Wie sieht die Entwicklung der Inzidenzwerte in den Landkreisen und kreisfreien Städten aus?

Wie sieht die Entwicklung der Inzidenzwerte in den Landkreisen und kreisfreien Städten aus?

Bildrechte: BR
    >

    Was gilt wo? Die Corona-Regeln in Bayern

    Was gilt wo? Die Corona-Regeln in Bayern

    In Bayern sind bei niedrigen Inzidenzen Corona-Lockerungen möglich. Bei hohen Zahlen gelten die einheitlichen Beschränkungen der Bundes-Notbremse. Alles zu den Regeln und wie die Entwicklung in Ihrem Landkreis aussieht.

    HINWEIS! Mit der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die am 2. September in Kraft tritt, sind die Regelungen auf dieser Seite nicht mehr gültig. Die Corona-Maßnahmen werden ab diesem Zeitpunkt anhand der sogenannten Krankenhaus-Ampel festgelegt.

    Ab dem 23. August 2021 regelt in Bayern die Verordnung zur Änderung der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, welche Corona-Auflagen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt gelten. Sie deckt weiterhin alle Vorgaben ab, die der Paragraf 28b des Infektionsschutzgesetzes vorsieht. (Hier finden Sie die 13. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.)

    Testnachweise sind ab Montag, dem 23. August, noch wichtiger in Bayern. Damit setzt der Freistaat die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels vom 10. August um.

    Neuer Maßstab: Inzidenz von 35

    In kreisfreien Städten und Landkreisen, deren 7-Tage-Inzidenz über dem Wert von 35 liegt, wird außer für Geimpfte und von einer Covid-19-Erkrankung Genesene ein negatives Testergebnis Pflicht, um in der Innengastronomie trinken und essen zu dürfen. Generell gilt das für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, egal ob sie öffentlich oder privat sind, ebenso wie für Sporthallen, Schwimmbäder und Fitnessstudios. Friseurbesuche, der Aufenthalt in Massagestudios und andere körpernahe Dienstleistungen fallen ebenso unter die neue Regel.

    In den Tabellen werden die Inzidenzwerte und Regelungen so abgebildet, wie sie aus den tagesaktuellen Veröffentlichungen des RKI und der Verordnung hervorgehen. Das ist nicht immer deckungsgleich mit den tatsächlichen Maßnahmen in einzelnen Landkreisen und Städten. Versichern Sie sich bitte immer auch auf der angegebenen Website Ihres Kreises/Ihrer Stadt.

    Keine bayerischen Ergänzungen mehr zur Bundes-Notbremse

    Für die 3G-Regel in Bayern gilt: Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Grenzwert überschreitet, tritt sie in Kraft. Nach unten ändern sich die Regeln erst dann, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage lang unter dem entsprechenden Grenzwert lag.

    Die Landkreise sind dazu verpflichtet, Lockerungen oder Verschärfungen so schnell wie möglich bekannt zu geben. Laut Verordnung gelten die geänderten Regelungen ab dem zweiten Tag, nachdem die Voraussetzung für die Änderung eingetreten ist, aber frühestens einen Tag nach der amtlichen Bekanntmachung, welche das Datum auch klar benennen muss.

    Kultur und Sport als Ausnahmen bei der Inzidenz

    Keine Rolle mehr soll die Inzidenz künftig bei Sport- und Kulturveranstaltungen spielen. Zumindest wenn sie, wie es in der neuen Verordnung heißt, einen "länderübergreifenden Charakter" haben. Hier stehen nun immer 50 Prozent der verfügbaren Zuschauerplätze zur Verfügung. Maximal aber können 25.000 Besucher (anstatt bisher 20.000) in ein Stadion. Die Grundvoraussetzungen bleiben bestehen: feste Sitzplätze, Testnachweise für Ungeimpfte sowie kein Alkoholverkauf. Sportminister Joachim Herrmann (CSU) hat diese neue Regelung für Stadien schon auf das Wochenende vorgezogen, falls die jeweiligen Kreisverwaltungsbehörden zustimmen.

    Sonderregeln für Kinder

    Von den Regelungen ausgenommen sind weiterhin Kinder bis zum sechsten Geburtstag. Zusätzlich brauchen auch Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen der Schultestungen - die es nach den Ferien wieder geben wird - sowieso regelmäßig überprüft werden, keine eigenen Nachweise vorzuzeigen.

    Als vorzeigbares Testergebnis gilt weiterhin entweder ein negativer Antigen-Schnelltest, der nicht älter ist als 24 Stunden oder ein negativer PCR-Test, der nicht älter ist als 48 Stunden. Bisher noch kostenlose Schnelltests werden jedoch ab dem 11. Oktober kostenpflichtig, wenn keine Impfbefreiung vorliegt.

    Über die Daten

    Die Corona-Inzidenzwerte nach Tagen für die Landkreise stellt das Robert Koch-Institut täglich bereit. Es handelt sich dabei um die festgehaltenen, quasi "eingefrorenen" Sieben-Tage-Inzidenzen, wie sie das RKI täglich auf seinem Dashboard veröffentlicht. Diese werden im Nachhinein nicht mehr korrigiert - Nachmeldungen finden somit nur eingeschränkt Berücksichtigung.

    Grund für diese Nachmeldungen ist die sogenannte "Meldeverzögerung". Zwischen einer Infektion mit Covid-19 und der Feststellung können etliche Tage vergehen, die Meldung durchläuft mehrere Stationen. Nachmeldungen würden üblicherweise den zeitlichen Verlauf der Sieben-Tage-Inzidenzen im Rückblick verändern. Dies gilt insbesondere für die Inzidenzwerte der letzten Tage.

    "Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!