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Fake-News-Ticker: Falschmeldungen zu Corona im Faktencheck | BR24

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Auch in Portugal wird mit PCR-Tests auf Corona getestet.

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    Fake-News-Ticker: Falschmeldungen zu Corona im Faktencheck

    Gerüchte und Falschmeldungen zu Corona verbreiten sich so schnell wie das Virus selbst. Der #Faktenfuchs überprüft laufend Behauptungen.

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    Von
    • Patrizia Kramliczek
    • Sophie Rohrmeier
    • Bernd Oswald

    Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 hat Deutschland im Januar erreicht. Seither steigen die Zahlen der Infizierten. Viele Menschen sind verunsichert. Gerade im Internet und in den sozialen Netzwerken verbreiten sich Gerüchte, Verschwörungstheorien und Mutmaßungen. Dafür braucht es nicht viel: Ein einzelner Nutzer kann eine Falschbehauptung in die Welt setzen – wenn andere sie aufgreifen, verbreitet sie sich schnell weiter. Der #Faktenfuchs sammelt die Gerüchte hier und klärt auf, was wirklich stimmt.

    18.01.2021: Corona-Fake-News im Briefkasten

    Seit Herbst verbreiten sich Falschinformationen zum Coronavirus nicht mehr nur im Netz - sondern auch auf analogem Wege. In Bayern fanden viele Menschen Flyer und Broschüren in ihren Briefkästen, die Urheber sind meist bekannte Corona-Leugner. Das Problem: Auf den ersten Blick wirken die Flyer seriös, verweisen zum Teil auf seriöse Quellen. Doch die Thesen darauf unterscheiden sich nicht wesentlich von den Falschinformationen, die auch im Netz verbreitet werden.

    Mit den Druckprodukten ließen sich auch Zielgruppen ansprechen, die online nicht oder nur sehr schwer erreichbar sind - insbesondere ältere Menschen, sagt Pia Lamberty. Sie ist Sozialpsychologin und forscht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu Verschwörungserzählungen. Außerdem wirkten Flyer auf viele Menschen womöglich überzeugender als digitale Falschinformationen, so Lamberty. Ausführlichere Informationen gibt es in diesem Faktenfuchs.

    16.01.2021: Sind 2020 weniger Menschen gestorben als in den Jahren davor?

    Die Zahl der Covid-19-Toten gibt im Netz immer wieder Anlass zu Gerüchten. Momentan kursiert die Behauptung, es seien im vergangenen Jahr weniger Menschen gestorben, als man während einer Pandemie erwarten würde. Das stimmt nicht. Blickt man auf die Sterbefallstatistik des Statistischen Bundesamtes, lassen sich die angestiegenen Todeszahlen eindeutig mit den Covid-19-Toten erklären.

    Die Experten sind sich einig, dass 2020 saisonal eine Übersterblichkeit zu beobachten war - besonders im Frühjahr und im Dezember, also während der ersten und zweiten Corona-Welle. Dmitri Jdanov vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung geht sogar davon aus, dass es 2020 insgesamt eine Übersterblichkeit gegeben hat. Eine finale Antwort darauf kann es laut Statistischem Bundesamt allerdings erst Mitte 2021 geben, wenn alle Daten ausgewertet sind. Mehr dazu in diesem #Faktenfuchs.

    15.01.2021: Viele falsche Berichte über Impftote im Netz

    In Deutschland werden die ersten Menschen gegen Corona geimpft. Im Netz führt das zu mehreren falschen Berichten über Impftote. Als in der Nähe von Wasserburg am Inn ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz zusammenbricht und später stirbt, verbreitet sich im Netz das Gerücht, er wäre an der Covid-19-Impfung gestorben, die er drei Tage zuvor bekommen hatte. Laut des Polizeipräsidiums Oberbayern ist der Tod des Feuerwehrmanns aber auf einen Herzinfarkt zurückzuführen, nicht auf die Folgen der Impfung.

    Im Netz wird außerdem behauptet, die amerikanische Krankenpflegerin Tiffany Dover sei nach einer Impfung gestorben. Das stimmt nicht. Dover wurde lediglich kurz ohnmächtig, war aber schnell wieder auf den Beinen. Mehr Infos in diesem #Faktenfuchs.

    14.01.2021: Maskenpflicht befeuert alte Falschbehauptung über Söders Frau

    Seit in Bayern die FFP2-Maskenpflicht beschlossen wurde, wird Söder bzw. seiner Frau Karin Baumüller-Söder im Netz unterstellt, sie würden Geld mit der Maskenpflicht verdienen. Die Behauptung ist falsch. Die Baumüller-Gruppe, die Karin Baumüller-Söder und ihrem Bruder gehört, stellt keine Masken oder Mund-Nasen-Bedeckungen her. Sie hat nach eigenen Angaben lediglich im April 2020 210 Face-Shields hergestellt und an ein Nürnberger Krankenhaus gespendet.

    Die Verschwörungserzählung lässt sich bis in den Mai 2020 zurückverfolgen. Damals wurde sie durch einen Tweet der bayerischen AfD-Landesvorsitzenden Corinna Miazga öffentlich bekannt. Söder ging dagegen juristisch vor, das Narrativ "die Firma von Söders Frau verdient an der Maskenpflicht" taucht seitdem aber immer wieder auf. Mehr dazu in diesem #Faktenfuchs.

    07.01.2021: Nein, der Lockdown wurde nicht schon bis Juni 2021 beschlossen

    Zwei Infografiken des Bundesfinanzministeriums sollten eigentlich dazu dienen, die staatlichen Coronahilfen für Unternehmen zu erklären. Im Netz sorgten sie allerdings für Verwirrung - auch, weil die Gruppe "Querdenken 711" die Grafik falsch interpretierte und als Beweis dafür anführte, dass der Lockdown bereits bis Juni 2021 geplant sei. Das ist falsch.

    Tatsächlich gibt es in der Infografik die Formulierung "Schließung Januar bis Juni 2021". Damit bezieht sich das Bundesfinanzministerium laut einem Sprecher aber auf Umsatzeinbußen - nicht auf eine Lockdown-bedingte Schließung. Die Details können Sie in diesem #Faktenfuchs nachlesen.

    04.01.2021: Nein, Söder war Silvester nicht auf Borkum

    Falschbehauptungen, Söder sei an Silvester und den Feiertagen mit seiner Familie im Urlaub auf der Insel Borkum oder im Hotel Kempinski in Berchtesgaden gewesen, kursierten in den ersten Tagen des neuen Jahres. Weder das Kempinski noch die Hotels auf Borkum hatten aufgrund des Beherberungsverbotes für Touristen geöffnet. Ein Sprecher der Staatskanzlei bezeichnete dies als "abstruse Verschwörungstheorie". Ministerpräsident Söder sei an Silvester zu Hause in Nürnberg gewesen. Genaueres steht in diesem #Faktenfuchs.

    22.12.20: Kein Hinweis, dass Covid-Impfung unfruchtbar macht

    Um das Thema "Impfen" ranken sich viele Gerüchte. Derzeit kursiert im Internet der Verdacht, dass eine Impfung gegen das Coronavirus Frauen unfruchtbar machen könnte. Grundlage dafür ist die falsche Annahme, dass ein mRNS-Impfstoff gegen das Coronavirus auch eine Abwehrreaktion gegen ein Plazenta-Protein auslösen könnte. Dies wird sowohl von der Wissenschaftlerin Marion Kiechle, Direktorin der Frauenklinik der TU München, als auch vom Hersteller Biontech als Falschbehauptung zurückgewiesen. Die Gemeinsamkeiten zwischen den zwei Proteinen seien zu gering, um die Abwehrreaktion zu verursachen. Wenn es zu der unerwünschten Abwehrreaktion kommen würde, müssten coronapositive Schwangere große Probleme während der Schwangerschaft haben und Fehlgeburten erleiden. Klinische Studien hätten gezeigt, dass dies eben nicht der Fall ist. Der Mythos, dass Impfen unfruchtbar macht, ist in verschiedenen Kulturen seit langem verbreitet und kursiert nun auch während der Corona-Pandemie. Mehr dazu in diesem #Faktenfuchs.

    18.12.20: Werden Verstorbene zu Corona-Toten umdeklariert?

    Im Internet verbreiten sich Gerüchte, mit Corona-Toten ließe sich Geld verdienen: die Angehörigen müssten dann nicht für Bestattungskosten aufkommen. Aber so ist es nicht. Für die Bestattung müssen entweder die Auftraggeber oder die Erben zahlen. Nur in Ausnahmefällen, wenn diesen die Kosten nicht zugemutet werden können, springt der Sozialhilfeträger ein. Daran ändert auch eine Corona-Diagnose nichts. Allerdings können die Bestattungskosten im Fall einer Sars-CoV-2-Infektion höher ausfallen als üblich: Aufgrund der Ansteckungsgefahr, die von Corona-Toten noch ausgehen könnte, können die Bestatter mehr Materialkosten und einen höheren Arbeitsaufwand in Rechnung stellen.

    Auch an der Todesursache "Covid-19" lässt sich für Angehörige oder Krankenhäuser kein Geld sparen bzw. verdienen. Im Todesfall muss ein herbeigerufener Arzt die Leichenschau vornehmen und dabei die Todesursache feststellen. Dies tut er anhand einer Untersuchung, nicht auf Weisung der Angehörigen. Die vorgenommene Leistung (Leichenschau) kann ein Arzt entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abrechnen. Die Höhe berechnet sich dabei nach dem Zeitaufwand, nicht nach der Todesursache. Im Krankenhaus stellt einer der dort beschäftigten Ärzte die Todesursache fest. Sondervergütungen für Covid-19 als Todesursache gibt es nicht. Wie die Behandlungskosten für lebende Covid-19-Patienten vergütet werden, entscheidet sich anhand der sogenannten DRG-Fallpauschalen. Die Vergütung für die Kosten der Leichenschau kann das Krankenhaus den Angehörigen oder den Bestattern in Rechnung stellen, sie orientieren sich an der GOÄ. Auch hier hat die Todesursache keinen Einfluss auf die Höhe der Kosten. Mehr dazu in diesem #Faktenfuchs

    18.12.20: Corona - Brauchen Hunde eine "Maulkorb-Maske"?

    Manche Haustiere können an Covid-19 erkranken - aber können sie auch den Menschen anstecken? Seit Mitte Juli wurde in Deutschland bei einer Katze und drei Hunden eine Infektion mit dem Corona-Virus nachgewiesen. Bislang gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Hund und Katze oder andere Haustiere das Virus an den Menschen weitergeben. In den Körpern von Hund und Katze wird das SARS-CoV-2-Virus nicht ausreichend vermehrt, um einen Menschen anstecken zu können. Eine "Maulkorb-Maske" ist deshalb für Hunde nicht nötig. Mehr Infos in diesem #Faktenfuchs

    17.12.20: Warum Allergiker beim Corona-Impfstoff vorsichtig sein sollten

    In Großbritannien haben zwei Personen, die als Allergiker bekannt sind, mit schweren allergischen Reaktionen auf den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer reagiert. Die britische Arzneimittelbehörde warnt nun Menschen mit einer Vorgeschichte allergischer Reaktionen auf Arzneimittel und Impfstoffe vor einer Impfung mit diesem Corona-Impfstoff. Damit ist aber keine generelle Warnung verbunden und es heißt nicht, dass der Impfstoff per se unsicher ist. Der Biontech und Pfizer-Impfstoff wird weiter verwendet. Die deutschen Behörden bewerten den Fall bisher nicht und verweisen auf das laufende Zulassungsverfahren für den Impfstoff bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA. Mehr dazu in diesem #Faktenfuchs

    15.12.20: Wie wirksam sind die Corona-Impfstoffe?

    Bis zu 94,5 Prozent wirksam sollen Corona-Impfstoffe von drei Unternehmen sein. Das wurde in den vergangenen Wochen veröffentlicht. Erkranken also neun von zehn Geimpften nicht an Corona? Leider nein. Die Studienergebnisse der drei großen Impfstoffhersteller BioNtech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca sagen vielmehr aus, dass von allen Personen, die im Rahmen der Studie positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, 90 Prozent in der Placebogruppe waren - den Impfstoff also gar nicht bekommen hatten. Doch insgesamt ist die Zahl der Infizierten in beiden Gruppen sehr gering.

    Wie groß der Impfschutz tatsächlich ist, wird sich jedoch erst in den kommenden Monaten und Jahren herausstellen. Dennoch bewerten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Werte von über 90 Prozent "efficacy" für eine klinische Studie (Phase drei) als erfreulich; sie seien eine gute Grundlage für eine hohe absolute Wirksamkeit in der Realität ("efficiency"), wenn der Impfstoff für alle ausgegeben wird. Ausführlichere Informationen in diesem #Faktenfuchs.

    8.12.20: Corona-Impfstoffe: Behauptungen im Faktencheck

    Die Zulassung eines Corona-Impfstoffs steht auch in Deutschland unmittelbar bevor. Viele Menschen hoffen, dass das der Anfang vom Ende der Corona-Pandemie ist. Andere befürchten, dass ihnen der Impfstoff schaden könnte. In alternativen Medien zirkulieren allerlei Fehlinformationen und Gerüchte, die gefährliche Nebenwirkungen suggerieren. Wir haben fünf davon überprüft, hier die Kurzfassung:

    1. Kann der Impfstoff eine Covid-19-Erkrankung verschlimmern, statt vor ihr zu schützen?

    In seltenen Fällen kann es bei Impfstoffen nach der ersten Impfung zur Bildung sogenannter "infektionsverstärkender Antikörper" (auf Englisch "antibody dependent enhancement“ oder ADE) kommen. Diese können die Krankheit verschlimmern, wenn der Körper das zweite Mal mit dem Virus in Kontakt kommt - sei es durch eine zweite nötige Dosis oder durch eine Infektion. In den groß angelegten Phase-III-Studien zur Zulassung für die SARS-Cov-2-Impfstoffe, in denen jeweils mehr als 30.000 Freiwillige den Impfstoff bekommen haben, ist dieser Effekt bisher nicht aufgetreten.

    2. Stimmt es, dass die neuen mRNA-Impfstoffe gefährliche Inhaltsstoffe enthalten, die im schlimmsten Fall tödliche Nebenwirkungen haben können?

    Ja, aber ein schwerer allergischer Schock ("Anaphylaxie") mit - im schlimmsten Fall - Todesfolge ist bei keiner Impfung ganz auszuschließen. Er tritt aber selten auf und auf diese Gefahr wird bei der Impfung explizit hingewiesen. In diesem Fall geht die Gefahr, so die Behauptung, vor allem von dem Inhaltsstoff Polyethylenglycol (PEG) aus, einer Verbindung von Makromolekülen, die in den mRNA-Impfstoffen enthalten ist. PEG kann allergische Reaktionen auslösen, seine gesundheitliche Verträglichkeit wird bis heute kontrovers diskutiert. Allerdings steckt in den mRNA-Impfstoffen viel weniger PEG als in vielen anderen Dingen, die wir bedenkenlos konsumieren. PEG findet sich zum Beispiel in Salben, Kosmetika, in Abführmitteln – und in vielen Medikamenten, darunter auch solche, die als Spritze (oder Infusion) verabreicht werden.

    3. Können Wirkverstärker in den mRNA-Impfstoffen, sogenannten Adjuvantien, schwere Nebenwirkungen hervorrufen – so wie damals bei der Schweinegrippe-Impfung?

    Nein. Schon bei der Schweinegrippe kamen schwere Nebenwirkungen nur äußerst selten vor. Und ob diese tatsächlich auf die Adjuvantien zurückzuführen sind, ist nicht abschließend geklärt. Bei vielen SARS-Cov-2-Impfstoffen werden gar keine Adjuvantien verwendet, bei anderen schon. Doch auch, wo diese zum Einsatz kommen, dürfte die Gefahr inzwischen gering sein: Sie sind mittlerweile seit Jahren im Einsatz und entsprechend gut erforscht.

    4. Kann die mRNA, auf der die Impfstoffe basieren, meine DNA verändern?

    Nein. Die mRNA befindet sich außerhalb des Zellkerns. Sie hat eine andere Struktur als DNA und kann daher nicht von dieser integriert werden.

    5. Stimmt es, dass zur Herstellung des Corona-Impfstoffes Föten abgetrieben wurden?

    Nein. Allerdings wird in der Forschung zu manchen Impfstoffen auf Zellkulturen zurückgegriffen, die in den 60er-Jahren zwei menschlichen Föten entnommen wurden. Diese werden seither reproduziert und immer wieder eingefroren. Es werden keine Föten für Impfstoffe getötet.

    8.12.20: Pilotstudie: Umstrittene Klarsichtmaske bietet keinen Schutz

    Die Klarsichtmaske, über die wir am 3.12. berichtet haben, bietet keinen Schutz gegen das Coronavirus. Eine Pilotstudie der Hochschule München kam zu dem Ergebnis, dass durch den Spalt zwischen Gesicht und Maske Aerosole - das sind Partikel, die das Coronavirus enthalten - im Raum verbreiten. Schon beim normalen Atmen und noch stärker beim Husten. Andere Personen sind also einer hohen Aerosolkonzentration ausgesetzt. "Aus meiner Sicht besteht deshalb dringender Handlungsbedarf seitens der zuständigen Behörden und Ministerien", schrieb Christian Schwarzbauer, Professor für Medizintechnik und Medizininformatik an der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik der Hochschule München dem #Faktenfuchs.

    3.12.20: Warum Klarsichtmasken umstritten sind

    Angesichts noch immer hoher Infektionszahlen machen sich einige Menschen Sorgen, dass Behörden unzulängliche Mund-Nasen-Bedeckungen zulassen. In unserem Social Listening fiel uns auf, dass es besonders um ein Produkt aus Plastik Aufregung gibt, das zwar einen deutlichen Spalt zwischen Haut und Maske frei lässt, aber dennoch den - vagen - Vorgaben in Bayern entspricht.

    Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) stuft die Klarsichtmasken als "Mund-Nasen-Bedeckung" (MNB) ein. Das Gesundheitsministerium (StMGP) folgt dieser Einschätzung. Auch im Arbeitsschutz könne die Klarsichtmaske verwendet werden.

    Die Landeshauptstadt München aber hält diese Masken für ungeeignet. Plastikmasken haben keine Filterfunktion und verhindern nicht, dass die Aerosoldosis in den Raum dringt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Plastikmasken, die einen Spalt zwischen Haut und Maske frei lassen, umstritten sind. Ihre Wirksamkeit für den Bevölkerungsschutz in Corona-Pandemie-Zeiten ist nicht belegt. Mehr dazu in diesem #Faktenfuchs

    30.11.20: Irreführende Meldungen über PCR-Urteil in Portugal

    In Portugal haben Richterinnen in einem Urteil zu einer Quarantäne-Maßnahme auch Corona-PCR-Tests bewertet - und damit nach Ansicht der Obersten Justizbehörde des Landes ihre Kompetenzen überschritten. Bei dem Fall ging es um eine Zwangsquarantäne für deutsche Touristen. Es stellte sich heraus, dass sie rechtlich gesehen in diesem Fall nicht in Ordnung war - die Berufungsrichterinnen aber mit ihren Aussagen über die Eignung des PCR-Tests für eine Diagnose ihre Befugnisse überschritten haben. Die Details lesen Sie in diesem #Faktenfuchs.

    24.11.2020: Sind Schulen Infektionstreiber?

    Erklärtes Ziel des Teil-Lockdowns zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist: Kontakte reduzieren, um wieder auf einen Inzidenzwert von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und sieben Tagen zu gelangen - und das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bekommen. Was untersagt oder eingeschränkt wird, ist letztlich eine politische Entscheidung. Schulen sollen unter Hygieneregeln und Präventionsmaßnahmen möglichst lange geöffnet bleiben. Aber welche Rolle spielen Schulen im Infektionsgeschehen? Sind sie Infektionstreiber?

    Die Frage lässt sich nicht mit einem pauschalen Ja oder Nein beantworten, weil es etliche Unsicherheiten gibt. Die Forschung hat zu Ansteckungen innerhalb der Schule und von dort aus in die Haushalte noch keine belastbaren Antworten. Infektionsketten sind zudem nicht immer nachvollziehbar. Die Antwort bewegt sich also eher in einem Feld von "Mehr" oder "Weniger". Warum, das erklärt dieser #Faktenfuchs.

    20.11.2020: Kann man nach Erkältungen immun gegen Corona sein?

    Der "Querdenker" Bodo Schiffmann behauptet, die meisten Menschen hätten einen natürlichen Schutz gegen das SARS-2-Virus. Außerdem empfiehlt er eine frühzeitige Behandlung statt Isolation. Aber: In die Therapieempfehlungen der Fachgesellschaften haben es bisher nur die Mittel Remdesivir, das Kortison-Präparat Dexamethason und eine Blutverdünnung etwa mit Heparin geschafft. Ob eine vorbeugende Therapie bzw. eine Frühbehandlung mit den von Schiffmann empfohlenen Präparaten wirksam ist, ist nicht ausreichend bewiesen. Keinesfalls ersetzt das vorgeschlagene "Behandlungsprotokoll" die Hygienemaßnahmen bzw. Kontakteinschränkungen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Warum die Aussagen, die Bodo Schiffmann verbreitet, stark vereinfacht und in Teilen falsch sind, lesen Sie in diesem #Faktenfuchs.

    In diesem Artikel sammelt das #Faktenfuchs-Team die neuesten Fakes und Desinformation rund um das Thema Corona. Unser Archiv mit allen gesammelten Fakes rund um das Thema Corona finden Sie hier.