40 Lesungen zum Thema Reisen Mit Literatur fremde Orte und Landschaften besuchen

Auch Schriftsteller*innen verreisen, manche wie Felicitas Hoppe sogar leidenschaftlich - in der Realität, aber auch im Kopf. Die Büchnerpreisträgerin und 39 weitere Autor*innnen haben kurze Texte verfasst über Lust und Last des Reisens.

Stand: 24.07.2020

Cala Agulla/Spanien | Bild: pa/dpa/Bildagentur-online/Schickert

So wie es Kopfsex gibt (zu glauben, dabei zu sein), so fasziniert uns auch Reisesex – Menschen zuzuhören, wie sie andere Länder und Orte besucht haben, auch wie sie Fremdheit erfahren und überwunden haben. Das ist in diesem Jahr doppelt wichtig, denn Reisen, das bis vor kurzem noch selbstverständlich war und unbedingt zum Sommer gehörte, ist plötzlich befremdlich weit weg. Eher eine Infektionsquelle als Abenteuer oder Lust. Deshalb hat das ARD-Radiofestival 40 deutschsprachige Autor*innen eingeladen, sich exklusiv auf den Weg zu machen.  

Die Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe erzählt von einem Kind auf der Suche nach Frischluft und von der Lösung eines uralten Rätsels. Eine kleine Weltreise durch die Geschichte der Angst, angefacht vom “Fieber 17”, einer Krankheit, die nur die Erzählerin befällt. Hoppe liest selbst – auf ihre unnachahmliche Art, irgendwo zwischen Märchen, Spott und nur den allergrößten Fragen. 

Ein weiteres Highlight ist der Text von Terézia Mora: "Wie du gehen musst - durch Grenzgebiete und Wände". Die Autorin spricht uns direkt an, lädt uns ein, mit ihr eine Reise zu unternehmen. Eine poetische, flirrende Wegbeschreibung von Österreich nach Ungarn (wo ihre Familie herstammt), über Staatsgrenzen und durch Mauern hinweg. Und wer mag, kann gleichzeitig sich einer Knobelei hingegeben: Von welchen Orten spricht die Büchner-Preisträgerin? Ist es der Platensee oder doch ein anderer Ort? 

Hier gibt es alle Texte als Podcast.