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Wie sieht die Entwicklung der Inzidenzwerte in den Landkreisen und kreisfreien Städten aus?

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    Was gilt wo? Neue Corona-Lockerungen in Bayern

    In Bayern sind aufgrund niedriger Inzidenzen vielerorts umfassende Corona-Lockerungen möglich. Bei hohen Zahlen gelten die einheitlichen Beschränkungen der Bundes-Notbremse. Alles zu den Regeln und wie die Entwicklung in Ihrem Landkreis aussieht.

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    Von
    • Claudia Kohler

    Seit dem 7. Juni 2021 regelt in Bayern die 13. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, welche Corona-Auflagen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt gelten. Sie deckt weiterhin alle Vorgaben ab, die der Paragraf 28b des Infektionsschutzgesetzes vorsieht - allen voran die Bestimmungen der bundeseinheitlichen Corona-Notbremse, welche noch bis zum 30. Juni gültig sein wird.

    Aufgrund der sinkenden Corona-Kennzahlen und der steigenden Anzahl geimpfter Personen hat sich das bayerische Kabinett am 4. Juni aber auf weitere, umfassende Lockerungen geeinigt. Zudem wurde am Montag, dem 7. Juni, der Katastrophenfall aufgehoben. Die bisherigen Corona-Regelungen, zuletzt aktualisiert am 25. Mai, liefen am 6. Juni aus.

    50 oder 100 - nach welcher Inzidenz richtet sich mein Landkreis?

    Die Regeln orientieren sich weiterhin an der Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz. Neu ist dabei vor allem, dass es nur noch zwei entscheidende Grenzwerte geben soll, nach denen die Maßnahmen gestaffelt sind: 50 und 100.

    In den Tabellen werden die Inzidenzwerte und Regelungen so abgebildet, wie sie aus den tagesaktuellen Veröffentlichungen des RKI und der Verordnung hervorgehen. Das ist nicht immer deckungsgleich mit den tatsächlichen Maßnahmen in einzelnen Landkreisen und Städten. Versichern Sie sich bitte immer auch auf der angegebenen Website Ihres Kreises/Ihrer Stadt.

    Keine bayerischen Ergänzungen mehr zur Bundes-Notbremse

    Für alle Regelungen in Bayern gilt: Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen einen Grenzwert überschreitet, tritt die nächsthöhere Regelstufe in Kraft. Nach unten ändern sich die Regeln erst dann, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage lang unter dem entsprechenden Grenzwert lag.

    Die Landkreise sind dazu verpflichtet, Lockerungen oder Verschärfungen so schnell wie möglich bekannt zu geben. Laut Verordnung gelten die geänderten Regelungen ab dem zweiten Tag, nachdem die Voraussetzung für die Änderung eingetreten ist, aber frühestens einen Tag nach der amtlichen Bekanntmachung, welche das Datum auch klar benennen muss.

    Seit dem 7. Juni gibt es in Bayern keine Ergänzungen mehr zu den Regeln aus der Bundes-Notbremse. In Landkreisen und Städten mit einer Inzidenz ab 100 werde diese jetzt vielmehr "eins zu eins" umgesetzt. Das betrifft etwa Sport im Freien zwischen 22 und 24 Uhr, auch wenn eine Ausgangssperre verhängt wurde.

    Lockerungen müssen nicht mehr beantragt werden

    Auch alle Lockerungen treten seit dem 7. Juni nach dem beschriebenen Mechanismus in Kraft - also üblicherweise am zweiten Tag, nachdem die Voraussetzung für die Änderung eingetreten ist. Liegt der Inzidenzwert etwa von Dienstag bis Samstag unter 50, gelten die neuen Regelungen ab Montag. Zusätzliche Allgemeinverfügungen der Kreisverwaltungsbehörden und das Einverständnis des bayerischen Gesundheitsministeriums sind nicht mehr erforderlich.

    Mehr Kontakte, Innengastronomie, Sport und Freizeit

    Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen in den verschiedenen Inzidenzstufen.

    Ausnahmen:

    Über die Daten

    Die Corona-Inzidenzwerte nach Tagen für die Landkreise stellt das Robert Koch-Institut täglich bereit. Es handelt sich dabei um die festgehaltenen, quasi "eingefrorenen" Sieben-Tage-Inzidenzen, wie sie das RKI täglich auf seinem Dashboard veröffentlicht. Diese werden im Nachhinein nicht mehr korrigiert - Nachmeldungen finden somit nur eingeschränkt Berücksichtigung.

    Grund für diese Nachmeldungen ist die sogenannte "Meldeverzögerung". Zwischen einer Infektion mit Covid-19 und der Feststellung können etliche Tage vergehen, die Meldung durchläuft mehrere Stationen. Nachmeldungen würden üblicherweise den zeitlichen Verlauf der Sieben-Tage-Inzidenzen im Rückblick verändern. Dies gilt insbesondere für die Inzidenzwerte der letzten Tage.

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