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Ostern Corona

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    Corona: Die Ereignisse vom 29. März bis 04. April

    Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 29. März bis 04. April.

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    • BR24 Redaktion

    Sonntag, 04. April 2021

    20.54 Uhr: Slowenien stoppt Astrazeneca-Impfungen für unter 60-Jährige

    Auch Slowenien will keine Menschen unter 60 Jahren mehr mit dem Vakzin von Astrazeneca gegen Corona impfen. Man wolle abwarten, ob die Untersuchungen einen kausalen Zusammenhang zwischen diesem Impfstoff und den Hirnthrombosen ergeben, die weltweit in einigen Fällen nach dessen Verabreichung aufgetreten waren, sagte die Chefin der Beratungskommission des Gesundheitsamts, Bojana Beovic, dem Sender POP TV.

    20.41 Uhr: Pariser Luxus-Restaurants geöffnet? Ermittlungen laufen

    Ein Fernsehbericht über geheime Luxusdinner trotz Corona-Pandemie sorgt in Frankreich für Wirbel - und für Ermittlungen der Justiz. In dem TV-Bericht des Senders M6 sagt ein Mann, der als Organisator einer geheimen Party vorgestellt wird: "Ich habe diese Woche in zwei oder drei Restaurants gegessen, die sogenannte illegale Restaurants sind, mit einer Reihe von Ministern."

    Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete am Sonntag eine Untersuchung ein. "Ziel der Untersuchung ist es, zu überprüfen, ob Partys unter Missachtung der Gesundheitsvorschriften organisiert wurden und zu ermitteln, wer die Organisatoren und Teilnehmer gewesen sein könnten", hieß es.

    20.11 Uhr: Tschechien will Corona-Notstand nach dem 11. April beenden

    Tschechien wird den derzeit geltenden Corona-Notstand nicht weiter verlängern. Wie Regierungschef Andrej Babis in einem Interview der Nachrichtenseite tn.cz sagte, soll der Notstand nach dem 11. April enden. Dann sollen auch die Reisebeschränkungen zwischen den Regionen des Landes und die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben werden, sagte Babis nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK. Derzeit dürfen die Menschen ihren Wohnbezirk - vergleichbar einem Landkreis - nur in Ausnahmefällen verlassen.

    Der Notstand gibt der Regierung mehr Vollmachten und ermöglicht es, Grundrechte auszusetzen. Die Regierung wollte ihn bis zum 27. April verlängern, doch das Parlament stimmte nur einer Verlängerung bis zum Sonntag (11. April) zu.

    19.55 Uhr: Polizei schützt Wohnhaus von Ministerpräsident Weil

    Polizeikräfte haben am Sonntag das Wohnhaus des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) gegen Demonstranten der sogenannten Querdenker-Szene abgeriegelt. Es seien nur einzelne mutmaßliche Demonstranten aufgetaucht, die fortgeschickt worden seien, sagte ein Polizeisprecher.

    Mit der Kundgebung an Weils Wohnsitz hatten Kritiker gegen die Corona-Maßnahmen protestieren wollen. Die Versammlungsbehörde untersagte aber den Aufmarsch an diesem Ort. Den Veranstaltern gehe es nur darum, eine Drohkulisse aufzubauen, den Regierungschef im privaten Umfeld einzuschüchtern und so die Corona-Politik der Landesregierung zu beeinflussen, teilte die Polizei mit.

    18.35 Uhr: Hertha-Torhüter Jarstein positiv auf Corona getestet

    Stammtorhüter Rune Jarstein vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC ist kurz vor dem Berliner Bundesligaderby beim 1. Union (Endergebnis 1:1) positiv auf Corona getestet worden. Wie der Hauptstadtklub am Sonntag bekanntgab, befindet sich der Norweger in Quarantäne. Nach Rücksprache mit dem lokalen Gesundheitsamt seien keine weiteren Schritte notwendig.

    17.20 Uhr: In Italien werden Kirchen und Museen zu Impfstationen

    Italien hat für die Beschleunigung der Corona-Impfkampagne auch ungewöhnliche Orte wie Kirchen und Museen eingebunden. Wie die Zeitung "Corriere della Sera" am Sonntag berichtete, würden in Venedig ab Montag Menschen auf einem umgebauten Vaporetto, einem Wassertaxi, geimpft. Es werde am Ufer anlegen, um die über 80-Jährigen zu immunisieren.

    In Monza in der Lombardei würden an zwei Wochenenden auch Räumlichkeiten an der Tribüne der Motorsport-Rennstrecke genutzt. Im süditalienischen Neapel wiederum machten mehrere Museen mit, wie es hieß. Die Geimpften hätten die Ruhezeit nach der Spritze dort teilweise zwischen Gemälden verbringen können. Auf der Insel Sizilien lief gerade eine Impfaktion in zahlreichen katholischen Kirchen und Pfarreien. Sizilianer konnten an kirchlichen Ritualen teilnehmen und sich dabei gleich immunisieren lassen. Dafür hatten die Region und Kirchenvertreter extra eine Übereinkunft geschlossen, wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb.

    Italien hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Ende des Sommers, also bis September, 80 Prozent der Bevölkerung zu impfen. Bisher wurden in dem Land mit 60 Millionen Einwohnern mehr als elf Millionen Dosen gespritzt.

    16.30 Uhr: In Mumbai werden Einkaufszentren und Gaststätten geschlossen

    Indiens wohlhabendster Bundesstaat Maharashtra und seine als Finanzmetropole bekannte Hauptstadt Mumbai schränken das öffentliche Leben weiter ein. Aufgrund stark gestiegener Infektionszahlen werden von Montag an Einkaufszentren und Gaststätten geschlossen und an Wochenenden ein kompletter Lockdown verhängt, wie der zuständige Staatsminister Nawab Malik nach einer Kabinettsitzung ankündigt. In dem Bundesstaat gelten auch nächtliche Ausgangssperren.

    16.25 Uhr: Libyen erhält erste Lieferung von Corona-Impfstoffen

    Libyen hat seine erste Corona-Impfstoff-Lieferung erhalten. 101.250 Dosen des Vakzins Sputnik V aus russischer Produktion seien in der Hauptstadt Tripolis eingetroffen und am Sonntag in Lagerhäuser des Gesundheitsministeriums gebracht worden, teilte das Ministerium mit. Ministerpräsident Abdul Hamid Dbaiba kündigte via Twitter die Ankunft weiterer Lieferungen an, nannte aber keinen Zeitrahmen. In Libyen ist seit einigen Wochen ein Anstieg der Corona-Neuinfektionen zu beobachten. Das nordafrikanische Land mit rund sieben Millionen Einwohnern hat seit Pandemiebeginn mehr als 161.000 Fälle und rund 2.680 Tote in Verbindung mit dem Virus bestätigt. Die tatsächlichen Fallzahlen dürften weit höher liegen, da zum Teil Tests wie in anderen Weltregionen nur begrenzt erfolgen.

    16.10 Uhr: Erstes Bundeswehr-Impfzentrum arbeitet rund um die Uhr

    Das bundesweit erste Impfzentrum der Bundeswehr im saarländischen Lebach arbeitet seit Sonntag rund um die Uhr. Im Drei-Schicht-Betrieb seien bis zu 1.000 Impfungen pro Tag möglich, teilte das Verteidigungsministerium bei Twitter mit. Rund 110 Soldaten würden dazu eingesetzt. Mehr als 14.000 Nachttermine bis Mai seien vergeben, erklärte das Ministerium am Sonntag. Das Impfzentrum auf dem Gelände einer Kaserne ist eines von vier im Saarland, in dem Bürgerinnen und Bürger gegen Corona geimpft werden. Es ist seit Anfang März in Betrieb. Bislang gibt es noch ein weiteres Impfzentrum der Bundeswehr in Berlin, ein drittes sei in Bonn im Aufbau.

    Den Betrieb in Lebach hatte das Saar-Gesundheitsministerium bei der Bundeswehr beantragt. Im Rahmen von Amtshilfeanträgen sind im Saarland bereits gut 500 Soldaten eingebunden: Die Einsätze reichten von der Nachverfolgung von Kontakten in Gesundheitsämtern über Unterstützung in Impfzentren bis hin zu Schnelltests in Altenheimen und in Kommunen, hieß es.

    16.00 Uhr: Astrazeneca verliert in den USA eine Produktionsstätte

    Astrazeneca hat in den USA eine Produktionsstätte für seinen Corona-Impfstoff an den Konkurrenten Johnson & Johnson verloren. Der US-Pharmakonzern teilte mit, Johnson & Johnson werde nun die "volle Verantwortung" für die Produktionsstätte des Auftragsherstellers Emergent Biosolutions im Bundesstaat Maryland übernehmen. Dort wurde bislang auch der Corona-Impfstoff von Astrazeneca hergestellt, der in den USA noch nicht zugelassen ist. Die Firma erklärte, man werde mit der US-Regierung kooperieren, um eine alternative Produktionsstätte für den US-Markt zu finden.

    Die Zeitungen "New York Times" und "Washington Post" berichteten am Wochenende, dass die Regierung Johnson & Johnson in einem ungewöhnlichen Schritt in die Verantwortung gedrängt hatte, nachdem wegen eines Produktionsfehlers an dem Standort jüngst Millionen Impfdosen des Herstellers entsorgt werden mussten. Auslöser war den Berichten zufolge, dass Inhaltsstoffe der beiden Impfstoffe vermischt worden waren. Johnson & Johnson hatte am Mittwoch nur mitgeteilt, dass ein Inhaltsstoff die Qualitätskontrolle nicht bestanden habe.

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Donnerstag erklärt, die Produktionsprobleme in dem Werk dürften nach bisherigem Kenntnisstand keine Auswirkung auf Astrazeneca-Lieferungen nach Europa haben. Nach einer Auflistung des Gesundheitsministeriums vom 22. März erwartet Deutschland im nun laufenden zweiten Quartal rund zehn Millionen Impfdosen von Johnson & Johnson.

    15.20 Uhr: Höchste Zahl an Corona-Intensiv-Patienten seit rund zwei Monaten

    Erstmals seit Anfang Februar liegen in Deutschland wieder mehr als 4.000 Corona-Patienten auf der Intensivstation. So wurden am Ostersonntag 4.051 Menschen intensivmedizinisch behandelt, wie die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in ihrem täglichen Corona-Bericht schreibt (Stand 4.4., 12.15 Uhr). Das sind 133 Patienten mehr als am Vortag. Rund 55 Prozent der Covid-Patienten auf Intensivstation werden invasiv beatmet.

    Anfang Januar erreichte die Zahl der Covid-Intensivpatienten einen Höhepunkt mit mehr als 5.500 Fällen. Mit dem Abschwellen der zweiten Welle ging diese Zahl deutlich zurück, Anfang März waren es weniger als 3.000 Patienten. Mit der steigenden Zahl an Neuinfektionen in der dritten Welle geht auch die Zahl der Intensivpatienten wieder nach oben. Dies geschieht mit Verzögerung, auch weil zwischen einer Infektion und einer Einlieferung ins Krankenhaus einige Zeit vergeht.

    14.45 Uhr: Corona-Neuinfektionen im Gazastreifen auf neuem Höchststand

    Im Gazastreifen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf einen neuen Höchststand gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in dem von der islamistischen Hamas beherrschten Palästinensergebiet am Sonntag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1.628 neue Fälle registriert - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Insgesamt wurden den Angaben zufolge am Samstag 3.728 Tests gemacht, von diesen fielen somit rund 44 Prozent positiv aus.

    Seit Beginn der Pandemie sind in dem Küstenstreifen laut Ministerium insgesamt 630 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Im Gazastreifen leben etwa zwei Millionen Menschen auf sehr engem Raum unter teilweise miserablen Bedingungen und bei schlechter medizinischer Versorgung. Die Pandemie bringt das Gesundheitssystem in dem Gebiet an seine Grenzen.

    Nach Angaben des Ministeriums stehen im Gazastreifen 81.600 Corona-Impfdosen zur Verfügung, insgesamt wurden demnach bisher mehr als 24.000 Einwohner geimpft. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten Zehntausende Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik gespendet.

    14.30 Uhr: LGL meldet 2.037 Corona-Neuinfektionen in Bayern

    2.037 neue Corona-Infektionen sind seit gestern (Samstag, 3.4.2021) in Bayern gemeldet worden. Das geht aus den aktuellen Zahlen (Sonntag, 4.4.2021, Stand 8.00 Uhr) des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hervor. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie im Freistaat 508.914 Menschen mit dem Virus infiziert. Insgesamt starben im Freistaat seit Beginn der Pandemie 13.314 Menschen an oder mit dem Coronavirus, seit gestern kamen 13 Todesfälle hinzu.

    Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern bei 133,21. Über diesem durchschnittlichen Inzidenzwert liegen die Regierungsbezirke Oberfranken (179,94), Oberpfalz (173,10), Niederbayern (158,90), Schwaben (143,20) und Mittelfranken (136,55). Bayernweit am höchsten ist der Inzidenzwert dem LGL zufolge in der oberfränkischen Stadt Hof mit 471,36. Das ist der zweithöchste Wert in ganz Deutschland. Nach wie vor hoch ist der bayerische Inzidenzwert auch in den Landkreisen Kronach (323,63) und Hof (308,01), ebenfalls in Oberfranken. Den niedrigsten Wert weist der oberbayerische Landkreis Bad Tölz mit 79,49 auf.

    14.00 Uhr: Geteiltes Echo auf geplante Freiheiten für Geimpfte

    Die Ankündigung von Gesundheitsminister Jens Spahn, Geimpften mehr Freiheiten etwa beim Einkaufen zurückzugeben, hat geteilte Reaktionen ausgelöst. "Natürlich müssen, wenn die wissenschaftlichen Daten die Unbedenklichkeit bestätigen, Geimpfte alle Rechte wieder in Anspruch nehmen können", sagte Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Sonntag. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt Spahns Vorschlag, "weil es sich gezeigt hat, dass Geimpfte sich nur noch selten anstecken und sie wahrscheinlich bei Ansteckung nicht mehr ansteckend für andere sind." Allerdings sollte das jeweils nur nach der zweiten Impfung gelten, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

    AfD-Fraktionschefin Alice Weidel kritisierte dagegen, was als "mehr Freiheiten für Geimpfte" verkauft werde, sei nichts anderes als eine Stigmatisierung derer, die noch nicht geimpft seien oder sich nicht impfen lassen wollen. Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, schrieb auf Twitter: "Wenn feststeht, dass von einem Menschen weder für sich noch für andere eine Gefahr ausgeht, dann hat der Staat kein Recht, seine Freiheit einzuschränken."

    13.50 Uhr: AHA-Regeln auch für vollständig Geimpfte

    Auch für vollständig Geimpfte werden in der aktuellen Phase der Pandemie weiterhin Corona-Regeln wie Abstand, Hygiene und Schutzmasken gelten. "Denn sowohl der tagesaktuelle Test als auch die vollständige Impfung reduzieren das Infektionsrisiko zwar deutlich, aber sie geben keine hundertprozentige Sicherheit davor, andere zu infizieren", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er betonte zugleich: "Wer vollständig geimpft wurde, kann beim Reisen oder beim Einkaufen wie jemand behandelt werden, der ein negatives Testergebnis hat. Das ist eine wichtige Erkenntnis und erleichtert den Alltag enorm."

    13.45 Uhr: Verzicht auf Schnelltests bei Geimpften - RKI hat keine Einwände

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat keine Einwände gegen einen Verzicht auf Corona-Schnelltests bei geimpften Menschen. Das Risiko einer Virusübertragung erscheine nach gegenwärtigem Kenntnisstand so weit reduziert, "dass Geimpfte bei der Epidemiologie der Erkrankung wahrscheinlich keine wesentliche Rolle mehr spielen", erklärt RKI-Chef Lothar Wieler in einem Bericht für das Bundesgesundheitsministerium, aus dem die Nachrichtenagentur Reuters zitiert.

    13.17 Uhr: Initiative "Unteilbar": "Freiheit geht nur solidarisch"

    Ein breites Verbände-Bündnis macht Front gegen die Proteste von der sogenannten "Querdenken"-Bewegung und Corona-Leugnern. "Wir fordern eine solidarische Politik, die nicht nur die hört, die am lautesten schreien, sondern sich am Wohl aller Menschen ausrichtet - in der Krise und danach", hieß es in einer veröffentlichten Erklärung der Initiative "Unteilbar". Beteiligt sind Gewerkschaften, Sozial- und Umweltverbände sowie Menschenrechtsorganisationen."

    Das Hinterfragen staatlicher Politik, auch der Corona-Maßnahmen, ist wichtig", heißt es in dem Text. Dabei seien jedoch "Verschwörungserzählungen, Rassismus und faschistische Ideologien niemals legitim", kritisiert "Unteilbar" auch das Auftreten von Rechtsextremen und Rechtspopulisten auf Demonstrationen gegen die staatlichen Maßnahmen zum Schutz vor der Corona-Pandemie.

    13.05 Uhr: Bundesregierung stuft Niederlande als Hochinzidenzgebiet ein

    Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen in den Niederlanden stuft die Bundesregierung das Nachbarland nach Ostern als Hochinzidenzgebiet ein. Wer ab Dienstag von dort nach Deutschland einreist, muss einen negativen Corona-Test vorweisen können, wie das Robert Koch-Institut am Sonntag bekanntgab.

    Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen in den Niederlanden stuft die Bundesregierung das Nachbarland nach Ostern als Hochinzidenzgebiet ein. Wer ab Dienstag von dort nach Deutschland einreist, muss bereits bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen können, wie das Robert Koch-Institut (RKI) bekanntgab. Die Quarantänepflicht von zehn Tagen mit der Möglichkeit, sich nach fünf Tagen mit einem zweiten Test zu befreien, bleibt unverändert. Für Pendler gibt es Ausnahmeregelungen.

    Nach Tschechien, Polen und Frankreich sind die an Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen grenzenden Niederlande das vierte Nachbarland, das als Hochinzidenzgebiet mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) eingestuft wird. Zuvor galten die Niederlande laut RKI als Risikogebiet, Einreisende mussten erst nach 48 Stunden ein Corona-Testergebnis vorlegen können.

    Von den 26 EU-Partnerländern Deutschlands sind ab Dienstag mit den Niederlanden 13 als Hochinzidenz- und 13 ganz oder teilweise als Risikogebiete eingestuft. Die Niederlande mit rund 17 Millionen Einwohnern befinden sich seit Mitte Dezember in einem Lockdown, seit Ende Januar gilt auch eine abendliche Ausgangssperre. Dennoch nehmen die Infektionszahlen weiter zu. Die Regierung hat bereits angekündigt, dass nicht mit einer schnellen Lockerung der Maßnahmen zu rechnen sei.

    Zuletzt waren am Samstag 7.682 neue Infektionen registriert worden, 413 mehr als am Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei etwa 300 Infektionen pro 100.000 Einwohner.

    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und der niederländische Regierungschef Mark Rutte hatten bereits am Karfreitag vor grenzüberschreitendem Reiseverkehr an Ostern gewarnt. "Bleiben Sie zu Hause. Verzichten Sie auf Urlaubsreisen und Ausflüge ins Nachbarland", appellierten sie in einer gemeinsamen Erklärung an die Bürger. Das sei ein wichtiger Beitrag, um wirklich notwendigen Grenzverkehr so reibungslos wie möglich sicherzustellen. Was unbedingt nötig sei, könne weiterhin im Nachbarland erledigt werden. "Lassen Sie uns mit Verständnis und rücksichtsvollem Verhalten dieses Jahr zu einem Anfang vom Ende der Pandemie machen", baten Laschet und Rutte.

    11.29 Uhr: Lucha: "Querdenker"-Demo befördert dritte Welle

    Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) will alles dafür zu tun, dass sich Demonstrationen wie am Samstag in Stuttgart mit Tausenden ohne Maske und Abstand nicht wiederholen. "Das, was gestern passiert ist, ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich an die Pandemieregeln halten. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Gefährdung und dazu geeignet, die dritte Corona-Welle zu befördern", sagte Lucha der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

    Den Demonstranten sei es nicht um Freiheitsrechte gegangen, sondern darum, die demokratische Grundordnung zu stören. In der kommenden Woche werde es Gespräche mit der Stadt geben. Seiner Ansicht nach gibt die derzeit gültige Corona-Verordnung des Landes ein Verbot solcher Massenversammlungen her.

    11.18 Uhr: Kirchen rufen zum Zusammenhalt in der Pandemie auf

    Die beiden großen Kirchen Deutschland haben in ihren Osterbotschaften zum Zusammenhalt in der Pandemie aufgerufen. In manchen Predigten wurde aber auch der Blick auf die Probleme der Kirche gerichtet. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, bedauert nach eigenen Worten Skandale und Unbeweglichkeit in der katholischen Kirche.

    Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, lobte den Einsatz von Frauen in der Corona-Krise. Unzählige Frauen bezeugten das Licht der Auferstehung, indem sie täglich für andere da seien und Licht in deren Leben brächten, sagte er bei einem Gottesdienst in Landshut.

    Der Münchner Kardinal Reinhard Marx rief dazu auf, trotz der Krisen in Gesellschaft und Kirche die Botschaft der Hoffnung nicht aus den Augen zu verlieren. "Wir werden uns in dieser Krise nicht bewähren, wenn jeder sein Leben gewinnen will, sondern nur, wenn wir das 'österliche Gesetz' im Blick behalten: Leben geben und so Leben gewinnen, das heißt eben, sein Leben teilen und einsetzen im Geist der Solidarität und so Zukunft ermöglichen", mahnte der Erzbischof.

    Der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns rief die Menschen in seiner Osterpredigt dazu auf, einander mit Wertschätzung und Respekt zu begegnen. Die Coronakrise sei ein "gigantischer Stresstest" für Familien, Freundeskreise und Politik, sagte der evangelische Bischof im Braunschweiger Dom.

    11.00 Uhr: Briten wollen Impfnachweise nach israelischem Vorbild einführen

    Die britische Regierung will Impfnachweise einführen, damit Stadien, Kinos oder Nachtclubs mit möglichst niedrigem Corona-Risiko wieder für Besucher öffnen können. "Angesichts des Schlags, den das Nachtleben und die Unterhaltungsbranche im vergangenen Jahr hinnehmen mussten, müssen wir über alles nachdenken, was Betrieben helfen könnten, früher zu öffnen", schrieb der britische Staatsminister Michael Gove am Ostersonntag in einem Gastbeitrag im "Sunday Telegraph".

    In Israel habe sich mit den sogenannten grünen Pässen gezeigt, wie das öffentliche Leben mit solchen Zertifikaten wieder Fahrt aufnehmen könne, so Gove. Außerdem verlangten bereits einige Länder bei der Einreise entsprechende Nachweise.

    Nutzer sollen per App - oder alternativem Papierdokument - nachweisen können, dass sie entweder gegen Corona geimpft oder negativ getestet sind. Bereits im April und Mai soll das Modell bei ausgewählten Veranstaltungen - etwa den Endspielen des FA Cups im Londoner Wembley-Stadion sowie einer Clubnacht und einem Kinoabend in Liverpool - getestet werden. Bis tatsächlich eine entsprechende App startklar ist, könnte es dem "Telegraph" zufolge jedoch noch Monate dauern. Premierminister Boris Johnson wollte am Ostermontag die Pläne für Impfpässe sowie für internationale Reisen genauer vorstellen.

    Die Impfzertifikate sind in Großbritannien nicht unumstritten: So kritisierten nicht nur Vertreter der Opposition, sondern auch etliche Mitglieder aus Johnsons konservativer Tory-Partei die Pläne als diskriminierend und spaltend. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Parlament einer Einführung zustimmen müsste.

    09.46 Uhr: Kloster Münsterschwarzach sagt Gottesdienste ab

    Die fränkische Benediktinerabtei Münsterschwarz hat "schweren Herzens" alle Gottesdienste und Livestreams zu Ostern absagen müssen. Grund ist eine Corona-Erkrankung, wie das Kloster auf seiner Internetseite mitteilt. Es tue ihnen sehr Leid, aber der Konvent sei in Quarantäne, außerdem müsse das Abteigelände geschlossen bleiben. Prior Pascal Herold und die Klostergemeinschaft wünschten dennoch allen ein "frohes Osterfest und den Segen des Auferstandenen". Zur Mönchs-Gemeinschaft gehört auch der bekannte Bestseller-Autor Pater Anselm Grün.

    08.07 Uhr: Kanada überschreitet Schwelle von einer Million Corona-Infektionen

    Kanada hat die symbolische Schwelle von einer Million Corona-Infektionen seit Pandemie-Beginn überschritten. Wie mehrere kanadische Fernsehsender berichteten, wurde diese Marke erreicht, nachdem die Behörden in der westkanadischen Provinz British Columbia 2000 weitere Neuinfektionen gemeldet hatten.

    Seit Beginn der Corona-Krise starben in Kanada 23.000 Menschen an Covid-19. Kanada befindet sich derzeit in einer dritten Ansteckungswelle. Die beiden bevölkerungsreichsten Provinzen Québec und Ontario hatten wegen der steigenden Infektionszahlen vor Ostern zusätzliche Beschränkungen verhängt.

    In Ontario - auf das ein Drittel aller in Kanada registrierten Infektionsfälle entfällt - wurden unter anderem Sportstätten und Friseursalons für mindestens vier Wochen geschlossen. In Québec verschärften die Behörden die Maßnahmen in einzelnen Regionen, zudem wurde eine seit Januar geltende nächtliche Ausgangssperre verlängert.

    05.30 Uhr: Experten befürchten mehr Kinder- und Jugendobdachlosigkeit

    Durch die Corona-Pandemie sind Kinder und Jugendliche nach Beobachtung der Stiftung "Off Road Kids" verstärkt von Obdachlosigkeit bedroht. "Wo es brodelt in Familien, kann es im Lockdown zum totalen Zerwürfnis kommen. Das endet dann schon mal mit dem Rausschmiss", sagt Markus Seidel, Vorstandssprecher der Stiftung. Von zu Hause abgehauen oder rausgeflogen: Betroffen seien vor allem Jugendliche und Heranwachsende ab 17 Jahre.

    Das vergangene Jahr habe bei der bundesweit tätigen Hilfsorganisation alle traurigen Rekorde gebrochen: "Wir haben 2474 Hilferufe von verzweifelten Straßenkindern und jungen Menschen erhalten, die in Deutschland akut von Obdachlosigkeit bedroht sind. Das waren doppelt so viele wie im Vorjahr", so Seidel im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Weil in Corona-Zeiten keine Streetworker unterwegs sind, versucht die Stiftung, bedrohte Kinder durch das bundesweite Online-Hilfsangebot "sofahopper.de" zu erreichen.

    05.08 Uhr: RKI registriert 12.196 Neuinfektionen

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 12.196 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 68 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.176 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet.

    Das RKI weist darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage meist weniger Tests gemacht und gemeldet werden. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln. Das kann zur Folge haben, dass die vom RKI berichteten Fallzahlen eine eingeschränkte Aussagekraft haben.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 127,0. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 131,4 angegeben, vor drei Wochen mit 79,1.

    03.41 Uhr: Präsenzgottesdienste in Brasilien trotz hoher Corona-Zahlen

    Trotz Höchstwerten bei den Corona-Zahlen hat in Brasilien ein Richter am Obersten Gerichtshof den Weg für Präsenzgottesdienste zu Ostern freigemacht. Er erließ eine einstweilige Verfügung, der zufolge Bundesstaaten und Gemeinden den Besuch religiöser Feiern wegen der Pandemie nicht komplett untersagen dürfen. Es gebe nun Auflagen wie Maskenpflicht und begrenzte Teilnehmerzahlen. Bereits verhängte Verbote erklärte der Richter für ungültig, wie brasilianische Medien berichteten.

    Eine Vereinigung evangelikaler Juristen hatte geklagt, weil die in Teilen des südamerikanischen Landes erlassenen Verbote aus ihrer Sicht gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit und das Prinzip des staatlichen Säkularismus verstießen. In keinem anderen Staat werden derzeit täglich mehr Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung verzeichnet als in Brasilien.

    02.24 Uhr: Söder spricht sich für kurzen, harten Lockdown aus

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich für einen kurzen, harten Lockdown ausgesprochen. "Wir sollten überlegen, ob ein erneuter kurzer, aber dafür konsequenter Lockdown nicht der bessere Weg wäre als ein halbherziges und dafür endloses Corona-Konzept, das die Zahlen der Neuinfektionen auch nicht wirklich reduziert hat", sagte er der "Bild am Sonntag". "Lieber kurz und konsequent als lange hin und her", so Söder.

    02.13 Uhr: Spahn kündigt mehr Freiheiten für vollständig Geimpfte an

    Wer gegen das Coronavirus geimpft ist, soll nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bald Freiheiten zurückbekommen. "Wer vollständig geimpft wurde, kann in Zukunft wie jemand behandelt werden, der negativ getestet wurde", sagte Spahn der "Bild am Sonntag". "Wer geimpft ist, kann ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur. Zudem müssen nach Einschätzung des RKI vollständig Geimpfte auch nicht mehr in Quarantäne", sagte der CDU-Politiker der Zeitung.

    Grundlage ist dem Bericht zufolge eine Auswertung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse durch das Robert Koch-Institut (RKI). Das Papier wurde laut "BamS" am Samstag an die Länder verschickt. Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte das RKI um die Analyse gebeten.

    01.53 Uhr: Seehofer will einheitliche Regeln per Bundesgesetz

    Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat für bundesweit einheitliche Corona-Regeln per Bundesgesetz geworben. "Es gibt die große Sehnsucht in der Bevölkerung nach einheitlichen Regeln. Mein Vorschlag ist deshalb, die einheitlichen Regeln durch ein Bundesgesetz festzulegen", sagte der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Dieses Gesetz sollte genau vorschreiben, welche Schritte bei den jeweiligen Inzidenzwerten unternommen werden müssten - von der Verschärfung bis zur Lockerung."

    Ein solches Gesetz könnte nach Seehofers Worten in kürzester Zeit beschlossen werden. "Da es wie alle Bundesgesetze durch den Bundestag und den Bundesrat verabschiedet würde, wäre auch größtmögliche Legitimation hergestellt, was die Opposition immer wieder gefordert hat", sagte der Innenminister. Es bleibe dabei, dass Bund und Länder an einem Strang ziehen müssten.

    Samstag, 03. April 2021

    21.20 Uhr: RKI-Chef Wieler mit Astrazeneca geimpft

    Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat sich am Samstag mit dem Astrazeneca-Vakzin impfen lassen. Er sei "froh und glücklich" über die Impfung und danke den kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Impfhotline und des Impfzentrums, teilte das Robert Koch-Institut über Twitter mit. "Mit jeder Impfung rückt das Pandemieende näher", wird der 60-Jährige zitiert.

    In Deutschland haben nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang mehr als zehn Millionen Bürgerinnen und Bürger ihre erste Impfung erhalten. 4,3 Millionen Menschen wurden bereits zweimal geimpft.

    21.15 Uhr: In den USA knapp 60 Millionen Menschen komplett geimpft

    In den USA ist nach Angaben der Seuchenbehörde CDC die Impfung bei knapp 60 Millionen Menschen abgeschlossen. Demnach wurden inzwischen fast 208 Millionen Impfdosen ausgeliefert. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

    20.30 Uhr: Argentinischer Präsident meldet trotz Impfung positiven Corona-Test

    Der argentinische Präsident Alberto Fernández ist nach eigenen Angaben trotz seiner Impfung im Januar positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe nach Kopfschmerzen und Fieber einen Schnelltest gemacht, teilte Fernández am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) bei Twitter mit. Er warte auf die Bestätigung des Testergebnisses durch einen genaueren PCR-Test. Ihm gehe es "körperlich gut". Fernández ließ wissen, dass er sich isoliere.

    Fernández war am 21. Januar mit einer Dosis des russischen Impfstoffs Sputnik V geimpft worden. Kurze Zeit später erhielt er eine zweite Dosis. Das russische Gamaleja-Institut, das den Impfstoff produzierte, teilte bei Twitter mit, es wünsche Fernández "eine schnelle Genesung". Der Impfstoff sei "zu 91,6 Prozent wirksam gegen eine Infektion und zu 100 Prozent wirksam gegen schwere Fälle. Sollte die Infektion tatsächlich bestätigt werden und auftreten, sorgt die Impfung für eine schnelle Genesung ohne schwere Symptome", teilte das Institut mit.

    20.10 Uhr: Brandsätze beschädigen Impfzentrum im norditalienischen Brescia

    In der Stadt im Norden Italiens haben zwei Brandsätze ein Corona-Impfzentrum beschädigt. Zeitungsberichten zufolge gab es bei dem Angriff am frühen Morgen keine Verletzten, die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Zwei Molotow-Cocktails seien unter anderem an der Wand eines Zeltes zerplatzt, hieß es. Die Impfungen sollen aber weitergehen.

    Der Präsident der Region Lombardei, in der Brescia liegt, sprach von einem "niederträchtigen Angriff". In der Hauptstadt Rom war vor rund zwei Wochen die Eingangstür des Obersten Gesundheitsinstituts in Brand gesteckt worden. Das Institut ist maßgeblich an den Analysen rund um das Coronavirus beteiligt.

    19.30 Uhr: Laschet ruft zu "neuem Anlauf" aller im Kampf gegen Corona auf

    Der CDU-Chef und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat in einer Osterbotschaft dazu aufgerufen, den Kampf gegen die Corona-Pandemie "in einem neuen Anlauf" über die Parteigrenzen hinweg und auf allen Ebenen zu verbessern. Die Bürger erwarteten von den Politikern, "dass wir alles geben, um unser Land gut durch die Krise zu bringen und diese bald zu beenden", schrieb Laschet am Samstag in seiner Botschaft an die Bürger von NRW in Online-Netzwerken.

    18.20 Uhr: Fünf Millionen Briten komplett geimpft

    In Großbritannien ist inzwischen die Impfung bei fünf Millionen Menschen abgeschlossen. Darunter seien die Hälfte aller Über-80-Jährigen, gibt Gesundheitsminister Matt Hancock bekannt. Im Königreich leben etwa 66,7 Millionen Menschen. Am Ostersamstag werden dort zehn neue Todesfälle verzeichnet, der niedrigste Wert seit Anfang September. Die Zahl der Neuinfektionen bleibt zum Vortag faktisch gleich. Eine dritte Welle vom Ausmaß wie in anderen großen europäischen Staaten ist in Großbritannien bislang ausgeblieben. Premierminister Boris Johnson soll am Montag Einzelheiten zu geplanten weiteren Lockerungen bekanntgeben.

    17.45 Uhr: RKI registriert 18.129 Neuinfektionen und 120 neue Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 18.129 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 120 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Samstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 20.472 Neuinfektionen und 157 neue Todesfälle verzeichnet.

    Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 131,4 - und damit etwas niedriger als am Vortag (134,0).

    16.51 Uhr: Thüringens Innenminister gegen Ausnahmezustand im Grundgesetz

    Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) sieht keine Notwendigkeit dafür, im Grundgesetz die Möglichkeit eines befristeten Ausnahmezustandes einzuführen. Er widersprach damit der Forderung des früheren Bundesinnenministers Thomas de Maizière (CDU). Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Maier, mehr Zentralismus sei der falsche Ansatz. "Es ist besser, an der Weiterentwicklung föderaler Strukturen zu arbeiten, anstatt diese in Frage zu stellen." Maier hatte in der Vergangenheit wiederholt für einen Bund-Länder-Krisenstab geworben, der in der Corona-Krise die Konferenzen der Regierungschefs vorbereitet.

    16.45 Uhr: Tausende "Querdenker" beim Protest in Stuttgart

    Tausende Menschen sind nach Angaben der Polizei zur zentralen Kundgebung der "Querdenken"-Bewegung auf den Cannstatter Wasen in Stuttgart geströmt, um gegen die Corona-Auflagen zu demonstrieren. Die Polizei war in der Stadt schon seit dem Vormittag mit Hunderten Beamten an verschiedenen Orten aufgestellt, weil zehn teilweise unterschiedliche Kundgebungen angemeldet waren.

    Im Vorfeld gingen die Behörden von 2500 Teilnehmern in Stuttgart-Bad Cannstatt aus. Diese Zahl war bereits am frühen Nachmittag deutlich überschritten. Genaue Zahlen konnte die Stuttgarter Polizei allerdings nicht nennen. Die Anmelder gingen von 6000 Menschen aus. Die "Querdenken"-Bewegung und ihre Mitstreiter sprechen sich gegen die derzeitigen Corona-Maßnahmen aus. Die Bewegung wird vom Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet.

    16.36 Uhr: Französische Krankenhäuser stocken Personal für Osterfeiertage auf

    Krankenhäuser im Norden von Frankreich sind für die Osterfeiertage zum Einsatz von mehr Personal zur Behandlung einer zunehmenden Zahl von Coronavirus-Patienten aufgefordert worden. Der Chef der Notaufnahme im CHU-Amiens-Picardie-Krankenhaus, Christophe Boyer, war unzufrieden, dass er Mitarbeiter bitten musste, sich erneut ins Zeug zu legen und an Ostern zu arbeiten. "Es ist ein Jahr gewesen, in dem wir versucht haben, uns über Wasser zu halten", sagte Boyer der Nachrichtenagentur AP.

    Die französische Regierung hat wegen der schnellen Ausbreitung einer neuen Virusvariante und des mangelnden Platzes auf Intensivstationen Schulen geschlossen und schärfere Regeln gegen das Coronavirus verhängt, die am Ostersonntag in Kraft treten.

    15.51 Uhr: Hunderte Autofahrer aus Mecklenburg-Vorpommern verwiesen

    Die Polizei hat in Mecklenburg-Vorpommern fast 350 Menschen wegen verbotener touristischer Einreisen des Landes verwiesen. Insgesamt seien am Karfreitag 343 Menschen in 189 Fahrzeugen aufgefordert worden, das Land wieder zu verlassen, weil sie keinen triftigen Grund für ihren Aufenthalt hätten darlegen können, teilten die Polizeipräsidien Rostock und Neubrandenburg mit. Tourismus, auch Tagesausflüge, sind wegen der Corona-Pandemie im Nordosten nicht zulässig. Besuche der Kernfamilie, also etwa von Eltern und Kindern, sind hingegen weiterhin erlaubt.

    15.27 Uhr: Iserlohn in Quarantäne - DEL-Spiele in Ingolstadt und Straubing abgesagt

    Die komplette Mannschaft sowie Trainer- und Betreuerstab der Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) müssen aufgrund eines positiven Coronafalls bis zum 5. April in häusliche Quarantäne. Dies teilte der Klub nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt des Märkischen Kreises am Samstag mit. Die betroffene Person wurde nicht namentlich genannt. "Wir akzeptieren diese Maßnahme. Nach wie vor steht die Gesundheit aller am Spielbetrieb Beteiligten an erster Stelle", sagte Iserlohns Sportlicher Leiter Christian Hommel. Die beiden Auswärtsspiele der Sauerländer am Sonntag beim ERC Ingolstadt und am Ostermontag bei den Straubing Tigers wurden abgesagt. Mögliche Nachholtermine sollen nach Ostern festgelegt werden.

    15.11 Uhr: Ukraine lässt chinesischen Sinovac-Impfstoff zu

    Die Ukraine lässt den Impfstoff CoronaVac des chinesischen Herstellers Sinovac Biotech zu. Das teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Ukraine verzeichnet demnach 20.341 Neuinfektionen - so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. 396 weitere Menschen starben im selben Zeitraum. In dem Land mit seinen 41 Millionen Einwohnern sind damit bislang 34.075 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

    15.08 Uhr: Bangladesch geht am Montag in siebentägigen Lockdown

    Angesichts deutlich steigender Corona-Infektionszahlen hat die Regierung von Bangladesch einen siebentägigen landesweiten Lockdown beschlossen. Ausgenommen von der am Montag in Kraft tretenden Schließung seien Rettungsdienste, Mühlen und Fabriken, solange sie die Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie einhielten, sagte Farhad Hossain, der Staatsminister für öffentliche Verwaltung, am Samstag in der Hauptstadt Dhaka.

    Das südasiatische Land verzeichnete am Freitag mit 6.830 Fällen den bisher höchsten Anstieg an Infektionen an einem Tag seit dem Auftreten des ersten Falles dort im März 2020. Am Donnerstag verhängte die Regierung ein zweiwöchiges Einreiseverbot für Flugreisende aus Europa und zwölf anderen Ländern. Außerdem wurden wichtige Reiseziele geschlossen. Bisher hat das Land mit seinen 163 Millionen Einwohnern 624.596 Infektionsfälle und 9.155 Tote im Zusammenhang mit dem Corona-Virus registriert. Die geltenden Corona-Regeln werden von vielen ignoriert.

    14.48 Uhr: Bundesregierung denkt über stärkeres Eingreifen in Pandemie-Politik nach

    Im Streit über das richtige Vorgehen in der Corona-Pandemie erwägt die Bundesregierung weiterhin, in Zukunft stärker einzugreifen. "Die Länder haben das ganze Instrumentarium zur Verfügung und wir beobachten, dass in vielen Ländern jetzt auch zusätzliche Maßnahmen umgesetzt werden", sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur AFP. "Parallel dazu wird überlegt, ob und wie der Bund einheitliche Vorgaben machen soll, falls das Vorgehen der Länder nicht ausreicht, um die dritte Welle zu stoppen."Zum zeitlichen Horizont der Erwägungen äußerte sich der Sprecher nicht.

    14.41 Uhr: RKI-Chef Wieler gegen Coronavirus geimpft: "Bin froh und glücklich"

    Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, ist mit dem Impfstoff von Astrazeneca gegen das Coronavirus geimpft worden. "Ich bin froh und glücklich, dass ich heute Vormittag mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft wurde", hieß es in einer Erklärung Wielers, die das RKI auf Twitter verbreitete. Wieler bedankte sich bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Berliner Impfhotline und des Impfzentrums. "Mit jeder Impfung rückt das Pandemie-Ende näher", betonte der 60-Jährige.

    In Berlin und vielen anderen Bundesländern können sich jetzt Menschen ab 60 mit dem Astrazeneca-Produkt impfen lassen, obwohl sie in der Impfreihenfolge eigentlich weiter hinten stehen.

    14.30 Uhr: LGL meldet 3.100 neue Coronafälle in ganz Bayern

    In Bayern sind 3.100 Coronafälle gemeldet worden. Das teilt das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Damit liegt der Inzidenzwert im Freistaat bei knapp 138. Insgesamt haben sich seit Pandemiebeginn 506.877 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Die Anzahl der Menschen, die an oder mit Covid-19 verstorben sind, ist um 14 auf 13.301 gestiegen. Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner mit 181 in der Oberpfalz, am niedrigsten mit 105 in Unterfranken. Am meisten vom Infektionsgeschehen betroffen ist die Stadt Hof - diese hat dem LGL zufolge mit 410 als einzige in Bayern den Inzidenzwert von 400 überschritten. Laut Robert-Koch-Institut ist Hof deutschlandweit auf Platz zwei mit den meisten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Nur der Landkreis Greiz in Thüringen hat mit 523 eine deutlich höhere Inzidenz.

    14.10 Uhr: Tausende Polizisten kontrollieren Corona-Regeln in Paris

    Frankreich bereitet sich auf neue landesweite Corona-Beschränkungen vor. Im Großraum Paris sollen 6.600 Einsatzkräfte die Einhaltung der Regeln überprüfen, wie die Polizeipräfektur mitteilte.

    Die neuen Regeln treten laut Regierung formal an diesem Samstag um 19 Uhr in Kraft - dann beginnt die landesweite nächtliche Ausgangssperre, die bereits seit Monaten gilt. Faktisch gelten sie dann aber erst mit Ende der Ausgangssperre am Sonntagmorgen ab 6 Uhr. Die härteren Maßnahmen werden nun auf das ganze Land ausgeweitet. Neu ist, dass die Pariser Polizei explizit den Straßenverkauf von Alkohol verbietet - also von Restaurants oder Bars. Auch soll verstärkt kontrolliert werden, dass sich im öffentlichen Raum nicht mehr als sechs Personen treffen.

    13.45 Uhr: Ansturm auf Astrazeneca für "60 plus" in NRW

    Der Ansturm auf die Impf-Termine für die über 60-Jährigen hat in Nordrhein-Westfalen schon am frühen Samstagmorgen zu überlasteten Leitungen am Telefon und im Internet geführt. Während viele sich vergeblich die Finger wund wählten, kamen die ersten erfolgreichen Termin-Jäger hingegen schon am selben Tag an ihre Impfung.

    Die Gruppe ab 60 Jahren kommt außerhalb der üblichen Reihenfolge zum Zuge, nachdem die Ständige Impfkommission empfohlen hatte, das Präparat von Astrazeneca für Jüngere nicht mehr einzusetzen. Damit wurden allein in NRW kurzfristig 450.000 Impfdosen frei.

    12.36 Uhr: Iran plant Massenimpfungen ab September 2021

    Der Iran plant Massenimpfungen gegen das Coronavirus ab September. "Die US-Sanktionen haben zwar unsere Planungen zurückgeworfen, aber trotzdem rechnen wir bis Ende September mit dem Start der Corona-Massenimpfungen", sagte der wissenschaftliche Leiter des nationalen Coronas-Stabs, Mostafa Ghanei, am Samstag. Bis dahin seien auch Testphasen der iranischen Impfstoffe beendet und auch sie könnten landesweit eingesetzt werden.

    Das Gesundheitsministerium hatte gehofft, dass bis August 2021 alle 83 Millionen Iraner mit einheimischen und ausländischen Vakzinen gratis geimpft werden könnten. Doch der Plan ging wegen der US-Sanktionen und der damit verbundenen Einschränkungen bei Geldtransaktionen nicht auf.

    12.12 Uhr: Knapp 70.000 Neuinfektionen in den USA binnen 24 Stunden

    In den USA haben die Behörden am Freitag 69.822 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden im selben Zeitraum von 24 Stunden 967 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert, wie aus Daten der Johns Hopkins Universität (JHU) in Baltimore am Samstagvormittag (MEZ) hervorging. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300.295 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4.476 Toten verzeichnet.

    11.49 Uhr: Niederlande setzen Impfungen mit Astrazeneca-Präparat aus

    Die Niederlande haben die Impfung mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca vorläufig eingestellt. Zunächst hatte das Gesundheitsministerium am Freitagabend beschlossen, Personen im Alter unter 60 Jahren nicht mehr mit dem Präparat von Astrazeneca zu impfen. Auslöser waren Fälle von schweren Nebenwirkungen bei Frauen. Am Samstag entschieden die Gesundheitsämter nach Beratung mit dem Ministerium, alle Astrazeneca-Impfungen auszusetzen, um Verschwendung vorzubeugen.

    11.36 Uhr: Italien erwartet halbe Million Impfungen am Tag bis Ende April

    Italien will in der Corona-Impfkampe bis Ende April eine halbe Million Dosen pro Tag spritzen. In der letzten Aprilwoche solle es so weit sein, sagte der außerordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, im Interview der Zeitung "Corriere della Sera" (Samstag). Im April würden stetig Impfstoff-Lieferungen erwartet. Wenn das Halbe-Million-Ziel bis Ende des Monats erreicht würde, könne die Impfkampagne im September abgeschlossen werden, erklärte der Armeegeneral weiter.

    11.19 Uhr: Landesweiter Lockdown in Frankreich in Kraft getreten

    In Frankreich ist am Samstag zum dritten Mal ein landesweiter Lockdown in Kraft getreten. Angesichts der dritten Corona-Welle wurden die bereits in 19 Verwaltungsbezirken geltenden Beschränkungen für vier Wochen auf das ganze Land ausgeweitet. Damit gilt nun in ganz Frankreich unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre ab 19 Uhr.

    Kindergärten und Schulen sollen für drei Wochen schließen, Hochschulen und Gymnasien für vier Wochen. Zwei Wochen davon sind jedoch ohnehin Ferien. Auch die meisten Geschäfte müssen geschlossen bleiben.Während des Lockdowns gilt zudem für alle Bürger ein begrenzter Bewegungsradius von zehn Kilometern.

    11.10 Uhr: Entwicklungsminister Müller fordert mehr EU-Hilfe für Impfkampagne Covax

    Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) fordert mehr EU-Hilfen für die internationale Impfinitiative Covax. "60 Prozent der Dosen, die bestellt und gekauft wurden, stehen nur 16 Prozent der Weltbevölkerung zur Verfügung. Das ist nicht akzeptabel für die Menschen in Entwicklungsländern", sagte Müller in einem Interview der "Neuen Zürcher Zeitung" (Samstag). Ziel sei es, dort mindestens ein Fünftel der Bevölkerung bis Jahresende zu impfen. "Die EU muss ihre Hilfe für Covax aufstocken", forderte der Minister.

    Die Initiative Covax ("Covid-19 Vaccines Global Access") wurde unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EU-Kommission ins Leben gerufen.

    10.30 Uhr: Zwölf Prozent der Deutschen laut Spahn mindestens einmal geimpft

    Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sind mehr als zwölf Prozent der Deutschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das sind mehr als zehn Millionen Menschen, wie der CDU-Politiker twittert. 4,3 Millionen haben auch die zweite Impfung erhalten. Verimpft wurden rund 10,7 Millionen Dosen des Vakzins von BioNTech und Pfizer, 2,9 Millionen von Astrazeneca und 700.000 von Moderna.

    10.12 Uhr: Britische Behörde meldet sieben Tote nach Blutgerinnseln

    Nach mehr als 18 Millionen Impfungen mit Astrazeneca hat es in Großbritannien nach Angaben der Arzneimittelbehörde sieben Todesfälle wegen seltener Blutgerinnsel gegeben. Es sei jedoch nicht klar, ob diese Nebenwirkungen des Impfstoffs oder durch Zufall zeitnah aufgetreten seien, sagte die Chefin der britischen Behörde, June Raine, der BBC. "Die Vorteile, eine Covid-19-Infektion und ihre Komplikationen zu verhindern, überwiegen weiterhin jegliche Risiken und jeder sollte sich impfen lassen, wenn er eingeladen wird."

    Zuvor hatte die Behörde 30 Fälle seltener Blutgerinnsel bei den 18,1 Millionen Astrazeneca-Impfungen (Stand: 24. März) gemeldet. Es seien 22 Fälle der auch in Deutschland aufgetretenen Hirnvenenthrombosen und acht andere Arten von Thrombosen gemeldet worden. Auch hierbei sei jedoch der Zusammenhang unklar.

    10.10 Uhr: Mützenich fordert konkrete Vorschläge von Merkel im Bund-Länder-Kompetenzstreit

    SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) konkrete Vorschläge für eine Stärkung der Bundeskompetenzen in der Pandemiebekämpfung. Wenn die Bundeskanzlerin hier tätig werden wolle, "dann würde ich mir wünschen, dass sie nicht nur bei 'Anne Will' auftritt, sondern konkrete, umsetzbare Vorschläge vorlegt", sagte Mützenich der "Passauer Neuen Presse" vom Samstag.

    Merkel hatte am vergangenen Sonntag in der ARD-Sendung "Anne Will" gesagt, die Länder müssten bei der Pandemiebekämpfung "nachlegen".

    9.45 Uhr: ZdK-Präsident Sternberg verteidigt Gottesdienste

    Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, verteidigt das Recht, an Ostern Präsenzgottesdienste zu feiern. "Es fliegen gerade Hunderte Flugzeuge nach Mallorca, in denen Leute dicht nebeneinandersitzen. Gleichzeitig sind die katholischen und evangelischen Gottesdienste keine Hotspots. Da verstehe ich nicht, warum sie mit strengen Regeln und großen Abständen nicht möglich sein sollen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Das Osterfest sei keines, das nur digital oder in der Aufzeichnung stattfinde - es finde in Liturgien statt, in den wichtigsten Liturgien der Christenheit.

    9.03 Uhr: Australien nutzt Astrazeneca nach Thrombosefall weiter

    Australien setzt seine Impfkampagne mit dem Astrazeneca-Stoff nach dem Bekanntwerden eines Thrombosefalls fort. Die beiden Fachbehörden hätten keine Unterbrechung empfohlen, sagt der Vizechef des australischen Gesundheitsdienstes, Michael Kidd. Zwar stehe das bei einem 44-jährigen Mann aufgetretene Blutgerinnsel "wahrscheinlich" im Zusammenhang mit dem Astrazeneca-Vakzin. Jedoch bleibe das Risiko schwerer Nebenwirkungen "sehr gering". Die Untersuchung des Falls dauere an.

    7.17 Uhr: Argentiniens Präsident trotz Impfung positiv auf Corona getestet

    Der argentinische Präsident Alberto Fernández ist trotz einer Impfung positiv auf Corona getestet worden. Er habe leichtes Fieber und Kopfschmerzen gehabt und daher einen Antigen-Schnelltest gemacht, schrieb der 62-Jährige am Samstag auf Twitter. Dieser sei positiv ausgefallen.

    Fernández wurde bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die zweite Dosis der russischen Vakzins Sputnik V erhielt er nach Angaben aus dem Präsidentenpalast am 11. Februar.

    5.51 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern weist wegen Tourismusverbot Dutzende Autofahrer aus

    Bei verstärkten Verkehrskontrollen über Ostern sind in Mecklenburg-Vorpommern die Insassen von 82 Fahrzeugen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln des Landes verwiesen worden. Bei den Überprüfungen am Freitag in Neubrandenburg (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ging es unter anderem um verbotene touristische Einreisen, wie die Polizei mitteilte.

    Demnach wurden 152 Menschen aufgefordert, das Bundesland wieder zu verlassen, weil sie keinen triftigen Grund für ihren Aufenthalt darlegen konnten. Insgesamt wurden 800 Fahrzeuge von der Polizei überprüft.

    5.50 Uhr: Großbritannien sieht nach 30 Thrombose-Fällen "sehr geringes" Astrazeneca-Risiko

    In Großbritannien sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden nach landesweit mehr als 18 Millionen Astrazeneca-Impfungen bisher 30 Fälle von gefährlichen Blutgerinnseln registriert worden. Das Risiko einer solchen Erkrankung sei damit "sehr gering", erklärte am Freitag die britische Arzneimittelbehörde (MHRA). "Die Vorteile der Impfung übertreffen weiterhin die Risiken." Frankreich meldete derweil zwei weitere Todesfälle nach Impfungen mit Astrazeneca. In den Niederlanden wird das Vakzin für unter 60-Jährige vorerst nicht mehr eingesetzt.

    5.45 Uhr: Rekord bei psychischen Krankschreibungen 2020 in Bayern

    Im zurückliegenden Corona-Jahr 2020 sind die Krankschreibungen wegen psychischer Leiden in Bayern auf einen Höchststand gestiegen. Vor allem Frauen und Beschäftigte der Logistikbranche und des Gesundheitswesens fielen deutlich häufiger mit Depressionen, Ängsten oder Anpassungsstörungen bei der Arbeit aus. Dies hat eine Auswertung von mehr als 350.000 Versichertendaten der Krankenkasse DAK Bayern ergeben, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die DAK ist eine der größten Krankenkassen in Deutschland, die Daten auf die Allgemeinheit übertragbar.

    Der Auswertung zufolge entstanden im vergangenen Jahr wegen psychischer Leiden 229 Fehltage je 100 erwerbstätigen DAK-Versicherten. Auf Frauen entfielen dabei etwa doppelt so viele Krankheitstage wie auf Männer.

    5.00 Uhr: Bislang kaum Erfolge bei Suche nach Medikamenten

    Wissenschaftler dämpfen die Hoffnung auf einen baldigen Durchbruch bei der Suche nach Medikamenten gegen das Coronavirus. Man dürfe nicht sehr optimistisch sein, dass Arzneimittel in Kürze die Sterblichkeit bei intensivmedizinisch behandelten Patienten drastisch senken könnten, sagt Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

    Im Laufe der Pandemie habe es immer wieder Glauben und Hoffen gegeben - doch 95 oder eher sogar 99 Prozent der Medikamente seien in Studien durchgefallen, sagte Kluge, der Koordinator der Behandlungsleitlinien der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist.

    5.00 Uhr: Kaffeekonsum im Corona-Jahr 2020 gestiegen

    Die Menschen in Deutschland haben im Corona-Jahr 2020 mehr Kaffee getrunken als im Jahr zuvor. Wegen der Einschränkungen durch die Pandemie und des vermehrten Homeoffice-Einsatzes hätten die Menschen den Konsum in die eigenen vier Wände verlagert, teilte der Deutsche Kaffeeverband in Hamburg mit.

    Insgesamt legte der Kaffeemarkt den Angaben zufolge 2020 um 1,5 Prozent zu. Das entspreche pro Kopf einer Steigerung von 20 Tassen Kaffee auf insgesamt 168 Liter.

    4.30 Uhr: Scheuer sieht Bahn wegen Pandemie weiter in schwieriger Lage

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sieht die Deutsche Bahn wegen der anhaltenden Corona-Krise weiterhin in einer schwierigen Lage. "Die Auslastung im Fernverkehr liegt bei 18 Prozent, das sagt alles", sagte Scheuer der Deutschen Presse-Agentur. "Es muss aber ein Grundangebot an Mobilität und Versorgung gewährleistetet und garantiert werden."

    Scheuer sagte, er gehe nach Ostern von einer Einigung mit der EU-Kommission über ein geplantes Milliardenpaket des Bundes für die Bahn aus. "Wir sind in sehr guten Gesprächen."

    4.12 Uhr: Umfrage: Mehrheit für mehr Kompetenzen des Bundes in Krisen

    Eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich in Krisenzeiten mehr Entscheidungsspielraum für die Bundesregierung. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 53 Prozent der Befragten dafür aus, dem Bund mehr Möglichkeiten zu geben, Maßnahmen zur Krisenbewältigung auch ohne Zustimmung der Länder zu beschließen. 36 Prozent meinten dagegen, Bund und Länder sollten die wesentlichen Entscheidungen weiterhin gemeinsam treffen. Elf Prozent machten keine Angaben.

    2.43 Uhr: Verbraucherzentralen werden mehr denn je um Rat gefragt

    Während der Corona-Pandemie fragen mehr Menschen denn je die Verbraucherzentralen in Deutschland um Rat. "Verbraucherschutz ist wichtig für die Menschen, erst recht in Zeiten von Corona", sagte der Vorstand vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbz), Klaus Müller, den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht.

    Im Jahr 2020 seien insgesamt fast 616.000 Beschwerden und Anfragen eingegangen – rund 55 Prozent mehr Beschwerden und zehn Prozent mehr Anfragen als im Vorjahr. Besonders oft erkundigten sich die Verbraucher über Wucher, bei Fragen rund um Stornierungen von Flügen und Reisen, die Sorge um die Gesundheit oder mit Fragen zu Zwangsgutscheinen bei ausgefallenen Veranstaltungen, berichtete der Verbraucherzentralen-Chef.

    2.35 Uhr: Bundesagentur für Arbeit braucht wegen Lockdown mehr Geld vom Bund

    Wegen des anhaltenden Lockdowns braucht die Bundesagentur für Arbeit (BA) mehr Geld vom Bund. "Dieses Jahr sind 3,3 Jahr Milliarden als Zuschuss eingeplant. Doch angesichts des anhaltenden Lockdowns ist schon jetzt abzusehen, dass wir damit nicht auskommen", sagte Christiane Schönefeld, BA-Finanzvorständin, der Düsseldorfer "Rheinischen Post"(Samstagsausgabe) laut Vorabbericht. Der Finanzbedarf für dieses Jahr könne um einige Milliarden Euro höher liegen, vor allem dann, wenn der Lockdown anhalte und die Ausgaben für das Kurzarbeitergeld dadurch weiter stiegen.

    2.01 Uhr: Hausärztechef für allmähliche Aufgabe der Impfreihenfolge

    Bei einer Zunahme der Impfstoffliefermenge wirbt der Hausärzte-Chef Ulrich Weigeldt für eine allmähliche Aufgabe der Impfreihenfolge gegen das Coronavirus. "Die Priorisierung war und ist eine gute Leitlinie für die Ärztinnen und Ärzte solange der Impfstoff noch in geringen Mengen verfügbar ist", sagte der Bundesvorsitzende des deutschen Hausärzteverbands der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag).

    Bald müsse der Blick stärker auf die Gesundheit der einzelnen Menschen wandern. "Ein Mann von 69 Jahren mit Hypertonus und Diabetes sollte vielleicht eher die Impfung erhalten als eine 72-jährige Triathletin", sagte Weigeldt.

    1.37 Uhr: Kohl-Sohn verklagt Gesundheitsministerium wegen Maskengeschäft

    Einer der Söhne des verstorbenen Altbundeskanzlers Helmut Kohl (CDU), Walter Kohl, hat wegen eines Geschäfts mit Corona-Schutzmasken Klage gegen die Bundesregierung eingereicht. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Samstag) verklagt er Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor dem Landgericht Bonn auf annähernd 5,5 Millionen Euro. Die Zeitung stützt sich dabei auf eine Sprecherin des Landgerichts.

    Hintergrund sei eine Lieferung von einer Million FFP2-Schutzmasken im Frühjahr vergangenen Jahres. Damals habe sich die Firma Kohl Consult GmbH an einer Ausschreibung des Ministeriums beteiligt und den Auftrag erhalten, eine Million FFP2-Masken zum Stückpreis von 4,50 Euro zu liefern. Die Rechnung habe das Ministerium noch nicht beglichen.

    1.03 Uhr: Präsident des Bundesverfassungsgerichts fordert mehr Freiheiten für Geimpfte

    Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, hält mehr Freiheiten für Geimpfte dann für geboten, wenn diese nicht mehr ansteckend sind. "Wenn ein geimpfter Mensch niemanden anstecken kann, dürfte das von ihm ausgehende Infektionsrisiko grundrechtlich anders zu beurteilen sein als wenn er noch ansteckend ist, nur selbst nicht mehr erkranken kann", sagte Harbarth der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht. Jeder Mensch besitze die im Grundgesetz verbürgten Grundrechte.

    In der Pandemie kollidierten jedoch verschiedene Grundrechte wie etwa die Versammlungsfreiheit, das Recht auf Schulbesuch, die Berufsfreiheit oder das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit in einer bisher nicht gekannten Weise. Es gehe darum, die betroffenen Grundrechte in einen angemessenen Ausgleich zu bringen.

    Für die Beurteilung der grundrechtlichen Auswirkungen der Impfungen sei voraussichtlich von Relevanz, ob eine Impfung nur vor eigener Erkrankung oder zuverlässig auch vor der Weitergabe des Virus an Dritte schütze. Zudem sehe er die Pandemie als Belastungsprobe für den Rechtsstaat. "Diese Pandemie ist in allen freiheitlichen Ordnungen ein Stresstest für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, auch in Deutschland", sagte Harbarth. "Aber die Bekämpfung des Coronavirus vollzieht sich in den Bahnen des Rechts. Die Justiz kommt ihrer Aufgabe uneingeschränkt nach." Er halte nichts von "alarmistischen Abgesängen auf den Rechtsstaat".

    1.02 Uhr: Bosch-Chef wünscht sich mehr Pragmatismus beim Impfen

    Der Chef des Automobilzulieferers Bosch, Volkmar Denner, spricht sich für eine wirkungsvollere Impfkampagne aus und plädiert für die Einbeziehung der Unternehmen. Die Corona-Krise könne man "nicht bewältigen, ohne auch Fehler zu machen", sagte Denner dem "Tagesspiegel" (Samstagsausgabe) mit Blick auf das Krisenmanagement der Bundesregierung.

    "Eines wünsche ich mir allerdings: mehr Pragmatismus", fügte er hinzu. "So sollte jeder, der impfen kann, impfen dürfen." Die Betriebsärzte des Bosch-Konzerns stünden bereit. Das Unternehmen könne "im großen Stil beim Impfen helfen", ohne unnötige Formalitäten, "weil wir unsere Mitarbeiter kennen und kontinuierlich persönlich betreuen".

    00.06 Uhr: Erzbischof Marx: Hoffnung trotz Corona-Krise nicht aufgeben

    Der Münchner katholische Erzbischof Reinhard Marx ruft die Menschen dazu auf, trotz der Corona-Krise die österliche Botschaft der Hoffnung nicht aus den Augen zu verlieren. Die Botschaft vom Reich Gottes habe durch den Tod Jesu und seine Auferstehung ihre eigentliche, endgültige Kraft bekommen, sagte Marx in seiner Predigt am Samstagabend im Münchner Liebfrauendom laut Mitteilung.

    Dies gelte auch für die Bewältigung der Corona-Krise: Man werde sich in der Krise nur bewähren, wenn man sein Leben einsetze und teile im Geiste der Solidarität. Als Beispiele nannte Kardinal Marx etwa den täglichen Einsatz der Beschäftigten in Altenheimen, Krankenhäusern und Schulen.

    00.01 Uhr: Gummigeschosse und Reizgas gegen Anti-Corona-Proteste in St. Gallen

    Bei Protesten Hunderter Jugendlicher gegen staatliche Corona-Beschränkungen sind in St. Gallen in der Schweiz Polizisten mit Molotow-Cocktails, Flaschen und anderen Gegenständen beworfen worden. Die Beamten hätten am Freitagabend "aus Notwehr" mit Gummischrot zurückgeschossen, schrieb die Stadtpolizei auf Twitter.

    Auf von der Zeitung "Tagblatt" veröffentlichten Videos war zu sehen, wie aus größeren Ansammlungen heraus Pyrotechnik gezündet wurde. Gegen 23.30 Uhr berichtete die Polizei, dass sie auch Reizgas gegen Randalierer eingesetzt habe - "infolge anhaltender Pyro-Würfe gegen die Polizei" und weil diverse Gegenstände angezündet worden seien.

    00.01 Uhr: Bundespräsident ruft zu Gemeinsamkeit in Corona-Pandemie auf

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Politik und Gesellschaft zu Zusammenhalt und gemeinsamen Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. "Raufen wir uns alle zusammen, liebe Landsleute!", sagte der Bundespräsident in einer Fernsehansprache zu Ostern, die am Samstag ausgestrahlt wird. "Holen wir raus, was in uns steckt!" Die Menschen sollten sich nicht immer nur empören über die anderen oder über die da oben. "Wir leben zusammen in diesem Land, und wir wollen gemeinsam eine gute Zukunft. Also: Haben wir doch Vertrauen in uns, und geben wir acht aufeinander!"

    Zugleich zeigte der Bundespräsident Verständnis für Enttäuschung, Verzweiflung, Ohnmacht und Frust: "Vor einem Jahr hatten wir uns aufs nächste Ostern gefreut, auf einen Frühling ohne Pandemie. Aber unsere Hoffnung hat sich nicht erfüllt." Vielmehr treffe die dritte Welle jetzt alle mit aller Härte.

    Freitag, 02.April 2021

    23.23 Uhr: Tadel aus Frankreich: Berlin und Paris stehen in Krise nicht zusammen

    In Frankreich reißt die Kritik an Deutschlands Grenzpolitik in der Covid-19-Pandemie nicht ab. "Ein Jahr nach Beginn dieser Krise verstehen sich Paris und Berlin immer noch nicht und sprechen immer noch nicht dieselbe Sprache", schreibt der Co-Vorsitzende der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammung, Christophe Arend, in einem offenen Brief in der Zeitung "Le Monde" am Freitag. Die Menschen, die dort lebten, seien Opfer von Grabenkämpfen. "Frankreich und Deutschland laufen Gefahr, die Europäische Union zu 'töten', da sie nicht in der Lage sind, mit gutem Beispiel voranzugehen", so Arend.

    Deutschland hatte zuletzt ganz Frankreich als Hochinzidenzgebiet eingestuft und somit die Einreiseregeln verschärft. Zuvor hatte Berlin bereits das an Deutschland grenzende Département Moselle als Virusvariantengebiet eingestuft.

    21.08 Uhr: Nächtliche Corona-Beschränkungen in Berlin und Hamburg in Kraft

    Wegen der Corona-Pandemie sind in Berlin und Hamburg nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Die neuen Regeln gelten in Deutschlands größten beiden Städten zwischen 21 Uhr und 5 Uhr. In der Hauptstadt dürfen sich Menschen vorübergehend dann nur noch allein oder zu zweit im Freien aufhalten. In Hamburg dürfen sie Häuser und Wohnungen nicht mehr ohne triftigen Grund verlassen. In beiden Städten will die Polizei strenger kontrollieren. Bei Verstößen droht Bußgeld.

    20.56 Uhr: Sprunghafter Anstieg der Intensiv-Fälle in Frankreich

    Frankreich verzeichnet den höchsten Anstieg von Corona-Patienten auf den Intensivstationen des Landes seit fünf Monaten. Die Zahl sei an einem Tag um 145 auf 5254 gestiegen, wie die Regierung mitteilt.

    20.38 Uhr: Mehr als 100 Millionen Menschen in den USA mit erster Corona-Impfung

    In den USA haben bereits mehr als 100 Millionen Menschen mindestens die erste Corona-Impfung erhalten. Das entspricht fast einem Drittel der Gesamtbevölkerung von rund 330 Millionen Menschen. Daten der Gesundheitsbehörde CDC zeigten, dass die Zahl der erstmals Geimpften auf 101,8 Millionen gestiegen ist. Rund 58 Millionen Menschen sind bereits vollständig geimpft.

    In den USA werden drei Impfstoffe genutzt: Die Präparate von Moderna und Biontech/Pfizer, bei denen jeweils zwei Dosen gespritzt werden, und die Impfung von Johnson & Johnson, die bereits nach einer Dosis ihre volle Wirkung entfaltet.

    Derzeit werden in den USA im Schnitt pro Tag rund drei Millionen Impfungen verabreicht. Insgesamt wurden bislang fast 158 Millionen Dosen verimpft. In der besonders gefährdeten Altersgruppe über 65 haben dem CDC zufolge bereits drei Viertel aller Amerikaner eine Impfung erhalten, rund 54 Prozent gelten als vollständig geimpft. Die US-Regierung hat angekündigt, bis Ende Mai genügend Impfstoff für alle rund 260 Millionen Erwachsenen in den USA zu haben.

    20.32 Uhr: Gericht gibt Eilanträgen zu Ausgangsbeschränkungen in Hannover statt

    Das Verwaltungsgericht Hannover hat mehreren Eilanträgen gegen Corona-Ausgangsbeschränkungen in der Region der niedersächsischen Landeshauptstadt stattgegeben. Damit sei die Pflicht der Antragsteller ausgesetzt, die Beschränkungen zu beachten, teilte das Gericht am Freitagabend mit. Alle anderen müssen sich daran halten. In der Region Hannover ist das Verlassen von Wohnungen und Häusern derzeit zwischen 22 Uhr und 5 Uhr nur mit triftigem Grund erlaubt.

    Nach Auffassung des Gerichts ist dieser Eingriff in die Grundrechte nicht vom Infektionsschutzgesetz gedeckt, das sehr hohe Anforderungen an die Rechtfertigung solcher Maßnahmen stelle.

    20.15 Uhr: Verbot für "Querdenker"-Treffen am Wohnort von Ministerpräsident Weil

    Die Polizei Hannover hat eine für Ostersonntag geplante, sogenannte Querdenker-Versammlung am Wohnsitz des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) verboten. Den Veranstaltern gehe es ausschließlich darum, eine Drohkulisse für den Regierungschef aufzubauen, ihn im privaten Umfeld einzuschüchtern und so die Corona-Politik der Landesregierung beeinflussen zu wollen, teilte die Polizei am Freitagabend zur Begründung mit. "Ein solches Verhalten ist im höchsten Maße demokratiegefährdend und war aus diesem Grunde zu untersagen." Die Verbotsverfügung sei zugestellt worden.

    19.50 Uhr: Indischer Bundesstaat droht mit Komplett-Lockdown

    Die Regierung des indischen Bundesstaates Maharashtra - Sitz der Finanzmetropole Mumbai - warnt die Bevölkerung vor einem kompletten Lockdown, sollten die angeordneten Schutzmaßnahmen nicht besser umgesetzt werden. Chefminister Uddhav Thackeray beklagt in einer Fernsehansprache einen Verzicht auf Masken und unnötige Reisen. Der Bundesstaat meldet am Freitag bis zu 47.828 Neuinfektionen, die höchste Zahl an einem Tag seit dem Beginn der Pandemie.

    19.36 Uhr: Johnson & Johnson testet Impfstoff an Jugendlichen

    Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson testet seinen Corona-Impfstoff nun auch an Jugendlichen. Zunächst soll der Impfstoff im Rahmen einer seit September laufenden klinischen Studie an einer geringen Zahl 16- und 17-Jähriger erprobt werden, wie das Unternehmen mitteilte. Nach der Überprüfung der ersten Daten soll die Studie dann schrittweise auf eine größere Gruppe von jüngeren Jugendlichen - ab einem Alter von 12 Jahren - ausgeweitet werden. Johnson & Johnson arbeite daran, den Impfstoff in naher Zukunft auch an Schwangeren und Kindern testen zu können.

    Die EU-Kommission hatte das Johnson-Mittel am 11. März zugelassen. In Deutschland soll er voraussichtlich ab Mitte April zum Einsatz kommen. Das Präparat, das von der Johnson-Tochter Janssen in den Niederlanden entwickelt worden war, wird Erwachsenen ab 18 Jahren in einer Einzeldosis verabreicht. Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca entfalten ihre volle Wirkung erst nach der Verabreichung von zwei Dosen.

    19.29 Uhr: Knapp 224.000 Corona-Tote in Russland

    In Russland sind seit Beginn der Corona-Pandemie nach Angaben des nationalen Statistikamtes Rosstat rund 223.900 Menschen mit dem Virus gestorben. Diese Zahl, die aus veröffentlichten Daten hervorgeht, ist deutlich mehr als doppelt so hoch wie in der offiziellen Corona-Statistik der Regierung. Dort ist von rund 99.600 Corona-Toten die Rede. Sie listet lediglich Fälle auf, bei denen Covid-19 als Todesursache bestätigt wurde. Diese Zählweise wurde immer wieder kritisiert.

    Trotz vergleichsweise weniger offiziell gemeldeter Corona-Infektionen verzeichnet Russland viele Todesfälle. Im Februar starben laut Rosstat landesweit insgesamt 20,6 Prozent mehr Menschen als im Vorjahresmonat. Im Januar hatte die Übersterblichkeit sogar 33,9 Prozent betragen. Die Tageszeitung "Kommersant" führte unter Berufung auf Statistiker etwa die Hälfte der zusätzlichen Sterbefälle auf das Coronavirus zurück. Viele Menschen seien aber auch deshalb gestorben, weil das "Gesundheitssystem zusammengebrochen" sei und Patienten mit chronischen Erkrankung praktisch nicht behandelt worden seien, schrieb das Blatt.

    19.29 Uhr: Türkei meldet neuen Infektions-Höchstwert

    Die Türkei meldet 42.308 Neuinfektionen und damit die höchste Zahl seit dem Beginn der Pandemie. Zudem wurden 179 weitere Todesfälle verzeichnet.

    18.28 Uhr: De Maizière für befristeten Ausnahmezustand im Grundgesetz

    Der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maizière schlägt eine Änderung des Grundgesetzes vor, um für künftige Krisen in Deutschland die Möglichkeit eines befristeten Ausnahmezustands einzuführen. Die gegenwärtigen Entscheidungsverfahren - zum Beispiel über die Ministerpräsidentenkonferenz - verlangten in Krisensituationen zu viel Zeit, sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "In der Krise aber braucht man Tempo, Verbindlichkeit, klare Verantwortlichkeiten."

    Nach der Corona-Pandemie werde auch die nächste Krise kommen, sagte de Maizière, der auch Verteidigungsminister war. Deshalb sei "die Regelung eines Ausnahmezustandes für Deutschland" unerlässlich. Dieser müsse immer befristet sein und vom Parlament beschlossen werden. Nötig sei ein ressortübergreifender Krisenstab, der im Verhältnis zu Ländern und Kommunen über ein Weisungsrecht verfüge.

    18.27 Uhr: Nach Corona-Party: Juventus-Trainer verzichtet auf drei Spieler

    Nach einer wegen Corona illegalen Party hat Juventus Turins Trainer Andrea Pirlo drei seiner Spieler nicht ins Team für das Stadt-Derby gegen den FC Turin berufen. Der Ex-Schalker Weston McKennie, Paulo Dybala und Arthur Melo werden am Samstag nicht im Aufgebot des italienischen Rekordmeisters stehen, wie Pirlo während einer Pressekonferenz in Turin sagte. "Es war eine Entscheidung, um ein Zeichen zu setzen, weil wir Vorbilder sind und uns auch als solche verhalten sollen", sagte der 41-Jährige.

    Am Mittwochabend soll die italienische Polizei Mittelfeldspieler McKennie und seine beiden Kollegen bei einer wegen Corona verbotenen Party erwischt haben, wie verschiedene Medien berichteten. Sie hätten mit Freunden und ihren Lebensgefährtinnen im Haus McKennies in Turin zusammen gegessen. Es seien Geldbußen verhängt worden.

    In Italien sind größere private Treffen wegen der strengen Corona-Sperren verboten. Außerdem gilt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ab 22 Uhr bis 5 Uhr.

    18.21 Uhr: US-Gesundheitsbehörde: Voll Geimpfte können wieder reisen

    Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat ihre Empfehlungen für voll geimpfte Personen mit Blick auf Reisen gelockert. Die Behörde veröffentlichte neue Richtlinien, wonach sie Reisen im In- und Ausland für diese Menschen wieder für vertretbar hält. Voll geimpfte Personen könnten innerhalb der USA sicher reisen, hieß es. Sie sollten dabei aber weiter Vorkehrungen einhalten: Masken tragen, Abstand zu anderen halten und möglichst oft die Hände waschen oder desinfizieren. Bei Inlandsreisen seien für voll Geimpfte nicht zwingend Corona-Tests vorher oder nachher nötig. Auch eine Quarantäne sei nicht nötig.

    Menschen mit vollem Impfschutz könnten auch wieder ins Ausland reisen. Sie müssten vor der Abreise aus den Vereinigten Staaten nicht zwingend getestet werden - es sei denn, das Ziel-Land verlange dies. Auch Quarantäne bei der Rückkehr in die USA sei nicht nötig. Allerdings sollten auch hier die üblichen Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. Außerdem sollten sich Reisende drei bis fünf Tage nach ihrem Trip testen lassen. Derzeit gelten international aber noch einige Reisebeschränkungen, etwa zwischen den USA und Europa.

    18.14 Uhr: Corona-Lage in Italien bessert sich leicht

    Nach mehreren Wochen mit strengeren Corona-Regeln hat sich die Pandemie-Lage in Italien weiter leicht verbessert. Die Infektionskurve sinke, aber sie sinke sehr langsam, hieß es im wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums in Rom. Den Experten zufolge sank die landesweite 7-Tage-Inzidenz auf rund 232 Fälle je 100.000 Einwohner. Zuvor hatte der Wert bei 240 gelegen.

    Weiter beunruhigt sind die Gesundheitsexperten wegen der hohen Patientenzahlen in den Krankenhäusern. Über die Osterfeiertage gelten landesweit die Regeln der Roten Zone. Ab Dienstag sollen jedoch weitere Regionen, darunter Venetien und die autonome Provinz Trient, von der strengsten Roten Zone in die mittelstrenge orangefarbene fallen, wie es aus dem Ministerium hieß.

    Seit Pandemiebeginn verzeichneten die Behörden fast 110.000 Tote mit dem Coronavirus und mehr als 3,607 Millionen Corona-Infektionen.

    17.50 Uhr: Astrazeneca-Impfungen in den Niederlanden eingeschränkt

    Nach den deutschen haben auch die niederländischen Behörden Impfungen von Personen unter 60 mit dem Coronavirus-Impfstoff von Astrazeneca ausgesetzt. Der vorübergehende Stopp sei eine Vorsichtsmaßnahme, teilte der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge mit. Zuvor hatte es Berichte über eine kleine Anzahl von Menschen gegeben, die nach der Impfung ungewöhnliche Blutgerinnsel hatten.

    Eine niederländische Organisation, die Nebenwirkungen von Impfstoffen beobachtet, teilte mit, bei ihr seien fünf Berichte über Blutgerinnsel nach Impfungen eingegangen. Die Fälle hätten sich zwischen sieben und zehn Tagen nach den Impfungen bei Frauen zwischen 25 und 65 ereignet. In dem Zeitraum, in dem die fünf Fälle gemeldet worden seien, seien in den Niederlanden rund 400.000 Menschen mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft worden, teilte die Organisation mit.

    17.31 Uhr: Weniger Corona-Patienten in slowakischen Krankenhäusern

    Die Zahl der Corona-Patienten, die eine Krankenhausbehandlung brauchen, ist in der Slowakei zum ersten Mal seit Jahresbeginn unter 3.000 gesunken. Das teilte das Gesundheitsministerium in Bratislava mit. Zugleich überschritt die Zahl der bisher verabreichten Corona-Impfungen die Grenze von einer Million. Von den 5,5 Millionen Einwohnern des EU-Landes erhielten demnach bis Donnerstag knapp 740.000 eine erste Dosis, 263.000 Menschen bereits die zweite.

    Anfang März hat die Slowakei auch 200.000 Dosen des in der EU nicht zugelassenen Impfstoffs Sputnik V aus Russland erhalten, setzt diesen aber vorerst nicht ein. Der Impfstoff-Kauf war einer von mehreren Streitpunkten, an denen die Regierungskoalition zuletzt zu zerbrechen drohte.

    Die Slowakei gehörte zuletzt mehrere Wochen lang zu den Ländern mit den meisten Corona-Toten weltweit, gemessen an der Bevölkerungszahl. Mittlerweile geht aber auch die Zahl neuer Todesfälle leicht zurück.

    16.43 Uhr: Epidemiologen - Astrazeneca-E16.57 Uhr: Ärzte-Präsident fordert Auflösung der Impfstoff-Reserven

    Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat sich dafür ausgesprochen, alle vorhandenen Impfstoffdosen für Erstimpfungen zu verwenden. "Angesichts der steigenden Neuinfektionszahlen sollten wir die Reservekapazitäten für die Zweitdosen weitgehend auflösen und diese sofort verimpfen", sagte er der "Rheinischen Post".

    Ab Ende April würden angesichts der vom Bund zugesagten Liefermengen ausreichend Kapazitäten für die Zweitimpfungen zur Verfügung stehen, argumentierte Reinhardt. Es müsse allerdings sichergestellt sein, dass die zugesagten Mengen auch wirklich geliefert würden.

    Studien hätten gezeigt, "dass der zeitliche Abstand für die Zweitimpfung ohne Nachteile ausgeschöpft werden kann und bereits nach der ersten Dosis eine gute Schutzwirkung vorhanden ist", führte Reinhardt aus. "Davon sollten jetzt möglichst viele Menschen profitieren. Das ist wesentlich, um die dritte Infektionswelle zu brechen."mpfehlung kann schlimme Folgen haben

    Der Impfstoff von Astrazeneca ist nicht mehr für Menschen unter 60 Jahren empfohlen - Bremer Epidemiologen warnen nun vor schlimmen Folgen dieser Entscheidung. "Wenn die geänderte Altersempfehlung für den Impfstoff von Astrazeneca zu einer weiteren Verzögerung der Impfkampagne führt, wird der Schaden dieser geänderten Empfehlung deutlich überwiegen", heißt es in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der von mehreren Forschern des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen unterschrieben ist.

    "In der jetzigen Situation ist es sehr kritisch, einseitige Entscheidungen zu treffen, die nur auf mögliche seltene Nebenwirkungen fokussieren, auch wenn diese Schicksale tragisch sind und man sie vermeiden möchte", heißt es weiter. Die Unterzeichner fordern "ein systematisches Abwägen des Schadens, der sich aus der möglichen seltenen Nebenwirkung ergeben kann, gegenüber dem Schaden, der sich durch eine Verzögerung der Impfkampagne ergeben wird".

    Hintergrund ist die Entscheidung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstagabend, den Astrazeneca-Impfstoff in der Regel nur noch Menschen ab 60 Jahren zu verabreichen.

    16.26 Uhr: Chef der Kölner Uniklinik warnt vor Corona-"Katastrophe"

    Der Chef der Kölner Universitätsklinik, Professor Edgar Schömig, fordert angesichts einer drohenden Überlastung der Intensivmedizin durch schwer erkrankte Covid-19-Patienten einen sofortigen, harten Lockdown. "Für das politische Zögern habe ich überhaupt kein Verständnis", sagte Schömig dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Jeder mathematische und medizinische Verstand spreche für einen nochmaligen Lockdown. Andernfalls sei ein Zusammenbruch des Gesundheitssystems insbesondere wegen der Aggressivität der Corona-Mutanten binnen weniger Wochen zu befürchten.

    "Ich fürchte, viele Menschen verstehen die Dramatik der aktuellen Situation noch nicht ausreichend", fügte Schömig hinzu. Ungeachtet fortschreitender Impfungen müssten die Menschen weiter mit Beschränkungen leben: "Wenn wir das aufgeben, laufen wir in eine echte Katastrophe. In der zweiten Welle hatten wir an der Uniklinik Probleme, Platz für die Leichen zu finden. Weit entfernt von einer ähnlichen Situation sind wir zeitlich nicht."

    16.03 Uhr: Hausärzteverband für allmähliche Aufgabe der Impfreihenfolge

    Der Bundesvorsitzende des deutschen Hausärzteverbands Ulrich Weigeldt ist dafür, bei einer Zunahme der Impfstoffliefermenge die Impfreihenfolge allmählich aufzugeben. "Die Priorisierung war und ist eine gute Leitlinie für die Ärztinnen und Ärzte, solange der Impfstoff noch in geringen Mengen verfügbar ist", sagte er der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

    Bald müsse der Blick aber auf die Gesundheit der einzelnen Menschen wandern. "Ein Mann von 69 Jahren mit Hypertonus und Diabetes sollte vielleicht eher die Impfung erhalten als eine 72-jährige Triathletin", sagte Weigeldt. Sobald die Impfstoffmenge ein bestimmtes Maß überschritten habe, müsse es außerdem darum gehen, ihn so schnell wie möglich zu verimpfen, erklärte der Hausärzte-Chef. "Wieso sollten die Impfzentren in irgendeiner Weise bevorzugt werden?", fragte Weigeldt. Wichtig sei, dass geimpft werde.

    15.46 Uhr: Österreich hilft Tschechien mit 30.000 Impfdosen

    Nach dem Streit um Corona-Impfstoffe hat Österreich nun Tschechien seine Hilfe angeboten. Wien werde Prag 30.000 Impfdosen zukommen lassen, teilte Kanzler Sebastian Kurz mit. Tschechien sei besonders hart getroffen mit zahlreichen Todesfällen und noch immer hohen Ansteckungsfällen, habe aber trotzdem als einziges Land bei der europäischen Impfstoffverteilung keine zusätzlichen Impfdosen bekommen, kritisierte Kurz: "Wenn es in manchen Ländern zu wenig Impffortschritt gibt, dann ist das im Ergebnis schlecht für alle, weil wir die Pandemie nur gemeinsam besiegen können."

    Am Donnerstag hatten die 27 EU-Staaten keine einheitliche Linie gefunden. Österreich, Tschechien und Slowenien lehnten einen Kompromissvorschlag zur Aufteilung von zehn Millionen Impfdosen ab. Die Menge wird nun wie üblich nach Bevölkerungsgröße vergeben. 24 Staaten - darunter Deutschland - verabredeten nach Angaben von Diplomaten aber ohne die drei Länder eine Spendenaktion, um Staaten mit besonders großem Impfstoffmangel zu helfen.

    15.39 Uhr: Virologe Drosten hält erneuten Lockdown für unausweichlich

    Der Berliner Virologe Christian Drosten hält in der Corona-Pandemie einen erneuten Lockdown für unausweichlich. "Wir werden um einen ernsthaften Lockdown nicht herumkommen", sagt Drosten dem "Spiegel". Man habe in Paris und London gesehen, dass ein Teillockdown gegen die aggressivere Virusvariante nicht durchgreife: "Die Inzidenz ist dort immer weiter gestiegen wie auch die Zahl der schweren und oft auch tödlichen Krankheitsverläufe." Noch bestehe die Chance, eine solche Entwicklung in deutschen Großstädten abzuwenden. "Dazu ist jetzt aber politisches Handeln und auch die Unterstützung möglichst vieler Menschen notwendig", sagte Drosten.

    Die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann sagte, sie sei wütend, dass nicht früher auf die Warnungen der Wissenschaft reagiert worden sei: "Wir könnten jetzt schon bei Zehner-Inzidenzen sein, wenn die Politiker bei der Bund-Länder-Konferenz im Januar ernst genommen hätten, was wir ihnen gesagt haben." Innerhalb von vier Wochen bekomme man die Zahlen massiv runter, wenn die Menschen kaum Kontakte hätten: "Je stärker alle auf die Bremse treten, desto kürzer währt der Lockdown."

    15.24 Uhr: Die Pandemie bestimmt die Karfreitags-Predigten

    In zahlreichen Gottesdiensten im Freistaat haben die beiden großen Kirchen am Karfreitag an das Leiden und Sterben Jesu erinnert. Im Mittelpunkt vieler Predigten stand dabei die Corona-Pandemie.

    Die weiter steigende Zahl der Erkrankten und Toten zeige immer deutlicher, "wie viel Leiden, wie viel Schmerz mit dieser Pandemie verbunden ist", sagte der Münchner Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx laut Predigttext in der Karfreitags-Liturgie im Liebfrauendom.

    Der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sagte in der Münchner Matthäuskirche: "Wir sind erschöpft, verwundet und empfinden auch ein Stück Ohnmacht angesichts der Unkontrollierbarkeit der Situation und der immer wieder enttäuschten Hoffnung."

    Doch der christliche Glaube habe eine tröstliche Antwort: "Der Gott, der diese Welt geschaffen hat, der uns unser Leben geschenkt hat und der uns jeden Tag begleitet, der führt uns auch durch das finstere Tal dieser Zeit."

    14.58 Uhr: China will in fünf Tagen eine ganze Stadt impfen

    Die chinesischen Behörden wollen nach einem Corona-Ausbruch in Ruili binnen fünf Tagen alle rund 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Grenzstadt impfen. Das Staatsfernsehen zeigte die ersten Personen beim Schlangestehen für eine Spritze. In Ruili waren seit Dienstag 16 Corona-Infektionen registriert worden. Vier Infizierte kamen aus dem nahe gelegenen Myanmar, zwölf sind Einheimische.

    Die Stadtverwaltung hat angekündigt, die Grenzkontrollen zu verschärfen, weil sie verhindern wolle, dass Menschen illegal aus Myanmar nach China kommen. Das Land hat die lokale Übertragung von Covid-19 weitgehend gestoppt und reagiert beim Auftauchen neuer Cluster mit schnellen Maßnahmen. Es ist allerdings das erste Mal, dass China versucht, nach einem Ausbruch gleich eine ganze Stadt zu impfen.

    14.49 Uhr: Krankenhausgesellschaft kritisiert "Überlastungsszenarien"

    Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, hat die "andauernden Überlastungsszenarien" für Krankenhäuser und Intensivstationen als "nicht zielführend" bezeichnet. "Eine totale Überlastung unseres Gesundheitssystems oder gar Triage wird es in den kommenden Wochen absehbar nicht geben. Es droht auch kein Ende der Versorgung", sagte er der "Bild"-Zeitung: "Jeder Schwerkranke - egal ob Covid oder nicht - wird eine angemessene Versorgung in den Kliniken erhalten."

    Selbst mehr Covid-Patienten als auf dem Höhepunkt der zweiten Welle "hieße keine Überlastung", so Gaß: "De facto haben wir mehr Kapazitäten auf den Intensivstationen als in der zweiten Welle. Das große Problem der Corona-Ausfälle und Quarantäne-Anordnungen innerhalb der Belegschaft fällt quasi weg."

    Zudem gebe es effektive Steuerungselement: "Im Notfall müssen wir die Regelversorgung wie in der ersten Welle herunterfahren und die Kapazitäten auf die Versorgung von Covid-Patienten konzentrieren."

    14.36 Uhr: Bund plant 2,5 Milliarden für Corona-Kulturfonds

    Der von Bundesfinanzminister Olaf Scholz angekündigte Sicherungsfonds für Kulturveranstaltungen soll mit bis zu 2,5 Milliarden Euro ausgestattet werden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Dürr hervor.

    Ziel der Bundesregierung sei es, Kulturveranstaltungen "möglichst bald" wieder planbar zu machen, heißt es in dem Papier. Scholz hatte dafür im Januar den Fonds angekündigt. "Wir wollen kleinere Kulturveranstaltungen finanziell fördern, die aufgrund von Hygienevorgaben mit deutlich weniger Publikum stattfinden müssen und sich sonst nicht rechnen würden", sagte der SPD-Politiker.

    Zudem soll der Fonds als Absicherung dienen, etwa wenn eine geplante Veranstaltung wegen Corona wieder abgesagt werden muss: "So sollen Kulturschaffende ermuntert werden, früh genug zu planen, damit nach Ende der Pandemie Konzerte, Lesungen und Theater bald wieder stattfinden können."

    Mit Blick auf die Pandemie sind aus Sicht der Bundesregierung entsprechende Kulturveranstaltungen noch nicht absehbar. Deswegen stehe der Zeitpunkt für den Start des Sonderfonds noch nicht fest.

    14.21 Uhr: Philippinen mit Höchstzahl an Neuinfektionen

    Die Philippinen haben am Karfreitag eine Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden innerhalb von 24 Stunden 15.310 Fälle bestätigt - das ist die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Zudem wachsen die Sorgen, dass das Gesundheitssystem bald völlig überlastet sein könnte. Seit Anfang März steigen die Zahlen in dem südostasiatischen Inselstaat mit 108 Millionen Einwohnern rasant.

    Im Rahmen neuer Einschränkungen sind unter anderem Ostergottesdienste verboten worden. Es ist das zweite Jahr in Folge, dass die Menschen in dem katholischen Land an einem ihrer höchsten Feiertage keine Kirchen besuchen dürfen.

    Insgesamt wurden den Behörden zufolge mehr als 771.000 Fälle gemeldet, rund 13.300 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Die Philippinen sind zusammen mit Indonesien das am schwersten betroffene Land in Südostasien.

    13.57 Uhr: Lindner fordert Verwaltungs- und Föderalismus-Reform nach der Pandemie

    FDP-Chef Christian Lindner hat als Konsequenz aus der Corona-Pandemie eine weitreichende Föderalismus- und Verwaltungsreform gefordert. "Der Mythos, wir Deutsche wären gut im Organisieren, wurde spätestens durch die verpatzte Impfkampagne widerlegt", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". "Erdrückende Bürokratie hat schnelle und pragmatische Lösungen verhindert", kritisierte Lindner.

    "In Bildungs- und Sicherheitsfragen etwa ist das Klein-Klein von 16 verschiedenen Systemen überholt", so Lindner. In der Bildungspolitik konkurrierten nicht mehr Bayern mit Bremen, sondern Deutschland mit den USA und China: "Darauf müssen wir auch beim Verwaltungswesen reagieren."

    Die Kompetenzverteilung zwischen den verschiedenen Ebenen der staatlichen Struktur müsse klarer geregelt werden. "In der Pandemie erleben wir ein kleinteiliges Hick-Hack zwischen Kommunen, Ländern, Bund und der EU", kritisierte Lindner: "Hier müssen wir nach der Pandemie den Schalter umlegen." In der nächsten Wahlperiode müsse es eine Hauptaufgabe des Bundestages sein, die föderale Struktur neu zu gestalten.

    13.20 Uhr: Russischer Impfstoff wird in zehn Ländern produziert

    Russland hat Abkommen mit 20 Herstellern in zehn Ländern über eine Lizenzproduktion seines Corona-Impfstoffs Sputnik V geschlossen. Das sagt der Chef des für die Vermarktung zuständigen russischen Investmentfonds, Kirill Dmitriew, im Fernsehen. In Indien und Südkorea werde Sputnik V bereits produziert. Viele der 20 ausländischen Hersteller wollen dem Manager zufolge im April ihre volle Produktionskapazität erreichen.

    12.59 Uhr: Tschechische Regierung kritisiert Kompromiss im Impfstoff-Streit

    Im erbitterten Streit um zusätzliche Corona-Impfstoffdosen hat der tschechische Regierungschef Andrej Babis die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft scharf kritisiert. Er verstehe nicht, wie man eine Kompromisslösung bekannt geben könne, ohne dass ein Konsens unter allen Staaten erreicht worden sei, sagte der 66-Jährige am Freitag der Agentur CTK. "Solidarität gibt es nur in den Erklärungen für die Medien, bei den Verhandlungen hinter verschlossenen Türen existiert sie nicht", sagte Babis.

    Die EU-Staaten hatten lange über einen Ausgleichsmechanismus für Länder verhandelt, die bisher weniger Impfstoff erhalten haben. Deutschland und andere Staaten spenden nun fünf östlichen EU-Partnern gut 2,8 Millionen Dosen Corona-Impfstoff, damit sie in der Impfkampagne nicht abgehängt werden. Österreich, Tschechien und Slowenien machen bei der Solidaritätsaktion nicht mit, erhalten aber auch selbst keine zusätzlichen Impfstoffdosen über den Bevölkerungsschlüssel hinaus.

    12.36 Uhr: Nordrhein-Westfalen kündigt Corona-Testpflicht an Schulen an

    Die nordrhein-westfälische Landesregierung will eine Corona-Testpflicht für Schülerinnen und Schüler einführen. "Die konkrete Ausgestaltung der Testpflicht sowie die rechtlichen Grundlagen werden derzeit auch im Austausch mit anderen Ländern finalisiert und rechtzeitig vor Schulbeginn bekanntgegeben", teilte das Schulministerium am Donnerstagabend in Düsseldorf mit. Voraussetzung für einen wirksamen Infektionsschutz sei, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler an Testungen teilnähmen.

    12.19 Uhr: Bisher rund 40 Lungen-Transplantationen bei Covid-19-Patienten

    Weltweit haben nach Angaben der Medizinischen Universität Wien bisher mindestens 40 Covid-19-Patienten als letzten Rettungsversuch eine neue Lunge erhalten. "Die Transplantation ist deutlich komplexer als bei anderen Patienten", sagte der Wiener Thoraxchirurg Konrad Hötzenecker am Freitag. Die Entfernung der vom Coronavirus zerstörten Lunge sei schwierig, außerdem seien die Patienten in einem äußerst schlechten Zustand. Die Überlebensrate nach der kritischen Frist von drei Monaten liege aber bei 95 Prozent.

    12.08 Uhr: Gespräch über Stiko-Empfehlung zu Astrazeneca am kommenden Mittwoch

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will am kommenden Mittwoch mit den Gesundheitsministern der Länder über die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Zweitimpfungen sprechen. Das kündigte der CDU-Politiker am Karfreitag per Twitter an. "Die ergänzte Empfehlung der Stiko zu Zweitimpfungen schafft Klarheit für die etwa 2,2 Mio Bürgerinnen und Bürger unter 60 Jahren, die in den letzten Wochen eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben", so Spahn. "Sie können nach zwölf Wochen ihre Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech oder Moderna) erhalten. Oder nach individueller Aufklärung im ärztlichen Ermessen Astrazeneca."

    11.57 Uhr: Vatikan lässt Hunderte Bedürftige impfen - Besuch des Papstes

    Der Vatikan hat am Karfreitag sein Corona-Impfprogramm für Bedürftige fortgesetzt. Laut einer Mitteilung erhielten inzwischen 800 Personen aus römischen Hilfseinrichtungen ihre erste Dosis. Die vor einigen Tagen gestartete Aktion findet in der vatikanischen Audienzhalle statt. Weitere Runden sind für die kommenden Tage geplant. Am Freitagmorgen besuchte Papst Franziskus Helfer und Impfkandidaten, um sich persönlich von den Fortschritten zu überzeugen.

    11.45 Uhr: EU-Impfstoffstreit: Estland und Lettland dankbar für Extra-Dosen

    Im Streit um Corona-Impfstoffe haben sich die beiden baltischen Staaten Estland und Lettland dankbar gezeigt für die zugeteilten Impfstoffe aus einer vorgezogenen Lieferung. "Diese zusätzlichen Dosen sind eine wichtige Unterstützung der Europäischen Union für Estland bei der Bekämpfung der Pandemie", wurde Regierungschefin Kaja Kallas am Donnerstagabend in einer Mitteilung der Staatskanzlei in Tallinn zitiert. Auch Lettlands Außenminister Edgars Rinkevics würdigte auf Twitter die "Unterstützung und echte Solidarität" der EU-Mitgliedstaaten.

    Im erbittert geführten Streit um die Verteilung von zehn Millionen vorgezogenen Biontech/Pfizer-Impfdosen haben die EU-Staaten am Donnerstag eine Lösung gefunden. 24 Länder - darunter Deutschland - verabredeten eine Art Solidaritätsausgleich, um Staaten mit besonders großem Impfstoffmangel zu helfen. Österreich, Tschechien und Slowenien lehnten den Kompromissvorschlag ab.

    11.38 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in den USA steigt - 79.029 Fälle

    In den USA ist die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen wieder gestiegen. Für Donnerstag meldeten die Behörden 79.029 neue Fälle nach gut 67.000 am Vortag, wie aus Daten der Johns Hopkins Universität (JHU) in Baltimore am Freitagvormittag (MEZ) hervorging. Im März hatten die täglich erfassten Neuinfektionen laut JHU mehrheitlich um die Marke von 60.000 oder darunter gelegen, am 24.3. gab es dann aber einen Ausreißer mit 86.950. Seitdem setzt sich das Auf und Ab fort. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion erreichte am Donnerstag 1.065. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300.308 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4.476 Toten verzeichnet.

    10.42 Uhr: Corona-Müll gefährdet laut Umweltschützern Wildtiere

    Corona-Müll gefährdet laut Umweltschützern zunehmend Wildtiere. So kämen Vogelküken in Gummibändern von FFP2-Masken zu Tode, die die Vogeleltern als Nistmaterial nutzten, beklagte die Deutsche Wildtier Stiftung in Hamburg am Donnerstagabend. Kleine Fische gerieten in Plastikhandschuhe, und Igel verhedderten sich mit ihren Beinchen im Masken-Müll. Das ganze Ausmaß durch unsachgemäße Entsorgung von Schutzmaterialien sei derzeit noch gar nicht abzusehen, sagte Stiftungsvorstand Klaus Hackländer. Die Wildtier Stiftung ruft zur Achtsamkeit im Umgang mit Schutzkleidung auf, damit Wildtiere nicht gefährdet werden. Masken und Plastikhandschuhe sollten in reißfesten Müllsäcke entsorgt werden.

    10.07 Uhr: Saarland startet nach Ostern mit Öffnungsmodell

    Die saarländische Landesregierung hält trotz steigender Corona-Infektionszahlen am Beginn des sogenannten "Saarland-Modells" nach Ostern fest. Der Ministerrat habe für den Start am 6. April eine neue Verordnung samt einem Drei-Stufen-Plan und ab 19. April eine Testpflicht für Schülerinnen und Schüler beschlossen, teilte die Staatskanzlei am Freitag in Saarbrücken mit. Schüler, die keinen Test machten, erhielten alternativ ein Lernangebot für zu Hause.

    Konkret können nach Ostern Theater, Konzerthäuser, Opernhäuser, Kinos und Fitnessstudios mit Kontaktnachverfolgung und negativem Test öffnen. Außengastronomie sei ebenfalls wieder möglich - mit Kontaktnachverfolgung und nach vorheriger Terminbuchung.

    10.05 Uhr: Kommunen fordern Ausschluss ungetesteter Schüler vom Präsenzunterricht

    Der Städte- und Gemeindebund fordert den Ausschluss vom Präsenzunterricht für Schülerinnen und Schüler, die sich keinem Corona-Test unterziehen wollen. "Wer sich nicht testen lassen möchte, sollte nach den Osterferien nicht am Schulunterricht in Präsenz teilnehmen dürfen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgaben). "Wir brauchen jetzt keine Diskussionen, sondern konkrete Maßnahmen."

    10.04 Uhr: Gewerkschaft kritisiert geringe Aussicht vieler Lehrkräfte auf schnelle Impfung

    Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sieht durch die Altersbeschränkung beim Corona-Impfstoff von Astrazeneca die Chancen vieler Lehrkräfte auf eine schnelle Impfung schwinden. "Mit dem Wegfall des Impfstoffs Astrazeneca ist die Öffnungsstrategie ins Wanken geraten", sagte VBE-Chef Udo Beckmann den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Freitag. "Die sich abzeichnende Perspektive, dass vielerorts den Lehrkräften ein Impfangebot gemacht werden kann, entpuppt sich damit als Fata Morgana."

    7.53 Uhr: Gut 12.000 Menschen zum Start bei Hausärzten in Bayern gegen Corona geimpft

    In bayerischen Hausarztpraxen haben sich zum Start der Kampagne am Mittwoch 12.263 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitagmorgen in München unter Berufung auf Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung mit. Daten für den Donnerstag lagen zunächst nicht vor.

    Geimpft wurde das Mittel von AstraZeneca. In 1.635 Praxen wird seit Mittwoch Impfstoff geliefert. Jede hatte im Schnitt 20 Impfdosen erhalten. Nach Ostern sollen rund 8.500 niedergelassene Ärzte Impfstoff von den Apotheken und vom Großhandel erhalten.

    7.50 Uhr: Höchste Neuinfektionszahl seit sechs Monaten in Indien

    Indien meldet den höchsten Stand an täglichen Neuinfektionen seit sechs Monaten. Mit 81.466 neuen Fällen steigt die Gesamtzahl der bisher festgestellten Infektionen mit dem Coronavirus auf 12,3 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

    7.28 Uhr: USA legen Moderna-Ampullen für mehr Impfdosen aus

    Der Corona-Impfstoffhersteller Moderna darf in den USA jede Ampulle mit bis zu 15 Dosen füllen. Die Zulassungebehörde FDA erlaubt außerdem dem Gesundheitspersonal, aus den bisherigen, auf offiziell zehn Impfdosen ausgelegten Ampullen bis zu elf Dosen zu ziehen. Voraussetzung für die Ausnutzung beider Anzahlen seien jedoch spezielle Spritzen und Nadeln.

    5.04 Uhr: Verbraucherschützer registrieren mehr als 130.000 Beschwerden mit Corona-Bezug

    Bei den Verbraucherzentralen sind von März 2020 bis Februar 2021 knapp 616.000 Beschwerden und Anfragen eingegangen. Davon weisen rund 137.000 Fälle einen Corona-Bezug auf, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf den Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) berichtete. 59 Prozent der Corona-Beschwerden bezogen sich demnach auf den Bereich Reisen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspreche das einem Anstieg um mehr als zehn Prozent.

    5.00 Uhr: EU-Rechnungshof warnt vor Betrügereien bei Corona-Hilfen

    Der EU-Rechnungshof warnt vor Missbrauch und Betrügereien bei den 750 Milliarden Euro schweren Corona-Hilfen der Europäischen Union. "Je schneller viel Geld auf die Straße gebracht wird, desto mehr steigen die Risiken, das ist zwangsläufig so", sagte Rechnungshofpräsident Klaus-Heiner Lehne der Deutschen Presse-Agentur. Entscheidend seien deshalb wirksame Kontrollen.

    Das 750-Milliarden-Euro-Programm mit Wirtschaftshilfen nach der Corona-Krise wird derzeit vorbereitet.

    4.30 Uhr: Corona-Impfungen ermöglichen Lockerungen in Alten- und Pflegeheimen

    Einige Bundesländer haben vor Ostern in Alten- und Pflegeheimen die Corona-Regeln angesichts hoher Impfquoten gelockert. So wurden beispielsweise nach Angabe der zuständigen Ministerien vor kurzem in Bayern, Hessen oder Schleswig-Holstein die Corona-Regeln in den Einrichtungen abgemildert.

    In Mecklenburg-Vorpommern können Bewohner laut Sozialministerium seit Donnerstag je nach Impffortschritt im Heim öfter Besucher empfangen und auch untereinander mehr unternehmen. In der Tagespflege in Thüringen sind laut Landesverordnung vom Mittwoch wiederum Gruppenangebote in der Tagespflege in Abhängigkeit von der Infektionslage möglich.

    3.45 Uhr: Mehrheit der Deutschen will an Ostern zu Hause bleiben

    Eine deutliche Mehrheit der Deutschen will an Ostern nicht verreisen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 60 Prozent, dass sie an dem langen Wochenende noch nicht einmal einen Tagesausflug planten. Zehn Prozent wollen im Inland verreisen, etwa um Verwandte oder Freunde zu besuchen, weitere zwei Prozent wollen ins Ausland. Bei 19 Prozent der Befragten steht mindestens ein Tagesausflug ins Umland ihres Wohnorts auf dem Osterprogramm. Sechs Prozent hatten sich zum Zeitpunkt der Umfrage noch nicht entschieden, vier Prozent machten keine Angaben.

    3.30 Uhr: Scheuer: Generelle Testpflicht für Flug-Einreisen verlängern

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat sich dafür ausgesprochen, die bisher bis zum 12. Mai befristete generelle Testpflicht für Flugreisen nach Deutschland zu verlängern. Der CSU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Sie muss beibehalten werden. Das wird sich in den nächsten Wochen einspielen. Testen wird zu einer Selbstverständlichkeit werden, wenn man unterwegs ist. Das brauchen wir als Brücke, bis wir durchgeimpft sind."

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gilt seit Dienstag eine generelle Testpflicht für alle Flugreisen nach Deutschland.

    3.00 Uhr: Klare Mehrheit der Deutschen für Ausgangsbeschränkungen

    Eine klare Mehrheit der Deutschen ist für nächtliche Ausgangsbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich angesichts steigender Infektionszahlen 56 Prozent dafür aus, solche Maßnahmen bundesweit zu ergreifen. 37 sind dagegen, sieben Prozent machten keine Angaben.

    Je älter die Befragten, desto größer sind die Sympathien für Ausgangsbeschränkungen. Von den 18- bis 24-Jährigen sind nur 36 Prozent dafür, unter den über 55-Jährigen sind es 66 Prozent.

    2.50 Uhr: Dreyer fordert einheitliches Vorgehen der Länder bei Pandemie-Bekämpfung

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Bundesländer zu einem einheitlichen Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. Die Zahl der Neuinfektionen steige derzeit stark an und auch die Lage auf den Intensivstationen spitze sich zu, sagte Dreyer der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). "Diese kritische Lage trifft auf eine coronamüde und vielfach frustrierte Bevölkerung." Es sei deshalb wichtig, "dass wir als Politik auf allen Entscheidungsebenen Einigkeit in den wichtigen und großen Fragen haben", betonte Dreyer.

    2.50 Uhr: Sao Paulo exhumiert alte Gräber aus Platzmangel für neue Covid-19-Tote

    In Brasiliens größter Stadt Sao Paulo werden jetzt alte Gräber geleert, um Platz für die steigende Zahl von COVID-19-Toten zu schaffen. Das Rathaus der Stadt registriere diese Woche täglich Rekordbestattungen, sagte der für das Bestattungswesen zuständige Gemeindesekretär am Donnerstag (Ortszeit) in einer Erklärung. Die Verlegung der Überreste sei zwar Standard im Friedhofsbetrieb, habe jetzt aber eine neue Dringlichkeit bekommen, da Brasilien die schlimmste Coronavirus-Welle seit Beginn der Pandemie vor über einem Jahr erlebe.

    2.45 Uhr: Laschet will bundesweit einheitliche Lösung für Schulen

    Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet will eine bundesweit einheitliche Regelung erreichen, wie es für die Schulen in der Corona-Pandemie nach den Osterferien weitergeht. Diese sollten die Länder selbst treffen und nicht der Bund. "Ich wünsche mir, dass alles, was wir in den kommenden Wochen tun, möglichst bundeseinheitlich erfolgt. Das ist auch in Schulfragen möglich", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Es kann einen Konsens der Kultusministerkonferenz geben, den wir alle verbindlich umsetzen."

    2.05 Uhr: Britische Aufsichtsbehörden melden 30 Blutgerinnsel-Fälle

    Britische Aufsichtsbehörden melden nach eigenen Angaben insgesamt 30 Fälle, die von seltenen Blutgerinnseln nach dem Einsatz des AstraZeneca-Vakzins betroffen waren. Dies seien 25 Fälle mehr als bisher gemeldet. Die britische Arzneimittelbehörde (Medicines and Healthcare products Regulatory Agency) teilt mit, sie habe keine derartigen Berichte über Blutgerinnungen nach der Verwendung von BioNTech und Pfizer-Impfstoffen erhalten. Die Gesundheitsbehörde erklärt weiter, sie glaube dass die Vorteile des AstraZeneca-Impfstoffs dennoch das mögliche Risiko von Blutgerinnseln überwiegen würden.

    1.40 Uhr: Fauci - USA brauchen AstraZeneca-Impfstoff vermutlich nicht

    Der US-Seuchenexperte Anthony Fauci glaubt, dass die USA den AstraZeneca-Impfstoff nicht brauchen werden, selbst wenn er in den Vereinigten Staaten zugelassen werden würde. Der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) erklärt der Nachrichtenagentur Reuters: "Mein allgemeines Gefühl ist, dass wir angesichts der vertraglichen Beziehungen, die wir mit einer Reihe von Unternehmen haben, genug Impfstoff haben, um alle unsere Bedürfnisse zu erfüllen, ohne AstraZeneca in Anspruch zu nehmen."

    1.16 Uhr: Bericht: Corona-Krise trifft Menschen in Freien Berufen oft hart

    Für Solo-Selbstständige in den Freien Berufen hat die Corona-Krise einem Bericht zufolge oftmals weitreichende Folgen. Für 37,7 Prozent von ihnen verlief das Jahr 2020 schlecht oder sehr schlecht, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Samstag unter Berufung auf eine Umfrage des Instituts für Freie Berufe berichteten. Für 19 Prozent der Solo-Selbstständigen in diesem Bereich ist der bisher entstandene wirtschaftliche Schaden demnach existenzbedrohend.

    Zu den Freien Berufen gehören viele verschiedene Tätigkeiten. Unter anderem zählen Ärzte und Tierärzte, Rechtsanwälte und Notare, Architekten, Hebammen und Journalisten dazu.

    1.11 Uhr: Präsident des Verfassungsgerichts verteidigt Corona-Management

    Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, hat angesichts wachsender Kritik an der deutschen Corona-Politik um Verständnis für die Verantwortlichen geworben. "Alle freiheitlichen Gesellschaften haben in der Pandemie mit kolossalen Herausforderungen zu kämpfen, und natürlich ist jeder Fehler einer zu viel", sagte Harbarth den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). "Wenn man aber unter Zeitdruck und unter Unsicherheit entscheiden muss, besteht immer die Gefahr von Fehlern."

    Die Verantwortlichen müssten ihre Entscheidungen mit dem Kenntnisstand von heute treffen. Die Bewertung dieser Entscheidungen erfolge dann aber oft einige Wochen später auf Grundlage eines ganz anderen Kenntnisstandes. "Rückblickend mag dann als Fehler erscheinen, was man in der konkreten Entscheidungssituation vielleicht gar nicht wirklich hätte besser machen können", sagte der Jurist.

    1.06 Uhr: Türkei meldet Tageshöchststand bei Corona-Neuinfektionen

    Binnen 24 Stunden hat die Türkei 40.806 Corona-Neuinfektionen gezählt. Dies sei der höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Es meldete zudem 176 weitere Todesfälle, womit bislang mehr als 31.710 Menschen nachweislich nach einer Infektion gestorben sind. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen liegt bei 3,3 Millionen. In dieser Woche verhängte die Regierung angesichts stark steigender Fallzahlen erneut Wochendlockdowns.

    Donnerstag, 1.04.2021

    23.40 Uhr: Serbien geht gegen Impfgegner vor

    Die Behörden in Serbien gehen gegen die wachsende Bewegung der Impfgegner vor. Am Donnerstag wurde die Psychiaterin Jovana Stojkovic für eine Vernehmung auf eine Polizeiwache in Belgrad gebracht. Der Galionsfigur der serbischen Anti-Impf-Bewegung werde vorgeworfen, mit ihren Posts in sozialen Medien und öffentlichen Auftritten "Furcht und Panik" zu verbreiten, hieß es in einem Beitrag des Staatsfernsehens. Verhört worden seien am selben Tag fünf weitere erklärte Impfgegner, darunter eine frühere Basketballspielerin. Justizministerin Maja Popovic betonte, dass das Innenministerium und Staatsanwälte im Einklang mit dem Gesetz handelten. Jegliche Urheber krimineller Akte müssten verfolgt werden, vor allem, wenn es um die Gefährdung der öffentlichen Gesundheit gehe.

    22.50 Uhr: US-Prüfbehörde lässt zwei weitere Corona-Selbsttests zu

    Die US-Arzneimittelbehörde (FDA) hat zwei weitere Corona-Selbsttest-Kits für zu Hause zugelassen. Die Tests der Firmen Abbott Laboratories und Quidel seien im Handel rezeptfrei zu haben, teilte die FDA mit. Dies ermögliche es Bürgern, sich zu Hause gleich mehrmals auf das Virus zu testen. Per Nasenabstrich könne man eine Probe entnehmen und in einen Teststreifen einführen. In der Regel liegt dann in zehn bis 20 Minuten das Ergebnis vor. Beide Test-Kits könnten von Erwachsenen genutzt werden, um Kinder ab dem Alter von zwei Jahren zu testen. Häufiges Testen gilt neben der in den USA Fahrt aufnehmenden Impfungen als Schlüssel für die Wiederöffnung von Schulen, Universitäten und Büros.

    22.35 Uhr: Chile schließt nach steigenden Fallzahlen die Grenzen

    Wegen steigender Corona-Fallzahlen zieht Chile mit Grenzschließungen die Reißleine und folgt damit dem Beispiel anderer Länder in Südamerika. Selbst chilenische Staatsbürger würden im April nicht kommen und gehen können, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Lastwagenfahrer mit essenziellen Gütern im Laderaum müssten beim Grenzübertritt zudem einen negativen Corona-Test vorweisen. Andere Einreisen würden nur bei außergewöhnlichen Umständen gestattet. Es sei der Moment gekommen, schwierige Maßnahmen zu ergreifen, sagte Katherine Martorell, Vizestaatssekretärin für Verbrechensprävention. Da seien Anstrengungen von allen gefordert. Daher würden die Grenzen geschlossen und Auslandsreisen im April sowohl für chilenische Bürger als auch für im Land lebende Ausländer eingeschränkt.

    22.15 Uhr: Baden-Württemberg: Fernunterricht für Grundschulen und Unterstufe

    Das Land Baden-Württemberg nimmt wegen der schnell steigenden Corona-Infektionszahlen nach den Osterferien zunächst Öffnungsschritte an den Schulen zurück. In der ersten Woche ab dem 12. April kehren die Grundschüler und auch die 5. und 6. Klassen zunächst in den Fernunterricht zurück, wie das Kultusministerium den Schulen am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Geöffnet bleiben Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren,auch die Abschlussklassen sollen teilweise in Präsenz unterricht werden. In der Woche ab dem 19. April sollen alle Klassen im Wechsel in die Schulen zurückkehren, "sofern es das Infektionsgeschehen dann zulässt", schrieb Ministerialdirektor Michael Föll. Dann soll es auch eine Testpflicht für alle Schülerinnen und Schüler geben, die am Präsenzunterricht teilnehmen.

    22.05 Uhr: Stiko: Anderer Impfstoff für zweite Dosis bei Astrazeneca-Geimpften

    Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben, sollen nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für die zweite Impfung auf einen sogenannten mRNA-Impfstoff umsteigen. Das steht in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschlussentwurf der Stiko. In Deutschland sind momentan die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen. Das Astrazeneca-Präparat ist ein sogenannter Vektorimpfstoff. Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte dem "Spiegel" dazu in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Interview: «Tierexperimentelle Daten zeigen, dass die Immunreaktion nach heterologer (zweiter) Impfung gleich ausfällt. Man muss noch wissenschaftlich klären, wie gut der Schutz dann beim Menschen ist. Ich hoffe, dass dazu bald Daten vorliegen." Bund und Länder waren am Dienstag einer Empfehlung der Stiko gefolgt, das Astrazeneca-Mittel in der Regel nur noch für Menschen über 60 einzusetzen. Bei 2,7 Millionen verabreichten Astrazeneca-Dosen waren 31 Verdachtsfälle einer sogenannten Hirnvenenthrombose gemeldet worden. Davon verliefen neun Fälle tödlich. Experten vermuten, dass das ohnehin sehr geringe Risiko nur junge Menschen betrifft.

    21.55 Uhr: US-Seuchenbehörde liefert mehr als 200 Millionen Impfdosen aus

    Die Zahl der von der US-Seuchenbehörde CDC ausgelieferten Impfdosen übersteigt die Marke von 200 Millionen. Inzwischen habe man mehr als 153 Millionen Dosen verimpft, teilt die Behörde mit. Abgeschlossen sei die Impfung bei 56,1 Millionen Amerikanern. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

    21.45 Uhr: United Airlines heuert wieder Piloten an

    Die US-Fluggesellschaft United Airlines will nach einem Einstellungsstopp wegen der Corona-Krise wieder Piloten einstellen. "Wir werden mit etwa 300 Piloten beginnen", verkündete United-Manager Bryan Quigley am Donnerstag in einem Schreiben an die Beschäftigten. Mit der steigenden Zahl der Corona-Impfungen nehme auch die Nachfrage nach Flügen wieder zu, begründete Quigley die Entscheidung. United stellt damit als erste große US-Airline die Weichen für ein Comeback. Allerdings ist es nur ein kleiner Schritt zurück in Richtung Normalbetrieb, von dem die Branche noch weit entfernt bleibt. Viele United-Piloten arbeiten noch mit reduziertem Dienstplan. Allein seit September sind Quigley zufolge fast 1.000 in Ruhestand gegangen oder haben das Unternehmen freiwillig verlassen.

    21.15 Uhr: Ostermärsche finden trotz Corona-Pandemie statt

    Friedensaktivisten in ganz Deutschland demonstrieren am langen Osterwochenende trotz der Corona-Pandemie bei den traditionellen Ostermärschen. Höhepunkt ist der Samstag, an dem rund 60 Aktionen geplant sind. Demonstrationszüge sollen unter anderem in Berlin, Lübeck und Bonn stattfinden. Die Aktionen stehen unter dem Motto "Für Frieden und Abrüstung". Insgesamt werden über die Ostertage tausende Menschen erwartet. Wegen der Corona-Pandemie finden zahlreiche Veranstaltungen digital statt. Die Organisatoren riefen Aktivisten dazu auf, Fotos von Friedenssymbolen in sozialen Netzwerken zu posten. Wichtiges Thema ist in diesem Jahr die Forderung nach der Abkehr von der Zweiprozentvorgabe der Nato. Die Friedensbewegung geht seit den 60er Jahren zum Osterfest auf die Straße. 2020 fielen die Ostermärsche wegen der Corona-Pandemie aus.

    21.05 Uhr: Tausende alte Menschen in Spanien folgen gefälschtem Impfaufruf

    Unbekannte habe sich einen üblen Scherz mit einem gefälschten Impfaufruf für alle über 80-Jährigen in der südspanischen Stadt Sevilla geleistet. Über verschiedene WhatsApp-Gruppen wurde eine vermeintliche Mitteilung der Gesundheitsbehörde verbreitet, alle Menschen über 80 Jahren könnten sich am Donnerstag auch ohne Termin gegen Corona impfen lassen. Vor dem Impfzentrum bildete sich daraufhin eine Schlange von etwa 4.000 Menschen, darunter alte Leute und ihre Angehörigen, berichtete die Zeitung "El País".

    Die Gesundheitsbehörde habe daraufhin zusätzliches Personal aktiviert und 2000 weitere Impfdosen organisiert, damit die alten Leute nicht unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen mussten. Das sei aber eine Einzelaktion und es gelte weiter, dass nur geimpft werde, wer eine Einladung erhalten habe. Die Gesundheitsbehörde erstattete Anzeige gegen Unbekannt wegen der Verbreitung des falschen Impfaufrufs, der die planmäßige Impfkampagne durcheinander gebracht und zu einem gefährlichen Menschenauflauf geführt habe.

    20.50 Uhr: Polizei geht gegen unerlaubte Party in Brüsseler Park vor

    Eine unerlaubte Party in einem der größten Parks in Brüssel hat Zusammenstöße zwischen Feiernden und der Polizei nach sich gezogen. Vier Personen seien festgenommen worden, teilte die Polizei der belgischen Hauptstadt der Nachrichtenagentur AP mit. Drei Beamte seien bei den Auseinandersetzungen im Park Bois de la Cambre verletzt worden. Zur Eskalation kam es, als die Polizei die Menge am Donnerstagnachmittag zum Verlassen des Areals aufforderte. Flaschen und andere Gegenstände wurden auf die Beamten geworfen, die die Feiernden dann mit dem Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas auseinanderzutreiben versuchten.

    Für das Fest "La Boum" ("die Party") war trotz der Corona-Auflagen in den sozialen Medien geworben worden. Die Polizei warnte zwar, dass es sich beim Event um einen Aprilscherz handele, doch tauchten bis zu 2.000 Menschen auf. Für Freitag hat die Gruppe Abyss eine weitere Veranstaltung angekündigt. Sie stellt nach eigenen Angaben nicht die Corona-Strategie der Regierung infrage, tritt aber für das Recht der Bürger ein, sich im Freien zu versammeln.

    20.40 Uhr: Tennis-Turnier in Rio wegen Corona-Pandemie abgesagt

    Wegen des Anstiegs der Covid-19-Fälle in Brasilien ist das ursprünglich für Februar angesetzte und später verlegte Turnier der Tennis-Herren in Rio de Janeiro nun endgültig abgesagt worden. Das teilten die Organisatoren am Donnerstag mit. "Wir haben bis zum Ende gekämpft, um 2021 spielen zu können, aber leider ist das nicht möglich", sagte Turnierdirektor Luiz Carvalho. Das ATP-Turnier soll nun im Februar 2022 stattfinden. Mehr als 320 000 Menschen sind in Brasilien bereits an Covid-19 gestorben.

    20.20 Uhr: Ex-Schalke-Profi McKennie nach Dinnerparty von Polizei bestraft

    Der ehemalige Schalke-Profi Weston McKennie vom italienischen Fußball-Rekordmeister Juventus Turin ist wegen einer Dinnerparty in seiner Villa auf einem Hügel unweit von Turin aufgrund des Verstoßes gegen Corona-Auflagen von der Polizei bestraft worden. Eine Buße wurde auch gegen McKennies Teamkollegen Paulo Dybala und Arthur sowie deren jeweiligen Freundinnen wegen unerlaubter Versammlung verhängt. Dybala entschuldigte sich am Donnerstag via Instagram.

    20.15 Uhr: EU-Staaten finden in Streit um Impfstoffe keine einheitliche Linie

    Im erbitterten Streit um Corona-Impfstoffe haben die 27 EU-Staaten am Donnerstag keine einheitliche Linie gefunden. Österreich, Tschechien und Slowenien lehnten einen Kompromissvorschlag zur Aufteilung von zehn Millionen Impfdosen ab, wie der österreichische Kanzler Sebastian Kurz bestätigte. Die Menge wird nun wie üblich nach Bevölkerungsgröße vergeben. 24 Staaten - darunter Deutschland - verabredeten nach Angaben von Diplomaten aber ohne die drei Länder eine Spendenaktion, um Staaten mit besonders großem Impfstoffmangel zu helfen. Insgesamt geben 19 Staaten gut 2,8 Millionen Dosen ab. Damit sollen Lücken in Estland, Lettland, der Slowakei, Kroatien und Bulgarien ausgeglichen werden. Deutschland verzichtet nach diesem Modell auf rund 500 000 Impfdosen zugunsten der fünf Staaten. "Es ist ein wichtiges Signal in der Coronakrise, dass die ganz große Mehrheit in der EU Solidarität mit den besonders vom Impfstoffmangel betroffenen Ländern zeigt", erklärte ein EU-Diplomat. "Es ist bedauerlich, dass Österreich, Slowenien und Tschechien ausscheren und sich dieser solidarisches Geste verweigern."

    20.05 Uhr: Ärzte in der Türkei schlagen Alarm: Neuer Höchstwert bei Corona-Neuinfektionen

    In der Türkei hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert erreicht. Insgesamt 40 806 Tests fielen positiv aus, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend mitteilte. Die Zahl lag damit erstmals über der Marke von 40.000. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 176 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die türkische Ärztevereinigung TTB schlug angesichts der stark steigenden Zahlen Alarm: "Die Intensivbetten sind voll", sagte deren Vorsitzende Sebnem Korur Fincanci der Deutschen Presse-Agentur. Einen Platz im Krankenhaus zu finden, erweise sich als "sehr schwierig".

    19.55 Uhr: Corona-Zahlen verharren auf Mallorca auf niedrigem Niveau

    nach der Ankunft tausender Urlauber aus Deutschland sind die Corona-Zahlen auf Mallorca relativ niedrig. Die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Donnerstag auf der spanischen Mittelmeerinsel bei 34,57. Die Sieben-Tage-Inzidenz war damit genauso hoch wie am Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. In den meisten anderen spanischen Regionen lag die Sieben-Tage-Inzidenz über 50. Das ist der Wert, bei dem die Bundesregierung eine Region als Risikogebiet einstuft und eine Reisewarnung ausspricht. Für Deutschland nannte das Robert Koch-Institut am Donnerstag einen Wert von 134.

    Deutschland hatte die Reisewarnung für Mallorca Mitte März wegen der niedrigen Corona-Zahlen aufgehoben. Seitdem waren Mallorca-Urlauber bei Rückkehr von Quarantäne und bis Dienstag auch von der Testpflicht befreit. Das hatte vor den Osterferien einen Buchungsboom ausgelöst. Vor dem Hintergrund der angespannten Corona-Lage in Deutschland führte Berlin dann die Testpflicht ein, der sich einreisende Flugpassagiere vor dem Abflug im Ausland unterziehen müssen.

    19.40 Uhr: Bangladesch verbietet EU-Bürgern Einreise wegen Corona

    Angesichts steigender Corona-Zahlen lässt Bangladesch in den nächsten beiden Wochen keine Reisenden aus der Europäischen Union mehr ins Land. Das Verbot gilt für Bürger der EU und zwölf weiterer Länder von diesem Samstag an, wie die Zivilluftfahrtsbehörde des südasiatischen Landes am Donnerstag mitteilte. Passagiere von Flügen aus Großbritannien dürfen einreisen, weil die Infektionsraten dort niedriger seien als in Kontinentaleuropa. Sie müssen aber für 14 Tage in Quarantäne. In dem 163-Millionen-Einwohner-Land gibt es mehr als 611.000 bekannte Corona-Fälle. Mehr als 9.000 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Die geltenden Corona-Regeln werden von vielen ignoriert.

    19.05 Uhr: Bulgarien lockert kurz vor Parlamentswahl erneut Corona-Beschränkungen

    Drei Tage vor der Parlamentswahl in Bulgarien hat die Regierung die Corona-Beschränkungen wieder gelockert. Trotz der dramatischen Lage auf den Intensivstationen haben die erst vor zehn Tagen geschlossenen Restaurants und Cafés seit Donnerstag ihre Terrassen wieder geöffnet, Sporthallen, Museen, Kinos und Theater dürfen 30 Prozent ihrer üblichen Kundschaft empfangen. Die Kindergärten öffnen einen Tag nach der für den Ostersonntag angesetzten Wahl, die Schulen eine Woche später. "Wir sind zwar am Höhepunkt der dritten Welle, in den nächsten Wochen aber wird es besser", verteidigte Gesundheitsminister Kostadin Angelow die Entscheidung. "Wir müssen ein Gleichgewicht finden zwischen psychischer und physischer Gesundheit". Welche Entscheidung auch immer die Regierung treffe, die Hälfte der Bevölkerung werde damit unzufrieden sein, klagte Gesundheits-Generalinspektor Angel Kuntschew.

    18.45 Uhr: Chile schließt Grenzen und verschärft Lockdown

    Angesichts steigender Infektionszahlen in der Corona-Pandemie schließt Chile seine Grenzen und verschärft die Ausgangsbeschränkungen. Ab kommenden Montag dürfen Ausländer nicht mehr in das südamerikanische Land ein- und Chilenen nur in Ausnahmefällen ausreisen, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Zudem wird der Beginn der nächtlichen Ausgangssperre auf 21.00 Uhr vorgezogen. Geschäfte dürfen künftig nur noch essenzielle Produkte wie Lebensmittel, Medikamente und Hygieneartikel verkaufen. In Teilen des Landes benötigen die Menschen zudem eine Erlaubnis, um ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Trotz einer erfolgreichen Impfkampagne waren die Infektionszahlen in Chile zuletzt deutlich angestiegen. Allein im März steckten sich über 170 000 Menschen mit dem Coronavirus an - mehr als jemals zuvor seit Beginn der Pandemie. Insgesamt haben sich über eine Million Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 23 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

    18.10 Uhr: Rad-Klassiker Paris-Roubaix wegen Corona auf Oktober verschoben

    Der Rad-Klassiker Paris-Roubaix ist wegen der Corona-Pandemie von April auf Oktober verschoben worden. Das für den 11. April geplante Kopfsteinpflasterrennen soll nun für Frauen am 2. Oktober und für Männer am 3. Oktober stattfinden, wie der Radsport-Weltverband UCI am Donnerstag mitteilte. Als Grund dafür nannte der Verband die Entscheidung der französischen Behörden, dass das Rennen nicht zum geplanten Datum stattfinden dürfe. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Mittwoch härtere Corona-Maßnahmen im gesamten Land wegen der steigenden Infektionszahlen verkündet.

    17.55 Uhr: Gesundheitsexperte neuer Armeechef in Brasilien

    Nach einer überraschend umfassenden Kabinettsumbildung mit dem Austausch von sechs Ministern durch Präsident Jair Bolsonaro sind auch die Spitzen des Militärs in Brasilien neu besetzt worden. Der neue Verteidigungsminister Walter Souza Braga Netto stellte die Kommandeure von Armee, Marine und Luftwaffe vor, wie es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums am Mittwochabend (Ortszeit) hieß. Beobachter überraschte dabei erneut vor allem die Ernennung des Generals Paulo Sérgio Nogueira de Oliveira zum Armeechef. Er soll nicht zu den Favoriten von Präsident Bolsonaro gehört haben, der sich eine stärkere Unterstützung des Militärs bei seiner Politik wünschte. Verteidigungsminister Braga Netto hielt sich in gewisser Weise an die Regel des Dienstalters und soll damit den Eindruck zu vermeiden versucht haben, dass die Kasernen politisiert seien.

    17.45 Uhr: Steinmeier mit Astrazeneca geimpft

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich den Astrazeneca-Impfstoff gegen Corona spritzen lassen und alle Bürgerinnen und Bürger zur Impfung aufgerufen. "Das Impfen ist der entscheidende Schritt auf dem Weg aus der Pandemie. Nutzen Sie die Möglichkeiten. Machen Sie mit!", appellierte Steinmeier am Donnerstag in Berlin an die Bevölkerung. Bundesweit starten in der Woche nach Ostern die Impfungen in den Hausarztpraxen mit dem Impfstoff von Biontech-Pfizer. "Das wird noch kein großer Schritt sein, aber ein wichtiger", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Für die erste Woche haben die Praxen demnach 1,4 Millionen Dosen bestellt. Geliefert werden sollen entsprechend der Planungen von Bund und Ländern 940 000 Dosen. Daneben bekommen die Impfzentren der Länder 2,25 Millionen Dosen pro Woche. Später sollen auch Fachärzte, Privatärzte und Betriebsärzte mitimpfen. Spahn warb zugleich dafür, die erwarteten großen Lieferungen des Astrazeneca-Impfstoffs umgehend zu nutzen.

    17.35 Uhr: Juve-Profi Bonucci mit Coronavirus infiziert

    Der italienische Fußball-Nationalspieler Leonardo Bonucci ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte sein Club Juventus Turin am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. Der 33-Jährige sei umgehend isoliert worden, erklärte der italienische Rekordmeister. Bonucci war zuvor von der Nationalmannschaft zurückgekehrt. Die Italiener hatten am Mittwochabend mit 2:0 in Litauen auch ihr drittes Qualifikationsspiel für die WM 2022 in Katar gewonnen.

    17.25 Uhr: Varianten des Coronavirus breiten sich nach LGL-Angaben im Freistaat aus

    Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit (LGL) von Donnerstag liegt der Anteil der Varianten unter den positiven SARS-CoV-2-Befunden bei rund 73 Prozent, davon wiederum entfallen 72 Prozent auf die britische Virusvariante. Das LGL veröffentlicht ab sofort auf seiner Homepage eine Statistik zu den Virusmutationen in Bayern, aufgeschlüsselt nach den Landkreisen. Die Übersicht soll täglich aktualisiert werden. Das Amt bezeichnete das Vorkommen der Virusvarianten als besorgniserregend.

    17.10 Uhr: Gläubige feiern Messe auf der Baustelle von Notre-Dame

    Zwei Jahre nach dem Großbrand in der Kathedrale von Notre-Dame haben Gläubige dort eine Messe zum Gründonnerstag gefeiert. Geleitet wurde die Zeremonie vom Pariser Bischof Michel Aupetit, unterstützt wurde er von Domdekan Patrick Chauvet. Sechs Gläubige wurden für die rituelle Fußwaschung ausgewählt, darunter Pflegemitarbeiter, Arme und Menschen, die sich Ostern taufen lassen wollen. Die Kathedrale von Notre-Dame wurde kurz vor Ostern 2019 bei einem Feuer schwer beschädigt. Der Wiederaufbau dauert noch an. Die Zahl der Teilnehmer an der Messe am Gründonnerstag war wegen der Bauarbeiten und der Corona-Pandemie stark eingeschränkt.

    17.05 Uhr: Bundesregierung legt mit Milliarden bei Coronahilfen nach

    Die Bundesregierung will angesichts der anhaltenden Corona-Krise besonders belastete Unternehmen mit zusätzlichen milliardenschweren Hilfen stützen. Sie sollen einen neuen Zuschuss bekommen. Auch beim Kerninstrument der Hilfspolitik, der Überbrückungshilfe III, sind Verbesserungen geplant, wie das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin mitteilten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liegt das Volumen der neuen Hilfen insgesamt bei einem höheren zweistelligen Milliardenbetrag bis maximal 50 Milliarden Euro. Firmen, die besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, sollen einen neuen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Konkret ist das geplant für Firmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben.

    16.55 Uhr: Hohe Inzidenz im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen nicht erklärbar

    Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sind die Zahlen der Corona-Neuinfektionen weiterhin auf einem hohen Niveau. In den vergangenen Tagen seien täglich rund 30 Neuinfektionen zu verzeichnen gewesen, so das Landratsamt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 147,8. Das Infektionsgeschehen könne als diffus bezeichnet werden. Einzelne Hotspots seien nicht auszumachen, so das Landratsamt weiter. Virusmutationen seien jedoch häufiger zu verzeichnen, darunter vor allem die britische Mutante B 1.1.7. Im Vergleich zu den Vorwochen seien auch zahlreiche Einrichtungen von Corona-Infektionen und Quarantäne-Maßnahmen betroffen. Aufgrund der hohen Inzidenz gibt es ab Montag (5.4.21) weiterhin nur Notbetreuung in den Kitas. Die Schulen sind nächste Woche aufgrund der Osterferien noch geschlossen.

    16.46 Uhr: Biontech-Werk in Marburg liefert bald ersten Impfstoff aus

    Die neue Produktionsstätte von Biontech in Marburg will in Kürze die ersten Impfdosen ausliefern. Das teilte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier nach einer Schaltkonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) und Vertretern des Unternehmens mit. Nachdem am vergangenen Freitag auch die europäische Arzneimittelbehörde EMA dem mittelhessischen Werk die offizielle Zulassung erteilt habe, könnten "in diesen Tagen die ersten Impfstoffe das Werk verlassen", erklärte die Wiesbadener Staatskanzlei. Die Produktion in Marburg läuft schon seit etwa zwei Monaten.Bouffier sprach von einem guten Signal, das große Hoffnung mache. 250 Millionen Impfdosen sollten noch in diesem Halbjahr hergestellt werden. Bei vollständigem Betrieb könnten es dann bis zu einer Milliarde Dosen im Jahr sein.

    16.33 Uhr: US-Regierung startet Werbekampagne für Corona-Impfung

    Die US-Regierung von Präsident Joe Biden will Impfskeptiker mit einer großangelegten Kampagne von der Sicherheit der Corona-Vakzine überzeugen. Unter dem Motto "Wir schaffen das" werben Gesundheitsorganisationen, religiöse Gruppen und nationale Sportligen für die drei in den USA zugelassenen Impfstoffe. Hintergrund ist die Sorge von Gesundheitsexperten, eine Zurückhaltung beim Impfen könne die Erholung des Landes nach der Krise bremsen.

    Geplant sind Werbespots und Anzeigen in den sozialen Medien mit lokalen Persönlichkeiten und Vertretern medizinischer Organisationen. Die Menschen "wollen von denen hören, die sie kennen und denen sie vertrauen", erklärte die Direktorin für strategische Kommunikation beim Coronavirus im Weißen Haus, Courtney Rowe. An der Initiative beteiligen sich unter anderem die American Medical Association, die Profiligen NFL und MLB, Gewerkschaften sowie Organisationen von Minderheiten und Veteranen.

    16.21 Uhr: Söder ruft in Osteransprache zu Rücksicht auf

    Zum sorgsamen Umgang miteinander in der Corona-Pandemie hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in seiner Osteransprache aufgerufen. Die dritte Welle sei gefährlicher, und die Langzeitfolgen der britischen Corona-Mutation könnten schwerwiegend sein. "Aber wenn wir aufpassen, können wir gravierende Folgen verhindern", sagte Söder. Mit dem Impfen bessere sich die Lage täglich. "Wir werden am Ende Corona überwinden", sagte er. Und im Rückblick werde sich sagen lassen: "Es waren auch ein paar gute Momente dabei, weil wir gemerkt haben, was es bedeuten kann, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt, wenn man dem anderen hilft und wenn man nicht nur an sich selber denkt." Er appellierte an die Bürger, sorgsam zu bleiben und auf die Familie und den Nächsten zu achten.

    16.17 Uhr: WTO will Entwicklungsländern Impfstoffherstellung ermöglichen

    Die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation, Ngozi Okonjo-Iweala, will auch Entwicklungsländer zur Herstellung von Impfstoffen befähigen. Es müssten die Voraussetzungen geschaffen werden, damit diese Länder bei künftigen Pandemien über einen "Technologie-Transfer" die Kapazität zur Herstellung von Vakzinen hätten, forderte Okonjo-Iweala am Donnerstag. Sie kritisierte die ungerechte Verteilung von Impfstoffen in der Coronavirus-Pandemie. "Die Vorstellung, dass 70 Prozent der Impfstoffe heute nur von zehn Ländern verabreicht worden sind, ist wirklich nicht akzeptabel", sagte die WTO-Chefin in Genf.

    16.08 Uhr: ESC in Rotterdam soll mit weniger und nur mit getestetem Publikum stattfinden

    Ungeachtet der Corona-Pandemie soll der Eurovision Song Contest (ESC) im kommenden Monat in Rotterdam vor Publikum stattfinden - allerdings soll es deutlich weniger Zuschauer geben als sonst üblich. Für jedes der insgesamt neun geplanten Konzerte würden höchstens 3500 Zuschauer zugelassen, erklärte am Donnerstag das niederländische Kulturministerium. Jeder Zuschauer müsse dabei einen negativen Corona-Test vorweisen.

    Das Ministerium sieht in seinen Plänen auch einen Test, wie Großveranstaltungen unter Corona-Bedingungen sicher organisiert werden könnten. In einer Erklärung sprach es von einem "Feldversuch". Zugleich wurde betont, dass sich die Planungen je nach Verlauf der Pandemie ändern könnten. Notfalls müsse der ESC ohne Publikum stattfinden.

    15.59 Uhr: Bundesregierung einigt sich auf zusätzliche Corona-Hilfen für Firmen

    Die Bundesregierung hat sich in der Corona-Krise auf zusätzliche milliardenschwere Hilfen für Unternehmen verständigt. Firmen, die besonders schwer und über eine sehr lange Zeit von Schließungen betroffen sind, sollen einen neuen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Das teilten das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mit.

    Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liegt das Volumen der neuen Hilfen bei einem höheren zweistelligen Milliardenbetrag bis maximal 50 Milliarden Euro. Konkret sollen alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, einen Eigenkapitalzuschuss bekommen. Dieser werde zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

    Außerdem sollen die Bedingungen der Überbrückungshilfe III noch einmal verbessert werden. Damit soll vor allem der Veranstaltungs- und Reisewirtschaft geholfen werden.

    15.52 Uhr: Kanzlerin Merkel mahnt konsequentes Testen an

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert von Ländern, Kommunen und Bürgern den konsequenten Einsatz von Schnelltests. "Systematisches Testen zum Beispiel für Schulen und Kitas ist unerlässlich, ebenso in Betrieben und in der Verwaltung. Es hilft uns auch in unserem alltäglichen Leben", sagt die Kanzlerin in einer Videobotschaft vor Ostern. "Mit den Tests können wir die Pandemie nicht überwinden, aber sie sind ein entscheidendes Mittel, um sie zu kontrollieren." Dies sei allerdings nur möglich, wenn man dann bei Positivfällen auch schnell Kontaktketten identifiziere.

    Für das Osterfest hat Merkel an die Bevölkerung appelliert, Kontakte zu reduzieren und auf Reisen zu verzichten. "Es wird leider noch einmal ein Ostern mit Einschränkungen sein müssen", sagte die Kanzlerin in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Podcast. Darin liege "eine große Enttäuschung". Zugleich machte sie Hoffnung auf ein Ende der Pandemie, unter anderem durch Impfungen: "Wir werden das Virus gemeinsam besiegen", sagte Merkel.

    15.47 Uhr: Gesundheitsminister Holetschek von Corona-Schnelltests in Apotheken überzeugt

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sieht in den Corona-Schnelltests in Apotheken ein Erfolgsmodell. Holetschek betonte beim Besuch einer Apotheke in Memmingen: "Schon in rund 900 Apotheken in Bayern können sich die Bürgerinnen und Bürger mit einem Antigen-Schnelltest mindestens einmal in der Woche kostenlos testen lassen. Damit wächst unser Gratis-Testangebot noch weiter." Er habe sich vor Ort überzeugen können, wie rasch ein Antigen-Schnelltest vonstattengehe und welch gute Arbeit die Apotheken leisteten. Es gebe keine Ausrede, sich nicht testen zu lassen. Daher bitte er alle Menschen in Bayern: "Machen Sie mit – wir haben es alle gemeinsam in der Hand."

    15.44 Uhr: Bund stuft Kroatien als Risikogebiet ein

    Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Kroatien inklusive der Urlaubsregion Istrien ab Samstag als Risikogebiet ein. Das gab das Robert Koch-Institut (RKI) im Internet bekannt. Damit müssen alle, die aus Kroatien kommend nach Deutschland einreisen, wieder für zehn Tage in Quarantäne, von der sie sich nach fünf Tagen mit einem zweiten negativen Corona-Test befreien können. Der erste Test muss spätestens 48 Stunden nach Einreise erfolgen.

    Ganz von der Risikoliste gestrichen werden zwei Regionen in Irland und Finnland sowie die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Damit ist das ganze portugiesische Festland "risikofrei". Nur die Ferieninsel Madeira im Atlantik gilt noch als Risikogebiet. Portugal hat die Infektionszahlen nach einem dramatischen Anstieg durch einen harten Lockdown auf den niedrigsten Stand in der gesamten Europäischen Union gedrückt.

    15.39 Uhr: Niedersachsen führt Corona-Testpflicht für Schüler ein

    Niedersachsen führt verpflichtende Corona-Selbsttests für alle Schüler ein. Nach den Osterferien müssen sich beginnend ab dem 12. April Schüler und Beschäftigte an Schulen zweimal pro Woche zu Hause selbst testen, wie das niedersächsische Kultusministerium in Hannover mitteilte. Eltern oder Erziehungsberechtigte müssen das negative Testergebnis dann schriftlich bestätigen. Die Schulen können auch die Vorlage des genutzten Testkits verlangen.

    Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) erklärte: "Ich denke, wir haben mit dieser Lösung eine Regelung gefunden, die sich an der großen Mehrheit orientiert, die Ängste und Sorgen aller Beteiligten sehr ernst nimmt und die Belastungen für alle möglichst gering hält." So könnten Infektionsketten frühzeitig unterbrochen und möglicherweise unerkannte Infektionen erkannt werden.

    Ohne ein negatives Testergebnis dürfen niedersächsische Schüler nicht mehr am Unterricht teilnehmen. Die Testpflicht führe zur Aufhebung der Präsenzpflicht in allen Schuljahrgängen, Eltern können ihre Kinder ohne Angaben von Gründen vom Schulunterricht in Präsenz in Niedersachsen abmelden. Diese Schüler gehen dann in den Distanzunterricht.

    15.31 Uhr: Israel strebt Impfung bei unter 16-Jährigen mit Pfizer-Biontech-Vakzin ab Mai an

    Israel strebt eine Impfung der Gruppe der 12- bis 15-Jährigen mit dem Pfizer-Biontech-Vakzin gegen Corona ab Mai an. Das sagte der Generaldirektor des israelischen Gesundheitsministeriums, Hesi Levy, dem Armeerundfunk. Es gebe eine zunehmende Anzahl von Kindern, die ins Krankenhaus eingeliefert würden, führte Levy aus. Auch gebe es eine zunehmende Anzahl von Kindern, die keine Symptome der Virus-Erkrankung zeigten, die aber an "Komplikationen" litten.

    Die Unternehmen Biontech und Pfizer hatten gestern mitgeteilt, ihr Corona-Impfstoff habe bei Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren in einer Zulassungsstudie eine Wirksamkeit von hundert Prozent gezeigt. Die Immunantworten der Studienteilnehmer hätten die "robusten Antikörperantworten" von geimpften 16- bis 25-Jährigen übertroffen, teilten die Unternehmen in Mainz und New York mit. Die Verträglichkeit sei zudem "gut".

    15.27 Uhr: Handelsverband Bayern rechnet zu Ostern mit hohen Verlusten

    Zu Ostern rechnet der Handelsverband Bayern mit 110 Millionen Euro weniger Umsatz täglich gegenüber einem normalen Jahr, so Sprecher Bernd Ohlmann. Vergleichszahlen zum ersten Corona-Ostern gibt es nicht. Aber Ohlmann macht sich Sorgen: Ein Sechstel aller bayerischen Handelsbetriebe stünden auf der Kippe, die Arbeitsplätze von 50.000 Beschäftigten seien gefährdet. Die Kundenfrequenz in den Läden sei um die Hälfte zurückgegangen. Besonders stark betroffen: Bayerns größere Städte, weil man aus der Umgebung viel seltener zum Ostereinkauf dorthin fahren will. Dort, so schätzt der Sprecher des Handelsverbands, belaufe sich der Umsatzverlust auf etwa 50 Prozent.

    15.20 Uhr: Steinmeier hält Fernseh-Ansprache zur Corona-Pandemie

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Abend des Karsamstag eine Fernsehansprache zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie halten. Das teilte das Bundespräsidialamt in Berlin mit. Steinmeier hatte sich bereits im vergangenen Jahr an Ostern per Fernsehen an die Bürger gewandt. Dabei rief er die Menschen in Deutschland zu Geduld, Disziplin und Solidarität in der Corona-Krise auf.

    In den vergangenen Wochen hatte Steinmeier mehrfach Verständnis für die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der Bekämpfung der Pandemie gezeigt, zugleich aber immer wieder zu Zuversicht aufgerufen. "Ich verstehe den Frust", sagte Steinmeier zum Beispiel am Freitag vergangener Woche. Der Tunnel sei länger als gedacht und gehofft. "Aber gerade jetzt im Angesicht der dritten Welle ist nicht die Zeit für Resignation, Verzweiflung oder Abrechnung."

    15.10 Uhr: Thailand erleichtert Einreise für Geimpfte

    Thailand hat die Quarantäne-Zeit für geimpfte Einreisende um die Hälfte reduziert. Das Außenministerium erklärte, die Reisenden müssten zudem nicht länger Flugtauglichkeitsbescheinigungen von einem thailändischen Konsulat nachweisen. Alle Ausländer müssten aber weiterhin einen negativen Corona-Test vorlegen.

    Ministeriumssprecher Tanee Sangrat sagte, wer einen Impfschutz nachweise, müsse seit heute nur noch sieben statt bisher 14 Tage in einem Quarantäne-Hotel verbringen. Ungeimpfte Reisende müssen sich zehn Tage isolieren, mit Ausnahme von Ankommenden aus elf Ländern, alle im südlichen Afrika, die zwei Wochen unter Quarantäne stehen. Anerkannt werden dabei nur die in Thailand zugelassenen sieben Impfstoffe, darunter Biontech, Astrazeneca und Johnson & Johnson.

    14.56 Uhr: Bulgarien lockert Corona-Einschränkungen

    In Bulgarien dürfen Lokale seit Donnerstag nach einem zehntägigen Corona-Lockdown die Außenbereiche unter Auflagen wieder öffnen. Die Lockerung der erst am 22. März verhängten Einschränkungen gilt auch für Theater, Kinos, Museen sowie Fitnessstudios, Sport- und Schwimmzentren. Allerdings dürfen sie den Betrieb bei höchstens 30 Prozent ihrer Kapazitäten wieder aufnehmen. Erlaubt sind wieder Besuche in Galerien, Bibliotheken und Zirkusvorstellungen unter Corona-Auflagen.

    Die Einschränkungen wurden kurz vor der Parlamentswahl am 4. April trotz rekordhoher Corona-Fallzahlen aufgehoben. Erst gestern wurde mit 5.176 Neuinfektionen binnen 24 Stunden der höchste Wert seit Beginn der Pandemie 2020 registriert. Für heute wurden 4.207 Neuansteckungen gemeldet - bei einer Bevölkerung von 6,9 Millionen Menschen. Das Balkanland verzeichnete 732 Neuansteckungen pro 100.000 Menschen binnen zwei Wochen.

    14.45 Uhr: Insgesamt mehr als eine halbe Million bestätigte Corona-Fälle in Bayern

    Die Zahl der in Bayern gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in den vergangenen 24 Stunden um 3.412 gestiegen. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen haben sich seit Beginn der Pandemie in Bayern insgesamt 500.077 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle von Menschen, die mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben sind, hat sich um 21 erhöht. Seit Beginn der Pandemie sind es nun insgesamt 13.260 Todesfälle in Bayern. Der bayernweite Inzidenzwert liegt bei 139,80.

    14.31 Uhr: 135 Millionen Euro Corona-Nothilfe an Studierende ausgezahlt

    Die Studentenwerke in Deutschland haben nach Angaben ihres Dachverbands inzwischen mehr als 300.000 Mal eine Zusage zur Zahlung von Corona-Nothilfe an Studenten gegeben und insgesamt rund 135 Millionen Euro ausgezahlt. Seit dem Start der sogenannten Überbrückungshilfe im vergangenen Juni seien mehr als 460.000 Anträge gestellt worden, teilte das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit.

    Die Leistung ist für Betroffene gedacht, die während ihres Studiums zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Überwiesen werden 100 bis maximal 500 Euro pro Monat, wenn per Kontoauszug nachgewiesen werden kann, dass eine pandemiebedingte Notlage besteht. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

    14.15 Uhr: Rund 3.700 Intensivpatienten in Deutschland registriert

    Die Zahl der in Krankenhäusern gemeldeten Corona-Intensivpatienten ist weiter gestiegen. Das Divi-Register verzeichnet aktuell 3.718 Patienten. Die Zahl steigt seit dem 12. März täglich. Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle lag die Zahl am 3. Januar bei 5.745 Personen.

    13.52 Uhr: Spahn für rasche Verimpfung aller Astrazeneca-Dosen

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für eine schnellstmögliche Verabreichung des gesamten erwarteten Impfstoffs von Astrazeneca ausgesprochen. "Wenn jetzt 1,7 Millionen Dosen Astrazeneca am Wochenende geliefert werden mitten in der dritten Welle, macht es sehr viel Sinn für den Schutz des Einzelnen und für uns alle, wenn diese 1,7 Millionen Dosen auch schnellstmöglich verimpft werden", sagte Spahn in Berlin. "Wir sind in der dritten Welle und sollten jeden schützen, den wir schützen können - schnellstmöglich."

    13.41 Uhr: Keine weiteren Bewerbungen für Modellprojekte in Baden-Württemberg

    Trotz des massiven Interesses der Städte und Kreise legt Baden-Württemberg mögliche weitere Modellprojekte nach Tübinger Vorbild wegen der steigenden Corona-Zahlen zunächst auf Eis. "Wir müssen verantwortungsvoll mit der aktuellen Lage umgehen", mahnte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Weitere Öffnungen im Rahmen von Modellvorhaben seien angesichts der derzeitigen Zahlen "vorerst nicht angebracht".

    In sogenannten Modellkommunen oder -regionen können mit strengen Schutzmaßnahmen und Testkonzepten die Beschränkungen in einzelnen Bereichen gelockert werden. Bund und Länder hatten am 22. März entschieden, dass die Länder im Rahmen von Modellprojekten einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens unter strengen Voraussetzungen öffnen können.

    13.30 Uhr: Berlin verschärft nach Ostern Corona-Maßnahmen

    Berlin verschärft nach Ostern die Kontaktbeschränkungen und kehrt zur Kita-Notbetreuung zurück. Von Dienstag an sind Zusammenkünfte nur noch mit einer weiteren Person eines anderen Haushalts gestattet (Kinder bis 14 Jahre nicht mitgerechnet). Zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr des Folgetages sind Zusammenkünfte mit haushaltsfremden Personen komplett verboten. Bereits ab Freitag ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum im Freien zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr am nächsten Tag nur allein oder zu zweit gestattet (Kinder bis 14 Jahre nicht mitgerechnet). Kitas werden am 8. April grundsätzlich geschlossen. Sie bieten nur einen Notbetrieb an.

    13.22 Uhr: Giffey will bezahlte Kinderkrankentage nochmals ausweiten

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will für Eltern die Möglichkeit nochmals ausweiten, in der Corona-Pandemie bezahlte Kinderkrankentage zu nehmen. "Mehr Eltern müssen sich wieder zu Hause um die Kinder kümmern, mehr Kitas werden in den Notbetrieb oder in Teilschließungen gehen und das Betreuungsproblem wird sich erneut verschärfen", erklärt die SPD-Politikerin. Daher setze sie sich beim Bundesgesundheitsministerium dafür ein, die Zahl der bezahlten Kinderkrankentage erneut zu erhöhen. Seit Jahresanfang können Eltern pro Elternteil 20 Kinderkrankengeldtage beanspruchen und Alleinerziehende 40 Tage. Dies gilt auch, wenn Kinder nicht krank sind, aber etwa wegen eingeschränkten Schul- oder Kitabesuchs zu Hause betreut werden müssen.

    13.19 Uhr: Fünf Prozent vollständig Geimpfte in Deutschland

    Fast 100 Tage nach dem deutschen Impfstart in der Pandemie haben fünf Prozent der Bevölkerung bereits die zweite Dosis erhalten. 11,6 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) reichen die Impffortschritte aber nicht, um die dritte Pandemie-Welle auszubremsen. Die Impfkampagne sei noch nicht so weit vorangeschritten, um das Infektionsgeschehen wesentlich zu beeinflussen, heißt es im jüngsten RKI-Bulletin.

    Deutschland hat das EU-Impfziel für Menschen über 80 Jahre darüber hinaus verfehlt. Ziel der EU-Kommission war, dass mindestens 80 Prozent dieser Altersgruppe bis Ende März gegen das Coronavirus geimpft sein sollten. Gemeldete Daten aus deutschen Bundesländern liegen nach RKI-Angaben aber deutlich darunter - zwischen 26 Prozent und 47 Prozent bei den Zweitimpfungen.

    13.05 Uhr: Mehr als eine Million Briten leiden an Corona-Spätfolgen

    In Großbritannien leiden einer Studie zufolge mehr als eine Million Menschen an den Spätfolgen einer Infektion mit dem Corona-Virus. Das amtliche britische Statistikbüro erklärte, hauptsächlich betroffen seien mit Stand Anfang März Menschen im Alter zwischen 35 und 69 Jahren, Frauen, Pflegepersonal und Menschen in prekären Verhältnissen sowie solche mit Vorerkrankungen.

    Die langfristigen Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus werden von Medizinern unter dem Begriff "Long Covid" zusammengefasst. Zu ihnen gehören Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Befragt wurden 362.000 Menschen, die nicht alle notwendigerweise zuvor positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Ebenfalls untersucht wurde eine Untergruppe von 20.000 Menschen, die zwischen April 2020 und März 2021 positiv auf das Virus getestet wurden. Von ihnen berichteten 13,7 Prozent von Symptomen, die mindestens zwölf Wochen lang anhielten.

    12.57 Uhr: Produktionsproblem bei Impfstoff-Charge von Johnson & Johnson

    Bei der Produktion des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Johnson & Johnson ist bei einer Charge ein Problem aufgetreten. In einer Produktionsstätte eines Partnerunternehmens habe ein Inhaltsstoff die Qualitätskontrolle nicht bestanden und sei daher nicht verwendet worden, teilte Johnson & Johnson mit. Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, wie viele Impfdosen von dem Problem bei dem Auftragsproduzenten Emergent Biosolutions betroffen waren. Nach einem Bericht der "New York Times" soll es um 15 Millionen Dosen des Impfstoffs gehen.

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet keine Auswirkungen der Produktionsprobleme bei dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson auf Deutschland. Sie spielten keine Rolle, weil sie in Fabriken aufgetaucht seien, die nicht für die Lieferung in Europa zugelassen seien, sagte der CDU-Politiker heute in Berlin.

    12.56 Uhr: Tessin führt Maskenpflicht teils auch im Freien ein

    Im südlichen Schweizer Kanton Tessin müssen seit heute in mehreren Städten auch im Freien Masken getragen werden. Damit bereiten sich Orte wie Ascona, Lugano und Mendrisio auf den erwarteten Besucheransturm über Ostern vor. Auch im Verzasca-Tal gilt die Maskenpflicht nun auch draußen. Unter anderem gilt die Maskenpflicht auf einigen Uferpromenaden am Luganersee.

    Das Tessin gehört zu den vier Kantonen mit den höchsten Infektionsmeldungen bezogen auf 100.000 Einwohner. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag nach einer Aufstellung des Senders SRF am Donnerstag bei 178,4. Das waren 22 Prozent mehr als eine Woche zuvor.

    12.47 Uhr: Biontech-Impfstoff bietet nach neuen Daten Schutz von 91 Prozent

    Der Impfstoff von Biontech und Pfizer bietet auch neuen Daten zufolge einen hohen Schutz gegen Covid-19 und die ansteckenderen Virusvarianten. Bei Studienteilnehmen, deren Impfung bis zu sechs Monate zurückliegt, betrage die Wirksamkeit rund 91 Prozent, wie aus den Daten der beiden Partner hervorgeht. Das ist zwar etwas niedriger als die 95 Prozent, die Biontech und Pfizer im November aus der Studie mit 44.000 Teilnehmern gemeldet hatten. Seitdem haben sich aber weltweit eine Reihe von Corona-Varianten ausgebreitet. Experten fürchten, dass die neuen Varianten aus Südafrika und Brasilien gegen bestehende Impfstoffe resistent sein können.

    12.43 Uhr: Japan verschärft Corona-Maßnahmen in drei Regionen

    Knapp vier Monate vor Beginn der Olympischen Sommerspiele hat die japanische Regierung wegen steigender Infektionszahlen die Corona-Schutzmaßnahmen in drei Regionen verschärft. Betroffenen waren die Präfekturen Osaka, Hyogo und Miyagi im Norden des Landes, wo die Zahl der täglichen Neuinfektionen seit Anfang März wieder deutlich ansteigt. Experten hatten sich zuvor besorgt über die Entwicklung und die damit verbundene Belastung des Gesundheitssystems geäußert. Japan hatte die Schutzmaßnahmen Ende Februar stufenweise gelockert, der Ausnahmezustand in der Region Tokio wurde am 21. März vollständig aufgehoben.

    12.39 Uhr: Schweden gibt ursprüngliches Corona-Impfziel auf

    Schweden verabschiedet sich angesichts von Verzögerungen bei der Impfstoff-Lieferung von seinem Ziel, bis zur Jahreshälfte allen Erwachsenen eine Corona-Schutzimpfung angeboten zu haben. Für diese Zielmarke stehe einfach nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung, sagte Sozialministerin Lena Hallengren in Stockholm.

    Die neue Prognose von Regierung und Behörden sei, dass allen Menschen über 18 Jahren sowie Minderjährigen in Risikogruppen vor dem 15. August mindestens eine Impfdosis angeboten werden könne, allen über 65-Jährigen bereits vor dem 16. Mai, sagte Hallengren. Bislang haben im Zehn-Millionen-Einwohnerland Schweden rund 1,1 Millionen Menschen ihre erste Impfdosis erhalten, knapp 490.000 auch schon ihre zweite.

    12.28 Uhr: Über 35.000 Neuinfektionen an einem Tag in Polen

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat einen neuen Höchstwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 35.251 neue Fälle hinzu, die meisten davon (5.997) in der Region Schlesien, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 621 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Höchststand war mit 35.143 erst Ende der vergangenen Woche erreicht worden. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

    12.24 Uhr: Britische Corona-Mutante breitet sich in Bayern weiter aus

    In Bayern sind aktuell 72 Prozent der Corona-Patienten mit der Virusvariante aus Großbritannien infiziert. Das geht aus der Übersicht der Virusvarianten des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hervor. Allgemein ist der Anteil dieser Virusvarianten gestiegen. In der vergangenen Woche ergaben von 4.666 gemeldeten Tests knapp 4.000, dass es sich um die UK-Variante handelt. Bei nur 20 Fällen (0,4 Prozent) handelte es sich um die Variante aus Südafrika bzw. Brasilien. Zum Vergleich: Bis Mitte Februar registrierte das LGL bei nur rund 22 Prozent der Corona-Infizierten die britische Mutation, bei 2,6 Prozent die Südafrika-Variante.

    12.16 Uhr: Bundesbank-Präsident rechnet mit langsameren Konjunkturerholung

    Die Welle von Corona-Infektionen könnte nach Einschätzung von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann die erst vor drei Wochen vorgelegten Konjunkturprognosen der EZB zur Makulatur machen. "Aufgrund der aktuell stark steigenden Infektionszahlen könnte es bis zur Lockerung der Schutzmaßnahmen länger dauern als in der März-Prognose angenommen. Entsprechend würde sich auch die Erholung der Wirtschaft verzögern", sagte Weidmann. "Womöglich wäre in diesem Fall die Prognose der BIP-Wachstumsrate für den Euroraum im Jahr 2021 nicht mehr zu halten."

    Die Europäische Zentralbank (EZB) geht in ihrem jüngsten Basisszenario von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Euroraum von 4,0 Prozent im laufenden Jahr aus. 2020 war die Wirtschaftsleistung im gemeinsamen Währungsraum der 19 Staaten um 6,6 Prozent geschrumpft und damit so stark wie nie.

    12.10 Uhr: Nun auch über 45-Jährige in Indien geimpft

    Angesichts eines massiven Anstiegs der Corona-Zahlen in Indien hat das riesige Land seine Impfkampagne ausgeweitet. Ab Donnerstag dürfen sich alle Menschen ab 45 Jahren impfen lassen. Bislang waren nur unter anderem Gesundheitspersonal, Polizisten sowie Menschen über 65 und Risikopatienten zur Impfung zugelassen. Zuletzt wurden mehr als 72.000 neue Corona-Fälle an einem Tag erfasst, wie offizielle Zahlen am Donnerstag zeigten.

    Die indische Regierung hatte das Ziel ausgegeben, bis zum Sommer 300 Millionen Menschen zu impfen. Seit dem Impfstart im Januar wurden 65 Millionen Dosen verabreicht.

    11.58 Uhr: Bundespräsident Steinmeier mit Astrazeneca geimpft

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine erste Corona-Schutzimpfung erhalten. Dem Staatsoberhaupt wurde am Donnerstag im Bundeswehr-Krankenhaus in Berlin der Impfstoff von Astrazeneca gespritzt, wie das Bundespräsidialamt mitteilte.

    11.55 Uhr: Europäische Corona-Impfkampagne laut WHO "inakzeptabel langsam"

    Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO moniert, dass die schleppenden Impfkampagnen die Corona-Pandemie in die Länge ziehen. Die Bereitstellung der Impfstoffe sei "inakzeptabel langsam", teilte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge in Kopenhagen mit. Solange der Umfang der Impfungen gering bleibe, müssten dieselben sozialen und gesundheitlichen Corona-Maßnahmen wie in der Vergangenheit Anwendung finden, um die Verspätungen der Impfpläne auszugleichen. Impfungen zusammen mit fortgesetzten Maßnahmen würden die Pandemie letztlich zu einem Ende bringen.

    Eine Beschleunigung beim Impfen sei nun entscheidend. Die Zahl der Neuinfektionen in der europäischen WHO-Region nehme in jeder Altersgruppe mit Ausnahme der Über-80-Jährigen zu, erklärte Kluges Büro. Mit insgesamt 1,6 Millionen neuen Fällen und fast 24.000 damit in Verbindung stehenden Todesfällen habe man in der vergangenen Woche wieder in der Mehrheit der Länder eine Zunahme der Ansteckungen erlebt. Die Situation sei so besorgniserregend wie seit mehreren Monaten nicht mehr.

    11.47 Uhr: Neue Corona-Variante in Afrika entdeckt

    In Afrika ist laut der panafrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC eine neue Corona-Variante registriert worden. Sie sei bei Reisenden aus Tansania in Angola entdeckt worden, teilte der Leiter der Africa CDC, John Nkengasong, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit. Die neue Variante weise bis zu 40 Mutationen auf. "Das ist sicherlich eine Variante, die Anlass zur Sorge gibt", sagte er.

    11.34 Uhr: Spahn: 1,4 Millionen Impfdosen für Hausarztpraxen

    Für kommende Woche haben 35.000 Hausarztpraxen in Deutschland insgesamt 1,4 Millionen Corona-Impfdosen bestellt, sagt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Man könne 940.000 Dosen liefern, die dann auch verimpft würden. Die Lieferungen würde Ende April deutlich anziehen.

    11.10 Uhr: EU-Staaten suchen erneut nach Kompromiss zur Impfstoffverteilung

    Im Streit um Corona-Impfstoffe haben die EU-Staaten erneut nach einer Lösung gesucht. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hatte zusammen mit weiteren EU-Staaten eine ungleiche Verteilung der Impfstoffe unter den 27 Mitgliedern beklagt. Daraufhin beauftragte der EU-Gipfel vorige Woche die EU-Botschafter, eine vorgezogene Lieferung von zehn Millionen Biontech/Pfizer-Dosen so aufzuteilen, dass Löcher gestopft werden.

    Der portugiesische Vorsitz schlug vor, drei der zehn Millionen Impfdosen für sechs besonders bedürftige Länder zu reservieren, Österreich wurde dabei nicht berücksichtigt. Die übrigen sieben Millionen Impfdosen sollen wie üblich nach Bevölkerungsanteil unter allen 27 Staaten verteilt werden.

    Die ungleiche Verteilung kam dadurch zustande, dass nicht alle Regierungen die ihnen zustehenden Mengen der von Brüssel zentral beschafften Impfstoffe abgenommen hatten. Grundsätzlich hat jeder der 27 Staaten Anspruch auf einen Anteil nach Bevölkerungsstärke. Schöpft ein Land dies nicht aus, können andere EU-Staaten diese Mengen aufkaufen. Einige Regierungen setzten besonders auf Astrazeneca und sind nun wegen Lieferproblemen im Hintertreffen, auch Österreich befürchtet deshalb Lücken.

    10.55 Uhr: Seehofer will derzeit kein Astrazeneca: "Lasse mich nicht bevormunden"

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU, 71 Jahre) will sich derzeit nicht mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. "Die Antwort auf die Aufforderung von Jens Spahn lautet nein", sagte Seehofer der "Bild"-Zeitung. Es gehe dabei nicht um eine Bewertung des Impfstoffs an sich. "Ich lasse mich nicht bevormunden", sagte Seehofer.

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte laut "Bild" in der Kabinettssitzung am Mittwoch seine über 60-jährigen Ministerkollegen aufgefordert, sich als vertrauensbildende Maßnahme mit dem Astrazeneca-Vakzin impfen zu lassen. Auch in der Runde der Ministerpräsidenten, die am Dienstag über die Zulassung des Impfstoffs beraten hatte, habe Spahn darauf verwiesen, dass eine Impfung mit Astrazeneca eine gute Vorbildwirkung entfalten könne.

    Bund und Länder hatten am Dienstag nach einer entsprechenden Empfehlung der Ständigen Impfkommission beschlossen, dass das Astrazeneca-Vakzin in der Regel nur noch an Menschen über 60 Jahren verimpft werden soll. Hintergrund sind Thrombosefälle vor allem bei jüngeren Frauen.

    10.46 Uhr: Einzelhandel fordert rasche Finanzhilfen

    Wegen des jüngsten Umsatzeinbruchs beim Einzelhandel auch im Februar mahnt der Handelsverband HDE rasche Finanzhilfen für die Unternehmen an. "Während der Online-Handel boomt, leidet vor allem der stationäre Bekleidungshandel unter massiven und existenzbedrohenden Umsatzeinbußen", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der Nachrichtenagentur Reuters.

    Die Corona-Maßnahmen hinterließen deutlich sichtbare Spuren, so Genth. "Deshalb ist es jetzt entscheidend, dass Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsminister die angekündigte Aufstockung der Coronahilfen schleunigst auf den Weg bringen." Jede weitere Verzögerung bringe "viele Tausend Handelsunternehmen der Insolvenz" näher. "Am Ende stehen dann verödete Innenstädte mit vielen dauerhaft leerstehenden Immobilien." Der Umsatz war im Februar zum Januar zwar leicht gestiegen, aber zum Vorjahresmonat kräftig gefallen.

    10.28 Uhr: Debatte über Intensiv-Kapazitäten

    Über die Lage der Intensiv-Versorgung in der Corona-Pandemie ist eine kontroverse Debatte entbrannt. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, wandte sich gegen "Schreckensszenarien, die aus dem Bereich der Intensivmedizin seit Tagen verbreitet werden" und die "weder in der Politik noch in der Bevölkerung zu den damit  wahrscheinlich  beabsichtigten  Reaktionen führen werden". Die Krankenhäuser stünden nicht unmittelbar vor einer totalen Überlastung. Durch gemeinsames und abgestimmtes Handeln der Politik sowie klare Kommunikation ließe sich ein solches Szenario aus seiner Sicht auch vermeiden.

    Angesichts der hohen Infektionszahlen sehen Intensivmediziner indessen die Kapazitätsgrenzen der Intensivstationen in vier Wochen erreicht. "Seit Mitte März sind unterm Strich 1.000 Intensivpatienten zusätzlich in den Krankenhäusern gelandet", sagte der wissenschaftliche Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Christian Karagiannidis, der "Rheinischen Post". Wenn sich diese Geschwindigkeit fortsetze, "sind wir in weniger als vier Wochen an der regulären Kapazitätsgrenze angelangt". Derzeit sind seinen Worten zufolge noch 1.500 Intensivbetten für Corona-Patienten frei. "Wir malen keine Schreckensbilder, unsere Warnungen sind von den Zahlen gedeckt", betonte er.

    10.05 Uhr: Bund sieht Versorgung mit Schnelltests gesichert

    Die Bundesregierung sieht die Versorgung Deutschlands mit einer ausreichenden Zahl an Schnell- und Selbsttests als gesichert an. Allein der Bund habe für 2021 mehr als 1,1 Milliarden Corona-Testkits gesichert, heißt es in einem Brief von Gesundheitsminister Jens Spahn und Verkehrsminister Andreas Scheuer an die Ministerpräsidenten. Die Beteiligten in der Taskforce Testlogistik seien sich einig gewesen, dass Schnelltests "auch unmittelbar über den Markt bestellt werden können", heißt es. Der von Bund und Ländern am 3. März beschriebene Bedarf sollte deshalb gedeckt werden können.

    Der Bund habe als Unterstützung der Länder für die Monate März und April insgesamt 132,5 Millionen Selbsttests gesichert. Man habe mit Herstellern zudem Absichtserklärungen über die Lieferung von 763 Millionen Tests geschlossen, die genutzt werden könnten. Zudem stünden weitere Testkontingente über die Beschaffungsprogramme der Europäische Kommission mit einem Volumen von insgesamt 240 Millionen Schnelltests bereit.

    Bund und Länder hatten über Wochen über die Teststrategie gestritten, die massiv ausgebaut werden soll. Etliche Bundesländer hatten dem Bund vorgeworfen, nicht für ausreichende Tests gesorgt zu haben.

    09.58 Uhr: Pandemie lässt Wohnungseinbrüche auf historisches Tief sinken

    Die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche ist in der Corona-Pandemie auf ein historisches Tief gesunken. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte, zählte die Branche im vergangenen Jahr rund 85.000 Einbrüche. Das waren rund 10.000 weniger als im Vorjahr und der niedrigste Wert in der bis 1998 zurückreichenden Statistik.

    "Der Rückgang der Einbruchszahlen liegt vor allem daran, dass die Menschen wegen der Corona-Pandemie viel Zeit zu Hause verbracht haben - Einbrechern fehlte somit oft die Gelegenheit für ihre Tat", erklärte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Die Schadenshöhe verringerte sich laut Verband um 70 Millionen auf 230 Millionen Euro. Der Schadendurchschnitt sank fast zehn Prozent auf 2.750 Euro.

    09.37 Uhr: Gericht - Schuhgeschäfte in Bayern dürfen wieder öffnen

    Bayerns Schuhgeschäfte dürfen ab sofort wieder öffnen. Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof gestern entschieden, wie die Geschäftsstelle des zuständigen 20. Senats in Ansbach dem Bayerischen Rundfunk auf Anfrage bestätigte.

    Wie der "Spiegel" aus der Entscheidung zitiert, gehören Schuhgeschäfte nach Auffassung des Gerichts zur Grundversorgung. Passende Schuhe seien ein Grundbedürfnis der Bevölkerung und auch Voraussetzung für die Ausübung zahlreicher Berufe und auch für sportliche Betätigungen. Bei Kindern und Jugendlichen könne es auch einen kurzfristigen und dringenden Bedarf geben. Die Entscheidung betrifft nur Läden in Bayern. Geklagt hatte eine Schuhhändlerkette aus dem Raum Schweinfurt.

    09.24 Uhr: Höchststand bei Neuinfektionen in der Türkei

    Das türkische Gesundheitsministerium hat rund 39.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag gemeldet - ein Rekord seit Beginn der Pandemie. Die Behörden registrierten zudem 152 Todesfälle in 24 Stunden im Zusammenhang mit Covid-19, wie das Ministerium mitteilte.

    Gesundheitsminister Fahrettin Koca erklärte, die zuerst in Großbritannien entdeckte, sehr ansteckende Corona-Variante B.1.1.7 breite sich auch in der Türkei aus. Sie habe einen Anteil von 75 Prozent erreicht. Neben dem Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac, mit dem die Türkei seit Mitte Januar impft, seien nun auch 2,8 Millionen Dosen Impfstoff von Biontech verfügbar.

    Die Türkei hatte die Corona-Beschränkungen Anfang März teilweise aufgehoben - seitdem steigen die Fallzahlen rapide. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte deswegen am Montag neue Maßnahmen angekündigt, etwa Ausgangsbeschränkungen am gesamten Wochenende in bestimmten Regionen. Im Fastenmonat Ramadan, der Mitte April beginnt, soll es weitere Beschränkungen geben.

    08.40 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister will Testpflicht in Schulen prüfen

    Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich für eine Corona-Testpflicht an Schulen ausgesprochen, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen es zulassen. "Ich kann mir das sehr gut vorstellen, wenn es möglich ist", sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz im ARD-"Morgenmagazin". Freiwilligkeit sei grundsätzlich richtig, aber die Bereitschaft zum Testen sei nicht so hoch gewesen, wie erwartet.

    Holetschek kündigte ein "engmaschiges Testregime" für die Schulen in Bayern an. Das Land habe "sehr viele Selbsttests gekauft und an alle ausgeliefert". Er kündigte an, dass sich das bayerische Kabinett in der kommenden Woche nochmal mit der Situation in den Schulen befassen werde. "Wir sehen, dass die Infektionen auch jüngere Menschen im Moment betreffen", sagte Holetschek.

    08.32 Uhr: Lockdown vermiest Einzelhändlern das Geschäft

    Der Corona-Lockdown hat den deutschen Einzelhändlern auch im Februar das Geschäft verhagelt. Ihre Einnahmen fielen um 7,7 Prozent niedriger aus als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Preisbereinigt (real) gab es sogar ein Minus von 9,0 Prozent. Von Januar auf Februar stiegen die realen Umsätze zwar um 1,2 Prozent, blieben jedoch unter der Erwartung von Fachleuten, die mit plus 2,0 Prozent gerechnet hatten.

    Die einzelnen Branchen entwickelten sich wegen des anhaltenden Lockdowns wie in der Vergangenheit stark unterschiedlich. Der Umsatz im Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren brach real um fast 74 Prozent zum Februar 2020 ein. Der Lebensmittelhandel - der geöffnet bleiben durfte - machte ein Minus von 1,6 Prozent. Der Internet- und Versandhandel lief erneut gut, weil viele Verbraucher Online shoppen gingen. Hier stiegen die Einnahmen um gut 34 Prozent.

    08.03 Uhr: Neuer Höchstwert bei Corona-Todesfällen in der Ukraine

    Die Ukraine verzeichnet mit 421 neuen Todesfällen in Verbindung mit dem Coronavirus den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert. Insgesamt steigt damit die Zahl der nach einer Infektion Verstorbenen binnen 24 Stunden auf 33.246, wie Gesundheitsminister Maxim Stepanow mitteilte. Zudem seien am Vortag 5.160 Covid-19-Patienten in Krankenhäuser eingewiesen worden und damit so viele wie noch nie. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen stieg um 17.569 auf mehr als 1,691 Millionen. Das ist nur knapp unter dem Höchstwert von 18.132 Neuinfektionen in der vergangenen Woche.

    07.50 Uhr: Neue Corona-Variante in Brasilien gefunden

    Bei einer Frau in Brasilien ist eine neue Variante des Coronavirus festgestellt worden. Die Wissenschaftler des (Instituto) Butantan, die ein Netzwerk für den Alarm für Covid-19-Varianten koordinieren, hätten die neue Variante in der Stadt Sorocaba in der Nähe der Millionenmetropole São Paulo identifiziert, schrieb die Forschungseinrichtung "Instituto Butantan" auf Twitter. Demnach ähnelt die neue Variante der südafrikanischen und soll noch untersucht werden.

    Die Variante sei bei einer 34-jährigen Frau entdeckt worden, die leichte Symptome aufwies, berichtete das Nachrichtenportal "G1". Laut Paulo Menezes, Direktor des Coronavirus-Notfallzentrums von São Paulo, habe die Patientin angegeben, in jüngster Zeit keine Reisen innerhalb oder außerhalb Brasiliens unternommen zu haben.

    Bei Viren treten stetig zufällige Veränderungen im Erbgut auf. Manche verschaffen dem Erreger Vorteile - etwa, indem sie ihn leichter übertragbar machen. Im Dezember wurden eine Variante des Coronavirus (B.1.1.7) in Großbritannien sowie eine ähnliche (501Y.V2) in Südafrika nachgewiesen, im Januar eine Variante (P.1) nach der Einreise aus Brasilien.

    07.34 Uhr: Olympischer Fackellauf soll wegen hohen Infektionszahlen Osaka überspringen

    Der olympische Fackellauf soll offenbar einen Bogen um die japanische Millionenstadt Osaka machen. Dies erklärten nach Angaben lokaler Medien der Gouverneur der Region sowie der Bürgermeister der Wirtschaftsmetropole. In Osaka war zuletzt ein sprunghafter Anstieg der Corona-Infektionszahlen zu verzeichnen. "Wir denken, dass es in die Kategorie der unnötigen Ausflüge fällt. Wir müssen Menschenmassen in der Stadt Osaka vermeiden", wurde Gouverneur Hirofumi Yoshimura von der Zeitung Mainichi Shimbun zitiert.

    Die Berichte blieben von offiziellen Stellen zunächst unbestätigt. Der Fackellauf soll am 13. und 14. April durch die Präfektur Osaka führen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hofft, dass der Fackellauf in Japan die noch fehlende Vorfreude auf die um ein Jahr verschobenen Tokio-Spiele (23. Juli bis 8. August) weckt.

    07.16 Uhr: Corona-Inzidenz in München erneut über 100

    Die Corona-Inzidenz in München liegt den zweiten Tag in Folge über 100. Konkret meldet das Robert-Koch-Institut jetzt einen Wert von 102,7 (gestern: 100,2). Wenn die Marke 100 an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten wird, muss die "Notbremse" gezogen werden. Diese würde frühestens ab Ostersonntag greifen, wie die Stadt gestern mitteilte. Die strengeren Regeln würden etwa den Umfang persönlicher Kontakte und den Kita-Betrieb betreffen. Auch würde wieder eine nächtliche Ausgangssperre und in den meisten Geschäften das Prinzip "Click und Collect" gelten.

    07.09 Uhr: Wieder mehr Neuinfektionen in Indien

    Indien meldet mit 72.330 Corona-Neuinfektionen den höchsten Wert seit dem 11. Oktober, nachdem sich sich die Zahl der Neuansteckungen zuletzt tendenziell verringert hatte. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen steigt damit auf 12,22 Millionen, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Das sind weltweit die drittmeisten Infektionen nach den USA und Brasilien. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöht sich um 459 auf 162.927.

    06.56 Uhr: GEW fordert Rückkehr zur Notbetreuung in Kitas

    Nach der Änderung der Impfempfehlung für das Vakzin des Herstellers Astrazeneca fordert die Bildungsgewerkschaft GEW eine Rückkehr zur Notbetreuung in Kitas. Die Maßnahme solle gelten "bis die Kollegen geimpft sind", sagte die GEW-Bundesvorsitzende Marlis Tepe den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Es ist nicht zu verstehen, warum die Länder hier nicht handeln."

    Viele Erzieher hätten ursprünglich mit Astrazeneca geimpft werden sollen. Tepe zeigte sich besorgt, dass verzögerte Impfungen bei steigenden Infektionszahlen in Kitas das Personal gefährden könnten: "Kitas haben gar keine Osterferien und dort steigen die Infektionen schnell", sagte sie den Blättern. 71 Prozent der Kinder seien mittlerweile zurück in den Kitas. Nachdem bekannt sei, dass Kinder von der neuen Mutante stärker betroffen seien, müsse in Kitas die Notbremse gezogen werden.

    06.38 Uhr: Brasilien - 3.869 Todesfälle in 24 Stunden

    Inmitten einer Regierungskrise und einer außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie hat Brasilien wieder einen Tageshöchstwert bei den Corona-Toten registriert und nähert sich der Marke von 4.000 Toten innerhalb von 24 Stunden. 3.869 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in diesem 24 Stunden-Zeitraum meldete das Gesundheitsministerium in Brasilia am Mittwochabend (Ortszeit).

    "Wenn die Situation nicht kontrolliert wird - sich die Leute am Riemen reißen und die Regierung mehr impft, dann können wir 5.000 erreichen", sagte die Biochemikerin Fabiana Carneiro von der Bundesuniversität Rio de Janeiro in Duque de Caxias mit Blick auf die Nachlässigkeit vieler Brasilianer.

    Insgesamt sind in Brasilien 321.515 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, mehr als 12,7 Millionen Menschen haben sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Nur in den USA sind die Zahlen höher. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so groß wie Deutschland.

    06.31 Uhr: Mediziner warnen - Intensivstationen in vier Wochen voll

    Deutsche Intensivmediziner schlagen angesichts der hohen Infektionszahlen Alarm. "Seit Mitte März sind unterm Strich 1.000 Intensivpatienten zusätzlich in den Krankenhäusern gelandet. Wenn sich diese Geschwindigkeit fortsetzt, sind wir in weniger als vier Wochen an der regulären Kapazitätsgrenze angelangt", sagte der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, der Zeitung "Rheinische Post": "Wir malen keine Schreckensbilder, unsere Warnungen sind von den Zahlen gedeckt. Es braucht jetzt dringend einen harten Lockdown für zwei Wochen, verpflichtende Tests an Schulen zweimal in der Woche und deutlich mehr Tempo bei den Impfungen in den Zentren und Arztpraxen."

    05.43 Uhr: Ärzte wollen Jüngere nicht mit Astrazeneca impfen

    Der Vizechef der Kassenäztlichen Bundesvereinigung Stephan Hofmeister hat niedergelassenen Ärzten von der Verabreichung des Astrazeneca-Impfstoffs an unter 60-Jährige abgeraten, obwohl diese grundsätzlich möglich wäre. Der Zeitbedarf für eine Beratung und intensive Aufklärung jüngerer Patienten stehe "einer schnellen Impfkampagne diametral entgegen", sagte Hofmeister dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". "Wir wollen schnell und zügig impfen", betonte er. Daher empfehle man den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, Astrazeneca nur bei Menschen über 60 zu verimpfen.

    Natürlich stehe es jedem Arzt frei, Astrazeneca auch bei unter 60-Jährigen zu verwenden, fügte Hofmeister hinzu. Er müsse sich aber darüber im Klaren sein, dass es dann auch erhöhte Anforderungen gebe. "Die Bringschuld der Praxis ist höher, weil in einem möglichen Prozess detailliert dargelegt werden muss, dass alle Aufklärungs- und Beratungspflichten erfüllt wurden", sagte Hofmeister und fügte hinzu: " Es reicht nicht zu sagen, der Patient habe es gewollt. Das ist in der Medizin nie möglich."

    Hofmeister warnte Bund und Länder davor, jetzt die Praxen schwerpunktmäßig mit Astrazeneca zu beliefern mit dem Argument, die Ärztinnen und Ärzte könnten die nun erforderlichen ausführlichen Beratungsgespräche übernehmen. "In einem gewissen Umfang kann Astrazeneca auch in den Praxen verimpft werden, aber es darf auf keinen Fall so sein, dass wir quasi gezwungen werden, einen Ladenhüter an den Mann zu bringen", sagte er. Das wäre das Gegenteil einer schnellen Impfkampagne.

    05.26 Uhr: Mehr als 24.000 Neuinfektionen in Deutschland - Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 134,2

    In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 24.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 24.300 neue Ansteckungsfälle registriert - das sind gut 1.600 mehr als am Donnerstag vergangener Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg gegenüber dem Vortag leicht auf 134,2.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz, welche die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, stieg zuletzt stetig an, nachdem sie im Februar zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen war.

    Das RKI meldete außerdem 201 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie erhöhte sich den Angaben zufolge auf 2.833.173. Insgesamt 76.543 Infizierte starben.

    Mittwoch, 31.03.2021

    23.15 Uhr: Positiver Corona-Test in der NBA

    In der NBA hat es in der jüngsten Testwoche einen positiv auf das Coronavirus getesteten Spieler gegeben. Das teilte die nordamerikanische Basketball-Liga der Welt am Mittwoch für den Zeitraum seit Mittwoch der vergangenen Woche mit. Weitere Informationen gab es wie üblich nicht.

    23.00 Uhr: Infektiologe Salzberger erwartet bis zu sechswöchigen Lockdown

    Der Chef-Infektiologe der Uni-Klinik Regensburg, Bernd Salzberger, rechnet mit einem erneuten, vier- bis sechswöchigen Lockdown. Das hat er am Abend im Rundschau Magazin im BR Fernsehen gesagt. "Ich denke, das wird nötig sein. Das werden wir in den nächsten Tagen sicherlich sehen. Es ist abzusehen, dass wir in einen Lockdown hineinlaufen." Salzberger fügte hinzu, man könne nur hoffen, dass bis dahin dann tatsächlich alle Risikogruppen, vor allem die über 60 Jahre, geimpft seien. "Dann ist tatsächlich auch die größte Gefahr vorbei, dass die Krankenhäuser zulaufen, wie das im Augenblick in Frankreich der Fall ist." Sorge bereiteten ihm auch die gehäuften Infektionszahlen bei Kindern. Dies sei neu und habe wahrscheinlich mit der neuen Variante zu tun, die auch für Kinder ansteckender sei, so Salzberger. „Das ist ja bei der Grippe so, dass die Kinder eine große Rolle bei der Verbreitung spielen. Die bringen es dann zu den Großeltern. Das war bisher bei Corona nicht der Fall. Das nimmt aber zu dieses Phänomen. Und das macht mir durchaus Sorgen.“ Der Infektiologe geht davon aus, dass für Kinder ab zwölf Jahren schon bald ein Impfstoff zugelassen werden könnte. Für die jüngeren Kinder werde es noch länger dauern. „Da sind die Studien wieder ziemlich rudimentär. Bei Kindern ist es besonders wichtig, dass ein Impfstoff wirklich sicher ist.“

    22.45 Uhr: Polizeikontrollen an den Osterfeiertagen sollen in Bayern mit Augenmaß erfolgen

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann appelliert im Interview mit dem BR-Politikmagazin Kontrovers, sich über Ostern an die geltenden Corona-Vorschriften zu halten. Bei allem Verständnis für alle, die das Frühlingswetter nutzen möchten, mahnt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) im Kontrovers-Interview eindeutig zu Vorsicht: "Man muss eben nicht dorthin gehen, wo man sieht, dass schon Hundert da sind." Das diene vor allem dem eigenen Schutz vor einer Infektion. Und schließlich gäbe es auch für Ausflüge in die Natur genug Platz. Kontrollen in Privatwohnungen werde es ohne Grund nicht geben.

    22.25 Uhr: Bundesligist Bergischer HC muss in Quarantäne

    Der Bergische HC muss sich in Quarantäne begeben. Bei einer am Dienstag durchgeführten Corona-Reihentestung habe es zwei positive Proben gegeben, teilte der Handball-Bundesligist am Mittwoch mit. Daraufhin habe das Gesundheitsamt in Solingen eine Quarantäne bis zum 8. April angeordnet. Die Partien gegen die MT Melsungen am Ostersonntag und bei HBW Balingen-Weilstetten am 8. April werden verschoben. Neue Termine stehen noch nicht fest. "Einer der beiden betroffenen Spieler hat leichte Symptome, der andere fühlt sich wohl", erklärte Geschäftsführer Jörg Föste. Trainer Sebastian Hinze erklärte: "Wir machen nun ein Home-Workout. Natürlich ist die Situation ärgerlich und auch ein wenig nervig, aber das Wichtigste ist, dass die betroffenen Spieler einen milden Verlauf haben. Alles andere ist jetzt zweitrangig."

    22.10 Uhr: Italien verlängert viele Corona-Sperren bis Ende April

    Italien verlängert zahlreiche Corona-Beschränkungen bis Ende April. Das teilte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi nach einer Sitzung am Mittwochabend in Rom mit. Allerdings will das Land die Schulen für jüngere Kinder nach Ostern wieder grundsätzlich öffnen. Außerdem sieht ein neues, vom Kabinett beschlossenes Dekret eine Impfpflicht für viele Beschäftigte im medizinischen Bereich und in anderen Teilen des Gesundheitswesens vor. Mit dieser neuen Maßnahme reagiert Rom darauf, dass ein Teil des medizinischen Personals der Impfkampagne gegen Corona skeptisch gegenüber steht. Nun sollen Beschäftigten etwa in Krankenhäusern und Apotheken, die die Impfung verweigern, andere Aufgaben zugewiesen werden, bei denen kein Risiko einer Ausbreitung bestehe. Mit Blick auf die Schulen sollen Kinder bis zur sechsten Klasse - auch in den besonders betroffenen sogenannten Roten Zonen - in die Klassenräume zurückkehren. Ziel sei auch, für Ältere den Fernunterricht schrittweise zu beenden. Das Dekret gilt vom 7. April an. Viele Vorschriften wie die verlängerten Beschränkungen der Bewegungsfreiheit laufen bis 30. April.

    21.55 Uhr: Frankreichs Tennis-Präsident will nicht an Absage der French Open denken

    Präsident Gilles Moretton vom französischen Tennisverband FFT geht trotz der Coronakrise weiter von der Austragung der French Open aus. "Momentan sind wir in der Spur", sagte Moretton der Nachrichtenagentur AFP: "Aber wenn es für uns eine generelle Ausgangssperre über zwei Monate gibt, werden wir zwangsläufig Maßnahmen ergreifen müssen - die schlimmste wäre die völlige Absage, aber das wage ich mir nicht vorzustellen." Die täglichen Coronafälle haben sich in Frankreich auf etwa 40.000 verdoppelt, und die Krankenhäuser in Hotspot-Gebieten wie Paris sind überfüllt. Präsident Emmanuel Macron kündigte am Mittwoch Schulschließungen ab der kommenden Woche an. Im vergangenen Jahr war die French Open nach dem Virus-Ausbruch in den September verschoben worden, lediglich 1000 Zuschauer waren pro Tag erlaubt. Moretton will sich für Roland Garros 2021 viele Optionen bei der Zuschauer-Zulassung offenhalten. "Ich traue mich nicht, an eine komplette Auslastung zu denken. Aber wir können auch hinter geschlossenen Türen starten und uns dann auf ein Level, das unter 100 Prozent liegt, steigern", sagte der 62-Jährige.

    21.40 Uhr: Saison im Amateurfußball in Niedersachsen beendet

    Die Fußballsaison der Amateure in Niedersachsen ist wegen der Coronavirus-Pandemie beendet. Der Vorstand des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) einigte sich in einer Videositzung am Mittwochabend darauf, die seit Anfang November 2020 coronabedingt unterbrochene Spielzeit 2020/21 mit sofortiger Wirkung abzubrechen und zu annullieren. Die Entscheidung betrifft alle Alters- und Spielkassen auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene, wie der NFV mitteilte. In den Ligen, für die der Verband in Niedersachsen alleine zuständig ist, wird es keine Auf- und Absteiger geben. Was eine mögliche Saisonfortsetzung in der Regionalliga Nord angeht, ist noch keine Entscheidung gefallen.

    21.20 Uhr: Siemens-Chef meint, Politik wollte bei Corona zu viel allein lösen

    Die Bundesregierung hätte bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie nach Ansicht des neuen Siemens-Vorstandschefs Roland Busch mehr auf die Wirtschaft bauen sollen. "Man hätte zum Beispiel eine groß angelegte Initiative starten können, um die Impfstoff-Produktionskapazitäten schneller hochzufahren oder die Impflogistik zu optimieren", sagte Busch in einem Interview dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Die Unternehmen hätten viel Erfahrung in der Logistik und Beschaffung. "Hier hat die Politik versucht, zu viel allein zu lösen. Dadurch haben wir Zeit und Momentum verloren." Busch mahnte mehr Tempo beim Impfen an. "Hier müssen wir viel schneller werden." Schon bei Masken und Schnelltests habe die Politik zu langsam gehandelt, statt die Erfahrungen aus der Wirtschaft zu nutzen. Die Siemens-Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers war im vergangenen Jahr in die Produktion von Schnelltests auf Covid-Infektionen eingestiegen. Bis in den März hinein hatte die Bundesregierung darauf verwiesen, dass die Tests knapp seien. "Wenn man die bestellt, liefern wir", sagte Busch und ergänzte auf Nachfrage: "Wir hätten früher liefern können."

    21.10 Uhr: Frankreich schließt alle Schulen für drei Wochen

    Frankreich verhängt im Kampf gegen Corona landesweit harte Beschränkungen für vier Wochen und schließt vorübergehend auch die Schulen. Dies kündigte Präsident Emmanuel Macron am Mittwochabend in einer Fernsehansprache an. Macron sprach von einem «Wettlauf gegen die Zeit». Von Ostersamstag an müssen im ganzen Land nicht lebensnotwendige Läden geschlossen bleiben. Außerdem gibt es strenge Bewegungseinschränkungen. Erstmals im laufenden Schuljahr bleiben auch die Schulen zu. Der Präsident hatte immer wieder betont, dies solange wie möglich verhindern zu wollen. Im ganzen Land sollen nach den Osterwochenende nun die Schulen einheitlich für drei Wochen geschlossen sein. Zunächst gibt es eine Woche lang Distanzunterricht, gefolgt von zwei Wochen Frühlingsferien für alle. Bislang waren in den Regionen unterschiedliche Regelungen geplant. Im gesamten Land gelten vom Wochenende an auch Bewegungseinschränkungen - so dürfen sich die Menschen etwa für Spaziergänge oder Sport nicht weiter als zehn Kilometer von ihrer Wohnung fortbewegen.

    20.55 Uhr: Mexikanischer Präsident lässt sich gegen Coronavirus impfen

    Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador lässt sich nach eigenen Angaben gegen das Coronavirus impfen. Er wolle aber nicht, dass seine für kommende Woche geplante Impfung zu einem "Spektakel" werde, sagte López Obrador am Mittwoch. Der 67-jährige López Obrador hatte sich im Januar das Coronavirus zugezogen. Bei einem Test in jüngerer Zeit sei festgestellt worden, dass er noch Antikörper im Körper habe, sagte er. Seine Ärzte würden aber eine Impfung empfehlen. López Obrador hat sich geweigert, sich für schärfere Lockdowns wie in anderen Ländern einzusetzen. So etwas bezeichnete er als «autoritär». Mexiko hat mehr als 202.000 nachgewiesene Todesfälle mit dem Coronavirus registriert. Die Regierung gibt die tatsächliche Opferzahl mit mehr als 322.000 an. Das Land will bis April alle Bewohner über 60 impfen.

    20.35 Uhr: Landesvorsitzende des Hausärzteverbands lobt Astrazeneca als "hervorragend"

    Für Menschen über 60 sei Astrazeneca ein „hervorragender Impfstoff“, der vor den schwerwiegenden Komplikationen von Covid 19 schützen könne. Das sagte Markus Beier, der Landesvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbands, am Abend in der Rundschau im BR Fernsehen, nachdem die Impfungen mit Astrazeneca in den bayerischen Hausarztpraxen heute begonnen hatten. Dass mit dem Wirkstoff in den verschiedenen europäischen Ländern so unterschiedlich umgegangen wird, hänge damit zusammen, in welcher Altersgruppe jeweils die Impfschwerpunkte lagen. „Das sieht man in Großbritannien, wo die meisten Astrazeneca-Dosen bisher verimpft worden sind, wo die über 60-Jährigen den absoluten Schwerpunkt haben, dass es da überhaupt kein Problem gibt. Ich denke, dass sich auch unsere Kommissionen und Behörden daran orientiert haben. Und in Ländern, wo der Schwerpunkt bei den Jüngeren lag, gab’s eben ganz vereinzelte Fälle. Das ist eine Sicherheit, auf die die Menschen ein Recht haben. Aber hier einen Impfstoff insgesamt zu diskreditieren kann wirklich große Probleme auslösen. Deshalb sollten wir uns auf das fokussieren, was funktioniert – und das ist: Astrazeneca bei über 60-Jährigen ist ein sehr guter Impfstoff.“ Es sei die hausärztliche Verantwortung, die Patienten diesbezüglich zu beraten. Wichtig sei aber auch, dass die Hausärzte in den Praxen für die übrigen Patienten auch die anderen Impfstoffe erhielten.

    20.25 Uhr: Macron verkündet landesweiten Corona-Lockdown

    Der französische Präsident Emmanuel Macron hat wegen eines schnellen Anstiegs der Coronavirus-Infektionen eine dreiwöchige landesweite Schließung der Schulen angekündigt. Inlandsreisen würden einen Monat lang verboten, teilte Macron am Mittwochabend in einer Fernsehansprache mit. Es würden Maßnahmen benötigt, weil die Pandemie an Geschwindigkeit gewinne, sagte Macron. Eine Ausgangssperre von 19.00 Uhr bis 6.00 Uhr soll bestehen bleiben. Die französische Regierung hatte sich zuletzt auf regionale Einschränkungen konzentriert. Schulschließungen galten als letzte Wahl. Für (morgigen) Donnerstag ist im französischen Parlament eine Debatte geplant, die sich mit der Viruslage und den neuen Maßnahmen befasst.

    19.45 Uhr: Türkei meldet mehr als 39.000 Neuinfektionen

    Die Türkei meldet mit 39.302 Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Die Zahl der bestätigten Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg binnen 24 Stunden zudem um 152 auf 31.537, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums am Mittwoch weiter hervorgeht. Die Regierung hatte Anfang des Monats die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gelockert, was wieder zu einem Anstieg der Fälle führte. Am Montag zog Präsident Recep Tayyip Erdogan aber die Reißleine und kündigte eine Verschärfung der Maßnahmen an. Unter anderem soll es während des islamischen Fastenmonats Ramadan, der Mitte April beginnt, eine Rückkehr zu den landesweiten Ausgangsbeschränkungen am Wochenende kommen.

    19.20 Uhr: Corona-Regeln über Ostern: Osten Österreichs im mehrtägigen Lockdown

    Teile Österreichs gehen am Donnerstag wieder in einen Lockdown. Betroffen sind die Bundesländer Wien, Niederösterreich und das Burgenland im Osten der Alpenrepublik. Dort grassiert besonders stark die britische Corona-Variante. Die Auslastung der Intensivbetten in den Kliniken ist hoch. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in den drei Bundesländern zwischen 280 und 340. Österreichweit haben sich in den vergangenen sieben Tagen etwa 260 Menschen pro 100.000 Einwohner nachweislich mit dem Virus angesteckt. Die Maßnahme gilt in den drei betroffenen Bundesländern bis zum 10. April. Bis auf die üblichen Ausnahmen für den täglichen Bedarf müssen alle Läden schließen. Auch Museen und Zoos dürfen nicht mehr besucht werden.

    19.15 Uhr: Niedersachsens CDU-Landeschef fordert Aktionsplan gegen Einsamkeit

    Niedersachsens CDU-Landesvorsitzender Bernd Althusmann hat sich vor den Osterfeiertagen für einen bundesweiten Aktionsplan gegen Einsamkeit ausgesprochen. "Die Pandemie schlägt uns auf die Seele und bedrückt uns. Wer damit alleine nicht mehr fertig wird, braucht zügig Hilfe", sagte Althusmann laut einer Mitteilung am Mittwoch. Der Bedarf an Psychotherapie-Plätzen habe in der Corona-Pandemie zugenommen, allerdings gebe es nicht genug Behandlungsplätze für Menschen, die mit psychischen Problemen zu kämpfen hätten. Es solle außerdem offen über Einsamkeit gesprochen werden. «Wir brauchen einen bundesweiten Aktionsplan, um dieses wichtige Thema nicht nur in Krisenzeiten anzugehen und um Betroffenen besser und schneller helfen zu können», sagte der Politiker.

    19.05 Uhr: Belgien muss Corona-Einschränkungen binnen 30 Tagen aufheben

    Belgien muss nach einem Gerichtsurteil innerhalb von 30 Tagen alle Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zurücknehmen oder eine ausreichende Rechtsgrundlage dafür schaffen. Dies entschied ein Gericht der Hauptstadt Brüssel in erster Instanz nach einer Klage der Liga für Menschenrechte. Innenministerin Annelies Verlinden kündigte am Mittwochabend an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Liga für Menschenrechte hatte den belgischen Staat vor einigen Wochen verklagt, weil die Entscheidungen per ministeriellen Erlassen während der Corona-Pandemie keine Rechtsgrundlage hätten. Das Urteil sieht nun eine Strafe von 5.000 Euro täglich - maximal 200.000 Euro - vor, falls es nicht umgesetzt wird. Das Gericht forderte ein Pandemie-Gesetz. Die bestehenden Einschränkungen bleiben aber zunächst bestehen. Die Regierung arbeitet derzeit an einem solchen Gesetz, das das Parlament stärker einbinden soll.

    18.50 Uhr: Covid-19 war 2020 dritthäufigste Todesursache in den USA

    In den USA war Covid-19 im vergangenen Jahr die dritthäufigste Todesursache nach Herzerkrankungen und Krebs. Besonders hoch sei die Sterblichkeitsrate bei über 85-jährigen Corona-Patienten gewesen, teilt die US-Seuchenbehörde CDC mit. In der Altersgruppe habe es 120.648 Todesfälle gegeben. Ingesamt seien 377.883 Menschen in den USA in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Verglichen mit dem Vorjahr sei die Sterblichkeitsrate insgesamt um 16 Prozent auf 3,35 Millionen Menschen geklettert. Die Zunahme liege vor allem an den Covid-19-Todesfällen, die einen Anstieg von 11,3 Prozent ausmachten.

    18.30 Uhr: Finnland zieht Lockdown-Plan wegen Verfassungsbedenken zurück

    Die finnische Regierung hat Pläne für verschärfte Ausgangsbeschränkungen in der Hauptstadt Helsinki und weiteren Städten zur Eindämmung des Coronavirus wegen verfassungsrechtlichen Bedenken zurückgezogen. Die Entscheidung vorausgegangen war eine Erklärung des Verfassungsrechtsausschusses, der den Vorschlag als zu vage und nicht verfassungskonform eingestuft hatte. "Aufgrund der Stellungnahme des Ausschusses hat die Regierung entschieden, dass wir den Vorschlag zurückziehen müssen", teilt Ministerpräsidentin Sanna Marin auf Twitter mit.

    18.25 Uhr: Curevac rechnet mit Impfungen ab Juni

    Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac geht weiter davon aus, dass sein Corona-Impfstoff Anfang Juni auf den Markt kommt. Er sei zuversichtlich, rechtzeitig eine Zulassung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zu erhalten, so dass in zwei Monaten mit den Curevac-Impfungen begonnen werden könne, sagte Unternehmenschef Franz-Werner Haas der "Stuttgarter Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Es sei schwer, einen genauen Zeitpunkt zu benennen, weil es in der sogenannte Phase-3-Studie mit 35.000 Probanden eine bestimmte Anzahl von Erkrankten geben müsse, bevor sie ausgewertet werden könne. Der Impfstoffbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Krupp, hatte kürzlich gesagt, er rechne mit einer Impfung mit dem Curevac-Vakzin in der zweiten Jahreshälfte. Der Curevac-Impfstoff ist nach Biontech das zweite Vakzin aus deutscher Fertigung. Er basiert wie Biontech auf der sogenannten mRNA-Technologie.

    18.15 Uhr: Thüringen verschärft - aber will ab 10. April Zoos öffnen

    Thüringen kombiniert Kontaktverschärfungen mit Öffnungsschritten. Tagespflegeinrichtungen sollen öffnen können, wenn in einem Kreis die Inzidenz stabil unter 200 liegt, teilt das Gesundheitsministerium mit. Ab dem 10. April sollen Zoos, Tierparks und botanischen Gärten unter freiem Himmel bei einer Kontaktnachverfolgung geöffnet werden. Körpernahe Dienstleistungen werden nicht verboten, aber Kunden müssen einen Negativtest vorweisen, wenn sie die Schutzmaske abnehmen müssen. Thüringen weist laut RKI am Mittwoch eine Sieben-Tage-Inzidenz von 242 aus - den höchsten Wert unter den Bundesländern.

    17.19 Uhr: EMA sieht keine Bedenken gegen Astrazeneca

    Anders als Deutschland rät die EU-Arzneimittelbehörde EMA vorerst nicht zu Einschränkungen bei der Anwendung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca. "Nach dem jetzigen wissenschaftlichen Stand gibt es keine Belege dafür", sagte EMA-Chefin Emer Cooke. Die Überprüfung von neuen Hinweisen auf Blutgerinnsel laufe noch.

    Eine aktualisierte Empfehlung der EMA sei für die Sitzung ihres Sicherheitsausschusses vom 6. bis 9. April zu erwarten. In Deutschland wird Astrazeneca nur noch für Menschen ab 60 Jahren uneingeschränkt empfohlen.

    16.46 Uhr: Bluesfestival wegen eines einzigen Corona-Falls abgesagt

    Wegen eines einzelnen lokal übertragenen Corona-Falls haben die Behörden in Australien das weltberühmte Musikfestival "Byron Bay Bluesfest" abgesagt - nur 24 Stunden vor seinem geplanten Start. Zu dem Event, das vom 1. bis 5. April dauern sollte, hatten sich Zehntausende Fans aus dem Bundesstaat New South Wales, aber auch aus anderen Landesteilen angesagt.

    Ein junger Mann war positiv auf das Virus getestet worden. Um einen größeren Virusausbruch zu vermeiden, sei das Festival kurzfristig abgesagt worden, berichtete die australische Nachrichtenagentur AAP unter Berufung auf den Gesundheitsminister der Region, Brad Hazzard. Australien ist wegen extrem strikter Maßnahmen bislang sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen und hat bisher insgesamt nur rund 29 000 Fälle verzeichnet.

    15.42 Uhr: UEFA kippt Zuschauerbegrenzung

    Die Europäische Fußball-Union hat ihre Begrenzung bei der Zulassung von Zuschauern aufgehoben. Die seit dem 1. Oktober 2020 gültige Beschränkung auf bis zu 30 Prozent der Stadionkapazität werde nicht mehr benötigt, weil die 55 Mitgliedsverbände mit unterschiedlichen Situationen in der Bekämpfung der Corona-Pandemie konfrontiert seien, teilte die UEFA am Mittwoch nach der Sitzung des  Exekutivkomitees mit.

    Fans aus dem Ausland werden allerdings weiterhin nicht zugelassen, der UEFA-Beschluss gilt vorerst bis zum Abschluss der Champions League und Europa League im kommenden Mai. Bei der EM in diesem Sommer (11. Juni bis 11. Juli) bevorzugt die UEFA die Spielorte, die eine Zulassung von Zuschauern garantieren können.

    15.02 Uhr: Hamburg verhängt Ausgangssperre

    Wegen der steigenden Inzidenz hat Hamburg eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Danach sollen die Menschen in der Hansestadt ab Karfreitag 21.00 Uhr bis 05.00 Uhr (MESZ) zu Hause bleiben. Das kündigte der Erste Bürgermeister, Peter Tschentscher (SPD), an. In Hamburg laut beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert-Koch-Institut 133,9.

    Das ist noch weniger als in Berlin, wo der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) für eine Ausgangssperre nach Ostern plädiert. In einer Sondersitzung der SPD-Fraktion gibt es bislang noch keine Mehrheit für eine Ausgangssperre. Dagegen ist die Einführung von neuen Kontaktbeschränkungen im Gespräch.

    14.50 Uhr: Rückreise-Teststress für Mallorca-Urlauber

    Ärzte auf Mallorca haben deutschen Urlaubern zu einer frühzeitigen Terminvereinbarung für einen Corona-Test geraten. "Rein rechnerisch könnte es vor allem Ostermontag eng werden", sagte der Arzt Andreas Leonhard vom Deutschen Facharzt-Zentrum in Paguera.

    Die Vereinigung privater Gesundheitseinrichtungen betonte, die Kapazitäten seien ausreichend, um alle Urlauber rechtzeitig zu testen. Seit Dienstag müssen alle aus dem Ausland in Deutschland ankommende Flugreisende einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

    13.43 Uhr: Söder und Kretschmann appellieren an Ministerpräsidenten

    In einem gemeinsamen Brief an ihre 14 Ministerpräsidenten-Kollegen fordern Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne) eine strikte Anti-Corona-Politik mit einer konsequenten Umsetzung der Notbremse in Hotspots. Zudem plädieren die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg für eine Corona-Testpflicht an den Schulen nach den Osterferien.

    "Die dritte Welle rollt seit einigen Wochen unerbittlich über das Land. Die Lage ist ernst, ernster als viele glauben", heißt es in dem Brief. "Wir müssen daher unsere Verantwortung jetzt wahrnehmen und dürfen nicht länger diskutieren. Das Virus verzeiht keine Verzögerungen", mahnen Söder und Kretschmann.

    Alle Instrumente gegen das Virus seien vorhanden und auch beschlossen, betonen die beiden Ministerpräsidenten: Nun gelte es, "die Notbremse ohne weiteres Überlegen und Zögern konsequent umzusetzen. Hierzu gehören nächtliche Ausgangsbeschränkungen und adäquate Kontaktbeschränkungen bei einer Inzidenz über 100 sowie eine konsequente FFP2-Maskenpflicht und Tests. Sonst laufen wir Gefahr, dass sich durch ein ständiges Hin und Her die Lage bis in den Sommer hinein fortsetzt."

    13.37 Uhr: BLLV-Präsidentin Fleischmann erneuert Forderungen

    Nach der gestrigen Empfehlung der Ständigen Impfkommission, den Impfstoff Astrazeneca nur noch für Menschen über 60 Jahren zu verwenden, hat Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), ihre Forderung erneuert, Lehrkräfte möglichst schnell zu impfen.

    Dabei verwies sie auf Ankündigungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder: "Wir wollen uns verlassen auf die Ansagen des Ministerpräsidenten. Er hat gestern klargemacht, oberste Priorität ist der Gesundheitsschutz, gerade in den Schulen." Als Konsequenz auf fehlende Impfstoffe bliebe nur der Distanzunterricht, so Fleischmann: "Wenn wir unseren Fuß nach den Osterferien in die Schulen setzen sollen, dann brauchen wir jetzt maximal viele Impfangebote."

    Beim Astrazeneca-Impfstoff ist jedoch nach Auskunft der BLLV-Präsidentin die Lehrerschaft gespalten: "Da gibts Lehrerinnen und Lehrer, die sagen, nach der ersten Impfung möchte ich es wieder. Und es gibt andere Kollegen und Kolleginnen, die sagen, ich möchte dieses Produkt nicht bekommen."

    13.23 Uhr: Höchststand bei Corona-Toten in Ungarn

    Ungarn meldet so viele Corona-Tote wie noch nie an einem Tag. Es waren 302. Die Zahl der Toten pro Woche und Million Einwohner war weiterhin die höchste der Welt - obwohl Ungarn vor mehr als drei Wochen Lockdown-Maßnahmen verhängte und beim Impfen schneller ist als jedes andere EU-Land: Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung ist bereits geimpft. Ungeachtet dieses Erfolgs liegen in der EU nur in Bulgarien mehr Corona-Patienten im Verhältnis zur Bevölkerung in Krankenhäusern.

    28 Medien forderten in einem offenen Brief von der Regierung mehr Transparenz bezüglich der Pandemie. "Der Mangel an Information hat ernste Konsequenzen", schrieben sie. Sie forderten, dass Journalisten in Krankenhäuser dürfen, um über Corona-Stationen zu berichten und dass medizinische Beschäftigte Interviews geben dürfen - bislang ist ihnen das per Ministeriumserlass verboten.

    13.02 Uhr: Biontech meldet maximale Impfstoffwirksamkeit bei Jugendlichen zwischen 12 und 15

    Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer hat bei Jugendlichen zwischen zwölf und 15 Jahren nach Unternehmensangaben in einer Zulassungsstudie eine Wirksamkeit von hundert Prozent gezeigt. Die Immunantworten der Studienteilnehmer hätten die "robusten Antikörperantworten" von geimpften 16- bis 25-Jährigen übertroffen, teilten die Unternehmen mit. Die Verträglichkeit sei zudem "gut".

    Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen die Daten, die aus einer zulassungsrelevanten Studie der sogenannten Phase drei mit Jugendlichen stammen, in den kommenden Wochen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA und der Europäischen Arzneimittelagentur EMA einreichen. In den USA und in der EU ist ihr Impfstoff bislang nur für Menschen ab 16 Jahren zugelassen. Andere Vakzine werden erst ab einem Alter von 18 Jahren verimpft.

    12.51 Uhr: Weltärztebund-Chef Montgomery verlangt Total-Lockdown

    Einen absoluten Lockdown in Deutschland mit umfassender Kontaktvermeidung fordert der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery. "Man darf nicht über Lockerungen reden, sondern darüber, wie wir das exponentielle Wachstum wieder einfangen", sagte Montgomery bei "19 - die Chefvisite" mit Blick auf die dritte Pandemiewelle. "Wir müssen unsinnige Kontakte unbedingt vermeiden - es ist nicht die Zeit für Partys im Park", so der Mediziner. Die Leute sollten strikt zu Hause bleiben, bis der Inzidenzwert sinkt, "am besten deutlich unter 30".

    In diesem Total-Lockdown-Szenario wären nur noch Lebensmitteleinkäufe, Gassigehen oder Individualsport im Freien erlaubt. Und auch dabei sollten FFP2-Masken getragen werden. Montgomery kritisierte den "Irrsinn" der Ministerpräsidenten, die die Lockdown-Maßnahmen zu früh gelockert hätten. Jetzt sei "konsequente politische Führung" gefragt.

    12.43 Uhr: Jemen erhält erste Lieferung mit Corona-Impfstoffen

    Im Bürgerkriegsland Jemen ist die erste Lieferung mit Corona-Impfstoffen eingetroffen, darunter 360.000 Dosen über das Projekt Covax. Die Astrazeneca-Impfdosen seien zunächst für Mitarbeiter des Gesundheitswesens und andere "vorrangige Teile der Bevölkerung" gedacht, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. Vertreter der Vereinten Nationen und der jemenitischen Regierung nahmen die Impfstoffe in der Hafenstadt Aden entgegen. Bis Jahresende sollen 1,9 Millionen Dosen ins Land geliefert werden.

    Vergangene Woche hatte Jemens Corona-Ausschuss die Regierung aufgefordert, wegen steigender Fallzahlen den Notstand auszurufen und einen Teil-Lockdown zu verhängen. Offiziell wurden in dem 30-Millionen-Einwohner-Land bislang gut 4.200 Corona-Infektionen sowie 863 Todesopfer registriert. Wegen weniger Tests ist aber von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

    12.31 Uhr: Russland lässt ersten Corona-Impfstoff für Tiere zu

    Russland hat nach eigenen Angaben den ersten Corona-Impfstoff für Tiere zugelassen. Das Vakzin Carnivak-Cov sei seit Oktober an Hunden, Katzen, Nerzen, Füchsen und anderen Tieren getestet worden und habe sich zu 100 Prozent als wirksam erwiesen, erklärte die Agrar-Aufsichtsbehörde Rosselchosnadsor. Demnach soll die Massenproduktion im April starten. Das Vakzin könne auch im Kampf gegen weitere Mutanten des Virus helfen.

    Pelztierzüchter in mehreren europäischen Ländern sowie aus den USA, Kanada und Singapur hätten bereits ihr Interesse an Carnivak-Cov bekundet, erklärte der Vizechef der Behörde, Konstantin Sawenkow. Im November hatte die dänische Regierung Millionen Nerze aus Zuchtbetrieben keulen lassen, nachdem bei einigen Tieren eine auf den Menschen übertragbaren Coronavirus-Mutante entdeckt worden war. Die Sorge war damals groß, die neue Variante könnte die Wirksamkeit von Impfstoffen beeinträchtigen.

    12.15 Uhr: 653 Tote in Polen - Höchste Zahl an einem Tag in diesem Jahr

    In Polen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 653 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Das ist die höchste Zahl, die in diesem Jahr an einem Tag verzeichnet wurde. Insgesamt starben bislang mehr als 53.000 Menschen. Zudem registrierten die Behörden 32.874 Neuinfektionen, die Gesamtzahl steigt damit auf über 2,3 Millionen. In Polen leben rund 38 Millionen Menschen.

    12.10 Uhr: NRW vergibt ab Samstag Termine für Astrazeneca-Impfung für Menschen ab 60

    Ab Karsamstag können Personen ab 60 Jahren in Nordrhein-Westfalen Termine für Impfungen mit Astrazeneca buchen. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an.

    Über Ostern werde in den 53 Impfzentren mit zusätzlichem Personal und zusätzlichen Öffnungszeiten geimpft, sagte Laumann. Wer sich anmelde, müsse aber wissen, dass mit Astrazeneca geimpft werde, Wer das nicht wolle, müsse sich gar nicht erst melden. Zum Samstag erwarte NRW eine große Lieferung mit 380.000 Impfdosen, sagte Laumann.

    Jeder, der schon eine erste Impfung mit Astrazeneca bekommen habe, müsse sich keine Sorgen um die Zweitimpfung machen. Bis die in der zweiten Mai-Woche anstehe, sei geklärt, wie das Immunisierungsverfahren fortgesetzt werde.

    11.59 Uhr: China weist WHO-Vorwürfe zu Coronavirus-Studie zurück

    China weist den Vorwurf der Weltgesundheitsorganisation WHO zurück, wonach die Regierung in Peking Erkenntnisse über die Entstehung des Coronavirus unter Verschluss hält. Solche Anschuldigungen entbehrten jeglicher Grundlage, sagte der Mitautor der gemeinsamen Studie, Liang Wannian, in Peking. "Natürlich können nach chinesischem Recht einige Daten nicht mitgenommen oder fotografiert werden", sagte Liang: "Aber als wir das zusammen in Wuhan analysiert haben, konnte jeder die Daten, das Material sehen, wir haben das alles zusammen gemacht."

    Bei der gemeinsamen Studie von WHO und chinesischen Behörden war den vorläufigen Ergebnissen zufolge herausgekommen, dass das Virus von Fledermäusen über eine andere Tierart auf den Menschen übertragen wurde. Allerdings brauche es weitere Analysen und Studien zu dem Thema. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus warf China in diesem Zusammenhang vor, den internationalen Forschern Daten vorenthalten zu haben.

    11.46 Uhr: DIW - Wirtschaft im 1. Quartal wohl um 1,5 Prozent geschrumpft

    Wegen der Corona-Krise dürfte die deutsche Wirtschaft laut den Forschern des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu Jahresbeginn kräftig geschrumpft sein. Das signalisiert das von dem Institut veröffentlichte Barometer, das auf ein Minus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal von rund anderthalb Prozent schließen lässt. Die Industrie setze ihren Aufwärtstrend vom Lockdown aber "weitestgehend unbeeindruckt" fort. Nur deshalb sei der Wert des Konjunkturbarometers immer noch vergleichsweise robust, so die Forscher. Die deutlich steigenden Inzidenzzahlen träfen aber die konsumnahen Dienstleistungsbereiche und würden die Erholung dort erheblich hinauszögern.

    Das Ifo-Institut ist weniger skeptisch für das erste Quartal und geht lediglich von einem Rückgang des BIP von 0,7 Prozent aus. Die Stimmung der Firmen in Deutschland hat sich mitten in der dritten Corona-Welle überraschend stark aufgehellt, wie aus dem Ifo-Geschäftsklimaindex für März hervorgeht. Das Barometer stieg auf den höchsten Stand seit Juni 2019.

    11.28 Uhr: Ramelow fordert Rahmenvertrag zur Sputnik-Produktion

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow plädiert für einen Rahmenvertrag Deutschlands zur Produktion des russischen Impfstoffes Sputnik. "Ich verstehe nicht, dass die Bundesregierung noch nicht einmal einen Rahmenvertrag geklärt hat, um die Produktion von Sputnik V innerhalb Deutschlands wenigstens in den vertraglichen Rahmen aufzunehmen", sagt der Linken-Politiker der "Rheinischen Post" und dem "General-Anzeiger". In Dessau könne Sputnik V im Rahmen von Lohnfertigung hergestellt werden. Zudem wolle Russland im bayerischen Illertissen ein Werk hochziehen.

    11.17 Uhr: BA-Chef Scheele empfiehlt Rückkehr zu strengem Lockdown

    Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, spricht sich für eine Rückkehr zu einem strikteren Lockdown in Verbindung mit Ausgangssperren aus. "Es deutet sich zurzeit an, dass es unendlich lange dauert, bis wir aus diesem schleichenden Lockdown rauskommen", sagte Scheele bei der Vorstellung der Arbeitsmarktzahlen in Nürnberg: "Das hilft keinem. Es wäre wahrscheinlich besser, kurz und hart einzugreifen, um dann zu starten." Es gelte zu verhindern, dass die Einschränkungen auf das Verarbeitende Gewerbe übergriffen. Er wünsche sich "wieder einen etwas größeren Einfluss" der Virologen auf politische Entscheidungen: "Dass sie das nicht hatten, hat mit dazu geführt, dass diese dritte Welle (...) so zu Buche schlägt wie sie zu Buche schlägt."

    11.02 Uhr: Unionsfraktionsvize für Impfung von Politikern

    Wegen der Verunsicherung durch die Alterseinschränkung für den Impfstoff von Astrazeneca hat sich Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) für öffentlichkeitswirksame Impfungen von Politikern ausgesprochen. "Vielleicht kann man auch mal darüber nachdenken, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, ob der ein oder andere Politiker sich mit Astrazeneca impft - ich halte den jetzigen Zeitpunkt für richtig", sagte Linnemann bei RTL und ntv.

    Zwar werde Politikern oft vorgeworfen, sie wollten vorgezogen werden beim Impfen, sagte Linnemann. Er glaube aber, jetzt sei "eine Punktlandung da, wo vielleicht der richtige Zeitpunkt ist, um mit bestem Beispiel voranzugehen". Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll nach einem Beschluss von Bund und Ländern in der Regel nur für Menschen über 60 Jahren eingesetzt werden. Hintergrund sind Thrombosefälle vor allem bei jüngeren Frauen.

    10.44 Uhr: Walter-Borjans sieht Föderalismus durch Corona-Politik gefährdet

    Der Bundesvorsitzende der SPD, Norbert Walter-Borjans, ist besorgt über den Umgang des Bundes mit den Ländern bei den Corona-Beschlüssen. "Hier sind im Moment einige dabei, eine Staatsform zu beschädigen, nämlich den Föderalismus, der Deutschland so wohlhabend und kulturell vielfältig gemacht hat, wie es ist", so Walter-Borjans: "Also wir sollten jetzt nicht auf die Idee kommen, zu sagen, in jeder kritischen Phase - das muss alles der Bund regeln und nicht die Länder."

    Der SPD-Co-Vorsitzende kritiiserte zugleich die Vorbereitungen der Bund-Länder-Konferenzen durch das Bundeskanzleramt. "Man kann nicht auf die Ebene von Regierungschefs mit 30 ungeklärten Punkten gehen, um dann bis in die frühen Morgenstunden übermüdet zu diskutieren und anschließend Entscheidungen zu treffen, die dann von den Ländern nicht eingehalten werden", so Walter-Borjans: "Es ist am Ende die Koordinierungskraft des Kanzleramtes, die hier gefordert ist."

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) attestieret der SPD-Co-Chef in der Pandemie Hilfslosigkeit: "Ich teile nicht die Ansicht, dass das klare Ansagen waren am Sonntag bei Anne Will, sondern es war ein Stück weit Bestätigung einer gewissen Hilfslosigkeit und das macht nicht den Eindruck von Stärke."

    10.32 Uhr: Macron kündigt TV-Ansprache an

    Angesichts der zugespitzten Corona-Krise in mehreren Regionen will sich Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron am Mittwochabend (20.00 Uhr) in einer Fernsehansprache an seine Landsleute wenden. Medien rechnen damit, dass der 43-Jährige kurz vor den Oster-Feiertagen schärfere Beschränkungen auf regionaler Ebene ankündigen wird.

    "Ich denke, dass die Schulen geschlossen werden müssen", forderte die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo von der Ansprache des Präsidenten. Wie die Sozialistin im Sender BFMTV/RMC sagte, können allein in der Hauptstadt rund 20.000 Schüler nicht zur Schule gehen, weil sie entweder krank oder ihre Klassen wegen Krankheitsfällen bereits geschlossen sind.

    Vor allem Krankenhäuser im Großraum Paris schlugen zuletzt massiv Alarm, weil die Intensivstationen überfüllt sind. In Paris und zahlreichen anderen Départements des Landes gelten bereits verschärfte Corona-Bestimmungen, so haben zahlreiche Geschäfte geschlossen. Landesweit gilt eine strikte abendliche Ausgangssperre ab 19.00 Uhr. In dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern starben bisher über 95.000 erkrankte Menschen.

    10.16 Uhr: Astrazeneca vermarktet Corona-Impfstoff künftig als Vaxzevria

    Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astrazeneca vermarktet seinen Coronavirus-Impfstoff in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria. Das teilte das Unternehmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Der neue Name sei von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden.

    Bislang ist das Präparat unter dem Namen Covid-19 Vaccine Astrazeneca bekannt. "Die Umstellung auf einen dauerhaften Markennamen ist üblich und wurde seit vielen Monaten geplant", so die Mitteilung.Die vollständige Umstellung auf den Namen Vaxzevria werde in sechs Monaten erwartet, hieß es weiter. In anderen Märkten laufe derzeit noch eine Überprüfung. Der Impfstoff werde während der Pandemie weiterhin zum Selbstkostenpreis geliefert.

    10.14 Uhr: Forscher - Corona-Debatte ist von Angst getrieben

    Mit Blick auf das sinkende Vertrauen der Bevölkerung in das Corona-Management von Bund und Ländern hat der Göttinger Angstforscher Borwin Bandelow vor unrealistischen Erwartungen in die politisch Verantwortlichen gewarnt. "Es scheint, als würden sie überhöht wahrgenommen und für alles verantwortlich gemacht, was nicht optimal läuft", sagte der Professor für Psychiatrie an der Uni Göttingen.

    Als Beispiele nannte Bandelow den Unmut über die Impfkampagne, die Diskussion um Nebenwirkungen des Vakzins von Astrazeneca sowie die Debatte um Schnelltests. Es sei zu beobachten, dass der Diskurs um Versäumnisse und Risiken kreise: "Dabei müssten wir doch eigentlich anerkennen, dass wir ein Jahr nach Beginn der Pandemie trotz aller Unzulänglichkeiten im Krisenmanagement deutlich mehr Anlass zur Hoffnung als zur Resignation haben."

    Eine wesentliche Ursache für die Negativdebatten sei eine Art Angstzustand, in dem die Menschen gefangen seien. "Vereinfacht ausgedrückt: Unser Angstgehirn hat die Kontrolle übernommen", sagte der Psychiater. Im Gegensatz zum "Vernunftgehirn", das faktenbasiert arbeite, reagiere das "Angstgehirn" in einer Art Panik-Modus und laufe Gefahr, Fehlschlüssen aufzusitzen.

    10.03 Uhr: Ungarn meldet mit 302 Todesfällen neuen Tages-Höchstwert

    In Ungarn verzeichnen die Behörden 302 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus - so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden seit Ausbruch der Pandemie. Zudem seien 6.700 Menschen positiv auf das Virus getestet worden, teilt die Regierung mit. Gegenwärtig lägen in dem Land mit rund zehn Millionen Einwohnern mehr als 12.000 Patienten in den Krankenhäusern, die wegen einer Infektion behandelt würden. Knapp 1.500 von ihnen müssten beatmet werden. Das Gesundheitssystem sei zunehmend belastet.

    09.58 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in den USA steigt weiter

    In den USA nimmt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zu. Mit 60.540 neuen Fällen am Dienstag meldeten die Behörden rund 7.000 mehr als am gleichen Tag der Vorwoche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion blieb mit 846 vergleichsweise stabil. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300.416 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4.477 Toten verzeichnet.

    In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang knapp 30,4 Millionen Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 550.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen - aber nicht relativ zur Bevölkerung - sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Bislang haben landesweit rund 96 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten, 53,4 Millionen gelten als voll geimpft, wie Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC zeigen.

    09.49 Uhr: Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt trotz Corona

    Trotz steigender Corona-Infektionszahlen macht sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt eine Frühjahrsbelebung bemerkbar. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilt, ist die Zahl der Arbeitslosen im März auf 2.827.000 gesunken. Das waren 77.000 weniger als im Februar, aber 492.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank im März um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen berücksichtigt, die sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden oder vorübergehend arbeitsunfähig sind, lag im März bei 3.624.000 – das waren 344.000 Menschen mehr als vor einem Jahr.

    Im März wurde für 197.000 Menschen Kurzarbeit beantragt. Das seit November gestiegene Niveau sei auf die erneuten Corona-Eindämmungsmaßnahmen zurückzuführen, erklärt die BA. Daten zur tatsächlich in Anspruch genommenen Kurzarbeit liegen der Bundesagentur nur bis Januar vor. Demnach wurde im Januar für 2,85 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt.

    09.44 Uhr: FDP wirft Merkel "sprunghaftes Agieren" vor

    FDP-Generalsekretär Volker Wissing wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel "sprunghaftes Agieren" in der Corona-Krise vor. Das Springen von Lockdown zu Lockdown bringe nichts, sagt er in der ARD. Nötig sei eine langfristige Strategie. Er kritisierte die für die Pandemie-Politik entscheidenden Beratungen von Merkel mit den Ministerpräsidenten. Sitzungen, die morgens um 02.30 Uhr fragwürdige Entscheidungen herbeiführten, ergäben keinen Sinn. Diese Entscheidungen müssten von den Abgeordneten gefällt werden. "Es ist an der Zeit, dass der Bundestag das Heft des Handelns wieder in die Hand nimmt."

    09.27 Uhr: Firmenpleiten sinken auf Rekordtief

    Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist trotz der Corona-Rezession 2020 auf den tiefsten Stand seit rund 21 Jahren gesunken. Die Amtsgerichte meldeten 15.841 Unternehmensinsolvenzen und damit 15,5 Prozent weniger als 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilte: "Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen sank damit auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999."

    Grund für die Entwicklung 2020 ist die wegen der Virus-Pandemie ausgesetzte Insolvenzantragspflicht.Deshalb spiegele sich die durch die Corona-Krise verursachte wirtschaftliche Not vieler Unternehmen nicht in einem Anstieg der Firmenpleiten wider, betonten die Statistiker. Die Firmenpleiten dürften einer Studie zufolge in diesem Jahr leicht, aber 2022 spürbar zunehmen.

    09.14 Uhr: Kretschmer warnt vor Überlastung der Krankenhäuser

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat vor einer baldigen Überlastung der Krankenhäuser durch Corona-Patienten gewarnt. "Der Blick in jedes andere Nachbarland Deutschlands zeigt, was passieren wird: Wir werden Zahlen bekommen von 500, 600, 700 Inzidenz, wenn wir es nicht anhalten", sagte Kretschmer bei RTL und ntv. Das schaffe aber kein Gesundheitssystem der Welt - auch nicht das deutsche.

    Kretschmer sieht das Problem bei der Bevölkerung, wo sich ein zu großer Teil der Bürger nicht mehr an die Corona-Maßnahmen halte: "Zu viele machen Kompromisse, zu viele gehen ihren eigenen Weg. Und das sieht man unmittelbar im Infektionsgeschehen." Kretschmer forderte mehr Eigenverantwortung der Bürger. Diese müsse bereits zu Ostern greifen, zu viel Sorglosigkeit führe zu weiter steigenden Infektionszahlen.

    08.52 Uhr: China verhängt Quarantäne über Stadt Ruili

    Aus der chinesischen Stadt Ruili an der Grenze zu Myanmar sind mehrere neue Corona-Fälle gemeldet worden. Mindestens fünf Chinesen und vier Staatsbürger Myanmars seien infiziert, teilte die Gesundheitskommission der Provinz Yunnan mit. Die Stadtverwaltung kündigte Corona-Tests für alle 210.000 Bewohner von Ruili an. Außerdem müsse jeder für eine Woche zu Hause in Quarantäne. Der Wohnkomplex, in dem die Infektionen aufgetreten sind, wurde komplett abgeriegelt. Alle Läden außer Supermärkten und Apotheken wurden geschlossen.

    China hat die Corona-Pandemie weitgehend eingedämmt. Sobald neue Cluster auftreten, werden sofort ganze Städte abgeschottet und durchgetestet.

    08.46 Uhr: Knappes Drittel der Beschäftigten im Homeoffice - Ifo sieht "Luft nach oben"

    In deutschen Unternehmen arbeiten derzeit 31,7 Prozent der Beschäftigten laut Ifo-Institut teilweise oder vollständig im Homeoffice. Dies teilten die Münchner Forscher zu ihrer Umfrage im März mit. "Deutschland hat noch viel Luft nach oben", sagte Oliver Falck, Leiter des Ifo Zentrums für neue Technologien: "Wir schätzen das Potenzial für Homeoffice auf 56 Prozent der Beschäftigten." Im Februar hatte das Ifo eine Quote von 30,3 Prozent ermittelt. "Homeoffice könnte im Kampf gegen die Corona-Pandemie viel mehr als Mittel des sozialen Abstands bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Wirtschaft eingesetzt werden",so Falck. Gleichzeitig zeige die vergleichsweise niedrige Quote, wie wichtig konsequente Tests am Arbeitsplatz seien.

    Die Homeoffice-Quote variiiert stark nach Sektoren. Während sie bei den Dienstleistern im März bei 42,6 Prozent lag, erreichte sie im Verarbeitenden Gewerbe 23,4 Prozent und im Handel 19 Prozent. Die Politik drängt Unternehmen, mehr Homeoffice umzusetzen und Beschäftigten das Arbeiten von Zuhause zu ermöglichen. Denn seit der dritten Corona-Welle steigen die Infektionszahlen wieder deutlich.

    08.34 Uhr: Städtebund warnt vor Pleitewelle in deutschen Innenstädten

    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat vor dem Verlust von fast einer halben Million Jobs im Einzelhandel durch die Corona-Pandemie gewarnt. "Wir haben die ernsthafte Befürchtung, dass wir unsere Innenstädte nach der Pandemie nicht mehr wiedererkennen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Gerd Landsberg, in der Sendung "Bild Live". Demnach rechnet der Handelsverband mittlerweile damit, dass 82.000 Einzelhandelsgeschäfte nicht wieder aufmachen werden. Das entspreche 450.000 Arbeitsplätzen.

    Bund und Länder müssten das Impftempo deshalb beschleunigen, sagte Landsberg weiter. So müssten vor allem die Hausärzte "viel mehr Impfstoffe" erhalten. Diese würden ihre Patienten kennen und könnten individueller beraten. Im April sollen auch die Hausärzte in die Impfungen mit einbezogen werden.

    08.21 Uhr: Unionsfraktionsvize Frei für Aufweichung der Impfreihenfolge

    Der Unionsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) unterstützt die Entscheidung, die Verwendung des Impfstoffes von Astrazeneca einzuschränken - "auch wenn das mit Sicherheit zu Verunsicherung in der Bevölkerung führt". Im Deutschlandfunk zeigt er sich zuversichtlich, dass trotzdem die Zusage eines Impfangebots für alle bis zum Ende des Sommers eingehalten werden kann. Das sei zu schaffen, wenn die Hersteller die Impfzusagen einhielten: "Dann werden wir schon in den nächsten Wochen mit deutlich höheren Impfdosen rechnen können." Frei plädierte dafür, von der Impfreihenfolge "ein gutes Stück weit" abzuweichen. Die Haus- und Betriebsärzte müssten jetzt sehr viel stärker in die Impfkampagne eingebunden werden. Die Reihenfolge sei grundsätzlich richtig, es gehe aber darum, dass "man sich nicht mehr sklavisch daran hält".

    07.47 Uhr: Corona-Inzidenz in München überschreitet 100

    Die Corona-Inzidenz in München hat jetzt den Wert 100 überschritten. Konkret liegt er nun laut Robert-Koch-Institut bei 100,2 (gestern: 97,4). Konsequenzen hat das vorerst nicht: Erst wenn die Marke an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten wird, muss die "Notbremse" gezogen werden. Das würde etwa Kontaktregeln und den Kita-Betrieb betreffen. Auch würde wieder eine nächtliche Ausgangssperre und in den meisten Geschäften das Prinzip "Click und Collect" gelten.

    07.26 Uhr: Erneut weniger Neuinfektionen in Indien

    In Indien steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder etwas langsamer als vor einigen Tagen. Das Gesundheitsministerium meldete 53.480 Neuinfektionen Binnen 24 Stunden - es ist der zweite Tag in Folge, an dem die Zahl unter den Rekordwerten von über 60.000 liegt. Insgesamt wurden bislang mehr als 12,15 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um 354 auf 162.468. Das ist die höchste Zahl an einem Tag seit Mitte Dezember. Indien war lange Zeit weltweit das Land mit den zweithöchsten Werten nach den USA. Inzwischen weist Brasilien mehr Infektions- und Todesfälle auf.

    07.11 Uhr: Brasilien registriert Tageshöchstwert an Corona-Toten

    Inmitten einer Regierungskrise und einer außer Kontrolle geratenen Pandemie hat Brasilien erneut einen Tageshöchstwert bei den Corona-Toten registriert. 3.780 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in den vergangenen 24 Stunden meldete das Gesundheitsministerium in Brasília. 

    Am Dienstag vergangener Woche hatte Brasilien erstmals mehr als 3.000 Corona-Tote an einem Tag erfasst. Insgesamt sind 317.646 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, mehr als 12,6 Millionen Menschen haben sich infiziert. Nur in den USA sind die Zahlen höher. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so groß wie Deutschland.

    Das Gesundheitssystem ist vielerorts zusammengebrochen. Medikamente, unter anderem zur Intubation von Covid-19-Patienten, drohen zur Neige zu gehen. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hatte das Coronavirus verharmlost. Zuletzt milderte der Rechtspopulist seinen Ton - auch mit Blick auf Impfungen - allerdings etwas ab. Angesichts zunehmender Kritik tauschte Brasiliens Staatschef sechs Minister aus, die Spitzen von Armee, Luftwaffe und Marine räumten ihre Posten. 

    06.56 Uhr: Deutschland und USA investieren am meisten in Impfstoff-Entwicklung

    Die USA und Deutschland sind bei der Entwicklung von Corona-Impfstoffen mit Abstand die größten Geldgeber. Die beiden Länder haben zusammen 3,7 Milliarden Dollar (3,16 Mrd Euro) zur Verfügung gestellt, wie aus einer Aufstellung des Zentrums für Globale Gesundheit am Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung in Genf hervorgeht. Die USA investierten demnach fast 2,2 Milliarden Dollar, Deutschland 1,5 Milliarden Dollar aus der Staatskasse. Danach folgt mit großem Abstand Großbritannien, das auf 500 Millionen Dollar kommt. Insgesamt listet das Zentrum Investitionen von 5,9 Milliarden Dollar auf.

    Nach dieser Aufstellung kamen zwar 98,12 Prozent der Forschungsgelder aus öffentlichen Quellen. Allerdings betont das Zentrum, dass in Bezug auf Investitionen von Pharmafirmen nicht genügend Informationen vorlägen. Deren Beitrag dürfte in der Aufstellung unterrepräsentiert sein, schreibt das Zentrum, ebenso wie Investitionen von Ländern, in denen eigene Impfstoffe entwickelt wurden oder werden.

    Die größten Empfänger seien Unternehmen wie Moderna, Johnson & Johnson, Biontech/Pfizer, CureVac und die Universität von Oxford gewesen, die den Impfstoff von Astrazeneca mit entwickelt hat.

    06.22 Uhr: Amtsärzte fordern konsequenten Lockdown und konkrete Strategien

    Die deutschen Amtsärzte fordern in der Debatte um Maßnahmen gegen die dritte Corona-Infektionswelle einen harten Lockdown. "Die Impfungen werden diese dritte Welle in den kommenden Wochen noch nicht brechen können", sagt die Vorsitzendes des Bundesverbands der deutschen Amtsärzte, Ute Teichert, der Zeitung "Rheinische Post". Nur mit einem konsequenten Lockdown seien daher die Ansteckungszahlen zu drücken.

    "Parallel müssen wir konkrete Konzepte entwickeln, wie mit einer vernünftigen Test- und Impfstrategie und Apps zur digitalen Kontaktpersonenverfolgung wie der Luca-App Lockerungen möglich sind – aber erst, wenn die Fallzahlen unten sind", sagte Teichert. Zu dieser Strategie gehöre auch, genau zu erklären, wie Menschen und Institutionen vorgehen sollen, wenn ein Schnelltest eine Infektion mit SARS-CoV-2 anzeigt. "Der lapidare Hinweis 'Melden Sie sich bei Ihrem Hausarzt oder Gesundheitsamt' reicht nicht aus und lässt viele hilflos zurück."

    06.05 Uhr: RKI registriert 17.051 Neuinfektionen und 249 Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 17.051 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 249 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 15.813 Neuinfektionen und 248 neue Todesfälle verzeichnet.

    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI bundesweit bei 132,3 - und damit etwas unter dem Niveau des Vortags (135,2).

    Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.808.873 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.521.800 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 76.342.

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 1,01 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken.

    05.39 Uhr: Stiko-Vorsitzender: - Kontrollfunktion hat bei Astrazeneca funktioniert

    Die Auswirkungen der geänderten Empfehlung für den Astrazeneca-Impfstoff sind dem Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, zufolge schwer abzusehen. "Es kann sein, dass dadurch Vertrauen schwindet", sagte Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es könne aber auch das Gegenteil bewirken. In jedem Fall habe die Kontrollfunktion des Paul-Ehrlich-Instituts gut funktioniert: "Sie haben mehr als 30 besorgniserregende Fälle registriert, es wurde intensiv geprüft und Alarm geschlagen, und jetzt reagiert man darauf. Das sollte eigentlich vertrauensbildend sein."

    Die Gesundheitsminister waren am Dienstagabend der Empfehlung der Stiko gefolgt, das Präparat von Astrazeneca in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren einzusetzen. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen. Erst Mitte März waren Astrazeneca-Impfungen nach einer einige Tage langen Impfpause und neuen Überprüfungen wieder angelaufen.

    Dienstag, 30. März 2021

    22.30 Uhr: Kanzlerin will sich impfen lassen, wenn sie "dran ist"

    Bundeskanzlerin Angela Merkel betont: "Wenn ich dran bin, lass ich mich impfen." Mit der Entscheidung zu AstraZeneca sei dies nun wahrscheinlich früher der Fall, sagt die 66-Jährige. "Die Möglichkeit, sich impfen zu lassen, ist für mich näher gerückt." Es komme jetzt aber darauf an, wie das Land Berlin die neue Situation umsetze. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bekräftigt zugleich das Versprechen, trotz der neuen Lage um AstraZeneca jedem Bundesbürger im Sommer ein Impfangebot machen zu können.

    22.15 Uhr: Kanzlerin Merkel hat "Nachdenken über schärferen Pandemiekurs" noch nicht beendet

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, wie ein schärferer bundeseinheitlicher Kurs zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aussehen könnte. "Der Prozess des Nachdenkens ist noch nicht abgeschlossen. Ich weiß nur, dass es wichtig ist, angesichts der dritten Welle, in der wir sind, alles zu tun, um diese Welle möglichst schnell zu brechen." Nach einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags kann der Bund über das Infektionsschutzrecht den Ländern weitreichende Vorschriften zur Bekämpfung der Corona-Pandemie machen, die diese genau umzusetzen hätten. Merkel betonte allerdings am Dienstagabend erneut: !Was immer man für einen Weg wählt, immer müssen Bund und Länder zusammenarbeiten.! Es gebe keine einzige Entscheidung in Deutschland, die nicht zwischen Bund und Ländern gemeinsam getroffen werde.

    21.50 Uhr: Malta startet Tourismus-Offensive

    Der bei den Corona-Impfungen rasch vorankommende Mittelmeerstaat Malta will sich ab Juni wieder in großem Stil für Touristen öffnen. Bei der Vermarktung will das EU-Land vor allem auf Outdoor-Aktivitäten wie Sporttauchen setzen und damit wieder mehr Urlauber ins Land ziehen. Tourismus-Minister Clayton Bartolo verkündete am Dienstag ein entsprechendes Öffnungsprogramm, das sich die Regierung 20 Millionen Euro kosten lässt. Maltas wichtigster Flughafen ist zwar in Betrieb, allerdings werden momentan nur wenige Verbindungen angeboten. Einreisende müssen einen negativen Corona-Test vorweisen, um ins Land gelassen zu werden. Hotels, Restaurants und klassische Touristenattraktionen sind geschlossen. Bartolo zufolge sollen die Einreisebeschränkungen für geimpfte Flug- und Schiffspassagiere gelockert werden: Sie dürften ab Juni mit einem entsprechenden Nachweis ins Land, alle anderen müssen weiterhin einen Negativtest vorlegen.

    21.45 Uhr: Über 60-Jährige können jetzt schneller geimpft werden

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn betont, die Entwicklung sei einerseits "ohne Frage ein Rückschlag" für die Impfkampagne in Deutschland. Aber die über 60-Jährigen könnten nun schneller geimpft werden, sagt Spahn bei der Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Die Älteren in dieser wachsenden dritten Welle zu schützen, ist wichtig." Er bitte daher darum, das bestehende Impfangebot anzunehmen. Der Impfstoff von AstrZeneca sei "sehr wirksam, gerade auch bei den Älteren", sagt Spahn.

    21.35 Uhr: Bund und Länder folgen Empfehlung der Stiko bei Astrazeneca

    Bund und Länder haben nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel beschlossen, den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission zu folgen. Dies teilt Merkel nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer mit. Damit bestätigen Merkel und die Regierungschefs der Länder einen vorherigen Beschluss der Gesundheitsminister.

    21.15 Uhr: Drosten plädiert für "Holzhammer"-Methode

    Angesichts der steigenden Corona-Zahlen mahnt der Berliner Virologe Christian Drosten schärfere Maßnahmen an. "Ich glaube, es wird nicht ohne einen neuen Lockdown gehen, um diese Dynamik, die sich jetzt ohne jeden Zweifel eingestellt hat, noch einmal zu verzögern", sagte der Charité-Wissenschaftler am Dienstag im Podcast "Coronavirus-Update" (bei NDR-Info). Die Situation sei leider "sehr ernst und sehr kompliziert". Deutschland habe viel verpasst an Gelegenheiten, die Werkzeuge zu optimieren. "Ich habe das Gefühl, dass wir eigentlich im Moment immer noch die gleichen Werkzeuge benutzen müssen, die wir schon in der ersten Welle benutzt haben." Es bleibe nur noch der Holzhammer, der Lockdown.

    21.10 Uhr: Patientenschützer kritisieren Durcheinander bei Astrazeneca-Vakzin

    Patientenschützer kritisieren die unklare Lage bei der Verimpfung des Vakzins von Astrazeneca. "Die staatlichen Empfehlungen zu Astrazeneca sind wie eine Fahrt mit der Achterbahn", sagt der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Erst sollten nur die unter 65-Jährigen, dann alle und jetzt nur die über 60-Jährigen den Impfstoff bekommen. "So entsteht der Eindruck, dass nicht alle Fakten auf den Tisch gelegt werden", fügt er hinzu. Auch werde der Anschein erweckt, dass allein Stimmung entscheidend für Impfempfehlungen seien.

    21.00 Uhr: Holetschek: "Wir brauchen Astrazeneca"

    Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), hat die Bedeutung des Astrazeneca-Impfstoffs für die weitere Impfkampagne betont. Gleichzeitig sagte Holetschek nach einer Videoschalte der Minister von Bund und Ländern am Dienstagabend: "Vorsicht ist das Gebot der Stunde." Deshalb habe man einstimmig und orientiert an einer neuen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) beschlossen, die Impfungen mit Astrazeneca vorerst für Menschen unter 60 auszusetzen. "Die positive Botschaft ist: Der Impfstoff von Astrazeneca soll für die Menschen weiter verimpft werden, die das 60. Lebensjahr vollendet haben. Die Studien zeigen weiterhin, dass dies ein hochwirksamer Impfstoff ist, der gegen schwere Krankheitsverläufe wirkt", sagte der Minister. "Wir brauchen ihn, um angesichts der dritten Welle und gefährlicher Virusmutationen die Impfungen schnell voranzutreiben."

    20.50 Uhr: Polizei im Allgäu kontrolliert ab Ostern verstärkt

    Im Allgäu wird die Polizei ab Gründonnerstag (1.4.) verstärkt präsent sein. Das ist einer gemeinsamen Presseerklärung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West und der Landratsämter Oberallgäu, Ostallgäu und Lindau zu entnehmen. Polizei und Landratsämter rechnen wieder mit viel Ausflugsverkehr und entsprechend hohem Andrang in den "touristischen Hotspots". Im vergangenen Jahr sei es coronabedingt im südlichen Allgäu bereits zu einer starken Zunahme des Ausflugsverkehrs vor allem durch Tagestouristen gekommen. Das wird auch dieses Jahr wieder erwartet. Über die Sommermonate hinweg wird es deshalb mehr Kontrollen geben.

    20.40 Uhr: Astrazeneca sichert deutschen Behörden Kooperation zu

    Astrazeneca wird nach eigenen Angaben mit den deutschen Behörden zur Klärung von Fragen rund um den Corona-Impfstoff zusammenarbeiten. Ein Konzernsprecher erklärt, das Unternehmen analysiere weiterhin seine Daten, um für zusätzliche Aufschlüsse zu sorgen. Er verweist darauf, dass weder die britischen Behörden noch die EU-Arzneimittelagentur EMA bislang einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und Vorkommnissen von Blutgerinnung festgestellt hätten.

    20.10 Uhr: Gesundheitsminister: Astrazeneca nur noch für Personen ab 60 Jahren

    Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll nach einem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern ab Mittwoch in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Unter 60-Jährige aus den Priorisierungsgruppen 1 und 2 sollen sich "nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung" weiterhin damit impfen lassen können, wie aus dem Beschluss von Dienstagabend hervorgeht.

    20.05 Uhr: Lockerungen in Irland geplant

    In Irland kündigt Ministerpräsident Micheal Martin begrenzte Lockerungen an. Demnach dürfen sich ab dem 12. April wieder zwei Haushalte unter freiem Himmel treffen. Zudem soll die Bewegungsbeschränkung auf einen Radius von fünf Kilometern von Zuhause aufgehoben werden. Für Mai stellt Martin die Wiederöffnung aller Geschäfte in Aussicht und für Juni die der Hotels. In dem Land gilt einer der schärfsten und längsten landesweiten Lockdowns in Europa.

    19.50 Uhr: Spanien hebt Altersbegrenzung bei Astrazeneca auf

    Spanien hebt einem Medienbericht zufolge nach neuen Meldungen über Hirnvenenthrombosen die obere Altersbegrenzung für das Vakzin des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca auf. Das berichtet Cadena Ser Radio. Den Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson sollen Personen über 66 Jahren erhalten. Eine staatliche Gesundheitskommission habe der Änderung bei einer Sitzung zugestimmt. Spanien hatte vor einer Woche entschieden, das Vakzin von Astrazeneca für Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren wieder zuzulassen.

    19.25 Uhr: USA und 13 Länder monieren Verzögerung von WHO-Coronastudie

    Die USA und 13 weitere Länder sind besorgt, dass sich die Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Ursprung von Corona verzögert hat. Wie aus dem gemeinsamen Mitteilung weiter hervorgeht, monieren sie auch, dass sie keinen Zugang zu sämtlichen Daten erhalten. Dies sei jedoch entscheidend für unabhängige Experten. Zu den Unterzeichnern gehören neben den USA auch Australien, Kanada, Tschechien, Dänemark, Estland, Israel, Japan, Lettland, Litauen, Norwegen, Südkorea, Slowenien und Großbritannien. Experten der WHO waren Anfang des Jahres im chinesischen Wuhan, von wo die Pandemie ihren Ausgang nahm. Der Bericht der Organisation hat sich mehrfach verzögert und ist zudem Gegenstand diplomatischer Streitigkeiten geworden.

    19.10 Uhr: USA und 13 Länder monieren Verzögerung von WHO-Coronastudie

    Der Erlanger Virologe Klaus Überla, der Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko) ist, rechtfertigt die Entscheidung des Gremiums für eine Einschränkung des Astrazeneca-Impfstoffs. "Denn die Daten sprechen für einen kausalen Zusammenhang zwischen der Impfung von unter 55-jährigen Frauen mit Astrazeneca und dem Auftreten von Hirnvenenthrombosen bei diesen Frauen - auch wenn das seltene Ereignisse sind", sagt Überla dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Für diese Frauen sei das Risiko schwerer Covid-19-Erkrankungen moderat, wenn sie keine Vorerkrankungen hätten. "Insgesamt wäre es deshalb besser, diese Gruppe mit anderen Covid-19-Impfstoffen zu schützen." Dagegen überwiege in der Gruppe der über 60-Jährigen das Covid-19-Risiko bei weitem das Risiko der Hirnvenenthrombosen. "Das belegen auch Daten aus England".

    19.05 Uhr: Italien ordnet fünftägige Quarantäne für Touristen über Ostern an

    Italien will über Ostern eine verpflichtende Quarantäne für Personen anordnen, die aus EU-Ländern kommen oder von Reisen in EU-Staaten zurückkehren. Die Regelung gelte bis zum 6. April, teilt das Gesundheitsministerium des südeuropäischen Landes mit. Die Reisenden müssten zudem einen Corona-Test zum Ende der Quarantäne machen. Ähnliche Maßnahmen gelten bereits für Reisende aus Nicht-EU-Ländern. Der Erlass gelte ab Dienstagnacht oder spätestens ab Mittwoch.

    18.55 Uhr: WHO- Womöglich bereits im Herbst 2019 Covid-19-Fälle in Wuhan

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält weitere Untersuchungen für nötig, um mehr Klarheit über die Ausbreitung des Coronavirus zu erhalten. Dazu könnten zusätzliche Ermittlungen in China erforderlich werden, sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Der Leiter des WHO-Untersuchungsteams in China, Peter Ben Embarek, nennt es "sehr gut möglich", dass es in der Gegend um Wuhan bereits im Oktober und November Covid-19-Fälle gegeben habe und sich die Krankheit bereits früher über die Landesgrenzen hinaus ausgebreitet habe als bislang dokumentiert.

    18.35 Uhr: Rund 30,7 Millionen Menschen in Großbritannien haben Erstimpfung

    Rund 30,7 Millionen Menschen haben in Großbritannien eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Das geht aus offiziellen Daten hervor. In Großbritannien leben rund 66 Millionen Menschen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 4040 neue Positiv-Tests gemeldet nach 4654 einen Tag zuvor. Weitere 56 Menschen starben in Verbindung mit dem Virus.

    18.05 Uhr: NRW setzt Impfungen bei unter 60-Jährigen aus

    Nach Berlin und Brandenburg setzt auch Nordrhein-Westfalen die Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Wirkstoff für unter 60-Jährige vorläufig aus. Dies teilt des Gesundheitsministerium in Düsseldorf mit. Impftermine, bei denen eine Verimpfung von Astrazeneca vorgesehen gewesen sei, würden ab dem 1. April mit den Impfstoffen von Biontech oder Moderna durchgeführt. Ausgefallene Termine sollen demnach umgehend nachgeholt werden.

    17.55 Uhr: Nur acht Bundesländer impfen über Ostern uneingeschränkt weiter

    In acht der 16 Bundesländer bleiben viele Impfzentren über Ostern geschlossen, wie eine Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zeigt. Uneingeschränkt soll demnach nur in Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Saarland die Corona-Schutzimpfung über die Feiertage verabreicht werden. Als Grund für die Schließung von Impfzentren hätten Länder und Kreise fehlende Impfdosen genannt.

    17.43 Uhr: Patientenschützer für Wahlfreiheit bei Impfstoffen

    Angesichts des neuen Wirbels um den Corona-Impfstoff von Astrazeneca fordern Patientenschützer mehr Flexibilität beim Einsatz der verschiedenen Präparate. "Damit die Impfkampagne endlich Fahrt aufnehmen kann, müssen Impfwillige die Wahlfreiheit bei den Seren erhalten", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur: "Doch damit darf nicht die ethische Reihenfolge beim Impfangebot aufgegeben werden. Sonst kommen immobile, schwerst kranke und pflegebedürftige Menschen unter die Räder."

    Bund und Länder wollten am Dienstagabend über den weiteren Umgang mit dem Astrazeneca-Impfstoff beraten. Einzelne Länder, Kliniken und Kommunen haben den Einsatz des Präparats für Jüngere teilweise vorsorglich gestoppt. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang mit Impfungen, die vor allem bei jüngeren Frauen gemeldet wurden.

    17.36 Uhr: Curevac produziert Impfstoff in Heidelberg

    Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac will mehr als 100 Millionen Corona-Impfdosen in Heidelberg herstellen lassen. Mehr als 50 Millionen Dosen sollen noch in diesem Jahr produziert werden, wie Curevac auf seiner Homepage mitteilte. Curevac und der Schweizer Pharma-Auftragsfertiger Celonic schlossen dazu eine Kooperation ab. Celonic hat neben dem Hauptquartier in Basel einen Standort in Heidelberg.

    Die Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten von Curevac wird derzeit in der bereits fortgeschrittenen Studie in Europa und Lateinamerika mit rund 35.000 Teilnehmern untersucht. Curevac bekräftigte, die Marktzulassung im zweiten Quartal 2021 beantragen zu wollen. Mit einer Zulassung rechnet das Unternehmen bis Ende Juni.

    17.12 Uhr: Biontech-Mitbegründer Sahin gegen Zurückhalten von Impfstoff

    Biontech-Mitbegründer Ugur Sahin hat sich für ein flottes Verwenden von vorhandenem Impfstoff ausgesprochen. "Man sollte alle Impfstoffe, die man hat, möglichst schnell verimpfen. Auch im Vertrauen darauf, dass neue Impfstoffe wöchentlich geliefert werden", sagte er RTL/ntv. Es solle kein Impfstoff für zweite Impfungen zurückgelegt werden. "Ich schätze das Risiko, dass Impfstoffe jetzt nicht geliefert werden und die zweite Impfung bei Menschen aufgeschoben werden muss, als gering ein", sagte der Chef von Biontech, das einen der Impfstoffe mit dem US-Partner Pfizer herstellt.

    Sahin sagte weiter, die große Herausforderung sei jetzt, die Infektionszahlen so niedrig wie möglich zu halten. Man könne "nicht mehr länger warten, bis man striktere Maßnahmen einführt", sagte Sahin: "Wenn wir da keine Trendwende sehen, müssen wir nochmal in einen starken Lockdown reingehen." Sollten die Impfungen gut vorangehen, könne man zum Ende des Sommers wieder in eine Normalität zurückkommen und im Winter einen erneuten Lockdown vermeiden.

    17.01 Uhr: WHO-Chef erhebt Vorwürfe gegen China und will Virus-Ursprung in Labor weiter untersuchen

    Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat China vorgeworfen, der Expertenmission zu den Ursprüngen der Corona-Pandemie nicht genug Daten zur Verfügung gestellt zu haben. In der Zukunft erwarte er "gemeinschaftliche Studien, um rechtzeitiger und umfassender Daten zu teilen", sagte Tedros in Genf bei der Vorstellung des Berichts zu der Mission.

    Tedros forderte zudem, die These, das neuartige Coronavirus könne aus einem Labor entwichen sein, weiter zu untersuchen. Denkbar seien "weitere Missionen mit spezialisierten Experten, zu deren Entsendung ich bereit bin". Die internationalen Experten, die im Januar in Wuhan nach den Ursprüngen der Corona-Pandemie gesucht hatten, stufen es hingegen in ihrem Bericht als "extrem unwahrscheinlich" ein, dass das Virus aus einem Labor entwichen ist.

    Kritiker werfen der WHO vor, die Expertenmission in Wuhan habe wegen mangelnder Kooperation Chinas zu wenige Ergebnisse erbracht. Die USA äußerten wiederholt Zweifel an Chinas Transparenz im Umgang mit der Pandemie.

    16.49 Uhr: Polen weitet Impfungen auf 40- bis 59-Jährige aus

    Polen weitet die Corona-Impfungen im April auf die Bürger im Alter zwischen 40 und 59 Jahren aus. Künftig sollten zudem zehn Millionen Impfdosen pro Monat verabreicht werden, kündigte die Regierung in Warschau an. Ihr Ziel ist es, alle Bürger in dem Land mit 38 Millionen Einwohnern, die sich impfen lassen wollen, bis Ende August zu impfen.

    16.32 Uhr: Haseloff drängt auf verpflichtende Corona-Tests in Unternehmen

    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) drängt auf verpflichtende Corona-Tests in Unternehmen. Dass der Bund das "noch nicht angefasst hat, sehe ich ausdrücklich kritisch", sagte Haseloff in Magdeburg. Ein Großteil der Infektionen finde "im Arbeitsprozess" statt. Er sprach von einer Häufung von Infektionen etwa im Bereich Bau und Tiefbau.

    Nur auf Freiwilligkeit und Versprechen, dass die Arbeitgeber das schnell bei sich in Unternehmen praktizierten, könne nicht weiter gesetzt werden, sagte Haseloff. Deutlich mehr als die Hälfte aller Unternehmen teste nicht in den empfohlenen Rhythmen. Haseloff verwies darauf, dass es in einigen Landkreisen in Sachsen-Anhalt mit hoher Inzidenz eine Testverpflichtung für Arbeitgeber ab einer bestimmten Betriebsgröße gebe.

    16.20 Uhr: Empfehlung für Astrazeneca offenbar nur noch für über 60-Jährige

    Für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca deutet sich eine geänderte Altersempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) an. Das Präparat soll voraussichtlich nur noch für Menschen über 60 Jahre empfohlen werden. Das geht aus einem Beschlussentwurf der Stiko hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch die "Augsburger Allgemeine" berichtete darüber.

    In dem Entwurf heißt es, basierend auf der momentanen Datenlage empfehle die Stiko "im Regelfall" die Impfung mit Astrazeneca "nur Menschen im Alter >60 Jahre". Der Einsatz unterhalb dieser Altersgrenze "bleibt indes nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich", heißt es in dem Beschlussentwurf weiter.

    Hintergrund der Diskussionen sind Hirnvenenthrombosen, die zuletzt im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen aufgetreten waren, vorwiegend bei Frauen unter 55. Dazu heißt es in dem Beschlussentwurf: "Obwohl deutlich mehr Frauen betroffen waren, schränkt die Stiko vorsorglich ihre Empfehlung für beide Geschlechter ein."

    Am Dienstagabend wollten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern über den weiteren Umgang mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca beraten.

    15.54 Uhr: Rheinland-Pfalz impft vorerst weiter mit Astrazeneca

    Rheinland-Pfalz setzt debenso wie Thüringen die Impfungen mit Astrazeneca zunächst fort. Das Land stimme das weitere Vorgehen mit den Gesundheitsministerinnen und -ministern von Bund und Ländern ab. "Wir sind vorbereitet, etwaige Änderungen schnell umzusetzen", sagt Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler: "Unser Ziel ist es nach wie vor, dass die Impfungen der Menschen in Rheinland-Pfalz schnell und sicher weiterlaufen können."

    15.25 Uhr: Österreich verhandelt über Lieferung einer Million russischer Sputnik-V-Dosen

    Als Ergänzung zu den EU-Vereinbarungen über Impfstoffe gegen das Coronavirus hat Österreich Verhandlungen über die Lieferung von einer Million Dosen des russischen Vakzins Sputnik V aufgenommen. Wie das Büro des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz bestätigte, begannen die Verhandlungen bereits am 26. Februar. Sie sollen demnach in die Lieferung von 300.000 Dosen im Apri, 500.000 Dosen im Mai und 200.000 Dosen im Juni münden.

    Für die Verhandlungen sei eine Vereinbarung darüber getroffen worden, dass die "vertraulichen Unterlagen nicht veröffentlicht werden", hieß es weiter. Kurz erklärte, wenn Österreich eine Million Impfdosen zusätzlich bekomme, wäre "eine frühere Rückkehr zur Normalität möglich und wir können viele Menschenleben sowie Arbeitsplätze retten".

    Außer der Regierung in Wien haben auch die Slowakei und die Tschechische Republik Verhandlungen über zusätzliche Impfstoff-Lieferungen aufgenommen. Sputnik V wurde von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) noch nicht zugelassen. Derzeit ist Ungarn das einzige EU-Land, in dem das russische Vakzin verimpft wird.

    13.55 Uhr Lauterbach für Prüfung - Astrazeneca-Impfung womöglich nur für über 55-Jährige

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach plädiert dafür, die Astrazeneca-Impfungen für alle Menschen unter 55 Jahren in Deutschland auf den Prüfstand zu stellen. "Es sollte aufgrund der Datenlage noch einmal geprüft werden, die Impfung mit Astrazeneca auf Menschen über 55 Jahren vorerst zu begrenzen", sagt Lauterbach der "Rheinischen Post". Er begründet dies mit der Häufung der Verdachtsfälle von Hirnvenenthrombose nach einer Impfung. Der SPD-Politiker hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kürzlich dafür kritisiert, dass dieser nach den ersten Verdachtsfällen die Impfung bis zu einer Prüfung durch die europäischen Arzneimittelbehörde EMA für drei Tage ausgesetzt hatte.

    13.30 Uhr: Berlin setzt Impfungen mit Astrazeneca bei Frauen unter 60 aus

    Das Land Berlin setzt die Corona-Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca für Frauen unter 60 Jahren vorsorglich aus. Das gab Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag bekannt und verwies auf neue Daten über Nebenwirkungen.

    Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat bisher 31 Fälle von Sinusvenenthrombosen nach AstraZeneca-Impfung registriert. In 19 Fällen sei zusätzlich ein Mangel an Blutplättchen, eine Thrombozytopenie, gemeldet worden, teilt das PEI auf Anfrage mit. Neun Betroffene seien gestorben. Mit Ausnahme von zwei Fällen beträfen alle Meldungen Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren. Die beiden Männer waren demnach 36 und 57 Jahre alt.

    Mittlerweile hat auch München angekündigt, Impfungen mit Astrazeneca für unter 60-Jährige zunächst auszusetzen.

    13.15 Uhr Biontech will Impfstoffproduktion auf 2,5 Milliarden Dosen steigern

    Der Mainzer Corona-Impfstoff-Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer peilen eine Ausweitung ihrer Produktionskapazität auf 2,5 Milliarden Dosen bis Ende dieses Jahres an. Das teilte das Mainzer Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage seiner Geschäftszahlen für das vergangene Jahr mit. Bislang war von zwei Milliarden Dosen die Rede.

    "Der Anstieg wurde hauptsächlich ermöglicht durch verbesserte Herstellungsprozesse, die Inbetriebnahme von Biontechs Produktionsstätte in Marburg, die Zulassung der Entnahme einer sechsten Impfdosis sowie durch die Erweiterung unseres Hersteller- und Lieferantennetzwerks", erklärte das Unternehmen.

    Bis zum 23. März lieferten Biontech und seine Partner weltweit mehr als 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs aus. Für dieses Jahr haben Biontech und Pfizer nach eigenen Angaben Bestellungen über mehr als 1,4 Milliarden Dosen unterzeichnet. "Gespräche über weitere Lieferungen laufen."

    12.10 Uhr: Seehofer - Generelles Ausreiseverbot derzeit nicht geplant

    Bundesinnenminister Horst Seehofer hält ein generelles Ausreiseverbot verfassungsrechtlich derzeit nicht für möglich. Dies habe eine Prüfung seines Ministeriums ergeben, sagt Seehofer in Berlin. Es gebe für einen solchen Schritt "hohe rechtliche Hürden". Generell empfehle er aber, derzeit von Urlaubsreisen abzusehen, "auch zum eigenen Schutz".

    11.55 Uhr: Italien verhängt fünftägige Quarantäne bei Einreise aus anderen EU-Ländern

    Italien will die Regeln für Einreisen aus EU-Staaten verschärfen. Wer aus EU-Ländern nach Italien reise, benötige einen Corona-Test vor dem Abflug und müsse sich außerdem auf fünf Tage Quarantäne einstellen, hieß es am Dienstag auf Kreisen des Gesundheitsministeriums. Dazu werde Gesundheitsminister Roberto Speranza am Dienstag eine Anordnung unterzeichnen. Im Anschluss an die fünf Tage soll demnach ein weiterer Corona-Test erfolgen. Für Reisende außerhalb der Europäischen Union gelte bereits eine Quarantäne-Regelung.

    Ab wann die Regelung in Kraft tritt und bis wann sie gültig ist, wurde zunächst nicht mitgeteilt. In Italien gilt für die Ostertage vom 3. bis 5. April ein Lockdown für das gesamte Land. Das bedeutet auch, dass die Menschen nicht zwischen den Regionen reisen können, außer etwa in Notfällen oder wegen der Arbeit.

    Das Auswärtige Amt in Berlin rät derzeit von nicht notwendigen touristischen Reisen nach Italien ab. Das ganze Land wurde als Risikogebiet eingestuft.

    11.16 Uhr: Grenzkontrollen zu Tschechien verlängert

    Deutschland verlängert die in der Corona-Krise eingeführten stationären Grenzkontrollen zu Tschechien um weitere 14 Tage und beendet die Kontrollen zum österreichischen Bundesland Tirol. Das teilte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag in Berlin mit.

    Die Testpflicht und die verschärfte 14-tägige Quarantäne bleiben aber wie bei Tschechien auch für einen großen Teil der Tiroler bei Einreise nach Deutschland zunächst bestehen und entfallen erst nach Ostern - ein Effekt der früheren Einstufung in die höchste Risikokategorie.

    Seehofer sagte, er habe die Bundespolizei gebeten, die Kontrollen im Grenzraum auch da zu intensivieren, wo keine stationären Kontrollen angeordnet seien - und zwar vor allem nach Ostern. Er wolle die Innenminister der Länder bitten, dass die Länderpolizeien bei dieser Schleierfahndung unterstützen. Das bedeute, dass auch jemand, der aus Dänemark, Frankreich oder Polen komme, mit einer Kontrolle rechnen müsse.

    11.15 Uhr: Nürnberger Spielwarenmesse im Sommer abgesagt

    Die Nürnberger Spielwarenmesse im Juli ist abgesagt worden. Der Grund für die Entscheidung sei die aktuelle Planungsunsicherheit aufgrund der Corona-Pandemie, teilten die Veranstalter mit. Diese betreffe zum einen die Perspektiven im Messewesen durch die Politik, aber auch die Einreiseverordnungen für internationale Hersteller und Einkäufer. Auch wenn bereits Planungen für die diesjährige Messe durchgeführt wurden, stehe die Gesundheit aller Beteiligten im Vordergrund, so die Veranstalter der Spielwarenmesse.

    Die international bekannte Messe wurde wegen des Infektionsgeschehens erstmalig in den Sommer verlegt, nun konzentriere man sich auf den regulären Termin von 2. bis 6. Februar 2022. Dabei soll es neben der Messe vor Ort auch ein umfassendes digitales Angebot geben. "Wir erhalten ausschließlich zustimmende Rückmeldungen – die Marktakteure können es kaum erwarten, im Februar wieder zusammenzukommen", teilt Ernst Kick, Vorstandvorsitzender der Spielwarenmesse mit.

    11.12 Uhr: Kreis Euskirchen impft keine Frauen unter 55 mit Astrazeneca

    Im Kreis Euskirchen werden auch am Dienstag Frauen, die jünger sind als 55 Jahre, nicht mit dem Wirkstoff von Astrazeneca geimpft. Das sagte ein Kreissprecher. Nachdem eine 47-Jährige nach einer Impfung starb und eine 28-Jährige danach erkrankte, hatte der Kreis am Montag auf eigene Faust entschieden, dass Frauen dieser Altersgruppe nicht mehr mit Astrazeneca geimpft werden. "Alles andere geht normal weiter", erklärte der Kreissprecher.

    Eine 47 Jahre alte Frau hatte wenige Tage nach der Impfung eine Sinusvenenthrombose erlitten und war gestorben. Auch eine 28 Jahre alte Frau war nach der Impfung an einer solchen Thrombose erkrankt. Sie befindet sich nach Angaben des Kreises "in einem stabilen Zustand und wird in einer Spezialklinik versorgt".

    Das Landesgesundheitsministerium erklärte zur Aussetzung der Impfung für die Personengruppe im Kreis, es handele sich "um eine medizinische Entscheidung, die vorsorglich vor Ort getroffen worden ist". Alle Daten zu möglichen Nebenwirkungen bei Impfstoffen liefen beim Paul-Ehrlich-Institut und dem Robert Koch-Institut zusammen. Nach Informationen des Ministeriums berate die Ständige Impfkommission derzeit, "ob aufgrund der Meldungen der vergangenen 10 Tage, eine erneute Anpassung der Impfempfehlung erforderlich ist".

    11.10 Uhr: Studie: Strenge Kontaktverbote reduzieren R-Wert deutlich

    Strenge Kontaktbeschränkungen gehören einer aktuellen Studie zufolge zu den wirksamsten Corona-Maßnahmen. Das geht aus einer Auswertung von Forschern der Universität Oxford und anderen europäischen Wissenschaftlern hervor, die noch nicht von Fachleuten begutachtet und in einem Fachmagazin veröffentlicht wurde. Die Studie untersucht, wie stark verschiedene sogenannte nicht-pharmazeutische Interventionen den R-Wert beeinflussen - also inwiefern sie die Verbreitung des Virus bremsen.

    Strenge Kontaktverbote, etwa die Begrenzung aller Treffen auf maximal zwei Personen, hat demnach einen sehr großen Effekt und reduziert den R-Wert um geschätzt rund 26 Prozent. Bei weniger strengen Kontaktbeschränkungen, etwa erlaubten Treffen von zwei Haushalten mit mehreren Angehörigen, reduzierte sich die Wirkung der Maßnahme deutlich. Nächtliche Ausgangsbeschränkungen sind den Forschern zufolge auch eine wirksame Maßnahme, ihr Beitrag zur Reduktion des R-Werts wird auf rund 13 Prozent geschätzt. Die Schließung der Gastronomie liegt mit zwölf Prozent Reduktion in einem ähnlichen Bereich.

    11.05 Uhr: Sachsen öffnet Schulen nach Ostern unabhängig vom Inzidenzwert

    Sachsen will Schulen und Kitas nach Ostern unabhängig vom Inzidenzwert öffnen. Im Gegenzug werden die Tests und die Maskenpflicht verschärft, wie Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Dienstag in Dresden sagte. Geregelt wird dies in der neuen Corona-Schutzverordnung, die bis zum 18. April gilt. "Trotz steigender Infektionszahlen wollen wir den Kindern und Jugendlichen den Kita- und Schulbesuch ermöglichen", erklärte Piwarz. "Wir haben erlebt, was das mit den Kindern macht, wenn sie nicht die Schulen besuchen dürfen."

    In Sachsen waren zuletzt in mehreren Landkreisen mit hohen Inzidenzwerten Schulen und Kitas geschlossen worden. Bislang war dies vorgeschrieben, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt an fünf Werktagen überschritten wurde.

    Künftig ist das in Sachsen kein Maßstab mehr. Allerdings müssen sich nach Ostern dann alle Schüler zweimal wöchentlich testen lassen, bisher war nur ein Test verpflichtend. Künftig werden zudem Grundschüler getestet. Bei den Lehrkräften bleibt es bei zwei Tests pro Woche. Wer sich in Sachsen nicht testen lässt, darf auch nicht die Schule betreten.

    Zudem sollten alle Schüler ab der fünften Klasse auch im Unterricht eine medizinische Gesichtsmaske oder FFP2-Maske tragen. Die Schulbesuchspflicht wird für alle aufgehoben. Die Eltern und Schüler sollen entscheiden, ob die Kinder zum Präsenzunterricht in die Schule gehen oder zu Hause lernen. Auch Kitaerzieher sollen zweimal wöchentlich getestet werden.

    10.52 Uhr: Landesamt für Statistik: stärkste Rezession in Bayern seit Kriegsende

    Die Gesamtwirtschaft in Bayern hat im Jahr 2020 die stärkste Rezession seit Kriegsende. Dies habe mit den Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus zu tun, teilt das Landesamt für Statistik mit. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zehn Jahre lang gestiegen war, ist es im vergangenen Jahr erstmals wieder gesunken – um 5,5 Prozent (preisbereinigt).

    Das Verarbeitende Gewerbe war davon mit einem Rückgang von 11,6 Prozent am meisten betroffen. Auch das Dienstleistungsgewerbe litt in Bayern, hier sank die Bruttowertschöpfung um 4,6 Prozent. Lediglich das Baugewerbe profitierte im Jahr 2020 von einem Plus von 3,0 Prozent. Aus gesamtdeutscher Sicht sank das BIP real um 4,9 Prozent.

    10.50 Uhr: Spahn: Elf Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nennt auf Twitter neue Zahlen zum Stand der Impfungen in Deutschland. Danach wurden bis Dienstagmorgen elf Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft. Das entspreche mehr als 9,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger. Knapp vier Millionen hätten bereits die zweite Dosis verabreicht bekommen und damit den vollen Schutz. Verimpft wurden demnach bisher etwa 9,9 Millionen Dosen BioNTech, 0,6 Millionen Dosen Moderna und 2,7 Millionen Dosen AstraZeneca.

    10.40 Uhr: Weiteres CDU-Land lehnt Merkel-Vorstoß zu Corona ab

    Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich in der Corona-Krise ebenfalls gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel gestellt. Die Idee einer bundeseinheitlichen Regelung für Corona-Maßnahmen lehnte er am Dienstag ab. Merkel hatte dies ins Gespräch gebracht, sollten die Länder ihren Kurs angesichts steigender Infektionszahlen nicht verschärfen.

    Der Bund habe seine Kompetenzen bereits genutzt in Form des Infektionsschutzgesetzes und des Stufenplans, sagte der CDU-Politiker in der ARD. Andere CDU-Ministerpräsidenten hatten sich bereits am Montag skeptisch geäußert. Merkel selbst hatte darauf verwiesen, dass die Länder einer bundeseinheitlichen Regelung zustimmen müssten - zumal sie auch für die Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich seien.

    10.25 Uhr: DFB-Teamarzt Meyer für schnelle Öffnung des Sports für Kinder

    Professor Tim Meyer, Teamarzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, hat sich für eine schnelle Öffnung des Sports für Kinder und Jugendliche ausgesprochen. "Wir haben als Grundsatz aufgenommen, dass es uns noch wichtiger ist, Kinder und Jugendliche zum Sport zurückzubringen, als Erwachsene", sagte der Leiter des Instituts für Sport- und Präventivmedizin an der Universität des Saarlandes der "Saarbrücker Zeitung". Die Möglichkeit, am Sport teilzunehmen, könne auch die Bereitschaft bei Schülern steigern, sich in der Schule testen zu lassen.

    Zugleich kritisierte der Arzt die bisherigen Regelungen der Länder zum Sport als "sehr sportfern und bürokratisch". So könne er in den vorgegebenen Gruppengrößen im Training "die Sportarten und ihre Eigenarten nicht wirklich wiedererkennen, sondern sehe da eher, dass einfach das Dezimalsystem bemüht wurde. Mal fünf Sportler, mal zehn, mal 15, mal 20. Das ist willkürlich und orientiert sich nicht an den Realitäten des Sports", sagte Meyer.

    9.05 Uhr: Biden warnt mit Blick auf mögliche vierte Welle vor Sorglosigkeit

    US-Präsident Joe Biden und eine ranghohe US-Gesundheitsexpertin haben vor Sorglosigkeit im Umgang mit dem Coronavirus gewarnt. Zu viele Amerikaner glaubten, dass das Virus bereits besiegt sei, sagte Biden am Montag. Er rief die Menschen dazu auf, weiter Maske zu tragen und die Hygieneregeln einzuhalten, um eine vierte Welle von Covid-19 abzuwehren. Auch die Direktorin der US-Zentren für Seuchenkontrolle und Prävention (CDC), Rochelle Walensky, mahnte ihre Landsleute trotz des hohen Impftempos zu anhaltender Wachsamkeit.

    Sie werde das Gefühl nicht los, dass den USA das "drohende Unheil" einer möglichen vierten Infektionswelle bevorstehe, warnte sie am Montag. Hintergrund sei ein Anstieg der Neuinfektionen um zehn Prozent in der vergangenen Woche. Die Amerikaner sollten daher bei Vorbeugemaßnahmen wie Abstandhalten und Maskentragen nicht nachlassen. "Bitte halten Sie noch eine Weile länger durch", appellierte Walensky.

    Zuvor hatte Biden neue Schritte zur Ausweitung der Impfkampagne angekündigt. Alle Erwachsenen in den USA sollen im Lauf der kommenden fünf Wochen Anspruch auf eine Impfung erhalten. Biden kündigte zudem Pläne an, die Zahl der Apotheken aufzustocken, in denen Impfungen verabreicht werden, sowie Investitionen, damit die Menschen die Impfstätten erreichen können.

    Biden kündigte an, dass in dieser Worte die Lieferung von 33 Millionen Dosen Corona-Impfstoffs erwartet werde, darunter elf Millionen Dosen des Serums von Johnson & Johnson, von dem jeweils nur eine einzige Spritze nötig ist. Nach Daten des CDC haben mehr als einer von fünf Erwachsenen und fast 50 Prozent der älteren Amerikaner den vollen Impfschutz erhalten.

    8.50 Uhr: Holetschek fordert Apotheken zum Verkauf einzelner Selbsttests auf

    Der Verkauf von einzelnen Corona-Selbsttests aus Großpackungen ist in Apotheken bisher nicht erlaubt. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält das für unpraktisch. Er wird die Regierungen anweisen, eine Vereinzelung der gelieferten Selbsttests durch die Apotheken zu dulden teilte er mit. Das sei wichtig, damit sich so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich solche Tests auf unkompliziertem Weg bei der Apotheke ihres Vertrauens kaufen können. Er habe keinen Zweifel, dass die Apotheken dies fachgerecht und unter höchsten Hygienevorkehrungen gewährleisten können.

    Die Verantwortung und Haftung liege im Falle einer Duldung bei den Apotheken.

    07.44 Uhr: In der Wirtschaft wächst die Bereitschaft für Testpflicht

    Die Wirtschaft meldet eine wachsende Bereitschaft der Unternehmen zu Corona-Testungen. Bis Ostern würden in der Industrie die in Präsenz befindlichen Beschäftigten "nahezu vollständig" ein Testangebot erhalten, sagt Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), im Deutschlandfunk. Auch kleine Betriebe, wo es die größeren Herausforderungen gebe, hätten sich dem Testen geöffnet. Etwa ein Fünftel der Unternehmen sah das laut BDA noch kritisch. Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert, dass 90 Prozent der Betriebe Tests anbieten und hat andernfalls eine Testpflicht für Betriebe ins Spiel gebracht. "Die Wirtschaft testet", sagt Kampeter. "Die Wirtschaft hat keinen Mangel an Enthusiasmus, die Politik hat möglicherweise einen Mangel an Wahrnehmung."

    07.38 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident will kein weiteres flächendeckendes Vorgehen gegen Corona

    Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sieht keine Notwendigkeit, den Kampf gegen die Pandemie stärker zu zentralisieren. Der Bund habe seine Kompetenzen bereits genutzt in Form des Infektionsschutzgesetzes und des Stufenplans, sagt der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Diese Regeln müssten transparent und konsequent umgesetzt werden. So habe Schleswig-Holstein am Montag in einigen Kreisen wegen hoher Infektionszahlen die Notbremse gezogen. Flächendeckend sei dies aber nicht geboten, da es beispielsweise in seinem Bundesland auch Gebiete mit Inzidenzen von unter 50 oder sogar unter 35 gebe.

    6.40 Uhr: Flugreisende nach Deutschland brauchen negativen Corona-Test

    Seit Mitternacht müssen alle, die nach Deutschland einreisen wollen, einen negativen Corona-Test vorweisen. Zuvor hatten nur Reiserückkehrer aus Risikogebieten einen entsprechenden Nachweis benötigt. Nicht alle sind von der Maßnahme begeistert.

    6.35 Uhr: Weltweit knapp drei Millionen Corona-Tote

    Weltweit haben sich mehr als 127,45 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 2,9 Millionen Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. In absoluten Zahlen weisen die USA mit über 30,3 Millionen die meisten Ansteckungsfälle und mit über 549.000 die meisten Todesfälle weltweit auf. Brasilien liegt mittlerweile mit über 12,5 Millionen Infizierten und über 312.000 Toten auf Platz zwei vor Indien. Dort melden die Gesundheitsbehörden über zwölf Millionen Infizierte und knapp 162.000 Tote.

    6.33 Uhr: Deutschlands 7-Tage-Inzidenz steigt auf 135,2

    Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auf 135,2 gestiegen. Am Vortag hatte das RKI 134,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche gemeldet. Anfang März lag der Wert noch bei unter 70. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 6.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen sind möglich.

    Die Gesundheitsämter in Deutschland, mit Ausnahme Baden-Württembergs, meldeten dem RKI binnen eines Tages 9549 Corona-Neuinfektionen. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 180 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7485 Neuinfektionen und 250 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2 791 822 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 507 900 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 76 093.

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 1,10 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 110 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

    Montag, 29. März 2021

    23.50 Uhr: US-Seuchenbehörde: In USA wurden über 180 Millionen Dosen ausgeliefert

    Die US-Seuchenbehörde CDC gibt die Auslieferung von inzwischen insgesamt 180,6 Millionen Impfdosen bekannt. Verimpft worden seien bislang 145,8 Millionen Dosen der Konzerne Pfizer/BioNTech, Moderna und Johnson & Johnson, heißt es weiter. Bei 52,6 Millionen Amerikanern sei die Impfung abgeschlossen. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

    22.45 Uhr: Proteste in Rumänien gegen Corona-Beschränkungen

    In Rumänien haben am Montagabend Tausende Menschen gegen die angeordneten Corona-Vorsichtsmaßnahmen demonstriert. Proteste gab es in der Hauptstadt Bukarest und in mindestens 17 weiteren Städten. Die Menschen folgten einem Aufruf der neuen ultra-rechten Partei AUR, die seit der Wahl im Dezember 2020 auch im Parlament vertreten ist. Allgegenwärtig waren Parolen gegen eine "medizinische Diktatur". In Bukarest füllten Demonstranten den Platz vor dem Regierungssitz, wo sie Feuerwerkskörper entzündeten, wie der Sender "Digi24.ro" berichtete. Im ostrumänischen Galati bewarfen Demonstranten Polizisten mit Steinen und Feuerwerkskörpern, berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax.

    22.10 Uhr: Johnson & Johnson: Hunderte Millionen Impfstoffdosen für Afrika

    Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson will für Länder in Afrika bis zu 400 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs bereitstellen. Mit dem African Vaccine Acquisition Trust sei eine Einigung erzielt worden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Danach sollen bis zu 220 Millionen Vakzindosen an die 55 Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union gehen. Die Lieferung solle im Zeitraum von Juli bis September beginnen. Der Trust kann weitere 180 Millionen Dosen bestellen, womit bis zum Jahr 2022 bis zu 400 Millionen Dosen zusammenkämen. Vom Mittel von Johnson & Johnson muss nur eine Dosis verabreicht werden, und nicht zwei Dosen wie anderen in den USA und in der EU zugelassenen Präparaten. Zwar muss für den Impfstoff von Johnson & Johnson von den Prüfbehörden in den afrikanischen Ländern noch grünes Licht kommen, doch hat er von der Weltgesundheitsorganisation WHO  Mitte März schon eine Notfallzulassung erhalten.

    21.55 Uhr: Brasiliens Außenminister tritt zurück im Streit über Impfstoff-Politik

    In Brasilien ist Außenminister Ernesto Araujo zurückgetreten. Das berichten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Araujo war zuletzt verstärkt in die Kritik geraten. Ihm wurde vorgeworfen, es sei ihm nicht gelungen, seinem Land zusätzliche Impfstoff-Lieferungen aus China und den USA zu sichern. Der Politiker ist ein enger Verbündeter von Jair Bolsonaro. Araujo gilt als scharfer Kritiker Chinas und Bewunderer des früheren US-Präsidenten Donald Trump.

    21.40 Uhr: Saarland schließt Verzögerung des Öffnungsmodells nicht aus

    Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) schließt eine Verzögerung des umstrittenen Öffnungsmodells für sein Bundesland aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen nicht aus. «Selbst wenn wir wegen exponentiellem Wachstum einer 3. Welle nicht zum 6.4. starten könnten - das Saarland-Modell wird kommen. Mehr Tests, mehr Impfen, mehr App, mehr Freiheit, mehr Umsicht», twitterte der Regierungschef am Montagabend. Er unterstrich zugleich: "Die Menschen wollen Perspektive; sind bereit, dafür was zu tun und weiter zurückhaltend zu sein." Das Saarland will vom 6. April an Kinos, Theater, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen: Voraussetzung für Gäste, Besucher und Nutzer ist ein tagesaktueller negativer Schnelltest.

    Harter Corona-Kurs: Merkel droht Bundesländern

    21.25 Uhr: Politikwissenschaftler Jann sieht "Zwang" der Durchsetzung des Infektionsschutzgesetz skeptisch

    Der Politikwissenschaftler Werner Jann von der Universität Potsdam geht nicht davon aus, dass der Bund tatsächlich beabsichtigt, das Infektionsschutzgesetz zu ändern, um strengere Corona-Maßnahmen durchsetzen zu können. In der Rundschau im BR Fernsehen sagte er, dies würde unserem Föderalismus überhaupt nicht entsprechen. "Unser Föderalismus funktioniert so, dass der Bund die allgemeinen Regeln setzt und sich in der Regel darauf verlassen kann, dass die Länder das auch vernünftig und bundestreu umsetzen. Das ist momentan ein bisschen in Frage gestellt worden und die Bundeskanzlerin hat jetzt ein Zeichen gesetzt und gesagt, wenn das weiter so geht, dann können wir das auch anders machen. Aber das ist eigentlich nicht ihre Absicht." Bundeskanzlerin Angela Merkel regiere lieber im Konsens, weil sie wisse, dass dies besser ist als irgendwelche Anweisungen von oben. Der Politikwissenschaftler machte in dem Interview auch klar, dass es nicht ganz einfach wäre, die Länder, die nicht mitziehen, über das Infektionsschutzgesetz zu klaren Regeln zu zwingen.

    21.20 Uhr: Lockdown in Wien soll bis zum 11. April verlängert werden

    In der österreichischen Hauptstadt Wien soll der Oster-Lockdown bis zum 11. April verlängert werden. Das teilt Gesundheitsminister Rudolf Anschober mit. Niederösterreich und das Burgenland wollen indes zunächst die weitere Entwicklung abwarten. Österreich hatte für Wien und die zwei Bundesländer Niederösterreich und Burgenland einen harten Lockdown über Ostern bis zum 6. April beschlossen und dies mit einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens begründet.

    21.15 Uhr: Fast alle erwachsenen Amerikaner laut Präsident Biden in drei Wochen impfberechtigt

    Der Großteil aller erwachsenen Amerikaner soll schon in drei Wochen impfberechtigt sein. Bis zum 19. April sollen 90 Prozent der Erwachsenen für eine Impfung in Frage kommen, erklärte US-Präsident Joe Biden am Montag im Weißen Haus. Lange Wege sollen die Menschen für die Impfung nicht auf sich nehmen müssen: Für 90 Prozent werde bis zu dem Stichtag ein Impfort in einem Umkreis von fünf Meilen (acht Kilometern) liegen. Möglich werden soll das, indem in fast 40 000 Apotheken des Landes die Impfstoffe gespritzt und weitere Massenimpfzentren aus dem Boden gestampft werden.

    21.05 Uhr: New York weitet Impfberechtigung auf Millennials aus

    Im US-Staat New York können sich ab morgigen Dienstag auch Menschen unter 30 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen. Ab dem 6. April könnten dann alle ab dem Alter von 16 Jahren einen schützenden Pikser erhalten, gab Gouverneur Andrew Cuomo am Montag bekannt. Bisher hat sich die Impfberechtigung auf über 50-Jährige, bestimmte Berufsgruppen sowie jene mit Vorerkrankungen beschränkt, die im Falle einer Corona-Infektion das Risiko eines schweren Verlaufs tragen. Drei von zehn Bewohnern des Staates New York haben schon mindestens eine erste Vakzindosis erhalten, was dem nationalen Durchschnitt entspricht, wie aus Daten der US-Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention hervorgeht. 15,2 Prozent der rund 19 Millionen Einwohner des Staates sind vollständig geimpft.

    20.55 Uhr: UN-Generalsekretär fordert stärkere Schuldenentlastung für arme Länder

    UN-Generalsekretär António Guterres hat stärkere Schuldenentlastungen und neue Finanzierungsmöglichkeiten für ärmere Länder im Umgang mit der Coronapandemie gefordert. "Wir müssen die Regeln ändern", sagte Guterres in einer Konferenz mit mehreren Staats- und Regierungschefs sowie Vertretern des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank und der OECD am Montag. Reichere Staaten gaben dem UN-Generalsekretär zufolge während der Corona-Pandemie beispiellose 16 Billionen Dollar (rund 13,5 Billionen Euro) für gesundheitliche und wirtschaftliche Maßnahmen aus, um die Voraussetzungen für eine Erholung zu schaffen. "Viele Entwicklungsländer können wegen Finanzierungsengpässen nicht in den Wiederaufbau investieren", sagte Guterres. So hätten die weniger entwickelten Länder 580 Mal weniger pro Kopf ausgegeben als entwickelte Volkswirtschaften. Auch bei den Impfkampagnen gebe es große Unterschiede und die "schmerzhaft langsame" Erholung der Wirtschaft in ärmeren Ländern könne zu einer Belastung für die Weltwirtschaft werden.

    20.45 Uhr: Marozsan-Klub bittet um Spielverlegung

    Die Titelverteidigerinnen von Olympique Lyon haben wegen sechs Coronafällen im Team um die Verlegung ihres Viertelfinal-Rückspiels in der Champions League gebeten. Dies teilte der Klub der deutschen Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan zwei Tage vor der Partie gegen Paris St. Germain mit. Vier Spielerinnen seien am Montag positiv getestet worden, Namen gab OL nicht bekannt. Ende vergangener Woche hatte es bereits zwei Fälle gegeben. «Angesichts der Vielzahl an Fällen und der Anweisung der regionalen Gesundheitsbehörde, die gesamte Frauenmannschaft zu isolieren, hat Olympique Lyonnais die UEFA (Europäische Fußball-Union; d.Red.) gebeten, das Spiel zu verschieben.» Lyon hatte das Hinspiel in Paris mit 1:0 gewonnen. Die PSG-Frauen waren zuletzt ebenfalls von Coronasorgen gebeutelt gewesen. Die Mannschaft um Marozsans Nationalmannschaftskollegin Sara Däbritz konnte ihr Achtelfinal-Rückspiel bei Sparta Prag am 17. März wegen einer Quarantäne nicht bestreiten. Die Partie wurde am grünen Tisch 3:0 zugunsten Prags gewertet. PSG kam allerdings wegen des 5:0 aus dem Hinspiel weiter.

    20.40 Uhr: Brandenburger Fußball-Verband beendet Saison in allen Spielklassen

    Die Saison im Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) ist vorzeitig von sofort an beendet. Einem entsprechenden Antrag der spielleitenden Stellen hat der Vorstand des FLB bei einer Online-Sitzung am Montagabend einstimmig zugestimmt. Der Abbruch gilt für alle Alters- und Spielklassen des Verbandes und seiner Fußballkreise, teilte der FLB mit. "Die Covid-19-Pandemie hat weiterhin schwerwiegende Auswirkungen auf die Spielzeit 2020/21 des Fußball-Landesverbandes Brandenburg. Eine Fortsetzung des ausgesetzten Spielbetriebes ist nach der derzeitigen behördlichen Verfügungslage nicht absehbar. Selbst wenn wir irgendwann noch ein bis zwei Spiele machen könnten, wäre ein faire sportliche Wertung unter diesen Umständen aus unserer Sicht nicht möglich", sagte FLB-Geschäftsführerin Anne Engel.

    20.25 Uhr: Regierungen wollen Vertrag zur Bekämpfung von Pandemien

    Mehr als zwanzig Staats- und Regierungschefs aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika schlagen einem Medienbericht zufolge in einem gemeinsamen Aufruf vor, zur Vorbeugung und Bekämpfung künftiger Pandemien einen neuen völkerrechtlichen Vertrag auszuarbeiten. Damit solle die Lehre aus den Fehlern im Umgang mit Covid-19 gezogen werden, heißt es in dem Aufruf, der von der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" veröffentlicht wird. Zu den Unterzeichnern zählten unter anderen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, EU-Ratspräsident Charles Michel, Chiles Präsident Sebastian Pinera, Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa, Südkoreas Präsident Moon Jae In und Indonesiens Präsident Joko Widodo. Mit dem von ihnen angestrebten Vertrag könnten mehr Zusammenarbeit im Gesundheitswesen, Warnsysteme bei Gefahren und eine bessere Verteilung von Medikamenten, Schutzausrüstungen und Impfstoffen erreicht werden.

    20.05 Uhr: Gremium für Astrazeneca-Aussetzung bei Personen unter 55

    Experten in Kanada sprechen sich offenbar für eine Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel des Herstellers Astrazeneca bei Personen unter 55 Jahren aus. Dies sollte aus Sicherheitsgründen geschehen, teilte eine Person am Montag mit, die in die Empfehlung des nationalen Beratergremiums für Immunisierung eingeweiht war. Es obliegt den einzelnen kanadischen Provinzen, sich daran zu halten. Für diese Woche wird in Kanada eine Lieferung von 1,5 Millionen Dosen des Astrazeneca-Präparats aus den USA erwartet.

    19.50 Uhr: Istanbul Hochrisikogebiet - neue Corona-Restriktionen in der Türkei

    Die Türkei hat angesichts stark steigender Corona-Neuinfektionen in einigen Regionen Beschränkungen verschärft. 58 von 81 Provinzen, darunter die Millionenmetropole Istanbul, seien als Hochrisikogebiet eingestuft worden, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag nach einer Kabinettssitzung. Damit gelte in den Regionen wieder eine Ausgangssperre an Samstagen und Sonntagen. Restaurants und Cafés blieben aber weiter geöffnet. Erdogan kündigte zudem eine landesweite und mehrtägige Ausgangssperre an den Feiertagen zum Ende des Fastenmonats Ramadan im Mai an. Die Türkei hat Anfang März mit einer schrittweisen Lockerung der Coronavirus-Restriktionen begonnen und dazu in den 81 Provinzen ein Bewertungssystem mit vier Risikostufen eingeführt. In Gebieten mit höherem Risiko greifen schärfere Restriktionen. Ausgangsbeschränkungen am Abend bestehen nach wie vor landesweit.

    19.35 Uhr: Urlaubsreisen ins Ausland bleiben erlaubt - kein Verbot

    Urlaubsreisen ins Ausland werden trotz der Corona-Pandemie auch weiterhin grundsätzlich möglich sein. Ein Regierungssprecher verwies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend auf die geltenden Bestimmungen für Reisende. «Eine darüber hinausgehende rechtliche Regelung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant», fügte er hinzu. Ein von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erteilter Prüfauftrag zur möglichen Unterbindung touristischer Reisen gelte derzeit formal als abgeschlossen.

    19.25 Uhr: Steinmeier setzt Gesprächsreihe mit Bürgern zur Corona-Lage fort

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier setzt am Dienstag seine Gesprächsreihe mit Bürgerinnen und Bürgern zur Corona-Lage in Deutschland fort. In einer Videokonferenz spricht Steinmeier mit sieben Menschen aus verschiedenen Bundesländern, mit denen er sich bereits im Dezember und Januar ausgetauscht hatte. Das Gespräch wird live auf bundespraesident.de übertragen; während der Veranstaltung können dort auch Fragen eingereicht werden. Zu Steinmeiers Gesprächspartnerinnen und -partnern zählen eine Grundschulleiterin aus Nordrhein-Westfalen, eine Hotelinhaberin aus Bayern, eine Pflegefachkraft aus Bayern und eine Musikerin aus Berlin. Die Veranstaltung soll eine Stunde dauern.

    19.15 Uhr: Präsident Pakistans positiv auf Corona getestet

    Der Präsident Pakistans ist positiv auf Corona getestet worden. Das gab Arif Alvi am Montagabend (Ortszeit) bei Twitter bekannt. Er habe eine erste Impfdosis erhalten und die zweite sei in einer Woche geplant. Alvi rief dazu auf, weiterhin vorsichtig zu sein. Auch der Verteidigungsminister Parvez Khattak sei positiv getestet worden, teilte der Gouverneur der Provinz Sindh am Montag auf Twitter mit. Der pakistanische Ministerpräsident Imran Khan und seine Frau waren bereits vor neun Tagen mit dem Sars-CoV-2-Virus diagnostiziert worden. Khan habe sich seither stetig erholt und ihm sei angeraten worden, seine Arbeitsroutine über die nächsten Tage wieder aufzunehmen, hieß es von Khans Sonderberater für Gesundheitsfragen, Faisal Sultan, am Sonntag.

    19.05 Uhr: Marke von 20.000 Impfungen im Landkreis Aichach-Friedberg überschritten

    Im Landkreis Aichach-Friedberg sind bis zum Sonntag 20.500 Impfdosen gegen das Coronavirus verimpft worden. Das teilte das Landratsamt am Montagabend mit. Neben gut 14.000 Erstimpfungen wurden den Angaben zu Folge auch etwas über 6.000 Zweitimpfungen durchgeführt. In den Impfzentren in Dasing und Kissing wurden in der vergangenen Woche 3.500 Menschen geimpft. Der Landkreis hat rund 135.000 Einwohner.

    18.50 Uhr: Kommunen trotz geringerer Steuereinnahmen mit Milliarden-Überschuss

    Im vergangenen Jahr verzeichneten die Kommunen in Deutschland deutlich weniger Gewerbesteuereinnahmen und Rückgänge bei der Einkommensteuer - erzielten aber dennoch einen Finanzierungsüberschuss von knapp zwei Milliarden Euro. Dies lag insbesondere an den Finanzhilfen von Bund und Ländern, um die Steuerausfälle durch die Corona-Pandemie zu kompensieren, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Im Jahr 2019 hatte der kommunale Überschuss noch 5,6 Milliarden Euro betragen. Die Stadtstaaten waren in der Statistik nicht enthalten. Dieses Ergebnis setzt sich aus kommunalen Kern- und Extrahaushalten zusammen: Der Überschuss der Kernhaushalte belief sich im Jahr 2020 auf 2,7 Milliarden Euro im Vergleich zu 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2019. Die Extrahaushalte verzeichneten im Jahr 2020 ein Finanzierungsdefizit von rund 0,8 Milliarden Euro im Vergleich zu einem Überschuss von rund 1,4 Milliarden Euro im Jahr 2019. Neben den Kernhaushalten umfassen die Extrahaushalte öffentliche Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, die den Kommunen zuzurechnen sind.

    18.45 Uhr: Arbeitgeberpräsident lehnt verpflichtende Corona-Tests ab

    Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat die Erfolge der deutschen Unternehmen beim Testen ihrer Beschäftigten gelobt und sich entschieden gegen eine gesetzliche Regelung ausgesprochen. Große und kleine private Unternehmen hätten zuletzt "ihre Testanstrengungen stark ausgeweitet", erklärte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) am Montag. "Wir handeln", fügte er hinzu. Die Linke kritisierte die Haltung der BDA und verlangte die sofortige Einführung einer Testpflicht in den Unternehmen. Die Privatwirtschaft scheue auch keinen Vergleich mit Testanstrengungen etwa in Verwaltungen und Schulen, erklärte Arbeitgeberpräsident Dulger. Mancherorts verzögere sich gar der Nachschub an Tests wegen der großen Nachfrage. "Unternehmen testen aus Eigeninteresse", erklärte der Arbeitgeberpräsident.

    18.35 Uhr: DFB-Arzt Meyer plädiert für Sport-Öffnung für Kinder und Jugendliche

    Tim Meyer, Mannschaftsarzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, hat für eine zeitnahe Öffnung des Sports für Kinder und Jugendliche plädiert. «Der Nutzen, dass Kinder und Jugendliche wieder Sport treiben können, wiegt die minimal gesteigerte Infektionsgefahr wieder auf», sagte Meyer der Saarbrücker Zeitung. Der 53-Jährige, der auch Leiter der medizinischen Taskforce der Deutschen Fußball Liga (DFL) ist, kritisierte die bisherigen Regelungen bezüglich des Sports in den Rechtsverordnungen außerdem als «sehr sportfern und bürokratisch wirkend». So seien beispielsweise die vorgegebenen Gruppengrößen im Training «willkürlich» gewählt und «nicht an den Realitäten des Sports» orientiert. Meyer hat sich in der Corona-Pandemie gezielt mit dem Wiedereinstieg des Amateur-, Kinder- und Jugendsports auseinandergesetzt und ein Konzept dazu veröffentlicht.

    18.20 Uhr: Fast 5000 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen in Frankreich

    In Frankreich werden inzwischen mehr Covid-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt als im zweiten Corona-Lockdown im Herbst. Binnen 24 Stunden stieg ihre Zahl um 102 auf 4.974, wie die Gesundheitsbehörden mitteilen. Den bisherigen Höchstwert gab es mit 4.919 Intensivfällen Mitte November. In Deutschland stieg die Zahl der Fälle in intensivmedizinischer Behandlung dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge um 116 auf 3.573.

    18.10 Uhr: Palästina erhält 100.000 Dosen chinesischen Impfstoff

    Die Palästinenser im Westjordanland haben am Montag 100.000 Dosen des chinesischen Impfstoffes der Firma Sinopharm erhalten. Die Lieferung repräsentiere Chinas Versprechen, der Welt Impfstoffe zur Verfügung zu stellen und "die Palästinensische Autonomiebehörde bei ihrem Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen", sagte der chinesische Botschafter bei einer Pressekonferenz in Ramallah. Die palästinensische Gesundheitsministerin Mai al-Kaila sagte, die Lieferung werde "erheblich dazu beitragen, die Impfkampagne zu beschleunigen".

    Die palästinensischen Behörden im von Israel besetzten Westjordanland hatten am 21. März mit ihrer Impfkampagne begonnen, die zunächst Menschen über 75 Jahren oder mit bestimmten Krankheiten galt. Zuvor waren 60.000 Impfdosen der Covax-Initiative eingetroffen. Mehr als 20.000 davon gingen in den Gazastreifen am Mittelmeer.

    17.40 Uhr: Studie - Infektionsrisiko bei mRNA-Impfstoffen gering

    Eine neue Studie aus den USA bekräftigt eine gute Wirksamkeit von einigen Corona-Impfstoffen auch gegen Infektionen ohne Symptome. "Die Ergebnisse zeigten, dass nach der zweiten Impfstoffdosis das Infektionsrisiko zwei oder mehr Wochen nach der Impfung um 90 Prozent verringert wurde", teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Montag mit.

    Dabei wurden auch Infektionen ohne Symptome erfasst, die einen "kleinen Anteil" von etwa zehn Prozent an allen positiven Tests ausmachten. Es besteht damit die Hoffnung, dass geimpfte Personen andere in den meisten Fällen nicht mehr anstecken können und Infektionsketten so unterbrochen werden können.

    17.35 Uhr: Studie - Vakzine von Pfizer/Biontech und Moderna hochwirksam

    Die Corona-Vakzine von Pfizer/Biontech und Moderna reduzieren zwei Wochen nach der zweiten Impfung das Infektionsrisiko von Mitarbeitern im Gesundheitssektor und Ersthelfern um 90 Prozent. Das geht aus einer US-Studie der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC hervor. Die Impfstoffe seien damit hochwirksam. Die Studie bestätige die Ergebnisse eines großangelegten klinischen Versuchs vor der Notzulassung durch die zuständige US-Behörde FDA.

    17.20 Uhr: Johnson & Johnson: Hunderte Millionen Impfdosen an Afrikanische Union

    Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson will die Länder der Afrikanischen Union (AU) ab der zweiten Jahreshälfte mit Hunderten Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus versorgen. Das Unternehmen hat sich nach eigenen Angaben vom Montag mit dem Staatenbund darauf verständigt, dass die Lieferung von bis zu 220 Millionen Dosen im dritten Quartal starten werde. Zudem könnten weitere 180 Millionen Impfdosen bestellt werden, sodass 2022 eine Gesamtmenge von 400 Millionen Impfdosen erreicht sei.

    Die Verfügbarkeit des Impfstoffes hänge von der Zulassung nationaler Behörden in den 55 Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union ab, fügte Johnson & Johnson in einer Erklärung hinzu. Der Johnson-Impfstoff entfaltet seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis und muss - anders als etwa die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna - nicht zweimal gespritzt werden.

    17.05 Uhr: Palmer für nächtliche Ausgangsbeschränkungen

    Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat sich für nächtliche Ausgangsbeschränkungen als weiteres Mittel zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgesprochen. "Ich hätte gar nichts dagegen zu sagen: Ab 20 Uhr ist wirklich Ruhe", sagte Palmer am Sonntagabend in einer Online-Gesprächsrunde der "Bild"-Zeitung.

    Mit Blick auf das derzeit laufende Modellprojekt in Tübingen sagte Palmer, tagsüber könne geordnet in der Außengastronomie gesessen oder mit Maske eingekauft werden. "Und nachts sind alle daheim - warum nicht." In Tübingen habe er nämlich das Problem, dass häufig nach 20 Uhr große Gruppen auf innerstädtischen Wiesen Partys feierten. Da gebe es keinen Abstand, sondern Alkohol, sagte der Grünen-Politiker.

    16.20 Uhr: Dreyer - "Brauchen entschlossenes Handeln"

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert entschlossenes Handeln in der Corona-Politik. "Dafür brauchen wir jetzt keine weiteren Bund-Länder-Runden", erklärt die SPD-Politikerin. "Alle müssen sich an das halten, was wir beschlossen haben." In Rheinland-Pfalz werde die vereinbarte Notbremse konsequent umgesetzt. In Städten und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 würden zudem nächtliche Ausgangssperren von 21.00 Uhr bis 05.00 Uhr verhängt. "Wir können nicht mit dem Signal von großflächigen Lockerungen in die dritte Welle gehen", warnt Dreyer.

    14.55 Uhr Präsident des bayerischen Gemeindetags in Quarantäne

    Uwe Brandl (CSU), der Bürgermeister von Abensberg und Präsident des Bayerischen Gemeindetags, befindet sich in Quarantäne. Das hat er heute im BR-Interview bestätigt. Neben Brandl hat das Gesundheitsamt auch den halben Stadtrat in Quarantäne geschickt. Grund dafür ist die Corona-Infektion einer Ehefrau eines Stadtrats. Sie arbeitet an einem Klinikum und wurde am Donnerstag (25.03.) getestet. Das positive Ergebnis lag am Freitag (26.03.) vor. Daraufhin wurde auch ihr Mann positiv getestet.

    Er war einer der Stadträte, der vergangene Woche an einer Krisenausschusssitzung mit reduzierter Teilnehmerzahl teilgenommen hatte. Daraufhin habe das Gesundheitsamt für alle Sitzungsteilnehmer eine Quarantäne bis 8. April angeordnet, erzählt Brandl. Betroffen sind 13 Personen: zwölf Sitzungsteilnehmer sowie ein Mitarbeiter der Verwaltung. Brandl bemängelte, dass die mittelbaren Kontaktpersonen - wie in seinem Fall seine Ehefrau, die mit einer potenziell infizierten Person seit Donnerstag in Kontakt steht - nicht auch in Quarantäne geschickt werden. Der CSU-Politiker sieht eine der Ursachen für die "explosiven Infektionsgeschehnisse" darin, dass immer nur Kontaktpersonen 1 in Quarantäne geschickt würden.

    14.45 Uhr: Erste Impfstoff-Lieferungen von Johnson & Johnson Mitte April

    Die ersten Lieferungen des Corona-Impfstoffes von Johnson & Johnson für Deutschland sollen ab Mitte April kommen. In der Woche vom 12. April werden 256.800 Dosen erwartet, in der Woche vom 26. April weitere 444.000 Dosen, wie aus einer Lieferprognose des Herstellers hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Im Mai sollen 2,3 Millionen Dosen folgen, im Juni 7,1 Millionen, so dass im zweiten Quartal 10,1 Millionen Dosen zusammenkommen sollen.

    Im dritten Quartal werden demnach 22 Millionen Dosen erwartet, im vierten Quartal dann noch 4,6 Millionen Dosen. Der Impfstoff von Johnson & Johnson war am 11. März in der Europäischen Union zugelassen worden. Bei dem Präparat reicht eine Spritze, eine zweite Impfung ist nicht nötig. Bereits in Deutschland eingesetzt werden die Mittel von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca.

    14.25 Uhr: LGL meldet 1.630 Corona-Neuinfektionen in Bayern

    In Bayern sind den Behörden in den vergangenen 24 Stunden 1.630 Corona-Neuinfektionen (Stand 29.03.2021, 08.00 Uhr) gemeldet worden. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mitgeteilt. Sechs Corona-Infizierte sind gestorben. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie im Freistaat 492.417 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 443.780 gelten inzwischen als genesen. In Mittelfranken hat sich die Zahl der Neuinfektionen seit gestern um 230 erhöht, die der Todesfälle um einen.

    14.20 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun (CDU): Weitere Maßnahmen denkbar

    Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat erneut klar gemacht, dass die Bundesregierung jetzt von den Ländern die Umsetzung der Pandemie-Notbremse erwarte, so wie sie von den Ministerpräsidenten und der Kanzlerin beschlossen wurde. "Ich poche sehr darauf, dass alle energisch daran arbeiten, dass die Zahlen runtergehen. Wir sehen in manchen Bereichen, dass die Notbremse nur halbherzig umgesetzt wird", so Braun im heute veröffentlichten phoenix Politik-Podcast "unter 3". Er kündigte zudem gegebenenfalls weitergehende Einschränkungen an. "Es wird an ganz vielen Stellen in Deutschland weitere einschränkende Maßnahmen geben", so der Kanzleramtsminister.

    Dies ergebe sich aus dem Stufenplan-Beschluss des Bundes und der Länder, wonach weitere Schritte zu gehen seien, wenn die Notbremse das Infektionsgeschehen nicht bremsen könne. "Wenn es in den nächsten Wochen nicht gut funktioniert - und das liegt ja in der Luft -, darf man da nichts ausschließen", warnte Braun. Wer jetzt bei der erneuten Ausbreitung des Virus zielgerichtet handele, dürfe für den Sommer optimistisch sein. "Ich hoffe, dass wir es in den kommenden zwei Monaten schaffen, diese Pandemie gut am Zügel zu halten und dann in eine Phase eintreten, in der es sich deutlich entspannt und dann auch Öffnungsschritte gibt, die man nicht mehr revidieren muss."

    14.15 Uhr: Internationale Expertenkommission veröffentlicht Bericht aus Wuhan

    Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO hält weitere Studien zum Ursprung des Corona-Virus für nötig. Alle Hypothesen seien offensichtlich weiter offen und müssten weiter untersucht werden, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag zu dem Ergebnis einer internationalen Expertenmission im chinesischen Wuhan. Der Bericht zu der Mission werde am Dienstag veröffentlicht, fügte er bei einer virtuellen Pressekonferenz mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in Genf hinzu.

    Am Montag hatte die WHO einen mit Spannung erwarteten Bericht zu den Ursprüngen der Corona-Pandemie vorgelegt. Darin schreiben die Autoren, es sei "wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich", dass der Erreger von der Fledermaus über ein Zwischenwirt-Tier auf den Menschen übertragen wurde. Eine Labor-Panne als Pandemie-Ursprung stuften sie als "extrem unwahrscheinlich" ein. Sie betonen aber ebenfalls die Notwendigkeit weiterer Studien.

    14.15 Uhr: Internationale Expertenkommission veröffentlicht Bericht aus Wuhan

    Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO hält weitere Studien zum Ursprung des Corona-Virus für nötig. Alle Hypothesen seien offensichtlich weiter offen und müssten weiter untersucht werden, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag zu dem Ergebnis einer internationalen Expertenmission im chinesischen Wuhan. Der Bericht zu der Mission werde am Dienstag veröffentlicht, fügte er bei einer virtuellen Pressekonferenz mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in Genf hinzu.

    Am Montag hatte die WHO einen mit Spannung erwarteten Bericht zu den Ursprüngen der Corona-Pandemie vorgelegt. Darin schreiben die Autoren, es sei "wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich", dass der Erreger von der Fledermaus über ein Zwischenwirt-Tier auf den Menschen übertragen wurde. Eine Labor-Panne als Pandemie-Ursprung stuften sie als "extrem unwahrscheinlich" ein. Sie betonen aber ebenfalls die Notwendigkeit weiterer Studien.

    13.48 Uhr: Brüssel sieht Starttermin von Corona-Hilfsfonds nicht in Gefahr

    Die EU-Kommission sieht den geplanten Start des europäischen Corona-Hilfsfonds zur Jahresmitte durch den vorläufigen Stopp des Ratifizierungsprozesses in Deutschland nicht in Gefahr. Die Behörde sei überzeugt, dass die Rechtmäßigkeit des Fonds "in Ordnung" sei , sagte ein Sprecher. Brüssel sei zuversichtlich, dass das Bundesverfassungsgericht in der Frage nun "schnell entscheiden" werde.

    Bundestag und Bundesrat hatten in Deutschland vergangene Woche den Weg für den sogenannten Eigenmittelbeschluss zur Finanzierung des 750 Milliarden Euro schweren EU-Hilfsfonds freigemacht. Das Bundesverfassungsgericht hatte den Abschluss des Ratifizierungsprozesses mit der Unterzeichnung des Gesetzes durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dann aber am Freitag per einstweiliger Anordnung gestoppt.

    Hintergrund sind Klagen gegen das Vorhaben, das eine Aufnahme gemeinsamer EU-Schulden in bisher beispielloser Höhe vorsieht. Eine genaue Begründung für die Entscheidung für den sogenannten Hängebeschluss lieferte das Gericht bisher nicht.

    13.35 Uhr: Saarland hält an Öffnungsplan mit Tests fest

    Trotz Kritik hält das Saarland an seinem geplanten Modellprojekt für Lockerungen durch massenhaftes Testen fest. "Wir werden diese Strategie weiterverfolgen", sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Es handele es sich "im Übrigen um eine sehr vorsichtige Strategie", die ab dem 6. April schrittweise umgesetzt werden solle. "Wir sorgen mit dem Saarland-Modell dafür, dass Aktivitäten, die im Moment drinnen stattfinden, im Verborgenen, ins Freie kommen", sagte er. Deswegen sei die Strategie "ein Beitrag dazu, die Infektionszahlen nach unten zu bringen und ein Beitrag zur Vorsicht in Deutschland".

    Das Saarland will ab 6. April Kinos, Theater, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen: Voraussetzung für Gäste, Besucher und Nutzer ist ein tagesaktueller negativer Schnelltest. Weitere Öffnungen könne es nach dem 18. April geben, hatte Hans zuvor angekündigt: In der Gastronomie, beim Ehrenamt, in den Schulen.

    13.14 Uhr: Brandenburg plant mehr Impfungen in Arztpraxen als in Impfzentren

    In Brandenburger Arztpraxen sind in der kommenden Woche mehr Corona-Impfungen als in den Impfzentren geplant. Jeweils rund 30.000 Impfstoffdosen von Biontech und Pfizer sollen in der nächsten und übernächsten Woche vom Bund an die Hausarztpraxen verteilt werden, wie die Kassenärztliche Vereinigung in Potsdam mitteilte. Das wären 20 Impfdosen pro Praxis bei rund 1.500 Praxen. Weitere 28.000 Dosen von Astrazeneca sollen in den beiden Wochen an die 139 Arztpraxen im Land gehen, die beim Modellprojekt "Impfen in den Arztpraxen" mitmachen.

    Der Chef der Brandenburger Kassenärzte, Peter Noack, sieht darin einen kräftigen Schub für die Impfungen. "In den Vertragsarztpraxen werden in der nächsten Woche mehr Menschen geimpft als in den Impfzentren - und das flächendeckend, wohnortnah und gemäß der geltenden Priorisierung", teilte Noack mit.

    13.02 Uhr: FDP-Chef Lindner hält Ausgangssperren für "unwirksam"

    Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich entschieden gegen Ausgangssperren ausgesprochen. "Die Ausgangssperren, über die immer wieder gesprochen wird, sind nicht nur ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Freiheit, die sind auch epidemiologisch unwirksam", sagte Lindner dem Fernsehsender Phoenix. Ausgangssperren seien "eine Symbolmaßnahme, die nichts bringt, und die ich deshalb außerordentlich kritisch sehe", sagte er.

    Zu einer von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) ins Spiel gebrachten Kompetenzverlagerung von den Ländern zum Bund in der Pandemiebekämpfung sagte Lindner, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nutze ihre vorhandenen "rechtlichen Möglichkeiten gar nicht aus". Insofern sei ihm "rätselhaft", was genau Söder meine.

    12.41 Uhr: Laschet weist Merkels Kritik zurück

    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat die Kritik von Kanzlerin Angela Merkel an einer nicht konsequenten Umsetzung der Notbremse in seinem Bundesland zurückgewiesen. Die Landesregierung habe eine flächendeckende Umsetzung per Verordnung angewiesen, sagt der CDU-Chef. "Kein Landkreis kann davon abweichen", fügt er in Anspielung auf andere Länder hinzu. Laschet verteidigte, dass es trotzdem möglich sein soll, Terminvereinbarungen in Geschäfte mit einem Negativtest zu treffen. Damit wolle man einen Anreiz für eine zunehmende Testung der Bevölkerung setzen.

    12.20 Uhr: In Bayern höhere Sterbezahlen in erster und zweiter Welle

    Das Bayerische Landesamt für Statistik hat für den Freistaat in der ersten und zweiten Welle der Corona-Pandemie deutlich erhöhte Sterbefallzahlen registriert. Demnach lag die Zahl der Sterbefälle in Bayern im April 2020 mehr als 21 Prozent und im Dezember 2020 mehr als 35 Prozent über den Durchschnittswerten der Vorjahre. Auch für Januar 2021 ergeben sich höhere Werte. "Die Zahlen zu den Sterbefällen der vergangenen Monate sind eindeutig und lassen keinen Zweifel an der Gefährlichkeit des Corona-Virus", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei Vorstellung der Sonderauswertung.

    Über den Zeitraum der ersten zehn Monate im Jahr 2020 hinweg zeigt die Statistik in Bayern insgesamt keine deutlich erhöhte Sterblichkeit. Ein anderes Bild ergibt sich aber, wenn die Regionen in den einzelnen Monaten betrachtet werden. So lag die Zahl der Sterbefälle in dem Corona-Hotspot Tirschenreuth im April 2020 in der ersten Welle 135 Prozent über dem Durchschnittswert der Jahre 2016 bis 2019. Im Landkreis Rosenheim waren es 86 Prozent. Die Auswertung der Statistik nach Altersgruppen zeigt zudem, dass Menschen über 80 Jahren stärker betroffen sind.

    12.12 Uhr: Auch Seehofer für mehr Bundes-Kompetenz bei Pandemiebekämpfung

    Angesichts steigender Infektionszahlen hat sich Bundesinnenminister Horst Seehofer dafür ausgesprochen, dass der Bund im Kampf gegen die Corona-Pandemie das Ruder übernimmt. Dafür könne entweder das Infektionsschutzgesetz präzisiert oder ein eigenes Gesetz beschlossen werden, in dem dann genau geregelt sei, "was bei welcher Inzidenz zu geschehen hat". Der Bund habe "von jeher die Gesetzgebungskompetenz auf diesem Gebiet", sagte der CSU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung": "Man muss nur Gebrauch davon machen."

    Die Corona-Bekämpfung über Ministerpräsidentenkonferenzen zu betreiben, halte er für falsch, sagte der Innenminister: "Dieses Verfahren kann man so nicht weitermachen." Besser wäre es, die notwendigen Maßnahmen durch Bundestag und Bundesrat beschließen zu lassen. Corona-Tests seien eine wichtige Säule der Pandemie-Bekämpfung, wenn es um Öffnungen gehe. Jetzt gehe es aber darum, in den kommenden zwei Woche möglichst viel herunterzufahren.

    12.01 Uhr: BDA lehnt Testpflicht ab - "Im Suez-Kanal stecken geblieben"

    Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) lehnt eine gesetzliche Verpflichtung für Schnelltests in den Betrieben ab. "Ein Testgesetz schafft nicht mehr Schutz, sondern mehr Bürokratie, mehr Kosten, weniger Eigeninitiative und einen Haufen ungeklärter rechtlicher und organisatorischer Fragen", erklärte BDA-Präsident Rainer Dulger.

    Mit dem "ständigen Drohen einer gesetzlichen Regelung" werde nicht anerkannt, dass private Unternehmen ihre Testanstrengungen stark ausgeweitet hätten. Die Testnachfrage sei so angestiegen, dass sich der Nachschub verzögere: "So ist mancher Test wohl vielleicht auch im Suez-Kanal steckengeblieben."

    11.49 Uhr: Verschärfte Corona-Regeln in Niedersachen in Kraft

    In Niedersachsen müssen Kommunen mit einem Inzidenzwert von mehr als 150 ab sofort nächtliche Ausgangssperren verhängen. Das geht aus einer heute in Kraft getretenen Verordnung der Landesregierung hervor. Dies gilt allerdings nur dann, wenn sich das Infektionsgeschehen nicht mehr eingrenzen lässt und eine unkontrollierte Ausbreitung droht.

    Laut Verordnung können Kommunen mit einer Inzidenz zwischen 100 und 150 Ausgangssperren zudem nach eigenem Ermessen einsetzen. Diese gelten dann zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr. Bei triftigen Gründen gelten jedoch Ausnahmen. Dazu zählt etwa der Weg zur Arbeit oder zum Arzt.

    Zusätzlich verhängte die Landesregierung über die Ostertage ein sogenanntes Ansammlungsverbot, wonach tagsüber jegliche Form von Gruppenbildung im Freien oder in geschlossenen Räumen verboten ist. Dies gilt auch bei Wahrung des Abstandsgebots sowie für unorganisierte Zusammentreffen. Ausgenommen sind Warteschlangen vor Geschäften und Gottesdienste.

    11.40 Uhr: Russland lässt Sputnik V in China produzieren

    Russland lässt mehr als 60 Millionen Dosen des Impfstoffs Sputnik V in China herstellen. Darüber sei eine Vereinbarung mit dem Unternehmen Shenzhen Yuanxing erzielt worden, teilt der russische Staatsfonds mit. Die kommerzielle Produktion solle im Mai beginnen. Der Staatsfonds ist für die weltweite Vermarktung des Impfstoffs zuständig. In der Europäischen Union ist das Mittel noch nicht zugelassen.

    11.31 Uhr: Bayerns Gemeindetag gegen Modellversuch für Öffnungen

    Der Bayerische Gemeindetag stellt sich gegen Modellversuche für Öffnungen von Geschäften bei steigenden Corona-Zahlen. "Man kann sich jetzt schon ausrechnen, was das bewirken wird: einen Einkaufstourismus hin zu diesen Städten und Landkreisen", erklärte Gemeindetagspräsident Uwe Brandl in einer Mitteilung. Das würde auch zu "gravierenden Wettbewerbsverzerrungen" führen.

    Die Staatsregierung hatte angekündigt, diese Woche über die bayerischen Modellregionen zu entscheiden. Mehr als 80 Kommunen haben sich dafür ins Rennen gebracht. In den Modellregionen sollen vorsichtige Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen ermöglicht werden. Grundsätzlich kommen Städte in Frage, die eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner zwischen 100 und 150 haben. Insgesamt soll es acht Modellregionen geben: In jedem Regierungsbezirk eine, in Oberbayern zwei.

    Einzelne Städte oder Regionen würden so bevorzugt, das sei "verfassungsrechtlich höchst bedenklich", sagte Brandl. In einem Schreiben forderte er Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf, Lockerungen mit Hygienekonzepten wenn überhaupt, dann nur generell oder im Versuchsstadium für einzelne Branchen zuzulassen.

    11.12 Uhr: Ramelow zu Merkels Kritik - "Macht doch endlich!"

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kann sich eine bundeseinheitliche Regelung für Corona-Maßnahmen per Gesetz vorstellen und hat den Bund zum Handeln aufgefordert. "Man kann es im Infektionsschutzgesetz festlegen - ist mir auch recht - Hauptsache, es ist ein einheitlicher Rahmen", sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur.

    Ramelow betonte, die Thüringer Landesregierung erwarte von der Bundesregierung, dass ein einheitlicher Stufenplan beschlossen werde. Dies sei dem Bund auch mitgeteilt worden: "Das Kanzleramt ist seit Februar gefordert, den Rahmen- und Stufenplan einfach abzuschreiben. Das könnte ein Praktikant machen."

    Ramelow forderte den Bund mit Nachdruck zum Handeln auf: "Im Februar habe ich gefordert, dass das gemacht wird. Ich sage im März und April immer noch: Dann macht es doch endlich! Es geht um das Tun und nicht um das Reden." Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der ARD die Bundesländer erneut dazu gedrängt, sich an die Bund-Länder-Beschlüsse zu halten und vor allem die Notbremse zu beachten.

    10.28 Uhr: Ifo-Chef kritisiert Merkel und fordert harten Oster-Lockdown

    Ifo-Präsident Clemens Fuest kritisiert den Fernsehauftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel und fordert einen harten zweiwöchigen Lockdown über Ostern. "Mit den Osterferien haben wir ein Zeitfenster, in dem die Kinder nicht in die Schule gehen", sagt Fuest MDR Aktuell: "Warum man das nicht entschlossen nutzt, um die Infektionszahlen herunterzubringen, ist mir absolut schleierhaft."

    Der Ökonom und Regierungsberater kritisierte die abwartende Haltung der Kanzlerin. In einer Notsituation wie dieser erwarte er von der Regierungschefin, dass sie dafür sorge, dass es vorangehe: "Es wäre das Mindeste, dass sie noch heute die Ministerpräsidenten zusammenruft und mit ihnen Beschlüsse fällt, die auch wirklich eine Wirkung haben." Der Kurs der Regierung bringe der Wirtschaft "verlängerte Unsicherheit und wachsende Schäden".

    09.46 Uhr: WHO - Sars-CoV2 wahrscheinlich über Tiere auf Menschen übertragen

    Nach den Untersuchungen der internationalen Expertenmission im chinesischen Wuhan geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von einer Übertragung des neuartigen Coronavirus auf den Menschen durch ein Zwischenwirt-Tier aus. Von der Fledermaus sei der Erreger "wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich" auf ein anderes Tier und von diesem schließlich auf den Menschen übergegangen, heißt es in dem in Genf vorgelegten WHO-Bericht.

    Die These, wonach das Virus aus einem Labor entwichen sei, wurde hingegen als "extrem unwahrscheinlich" bezeichnet. Diese Vermutung zum Ursprung der Pandemie war unter anderem vom früheren US-Präsidenten Donald Trump geäußert worden.

    Internationale Experten in verschiedenen Disziplinen wie Zoologie und Epidemiologie hatten im Januar mehrere Wochen nach dem Ursprung der Pandemie gesucht. Dazu reisten sie nach Wuhan, wo Ende 2019 die ersten Corona-Infektionen bei Menschen registriert worden waren. Das Virus breitete sich schnell in aller Welt aus. Mittlerweile wurden bereits mehr als 127 Millionen Ansteckungen nachgewiesen; mehr als 2,78 Millionen Infizierte starben.

    09.28 Uhr: Kommunalfinanzen dank Corona-Hilfen im Milliardenplus

    Im vergangenen Jahr verzeichneten die Kommunen in Deutschland deutlich weniger Gewerbesteuereinnahmen und Rückgänge bei der Einkommensteuer - erzielten aber dennoch einen Finanzierungsüberschuss von knapp zwei Milliarden Euro. Dies lag insbesondere an den Finanzhilfen von Bund und Ländern, um die Steuerausfälle durch die Corona-Pandemie zu kompensieren, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Im Jahr 2019 hatte der kommunale Überschuss noch 5,6 Milliarden Euro betragen.

    Die gesamten bereinigten Einnahmen der Kommunen waren mit 295,2 Milliarden Euro 4,5 Prozent höher als 2019. Die Steuereinnahmen hingegen waren mit 98,4 Milliarden Euro 5,7 Prozent niedriger. Das waren sechs Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. So gingen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) um 5,0 Milliarden Euro auf 37,6 Milliarden Euro zurück - ein Minus von 11,7 Prozent. Der kommunale Anteil an der Einkommensteuer sank um 1,6 Milliarden Euro oder 4,1 Prozent auf 38,1 Milliarden Euro. Dagegen stiegen die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer um 0,7 Milliarden Euro auf 8,3 Milliarden Euro. Dies waren 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

    09.15 Uhr: Tourismusbeauftragter glaubt nicht an Reiseverbot

    Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, geht nicht von einem kompletten Auslandsreiseverbot aus. "Ich denke, dass wir derzeit in Europa kein Reiseverbot verhängen können, weil wir in der Europäischen Union eine Freizügigkeit haben", sagt der CDU-Politiker in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart": "Freie Grenzen sind was ganz Wichtiges." Die Bundesregierung werde ihren Prüfauftrag zum Reiseverbot voraussichtlich diese Woche abschließen. "Ich glaube, dass wir wenig über Verbote reden sollten. Wir sollten mehr darüber reden, wie wir Reisen möglich machen", so Bareiß.

    09.01 Uhr: Vier neue Infektionsfälle - Brisbane geht in Lockdown

    Wegen neu aufgetretener Infektionen mit dem Coronavirus gilt in der drittgrößten australischen Stadt Brisbane ab Montagabend ein dreitägiger Lockdown. Die Gesundheitsbehörden hätten vier neue Fälle lokal übertragener Infektionen ausgemacht, sagte die Regierungschefin des Staats Queensland, Annastacia Palaszczuk. Der Lockdown sei nötig, um die Kontakte nachverfolgen zu können.

    Australien hat die Eindämmung des Infektionsgeschehens bislang vergleichsweise gut im Griff. Die Impfkampagne hat allerdings gerade erst begonnen, weniger als ein Prozent der Bevölkerung ist bislang geimpft. In Brisbane leben mehr als 2,5 Millionen Menschen. Sie müssen nun Mund-Nasen-Masken tragen und vorerst weitgehend zu Hause bleiben.

    08.43 Uhr: Lauterbach fordert "letzten harten Lockdown"

    Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts der schnell steigenden Inzidenzzahlen in Deutschland einen "letzten harten Lockdown" zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie gefordert. "Wir können es nicht so laufen lassen", sagte Lauterbach im Westdeutschen Rundfunk. Andernfalls würden die Inzidenzzahlen in wenigen Wochen über 200 steigen.

    Der SPD-Politiker plädierte für eine Pflicht zum Homeoffice und zu regelmäßigen Corona-Tests in den Betrieben. Außerdem sprach er sich für eine befristete Ausgangssperre am Abend aus. Die Bewegungsdaten der Handys zeigten, dass sich viele Menschen abends immer noch privat träfen. Das sei verständlich, müsse aber eine Zeit lang begrenzt werden.

    Kritik übte der Gesundheitspolitiker an dem uneinheitlichen Vorgehen der Länder und den vielerorts zu beobachtenden Bemühungen, mit mehr Tests Lockerungen zu ermöglichen. !Die Wahrheit ist, wir müssen erst einmal wirklich Kontrolle in das Geschehen hineinbringen. Wir brauchen etwas, was das exponentielle Wachstum jetzt hemmt und das ist mit Lockerungen nicht zu machen." Zu glauben Tests seien der Königsweg, mit dem man den Anstieg der Inzidenzzahlen in den Griff bekomme, sei ein Fehler.

    08.24 Uhr: Einzelhandel will Wirtschaft mit Einkaufsgutscheinen ankurbeln

    Zur Ankurbelung der Wirtschaft nach der Corona-Krise hat der Einzelhandel Einkaufsgutscheine von 500 Euro für jeden Bürger und jede Bürgerin ins Spiel gebracht. "Ein zusätzliches Einkommen von 500 Euro je Einwohner würde einen Nachfrageimpuls von bis zu 40 Milliarden Euro bedeuten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, dem "Handelsblatt". Solche Gutscheine seien denkbar, "wenn die Pandemie wieder besser unter Kontrolle ist und die Menschen wieder Lust auf einen entspannten Einkaufsbummel haben".

    Das zusätzliche Einkommen dürfe nicht mit anderen Transfers verrechnet werden, sagte Genth weiter. Eine Einzelfallprüfung auf Bedürftigkeit lehnte er als zu bürokratisch ab. Es gehe um ein "großes und deutliches Signal für einen Neubeginn" nach der Krise. Dabei müssten auch "Unschärfen" in Kauf genommen werden.

    08.03 Uhr: WHO-Bericht sieht offenbar Tiere als Covid-19-Quelle

    Eine gemeinsame Studie von WHO und China sieht eine Übertragung des Coronavirus von Fledermäusen über ein anderes Tier auf Menschen als den wahrscheinlichsten Auslöser von Covid-19. Das geht aus einem Entwurf hervor, der der Nachrichtenagentur AP vorliegt. Dass das Virus aus einem Labor entwichen sein könnte, sei "extrem unwahrscheinlich", heißt es darin. Das Expertenteam schlägt weitere Forschungsarbeiten in allen Bereichen außer der Hypothese eines Ausbruchs aus einem Labor vor.

    Experten der Weltgesundheitsorganisation waren Anfang des Jahres in Wuhan, von wo die Pandemie ihren Ausgang nahm. Ihr Bericht hat sich mehrfach verzögert und ist Gegenstand diplomatischer Streitigkeiten geworden. China stand im Verdacht, Einfluss auf die Schlussfolgerungen der Experten nehmen zu wollen um zu verhindern, dass dem Land eine Schuld für die Pandemie zugewiesen werden könnte.

    07.40 Uhr: Experte vergleicht Corona-Lage mit "Pulverfass"

    Die Corona-Lage ist nach Auffassung des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr derzeit brisanter als vor Weihnachten. Vor allem die in Deutschland inzwischen vorherrschende Virusvariante B.1.1.7 breite sich stärker in Familien aus. Zudem seien die Zahlen derzeit ansteigend: "Das ist ein Pulverfass, auf dem wir sitzen."

    Anders als Ende 2020 seien zwar inzwischen viele Menschen aus der besonders gefährdeten hohen Altersgruppe geimpft. Allerdings liege der Anteil bei den Über-70-Jährigen erst bei gut einem Viertel, sagte Lehr: "Bis die Wirkung richtig einsetzt, dauert es auch ein paar Wochen." Daher könne hier noch keine Entwarnung gegeben werden. "Wir haben also ein bisschen Entschärfung durch die Impfung, aber eine Verschärfung durch die Mutanten", bilanzierte er.

    Der Professor für klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes verantwortet einen Covid-19-Simulator, der Vorhersagen der Corona-Infektionen samt Krankenhausbettenbelegung, intensivmedizinischer Behandlung, Beatmung und Todesraten in den einzelnen Bundesländern und die Abschätzung von nicht-pharmazeutischen Interventionen ermöglichen soll.

    06.42 Uhr: Deutsche Tierärzte fordern Einbindung in Impfkampagne

    Die deutschen Tierärzte haben die Bundesregierung aufgefordert, sie in die Corona-Impfkampagne einzubinden. Die rund 10.000 Tierarztpraxen in Deutschland könnten bei 50 Impfungen pro Woche und Praxis in einem Monat ohne Weiteres zwei Millionen Menschen mit dem Vakzin versorgen, sagte Siegfried Moder, Präsident des Bundesverbands der praktizierenden Tierärzte, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

    Die Bundesregierung müsse unverzüglich die rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen, forderte der Verbandschef. "Wenn im zweiten Quartal tatsächlich große Mengen an Impfstoffen eintreffen, wie es die Bundesregierung verspricht, dann sollte in Deutschland jeder impfen, der impfen kann", sagte Moder.

    In den USA würden Tierärzte wie selbstverständlich mit impfen, dieser pragmatische Ansatz trage dort zum großen Erfolg bei, erklärte Moder. Auch in Frankreich dürften Tierärzte demnächst Impfungen gegen das Coronavirus verabreichen, sagte der Verbandschef.

    06.27 Uhr: Immunmediziner - Bundesländer verschwenden Zeit beim Impfen

    Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie wirft der Politik angesichts der dritten Corona-Welle vor, beim Impftempo nicht mit einfachen Mitteln aufs Gas zu drücken. "Wir verimpfen oft nur die Hälfte dessen, was möglich ist, sagt der Generalsekretär der Immunmediziner, Carsten Watzl, der "Augsburger Allgemeinen".

    Es würden immer noch massenhaft Impfdosen für Zweitimpfungen zurückgelegt. Dabei sei inzwischen die offizielle Empfehlung für den Abstand zur zweiten Dosis von 21 Tagen bei BioNTech und 28 bei Moderna auf 42 Tage ausgeweitet worden. Es würde daher jetzt viel helfen, "alles zu verimpfen, was da ist" und die Zweitimpfung mit der nächste Lieferung des Vakzins durchzuführen. Einzig bei AstraZeneca werden angesichts des zwölfwöchigen Impfabstands generell keine Zweitdosen zurückgelegt.

    06.15 Uhr: Schrittweise Lockerung des Corona-Lockdowns in England

    In England beginnt am Montag eine schrittweise Lockerung des Corona-Lockdowns. Die Ausgangsbeschränkungen werden aufgehoben, Gruppen von bis zu sechs Menschen dürfen sich wieder im Freien treffen. Ab dem 12. April sollen auch die Pubs ihre Terrassen wieder öffnen und nicht lebensnotwendige Geschäfte wie Friseure wieder Kunden empfangen dürfen. Wales hatte seine Maßnahmen bereits am Samstag gelockert und die Reisebeschränkungen aufgehoben.

    Die britische Regierung hält trotz einer drohenden dritten Corona-Welle an den Lockerungen fest. Premierminister Boris Johnson begründete dies mit der fortgeschrittenen Impfkampagne im Land. Inzwischen haben mehr als 29 Millionen Briten mindestens eine Impfdosis erhalten. Bis Sonntag starben mehr als 126.000 von rund 4,3 Millionen Infizierten in Großbritannien, wie aus einer AFP-Berechnung hervorgeht.

    05.47 Uhr: RKI registriert 9.872 Corona-Neuinfektionen und 43 Todesfälle

    Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9.872 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 43 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7.709 Neuinfektionen und 50 neue Todesfälle verzeichnet.

    Der Inzidenzwert ist weiter gestiegen: Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 134,4 - und damit erneut höher als am Vortag (129,7).

    Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.782.273 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.494.800 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 75 913.

    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 1,17 (Vortag 1,19). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 117 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

    04.28 Uhr: Tübinger OB Palmer für Quarantänepflicht nach Auslandsurlaub

    Nach Überzeugung des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer (Bündnis90/Die Grünen) sollten Rückkehrer aus den Auslandsurlaub mit einer Quarantäne belegt werden. "Im Ausland sind Mutationen unterwegs, so dass das Risiko größer ist. Da meine ich, wäre eine Quarantäneanforderung zur Vermeidung von Einschleppung von Infektionen und Mutationen absolut notwendig", sagt Palmer im Politik-Talk der Zeitung "Bild". Lediglich ein Schnelltest nach der Reiserückkehr sei nicht ausreichend. Verbringen sollten die Rückkehrer die Quarantäne in einem Flughafenhotel.

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), hält Reisen nach Gran Canaria oder Mallorca in der gegenwärtigen Corona-Situation zwar nicht für angebracht. Aber eine Testpflicht nach der Rückkehr sei ausreichend und "ein guter Kompromiss", sagte er in dem Politik-Talk.

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