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Archiv: Die gesammelten Fakes zu Corona | BR24

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Verschwörungstheoretiker befürchten, dass der neue Mobilfunkstandard 5G zur Ausbreitung von Corona beiträgt.

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    Archiv: Die gesammelten Fakes zu Corona

    Was ist Fakt und was ist Behauptung? Das Faktencheck-Team vom #Faktenfuchs hat bereits zahlreiche Fakes zu Corona gesammelt und entlarvt. Mit dieser Dokumentation behalten Sie den Überblick.

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    In diesem Artikel sammelt das #Faktenfuchs-Team ältere Fakes und Desinformation rund um das Thema Corona. Die aktuellsten Fakes rund um das Thema Corona finden Sie hingegen hier.

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    Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 hat Deutschland im Januar erreicht. Seither steigen die Zahlen der Infizierten. Viele Menschen sind verunsichert. Gerade im Internet und in den sozialen Netzwerken verbreiten sich Gerüchte, Verschwörungstheorien und Mutmaßungen. Dafür braucht es nicht viel: Ein einzelner Nutzer kann eine Falschbehauptung in die Welt setzen – wenn andere sie aufgreifen, verbreitet sie sich schnell weiter. Der #Faktenfuchs sammelt die Gerüchte hier und klärt auf, was wirklich stimmt.

    18. August: Nein, es gibt keinen Zusammenhang zwischen 5G und Corona

    21 Prozent der 18- bis 34-jährigen Deutschen glauben, dass es einen Zusammenhang zwischen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und dem Ausbau des 5G-Netzes gibt. Das hat eine repräsentative Umfrage ergeben, für die das Meinungs- und Marktforschungsinstitut Kantar 7.300 Menschen in verschiedenen Ländern im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit befragt hat.

    Die These ist nicht neu, auch der Faktenfuchs hat sich bereits im April damit beschäftigt: Wissenschaftler bezeichnen die Behauptung, dass 5G das Immunsystem schwäche und damit der Ausbreitung des neuartigen Coronaviruses helfe, als "Quatsch". Auch für die These, dass der neue Mobilfunkstandard die Ausbreitung von Viren begünstige, fehlt jedwede wissenschaftliche Grundlage, so das Bundesamt für Strahlenschutz.

    Seit Mitte Juli wird die Behauptung wieder vermehrt unter Berufung auf eine pseudo-wissenschaftliche Studie verbreitet. Die "Studie" mit dem Titel "5G Technology and the induction of coronavirus in cells" (Die 5G-Technologie und die Einführung des Coronavirus in Zellen) behauptet, "5G-Millimeterwellen könnten von dermatologischen Zellen, die sich wie Antennen verhalten, absorbiert und an andere Zellen übertragen werden und die Hauptrolle dabei spielen, Coronaviren in biologischen Zellen herzustellen“.

    Dafür, dass Zellen ausgerechnet das Coronavirus - und nicht irgendetwas anderes - herstellen, liefern die Autoren keinerlei Belege. Versuche wurden für die "Studie" nicht durchgeführt. Stattdessen enthält die Veröffentlichung viele bunte Diagramme, die laut einem Radiologen "keinen Sinn" machen. Auch das "Journal of Biological Regulators and Homeostatic Agents", das den Artikel zunächst veröffentlichte, fällt durch fragwürdige Methoden auf: So führt das Magazin als Redakteure verstorbene Wissenschaftler an.

    Das "Journal" hat den Artikel inzwischen zurückgezogen. Auch auf der seriösen Medizin-Meta-Datenbank "Pubmed", die ihn zwischenzeitlich - offenbar versehentlich - verlinkte, ist der Artikel inzwischen als "zurückgezogen" markiert. Die ganze Analyse finden Sie hier.

    17. August: Für die Behauptung, es gebe eine Corona-Lügenprämie, gibt es keine Belege

    Wird Personen eine Prämie geboten, damit sie ihre verstorbenen Angehörigen als Corona-Opfer ausgeben? Dieses Gerücht verbreitet eine BR24-Leserin in einem Kommentar unter einem BR24-Facebook-Video. Sie habe gelesen, dass Menschen 2.000 Euro geboten werde, damit diese ihre verstorbenen Angehörigen als Corona-Tote ausgeben, scheibt die Nutzerin. So hätten Menschen, deren Angehörige beispielsweise bei einem Treppensturz ums Leben gekommen seien, unterschreiben sollen, diese seien an Corona verstorben.

    Die Leserin liefert keinerlei Belege für diese Aussage, auch eine Quelle gibt sie nicht an. Die Behauptung ist damit nicht zu überprüfen. Eine ähnliche Behauptung hat sich bereits im Mai als falsch herausgestellt. Viel spricht dafür, dass es sich auch diesmal um eine Verschwörungserzählung handelt. Mehr dazu lesen Sie hier.

    25. Juni: Manche Klimaanlagen sind Virenschleudern - andere nicht

    Sind Klimaanlagen Virenschleudern? Dieser Frage geht dieser Faktenfuchs nach. Die Antwort ist - wie so häufig - nicht ganz einfach. Je nachdem wie der konkrete Fall gelagert ist, können Klimaanlagen die Übertragung von SARS-Cov-2-Viren erschweren - oder begünstigen.

    Kurz gesagt: Es hängt davon ab, ob Klimaanlagen die Luft umwälzen, oder austauschen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich über eine moderne Klimaanlage mit dem neuen Corona-Virus infiziert, dürfte zum Beispiel äußerst gering sein. Denn: Durch den Luftaustausch tragen die Klimaanlagen eher dazu bei, dass sich Aerosole kürzer in der Luft halten.

    Andererseits können Klimaanlagen – vor allem einfache Raumkühlgeräte – eine Luftströmung verursachen, die möglicherweise die Ausbreitung von Aerosolen begünstigt – indem sie diese über eine größere Entfernung als 1,5 Meter transportieren.

    Wieder anders lag der Fall bei dem Corona-Ausbruch in der nordrhein-westfälischen Fleischfabrik Tönnies: Dort wurde die Raumluft nur umgewälzt und nicht ausgetauscht, wie es bei anderen Klimaanlagen der Fall ist. Das heißt, es wurde nur wenig Frischluft von außen zugeführt. Stattdessen wurden die Aerosole durch die Lüftungs- bzw. Kühlanlage in Bewegung gehalten.

    4. Juni: Aspirin ist kein Mittel gegen Covid-19 und das Virus kein Bakterium

    Seit Ende Mai kursiert auf Facebook und in diversen Telegram-Gruppen eine Meldung, in der diverse Behauptungen über das Coronavirus zusammengetragen wurden. So wird behauptet, dass das neuartige Coronavirus in Wahrheit ein Bakterium sei, dass 5G eine Rolle in der Verbreitung spiele, dass die Lungen von Covid-Patienten nicht angegriffen würden, sondern Blutgerinnsel (Thrombosen) zum Tod der Patienten geführt hätten und sich deshalb blutverdünnende Mittel wie Aspirin zur Behandlung empfehlen würden. Der Ursprung dieser Meldung soll angeblich im italienischen Gesundheitsministerium liegen. Belege für die Behauptungen werden in nicht bereitgestellt.

    Doch: Das Coronavirus ist kein Bakterium. Das stellt unter anderm die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf ihrer Homepage klar. Entsprechend ist die Behandlung mit Antibiotika nicht zielführend für Covid-19-PatientInnen.

    Der Mobilfunkstandard 5G spielt keine Rolle in der Verbreitung des Virus, wie wir in einem Eintrag weiter unten im Ticker zeigen.

    Zwar kann es zu Thrombosen im Laufe einer Covid-19-Erkrankung kommen. Endgültige Aussagen darüber welche Folgen der Erkrankung nach einer Covid-19-Infektion zum Tode führten stehen jedoch noch aus, da nur sporadisch Obduktionen von Corona-Toten vorgenommen werden. Lungenembolien sind nur durch Computertomographien nachweisbar. Diese werden relativ selten eingesetzt. In einer Studie des Universitätsspitals Zürich kommen Wissenschaftler zu dem Schluss, dass bei rund einem Drittel der in der Studie computertomographisch untersuchten und verstorbenen Personen eine Lungenembolie nachzuweisen war.

    In der Meldung wird auch behauptet, dass sich durch die angebliche Behandlung mit blutverdünnenden Maßnahmen der Gesundheitszustand von 14.000 Covid-Erkrankten in Italien derart schnell verbessert habe, dass sie umgehend aus den Krankenhäusern entlassen werden konnten. Diese Behauptung prüften die Faktenchecker der dpa in einem aktuellen Beitrag und ziehen den Schluss, dass auch diese Behauptung unbegründet sei. Ein Sprecher des italienischen Gesundheitsministeriums bekräftigte gegenüber der dpa, dass das Ministerium „solche Berichte nie veröffentlicht“ habe. Dass die italienischen MedizinerInnen auf die Behandlung mit Aspirin umgestellt hätten, wie in der Meldung behauptet, stimme ebenfalls nicht.

    Vor der Verbreitung der Behauptungen in deutschensprachigen Sozialen Netzwerken kursierten die Meldungen schon in Spanien, Großbritannien oder den USA, wo sie jeweils von Faktencheckern entkräftet wurden.

    25. Mai: Video von angeblicher Corona-Kundgebung aus Spanien stammt von 2019

    In dem Messenger-Dienst Telegram wird derzeit in Video geteilt, das angeblich Corona-Kundgebungen in Spanien zeigen soll. Das Video zeigt einen mehrere hundert Meter langen Protestzug, bei dem Menschen eng an eng über eine Autobahn marschieren und dabei rot-gelb gestreifte Fahnen schwenken. Das Video soll einen Demonstrationszug in Andalusien zeigen. Die Protestierenden sollen sich, so wird es auf Telegram angedeutet, gegen die Corona-Maßnahmen der spanischen Regierung wenden.

    Doch das Video stammt nicht aus Andalusien. Es hat auch keinen Bezug zu den aktuellen Kundgebungen gegen Corona-Maßnahmen in Spanien. Die Aufnahme stammt aus dem vergangenen Jahr und zeigt eine Demonstration in Katalonien, nicht in Andalusien. Über eine einfache Bilderrückwärtssuche findet man Berichte zu einem Sternmarsch auf die Regionalhauptstadt Barcelona am 18. Oktober 2019. Aktivisten hatten für diesen Tag zu einem Generalstreik in Katalonien aufgerufen. Sie forderten die Unabhängigkeit der Region vom spanischen Staat.

    Aktuell kommt es zu Protesten gegen die Corona-Maßnahmen der spanischen Regierung unter Führung des sozialdemokratisch orientierten Premiers Pedro Sánchez (Sozialistische Arbeiterpartei PSOE). Mitgetragen werden die Kundgebungen, die häufig in Form von Autokorsos durch Spaniens Großstädte ziehen, von der rechtspopulistischen Oppositionspartei VOX. Mehrere tausend Menschen nahmen in den vergangenen Tagen an den Protesten Teil. Während des Generalstreiks im Oktober 2019 waren laut Medienberichten über eine halbe Million Menschen auf der Straße.

    Spanien gehört zu den weltweit am stärksten vom Corona-Virus betroffenen Staaten. Europaweit hat Spanien die meisten bestätigten Corona-Fälle (Stand 25. Mai 2020) - nur in Italien meldet mehr Corona-Tote.

    © Screenshot/Grafik BR24

    Betrugsmasche: Menschen werden von einer nicht existierenden "Bundesstelle für Seuchenschutz" aufgefordert, Geld für ein Testkit zu überweisen.

    19. Mai: Vorsicht vor Betrugsmasche: Testkit per Vorauskasse

    Im bundesdeutschen Gebiet tauchten zuletzt gefakte Benachrichtigungen einer "Bundesstelle für Seuchenschutz" auf. Auch aus Mittelfranken gibt es nun einen Fall dieser Betrugsmasche, ein Foto dazu kursiert im Netz. In dem Schreiben werden Risikopatienten dazu aufgefordert, sich eines Covid-19-Tests zu unterziehen. Dazu müsse ein Test-Kit bestellt werden. Per Vorauskasse sollen dafür 110,50 Euro an eine Bankverbindung überwiesen oder bei der örtlichen Post bezahlt werden, damit die Sendung des Testkits ausgelöst wird. Es handelt sich dabei um eine Betrugsmasche. Eine Bundesstelle für Seuchenschutz gibt es nicht.

    Zu dem Fall in Mittelfranken läuft ein Verfahren, die Kriminalpolizei Ansbach ermittelt wegen versuchten Betruges. Die Sendungs-Benachrichtigung der Post war hingegen echt. Die Post ist in diesem Fall nur Bote, wie die Pressestelle Süd der Deutsche Post DHL Group auf BR24-Anfrage mitteilte. Sendungen per Nachnahme solle man generell nur annehmen, wenn der Absender bekannt oder die Ware bestellt worden ist.

    31. März: Deutsche Saisonarbeiter aus Tiroler Skigebieten nach Mittenwald gebracht

    Aktuell verbreitet sich in den sozialen Medien ein Video, in dem ein Mann mit dem Auto von Österreich in Richtung Mittenwald unterwegs ist. Im Video sieht man einen Polizeiwagen und mehrere Busse auf der Straße in Richtung Deutschland fahren. Wer der Fahrer des Autos ist, sieht man nicht, die Kamera ist auf die Straße gerichtet. Der Mann behauptet, dass er in den Bussen "lauter schwarze Köpfe" sehe und empört sich: "Wir werden eingesperrt in Deutschland, in ganz Europa und dieses Volk darf ohne Probleme rüberfahren und noch mehr Krankheiten mitbringen." Das ist falsch. In den Bussen sitzen deutsche Saisonarbeiter, die in den Tiroler Quarantäne-Gebieten um St. Anton und Ischgl gearbeitet hatten.

    Der Bayerische Rundfunk hat am Montag darüber berichtet, wer in den Bussen saß und weshalb es eine Ausnahmeregelung für den Grenzübertritt gab. Unter anderem BR-Reporter Martin Breitkopf, der selbst bei den Grenzkontrollen mit dabei war, erhielt das betreffende Video gleich auf mehreren Wegen.

    Die Deutsche Botschaft in Wien hatte den Transport für die deutschen Saisonarbeiter am Sonntag organisiert und angekündigt.

    18. Mai: Aus Satire wird Desinformation: Bild zu Friedrich Merz ist gefälscht

    © Screenshot/ Grafik BR24

    Twitter-User verfälschten ein Bild von Friedrich Merz beim Einkaufen. Der Fake verbreitet sich in Verschwörer-Netzwerken.

    Unter Corona-Verschwörungstheoretikern verbreitet sich ein Fake-Bild, auf dem der CDU-Politiker Friedrich Merz zu sehen ist. Dieser hatte sich vor einigen Tagen mit Maske beim Einkaufen in einem Supermarkt ablichten lassen. Auf Twitter sorgten die Bilder für Spott, ein User rief am vergangenen Donnerstag unter dem Hashtag #MerzShoppingthings dazu auf, das Bild zu Satire-Zwecken zu verfälschen.

    Ein anderer User legte den ausgeschnittenen Merz in die sogenannte Greenbox-Szenerie eines Fernsehstudios, mit der beliebige Hinter- und Untergründe erzeugt werden können.

    Durch das veränderte Foto entsteht der Eindruck, Merz habe gar nicht wirklich in dem Supermarkt gestanden. 36 Stunden später wies der User auf Twitter nochmals daraufhin, dass es sich um eine Fotomontage handle – was im übrigen auch an vielen Stellen leicht zu erkennen ist, zum Beispiel an den fehlerhaften "Löchern" im Einkaufskorb. Dennoch: Seitdem wird das Bild in rechten Netzwerken und unter Verschwörungstheoretikern verbreitet mit Hinweisen, man könne Politikern in der Coronakrise nicht trauen. Diese Posts werden hundertfach ungeprüft geteilt.

    13. Mai: Positive Corona-Tests bei Papaya in Tansania?

    Ein irreführendes Video, das den Präsidenten von Tansania, John Magufuli, bei einer Rede zeigt, macht derzeit die Runde. Laut englischen Untertiteln vermutet der Präsident, jemand treibe ein "schmutziges Spiel mit den Tests". Die Regierung habe in seinem Auftrag bei Ziegen, Schafen, Vögeln, Papayas und Motoröl Sars-Cov-2-Abstriche gemacht. Diese habe man an medizinische Laboren zur Auswertung gegeben. Positiv auf Sars-Cov-2 getestet seien demnach zum Beispiel die Probe einer Papaya, einer Ziege und eines Vogels. Den PCR-Tests - so die scheinbar klare Botschaft des Videos - könne man nicht trauen: Sie lieferten zufällig falsche Ergebnisse oder die Tests selbst seien verunreinigt.

    Aber: Ein Beleg für eine mögliche Unzuverlässigkeit von PCR-Tests ist das Video nicht. Zu den tatsächlichen Umständen der angeblichen Tests gibt es nämlich keine Information. Die Afrika-Leiterin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Matshidiso Moeti, reagierte und sagte:

    "Wir sind überzeugt, dass die Tests, die gestellt wurden und die auf dem internationalen Markt sind, (...) nicht mit dem Virus kontaminiert sind." In Deutschland gibt es eigene Versuche zur Zuverlässigkeit von PCR-Tests, auf die Labormediziner hinweisen." Matshidiso Moeti, Afrika-Leiterin WHO

    Der Versuch hat sich damit befasst, wie gut sind die Testsysteme für die PCR-Diagnostik in Deutschland, sind sie ausreichend empfindlich und ausreichend spezifisch. Da kann man sehen, dass die Testergebnisse für diesen Versuch außerordentlich gut sind", sagte zum Beispiel Michael Müller von den Akkreditierten Laboren in der Medizin e.V.. Zuständig für die Zulassung von Medizinprodukten in Deutschland ist das Paul-Ehrlich-Institut. Im Zusammenhang mit dem Video aus Tansania heißt es dort, dass falsch positive Ergebnisse vor allem durch Fehler oder unsauberes Arbeiten im Labor entstehen.

    Auf das Video aus Tansania bezieht sich auch der Sinsheimer Mediziner und Youtuber Bodo Schiffmann. Seit Monaten zählt Schiffman zu den am häufigsten genannten Namen, wenn es um die Kritik an den Corona-Entscheidungen von Bund und Ländern geht. In einem #Faktenfuchs checken wir die zentralen Behauptungen des Arztes. Schiffman ist Mitgründer der Bewegung "Widerstand2020". Eine Gruppe, die auch Anhänger von Verschwörungsmythen anzieht und Teil eines Spektrums ist, in dem häufig Desinformation verbreitet wird.

    13. Mai: "Analyse" aus Innenministerium spiegelt nur Meinung eines Mitarbeiters

    Auf vielen Plattformen der "Alternativen Medien" und in Telegram-Kanälen von Kritikern der Corona-Maßnahmen wird über eine angebliche "Analyse" aus dem Innenministerium berichtet. Der Autor dieses Papiers bezeichnet die Warnungen vor der Corona-Pandemie als "Fehlalarm" . Darüber hinaus fordert er, die geltenden Maßnahmen "vollständig aufzuheben". Das Schreiben trägt den Namen "KM4 Analyse des Krisenmanagements". Jedoch verfügte der Mitarbeiter - wie die Bundesregierung mehrfach betonte - u keinerlei direkte Einblicke in die Krisenstäbe der Bundesregierung. Sein Papier sei außerdem keine „Analyse“, sondern spiegele ausschließlich die Privatmeinung eines Mitarbeiters, so Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Der Mitarbeiter ist mittlerweile freigestellt.

    Kritiker der Corona-Maßnahmen bezeichnen den Urheber der "Analyse" fälschlicherweise als Whistleblower. Der Urheber veröffentlichte keine geheimen Informationen, sondern griff ausschließlich auf öffentlich zugängliche Artikel oder Pressemitteilungen zurück. Hier ein ausführlicher Text über das "Fehlalarm"-Papier.

    6. Mai - Warum es keine Impfpflicht wegen Corona gibt

    Begriffe wie "Impfpflicht" oder "Zwangsimpfung" kursieren derzeit stark. Dabei ist eine "Impfpflicht" derzeit nicht vorgesehen - auch weil es noch keinen Impfstoff gegen das neue Coronavirus (Sars-COV-2) gibt. Gesetzlich sind einer "Impfpflicht" zugleich enge Grenzen gesetzt, wie dieser #Faktenfuchs ausführlich darlegt.

    Das Infektionsschutzgesetz ermöglicht nämlich nur für "bedrohte Teile" der Bevölkerung eine "Impfpflicht" - wobei der Bundesrat einer solchen Pflicht zustimmen muss. Nicht in der Diskussion ist derzeit eine umfassende "Impfpflicht" für einen möglichen Corona-Impfstoff. Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) setzt auf Freiwilligkeit. Außerdem steht eine grundsätzliche "Impfpflicht" laut Experten im Gegensatz zu Artikel 2 des Grundgesetzes. Sie ist nur in Ausnahmefällen zu rechtfertigen. Die Rede von einer "Zwangsimpfung", wie sie von Impfgegnern und Anhängern von Verschwörungsmythen verbreitet wird, basiert nicht auf Fakten.

    5. Mai - Wie "IBAM" Desinformation nutzt

    Zu den Akteuren, die während der Corona-Pandemie mit irreführenden Informationen auch eine "Infodemie" schaffen, gehört nach einer Analyse des #Faktenfuchs auch die Webseite Ichbinanderermeinung.de, kurz IBAM. Der Analyse zufolge sind zahlreiche Aussagen, die auf ichbinanderermeinung.de zum Coronavirus stehen, als Desinformation einzuordnen. Einige Hinweise darauf sind: IBAM-Sprecher Lothar Hirneise gab bereits verschwörungstheoretischen Medien wie KenFM und Rubikon Interviews.

    Viele der Text-Beiträge auf der Seite greifen bekannte Corona-Mythen auf. Informationen wie die, dass RKI "verweigere" Obduktionen, sind veraltet und bleiben über einen längeren Zeitraum hinweg unkorrigiert. Andere Aussagen wie die Behauptung, man dürfe in Deutschland nicht alleine spazieren gehen, sind falsch. Um den Eindruck zu erwecken, dass viele Menschen hinter IBAM stecken, hat IBAM sein Logo in ein Foto von einer anderen Demonstration montiert. So kann der Eindruck entstehen, all diese Personen seien tatsächlich Unterstützer der Bewegung.

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    Auf "IBAM" verbreiten Verschwörungsideologen Falschinformationen zu Corona

    30. April: Will Bill Gates der gesamten Menschheit einen schädlichen Impfstoff verabreichen?

    Zu Bill Gates, der mit seiner Frau eine Wohltätigkeitsstiftung leitet, kursieren während der Corona-Pandemie viele Behauptungen und Gerüchte. In einem tausendfach geklickten Youtube-Video von einem Kanal ohne Impressum und Klarnamen gibt die Sprecherstimme Bill Gates so wieder: "Die Welt werde erst zur Normalität zurückkehren, sobald man der gesamten Menschheit einen Impfstoff verabreicht habe." Viele Menschen, so der Sprecher des Videos weiter, vermuteten hinter Gates Einsatz für einen Impfstoff eine "Depopulations-Agenda". Die Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffes würden auf lange Sicht schlimmer sein als die eigentliche Pandemie. Diese Darstellung erweckt den Eindruck, Gates wolle allen Menschen einen schädlichen Impfstoff verbreichen und die Menschheit reduzieren. Die Nebenwirkungen des Impfstoffs, den Gates angeblich will, seien schrecklicher als die Corona-Pandemie.

    Dass die Bill & Melinda Gates Stiftung Geld für die Entwicklung eines Impfstoffs gibt, stimmt. Aber die zitierte Aussage von Bill Gates lautet im Original "It is fair to say things won’t go back to truly normal until we have a vaccine that we’ve gotten out to basically the entire world" und stammt aus einem Interview von April 2020. Eine korrektere Übersetzung wäre: "Man kann durchaus sagen, dass die Dinge erst dann wieder wirklich normal werden, wenn wir einen Impfstoff haben, den wir nahezu der ganzen Welt zur Verfügung gestellt haben."

    Die starke Übersetzung "verabreichen" geben der Satz selbst im Original und der Kontext nicht her. Denn im Interview ging es zuvor darum, ob es bei nur einer Infektionswelle bleiben würde, wenn alle Maßnahmen des Shutdowns und des Testens eingehalten würden. Gates antwortete, dass man noch nicht wisse, wie saisonal das Coronavirus sei.

    Die Behauptung, dass Impfstoffe, die derzeit zum Schutz vor dem Virus Sars-Cov-2 gesucht werden, schlimmere Wirkungen haben könnten als das Virus selbst, entbehrt jeder Grundlage. Impfstoffe werden, bevor sie eingeführt werden, geprüft, in vorgeschriebenen Entwicklungs- und Prüfverfahren.

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    Rauchen schützt vor Corona? Das behaupten jetzt einige User im Netz

    22. April: Schützt Rauchen vor Corona?

    Verschiedene Medien berichten über eine Studie, die einen solchen Zusammenhang untersucht. Auf Twitter behaupten deshalb bereits manche User "Rauchen schützt vor Corona!". Aber Achtung: Dass Nikotin vor einer Corona-Infektion schützen könnte, ist bisher nur eine Hypothese, der französische Wissenschaftler nachgehen. Sollte man deshalb jetzt mit dem Rauchen anfangen? Nein!

    Anlass für die Untersuchung war die geringe Zahl der Raucher unter den Covid-19-Patienten - weltweit liegt die Rate laut mehreren Studien zwischen 1,4 und 12,5 Prozent. Ein genaueres Bild bringt nun eine neue Studie aus Frankreich: Beobachtet wurden 500 Covid-19-Patienten, darunter 350 im Krankenhaus behandelte Menschen und 150 Patienten mit einem leichteren Krankheitsverlauf. Nur fünf Prozent der Erkrankten waren Raucher, erklärte der Studienleiter und Professor für Innere Medizin, Zahir Amoura, der Nachrichtenagentur AFP. Das seien 80 Prozent weniger Raucher unter den Covid-Patienten als in der allgemeinen Bevölkerung in der Alters- und Geschlechtskohorte.

    "Die Hypothese ist, dass Nikotin an Zellrezeptoren anhaftet, die vom Coronavirus genutzt werden und damit die Anhaftung des Virus verhindert", sagt Professor Jean-Pierre Changeux vom Institut Pasteur und dem Collège de France. Somit könne das Virus nicht in die Zellen eindringen und sich im Organismus ausbreiten.

    Laut Professor Amoura soll nun im Pariser Krankenhaus La Pitié-Salpêtrière mit verschieden dosierten Nikotinpflastern erforscht werden, ob zum Beispiel Pflegekräfte präventiv mit einem Pflaster geschützt und Patienten damit behandelt werden können. Für die Studie muss Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran jedoch noch grünes Licht geben.

    Gregor Zimmermann, Leiter der Pneumologie am Klinikum Rechts der Isar der TU München, hält von der Studie wenig: Die Ergebnisse seien noch sehr vorläufig und anhand der Probandenzahl nur bedingt aussagekräftigt.

    Und selbst wenn sich herausstellen sollte, dass einer von vielen möglichen Mechanismen im Reagenzglas "aus einer Laune der Natur heraus" bei einer Corona-Infektion durch Nikotin beeinflusst wird, werden durch Nikotin viele Folgen einer Corona-Infektion schlimmer. Daher ist es keine gute Idee, einen Stoff dafür zu verwenden, der so viele schädliche Wirkungen habe. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum macht Nikotin körperlich und psychisch abhängig, ist giftig, greift in das Immunsystem ein und ist wahrscheinlich krebsauslösend.

    In der Studie werden nun Nikotinpflaster getestet. Noch weniger geeignet zur Prävention sind sicherlich Zigaretten. Denn beim Rauchen inhaliert der Mensch nicht nur Nikotin, sondern auch noch jede Menge andere schädliche Inhaltsstoffe. Von den über 5300 verschiedenen Substanzen im Tabakrauch, die überwiegend erst beim Verbrennen des Tabaks entstehen, sind nach Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums mindestens 250 giftig oder krebserzeugend.

    Zimmermann warnt auch: Wenn Raucher sich mit Corona infizieren, nehme die Krankheit aufgrund der bereits geschädigten Lunge häufiger einen schwereren Verlauf. Darauf deuten Daten chinesischer Forschergruppen hin; der BR berichtete. Auch das RKI führt Raucher als Risikogruppe auf.

    17. April: Wer hat den mutmaßlichen Corona-Brennpunkt Starkbierfest Rosenheim erlaubt?

    Der Linken-Bundestagsabgeordnete Niema Movassat hat am Donnerstag auf Twitter dem bayerischen Ministerpräsidenten Söder fälschlicherweise vorgeworfen, das Rosenheimer Starkbierfest im März noch erlaubt zu haben. Das Fest steht im Verdacht, eine Welle von Infektionen ausgelöst zu haben.

    Allerdings war für die Erlaubnis, zu feiern, zunächst das Ordnungsamt der Stadt Rosenheim zuständig. Das Gesundheitsamt Rosenheim hatte der Stadt zuvor zwar empfohlen, das Fest abzusagen. Doch die Stadt sah nach eigenen Angaben zunächst keine rechtliche Handhabe, wie damals die dpa berichtete.

    Deshalb lief das Fest drei Tage lang. Der Veranstalter brach das Fest - nach dem Beginn am 6. März - am 9. März ab. An dem Tag, an dem auch bekannt wurde, dass sich der bayerische Koalitionsausschuss darauf einigte, dass die Staatsregierung wegen der Ausbreitung des Coronavirus Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Gästen verbieten werde. Der Vorwurf, Söder habe das Fest erlaubt, geht damit ins Leere.

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    Falschinformation zu Sonne und Corona auf Twitter

    16. April: Nein, UV-Strahlung hilft nicht gegen Covid-19

    Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor UV-Strahlen als Mittel gegen Corona. Denn falsche Schlüsse zu UV-Strahlung als Mittel gegen Corona ziehen aktuell ihre Kreise. In letzter Zeit häuften sich Meldungen über einen möglichen Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und der Eindämmung des Corona-Virus, schrieb das BfS in einer Mitteilung. "Was dabei oft nicht deutlich gesagt wird: Es geht in diesen Meldungen allein um die Keimfreiheit von Oberflächen oder Sachen, es geht nicht um eine Abtötung des Virus auf oder in Lebewesen", stellte die Behörde klar und warnt eindeutig davor, sich intensiver UV-Strahlung auszusetzen, um das Corona-Virus loszuwerden.

    "Wer denkt, Sonnenstrahlen würden den Virus in uns abtöten und damit COVID-19 heilen, irrt", heißt es in der Mitteilung. Vielmehr könne UV-Strahlung auch dazu führen, dass die körpereigene Immunabwehr unterdrückt wird. Relevant in Bezug auf Viren ist die UV-C-Strahlung. Diese töte zwar Viren und Bakterien ab, deshalb lasse sich künstlich erzeugt in UV-C-Lampen nutzen, um etwa steril zu haltende Arbeitsplätzen von Laboren zu entkeimen. Aber: Für den Menschen ist UV-C-Strahlung schädlich - wie UV-A- und UV-B-Strahlung. "Keinesfalls sollte man in UV-C-Lampen hineinsehen, darunter stehen oder auch nur Körperteile darunter halten", schrieb die Behörde. Natürliche UV-C-Strahlung erreicht die Erdoberfläche allerdings gar nicht.

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    ÖDP-Europaabgeordneter verbreitet Desinformation zu 5G und Corona

    09. April: Desinformation über Zusammenhang von 5G und Corona

    Gerüchte über einen angeblichen Zusammenhang zwischen der Corona-Pandemie und der Mobilfunktechnik 5G schüren aktuell Ängste in Teilen der Bevölkerung. Die Behauptungen sind jedoch nicht bewiesen - es gibt keine bekannten Wirkmechanismen, die einen Zusammenhang erklären könnten.

    So behauptet - zum Beispiel - der ÖDP-Europaabgeordnete Klaus Buchner, 5G schwäche das Immunsystem und fördere die Verbreitung des Virus. Solche Aussagen bezeichnete Simon Clarke, Zellbiologe der Universität von Reading in Großbritannien, im Interview mit der BBC als "Quatsch". Zwar könne Strahlung grundsätzlich den Körper aufheizen. Aber das Energieniveau von 5G-Strahlen ist seiner Meinung nach nicht annähernd stark genug, um das Immunsystem zu beeinflussen.

    So sieht das auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Den deutschen Forschern zufolge fehlen generell wissenschaftliche Hinweise darauf, dass elektromagnetische Felder eine Wirkung auf die Ausbreitung von Viren haben könnten. Weder aus der Biologie noch aus der Physik gibt es Anhaltspunkte für mögliche Wirkmechanismen, wie das BfS auf eine BR24-Anfrage antwortete. Die Gerüchte um einen angeblichen Zusammenhang von Corona und 5G fallen allerdings auf einen idealen Nährboden. Denn die Debatte über die Gefahren von 5G-Mobilfunktechnik wird ohnehin heftig geführt. Ein Teil der Bevölkerung macht sich Sorgen vor der zusätzlichen Handystrahlung und Mobilfunkgegner sind auch im Internet sehr aktiv - während aktuell die Corona-Pandemie den Meinungsaustausch über soziale Medien anfeuert. Einen Überblick zum Stand der Forschung in Bezug auf Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk bietet dieser #Faktenfuchs.

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    Der bayerische Bundestagsabgeordnete Martin Sichert verbreitet auf seiner Facebook-Seite eine Falschmeldung

    09. April: Nein, Asylbewerber erhalten nicht "ohne Wenn und Aber" ein Bleiberecht

    In einem Facebook-Post behauptet der bayerische Bundestagsabgeordnete Martin Sichert (AfD), dass Asylbewerber derzeit "ohne Wenn und Aber ein Bleiberecht und eine lebenslange Alimentierung vom deutschen Sozialstaat" erhielten. Dabei handelt es sich um eine Falschmeldung, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf BR24-Anfrage mitteilt.

    Anlass für Sicherts Äußerung ist ein Bericht auf dem Online-Portal "Tichys Einblick". Sichert hatte den Artikel in seinem Facebook-Post verlinkt. In dem Artikel wird über eine Aussetzung der Zustellung negativer Asylbescheide berichtet. Das Bundesamt verzichte aktuell auf die Zustellung, da es aufgrund der "Corona-Pandemie und der zur Verhinderung einer weiteren Verbreitung ergriffenen Maßnahmen schwierig sein kann, eine Rechtsberatung oder anwaltliche Vertretung in Anspruch zu nehmen".

    Sprich: Aufgrund der Kontaktbeschränkungen können Asylbewerber keinen Kontakt zu Anwältinnen oder Anwälten aufnehmen. Um ein rechtsstaatliches Verfahren sicherzustellen, muss der Zugang zur Rechtsberatung jedoch gegeben sein.

    Ein Sprecher des BAMF betont auf BR24-Anfrage, dass Menschen keinesfalls „ohne Wenn und Aber ein Bleiberecht“ erhalten:

    "Das BAMF trifft auch weiterhin Asylentscheidungen. Ablehnende Bescheide werden etwas später zugestellt. Das bedeutet nicht, dass jeder Antragstellende automatisch Schutz bekommt." Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

    Aufgrund der Corona-Pandemie und der dadurch geltenden Kontaktbeschränkungen hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BaMF) bereits am 20. März beschlossen Anhörungen von Asylbewerbern nicht mehr persönlich durchzuführen.

    Auf die Frage wann das BaMF zum regulären Betrieb zurückkehren könnte, heißt es: "Das Bundesamt wartet die weitere Entwicklung der infektionsschutzrechtlichen Vorgaben ab und wird seine Anhörungspraxis bei Bedarf hieran anpassen."

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    Falsche Behauptung: Das "Festi Ramadan" in Dortmund findet in diesem Jahr nämlich nicht statt.

    8. April: Fest mit 50.000 Muslimen findet nicht statt

    Eine BR24-Userin hatte behauptet, in Dortmund würde zur Fastenzeit der Muslime auch in diesem Jahr das sogenannte dreiwöchige "Festi Ramazan" mit über 50.000 Menschen (01.05 - 24.05.2020) auf engstem Raum stattfinden. Andere User posteten dazu einen Artikel eines rechten Blogs, in dem ebenfalls behauptet wurde, das Fest fände auch in diesem Jahr trotz Corona-Beschränkungen statt. Das ist schlichtweg falsch. Die Stadt Dortmund hat am Montag via Twitter erneut darauf hingewiesen, dass der Veranstalter das Fest – der Stadt gegenüber – schon vor einiger Zeit abgesagt hatte.

    Wie der WDR berichtete, steht die Entscheidung bereits seit vergangener Woche fest. Allerdings sei es zu Irritationen gekommen, weil der Ausrichter die Absage auf der Internetseite des Festes erst am Dienstag bekanntgegeben hatte. Laut Veranstalter gebe es dafür aber eine Erklärung. Der Homepage-Administrator habe die letzten Wochen im Ausland in Quarantäne verbracht. Wie die Veranstalter auf BR24-Nachfrage bestätigten, soll das nächste "Festi Ramazan" erst im Jahr 2021 stattfinden.

    07. April: Unbestätigt - Arzt aus den USA behauptet Medikament mit fast 100 Prozent Heilungsquote für Corona zu haben

    In einem offenen Brief an den US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump behauptet der Arzt Vladimir Zelenko aus dem Bundesstaat New York eine Behandlungsmethode entwickelt zu haben, die zu einer angeblich fast 100-prozentigen Erfolgsquote bei der Behandlung von Covid-19 Patienten geführt habe. Dazu verabreiche er fünfmal täglich einen Mix aus Hydroxychloroquin, Azithromycin und Zinksulfat.

    In Deutschland griff das Online-Portal "Epoch Times" die Meldung auf. Das Portal berichtet darüber, dass der Arzt "699 Patienten von 700 erfolgreich behandelt hat". Die Behauptung wird in dem Beitrag zunächst nicht hinterfragt. Später im Text heißt es, dass "Kritiker sowohl Dr. Zelenko als auch US-Präsident Trump beschuldigen, wissenschaftlichen Ergebnissen vorauszueilen".

    Richtig ist, dass die Forschung unter anderem auf das Mittel Hydroxychloroquin setzt. Weltweit halten Forscherinnen und Forscher diesen Wirkstoff, der unter anderem bei der Behandlung von Malaria eingesetzt wird, für besonders aussichtsreich. Abschließende Studien zur Wirksamkeit liegen jedoch noch nicht vor. Zugleich sind die Nebenwirkungen und Gefahren einer möglichen Behandlung in der Wissenschaft bekannt.

    Weite Verbreitung fanden die Behauptungen unter anderem weil Donald Trumps persönlicher Rechtsanwalt, der ehemalige Bürgermeister von New York, Rudolph Giuliani, den Blogpost zu Vladimir Zelenkos "Erkenntnissen" auf Twitter teilte.

    Die US-amerikanischen Faktenchecker von "Snopes" sind den Behauptungen zu Dr. Zelenko nachgegangen. Sie schreiben, dass Zelenko kein Studiendesign vorlegt und seine Daten nicht zugänglich macht, weswegen seine Arbeit nicht kritisch überprüft werden könne. Entsprechend beurteilen die Faktenchecker von Snopes die Behauptung als "unbestätigt".

    7. April - Sagt die Serie "My Secret Terrius" von 2018 die jetzige Corona-Pandemie voraus?

    Eine südkoreanische Serie auf Netflix aus dem Jahr 2018 soll den aktuellen Coronavirus-Ausbruch vorhergesagt haben. Diese Behauptung verbreitet sich über diverse Social Media-Kanäle. Über Twitter zum Beispiel, wie eine einfache Suche zeigt, aber auch über Whatsapp, wie uns ein Leser schrieb. Er bat um einen Faktencheck. "Ich finde es beunruhigend und kann nicht glauben, dass es echt ist", schrieb er uns.

    In der Folge 10 der ersten Staffel von "My Secret Terrius" wird über Coronaviren gesprochen. Daraus ziehen einige Schlüsse, die nicht haltbar sind. Zu den Gerüchten gehört, das Virus sei absichtlich verändert worden, um tödlicher zu sein; oder dass das Virus vor dem Ausbruch bekannt gewesen sei und man die Bevölkerung ihm absichtlich ausgeliefert habe.

    Diverse Gruppen von Faktencheckern haben diese Behauptungen bereits widerlegt, etwa Mimikama oder Snopes. Die Serie ist erstens Fiktion und greift zweitens darauf zurück, dass die Familie der Coronaviren tatsächlich schon länger bekannt ist. In der Serie wird aber nicht von dem tatsächlich kursierenden und neuartigen Sars-Cov-2 gesprochen.

    © BR intern

    Zum Beispiel auf Twitter verbreiten sich Gerüchte zu "My Secret Terrius"

    7. April: Wegen zu viel Falschinformation schränkt Whatsapp Weiterleitungsfunktion ein

    WhatsApp hat in einem Eintrag des Unternehmens-Blogs angekündigt, die Funktionsweise des Messengers zu ändern. Nun soll es Nutzern nur noch möglich sein, eine Nachricht an eine Person weiterzuleiten. Grund für diesen Schritt sei die "Verbreitung von Fehlinformationen" rund um die Corona-Pandemie.

    Unter Experten gelten Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Telegram derzeit als Hauptverbreitungsweg von Desinformation. Schon in den vergangenen Jahren hatte WhatsApp auf die Kritik reagiert und sowohl die Gesamtzahl an Teilnehmern von WhatsApp-Gruppen limitiert als auch die Weiterleitungsfunktion adaptiert: Wenn eine Nachricht öfter als fünfmal weitergeleitet wurde, hat WhatsApp sie mit einem Doppelpfeil-Symbol versehen.

    Facebook, der Mutterkonzern von WhatsApp, geht derweil andere Wege. Erkennen die Faktenchecker von Facebook Falschinformationen auf der Plattform, so werden diese gekennzeichnet. User müssen einen Hinweis, dass es sich um Falschinformation handelt, zuerst wegklicken.

    YouTube, ein Tochterunternehmen von Google, blendet unter Videos mit Corona-Bezug eine Weiterleitung zur Homepage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ein.

    © Screenshot/ BR24 Grafik

    Gerüchte und Falschmeldungen zu Corona verbreiten sich so schnell wie das Virus selbst. Der Faktenfuchs checkt sie laufend.

    2. April: Nein, im Klinikum Rechts der Isar ist nicht "alles ruhig" - aber es ist auch "nicht überlastet"

    In einem Video, das derzeit über Messaging-Dienste wie Telegram verbreitet wird, behauptet eine Frau, dass im Münchener Klinikum Rechts der Isar "alles ruhig" und "alles entspannt" sei. Die Frau, die sich selbst mit dem Smartphone filmt, steht nachts vor dem Haupteingang des Klinikums. Als Beweis gibt sie an mit zwei Krankenschwestern gesprochen zu haben, die ihr bestätigt hätten, dass die Situation ruhig sei.

    Trotz der Aufforderung nicht zu filmen, befragt die Frau einen Mitarbeiter des Klinikums am Haupteingang, der ebenfalls angibt, dass das Klinikum nicht überlastet sei. Die Frau scheint das als Beweis für eine angebliche Panikmache im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu werten.

    Auf Nachfrage von BR24 bestätigt eine Sprecherin des Krankenhauses, dass das Video mittlerweile bekannt sei. Man habe sich auf Facebook zu dem Fall geäußert. Es handle sich um eine Falschinformation.

    Denn: Es herrsche kein Chaos, aber man nehme die Corona-Pandemie durchaus wahr, so eine Sprecherin. Bereits vor Wochen habe man angefangen sich auf die Corona-Pandemie einzustellen und entsprechende Vorbereitungen getroffen, um "Intensivpatient*innen aller Art entsprechend zu versorgen", so die Sprecherin.

    Aktuell (Stand 1. April) behandle das Klinikum "70 Patient*innen mit Covid-19", davon seien "gut ein Drittel davon auf der Intensivstation", so die Sprecherin weiter. man habe jedoch "Kapazität für wesentlich mehr Patient*innen."

    Die aktuellen Kapazitäten des Klinikums Rechts der Isar sowie zahlreicher weiterer Krankenhäuser finden sich auf einer vom Robert Koch Institut initiierten Homepage. Die Seite wird laufend aktualisiert.

    1. April: Verkürzung der Sommerferien in Bayern ist Fake

    In den sozialen Medien kursiert der Screenshot eines vermeintlichen Spiegel-Artikels. Allerdings sind nur drei Zeilen zu lesen, darin heißt es, Zitat: "Aufgrund des durch den Coronavirus ausgefallenen Unterrichts in den 3 Wochen vor Ostern, haben sich der Kultusminister zusammen mit der Staatsregierung auf eine Kürzung der Sommerferien an bayerischen Schulen um 3 Wochen geeinigt." Bei dem Screenshot handelt es sich um einen Fake.

    Bayerns Kultusminister Michael Piazolo äußerte sich in einer Pressemitteilung: "Derartige missglückte Aprilscherze mitten in der Corona-Krise sorgen nur für Unruhe und Verunsicherung. In einer Zeit, in der alle Beteiligten auf verlässliche Informationen und Unterstützung seitens der staatlichen Behörden angewiesen sind, sind solche Aktionen unverantwortlich." Auch der "Spiegel" warnte vor dem Fake-Screenshot. Einen solchen Artikel habe es auf der Seite des Magazins nie gegeben:

    © Quelle: Screenshot Youtube

    Ein rechter Blogger betreibt mit einem Video über ein Berliner Klinikum Desinformation.

    1. April: Video von rechtem Blogger über Berliner Klinikum ist Desinformation

    Im Netz verbreitet sich ein Video des rechten Bloggers Billy Six. In dem Video filmt Six einen leeren Aufenthaltsbereich des Berliner Virchow-Klinikums, eine Zweigstelle der Charité. In dem Video behauptet der rechte Blogger, dass die Corona-Krise von Politik und Medien übertrieben werde, da im Klinikum "gar nichts los" sei. Auf Nachfrage erklärt eine Sprecherin der Charité: "Die Aufnahmen sind tatsächlich am Campus Virchow-Klinikum entstanden, jedoch handelt es sich hierbei nicht um die Charité-Untersuchungsstelle für Covid-Verdachtsfälle."

    Die Charité-Untersuchungsstelle befinde sich in einem extra separierten Gebäudeteil am Campus Virchow-Klinikum. Nur dort würden COVID-19-Testungen durchgeführt, zur Zeit seien es täglich rund 100 Fälle. Die Untersuchungsstelle ist nur eine von insgesamt acht Corona-Untersuchungsstellen in Berlin. Die Aufnahmen des Bloggers seien ohne Genehmigung der Charité erfolgt, man habe deshalb bei den zuständigen Behörden Strafanzeige gestellt.

    Das Video von Billy Six hatte mehrere hunderttausend Abrufe und wurde wiederholt von Youtube und Facebook aufgrund von Verstößen gegen die Community-Regeln gelöscht. Kopien davon verbreiten sich weiter. Die Kollegen des ZDF bezeichnen Six' Video als "voll von Verschwörungstheorien, Halbwahrheiten, wissenschaftlich nicht bewiesene Behauptungen und Stimmungsmache gegen die sogenannten Staatsmedien."

    30. März: Schwarzer Patient in Italien nicht behandelt - Video ein Jahr alt, keine Verbindung zu Corona

    Aktuell verbreitet sich auf Twitter ein Video aus Italien. Es zeigt einen schwarzen Patienten. In dem Tweet heißt es, der Mann werde trotz einer Corona-Erkrankung in einem italienischen Krankenhaus nicht behandelt. Auf dem Video in dem Tweet ist zu hören, wie ihn mutmaßlich das medizinische Personal rassistisch beleidigt und ihm sogar den Tod wünscht. Das Video wurde hunderttausende Male abgerufen.

    Doch das Video ist bereits über ein Jahr alt. Es zeigt den jungen Ivorer Souleymane Rachidi (heute 21 Jahre alt, seit fünf Jahren in Italien), der am 24. Februar 2019 wegen Brustschmerzen in das Krankenhaus von Salerno eingeliefert worden war. Salerno liegt im Süden Italiens nahe Neapel. Auf dem Video ist nicht zu erkennen, wer ihn rassistisch beleidigt, zu hören ist nur die Stimme einer Frau. Damals berichteten mehrere lokale Medien darüber, dass Rachidi rassistisch beleidigt wurde.

    Das Video liefert auch ein ganz aktuelles Beispiel dafür, wie man Videos im Netz überprüfen kann: Zwar kann der Patient durchaus an Corona erkrankt sein sichtbare Corona-Symptome wie beispielsweise Atemwegserkrankungen scheinen nicht vorzuliegen. Hinzu kommt, dass das Video nicht direkt von einem Account des Betroffenen geteilt wird - der darüber hinaus auch nicht von einer Corona-Erkrankung spricht. Eine einfache Google-Bilderrückwärtssuche liefert entsprechend die Verweise auf die damalige Berichterstattung über die rassistischen Beleidigungen gegen Rachidi vor einem Jahr.

    © Screenshots/ Grafik BR24

    Ein viel geteiltes Video zeigt Rassismus in einem italienischen Krankenhaus - ein Corona-Bezug besteht nicht

    28. März: In Spanien werden Patienten über 65 nicht die Beatmungsgeräte weggenommen

    In einem Video, das sich auf Facebook und WhatsApp schnell verbreitet, behauptet ein Mann, Arzt in Spanien zu sein und von mehreren älteren Corona- Patienten Sprachnachrichten erhalten zu haben. Darin soll dem angeblichen Arzt berichtet worden sein, dass den älteren Menschen die Beatmungsgeräte weggenommen werden, um sie jüngeren Patientinnen und Patienten zur verfügung zu stellen.

    Das Video ist auf Spanisch mit englischen Untertitel. Es hat unter anderem deshalb eine weite Verbreitung, weil der angebliche Arzt emotional über die Situation spricht. Unter Tränen behauptet er: "Menschen über 65 werden in Madrid die Atemschutzmasken entfernt. Sie werden sediert, so dass sie sterben, weil es nicht genug Atemschutzmasken gibt und sie sie den Jüngsten geben wollen."

    Er behauptet also, dass in Madrid aktive Sterbehilfe an älteren Menschen geschieht. Das stimmt jedoch nicht, schreiben spanische Faktenchecker.

    Zum einen fanden die Faktenchecker von heraldo.es und maldita.es heraus, dass es sich bei dem im Video zu sehenden Mann nicht um einen Arzt handelt. Auch stellte das Gesundheitsministerium klar, dass in Madrid keine Masken zur Beatmung fehlten, so der Generaldirektor für sanitäre Infrastrukturen der Stadt Madrid, Alejo Miranda de Larra,:

    Zwar steigen die Zahlen an Covid-19 Erkrankten, doch die Krankenhäuser sind auch in Spanien angehalten, von Fall zu Fall zu entscheiden. Eine grundsätzliche Entscheidung im Zusammenhang mit dem Alter gibt es nicht. Der spanische Ethikrat schreibt:

    "Es ist wichtig, eine Einkommensanalyse durchzuführen, die auf der Privilegierung der 'längsten Lebenserwartung' basiert."

    Die schwierige Situation für Ärztinnen und Ärzte, in Corona-Fällen über Leben und Tod zu entscheiden, fasste die Tagesschau hier zusammen.

    27. März: Intervallfasten gegen Coronaviren? Ein “Ammenmärchen!”

    In einem Whatsapp-Kettenbrief wurde die These verbreitet, mit Intervallfasten könne man die Corona-Viren aus dem Körper schwemmen. „Ammenmärchen“, sagt Hendrik Streeck, Virologe an der Bonner Uniklinik. „Es gibt keine Hinweise, dass Intervallfasten oder irgendein Fasten Einfluss hat auf das virale Wachstum – oder aber auch auf die Stärke des Immunsystems.“ Ein Ausschwemmen von Viren, so etwas gebe es nicht. Viren würden entweder vom Immunsystem gestoppt oder von Medikamenten. Es gebe auch keinen Mechanismus, bei dem man Viren einfach aus dem Körper rauswaschen könne.

    27. März: Keine Hinweise, dass chinesische Gemeinde für Ausbruch von Corona in Italien verantwortlich ist

    In den letzten Tagen wurde vermehrt darüber spekuliert, ob die chinesische Gemeinde in Italien für den Ausbruch der Coronakrise vor Ort verantwortlich ist. Die These wird in Italien breit diskutiert, auch in etablierten Medien. Von rechten politischen Kräften im Land wird die chinesische Community für den Ausbruch der Corona-Krise verantwortlich gemacht. Italien ist europaweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen. Mehr Menschen als in China sind in Italien der Lungenkrankheit Covid-19 zum Opfer gefallen.

    In der Vergangenheit wurde immer wieder über chinesische Arbeiterinnen und Arbeiter in Italien berichtet, vor allem über die Stadt Prato in der Toskana, bekannt für die dort ansässige Textilindustrie. Jedoch ist der Virus nicht in der Toskana sondern in Norditalien ausgebrochen.

    Die Kolleginnen und Kollegen des faktenfinder der Tagesschau haben in ihrer Recherche festgestellt, dass der Bevölkerungsanteil chinesischer Bürgerinnen und Bürger in den Regionen in denen das Virus zuerst auftrat oder die besonders stark von der Pandemie betroffen sind „eine unterdurchschnittlichen chinesischen Bevölkerungsanteil“ haben.

    So lange der erste Corona-Patient, der sogenannte "Patient Null" in Italien nicht ermittelt ist, bleibt unklar auf wen und auch welche Verbreitungswege der Ausbruch in Italien zurückzuführen ist. "Die Pandemie in Italien nahm ihren Ausgang am 20./ 21. Februar, als im Norden des Landes der erste Infizierte und der erste Tote registriert wurden. In den Tagen danach verbreitete sich das Virus rasend schnell vor allem in der Lombardei", so ARD-Korrespondent Jörg Seisselberg im faktenfinder der Tagesschau.

    Er kommt zu dem Schluss: "Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass der Ausbruch der Pandemie in Italien mit der dortigen chinesischen Gemeinde in Verbindung steht."

    27. März: Keine Beweise für Einfluss von Handcreme auf Corona

    Ein weiteres Gerücht, das derzeit im Netz kursiert: Befördert die Verwendung von Handcreme die Verbreitung des Virus? Laut dem Virologen Hendrik Streeck (Uniklinik Bonn) gebe es dafür keine Beweise. Viren seien durchaus beständig und könnten eine gewisse Zeit überleben. Es sei nicht, bekannt, dass man seine Hände besonders behandeln könnte, damit das Leben der Viren verlängert werde. Oder das man etwas auf die Hände schmiert, damit die Viren kürzer überlebten. Anderes gelte natürlich für die Händehygiene. Waren Viren auf der Hand, dann könne man sie mit Desinfektionsmittel oder Seife beseitigen.

    26. März: Blutgruppe entscheidend für Krankheitsverlauf? Studie noch nicht evaluiert

    Eine wissenschaftliche Studie aus China legt nahe, dass die Blutgruppe eines Menschen Einfluss auf den Verlauf der Covid-19-Infektion haben könnte. Die Studie ist eine Vor-Veröffentlichung und noch nicht von Experten geprüft. In der Studie wird berichtet, Menschen mit Blutgruppe A seien für schwere Infektionsverläufe am anfälligsten, gefolgt von Blutgruppe AB und B. Am seltensten seien demnach Menschen mit Blutgruppe 0 von schweren Verläufen betroffen. Im Podcast „B5 extra Coronavirus“ warnte Hendrik Streeck, Virologe der Uniklinik Bonn, vor einer Überinterpretation der Ergebnisse der Studie. Man müsse bedenken, dass es sich bei der Studie um eine sehr kleine Stichprobenanzahl gehandelt habe und auch andere Faktoren wie zum Beispiel Rauchen in die Ergebnisse mitreinspielen könnten. Die wissenschaftliche Prüfung der Studie durch Experten und Fachleute läuft derzeit noch.

    25. März: Keine Belege dafür, dass Jugendliche ältere Menschen anspucken und mit Corona anstecken wollen

    Seit einigen Tag verbreitet sich auf Facebook eine Tafel, auf der behauptet wird, dass in München "jugendliche Migranten" ältere Personen bespuckt und dazu "verreckt an Corona" gerufen hätten. Diese Behauptung wurde bereits über 15.000-mal geteilt. Eine Quelle dafür wird auf Facebook nicht angegeben. Der Account, der die Meldung verbreitet, stammt augenscheinlich von einer Person aus Brandenburg, die der AfD nahesteht.

    Die Polizei München gibt auf BR24-Nachfrage an, dass ein "derartiger Fall der Polizei München nicht bekannt" sei. Sollte sich so etwas tatsächlich zugetragen haben, dann könnte man davon ausgehen, dass ein solcher Fall durchaus bekannt wäre, so ein Sprecher der Polizei. Seitdem vor einigen Tagen bekannt wurde, dass ein Mann wegen der sogenannten "Coronachallenge" in der Münchener U-Bahn Gegenstände abgeleckt hatte, beobachte die Polizei auch das Netz nach vergleichbaren Vorgängen. Dass Jugendliche ältere Personen angespuckt hätten sei der Polizei nicht aufgefallen. Laut Polizei hat niemand wegen eines solchen Falles Anzeige erstattet. Der Sprecher der Polizei München hält die Behauptung auf Facebook als "schwer bis gar nicht nachvollziehbar".

    © Screenshot/ BR24 Grafik

    Polizei München: Keine Belege dafür, dass Jugendliche ältere Menschen anspucken

    24. März: Chlordioxid ist kein Mittel gegen Corona - es ist gesundheitsschädlich

    Derzeit verbreitet sich sowohl auf diversen Webseiten als auch in Messenger-Diensten und auf Facebook die Meldung, das Trinken von Chlordioxid könne den Corona-Virus (Sars-CoV-2) abtöten. Diese Meldung erreichte uns unter anderem aus dem oberfränkischen Landkreis Kronach. Dort wurde der Aufruf eines Tierarztes geteilt, der empfiehlt, morgens und abends eine kleine Dosis selbst hergestellten Chlordioxids zu sich zu nehmen. Das Trinken von Chlordioxid ist jedoch gesundheitsschädlich und auch kein Mittel gegen Corona. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es aktuell noch kein Mittel gegen das Virus.

    Chlordioxid wird in der Industrie als Bleichmittel verwendet. Seit Jahren warnen verschiedene Institute und Ämter davor, Chlordioxid zu sich zu nehmen. Die Faktenchecker von Correctiv weisen in einem längeren Artikel auf die Gefahren hin und führen die Quellen zusammen.

    Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt: "Chlordioxid weist stark oxidative Wirkungen auf und wirkt auf Haut und Schleimhaut je nach Konzentration reizend bis ätzend." In der Industrie wird dieser Stoff als Mittel zur Desinfektion sowie zum Bleichen von Textilien verwendet. Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurde "bei Menschen von gastrointestinalen Störungen wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, teilweise mit Blutdruckstörungen und erheblichen Flüssigkeitsverlusten bis hin zu schweren Nierenfunktionsstörungen nach der Einnahme berichtet."

    23. März: Verfälschte Bilder von Medizinpersonal

    Fotos von Ärztinnen und Ärzten sowie dem Pflegepersonal in italienischen Krankenhäusern sind in den vergangenen Tagen tausendfach geteilt worden. Sie zeigen Menschen, deren Gesichter vom Tragen der Schutzmasken und Schutzbrillen dunkelrot unterlaufene Druckstellen aufweisen. Tatsächlich ist zumindest das Bild eines Mannes bearbeitet.

    Twitternutzer machten schnell auf Unstimmigkeiten aufmerksam und verbreiteten die Originalaufnahme. Die Kontraste in dem bearbeiteten Bild wirken im Vergleich zum Original deutlich verstärkt. Das gesamte Bild ist aufgehellt. Die Augenpartie weicht im Vergleich zum Originalbild ebenfalls ab. So sind die Augenbrauen runder und leicht nach oben gezogen. Die Augen selbst erscheinen größer und dunkler. Der abgebildete Mann wirkt dadurch traurig.

    Ob das Foto mit der Bildbearbeitungssoftware Photoshop bearbeitet wurde, oder ob ein Filter darüber gelegt wurde, ist unklar.

    © BR24 Grafik/ privat

    Italienischer Arzt nach Arbeitstag: Schwellungen und Druckstellen von Atemschutzmaske und Schutzbrille

    23. März - Falschmeldung über angebliche Flüchtlingsmassen in München

    Seit dem Wochenende wird auf dem Messenger-Dienst WhatsApp eine Sprachnachricht verbreitet, in der ein Mann mit bayerischem Dialekt behauptet, gehört zu haben, dass die Polizei zahlreiche Kräfte in München zusammenziehe, da "in den nächsten Tagen 20 000 Flüchtlinge" aus Griechenland per Bahn, Bus und Flugzeug in München ankämen.

    Der Zeitpunkt für die Ankunft sei nicht zufällig gewählt, behauptet er zudem. Die Ausgangsbeschränkungen, die in der Sprachnachricht als "Ausgangssperren" bezeichnet werden, hätten zum Ziel, die Ankunft der Geflüchteten zu verschleiern.

    Die Polizei München warnt seit Sonntag auf Twitter vor diese Falschnachricht und nennt sie eine Falschmeldung und ein "böswilliges Gerücht".

    Sowohl das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als auch die Polizei in München dementieren, dass am Wochenende 20 000 Flüchtlinge aus Griechenland angekommen sind oder entsprechende Pläne vorliegen. Es handle sich um eine eindeutige Falschmeldung, so ein Sprecher des Bamf. Derzeit komme allein durch die europaweit geltenden Reisebeschränkungen kein Flüchtling über die Grenzen.

    An zahlreichen Grenzen in Europa herrschen derzeit strenge Kontrollen. So sind die Grenzen nach Bayern nur für Berufspendler, den Warenverkehr und Reisende mit dringendem Reisegrund passierbar. Auf dem Balkan wurden bereits am 13. März die Mehrzahl der Grenzübergänge geschlossen. Der Fährverkehr zwischen Griechenland und Italien ist seit dem 15. März eingestellt.

    20. März: Särge, die an Corona verstorbene Menschen zeigen

    Im Netz kursiert ein Bild, das reihenweise Särge zeigt. Diese Särge sollen aus Bergamo stammen, der norditalienischen Stadt, in der es besonders viele Todesfälle durch das Coronavirus gegeben hat. Tatsächlich aber entstand dieses Bild 2013 auf der italienischen Insel Lampedusa. Es handelt sich um die Särge von afrikanischen Flüchtlingen, die auf der Überfahrt nach Italien ums Leben gekommen waren. Es gibt aber auch aktuelle Bilder mit Särgen von Corona-Opfern, die tatsächlich aus Bergamo stammen. Auch die Bilder, die Militär-LkWs zeigen, die Särge mit Corona-Opfern abtransportieren, sind authentisch.

    19. März - Arzt setzt viele falsche Behauptungen in die Welt

    Wolfgang Wodarg, ein deutscher Arzt, behauptet auch in Youtube-Videos, die Corona-Pandemie sei reine Panikmache. Doch die Fakten widersprechen seinen Aussagen, wie der #Faktenfuchs recherchiert hat.

    Als ehemaliger SPD-Bundestagsabgeordneter und Lungenarzt finden seine Videos einige Verbreitung Aber Wodarg setzt aktuell viele falsche Behauptungen in die Welt. Karl Lauterbach, SPD-Bundestagsabgeordneter und ebenfalls Mediziner, kritisierte ihn auf Twitter heftig: "Wodargs Position ist unverantwortlicher FakeNews."

    Wodarg behauptet, dass das neuartige Coronarvirus Sars-Cov-2 nicht neu sei und die Folgen der Infektion nicht schlimmer seien als die jeder anderen Grippe-Saison. Er operiert mit falschen Zahlen, liefert für seine Behauptungen keine Belege. Die Analyse finden Sie im #Faktenfuchs.

    19. März - Gerüchte-Kette um Ibuprofen

    Die WHO hat am 19. März ihre Warnung vor Ibuprofen zurückgenommen. "Auf der Basis der heute vorhandenen Informationen rät die WHO nicht von der Einnahme von Ibuprofen ab", teilte die Weltgesundheitsorganisation mit. Das vorläufige Ende einer längeren Kette von Meldungen, die zu Unsicherheit geführt hatte. Am Wochenende vom 14./15. März hatte sich das Gerücht über einen WhatsApp Kettenbrief verbreitet, dass Ibuprofen zu einer Verschlimmerung der Covid-19 Erkrankung führe: eine Einnahme beschleunige die Vermehrung des Virus. Das hätten Forschungen der Universität Wien ergeben, so die Behauptung. Die medizinische Universität Wien hatte die Meldung jedoch dementiert.

    Das Gerücht kursierte dennoch über Tage hinweg - und die Verwirrung um die tatsächlichen Fakten half nicht bei der Klärung. Auch auf BR24 spiegelte sich das Hin und Her wieder - angesichts einer Warnung, die die Weltgesundheitsorganisation WHO herausgab. Sie hatte sich darin zunächst der Warnung angeschlossen. Am 19.3. nahm die WHO ihre ursprüngliche Warnung jedoch wieder zurück.

    19. März - AfD-Politiker beschuldigt Fridays for Future

    In einem Tweet machte der Chef der Berliner AfD-Fraktion Georg Pazderski am 19. März Jugendliche, speziell Anhänger der Klimaschutz-Bewegung Fridays for Future (FFF), für die Verbreitung des Coronavirus verantwortlich.

    In dem inzwischen gelöschten Tweet hieß es: "Empathielose, dumme Wohlstandskinder, die freitags bei #FFF auf der Straße hüpfen und den Älteren vorwerfen ihre Zukunft zu verspielen, zeigen eindrücklich wie weit ihr Horizont tatsächlich reicht. Aber #SPD #GRÜNE #LINKE wollen Wahlrecht ab 16. #Corona". Dazu hängte er ein Video an, das eine Reihe Jugendlicher zeigt, die alle am selben Lutscher schlecken.

    Dieses Video stammt vom Oktober 2019 - lange vor dem Corona-Ausbruch. Außerdem riss Pazderski es mit seiner Verbreitung völlig aus dem Kontext: Es handelt sich dabei um einen Beitrag zur so genannten Lollipop-Challenge, bei der Nutzer des sozialen Netzwerks TikToks aufgerufen wurden, Videos zu posten, in denen mehrere Personen sich einen Lutscher teilen.

    19. März – Facebook-Post zu "Massenschluckimpfung"

    Im Netz kursiert ein Facebook-Post, in dem zur Teilnahme am Mitterteicher Starkbierfest im Landkreis Tirschenreuth (am Samstag, den 7. März, ab 18 Uhr) aufgerufen wird. Dort gebe es der Werbung nach eine "Massenschluckimpfung" mit dem Starkbier "Süffikus". Der Post ist eine Werbung der Brauerei Hösl aus Mitterteich.

    In Mitterteich in der Oberpfalz gilt seit Dienstag (18.3.) eine Ausgangssperre wegen zahlreicher Corona-Infektionen. Wie in der Regierungsansprache von Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch (19.3.) zu hören war, werde derzeit geprüft, ob das Mitterteicher Starkbierfest vom 7. März der Ausgangspunkt für die hohe Infektionsrate in der Ortschaft sei. Belege dafür gibt es bislang allerdings nicht.

    Wie die Brauerei auf BR-Nachfrage bestätigte, handelte es sich bei dem Facebook-Post tatsächlich um eine Werbeaktion der Brauerei, die allerdings nicht der Ausrichter des Fests, sondern nur der Bierlieferant gewesen sei. Ausrichter war der Mitterteicher Burschenverein. Das Starkbierfest am 7. März sei von den örtlichen Gesundheitsbehörden genehmigt gewesen. Die Ausgangssperre in Mitterteich gilt erst seit dem 18. März.

    Fazit: Der Facebook-Post ist echt. Die Brauerei hat ihn mittlerweile gelöscht.

    18. März – Zwiebeln wirken nicht gegen Viren

    Einem Gerücht zufolge sollen Zwiebeln bei der Bekämpfung von Sars-CoV-2 helfen. Denn sie sollen die Coronaviren wie eine Art Magnet aus der Luft herausziehen.

    Richtig ist, dass Zwiebeln antimikrobiell wirken. Das heißt, sie schränken die Ausbreitung von Mikroorganismen ein, indem sie diese töten oder deren Wachstum lähmen. Da die im Zwiebelsaft enthaltenen antimikrobiellen Schwefelverbindungen flüchtig sind, können Mikroorganismen durchaus auch in der Luft abgetötet werden.

    Aber: Nach Aussage von Haike Antelmann, Professorin für Mikrobiologie an der Freien Universität, sind davon allerdings vor allem Bakterien betroffen. Es gebe bisher keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass die antimikrobielle Wirkung der Zwiebel auch bei Viren wirkt.

    Fazit: Zwiebeln wirken gegen Bakterien und können sie abtöten. Gegen Viren haben sie solche Heilkräfte nicht.

    Quelle: dpa

    Grippe oder Corona - was ist gefährlicher?

    17. März - Was ist gefährlicher: Influenza oder Corona?

    Auf der Straße und im Netz versuchen viele Menschen, das aktuelle Corona-Virus und seine Gefährlichkeit einzuordnen. Dafür greifen sie oft auf die Frage zurück: Grippe oder Corona - was ist gefährlicher? Eindeutig und abschließend lässt sich das derzeit nicht beantworten. 

    Bei den Influenza-Wellen jedes Jahr schätzt man eine Sterberate von 1 bis 2 Verstorbenen auf 1.000 Infizierte, das sind 0,1 bis 0,2 Prozent.

    Ulrike Protzer vom Institut für Virologie der Technischen Universität München geht bei der Grippe - je nach Saison - von einer Sterblichkeit von Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden, von 0,5 Prozent bis acht Prozent aus. Die Sterblichkeit hängt vom jeweils zirkulierenden Virus ab und ist laut Protzer extrem altersabhängig.

    Der Virologe Christian Drosten vom Berliner Charitè-Klinikum nannte für das aktuelle Corona-Virus eine Sterblichkeitsrate von 0,3 bis 0,7 Prozent der Fälle. Das heißt, dass von 1.000 Infizierten 3 bis 7 sterben. Mit einer weiteren Verbreitung des Virus werde die tatsächliche Rate allerdings eher sinken. 

    Aber Achtung: Ein Vergleich dieser beiden - geschätzten - Sterberaten ist kaum zielführend, da die Zahlen unterschiedlich erhoben werden. Bei der Grippe nehmen Wissenschaftler die sogenannte Übersterblichkeit: Wie viele Menschen mehr sterben während der Grippesaison als in den restlichen Monaten des Jahres? Bei SARS-CoV-2 hingegen wird die Sterblichkeit bei gesicherten Infektionsfällen betrachtet - ein wesentlicher Unterschied. 

    Der aktuelle Corona-Virus-Typ ist aus mehreren Gründen besonders gefährlich: Es überträgt sich leichter als etwa das gefährliche Sars-1-Virus. Es ist krankheitserregender als bisherige Coronaviren und sogar als Influenza. Zudem gibt es nach wie vor keine Behandlung, keine Impfung, anders als bei Grippe und anderen Infektionen. Viele Menschen infizieren sich, ohne zu erkranken, stecken aber genau deshalb ältere und immungeschwächte Personen an, die daran schwer erkranken und sterben können. Der explosionsartige, exponentiell ansteigende Infektionsverlauf (anders als bei Influenza) kann eine Überlastung der Krankenhäusern herbeiführen, so dass auch hier die Todesfallzahlen steigen können.

    16. März - Coronavirus als Biowaffe

    Die Corona-Pandemie ist ein Schwerpunkt auf der Verschwörungs-Website Klagemauer-TV. Hier gibt es (Stand 20.3.) zehn Videos, die Unwahrheiten über das Coronavirus verbreiten, oft in alarmistischem Ton. Zum Beispiel, dass das Coronavirus eine biologische Waffe sei. Dieses Video wurde auch auf Facebook stark verbreitet, bis die Plattform einen Faktencheck von Radio Canada einblendete, der diese Behauptung als falsch einstuft. Auch BR24 widerlegte diese auch von anderen Accounts gestreute Behauptung (siehe den Eintrag "Das Virus wurde als Kampfstoff im Hochsicherheitslabor in Wuhan entwickelt" weiter unten in diesem Artikel).

    Hinter Klagemauer-TV steckt die Sekte "Organische Christus Generation (OCG)", die der Schweizer Prediger Ivo Sasek führt. Der Web-Sender produziert Inhalte in 43 Sprachen, Studios unterhält er zum Teil auch in bayerischen Städten. Die Seite bezichtigt die "Hauptmedien" einer "konsequenten Unterdrückung von Gegenstimmen". Politiker werden bei der hinter Klagemauer-TV stehenden Sekte OCG in Freundes- und Feindeslisten eingeteilt, wie eine BR-Recherche im Januar zeigte.

    13. März – Desinformation: Verwendung der Risikoanalyse von 2012

    Im Netz wird ein Dokument des Deutschen Bundestags verbreitet: Im "Bericht zur Risikoanalyse zum Bevölkerungsschutz 2012" vom 3. Januar 2013 geht es neben dem Risiko eines Schmelzhochwassers auch um eine Analyse einer möglichen Pandemie durch ein Virus. Dabei wurden sehr hohe Sterblichkeitszahlen genannt. Sie passen aber nicht zur aktuellen Entwicklung um das Coronavirus. Der "Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012" war eine Risikoanalyse mit einem Worst-Case-Szenario. Die dort für möglich erachtete Sterblichkeitsrate entspricht nicht der aktuellen Situation um SARS-CoV-2. Beides in Zusammenhang zu setzen, ist Desinformation und Panikmache.

    12. März – Gefährliche Kettenbriefe auf Whatsapp

    Vor allem auf WhatsApp kursieren Kettenbriefe mit Tipps, wie man sich selbst auf das Coronavirus testen und eine Ansteckung vermeiden kann. Die Luft über zehn Sekunden anhalten zu können, ist kein Beweis dafür, sich nicht infiziert zu haben. Alle 15 Minuten zu trinken schützt nicht vor einer Infektion. Die Tipps sind laut Ärzten nicht korrekt. Generell sollte man vorsichtig mit Selbsttests und Verhaltenstipps zum Coronavirus umgehen, die nicht direkt bei einer vertrauenswerten Quelle zu finden sind.

    6. März - Überträgt sich Corona zwischen Mensch und Tier?

    Viele Halter von Haustieren fragen sich, ob das Coronavirus vom Menschen zum Tier übertragen werden kann – und umgekehrt. Bislang gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass mit dem aktuellen Coronavirus infizierte Menschen das Virus auf ihr Haustier übertragen haben, wie der #Faktenfuchs recherchierte. Auch für den umgekehrten Weg – die Übertragung des SARS-CoV-2 von einem heimischen Haustier auf Menschen – gibt es keine Beweise. Dennoch empfehlen Behörden und Forschungsinstitute Menschen, die in Kontakt mit Haustieren sind, besonders auf Hygiene zu achten.

    Erwiesen ist hingegen, dass das Coronavirus von Tieren auf den Menschen übertragen werden kann. Ungeklärt ist, ob das aktuelle SARS-CoV-2 direkt von Fledermäusen auf Menschen übertragen wurde oder ob es einen weiteren tierischen Zwischenwirt gegeben hat.

    Die Faktenchecker von Correctiv wiederum prüften eine etwas andere Frage: nämlich ob das Coronavirus Hunde und Katzen mehr als Menschen gefährde. Das wurde im Titel eines Artikels behauptet, der am 29. Februar bei der Frankfurter Neuen Presse veröffentlicht wurde. Dafür gibt es laut Correctiv bisher keine Hinweise. Zwar übertragen sich manche Coronaviren auf Haustiere – ob das auch für SARS-CoV-2 gilt, war aber auch laut diesen Faktencheckern Anfang März noch unklar.

    2. März – Falschbehauptung über Grünen-Abgeordnete

    Der Account "AfD Kreisverband Kelheim" behauptete auf einer Bildtafel: "Grüne gibt ernsthaft AfD Schuld an Corona-Pandemie!" Diese Behauptung bezieht sich auf die Grünen-Bundestagsabgeordnete Kordula Schulz-Asche, die während einer Aktuellen Stunde im Februar im Bundestag sagte: "Verschwörungstheorien und Rassismus fördern die Verbreitung von Viren, und zwar nicht nur in China, sondern auch hier bei uns." Sie sagte weiter: "Der WHO-Chef rief dieser Tage zur globalen Solidarität auf. Genau das ist die richtige Antwort zur Vermeidung einer Pandemie, und nicht, meine Damen und Herren von der AfD, Hass und Hetze; die sind genau das Gegenteil von einer vernünftigen Antwort."

    Die Behauptung der AfD verzerrt den Inhalt der Aussage. Schulz-Asche sagt nicht, die AfD sei die Ursache der Pandemie. Sie sagte vielmehr, die AfD habe aus ihrer Sicht die falsche Antwort zur Vermeidung einer Pandemie.

    2. März – Fake News zu Papst und Corona

    Auf einer Nachrichten-Webseite wird behauptet, der Papst und zwei Assistenten hätten sich mit Corona infiziert. Angeblich habe der Vatikan das offiziell bestätigt. Die Behauptung ist falsch. Die Fake News kursiert derzeit in Sozialen Netzwerken und Messengern. Aber: "Es gibt keine Anzeichen, die uns dazu veranlassen, etwas anderes als eine leichte Erkrankung zu diagnostizieren", sagte ein Vatikan-Sprecher zu Journalisten am Sonntag, den 1. März. Wegen einer Erkältung - so der Papst zuvor selbst - könne er nicht an einer mehrtägigen Klausur mit der römischen Kurie teilnehmen. Bei seiner Ansprache auf dem Petersplatz hatte der Papst mehrere Hustenanfälle. Außerdem auffällig: Die Webseite, auf der der Fake-News-Artikel erschien, ging erst vor fünf Tagen online und ist derzeit nicht erreichbar. Das könnte daraufhin deuten, dass sie eigens für die Verbreitung von Fake News erstellt wurde.

    19. Februar - Vitamine gegen das Coronavirus?

    In den Kommentarspalten von BR24, auf Youtube und Twitter teilen Nutzer Links zu Videos, in denen vor allem zwei Behauptungen auftauchen:

    1. Ein Vitamin-D-Mangel mache Menschen anfälliger für das neuartige Coronavirus, die Ausbreitung von Corona könne daher mit der Gabe von Vitamin D bekämpft werden.

    2. Vitamin C könne helfen, Corona zu heilen.

    Barbara Schmidt, Professorin am Institut für Mikrobiologie und Hygiene in Regensburg, sagt dazu auf Anfrage von BR24: "Beides ist völlig absurd." Richtig sei zwar, dass viele Menschen in West- und Mitteleuropa einen Vitamin-D-Mangel hätten. Ein Vitamin-C-Mangel sei dagegen in West- und Mitteleuropa sehr ungewöhnlich. Dass ein Vitamin-Mangel Ursache einer Erkrankung mit dem neuen Coronavirus sei, lasse sich aber nicht nachweisen. Auch dafür, dass sich diese Virusinfektion mit Vitamin C oder D behandeln lasse, gebe es bisher keine Belege.

    Das Robert Koch Institut empfiehlt stattdessen auf seiner Webseite die folgenden Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen:

    "Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der Grippewelle aber überall und jederzeit angeraten."

    Die Weltgesundheitsorganisation sammelt auf ihrer Webseite Mythen rund um Corona-Therapie. Wieder das ernüchternde Fazit: Weder Knoblauch noch Alkoholsprays oder UV-Desinfektions-Lampen sind geeignete Mittel, um Corona-Viren zu bekämpfen.

    18. Februar – Falsche Onetz-Nachricht verbreitet

    Ein unbekannter Urheber hat per Whatsapp im Namen des Portals Onetz von Oberpfalz-Medien eine gezielte Falschmeldung verbreitet. Demnach solle es zwei Corona-Infizierte in Weiden geben.

    Oberpfalz-Medien hat die Meldung auf der Seite onetz.de als Fake zurückgewiesen. Laut dem Artikel hätten der oder die Unbekannten ein Bild "geklaut" und einen Bildautoren dazu erfunden. Ein Klick auf den Link leitete User zunächst nach Zentralafrika, später nach Österreich weiter.

    Chefredakteur Kai Gohlke sagte dem BR, das sei ärgerlich, "weil wir nicht viel dagegen tun können". Juristen prüften gerade, ob das Verbreiten der Falschmeldung im Namen von Oberpfalzmedien strafrechtlich relevant sei. Aber rechnen müsse man mit sowas immer, so Gohlke. So eine Falschmeldung könne jeder Zwölfjährige herstellen. Das Gesundheitsamt Weiden/Neustadt bestätigt, es gebe keine Fälle von Corona-Virus in Weiden und dem Landkreis.

    18. Februar – Gerüchte um Schulschließung in Rosenheim

    Die Astrid-Lindgren Grundschule in Rosenheim hatte zwei Tage lang geschlossen, weil so viele Kinder krank waren. Daraufhin kam im Internet und auf Social Media das Gerücht auf, die Schule habe wegen des Coronavirus geschlossen. Zudem wurden Beziehungen konstruiert zu dem Ort Siegsdorf - dem Ort, in dem eine vom Coronavirus betroffene Familie lebt.

    Das Landratsamt Rosenheim dementierte das Gerücht und sprach von einer Verschwörungstheorie. Es gebe bei keinem einzigen Fall den Nachweis oder den Verdacht auf den Coronavirus und auch keine Beziehungen nach Siegsdorf, betonte Pressesprecher Michael Fischer. Die Kinder seien entweder stark erkältet oder vom Magen-Darm-Virus geplagt gewesen.

    Ende Januar: Ein Video mit Verschwörungstheorien

    Ein User namens "Odysseus" lud im Januar auf Youtube ein Video zum neuartigen Coronavirus hoch - es verbreitete sich hunderttausendfach über Youtube und Whatsapp. Der Hauptvorwurf darin: Medien und Regierung würden wichtige Informationen zum Coronavirus zurückhalten, die "Coronavirus-Pandemie" sei weitaus schlimmer als berichtet.

    Das Video war für viele Nutzer auch deshalb schwer als Desinformation zu erkennen, weil einige richtige mit vielen falschen Informationen vermischt wurden. Das Video ist inzwischen gelöscht (Stand 19.02.2020), Behauptungen daraus halten sich allerdings hartnäckig.

    © Youtube

    Screenshot aus dem Video mit Verschwörungstheorien

    Richtig ist, dass es bisher keine spezifische Therapie für den neuartigen Coronavirus gibt. Auch eine Schutzimpfung gibt es bisher nicht; allerdings gibt es Fortschritte bei Impfstoffen gegen MERS-Coronaviren, die momentan in klinischen Studien erprobt werden, aber noch nicht zur Anwendung zur Verfügung stehen. Die meisten Patienten in Deutschland können allerdings auch ohne spezifisches Medikament gut behandelt werde – denn sie weisen bisher nur normale Erkältungssymptome auf.

    Als teilweise richtig hat sich inzwischen die Behauptung des Erstellers erwiesen, dass das neuartige Coronavirus schlimmer ist als SARS. Durch die Atemwegserkrankung SARS sind 2002/2003 in Festlandchina und Hongkong fast 650 Menschen gestorben, weltweit 774. Durch das neuartige Corona-Virus sind weltweit schon mehr als 2000 Menschen verstorben (Stand: 19.02.2020), der weitaus größte Teil davon in China. Aktuelle Fallzahlen der Weltgesundheitsorganisation finden sich hier.

    Auch die Inkubationszeit ist bei SARS-CoV-2 mit bis zu 14 Tagen (Robert Koch Institut) länger als bei SARS (zwei bis 10 Tage). Allerdings scheint die Mortalitätsrate – also der Anteil der Infizierten, der verstirbt – beim neuartigen Coronavirus geringer zu sein als bei SARS. Einer aktuellen Studie des Chinesischen Zentrums für Krankheitsvorsorge- und kontrolle zufolge liegt er bei etwa zwei Prozent, bei SARS ging man von etwa 11 Prozent aus.

    Nicht verifizierbar oder falsch sind hingegen einige der weiteren Behauptungen, die in dem Video verbreitet werden:

    1. Kein "juckender Hautausschlag mit roten Punkten, in der Mitte mit schwarzem Punkt, der sich verhärtet und stark juckt": Hartmut Hengel, Virologie-Professor am Universitätsklinikum Freiburg und Präsident der Gesellschaft für Virologie, bewertet diese Aussage als falsch. "Meiner Kenntnis hatten Patienten weder bei SARS noch beim neuartigen Coronavirus einen Hautauschlag, geschweige denn so einen spezifischen", sagt der Virologe.

    Das Robert Koch Institut listet folgende Symptome auf: "Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber (…), einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen."

    2. Fallen die Menschen in China einfach auf der Straße um? Das wird in dem Video behauptet und mit eingebetteten Videoschnipseln, die angeblich aus Wuhan stammen, "belegt". Quellen werden nicht genannt. Faktenchecker von Correctiv, einem renommierten deutschen Recherchezentrum, haben versucht die eingebetteten Videos zu überprüfen, konnten aber nicht verifizieren, ob sie tatsächlich aus Wuhan stammen.

    Auch ob die gezeigten Bilder wirklich mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehen, bleibt unklar. Einige der Videos wurden in Boulevardmedien aufgegriffen oder in Blogbeiträgen verlinkt. "Mehr können wir aktuell nicht zu den Videos sagen", so das Fazit von correctiv.

    28.01.2020 – Falschmeldung über Corona-Infektion in Passau

    In der Social-Media-App "Jodel" hat eine Falschmeldung über einen angeblichen Corona-Fall in Passau die Runde gemacht. Wie die Universität Passau in einer Mitteilung schrieb, war in der App ein Screenshot eines gefälschten Artikels der Süddeutschen Zeitung verbreitet worden. Der Screenshot zeigte einen gefälschten Artikel der "Süddeutschen Zeitung" mit der Schlagzeile "Coronavirus in Passau: Verdacht bestätigt sich." Das Titelbild zeigte den Passauer Campus, sodass der Eindruck entstand, dass es einen Coronavirus-Fall an der Uni gegeben hätte. Die Passauer Polizei ermittelte zunächst wegen der Falschmeldung – musste die Ermittlungen schließlich aber einstellen, da keine Straftat vorlag. Die Polizei weist allerdings in einer Pressemitteilung darauf hin, dass aus solchen Falschmeldungen resultierende Polizeieinsätze den Verursachern in Rechnung gestellt werden können.

    Ende Januar – "Das Virus wurde in Laboren entwickelt (und Bill Gates profitiert davon)"

    Im Internet kursiert die Theorie, das neuartige Coronavirus sei in Laboren entwickelt und dann ausgesetzt worden, um Impfungen zu vermarkten. Der "Beweis": Im Internet lassen sich Patente auf Coronaviren finden.

    Tatsächlich existieren Patente auf bestimmte Gensequenzen der Coronaviren. Allerdings sind die Corona eine große Familie von Viren und keines der Patente bezieht sich auf die neue in China aufgetretene Variante 2019-nCoV. Der Virologe Matthew Frieman von der Universität Maryland sagte der Seite factcheck.org, dass eine der Gensequenzen während des SARS-Ausbruchs 2003 isoliert und patentiert worden sei. Ein anderes Patent existiere hingegen für eine mutierte Form des Virus, das Geflügel befällt. Die abgeschwächten Virus-Mutationen würden patentiert, um daraus Impfstoffe herzustellen.

    Eine spezifische Form dieses Gerüchts bringt Bill und Melinda Gates mit dem Corona-Virus in Verbindung. Angeblich wollten auch sie Geld mit einer Impfung verdienen. Die Verbindung: Das amerikanische Forschungs-Institut Pirbright hält ein Patent auf eine Form des Coronavirus; das Institut wurde 2019 unter anderem von der Bill & Melinda Gates-Stiftung gefördert.

    Das Institut hält allerdings nur ein Patent für eine abgeschwächte Form des Coronavirus, das als Impfstoff gegen Bronchitis bei Geflügel eingesetzt werden soll (siehe oben).

    Ende Januar – "Das Virus wurde als Kampfstoff im Hochsicherheitslabor in Wuhan entwickelt"

    Andere Social-Media-User vermuteten, dass das Virus aus dem Hochsicherheitslabor in Wuhan stammen könnte. Dort ist das Nationale Chinesische Labor für Biosicherheit angesiedelt. So kam in der "Washington Times" am 26. Januar ein israelischer Geheimdienstler zu Wort, dessen Ansicht nach sich das Labor wahrscheinlich zumindest in Teilen mit biologischen Waffen befasst habe.

    Das Labor gibt es tatsächlich. Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Labor und dem neuartigen Coronavirus gibt es hingegen nicht. Trevor Bedford, Teil einer internationalen Gruppe von Forschern, die derzeit Genanalysen am Coronavirus durchführen, um seine Verbreitung besser zu verstehen, schloss Mitte Februar mit Sicherheit aus, dass das Virus künstlich im Labor hergestellt worden sei. Die Mutationen des neuen Coronaviruses entsprächen einer natürlichen Evolution.

    Derzeit nehmen Experten des Robert Koch Instituts an, dass der Vorläufer des SARS-CoV-2 von Wildtieren stammt. Als wahrscheinlich gilt, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan angesteckt haben. Der Markt wurde am 01.01.2020 geschlossen.

    24.01.2020 – "Grundschulen in Starnberg wurden wegen des Virus geschlossen"

    Die Behauptung verbreitet sich auf Twitter. Tatsächlich waren kurzzeitig zwei Grundschulen im Landkreis Starnberg sowie die Mittagsbetreuung in Weßling und der Hort in Hochstadt geschlossen. Mit dem neuartigen Coronavirus habe das allerdings nichts zu tun, sagte ein Sprecher des Staatlichen Schulamtes Starnberg auf BR24-Anfrage. Die Schulen wollten eine Ausbreitung des Influenza-Virus verhindern, weil sich offenbar viele Schüler mit der Grippe angesteckt hatten. Auch der BR hatte darüber berichtet.

    14. April 2020: Wir haben nach Veröffentlichung des Eintrags zum Vergleich Influenza und Corona Angaben zu Prozentzahlen präzisiert, um sie korrekt einzuordnen.

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    Der #Faktenfuchs ist das Faktencheck-Format des Bayerischen Rundfunks. Wir gehen Gerüchten auf den Grund - und wir beantworten Fragen. Die Journalistinnen und Journalisten im #Faktenfuchs-Team klären absichtlich verbreitete Falschmeldungen oder sich haltende Gerüchte auf. Die Ideen für unsere Artikel kommen vor allem aus den Social Timelines und Kommentarspalten. So erklärt sich die Vielfalt der Themen beim #Faktenfuchs: Politik, Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft, Landwirtschaft oder Medizin. Wirken Inhalte verdächtig oder tritt der Breaking-News-Fall ein, dann prüfen wir auch Bilder oder Videos auf ihre Echtheit und ihren Faktengehalt. Hier erklären wir das ausführlicher. Warum eigentlich “Faktenfuchs”? Wir arbeiten mit einer Software, dem "factfox". Sie hilft uns, die Fakten im Internet besser zu verbreiten.

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