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Jens Spahn und Karl Lauterbach am 19.03.2021 in Berlin

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Spahn und Lauterbach: Schrittweise Aufhebung der Maskenpflicht

Seit über einem Jahr sollen Masken Corona-Infektionen verhindern. Aktuell sinken die Ansteckungsraten deutlich. Gesundheitsminister Spahn und SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sprechen sich deswegen für ein schrittweises Ende der Maskenpflicht aus.

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Die weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht in Dänemark von diesem Montag an befeuert auch in Deutschland die Diskussion über den Sinn des Mund-Nasen-Schutzes. "Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: In einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen grundsätzlich entfallen", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Dänemark fast ohne Maske

In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote könne die Pflicht nach und nach auch drinnen entfallen. "Als Empfehlung bleibt in jedem Fall eine einfache Regel: im Zweifel mit Maske - besonders beim Reisen und bei Treffen in Innenräumen", betonte der CDU-Politiker.

In Dänemark wird ab diesem Montag die Pflicht zum Tragen einer Maske für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben. Einzige Ausnahme davon bleibt der öffentliche Nahverkehr - dort aber auch nur, wenn man nicht sitzt.

Lauterbach ebenfalls für schrittweises Ende der Maskenpflicht

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt ebenfalls die Forderungen nach einem schrittweisen Ende der Maskenpflicht.

Im Außenbereich sei die Maskenpflicht für viele Bereiche nicht mehr sinnvoll und nicht mehr nötig, sagte Lauterbach am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Wenn Fußgängerzonen nicht überfüllt seien, sei der Verzicht auf Masken "ohne Wenn und Aber machbar". Eine generelle Lockerung der Maskenpflicht halte er erst für sinnvoll, wenn 70 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft seien.

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SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach hält es angesichts sinkender Corona-Zahlen für möglich, die Maskenpflicht im Freien aufzuheben.

FDP und AfD für komplette Aufhebung

Von FDP und AfD kamen am Wochenende Forderungen nach einer kompletten Aufhebung. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hält dies draußen für möglich, nicht aber in Innenräumen. "Ich kann mir gut vorstellen, dass wir die Maskenpflicht da, wo sie überhaupt noch besteht draußen, entfallen lassen", sagte Dobrindt in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Für Innenräume rate er zur Vorsicht.

CSU-Generalsekretär Markus Blume warnte im "Bild live"-Talk "Die richtigen Fragen" davor, so zu tun, als sei Corona schon vorbei. Er halte die Abstandsregeln und die Maskenpflicht "für die geringste Zumutung und für einen sehr guten Schutz nach wie vor". Ähnlich äußerte sich sein SPD-Kollege Lars Klingbeil in dem Talk: "Ich glaube, es verlangt uns als Gesellschaft nicht viel ab, wenn wir jetzt im öffentlichen Nahverkehr, dort, wo wir wirklich auf Menschen treffen, wenn wir dort die Masken weiterhin tragen. Ich halte das für richtig."

Gefordert: Erleichterung für Schüler

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) forderte die Länder auf, zu klären, ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig sei. Besonders für Schüler, die Masken stundenlang im Unterricht tragen müssen, sei dies eine Belastung, hatte sie der "Bild am Sonntag" gesagt.

Die Corona-Infektionszahlen sind in den vergangenen Wochen stark gesunken. Zugleich sind immer mehr Menschen in Deutschland gegen das Virus geimpft. Mehr als 40 Millionen Menschen haben mindestens eine Impfung erhalten, das Land nähert sich damit der 50-Prozent-Marke. Den vollständigen Impfschutz haben mehr als 21 Millionen Bürger, mehr als jeder Vierte. Zwei Drittel der Impfungen wurden laut Robert Koch-Institut in Impfzentren verabreicht, ein Drittel in Arztpraxen.

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