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Der Bayerische Lehrerinnen- und Lehrerverband kritisiert das Kultusministerium: es gebe keine klare Strategie für das kommende Schuljahr.

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    Zweites Corona-Schuljahr: Der Lehrerverband rechnet ab

    An fast allen Schulen in Bayern findet wieder Präsenzunterricht statt - aber die Lücken können viele Schülerinnen und Schüler bis zu den Sommerferien wohl nicht aufholen. Kritik kommt vom Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband.

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    Von
    • Anna Küch
    • Mirjam Lengenfelder

    Endspurt im zweiten Corona-Schuljahr. Die meisten Schülerinnen und Schüler sind in den Präsenzunterricht zurückgekehrt. Zeit für eine Abrechnung, sagt der Bayerische Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV).

    BLLV: Keine klare Strategie, zu wenige Lehrer

    Viele Schulleitungen seien erschöpft, es fehle an Lehrkräften und an einer klaren Strategie fürs nächste Schuljahr. Das Bayerische Kultusministerium müsse jetzt handeln, fordert der BLLV. Der Staat wolle viel Geld ausgeben für die Förderung von Schülerinnen und Schülern nach Corona, sagt BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann, aber Euros machten keine Bildung, sondern Menschen. Und an denen werde es auch im kommenden Schuljahr mangeln, rechnet Fleischmann vor: 650 Lehrkräfte fehlten an den Grund- Mittel und Förderschulen, über 15.000 Unterrichtsstunden würden nicht abgedeckt.

    "Wir haben Angst, dass wir im neuen Schuljahr nicht mehr einen Lehrer pro Klasse haben, in der Grundschule, in der Mittelschule, in den Förderzentren haben - und deswegen spüren wir und stellen fest, die Rechnung geht nicht auf." Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes.

    Das bayerische Kultusministerium sieht die Lage nicht ganz so dramatisch. In einem Statement heißt es, der BLLV überzeichne den Bedarf für das nächste Schuljahr deutlich. Die aktuellen Schülerzahlentwicklungen würden zeigen, dass an Grund-, Mittel- und Förderschulen zum kommenden Schuljahr deutlich weniger Lehrkräfte benötigt würden, als man bislang erwarten musste.

    Forderung nach bildungspolitischem Logbuch

    Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband fordert, dass bei einer möglichen vierten Corona-Welle die Schulen nicht mehr geschlossen werden. Es könne nicht sein, dass Lehrer am Freitag erfahren, was am Montag in der Schule anders gemacht wird, sagt BLLV-Präsidentin Fleischmann. Der Verband fordert deshalb ein bildungspolitisches Logbuch für die kommenden Schuljahre. Darin sollen alle Corona-Szenarien notiert werden, um für die Schulen mehr Planungssicherheit zu schaffen. Zum Beispiel ab welcher Zahl es Präsenz-, Wechsel- oder Distanzunterricht gebe.

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