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Über dem Grenzwert? Corona-Zahlen in Bayerns Landkreisen | BR24

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Bayern-Karte. Wie viele Corona-Infektionen wurden bislang pro Landkreis gemeldet?

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    Über dem Grenzwert? Corona-Zahlen in Bayerns Landkreisen

    Welche Regionen in Bayern sind am stärksten vom Coronavirus betroffen? Hier gibt es die wichtigsten aktuellen Zahlen, Karten und Übersichten zur Lage im Freistaat. Über ein Suchfeld finden Sie sofort heraus, wie es im Landkreis Ihrer Wahl aussieht.

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    Anmerkung: Hohe regionale Werte erklären sich zum Teil auch dadurch, dass örtlich besonders viele Tests durchgeführt wurden, wie etwa im Mai im Landkreis Coburg, und/oder es vermehrt Fälle in einer einzelnen Einrichtung gab, wie etwa im Juni in den Landkreisen Lichtenfels und Aichach-Friedberg.

    Corona-Neuinfektionen, Grenzwerte und Corona-Regeln

    Der wichtigste Gradmesser ist der Anteil der Corona-Neuinfektionen an der Bevölkerung eines Landkreises. Das hat die Bundesregierung zusammen mit den Ministerpräsidenten der Länder am 6. Mai beschlossen. Damals wurde ein bundesweiter Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen beschlossen.

    Am 14. Oktober wurde der Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen bundesweit als neuer Grenzwert festgelegt. Diese Zahl war davor bereits in einigen Bundesländern, etwa Bayern, als „Frühwarnwert“ etabliert worden. Überschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt diese Grenze, müssen dort Lockerungen rückgängig gemacht werden und Beschränkungskonzepte in Kraft treten.

    Ab einer lokalen 7-Tage-Inzidenz von 50 gilt eine Region als Corona-Risikogebiet. Weitere Einschränkungen müssen eingeführt werden, in manchen Bundesländern gilt ein Beherbergungsverbot für Reisende aus diesen Städten und Landkreisen.

    Am 21. Oktober wurde in Bayern zusätzlich ein dritter Grenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen festgesetzt. Erreichen bayerische Städte und Landkreisen diese Zahl, werden die Schutzmaßnahmen noch weiter verschärft.

    Die Daten für Ihren Landkreis

    Die Landkreise, die den Grenzwert von 35 erreichen, werden in der obigen Karte orange dargestellt. Diejenigen, die 50 Neuinfektionen oder mehr pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen hatten und als Risikogebiet eingestuft werden, sind rot markiert. Dunkelrot erscheinen die Landkreise, in denen diese Zahl 100 erreicht und übersteigt.

    Die aktuellen Zahlen dieser 7-Tage-Inzidenz stellt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) täglich für alle bayerischen Landkreise zur Verfügung – mehr zur Entstehung und Aussagekraft der Daten unten im Artikel.

    Neue Corona-Fälle zeigen, wohin die Entwicklung geht

    Die Zu- oder Abnahme der Neuinfektionen ist derzeit einer der besten Indikatoren, um die Entwicklung des Infektionsgeschehens zu überblicken. Die folgende Grafik zeigt die neugemeldeten Corona-Fälle pro Tag in Bayern.

    Über unseren tagesaktuellen Corona-Newsletter erfahren Sie weitere wichtige Kennzahlen zum Verlauf der Corona-Pandemie in Bayern und Deutschland und mehr Hintergrundinformationen zu den Daten. Hier geht's zur Anmeldung.

    Woher kommen die Zahlen und was sagen sie aus?

    • Als Neuinfektionen werden die Fälle bezeichnet, die im Vergleich zum Vortag bei den Behörden neu gemeldet wurden.
    • Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) setzt die aktuellen Daten jeden Tag zum Stichzeitpunkt 10 Uhr fest. Da die Bearbeitung weitere Zeit beansprucht, werden sie aber erst ab 14 Uhr aktualisiert – um 15 Uhr sind unsere Grafiken dann auf dem neuesten Stand.
    • Dennoch sind die Daten nur bedingt tagesaktuell: Zwischen einer Infektion mit Covid-19 und der Feststellung können etliche Tage vergehen, die Meldung durchläuft mehrere Stationen.
    • Nicht jede Infektion wird festgestellt und gemeldet. Da es viele Fälle ohne Symptome oder mit mildem Verlauf gibt, dürfte die Dunkelziffer der Infizierten deutlich höher sein.
    • Dem LGL werden die Zahlen von den bayerischen Gesundheitsämtern gemeldet. Durch die sogenannte Meldeverzögerung und Verzögerungen bei den Tests kommt es in diesem Prozess laufend zu Nachmeldungen. Dadurch können die veröffentlichten Daten der Ämter voneinander abweichen.
    • Das Robert-Koch-Institut (RKI) wiederum bezieht die Daten von den Landesgesundheitsämtern wie dem LGL. Durch die weitere Meldeverzögerung weichen auch hier vor allem die tagesaktuellen Zahlen oft voneinander ab.
    • Um den Meldeverzug an den Wochenenden besser auszugleichen, werden in der Grafik zu den Neuinfektionen pro Tag die Daten nicht nach Melde- sondern nach Referenzdatum gezeigt. Diese Daten stellt das RKI zur Verfügung.

    Wo die Corona-Pandemie bisher am schlimmsten war

    Die folgende Karte zeigt die Gesamtzahl der bisher gemeldeten Covid-19-Infektionen in den bayerischen Landkreisen unter Berücksichtigung der Bevölkerungsdichte:

    • Dargestellt werden hier die gemeldeten Infektionen pro 1.000 Einwohner.
    • Die Größen der Kreise zeigen symbolhaft, wie stark ein Landkreis oder eine Stadt im Vergleich zu anderen betroffen ist.

    Das bedeutet die Gesamtzahl der Corona-Fälle:

    • Meldepflichtig sind nur Infektionen, nicht Genesungen.
    • Die Fallzahlen präsentieren die Summe aller jemals gemeldeten Infektionen, dazu zählen auch Personen, die längst wieder gesund und virenfrei sind.
    • Die Fallzahlen können nur steigen. Von ihnen wird nichts mehr abgezogen, selbst wenn die Corona-Pandemie wieder vorbei sein wird.
    • Die Fallzahlen liefern keinerlei Anhaltspunkt, wie viele Menschen akut infiziert sind.

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