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Markus Söder spricht von "Erleichterungen mit gutem Gewissen". Bayern ermöglicht ab 21. Mai unter anderem wieder Urlaub zu machen.

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Söder: Urlaub in Bayern ab 21. Mai wieder möglich

Zum Start der Pfingstferien soll in Bayerns Regionen mit niedrigen Corona-Zahlen Urlaub möglich werden. Laut Ministerpräsident Söder dürfen in Kreisen mit einer Inzidenz unter 100 ab 21. Mai Hotels und Ferienwohnungen öffnen - mit strengen Auflagen.

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Von
  • Petr Jerabek
  • Maximilian Heim

In bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von weniger als 100 sollen Hotels, Ferienwohnungen sowie Campingplätze rechtzeitig zum Start der Pfingstferien Gäste empfangen dürfen. Ab 21. Mai werden solche Öffnungen möglich, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung in München ankündigte.

Diese inzidenzabhängigen Öffnungen sollen laut Staatskanzlei mit strengen Auflagen verbunden sein - Terminvereinbarungen, Corona-Tests, Abstands- und Hygienemaßnahmen. In den nächsten Tagen sollen das Gesundheits- und das Wirtschaftsministerium ein entsprechendes Konzept für den Tourismus erarbeiten. Vollständige Geimpfte sollen ohne Testpflicht Urlaub machen können. Söder betonte, Bayern sei nicht nur ein Tourismusland, sondern es sei für die Menschen auch "psychologisch und seelisch wichtig, dass wir eine Perspektive haben".

Perspektiven für Freizeitangebote

Zudem werde geprüft, "inwieweit touristische Infrastruktur ergänzend dazu möglich ist", erläuterte Söder. Laut Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wird es ab 21. Mai auch Perspektiven für "den Bereich der Freizeiteinrichtungen, von der Seilbahn bis zum Reisebus" geben. Diese Branchen bangten seit Monaten um ihre Existenz.

Aiwanger: "Ab 21. in Bayern buchen!"

Der Wirtschaftsminister zeigte sich zufrieden mit der Einigung im Kabinett: "Mein Ziel war auf alle Fälle, zu Pfingsten zu öffnen. Dieses Ziel ist erreicht." Er hoffe, dass bis dahin die Inzidenz in noch mehr bayerischen Landkreisen unter dem Grenzwert 100 liegt, "damit möglichst viele Hoteliers in möglichst vielen Landkreisen davon profitieren können." Vielleicht denke auch der Bund nochmal darüber nach, die Notbremse doch später greifen zu lassen - "wenn die Nachbarländer im Bereich der Tourismus-Angebote mit Test deutlich über die 100 hinausgehen".

Wichtig sei, dass das Öffnungs-Datum jetzt schon kommuniziert werde, damit die "Leute nicht aus Unwissenheit, wie es in Bayern weitergeht, in anderen Ländern buchen". Der Wirtschaftsminister appellierte an die Menschen: "Ab 21. in Bayern buchen!"

Damit Öffnungen erlaubt werden, muss die Inzidenz laut Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) allerdings über einen Zeitraum von einer Woche stabil unter 100 sein: "In einer Woche sollte das Geschehen tatsächlich nicht groß hin- und herschwanken. Und wir sollten in der Tendenz eher fallend sein als steigend", erläuterte Holetschek.

Außengastronomie ab Montag möglich

Schon ab nächstem Montag kann laut Söder in Kommunen mit einer stabilen Inzidenz unter 100 die Außengastronomie bis 22 Uhr wieder öffnen - mit negativem Corona-Test, Terminbuchung und Maskenpflicht abseits des festen Sitzplatzes. Die jeweiligen Kreisverwaltungsbehörden müssen die Öffnung laut Söder beim Gesundheitsministerium beantragen.

Wirtschaftsminister Aiwanger betonte, die Öffnung der Außengastronomie sei ein "Schritt, auf den viele sehnlichst gewartet haben". Er appellierte an Bayerns Bürgermeister, Biergarten-Erweiterungen beispielsweise auf Parkplätzen unbürokratisch zuzulassen, damit sich die Menschen niederlassen könnten. Aiwanger zeigte sich grundsätzlich optimistisch: "Es schaut so aus, als würde Corona zunehmend seinen Schrecken verlieren", sagte er. Endlich gehe es in die richtige Richtung.

Kinos und Konzerthäuser dürfen öffnen

Auch Konzert- und Opernhäuser und Kinos dürfen in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Inzidenz unter 100 ab Montag wieder öffnen, "mit Abstand, mit Test, mit Maske, mit einer jeweiligen Staffelung der entsprechenden Plätze", wie Söder erklärte. Der Betrieb von Autokinos ist in Bayern bereits jetzt unabhängig von der Inzidenz erlaubt.

Mittelfristig solle auch eine Perspektive für kleinere Open-Airs entwickelt werden, sagte Söder weiter. Darüber hinaus soll an einem Konzept gearbeitet werden, das Voraussetzungen für Proben und Auftritte von Laien- und Amateurensembles festlegt.

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In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen die Außengastronomie (bis 22 Uhr) Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen.

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