Kunst im Untergrund Jahresausstellung 2020 bringt Kunst in Clubs

Tanzen ist nicht erlaubt – Kunst anschauen schon. Die Akademie der Bildenden Künste erschließt mit der "Pandemic Edition" der Jahresausstellung 2020 neue Räume und virtuelle Sphären. Drei Tipps

Stand: 06.08.2020 | Archiv

Screenshot von "The Cave" | Bild: Merlin Stadler/The Cave

Auch die Akademie der Bildenden Künste in München befindet sich seit Februar im digitalen Zugangsmodus und so kann auch die Jahresausstellung der Studierenden dort nicht stattfinden. Die "Pandemic Edition" muss raus: ins Digitale, in und unter die Stadt. Das gibt es zu erleben:

Virtueller Untergrund: "The Cave"

"The Cave" ist ein digitales Höhlensystem als Ausstellungsdort. Man kann Soundarbeiten lauschen, sich über die Ausstellungsobjekte und die Studierenden der Klasse Reich informieren. Der artifizielle Kunstraum soll über die nächsten Monate weiterentwickelt werden, wachsen und sich verändern. Hier könnt Ihr "The Cave" entdecken.

"bouncing in and out of Harry Klein".

Die Ausstellung "BOINGBOINGBOING" geht in den Untergrund und eignet sich den Elektro-Club Harry Klein an. Der Club als Resonanzkörper für pulsierende Video- und Sound-Installationen. Einem Defibrillator gleich erwecken die Studierenden der Klasse Schäfer das Harry zu neuem Leben.

Annalena Rebele collagiert aus dem wiederkehrenden Lärm der Welt einen (Techno-)Sound, der Geist und Körper bewegt. Angela Neumair, Rosa Pfluger, Than Vy Pham und Pauline Stroux laden ein, mit fremden Menschen, Kulturen und Lebewesen in Kontakt zu treten und diese durch Berührung, Befragung und Betrachtung kennenzulernen.

In den Video- und Sound-Arbeiten von Magdalena Kratzer, Manuel Neboisa und Tatjana Vall geht es um die Beziehung von Innen und Außen, Hülle und Raum. Ähnliche Ansätze lassen sich auch bei Nena Čermák finden, die mit einem Sehnsuchtskatalysator körperliche Reaktionen und Emotionen des "kurz davor" hervorruft.

Jan Plausteiner und Moritz Steinhauser stellen gängige Begriffe und Ästhetiken der Gegenwartskunst in Frage. In dilettantisch, humorvoller Manier reagieren sie mit ihren Arbeiten auf Entwicklungen unserer heutigen Gesellschaft

BOINGBOINGBOING / 07. – 09. August., jeweils 18 – 21:00 Uhr / Sonnenstraße 8, München / jahresausstellung2020.de

Schallerkundungen an der Isar

Mit "Echos" erkunden Julius Jurkiewitsch und Max Hanisch, Michael Akstaller den Klangraum an der Isar zwischen Cornelius- und Ludwigsbrücke.

Echos / 08. August, 21 – 23:00 Uhr / Genauer Standort: 48.129970, 11.581517 / jahresausstellung2020.de