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7-Tage-Inzidenz und mehr: Corona-Zahlen in Bayerns Landkreisen | BR24

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Bayern-Karte. Wie viele Corona-Infektionen wurden bislang pro Landkreis gemeldet?

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    7-Tage-Inzidenz und mehr: Corona-Zahlen in Bayerns Landkreisen

    Welche Regionen in Bayern sind am stärksten vom Coronavirus betroffen? Hier gibt es die wichtigsten aktuellen Zahlen, Karten und Übersichten zur Lage im Freistaat. Über ein Suchfeld finden Sie sofort heraus, wie es im Landkreis Ihrer Wahl aussieht.

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    Von
    • Steffen Kühne
    • Heike Westram
    • Gudrun Riedl
    • Claudia Kohler

    Der bedeutendste Indikator ist derzeit die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, also die Summe der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einem Landkreis innerhalb von 7 Tagen. Bund und Länder hatten sich im Mai darauf geeinigt, die Bewertung lokaler Ausbrüche und die jeweils notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung danach zu bemessen.

    7-Tage-Inzidenz als wichtigster Gradmesser

    Die wichtigsten Grenzwerte für diese 7-Tage-Inzidenz in Bayern werden wie folgt gezeigt: Die Landkreise, die den Wert von 35 erreichen, werden in der Karte in einem hellen Orange dargestellt. Diejenigen, die 50 Neuinfektionen oder mehr pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen hatten sind mit einem dunklen Orange markiert. Hellrot erscheinen die Landkreise, in denen diese Zahl 100 erreicht und übersteigt. Dunkelrot schließlich sind diejenigen ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200 - hier gelten verschärfte Maßnahmen:

    Anmerkung: Die von den Landkreisen selbst vermeldeten Fallzahlen können in einzelnen Fällen stark von den Angaben des RKI abweichen - wie etwa Ende Oktober für den Landkreis Fürstenfeldbruck. Ein Grund dafür ist die sogenannte Meldeverzögerung.

    Zahlen für die bayerischen Städte und Landkreise

    Die aktuellen Zahlen stellt das Robert Koch-Institut (RKI) täglich für alle bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte zur Verfügung – mehr zur Entstehung und Aussagekraft der Daten unten im Artikel.

    In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen weiteren Überblick über die Zahlen aus Ihrer Region. Geben Sie ins Suchfeld den entsprechenden Namen ein:

    Anmerkung: Hohe regionale Werte erklären sich zum Teil auch dadurch, dass örtlich besonders viele Tests durchgeführt wurden, wie etwa im Mai im Landkreis Coburg, und/oder es vermehrt Fälle in einer einzelnen Einrichtung gab, wie etwa im Juni in den Landkreisen Lichtenfels und Aichach-Friedberg.

    Neue Corona-Fälle zeigen, wohin die Entwicklung geht

    Die Zu- oder Abnahme der Neuinfektionen ist derzeit einer der besten Indikatoren, um die Entwicklung des Infektionsgeschehens zu überblicken. Die folgende Grafik zeigt die neugemeldeten Corona-Fälle pro Tag in Bayern. Um den Meldeverzug an den Wochenenden besser auszugleichen, werden sie nicht nach Melde- sondern nach Referenzdatum gezeigt. Auch diese Daten stammen vom Robert Koch-Institut (RKI).

    Corona-Patienten auf den Intensivstationen

    Ein weiterer wichtiger Indikator zur Einschätzung der Pandemie ist die Zahl der Corona-Patienten, die wegen der Schwere ihrer Erkrankung auf einer Intensivstation behandelt werden müssen. Diese Daten werden vom DIVI-Intesivregister bereitgestellt. Die folgende Grafik zeigt die Gesamtzahl der Corona-Intensivpatienten, die pro Tag in Bayern gemeldet wird.

    Über die Daten

    Die Daten, die hier verwendet werden, werden täglich vom Robert Koch-Institut (RKI) und vom DIVI-Intesivregister bereitgestellt. In einer früheren Version dieses Artikels wurden in der Karte und der Landkreistabelle Daten des bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) dargestellt. Aufgrund der aktuellen Corona-Regelungen werden diese Zahlen nicht mehr verwendet - Grundlage sind nun die Daten des RKI.

    Als Neuinfektionen werden die Fälle bezeichnet, die im Vergleich zum Vortag bei den Behörden neu gemeldet wurden. Die Gesamtfälle präsentieren die Summe aller jemals gemeldeten Infektionen, dazu zählen auch Personen, die längst wieder gesund und virenfrei sind. Die Fallzahlen können nur steigen. Von ihnen wird nichts mehr abgezogen, selbst wenn die Corona-Pandemie wieder vorbei sein wird. Sie liefern keinerlei Anhaltspunkt, wie viele Menschen akut infiziert sind. Meldepflichtig sind nur Infektionen, nicht Genesungen.

    Die Daten sind nur bedingt tagesaktuell: Zwischen einer Infektion mit Covid-19 und der Feststellung können etliche Tage vergehen, die Meldung durchläuft mehrere Stationen. Nicht jede Infektion wird festgestellt und gemeldet. Da es viele Fälle ohne Symptome oder mit mildem Verlauf gibt, dürfte die Dunkelziffer der Infizierten deutlich höher sein.

    Dem LGL werden die Zahlen von den bayerischen Gesundheitsämtern gemeldet. Durch die sogenannte Meldeverzögerung und Verzögerungen bei den Tests kommt es in diesem Prozess laufend zu Nachmeldungen. Dadurch können die veröffentlichten Daten der Ämter voneinander abweichen. Das RKI wiederum bezieht die Daten von den Landesgesundheitsämtern wie dem LGL. Durch die weitere Meldeverzögerung weichen auch hier vor allem die tagesaktuellen Zahlen oft voneinander ab.

    Das DIVI-Intesivregister ist eine wichtige Datenquelle für verschiedene Indikatoren zur Auslastung des Krankenhaussystems durch die Corona-Pandemie. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten wird allerdings erst seit dem 21. März 2020 erfasst. Seit dem 16. April 2020 ist die Datenübermittlung für die Krankenhäuser jedoch verpflichtend. Da die Zahl der meldenden Krankenhäuser mit der Zeit zugenommen hat, sind die Angaben im Nachhinein nicht ohne weiteres vergleichbar.

    "Weitere Informationen und Hintergründe zu den Corona-Daten und dem Verlauf der Pandemie in Bayern und Deutschland erhalten Sie täglich in unserem BR24-Newsletter. Hier geht’s zur Anmeldung!