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Corona-Mutation aus Großbritannien nun auch in Bayern | BR24

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Eine mit Coronaviren infizierte Zelle unter dem Mikroskop

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    Corona-Mutation aus Großbritannien nun auch in Bayern

    Die Virus-Variante B1.1.7 gilt als besonders ansteckend: Die erstmals in Großbritannien nachgewiesene Corona-Mutation ist jetzt auch in Bayern nachgewiesen worden. Für Ministerpräsident Söder ein Grund zur Sorge.

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    • BR24 Redaktion

    Die in Großbritannien verstärkt aufgetretene, mutierte Form des Coronavirus ist nach Angaben von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auch in Bayern nachgewiesen worden. Das Gesundheitsministerium habe ihn am Vorabend über den Fall einer infizierten Reiserückkehrerin aus Großbritannien informiert.

    "Dieses mutierte Virus macht große Sorge, weil es aggressiver in der Verbreitung ist", sagte Söder. In der ohnehin angespannten Situation bedeute es ein Zusatzrisiko.

    Verbreitung trotz Landungsstopps für Flugzeuge aus Großbritannien

    Ende Dezember kam die Nachricht zunächst aus Großbritannien: Der SARS-CoV-2-Erreger sei mutiert; und das in einer Variante, die sich anscheinend schneller überträgt. Viele Länder der Welt schlossen ihre Grenzen zur Insel, um die Ausbreitung zu verhindern. Auch Deutschland ließ noch am Tag der Meldung die meisten Landungen aus Großbritannien stoppen.

    An Heiligabend wurde die Mutation schließlich erstmals bei einer Deutschen nachgewiesen. Die Betroffene sei am 20. Dezember aus Großbritannien nach Baden-Württemberg eingereist und wurde daraufhin positiv auf die mutierte Variante B1.1.7 getestet, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit.

    Virus-Mutation schon im November in Niedersachsen

    Erst später stellte sich heraus, dass eine Frau aus Niedersachsen die Virus-Variante bereits im November bei einer Behandlung in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in sich getragen haben musste. Die Proben wurden nämlich schon im November entnommen und nach Auftreten der neuen Variante in Großbritannien nachträglich von der MHH eingehender untersucht. Eine Überprüfung der Proben im Referenzlabor der Charité Berlin bestätigte demnach, dass es sich um die Variante B1.1.7 des Virus handelte.

    In Großbritannien ist die Zahl der Neuinfektionen derweil auf mehr als 60.000 pro Tag hochgeschnellt, weil B1.1.7 sehr viel ansteckender als das bisherige Corona-Virus ist. Premierminister Boris Johnson verhängte am Dienstag einen neuen Lockdown. Vor dem Hintergrund beschloss die Regierung in Berlin am Vortag auch eine Verlängerung und Verschärfung des Lockdown bis Monatsende. Es gebe eine "neue und besondere Lage", so Kanzlerin Angela Merkel (CDU). "Hier müssen wir besonders vorsichtig sein."

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