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Corona App So funktioniert die Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App gibt es zum Download in den App Stores. Welche neuen Funktionen das Update mit sich bringt, wie die App funktioniert und wie es mit dem Datenschutz ausssieht. Zudem: Wozu nun noch die App "Luca"?

Stand: 10.06.2021 | Archiv

Symbolbild zur Verbreitung des Corona-Virus | Bild: iStock, Dmytro Varavin

App downloaden

Wenn Sie sich entschieden haben, die App zu nutzen, dann können Sie sie direkt hier downloaden:
Corona-Warn-App im itunes Store
oder:
Corona-Warn-App bei Google Play

Corona App Stand Juni 2021

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes kann jetzt auch als digitaler Impfpass verwendet werden. Einfach die App öffnen und den beim Impfen erhaltenen QR-Code einscannen. Zudem können seit Mai auch die Ergebnisse von Schnelltests angezeigt werden. Mit der neuen Version könnten Nutzerinnen und Nutzer ihre Mitmenschen nun noch schneller warnen und Infektionsketten noch schneller unterbrechen. Mit dem Update können die Anwender nach dem Schnelltest einen QR-Code einscannen und erhalten dann kurze Zeit später in der App das Testresultat.

Testergebnis zum Einkaufen in der App

Ein negatives Ergebnis wird dann 48 Stunden lang in der App angezeigt und kann dann auch beim Einkaufen oder beim Friseurbesuch vorgelegt werden. Positive Ergebnisse werden in der App so lange angezeigt, bis die User das Ergebnis teilen. Der Schnelltest werde von der Corona-Warn-App gleichberechtigt zum aufwendigeren PCR-Test behandelt.

Zum Start sind acht Partner, die Teststationen betreiben, an das System angeschlossen: Bundeskanzleramt, das Bayerische Rote Kreuz, dm-drogerie markt, Doctorbox, EcoCare, die Healthcare Marke von Ecolog Deutschland GmbH (mit unter anderem Lidl), Huber Health Care, das Ministerium für Bildung und Kultur Saarland sowie testbuchen.de/No-Q. Bald soll dieser Kreis aber stark erweitert werden. Wenn Sie sich vor Ort testen lassen, fragen Sie einfach nach, ob das Ergebnis an die Corona Warn App gesendet wird.

Weitere Funktionen der Corona-Warn-App

Seit April 2021 enthält die Corona-Warn-App eine Eventfunktion. Ähnlich wie bei der Luca-App scannt man einen QR-Code des Veranstalters ein. Wird ein anderer Gast positiv getestet, erhalten auch Sie eine Warnung und ggf. die Aufforderung, sich in Quarantäne zu begeben.

Ende Januar 2021 hat die App ein erneutes Update mit neuen Funktionen bekommen. In der Warn-App werden seither die aktuellen Infektionszahlen angezeigt. Zudem wird transparent dargestellt, wie viele Menschen bereits ihre Kontakte per App über ihren positiven Corona-Test informiert haben.

Die zweite neue Funktion ist eine Hilfe für den App-Benutzer und auch die Menschen in seinem Umfeld, die die App nicht nutzen (können). Sie können in der App Ihre täglichen Kontakte vermerken und im Falle eines positiven Tests auch persönlich warnen. Zu finden ist dies unter dem Punkt "Kontakttagebuch".

Fehlermeldungen

Das Robert-Koch-Institut hat zur Corona-App eine Seite mit den häufigsten Fehlermeldungen für iPhones und Android-Handys und deren Ursachen veröffentlicht - FAQ Corona-Warn-App.

Funktioniert die App auf meinem Smartphone

Um zu überprüfen, ob sich die App auf Ihrem Gerät ordnungsgemäß im Hintergrund aktualisiert, müssen Sie Folgendes tun:

Android: Öffnen Sie die App und drücken Sie auf die drei Punkte oben rechts. Wählen Sie in den sich öffnenden Einstellungen "Priorisierte Hintergrundaktivität". Stellen Sie den Regler auf "an", die App wird sich zukünftig automatisch aktualisieren. Um zu sehen, ob alles richtig läuft, suchen Sie die Einstellungen auf Ihrem Smartphone auf. Dort wählen Sie den Menüpunkt "Google" und dann "Covid-19-Benachrichtigungen". Gehen Sie zu "Überprüfung auf mögliche Begegnungen", und bestätigen Sie Ihre Identität. Dann erhalten Sie eine lange Liste mit Daten und Uhrzeiten. Dies zeigt, dass die App richtig funktioniert.

iOS: Öffnen Sie die "Einstellungen" auf Ihrem iPhone. Wählen Sie dann "Datenschutz" und dann "Health". Unter "Covid-19-Kontaktprotokoll" oder "Covid-19-Begegnungsaufzeichnungen" finden Sie den Menüpunkt "Kontaktüberprüfungen" oder "Begegnungsüberprüfungen". Bestätigen Sie Ihre Identität, erhalten Sie eine lange Liste an Daten und Uhrzeiten. Die App funktioniert richtig.

Funktioniert die App im Ausland?

Die App funktioniert, wenn die Menschen um einen herum die App ebenfalls installiert haben. In der Theorie funktioniert dies natürlich auch im Ausland. Sollten Sie also im Urlaub auf viele Deutsche treffen, die diese App installiert haben, werden Sie gewarnt. Je weniger Deutsche, um so geringer die Chance, dass die App "Kontakte knüpfen" kann.

Auf welchen Geräten läuft die App

Bisher ist die App für Geräte vorgesehen, die iOS oder Android verwenden. Vorraussetzung sind bei Apple die iOS-Version 13.5, die ab dem iPhone 6s funktioniert. Ältere Modelle reichen nicht aus. Android-Handys müssen Bluetooth LE unterstützen und über Android 6 oder eine neuere Version verfügen. Zudem müssen die Google Play Services aktiviert sein, damit die App die richtige Schnittstelle verwenden kann.

Was muss ich tun?

Die App auf dem Smartphone installieren und sicherstellen, dass die Bluetooth-Funktion eingeschaltet ist. Das war's.

Wie funktioniert die Corona-App

Basis der App ist die Bluetooth-Technologie, die man von kabellosen Kopfhörern kennt. Ist diese Funktion auf dem Smartphone eingeschaltet, können im näheren Umfeld andere Geräte mit eingeschaltetem Bluetooth aufgespürt und erkannt werden. Halten sich zwei Geräte länger in diesem Umfeld auf, wird diese Begegnung anonym für 20 Tage gespeichert.

Erkrankt jemand an Covid-19, muss er das in seiner App eingeben. In Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden erhalten die zuvor gespeicherten Kontake daraufhin eine Warnung sowie den Hinweis, sich testen zu lassen und sich bis zum Testergebnis in Quarantäne zu begeben. Die Gesundheitsbehörden und der Infizierte erfahren hierbei nicht, wer eine solche Warnung erhält.

Missbrauch der App?

Um zu verhindern, dass sich jemand aus Spaßgründen fälschlicherweise als Corona-Patient ausgibt und damit unnötigerweise Menschen in die Quarantäne oder zum Test schickt, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wird das Ergebnis des eigenen Tests an die App direkt geschickt und man erhält die Möglichkeit der Status-Freischaltung. Oder man bekommt mit einem positiven Testergebnis eine Art TAN, um die Postiv-Meldung freizuschalten.

Eine Infektion muss also immer von einem Arzt oder Gesundheitsamt bestätigt werden. Der Datenschutz wird dadurch nicht verletzt, da Covid-19 sowieso eine meldepflichtige Krankheit ist.

Vorteil der Corona App

Die Speicherung der Daten erfolgt ausschließlich lokal auf dem eigenen Smartphone und ist anonymisiert. Im Gegensatz zu Singapur soll nicht einmal eine Handynummer erfasst werden. Auch Bewegungs-, Standort- oder Kontaktdaten bleiben außen vor. Nur im Fall einer Infektion soll es zum Datenaustausch kommen.

"Diese ganzen Faktoren führen dazu, dass es eine außerordentlich datenschutzfreundliche App ist, von der keine Gefahr ausgeht für die Privatssphäre der Nutzer."

Christian Schiffer, BR-Netzexperte

Die Technik soll so punktgenau entwickelt werden, dass die App sogar erkennt, ob zwischen den einzelnen Smartphones eine Wand oder Scheibe vorhanden war. Eine fälschliche Warnung durch zum Beispiel Nachbarn soll somit vermieden werden. Ob das funktioniert oder es doch zu Fehlalarmen kommt, kann aber erst die Praxis zeigen.

Corona App Entwicklung

Die deutsche Bundesregierung ließ die Corona Warn App von der Telekom und SAP entwickeln. Alle Dokumente und Vorgänge sowie der Quellcode während der Entwicklung waren und sind stets öffentlich und transparent, jeder kann also wie beim Auto unter die Motorhaube schauen. Herausgeber der App ist das Robert-Koch-Institut (RKI). Darauf sollten Sie auch beim Download im App-Store, sei es bei Google oder iTunes, auch unbedingt achten: Dass der Herausgeber das Robert-Koch-Institut ist und Sie nicht aus Versehen eine Nachahmer-App laden.


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