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Corona: Die Ereignisse vom 08. bis 14. März | BR24

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Die Corona-Schnelltests sind jetzt auch im Handel verfügbar.

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Corona: Die Ereignisse vom 08. bis 14. März

Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom 08. bis 14. März.

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  • BR24 Redaktion

Sonntag, 14.März 2021

21.26 Uhr: Brüssel kontert Kritik an Impfstoffbestellung

Die EU-Kommission kontert Kritik einiger Mitgliedsländer an angeblich ungerechter Verteilung von Corona-Impfstoffen. Dass manche EU-Länder mehr als die ihnen zustehende Quote erhalten hätten, sei "nicht auf einen Willkürakt Brüssels zurückzuführen", sagte EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn. Manche Länder hätten ihre Kontingente voll ausgenutzt und andere eben nicht, sagte der Österreicher den "Salzburger Nachrichten" und "Oberösterreichischen Nachrichten". Außerdem hätten manche Länder auf den billigeren Impfstoff von Astrazeneca gesetzt und seien jetzt von den Lieferproblemen des Herstellers betroffen.

Allerdings räumte EU-Kommissionsvize Frans Timmermans Versäumnisse ein. "Es stimmt, dass bei der Bestellung der Impfstoffe sowohl in Brüssel als auch in den Mitgliedstaaten Fehler gemacht wurden", sagte er dem "Tagesspiegel am Sonntag". Er fügte hinzu: "Ich bin bereit, am Ende der Pandemie eine Bilanz zu ziehen. Dann können wir ja sehen, was wir falsch und was wir richtig gemacht haben."

Österreich und fünf andere EU-Staaten hatten zuvor die Bestellpolitik Brüssels kritisiert und auf hoher Ebene Gespräche in der Union über eine gerechtere Verteilung der Corona-Impfdosen verlangt.

20.46 Uhr: 20 Festnahmen bei Ausschreitungen in den Niederlanden

Kurz vor der Parlamentswahl in den Niederlanden hat eine Protestaktion gegen die Corona-Maßnahmen in Den Haag zu Ausschreitungen geführt. Etwa 20 Personen seien festgenommen worden, teilte die niederländische Polizei am Abend mit. Die Demonstration war zuvor von der Polizei beendet worden, da Teilnehmer sich nicht an die Corona-Regeln gehalten hätten. Dabei waren auch Wasserwerfer eingesetzt worden. Die Niederländer wählen ab Montag ein neues Parlament.

Demonstranten hätten die Polizei mit schweren Feuerwerkskörpern angegriffen, teilte die Polizei mit. Ein Beamter habe auch einen Warnschuss abgeben. Demonstranten mit einem Kampfhund bedrängten den Angaben zufolge zuvor einen Polizist und traten einen Polizeihund.

Mehrere tausend Menschen hatten am Nachmittag auf einem zentralen Platz in Den Haag gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Die Aktion war aber nur für 200 Menschen erlaubt worden. Demonstranten weigerten sich, der Aufforderung der Polizei zu folgen und den Platz zu verlassen. Daraufhin habe die Polizei den Platz geräumt.

20.27 Uhr: Industriepräsident - Corona-Kampf nicht durch Wahlkampf aushebeln

Die deutsche Industrie fordert die Politik nach den beiden ersten Landtagswahlen des Jahres zum entschlossenen Kampf gegen die Corona-Krise auf. "Deutschland sollte und will zügig aus dem Coronatal herauskommen", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, am Sonntagabend. "Kraftvolles gemeinsames Handeln von Bund und Ländern bleibt zwingend und darf nicht durch lange Koalitionsverhandlungen oder den nächsten Wahlkampf ausgehebelt werden." Derzeit sei ein echter Konsens von Bundesregierung und Landesregierungen für einen abgestimmten "Impfrollout" bis zum Sommer notwendig. Alleingänge einzelner Länder seien kontraproduktiv.

"In welchen Koalitionen auch immer: Den kommenden Landesregierungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz muss der Spagat zwischen der Eindämmung der Virus-Ausbreitung und der Zukunftsfähigkeit des Industriestandortes gelingen", erklärte Russwurm. In diesem Superwahljahr sehe die Industrie großen Bedarf für langfristig orientierte Wirtschafts- und Standortpolitik. "Jetzt kommt es deutschlandweit darauf an, vom Krisenmodus umzuschalten in den Zukunftsmodus", betonte Russwurm.

20.00 Uhr: Astrazeneca betont Sicherheit des Corona-Impfstoffes erneut

Astrazeneca sieht kein erhöhtes Risiko von Blutgerinnseln in Verbindung mit seinem Corona-Impfstoff. Eine sorgfältige Analyse aller verfügbaren Sicherheitsdaten von mehr als 17 Millionen Menschen, die in der Europäischen Union und in Großbritannien mit diesem Vakzin geimpft wurden, habe keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko einer Lungenembolie, einer tiefen Venenthrombose oder einer niedrigen Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie) ergeben, erklärt der schwedisch-britische Konzern. Aus Sorge vor starken Nebenwirkungen haben unter anderem Irland, Dänemark, Norwegen und Island die Nutzung des Astrazeneca-Impfstoffs vorerst ausgesetzt.

19.14 Uhr: CSU - Fehler auf Bundesebene sind Ursache für Wahlpleiten der CDU

Die schweren Pleiten der CDU bei den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind aus Sicht der CSU auf die aktuellen Probleme im Corona-Krisenmanagement zurückzuführen. "Es gibt nichts schönzureden: Die Ergebnisse sind auch ein Resultat von Fehlern und Verfehlungen auf Bundesebene", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der Deutschen Presse-Agentur in München. Nun müsse "alles auf den Prüfstand, um das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen." Für die gesamte Union müssten die zwei schweren Niederlagen ein Weckruf im Superwahljahr 2021 sein.

Insbesondere bei der Corona-Bekämpfung müssten im Bund jetzt schnelle Erfolge und Fortschritte her, betonte Blume. "Klar ist: Nicht die Strategie ist falsch, aber die Umsetzung ist schlecht."

18.12 Uhr: Dänemark lockert Corona-Beschränkungen

Während in den meisten nordischen Ländern die Zahl der Infektionen mit dem Covid-19-Virus in die Höhe geschnellt ist, sieht Dänemark Anlass zum Optimismus. Die Neuansteckungen sind hier rückläufig, so dass die Regierung am Montag eine Reihe von Beschränkungen zurücknimmt. Hochschulstudenten und Schüler der Internatsschulen dürfen wieder an ihre Pulte zurückkehren. Außerdem können in vielen Regionen die älteren Jahrgänge an den öffentlichen Schulen jede zweite Woche kommen. Die 5. bis 8. Klassen hingegen haben nur die Möglichkeit, ihren Lehrer einmal die Woche zum Unterricht im Freien zu treffen.

Auch der Handel freut sich über Lockerungen. Geschäfte, die größer als 5000 Quadratmeter sind, dürfen wieder mehr Kunden empfangen. Von Samstag auf Sonntag waren in Dänemark 541 neue Coronafälle registriert worden. Die sogenannte R-Zahl liegt nun bei rund 1, das heißt, dass ein infizierter Mensch einen anderen ansteckt. Die britische Virusvariante B117 mache nun 80 Prozent aller Fälle aus.

18.10 Uhr: Paris droht womöglich weiterer Lockdown

Für Paris wird womöglich ein neuer Lockdown wegen des Coronavirus verhängt. "Die Situation ist komplex, angespannt und verschlechtert sich in der Region Paris", sagte der Chef der französischen Gesundheitsbehörde, Jérôme Salomon, heute im Fernsehsender BFM. Sollte ein Lockdown nötig sein, werde dieser beschlossen. Eine landesweite Ausgangssperre, die ab 18.00 Uhr gilt, sei in einigen Gegenden "nicht genug" gewesen, um einen Anstieg von Fällen mit dem Coronavirus zu verhindern, insbesondere von Fällen mit der zuerst in Großbritannien festgestellten Variante.

In Frankreich befänden sich mehr Menschen wegen des Coronavirus und anderer Erkrankungen auf Intensivstationen, als es zu Beginn der Pandemie Betten auf Intensivstationen dort gegeben habe, sagte Salomon. Frankreich hat 90.315 Todesfälle mit dem Coronavirus gemeldet. Das zählt zu den höchsten Todesopferzahlen weltweit.

17.50 Uhr: Irland setzt Impfungen mit Astrazeneca-Impfstoff aus

Irische Gesundheitsexperten haben die vorübergehende Aussetzung von Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca und der Oxford University wegen Berichten über schwere Blutungsstörungen empfohlen. Der Rat sei am Sonntag erteilt worden, nachdem die norwegische Arzneimittelbehörde vier Fälle gemeldet habe, bei denen sich in Erwachsenen nach einer Impfung mit dem Impfstoff das Blut verklumpt habe, teilte der stellvertretende oberste medizinische Beamte in Irland, Ronan Glynn, mit. Es gebe keine nachgewiesene Verbindung zwischen dem Mittel und den Fällen. Die Aussetzung werde als Vorsichtsmaßnahme empfohlen.

17.30 Uhr: Österreich - Lockerungen für Jugend und Bundesland Vorarlberg

Österreichs Kinder und Jugendliche sowie die Bewohner des Bundeslandes Vorarlberg können ab Montag ein paar Schritte zurück in die Normalität tun. Trotz steigender täglicher Infektionszahlen hat sich die Politik dazu entschieden, Corona-Einschränkungen für diese Gruppen zu lockern.

Für alle bis 18 Jahre sind organisierte Freizeitaktivitäten ab Wochenbeginn wieder in Kleingruppen möglich - Sport allerdings nur im Freien und ohne Körperkontakt. Für Jugendbetreuung in Innenräumen gilt eine Corona-Testpflicht. Die Lockerungen seien wichtig für die psychische Gesundheit, sagte Jugendministerin Susanne Raab (ÖVP) am Wochenende.

Vorarlberg, das Bundesland mit der geringsten Bevölkerung, wird ab Montag zum Testgebiet für noch weitreichendere Schritte. Kleine Veranstaltung sind wieder erlaubt. Restaurants dürfen Gäste drinnen und draußen bewirten. Laut einer Umfrage der Wirtschaftskammer wollen jedoch 40 Prozent der Betriebe wegen Beschränkungen der Gästezahl und fehlender Touristen vorerst geschlossen bleiben.

Österreichs Sieben-Tage-Inzidenz stand zuletzt bei 209, weit höher als Vorarlbergs Wert von rund 68. Die Regierung in Wien plant deshalb unmittelbar keine weiteren Lockerungsschritte.

17.06 Uhr: Dresdner Oberbürgermeister: "Versammlungsverbot war richtig."

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat die Zwischenfälle bei den Demonstrationen gegen die Corona-Politik in Dresden am Samstag verurteilt. "Die Teilnehmer, die sich widerrechtlich in Dresden eingefunden haben, haben sich an keine bestehenden Regeln gehalten und somit bewusst eine gesundheitliche Gefährdung von vielen Menschen provoziert", sagte der FDP-Politiker am Sonntag. Einige seien nicht vor Gewalt gegen Polizisten und Medienvertreter zurückgeschreckt. Die Ereignisse hätten deshalb gezeigt, dass das Verbot der Demonstrationen von der städtischen Versammlungsbehörde richtig gewesen sei, so Hilbert.

17.01 Uhr: Niederländische Polizei löst Anti-Lockdown-Demo vor Parlamentswahl auf

Einen Tag vor der Parlamentswahl in den Niederlanden haben in Den Haag Tausende gegen den Lockdown protestiert. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Schlagstöcken gegen Demonstranten vor, nachdem diese Abstandsregeln und Aufrufe zur Auflösung der Kundgebung missachtet hatten. Medienberichten zufolge kam es zu mehreren Festnahmen. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Demonstranten skandierten "Liebe, Freiheit, Schluss mit der Diktatur". Seit Ende Januar gilt in den Niederlanden ein strenger Lockdown, unter anderem mit einer nächtlichen Ausgangssperre. Nachdem diese verhängt wurde, kam es tagelang zu Ausschreitungen. Ab Montag wird im Land gewählt. Die Wahllokale sind drei Tage lang offen, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können.

16.56 Uhr: Italienische Region Piemont setzt Astrazeneca-Impfungen nach Todesfall aus

Nach dem Tod eines Lehrers hat die italienische Region Piemont die Corona-Impfungen mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca ausgesetzt. Laut den italienischen Gesundheitsbehörden starb der Mann am Sonntag in Biella, nachdem er am Vortag mit dem Astrazeneca-Vakzin geimpft wurde. Bis klar sei, ob es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Todesfall und der Impfung gebe, würden die Impfungen vorläufig gestoppt, sagte der Gesundheitsbeamte Luigi Genesio Icardi.

Auf Sizilien wird der Tod eines 43-jährigen Soldaten untersucht, der am Dienstag nach seiner Impfung gestorben war.

16.43 Uhr: Lauterbach rät zur Schließung von Schulen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen ein Maßnahmenpaket gefordert, darunter einen Schulstopp bis Ostern. "Die dritte Welle rollt bereits seit zwei Wochen durch Deutschland", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post" vom Montag. Die Schulschließungen seien Notwendig, weil sich die Virusmutationen insbesondere bei den Jüngeren rasant ausbreiten, so Lauterbach.

16.10 Uhr: Gastgewerbe dringt auf Öffnung

Nachdem die Reisewarnungen für Mallorca und andere Urlaubsgebiete im Ausland aufgehoben wurden, fordert auch das heimische Gastgewerbe auf Öffnungsperspektive. "Es ist nicht erklärbar, der einheimischen Tourismusbranche keine Perspektive zu geben, während das Reisen ins Ausland ermöglicht wird", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Wut und Verzweiflung wachsen ohne Ende. Das ist bitter wie inakzeptabel, dass es keine Öffnungsperspektive für das Gastgewerbe im Inland gibt."

Seit Sonntag ist Urlaub auf Mallorca und in anderen Regionen Spaniens, Portugals und Dänemarks wieder ohne Quarantäne und Testpflicht nach der Rückkehr möglich - zwei Wochen vor Beginn der Osterferien in den meisten Bundesländern. Die Hotels in Deutschland sind dagegen mindestens noch bis zum 28. März geschlossen. Wie es weitergeht, soll erst am 22. März von Bund und Ländern entschieden werden.

14.49 Uhr: Experten warnen vor verschärftem Personalmangel in der Pflege

Experten haben angesichts der Corona-Pandemie vor einem verschärften Personalmangel in der Pflege gewarnt. "Wir müssen die Flucht aus dem Pflegeberuf unbedingt stoppen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Die Krise der deutschen Pflege hat sich durch die Corona-Pandemie jetzt noch einmal erheblich verschärft und wird sich weiter verschärfen", so Marx. In der beginnenden dritten Welle der Corona-Pandemie hielten die Pflegenden derzeit aus Pflichtgefühl noch durch. Die Frage sei aber, was danach komme. Einer aktuellen Umfrage zufolge trage sich derzeit fast jeder dritte Pflegende mit dem Gedanken, aus dem Beruf auszusteigen.

14.47 Uhr: Irland setzt Impfungen mit AstraZeneca vorläufig aus

In Europa wächst die Sorge vor starken Nebenwirkungen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca. Irland entschied am Sonntag, das Vakzin des schwedisch-britischen Parmakonzerns vorerst nicht mehr zu nutzen. Ähnliche Maßnahmen hatte es zuletzt bereits in Dänemark, Norwegen, Island und Österreich gegeben.

Irlands Gesundheitsminister Stephen Donnelly begründete die vorübergehende Aussetzung mit neuen Informationen aus Norwegen. "Das ist eine Vorsichtsmaßnahme", erklärte er auf Twitter. In etwa jede fünfte Impfung auf der Insel erfolgte bislang mit Astrazeneca, vornehmlich für Beschäftigte im Gesundheitssystem. Die Impfkommission des Landes hatte zuvor die Aussetzung empfohlen.

14.16 Uhr: Neue WTO-Chefin fordert mehr Impfstoff für arme Länder

Die neue Gene​ral​di​rek​to​rin der Welt​han​dels​or​ga​ni​sa​ti​on WTO, Ngozi Okonjo-Iweala, fordert eine besse​re Versor​gung armer Länder mit Corona-Impf​stof​fen. "Es gibt rund 60 Länder auf der Welt, die Impf​stoff haben, und mehr als 130 Staa​ten ohne eine einzi​ge Dosis. Das ist nicht akzep​ta​bel", sagte die Nige​ria​ne​rin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Sie appel​lier​te an die Impf​stoff​her​stel​ler, den Weg für die Lizenz​fer​ti​gung ihrer Corona-Vakzi​ne durch andere Unter​neh​men freizumachen. In diesem Zusam​men​hang nannte sie auch den deutschen Herstel​ler Biontech und dessen ameri​ka​ni​schen Part​ner Pfizer: "Es wäre wunder​bar, wenn Biontech und Pfizer mehr tun könnten." Okonjo-Iweala begrü​ß​te es zugleich, dass unter anderem der britisch-schwe​di​sche Phar​ma​kon​zern Astra-Zeneca bereits eine Lizenz​pro​duk​ti​on seines Impfstof​fes in Indien ermög​licht habe.

14.06 Uhr: Spaniens Wirtschaft leidet stärker als gedacht

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf Spaniens Wirtschaft sind verheerender als erwartet. Notenbankchef Pablo Hernandez de Cos erwartet eine langsamere Konjunkturerholung 2021. Die bisherige Prognose der Zentralbank ließe sich wegen der schleppenden Entwicklung im ersten Quartal nicht mehr halten. Die Vorhersage lautet auf ein Wachstum von 6,8 Prozent. Er gehe von einer leichten Senkung dieser Rate aus, sagte de Cos der Zeitung "El Mundo".

Die spanische Wirtschaft werde nicht vor 2023 auf ihr Niveau vor der Krise zurückkehren, so Hernandez de Cos. Bisher ging die Bank von Spanien davon aus, dass dies bereits 2022 der Fall sein werde. Für 2021 rechnet de Cos mit einem Anziehen der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte. Zeitpunkt und Intensität der Erholung dürften davon abhängen, wie schnell die Verteilung der Corona-Impfstoffe sein werde, fügte er hinzu.

13.57 Uhr: Corona-Pandemie dominiert Parlamentswahl in den Niederlanden

Am Mittwoch sind die Niederländer zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen. Der amtierende Ministerpräsident Mark Rutte steuert auf eine vierte Amtszeit zu. Die Corona-Pandemie hat klar den Wahlkampf dominiert. Es ist die erste große Abstimmung über die Krisenpolitik einer europäischen Regierung.

Auch wenn die Niederlande wegen der Verhängung einer nächtlichen Ausgangssperre kürzlich die heftigsten Unruhen seit Jahren erlebten, liegt Rutte in den Umfragen vorn. Die Corona-Krise hat wenig Raum für andere politische Themen gelassen.

13.37 Uhr: SOS-Kinderdörfer: Corona raubt Millionen Kindern ihre Familie

Die Corona-Pandemie wird die Zahl der Kinder, die ohne Eltern aufwachsen, nach Einschätzung der SOS-Kinderdörfer drastisch erhöhen. "Ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie können wir sicher sagen, dass sie für zahlreiche Kinder lebenslange Folgen haben wird", sagt Boris Breyer, Sprecher der Hilfsorganisation. Bereits zuvor seien weltweit 220 Millionen Kinder ohne Familie aufgewachsen oder vom Verlust ihrer Familie bedroht gewesen: "Durch die Corona-Pandemie sind Armut, Arbeitslosigkeit und familiäre Gewalt gestiegen. All das sind Auslöser dafür, dass Familien zerbrechen und Kinder auf der Straße landen, Opfer von Kinderehe, Menschenhandel oder Prostitution werden." Die Organisation befürchtet, dass Millionen weiteren Kindern dieses Schicksal droht.

13.10 Uhr: Theater in Frankreich illegal besetzt

Mit immer mehr Theaterbesetzungen und neuen Aktionen verleiht Frankreichs Kulturwelt ihrer Forderung nach Wiedereröffnung der Kulturstätten Nachdruck. Seit mehreren Tagen wurden landesweit über 30 Schauspielhäuser illegal in Besitz genommen, darunter bedeutende Einrichtungen in Paris und Straßburg. Aus Protest gegen den coronabedingten Kultur-Lockdown öffneten am Wochenende rund 20 Kinos ihre Säle und boten kostenlos Vorführungen an.

Ihrem Unmut über die Schließung der Kinos machten auch zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler anlässlich der Vergabe der französischen Filmpreise César Luft. Es reiche nun, sagte Leinwandstar Isabelle Huppert bei der Gala am Freitagabend. Es sei nun an der Zeit, so schnell wie möglich die Kinos wieder zu öffnen. Und die Darstellerin Corinne Masiero zog sich nackt aus - in Anspielung auf eine Kulturszene, die von der Regierung im Stich gelassen wird.

In Frankreich sind Museen, Schauspielhäuser und Kinos seit Ende Oktober geschlossen. Die Kulturschaffenden werfen der Regierung vor, sie im Vergleich zu anderen Ländern ohne jegliche Wiedereröffnungsperspektive zu lassen.

12.46 Uhr: Eurowings bietet 300 Zusatzflüge nach Mallorca an

Wegen großer Nachfrage hat die Lufthansa-Billigflugtochter ihr Angebot für Flugreisen nach Mallorca ausgeweitet. Für die beginnende Oster-Reisezeit würden allein 300 Zusatzflüge angeboten, teilte Eurowings mit. An Bord der Flugzeuge nach Mallorca dürfen gemäß der Bestimmungen der Balearen-Regierung nur Gäste mit einem negativen PCR-Test.

12.31 Uhr: Rund 1.700 Tote binnen 24 Stunden in den USA

In den USA sind den Behörden für den Samstag 1.725 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet worden. Zudem wurden für denselben Zeitraum 53.215 Neuinfektionen registriert, wie aus der Internetseite der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Sonntagvormittag (MEZ) hervorging.

Mit bisher mehr als 534.000 Toten und 29,4 Millionen Infizierten sind die USA in absoluten Zahlen, aber nicht gemessen an der Bevölkerung, das weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land.

Beim Impfen geht es dort schnell voran: Knapp drei Monate nach Beginn einer beispiellosen Impfkampagne gegen Covid-19 sind bisher fast 106 Millionen Dosen der drei zugelassenen Impfstoffe gespritzt worden, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Fast 69 Millionen der etwa 330 Millionen Einwohner bekamen den Daten zufolge eine erste Dosis, das sind fast 21 Prozent der Bevölkerung.

12.25 Uhr: Importbiere profitieren durch Corona-Pandemie

Budweiser, Corona Extra, Heineken und Co: In der Pandemie haben eine Reihe von Importbieren nach einer Analyse des Getränkemarktmagazins «Inside» deutliche Zuwächse in Deutschland erzielt. "Der deutsche Verbraucher greift in der Krise vermehrt zu hochpreisigem Bier. Und damit gerne zu Importmarken", sagte Herausgeber Niklas Other der dpa. Vermutlich wollten sich die Käufer mit dem Griff zu höherpreisigem Bier einfach etwas gönnen. Der deutsche Marktführer Radeberger Gruppe sieht einen Effekt aus den Kneipenschließungen. Bier-Fans holten sich das Erlebnis nach Hause. Nach Beobachtung des Deutschen Brauer-Bundes werden Importbiere von Supermärkten auch für Aktionen genutzt und entsprechend beworben.

Nach Informationen des Magazins legte das tschechische Budweiser Budvar als stärkste Importmarke in Deutschland im Jahr 2020 kräftig um 83.000 Hektoliter beziehungsweise 22,9 Prozent auf 446 000 Hektoliter zu. Die Marke Heineken erreichte demnach bei einem prozentual noch höheren Zuwachs über 400.000 Hektoliter im vergangenen Jahr. Einschließlich der übrigen Marken - unter anderem Desperados und Gösser Naturradler - sei Heineken Deutschland inzwischen die größte Importfirma für Bier nach Deutschland. Es folgt laut Analyse des Getränkemarktmagazins der japanischen Braukonzern Asahi, der mit der polnischen Marke Tyskie und der tschechischen Marke Pilsner Urquell ebenfalls stark in Deutschland vertreten ist.

12.17 Uhr: Kirche in Italien bietet Räume als Impfzentren an

Die katholische Kirche in Italien bietet ihre Einrichtungen auch als Impfzentren an. Nichtliturgische Räume wie Gemeindezentren stünden für die Immunisierungskampagne der Regierung selbstverständlich zur Verfügung, erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Gualtiero Bassetti.

Der zuständige Sonderkommissar der Regierung, General Francesco Paolo Figliuolo, hatte den weiteren Plan für Italiens Anti-Covid-Impfkampagne vorgestellt. Schon seit Beginn der Corona-Krise haben Diözesen und Pfarreien in Italien Räumlichkeiten für Ärzte und Pflegepersonal zur Verfügung gestellt, die in Krisenregionen der Pandemie im Einsatz sind.

12.04 Uhr: Hoher Arbeitsplatzabbau im Iran

In den letzten zwölf Monaten haben wegen der Corona-Pandemie über eine Million Menschen im Iran ihren Arbeitsplatz verloren. "Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie in dieser Zeit waren extrem hart und führten zu einer Arbeitslosigkeit von über einer Million im Land", sagte Innenminister Abdolresa Rahmani Fasli laut Medienberichten. Neben den direkt Betroffenen gab es in fast allen Branchen, unter anderem Tourismus, Gastronomie, Hotelgewerbe und Schönheitssalons, starke Einschränkungen. 

Schon die 2018 verhängten US-Sanktionen hatten den Iran in eine Wirtschaftskrise gestürzt, die dann seit Februar 2020 noch weiter verschärft wurde. Ohne eine politische Einigung mit den USA droht dem Gottesstaat im neuen persischen Jahr, das am 21. März beginnt, ein politischer Kollaps. Wegen der Sanktionen haben sich im Iran auch die Corona-Impfungen verzögert, da das Land wegen der Banksanktionen keinen Zahlungskanal für den Kauf der Impfstoffe hat. 

11.54 Uhr: Italien will Corona-Welle durchbrechen

Italien will mit einer nationalen Impfkampagne und strengeren Abstandsmaßnahmen die Welle der Neuinfektionen bis zum späten Frühjahr gebrochen haben. "Die Anwendung strengerer Maßnahmen und der progressive Anstieg der Zahl der Geimpften lassen uns glauben, dass sich die Zahlen bereits in der zweiten Hälfte des Frühjahrs verbessern werden", sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza der Tageszeitung "la Repubblica". Die kommenden Wochen würden jedoch "nicht einfach".

Die Regierung kündigte an, über die Osterfeiertage einen landesweiten Lockdown verhängen zu wollen. Italien hat in den vergangenen Wochen einen deutlichen Anstieg der Corona-Fälle verzeichnet, was auch daran liegt, dass sich die ansteckendere britische Virus-Variante immer stärker verbreitet.

11.06 Uhr: Aussetzung von Astrazeneca-Impfungen in Irland empfohlen

Die Impfkommission in Irland hat sich für einen vorübergehenden Stopp der Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca ausgesprochen. Grund seien neue Berichte der norwegischen Arzneimittelbehörde über vier Fälle von schweren Blutgerinnseln nach Verabreichung des Mittels, hieß es in einer Mitteilung am Sonntag. Es werde nicht gefolgert, dass es irgendeinen Zusammenhang zwischen dem Astrazeneca-Impfstoff und diesen Fällen gebe. Als Vorsichtsmaßnahme werde aber dennoch vorübergehend von der Verabreichung des Präparats abgeraten, bis weitere Informationen verfügbar seien.

11.01 Uhr: Hilfsprogramm für Künstler geht in die nächste Runde

Kulturschaffende in Bayern können ab Montag wieder Anträge auf Corona-Hilfe stellen. Das Soloselbstständigen-Programm des bayerischen Kunstministeriums geht in die zweite Runde, wie Minister Bernd Sibler (CSU) bekanntgab. Künstlerinnen und Angehörige kulturnaher Berufe könnten die Finanzhilfen in Höhe von bis zu 1.180 Euro monatlich als Ersatz für entfallende Erwerbseinnahmen für bis zu sechs Monate im Zeitraum von Januar bis Juni 2021 beantragen. Zudem seien noch bis 31. März die Hilfen rückwirkend für Oktober bis Dezember 2020 beantragbar.

Das Programm enthalte nun folgende Verbesserung: "Für Personen, die im Jahr 2019, dem Vergleichszeitraum für die Ermittlung des Umsatzrückganges, aus familiären Gründen wie Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen oder wegen Krankheit nicht erwerbstätig waren, werden als Vergleichszeitraum nur diejenigen Monate des Jahres 2019 herangezogen, in denen eine volle Erwerbstätigkeit stattgefunden hat." Wenn es im ganzen Jahr 2019 aus den genannten Gründen keine Erwerbstätigkeit gegeben habe, werde das Jahr 2018 herangezogen.

Das Soloselbstständigen-Programm ist am 18. Dezember 2020 gestartet, wie es hieß. Seither wurden demnach rund 5.000 Anträge gestellt oder sind in Vorbereitung, etwa 1.900 Anträge mit einem Gesamtvolumen von rund fünf Millionen Euro sind bereits bewilligt worden.

10.36 Uhr: Mehr als 50 Anzeigen nach Demo in München

Nach mehreren Demonstrationen in München gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen am Samstag sind mehr als 50 Teilnehmer angezeigt worden. Wie die Polizei mitteilte, waren darunter mehr als 30 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen das Versammlungs- und Infektionsschutzgesetz sowie über 20 Straftaten wie der Gebrauch unrichtiger Atteste und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Außerdem wurde ein Mann festgenommen, der im Verdacht steht, bei einer früheren Veranstaltung einen Journalisten angegriffen zu haben.

500 Beamte waren den Angaben zufolge am Samstag bei drei Kundgebungen in der Landeshauptstadt im Einsatz. Die größte davon wurde von der Polizei in der Nähe des bayerischen Landtags aufgelöst, weil "der überwiegende Teil dieser Personen (...) die vorgegebenen Auflagen, wie eine Maskentragepflicht und ausreichende Abstände zueinander nicht" eingehalten habe. Statt der angemeldeten 500 waren laut Polizei rund 2.500 Menschen zu der Protestaktion gekommen.

10.33 Uhr: Rund 10.800 Neuinfizierte in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.790 Corona-Neuinfektionen gemeldet, 2.687 mehr als noch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, kletterte auf 79 (Vortag: 76,1), wie das RKI mitteilte. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 70 weitere Todesfälle verzeichnet.

Am vorigen Sonntag hatte das RKI binnen eines Tages 8.103 Neuinfektionen und 96 Todesfälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 66,1. Nach einem deutlichen Rückgang im Januar und Februar setzt sich die seit einigen Tagen festgestellte Zunahme der Neuinfektionen damit fort. Für diesen Trend ist dem RKI zufolge unter anderem die Ausbreitung der Coronavirus-Variante B.1.1.7 verantwortlich. Laut einer Prognose des Instituts könnte die Zahl der Neuinfektionen um Ostern herum höher liegen als an Weihnachten.

Der Höchststand bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember erreicht worden - er enthielt jedoch 3.500 Nachmeldungen. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle erreichte am 14. Januar mit 1.244 einen Höchstwert.

10.10 Uhr: "Millionen Kinder werden Familie verlieren"

Die Corona-Pandemie wird die Zahl der Kinder, die ohne Eltern aufwachsen, nach Angaben der SOS-Kinderdörfer drastisch erhöhen. Boris Breyer, Sprecher der Hilfsorganisation, sagt: "Ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie können wir sicher sagen, dass sie für zahlreiche Kinder lebenslange Folgen haben wird." Bereits zuvor seien weltweit 220 Millionen Kinder ohne Familie aufgewachsen oder vom Verlust ihrer Familie bedroht gewesen. "Durch die Corona-Pandemie sind Armut, Arbeitslosigkeit und familiäre Gewalt gestiegen. All das sind Auslöser dafür, dass Familien zerbrechen und Kinder auf der Straße landen, Opfer von Kinderehe, Menschenhandel oder Prostitution werden. Wir befürchten, dass Millionen weiteren Kindern dieses Schicksal droht."

Bis zu 142 Millionen mehr Menschen könnten laut UN-Angaben in die Armut rutschen - mit dramatischen Folgen für die Kinder. "Kinder müssen ihre Bildung unterbrechen, arbeiten, werden Opfer von Kinderehen oder sie landen auf der Straße", sagt Breyer.

09.50 Uhr: Australien handelt Reiseabkommen aus

Australien will nach den monatelangen Grenzschließungen wegen der Corona-Pandemie ein bilaterales Reiseabkommen mit Singapur aushandeln. Die sogenannte "Reise-Blase" mit dem Stadtstaat in Südostasien könne möglicherweise im Juli starten, sagte Vize-Premierminister Michael McCormack im Sender ABC. Wenn die Impfkampagne gegen das Coronavirus in Australien und anderen Ländern gut vorankomme, wolle die australische Regierung zudem noch weitere solcher "Blasen" schaffen.

Australiens Grenzen sind seit März 2020 für Touristen geschlossen. Einreisen dürfen nur Australier und Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis. Auch sie müssen nach der Einreise aber für zwei Wochen in Quarantäne. Eine Ausnahme wird nur für Touristen aus Neuseeland gemacht, das bereits eine erste "Reise-Blase" mit Australien ausgehandelt hat.

Mit den Grenzschließungen und einem strengen Lockdown hatte Australien das Coronavirus schnell unter Kontrolle gebracht. Der internationale Tourismus, mit dem Australien vor der Pandemie rund 45 Millarden australische Dollar (rund 29 Milliarden Euro) im Jahr eingenommen hatte, ist aber völlig zusammengebrochen.

08.36 Uhr: Stark frequentierte 116 117

Die Corona-Krise führt zu einem deutlich stärkeren Andrang bei der bundesweiten Service-Telefonnummer 116 117 der Kassenärzte. Im Januar und Februar gingen fast 22 Millionen Anrufe ein und damit schon mehr als im gesamten vergangenen Jahr mit 18 Millionen, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte. Dabei drehten sich fast 90 Prozent der Anrufe um das Thema Corona. Bei gut zehn Prozent ging es um Nachfragen zum ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Bei der 116 117 kann man sich auch über Corona-Impfungen informieren. Anrufer werden in den meisten Bundesländern an Call Center geleitet, die Fragen zum Impfen beantworten und teils auch Termine vermitteln. Daneben gibt es das Internetportal www.116117.de mit einer Übersicht über die je nach Land vorgesehenen Buchungsmöglichkeiten für Termine.

Die ursprüngliche Bereitschaftsdienst-Nummer für Anliegen außerhalb der Praxiszeiten war Anfang 2020 ausgebaut worden, unabhängig von der Corona-Krise. Patienten können bei akuten Anliegen rund um die Uhr eine erste Einschätzung bekommen, beispielsweise wie dringlich sie behandelt werden müssen. Außerdem werden Termine bei Fachärzten, Hausärzten, Kinderärzten und Psychotherapeuten vermittelt.

08.13 Uhr: Ab heute ist Mallorca kein Risikogebiet mehr

Seit heute sind die Reisebeschränkungen für Mallorca offiziell aufgehoben. Die beliebte Urlaubsinsel gilt nicht mehr als Risikogebiet, genauso wie auch die anderen Balearen-Inseln und einige Regionen auf dem spanischen Festland. Das bedeutet: Urlaub auf Mallorca ist nun wieder ohne Quarantäne und Testpflicht nach der Rückkehr möglich.

06.39 Uhr: Bayern will Verbesserungen für Pflegepersonal

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat zur Verbesserung der Pflegesituation in Bayern eine ständige Pflegereserve und steuerliche Vergünstigungen für die Bediensteten vorgeschlagen. "Wir müssen mehr Menschen, mehr Köpfe im System haben, ich glaube das ist unabdingbar", sagte Holetschek der Deutschen Presse-Agentur.

Es sei etwa denkbar, Zuschläge steuerfrei zu stellen. Die Kosten wären dann vom Steuerzahler zu tragen. "Ich möchte, dass wir uns über den Wert der Pflege unterhalten und uns auch gesellschaftlich noch mal versichern, was wir denn wollen", sagte der Minister. Es gebe nur zwei Richtungen: Entweder gehe es hin zu einer Pflegeversicherung oder zu einem Steuerzuschuss. Der Pflegeberuf müsse mehr Kompetenzen übertragen bekommen und zu einem echten Beruf der Gesundheitsvorsorge entwickelt werden. "Fakt ist, dass wir so nicht weitermachen können."

Die Nachfrage nach Pflegekräften auf dem bayerischen Arbeitsmarkt sei ungebrochen, sagte der Leiter der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart. "Wir sehen, dass der Bedarf an Pflegefachkräften bei weitem nicht gedeckt werden kann", sagte er. Das bedeute langfristig noch deutlich höhere Investitionen.

Derzeit würden 2.800 Menschen in Bayern von den Arbeitsagenturen zu Pflegekräften qualifiziert. Die Pflege habe aber in der Corona-Krise auch an Stellenwert gewonnen, die Pflegeschulen hätten einen Zulauf erfahren. Viele junge Menschen wollten etwas Sinnvolles leisten.

05.20 Uhr: Unternehmen sparen Milliarden Euro bei Dienstreisen

Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) schätzt, dass deutsche Unternehmen aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro weniger für Dienstreisen ausgegeben haben könnten als 2019. "Wir schätzen, dass sie im vergangenen Jahr insgesamt einen mittleren bis hohen einstelligen Milliardenbetrag für Dienstreisen ausgegeben haben", sagt Hauptgeschäftsführer Hans-Ingo Biehl in einem Vorabbericht der "Welt am Sonntag".

Grundlage der VDR-Schätzungen sind monatliche Umfragen unter den 560 Mitgliedsunternehmen. Einzelne große Konzerne hätten bei den Dienstreisen im vergangenen Jahr dreistellige Millionenbeträge gespart, sagt Biehl zudem.

03.50 Uhr: BA fordert Reisefreiheit für Geimpfte

Der neue Chef der Fluggesellschaft British Airways, Sean Doyle, fordert internationale Reiseerleichterungen für geimpfte und ungeimpfte Personen. "Geimpfte Personen sollten ohne jede Einschränkung reisen dürfen. Und alle, die noch nicht geimpft worden sind, aber negativ getestet wurden, sollten ebenfalls fliegen dürfen",sagte Doyle.

Die Impfkampagne in Großbritannien mache ihn optimistisch, dass seine Fluggesellschaft ab dem Sommer wieder Kurz- und Langstrecken fliegen werde.

02.07 Uhr: Fehler bei Impfstoff-Bestellung eingeräumt

EU-Kommissionsvize Frans Timmermans hat Versäumnisse in Sachen Impfstrategie bei der Europäischen Union eingeräumt. "Es stimmt, dass bei der Bestellung der Impfstoffe sowohl in Brüssel als auch in den Mitgliedstaaten Fehler gemacht wurden", sagte Timmermans dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Ich bin bereit, am Ende der Pandemie eine Bilanz zu ziehen. Dann können wir ja sehen, was wir falsch und was wir richtig gemacht haben."

In der jetzigen Situation gehe es aber erst einmal darum, "dass ganz Europa Impfstoff bekommt", sagte Timmermans weiter. Ein europäisches Vorgehen sei "auch im Interesse der reicheren Staaten" wie Deutschland erfolgt, ergänzte der Stellvertreter von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit Blick auf die gemeinschaftliche Impfstoff-Bestellung durch die EU.

01.01 Uhr: Experten warnen vor Mangel an Pflegepersonal

Intensivmediziner und Pflegeexperten befürchten eine massive Verschärfung des Personalmangels auf Intensivstationen. "Die Krise der deutschen Pflege hat sich durch die Corona-Pandemie jetzt noch einmal erheblich verschärft und wird sich weiter verschärfen", sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir müssen die Flucht aus dem Pflegeberuf unbedingt stoppen." In der beginnenden dritten Welle der Pandemie hielten die Pflegenden derzeit aus Pflichtgefühl noch durch, die Frage sei aber, was danach komme, warnte Marx. Nach einer neuen Umfrage überlegten rund 32 Prozent der Pflegenden derzeit, aus dem Beruf auszusteigen.

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, ist ebenfalls alarmiert. Aufgrund der momentanen Arbeitsbedingungen spielten zahlreiche Pflegende mit dem Gedanken, aus ihrem Beruf auszusteigen, sagte Westerfellhaus den Funke-Zeitungen. "Das hätte katastrophale Folgen für unsere Gesundheitsversorgung", warnte er.

Samstag, 13. März 2021

22.15 Uhr: Fünf Millionen Franzosen haben erste Impfdosis erhalten

In Frankreich haben knapp über fünf Millionen Menschen die erste Dosis der Corona-Impfung erhalten. Das teilt das Gesundheitsministerium mit. Das entspricht 7,6 Prozent der Bevölkerung. 2,2 Millionen Menschen haben bereits zwei Impfdosen erhalten.

19.45 Uhr: Italien will bis September 80 Prozent der Einwohner geimpft haben

Italien will bis September mindestens 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft haben. Das ist das Ziel eines nationalen Impfplans, den die Regierung in Rom am Samstag bekanntgab. Dazu sollen künftig pro Tag mindestes 500.000 Dosen verabreicht werden. Damit soll in Zukunft rund drei Mal so viel pro Tag geimpft werden wie bisher (170.000).

Wegen steigender Infektionszahlen gehen zahlreiche Regionen wie die Lombardei, Venetien, Latium oder die Emilia-Romagna ab Montag wieder in einen harten Lockdown. Schulen und Kitas schließen dann genauso in den sogenannten roten Zonen wie Geschäfte. Restaurants dürfen nur Speisen zum Mitnehmen verkaufen. Die Bewegungsfreiheit wird stark eingeschränkt.

Die Impfkampagne lief bisher wie in anderen europäischen Ländern eher schleppend. Bis jetzt wurden laut Regierung 7,9 Millionen Dosen geliefert. Diese Zahl werde sich innerhalb der nächsten drei Wochen verdoppeln. Etwa 52 Millionen weitere Dosen werden bis Ende Juni erwartet, weitere 84 Millionen bis zum Herbst.

18.45 Uhr: Frankreich meldet höhere Zahl an Neuinfektionen

In Frankreich ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen innerhalb eines Tages auf 29.759 gestiegen. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums hervor, das am Freitag lediglich 25.229 neue Fälle verzeichnet hatte. Die Zahl der Menschen, die an dem Virus starben, stieg bis Samstag um 169 auf insgesamt 64.978. Die Zahl der Intensivpatienten stieg um 37 auf 4.070.

18.25 Uhr: RKI meldet 12.674 Neuinfizierte und 239 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 12.674 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit 3.117 mehr als vor genau einer Woche. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen mit 76,1 deutlich höher als am Vortag (72,4). Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 239 weitere Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9.557 Neuinfektionen und 300 neue Todesfälle verzeichnet. Bereits am Freitag hatte es einen deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche und der Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag gegeben.

Vor einer Woche, am 6. März, hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 65,6 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings und stieg dann wieder an, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

17.40 Uhr: Rund 86.000 Neuinfizierte in Brasilien

In Brasilien haben sich insgesamt 11.363.380 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In Indien sind es derzeit 11.333.728 Millionen registrierte Fälle. 275.105 Menschen sind in Brasilien mit Covid-19 gestorben. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so groß wie Deutschland.

Brasilien, das im Januar mit Impfungen begann, ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Nach der Amazonas-Metropole Manaus im Januar ist das Gesundheitssystem nun an mehreren Orten gleichzeitig zusammengebrochen oder steht vor dem Zusammenbruch, etwa auch in Städten und Regionen im Südosten und Süden, die über eine stärkere Infrastruktur verfügen.

So haben die Intensivstationen für Covid-19-Patienten laut dem Nachrichtenportal "G1" in 53 Städten des reichen Bundesstaates São Paulo 100 Prozent Auslastung erreicht. Mindestens 45 Covid-19-Patienten oder mit Verdacht auf Corona starben laut "G1", während sie auf ein Intensivbett warteten. Der Bundesstaat wird am Montag in die bisher noch nicht ausgerufene Notfallphase eintreten, in der unter anderem eine Ausgangssperre von 20 Uhr an gilt.

17.01 Uhr: Tätliche Angriffe bei Demo in Dresden

Trotz Verbots einer "Querdenken"-Demonstration in Dresden sind mehrere hundert Menschen durch die sächsische Landeshauptstadt gezogen. Ein Polizeisprecher sagte, die Menschen seien in zwei Gruppen durch Dresden gelaufen. Polizeibeamte hätten Teilnehmer wegen Verstoßes gegen die geltenden Corona-Auflagen gestoppt, dabei sei es auch zu tätlichen Angriffen und Widerstand gegen Beamte gekommen. Diese hätten Anzeige erstattet. Insgesamt sei die Lage in Dresden aber "sehr ruhig".

Laut dem Sender MDR wurden Polizeisperren durchbrochen und Polizeibeamte zu Boden gerissen. Sachsens CDU-Generalsekretär Alexander Dierks verurteilte die Gewalt. "Sogenannte Querdenker zeigen ihr wahres Gesicht: Gewaltbereite Extremisten am Werk", twitterte er. Sachsens SPD-Chef und stellvertretender Regierungschef Martin Dulig äußerte sich schockiert. "Jeder, der auf dieser verbotenen Demo mitläuft, macht sich gemein mit den verübten Straftaten. Corona wird so nicht aufgehalten, im Gegenteil! Hier wird mit unser aller Gesundheit gespielt."

Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hatte in der Nacht zum Samstag das Verbot der Querdenker-Demonstration in Dresden bestätigt. Die Stadt hatte am Dienstag ein Versammlungsverbot ausgesprochen, das Verwaltungsgericht Dresden bestätigte dies am Freitag.

16.44 Uhr: Nebenwirkungen nach Impfung in Norwegen

In Norwegen werden drei Personen im Krankenhaus wegen Blutgerinnseln behandelt, nachdem sie kürzlich mit dem Astrazeneca-Impfstoff gespritzt worden waren. Das teilen die Gesundheitsbehörden des Landes mit. Ihren Angaben zufolge handelt es sich um Beschäftigte des Gesundheitswesens, alle sind jünger als 50 Jahre. Nach Auskunft der Behörden ist unklar, ob ein Zusammenhang mit der Impfung besteht. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA werde die drei Fälle untersuchen. Norwegen hat zuletzt die Ausgabe des Impfstoffs gestoppt. Ähnliche Schritte unternahmen kurz darauf Dänemark und Island.

16.25 Uhr: Deckelung der Chefgehälter gefordert

Angesichts der hohen Verluste in der gesetzlichen Krankenversicherung fordert die Linkspartei eine Deckelung der Gehälter von Kassenvorständen. "Wenn die Kassen wegen Corona Milliardendefizite verzeichnen, braucht es auch einen Beitrag aus den Vorstandsetagen", sagt Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Gehälter der Krankenkassenchefs sind unverhältnismäßig hoch", ergänzt er. "Wir brauchen einen Gehaltsdeckel, der unter den Bezügen des Gesundheitsministers liegt."

15.50 Uhr: Auswirkungen von Lieferschwierigkeiten unklar

Nach Bekanntwerden drastischer Lieferprobleme des Corona-Impfstoffs Astrazeneca sind die Konsequenzen für Impfungen in Bayern unklar. "Wir werden die genauen Auswirkungen sorgfältig prüfen", sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums auf Anfrage. Für die kommende Woche solle sich erstmal nichts ändern: "Die Auslieferungen von Impfstoff an die Impfzentren in der kommenden Woche laufen wie geplant", betonte der Sprecher. Weitere Angaben machte er nicht.

15.09 Uhr: Polizei löst Demo in München auf

Die Polizei hat eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit mehreren Tausend Teilnehmern in der Nähe des bayerischen Landtags in München aufgelöst. "Die Demonstration wurden wegen mehrerer nicht-eingehaltener Auflagen polizeilich beendet, also aufgelöst", sagte ein Polizeisprecher. So sei nicht nur die zugelassene Teilnehmerzahl überschritten worden. Vielfach sei die Maskenpflicht ignoriert und der Mindestabstand nicht eingehalten worden.

Der Aufforderung, die Demo zu verlassen, kamen allerdings nicht alle Teilnehmer nach. "Wir sind gerade dabei, zu schauen, wie wir jetzt damit umgehen", sagte der Sprecher. Unter dem Motto "Ein Jahr Lockdown-Politik - es reicht" hatten Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen für diesen Samstag Demonstrationen vor Parlamenten überall in Deutschland angekündigt.

15.03 Uhr: Staaten fordern Gespräch über Impfstoffverteilung

Sechs EU-Länder dringen auf hochrangige Gespräche in der Europäischen Union über eine gerechtere Verteilung der Corona-Impfdosen. Das derzeitige Bestellsystem würde sonst "bis zum Sommer riesige Ungleichheiten unter Mitgliedsstaaten schaffen und vertiefen", schrieben die Regierungschefs von Österreich, Bulgarien, Lettland, Slowenien, Kroatien und Tschechien an den EU-Ratspräsidenten Charles Michel und die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte am Freitag beklagt, dass Impfdosen nicht anteilig unter den EU-Staaten aufgeteilt werden, sondern dass zusätzliche Lieferverträge durch nicht transparente Verhandlungen in einer EU-Steuerungsgruppe zustande kämen. Nach Angaben der EU-Kommission kann es zu Verschiebungen kommen, wenn nicht alle Länder gemäß ihrem Anteil bestellen. Nicht genutzte Kontingente könnten dann unter anderen Mitgliedstaaten aufgeteilt werden.

Laut Kurz haben zum Beispiel die Niederlande und Dänemark Zugang zu wesentlich mehr Impfstoff pro Kopf als Länder wie Bulgarien oder Kroatien. Die fünf Regierungschefs kritisierten, dass die derzeitige Praxis der EU-Vereinbarung über eine anteilige Verteilung widerspreche. "Wir fordern Dich daher auf, Charles, so bald wie möglich eine Diskussion unter Staats-und Regierungschefs abzuhalten", schrieben sie.

14.44 Uhr: Schnelltests bei Bundesliga-Spielen im Einsatz

Der 1. FC Union Berlin hat erstmals vor einem Spiel in der Fußball-Bundesliga Corona-Schnelltests bei Personen durchgeführt, die im Rahmen des Sonderspielbetriebes im Stadion An der Alten Försterei gelistet waren. Vor der Partie gegen den 1. FC Köln konnten sich zutrittsberechtigte Helfer, Ordner, Journalisten und anderen Personen freiwillig einem kostenfreien SARS-CoV-2-Antigen-Schnelltest unterziehen.

Dabei wurde der jeweilige Test in einer von acht Kabinen in der Wuhlebar unterhalb der Haupttribüne durchgeführt. Die Kabinen waren mit weißen Stofftüchern voneinander abgetrennt. Die Tests wurden von medizinischem Fachpersonal durchgeführt, Verzögerungen entstanden keine.

14.33 Uhr: Demo gegen Corona-Politik in Berlin

Mehrere hundert Menschen haben sich nach einem Aufruf der Bewegung "Querdenken" in Berlin zu einer Demonstration gegen die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie versammelt. Bei einer Kundgebung am frühen Nachmittag vor dem Bundesgesundheitsministerium protestierten die Teilnehmer gegen Grundrechtseinschränkungen. Einige von ihnen trugen keinen Mund-Nase-Schutz. Polizisten schätzten die Zahl der Teilnehmer auf bis zu 1.200.

Auch an anderen Orten in Berlin sollte es im Laufe des Nachmittags weitere Versammlungen geben. Ein Jahr nach dem Beginn der Pandemie in Deutschland hatte die aus Stuttgart stammende Initiative für Samstag bundesweit zu Demonstrationen aufgerufen. Bei ihren Versammlungen im zurückliegenden Jahr wurden immer wieder verschwörungstheoretische Reden laut und Rechtsextremisten mischten sich unter die Demo-Teilnehmer.

In Dresden hatte das Verwaltungsgericht noch am Freitag ein von der Stadt verhängtes Versammlungsverbot für "Querdenken"-Demonstrationen bestätigt. Von den für Samstag angemeldeten Veranstaltungen gingen "infektionsschutzrechtlich nicht mehr vertretbare Gefahren für Versammlungsteilnehmer, Polizeibeamte und Passanten aus", die auch durch versammlungsrechtliche Beschränkungen nicht auf ein vertretbares Maß reduziert werden könnten, hieß es zur Begründung. Gegen Mittag kam dennoch eine Versammlung am Kongresszentrum zusammen, die nach Angaben eines Polizeisprechers nicht verboten wurde. Dort handele es sich um "ein ähnliches Klientel", sagte der Sprecher.

14.03 Uhr: Auslagerung von Vakzin-Produktion

Die neue Chefin der Welthandelsorganisation (WTO), Ngozi Okonjo-Iweala, ruft die Impfstoffhersteller dazu auf, den Weg frei zu machen für eine Lizenzfertigung ihrer Vakzine durch andere Unternehmen. Dies sei dringend notwendig, um auch arme Länder mit Impfstoff zu versorgen, sagt sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Es wäre wunderbar, wenn Biontech und Pfizer mehr tun könnten", ergänzt sie laut Vorabbericht. "Es gibt rund 60 Länder auf der Welt, die Impfstoff haben und mehr als 130 Staaten ohne eine einzige Dosis. Das ist nicht akzeptabel, denn es sterben deshalb Menschen."

Okonjo-Iweala fordert ferner die Abschaffung von Exportbeschränkungen für Medizingüter wie sie auch in der EU verhängt worden sind. "Die WTO ermutigt ihre Mitgliedstaaten, diese Restriktionen abzubauen und uns einen Zeitplan für ihre Abschaffung zu nennen."

13.17 Uhr: Frankreich verlegt Patienten

Die französische Regierung hofft darauf, bis Mitte April mehr als zehn Millionen Menschen im Land gegen das Coronavirus geimpft zu haben. "Wir haben uns das Ziel von zehn Millionen Impfungen bis 15. April gesetzt und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir es übertreffen", sagte Regierungschef Jean Castex.

"Wir werden im April eine große Herausforderung zu stemmen haben, weil wir sehr viele Vakzine haben werden", sagte Castex. "Einigen Kummer" bereiteten jedoch die Hersteller wegen der Verzögerungen bei den Impfstofflieferungen, kritisierte er. Landesweit haben bislang rund 4,5 Millionen Menschen eine Corona-Impfung erhalten.

Frankreich hatte am Freitag die Marke von 90.000 Todesopfern überschritten. Mehr als 4.000 Corona-Patienten liegen landesweit auf Intensivstationen - so viele wie seit Ende November nicht mehr. Wegen der angespannten Lage in den Krankenhäusern der Hauptstadtregion um Paris begannen die Behörden am Samstag mit der Verlegung von Covid-19-Patienten in andere Regionen. Drei Patienten würden in Kliniken in Westfrankreich gebracht, sagte ein Sprecher der Rettungsdienste im Département Seine-Saint-Denis. Die Gesundheitsbehörden bereiten sich darauf vor, Dutzende oder sogar hunderte Patienten aus dem Großraum Paris in andere Regionen zu verlegen.

13.01 Uhr: Hohe Inzidenzzahlen nach Ostern erwartet

In der Corona-Krise erwartet das Robert-Koch-Institut (RKI) einen neuen Ausbreitungsschub des Virus in den kommenden Wochen. So rechnen die RKI-Experten damit, dass die Zahl der neuen Positiv-Tests an Ostern wieder über 30.000 liegen könnte. "Die Extrapolation der Trends zeigt, dass mit Fallzahlen über dem Niveau von Weihnachten ab KW 14 zu rechnen ist", heißt es im aktuellen Lagebericht des Instituts. Die 14. Kalenderwoche ist die Woche nach Ostern. Am 24. Dezember hatte das RKI 32.195 neue Positiv-Tests bekanntgegeben.

Das Institut beobachtet insbesondere eine starke Ausbreitung der zuerst in Großbritannien festgestellten Virus-Variante B117, die als ansteckender gilt und nach RKI-Angaben "vermutlich etwas schwerere Krankheitsverläufe verursacht als andere Varianten". Allerdings fügen die Fachleute hinzu: "Hinweise auf eine substanziell verringerte Wirksamkeit der zugelassenen Impfstoffe gegen die Variante B.1.1.7 gibt es bislang nicht."

In dem Bericht heißt es weiter: "Die so ermittelten wöchentlichen Fallzahlen von B.1.1.7 zeigen eine sehr gleichmäßige Wachstumsrate und haben sich in der Zeit von KW 02 bis KW 09 etwa alle 12 Tage verdoppelt.

12.44 Uhr: Niederlande nutzen Spielraum maximal aus

Die Niederlande haben Vorwürfe Österreichs zurückgewiesen, sich außerhalb der EU-Vereinbarungen extra Impfdosen zu beschaffen. Das Land erhalte Impfstoffe über den Mechanismus in der EU, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. "Wir halten uns an die Absprachen."

Die Niederlande nutzten aber den Spielraum "maximal" aus. Kontingente könnten freikommen, weil ein Land verzichte, sagte der Sprecher. Dann könnten andere Länder diese übernehmen. Das hätten die Niederlande getan.

Die Niederlande, die als letztes Land der EU die Impfkampagne begonnen hatten, holen inzwischen auf. Zur Zeit haben etwa 1,4 Millionen Bürger zumindest eine Dosis erhalten. Mehr als 400.000 hätten bereits zweimal eine Spritze bekommen. Das sind etwa 2,5 Prozent der Bevölkerung.

12.26 Uhr: Rund 1.800 Tote binnen 24 Stunden in den USA

In den USA sind den Behörden für den Freitag 1.798 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet worden. Zudem wurden für denselben Zeitraum 61.204 Neuinfektionen registriert, wie aus der Internetseite der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Samstagvormittag (MEZ) hervorging.

Der bisherige Tageshöchstwert an Todesfällen seit Beginn der Pandemie war in den USA am 12. Januar mit 4.465 Toten erreicht worden. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden markierte am 2. Januar mit 300.416 ihren bisher höchsten Wert.

Beim Impfen geht es dort schnell voran: Knapp drei Monate nach Beginn einer beispiellosen Impfkampagne gegen Covid-19 sind bis einschließlich Freitag mehr als 101 Millionen Dosen von einem der drei zugelassenen Impfstoffe gespritzt worden, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht.

12.19 Uhr: China will bis 2022 Herdenimmunität erreichen

China will bis Ende diesen oder Mitte nächsten Jahres 70 bis 80 Prozent seiner Bevölkerung gegen das Coronavirus impfen und so die sogenannte Herdenimmunität erreichen. Der Leiter des Zentrums für Krankheitskontrolle, Gao Fu, sagte im staatlichen Fernsehsender CGTN, für die Impfung von 900 Millionen bis einer Milliarde Menschen stünden derzeit vier Vakzine zur Verfügung. "Wir hoffen, dass China beim Erreichen der Herdenimmunität führend in der Welt sein kann", sagte er.

Bis Ende Februar wurden in China 52,5 Millionen Menschen geimpft. Die Impfkampagne lief bisher langsamer als in mehreren anderen Ländern wie den USA. China hat bisher schätzungsweise zehnmal mehr Impfstoffe ins Ausland geliefert, als im eigenen Land angewendet.

In China sind bisher vier im eigenen Land entwickelte Vakzine zugelassen, darunter zwei der staatlichen Unternehmen Sinopharm und Sinovac. 17 Impfstoffe sind derzeit Kandidaten für die klinische Erprobung.

12.04 Uhr: SPD fordert eidesstattliche Versicherung von Union

Die Landtags-SPD fordert im Maskenskandal eidesstattliche Versicherungen von Unions- und Freie-Wähler-Abgeordneten. "Wenn es Union und Freie Wähler mit Aufklärung und Transparenz wirklich ernst meinen, dann müssen sie jetzt Nägel mit Köpfen machen. Das heißt konkret: eidesstaatliche Versicherungen, die bei Notariaten hinterlegt werden", sagte der Fraktionsvorsitzende Horst Arnold in München.

Dabei müsse auch berücksichtigt werden, ob Abgeordnete durch gesellschaftliche Beteiligungen Vermögensvorteile erzielt hätten, nicht nur in Bezug auf die Beschaffung von Masken, sondern auch im Rahmen des gesamten Pandemiemanagements und der entsprechenden staatlichen Ankäufe.

11.52 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern deutlich höher als bundesweit

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt in Bayern deutlich über dem Bundesschnitt. Das Robert Koch-Institut gab die Sieben-Tage-Inzidenz für den Freistaat mit 82,0 im Landesdurchschnitt an. Damit liegt Bayern deutlich über der bundesweiten Inzidenz von 76,1. Nur in Thüringen (152,1), Sachsen (100,5) und Sachsen-Anhalt (96,0) lag sie höher als in Bayern.

Vor knapp einem Monat lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern noch bei knapp über 50. Insgesamt wurden nun binnen 24 Stunden 1.968 Neuinfektionen in Bayern gezählt, 28 registrierte Todesfälle kamen hinzu.

Die höchste Inzidenz zeigt die Stadt Hof mit 318,6. Über der 200er Grenze lagen auch der Landkreis Kulmbach mit 248,7 und der Landkreis Wunsiedel mit 246,4. ur noch fünf Kreise und kreisfreie Städte lagen unter der Marke von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen: Spitzenreiter ist der Landkreis Kitzingen mit einer Inzidenz von 8,8, gefolgt von den Landkreisen Eichstätt (16,2), Weißenburg-Gunzenhausen (30,6), Günzburg (33,9) und Landsberg am Lech (34,9).

11.14 Uhr: Probleme bei Nachschub von Astrazeneca-Impfstoff

Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astrazeneca hat erneute Kürzungen bei den geplanten Corona-Impfstofflieferungen in die EU mit Produktionsproblemen und Exportbeschränkungen begründet. Das Unternehmen zeigte sich "enttäuscht", die geplanten Impfstofflieferungen in die EU erneut kürzen zu müssen. Astrazeneca arbeite "unermüdlich" an einer Beschleunigung der Lieferungen. Bis Mitte des Jahres sollen demnach nur hundert Millionen Impfstoffdosen an die EU ausgeliefert werden.

Wegen Produktionsschwierigkeiten an Standorten in der EU hatte Astrazeneca angekündigt, Corona-Impfstoffe aus Produktionsstandorten außerhalb der EU in die EU-Staaten zu exportieren. Aufgrund von Exportbeschränkungen würden die Lieferungen im ersten Quartal nun aber reduziert, hieß es in der Erklärung. "Wahrscheinlich" seien auch die geplanten Lieferungen für das zweite Quartal betroffen.

"Trotz der Herausforderungen" plane das Unternehmen, in der ersten Jahreshälfte hundert Millionen Impfstoffdosen an die EU auszuliefern, darunter 30 Millionen während des ersten Quartals bis Ende März. Die EU hat bei Astrazeneca bis zu 400 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs bestellt.

11.05 Uhr: Einstiegsgehalt von 4.000 Euro gefordert

Der Präsident des Deutschen Pflegerates, Franz Wagner, fordert ein Einstiegsgehalt von 4.000 Euro für Pflegende. Das wäre eine angemessene Entlohnung, sagte er im Interview mit der Passauer Neuen Presse. Damit wäre der Pflegeberuf konkurrenzfähig mit anderen Berufsgruppen, so Wagner, der auch Geschäftsführer des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe ist. Der Mindestlohn, der in einem kürzlich gescheiterten Flächentarifvertrag vorgesehen war, hätte unter der Forderung gelegen. Die Rahmenbedingungen müsse die Politik so setzen, dass der Beruf wieder attraktiver werde, erklärte Wagner. "Dann können wir Pflegende auch motivieren, ihre Teilzeitstellen aufzustocken oder in den Beruf zurückzukehren".

Alleine in der Langzeitpflege fehlten heute schon mehr als 100.000 Pflegende. Das Finanzielle sei aber nicht alleine ausschlaggebend, so Wagner weiter. Pflegekräfte wünschten sich auch mehr Personal in Kliniken und Heimen, um der hohen Belastung entgegenzuwirken.

10.56 Uhr: Thüringen stoppt Impfungvergabe

Wegen drastischer Lieferprobleme des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca stoppt Thüringen vorerst die Terminvergabe für Impfungen und verschiebt den Start von Impfungen bei Hausärzten. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bezeichnete die angekündigte Lieferkürzung als "absolut inakzeptabel", wie Werners Ministerium mitteilte. Der Hersteller Astrazeneca hatte am Freitag angekündigt, statt der zuletzt anvisierten 220 Millionen Dosen sollen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten zu liefern. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen.

Nach Thüringen sollten kommende und die darauffolgende Woche 31.200 Astrazeneca-Impfdosen geliefert werden. Laut Gesundheitsministerium werden es nun nur noch 9.600 sein.

Werner kritisierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der die Länder im Februar aufgefordert habe, keine Astrazeneca-Impfstoffdosen zurückzuhalten, weil die Liefermengen sicher seien.

10.23 Uhr: VdK fordert Arbeitslosenversicherung für alle

Der Sozialverband VdK sieht nach einem Jahr Corona-Pandemie Geringverdiener, Minijobber und Solo-Selbständige besonders hart getroffen und fordert die Öffnung der Arbeitslosenversicherung für alle. "Für den VdK ist das Kurzarbeitergeld ein Beispiel dafür, wie wichtig ein guter Sozialstaat in der Krise ist", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie ergänzte aber: "Vielen Geringverdienerinnen und Geringverdienern fehlt ein finanzielles Polster, weil sie schon vorher jeden Cent umdrehen mussten". Nach vielen Monaten mit nur 87 Prozent des Einkommens müssten sie noch mehr rechnen als sonst. Und dann gebe es noch jene, die keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld hätten, so Bentele weiter: "Das sind Minijobber, Solo-Selbstständige und alle, die schwarz arbeiten. Sie sind nicht in der Arbeitslosenversicherung versichert. Die fallen durchs Raster". Deshalb fordere der VdK, die Arbeitslosenversicherung für alle zu öffnen.

10.17 Uhr: Mehr als 10.000 Verfahren wegen Corona-Verstößen

Die Corona-Krise hat zu einer Klagewelle vor deutschen Gerichten geführt: Die Verfassungs- und Verwaltungsgerichte hierzulande überprüften in mehr als 10.000 Verfahren die Corona-Anordnungen von Bund, Ländern und Gemeinden, wie laut "Spiegel" eine Umfrage des Deutschen Richterbundes ergab. Dazu gehörten demnach Klagen von Bürgern gegen Kontaktverbote und geschlossene Schulen, Testpflichten und Quarantäneauflagen; auch Besitzer von Kinos, Restaurants, Hotels, Fitnessstudios und Spielhallen wehrten sich gegen die Corona-Bestimmungen.

Rechtsexperten warnten, dass sich wegen coronabedingter Terminverschiebungen ein Berg von Verfahren bei den Gerichten auftürme. "Der Rechtsstaat ist an manchen Stellen gefährdet", sagte der Berliner Oberstaatsanwalt Ralph Knispel dem "Spiegel". Die Pandemie zeige schonungslos die Defizite in der Justiz auf. Viele Termine würden ausgesetzt, nur die dringenden Fälle bearbeitet.

Nach dem Ende der Corona-Krise "wird eine Welle von nicht bearbeiteten Verfahren über uns hereinschwappen", sagte Knispel dem Magazin. Wenn es kein zusätzliches Personal gebe, drohe eine kritische Lage.

09:55 Uhr: Fünf Länder fordern EU-Gespräche zur Impfstoff-Verteilung

Fünf EU-Länder dringen darauf, dass auf EU-Ebene über eine gerechtere Verteilung von Corona-Impfdosen diskutiert wird. Das derzeitige Bestellsystem würde sonst "bis zum Sommer riesige Ungleichheiten unter Mitgliedsstaaten schaffen und vertiefen", heißt es in einem Schreiben, das die Regierungschefs von Österreich, Bulgarien, Lettland, Slowenien und Tschechien an den EU-Ratspräsidenten Charles Michel und die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gerichtet haben.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte am Freitag beklagt, dass Impfdosen unter den EU-Staaten nicht anteilig aufgeteilt werden, sondern dass intransparente Verhandlungen zu zusätzlichen Lieferverträgen führten.

09:40 Uhr: Bayern meldet neuen "Impf-Rekord"

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) meldet einen neuen Höchststand bei den Corona-Impfungen im Freistaat. Am Donnerstag seien knapp 47.000 Menschen geimpft worden, so viele wie noch nie zuvor an einem Tag: "Wir haben einen neuen Impfrekord", so Klaus Holetschek.

Insgesamt wurden in Bayern bislang gut 1.504.000 Menschen gegen Corona immunisiert. Im Verhältnis zur Bevölkerung liege der Freistaat damit im Länder-Vergleich auf Platz drei, heißt es aus dem Gesundheitsministerium.

07:10 Uhr: IOC-Chef bittet um Verständnis für Vorsicht in Tokio

Noch ist nicht klar, ob ausländische Zuschauer bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio dabei sein dürfen. Der Chef des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, wirbt deshalb jetzt schon um Verständnis, sollte das wegen Corona nicht möglich sein: "Wir müssen die Sicherheit voranstellen. Wir müssen auf Dinge verzichten, die wir gern machen würden", so Bach.

Es sei schon länger klar, dass die Corona-Pandemie "von uns allen Opfer verlangen" werde, sagte der 67-Jährige. Dies gelte auch für Angehörige ausländischer Athleten und Athletinnen, die womöglich nicht nach Japan reisen dürften. Die japanischen Organisatoren wollen in der Frage bis Ende März entscheiden.

06:55 Uhr: Handelsverband hofft auf Ende der Grenzkontrollen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat ein Ende der Kontrollen an den Grenzen zu Österreich, Tschechien und der Slowakei gefordert. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte der "Heilbronner Stimme", das "einseitige Herunterlassen von Schlagbäumen ist zu keiner Zeit ein gutes Signal". In Corona-Zeiten aber sei es vollkommen kontraproduktiv.

"Wir müssen das Virus grenzüberschreitend bekämpfen. Ein Rückfall in Nationalismen und in die Engstirnigkeit der eigenen Grenzen hilft nichts", so Genth. Ob die Kontrollen zu den sogenannten Virus-Mutations-Gebieten fortgesetzt werden, entscheidet sich am kommdenden Mittwoch.

05:30 Uhr: Lindner fordert Impfgarantie für alle bis Sommer

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner macht Druck auf die Bundesregierung, was das Tempo beim Impfen angeht: Die Bürger müssten garantiert bekommen, dass sie bis zu den Sommerferien eine Erstimpfung erhalten können. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Lindner, beim Impfgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der Länder am kommenden Mittwoch müsse es "handfeste Ergebnisse" dazu geben.

05:20 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 76,1

Die Corona-Zahlen steigen weiter, und damit auch die Sieben-Tage-Inzidenz. Laut dem Robert Koch-Institut haben die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 12.674 neue Fälle gemeldet - das sind 3.117 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist von 72,4 auf 76,1 gestiegen. Außerdem gibt es 239 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Corona.

04:00 Uhr: Politiker warnen vor schlimmen Folgen einer dritten Welle

Die Gesundheitsexperten Karl Lauterbach (SPD) und Stefan Pilsinger (CSU) warnen vor einem deutlichen Anstieg an Infizierten in einer dritten Corona-Welle. Der Augsburger Allgemeinen sagte Lauterbach, Lockerungen setzten stabile oder sinkende Fallzahlen voraus. Die seien aber auf absehbare Zeit nicht zu erreichen. Außerdem drohten durch die Virusvariante aus Großbritannien vielfach schwerere Krankheitsverläufe.

Auch Stefan Pilsinger sieht die angekündigten Lockerungen mit Besorgnis: "Schon die bisherigen Lockdown-Maßnahmen waren zur Eindämmung der gefährlicheren britischen Covid-19-Mutante nicht ausreichend."

01:03 Uhr: Deutschland will sich ab nächstem Jahr selbst mit Impfstoff versorgen

Die Bundesregierung strebt an, dass Deutschland ab 2022 seine benötigten Corona-Impfstoffe selbst produziert. Der Impfstoffbeauftragte der Regierung, Christoph Krupp (SPD) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, dafür werde eine Taskforce aufgebaut. Bis Mai solle sie ein entsprechendes Konzept erarbeiten. Es gehe darum, die Produktion von Impfstoffen in Deutschland auszubauen und langfristig zu sichern, so Krupp.

Im Vordergrund stehen nach seinen Worten neuartige Technologien, wie beispielsweise mRNA-Impfstoffe. Dabei baue man besonders auf die deutschen Hersteller Biontech und Curevac. "Aber auch Johnson & Johnson und Astrazeneca wollen in Deutschland produzieren", so der Impfstoffbeauftragte.

00:00 Uhr: VdK fordert Arbeitslosenversicherung für alle

Der Sozialverband VdK sieht nach einem Jahr Corona-Pandemie Geringverdiener, Minijobber und Solo-Selbständige besonders hart getroffen und fordert die Öffnung der Arbeitslosenversicherung für alle. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, das Kurzarbeitergeld sei ein Beispiel dafür, wie wichtig ein guter Sozialstaat in der Krise sei.

Aber: "Vielen Geringverdienerinnen und Geringverdienern fehlt ein finanzielles Polster, weil sie schon vorher jeden Cent umdrehen mussten." Außerdem gebe es noch jene, die keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld hätten, so Bentele weiter: "Das sind Minijobber, Solo-Selbstständige und alle, die schwarz arbeiten. Sie sind nicht in der Arbeitslosenversicherung versichert. Die fallen durchs Raster."

Freitag, 12. März 2021

23:50 Uhr: Weltweit fast 119 Millionen Infizierte und über 2,7 Millionen Tote

Weltweit haben sich über 118,80 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind mehr als 2,76 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 29,32 Millionen Infektionen und 531.275 Toten.

23.15 Uhr: Erneut mehr als 2.000 Corona-Tote in Brasilien an einem Tag

In Brasilien sind den dritten Tag in Folge mehr als 2.000 Menschen an Corona gestorben. Das Gesundheitsministerium meldete 2.216 Tote innerhalb von 24 Stunden und 85.663 Neuinfektionen. Insgesamt haben sich in dem südamerikanischen Land mehr als elf Million2en Menschen mit Corona infiziert. Gesundheitseinrichtungen in Brasilien warnen davor, dass die Krankenhäuser an ihre Grenzen geraten. Brasilien verzeichnet mittlerweile 275.105 Corona-Tote. Nur in den USA starben noch mehr Menschen an oder mit dem Virus.

22.30 Uhr: Mehr als 100 Millionen Impfdosen in den USA verabreicht

Knapp drei Monate nach Beginn einer beispiellosen Impfkampagne gegen Covid-19 ist in den USA die Marke von 100 Millionen verabreichten Impfdosen überschritten worden. Bis einschließlich Freitag wurden in den Vereinigten Staaten mehr als 101 Millionen Dosen eines der drei zugelassenen Impfstoffe gespritzt, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Demnach hat in dem Land mit etwa 330 Millionen Einwohnern mehr als jeder vierte Erwachsene mindestens eine erste Dosis verabreicht bekommen. 13,5 Prozent sind vollständig geimpft. Bei der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe im Alter von mehr als 65 Jahren lagen diese Werte bei 61,1 Prozent beziehungsweise 32,4 Prozent. Im Sieben-Tage-Schnitt wurden nach jüngsten CDC-Angaben mehr als zwei Millionen Dosen pro Tag gespritzt. Ausgeliefert wurden demnach mehr als 133 Millionen Dosen. Präsident Joe Biden hatte am Donnerstagabend in einer Fernsehansprache angekündigt, dass er die Impfstoffe bis 1. Mai für alle Erwachsenen in den USA freigeben lassen will.

21.50 Uhr: Malta weist Vorwürfe heimlicher Impfstoff-Beschaffung zurück

Malta hat Vorwürfe zurückgewiesen, sich über die Vereinbarungen innerhalb der Europäischen Union hinaus heimlich mit Extra-Impfdosen gegen das Coronavirus versorgt zu haben. Gesundheitsminister Chris Fearne erklärte am Freitag in der Hauptstadt Valletta, die Impfstoffe seien über den Mechanismus beschafft worden, dem alle EU-Mitgliedstaaten und auch die EU-Kommission zugestimmt hätten. Damit reagierte das Land auf Anschuldigungen von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Aus Wien hatte es zuvor geheißen, Recherchen des Kanzleramts hätten ergeben, dass möglicherweise Nebenabsprachen zwischen Pharmafirmen und einzelnen Mitgliedsstaaten existierten. Kurz nannte in diesem Zusammenhang auch die Niederlande. Malta kommt in der Impfkampagne schneller als andere EU-Länder voran. Von den etwa 500 000 Bewohnern der Mittelmeer-Insel erhielten fast 20 Prozent bis Freitag mindestens eine Impfung.

21.30 Uhr: Frankreich überschreitet Marke von 90.000 Corona-Toten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie hat Frankreich am Freitag die Marke von 90.000 Todesopfern überschritten. Insgesamt starben nach Angaben der Gesundheitsbehörden 90.146 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Derweil rüstet sich Frankreich für die dritte Welle der Pandemie: Mehr als 4.000 Corona-Patienten liegen landesweit auf Intensivstationen - so viele wie seit Ende November nicht mehr. Die französische Regierung bereitet sich darauf vor, in den kommenden Tagen Dutzende oder sogar hunderte Patienten aus dem Großraum Paris in andere Regionen zu verlegen. Die Lage in den Krankenhäusern in der Region Paris sei "extrem angespannt" und man müsse "jederzeit bereit sein, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen", sagte Regierungschef Jean Castex am Freitag. Die Zahl der neuen Infektionsfälle stieg am Freitag auf 25.229 an - vor einer Woche waren es 23.507. Landesweit haben bislang rund 4,5 Millionen Menschen eine Corona-Impfung erhalten.

21.20 Uhr: Millionen Italiener von Montag an im Lockdown

Für mehr als die Hälfte der italienischen Regionen und auch die Hauptstadt Rom soll von Montag an wegen der sich verschlechternden Corona-Lage ein Lockdown gelten. Dies teilte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi am Freitagabend in Rom mit. Betroffen sind unter anderem auch die Emilia-Romagna, die Lombardei und das Piemont. Sie gehören dann zur sogenannten Roten Zone mit den strengsten Corona-Regeln. Rot sind bereits Kampanien und die Basilikata.

In Regionen dieser Zone dürfen Bars und Restaurants nur noch Bestellungen zum Mitnehmen verkaufen. Die Bewegungsfreiheit innerhalb der Region ist eingeschränkt. Schulen bleiben vorerst zu und die Kinder müssen auf den Unterricht via Internet ausweichen. Das Haus sollen die Menschen nur noch für notwendige Erledigungen verlassen, wobei Ausnahmen für die Arbeit oder in Notfällen gelten. Besuche sind nur einmal am Tag maximal zu zwei bei einem Haushalt erlaubt.

20.55 Uhr: Astrazeneca kürzt Impfstoff-Nachschub für EU erneut drastisch

Der Hersteller Astrazeneca hat am Freitag erneut drastische Lieferkürzungen angekündigt. Statt der zuletzt anvisierten 220 Millionen Dosen sollen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten gehen. Der deutsche Anteil daran liegt rechnerisch bei etwa 19 Millionen. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen, ohne Details zu nennen.

20.45 Uhr: AstraZeneca beantragt demnächst Notfallzulassung in USA

AstraZeneca will Insidern zufolge Ende März oder Anfang April eine Notfall-Zulassung seines Corona-Impfstoffs in den USA beantragen. Anders als in der Europäischen Union und in mehreren anderen Ländern hat das Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns in den USA noch kein grünes Licht von den Behörden.

20.35 Uhr: Deutsche und Schweizer Corona-Warn-App verknüpft

Die deutsche Corona-Warn-App wird mit der Schweizer SwissCovid App verknüpft. Der Schweizer Botschafter in Deutschland, Paul Seger, sprach am Freitag in Berlin von einem "wirkungsvollen Beitrag, um die Gesundheit der Grenzgängerinnen und Grenzgänger und der Bevölkerung beidseits des Rheins und des Bodensees zu schützen". Die App-Nutzer werden fortan auch informiert, wenn sie mit einem Nutzer der anderen App in Kontakt waren, der später positiv getestet wurde. Nach der Vereinbarung mit dem Robert-Koch-Institut dauere die technische Umsetzung zwar "noch ein paar Tage. Aber voraussichtlich ab Ostern sollten dann beide Apps miteinander verknüpft sein», sagte der Botschafter. Im Moment müssen Grenzgänger noch beide Apps auf ihrem Mobiltelefon installiert haben und je nach Aufenthaltsort die eine oder die andere App aktivieren. Die gleichzeitige Aktivierung beider Apps ist technisch nicht möglich.

20.20 Uhr: Kurz sieht gerechte Impfstoff-Verteilung in der EU gefährdet

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sieht die angestrebte gerechte Verteilung von Corona-Impfstoff innerhalb der EU in Gefahr. Recherchen des Kanzleramts hätten ergeben, dass möglicherweise Nebenabsprachen zwischen Pharmafirmen und einzelnen Mitgliedsstaaten existierten. Diese Zusatzvereinbarungen unterliefen das gemeinsame EU-Ziel einer pro Kopf berechneten Zuteilung, sagte Kurz am Freitag in Wien. Von der EU-Kommission hieß es dazu, die Verteilung laufe zunächst nach Bevölkerungszahlen. Dies könne sich aber verschieben, wenn nicht alle Länder gemäß ihrem Anteil bestellen. Nicht genutzte Kontingente könnten unter anderen Mitgliedstaaten aufgeteilt werden. Kurz kündigte an, sich selbst mit dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca impfen zu lassen. "Nachdem es viele Menschen gibt, die sich Sorgen machen, werde ich mich auch mit Astrazeneca impfen lassen, um zu zeigen, dass ich Vertrauen in den Impfstoff habe."

20.10 Uhr: Lettland verhängt Homeoffice-Pflicht

In Lettland soll das Arbeiten zuhause wegen der Ausbreitung des Corona-Virus kommende Woche weitgehend zur Pflicht werden. Die Regierung des EU-Landes beschloss am Freitag in Riga eine Homeoffice-Pflicht für Beschäftigte der öffentlichen Verwaltung, staatlicher und kommunaler Unternehmen sowie des privaten Sektors. Sie dürfen von Dienstag an nicht mehr im Büro arbeiten. Ausnahmen gelten für produzierende Unternehmen und für Tätigkeiten, die nur am Arbeitsplatz ausgeführt werden können. Mit der Regelung soll die Gefahr reduziert werden, dass sich Beschäftigte im Büro oder auf dem Weg dorthin anstecken. Parallel dazu wurden strengere Bestimmungen für den öffentlichen Nahverkehr verfügt. An Schulen soll hingegen künftig unter bestimmten Umständen auch Unterricht im Freien erlaubt sein.

19.50 Uhr: Rom und Mailand werden zur "roten Zone"

Das italienische Gesundheitsministerium stuft angesichts steigender Infektionszahlen eine ganze Reihe weiterer Regionen und Gebiete als "rot" ein, darunter die Hauptstadt Rom und die Finanzmetropole Mailand. Dort gelten deshalb ab Montag verschärfte Corona-Einschränkungen.

19.40 Uhr: Spanien - Corona-Direktzahlungen sollen vor allem dem Tourismus zugute kommen

Die spanische Regierung hat am Freitag einen Corona-Hilfsfonds im Umfang von elf Milliarden Euro aufgelegt, die in erster Linie dem Tourismus-Sektor zugute kommen sollen und nicht zurückerstattet werden müssen. "Es geht darum, möglichen Problemen der Zahlungsfähigkeit der Unternehmen zuvorzukommen", sagte Wirtschaftsministerin Nadia Calviño bei der Vorstellung des Plans. Seit dem Beginn der Corona-Krise hatte Spaniens von dem sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez geführte Regierung vorzugsweise auf staatlich garantierte Kredite und Hilfszahlungen für Teilzeitarbeit gesetzt. Zuletzt machten die Interessenorganisationen aus Tourismus und Hotelgewerbe zunehmend Druck auf die Regierung. Sie verwiesen darauf, dass bereits tausende Betriebe hätten schließen müssen und forderten sie Direkthilfen, um ihre Fixkosten finanzieren zu können.

19.25 Uhr: USA wollen mit Verbündeten Impfstoff-Produktion in Indien ausbauen

Die USA, Japan, Australien und Indien wollen die Produktionskapazitäten für Corona-Impfstoffe in Indien ausbauen. Ziel der Vier-Länder-Gruppe sei es, bis Ende 2022 bis zu eine Milliarde Impfdosen unter anderem an Länder des Indopazifiks zu liefern, sagte US-Sicherheitsberater Jake Sullivan nach einem Online-Gipfel am Freitag. Das Weiße Haus erklärte, man wolle sicherstellen, dass die Impfdosen durch multilaterale Initiativen wie Covax bereitgestellt werden und einkommensschwächeren Ländern zugute kommen. Das Online-Treffen war der erste multilaterale Gipfel, den US-Präsident Joe Biden veranstaltete. Die neue US-Regierung will internationale Allianzen erneuern und stärken. Die Vier-Länder-Gruppe - auch Quad genannt - entstand nach dem durch ein Erdbeben im Indischen Ozean ausgelösten Tsunami 2004. Erstmals kam sie nun auf Ebene der Staats- und Regierungschefs zusammen. Bis zum Ende des Jahres soll es ein weiteres Gipfeltreffen geben, dann als persönliche Begegnung.

19.10 Uhr: Alle Unionsabgeordneten unterzeichnen Ehrenerklärung

Zum Ablauf der von der Unionsfraktionsführung gesetzten Frist am Freitagabend haben alle Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion die geforderte Ehrenerklärung unterzeichnet. "Alle CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten haben diese Erklärung unterschrieben und damit klargestellt, dass sie in der Corona-Pandemie mit aller Kraft gearbeitet haben, die Krise zu bewältigen, Bürgern zu helfen und Unternehmen zu unterstützen, ohne einen persönlichen Vorteil daraus zu ziehen", schrieben Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in einem Brief an die Abgeordneten, der AFP vorliegt. Brinkhaus und Dobrindt kündigten in dem Schreiben an die Abgeordneten zudem an, einen strengeren Verhaltenskodex für Fraktionsmitglieder umzusetzen. Auf gesetzgeberischer Ebene sollten die Transparenzvorschriften im Abgeordnetengesetz verschärft werden.

18.50 Uhr: Mehr als vier Millionen Infektionen in Frankeich

In Frankreich haben sich insgesamt mehr als vier Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das Gesundheitsministerium meldet eine Zunahme bei den Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden um 25.229 auf insgesamt 4,01 Millionen. Damit landet das Land weltweit auf dem sechsten Platz hinter Großbritannien mit 4,24 Millionen Infektionen. Zudem laufen Frankreichs Intensivstationen langsam wieder voll. Die Zahl der Menschen auf den Intensivstationen in den vergangenen 24 Stunden sei um 41 auf 4.033 gestiegen. Das ist der höchste Stand seit dem 26. November 2020.

18.20 Uhr: Draghi will zur Konjunkturunterstützung Defizit weiter erhöhen

Italiens neuer Ministerpräsident Mario Draghi will die unter der Corona-Pandemie leidende Konjunktur mit zusätzlichen staatlichen Mitteln ankurbeln. Er werde dem Parlament vorschlagen, das Staatsdefizit weiter zu erhöhen, und im April darum bitten, grünes Licht für zusätzliche Ausgaben zu erhalten, sagt Draghi beim Besuch eines Impfzentrums.

18.00 Uhr: Astrazeneca für Ältere - Stiko legt Impfempfehlung vor

Astrazeneca auch für Menschen ab 65: Gut eine Woche nach der entsprechenden Ankündigung hat die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Corona-Impfempfehlung aktualisiert. Das Dokument samt wissenschaftlicher Begründung ist am Nachmittag auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) veröffentlicht worden. Nach sorgfältiger Prüfung neuer Daten empfehle die Stiko seit 12. März das Astrazeneca-Präparat für Menschen ab 18 Jahren ohne obere Altersgrenze, heißt es darin.

Zwischen der Gabe der zwei Impfdosen soll nach dem Rat des Gremiums ein verlängerter Abstand von 12 Wochen liegen, "da dadurch die beste Schutzwirkung zu erzielen ist". Die Impfung habe in der Altersgruppe ab 65 eine "gute Effektivität", um eine Covid-19-Erkrankung und eine damit verbundene Krankenhausbehandlung zu verhindern, schreibt die Kommission. Die ursprüngliche Stiko-Empfehlung, den Astrazeneca-Impfstoff nur Menschen zwischen 18 und 64 Jahren zu verabreichen, hatte das Gremium mit fehlenden Studiendaten zur Wirkung bei Älteren begründet.

Immungesunden Menschen, die eine Corona-Infektion durchgemacht haben, wird eine einmalige Impfung frühestens ein halbes Jahr danach empfohlen. Für einen solchen Boost der Immunantwort können laut dem Papier alle zugelassenen Corona-Impfstoffe verwendet werden.

17.40 Uhr: Dresdner Gericht bestätigt Demonstrationsverbot für "Querdenken"

Das Verwaltungsgericht in Dresden hat das von der Stadtverwaltung für Samstag verhängte Verbot der "Querdenken"-Demonstration bestätigt. Dem Veranstalter sei dargelegt worden, dass nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung Versammlungen mit höchstens 1.000 Teilnehmern stattfinden dürften, teilte das Verwaltungsgericht mit. Eine Ausnahme davon könne mit Blick auf das vorgelegte unzureichende Hygienekonzept nicht gewährt werden.

Die Landeshauptstadt Dresden hatte die von der Initiative "Querdenken 351" für Samstag angemeldeten Versammlungen mit Verweis auf das hohe Infektionsrisiko untersagt. Der Anmelder habe sich aktuell und in der Vergangenheit wenig kooperativ gezeigt.

17.25 Uhr: WHO erteilt Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson Notfallzulassung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson eine Notfallzulassung erteilt. "Jedes neue, sichere und wirksame Instrument gegen Covid-19 ist ein weiterer Schritt hin zur Kontrolle über die Pandemie", erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus anlässlich der Zulassung.

In der EU war das Corona-Vakzin von Johnson & Johnson bereits gestern zugelassen worden. Die EU-Kommission erteilte dem Präparat nach einer entsprechenden Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) die bedingte Marktzulassung. Das Vakzin von Johnson & Johnson hat eine Wirksamkeit von rund 85 Prozent gegen schwere Covid-19-Erkrankungen. Ein wichtiger Vorteil des Vektorviren-Impfstoffs ist, dass nur eine Dosis erforderlich ist. Außerdem ist er bei normalen Kühlschranktemperaturen lagerbar.

16.45 Uhr: Schulsport wieder für alle Jahrgangsstufen

Sportunterricht ist an Bayerns Schulen wieder für alle Jahrgangsstufen möglich. Schülerinnen und Schüler müssen sich dabei wegen Corona aber an Hygieneregeln halten, betonte das Kultusministerium. Sie sollen Abstand halten, drinnen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und regelmäßig lüften. Die Übungszeit in Sporthallen ist auf zwei Unterrichtsstunden begrenzt.

"Corona hat den Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen, den wir schon länger mit Sorge beobachten, noch verstärkt", erklärte der Präsident des Bayerischen Landes-Sportverbandes, Jörg Ammon. "Daher ist es richtig und wichtig, dass die Sportausübung wieder an den Start gehen kann." Zuletzt war Schulsport nur in den Abiturklassen möglich. "Mit Angeboten in virtuellen Sporthallen und Lehrerfortbildungen haben wir den Schulsport aber auch im Distanzunterricht weiter fest im Blick", teilte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) mit.

16.05 Uhr: Erkältete Schüler in Bayern dürfen nur mit Test wieder in die Schule

Kinder und Jugendliche mit Erkältung müssen vor dem Schulbesuch in Bayern künftig einen negativen Corona-Test vorweisen. Der Test müsse im Testzentrum, in Apotheken oder bei Ärzten durchgeführt werden, teilte das Kultusministerium mit. Ein negativer Selbsttest reiche für den Schulbesuch nicht aus. Nur bei Schnupfen oder Husten mit allergischer Ursache wie Heuschnupfen ist ein Schulbesuch weiter ohne Test möglich. Eine Ausnahme gilt auch bei einer verstopften Nase ohne Fieber, gelegentlichem Husten, Halskratzen oder Räuspern. Die Testpflicht für Erkältete gilt ab kommenden Montag auch vor dem Besuch von Kitas und Horten, wie das zuständige Sozialministerium schon gestern mitteilte. Die Regelung wird mit der wachsenden Sorge der sich ausbreitenden Coronavirus-Mutation begründet. Wie bisher dürfen auch nach der neuen Regel kranke Kinder oder Betreuer, etwa mit Fieber und Durchfall, die Einrichtungen nicht besuchen.

16.00 Uhr: Wahlhelfer können sich früher impfen lassen

Dank der geänderten und am Montag in Kraft getretenen Impfverordnung sind Wahlhelfer in die Impfgruppe mit erhöhter Priorität (Gruppe 3) aufgestiegen. Sie haben damit früher als bisher Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus. "Ich begrüße die Regelung sehr", teilte Bundeswahlleiter Georg Thiel in Wiesbaden mit. "Der Schutz von Wahlhelferinnen und Wahlhelfern ist von großer Wichtigkeit."

Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die im Wesentlichen auf Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut beruht. Eine Priorisierung ist notwendig, weil noch nicht genug Impfstoff zu Verfügung steht, um alle Menschen zu impfen.

15.55 Uhr: Späte Lieferung von Johnson & Johnson wegen Zweifel an US-Linie

Hintergrund des späten Lieferstarts für den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in Europa sind neue Zweifel, ob die USA die Ausfuhr dort abgefüllter Impfstoffe gestatten. Deshalb habe das Unternehmen nach eigenen Angaben die Lieferkette umgestellt, um die USA zu umgehen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus EU-Kreisen erfuhr. Die Abfüllung solle nun an einem anderen Ort stattfinden, und die Änderung brauche etwas Zeit.

Der Impfstoff des US-Herstellers war gestern in der EU zugelassen worden und die EU hat 200 Millionen Dosen davon bestellt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte aber anschließend in der ARD: "Die Wahrheit ist, dass frühestens Mitte, Ende April mit Lieferungen zu rechnen ist nach Angaben von Johnson & Johnson."

Ursprünglich sollte die Abfüllung - das sogenannte Fill and Finish - des in den Niederlanden entwickelten und teils in der EU produzierten Impfstoffs in den USA stattfinden, auch für Lieferungen an Europa. Lange hieß es, es gebe Zusicherungen aus Washington, dass die für die EU bestimmten Mengen wieder zurückkämen. Nun bestehe neue Unsicherheit über die amerikanische Linie, bestätigten mehrere Quellen in Brüssel. Dass Johnson & Johnson für die europäischen Lieferungen die Produktionswege umgestellt habe, sei deshalb beruhigend, sagte ein EU-Vertreter.

15.30 Uhr: Nach Corona-Infektion mit Operationen sieben Wochen warten

Operationen sollten nach einer Infektion mit dem Corona-Virus erst mindestens sieben Wochen nach dem Nachweis stattfinden. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie, an dem auch die Universitätsmedizin Halle beteiligt war. Wie die dortige Medizinische Fakultät berichtet, konnte in der Untersuchung nachgewiesen werden, dass Operationen innerhalb von sechs Wochen nach dem Nachweis einer Sars-CoV-2-Infektion mit einer erhöhten Sterblichkeit einhergehen.

Bei dringenden Eingriffen, wie etwa Tumoroperationen, müsse das Risiko eines Fortschreitens der Erkrankung streng gegen das erhöhte Operationsrisiko abgewogen werden. In bestimmten Fällen müsse dann auch früher operiert werden, heißt es weiter.

Die Studie des Forschungsnetzwerks "Covidsurg" wurde jetzt in der Fachzeitschrift "Anaesthesia" veröffentlicht. Das Netzwerk unter der Leitung der Universität Birmingham umfasst den Angaben zufolge über 25 000 Chirurgen und Wissenschaftler weltweit.

15.15 Uhr: Inzidenzwert in Bayern steigt weiter

In Bayern ist die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen seit gestern um 2.222 Fälle gestiegen. Das sind 405 Neuinfektionen mehr, als am Freitag vor einer Woche gemeldet wurden. Seit Beginn der Pandemie haben sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) insgesamt 454.300 Menschen in Bayern nachweislich mit dem Sars-Cov2-Virus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich in den vergangenen 24 Stunden um 39 auf 12.779.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern aktuell einen Wert von 81,27. Das liegt erneut über dem gestrigen Wert von 77,47. Den geringsten Inzidenzwert weist der Landkreis Eichstätt auf mit 20,32. Am höchsten ist der Inzidenzwert in der Stadt Hof mit 351,34. Trotzdem hat Hof damit nicht den höchsten Inzidenzwert in Deutschland zu verzeichnen. Diesen negativen Spitzenplatz hat der thüringische Landkreis Greiz mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 379,9 inne.

15.10 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern startet Kontaktverfolgung mit Luca-App

Die Gesundheitsämter in Mecklenburg sind an das System der Luca-App angeschlossen werden, um die Kontakte von Corona-Infizierten schneller ermitteln zu können. Mit der Luca-App können Einrichtungen mit Publikumsverkehr wie Geschäfte, Gaststätten, Kulturbetriebe, Hotels, Behörden und ihre Besucher im ganzen Nordosten die Luca-App ab sofort nutzen. Die Gesundheitsämter können dann im Fall eines nachgewiesenen Corona-Falls auf die verschlüsselten Daten zur Kontaktverfolgung zurückgreifen. Damit werde die Zettelwirtschaft abgeschafft, so Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

"Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, in dem die Luca-App flächendeckend genutzt werden kann", sagte Schwesig. Diese schnelle Möglichkeit zur Nachverfolgung von Kontakten sei eine wichtige Voraussetzung, um öffentliche Einrichtungen Schritt für Schritt wieder für den Publikumsverkehr zu öffnen. "Zugleich entlasten wir die Gesundheitsämter, die schnell und sicher Infektionsketten nachverfolgen und unterbrechen können."

15.00 Uhr: Spahn mahnt erneut zur Vorsicht bei Corona-Öffnungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut zur Vorsicht bei den Lockerungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus gemahnt. Das Virus verändere sich, werde offenkundig ansteckungsfähiger und verbreite sich dadurch schneller, sagte Spahn bei einem Digitalkongress. "Wir sehen, dass die Zahlen steigen, dass auf den Intensivstationen der deutliche Abwärtstrend über Wochen sich eher in einen Seitwärtstrend verwandelt hat."

Die Regierung sei mit den Öffnungsschritten "bis an den Rand dessen gegangen, was aus Gesundheitsschutzaspekten verantwortlich ist.". Nach jedem Schritt müsse genau abgewogen werden, was möglich ist. Denn keiner könne wollen, dass die Situation in vier, sechs oder acht Wochen wieder so sei wie im vergangenen November und die "sehr hart erarbeiteten Erfolge der letzten Wochen" wieder weg seien, betonte der Minister.

14.55 Uhr: Schwere allergische Reaktion auf Astrazeneca möglich

Der Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca hat einen weiteren Rückschlag erlitten: Einen Tag, nachdem mehrere europäische Staaten den Einsatz des Impfstoffs nach Fällen von Blutgerinnseln gestoppt hatten, wies die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) auf schwere allergische Reaktionen als mögliche Nebenwirkung des Vakzins hin.

Anaphylaxie sowie Überempfindlichkeitsreaktionen sollten in die Liste der möglichen Nebenwirkungen des Vakzins aufgenommen worden, erklärte die EMA. Es gebe Berichte über 41 mögliche Anaphylaxie-Fälle unter fünf Millionen Impflingen in Großbritannien, erklärte die Behörde. Nach einer sorgfältigen Auswertung der Daten halte das für die Impfstoff-Risikobewertung zuständige Komitee einen Zusammenhang zwischen der allergischen Reaktion und der Impfung mindestens in einigen dieser Fälle für wahrscheinlich.

14.10 Uhr: Kurz prangert ungleiche Verteilung von Corona-Vakzinen in der EU an

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat eine ungleiche Verteilung von Corona-Impfstoffen in der EU angeprangert. In einem EU-Gesundheitsgremium habe es möglicherweise Nebenabsprachen zwischen einzelnen Mitgliedstaaten und Pharma-Firmen gegeben, sagte Kurz bei einer Pressekonferenz in Wien. Der ÖVP-Politiker sprach von Hinweisen, dass es in dem Gremium einen "Basar" zu Impfstoffen gegeben habe. Einige EU-Staaten erhalten demnach mehr Impfstoffdosen pro Einwohner als andere.

Als Beispiel nannte Kurz Malta, das bezogen auf die Bevölkerungszahl bis zum Sommer etwa drei Mal so viele Impfstoffdosen erhalten werde wie Bulgarien. Die Niederlande würden in Relation zur Bevölkerung bis Ende Juni mehr Dosen erhalten als Deutschland und doppelt so viele wie Kroatien. Österreich liege im Mittelfeld.

13.55 Uhr: Vereinfachter Zugang zu Kurzarbeit soll verlängert werden

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Regeln für einen vereinfachten Zugang zum Kurzarbeitergeld bis Ende Juni verlängern. Eine entsprechende Verordnung solle noch im März im Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden. Die Regeln sind bis Ende dieses Monats befristet. Es gebe aber weiterhin große Unsicherheiten, begründete Heil das Vorhaben. Kurzarbeit sei das wichtigste Instrument im Kampf um Arbeitsplätze und habe Arbeitsplätze in vielen Branchen gesichert.

Wenn Unternehmen in Schwierigkeiten geraten und die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter reduzieren, springt die Bundesagentur für Arbeit (BA) ein und ersetzt einen Teil des weggefallenen Nettoeinkommens durch das Kurzarbeitergeld. So sollen Krisenzeiten überbrückt werden, ohne dass Betriebe gezwungen sind, Mitarbeiter zu entlassen. Im Zuge der Pandemie waren die Zugangsregeln gelockert worden, etwa Vorgaben dazu, in welchem Umfang Betriebe von Arbeitsausfall betroffen sein müssen, damit Kurzarbeitergeld gezahlt wird.

Nach Angaben des Arbeitsministers wurden für Kurzarbeit im vergangenen Jahr 22 Milliarden Euro ausgegeben. Das sei sehr teuer, aber Massenarbeitslosigkeit sei um ein Vielfaches teurer, sagte Heil.

13.50 Uhr: Reguläre Auszahlung der Überbrückungshilfe III angelaufen

Unternehmen, die besonders unter der Corona-Krise leiden, können bald mit neuen Überweisungen vom Staat rechnen. Neben den Abschlagszahlungen sind am Freitag auch die regulären Auszahlungen der sogenannten Überbrückungshilfe III angelaufen, wie das Wirtschaftsministerium erklärte. Die Länder könnten nun mit der Prüfung der Anträge beginnen. "Die vollständigen Auszahlungen werden damit wie geplant noch im März fließen können", sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist eine wichtige Nachricht für viele Unternehmerinnen und Unternehmen, die weiterhin stark von den Corona-Beschränkungen betroffen sind."

Die endgültige Entscheidung über die Anträge erfolgt durch die Bundesländer, der Bund hatte zunächst nur Vorschüsse von bis zu 100 000 Euro pro Fördermonat ausgezahlt. Die Abschlagszahlungen waren in den vergangenen Tagen wegen Betrugsverdachts zeitweise ausgesetzt worden, fließen allerdings seit heute wieder.

13.45 Uhr: Corona lastet weiter auf dem Arbeitsmarkt in Bayern

Die Corona-Krise lastet auch ein Jahr nach Beginn des ersten Corona-Lockdowns auf dem Arbeitsmarkt in Bayern. Die Zahl der Arbeitslosen ist derzeit um 73.000 höher als vor der Krise. Zwischen März 2020 und Februar 2021 sind sogar rund 100.000 Menschen mehr arbeitslos geworden, als einen Job gefunden haben, sagte der Chef der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart der Deutschen Presse-Agentur.

Besonders betroffen seien die Ballungsräume München und Nürnberg sowie die stark von Tourismus und Gastronomie abhängigen Regionen, wie etwa das bayerische Alpenland. Bei den betroffenen Branchen falle auf, dass zu den Verlierern etwa Metall- und Elektroindustrie und Fahrzeugbau gehören - Branchen, die von der Pandemie nur wenig getroffen sind und eher unter strukturellen Problemen leiden.

13.35 Uhr: Tübingen - Modellprojekt für weitergehende Öffnungen mit Schnelltests

Mit einer massiven Ausweitung von verpflichtenden Schnelltests will Tübingen schon ab der kommenden Woche im gesamten Stadtgebiet Gastronomie, Hotellerie und Kultur öffnen. Zudem sollen laut Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) alle Menschen, die den Einzelhandel in der Innenstadt nutzen, einen Schnelltest vorweisen. Ausnahmen seien Buchhandlungen und Lebensmittelgeschäfte. Wie Palmer und Notärztin Lisa Federle mitteilten, wurde beim Land dafür eine Genehmigung beantragt. Man rechne mit einer Zusage für das dreiwöchige Modellprojekt, sagte Federle.

Palmer kündigte an, dass ab Montag fünf und ab Dienstag sechs Teststationen in Betrieb gehen sollen. Dort könnten 1000 Tests pro Stunde vorgenommen werden. Ein negatives Ergebnis werde durch ein Zertifikat - das sogenannte Tübinger Tagesticket - belegt.

13.30 Uhr: Corona-Krise schiebt Digitalisierung im Münchner Erzbistum an

Das Erzbistum München und Freising hat in der Corona-Krise einen Digitalisierungsschub erfahren. Aufgrund der täglichen Übertragung von Gottesdiensten aus dem Liebfrauendom habe sich inzwischen eine Online-Gemeinde gebildet, teilte das Erzbistum mit. An Werktagen erreichten die Übertragungen bis zu 8.000 Menschen, an Sonn- und Feiertagen fast doppelt so viele.

2020 hätten die katholischen Bildungswerke und weitere große Bildungseinrichtungen der Erzdiözese mit mehr als 1.000 digitalen Veranstaltungen zusammen rund 15.000 Teilnehmer angesprochen. Das Erzbistum verwies in einer Mitteilung auf neue Chancen. So könnten auch Interessierte teilnehmen oder Referenten zugeschaltet werden, für die sonst die Anfahrt zu weit oder beschwerlich gewesen wäre.

13.25 Uhr: Kurzarbeit Anfang 2021 weiter gestiegen

Durch den Lockdown etwa für Einzelhandel, Tourismus und Gastronomie ist die Kurzarbeit am Jahresanfang in Deutschland nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) wieder gestiegen. BA-Chef Detlef Scheele geht von einer Zunahme auf etwa 2,6 Millionen Kurzarbeitende aus - nach knapp 2,4 Millionen im Dezember. Anders als im Frühjahr 2020 mit fast sechs Millionen Kurzarbeitenden im April sei das Verarbeitende Gewerbe vom Lockdown kaum betroffen. Zahlen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld liegen der BA immer erst mit Verzögerung vor.

13.15 Uhr: Impfstofflieferung aus USA auch bilaterales Thema

Regierungssprecher Steffen Seibert hat signalisiert, dass fehlende Lieferungen von Corona-Impfstoffdosen aus den USA in die EU Thema bilateraler Gespräche sind. Seibert verwies darauf, dass die Ausfuhrpraxis der EU und der USA in dieser Frage sehr unterschiedlich sei. Während die EU mehr als 30 Länder - darunter die USA - mit Impfstoffdosen versorge, sei dies bei den Vereinigten Staaten und Großbritannien nicht oder kaum der Fall. Die EU sei zuständig, über solche Fragen zu reden und stehe in engen Austausch mit der Bundesregierung. "Aber natürlich und dennoch ist dies auch ein Thema, das die Bundesregierung auch in bilateralen Gesprächen anspricht", fügte Seibert hinzu.

Hintergrund ist, dass die USA offenbar Exporte des Corona-Impfstoffes vom britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca in die EU nicht zulassen wollen. Der Impfstoff ist in den USA noch nicht zugelassen, in der EU aber schon. Astrazeneca kündigte an, die zugesagten Impfstoff-Lieferungen für die EU für das erste Jahresquartal zu senken.

13.10 Uhr: Heil - Beben am Arbeitsmarkt ist ausgeblieben

"Die Pandemie hat den deutschen Arbeitsmarkt erschüttert. Aber das große Beben ist ausgeblieben", sagt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil in seiner Bilanz zu einem Jahr Pandemie. Derzeit gebe es etwa 500.000 Arbeitslose mehr als vor der Krise. Wichtigstes Instrument sei die Kurzarbeit. Der SPD-Politiker kündigt an, dass der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld bis 30. Juni verlängert werde.

13.08 Uhr: Tui zieht Saisonstart auf Mallorca vor

Nach der Aufhebung der Beschränkungen für die Balearen und weitere spanische Regionen zum Sonntag will der größte Reiseanbieter Tui den Beginn der Ostersaison auf Mallorca vorziehen. Statt wie zunächst geplant ab 27. März sollen nun schon am 21. März Flüge auf die Insel von Hannover, Frankfurt und Düsseldorf aus starten. Das Unternehmen erwartet eine entsprechende Nachfrage, wenn sich Urlauber nach der Rückkehr nach Deutschland dann vor allem nicht mehr in Quarantäne begeben müssen. Erste große Hotels auf Mallorca sollen ab dem nächsten Wochenende ebenfalls den Betrieb aufnehmen, kündigte Tui an. Die übrigen Balearen-Inseln Ibiza, Menorca und Formentera sollen bald folgen.

Der mit Milliarden-Staatshilfen gestützte Tui-Konzern ist nach dem Corona-Einbruch 2020 darauf angewiesen, dass 2021 wieder mehr Urlaub möglich ist. «Wenn wir alle umsichtig unterwegs sind, werden sich weitere Regionen wieder besuchen lassen», so Andryszak.

13.05 Uhr: Uniklinik Augsburg plant Corona-Studie mit Kindern

In einer Studie mit insgesamt 480 freiwilligen Kindern und Jugendlichen wollen Labormediziner, Kinderärzte, Epidemiologen und Hygieniker des Augsburger Universitätsklinikums das Infektionsgeschehen in Augsburger Kindergärten, Grund- und weiterführenden Schulen untersuchen. Dafür suchen die Experten Grundschulen und Kindergärten. In Augsburg, wo die Inzidenz im November und Dezember besonders hoch war, blieben Kitas und Grund-, Mittel- und Förderschulen zunächst weiter offen, um Eltern vor allem in systemrelevanten Berufen zu ermöglichen, zur Arbeit zu gehen. Auch vor diesem Hintergrund soll systematisch untersucht werden, wie hoch bereits die aktuelle Immunitätslage gegen SARS-CoV-2 bei Kindern in Augsburger Kindergärten und Grundschulen ist und wie effektiv sich verschiedene Hygienemodelle ausgewirkt haben. Die Studie Augsburg Plus wird 160 Kinder aus vier bis fünf Kindergärten, 160 Kinder aus vier bis fünf Grundschulen sowie 160 Schüler bis 16 Jahre aus zwei Mittelschulen, einer Realschule und zwei Gymnasien innerhalb von sechs Monaten insgesamt dreimal auf das Coronavirus testen. Das Augenmerk richtet sich dabei auch auf die Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Untersucht werden soll zudem, welche Hygienemaßnahmen besonders effektiv waren.

12.56 Uhr: Bund mahnt zu "absoluter Vorsicht" bei Corona-Lockerungen

Die Bundesregierung hat angesichts wieder steigender Infektionszahlen erneut Vorsicht bei Lockerungen des Corona-Lockdowns angemahnt. Bei den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen zu möglichen Öffnungsschritten sei allen klar gewesen, "dass wir keineswegs in einer komfortablen Lage sind", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Alle Öffnungsschritte seien "mit absoluter Vorsicht und Umsicht" zu treffen, ganz wichtig sei zudem eine vorgesehene "Notbremse" bei hohem Infektionsgeschehen.

Schutzmaßnahmen wie Abstand und Masken sowie das Arbeiten von zu Hause blieben unbedingt notwendig, sagte Seibert. Ziel müsse sein, eine dritte Corona-Welle möglichst flach zu halten und die Zahlen nicht wieder steil nach oben schnellen zu lassen. Mit Blick auf schon erfolgte Öffnungen in Schulen und Kitas sei es die Verantwortung der Länder, dort begleitend auch mehr Corona-Tests zu organisieren. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten wollen am 22. März erneut über das weitere Vorgehen beraten.

12.47 Uhr: Mallorca ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

Wegen stark sinkender Corona-Infektionszahlen hebt die Bundesregierung die Reisebeschränkungen für Mallorca auf. Die Urlaubsinsel gilt ab Sonntag wie auch die anderen Balearen-Inseln und einige spanische Festlandsregionen nicht mehr als Risikogebiet, wie das Robert Koch-Institut im Internet mitteilte. Damit verbunden ist auch die Aufhebung der Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Das bedeutet: Urlaub auf Mallorca ist wieder ohne Quarantäne und Testpflicht nach der Rückkehr möglich. Das gilt ab Sonntag auch für weite Teile Portugals, das bisher noch als Virusvariantengebiet mit besonders strengen Regeln eingestuft ist. Für die gesamte Nordhälfte des Landes (Regionen Norte und Centro) inklusive Porto fallen die Reisebeschränkungen komplett. Die besonders beliebte Südküste Algarve, die Atlantikinsel Madeira und die Hauptstadt Lissabon gelten allerdings weiter als Risikogebiete.

Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln wie Menorca, Ibiza und Formentera liegen die Infektionszahlen weit unter denen aller deutschen Bundesländer. Mit gut 21 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gehört die Inselgruppe, die im Dezember und Januar lange die schlimmsten Zahlen ganz Spaniens hatte, inzwischen zu den Regionen mit den besten Werten. Der Grenzwert für die Einstufung als Risikogebiet liegt bei 50.

12.07 Uhr: Söder - Keine Kasse machen mit der Krise

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verurteilt die Fälle einzelner Unions-Abgeordneter, die mit der Vermittlung von Corona-Masken Geld verdient haben. So ein Verhalten könne man nicht akzeptieren, sagt der CSU-Chef. "In einer Krise zu helfen, ist das Gebot aller. Aber damit Kasse zu machen eben nicht." Die Fälle seien schwerwiegend, "sie sind aber auch konsequent geahndet worden". Die Verhaltensregeln für Abgeordnete müssten grundlegend überarbeitet werden, auch der Themenkomplex Lobbyregister und Parteispenden müsse "noch einmal durchleuchtet" werden. "Dass da ein Schaden insgesamt entstanden ist, ein großer, ist unbestritten."

11.53 Uhr: Italien will über Ostern wohl landesweiten Lockdown verhängen

Italien will angesichts steigender Infektionszahlen einen landesweiten Lockdown über die Osterfeiertage verhängen. Die Menschen dürften das Haus dann nur noch zur Arbeit, für Wege zum Arzt oder in Notfällen verlassen, geht aus dem Entwurf eines Erlasses der Regierung hervor, der Reuters vorliegt. Bereits ab Montag soll es demnach zudem Einschränkungen mit Schließungen von Restaurants und Bars in Regionen geben, die bislang noch vergleichsweise geringe Infektionszahlen aufweisen.

11.52 Uhr: Schwerstkranker 82-Jähriger stirbt nach Corona-Impfung

Ein 82-jähriger Mann aus dem Raum Würzburg ist gestern gestorben, nachdem er am Impfzentrum auf der Würzburger Talavera zum ersten Mal gegen das Coronavirus geimpft worden ist. Wie das Landratsamt Würzburg mitteilt, hat der Patient an schwersten, lebensbedrohlichen Vorerkrankungen gelitten. Die Impfung ist mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer durchgeführt worden. "Die Impfung selbst verlief ohne Zwischenfälle. Auch in der nachfolgenden Überwachung zeigte sich der Mann unauffällig", sagt der Ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Christoph Zander. Im Anschluss an die Impfung sei der 82-Jährige selbständig zum Auto zurückgegangen und habe dort darüber geklagt, dass es ihm nun schlechter ginge. Eine hinzugerufene Notfallärztin des Impfzentrums hat ihn leblos vorgefunden und gemeinsam mit seinen Angehörigen in den Notfallraum gebracht - doch der Mann war schon tot. Der Mann hatte eine Patienten-Verfügung, die eine Wiederbelebung ausschließt. Nach dem Tod des 82-Jährigen wurde die Polizei informiert. Auch die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet.

11.35 Uhr: Bund und Länder beraten am Mittwoch über Impfungen in Praxen

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten der Länder über eine Einbeziehung von Hausärzten in die Impfkampagne beraten. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mitteilt, ist das Gespräch für den Abend geplant. Ziel sei, Impfungen "schnellstmöglich" in einer Kombination von Impfzentren und Hausärzten an die Bürger zu bringen, sagt Seibert. Beraten werde, wie ein Einstieg der Hausärzte "ab Anfang, Mitte April" zu organisieren wäre.

11.24 Uhr: Spahn kritisiert Aussetzung von Astrazeneca-Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Aussetzung von Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca in einigen Ländern kritisiert. Der CDU-Politiker verwies auf die Europäische Arzneimittelbehörde EMA. Diese habe nach Beratung der Experten erklärt, dass es keine auffällige Häufung von Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gebe. Das für Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut komme zu derselben Einschätzung. Es gebe nach derzeitigem Stand und nach Angaben der zuständigen Behörden auch in den Ländern, die die Impfung ausgesetzt hätten, keinen Hinweis für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankungen. RKI-Präsident Lothar Wieler sagte, es gebe zum jetzigen Zeitpunkt keinen Hinweis, dass diese Geschehnisse statistisch auffällig wären.

Dänemark hatte entschieden, vorübergehend niemanden mehr mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca zu impfen. Als Grund wurden Berichte über einen Todesfall und schwere Erkrankungen durch Blutgerinnsel nach der Impfung genannt. Man könne jedoch noch nicht feststellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Vakzin und den Blutgerinnseln bestehe, hieß es. Norwegen, Island, Thailand und Bulgarien folgten der Entscheidung Dänemarks.

11.23 Uhr: Mangelnde Verlässlichkeit bei Impfstoff-Lieferungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kritisiert unzureichende Informationen der Impfstoff-Produzenten zu den Lieferterminen. Außer von Biontec wisse man nicht, wann die Hersteller in den nächsten Monaten lieferten, sagt Spahn. Biontec habe im April gut neun Millionen Dosen zugesagt. Von Astrazeneca und Johnson & Johnson, dessen Wirkstoff gerade zugelassen wurde, gebe es solche belastbaren Aussagen nicht. Von Johnson & Johnson erwarte man frühestens Mitte bis Ende April Lieferungen. Vom US-Konzern soll Deutschland im zweiten Quartal insgesamt gut zehn Millionen Dosen erhalten, von Astrazeneca etwa 17 Millionen.

11.18 Uhr: Bulgarien stoppt Astrazeneca-Impfungen

Nach mehreren europäischen Ländern stoppt auch Bulgarien Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca. Zunächst solle eine schriftliche Stellungnahme der EU-Arzneimittelbehörde EMA abgewartet werden, mit der alle Zweifel an der Sicherheit des Impfstoffs beseitigt werden, teilt die Regierung in Sofia mit.

11.13 Uhr: Schwindendes Vertrauen in Corona-Krisenmanagement in Tschechien

Das Vertrauen der Bürger in Tschechien in das Corona-Krisenmanagement der Regierung ist dramatisch gesunken. Nur rund ein Viertel sind der Ansicht, dass Ministerpräsident Andrej Babis und sein Minderheitskabinett aus Populisten und Sozialdemokraten die Situation gut beherrscht. Das geht aus einer heute veröffentlichten Umfrage der Meinungsforschungsagentur Stem hervor. Vor knapp einem Jahr lag die Zustimmung noch bei 83 Prozent. Unter den Befragten hielten 32 Prozent die Corona-Schutzmaßnahmen für angemessen. 28 Prozent forderten Verschärfungen; 40 Prozent sprachen sich für Lockerungen aus. An der Umfrage nahmen 1.032 Personen teil.

Tschechien kämpft mit einer massiven dritten Corona-Welle. Doch zeigt der harte Lockdown - die Bürger dürfen ihren Bezirk nur in Ausnahmefällen verlassen - anscheinend Wirkung. Heute meldeten die Behörden 11.083 neue Fälle - rund 3.500 weniger als am gleichen Tag vor einer Woche. Innerhalb von 7 Tagen steckten sich mehr als 760 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Virus Sars-CoV-2 an. In Deutschland lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 72,4.

10.43 Uhr: Allgäuer Liftbetreiber beenden nie begonnene Winter-Saison

Die großen Skigebiete im Allgäu haben heute mangels Aussicht auf eine Öffnung die gar nicht begonnene Saison offiziell beendet. Der Aufwand zur Vorbereitung der Skigebiete für einen Betrieb wäre immens - und die Aussicht sei vage, sagte ein Sprecherin am Freitag. Zudem gehe es um die Rückvergütung der bereits verkauften Saisonkarten. Diese könnten nun für die nächste Saison verlängert oder rückerstattet werden.

Es geht unter anderem um die Skigebiete am Nebelhorn bei Oberstdorf sowie die Gebiete im Tannheimer Tal und im Kleinwalsertal in Österreich, die von Deutschland aus erreichbar sind.

10.37 Uhr: Im Saarland Anteil südafrikanischer Mutante bis 15 Prozent

Im Saarland erreicht der Anteil der in Südafrika festgestellten, aggressiveren Coronavirus-Mutante nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn einen Anteil an den Infektionen von bis zu 15 Prozent. Diese Virus-Variante hatte sich zuvor in der grenznahen französischen Region Moselle ausgebreitet.

10.31 Uhr: RKI - Steigende Corona-Zahlen haben nichts mit häufigeren Tests zu tun

Die zunehmenden Infektionszahlen haben laut Robert-Koch-Institut nichts mit häufigeren Tests zu tun. "Der Anstieg hängt nicht damit zusammen, dass mehr getestet wird", sagt RKI-Chef Lothar Wieler. "Es gibt keinen Hinweis, dass eine gesteigerte Testaktivität damit zusammenhängt." Er gebe mehr und größere Ausbrüche etwa in Kitas, was mit den ansteckenderen Virus-Mutanten in Verbindung stehen könnte. Zudem zeige die wieder steigende Zahl der Intensivpatienten, dass sich das Virus tatsächlich stärker ausbreite.

10.30 Uhr: Spahn - Corona-Lage weiter angespannt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angesichts wieder steigender Infektionszahlen zu Vorsicht in der Corona-Krise gemahnt, setzt aber auch auf weiter anziehende Impfungen. "Die Lage bleibt angespannt", sagte der CDU-Politiker. Man müsse sich noch "auf einige sehr herausfordernde Wochen" einstellen, in denen um die Balance zwischen Gesundheitsschutz und der ersehnten Rückkehr in die Normalität mit vorsichtigen Öffnungen zu ringen sei.

Spahn sagte, die Impfkampagne gewinne deutlich an Dynamik. Mehr als sieben Prozent der Bevölkerung seien nun mindestens einmal geimpft. Zuletzt habe es bundesweit mehr als 270.000 Impfungen am Tag gegeben. Auch die Arztpraxen sollten so früh wie möglich routinemäßig mitimpfen - spätestens ab Mitte April. Angesichts von Rufen nach einem früheren Start erläuterte Spahn erneut, dass zunächst genügend Impfstoff verfügbar sein müsse, um Praxen und parallel die Impfzentren zu beliefern, die Länder und Kommunen weiterbetreiben wollten. Auch in den Arztpraxen könne nicht gleich auf Priorisierungen bei der Reihenfolge von Impfungen zunächst für gefährdete Gruppen verzichtet werden, sagte Spahn. Mit wachsender Impfstoffmenge könnten Übergänge zusehends fließend gestaltet werden.

10.16 Uhr: Wieler - Fallzahlen pendeln sich auf zu hohem Niveau ein

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hält die aktuellen Infektionszahlen für nicht akzeptabel. "Die Fallzahlen haben sich seit einiger Zeit auf einem zu hohen Niveau eingependelt", sagt Wieler. Die Zahl der Infektionen gerade unter Jüngeren nehme zu. Es gebe wieder mehr Ausbrüche in Kitas, die Zahl der Intensivpatienten steige wieder leicht. Der Kampf gegen die Pandemie sei ein Marathon: "Wir befinden uns im letzten Drittel - und das ist bekanntermaßen besonders anstrengend. Auch weil jetzt noch ein Wettlauf mit den Varianten hinzugekommen ist."

10.15 Uhr: Steinmeier - Masken-Geschäfte "Gift für die Demokratie"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Geschäfte einzelner Unions-Abgeordneter mit Corona-Schutzmasken als "schäbig" und "schändlich" verurteilt. Die bekannt gewordenen Fälle persönlicher Bereicherung verdienten nicht nur Empörung - "sie sind Gift für die Demokratie", sagte er am Freitag laut Redemanuskript bei einem digitalen Kongress der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Steinmeier betonte, es gehe um sehr viel mehr als individuelles Fehlverhalten. "Es geht nicht nur um das Vertrauen in die Integrität Einzelner - es geht um das Vertrauen in die Integrität des Staates und seiner Institutionen." Steinmeier rief alle im Bundestag vertretenen Parteien dazu auf, "nicht nur schnell, sondern vor allem belastbar zu klären, ob weitere Fälle zu befürchten sind". Das sei dringlicher denn je.

Es sei nicht seine Aufgabe, eine rechtliche Bewertung vorzunehmen. Aber es sei seine Aufgabe, darauf hinzuweisen, dass es hier nicht nur um rechtliche Fragen gehe, sagte der Bundespräsident. "Wer sein Mandat gezielt missbraucht, um sich persönlich zu bereichern, der beschädigt nicht nur andere, die redlich ihre demokratische Arbeit tun. Der fügt der Demokratie Schaden zu! Wer so handelt, hat schlicht im Bundestag nichts verloren."

10.07 Uhr: Astrazeneca verringert auch Impfstoff-Lieferungen nach Polen

Der schwedisch-britische Pharmakonzern Astrazeneca habe ankündigt, die für März geplanten Impfstoff-Lieferungen nach Polen um 550.000 Einheiten zu kürzen, erklärt der Chefberater des polnischen Ministerpräsidenten, Michal Dworczyk. Wie andere EU-Länder kämpft auch Polen mit Verzögerungen der zugesagten Lieferungen.

09.42 Uhr: Studie - Bis Ende Juli Impfung für alle Impfbereiten möglich

Trotz aller Probleme bei der Impfstoff-Versorgung wäre es nach Berechnungen von Wissenschaftlern möglich, bis Ende Juli alle impfwilligen Erwachsenen in Deutschland mit einem vollständigen Impfschutz zu versehen. Dazu reichten rechnerisch sowohl die in den kommenden Wochen von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Impfdosen als auch die Kapazitäten in Impfzentren, Hausarztpraxen und bei Betriebsärzten, erklärt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Wenn die Impfstoffe in dem derzeit vorgesehenen Tempo geliefert und sofort vollständig verabreicht würden, könnten die mutmaßlich knapp 53 Millionen impfwilligen Erwachsenen rechnerisch sogar bis Ende Juni vollständig immunisiert werden.

09.32 Uhr: Bosbach - Wurde auch von Schutzmasken-Anbietern kontaktiert

Auch der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach ist nach eigenen Angaben von zahlreichen Anbietern von Corona-Schutzmasken kontaktiert und um Vermittlung gebeten worden. Das sei im Frühjahr und Sommer 2020 der Fall gewesen. "Damals haben sich die Anbieter die Klinken in die Hand gegeben. Einige waren tatsächlich persönlich da, die allermeisten haben sich per Mail gemeldet oder angerufen", berichtete der Bosbach im Podcast "Die Wochentester" von "Kölner Stadt-Anzeiger" und Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Er glaube, dass viele Politiker ähnliche Erfahrungen gemacht hätten, sagte Bosbach. "Ich habe ja überhaupt kein öffentliches Amt mehr inne. Das werden viel, viel mehr gewesen sein, im Bundestag und auch in den 16 Landtagen." Er kritisierte zugleich scharf: "Auf die Idee, die Hand aufzuhalten, wäre ich im Leben nicht gekommen."

09.20 Uhr: Insider - EU kann derzeit nicht mit Astrazeneca-Impstoff-Exporten aus USA rechnen

Die USA planen EU-Kreisen zufolge derzeit keine Exporte des Corona-Impfstoffes vom britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca in die Europäische Union. Die US-Regierung habe erklärt, die EU solle zunächst nicht damit rechnen, in den USA hergestellte Impfdosen zu erhalten, sagten zwei hochrangige EU-Mitarbeiter laut der Nachrichtenagentur Reuters. Damit könnten neue Rückschläge auf die Impfkampagne in Europa zukommen, nachdem bereits vorher Pharmakonzerne Lieferverzögerungen bekanntgegeben hatten. Astrazeneca lehnte eine Stellungnahme zu dem Vorgang ab. Zudem kündigte das Unternehmen an, die zugesagten Impfstoff-Lieferungen für das erste Jahresquartal zu senken.

Astrazeneca hatte vergangenen Monat angekündigt, nur rund die Hälfte der 180 Millionen Impfeinheiten im zweiten Jahresquartal in die EU liefern zu können. Später hatte der Konzern erklärt, die Lücke mit Lieferungen des Impfstoff aus außereuropäischen Standorten - darunter die USA - zu verkleinern.

Astrazeneca senkte zudem seine Prognose für die Lieferung von Impfstoffen im ersten Quartal auf etwa 30 Millionen Dosen. Dies geht aus einem Dokument hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Das Dokument zeigt, dass die Lieferung nur einem Drittel seiner vertraglichen Verpflichtungen und einem Rückgang von 25 Prozent gegenüber den Zusagen vom vergangenen Monat entspricht.

08.53 Uhr: Umfrage: Kritik am Umgang der Politik mit Corona-Krise wächst

In der Corona-Pandemie kippt offensichtlich die Stimmung. Nachdem lange eine breite Mehrheit den Kurs der Regierenden in Bund und Ländern unterstützte, bescheinigen laut einer heute veröffentlichten Umfrage des Instituts YouGov nur noch 35 Prozent der Befragten der Bundesregierung einen guten Umgang mit der Krise. Im vergangenen September waren dies noch 63 Prozent gewesen, im Februar immerhin noch 43 Prozent.

Ihren Höhepunkt hatte die Zustimmung Mitte April 2020 erreicht, als 73 Prozent der Deutschen die Angabe machten, die Regierung gehe gut mit der Krise um. Die Zahlen sind Ergebnisse des regelmäßig aktualisierten Covid-19-Trackers der internationalen Data & Analytics Group YouGov. Für die aktuellen Werte wurden von Dienstag bis Donnerstag 2054 Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren befragt

08.48 Uhr: Altmaier - Auszahlung der Corona-Hilfen startet wieder

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen erhalten ab sofort wieder Abschlagszahlungen des Bundes im Rahmen der November-, Dezember- und Überbrückungshilfe III. "Die Abschlagszahlungen für Corona-Hilfsprogramme starten heute wieder", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier der "Rheinischen Post".

Die Bundesregierung hatte die Zahlungen nach mehreren Betrugsfällen Ende vergangener Woche gestoppt. "Die kurzzeitige Unterbrechung der Abschlagszahlungen war rechtlich geboten und notwendig, um im Austausch mit den strafrechtlichen Ermittlungsbehörden, aber auch dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem Bundesfinanzministerium Unregelmäßigkeiten zu prüfen und Vorkehrungen zu treffen, um die Wiederholung derartiger Betrugsversuche künftig zu verhindern", sagte eine Ministeriumssprecherin dem Blatt.

Seit November wurden mit Stand Freitag nach Angaben des Ministeriums bereits rund 9,6 Milliarden Euro an die Betroffenen überwiesen. Bei der November- und Dezemberhilfe seien damit bereits 96 Prozent der Abschlagszahlungen auf den Konten der Empfänger.

08.38 Uhr: Viele Neuinfektionen in Indien

Indien hat die höchste Zahl neuer Corona-Infektionen seit Ende Dezember vermeldet. 23 285 neue Fälle seien in den zurückliegenden 24 Stunden registriert worden, gab das Gesundheitsministerium bekannt. Dies war den staatlichen Daten zufolge die höchste Zahl seit dem 24. Dezember.

Die Anzahl neuer Corona-Infektionen war in Indien nach einem Ende September erreichten Höhepunkt zurückgegangen. Gründe für den jüngsten Anstieg sind Experten zufolge, dass es mehr Zusammenkünfte von Menschen in der Öffentlichkeit gebe und die Empfehlungen zur Verhinderung einer Ansteckung weniger eingehalten würden. In der westindischen Region Maharashtra hat sich das Virus zuletzt besonders stark ausgebreitet.

Der zweitbevölkerungsreichste Staat der Erde möchte bis August 300 Millionen Menschen impfen, kommt aber langsam voran. Mehr als 26 Millionen Personen haben bislang eine Impf-Dosis erhalten, 4,72 Millionen Menschen die zweite.

08.36 Uhr: Sanofi starten Studie zu mRNA-Impfstoffkandidaten

Der französische Pharmakonzern Sanofi und sein US-Partner Translate Bio entwickeln ihren Covid-19-Impfstoffkandidaten weiter. Es habe eine klinische Studienphase 1/2 begonnen, teilen beide Unternehmen mit. Zwischenergebnisse würden im dritten Quartal erwartet. Weitere Details zum Zeitplan wurden nicht genannt. Im Februar hatte Sanofi-Chef Paul Hudson erklärt, der Impfstoff werde 2021 nicht zur Verfügung stehen. Zuvor war der Konzern davon ausgegangen, dass eine Zulassung in der zweiten Jahreshälfte 2021 möglich sei. Das Vakzin basiert auf der mRNA-Technologie, die auch das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer sowie der US-Konzern Moderna für ihre bereits zugelassenen Impfstoffe nutzen.

08.24 Uhr: Dreyer - Bei steigenden Zahlen wieder "kleinen Schritt" zurück

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat angekündigt, dass der Einzelhandel die Öffnungen wieder "einen kleinen Schritt" zurücknehmen müsse, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in dem Bundesland wieder dauerhaft über 50 steigt. Die SPD-Politikerin, die am Sonntag vor Landtagswahlen steht, verteidigt im ZDF, dass Bund und Länder trotz steigender Fallzahlen in den vergangenen Woche Öffnungsschritte beschlossen hatten. In Rheinland-Pfalz wurde der Einzelhandel zunächst wieder geöffnet, weil die Inzidenz unter 50 lag. "Jeder weiß, wir müssen einen kleinen Schritt wieder zurückgehen, wenn es nicht so bleibt", sagt Dreyer. Heute lag der Wert bei 50,7.

07.31 Uhr: Mehr als vier Millionen Zweitimpfungen in Israel erreicht

Fast zwei Drittel der derzeit für eine Impfung gegen das Coronavirus in Frage kommenden Israelis haben ihre zweite Dosis erhalten. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurde die Marke von vier Millionen Zweitimpfungen übertroffen.

Die Regierung will zunächst mindestens 6,2 Millionen Menschen impfen. Rund ein Drittel der Bevölkerung ist jünger als 16 Jahre, diese Gruppe kann bislang nicht geimpft werden. Eine Erstimpfung erhielten in Israel bislang etwa 5,1 Millionen Menschen. Die Impfkampagne in Israel mit seinen etwa 9,3 Millionen Einwohnern hat kurz vor Weihnachten begonnen, sie zählt zu den erfolgreichsten weltweit.

Zum Vergleich: In Deutschland leben etwa neun Mal so viele Menschen wie in Israel. Dort bekamen bislang rund 5,8 Millionen Menschen die erste und etwa 2,7 Millionen die zweite Spritze verabreicht.

07.16 Uhr: In Bayern sollen Hausärzte ab dem 1. April impfen

In Bayern sollen Hausärzte schon ab 1. April gegen Corona impfen können. Das hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek im Interview mit Bayern1 bestätigt. Der Minister sagte: "Der Plan sieht so aus, dass wenn der Bund uns die Impfstoffe liefert wie zugesagt, diese ab 1. April in die Arztpraxen gehen können und dann können die mit den Impfungen anfangen." Voraussetzung sei allerdings, dass es bis dahin genug Impfstoff gibt. Geplant sei ein "Impfbündnis" mit Ärzten, lokalen Impfzentren und Apotheken als Logistikpartner der Praxen.

Laut Holetschek sollen die Impfzentren im Freistaat im April pro Woche mit 350.000 Dosen Impfstoff beliefert werden. Darüber hinausgehende Lieferungen sollen an die Praxen gehen, so der Gesundheitsminister. Er erhofft sich davon ein höheres Tempo beim Impfen. Davon sollten vor allem chronisch Kranke, mobilitätseingeschränkte Menschen und immobile Menschen profitieren.

Noch am Mittwoch hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen, mit den Corona-Impfungen in den Praxen erst Mitte April zu beginnen.

07.00 Uhr: Hotels und Gaststätten fordern Öffnungen rund um Ostern

Die Hotels und Gaststätten in Deutschland fordern Öffnungen um die Oster-Feiertage herum. "61 Prozent unserer Betriebe plädieren für eine Öffnung noch vor Ostern", sagt die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), Ingrid Hartges, der "Rheinischen Post". "23,8 Prozent der Betriebe sprechen sich mit Blick auf die immer weniger werdende Vorlaufzeit für eine Öffnung direkt nach Ostern am 6. April aus." Von der nächsten Bund-Länder-Runde erwarte der Dehoga einen konkreten Fahrplan, wann unter welchen Voraussetzungen die Restaurants und Hotels wieder Gäste empfangen dürfen. "Der Endlos-Lockdown ist keine Lösung – nicht für die Unternehmer, nicht für die Beschäftigten", sagt Hartges.

05:20: Robert Koch-Institut meldet mehr als 12.800 Neuinfektionen

Sowohl die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen als auch die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland sind weiter gestiegen: Laut dem Robert Koch-Institut haben die Gesundheitsämter 12.834 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet, das sind 2.254 mehr als vor einer Woche.

Die Inzidenz stieg von 69,1 gestern auf aktuell 72,4. Außerdem wurden 252 weitere Todesfälle registriert.

05.13 Uhr: Thailands Ministerpräsident entscheidet vorerst gegen Astrazeneca

Thailands Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha und sein Kabinett haben sich erstmal gegen die Verwendung des Astrazeneca-Impfstoffs entschieden. "Astrazeneca ist immer noch ein guter Impfstoff, aber mit dem, was passiert ist möchte das Gesundheitsministerium auf der Grundlage dieser Empfehlung die Verwendung des Astrazeneca-Impfstoffs vorübergehend verschieben", erklärt Kiattiphum Wongjit, Staatssekretär des Gesundheitsministeriums. Thailands gesamte Impfstrategie ist stark von Astrazeneca abhängig. Das Medikament wird vor Ort von einer Firma produziert, die dem König des Landes gehört, wobei 61 Millionen Dosen für die thailändische Bevölkerung reserviert sind. Der lokal hergestellte Astrazeneca-Impfstoff soll jedoch nicht vor Juni fertig sein.

01.30 Uhr: Novavax-Impfstoff kommt Zulassung näher

Das US-Pharmaunternehmen Novavax gibt bekannt, dass sein Vakzin zu 96 Prozent gegen das ursprüngliche Corona-Virus und zu 86 Prozent gegen die britische Variante wirksam sei. Die Zahlen seien laut Unternehmen innerhalb einer Studie erhoben worden, die Novavax in Großbritannien durchführe. Damit sei das Unternehmen der Zulassung des Impfstoff wieder einen Schritt nähergekommen. Das Vakzin könnte bereits im Mai für den Einsatz in den USA zugelassen werden, wenn die US-Behörden die Daten aus Großbritannien für ausreichend hielten, so das Unternehmen.

00:19 Uhr: Hausärzteverband plädiert für Schließung der Impfzentren

Der Chef des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, hat sich für eine Schließung der Impfzentren ausgesprochen. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte Weigeldt, schon jetzt könne man alle Impfstoffe in den Praxen verimpfen. Oberstes Ziel müsse sein, bei steigenden Infektionszahlen so viele Menschen wie möglich in kurzer Zeit zu impfen. Das sei vor allem in Arztpraxen möglich.

Über die Beratungen von Bund und Ländern am Mittwochabend sagte Weigeldt: "Das Ergebnis ist eine Katastrophe." Die Minister hatten sich darauf verständigt, mit den Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen routinemäßig Mitte April zu beginnen, weil es noch zu wenig Impfstoff gebe.

00.07 Uhr: Rumänien pausiert Verwendung von Charge des Astrazeneca-Impfstoffs

Nach Dänemark und Norwegen setzt nun auch Rumänien den Einsatz einer Charge des Impfstoffes vom schwedisch-britischen Konzern Astrazeneca aus. Laut rumänischer Behörden sehe man den Verwendungs-Stopp als extreme Vorsichtsmaßnahme: "Die Entscheidung, die entsprechende Charge unter Quarantäne zu stellen, wurde ausschließlich aufgrund des in Italien gemeldeten Ereignisses getroffen." Andere Dosen des Unternehmens würden aber weiterhin verwendet. Die Aussetzung soll andauern, bis die Europäische Arzneimittelagentur eine Untersuchung zu dem Fall abgeschlossen hat.

Donnerstag, 11. März 2021

22:20: Spahn dämpft Hoffnung auf schnelle Lieferung des Johnson & Johnson-Impfstoffes

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson ist jetzt auch in der EU zugelassen. Trotzdem geht Gesundheitsminister Jens Spahn nicht davon aus, dass die ersten Dosen bald geliefert werden. In den ARD-"Tagesthemen" betonte er, frühestens Mitte, Ende April sei damit zu rechnen. Jetzt wolle man aber genau wissen, woran es liege, dass andere Länder beliefert würden und die EU erstmal nicht. Die Gespräche führe die Europäische Kommission. Der Impfstoff wird in den USA abgefüllt - dort herrscht faktisch ein Exportstopp für Corona-Impfstoffe.

20.40 Uhr: Hausärzte wollen Impfzentren schließen

Der Chef des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, hat sich dafür ausgesprochen, die Impfzentren zu schließen. "Schon jetzt könnte man alle Impfstoffe in den Praxen verimpfen", sagt Weigeldt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe). Weigeldt kritisierte den Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern scharf. Diese setzen bei den Corona-Impfungen zunächst weiter auf die Impfzentren und wollen die Ärzte erst später einbinden. Über die Beratungen vom Mittwochabend sagt Weigeldt: "Das Ergebnis ist eine Katastrophe." Die Entscheidung, die Ärzte erst ab Mitte April an den Impfungen zu beteiligen, sei falsch.

20.20 Uhr: Frankreichs Wirtschaft wird sich im ersten Halbjahr leicht erholen

Die französische Wirtschaft wird sich nach Einschätzung des Statistikamts in der ersten Jahreshälfte leicht erholen. Die Behörde geht in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Prognose davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im ersten und zweiten Quartal ein Prozent zulegen wird. Im vierten Quartal 2020 war die Wirtschaftsleistung angesichts neuer Beschränkungen wegen der zweiten Corona-Pandemie-Welle um 1,4 Prozent zum Vorquartal gefallen. Im ersten Quartal 2021 dürften allerdings netto 77.000 Arbeitsplätze verloren gehen, womit die Arbeitslosenquote auf 8,5 Prozent von acht Prozent Ende 2020 steigen dürfte.

Im Gesamtjahr 2020 war die französische Wirtschaft um 8,2 Prozent eingebrochen. Die EU-Kommission traut der nach Deutschland zweitgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone in diesem Jahr ein Wachstum von 5,5 Prozent zu.

20.10 Uhr: Frankreichs Außenminister nach Kontakt mit Corona-Infiziertem in Selbstisolation

Nach einem Kontakt mit einem Corona-Infizierten hat sich der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian in Selbstisolation begeben müssen - kurz nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Donnerstag in Paris. Le Drian habe seine bevorstehenden persönlichen Termine abgesagt, teilte sein Büro am Donnerstagabend mit. Es habe sich um einen familiären Corona-Kontaktfall gehandelt. Stunden zuvor war der französische Außenminister in Paris zu Gesprächen mit Maas sowie den Außenministern Ägyptens und Jordaniens zusammengekommen.

19.45 Uhr: Alfa-Romeo-Teamchef Vasseur wegen positivem Test nicht in Bahrain

Der Formel-1-Rennstall Alfa Romeo muss bei den offiziellen Testfahrten in Bahrain an diesem Wochenende ohne Teamchef Frederic Vasseur auskommen. Der 52-Jährige wurde im Rahmen der Routine-Proben positiv auf das Coronavirus getestet, das teilte das Team am Donnerstagabend mit. Der Franzose habe sich gleich darauf in häusliche Isolation begeben, ein weiterer Test zwei Tage später ergab ein negatives Ergebnis. Vasseur zeige keine Symptome, aus Gründen der Vorsicht trat er die Reise nach Bahrain aber nicht an. Die kommenden sieben Tage werde er aus der Quarantäne arbeiten, auch seine Aufgaben während der Testfahrten von Freitag bis Sonntag werde Vasseur auf diese Weise erfüllen können.

19.20 Uhr: Bareiß weist Verstrickung in Maskendeals von sich

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung und CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß hat sich nach eigenen Angaben nie an Geschäften mit Corona-Masken bereichert. In einer Pressemitteilung von Donnerstag versicherte der Bezirksvorsitzende der CDU Württemberg-Hohenzollern (Baden-Württemberg), dass er "weder 2020 und 2021, noch zu einem anderen Zeitpunkt, weder direkt noch indirekt und auch nicht über Gesellschaften aus dem Kauf oder Verkauf von Medizinprodukten oder Schutzausstattungen bzw. aus dem Vermitteln von Kontakten finanzielle Vorteile oder sonstige Vorteile erzielt" habe. Aus diesem Grund habe er auch die Erklärung der Unionsfraktion im Bundestag unterschrieben. Es ärgere ihn, dass das Verhalten Einzelner die ganze Politik in Verruf bringe, betonte Bareiß. Man bemühe sich um eine klare, zügige und transparente Aufklärung.

19.10 Uhr: World Travel Monitor sieht Chancen für rasche Erholung im Reisemarkt

ITB Berlin veröffentlicht die aktuellen World Travel Monitor® Ergebnisse von IPK International zur weltweiten Entwicklung der Auslandsreisen im Jahr der Pandemie und zu den Reiseabsichten in 2021. Nach überdurchschnittlich starken Wachstumsraten in den letzten 10 Jahren ist die Vorzeige-Branche Tourismus dramatisch abgestürzt und zählt zu den am stärksten betroffenen Wirtschaftsbranchen des Pandemie-Jahres. Weltweite Auslandsreisen sind 2020 um 70 Prozent zurückgegangen.

Die Verluste nach Kontinenten und Reisesegmenten fallen unterschiedlich aus. So schnitten naturorientierte Urlaubsarten und Autoreisen während der Pandemie deutlich besser ab als Flugreisen oder Städte- und Rundreisen. Trotz des weltweit drastischen Einbruchs in 2020 erlauben die aktuellen Umfrageergebnisse einen optimistischen Blick auf das Reisejahr 2021: Zwei Drittel der weltweiten Reisenden haben die Absicht, in 2021 wieder ins Ausland zu reisen.

18.55 Uhr: Jugendliche berichten über Zukunftssorgen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat in der Corona-Krise daran appelliert, bei Jugendlichen verstärkt die Übergangszeit zwischen Schule, Berufsleben und Studium in den Blick zu nehmen. Die SPD-Politikerin äußerte am Donnerstag nach einem Gespräch mit Jugendlichen und Experten Sorgen über eine mögliche steigende Jugendarbeitslosigkeit. "Deswegen muss das eines unserer großen Zukunftsthemen jetzt sein, dass wir uns jetzt um die Perspektiven an den Übergängen kümmern."

Bei der mehrstündigen Online-Diskussion mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Experten ging es unter anderem um die Perspektiven junger Menschen nach der Pandemie. Nach Giffeys Angaben nahmen rund 100 Jugendliche, Verbandsvertreter und Experten teil. Es gehe für rund 14 Millionen junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren um mehr als verpasste Schulstunden oder Lerndefizite, sagte sie. Die aktuelle Situation bremse die Betroffenen in vielen Lebensbereichen aus.

18.35 Uhr: Volkstheater Rostock plant Premierenreigen zu Öffnung

Mit dem Schauspiel "Jugend ohne Gott" will das Volkstheater Rostock am 22. März die Wiedereröffnung feiern. Dank der niedrigen Corona-Inzidenzwerte in der Hansestadt sei eine Rückkehr zum Spielbetrieb an diesem Termin möglich, teilte das Theater am Donnerstag mit. Ursprünglich war die Premiere des von Regisseur Daniel Pfluger inszenierten Stückes für Samstag, den 20. März, geplant gewesen. "Nun musste sie lediglich um zwei Tage verschoben werden." Dem Wochenstart im Großen Haus soll vom 25. März an ein ganzes Premierenwochenende mit Aufführungen in allen Spielstätten folgen, hieß es. Die vier Sparten hätten die Zeit genutzt und Angebote für den Neustart erarbeitet. Derzeit würden die Hygienemaßnahmen für Publikum und Mitarbeiter vorbereitet.

Das Volkstheater testet auch die "Luca"-App zur Kontaktnachverfolgung. In Rostock lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - am Donnerstag bei 25,3. Bundesweit gab das Robert Koch-Institut diesen Wert mit 69,1 an.

18.25 Uhr: Werden Impfstoff-Produktionsziel um bis zu 20 Prozent übertreffen

Pfizer und BioNTech werden nach Angaben von Pfizer-Chef Albert Bourla in diesem Jahr um bis zu 20 Prozent mehr Dosen ihres gemeinsam entwickelten Corona-Impfstoffs produzieren als ursprünglich geplant. Statt der zunächst angepeilten zwei Milliarden Dosen würden es nun 2,3 bis 2,4 Milliarden werden, sagt Bourla. Für 2022 stellt er drei Milliarden Dosen in Aussicht.

18.05 Uhr: Bund will Ländern weitere 17 Millionen Selbsttests im März liefern

Die Bundesregierung stellt den Ländern ein zweites Paket mit zusätzlichen 17 Millionen Selbsttests zur Verfügung. Im April könnten zudem weitere 45 Millionen Tests geliefert werden, heißt es in einem Schreiben von Gesundheits- und Verkehrsministerium an die Länder, das Reuters vorliegt. Ab Montag werde Siemens Healthcare wöchentlich 8,5 Millionen Tests zur Verfügung stellen können. Im April sollen es dann elf Millionen pro Woche sein. Verteilt werden sie demnach nach Bevölkerungsanteil an die Länder. Diese müssten ihr Interesse bis Freitagmittag bei Siemens anmelden.

Der Preis pro Test liege bei 4,14 Euro plus Mehrwertsteuer, den die Länder tragen müssen. Der Bund hatte bereits ein erstes Paket von gut zehn Millionen Tests als Starthilfe beschafft. Im Kern sollen die Länder aber künftig mit eigener Initiative die Selbsttests für Zuhause beschaffen.

17.50 Uhr: Schwedens Kronprinzessin Victoria und Ehemann positiv getestet

Schwedens Kronprinzessin Victoria und ihr Ehemann Prinz Daniel sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beide hätten milde Symptome, fühlten sich aber den Umständen entsprechend gut, teilt das Königshaus mit. Sie befänden sich in Selbst-Quarantäne.

17.46 Uhr: Kultusminister Sibler: Theateröffnung ohne Fixierung auf Zuschauerzahlen

Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) will bei der Öffnung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern ab dem 22. März "weg von starren Zuschauerzahlen". "Die maximal zulässige Zuschauerzahl wird sich nach den örtlichen Gegebenheiten sowie der Einhaltung des vorgeschriebenen Mindestabstandes und den gängigen Hygienemaßgaben richten", teilte er heute in München mit. Details dazu würden noch ausgearbeitet.

17.38 Uhr: Tschechien und Ungarn schmieden Bündnis mit Israel gegen Corona

Tschechien und Ungarn wollen mit Israel enger im Kampf gegen das Coronavirus sowie bei der Entwicklung von Impfstoffen zusammenarbeiten. Dies sagten die Ministerpräsidenten Ungarns und Tschechiens, Viktor Orban und Andrej Babis, bei einem Dreiertreffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu. Die beiden EU-Staaten folgten damit dem Beispiel von Dänemark und Österreich. Orban und Babis beschrieben Israel angesichts seiner rasanten Impfkampagne als Modell-Land, von dem man lernen wolle. Netanjahu sagte, beide Länder seien an einer Beteiligung an einem Impfstoffwerk interessiert, das in Israel entstehen solle.

17.18 Uhr: Gesundheitsexperte Lauterbach rechnet mit steigenden Corona-Zahlen durch vermehrte Tests

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach rechnet mit steigenden Corona-Fallzahlen durch Schnelltests, die künftig in großen Mengen verfügbar sein sollen. Dies könne zu höheren Inzidenzen führen, sagt er dem "Spiegel". Nach einiger Zeit sei aber mit einer Verringerung der Fallzahlen zu rechnen. Denn dann würden unbemerkte Übertragungswege verhindert.

17.10 Uhr: Corona-Impfungen in 19 afrikanischen Ländern gestartet

In mehreren afrikanischen Ländern haben die Impfkampagnen gegen Corona begonnen, bleiben aber hinter den Programmen in europäischen Ländern weiterhin deutlich zurück. 19 der 54 Länder auf dem afrikanischen Kontinent hätten mit dem Impfen begonnen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag mit. Über das Impfprogramm der Vereinten Nationen, Covax, wurden demnach bisher 518.000 Dosen verabreicht. In Afrika leben rund 1,3 Milliarden Menschen. Die Afrikadirektorin der WHO, Matshidiso Moeti, sagte auf einer virtuellen Pressekonferenz, Covid-19-Impfstoffe erreichten den Kontinent noch in beschränktem Umfang. Angesichts der Knappheit rief Moeti die Regierungen auf, Mitarbeitern im Gesundheitswesen Vorrang zu geben.

16.52 Uhr: Österreich will weitere Beschränkungen für Kinder und Jugendliche aufheben

Freizeitaktivitäten und Sport für Kinder und Jugendliche sollen in Österreich schon bald wieder mit Auflagen möglich sein. Trotz steigender Infektionszahlen soll die Lockerung der Corona-Einschränkungen am Montag in Kraft treten, kündigte das Sozial- und Gesundheitsministerium am Donnerstag an. Zuvor muss noch das Parlament zustimmen. "Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Beitrag für das Wohlergehen der jungen Menschen in Österreich und für die psychische Gesundheit während der Pandemie", schrieb das vom Grünen Rudolf Anschober geführte Ministerium in einer Mitteilung. Die Öffnungsschritte seien etwa für Jugendzentren, Pfadfindergruppen und Sportvereine vorgesehen, hieß es aus der der Grünen Parlamentsfraktion.

Unter-18-Jährige sollen Sport ohne Körperkontakt mit bis zu zehn Teilnehmern im Freien ausüben dürfen. Andere Aktivitäten in Kleingruppen werden auch in Innenbereichen erlaubt. Teilnehmer müssen sich registrieren und für Aktivitäten in geschlossenen Räumen negative Tests vorweisen.

16.48 Uhr: Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in der EU zugelassen

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson kann nun auch in der Europäischen Union genutzt werden. Die EU-Kommission genehmigte dies am Donnerstag, wie Präsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter mitteilte. "Mehr sichere und wirksame Impfstoffe kommen auf den Markt", schrieb von der Leyen. Die Kommission folgte einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA, die das Vakzin eingehend geprüft hatte. Es ist der vierte in der EU zugelassene Impfstoff gegen Covid-19.

16.44 Uhr: Türkei kündigt Impf-Offensive an

Die Türkei will bis Herbst 50 Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen. Das kündigt Gesundheitsminister Fahrettin Koca an. Seit Mitte Januar wurden 10,5 Millionen Türken geimpft. In der Türkei leben 83 Millionen Menschen.

16.38 Uhr: Robert-Koch-Institut sieht in Deutschland bereits dritte Corona-Welle

Nach Einschätzung von RKI-Chef Lothar Wieler hat in Deutschland die dritte Corona-Infektionswelle begonnen. Wenn die Impfkampagne allerdings gut verlaufe, könne das Virus in diesem Herbst unter Kontrolle gebracht werden, sagte der Chef des Robert-Koch-Instituts. Es gebe klare Anzeichen dafür, dass "die dritte Welle schon begonnen hat", sagte Wieler vor der Genfer UN-Journalistenvereinigung (ACANU). Laufe die Impfkampagne "nicht komplett aus dem Ruder", werde Deutschland das Geschehen bis Herbst aber unter Kontrolle haben. "Davon bin ich absolut überzeugt."

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Die dritte Welle ist da - sagt auch RKI-Chef Wieler heute und meldet über 14.300 neue Infektionsfälle innerhalb eines Tages.

16.17 Uhr: Regensburger Infektiologe: Zusammenhang von Impfung und Blutgerinnsel unwahrscheinlich

Ein deutscher Experte hält einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der AstraZeneca-Impfung und dem Todesfall in Dänemark für unwahrscheinlich. "Ein direkter Zusammenhang ist nicht richtig vorstellbar, das kann auch Zufall sein", sagte der Infektiologe Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg der Nachrichtenagentur dpa. "Gefäßverschlüsse sind weder in den Zulassungsstudien aufgetaucht noch bei den Impfungen in England, und dort ist man sehr wachsam", so Salzberger. Allerdings müsse man dem Vorfall nachgehen. "Wenn man ein solches Phänomen sieht, dann muss man das untersuchen, und das tun die Dänen derzeit."

16.01 Uhr: Polen verschärft Corona-Maßnahmen in zwei Landesteilen

Polen verschärft die Corona-Schutzmaßnahmen in zwei weiteren Landesteilen. In den Woiwodschaften Masowien mit der Hauptstadt Warschau und Lebus müssen Hotels, Schwimmbäder, Museen, Kinos, Theater und Sportstätten wieder schließen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Für Einkaufszentren gelten dort neue Einschränkungen. An den Schulen wird der Präsenzunterricht zurückgefahren. Ähnliche Restriktionen waren zuvor bereits für die Verwaltungsgebiete Ermland-Masuren und Pommern beschlossen worden.

15.52 Uhr: Impfbereitschaft von Ärzten und Pflegekräften auf Intensivstationen gestiegen

Die Impfbereitschaft unter Ärzten und Pflegekräften auf Intensivstationen ist laut einer Umfrage zweier medizinischer Fachverbände im Februar auf 75 Prozent gestiegen. Das berichteten die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) sowie die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin (DGIIN) am Donnerstag in München gemeinsam unter Verweis auf eine Onlinebefragung unter 3.500 Mitgliedern.

Demnach stieg die Bereitschaft, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, im Vergleich zu einer identischen Umfrage vom Dezember um zehn Prozentpunkte. Damals hatte der Wert laut Divi und DGIIN bei 65 Prozent gelegen. Die Impfbereitschaft der Beschäftigten sei insbesondere im Vergleich zum Interesse an Immunisierungen gegen Grippe generell sehr hoch. Allerdings zögerten vor allem junge Frauen in der Pflege noch bei einer Corona-Schutzimpfung.

15.49 Uhr: EMA sieht kein erhöhtes Blutgerinnsel-Risiko durch Corona-Impfungen

Das Risiko von Blutgerinnseln erhöht sich nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) durch eine Corona-Impfung nicht. Nach bisherigen Erkenntnissen sei "die Zahl der thromboembolischen Ereignisse bei geimpften Menschen nicht höher als in der Allgemeinbevölkerung", teilte die EMA am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mit. Zuvor hatten Dänemark und Norwegen den Gebrauch des Astrazeneca-Impfstoffs wegen eines befürchteten Zusammenhangs zwischen einer Impfung und einem Blutgerinnsel-Fall ausgesetzt.

15.36 Uhr: Brüssel kündigt weitere Millionenhilfe für Anti-Corona-Maßnahmen an

Deutschland und andere Staaten sollen zur Bewältigung der Corona-Krise weitere Millionenhilfen aus dem EU-Solidaritätsfonds bekommen. Insgesamt geht es um 530 Millionen Euro für 17 EU-Länder und drei Beitrittskandidaten, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte.

Darin sind 132,7 Millionen Euro für Deutschland und sechs weitere Länder enthalten, deren Auszahlung bereits im Oktober angekündigt worden war. Das Geld soll unter anderem dazu dienen, Präventionsmaßnahmen gegen die Virusausbreitung zu unterstützen. Das Europäische Parlament und die EU-Staaten müssen dem Vorschlag der Kommission noch zustimmen.

15.32 Uhr: Covid-19 laut Hamburger Studie gefährlicher als Grippe

Eine neue Patientenstudie der Uniklinik Hamburg-Eppendorf bestätigt, dass eine Corona-Infektion wesentlich gefährlicher ist als eine saisonale Grippe. Unter den immungeschwächten Patienten und Patientinnen hatten diejenigen mit einer Covid-19-Infektion mit 33,3 Prozent eine höhere Krankenhaussterblichkeit als die Patienten mit saisonaler Influenza (11,6 Prozent), wie die heute vorgestellte Untersuchung ergab. Zugleich zeigen die Daten, dass auch jüngere Covid-19-Patienten mit geringen Begleiterkrankungen schwer erkranken können. Covid-19-Patienten mussten durchschnittlich 26 Tage im Krankenhaus verbringen, die mit saisonaler Influenza nur 17 Tage.

Covid-19-Patienten benötigten auch häufiger eine Sauerstofftherapie. 40 Prozent von ihnen mussten auf die Intensivstation verlegt werden, aber nur 20 Prozent der Grippeerkrankten. Die Beobachtungen würden sich mit den Ergebnissen aus nationalen Datenerhebungen des Robert Koch-Instituts decken, sagte der Oberarzt und Co-Autor Julian Schulze zur Wiesch.

15.21 Uhr: EMA prüft Antikörper-Therapie gegen Covid-19

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft die Wirksamkeit einer Antikörper-Behandlung gegen Covid-19. Die Behandlung mit den Mitteln Bamlanivimab und Etesemivab des US-Pharmakonzerns Eli Lilly werde im beschleunigten Rolling-Review-Verfahren erfolgen, teilte die EMA mit. Dabei werden Ergebnisse von Studien bereits bewertet, auch wenn Testreihen noch nicht abgeschlossen und noch kein Zulassungsantrag für die EU gestellt wurde. Nach ersten Resultaten von zwei Studien könnten die Präparate in Kombination gegen eine Covid-19-Erkrankung wirksam sein. Wie lange das Prüfverfahren dauern werde, sei unklar.

15.15 Uhr: RKI: Erstmals mehr als 250.000 Impfungen an einem Tag

Zum ersten Mal sind in den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) mehr als eine Viertelmillion Corona-Impfungen pro Tag verzeichnet. Demnach wurden dem RKI zuletzt 257.671 Impfungen an einem Tag gemeldet, wie aus der Statistik hervorgeht. Ähnlich hohe Werte wurden auch schon an Tagen zuvor erreicht (5. März: 245.358, 9. März: 241.916). Mehr als 5,7 Millionen Menschen haben bundesweit laut RKI nun mindestens eine Impfung erhalten, das entspricht einer Impfquote von 6,9 Prozent. 3,2 Prozent - mehr als 2,6 Millionen Menschen - gelten mit zwei Dosen als vollständig geimpft.

15.10 Uhr: Polen hebt Lockerungen wieder auf

Polen wird zwischenzeitlich aufgehobene Einschränkungen in zwei besonders von der Pandemie betroffenen Regionen wieder einführen. Dazu gehöre auch die Hauptstadt Warschau, sagt Gesundheitsminister Adam Niedzielski. In den betroffenen Gebieten müssten Kinos, Schwimmhallen, Einkaufszentren und Hotels wieder schließen. Kinder der ersten drei Schulklassen müssten zudem in Teilen wieder online unterrichtet werden.

14.54 Uhr: Italien verbietet Impfungen mit bestimmten AstraZeneca-Chargen

Die italienische Medizin-Aufsichtsbehörde Aifa kündigt an, die Verwendung bestimmter Chargen des AstraZeneca-Impfstoffes zu verbieten. Bei der Partie mit der Kennung ABV 2856 habe es einige ernstzunehmende negative Auswirkungen gegeben. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, da noch kein Zusammenhang zwischen den Vorkommnissen und den Impfungen festgestellt werden konnte.

14.50 Uhr: BioNTech-Impfstoff schützt laut israelischer Studie zu 97 Prozent

Eine Datenauswertung zur Corona-Impfkampagne in Israel hat nach Angaben der Unternehmen BioNTech und Pfizer die hohe Wirksamkeit ihres Vakzins bestätigt. Der Impfstoff schütze zwei Wochen nach Verabreichung der zweiten Dosis zu mindestens 97 Prozent vor symptomatischen Erkrankungen, schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen, teilten die Unternehmen mit. Die Auswertung habe außerdem eine Wirksamkeit des Impfstoffs von 94 Prozent gegen asymptomatische Corona-Infektionen gezeigt. "Die Wirksamkeitsdaten aus der praktischen Anwendung in Israel sind sehr ermutigend und bestätigen den hohen Impfschutz, den wir in unserer Phase-3-Studie zeigen konnten", erklärte der Pfizer-Manager Luis Jodar.

14.33 Uhr: Auch Norwegen stoppt Einsatz von AstraZeneca-Impfstoff

Nach Dänemark setzt auch Norwegen den Einsatz des Impfstoffes vom schwedisch-britischen Konzern AstraZeneca aus. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, erklärt der Abteilungsleiter für Infektionskrankheiten am norwegischen Institut für öffentliche Gesundheit, Geir Bukholm.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin äußert sich zurückhaltend zur Entscheidung Dänemarks, Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca zu stoppen. "Nach jetzigem Stand gibt es noch keine Hinweise darauf, dass der Todesfall in Dänemark mit einer Corona-Impfung ursächlich in Verbindung steht." Aktuell untersuchten die europäischen Arzneimittelbehörden den Fall.

14.29 Uhr: Frankreich lockert Reiseeinschränkungen

Frankreich lockert die Reiseeinschränkungen. Passagiere von und nach Australien, Südkorea, Israel, Japan, Neuseeland, Großbritannien und Singapur müssten nicht mehr einen zwingenden Grund für ihre Reise nachweisen, teilt das Außenministerium in Paris mit. Allerdings blieben andere Vorschriften in Kraft. Dazu gehöre die Vorlage eines negativen Coronavirus-Tests, der nicht älter als 72 Stunden sein dürfe.

14.27 Uhr: EU-Behörde macht Weg frei für Impfstoff von Johnson & Johnson

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Zulassung des Corona-Impfstoffes des US-Herstellers Johnson & Johnson in der EU empfohlen. Das teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Die endgültige Entscheidung über die bedingte Marktzulassung muss nun die EU-Kommission treffen - das gilt als Formsache.

13.57 Uhr: Weitere Proteste gegen Lockdown-Maßnahme in Frankreich

Der Protest gegen die Corona-bedingte Schließung französischer Kulturstätten weitet sich aus. Nach der Besetzung des Pariser Theaters Odéon haben Kulturschaffende weitere Schauspielstätten in Besitz genommen, darunter in Pau im Südwesten Frankreichs und in Straßburg. Mit ihrer Aktion fordern Schauspieler, Technikerinnen und Studierende der Dramaturgie die Wiedereröffnung der Kulturstätten sowie finanzielle Hilfen. Die Bewegung wurde durch die Besetzung des Pariser Odéon-Theaters von rund 80 Personen am vergangenen Donnerstag ausgelöst. Seitdem wurde unter anderem das Théâtre de la Colline in Paris besetzt, ebenso wie das Nationaltheater TNS in Straßburg. Frankreichs Kulturministerin Roselyne Bachelot hat die Aktionen als nutzlos bezeichnet.

13.45 Uhr: RKI-Chef: Jetzt höhere Inzidenzen bei Jüngeren als vor zweiter Welle

Zu Beginn der dritten Corona-Welle in Deutschland sieht der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) eine andere Ausgangslage als vor der zweiten Welle. Die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche liege aktuell bei der jüngeren, mobilen, berufstätigen Bevölkerung auf einem deutlich höheren Niveau als damals, sagte Lothar Wieler am Donnerstag in einem Online-Vortrag vor Studenten der Hochschule für Politik München. Offensichtlich erschwere dies die Bekämpfung der dritten Welle, diese Gruppen hätten die meisten Kontakte.

13.28 Uhr: China stellt Impfstoff für Olympia-Starter in Tokio und Peking bereit

Das Nationale Olympische Komitee Chinas will Impfstoffdosen für die Teilnehmer der Olympischen und Paralympischen Spiele in diesem Sommer in Tokio und 2022 in Peking bereitstellen. Dies teilte Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, am Donnerstag am zweiten Tag der IOC-Session mit. "Das IOC hat ein freundliches Angebot vom Chinesischen Olympischen Komitee erhalten", sagte Bach. Das NOK Chinas sei bereit, mit dem IOC diese zusätzlichen Dosen auf zwei Wegen zur Verfügung zu stellen. Entweder über die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern oder direkt in den zahlreichen Ländern, in denen Vereinbarungen über chinesische Impfstoffe bestehen würden.

13.20 Uhr: Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Estland

In Estland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am ersten Tag des einmonatigen Lockdowns in dem baltischen EU-Land einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsbehörde in Tallinn vermeldete am Donnerstag 1.957 positive Tests binnen eines Tages. Der bisherige Rekordwert lag bei 1.571. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie fast 81.000 Corona-Fälle erfasst, 686 Infizierte starben.

Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohner war lange glimpflicher als viele andere EU-Staaten durch die Pandemie gekommen. Nun aber ist der Ostseestaat stark betroffen und weist nach Angaben der EU-Behörde ECDC aktuell eine der höchsten Infektionsraten in Europa auf. Grund dafür ist die rasche Verbreitung des britischen Coronavirus-Stammes, der als ansteckender als die ursprüngliche Form gilt. Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen hat die Regierung in Tallinn das Land seit heute bis zum 11. April in einen Lockdown geschickt.

13.12 Uhr: Handel erwartet zahlreiche Klagen wegen Corona-Hilfen

Zahlreiche Einzelhändler dürften aus Sicht des Branchenverbandes HDE auf eine staatliche Umsatzerstattung für die Schließung ab Mitte Dezember klagen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) geht auf Grundlage eines Gutachtens von guten Erfolgsaussichten aus. "Da die Lage bei vielen Händlern nach wie vor sehr schwierig ist, rechnen wir mit einer großen Zahl an Klagen", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Expertise sieht laut dem HDE eine haltlose Ungleichbehandlung von Handel und Gastronomie. Denn Gastronomen könnten sich über die Dezemberhilfe bis zu 75 Prozent ihres entgangenen Umsatzes ausgleichen lassen. Der Handel dagegen werde auf die Überbrückungshilfe III verwiesen, mit der Fixkosten teilweise kompensiert werden. Dies sei deutlich weniger Geld als die Dezemberhilfe.

13.00 Uhr: Wirtschaft sagt erneut mehr Tests in Unternehmen zu

Die Bundesregierung hat am Vormittag die Corona-Lage zusammen mit Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften erörtert. Regierungssprecher Steffen Seibert teilt mit, es sei erneut zugesagt worden, Corona-Tests in Unternehmen auszuweiten. Außerdem sei es um strukturelle Folgen der Pandemie gegangen, wie die Digitalisierung und die Veränderung der Innenstädte. "Es herrschte Einigkeit darüber, dass die Sicherung des Fachkräftenachwuchses für Deutschland von entscheidender Bedeutung ist. In dem Zusammenhang wurden Möglichkeiten diskutiert, die aktuelle Ausbildungssituation zu verbessern."

12.58 Uhr: Südkorea impft nun auch Menschen ab 65 mit AstraZeneca-Impfstoff

Nach dem Beginn der landesweiten Impfungen vor zwei Wochen gibt Südkorea das Vakzin von AstraZeneca auch für Menschen von 65 Jahren und älter frei. Die Entscheidung sei nach entsprechenden Empfehlungen eines Expertengremiums getroffen worden, teilte Ministerpräsident Chung Sye Kyun mit. Die Altersgruppe ab 65 war zum Start der Impfkampagne Ende Februar von der Verabreichung des AstraZeneca-Vakzins noch ausgeschlossen worden, weil nicht genügend Daten über dessen Wirksamkeit bei älteren Menschen vorgelegen hatten. Nach Angaben der Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention kam der koreanische Expertenausschuss für Immunisierungspraxis (KECIP) jetzt zu dem Schluss, dass das Vakzin wirksam sei, "um das Risiko einer Krankenhauseinweisung und einer Übertragung" zu reduzieren. Es gebe keinen Unterschied bei der Effektivität des Produkts von Astrazeneca und des Impfstoffs der Unternehmen BioNTech und Pfizer.

12.50 Uhr: Corona-Fälle in Afrika gehen zurück

Afrika verzeichnet bei der Zahl der nachgewiesenen neuen Corona-Fälle einen spürbaren Rückgang. "Bei den neuen Fällen gab es in den vergangenen vier Wochen auf dem gesamten Kontinent einen neunprozentigen Rückgang", sagte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union, der Africa CDC. In dem am meisten betroffenen Land Südafrika - es verzeichnet kontinental 38 Prozent aller Fälle - sei die Covid-19-Sterberate im Schnitt sogar um 25 Prozent gesunken. In den kommenden Tage soll die Impfkampagne "Vaccinate Africa 2022" vorgestellt werden, die mit EU-Hilfe beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur rund 60 Prozent der Bevölkerung immunisieren soll.

12.41 Uhr: Sachsen-Anhalt will Vorwürfe in Impfaffäre untersuchen

Nach der vorzeitigen Impfung Hunderter Polizistinnen und Polizisten in Sachsen-Anhalt werden innerhalb des Innenministeriums mögliche Rechtsverstöße geprüft. Das sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff bei einer Regierungsbefragung im Landtag. Für das Innenministerium und die nachgeordneten Bereiche sei zunächst der Innenminister selbst zuständig und müsse ihm dann berichten, sagte der CDU-Politiker. Im Anschluss müsse über Konsequenzen beraten werden.

Bei einer Landtagssitzung Anfang Februar hatte die Gesundheitsministerin von Sachsen-Anhalt, Petra Grimm-Benne (SPD), auf eine Nachfrage hin berichtet, dass der Landkreis Stendal auf eigene Faust mehr als 300 Polizistinnen und Polizisten vorzeitig geimpft hatte. Die Hintergründe der Aktion wurden unter anderem in Fachausschüssen des Landtags diskutiert, dabei ging es auch um einen Mailwechsel zwischen dem Innen- und dem Gesundheitsministerium zur Zulässigkeit der Impfaktion.

12.33 Uhr: Frankreich prüft "Gesundheitspass" für Flugreisen

Frankreich prüft einen "Gesundheitspass" für Reisende. Verkehrs-Staatssekretär Baptiste Djebbari begrüßte am Donnerstag im Radiosender RMC erste Testläufe bei der Fluggesellschaft Air France. Sie setzt auf Flügen zwischen Paris und französischen Überseegebieten wie Martinique und Guadeloupe einen Monat lang eine App ein, die Auskunft über einen negativen Corona-Test geben soll.

Djebbari sagte, dies könne ein "Vorläufer" eines künftigen neuen Reisedokuments in der Pandemie sein. Darin könnten nach Vorstellung der französischen Regierung neben Negativ-Tests auch Impfungen verzeichnet werden. Präsident Emmanuel Macron hatte einen "Gesundheitspass" Ende Februar auch als mögliches Mittel bezeichnet, um Restaurants und Kulturstätten wieder öffnen zu können.

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Der digitale Impfpass soll für mehr Freiheit sorgen. Geimpfte können mit ihm etwa wieder ungehindert in den Urlaub reisen. Spätestens bis zu den Sommerferien will auch Deutschland den Pass eingeführt haben.

12.30 Uhr: Mehr als 1.500 Corona-Tote an einem Tag in den USA

In den USA sind binnen eines Tages 1.564 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet worden. Zudem registrierten die Behörden am Mittwoch für denselben Zeitraum 58.611 Neuinfektionen, wie aus der Internetseite der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Der bisherige Tageshöchstwert an Todesfällen seit Beginn der Pandemie war in den USA am 12. Januar mit 4.465 Toten registriert worden.

12.16 Uhr: Tschechiens Ärzte behandeln Höchstwert schwerer Covid-19-Erkrankungen

In Tschechien wird eine Rekordzahl schwerer Covid-19-Fälle in den Krankenhäusern behandelt. Knapp 2.000 Patienten befanden sich in einem ernsten Zustand oder wurden künstlich beamtet, wie das Gesundheitsministerium in Prag am Donnerstag bekanntgab. Landesweit sind derzeit nur noch zwölf Prozent aller Intensivbetten frei. Zudem werden mehr als 6.800 weitere Menschen mit leichteren Verläufen stationär versorgt.

Trotz der angespannten Lage kommen möglicherweise doch keine Covid-19-Patienten aus Tschechien zur Behandlung nach Deutschland. "In diesem Moment ist der Transport von Patienten ins Ausland nicht erforderlich", sagte Regierungschef Andrej Babis der Zeitung "Pravo". Jeder Überführung von Intensivpatienten sei eine "riskante Angelegenheit", betonte der 66-Jährige.

12.10 Uhr: Frühere US-Präsidenten werben für Corona-Impfung

Die ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, George W. Bush, Bill Clinton und Jimmy Carter haben in einer Werbekampagne zu Corona-Impfungen aufgerufen. "Diese Impfung bedeutet Hoffnung. Sie wird Sie und die, die Sie lieben, vor dieser gefährlichen und tödlichen Krankheit schützen", sagt Obama (2009-2017) in einem der Videoclips, die die gemeinnützige Werbeagentur Ad Council in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichte. Als einzige der lebenden Ex-Präsidenten und First Ladys waren Obamas Nachfolger Donald Trump (2017-2021) und dessen Ehefrau Melania in keinem der Werbespots zu sehen. Unter dem Titel "It's up to you" (etwa: Es ist Ihre Entscheidung) zeigt der einminütige Clip, wie die vier Ex-Präsidenten und ihre Ehefrauen ihre Impfungen erhalten.

11.59 Uhr: Dresden verbietet "Querdenken"-Demonstration

Das Dresdner Ordnungsamt hat eine für Samstag geplante Demonstration der "Querdenken"-Bewegung gegen die Corona-Politik untersagt. Der Veranstalter sei nicht in der Lage und nicht willens, "seine Mobilisierung und den damit verbundenen Zustrom von Tausenden Teilnehmern auch aus Hochinzidenz- und Mutationsgebieten nach Dresden zu beeinflussen", teilte die Versammlungsbehörde in Dresden heute zur Begründung mit. Das Versammlungsgeschehen und damit einhergehende Anreisen aus Sachsen und angrenzenden Bundesländern würden dem beabsichtigten Schutz in der Corona-Pandemie zuwiderlaufen, hieß es weiter.

11.42 Uhr: Keine Kontrollen zu kostenlosen Schnelltests in Bayern geplant

Einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche bezahlt der Bund seit Montag für alle Menschen in Deutschland. Ob sich im Freistaat alle an diese Begrenzung halten, will das bayerische Gesundheitsministerium aber nicht überprüfen. Ein solcher Kontrollmechanismus sei "derzeit nicht geplant", sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, "dass die Bürgerinnen und Bürger umsichtig mit dem bereits bestehenden Angebot der Jedermann-Testung umgehen".

Neben diesen kostenlosen PCR-Tests in kommunalen Testzentren können sich Menschen in Bayern seit Montag auch ohne Erkältungssymptome einmal pro Woche einem Gratis-Schnelltest durch geschultes Personal unterziehen.

11.35 Uhr: Öffnung der Bühnen: Berlin plant Pilotprojekt mit Corona-Tests

In Berlin sollen die ersten Bühnen noch im März für ein Pilotprojekt öffnen. Das Publikum wird vorher auf das Coronavirus getestet. Neben den Philharmonikern, der Berliner Volksbühne und der Staatsoper Unter den Linden ist beispielsweise auch die Clubcommission mit einem Konzert dabei. Geplant sind neun Veranstaltungen bis Anfang April. "So ein Pilot ist in Deutschland einzigartig – und hoffentlich ein Beitrag mit Blick auf ein unbeschwertes Besuchen von Kulturveranstaltungen", teilte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Donnerstag mit.

Das Publikum muss am Tag der Veranstaltung zu einem Coronatest und soll während der Vorstellung einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Den Auftakt macht das Berliner Ensemble am 19. März, die Stiftung Berliner Philharmoniker plant dann am 20. März ein Sinfoniekonzert.

11.21 Uhr: EU-Zahlen zeigen umfangreiche Impfstoff-Exporte

Trotz ihres Mangels an Corona-Impfstoff hat die EU in den vergangenen Wochen den Export von etwa 34 Million Dosen genehmigt. Das gehe aus Zahlen der Europäischen Union hervor, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Mehr als 9,1 Millionen Dosen seien ins Vereinigte Königreich exportiert worden, sagten mehrere Personen aus dem EU-Apparat, die wegen der Brisanz der Daten nicht namentlich genannt werden wollten. Zur gleichen Zeit hatten die Spannungen zwischen Großbritannien und der EU wegen Impfstoffausfuhren und der Brexit-Vereinbarung zugenommen.

Eine Person sagte, Exporte gebe es "nur für die Hersteller, die ihre vertraglichen Zusagen" gegenüber der EU einhielten. Die EU hat bei mehreren Pharmaunternehmen Impfstoff bestellt. Den aktuellsten verfügbaren Zahlen zufolge haben 35 Prozent der Erwachsenen im Vereinigten Königreich mindestens eine Dosis eines Corona-Impfstoffs erhalten, wohingegen der Anteil in der EU nur 9,6 Prozent beträgt.

11.08 Uhr: EU will Regeln für Exportstopp von Impfstoff bis Juni verlängern

Die EU-Kommission will nach Angaben eines EU-Vertreters die Möglichkeit von Einschränkungen der Exporte von Impfstoffen bis Ende Juni verlängern. Die Europäische Union führte das Regelsystem für Exporte Ende Januar ein, nachdem mehrere Impfstoffhersteller Lieferverzögerungen angekündigt hatten. Es sollte eigentlich Ende März auslaufen. Italien machte vergangene Woche erstmals von den Regeln Gebrauch, als es die Ausfuhr von Impfdosen nach Australien stoppte.

11.06 Uhr: Dresden untersagt "Querdenken"-Demos

Die Stadt Dresden hat die für Samstag geplante "Querdenken"-Demonstration gegen Corona-Auflagen auf drei großen Plätzen im Zentrum untersagt. Die Kundgebungen und damit einhergehende Anreisen aus Sachsen und angrenzenden Bundesländern würden dem "Schutzzweck aller Corona-Schutzverordnungen zuwiderlaufen", teilte die Stadt als Versammlungsbehörde heute mit. Der Anmelder habe infektionsschutzrechtliche Bedenken nicht entkräften können. "Die Versammlungsbehörde musste daraus schlussfolgern, dass der Veranstalter nicht in der Lage und nicht willens ist, seine Mobilisierung und den damit verbundenen Zustrom von Tausenden Teilnehmern auch aus Hochinzidenz- und Mutationsgebieten nach Dresden zu beeinflussen", hieß es.

11.01 Uhr: In Polen britische Mutante auf dem Vormarsch

In Polen wird mit 21.045 Neuinfektionen der höchste Wert seit November erreicht. Das Gesundheitsministerium teilt mit, dies sei vor allem auf die rasche Ausbreitung der zuerst in Großbritannien entdeckten hochansteckenden Corona-Mutante zurückzuführen. Bislang wurde das Coronavirus in Polen bei knapp 1,85 Millionen Menschen nachgewiesen, 46.373 Menschen starben an oder mit dem Virus.

10.55 Uhr. Sachsen verteidigt nur schrittweise Einbeziehung der Hausärzte beim Impfen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Kritik an der nur schrittweise geplanten Einbeziehung der Hausärzte in die Impfstrategie zurückgewiesen. "Die Impfzentren haben den größten Durchsatz, dort geht es am schnellsten", sagte der CDU-Politiker im ZDF. Dort könnten viel mehr Impfungen an einem Tag geschafft werden als in Arztpraxen. Ärztevertreter hatten kritisiert, dass die Hausärzte nicht schon Anfang April mit großen Mengen an Impfdosen versorgt werden sollen.

10.45 Uhr: Dänemark setzt Impfungen mit Astrazeneca-Vakzin aus

In Dänemark wird vorübergehend niemand mehr mit dem Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca geimpft. Grund dafür seien Berichte über schwere Fälle von Blutgerinnseln bei Personen, die mit dem Mittel gegen Covid-19 geimpft worden seien, teilte die dänische Gesundheitsverwaltung mit. Die europäischen Arzneimittelbehörden hätten vor dem Hintergrund eine Untersuchung des Impfstoffes eingeleitet. Ein Bericht beziehe sich auf einen Todesfall in Dänemark. Man könne jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Vakzin und den Blutgerinnseln bestehe.

Regierungschefin Mette Frederiksen bestätigte, dass die Verabreichung des Astrazeneca-Impfstoffes pausiert werde. Diese Nachricht sei ärgerlich, da man unheimlich abhängig davon sei, dass alle geimpft würden. Gesundheitsminister Magnus Heunicke sprach ebenso wie die Gesundheitsverwaltung von einer Vorsichtsmaßnahme. Die Vorfälle sollten gründlich untersucht werden, schrieb er auf Twitter.

Nach Behördenangaben wird der Stopp zunächst 14 Tage dauern, danach wird geschaut, wie es weitergeht. Es sei wichtig, zu unterstreichen, dass man den Astrazeneca-Impfstoff nicht ablehne, sondern die Verabreichung pausiere. Es sei gut dokumentiert, dass das Mittel sowohl sicher als auch effektiv sei. Man müsse jedoch auf Berichte zu möglichen ernsthaften Nebenwirkungen reagieren.

10.41 Uhr: Hausärzteverband kritisiert verzögerte Impfungen in Arztpraxen

Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, hat die Verzögerung beim Start der Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen kritisiert. "Wir sind nicht nur bereit, wir scharren seit Wochen ungeduldig mit den Hufen", sagte Weigeldt im Deutschlandfunk. Der Hausärzteverband wolle bei der Durchimpfung der Bevölkerung endlich "tatsächliche Ergebnisse" haben. "Ich kann nicht verstehen, dass man sozusagen das Volk im Lockdown hält, anstatt zu impfen, um irgendwelche Impfzentren weiter zu bedienen", sagte Weigeldt.

Da die Impfzentren vorrangig beliefert werden sollen, ist für die Praxen noch nicht genügend Impfstoff vorrätig. Der Impfstart in den Hausarztpraxen war am Montag zunächst noch für Anfang April vorgesehen. Nach Beratungen einigten sich die Gesundheitsminister gestern auf die 16. Kalenderwoche (19. bis 25. April) oder früher - "sollten es die noch zu konkretisierenden Liefermengen der Hersteller für April zulassen". Regierungssprecher Steffen Seibert hatte mitgeteilt, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder zeitnah über die Empfehlungen der Gesundheitsministerkonferenz entscheiden wollen.

10.40 Uhr: Weiterer Beschuldigter und erneute Durchsuchung im Fall Nüßlein

Bei den Korruptionsermittlungen gegen den Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein im Zusammenhang mit Maskengeschäften gibt es mittlerweile einen dritten Beschuldigten. Nach Angaben der Münchner Generalstaatsanwaltschaft handelt es sich dabei um keinen Politiker. Nähere Angaben wollte der Sprecher der Ermittlungsbehörde nicht machen. Zuvor hatten mehrere Medien über den dritten Verdächtigen berichtet. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatte es in München auch eine weitere Durchsuchung in dem Ermittlungsverfahren gegeben. Bei dem weiteren Beschuldigten soll es sich um einen Geschäftsmann handeln.

Vor zwei Wochen hatte die Generalstaatsanwaltschaft im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Nüßlein und einen zweiten, nicht benannten Beschuldigten zunächst 13 Objekte in Deutschland und in Liechtenstein durchsuchen lassen. Es geht um den Anfangsverdachts der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern bei Geschäften mit Corona-Schutzmasken. Nüßleins Anwalt hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

10.26 Uhr: Neuer Höchstwert bei täglichen Positiv-Tests in Ungarn

Ungarn registriert mit 8.312 neuen Positiv-Tests einen Höchstwert. Damit zeigt sich nach offiziellen Angaben, dass sich die dritte Welle der Pandemie verstärkt, obwohl die Kontakteinschränkungen verschärft und die Impfkampagne ausgeweitet wurde. Ministerpräsident Viktor Orban will heute nach Israel reisen, um sich über Maßnahmen gegen die Seuche zu informieren. Israel hat die Ausbreitung des Virus eindämmen können und erste Schritte zur Rückkehr zur Normalität eingeleitet.

10.09 Uhr: Corona-Infektionszahlen in Israel gehen zurück

Fast ein Vierteljahr nach Beginn der Coronavirus-Impfkampagne nimmt die Infektionsdynamik in Israel ab. Erstmals seit Mitte Dezember fiel die Infektionsrate unter die Marke von drei Prozent, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Von knapp 99.000 gemachten Tests fielen demnach am Mittwoch 2,9 Prozent positiv aus. Gemeldet wurden 2.802 neue Fälle - am Mittwoch vor einer Woche waren es noch 4.666. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Israel im Vergleich zu Deutschland allerdings höher. In Deutschland leben etwa neun Mal so viele Menschen. Hier wurden zuletzt binnen 24 Stunden 14.356 Corona-Neuinfektionen erfasst.

10.08 Uhr: Gastgewerbe will bei der Impf-Priorisierung nach vorne rücken

Der bayerische Hotel- und Gaststätten-Verband fordert vorgezogene Impfungen für seine Mitarbeiter. Wenn besonders empfindliche Personengruppen durchgeimpft seien, müssten sie eine "höhere Priorisierung" bekommen, sagte Verbandspräsidentin Angela Inselkammer.

Der Verband bewegt sich argumentativ dabei auf einem schwierigen Pfad, schließlich betont er seit langem, dass der Aufenthalt in der Gastronomie und Hotels sicher sei. Auch Inselkammer bekräftigt dies, dennoch sei das Gastgewerbe "eine Branche mit hoher Kontaktfrequenz". Zudem fordert sie auch aus wirtschaftlichen Gründen, die Branche beim Impfen nicht zu vergessen. "Wollen wir nicht Insolvenzen von Betrieben in allen Regionen riskieren, die landauf, landab 477.000 Menschen einen Vollerwerb sichern, müssen wir sie jetzt auch beim Impfen entsprechend ihrer Kontakthäufigkeit vorrangig behandeln."

10.01 Uhr: Piazolo - Mit mehr Tests auch Schulöffnungen in Hotspots ermöglichen

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo schlägt für Regionen mit hohen Corona-Zahlen umfassende Testkonzepte für Schulen vor, um auch dort teilweise wieder Wechselunterricht zu ermöglichen. "Ich könnte mir vorstellen, dass wir über die Methode des intensiven Testens auch bei Sieben-Tage-Inzidenzen über 100 mindestens die Grundschulen wieder öffnen können", sagte Piazolo der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit ist in Landkreisen und kreisfreien Städten mit Inzidenzen über 100 lediglich Distanzunterricht möglich. Bei seinem Vorschlag denkt Piazolo in jedem Fall an regelmäßige Tests zweimal pro Woche, lässt die genaue Art und Abfolge der Test aber noch offen. Es seien viele verschiedene Modelle denkbar. Das müsse man nun noch mit Wissenschaftlern besprechen.

Geht es nach Piazolo, könnte in der Woche vor den Osterferien ein Pilotversuch in einem oder in mehreren ostbayerischen Landkreisen starten. Und je nach Entwicklung der Corona-Zahlen könnte das Modell nach den Ferien dann ausgeweitet werden.

09.40 Uhr: Unicef - Corona-Pandemie macht Fortschritte für Kinder zunichte

Am heutigen Jahrestag der Einstufung der Coronavirus-Ausbreitung als Pandemie hat das UN-Kinderhilfswerk Unicef vor langfristigen Folgen für Kinder und Jugendliche gewarnt. "Ein Jahr nach der Corona-Pandemie sind die Fortschritte in nahezu allen wichtigen Bereichen der Kindheit rückläufig", sagte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. Die Zahl der Kinder, die hungern, isoliert sind, missbraucht werden, in Armut leben oder in Zwangsehen verheiratet werden sei gestiegen. Gleichzeitig habe sich ihr Zugang zu Bildung, sozialer Teilhabe und grundlegenden Dienstleistungen wie Gesundheit, Ernährung und Schutz verschlechtert. "Die Anzeichen dafür, dass Kinder in den kommenden Jahren die Narben der Pandemie tragen werden, sind unverkennbar", sagte Fore. Unicef warnt, dass infolge der Auswirkungen der Pandemie Kinderarmut in Entwicklungsländern voraussichtlich um rund 15 Prozent zunehmen werde. Hochrechnungen zufolge könnten dort dann 140 Millionen Kinder zusätzlich in Haushalten unterhalb der Armutsgrenze leben.

09.14 Uhr: Kambodscha vermeldet ersten offiziellen Corona-Toten

Kambodscha hat erstmals offiziell einen Todesfall in Verbindung mit Covid-19 vermeldet. Ein 50 Jahre alter Mann, der am 27. Februar positiv auf das Coronavirus getestet worden war, sei in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Phnom Penh gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Das Opfer sei in der Hafenstadt Sihanoukville als Fahrer eines Chinesen beschäftigt gewesen, der ebenfalls mit dem Virus infiziert sei.

Beide Fälle stehen in Zusammenhang mit dem bisher größten Corona-Ausbruch in dem südostasiatischen Land seit Beginn der Pandemie. Kambodscha kam bisher sehr glimpflich durch die Krise. Mehr als die Hälfte der knapp 1.200 bislang registrierten Fälle soll aber nun mit dem Ausbruch vom Februar in Zusammenhang stehen. Dieser geht den Behörden zufolge auf vier chinesische Staatsbürger zurück, die ihre Hotelquarantäne gebrochen hatten.

Die Regierung hatte vor wenigen Tagen neue Beschränkungen eingeführt. Unter anderem wurden Schulen geschlossen, größere Zusammenkünfte verboten und Homeoffice für Regierungsbeamte und Angestellte des Privatsektors angeordnet.

09.00 Uhr: Kretschmer will schnell alle Menschen in sächsischen Grenzregionen impfen lassen

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat schnellstmögliche Corona-Impfungen für die gesamte Bevölkerung an der Grenze zu Tschechien gefordert. "Wir werden dort nicht erfolgreich sein mit den bisherigen Regeln", sagte Kretschmer im ZDF-"Morgenmagazin" und forderte eine "Brandmauer" gegen die hohen Infektionszahlen in dem Nachbarland. Andernfalls könne sich das erhöhte Infektionsgeschehen in den Grenzregionen auf ganz Deutschland auswirken.

Dieses Infektionsgeschehen mache ihm mittlerweile nicht nur in sächsischen Regionen wie dem Vogtland, sondern auch in Thüringen "große Sorge", sagte Kretschmer weiter. Es sei "keine Option", dass Schulen und Geschäfte in den betroffenen Landkreisen geschlossen blieben. Für die Impfungen in den Grenzregionen will das Bundesgesundheitsministerium mit einer Änderung der Impfverordnung den Weg ebnen.

08.59 Uhr: Konjunkturprogramm: Kinderbonus wirksamer als gesenkte Mehrwertsteuer

In der Corona-Krise hat sich der Kinderbonus als wirksameres Instrument zur Ankurbelung des privaten Konsums erwiesen als die zwischenzeitlich abgesenkte Mehrwertsteuer. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des Statistischen Bundesamtes zu dem im Juni vergangenen Jahres beschlossenen Konjunkturprogramm hervor. Laut einer repräsentativen Befragung zogen 20 bis 25 Prozent der Hauhalte geplante Anschaffungen wegen der um drei Prozentpunkte abgesenkten Mehrwertsteuer vor oder betrachteten sie als zusätzlichen Kaufanreiz.

Der Kinderbonus in Höhe von 300 Euro pro berechtigtem Kind sollte den Angaben zufolge von weit mehr Haushalten für Konsumausgaben genutzt werden. Mehr als jeder zweite kindergeld-berechtigte Haushalt setzte den Kinderbonus ganz oder teilweise zu Konsumzwecken ein, hieß es. In dem Erhebungszeitraum von August bis Dezember hätten zwischen 55 und 60 Prozent der befragten Haushalte angegeben, den Bonus für Konsumzwecke auszugeben. Etwa jede fünfte Familie wollte damit Schulden bezahlen. Da bei höheren Einkommen die Boni mit den steuerlichen Kinderfreibeträgen verrechnet werden, ging auch ein Viertel der Haushalte davon aus, dass für sie unter dem Strich keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung standen.

08.42 Uhr: Corona-Effekt - Arbeitskosten Ende 2020 gestiegen

Der Faktor Arbeit ist in Deutschland auch wegen der Pandemiefolgen deutlich teurer geworden. Die Kosten für die geleistete Arbeitsstunde stiegen im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1996, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Dazu trug auch die Corona-Krise bei, weil durch sie mit Ausnahme des dritten Quartals viele Arbeitsstunden ausfielen, ein Teil der Kosten aber bestehen blieb. Im Schlussquartal waren die Arbeitskosten 3,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten der Beschäftigten und den Lohnnebenkosten zusammen. In dem nur bis zum dritten Quartal 2020 vorliegenden EU-Vergleich werden der Öffentliche Dienst und das Gesundheitswesen nicht berücksichtigt. Mit einer Steigerung um 1,9 Prozent lag Deutschland hier über dem EU-Schnitt von 1,6 Prozent. Im Euro-Währungsgebiet waren die Kosten um 1,4 Prozent gestiegen.

08.13 Uhr: Ex-Präsidenten rufen Amerikaner zur Impfung auf

In den USA schalten sich die früheren Präsidenten Barack Obama, George W. Bush, Bill Clinton und Jimmy Carter in die Impfkampagne ein. In zwei Werbeanzeigen der gemeinnützigen Agentur Ad Council rufen sie gemeinsam mit ihren Ehefrauen die Amerikaner dazu auf, sich impfen zu lassen. "Diese Impfstoffe werden Sie und Ihre Lieben vor dieser gefährlichen und tödlichen Krankheit schützen", sagt Bush. Obama sagt: "Das ist der erste Schritt, um die Pandemie zu beenden und unser Land nach vorne zu bringen." Carter sagt: "Jetzt liegt es an Ihnen."

07.58 Uhr: Kassenärzte-Chef erwartet Impfstart in Praxen frühestens im Mai

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sieht die Haus- und Fachärzte nicht wie von der Bundesregierung geplant im April mit den Corona-Impfungen starten. Auf die Impfressourcen könne "wohl erst im Mai in Arztpraxen zurückgegriffen werden", sagte Gassen im ZDF-"Morgenmagazin". Es fehle an Impfstoff. Außerdem habe die Regierung entschieden, vorerst die Menschen prioritär weiter in Impfzentren zu immunisieren.

"Fünf Millionen Impfungen pro Woche sind in Arztpraxen ohne große Anstrengung machbar", sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende. Voraussetzung sei, dass diese Impfstoffmengen verfügbar seien. "Dann wären 50.000 oder 100.000 Praxen im Impfprozess beteiligt. Das können sogar mehr werden", stellte Gassen in Aussicht.

07.50 Uhr: Industrie steckt wegen Corona weniger in Forschung

Die deutsche Industrie hat im Corona-Jahr 2020 weniger für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Der Anteil der Ausgaben sank auf 3,2 Prozent vom Umsatz, wie das Münchner Ifo-Institut heute unter Berufung auf eine Unternehmensumfrage mitteilte. Im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 seien es noch 3,5 Prozent gewesen. Besonders deutlich sparte die Autobranche: Hier sank der Anteil von 6,9 auf 4,8 Prozent. Selbst die in der Pandemie im Fokus stehende Pharmabranche kürzte die Forschungsausgaben, und zwar von 7,2 auf 7,0 Prozent vom Umsatz.

07.45 Uhr: Giffey warnt vor Aufweichung der Impf-Prioritätenliste

Bundesfamilien- und Seniorenministerin Franziska Giffey (SPD) warnt vor einer Aufweichung der Prioritätenlisten für die Corona-Impfungen zulasten älterer Menschen und anderer Risikogruppen. "Ältere Menschen müssen bei der Impfung ganz besonders im Blick bleiben, weil sie die am stärksten gefährdete Gruppe sind - so sieht es auch die Impfverordnung vor", sagte Giffey der "Augsburger Allgemeinen". Diese Priorisierung habe sich bereits jetzt bewährt: Die schnelle Impfung in Pflegeeinrichtungen zeige Wirkung. "Stand heute haben über 90 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner in den Einrichtungen die erste Impfung erhalten, was die Situation enorm verbessert hat", betonte die Ministerin. Die Impf-Fortschritte öffneten dort sehr konkrete Perspektiven auf ein Stück Normalität durch mehr Kontakte und Besuche. Dass der Impfstoff von Astrazeneca nun auch für über 65-jährige freigegeben werden solle, bringe noch mehr Dynamik in den Impfprozess. Giffey appellierte an alle älteren Menschen, die Möglichkeit der Impfung zu nutzen.

07.20 Uhr: Covid-19-Arzneicocktail von Roche und Gilead bringt keine Besserung

Das Medikament Actemra des Schweizer Pharmakonzerns Roche hat in einer klinischen Studie den Wirkungsnachweis bei schwer erkrankten Covid-19-Patienten verfehlt. Durch die Verabreichung der Arznei zusätzlich zum Medikament Remdesivir von Gilead verringerte sich die Zeit bis zur Krankenhausentlassung von Patienten mit schwerer Lungenentzündung nicht. Das primäre Hauptziel des Phase-III-Tests wurde damit nicht erreicht. Auch die Notwendigkeit für eine künstliche Beatmung und das Sterberisiko nahmen nicht ab. Roche testet den Einsatz von Actemra bei einer Coronavirus-Infektion in verschiedenen Studien und Kombinationen.

06.14 Uhr: Apotheken können ab heute kostenlose Corona-Schnelltests anbieten

Seit heute können alle Apotheken in Bayern, die dazu bereit sind, kostenlose Corona-Antigen-Schnelltests anbieten. Darauf weist Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hin. Mit einer Allgemeinverfügung hat das Bayerische Gesundheitsministerium die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Apotheken könnten bei asymptomatischen Personen mindestens einmal pro Woche einen kostenlosen Antigen-Schnelltest durchführen, so der Minister. Zur Bewältigung der Corona-Pandemie sei es entscheidend, möglichst umfassend zu testen, „um Infektionen frühzeitig zu erkennen und Ansteckungen zu vermeiden.“ Dazu brauchen wir ein "großflächiges und möglichst niederschwelliges Testangebot", heißt es in der Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Der Minister spricht von den Tests in den Apotheken als dritter Säule neben den Tests in den Testzentren und bei Vertragsärzten, wo diese Antigen-Tests schon länger möglich sind. Eine Verpflichtung für Apotheker diese Gratis-Schnelltests durchzuführen gibt es nicht. Beauftragt würden nur Apotheken, die sich gegenüber dem Bayerischen Gesundheitsministerium bereit erklärt haben. Angaben über die Zahl dieser Apotheken macht das Bayerische Gesundheitsministerium nicht.

05.49 Uhr: Emirates pocht auf geimpftes Kabinenpersonal

Die Fluggesellschaft Emirates mit Sitz in Dubai fordert ihr Kabinenpersonal auf, sich entweder kostenfrei impfen zu lassen oder ab dem 15. März regelmäßige Test selbst zu bezahlen. Dies geht aus einer E-mail an die Mitarbeiter hervor, die Reuters einsehen konnte. Eine geimpfte Belegschaft sei nicht nur aus gesundheitlichen und sicherheitstechnischen Gründen, sondern auch aus betrieblichen Gründen unerlässlich, heißt es. Das staatliche Unternehmen bietet seinen Mitarbeitern seit Januar die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Sinopharm unentgeltlich an.

04.53 Uhr: Mehr als 14.000 Neuinfektion - Sieben-Tage-Inzidenz steigt

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 14.356 neue Positiv-Tests. Das sind 2.444 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag auf 69,1 von 65,4. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Den neuen Angaben zufolge starben 321 weitere Menschen in Verbindung mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 72.810. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,53 Millionen Menschen positiv auf das Virus getestet.

02.48 Uhr: Brasilien verzeichnet mit 2.286 Toten an einem Tag Höchstwert

Brasilien hat erstmals mehr als 2.000 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden vermeldet. 2.286 Todesfälle seien registriert worden, gab das Gesundheitsministerium bekannt. Der bisherige Tageshöchstwert war erst am Dienstag mit 1.954 Toten vermeldet worden. Die Gesamtzahl der Todesopfer ist mit 270.656 die zweithöchste nach den Vereinigten Staaten. Die Zahl der registrierten Infektionsfälle steigt an nur einem Tag um 79.876 auf 11,2 Million. Das ist weltweit die höchste Zahl nach den USA und Indien.

Präsident Jair Bolsonaro, der die Risiken der Pandemie lange heruntergespielt hat, unterzeichnete am Mittwoch ein Gesetz, das den Erwerb von Corona-Impfstoffen erleichtert. Weniger als fünf Prozent der Brasilianerinnen und Brasilianer sind bislang gegen das Virus geimpft.

02.00 Uhr: Lauterbach - Kein höheres Impftempo im April durch Hausärzte

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dämpft Erwartung an ein höheres Impf-Tempo im April. "Es ist richtig, die Hausärzte in die Impfstrategie einzubinden, auch wenn sich dadurch das Impftempo wegen des Mangels an Dosen bis Ende April noch nicht wesentlich erhöhen lässt", sagt Lauterbach der Zeitung "Rheinische Post" in einem Vorabbericht.

01.24 Uhr: Umfrage - Union verliert durch Maskenaffäre Vertrauen

Die Union verliert durch die Maskenaffäre an Vertrauen in der Bevölkerung. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Demnach vertrauen nur rund ein Drittel der Befragten der Union in gleichem Maße wie vor den Korruptionsvorwürfen. Rund 60 Prozent geben hingegen an, dass die Maskenaffäre ihr Vertrauen in die CDU und CSU negativ beeinflusst habe. Gut 75 Prozent der Befragten rechnen damit, dass die Parteien daher bei der Bundestagswahl mit großer Wahrscheinlichkeit Schaden nehmen werden.

00.10 Uhr: Zahnärzte wollen beim Impfen helfen

Die Zahnärzte in Deutschland bieten weiterhin an, bei Test- und Impfmaßnahmen zu unterstützen. "Das Angebot gilt weiterhin", sagt der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Wolfgang Eßer, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" laut einem Vorabbericht. Als approbierte Ärzte seien Zahnärzte grundsätzlich dazu befähigt, Impfungen durchzuführen. Gerade im Hinblick auf schnelle und flächendeckende Impfungen sei es wichtig, ausreichend Impf-Ärzte zu haben.

Mittwoch, 10. März 2021

22.30 Uhr: Biden - Nach Amerikanern werden wir auch dem Rest der Welt helfen

Kurz nach der Verabschiedung seines 1,9 Billionen Dollar schweren Corona-Hilfspakets im US-Kongress kündigt Präsident Joe Biden in einer gemeinsamen Erklärung mit den Chefs der US-Impfstoffhersteller Johnson & Johnson und Merck eine Initiative zur Steigerung der Produktion von Vakzinen an. Zuerst werde er sicherstellen, dass Amerikaner versorgt würden. "Aber dann werden wir dem Rest der Welt helfen. Wenn wir einen Überschuss haben, werden wir ihn mit dem Rest der Welt teilen", sagt Biden vor Journalisten.

21.00 Uhr: EMA will über Zulassung von Corona-Vakzin von Johnson & Johnson entscheiden

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will am Donnerstag über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des US-Unternehmens Johnson & Johnson entscheiden. Sollte die in Amsterdam ansässige Behörde grünes Licht geben, wäre eine endgültige Zulassung durch die EU-Kommission erfahrungsgemäß reine Formsache. Es wäre der vierte Corona-Impfstoff nach den Vakzinen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca, der eine EU-weite Zulassung erhält. Gegen schwere Covid-19-Erkrankungen hat das Vakzin eine Wirksamkeit von rund 85 Prozent.

Ein Vorteil des Vektorvirenimpfstoffs von Johnson & Johnson ist, dass nur eine Dosis erforderlich ist. Außerdem ist er bei normalen Kühlschranktemperaturen lagerbar. In der EU sind allerdings bereits Zweifel laut geworden, ob das US-Unternehmen die zugesagte Lieferung von 55 Millionen Dosen bis Ende Juni einhalten kann. Aus EU-Kreisen verlautete, mit ersten Lieferungen werde frühestens Mitte April gerechnet.

20.45 Uhr: Litauen lockert weiter vorsichtig Corona-Beschränkungen

Litauen lockert angesichts des Rückgangs an Neuinfektionen weiter vorsichtig die geltenden Corona-Beschränkungen. In dem baltischen EU-Land dürfen von 15. März an wieder alle Geschäfte mit einem direkten Zugang von der Straße öffnen. Auch Museen und Galerien dürfen ab diesem Datum wieder Besucher empfangen. Dies beschloss die Regierung in Vilnius am Mittwoch. Die Geschäfte müssen dabei sicherstellen, dass für jeden Kunden eine Fläche von 20 Quadratmeter zur Verfügung steht, in Museen und Galerien sind es 30 Quadratmeter. Der Besuch der Ausstellungsräume bleibt jedoch auf Gruppen von zwei Personen beschränkt. Ausnahmen gelten für Familien. Tickets dürfen nur online verkauft werden.

Litauen mit seinen knapp 3 Millionen Einwohnern hatte angesichts stark steigender Corona-Zahlen Mitte Dezember einen Lockdown mit Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verhängt. Die Lage hat sich dadurch etwas entspannt.

20.30 Uhr: Netanjahu empfängt Babis und Orban zu Gesprächen über Corona-Impfkampagne

Die Regierungschefs Tschechiens und Ungarns informieren sich am Donnerstag in Israel über die dortige Corona-Impfkampagne. Ministerpräsident Andrej Babis und sein ungarischer Kollege Viktor Orban werden in Jerusalem von Regierungschef Benjamin Netanjahu empfangen. Die ungarische Regierung hofft nach eigenen Angaben auf eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen das Coronavirus. Babis bekundete seinerseits Interesse am Beitritt Tschechiens zu einer Impfstoff-Allianz, die in der vergangenen Woche von Israel, Dänemark und Österreich angekündigt worden war.

Tschechiens Regierungschef will in Jerusalem außerdem eine diplomatische Niederlassung einweihen. Die tschechische Botschaft befindet sich in Tel Aviv. Vor den Gesprächen mit Babis und Orban reist Netanjahu laut Medienberichten zu seinem ersten offiziellen Besuch in die Vereinigten Arabischen Emirate. In Abu Dhabi wird er demnach den Kronprinzen Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan treffen. Israel hatte im Herbst seine Beziehungen zu den Emiraten und anderen arabischen Staaten normalisiert.

20.20 Uhr: US-Kongress billigt endgültig billionenschweres Corona-Hilfspaket

Der US-Kongress hat endgültig das billionenschwere Corona-Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden gebilligt. Das Repräsentantenhaus stimmte am Mittwoch für die Vorlage, durch die etwa 1,9 Billionen Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) freigegeben werden.

20.10 Uhr: Intensivmediziner weiter unter Druck

Die Corona-Lage in Deutschland bleibt mit mehr als 9000 Neuinfektionen angespannt - und Intensivmedizinern bereitet die möglicherweise krankmachendere Variante B.1.1.7 Sorgen. Das seit einigen Tagen zu beobachtende Plateau bei der Zahl der Intensivfälle mit Covid-19 bundesweit sei vor diesem Hintergrund "kein gutes Zeichen", sagte der wissenschaftliche Leiter des Intensivregisters der Fachgesellschaft Divi, Christian Karagiannidis, am Mittwoch in einer Videoschalte. Die in Großbritannien entdeckte Mutante greift nach bisherigen Auswertungen in Deutschland zunehmend um sich.

Trotz der im Vergleich zum Jahresbeginn gesunkenen Zahl an Covid-19-Patienten stehen die Zeichen auf den Intensivstationen noch nicht auf Entspannung. Die Zahl freier Intensivbetten sei trotz des Rückgangs um rund 3.000 Fälle seit Januar 2021 unverändert, etwa weil Operationen nachgeholt würden. Die derzeitigen Zahlen von zwischen rund 2.700 und 2.800 Covid-19-Intensivpatienten seien immer noch sehr hoch, betonte der Mediziner von der Lungenklinik Köln-Merheim.

20.00 Uhr: Ausbau von Impfzentren gestoppt, Kapazitäten durch Hausärzte abzudecken

Angesichts der geänderten Impfstrategie mit breiter Einbeziehung von Ärzten werden die bayerischen Impfzentren nicht weiter ausgebaut. Die geplante gute Verdopplung der Kapazitäten bis April wird gestoppt. "Die Impfzentren werden ein wichtiger Bestandteil sein und bleiben. Sie bleiben aber im Moment auf der derzeitigen Kapazität", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwochabend. Grund ist, dass die Gesundheitsminister von Bund und Ländern den Start von Corona-Impfungen in den Arztpraxen bis spätestens Mitte April anpeilen. Ziel sei frühestmöglich, jedoch spätestens in der Woche vom 19. April damit zu starten, beschlossen die Minister nach mehrstündigen Beratungen am Mittwoch. Holetschek ist derzeit Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz (GMK).

19.45 Uhr: Werk von Miele in Euskirchen wieder im Normalbetrieb

Nach einem Corona-Ausbruch arbeitet das Werk des Hausgeräteherstellers Miele in Euskirchen wieder im Normalbetrieb. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Teile des Betriebs hatten seit dem 23. Februar geruht, weil 266 Mitarbeiter bis zum 9. März unter Quarantäne gestellt worden waren. Miele teilte mit, nach den abschließenden Reihentests hätten drei Personen ein positives Ergebnis gehabt und seien weiter in Quarantäne. Dies habe dem Hochfahren der Produktion nicht entgegengestanden. Auch an anderen Standorten, die wegen des Lieferausfalls der Motoren aus Euskirchen vorübergehend nicht produzieren konnten, wurde der Betrieb wieder hochgefahren.

19.40 Uhr: Hausärzteverband macht Skepsis zu Massen-Schnelltests deutlich

Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, schätzt laut "Welt"-Vorabbericht, dass "vielleicht zehn bis 15 Prozent der rund 50.000 Hausarztpraxen im Land Corona-Schnelltests anbieten werden". Natürlich seien die Hausärzte für ihre Stammpatienten da. "Aber die Praxen können nicht einfach jedem, der sich mal eben spontan testen lassen will, ein solches Angebot machen. Dafür bräuchten sie entsprechende Räume, Schutzausrüstung und zusätzliches Personal." Das gebe es in vielen Praxen nicht. "Und deshalb werden die Praxen kaum einen Tag der offenen Tür machen und jeden testen können, der das möchte.

19.20 Uhr: Erneut gibt es in Frankreich mehr als 30.000 Neuinfektionen

Das Coronavirus breitet sich in Frankreich weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 30.303 Neuinfektionen nach 23.302 am Dienstag. Auf den Intensivstationen befänden sich unverändert 3918 Personen. Die Zahl der Todesfälle legte um 264 auf 89.565 zu. Das ist der weltweit siebthöchste Wert.

19.05 Uhr: Todesfall in Österreich bislang nicht auf Impfung zurückzuführen

Die Arzneimittelbehörde der Europäischen Union (EMA) hat nach eigenen Angaben bislang keine Hinweise dafür, dass ein Todes- sowie ein Krankheitsfall in Österreich auf Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca zurückzuführen sind. Eine 49-Jährige war nach österreichischen Angaben an den Folgen schwerer Gerinnungsstörungen gestorben, eine 35-Jährige erlitt eine Lungenembolie. Sie hatten demnach zuvor Impfungen aus derselben Charge erhalten. Auch wenn zunächst kein kausaler Zusammenhang ausgemacht wurde, wurde als Vorsichtsmaßnahme ein Stopp der Impfungen mit der Charge veranlasst.

18.35 Uhr: Impfstart in Praxen spätestens Mitte April

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern peilen den Start von Corona-Impfungen in den Arztpraxen bis spätestens Mitte April an. Ziel sei frühestmöglich, jedoch spätestens in der Woche vom 19. April damit zu starten, beschlossen die Minister nach Beratungen am Mittwoch. Dafür brauche es aber auch eine gewisse wöchentliche Mindestmenge an Impfstoff, hieß es im Bundesgesundheitsministerium. Um dem Wunsch der Länder entsprechen zu können, ihre Impfzentren wie bisher auszulasten, könnten die Praxen wohl erst Mitte April starten.

Die Empfehlung der Fachminister soll nun Basis für Entscheidungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder sein, wie Regierungssprecher Steffen Seibert angekündigt hatte. Dies solle "zeitnah" noch vor der nächsten Bund-Länder-Runde zum weiteren Corona-Vorgehen am 22. März geschehen.

18.25 Uhr: In Alaska jetzt auch Impfungen für alle mindestens 16-Jährigen

Als erster US-Bundesstaat macht Alaska Corona-Impfstoffe für alle zugänglich, die mindestens 16 Jahre alt sind. So soll die Impfkampagne beschleunigt werden. Gouverneur Mike Dunleavy begründet sein Vorgehen mit Verweis auf die Wirtschaft und die anstehende Tourismus-Saison. In Alaska leben etwa 730.000 Menschen - mehr als ein Viertel hat mindestens eine Impfdose erhalten. Nur in New Mexico ist die Kampagne noch weiter vorangeschritten.

In den USA wird das Impfen von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich gehandhabt. In einigen ist es nach wie vor so, dass nur Hochrisiko-Patienten und über 65-Jährige einen Anspruch haben.

17.30 Uhr: Merkel rechnet mit noch drei bis vier schweren Monaten

Die Corona-Lage in Deutschland wird nach Einschätzung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) noch bis in den Sommer angespannt bleiben. "Das sind jetzt noch drei, vier schwere Monate: März, April, Mai, Juni", sagte Merkel in einem Gespräch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hilfs- und Krisentelefonen.

Danach würden die Effekte des Impfens deutlich werden, so Merkel. "Dann wird es deutlich besser, aber im Augenblick fällt jeder Tag schwer. Das merkt man ja jedem an." Der Frühling mache manches leichter, lasse aber auch die Einschränkungen mehr spüren.

Der politische Umgang mit der Krise sei von Ungewissheit geprägt, sagte die Kanzlerin. "Wir versuchen jetzt, die Brücken zu bauen, aber wir wissen auch nicht, wohin wir die genau bauen. Also, das Ufer sehen wir ja auch nicht."

17.25 Uhr: Giffey gegen Änderungen bei Impfreihenfolge

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat sich gegen Änderungen bei der Reihenfolge der Corona-Impfungen ausgesprochen. "Es gibt einen Grund, warum die Ständige Impfkommission ihre Empfehlung gegeben hat", sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch in Berlin. "Damit die, die am meisten belastet sind, die das höchste Risiko haben zu erkranken, auch besonders geschützt werden. Und das finde ich richtig."

Aus ihrer Sicht sollten sich die Bundesländer, in denen vielfach über die sogenannte Priorisierung und mögliche Änderungen diskutiert wird, daher so gut es geht an diese Empfehlung halten, um "Impfgerechtigkeit" beizubehalten, so Giffey. Wenn hier jeder anders verfahre, könne das zu "Chaos" führen.

17.20 Uhr: München stoppt Aufbau weiterer Impfzentren

Die Stadt München stoppt den Aufbau weiterer Impfzentren. Sie reagiert damit auf die Ankündigung von Bund und Freistaat, wonach die ab April angekündigten zusätzlichen Impfdosen über die Hausärzte verimpft werden sollen. "Die Stadt kann deshalb den vom Stadtrat beschlossenen und bereits vorbereiteten Aufbau von drei weiteren Impfzentren jetzt nicht umsetzen", heißt es in einer Mitteilung.

München bekommt ab dem kommenden Monat täglich rund 13.000 Impfdosen. Deshalb war geplant, zum einen die Kapazität in der Messe auf 6.000 Impfungen täglich auszubauen und zugleich neue Zentren für weitere 7.000 Impfungen zu schaffen. Das alles geschah "gemäß der Aussagen des Freistaats, dass die Impfzentren ein maßgeblicher Bestandteil der bayerischen Impfstrategie sind", so Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek.

Heute sei dann aber "der für uns alle sehr überraschende Sinneswandel" gekommen, wonach die Kapazitäten in den Impfzentren nicht ausgebaut und stattdessen die Impfungen wesentlich durch Hausärzte erfolgen sollen. Zurek: "Es ist für uns als Gesundheitsamt ausgesprochen schwierig, Planungen umzusetzen, wenn sich die Impfstrategie von Bund und Land in dieser für uns alle lebenswichtigen Frage so schnell und unberechenbar ändert."

17.10 Uhr: Maskenpflicht in Münchner Innenstadt nicht mehr rund um die Uhr

Die Maskenpflicht in der Münchner Innenstadt gilt ab sofort nicht mehr ganztägig, sondern nur noch von neun bis 21 Uhr. Das hat die Stadt mitgeteilt und mit der aktuellen Rechtsprechung begründet. Das Alkoholverbot besteht dagegen weiterhin rund um die Uhr.

16.05 Uhr: Philologenverband will gegen Reihenfolge beim Impfen klagen

Der bayerische Philologenverband will sich juristisch gegen die bevorzugte Corona-Impfung von Grund- und Förderschullehrern wehren. "Die Ungleichbehandlung beim Impfen innerhalb einer Beamtengruppe können und wollen wir nicht akzeptieren", betonte der Vorsitzende Michael Schwägerl. Alle Lehrkräfte seien gefährdet. "Das Vorziehen dieser Gruppen unabhängig von ihrem individuellen Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs benachteiligt die Lehrkräfte an weiterführenden Schulen zusätzlich, weil diese jetzt noch länger auf einen Termin warten müssen."

Der Philologenverband setzt deshalb auf die Justiz und will erreichen, dass die Lehrkräfte sämtlicher Schularten in die Priorisierungsgruppe zwei eingestuft werden - also so hoch wie Krebspatienten oder schwer Lungenkranke. Allerdings kann er als Verband nicht selbst klagen. Er will deshalb einzelne Mitglieder unterstützen, deren Antrag auf eine priorisierte Impfung etwa aufgrund einer Vorerkrankung abgelehnt worden war, wie Sprecher Benedikt Karl erläuterte.

16.00 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern prescht bei Luca-App vor

Mecklenburg-Vorpommern hat sich als erstes Bundesland entschieden, die Luca-App zur digitalen Kontaktnachverfolgung in der Corona-Krise einzusetzen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte den Sendern ntv/RTL: "Uns ist es wichtig, anonym, sicher, aber eben auch einfach Kontakte nachvollziehen zu können. Wir wollen, dass die Zettelwirtschaft vorbei ist, dass die Gesundheitsämter entlastet werden und wir eben auch Öffnungsschritte in der Pandemie wagen können." Zwei Städte - Rostock und Schwerin - würden die App bereits nutzen.

15.55 Uhr: USA kaufen weitere 100 Millionen Impfdosen von Johnson & Johnson

Die USA wollen 100 Millionen zusätzliche Dosen des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson kaufen. Präsident Biden werde die Bestellung noch heute öffentlich machen, verlautete vorab aus dem Weißen Haus. Der Arzneimittelhersteller hat sich bereits verpflichtet, der Washingtoner Regierung bis Ende Juni 100 Millionen Dosen zu liefern. Der zusätzliche Impfstoff soll in den darauffolgenden Monaten bereitgestellt werden.

Die USA werden den Planungen zufolge bis Mitte Mai genug Dosen der drei dort zugelassenen Impfstoffe erhalten, um alle Erwachsenen zu impfen. Die zusätzlichen Dosen würden es unter anderem ermöglichen, auch Kinder zu impfen. Die dafür erforderlichen Ergebnisse von Verträglichkeits- und Wirksamkeitsprüfungen stehen aber noch aus. Die zusätzlichen Dosen könnten auch verwendet werden, um den Schutz bereits geimpfter Personen gegen neue Virusvarianten zu verstärken, oder sie könnten Verbündeten im Ausland gegeben werden, wenn alle US-Amerikanerinnen und -Amerikaner geschützt sind.

15.50: Frankreich verlegt Patienten wegen angespannter Corona-Situation

Wegen der angespannten Corona-Lage in den Krankenhäusern einiger Regionen verlegt Frankreich Patientinnen und Patienten - zum Beispiel auch nach Belgien. Die Situation im Großraum Paris, in der Region Hauts-de-France und im Süden sei "besorgniserregend", sagte Regierungssprecher Gabriel Attal.

Attal kündigte außerdem eine Verlängerung des Wochenend-Lockdowns in Nizza und der Küstenregion an. Zuvor war auch schon dieser Lockdown in Dunkerque verlängert worden. Die Maßnahmen sollten ursprünglich für zwei Wochen gelten. Im Großraum Paris gibt es einen derartigen Lockdown aktuell nicht.

In ganz Frankreich liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen einer Woche aktuell bei 219. Es gilt seit Wochen eine abendliche Ausgangssperre ab 18.00 Uhr. Die Läden und Schulen haben aber weitgehend geöffnet. Restaurants und Kultureinrichtungen sind geschlossen.

14.50 Uhr: Gericht hebt Beschränkung im saarländischen Einzelhandel auf

Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes hat eine wesentliche Vorschrift zur Beschränkung des Einzelhandels vorläufig außer Vollzug gesetzt. Dabei geht es um die Pflicht zur Terminbuchung und die Beschränkung auf einen Kunden pro 40 Quadratmeter, die derzeit in zahlreichen Geschäften gilt: Sie sei eine Ungleichbehandlung gegenüber "privilegierten Geschäftslokalen" wie Buchhandlungen und Blumenläden, in denen eine Person pro 15 Quadratmeter als "infektionsschutzrechtlich unbedenklich" angesehen werde (Az. 2 B 58/21).

Die gegenwärtige Regelung verletze auch das Grundrecht der Berufsausübungsfreiheit und die Eigentumsgarantie, teilte das Gericht mit. Zudem bestünden angesichts der Infektionslage "erhebliche Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Betriebseinschränkungen".

14.40 Uhr: Merkel warnt vor zu schnellem Abschneiden von Hilfsprogrammen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor einem zu schnellen Einstellen von Hilfsprogrammen für Hilfsbedürftige nach der Überwindung der Corona-Pandemie gewarnt. Es werde noch lange dauern, Menschen wieder in eine Situation wie vor der Pandemie zu bringen, sagte Merkel in einer Debatte mit Mitarbeitern von Hilfs- und Krisentelefonen. Die Haushaltslage sei sicher nicht gut. "Wir müssen dann gucken, dass wir nicht zu früh mit irgendso einem Kurs einsetzen, der alles abschneidet."

14.30 Uhr: Inzidenzwert in Bayern leicht gesunken

In Bayern ist die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen seit gestern um 1.690 Fälle gestiegen. Das sind 23 Neuinfektionen mehr, als am Mittwoch vor einer Woche gemeldet wurden. Seit Beginn der Pandemie haben sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) insgesamt 449.719 Menschen in Bayern nachweislich mit dem Sars-Cov2-Virus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich in den vergangenen 24 Stunden um 30 auf 12.707.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern aktuell einen Wert von 73,08. Das liegt leicht unter dem gestrigen Wert von 74,52. Den geringsten Inzidenzwert weist der Landkreis Eichstätt auf mit 16,56. Am höchsten ist der Inzidenzwert in der Stadt Hof mit 333,88. Das ist weiterhin der höchste Inzidenzwert in ganz Deutschland – auch wenn er im Vergleich zu gestern leicht gesunken ist.

14.15 Uhr: In Italien sinkt die durchschnittliche Lebenserwartung

In Italien drückt die Coronavirus-Pandemie die durchschnittliche Lebenserwartung. Den im vergangenen Jahr geborenen Menschen werde ein gemitteltes Lebensalter von 82,3 Jahren prognostiziert, teilt die Statistikbehörde ISTAT mit. 2019, als sich das Virus noch nicht in Italien ausgebreitet hatte, lag die Lebenserwartung der Neugeborenen bei 83,2 Jahren.

Im von der Seuche besonders betroffenen Norden sei der Trend stärker ausgeprägt als im Rest des Landes. Die Pandemie habe den Anstieg der Lebenserwartung in den vergangenen zehn Jahren im Norden Italiens vollständig zunichtegemacht, teilt ISTAT mit.

14.05 Uhr: Österreich, Tschechien und die Slowakei drängen auf Ende der Grenzkontrollen

Die Parlamentspräsidenten von Österreich, Tschechien und der Slowakei drängen in einem gemeinsamen Brief an Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble auf ein Ende der von Deutschland eingeführten stationären Grenzkontrollen. In dem Schreiben, das auch den Mitgliedern des Innenausschusses des Bundestages zuging, heißt es, die Folgen dieser Maßnahmen "stehen in Widerspruch zu unserem gemeinsamen Ziel, weitere wirtschaftliche Verluste durch die Pandemie zu vermeiden". So gestalte sich beispielsweise der Lastwagen-Transitverkehr aufgrund der kurzen Fristen und Gültigkeitsbeschränkungen der von den Fahrern vorzulegenden Corona-Tests schwierig.

Die Bundesregierung hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols Mitte Februar zu Virusvariantengebieten erklärt. Von dort sowie aus anderen Gebieten, in denen ansteckendere und ersten Studien zufolge häufiger schwere Verläufe verursachende Varianten des Coronavirus verbreitet sind, dürfen nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es für Lastwagenfahrer und Grenzpendler.

13.50 Uhr: Regierung will bald wieder alle Corona-Hilfen auszahlen

Die Bundesregierung will die vorläufig ausgesetzten Corona-Hilfen in den nächsten Tagen wieder aufnehmen. Das kündigte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Berlin an. Wegen des Verdachts auf Betrug hatte das Ministerium Abschlagszahlungen zu den November- und Dezember-Hilfen sowie zur Überbrückungshilfe III Ende vergangener Woche gestoppt.

Andere Hilfen, etwa die endgültigen Auszahlungen durch die Länder oder Unterstützungsmaßnahmen für Selbstständige, laufen regulär weiter. In einigen Fällen besteht der Verdacht, dass unrechtmäßig staatliche Hilfsgelder erschlichen wurden.

13.40 Uhr: Eurowings verdoppelt Flugangebot an Ostern

Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings will an Ostern 45 Flugzeuge und damit mehr als doppelt so viele wie derzeit in Europa abheben lassen. "Das Sitzplatzangebot wird sich deutlich mehr als verdoppeln", so Eurowings-Chef Jens Bischof . Womöglich werde Osterurlaub auf Mallorca möglich, wenn wie weithin erwartet, die Baleareninseln wegen der gesunkenen Covid-Fallzahlen nicht länger als Risikogebiet vom Robert-Koch-Institut (RKI) eingestuft werden.

Ähnlich günstig sieht es auch für die Kanarischen Inseln La Palma und Lanzarote aus. Eurowings fliegt zudem von zwei britischen Flughäfen Urlauber nach Mallorca. Auch Griechenland ist im Programm, obwohl das Land zuletzt vom RKI wieder in die Risikokategorie hochgesetzt wurde. Die Buchungszahlen seien zuletzt schon kräftig gestiegen.

13.20 Uhr: Studie belegt höhere Sterblichkeit bei britischer Corona-Variante

Die britische Coronavirus-Variante weist einer Studie zufolge eine "signifikant höhere" Sterblichkeit auf. In den Untersuchungen seien bei dieser Mutante im Vergleich zu früheren Virusstämmen 30 bis 100 Prozent mehr Todesfälle aufgetreten, erklärten Forscher in einer britischen Studie, die das "British Medical Journal" veröffentlicht hat.

Zudem sei sie etwa 40 bis 70 Prozent ansteckender als die bisher dominierenden Varianten. Diese Kombination mache die Mutante B117 zu einer ernstzunehmenden Bedrohung, sagt Wissenschaftler Robert Challen von der Universität Exeter, der die Untersuchung mit leitete.

13.13 Uhr: Andere Impfreihenfolge in Grenzregionen

In Corona-Hotspots in Grenzregionen soll nach Worten von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) künftig von der eigentlich vorgegebenen Impfreihenfolge abgewichen werden können. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe ihm zugesagt, die Impfverordnung des Bundes entsprechend zu ändern.

In Grenzregionen, die wegen der Ausbreitung der britischen Coronavirus-Variante mit Sieben-Tage-Inzidenzen von über 100 kämpfen, sollen die Behörden vor Ort nach Darstellung Holetscheks somit freier entscheiden können, ob bestimmte Gruppen früher geimpft werden. "Es geht darum, dieses Ausbruchsgeschehen in den Griff zu bekommen", sagte Holetschek. Als Beispiel nannte er mögliche Reihenimpfungen in Betrieben, in denen es vermehrt Corona-Infektionen gebe. Theoretisch könnten dann auch alle über 18 geimpft werden, wo dies sinnvoll sei, sagte Holetschek.

Über das Vorgehen müssten aber jeweils die Behörden vor Ort entscheiden. "Wir müssen jede Option an der Grenze nutzen, weil wir sehen, dass wir dort wenig andere Handlungsoptionen haben."

12.46 Uhr: Impfstart in Praxen: Spahn für Beschluss mit Ministerpräsidenten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für einen gemeinsamen Beschluss mit den Ministerpräsidenten zur Einbeziehung der Arztpraxen in die Corona-Impfungen ausgesprochen. Das verlautete aus Regierungskreisen. Zuerst berichtete die "Bild"-Zeitung. Nach Angaben der Zeitung warb Spahn auch im Kabinett angesichts unterschiedlicher Einschätzungen unter den Ländern dafür. Um so wichtiger sei nun ein gemeinsames Agieren.

Das Gesundheitsministerium erklärte auf Anfrage, Ziel sei weiterhin, Anfang April mit Impfungen in den Praxen zu beginnen. Dabei solle es ein bundeseinheitliches Vorgehen geben, um auch Vertriebswege über den Großhandel und Apotheken zu nutzen. Die regionalen Impfzentren der Länder sollen weiterarbeiten, Termine sollen bestehen bleiben.

12.20 Uhr: EU-Agentur berät über Zulassung des Impfstoffs von Johnson & Johnson

Eine Expertengruppe der Europäischen Arzneimittelagentur hat für morgen ein Treffen zum Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson angesetzt. Dabei soll darüber entschieden werden, ob eine Zulassung in der Europäischen Union empfohlen werden soll. Von dem Mittel des US-Herstellers wird nur eine Spritze verabreicht - wohingegen bei den drei Impfstoffen, die die EU bislang genehmigt hat je zwei Dosen erforderlich sind.

Gesundheitsexperten hoffen, dass das Mittel von Johnson & Johnson helfen kann, den Impfstoffmangel in der EU zu lindern. Die US-Behörde FDA erteilte ihm im Februar eine Notfallzulassung. Bei einer großen Studie auf drei Kontinenten war der Impfstoff zu 85 Prozent wirksam gegen schwere Corona-Erkrankungen. Auch in Ländern wie Südafrika, in denen Varianten des Virus festgestellt worden sind, war die Wirkung stark.

12.10 Uhr: Corona stoppt Zuzug nach München

Die Corona-Pandemie hat den Zuzug nach München und ins Umland der Landeshauptstadt im vergangenen Jahr gestoppt - zumindest vorübergehend. Der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München geht davon aus, dass die Bevölkerungsentwicklung in Bayerns größtem Ballungsraum im vergangenen Jahr erstmals seit Jahren weitgehend stagnierte bei 1,48 Millionen Menschen. Zugrunde liegen dem die Daten des Statistischen Landesamts für die ersten drei Quartale. Im Münchner Umland dürfte die Bevölkerung demnach mit 1,44 Millionen Menschen ebenfalls konstant geblieben sein.

Von 2009 bis 2019 hatte sich die Einwohnerzahl des Großraums um 273.000 Menschen vermehrt - was fast der Einwohnerzahl Augsburgs entspricht. Das Wachstum ging laut Planungsverband überwiegend auf den Zuzug aus dem Ausland zurück, mit Rumänen, Italienern und Kroaten an der Spitze. Abgesehen davon verzeichnen München und die umliegenden Landkreise auch einen Geburtenüberschuss.

12.00 Uhr: Fahrradbranche steigerte Umsatz um 60 Prozent

Wie kaum eine andere Branche haben Fahrradindustrie und -handel im vergangenen Jahr von der Corona-Pandemie profitiert. Vor allem teure E-Bikes trieben den Absatz und Durchschnitts-Verkaufspreis in die Höhe, wie die Verbände ZIV und VDZ am Mittwoch in Frankfurt mitteilten. Die Menschen mieden den öffentlichen Nahverkehr, suchten Bewegung an der frischen Luft und verbrachten ihre Urlaube eher im Inland.

Mit gut fünf Millionen Stück wurden demnach fast 17 Prozent mehr Räder verkauft - wobei der Anteil der E-Bikes mit 1,95 Millionen Stück auf knapp 39 Prozent anwuchs. Im Schnitt gaben die Verbraucher 1.279 Euro pro Fahrzeug aus. Der Umsatz kletterte um 61 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Die heimischen Hersteller profitierten von der stark gestiegenen Nachfrage nach hochwertigen E-Bikes und steigerten Produktion und Export. Der Fahrradfachhandel rechnet jetzt auch im laufenden Jahr mit einer erhöhten Nachfrage.

11.55 Uhr: Söder kündigt 100.000 zusätzliche Impfdosen für Grenzregionen an

Die bayerischen Corona-Hotspots an der Grenze zu Tschechien sollen kurzfristig noch einmal 100.000 zusätzliche Dosen Impfstoff bekommen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer entsprechenden Mitteilung der EU an. Damit gebe es mit den schon versprochenen Sonderzuteilungen insgesamt 150.000 Dosen zusätzlich für die von der britischen Virusvariante besonders betroffenen Grenzregionen.

"Das ist eine echte Perspektive für Ostbayern. Denn wo aufgrund der hohen Inzidenzen nicht gelockert werden kann, muss mehr immunisiert und geimpft werden", so Söder. Die Landkreise sollen demnach beim Impfen auch etwas freier agieren können. "Die Landkreise sollen weitgehend selbst und flexibel entscheiden können, wer geimpft werden soll. Damit können auch andere Gruppen schneller an die Reihe kommen."

11.40 Uhr: Bundesregierung verlängert Homeoffice-Verordnung bis Ende April

Arbeitgeber in Deutschland bleiben bis Ende April aufgerufen, ihren Beschäftigten die Arbeit von zu Hause aus zu ermöglichen. Das Kabinett billigt eine Verordnung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, mit der eine Verordnung von Ende Januar verlängert wird, die am 15. März ausgelaufen wäre.

Darin heißt es: "Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen." Homeoffice sei ein wichtiges Element, um Kontakte zu reduzieren und die Pandemie einzuschränken, erklärt Heil.

11.15 Uhr: Über 17.000 Neuinfektionen in Polen

Polen meldet mit 17.260 Neuinfektionen den höchsten Wert seit November. Insgesamt sind nun mehr als 1,8 Millionen Ansteckungen nachgewiesen und 45.997 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus registriert worden, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Die Regierung hatte zuletzt gewarnt, dass die dritte Corona-Welle stärker werde.

11.09 Uhr: Biontech liefert EU vier Millionen Impfstoffdosen mehr

Die Europäische Kommission hat sich bei den Partnern Biontech und Pfizer kurzfristig zusätzliche vier Millionen Impfstoffdosen gesichert. Diese sollten zur Bekämpfung von Corona-Hotspots eingesetzt werden, teilte die Kommission mit. Zudem solle dadurch eine Erleichterung des freien Grenzverkehrs erreicht werden. Die Impfdosen sollen in den nächsten zwei Wochen noch vor Ende März geliefert werden. "Das wird den Mitgliedstaaten bei ihren Bemühungen helfen, die Verbreitung neuer Varianten unter Kontrolle zu halten", erklärte Kommissionschefin Ursula von der Leyen.

11.00 Uhr: "Rock im Park" und weitere Festivals abgesagt

Sieben große Open-Air-Festivals in Deutschland und der Schweiz fallen auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte das Veranstalter-Netzwerk Eventim Live heute mit. Abgesagt seien damit unter anderen "Rock am Ring" am Nürburgring, "Rock im Park" in Nürnberg, das "Hurricane Festival" in Niedersachsen und "Southside" in Neuhausen ob Eck in Baden-Württemberg. Auch das "Deichbrand" bei Cuxhaven, "SonneMondSterne" in Thüringen bei Saalburg-Ebersdorf und das Schweizer "Greenfield Festival" fallen somit aus.

"Die Veranstalter mussten sich aufgrund der weiterhin bestehenden unsicheren Infektionslage zu einer Absage entscheiden", teilte Eventim Live mit. Für die Mitarbeiter und Hunderttausende Fans fallen die Konzert-Events somit zum zweiten Mal aus. Bereits im Sommer 2020 waren alle Großveranstaltungen gestrichen worden.

In der Eifel und in Nürnberg zum Beispiel waren bislang die gleichzeitigen Traditionsfestivals "Rock am Ring" und "Rock im Park" am zweiten Juni-Wochenende 2021 geplant. Sie sollen nun laut dem zuständigen Veranstalter am ersten Juni-Wochenende 2022 wieder über die Bühne gehen. Schon bald könnten Fans, die bereits in diesem oder sogar vergangenem Jahr Tickets erworben hätten, sie online für 2022 umbuchen.

10.54 Uhr: Tschechischer Abgeordneter stirbt nach Corona-Infektion

In Tschechien ist erstmals ein Abgeordneter des Parlaments an einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Der 71 Jahre alte Politiker Jiri Ventruba von den oppositionellen Bürgerdemokraten (ODS) erlag am Dienstag den Folgen der Infektion, wie die Partei heute in Prag bestätigte. Der studierte Arzt saß seit dreieinhalb Jahren im Parlament. Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich in Tschechien zahlreiche Politiker mit dem Virus infiziert, darunter Parlamentspräsident Radek Vondracek und Ex-Verteidigungsministerin Karla Slechtova.

Das Gesundheitsministerium in Prag meldete am Mittwoch 15.196 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich mehr als 760 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus an. Seit Beginn der Pandemie gab es in Tschechien mehr als 1,3 Millionen Infektionen und 22.385 Todesfälle.

10.32 Uhr: Chile überholt Israel bei Corona-Impfungen

Chile hat Israel als Impfweltmeister überholt. "Im weltweiten Ranking der Länder, die am schnellsten im Durchschnitt einer Woche geimpft haben, hat Chile den ersten Platz belegt", sagte Gesundheitsminister Enrique Paris nach Bekanntwerden der Daten des Statistikportals Our World laut der Tageszeitung "La Nación". In dem südamerikanischen Land wurden in den vergangenen sieben Tagen im Durchschnitt 1,08 Dosen am Tag pro 100 Einwohner gegen Corona geimpft, in Israel waren es 1,03 Dosen.

Insgesamt haben in dem rund 18 Millionen Einwohner zählenden Chile bereits etwa 4,2 Millionen Menschen mindestens eine Dosis erhalten. Am Montag erreichte das Land einen Tagesrekord mit 319.014 Impfungen.

Chile ist erfahren in der Organisation von Impfkampagnen und hat sehr früh Impfstoff von verschiedenen Herstellern geordert. Laut Gesundheitsministerium wurden insgesamt 35 Millionen Impfdosen bestellt, von denen bereits zehn Millionen eingetroffen sind.

10.18 Uhr: Indien will Pakistan mit Corona-Impfstoff beliefern

Indien will seinen Erzfeind mit Corona-Impfstoff beliefern. Das Nachbarland soll 45 Millionen Dosen des Astrazeneca-Vakzins erhalten, das in Indien in Lizenz produziert wird, wie der TV-Sender "India Today" berichtete. Die Lieferung erfolgt im Rahmen der internationalen Initiative Covax, über die ärmere Länder versorgt werden sollen. Von den 45 Millionen Dosen sollen 16 Millionen bis Juni in Pakistan eintreffen. Pakistan hat bislang rund 600.000 Corona-Infektionen und mehr als 13.000 Todesfälle erfasst.

Indien beliefert über die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Gavi-Impfallianz organisierte Covax-Initiative auch andere Länder in der Region, darunter Afghanistan und Bangladesch. Der indische Hersteller "Serum Institute of India" ist der größte Impfstoffproduzent der Welt.

10.15 Uhr: Digitaler Impfpass-Start in Spanien im Mai möglich

In Spanien könnten im Mai die Impfpässe zum Einsatz kommen. Tourismusministerin Reyes Maroto sagt dem Sender Antena 3 TV, das Land werde womöglich zum Start der internationalen Tourismusmesse FITUR in der Lage sein, die digitalen Pässe einzuführen. Die Brancheschau soll am 19. Mai in Madrid beginnen.

10.03 Uhr: Lockdown hat Niedriglöhner härter getroffen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die soziale Ungleichheit in Deutschland verstärkt. Das geht aus dem heute vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Datenreport hervor. Im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 seien die untersten Einkommensgruppen häufiger von Freistellungen und Arbeitslosigkeit betroffen gewesen, erklärte Philip Wotschack vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), das an der Ausarbeitung des Berichts beteiligt war. Des Weiteren zeigten sich große Unterschiede bei den finanziellen Auswirkungen der ersten Phase der Pandemie (31. März – 4. Juli). Höhere Einkommensgruppen hätten zwar häufiger Einkommenseinbußen erlitten. Die finanziellen Folgen der Pandemie seien für die Bezieher von Niedrigeinkommen aber härter gewesen. Rund jeder Fünfte in dieser Gruppe gab an, von finanziellen Schwierigkeiten und Risiken betroffen zu sein, oder ging davon aus, dass dies in den kommenden zwölf Monaten so sein würde.

Der Abstand zwischen Arm und Reich sei in Deutschland über lange Zeit gewachsen und habe ein hohes Niveau erreicht, so der Experte.

09.50 Uhr: Medien - Keine ausländischen Fans bei Olympischen Spielen in Tokio

Bei den diesjährigen Olympischen Sommerspielen in Tokio dürften Medienberichten zufolge ausländische Fans und womöglich sogar die Familien ausländischer Athleten von einem Besuch ausgeschlossen werden. Um das Risiko von Corona-Ausbrüchen zu verringern, habe die japanische Regierung den Ausschluss von Fans aus dem Ausland beschlossen, berichteten japanische Medien.

Die Entscheidung wird demnach voraussichtlich bei einem Treffen von japanischen Vertretern mit den Chefs des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und des Paralympischen Komitees verkündet werden, das wahrscheinlich kommende Woche stattfindet. Zur Teilnahme der Familien ausländischer Sportler sagte Chef-Organisatorin Seiko Hashimoto in einem Interview mit der Zeitung "Mainichi Shimbun", dies werde "schwierig" werden.

09.27 Uhr: Corona-Selbsttests an Schulen in Bayern künftig auch für Jüngere

Auch Schülerinnen und Schüler unter 15 Jahren sollen sich künftig einmal pro Woche direkt in der Schule selbst auf eine Corona-Infektion testen können – freiwillig, aber dann unter Anleitung und Aufsicht. Das kündigten Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) heute bei einem Besuch an einer Grundschule in München an. Nach Worten Piazolos wird es aber nicht überall schon am kommenden Montag, also mit der anstehenden Ausweitung des Wechselunterrichts, losgehen. Das Rote Kreuz und andere Organisationen sollen bei den Tests helfen.

Bislang waren die neuen Corona-Selbsttests lediglich für Lehrkräfte sowie für Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren vorgesehen gewesen und entsprechend vom Freistaat ausgeliefert worden. Nun habe man sich darauf verständigt, dies auszuweiten, erklärten die Minister.

08.51 Uhr: Minister - Pandemie in Großbritannien wäre ohne Tests schlimmer ausgefallen

In Großbritannien wäre die Pandemie nach Einschätzung von Verkehrsminister Grant Shapps ohne Tests und Rückverfolgung der Infektionen schlimmer ausgefallen. Er reagiert auf Berichte, wonach das dafür aufgelegte 23 Milliarden Pfund teure Programm seinen Nutzen nicht bewiesen hat. "Was auch immer die Erfahrungen mit dem Coronavirus sind, die wir als Nation gemacht haben, gute und schlechte - es wäre um einiges schlimmer gewesen, wenn wir kein Test- und Rückverfolgungssystem gehabt hätten, durch das so viele Menschen kontaktiert wurden und das eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindert hat."

08.47 Uhr: Bulgarien verzeichnet höchste Zahl an Neuinfektionen seit drei Monaten

Bulgarien verzeichnet 3.502 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist der höchste Wert seit drei Monaten. Die Zahl der Todesfälle sei um 132 gestiegen, teilt die Regierung des rund sieben Millionen Einwohner zählenden Landes mit. Sie hat bereits in vielen Städten nicht zwingend nötige Operationen in Krankenhäusern untersagt, um Kapazitäten für Covid-19-Patienten zu schaffen. Außerdem hat die Regierung in Sofia den regionalen Gesundheitsbehörden freie Hand gegeben, um im Kampf gegen eine Ausbreitung des Virus Schulen, Einkaufszentren, Fitness-Studios und Restaurants zu schließen.

08.45 Uhr: Autochip-Mangel - Südkorea beschließt Ausnahmen von Quarantäneregeln

Wegen des Chipmangels in der Autoindustrie zieht Südkorea Konsequenzen in der Corona-Politik. Nach Angaben der Regierung werden Geschäftsleute, die zur Behebung dieses Problems im Einsatz sind, von den Quarantäne-Regelungen ausgeschlossen. Außerdem sollen Personen Vorrang bei Impfungen haben, die in der Beschaffung von Autochips tätig sind. Das Problem trifft Autobauer weltweit, etwa auch Volkswagen und General Motors. Die südkoreanische Autoindustrie stehe noch relativ gut da, aber die Befürchtungen hätten zugenommen, dass es künftig zu Produktionsausfällen kommen könnte, teilt die Regierung in Seoul mit.

08.43 Uhr: Spahn - Im April noch keine 20 Millionen Impfungen möglich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt davor, unrealistische Erwartungen an die Impfzahlen im April zu schüren. Die Zahlen würden deutlich steigen, sagt der CDU-Politiker im ZDF. "Aber die Impfmengen werden nicht gleich auf 20 Millionen im Monat oder gar auf zehn Millionen in der Woche wachsen", fügt Spahn hinzu. "Im April wird es deutlich mehr Impfungen geben, aber noch nicht in der Größenordnung." Dann würden zunächst die Hausärzte einbezogen, in einem weiteren Schritt dann die Betriebsärzte. Mit jedem Schritt könne dann angesichts der Verfügbarkeit von mehr Impfdosen auch die Priorisierung flexibler gehandhabt werden.

08.22 Uhr: Im Vogtland Abweichung von Impf-Prioritäten möglich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Plan der sächsischen Landesregierung gebilligt, im Grenz-Landkreis Vogtland von der Impfpriorität abzuweichen. Er habe mit Ministerpräsident Michael Kretschmer gesprochen und vereinbart, dass dort ein "Schutzriegel" durch Impfungen möglich sei, sagt Spahn im ZDF. Kretschmer hatte zuvor angekündigt, im Vogtland wegen der Nähe zu Tschechien mit den dort sehr hohen Infektionszahlen möglichst alle Bewohner zu impfen und von der Prioritätenliste abzuweichen. Damit soll verhindert werden, dass sich im Grenzgebiet viele Menschen anstecken.

08.07 Uhr: Chef der Kassenärzte fordert - "Lasst uns einfach impfen"

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, fordert von Bund und Ländern mehr Tempo und Klarheit bei der Einbeziehung der Haus- und Fachärzte in die Impfkampagne. Die Diskussion innerhalb der Bundesregierung und auch in den Bund-Länder-Gesprächen wirke mitunter etwas erratisch, sagt Gassen im Deutschlandfunk. Die Ärzte hätten dagegen eine einfache Forderung: "Lasst uns einfach impfen, stellt uns den Impfstoff über die Apotheken zur Verfügung und erschlagt uns nicht mit einer Dokumentationsbürokratie", sagt Gassen. "Dann kann das Impfversprechen bis zum Sommer auch eingehalten werden." Die Haus- und Fachärzte seien sicherlich in der Lage, fünf Millionen Impfungen in der Woche zu verabreichen, womöglich auch etwas mehr. Das von Bundesfinanzminister Olaf Scholz in Aussicht gestellte Ziel von wöchentlich insgesamt bis zu zehn Millionen Impfungen stellt Gassen wegen Kapazitäts- und Impfstoffmangels infrage.

07.27 Uhr: Verband - Bundesregierung soll Vereinbarungen mit Reiseländern treffen

Die Reisebranche fordert von der Bundesregierung gezielte Vereinbarungen mit wichtigen Reiseländern, um sicheren Tourismus in der Pandemie zu ermöglichen. Dies sei bislang noch nicht geschehen, kritisiert der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, im ZDF. Notwendig seien nun klare Perspektiven für die Branche, die "wirklich aus dem letzten Loch" pfeife. Dazu gehöre auch eine Abschaffung der Quarantänepflicht, die viele Menschen von der Buchung abhalte. "Corona-Test statt Hausarrest", verlangt Fiebig. Die Buchungszurückhaltung sei derzeit "noch relativ groß". Der Verbandschef empfiehlt den Deutschen, sich in Reisebüros über die Konditionen der Anbieter zu informieren. Die Veranstalter seien sehr flexibel, was Umbuchungen und Stornierungen angehe.

07.12 Uhr: Zu viel Bürokratie - Stoiber fordert Fehleranalyse

Der frühere bayerische Ministerpräsident, Edmund Stoiber, fordert in der gegenwärtigen Diskussion über zu viel Bürokratie in der Corona-Krise eine Fehleranalyse. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte Edmund Stoiber: "Ich glaube, wir haben sicherlich in der bürokratischen Ausformung überzogen. Und deswegen glaube ich, dass wir nach der Pandemie und jetzt Gedanken machen müssen. Wie das Ralf Brinkhaus, der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU ja auch in die Debatte geworfen hat. Und ich unterstütze ihn außerordentlich aus meinen Erfahrungen nämlich. Wir brauchen eine Fehleranalyse. Was haben wir in der Pandemie und in der Bekämpfung der Pandemie falsch gemacht? Was ist falsch gelaufen?"

Stoiber, der lange Jahre eine Arbeitsgruppe der EU-Kommission zum Abbau von Bürokratie geleitet hat, hält es für notwendig, von vornherein mehr über die konkrete Umsetzung von Gesetzen zu sprechen: "Und das kommt mir in den Parlamenten etwas zu kurz. [...] Bürokratie verselbstständigt sich, wenn die Bestimmungen zu detailliert und zu kompliziert sind."

06.00 Uhr: Krankenkassen warnen vor Milliardenlücke

Den gesetzlichen Krankenkassen droht nach Einschätzung ihres Spitzenverbands eine Finanzierungslücke in Milliardenhöhe. Grund sei, dass sämtliche Reserven während der Corona-Pandemie aufgebraucht werden, wie der GKV-Spitzenverband in Berlin deutlich machte. Die Verbandsvorsitzende Doris Pfeiffer sagte: "Für dieses Jahr bin ich noch optimistisch, dass die Zusatzbeitragssätze nicht weiter angehoben werden müssen." Im kommenden Jahr drohe aber eine Finanzierungslücke im zweistelligen Milliardenbereich.

Auch wegen der Corona-Folgen rutschten die Kassen im vergangenen Jahr tiefer ins Minus. Insgesamt wurde nach Angaben vom Dienstag ein Defizit von 2,65 Milliarden Euro ausgewiesen. Im Jahr 2019 hatte das Minus bei 1,5 Milliarden Euro gelegen. Beim Gesundheitsfonds als Geldsammel- und Verteilstelle der Kassen stand jetzt ein Defizit von 3,49 Milliarden Euro.

05.37 Uhr: Alaska erlaubt 16-Jährigen Impfungen gegen Coronavirus

Alaska hat als erster US-Staat die staatlichen Vorgaben für Impfberechtigte aufgehoben. Der Staat erlaube jedem von mindestens 16 Jahren, der dort arbeite oder wohne, eine Impfung zu bekommen, teilte der Gouverneur Mike Dunleavy am Dienstag mit. Das sei eine bedeutende Entwicklung, insbesondere mit Blick auf die bevorstehende Sommer-Tourismussaison. Alaska versuche, seine pandemiegeschädigte Wirtschaft wiederaufzubauen.

05.10 Uhr: RKI meldet 9.146 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 9.146 neue Positiv-Tests. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt im Vergleich zum Vortag von 67,5 auf 65,4. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Den neuen Angaben zufolge starben 300 weitere Menschen in Verbindung mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 72.489. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,51 Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

03.28 Uhr: Brasilien meldet weiteren Tagesrekord an Corona-Toten

Nach der bisher tödlichsten Woche in der Pandemie hat Brasilien einen weiteren Höchstwert bei den an einem Tag erfassten Corona-Toten registriert. 1.972 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Dienstagabend innerhalb von 24 Stunden gestorben. Der bisherige Höchstwert lag am vergangenen Mittwoch bei 1.910 Toten nach 1.641 am Dienstag. Insgesamt sind damit in Brasilien 268.370 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 70.764 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem größten Land Lateinamerikas auf mehr als 11,1 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

Brasilien, das erst im Januar mit Impfungen begann, ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Die Situation auf den Intensivstationen für Covid-19-Patienten ist extrem kritisch, wie die Nachrichtenagentur "Agência Brasil" unter Berufung auf die Forschungseinrichtung "Fundação Oswaldo Cruz" (Fiocruz) berichtete. In 15 Hauptstädten und 13 Bundesstaaten liege deren Belegung bei über 90 Prozent. Präsident Jair Bolsonaro, der das Coronavirus von Anfang an verharmlost hatte und mittlerweile auch den Sinn einer Impfung in Zweifel zieht, lehnt Einschränkungen aus wirtschaftlichen Gründen weiter ab.

02.37 Uhr: Betriebsärzte könnten fünf Millionen Beschäftige im Monat impfen

Die 12.000 Betriebsärzte in Deutschland könnten pro Monat etwa fünf Millionen Beschäftige impfen. "Im Unterschied zu Hausärzten, die sich auch um akute Krankheitsfälle kümmern müssen, sind Betriebsärzte vor allem mit Vorsorgeuntersuchungen befasst", sagt die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW), Anette Wahl-Wachendorf, laut einem Vorabbericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bis zu 80 Prozent dieser Untersuchungen ließen sich um einige Woche verschieben, um dem Impfen Vorrang zu geben. Dabei sollten die Werksärzte Mitarbeiter vorziehen, die im Berufsalltag viele Kontakte hätten. "Es sollte nicht sein, dass der Chef beim Impfen als erster an der Reihe ist, wenn er ständig im Homeoffice sitzt."

02.01 Uhr: Stiko-Chef Mertens - Sputnik V "guter Impfstoff"

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V gelobt. "Das ist ein guter Impfstoff, der vermutlich auch irgendwann in der EU zugelassen wird. Die russischen Forscher sind sehr erfahren mit Impfungen. Sputnik V ist clever gebaut", sagte Mertens der "Rheinischen Post".

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA prüft die Zulassung von Sputnik V noch. In der EU sind bisher die Vakzine der drei Hersteller Pfizer/Biontech, Moderna und Astrazeneca zugelassen. Am 11. März will die EMA voraussichtlich auch die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson&Johnson empfehlen.

02.00 Uhr: Ärztepräsident - "Haus- und Fachärzte sollten selbst über Impfreihenfolge entscheiden"

Laut dem Präsidenten der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sollten niedergelassene Ärzte über die Impfreihenfolge ihrer Patienten selbst entscheiden dürfen. "Zu viele Vorgaben und Prüfverfahren halten uns nur unnötig auf. Das sollten wir unbedingt vermeiden", erklärt Reinhardt in einem Vorabbericht der "Rheinischen Post". Haus- und Fachärzte wüssten am besten, welche ihrer Patienten besonders gefährdet seien. Die Praxen würden die Bevölkerung jedes Jahr millionenfach und in kürzester Zeit mit Impfungen gegen die saisonale Grippe versorgen. Die Strukturen und das Know-how seien vorhanden, um schnell und in hoher Frequenz mit dem Impfen zu beginnen.

01.07 Uhr: Hilfsorganisationen beklagen Impfengpässe in armen Ländern

Hilfsorganisationen haben erneut vor Engpässen bei Corona-Impfungen in Ländern mit niedrigem Einkommen gewarnt. Weltweit habe die Mehrheit der ärmsten Länder noch keine einzige Impfung verabreicht, teilte Oxfam gemeinsam mit einer Allianz anderer Hilfsorganisationen in der Nacht zum Mittwoch mit. Bis Ende 2021 könnten demnach bestenfalls nur gut 20 Prozent der Bewohner in Ländern der Südhalbkugel auf eine Impfung gegen das Coronavirus hoffen. Die Allianz warnte vor einem Machtmonopol der Pharmaunternehmen. Wirtschaftlich privilegierte Staaten würden den globalen Gesundheitsnotstand verlängern, sagte Gabriela Bucher, Geschäftsführerin von Oxfam International, der Mitteilung zufolge. "Indem sie einer kleinen Gruppe von Pharmaunternehmen erlauben, zu entscheiden, wer lebt und wer stirbt", so Bucher.

In den USA, Frankreich, Deutschland und Großbritannien sind einer Umfrage zufolge mehr als zwei Drittel der Befragten der Meinung, dass Regierungen dafür sorgen sollen, Impfstoff-Technologien mit anderen Ländern zu teilen. Die Befragung hatte die Allianz im Auftrag des Meinungsforschungsinstituts YouGov Ende Februar durchgeführt.

Dienstag, 09. März 2021

23.00 Uhr: EU-Vertreter wegen Impfstoff-Streit ins Londoner Außenministerium zitiert

In einer neuen Eskalation des Impfstoff-Streits zwischen Brüssel und London ist am Dienstagabend ein Vertreter der EU ins britische Außenministerium zitiert worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungsquellen. Grund soll eine Äußerung von EU-Ratspräsident Charles Michel zu einer angeblichen Sperre für Impfstoff-Exporte des Landes sein. "Die britische Regierung hat nicht einmal den Export einer einzigen Covid-19-Impfung blockiert", teilte ein Downing-Street-Sprecher am Dienstagabend mit. Alle Verweise auf ein britisches Export-Verbot oder jegliche Einschränkungen für Impfstoffe seien komplett falsch. Ein gleichlautendes Schreiben soll Raab zudem an den EU-Ratspräsidenten geschickt haben. Michel hatte zuvor in seinem Newsletter das Programm zu Impfstoffbeschaffung der EU-Kommission verteidigt. Behauptungen, die EU betreibe Impf-Nationalismus seien schockierend, schrieb er. Beispielsweise stamme der größte Teil des in Israel verabreichten Impfstoffs aus Belgien. Die EU habe nie aufgehört zu exportieren.

22.25 Uhr: BioNTech-Chef stellt für 2022 drei Mrd Impfstoff-Dosen in Aussicht

BioNTech könnte nach Angaben von Unternehmenschef Ugur Sahin im kommenden Jahr drei Milliarden Dosen seines gemeinsam mit Pfizer entwickleten Corona-Impfstoffs herstellen. Die Produktionskapazität könne grundsätzlich gesteigert werden. Aber das hänge auch von der Nachfrage ab oder ob etwa Auffrisch-Impfungen erforderlich würden, sagt Sahin der Nachrichtenagentur Bloomberg News.

21.35 Uhr: Tourismusexperte von Freyberg fordert Perspektive für Hotels

Der Tourismusexperte Burkhard von Freyberg hat eine Perspektive für die Hotelbranche angemahnt. "Jeder Tag, an dem nicht geöffnet werden kann, ist ein schlechter Tag", sagte von Freyberg im Rundschau Magazin im BR Fernsehen. Weitere Lockdowns könnten die Hotelbetreiber nicht durchstehen. Von Freyberg, der auch an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München lehrt, hofft auf eine Öffnung der Betriebe bereits zu Ostern. Wie viele Betriebe im Zusammenhang mit der Coronakrise Insolvenz anmelden müssten, werde man erst später sehen, so seine Prognose. Der Tourismusprofessor rechnet mit einer großen Reisefreude speziell der inländischen Gäste in diesem Jahr, ähnlich wie im vergangenen Sommer. Auch heuer würden sich viele Hotels deshalb auf Gäste aus Deutschland konzentrieren. Wann die Gäste aus dem Ausland wieder in deutschen Hotels Urlaub machten, sei noch nicht klar. "Unsere Branche ist in einem Wandel", so der Hotelexperte wörtlich. Speziell im Hinblick auf Hygiene und die Digitalisierung werde sich einiges bewegen.

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Reicht ein guter Sommer, um aus der Krise rauszukommen? Und was ist mit der Zeit nach Corona: Ist dann alles wie vorher oder wird sich der Tourismus in Bayern nachhaltig verändern? Eine Einschätzung von Tourismus-Professor Burkhard von Freyberg.

21.10 Uhr: Estland verschärft Einschränkungen

Estlands Regierung verschärft angesichts eines Anstiegs der Corona-Infektionen die Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie. Nach den Oberschulen müssen nun auch die Grundschulen auf Online-Unterricht umstellen. Zudem dürfen nur noch Geschäfte, die dringend benötigte Waren anbieten, öffnen. Restaurants dürfen nur noch Speisen zum Abholen anbieten. Schwimmbäder, Kinos, Saunen und Kasinos sind bereits geschlossen.

20.55 Uhr: Chile überholt Israel als am schnellsten gegen Corona impfendes Land

Chile ist das Land mit den weltweit meisten gegen das Coronavirus geimpften Menschen pro 100 Einwohnern und hat Israel damit überholt. !Heute haben wir einen neuen Grund, stolz zu sein: Chile hat den ersten Platz im weltweiten Ranking der verabreichten Dosen pro 100 Einwohnern eingenommen, schrieb die Regierung des südamerikanischen Landes am Dienstag auf Twitter, nachdem die Daten des Statistikportals "Our World in Data" bekanntgeworden waren.

Demnach hat Chile im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage 1,08 Dosen am Tag pro 100 Einwohnern geimpft, Israel 1,03. Insgesamt hat das 18-Millionen-Einwohner-Land seit Beginn seiner Impfkampagne im Dezember 4.176.094 Millionen Menschen mindestens eine Impfstoff-Dosis verabreicht. Das entspricht mehr als 21 Prozent der Bevölkerung. Am Montag registrierte Chile einen Tagesrekord mit 319.014 Geimpften, wie die Zeitung "La Tercera" berichtete.

Chile hatte zusammen mit Mexiko und Costa Rica zu den Ländern in Lateinamerika gehört, die als erste mit der Impfung der Bevölkerung begannen und hatte frühzeitig wegen des Erwerbs von Impfstoffen verhandelt. So gelang es, 35 Millionen Dosen zu garantieren, von denen 10 Millionen bereits eingetroffen sind. Die meisten stammen von dem chinesischen Unternehmen Sinovac.

20.25 Uhr: Immer mehr Engpässe bei Impfstoff-Bestandteilen

Der beispiellose Bedarf und die Produktion der Corona-Impfstoffe bringt die Industrie an ihre Kapazitätsgrenzen. "Impfstoffhersteller und Zulieferer berichten zunehmend über Engpässe bei Roh- und Verpackungsmaterial und Ausrüstung", berichtete die Denkfabrik Chatham House am Dienstag in Genf. Sie hatte ein Treffen mit Vertreter der Industrie, von Verbänden und der UN-Impfinitiative Covax organisiert, um Lösungen zu suchen.

In einem Strategiepapier, das bei dem Treffen diskutiert wurde, heißt es, größere Produktionsmengen seien durch Effizienzsteigerungen in den bestehenden Fabriken, dem Umbau bestehender Fabriken für die Herstellung der neuen Stoffe und den Bau neuer Fabriken nötig.

Die Beratungen sind heikel. Pharmafirmen stehen unter Druck, die Patente der von ihnen entwickelten Corona-Impfstoffe vorübergehend auszusetzen. Damit sollen mehr Firmen in aller Welt in die Lage versetzt werden, die Impfstoffe zu produzieren. Südafrika und Indien sind Vorreiter dieser Forderung in der Welthandelsorganisation (WTO).

20.10 Uhr: Österreich testet in Vorarlberg ab Montag Lockerungsschritte

Das österreichische Bundesland Vorarlberg wird nächste Woche zur Testregion für Corona-Lockerungen. Ab Montag sollen Gastronomie, Veranstaltungen und Jugendsport unter vielen Auflagen wieder möglich werden, kündigte Landeschef Markus Wallner am Dienstagabend in Bregenz an. In dem kleinen westlichen Bundesland steht die Sieben-Tages-Inzidenz bei 73, weit unter dem österreichweiten Wert von 184. "Von dieser Lage heraus kann man gut begründen, einen verantwortungsvollen Schritt zu setzen", sagte Wallner nach Verhandlungen mit der Regierung in Wien. "Aber die Eigenverantwortung ist auch gefragt", betonte der konservative Politiker.

Gastronomiebetriebe dürfen ab Montag drinnen und draußen Gäste bewirten. Zudem werden Veranstaltungen mit halber Sitzplatzbelegung bis zu 100 Personen erlaubt. Kinder- und Jugendgruppen können wieder kleine Treffen und Sporttrainings ohne engen Kontakt veranstalten. Mit Zutrittstests, Abstand, Masken, Besucherregistrierung und Schutzkonzepten sollen Ansteckungen vermieden werden. Im Rest Österreichs bleiben Restaurants, Bühnen und Jugendtreffs vorerst weiter zu.

Die Regierung in Wien will nächste Woche über mögliche landesweite Lockerungen beraten. Angesichts steigender Infektionszahlen hängen diese Pläne jedoch am seidenen Faden.

20.05 Uhr: Sterbefallzahlen im Februar deutlich unter Schnitt der Vorjahre

Der leichte Aufwärtstrend bei den Corona-Fallzahlen in Deutschland setzt sich fort. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4252 Neuinfektionen, wie aus Daten vom Dienstag hervorgeht. Der Vergleichswert von einer Woche zuvor betrug 3943. Bei den binnen eines Tages erfassten Todesfällen gab es im Vergleich zum Vorwochenwert einen Rückgang, von damals 358 auf nun 255. Trotz der Pandemie sind im Februar nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamts drei Prozent weniger Menschen gestorben als im Schnitt des gleichen Monats in den vier Vorjahren. Demnach starben 81 746 Menschen, 2632 weniger als im Monatsdurchschnitt von 2017 bis 2020, wie das Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

19.50 Uhr: EU will digitalen Impfpass bis zum Sommer anbieten können

Die EU-Kommission hat einer Zeitung zufolge das Ziel, bis zum Sommer einen europäischen Impfpass entwickelt zu haben. "Das wünschen wir uns alle", sagt Vizepräsidentin Margrethe Vestager dem "Handelsblatt". "Denn es ist extrem wichtig – für uns alle, um wieder aufatmen zu können. Gerade die Tourismusbranche hat einen unglaublich heftigen Schlag abbekommen. Die Situation ist ernst, vor allem Frauen sind betroffen." Die Daten sollten so privat wie möglich bleiben, sagt Vestager. Gleichzeitig solle man diesen Impfpass nutzen können, wo man wolle. Ziel sei außerdem nicht nur, den Impfstatus nachweisen zu können, sondern auch negative Corona-Tests.

19.35 Uhr: Golf-Turnier in Kanada eine Woche vor den US Open abgesagt

Eines der ältesten Golf-Turniere muss zum zweiten Mal nacheinander wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Die Canadian Open, die 1904 erstmals ausgetragen wurden, finden nicht wie geplant vom 10. bis 13. Juni vor den Toren Torontos im St. George's Golf & Country statt. Selbst mit einem umfangreichen Gesundheits- und Sicherheitsplan hätten sie vor einer Reihe großer logistischer Herausforderungen gestanden, erklärte PGA-Tour-Präsident Tyler Dennis. Als Ersatz soll eine Woche vor den US Open ein weiteres Turnier in den USA gespielt werden.

19.25 Uhr: Russland produziert Impfstoff Sputnik V in Italien

Italien produziert als erstes EU-Land im Sommer den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Mit Kirill Dmitriew, dem Chef des russischen Staatsfonds für Direktinvestitionen, habe Adienne Srl - italienische Tochter eines schweizerischen Pharmakonzerns - den entsprechenden Vertrag unterzeichnet, gab die italienisch-russische Handelskammer am Dienstag bekannt. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Die Produktion soll im Juli beginnen und im laufenden Jahr zehn Millionen Dosen zutage fördern. Der innovative Produktionsprozess werde zur Schaffung neuer Jobs beitragen und es Italien erlauben, die gesamte Herstellung in dem Werk zu kontrollieren, ergänzte die Handelskammer.

Sputnik V ist bislang noch nicht in der EU zugelassen worden, vergangene Woche begann die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA aber mit der Prüfung des Impfstoffs. Ungeachtet dessen wurde Ungarn im Februar zum ersten EU-Land, in dem das Mittel bereits zum Einsatz freigegeben wurde. Auch die Slowakei hat schon 200.000 Dosen erhalten.

19.15 Uhr: Höheres Corona-Risiko in Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft

Nicht nur Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen sollten gezielt vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt werden, sondern auch Angehörige bestimmter Berufsgruppen. Diese Auffassung vertrat die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek am Dienstag im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update". Die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt verwies dafür auf eine Preprint-Studie aus San Francisco. Wissenschaftler hatten dafür die Daten von mehr als 10.000 an Covid-19 Verstorbener aus Kalifornien im berufstätigen Alter nach Beruf und Ethnie durchsucht.

Das höchste Risiko hatten Mitarbeiter der Lebensmittelindustrie und der Landwirtschaft. Danach folgten Transport und Logistik, Baugewerbe und Fabriken. Von der ethnischen Zugehörigkeit her hatten Latinos das höchste Risiko. Auch in Deutschland habe man große Ausbrüche in solchen Berufen gesehen, sagte Ciesek. Dort arbeiteten oft Menschen, die extra für diese Arbeiten nach Deutschland kämen und hier zum Teil in Gruppenunterkünften lebten. "Das zeigt noch mal, wie wichtig es ist, dass es für diese Berufsgruppen gute Konzepte gibt, auch gute Teststrategien", sagte Ciesek. Wichtig sei auch, "dass man gut aufklärt, dass die Impfquote in diesen Berufen nicht zu niedrig ist, um das Infektionsgeschehen effizient eindämmen zu können".

19.00 Uhr: Palästinensische Krankenhäuser sind überfüllt

Die palästinensischen Krankenhäuser im besetzten Westjordanland sind nach Behördenangaben teilweise überbelegt. Einige Kliniken seien zu mehr als 100 Prozent ausgelastet und einige Intensivstationen mit Corona-Patienten vollständig belegt, sagt Ministerpräsident Mohammed Schtajjeh in Ramallah. In palästinensischen Städten wurden in den vergangenen zwei Wochen Lockdowns angeordnet, um die Pandemie einzudämmen.

18.50 Uhr: Nürnberg sagt mit Frühlingsfest Nordbayerns größtes Volksfest ab

Die Stadt Nürnberg hat das traditionelle Frühlingsfest wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Nordbayerns größtes Volksfest hätte eigentlich vom 3. bis zum 18. April stattfinden sollen, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Nun werde stattdessen an einem Konzept gearbeitet, das den Schaustellern in Form eines temporären Freizeitparks auf dem Gelände am Dutzendteich eine Alternative zu den coronabedingt ausfallenden Volksfesten und Kirchweihen bieten soll. In anderen Bundesländern seien solche Pop-up-Freizeitparks bereits erfolgreich umgesetzt worden.

18.35 Uhr: Deutschland verliert in Corona-Pandemie tausende Pflegekräfte

Deutschland hat in der Pandemie tausende Pflegekräfte verloren. Der Rückgang betrifft Krankenhäuser ebenso wie die Altenpflege. Das geht aus bislang unveröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, über die die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag) berichteten. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft bezweifelte, dass es sich um einen dauerhaften Trend handelt.Laut BA ging die Zahl der Pflegebeschäftigten zwischen Anfang April und Ende Juli 2020 um mehr als 9.000 zurück, wie eine Datenabfrage der Linken-Bundestagsfraktion bei der BA ergab. Dies war ein Rückgang um 0,5 Prozent. Insgesamt waren in Deutschland zuletzt rund 1,8 Millionen Menschen in der Pflege tätig.

18.25 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern verschärft Einreiseregeln für Polen drastisch

Mecklenburg-Vorpommern hat die bundesweit strengsten Einreiseregelungen für Menschen aus dem Nachbarland Polen beschlossen. Sie sollen in Kraft treten, wenn das Nachbarland zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt wird. Dann müssen Grenzpendler alle 48 Stunden einen negativen Corona-Test vorlegen, sagte der Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin. Schnelltestzentren sollen noch in dieser Woche an den Grenzübergängen Ahlbeck und Linken in Betrieb genommen werden. Mit den Maßnahmen bereite sich die Landesregierung auf eine mögliche Einstufung Polens als Hochrisikogebiet vor. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald gebe es gegenwärtig sinkende Infektionszahlen, in ganz Polen hingegen stiegen sie. Dahlemann sagte, Mecklenburg-Vorpommern habe jetzt die strengste Testpflicht aller Bundesländer. Sie seien auch strenger als die Bundeseinreiseverordnung.

18.10 Uhr: Betrugsverdacht bei Corona-Hilfen - Abschlagszahlungen gestoppt

Wegen Betrugsverdachts bei den Corona-Staatshilfen für Unternehmen sind die Abschlagszahlungen vorübergehend gestoppt worden. Das sei vor allem als Vorsichtsmaßnahme zu verstehen, "in Kürze" sollten sie wieder aufgenommen werden, so eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums.

Auf einer Internetseite zu den unterschiedlichen Corona-Hilfen teilten Wirtschafts- und Finanzministerium mit, es bestehe "in einigen Fällen der Verdacht, dass unrechtmäßig staatliche Hilfsgelder erschlichen wurden". Es handele sich um "einige wenige Verdachtsfälle", betonte die Sprecherin. Die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet und habe bereits Ermittlungen aufgenommen.

Seit Beginn der Corona-Krise wurden nach Angaben des Ministeriums bereits mehr als 86 Milliarden Euro Staatshilfen für die Wirtschaft bewilligt. Allein für die sogenannte Überbrückungshilfe III, die seit dem 10. Februar beantragt werden kann, wurden demnach Abschlagszahlungen in einer Höhe von mehr als 650,7 Millionen Euro ausgezahlt.

18.05 Uhr: Bundeskanzleramt drängt auf schnelle weitere Kontaktverfolgungs-App

Der Chef des Bundeskanzleramtes, Helge Braun (CDU), hat sich für eine schnelle Entscheidung für eine Corona-Kontaktverfolgungslösung wie die Luca-App stark gemacht. Ein möglicher Start der zusätzlichen App könnte beispielsweise zum 22. März erfolgen, wenn in manchen Regionen die Außengastronomie wieder geöffnet werde, sagte Braun auf einer Veranstaltung des Softwarekonzerns Microsoft.

Braun betonte, der Bund sei bereit, die Infrastruktur (Backend) für eine digitale Vernetzung der Gesundheitsämter in Deutschland zu finanzieren. Bei den diskutierten Kontaktverfolgungs-Apps wollte sich Braun aber nicht ausdrücklich auf das von vielen Politikern favorisierte Luca-System festlegen. Mit der Luca-App können sich Besucher eines Cafés, eines Restaurants, einer Kulturveranstaltung aber auch eines Fußballspiels oder eines ähnlichen Events einchecken und für den Fall einer Corona-Warnung ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Während manche Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern bereits entschieden haben, das Luca-System zu lizenzieren, haben sich andere Bundesländer noch nicht entschieden. Wettbewerber von Luca und Open-Source-Aktivisten kritisieren die App, unter anderem weil sie nicht quelloffen entwickelt wurde.

17.45 Uhr: Rewe kündigt Selbsttests für alle Mitarbeiter an

Der Handelskonzern Rewe hat angekündigt, er werde seinen mehr als 250.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland "schnellstmöglich" und kostenlos Corona-Selbsttests zur Verfügung stellen. Diese Tests könnten die Beschäftigten dann "freiwillig nutzen", teilte Rewe mit. Weitere Angaben machte der Konzern nicht - etwa, wie viele Tests er den Beschäftigten anbieten will oder wie oft.

Rewe begrüße die zwischen der Bundesregierung und den Spitzenverbänden der Wirtschaft getroffene Übereinkunft, erklärte der Konzern weiter. Zu Rewe gehören die Supermärkte gleichen Namens, Penny, Toom-Baumärkte und die DER Touristik Gruppe.

17.00 Uhr: EU-Ratspräsident wirft Russland und China Impfstoff-Propaganda vor

EU-Ratspräsident Charles Michel hat China und Russland vorgeworfen, ihre Corona-Impfstoffe als Propagandamittel einzusetzen. "Wir sollten uns nicht von China und Russland in die Irre führen lassen", erklärte Michel. Beide "Regimes" würden "stark begrenzt, aber dafür sehr öffentlichkeitswirksam" Impfstoff an andere Länder liefern. Die EU hingegen werde "Impfstoffe nicht für Propagandazwecke nutzen".

Angesichts von Lieferengpässen der Impfstoffhersteller und Kritik an der Impfstrategie der EU blicken Mitgliedstaaten wie Ungarn, Tschechien und die Slowakei zunehmend nach Osten. Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V und das chinesische Mittel von Sinopharm sind in der EU nicht zugelassen. Die EU-Länder können aber nationale Notfallzulassungen erteilen.

Russland hatte in den vergangenen Wochen auf eine rasche Prüfung für eine Sputnik-V-Zulassung in der EU gedrungen. Am Donnerstag leitete die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA auch ein sogenanntes Rolling Review zur Prüfung einer Zulassung ein. Die EU-Kommission blieb aber zurückhaltend bei der Frage, ob sie das Mittel tatsächlich in ihr Impfstoffportfolio aufnehmen will.

16.55 Uhr: Razzien in drei Arztpraxen wegen Masken-Attesten

Erneut hat es in Bayern Polizeirazzien in Arztpraxen im Zusammenhang mit möglicherweise falschen Coronamasken-Attesten gegeben. Rund 20 Beamte haben zwei Praxen in Kempten und eine im Landkreis Oberallgäu durchsucht, so die Polizei. "Die Staatsanwaltschaft Kempten führt ein Ermittlungsverfahren gegen insgesamt vier Ärztinnen und Ärzte im Alter zwischen 40 und 66 Jahren."

Die Ermittler vermuten, dass die Mediziner unrichtige Gesundheitszeugnisse ausgestellt haben, damit ihre Patienten keine Masken tragen müssen. Solche Atteste sind insbesondere bei den Gegnern der Corona-Vorschriften begehrt.

Bereits in der Vergangenheit ist die Kripo gegen Ärzte wegen ähnlicher Vorwürfe vorgegangen. Unter anderem wurde die Praxis eines Mediziners im oberbayerischen Landkreis Landsberg durchsucht. Auch in Oberfranken, Mittelfranken und Niederbayern hatte es schon Razzien in Praxen gegeben.

16.00 Uhr: Nürnberger Tiergarten öffnet am Mittwoch

Der Nürnberger Tiergarten ist ab morgen wieder für die Besucher zugänglich. Die Besucher müssen sich aber vor ihrem Besuch über ein Buchungssystem registrieren, das auf der Internetseite tiergarten.nuernberg.de zu finden ist.

Um den notwendigen Abstand von anderthalb Metern zwischen den Besucherinnen und Besuchern gewähren zu können, rechnet der Tiergarten mit zehn Quadratmetern pro Person und begrenzt die Zahl der Gäste auf 6.500 Personen am Tag. Alle Tierhäuser im Zoo bleiben allerdings geschlossen, die Gastronomie bietet Mitnahmespeisen und Getränke an. Die Eintrittspreise in den Tiergarten bleiben unverändert.

15.30 Uhr: Corona-Tests auch für jüngere Schüler

Die Staatsregierung arbeitet nach Worten von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) an einem Corona-Testkonzept auch für jüngere Schülerinnen und Schüler. Bislang sollen lediglich die über 15-Jährigen einen Schnelltest pro Woche vom Freistaat bekommen. Piazolo deutete nun an, dass auch für unter 15-Jährige Testmöglichkeiten kommen. Die zuständigen Ministerien seien hier derzeit in intensiver Abstimmung. Er hielte dies für sehr sinnvoll.

Zugleich kündigte Piazolo für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche die Möglichkeit für einen "Tag des offenen Klassenzimmers" für Grundschulklassen an. Grundsätzlich darf in den betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten nur Distanzunterricht angeboten werden. Nun sollen laut Piazolo zumindest Grundschüler an einem Tag die Möglichkeit bekommen, sich im Klassenzimmer zu treffen.

15.10 Uhr: Vier Unternehmen sollen digitalen Impfpass entwickeln

Das Bundesgesundheitsministerium will vier Unternehmen mit der Entwicklung des geplanten digitalen Impfpasses beauftragen. Das sind der US-Konzern IBM, das Kölner Softwareunternehmen Ubirch, die bundesweite IT-Genossenschaft govdigital und der Neckarsulmer IT-Dienstleister Bechtle, wie das Ministerium auf Anfrage mitteilte. Ubirch ist auf die Blockchain-Technologie spezialisiert, die fälschungssicher sein soll, da die Ausführung jedes neuen Schritts im Programmablauf auf mehreren Rechnern gleichzeitig verifiziert wird.

Der digitale Impfpass ist ein kürzlich vereinbartes Projekt der EU und soll im Schnellgang entwickelt werden. Den Gesetzentwurf will die Kommission am 17. März vorlegen. Helfen soll der Impfpass bei einer schnelleren Rückkehr zur Normalität. Bedenken angemeldet hat unter anderem die italienische Datenschutzbehörde, die eine Diskriminierung nicht geimpfter Bürger fürchtet.

14.45 Uhr: Verlage verkauften 2020 mehr E-Books

Die Deutschen haben im Corona-Jahr 2020 wegen wochenlang geschlossener Buchläden deutlich mehr E-Books gekauft: Der Absatz stieg um 10,8 Prozent im Vorjahresvergleich - von 32,4 auf 35,8 Millionen verkaufte Exemplare, der Umsatz um 16,2 Prozent, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mitteilte. Das Wachstum setzte im Frühjahr mit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland ein, flachte aber zum Ende des Jahres trotz erneut größerer Einschränkungen wieder ab. Der Umsatzanteil von E-Books am Publikumsbuchmarkt stieg unterm Strich von 5,0 Prozent auf 5,9 Prozent.

"Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen haben dem E-Book vorübergehend zu einem Aufschwung verholfen", erklärte Börsenvereins-Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis. Dass das Wachstum nicht noch größer und nicht nachhaltig war, hänge "sicherlich" mit der im Vergleich stärkeren Nutzung von kostenlosen Leihangeboten von E-Books in Bibliotheken zusammen. Die Zahl der E-Book-Ausleihen sei um 17,7 Prozent auf über 30 Millionen gestiegen. Untersuchungen belegten, dass viele "Onleihe"-Nutzerinnen und -nutzer weniger oder gar keine Bücher mehr kauften, seitdem sie bei ihrer Bibliothek E-Books ausliehen.

14.40 Uhr: 7-Tage-Inzidenz in Bayern steigt weiter leicht an

In Bayern ist die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen seit gestern um 758 Fälle gestiegen. Das sind 229 Neuinfektionen mehr, als am Dienstag vor einer Woche gemeldet wurden. Seit Beginn der Pandemie haben sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) insgesamt 448.029 Menschen in Bayern nachweislich mit dem Sars-Cov2-Virus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich in den vergangenen 24 Stunden um 39 auf 12.677.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern aktuell einen Wert von 74,52. Das liegt leicht über dem gestrigen Wert von 72,55. Den geringsten Inzidenzwert weist der Landkreis Eichstätt auf - mit 18,06. Am höchsten ist der Inzidenzwert in der Stadt Hof mit 338,24. Das ist weiterhin der höchste Inzidenzwert in ganz Deutschland.

14.30 Uhr: "Zoom"-Müde - Kretschmann wünscht sich wieder "richtigen" Wahlkampf

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sieht den coronabedingten Digital-Wahlkampf 2021 mit gemischten Gefühlen. Man erreiche mit einer digitalen Veranstaltung zwar mehr Leute als in einem Saal, allerdings fehle ihm die Lebendigkeit von Präsenzveranstaltungen. "Ich wünsche mir schon wieder richtige Wahlkämpfe."

Positiver gestimmt zeigte sich dagegen Kretschmanns Stellvertreter, Innenminister Thomas Strobl (CDU). Dank des digitalen Wahlkampfes sei er nicht mehr so viel unterwegs: "Die vielen Stunden im Auto vermisse ich, ehrlich gesagt, nicht." Außerdem sei er nun immer deutlich vor Mitternacht zuhause.

Am Sonntag wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Umfragen zufolge liegen die Grünen deutlich vor ihrem Koalitionspartner CDU.

14.00 Uhr: Bayerischer Philologenverband fordert Schulstart nur mit negativem Corona-Test

Nur mit einem negativen Corona-Schnelltest sollten die bayerischen Schülerinnen und Schüler ab kommendem Montag in die Schulen zurückkehren dürfen - fordert der bayerische Philologenverband. Es seien nicht überall genug kostenlose Schnelltests in Sicht, monierte der Vorsitzende Michael Schwägerl. "Und wenn, dann dürfen Schüler unter 15 Jahren diese nicht durchführen. Damit wären zwei Drittel der Schülerschaft nicht getestet."

Sicherheit sähe anders aus, betonte Schwägerl. "Und da helfen auch keine Beruhigungsappelle aus Kultus- und Gesundheitsministerium, dass wir uns keine Sorgen machen sollen." Zumal es noch immer viel zu wenige Raumluftreiniger und keine Tragepflicht für höherwertigere Masken für die Schülerschaft gebe.

Der Vertreter von Lehrkräften an den Gymnasien und Beruflichen Oberschulen fordert deshalb, dass alle Schüler unabhängig vom Alter zu Hause einen Schnelltest machen und ausschließlich mit einem negativen Ergebnis zur Schule kommen sollten. Nach Wochen des Distanzunterrichts kehren nach den Abschlussklassen und den Grundschülern am Montag auch die übrigen Jahrgänge in die Schulgebäude zurück - zumeist im Wechselmodell in geteilten Klassen.

13.50 Uhr: Ärzte ohne Grenzen kritisiert Haltung reicher Länder in der Pandemie

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat die Haltung reicher Länder im Bezug auf Patente von Corona-Impfstoffen angeprangert. "Die Aufhebung der Monopole einiger Unternehmen würde Impfstoffe, Tests und Behandlungen für mehr Menschen zugänglich machen", sagte der internationale Präsident der Organisation, Christos Christou, laut einer Mitteilung. Demnach blockieren Länder wie die USA oder EU-Staaten einen Vorschlag, der die Aufhebung der Patente fordert.

Indien und Südafrika hatten sich bei der Welthandelsorganisation (WTO) dafür eingesetzt, die Patente der Pharmaindustrie auf medizinische Hilfsmittel und Technologien zur Bekämpfung der Pandemie vorübergehend aufzuheben. Ärzte ohne Grenzen zufolge unterstützen etwa 100 Länder die Resolution. Reiche Länder argumentieren, dass es nicht genügend Produktionsfirmen gebe. Die Pharmaindustrie will verhindern, dass der Patentschutz angetastet wird. Am Mittwoch ist eine neue Verhandlungsrunde der WTO geplant.

13.35 Uhr: Olympische Spiele in Tokio wohl ohne ausländische Besucher

Japan wird einem Medienbericht zufolge bei den Olympischen Spielen im Sommer keine ausländischen Besucher zulassen. Das habe die Regierung entschieden, berichtet die Agentur Kyodo unter Berufung auf Insider. Grund dafür sei die Sorge in der Bevölkerung vor einer Ausbreitung des Corona-Virus.

Die Regierung hatte angekündigt, über das Thema bis Ende März zu entscheiden. Eigentlich waren die Spiele für den Sommer 2020 geplant. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie wurden sie aber um ein Jahr verlegt.

13.30 Uhr: Staatskanzlei-Chef - Strategie in Altenheimen schützt Bewohner

Bayerns Staatskanzlei-Chef und Corona-Koordinator Florian Herrmann (CSU) hat die Pandemie-Situation in den Altenheimen des Freistaats als Erfolg bezeichnet. Die Zahl der Infektionen sei deutlich zurückgegangen, sagte Herrmann nach einer Sitzung des Kabinetts. Bei den über 80-Jährigen sei die Sieben-Tage-Inzidenz bei 52,3 und damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 74,2. Für die Altenheimbewohner hatte am 27. Dezember 2020 das Impfen gegen Covid-19 begonnen, inzwischen sind praktisch alle geimpft.

Herrmann warnte aber vor einem erneuten Anstieg der Fallzahlen auf den Intensivstationen. Die Belegung gehe inzwischen kaum noch zurück, sondern stagniere. Künftig könnte es sein, dass dort im Falle steigender Infektionszahlen vor allem Jüngere behandelt werden müssten, die unter Umständen auch länger dort bleiben müssten. Dies könne erneut zu Engpässen führen.

12.50 Uhr: In Fürth schließen die Schulen - meet & collect bleibt vorerst möglich

Ab morgen (10.03.21) sind in Fürth die Schulen und Kitas wieder geschlossen. Wie die Stadt mitteilte, liegt der Inzidenzwert den zweiten Tag über 100. Deshalb müssen die Schulen wieder in den Distanzunterricht wechseln. Dem Rechtsreferenten der Stadt, Mathias Kreitinger, zufolge, gelten entsprechende Vorschriften, an die sie sich halten müssen: Danach gilt für die Schulen und Kitas nur in dieser Woche noch die alte Infektionsschutz-Verordnung. Sie müssen bei einem Inzidenzwert von über 100 nach einem Karenztag schließen. Ab nächster Woche entscheiden die Kommunen dann jeweils freitags für die gesamte Woche anhand der Infektionszahlen, ob ein Präsenzunterricht stattfinden kann.

Für den Einzelhandel gilt hingegen schon in dieser Woche eine neue Infektionsschutz-Verordnung. Sie besagt, dass erst wenn der Grenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, eine amtliche Bekanntmachung herausgegeben werden muss. Zwei Tage nach dieser Bekanntmachung müssen dann beispielsweise Geschäfte wieder schließen. Für Fürth bedeutet dass, das meet & collect im Einzelhandel noch mindestens bis einschließlich Donnerstag erlaubt bleibt, auch wenn der Inzidenzwert über 100 liegt.

12.45 Uhr: Wirtschaftsverbände rufen Unternehmen zu Selbsttests auf

Bundesregierung und die Spitzenverbände der Wirtschaft haben sich auf eine Ausweitung der Corona-Schnelltests verständigt. Die vier Spitzenverbände von Arbeitgebern, Handwerk, Industrie sowie der Industrie- und Handelskammern appellieren "an die Unternehmen, ihren Beschäftigten Selbsttests, und wo dies möglich ist, Schnelltests anzubieten, um Infektionen frühzeitig zu erkennen".

Die aufrufenden Verbände repräsentierten Unternehmen mit mehr als 90 Prozent der 30 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im privaten Sektor, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Verbände.

12.40 Uhr: Museen im Oberland öffnen heute und morgen wieder

Die Museen im Oberland dürfen ab heute wieder öffnen. Das Museum der Phantasie in Bernried ist nach einer elektronischen Voranmeldung über das Online-Buchungssystem für bis zu 150 Besucher geöffnet. Diese können 2 Stunden lang die Dauerausstellungen des Buchheim-Museums oder die laufende Sonderausstellung über Erich Heckel besuchen. Das Schlossmuseum Murnau öffnet ebenfalls heute wieder seine Pforten.

Da die Corona-Inzidenz im Landkreis Garmisch-Partenkirchen unter 50 liegt, können Besucher mit FFP2-Maske auch ohne Online-Anmeldung kommen. Das Franz-Marc-Museum in Kochel öffnet morgen seine Ausstellungsräume wieder für Besucher. Mit einer Inzidenz unter 35 im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist auch hier keine digitale Anmeldung notwendig. Die Sonderschau über Anselm Kiefer wird dort noch bis Anfang Juni zu sehen sein.

12.35 Uhr: Sterbefallzahlen im Februar unter langjährigem Durchschnitt

Die Sterbefallzahlen in Deutschland haben im Februar drei Prozent unter dem Durchschnitt der Vorjahre gelegen. Laut einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamts starben im vergangenen Monat insgesamt 81.746 Menschen. Das waren 2.632 weniger als im Februar-Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020. Weiter sanken auch die Covid-19-Todesfälle. In der sechsten Kalenderwoche wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) demnach 666 Todesfälle weniger gemeldet als in der Vorwoche. Auch insgesamt gingen die Sterbefälle weiter zurück.

In der ersten Febuarwoche lagen in keinem Bundesland die Sterbefallzahlen laut den aktuellsten Daten noch um mehr als 30 Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre. In der letzten Januarwoche war dieser Wert noch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen überschritten worden.

In der ersten Februarwoche lagen die Sterbefallzahlen in Sachsen-Anhalt (plus 25 Prozent), Sachsen (plus 23 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (plus 23 Prozent) aber noch um mindestens 20 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020. In Thüringen, Brandenburg und Berlin lagen die Zahlen noch um mehr als zehn Prozent über diesem Durchschnitt - in allen anderen Bundesländern waren die Abstände in der ersten Februarwoche geringer.

12.30 Uhr: AOK-Studie - Erzieherinnen am häufigsten wegen Corona krankgeschrieben

Erzieherinnen in Kitas waren einer Studie zufolge 2020 am häufigsten wegen einer Corona-Infektion krankgeschrieben. Das geht aus einer Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) hervor. Demnach waren von März bis Dezember in dieser Berufsgruppe 4.490 je 100.000 AOK-Versicherte wegen Covid-19 krankgeschrieben. Damit liegt der Wert in dieser Berufsgruppe mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnittswert aller Berufsgruppen.

Die Beschäftigten in der Altenpflege und den Gesundheitsberufen waren ebenfalls überdurchschnittlich oft wegen Covid-19 arbeitsunfähig und belegten die Plätze zwei bis zehn der Rangliste (Altenpflege: 4.209 je 100.000, Gesundheits- und Krankenpflege: 4.128 je 100.000 Versicherte). "Die Ergebnisse unserer früheren Analysen bestätigen sich auch für die zweite Welle: Sozial- und Gesundheitsberufe, die mit vielen Kontakten zu anderen Menschen verbunden sind, sind stärker von Covid-19 betroffen als andere Berufsgruppen", so Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.

Die niedrigsten Fehlzeiten zeigten sich bei den Berufen in der Landwirtschaft (581 Betroffene je 100.000) sowie in der Hochschullehre und -forschung (788 Betroffene je 100.000).

12.20 Uhr: CO2-Konzentration in Atmosphäre trotz Corona-Einschränkungen weiter gestiegen

Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) ist eine Begrenzung der Klimaerwärmung auf zwei Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts nicht mehr erreichbar. "Leider sieht es im Moment sogar nach einem Plus von drei bis vier Grad aus", erklärte DWD-Präsident Gerhard Adrian bei einer Pressekonferenz zu Fragen der Klimawissenschaft. Das Zweigradziel des Pariser Klimaabkommens von 2015 werde verfehlt.

Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltwirtschaft und das globale Verkehrsgeschehen sei die CO2-Konzentration in der Atmosphäre im vergangenen Jahr weiterhin gestiegen, mahnte Adrian. Er ist zugleich auch Präsident der Weltorganisation für Meteorologie. Der Anstieg gehe ungebremst weiter. Seit Ende des 19. Jahrhunderts sei die globale Mitteltemperatur außerdem bereits um 1,1 Grad gestiegen, in Deutschland sogar um 1,6 Grad.

11.50 Uhr: Britischer Epidemiloge rechnet trotz Impfung weiterhin mit Corona-Todesfällen

In Großbritannien werden nach Einschätzung des Epidemiologen und Regierungsberaters Chris Whitty trotz der Impfung die Infektionsfälle wieder zunehmen. Auch Todesfälle durch Covid-19 ließen sich trotz der Impfkampagne nicht vermeiden, sagt der Chief Medical Officer vor Abgeordneten. Er ruft zu Vorsicht bei der Wiedereröffnung nach dem Lockdown auf, denn dies wirke sich darauf aus, wann und wie stark sich das Virus erneut verbreite.

"Alle Modellrechnungen deuten darauf hin, dass es einen weiteren Anstieg geben wird." Das werde die Menschen betreffen, die entweder nicht geimpft wurden oder bei denen der Impfstoff nicht gewirkt habe. Einige von ihnen müssten ins Krankenhaus, und einige von ihnen würden sterben. "Das Verhältnis von Infektionsfällen zu Todesfällen wird infolge der Impfung sinken, aber leider nicht auf null."

11.40 Uhr: Spahn will Kooperation mit Bundestagsverwaltung beim Maskenthema

Gesundheitsminister Jens Spahn strebt eine Zusammenarbeit mit der Bundestagsverwaltung zur "vollen Transparenz beim Thema Maskenvermittlung" an. Da nur der Bundestag über den Umgang mit den Rechten der Abgeordneten entscheiden könne, habe er die Bundestagsdirektion gebeten, zusammen mit dem Gesundheitsministerium ein Verfahren zu entwickeln, schreibt der CDU-Politiker auf Twitter. "Grundsätzlich gilt: Die Prüf- und Zuschlagsverfahren sowie die Vertragsabwicklung sind im Bundesgesundheitsministerium auf Fachebene in einem standardisierten Verfahren erfolgt", fügt Spahn hinzu. "Egal, durch wen oder von wem ein Angebot abgegeben wurde."

11.37 Uhr: Weltweit mehr als 117,27 Millionen Infizierte

Weltweit haben sich nachweislich mehr als 117,27 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Demnach starben mehr als 2,72 Millionen Menschen in Zusammenhang mit dem Virus, seit es im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan bekanntgeworden ist. Die höchsten Zahlen weltweit weisen die USA auf mit über 29 Millionen Infizierten und mehr als 526.000 Toten. Bei den Infektionen folgen Indien und Brasilien mit jeweils über elf Millionen sowie Russland und Großbritannien mit je über vier Millionen Fällen.

11.25 Uhr: Ärztekammer - Praxen sollen sofort impfen dürfen

Angesichts der schleppenden Corona-Impfungen in Deutschland fordert die bayerische Landesärztekammer eine schnellstmögliche Beteiligung der niedergelassenen Mediziner an der Impfkampagne. "Wir sind an einem gewissen Wendepunkt angekommen, an dem das staatliche Impfstoff-Monopol nicht mehr weiter aufrechterhalten werden kann", kritisierte Ärztekammerpräsident Gerald Quitterer.Die Landesärztekammer fordert ein möglichst unbürokratisches Vorgehen: Die niedergelassenen Ärzte sollten selbst anhand der Richtlinien der Ständigen Impfkommission des Bundes über die Priorisierung ihrer Patientinnen und Patienten entscheiden. "Es sollte weder eine ausufernde Dokumentation noch eine Registrierung über das Online-Terminvereinbarungs-Portal BayIMCO nötig sein", sagte Quitterer.

Nach den Daten des Statistikportals "Our World in Data" wird in Deutschland nicht nur langsamer geimpft als etwa in den USA. Auch EU-Staaten wie Griechenland impfen demnach flotter als Deutschland. Mit Stand 5. März waren demnach in Deutschland gut 8,7 Impfungen pro 100 Einwohner verabreicht, in den USA über 27, und in Griechenland 10. Italien und Frankreich sind allerdings noch langsamer.

11.20 Uhr: Wirtschaft der Eurozone schrumpft stärker als erwartet

In der Eurozone ist die Wirtschaft im Herbst wegen der Corona-Pandemie stärker als erwartet geschrumpft. Im vierten Quartal sei die Wirtschaftsleistung (BIP) im Quartalsvergleich um 0,7 Prozent gesunken, teilte das europäische Statistikamt Eurostat laut einer dritten Schätzung mit. Zuvor hatte Eurostat einen Rückgang um 0,6 Prozent gemeldet. Analysten waren von einer Bestätigung der zweiten Schätzung ausgegangen.

Die konjunkturelle Schwäche im Herbst beendete die starke Erholung der Sommermonate, die auf den Corona-Einbruch im Frühjahr gefolgt war. Im zweiten Quartal 2020 hatten die Beschränkungen im Kampf gegen die Pandemie einen historischen Absturz der Konjunktur ausgelöst. Im dritten Quartal, also von Juli bis September, hatte die Wirtschaft der Eurozone zu einer starken Erholung angesetzt und war um 12,5 Prozent im Quartalsvergleich gewachsen.

Trotz der Erholung in den Sommermonaten schrumpfte das BIP im Gesamtjahr 2020 im Euroraum um 6,6 Prozent und damit so stark wie nie. In der vorherigen Schätzung war ein Rückgang von 6,8 Prozent ermittelt worden.

11.00 Uhr: ECD - Weltwirtschaft zur Jahresmitte wieder auf Vorkrisenniveau

Die Weltwirtschaft erreicht nach Prognose der Industriestaaten-Organisation OECD schon in wenigen Monaten ihr Vor-Corona-Niveau. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt werde 2021 angetrieben von den USA und China um 5,6 Prozent wachsen, sagte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) heute voraus. "Die globale Wirtschaftsleistung wird Mitte 2021 über das Niveau vor der Pandemie steigen", betonte OECD-Chefvolkswirtin Laurence Boone. Die OECD ist damit deutlich optimistischer als noch im Dezember: Damals hatte sie nur ein Plus von 4,2 Prozent vorausgesagt. Auch für 2022 wurde die Prognose angehoben: von 3,7 auf 4,0 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte es noch einen Einbruch von 3,4 Prozent gegeben.

10.45 Uhr: Turn-Weltcup in Tokio wegen Corona-Pandemie abgesagt

Der Internationale Turnverband (FIG) hat den Mehrkampf-Weltcup in Tokio wegen der Corona-Pandemie abgesagt, der auch als Testveranstaltung für die Olympischen Sommerspiele geplant war. Nachdem bereits die Wettkämpfe in Stuttgart und Birmingham abgesagt worden seien, habe man sich entschlossen, auch den Abschluss der Weltcup-Serie am 4. Mai in der japanischen Hauptstadt zu streichen, teilt der Verband mit. Grund seien die Reisebeschränkungen und Schwierigkeiten weltweit im Zusammenhang mit der Pandemie, aber auch die Maßnahmen der japanischen Behörden, um das Virus vor den Olympischen Spielen einzudämmen. Die Weltcup-Serie, von der nur der erste Wettkampf in Milwaukee im vergangenen Jahr stattfand, galt auch als Olympia-Qualifikation für die Sportler. Die Tokioter Olympia-Organisatoren erklärten, dass nun am 4. Mai ein nationaler Turnwettkampf als Olympia-Test ausgerichtet werden solle. Der Test für die rhythmische Sportgymnastik am 8. Mai solle wie geplant stattfinden.

10.35 Uhr: Einkaufen mit Termin für viele Händler Verlustgeschäft

Das seit Montag in vielen Bundesländern und Regionen mögliche Einkaufen nach Terminvereinbarung kommt bei vielen Händlern nicht so gut an, teilt der Branchenverband HDE mit. Zwar wollten mehr als 90 Prozent der Einzelhändler ihren Kunden diese Möglichkeit anbieten, knapp ein Viertel der vom Verband Befragten sehe aber bei hohem Aufwand und großen Kosten nur geringe Umsatzeffekte. "13 Prozent schätzen Click & Meet mit Blick auf Personal- und Gebäudekosten als reines Verlustgeschäft ein." Die vom Lockdown betroffenen Händler verloren laut HDE in der vergangenen Woche im Vergleich zum Vorjahr drei Viertel ihrer Einnahmen. "Rund 45 Prozent der Lockdown-Händler sehen sich demnach für den weiteren Jahresverlauf in Insolvenzgefahr." Der HDE fordert nun die Verdoppelung der Auszahlungsbeträge für die Überbrückungshilfe rückwirkend zum 1. März.

10.34 Uhr: Tschechien bringt erstmals Covid-19-Patienten ins Ausland

Erstmals wird ein Covid-19-Intensivpatient aus dem stark betroffenen Tschechien zur Behandlung ins Ausland gebracht. Ein Rettungswagen mit einer schwerstkranken Frau an Bord brach am Morgen in Usti nad Orlici auf, wie das öffentlich-rechtliche Fernsehen CT berichtete. Ziel der Fahrt sei das Krankenhaus in Raciborz in der polnischen Woiwodschaft Schlesien. Die 68 Jahre alte Patientin werde dabei von einem Notfallmediziner begleitet.

Die Regierung in Prag hatte lange gezögert, ausländische Hilfe anzunehmen. Auch andere Länder wie Deutschland und die Schweiz haben sich zur Aufnahme von Covid-19-Patienten bereiterklärt. Viele Krankenhäuser in Tschechien sind überlastet. Derzeit werden knapp 8.500 Menschen stationär behandelt. Davon sind 1.789 in einem ernsten Zustand oder müssen beatmet werden.

10.30 Uhr: Arbeitsvolumen 2020 erheblich eingebrochen

Die Corona-Pandemie hat in Deutschland zu einem massiven Einbruch bei der Zahl der geleisteten Arbeitsstunden geführt. Das Arbeitsvolumen sei 2020 um 4,7 Prozent auf 59,64 Milliarden Stunden zurückgegangen, teilt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mit. Die durchschnittliche Arbeitszeit jedes Erwerbstätigen sei um mehr als 50 auf 1.332 Stunden und damit auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken, erklärt Enzo Weber vom Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit. Den größten Anteil an der Verringerung der Arbeitszeit habe die "enorm hohe Zahl" von durchschnittlich 2,9 Millionen Kurzarbeitenden.

10.29 Uhr: Impfzentren arbeiten weiterhin unter Kapazitätsgrenze

Zehn Wochen nach dem Start der Corona-Impfungen arbeiten Bayerns Impfzentren nach wie vor unter ihrer Kapazitätsgrenze. In der vergangenen Woche wurden im Schnitt pro Tag knapp 36.400 Menschen geimpft, maximal möglich wären nach Angaben des Gesundheitsministeriums 49.000 Impfungen.

In den kommenden Wochen wird deutlich mehr Impfstoff erwartet. In den fünf Wochen von Anfang März bis Anfang April sollen 1,67 Millionen Impfdosen nach Bayern geliefert werden. Das wären innerhalb eines Monats mehr als seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember. "Wir haben die Landkreise angewiesen, die Kapazitäten in den kommenden Wochen auszubauen und bis April rund 110.000 Impfungen pro Tag zu ermöglichen", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Abgesehen davon sieht die Impfstrategie des Bundes vor, dass im Laufe des zweiten Quartals von April bis Ende Juni auch Haus- und Betriebsärzte impfen dürfen.

10.23 Uhr: Tourismus in Bayern um fast 90 Prozent eingebrochen

Der Tourismus in Bayern leidet weiter massiv unter den Corona-Beschränkungen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamtes mit Sitz in Fürth hervor. Danach ist die Zahl der Gästeankünfte im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 90 Prozent eingebrochen. Auch die Zahl der Übernachtungen ging um über 80 Prozent auf 1,1 Millionen zurück. Ohnehin hatten im Januar 2021 nur rund 6.800 Hotels und Gasthöfe geöffnet. Die höchsten Verluste mussten die Betriebe in Schwaben und Oberbayern hinnehmen. Seit Anfang November 2020 gilt ein Beherbergungsverbot für touristische Gäste. Dementsprechend fielen die Verluste nur für Vorsorge- und Rehakliniken nicht ganz so stark aus. Hier gingen die Übernachtungszahlen um 40 Prozent zurück.

10.21 Uhr: Schulen erreichten im ersten Lockdown mehr als 90 Prozent der Schüler

Die Schulen haben nach eigener Einschätzung während der Corona-Schließung im Frühjahr 2020 mehr als 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen dauerhaft erreicht. Laut einer am Dienstag vorgestellten Studie der Uni Hamburg haben die Grundschulen ihr Unterrichtsmaterial meist in Papierform durch Abholung oder Lieferung übermittelt, während in der Sekundarstufe I eher digitale Wege genutzt wurden. Auffällig sei, dass dialogische und kooperative Formate nur wenig umgesetzt wurden, sagte die Hamburger Erziehungswissenschaftlerin Ingrid Gogolin. "Der Frontalunterricht erlebt ein teilweise notgedrungenes Revival." Für die Studie wurden rund 800 Schulleiterinnen und Schulleiter in sieben Bundesländern befragt. Die Kommunikation während der Schulschließung hat nach Einschätzung der Befragten weitgehend reibungslos funktioniert. Knapp 40 Prozent der Schulleitungen gaben an, dass alle Schülerinnen und Schüler erreicht wurden, bei knapp der Hälfte waren es zumindest 90 Prozent. Nur 3,6 Prozent der Schulleitungen berichteten, dass weniger als 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen erreicht werden konnten.

10.20 Uhr: Handel für einheitliche Kontaktnachverfolgung per App

Der Handelsverband Deutschland (HDE) plädiert für eine bessere Kontaktnachverfolgung etwa mit der Nutzung der Luca-App. "Um so schnell wie möglich wieder bundesweit das gewohnte Einkaufserlebnis bieten zu können, benötigen wir eine einheitliche Lösung für die Kontaktnachverfolgung", erklärt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Wenn die Gesundheitsämter durch Unterstützung einer App noch besser in der Lage seien, Kontaktnachverfolgungen schnell und zuverlässig umzusetzen, "stellen die starren Inzidenzwerte keine absoluten Grenzen für eine Geschäftsöffnung mehr dar".

10.12 Uhr: Australiens Gesundheitsminister nach Impfung in Klinik

Australiens Gesundheitsminister Greg Hunt ist nach einer Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin im Krankenhaus. Der Minister sei mit einer mutmaßlichen Infektion in die Klinik eingeliefert worden, teilt sein Büro mit. Man gehe aber davon aus, dass die Infektion nicht mit der Impfung im Zusammenhang stehe und sich der 55-Jährige vollständig erhole.

09.35 Uhr: Hausärzteverband begrüßt Impfstart in Arztpraxen ab April

Der Deutsche Hausärzteverband begrüßt die Entscheidung der Gesundheitsminister, Hausärzte von April an bei den Corona-Impfungen einzubinden. "Das finde ich sehr gut, das unterstützen wir seitens des Hausärzteverband", sagte Bundesvorstandsmitglied Anke Richter-Scheer heute im Deutschlandfunk. "Wir sind die ersten Ansprechpartner als Hausärzte für unsere Patienten", sagte sie. Das Impfen sei in den Hausarztpraxen gut aufgehoben.

Ab Anfang April sollen die niedergelassenen Ärzte in Deutschland flächendeckend mit Corona-Impfungen beginnen. Darauf einigten sich die Fachminister von Bund und Ländern am Montag in der Gesundheitsministerkonferenz. Der Impfstoff soll auf dem normalen Weg über Großhandel und Apotheken in die Praxen kommen. Die Impfzentren sollen vorerst bestehen bleiben.

09.18 Uhr: Weniger als 10.000 neue Positiv-Tests in Russland

Die Zahl der neuen Positiv-Tests in Russland sinkt nach Angaben der Behörden erstmals seit Anfang Oktober wieder unter die Marke von 10.000. Zuletzt gab es demnach binnen 24 Stunden 9.445 neue Fälle, nach 10.253 am Vortag. Die Zahl der Todesfälle habe sich um 336 erhöht, nach 379 am Vortag. Insgesamt sind damit den Behörden zufolge in rund 4,34 Millionen Fällen Personen positiv getestet worden und 89.809 gestorben, die positiv getestet wurden.

09.13 Uhr: Italien bekommt erstes Sputnik-V-Werk in Europa

Die erste Produktionsstätte in Europa für den russischen Impfstoff Sputnik V kommt nach Italien. Der russische Fonds RDIF, der Sputnik V vermarktet, habe eine entsprechende Vereinbarung mit der in der Schweiz ansässigen Pharma-Firma Adienne unterzeichnet, teilt die italienisch-russische Handelskammer mit. Damit sei der Weg bereitet, um das erste Sputnik-V-Werk in Europa zu errichten. Die Produktion solle im Juni beginnen. Bis Ende des Jahres könnten in Italien zehn Millionen Dosen des Impfstoffes hergestellt werden. Eine Zulassung in der EU hat Sputnik V noch nicht, er wird aber bereits von Ungarn genutzt, und auch Tschechien plant dies.

09.00 Uhr: Hotel in Singapur ermöglicht direkte Geschäftstreffen

In Singapur können sich Geschäftsleute trotz der Pandemie wieder von Angesicht zu Angesicht treffen. In der Metropole wurde ein "Bubble"-Hotel mit speziellen Bereichen dafür eingerichtet. Dabei sitzen sich die Partner getrennt durch eine Konstruktion luftdichter Glasscheiben gegenüber. Dank desinfizierendem ultravioletten Licht können Papiere ohne Gefahr einer Viren-Übertragung ausgetauscht werden. In anderen Hotels der Stadt müssen Eingereiste zunächst zwei Wochen in Quarantäne verbringen und Corona-Tests durchlaufen, bevor sie sich frei in der Stadt bewegen dürfen. Im "Bubble"-Hotel wird zwar auch getestet, Treffen sind aber schon kurz nach dem Einchecken möglich. Gäste müssen aber in dem Hotel bleiben und nach Ende ihres Aufenthalts wieder direkt über den Flughafen ausreisen.

08.54 Uhr: Garteneinzelhandel kommt gut durch Corona-Krise

Der Garteneinzelhandel in Deutschland ist gut durch das Corona-Jahr 2020 gekommen. Gartenmärkte erzielten preisbereinigt 0,9 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte. Das Geschäft mit Blumen, Pflanzen, Sämereien und Düngemitteln habe von einer Erholung nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 profitiert. Im Mai, dem traditionell umsatzstärksten Monat für Gartencenter, kletterte der Umsatz um mehr als 11 Prozent. Auch im Juni und Juli war die Nachfrage groß, es gab Umsatzzuwächse von mehr als 9 Prozent.

Für die Branche zählen die Monate März, April und Mai, wenn die Gartensaison Fahrt aufnimmt, zu den umsatzstärksten Monaten des Jahres. Der Einzelhandel mit Blumen, Pflanzen und Co erzielte in diesem Zeitraum 2020 gut ein Drittel (33,4 Prozent) seines Jahresumsatzes - obwohl Geschäfte im Lockdown zeitweise geschlossen blieben.

08.50 Uhr: Studie - Erhöhte Corona-Infektionsraten bei Pollenflug

Das Risiko einer Covid-19-Infektion steigt einer Studie zufolge bei Pollenflug. Pollen beeinflussten als wichtiger Umweltfaktor die Infektionsraten erheblich, heißt es in einer Studie der Technischen Universität München, die auch in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift "PNAS" veröffentlicht wurde. 154 Forscher analysierten dabei Pollendaten von 130 Stationen in 31 Ländern auf fünf Kontinenten. Sie wollten herausfinden, ob es einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Pollenkonzentration in der Luft und den Corona-Infektionszahlen gibt, nachdem der Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 in der nördlichen Hemisphäre mit den Flugzeiten der Baumpollen zusammenzutreffen schien.

08.23 Uhr: Corona-Boomjahr für Deutsche Post DHL

Nach dem besten Geschäftsjahr ihrer Firmengeschichte geht die Deutsche Post DHL in diesem Jahr von weiter steigenden Paketmengen aus. 2020 hat der Bonner Konzern rund 1,6 Milliarden Sendungen transportiert, die innerhalb Deutschlands verschickt und empfangen wurden. Das waren 15,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Deutsche Post DHL in Bonn mitteilte. Künftig werde sich der Zuwachs zwar "normalisieren", aber es werde weiter nach oben gehen.

2019 war das Mengenplus viel niedriger ausgefallen. Grund für das beschleunigte Wachstum ist die Coronapandemie - die Menschen bestellen mehr Waren im Internet, auch wegen der Einschränkungen im stationären Einzelhandel.

07.57 Uhr: Impfstoffe - Australien sucht nach Lieferstopp Verbündete

Nach dem Lieferstopp von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union will Australien gemeinsam mit anderen Ländern Druck auf Brüssel ausüben, um abgesprochene Dosen doch noch zu erhalten. Handelsminister Dan Tehan sagte dem Sender ABC, es handele sich um "Impf-Protektionismus" seitens der EU. Er sei "unglaublich enttäuscht" über die Entscheidung Italiens, den Export von 250.000 Dosen des Vakzins von Astrazeneca zu blockieren. Es bestehe die Sorge, dass die EU auch künftige Lieferungen zurückhalten könne.

Australien plane, mit Kanada, Japan, Norwegen und Neuseeland zusammenzuarbeiten, um die EU zu drängen, ihre Meinung zu ändern, sagte Tehan. "Je mehr wir kollektiven Druck auf sie ausüben können, desto mehr werden sie erkennen, dass das, was sie tun, falsch ist."

Italien hatte in der vergangenen Woche die Lieferung von einer Viertelmillion Dosen Impfstoff von Astrazeneca an Australien verhindert - und damit erstmals die Ausfuhr von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union in einen Drittstaat gestoppt. Im Visier sind Hersteller, die ihre EU-Lieferpflichten nicht erfüllen. Astrazeneca hält die ursprünglich zugesagte Liefermenge an die EU im ersten Quartal nicht ein, was für großen Unmut sorgt.

07.55 Uhr: China führt Corona-Impfausweis für Reisende ein

China hat einen digitalen Corona-Impfausweis für Reisende eingeführt. Das seit Montag über den chinesischen Onlinedienst WeChat verfügbare Zertifikat zeigt Impfungen und Testergebnisse der Nutzer an. Das Programm solle bei der "weltweiten wirtschaftlichen Erholung" helfen und zudem "grenzüberschreitendes Reisen erleichtern", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking.

Über einen QR-Code können damit auch andere Staaten die Daten der Nutzer bei deren Einreise auslesen, wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Bislang gilt das Dokument, das auch in Papierform erhältlich ist, aber nur für Chinesen. Zudem ist es noch nicht verpflichtend.

Mit dem Zertifikat will die chinesische Regierung als erstes Land der Welt einen Impfausweis für Reisen vorlegen. Auch in der EU wird über die Einführung eines einheitlichen Passes für Geimpfte diskutiert.

07.36 Uhr: Reiseverband fordert Test-Verfahren statt Quarantäne

Die deutsche Reisebranche fordert klare Vorgaben der Politik für die anstehende Reisesaison. Die Verunsicherung sei nach wie vor groß, entsprechend zurückhaltend seien die Buchungen für diesen Sommer und auch für Ostern, sagte der Präsident des Deutsche Reiseverbands, DRV, Norbert Fiebig, im B5-"Thema des Tages": "Das liegt im Wesentlichen daran, dass Reisehinweise, Reisewarnungen und insbesondere die Quarantäne die Kunden davon abhalten zu buchen." Da müsse man für mehr Sicherheit sorgen, so Fiebig.

Der DRV-Präsident betonte, das organisierte Reisen sei nicht der Treiber der Pandemie, das habe auch das Robert Koch-Institut gezeigt. Um Reisen sicherer zu machen, plädiert Fiebig für ein Testverfahren, das die Quarantäne nach einer Reise ablösen könnte. Damit könne das Risiko deutlich reduziert werden. Das liege auf dem Tisch der Politik und müsse jetzt endlich auch mal politisch bewertet und dann entschieden werden.

07.27 Uhr: Auftaktfeier zum Olympia-Fackellauf ohne Zuschauer geplant

Die Feier zum Auftakt des olympischen Fackellaufs im japanischen Fukushima soll ohne allgemeines Publikum über die Bühne gehen. Das berichtete die japanische Tageszeitung "Yomiuri Shimbun" unter Berufung auf informierte Kreise. Grund sei die Sorge vor einer möglichen Ausbreitung des Coronavirus. Ursprünglich sei geplant gewesen, dass rund 3000 Zuschauer an der Festveranstaltung im J-Village teilnehmen.

05.30 Uhr: Masken und Gummihandschuhe machen Entsorgungswirtschaft zu schaffen

Als Folge der Corona-Pandemie beklagt Deutschlands Entsorgungswirtschaft eine stark gestiegene Zahl von sogenannten Fehlwürfen in der Gelben Tonne oder im Gelben Sack. Große Mengen von Gummihandschuhen sowie OP- und FFP2-Masken landeten darin, obgleich sie in den Restmüll gehörten, teilte der Entsorgerverband BDE in Berlin mit. Wenn zu viele solcher Materialien in einer Tonne sind, besteht die Gefahr, dass der komplette Inhalt - also auch für das Recycling gedachte Verpackungen - aussortiert und verbrannt werden muss. "Die Fehlwürfe erschweren unsere Arbeit und sind schlecht für das Recycling - das macht uns Sorge", sagte ein BDE-Sprecher.

05.15 Uhr: Indonesien genehmigt Astrazeneca-Impfstoff

Indonesien erteilt offiziellen Angaben zufolge dem Impfstoff von Astrazeneca die Notfallzulassung. Mehr als eine Million Dosen des Impfstoffs waren am späten Montag über das globale COVAX-Impfstoff-Programm eingetroffen.

05.11 Uhr: Erstmals seit Ende November unter 1.000 Corona-Tote täglich in den USA

Zum ersten Mal seit knapp dreieinhalb Monaten sind in den USA binnen eines Tages weniger als tausend Corona-Tote verzeichnet worden. In den vergangenen 24 Stunden seien 749 Todesfälle registriert worden, teilte die Johns-Hopkins-Universität am Montag (Ortszeit) mit. Am 12. Januar hatte der bisherige Höchststand noch 4.473 Tote betragen. Zuletzt lag die Zahl am 29. November unter tausend, damals starben mindestens 822 Menschen binnen 24 Stunden.

In den USA hatten die Impfungen gegen das neuartige Coronavirus im Dezember begonnen. Mittlerweile haben fast zehn Prozent aller US-Bürger ihren vollen Impfschutz erhalten, das entspricht rund 31,5 Millionen Menschen. Am Montag erlaubten die US-Behörden mehr Kontakte für diese Menschen, sie dürfen nun in geschlossenen Räumen ohne Maske und Mindestabstand mit anderen Geimpften zusammenkommen.

04.46 Uhr: RKI - 4.252 Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 67,5

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 4.252 Neuinfektionen. Das sind 309 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt im Vergleich zum Vortag auf 67,5 von 68,0. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 255 weitere Menschen starben dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 72.189. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,509 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt.

01.02 Uhr: Deutschland verliert in der Corona-Pandemie Tausende Pflegekräfte

Deutschland hat während der Pandemie über 9.000 Pflegekräfte in Krankenhäusern und in der Altenpflege verloren. Das geht aus Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, aus denen die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" vorab berichten. Besonders betroffen ist demnach die Krankenpflege in den Kliniken. Das Minus bei den Beschäftigtenzahlen lag hier in der ersten Hochphase der Corona-Krise bei 5.124. In der Altenpflege ist die Zahl der Beschäftigten im Zeitraum von Anfang April bis Ende Juli um 3.885 zurückgegangen.

01.00 Uhr: Maskenaffäre - Transparency fordert schärfere Sanktionsmöglichkeiten

Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency fordert in der Maskenaffäre um die Unionspolitiker Georg Nüßlein und Nikolas Löbel Konsequenzen für den parlamentarischen Betrieb. "Die Geschäftsordnung des Bundestags müsste ergänzt werden und bestimmte Formen von Lobbyismus, wie bei Nüßlein und Löbel, ausdrücklich sanktionieren", sagt Transparency Deutschland-Chef, Hartmut Bäumer, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Die Fraktionen sollten ähnliche interne Regelungen aufstellen, "mit einem abgestuften Sanktionsmechanismus von der Abmahnung bis zum Fraktionsausschluss".

00.32 Uhr: Studie - Biontech-Impfstoff neutralisiert Brasilien-Variante

Der Impfstoff der Partner Biontech und Pfizer zeigt in einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie, dass es auch die neuartige brasilianische Variante des Corona-Virus neutralisiert.

00.16 Uhr: Kassenärzte - Spahn hat Testchaos angerichtet

Die niedergelassenen Ärzte werfen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, bei der Einführung von Schnelltest ein Testchaos ausgelöst zu haben. Die Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums, die die Testungen regele, habe die Kassenärzte erst am Montag erreicht, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND). Die niedergelassen Ärzte hätten sich von der "absolut kurzfristigen, ja formal sogar rückwirkenden Umsetzung" überrollt gefühlt, was "direkt beim Start zu Chaos geführt hat".

Montag, 08. März 2021

23.10 Uhr: Estland verhängt einmonatigen Lockdown

Angesichts einer rapiden Ausbreitung der britischen Variante des Coronavirus wird Estland am Donnerstag in einen einmonatigen Lockdown gehen. Dies kündigte Regierungschefin Kaja Kallas am Montagabend im Fernsehen an. Demnach soll der Schulbetrieb in dem baltischen EU-Land fast vollständig auf Fernunterricht umgestellt werden. Gastronomische Betriebe und Einzelhandelsgeschäfte müssen schließen. Ausnahmen gelten für Läden des täglichen Bedarfs. Auch Sport in Innenräumen wird untersagt. "Die Situation von Covid-19 in Estland ist äußerst kritisch. Dies muss schnell angegangen werden. Wir haben beschlossen, das Land so weit wie möglich zu schließen", sagte Kallas. "Dies alles dient dazu, Kontakte zu reduzieren und die Infektionsketten zu durchbrechen." Grund für die neuen Beschränkungen ist die rasche Verbreitung des britischen Coronavirus-Stammes. Nach Kallas' Angaben wurde die Variante, die als ansteckender als die ursprüngliche Form gilt, in Estland zuletzt in 98 Prozent aller analysierten Proben gefunden.

21.30 Uhr: Grünes Licht für Corona-Impfungen ab April bei Hausärzten

Hausärzte sollen im April mit den Corona-Impfungen beginnen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister der Länder geeinigt. Das bestätigte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek nach einer Besprechung mit seinen Kollegen der Länder. Holetschek ist auch Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz. Die Impfzentren sollen erhalten bleiben, betonte der CSU-Politiker in einem ARD extra, es sei aber wichtig, die Ärzte bald hinzuzuziehen. Damit das klappt, müsse die Bürokratie beim Impfen abgebaut werden. Es brauche ein einfacheres System, um die niedergelassenen Ärzte fürs Impfen zu gewinnen. Bereits vereinbarte Termine in den Impfzentren sollen bestehen bleiben.

In einer weiteren Sitzung wollen die Länder beraten, wer welche Menge an Impfstoff erhält. Der bayerische Gesundheitsminister wies darauf hin, dass keineswegs Impfstoff liegenbleibe. Die Länder seien beim Impfen gut dabei. Mehr Corona-Tests sind für Holetschek unverzichtbar. Es gehe darum, das Testen als Sicherheitssystem in die Strategie einzubinden Die Länder hätten solche Tests bereits eingekauft. Hier stehe aber der Bund in der Hauptverantwortung.

21.20 Uhr: Niederlande erlauben wieder Passagierflüge von Großbritannien

Passagierflugzeuge- und Fähren dürfen einem Medienbericht zufolge ab Dienstag von Großbritannien aus wieder die Niederlande ansteuern. Die niederländische Regierung werde das bisherige Verbot aufheben, meldet die Nachrichtenagentur ANP. Es war im Januar verhängt worden, um ein Übergreifen einer als ansteckender geltenden Virus-Variante aus Großbritannien zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen. Die Maßnahme mache aber keinen Sinn mehr, da die Mutation inzwischen ohnehin die neue dominierende Variante in den Niederlanden sei, berichtet ANP unter Berufung auf das Kabinett.

21.05 Uhr: Drogeriemärkte stehen bei Verkauf von Corona-Tests in Startlöchern

Nach den Discountern Aldi und Lidl peilen auch die Drogeriemarktketten dm und Rossmann den Start des Verkaufs von Corona-Selbsttests an. Sofern die Lieferungen wie geplant kämen, "können wir den Corona-Schnelltest voraussichtlich im Laufe der Woche in unseren Verkaufsstellen anbieten", teilte Rossmann am Montag mit. dm erklärte, der Verkaufsstart sei für den 12. März geplant. Ursprünglich hatten beide Ketten den Verkaufsbeginn am Dienstag (9. März) in Aussicht gestellt, dies aber an notwendige Lieferungen gekoppelt - diese kamen offenbar nicht so schnell wie erhofft.

Die Edeka-Supermärkte wollen die Tests "in Kürze" anbieten. Rewe teilte mit, seine Supermärkte sollten mit Beginn der kommenden Woche sukzessive mit dem Verkauf von Selbsttests beginnen. Auch die Discount-Töchter der beiden Handelsunternehmen, Netto und Penny, wollen in den Verkauf der Selbsttests einsteigen.

20.55 Uhr: 5.011 Corona-Neuinfektionen und 34 neue Todesfälle registriert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5011 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 34 neue Todesfälle verzeichnet - und damit ein neuer Tiefstand im Jahr 2021. Der Wert ist aber mit Vorsicht zu genießen: Er bezieht sich explizit nicht darauf, wie viele Menschen binnen eines Tages gestorben sind. Es geht um die Zahl der Meldungen an das RKI. Darin können auch Todesfälle enthalten sein, die schon einige Zeit zurückliegen. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen zudem meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 04.40 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4732 Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle verzeichnet. Am Montag davor lag die Zahl der neuen Todesfällen bei 62, am Montag den 11.1. lag der Wert bei 343. Niedriger als an diesem Montag war die Zahl der neuen Todesfälle zuletzt am 1. November 2020 gewesen: An dem Sonntag wurden 29 neue Fälle verzeichnet.

20.35 Uhr: Bulgarien vor schärferen Maßnahmen

Wegen schnell steigender Neuansteckungen mit dem Coronavirus sollen in Bulgarien strengere Schutzmaßnahmen gelten. Die Regierung erwägt Maskenpflicht auch im Freien, eine Rückkehr zum Fernunterricht, kürzere Öffnungszeiten für Restaurants sowie Einschränkungen für Einkaufsmalls und Fitnessstudios. "Binnen Tagen" soll entschieden werden, ob diese Maßnahmen lokal oder landesweit eingeführt werden, sagte Gesundheitsminister Kostadin Angelow am Montagabend in Sofia. In acht von 28 Regionen - einschließlich der Hauptstadt - liegt die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen auf mehr als 300 pro 100.000 Menschen. Zum Vergleich: In Deutschland lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag bundesweit bei 68. In den Krankenhäusern dieser acht Regionen wurden nun geplante Operationen aufgeschoben und Krankenbesuche verboten.

20.20 Uhr: WHO rät von Impfpässen als Bedingung für Auslandsreisen ab

Ein ranghoher Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation hat sich gegen sogenannte Impfausweise als Voraussetzung für Auslandsreisen ausgesprochen. Dafür gebe es vielerlei Gründe, unter anderem sprächen ethische Erwägungen dagegen, sagte WHO-Notfalldirektor Michael Ryan, am Montag. Schließlich seien Impfstoffe gegen das Coronavirus nicht weltweit ausreichend und in gerechter Verteilung verfügbar. Die WHO rate Ländern daher vorerst davon ab, die Bescheinigung über eine Impfung zur Bedingung für Reisen zu machen, sagte er. Die UN-Organisation hat in der Vergangenheit auch darauf verwiesen, dass noch nicht bekannt sei, wie lange nach einer Impfung mit einem der zugelassenen Vakzine die Immunität anhalte. Zudem könne eine solche Strategie auch unfair gegenüber Menschen sein, die aus bestimmten Gründen nicht geimpft werden könnten. Impfpässe könnten dann "Ungleichheit und Unfairness" im System weiter Vorschub leisten.

20.15 Uhr: Höchste Zunahme bei Corona-Infektionen in der Türkei seit 6. Januar

Die Türkei meldet die höchste Zunahme an Corona-Neuinfektionen seit dem 6. Januar. Das Gesundheitsministerium des Landes gibt 13.215 Positiv-Tests bekannt. Insgesamt wurden damit bislang mehr als 2,79 Millionen Fälle bestätigt. In den vergangenen 24 Stunden starben den Angaben zufolge 64 Menschen an oder mit dem Virus. Damit stieg die Totenzahl auf insgesamt 29.094. In der vergangenen Woche hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Wochenend-Lockdowns in einigen Städten gelockert.

19.55 Uhr: Geimpfte können sich in kleinen Gruppen ohne Maske treffen

Neuen Empfehlungen der US-Seuchenbehörde CDC zufolge sollen komplett durchgeimpfte Personen sich in kleinen Gruppen ohne Maske treffen dürfen. Außerhalb der Wohnung sollten jedoch auch sie weiter einen Mund-Nasen-Schutz tragen, erklärt CDC-Leiterin Rochelle Walensky. Allerdings sollen auch Geimpfte sich weiter an viele der gängigen Maßnahmen halten, etwa mittlere und große Menschenansammlungen zu vermeiden. Mehr als 90 Prozent der US-Bevölkerung hätten noch keinen Impfschutz.

19.40 Uhr: AstraZeneca-Vakzin schützt vor brasilianischer Mutation

Einer vorläufigen Studie zufolge schützt das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca vor der brasilianischen Mutation P1. Das gibt Mauricio Zuma, der Produktionschef des biomedizinischen Instituts Fiocruz, bekannt. Die brasilianische Corona-Variante beunruhigt Experten, weil sie hochansteckend ist. Wegen der Mutation hatten auch etliche Länder Einreiseverbote aus dem lateinamerikanischen Staat verhängt.

19.30 Uhr: Insgesamt mehr als 100.000 Corona-Tote in Italien

In Italien steigt die Zahl der Corona-Toten über 100.000. Italien ist damit das siebte Land in der Welt, das diese Marke nach den USA, Brasilien, Mexiko, Indien, Russland und Großbritannien überschritten hat. Ministerpräsident Mario Draghi warnt, dass sich die Situation wegen eines Anstiegs bei den Krankenhausaufenthalten wieder verschlimmern könnte. In den vergangenen 24 Stunden verstarben 318 Menschen an oder mit dem Virus. Damit zählt das südeuropäische Land insgesamt 100.103 Tote. Zudem wurden 13.902 Neuinfektionen für Montag gemeldet nach 20.765 am Sonntag.

19.25 Uhr: Kanada gedenkt am Donnerstag mehr als 22.000 Corona-Toten

Kanada will am Donnerstag (11. März) mit einem nationalen Gedenktag an die mehr als 22 000 Corona-Toten des Landes erinnern. Premierminister Justin Trudeau sagte am Montag in der Hauptstadt Ottawa: «Ich lade alle Kanadier dazu ein, gemeinsam die Erinnerung an die zu ehren, die wir verloren haben, und auch die, die sie hinterlassen haben.» Zugleich verwies Trudeau darauf, dass viele Menschen «nach wie vor hart arbeiten und unglaubliche Verzichte auf sich nehmen, um gegen das Virus anzukämpfen». In dem nordamerikanischen Land mit etwa 38 Millionen Einwohnern haben sich bislang knapp 900 000 Menschen mit dem Virus infiziert.

19.15 Uhr: Niederlande verlängern Lockdown bis Ende März

Die Niederlande verlängern den Lockdown bis mindestens Ende des Monats. Das gibt Ministerpräsident Mark Rutte bekannt, der auf die weiterhin vergleichsweise hohe Zahl von Neuinfektionen verweist. Bislang waren die Maßnahmen bis Mitte März vorgesehen.

19.00 Uhr: Höchster Stand seit Ende November auf Frankreichs Intensivstationen

Frankreichs Intensivstationen kommen erneut an ihre Kapazitätsgrenzen. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass die Zahl der Menschen auf den Intensivstationen in den vergangenen 24 Stunden um 106 auf 3.849 gestiegen sei. Das ist der höchste Stand seit dem 27. November 2020. Weitere 359 Personen starben an oder mit dem Virus, womit sich die Gesamtzahl der Toten auf 88.933 erhöhte.

18.50 Uhr: Israel weitet Impfkampagne auf palästinensische Arbeitskräfte aus

Israel dehnt seine Impfkampagne auf Palästinenser aus, die in Israel oder Siedlungen im Westjordanland arbeiten - alle 120.000 Palästinenser mit israelischer Arbeitserlaubnis. Zuvor sicherten sich israelische Arbeitgeber privat Impfstoffdosen für Tausende ihrer palästinensischen Arbeitskräfte, von denen viele im Bausektor arbeiten. Bislang haben die Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen nur wenige Impfstoffdosen erhalten. Israel hat dagegen mehr als 40 Prozent seiner Bevölkerung geimpft.

18.40 Uhr: Länder können bis Dienstag 10,5 Millionen Selbsttests bestellen

Die Bundesregierung will den Ländern die Bestellung von Millionen Corona-Selbsttests erleichtern. Bis Dienstagmittag könnten die Länder insgesamt 10,5 Millionen der Tests beim Mannheimer Pharmakonzern Roche bestellen, heißt es in einem Brief von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Infrastrukturminister Andreas Scheuer (CSU) an die Ministerpräsidenten der Länder, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Ab Mittwoch könne Roche bis zu 1,5 Millionen der Antigen-Selbsttests täglich ausliefern. Der Bund spreche dafür bei Roche eine befristete Abnahmegarantie aus.

Obwohl die Infektionszahlen in vielen Regionen steigen, wurden in den meisten Bundesländern am Montag die Corona-Regeln gelockert. Damit die Lockerungen nicht wieder zu einem noch stärkeren Anstieg der Infektionszahlen führen, setzen Bund und Länder auf Tests. So bezahlt der Bund seit Montag mindestens einen Schnelltest pro Woche, der von geschultem Personal per Mund-Rachen-Abstrich durchgeführt wird. Doch am Montag waren die Tests erwartungsgemäß noch nicht in allen Ländern verfügbar. Zudem sollen die Selbsttests breit eingesetzt werden. Diese waren nach dem Verkaufsstart am Samstag vielfach schnell vergriffen.

18.35 Uhr: IBM soll Auftrag für digitalen Impfpass in Deutschland erhalten

Der US-Konzern IBM soll den digitalen Impfpass in Deutschland erstellen. Dies ging aus der Online-Ausgabe des Amtsblatts der Europäischen Union am Montag hervor. Der Abschluss des Vertrags erfolgt erst nach Ablauf von zehn Kalendertagen. IBM wollte keine Stellung nehmen. International entwickeln die US-Amerikaner bereits zusammen mit dem Pharmaunternehmen Moderna Technologien, um den Covid-19-Impfprozess zu unterstützen. Um die Erstellung des Impfpasses, dem ein hoher Stellenwert bei der Wiederbelebung des Reiseverkehrs beigemessen wird, hatte sich auch die Deutsche Telekom bemüht, die nun leer ausgeht. Der Bonner Dax-Konzern, der zusammen mit SAP bereits die Corona-Warn-App umgesetzt hat, wollte keine Stellung nehmen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will den digitalen Impfpass noch vor den deutschen Sommerferien anbieten und hatte deswegen kurzfristig ein Dringlichkeits-Verfahren auf den Weg gebracht. Besonders die Tourismus- und Luftfahrtbranche setzt große Hoffnungen in ein solches Dokument, das EU-weit einheitlich gestaltet werden soll.

18.25 Uhr: Ausreisebeschränkungen in Wiener Neustadt

In Österreich müssen sich erstmals Einwohner einer größeren Stadt auf Ausreisebeschränkungen wegen vieler Corona-Neuinfektionen einstellen. Wer Wiener Neustadt verlassen wolle, benötige ab Mittwoch einen negativen Corona-Test, teilte die Stadt mit. Sanktionen für Ausreisen ohne negatives Testergebnis solle es erst ab Samstag geben. Zugleich werde die Zahl der Teststraßen in der 45.000-Einwohner-Stadt unter anderem für die vielen Tausend Pendler bis dahin von 16 auf 40 erhöht hieß es. Für die Kontrollen seien auch 300 Soldaten angefordert worden. In der Stadt, die etwa 50 Kilometer südlich von Wien liegt, steht die Sieben-Tages-Inzidenz bei etwa 560. Ab einer Inzidenz von 400 sieht eine Verordnung des Gesundheitsministeriums Ausreisebeschränkungen vor. Betroffen waren davon bisher aber eher kleine Gemeinden.

18.20 Uhr: All-Star-Spiel der NBA: Keine positiven Corona-Tests

Bei dem NBA-All-Star-Spiel in Atlanta hat es nach offiziellen Angaben keine Corona-Fälle gegeben. Zuletzt seien die Basketball-Profis kurz vor der Partie am Sonntagabend (Ortszeit) getestet worden, alle Tests seien negativ gewesen, teilte die nordamerikanische Profi-Liga NBA am Montag mit. Insgesamt habe man Athleten, Trainer und Spielbeauftragte drei Mal nach Ankunft auf das Virus getestet. Die Spieler Joel Embiid und Ben Simmons von den Philadelphia 76ers durften bei der 70. Auflage der All-Star-Spiele nicht teilnehmen. Laut US-Medienberichten wurde ihr Friseur positiv auf das Coronavirus getestet. Kontakt zu den anderen Profis habe es nicht gegeben. Embiid und Simmons gehe es - bis auf die Enttäuschung, nicht dabei gewesen zu sein - gut, sagte der Trainer der 76ers, Doc Rivers. Die All-Star-Partie für sich entschieden hatte das favorisierte Team um LeBron James. Die Mannschaft des Stars der Los Angeles Lakers gewann mit 170:150 gegen das Team von Kevin Durant. "Alles in allem würde ich sagen, dass die Liga einen guten Job gemacht hat. Wir als Spieler haben unseren Job auch gemacht und bereiten uns jetzt auf die zweite Halbzeit der Saison vor", sagte James.

18.05 Uhr: Biden hält erste Prime-Time-Rede zum Lockdown-Jahrestag ab

In Italien steigt die Zahl der Corona-Toten über 100.000. Italien ist damit das siebte Land in der Welt, das diese Marke nach den USA, Brasilien, Mexiko, Indien, Russland und Großbritannien überschritten hat. Ministerpräsident Mario Draghi warnt, dass sich die Situation wegen eines Anstiegs bei den Krankenhausaufenthalten wieder verschlimmern könnte. In den vergangenen 24 Stunden verstarben 318 Menschen an oder mit dem Virus. Damit zählt das südeuropäische Land insgesamt 100.103 Tote. Zudem wurden 13.902 Neuinfektionen für Montag gemeldet nach 20.765 am Sonntag.

17:54 Uhr: US-Seuchenschutz: Geimpfte können sich ohne Masken versammeln

Vollständig gegen das Coronavirus geimpfte US-Bürger können sich aus Sicht der Behörde für Seuchenschutz und Prävention in Innenräumen versammeln, ohne Masken tragen oder Abstandsregeln wahren zu müssen. Möglich seien auch Treffen zwischen Immunisierten und Menschen, deren Risiko für schwere Krankheitsverläufe als gering eingestuft werde, hieß es in den neuen Richtlinien der Behörde CDC. Dies gelte etwa für geimpfte Großeltern, die gesunde Kinder und Enkelkinder besuchten.

Mit den Leitlinien reagiert die Behörde auf zunehmende Forderungen, zumal immer mehr Erwachsene in den USA eine Impfung erhalten und sich nun die Frage stellen, ob es damit mehr Spielraum für Besuche bei Angehörigen, Reisen und andere Aktivitäten gibt. Nach wie vor rät die Seuchenschutzbehörde voll geimpften Personen aber, weiter gut sitzende Masken zu tragen, große Versammlungen zu meiden und im Freien Abstand zu anderen einzuhalten. Geimpfte sollten sich zudem testen lassen, falls sie Symptome entwickelten, die jenen einer Covid-19-Erkrankung ähnelten.

17.44 Uhr: Neuinfektionen in Großbritannien auf niedrigstem Wert seit Ende September

In Großbritannien fällt die Zahl der neuen Corona-Infektionen auf den niedrigsten Stand seit dem 28. September. In den vergangenen 24 Stunden wurden 4.712 positive Tests gemeldet nach 5.177 am Vortag, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. An oder mit dem Virus starben am Montag 65 Menschen. Das ist der geringste Wert seit dem 12. Oktober. In Großbritannien haben mehr als 22,37 Millionen Menschen eine erste Impfdosis erhalten.

17.37 Uhr: DFB fordert, Amateurfußball wieder zuzulassen

Nach mehr als vier Monaten Stillstand hat die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes - untermauert mit teils besorgniserregenden Daten aus einer Umfrage - an die Politik appelliert, den Ball im Amateur- und Jugendsport trotz der Corona-Krise wieder laufen zu lassen.

"Unsere Fußballspieler wollen zurück auf den Platz. Die Sehnsucht nach dem Fußball, nach den Vereinen, nach dem gesellschaftlichen Leben ist riesig", sagte DFB-Präsident Fritz Keller auf einer virtuellen Pressekonferenz. Der für den Amateurfußball zuständige Vize Rainer Koch fügte hinzu: "Das an vielen Stellen prognostizierte Untergangsszenario gibt es für den Amateurfußball nicht, noch nicht. Klar ist aber auch: Der Basisfußball ist gezeichnet von der Corona-Krise. Es wird von Woche zu Woche schlimmer. Die Situation spitzt sich zu."

17.33 Uhr: Estland steht wohl kurz vor einem Lockdown

Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas hat die Bevölkerung des baltischen EU-Landes auf einen möglichen Lockdown eingestimmt. "Ich habe Informationen über den sogenannten britischen Covid-19-Stamm erhalten, der sich in Estland stärker verbreitet als bisher angenommen. Wesentlich stärker", schrieb sie auf Facebook. Sollte sich dies bewahrheiten, müsse Estland in naher Zukunft in einen Lockdown gehen. 

"Wir müssen noch lernen, mit diesem Virus zu leben, damit wir unser tägliches Leben so sicher wie möglich fortsetzen können. Daher sind umfangreiche Schließungen nötig", schrieb Kallas weiter. Estlands Regierungschefin hatte sich am Freitag vorsorglich in Quarantäne begeben, nachdem sie in Kontakt mit einem Corona-Infizierten war.

17.13 Uhr: Kurz warnt nach Corona-Demonstrationen vor "Hooligan-Mentalität"

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat die Ausschreitungen bei den jüngsten Anti-Corona-Demonstrationen in Wien scharf kritisiert. Das Recht, andere Meinungen auszudrücken, sei zwar selbstredend zu garantieren, aber angesichts einzelner "Sieg Heil"-Rufe sei er angewidert, sagte Kurz im Parlament. Eine Hooligan-Mentalität sowie Antisemitismus seien inakzeptabel.

Die konservative ÖVP griff zugleich die rechte FPÖ scharf an. Deren Fraktionschef Herbert Kickl hatte bei den Kundgebungen sehr polemische Auftritte. "Kickls Bündnis mit Rechtsextremen gefährdet unseren Rechtsstaat und bringt die Gesundheit sowie die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher in Gefahr", so ÖVP-Generalsekretär Alexander Melchior.

Laut Polizei waren am Samstag in Wien rund 20.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Wegen Missachtung des Mindestabstandes und anderer Hygienevorschriften wurden mehr als 3.000 Anzeigen ausgesprochen. Außerdem seien 42 Teilnehmer festgenommen worden, berichtete Polizeipräsident Gerhard Pürstl. Darunter waren zahlreiche Menschen, die in ein Versicherungsgebäude eingedrungen waren.

17.04 Uhr: Mehr als eine Million Corona-Impfungen in Ungarn

Ungarn hat bei der Verabreichung von Corona-Impfungen die Millionengrenze überschritten. Bis Montagmittag seien den Ungarn 1.002.714 Dosen verschiedener Impfstoffe gespritzt worden, erklärte die Oberste Amtsärztin Cecilia Müller in einer Online-Pressekonferenz. 307.929 Menschen hätten bereits eine zweite Dosis erhalten, wie sie für den Aufbau des vollständigen Immunschutzes notwendig ist, fügte sie hinzu. In Ungarn leben rund zehn Millionen Menschen.

Ungarn verabreicht neben den in der EU zugelassenen westlichen Impfstoffen auch die Präparate Sputnik V aus Russland und Sinopharm aus China. Diese in der EU noch nicht zugelassenen Vakzine hatten in dem EU-Land Ungarn eine Notzulassung erhalten. Von Sinopharm erhielt Budapest bisher 550.000 Dosen, fünf Millionen hat es bestellt. Von Sputnik V kamen bislang 380.000 Dosen, bestellt wurden zwei Millionen.

16.34 Uhr: Söder: Impfungen bald auch für junge Menschen ermöglichen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, schon bald das "starre Impfprotokoll" zu lockern und auch jungen Menschen Zugang zu Impfstoff zu ermöglichen. Das könne bald etwa auch für Studierende an Universitäten gelten, sagte Söder in München. Von April an sollen in Bayern auch Lehrer, die nicht an Grundschulen tätig sind, geimpft werden.

Söder will auch mehr Impfstoff in Corona-Hotspots umverteilen, etwa an die Grenze zu Tschechien. Auch Pendler könnten für Impfungen infrage kommen. Er habe bei der EU zu verstehen gegeben: "Wir brauchen mehr Impfstoff für die Hotspots", sagte Söder. "Wenn Impfstoff kommt und mehr kommt - und zwar sehr viel mehr kommt - dann muss man das breit aufstellen", sagte Söder. Auch Haus-, Betriebs- und Schulärzte müssten dann einbezogen werden.

15.39 Uhr: Pariser Krankenhäuser sollen wegen Corona weniger operieren

Um die Kapazitäten für Covid-19-Patienten zu erhöhen, sollen die Krankenhäuser im Großraum Paris bis zu 40 Prozent ihrer medizinischen Aktivitäten wie beispielsweise geplante Operationen reduzieren. Das hat die regionale Gesundheitsbehörde ARS angewiesen. Weit mehr als 900 Menschen liegen im Großraum Paris auf der Intensivstation. Der Generaldirektor der ARS Île de France, Aurélien Rousseau, befürchtet, dass die zwei kommenden Wochen besonders schwierig werden, wie die Zeitung "Le Parisien" aus einem internen Brief der Behörde an die Kliniken zitiert.

15.37 Uhr: Weltweit jedes dritte Reiseziel war Anfang Februar für Touristen geschlossen

Die Zunahme von Corona-Infektionen aufgrund von Virusmutationen hat den weltweiten Tourismus wieder stärker zum Erliegen gebracht. Wie die in Madrid ansässige Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) mitteilte, hatte Anfang Februar fast jedes dritte Reiseland (32 Prozent) seine Grenzen für internationale Touristen vollständig geschlossen. Anfang Februar traf dies demnach auf 69 von 217 Reisezielen zu - davon 30 in Asien und im Pazifik, 15 in Europa und elf in Afrika.

Gegenüber Mai 2020, als weltweit gar drei Viertel (75 Prozent) aller Reiseziele die Grenzen für internationale Touristen dicht gemacht hatten, ist das zwar ein Rückgang. Allerdings verzeichnete die UNWTO gegenüber November wieder einen Anstieg: Damals waren nur 27 Prozent der Reiseziele für internationale Touristen geschlossen.

Als Grund für die Zunahme führte die UNWTO das Aufkommen neuer Virusvarianten an sowie die "anhaltende Ernsthaftigkeit" der epidemiologischen Lage. Zugleich erklärte die Organisation, dass es derzeit einen Trend hin zu einem zunehmend differenzierten Ansatz bei den Reisebeschränkungen gebe, wie etwa einen negativen Coronatests bei Ankunft als Voraussetzung.

UNWTO-Chef Zurab Polilikashvili hob mit Blick auf einen von der Organisation erhofften Neustart des Tourismus hervor, dass Reisebeschränkungen nur ein Teil der Lösung in der Pandemie seien könnten. Die Corona-Krise hat der weltweiten Tourismusindustrie demnach im vergangenen Jahr Einnahmeausfälle in Höhe von 1,3 Billionen Dollar (1,1 Billionen Euro) beschert - elf Mal mehr als in der Finanzkrise.

15.02 Uhr: Griechenland will Tourismus im Mai hochfahren

Griechenland will seine große Tourismusbranche im Mai wieder von den Corona-Restriktionen befreien. Die Entscheidung hänge allerdings von den epidemiologischen Daten ab, sagte Regierungssprecherin Aristotelia Peloni am Montag vor Journalisten. Zunächst sei geplant, noch in diesem Monat die Beschränkungen im Einzelhandel aufzuheben und die Schulen wieder zu öffnen. Mit dem erwarteten Fortschritt bei den Impfungen sollen im April wieder Mahlzeiten im Freien erlaubt sein, ehe der Tourismus wieder hochgefahren werden soll. Dieser macht etwa ein Fünftel der griechischen Wirtschaftsleistung aus. Jeder fünfte Beschäftigte ist in diesem Bereich tätig. "Wir haben noch harte Tage vor uns", sagte die Regierungssprecherin. "Aber wir laufen die letzte Meile in diesem Marathon."

14.52 Uhr: Tui plant Mallorca-Start zu Ostern

Tui setzt in den bevorstehenden Osterferien auf einen Wiederanlauf des wichtigen Mallorca-Geschäfts. "Die Hotellerie hat sich intensiv vorbereitet, sicheren und verantwortungsvollen Urlaub anzubieten", sagte Tui-Deutschland-Chef Marek Andryszak am Montag vor dem Start der Online-Ausgabe der weltgrößten Reisemesse ITB. Entsprechende Hygienekonzepte gäben Zuversicht, die Abstimmung mit den Behörden sei eng. Daher wolle man den Kunden "Osterurlaub auf Mallorca ermöglichen", so der Manager.

Zuletzt wurde Spanien vom Robert Koch-Institut noch als normales Risikogebiet eingestuft - also als Land ohne außergewöhnlich hohe Corona-Neuansteckungen. Tui wies darauf hin, dass die Werte auf Mallorca "weit unter denen der meisten deutschen Bundesländer" lägen. Hinter den Kulissen laufen bereits seit längerem Gespräche über eine stärkere Wiederöffnung der Insel, auch Interessenvertreter außerhalb des Tourismus machen Druck auf die spanische und deutsche Politik.

Reisen zu den übrigen Balearen-Inseln Ibiza, Menorca und Formentera sowie in den Großteil Festland-Spaniens sagte Tui vorerst noch bis Mitte April ab. Nun soll es vor allem auf Mallorca eine vorsichtige Öffnung geben, etwa mit dem Start eines Robinson-Clubs und ersten Flügen der Konzern-Airline Tuifly schon ab der zweiten März-Hälfte.

14.36 Uhr: RKI: Drei Prozent der Deutschen nun vollständig geimpft

In Deutschland sind inzwischen mindestens drei Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Rund 2,5 Millionen Menschen haben bereits die zweite Dosis Impfstoff erhalten, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht (Datenstand 8.3., 8.00 Uhr). Insgesamt 6,2 Prozent (ca. 5,2 Millionen) haben demnach mindestens eine Dosis erhalten.

Begonnen hatten die bundesweiten Impfungen - nach ersten Impfungen in Sachsen-Anhalt - offiziell am 27. Dezember. Im Fokus standen zunächst ältere Menschen in Heimen. Aktuell werde bei gut 203.000 Impfungen pro Tag im Schnitt alle 0,4 Sekunden eine Impfung durchgeführt, heißt es auf dem Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums. Die bisher meisten Impfungen wurden demnach mit 235.912 Dosen am 3. März 2021 durchgeführt.

Bei den Erstimpfungen führt den RKI-Daten zufolge derzeit Bremen die Liste im Ländervergleich mit einer Quote von 7,1 Prozent an, Brandenburg ist mit 5,1 Prozent momentan das Schlusslicht. Bei den Zweitimpfungen liegen Berlin und Rheinland-Pfalz (3,5 Prozent) vorn, die kleinste Quote hat derzeit Niedersachsen (2,5 Prozent).

Nach Angaben des RKI wurde der in klinischen Prüfungen jeweils ermittelte und bekannt gegebene Impfschutz gegen eine Covid-19-Erkrankung rund ein bis zwei Wochen nach der zweiten Impfung erreicht: Nach sieben Tagen beim Produkt von Biontech/Pfizer, nach 14 Tagen bei dem von Moderna und nach 15 Tagen bei dem von Astrazeneca.

Bei den meisten Geimpften handelt es sich laut RKI-Statistik um alte Menschen, Personal in Krankenhäusern und Altenheimen sowie Pflegeheimbewohner.

14.08 Uhr: Einzelhandel kritisiert Teilöffnungen

Ungeachtet der angekündigten Lockerung des Corona-Lockdowns im Einzelhandel bleibt die große Mehrheit der Geschäfte in Bayern geschlossen. Lediglich in 30 der 96 Kreise und kreisfreien Städte Bayerns habe der Handel am Montag geöffnet, sagte Bernd Ohlmann, der Sprecher des Handelsverbandes Bayern (HBE). Wegen zu hoher Corona-Inzidenzen von 50 und mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner nicht geöffnet hatten die Läden demnach in sämtlichen bayerischen Großstädten mit Ausnahme von Ingolstadt und Würzburg.

So hatten in mehreren Münchner Umlandkreisen die meisten Läden geöffnet, in der Landeshauptstadt jedoch nicht. "Es ist ein großes Tohuwabohu", sagte Ohlmann. "Es herrscht große Verwirrung sowohl bei den Händlern als auch bei den Kunden, wer öffnen darf und wer nicht." Der Handelsverband fürchtet, dass in manchen der 30 geöffneten Kreise und Städte die Inzidenzzahlen über 50 steigen und die Geschäfte deswegen nach kurzer Zeit wieder schließen müssen.

"Wer auch immer sich diese Regel ausgedacht hat, hat vom Einzelhandel keine Ahnung", kritisierte Ohlmann. Manche Unternehmen hätten ihre Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurückgeholt und könnten nun doch nicht öffnen. Außerdem müsse Ware bestellt werden - auch dafür ist laut Handelsverband Planungssicherheit notwendig, die bei der Möglichkeit kurzfristiger Schließungen fehlt. Das Ostergeschäft sei für den Einzelhandel die erste Umsatzspitze des Jahres. "Die haben uns ein faules Ei ins Osternest gelegt."

13.49 Uhr: EU-Kommission kritisiert Verlängerung des belgischen Reiseverbots

Die EU-Kommission hat die von Belgien beschlossene Verlängerung des Verbots von Auslandsreisen wegen der Corona-Pandemie kritisiert. "Wir waren überrascht, als wir am Freitag in der Presse von einer erneuten Verlängerung des Reiseverbots gelesen haben", sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Montag. Ein pauschales Reiseverbot sei nicht verhältnismäßig.

Belgien verbietet seinen Bürgern seit Ende Januar alle Auslandsreisen, die nicht unbedingt notwendig sind. Die viel kritisierte Maßnahme galt ursprünglich bis zum 1. April. Am Freitag verlängerte die Regierung sie bis zum 18. April und damit über die Osterferien hinaus. Berufspendler und der Tansportsektor sind ausgenommen.

13.21 Uhr: Syriens Präsident Assad und seine Frau positiv getestet

Syriens Präsident Baschar al-Assad ist nach Angaben seines Büros positiv auf Covid-19 getestet worden. Das gelte auch für seine Frau Atma, heißt es. Beide zeigten milde Symptome. Sei seien in ihrem Haus in Selbstisolation und würden von dort aus weiter arbeiten.

13.18 Uhr: Pfleger und Erzieher am häufigsten wegen Corona krank

Die Beschäftigten in der Pflege und in Kindertagesstätten sind 2020 laut einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) am häufigsten aufgrund einer Covid-19-Diagnose krankgeschrieben worden. Danach wurden aus der Berufsgruppe der "Haus- und Familienpflege" 1.242 von 100.000 Erwerbstätigen mit Covid-19 krankgeschrieben, wie die TK mitteilte. Dazu zählen auch Beschäftigte ambulanter Pflegedienste. Auf Platz zwei folgen die Beschäftigten in der Altenpflege mit 1.205 Betroffenen pro 100.000 Erwerbstätigen. Auf den weiteren Plätzen finden sich das Kita-Personal (1.127 pro 100.000) und Krankenpflegerinnen (1.101 pro 100.000).

Auch Ergo- und Physiotherapeuten sowie ärztliches Personal wurden 2020 überdurchschnittlich häufig wegen Covid-19 krankgeschrieben. Bürojobs sind dagegen kaum gefährdet: Die Beschäftigten in Forschung und Lehre (194 pro 100.000), in der Softwareentwicklung (245 pro 100.000) und im Controlling (248 pro 100.000) wurden selten krankgeschrieben. Frauen sind über alle Berufe hinweg etwas häufiger betroffen als Männer. Insgesamt spielte 2020 die Diagnose Covid-19 laut TK eine untergeordnete Rolle bei den Krankschreibungen.

13.07 Uhr: Pädagogisches Ferienprogramm für Schulkinder in Bayern

Die Schülerinnen und Schüler in Bayern sollen Angebote für Ferienprogramme bekommen, um bei Spiel und Spaß versäumte Lerninhalte nachzuholen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kinder- und Jugendkonferenz in München an. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sprach von einem "freizeitpädagogischen Ferienprogramm". "Wir wollen nicht, dass dieser Jahrgang ein Corona-Jahrgang allein ist", sagte Söder. Es müsse Bildungsqualität und Bildungsgerechtigkeit hergestellt werden, sagte der Ministerpräsident.

13.00 Uhr: Söder kündigt 200 Stellen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen an

Bayern will Kinder und Jugendliche, die besonders unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden, zusätzlich unterstützen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte nach einer Kinder- und Jugendkonferenz am Montag 200 neue Stellen unter anderem für Streetworker, Erziehungsberatung und Ausbildungscoaching an. Auch die Sozialarbeit an Schulen solle noch einmal verstärkt werden. Zudem kündigte Söder an, in Jugendzentren Angebote wie "Click und Collect" zu ermöglichen, damit dort wenigstens kurzzeitig Nähe möglich sein.

Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) sagte, unter den 200 neuen Stellen sollten unter anderem Ausbildungsakquisiteure sein. Damit solle der Übergang von Schule und Beruf besser gefördert werden, wenn Ausbildungsmessen, Praktika und ähnliches weggebrochen seien.

12.51 Uhr: Masken-Affäre: Abgeordneter Löbel legt Mandat sofort nieder

Der unter Druck geratene Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel zieht weitere Konsequenzen aus der Affäre um Geschäfte mit Corona-Masken und gibt sein Bundestagsmandat sofort zurück. "Um weiteren Schaden von meiner Partei abzuwenden, lege ich mein Bundestagsmandat mit sofortiger Wirkung nieder", teilte er mit.

Der 34-Jährige hatte nach geballtem Druck aus der Union zunächst angekündigt, sein Bundestagsmandat Ende August niederzulegen und nicht - wie geplant - für den nächsten Bundestag zu kandidieren. Zahlreiche CDU-Politiker in Bund und Land sowie sein Kreisverband in Mannheim hatten Löbel daraufhin mit teils drastischen Worten aufgefordert, sich unverzüglich aus dem Bundestag zurückzuziehen.

12.45 Uhr: Gratis-Schnelltests in vielen bayerischen Apotheken noch nicht verfügbar

Kostenlose Corona-Schnelltests sind in vielen bayerischen Apotheken am Montag nicht verfügbar gewesen - trotz der Ankündigung des Bundes, ab diesem Datum allen Bürgern einen wöchentlichen Schnelltest zu bezahlen. 

"Wir warten zur Stunde noch auf die Veröffentlichung der geänderten Corona-Testverordnung im Bundesanzeiger", betonte Metz. Daher fehle Klarheit darüber, wie viel der Bund den Apotheken pro Schnelltest bezahle. Es sei zwar nicht auszuschließen, dass einzelne Apotheken am Montag in Vorleistung gingen und Schnelltests kostenlos anbieten. Doch aktuell sei das eigentlich nur für Selbstzahler möglich. "Es scheint sich aber auch kein allzu großer Andrang zu entwickeln", sagte Metz.

Wie viele der rund 3.000 öffentlichen Apotheken in Bayern in den kommenden Tagen kostenlose Schnelltests anbieten, sei nicht seriös abschätzbar, betonte Metz. Der Deutsche Apothekerverband rechne bundesweit mit zehn Prozent aller Apotheken. 

12.20 Uhr: Weitere Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff - 1.000 Arbeiter sitzen fest

Nach weiteren Corona-Infektionen auf dem Meyer-Kreuzfahrtschiff "Odyssey of the Seas" sitzen rund 1.000 Arbeiter und Besatzungsmitglieder auf dem Luxusliner in Bremerhaven fest. Bei fünf weiteren Personen an Bord seien Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden, wie ein Sprecher der Bremer Senatorin für Gesundheit sagte. Die Infizierten würden nun von Bord gebracht und in einem Hotel isoliert. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Papenburger Meyer-Werft, bei der das Schiff gebaut wurde, zwei Corona-Infektionen bestätigt.

Die nun infizierten Personen waren laut der Gesundheitsbehörde als Kontaktpersonen der ersten beiden Fälle eingestuft und umgehend in Einzel-Kabinen isoliert worden. "Wir rechnen nicht mit weiteren Fällen", sagte der Sprecher. Um ganz sicher zu gehen, gebe es für das Schiff zunächst aber noch keine Freigabe. Rund 1.000 Menschen, darunter Arbeiter und Besatzungsmitglieder, sitzen daher nun weiter auf dem Luxusliner fest.

12.02 Uhr: Städte- und Gemeindebund fordert mehr Tempo bei Corona-Schnelltests

Angesichts der bundesweiten Lockerungen der Corona-Regeln hat der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, mehr Tempo beim Angebot kostenloser Schnelltests gefordert. "Wir müssen besser, schneller, unbürokratischer, auch mutiger werden", sagte Landsberg im gemeinsamen "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. Er hätte sich eine frühere Schnellteststrategie gewünscht, aber nun müsse nach vorn geschaut werden.

Landsberg forderte zudem, dass Bund und Länder mehr auf die Erfahrungen in den Kommunen vor Ort hörten. Er höre auch viel Unmut von Bürgermeistern, weil die Menschen ihren Frust nicht in Berlin, sondern vor Ort zeigten. Die seit heute geltenden Lockerungen bezeichnete Landsberg als "richtig".

11.39 Uhr: Umfrage - Zwei Drittel der Eltern begrüßt Schulneustart

Die Rückkehr zum Präsenzunterricht für alle Schüler findet in der Elternschaft großen Anklang. Laut einer heute in Berlin veröffentlichten repräsentativen Forsa-Umfrage finden es 68 Prozent der Eltern "zum jetzigen Zeitpunkt grundsätzlich richtig, schrittweise wieder zum Präsenzunterricht zurückzukehren".

60 Prozent der befragten Eltern sind überzeugt, dass die Schulen ihrer Kinder für den Neustart unter den besonderen Bedingungen der Pandemie gut oder sehr gut vorbereitet sind. Fast zwei Drittel der Eltern (64 Prozent) bewerten laut Umfrage den Fernunterricht während der Corona-Krise als gut oder sogar sehr gut.

Zugleich machten 67 Prozent der Befragten die Erfahrung, dass die Zeit ohne Schule für ihre Kinder in psychischer und sozialer Hinsicht belastend war. Das wirkte sich auch auf das Familienleben aus: Eine große Mehrheit der Eltern von Grundschülern (72 Prozent) empfanden die Schulschließungen für ihre Familien als Belastung. Bei den Eltern von Oberstufen-Schülern waren es nur 31 Prozent.

11.22 Uhr: Israel beginnt mit Impfung von Palästinensern

Mehr als zwei Monate nach dem Beginn des Impfprogramms für seine Bürger hat Israel mit der Impfung von Palästinensern begonnen, die im Land arbeiten. Arbeitskräfte, die über verschiedene Grenzkontrollpunkte aus dem Westjordanland einreisten, erhielten am Montag ihre erste Spritze mit dem Moderna-Impfstoff. Auch Menschen, die in jüdischen Siedlungen im Westjordanland arbeiten, erhielten erste Impfungen. Die von Militärbehörden im besetzen Westjordanland organisierten Impfungen hatten sich immer wieder verzögert.

Insgesamt arbeiten etwa Hunderttausend Palästinenser aus dem Westjordanland in Israel und den Siedlungen. An seine eigenen Bürgerinnen und Bürger hat Israel mittlerweile 8,7 Millionen Impfungen mit dem Mittel von Biontech und Pfizer verabreicht. Mehr als 3,7 Millionen der 9,3 Millionen Israelis haben bereits ihre zweite Dosis erhalten. Palästinenser aus dem Westjordanland sind dagegen bis Montag nur in seltenen Fällen geimpft worden.

11.07 Uhr: Frankreich hat seit Freitag fast 600.000 Menschen geimpft

Frankreich hat seit Freitag fast 600.000 Menschen geimpft: "585.000 Franzosen sind seit Freitag geimpft worden", schrieb Premierminister Jean Castex auf Twitter. Besonders in Corona-Hotspots wie Paris und Nizza wurde zahlreichen Menschen am Samstag und Sonntag eine Dosis verabreicht.

Gesundheitsminister Olivier Véran kündigte an, an den Wochenend-Impfungen festhalten zu wollen. "Jedes Mal, wenn Impfstoff zur Verfügung steht, muss ein Franzose geimpft werden - ob es nun Montag oder Sonntag ist", sagte er am Sonntagabend nach einem Besuch von zwei Impfzentren in Tourcoing in Nordfrankreich. In Frankreich lag zuletzt vor allem das Vakzin von Astrazeneca auf Halde.

10.48 Uhr: Homeoffice bei Beschäftigten laut Studie sehr beliebt

Die meisten Beschäftigten sind einer aktuellen Studie zufolge zufrieden mit ihrer Arbeit im Homeoffice. Etwa drei von vier Menschen, die wegen der Corona-Krise aktuell in teils hohem Umfang von zu Hause aus arbeiten, empfänden das als positiv, heißt es in einer in Nürnberg veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Eine komplette Rückkehr zum Präsenzbetrieb wollen nur wenige. 70 Prozent derjenigen mit Möglichkeit auf Homeoffice wünschten sich für die Zukunft flexible Regelungen oder regelmäßiges Homeoffice für zwei oder drei Tage pro Woche. Beschäftigte, die wenigstens gelegentlich von zu Hause arbeiten, schätzen die eigene Arbeit der Erhebung zufolge zudem mehrheitlich als effizienter ein als vor der Corona-Pandemie. 60 Prozent der Befragten nähmen Homeoffice als "hilfreich" und als "wenig oder nicht belastend" wahr.

"Diese Entwicklung deutet auf Lerneffekte hin: Nach notwendigen Anpassungsprozessen funktionierte der Umgang mit der neuen Arbeitsorganisation zunehmend besser", analysierten die Autoren der Studie.

10.36 Uhr: Thailand kündigt verkürzte Quarantäne für geimpfte Ausländer an

Thailand schwächt ab April die Quarantänevorschriften für geimpfte Reisende aus dem Ausland ab. Nach Angaben von Gesundheitsminister Anutin Charnvirankul wird die Quarantänefrist auf sieben Tage halbiert. Dies gilt für Ausländer, die sich bis zu drei Monate vor der Reise geimpft haben und zudem einen negativen Corona-Test präsentieren. Reisende, die nicht geimpft sind, sondern nur einen negativen Test vorweisen, müssen für zehn Tage in Quarantäne.

10.33 Uhr: Umfrage - Homeschooling funktioniert für die meisten Eltern gut

Die meisten Eltern sehen einer Umfrage zufolge in Homeschooling und Homeoffice keine unzumutbare Belastung. Nur 14 Prozent der Befragten hätten angegeben, diese Doppel-Belastung "gar nicht gut" zu bewältigen, 26 Prozent hielten sie für "weniger gut" miteinander vereinbar, berichtet das Institut Forsa unter Berufung auf eine Befragung von 3055 Eltern mit schulpflichtigen Kindern im Alter zwischen fünf und 17 Jahren. 57 Prozent geben an, das funktioniere gut oder sehr gut. Die Befragung zeige, dass die Doppelfunktion schwieriger werde, je jünger die Kinder seien. 64 Prozent der Eltern bewerten Fernunterricht während der Pandemie als gut oder sehr gut.

10.13 Uhr: Mehr als 10 Millionen Menschen in Türkei gegen Corona geimpft

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind in der Türkei mehr als 10 Millionen Menschen gegen das Virus geimpft worden. Rund 7,6 Millionen Menschen haben bisher nur die erste, 2,4 Millionen auch die zweite Dosis erhalten. Dies geht aus am Montag vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Zahlen hervor.

Die Türkei hat mit ihren rund 84 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie knapp 2,8 Millionen Coronavirus-Infektionen und rund 29 000 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Mitte Januar hatte die Türkei mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen.

Die Türkei hatte vergangene Woche die Coronavirus-Restriktionen in Regionen mit niedrigen Neuinfektionen gelockert. Ausgangsbeschränkungen am Wochenende wurden in einigen Provinzen aufgehoben. Restaurants und Cafés können wieder eingeschränkt öffnen, außer in Regionen mit sehr hohem Infektionsrisiko. Ausgangsbeschränkungen am Abend blieben landesweit bestehen.

09.24 Uhr: Frankfurter Buchmesse soll als Präsenzveranstaltung stattfinden

Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Jahr wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden. Das teilten die Veranstalter heute in Frankfurt mit. Verlage könnten sich ab sofort bis zum 31. Mai für die 73. Auflage der Messe vom 20. bis 24. Oktober anmelden. Im vergangenen Jahr hatte es eine coronabedingt fast ausschließlich digitale Version gegeben.

"Die Frankfurter Buchmesse wird auch 2021 wieder ein wichtiger Ort der Begegnung sein - für die Buchbranche, für Autor*innen und Leser*innen", erklärte Buchmesse-Geschäftsführer Juergen Boos. "Die Branche braucht Austausch und Sichtbarkeit mehr denn je." Man habe in den vergangenen Monaten intensive Gespräche mit den Kunden geführt und ein auf die Bedürfnisse der Aussteller maßgeschneidertes Messekonzept erstellt.

09.06 Uhr: Augsburger Kulturfestival wird erneut verschoben

Die Stadt Augsburg verschiebt wegen der Corona-Pandemie das Festival lab30 in den Herbst dieses Jahres. Das Medienkunst-Festival mit Künstlern aus ganz Europa sollte Ende März stattfinden. Wegen der unsicheren Inzidenz-Entwicklung ist als neuer Termin für das Kulturlabor der 28. bis 31. Oktober geplant. Dazu müssen die Veranstalter das Programm neu planen. Bereits gekaufte Tickets werden rückerstattet, Künstler bekommen ein Ausfall-Honorar.

08.33 Uhr: Söder - Gelder aus der Maskenaffäre sollten gespendet werden

In der Affäre um Provisionen von Bundestagsabgeordneten bei der Beschaffung von Corona-Schutzmasken hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Betroffenen aufgefordert, ihre Mandate zurückzugeben. Neben der Abgabe von Ämtern wäre es auch konsequent, die Mandate abzugeben, sagte der CSU-Chef am Montag im "ZDF"-Morgenmagazin. Ein wichtiges Signal wäre ferner, Geld, dass mit diesen Geschäften verdient worden sei, zurückzugeben und zu spenden, um hier auch "moralisch" reinen Tisch zu machen. Im CSU-Präsidium werde man sich am Nachmittag darüber unterhalten, welche "parteilichen Konsequenzen" das haben müsse, fügte Söder hinzu. Die CSU habe einen klaren Verhaltenskodex vor einigen Jahren aufgestellt. Auch dagegen sei klar verstoßen worden.

Die Abgeordneten Georg Nüßlein (CSU) und Nikolas Löbel (CDU) sollen Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Masken-Geschäften kassiert haben. Beide haben ihren Austritt aus der Unionsfraktion erklärt, wollen ihr Mandat aber behalten, obwohl Partei- und Fraktionsführung den Rückzug verlangen. In der Krise zu helfen sei gut, damit "groß Kasse" zu machen aber nicht, betonte Söder. Insgesamt sei durch dieses Verhalten ein großer Schaden entstanden.

08.20 Uhr: Lindner schlägt unabhängigen Sonderermittler in Maskenaffäre vor

FDP-Chef Christian Lindner bringt einen unabhängigen Sonderermittler ins Spiel, der das Vorgehen bei der Beschaffung von Atemschutzmasken aufarbeiten soll. Man müsse auch schauen, was "auf der anderen Seite des Beschaffungsprozesses, also in den Ministerien passiert ist", sagt Lindner der Sendergruppe RTL/NTV zufolge. "Sicherlich wäre die CDU/CSU gut beraten, einen Sonderermittler zu fordern, der mit besonderen Befugnissen und Akteneinsicht als unabhängige Persönlichkeit hier Transparenz und Klarheit schafft." Dies könne ein Vorgang sein, der noch deutlich vor der Bundestagswahl abgeschlossen werden könnte, wird Lindner zitiert.

08.12 Uhr: Deutsche Produktion sinkt im Januar überraschend

Die deutsche Wirtschaft hat ihre Produktion im Januar überraschend gedrosselt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 2,5 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen einen Anstieg von 0,2 Prozent erwartet, nachdem es im Dezember mit revidiert plus 1,9 Prozent noch den achten Wachstumsmonat in Folge gegeben hatte. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Corona-Einschränkungen, lag die Produktion um 4,2 Prozent niedriger.

08.05 Uhr: Baerbock fordert "Bildungs-Rettungsfonds" für Schulkinder

Grünen-Chefin Annalena Baerbock fordert einen eine Milliarde Euro umfassenden Hilfsfonds zur Unterstützung von Schulkindern. Bund und Länder und auch die Kultusminister hätten die Kinder schon seit einem Jahr nicht auf dem Radar, sagt sie im Deutschlandfunk. 20 bis 30 Prozent der Kinder würden mit dem digitalen Lernen nicht erreicht. "Die Lage ist für etliche Kinder inzwischen hochdramatisch." Denen müsse ein "Bildungslotse" an die Seite gestellt werden über einen vom Bund mitgeförderten "Bildungs-Rettungsfonds" von einer Milliarde Euro. Lehramts-Studierende sowie pensionierte Lehrer könnten diese Kinder individuell unterstützen, auch in den Oster- und Sommerferien.

08.04 Uhr: Günther rechnet mit Oster-Tourismus in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sieht Chancen dafür, dass die Hotels in Schleswig-Holstein über Ostern geöffnet haben. "Wenn sich die Situation nicht dramatisch verändert, gehe ich davon aus, dass wir Hotels in Schleswig-Holstein über Ostern öffnen", sagte Günther der "Rheinischen Post!. "Warum sollen die Menschen an Ostern nicht in Hotels und Ferienwohnungen sein können - unter der Voraussetzung eines aktuellen Negativ-Tests und einer Nachverfolgung über Apps." Im Gegensatz zu Oktober gebe es jetzt genug verfügbare Schnelltests. Günther betonte, "Lösungen in diesem Bereich zu finden ist auch ein Gebot des Respekts der Branche und den Menschen gegenüber, die dort arbeiten".

07.53 Uhr: Mehrheit der Japaner gegen ausländische Olympia-Fans

Eine klare Mehrheit der Japaner ist gegen die Einreise ausländischer Zuschauer zu den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August). In einer Umfrage der Tageszeitung Yomiuri Shimbun sprachen sich 77 Prozent der Befragten dafür aus, wegen der Coronakrise keine Fans aus anderen Ländern zu den Spielen einreisen zu lassen. Nur 18 Prozent waren dafür. Die Organisatoren um die neue OK-Chefin Seiko Hashimoto hatten Anfang des Monats erklärt, dass noch im März eine Entscheidung darüber fallen werde, ob ausländische Olympia-Touristen ins Land gelassen werden. Bei den Überlegungen müsse die Sicherheit der japanischen Bevölkerung im Vordergrund stehen, sagte Hashimoto. Nur kurz nach dieser Ankündigung erklärten nationale Medien, dass Japan für sichere Spiele die Grenzen dicht machen werde. Die Regierung, die Stadtverwaltung und das OK tendierten demnach dazu, die Großveranstaltung nur vor einheimischem Publikum abzuhalten.

07.52 Uhr: Südkorea - Kein Zusammenhang zwischen Impfung und Todesfällen feststellbar

In Südkorea hat die Seuchenbehörde KDCA den Tod von acht Menschen nach Verabreichung des Astrazeneca-Impfstoffs ins Visier genommen. Die Patienten hatten nach der Impfung Nebenwirkungen gezeigt. KDCA-Direktor Jeong Eun Kyeong sagt nun: "Wir sind vorläufig zu dem Ergebnis gekommen, dass es schwierig ist, irgendeinen Zusammenhang zwischen ihren Nebenwirkungen nach der Impfung und ihrem Tod festzustellen."

07.46 Uhr: Umsatzrückgang im Profifußball bei 250 Millionen

Die Jagd nach neuen Umsatzrekorden im deutschen Profifußball ist aufgrund der Corona-Pandemie gestoppt. Der Gesamtumsatz in der Saison 2019/20 dürfte um etwa 250 Millionen Euro gegenüber der vorherigen Spielzeit gesunken sein, schreibt der "Kicker". Die Deutsche Fußball Liga (DFL) veröffentlicht am Dienstag den "Wirtschaftsreport 2021". Das Zahlenwerk basiert auf Einnahme- und Ausgabezahlen der 36 Profiklubs in 2019/20. An den letzten neun Spieltagen der vergangenen Saison hatte es wegen Corona keine Zuschauereinnahmen mehr gegeben. Davor waren die Umsätze 15-mal in Serie gestiegen bis zum Höchstwert von 4,8 Milliarden Euro pro Spielzeit, davon 4,02 Milliarden Euro in der Bundesliga. Der Rückgang in der laufenden Saison wird aller Voraussicht nach noch dramatischer ausfallen. DFL-Boss Christian Seifert hatte angesichts eines Gesamtausfalls der Zuschauereinnahmen bereits einen Verlust von 650 Millionen Euro prognostiziert, dazu noch einen Rückgang auf dem Transfermarkt von bis zu 300 Millionen.

07.35 Uhr: Grünen-Politiker - Spahn ist bei Weiterentwicklung der Corona-App gescheitert

Angesichts der Pläne von Bund und Ländern für eine neue App zur Kontaktnachverfolgung äußert der Grünen-Digitalexperte Dieter Janecek scharfe Kritik an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). "Die Bilanz der Bundesregierung in Sachen App ist nach einem Jahr Pandemie desaströs", sagt Janecek dem "Handelsblatt". Die Erkennung von Clustern mit der Corona-Warn-App des Bundes, in denen besonders viele Menschen zusammenkommen, sei "monatelang verpennt" worden. "Der Gesundheitsminister ist bei der Weiterentwicklung der Corona-App auf ganzer Linie gescheitert." Bund und Länder wollen sich bis heute über eine neue App zur Kontaktnachverfolgung verständigen, wie Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) vergangene Woche gesagt hatte. Dies könne Besuche von Restaurants und Kinos erleichtern. Im Gespräch ist die App "Luca".

07.03 Uhr: Geplantes US-Konjunkturpaket nimmt weitere Hürde

In den USA hat das geplante neue Corona-Hilfspaket von Präsident Joe Biden eine weitere Hürde genommen. Der Senat stimmte am Samstag für eine abgeänderte Version des Entwurfs mit einem Umfang von 1,9 Billionen Dollar. Da sich die Vorlage vor der ursprünglichen des Repräsentantenhauses unterscheidet, muss sich diese Kongress-Kammer erneut damit beschäftigen. Der Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, der Demokrat Steny Hoyer, kündigte die Abstimmung via Twitter für Dienstag an.

06.18 Uhr: Unicef - Corona-Pandemie erhöht Risiko von Kinderehen

Die Verwerfungen der Corona-Pandemie erhöhen nach Einschätzung von Unicef für Millionen Mädchen weltweit das Risiko von Kinderehen. "Covid-19 hat eine bereits für Millionen Mädchen schwierige Situation noch verschärft", hieß es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung des UN-Kinderhilfswerks. Demnach könnte bis zum Ende des Jahrzehnts die Zahl der Kinderehen weltweit noch einmal um weitere zehn Millionen steigen.

Schulschließungen, wirtschaftlicher Druck, das Zusammenbrechen der öffentlichen Dienste und der Tod der Eltern als Folgen der Pandemie führten dazu, dass "die verletzlichsten Mädchen einem erhöhten Risiko der Kinderehe ausgesetzt sind", hieß es in der Erklärung.

Die Pandemie droht auch den im vergangenen Jahrzehnt erzielten Rückgang bei den Kinderehen wieder zunichte zu machen. Derzeit leben laut Unicef weltweit 650 Millionen Frauen in Ehen, die sie vor ihrem 18. Lebensjahr eingehen mussten. Die Hälfte dieser Kinderehen wurden in fünf Ländern registriert: Bangladesch, Brasilien, Äthiopien, Indien und Nigeria.

06.08 Uhr: Verbandschef - Hausärzte können 2,5 Millionen Menschen pro Woche impfen

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, spricht sich für eine schnelle Einbindung der Haus- und Fachärzte beim Impfen aus. "Wir sind 50.000 Hausärzte, dazu kommen Gynäkologen und Kinder- und Jugendärzte, die auch Eltern mitimpfen könnten", sagt Weigeldt der dem Magazin "WirtschaftsWoche". "Wenn jede Praxis im Schnitt zehn Patienten pro Tag schafft, dann schaffen wir sicher 2,5 Millionen Menschen pro Woche."

05.55 Uhr: Verbraucherschutzminister will Vorkasse bei Reisen abschaffen

Urlauber sollen künftig beim Buchen von Flügen oder Reisen nicht mehr vorab zu Kasse gebeten werden: Darüber sollen die Verbraucherschutzminister der Länder nach einem Vorstoß des saarländischen Ressortchefs Reinhold Jost (SPD) bei ihrem nächsten Treffen beraten. "100 Prozent Vorkasse geht gar nicht", sagte Jost der Deutschen Presse-Agentur. Er setzt sich für eine deutliche Verringerung der Vorab-Zahlungen ein - und für eine automatische Rückerstattung, wenn die Reise nicht stattfindet. Gerade in der Corona-Pandemie sei das für Verbraucher wichtig.

05.15 Uhr: 5.011 Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 68,0

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 5011 Neuinfektionen. Das sind rund 280 Fälle mehr als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag auf 68,0 von 66,1. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 34 weitere Menschen starben dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 71.934. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,505 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt.

04.28 Uhr: Neuseeland will alle Einwohner mit Biontech/Pfizer-Vakzin impfen

Neuseeland stockt die Bestellung des Impfstoffes der Partner Biontech und Pfizer um weitere 8,5 Millionen Einheiten auf. "Dies bringt unsere gesamte Bestellung auf 10 Millionen Dosen oder genug für fünf Millionen Menschen, um beide Impfungen zu erhalten, die benötigt werden, um vollständig gegen Covid-19 geimpft zu sein," teilt Ministerpräsidentin Jacinda Ardern mit. Die Entscheidung für das Vakzin als Hauptimpfstoff des Landes sei gefallen, nachdem eine Studie eine 95-prozentige Wirksamkeit belegt habe. Neuseeland rechne in der zweiten Jahreshälfte mit den zusätzlichen Einheiten.

02.00 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther rechnet mit Oster-Tourismus

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sieht Chancen für Ferien in Schleswig-Holstein. "Wenn sich die Situation nicht dramatisch verändert, gehe ich davon aus, dass wir Hotels in Schleswig-Holstein über Ostern öffnen", sagt Günther der Zeitung "Rheinische Post". "Warum sollen die Menschen an Ostern nicht in Hotels und Ferienwohnungen sein können - unter der Voraussetzung eines aktuellen Negativ-Tests und einer Nachverfolgung über Apps." Im Gegensatz zu den Herbstferien im vergangenen Jahr stünden nun ausreichend Schnelltests zur Verfügung.

01.20 Uhr: Klingbeil fordert Rückgabe der Gewinne aus Maskenaffäre

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil fordert von den bisherigen Unionsabgeordneten Nikolas Löbel (CDU) und Georg Nüßlein (CSU) neben dem Verzicht auf ihr Parlamentsmandat auch die Abgabe der Gewinne, die sie aus der Vermittlung von Masken-Deals gezogen haben. "Die müssen diese eine Million zurückbezahlen", sagt Klingbeil im Politik-Talk der Zeitung "Bild". Es gehe dabei um "persönliche Bereicherung". Das Verhalten der beiden Abgeordneten schade dem Vertrauen in die Politik. "Deswegen es ist völlig richtig, dass beide jetzt sofort ihr Mandat niederlegen müssen." Klingbeil ist sich sicher, dass es in den Reihen der SPD-Abgeordneten solche Fälle nicht gibt: "Das kann ich ausschließen für die SPD-Fraktion."

01.15 Uhr: Kanzleramtschef fordert "zivile Reserve" zur Unterstützung der Behörden

Als Konsequenz aus der Corona-Pandemie schlägt Kanzleramtsminister Helge Braun die Schaffung einer zivilen Reserve zur Unterstützung staatlicher Behörden in Krisenlagen vor. "Wir brauchen geschulte Helfer aus der breiten Bevölkerung. Eine Art zivile Reserve - wie es auch eine militärische Reserve gibt", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Montagausgaben). Die Bundesländer müssten aktuell Aufgaben in Größenordnungen bewältigen, die vorher nicht dagewesen seien. Als Beispiele nennt Braun die Bearbeitung von Asylanträgen und die Kontaktnachverfolgung in der Pandemie.

01.02 Uhr: Über 10.000 Eilverfahren und Klagen gegen Corona-Auflagen

Die Corona-Verordnungen haben die Gerichte im vergangenen Jahr stark in Anspruch genommen. Nach Angaben des Deutschen Richterbundes (DRB) gingen 2020 bei den Gerichten mehr als 10.000 Eilverfahren und Klagen gegen Corona-Auflagen ein. "Die Gerichte haben Maßnahmen des Infektionsschutzes inzwischen in Tausenden Verfahren überprüft und nötigenfalls korrigiert", sagte DRB-Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Größtenteils hätten die Gerichte die angegriffenen Corona-Beschränkungen bestätigt. Trotz starker Auslastung hätten die Kammern das Aufkommen gut bewältigen können, berichtete Rebehn. Ein deutlicher Rückgang der Fallzahlen zeichne sich noch nicht ab.

00.29 Uhr: Johnson & Johnson Vakzin kurz vor Notfallzulassung

Der Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johson & Johnson könnte noch im März für die Europäischen Union (EU) zugelassen werden. Am 11. März werde die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) das Vakzin für die Verwendung in der EU überprüfen, teilt EMA-Vorstandschefin Christa Wirthumer-Hoche in einer Talkshow des österreichischen Senders ORF mit. "Wir erwarten eine positive Bewertung und dass die EU-Kommission die Zulassung schnell erteilt." Für eine Genehmigung des russischen Impfstoffs Sputnik V lägen hingegen noch keine ausreichenden Daten vor. "Deshalb würde ich dringend davon abraten, eine nationale Notfallzulassung zu erteilen", erklärt Wirthumer-Hoche.

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