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Corona-Test

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    Corona: Die Ereignisse vom 03. Mai bis 09. Mai

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 03. Mai bis 09. Mai.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Samstag, 08. Mai 2021

    20.00 Uhr: Ausnahmezustand in Spanien endet

    In Spanien endet am Sonntag der landesweite Ausnahmezustand, womit der Kampf gegen das Coronavirus nach Ansicht einiger Regionalregierungen erschwert wird. Gesundheitsexperten befürchten unter anderem, dass die Zahl der Reisen im Land und damit die Gefahr der Ausbreitung des Coronavirus deutlich zunehmen werden. Der Ausnahmezustand war von der Zentralregierung im Oktober ausgerufen worden, als die Zahl der täglichen Neuinfektionen stetig stieg. Zuletzt gingen diese deutlich zurück.

    Der Ausnahmezustand gab den Regionalbehörden den rechtlichen Rahmen, um beispielsweise nächtliche Ausgangssperren und Reiseverbote zwischen den Regionen zu verhängen. Ab Sonntag können solche Maßnahmen nur noch ergriffen werden, wenn ein lokales Gericht vorher zustimmt. Einige Regionen haben bereits für Fakten gesorgt: So sicherten sich die Behörden auf den Balearen am Donnerstag die richterliche Zustimmung für die Aufrechterhaltung der nächtlichen Ausgangssperre.

    19.01 Uhr: Italien erleichtert Einreisen ab Mitte Mai

    Italien will ab Mitte Mai die Quarantäne-Vorschriften für Einreisende aus europäischen Ländern, darunter auch Großbritannien, und Israel lockern. Das kündigt Außenminister Luigi Di Maio an. Ab Juni sollen die Erleichterungen auch für Einreisen aus den USA gelten. Demnach soll die Reisenden an der Grenze entweder einen negativen Coronatest vorweisen, eine Impfung nachweisen oder von einer Infektion genesen sein. Mit der Maßnahme solle der Tourismus angekurbelt werden.

    17.57 Uhr: Merkel wirbt für Kooperation der EU mit Indien bei Impfstoffproduktion

    Die EU und Indien nehmen ihre seit acht Jahren ausgesetzten Gespräche über ein Freihandelsabkommen wieder auf. Die EU-Staats- und Regierungschefs und Premierminister Narendra Modi erklärten am Samstag nach einem Video-Gipfel, Ziel sei "ein ausgewogenes, ehrgeiziges, umfassendes und für beide Seiten vorteilhaftes Handelsabkommen". Gleichzeitig vereinbarten die EU und Indien eine enge Abstimmung in der Corona-Pandemie. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warb dabei für eine engere Zusammenarbeit bei der Impfstoffproduktion.

    16:50 Uhr: Grünes Impfzertifikat kann im Juni starten

    Das Grüne Impfzertifikat zum vereinfachten Reisen in Europa kann nach Erwartung von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen pünktlich im Juni starten. Die technischen und rechtlichen Vorbereitungen lägen im Plan, sagte von der Leyen am Samstag nach dem EU-Gipfel in Porto. Geplant sei ein fälschungssicherer Nachweis einer Corona-Impfung, einer überstandenen Covid-Erkrankung oder eines negativen Tests.

    Die Kommissionschefin bekräftigte zudem, dass bis Juli genug Impfstoff zur Verfügung stehen werde, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu immunisieren. Bisher hätten fast 160 Millionen Europäer eine erste Impfdosis bekommen, sagte sie. Um im Sommer auch den Tourismus wieder zu ermöglichen, sei die Impfung der Schlüssel.

    16.15 Uhr: 7-Tage-R-Wert in Deutschland bei 0.91

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagnachmittag bei 0,91 (Vortag: 0,91). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 91 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab, liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen. Am 22. April lag der R-Wert das letzte Mal über 1.

    15.43 Uhr: Spahn: Sommerurlaub in EU auch ohne Impfung möglich

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht angesichts der derzeitigen Entwicklung der Corona-Zahlen gute Chancen für einen problemlosen Sommerurlaub in den EU-Staaten. "Innerhalb der EU wird das Reisen voraussichtlich nicht von der Impfung abhängig sein", sagte Spahn der "Rheinischen Post" vom Samstag. "Auch mit den Testungen wird man sich europaweit gut bewegen können."

    Spahn sagte, er selbst plane seinen Urlaub in Deutschland: "In dieser hoffentlich letzten Phase der Pandemie würde ich keine großen Fernreisen planen, Nordsee statt Südsee quasi."

    15.11 Uhr: RKI-Chef Wieler: Beim Impfen "weiter dranbleiben"

    Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hofft auf weiterhin hohes Tempo beim Impfen gegen Corona. Die Impfstoffmengen seien nicht mehr der begrenzende Faktor, sagte er am Samstag bei einer Diskussionsrunde mit Bürgern in Berlin. "Jetzt müssen wir halt dranbleiben. Also man darf jetzt nicht irgendwie wieder denken: Oh, das Problem ist erledigt. Sondern lassen Sie es uns noch ein paar Monate miteinander lösen."

    Zuletzt waren Rekordzahlen bei den pro Tag verabreichten Impfdosen erreicht worden. An den vergangenen beiden Mittwochen waren RKI-Daten zufolge jeweils mehr als eine Million Dosen gespritzt worden. Am Freitag waren es mehr als 800.000.

    13.52 Uhr: Biontech will armen Ländern Impfstoff günstiger geben

    Der Impfstoffhersteller Biontech will armen Ländern beim Preis für seinen Impfstoff entgegenkommen. "Wir werden weiterhin Länder mit niedrigem oder unterem mittleren Einkommen mit unserem Impfstoff zu einem nicht gewinnorientierten Preis versorgen", teilte das Unternehmen am Samstag in Mainz mit. Eine Patentfreigabe hält Biontech aber für "nicht zielführend".

    13.38 Uhr: EU sieht keine "Wunderlösung" in Patentfreigabe

    Die Patentfreigabe sei keine "Wunderlösung" zur Versorgung der Welt mit Corona-Impfstoff, erklärte EU-Ratschef Charles Michel am Samstag beim EU-Gipfel im portugiesischen Porto. Zugleich warb er für die rasche Aufhebung von Exportschranken.

    Die 27 EU-Staaten hatten am Freitagabend über den überraschenden Vorstoß von US-Präsident Joe Biden beraten. Würden Patente aufgehoben, könnten Hersteller weltweit ohne Lizenzgebühren die Corona-Impfstoffe produzieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich nach Angaben aus EU-Kreisen klar gegen die Patentfreigabe gewandt - unter anderem, weil Fachwissen über neuartige mRNA-Impfstoffe - wie zum Beispiel von Biontech/Pfizer - an China abfließen könnte.

    Ratschef Michel sagte zur Patentfreigabe, man sei jedoch gesprächsbereit, sobald ein konkreter Vorschlag aus den USA vorliege. Gleichzeitig sollte man die internationalen Partner dazu ermuntern, den Export von Corona-Impfstoffen zu erleichtern.

    13.24 Uhr: Lockdown in immer mehr indischen Städten

    In Indien ist keine Besserung der dramatischen Corona-Lage in Sicht: Die Infektionszahlen stiegen auch am Samstag weiter ungebremst an, die Regierung meldete neue Tageshöchstwerte von mehr als 400.000 Neuinfektionen und mehr als 4.000 weiteren Todesfällen. Während die Zentralregierung in Neu Delhi noch zögert, verhängen immer mehr Bundesstaaten strikte Corona-Maßnahmen. In Karnataka mit der IT-Metropole Bangalore tritt am Montag ein zweiwöchiger Lockdown in Kraft.

    Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Land rund 21,9 Millionen Menschen infiziert, die Gesamtzahl der Corona-Toten liegt bei mehr als 238.000. Experten gehen zudem von einer sehr hohen Dunkelziffer aus. Das indische Gesundheitssystem ist angesichts der Lage völlig überlastet. Immer wieder sterben Corona-Patienten, weil in den Krankenhäusern medizinischer Sauerstoff zur Beatmung fehlt.

    13.21 Uhr: Lockdown in Pakistan

    In Pakistan ist heute ein neuntägiger Corona-Lockdown in Kraft getreten, der einen Anstieg der Infektionszahlen rund um das muslimische Eid-al-Fitr-Fest verhindern soll. Geschäfte, Hotels, Restaurants, Märkte und Parks sind geschlossen, zwischen den Provinzen und in den Städten fahren keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr. Das Militär ist im Einsatz, um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren.

    Die Moscheen, die im Ramadan jeden Abend gut gefüllt waren, bleiben allerdings geöffnet. Die pakistanische Regierung schreckt vor Einschränkungen für die Gotteshäuser zurück, weil sie Proteste strenggläubiger Muslime befürchtet.

    Es handelt sich insgesant um die strengsten Corona-Maßnahmen in Pakistan seit einem einmonatigen Lockdown im April 2020. Im vergangenen Jahr waren die Infektionszahlen nach dem Fastenmonat Ramadan und dem Fest des Fastenbrechens in die Höhe geschnellt.

    13.12 Uhr: Belgien öffnet Außen-Gastronomie

    Nach fast sieben Monaten Lockdown haben in Belgien die Terrassen von Bars und Cafés wieder geöffnet. In Brüssel trotzten am Samstag besonders hartgesottene Belgier dem Regen und genossen die ersten Getränke seit langem an Tischen im Freien. Belgien war in der ersten Corona-Welle vergangenes Jahr eines der am stärksten betroffenen Länder Europas und die Regierung hatte zwei Mal einen landesweiten Lockdown verhängt.

    Angesichts der Fortschritte bei der Impfkampagne und sinkender Infektionszahlen hat die Regierung inzwischen eine schrittweise Rückkehr zur Normalität eingeleitet. Die Ausgangssperre wurde aufgehoben, allerdings dürfen sich zwischen Mitternacht und 05.00 Uhr weiterhin nicht mehr als drei Menschen im Freien treffen.

    13.08 Uhr: Corona-Erleichterungen treten in Kraft

    In Deutschland können vollständig gegen Corona Geimpfte und Genesene ab Sonntag wieder mehr Menschen treffen und sind von Ausgangsbeschränkungen befreit. Die von Bundestag und Bundesrat zuletzt verabschiedete entsprechende Verordnung ist heute wie angekündigt im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und tritt ab Mitternacht in Kraft.

    13.01 Uhr: EU berät über Hilfen für junge Menschen

    Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich bei ihrem Sozialgipfel in Portugal hinter konkrete Ziele bei Beschäftigung, Weiterbildung und Armutsbekämpfung bis zum Jahr 2030 gestellt. Sie verabschiedeten in Porto eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung der EU-Sozialpolitik vor dem Hintergrund der Corona-Krise.

    Betont wird dabei auch die Notwendigkeit der Hilfe für junge Menschen, deren Berufs- und Ausbildungspläne durch die Pandemie stark beeinträchtigt worden seien. In der Corona-Krise seien junge Menschen "sehr negativ getroffen", worden, heißt es in der Porto-Erklärung weiter. Die EU müsse deshalb "vorrangig Maßnahmen zur Unterstützung junger Menschen ergreifen".

    12.45 Uhr: Papst kritisiert Nationalismus

    Papst Franziskus befürwortet eine vorübergehende Freigabe von Corona-Impfstoffpatenten. In der Corona-Pandemie wünsche er sich einen "Geist der Gerechtigkeit, der uns mobilisiert, um den allgemeinen Zugang zu Impfstoffen und die vorübergehende Aussetzung der geistigen Eigentumsrechte zu gewährleisten", sagte das katholische Kirchenoberhaupt in einer Videobotschaft anlässlich des Benefizkonzerts "Vax Live".

    Der Papst verurteilte einen "abgeschlossenen Nationalismus" der eine "Internationalisierung" der Impfstoffe verhindere. Die Gesetze des Marktes oder des geistigen Eigentums dürften nicht "über die Gesetze der Liebe und der Gesundheit der Menschheit" gestellt werden.

    Nach einem überraschenden Vorstoß der USA wird derzeit kontrovers über die Aufhebung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe diskutiert. Beim EU-Gipfel in Porto stieß der Vorschlag auf Skepsis.

    12.39 Uhr: Linke schlägt "Sommergeld für Bedürftige" vor

    Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow hat eine 500 Euro-Sonderzahlung im Sommer für Bedürftige gefordert. Menschen mit niedrigem Einkommen, also Empfänger von Sozialleistungen wie Hartz IV oder Wohngeld, sollten zum 1. Juli einmalig ein Urlaubsgeld in dieser Höhe überwiesen bekommen, sagte sie am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Ein solches Sommergeld käme nicht nur der am Boden liegenden einheimischen Gastronomie und dem Gastgewerbe zu Gute, sondern würde auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken." Ärmere Menschen hätten in den vergangenen Monaten durch beengte Wohnverhältnisse und wenig Auskommen besonders unter den Corona-Maßnahmen gelitten, sagte Hennig-Wellsow.

    12.03 Uhr: EU kauft Milliarden Dosen Biontech-Impfstoff

    Der EU-Vertrag zum Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist unter Dach und Fach. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mit. Die Menge soll bis 2023 geliefert werden. 900 Millionen Dosen sollen fest bestellt werden, weitere 900 Millionen Dosen sind eine Option.

    Damit sollen Impfungen von Erwachsenen aufgefrischt und die 70 bis 80 Millionen Kinder in der EU gegen das Coronavirus immunisiert werden. Der Vertrag hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein Volumen von bis zu 35 Milliarden Euro und bedeutet weitere Investitionen in Deutschland und Belgien.

    Zwar sagt die EU-Kommission in der Regel offiziell nichts über die Kosten der gekauften Impfstoffe. Nach dpa-Informationen liegt der vereinbarte Preis je Dosis aber in der Größenordnung, die Bulgariens Ministerpräsident Boiko Borissow zuletzt genannt hatte: etwa 19,50 Euro je Dosis. Der in Medienberichten genannte Preis von 23,50 Euro liege indes zu hoch, hieß es in Brüssel. Die Summe je Dosis sei "unter 20 Euro".

    Wie aus einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervorgeht, könnte Deutschland 165 Millionen Dosen aus der Bestellung der ersten 900 Millionen Dosen beziehen. Die Kosten dafür liegen demnach bei 3,83 Milliarden Euro.

    Die EU-Kommission verteidigte, dass der Preis höher ausfallen werde als bei den vorherigen Verträgen mit Biontech/Pfizer. Es gebe strengere Liefervereinbarungen, andere Haftungsregeln und Vereinbarungen zur Anpassung des Impfstoffes an neue Virus-Varianten, hieß es aus der Behörde. Außerdem zahle die EU künftig kein Geld mehr zur Produktionsförderung.

    11.15 Uhr: Britische Tourismusbranche fordert weitere Öffnung

    Die britische Tourismusbranche hat die Regierung mit Nachdruck zu einer weitreichenderen Öffnung von Ferienzielen aufgefordert. Der Branchenverband Airlines UK verlangte "wesentliche Ergänzungen" für eine "grüne Liste" genehmigter Reiseländer. Vom 17. Mai an sind Auslandsreisen wieder erlaubt. Allerdings stehen nur zwölf Länder, darunter Israel und Portugal, auf einer "grünen Liste". Bei Rückkehr aus diesen Ländern wird keine Quarantäne fällig. Die Regierung habe eine Chance verpasst, sagte der Chef von Airlines UK, Tim Alderslade.

    Deutschland steht wie fast alle EU-Staaten, darunter wichtige Urlaubsziele wie Spanien, Frankreich und Italien, nicht auf der "grünen Liste". Wer von diesen Ländern ins Vereinigte Königreich einreist, muss sich für zehn Tage in Quarantäne begeben und auf eigene Kosten zwei Corona-Tests machen.

    10.48 Uhr: Bundesweit niedrigste Inzidenz in Passau

    Der Stadtkreis Passau hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) die niedrigste Inzidenz in ganz Deutschland. Bayernweit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Samstag bei 120,9; für die Stadt Passau meldete das RKI auf seinem Dashboard (08.05.21) eine Inzidenz von 20,8. Der höchste Wert in Bayern wurde im Landkreis Coburg festgestellt: Mit 302,0 ist es der einzige Landkreis im Freistaat über 300. Für sieben Kreise wurde eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 gemeldet.

    35 Landkreise und kreisfreie Städte liegen in Bayern unter der für Lockerungen wichtigen Inzidenz von 100. Neben dem Stadtkreis Passau hat auch der Landkreis Neustadt an der Waldnaab eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50. 36 Land- und Stadtkreise liegen hier zwischen 100 und 150, weitere 6 unter der für die Öffnung von Grundschulen relevanten Grenze von 165. Die Inzidenz ist wichtig beispielsweise für Lockerungen im Handel oder die Öffnung von Schulen.

    10.30 Uhr: Kuba impft mit nicht zugelassenem Vakzin

    Kuba will in der kommenden Woche mit den Impfungen mit zwei selbst entwickelten Corona-Impfstoffen beginnen, obwohl die klinischen Tests noch laufen. Wie Gesundheitsminister José Angel Portal mitteilte, soll die Impfkampagne in der Hauptstadt Havanna und den Provinzen Santiago de Cuba und Matanzas beginnen. Es handelt sich offiziell um eine großangelegte Praxisstudie, bei der zwei von fünf kubanischen Impfstoffkandidaten zum Einsatz kommen sollen.

    Kuba ist bisher das einzige lateinamerikanische Land, das eigene Corona-Impfstoffe entwickelt. Die Regierung will die beiden Vakzine Abdala und Soberana 2, deren Erprobung am weitesten fortgeschritten ist, nun in der Praxis testen, wie der Minister sagte. Die kubanischen Behörden hoffen darauf, im Juni beiden Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilen zu können, wie die Chefin der Arzneimittelbehörde, Olga Lidia Jacobo, erklärte. Danach soll dann mit den Massenimpfungen begonnen werden. Bis Ende Juni sollen nach den Plänen der Regierung schon 22 Prozent der 11,2 Millionen Einwohner der Karibikinsel ihre erste Impfung erhalten haben. Bis Juli sollen dann 33 Prozent und bis August 70 Prozent der Menschen geimpft sein.

    10.14 Uhr: "Kein Flickenteppich bei Öffnungen"

    Der Städte- und Gemeindebund warnt vor einem deutschlandweiten Durcheinander bei Corona-Lockerungen und bringt eine erneute Ministerpräsidentenkonferenz ins Spiel. "Wir erwarten jetzt, dass sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten möglichst auf ein einheitliches Vorgehen mit konkreten Öffnungsperspektiven verständigen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Augsburger Allgemeinen". Ein "Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen" etwa für Hotels oder andere Einrichtungen wäre bei gleicher Inzidenzzahl in unterschiedlichen Bundesländern kaum nachvollziehbar.

    Die Bundesnotbremse habe offenbar Wirkung gezeigt, sagte Landsberg mit Blick auf Maßnahmen wie die Ausgangsbeschränkungen ab einer Inzidenz von 100 oder Distanzunterricht ab einer Inzidenz von 165. "Wenn es jetzt umgekehrt um weitere Lockerungen, insbesondere für Gastronomie, Hotels und Tourismus, geht, sind im Prinzip die Länder gefordert", sagte er.

    Der Präsident des Deutschen Städtetags, der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung, forderte derweil mehr Freiheiten nicht nur für Geimpfte und Genesene, sondern auch für Getestete. "Ich denke da besonders an Außengastronomie mit guten Abstands- und Hygienekonzepten", sagte er der "Passauer Neuen Presse". Jung warnte zudem vor einem Akzeptanzverlust bei den Corona-Beschränkungen: "Eins muss uns allen klar sein: Wenn die Bevölkerung in großen Teilen die Beschränkungen nicht mehr akzeptiert, kommen auch die Ordnungskräfte und die Polizei an ihre Grenzen."

    09.33 Uhr: Seehofer lobt Merkel

    Auf die Frage, ob Wahlkampf und Profilierungsversuche einzelner Politiker die Bekämpfung der Corona-Pandemie belastet hätten, antwortet Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU): "Mehr Wissenschaft und weniger Schlagzeile wäre manchmal besser gewesen". Dass es insgesamt dennoch gut gelaufen sei, wäre ohne den Einsatz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht vorstellbar. Seehofer sagte: "Das möchte ich ausdrücklich sagen, nachdem ich in den vergangenen Jahrzehnten viele Auseinandersetzungen mit der Kanzlerin hatte: Das ist ihr Werk. Sie war sensationell stark im Management der Bewältigung der Pandemie." Er schätze, "dass wir bis zur Mitte des Jahres das Gröbste überstanden haben". Er gehe davon aus, dass etwa die Gastronomie dann auch wieder öffnen könne.

    Jetzt, wo die Hausärzte mitmachen bei den Impfungen, laufe es insgesamt gut, sagte der Innenminister. Es sei dennoch zu früh, um die Impf-Priorisierung aufzugeben. "Es gibt noch sehr viele ältere Menschen, die noch nicht geimpft wurden. Wir können sie nicht in einen Wettlauf mit den 20-Jährigen schicken."

    Auch für eine Rückkehr von Fans in die Fußballstadien ist es aus Sicht von Seehofer noch zu früh. "Im ersten Schritt geht es um die Gastronomie, um die Kultur, um den Handel", sagte er mit Blick auf die Ausnahmen, die für Menschen gelten sollen, die geimpft oder von Covid-19 genesen sind. "Im nächsten Schritt kann man sich dieser Frage zuwenden." Wenn sich 5.000 geimpfte Zuschauer in einem für 80.000 Menschen geeigneten Stadion verteilten, sei das zwar an sich kein Problem. Man müsse bei solchen Überlegungen aber auch an die An- und Abfahrt sowie den Zugang zum Stadion denken.

    08.31 Uhr: Polizei räumte Impfzentren in Memmingen und Bad Wörishofen

    Wegen eines Drohanrufs hat die Polizei am Freitagabend die Impfzentren in Memmingen und Bad Wörishofen evakuiert. Ein Unbekannter hatte bei der gemeinsamen Telefonnummer der beiden Einrichtungen angerufen und angekündigt, er werde vor Ort erscheinen. Dann werde etwas passieren. Weil die Polizei einen Bombenangriff nicht ausschließen konnte, räumte sie die Impfzentren. Beamte mit Spürhunden fanden vor Ort aber keine verdächtigen Gegenstände. Gegen 22 Uhr konnten die Impfzentren wieder freigegeben werden. Insgesamt waren etwa 70 Menschen betroffen. Die meisten konnten aber geimpft werden: In Bad Wörishofen verabreichten die Ärzte die Spritzen in einem Rettungswagen.

    08.07 Uhr: Viele Covid-Tote noch immer in Kühllastern

    Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie in New York gingen Bilder von Kühltransportern für Tausende Leichen um die Welt. Ein Jahr später liegen noch immer 750 Covid-Tote in den Lastern, wie das Büro des höchsten Gerichtsmediziners der Stadt bestätigte. Die Kühltrucks seien seiner Zeit für die Langzeitnutzung eingerichtet worden, um sicherzustellen, dass Familien ihre Angehörigen in Ruhe beerdigen können. In den kommenden Wochen und Monaten sollen die Lastwagen demnach nach und nach geleert werden.

    07.49 Uhr: Mehr Rechte für Getestete gefordert

    Der Präsident des Deutschen Städtetags, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), fordert in der Corona-Pandemie neben Geimpften und Genesenen auch negativ Getesteten mehr Freiheiten zuzugestehen. "Ich denke da besonders an Außengastronomie mit guten Abstands- und Hygienekonzepten", sagte Jung der "Passauer Neuen Presse". "Wenn wir Anfang Juni draußen wieder einen Kaffee zusammen trinken könnten, würde das vielen Menschen sicher guttun." Geimpfte, Genesene und tagesaktuell Getestete sollten zusammensitzen können.

    Er warnte zudem vor einem Akzeptanzverlust bei den Corona-Beschränkungen. "Eins muss uns allen klar sein: Wenn die Bevölkerung in großen Teilen die Beschränkungen nicht mehr akzeptiert, kommen auch die Ordnungskräfte und die Polizei an ihre Grenzen", sagte Jung der Zeitung.

    07.31 Uhr: IOC sieht keinen Grund für Absage von Olympia

    Die Führung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat wachsenden Zweifeln an der Durchführung der Sommerspiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) wegen der Corona-Pandemie einmal mehr nachdrücklich widersprochen. "Es gibt kein Szenario, in dem die Spiele noch abgesagt oder wieder verlegt werden könnten", sagte der australische IOC-Vizepräsident John Coates der französischen Nachrichtenagentur AFP. Coates verwies ungeachtet des erst am Freitag erneut verlängerten Corona-Notstands in Tokio und weiteren japanischen Regionen auf den Rückhalt der Regierung in Nippon: Premierminister Yoshihide Suga habe vor wenigen Wochen US-Präsident Joe Biden versichert, dass die Spiele stattfinden, erklärte Coates, "und er sagt es auch weiterhin dem IOC".

    Durch die Vereinbarung mit den Impfstoffherstellern Pfizer und BioNTech über die kostenlose Versorgung von Olympia-Teilnehmern mit Vakzinen sieht der Vertraute des deutschen IOC-Bosses Thomas Bach die Situation positiver als lange erwartet an: "Wir haben die letzten sechs Monate des vergangenen Jahres an Maßnahmen zur Sicherstellung der Spiele gearbeitet und setzen sie um, dabei sind wir davon ausgegangen, dass es keinen Impfstoff gibt. Deswegen hat sich die Lage verbessert. Die Spiele werden stattfinden."

    07.24 Uhr: Impfung von Jugendlichen gefordert

    Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert von der Bundesregierung, Jugendliche jetzt zeitnah zu impfen. "Solange noch nicht genügend Impfstoff vorhanden ist, sollten wir die Jugendlichen in die dritte Priorisierungsgruppe aufnehmen, um eine zügige Durchimpfung zu erreichen", sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wegen sinkender Infektionszahlen habe die Öffnung von Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten Priorität. Der Ärztepräsident wies außerdem darauf hin, dass das Vakzin von Biontech/Pfizer bereits eine EU-Zulassung für 16- und 17-Jährige habe.

    07.14 Uhr: 4.000 Corona-Tote in Indien

    Indien hat neue Höchstwerte von 4.187 Corona-Tote und 401.078 Neuansteckungen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der seit Pandemie-Beginn in Indien registrierten Infektionen auf rund 21,9 Millionen.

    Das Land mit seinen 1,36 Milliarden Einwohnern erlebt derzeit eine heftige zweite Corona-Welle. Das Gesundheitssystem ist völlig überlastet. Immer wieder gibt es Berichte über Todesfälle wegen mangelnden Sauerstoffs in Kliniken. Deutschland und andere Staaten schickten inzwischen Nothilfe.

    07.01 Uhr: Sportvereine verlieren 100.000 Mitglieder

    Bayerns Sportvereine haben im Corona-Jahr 2020 fast 100.000 Mitglieder verloren. Ende Dezember waren demnach noch gut 4,5 Millionen Menschen Mitglied eines Sportvereins, wie der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) mitteilte. "Insbesondere bei den Kindern und Jugendlichen ist dieser Mitgliederrückgang mit fünf Prozent beziehungsweise 3,7 Prozent besonders besorgniserregend", erklärte BLSV-Präsident Jörg Ammon.

    Größere Vereine in den Ballungsräumen haben demnach stärker gelitten als kleinere. Der BLSV hofft auf eine Trendwende: "Insgesamt gehen wir davon aus, dass sinkende Inzidenzen und zunehmender Impfschutz bald wieder zu einem geregelten Sportbetrieb führen und sich dadurch auch die Mitgliederzahlen stabilisieren und sogar wieder steigen werden", sagte Ammon. "Denn nirgends ist Sporttreiben so schön wie im Verein, der auch eine soziale Tankstelle ist."

    06.22 Uhr: Impfstoff soll voll ausgenutzt werden

    Für den Kampf gegen das Coronavirus wünscht sich Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek die bestmögliche Ausnutzung der Impfstoffe ohne jegliche Verschwendung. "Es ist technisch und rechtlich möglich, je nach Hersteller eine siebte oder elfte Dosis aus den Impfstofffläschchen zu entnehmen", sagte der CSU-Politiker. Auch der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Gerald Quitterer, befürworte die vom Bundesgesundheitsministerium ebenfalls empfohlene Verwendung aller verfügbaren Impfdosen.

    "Bei den Ärzten und in den bayerischen Impfzentren ist die Entnahme zusätzlicher Impfdosen ohnehin schon länger gelebte Praxis und bewährt sich täglich. Ich rufe die impfenden Einrichtungen auf, diese Möglichkeit weiter zu nutzen", betonte Holetschek. Sorgen wegen einer veränderten Haftung ergäben sich für die impfenden Ärzte nicht, da diese schließlich bei jeder Dosis sicher sein müssten, dass sie die richtige Menge in den Spritzen aufgezogen hätten.

    Voraussetzung für die maximale Ausnutzung der Präparate sei es, dass die vom jeweiligen Hersteller geforderte Menge an Impfstoff vollständig und qualitätsgesichert aus einem Injektionsfläschchen entnommen werden könne.

    05.23 Uhr: 15.685 Neuinfizierte in Deutschland

    In Deutschland sind innerhalb eines Tages 15.685 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte, wurden zudem 238 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Erreger gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen war um 2.800 Fälle niedriger als am Vortag. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank weiter auf nunmehr 121,5, nachdem am Vortag ein Wert von 125,7 und am vergangenen Samstag ein Wert von 148,6 gemeldet worden war.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

    Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt nach Angaben des RKI mittlerweile bei 3.507.673. Die Zahl der insgesamt registrierten Todesfälle stieg auf 84.648. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf mehr als 3,14 Millionen.

    4.50 Uhr: Sommerurlaub nicht von Impfung abhängig

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt sich mit Blick auf einen Sommerurlaub in Europa optimistisch. "Innerhalb der EU wird das Reisen voraussichtlich nicht von der Impfung abhängig sein. Auch mit den Testungen wird man sich europaweit gut bewegen können", sagte Spahn der "Rheinischen Post". Er selbst plane seinen Urlaub in Deutschland. "In dieser hoffentlich letzten Phase der Pandemie würde ich keine großen Fernreisen planen, Nordsee statt Südsee quasi." Für Mutationen des Coronavirus ist Deutschland nach Ansicht von Spahn jedoch gut gerüstet und liegt demnach mittlerweile weltweit unter den Top 5 bei den Sequenzierungen.

    Die Bundesärztekammer warnt zugleich davor, das Intervall zwischen zwei Astrazeneca-Impfungen zu verkürzen, um früher als geimpft zu gelten.

    04.03 Uhr: Minister ruft zu Besuchen im Altenheim auf

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat Pflegeheime und Angehörige dazu aufgerufen, die wieder geschaffenen Besuchsmöglichkeiten zum Muttertag aktiv zu nutzen. "Gerade der morgige Muttertag ruft uns in Erinnerung, wie wichtig Kontakte sind. Deshalb appelliere ich an die Einrichtungen, unter Einhaltung der AHA-L-Schutzregeln wieder mehr Gemeinschaftserlebnis zu ermöglichen", wird Holetschek in einer Mitteilung seines Ministeriums zitiert. Die Regeln beziehen sich auf Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen und regelmäßig Lüften.

    "Es gilt nun, Schritte zur Normalität zurückzufinden. Besuchsbeschränkungen bestehen nicht mehr und auch das gesellige Leben in den Einrichtungen ist wieder möglich", sagte Holetschek. Das gelte zum Beispiel für Gruppenangebote, religiöse Zusammenkünfte und Cafeteria-Besuche.

    01.01 Uhr: EU-Staaten mit Vorbehalten bei Aussetzung

    Der US-Vorstoß für eine Aussetzung von Patenten auf Corona-Impfstoffe trifft im Kreis der EU-Staaten auf Vorbehalte. Bei einem Abendessen in Porto hätten viele Staats- und Regierungschefs Zweifel geäußert, ob dies schnell zu einer besseren Versorgung der Welt mit Impfstoff führen würde, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus EU-Kreisen.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich entschieden gegen die Freigabe der Patente gewandt. Dabei habe sie auch das Argument angeführt, dass Fachwissen über die neuartigen mRNA-Impfstoffe an China abfließen könnte. Die Volksrepublik könne dieses Knowhow leichter nutzen als Entwicklungsländer.

    Der Vorschlag der Regierung von US-Präsident Joe Biden sei wenig konkret und möglicherweise taktisch, berichtete ein EU-Vertreter aus den Gesprächen. Die Initiative solle womöglich verdecken, dass Europa die einzige demokratische Region sei, die große Mengen Corona-Impfstoffe an Drittstaaten liefere. Die USA lassen nach Darstellung der EU nur sehr wenig Vakzine aus dem Land.

    Freitag, 07. Mai 2021

    21.40 Uhr: Von der Leyen: Patent-Aussetzung bei Impfstoffen löst Problem nicht schnell

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat vor zu hohen Erwartungen an eine Aussetzung der Patente von Corona-Impfstoffen gewarnt. Dies werde "kurz- und mittelfristig (...) nicht die Probleme lösen" und "keine einzige Impfdosis bringen", sagte von der Leyen beim EU-Gipfel in Porto. Nötig sei vielmehr, dass Länder mit Impfstoffen diese teilten, der Export nicht beschränkt und in den Ausbau der Produktion investiert werde.

    Von der Leyen bekräftigte, sie sei "offen" für eine Diskussion über den Vorschlag der USA, die Patente für Impfstoffe auszusetzen. Wenn diese aber geführt werde, müsse sie mit einer "eine 360-Grad-Sicht" erfolgen und alle Aspekte berücksichtigen, "weil wir Impfstoffe für die gesamte Welt brauchen".

    Von der Leyen betonte, Europa habe bereits damit begonnen, seine Impfstoff-Bestände zu teilen. Sie verwies auf eine Lieferung von 650.000 Dosen an die Westbalkan-Staaten. Darüber hinaus sei Europa "die einzige demokratische Region der Welt, die im großen Umfang exportiert", sagte die Kommissionschefin. Rund die Hälfte aller in der EU hergestellten Impfstoffe würden ausgeführt. Sie forderte andere Länder auf, dem Beispiel zu folgen.

    19.55 Uhr: Viele Kreise wollen am Montag Außengastro öffnen

    Tirschenreuth ging am Freitag voran, ein Dutzend weiterer Städte und Landkreise folgen: Bayerns Biergärten dürfen ab Montag in den ersten Gegenden mit einer stabilen Corona-Inzidenz von weniger als 100 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner unter Hygieneauflagen wieder öffnen. Dasselbe gilt für Cafés und Gastwirtschaften mit Außengastronomie.

    13 Landkreise und kreisfreie Städte hätten Anträge gestellt, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Sie würden "zeitnah geprüft und gebilligt". Neben Tirschenreuth hatten unter anderem die Landkreise Landsberg, Lindau, Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab, Regen, Kitzingen, Würzburg und Starnberg sowie die kreisfreien Städte Passau, Bamberg und Schwabach Anträge gestellt. Starnberg, Kitzingen und Landsberg meldeten noch am Freitag, dass die Genehmigungen erteilt seien.

    19.15 Uhr: Champions League-Finale vor Verlegung nach Großbritannien?

    Die britische Regierung hat nach den jüngst beschlossenen Corona-Reisebeschränkungen eine Verlegung des Champions-League-Finals nach Großbritannien ins Spiel gebracht. Der Stadt Istanbul könnte somit im zweiten Jahr in Folge das Endspiel in der Königsklasse entzogen werden. Großbritannien, das die beiden Finalisten FC Chelsea und Manchester City stellt, setzte die Türkei am Freitag auf eine "Rote Reiseliste". Verkehrsminister Grant Shapps sagte in diesem Zusammenhang, dass Großbritannien "sehr offen" sei, die Ausrichtung des Finals im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb zu übernehmen.

    Das Endspiel soll eigentlich am 29. Mai im Atatürk-Olympiastadion in Istanbul über die Bühne gehen. Die Entscheidung, so Schapps, liege letztlich aber bei der Europäischen Fußball-Union UEFA. Der Politiker rief die Fans der beiden Premier-League-Klubs dazu auf, nicht in die Türkei zu reisen. Länder der "Roten Reiseliste" sollten "nur unter den extremsten Umständen besucht werden", ergänzte er. Nach Rückkehr aus diesen Ländern gilt derzeit eine zehntägige Quarantänepflicht. Bereits im vergangenen Jahr sollte der Sieger der Königsklasse in Istanbul gekürt werden. Die UEFA entschied sich wegen der Corona-Pandemie bei der Ausrichtung ihres Finalturniers aber für den Standort Lissabon in Portugal.

    19.00 Uhr: Zahl der Thrombosefälle nach Astrazeneca-Impfung gestiegen

    Die Zahl der schweren Thrombosefälle nach einer Impfung mit dem Coronavirus-Vakzin von Astrazeneca ist einem Bericht zufolge weiter gestiegen. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf den neuen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts schreiben, seien bis zum 30. April 67 Fälle gemeldet worden. Vierzehn Personen seien gestorben. Bei den meisten Fällen habe es sich um Sinusvenenthrombosen gehandelt.

    18.52 Uhr: Wohnungslose in Bremen geimpft

    Mobile Teams haben am Freitag in Bremen wohnungslose Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Rund 150 Wohnungslose aus der Notunterkunft für Männer und von der Straße sowie etwa 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Wohnungslosenhilfe seien im diakonischen Tagestreff "Café Papagei" in Bahnhofsnähe mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson versorgt worden, teilte die Sozialbehörde mit. Der Impfstoff gewährt den vollen Schutz gegen eine Infektion mit nur einer Dosis.Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) sagte, viele Obdachlose vermieden aus Scham die medizinische Behandlung. Das zeige sich jetzt auch beim Impfen.

    18.45 Uhr: Großbritannien hebt striktes Reiseverbot Mitte Mai auf

    Nach mehr als vier Monaten striktem Ausreiseverbot dürfen die Menschen in England ab Mitte Mai unter strengen Auflagen wieder ins Ausland reisen. "Wir müssen sicherstellen, dass die Länder, mit denen wir uns wieder verbinden, sicher sind", sagte der britische Verkehrsminister Grant Shapps, der die Lockerung ab dem 17. Mai am Freitag bestätigte.

    Ein Ampelsystem bestimmt je nach Infektionslage einzelner Länder, welche Regeln bei der Einreise beziehungsweise Rückkehr nach England gelten. So müssen Rückkehrer und Einreisende aus "gelben Ländern", zu denen zunächst auch Deutschland gehört, vor ihrer Einreise sowie am Tag zwei und acht nach ihrer Ankunft einen Test machen und sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Wer aus "roten Ländern" einreist, muss sogar auf eigene Kosten für zehn Tage in ein Quarantäne-Hotel.

    18.24 Uhr: Joe Biden: Winden uns aus wirtschaftlichem Kollaps heraus

    US-Präsident Joe Biden sieht die amerikanische Wirtschaft trotz enttäuschender Arbeitsmarktzahlen auf dem richtigen Weg. "Wir wussten, dass dies kein Sprint, sondern ein Marathon sein wird", sagte Biden im Weißen Haus. "Wir sind immer noch dabei, uns aus einem wirtschaftlichen Kollaps herauszuwinden." Die Lage werde sich weiter verbessern. Der Arbeitsmarktbericht vom Freitag zeige aber auch, dass die USA noch einen weiten Weg vor sich hätten, um die durch die Corona-Pandemie ausgelöste Krise zu überwinden.

    Die Beschäftigung stieg im April deutlich weniger stark als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft kamen nach Angaben des US-Arbeitsministeriums 266 000 Stellen hinzu. Experten hatten mit einem Zuwachs von einer Million Jobs gerechnet. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,1 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Experten waren von einem Rückgang auf 5,8 Prozent ausgegangen.

    18.03 Uhr: Griechenland öffnet Schritt für Schritt

    Die griechische Regierung hat den Corona-Fahrplan für die nächsten Wochen und den Startschuss für den Tourismus am 15. Mai vorgelegt. Bereits ab Samstag dürfen Strandbars und bewirtschaftete Strände mit ihren Strandliegen öffnen. Ab Montag öffnen alle Schulen. Am 14. Mai sollen dann Museen wieder zugänglich sein, am 21. Mai die Open-Air-Kinos und ab 28. Mai die Amphitheater des Landes. Vergangenen Montag hatte bereits die Außengastronomie erstmals nach gut sechs Monaten wieder geöffnet.

    Alle Öffnungen sind mit Auflagen verbunden. So müssen die Schüler immer montags und donnerstags einen negativen Selbsttest vorlegen, den sie gratis erhalten. In Tavernen gilt Abstand zwischen den Tischen und es dürfen maximal sechs Personen an einem Tisch Platz nehmen. Einrichtungen wie Open-Air-Kinos und Amphitheater dürfen nur die Hälfte ihrer Plätze besetzen. Und weiterhin gilt im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre von 23.00 bis 5.00 Uhr.

    17.28 Uhr: WHO-Notfallzulassung für chinesischen Impfstoff von Sinopharm

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für den chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf sagte. So können UN-Organisationen das Mittel kaufen und verteilen. "Damit ist er das sechste Vakzin, das von der WHO auf Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität geprüft wurde", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus auf einer Pressekonferenz. Mit Sinopharm erhält die erste chinesische Pharmafirma eine Zulassung der WHO für einen Corona-Impfstoff.

    17.23 Uhr: Vatikan lässt weitere 300 Bedürftige gegen Corona impfen

    Der Vatikan will am Samstag erneut zahlreiche Bedürftige gegen das Coronavirus impfen lassen. Wie das Portal "Vatican News" berichtete, wird die Aktion in der vatikanischen Audienzhalle stattfinden. Rund 300 Obdachlose und andere gefährdete Personen sollen dort eine Impfdosis bekommen. In den vergangenen Wochen waren so bereits 1.400 hilfsbedürftige Menschen aus Rom immunisiert worden.

    Das Päpstliche Almosenamt setzt zudem seine Ende März begonnene Spendenkampagne "Ein Impfstoff für die Armen" fort. Spendewillige können sich weiterhin über die Website der Einrichtung beteiligen. Die bisherige Resonanz übertraf nach Vatikanangaben die Überwartungen.Aus den Einnahmen flossen demnach 200.000 US-Dollar nach Indien, das zurzeit besonders unter der Corona-Pandemie leidet. 350.000 Euro sollen im Bürgerkriegsland Syrien für den Kampf gegen Corona eingesetzt werden.

    17.20 Uhr: Reedereien fürchten Lieferengpässe wegen Corona-Ausbruch in Indien

    Die Reedereien in Deutschland fürchten wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus in Indien Engpässe bei Lieferketten. Wenn es nicht gelinge, das Virus in Indien unter Kontrolle zu bringen, drohten Auswirkungen, die weit über den Subkontinent hinausreichten, sagte Ralf Nagel, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied beim Verband Deutscher Reeder (VDR) dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Auch deutsche Reedereien seien betroffen, wenn sie etwa indische Seeleute hätten, die ihren Dienst nicht antreten könnten. Zudem könnten verschärfte Reiserestriktionen wieder vermehrt Probleme bei Crew-Wechseln auslösen. Indische Häfen könnten derzeit "nicht mehr oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen" angelaufen werden.

    17.18 Uhr: München bereitet sich auf Lockerungen ab Dienstag vor

    Bei der Stadt München bereitet man sich bereits auf mögliche Lockerungen der Corona-Regeln vor: Falls der Inzidenzwert auch morgen und am Sonntag unter 100 liegt, können per Allgemeinverfügung ab Dienstag weitere Öffnungsschritte zugelassen werden. Das hat der Stab für außerordentliche Ereignisse soeben unter Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) entschieden. So sollen die Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos wieder öffnen. Auch soll "kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport unter freiem Himmel" wieder möglich sein. OB Reiter spricht von einem "kleinen Schritt zurück zur Normalität". Möglich sei dieser dank der "großen Disziplin der meisten Münchnerinnen und Münchner, die sich sehr konsequent an die Regeln gehalten haben".

    17.14 Uhr: Laschet hält Impfangebot für alle bereits im Juli für möglich

    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet strebt eine deutliche Beschleunigung des Impfens an. "Wir sollten möglichst noch im Juli allen impfwilligen Menschen ein Impfangebot gemacht haben", sagte der Unions-Kanzlerkandidat der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Man sei sicher auf die Impfstofflieferungen der Hersteller angewiesen. "Ich halte es mit Blick auf die aktuellen Impfstofflieferung für möglich, dass wir das Ziel früher erreichen können", fügte er hinzu. Wenn man wie Nordrhein-Westfalen "pragmatisch, strategisch und effektiv" impfe, glaube er, dass das Versprechen von Kanzlerin Angela Merkel eines Impfangebots für alle im September "nicht nur erfüllt, sondern übererfüllt wird".

    17.10 Uhr: Indische Variante gilt in England als "besorgniserregend"

    Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617.2 gilt in England nun als "besorgniserregend". Man habe diese Variante als "Variant of Concern" eingestuft, da sie sich als ansteckender erwiesen habe als andere, erklärte Susan Hopkins von der Gesundheitsbehörde Public Health England in London. Es gebe allerdings noch keine ausreichenden Daten dazu, ob die Variante auch schwerere Erkrankungen auslöse oder die Wirkung von Impfstoffen schwäche.

    Derzeit sind in Großbritannien 520 Fälle der Variante bekannt, in der vergangenen Woche waren es noch 202. Zwei weitere in Indien entdeckte Varianten - B.1.617.1. und B.1.617.3 - bleiben in England weiterhin unter Beobachtung.

    16.48 Uhr: Macron fordert von USA und Großbritannien Ende von Exportstopp

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat von den USA und Großbritannien ein Ende des Exportstopps für Corona-Impfstoffe und ihre Grundstoffe gefordert. "Die Angelsachsen" blockierten die Ausfuhr vieler Inhaltsstoffe und Impfstoffe, sagte Macron beim EU-Gipfel im portugiesischen Porto. "Heute gehen 100 Prozent der in den Vereinigten Staaten von Amerika produzierten Impfstoffe in den amerikanischen Markt."

    Macron zeigte sich gleichzeitig "offen" für eine Diskussion über die Aussetzung von Patenten für Corona-Impfstoffe, die diese Woche von den USA vorgeschlagen worden war. Allerdings nütze die Freigabe nichts, wenn das Know-how, die Impfstoffe zu produzieren, nicht vorhanden sei, sagte der Präsident. "Schlüssel", um die weltweite Knappheit bei Impfstoffen zu bekämpfen, sei deshalb "das Spenden von Dosen".

    16.30 Uhr: Zahl der Intensiv-Patienten sinkt auf 4.659

    Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Corona-Intensiv-Patienten ist weiter gesunken. Das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) meldet die Zahl von 4.659 Patienten.

    15.40 Uhr: Rheinland-Pfalz öffnet in Regionen mit Inzidenz unter 100

    Rheinland-Pfalz lockert von kommenden Mittwoch an die Corona-Regeln in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Inzidenz unter 100. Der gesamte Handel kann wieder öffnen, für ihn gelten dann die gleichen Bedingungen wie in den Lebensmittelgeschäften, kündigte die Staatskanzlei nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts an. Zudem soll die Vermietung von Ferienwohnungen und die Übernachtung in Wohnmobilen mit eigenen sanitären Anlagen dann wieder möglich sein.

    15.32 Uhr: Sprecher: EU-Kommission strebt "sehr bald" neue Impfstoff-Bestellung an

    Die EU-Kommission hofft nach Angaben eines Sprechers, dass die Kommissare "sehr bald" grünes Licht für den Abschluss eines Vertrags mit Biontech/Pfizer über die Bestellung von bis zu 1,8 Milliarden Corona-Impfdosen geben können. Es geht demnach dabei um Impf-Auffrischungen und Vakzine für Kinder.

    14.32 Uhr: Zweite Bundeswehr-Maschine mit Hilfsmaterial in Indien gelandet

    Im von der Corona-Pandemie heftig getroffenen Indien ist ein weiterer Bundeswehr-Airbus mit den letzten Teilen einer Anlage zur Produktion von Sauerstoff gelandet. Die Maschine vom Typ A400 erreichte den Flughafen in Neu Delhi am Freitag, wie die Luftwaffe auf Twitter mitteilte. Die Teile der Anlage würden nach dem Ausladen in ein Corona-Krankenhaus im Süden der indischen Hauptstadt gebracht, twitterte Deutschlands Botschafter in Indien, Walter Lindner.

    14.28 Uhr: Pfizer/BioNTech starten regulären Zulassungprozess in USA

    Der US-Pharmakonzern Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech haben nach eigenen Angaben in den USA die Beantragung einer vollständigen regulären Zulassung ihres gemeinsamen Corona-Impfstoffs auf den Weg gebracht. Bislang wurde von der US-Arzneimittelbehörde FDA nur eine Notfallzulassung erteilt, also eine Art Ausnahmegenehmigung aufgrund der Dringlichkeit der Lage.

    14.06 Uhr: EMA prüft Zulassung von neuem Covid-Medikament

    Die Europäische Arzneimittelbehörde hat ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für eine experimentelle Behandlung von Corona-Patienten begonnen. Die EMA erklärte, die Prüfung des Medikaments Sotrovimab der Hersteller GlaxoSmithKline und Vir BioTechnology stütze sich auf erste Ergebnisse einer laufenden Studie.

    Untersucht wird, ob das Medikament bei Patienten, die noch keine schweren Symptome von Covid-19 zeigen, eine Krankenhauseinweisung oder einen tödlichen Lauf verhindern kann. Vollständige Daten lägen jedoch noch nicht vor und "es ist noch zu früh, um Schlüsse zum Nutzen-Risiko-Verhältnis zu ziehen". Eine Notfallzulassung des Medikaments wurde bereits in den USA und Kanada beantragt.

    13.56 Uhr: "Spiegel": Stiko will J&J-Vakzin nur für über 60-Jährige empfehlen

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) will laut einem "Spiegel"-Vorabbericht den Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson nur noch für Personen ab 60 Jahren empfehlen. Jüngere sollen demnach das Vakzin aber nach Aufklärung durch einen Arzt weiter nutzen dürfen. Beim RKI hieß es, von der Stiko werde kommende Woche eine Stellungnahme erwartet. Weiter wollte man sich nicht äußern. Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson waren in einigen wenigen Fällen Thrombosen aufgetreten. Die USA hatten Impfungen mit dem Vakzin deshalb vorübergehend ausgesetzt. Die Europäische Arzneimittelbehörde befand nach einer Prüfung, dass es zwar eine mögliche Verbindung zwischen der Impfung und sehr seltenen Fällen von ungewöhnlichen Blutgerinnseln gebe. Insgesamt überwögen aber die Vorteile die Risiken.

    13.41 Uhr: Britische Experten raten unter 40-Jährigen zu anderem Vakzin als Astrazeneca

    Der britische Impfausschuss (JCVI) ändert seine Alters-Empfehlung für die Verabreichung des Vakzins von AstraZeneca. 18- bis 39-Jährigen soll in Großbritannien künftig ein alternativer Impfstoff angeboten werden, sofern verfügbar oder wenn sich dadurch eine Impfung nicht verzögere, erklärt der in dem Komitee für Corona zuständige Experte Wei Shen Lim. Das JCVI verweist zur Begründung auf ein geringes Thrombose-Risiko. Die Empfehlung beziehe sich explizit auf Großbritannien, da man dort dabei sei, die Covid-19-Raten unter Kontrolle zu bekommen. Bislang wurde in dem Land lediglich für unter 30-Jährige empfohlen, andere Impfstoffe als den des schwedisch-britischen Konzerns AstraZeneca zu verabreichen.

    13.25 Uhr: Corona-Impfung für Jüngere soll nach Ansicht von Kanzlerin Merkel schnell kommen

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bekräftigt, dass Kinder und Jugendliche nach Zulassung von Corona-Impfstoffen für ihre Altersgruppe beim Impfen schnell an die Reihe kommen sollen. "Wir wollen ja sowieso dann ab Anfang Juni die Priorisierung aufheben." Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten kürzlich bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA die Zulassung ihres Präparats für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren beantragt. Merkel zeigte sich sehr zuversichtlich: "Das wird sicherlich sehr zeitnah passieren."

    13.15 Uhr: DEHOGA Bayern informiert umfassend zur Öffnung der Außengastronomie

    Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) hat seine Mitglieder über die finalen Details für die anstehende Öffnung der Außengastronomie umfassend informiert. Bei einer stabilen Inzidenz unter 100, sprich sieben Tagen am Stück, ist frühestens ab Montag, 10. Mai, Außengastronomie wieder erlaubt. Als Grundlage gelte der bereits bekannte Rahmenhygieneplan, der im vergangenen Sommer gültig war. Neu sind vor allem die Punkte zu den Tests. Was vielen nicht klar sein dürfte, meint Thomas Geppert, der Landesgeschäftsführer der DEHOGA Bayern: Es muss kein negativer Test bei einer Inzidenz unter 50 vorgelegt werden. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 ist er nur dann erforderlich, wenn an einem Tisch mehr als ein Hausstand sitzt. Ein Hausstand und/oder vollständig Geimpfte oder Genesene brauchen keinen Testnachweis. Der erforderliche Termin kann, so Geppert weiter, auch spontan direkt vor Ort ausgemacht werden, sofern noch Plätze frei sind.

    13.05 Uhr: Zahl der Beschäftigten in der Pflege sinkt nicht

    Die Zahl der Beschäftigten in der Pflege ist während der Corona-Pandemie entgegen landläufiger Auffassung gestiegen. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag in Nürnberg mit. Im Oktober 2020 habe es in der Gesundheits- und Altenpflege 1,77 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gegeben. Das seien 43.300 mehr als ein Jahr zuvor. Auch von 2019 auf 2020 habe es ein Plus gegeben. In den vergangenen fünf Jahren sei in der Pflege ein Beschäftigungsplus um 14 Prozent zu verzeichnen. Die von mehreren Interessenvertretern zuletzt zitierte Zahl von 9.000 Menschen, die dem Pflegeberuf während der Pandemie den Rücken gekehrt haben sollen, könne aus der Datenlage nicht bestätigt werden. Zwar sei die Zahl der Alten- und Krankenpflegekräfte in den Monaten März bis Juli 2020 um 0,5 Prozent gesunken - dieser saisonale Rückgang sei aber jedes Jahr festzustellen und nicht vorwiegend durch die Pandemie bedingt. Ursache sind etwa endende Ausbildungsverhältnisse und angepasste Stellenbesetzungsprozesse vor den Sommerferien.

    12.55 Uhr: Malta und Algarve werden von Corona-Risikoliste gestrichen

    Die Bundesregierung streicht am Sonntag weitere beliebte Urlaubsgebiete im Ausland wegen stark sinkender Infektionszahlen von der Corona-Risikoliste. Wer aus Malta oder von der portugiesische Algarve nach Deutschland einreist, muss dann nicht mehr in Quarantäne. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite bekannt. Für die Algarve sind die Auswirkungen aber zunächst gering, weil dort für deutsche Touristen wegen der hohen Infektionszahlen hierzulande ein Einreiseverbot gilt. Das Nachbarland Polen wird am Sonntag vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft. Damit entfällt die Corona-Testpflicht vor Einreise auf dem Landweg. Es reicht dann wieder, wenn man sich bis zu 48 Stunden nach Einreise testen lässt.

    12.45 Uhr: Merkel gegen Aufhebung von Impfstoff-Patenten

    Bundeskanzlerin Angela Merkel ist skeptisch gegenüber einer Aufhebung der Patente für Corona-Impfstoffe. "Der US-Vorschlag für eine Aufhebung des Patentschutzes für Covid-19-Impfstoffe hat erhebliche Implikationen für die Impfstoffproduktion insgesamt", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin. Limitierende Faktoren seien die Produktionskapazitäten und die hohen Qualitätsstandards, "nicht die Patente", sagte Demmer.Die Bundesregierung arbeite daran, in Deutschland, der EU und weltweit Produktionskapazitäten zu verbessern. "Der Schutz von geistigen Eigentum ist Quelle von Innovation und sollte es auch in Zukunft bleiben."

    12.35 Uhr: Weltweit über 156 Millionen Infizierte und fast 3,4 Millionen Tote

    Weltweit haben sich mehr als 156,14 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 3,39 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan erstmals nachgewiesen wurde. Die USA weisen mit mehr als 32,6 Millionen die höchsten Infektionszahlen auf. Auch bei den Totenzahlen liegen die USA mit über 580.300 auf dem ersten Platz, gefolgt von Brasilien mit rund 417.000 Toten. Das Land rangiert bei den Infektionszahlen mit 15 Millionen auf Platz drei. Indien hat mit rund 21,5 Millionen weltweit die zweithöchste Infektionszahl.

    12.20 Uhr: Polen befürwortet Freigabe von Impfpatenten

    Polens Regierung befürwortet die Freigabe von Patenten für Covid-Impfungen. Die reichsten Länder sollten die Patente allen zur Verfügung stellen, die den Impfstoff produzieren könnten, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitag vor Beginn des EU-Sozialgipfels in Portugal. "Das ist nötig, um die Epidemie auf der ganzen Welt zu eliminieren." Die US-Regierung hat vorgeschlagen, dass der Patentschutz von Pharmafirmen auf ihre Corona-Impfstoffe vorübergehend entfallen soll. Hersteller in aller Welt könnten dann die Impfstoffe produzieren, ohne Lizenzgebühren an die Unternehmen zu zahlen. Die Pharmafirmen lehnen den Vorschlag ab. Die Bundesregierung steht ihm skeptisch gegenüber.

    12.10 Uhr: Ältere Geimpfte könnten Konsum mit vier Milliarden Euro anschieben

    Lockerungen für Geimpfte dürften laut IW-Institut in Deutschland zu deutlich mehr Konsum vor allem von älteren Menschen führen. "Könnten die über 65-Jährigen wieder so einkaufen und verreisen wie vor der Krise, wäre mit einem monatlichen Konsumimpuls von rund vier Milliarden Euro zu rechnen", teilte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Freitag mit. Denn eine solche Summe habe diese Altersgruppe 2019 im Schnitt für Freizeit, Kultur, Unterhaltung, Restaurants, Bars und Hotels ausgegeben. Ein noch größerer Impuls käme von den 55- bis 64-Jährigen: Sie geben laut IW üblicherweise jeden Monat mehr als 4,4 Milliarden Euro für Restaurants, Hotels, Freizeit- und Kultureinrichtungen aus.

    11.55 Uhr: Tourismusbeauftragter hofft auf Sommerurlaub - Opposition skeptisch

    Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung hat sich optimistisch gezeigt, dass im Sommer in Deutschland wieder Urlaub möglich sein wird. «Ich denke, dass ab Juni ganz, ganz viele Menschen geimpft sein werden», sagte Thomas Bareiß am Freitag im "ZDF"-Morgenmagazin. Mit der Menge der zur Verfügung stehenden Impfdosen könnte dann fast jeder Mensch in Deutschland zumindest einmal geimpft sein. «Insofern hoffe ich, dass da im Juni viel passiert und der Sommerurlaub dann auf alle Fälle möglich sein wird», sagte der CDU-Politiker. Grundsätzlich werde in diesem Jahr aber der Deutschland-Tourismus im Mittelpunkt stehen, sagte Bareiß. Er glaube, "dass die große Fernreise noch ausfallen wird". Pfingsten werde es auch in Deutschland in vielen Regionen mit dem Urlaub aber "wahrscheinlich noch etwas schwierig werden". Bareiß stellte klar, dass nach der aktuellen Regelung bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen Hotels und Gastronomie geöffnet werden können. Allerdings muss dafür auch das jeweilige Bundesland seine Infektionsschutzmaßnahmen lockern: Bei Inzidenzen unter 100 entscheiden laut Bundesgesundheitsministerium weiter die Länder über Maßnahmen.

    11.33 Uhr: Corona-Notstand in Tokio wenige Monate vor Olympischen Spielen verlängert

    Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen hat die japanische Regierung nur gut zwei Monate vor den Olympischen Sommerspielen den Notstand in Tokio und drei weiteren Regionen bis zum 31. Mai verlängert. Zudem solle er zusätzlich in den Präfekturen Fukuoka und Aichi ausgerufen werden, sagt Ministerpräsident Yoshihide Suga. Die Regierung habe gehofft, dass ein "kurzer und starker" Notstand ausreichen würde, um die vierte Infektionswelle in Japan einzudämmen, aber die Neuinfektionen in Großstädten wie Tokio und Osaka seien immer noch auf hohem Niveau. In Tokio sowie den Präfekturen Osaka, Hyogo and Kyoto gilt der Notstand bereits seit dem 25. April. Die Olympischen Spiele in Tokio sollen am 23. Juli beginnen. Sie waren im vergangenen Jahr wegen der Pandemie verschoben worden.

    11.26 Uhr: Spahn - planen bereits mit Ländern Impfungen für Jugendliche

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist zuversichtlich, dass es wahrscheinlich im Juni eine Zulassung für den BioNTech-Impfstoff auch für über Zwölfjährige geben wird. Deswegen müsse die Umsetzung jetzt schon mit den Ländern geplant werden. Denkbar seien Massenimpfungen in Impfzentren oder Schulen bis Ende August.

    11.23 Uhr: Kommende Woche eine Million Astrazeneca-Dosen ohne Priorität

    In der kommenden Woche sollen eine Million Astrazeneca-Dosen an die Arztpraxen in Deutschland geliefert werden, die dann ohne Priorisierung vergeben werden. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin an. Am Vortag hatten Bund und Länder die Priorisierung mit einer festen Vorrangliste für diesen Impfstoff aufgehoben. Künftig ist es dem Arzt in Absprache mit dem Impfling auch freigestellt, den Abstand für eine Astrazeneca-Zweitimpfung von zwölf auf bis zu vier Wochen zu verkürzen.

    11.15 Uhr: Erleichterungen für Geimpfte ab Sonntag

    Vollständig Geimpfte und von einer Corona-Erkrankung Genesene genießen ab Sonntag deutschlandweit wieder mehr Freiheiten. "Die Verordnung kann jetzt am Sonntag in Kraft treten", sagt Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD), nachdem auch der Bundesrat der entsprechenden Regelung der Bundesregierung zugestimmt hat. "Geimpfte und Genesene brauchen dann keinen negativen Test mehr, wenn sie zum Beispiel einkaufen oder zum Friseur gehen oder einen botanischen Garten besuchen", erklärt Lambrecht. "Wer geimpft oder genesen ist, kann sich im privaten Rahmen ohne Einschränkungen treffen." Für sie gelten auch nicht mehr die Ausgangsbeschränkungen, die laut Bundesnotbremse in Regionen mit einer Ansteckungsrate über 100 Fällen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen greift. Auch eine Quarantäne könne für sie nur noch in Ausnahmefällen angeordnet werden.

    11.14 Uhr: Freistaat verlängert Kredit-Programm für Gemeinnützige

    Der Freistaat Bayern verlängert sein Kreditprogramm für gemeinnützige Organisationen. Gleichzeitig wird der Kreditrahmen im Einzelfall auf 1,8 Millionen Euro verdoppelt. Das hat das Sozialministerium heute in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Demnach erhalten gemeinnützige Organisationen wegen der Pandemie seit August vermehrt Kredite bei ihren Hausbanken zu günstigen Konditionen. Bund und Freistaat sichern diese Kredite dabei zu 100 Prozent ab. Die Hausbanken rufen die Kreditmittel bei der LfA Förderbank Bayern ab, die die Anträge zu prüfen und zu bewilligen hat. Das Programm soll den gemeinnützigen Organisationen helfen, die wirtschaftlichen Einbußen durch die Corona-Pandemie zu bewältigen.

    10.57 Uhr: Gericht weist erneut AfD-Antrag gegen Maskenpflicht im Landtag ab

    Die Maskenpflicht für Abgeordnete auch an ihren Sitzplätzen im Plenarsaal und die Testanordnung für von der Pflicht befreite Parlamentarier bleiben in Kraft. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat einen Eilantrag der AfD-Landtagsfraktion abgewiesen, der die Aussetzung der erweiterten Corona-Schutzmaßnahmen zum Ziel hatte.

    "Teilweise sei der Antrag unzulässig", heißt es in der Pressemitteilung des Gerichts. Im Übrigen würden die beanstandeten Maßnahmen "jedenfalls nicht offenkundig" organschaftliche Rechte der betroffenen Antragsteller verletzen. Neben der AfD-Fraktion selbst sind ihre Vorsitzende Katrin Ebner-Steiner, der Parlamentarische Geschäftsführer Christoph Maier und die beiden Abgeordneten Franz Bergmüller sowie Markus Bayerbach Antragssteller.

    10.50 Uhr: RKI-Chef gegen schnelle Lockerungen

    Trotz der Fortschritte bei der Pandemiebekämpfung dringt der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) auf Geduld und vorsichtige Öffnungsschritte. Die gegenwärtige Entwicklung mit sinkenden Inzidenzen, leicht sinkender Belegung der Intensivstation und immer mehr Impfungen gebe Hoffnung, "dass wir die Pandemie bald kontrollieren können", sagte Lothar Wieler in Berlin. Dennoch blieben noch Maßnahmen zur Kontaktreduktion und die Einhaltung der Regeln nötig."Die Pandemie ist quasi wie ein prall gefüllter Luftballon, den wir zusammen unter der Wasseroberfläche halten." Das sei ein gemeinsamer Kraftakt. Würden schlagartig alle Maßnahmen aufgehoben, breite sich das Virus wieder rasant aus. "Um im Bild zu bleiben: Wenn wir den Ballon jetzt loslassen, springt er über die Wasseroberfläche. Wir dürfen also nicht ungezielt lockern."Mit zunehmenden Impfungen von Woche zu Woche könnten aber nach und nach auch einzelne Maßnahmen zurückgenommen werden.

    10.32 Uhr: Mehr als 31 Prozent der Bürger gegen Corona erstgeimpft

    In Deutschland haben 31,5 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit Verweis auf das Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) bei einer Pressekonferenz mit. Den vollen Impfschutz erhielten demnach bislang 8,8 Prozent der Bevölkerung.

    Am Donnerstag wurden nach Angaben des RKI 932.495 Impfungen gemeldet. Der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne war am Mittwoch vergangener Woche mit 1.116.608 Impfungen erreicht worden. Insgesamt verabreichten alle Impfstellen bislang knapp 33,6 Millionen Dosen, davon etwas mehr als 26,2 Millionen bei Erstimpfungen und weitere fast 7,4 Millionen bei Zweitimpfungen.

    Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 35,4 Prozent. Brandenburg liegt mit genau 28 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Von etwa 35,7 Millionen gelieferten Impfdosen wurden bislang 94 Prozent verbraucht.

    10.27 Uhr: Spahn - Impfstoff-Patente sind nicht das Hauptproblem

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält nichts von der Aufweichung von Impfstoff-Patenten. Die Produktion und weltweite Verfügbarkeit seien die größten Probleme, sagt der CDU-Politiker. Erst wenn alle Menschen auf der Welt geimpft seien, sei die Welt auch sicher. "Deswegen exportieren wir." Die USA sollten auch Impfstoffdosen exportieren.

    10.22 Uhr: Merkel erwartet zeitnahe Zulassung von Biontech für über Zwölfjährige

    Kanzlerin Angela Merkel erwartet eine zeitnahe Zulassung für den Einsatz des Biontech-Impfstoffes auch für über Zwölfjährige. Das sagte sie bei den Jugend-Politiktagen.

    10.21 Uhr: RKI - Immunisierungsquote von 80 Prozent muss Ziel sein

    RKI-Präsident Lothar Wieler sagt, vor umfangreichen Lockerungen der Corona-Einschränkungen müssten deutlich über 80 Prozent der Bürger gegen das Virus immunisiert sein. Dann werde es zwar noch Infektionen geben, aber keine neuen Wellen mehr.

    10.20 Uhr: Merkel erwartet jahrelange Folgen der Pandemie auf Jugendliche

    Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet, dass man sich noch jahrelang mit den Folgen der Corona-Pandemie auf junge Menschen beschäftigen muss. Es habe erhebliche Einschränkungen gerade für Schüler und Schülerinnen in der Krise gegeben, sagt Merkel bei den Jugend-Politiktagen. Dazu sei das Hilfspaket der Bundesregierung gedacht.

    10.12 Uhr: RKI-Chef sieht Licht am Ende des Tunnels

    RKI-Präsident Lothar Wieler sagt, es gebe mittlerweile die Hoffnung, die Pandemie bald kontrollieren zu können. Die Inzidenzen gingen in allen Altersgruppen zurück, zugleich würden immer mehr Menschen geimpft. Allerdings könne für die Intensivstationen noch keine Entwarnung gegeben werden. Gesundheitsminister Jens Spahn ergänzt, trotz hoher Belastung sei das Gesundheitssystem in Deutschland zu keinem Zeitpunkt überfordert gewesen.

    10.09 Uhr: Spahn warnt trotz Fortschritten vor zu schnellen Lockerungen

    "Die dritte Welle scheint gebrochen", sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Trotzdem seien die Infektionszahlen in Deutschland weiterhin auf zu hohem Niveau und müssten runter. "Diesen Trend gilt es jetzt zu verstetigen", sagt der CDU-Politiker in Berlin. Lockerungen dürften aber nicht zu schnell kommen und nicht bei hohen Inzidenzen. "Das trägt auch ein Risiko in sich." Wenn es Lockerungen gebe, dann am besten in Außenbereichen und zusammen mit Testmöglichkeiten.

    10.06 Uhr: Indischer Konzern Biological E. peilt Vakzin-Produktionsstart im August an

    Der indische Pharmakonzern Biological E. Ltd beginnt nach eigenen Angaben in Kürze mit der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie seines Corona-Impfstoffs. Das Unternehmen stellt in Aussicht, ab August 75 bis 80 Millionen Dosen pro Monat herzustellen. Regierungsvertreter haben sich ebenfalls zuversichtlich geäußert, dass das Vakzin ab August in Indien ausgeliefert werden könne. Das Land ist derzeit den Brennpunkt in der Corona-Pandemie, das Gesundheitssystem ist schwer unter Druck. Etwa zehn Prozent der 1,35 Milliarden Einwohner haben bislang mindestens eine Impfdosis erhalten. Zur Anwendung kamen das Mittel des schwedisch-britischen Konzerns AstraZeneca und das in Indien hergestellte Vakzin Covaxin. Außerdem liegt der russische Impfstoff Sputnik V vor, er wurde aber in Indien noch nicht auf den Markt gebracht. Indien hofft zudem, sich mit den Vakzinen von Pfizer/BioNTech sowie Moderna eindecken zu können.

    10.00 Uhr: Chemieverband klar gegen Aufweichung von Patentschutz

    Der Chemieverband VCI spricht sich klar gegen eine Aufhebung des Patentschutzes bei Impfstoffen aus. "Wir warnen eindringlich davor, einen Präzedenzfall zu schaffen, der den Schutz geistigen Eigentums für Innovationen aufweicht. Ein solcher politischer Dammbruch würde eine Woge verheerender wirtschaftlicher und psychologischer Effekte für innovative Forschung und Produktentwicklung in unserem Land freisetzen – und zwar nicht nur im Bereich Pharma", sagt VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. "Sie würden das Vertrauen von Wissenschaft und Wirtschaft erschüttern, dass die Arbeit an innovativen Projekten in einem sicheren Rahmen planbar ist und sich auszahlt."

    09.45 Uhr: Merkel telefonierte mit Biontech-Gründer wegen Patenten

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Medienbericht zufolge mit Biontech -Gründer Ugur Sahin über die Frage von Impfstoff-Patenten gesprochen. Bei dem Telefonat am Donnerstag soll es darum gegangen sein, was das Mainzer Unternehmen und die Regierung für die Corona-Impfstoff-Versorgung ärmerer Länder tun könnten, berichtet der "Spiegel". Die Bundesregierung hatte am Donnerstag die von US-Präsident Joe Biden angeregte Freigabe der Impfstoff-Patente abgelehnt. Das eigentlich Problem liege in der Ausweitung der Produktion.

    09.44 Uhr: Corona-Regeln werden deutschlandweit für Geimpfte und Genesene gelockert

    Für vollständig gegen Corona Geimpfte und Covid-19-Genesene wird ein großer Teil der Pandemiebeschränkungen aufgehoben. Der Bundesrat stimmte heute in Berlin einer Verordnung zu, mit der unter anderem Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für Immunisierte aufgehoben werden. Dies soll bereits am Wochenende in Kraft treten.

    09.40 Uhr: Zustimmung zu Corona-Maßnahmen wächst wieder

    Die Zustimmung der Deutschen für die Corona-Maßnahmen wächst laut ZDF-Politbarometer wieder. Hielten im April nur 29 Prozent die geltenden Corona-Maßnahmen für "gerade richtig", so sind dies nun 49 Prozent, wie aus der Umfrage hervorgeht. 23 Prozent fordern demnach härtere Maßnahmen, 24 Prozent finden die Einschränkungen übertrieben.

    09.15 Uhr: Altmaier stimmt aus Versehen für Patentfreigabe von Impfstoffen

    Als einziges Mitglied seiner Fraktion und der Bundesregierung hat der CDU-Abgeordnete und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am Donnerstag für die Patentfreigabe bei Impfstoffen gestimmt - und damit gegen eine Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses. Wie Altmaier am Morgen auf Twitter mitteilte, handelte es sich dabei um ein Versehen. "Richtigstellung: Es handelt sich offenbar um einen Irrtum. Ich teile in dieser Frage die einhellige Haltung meiner Fraktion", schrieb der Bundeswirtschaftsminister auf Twitter. Anträge der Linken lehne er grundsätzlich ab. "Möglicherweise habe ich eine falsche Karte in die Urne geworfen", schrieb Altmaier weiter. Er werde den Vorgang klären.

    09.09 Uhr: England will Maskenpflicht in Schulen aufheben

    Trotz Warnungen von Wissenschaftlern und Gewerkschaften will die britische Regierung die Maskenpflicht in Schulen in England aufheben. Dies sei möglich aufgrund sinkender Corona-Infektionszahlen und dem Erfolg des Impfprogramms, sagte Bildungsminister Gavin Williamson der Zeitung "The Telegraph". Die Maßnahme solle am 17. Mai in Kraft treten, wenn auch andere Corona-Restriktionen wie das Verbot von nicht notwendigen Auslandsreisen aufgehoben werden, wie das Blatt berichtete. Ein Ministeriumssprecher betonte, die Virusübertragung zwischen Schülern, Lehrern und Mitarbeitern sei deutlich gesunken. Im Vereinigten Königreich sind Gesundheitsfragen Sache der einzelnen Landesteile, die britische Regierung entscheidet nur für England.

    Hingegen forderten Wissenschaftler, Gesundheitsexperten und Gewerkschaften in einem Brief an Premierminister Boris Johnson, die Maskenpflicht frühestens am 21. Juni aufzuheben, wenn die Regierung alle Corona-Restriktionen beenden will. Die Maßnahme sei ein "zentraler Teil" der Virus-Kontrolle in Schulen. Diese "notwendigen Schutzmaßnahmen" aufzuheben, werde Konsequenzen "für die Gesundheit unserer Kinder, ihrer Eltern sowie ihrer Gemeinden" haben.

    08.52 Uhr: FDP-Generalsekretär fordert Datum für Ende des Lockdowns

    Angesichts der stark sinkenden Inzidenzwerte und des Impffortschritts im Land fordert die FDP von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine verbindliche Aussage zum Ende des Corona-Lockdowns. "Es täte unserer Gesellschaft gut, wenn die Kanzlerin jetzt rasch ein Datum nennt, ab wann wir wieder unser normales Leben haben können - so wie in den USA und Großbritannien", sagte FDP-Generalsekretär Volker Wissing der "Bild"-Zeitung.

    Die seit zwei Wochen geltende bundesweit einheitliche Corona-Notbremse gilt zunächst bis zum 30. Juni. Die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes sieht Regelungen zu Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren sowie der Schließung von Geschäften und Schulen vor. Die meisten Maßnahmen sollen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gelten, Schulen müssen ab einer Inzidenz von 165 schließen.

    08.43 Uhr: Berlins Regierungschef - Kontrollen werden "verdammt schwer"

    Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller rechnet nach den geplanten Erleichterungen für vollständig Geimpfte mit einer komplizierten Situation. "Das wird verdammt schwer, es zu kontrollieren", sagt der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. "Aber was heißt das im Umkehrschluss: Ich dürfte diese Grundrechte nicht zurückgeben, nur weil es schwer ist, es auch durchzusetzen und zu kontrollieren? Ich glaube, das kann kein Weg sein." Viele Dinge seien weiterhin nicht möglich. "Die großen Feiern bleiben untersagt", sagt Müller. Es gehe jetzt darum, dass selbstverständliche Rechte und einfachere Möglichkeiten, diese Rechte in Anspruch zu nehmen, zurückkehrten. Als Beispiel nennt er Einkäufe und einen Friseur-Besuch.

    08.24 Uhr: Australien schwächt umfassendes Einreiseverbot aus Indien ab

    Australien wird sein umstrittenes Einreiseverbot für Rückkehrer aus Indien voraussichtlich am 15. Mai wieder aufheben. Dann sei das Ziel der Maßnahme erreicht, eine Verlängerung sei wohl nicht mehr nötig, sagte Premierminister Scott Morrison. Angesichts der schnellen Ausbreitung des Coronavirus in Indien hatte die Regierung in Canberra vor einer Woche einen Einreisestopp auch für seine eigenen Bürger erlassen - unter Androhung von Haftstrafen von bis zu fünf Jahren bei Zuwiderhandlung.

    08.18 Uhr: New York will Corona-Impfungen für Touristen anbieten

    New York City will schon bald auch Touristen gegen das Coronavirus impfen. Daür könnten mobile Impfteams zum Beispiel auf dem Times Square und vor anderen Sehenswürdigkeiten bereitgestellt werden, erklärte Bürgermeister Bill de Blasio. Die Stadt hoffte, für ihre Pläne schon am Wochenende eine Genehmigung vom Gesundheitsamt des Staates New York zu bekommen.

    De Blasio bezeichnete das Vorhaben als positive Botschaft an Touristen: "Kommt her. Es ist sicher, es ist ein großartiger Ort und wir werden uns um euch kümmern." Verpflichtend soll die Impfung für einen Besuch in der Stadt aber nicht sein, wie der demokratische Bürgermeister erklärte. Die Stadt habe auch keine Pläne, den Impfstatus von Touristen zu prüfen.

    Als mögliche Orte für Impfteams nannte de Blasio noch den Central Park, den Brooklyn Bridge Park und den Park High Line. Besucher würden den Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten, der mit einer Dosis auskommt.

    07.46 Uhr: Stundung von Steuerschulden wird ausgiebig genutzt

    Die erleichterte Stundung von Steuerschulden in der Corona-Krise wird ausgiebig genutzt. Das Volumen der bis Jahresende bewilligten und noch nicht getilgten Stundungen von Besitz- und Verkehrssteuern hat sich zwischen 2019 und 2020 mehr als verdoppelt – von 3,27 auf fast 6,87 Milliarden Euro, wie der "Spiegel" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken berichtet. Besonders stark nahmen demnach Stundungen der Umsatzsteuer zu: von 94 Millionen Euro 2019 auf 2,74 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Bei der Einkommensteuer sei der Umfang der Stundungen von knapp 2,44 auf 3,21 Milliarden Euro gestiegen.

    07.40 Uhr: EU-Sozialkommissar - Jugendliche leiden stark unter Corona-Krise

    Vor dem EU-Sozialgipfel in Portugal unterstreicht Sozialkommissar Nicolas Schmit, dass besonders Jugendliche sehr unter der Corona-Krise leiden. Das betreffe ihre Arbeitsmöglichkeiten, aber auch andere Bereiche, sagt der Luxemburger Politiker im Deutschlandfunk. "Wir haben auch gesehen, dass Armut gestiegen ist. ... Das ist durch Corona alles noch schlimmer geworden." Die EU wolle in der Sozialpolitik nicht mehr Kompetenzen, am Ende seien es immer die Mitgliedstaaten, die die Politik umsetzten. "Was wir brauchen ist jetzt, dass die Mitgliedstaaten an einem Strang ziehen, dass das Soziale nicht einfach unter den Tisch fällt, dass wir koordinierte Wirtschaftspolitik machen, aber auch koordinierte Sozialpolitik." Auch die Sozialpolitik brauche gemeinsame Standards.

    07.25 Uhr: Tourismusbeauftragter sieht gute Chancen für Sommerurlaub in Deutschland

    Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht gute Chancen, dass mit dem Anziehen der Impfkampagne Sommerurlaub in Deutschland möglich sein wird. An Pfingsten werde es in vielen Regionen "wahrscheinlich noch etwas schwierig werden", aber er hoffe, dass in den Wochen und Monaten danach die Urlaubsregionen wieder öffnen können, sagt der CDU-Politiker im ZDF. "Wir haben 80 Millionen Impfdosen dann im Juni zur Verfügung stehen, das heißt auch, dass fast jeder Deutsche fast einmal geimpft sein könnte. Insofern hoffe ich da auch, dass wirklich im Juni sehr, sehr viel passiert und der Sommerurlaub auf alle Fälle dann auch möglich sein wird." Er denke, dass für viele Menschen der Deutschland-Urlaub im Mittelpunkt stehen werde "und die große Fernreise ausfallen wird".

    06.35 Uhr: Australien holt Staatsbürger aus Indien zurück

    Australien will bis Ende Mai seine Staatsbürger aus Indien zurückholen. Ministerpräsident Scott Morrison erklärte heute, drei Charterflüge der Regierung sollten die Landsleute nach Hause bringen. Wegen der massiven Corona-Infektionswelle in Indien schränkte Australien den Flugverkehr aus dem Subkontinent in der vergangenen Woche stark ein.

    Priorität sollten rund 900 Australier genießen, die als besonders gefährdet eingestuft seien, erklärte der Regierungschef. Insgesamt hatten sich 9.000 Australier, die aus Indien zurückkehren wollen, bei den Behörden registriert.

    06.35 Uhr: Australien holt Staatsbürger aus Indien zurück

    Australien will bis Ende Mai seine Staatsbürger aus Indien zurückholen. Ministerpräsident Scott Morrison erklärte heute, drei Charterflüge der Regierung sollten die Landsleute nach Hause bringen. Wegen der massiven Corona-Infektionswelle in Indien schränkte Australien den Flugverkehr aus dem Subkontinent in der vergangenen Woche stark ein.

    Priorität sollten rund 900 Australier genießen, die als besonders gefährdet eingestuft seien, erklärte der Regierungschef. Insgesamt hatten sich 9.000 Australier, die aus Indien zurückkehren wollen, bei den Behörden registriert.

    05.42 Uhr: Höchststand - Indien verzeichnet 414.188 Neuinfektionen

    Die Zahl der Neuinfektionen in Indien erreicht mit 414.188 einen neuen Höchststand. Das Gesundheitsministerium gibt zudem 3.915 weitere Todesfälle bekannt. In dem Land mit mehr als 1,3 Milliarden Menschen sind damit insgesamt knapp 21,5 Millionen Fälle und 234.083 Tote verzeichnet.

    05.26 Uhr: RKI meldet fast 18.500 Neuinfektionen

    In Deutschland steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 18.485 auf knapp 3,5 Millionen, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legte demnach um 284 auf 84.410 zu. Die Sieben-Tage-Inzidenz wird mit 125,7 angegeben. Vor einer Woche meldete das RKI 24.329 Neuinfektionen, 306 weitere Todesfälle und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 153.

    05.01 Uhr: Handel fordert Wiedereröffnung aller Geschäfte

    Angesichts sinkender Corona-Inzidenzzahlen und einer wachsenden Zahl an Geimpften hat der Handelsverband Deutschland (HDE) eine rasche Wiedereröffnung aller Geschäfte gefordert. Es gebe keinen Grund mehr für weitere Einschränkungen oder Schließungen im Einzelhandel, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Jetzt muss die Politik den nächsten Schritt machen und den Einzelhandel wieder komplett öffnen." In Gebieten, in denen sich in sieben Tagen weniger als 100 Menschen je 100.000 Einwohner neu anstecken, müsse zudem die Testpflicht vor dem Einkauf entfallen.

    Der HDE verwies darauf, dass zahlreiche Händler ums Überleben kämpften. Bei einer HDE-Umfrage Ende April hätten zwei Drittel der befragten Bekleidungshändler die eigene Lage als existenzbedrohend eingeschätzt. "Insgesamt könnten durch die Coronakrise bis zu 120.000 Geschäfte verschwinden", warnte der HDE. Bis zu 250.000 Jobs könnten verloren gehen und ganze Innenstädte in Gefahr geraten.

    Wissenschaftliche Erkenntnisse unter anderem des Robert Koch-Instituts hätten gezeigt, dass das Infektionsrisiko beim Einkauf mit Hygienekonzept gering sei. Deshalb gebe es keinen Grund mehr für Einschränkungen. "Es steht viel auf dem Spiel. Der Handel muss wieder arbeiten dürfen", verlangte Genth.

    04.01 Uhr: Grüne fordern rasche Aufhebung der Impfstoff-Patente

    Die Grünen fordern nach dem Vorstoß der USA von der Bundesregierung eine rasche Zustimmung zur Aufhebung der Patente für Corona-Impfstoffe, Tests und Medikamente. "Joe Biden hat den Anfang gemacht, jetzt müssen sich die Bundesregierung und die EU-Kommission auf der nächsten Sitzung der Welthandelsorganisation hinter die Schwellen- und Entwicklungsländer stellen und die Patente für Diagnostika, Medikamente und weitere Covid-19 Technologien aussetzen", sagte die stellvertretende Grünen- Bundesvorsitzende Jamila Schäfer der "Augsburger Allgemeinen".

    "In Indien, Brasilien und Peru sterben jeden Tag Menschen an Covid-19, auch weil die dringend benötigten Impfstoffe fehlen", warnte Schäfer. Durch die künstliche Verknappung und Einschränkung des Wissens zur Pandemiebekämpfung würden die Produktionskapazitäten für Impfstoffe, Arzneimittel und Technologien gegen Covid-19 weltweit nicht effizient und flächendeckend genutzt, kritisierte die Grünen-Politikerin.

    02.49 Uhr: Zulassung für Astrazeneca und Moderna in Japan ab 20. Mai

    Japans Regierung könnte einer Zeitung zufolge ab dem 20. Mai die Impfstoffe von AstraZeneca und Moderna zulassen. Etwa dann werde ein Treffen der Gesundheitsbehörden erwartet, berichtet "Nikkei". Bislang ist in Japan nur der Biontech/Pfizer-Impfstoff zugelassen.

    02.29 Uhr: Japans Regierung will Notstand bis Ende Mai verlängern

    Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen will die japanische Regierung den Notstand in Tokio und drei weiteren Regionen bis zum 31. Mai verlängern. Zudem solle er in den Präfekturen Fukuoka und Aichi neu ausgerufen werden, sagt Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura.

    02.00 Uhr: US-Forscher schätzen Corona-Todesfälle weltweit auf 6,9 Millionen

    Forscher der Universität Washington im gleichnamigen US-Bundesstaat gehen von erheblich mehr Corona-Toten weltweit aus als offizielle Zahlen wiedergeben. Schätzungen des Uni-Instituts IHME hätten ergeben, dass weltweit 6,9 Millionen Menschen durch eine Infektion mit dem Coronavirus gestorben sein dürften, erklärte dessen Direktor Christopher Murray am Donnerstag (Ortszeit). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab die Zahl der weltweiten Coronatoten am selben Tag mit rund 3,2 Millionen an.

    In fast jedem Land der Welt gebe es signifikante Lücken bei der Erfassung der Todesfälle, es gebe aber deutliche Unterschiede zwischen den Ländern, erklärte das Institut. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass in Deutschland rund 120.700 Menschen infolge einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 starben. Die WHO gibt die Zahl mit über 84.000 an. Im Fall von Russland unterscheiden sich die offiziellen Angaben (WHO: rund 112 000) besonders stark von der Schätzung des Instituts (rund 593 600 Tote). In den USA schätzen die Forscher die Zahl der Toten auf rund 905 300 (WHO: rund 573 000). Im Fall von Indien gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Zahl der Toten mit rund 654 400 fast dreimal so hoch ist wie erfasst (WHO: rund 230 000).

    00.27 Uhr: Australien - Grenzen möglicherweise erst Mitte 2022 komplett offen

    Australiens Handelsminister Dan Tehan nennt es möglich, dass die internationalen Grenzen erst Mitte kommenden Jahres wieder komplett geöffnet sein werden. Er hoffe, dass weitere Öffnungsvereinbarungen - sogenannte "Reiseblasen" - zwischen Staaten getroffen werden können wie sie bereits zwischen seinem Land und Neuseeland existieren, sagt Tehan dem Sender Sky News.

    00.00 Uhr: Intensiv-Mediziner - Urlaubsregionen benötigen gute Konzepte

    Intensivmediziner zeigen sich angesichts der Öffnung des Tourismus in einigen Bundesländern verhalten optimistisch, mahnen jedoch Sorgfalt an. "Wenn Urlaubsregionen gute Konzepte haben, kann es klappen bei bereits niedrigen Inzidenzen mehr Menschen aufeinandertreffen zu lassen, ohne steigende Infektionszahlen befürchten zu müssen", sagt der Präsident der Interdisziplinären Vereinigung für Intensivmedizin, Gernot Marx, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) einem Vorabbericht zufolge.

    Donnerstag, 6. Mai 2021

    23.47 Uhr: Insgesamt mehr als 15 Millionen Infektionen in Brasilien

    Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 73.380 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf über 15 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 2550 auf mehr als 416.949 zu.

    23.32 Uhr: 108,9 Millionen US-Bürger laut Seuchenbehörde komplett geimpft

    In den USA sind der Seuchenbehörde CDC zufolge inzwischen 108,9 Millionen Menschen komplett geimpft und damit rund ein Drittel der Bevölkerung. Es seien insgesamt 251,9 Millionen Dosen verimpft worden, hieß es weiter. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

    22.35 Uhr: Bayerischer Jugendring fordert Möglichkeiten für Freizeiten und Zeltlager

    Kinder und Jugendliche in Bayern müssen wieder die Möglichkeit für Fahrten und Zeltlager bekommen. Das fordert der Bayerische Jugendring (BJR). In der Diskussion sei jetzt davon die Rede, dass Urlaub wieder möglich ist, so der Präsident des BJR, Matthias Fack, im Rundschau-Magazin des BR-Fernsehen. "Und wir können momentan nicht darauf antworten was das für Ferienmaßnahmen heißt: Dürfen wir übernachten, dürfen wir zelten?“"

    Auch Jugendzentren und ähnliche Angebote sollen nach dem Willen des BJR in Bayern mehr geöffnet werden. Bisher ist das nur bei Sieben-Tage-Inzidenzen unter 100 möglich. Fack stellt in Frage, ob der Inzidenzwert bei Angeboten für Kinder und Jugendliche der richtige Maßstab ist. Zumal sie bei den Impfungen noch lange warten müssten: "Insofern fordere ich, dass wir uns von diesem strengen Wert lösen und uns die Situation vor Ort und die Konzepte genauer angucken - und dort, wo es möglich ist, auch ermöglichen."

    22.21 Uhr: Spanien will mehr Geld aus Straßenmaut

    Spanien plant mehr Einnahmen aus der Straßenmaut. Das teilte Wirtschaftsministerin Nadia Calvino vor Parlamentariern mit. Denkbar sei, dass entweder alle Steuerzahler zur Kasse gebeten werden oder nur die Straßennutzer. Ferner kündigte Calvino eine Anpassung der Luftverkehrsteuern an, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Vorhaben sind Teil von Regierungsplänen zur wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Krise. Damit will sich Spanien Zugang zu 140 Milliarden Euro aus dem EU-Wiederaufbaufonds verschaffen.

    20.08 Uhr: Forscher schätzen doppelt so viele Corona-Tote wie offiziell erfasst

    Das Coronavirus hat laut Schätzung des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) zum Tod von fast 6,9 Millionen Menschen weltweit geführt. Die Zahl ist mehr als doppelt so hoch wie die Gesamtzahl der Toten, die nach offiziellen Angaben mit dem Virus in Verbindung gebracht werden. Die IHME-Experten führen an, dass in vielen Ländern nur die Todesfälle in Krankenhäusern oder von Patienten mit bestätigter Infektion gezählt würden. Außerdem hänge die Mortalitätsrate stark ab von der Zahl der Tests. Unklar ist, inwieweit die Forscher berücksichtigten, ob Patienten konkret an der Lungenerkrankung Covid-19 starben - oder es um eine reine Zählung von Todesfällen geht, die mit einem positiven Corona-Test in Verbindung gebracht werden.

    19.52 Uhr: Harry und Meghan rufen zu Spenden für Impfungen auf

    Prinz Harry und seine Frau Meghan haben zum zweiten Geburtstag ihres Sohnes Archie zu Spenden für Corona-Impfungen in ärmeren Ländern aufgerufen. Rund 80 Prozent der bislang weltweit fast eine Milliarde Corona-Impfungen seien in wohlhabenden Ländern verabreicht worden, erklärte das Paar. Dagegen habe in vielen ärmeren Ländern noch nicht einmal die Verteilung der Impfstoffe begonnen.

    Die Krise könne erst überstanden werden, "wenn jeder überall einen gleichen Zugang zu Impfungen hat", erklärten der Herzog und die Herzogin von Sussex auf der Website ihrer wohltätigen Archewell-Stiftung. "Wir laden Sie alle ein, beizusteuern was Sie können - wenn Sie die Mittel dazu haben - um Impfstoffe zu den Familien in den verwundbarsten Orten der Welt zu bringen." Mit nur fünf Dollar - umgerechnet rund 4,15 Euro - könne eine Impfung für jemanden in Not bezahlt werden, schreibt das Paar.

    19.39 Uhr: Corona-Impfstoff von Moderna bei Jugendlichen laut Studie sehr wirksam

    Der Corona-Impfstoff des US-Pharmaunternehmens Moderna hat laut ersten Studienergebnissen bei Jugendlichen eine Wirksamkeit von 96 Prozent. Die Studienteilnehmer im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren hätten das Vakzin grundsätzlich gut vertragen, erklärte das Unternehmen. "Bislang wurden keine ernsthaften Sicherheitsbedenken identifiziert."

    An der Studie nahmen 3235 Jugendliche teil, von denen zwei Drittel den Impfstoff und ein Drittel ein Placebo erhielten. Im Verlauf der Studie seien zwölf Teilnehmer ab einem Zeitpunkt zwei Wochen nach der ersten Impfdosis an Covid-19 erkrankt, erklärte Moderna. Das Vakzin ist derzeit unter anderem in Europa und in den USA ab einem Alter von 18 Jahren zugelassen. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist bereits ab einem Alter von 16 Jahren genehmigt, die Unternehmen haben zudem Anträge auf eine Zulassung ab zwölf Jahren gestellt.

    Zum Artikel: "Corona: Gibt es bald Impfungen für Kinder?"

    18.42 Uhr: Bund und Länder wollen Impfungen für Kinder über 12 vorbereiten

    Bund und Länder wollen mögliche Corona-Impfungen für Kinder im Alter über 12 Jahren während der Sommerferien vorbereiten. Stand heute sei eine EU-Zulassung des bisher ab 16 Jahre freigegebenen Biontech-Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige im Juni wahrscheinlich, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin nach Beratungen mit seinen Länder-Kollegen.

    Unter dieser Voraussetzung wollten die Länder jeweils für sich Konzepte erstellen, wie bis Ende August allen 12- bis 18-Jährigen eine erste Impfungen angeboten werden könne. Der Bund wolle sicherstellen, dass dafür die nötigen Impfdosen für diese Altersgruppe auch verfügbar sind. Spahn betonte mit Blick auf den Zeitplan ausdrücklich, dass eine Impfstoff-Zulassung für Kinder über 12 Jahre im Juni wahrscheinlich sei, sie liege aber nicht bei 100 Prozent.

    Zum Artikel "Biontech beantragt Impfstoffzulassung für Kinder ab zwölf Jahren"

    18.15 Uhr: Umfrage - 40 Prozent halten Lockerungen für Genesene und Geimpfte für falsch

    40 Prozent der Deutschen halten es einer Infratest-Umfrage zufolge für falsch, wenn Genesene und vollständig Geimpfte von einigen Corona-Einschränkungen bereits befreit werden. Dies ist ab diesem Wochenende geplant. 55 Prozent finden, solche Lockerungen gingen in die richtige Richtung, sie sind allerdings geteilter Auffassung, was den geeigneten Zeitpunkt angeht. Drei Viertel der Deutschen wollen der Erhebung nach sich auf jeden Fall gegen das Coronavirus impfen lassen oder haben dies bereits getan.

    Zum Artikel "Neue Freiheit für Geimpfte: So funktioniert es in der Praxis"

    18.01 Uhr: Bund und Länder heben Priorisierung bei Astrazeneca-Impfung auf

    Bund und Länder haben die Priorisierung bei der Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca aufgehoben. Dies teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach Beratungen mit seinen Länderkollegen am Donnerstag in Berlin mit. Auch soll die Zweitimpfung nicht mehr zwingend erst nach zwölf Wochen erfolgen, sagte der CDU-Politiker. Es liege dann im Ermessen des Arztes, wann der vollständige Impfschutz eintrete. Zudem stellen sich die Gesundheitsminister von Bund und Länder laut Spahn darauf ein, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer im Juni in der Europäischen Union ab zwölf Jahren zugelassen wird. Sofern dies der Fall sei, soll bis Ende August allen Zwölf- bis 18-Jährigen ein Impfangebot gemacht werden.

    17.46 Uhr: Schweizer Infektionszahlen fallen trotz Lockerungen deutlich

    In der Schweiz gehen die gemeldeten Corona-Infektionen trotz weitreichender Lockerungen der Coronamaßnahmen zurück. In der Woche vom 26. April bis 2. Mai nahm die Zahl der gemeldeten Infektionen um rund 18 Prozent ab, wie das Bundesamt für Gesundheit am Donnerstag berichtete. Die Inzidenz pro 100.000 Einwohner sank von 168,8 auf 137,8 Ansteckungen, zugleich stieg aber die Zahl der Todesfälle von 50 auf 59.

    Das Amt legt täglich Zahlen zu den neu gemeldeten Infektionen vor, berechnet aber tagesaktuell nur die 14-Tage-Inzidenz. Die Sieben-Tage-Inzidenz wird einmal pro Woche errechnet. Am Donnerstag wurden insgesamt 1.687 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet, vor einer Woche waren es 2.066 gewesen.

    Anfang März waren in der Schweiz Geschäfte, Theater, Kinos, Zoos, Fitnesscenter und Freizeiteinrichtungen wieder geöffnet worden, Mitte April auch die Restaurantterrassen. Überall gelten Hygienekonzepte mit Regeln wie Abstand halten, Maske tragen und Höchstgrenzen für Besucher.

    17.15 Uhr: Neue Corona-Milliardenhilfen für Busse und Bahnen

    Busse und Bahnen in ganz Deutschland bekommen wegen erheblicher Einnahmeausfälle in der Corona-Krise neue Milliardenhilfen. "Wir brauchen auch langfristig einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr, und dafür tun wir auch was", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Bund und Länder nehmen in diesem Jahr noch mal jeweils eine Milliarde Euro in die Hand."

    17.07 Uhr: Neu Delhi nutzt Auto-Rikschas zu Transport von Covid-19-Patienten

    Weil in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi die Krankenwagen knapp sind, setzen die Behörden nun auch Auto-Rikschas zum Transport von Covid-19-Patienten ein. Mehr als ein Dutzend der dreirädrigen Gefährte wurden mit Handdesinfektionsmitteln und Gesichtsmasken ausgestattet. Bei Bedarf werden auch Sauerstoffflaschen bereitgestellt. Der Transport ist kostenlos.

    Zum Artikel "'Hölle auf Erden': Verheerende Folgen der Pandemie in Indien"

    16.45 Uhr: Deutsche Pharma-Firmen lehnen Patentfreigabe ab

    Deutsche Pharma-Firmen lehnen es ab, Impfstoffpatente vorübergehend freizugeben. "Zur Überwindung der Pandemie bringen Patentfreigaben gar nichts", teilte der Verband Forschender Arzneimittelhersteller am Donnerstag mit. Niemand könne in weniger als sechs Monaten eine Produktion hochziehen. "Und im nächsten Jahr werden die jetzigen Hersteller schon nach heutigem Planungsstand mehr Impfstoff-Dosen produzieren, als die Weltbevölkerung benötigt", sagte Verbandspräsident Han Steutel.

    Zuletzt hatte die US-Regierung vorgeschlagen, dass Pharmafirmen vorübergehend den Patentschutz auf ihre Corona-Impfstoffe verlieren. Hersteller in aller Welt könnten dann die Impfstoffe produzieren, ohne Lizenzgebühren an die Unternehmen zu zahlen, die die Mittel entwickelt haben.

    16.16 Uhr: Maas will Sommerurlaub in der Türkei ermöglichen

    Bundesaußenminister Heiko Maas will mit der Türkei an Regelungen arbeiten, um deutschen Touristen sicheren Urlaub in beliebten Ferienregionen des Landes zu ermöglichen. "Wir wollen, dass im Sommer so viel Urlaub möglich ist, wie eben verantwortbar ist", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag nach einem Gespräch mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu.

    Die Bundesregierung hatte die Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie für die beliebten türkischen Urlaubsregionen am Mittelmeer im August vergangenen Jahres nach langem Drängen der türkischen Regierung aufgehoben. Voraussetzung dafür war ein spezielles Tourismus- und Hygienekonzept. Mitte November wurde die Reisewarnung für die ganze Türkei aber wieder in Kraft gesetzt, weil die Bundesregierung die Transparenz bei den Infektionszahlen nicht mehr als gegeben ansah.

    16.03 Uhr: Familienminister wollen bald wieder Präsenz-Jugendarbeit zulassen

    Nach oft monatelanger Corona-Zwangspause setzen sich die Familienminister von Bund und Ländern dafür ein, bald wieder Jugendarbeit in Präsenz zu ermöglichen oder die Angebote auszuweiten. Das sagte die Vorsitzende der Familienministerkonferenz, Bayerns Ressortchefin Carolina Trautner (CSU), am Donnerstag nach Online-Beratungen in München.

    Jedes Bundesland gehe einen eigenen Weg, sagte Trautner. "Aber uns alle eint ein Ziel: Wir setzen uns dafür ein, bald wieder Begegnungsräume für junge Menschen und Präsenzangebote in der Jugendarbeit zuzulassen oder weiter zu öffnen." Auch grundsätzlich wolle man erreichen, "dass die Einschränkungen für Kinder und Jugendliche möglichst bald bald wieder gelockert werden können", so Trautner.

    15.55 Uhr: Schweden übersteigt Marke von einer Million Corona-Infektionen

    Seit Pandemiebeginn haben sich in Schweden insgesamt mehr als eine Million Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das skandinavische EU-Land mit seinem viel beachteten Sonderweg kam am Donnerstagnachmittag auf mittlerweile 1.002.121 bestätigte Corona-Fälle, was einem Anstieg um rund 6.500 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag entsprach. Auf die Bevölkerung heruntergerechnet hat das Zehn-Millionen-Einwohnerland damit bislang mehr als doppelt so viele Infektionen pro 100.000 Einwohner verzeichnet als Deutschland. Auch die aktuelle Inzidenz liegt bei mehr als dem Doppelten des Wertes der Bundesrepublik.

    Schweden ist in der Corona-Krise einen Sonderweg mit vergleichsweise wenigen und milden Beschränkungen sowie stärkeren Appellen an die Vernunft der Bürger gegangen. Aber auch in dem skandinavischen Land wurden bestimmte Corona-Maßnahmen eingeführt, allerdings bei Weitem nicht so weitreichende wie in Deutschland und in anderen EU-Ländern.

    15.53 Uhr: Bund schlägt Astrazeneca-Freigabe vor

    Impfwillige in Deutschland sollen sich nach einem Vorschlag der Bundesregierung künftig ohne die gültige Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen können. Außerdem soll als Ziel festgeschrieben werden, dass allen 12- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gemacht werden soll. Das geht aus Beschlussentwürfen des Bundesgesundheitsministeriums für Beratungen der Fachministerinnen und -minister von Bund und Ländern an diesem Donnerstag hervor. Mit einer Zulassung des bisher erst ab 16 freigegebenen Biontech-Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige wird im Juni gerechnet.

    15.35 Uhr: Zweiter deutscher Hilfsflieger kommt in Indien an

    Ein zweites Flugzeug mit deutschen Corona-Hilfslieferungen ist in Neu Delhi angekommen. Dies teilte die Luftwaffe am Donnerstag mit. Sie brachte Bauteile einer Sauerstoffgewinnungsanlage nach Indien, das gerade unter einer heftigen zweiten Welle leidet. Den Krankenhäusern geht angesichts der vielen Kranken immer wieder der medizinische Sauerstoff aus.

    Die restlichen Teile der deutschen Anlage sollen am Freitag in einem weiteren Transportflieger Indien erreichen. 13 deutsche Sanitätssoldatinnen und Sanitätssoldaten sollen sie aufbauen und Personal des örtlichen Roten Kreuzes einweisen.

    Zum Artikel "Corona-Hilfe: Bundeswehr bringt Sauerstoffanlage nach Indien"

    15.17 Uhr: Belgien zählt eine Million Corona-Fälle

    Belgien hat in der Corona-Krise die Marke von einer Million Infektionen überschritten. Nach Angaben der zuständigen Behörde vom Donnerstag gab es bislang 1.003.746 bestätigte Fälle. Der erste Corona-Fall in dem Land mit rund 11,5 Millionen Einwohnern wurde am 4. Februar 2020 registriert. Zum Vergleich: In Deutschland mit rund 83 Millionen Einwohnern wurden bislang gut 3,47 Millionen Corona-Fälle registriert. Insgesamt sind in Belgien in Zusammenhang mit dem Virus mehr als 24.000 Menschen gestorben.

    14.57 Uhr: Russland genehmigt Sputnik "Light" Vakzin

    Russland hat am den Einsatz seines Corona-Impfstoffs Sputnik V auch nur mit einer Dosis statt zwei Injektionen genehmigt. Diese Zulassung gaben der Hersteller und Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa während einer Sitzung mit Präsident Wladimir Putin bekannt, die im Fernsehen übertragen wurde. Nach Angaben der russischen Behörden ist die "Light"-Version von Sputnik V zu 79,4 Prozent gegen das Coronavirus wirksam, während bei zwei Dosen die Wirksamkeit bei 91,6 Prozent liege.

    Der russische Fonds für Direktinvestitionen RDIF, der die Impfstoffentwicklung finanziert, betonte, dass auch Sputnik-"Light" "sicher und wirksam" sei. Die Kosten für diese Version wurden mit generell "unter zehn Dollar" pro Dosis angegeben.

    RDIF-Direktor Kirill Dmitriew erklärte, der Einsatz von Sputnik V mit zwei Injektionen werde in Russland weiterhin hauptsächlich angewandt werden, während Sputnik-"Light" mit nur einer Dosis vor allem exportiert werden solle.

    14.12 Uhr: Ethikerin Buyx kritisiert Umgang mit Kindern in der Pandemie

    Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, wirft der Politik Versäumnisse im Umgang mit Kindern in der Corona-Politik vor. "Die Belange der Kinder standen und stehen in dieser Pandemie nicht immer genug im Fokus", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). So seien an Schulen keine Lüftungsanlagen installiert worden und Testkonzepte zu spät gekommen. Zudem sei die Nutzung digitaler Plattformen dort viel zu zäh gestartet. "Das kompensieren jetzt alles nur die Kinder, die es können. Andere fallen hinten runter, und das sind zu viele", so die Ethikerin. Buyx bezeichnete das Einstimmigkeitsprinzip der Kultusministerkonferenz als "nicht gerade förderlich". Mit Blick auf die Zukunft riet sei dazu, "die Schulen pandemiesicherer zu machen".

    14.06 Uhr: EU-Kommission setzt auf neue Corona-Medikamente

    Vor dem Hintergrund von immer mehr verfügbaren Corona-Impfstoffen verschärft die EU nun das Tempo bei der Entwicklung von Behandlungsmitteln gegen eine ausgebrochene Covid-19-Erkrankung. Das Ziel seien drei neue Arzneimittel bis Oktober und eventuell zwei weitere bis Jahresende, erklärte die Behörde am Donnerstag in Brüssel. Bislang gibt es mit Remdesivir von Gilead nur ein einziges EU-weit zugelassenes Covid-Medikament. Um weitere Medikamente schnell auf den Markt zu bekommen, will die Kommission Millionensummen in die Hand nehmen, Forschung und Entwicklung fördern, Produktionskapazitäten und Lieferketten analysieren und die Prüfung neuer potentieller Arzneimittel beschleunigen.

    14.05 Uhr: Aiwanger will Thermalbäder ab 21. Mai öffnen

    Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) will Thermalbäder öffnen. Bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 soll die Öffnung parallel zu den Hotels ab 21. Mai möglich sein, fordert er. Erste Signale dazu gebe es auch schon aus der CSU, sagte Aiwanger bei einer Förderbescheid-Übergabe für die Kneipp-Anlage in Bad Füssing. In Orten wie Bad Füssing sei es unsinnig, nur die Hotels zu öffnen. Damit bliebe die Gemeinde ein Geisterort. "Wir haben in Kurorten die klare Abgrenzung zum Spaßbad. Gesundheitsanwendungen müssen möglich sein", fordert er. Außerdem kämen in Kurorte hauptsächlich ältere Leute, die ohnehin schon geimpft seien.

    13.57 Uhr: Impfstoff-Boom beschert Moderna erstmals Quartalsgewinn

    Die hohe Nachfrage nach dem Corona-Vakzin hat dem US-Impfstoffhersteller Moderna erstmals zu schwarzen Zahlen verholfen. Im ersten Quartal verdiente das Unternehmen unterm Strich 1,2 Milliarden Dollar (1,0 Mrd Euro), wie es am Donnerstag mitteilte. Vor einem Jahr hatten hohe Forschungs- und Entwicklungskosten noch für einen Verlust von 124 Millionen Dollar gesorgt. Der Umsatz schoss von acht Millionen auf 1,9 Milliarden Dollar in die Höhe. Davon entfielen 1,7 Milliarden Dollar auf Einnahmen durch Corona-Impfstoff.

    13.45 Uhr: Lauterbach hält Patentschutz-Freigabe für überschätzt

    Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnt vor zu hohen Erwartungen bei der Patentschutz-Freigabe von Impfstoffen. Er habe sich zwar über die Ankündigung des US-Präsidenten Joe Biden gefreut, sagt er der "Saarbrücker Zeitung" laut Vorab-Bericht. "Ich glaube aber nicht, dass ein solcher Schritt große Unterschiede bei der Produktion der Impfstoffe machen würde, die sehr komplex ist", fügt er hinzu. Die Unternehmen seien ja bereits beteiligt an Projekten, ärmere Länder zu versorgen.

    13.35 Uhr: Ständige Impfkommission hält an Impfreihenfolge fest

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) hält an der bestehenden Impfreihenfolge weiter fest. Es gebe noch einen beträchtlichen Anteil an impfbereiten Personen mit hohem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf, die noch keine Möglichkeit zur Impfung hatten, erklärte die Stiko am Donnerstag in Berlin. Die Kommission appellierte daher an die Solidarität der Ärzteschaft und der gesamten Bevölkerung, bis auf Weiteres vorrangig besonders gefährdeten Personen eine Impfung zu ermöglichen.

    13.11 Uhr: Bundestag billigt Corona-Erleichterungen für Geimpfte

    Für vollständig Geimpfte und genesene Menschen sollen zahlreiche Corona-Beschränkungen entfallen. Der Bundestag billigte am Donnerstag eine entsprechende Verordnung der Bundesregierung mit großer Mehrheit. Dafür stimmten die schwarz-rote Koalition, Grüne und Linke. Die FDP enthielt sich, die AfD votierte dagegen. Wenn an diesem Freitag auch der Bundesrat zustimmt, könnten die Erleichterungen am Wochenende in Kraft treten.

    Für Geimpfte und Genesene sollen auch automatisch die Erleichterungen gelten, die bisher Menschen mit negativen Corona-Tests vorbehalten sind. Vorgesehen ist, dass sich vollständig geimpfte oder genesene Personen unbeschränkt treffen können. Bei Treffen mit anderen Personen sollen sie nicht mitgezählt werden. Also könnten sich zum Beispiel auch in Regionen mit hohen Infektionszahlen zwei nicht geimpfte Menschen mit einer unbegrenzten Zahl geimpften treffen.

    Zum Artikel: "Bundestag beschließt Erleichterungen für Geimpfte"

    13.01 Uhr: Biontech stellt Impfdosen für Olympia-Teilnehmer bereit

    Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer stellen ihren Corona-Impfstoff den Teilnehmern der Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio zur Verfügung. Eine entsprechende Absichtserklärung sei mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) unterzeichnet worden, teilen die Firmen mit. Um wie viele Impfdosen es geht, ist noch offen. Die beiden Unternehmen würden sich mit dem IOC und den Nationalen Olympischen Komitees (NOCs) weltweit abstimmen, um den Bedarf für die Athleten und Betreuer abzuschätzen. Die Lieferungen sollen möglichst Ende Mai beginnen. Die Olympischen Spiele in Tokio sollen am 23. Juli starten. Die zur Verfügung gestellten Impfdosen hätten keinerlei Einfluss auf die vertraglich vereinbarten Impfstoff-Lieferungen an die jeweiligen Länder.

    12.50 Uhr: Tourismusverband - "Sommerurlaub steht nichts mehr im Wege"

    Der Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes, Norbert Kunz, ist davon überzeugt, dass die Bürger im Sommer wieder verreisen werden können. "Es wird Sommerferien, Tourismus im Sommer geben. Davon bin ich überzeugt", sagte Kunz der "Passauer Neuen Presse" vom Donnerstag. Würden die Corona-Vorsichtsmaßnahmen eingehalten, "dann steht dem Sommerurlaub, davon bin ich mir ganz sicher, nichts mehr im Wege." Kunz rechnet mit einem "moderaten" Anstieg der Preise.

    12.45 Uhr: Frankreich will ab Juni auch wieder EU-Parlamentssitzungen in Straßburg

    Das Europäische Parlament soll nach Ansicht des französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach der Unterbrechung in der Corona-Pandemie ab Juni auch wieder regelmäßig in Straßburg tagen. "Eine Rückkehr zum normalen Betrieb für die Straßburger Plenarsitzungen erscheint uns zwingend notwendig", sagt ein Vertreter des Präsidialamts in Paris. Macron will dies am Sonntag beantragen. Laut EU-Regeln ist einmal im Monat eine viertägige Sitzung des Parlaments in Straßburg vorgesehen, eine Vorgabe, auf die Frankreich besteht, die aber in der Corona-Krise ausgesetzt wurde. Die Sitzungen finden deswegen derzeit nur in Brüssel statt.

    12.40 Uhr: Montgomery fordert Pharmakonzerne zu Verzicht auf Patente für Corona-Impfstoffe auf

    Der Weltärztebund-Vorsitzende Frank-Ulrich Montgomery hat die Pharmaunternehmen aufgefordert, staatlichen Maßnahmen zuvorzukommen und von sich aus die Patente für Corona-Impfstoffe freizugeben. "Die Pharmaindustrie könnte jetzt die ganze Menschheit voranbringen, wenn sie freiwillig auf die Ausübung ihrer Patentrechte für die Impfstoffe verzichtet", sagt Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    12.26 Uhr: Indien begrüßt US-Vorstoß für Aussetzung der Patente von Corona-Impfstoffen

    Indien unterstützt den Vorstoß von US-Präsident Joe Biden, den Patentschutz für Corona-Impfstoffe vorübergehend aufzuheben. "Wir sind dankbar für die Unterstützung der USA", sagt ein Sprecher des Außenministeriums. Ministerpräsident Narendra Modi habe bereits Ende April mit Biden über einen entsprechenden Vorschlag gesprochen, den Indien und Südafrika bei der Welthandelsorganisation WTO vorangetrieben haben, um die Impfstoffproduktion in Entwicklungsländern zu fördern und Vakzine dort schneller zur Verfügung zu stellen.

    12.20 Uhr: Schweiz setzt bei Auffrischungsimpfungen auf Moderna

    Die Schweiz deckt sich mit Auffrischungsimpfungen des US-Biotechnologiekonzern Moderna ein. Die Regierung der Alpenrepublik hat nach Angaben des Unternehmens sieben Millionen Dosen für das Jahr 2022 bestellt. Zudem wurde eine Option auf weitere sieben Millionen Dosen zur Lieferung in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres oder im ersten Halbjahr 2023 vereinbart. Die Bestellung steht unter der Bedingung, dass die Auffrischungsimpfung von den Behörden zugelassen wird. Die Schweiz hat bereits 13,5 Millionen Dosen des Corona-Vakzins von Moderna geordert.

    12.16 Uhr: Türkischer Außenminister - bis Ende Mai Hotelpersonal geimpft

    Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu wirbt für eine rasche Normalisierung des Tourismus in seinem Land. Bis Ende Mai würde das gesamte Personal in den Touristenhotel geimpft, sagt Cavusoglu. Auch kleine Hotels bis 15 Betten würden zertifiziert. Man arbeite dabei mit deutschen, britischen und französischen Firmen zusammen. Außenminister Heiko Maas betont mit Blick auf den Tourismus im Sommer, die Menschen bräuchten eine Perspektive.

    12.10 Uhr: EU-Einreisestopp gilt nicht mehr für Israel

    Reisende aus Israel können künftig wieder problemlos in die Europäische Union einreisen. Aufgrund der verbesserten Corona-Lage gilt für das Land eine Ausnahme der zu Beginn der Corona-Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen, wie der Rat der EU-Staaten am Donnerstag mitteilte. Die Einschränkungen für Reisende aus Israel sollten schrittweise aufgehoben werden.

    Auf der Liste jener Staaten, aus denen die Einreise möglich ist, stehen neben Israel sechs weitere Länder: Australien, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea und Thailand. Für alle anderen Staaten gelten drastische Einschränkungen. Die Liste wird regelmäßig überarbeitet.

    12.03 Uhr: WM-Qualifikationsspiele in Afrika wegen Corona verschoben

    Die für Juni geplanten Qualifikationsspiele für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar sind wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben worden. Das teilte der Weltverband FIFA am Donnerstag mit. "Die FIFA kann bestätigen, dass in Zusammenarbeit mit der CAF und unter Berücksichtigung der aktuellen Beeinträchtigungen durch die Covid-19-Pandemie und der Notwendigkeit, optimale Spielbedingungen für alle Teams zu gewährleisten, entschieden wurde, die afrikanischen Qualifikationsspiele zu verschieben", hieß es in einer Erklärung.

    Die Spiele sollen nun im September, Oktober und November 2021 sowie im März 2022 ausgetragen werden. Alle 54 der FIFA angeschlossenen nationalen Verbände des afrikanischen Verbandes CAF nehmen an der Qualifikation teil, wobei fünf Plätze für das WM-Turnier zur Verfügung stehen.

    11.59 Uhr: Polizei für klare Vorgaben für Nachweis von Geimpften und Genesenen

    Im Zusammenhang mit Kontrollen von Geimpften und Genesenen brauche die Polizei dringend eine eindeutige Regelungslage, teilte der Vorsitzende des Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Jürgen Köhnlein, am Donnerstag in München mit. Deshalb fordere die Polizei in Bayern klare Vorgaben für den Nachweis für Geimpfte und Genesene.

    Köhnlein warnte vor einer "Zettelwirtschaft" mit "Impfheftchen" und Gesundheitsnachweisen sowie massenhaften Urkundenfälschungen. Es sei unklar, wie die Polizei ihr vorgelegte Dokumente auf ihre Richtigkeit überprüfen könne. Die Gewerkschaft forderte deshalb, unverzüglich zu klären, ob es etwa digitale Lösungen für den Nachweis von Geimpften und Genesenen geben werde und ob ein Datenaustausch zwischen Polizei und Gesundheitsbehörden möglich sei.

    11.32 Uhr: Spahn zurückhaltend zu Patent-Freigabe

    Gesundheitsminister Jens Spahn reagiert zurückhaltend auf die Aufforderung von US-Präsident Joe Biden, den Patentschutz für Corona-Impfstoffe freizugeben und fordert eine Änderung der US-Politik. "Das Ziel des US-Präsidenten teilen wir ausdrücklich. Die ganze Welt mit Impfstoff zu versorgen ist der einzig nachhaltige Weg aus dieser Pandemie", teilt Spahn mit. Es gebe einige Ideen, wie dieses Ziel erreicht werden könne. "Entscheidend ist vor allem der weitere Ausbau von Produktionsstätten." Spahn appelliert an die USA, ihre eigene Politik zu ändern: Staaten, in denen Impfstoff produziert werde, müssten bereit sein, diesen auch an andere zu exportieren. "Die EU ist dazu in Wort und Tat bereit. Wir freuen uns, wenn die USA es nun auch sind", fügt der CDU-Politiker hinzu.

    11.30 Uhr: China will Zugang zu Impfstoffen verbessern

    In der Debatte über eine mögliche Aussetzung der Patente von Corona-Impfstoffen hat sich China allgemein für einen besseren Zugang zu Vakzinen ausgesprochen. "Wir schauen konstruktiven und positiven Diskussionen im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) für wirksame und ausgewogene Ergebnisse entgegen", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Wang Wenbin, heute lediglich auf Fragen von Journalisten, ob China eine von den USA vorgeschlagene Aussetzung der Patente unterstützen würde.

    Alle Länder hätten eine Verantwortung, gegen die Pandemie zu kämpfen. Auch sollten alle gleich sein, wenn es um Zugang zu Impfstoffen gehe, sagte der Sprecher. China unterstütze die internationale Kooperation bei Vakzinen gegen Covid-19. "Wir werden Impfstoffe weiterhin zu einem öffentlichen Gut machen und dazu beitragen, dass sie in Entwicklungsländern zunehmend bezahlbar und zugänglich sind."

    11.18 Uhr: Zweiter Luftwaffen-Transporter nach Indien unterwegs

    Vom niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf aus ist am Donnerstag eine zweite Transportmaschine mit Bauteilen für eine Sauerstoffanlage nach Indien gestartet. Damit ist die Anlage nun komplett unterwegs. Eine am Vortag abgeflogene erste Maschine sollte nach einem Zwischenstopp in Abu Dhabi im Laufe des Tages in Neu Delhi landen, wie die Luftwaffe mitteilte.

    Indien ist schwer von der Corona-Pandemie getroffen worden. Wegen der dramatisch gestiegenen Zahl Erkrankter geht den Krankenhäusern der medizinische Sauerstoff aus. Die Anlage aus Deutschland macht Außenluft zu medizinischem, hochprozentigem Sauerstoff, der anschließend abgefüllt werden kann. Sie ist Teil eines Hilfspakets der Bundesregierung.

    11.12 Uhr: IWH - Insolvenzwelle nach Rückkehr zur Antragspflicht unwahrscheinlich

    Eine Insolvenzwelle nach der Rückkehr zur Insolvenzantragspflicht ist nach Ansicht des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) unwahrscheinlich. Die verlängerte Aussetzung habe in erster Linie Branchen betroffen, die für die sogenannten November- und Dezemberhilfen des Bundes antragsberechtigt waren, erklärte Steffen Müller, Leiter der Insolvenzforschung am IWH. Von der Sonderregelung hätten somit insbesondere kleine und mittlere Betriebe der Gastronomie und des Einzelhandels profitiert. Für alle anderen Branchen habe die Antragspflicht bereits seit dem 1. Januar gegolten.

    Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht war zum 1. Mai beendet worden. Das habe vielerorts Ängste vor einer Insolvenzwelle geschürt, hieß es in einer IWH-Mitteilung. Die Aussetzung sollte verhindern, dass durch die Pandemie unverschuldet in Not geratene Unternehmen pleite gehen und verschwinden.

    11.06 Uhr: EU-Gipfel soll auch Patentfrage bei Corona-Impfstoffen diskutieren

    Die EU-Staats- und Regierungschefs werden bei ihrem Treffen im portugiesischen Porto am Freitag und Samstag auch über die Corona-Krise und die mögliche Aufhebung von Impfstoffpatenten sprechen. Die EU sei bereit, sich in die Debatte über die Impfstoffversorgung einzubringen, sagte ein EU-Beamter am Donnerstag in Brüssel.

    Hintergrund ist die Ankündigung der US-Regierung, die Aufhebung von Impfstoffpatenten im Kampf gegen die Pandemie zu unterstützen. Die EU betont, entscheidend sei die Freigabe von Exporten der Vakzine - die EU liefere im großen Maßstab in alle Welt, während andere demokratische Regionen dies nicht täten. Gemeint sind auch die USA. Es sei die Frage, ob die Patentfreigabe das beste Mittel sei, zumal der Aufbau von Produktionskapazitäten sechs bis zwölf Monate dauere, sagte der EU-Beamte.

    10.55 Uhr: Weitere Corona-Lockerungen in Dänemark

    Die Däninnen und Dänen können jetzt wieder ins Kino, Theater oder Fitnessstudio gehen. All diese Einrichtungen durften heute gemäß dem dänischen Plan zur schrittweisen Abkehr von den geltenden Corona-Maßnahmen erstmals seit Monaten wieder öffnen. Alle Schüler bis zur achten Klasse sowie die Abschlussklassen kehren nun komplett zum Präsenzunterricht zurück.

    Als Voraussetzung für einen Besuch im Kino, Theater oder Fitnessstudio gilt, dass man per App in seinem Corona-Pass einen maximal 72 Stunden alten negativen Test, eine Impfung oder eine überstandene Infektion vorweisen kann. In den bereits vor zwei Wochen geöffneten Restaurants und Kneipen fällt darüber hinaus die Vorgabe weg, dass die Gäste bis zu 30 Minuten vorher einen Tisch bestellen müssen. Die Versammlungsgrenze in geschlossenen Räumen wurde nun zudem auf 25 Teilnehmer angehoben, draußen liegt sie jetzt bei 75.

    Die dänische Regierung und eine breite Mehrheit im Parlament in Kopenhagen hatten sich im März auf einen umfassenden Öffnungsplan geeinigt, mit dem die Beschränkungen des öffentlichen Lebens nach und nach zurückgefahren werden sollen. Trotz der bisherigen Öffnungsschritte sind die Neuinfektionszahlen relativ stabil geblieben, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt seit Wochen unter 100.

    10.12 Uhr: Mehr als 30 Prozent der Bevölkerung erstgeimpft

    In Deutschland haben 30,6 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor (Stand: 6. Mai, 9.45 Uhr). Den vollen Impfschutz erhielten bislang 8,6 Prozent der Bevölkerung.

    Am Mittwoch wurden demnach 1.092.765 Impfungen gemeldet. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mitteilte, sei das nach dem Start der Impfkampagne in Deutschland der zweite Tag, an dem die Zahl der verabreichten Impfdosen siebenstellig sei. Der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne war am Mittwoch vergangener Woche mit 1.116.608 Impfungen erreicht worden.

    Insgesamt verabreichten alle Impfstellen bislang knapp 32,6 Millionen Dosen, davon knapp 25,5 Millionen bei Erstimpfungen und weitere gut 7,1 Millionen bei Zweitimpfungen.

    Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 34,3 Prozent. Brandenburg liegt mit 27,2 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Von etwa 35,7 Millionen gelieferten Impfdosen wurden bislang 91,3 Prozent verbraucht.

    10.00 Uhr: Kommunalfinanzen drohen langfristig Folgen

    Städte, Gemeinden und Landkreise sind einer Studie zufolge bislang finanziell unerwartet glimpflich durch die Corona-Krise gekommen. Die Sorge vor den langfristigen Folgen ist allerdings groß, wie aus dem heute veröffentlichten Kommunalpanel der staatlichen Förderbank KfW hervorgeht. Demnach erwarten 85 Prozent der befragten Kommunen für 2021 und darüber hinaus krisenbedingt geringere Einnahmen, 52 Prozent rechnen zudem mit höheren Ausgaben. «Den Kommunalfinanzen droht Long-Covid», sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib.

    Die Ökonomin befürchtet, dass Kommunen deswegen ihre Investitionen in Schulen, Straßen, Klimaschutz oder Digitalisierung herunterfahren müssen. Trotz zuletzt gestiegener Investitionsausgaben reicht das Niveau bereits jetzt schon häufig nicht für den Erhalt der bestehenden Infrastruktur. Der Studie zufolge stieg der wahrgenommene Investitionsrückstand im vergangenen Jahr auf insgesamt 149 Milliarden Euro. Dies sind zwei Milliarden mehr als im Vorjahr. Der größte Bedarf bestand weiterhin bei Schulgebäuden (46,5 Milliarden), Straßen (33,6 Milliarden) und Verwaltungsgebäuden (16,4 Milliarden.)

    09.55 Uhr: Aktien von Curevac und Biontech brechen wegen Patentdiskussion ein

    Die Sorge vor einem teilweisen Wegfall von Erlösen mit Corona-Impfstoffen hat die Aktien der Hersteller am Donnerstag schwer belastet. So unterstützt die US-Regierung für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie die Aussetzung von Patenten für Corona-Impfstoffe. Die Kurse der Impfstoffentwickler Curevac und Biontech brachen daraufhin um mehr als zehn Prozent sowie um fast ein Fünftel ein.

    Die Aktien von Astrazeneca legten in London hingegen zu. Das Unternehmen hatte bereits früh angekündigt, mit seinem Impfstoff keinen Gewinn erzielen zu wollen. Im ersten Quartal hatte die Impfstoffherstellung sogar etwas auf dem Ergebnis gelastet.

    09.34 Uhr: Industrie - Impfstraßen in Betrieben sollten schon im Mai genutzt werden

    Die Industrie kritisiert die aus ihrer Sicht zu späte Einbeziehung von Betriebsärzten in die deutsche Impfkampagne. Dies sei erst ab dem 7. Juni geplant, sagt der Präsident des Industrieverbands BDI, Siegfried Russwurm. "In vielen Unternehmen stehen die Impfstraßen für den Einsatz bereit. Statt das Impfpotenzial der Betriebsärzte jetzt flächendeckend zu nutzen, verspielen Bund und Länder einen weiteren Monat." Die mehr als 12.000 Betriebsärzte könnten niedergelassene Ärzte und Impfzentren bereits im Mai entlasten.

    09.32 Uhr: EU offen für Gespräche über Patent-Aussetzung für Corona-Impfstoffe

    Die EU hat sich offen für Gespräche über eine vorübergehende Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe gezeigt. Brüssel sei bereit, über einen entsprechenden Vorschlag der USA zu diskutieren, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Videobotschaft. "Kurzfristig rufen wir jedoch alle impfstoffproduzierenden Länder dazu auf, Exporte zuzulassen."

    09.31 Uhr: Pharmaverband kritisiert US-Signal zu Patenten auf Corona-Impfstoffe

    Der Dachverband der Pharmafirmen (IFPMA) hat die Entscheidung der USA kritisiert, die vorübergehende Aufhebung des Patentschutzes bei Corona-Impfstoffen zu unterstützen. Das werde die Impfstoffproduktion kaum ankurbeln, teilte der in Genf ansässige Verband mit. Problem seien vielmehr Handelsbarrieren sowie Mangel an Rohstoffen und Bestandteilen, die für die Herstellung der Impfstoffe nötig seien. Bei der Unterversorgung der ärmeren Länder könnten auch Regierungen reicher Länder in die Bresche springen und einen Teil der Impfdosen, die sie sich in bilateralen Verträgen gesichert haben, an ärmere Länder abgeben. Gerade weil ihre Patente geschützt seien, hätten Impfstoffhersteller bereits mehr als 200 Technologietransfer-Abkommen abgeschlossen, um mit Partnern in ärmeren Ländern mehr Impfstoffe bereitstellen zu können. "Wir werden keine Mühe scheuen, um die Herstellung der Covid-19-Impfstoffe auszuweiten, denn niemand ist sicher, bis nicht alle sicher sind", teilte der Verband mit.

    Der Verband macht stets geltend, dass Pharmafirmen nur durch einen Patentschutz, der später Einnahmen garantiert, genügend Anreiz hätten, in Forschung zu investieren.

    09.29 Uhr: JU-Chef will Getestete mit Geimpften gleichstellen

    Der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Tilman Kuban, fordert eine Gleichstellung von getesteten Personen mit Geimpften. "Es geht darum, dass wir Normalität für alle schaffen – für Genesene, Geimpfte und Negativ-Getestete", sagt der CDU-Politiker den Sendern RTL und ntv. Es müsse darum gehen, die Gesellschaft zusammenzuhalten. Deshalb müsse man das Risiko in Kauf nehmen, dass von negativ getesteten Personen ein etwas höheres Infektionsrisiko als von Voll-Geimpften ausgehe, fügt er angesichts der heutigen Bundestags-Abstimmung über die Verordnung hinzu, nach der Geimpfte und Genesene keinen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen mehr unterliegen sollen.

    09.06 Uhr: Ramelow fordert mehr Erleichterungen für Getestete

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) dringt darauf, neben Geimpften auch Menschen, die negativ auf das Coronavirus getestet wurden, mehr Erleichterungen zu gewähren. Vollständig Geimpfte, Genesene und Getestete müssten gleichgestellt werden, verlangte Ramelow heute im RBB-Inforadio. Hier müsse es bundesweit einheitliche Verbesserungen geben.

    Der Bundestag entscheidet am Mittag über Erleichterungen für Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind oder von der Erkrankung genesen sind.

    08.59 Uhr: Bayerische Polizei kann Geimpfte und Genesene nur schwer kontrollieren

    Ob jemand schon vollständig geimpft oder genesen ist, wird die Polizei nur schwer kontrollieren können, wenn in Bayern die Beschränkungen für diese Gruppen entfallen. "Wir müssen den Menschen glauben, was sie sagen, oder auch nicht", sagte Peter Pytlik, der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern, im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Natürlich werde die Polizei weiterhin kontrollieren, vor allem Gruppen, so Pytlik. Allerdings gebe es keine rechtliche Grundlage, um überprüfen zu können, dass jemand vollständig geimpft oder genesen sei. "Wenn uns jemand sagt, ja er hat einen Impfpass, aber gerade nicht dabei, dann wird es für uns schwierig." Es gebe keine Mitführpflicht für einen Imfpass oder eine ärztliche Bescheinigung.  In einer solchen Situation würden die Beamten "sensibel nachfragen und in der Regel auch erkennen können, sagt jetzt die Person die Wahrheit oder auch nicht." Gerade weil bisher noch nicht viele Menschen vollständig geimpft seien, gebe es bei den Kontrollen Verdachtsmomente wie das Alter, so Pytlik. "Da muss man dann genau hinschauen, was ist die zu kontrollierende Person, wie alt, oder sind die Verdachtsmomente einfach da oder auch nicht."

    08.30 Uhr: Tokio hält Verlängerung des Corona-Notstands für nötig

    Weniger als drei Monate vor den Olympischen Spielen in Tokio erwägt die japanische Hauptstadt eine Verlängerung des Corona-Notstands. Angesichts der weiter angespannten Lage sei eine Verlängerung "notwendig", erklärte Tokios Gouverneurin Yuriko Koike. Eine Entscheidung über eine solche Maßnahme trifft die Regierung des Landes. Diese hatte erst kürzlich den Notstand zum dritten Mal bis bis zum 11. Mai verlängert. Der Olympia-Gastgeber plädiert nun für eine nochmalige Verlängerung um weitere zwei Wochen. Das gilt auch für die westlichen Präfekturen Osaka, Kyoto und Hyogo. Die Lage erlaube keine Aufhebung des Notstands, sagte Tokios Gouverneurin.

    Zwar hatte die Olympia-Stadt während der vergangenen «Goldenen Woche», einer Aneinanderreihung nationaler Feiertage, relativ geringe Neuinfektionen gemeldet. Heute waren es 591 Fälle innerhalb von 24 Stunden. Doch war wegen der Feiertage auch weniger getestet worden. Daher befürchten Experten, dass die Infektionen nun wieder steigen dürften.

    08.26 Uhr: Neuseeland setzt Reise-Erleichterungen für Australier teilweise aus

    Neuseeland führt wieder Quarantäne-Bestimmungen für Besucher aus dem bevölkerungsreichsten australischen Bundesstaat New South Wales ein. Grund sind zwei Coronavirus-Fälle in der australischen Metropole Sydney, der Hauptstadt des Bundesstaats, in den vergangenen Tagen. Die neuseeländische Regierung werde die Situation weiter beobachten und entsprechend reagieren, sagte der zuständige Minister Chris Hipkins. Nach der Einrichtung einer sogenannten Reise-Blase ("travel bubble") im April durften Besucher aus Australien wieder einreisen, ohne dass sie sich in Quarantäne begeben mussten.

    08.02 Uhr: Habeck für Lockerungen für Geimpfte und Genesene trotz "gewisser Unfairness"

    An den geplanten Lockerungen der Corona-Einschränkungen für Geimpfte und Genesene führt nach Ansicht des Co-Vorsitzenden der Grünen, Robert Habeck, kein Weg vorbei. "Es ist natürlich eine gewisse Unfairness, die da mitschwingt", sagt er im Deutschlandfunk mit Blick auf diejenigen in der Gesellschaft, für die die Lockerungen zunächst nicht zutreffen werden. Gleichwohl sei die Sache rechtlich eindeutig. Wenn es keinen Nutzen der Beschränkung gebe, müsse sie fallen. "Es gibt eine gewisse Spannung, das räume ich ein. Aber die Rechtsnorm ist klar, und wenn wir alle verständig miteinander umgehen, dann sollten wir uns freuen über diese Menschen, die ein bisschen mehr spazieren gehen können und frei sein dürfen." Der Bundestag soll im Laufe des Tages über die Lockerungen entscheiden.

    07.46 Uhr: Holetschek fordert mehr Impfdosen pro Arzt auf dem Land

    Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will den Ärzten in ländlichen Regionen mehr Impfdosen zukommen lassen. Der Bund müsse hier nachjustieren, forderte er am Morgen laut einer Mitteilung. "Der ländliche Raum muss trotz geringerer Ärztedichte und angesichts seiner besonderen strukturellen Herausforderungen in der Regelversorgung genauso mit Impfstoff versorgt werden wie Regionen mit hoher Ärztedichte. Wo es weniger Ärzte gibt, sollten diese zum Beispiel die Möglichkeit bekommen, entsprechend mehr Impfdosen zu bestellen."

    Zudem will Holetschek auch "Möglichkeiten für weitere Sonderkontingente für Impfzentren prüfen - ausreichende Impfstofflieferungen vorausgesetzt". Ziel sei es, "in allen Regionen Bayerns möglichst rasch möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot zu machen".

    06.24 Uhr: Indien meldet erneut Höchstwert mit über 400.000 Neuinfektionen

    Indien verzeichnet mit 412.262 Corona-Neuinfektionen erneut einen weltweiten Höchstwert. Zudem meldet das Gesundheitsministerium mit 3.980 weiteren Toten so viele Todesfälle in Verbindung mit dem Virus wie noch nie. Damit stieg die Zahl der bestätigten Ansteckungen in dem südasiatischen Land binnen 24 Stunden auf über 21 Millionen, die Zahl der Todesfälle erhöhte sich auf mehr als 230.000. Am Samstag hatten die Behörden erstmals mehr als 400.000 Neuinfektionen gemeldet. Indien setzt derzeit eine massive zweite Corona-Welle zu und weist weltweit nach den USA die zweitmeisten Infektionen auf. Viele Krankenhäuser sind überfüllt, es mangelt an medizinischem Sauerstoff zur Behandlung von Covid-19-Patienten.

    05.15 Uhr: RKI meldet 21.953 Neuinfektionen, Inzidenz sinkt auf 129,1

    Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 21.953 weitere Corona-Fälle binnen eines Tages gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel auf 129,1, am Vortrag betrug der Wert 132,8. Er gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 250 weitere Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Damit stieg die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus insgesamt auf 84.126. Seit Ausbruch des Virus wurden mehr als 3,4 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

    04.35 Uhr: USA schicken Astrazeneca-Impfstoff nach Brasilien

    US-Präsident Joe Biden wird bald Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs nach Brasilien schicken. Dies kündigte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro an. Die US-Regierung hat sich bisher noch nicht dazu geäußert. Brasilien befindet sich gerade mitten in einer zweiten Welle der Pandemie. Nach offiziellen Zahlen starben dort innerhalb der letzten 24 Stunden 2.811 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit erreichte die Zahl der Pandemie-Toten in dem Land 414.000.

    04.15 Uhr: BMW verkauft im April zehn Prozent mehr Autos als vor Corona

    BMW hat im April weltweit rund 220.000 Autos verkauft und damit gut zehn Prozent mehr als im April des Vorkrisen-Jahres 2019. In allen Weltregionen seien die damaligen Absatzzahlen übertroffen worden, teilte der Konzern in München mit. Damit habe BMW den Absatzerfolg des ersten Quartals fortgeführt, sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota. Im ersten Quartal hatte BMW dank der hohen Nachfrage in Asien fünf Prozent mehr Autos verkauft als vor der Corona-Krise.

    01.54 Uhr: Deutscher Städtetag fordert auch Lockerungen für negativ Getestete

    Angesichts der geplanten Freiheiten für Geimpfte fordert der Deutsche Städtetag auch mehr Lockerungen für negativ Getestete. Viele Menschen hätten sich wegen des Impfstoffmangels noch nicht impfen lassen können. "Wir plädieren deshalb dafür zu prüfen, in begrenztem Umfang auch tagesaktuell negativ getesteten Personen Freiheiten zurückzugeben", sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Helmut Dedy, laut einem Vorabbericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Gesellschaft dürfe sich nicht in Geimpfte und Genesene sowie alle anderen spalten. An diesem Donnerstag stimmt der Bundestag über die geplanten Lockerungen für Geimpfte und Genesene ab.

    00.14 Uhr: WHO-Chef begrüßt US-Vorstoß für Aussetzung von Patentschutz bei Impfstoffen

    Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Vorstoß der US-Regierung für eine Aussetzung des Patentschutzes bei Impfstoffen als "histroische Entscheidung" begrüßt. Es handle sich um einen Schritt in Richtung Impfstoff-Gerechtigkeit, "der das Wohlergehen aller Menschen überall in einer schwierigen Zeit in den Vordergrund stellt", schrieb Tedros Adhanom Ghebreyesus beim Onlinedienst Twitter am Mittwoch. "Lassen Sie uns jetzt alle gemeinsam schnell und solidarisch handeln", fügte er hinzu.

    Der WHO-Chef hatte angesichts der Impfstoff-Knappheit in vielen Ländern seit Monaten für einen solchen Patentverzicht plädiert. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen sowie Entwicklungs- und Schwellenländer unterstützen die Maßnahme. Damit könne die Produktion weltweit ausgebaut und Impfstoff auch für ärmere Länder zugänglicher gemacht werden.

    Bislang wurde ein solcher Schritt von den Industrienationen, in denen zahlreiche großen Pharmakonzerne ansässig sind, abgelehnt.

    00.01 Uhr: BDI-Präsident kritisiert fehlende Öffnungsperspektive für die Wirtschaft

    Der Präsident des Industrieverbandes BDI, Siegfried Russwurm, klagt über fehlende Öffnungsperspektiven für Teile der Wirtschaft. "Lockerungen der Corona-Beschränkungen nur für Geimpfte und Genesene allein reichen nicht aus", sagte Russwurm dem Redaktionsnetzwerk Deutschland laut Vorabbericht. Erforderlich seien aus wirtschaftlichen ebenso wie psychologischen Gründen konkrete Öffnungsperspektiven auch für Unternehmen, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und um Existenzen zu sichern. Es gebe keine Alternative zu einer konsequenten Öffnungsstrategie, die die Wirtschaft in ihrer ganzen Breite einbeziehe.

    Mittwoch, 5. Mai 2021

    23.17 Uhr: Impfauffrischung mit Moderna wirkt offenbar gegen Corona-Varianten

    Eine Auffrischungsdosis des Corona-Impfstoffs von Moderna wirkt ersten Daten des US-Unternehmens zufolge gut gegen Coronavirus-Varianten. Das Unternehmen veröffentlichte am Mittwoch Daten aus einer laufenden Studie zu zwei verschiedenen sogenannten Booster-Dosen - einerseits mit dem bereits in vielen Ländern der Welt zugelassenen Impfstoff und andererseits mit einer auf Basis der zuerst in Südafrika identifizierten Virus-Variante entwickelten Booster-Dosis.

    Beide hätten die Entwicklung von Antikörpern gegen diese Virus-Variante und die zuerst in Brasilien entdeckte Virus-Variante bewirkt - die neu entwickelte Booster-Variante in Hinblick auf die Südafrika-Variante noch deutlicher. Zudem seien beide Booster-Dosen gut vertragen worden. Weitere Daten zu der Studie will das Unternehmen demnächst veröffentlichen.

    22.50 Uhr: Vier NBA-Profis positiv auf Corona getestet

    In der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA sind in den vergangenen sieben Tagen vier Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden.

    Auf der Corona-Liste der NBA steht seit Sonntag auch der deutsche Nationalspieler Dennis Schröder. Aufgeführt sind dort Spieler, die entweder selbst positiv getestet worden sind oder als Kontakt eines positiv getesteten Menschen eingestuft werden. Nach dpa-Informationen fehlt Schröder den Lakers insgesamt zehn bis 14 Tage und damit womöglich für den Rest der Hauptrunde.

    21.57 Uhr: Elf Fälle von indischer Corona-Varianter in Spanien festgestellt

    In Spanien sind elf Fälle der zuerst in Indien entdeckten Variante des Coronavirus entdeckt worden. Es handele sich um zwei separate Ausbrüche, die in den vergangenen Tagen festgestellt worden seien, sagte Gesundheitsministerin Carolina Darias.

    Ein Flugzeug mit medizinischen Gütern, darunter Sauerstoff und Beatmungsgeräte, werde am Donnerstag in Richtung Indien starten, erklärte Darias. Das Land ist aktuell besonders schwer von der Pandemie betroffen. Vergangene Woche hatte die spanische Regierung die Lieferung von sieben Tonnen medizinischem Material an Indien gebilligt.

    21.28 Uhr: USA unterstützen Aussetzung von Patenten für Corona-Impfstoffe

    Für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie unterstützt die US-Regierung die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe. Die USA stünden hinter dem Schutz geistigen Eigentums, die Pandemie sei aber eine globale Krise, die außerordentliche Schritte erfordere, erklärte die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai.

    Die USA würden sich im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) für die Erstellung eines entsprechenden Abkommens einsetzen. Wegen des Konsensprinzips und der Komplexität der Materie könnte dies zeitaufwendig werden, hieß es.

    21.07 Uhr: Indische Corona-Variante erstmals in Kenia nachgewiesen

    Die indische Coronavirus-Variante ist erstmals auch in Kenia aufgetreten. Es sei "nur eine Frage der Zeit" gewesen, sagte Patrick Amoth vom kenianischen Gesundheitsministerium . Die Mutante wurde demnach in Proben indischer Reisender entdeckt, die in der westkenianischen Stadt Kisumu arbeiteten. Zuvor war die Mutation bereits im Nachbarland Uganda nachgewiesen worden.

    Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich die erstmals in Indien entdeckte Coronavirus-Variante B.1.617 inzwischen in mehr als zehn Länder ausgebreitet.

    20.52 Uhr: Spahn will Astrazeneca -Priorisierung aufheben

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will für Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca die Priorisierung sofort aufheben. "Wir werden generell - und darüber möchte ich morgen mit Karl-Josef Laumann (NRW) und anderen 15 Landesministerkollegen reden - bei Astrazenca eindeutig sagen für Arztpraxen wie für Impfzentren, dass es dort keine Priorisierung mehr gibt", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in der Sendung "Aktuelle Stunde" des WDR-Fernsehens.

    Unabhängig von Alter oder Vorerkrankung könne dann also jeder, der mit Astrazeneca geimpft werden wolle, auch geimpft werden. Auf die Nachfrage, ab wann das gelten solle, sagte Spahn: "Für Astrazeneca jetzt schon sofort, das ist mein Vorschlag."

    20.50 Uhr: EU zahlt Aufschlag für neue Biontech-Impfstoffe

    Die EU-Kommission zahlt einer Zeitung zufolge für 900 Millionen Corona-Impfdosen der zweiten Generation von BioNTech/Pfizer einen Preisaufschlag. Deutschland werde für seinen Anteil von 165 Millionen Dosen aus dem Kontingent 3,83 Milliarden Euro zahlen, berichtete "Welt" (Donnerstagausgabe) vorab unter Berufung auf ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss.

    Statt bislang 15,50 Euro pro Dosis ergebe sich rechnerisch ein Preis von 23,20 Euro. Die Kommission habe auf Anfrage diesen Preis nicht bestätigt und dabei auf eine Verschwiegenheitspflicht verwiesen. Insider hätten jedoch eine Preiserhöhung bejaht, heißt es in dem Zeitungsbericht. Dem Blatt zufolge ist der dritte Vertrag mit den beiden Konzernen fertig verhandelt.

    20.19 Uhr: Eilanträge gegen Ausgangssperre ohne Erfolg

    Die Corona-Ausgangssperre bleibt in Kraft. Die Eilanträge gegen bundesrechtliche nächtliche Ausgangsbeschränkungen seien abgelehnt, teilte das Bundesverfassungsgericht mit.

    20.04 Uhr: Broadway startet am 17. September

    Eineinhalb Jahr nach dem Corona-Lockdown sollen die Shows am New Yorker Broadway am 17. September wieder starten. Der Ticket-Verkauf für die Theaterstücke und Musicals beginne am Donnerstag, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo mit. Die Säle könnten dann wie vor der Krise mit einer Kapazität von 100 Prozent genutzt werden.

    Schon am 19. Mai dürfen zudem Teile der Baseballstadien der Yankees und der Mets voll gefüllt sein - sofern die Besucher vollständig geimpft sind und Masken tragen.

    19.17 Uhr: Experten sehen Risiken bei Astrazeneca auch für Ältere

    Experten sehen laut einem Medienbericht auch bei älteren Frauen ein erhöhtes Risiko von Hirnvenenthrombosen bei einer Corona-Schutzimpfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca. Darauf weist dem Magazin "Spiegel" zufolge eine aktuelle Studie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) hin. Bislang war davon ausgegangen worden, dass vorrangig jüngere Frauen gefährdet sind.

    Solche Thrombosen nach einer Impfung seien aber insgesamt sehr selten gemessen an der Anzahl der Impfungen, betonten die beteiligten Forscherinnen und Forscher. Insgesamt hätten die Kliniken 45 Fälle von Hirnvenenthrombosen gemeldet, die sich in einem Zeitraum von 31 Tagen nach einer Impfung ereignet hätten. Dazu kamen demnach 17 Fälle, in denen Betroffene unter anderem Schlaganfälle oder Hirnblutungen erlitten.

    18.45 Uhr: Malta hat bald die Hälfte der Bürger geimpft

    Das kleine EU-Land Malta kommt seinem Ziel näher, bis Ende Juni eine Impfquote um die 70 Prozent zu erreichen. Schon jetzt haben 47 Prozent aller 514 000 Einwohner und Einwohnerinnen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie Daten des Gesundheitsministeriums in Valletta zeigten. Bezogen nur auf die Erwachsenen lag die Impfquote sogar bei rund 55 Prozent. Außerdem gehen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in dem Inselstaat deutlich zurück. Mit den im internationalen Vergleich hohen Impfquoten will das Mittelmeerland sich als sicheres Reiseziel profilieren.

    18.02 Uhr: Mobile Impfaktionen für sozial benachteiligte Menschen in München

    Schnelle und barrierefreie Impfmöglichkeiten für sozial Benachteiligte, sobald die Priorisierung aufgehoben ist, das hat der Münchner Stadtrat heute beschlossen. Demnach sollen mobile Impfteams in Stadtviertel geschickt werden, in denen die Inzidenz höher liegt.

    Vergangene Woche hatten Intensivmediziner bundesweit gefordert, dass soziale Brennpunkte bei Corona-Impfungen besonders berücksichtigt werden müssen. Nach Angaben der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), liegen auf den Intensivstationen überdurchschnittlich viele Menschen ärmerer Bevölkerungsschichten. Die Stadt Köln hat bereits mit Impfaktionen im besonders betroffenen Stadtteil Köln-Chorweiler begonnen.

    17.19 Uhr: Auch im Herbst keine Münchner Sicherheitskonferenz in Präsenz

    Die Münchner Sicherheitskonferenz wird auch im Herbst wegen der Corona-Pandemie nicht als direktes Treffen stattfinden. "Wir haben länger geprüft und geschaut, welche Optionen es gibt. Wir haben dann aber entschieden, dieses Jahr keine Münchner Sicherheitskonferenz als Präsenzveranstaltung zu machen", sagte ein Sprecher zu einem entsprechenden "Bild"-Bericht. Das Treffen gilt als eine der größten transatlantischen Konferenzen zur Außen- und Sicherheitspolitik mit der Teilnahme von Dutzenden Regierungschefs, Außen- und Verteidigungspolitikern. Sie fand im Februar wegen Corona nur im virtuellen Format statt.

    17.00 Uhr: Schleswig-Holstein lockert Beschränkungen

    Schleswig-Holstein geht in der Corona-Pandemie weitere Öffnungsschritte im Tourismus und weiteren Bereichen. So dürfen Geimpfte, Genesene und Getestete vom 17. Mai an unter strengen Vorgaben landesweit Gaststätten auch in Innenräumen besuchen und in Beherbergungsbetrieben übernachten, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) bekanntgab. Erleichterungen gibt es auch in den Bereichen Kita, Schule, Sport und Kultur.

    Wer als Tourist im Norden übernachten will muss sich demnach alle drei Tage auf Corona testen lassen. Mit ihren Beschlüssen weitet die Landesregierung praktisch die für vier Modellregionen geltenden Regeln auf das gesamte Land aus.

    Hintergrund der weiteren Lockerungen sind die sinkenden Corona-Zahlen mit stabil unter 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen in weiten Teilen Schleswig-Holsteins. Am Dienstagabend betrug die landesweite Inzidenz 54,5.

    16.56 Uhr: Luxemburg will ab 16. Mai Gastronomie weiter öffnen

    Luxemburg hat weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen angekündigt. Ab dem 16. Mai soll die Gastronomie auch im Innenbereich wieder öffnen dürfen, sagte Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel nach der Sitzung des Regierungsrates. Restaurants und Cafés können Gäste dann bis 22.00 Uhr empfangen, wobei bis zu vier Personen an einem Tisch sitzen können. Voraussetzung dafür sei ein negativer Corona-Schnelltest. Die Außengastronomie ist in Luxemburg bereits seit 7. April unter strengen Auflagen geöffnet: Draußen ist kein Schnelltest nötig.

    16.53 Uhr: Kanada lässt Biontech-Pfizer-Impfstoff für Zwölfjährige zu

    In Kanada darf der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer nun auch 12- bis 15-Jährigen verabreicht werden. Dies teilte die federführende Gesundheitsbehörde Health Canada am Mittwoch "nach eingehender und unabhängiger wissenschaftlicher Prüfung" mit. Sie bezeichnete die Genehmigung als wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie. Laut Biontech ist Kanada eines der ersten Länder weltweit, in dem der Impfstoff für diese Altersgruppe eingesetzt werden darf.

    In Kanada war das Mittel bislang für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene zugelassen. Pfizer hatte Ende März erste Ergebnisse einer Studie mit 2260 Personen aus den USA veröffentlicht, der zufolge es unter vollständig mit dem Mittel geimpften Zwölf- bis 15-Jährigen keine Fälle von Covid-19 gab, bei Ungeimpften dagegen 18. Die Nebenwirkungen bei den Probanden ähnelten denen bei jungen Erwachsenen. Zu ihnen gehörten Fieber, Schmerzen, Schüttelfrost und Erschöpfung, besonders nach der zweiten Dosis.

    16.48 Uhr: Nürnberg will Impfungen in angespannten Stadtteilen voranbringen

    Die Stadt Nürnberg will in Stadtteilen, in denen sich überproportional viele Menschen mit dem Virus anstecken, das Impfen voranbringen – unabhängig von der Priorisierung. Drei Optionen sind im Gespräch und sollen so schnell wie möglich umgesetzt werden, sagt Nürnbergs Gesundheitsreferentin Britta Walthelm (Grüne). Die Stadt will zum einen mobile Impfteams in die betroffenen Stadtteile schicken. Zum anderen ist geplant, Arztpraxen in den betroffenen Vierteln mit mehr Impfstoff zu versorgen, da die Wartelisten sehr lang seien, so Walthelm weiter. Vor allem sollen auch Impfangebote bei den Tafeln und ähnlichen sozialen Einrichtungen geschaffen werden.

    16.42 Uhr: Studierende beklagen mangelnde finanzielle Unterstützung in Pandemie

    In einem gemeinsamen Hilferuf haben die Landesstudierendenvertretungen mehrerer Bundesländer am Mittwoch auf die teils prekäre Situation der Studierenden in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. "Viele Studierende befinden sich weiterhin in einer schweren finanziellen Notlage. Das Anhalten der Pandemie verschlimmert die Lage zusehends", hieß es in einer veröffentlichten Mitteilung.

    Die Überbrückungshilfen des Bundesbildungsministeriums von maximal 500 Euro im Monat seien zum einen viel zu niedrig angesetzt, zum anderen würden sie nur jenen ausgezahlt, die weniger als 100 Euro auf dem Konto hätten, erfolglose Bewerbungen für Nebenjobs nachweisen könnten, monatlich einen Antrag stellten und nicht schon vor der Krise in einer Notlage gewesen seien.

    15:49 Uhr: Bundesregierung warnt vor Verwenden gefälschter Impfpässe

    Die Bundesregierung hat die Bürger davor gewarnt, sich gefälschte Impfpässe zu beschaffen, um so vorzeitig in den Genuss von Erleichterungen etwa bei Kontaktbegrenzungen oder bei Urlaubsreisen zu kommen. Dies sei kein Kavaliersdelikt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in der Bundespressekonferenz. "Wer so etwas tut, gefährdet die Gesundheit anderer Menschen. Das ist das eine. Er macht sich aber auch strafbar. Das ist ganz klar eine nach dem Strafgesetzbuch strafbewehrte Urkundenfälschung. Und strafbare Handlungen werden verfolgt."

    Es gebe immer ein Missbrauchsrisiko, sagte Seibert weiter. Deshalb wolle die Bundesregierung den digitalen Weg gehen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist geplant, dass der Impfnachweis sowohl auf der Corona-Warn-App wie auch auf einer Extra-App digital gespeichert werden kann. Dies soll in der zweiten Hälfte des laufenden Quartals möglich werden.

    15.45 Uhr: Serbien bietet rund 25 Euro für Corona-Impfungen

    Um die weit verbreitete Impfskepsis in der Bevölkerung des Balkanlandes zu überwinden, will Serbien den Bürgern Geld für eine Corona-Impfung zahlen. Wer sich bisher impfen ließ oder bis zum 31. Mai eine Impfung erhält, soll eine einmalige Unterstützung in Höhe von 3000 Dinar (25 Euro) erhalten, gab Präsident Aleksandar Vucic in Belgrad bekannt. Durchschnittlich verdienen die Serben derzeit 520 Euro im Monat.

    15.40 Uhr: Saarland plant Sonderimpfungen in sozialen Brennpunkten

    Auch das saarländische Gesundheitsministerium plant Sonderimpfungen in sozialen Brennpunkten. Diese sollten in Abstimmung mit den Gemeinwesenprojekten erfolgen, teilte das Ministerium in Saarbrücken mit. Seit Anfang der Woche gehen beispielsweise in Köln mobile Impfteams in Stadtteile mit sozialen Brennpunkten wie Chorweiler, um gezielt zu impfen. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte für das Pilotprojekt zunächst 1000 Impfdosen zur Verfügung gestellt.

    15.36 Uhr: Heimatsoundfestival in Oberammergau abgesagt

    Auch 2021 wird es kein Heimatsound Festival in Oberammergau geben. Schweren Herzens haben sich die Veranstalter zu diesem Schritt entschieden. In einer Pressemitteilung heißt es: "Die letzten Monate haben wir uns viele Gedanken über Lösungsansätze gemacht und uns verschiedene Ideen und Konzepte überlegt. Wir haben mit anderen Veranstaltern, Bookern, unseren Partnern vom BR Fernsehen und Bayern 2 und natürlich auch den zuständigen Behörden gesprochen, aber es war nichts zu machen. Wir sind jetzt zu dem Punkt gekommen, dass wir einfach keine Planungssicherheit bekommen werden und uns die Pandemie keine Möglichkeit gibt ein verantwortungsvolles und entspanntes Festival mit tausenden Besuchern durchführen zu können." Die Tickets von den verschobenen Festivals 2020 und 2021 sollen jetzt komplett rückabgewickelt werden.

    15.14 Uhr: Bayern-SPD fordert schnelle Impfung für Jugendliche ab 16

    Die SPD im Bayerischen Landtag fordert in einem Dringlichkeitsantrag eine Sonderimpfkampagne für junge Menschen. "Es brennt bei den Jugendlichen, und wir müssen dieses Feuer löschen", sagte die Gesundheitspolitische Sprecherin Ruth Waldmann. Die junge Bevölkerung sei aktuell die Gruppe mit den höchsten Corona-Inzidenzen. Es sei deshalb sinnvoll, diese jetzt schnell zu impfen. "Sie sind jetzt besonders gefährdet und haben sehr unter den Einschränkungen zu leiden", so Waldmann.

    Aktuell ist eine Impfung ab 16 Jahren möglich. An den Corona-Hotspots in den bayerischen Grenzregionen habe man sehen können, dass mit einer Sonderimpfkampagne die teilweise dramatische Lage relativ rasch in den Griff zu bekommen war. Dies müsse das bayerische Gesundheitsministerium jetzt umgehend auch bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab 16 Jahren auf den Weg bringen.

    14.55 Uhr: Bayerische FDP fordert Pflegebedürftige in Heimen nicht zu vergessen

    Den Menschen in Pflegeheimen in der Corona-Pandemie wieder mehr Normalität ermöglichen: Dies fordert die FDP-Fraktion im bayerischen Landtag. Geimpfte Bewohner sollten sich in Speisesälen und Gemeinschaftsräumen wieder uneingeschränkt treffen dürfen und untereinander nicht mehr zu Abstand und Maske verpflichtet sein, heißt es in dem Antrag. Die Menschen sollten wieder "am gleichen Tisch essen dürfen", forderte FDP-Abgeordneter Dominik Spitzer: "Die Isolation der Alten muss endlich ein Ende finden." Bayernweit seien in den Heimen aktuell 86 Prozent der Bewohner zweimal geimpft, beim Personal seien es 60 Prozent. Doch trotz der hohen Durchimpfung habe sich in den Heimen bisher nicht viel verändert, so Spitzer. Dabei sei die Ansteckungsgefahr schon durch die erste Impfdosis wesentlich reduziert, zumal Abstands- und Maskenpflicht für Besucher weiterhin gelte. Er forderte die Staatsregierung auf, die Anweisungen für Heime zu aktualisieren und dabei die Einschränkungen in Einrichtungen mit einer sehr hohen Durchimpfungsrate zurückzunehmen.

    14.45 Uhr: Immer mehr Kinder und Jugendliche in Bayern haben seelische Probleme

    Immer mehr Kinder und Jugendliche in Bayern haben seelische Probleme. Und brauchen deshalb auch immer öfter eine psychotherapeutische Behandlung. Zu diesem Schluss kommt der heute veröffentlichte Arztreport 2021 der Barmer-Krankenkasse. Laut Studie stieg die Zahl junger Patientinnen und Patienten im Freistaat innerhalb von elf Jahren um rund 90 Prozent. Demnach benötigten im Jahr 2019 rund 123.800 bayerische Kinder und Jugendliche psychotherapeutische Hilfe.

    "Sozialer Stress und wachsende Leistungsanforderungen können Gründe sein, weshalb sich junge Menschen häufiger unter Druck gesetzt fühlen, was ihnen buchstäblich auf die Seele schlägt", sagt Professorin Claudia Wöhler, Landesgeschäftsführerin der Barmer-Krankenkasse in Bayern. Die Corona-Pandemie dürfte dabei die Situation noch ein Stück weit verschärfen. Allein im ersten Halbjahr 2020 stieg die Zahl der bayerischen Heranwachsenden bis einschließlich 24 Jahren mit Psychotherapie gegenüber 2019 um 6,5 Prozent.

    14.40 Uhr: Gesundheitsministerium bekommt mehr Geld für Impfstoffe

    Das Gesundheitsministerium soll zur Beschaffung von Corona-Impfstoff weitere 3,8 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bekommen. Es geht dabei um Impfstoff für die Jahre 2022 und 2023, also vor allem für Auffrischungsimpfungen und Impfungen gegen mutierte Coronaviren. Das geht aus einem Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das das Nachrichtenportal "The Pioneer" berichtete.

    Demnach zeichnen sich Vertragsabschlüsse der Europäischen Kommission ab, "um eine ausreichende Versorgung mit adäquaten Impfstoffen gegen COVID-19 auch für die kommenden Jahre sicherzustellen". Der Preis werde aber "zu erheblichen Teilen" erst 2022 und 2023 fällig. Außerdem stehe ein Vertrag kurz vor dem Abschluss, bei dem es auch um angepasste Impfstoffe für Kinder gehe. Deutschland müsse jetzt Zahlungsverpflichtungen eingehen, damit entsprechend viel Impfstoff bestellt werde.

    14.36 Uhr: 2.780 Neuinfektionen und 36 Todesfälle in Bayern

    Die Zahl der in Bayern gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in den vergangenen 24 Stunden um 2.780 gestiegen (Stand 05.05.21, 8 Uhr). Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen haben sich seit Beginn der Pandemie in Bayern insgesamt 603.498 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle von Menschen, die mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben sind, hat sich um 36 erhöht. Seit Beginn der Pandemie sind damit insgesamt 14.279 Todesfälle in Bayern zu verzeichnen. Der bayernweite Inzidenzwert ist leicht auf 131,75 gesunken. Den höchsten Wert weist mit 162,44 weiterhin Niederbayern auf. Oberbayern hat mit aktuell 111,19 die niedrigste Inzidenz.

    14.24 Uhr: Dehoga - Gastwirte im April mit 75 Prozent Umsatzminus

    Das deutsche Gastgewerbe hat im Lockdown-Monat April 75,2 Prozent weniger Umsatz gemacht als vor Jahresfrist, wie der Branchenverband Dehoga mitteilt. Laut Umfrage unter 4720 Betrieben wartet noch jeweils jedes zehnte Unternehmen auf die Auszahlung der November- und Dezemberhilfe. Auch beim aktuellen Förderprogramm der Überbrückungshilfe III melden demnach gut 79 Prozent noch keinen Eingang des Geldes.

    Jeder vierte Unternehmer ziehe eine Betriebsaufgabe in Erwägung. "6,1 Prozent der Betriebe sehen konkret die Gefahr, dass sie in den nächsten drei Wochen einen Insolvenzantrag für ihren Betrieb stellen müssen." Dehoga-Präsident Guido Zöllick bekräftigt, dass der Insolvenzschutz für solche Firmen verlängert werden müsse. "Es ist ein Gebot der Stunde, die Hilfslücken zu schließen und das Überleben der Unternehmen zu gewährleisten."

    14.10 Uhr: Kanzleramtschef rechnet mit Abschluss der Impfkampagne bereits im Juli

    Kanzleramtschef Helge Braun hält es für möglich, dass bereits im Juli alle Erwachsenen in Deutschland ein Impfangebot erhalten haben werden. Es sei nun klar, "dass wir in den nächsten zwei Monaten sehr viel Impfstoff haben werden, um diese Impfkampagne abzuschließen", sagt der CDU-Politiker im Bundestag. Bisher hat die Bundesregierung zugesagt, dass alle ein Impfangebot bis Ende des Sommers erhalten sollen. Braun fügt hinzu, man wolle sicherstellen, dass Impfstoff gegen mögliche Virus-Varianten für Folgeimpfungen "deutlich schneller" zur Verfügung stehen wird als in der ersten Impfkampagne.

    14.05 Uhr: Corona lässt Umsatz mit "Fairtrade"-Produkten sinken

    Die Corona-Pandemie hat auch beim Absatz fair gehandelter Produkte Spuren hinterlassen. Erstmals seit 20 Jahren ging 2020 der Umsatz von Waren mit dem "Fairtrade"-Siegel in Deutschland zurück, wie der Verein Transfair heute berichtete. Für rund 1,95 Milliarden Euro sind demnach im vergangenen Jahr "Fairtrade"-Produkte wie Kaffee, Bananen, Kakao oder Textilien verkauft worden, etwa 5 Prozent weniger als 2019. In den Jahren zuvor hatte Transfair zumeist zweistellige Zuwachsraten gemeldet. Der Verein vergibt an Händler und Produzenten gegen Lizenzgebühren das Recht, das grün-blau-schwarze Logo zu nutzen.

    13.52 Uhr: Bundesregierung sieht "deutliche Umkehr" durch Corona-Notbremse

    Die bundesweit verbindlichen Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen bei hohem Infektionsgeschehen zeigen aus Sicht der Bundesregierung Wirkung. "Seitdem wir die Notbremse in Kraft gesetzt haben, sehen wir jetzt eine deutliche Umkehr", sagte Kanzleramtschef Helge Braun in der Regierungsbefragung im Bundestag. Es zeige sich "momentan wirklich eine extrem schnelle Entlastung von den Infektionszahlen, was uns auch die Hoffnung gibt, dass das Gesundheitswesen seine Überlastung reduziert".

    Die von Bundestag und Bundesrat beschlossene einheitliche "Notbremse" greift seit 24. April in vielen Teilen Deutschlands. Sie muss gezogen werden, wenn an drei folgenden Tagen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 überschritten wurde. Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner es binnen einer Woche gab.

    Braun fordert eine "ganz, ganz hohe" Impfquote in Deutschland. "Das schützt auch die, die sich nicht impfen lassen können", sagt der CDU-Politiker und verweist auf Schwangere und Kinder, die sich derzeit nicht impfen lassen können.

    13.40 Uhr: Mehr als eine Million Menschen in Bayern vollständig geimpft

    In Bayern sind mehr als eine Million Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft. Mit Stand Dienstag hätten sind 1 018 882 Menschen im Freistaat eine vollständige Impfung erhalten, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek bei seiner Regierungserklärung am Mittwoch im Landtag. "Das ist ein Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie", sagte der Minister.

    In den kommenden Wochen werde die Zahl der Zweitimpfungen noch deutlich steigen. Insgesamt hätten Impfzentren, Ärzte und Krankenhäuser inzwischen 4 964 154 Impfungen in Bayern verabreicht, davon 3 945 272 Erstimpfungen. Impfzentren, niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser arbeiteten gut zusammen. Ziel müsse es sein, bald auch ein Angebot an jüngere Menschen machen zu können.

    13.29 Uhr: Norwegen kündigt Einführung von Impf-Zertifikaten an

    Norwegen wird ab Anfang Juni Impf-Zertifikate einführen. Damit sollen Inhaber Zugang zu Veranstaltungen erhalten, wie Ministerpräsidentin Erna Solberg ankündigt. Rund ein Viertel der Bevölkerung hat eine erste Impfung erhalten, 6,8 Prozent zwei Impfungen.

    13.28 Uhr: Zahl der Intensiv-Patienten sinkt auf 4.828

    Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Corona-Intensiv-Patienten in Deutschland ist weiter gesunken. Das Divi Register meldet am Mittwoch die Zahl von 4.828 Patienten (Vortag 4.945).

    13.16 Uhr: Städtetag: Kommunen auch 2021 vor deutlichem Gewerbesteuerausfall

    Angesichts der Corona-Pandemie stehen die Kommunen im Freistaat im zweiten Jahr in Folge vor deutlichen Steuerausfällen. Der Vorsitzende des Bayerischen Städtetages, Markus Pannermayr (CSU), sprach am Mittwoch von einem zu erwartenden Rückgang bei den Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 1,68 Milliarden Euro. Das habe eine Befragung unter den Mitgliederkommunen ergeben. 90 Prozent hätten sich an der Umfrage beteiligt, diese machten etwa 75 Prozent des Gewerbesteueraufkommens in Bayern aus. Der Schätzung nach liegen die Kommunen bei den Gewerbesteuereinnahmen damit 21 Prozent unter dem Niveau vor der Corona-Krise. "Wir werden dringend Kompensationsleistungen brauchen", sagte Pannermayr. Dieser Appell richte sich an die Bundesregierung und den Freistaat.

    13.02 Uhr: WHO-Experten von Daten zu Sinopharm-Nebenwirkungen wenig überzeugt

    Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben wenig Vertrauen in die vom chinesischen Staatskonzern Sinopharm zur Verfügung gestellten Daten zu gravierenden Nebenwirkungen seines Impfstoffs. Sie sind aber von der Wirksamkeit des Vakzins insgesamt überzeugt, wie aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Dokument hervorgeht. Das Papier wurde zur Überprüfung des Impfstoffs erstellt. Von der WHO und von Sinopharm sind zunächst keine Stellungnahmen zu erhalten.

    13.00 Uhr: Ministerin Giffey will Aufholprogramm für Kinder schnell umsetzen

    Das geplante Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche soll nach Angaben von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey schnell umgesetzt werden. "Das ist ja kein Gesetz und nicht zustimmungspflichtig, das machen wir jetzt", sagte sie am Mittwoch in Berlin. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) verwies darauf, dass mit den Bundesländern noch bestimmte Vereinbarungen getroffen werden müssten. Dabei geht es vor allem um die Ausgestaltung der geplanten Förderung von Nachhilfeunterricht für Schüler, die Lernrückstände aufzuholen haben. Das Paket mit einem Finanzierungsumfang von zwei Milliarden Euro hatte das Bundeskabinett zuvor beschlossen.

    12.53 Uhr: Ärztetag: Corona-Impfstrategie für Kinder und Jugendliche entwickeln

    Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat vor negativen Kollateraleffekten der Corona-Eindämmungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche gewarnt. "Es geht dabei nicht nur um entstandene schulische Bildungsdefizite, sondern mehr noch darum, dass viele Kinder wichtige Entwicklungsphasen in sozialer Isolation erlebt haben", sagte Reinhardt auf dem 124. Deutschen Ärztetag, der in diesem Jahr coronabedingt als reine Online-Veranstaltung abgehalten wird. In ihrer Generalaussprache auf dem Ärztetag haben die Abgeordneten eine medizinisch-wissenschaftliche Evaluation aller Kollateraleffekte von Eindämmungs- und Schutzmaßnahmen im Hinblick auf den Zugang zur medizinischen Akutversorgung und zu notwendigen Vorsorgeleistungen sowie mögliche psycho-soziale Auswirkungen des Lockdowns gefordert. In einem weiteren Beschluss hat der Ärztetag die Bundesregierung aufgefordert, unverzüglich eine Covid-19-Impfstrategie für Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Das Recht auf Bildung könne im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen Corona-Impfung gesichert werden.

    12.15 Uhr: Großbritannien: Rund 34 Millionen Euro für die Erforschung von Corona-Mutanten

    Zur Erforschung neuer Coronavirus-Mutanten will Großbritannien umgerechnet rund 33,8 Millionen Euro in neue Impfstoff-Labore investieren. Wie die britische Regierung am Mittwoch mitteilte, soll anhand der Mittel in den Laboren in Porton Down im Südwesten Englands die Wirksamkeit von Impfstoffen gegen Virusmutanten getestet werden. Die Investition werde "es uns ermöglichen, das Land weiter gegen die Bedrohung durch neue Varianten abzusichern", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock.

    12.12 Uhr: Bundesparteitag der Grünen wegen Corona nur digital

    Der Grünen-Bundesparteitag, auf dem unter anderem die Kanzlerkandidatur der Co-Vorsitzenden Annalena Baerbock besiegelt werden soll, findet wegen der Corona-Pandemie nur digital statt. "Angesichts der Pandemielage ist eine solche Großveranstaltung für uns nicht zu verantworten. Wenn das ganze Leben digital ist, gilt das auch für die Politik", sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner dem "Tagesspiegel". Vom 11. bis 13. Juni wollen die Grünen auf dem Parteitag zudem über den endgültigen Beschluss zum Wahlprogramm entscheiden.

    12.11 Uhr: Studie: Einkaufsverhalten hat sich durch Corona deutlich verändert

    Das Einkaufsverhalten der Verbraucher in Deutschland hat sich im ersten Jahr der Corona-Krise deutlich verändert. Die Menschen gingen seltener einkaufen, gaben dafür aber mehr Geld pro Einkauf aus und zahlten seltener bar. Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI. "Die Pandemie hat die Kundschaft vielfach zu Vorratskäufern gemacht, die durch eine Reduzierung ihrer Einkaufsfrequenz unnötige Kontakte vermeiden möchten. Diese Einkäufe bezahlen sie häufiger per Karte", berichtete das EHI. Die Zahl der Einkäufe in deutschen Einzelhandelsgeschäften sank demnach 2020 um fast zwei Milliarden auf gut 18 Milliarden.

    11.57 Uhr: Die Post strotzt vor Optimismus in Pandemie

    Nach einem glänzenden Jahresauftakt setzt sich die Deutsche Post noch höhere Ziele. Statt eines Betriebsgewinns von deutlich mehr als 5,6 Milliarden Euro peilt der Konzern nun mehr als 6,7 Milliarden Euro in diesem Jahr an. Finanzvorständin Melanie Kreis begründete den Optimismus am Mittwoch mit dem ersten Quartal und dem Paketboom in Pandemiezeiten: "Es war mit Abstand unser stärkstes Auftaktquartal aller Zeiten." Der Betriebsgewinn lag bei 1,9 Milliarden Euro und war damit mehr als dreimal so hoch wie ein Jahr zuvor. Der Umsatz wuchs um 22 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente der Bonner Konzern 1,2 Milliarden Euro.

    11.25 Uhr: Bundeswehr-Flug mit Teilen von Sauerstoffanlage nach Indien unterwegs

    Ein Bundeswehr-Airbus ist am Mittwoch mit Teilen einer Anlage zur Herstellung von Sauerstoff nach Indien gestartet. Die Maschine vom Typ A400 machte sich aus dem niedersächsischen Wunstorf auf dem Weg in die indische Hauptstadt Neu-Delhi, wie die Luftwaffe im Onlinedienst Twitter mitteilte. Eine zweite A400-Maschine mit den übrigen Teilen der Anlage soll am Donnerstag aus Wunstorf starten.

    Die Lieferungen sind Teil eines deutschen Hilfspakets für das massiv unter der Corona-Pandemie leidende Indien. Die Sauerstoffanlage wird von 13 Kräften des Sanitätsdienstes der Bundeswehr bereits erwartet. Sie waren am Samstag aus Köln/Bonn mit einer Luftwaffenmaschine mit geflogen, die 120 Beatmungsgeräte sowie Medikamente nach Neu Delhi brachte. Die Santitätskräfte sollen die komplexe Sauerstoffanlage aufbauen und Kräfte vor Ort in den Umgang mit ihr einweisen.

    11.18 Uhr: Deutschland: Zahl der Impfbefürworter hoch

    Der positive Langzeittrend bei der Einstellung zu Impfungen in Deutschland hält auch in der Corona-Pandemie weiter an. Ein Großteil der Deutschen stand Impfungen nach der ersten Corona-Welle weiterhin befürwortend gegenüber, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hervorging. Im zweiten Halbjahr des Jahres 2020 sprachen sich demnach 79 Prozent der 16- bis 85-Jährigen "befürwortend" beziehungsweise "eher befürwortend" gegenüber einer Impfung aus. 17 Prozent der Befragten äußerten demnach teilweise Vorbehalte, wohingegen vier Prozent Impfungen eher ablehnten.

    11.16 Uhr: Staatengruppe G7 will mehr Impfstoff für die Welt liefern

    Die G7-Staaten wollen die Welt nach Angaben von Außenminister Heiko Maas mit mehr Corona-Impfstoff versorgen. Man sei sich bei den Beratungen im G7-Kreis einig gewesen, dass man im Rahmen der internationalen Covax-Initiative ärmeren Staaten länger und mit mehr Impfstoff helfen müsse, sagt Maas. Die westlichen Industrieländer finanzierten bereits jetzt den größten Teil von Covax, fügt er mit Hinweis auf russische und chinesische "Impfstoff-Diplomatie" hinzu.

    11.14 Uhr: Zufriedenheit bei Corona-Bekämpfung gesunken

    Die Zufriedenheit mit dem staatlichen Krisenmanagement in der Corona-Pandemie ist in Deutschland laut einer internationalen Umfrage wie in anderen Demokratien deutlich gesunken. Während im Frühjahr 2020 noch 71 Prozent der deutschen Befragten der Meinung gewesen seien, dass ihr Land gut auf die Pandemie reagiere, seien nun nur noch 48 Prozent dieser Ansicht. Das teilte die Demokratie-Organisation des Ex-Nato-Generalsekretärs Anders Fogh Rasmussen, die Alliance of Democracies, in Kopenhagen mit. Der Rückgang entspreche einem allgemeinen Trend in Europa, sei aber deutlich größer als im globalen Durchschnitt.

    Fast die Hälfte aller Deutschen (48 Prozent) sei zudem der Meinung, dass die Bundesregierung die Freiheiten der Bürger in der Pandemie zu weit eingeschränkt habe, erklärte die Organisation. 31 Prozent hielten die Einschränkungen dagegen für angemessen. Auch diese Zahlen lagen im europäischen Durchschnitt.

    Für die jährliche Studie zur Wahrnehmung der Demokratie, den "Democracy Perception Index", hat das Marktforschungsinstitut Latana im Auftrag der Alliance of Democracies insgesamt mehr als 50.000 Menschen in 53 Ländern befragt, in denen mehr als drei Viertel der Weltbevölkerung leben. In Deutschland nahmen 1.009 Menschen teil.

    11.06 Uhr: Corona-Krise vertreibt Zweifel von Firmen an der Digitalisierung

    Die Corona-Krise vertreibt einer Studie des Branchenverbandes Bitkom zufolge die Zweifel von Firmen an einer Notwendigkeit der Digitalisierung. Inzwischen stellten nur noch zwölf Prozent der Befragten den wirtschaftlichen Nutzen der Digitalisierung für ihr Unternehmen infrage, wie aus einer heute veröffentlichten Umfrage unter 500 Firmen hervorgeht. Zu Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr seien es noch 27 Prozent gewesen. Zugleich hätten zwei Drittel erklärt, dass ihnen digitale Technologien helfen, die Krise zu bewältigen.

    Durch diese hat die Digitalisierung von Geschäftsprozessen an Bedeutung gewonnen. Zudem hat der Einsatz von Messengerdiensten und Kommunikationsanwendungen wie Teams und Slack stark zugenommen. Zwei Drittel nutzen nunmehr Messengerdienste - vor einem Jahr waren es nur die Hälfte der Firmen.

    10.46 Uhr: Deutscher Ärztetag fordert bessere Vorbereitung auf Pandemien

    Der Deutsche Ärztetag hat eine bessere Vorbereitung auf Pandemien gefordert. Die Krisenreaktionsfähigkeit des Landes müsse "dringend optimiert werden", hieß es nach Angaben der Bundesärztekammer in einem auf dem digital tagenden Ärztetag gefassten Beschluss. Aufgrund der jüngsten Erfahrungen mit der Corona-Pandemie sprachen sich die Mediziner unter anderem für die Schaffung "fester Krisenstäbe" der Bundesländer auch unter Einbeziehung der Ärztekammern aus.

    Außerdem forderten sie ständig aktualisierte Pandemiepläne auf allen Ebenen des Staats und des Gesundheitswesens sowie Reserven mit wichtigen Medikamenten und Medizinprodukten. Auch ein Ausbau "innereuropäischer Produktionsstandorte" für Arzneimittel und medizinische Güter sei erforderlich, betonte der Ärztetag. Darüber hinaus forderte der Ärztetag eine Strukturreform und Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdiensts. Aktivitäten der einzelnen Gesundheitsämter müssten zentral koordiniert werden. Auch deren technische und personelle Ausstattung müsse dringend verbessert werden, hieß es in dem Beschluss. In der aktuellen Pandemie sei es "dem großen persönlichen Engagement der Beschäftigten im öffentlichen Gesundheitsdienst" zu verdanken, dass dieser seinen Aufgaben trotz der unzureichenden Bedingungen nachgekommen sei.

    10.37 Uhr: Indische Delegation bei G7-Treffen in Quarantäne

    Wegen zwei positiver Corona-Fälle begibt sich die komplette indische Delegation bei dem G7-Außenministertreffen in London in Quarantäne. Das gibt die britische Regierung bekannt. Indien werde nun virtuell an der Konferenz teilnehmen, berichtet ein Journalist des Senders Sky. Indien gehört nicht zu den G7-Mitgliedern (USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan und Kanada), war von Großbritannien neben Australien und Südkorea aber ebenfalls eingeladen worden.

    10.33 Uhr: Kabinett billigt Milliarden-Aufholpaket für Kinder und Jugendliche

    Zur Linderung sozialer Folgen der Corona-Pandemie hat das Bundeskabinett ein Aufholpaket für Kinder und Jugendliche auf den Weg gebracht. Wie die Bundesregierung am Mittwoch in Berlin mitteilte, sollen aus dem Hilfsprogramm in diesem und im nächsten Jahr bis zu zwei Milliarden Euro fließen. Über die Maßnahmen müssen noch Bundestag und Bundesrat beraten. Finanziert werden könnten damit beispielsweise Nachhilfestunden, aber auch die Mitgliedschaft in Sportvereinen, Musikunterricht oder die Teilnahme an Feriencamps. Ebenfalls auf den parlamentarischen Weg gebracht wurde ein Entwurf zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter.

    10.27 Uhr: Fast 30 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gegen Corona erstgeimpft

    In Deutschland haben 29,5 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervor. Den vollen Impfschutz erhielten bislang 8,3 Prozent der Bevölkerung. Am Dienstag wurden demnach 813.290 Impfspritzen gesetzt. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mitteilte, sei das nach dem Start der Impfkampagne in Deutschland der dritte Tag, an dem mehr als 800.000 Impfspritzen gesetzt worden seien. Der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne war am vergangenen Mittwoch mit mehr als einer Million Impfungen erreicht worden.

    Insgesamt verabreichten alle Impfstellen bislang knapp 31,5 Millionen Dosen, davon etwas mehr als 24,5 Millionen bei Erstimpfungen und weitere gut 6,9 Millionen bei Zweitimpfungen.

    Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 33,1 Prozent. Brandenburg liegt mit 26,4 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Von etwa 35,7 Millionen gelieferten Impfdosen wurden bislang 88,1 Prozent verbraucht.

    10.01 Uhr: Reiseunternehmen rechnen mit massivem Geschäftseinbruch

    Reisebüros und Veranstalter rechnen angesichts der Corona-Zwangspause auch im laufenden Tourismusjahr mit einem massiven Geschäftseinbruch. Mehr als 90 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, weniger als 50 Prozent der Umsätze aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 erzielen zu können, wie aus einer heute veröffentlichten Umfrage des Reiseverbandes DRV hervorgeht. Mehr als zwei Drittel erwarten sogar weniger als 25 Prozent und damit einen neuerlichen Umsatzverlust von mindestens 75 Prozent. Im vergangenen Tourismusjahr war der Umsatz mit organisierten Reisen wegen der Corona-Krise um 65 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro eingebrochen.

    Die große Mehrheit der im April befragten 450 Reiseunternehmen fordert von der Politik ein Konzept für einen Restart. Zudem halten 90 Prozent eine Verlängerung der Überbrückungshilfen für notwendig. Mehr als zwei Drittel sprachen sich auch für eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes aus, um die Belegschaften zu halten. Etwa 98 Prozent aller Reiseveranstalter und 96 Prozent der Reisebüros nutzen die Corona-Hilfen der Bundesregierung.

    09.38 Uhr: Indische Zentralbank kündigte günstige Kredite für Gesundheitsdienstleister an

    Im Kampf gegen die heftige zweite Corona-Welle hat Indiens Zentralbank günstige Kredite in Höhe von umgerechnet rund 5,6 Milliarden Euro für Impfstoffhersteller, Krankenhäuser und Gesundheitsunternehmen freigegeben. Der Präsident der Reserve Bank of India, Shaktikanta Das, versprach zudem "unkonventionelle" Maßnahmen, falls sich die Krise weiter verschlimmere. Indien registrierte heute einen Höchstwert von 3.780 Todesfällen binnen 24 Stunden sowie rund 382.000 Neuinfektionen.

    Die verheerende Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreite, mache "schnelle und weitreichende Maßnahmen" erforderlich, sagte Das. Der Schritt erleichtert es den indischen Banken, günstige Kredite an Krankenhäuser, Sauerstoffhersteller und sogar Patienten zu vergeben. Das Ziel sei, den Zugang zu medizinischer Notfallversorgung zu verbessern, betonte Das. Um die Wirtschaft zu stützen, gibt die Zentralbank zudem einigen anderen Kreditnehmern mehr Zeit für die Rückzahlung von Krediten.

    Indiens seit Jahrzehnten unterfinanziertes Gesundheitssystem ist angesichts der zweiten Corona-Welle völlig überlastet. Zahlreiche Menschen sterben in Warteschlangen vor den Krankenhäusern, weil es an Betten und medizinischem Sauerstoff mangelt.

    09.29 Uhr: FDP-Fraktion enthält sich bei Abstimmung über Verordnung für Geimpfte

    Die FDP-Fraktion wird sich bei der Abstimmung im Bundestag über die Verordnung zu den Rechten von Geimpften und Genesenen enthalten. Dies kündigt der Parlamentarische Geschäftsführer Marco Buschmann an. Die Vorlage gehe zwar "in die richtige Richtung", sagt Buschmann. "Aber der Gedanke ist nicht konsequent zu Ende gedacht." So hätte sich die FDP weitergehende Rechte für Geimpfte und Genesene gewünscht, etwa was den Breitensport angehe. Zudem müsse es "für solche wesentliche Fragen" ein Gesetz geben, eine Verordnung reiche nicht aus. Der Regierung wirft er generell einen "Schlingerkurs" vor.

    09.00 Uhr: ifo-Institut - Zahl der Kurzarbeiter um zehn Prozent gesunken

    Im April waren nach Schätzung des Ifo-Instituts noch 2,7 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Das wären 300.000 weniger als im März, wie die Münchner Wirtschaftswissenschaftler mitteilten. Am schwersten von der Corona-Krise getroffen waren wegen des andauernden Lockdowns nach wie vor Hotels und Gaststätten. Im Gastgewerbe waren demnach 565.000 Menschen in Kurzarbeit, ein Anteil von über 53 Prozent.

    In der Industrie waren laut Schätzung noch 6,4 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit, insgesamt 444.000 Menschen. Im Vergleich zum ersten Lockdown vor einem Jahr sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt inzwischen weniger gravierend. Im Mai 2020 waren knapp sechs Millionen Menschen in Kurzarbeit.

    08.51 Uhr: Ramelow fordert fälschungssicheren Impfnachweis

    Der thüringische Ministerpräsidenten Bodo Ramelow hat die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Verordnung zu Erleichterungen für Geimpfte und Genesene kritisiert. Es fehle der fälschungssichere Impfnachweis. "Das ist ein kleines, wenn auch nicht unwichtiges Detail, weil wir beim Nachweis der Impfzertifikate und der Testzertifikate sowie dem Status der Genesenen ein klares Instrument brauchen, damit es auch überprüft werden kann", sagte Ramelow in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv mit Blick auf die wegfallenden Ausgangsbeschränkungen und die notwendigen Kontrollen durch die Polizei. Er hoffe auf eine rasche Lösung. "Ansonsten ist es eine Bundes-Notbremse und ein Bundes-Durcheinander - und davon haben wir am Ende keine Verbesserung für alle Beteiligten."

    08.35 Uhr: Linke-Fraktionschefin will einheitliche Regeln bei niedriger Inzidenz

    Mit Blick auf die Rücknahme der Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte und Genesene hat die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag bundeseinheitliche Regelungen für Regionen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von unter 100 gefordert. Amira Mohamed Ali sagte im "ZDF"-Morgenmagazin, es sei "nach wie vor so, dass die Länder das in Eigenverantwortung regeln". In den Regionen mit niedrigen Inzidenzen bleibe es bei einem Flickenteppich und das sei "überhaupt nicht gut".

    Mohamed Ali kündigte an, dass ihre Fraktion der von der Bundesregierung am Dienstag beschlossenen Verordnung zur Rücknahme der Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte und Genesene zustimmen werde.

    08.20 Uhr: Australien meldet erste Ansteckung in Sydney seit über einem Monat

    Australien verzeichnet in seinem bevölkerungsreichsten Bundesstaat New South Wales die erste Ansteckung seit mehr als einem Monat. Das könnte zur Folge haben, dass Abstandsregeln wieder eingeführt werden. Tests hätten gezeigt, dass der Mann, der in Vororten von Sydney unterwegs gewesen war, eine höhere Viruslast habe als sonst üblich, teilt der Gesundheitsminister von New South Wales mit. Das erhöhe die Gefahr von zahlreichen Ansteckungen. "Wir sind etwas beunruhigt." Alle, die in engem Kontakt zu dem Infizierten waren, seien informiert.

    08.13 Uhr: Spahn - Regelung für Geimpfte könnte Sonntag in Kraft treten

    Die Verordnung zu Rechten von Geimpften könnte laut Gesundheitsminister Jens Spahn am Sonntag in Kraft treten. Voraussetzung dafür sei ein Beschluss im Bundesrat am Freitag, sagt der CDU-Politiker im ZDF.

    07.43 Uhr: Hausärzte fordern Rechtssicherheit für siebte Biontech-Dosis

    Der Deutsche Hausärzteverband fordert Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte, die pro Ampulle sieben statt sechs Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer nutzen wollen. "Es kann nicht sein, dass täglich in Deutschland Impfdosen weggeworfen werden", sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ärzte bräuchten im Umgang mit der siebten Dosis bundesweit Rechtssicherheit. Es dürfe nicht sein, "dass Hausärztinnen und Hausärzte, die im Kampf gegen diese Pandemie alles geben und mit dem vorhandenen Impfstoff so viele Menschen so schnell wie möglich impfen, riskieren, mit einem Bein im Gefängnis zu stehen."

    Unterstützung erhalten die Hausärzte von SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. Beim Impfstoff von Biontech/Pfizer seien nur sechs Dosen pro Ampulle zugelassen, erläuterte Lauterbach. Es sei nicht verboten, aber rechtlich nicht abgesichert, die siebte Dosis zu verwenden. "Ich verstehe, dass viele Ärzte aus Angst vor dem Haftungsrisiko die siebte Dosis des Biontech-Impfstoffs wegwerfen", sagte Lauterbach den Funke-Zeitungen. "Wir müssen den Ärzten bundesweit Rechtsicherheit für die Nutzung der siebten Dosis geben. Der Staat muss das Haftungsrisiko übernehmen."

    07.31 Uhr: Indien meldet 3.780 weitere Corona-Tote

    Indiens Gesundheitsministerium meldet 3.780 Corona-Todesfälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden - so viele wie noch nie zuvor. Insgesamt sind demnach in Indien nunmehr 226.188 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die bestätigten Infektionen stiegen den Angaben zufolge binnen eines Tages um 382.315 auf 20,67 Millionen. Gesundheitsexperten zufolge dürften die tatsächlichen Zahlen aber viel höher liegen.

    07.10 Uhr: Pharmazulieferer Siegfried füllt Novavax-Impfstoff in Hameln ab

    Der Schweizer Pharmazulieferer Siegfried soll den Covid-Impfstoff der US-Biotechfirma Novavax abfüllen. Der Herstellungs- und Liefervertrag zwischen Novavax und Siegfried habe eine Laufzeit bis Ende 2021 und könne verlängert werden. Der Impfstoffkandidat werde derzeit von verschiedenen Gesundheitsbehörden weltweit zur Zulassung geprüft und solle ab etwa Mitte 2021 im deutschen Hameln abgefüllt werden. Der von Siegfried abgefüllte Impfstoff sei für den Vertrieb außerhalb der USA bestimmt.

    06.38 Uhr: Kinderhilfswerk kritisiert "Corona-Aufholpaket" für Kinder

    Das Deutsche Kinderhilfswerk kritisiert das von der Bundesregierung geplante "Corona-Aufholpaket" für Kinder und Jugendliche als völlig unzureichend. "Natürlich hört sich ein Zwei-Milliarden-Programm erst einmal gut an, aber im Endeffekt werden damit weniger als 150 Euro pro Kind in die Hand genommen. Das wird bei Weitem nicht ausreichen, um auch nur annähernd die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu decken", sagte Präsident Thomas Krüger im Vorfeld der Sitzung des Bundeskabinetts in Berlin. Die Befunde der Studien über die Auswirkungen der Pandemie auf die physische und psychische Verfassung der Kinder seien gravierend.

    06.28 Uhr: Entwicklungsminister - G7-Staaten müssen Verantwortung übernehmen

    Entwicklungsminister Gerd Müller hat das Ministertreffen der G7-Staaten aufgerufen, in der Corona-Pandemie ein Signal der Verantwortung für die Bekämpfung der sozialen und wirtschaftlichen Folgen zu setzen. Aus einer Gesundheitskrise sei inzwischen eine Mehrfachkrise geworden, warnte der CSU-Politiker. "Weltweit haben 300 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Dazu kommt der Hunger, weil Lieferketten zusammengebrochen sind", so Müller. "130 Millionen Menschen sind durch die Pandemie in Hunger und extreme Armut zurückgefallen. Das gefährdet die Stabilität ganzer Regionen."

    Müller forderte, die G7 müssten vorangehen und die am meisten betroffenen Länder mit einem "Pakt gegen den Hunger" unterstützen. Er begrüße es, dass die 42 besonders gefährdeten Länder mit einem solchen Pakt unterstützt werden sollten. "Von dem Gipfel erwarte ich auch ein klares Zeichen zur finanziellen Unterstützung des Pakts. Deutschland wird auch 2021 einen substanziellen Beitrag leisten, um Menschen, die vom Hunger bedroht sind, zu helfen - insbesondere zur Versorgung der weltweit 80 Millionen Flüchtlinge", sagte Müller.

    05.30 Uhr: RKI meldet 18.034 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt weiter

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 18.034 neue Positiv-Tests. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 132,8 von 141,4 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 285 weitere Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 83.876. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,45 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

    05.00 Uhr: Japan erwägt verlängerten Ausnahmezustand

    In Japan erwägt die Regierung den Ausnahmezustand für Tokio und andere Großstädte über den 11. Mai hinaus zu verlängern. Wie die Zeitung Yomiuri berichtet, werde dies neben Tokio auch für Osaka, Kyoto und die Hyogo Präfektur gelten. Eine Verlängerung des Notstands würde anhaltende Bedenken schüren, ob die Olympischen Spiele in Tokio wie geplant ab dem 23. Juli abgehalten werden können. Die Spiele wurden bereits im vergangenen Jahr wegen der Pandemie verschoben.

    03.15 Uhr: Einzelhandel erwartet durch Lockerungen kaum bessere Geschäft

    Nach Einschätzungen des Branchenverbandes HDE werden die geplanten Lockerungen für Geimpfte und Genesene dem Einzelhandel kaum mehr Umsatz einbringen. "In den vergangenen Wochen haben die Händler, die für Kunden mit Negativ-Test geöffnet hatten, im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit mehr als die Hälfte ihrer Umsätze verloren", sagte HDE-Geschäftsführer Stefan Genth der "Rheinischen Post" einem Vorabbericht zufolge. Genth halte es zwar für richtig, dass die Politik Geimpfte, Genesene und negativ Getestete gleichsetze, wirtschaftlich lohne es sich seiner Meinung nach aber nicht.

    01.00 Uhr: Ökonomin sieht Probleme bei Umsetzung von Lockerungen für Geimpfte

    Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer sieht die Umsetzung der von der Bundesregierung beschlossenen Lockerungen für Geimpfte und Genesene kritisch. Wie die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" vorab berichten, sei laut der Ökonomin bisher kein fälschungssicherer Nachweis der Impfung und der überstandenen Erkrankung möglich: "Es ist unverständlich, dass man hier nicht schon viel eher eine fälschungssichere Lösung gefunden hat."

    00.35 Uhr: In den USA sind 106,2 Millionen Menschen vollständig geimpft

    In den USA sind der Seuchenbehörde CDC zufolge inzwischen 106,2 Millionen Menschen vollständig geimpft und damit fast ein Drittel der Bevölkerung. Es seien insgesamt 247,8 Millionen Dosen verimpft worden, hieß es weiter. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

    00.20 Uhr: Großbritannien will über 50-Jährigen ab Herbst drittes Impfangebot machen

    In Großbritannien soll jeder Bürger über 50 Jahre ab Herbst ein Angebot für eine dritte Coronavirus-Impfung erhalten. Wie die Zeitung "The Times" berichtet, teste man derzeit unter der Aufsicht des Epidemiologen und Regierungsberaters Chris Whitty zwei Optionen. Entweder werde man mit bis dahin modifizierten Impfstoffen arbeiten, die auch gegen neue Varianten wirksam seien, oder die dritte Impfung werde mit den bereits entwickelten Vakzinen von Pfizer-Biontech, Astrazeneca oder Moderna vorgenommen.

    Dienstag, 04. Mai 2021

    22.55 Uhr: Stadt Augsburg sagt Herbstplärrer ab

    Die Stadt Augsburg schließt sich der Empfehlung der bayerischen Staatsregierung an und wird den Herbstplärrer absagen. Dazu befinde man sich bereits in Gesprächen mit den Schausteller-Vertretungen, erklärte Wirtschaftsreferent Wolfgang Hübschle auf BR-Anfrage. Im Rahmen einer Schalte mit Ministerpräsident Söder und Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern von Städten, in denen traditionell große Volksfeste stattfinden, habe man sich am Montag darauf geeinigt, "dass im Hinblick auf die derzeitige Lage Feste in der gewohnten Form, also zum Beispiel mit Bierzeltbetrieb, nicht stattfinden können", so Hübschle. Die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus sei immer noch viel zu noch.

    21.15 Uhr: G7-Außenminister treffen sich wieder direkt

    Die Außenminister der G7-Länder sind am Dienstag zu ihrem ersten direkten, nicht virtuellen Treffen seit mehr als zwei Jahren zusammengekommen. Die Top-Diplomaten des Gastgeberlands Großbritannien, Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Japans, Kanadas und der USA besprechen in London unter anderem den Militärputsch in Myanmar und ob sie das mächtiger werdende China konfrontieren oder darauf zugehen sollen. Das Treffen zeige, dass die Diplomatie zurückgekehrt sei, sagte der britische Außenminister Dominic Raab. Bei den zweitägigen Gesprächen soll es auch um die humanitäre Krise in Syrien, den Konflikt um Tigray in Äthiopien und die unsichere Lage in Afghanistan gehen.

    21.05 Uhr: Polens Parlament gibt grünes Licht für Corona-Aufbaufonds

    Polens Parlament hat den sogenannten Eigenmittelbeschluss ratifiziert und damit grünes Licht für den milliardenschweren europäischen Corona-Aufbaufonds gegeben. Eine Mehrheit von 290 Abgeordneten stimmte am Dienstag für die Vorlage, 33 waren dagegen, 133 enthielten sich der Stimme. Der Eigenmittelbeschluss ist die Grundlage zur Finanzierung des EU-Haushaltsrahmens von 2021 bis 2027 und die Rechtsgrundlage für die EU-Kommission, Schulden für das 750-Milliarden-Programm gegen die Corona-Wirtschaftskrise aufzunehmen. Die im Sommer 2020 verabredeten Aufbauhilfen sollen den EU-Mitgliedstaaten helfen, nach der Pandemie wieder auf die Beine zu kommen. Damit die EU-Kommission die Schulden machen kann, ist die Erlaubnis aller 27 Staaten nötig.

    20.15 Uhr: Biden will Hälfte der US-Bürger bis zum 4. Juli komplett impfen

    US-Präsident Joe Biden will Insidern zufolge neue Impfziele ausrufen. Demnach sollen bis zum Nationalfeiertag am 04. Juli 70 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten haben, wie aus Regierungskreisen verlautet. Dann sollen auch 160 Millionen erwachsene US-Bürger komplett geimpft sein - grob die Hälfte der Bevölkerung von 328 Millionen.

    19.40 Uhr: Niedersachsen beschließt ab kommender Woche Öffnungen

    Niedersachsen kündigt Lockerungsschritte angesichts sinkender Corona-Fallzahlen an. Die Landesregierung beschließt, dass ab kommender Woche in Landkreisen und Städten nach fünf Tagen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 wieder Handel, Gastronomie und Tourismus öffnen können. Zudem sollen dort Kulturveranstaltungen im Freien möglich sein. Allerdings werden gleichzeitig die Testpflichten ausgeweitet.

    19.20: Scholz will Wirtschaftshilfen verlängern

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz will die Wirtschaftshilfen verlängern. Davon sei er fest überzeugt, sagte Scholz dem "Handelsblatt". Dazu solle es bis Ende des Jahres eine klare Ansage geben. "Selbst wenn die Pandemie im Sommer größtenteils überstanden sein wird, werden noch viele in diesem Jahr auf Unterstützung angewiesen sein. Die sollen sie dann auch bekommen." Ein weiteres Konjunkturprogramm sieht er nicht.

    17.43 Uhr: Caritas: Corona-Erleichterungen auch für Altenheime

    Die Münchner Caritas hat von der bayerischen Staatsregierung verlangt, die Corona-Vorschriften auch für Altenheime zu lockern. "Wir fordern die Staatsregierung erneut auf, die restriktiven Vorgaben auch für die Alten- und Pflegeheime aufzuheben und den Menschen dort ihre Freiheitsrechte wieder uneingeschränkt zurückzugeben", sagte Gabriele Stark-Angermeier vom Diözesan-Caritasvorstand am Dienstag. "Warum sollen sich zweifach geimpfte Besucher oder Mitarbeitende noch testen lassen oder eine FFP2-Maske aufsetzen, wenn sie auf zweifach geimpfte Bewohner treffen?" Das bayerische Kabinett hatte zuvor entschieden, dass vollständig Geimpfte und Genesene ab diesen Donnerstag von vielen Corona-Beschränkungen befreit werden. In den Pflegeheimen in Bayern sollen die bisherigen Einschränkungen für die Senioren aber weiter gelten.

    17.30 Uhr: Kabinett will Corona-Aufholprogramm für Kinder

    Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch das geplante Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche auf den Weg bringen. Mit dem Zwei-Milliarden-Euro-Vorhaben sollen Nachhilfe- und Sozialmaßnahmen finanziert werden, um die Corona-Langzeitfolgen für Kinder und Jugendliche abzumildern. Bildungs- und Freizeitangebote fallen seit mehr als einem Jahr aus oder sind stark eingeschränkt. Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) wollen die Pläne am Vormittag (11.00 Uhr) in Berlin bei einer Pressekonferenz vorstellen. Eine Milliarde Euro soll in Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler investiert werden, die große Lernrückstände aufgebaut haben. Die zweite Milliarde ist für die Aufstockung verschiedener sozialer Programme vorgesehen, um die sozialen und psychischen Krisenfolgen für Kinder und Jugendliche abzufedern.

    17.30 Uhr: Luftwaffe fliegt Anlage zur Herstellung von Sauerstoff nach Indien

    Die Luftwaffe fliegt am Mittwoch eine Anlage zur Herstellung von Sauerstoff in das schwer von der Corona-Pandemie getroffene Indien. Das Gerät soll als Hilfe der Bundesregierung in zwei Transportmaschinen vom Typ A400M vom Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen aus nach Neu Delhi gebracht werden. Die zweite Maschine sollte am Donnerstag starten. Den Krankenhäusern in Indien geht wegen der steigenden Zahl an Corona-Patienten der medizinische Sauerstoff aus. Die Anlage macht Außenluft zu medizinischem, hochprozentigem Sauerstoff, der anschließend abgefüllt werden kann. Am Samstag hatte die Luftwaffe bereits 120 Beatmungsgeräte sowie Fachleute für die Bedienung der Sauerstoffanlage nach Neu Delhi geflogen. Sie wollen dort Mitarbeiter des Roten Kreuzes einweisen und 14 Tage im Land bleiben.

    17.23 Uhr: Bericht: Messi und Kollegen droht Ärger wegen Grillparty

    Die spanische Fußball-Liga hat einem Medienbericht zufolge Vorermittlungen gegen Lionel Messi und andere Spieler des FC Barcelona wegen eines möglichen Verstoßes gegen Corona-Beschränkungen während einer Grillparty eröffnet. Die Spieler hatten sich am Montag nach dem Training im Haus Messis in Castelldefels bei Barcelona getroffen, wie die Zeitung "Mundo Deportivo" am Dienstag berichtete. Das wäre nicht unbedingt ein Verstoß gegen die Corona-Regeln, nach denen sich auch mehr als sechs Personen treffen dürfen, wenn sie zur selben sogenannten Blase oder Lebensgemeinschaft gehören. Die Spieler würden auch sonst oft zusammen essen, schrieb die Zeitung. Aber diesmal seien auch Ehefrauen dabei gewesen, was nach Ansicht der Liga nicht erlaubt sei. Auch die Regionalregierung teilte mit, der Vorfall werde untersucht. Ob es zu einem Disziplinarverfahren durch die Liga und zu Bußgeldern kommen würde, war zunächst unklar.

    17.00 Uhr: Niedrige Corona-Zahlen: Britische Regierung hält an Lockerungen fest

    Angesichts weiterhin niedriger Corona-Neuinfektionen hält die britische Regierung an ihrem Zeitplan für Lockerungen fest. Damit werden voraussichtlich wie geplant am 17. Mai weitere Restriktionen aufgehoben: Dann dürfen Restaurants und Pubs auch ihre Innenräume öffnen, außerdem sind Auslandsreisen wieder erlaubt. Die Zahlen entsprächen den Erwartungen. "Das ist äußerst ermutigend und der Einführung des Impfstoffs sowie der britischen Bevölkerung zu verdanken", sagte ein Regierungssprecher am Dienstag. Das Kabinett muss dem Öffnungsschritt aber noch formal zustimmen.

    Im Vereinigten Königreich ist die Zahl der Neuinfektionen weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei etwa 23. Das Impfprogramm schreitet weiter rasch voran, bisher wurden etwa 35 Millionen Menschen geimpft, das ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von rund 66 Millionen. Etwa 15,5 Millionen Menschen haben die für den vollen Schutz nötige zweite Spritze erhalten.

    16.54 Uhr: Ärztekammer ehrt chinesischen Arzt und Corona-Warner Li Wenliang

    Die Bundesärztekammer hat dem chinesischen Augenarzt Li Wenliang posthum die Paracelus-Medaille verliehen. Es handelt sich um jenen Arzt aus Wuhan, der trotz eines Verbots der chinesischen Behörden frühzeitig vor dem Coronavirus warnte und später an den Folgen einer Infektion starb.Wenliang habe "großen Mut bewiesen" und sich unter anderem behördlichen Auflagen widersetzt, sagte Kammerpräsident Klaus Reinhardt am Dienstag zur Begründung auf dem Deutschen Ärztetag. Er stehe für "viele Tauend Ärzte, die weltweit durch die Ausübung ihres Berufes der Pandemie zum Opfer gefallen sind". Die Paracelsus-Medaille ist die höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft für verdiente Ärzte.

    16.54 Uhr: Corona-Regierungserklärung statt Agrar-Debatte

    Planänderung im Landtag an diesem Mittwoch: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will in einer Regierungserklärung die neuesten Corona-Beschlüsse des Kabinetts erläutern, anschließend soll darüber abgestimmt werden. Das teilte das Landtagsamt am Dienstag auf Anfrage mit. Dafür weicht Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU): Ihre eigentlich geplante Regierungserklärung zur Agrarpolitik wurde auf 20. Mai verschoben.

    16.48 Uhr: Draghi: Italien öffnet ab Mitte Mai für Touristen

    Italien wird nach Angaben von Ministerpräsident Mario Draghi ab Mitte Mai wieder für Touristen öffnen. Dann werde der Gesundheitspass seines Landes bereitstehen, sagt Draghi nach einem Treffen der G20-Tourismusminister. "Touristen können den italienischen Pass ab Mitte Mai bekommen", kündigt er an. "Die Zeit ist also gekommen, Ihren Urlaub in Italien zu buchen."

    16.39 Uhr: Spahn will Bundeszuschuss für Krankenkassen anheben

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will offenbar mit Zuschüssen in Milliardenhöhe den für das kommende Jahr befürchteten Beitragssprung in der gesetzlichen Krankenversicherung verhindern. Durch eine Gesetzesänderung will Spahn erreichen, dass Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) den Bundeszuschuss für die Krankenkassen für das Jahr 2022 um 12,5 Milliarden Euro auf dann insgesamt 27 Milliarden Euro anhebt. Der Entwurf für die Änderung, die kurzfristig an ein anderes Gesundheitsgesetz angehängt werden soll, liegt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vor. Spahn will zudem erreichen, dass der Bund dem Gesundheitsfonds in diesem Jahr sämtliche Test- und Impfkosten erstattet, damit die eingesparten Mittel 2022 ebenfalls zur Deckung des Defizits genutzt werden können. Es geht dabei laut Gesetzesbegründung um einen Betrag von drei Milliarden Euro.

    16.36 Uhr: Verbände fordern höheres Überbrückungsgeld für Studierende

    Studierendenverbände aus mehreren Bundesländern fordern eine deutlich Anhebung der Corona-Überbrückungshilfen. Die derzeit gezahlten Hilfen von maximal 500 Euro pro Person und Monat seien ein "Witz" und reichten bei Weitem nicht aus, erklärten Studierendenvertretungen aus zehn Bundesländern am Dienstag. Hinzu kämen "große bürokratische Hürden", die den Antragstellern das Leben unnötig schwer machten. Viele Studentinnen und Studenten befänden sich angesichts der andauernden Corona-Krise in einer schweren finanziellen Notlage, hieß es in der Mitteilung des Landes-ASten-Treffen Nordrhein-Westfalen.

    16.30 Uhr: Öffnungsschritte für den Sport als "kleiner Lichtblick"

    Die stufenweisen Lockerungen auch für den Amateursport nach monatelangen strikten Corona-Beschränkungen wertet der Bayerische Fußball-Verband als "kleinen Lichtblick". Für die Zeit vom 10. Mai an wurden Öffnungsschritte für die Bereiche Schule, Theater, Kino, Gastronomie und Sport in Aussicht gestellt. Demnach ist in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 100 Mannschaftstraining im Freien, mit Körperkontakt und ohne Gruppenbeschränkung möglich. Voraussetzung ist, dass alle teilnehmenden Personen zweifach geimpft oder genesen sind oder einen tagesaktuellen negativen PCR-Test, POC-Antigentest oder Selbsttest vorweisen können.

    16.30 Uhr: Termine im Terrorprozess platzen wegen Virus-Ausbruchs

    Die Corona-Pandemie bringt die Planung des großen Terrorprozesses gegen die mutmaßlich rechtsextremistische "Gruppe S." in Stuttgart ordentlich durcheinander. Zum zweiten Mal sind Verhandlungstermine des Oberlandesgerichts auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Stammheim abgesagt worden, weil sich Häftlinge angesteckt haben. Nach Angaben des Justizministeriums von Dienstag sind zwei Insassen und zwei Bedienstete der JVA Schwäbisch-Gmünd bei PCR- oder Schnelltests positiv getestet worden. Da sie auch Kontakt zu anderen hatten, habe das Gesundheitsamt das Infektionsgeschehen als "nicht überschaubar" eingestuft. Die beiden Prozesstermine am (heutigen) Dienstag und (morgigen) Mittwoch wurden aufgehoben. Verhandelt wird nun wieder frühestens am 11. Mai (9.00 Uhr).

    Vor Gericht stehen insgesamt elf mutmaßliche Mitglieder und ein mutmaßlicher Unterstützer der rechtsterroristischen Vereinigung "Gruppe S.". Benannt nach ihrem mutmaßlichen Rädelsführer Werner S. soll die Gruppe Waffen gehortet und Anschläge geplant haben. Der Anklage zufolge wollten die Männer Moscheen überfallen und Muslime töten, um "bürgerkriegsähnliche Zustände" auszulösen.

    16.22 Uhr: EU liefert Balkan Impfstoffe

    Die EU hat mit der Lieferung von Coronavirus-Impfstoffen an den Balkan begonnen. Um die Vakzine offiziell zu überbringen, hielt sich EU-Erweiterungskommissar Oliver Varhelyi am Dienstag auf dem Westbalkan auf. Die Europäische Union werde den Westbalkan beim Kampf gegen das Coronavirus "nicht enttäuschen", sagte Varhelyi in Bosnien. Die EU-Kommission hatte im April angekündigt, dass von Mai bis August insgesamt 651 000 Dosen des Impfstoffs von Biontech und Pfizer an Serbien, Bosnien, Nordmazedonien, Montenegro, Albanien und das Kosovo geliefert würden. Die Impfstoffe werden von der EU finanziert. "Diese Region ist uns wichtig", sagte EU-Sprecherin Ana Pisonero. "Ihre Zukunft liegt in der Europäischen Union. Und deshalb arbeiten wir daran, sie so gut wir können zu unterstützen, mit der Pandemie umzugehen."

    16.18 Uhr: Veranstalter erwarten Reiseboom

    Hoffnungsschimmer für Reisehungrige und die Tourismusbranche nach monatelanger Corona-Zwangspause: Die Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) will ein Signal zum Neustart der Branche geben, die Buchungszahlen deutscher Reiseveranstalter ziehen an, und die ersten Bundesländer kündigen vorsichtige Öffnungen zu Pfingsten an. Sommerurlauber können nach Einschätzung der Branche mit insgesamt stabilen Preisen rechnen. "Die Impfkampagne hat in Deutschland enorm an Tempo gewonnen, und auch die Buchungen legen kontinuierlich zu", berichtete ein Tui-Sprecher am Dienstag. Der Branchenprimus geht davon aus, dass der Urlaub dieses Jahr sogar günstiger wird als in den Vorjahren. Dabei scheint das Geld bei vielen Reisehungrigen locker zu sitzen. Vor allem höherpreisige Hotels liegen Veranstaltern zufolge im Trend.

    15.53 Uhr: Merkel sieht "Licht am Ende des Tunnels"

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erfreut über die Entspannung des Corona-Infektionsgeschehens im Land geäußert. Es gebe "Licht am Ende des Tunnels", sagte sie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Dienstag in Online-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag. Die Kanzlerin verwies auf sinkende Fallzahlen und eine leichte Entspannung in der Intensivmedizin. Zugleich mahnte Merkel nach diesen Angaben, je sorgsamer man jetzt vorgehe, umso schneller würden alle von Lockerungen profitieren können.

    15.48 Uhr: Airline-Dachverband kritisiert hohe Kosten für PCR-Corona-Tests

    Hohe Kosten für PCR-Corona-Tests sind dem Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) in Genf ein Dorn im Auge. IATA-Chef Willie Walsh sprach am Dienstag von Geschäftemacherei. Weil viele Länder PCR-Tests für Flugreisende vorschreiben, werde das Fliegen für viele Menschen unerschwinglich. Für eine Familie mit zwei Kindern, die vor der Corona-Krise zum Beispiel 1.500 Euro für eine Flugreise ausgegeben habe, könnten sich die Kosten fast verdoppeln, wenn Corona-Tests bei Abflug und Ankunft bei Hin- und Rückflug hinzukämen. Die IATA hat sich die Preise von PCR-Tests in 16 Ländern angeschaut. Besonders teuer waren sie in den USA mit teils mehr als 400 Dollar (gut 330 Euro), sowie in Japan und Südkorea mit mehr als 350 Dollar.

    Für Deutschland nennt die IATA Preise von bis zu 200 Euro, tatsächlich sind die Test zumeist aber für deutlich unter 100 Euro zu haben. "Wir glauben, dass die tatsächlichen Kosten für einen Test bei rund 15 Dollar liegen", sagte Walsh. Das wären rund 12,50 Euro. "Wir können als Gesellschaft nicht zulassen, dass sich eine Situation entwickelt, in der nur noch die Reichen reisen können", sagte er.

    15.46 Uhr: Deutscher Schwimm-Verband verliert mehr als 50.000 Mitglieder

    Im Zuge der Coronavirus-Pandemie verzeichnet der Deutsche Schwimm-Verband einen massiven Mitgliederrückgang. In den fünf olympischen Sportarten Schwimmen, Wasserspringen, Wasserball, Freiwasserschwimmen und Synchronschwimmen verlor der Verband im Jahr 2020 etwa 51.000 Mitglieder. Die Zahl von nun 527.219 Mitgliedern ist der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung. "Die Zahlen bestätigen unsere größten Befürchtungen", sagte DSV-Präsident Marco Troll laut Mitteilung vom Dienstag. "Wir können nur erneut an die Politik appellieren, die vorliegenden Zahlen ernst zu nehmen und das Kulturgut Schwimmen zu retten. Wenn Zehntausende Kinder kein Schwimmen lernen, so hat das langfristige Folgen für den Sport und die Gesellschaft."

    15.36 Uhr: Adler Mode fühlt sich in Krise von Berlin allein gelassen

    Die pandemiebedingt ins Straucheln geratene Adler Modemärkte AG fühlt sich in der Corona-Krise von der Bundesregierung im Stich gelassen. Geld aus der staatlichen Überbrückungshilfe III - dem zentralen Hilfsprogramm des Bundes - stünden dem Unternehmen trotz unverschuldeter Finanzprobleme nicht zu, sagte Vorstandschef Thomas Freude am Dienstag. Firmen bekommen darüber Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten. Das Unternehmen aus Haibach bei Aschaffenburg mit etwa 3200 Mitarbeitern befindet sich seit Januar im Prozess einer Insolvenz in Eigenverwaltung. Freude zufolge war Adler vor der Corona-Pandemie kerngesund. "Wir hatten keinerlei Bankverbindlichkeiten." Durch das staatlich verordnete Schließen der mehr als 140 deutschen Standorte habe Adler seit März 2020 allerdings rund 280 Millionen Euro Umsatz eingebüßt. Das Onlinegeschäft könne dies kaum auffangen, auch weil die Kernzielgruppe 50 plus lieber in einem Laden einkaufe als im Internet.

    15.32 Uhr: Umfrage: Jeder zweite Deutsche macht in Pandemie weniger Sport

     Knapp die Hälfte der Deutschen treibt einer Umfrage zufolge in der Corona-Pandemie weniger Sport als zuvor. Mehr als 48 Prozent der Ende Februar 2021 Befragten gaben an, dass sie seltener trainieren als früher, wie die AOK Rheinland/Hamburg am Dienstag mitteilte. Die Krankenkasse hatte die Umfrage unter mehr als 10 000 Menschen in Auftrag gegeben. Noch deutlicher zeige sich die größere Zurückhaltung beim Sporttreiben bei den Jüngeren: In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen sagten sogar 56 Prozent, dass sie aktuell körperlich weniger aktiv seien als vor der Pandemie.

    15.30 Uhr: Müller fordert bundesweite Abstimmung über den Sommerurlaub

    Berlins Regierender Bürgermeister hat sich für eine bundesweite Absprache über Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien ausgesprochen. "Wir werden mit Sicherheit wieder zu einer MPK zusammenkommen, denn wir müssen so etwas bundesweit abstimmen", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Dienstag in Berlin. "Das geht auch nur in einer Verständigung zwischen den Bundesländern, wie wir mit dem ganzen Thema Reiseverkehr, Inland, Ausland, Städtetourismus umgehen", sagte Müller nach einer Sitzung des Berliner Senats. "Da wird es mit Sicherheit noch einen Abstimmungsprozess geben müssen." Schließlich sei der Reiseverkehr länderübergreifend. Müller dämpfte die Erwartungen an den kommenden Sommerurlaub: "Ich bin da im Moment noch verhalten optimistisch", sagte er.

    15.30 Uhr: Studie: Einkommensungleichheit in Corona-Krise gesunken

    Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen vor allem Selbstständige finanziell hart. Die Kluft zwischen Menschen mit geringerem Einkommen und Gutverdienern in Deutschland hat sich nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dadurch insgesamt etwas verringert. "Schon in der Finanzkrise hat sich gezeigt, dass sich die Einkommensungleichheit in Krisenzeiten reduziert, weil die oberen Einkommen stärker sinken als diejenigen der unteren Einkommensgruppen", erläuterte Studienautor und DIW-Experte Markus Grabka. "In der Corona-Pandemie wirken sich die rückläufigen Einkommen von Selbstständigen besonders auf die Verteilung aus." Selbstständige zählen vor allem zur oberen Hälfte der Einkommensgruppen. Die Studie liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

    15.25 Uhr: Holetschek: Teure Schutzmasken waren Situation geschuldet

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat den Einkauf teurer FFP-Schutzmasken zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr vergangenen Jahres verteidigt. "Es ging um Leben und Tod", sagte Holetschek zur Beschreibung der damaligen Situation. Es seien FFP-2-Masken vorrangig zu Preisen unter fünf Euro eingekauft worden, nur bei einem von 59 Kaufverträgen sei zu Preisen bis zu knapp 9 Euro eingekauft worden, sagte Holetschek. Dies sei deutlich günstiger, als der von der Bundesregierung als Durchschnitt für die damalige Zeit angegebene Preis von 16,71 Euro für eine FFP-2-Maske. In der Spitze seien vom Bund sogar über 35 Euro bezahlt worden. Solche Preise habe das bayerische Gesundheitsministerium nicht bezahlt, sagte Holetschek.

    14.35 Uhr: Corona-Auflagen: Kurioser Fan-Protest in Schweden

    Die Fans des Erstligisten AIK Solna haben auf kreative Art gegen die aus ihrer Sicht absurden Corona-Auflagen im schwedischen Profifußball demonstriert. Dutzende Anhänger versammelten sich zum Ligaspiel gegen IF Elfsborg (1:0) im Einkaufszentrum der Friends Arena, schwenkten Fahnen und sangen. Das ist dort anders als im Stadion einer größeren Menschenmenge erlaubt. Zu den Spielen in den schwedischen Fußball-Arenen dürfen dagegen aktuell nur acht Zuschauer kommen. "Der Nationalsport verdient mehr als acht Personen", stand auf einem riesigen Banner der Fans im Einkaufszentrum, auf einem anderen die Forderung: "Weg mit all den absurden Restriktionen." Die kuriose Aktion vom vergangenen Sonntag fand viel Beifall in der Szene.

    14.18 Uhr: Gastgewerbe und Brauereien begrüßen Lockerungen

    Die geplanten Lockerungen der Corona-Regeln in Bayern sorgen in der Wirtschaft für verhaltene Zuversicht. "Wir freuen uns, dass es wieder losgeht", sagte der Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert am Dienstag. Zwar werde es schwierig, alleine mit Außengastronomie ein wirtschaftliches Arbeiten hinzubekommen, "aber es ist eine Perspektive - auch für die Mitarbeiter". Das bayerische Kabinett hatte am Dienstag beschlossen, dass bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 die Außengastronomie ab kommendem Montag öffnen darf. Zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai sollen unter den gleichen Vorgaben Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen.

    14.16 Uhr: Dobrindt: Bei Inzidenz unter 100 Kultur, Gastro und Hotels öffnen

    CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich in der Diskussion über Erleichterungen für Geimpfte und Genesene in der Corona-Pandemie dafür stark gemacht, unter bestimmten Bedingungen Kultur, Gastronomie und Hotels wieder zu öffnen. Auf Grundlage der geplanten Rechtsverordnung solle es das Ziel sein, dass in Landkreisen mit einer Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche diese Bereiche für Geimpfte und Genesene wieder möglich gemacht würden, sagte Dobrindt am Dienstag in Berlin vor einer Online-Sitzung der Unionsfraktion. Es könne nicht nur darum gehen, dass Geimpften ein Friseurbesuch ohne Test ermöglicht werde oder es für sie keine Ausgangsbeschränkungen um 22.00 Uhr mehr gebe, sagte Dobrindt. Es müsse mehr Normalität möglich sein - dazu gehörten Kultur, Gastro und Hotellerie.

    14.05 Uhr: Pakistan reduziert Flugverkehr und schließt Grenzen für Nachbarn

    Inmitten der dritten Welle der Corona-Pandemie will Pakistan den Flugverkehr massiv einschränken. Ab Mittwoch gilt eine Reduktion der internationalen Flüge auf nur mehr 20 Prozent des bisherigen Niveaus. Zudem werden die Grenzübergänge für Fußgänger aus dem Iran und Afghanistan geschlossen. Nur pakistanische Staatsbürger dürfen zurückkehren. Die für die Bekämpfung der Pandemie zuständige Behörde NCOC begründete den Schritt mit den "vorherrschenden globalen und regionalen Krankheitstrends". In Pakistan schaut man mit Sorge auf das Nachbarland Indien, wo die massiven Corona-Zahlen das Gesundheitssystem und die Krematorien des Landes ans Limit gebracht haben.

    14.03 Uhr: Pfizer macht mit Corona-Impfstoff kräftig Kasse

    Die weltweite Impfoffensive gegen Covid sorgt bei Pfizer für deutlich mehr Einnahmen als erwartet. Der US-Pharmakonzern hob sein Jahres-Umsatzziel für das zusammen mit dem Mainzer Biotechunternehmen Biontech entwickelte Covid-19-Vakzin auf 26 Milliarden Dollar an von zuvor 15 Milliarden, wie der US-Pharma-Konzern am Dienstag mitteilte. Dabei geht das Management davon aus, dass in diesem Jahr 1,6 Milliarden Impfdosen ausgegeben werden. Insgesamt soll der Konzernumsatz 2021 auf 70,5 bis 72,5 Milliarden Dollar in die Höhe schnellen. Anfang des Jahres hatte Pfizer noch erwartet, bis zu 61,4 Milliarden Umsatz zu erreichen - was auch schon ein Zuwachs von 47 Prozent gewesen wäre. Bei den Anlegern kamen die positiven Aussichten gut an: Die Aktien legten vorbörslich um 1,5 Prozent zu.

    13.46 Uhr: Bundeskabinett beschließt Verordnung für Geimpfte und Genesene

    Das Bundeskabinett hat per Umlaufverfahren die Verordnung zu den Rechten von Geimpften und Genesenen in der Pandemie beschlossen. Dies teilt Justizministerin Christine Lambrecht in Berlin mit. Jetzt stehe noch die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat aus. Sie gehe davon aus, dass die Länderkammer am Freitag beschließen könne, so dass die Verordnung schon am Wochenende gelten werde.

    13.34 Uhr: EU-Sozialgipfel will vorrangige Hilfe für junge Menschen in Corona-Krise

    Die EU-Staats-und Regierungschefs wollen bei ihrem Sozialgipfel in Portugal die Unterstützung junger Menschen wegen der Verwerfungen durch die Corona-Krise zur Priorität erklären. Diese Gruppe sei in ihren Berufs- und Ausbildungsplänen durch die Pandemie "sehr negativ getroffen" worden, heißt es nach AFP-Informationen vom Dienstag im Entwurf der Gipfel-Erklärung. Die EU müsse deshalb "vorrangig Maßnahmen zur Unterstützung junger Menschen ergreifen".

    Im portugiesischen Porto findet am Freitag und Samstag erstmals seit 2017 wieder ein EU-Sozialgipfel statt. Er soll sich mit der Umsetzung der Beschlüsse des vorangegangenen Treffens im schwedischen Göteborg befassen. Dort hatten die Staats- und Regierungschefs eine "europäische Säule sozialer Rechte" vereinbart, die vom Anrecht auf lebenslange Weiterbildung über "angemessene Mindestlöhne" bis zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern reichen.

    12.45 Uhr: Fast 29 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gegen Corona erstgeimpft

    In Deutschland haben 28,7 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor (Stand: 4. Mai, 12.00 Uhr). Den vollen Impfschutz erhielten bislang gut acht Prozent der Bevölkerung.

    Am Montag wurden demnach 424.777 Impfspritzen gesetzt. Der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne war am vergangenen Mittwoch mit mehr als einer Million Impfungen erreicht worden. Insgesamt verabreichten alle Impfstellen bislang etwas mehr als 30,6 Millionen Dosen, davon fast 23,9 Millionen bei Erstimpfungen und weitere knapp 6,8 Millionen bei Zweitimpfungen.

    Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 32 Prozent. Brandenburg liegt mit 25,8 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Von etwa 35,7 Millionen gelieferten Impfdosen wurden bislang 85,7 Prozent verbraucht. Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen.

    12.37 Uhr: Deutsche Schiffbauer wegen Corona und China-Konkurrenz doppelt unter Druck

    Die Corona-Einbrüche und die Dominanz chinesischer Schiffbauer setzen die deutsche Werftindustrie gleich doppelt unter Druck. "Als deutscher Mittelständler können Sie gegen strategisches Handeln des chinesischen Staates nicht ankommen", mahnte der Präsident des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), Harald Fassmer, heute in Hamburg. "Mit den bisherigen Rahmenbedingungen droht der irreversible Verlust essenzieller Schiffbaufähigkeiten." Die Branche, die nach eigenen Angaben für 200.000 Arbeitsplätze in 2.800 Unternehmen steht, fühlt sich angesichts der Bedrohung aus Asien von der Politik im Stich gelassen. "Mittlerweile geht es um mehr als um die Überbrückung fehlender Nachfrage infolge der Coronakrise", sagte der Chef der Papenburger Meyer Werft, Bernard Meyer. Der europäische Schiffbau verliere bereits seit Jahrzehnten "aufgrund von massiven Subventionen und Marktverzerrungen" vorwiegend an chinesische Wettbewerber Marktanteile. Europa habe dagegen in den vergangenen Jahren nichts unternommen. "Deshalb geht es inzwischen um die Frage, ob in Deutschland und Europa in zehn Jahren überhaupt noch zivile Schiffbauindustrie in nennenswertem Umfang bestehen kann."

    12.24 Uhr: Bereitschaft zu Corona-Tests gestiegen

    Die Bereitschaft, sich auf das Coronavirus testen zu lassen, ist laut einer Umfrage in Deutschland gestiegen. In einer repräsentativen Befragung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) von Ende April gaben 59 Prozent der Befragten an, in den vergangenen zwei Wochen Corona-Testangebote genutzt zu haben. Das sind laut BfR zehn Prozentpunkte mehr als Mitte April und knapp 20 Prozentpunkte mehr als Ende März.

    Die nächtliche Ausgangssperre ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 hielten 60 Prozent der Befragten für unangemessen. "Interessant ist, dass sich die Einschätzung zwischen den Altersgruppen stark unterscheidet", sagte BfR-Präsident Andreas Hensel. "Während unter den Befragten ab 60 Jahren 57 Prozent die Maßnahme befürworten, tut dies bei den unter 40-Jährigen nur etwa ein Fünftel." Auch, dass bestimmte Geschäfte geschlossen sind, traf demnach bei rund 60 Prozent der Befragten nicht auf Zustimmung.

    11.40 Uhr: Frankreichs Notenbankchef hält Sorge vor Pleitewelle für übertrieben

    Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau hält Sorgen vor einer riesigen Pleitewelle in Europa durch die Corona-Pandemie für übertrieben. Es gebe keine Anzeichen, dass die Unternehmensinsolvenzen nach außergewöhnlich niedrigen Zahlen im vergangenen Jahr über einen Aufholeffekt hinaus anschwellen werden, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) am Dienstag bei einer Finanzkonferenz. "Besteht die Gefahr, das der Anstieg über ein Aufholen nach dem Insolvenz-Defizit 2020 hinausgeht? Nichts kann ausgeschlossen werden, aber da ist nichts, was dies heute zu erwarten erlaubt," sagte Villeroy.

    Viele Regierungen in Europa haben im vergangenen Jahr mit Hilfen für Kreditnehmer, Schuldenmoratorien oder Darlehensgarantien dafür gesorgt, dass auch während der monatelangen Lockdown-Maßnahmen die Wirtschaftsaktivitäten nicht komplett zum Erliegen kamen. In Deutschland wurde unter anderem die Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen zeitweise ausgesetzt. Diese Maßnahme lief am 30. April aus. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sahen zuletzt keine große Pleitewelle auf Deutschland zurollen.

    11.31 Uhr: Corona-Pandemie bedroht Freiheitsrechte weltweit

    Die Corona-Pandemie bedroht weltweit massiv die Freiheitsrechte. Das geht aus dem heute in Berlin veröffentlichten "Atlas der Zivilgesellschaft 2021" des evangelischen Hilfswerks "Brot für die Welt" und des internationalen Netzwerks Civicus hervor. Demnach lebten 2020 fast 90 Prozent der Weltbevölkerung in Staaten, wo die Räume für gesellschaftspolitisches Engagement beschränkt, unterdrückt oder gar geschlossen sind - fünf Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Unter dem früheren US-Präsidenten Donald Trump rutschten auch die USA in die Kategorie "beschränkt" ab. Fast jeder vierte Erdbewohner, insgesamt zwei Milliarden weltweit, lebt den Angaben nach in einem Staat, der erst gar keine zivilgesellschaftlichen Aktivitäten zulässt, der Raum dafür also "geschlossen" ist.

    "Die Entwicklung der Freiheitsrechte zeigt seit Jahren vor allem nach unten - und das vergangene Jahr markiert einen neuen Tiefpunkt", erklärte "Brot für die Welt"-Präsidentin Dagmar Pruin. So hätten repressive Regierungen die Pandemie genutzt, um "unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes Kritiker mundtot zu machen".

    11.10 Uhr: CSU will Verordnung nur bei Lockerungen unter 100 zustimmen

    Die CSU-Landesgruppe wird der Verordnung für Geimpfte nach Angaben von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt nur zustimmen, wenn Lockerungsschritte unter der Inzidenz 100 möglich werden. In Landkreisen mit einer Inzidenz unter 100 müssen Öffnungen von Kultur, Gastronomie und Hotels wieder möglich sein, sagt Dobrindt. "Das ist die Voraussetzung, dass die CSU zustimmt."

    10.46 Uhr: Keine erhöhten Sterbefallzahlen in Bayern im Februar und März

    Die Zahl der Verstorbenen im Februar und März dieses Jahres ist in Bayern nicht mehr parallel zur Zahl der an Corona Infizierten angestiegen. Das teilte das Landesamt für Statistik in Fürth mit. Im Februar habe die Zahl der Sterbefälle bayernweit rund vier Prozent, im März sogar knapp acht Prozent unter dem Durchschnitt der Vorjahre gelegen. Anders dagegen hat sich laut Mitteilung das Bild im den letzten beiden Monaten des Jahres 2020 sowie im Januar 2021 dargestellt. In diesen Zeiträumen seien vom Landesamt - regional differenziert - deutlich erhöhte Sterbefallzahlen registriert worden. Die Entwicklung sei dabei dem Corona-Infektionsgeschehen der ersten und zweiten Welle gefolgt; damit sei diese im Dezember 2020 bayernweit fast 36 Prozent und im Januar 2021 rund 21 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 gelegen.

    Eine Differenzierung nach Altersgruppen zeigt, dass im Februar und März 2021 auch in der besonders stark von der Corona-Pandemie betroffenen Gruppe der mindestens 60-Jährigen keine erhöhten Sterbefallzahlen vorlagen, wie es heißt. Im Dezember 2020 seien bei den 60- bis 80-Jährigen noch rund 20 Prozent mehr als im Schnitt der Jahre 2016 bis 2019 gestorben. In der Altersgruppe der 80-Jährigen und älter habe der Anstieg über 48 Prozent betragen. Auch im Januar 2021 hätten die registrierten Sterbefälle von Personen im Alter ab 80 Jahren den Vergleichswert aus den Jahren 2016 bis 2019 noch um fast ein Drittel überstiegen.

    10.21 Uhr: Kretschmann dämpft Hoffnung auf baldige Reisen

    Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat trotz leicht sinkender Corona-Infektionszahlen die Hoffnung vieler Menschen auf baldige Reisen gedämpft. "Das sehe ich erstmal nicht. Dazu müssten die Inzidenzen drastisch runtergehen, bevor wir sowas ins Auge fassen können", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vor Beginn der letzten Sitzung seiner grün-schwarzen Landesregierung in dieser Wahlperiode.

    Wegen der immer wieder neu auftretenden Mutanten sei die Lage noch unsicher. Es sei zu früh, wegen der leicht sinkenden Zahlen von einer Trendwende zu sprechen. Zudem gehöre Reisen zu den "ganz problematischen Dingen, weil das Virus wird ja verbreitet durch Reisen", es sei durch Reisen überhaupt erst auf der ganzen Welt verbreitet worden. "Da ist große Vorsicht geboten."

    09.54 Uhr: Corona-Zweitimpfungen in Teilen Brasiliens ausgesetzt

    Neuer Rückschlag für die Corona-Impfkampagne in Brasilien: Aufgrund von Lieferengpässen sind in mehreren Großstädten die Zweitimpfungen ausgesetzt worden. In den Hauptstädten von sieben Bundesstaaten wurde die Gabe der zweiten Impfdosis vorerst gestoppt, wie das Nachrichtenportal "G1" berichtete. Die Behörden in Rio de Janeiro hatten am Samstag angekündigt, die Zweitimpfungen für zehn Tage auszusetzen, da die Vorräte des chinesischen Vakzins CoronaVac nicht ausreichend seien. Am Sonntag hieß es dann aber, dass zumindest Menschen ab 70 Jahren von Montag an wieder ihre zweite Impfdosis erhalten sollen. Andere Einwohner der Millionenmetropole müssen hingegen noch länger warten. Für viele Erstgeimpfte könnte dies bedeuten, dass sie die zweite Dosis erst nach 30 bis 40 Tagen bekommen. Empfohlen wird ein Zeitraum von 28 Tagen zwischen den Impfungen.

    In Brasilien starben bereits mehr als 400.000 Menschen nach einer Corona-Infektion. Dies ist die zweithöchste Opferzahl weltweit, nur die USA verzeichneten mehr Sterbefälle. Präsident Jair Bolsonaro, der selbst an Covid-19 erkrankt war, hat die Pandemie wiederholt verharmlost. Er zog außerdem die Wirksamkeit von Impfstoffen in Zweifel.

    09.49 Uhr: Merkel würdigt Leistungen von Ärzten und Pflegern

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Leistungen von Ärzten und Pflegekräften in der Corona-Pandemie gewürdigt. Nachdem sich Ärzte zusammen mit Pflegern In Krankenhäusern und Praxen schon gegen die ersten und zweite Welle gestemmt hätten, "geben sie auch jetzt in der dritten Welle für uns tagtäglich alles", sagt Merkel am Dienstag in einer Videobotschaft zum Auftakt des Deutschen Ärztetags.

    Für diesen "aufopferungsvollen Einsatz" bei der Versorgung von Patienten, nicht nur der Corona-Kranken, wie auch auch beim Testen und Impfen "danke ich ihnen von ganzem Herzen", sagte Merkel. Das Gesundheitswesen sei durch die Pandemie "auf eine harte Probe" gestellt worden.

    Sie verwies auf die vor rund zwei Wochen beschlossene Bundesnotbremse, die dem Ziel diene, die dritte Welle zu brechen und die Zahl der Neuinfektionen "wieder auf ein Maß zu begrenzen, mit dem wir eine Überlastung des Gesundheitswesens vermeiden". Der Schlüssel zur Beendigung der Pandemie aber sei das Impfen. "Es macht sehr viel Mut, dass das Impfen immer mehr an Fahrt gewinnt", betonte die Kanzlerin.

    09.19 Uhr: Dänemark öffnet Grundschulen und Theater

    In Dänemark sollen Grundschulen wieder komplett öffnen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werden ebenfalls ab Donnerstag bestimmte Veranstaltungen in Innenräumen wieder erlaubt. Dazu gehören Theater, Konzertsäle, Kinos und Sporteinrichtungen. Bedingung ist, dass die Teilnehmer einen "Corona-Pass" vorweisen. Damit wird gezeigt, dass der Inhaber geimpft oder von einer Infektion genesen ist oder einen negativen Test innerhalb der vergangenen 72 Stunden vorweisen kann. Für manche Veranstaltungen sind die Teilnehmerzahlen beschränkt.

    09.03 Uhr: Ärztepräsident sieht Impfkampagne in Deutschland auf der "Zielgeraden"

    Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sieht die Impfkampagne zur Bewältigung der Corona-Pandemie in Deutschland auf der Zielgeraden. Im ZDF-"Morgenmagazin" sagte Reinhard, zwar sei die Durchimpfungsrate "noch viel zu niedrig, um Entwarnung zu geben", sie zeige aber "trotzdem Wirkung". "Seit einer Woche haben wir rückläufige Inzidenzzahlen."

    Der Präsident der Bundesärztekammer plädierte zudem für ein "Mitimpfen" von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Aus epidemiologischer Sicht sei es "durchaus sinnvoll" und "vernünftig", diese sehr mobile Gruppe zwar "nicht ausschließlich und prioritär", aber mitzuimpfen, wenn es darum gehe, die Verbreitung der Krankheit weiter effektiv zu senken.

    Eine Herdenimmunität sei zwar erst bei knapp 70 Prozent erreicht. Das Beispiel Israel zeige aber, dass ab dem Moment, wo 20 Prozent der Bevölkerung geimpft waren, "die Inzidenzzahl rapide und kontinuierlich abnahm, bis auf fast gen Null gegangen ist".

    08.30 Uhr: Kambodscha meldet Corona-Höchstzahl

    Kambodscha kämpft mit seiner bisher schlimmsten Corona-Welle und verzeichnet immer neue Höchstwerte. Das Gesundheitsministerium in Phnom Penh bestätigte am Dienstag 938 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden - so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Dabei galt das südostasiatische Land lange als extrem erfolgreich im Kampf gegen das Virus.

    Vor dem Ausbruch Ende Februar lag die Gesamtzahl der Infektionen noch bei 500, nun stieg sie auf mehr als 16 000. 107 Menschen in dem Land mit rund 16 Millionen Einwohnern sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

    Dennoch kündigten die Behörden an, einen im April verhängten Lockdown in der Hauptstadt Phnom Penh und der nahe gelegenen Stadt Ta Khmau wieder aufzuheben. Einschränkungen soll es dann nur noch in Vierteln mit besonders hohen Infektionszahlen geben. Um welche Maßnahmen es speziell geht, wurde zunächst nicht bekannt.

    08.22 Uhr: Habeck fordert Präzisierung bei Verordnung für Geimpfte

    Der Grünen-Co-Vorsitzende Robert Habeck fordert Präzisierungen an dem Verordnungsentwurf der Bundesregierung zu Rechten von Geimpften und Genesenen. Der Entwurf sehe etwa unterschiedliche Regelungen für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter und über 100 vor. "Die Tendenz ist aber richtig", sagt der Grünen-Politiker im ZDF. Es müsse darum gehen, Rechte an Bürger zurückzugeben.

    07.54 Uhr: Zahl der Corona-Schwerkranken in Israel fällt auf Zehn-Monats-Tief

    Erstmals seit knapp zehn Monaten ist in Israel die Zahl der Corona-Schwerkranken unter die Marke von 100 gefallen. Wie aus Daten des Gesundheitsministeriums vom Montagabend hervorging, wurden 97 Menschen als schwer erkrankt eingestuft. Beatmet wurden demnach 63. Letztmals hatte es am 7. Juli 2020 in dem Mittelmeerland weniger als 100 Schwerkranke gegeben. Am 17. Januar erreichte deren Zahl mit 1.192 ihren Höhepunkt.

    In Israel läuft seit dem 19. Dezember eine erfolgreiche Impfkampagne. Seit rund drei Monaten gehen die Infektions- und Krankenzahlen stark zurück. Binnen 24 Stunden wurden nach den Ministeriumsdaten 51 neue Fälle gemeldet. Nur 0,2 Prozent von knapp 29.000 Tests fielen positiv aus. Die meisten Corona-Beschränkungen wurden wieder aufgehoben.

    07.46 Uhr: Italien peilt noch im Mai eine Million Impfungen pro Tag an

    Italien peilt noch im Mai eine Million Impfungen pro Tag an. "In kurzer Zeit sind die Impfungen von 300.000 auf 500.000 pro Tag gestiegen und innerhalb dieses Monats könnten das eine Million werden", sagt der Leiter der Arzneimittelbehörde Aifa, Giorgio Palu, der Zeitung "Corriere della Sera". "Und dann können Sie aufatmen, außer es kommt zu unvorhergesehenen Ereignissen."

    07.27 Uhr: Ärztepräsident Reinhardt - "Wir müssen aufrüsten"

    Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert eine Generalüberholung des Gesundheitswesens nach der Corona-Pandemie. Die Krise habe diverse Schwächen und Versäumnisse sichtbar gemacht, sagte Reinhardt dem Radiosender B5aktuell vor Beginn des Ärztetages. "Eine ganz wesentliche Lehre aus der Pandemie ist, dass wir feststellen müssen, dass der öffentliche Gesundheitsdienst in den letzten 20,30 Jahren erheblich vernachlässigt worden ist; personell und materiell".

    Aus Sicht des Präsidenten der Bundesärztekammer muss nun an gleich mehreren Stellen investiert und umstrukturiert werden. Mit Blick auf die Gesundheitsämter forderte Reinhardt mehr medizinisches Personal, höhere Löhne und eine bessere digitale Infrastruktur. Auch bei den Krankenhäusern gibt es dem Mediziner zufolge erheblichen Verbesserungs- und Nachholbedarf, insbesondere beim Pflegepersonal. Reinhardt sieht hierbei auch die Politik in der Verantwortung: Die mangelhafte und nicht vernünftig organsierte Krankenhausplanung habe zu einem Wettbewerb zu Lasten des Personals geführt. Das sei schon länger bekannt, aber jetzt in der Pandemie nochmal deutlich sichtbar geworden, sagte Reinhardt. "Es hat nicht an Beatmungsgeräten gemangelt, sondern an Menschen, die sie bedienen können."

    06.23 Uhr: Indien - mehr als 20 Millionen Corona-Fälle seit Pandemiebeginn

    Indien hat seit dem Beginn der Corona-Pandemie mehr als 20 Millionen Infektionen registriert. Das Gesundheitsministerium meldete heute mehr als 357.000 neue Fälle binnen eines Tages. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg um 3.449 auf mehr als 222.000.

    Das Land erlebt derzeit eine heftige zweite Corona-Welle. Das Gesundheitssystem ist völlig überlastet. Immer wieder gibt es Berichte über Todesfälle wegen mangelndem Sauerstoff in Kliniken. Deutschland und andere Staaten schickten inzwischen Nothilfe in das Land.

    05.20 Uhr: RKI meldet 7.534 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 141,4

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 7.534 neue Positiv-Tests. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 141,4 von 146,9 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 315 weitere Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 83.591. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,43 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

    04.20 Uhr: Kritik an Australiens Strafen für Einreisende aus Indien

    Australiens Ministerpräsident Scott Morrison steht unter Druck sein Strafmaß für Reisende aus Indien rückgängig zu machen. Alle Reisende aus Indien, auch australische Staatsbürger, können seit Montag mit einer Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis und Geldstrafen von bis zu 66.000 A$ (42.400 Euro) rechnen, falls sie nach Australien einreisen. Morrison sagte dem lokalen TV Sender "Channel 9" gegenüber, die Regeln würden "verantwortungsvoll und verhältnismäßig" eingesetzt werden. Sie seien aber notwendig, um den Druck auf die Quarantänesysteme des Landes zu verringern. Die vorübergehenden Beschränkungen, die bis zum 15. Mai gelten sollen, werden sowohl von Gesetzgebern als auch von indischen Auswanderern und der australischen Menschenrechtskommission stark kritisiert.

    04.18 Uhr: Lauterbach für vorsichtige Lockerungen für Geimpfte

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich für zurückhaltende Lockerungen für Geimpfte in der Corona-Pandemie ausgesprochen. "Bei doppelt geimpften Personen können wir die Einschränkungen der persönlichen Grundrechte nicht mehr vertreten", sagte der SPD-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Gleichzeitig mahnte er jedoch zur Vorsicht: "Wir dürfen gerade jetzt nicht den Fehler machen, die Erfolge zu gefährden, die uns die einheitliche Corona-Notbremse gebracht hat."

    "Ganz klar nein sage ich zu Öffnungen von Läden, Kneipen oder anderen Angeboten nur für doppelt Geimpfte", sagte der SPD-Gesundheitsexperte der Zeitung. Deren Zahl sei noch zu klein. Zudem würden derartige Regelungen die Gesellschaft spalten. Lauterbach warnte zudem vor übertriebenen Erwartungen, die Impfungen könnten die Pandemie beenden. "Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass die Corona-Ausbreitung automatisch stoppt, wenn 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sind", sagte der Epidemiologe dem Blatt. Wer nicht geimpft sei, werde erkranken, gerade im Herbst werde es wieder mehr Fälle geben. Nur verbreite sich die Krankheit dann nicht mehr exponentiell. Corona-Maßnahmen würden noch lange notwendig sein. "Auch wenn die sogenannte Herdenimmunität erreicht ist, können wir nicht alles öffnen", betonte Lauterbach.

    03.40 Uhr: Umfrage - Mehrheit hat keine Angst vor Corona-Impfung

    Die große Mehrheit der Deutschen hat einer Umfrage zufolge keine Bedenken gegen eine Corona-Impfung. 83 Prozent gaben in einer Forsa-Erhebung für die Techniker Krankenkasse (TK) an, überhaupt keine oder eher keine Angst davor zu haben. Der Aussage "Ich habe Angst vor der Impfung gegen Corona" stimmten nur 16 Prozent "eher" oder "voll und ganz" zu.

    Ältere sind demnach besonders gelassen: 90 Prozent der Befragten ab 60 gaben an, dass sie keine oder eher keine Angst vor einer Corona-Impfung haben, bei den 18- bis 39-Jährigen war der Anteil mit 76 Prozent etwas geringer. "Die Zahlen zeigen, dass das Vertrauen in die Corona-Impfung insgesamt groß ist", sagte TK-Vorstandschef Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK und promovierter Arzt.

    03.10 Uhr: Familienunternehmer fordern Gleichbehandlung bei Impfstoff-Verteilung

    Mittelständler sollen nicht gegenüber Konzernen vom Bund bei der Impfstoff-Verteilung benachteiligt werden. Dies fordert der Verband der Familienunternehmer einem Vorabbericht der "Rheinischen Post" zufolge. "Viele Familienunternehmen stehen in den Startlöchern und sind bereit, ihre Mitarbeiter über die Betriebsärzte impfen zu lassen", sagt Verbands-Präsident Reinhold von Eben-Worlée der Zeitung.

    Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums betont der Zeitung zufolge, Betriebe müssten sich beim Impfen an die Priorisierung halten. "Solange die Priorisierung nach der Impfverordnung in Kraft ist, gilt sie auch für die Betriebsärzte". Spätestens ab Mitte Juni "werden die Betriebsärzte voraussichtlich in die Impfkampagne einbezogen, mit mindestens 500.000 Dosen pro Woche."

    02.05 Uhr: Amtsärzte raten zu Tests auch bei Geimpften

    Ärztevertreter kritisieren die geplanten Ausnahmeregelungen für Geimpfte. Die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, sagte der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht, es sei fatal, "wenn Geimpfte und Genesene künftig von allen Testpflichten etwa bei der Einreise ausgenommen würden."

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will künftig nur noch den Nachweis einer vollständigen Impfung statt eines negativen Tests zur Einreise bei Flugreisen. "Ohne umfassende Tests verlieren wir den Überblick über das Infektionsgeschehen – gerade auch mit Blick auf Virusvarianten", warnte Teichert. "Wenn wir Reiserückkehrer nicht mehr testen, wissen wir nicht, ob sie Mutanten einschleppen." Auch die verpflichtenden Tests in den Schulen sollten für Geimpfte fortgeführt werden, so die Ärztin.

    01.40 Uhr: Union-Bundestagsfraktion unterstützt Rückgabe von Grundrechten an Geimpfte

    Die Unions-Bundestagsfraktion unterstützt den Verordnungsentwurf von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) für die Rückgabe von Grundrechten an Geimpfte und Genesene. "Wir tragen die Vorschläge von Justizministerin Lambrecht grundsätzlich mit", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, Karin Maag (CDU), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland einem Vorabbericht zufolge. Einige Details seien noch zu klären. Man könne aber die Beratungen im Bundestag noch in dieser Woche abschließen. "Um keine Zeit zu verlieren, sollte der Bundesrat nicht erst am 28. Mai abschließend beraten, sondern möglichst in einer Sondersitzung in der kommenden Woche."

    Montag, 3. Mai 2021

    23.30 Uhr: US-Behörde genehmigt Pfizer-Vakzin für Kinder ab 12 Jahren nächste Woche

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA will einem Medienbericht zufolge den von Pfizer und Biontech entwickelten Impfstoff in der nächsten Woche für 12- bis 15-jährige Kinder genehmigen. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Bislang ist das Vakzin in den USA erst ab einem Alter von 16 Jahren zugelassen.

    21.25 Uhr: 105,5 Millionen US-Bürger komplett geimpft

    In den USA sind der Seuchenbehörde CDC zufolge inzwischen 105,5 Millionen Menschen komplett geimpft und damit fast ein Drittel der Bevölkerung. Es seien insgesamt 246,8 Millionen Dosen verimpft worden, hieß es weiter. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

    21.05 Uhr: Ein Viertel der Spanier bereits erstgeimpft

    In Spanien hat ein Viertel der Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten. Das teilen die Gesundheitsbehörden mit. Rund elf Prozent der Spanier hätten bereits beide Vakzin-Dosen erhalten. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez sagte im vergangenen Monat, er gehe davon aus, dass 70 Prozent der Bevölkerung bis Ende August geimpft würden.

    20.40 Uhr: New Yorker U-Bahn fährt nach Corona-Pause wieder rund um die Uhr

    Rund ein Jahr nachdem der New Yorker U-Bahn in der Coronavirus-Pandemie eine nächtliche Putz-Pause verordnet worden war, sollen die Züge ab dem 17. Mai wieder rund um die Uhr fahren. Die Verbesserungen bei der Sauberkeit sollten aber trotzdem aufrecht erhalten bleiben, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Montag mit. Seit dem vergangenen Mai hatte das U-Bahn-System der Millionenmetropole, das normalerweise als eines der wenigen in der Welt rund um die Uhr läuft, jede Nacht eine mehrstündige Pause eingelegt, damit die Züge desinfiziert werden konnten. Eine solche Maßnahme hatte es zuvor seit der Gründung der New Yorker Verkehrsbetriebsbehörde MTA vor rund 50 Jahren noch nie gegeben. Die Zahl der Fahrgäste war zu Beginn der Pandemie stark gesunken, zuletzt aber wieder angestiegen.

    20.10 Uhr: Florida hebt alle Corona-Beschränkungen auf

    In den USA hat jetzt auch der Bundesstaat Florida alle Corona-Beschränkungen aufgehoben. Gouverneur Ron DeSantis verwies am Montag zur Begründung auf die Wirksamkeit und Verfügbarkeit von Impfungen. "Wenn Menschen bis jetzt nicht geimpft wurden, dann sicherlich nicht wegen eines Mangels an Angebot", sagte der Republikaner. In dem Bundesstaat im Südosten der USA haben bislang knapp neun Millionen der 23 Millionen Bewohner mindestens eine Impfdosis erhalten.

    19.50 Uhr: Gastgewerbe fordert umgehende Öffnung von Restaurants für Geimpfte

    Das Gastgewerbe fordert die unmittelbare Öffnung. "Wir erwarten, dass jetzt Hotels, Restaurants und natürlich die Außengastronomie für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete geöffnet werden", sagt die Hauptgeschäftsführerin des Branchenverbandes Dehoga, Ingrid Hartges. Die Branche liege am Boden und die Situation werde immer schlimmer, sofern nichts unternommen werde. "Die Probleme für unsere Branche werden nur noch größer, wenn jetzt nicht geöffnet wird."

    19.10 Uhr: Corona-Impfangebote für alle bayerischen Lehrer im Präsenzunterricht

    Ab sofort können auch alle Lehrer an den weiterführenden und den beruflichen Schulen in Bayern auf eine zeitnahe Corona-Schutzimpfung hoffen. "Wir können jetzt allen Lehrerinnen und Lehrern in Bayern, die im Präsenzunterricht im Einsatz für die Bildung sind, ein Impfangebot machen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Montag in München. Bislang hatten nur die Lehrerinnen und Lehrer an den Grund- und Förderschulen die Möglichkeit einer bevorzugten Impfung. Das Angebot richte sich explizit primär an die Lehrkräfte, die regelmäßig in Präsenz unterrichteten, in der Notbetreuung tätig seien oder bei den Abschlussprüfungen beispielsweise als Aufsicht in der Schule eingesetzt würden, teilte das Kultusministerium mit. Die Schulleitungen würden den betreffenden Lehrern eine entsprechende Bestätigung zum Nachweis der vorrangigen Impfberechtigung für das Impfzentrum ausstellen. "Mit den neuen Impfangeboten für die Lehrkräfte an Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen machen wir jetzt einen weiteren wichtigen Schritt für mehr Sicherheit", betonte Piazolo.

    18.55 Uhr: Philippinischer Präsident Duterte erhält erste Corona-Impfdosis

    Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat seine erste Corona-Impfung erhalten. Nach offiziellen Angaben wurde Duterte am Montag mit dem Vakzin des chinesischen Herstellers Sinopharm geimpft. Vor wenigen Wochen hatte der 76-Jährige noch erklärt, auf die ihm zustehende Impfung zugunsten eines jüngeren Menschen verzichten zu wollen. "Er wurde nicht nur geimpft, um ihn vor Covid-19 zu schützen, sondern auch um unsere Bürger zu ermutigen, sich impfen zu lassen", erklärte Senator Christopher "Bong" Go, der ein enger Berater des Präsidenten ist, auf Facebook. Viele Philippiner stehen einer Impfung skeptisch gegenüber. Einer Umfrage zufolge wollen sich rund 60 Prozent der Menschen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen.

    18.45 Uhr: Zahl der französischen Intensiv-Patienten steigt erneut

    In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen den zweiten Tag in Folge. Sie liege nun bei 5630, geben die Gesundheitsbehörden bekannt. Zuvor war sie fünf Tage nacheinander gesunken.

    18.35 Uhr: Basketballer Schröder fehlt Lakers im Endspurt

    Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder könnte den Los Angeles Lakers wegen seiner erneuten Aufnahme in das Corona-Protokoll der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA bis zum Ende der Hauptrunde fehlen. Nach Informationen des Portals The Athletic steht der 27-Jährige zehn bis 14 Tage nicht zur Verfügung. Das letzte Spiel der Lakers vor dem Beginn der Play-offs findet am 16. Mai statt. Damit ist genau das eingetreten, was der Braunschweiger unbedingt vermeiden wollte. Denn nachdem der Point Guard wegen einer Quarantäne mehrere Spiele nicht einsetzbar gewesen war, erklärte er, dass er das «nicht noch einmal machen» könne. «Wenn das jetzt passieren würde, dann würde ich eine Series komplett aussetzen. Das könnte ich mit mir selber nicht ausmachen», so Schröder. Auf die Chance zur Corona-Impfung hatte er bis zum Zeitpunkt der Aussagen verzichtet. Ohne Schröder, der seit Sonntag im Protokoll ist, kassierte der NBA-Champion aus L.A. die dritte Niederlage in Serie.

    18.25 Uhr: Bericht - Tedros strebt zweite Amtszeit als WHO-Chef an

    Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, strebt einem Medienbericht zufolge eine zweite Amtszeit an. Wie die US-Website "Stat News" unter Berufung auf eine anonyme Quelle aus Tedros' Umfeld berichtete, will sich der 56-Jährige im kommenden Jahr erneut zur Wahl stellen. Tedros hat sich bislang nicht öffentlich dazu geäußert, ob er Ambitionen auf eine zweite Amtszeit hat. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP äußerte sich die WHO nicht näher zu dem Bericht. Sie verwies lediglich darauf, dass die Nominierungsphase für die Kandidaten im April eröffnet wurde. "Die Mitgliedstaaten können von jetzt an bis September Kandidaten nominieren", erklärte die WHO.

    18.20 Uhr: Im Corona-Protokoll - Nationalspieler Schröder fehlt den Lakers im Saison-Endspurt

    Nationalspieler Dennis Schröder könnte den Los Angeles Lakers wegen seiner erneuten Aufnahme in das Corona-Protokoll der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA bis zum Ende der Hauptrunde fehlen. Nach Informationen des Portals "The Athletic" steht der 27-Jährige zehn bis 14 Tage nicht zur Verfügung. Das letzte Spiel der Lakers vor dem Beginn der Play-offs findet am 16. Mai statt. Damit ist genau das eingetreten, was der Braunschweiger unbedingt vermeiden wollte. Denn nachdem der Point Guard wegen einer Quarantäne mehrere Spiele nicht einsetzbar gewesen war, erklärte er, dass er das "nicht noch einmal machen" könne. "Wenn das jetzt passieren würde, dann würde ich eine Series komplett aussetzen. Das könnte ich mit mir selber nicht ausmachen", so Schröder. Auf die Chance zur Corona-Impfung hatte er bis zum Zeitpunkt der Aussagen verzichtet.

    18.10 Uhr: Südafrika bekommt erstmals Biontech-Impfstoff

    Südafrika hat seine erste Lieferung des von Biontech und Pfizer entwickelten Impfstoffs erhalten. 325.260 Dosen seien auf einem Flughafen von Johannesburg eingetroffen, wurde von offizieller Seite bestätigt. Eine Probe der Dosen wird Qualitätsprüfungen durchlaufen, bevor sie in verschiedene Landesteile gebracht werden. Südafrika rechnet damit, bis Ende Juni knapp 4,5 Millionen Dosen des Impfstoffs zu erhalten und bis zum Jahresende insgesamt 30 Millionen. Das Land rechnet auch mit 31 Millionen Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson. Bislang sind in Südafrika erst etwas mehr als 317.000 von 1,2 Millionen Beschäftigten des Gesundheitswesens geimpft worden. Das Land hat mehr als 1,58 Millionen bestätigte Infektionsfälle gemeldet und mehr als 54.000 Tote.

    17.45 Uhr: Dänemark streicht Johnson & Johnson aus Impfprogramm

    Die ersten Medienberichte wurden nun von offizieller Seite bestätigt: Dänemark hat den Coronavirus-Impfstoff von Johnson & Johnson wegen Berichten über seltene Blutgerinnsel aus seinem Impfprogramm entfernt. Sie sei "zum Schluss gekommen, dass die Vorteile der Nutzung des Covid-19-Impfstoffs von Johnson & Johnson nicht das Risiko überwiegen, die negative Wirkung auszulösen", teilte die dänische Gesundheitsbehörde mit. Weil der Impfstoff nicht in Dänemark verwendet werde, würden Impfungen um bis zu vier Wochen nach hinten verlegt, sagte die stellvertretende Generaldirektorin der Behörde, Helene Probst. Dänemark hat wegen Berichten über Blutgerinnsel auch den Impfstoff von Astrazeneca aus seinem Impfprogramm gestrichen. Die Impfstoffe von Johnson & Johnson und Astrazeneca nutzen eine ähnliche Technologie.

    17.25 Uhr: Impfbedarf Indiens führt zu globalen Engpässen

    Der steigende Bedarf an Covid-19-Impfdosen in Indien führt laut den Vereinten Nationen zu einem gefährlichen Mangel beim globalen Programm Covax für arme Länder. Das Minus bei Covax liege bei 20 Millionen Impfdosen im zweiten Quartal, erklärte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, in Genf. Er forderte die Staaten mit großen Impfstoffbeständen auf, überschüssige Dosen an Covax abzutreten. Der WHO-Generaldirektor lobte Schweden, das rund eine Million Dosen an Covax übergeben werde. Indien ist der größte Produzent von Impfstoffen weltweit.

    17.10 Uhr: Mehr als 260 Verfahren wegen Bundes-Notbremse beim Verfassungsgericht

    264 Verfahren wegen der sogenannten Corona-Notbremse des Bundes sind bis Montagnachmittag beim Bundesverfassungsgericht eingegangen. Das teilte ein Sprecher in Karlsruhe mit. Wann mit Entscheidungen zu rechnen ist, blieb unklar.Unter den Klägern sind Anwälte und die Gesellschaft für Freiheitsrechte, aber auch Politiker verschiedener Parteien wie Freie Wähler und FDP. Manche richten sich gegen einzelne Punkte, andere gegen das gesamte Maßnahmenpaket, das Bundesrat und Bundestag beschlossen hatten. Offen ist allerdings auch noch, ob das oberste deutsche Gericht überhaupt der richtige Adressat ist, oder zunächst einmal Verwaltungsgerichte zuständig wären. Umstritten an der zehn Tage zuvor in Kraft getretenen Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes sind vor allem die Ausgangsbeschränkungen.

    16.50 Uhr: 9.500 Zuschauer bei Europa-League-Finale zugelassen

    Das Finale der Europa League in Danzig dürfen bis zu 9.500 Fans verfolgen. Wie die Europäische Fußball-Union am Montag nach der Zustimmung der polnischen Behörden mitteilte, darf das Stadion zum Endspiel am 26. Mai mit bis zu 25 Prozent der verfügbaren Kapazität ausgelastet werden. Ausländische Besucher müssen die zu diesem Zeitpunkt gültigen Einreise- und sonstigen Corona-Beschränkungen in Polen beachten. Der Vorverkauf der Tickets begann am Montag und endet am Freitag um 14.00 Uhr. Die Halbfinal-Rückspiele finden an diesem Donnerstag statt. Manchester United nimmt einen klaren 6:2-Vorsprung zur zweiten Partie gegen AS Rom mit, der FC Arsenal will in London das 1:2 gegen den FC Villarreal aus Spanien aufholen.

    16.30 Uhr: Erweiterte Öffnung von Blumenläden am Muttertag in Bayern

    Bayerns Blumenläden dürfen am Muttertag (9. Mai) für maximal vier Stunden in der Zeit von 8 bis 12 Uhr unter Einhaltung des Infektionsschutzes öffnen. Das kündigte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) in München an. Gerade während der Corona-Pandemie solle dieser Tag auch Anlass für ein ganz besonderes Dankeschön an die Mütter sein. Denn diese seien 365 Tage im Jahr oft rund um die Uhr "im Dienst" für die Familie. "Ihr Beitrag für unser Gemeinwesen kann nicht genug wertgeschätzt werden."

    16.20 Uhr: Österreich plant Corona-Testbefreiung nach Erstimpfung

    In Österreich soll schon bald eine Corona-Erstimpfung als Eintrittskarte für Restaurants, Veranstaltungen und Hotels gelten. Der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein kündigte am Montag im Parlament an, dass dies 21 Tage nach Erhalt der ersten Dosis gelten solle. Die große Parlamentskammer, der Nationalrat, beschloss eine Gesetzesänderung, mit der Geimpfte und Genesene von der Testpflicht befreit werden können, wenn ab 19. Mai Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur wieder ihre Dienste anbieten. "Natürlich soll das auch ein Anreiz sein, dass man sich impfen lässt", erklärte Mückstein die Idee hinter der Novelle, die ein erster Schritt zur Einführung des grünen Passes ist, wie das geplante Corona-Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete in Österreich genannt wird.

    16.15 Uhr: Corona-Impfangebote für alle bayerischen Lehrer im Präsenzunterricht

    Ab sofort können auch alle Lehrer an den weiterführenden und den beruflichen Schulen in Bayern auf eine zeitnahe Corona-Schutzimpfung hoffen. "Wir können jetzt allen Lehrerinnen und Lehrern in Bayern, die im Präsenzunterricht im Einsatz für die Bildung sind, ein Impfangebot machen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) in München. Bislang hatten nur die Lehrerinnen und Lehrer an den Grund- und Förderschulen die Möglichkeit einer bevorzugten Impfung. Das Angebot richte sich explizit primär an die Lehrkräfte, die regelmäßig in Präsenz unterrichteten, in der Notbetreuung tätig seien oder bei den Abschlussprüfungen beispielsweise als Aufsicht in der Schule eingesetzt würden, teilte das Kultusministerium mit.

    15.55 Uhr: Biontech ab zwölf Jahren - EMA rechnet mit Entscheidung im Juni

    Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) prüft die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren. Die Prüfung habe begonnen, mit einer Entscheidung sei voraussichtlich im Juni zu rechnen, erklärte die Behörde mit Sitz in Amsterdam. Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten die Zulassung für die Altersgruppe am Freitag beantragt. Bisher ist der Impfstoff in der EU ab einem Alter von 16 Jahren zugelassen.

    15.45 Uhr: Oktoberfest fällt wegen Pandemie zum zweiten Mal in Folge aus

    Das Oktoberfest fällt auch 2021 aus. Angesichts der Corona-Pandemie sagte die Stadt München das größte Volksfest der Welt am Montag ab. "Ich habe diese Entscheidung getroffen, und ich bitte dafür um Verständnis", sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter. Das Fest, das vom 18. September bis zum 3. Oktober angesetzt war, zieht jährlich mehrere Millionen Besucher aus aller Welt an. Brauereien, Schausteller, Festwirte, aber auch Taxifahrer oder Hotels erwirtschaften damit jährlich rund 1,2 Milliarden Euro Umsatz. Reiter sagte, für sie habe die Absage existenzielle Auswirkungen. Aber das Oktoberfest funktioniere nicht mit Einschränkungen: "Ein bisschen Wiesn geht nicht", sagte der SPD-Politiker. Alternativ sollten kleinere, dezentrale Angebote gemacht werden.

    15.35 Uhr: Medien: Dänemark verzichtet auf Johnson & Johnson-Impfstoff

    Die dänische Regierung hat entschieden, den Corona-Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson aus seinem Impfprogramm zu streichen. Das berichteten mehrere Medien unter Berufung auf ein Treffen des Gesundheitsministers Magnus Heunicke mit Vertretern der Parteien. Grund seien Befürchtungen, dass der Wirkstoff, der auch unter dem Namen Janssen bekannt ist, in seltenen Fällen zu Blutgerinnseln führen kann. Aus demselben Grund hatte Dänemark zuvor den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca aus dem Programm genommen.

    15.15 Uhr: Jugendring für Öffnung von Angeboten für Kinder und Jugendliche

    Der Bayerische Jugendring (BJR) fordert die Öffnung von Angeboten für Kinder und Jugendliche unabhängig von den Corona-Inzidenzwerten. Kinder und Jugendliche müssten jetzt wieder ins Leben zurückgeholt werden, da Studien immer deutlicher ein besorgniserregendes Bild ihrer psychischen Situation ans Licht brächten, sagte BJR-Präsident Matthias Fack in München. "Für mich heißt das: Angebote müssen inzidenzunabhängig in Präsenz möglich sein." Die Pandemie und die strengen Kontaktbeschränkungen seien für Kinder, Jugendliche und Familien eine enorme psychische Belastung.

    15.05 Uhr: Sterbefallzahlen in Bayern liegen nicht mehr über den Vergleichswerten

    Im Februar und März 2021 sind trotz der Pandemie in Bayern keine erhöhten Sterbefallzahlen mehr registriert worden. Wie das Innenministerium in München berichtete, sei nach den vorläufigen Zahlen des Landesamts für Statistik die Gesamtzahl der Sterbefälle sogar um rund vier Prozent im Februar und um acht Prozent im März gegenüber dem Durchschnittswert der Jahre 2016 bis 2019 gesunken. Minister Joachim Herrmann (CSU) erklärte, dass sich dieser Trend möglicherweise fortsetze. "Jedenfalls sind bislang auch für April keine negativen Entwicklungen erkennbar." Von November 2020 bis Januar 2021 hatte das Landesamt hingegen noch deutlich erhöhte Sterbefallzahlen gemeldet.

    14.55 Uhr: Corona-Kabinett bringt Erleichterungen für Geimpfte auf den Weg

    Das Corona-Kabinett der Bundesregierung hat den Entwurf für eine Verordnung für mehr Rechte von Geimpften und Genesenen auf den Weg gebracht. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigt an, die Beratungen mit Vertretern von Bundestag und Bundesrat würden umgehend aufgenommen. Ziel sei, dass die Verordnung Ende der Woche oder spätestens nächste Woche in Kraft treten könne.

    14.30 Uhr: Umfrage: Weiter Impfskepsis in EU

    In der Europäischen Union ist die Skepsis gegen eine Corona-Impfung einer Umfrage zufolge nach wie vor verbreitet. 33 Prozent der EU-Bürger wollten sich weder so schnell wie möglich noch in diesem Jahr impfen lassen, sagte der Vertreter der EU-Kommission in Österreich, Martin Selmayr, in Wien. Damit drohe das Ziel einer Herdenimmunität in diesem Jahr verfehlt zu werden. In Deutschland sei der Anteil der Impfskeptiker etwas geringer als im EU-Durchschnitt, so Selmayr unter Berufung auf eine Umfrage unter 27.000 Bürgern, die im Auftrag der EU im Februar und März erhoben wurde.

    14.20 Uhr: Studie: Corona bringt Chormusik längere Zeit aus dem Takt

    Die Pandemie hat für die Chormusik im deutschsprachigen Raum massive negative Folgen. Zu dem Schluss kommt eine Untersuchung unter Leitung der Eichstätter Professorin für Musikwissenschaften, Katrin Schlemmer, teilte die Universität Eichstätt am Montag mit. Von der Pandemie werde sich das Chorleben lange nicht erholen, befürchtete das Forschungsteam. Fast 60 Prozent aller befragten Ensembles erwarteten, dass sie auch in der Zeit nach der Pandemie nicht mehr in früherer Besetzungsstärke weiterarbeiten werden. 15 Prozent befürchteten sogar einen deutlichen Rückgang des Interesses von Sängerinnen und Sängern durch die lange Zwangspause. An der Umfrage hätten 4.300 Chöre in Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen, hieß es.

    14.15 Uhr: Ausgangsbeschränkungen in Frankreich gelockert

    In Frankreich sind nach einmonatigem Lockdown Lockerungen der Corona-Auflagen in Kraft getreten. Damit dürfen sich die Bürger seit Montag tagsüber wieder frei bewegen; bisher galt eine Zehn-Kilometer-Grenze um die Wohnung für nicht notwendige Fahrten. Zudem kehrten Mittelschulen und Gymnasien überwiegend zum Präsenzunterricht zurück. Kitas und Grundschulen sind bereits seit einer Woche geöffnet. "Das Virus verbreitet sich sehr wenig an Schulen", betonte Regierungschef Jean Castex beim Besuch in einer Berufsschule bei Nancy in Ostfrankreich. Um größere Ausbrüche zu vermeiden, setzt die Regierung auf Selbsttest. Ab Mitte Mai sollen wöchentlich rund 600.000 Tests für die gut zwölf Millionen Schüler zur Verfügung stehen

    13.55 Uhr: Corona-Impfungen in Tunesien wegen Ärztestreik unterbrochen

    Wegen eines Ärztestreiks werden in Tunesien die Impfungen gegen das Coronavirus drei Tage lang ausgesetzt. Etwa 40.000 Menschen seien vom Impfstopp betroffen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Weil Impfstoff knapp ist, gehen die Immunisierungen im Land ohnehin nur langsam voran. Knapp zwei Monate nach Beginn der Impfkampagne haben dem Gesundheitsministerium zufolge rund 300.000 Menschen eine erste Dosis und knapp 100.000 vollen Impfschutz erhalten. Die Regierung will in diesem Jahr etwa die Hälfte der rund 11,5 Millionen Einwohner impfen lassen.

    13.50 Uhr: Prinz Harry wirbt für bessere Verteilung von Corona-Impfstoffen

    Der britische Prinz Harry hat auf einem Benefizkonzert in Kalifornien für eine gerechtere Verteilung von Impfstoffen gegen Covid-19 geworben. "Wir können uns nicht ausruhen oder wirklich erholen, bis es eine gerechte Verteilung in jeder Ecke der Welt gibt", sagte Harry am Sonntagabend (Ortszeit) übereinstimmenden Medienberichten zufolge. Es müsse überall auf der Welt ein Grundrecht sein, Zugang zu einem Vakzin zu haben. Harry trat den Berichten zufolge bei der Aufnahme des Konzerts "Vax Live" in einem Stadion bei Los Angeles auf, bei dem unter anderen die Sängerin Jennifer Lopez und die Band Foo Fighters auftraten. Auch US-Präsident Biden nahm per Videobotschaft an der Veranstaltung teil.

    13.36 Uhr: Erste Betriebsärzte im Hessen impfen gegen Corona

    Gut einen Monat vor dem geplanten bundesweiten Start haben am Montag in Hessen erste Impfungen gegen das Coronavirus durch Betriebsärzte begonnen. Es handelt sich um ein Pilotverfahren in vier größeren Pharmafirmen, wie Innenminister Peter Beuth (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) in Wiesbaden mitteilten. Konkret nehmen daran die Firmen Merck in Darmstadt, Sanofi-Aventis in Frankfurt, B. Braun in Melsungen und Pharmaserv in Marburg teil. Dafür wurden den Angaben zufolge rund 10.000 Impfdosen zur Verfügung gestellt.

    13.35 Uhr: Noch diese Woche Entscheidung über mehr Rechte für Geimpfte

    Noch in dieser Woche soll die Entscheidung fallen, ob vollständig Geimpfte und Genesene in der Corona-Krise wieder mehr Rechte bekommen. Darauf verständigten sich Union und SPD nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Demnach sollen die von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) vorgeschlagenen Änderungen am Donnerstag im Bundestag und am Freitag im Bundesrat beschlossen werden.

    13.31 Uhr: Nordkorea sagt Teilnahme an Fußball-WM-Qualifikation in Südkorea ab

    Nordkorea hat seine Teilnahme an den Qualifikationsspielen in Südkorea für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Der nordkoreanische Fußballverband habe bereits am Freitag der Asiatischen Fußballkonföderation AFC mitgeteilt, dass seine Nationalmannschaft nicht an der zweiten Qualifikationsrunde teilnehmen werde, sagt ein Sprecher des südkoreanischen Verbandes (KFA). Die AFC habe Nordkorea gebeten, die Entscheidung zu überdenken. Wegen der Pandemie soll die Qualifikation nicht wie sonst üblich im Heim- und Auswärtsspiel-Format sondern in einer Gruppenrunde mit je fünf Nationen in einem Gastgeberland ausgetragen werden. Zur Gruppe H gehören neben Nordkorea und Gastgeber Südkorea noch Turkmenistan, der Libanon und Sri Lanka. Nordkorea hatte kürzlich auch seine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Tokio abgesagt.

    13.29 Uhr: Griechenland öffnet Restaurants und Cafés

    In Griechenland haben am Montag Restaurants und Cafés unter Auflagen wieder geöffnet. Gäste durften nur draußen sitzen, die Tische mit maximal sechs Personen mussten in einem gewissen Abstand aufgestellt werden und Musik war nicht erlaubt. Der Beginn der nächtlichen Ausgangssperre wurde zudem von 21.00 Uhr auf 23.00 Uhr verschoben. Das Land begann mit der Lockerung der Corona-Beschränkungen auch mit Blick auf die bedeutende Reisezeit im Sommer. Restaurants und Cafés waren seit Anfang November geschlossen.

    13.20 Uhr: Konzert für globale Impfkampagne mit viel Prominenz

    US-Präsident Joe Biden versicherte, dass Impfungen gegen das Coronavirus sicher seien, Prinz Harry warb für eine gerechte Verteilung von Impfstoff in der Welt und Jennifer Lopez umarmte auf der Bühne ihre geimpfte Mutter: In Inglewood hat am Sonntagabend das größte Konzert in Südkalifornien mit Publikum seit Beginn der Pandemie stattgefunden. Aufzeichnungen davon sollen am 8. Mai in den US-Fernsehsendern ABC, ABC News Live und CBS sowie Radiosendern und bei Youtube gesendet werden.

    Neben Lopez trugen Eddie Vedder, die Foo Fighters, J Balvin und H.E.R zum musikalischen Programm bei. Prominente wie Ben Affleck, Chrissie Teigen, Jimmy Kimmel, Sean Penn und David Letterman traten beim von der Organisation Global Citizen organisierten «"ax Live: The Concert to Reunite the World" auf. Papst Franziskus nahm per Videoschalte teil. Alle im Publikum waren vollständig geimpft. Medien und Mitarbeiter der Produktion mussten einen negativen Covid-Test vorweisen, bevor sie das SoFi-Stadion in Inglewood betreten durften.

    13.14 Uhr: 43 Gäste auf 70 Quadratmetern - Polizei löst Feier in Wohnung auf

    Eine Feier mit 26 Erwachsenen und 17 Kindern in einer nur 70 Quadratmeter großen Wohnung hat die Polizei in Hagen aufgelöst. Beim Eintreffen einer Streife versuchte sich ein Teil der Gäste laut Polizei noch, in verschiedenen Räumen zu verstecken. Eine Maske trug demnach niemand bei dem Fest. Wie die Polizei am Montag über den Vorfall vom Sonntagabend berichtete, hatte der Wohnungsmieter (43) angegeben, dass man ein Glaubensfest feiere. Welches genau, konnten die Beamten nicht sagen. Zu der Feier sei auch Verwandtschaft aus dem Ausland gekommen. Dass so was verboten sei, habe er nicht gewusst, gab der 43-Jährige laut Polizei zu Protokoll. Alle Erwachsenen bekamen eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Coronaschutz-Verordnung.

    13.14 Uhr: Mehrheit der Deutschen sieht nächtliche Ausgangssperren kritisch

    Die bundesweit geltende nächtliche Ausgangssperre löst bei einer Mehrzahl der Deutschen keine Begeisterung aus. Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BFR) in Berlin finden 60 Prozent der Bürger die im Kampf gegen die dritte Welle der Corona-Pandemie verhängte Beschränkung unangemessen. Nach Angaben des Instituts unterscheidet sich die Meinung dabei stark nach dem Alter der Befragten. Von Menschen unter 40 Jahren befürworten nur etwa 20 Prozent die Ausgangssperre zwischen 22.00 Uhr und 05.00 Uhr. Bei den Menschen im Alter ab 60 Jahren liegt die Zustimmungsquote dagegen bei 57 Prozent. Das BFRr befragt in der Pandemie regelmäßig rund tausend Menschen zu ihren Einschätzungen.

    13.08 Uhr: Söder will Schülern Impfangebot ab Juni machen

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich für die Impfung von Schülern ab Juni aus. Dann solle insbesondere den Abschlussklassen ein Angebot gemacht werden, sagt der CSU-Chef. Ziel müsse sein, das nächste Schuljahr gut auf den Weg zu bringen. Sobald der Biontech-Impfstoff ab einem Alter von zwölf Jahren zugelassen sei, seien großflächig Schulimpfungen vorzusehen. "Das wäre genau das richtige, so wie es in meiner Jugend so üblich war."

    12.55 Uhr: Nepal streicht wegen Corona Flugverbindungen

    Angesichts rasch steigender Corona-Fallzahlen streicht Nepal Flugverbindungen für rund zwei Wochen. Von Mitternacht (Ortszeit) an sollen bis Freitag (14.5.) alle Inlandsflüge sowie ab Mitte der Woche dann alle internationalen Verbindungen ausfallen, wie Kommunikationsminister Parbat Gurung am Montag sagte. Ausgenommen seien Charterflüge sowie humanitäre Flugdienste. Wie im großen Nachbarland Indien geht in Nepals Hauptstadt Kathmandu in einigen Krankenhäusern der medizinische Sauerstoff aus und Betten werden knapp, wie örtliche Medien berichten.

    12.47 Uhr: Stadt Köln beginnt mit vorgezogenen Impfungen in sozialen Brennpunkten

    Die Stadt Köln hat am Montag mit der vorgezogenen Corona-Impfung von Menschen in sozialen Brennpunkten begonnen. Zum Beginn der sogenannten Schwerpunktimpfungen wurde den Bewohnern des Stadtteils Chorweiler ein Impfangebot gemacht, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte. Ein sogenannter Impfbus parkte demnach auf einem zentralen Platz des Viertels. Zum Beginn der Schwerpunktimpfungen in der Hochhaussiedlung stünden 300 Impfdosen des Herstellers Moderna bereit. Das Kölner Pilotprojekt sieht vor, Bewohner von dicht besiedelten sogenannten vulnerablen Sozialräumen mit hohen Infektionszahlen bevorzugt gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Dazu sollen mobile Impfteams eingesetzt werden.

    12.32 Uhr: Schweden will Astrazeneca-Impfstoff spenden

    Die schwedische Regierung spendet eine Million Impfdosen an die internationale Initiative Covax zur Versorgung ärmerer Länder. Entwicklungsminister Per Olsson Fridh sagte am Montag der Nachrichtenagentur TT, dass es sich dabei um den Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca handele, der in Schweden nicht mehr benötigt werde. Das Astrazeneca-Mittel Vaxzevria kann in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel auslösen, weshalb es in Schweden nur an Menschen über 65 Jahren verabreicht wird. Schweden erwarte in Zukunft große Lieferungen, so der Minister. "Diese Dosen werden von uns nicht verwendet. Und dann ist es wichtig, dass wir nicht darauf sitzen und die Dosen behalten, wenn die ganze Welt Impfstoffe benötigt", sagte Fridh.

    12.28 Uhr: Söder kündigt Öffnung von Grundschulen bis Inzidenz 165 an

    Grundschulen in Bayern dürfen von kommenden Montag an voraussichtlich auf breiter Front für alle Klassenstufen öffnen. Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder zeigte sich am Montag nun doch bereit, den Grenzwert für Distanzunterricht erst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 festzusetzen - wie in der sogenannten Bundes-Notbremse vorgesehen - und nicht wie bisher in Bayern schon bei 100. Es bleibe dann bei der Test- und der Maskenpflicht, sagte Söder nach Teilnehmerangaben in einer Schaltkonferenz des CSU-Vorstands. Ob und wann er bereit ist, den Grenzwert auch an weiterführenden Schulen anzuheben, sagte er nicht.

    12.26 Uhr: Barmer: Vermutlich 2600 Krebserkrankungen in erster Corona-Welle unentdeckt

    In der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 sind laut einer Analyse der Barmer vermutlich 2600 Krebserkrankungen unentdeckt geblieben. Bei den neun häufigsten Krebserkrankungen lag die Zahl der Eingriffe von April bis Juni vergangenen Jahres um 16,7 Prozent unter denen der Vergleichszeiträume der Jahre 2017 bis 2019, wie die Krankenkasse am Montag in Berlin mitteilte. Bei Brustkrebs, Mast- und Dickdarmkrebs betrug das Minus demnach sogar mehr als 20 Prozent. In der ersten Corona-Welle dürften damit etwa 2600 Krebserkrankungen unentdeckt geblieben sein, darunter fast 1600 Brustkrebsfälle, wie aus der in Kooperation mit Experten des Universitätsklinikums Würzburg entstandenen Analyse hervorgeht. Das sei bei Krebs umso dramatischer, weil er im Frühstadium am besten therapierbar sei.

    12.14 Uhr: Gut 28 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gegen Corona erstgeimpft

    In Deutschland haben 28,2 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor (Stand: 3. Mai, 12.00 Uhr). Den vollen Impfschutz erhielten bislang acht Prozent der Bevölkerung. Am Sonntag wurden demnach 250 114 Impfspritzen gesetzt. Der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne war am vergangenen Mittwoch mit mehr als einer Million Impfungen erreicht worden. Insgesamt verabreichten alle Impfstellen bislang etwas mehr als 30,1 Millionen Dosen, davon fast 23,5 Millionen bei Erstimpfungen und weitere knapp 6,7 Millionen bei Zweitimpfungen.

    12.01 Uhr: Mai 2021: Zweiter Kinderbonus in der Corona-Krise

    Familien mit Kindern sind auch 2021 noch stark durch die Corona-Krise belastet, zum Beispiel wegen der Schließung von Schulen und Kindertagesstätten. Deshalb hat die Bundesregierung Anfang 2021 erneut einen Kinderbonus beschlossen. Statt 300 Euro wie 2020 sollen im Mai 2021 pro Kind 150 Euro als Zuschuss zum Kindergeld ausgezahlt werden. Der Kinderbonus wird erneut mit dem Kinderfreibetrag verrechnet, aber nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Dadurch sollen Geringverdiener stärker profitieren.

    Der Kinderbonus 2021 wird für jedes Kind gezahlt, für das im Jahr 2021 mindestens in einem Monat Anspruch auf Kindergeld besteht oder bestand. Die Auszahlung erfolgt laut Agentur für Arbeit im Mai, wenige Tage nach der regulären Kindergeldzahlung.

    12.00 Uhr: Moderna will bis zu 500 Millionen Impfdosen an Covax liefern

    Der US-Hersteller Moderna will bis zu 500 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs an die internationale Initiative Covax zur Versorgung ärmerer Länder liefern. Davon sollen 34 Millionen Dosen im vierten Quartal 2021 kommen, weitere 466 Millionen Dosen seien eine Option für 2022, teilte das Unternehmen am Montag in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts mit. Alle Impfdosen würden zum niedrigsten Preis des gestaffelten Preissystems angeboten. Das Projekt Covax wird gemeinsam von der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie den globalen Impfinitiativen Gavi und Cepi organisiert. Es soll ärmere Länder mit Corona-Impfstoffen versorgen.

    11.52 Uhr: Corona-Lockerungen in Frankreich

    In Frankreich hat am Montag die erste größere Etappe der Corona-Lockerungen begonnen. Die Menschen im Land dürfen sich nun tagsüber wieder ohne triftigen Grund mehr als zehn Kilometer von ihren Wohnungen entfernen. Das heißt, auch Reisen in andere Regionen sind wieder erlaubt. Die nächtliche Ausgangssperre ab 19.00 Uhr bleibt allerdings noch bis Mitte Mai bestehen. Außerdem beginnt in den Mittel- und Oberstufen nun auch wieder der Präsenzunterricht - allerdings nicht für alle in voller Klassenstärke. Präsident Emmanuel Macron hatte in der vergangenen Woche weitgehende Öffnungen angekündigt. So sollen ab dem 19. Mai Außenbereiche von Restaurants, Geschäfte und Kultureinrichtungen wieder öffnen. Die abendliche Ausgangssperre soll dann erst um 21.00 Uhr beginnen. Im Juni sollen dann weitere Lockerungen folgen.

    11.25 Uhr: Esken gegen Öffnung von Gastro und Hotels für Geimpfte und Genesene

    Die Co-Bundesvorsitzende der SPD, Saskia Esken, hat sich gegen die Öffnung von Gaststätten und Hotels für Geimpfte und Genese in der Corona-Pandemie ausgesprochen. Zwar sollten für diese Menschen Kontaktbeschränkungen oder nächtliche Ausgangsbeschränkungen aufgehoben werden, aber "deswegen werden wir nicht die Gaststätten und Hotels für einzelne Menschen öffnen", sagte Esken am Montag im Sender RTL/ntv.

    11.05 Uhr: Kassenärzte warnen vor stockendem Tempo bei Erstimpfungen

    Kassenärzte warnen davor, dass Erstimpfungen mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer wegen Versorgungsengpässen ins Stocken geraten könnten. "Die vom Bundesgesundheitsministerium für Mai angekündigten Mengen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer reichen nicht aus, um damit ab Mitte des Monats Erstimpfungen in nennenswertem Umfang in den Praxen durchführen zu können", heißt es vom Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, in einer Mitteilung, die der "Rheinischen Post" vorliegt. "Grund hierfür ist, dass ab diesem Zeitpunkt die erforderlichen Zweitimpfungen mit diesem Impfstoff erfolgen."

    11.04 Uhr: EU-Kommission will Einreisen nach Europa erleichtern

    Die EU-Kommission will die Einreise in die Europäische Union wieder erleichtern. So sollen künftig auch wieder touristische Aufenthalte von Personen aus Drittstaaten möglich sein, schlägt die Brüsseler Behörde vor. Voraussetzung für die Einreise sei dann, dass eine Person aus einem Land komme, in dem eine "gute epidemiologische Situation" herrsche, heißt es in einem Vorschlag an die Mitgliedstaaten. Zudem müsse die Person einen vollständigen Impfschutz mit einem Vakzin vorweisen, das in der Europäischen Union zugelassen sei.

    11.01 Uhr: FDP: Jetzt um Corona-"Impfbooster" für den Herbst kümmern

    Die FDP hat die Bundesregierung aufgefordert, sich ausreichend früh um weitere Impfstoffmengen für den Schutz gegen Mutationen des Coronavirus zu kümmern. Mit neuen Virusvarianten steige die Wahrscheinlichkeit für eine notwendige dritte Impfdosis, die sogenannten Impfbooster, hieß es am Montag in einem Positionspapier, über das die FDP-Bundestagsfraktion in einer Klausur beriet.

    10.49 Uhr: Kinderhilfe fordert schnelle Hilfe für benachteiligte Schüler

    Die Deutsche Kinderhilfe dringt auf schnelle Hilfe für in der Corona-Krise benachteiligte Schüler. Lernförderung solle auch zur Leistungsverbesserung und zum Aufholen pandemiebedingter Lernrückstände gewährt werden, forderte die Kinderrechtsorganisation am Montag in Berlin. Bislang werde die außerschulische Förderung erst dann gewährt, wenn am Schuljahresende ein Fach mit der Note "ausreichend" bewertet worden sei. Dies komme für betroffene Kinder zu spät und sollte daher gerade jetzt gelockert werden.Es sei "völlig unverständlich", dass in der Corona-Krise Anträge auf Lernförderung immer wieder abgelehnt würden, weil die Note "ausreichend" noch zu gut sei, um Nachhilfe bekommen zu können, beklagte der Ehrenvorsitzende der Kinderhilfe, Rainer Becker.

    10.44 Uhr: Zoll verfolgt im Corona-Jahr 2020 deutlich mehr Delikte

    Der Zoll hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Delikte verfolgt. Die Anzahl der Ermittlungsfälle lag mit 13.663 mehr als acht Prozent über dem Niveau aus dem Jahr zuvor, wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz am Montag in Berlin sagte. 15.851 Personen waren tatverdächtig. Scholz ergänzte, in der Pandemie sei dem Zoll vor allem bei persönlicher Schutzkleidung für das Gesundheitssystem und die Bevölkerung eine wichtige Rolle zugekommen. Er habe etwa dafür gesorgt, dass Atemschutzmasken den vorgegeben Standards genügten.

    10.41 Uhr: Südafrika erhält erste Lieferung des Biontech/Pfizer Impfstoffs

    Südafrika hat seine erste Lieferung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer erhalten. Das teilte Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Damit soll Südafrika die für Ende Mai geplante zweite Phase seiner Impfkampagne beginnen können, die unverzichtbare Arbeitskräfte sowie Menschen über 60 Jahre einschließt. Bislang wurden seit Mitte Februar gut 318 000 Beschäftigte des Gesundheitswesens geimpft. Der Kap-Staat hat 30 Millionen Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs bestellt. Bis Ende Juni sollen davon 4,5 Millionen Dosen geliefert werden.

    10.31 Uhr: Deutsche Industrie trotzt Pandemie mit hohem Wachstumstempo

    Trotz der dritten Corona-Welle legt die deutsche Industrie weiter ein hohes Wachstumstempo vor. Der Einkaufsmanagerindex fiel im April nach endgültigen Daten nur leicht auf 66,2 Punkte von 66,6 Zählern im Vormonat, wie das Institut IHS Markit am Montag zu seiner Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilte. Dies ist nach dem Rekordhoch vom März der zweitbeste Wert seit Beginn der Datenaufzeichnung 1996, wie das Institut weiter mitteilte. Die Industrie befinde sich im Aufwind - "vor allem dank der anhaltend starken Auftragseingänge", sagte Markit-Ökonom Phil Smith.

    10.30 Uhr: Pakistan schließt vor Feiertagen Grenzen zu Nachbarländern

    Aus Angst vor dem Einschleppen neuer Corona-Infektion hat Pakistan die Grenzen zu den Nachbarländern Iran und Afghanistan geschlossen und eine Verringerung des Flugverkehrs angekündigt, um Reiseverkehr zum muslimischen Eid-al-Fitr-Fest zu vermeiden. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie stünden "entscheidende" Wochen bevor, begründete die Regierung die Maßnahmen. Der Flugverkehr soll nach Angaben der zivilen Luftfahrtbehörde ab Mittwoch eingeschränkt werden. Für 14 Tage sollen 80 Prozent aller Flüge gestrichen werden, vor allem aus dem Nahen Osten.

    10.00 Uhr: Neue Version der Corona-Warn-App zeigt Schnelltest-Ergebnisse an

    Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes kann jetzt auch die Ergebnisse von Schnelltests anzeigen. Mit der neuen Version könnten Nutzerinnen und Nutzer ihre Mitmenschen nun noch schneller warnen und damit Infektionsketten noch schneller unterbrechen, teilten die Entwickler der App am Montag mit. Das Update auf Version 2.1 stand am Montagmorgen bereits im App-Store von Apple für das iPhone bereit. Die Version für Android-Smartphones soll im Google Play Store spätestens am Dienstag zur Verfügung stehen.

    Mit dem Update können die Anwender nach dem Schnelltest eine Klötzchengrafik (QR-Code) einscannen und erhalten dann kurze Zeit später in der App das Testresultat. Ein negatives Ergebnis wird dann 48 Stunden lang in der App angezeigt und kann dann auch beim Einkaufen oder beim Friseurbesuch vorgelegt werden. Positive Ergebnisse werden in der App so lange angezeigt, bis die User das Ergebnis teilen. Der Schnelltest werde von der Corona-Warn-App gleichberechtigt zum aufwendigeren PCR-Test behandelt.

    09.33 Uhr: Dachstuhl von Impfzentrum brennt: Impfstoff gerettet

    Der Dachstuhl eines Corona-Impfzentrums in Oberhaching in Bayern ist am Montag in Flammen aufgegangen. Ob es sich um einen technischen Defekt handelte oder der Brand am Montagmorgen absichtlich gelegt wurde, war nach Polizeiangaben unklar. Über Verletzte war zunächst nichts bekannt. Der Impfstoff sei der Polizei übergeben worden, teilte das Landratsamt mit. Die Termine im Impfzentrum Oberhaching vom Montag seien abgesagt worden. Die Betroffenen sollen in den nächsten Tagen informiert werden, wann ihr Termin nachgeholt wird. Wahrscheinlich werden die Impfungen von Dienstag an in der Sportschule Oberhaching fortgesetzt.

    09.20 Uhr: Marburger Bund: Impfungen in Brennpunktvierteln verstärken

    Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund stellt sich hinter Überlegungen für schnellere Corona-Impfungen in sogenannten sozialen Brennpunktvierteln. „Ich unterstützte ausdrücklich die Forderung der Bundesfamilienministerin, verstärkt mobile Impfteams dort einzusetzen, wo sozial benachteiligte Menschen meist in beengten Wohnverhältnissen leben“, sagte die Marburger-Bund-Vorsitzende Susanne Johna der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Die Menschen in solchen Stadtteilen seien besonders stark von Corona-Infektionen betroffen. Deshalb müssten die Kommunen dort zusammen mit Ärztinnen und Ärzten einen Schwerpunkt der Impfkampagne setzen.

    08.55 Uhr: Pfizer dringt auf beschleunigte Impfstoff-Zulassung in Indien

    Pfizer wirbt für eine rasche Genehmigung seines gemeinsam mit Biontech entwickelten Impfstoffs in Indien. Mit der dortigen Regierung werden Gespräche über ein beschleunigtes Zulassungsverfahren geführt, wie Pfizer-Chef Albert Bourla in einem Beitrag auf der Internetplattform Linkedin erklärt. "Bedauerlicherweise ist unser Impfstoff nicht in Indien zugelassen, obwohl unser Antrag vor Monaten eingereicht wurde." Bourla gibt zugleich eine Arzneimittel-Spende im Wert von mehr als 70 Millionen Dollar bekannt.

    08.23 Uhr: Siemens Healthineers: Boom mit Corona-Tests

    Die Medizintechnik-Tochter von Siemens erlebt dank des boomenden Geschäfts mit Corona-Schnelltests eine Sonderkonjunktur. Siemens Healthineers hob die Prognose für das laufende Geschäftsjahr am Montag an und erwartet nun für 2020/21 (Ende September) einen Umsatzzuwachs von 14 bis 17 Prozent auf vergleichbarer Basis - also ohne den kürzlich übernommenen US-Krebstherapie-Spezialisten Varian. Bisher war das Unternehmen aus Erlangen von acht bis zwölf Prozent ausgegangen. Allein Covid-19-Schnelltests, die Siemens Healthineers vor allem in Deutschland verkauft, sollen rund 750 Millionen Euro Umsatz bringen, mehr als doppelt so viel wie bisher geplant. Aber auch die anderen Sparten sollen stärker wachsen als bisher erwartet.

    07.42 Uhr: Wieder quarantänefreies Reisen zwischen Neuseeland und Cookinseln

    Neuseeland wird seine Grenzen am 17. Juni für quarantänefreie Reisen auf die Cookinseln öffnen. Nach Australien handelt es sich um das zweite Land, das Neuseeländer dann wieder ohne Notwendigkeit einer zweiwöchigen Isolation besuchen dürfen. "Das wird heißen, dass Familie sich wiedersehen können, Handelsvereinbarungen wieder aufgenommen werden und Neuseeländer einen ersehnten Winterurlaub machen und den Tourismussektor der Cook Islands unterstützen können", sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Montag. Die Cookinseln im Südpazifik haben bislang keinen einzigen Corona-Fall verzeichnet.

    07.19 Uhr: Studie: Online-Anteil am Einzelhandels-Umsatz steigt auf 19 Prozent

    Einzelhändler haben einer Studie zufolge im vergangenen Jahr fast jeden fünften Euro ihres Umsatzes über das Online-Geschäft erwirtschaftet. Die weltweit über das Internet erzielten Erlöse der Einzelhändler machten nun 19 Prozent ihres Gesamtumsatzes aus, nach 16 Prozent im Jahr 2019, hieß es in einer Studie der Vereinten Nationen, die auf Statistik-Daten zahlreicher Länder basiert. In der Corona-Pandemie hatten Verbraucher vermehrt in Online-Shops gekauft - auch, weil viele Geschäfte wegen des Virus geschlossen bleiben mussten. Den größten Anteil erwirtschafteten demnach Einzelhändler in Südkorea über das Online-Geschäft - hier lag der Anteil bei 25,9 Prozent. In China waren es 24,9 Prozent, in Großbritannien 23,3 und in den USA 14,0 Prozent.

    05.54 Uhr: Kolumbiens Präsident stoppt Steuerreform nach Protesten

    Nach tagelangen massiven Protesten hat der kolumbianische Präsident Iván Duque eine umstrittene Steuerreform gestoppt. Er bitte das Parlament, die Reform zurückzuziehen, sagte der Staatschef am Sonntag (Ortszeit). "Die Reform ist keine Marotte, sondern eine Notwendigkeit", sagte er. Sie sei nötig, um Sozialprogramme aufrechtzuerhalten. Mit der Steuerreform sollte das Haushaltsloch gestopft werden, das durch die Corona-Krise entstanden ist. Oppositionelle befürchteten, dass die Reform vor allem die einkommensschwache Bevölkerung und die Mittelschicht trifft, während die Reichen keinen Schaden tragen. Schon lange besteht eine große Unzufriedenheit über die Wirtschafts- und Sozialpolitik des konservativen Präsidenten Duque.

    05.49 Uhr: Indien: Fast 370.000 Neuinfektionen und mehr als 3.400 Tote

    In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 368.147 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Am Samstag hatte das Land erstmals über 400.000 Fälle und damit einen weltweiten Höchstwert registriert. Insgesamt haben sich mehr als 19,93 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ist der zweithöchste Wert nach den USA. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 3.417 auf 218.959. Indien, wo mehr als 1,3 Milliarden Menschen leben, wird seit Ende Februar von einer zweiten Corona-Welle mit mehreren Virus-Varianten heimgesucht.

    05.15 Uhr: RKI: 9.160 Neuinfektionen und 84 Todesfälle

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 9.160 neue Positiv-Tests. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 146,9 von 146,5 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 84 weitere Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 83.276. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,42 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

    05.00 Uhr: Tschechien: Ab 1. Juni Corona-Impftermine für alle

    Tschechien öffnet die Registrierung für Corona-Impfungen spätestens am 1. Juni für alle Einwohner ab 16. Ab Mittwoch sei die Registrierung für die 50- bis 54-Jährigen möglich, sagte Ministerpräsident Babis. Derzeit werden nur über 55-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Krankheiten gegen Corona geimpft. Das Land mit 10,7 Millionen Einwohnern hat vor Kurzem die Marke von einer Million vollständig Geimpften überschritten. Sollten die Impfstofflieferungen wie geplant eintreffen, werde die Altersgrenze für die Impfregistrierung jetzt jede Woche um fünf Jahre sinken.

    04.47 Uhr: Bericht: Altenpflegekräfte überdurchschnittlich von Covid-19 betroffen

    Altenpflegekräfte sind einem Zeitungsbericht zufolge überdurchschnittlich von Corona-Infektionen betroffen. Von Beginn der Pandemie bis Mitte November waren bundesweit 2,5 Prozent der Altenpfleger und -pflegerinnen wegen einer Corona-Infektion arbeitsunfähig, wie die Barmer Krankenkasse in ihrem Pflegereport schreibt, der der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegt. Bei allen Berufsgruppen lag der Anteil demnach nur bei 1,6 Prozent.

    04.00 Uhr: Mehr Schwangere mit Covid-19 auf Intensivstationen

    Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) versorgen Intensivmediziner zunehmend an Covid-19 erkrankte Schwangere. Allein in den vergangenen zwei Wochen habe es fünf solcher Fälle gegeben, sagte der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge, der Deutschen Presse-Agentur. "Diese Fälle sind besonders dramatisch. Wir sollten in Deutschland unbedingt auch Schwangere impfen." Das sei auch die Einschätzung im Kollegenkreis. Schwangere hätten ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf, wenn sie sich mit Sars-CoV-2 infizieren. Bei ihnen sei das Immunsystem generell etwas herabgesetzt und die Sauerstoffaufnahme reduziert. Kluge sagte, ein Teil der Frauen habe sich wahrscheinlich bei den eigenen Kindern angesteckt. Meist sei die ganze Familie positiv. Die betroffenen Patientinnen seien Frauen um die 30, die im Regelfall keinerlei Vorerkrankungen hätten. "Diese Frauen stehen mitten im Leben. Für die behandelnden Teams sind diese Fälle sehr belastend", sagte Kluge.

    02.35 Uhr: Bundes-Notbremse laut Intensivmedizinern wirksam

    Die deutschen Intensivmediziner haben angesichts sinkender Infektionszahlen eine erste positive Bilanz der bundesweiten Corona-Notbremse gezogen. "Wir sind zuversichtlich, dass die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen sinken wird - und das hängt dann unmittelbar mit den Maßnahmen der Bundes-Notbremse, wie aber auch dem deutlichen Fortschritt beim Impfen zusammen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Das rückläufige Infektionsgeschehen werde auf den Intensivstationen in einer Woche sichtbar, "davon sind wir überzeugt", sagte Marx weiter. "Die Bundes-Notbremse hat aus unserer Sicht also viele tausend Menschenleben retten können." Von einer Entspannung auf den Intensivstationen könne aber noch keine Rede sein. Seit einer guten Woche sei eine "Plateau-Bildung" bei der Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen von um die 5000 Patienten zu beobachten.

    02.01 Uhr: Kommunen fordern einheitlichen Öffnungs-Fahrplan

    Gut eine Woche nach Inkrafttreten der bundesweiten Corona-Notbremse fordert der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Gerd Landsberg, von der Bundesregierung langfristige bundeseinheitliche Öffnungsperspektiven. "Die Inzidenzzahlen sinken, die Impfkampagne nimmt Fahrt auf. Wir können hoffen, dass wir die dritte Welle bald überwunden haben. Mit immer mehr geimpften Personen wird im Sommer mehr Normalität möglich sein", sagt Landsberg der Zeitung "Rheinische Post" (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Deshalb erwarte der DStGB von Bund und Ländern einen Fahrplan, wann und unter welchen Voraussetzungen die nächsten bundesweiten Schritte zu mehr Normalität gegangen werden können. "Langfristige Perspektiven – wenn auch unter Vorbehalt sinkender Infektionszahlen – sollten jetzt auf den Weg gebracht werden." Nach über einem Jahr Pandemie sei das Motto "Wir fahren auf Sicht" kaum noch vermittelbar.

    01.00 Uhr: Saar-Ministerpräsident Hans will Geimpfte von Beschränkungen ausnehmen

    Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans dringt für Geimpfte und Genesene auf rasche Ausnahmen von den im Infektionssschutzgesetz verankerten Corona-Maßnahmen. "Vollständig Geimpfte und von Corona Genesene von privaten Kontakt- und nächtlichen Ausgangsbeschränkungen auszunehmen, halte ich für vernünftig und rechtlich auch geboten", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" laut Vorabbericht. Wenn wissenschaftlich nachgewiesen sei, dass von ihnen keine besondere Gefahr mehr für andere ausgehe, "dann müssen wir diesen Menschen ihre im Grundgesetz verbrieften Freiheitsrechte auch wieder zurückgeben." Die weitgehenden Grundrechtseinschränkungen dürfen kein Dauerzustand werden.

    00.00 Uhr: Bareiß hält Inlandsreisen ab Juni für möglich

    Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), setzt auf Inlandsreisen ab Juni. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass Urlaubsreisen bei uns ab Juni in immer mehr Regionen möglich werden. Wichtig ist, dass der Bundes-Lockdown nicht über den 30.6. hinaus verlängert wird", sagt er der Zeitung "Bild" laut Vorabbericht. Hotels und Restaurants hätten gute Sicherheitskonzepte aufgestellt. Außerdem werden "bis Ende Juni so viele Impfdosen ausgeliefert sein, dass es theoretisch jedem Bundesbürger für die Erstimpfung reicht". Skeptisch äußerte sich Bareiß in dem Bericht zu Reisen über Pfingsten: "Das wird in vielen Urlaubsregionen leider wieder ins Wasser fallen."

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