgeordneten angehören, ist unbekannt. Das Rundschreiben ging den Angaben zufolge an alle 709 Parlamentarier.

    17.44 Uhr: Schweizer Intensivstationen zu fast 80 Prozent belegt

    In den Schweizer Kliniken ist die Lage wegen der hohen Zahl von Covid-19-Patienten angespannt. Von 1.149 Intensivbetten waren am Donnerstag 902 belegt, die Reserve betrug damit knapp 22 Prozent, wie der Koordinierte Sanitätsdienst (KSD) berichtete, der die Lage in den Krankenhäusern täglich abfragt. 534 Covid-19-Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt, nach 505 am vergangenen Samstag. Nach Angaben des Sanitätsdienstes kann die Gesamtzahl der Intensivbetten auf 1.400 ausgebaut werden.

    Die Schweiz gehört in Europa zu den Ländern, die am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen sind. Die Rate der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner war zuletzt aber rückäufig. In der Kalenderwoche 46 (9.11-15.11.2020) lag sie bei 455, ein deutlicher Rückgang zur Vorwoche mit 594. Die Zahl der neuen Infektionen ging um 23 Prozent zurück. In Deutschland lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei 138,9.

    17.38 Uhr: 36.176 Neuinfektionen in Italien

    Das italienische Gesundheitsministerium meldet 36.176 Neuinfektionen und 653 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Am Vortag waren es knapp 1.900 Neuansteckungen weniger, aber 100 Todesfälle mehr. Insgesamt verzeichnet das früh von Corona getroffene Land seit dem ersten Ausbruch im Februar rund 1,3 Millionen Infektionen und 47.870 Todesfälle.

    17.26 Uhr: Mindestens 96 Corona-Impfzentren in Bayern geplant

    Mindestens 96 Corona-Impfzentren sollen in Bayern bis Mitte Dezember einsatzbereit sein. In jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt im Freistaat sei mindestens ein Impfzentrum geplant, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Bei Bedarf könnten auch mehrere kleinere Zentren eingerichtet werden. Darüber hinaus sollen überall mobile Teams für Impfungen in Einrichtungen wie Pflegeheimen bereitstehen.

    Alle Landkreise und kreisfreien Städte seien mit der Suche nach passenden Gebäuden beauftragt. Auch die Organisation vor Ort und das Personal liege in ihrer Verantwortung, betonte der Sprecher. Die Impfzentren könnten vom öffentlichen Gesundheitsdienst oder von externen Dienstleistern betrieben werden. Die Kosten für die Zentren übernimmt der Freistaat, soweit diese nicht von anderen Trägern erstattet werden.

    Sobald der Impfstoff verfügbar ist, soll es demnach keine Verzögerungen mehr geben. Der Bund rechnet in seiner Nationalen Impfstrategie zwar frühestens Anfang nächsten Jahres mit einer Zulassung von Impfstoffen. Sicherheitshalber sollen die Impfzentren in Bayern aber schon ab dem 15. Dezember zur Verfügung stehen.

    17.16 Uhr: Virologe Drosten - 2021 wieder "weitgehend normales" Leben

    Nach den Erfolgen in der Impfstoffentwicklung gegen das Corona-Virus erwartet der Berliner Virologe Christian Drosten eine Normalisierung des Lebens im kommenden Jahr. "Ich glaube, dass wir nächstes Jahr um diese Zeit sehr viel weiter sind", sagte Drosten beim virtuellen "Junge Elite Gipfel 2020" des Wirtschaftsmagazins "Capital". Zwar werde es immer noch Vorsichtsmaßnahmen geben, aber die Menschen würden sich "weitgehend normal" bewegen und verhalten können.

    Der Chefvirologe der Berliner Charité widersprach der These, dass derzeit Virologen und Epidemiologen die Geschicke des Landes bestimmten. Entscheidungen träfen noch immer Politiker, seine Kollegen und er könnten lediglich beraten. "Ich glaube nicht, dass ich etwas mit Autorität beeinflussen kann", sagte Drosten und bezeichnete sich als ein "kleines Rädchen".

    17.02 Uhr: Lage in Rothenburger Seniorenheim weiter kritisch

    Nachdem im Seniorenzentrum in Rothenburg innerhalb einer Woche sieben Heimbewohner mit einer Covid-19-Infektion verstorben sind, ist die Lage weiter angespannt. Wie eine Sprecherin mitteilte, steht die komplette Einrichtung noch immer unter Quarantäne. Im Seniorenzentrum haben sich bislang 49 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 28 Mitarbeitende mit dem Corona-Virus infiziert. Insgesamt seien bisher 13 Heimbewohner an den Folgen des Virus verstorben.

    Aktuell befindet sich kein Bewohner mehr im Krankenhaus. Mitarbeitende mit Symptomen haben die Infektion gut überstanden und sind zum Teil wieder im Dienst. Die Pflege- und Betreuung sei sichergestellt. Zusätzlich könne auch auf die Unterstützung aus anderen Einrichtungen zurückgegriffen werden, hieß es weiter. Insgesamt hat das Seniorenzentrum 97 Bewohner und sowie 87 Mitarbeitende.

    16.44 Uhr: Lagarde ruft EU-Länder zur raschen Auszahlung von Corona-Hilfen auf

    EZB-Chefin Christine Lagarde hat die europäischen Staaten aufgefordert, ihren Streit über das EU-Budget zu beenden und dringend benötigte Corona-Hilfen zügig auszuzahlen. Das Finanzpaket "Next Generation EU", zu dem der 750 Milliarden Euro schwere Wiederaufbaufonds zur Bewältigung der Pandemie-Folgen gehört, müsse ohne Verzögerung umgesetzt werden, sagte die Französin vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments.

    Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank zeichnete angesichts der zweiten Pandemie-Welle zudem ein eher düsteres Bild der Konjunktur. "Es wird erwartet, dass die Wirtschaft der Euro-Zone schwer getroffen wird durch die Auswirkungen des raschen Anstiegs der Infektionen und der Wiedereinführung von Eindämmungsmaßnahmen," sagte Lagarde. Das gefährde die kurzfristigen Konjunkturaussichten und es werde schwierig sein, die Zeitlücke zu überbrücken, bis Impfungen weit fortgeschritten seien und die Erholung eigenen Schwung erreiche.

    Polen und Ungarn hatten ein Veto gegen die EU-Finanzplanung eingelegt, weil die Auszahlung von EU-Mitteln künftig an die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien geknüpft werden soll. Daher besteht die Gefahr, dass die Auszahlung der Gelder sich auch im Falle eines Kompromisses verzögert. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft bemüht um eine schnelle Lösung des Streits.

    16.10 Uhr: Brexit-Verhandlungen wegen Corona-Fall unterbrochen

    Die Verhandlungen über ein europäisch-britisches Freihandelsabkommen nach dem Brexit sind wegen eines Corona-Falls in dem Brüsseler Verhandlungsteam unterbrochen worden. EU-Chefunterhändler Michel Barnier gab bekannt, jemand aus seinem Team sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mit dem britischen Unterhändler David Frost sei daraufhin entschieden worden, die Verhandlungen auf ihrer Ebene vorerst auszusetzen.

    15.59 Uhr: Merkel ruft Generationen zum Zusammenhalt auf

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie zum Zusammenhalt der Generationen aufgerufen. Sie bat besonders "die Jüngeren", "ein Herz zu haben" für jene Generation, die das Land aufgebaut habe.

    "Wir gehen durch eine schwere Zeit", sagte Merkel bei einem virtuellen Bürgerdialog mit Pflegebedürftigen, pflegenden Angehörigen und Pflegekräften. Wie in der Familie komme auch die Gesellschaft am besten durch eine solche Zeit, wenn sie zusammenhalte. "Es liegen noch schwere Wintermonate vor uns", mahnte die Kanzlerin. Aber die positive Nachricht sei die Aussicht auf einen Impfstoff.

    Die Kanzlerin appellierte, alle nicht notwendigen Kontakte zu vermeiden, damit weiterhin Besuche etwa bei Pflegebedürftigen und Angehörigen garantiert werden könnten. Dazu trügen inzwischen auch die Schnelltests bei. Der Schutz vulnerabler Gruppen dürfe nicht mehr dadurch geschehen, dass sie isoliert würden, betonte Merkel.

    15.46 Uhr: Schokoladen-Nikolaus mit Mundschutz sorgt für Empörung

    Ein Schokoladen-Nikolaus mit Mundschutz - die Idee einer nordbayerischen Konditorei hat für Anfeindungen in sozialen Netzwerken gesorgt. Auf Facebook reihten sich Kommentare wie "abartig", "Wir hoffen, dass ihr bankrott macht" und "Schämt euch" aneinander.

    "Ich wollte keinem auf die Füße treten. Das war einfach nur als Gag gedacht", hält Herbert Häcker, Inhaber von Café Heintz in Bad Königshofen im Grabfeld, dem entgegen. Mittlerweile häuften sich auf Facebook aber auch positive Kommentare und es gebe eine Menge an Bestellungen. Schon zu Ostern stellte die Konditorei Osterhasen mit Mundschutz vor - darüber hatte sich keiner beschwert.

    15.40 Uhr: Zahl der Intensivpatienten in Deutschland steigt langsam

    Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in deutschen Krankenhäusern steigt weiter leicht. Nach Angaben des sogenannten Divi-Register werden derzeit 3.592 Corona-Intensivpatienten behandelt. Vor zwei Tagen hatte die Zahl noch bei 3.518 gelegen. Die Zahl der freien Intensivbetten sank von 6.518 am Dienstag auf 6.285. Die Werte verändern sich zeitversetzt zur Zahl der Neuinfektionen, weil schwere Krankheitsverläufe meist erst zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung auftreten.

    15.25 Uhr: Mehr als 4.500 Neu-Infektionen in Bayern – fast 50 Todesfälle

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern ist von gestern auf heute um 4.539 gestiegen. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) haben sich seit Beginn der Pandemie in Bayern insgesamt 169.096 Menschen mit dem Sars-Cov2-Virus infiziert.

    In den vergangenen 24 Stunden starben in Bayern 49 Menschen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatten. Der bayernweite Inzidenzwert liegt bei 172,80, den höchsten Wert weist der Regierungsbezirk Schwaben mit 204,32 auf. Den niedrigsten Wert hat heute Unterfranken mit einem Inzidenzwert von 127,35. Unter den Städten und Landkreisen bleibt der Landkreis Freyung-Grafenau derjenige mit dem höchsten Inzidenzwert von 345,83. Am niedrigsten ist er im Landkreis Kulmbach mit 41,92.

    15.22 Uhr: Mehr als zwei Millionen Infektionen in Russland - 463 Corona-Tote in 24 Stunden

    In Russland hat die Zahl der registrierten Corona-Infektionen die Schwelle von zwei Millionen überschritten. Bis Donnerstag wurden nach Regierungsangaben insgesamt 2,02 Millionen Infektionsfälle und 34.850 Todesfälle gemeldet. Mit 23.610 Neuinfektionen und 463 Corona-Tote binnen 24 Stunden erreichte das Land zudem erneute Höchstwerte.

    Russland ist weltweit das am fünftstärkste von der Pandemie betroffene Land. Kreml-Sprecher Dmitry Peskow sprach von einer "sehr beunruhigenden" Situation. Die Eindämmung der Epidemie habe für Präsident Wladimir Putin "oberste Priorität". Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in Europa lehnt Russland strikte Beschränkungen im Kampf gegen die zweite Welle aber weiterhin ab.

    Experten werfen den russischen Behörden vor, das Ausmaß der Corona-Pandemie herunterzuspielen. Eine von März bis September registrierte Übersterblichkeit von mehr als 117.000 Todesfällen legt nahe, dass deutlich mehr Menschen an Covid-19 starben als angegeben. Zudem registrieren die Behörden nur die tatsächlich an Covid-19 gestorbenen Patienten, während andere Länder alle Todesopfer auflisten, die positiv getestet waren.

    15.17 Uhr: UN - Corona könnte bis zu 130 Millionen in extreme Armut stürzen

    Die Corona-Pandemie verschärft laut den Vereinten Nationen weltweit massiv die Armut. Besonders die Menschen in den Staaten des Südens seien die Leidtragenden der globalen ökonomischen Talfahrt, warnte die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) in Genf.Die Krise drohe bis zu 130 Millionen Menschen in extreme Armut zu stürzen, heißt es in einem Unctad-Bericht über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Zum ersten Mal seit 1998 wachse die Armut in der Welt wieder.

    Nach einer Definition der Weltbank lebt ein Mensch in extremer Armut, wenn er weniger als 1,90 US-Dollar (1,61 Euro) pro Tag zur Verfügung hat. Ein Jobverlust komme für viele Menschen in armen Ländern einem freien ökonomischen Fall gleich, weil eine Absicherung fehle. Die Unctad geht davon aus, dass 85 Prozent der Arbeitnehmer in den rund 50 ärmsten Ländern keinerlei sozialen Schutz haben.

    15.12 Uhr: Gericht bestätigt Verbot von AfD-Landesparteitag

    Das Verwaltungsgericht in Ansbach hat das Verbot des bayerischen Landesparteitags der AfD in einer Eilentscheidung bestätigt. Der für diesen Samstag im mittelfränkischen Greding mit bis zu 751 Teilnehmern geplante Parteitag könne wegen der Corona-Auflagen nicht stattfinden, teilte das Gericht mit.

    Gegen den Beschluss kann die AfD nun Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München einreichen. Die Partei hatte bereits angekündigt, möglichst durch alle Instanzen das Verbot des Landesparteitags angreifen zu wollen.

    Das Landratsamt Roth hatte es am Montag abgelehnt, für den Parteitag eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen. Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen wurde eine Genehmigung vom 15. September widerrufen. Die AfD verweist auf die frühere Erlaubnis und auf ein Hygienekonzept, nach dem die Parteiversammlung in einer Halle und einem Zelt durchgeführt werden soll.

    15.00 Uhr: Finnland verlängert Einreisebeschränkungen bis Mitte Dezember

    Finnland verlängert seine Einreisebeschränkungen bis zum 13. Dezember. Die Unterschiede der Corona-Lage in Finnland und im übrigen Europa seien groß, teilte die Regierung mit. Es gebe keinen Anlass, die Beschränkungen für die EU- und Schengenländer zu lockern.

    Aus praktisch dem gesamten Schengenraum ist die Einreise nach Finnland damit weiter nicht möglich, auch nicht aus Deutschland. Für den Pendlerverkehr im finnischen Grenzgebiet gibt es Ausnahmen. Ins Land kommt man ansonsten nur, wenn man nach Finnland zurückreist, Finnland nur Transitland ist, man auf Dienstreise ist oder einen anderen wichtigen Grund zur Einreise hat. Wer ins Land kommt, wird zur zehntägigen Quarantäne aufgefordert. Mit Hilfe von Corona-Tests kann man diese Zeit verkürzen.

    Finnland hat derzeit die niedrigsten Neuinfektionszahlen Europas. Laut EU-Gesundheitsbehörde ECDC gab es in dem EU-Land in den vergangenen 14 Tagen 54,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Deutschland liegt auf die Bevölkerung gerechnet bei rund 311, Österreich gar bei 1.084.

    14.48 Uhr: Estland mit Höchststand bei Neuinfektionen

    In Estland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen mit 414 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht. Mehr als die Hälfte davon wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde in der Hauptstadt Tallinn und der umliegenden Region registriert. Der bisherige Rekordwert lag bei 374 Fällen. 

    Behördensprecherin Eike Kingsepp sagte einem Rundfunkbericht zufolge in Tallinn, die steigende Corona-Zahlen seien auch durch mehr Tests bedingt. Das Infektionsniveau habe aber im gesamten Land zugenommen. "Die Ausbreitung des Coronavirus ist in Estland weit ausgedehnt und schnell", sagte sie. 

    Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 8.715 bestätigte Corona-Infektionen und 86 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Der Baltenstaat gehört nach Angaben der EU-Behörde ECDC trotz steigender Fallzahlen zu den aktuell weniger stark betroffenen Ländern in Europa.

    14.40 Uhr: AfD klagt gegen Maskenpflicht beim Bundesparteitag

    Die AfD hat nach eigenen Angaben einen Eilantrag beim nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht eingereicht, um die generelle Maskenpflicht bei ihrem anstehenden Bundesparteitag zu kippen. Aus dem Bundesvorstand der Partei hieß es, die "Betätigungsfreiheit" von politischen Parteien werde durch die Vorschrift der Genehmigungsbehörde in Kalkar, selbst im Freien und bei Einhaltung des Mindestabstands durchgehend Maske zu tragen, "unangemessen beschränkt".

    Bundesvorstandsmitglied Alexander Wolf sagte: "Wir sind uns der besonderen Lage durchaus bewusst, bewerten diese Vorgaben aber als zu weitreichende und damit unverhältnismäßige Eingriffe". Daher lasse die AfD jetzt die Frage, ob eine generelle Pflicht zum Tragen einer Maske - auch am Sitzplatz - rechtmäßig sei, gerichtlich prüfen.

    Die AfD will ab dem 28. November im nordrhein-westfälischen Kalkar ihren zweitägigen Bundesparteitag mit 600 Delegierten abhalten. Die Veranstaltung wurde genehmigt, allerdings unter strengen Hygiene-Auflagen, um eine Verbreitung des Coronavirus auf dem Parteitag zu verhindern.

    14.34 Uhr: Söder macht Hoffnung auf Weihnachten "im Kreis der Familie"

    Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht trotz der hohen Corona-Infektionszahlen eine Chance auf ein Weihnachtsfest mit der Familie. "Es soll das Ziel sein, doch im Kreis der Familie feiern zu können, aber da haben wir noch ein Stück Wegstrecke vor uns", sagte Söder bei einem Besuch des Universitätsklinikum Augsburg. Zwar werde Weihnachten in diesem Jahr anders als sonst, weil etwa Weihnachtsmärkte oder große Urlaube fehlten. Dennoch betonte Söder mit Blick auf die getroffenen Maßnahmen: "Je mehr wir uns in den nächsten Wochen zusammenreißen, desto besser ist es an Weihnachten."

    Derzeit stabilisierten sich die Infektionszahlen zwar, sie seien aber weiter auf hohem Niveau, mahnte Söder. Die Belegungen in den Krankenhäusern und die Zahl der Todesfälle stiegen deutlich an.

    14.22 Uhr: Rewe-Chef kritisiert Staatshilfen für TUI und FTI

    Der Chef des Handelskonzerns Rewe, zu dem auch das Reiseunternehmen DER Touristik gehört, sieht die Staatshilfen für die Konkurrenten TUI und FTI kritisch. "Ich hoffe sehr, dass unsere Konkurrenten die erhaltenen Hilfen nach der Krise komplett zurückzahlen und der Staat nicht ein Auge zudrückt", sagte Lionel Souque dem "Manager Magazin". Sollte das nicht der Fall sein, wäre das nach Ansicht des Rewe-Chefs "grob unfair".

    Er sei zwar "sehr dafür, dass man dabei hilft, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu sichern". Man könne sich trotzdem darüber wundern, "dass der Staat mit TUI und FTI zwei Unternehmen unterstützt, die streng genommen keine deutschen Firmen sind". So sei TUI an der Londoner Börse zu Hause und habe einen russischen Milliardär als Ankeraktionär. FTI gehöre mehrheitlich einem ägyptischen Geschäftsmann. Hinter DER Touristik dagegen stünden 1.800 mittelständische Unternehmer aus Deutschland.

    14.10 Uhr: DEL-Saison startet am 17. Dezember

    Nach mehr als neunmonatiger Zwangspause startet die Deutsche Eishockey Liga am 17. Dezember doch noch in eine neue Spielzeit. Darauf einigten sich die 14 Clubs, nachdem sie den Saisonstart wegen der Corona-Krise zuvor bereits zweimal verschoben hatten.

    14.04 Uhr: Europas Arzneimittelebehörde informiert online über Impfstoffe

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will Europäer über die Zulassung der Corona-Impfstoffe informieren und Fragen zu Sicherheit und Wirksamkeit beantworten. Bei einem Online-Treffen am 11. Dezember könnten sich Bürger mit Fragen und Beiträgen beteiligen, teilte die Behörde in Amsterdam mit. Fragen oder Beiträge können bis zum 27. November schriftlich eingereicht werden. Das Treffen wird live im Internet ausgestrahlt.

    Die EMA prüft derzeit drei Impfstoffe im sogenannten Rolling Review-Verfahren. Dabei werden Ergebnisse von Studien ausgewertet, noch bevor der Antrag auf Zulassung gestellt wurde. Dadurch wird das Verfahren erheblich verkürzt. Nach Angaben der EMA gelten aber dieselben Standards für Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit wie bei der Zulassung anderer Impfstoffe und Medikamente.

    13.38 Uhr: OECD kritisiert Schwächen in Europas Gesundheitssystemen

    Die Corona-Pandemie hat laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gravierende Schwachstellen in Gesundheitssystemen und die unzureichende Vorbereitung vieler europäischer Länder auf eine Gesundheitskrise offenbart.

    Staaten müssten vor allem mehr in ihr Gesundheitspersonal investieren, heißt es in dem Bericht. Gleichzeitig habe sich gezeigt, dass Länder, die in der Lage sind, schnell auf die Krise zu reagieren, kostspielige weitgehende Corona-Beschränkungen vermeiden können.

    "Die erste Welle der Covid-19-Pandemie machte den bereits bestehenden Mangel an Ärzten und Krankenschwestern in vielen Ländern sichtbarer und akuter", heißt es in dem Text. Der Mangel an Personal sei in der Krise eine größere Einschränkung als der Mangel an Krankenhausbetten gewesen.

    Die Untersuchung kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass Regierungen Strategien zur VErmeidung weiterer Lockdowns erabeiten müssten. Wichtig seien Tests zur Kontaktnachverfolgung und Kontaktbeschränkungen, die Verfügbarkeit von Masken und die Einschränkung von Mobilität. Auch digitale Maßnahmen wie Corona-Apps könnten helfen.

    13.14 Uhr: WHO - Ein Corona-Toter in Europa alle 17 Sekunden

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt eine wachsende Zahl an Corona-Todesfällen in Europa. In den vergangenen beiden Wochen habe die Zahl der Sterbefälle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen um 18 Prozent zugenommen, sagte der Direktor der WHO-Region Europa, Hans Kluge, auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Vergangene Woche seien mehr als 29.000 Todesfälle registriert worden, was bedeute, dass alle 17 Sekunden eine Person in der europäischen Region mit Covid-19 stirbt.

    Dass derzeit pro Tag 4.500 Leben an Covid-19 verloren gingen, sei vermeidbar, sagte Kluge. Wer sich an Richtlinien halte und gegen Missinformationen vorgehe, liefere einen Beitrag, um Sterbefälle zu vermeiden.

    Kluge hatte aber auch Positives zu berichten: Dank dem Befolgen eines umsichtigen Verhaltens habe sich die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen in der vergangenen Woche von mehr als zwei Millionen in der Vorwoche auf schätzungsweise 1,8 Millionen verringert. "Das ist ein kleines Signal, aber ein Signal nichtsdestotrotz", so Kluge.

    Darüber hinaus gebe es allerdings auch zunehmende Anzeichen dafür, dass die Gesundheitssysteme in Europa wegen zunehmender Corona-Zahlen an ihre Grenzen stoßen. In Frankreich zum Beispiel seien die Intensivstationen seit zehn Tagen mit mehr als 95 Prozent ausgelastet, in der Schweiz sei die volle Auslastung schon erreicht.

    12.56 Uhr: Städte- und Gemeindebund gegen generelles Böllerverbot

    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund spricht sich gegen ein generelles Verbot von Böllern und Feuerwerk in der Corona-Pandemie aus. "Die Leute haben doch Frust ohne Ende. Alles wird verboten, nirgends kann man hin", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Deutschen Presse-Agentur: "Natürlich wird das kein Silvester geben mit riesen Partys und riesen Feuerwerken." Für einzelne Haushalte sehe er aber keinen Anlass für ein Verbot.

    Einige Städte hatten schon vor Monaten Verbotszonen etwa in Innenstädten angekündigt. Wegen der Corona-Pandemie fordern einige Innenpolitiker und Polizei-Gewerkschafter nun ein generelles Böllerverbot an Silvester. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) lehnt ein Verbot bisher offenbar ab.

    12.41 Uhr: Dänemark lockert Corona-Beschränkungen für Nerzzucht-Region

    Die dänische Regierung hebt die meisten der Corona-Beschränkungen für die von der Nerzzucht geprägte Region Nordjütland vorzeitig auf. Der Großteil der Maßnahmen werde schon an diesem Donnerstag gelockert, weil neue Daten eine fallende Tendenz bei den Infektionen durch bei Nerzen auftretende Coronavirus-Varianten zeigten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Ab Freitag wird auch der öffentliche Nahverkehr wiederaufgenommen, Restaurants und Lokale sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen dürfen dann ebenfalls wieder öffnen. Ursprünglich sollten die Beschränkungen bis zum 3. Dezember gelten.

    Die Regierung in Kopenhagen hatte die Maßnahmen aus Sorgen vor Coronavirus-Varianten eingeführt, die innerhalb der Nerzbestände im Land aufgetreten waren. Mittlerweile sind alle Pelztiere auf den infizierten Nerzfarmen getötet worden.

    12.30 Uhr: "Ärzte ohne Grenzen" wollen Patentschutz bei Corona-Medikamenten lockern

    "Ärzte ohne Grenzen" hat an die Industrieländer appelliert, eine Initiative zum Aussetzen von Patenten auf Corona-Medikamente und -Impfstoffe zu unterstützen. Fast 100 Staaten stünden hinter der Initiative Indiens und Südafrikas bei der Welthandelsorganisation (WTO), nicht jedoch die USA, die EU-Staaten und Japan, erklärte die Nothilfeorganisation in Berlin.

    An diesem Freitag stehen bei der WTO Beratungen dazu an. Wird die Initiative angenommen, wäre es allen Ländern erlaubt, die Durchsetzung des Rechts auf geistiges Eigentum an medizinischen Produkten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auszusetzen. Das soll so lange möglich sein, bis eine weltweite Herdenimmunität erreicht ist. Ziel ist, armen Ländern zu günstigen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnosemitteln zu verhelfen. Ähnlich wurde auch vor 20 Jahren bei der Bekämpfung von HIV/Aids verfahren, als das Patentschutzabkommen Trips gelockert wurde.

    12.18 Uhr: RKI macht Erfolge in neuer Corona-Welle aus - Wende aber offen

    Trotz Infektionszahlen nahe der Rekordstände macht das Robert-Koch-Institut Fortschritte im Kampf gegen die zweite Corona-Welle in Deutschland aus. Zwar sei die Lage weiterhin "sehr ernst", sagte RKI-Chef Lothar Wieler in Berlin: "Tatsache ist aber, dass die Maßnahmen wirken."

    Die Fallzahlen hätten sich auf hohem Niveau stabilisiert, "das ist eine gute Nachricht." Er selbst sei auch optimistisch, dass sich dies fortsetzt. "Wir wissen aber nicht, ob das eine Trendwende ist." Derzeit seien die Fallzahlen jedoch noch viel zu hoch. Es könne sein, dass Patienten auf den Intensivstationen nicht mehr immer optimal versorgt werden. Die Infektionszahlen dürften daher keinesfalls weiter steigen.

    Am Donnerstag hatte das RKI über 22.600 neue Corona-Fälle gemeldet. Dies waren deutlich mehr Infektionen als am Mittwoch und auch mehr als am Donnerstag vor einer Woche. 251 Todesfälle wurden gemeldet, so dass nun insgesamt 13.370 Menschen am oder mit Covid-19 in Deutschland gestorben sind. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner - gab das RKI für Donnerstag mit 138,9 an. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat als Ziel für die Lockerung der derzeit geltenden Einschränkungen den Wert von 50 ausgegeben.

    12.10 Uhr: München - Oktoberfest-Absage 2021 steht noch nicht zur Diskussion

    Eine mögliche Absage des Oktoberfests 2021 ist derzeit noch kein Thema. Das machte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) in der heuten Stadtratssitzung deutlich. Er reagierte damit auf eine Forderung von Linken-Stadtrat Thomas Lechner. Man könne jetzt noch nicht sagen, wie die Corona-Lage im nächsten Spätherbst sei, betonte der OB, und man müsse den Menschen auch Hoffnung geben. Eine Entscheidung über die Wiesn werde man gegebenenfalls "rechtzeitig" treffen, jetzt müsse man die Diskussion aber noch nicht führen.

    11.32 Uhr: Paul-Ehrlich-Institut wirft Impfstoff-Gegnern Angstmache vor

    Das für die Zulassung von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat Impfstoff-Gegnern Angstmache vorgeworfen. "Warnungen vor Erbgutschäden sind falsch und verursachen unbegründete Ängste", sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Befürchtungen, die neuen mRNA-Impfstoffe könnten das Erbmaterial des Menschen verändern, entsprächen "nicht dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand", so Cichutek.

    Auch Angaben von Impf-Skeptikern, es gebe noch keinerlei humanmedizinische Erfahrungswerte mit Gen-Impfstoffen, widersprach der PEI-Präsident. "Es gibt schon Erfahrungen mit mRNA-Impfstoffen beim Menschen im Rahmen klinischer Prüfungen, etwa mit einem therapeutischen Tumorimpfstoff. Dabei haben sich keine besorgniserregenden Nebenwirkungen gezeigt."

    Mehrere Impfstoffhersteller wollen in Kürze die Zulassung beantragen und berichten von einer Wirksamkeit ihrer Vakzine von 90 bis 95 Prozent. Schon aus den Prüfphasen I und II gebe es Daten, die sehr zuversichtlich machten, hieß es dazu beim PEI. Es sei davon auszugehen, dass sich dies in der laufenden Phase 3 mit Zehntausenden von Probanden bestätige. Für eine Zulassung in Europa ist das grüne Licht der EU-Kommission nötig.

    10.52 Uhr: Datenaustausch von WarnApps in sieben EU-Ländern

    Nach Angaben eines Vertreters der EU-Kommission können Corona-Warnapps aus sieben Staaten der Europäischen Union miteinander Daten austauschen. Dies gelte derzeit für die Warnapps aus Deutschland, Dänemark, Lettland, Italien, Spanien, Irland und Kroatien. Ziel sei, den Datenaustausch zwischen weiteren Staaten zu ermöglichen.

    10.08 Uhr: Mehr als 5.500 Neuinfektionen in Tschechien

    In Tschechien verzeichnet das Gesundheitsministerium 5.515 weitere Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden. Das ist der höchste Wert seit dem 13. November, aber nur ein Drittel der Ende Oktober und Anfang November gemeldeten Spitzenwerte. Insgesamt verzeichnet das Land mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern mehr als 475.000 Ansteckungsfälle. Die Zahl der Todesfälle stieg um 66 auf 6740.

    Tschechien ist eines der am stärksten von der zweiten Corona-Welle betroffene Land in Europa. Zuletzt gab es aber eine Abwärtstendenz bei den Neuinfektionen.

    09.52 Uhr: Neue Corona-Höchstwerte in Russland

    In Russland ist die Zahl der Infektionsfälle auf über zwei Millionen gestiegen. Die Gesundheitsbehörden melden 23.610 Neuinfektionen und 463 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus binnen 24 Stunden - beides neue Höchstwerte. Allein in Moskau wurden knapp 6.500 neue Ansteckungsfälle nachgewiesen, die Hauptstadt ist die am stärksten betroffene Region in dem Land. Weltweit verzeichnet Russland mit seinen rund 145 Millionen Einwohnern die fünfthöchste Infektionszahl nach den USA, Indien, Brasilien und Frankreich.

    07.58 Uhr: Mehr als zwei Millionen bestätigte Fälle in Afrika

    In Afrika gibt es inzwischen mehr als zwei Millionen bestätigte Coronavirus-Fälle. Den Zahlen der Afrika-Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention vom Donnerstag ist auch zu entnehmen, dass es auf dem Kontinent mit 54 Ländern mehr als 48.000 Todesfälle mit dem Coronavirus gegeben hat. In Afrika leben rund 1,3 Milliarden Menschen.

    Die Leitung der Afrika-Zentren hatte in dieser Woche Besorgnis geäußert, dass weniger Menschen Masken trügen. Das sei gefährlich, sagte Direktor John Nkengasong. Gesundheitsbehördenvertreter in Afrika machen sich Sorgen, dass die afrikanischen Länder bei der Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus im Gegensatz zu reicheren Ländern zu kurz kommen werden.

    06.40 Uhr: 34.091 Neuinfektionen in Brasilien

    Das brasilianische Gesundheitsministerium meldet 34.091 zusätzliche bestätigte Fälle. Das lateinamerikanische Land verzeichnet seit Beginn der Pandemie damit mehr als 5,9 Millionen Coronavirus-Infektionen. Die Zahl der Todesfälle steigt offiziellen Daten zufolge binnen 24 Stunden um 756 auf 167.455.

    06.37 Uhr: Mehr als 250.000 Corona-Tote in den USA

    In den USA sind nach Zählung der Nachrichtenagentur Reuters bislang mehr als eine Viertelmillion Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. In den vergangenen sieben Tagen meldeten die Vereinigten Staaten im Durchschnitt täglich 1.176 Tote - mehr als die täglichen Todesfälle aus Indien und Brasilien zusammen. Indien und Brasilien sind nach den USA am stärksten von der Pandemie betroffen.

    Die Zahl der mit dem Virus ins Krankenhaus eingelieferten Personen stieg bis Mittwochnachmittag auf mindestens 78.630, den höchsten Stand seit dem Ausbruch des Virus. Täglich melden die USA rund 158.000 Neuinfektionen.

    05.53 Uhr: Politiker und Polizei fordern Verbot von Silvester-Feuerwerk

    "Das Silvesterfeuerwerk muss in diesem Jahr coronabedingt ausfallen. Zu Silvesterböllern gesellen sich rasch Alkohol, Personengruppen und Partystimmung", sagt der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt der "Bild"-Zeitung (Donnerstagsausgabe). Wegen der Virus-Pandemie sei das nicht angesagt.

    Auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Kuffer findet, dass dieses Jahr "Silvester-Böllerei und Feuerwerk verboten werden" müssten. Wegen der aufgeheizten Stimmung im Land sei es zu gefährlich, wenn Leute auch noch mit Sprengstoff durch die Straßen laufen würden. Der Nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach sich ebenfalls gegen Böller und Raketen an Silvester aus. Die Entscheidung liege aber bei den Kommunen.

    05.38 Uhr: RKI meldet mehr als 22.000 neue Corona-Fälle

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet mit 22.609 Neuinfektionen rund 5000 mehr als am Vortag. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen steigt demnach auf 855.916. Den Daten zufolge starben 251 weitere Menschen an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich somit auf 13.370.

    Mittwoch, 18. November

    21.15 Uhr: Berliner Corona-Demo - 365 Menschen in Gewahrsam

    Bei der Demonstration gegen Corona-Auflagen und das Infektionsschutzgesetz in Berlin hat die Polizei bis zum Abend 365 Menschen vorübergehend festgehalten. Freiheitsbeschränkungen und Freiheitsentziehungen seien häufig wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz erfolgt, twitterte die Polizei am Abend. Es gab aber auch den Verdacht auf Landfriedensbruch. Bei zwei Verdächtigen prüfe ein Richter, ob sie in Untersuchungshaft kommen.

    Bislang sind der Polizei zehn verletzte Beamte bekannt. Darunter sei eine Polizistin, die einen Tritt gegen den Kopf bekommen habe, als sie ihren Helm abnahm, sagte ein Sprecher. Sie sei in ein Krankenhaus gekommen. Einem anderen Kollegen sei die Schulter ausgekugelt worden.

    20.30 Uhr: Deutlich weniger Neuinfektionen in Frankreich

    In Frankreich fällt die Zahl der Neuinfektionen auf 28.383 nach 45.522 am Vortag. Die Zahl der Todesfälle bleibt mit 425 dagegen faktisch gleich nach 428. Auf den Intensivstationen des Landes werden nach den Angaben des Gesundheitsministeriums 4.775 Menschen wegen Covid behandelt, 79 weniger als am Vortag.

    19.30 Uhr: BionTech hofft auf US-Notfallgenehmigung Mitte Dezember

    Biontech-Chef Ugur Sahin hofft noch im Dezember auf eine Notfallzulassung seines Corona-Impfstoffs in den USA. "Ich könnte mir vorstellen, dass in den USA Ende der ersten Dezemberhälfte, zweite Dezemberhälfte eine Genehmigung erfolgen könnte", sagte Sahin am Mittwoch in einem Interview mit Reuters-TV. "Wenn sie so wollen ein Weihnachtsgeschenk." Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten zuvor gemeldet, dass ihr Corona-Impfstoff nach einer endgültigen Analyse einen Schutz von 95 Prozent vor Covid-19 bietet. Eine Notfallgenehmigung in den USA solle nun innerhalb weniger Tage bei der US-Gesundheitsbehörde FDA beantragt werden.

    18.45 Uhr: Protest vor Amtssitz des Bundespräsidenten

    Demonstranten haben am Mittwochabend auch ganz in der Nähe des Amtssitzes des Bundespräsidenten in Berlin gegen die Corona-Auflagen und das Infektionsschutzgesetz protestiert. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fertigte das neue Gesetz aus, das zuvor von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde. In der Parkanlage am Schloss Bellevue versammelten sich nach Schätzungen eines dpa-Reporters mehrere hundert Menschen. Die Polizei forderte die Menschen mehrmals auf, wegen der unerlaubten Versammlung das Gebiet zu verlassen.

    18.30 Uhr: Ethikrat debattiert Impf-Priorisierung

    Der Deutsche Ethikrat hat erneut über Fragen rund um die Verteilung eines künftigen Impfstoffes gegen Sars-CoV-2 diskutiert. Die Vorsitzende der European Group on Ethics in Science and New Technologies und ehemalige Ethikrats-Vorsitzende, Christiane Woopen, erklärte, dass es darum gehe, bei einer Knappheit der Impfdosen die Bedürftigkeit an oberste Stelle zu setzen und die verfügbaren Impfdosen möglichst fair zu verteilen - in Europa und weltweit. Entscheidend sei es, das "ganze Prozedere der Verteilung" nicht dem Markt zu überlassen.

    18.20 Uhr: Fluggesellschaft Norwegian beantragt Gläubigerschutz in Irland

    Die hoch verschuldete norwegische Fluggesellschaft Norwegian beantragt Gläubigerschutz für Tochterunternehmen in Irland. Nach dem Entschluss der norwegischen Regierung, dem Konzern keine weitere Unterstützung zu gewähren, und im Zuge der Coronavirus-Pandemie leite man einen Restrukturierungsprozess für die in Irland ansässigen Norwegian-Töchter Norwegian Air International Limited und Arctic Aviation Assets DAC sowie für einige Töchter von Arctic Aviation Assets DAC ein, teilte die ums Überleben kämpfende Billigfluggesellschaft am Mittwoch mit. Bei dem Verfahren nach irischem Recht (examinership process) bekommen strauchelnde Unternehmen für eine gewisse Zeit Gläubigerschutz. So können die Geschäfte zunächst unter Aufsicht weiter betrieben werden, sodass eine Umstrukturierung ermöglicht werden kann. Ziel des Ganzen sei es, Schulden zu reduzieren, die Flotte anzupassen und sich neues Kapital zu sichern, erklärte Norwegian. Der Prozess schütze die Vermögenswerte der Gläubiger und erlaube dem Unternehmen zugleich, sich auf die Umstrukturierung zu konzentrieren. Geschätzt werde, dass dieser Prozess bis zu fünf Monate dauern werde.

    18.15 Uhr: EU-Kommission will wegen Virus-Pandemie Kartellregeln nicht aufweichen

    Die EU-Kommission will während der Corona-Pandemie ihre Kartellregeln für die Fusion von Unternehmen nicht aufweichen. Dies gelte selbst dann, wenn Firmen erklärten, ohne einen Zusammenschluss drohe die Insolvenz, sagte der Wettbewerbs-Generaldirektor der EU-Kommission, Olivier Guersent, am Mittwoch auf einer Online-Veranstaltung der American Chamber of Commerce. Er erwarte, dass mehr Unternehmen versuchen würden, während der Krise mit Verweis auf einen ansonsten drohenden Zusammenbruch Zusammenschlüsse zu rechtfertigen.

    18.10 Uhr: Erneuter Anstieg mit mehr als 34.000 Neuinfektionen in Italien

    Das italienische Gesundheitsministerium meldet 34.283 Neuinfektionen und damit mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle steigt um 753 und damit so stark wie seit Anfang April während der ersten Welle nicht mehr. Insgesamt sind damit in Italien 47.217 Tote und mehr etwa 1,27 Millionen Infektionen verzeichnet. Die von der Corona-Pandemie heftig getroffene Lombardei in Norditalien sieht sich im Kampf gegen das Virus derzeit auf einem guten Weg. Italien ist seit dem 6. November in drei Corona-Risikozonen geteilt, wobei "rot" für die strengsten Regeln steht. Meist gegen Ende der Woche geben die nationalen Experten in Rom eine neue Bewertung der Gesundheitsdaten heraus. Danach richtet sich die Einstufung. Fontana kündigte an, dass er die Möglichkeit von Do-It-Yourself-Tests für seine Region prüfen lasse. Die Lombardei mit der Hauptstadt Mailand litt schon in der ersten Welle unter den höchsten Fallzahlen.

    18.03 Uhr: Bundespräsident hat Infektionsschutzgesetz ausgefertigt

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das neue Infektionsschutzgesetz ausgefertigt. Das teilte das Bundespräsidialamt am Mittwochabend in Berlin mit. Das zuvor von Bundestag und Bundesrat beschlossene Gesetz kann nun nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.

    18.00 Uhr: Großbritannien meldet Rückgang bei Neuinfektionen und Todesfällen

    Großbritannien meldet 19.609 neue positive Corona-Tests und 529 weitere Todesfälle. Beide Zahlen sind etwas niedriger als die des Vortags.

    17.55 Uhr: AfD klagt gegen Maskenpflicht beim Bundesparteitag

    Die AfD wehrt sich juristisch gegen die Plicht, dass die Delegierten beim Bundesparteitag Ende November in Kalkar einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Der Eilantrag sei am Mittwoch eingegangen, sagte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts (OVG) in Münster der Deutschen Presse-Agentur. Die Stadt Kalkar hatte nach Eingang eines Hygienekonzepts die den Parteitag mit 600 Delegierten und rund 100 Gästen trotz der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen genehmigt. Vorgeschrieben sind in der Messe Kalkar entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln. Der Parteivorstand hatte bereits am 10. November angekündigt, die Verpflichtung, auch am Sitzplatz eine Maske tragen zu müssen, juristisch kippen zu wollen. Bei dem Parteitag vom 28. bis 29. November geht es vor allem um Sozialpolitik und die Nachwahl von zwei Vorstandsmitgliedern.

    17.40 Uhr: Gefälschte Tweets während des Polizeieinsatzes bei Demo aufgetaucht

    Während des Einsatzes der Polizei bei einer Demonstration gegen die Corona-Politik in Berlin sind in sozialen Medien gefälschte Twitter-Mitteilungen aufgetaucht. Die Polizei rief via Twitter dann dazu auf: "Teilen Sie diese bitte keinesfalls weiter - auch nicht aus Spaß. Falschmeldungen lassen sich nur so stoppen." Kontroverse Twitter-Mitteilungen sollten den Anschein erwecken, sie stammten angeblich von der Berliner Polizei. In einem solchen gefälschten Tweet ist von einem "Schussbefehl" die Rede. Mehrere Stunden lang demonstrierten am Mittwoch Gegner der staatlichen Corona-Maßnahmen in Berlin-Mitte. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, nach eigenen Angaben mit einer Art "Sprühnebel".

    17.30 Uhr: Putin besorgt wegen steigender Zahl der Corona-Toten

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich am Mittwoch besorgt angesichts der steigenden Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus gezeigt. "Die Zahl der Neuinfektionen steigt. Besonders alarmierend ist aber die steigende Sterberate", sagte Putin im Staatsfernsehen während eines Regierungstreffens. Am gleichen Taag meldeten die Behörden 456 Corona-Tote binnen 24 Stunden, damit wurde zum zweiten Mal in Folge ein Tageshöchstwert erreicht. Insgesamt wurden bisher in Russland 1,99 Millionen Corona-Infizierte registriert, damit ist das Land der am fünftstärkste von der Pandemie betroffene Staat. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung liegt bei 34.387. Damit weist das Land deutlich weniger Corona-Tote aus als andere von der Pandemie schwer betroffene Staaten.

    17.25 Uhr: EU-Kommission empfiehlt zielgerichtete Fiskalausgaben in Corona-Krise

    Die EU-Kommission hat Euro-Ländern angesichts der zweiten Welle der Virus-Pandemie geraten, auch im nächsten Jahr ihre Haushaltspolitik auf die Erholung der Wirtschaft auszurichten. Zusätzliche Haushaltsausgaben müssten aber vorübergehend und zielgerichtet sein, empfahl die EU-Behörde am Mittwoch. "Da der Gesundheits-Notstand anhält, sollte die Fiskalpolitik in allen Mitgliedstaaten der Euro-Zone 2021 unterstützend bleiben," hieß es in ihren formellen Empfehlungen. Maßnahmen der Politik müssten den länderspezifischen Umständen Rechnung tragen. Die EU-Kommission riet den Regierungen zudem, lebensfähigen Unternehmen während der Krise so lange wie nötig unter die Arme zu greifen.

    17.15 Uhr: Sportstudios rechnen mit 865 Millionen Euro weniger Umsatz

    Für die knapp 10 000 Fitness- und Gesundheits-Anlagen in Deutschland erwartet die Branche wegen Corona einen Umsatzrückgang von 865 Millionen Euro in diesem Jahr. Das teilte der Deutsche Sportstudio-Verband (DSSV) am Mittwoch als Ergebnis einer Umfrage bei seinen Mitgliedern mit. Im Jahr 2019 betrug der Umsatz den Angaben zufolge 5,51 Milliarden Euro. Dazu rechnet der DSSV mit einem Mitgliederrückgang von 11,66 Millionen Menschen, die Ende vergangenen Jahres registriert waren, auf 9,83 Millionen Personen. Von der Bundesregierung wird jetzt die Auflage eines branchenspezifischen Nothilfeprogramms gefordert. Basis der Zahlen ist eine Umfrage, an der vom 5. bis 12. November 1344 im DSSV organisierte Betriebe teilgenommen haben. Zu den Kündigungen in den Studios rechnet der Dachverband mit weiteren fünf Prozent vorübergehend stillgelegter Mitgliedschaften, die erst wieder mit Abklingen der Pandemie aktiv werden könnten.

    16.45 Uhr: Infektionsschutzgesetz passiert Bundestag und Bundesrat

    Bundestag und Bundesrat haben am Mittwoch den Weg für die von der großen Koalition geplanten Änderungen im Infektionsschutzgesetz freigemacht. Im Bundestag stimmten am Mittwoch 415 Abgeordnete für die Reform, um die Corona-Maßnahmen künftig auf eine genauere rechtliche Grundlage zu stellen. 236 stimmten dagegen, 8 enthielten sich bei der namentlichen Abstimmung. Anschließend gab es in einer Sondersitzung des Bundesrates auch von der Mehrheit der Bundesländer die Zustimmung zum sogenannten dritten Bevölkerungsschutzgesetz. Nach der Ausfertigung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt kann es in Kraft treten.

    16.35 Uhr: Jugendherbergen bieten sich als Ersatzschulen an

    Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) bietet seine bundesweit rund 450 Häuser in der Corona-Krise als Ersatzschulen an. Denn um den Unterricht zu entzerren und so die Infektionsraten zu senken, denkt die Politik über die Halbierung von Klassen nach oder sucht alternative Gebäude. Als mögliche Orte für solche temporären Nebenstandorte der Schulen könnten die Jugendherbergen dienen, teilte das DJH am Mittwoch in Detmold mit. Der Landesverband Bayern erklärte, dass allein im Freistaat 42 Häuser ebenfalls zur Nutzung für den schulischen Unterricht zur Verfügung stehen könnten.

    16.20 Uhr: Polizei löst in Hamburg private Poolparty auf

    Trotz der Corona-Beschränkungen haben 14 Menschen in Hamburg eine Poolparty gefeiert. Die Polizei löste die Feier im Schwimmbad eines Mehrfamilienhauses in der Nacht zum Mittwoch auf. Ein Nachbar habe die Beamten im Stadtteil Lokstedt informiert, weil er sich durch die laute Musik gestört fühlte, teilte die Polizei mit. 13 Partygäste hätten einen Platzverweis bekommen. Die Teilnehmer erwarte ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung. Der Gastgeber leistete den Angaben zufolge Widerstand bei der Feststellung seiner Personalien. Der 22-Jährige habe zunächst die Wohnungstür abschließen wollen. Dann sei er mit erhobenen Fäusten auf die Beamten zugegangen und habe versucht, sie wegzuschubsen. Die Polizisten nahmen ihn fest. In seiner Wohnung hätten sie eine Cannabis-Pflanze, eine Ecstasy-Tablette und Marihuana gefunden. Ein Atemalkoholtest habe einen Wert von 1,05 Promille ergeben.

    16.10 Uhr: Rund 3.700 Neuinfektionen in Bayern – 72 Todesfälle

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern ist von gestern auf heute (Stand 18.11.) um 3.692 gestiegen. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen haben sich seit Beginn der Pandemie in Bayern insgesamt 164.557 Menschen mit dem Sars-Cov2-Virus infiziert.

    In den vergangenen 24 Stunden starben in Bayern 72 Menschen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatten. Allein in Oberbayern gab es von gestern auf heute 30 Tote. Der sieben-Tage-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern bei 173,19. Den höchsten Inzidenzwert weist Schwaben auf mit 191,90. Den geringsten Inzidenzwert verzeichnet Oberfranken mit 122,02. Unter den Städten und Landkreisen hat der Landkreis Freyung-Grafenau den höchsten Inzidenzwert mit 354,76. Am niedrigsten ist er im Landkreis Kulmbach mit 44,71.

    15.40 Uhr: Corona-Todeszahlen in Russland erreichen Höchststand

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich wegen der massiv steigenden Todeszahlen bei Corona-Patienten in Russland besorgt gezeigt. Die Behörden meldeten am Mittwoch 456 Tote - so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie in Russland. "Leider wächst die Zahl der schweren Erkrankungen, am meisten Sorgen macht der Anstieg der Sterblichkeit", sagte Putin bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Video-Konferenz.

    Noch im Frühjahr hatte Russland im internationalen Vergleich mit niedrigen Todeszahlen für Aufsehen gesorgt. Putin hatte dies als Erfolg seiner Politik bezeichnet.

    14.45 Uhr: Pfizer - Impfstoff zu 95 Prozent wirksam

    Der Impfstoffkandidat des US-Unternehmens Pfizer ist weiteren Studienergebnissen zufolge sogar zu 95 Prozent wirksam. Das Mittel scheine ältere Menschen zu schützen, die das höchste Risiko haben, nach einer Covid-19-Erkrankung zu sterben, teilte der Konzern mit. Pfizer hatte bereits vergangene Woche Ergebnisse seiner Studie veröffentlicht und da von einer 90-prozentigen Wirksamkeit gesprochen.

    Für den mit dem deutschen Partner Biontech entwickelten Stoff wolle man innerhalb von Tagen eine Zulassung bei der US-Behörde FDA beantragen.

    Laut Pfizer sind im Zuge der Studie 170 Corona-Infektionen ermittelt worden. In 162 Fällen hätten die Probanden einen Placebo bekommen, bloß in acht Fällen seien Personen an Covid-19 erkrankt, denen der Impfstoff verabreicht worden sei. Eine der acht Personen habe einen schweren Krankheitsverlauf gehabt.

    Details aus der Studie hat Pfizer bislang nicht veröffentlicht. Die Ergebnisse müssen noch von unabhängigen Experten und von der FDA ausgewertet werden. Nahezu 44.000 Menschen in den USA und in fünf anderen Ländern nehmen an der Studie teil. Diese wird noch zwei weitere Jahre dauern, um mehr Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit des Mittels zu bekommen.

    14.20 Uhr: Regierung - Hygieneregeln bei Demonstrationen einhalten

    Die Bundesregierung hat Demonstranten gegen die Corona-Politik grundsätzlich zur Einhaltung der Hygieneregeln aufgefordert. Die Entscheidungen der Versammlungsbehörden müssten befolgt werden, ebenso Hygieneregeln etwa zum Maskentragen oder Abstandhalten, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Dies sei "bei einer Vielzahl von Teilnehmern und Teilnehmerinnen" bei früheren Veranstaltungen auch geschehen.

    Zu den am Mittag in Berlin laufenden Protesten von mehreren Tausend Menschen gegen die Corona-Politik der Regierung wollte sich Demmer nicht äußern. Den Aufforderungen zum Tragen von Mund-Nase-Schutz und zum Abstandhalten waren viele der Demonstranten nicht gefolgt. Bundestag und Bundesrat sollten sich am Mittwoch mit Neuerungen am Infektionsschutzgesetz befassen, die Anti-Corona-Maßnahmen auf eine sicherere rechtliche Grundlage stellen sollen. Kritiker sehen zu starke Grundrechtseingriffe.

    "Kritik soll und muss in einer Demokratie immer möglich sein", betonte Demmer. Die Versammlungsfreiheit sei eines der höchsten Verfassungsgüter. "Die Grenze der zulässigen Grundrechtsausübung ist aber erreicht, wenn man sie missbraucht."

    13.35 Uhr: Spahn - "Diese Pandemie ist ein Jahrhundertereignis"

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nennt die Pandemie in der Debatte des Bundestags über das Bevölkerungsschutzgesetz ein "Jahrhundertereignis".

    Es sei letztlich egal, ob die Regierung etwas tue oder nicht, es entstehe Schaden. "Die Frage ist, wo entsteht welcher Schaden?", fragt der CDU-Politiker. Hier müsse abgewogen werden zwischen wirtschaftlichem Schaden und dem Schaden für die Gesundheit.

    12.50 Uhr: Polizei in Berlin löst Corona-Demo auf

    Die Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung vor dem Brandenburger Tor wird aufgelöst. Wie die Polizei nach einer Reihe von Verstößen gegen die Maskenpflicht mitteilte, erklärte der Versammlungsleiter die Demo für beendet. Offenbar gibt es erheblichen Widerstand.

    Auf Fernsehbildern ist zu sehen, wie die Polizei nun mit Pfefferspray und Wasserwerfern versucht, die Versammlung zu beenden. Seit dem Morgen hatten sich tausende Menschen rund um das abgesperrte Reichstagsgebäude versammelt, um gegen die Reform des Infektionsschutzgesetzes zu demonstrieren. Sie befürchten, dass das Gesetz zu weiteren Einschränkungen führen wird.

    Die Bundesregierung hatte diese Sorge in den vergangenen Tagen und Wochen wiederholt als unbegründet zurückgewiesen.

    11.43 Uhr: Berliner Polizei droht mit Auflösung von Corona-Protesten

    Die Polizei in Berlin hat mit der Auflösung der dort laufenden Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen von Bundesregierung und Bundesländern gedroht. Aufforderungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zeigten keine Wirkung, teilte die Polizei mit. Es gebe nun die Anweisung, Demonstranten auch vorläufig festzunehmen. "Sollte das nicht helfen, bleibt nur noch die Auflösung der Versammlung", erklärte die Polizei, die Wasserwerfer bereithielt.

    Nach den Worten eines Sprechers der Berliner Polizei befinden sich im Bereich des Brandenburger Tors mehrere tausend Demonstranten und im Bereich der Berliner Marschallbrücke mehrere hundert. Die Proteste beziehen sich auf die Reform des Infektionsschutzgesetzes, die von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden soll. Den Demonstranten war verboten worden, im befriedeten Bezirk um den Bundestag aufzuziehen.

    11.38 Uhr: AfD klagt gegen Verbot ihres Landesparteitags

    Die bayerische AfD will das Verbot ihres für diesen Samstag geplanten Landesparteitags vor Gericht kippen. Wie die Partei berichtete, wurde ein Antrag auf einstweilige Anordnung beim Verwaltungsgericht in Ansbach eingereicht. Ein Sprecher des Gerichtes sagte, dass voraussichtlich frühestens am Donnerstagabend über den Eilantrag entschieden werde.

    Das Landratsamt Roth hatte es wegen der Corona-Beschränkungen am Montag abgelehnt, für den in Greding geplanten Parteitag mit mehr als 700 Teilnehmern eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen. Wegen der hohen Infektionszahlen müsse eine frühere Genehmigung aus dem September widerrufen werden. Die AfD verweist auf die frühere Erlaubnis der Kreisbehörde und auf ein Hygienekonzept, nach dem die Parteiversammlung in einer Halle und einem Zelt durchgeführt werden soll.

    11.32 Uhr: Japan meldet Rekord an Corona-Infektionen

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Japan ist erstmals seit Ausbruch des Virus auf mehr als 2.000 Fälle gestiegen. Auch die Hauptstadt Tokio, die im kommenden Jahr die Olympischen Spiele ausrichten will, meldete am Mittwoch mit 493 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen Tagesrekord. Experten sehen hinter den erneut drastisch steigenden Fallzahlen in Japan bereits die dritte Infektionswelle, auch wenn die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt im internationalen Vergleich weiterhin relativ gut dasteht. Praktisch jeder Bürger in dem 127-Millionen-Land trägt eine Schutzmaske.

    Japanischen Medienberichten zufolge plant die Stadtverwaltung in Tokio angesichts des Rekordanstiegs die Ausrufung der höchsten Warnstufe. Harte Ausgangsbeschränkungen wie in Europa oder anderen Ländern hat es in Japan zu keinem Zeitpunkt gegeben. Auch Japans Olympia-Macher haben sich bisher genauso wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) nicht von ihren Plänen abbringen lassen, im nächsten Sommer die Olympischen Spiele in Tokio auszurichten. Das hat gerade erst auch IOC-Chef Thomas Bach bei seinem Besuch in Japan diese Woche deutlich gemacht.

    11.24 Uhr: SPD dämpft Hoffnungen auf Lockerungen bis Weihnachten

    SPD-Parlamentsgeschäftsführer Carsten Schneider hat Hoffnungen auf eine baldige Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen gedämpft. Jetzt eher "auf lange Sicht zu fahren" sei sinnvoller als ein ständiges Hin und Her, sagte Schneider in Berlin: "Wir sollten uns darauf einstellen, dass die Strecke bis März geht." Es sei eher so, "dass wir über weitere Verschärfungen reden", stellte er mit Blick auf das nächste Spitzengespräch am kommenden Mittwoch klar.

    Zur Weihnachtszeit sagte Schneider, es sei kaum vorstellbar, dass "wir am 15. Dezember sagen, es ist alles wieder gut". Was nicht gehe sei: "Weihnachten drücken wir uns alle, Silvester dann ein paar Partys und im Januar ist alles wieder zu." Auch eine weitgehende Auslastung der Intensivbetten wie in der Schweiz und anderen Nachbarländern müsse vermieden werden.

    11.18 Uhr: 1.707 Corona-Todesfälle in USA - höchster Tageswert seit Mai

    In den USA hat die Zahl der Toten mit nachgewiesener Corona-Infektion am Dienstag den höchsten Wert seit Mitte Mai erreicht. Die Behörden meldeten 1.707 Tote binnen 24 Stunden, wie aus Daten der Johns Hopkins Universität (JHU) in Baltimore hervorging.

    Die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages belief sich demnach auf 161.934 Fälle. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 177.000 Neuinfektionen gemeldet wurden.

    Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern bisher mehr als 11,3 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Über 248.000 starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die meisten Todesfälle wurden in den Bundesstaaten New York, Texas und Kalifornien gemeldet.

    11.09 Uhr: Lebenszufriedenheit in der Corona-Krise laut "Glücksatlas" gesunken

    Die Corona-Krise drückt einer Umfrage zufolge die Lebenszufriedenheit der Menschen in Deutschland. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerteten knapp 4.700 Bundesbürger bei der Befragung für den "Glücksatlas", die die Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Post durchführt, ihre allgemeine Zufriedenheit in diesem Jahr im Schnitt mit 6,74 Punkten - nach dem bisherigen Höchststand von 7,14 Punkten 2019.

    Die Zufriedenheit der Menschen in Westdeutschland sank demnach um 0,42 Punkte und somit stärker als in Ostdeutschland (minus 0,30). Frauen büßten laut Studie mit minus 0,47 Punkten deutlich mehr an Zufriedenheit ein als Männer (minus 0,33 Punkte).

    10.58 Uhr: In Polen so viele Todesfälle wie noch nie

    In Polen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 603 weitere Menschen mit oder an dem Coronavirus gestorben - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Mit 19.883 ist die Zahl der binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen aber deutlich niedriger als der Höchstwert, der am 7. November mit 27.875 erreicht wurde.

    10.46 Uhr: Krankenhausgesellschaft rechnet mit massiven Einschränkungen im Regelbetrieb

    Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) rechnet damit, dass die Regelversorgung in den Kliniken wegen der Corona-Krise bis ins kommende Frühjahr massiv eingeschränkt sein könnte. "Bleibt die Zahl der Neuinfektionen auf dem aktuellen Niveau, werden wir bis zum nächsten Frühjahr massive Einschränkungen bei den planbaren Eingriffen haben", sagte DKG-Präsident Gerald Gaß den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

    "Mindestens jeder dritte planbare Eingriff wird nicht stattfinden können", fügte Gaß hinzu. "Wenn es gut läuft, wird sich die Zahl der Neuinfektionen in den kommenden Wochen auf dem jetzigen Niveau mit täglich knapp unter 20.000 Fällen im Wochenschnitt stabilisieren." Dies bedeute, das Mitte Dezember bis zu 6.000 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen behandelt würden. Eine solche Lage sei für die Krankenhäuser gerade noch verkraftbar - aber nur, wenn planbare Eingriffe deutlich reduziert würden.

    Sollten die Zahlen der Neuinfektionen hingegen wieder steigen, müssten die Kliniken dem DKG-Präsidenten zufolge die Regelversorgung in wenigen Wochen noch weiter einschränken. "Sollte auch das nicht reichen, müssen flächendeckend Normalstationen geschlossen werden und Patienten, dort wo es vertretbar ist, vorzeitig entlassen werden." Nur so stünde genug Personal zur Versorgung der Intensivpatienten zur Verfügung, sagte Gaß: "Das wäre der absolute Ausnahmezustand."

    10.36 Uhr: Söder hält Verlängerung des Lockdowns für möglich

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Mittwoch von einer möglichen Verlängerung des Teil-Lockdown. "Es ist auch durchaus denkbar, dass der Lockdown verlängert wird", sagte der CSU-Chef in München, "aber immer mit entsprechenden Hilfen." Wie die Unterstützung von Unternehmen im November müsse es dann auch Dezember-Hilfen geben. Die Ministerpräsidentenkonferenz müsse ein klares Signal setzen, wie es im Dezember und über Weihnachten und Silvester hinaus bis in den Januar weitergehe.

    10.27 Uhr: Russland verzeichnet mit 456 Virus-Toten an einem Tag Höchstwert

    In Russland sind nach Behördenangaben binnen eines Tages 456 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben - so viele wie nie zuvor. Insgesamt starben bisher 34.387 Menschen mit oder an dem Virus. Erst am Dienstag hatte es einen Höchstwert gegeben. Die Zahl der Infektionen steigt den Daten zufolge um knapp 21.000 auf über 1,99 Millionen. Allein in Moskau wurden 4.174 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet.

    10.02 Uhr: Eilanträge gegen Teil-Lockdown scheitern fast immer

    Die seit Anfang des Monats geltenden Einschränkungen des Teil-Lockdowns haben nach Angaben des Deutschen Richterbunds in den meisten Fällen Bestand. In etwa neun von zehn Eilverfahren hätten Verwaltungsgerichte die staatlichen Maßnahmen bestätigt, teilte der Richterbund der "Neuen Osnabrücker Zeitung" mit.

    Demnach gingen bis Montag insgesamt rund 600 Eilanträge gegen die Maßnahmen ein. "In etwa neun von zehn Eilverfahren haben die Gerichte die Einschränkungen bestätigt, weil die Gerichte den Gesundheitsschutz der Bevölkerung im einstweiligen Rechtsschutz höher gewichtet haben als die Einschränkungen für die Betroffenen", sagte der Bundesgeschäftsführer des Richterbundes, Sven Rebehn, der Zeitung.

    09.48 Uhr: Kundgebungen gegen Änderung des Infektionsschutzgesetzes gestartet

    Mehrere hundert Menschen haben schon vor Beginn der Bundestagssitzung zu weiteren Änderungen des Infektionsschutzgesetzes im Berliner Regierungsviertel gegen die Corona-Einschränkungen demonstriert. Nach Angaben der Polizei versammelten sie sich am Morgen rund um das abgesperrte Reichstagsgebäude und den Platz der Republik davor. Die Stimmung sei bislang ruhig.

    Wie viele Demonstranten erwartet werden, ist unklar. Es könnten laut Polizei mehr als zehntausend werden. Es gelten dabei Bestimmungen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Abstandhalten. 2.000 Polizisten sind im Einsatz, darunter Unterstützung aus neun weiteren Bundesländern und von der Bundespolizei.

    Mehrere angemeldete Demonstrationen direkt vor dem Reichstagsgebäude verbot das Bundesinnenministerium. Die Polizei sperrte den Bereich daher weiträumig ab. Im Internet kursierten aber Aufrufe, Demonstrationen nicht anzumelden und zu protestieren. Die Polizei sprach von einer "hohen Mobilisierung".

    09.38 Uhr: Krankenstand in der Corona-Pandemie schwankt extrem

    Auf Rekordhoch folgt Zehnjahrestief: Die Corona-Pandemie hat im ersten Halbjahr einem Bericht zufolge zu extremen Schwankungen bei den Krankschreibungen geführt. Nach einem sehr starken Anstieg um den 20. März herum seien die Zahlen fast genauso stark wieder gefallen, zitierten die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Erhebung der der Techniker Krankenkasse (TK).

    "Nach einem Rekordhoch Ende März sank der Krankenstand bereits im April unter Vorjahresniveau, um im Mai den niedrigsten Wert seit zehn Jahren zu erreichen und sich dort bis zum Sommer einzupendeln", berichtet die TK demnach. Abstandsregeln hätten offenbar nicht nur die Ansteckung mit Corona reduziert, sondern auch die Chancen anderer Infektionskrankheiten, sich zu verbreiten. Die meisten Krankschreibungen im März erfolgten demnach aufgrund von Infekten. Erkrankungen mit Covid-19 spielten im ambulanten Bereich keine bedeutende Rolle.

    Als Krankenstand wird der prozentuale Anteil von Beschäftigten bezeichnet, der arbeitsunfähig gemeldet ist. In den Jahren 2018 und 2019 lag dieser nach Angaben der Kasse bei durchschnittlich 4,24 Prozent. Für den 20. März wurde der höchste Einzeltageswert seit Beginn der Daten-Auswertungen im Jahr 2000 ermittelt - 7,75 Prozent. Im Mai und Juni lagen die Krankenstände bei etwa 3,5 Prozent, merklich unter den Vorjahreszahlen. Dem Bericht der Krankenkasse liegen Daten von 5,3 Millionen Arbeitnehmern zugrunde.

    09.23 Uhr: Lettlands Regierungschef vorsorglich in Quarantäne

    Lettlands Regierungschef Krisjanis Karins hat sich vorsorglich in Quarantäne begeben, weil er möglicherweise Kontakt mit einem Corona-Infizierten gehabt hatte. "Ich war in Kontakt mit einer Person, bei der Covid-19-typische Symptome aufgetreten sind. Bis ich das Testergebnis erhalte, habe ich mich selbst isoliert und werde aus der Ferne arbeiten, um das Risiko für die Gesundheit meiner Mitmenschen zu verringern", schrieb er auf Twitter. 

    Karins hatte sich bereits im Frühjahr einmal aus ähnlichen Gründen in Selbstisolation begeben. Sein Corona-Test fiel später negativ aus. Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete im Herbst einen rasanten Anstieg der Infektionsrate. Die Regierung in Riga hat deshalb zum zweiten Mal einen rund einmonatigen Notstand bis zum 6. Dezember aufgerufen. Wie bereits im Frühjahr sind dadurch das öffentliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt.

    09.11 Uhr: Steinmeier - Deutschland soll Corona-Impfstoff teilen

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fordert Deutschland und Europa auf, ihre Kontingente eines Impfstoffes gegen das Coronavirus mit ärmeren Ländern zu teilen.

    Bis zu 300 Millionen Dosen sicherte sich die EU allein bei dem deutschen Unternehmen Biontech, das angekündigt hatte, gemeinsam mit Pfizer in den USA einen Impfstoff zur Zulassung anzumelden. "Deutschland und Europa sollten jetzt ein politisches Signal geben, dass sie bereit sind, von Beginn an einen Teil dieser Kontingente abzugeben, um etwa Gesundheitspersonal auch in ärmeren Ländern der Welt so rasch wie möglich zu schützen", schreibt der Bundespräsident im "Tagesspiegel". Auf die Leistungen des Biontech-Unternehmerpaares Özlem Türeci und Ugur Sahin könne man stolz sein, "aber es sollte uns noch stolzer machen, wenn wir die Einsicht und die Weisheit hätten, in dieser Situation der Welt ein Beispiel zu geben".

    Ärmeren Ländern zu helfen und Teile ihrer Bevölkerung zu impfen, sei nicht allein ein Akt der Solidarität, schreibt der Bundespräsident. Eine Pandemie, die in anderen Ländern weitergehe, koste Wohlstand und Leben. Außerdem bestehe die Gefahr einer Mutation des Virus anderswo, "die dann auch uns erneut gefährdet".

    08.59 Uhr: Unternehmen stellen wegen Corona mehr Desinfektionsmittel und Nudeln her

    Desinfektionsmittel, Nudeln, zeitweise auch Toilettenpapier: Die Unternehmen in Deutschland haben die Produktion zahlreicher in der Pandemie gefragter Waren deutlich gesteigert. Die Herstellung von Desinfektionsmitteln etwa wuchs von Januar bis September 2020 um 80 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

    Auch Nudel-Hersteller hierzulande weiteten ihre Produktion kräftig aus. Im März wurden gut 36.600 Tonnen hergestellt, 72 Prozent mehr als im Vormonat und 82 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis September insgesamt lag der Zuwachs bei rund 20 Prozent. "Zur Bevorratung oder für die schnelle Zubereitung einer Mahlzeit wird häufig auf Nudeln zurückgegriffen", erklärten die Statistiker den Boom.

    Auch Toilettenpapier wurde bei Ausbruch der Krise im Handel stark nachgefragt. Hamsterkäufe führten hier zeitweise zu Engpässen. Zwar wurde im März mit 108.300 Tonnen rund 17 Prozent mehr Toilettenpapier produziert als ein Jahr zuvor, während das Plus im April noch bei zwölf Prozent lag. Allerdings hat sich das im Jahresverlauf wieder beruhigt. Von Januar bis September sank die Produktion von Toilettenpapier sogar um 3,5 Prozent.

    08.38 Uhr: Lindner kritisiert Infektionsschutzgesetz als "Blankoscheck"

    Vor der Abstimmung in Bundestag und Bundesrat kritisiert FDP-Chef Christian Lindner das Infektionsschutzgesetz als nicht eindeutig genug. "Dieses reformierte Gesetz schafft nicht die rechtliche Klarheit, die wir brauchen", sagt er im ZDF. So würden zwar viele Maßnahmen und Freiheitseinschränkungen aufgezählt, unklar sei aber, was die Regierung in einer konkreten Lage genau tun solle und dürfe. "Im Grunde ist es ein Blankoscheck." Der Handlungsspielraum der Regierung sei zu weit gesteckt.

    08.29 Uhr: Verbände kritisieren Kontaktbeschränkungen als "kinderfeindlich"

    Kinderschutzverbände haben den Appell von Bund und Ländern, auch die Kontakte von Kindern und Jugendlichen weiter zu begrenzen, scharf kritisiert. "Soziale Interaktion ist sehr wichtig, gerade für Jugendliche ist sie das zentrale Entwicklungsmoment", sagte der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks, Holger Hofmann, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei "völlig unverhältnismäßig und kinderfeindlich", dies auf einen Kontakt zu beschränken.Mit der Schließung von Sportvereinen, Kulturstätten und Freizeitzentren werde Kindern und Jugendlichen ohnehin schon sehr viel zugemutet.

    Auch der Deutsche Kinderschutzbund sieht den Vorstoß mit großer Sorge. "Es ist furchtbar für das Kind, das sich zwischen seinen Freunden entscheiden soll und es ist furchtbar für jenes Kind, das im Zuge einer solchen Entscheidung vielleicht abgewiesen werden musste", sagt Präsident Heinz Hilgers. Es ärgere ihn, dass in den jüngsten Vorschlägen für Kontaktbeschränkungen vor allem Kinder und Jugendliche im Zentrum stünden.

    07.58 Uhr: Paul-Ehrlich-Institut hält Impfstoff-Risiken für vertretbar

    Das für die Zulassung von Impfstoffen zuständige Paul Ehrlich-Institut sieht keine Anzeichen für kritische Nebenwirkungen bei den aussichtsreichsten Corona-Impfstoffkandidaten. "Alle Daten, die wir gesehen haben hinsichtlich der Sicherheit der Impfstoffprodukte, die entwickelt werden, in den klinischen Prüfungen, die bisher gelaufen sind, lassen bislang nicht darauf schließen, dass solche Risiken vorhanden sind", sagte der Präsident des Instituts, Klaus Cichutek, im Morgenmagazin von ARD und ZDF. In den Phase-3-Studien seien mehr als 10.000 Probanden mit den jeweiligen Präparaten geimpft worden, sodass Nebenwirkungen gut zu erkennen gewesen seien.

    Cichutek wies die Behauptung von Impfstoff-Gegnern zurück, dass mRNA-Impfstoffe wie die der Pharmafirmen Moderna und Biontech das Erbgut veränderten: "Die wissenschaftliche Datenlage besagt ganz klar, dass eine Veränderung des Erbguts von Körperzellen nicht vorkommen kann." Auch auf die Auslösung von Autoimmunkrankheiten gebe es keine Hinweise.

    07.44 Uhr: Mehr als 10.000 Corona-Tote in der Ukraine

    In der Ukraine steigt die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus auf über 10.000. Binnen 24 Stunden seien 256 weitere Todesfälle gemeldet worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt seien damit 10.112 Menschen mit oder an dem Virus gestorben. Zudem seien 12.496 weitere Neuinfektionen gemeldet worden, insgesamt seien es nun 570.153.

    07.35 Uhr: Umfrage - Unternehmen planen langfristig mit Homeoffice

    Der von der Corona-Krise ausgelöste Trend zum Homeoffice wird die Wirtschaft in Deutschland langfristig verändern. 66 Prozent der von der Unternehmensberatung Deloitte befragten Finanzvorstände sagten auf die Frage nach den langfristigen Auswirkungen von Corona für ihr Unternehmen: "Wir planen, vermehrt auf Remote Working zu setzen."

    Das kostet zwar erst einmal Geld, auf der anderen Seite sparen die Unternehmen jedoch: "Wir planen, unsere Büroflächen aufgrund des erhöhten Homeoffice-Angebots in Zukunft zu reduzieren", sagten 37 Prozent der befragten Finanzvorstände.

    07.16 Uhr: Schon über 8,9 Millionen Infektionen in Indien

    In Indien steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle um 38.617 auf über 8,9 Millionen. Binnen 24 Stunden seien zudem 474 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium in Delhi mit. Insgesamt starben damit 130.993 Menschen. Indien verzeichnet nach den USA weltweit die meisten Ansteckungsfälle. Seit dem Höchststand im September gehen die Neuinfektionen zurück.

    06.47 Uhr: Australischer Bundesstaat verkündet sechstägigen Lockdown

    Nach einem erneuten Auftreten von Corona-Fällen in der australischen Metropole Adelaide hat der Bundesstaat South Australia einen sechstägigen Lockdown für seine fast zwei Millionen Einwohner angekündigt. Die Maßnahme gilt ab Donnerstag um Mitternacht. Sechs Tage lang sollen dann Schulen, Restaurants und Fabriken geschlossen bleiben. Die Menschen sind aufgefordert, Zuhause zu bleiben. Auch Sport im Freien ist untersagt.

    Der Schritt folgt zwei Tage nachdem die Metropole Adelaide mindestens 17 Virusfälle in Verbindung mit einem Quarantäne-Hotel meldete. Um den Ausbruch einzudämmen, wurden hunderte Menschen isoliert. Zuletzt war im August ein ähnliches Cluster entdeckt worden, das mit strikten Maßnahmen schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte.

    Erst Anfang November hatte Australien verkündet, erstmals seit fast fünf Monaten keine Neuinfektionen registriert zu haben. Wegen der Corona-Pandemie galten in Australien extrem strenge Auflagen. Insgesamt ist Australien bislang vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Bei einer Einwohnerzahl von 25 Millionen wurden 27.700 Corona-Infektionen und 907 Todesfälle verzeichnet.

    06.19 Uhr: Logistikbranche bereitet sich auf Impfstoffverteilung vor

    Die Logistikbranche bereitet sich auf die globale Verteilung von Covid-19-Impfstoffen vor, die in den nächsten Monaten auf den Markt kommen könnten. Den Großteil des Geschäfts wollen die Logistikriesen Deutsche Post DHL, Fedex, UPS sowie Kühne + Nagel machen, die Pharma-Geschäftszweige haben und einen gekühlten Transport sicherstellen können. Kühne + Nagel und DHL teilten mit, man habe bereits erste Verträge zu Covid-19-Impfstoffen abgeschlossen.

    "Die Menge an Tiefkühlpräparaten, die wegen Covid-19 auf die Logistikbranche zukommt, ist eine große Herausforderung", sagte der DHL-Manager Thomas Ellmann. Nach Ellmanns Einschätzung wird die Logistikbranche in den nächsten zwei Jahren 10 Milliarden Covid-19-Impfdosen verschicken. Das sei anspruchsvoll, man sei aber gut vorbereitet.

    Knackpunkt bei dem Transport ist tatsächlich die Kühlung der Präparate. Der Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer benötigt eine Temperatur von minus 70 Grad beim Transport. Bei anderen Präparaten sind minus 20 Grad nötig oder Temperaturen bis plus acht Grad - für das Vakzin der US-Firma Moderna reichen nach Firmenangaben Temperaturen über null Grad.

    05.34 Uhr: RKI meldet 17.561 Neuinfektionen

    In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 17.561 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1.000 Fälle weniger als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI hervorgeht. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 18.487 gelegen. Auch am Montag und Dienstag war der Wert niedriger als der Vorwochenwert. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

    Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 833.307 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 305 auf insgesamt 13.119. Das RKI schätzt, dass rund 546.500 Menschen inzwischen genesen sind.

    Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,97 (Vortag: 0,97). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

    03.29 Uhr: US-Gesundheitsbehörde genehmigt ersten Selbsttest

    Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat den ersten Corona-Schnelltest für zu Hause genehmigt. Das Produkt des US-Unternehmens Lucira Health ist ein molekularer Einweg-Test zum Nachweis des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2, das Covid-19 verursacht.

    Dienstag, 17. November

    22.30 Uhr: Mexiko bittet Beamte um Spenden

    Für den Kauf von dringend benötigten Krankenwagen sollen Regierungsbeamte in Mexiko einen Teil ihres Weihnachtsgeldes spenden. Präsident Andrés Manuel López Obrador rief die Staatsdiener dazu auf, bei der Anschaffung von 80 Wagen für das bereits vor der Corona-Pandemie unterfinanzierte Gesundheitssystem zu helfen. Die ganze Aktion sei aber freiwillig, versicherte der Präsident. Das Weihnachtsgeld werde komplett ausgezahlt.

    22.20 Uhr: 17 positiv getestete NFL-Footballer in einer Woche

    In der NFL gab es in der vergangenen Woche 17 positiv auf das Coronavirus getestete Football-Profis und damit so viele wie noch nie zuvor binnen eines Testzeitraums. Dazu kommen 35 positiv getestete Mitarbeiter der Mannschaften. Das gab die NFL am Dienstag für den Testzeitraum vom 8. bis 14. November bekannt. In der Woche zuvor hatte es mit 15 positiv getesteten Profis den bisherigen Höchstwert gegeben. Insgesamt sind seit dem 1. August damit 95 NFL-Spieler und 175 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. In der Liga gibt es zwar strenge Vorschriften, die Teams sind aber nicht abgeschirmt in Blasen.

    22.10 Uhr: Neuer Lockdown schlägt auf Frankreichs Konjunktur durch

    Der zweite Lockdown in Frankreich schlägt auf die Konjunktur des Landes durch. Finanzminister Bruno Le Maire bestätigt zwar die Erwartung, dass die Wirtschaftskraft in diesem Jahr um elf Prozent schrumpft. Er erklärt aber auch, dass das Wachstum im kommenden Jahr wegen der neuen Maßnahmen nun doch nur bei sechs Prozent liegen werde. Vor dem neuen Lockdown hatte das Pariser Finanzministerium mit acht Prozent gerechnet.

    22.15 Uhr: Drosten sagt Auftritt bei Fraktionssitzung der Union ab

    Der Virologe Christian Drosten hat nach eigenen Angaben die geplante Teilnahme an einer Sitzung der Unionsfraktion am Dienstag im Bundestag abgesagt. Nach Informationen der Bild-Zeitung gab es am Dienstag von Abgeordneten heftigen Widerstand gegen die Einladung. Wie die Zeitung erfuhr, wurde der Termin "im gegenseitigen Einvernehmen" gestrichen. Drosten schrieb auf Twitter: "Ich habe selbst abgesagt, weil '@Bild' das Thema meines lange geplanten Auftritts vor der Fraktion schon im Vorfeld falsch darstellte und auf diese Weise hier Hassbotschaften gegen mich provozierte."

    21.05 Uhr: Rugby-Spiel zwischen Italien und Fidschi nach 29 positiven Tests abgesagt

    Nach einem massiven Corona-Ausbruch ist das für kommenden Samstag geplante Rugby-Spiel zwischen Italien und Fidschi abgesagt worden. Wie der italienische Verband und die Organisatoren des «Autumn Nation Cups» mitteilten, seien bei den Gästen insgesamt 29 Coronafälle aufgetreten. Bereits die erste Begegnung des Teams aus dem Südpazifik gegen Frankreich am vergangenen Wochenende hatte wegen fünf positiven Tests nicht stattfinden können.

    20.50 Uhr: Region Madrid will alle Einwohner testen

    In der spanischen Hauptstadt-Region um Madrid sollen alle 6,6 Millionen Einwohner bis Weihnachten auf das Corona-Virus getestet werden. Die konservative Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso stellte dazu am Dienstag bei der EU-Kommission am Dienstag den Antrag, dass im gesamten Gebiet der Europäischen Union Antigen-Tests in Apotheken zugelassen werden. Die spanische Zentralregierung weigert sich, dafür grünes Licht zu geben. Die Region Madrid und die Zentralregierung liegen wegen der Pandemie seit Monaten im Clinch.

    20.40 Uhr: Vereinte Nationen geben 84 Millionen Euro frei

    Die Vereinten Nationen haben ein Hilfspaket über 84 Millionen Euro zur Hungerprävention während der Corona-Pandemie beschlossen. Sieben Staaten würden die Hilfen erhalten, teilte der UN-Nothilfekoordinator Marc Lowcock mit. Ein Fünftel der Gelder soll demnach an Äthiopien gehen. Auch Afghanistan, Burkina Faso, Nigeria, Südsudan, Jemen und die Demokratische Republik Kongo Hilfen sollen Hilfen erhalten. Lowcock betonte, eine Hungersnot sei kein "unvermeidlicher Nebeneffekt" der Corona-Krise. Hungersnöte geschähen nur dann, wenn die Welt sie zulasse - sie könnten verhindert werden. Wichtig sei aber rasches Handeln, mahnte Lowcock.

    20.30 Uhr: Pfizer habe "genug Daten" aus Impfstoff-Studie für Sicherheitsprüfung

    Der Pharmakonzern Pfizer hat nach eigenen Angaben genug Daten aus seiner Covid-Impfstoff-Studie zusammengetragen, um sie für die vorgeschriebene Sicherheitsprüfung einzureichen. Dabei gehe es um die Ergebnisse aus zwei Monaten von etwa der Hälfte der rund 44.000 Teilnehmer, sagte Konzernchef Albert Bourla am Dienstag auf einer Konferenz der Zeitung "New York Times". Pfizer entwickelt den Impfstoff zusammen mit dem deutschen Unternehmen BioNTech. Sie haben die Daten zur Sicherheit als entscheidenden Meilenstein für einen Zulassungsantrag bezeichnet. Im Oktober hatte die US-Gesundheitsbehörde FDA diesbezüglich neue Richtlinien für eine Notfallgenehmigung veröffentlicht.

    20.25 Uhr: Frankreich überschreitet Marke von zwei Millionen Fällen

    Frankreich hat die Schwelle von zwei Millionen registrierten Infektionen überschritten. Wie der Chef der Gesundheitsbehörden, Jerome Salomon, weiter mitteilt, stieg die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in den vergangenen 24 Stunden um 437 auf 46.273.

    20.15 Uhr: Proteste in Slowakei trotz Versammlungsverbots

    Trotz Versammlungsverbots sind in mehreren Städten der Slowakei am Dienstag Tausende auf die Straßen gegangen, um gegen die Regierung und ihre Corona-Maßnahmen zu protestieren. Allein in der Hauptstadt Bratislava versammelten sich mehrere Tausend Demonstranten an verschiedenen Plätzen. In der dicht gedrängten Menge vor dem Präsidentenpalast trugen nur wenige einen Mund-Nasen-Schutz, wie dies eigentlich auch im Freien vorgeschrieben ist.

    19.50 Uhr: Britische Fußballfans könnten bald wieder ins Stadion

    Von Dezember an könnten laut einem Bericht teilweise wieder Zuschauer in Fußballstadien zugelassen werden. Premier Boris Johnson nannte die Fanrückkehr in Gesprächen mit Parlamentariern laut dem Sender BBC "eine persönliche Priorität". Auch der britische Minister für Medien, Kultur und Sport Oliver Dowden berichtete am Dienstag auf Twitter von "konstruktiven Gesprächen" mit Fußball-Vertretern, in denen es unter anderem um die Rückkehr der Fans gegangen sei. Wegen der Corona-Pandemie werden Fußballspiele in England seit März ohne Zuschauer ausgetragen.

    19.45 Uhr: Niederlande lockern vorsichtig Corona-Maßnahmen

    In den Niederlanden werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorsichtig wieder gelockert. Von Donnerstag an dürfen Theater, Museen, Kinos und Bibliotheken wieder öffnen, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag ankündigte. Kneipen, Cafés und Restaurants bleiben jedoch geschlossen. Künftig darf man in dem 17-Millionen-Einwohner-Land wieder drei Gäste zu Hause empfangen - bisher waren es zwei. Die Niederlande hatten Mitte Oktober einen Teil-Lockdown verhängt. Die Regeln wurden dann vor zwei Wochen verschärft. Trotz der Erleichterungen geht die Regierung davon aus, dass der Teil-Lockdown erst in der zweiten Januar-Hälfte nächsten Jahres aufgehoben werden kann. Bis dahin wird auch von Auslandsreisen dringend abgeraten. Wie die Niederländer die Feiertage verbringen dürfen, ist noch undeutlich. Große Familienfeiern zum traditionellen Nikolausfest werden noch nicht möglich sein. Die Regierung will auf jeden Fall verhindern, dass durch große Familienfeiern im Dezember eine dritte Welle über das Land rollt.

    19.15 Uhr: Macron stellt nächste Woche Kriterien für Lockdown-Ende vor

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird einem Medienbericht zufolge etwa Mitte kommender Woche erklären, welche Bedingungen für ein Ende des Lockdowns erfüllt sein müssen. Der Sender BFM TV beruft sich auf Insider. Der Lockdown, der zweite seiner Art, gilt seit dem 30. Oktober 2020.

    19.35 Uhr: Mehr als elf Millionen Infektionen in den USA

    In den USA ist die Zahl der registrierten Infektionen laut den Seuchenschutzzentren CDC auf mehr als elf Millionen gestiegen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona liegt demnach inzwischen bei mehr als 246.000.

    19.30 Uhr: 435 weitere Tote in Spanien - tägliche Neuinfektionen gehen zurück

    In Spanien ist die Zahl der Todesfälle binnen eines Tages nach Angaben des Gesundheitsministeriums mit 435 auf den höchsten Tageswert seit dem Beginn der zweiten Welle gestiegen. Der Anstieg der Infektionen geht dagegen weiter zurück. Das Ministerium meldet 13.159 Nachweise im Vergleich zu mehr als 18.000 täglich in der vergangenen Woche und etwa 24.000 Ende Oktober. Insgesamt sind damit 41.688 Tote und mehr als 1,5 Millionen Infektionen in dem Land bestätigt.

    19.20 Uhr: Alle Corona-Tests im DFB-Team negativ

    Dem Nations-League-Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Abend (20.45 Uhr/ZDF) in Sevilla gegen Spanien steht aus DFB-Sicht nichts im Wege. Alle Angehörigen des aktuellen Aufgebots seien erneut negativ auf COVID-19 getestet worden, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstag mit. Das gelte für die Spieler um Kapitän Manuel Neuer ebenso wie für den Trainerstab mit Joachim Löw und die Betreuer.

    19.10 Uhr: Ukraine-Partie in der Schweiz abgesagt

    Wegen weiterer Corona-Fälle bei der ukrainischen Nationalmannschaft nach dem Deutschland-Spiel ist die Nations-League-Begegnung in der Schweiz abgesagt worden. Drei Fußball-Profis und ein Betreuer wurden am Dienstag kurz vor der Partie in Luzern positiv getestet. Bei der 1:3-Niederlage in Leipzig gegen Deutschland standen Ruslan Malinowskij und Junior Moraes am Samstag genauso auf dem Platz wie die am Vortag ebenfalls positiv getesteten Jewgeni Makarenko und Eduard Sobol.

    19.00 Uhr: Staatsschutz durchsucht Wohnung von Attila Hildmann

    Staatsschützer der Brandenburger Polizei haben am Dienstag die Wohnung des Vegan-Kochs Attila Hildmann in Brandenburg durchsucht, der sich selbst "ultrarechts" und einen Verschwörungsprediger nennt. Die Durchsuchung sei zum Zweck der Gefahrenabwehr auf Antrag der Staatsanwaltschaft Cottbus vom Amtsgericht Bernau (Barnim) angeordnet worden. In seinem Nachrichtenkanal bei Telegram bestätigte Hildmann den Polizeieinsatz. Bei der Staatsanwaltschaft Cottbus laufen nach Angaben des Polizeisprechers Herbst mehrere Ermittlungsverfahren gegen Hildmann, unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Die acht Beamten des Landeskriminalamts und der Polizeidirektion Ost hätten sechs Laptops und Computer, mehrere Mobiltelefone und weitere Speichermedien beschlagnahmt. "Das Ziel war, die Begehung weiterer Straftaten im Internet zu erschweren. "

    18.50 Uhr: Zahl der Covid-19-Patienten im Krankenhaus steigt im Landkreis Landshut

    Die steigende Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Landshut spiegelt sich auch in den Krankenhäusern wider: Die Zahl der Covid-19-Patienten ist dort noch einmal angestiegen. Das geht aus einer Mitteilung des Landratsamtes hervor. Derzeit werden insgesamt 81 Covid-19-Patienten behandelt. Davon müssen acht intensivmedizinisch betreut werden. Das ist ein Patient weniger als noch am Vortag. Im Normalbetten-Bereich sind elf Patienten hinzugekommen.

    18.45 Uhr: Bund plant offenbar drei Milliarden Euro für Impfstoffe ein

    Der Bund plant für die Beschaffung von Corona-Impfstoffen im kommenden Jahr offenbar drei Milliarden Euro ein. Das berichten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter Berufung auf eine Mitteilung des Bundesfinanzministeriums an die Mitglieder des Bundestags-Haushaltsausschusses. Zudem plane der Bund eine Milliarde Euro für den Aufbau und den Betrieb der geplanten Impfzentren ein. Die Kosten dafür sollen demnach zwischen Bund und Ländern aufgeteilt werden. Bei der Beteiligung des Bundes handele es sich aber voraussichtlich nur um eine Anschubfinanzierung. Später sei geplant, die Kosten aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zu bezahlen.

    18.40 Uhr: US-Gouverneure bitten Kongress und Regierung um Bundeshilfen

    Die zweite Welle der Corona-Pandemie in den USA droht die Einzelstaaten auch finanziell ans Ende ihrer finanziellen Kraft zu bringen. Gouverneure mehrerer Staaten appellierten am Dienstag an Kongress und Regierung in Washington, mit Bundeshilfen Löcher in ihren Kassen zu stopfen. Diese drohen wegen des Auslaufens der Arbeitslosenhilfen für Millionen Menschen, Restriktionen des Geschäfts- und Wirtschaftslebens und überlasteten Krankenhäusern. Nach einigen Schätzungen könnten bis Juni 2022 an die 400 Milliarden Dollar (337 Milliarden Euro) fehlen.

    18:30 Uhr Italien beklagt mehr als 730 Corona-Tote binnen 24 Stunden

    Die Zahl der Corona-Toten ist in Italien weiterhin hoch. Am Dienstag registrierten die Behörden mehr als 730 neue Todesopfer im Zusammenhang mit der Viruskrankheit innerhalb von 24 Stunden. Solche Werte gab es auch Anfang April in einer schlimmen Phase der ersten Welle. Insgesamt stieg die Zahl der Toten in dem 60-Millionen-Einwohner-Land seit Februar damit auf annähernd 46.500. Experten verwiesen allerdings mit Blick auf die aktuelle Ausbreitung des Virus in der zweiten Welle auch auf positive Signale. Die tägliche Opferzahl geht auf Infektionen zurück, die schon einige Zeit zurückliegen. Am Dienstag zählten die Behörden etwas mehr als 32.000 Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es mehr als 35.000 neue Fälle an einem einzigen Tag. Die Regierung in Rom hat seit Oktober zunehmend schärfere Beschränkungen verhängt. Sieben Regionen sind sogenannte Rote Zonen. Dort darf man nur in Ausnahmefällen wie für den Weg zur Arbeit und zum Einkaufen außer Haus.

    18.25 Uhr: Türkei verschärft Maßnahmen - Schulen bis Jahresende zu

    In der Türkei werden die Maßnahmen verschärft. Präsident Recep Tayyip Erdogan gab nach einer Kabinettssitzung bekannt, dass die Schulen bis Ende des Jahres geschlossen bleiben, Gaststätten dürfen nur noch ausliefern, und Sportveranstaltungen finden ohne Zuschauer statt. An Wochenenden soll es einen Teil-Lockdown geben.

    18:15 Uhr Lehrerverband schlägt wegen Corona zusätzliches Schuljahr vor

    Wegen der Corona-Krise kann sich der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger auch ein zusätzliches Schuljahr vorstellen. Es zeichne sich ab, dass auch dieses Schuljahr kein normales werde und es nicht gelinge, die Lehrpläne zu erfüllen, sagte Meidinger dem Nachrichtenportal "Watson". "Für viele Eltern und Schüler würde die Möglichkeit eines Zusatzjahres enormen Druck aus der jetzigen Situation herausnehmen, übrigens auch das Problem des Notendrucks, den manche Elternverbände beklagen, entschärfen."

    Vorstellbar sei vieles, etwa das freiwillige Wiederholen eines Schuljahres ohne Wertung als Sitzenbleiben oder das Angebot eines Zusatzjahres beispielsweise vor den Abschlussprüfungen, sagte Meidinger. Er forderte zudem einen "langfristigen Masterplan", damit Eltern, Lehrer und Schüler nicht tagtäglich durch neue kurzfristig Maßnahmen verunsichert würden.

    17:30 Uhr EU-Kommission billigt Corona-Impfstoff-Vertrag mit Curevac

    Die EU-Kommission hat einen Liefervertrag für einen künftigen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus mit dem deutschen Unternehmen Curevac abschließend gebilligt. Es gehe um zunächst 225 Millionen Impfdosen im Namen aller EU-Mitgliedstaaten sowie eine Option für die Bestellung weiterer 180 Millionen Dosen, erklärte die Brüsseler Behörde am Dienstag. Die Lieferung soll demnach erfolgen, sobald ein "nachweislich sicherer und wirksamer Impfstoff" verfügbar ist.

    Obwohl bislang noch kein Corona-Impfstoff zugelassen ist, schließt die Kommission im Auftrag der Mitgliedstaaten Verträge mit den Herstellern ab. Der Vertrag mit Curevac wäre der fünfte dieser Art. Weitere bereits unterzeichnete Abkommen gibt es mit den Anbietern Pfizer-Biontech, Johnson&Johnson, Sanofi-GSK und AstraZeneca.

    17:00 Uhr Spahn braucht mehr als sechs Milliarden Euro für Corona-Pläne

    Gesundheitsminister Jens Spahn braucht mehr als sechs Milliarden Euro, um die Pläne zur Bewältigung der Corona-Krise zu finanzieren. Allein für den Ankauf von Impfstoff seien für dieses Jahr und 2021 drei Milliarden Euro angemeldet worden, erfuhr Reuters am Dienstag aus Koalitionskreisen. Eine weitere Milliarde Euro sei für den Ausbau und die Ausrüstung der Impfzentren nötig. Da die Bundesländer vom Bund auch Entschädigungen für das Freihalten von Corona-Betten durchgesetzt hätten, würden dafür in diesem Jahr nochmals zwei Milliarden Euro benötigt.

    Spahn habe dem Haushaltsausschuss in einer Sondersitzung am Montag versichert, dass er die Summe in diesem Jahr aus eigenen Mittel stemmen könne, hieß es weiter. Unklar sei allerdings, ob auf den Bundeshaushalt bei einer Verlängerung im 2021 nicht zusätzliche Ausgaben zukämen.

    16:45 Uhr Innenministerium lässt Kundgebungen direkt vor Bundestag nicht zu

    Mehrere von Gegnern der Corona-Maßnahmen für diesen Mittwoch geplante Kundgebungen vor dem Bundestag dürfen dort nicht stattfinden. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, lehnte das Bundesinnenministerium am Dienstag zwölf Anträge auf Zulassung von Versammlungen in der Umgebung von Bundestag und Bundesrat ab. Aus dem Ministerium hieß es, eine Zulassung im sogenannten befriedeten Bezirk sei nur möglich, wenn eine Beeinträchtigung der Arbeit des Parlaments und seiner Fraktionen sowie des Bundesrates nicht zu befürchten sei. Diese Voraussetzung sei hier nicht erfüllt.

    Die angemeldeten Versammlungen würden nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden intensiv beworben, unter anderem "wird dazu aufgerufen, die Zugänge zum Deutschen Bundestag und zum Bundesrat zu blockieren".

    In einem am Dienstag verschickten Schreiben des Sicherheitsbeauftragten des Bundestages an die Abgeordneten hieß es, die angemeldeten Versammlungen gäben auf Grundlage einer Gefährdungseinschätzung des Berliner Landeskriminalamtes Anlass zur Sorge, "dass der Parlamentsbetrieb beeinträchtigt wird, weil sowohl mit Angriffen auf die Gebäude des Deutschen Bundestages und auch auf Personen" zu rechnen sei.

    16:15 Uhr FDP will Infektionsschutzgesetz im Bundestag nicht zustimmen

    Die FDP wird dem neuen Infektionsschutzgesetz zur Bekämpfung der Corona-Pandemie an diesem Mittwoch im Bundestag nicht zustimmen - trotz der in letzter Minute von CDU/CSU und SPD noch vorgenommenen Änderungen. "Für uns ist der Handlungsspielraum der Regierung beim Eingriff in Grundrechte unverändert zu groß", sagte der Fraktionsvorsitzende Christian Lindner am Dienstag in Berlin. "Das bleibt verfassungsrechtlich fragwürdig. Und im Übrigen ist das politisch keine Grundlage, um Akzeptanz dauerhaft zu sichern."

    Der Bundestag will an diesem Mittwoch abschließend über das Gesetz beraten. Es soll Entscheidungen der Regierung über Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie auf eine sicherere rechtliche Grundlage stellen.

    15:45 Uhr US-Unternehmen fahren Produktion wieder hoch

    Die US-Unternehmen haben ihre Produktion im Oktober deutlich ausgeweitet. Die Industrie, Bergbau und Versorger stellten zusammen 1,1 Prozent mehr her als im Vormonat, wie die Notenbank am Dienstag in Washington mitteilte. Im September hatte es noch einen Rückgang um 0,4 Prozent gegeben. Die wieder aufgeflammte Corona-Pandemie schürt aber die Sorge vor Störungen in den Fabriken, was wiederum die Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft bremsen könnte.

    Insbesondere die Industriebetriebe haben ihre Kapazitäten noch nicht wieder so stark ausgelastet wie vor der Krise. Die Auslastung lag im Oktober bei 71,7 Prozent, während sie ein Jahr zuvor noch fast 75 Prozent betragen hatte.

    15:30 Uhr Corona-Zahlen Bayern: Zahl der Todesfälle steigt sprunghaft an um 51

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern ist von gestern auf heute (Dienstag 17.11.20) um 1.790 gestiegen. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL in Erlangen haben sich seit Beginn der Pandemie in Bayern insgesamt 160.865 Menschen mit dem Sars-Cov2-Virus infiziert.

    Die Zahl der Toten ist sprunghaft angestiegen. In den vergangenen 24 Stunden starben in Bayern 51 Menschen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatten. Gestern lag die Zahl bayernweit bei zwölf Toten. Allein in Oberbayern gab es von gestern auf heute 19 Tote. Der sieben-Tage-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern bei 174,47. Den höchsten Inzidenzwert weist Schwaben auf mit 188,69. Den geringsten Inzidenzwert verzeichnet Oberfranken mit 124,09. Unter den Städten und Landkreisen hat der Landkreis Freyung-Grafenau den höchsten Inzidenzwert mit 394,32. Am niedrigsten ist er im Landkreis Kulmbach mit 43,32.

    15:15 Uhr Länderspiel Schweiz gegen Ukraine wegen Corona-Fällen abgesagt

    Wegen weiterer Corona-Fälle bei der ukrainischen Nationalmannschaft nach dem Deutschland-Spiel ist die Nations-League-Begegnung in der Schweiz abgesagt worden. Drei Fußball-Profis und ein Betreuer wurden am Dienstag kurz vor der Partie in Luzern positiv getestet. Bei der 1:3-Niederlage in Leipzig gegen Deutschland standen Ruslan Malinowskij und Junior Morares am Samstag genauso auf dem Platz wie die am Vortag ebenfalls positiv getesteten Jewgeni Makarenko und Eduard Sobol.

    15:00 Uhr SPD-Fraktion kritisiert Merkel für Vorgehen vor Bund-Länder-Treffen

    Die SPD-Bundestagsfraktion hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für das Vorgehen vor den Bund-Länder-Verhandlungen am Montag kritisiert. Die Vorbereitung der Ministerpräsidentenkonferenz durch das Kanzleramt sei suboptimal gewesen, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Carsten Schneider, am Dienstag in Berlin. Er kritisierte, dass eine mehrseitige Beschlussvorlage an die Länder - die größtenteils die Verfahren in der Hand hätten - geschickt wurde. Sich dann auch noch ohne Rücksprache in Fragen der Schulpolitik einzumischen sei "ein Verfahren, das wir missbilligen". Er sei froh, dass die Ministerpräsidenten die Beschlussvorlage deutlich verändert hätten.

    Die Länderchefs und Kanzlerin Merkel hatten sich am Montag darauf geeinigt, dass erst einmal keine weiteren Verbote und verbindlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie erlassen werden. Weitere Verhandlungen soll es am Mittwoch, 25. November, geben. Schneider begrüßte das. Er finde es klug, an einem Mittwoch zu tagen, dann könne man anders als bei der vergangenen Ministerpräsidentenkonferenz aktuelle Corona-Fallzahlen vom Montag und Dienstag berücksichtigen.

    14:15 Uhr Söder: Keine zusätzlichen Corona-Schulden geplant

    Die Staatsregierung will über die geplanten und vom Landtag genehmigten 20 Milliarden Euro keine neuen Schulden zur Bewältigung der Corona-Krise aufnehmen. Stattdessen sollen insbesondere Gelder aus der Rücklage verwendet werden, um Mehrausgaben und Mindereinnahmen auszugleichen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag vor Beginn einer eintägigen Haushaltsklausur des Kabinetts - diesmal per Videoschalte - an. "Wir haben schon das klare Ziel, dass wir keine zusätzlichen Schulden aufnehmen müssen zu dem, was wir vereinbart haben."

    13.48 Uhr: Kundgebung von Impfgegnern vor Reichstagsgebäude abgesagt

    Eine der für Mittwoch geplanten Kundgebungen von Gegnern der Corona-Maßnahmen vor dem Berliner Reichstagsgebäude ist abgesagt worden. Das teilte ein Polizeisprecher mit. Es geht demnach um die Veranstaltung "Stoppt das Infektionsschutzgesetz". Anmelder war das impfkritische "Netzwerk Impfentscheid Deutschland", erwartet wurden 500 Teilnehmer am Platz der Republik. Dort ist nach Polizeiangaben allerdings noch eine weitere Veranstaltung von Gegnern der Corona-Maßnahmen mit 4.000 Teilnehmern angemeldet.

    Zu den Gründen für die Absage des Impfgegner-Protests war laut dem Sprecher zunächst nichts bekannt. Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" befürchteten die Veranstalter Ausschreitungen durch gewaltbereite Extremisten. Auch Neonazis und sogenannte Reichsbürger hatten im Internet zur Teilnahme aufgerufen.

    Stattfinden werden nach Polizei-Einschätzung auch noch zwei weitere größere Versammlungen von Gegnern der Corona-Maßnahmen mit je 1.000 angemeldeten Teilnehmern. Am Mittwoch wollen Bundestag und Bundesrat Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschließen. Dabei geht es um Abstandsgebote, Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht, Schließungen von Geschäften und Verbote von Veranstaltungen.

    13.43 Uhr: Krankschreibung soll generell auch per Videosprechstunde möglich sein

    Patientinnen und Patienten sollen generell die Möglichkeit erhalten, sich in bestimmten Fällen ohne den Besuch in einer Arztpraxis krankschreiben zu lassen. Eine erstmalige Krankschreibung und eine Verlängerung sollten künftig per Videosprechstunde möglich sein, heißt es nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in einem aktuellen Gesetzentwurf. Dies soll demnach unabhängig von einer Pandemie-Situation gelten.

    "Insbesondere bei einfach gelagerten Erkrankungsfällen und zur Vermeidung von Infektionen über Wartezimmer sollte die Feststellung von Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der Videosprechstunde auch im Rahmen einer ausschließlichen Fernbehandlung erfolgen können", heißt es in der Begründung des Referentenentwurfs für das geplante Gesetz zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege, der nach Angaben des Ministeriums am Montag zur Anhörung an Ressorts, Länder, Verbände und Fraktionen versandt wurde.

    13.32 Uhr: Testlabore offenbar nicht mehr überlastet - hoher Positiv-Anteil

    Nach der zuletzt sehr hohen Auslastung medizinischer Labore ist die Zahl der Corona-Tests bundesweit laut dem Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) zuletzt etwas zurückgegangen. In der Woche vom 9. bis 15. November seien nach Daten von 163 Laboren rund 1,26 Millionen sogenannte PCR-Tests durchgeführt worden, sagte der erste Vorsitzende des Verbands, Michael Müller, in einer Videoschalte.

    In den beiden Kalenderwochen zuvor waren es jeweils rund 1,44 Millionen Tests, das entsprach laut ALM-Statistik einer Auslastung der Labore von 100 beziehungsweise 97 Prozent. Vergangene Woche lag die Auslastung bei 81 Prozent - nach Verbandseinschätzung immer noch ein sehr hoher Wert. Man arbeite nach wie vor am Limit, aber derzeit zumindest nicht mehr darüber hinaus, hieß es in einer Mitteilung.

    Rund 9,2 Prozent der vom Verband erfassten 1,26 Millionen Tests fielen positiv aus, das sei die höchste Rate sei Beginn der Datenerhebung im Anfang März. Die sogenannte Positivenrate ist in den vergangenen Wochen kontinuierlich angestiegen: Anfang Oktober (Woche vom 5. bis 11. Oktober) lag sie nach ALM-Daten bei 2,5 Prozent, am Monatsende (26. Oktober bis 1. November) bereits bei 7,2 Prozent.

    13.22 Uhr: Corona-Erkrankung dritthäufigste Todesursache in Schweden

    In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind rund zehn Prozent der Sterbefälle in Schweden auf Covid-19 zurückzuführen. Damit war die durch das Corona-Virus ausgelöste Krankheit die dritthäufigste Todesursache, hieß es in einer Mitteilung der Obersten Sozialbehörde des Landes. Im ersten Halbjahr 2020 waren rund 51.500 Menschen in Schweden gestorben, 14.000 davon an Herz- und Kreislauferkrankungen, 11.600 an Tumoren und 5.500 an Covid-19.

    Die Krankheit habe dazu beigetragen, dass die Sterblichkeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei Frauen um 10 Prozent und bei Männern um 14 Prozent gestiegen sei, hieß es weiter. Im April sei Covid-19 sogar die häufigste Todesursache gewesen.

    Schweden hat im Vergleich zu den anderen nordischen Ländern recht viele Sterbefälle durch die Pandemie zu verzeichnen. Schweden war eines von wenigen Ländern, die zu Beginn der Pandemie das öffentliche Leben weitgehend uneingeschränkt ließen. Es gab vergleichsweise viele Infektionen. Bis zum Dienstag waren mehr als 6.000 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

    13.08 Uhr: Gericht hält Maskenpflicht in Trierer Innenstadt für unzulässig

    Das Verwaltungsgericht Trier hat in einem Eilverfahren einer Bürgerin recht gegeben, die gegen die generelle Maskenpflicht in der Trierer Innenstadt vorgegangen war.

    Die Stadt habe nicht ausreichend dargelegt, warum zur Begrenzung der Corona-Pandemie zu jeder Tageszeit im öffentlichen Raum ein Mund-Nasen-Schutz erforderlich sei, heißt es in der Entscheidung. Die Anordnung sei nur allgemein mit dem hohen Besucheraufkommen begründet worden. Es gebe aber keine Belege dafür, dass Sicherheitsabstände tatsächlich nicht eingehalten würden. Die Stadtverwaltung kündigte an, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen.

    12.58 Uhr: Iran meldet 482 Tote an einem Tag

    Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen im Iran haben erneut einen Höchstwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag wurden binnen eines Tages 13.352 Neuinfektionen registriert. Im gleichen Zeitraum starben 482 Corona-Patienten an dem Virus. Damit liege die Gesamtzahl der Infizierten bei fast 790.000, die der Corona-Toten bei über 42.000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

    Die Fallzahlen dürften jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es in dem Land mit mehr als 82 Millionen Einwohnern zu wenig Testmöglichkeiten gibt. Um die drastisch steigenden Fallzahlen zu stoppen, wird die Islamische Republik am nächsten Wochenende landesweit strenge und unbefristete Lockdowns einführen. Außerdem wurde zwischen 21 und 4 Uhr auch eine Ausgangssperre für Personenwagen verhängt.

    12.47 Uhr: Bayerns Handel hofft auf "einigermaßen normales" Weihnachtsgeschäft

    Der bayerische Handel hofft nach einem verpatzten Start auf ein "einigermaßen normales Weihnachtsgeschäft" in der Corona-Pandemie. "Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt", sagte der Präsident des Handelsverbands Bayern (HBE), Ernst Läuger. Für die Monate November und Dezember rechnet der Verband mit Umsätzen von 14 Milliarden Euro. Das wäre etwa das Niveau des Vorjahres.

    Dabei war der Start auch wegen der verschärften Corona-Regeln alles andere als gut: In den ersten beiden Wochen des Novembers seien die Umsätze in den Innenstädten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um bis zu 50 Prozent zurückgegangen, sagte HBE-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Puff: "Das sind dramatische Zahlen, mit denen wir hier zu kämpfen haben."

    Von der Krise profitieren wird nach Ansicht des HBE der Onlinehandel. Mit 2,3 Milliarden wird ihm ein Rekordanteil am Weihnachtsgeschäft und ein Wachstum um 19 Prozent prognostiziert. Daran hat laut Puff aber auch der lokale Handel einen Anteil: Rund ein Drittel der Unternehmen sei inzwischen auch online aktiv und viele stationäre Händler verkauften auch über Amazon.

    12.42 Uhr: Hofreiter wirft Merkel und Länderchefs "Chaos" vor

    Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten vorgeworfen, sie hätten mit schlecht vorbereiteten Beratungen am Montag "wieder Chaos verbreitet". Sie untergrüben damit die wichtigste Ressource bei der Bekämpfung der Pandemie, das Vertrauen der Bürger.

    "Es kann sein, dass man dann weiter nachschärfen muss", sagte Hofreiter mit Blick auf die nächste Beratungsrunde von Bund und Ländern am 25. November. Im Moment steckten sich noch zu viele Menschen mit dem Virus an: "Lockerungen werden nicht möglich sein." Wenn die Zahlen nicht deutlich zurückgingen, werde man die November-Auflagen in den Dezember hinein verlängern müssen.

    12.33 Uhr: Dobrindt beklagt Spam-Mail-Flut wegen Infektionsschutzgesetz

    Vor der Bundestagsabstimmung über das Infektionsschutzgesetz an diesem Mittwoch haben zahlreiche Abgeordnete offenbar eine Flut kritischer Spam-E-Mails erhalten. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte vor einer Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag, allein sein Büro habe etwa 37.000 solcher Mails erhalten. Die Mehrzahl sei gleichlautend mit identischen Textstellen. Wer dahinter stehe, könne man nicht klären.

    Am Mittwoch wollen Bundestag und Bundesrat Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschließen. Dabei geht es um Abstandsgebote, Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht, Schließungen von Geschäften und Verbote von Veranstaltungen. Dazu sind mehrere Demonstrationen vor dem Reichstagsgebäude und in der Umgebung angemeldet.

    Dobrindt sagte, er gehe davon aus, dass man nicht erleben werde, dass es zu einer Besetzung der Reichstagsstufen ähnlich wie bei einer früheren Demonstration von Masken-Gegner kommen werde. Es wäre "ein mehr als kritischer Vorgang, wenn die Abgeorneten zur Abstimmung im Parlament den Plenarsaal nicht erreichen könnten".

    12.08 Uhr: Frankreich plant Impfkampagne zu Jahresbeginn

    Frankreich bereitet eine Impfkampagne gegen das neuartige Coronavirus für den Jahresbeginn vor. Regierungssprecher Gabriel Attal sagte in Paris, dafür seien 1,5 Milliarden Euro vorgesehen. Frankreich wolle "bereit sein, wenn die europäischen und nationalen Gesundheitsbehörden einen Impfstoff billigen" und dann "sofort" mit der Kampagne beginnen.

    In der Bevölkerung gibt es jedoch eine große Skepsis: Nur 54 Prozent der Franzosen gaben in einer Umfrage des Instituts Ipsos vom Oktober an, sie wollten sich gegen Covid-19 impfen lassen.

    Am 7. November hatte in Frankrerich die Zahl der an einem Tag verzeichneten Neuinfektionen mit 86.852 einen Höchststand erreicht. Seither geht der Wert zurück, am Montag wurden noch 9.406 Neuinfektionen gemeldet. Zugleich aber liegen mit rund 33.500 so viele Corona-Patienten wie nie zuvor in den Krankenhäusern.

    11.52 Uhr: Forscher wollen mit neuen Regeln für Wildtier-Handel Pandemien verhindern

    Eine wirksame Gesetzgebung für den Wildtier-Handel könnte nach Ansicht eines internationalen Forscherteams mit Beteiligung der Universität Göttingen zukünftige Pandemien verhindern.

    Viele Krankheiten, darunter auch Covid-19, seien vom Tier zum Menschen übergesprungen, erklärten die Wissenschaftler. Weitere Epidemien, die von tierischen Wirten ausgehen, seien unvermeidlich, wenn nicht schnell Maßnahmen ergriffen würden. Die Forscher forderten die Regierungen auf, wirksame Rechtsvorschriften zu erlassen, die den Handel mit Wildtieren regulieren, Lebensräume schützen sowie die Interaktion zwischen Mensch, Wildtieren und Nutztieren einschränken. Nur solche Maßnahmen gewährten Schutz vor künftigen Pandemien, die noch schwerwiegender als Covid-19 sein könnten.

    In den vergangenen 30 Jahren ist die Mehrzahl der Krankheitserreger, die der menschlichen Gesundheit und der Wirtschaft erheblichen Schaden zugefügt haben, den Wissenschaftlern zufolge von Wildtieren oder Nutztieren ausgegangen. Zu diesen Krankheiten gehörten zum Beispiel Ebola, Aids, Sars und wohl auch Covid-19.

    11.35 Uhr: Bayerischer Verfassungsgerichtshof weist Eilanträge gegen Teil-Lockdown ab

    Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat Eilanträge gegen den coronabedingten Teil-Lockdown im Freistaat abgewiesen. In einer heute veröffentlichten Entscheidung lehnten es die Richter ab, die neuen Vorschriften der bayerischen Corona-Verordnung per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen. Es liege keine offensichtliche Verletzung von Freiheits- und Gleichheitsgrundrechten der bayerischen Verfassung vor.

    Die achte bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung enthalte zwar erhebliche Verschärfungen, etwa eine vorübergehenden Schließung von Betrieben und sonstigen Einrichtungen. Die Belange der Betroffenen müssten aber zurücktreten "gegenüber der fortbestehenden und in jüngster Zeit wieder erheblich gestiegenen Gefahr für Leib und Leben einer Vielzahl von Menschen". Zudem verwiesen die Richter in ihrer Begründung auf eine drohende Überforderung der "personellen und sachlichen Kapazitäten des Gesundheitssystems".

    11.28 Uhr: Ärzte-Funktionärin Teichert zu Corona-Gipfel: "Uns läuft die Zeit davon."

    Der Bundesverband der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst dringt nach den Corona-Beratungen von Bund und Ländern auf verpflichtende Regelungen. Mit Blick auf die Ergebnisse des Gipfels sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert im Interview mit WDR2: "Den Gesundheitsämtern steht das Wasser bis zum Hals, wir schaffen es nicht mehr, die Kontaktpersonen nachzuverfolgen. Von daher wären einheitliche Beschlüsse für uns sehr hilfreich gewesen."

    Auch im Gespräch mit der "Rheinischen Post" wies die Verbandsvorsitzende Teichert auf den aus ihrer Sicht dringenden Handlungsbedarf hin: "Ich würde mir wünschen, dass es zu schnellen und einheitlichen Beschlüssen bei den Kontaktbeschränkungen kommt. Wenn Appelle nicht ausreichen, dann muss es einheitliche verpflichtende Regelungen zur Kontaktreduzierung geben. Uns läuft die Zeit davon", sagte Teichert der Zeitung. Die Infizierten-Zahlen seien nach wie vor "deutlich zu hoch", die Gesundheitsämter kämen nicht hinterher.

    Auch für die Schulen hält die Medizinerin einheitliche Regeln "wie etwa eine allgemeine Maskenpflicht" für sinnvoll. "Die vielen unterschiedlichen Konzepte verunsichern die Menschen", sagte sie.

    11.25 Uhr: Dobrindt fordert weitere Corona-Beschränkungen

    CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt fordert von Bund und Ländern kommende Woche weitere einschränkende Corona-Maßnahmen. Es sei jetzt schon absehbar, dass mit den bisherigen Auflagen das Ziel nicht erreicht werden könne, die Zahl der Neuinfektionen bis Weihnachten wieder auf 50 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen drücken zu können. Einschränkungen für den Einzelhandel solle es im Dezember aber nicht geben, mahnte Dobrindt in Berlin. Er plädierte stattdessen für bundesweite Auflagen in den Schulen. Diese dürften aber nicht geschlossen werden.

    11.20 Uhr: Scholz hält noch höhere Verschuldung für tragbar

    Der Bund könnte aus Sicht von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) in der Corona-Krise auch noch höhere Schulden stemmen als bisher geplant. Im laufenden und im kommenden Jahr würden mehr als 300 Milliarden Euro an neuen Krediten aufgenommen, sagte der Vizekanzler auf einer Konferenz der "Süddeutschen Zeitung". Auf die Frage, ob auch mehr als diese 300 Milliarden vorstellbar seien, antwortete er: "Es wäre jedenfalls für uns möglich."

    Wichtig sei aber, dass man mit dem Geld klug wirtschafte und Zukunftsinvestitionen auf den Weg bringe, so Scholz: "Wir müssen für künftiges Wachstum sorgen.". Nur so werde es gelingen, die Schuldenquote wieder zu senken und das Geld zurückzuzahlen. Erneut wandte sich Scholz gegen Steuerentlastungen für Spitzenverdiener. Das sei nicht das Gebot der Stunde.

    Mit dem Ergebnis der Bund-Länder-Beratungen vom Montag zeigte sich Scholz zufrieden. In der kommenden Woche müsse man das Infektionsgeschehen genau beobachten, betonte er.

    11.12 Uhr: Mehr als 165.000 neue Corona-Fälle in den USA

    Die USA haben mehr als 165.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Am Montag meldeten die Behörden 166.045 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 177.000 Fälle gemeldet wurden. Die Zahl der Toten binnen 24 Stunden lag bei 995.

    Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rund 247.000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl liegen die USA mit über 75 Toten pro 100.000 Einwohner laut JHU weltweit auf dem 13. Platz.

    11.05 Uhr: Norwegens Gesundheitsdirektor fordert von UEFA Länderspiel-Stopp

    Der Direktor der norwegischen Gesundheitsbehörde hat die UEFA aufgefordert, aufgrund der Infektionsgefahr in Europa internationale Fußballspiele abzusagen. Dem Norwegischen Rundfunk NRK sagte Bjørn Guldvog: "Für eine gewisse Zeit ist es nicht so ratsam, sich bei internationalen Großveranstaltungen und Spielen zu treffen."

    In einem Brief an die UEFA und den norwegischen Fußballverband NFF habe er empfohlen, sich die Infektionssituation anzusehen, sagte Guldvog. Angesichts der Infektionsraten sei es schwer vorstellbar, dass ein UEFA-Protokoll engmaschig genug sein könne: "Wir sehen, dass immer mehr in ihren Mannschaften infiziert werden.»"

    Hintergrund für die Äußerung ist die Absage des Nations-League-Spiels der Norweger in Rumänien am vergangenen Sonntag. Nun könnte das Spiel für Norwegen als Niederlage gewertet werden. Damit das nicht wieder passiert, soll eine "Notmannschaft" am Mittwoch gegen Österreich spielen. Guldvog hält das nicht für klug: "In Österreich gibt es ein sehr hohes Infektionsniveau, deshalb muss man damit rechnen, dass es bei denen, die dorthin reisen, zu Infektionen kommen kann."

    10.43 Uhr: 442 Tote in Russland an einem Tag

    In Russland sind nach offiziellen Angaben 442 Menschen binnen 24 Stunden mit oder an dem Coronavirus gestorben. Das ist die höchste Zahl seit Ausbruch der Seuche. Insgesamt starben bislang 33.931 Menschen. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle steigt um 22.410 auf über 1,97 Millionen.

    Besonders betroffen ist die Hauptstadt Moskau mit fast 5.900 neuen Ansteckungsfällen. Hier wurde nun der Krylatskoje-Eispalast in eine Corona-Klinik umgewandelt. In der Halle wurde ein komplettes Krankenhaus mit 1.300 Betten errichtet. Eine Intensivstation und alle für die Corona-Behandlung notwendigen medizinischen Apparaturen sind ebenfalls vorhanden. Mehr als 100 Ärzte und Pflegekräfte sollen sich um die mit dem Coronavirus infizierten Patienten kümmern. Am Montag waren 600 Betten belegt.

    10.19 Uhr: Virologin hält Aufschub schärferer Corona-Regeln für vertretbar

    Die Münchner Virologin Ulrike Protzer hält den Aufschub schärferer Corona-Regeln aktuell für vertretbar. Man könne noch ein paar Tage abwarten, ehe man über mögliche weitere Einschränkungen für das öffentliche Leben entscheide, sagte die Professorin der Technischen Universität München und Direktorin des dortigen Instituts für Virologie dem BR.

    Wenn sich jetzt alle an die geltenden Einschränkungen hielten, gebe es eine "gute Chance", dass die Zahl der Neuinfektionen sinke. Auch ein Weihnachtsfest mit Familie und Freunden hält Protzer grundsätzlich für möglich - auch wenn es für die Teilnehmer durchaus mit einem Risiko verbunden sei.

    10.04 Uhr: Höchstwert bei Neuinfektionen im Gazastreifen

    Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Gazastreifen auf einen Höchstwert geklettert. Binnen 24 Stunden wurden 486 Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in dem von der islamistischen Hamas beherrschten Gebiet mitteilte. So viele Fälle an einem Tag hat es in dem Küstengebiet in der Corona-Pandemie noch nicht gegeben. Insgesamt wurden 2.412 Tests gemacht, jeder fünfte Test fiel somit positiv aus. Insgesamt registrierten die Behörden im Gazastreifen bislang 11.471 Infizierte.

    Die Pandemie verlief dort zunächst glimpflich. In den vergangenen Wochen stieg aber die Zahl der Fälle. In dem abgeriegelten Gebiet leben etwa zwei Millionen Menschen auf engem Raum unter teilweise miserablen Bedingungen und schlechter medizinischer Versorgung. Eine starke Ausbreitung des Virus gilt als Horrorszenario. Zum Vergleich: In Deutschland leben etwas mehr als 80 Millionen Menschen. Hier waren zuletzt 14.419 neue Infektionen binnen 24 Stunden registriert worden.

    09.45 Uhr: Merkel unzufrieden mit Gipfel-Ergebnissen

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist unzufrieden mit den Ergebnissen der Beratungen vom Montag. Sie hätte sich beim Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder mehr vorstellen können, sagte Merkel auf dem Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung". Jeder Tag zähle, ein Zögern koste im Zweifel immer mehr Geld. "Deshalb bin ich da manchmal ungeduldig", sagte Merkel. Allerdings sei es auch schwer abzuschätzen, wie sich das Infektionsgeschehen in den nächsten Tagen entwickele.

    Merkel warb zugleich um Verständnis für die starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie. Die Maßnahmen seien eine "demokratische Zumutung". Die Entscheidungen, die gerade getroffen werden müssten, gehörten zu den schwersten ihrer Amtszeit. Doch klar sei: "Wenn wir warten würden, bis die Intensivbetten voll belegt sind, wäre es zu spät."

    Merkel betonte, Risikogruppen gebe es in Deutschland nicht nur in Alten- und Pflegeheimen. Es gebe viele Bürger mit Vorerkrankungen und solche, die älter als 60 Jahre seien. Diese müssten geschützt werden. Dabei hätten Wissenschaft und Gesellschaft in den vergangenen Monaten bereits viel gelernt. "Wir lernen in und mit der Pandemie", sagte Merkel. Das wichtigste bleibe die Nachverfolgung von Kontakten zur Unterbrechung von Infektionsketten.

    09.22 Uhr: Frankreich - "Gewinnen Kontrolle zurück"

    Frankreich gewinnt nach den Worten von Gesundheitsminister Olivier Veran die Kontrolle über das Coronavirus zurück. Allerdings sei es zu früh, um einen Sieg auszurufen, sagt Veran im Fernsehsender BFM. "Wir sind in einer Phase, in der die Pandemie zurückgeht, selbst wenn sie auf hohem Niveau bleibt." Das Virus breite sich etwas langsamer aus als zu Beginn der Ausgangssperren und der drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die im Oktober verhängt wurden.

    08.55 Uhr: Kanzleramtschef - "Bund hätte lieber früher gehandelt"

    Nach einer Ablehnung weitergehender Corona-Eindämmungsmaßnahmen durch die Bundesländer bei dem Gipfelgespräch vom Montag hat Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) die Position der Bundesregierung noch einmal bekräftigt. Dass der Bund "lieber früher gehandelt hätte, daraus machen wir kein Hehl", sagte Braun im ZDF-"Morgenmagazin". Aber die vom Bund angedachten Verschärfungen seien nicht vom Tisch. Das Treffen sei auch "nicht ergebnislos" gewesen.

    Die vom Bund gemachten Vorschläge für mehr Kontaktbeschränkungen und mehr Infektionsschutz in Schule seien von den Ländern "nicht gänzlich abgelehnt" worden, betonte Braun. "Sie werden nächste Woche in der Konferenz wieder aufgeworfen." Dann werde es auch um Kontaktbeschränkungen an Schulen gehen, die nach Einschätzung des Kanzleramtes unumgänglich seien, so Braun: "Die hätten wir gerne gestern schon beschlossen".

    Am Mittwoch kommender Woche wollen Bund und Länder laut dem Beschluss vom Montag über ein längerfristiges Konzept im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten.

    08.26 Uhr: Weltärztebund-Präsident übt Kritik an Corona-Gipfel

    Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat die Resultate der Bund-Länder-Runde zur Corona-Pandemie scharf kritisiert. "Wir brauchen eine Einigkeit aller Demokraten und aller Menschen, die wirklich an der Gesundheit der Bevölkerung interessiert sind. Was wir dort erleben als Showdown von Eitelkeiten hilft niemandem", sagte Montgomery im SWR.

    Ziel müsse es jetzt sein, die Bevölkerung mitzunehmen. "Was soll denn ein einfacher Bürger noch denken, wenn sich diese Damen und Herren streiten und sich auf nichts Vernünftiges einigen können?", so Montgomery weiter. Dabei sei es fünf vor 12, wenn verhindert werden solle, dass das Gesundheitswesen unter der zweiten Welle zusammenbreche.

    Es müsse entschieden gehandelt, werden so Montgomery: "Wir müssen vor allem Kontakte einschränken. Und das geht nur, wenn die Bevölkerung das selbst macht. Wir können nicht überall einen Polizisten hinstellen." Ein Ansatz auf nationaler Ebene sei erforderlich, um die Menschen zu überzeugen. Das gelinge aber nur, wenn sich die Politik einig sei.

    07.22 Uhr: Virologe Fauci nennt Moderna-Impfstoff "erstaunlich beeindruckend"

    Der führende US-Virologe Anthony Fauci hat die Zwischenergebnisse des Corona-Impfstoff-Kandidaten des Unternehmens Moderna als "erstaunlich beeindruckend" bezeichnet. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP sagte Fauci, er hätte sich mit Impfungen mit einer Wirksamkeit von 70 bis 75 Prozent zufrieden gegeben. Das US-Biotechnologieunternehmen Moderna hatte am Montag bekannt gegeben, dass sein entwickelter Impfstoff eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent besitzt.

    "Die Vorstellung, dass wir einen zu 94,5 Prozent wirksamen Impfstoff haben, ist erstaunlich beeindruckend. Es ist wirklich ein spektakuläres Ergebnis, von dem ich glaube, dass niemand erwartet hatte, dass es so gut sein würde", sagte Fauci weiter.

    Der oberste Seuchenexperte der USA betonte außerdem, dass die Ergebnisse eine nachdrückliche Bestätigung der experimentellen mRNA-Technologie seien, an der einige gezweifelt hätten. "Es gab viele Leute, die Vorbehalte hatten, etwas zu verwenden, das über die Jahre nicht erprobt worden war, einige Leute haben uns sogar dafür kritisiert", sagte Fauci.

    06.55 Uhr: Schwesig verteidigt Aufschub weiterer Corona-Maßnahmen

    Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) verteidigt den Aufschub weiterer Anti-Corona-Maßnahmen durch Bund und Länder. "Wir haben vor 14 Tagen den privaten Bereich stark eingeschränkt", sagte die SPD-Politikerin im ZDF-"Morgenmagazin": "Man kann nicht im Wochenrhythmus die Schrauben anziehen." Es müsse stattdessen ein Gesamtkonzept für Dezember und Januar geben.

    Von Anfang an habe man gesagt, dass das Treffen am Montag nur eine Zwischenbilanz sein könne, sagte Schwesig weiter. Man könne zu diesem Zeitpunkt weder über Lockerung noch Verschärfung reden. Schwesig hatte sich bereits vor dem Treffen gegen neue Maßnahmen ausgesprochen.

    Bund und Länder hatten sich am Montag darauf verständigt, für die nächsten Tage erst einmal keine weiteren Verbote und verbindlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu erlassen. Am 25. November soll es weitere Beratungen und - wenn die Zahl der Infizierten und schwer Erkrankten bis dahin nicht stark gesunken ist - womöglich auch weitere rechtlich bindende Einschränkungen geben.

    05.57 Uhr: CSU-Landesgruppe verlegt Winterklausur nach Berlin

    Wegen der Pandemie verlegen die CSU-Bundestagsabgeordneten ihre traditionelle Winterklausur vom oberbayerischen Kloster Seeon nach Berlin. Wie Landesgruppenchef Dobrindt dem Münchner Merkur sagte, soll der Auftakt ins Bundestags-Wahljahr Anfang Januar im Congress Center am Alexanderplatz stattfinden - und zwar mit einem strengen Hygienekonzept und als sogenannte hybride Veranstaltung. Das bedeutet, dass einige Gäste anwesend sind und andere digital zugeschaltet werden. Bis vor einigen Jahren hatte die CSU-Landesgruppe noch in Wildbad Kreuth getagt.

    05.35 Uhr: 14.419 Neuinfektionen und 267 weitere Todesfälle

    In Deutschland sind binnen 24 Stunden mehr als 14.000 Corona-Neuinfektionen sowie 267 Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter am Dienstag mitteilte, wurden 14.419 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Am Montag waren es mehr als 10.000 Neuinfektionen gewesen. Die Zahl der Corona-Toten stieg demnach bundesweit auf 12.814 - dies waren 267 mehr als am Vortag.

    Im Vergleich zur Vorwoche verzeichnete das RKI jedoch einen Rückgang der Ansteckungzahlen: Vergangenen Dienstag wurden 15.332 Fälle gemeldet. Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 815.746 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Genesenen lag bei rund 530.200.

    Montag, 16. November

    22.50 Uhr: Kalifornien zieht mit mehr als eine Million Corona-Infektionen die Notbremse

    Kalifornien führt wegen steigender Corona-Zahlen wieder härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ein. Der Staat müsse die Notbremse ziehen, sagte Gouverneur Gavin Newsom am Montag. Vergangene Woche hatte der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA die Schwelle von einer Million bekannten Corona-Infektionen überschritten. In Kalifornien leben 40 Millionen Menschen. Für gut 94 Prozent der Bevölkerung gelten nun wieder strikte Auflagen. Bars und Fitnesseinrichtungen müssen schließen, Restaurants können nur im Freien servieren oder außer Haus verkaufen. Schulen dürfen nur Online-Unterricht geben. Der Staat an der Westküste hatte sehr früh Corona-Beschränkungen erlassen, diese in den vergangenen Monaten aber langsam gelockert. Weiterhin gilt, dass man in der Öffentlichkeit eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen muss.

    22.25 Uhr: 16 positive Tests in der Premier League innerhalb einer Woche

    Mit 16 positiven Corona-Fällen bei Fußballprofis und Mitgliedern der Funktionsteams in einer Woche hat die englische Premier League einen Rekordwert gemeldet. Laut Mitteilung vom Montagabend seien 1.207 Spieler und Clubmitarbeiter vom 9. bis 15. November getestet wurden. Darunter waren keine Spieler, die wegen internationaler Länderspieleinsätze im Ausland und nicht bei ihren Vereinen waren. Die Namen der positiv getesteten Personen wurden wie üblich nicht mitgeteilt; sie müssen sich jetzt für zehn Tage in Quarantäne begeben.

    21.55 Uhr: Dreyer kritisiert Vorbereitung von Bund-Länder-Schalte

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Vorbereitung der Bund-Länder-Schalte am Montag kritisiert. Das Papier des Bundes habe "zu viel Unmut geführt". Dies sei mit ein Grund, "warum wir so lange getagt haben". In der Vorlage hätten sich "viele von uns" und auch die Gespräche nicht wiedergefunden. Insofern sei länger diskutiert worden, allerdings konstruktiv und nach vorne gewandt. Dreyer regte an, wieder zum bewährten Verfahren zurückzukehren. Dabei seien die Vorlagen für eine Ministerpräsidentenkonferenz zwischen den A- und B-Ländern und dem Bundeskanzleramt vorbereitet worden. Bei den Themen, auf die man sich nicht einigen konnte, habe es dann einige eckige Klammern gegeben, über die diskutiert worden sei.

    21.45 Uhr: Proteste gegen Anti-Corona-Demo der AfD in Halle

    Mehrere Hundert Menschen haben am Montagabend bei einer AfD-Demonstration in Halle gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert - begleitet von lauten Protesten: Etwa 500 Menschen schlossen sich dem Aufruf von Bündnis Halle gegen Rechts an, wie Polizeisprecher Ralf Karlstedt sagte. Bei der AfD-Kundgebung auf dem Hallmarkt zählte die Polizei etwa 300 Teilnehmer. Ein Großaufgebot der Polizei begleitete die Demonstrationen. Nach Angaben des Polizeisprechers gab es keine Zwischenfälle oder größeren Verstöße gegen die Auflagen.

    21.35 Uhr: Auch zweiter Test positiv: Freiburgs Kwon in Quarantäne

    Auch der zweite Corona-Test von Mittelfeldspieler Changhoon Kwon vom SC Freiburg ist positiv ausgefallen. Das teilte der badische Fußball-Bundesligist am späten Montagabend mit. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt bleibe der 26-Jährige bis einschließlich 25. November in häuslicher Quarantäne. Er fehlt den Freiburgern damit im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 am kommenden Sonntag.

    21.25 Uhr: Israels Corona-Kabinett billigt weitere Lockerungen

    Israels Corona-Kabinett hat weitere Lockerungen auf den Weg gebracht. Wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montagabend mitteilte, dürfen fünfte und sechste Klassen am Dienstag nächster Woche in ihre Klassenräume zurückkehren. Eine Woche später sollen die elften und zwölften Klassen folgen. Dies gilt allerdings nur für Gegenden mit niedrigen Infektionszahlen - also für Orte, in denen die Corona-Ampel auf Grün oder Gelb steht. Dort dürfen auch Einkaufszentren unter Auflagen wieder öffnen. Andererseits beschloss das Corona-Kabinett Verschärfungen für Gebiete mit hohen Infektionszahlen. So soll in Orten, in denen die Corona-Ampel auf Orange steht, wie in «roten» Orten künftig eine nächtliche Ausgangssperre gelten.

    21.15 Uhr: Bundesregierung plant mit 14 Mrd. Euro November-Hilfen

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat bestätigt, dass die Regierung für die November-Hilfen für die Wirtschaft mittlerweile mit 14 Milliarden Euro kalkuliert. Das sagt der SPD-Kanzlerkandidat in der ARD. Reuters hatte bereits vergangene Woche darüber berichtet. Ursprünglich waren für die Entschädigungen für geschlossene Betriebe rund zehn Milliarden Euro vorgesehen.

    21.05 Uhr: Airbus-Zulieferer Diehl Aviation baut 1.400 Stellen in Deutschland ab

    Als Reaktion auf die Corona-Krise will der Airbus-Zulieferer Diehl Aviation bis 2022 in Deutschland 1400 Stellen abbauen. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Laupheim bei Ulm am Montag mit. Auf betriebsbedingte Kündigungen solle so weit wie möglich verzichtet werden - etwa durch Altersteilzeit und ein Freiwilligenprogramm. Betroffen seien davon alle Bereiche, Standorte und Gesellschaften. Durch den Stellenabbau will das Unternehmen ab 2023 wieder in die Gewinnzone zurück. Starten sollen die Restrukturierungsmaßnahmen 2021. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 5500 Mitarbeiter.

    20.50 Uhr: Keine Aussage zu Restaurant- und Kulturbetrieb im Dezember

    Die Frage, ob Restaurants, Kultureinrichtungen oder Fitnessstudios im Dezember wieder aufmachen können, bleibt zunächst unbeantwortet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder fassten dazu bei ihrem Gespräch über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise am Montag keine Beschlüsse. Offiziell gilt weiterhin die Aussage der letzten Beratungen der Kanzlerin mit den Länderchefs von Ende Oktober, dass die Schließung der Einrichtungen in Kultur, Unterhaltung und Gastronomie bis Ende November befristet sein soll.

    20.25 Uhr: Krankenhaus-Belegung in Frankreich auf Rekordstand

    In Frankreich werden so viele Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt wie nie zuvor. Die Behörden geben die Zahl mit 33.497 an, ein Anstieg von 416. Die Zahl der Neuinfektionen stieg den vorliegenden Daten zufolge um 9.406. Das sind so wenige wie seit mehr als einem Monat nicht mehr. Am Sonntag wurden noch 27.228 neue Ansteckungen registriert. Insgesamt sind damit mehr als 1,9 Millionen Infektionen bekannt. Am Montag melden die Behörden zudem 506 weitere Todesfälle, insgesamt sind es damit 45.054.

    20.15 Uhr: Sachsen setzt "Kleinen Grenzverkehr" wegen Corona-Krise aus

    Sachsen hat den "Kleinen Grenzverkehr" zum Tanken und Einkaufen in den Nachbarländern Tschechien und Polen ausgesetzt. Nur wer einen triftigen Grund habe, dürfe ohne Quarantänepflicht und nur noch für maximal zwölf Stunden aus einem ausländischen Risikogebiet nach Sachsen einreisen oder sich die gleiche Zeit im ausländischen Risikogebiet aufhalten, teilte das Sozialministerium mit. Erlaubt sei dies aus beruflichen, sozialen oder medizinischen Gründen. "Gleichzeitig darf der Aufenthalt nicht dem Einkauf, der privaten Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung, einem Sportereignis, einer öffentlichen Festivität oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung dienen oder gedient haben." Sozialministerin Petra Köpping (SPD) erklärte: "Ich habe mehrfach deutlich gemacht, dass ich mit Blick auf die hohen Infektionszahlen regen grenzüberschreitenden Einkaufstourismus sehr kritisch sehe. Angesichts der ernsten Lage haben wir entschieden, dass Einkaufs- oder Tankfahrten nicht mehr von der Quarantänepflicht ausgenommen sind."

    20.05 Uhr: Vorerst keine Corona-Lockerungen für den Sport

    Der Amateur- und Breitensport, der Anfang November zum Erliegen gekommen ist, muss sich voraussichtlich auf eine längere Corona-Pause einstellen. Die Profiligen im Fußball, Handball, Basketball und Eishockey werden bis zum Jahresende wohl weiter nur Geisterspiele austragen dürfen.

    19.50 Uhr: Virologin Protzer rechnet erst ab März 2021 mit Entspannung der Corona-Situation

    Das heute bekannt gegebene Zwischenergebnis der Moderna-Impfstoff-Studie sieht "sehr vielversprechend" aus, so die Einschätzung von Prof. Ulrike Protzer. Es sei gut, dass es nun einen zweiten Impfstoff gegen Covid-19 gebe. Dennoch rechnet die Münchner Virologin erst ab März 2021 mit einer Lockerung der Situation. Laut Protzer wird vor Anfang nächsten Jahres sicherlich keine Impfung gegen Covid-19 verfügbar sein, denn beide Impfstoffe müssten erst noch das gesamte Zulassungsverfahren durchlaufen. Erst dann könne man langsam anfangen mit einer groß angelegten Impfung, dafür müsse aber erst noch die Infrastruktur aufgebaut werden.

    19.40 Uhr: Lehrerverbandspräsident enttäuscht über Verschiebung der Schulbeschlüsse

    Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, zeigt sich enttäuscht, dass beim Bund-Länder-Gipfel die Entscheidung über Einschränkungen an Schulen vertagt wurde. Im Interview mit dem BR-Regionalstudio Niederbayern/Oberpfalz sagte Meidinger wörtlich: "Wir vom Lehrerverband sind enttäuscht, weil in der Tat ein Handlungsbedarf da ist. Wir haben einen massiv ansteigendes Infektionsgeschehen, dass auch vor Schulen nicht Halt macht und da einfach den Betrieb mit vollen Klassen weiterlaufen zu lassen ist brandgefährlich."

    19.35 Uhr: Gefährdete Gruppen erhalten günstige FFP2-Masken

    Bund und Länder wollen besonders gefährdete Menschen mit günstigen FFP2-Masken vor einer Ansteckung mit dem Corona- Virus bewahren. Über 65-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollen insgesamt 15 dieser Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können, heißt es in einem Beschluss von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Ministerpräsidenten der Länder vom Montag. Die Kosten übernimmt demnach der Bund.

    19.20 Uhr: Schweden führt Maßnahmen ein - Bürger befolgen Empfehlungen nicht

    Schweden führt angesichts einer Rekordzahl von Neuinfektionen schärfere Beschränkungen als im Frühjahr ein. Die Bürger befolgten die Empfehlungen nicht so gut wie während der ersten Welle, sagt Ministerpräsident Stefan Löfven. Entsprechend würden Treffen in der Öffentlichkeit nun auf acht Leute begrenzt statt 50 wie damals. "Das ist für die gesamte Gesellschaft jetzt die neue Norm", sagt Löfven. "Gehen Sie nicht ins Fitnessstudio, gehen Sie nicht in die Bibliotheken, laden Sie Leute nicht zum Essen ein. Sagen Sie es ab."

    19.15 Uhr: Bund und Länder appellieren: Keine privaten Feiern mehr

    Zum Eindämmen der Corona-Pandemie rufen Bund und Länder die Bürger auf, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren. Sie sollten gänzlich auf private Feiern verzichten, private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt werden. Das schließe auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein. Auf diesen Appell verständigten sich nach dpa-Informationen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Montag in ihrer Videokonferenz.

    19.10 Uhr: Corona-Ausbrüche in zwei Mannheimer Altenheimen - acht Tote

    Nach Corona-Ausbrüchen in zwei Alten- und Pflegeheimen in Mannheim sind acht Bewohner gestorben. In einem Heim im Stadtteil Gartenstadt seien vier Frauen und drei Männer im Alter zwischen 77 und 88 Jahren am Wochenende und vergangenen Woche gestorben, teilte die Evangelische Kirche Mannheim als Betreiber am Montag mit. 51 der 90 Bewohner seien infiziert. Auch 20 Mitarbeiter hätten sich mit dem Coronavirus angesteckt. Besuche seien aktuell nicht gestattet. Derzeit gelte es, die Infektionskette zu unterbrechen, hieß es von der Leitung. Wie es zu dem Ausbruch kam, sei noch unklar. In einem Mannheimer Seniorenzentrum wurden 42 Bewohner sowie acht Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Ein über 80-Jähriger mit Vorerkrankungen sei am Sonntag gestorben, teilte ein Sprecher des Heims am Montag mit.

    18.40 Uhr: Aufhebung von Einschränkungen Anfang Dezember unwahrscheinlich

    Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier tritt nach Ende der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den 16 Ministerpräsidenten der Länder vor die Presse in Wiesbaden. Er sagt, es spreche im Moment nicht allzuviel dafür, dass die Einschränkungen Anfang Dezember aufgehoben werden könnten.

    18.25 Uhr: England richtet 40 Kliniken für Spätfolgen ein

    Für die Behandlung der Spätfolgen von Corona-Infektionen baut England ein Netzwerk aus 40 Kliniken auf. Es solle Ende des Monats die Arbeit aufnehmen, sagt Gesundheitsminister Matt Hancock. Er verwies auf die als "Long Covid" bezeichneten langfristigen Symptome wie Atembeschwerden, Erschöpfung, Muskelschmerzen und neurologische Probleme hin, die "selbst die Fitten und Gesunden" träfen. Es seien "Tausende, viele Tausende" dieser Fälle bekannt.

    18.20 Uhr: Tschechische Regierung will Notstand verlängern

    In Tschechien soll der Corona-Notstand bis kurz vor Weihnachten verlängert werden. Dies kündigte Gesundheitsminister Jan Blatny nach einer Kabinettssitzung am Montagabend in Prag an. Die endgültige Entscheidung über eine Verlängerung bis zum 20. Dezember liegt beim Parlament. Es soll am Donnerstag beraten. Der Notstand gilt in dem EU-Mitgliedsland bereits seit Anfang Oktober. Bislang ist er nur bis Freitag dieser Woche terminiert. Zudem beschloss die Regierung, dass die Kundenzahl in Geschäften auf eine Person je 15 Quadratmeter beschränkt werden soll. Die Verordnung tritt an diesem Mittwoch in Kraft.

    18.10 Uhr: Generelle Feuerwerksverbote auf Grundlage von Corona sind unverhältnismäßig

    Sowohl Mediziner als auch Kommunal- und Landespolitiker halten mögliches Verbot auf Grundlage von Krankenhauskapazitäten für Überreaktion. Die Diskussion um generelle Feuerwerksverbote wird derzeit bundesweit in den Kontext der COVID-19-Infektionszahlen gebracht. Zuletzt ging es um den Zusammenhang zwischen der Feinstaubbelastung und den Krankheitsverläufen der Virus-Infektion. Nachdem sich Mediziner und Experten hierzu bereits geäußert haben, dass es keinen direkten Zusammenhang gäbe, gibt es aktuell einen neuen Anstoß für die Verbotsforderungen - das kürzlich in den benachbarten Niederlanden durchgesetzte Verbot von Silvesterfeuerwerk im Corona-Jahr. Das Hauptargument dort: Durch Feuerwerk verursachte Verletzungen belasteten die für die Behandlung von Corona-Patienten notwendigen Kapazitäten der Krankenhäuser. Mediziner wie beispielsweise der Dortmunder Unfallchirurg Dr. med. Philippus Schöttes, der sich im WDR zur Thematik äußerte, verweisen darauf, dass das Gros der Feuerwerks-Verletzungen oberflächlich sei und selten einer Intensiv-Behandlung bedürfe. Zudem bereiteten sich die Unfallstationen ohnehin darauf vor, die nötigen Kapazitäten bereitzustellen.

    18.05 Uhr: Corona-Ausbruch in Kaufbeurer Altenheim: Fast 60 Infizierte

    Im Kaufbeurer Seniorenheim "Espachstift" ist es zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen. Wie der Kuratoriumsvorsitzende, Ernst Schönhaar, auf Anfrage des BR bestätigte, gelten aktuell 59 Bewohner und Mitarbeiter als infiziert. Die Zahl könne aber noch steigen, weil bisher nicht alle Testergebnisse vorlägen. Derzeit müsse kein Bewohner und auch kein Mitarbeiter wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden, so Schönhaar. Man setze in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt einen Pandemieplan um, der unter anderem weitere Tests und auch das Sperren von Wohnbereichen beinhalte. Die hohe Zahl Infizierter war durch einen vom Gesundheitsamt am Wochenende angeordneten Reihentest bekannt geworden. Im Espachstift leben derzeit 113 Bewohner. 150 Beschäftigte zählt das Altenheim, das eine Stiftung der evangelischen Kirche ist.

    17.55 Uhr: Bundestrainer Löw "überrascht" nach weiteren positiven Ukraine-Spielern

    Zwei in der Partie gegen Deutschland eingesetzte ukrainische Fußball-Nationalspieler sowie ein weiterer Akteur der Osteuropäer sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der nationale Verband am Montag mit. "Ich bin jetzt überrascht", sagte Bundestrainer Joachim Löw am Tag vor dem Nations-League-Spiel am Dienstag gegen Spanien in Sevilla. Die Testungen der Ukrainer am Freitag und Samstag vor dem Spiel seien ja alle negativ gewesen, meinte der Bundestrainer. "Unser Arzt hat noch einmal versichert, dass wir keine Angst haben brauchen", sagte Löw. Wenn jemand an dem Tag negativ getestet sei, sei er nicht infektiös und könne nicht andere anstecken. Jewgeni Makarenko und Eduard Sobol, die beide am Samstag beim 1:3 gegen das DFB-Team spielten, sowie Dimitri Risnyk wurden inzwischen positiv getestet und durch Spieler aus der U21-Auswahl ersetzt. Vor dem Abschlusstraining am Montag wurden bei der gesamten Mannschaft von Trainer Andrej Schewtschenko PCR-Abstriche angeordnet. Die Ergebnisse seien entscheidend für die Austragung des Spiels.

    17.45 Uhr: Italien meldet mehr als 27.000 Neuinfektionen

    Italien gibt 27.354 Neuinfektion bekannt nach 33.979 am Vortag. Die Zahl der Todesfälle steigt um 504 nach 546. Insgesamt verzeichnen die Behörden 1,2 Millionen Infektionen und 45.733 Todesfälle seit Ausbruch der Pandemie.

    17.40 Uhr: Lockdown in Österreich beginnt - Fast alle Läden zu

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird in Österreich das öffentliche Leben wieder auf Minimalbetrieb heruntergefahren. Von Dienstag bis zum 6. Dezember kommt es zum Lockdown. So gelten ab Mitternacht erneut Ausgangsbeschränkungen für die knapp neun Millionen Bürger. Wie bereits zu Beginn der Pandemie im Frühjahr ist das Verlassen von Haus und Wohnung nur aus bestimmten Gründen erlaubt - wie zum Beispiel zum Einkaufen, für unbedingt nötige Fahrten zur Arbeit, für Arztbesuche oder auch zum Spaziergehen und Joggen. Fast alle Geschäfte sind zu. Nur die Läden für den täglichen Bedarf wie etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Banken sind geöffnet. Die Schulen stellen auf Fernunterricht um.

    17.35 Uhr: US-Gouverneurin verteidigt Verschärfung von Corona-Maßnahmen

    Die Gouverneurin des US-Bundesstaates Michigan, Gretchen Whitmer, hat schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verteidigt. "Wir befinden uns in den schlimmsten Wochen dieser Pandemie. Wir machen das seit neun Monaten durch und im Moment sind die Zahlen so schlimm wie noch nie, und deshalb müssen wir aggressive Maßnahmen ergreifen", sagte Whitmer am Montag dem Sender MSNBC. Angesichts des "Machtvakuums" in Washington sei es Aufgabe der Gouverneure, alles mögliche zu tun, um Leben zu retten, und den Rat der Gesundheitsexperten zu befolgen. USA-weit liegt die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen binnen 24 Stunden seit fast zwei Wochen bei über 100 000. Mehrere Bundesstaaten hatten am Wochenende Corona-Maßnahmen verschärft. In Michigan dürfen Restaurants vorerst nur noch außer Haus verkaufen. Wer kann, soll von Zuhause aus arbeiten.

    17.31 Uhr: Gericht - Schließung von Kosmetikstudios und Massage-Praxen unzulässig

    Mehrere Betreiber von Kosmetikstudios und Massage-Praxen im Saarland haben sich vor Gericht erfolgreich gegen die Schließung ihrer Geschäfte während des Teil-Lockdowns gewehrt. Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes sieht in dem umfassenden Betriebsverbot "eine sachlich nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung" gegenüber anderen "körpernahen Dienstleistern", wie das Gericht in Saarlouis zur Entscheidung in Eilverfahren mitteilte.

    Es sei nicht nachvollziehbar, wieso unter dem Gesichtspunkt der Pandemiebekämpfung Friseurgeschäfte, Tattoo- und Piercings-Studios geöffnet bleiben dürften, während die Studios der Antragsteller schließen müssen. Nach den bisherigen Erkenntnissen des Robert Koch-Instituts seien diese nicht relevant für die Verbreitung des Coronavirus, stellte das Gericht fest. Die Entscheidung sei nicht anfechtbar.

    Im Saarland war erst eine neue Corona-Verordnung in Kraft getreten. Demnach ist der Betrieb von Tattoo- und Piercing-Studios unter Einhaltung entsprechender Hygienekonzepte wieder zulässig. Betreiber von Tattoo- und Piercing-Studios hatten sich in der vergangenen Woche vor dem Oberverwaltungsgericht des Saarlandes erfolgreich gegen die Schließung ihrer Betriebe während des Teil-Lockdowns gewehrt.

    17.24 Uhr: 35 Corona-Fälle in Seniorenheim in Frontenhausen

    Von 91 Bewohnern im Seniorenheim Frontenhausen im Landkreis Dingolfing-Landau tragen 27 das Coronavirus in sich. Das hat eine Reihenuntersuchung heute ergeben. Von den ebenfalls 91 Beschäftigten wurden laut Landratsamt acht positiv getestet. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und der Regierung von Niederbayern stehen in engem Kontakt mit der Heimleitung.

    Der Betrieb des Seniorenheims sei sichergestellt, die Bewohner würden weiterhin bestmöglich versorgt, hieß es. Die Hygiene- und Schutzkonzepte werden laut Landratsamt eingehalten. Aufgrund der aktuellen Situation sind in der Einrichtung bis auf Weiteres keine Besuche möglich. Es wurde aber ein Hol- und Bringdienst eingerichtet, damit die Bewohner ohne direkten Kontakt mit den Angehörigen mit persönlichen Dingen versorgt werden können.

    17.06 Uhr: Bundesbank rechnet mit steigenden Kreditausfällen

    Die Bundesbank rechnet angesichts der sich wieder verschärfenden Corona-Krise mit zunehmenden Kreditausfällen bei den Geldhäusern. Mit der länger dauernden Krise werde es zu Solvenzproblemen bei Unternehmen kommen, die sich dann auf das Finanzsystem auswirkten, sagte Bundesbank-Vorstand Sabine Mauderer auf einer virtuellen Finanzkonferenz: "Steigende Insolvenzen im Unternehmenssektor werden zu Kreditausfällen und zu Wertberichtigungen führen."

    Die Insolvenzen in Deutschland könnten Anfang 2021 auf über 6.000 pro Quartal steigen, so Mauderer. Infolge der aktuellen Einschränkungen dürfte die Unsicherheit gestiegen sein, dies belaste die Eigenkapitalquoten der Institute: "Um diese zu stabilisieren, könnten die Banken weniger Kredite vergeben. Davon wäre wiederum die Realwirtschaft negativ betroffen." Wie bereits EZB-Vizepräsident Luis de Guindos sprach sie sich daher dafür aus, dass Banken ihre bestehenden Kapitalpuffer nutzen sollten. Die Ausreichung von Darlehen an die Wirtschaft könne so stabilisiert werden.

    16.52 Uhr: Forschungsministerin spricht von "weiterem Lichtblick" bei Impfstoffen

    Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die positiven Nachrichten des US-Pharmakonzerns Moderna zu dessen Suche nach einem Corona-Impfstoff begrüßt. Dies sei ein "weiterer Lichtblick im Kampf gegen Covid-19", sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur. Moderna hatte zuvor Daten zu einem Impfstoff-Kandidaten vorgelegt, die Hoffnung machen. Laut Mitteilung des Konzerns hat der Impfstoff eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent. Zudem wurde bekannt, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema ein sogenanntes Rolling-Review-Verfahren zu dem Moderna-Impfstoff beginnt, das eine vergleichsweise rasche Zulassung zum Ziel hat.

    Karliczek sprach von "sehr erfreulichen" Daten: "Ich hoffe, dass sich diese aktuellen Studiendaten im weiteren Verfahren bestätigen werden." Moderna werde durch die internationale Impfstoff-Allianz CEPI gefördert. Deutschland beteiligt sich finanziell an der Allianz und fördert laut Ministerium darüber Projekte zur Corona-Impfstoffentwicklung mit 230 Millionen Euro.

    16.39 Uhr: Ungarn und Polen blockieren Beschluss für EU-Corona-Hilfen

    Der Beschluss für die milliardenschweren Corona-Hilfen der EU ist blockiert. Ungarn und Polen verhinderten aus Protest gegen ein neues Verfahren zur Ahndung von Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit, dass der Entscheidungsprozess wie geplant fortgesetzt werden kann, wie Diplomaten in Brüssel bestätigten.

    Betroffen von dem Veto ist neben den geplanten Corona-Wiederaufbauhilfen im Umfang von bis zu 750 Milliarden Euro auch der langfristige EU-Haushalt. Er umfasst für die nächsten sieben Jahr Mittel in Höhe von knapp 1,1 Billionen Euro. Die EU steckt damit erneut in einer schweren Krise. Nach Angaben von Diplomaten werden nun Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über das weitere Vorgehen beraten müssen.

    Das von Ungarn und Polen kritisierte Verfahren zum Schutz der Rechtsstaatlichkeit sieht vor, künftig bei bestimmten Verstößen gegen Grundwerte der EU die Kürzung von EU-Mitteln zu ermöglichen.

    16.30 Uhr: EU schließt Impfstoff-Vertrag mit Curevac

    Die EU-Kommission hat mit der Tübinger Firma Curevac einen Vertrag über den Kauf von bis zu 405 Millionen Dosen Corona-Impfstoff vereinbart. Dies teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel mit. Es handelt sich um den fünften Rahmenvertrag mit Pharmafirmen, die einen aussichtsreichen Impfstoff gegen das Coronavirus in der Entwicklung haben.

    Ebenfalls am Montag hatte der US-Konzern Moderna vielversprechende Testdaten zu seinem Impfstoff veröffentlicht. Mit diesem Hersteller ist die EU-Kommission aber nach von der Leyens Angaben noch in Verhandlungen und hofft, diese bald abschließen. Curevac ist in der Testphase seines Impfstoffs noch nicht ganz so weit wie Moderna und der Konkurrent Biontech/Pfizer, der vergangene Woche ebenfalls vielversprechende Testdaten veröffentlicht hatte.

    Von der Leyen betonte, noch sei nicht klar, welcher der Impfstoffe sich als sicher und wirksam herausstellen werde. Deshalb setze die EU-Kommission auf ein breites Portfolio. Nach der Zulassung würden die angekauften Mengen nach Bevölkerungsstärke an die EU-Staaten verteilt. Die zuständige Arzneimittelbehörde EMA werde die Mittel vor der Zulassung einer robusten Überprüfung unterziehen.

    16.24 Uhr: RKI startet Großstadt-Studie in Berlin

    Als erster großstädtischer Raum wird Berlin-Mitte Teil einer Corona-Antikörper-Studie des Robert Koch-Instituts (RKI). Von Dienstag an sollen rund drei Wochen lang bis zu 2.000 Bewohner einbezogen werden, wie Studienleiterin Claudia Santos-Hövener sagte. Bisher hätten sich von den zufällig ausgewählten Menschen knapp 950 zur Teilnahme bereit erklärt.

    Den Freiwilligen stehen etwa ein Rachenabstrich und eine Blutentnahme bevor: Der Abstrich wird auf eine akute Infektion untersucht, die Blutprobe auf Antikörper. Deren Nachweis gilt als Hinweis auf eine durchgemachte Infektion. Das RKI hofft auf Erkenntnisse zur Dunkelziffer und zum Anteil symptomloser Infizierter. Erste Ergebnisse sollen Ende Januar, Anfang Februar 2021 vorliegen.

    Mitte gehöre mit mehr als 350 Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner zu den Hotspots bundesweit, betonte der Leiter der Abteilung für Infektionsepidemiologie am RKI, Osamah Hamouda. Fast zwei Prozent der Menschen im Bezirk seien nach bisherigen Meldedaten betroffen gewesen.

    16.12 Uhr: Iran meldet erneut Höchstwerte an Toten und Neuinfektionen

    Die Zahlen der Corona-Toten und der Neuinfektionen im Iran haben neue Höchstwerte erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums starben binnen nur eines Tages 486 Corona-Patienten. Im gleichen Zeitraum wurden 13.053 Neuinfektionen registriert. Damit liege die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land aktuell bei fast 42.000, die der Infizierten bei über 770.000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

    Die Fallzahlen dürften jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es im Iran laut Gesundheitsexperten noch zu wenige Testmöglichkeiten gibt. Um die drastisch steigenden Corona-Fallzahlen zu stoppen, plant die Islamische Republik am nächsten Wochenende landesweit strenge und unbefristete Lockdowns einzuführen.

    15.42 Uhr: Schweden begrenzt Versammlungen auf acht Personen

    Die schwedische Regierung führt im Zuge von schnell steigenden Infektionszahlen verschärfte Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein. Ab Dienstag kommender Woche dürfen sich nur noch maximal acht Menschen für öffentliche Zusammenkünfte und Veranstaltungen versammeln, wie Ministerpräsident Stefan Löfven bekanntgab. Dies sei dringend notwendig, um die Corona-Ausbreitung einzudämmen, so Löfven. Mit Ratschlägen und Empfehlungen sei man im Frühjahr weit gekommen, nun aber brauche es Verbote, um die Zahl der Infizierten zu senken.

    Schweden war in der Corona-Krise bislang einen viel beachteten Sonderweg mit vergleichsweise lockeren Maßnahmen und Appellen an die Vernunft der Bürger gegangen. Nun hat das Land mit seinen rund 10,3 Millionen Einwohnern mittlerweile die mit Abstand höchsten Neuinfektionszahlen Skandinaviens. Auf die Bevölkerung heruntergerechnet lag das Land in den vergangenen 14 Tagen bei etwa 430 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, verglichen mit einem Wert von rund 309 für Deutschland.

    Bislang liegt die maximale Teilnehmerzahl für Versammlungen und Veranstaltungen in Schweden bei 50 Personen. Für Kinos, Konzerte, Theater und Sportveranstaltungen mit gewissen Sitzplatzkapazitäten gelten Ausnahmen von bis zu 300 Teilnehmern.

    15.35 Uhr: Knapp 2.000 Neuinfektionen in Bayern

    In Bayern wurden seit gestern 1.986 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus registriert. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL in Erlangen mitgeteilt. Die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie steigt damit auf 159.075. In Bayern gab es demnach in den vergangenen 24 Stunden zwölf Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt damit auf 3.142.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern aktuell bei 183,84. Bayernweit am höchsten ist der Inzidenzwert im Landkreis Freyung-Grafenau mit 385,39. Den niedrigsten Wert weist der Landkreis Kumbach auf mit 48,91. Montags liegt die Zahl der Neuinfektionen in der Regel niedriger als an anderen Tagen, da am vorangegangenen Wochenende nicht alle Gesundheitsämter die Zahlen ans Landesamt weitergeleitet haben. Diese Zahlen tauchen ab Dienstag in der Statistik auf.

    14:45 Uhr Studie: Restrukturierungsbedarf bei jeder zehnten Firma

    Wegen der Corona-Krise steigt der Restrukturierungsbedarf in der deutschen Wirtschaft spürbar an, wie aus einer Roland-Berger-Studie hervorgeht. Demnach rechnen 86 Prozent von rund 500 befragten Experten mit deutlich mehr Fällen. "Unseren Analysen zufolge besteht bei rund zehn Prozent der Unternehmen in Deutschland ein dringender Restrukturierungsbedarf", sagt Sascha Haghani, der als Restrukturierungsexperte das Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortet. Am größten sei die Not in der Tourismusbranche und der Automobilindustrie.

    14:15 Uhr Österreich nähert sich Kapazitätsgrenzen in Krankenhäusern

    In Österreich spitzt sich wegen der rasanten Ausbreitung des Corona-Virus die Lage in den Krankenhäusern zu. Während sich die Zahl der Neuinfektionen einen Tag vor dem zweiten vollständigen Lockdown im Land abgeschwächt hat, müssen erstmals mehr als 600 Erkrankte auf Intensivstationen behandelt werden, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Montag. Die Prognose für diese Woche sage im Schnitt 7.000 neue Corona-Fälle pro Tag voraus. "Wenn das so eintritt, wäre das viel zu viel. Wir nähern uns den Kapazitätsgrenzen in den Spitälern", sagte der Minister.

    14:00 Uhr Reiseverband beklagt wegen Corona Umsatzverlust von 28 Milliarden Euro in 2020

    Reisehemmnisse, Beherbergungsverbote, Teil-Lockdown: Die deutsche Reisebranche beklagt in der Corona-Krise Milliardenausfälle. "Die Unternehmen der Reisewirtschaft verzeichnen mehr als 80 Prozent Umsatzausfälle, dies entspricht einer Größenordnung von 28 Milliarden Euro für 2020", erklärte der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), Norbert Fiebig, am Montag. Die finanzielle Lage der Branche sei "höchst angespannt, Insolvenzen sind die Folge".

    11.000 Reisebüros, 2.300 Reiseveranstalter sowie tausende touristische Dienstleister sind laut Fiebig "durch die politischen Entscheidungen der vergangenen Tage und Monate de facto geschlossen". Ohnehin seien sie mittlerweile "Händler ohne Ware", denn Reisewarnungen und -beschränkungen hätten den Reisemarkt fast vollständig zum Erliegen gebracht. Von 193 Staaten weltweit sei derzeit kaum einer mehr ohne behördliche Einschränkungen zu bereisen, erklärte der DRV-Präsident weiter.

    13:30 Uhr Handel: Die meisten Weihnachtsmärkte fallen aus

    Einen Weihnachtsmarktbummel wird es für die meisten Deutschen in diesem Jahr nicht geben. Knapp 80 Prozent der Märkte fallen nach einer Umfrage wegen der Corona-Pandemie aus, bei weiteren 13 Prozent sei es unklar. Das teilte der Handelsverband Deutschland am Montag mit. Er erwartet schwerwiegende Folgen für die Läden.

    "Weihnachtsmärkte sind ein wichtiger Faktor, um die Kunden in die Fußgängerzonen und Stadtzentren zu bringen." Falle dieser Anlass nahezu flächendeckend weg, bedeute das einen schweren Schlag für den Innenstadthandel. Er mache im November und Dezember üblicherweise ein Viertel seines Jahresumsatzes.

    Sieben Prozent der Märkte finden statt, wie die Umfrage unter 1.400 Vertretern von Stadtverwaltungen, Standortinitiativen sowie Vereinen und Handel ergab. Beteiligt daran waren auch die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland und eine Beratungsfirma.

    Der Verband forderte erneut mehr Hilfe für Einzelhändler. Wegen der geringen Gewinnspannen stehe ein Händler faktisch schon vor der Insolvenz, wenn er 20 Prozent seines Umsatzes einbüße.

    13:05 US-Konzern Moderna legt positive Daten zu Corona-Impfstoff vor

    Mit dem US-Pharmakonzern Moderna hat ein weiterer für Europa relevanter Hersteller maßgebliche Daten für seinen Corona-Impfstoff vorgelegt. Der RNA-Impfstoff habe eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent, hieß es in einer Mitteilung von Moderna am Montag. Die EU-Kommission verhandelt mit dem US-Konzern über die Lieferung von bis zu 160 Millionen Impfdosen. Am vergangenen Montag hatten das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer solche Zwischenergebnisse aus der entscheidenden Studienphase für ihren Impfstoff-Kandidaten vorgelegt.

    12:50 Uhr DKV-Analyse: Covid-19-Patienten auch nach Krankenhausentlassung oft nicht gesund

    Covid-19-Patienten sind auch nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus oft nicht gesund. Wie eine am Montag veröffentlichte Auswertung des privaten Krankenversicherers DKV zeigt, hatten offenbar 15 Prozent der stationär behandelten Corona-Infizierten keine Vorerkrankungen. Der Versicherer wertete Daten von mehr als zehntausend Corona-Fällen aus.

    Zwar steige der Anteil derjenigen, die stationär behandelt wurden und einen schweren Verlauf haben, mit zunehmendem Alter deutlich an. Seit Beginn der zweiten Welle zeige sich aber, dass vor allem bei den unter 20-Jährigen seit Oktober verhältnismäßig viele Neuinfektionen hinzugekommen seien.

    Jüngere Patienten bleiben demnach im Schnitt sechs bis acht Tage im Krankenhaus, bei über 70-Jährigen sind es dagegen zwölf bis 13 Tage. Bei den Vorerkrankungen der in Kliniken behandelten Patienten treten demnach Herzerkrankungen und Bluthochdruck besonders häufig auf, auch Menschen mit Atemwegserkrankungen sind überproportional häufig vertreten.

    Bei mehr als der Hälfte der Erkrankten wurden zudem Störungen des Fettstoffwechsels, eine Fettleber oder eine erhöhte Harnsäure im Vorfeld oder während der Behandlung diagnostiziert.

    12:30 Uhr Freie Wähler im Landtag fordern strengeren Lockdown

    Die Freien Wähler im Landtag fordern einen härteren Corona-Lockdown in Bayern. “Wir haben jetzt seit zwei Wochen den Lockdown light, aber die Zahlen gehen nicht signifikant zurück”, sagte Fraktionschef Florian Streibl im Interview mit der radioWelt auf Bayern2. “Ich sehe, dass wir da ne Schippe drauflegen müssen, wenn dieser Lockdown der Wellenbrecher sein soll. Das seh ich bis jetzt noch lange nicht.”

    Konkret will Streibl die Kontakte weiter einschränken. Man müsse darüber nachdenken, ob man Regeln wie in Österreich mache. Dort gilt ab morgen ein strenger Lockdown: Geschäfte, Schulen und Kitas schließen. Außerdem gibt es rund um die Uhr Ausgangsbeschränkungen.

    Eine Ausnahme macht Streibl allerdings bei der Bildung. Hier sei das oberste Gebot, die Schulen offen zu halten. Denn anders als Verluste in der Wirtschaft könne man verlorene Bildung nicht finanziell ausgleichen, so Streibl. In den Schulen seien daher Maßnahmen wie Masken, Distanz halten und regelmäßiges Lüften wichtig.

    12.15 Uhr: Bundesbank: Mehrwertsteuersenkung etwa zu 60 Prozent weitergegeben

    Verbraucher profitieren der Bundesbank zufolge vor allem bei Lebensmitteln und Industriegütern von der Mehrwertsteuersenkung. Die seit Anfang Juli bis zum Jahresende geltenden niedrigeren Steuersätze scheinen bei den meisten Nahrungsmitteln und Industriegütern (ohne Energie) vollständig weitergegeben worden zu sein, heißt es in dem am Montag veröffentlichen aktuellen Bundesbank-Monatsbericht. Bei Dienstleistungen sei die Senkung dagegen wohl nur zu einem Drittel weitergereicht worden.

    Bezogen auf den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) insgesamt könnte die Änderung zu gut 60 Prozent weitergegeben worden sein. Der Großteil der Preise sei im Juli geändert worden.

    Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern und die Wirtschaft wieder anzukurbeln, hatte die Bundesregierung den Mehrwertsteuersatz vom 1. Juli an für ein halbes Jahr verringert: von 19 auf 16 Prozent beziehungsweise von 7 auf 5 Prozent. Das soll den Konsum als wichtige Stütze der heimischen Wirtschaft ankurbeln. Händlern und Dienstleistern steht es aber frei, ob und wie sie die niedrigeren Steuersätze an die Verbraucher weitergeben.

    12.00 Uhr: 3.500 Covid-19-Fälle auf Intensivstationen - mehr als im Frühjahr

    Auf den Intensivstationen in Deutschland werden derzeit nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft 3.500 Covid-19-Patienten behandelt. Dies seien 20 Prozent mehr als bei der ersten Welle im Frühjahr, sagte Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, am Montag bei der Eröffnung des 43. Krankenhaustages in Düsseldorf. Auf den normalen Stationen der Kliniken befänden sich derzeit 15.000 Covid-19-Patienten.

    Hier lesen sie das DIVI-Intensivregister zu den derzeitigen intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten in Deutschland.

    11.36 Uhr: Weniger Neu-Infektionen in Österreich

    In Österreich sinkt die Zahl der Neuinfektionen einen Tag vor dem zweiten vollständigen Lockdown. Die Behörden melden 4.657 neue Positiv-Test binnen 24 Stunden. 4.297 Menschen sind wegen des Corona-Virus im Krankenhaus in Behandlung, 612 davon auf Intensivstationen. In der Regel fallen die Zahlen am Montag geringer aus, da über das Wochenende weniger gemeldet werden. Gesundheitsminister Rudolf Anschober warnt: "Wir nähern uns den Kapazitätsgrenzen in den Spitälern."

    Die Prognose sage für diese Woche im Schnitt 7.000 Neuinfektionen pro Tag voraus. Österreich schließt bis zum 6. Dezember Schulen und Geschäfte, die nicht zur Deckung des täglichen Bedarfs nötig sind. Die bisher geltenden nächtlichen Ausgangssperren werden mit wenigen Ausnahmen auf den ganzen Tag ausgeweitet.

    11.18 Uhr: SPD zufrieden mit Infektionsschutzgesetz

    Die SPD erwartet durch die nun überarbeitete Fassung des neuen Infektionsschutzgesetzes eine höhere Rechtssicherheit für die erforderlichen Corona-Schutzmaßnahmen. Zugleich werde aber auch der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gestärkt, betonten der SPD-Rechtsexperte Johannes Fechner und die Gesundheitsexpertin Sabine Dittmar in Berlin. Die Neufassung des Gesetzentwurfs soll im Laufe des Tages vom Gesundheits- und vom Rechtsausschuss des Parlaments beschlossen und am Mittwoch von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden.

    Fechner betonte, mit dem neuen Infektionsschutzgesetz werde anders als zunächst vorgesehen nun auch vorgeschrieben, dass Rechtsverordnungen zum Schutz vor der Pandemie "befristet sein müssen und dass sie begründet sein müssen". Dies mache es dann auch "für die Justiz einfacher, Sinn und Zweck der Verordnung nachzuvollziehen", sagte der SPD-Politiker. Noch nicht ganz sicher ist nach seinen Worten, ob für die Befristung bereits im Gesetz auch ein Zeitrahmen vorgegeben wird.

    10.55 Uhr: Handball-Frauen-EM unsicher

    Norwegen hat sich als Co-Gastgeber der bevorstehenden Handball-Europameisterschaft der Frauen zurückgezogen. Der norwegische Handballverband begründete den Verzicht auf die Mitaustragung des Turniers vom 3. bis 20. Dezember mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Ob die EM nun komplett in Dänemark gespielt oder ganz abgesagt wird, ist noch nicht entschieden. "Basierend auf den eingehenden Bewertungen der norwegischen Gesundheitsbehörden sowie den klaren Forderungen und Wünschen der politischen Behörden ist klar, dass Norwegen nicht Gastgeber des Euro-Frauenhandballs sein kann", teilte der norwegische Verband mit. Im norwegischen Trondheim sollten zwei der vier Vorrundengruppen, eine der beiden Hauptrundengruppen sowie sämtliche Finalspiele stattfinden. Auch die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft gegen Norwegen, Polen und Rumänien waren für den Spielort Trondheim vorgesehen.

    10.37 Uhr: Zahl der Industrie-Beschäftigten steigt

    Die deutsche Industrie gewinnt zunehmend Oberwasser in der Corona-Krise und schafft erstmals in diesem Jahr per Saldo wieder Jobs. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von August bis September um gut 13.000 oder 0,2 Prozent auf 5,53 Millionen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Damit entwickelte sich die Zahl der Beschäftigten erstmals im Jahr 2020 positiv im Vergleich zum Vormonat." Dass die Industrie nach dem Rückschlag wegen der Virus-Pandemie ihre Aufholjagd aber noch lange nicht beendet hat, zeigt der Vorjahresvergleich. Hier gab es Ende September binnen Jahresfrist einen Rückgang um 172.000 oder drei Prozent beim Personal in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten.

    Die deutsche Wirtschaft hatte sich im Sommerquartal mit einem Rekordwachstum von 8,2 Prozent aus der Corona-Rezession befreit, nachdem sie im Frühjahr mit 9,8 Prozent so stark eingebrochen war wie noch nie. Einschränkungen wegen der Virus-Pandemie könnten die Konjunktur im laufenden Schlussquartal allerdings wieder bremsen.

    10.23 Uhr: WHO ermutigt zu weiteren Impfstoff-Entwicklungen

    WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat die Entwicklung weiterer Corona-Impfstoffe angeregt. Die ersten Entwicklungen seien sehr erfolgversprechend, sagt der Chef der Weltgesundheitsorganisation auf dem Wirtschaftstag des CDU-Wirtschaftsrates. Es gebe 300 Entwicklungen weltweit, von denen einige gute Kandidaten Ende des Jahres oder Anfang 2021 sein könnten. Er habe die Hoffnung, dass Impfstoff billig und nicht nur tiefgekühlt produziert werde, um ihn in der ganzen Welt besser verteilen zu können. Zudem plädiert Ghebreyesus dafür, für die weltweite Verbreitung des Impfstoffes zu sorgen. "Es ist besser, einige Menschen in allen Ländern zu impfen als alle in wenigen Ländern."

    10.06 Uhr: Bündnis ruft zu Zusammenhalt auf

    Kirchen, Gewerkschaften, Arbeitgeber, Religions- und Sportverbände und andere gesellschaftliche Gruppen rufen zu mehr Zusammenhalt in der Corona-Pandemie auf. Sie wenden sich gegen Egoismus und Verschwörungsmythen und rufen zugleich auf, Einschränkungen der Freiheitsrechte auf gut begründete Ausnahmen zu beschränken. Diese müssten "einsichtig, verhältnismäßig und demokratisch legitimiert sein", heißt es in einem am Montag veröffentlichten Aufruf der "Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat - gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt".

    Zu dem 2016 gegründeten Bündnis gehören die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die katholische Deutsche Bischofskonferenz, der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Deutsche Kulturrat, der Koordinationsrat der Muslime, der Deutsche Naturschutzring sowie der Deutsche Olympische Sportbund.

    Die Allianz ruft zu "rücksichtsvollem, besonnenem Handeln und mehr Dialogbereitschaft" auf. Die eigene Freiheit ende spätestens dort, wo die Gesundheit und das Leben anderer gefährdet werde. Allerdings lasse sich die Bereitschaft der Menschen zu solidarischem Handeln nicht verordnen. Solidarität könne nur durch offene, demokratische Debatten gestärkt werden. Wenn Grund- und Freiheitsrechte des Einzelnen und das gesellschaftliche Leben eingeschränkt würden, müsse dies nicht nur wissenschaftlich gut begründet werden, sondern auch "einsichtig, verhältnismäßig und demokratisch legitimiert sein. Und es muss weiterhin gewährleistet sein, dass all diejenigen, die aufgrund der Einschränkungen um ihre wirtschaftliche Existenz fürchten, sich darauf verlassen können, dass der Staat sie unterstützt."

    09.43 Uhr: Weil wirbt für spätere Corona-Beschlüsse

    Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat dafür geworben, sich für eine neue Corona-Strategie mehr Zeit zu lassen. Vor den Bund-Länder-Beratungen sagte der SPD-Politiker dem Radiosender NDR Info: "Wir sollten heute die gesamte Bandbreite diskutieren, auch die Vorschläge, die das Bundeskanzleramt offenbar ja schon zu Papier gebracht hat, aber Beschlüsse, glaube ich, sollten dann Teil eines Gesamtkonzepts in einer Woche oder in zehn Tagen sein". Eine Gesamtstrategie bis Neujahr schaffe mehr Klarheit als "scheibchenweise" vorzugehen. Noch gebe es keinen Überblick, ob der Teil-Lockdown im November ausreiche.

    Zuvor war bekanntgeworden, dass der Bund die Kontaktbeschränkungen nochmals drastisch verschärfen will. Unter anderem sollen sich weniger Menschen verschiedener Haushalte treffen dürfen, auf private Feiern soll bis zum Weihnachtsfest ganz verzichtet werden. Zudem will der Bund die Maskenpflicht an Schulen ausweiten, bei zu kleinen Räumen sollen Klassen geteilt werden. Das geht aus dem Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes hervor.

    09.18 Uhr: Innenstadthändler in Existenznot

    Knapp 60 Prozent der Innenstadthändler sehen sich in Existenznöten, wie aus einer Umfrage des Branchenverbands HDE unter mehr als 500 Unternehmen hervorgeht. "Sinkende Umsätze und geringe Kundenzahlen bringen immer mehr Händler in finanzielle Schieflage." Die Umsätze im innerstädtischen Einzelhandel verharrten demnach auch in der zweiten Novemberwoche - mit einem Einbruch von durchschnittlich 43 Prozent - auf einem Niveau weit unter den Vorjahreswerten.

    Der Handelsverband Deutschland (HDE) bekräftigt deshalb seine Forderung nach Not- und Überbrückungshilfen für die Einzelhändler - vor allem in den Innenstädten. "Ansonsten bluten unsere Stadtzentren aus und veröden dauerhaft."

    09.01 Uhr: Russland vermeldet Höchstwert

    In Russland melden die Behörden 22.778 Neuinfektionen - so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Allein in Moskau seien 6.360 Ansteckungsfälle nachgewiesen worden. Im ganzen Land steigt die Zahl auf fast 1,95 Millionen. Damit ist Russland nach den USA, Indien und Brasilien eines der am stärksten betroffenen Länder weltweit. Die Zahl der Todesopfer steigt um 303 auf 33.489.

    08.52 Uhr: EU will eigene Behörde für Pandemiefall

    Die EU-Kommission will eine eigene Behörde, die künftig für Europa den Notstand in z.B, pandemischen Lagen, ausrufen kann. Health Emergency Response Agency, kurz HERA, soll die Entwicklung von ansteckenden Krankheiten beobachten und den Notstand ausrufen können. Dabei geht es um Unabhängigkeit von der Weltgesundheitsorganisation.

    Die bestehenden Gesundheitsagenturen sollen gestärkt werden und die zentrale EU-Arzneimittelagentur EMA in Amsterdam soll nicht mehr nur für die Zulassung von Impfstoffen und Medikamenten zuständig sein, sondern auch Engpässe bei Medikamenten und medizinischer Ausrüstung beobachten und Gegenmaßnahmen einleiten. In diesem Frühjahr hatte die EU ad hoc reagiert und improvisiert, als sie die Bevorratung und Verteilung an sich zog, aber diese Arbeit soll jetzt auf eine geregelte Basis gestellt werden.

    Auch die Behörde zur Beobachtung von Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Stockholm soll verstärkt werden, alle Daten aus den Mitgliedsländern sollen künftig ausgewertet werden und die entsprechenden Empfehlungen kommuniziert. Ein Beispiel dafür ist die Bewertung des Nutzens von Gesichtsmasken. Hier gab es monatelang widersprüchliche Meinungen, wie wichtig das Tragen der Masken in der Öffentlichkeit sei.

    08.40 Uhr: In Tschechien weniger Neu-Infizierte gemeldet

    In Tschechien, einem der von der zweiten Corona-Welle am stärksten betroffenen Länder Europas, sinkt die Zahl der Neuinfektionen. Das Gesundheitsministerium meldet 1.887 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist der niedrigste Wert seit 4. Oktober. Insgesamt haben sich in dem Land mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern über 460.000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 150 auf 6.208. Die Gesamtzahl hat sich seit dem 29. Oktober verdoppelt.

    Seit heute ist Deutschland für Tschechien ein Corona-Risikogebiet. Am Freitag teilte der tschechische Außenminister Tomas Petricek bei Twitter mit, dass die Bundesrepublik auf der sogenannten "Reise-Ampel" des EU-Mitgliedstaats ab Montag rot markiert sei. Das bedeutet, dass Reiserückkehrer und Einreisende aus Deutschland einen aktuellen Testnachweis vorlegen oder einen Corona-PCR-Test machen müssen. Zudem muss vor der Ankunft online ein Einreiseformular ausgefüllt werden. Ausgenommen sind unter anderem grenzüberschreitende Berufspendler und Transitreisende.

    08.33 Uhr: Mehr als elf Millionen Infektionen in den USA

    In den USA hat die Zahl der Corona-Infektionen die Schwelle von elf Millionen Fällen überschritten. In weniger als einer Woche kamen eine Million Neuansteckungen hinzu, wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mitteilte. Seit Beginn der Pandemie wurden in den USA demnach insgesamt 11.025.046 Infektions- und 246.108 Todesfälle registriert. Das sind die mit Abstand höchsten Zahlen weltweit.

    Seit Anfang November hat sich der Anstieg der Infektionszahlen massiv beschleunigt. Zuletzt wurden jeden Tag mehr als 100.000 neue Ansteckungen registriert. Die Schwelle von zehn Millionen Infizierten war erst am Montag vergangener Woche überschritten worden.

    Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen, haben zuletzt mehrere Städte und Bundesstaaten ihre Maßnahmen verschärft. In New York gilt seit Freitag eine Sperrstunde für Bars und Restaurants. In der drittgrößten Stadt Chicago sollen die Menschen ab Montag das Haus nur noch in Ausnahmefällen verlassen.

    Der künftige Präsident Joe Biden hat den Kampf gegen das Coronavirus zu seiner dringlichsten Aufgabe erklärt. Weil der republikanische Amtsinhaber Donald Trump seine Wahlniederlage aber nicht einräumt und Schritte zur Übergabe der Regierungsgeschäfte verweigert, darf Bidens Team bislang nicht den renommierten Seuchenexperten und Präsidentenberater Anthony Fauci konsultieren. "Natürlich wäre das besser", sagte Fauci dem Sender CNN. Er warnte zugleich, bis zu Bidens Amtsübernahme am 20. Januar könnten noch zehntausende weitere Menschen in den USA an den Folgen einer Corona-Infektion sterben.

    08.28 Uhr: Söder gegen Lockerungen

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist dagegen die Corona-Maßnahmen zu lockern. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte er: "Zunächst mal müssen wir tatsächlich abwarten, wie sich die Zahl weiterentwickelt. Am Ende ist die entscheidende Frage nicht, ob die Maßnahmen wirken, sondern wie nachhaltig sie sind. Also, wie weit kommen wir runter. Fakt ist, wir müssen eigentlich auf die berühmte Zahl 50 der Inzidenzwerte, denn nur dann lässt sich auf Dauer Corona eindämmen und durch die Gesundheitsbehörden nachverfolgen. Da sind wir noch weit entfernt davon."  

    Der Ministerpräsident plädierte für ein konsequentes Vorgehen in der Corona-Bekämpfung: "Ich bin ja ohnehin für einen klareren und härteren Kurs. Wir können ja kein ständiges Auf-und Ab oder Vor und Zurück machen. Man sieht an Österreich, welche Wirkung das hat."

    Söder regte an, andere Unterrichtsformen ins Auge zu fassen, um an den Schulen die Infektionen einzudämmen: "Wir müssen uns in dieser Woche darauf einigen, wie wir beispielsweise auch noch andere alternative Unterrichtsformen machen. Neben Präsenz-, auch möglicherweise einen Wechselunterricht, gerade für die Älteren." Wir müssen auch den Schülern helfen und den Leistungsdruck nehmen, so Söder weiter.

    Sollte die Schließung von Gastronomie und Freizeiteinrichtungen über den November hinaus verlängert werden, muss es CSU-Chef Markus Söder zufolge weitere finanzielle Hilfen des Staates geben. "Wenn verlängert wird, muss das auch finanziert werden." Der bayerische Ministerpräsident betont im ZDF mit Blick auf die heutigen Bund-Länder-Gespräche, dass man mit Entscheidungen hierüber noch eine Woche warten sollte. Er warnt davor, Anti-Corona-Maßnahmen vorzeitig abzubrechen.

    08.04 Uhr: Neue Corona-Fälle in Australien

    Im australischen Bundesstaat South Australia sind erstmals seit Monaten wieder lokal übertragene Corona-Infektionen registriert worden. In der Region mit ihren 1,7 Millionen Einwohnern seien 17 neue Fälle bestätigt worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Wahrscheinlich sei das Virus von einem Beschäftigten einer Quarantäne-Einrichtung in der Hauptstadt Adelaide an Familienmitglieder übertragen worden.

    "Dies ist eine sehr gefährliche Situation, in der wir uns gerade befinden, und es muss wirklich jeder Bürger daran mitarbeiten, dass wir das in den Griff bekommen", sagte Regional-Premierminister Steven Marshall einem lokalen Radiosender. Als Reaktion haben fast alle anderen Bundesstaaten und Territorien des Landes South Australia zum Corona-Hotspot erklärt und Reisebeschränkungen eingeführt. So gilt jetzt eine 14-tägige Quarantäne-Pflicht für Reisende, die aus der Region kommen.

    Auch kündigte Marshall an, dass Fitnessstudios und andere Freizeiteinrichtungen für mindestens zwei Wochen geschlossen werden und die Menschen möglichst im Home Office arbeiten sollen. "Wir müssen hart und früh vorgehen, um dies so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen", sagte er.

    Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern ist bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen. Insgesamt wurden rund 27.700 Fälle verzeichnet, etwa 900 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Im Bundesstaat Victoria mit der Großstadt Melbourne war erst Ende Oktober nach einer zweiten Welle ein monatelanger harten Lockdown beendet worden. Dort wurden seit 17 Tagen keine neue Fälle mehr bestätigt.

    07.58 Uhr: Junge Chinesen wollen nicht mehr in die USA

    Jahrzehntelang galt für junge Menschen in China: Zum Studieren sollte man, wenn irgendwie möglich, in die USA gehen, zumindest für ein Auslandssemester. Seit Beginn der Corona-Krise aber hat sich das schlagartig geändert: Geschlossene Grenzen machen Auslandsreisen unmöglich, gleichzeitig wächst in China das Misstrauen gegenüber den Vereinigten Staaten. Dass die Covid19-Krise in China inzwischen so gut wie ausgestanden ist, verstärkt die Abwendung von den USA noch zusätzlich.

    07.51 Uhr: Pharmakonzern startet Spät-Studie

    Der US-Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson hat in Großbritannien eine neue Spätstudie für seinen experimentellen Corona-Impfstoff Ad26COV2 begonnen. Probanden erhielten entweder zwei Dosen des Vakzins oder ein Placebo in einem Abstand von 57 Tagen, sagte Saul Faust, Professor für pädiatrische Immunologie und Infektionskrankheiten, der die Studie am Universitätsklinikum Southampton mitleitet.

    Johnson & Johnson nutzt ein Erkältungsvirus, um genetisches Material des Sars-CoV-2-Virus in den Körper zu schleusen und eine Immunantwort auszulösen. Die Plattform namens AdVac wird auch in einem Ebola-Impfstoff verwendet, der Anfang dieses Jahres zugelassen wurde. Parallel forscht das Unternehmen mit 60.000 Testpersonen, ob auch eine einzelne Impfdosis ausreichend Schutz gegen eine Infektion bietet.

    07.43 Uhr: Bundesländer sollen Impfzentren einrichten

    Die Bundesländer sollen Impfzentren und Möglichkeiten zum Impfen der Bevölkerung bis zum 15. Dezember vorbereiten. Das geht aus dem Reuters vorliegenden Entwurf des Bundes für die Bund-Länder-Gespräche am Montag hervor. Die Zentren sollten dann so weit vorbereitet sein, "dass kurzfristige Inbetriebnahme möglich ist". Denn mit "sehr hoher Wahrscheinlichkeit" werde es im 1. Quartal 2021 mindestens einen wirksamen zugelassenen Impfstoff geben. Die Länder sollen dem Bund bis Ende November melden, wie viele Menschen sie pro Tag impfen können.

    07.29 Uhr: Bund plant weitere Verschärfungen

    Zur Eindämmung der Corona-Pandemie will der Bund die geltenden Kontaktbeschränkungen noch einmal verschärfen. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit solle "ab sofort nur mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstands gestattet" sein, hieß es in der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs am Montagnachmittag, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Dies solle verbindlich gelten, Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen sollten "entsprechend von den Ordnungsbehörden sanktioniert" werden.

    Zudem spricht sich der Bund für eine generelle Maskenpflicht in Schulen aus. Angesichts der Entwicklung der Corona-Pandemie sei es "geboten, das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge sowie Lehrerinnen und Lehrer auf dem Schulgelände und während des Unterrichts vorzusehen", heißt es in dem Papier. Zudem sollten in den Schulen ausnahmslos feste Gruppen gebildet und die Größe der Gruppen in Klassenräumen gegenüber dem Regelbetrieb halbiert oder aber größere Räumlichkeiten für den Schulbetrieb genutzt werden.

    07.23 Uhr: Indien meldet Rückgang der Neu-Infizierungen

    Indien hat so wenige Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages registriert wie seit vier Monaten nicht. Am Montag wurden knapp mehr als 30.000 Neuinfektionen bestätigt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Seit Mitte September sinkt die Zahl der Neuinfektionen in Indien.

    Die Entwicklungen in der Hauptstadt Neu-Delhi dagegen sind besorgniserregend, dort werden mehr Infektionen als in irgendeinem anderen Bundesstaat verzeichnet. Experten führen das auf Feste, Luftverschmutzung und einen Rückgang der Temperaturen zurück. Es wird befürchtet, dass das Gesundheitssystem in Neu-Delhi der großen Anzahl der Erkrankten nicht standhalten kann.

    Daher hat das Innenministerium angekündigt, Ärzte aus anderen Regionen in die Hauptstadt fliegen zu wollen, die Anzahl der Tests zu verdoppeln, und weitere 300 Betten auf Intensivstationen bereit zu stellen. Am Sonntag sagte Gesundheitsminister Harsh Vardhan, die Lage in der Hauptstadt werde sich vermutlich in den kommenden Wochen weiter verschlimmern.

    In Indien leben beinahe 1,4 Milliarden Menschen, Indien ist nach den USA das Land, in dem die meisten Coronavirus-Fälle bestätigt wurden. Die Zahl der Infektionen liegt offiziellen Angaben zufolge bei mehr als 8,84 Millionen, die Zahl der Toten liegt bei mehr als 130.000.

    06.57 Uhr: Weihnachten könnte "Kick-Starter" werden

    Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, warnt vor einer verschärften Corona-Situation in und nach der Weihnachtszeit. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die Feiertage ein Kick-Starter für die Influenza-Ausbreitung waren, sagte der Infektiologe, der am Uniklinikum Regensburg schwere Corona-Fälle behandelt, den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Die Leute reisen durch das ganze Bundesgebiet, mischen sich überall, man trifft in der Kneipe seine alten Klassenkameraden. Wenn wir Pech haben, könnte das mit Corona ähnlich sein."

    Gleichzeitig bremste Salzberger die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zur Normalität: "Wir werden im Dezember kein normales Leben haben. Das kann nicht sein und wäre nicht vernünftig. Optimistischer blickt er auf das kommende Jahr: "Jetzt gibt es eine Impfung, das ist der große Durchbruch." Die entsprechenden Daten seien ausgesprochen gut. Auch wenn man noch nicht wisse, wie gut die Impfung in allen Altersgruppen ist. Dazu sei es zu früh, schließlich handele es sich um vorläufige Ergebnisse. "Aber man muss eines ganz klar sagen: Diese Ergebnisse zeigen uns, dass wir diese Infektion durch Impfungen verhüten können."

    06.33 Uhr: Kinderhilfswerk fordert "Corona-Bildungsregister"

    Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt im Vorfeld der heutigen Bund-Länder-Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder die sofortige Einführung eines "Corona-Bildungsregisters" an. Ein solches Register muss fortlaufend aktualisierte Daten zur Lage der Schulen und Kitas in der Corona-Pandemie erfassen und so eine verlässliche Entscheidungsgrundlage dafür liefern, wie das Recht auf Bildung in Schulen und Kitas bestmöglich umgesetzt werden kann. Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes darf es nicht sein, dass es nur unvollständige Zahlen und damit einhergehende Schätzungen gibt, wie viele Schülerinnen und Schüler, Kitakinder, Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher in Corona-Quarantäne sind. Wichtig ist zudem, dass das Register staatliche und private Bildungseinrichtungen umfasst, um einen Gesamtüberblick über die Situation zu ermöglichen. Zudem ist durch eine länderübergreifende Koordination bei der Erhebung entsprechender Daten eine Vergleichbarkeit von Datensätzen zu gewährleisten. Die Erkenntnisse aus dem bestehenden KiTa-Register des Deutschen Jugendinstituts und des Robert Koch-Instituts sollten mit in das "Corona-Bildungsregister" einfließen.

    "Wir brauchen endlich einen aussagekräftigen Gesamtüberblick, wie es bei den nach wie vor hohen Infektionszahlen in der Gesamtbevölkerung in unseren Schulen und Kitas ganz konkret aussieht", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

    06.22 Uhr: RKI meldet 10.824 Neu-Infektionen

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 10.824 Neuinfektionen. Die Zahlen am Wochenende fallen in der Regel niedriger aus, da die Gesundheitsämter Samstags und Sonntags häufig nicht alle Daten übermitteln. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen steigt nach Angaben des RKI auf 801.327. Den Daten zufolge starben 62 weitere Menschen an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich damit auf 12.547.

    06.05 Uhr: Olympische Spiele sollen stattfinden

    Die wegen der Corona-Pandemie auf den Sommer 2021 verlegten Olympischen Spiele in Tokio sollen wie geplant ausgetragen werden. Darauf verständigte sich der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, mit dem japanischen Ministerpräsidenten Yoshihide Suga in Tokio. Suga sei entschlossen, die Spiele im kommenden Jahr in der Hauptstadt seines Landes auszurichten, als "Beweis, dass die Menschheit das Virus besiegt hat", sagte Suga nach dem Treffen zu Reportern. Bach dankte Suga für dessen Engagement. Die Ausrichter wollen dieser Tage die aktuellen Pläne für die Sommerspiele und die Paralympics überprüfen.

    05.54 Uhr: Reiseverband fordert Unterstützung

    Die deutsche Reisebranche hat in der Corona-Krise mit milliardenschweren Umsatzausfällen zu kämpfen. "Die Unternehmen der Reisewirtschaft verzeichnen mehr als 80 Prozent Umsatzausfälle, dies entspricht einer Größenordnung von 28 Milliarden Euro für 2020", sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), Norbert Fiebig, dem "Handelsblatt". Die finanzielle Lage der Branche sei "höchst angespannt, Insolvenzen sind die Folge".

    11.000 Reisebüros, 2.300 Reiseveranstalter und viele tausend touristische Dienstleister sind demnach derzeit "de facto geschlossen". Reisewarnungen und -beschränkungen hätten den touristischen Reisemarkt mit wenigen Ausnahmen "zum vollständigen Erliegen gebracht", sagte Fiebig.

    Reisebüros und Reiseveranstalter, ebenso wie viele touristische Dienstleister seien "Händler ohne Ware", da derzeit von 193 Staaten weltweit kaum einer mehr ohne behördliche Einschränkungen zu bereisen sei. Nach Fiebigs Einschätzung werden die Reiseunternehmen weit bis ins nächste Jahr hinein von den weitreichenden Einschränkungen des Reiseverkehrs betroffen sein.

    Fiebig forderte deshalb mehr Unterstützung der Bundesregierung, um die 2,9 Millionen Arbeitsplätze in der Reisewirtschaft zu sichern.

    05.25 Uhr: Neuauflage von Kinderbonus gefordert

    Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller fordert angesichts der anhaltenden Belastungen der Bürger durch die Coronakrise eine Neuauflage des Kinderbonus. "Damit werden zielgenau Familien entlastet", sagt der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) der Zeitung "Handelsblatt".

    Geboten sei zudem eine deutliche Senkung der Energiekosten. "Das würde direkt im Geldbeutel der Verbraucher ankommen und wäre zudem ein Beitrag zum Klimaschutz", betont Müller. Der VZBV-Chef wirbt überdies für ein erneutes Kreditmoratorium für Verbraucherkredite mit einer dreimonatigen Ratenpause bei coronabedingten Zahlungsschwierigkeiten. "Die Aussetzung der Zahlung ist wichtig für Verbraucher, um Zeit zu gewinnen und ihre Finanzen zu sortieren."

    05.06 Uhr: Von Tieren geht keine Gefahr aus

    Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner fürchtet nicht, dass das Coronavirus in Deutschland über Tiere weiterverbreitet wird. "Von den wichtigsten Nutztieren wie Schweinen, Rindern oder Hühnern geht keine Gefahr der Übertragung auf den Menschen aus", sagt die CDU-Politikerin der Zeitung "Augsburger Allgemeinen" mit Blick auf Dänemark, wo Millionen Nerze wegen eines Ausbruch des Virus getötet werden mussten.

    04.45 Uhr: Selbstverschuldete Schwierigkeiten

    Verbraucherschützer Klaus Müller sieht die Schwierigkeiten der Reisebranche in der Coronazeit teilweise selbstverschuldet. "Die Lage für die Reisebranche ist definitiv düster", sagt der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) der Zeitung "Handelsblatt". Die Branche habe allerdings wie die Bundesregierung auf Zwangsgutscheine für stornierte Reisen gesetzt. "Die Firmen wollten die Kosten der Krise damit eins zu eins an die Verbraucher durchdrücken", sagte Müller. "Das war dreist – und ein strategischer Fehler." Deswegen wäre schon im Frühjahr die Einrichtung eines Reisesicherungsfonds "mehr als geboten" gewesen, um den Unternehmen Liquidität zu verschaffen.

    04.05 Uhr: Gestresste Eltern

    Durch die Vereinbarung von Familie, Beruf und Haushalt fühlen sich 60 Prozent aller Eltern in der Corona-Krise gestresst. Viele reagierten gereizt (67 Prozent), übermüdet (45 Prozent), nervös (42 Prozent) oder unkonzentriert (31 Prozent), geht aus einer repräsentative Forsa-Umfrage in Elternhaushalten für die Minijob-Zentrale hervor, die den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" vorliegt. Jeder Dritte berichtet auch von körperlichen Belastungen wie Kopfschmerzen. Durch die stärkeren Anforderungen fühlt sich gut jeder zweite Befragte einem erhöhten Druck ausgesetzt. 45 Prozent würden durch Sorgen und Ängste gequält, so die Umfrage.

    03.12 Uhr: Weitere Einschränkungen in den USA

    Die US-Bundesstaaten Michigan und Washington verschärfen wegen steigender Infektionszahlen die Corona-Beschränkungen. Ab Mittwoch müssen Universitäten, Restaurants und Veranstaltungsorte in Michigan geschlossen bleiben, sagt Gouverneurin Gretchen Whitmer. In Washington sind Versammlungen in geschlossenen Räumen verboten und Treffen im Freien auf fünf Personen beschränkt sowie Restaurants und Fitnessstudios geschlossen, kündigt Jay Inslee, Gouverneur des US-Bundesstaates an.

    02.45 Uhr: Jetzt weitere Wirtschaftshilfen vorbereiten

    Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt fordert die Bundesregierung auf, Corona-Hilfen für mehrere Lockdown-Monate vorzubereiten. Es sei "eine Zumutung", dass die November-Hilfen "sehr spät" bei den Betroffenen ankämen, sagt sie den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Daher brauche es bereits jetzt Regelungen, die über den November hinaus gehen. "Ansonsten stehen uns weitere Chaos-Monate bei den Hilfen bevor."

    Göring-Eckardt nahm Bezug auf Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der am Wochenende von erheblichen Einschränkungen in den nächsten vier bis fünf Monaten gesprochen hatte.

    01.10 Uhr: Steigende Corona-Zahlen in Brasilien

    In Brasilien steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen eines Tages um 14.134 auf insgesamt 5,86 Millionen. 140 weitere Menschen starben demnach an oder mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 165.798.

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