Sneak Preview: Dekalog im Resi Welche Bedeutung haben die zehn Gebote heute?

Was ist gut, was böse? Der polnische Regisseur Krzysztof Kieślowski widmete dieser Frage gleich zehn Kurzfilme. Das Residenztheater bringt diesen "Dekalog" nun auf die Bühne – so bald als möglich. Bis dahin gibt's einen Vorgeschmack im Stream.

Stand: 20.04.2021 15:27 Uhr

v.l. Florian Jahr, Noah Saavedra | Bild: Birgit Hupfeld

1988 sorgen der der Filmregisseur Krzysztof Kieślowski und der Anwalt Krzysztof Piesiewicz für eine filmische Sensation. Die produzieren für das polnische Fernsehen eine zehnteilige Serie, die die zehn Gebote im Kontext der säkularen Gegenwart diskutiert. Pro Folge ein Gebot. Etwa die Geschichte eines jungen Mannes, der einen Taxifahrer ermordet und dafür selbst zum Tode verurteilt wird. Was bedeutet ein Satz wie "Du sollst nicht töten" in einer Welt ohne Gott? Im Dekalog verschwimmen religiöse, ethische und juristische Aspekte zu universalen Problemstellungen.

Der spanische Opern- und Schauspielregisseur Calixto Bieito hat den Filmstoff für die Bühne adaptiert und für das Hier und Jetzt aufbereitet. Geplant war die Premiere für Ende April, da aver ein Livespielbetrieb nach wie vor noch nicht möglich ist, gibt es stattdessen am Sonntag, den 25. April, um 19 Uhr einen ersten Eindruck in einer digitalen Sneak-Preaview. Karten gibt es hier.