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Corona: Die Ereignisse vom 12. Oktober bis 18. Oktober | BR24

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Gesundheitsamt testet in Bad Essen nach Corona Ausbruch im Vitalis-Wohnpark.

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Corona: Die Ereignisse vom 12. Oktober bis 18. Oktober

Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom vom 12. Oktober bis 18. Oktober.

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Sonntag, 18. Oktober 2020

22.00 Uhr: Italien verschärft Maßnahmen - Sperrstunde ab 21 Uhr

Italien verschärft die Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Bürgermeister erhielten die Erlaubnis, öffentliche Plätze und Straßen ab 21.00 Uhr abzusperren, um Massenansammlungen zu vermeiden, sagt Ministerpräsident Giuseppe Conte. Spielhallen und Wettbüros müssten um 21.00 Uhr schließen. Alle seien aufgerufen, ihren Teil dazu beitragen, um gesund zu bleiben und der Wirtschaft zu helfen.

20.50 Uhr: Proteste in Tschechien - Polizei setzt Tränengas und Wasserwerfer ein

Bei Protesten gegen die Anti-Corona-Maßnahmen der tschechischen Regierung hat es in Prag Ausschreitungen gegeben. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstranten ein, fast 20 Polizisten wurden verletzt. Trotz Beschränkungen hatten sich tausende Demonstranten versammelt und nach Angaben von Prags Polizeichef Tomas Lerch die Polizisten "grundlos" angegriffen. Rund 50 Menschen seien festgenommen worden.

Unter den Demonstranten in der Altstadt, die den Rücktritt von Gesundheitsminister Roman Prymula forderten, befanden sich der Polizei zufolge zahlreiche radikale Fußballfans. Prymula warf den Demonstranten vor, mit ihrem Verhalten "hunderte Neuinfektionen" provoziert zu haben.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Tschechien war zuletzt rapide gestiegen. Am Freitag war mit 11.105 neuen Fällen ein Rekordwert binnen 24 Stunden erreicht worden. In dem EU-Mitgliedstaat mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern wurden bislang mehr als 170.000 Coronavirus-Infektionen und mehr als 1.400 Todesfälle registriert.

19.30 Uhr: Slowakei bereitet Massentests vor

Die Slowakei bereitet angesichts rasch steigender Infektionszahlen Massentests vor. Die Regierung genehmigt zur Organisation den Einsatz von 8.000 Militärangehörigen. Ab dem 30. Oktober sollen Einwohner, die älter als zehn Jahre sind, an zwei Wochenenden getestet werden. Ob dies verpflichtend sein soll, steht noch nicht fest. Ein Pilotprogramm soll in den am stärksten betroffenen Gebieten bereits am 23. Oktober starten. Die Tests sollen von medizinischem Personal vorgenommen werden. Das Land mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern hat bislang insgesamt 29.835 Infektionen verzeichnet. Allein im Oktober stieg die Zahl der Toten um 44 auf 92. Am Donnerstag wurden erstmals mehr als 2.000 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.

18.45 Uhr: Lindner: "Ausgangssperre muss ausgeschlossen werden"

"Natürlich muss eine Ausgangssperre ausgeschlossen werden", fordert FDP-Chef Christian Lindner in der ARD. Es seien momentan vor allem jüngere Menschen bei den Neuinfektionen betroffen, weswegen nicht überdramatisiert werden dürfe. "Eine Ausgangssperre wäre völlig unverhältnismäßig", so Lindner. Manche Aktivitäten müssten wegen der Corona-Lage aber momentan tabu sein, beispielsweise "Massenbesäufnisse in der Partyszene von Berlin" und wilde Club-Abende. "Das lebt von Nähe, lebt von einer dichten Atmosphäre - und genau das geht jetzt in Pandemie-Zeiten nicht."

18.00 Uhr: Britischer Regierungsberater fordert dreiwöchigen Lockdown

Großbritannien muss nach Einschätzung des Regierungsberaters Jeremy Farrar sofort einen dreiwöchigen landesweiten Lockdown verhängen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Die gegenwärtigen regionalen Maßnahmen seien nicht effektiv, sagt er Sky News. "Eine dreiwöchige Periode nationaler und verschärfter Beschränkungen mit der richtigen finanziellen Unterstützung wird es uns erlauben, vor dem Winter neu zu starten." So könnten die Übertragungsspirale durchbrochen, die Gesundheitsdienste geschützt, Vorbereitungen getroffen und Leben gerettet werden. Farrar gehört der Experten-Gruppe an, die die Regierung in Notfällen berät.

In Großbritannien haben die Gesundheitsbehörden 16.982 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Zudem seien 67 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, teilt die Regierung mit.

17.45 Uhr: Zweiter Test von Steinmeier ebenfalls negativ

Auch ein zweiter Coronatest bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ ausgefallen, wie eine Sprecherin sagt. Steinmeier hatte sich in Quarantäne begeben, nachdem ein Personenschützer positiv auf das Virus getestet worden war. Die häusliche Isolation solle aber erst nach Absprache mit dem Gesundheitsamt aufgehoben werden, sagt die Sprecherin.

16.50 Uhr: Bildungsministerin will Azubis in Corona-Krise länger helfen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek will die Corona-Übernahmeprämien für Azubis aus insolventen Betrieben um ein halbes Jahr bis Ende 2021 verlängern. Das sagt die CDU-Politikerin dem "Handelsblatt" laut Vorabbericht. Die Prämie von 3000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen solle dafür sorgen, dass mehr Auszubildende aus Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig würden, ihre Lehre in einem anderen Betrieb fortsetzen könnten. Es sei sinnvoll, dies bis zum Ende des nächsten Jahres zu verlängern.

16.45 Uhr: Ampel in 52 Städten und Landkreisen Gelb oder Rot

Mehr als die Hälfte aller bayerischen Städte und Landkreise hat inzwischen bedenkliche Corona-Werte: 24 Städte verzeichneten nach der Corona-Ampel des bayerischen Gesundheitsministeriums vom Sonntag einen Wert von mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Hinzu kamen 28 weitere Städte und Kreise, die den Frühwarnwert von mehr als 35 Neuinfektionen überschritten haben

Noch am Vortag hatte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit "nur" 20 Regionen mit einem Wert größer 50 und 20 mit einem Wert größer 35 aufgeführt. Beim Überschreiten dieser Schwellen gelten seit Samstag verschärfte Sicherheitsmaßnahmen, wie ein ausgeweitetes Gebot für das Tragen von Masken, Sperrstunden sowie ein Verbot für den Verkauf von Alkohol zu bestimmten Uhrzeiten und an bestimmten Orten. Insgesamt gibt es 71 Kreise und 25 kreisfreie Städte in Bayern.

© BR

Angesprochen darauf, ob auch in Bayern Maßnahmen wie in Österreich denkbar seien, wo einzelne Ortschaften abgeriegelt werden, betont Florian Herrmann, dass er an die Wrkung der jetzt beschlossenen Maßnahmen glaube. Lokale Lockdowns sehe er nicht.

16.19 Uhr: Parlament in Rom nun Corona-Hotspot

Im Abgeordnetenhaus in Rom häufen sich die Corona-Fälle. Nach einer Zählung der Zeitung "Il Messaggero" wurden bis Samstag 20 Parlamentarier und Parlamentarierinnen der größeren der zwei Kammern in Rom positiv auf das Virus getestet. Hinzu kommen Medienberichten zufolge weitere Personen, die vorsorglich in Quarantäne sind. Zeitungen schrieben am Sonntag unter Berufung auf Abgeordnete, dass es in der kommenden Woche keine Abstimmungen in der Kammer geben solle. Trotzdem gehe die politische Arbeit mit Debatten und Ausschusstagungen weiter, hieß es am Sonntag. Italien mit seinen rund 60 Millionen Einwohnern registrierte am Samstag fast 11.000 Neuinfektionen mit Corona innerhalb von 24 Stunden. Die Regierung wollte noch am Sonntagabend weitere Verschärfungen im Kampf gegen die Viruskrankheit verkünden.

15.32 Uhr: Schweiz verschärft Maßnahmen

In der Schweiz sind nach Regierungsangaben von Montag an Versammlungen mit mehr als 15 Menschen im öffentlichen Raum verboten. Die Schweizer wurden dazu aufgerufen, private Treffen insgesamt einzuschränken. Auch die Maskenpflicht wurde verschärft. Sie galt bisher in öffentlichen Verkehrsmitteln und wurde nun auf öffentlich zugängliche Räume wie Geschäfte, Restaurants und Museen ausgeweitet. Auch an Bahnhöfen, Flughäfen und Haltestellen müssen Schweizer künftig Mund und Nase bedecken. Darüber hinaus legte die Regierung Unternehmen nahe, Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten zu lassen, um soziale Kontakte zu reduzieren. In der Schweiz und Liechtenstein verzeichneten die Behörden am Freitag 3.105 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus binnen 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie gab es bislang mehr als 74.000 bestätigte Infektionen und mehr als 1.800 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Das Land hat rund acht Millionen Einwohner. Deutschland hat knapp zehn mal so viele Einwohner wie die Schweiz.

14.19 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt in München auf 69,5

Die Stadt München meldet aktuell (Stand: 17. Oktober) 172 neue Corona-Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 69,5. Am Samstag hatte das RKI für München 60,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen der letzten sieben Tage gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 13.575 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 11.567 Personen, die bereits genesen sind, sowie 236 Todesfälle. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,26 (Stand: 17. Oktober). Das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 126 Menschen neu anstecken. Je deutlicher die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso mehr ist zu erwarten, dass die Zahl der Neuinfektionen zurückgeht.

13.42 Uhr: Mehr als 200.000 Corona-Todesfälle im Europäischen Wirtschaftsraum

In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten sind mittlerweile mehr als 200 000 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Wie am Sonntag aus den täglich aktualisierten Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervorging, gab es im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) einschließlich Großbritannien bei nunmehr knapp 4,8 Millionen bestätigten Corona-Infektionen bislang 200.587 gemeldete Todesfälle. Die meisten der Toten wurden im Vereinigten Königreich (43.579), in Italien (36.474), Spanien (33.775), Frankreich (33.392), Belgien (10.392) und Deutschland (9.777) registriert.

13.33 Uhr: Nächtliche Ausgangssperre für 20 Millionen Franzosen

Geschlossene Bars und Restaurants, menschenleere Straßen und ein neuer Höchststand von über 32.000 Corona-Neuinfektionen: Angesichts der alarmierenden Corona-Zahlen gilt seit Samstag in Paris und vielen weiteren französischen Großstädten ab 21.00 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre - an die sich die Einwohner am ersten Abend auch penibel hielten. In den Stunden davor aber waren die Bars und Restaurants vollbesetzt.

Rund 20 Millionen Einwohner, fast ein Drittel der Bevölkerung, dürfen in den nächsten vier Wochen ihre Häuser oder Wohnungen zwischen 21.00 Uhr und sechs Uhr morgens nicht mehr verlassen. Wer sich nicht daran hält und kein Formular mit den erlaubten Ausnahmegründen vorweisen kann, muss 135 Euro Strafe zahlen. Sollten die strikten Maßnahmen gegen Corona nicht erfolgreich sein, droht bereits eine Verlängerung des Teil-Lockdowns, laut Präsident Emmanuel Macron möglicherweise bis zum 1. Dezember.

13.13 Uhr: Kramp-Karrenbauer bekräftigt Corona-Hilfsangebot der Bundeswehr

Angesichts der verschärften Corona-Lage hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das Hilfsangebot der Bundeswehr etwa für die Gesundheitsämter bekräftigt. "Die Zahl der Amtshilfeanträge an die Bundeswehr nimmt gerade spürbar zu. Wir können helfen", erklärte die CDU-Politikerin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "So, wie es der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert, sollten jetzt alle Kräfte genutzt werden, um einen Lockdown zu vermeiden. Die Bundeswehr steht bereit, um in dieser kritischen Situation die Kommunen und Länder zu unterstützen!" Derzeit sind rund 1.550 Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Amtshilfe gegen die Corona-Pandemie im Einsatz, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte.

13.12 Uhr: Weil: Weitere Einschränkungen für Niedersachsen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil kündigt für kommende Woche weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens an. "Wir werden die Sperrstunde, wie alle anderen Ergebnisse der Berliner Konferenz, in Niedersachsen Punkt für Punkt umsetzen und im Zweifel auch in die nötigen Gerichtsverfahren gehen", sagt der SPD-Politiker der "Welt". "Aus meiner Sicht ist es jedenfalls eine hinreichend bestätigte Erfahrung, dass Alkohol zu später Stunde in geselligen Runden das Infektionsrisiko deutlich erhöht." Sperrstunden seien ein wesentlich milderes Mittel als die Schließung von Lokalen.

13.10 Uhr: Klöckner warnt Verbraucher vor Hamster-Käufen

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appelliert an die Verbraucher, trotz der steigenden Infektionszahlen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. "Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund", sagt die CDU-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe) laut Vorabbericht. "Die Lieferketten funktionieren – das gilt nach wie vor." Zu keiner Zeit in der Pandemie sei die Lebensmittelversorgung in Deutschland gefährdet gewesen. "Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch. Und am Ende landet vieles in der Tonne."

12.43 Uhr: Corona-Krisenkosten von fast 1,5 Billionen Euro

Die Bundesregierung rechnet damit, dass die Bewältigung der Coronavirus-Krise die öffentlichen Kassen 2020 und 2021 insgesamt 1,446 Billionen Euro kosten wird. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage des Linken-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch hervor, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland am Sonntag berichtete. In der Summe seien Kosten für das Gesundheitssystem sowie die Beschaffung von medizinischem Material, die Stützungs- und Konjunkturprogramme für die Wirtschaft, internationale Hilfszahlungen, wegbrechende Einnahmen und höhere Ausgaben der Sozialkassen sowie staatliche Garantien in Form von Bürgschaften, Schnellkrediten und der Beteiligung des Bundes am europäischen Wiederaufbauprogramm enthalten.

12.16 Uhr: Münchner Polizei stoppt wegen Corona mehrere Partys

Die Münchner Polizei hat am Wochenende wegen Verstößen gegen die neuen Corona-Regeln mehrere Partys aufgelöst. Darunter waren größere Feiern mit um die 50 Teilnehmern, aber auch eine Party mit acht Teilnehmern, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. In allen Fällen mussten die Partygäste die Feiern verlassen, außerdem erhielten sie Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Bei den aufgelösten Feiern gab es jeweils vorher Alarmierungen durch Zeugen.

12.10 Uhr: Weltweit fast 40 Millionen Infizierte

Weltweit haben sich mehr als 39,72 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Danach starben über 1,1 Millionen Menschen mit oder an dem Virus. Bei den Infektionen sind die USA mit über 8,13 Millionen nach wie vor am stärksten betroffen, gefolgt von Indien (7,49 Millionen), Brasilien (5,22 Millionen) und Russland (1,38 Millionen).

11.51 Uhr: Udo Lindenberg macht Mut in Corona-Zeiten

Rocklegende Udo Lindenberg (74) hat angesichts steigender Corona-Zahlen den Menschen Mut gemacht. "Hinterm Horizont geht's weiter, das ist ja wohl klar", schrieb Udo am Wochenende auf Facebook. "Die Zahlen steigen, die Hüte rutschen immer tiefer ins Gesicht. Harte Zeiten." Aus dem Panik-Archiv sende er eine zweite Welle der Hoffnung. "Haltet durch!! Selbst der härteste Scheiß geht irgendwann wieder vorbei.» "

11.20 Uhr: Städtetag verlangt rasche Hilfe bei Kontaktverfolgung

Der Deutsche Städtetag fordert eine rasche Entsendung zusätzlicher Helfer in die Gesundheitsämter, um die Kontakte von Corona-Infizierten nachzuverfolgen. "Je schneller die Kontaktnachverfolgung durch zusätzliches Personal verbessert wird, desto wirksamer trägt das zur Eindämmung der Pandemie bei", sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, der "Rheinischen Post". "Der Personalbedarf ist immens und steigt rasant mit den Infektionszahlen. Dass er fünfstellig sein kann, halten wir für realistisch".

11.18 Uhr: Steinmeier nennt Corona-Pandemie "Nagelprobe für internationale Solidarität

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Corona-Pandemie als eine "Nagelprobe für internationale Solidarität und weltweite Kooperation in Forschung und Politik" bezeichnet. Nirgends zeige sich dies so deutlich wie bei der Frage nach einer gerechten weltweiten Verteilung eines Impfstoffs, sagte Steinmeier in seiner am Sonntag verlesenen Rede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den indischen Wirtschaftswissenschaftler und Philosophen Amartya Sen in der Frankfurter Paulskirche. Wegen seiner Corona-Quarantäne konnte Steinmeier die Rede nicht selbst halten; sie wurde von dem Schauspieler Burghart Klaußner verlesen.

10.59 Uhr: Erstes Aida-Kreuzfahrtschiff wieder auf Tour

Die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat nach coronabedingt siebenmonatiger Unterbrechung das Reisegeschäft wieder aufgenommen. Wie Aida-Sprecher Hansjörg Kunze mitteilte, legte die "Aidablu" am späten Samstagabend im italienischen Civitavecchia zu einer siebentägigen Kreuzfahrt entlang der Westküste bis Sizilien und zurück ab. Landgänge seien unter anderem in Neapel, Palermo und Rom geplant. Aufgrund der Corona-Schutzvorkehrungen sei das Schiff mit 1000 Passagieren und damit weniger als zur Hälfte belegt. Die Reise stehe bis Mitte Dezember noch mehrmals auf dem Programm, die Nachfrage sei groß. Anfang November solle eine Tour mit der "Aidamar" rund um die Kanarischen Inseln starten.

10.14 Uhr: Hohe Corona-Zahlen: Malta verschärft Maskenpflicht

Nach einer langen Phase mit niedrigen Infektionszahlen erlebt Malta eine rasante Ausbreitung des Corona-Virus. Die Regierung in Valletta verschärfte deshalb die Maskenpflicht. Der Mund-Nasen-Schutz ist in dem kleinen EU-Land nun auch im Freien Pflicht. Außerdem gilt für alle Bars ab Montag eine Sperrstunde um 23 Uhr, wie die Regierung in Valletta am Freitag beschloss. Am Samstag meldeten die Behörden in dem Inselstaat mit rund einer halben Million Einwohnern den Rekordwert von 204 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Am Vortag waren es 122 gewesen. Die Gesamtzahl der Fälle stieg auf knapp 4.500. Es gab bisher 45 Covid-19-Tote.

10.09 Uhr: Italien beschließt Finanzspritze für Wirtschaft

Italien hat ein neues Wachstumspaket als Teil des Haushaltes für 2021 verabschiedet, um die Wirtschaft nach der Corona-Pandemie wieder anzukurbeln. Unter anderem sollen vier Milliarden Euro eingestellt werden, um Firmen zu entschädigen, die besonders stark unter dem Lockdown gelitten haben.

10.07 Uhr: New Yorker Behörden verbieten Hochzeit mit 10.000 Gästen

Die New Yorker Behörden haben eine geplante Hochzeit mit möglicherweise mehr als 10.000 Gästen untersagt. Die für Montag im Stadtteil Brooklyn geplante Feier hätte gegen die in der Corona-Pandemie geltenden Versammlungsbeschränkungen verstoßen, sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag auf einer Pressekonferenz. Medienberichten zufolge handelte es sich um eine jüdisch-orthodoxe Hochzeit. "Sie können heiraten. Sie können nur nicht tausend Menschen auf einer Hochzeit haben. Am Ende des Tages haben Sie das gleiche Ergebnis. Und es ist auch noch günstiger", sagte Cuomo. In New York sind maximal 50 Teilnehmer bei Veranstaltungen zugelassen. Gotteshäuser wie Kirchen oder Tempel dürfen maximal zu einem Drittel ihrer Kapazität belegt sein.

09.54 Uhr: Altmaier will keinen zweiten "Lockdown"

Angesichts der steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die Bevölkerung zur Einhaltung der Hygieneregeln aufgerufen. "Die Lage ist dramatisch, weil sich in diesen Tagen entscheidet, ob wir die Dynamik einer neuen großen Infektionswelle rechtzeitig brechen können", sagte Altmaier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wenn wir vermeiden wollen, abermals in solche extremen Situationen zu geraten, müssen wir bereit sein, in den nächsten Wochen auf große Familienfeiern, Partys und Feten zu verzichten."

09.42 Uhr: Corona-Behandlung im Krankenhaus kostet im Schnitt über 10.000 Euro

Eine stationäre Behandlung wegen einer Covid-19-Erkrankung kostet durchschnittlich 10.700 Euro. Patienten, die nicht beatmet werden müssen, verursachen dabei im Schnitt Kosten von rund 5.000 Euro, bei Beatmungspatienten fallen wegen der teils schweren Krankheitsverläufe durchschnittliche Kosten von 38.500 Euro an, wie ein Sprecher der AOK dem Evangelischen Pressedienst (epd) mitteilte. Laut "Welt am Sonntag" meldet auch die Barmer Ersatzkasse ähnliche Zahlen. Bei den Versicherten, die mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus mussten, betrugen die durchschnittlichen Kosten für die Behandlung rund 6.900 Euro, wenn sie nicht beatmet werden mussten. Bei Beatmungspatienten wurden pro Fall rund 31.700 Euro im Schnitt abgerechnet.

09.33 Uhr: Russland: Mehr als 15.000 neue Corona-Infektionen

Russland verzeichnet 15.099 bestätigte Corona-Neuinfektionen, wie die Behörden mitteilen. 185 weitere Menschen seien im Zusammenhang mit der Pandemie gestorben.

08.54 Uhr: Studie: Coronavirus überlebt fünf Mal so lange auf der Haut wie Grippevirus

Das neuartige Coronavirus kann laut einer Studie japanischer Forscher fünf Mal so lange auf der menschlichen Haut überleben wie das Grippevirus. Der in der Fachzeitschrift "Clinical Infectious Diseases" veröffentlichten Studie zufolge bleibt das Virus SARS-CoV-2 bis zu neun Stunden aktiv, während das die Grippe auslösende Influenza-A-Virus nur 1,8 Stunden überlebt.

Das Risiko einer Infektion könne durch regelmäßiges und gründliches Händewaschen, wie es auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen wird, reduziert werden, schreiben die Forscher. Sowohl das Coronavirus als auch das Grippevirus könnten zudem innerhalb von 15 Sekunden durch Ethanol, wie es in Handdesinfektionsmitteln enthalten ist, abgetötet werden.

08.43 Uhr: Nach einem Monat Corona-Lockdown: Erste Lockerungen in Israel

Nach einem Monat Corona-Lockdown sind in Israel am Sonntag erste Lockerungen in Kraft getreten. Kindergärten und Vorschulen öffneten zu Beginn der israelischen Arbeitswoche ihre Tore für Hunderttausende Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren. Auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr dürfen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wurde aufgehoben. Auch Naturparks und Strände können wieder besucht werden. Restaurants dürfen Mahlzeiten zur Abholung verkaufen. Die Klagemauer, die Grabeskirche sowie der Tempelberg in Jerusalem sollen unter Auflagen für Besucher zugänglich sein. Es gelten jedoch weiterhin Versammlungsbeschränkungen.

08.16 Uhr: Mehr als 50.000 Neuinfektionen in den USA

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA ist einer Reuters-Zählung zufolge um mindestens 54.413 Fälle auf 8,13 Millionen gestiegen. Mindestens 722 weitere Menschen starben danach an oder mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Toten liegt damit bei 219.355.

07.39 Uhr: Städtebund für Aussetzung des Heizpilz-Verbots

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich zur Unterstützung der Gastronomie in der Corona-Krise für eine befristete Aufhebung des Heizpilz-Verbots ausgesprochen. "Wir wissen alle, dass die Ansteckungsgefahr im Freien weniger groß ist als in geschlossenen Räumen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Handelsblatt (Sonntagsausgabe). "Deswegen sollten die Kommunen, die bisher aus Umweltschutzgründen ein Heizpilz-Verbot verordnet haben, dies zumindest jetzt vorübergehend aussetzen." Dies sei nicht nur eine Chance für die Menschen, sich im Freien aufzuhalten, sondern auch ein "wirtschaftlich wichtiger Aspekt" für die Gastwirtschaft, fügte Landsberg hinzu.

05.30 Uhr: Wegen Corona-Pandemie: Paketboom geht weiter

Deutschlands Logistiker werden im diesjährigen Weihnachtsgeschäft laut eigenen Prognosen so viele Sendungen zustellen wie nie zuvor. Sowohl Hermes als auch DPD rechnen im Vergleich zum Vorjahr mit einem Mengenwachstum von 20 Prozent, wie die Firmen mitteilten. Während DPD, Tochter der französischen Post, keine absolute Zahl nannte, sprach Hermes von voraussichtlich 120 Millionen Paketzustellungen im letzten Jahresquartal und damit einem Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Die beiden Firmen sind die ärgsten Wettbewerber des Marktführers Deutsche Post DHL, der seine Einschätzung erst zum Monatsende publizieren will.

05.13 Uhr: RKI: 5.587 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter in Deutschland vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am frühen Sonntagmorgen mit 5.587 an. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3.483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.

05.00 Uhr: Regionalflughäfen: Deutlich weniger Passagiere

Die Regionalflughäfen in Bayern und Baden-Württemberg erwarten wegen der Corona-Krise deutlich weniger Fluggäste bis zum Jahresende. Der "Bodensee-Airport" rechne im laufenden Jahr mit etwas weniger als 145.000 statt wie erhofft mehr als 500.000 Passagieren, sagte der Geschäftsführer des Friedrichshafener Flughafens, Claus-Dieter Wehr. "In der derzeitigen Lage ist auch keine Besserung in Sicht." Auch am Regionalflughafen in Memmingen sind Passagierzahlen und Einnahmen wegen der Corona-Krise eingebrochen. Der Geschäftsführer des "Allgäu Airports", Ralf Schmid, geht statt ursprünglich zwei Millionen Fluggästen von nur 800.000 Passagieren im Jahr 2020 aus. Am "Baden-Airpark" in Karlsruhe rechnet Geschäftsführer Manfred Jung bis zum Jahresende mit rund 420.000 Passagieren - gegenüber rund 1,35 Millionen im Jahr 2019.

04.00 Uhr: Volksparteien im EU-Parlament knüpfen Corona-Hilfen an Rechtsstaatlichkeit

Der Fraktionschef der konservativen EVP-Gruppe im Europa-Parlament, Manfred Weber, will die geplanten 750 Milliarden Euro Corona-Hilfen blockieren, wenn die Auszahlung nicht an die Wahrung der Rechtsstaatlichkeit gekoppelt werde. Geld dürften nur jene EU-Länder bekommen, "in denen der Rechtsstaat funktioniert", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen".

02.20 Uhr: Fast 5.500 Corona-Neuinfektionen in Mexiko

In Mexiko steigt die Zahl der Corona-Fälle um 5.447 auf 847.108. In dem lateinamerikanischen Land sterben am Samstag nach einer Infektion 355 Menschen. Damit steigt die Zahl der Pandemie-Opfer auf 86.059.

01.00 Uhr: Lauterbach warnt vor lokalen Shutdowns

Bei einer weiterhin so schnellen Ausbreitung des Coronavirus rechnet SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach mit lokalen Shutdowns in Deutschland. "Es ist ganz simpel. Der R-Wert liegt bei etwa 1,3. Wenn wir den nicht runter bekommen, steigen die täglichen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit so stark an, dass die Kliniken und Gesundheitsämter überlaufen werden. Dann kommen lokale Shutdowns", sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die auch R-Wert genannte Reproduktionszahl gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter ansteckt. Laut Lagebericht des Robert Koch-Instituts von Samstagabend lag der R-Wert bei 1,40.

In der "Welt am Sonntag" warnte Karl Lauterbach vor einer Welle chronischer Erkrankungen. "Erst in zwei bis drei Jahren werden wir sehen, wie gewaltig die langfristigen Kosten für unser Gesundheitssystem sind." , so der SPD-Gesundheitsexperte.

00.30 Uhr: Kretschmer will Beamte und Soldaten gegen Pandemie einsetzen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer will Beamte und Soldaten angesichts der steigenden Infektionszahlen zur Bekämpfung der Pandemie heranziehen: "Da muss die Bundeswehr stärker eingebunden und Mitarbeiter aus den Landesministerien abgeordnet werden. Die Polizei muss den Ordnungsämtern bei der Kontrolle der Maßnahmen helfen", sagt der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag".

Samstag, 17. Oktober 2020

22.20 Uhr: Frankreich: über 32.000 Neuinfektionen an einem Tag

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages hat in Frankreich einen neuen Höchststand erreicht: Die Gesundheitsbehörden meldeten am Samstagabend 32.427 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Dies ist die höchste Zahl in dem Land seit dem Beginn der Pandemie.

Frankreich ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Europa. Seit einigen Wochen steigen die Infektionszahlen wieder stark an.

Die Behörden meldeten am Samstagabend zudem 90 neue Corona-Todesfälle in 24 Stunden. Insgesamt sind in Frankreich seit März mindestens 33.392 Corona-Infizierte gestorben.

19.30 Uhr: Mehr als acht Millionen Infektionen in den USA

Die USA verzeichnen nach Angaben der Seuchenschutzbehörde CDC mehr als acht Millionen Infektionen mit dem Coronavirus. Am Samstag wurden 70.078 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Toten steigt um 1.001 auf insgesamt 217.918.

19.10 Uhr: Kinos im US-Bundesstaat New York dürfen wieder öffnen - NYC ausgenommen

Im US-Bundesstaat New York dürfen Kinos ab dem 23. Oktober wieder öffnen. Ausgenommen sei jedoch die Metropole New York City, sagt Gouverneur Andrew Cuomo. Zudem gebe es Auflagen. Die Kapazität darf nicht mehr als 25 Prozent betragen mit maximal 50 Zuschauern pro Leinwand. Öffnen dürfen die Lichtspielhäuser auch nur in Bezirken, in denen die Rate von positiven Tests innerhalb von 14 Tagen unter zwei Prozent liegt.

17.55 Uhr: Italienischer Regierungschef will neue Maßnahmen ankündigen

Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte will am Sonntag weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus verkünden. Das teilt sein Büro mit. Details werden nicht genannt.

Zuvor hatte das Gesundheitsministerium in Italien 10.925 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert - so viele wie nie zuvor. Zudem seien 47 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

17.35 Uhr: 150 Virus-Tote in Großbritannien an nur einem Tag

In Großbritannien sind nach Regierungsangaben an nur einem Tag 150 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das sind so viele wie noch nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Am Freitag waren noch 136 Todesfälle registriert worden. Zudem wurden 16.171 nachgewiesene Neuinfektionen registriert nach 15.650 am Freitag.

17.20 Uhr: Neue Pandemiewelle könnte wirtschaftliche Erholung bremsen

Die Wirtschaft im Euro-Raum wird aus Sicht von EZB-Direktor Fabio Panetta wegen der wieder schärferen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie möglicherweise später als gedacht zum Vorkrisenniveau zurückkehren. Die jüngsten Wirtschaftsprojektionen der Europäischen Zentralbank (EZB) sehen erst für Ende 2022 eine Rückkehr zum Niveau von vor der Krise vor, sagte Panetta in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der griechischen Zeitung "Kathimerini". Panetta ist im sechsköpfigen EZB-Führungsteam unter anderem für internationale und europäische Beziehungen zuständig.

17.05 Uhr: Erstes Corona-Testergebnis Steinmeiers negativ

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Samstag in Quarantäne begeben, weil einer seiner Personenschützer mit dem Coronavirus infiziert ist. Ein erstes Testergebnis bei dem Bundespräsidenten fiel negativ aus, wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamts in Berlin am späten Nachmittag mitteilte. Der Personenschützer war demnach in der vergangenen Woche an mehreren Tagen mit dem Bundespräsidenten unterwegs.

16.35 Uhr: Slowakei will offenbar gesamte Bevölkerung durchtesten

Angesichts steigender Zahlen von Neuinfektionen mit dem Coronavirus will die Slowakei landesweite Testmöglichkeiten anbieten. Bürger würden sich an rund 6.000 Stationen im ganzen Land kostenlos testen lassen können, sagte Regierungschef Igor Matovic am Samstag nach Angaben der slowakischen Agentur TASR. Kinder unter zehn Jahren seien davon ausgenommen. Unklar war zunächst, ob die Tests freiwillig oder verpflichtend sein werden. Die Regierung habe rund 13.000 Millionen Antigen-Tests bestellt, von denen sie sich schnelle Ergebnisse erhoffe. Die Aktion sollte demnach an den kommenden beiden Wochenenden stattfinden. Polizei und Militär sollten bei der Durchführung unterstützen. "Wenn wir das schaffen, werden wir der ganzen Welt ein Vorbild sein", sagte Matovic. Die Slowakei hatte am Freitag zum ersten Mal mehr als 2.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt verzeichnete das Land bisher 28 268 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Mit 82 bestätigten Corona-Toten seit Ausbruch der Pandemie scheint die 5,4 Millionen Einwohner zählende Slowakei auf den ersten Blick noch immer weniger stark betroffen zu sein als andere Staaten. Allerdings berücksichtigt das Land nur jene Verstorbenen, bei denen sich keine andere Todesursache nachweisen lässt.

16.00 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Altmaier warnt vor Lockdown

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier warnt davor, die Wirtschaft als Ganzes herunterzufahren. "Die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder Tanken, sind eher unproblematisch, sofern Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden", sagt der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabbericht. "Einen neuen Lockdown brauchen wir deshalb nicht." Es sei "nicht zielführend, ganze Wirtschaftsbereiche zu schließen, die erkennbar nichts oder wenig mit dem Infektionsgeschehen zu tun haben".

15.50 Uhr: Belgiens Außenministerin positiv auf Corona getestet

Die belgische Außenministerin Sophie Wilmes hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Sie sei positiv getestet worden, teilt sie per Twitter mit. Vermutlich sei die Ansteckung innerhalb ihrer Familie erfolgt. Bereits am Freitag erklärte sie, sie werde sich selbst isolieren, weil es einen Verdacht auf Covid-19-Symptome gebe. Wilmes hatte am 12. Oktober an Gesprächen mit den anderen EU-Außenministern in Luxemburg teilgenommen.

15.35 Uhr: Niederlande verzeichnen 8.114 Neuinfektionen

Die Niederlande haben 8.114 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Das ist erneut ein Höchstwert, wie Daten des Nationalen Instituts für Öffentliche Gesundheit zeigen.

15.25 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern hebt Quarantänepflicht auf

Mecklenburg-Vorpommern hebt die Pflicht zu einer fünftägigen Quarantäne für Urlauber aus Corona-Risikogebieten auf. Auch ein zweiter Corona-Test sei nicht mehr notwendig, nachdem alle Bundesländer Maßnahmen für Risikogebiete ergriffen hätten, teilt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig per Twitter mit. Notwendig sei aber weiterhin ein negativer Corona-Test, Reisen von Tagestouristen aus Risikogebieten seien weiterhin nicht möglich.

15.16 Uhr: Laut LGL über Tausend Neuinfektionen in Bayern

Die Zahl der Corona-Infektionen ist in Bayern weiter gestiegen. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldete am Samstagnachmittag, dass es seit Freitag 1.383 neue Corona-Fälle im Freistaat gebe.

Demnach haben sich mittlerweile 78.187 Menschen in Bayern mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl derer, die in Verbindung mit Covid-19 gestorben sind, erhöhte sich gegenüber dem Vortag um zehn auf insgesamt 2.711.

14.55 Uhr: Baden-Württemberg ruft höchste Corona-Alarmstufe aus

Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft die Landesregierung von Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und weitere Kontaktbeschränkungen sollen von Montag an gelten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte.

14.50 Uhr: Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne - Personenschützer infiziert

Nun wird auch das Staatsoberhaupt zunächst im Homeoffice arbeiten müssen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begab sich in Quarantäne, weil er Kontakt zu einem Corona-Infizierten gehabt habe. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, sei ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden.

14.15 Uhr: Maas ohne nahen Kontakt zu infiziertem Kollegen Schallenberg

Bundesaußenminister Heiko Maas hatte nach Angaben seines Sprechers beim EU-Außenministertreffen "keinen nahen Kontakt" zu seinem infizierten österreichischen Kollegen Alexander Schallenberg und wurde zuletzt negativ getestet.

13.55 Uhr: Lettland: Rekordwert bei Neuinfektionen und neue Schutzmaßnahmen

In Lettland hat die Zahl an Corona-Neuinfektionen am zweiten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Es wurden 188 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie die Gesundheitsbehörde in Riga mitteilte. Lettland mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnet bislang 3392 bestätigte Infektionen und 43 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Angesichts der steigenden Infektionszahlen gelten wieder strengere Schutzmaßnahmen: So dürfen sich bei privaten Feiern nicht mehr als 30 Personen in Innenräumen und 300 Personen im Freien versammeln. Zuvor hatte die Regierung bereits die erlaubte Teilnehmerzahl für öffentliche Veranstaltungen herabgesetzt und eine Maskenplicht im öffentlichen Raum verhängt.

13.28 Uhr: Maas ohne nahen Kontakt zu infiziertem Kollegen

Bundesaußenminister Heiko Maas hatte nach Angaben seines Sprechers beim EU-Außenministertreffen "keinen nahen Kontakt" zu seinem infizierten österreichischen Kollegen Alexander Schallenberg und wurde zuletzt negativ getestet. "Bei Dienstreisen des Auswärtigen Amts wird ein strenges Hygiene- und Sicherheitskonzept angewandt. In diesem Rahmen wurden Außenminister Maas und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihn in Luxemburg begleitet haben, routinemäßig und mit negativem Ergebnis getestet, zuletzt am gestrigen Freitag." Maas und Schallenberg hatten am Montag an dem Treffen in Luxemburg teilgenommen. Möglicherweise war Schallenberg seiner Sprecherin zufolge bereits an diesem Tag infiziert.

13.23 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern hebt Quarantänepflicht im Tourismus auf

Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten auf. Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem dazu erwarteten Gerichtsurteil einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche am Samstag darauf, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. Die bislang geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen somit.

12.59 Uhr: Vorzeitiges Weihnachtsgeld: Handelsverband zurückhaltend

Der Handelsverband Deutschland hat zurückhaltend auf Vorschläge von Politikern reagiert, Weihnachtsgeld-Zahlungen vorzuziehen und damit den Einzelhandel zu stärken. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Wir begrüßen alle Maßnahmen, die unseren Innenstadt-Einzelhändlern helfen, durch diese Corona-Krise zu kommen. Eine vorgezogene Auszahlung des Weihnachtsgeldes hilft wahrscheinlich den Geschäften in der Innenstadt jedoch nur in sehr geringem Umfang. Leider meiden viele Kunden zurzeit den Einkaufsbummel, weil sie in Corona-Zeiten möglichst wenigen Menschen begegnen wollen." Zudem sei zurzeit die Sparquote sehr hoch. Viele Verbraucher hielten ihr Geld angesichts unsicherer Zukunftsperspektiven lieber zusammen, so Genth.

12.43 Uhr: Mehr als 30.000 Corona-Tote im Iran

Im Iran hat die Zahl der Corona-Toten die Marke von 30.000 überschritten. Binnen 24 Stunden seien 253 weitere Menschen an und mit dem Coronavirus gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl der Infektionen liege bei 526.490, die Zahl der Toten bei 30.123.

12.40 Uhr: Weltweit mehr als 39 Millionen Infektionen

Weltweit haben sich mehr als 39,29 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 1,1 Millionen Menschen starben demnach mit oder an dem Virus. Bei den Infektionen sind die USA mit über acht Millionen nach wie vor am stärksten betroffen, gefolgt von Indien (7,43 Millionen), Brasilien (5,16 Millionen) und Russland (1,36 Millionen).

12.34 Uhr: 70.000 Menschen in NRW in Corona-Quarantäne

In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) derzeit rund 70.000 Menschen wegen Corona in Quarantäne. Trotz Personallücken in den Gesundheitsämtern seien die nötigen Tests und Nachverfolgungen der Infektionsketten grundsätzlich aber gewährleistet, sagte er am Samstag im Deutschlandfunk.

NRW teste rund 350.000 Menschen pro Woche auf eine Infizierung mit dem Coronavirus - möglich seien derzeit sogar 400.000 pro Woche. Das Gesundheitssystem habe noch "sehr viele Kapazitäten" zur Versorgung Infizierter - auch in der Intensivmedizin. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands leben rund 18 Millionen Menschen.

12.25 Uhr: Kinder und Jugendliche brauchen in der Pandemie mehr Unterstützung

Der Präsident des Bayerischen Jugendrings (BJR), Matthias Fack, hat mehr Unterstützung für Kinder und Jugendliche in Corona-Zeiten angemahnt. Junge Menschen seien derzeit fast nur als Schülerinnen und Schüler im Blick, kritisierte er auf der Vollversammlung des BJR in Regensburg, teilte der BJR am Samstag in München mit. In der aktuellen gesellschaftlichen Debatte fehle, dass Kinder und Jugendliche in besonderem Maß unter der SARS-CoV-2-Pandemie leiden.Kinder und Jugendliche wollten nicht "aufbewahrt werden". Sie brauchten "Räume der Gemeinschaft, der Begegnung und der Gestaltung", forderte Fack. Und sie erwarteten "zu Recht, dass die Gesellschaft ihre Anliegen, Sorgen und Möglichkeiten in den Blick nimmt und nicht nur verwaltet", sagte er.

12.20 Uhr: Über 62.200 Neuinfektionen in Indien

In Indien sind laut Gesundheitsministerium 62.212 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert worden. Nach den USA verzeichnet das Land mit 7,43 Millionen die weltweit zweithöchste Zahl an nachgewiesenen Ansteckungsfällen. Insgesamt starben rund 113.000 Menschen mit oder an dem Virus. Die Zahl der aktiven Infizierten sei erstmals seit eineinhalb Monaten unter 800.000 gesunken.

12.12 Uhr: Maas: Deutschland zur Aufnahme von Corona-Patienten aus EU bereit

Außenminister Heiko Maas hat mit Blick auf die stark steigenden Fallzahlen die Bereitschaft Deutschlands bekräftigt, wieder Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten aufzunehmen. "Wenn es bei unseren Nachbarn in der Versorgung von Corona-Patienten Engpässe gibt, bieten wir natürlich schnell Hilfe an, wie unsere Kapazitäten dies erlauben", sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Europäisch können wir das jetzt über das neue Frühwarnsystem viel besser koordinieren als im Frühjahr", so Maas.

12.01 Uhr: Verband: Bei Freiberuflern 180.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Jeder zweite Freiberufler in Deutschland ist einer Umfrage zufolge von der Corona-Krise stark oder sehr stark betroffen. Jedes achte Unternehmen (12,3 Prozent) befürchte zudem, das kommende Jahr nicht zu überstehen, so das Ergebnis der Studie, wie die "Rheinische Post" berichtete. Das Institut für Freie Berufe hatte im Auftrag des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) im September knapp 1900 selbstständige Freiberufler befragt. Gut jeder zehnte Freiberufler musste demnach während der Pandemie bereits Mitarbeiter entlassen. Jeder vierte Freiberufler befürchtet zudem, sich bis zum Jahresende 2020 von Mitarbeitern trennen zu müssen. Weitere fünf Prozent erwarten dies für das kommende Jahr.

11.54 Uhr: Dehoga: Corona-Maßnahmen zu kurzfristig - "Gäste schon im Haus"

Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat die Informationspolitik der Staatsregierung kritisiert. Auch bei den jüngsten Maßnahmen habe viel zu wenig Zeit zwischen Bekanntgabe der neuen Regeln und deren Umsetzungspflicht geherrscht, bemängelte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert am Samstag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Dies sei ein völlig unnötiges Ärgernis in der schwersten Krise des Gastgewerbes seit dem Zweiten Weltkrieg. "Die Hochzeits- oder Geburtstagsgesellschaft schläft bereits im Haus, und wenn sie aufwachen, dann müssen am Morgen des Festtages aus der geladenen Gästeschar fünf erwählt werden. Das ist noch nicht einmal das Brautpaar mit deren Eltern. Wie soll das gehen?", fragte Geppert.

11.42 Uhr: Italienische Region Lombardei führt neue Maßnahmen gegen Corona ein

Die italienische Region Lombardei hat wegen eines Anstiegs der Coronavirus-Infektionen neue Maßnahmen verhängt. Die Regionalregierung ordnete am Freitagabend unter anderem an, dass Oberschulen Stundenpläne einführen, bei denen die Schüler abwechselnd persönlich zum Unterricht kommen und per Internet unterrichtet werden. In der ebenfalls stark betroffenen Region Kampanien sind ähnlich strenge Maßnahmen verhängt worden. Schulen wurden für zwei Wochen geschlossen. Die Lombardei ist wieder die am stärksten von der Coronavirus-Pandemie in Italien betroffene Region. Täglich sind mehr als 2.000 Infektionen dazugekommen. Krankenhäuser sind ausgelastet. Auf den Intensivstationen wird es voll.

11.37 Uhr: Polen verzeichnet fast 10.000 neue Corona-Fälle

Polen meldet einen Rekordanstieg von 9.622 Corona-Neuinfektionen. Damit haben sich bisher dort 167.230 Menschen infiziert, 3.524 starben nach einer Corona-Infektion.

11.13 Uhr: Urlauber kommen trotz Quarantäne an die Ostsee

Trotz Corona-Tests und Quarantäne machen Großstädter aus Risikogebieten wie Berlin oder Köln weiter Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern. "Die Menschen kommen trotzdem und lassen sich dann testen", sagte Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen dem Tagesspiegel am Sonntag. Deshlab werden in Rostock die Testkapazitäten knapp. "In unserer Klinik werden die Testkapazitäten fast vollständig von den Urlaubern aufgezehrt", sagte der Däne, der der einzige ausländische Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt ist. "Am Wochenende testet unsere Klinik eigentlich nur für drei Stunden, neulich waren es sechs, und das hat noch immer nicht gereicht."

10.56 Uhr: Lauterbach warnt vor Pflegepersonalmangel auf Intensivstationen

Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen hat SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach vor einem Mangel an Pflegepersonal auf Deutschlands Intensivstationen gewarnt. "Anstatt immer nur über die Anzahl freier Intensivbetten zu reden, sollten wir besser Kapazitäten der Pflegekräfte in den Blick nehmen", sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie seien "völlig unterbesetzt". Betten seien dagegen genügend vorhanden. "Das Pflegepersonal ist der Flaschenhals, wo es bei weiter stark steigenden Infektionszahlen eng werden könnte", so Lauterbach.

10.52 Uhr: ADAC sagt Hauptversammlung wegen Corona ab

Der Automobilclub ADAC hat seine für Ende November geplante Hauptversammlung wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Das hat das Präsidium des Verbandes am Freitag entschieden, wie der ADAC am Samstag in München mitteilte. Die jährlich tagende Hauptversammlung ist das oberste Organ des ADAC. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Coronavirus-Ausbreitung und der damit einhergehenden Verschärfung der Kontakt- und Reisebeschränkungen könne das Treffen bedauerlicherweise nicht stattfinden, sagte ADAC-Präsident August Markl.

10.38 Uhr: Herrmann kündigt mehr Masken-Kontrollen an

Vor allem in Bussen und Bahnen sowie auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen wird die Polizei in Bayern verstärkt das vorgeschriebene Tragen einer Mund-Nasen-Maske kontrollieren. "Wir müssen alles unternehmen, um die sprunghafte Ausbreitung des hochgefährlichen Virus einzudämmen und gleichzeitig einen Lockdown zu verhindern", begründete Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Samstag das Vorgehen. Gerade das Tragen einer Alltagsmaske helfe. "Leider sind nicht alle vernünftig genug, das zu kapieren."

Deshalb werde es die Polizei bayernweit auch nicht bei mahnenden Worten belassen, kündigte Herrmann an. Stattdessen würden die Beamten konsequent ein Verwarnungsgeld verhängen oder sogar Anzeige beim Gesundheitsamt erstatten. "Dann drohen saftige Geldbußen von mindestens 250 Euro." Bislang stellten bayerische Polizisten rund 25.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht fest.

10.02 Uhr: Merkel ruft Bürger dringend zum Kampf gegen Corona-Ausbreitung auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert dringend an die Bürger, eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. "Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet", sagt sie in ihrem wöchentlichen Podcast. "Dabei zählt jetzt jeder Tag. Dafür müssen die Kontaktpersonen jedes infizierten Menschen benachrichtigt werden, um die Ansteckungsketten zu unterbrechen. Die Gesundheitsämter leisten dabei Großartiges, aber wo die Zahl der Infizierten zu hoch wird, da kommen sie nicht mehr hinterher."

09.07 Uhr: Weltärztepräsident erwartet 10.000 Corona-Neuinfektionen täglich

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery rechnet damit, dass trotz der aktuell beschlossenen Maßnahmen die Zahl der Corona-Neuinfektionen in wenigen Tagen eine weitere Rekordmarke erreicht. "Auch in Deutschland wird die Zahl der Neuinfektionen in der kommenden Woche voraussichtlich die Grenze von 10.000 überschreiten", sagte Montgomery der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Daran könnten auch die jetzt getroffenen Maßnahmen wenig ändern, weil die sich erst "in frühestens fünf bis zehn Tagen auswirken", sagte der Präsident des Weltärztebundes.

Nach Ansicht des SPD-Fraktionsvize und Epidemiologen Karl Lauterbach ist bei einem weiteren Anstieg der Fallzahlen die Versorgung schwerer Corona-Fälle gefährdet. Bei einem weiteren dauerhaften Anstieg der Fallzahlen reichten die Krankenhauskapazitäten nicht aus, um die schweren Fälle angemessen zu behandeln, sagte Lauterbach der Zeitung.

08.55 Uhr: Tschechien: Mehr als 11.000 neue Corona-Infektionen

In Tschechien hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals die Marke von 11.000 übersprungen. 11.105 Ansteckungen verzeichnet das Gesundheitsministerium in den vergangenen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der Fälle liegt damit bei 160.112. Tschechien war zuletzt das Land in Europa, in dem die Fallzahlen in Relation zur Bevölkerungsgröße zuletzt am stärksten stiegen. Im Vergleich zu Tschechien hat Deutschland fast achtmal so viel Einwohner.

08.20 Uhr: FDP fordert Verbesserungen an der Corona-Warn-App

Die Bundesregierung darf es aus FDP-Sicht nicht bei der aktuellen Überarbeitung der Corona-Warn-App belassen. "Die Erweiterung der Funktionen der Corona-Warn-App ist zwar sinnvoll, aber weitere Optimierungen sind dringend notwendig", sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Bundestagsfraktion, Bettina Stark-Watzinger, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Auf jeden Fall darf es nicht passieren, dass nun erneut monatelang keine Weiterentwicklung mehr stattfindet."

08.18 Uhr: Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg mit Coronavirus infiziert

Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Eine Sprecherin seines Ministeriums bestätigt, dass Schallenberg positiv getestet worden sei. Der Minister sei symptomfrei. Er habe am Mittwoch an der Kabinettssitzung teilgenommen. Alle Regierungsmitglieder hätten dabei Masken getragen, würden nun aber als Vorsichtsmaßnahme ebenfalls getestet. Es sei möglich, dass Schallenberg bereits am Montag infiziert gewesen sei. An dem Tag hatte er ebenso wie Bundesaußenminister Heiko Maas am EU-Außenministertreffen in Luxemburg teilgenommen.

08.08 Uhr: Ukraine meldet über 6.000 neue Ansteckungen

Die Ukraine verzeichnet 6.410 Corona-Neuinfektionen, so viel wie noch nie. 109 Patienten seien in den vergangenen 24 Stunden verstorben, teilt der Nationale Sicherheitsrat mit. Auch dies ist ein Höchstwert. Mit 5.992 Neuinfektionen hatte die Ukraine bereits am Freitag einen neuen Rekord gemeldet. Insgesamt verzeichnet das Land 293.641 bestätigte Ansteckungen und 5.517 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie.

07.50 Uhr: Nach Kritik: Niederländische Königsfamilie bricht Urlaub ab

Nach harscher Kritik hat die niederländische Königsfamilie eine trotz der Corona-Krise unternommene Urlaubsreise nach Griechenland abgebrochen. "Wir sehen die Reaktionen von Menschen auf Berichte in den Medien. Und die sind heftig und sie berühren uns", hieß es in einer am späten Freitagabend veröffentlichten Mitteilung des Königshauses. Zuvor hatten Abgeordnete von Oppositions- wie Regierungsparteien Kritik an der erst durch Medienberichte bekannt gewordenen Flugreise von König Willem-Alexander (53) und seiner Familie mit einer Regierungsmaschine zu deren Ferienhaus auf der Halbinsel Peloponnes geübt. Die Reise der königlichen Familie sei "unvernünftig und unbegreiflich" erklärte Joost Sneller von der Regierungspartei D66.

07.40 Uhr: Städtebund: Kita-Schließungen auch bei steigenden Corona-Zahlen keine Option

Erneute Kita-Schließungen sind aus Sicht des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB) auch bei einer Beschleunigung der Corona-Pandemie keine Option. "Wir müssen alles Notwendige dafür tun, dass auch die Kindertagesbetreuung gesichert bleibt", sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Passauer Neuen Presse". Angesichts steigender Infektionszahlen warnte Landsberg, dass es in diesem Bereich zu einer Häufung von Ansteckungen kommen könnte. Erzieher müssten nun besonders unterstützt werden, sagte Landsberg. Nötig sei ein Konzept "mit nach Möglichkeit einheitlichen Regelungen und Maßnahmen in den Bundesländern".

06.05 Uhr: Mehrere Politiker fordern vorgezogene Zahlungen von Weihnachtsgeld

Zur Stärkung des Einzelhandels und Entzerrung der Weihnachtseinkäufe fordern mehrere Politiker, Weihnachtsgeld-Zahlungen vorzuziehen. "Wir müssen den Einzelhandel jetzt unterstützen. Deshalb appelliere ich an Firmen, das Weihnachtsgeld schon mit dem Oktobergehalt auszuzahlen", sagte der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf der "Bild"-Zeitung: Dann könnten viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe schon in den nächsten Wochen erledigen und der Handel müsste sich dann "vor einem hoffentlich vermeidbaren zweiten Lockdown vor Weihnachten nicht ganz so stark fürchten", argumentierte Christian Baldauf, der auch Spitzenkandidat der CDU Rheinland-Pfalz für die Landtagswahl 2021 ist.

05.56 Uhr: 7.830 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Den dritten Tag in Folge verzeichnet das Robert-Koch-Institut (RKI) ein jeweils neues Allzeithoch bei der Zahl der täglichen Infektionen. Am Samstag meldete das RKI 7.830 neue Fälle. Am Freitag waren es 7.334 und am Donnerstag 6.638. Nach Instituts-Angaben starben 33 Menschen an oder mit dem Virus. Deutschland verzeichnet demnach insgesamt 9.767 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie.

05.50 Uhr: 69.478 Neuinfektionen in den USA

In den USA steigt die Zahl der Infizierten nach Reuters-Zählung um mindestens 69.478 auf 8,08 Millionen an. Mindestens 899 Menschen sind demnach nach einer Ansteckung gestorben. Insgesamt sind 218.633 Menschen dem Virus erlegen.

05.14 Uhr: Söder warnt vor Kontrollverlust in einigen Regionen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnte mit Blick auf die Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten vor einem "Kontrollverlust in einigen Regionen in Deutschland". "Das ist hochgefährlich", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse". "Wenn keine Nachverfolgung der Infektionen mehr möglich ist, so wie in den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Tschechien, muss man die Kontakte generell begrenzen. Das geht nur mit einem Lockdown oder ähnlichen strikten Maßnahmen."

01.01 Uhr: Kanzleramtsminister will Staatsakt für Corona-Tote

Kanzleramtsminister Helge Braun will eine besondere Ehrung für Corona-Tote. "Ich spreche mich dafür aus, einen Staatsakt für die Opfer abzuhalten, wenn die Corona-Pandemie im Wesentlichen besiegt ist", sagt der CDU-Politiker der "Rheinischen Post".

00.10 Uhr: Kommunen halten manche Corona-Regeln für kaum kontrollierbar

Der Städte- und Gemeindebund hält die Einhaltung einzelner Coronaregeln für kaum kontrollierbar. Wo Clubs und Bars wieder geschlossen werden, verlagere sich das Partyleben in Parks oder auf große Wiesen, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Bild"-Zeitung. "Da kann nur stichprobenartig kontrolliert werden, mehr ist personell gar nicht möglich." Es gebe "ein Katz- und Maus-Spiel zwischen Ordnungskräften und Feiernden, die sich an immer neuen Orten treffen".

Freitag, 16. Oktober 2020

23.25 Uhr: 754 weitere Corona-Tote in Brasilien

In Brasilien ist die Zahl der Corona-Toten nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden um 754 auf 153.214 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Infektionen klettert demnach um 30.914 auf 5,2 Millionen.21.40 Uhr: Beherbergungsverbot auch in Brandenburg von Gericht gestoppt

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das Beherbergungsverbot in Brandenburg für Gäste aus Corona-Hotspots vorläufig gestoppt. Es gab zwei Eilanträgen statt. Geklagt hatten ein Hotelier und eine Vermieterin von Ferienwohnungen. Das Beherbergungsverbot sei voraussichtlich unverhältnismäßig, begründete das Gericht die Entscheidung. Die zu erwartende Eindämmung des Infektionsgeschehens stehe in keinem angemessenen Verhältnis zu den Einschränkungen, die das Hotel und die Vermieterin hinnehmen müssten. Auch die durch die Verfassung geschützte allgemeine Handlungsfreiheit der Urlauber werde zu stark eingeschränkt. Damit gilt das umstrittenen Beherberbergungsverbot nur noch in wenigen Bundesländern - darunter in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

21.20 Uhr: Belgien schließt Cafés und Restaurants für vier Wochen

Angesichts steigender Corona-Zahlen werden in Belgien ab Montag Cafés und Restaurants für vier Wochen geschlossen. Das kündigte der stellvertretende Regierungschef Georges Gilkinet nach einem Treffen des Krisenstabs der belgischen Regierung an. Zuvor hatten Medien bereits über die Maßnahme berichtet. Für die Brüsseler Stadtregion wurden ähnliche Maßnahmen bereits in der vergangenen Woche verhängt.

21.05 Uhr: US-Haushaltsdefizit steigt auf 3,1 Billionen Dollar

Wegen der Corona-Konjunkturpakete ist das US-Haushaltsdefizit auf 3,1 Billionen US-Dollar (2,65 Billionen Euro) gestiegen. Damit war das Minus im Haushaltsjahr 2020 bis einschließlich September um zwei Billionen höher als noch zu Jahresbeginn veranschlagt, wie das Finanzministerium mitteilte. Um die schweren wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie zu bewältigen, hat der US-Kongress seit März bereits Konjunkturmaßnahmen im Volumen von rund drei Billionen Dollar beschlossen. Deswegen lagen die Ausgaben im abgelaufenen Haushaltsjahr mit 6,5 Billionen deutlich über den Einnahmen von 3,4 Billionen, wie das Ministerium mitteilte. Die öffentliche Verschuldung der US-Regierung ist während der Amtszeit von Präsident Donald Trump deutlich gestiegen und liegt nun bei rund 21 Billionen Dollar. Das entspricht fast der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA.

20.40 Uhr: Mehr als acht Millionen Infektionen in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als acht Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das ging am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit verzeichneten die USA die höchste absolute Zahl an nachgewiesenen Infektionen, gefolgt von Indien mit mehr als 7,3 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Brasilien, wo mehr als 5,1 Millionen Ansteckungen registriert wurden. Experten gehen zugleich von einer hohen Dunkelziffer an Corona-Infektionen aus.

19.55 Uhr: Spanien meldet mehr als 15.000 Neuinfektionen

In Spanien sind 15.186 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden, so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Allerdings sind die Zahlen nur bedingt mit denen vom Frühjahr vergleichbar, weil inzwischen viel mehr getestet wird. Der Prozentsatz der positiv getesteten Personen ist mit über 11 Prozent hoch, wie das Gesundheitsministerium in Madrid weiter mitteilte. In Deutschland liegt er bei etwa 2,5 Prozent. Auch bei den Todesfällen mit Covid-19 gab es einen starken Anstieg. Am Donnerstag waren es 140, am Freitag schon 222. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde mit gut 133 angegeben. In Deutschland sind es derzeit 37.

19.40 Uhr: Medienbericht: Belgien beschließt Teil-Lockdown

In Belgien sollen wegen der drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahl alle Restaurants und Gaststätten für vier Wochen schließen. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf Informationen aus einem Krisentreffen von Vertretern der Zentralregierung und der Gemeinschaften und Regionen. Zudem soll es täglich von Mitternacht bis 5.00 Uhr morgens landesweit eine Ausgangssperre geben. Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt knapp 6000 registrierte Fälle innerhalb von 24 Stunden. In den vergangenen 14 Tagen wurden nach aktuellen Zahlen rund 550 Infektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet.

19.25 Uhr: Weltweit über 39 Millionen Infizierte und 1,09 Millionen Tote

Weltweit haben sich nachweislich mehr als 39,04 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt 1.099.334 Menschen starben mit oder an dem Virus. Die USA sind mit mehr als acht Millionen Infizierten und fast 218.000 Toten das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Land. Indien, Brasilien und Russland folgen bei den Infektionen.

19.20 Uhr: Acht Senatoren im französischen Oberhaus positiv getestet

Im französischen Oberhaus sind acht Senatoren positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wie der Senat am Freitagabend mitteilte, waren 125 Senatoren getestet worden. Aus übereinstimmenden Quellen hieß es, ein Abgeordneter sei im Krankenhaus. Alle Kontakte wurden den Senatsangaben zufolge über die positiven Tests informiert. Frankreich ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Zuletzt waren die Neuinfektionen nach oben geschnellt: Mit 30.621 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages wurde erneut eine Höchstzahl gemeldet. Die Zahl der Corona-Toten stieg auf insgesamt 33.125 seit Beginn der Pandemie

19.15 Uhr: Berliner Senat scheitert vorerst mit Sperrstunden-Widerspruch

Der Berliner Senat ist zunächst mit dem Versuch gescheitert, die Sperrstunde in der Hauptstadt weiter flächendeckend durchzusetzen. Das teilte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg mit. Der Senat hatte eine sogenannte Zwischenverfügung beantragt. Die Entscheidung in der Hauptsache steht noch aus. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht Berlin entschieden, dass unter anderem Bars und Kneipen wieder nach 23.00 Uhr öffnen dürfen, jedoch weiterhin ab diesem Zeitpunkt keinen Alkohol mehr ausschenken dürfen. Gegen die Sperrstunde waren elf Gastronomen mit Eilanträgen vorgegangen.

19.00 Uhr: WHO warnt vor Nachlässigkeit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts der stark steigenden Infektionszahlen in Europa vor Nachlässigkeit im Kampf gegen das Virus gewarnt. "Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Fälle war in Europa in der vergangenen Woche dreimal höher als beim ersten Höhepunkt im März", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Tedros und die WHO-Experten appellierten an die Menschen, die Maßnahmen ernst zu nehmen. "Wir müssen durchhalten", sagte Covid-Expertin Maria von Kerkhove. "Wir werden da durchkommen und wir werden dies unter Kontrolle bringen." Wenn gleichzeitig eine Grippewelle komme, stießen Gesundheitssysteme schnell an ihre Grenzen, hieß es.

18.50 Uhr: Grenze zwischen Kanada und USA wohl weiter zu

Angesichts der steigenden Infektionszahlen in den USA hat Kanadas Premierminister Justin Trudeau keine baldige Öffnung der Grenze zwischen den beiden Ländern in Aussicht gestellt. "Die USA sind nicht in einer Situation, in der wir mit einem guten Gefühl die Grenzen öffnen könnten", sagte Trudeau in der kanadischen Radioshow "Smart Start". Die zeitweisen Schließungen der Landgrenzen zwischen den USA und Kanada aufgrund der Coronavirus-Pandemie waren im März in Kraft getreten und immer wieder verlängert worden, zuletzt offiziell bis zum 21. Oktober.

18.35 Uhr: Johnson will Lockdown unbedingt vermeiden

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie trotz gegensätzlicher Forderungen erneut gegen einen nationalen Lockdown in England ausgesprochen. "Ein Lockdown für das ganze Land macht doch keinen Sinn, wenn sich die Infektionsrate innerhalb Großbritanniens so stark unterscheidet", sagte Johnson bei einer Pressekonferenz in London. Er könne aber nichts ausschließen. Der Oppositionsführer Keir Starmer und etliche Wissenschaftler hatten zuvor einen sogenannten Circuit Breaker für England gefordert - einen zwei- oder dreiwöchigen Lockdown, in dem das Land bis auf die Schulen heruntergefahren wird, um die Neuinfektionen nach unten zu drücken.

18.25 Uhr: UN: Trübe Aussichten im Kampf gegen extreme Armut

Die Corona-Pandemie trübt die Aussichten im Kampf gegen extreme Armut. Auch bei guter wirtschaftlicher Erholung sei eine "vollständige Beseitigung der extremen Armut selbst unter den optimistischsten Annahmen höchst unwahrscheinlich", teilte die UN-Abteilung für Wirtschaft mit. Auch könnten im Zuge der Krise in diesem Jahr zusätzlich 100 Millionen Menschen in die Armut getrieben werden. 2015 hatten Staats- und Regierungschefs der UN-Mitgliedstaaten als Ziel eine Beseitigung der extremen Armut bis 2030 beschlossen. Von ihr sind derzeit 680 Millionen Menschen betroffen.

18.15 Uhr: Indien und Südafrika wollen Medikamenten-Patentschutz lockern

Zur wirksamen Bekämpfung der Pandemie fordern Indien und Südafrika, den Patentschutz auf künftige Covid-19-Medikamente und Impfstoffe auszusetzen. Der Antrag der beiden Länder wurde bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf mit anderen Mitgliedsstaaten diskutiert, bestätigte ein Sprecher. Durch das Aussetzen der geistigen Eigentumsrechte soll die Produktion von günstigen Nachahmermedikamenten (Generika) ermöglicht werden, um schnell eine ausreichende Menge auch für ärmere Länder zu erhalten. Der Patentschutz soll demnach auch für Corona-Diagnostika, Beatmungsgeräte und medizinische Hilfsmittel gelockert werden. Ein Ausschuss der WTO wird in den kommenden Monaten über den Antrag entscheiden. Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" hat an die Bundesregierung appelliert, diesen zu unterstützen.

18.05 Uhr: Griechenland verzeichnet erstmals mehr als 500 Neuinfektionen

In Griechenland melden die Gesundheitsbehörden erstmals mehr als 500 Neuinfektionen an einem Tag. Von den 508 nachgewiesenen Ansteckungen entfallen allein 227 auf den Großraum Athen. Acht Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Griechenland ist bislang vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. "Allerdings könnte sich das jeden Moment ändern, wenn wir uns nicht an die empfohlenen Maßnahmen halten", sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis nach dem EU-Gipfel.

17.50 Uhr: Erstmals über 10.000 Neuinfektionen in Italien

Italien meldet erstmals mehr als 10.000 nachgewiesene Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden seien 10.010 Fälle registriert worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Das sind deutlich mehr als am Donnerstag mit rund 8.800 neuen nachgewiesenen Ansteckungsfällen. Zudem seien 55 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Seit dem Ausbruch der Epidemie im Februar erlagen mehr als 36.400 Menschen in Italien dem Virus. Den Höhepunkt erreichten die Todeszahlen im März und April, als täglich mehr als 900 Menschen wegen der Epidemie verstarben.

17.25 Uhr: Ermittlungen nach Corona-Ausbruch in Glaubenszentrum

Nach dem Corona-Ausbruch im Glaubenszentrum Bad Gandersheim ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Braunschweig. Es bestehe der Verdacht auf fahrlässige Körperverletzung, sagte eine Sprecherin der Behörde am der Nachrichtenagentur KNA. In der Einrichtung sind nach Angaben des zuständigen Landkreises Northeim 125 Menschen positiv getestet worden. Alle Personen seien in Quarantäne. Das Glaubenszentrum betonte auf seiner Internetseite, das behördlich genehmigte Hygienekonzept "genauestens eingehalten" zu haben. Die Testung der insgesamt 252 Mitarbeiter, Bewohner und Besucher war veranlasst worden, nachdem zwei Besucher Symptome gezeigt hatten.

17.15 Uhr: 15.650 Neuinfektionen und 136 Virus-Tote in Großbritannien

In Großbritannien verzeichnen die Behörden 15.650 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind deutlich weniger als am Donnerstag, als die Regierung fast 19.000 neue Ansteckungsfälle gemeldet hat. Zudem starben 136 weitere Menschen mit oder an dem Coronavirus.

17.05 Uhr: Führungsriege des Bundesamtes für Verfassungsschutz infiziert

Die gesamte Führungsriege des Bundesamtes (BfV) für Verfassungsschutz ist mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde am Freitag auf Anfrage. Zunächst hatte der "Spiegel" darüber berichtet. Neben Präsident Thomas Haldenwang wurden demnach auch die beiden Vizechefs sowie einige Mitarbeiter positiv auf das neuartige Virus getestet. "Die Amtsleitung führt die Dienstgeschäfte aus dem Homeoffice weiter", hieß es vom BfV. Die Arbeitsfähigkeit des BfV sei vollumfänglich sichergestellt. Schon zu Beginn der Pandemie habe die Behörde einen Krisenstab eingerichtet.

16.55 Uhr: Israels Parlament bestätigt Lockerung des Lockdown

Israels Parlament hat einer von der Regierung vorgeschlagenen ersten Lockerung der Lockdown-Regeln zugestimmt. Zu den vom Kabinett am Donnerstagabend beschlossenen Lockerungen gehören die Aufhebung des Besuchsverbots sowie die Aufhebung der Einschränkung der Bewegungsfreiheit auf 1.000 Meter rund um den Wohnort. Ferner sollen Kindergärten, Strände und Naturparks wieder öffnen. Auch die Grabeskirche, die Klagemauer und der Tempelberg sollen ab Sonntag wieder leichter zugänglich sein, wie das Büro des israelischen Ministerpräsidenten sowie das Gesundheitsministerium mitteilten. Die neuen Regelungen sollen bis 31. Oktober gelten unter der Bedingung, dass sich täglich durchschnittlich höchstens 2000 Menschen neu mit dem Coronavirus infizieren. Sollten die seit Tagen fallenden Infektionszahlen wieder steigen, werde es zu neuen Einschränkungen kommen.

16.35 Uhr: Berliner Senat will gegen Beschluss zu Sperrstunde vorgehen

Der Berliner Senat will gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts, das die Sperrstunde in der Hauptstadt gekippt hat, juristisch vorgehen. Er werde Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gegen die Entscheidung einlegen, teilte eine Senatssprecherin am Nachmittag mit. Außerdem werde der Senat eine sogenannte Zwischenverfügung beantragen. "Damit soll möglichst noch heute Klarheit geschaffen werden, dass auch die elf klagenden Gastronomen nicht nach 23 Uhr öffnen dürfen", heißt es in der Mitteilung. Falls das Oberverwaltungsgericht entsprechend schnell entscheidet, würde die Sperrstunde am heutigen Abend weiterhin gelten.

16.30 Uhr: Corona-Warn-App wird um Symptome-Tagebuch erweitert

Die Corona-Warn-App des Bundes wird am kommenden Montag um zwei Funktionen erweitert. Zum einen können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen, um die Warnung von Kontakte noch präziser umsetzen zu können. Außerdem wird die App über die Grenzen Deutschlands hinaus in etlichen europäischen Ländern funktionieren. Über das baldige Update mit der Tagebuch-Funktion hatte zunächst der "Spiegel" berichtet.

16.10 Uhr: Bulgarien verzichtet auf neue Auflagen trotz steigender Fallzahl

Trotz massiv steigender Corona-Zahlen will die Regierung in Bulgarien vorerst auf weitere Schritte zur Eindämmung der Pandemie verzichten. "Die Maßnahmen sind ausreichend und rechtzeitig", betonte Gesundheitsminister Kostadin Angelow im Parlament in Sofia. Auch in Bulgarien ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt stark gestiegen. Am Donnerstag wurde mit 914 neuen Fällen ein neuer Höchststand registriert, wie die Behörden heute mitteilten. In dem Land mit seinen 6,9 Millionen Einwohnern sind demnach derzeit 9.885 Menschen infiziert. In Bulgarien gilt seit dem 22. Juni Maskenpflicht nur in geschlossenen, gemeinschaftlich genutzten Räumen wie etwa Supermärkten, Banken, Behörden und Kirchen. Cafés, Restaurants und Nachtbars sind unter Auflagen geöffnet.

16.05 Uhr: Bundespräsident will frühzeitige Hilfe für Covid-Patienten aus EU

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterstützt deutsche Hilfsangebote zur Aufnahme von Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten. Es sei ein Gebot europäischer Solidarität, Nachbarn in akuter Not zu helfen. "Deswegen ist er dafür, stark betroffenen EU-Partnerstaaten frühzeitig konkrete Hilfe anzubieten, wenn Kapazitäten dafür bestehen. Der Bundespräsident verfolgt mit Sympathie, dass es bereits jetzt Angebote aus einzelnen Bundesländern gibt, Intensivpatienten aus dem europäischen Ausland aufzunehmen", sagt Steinmeiers Sprecherin.15.50 Uhr: Kontaktreduzierung laut Laschet Schlüssel zum Erfolg

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet sieht in der Reduzierung sozialer Kontakte den Schlüssel zum Erfolg im Kampf gegen eine zweite Corona-Welle. Nordrhein-Westfalen werde deshalb in Hotspots mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche weiter Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum auf maximal fünf Personen anordnen. Bundesregierung und Ministerpräsidenten hatten sich auf maximal zehn Personen verständigt. NRW werde aber bei fünf Personen bleiben, unterstrich Laschet.

15.40 Uhr: Polen meldet über 7.700 Infektionsfälle

Polen verzeichnet 132 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus - so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Zudem seien 7705 Neuinfektionen registriert worden, teilten die Behörden mit. Am Donnerstag war mit fast 8100 Neuinfektionen binnen eines Tages ein Rekordwert erreicht worden.

14.45 Uhr: Mehr als 2.000 Infektionsfälle in Slowakei

In der Slowakei überschreitet die Zahl der Neuinfektionen die Marke von 2.000. Binnen 24 Stunden seien 2.075 Ansteckungsfälle verzeichnet worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Das Land mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern hat eine der steilsten Infektionsraten in Europa. In den vergangenen zwei Wochen wurden nach offiziellen Angaben 244 Infektionsfälle je 100.000 Einwohner gemeldet. Ende September waren es noch 70. Insgesamt wurden bislang 26.300 Ansteckungsfälle und 71 Todesfälle gemeldet.

14.35: 8.000 Neuinfektionen in den Niederlanden

In den Niederlanden hat die Zahl der Neuinfektionen mit fast 8000 erneut einen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden seien 7984 neue Ansteckungsfälle nachgewiesen worden, teilt das Nationale Institut für Öffentliche Gesundheit mit.

14.20 Uhr: EU-Ratspräsident mahnt mehr Zusammenarbeit bei Tests an

Die Lage angesichts der Verbreitung des Coronavirus ist nach den Worten von EU-Ratspräsident Charles Michel "beispiellos und sehr ernst". Zwischen den EU-Staaten müsse es mehr Fortschritte in der Zusammenarbeit geben. Dies betreffe Tests, die Verfolgung von Infektionswegen und die Entwicklung von Impfstoffen.

13.45 Uhr: Mehr als 1.100 Bundespolizisten in Quarantäne

Bei der Bundespolizei befinden sich aktuell 1.127 Beamte in Quarantäne, davon seien 94 mit dem Coronavirus infiziert, wie eine Sprecherin des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam bestätigte. Zuvor hatte die Funke Mediengruppe über die Zahlen berichtet. Zu Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Bundespolizei durch die Ausfälle wollte die Sprecherin keine Auskunft geben. Die Bundespolizei hat rund 51.000 Mitarbeiter und ist unter anderem für die Sicherheit an Flughäfen und Bahnhöfen zuständig. Aktuell helfen Bundespolizisten vermehrt dabei, die Maskenpflicht in Zügen der Deutschen Bahn durchzusetzen.

13.22 Uhr: Kultusminister gegen Verlängerung der Weihnachtsferien

Die Kultusminister der Bundesländer sind einhellig gegen eine Verlängerung der Weihnachtsferien. "Wir sind uns einig, dass längere Winterferien kein Beitrag dazu sind, das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen", sagte die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig nach Beratungen des Gremiums in Mainz. Eine Verlängerung bedeute einen großen organisatorischen Aufwand, unter anderem mit Blick auf die Vorbereitung auf das Abitur. Aber auch Eltern müssten dann wieder umplanen, sagte Hubig. Deshalb seien sich die Minister einig, dass der von Politikern der CDU/CSU-Union gemachte Vorschlag nicht zielführend sei. Zudem seien die Schulen kein Treiber der Corona-Pandemie.

13.15 Uhr: Spahn bedauert Gerichtsentscheidung zur Sperrstunde in Berlin

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bedauert die Gerichtsentscheidung in Berlin gegen die Sperrstunde von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr für Bars, Kneipen und Restaurants. Die Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts erinnere die Politik daran, dass alle Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gut begründet werden müssten, so Spahn.

13.10 Uhr: Belgische Außenministerin in Quarantäne

Die belgische Außenministerin Sophie Wilmes begibt sich in Quarantäne. Sie habe möglicherweise Covid-19-Symptome, teilt Wilmes mit. Vor vier Tagen hat sie an persönlichen Gesprächen am EU-Außenministertreffen in Luxemburg teilgenommen.

13.05 Uhr: Pfizer/Biontech wollen Impfstoff-Notfallgenehmigung

Der US-Pharmakonzern Pfizer peilt bei positiven Studienergebnissen für den zusammen mit der Mainzer Biontech entwickelten Corona-Impfstoff einen Zulassungsantrag Ende November an. Ende Oktober könnten die beiden Partner wissen, ob der Impfstoff wirksam sei, erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla. In der dritten Novemberwoche könnten die Unternehmen genügend Daten zur Sicherheit des Impfstoffes vorliegen haben. Unter der Annahme positiver Daten könnte bald nach Erreichen dieses Sicherheitsmeilensteins eine Notfallgenehmigung in den USA beantragt werden.

12.57 Uhr: Probanden erhalten Impfstoff an Uni-Klinik in Hamburg

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben erste Probanden bei einer klinischen Phase-I-Studie einen Impfstoff gegen Covid-19 erhalten. Bereits am vergangenen Freitag sei einer Frau der Impfstoff MVA-SARS-2-S injiziert worden, teilte das UKE jetzt mit. Danach sei fünf weiteren Probandinnen und Probanden der sogenannte Vektor-Impfstoff verabreicht worden. Insgesamt nähmen 30 Menschen im Alter von 18 bis 55 Jahren an der Studie teil. Der Impfstoff wurde den Angaben zufolge vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und der IDT Biologika GmbH entwickelt und wird nun am UKE auf seine Sicherheit, Verträglichkeit und spezifische Immunantwort gegen den Erreger untersucht.

12.50 Uhr: Freiburg gegen Werder nun doch ohne Zuschauer

Fußball-Bundesligist SC Freiburg muss sein Heimspiel gegen Werder Bremen am Samstag doch ohne Zuschauer austragen. Grund: Der aktuelle Sieben-Tages-Grenzwert im Freiburger Stadtgebiet liegt nach neuesten Angaben des Robert Koch-Instituts bei 37,2 pro 100.000 Einwohnern liegt. Damit überschreitet er den in der Corona-Verordnung Sport des Landes Baden-Württemberg veranschlagten Schwellenwert von 35. Gestern hatte der Sieben-Tages-Wert noch bei 29,8 gelegen. Ursprünglich wollten die Freiburger 3.800 Zuschauer ins Stadion lassen.

12.48 Uhr: Finnlands Ministerpräsidentin verlässt EU-Gipfel

Die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin hat wegen eines Corona-Falls in ihrer Umgebung den EU-Gipfel in Brüssel verlassen. Sie kehre unverzüglich in ihr Heimatland zurück, lasse sich dort testen und werde sich in freiwillige Quarantäne begeben, teilte der finnische Staatsrat mit. Der Mitteilung zufolge war die 34 Jahre alte Regierungschefin Anfang der Woche im Parlament in der Nähe des Abgeordneten Tom Packalen gewesen, der positiv auf Corona getestet wurde.

12.45 Uhr: Großbritannien nähert sich Impfstoffstudie mit freiwillig Infizierten

In Großbritannien mehren sich die Anzeichen für eine Corona-Impfstoffstudie mit freiwillig Infizierten. Die britische Pharma-Dienstleistungsgruppe Open Orphan erklärt, darüber mit der britischen Regierung und anderen Partnern in fortgeschrittenen Gesprächen zu sein. Eine solche sogenannte Human-Challenge-Studie würde aber noch die Zustimmung der Regulierungsbehörden benötigen. Open Orphan ist nach eigenen Angaben Marktführer für Human-Challenge-Studien.

12.36 Uhr: Rapider Anstieg der Neuansteckungen in der Schweiz

In der Schweiz sind innerhalb eines Tages erstmals mehr als 3.000 Coronavirus-Infektionen gemeldet worden. Die Zahl der Neuansteckungen klettert am Freitag auf 3.105 von 2.613 am Vortag, wie das Gesundheitsamt BAG mitteilt. Zudem starben fünf weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. In dem Land ist die Zahl der Neuinfektionen gemessen an der Bevölkerungszahl in den vergangenen Tagen schneller gestiegen als in den meisten anderen europäischen Ländern. Der Grund für diese Entwicklung ist nicht klar. Am Vortag hatte das deutsche Außenministerium weitere Kantone zu Risiko-Gebieten erklärt, darunter Zürich, Zug und Schwyz.

12.33 Uhr: Länder verhandeln über Aufnahme von EU-Intensiv-Patienten

Mehrere Bundesländer verhandeln derzeit nach Angaben des Auswärtigen Amtes über die Aufnahme von Corona-Intensivpatienten aus dem EU-Ausland. Dies gelte sowohl für Bayern mit Tschechien als auch Nordrhein-Westfalen mit den Niederlanden, sagt ein Sprecher. Derzeit werde zudem darüber verhandelt, dass die Ende September ausgelaufene Regelung verlängert wird, die Kosten für die Behandlung von Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten zu übernehmen, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

12.30 Uhr: Neuinfektions-Höchststand in Russland

In Russland zeigt sich das Präsidialamt besorgt über rasch steigende Fallzahlen. Es erklärt aber, die Situation sei weiter unter Kontrolle. Aktuell melden die Behörden den Rekordwert von 15.150 neuen Positiv-Tests, davon 5.049 in der Hauptstadt Moskau. Die landesweite Gesamtzahl liegt inzwischen bei knapp 1,37 Millionen.

12.25 Uhr: Merkel wird weiter an EU-Gipfel teilnehmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird nach Angaben einer Regierungssprecherin weiter an dem EU-Gipfel teilnehmen und im Anschluss danach auch ihre geplante Pressekonferenz abhalten. Es würden strenge Corona-Schutzregeln auf dem Gipfeltreffen in Brüssel gelten, fügt sie mit Blick darauf hinzu, dass die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin den Gipfel als Vorsichtsmaßnahme verlassen habe. Am Donnerstag musste EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen die Beratungen verlassen und sich in Quarantäne begeben.

12.20 Uhr: RKI: Mehr Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen

In Deutschland werden laut Robert Koch-Institut (RKI) wieder vermehrt Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gemeldet. "Da sich wieder vermehrt ältere Menschen anstecken, nimmt die Anzahl der schweren Fälle und Todesfälle zu", schreibt das RKI in seinem Lagebericht.

12.15 Uhr: Polizeigewerkschaften: Castor-Transporte verschieben

Die Polizeigewerkschaften fordern eine Verschiebung des demnächst anstehenden Castortransports aus dem britischen Sellafield ins südhessische Biblis. Die Polizei stehe derzeit unter besonderem Druck und sehe sich nicht in der Lage, mehrere Großeinsätze parallel zu organisieren, erklärte die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG). Einen Nukleartransport zu begleiten und "zeitgleich verschärfte Kontrollmaßnahmen an den Landgrenzen zur Eindämmung der Pandemie durchzuführen, wird nicht funktionieren", betonte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt. Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert den Einsatz zur Begleitung des Castor-Transports, der in etwa zwei Wochen geplant ist. Der Gesundheitsschutz der Beamten bei personalintensiven Einsätzen habe Priorität, erklärte der GdP-Vizevorsitzende Jörg Radek.

12.10 Uhr: Tschechien fordert Ärzte zu Rückkher auf

Tschechien hat im Ausland arbeitende Ärzte aufgerufen, vorübergehend nach Hause zurückzukehren. Gesundheitsminister Roman Prymula begrüßte einen entsprechenden Aufruf der tschechischen Ärztekammer (CLK). "Wir sind dankbar für jede helfende Hand", sagte er. Ärztekammer-Präsident Milan Kubek appellierte in dem Schreiben an seine Landsleute im Ausland, "ihren ehemaligen Kollegen in unseren Krankenhäusern zu helfen". Am dringendsten sei der Bedarf an Anästhesisten und Intensivmedizinern. Auch qualifiziertes Pflegepersonal werde gebraucht. Seit langem wandern jährlich Hunderte tschechischer Medizinabsolventen und Ärzte auf der Suche nach besseren Gehältern und Arbeitsbedingungen in andere EU-Länder wie Deutschland aus.

12.05 Uhr: Maskenpflicht an weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wird die Maskenpflicht an weiterführenden Schulen ab kommender Woche auch auf den Unterricht ausgeweitet. "Die Erweiterung der Maskenpflicht ab Klasse 5 auf den Unterricht gilt ab einer landesweiten 7-Tages-Inzidenz von über 35", teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums mit. "Wir werden heute die Schulen darüber informieren, dass dies dann ab kommenden Montag zu beachten ist."

11.55 Uhr: Gericht hebt Sperrstunde in Berlin auf

Das Berliner Verwaltungsgericht hat in zwei Eilverfahren entschieden, dass die Sperrstunde für Berliner Gastronomiebetriebe nicht rechtens ist. Die Sperrstunde war am 10. Oktober in Kraft getreten. Zwischen 23.00 und 06.00 Uhr mussten Gastronomiebetriebe schließen. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Berliner Senat am 6. Oktober gefasst. Gegen diese Regelung legten insgesamt elf Gastronomen per Eilverfahren nun erfolgreich Beschwerde ein. Gegen die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts kann vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Einspruch eingelegt werden.

11.30 Uhr: Bayern hebt Teilnehmer-Obergrenze für Gottesdienste im Freien auf

Für Gottesdienste unter freiem Himmel gibt es in Bayern künftig keine Personenobergrenze mehr. Die bisherige Höchstzahl von 200 Teilnehmern gelte ab Samstag nicht mehr, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) in München. Dies sei für die Gläubigen und die Kirchen gerade mit Blick auf Allerheiligen und Weihnachten eine wichtige Botschaft.

Es bleibe aber dabei, dass bei den Gottesdiensten die Abstandsregeln, die Maskenpflicht und auch die Hygienekonzepte eingehalten werden müssten. "Ich vertraue hier auf die Umsetzung der Pfarrgemeinden und der Gottesdienstbesucher", sagte Herrmann

11.17 Uhr: In Bayern gibt es ab Samstag kein Beherbergungsverbot mehr

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, "wir belassen es dabei", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München.

Ministerpräsident Markus Söder hatte bereits gestern Abend im ZDF gesagt, wenn die in der Runde der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossenen Maßnahmen von allen konsequent angewendet würden, werde das Beherbergungsverbot "aus sich heraus überflüssig. Ich glaube, das wird jetzt Stück für Stück auslaufen." Auch in Bayern werde er das Beherbergungsverbot "eher auslaufen lassen".

11.04 Uhr: Mehr als 63.000 neue Corona-Fälle in den USA - Höchster Stand seit August

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in den USA hat erneut einen Höchststand seit Mitte August erreicht. Am Donnerstag (Ortszeit) verzeichnete die Johns Hopkins Universität in Baltimore binnen 24 Stunden rund 63.600 Neuinfektionen, rund 4.000 mehr als am Vortag. Ähnlich hoch waren die Zahlen zuletzt am 14. August gewesen, als rund 64.600 neue Fälle gemeldet wurden. 

Besonders stark war der Anstieg in einigen Bundesstaaten des Mittleren Westens wie North Dakota, South Dakota und Missouri. Die Zahl der neuen Todesfälle blieb relativ stabil bei 904. 

Die bislang höchste Anzahl der Coronavirus-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnete die Universität am 16. Juli mit mehr als 77.300. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie in den USA mehr als 7,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, rund 217.700 starben. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer an Infektionen aus. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen.

10.48 Uhr: Teilweiser Lockdown in Slowenien

Wegen der stark steigenden Zahl von Ansteckungen mit dem Coronavirus gelten in Slowenien seit Freitag in weiten Teilen des EU-Landes Bewegungsbeschränkungen. Bewohner von sieben Regionen, die aufgrund der hohen Infektionszahlen als "rot" eingestuft wurden, dürfen ihre jeweilige Gegend nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Zu den "roten" Zonen gehören die Hauptstadt Ljubljana sowie die umliegenden Regionen.

In den "roten" Zonen sind außerdem seit Freitag öffentliche Veranstaltungen, Versammlungen, Hochzeiten und religiöse Zeremonien untersagt. Masken müssen auch im Freien getragen werden. Die restlichen fünf Regionen Sloweniens gelten als "orange". Dort gelten keine Bewegungsbeschränkungen, Masken müssen nur in öffentlich zugänglichen Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden.

In Slowenien ist die Zahl der Corona-Ansteckungen zuletzt sprunghaft angestiegen. In den vergangenen 14 Tagen haben sich 230 Menschen pro 100.000 Einwohner angesteckt. In Ljubljana waren es 270.

10.34 Uhr: Freie Wähler sagen Landesparteitag ab

Wegen der steigenden Corona-Zahlen in ganz Bayern sagen die im Freistaat mit der CSU regierenden Freien Wähler ihren Landesparteitag am 24. in Landshut ab. Das teilte ein Sprecher der Partei in München mit.

Bisher war vorgesehen, dass die Delegierten aufgeteilt auf zwei Hallen an der Landesversammlung teilnehmen können. Da neben der Grundsatzrede von Parteichef Hubert Aiwanger unter anderem Neuwahlen des Vorstands auf der Tagesordnung standen, wäre eine Online-Veranstaltung rechtlich nicht möglich gewesen. Nun hoffe die Partei, den Parteitag im kommenden Jahr nachholen zu können, sobald es die Pandemie zulasse, hieß es.

10.24 Uhr: In Sri Lanka droht Maskenverweigerern Gefängnis

Maskenverweigerern droht im südasiatischen Inselstaat Sri Lanka künftig eine Haftstrafe. Wer sich im Kampf gegen das Coronavirus in der Öffentlichkeit nicht an Abstandsregeln halte, könne ebenfalls mit bis zu sechs Monaten Haft sowie umgerechnet 46 Euro Geldbuße bestraft werden, teilten die Behörden mit.

"Die Gesetze sind ein Schutz für Gesundheitsmitarbeiter und für die Polizei bei der Umsetzung von Richtlinien zur Eindämmung des Virus", sagte der stellvertretende Polizeichef Ajith Rohana. So sei es nun auch Pflicht, in Läden und Büroräumen Handdesinfektionsmittel bereitzustellen und ein Kundenregister zu führen.

Mit den schärferen Regeln reagiert die Tropeninsel auf die zweite Welle der Pandemie. Bislang gab es in dem tropischen Land nach offiziellen Zahlen vergleichsweise wenige Fälle. Seit dem 3. Oktober seien aber knapp 1.800 Menschen positiv getestet worden. Landesweit wurden rund 10.000 Einwohner in Quarantänezentren untergebracht. Rund um die Hauptstadt Colombo gilt für 19 Gebiete eine Ausgangssperre.

09.47 Uhr: Bundesregierung rechnet mit "wirklich großer zweiter Welle"

Die Bundesregierung geht von einem weiteren Anwachsen der Corona-Infektionszahlen aus. "Wir erwarten nicht, dass die Zahlen morgen geringer werden, sondern dass sie weiter steigen", sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) den Sendern RTL und n-tv. Deutschland stehe "am Beginn einer wirklich großen zweiten Welle", und diese Welle "müssen wir jetzt unterbrechen", sagte Braun.

Die Lage sei derzeit "deutlich ernster" als während der ersten Corona-Welle im Frühjahr, sagte der Minister. "Jetzt merken wir, dass wir gerade in einem steilen Anstieg sind." Wie hoch die Zahlen noch stiegen, hänge von den Maßnahmen ab, die nun ergriffen würden. "Wir müssen jetzt sehr entschieden handeln, weil sonst steigen sie immer weiter."

Braun forderte Kommunal- und Landespolitiker auf, schnell zu reagieren. Das Motto müsse lauten: "Vorsicht sofort!" Wenn in einem Landkreis die Infektionszahlen deutlich stiegen, müsse umgehend gehandelt werden - und zwar schon, bevor der Inzidenzwert die Schwelle von 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern übersteige.

09.19 Uhr: WHO sieht keinen Einfluss von Remdesivir auf Sterblichkeit

Das Medikament Remdesivir des US-Biotechkonzerns Gilead hat nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO keinen substanziellen Einfluss auf die Genesung von Covid-19-Patienten. In der breit angelegten Studie sei die Wirkung von vier unterschiedlichen Medikamenten - neben Remdesivir die Malaria-Arznei Hydroxychloroquin, das HIV-Medikament Lopinavir/Ritonavir sowie der Wirkstoff Interferon - an mehr als 11.200 Patienten getestet worden. Demnach hätten die Medikamente nur einen geringen oder keinen Einfluss auf die Sterblichkeit oder die Länge des Krankenhausaufenthalts gezeigt, teilte die WHO mit.

Remdesivir ist eines der ersten Medikamente, das zur Behandlung von Corona-Patienten eingesetzt wurde. Auch US-Präsident Donald Trump erhielt es kürzlich nach seiner Infektion. Die Ergebnisse der WHO-Studie stehen im Kontrast zu einer US-Studie mit 1.062 Patienten, die Anfang des Monats im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlicht worden war. Danach verkürzte Remdesivir die Genesungszeit von Covid-19-Patienten.

09.05 Uhr: EU-Regierungschefs wollen Corona-Regeln harmonisieren

Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen weiter an einer Harmonisierung der Corona-Regeln in Europa arbeiten. "Wir haben beschlossen, die Koordinierung auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs zu verstärken, um sicherzustellen, dass so schnell wie möglich Fortschritte bei der Eindämmung der Epidemie erzielt werden können", erklärte Ratspräsident Charles Michel zum Auftakt des zweiten Gipfeltages. Man nehme die Situation "extrem ernst".

Die spät in der Nacht veröffentlichte gemeinsame Erklärung nach dem ersten Tag des EU-Gipfels in Brüssel nennt etwa "Quarantänevorschriften, die grenzüberschreitende Ermittlung von Kontaktpersonen (und) Teststrategien" der 27 EU-Länder als Themen, bei denen mehr Einheitlichkeit erzielt werden soll. In der Gipfelerklärung sichern die Staats- und Regierungschefs zudem zu, weiter bei der Entwicklung und Verteilung eines künftigen Impfstoffes zusammenzuarbeiten. Beschränkungen für Einreisen aus Drittstaaten in die EU sollen demnach fortgesetzt werden.

"Das ist eine große Herausforderung für alle Regierungschefs der Europäischen Union", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach den Beratungen in Brüssel. "Die Frage, wie wir aus dieser Pandemie jetzt herauskommen", entscheide darüber, wieviele Menschen sterben müssten - "und sie entscheidet auch über unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit".

08.43 Uhr: Japan will Olympische Spiele 2021 "um jeden Preis"

Japan setzt fest darauf, die wegen der Pandemie in das kommende Jahr verschobenen Olympischen Spiele dann auch auszutragen. Die Spiele sollten 2021 "um jeden Preis" stattfinden, sagte Ministerpräsident Yoshihide Suga. Dazu würden das nationale Olympische Komitee seines Landes und das Internationale Olympische Komitee eng zusammenarbeiten.

Eigentlich sollten die Spiele vom 24. Juli bis 9. August dieses Jahres in Tokio ausgetragen werden. Wegen der Pandemie waren sie aber im März verschoben worden. Jetzt soll es sie vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 geben.

08.26 Uhr: FDP-Generalsekretär - "Der Staat kann nicht alles kontrollieren"

Der FDP-Generalsekretär Volker Wissing hat zu mehr Eigenverantwortlichkeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. "Wir müssen die Pandemie bekämpfen, auch indem wir an die Menschen appellieren - das funktioniert auch", sagte er im ARD-"Morgenmagazin": "Keiner möchte krank werden, und keiner möchte andere infizieren." Ohne die Eigenverantwortung der Menschen könne die Pandemie nicht bekämpft werden, so Wissing: "Wir müssen erkennen, dass der Staat nicht alles kontrollieren kann."

Wissing sprach sich auch für mehr Einheitlichkeit zwischen den einzelnen Ländern in bestimmten Bereichen aus. Zum Beispiel beim Beherbergungsverbot, das mittlerweile in einigen Ländern wie Baden-Württemberg gerichtlich außer Kraft gesetzt wurde. "Das Grundgesetz gilt auch während der Pandemiebekämpfung", sagte Wissing hingegen zu Einschränkungen bei Feiern in privaten Wohnungen: "Wir sind keine Untertanen, sondern freie Bürgerinnen und Bürger, und das muss der Staat auch respektieren."

08.02 Uhr: RKI-Chef lobt Hygienekonzepte in Kirchen

Ein Gottesdienstbesuch ist nach Einschätzung des Chefs des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, "relativ sorglos" möglich, wenn die Hygienekonzepte eingehalten werden. "Es gibt mittlerweile sehr gute Gottesdienstkonzepte", sagte Wieler im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur. In den vergangenen Monaten habe es nur wenige Ausbrüche in Kirchen gegeben.

Ein besonderes Ansteckungsmuster für bestimmte Religionsgruppen, Gottesdienste oder religiöse Feiern wie Hochzeiten sah Wieler nicht: "Es ist trivialer und unabhängig von Religionsgemeinschaften: Wo sich viele Menschen ohne Abstand in geschlossenen Räumen begegnen, besteht hohe Ansteckungsgefahr."

Die jüngsten Verschärfungen der Corona-Regeln durch Bund und Länder haben nach Einschätzung der katholischen Kirche vorerst keine Auswirkungen auf das religiöse Leben. Der Vertreter der katholischen Bischöfe in Berlin, Karl Jüsten, sagte, die Vorschriften gingen nicht über das hinaus, was bereits mit dem Bundesinnenministerium vereinbart sei.

07.46 Uhr: Australien erlaubt erstmals wieder quarantänefreie Einreisen

Neuseeländer aus Corona-freien Landesteilen dürfen erstmals wieder quarantänefrei ins Nachbarland Australien reisen. Ein Flugzeug aus Auckland mit 200 Passagieren an Bord landete in Sydney. Es ist das erste Mal seit Ende März, dass internationale Gäste keine 14 Tage in Corona-Isolation müssen. Voraussetzung ist, dass sich die Besucher in den zwei Wochen zuvor nicht in einem Covid-19-Hotspot in ihrer Heimat aufgehalten haben. Zwei weitere Flüge sollten im Laufe des Tages landen.

In Australien können Neuseeländer nun die australischen Bundesstaaten New South Wales mit der Metropole Sydney und dem Badeort Byron Bay sowie das Northern Territory mit dem Berg Uluru (Ayers Rock) besuchen. Andere Regionen bleiben noch gesperrt.

Der australische Premierminister Scott Morrison kündigte an, dass es ähnliche Vereinbarungen mit Japan, Südkorea und Singapur geben soll. Wahrscheinlich werde dies aber nicht vor 2021 geschehen. Wenn kein Impfstoff gegen das Virus auf den Markt komme, seien Reisen aus Europa und den USA voraussichtlich nicht vor 2022 möglich, hatte die Regierung zuvor bereits betont.

07.22 Uhr: Immer mehr US-Bundesstaaten verzeichnen Höchststände bei Neuinfektionen

Neun weitere US-Bundesstaaten verzeichnen Höchststände bei den Corona-Neuinfektionen. Wisconsin etwa meldet 3.747 bestätigte Fälle binnen 24 Stunden. In einigen Gegenden des Bundesstaats sind nach Angaben der Behörden nur noch zehn Prozent der Intensivbetten in Kliniken frei. "Wir befinden uns an einem sehr kritischen Punkt", erklärte Gouverneur Tony Evers.

06.48 Uhr: Friedenspreisträger Sen - Pandemie erweitert das Denken

Nach Einschätzung des diesjährigen Trägers des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, Amartya Sen, könnte die beispiellose Dimension der Corona-Pandemie zu einer "Erweiterung des Denkens" führen. "Wir sollten unser Leben in einem größeren Zusammenhang sehen", sagte der 86 Jahre alte indische Wirtschaftsphilosoph in einer digitalen Pressekonferenz im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Die Pandemie zwinge dazu, sich zu überlegen: "Nicht, was ist gut für mich, sondern für den anderen", sagte Sen. Denn es sei eine neue Situation, dass man bei der Begegnung mit jedem anderen Menschen nun daran denke, "dass er ein Virus in sich tragen könnte, das einen selbst töten kann". Es brauche einen neuen Einfallsreichtum im Umgang mit anderen Menschen.

Sen wird am Sonntag mit dem Friedenspreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche wird jedoch wegen der Corona-Pandemie ohne Publikum stattfinden. Sie wird am Sonntag ab 10.45 Uhr live in der ARD gezeigt.

06.15 Uhr: Bericht: Keine starke Ausbreitung des Coronavirus an deutschen Schulen

Die Befürchtungen, dass die bundesweite Öffnung der Schulen nach dem Ende der Sommerferien zu einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus führen könnte, haben sich nach Angaben der Landesregierungen nicht bestätigt. Laut einer Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) unter den Kultusministerien konnten bis zum Start der Herbstferien durchschnittlich 98 Prozent aller Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen.

Erhoben worden waren die Zahlen von den Ministerien zum jeweiligen Zeitpunkt vor Beginn der Herbstferien. Demnach waren etwa in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Bayern rund 0,04 Prozent der Schüler mit dem Coronavirus infiziert. Etwas höher war die Infektionsrate in Berlin, wo sich etwa 0,07 Prozent der Schüler mit dem neuartigen Virus ansteckten. Sachsen-Anhalt wiederum verzeichnete keinen einzigen Coronavirus-Fall an Schulen.

Auch unter Lehrkräften war das Infektionsgeschehen überschaubar. In NRW waren zum Beispiel 0,1 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer, in Berlin 0,14 Prozent betroffen. Auch die Quarantäne-Maßnahmen an den Schulen bewegten sich demnach auf einem relativ niedrigen Niveau. So waren beispielsweise in NRW 98,1 Prozent der Schüler nicht von Quarantäne betroffen. Unter Lehrkräften lag der Anteil bei 95,7 Prozent.

05.43 Uhr: Corona-Sonderrechte für Spahn sollen offenbar verlängert werden

Die große Koalition will laut einem Medienbericht im Eilverfahren die Sonderrechte für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Corona-Bekämpfung über den 31. März 2021 hinaus verlängern. Eine entsprechende Vorlage werde derzeit zwischen den Ministerien abgestimmt, berichtete die "Rheinische Post" vorab. Der Gesetzentwurf räume Spahn weitgehende Befugnisse ein. So dürfe er eigenmächtig Verordnungen erlassen, soweit dies "zum Schutz der Bevölkerung vor einer Gefährdung durch schwerwiegende übertragbare Krankheiten erforderlich ist".

Spahn könne demnach nach eigenem Ermessen den internationalen und nationalen Reiseverkehr kontrollieren, berichtete das Blatt. Für Flug- und Seehäfen könne er Vorschriften erlassen, wenn die Infektionslage es erfordere.

05.17 Uhr: Erneuter Höchststand bei Neuinfektionen in Deutschland: 7.334 weitere Fälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 7.334 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Am Vortag war mit 6.638 neuen Fällen der bis dato höchste Wert seit Beginn der Pandemie in Deutschland registriert worden. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird.

Bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten zeichnet sich ein deutlicher Anstieg ab. Laut RKI-Lagebericht wurden am Donnerstag 655 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 329 davon wurden beatmet. Eine Woche zuvor (8.10.) hatte der Wert noch bei 487 (239 beatmet) gelegen.Rund 8.700 Intensivbetten sind in Deutschland derzeit jedoch noch frei.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 348.557 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.734. Das waren 24 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 287.600 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Donnerstag bei 1,08 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,22 (Vortag: 1,16). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

04.22 Uhr: Trump weicht Frage nach negativem Corona-Test aus

US-Präsident Donald Trump ist bei der TV-Fragestunde für Bürger Fragen nach einem Coronavirus-Test am Tag der ersten Debatte ausgewichen. "Möglicherweise habe ich, möglicherweise habe ich nicht", sagte Trump am Donnerstagabend in Miami auf die Frage, ob er sich am 29. September habe testen lassen, bevor er mit seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden in Cleveland zusammentraf. Die Regeln für die Debatte sehen vor, dass beide Kandidaten ein negatives Testergebnis haben, dieses müssen sie aber nicht nachweisen.

Trump wurde zwei Tage später positiv auf das Virus getestet. Aus diesem Grund wurde die zweite Debatte, die für Donnerstagabend geplant war, gestrichen. Stattdessen beantworteten beide Kandidaten bei jeweils eigenen Auftritten die Fragen von Wählern.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

20.41 Uhr: Bereits elf Corona-Fälle in päpstlicher Schweizergarde

Im Vatikan sind sieben weitere Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit stieg die Zahl der nachweislich infizierten Gardisten auf elf, wie die Schweizergarde am Donnerstag mitteilte. Alle Infizierten seien isoliert worden, hieß es in der Mitteilung weiter. Die bunt uniformierten Wachen schützen Papst Franziskus und seine Residenz.

20.18 Uhr: Frankreich meldet mehr als 30.000 Neuinfektionen

Frankreich hat mit mehr als 30.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages erneut eine Höchstzahl gemeldet. Bei den französischen Gesundheitsbehörden wurden am Donnerstag 30.621 neue Fälle registriert. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 88 auf insgesamt 33.125 seit Beginn der Pandemie.

Wegen der massiv steigenden Corona-Zahlen hatte Frankreichs Regierung am Mittwoch erstmals seit dem Frühjahr wieder Ausgangssperren in großen Städten angekündigt. In Paris und acht weiteren Hotspots dürfen die Bürger ab diesem Wochenende das Haus zwischen 21.00 Uhr abends und 06.00 Uhr morgens nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Auf Reisebeschränkungen innerhalb des Landes, wie sie in Deutschland für heftigen Streit sorgen, verzichtet Frankreich dagegen bislang.

20.09 Uhr: Kantine zu - Slowakische Parlamentarier sollen sich Wasser aus WC holen

Aus Ärger über Kritik an den Corona-Maßnahmen der Regierung hat der slowakische Parlamentspräsident Boris Kollar allen Abgeordneten den Zutritt zur Parlamentskantine untersagt. Ab sofort sei Trinkwasser aus den WC-Räumen des Hauses die einzige Verpflegung, die den 150 Parlamentariern zur Verfügung gestellt werde, erklärte der Chef der zweitstärksten Regierungspartei

20.00 Uhr: Österreich stellt Corona-Ampel für vier Bezirke auf Rot

Angesichts der sich ausweitenden Pandemie hat Österreich erstmals seine Corona-Ampel für vier Bezirke in drei westlichen Bundesländern auf Rot gestellt. Betroffen seien Wels Stadt in Oberösterreich, Hallein in Salzburg sowie Innsbruck Stadt und Innsbruck Land in Tirol, wie die Nachrichtenagentur APA am Donnerstagabend nach einem Treffen der zuständigen Expertenkommission berichtete. Für diese Bezirke bestehe ein sehr hohes Risiko, hieß es. Innsbruck-Land und Hallein grenzen an Bayern.

19.30 Uhr: Israel kündigt Lockerungen des Anti-Virus-Lockdowns an

Rund einen Monat nach Beginn des zweiten Corona-Lockdowns in Israel hat die Regierung einige Lockerungen der Beschränkungen beschlossen. Die Zahl der Neuinfektionen ging zwischenzeitlich zurück. Das Coronavirus-Kabinett des Landes entschied deshalb am Donnerstag, Kindertagesstätten und Vorschulen für Kinder bis sechs Jahren wieder zu öffnen.

Außerdem dürfen Betriebe ohne Laufkundschaft im Verkaufsraum wieder öffnen, zudem fällt eine Beschränkung der Bewegungsfreiheit für Bürger auf einen Bereich von 1000 Metern um ihr Zuhause weg.

19.19 Uhr: Queen zeigt sich wieder in Öffentlichkeit

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie Anfang März ist Königin Elizabeth II. am Donnerstag wieder öffentlich außerhalb einer ihrer Residenzen aufgetreten. Gemeinsam mit ihrem Enkel Prinz William traf die 94-Jährige in einem Labor in Porton Down bei Salisbury Wissenschaftler, die mit dem Kampf gegen das Coronavirus befasst sind. Außerdem enthüllte sie zur Eröffnung eines Analysezentrums zur Terrorabwehr eine Plakette.

18.51 Uhr: Steigende Coronazahlen: Polen verhängt weitere Einschränkungen

Vor dem Hintergrund sprunghaft steigender Corona-Neuinfektionen führt Polen erneut massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens ein. "Wir müssen jetzt auf die Bremse treten, um unser Gesundheitssystem zu verteidigen", sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski am Donnerstag in Warschau.

Ab Samstag werden mehr als 150 Regionen im ganzen Land, darunter die Hauptstadt Warschau und mehrere andere Großstädte, als sogenannte rote Zonen deklariert, in denen schärfere Auflagen gelten. Dort sind Hochzeitsfeiern künftig verboten, Schwimmbäder und Fitnessclubs werden geschlossen. Restaurants dürfen für Gäste nur von sechs bis 21 Uhr geöffnet haben, nach dieser Zeit können sie ihre Speisen nur zum Mitnehmen anbieten. Die Schulen gehen wieder zu Fernunterricht über.

18.47 Uhr: Behörden in Großbritannien verzeichnen 18.980 Neuinfektionen

In Großbritannien haben die Gesundheitsbehörden binnen 24 Stunden 18.980 neue Infektionsfälle registriert. 138 weitere Menschen, die zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, starben. Am Tag zuvor hatte die Regierung 19.724 Neuinfektionen und 137 Todesfälle gemeldet.

18.45 Uhr: Auch das Saarland kippt Beherbergungsverbot

Auch das Saarland streicht das Beherbergungsverbot. Damit entfällt von diesem Freitag an für Reisende aus innerdeutschen Hotspots die Pflicht, bei der Übernachtung im Saarland einen negativen Corona-Test vorzulegen, wie Regierungssprecher Alexander Zeyer mitteilte. Ministerpräsident Tobias Hans hatte den Schritt gestern bereits angekündigt.

18.38 Uhr: Infektionen im Team von Vizepräsidentschaftskandidatin Harris

US-Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris hat wegen zwei Corona-Fällen in ihrem Mitarbeiterstab persönliche Auftritte bis Montag abgesagt. Das teilte das Wahlkampfteam des Präsidentschaftskandidaten Joe Biden mit. Biden sei dem Virus nicht ausgesetzt gewesen, obwohl er am 8. Oktober mehrere Stunden zusammen mit Harris in Arizona tätig gewesen sei. Bei einer für Harris' Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Person und einem weiteren Mitarbeiter sei nach der Reise bei Tests festgestellt worden, dass sie infiziert seien.

Biden und Harris absolvierten an dem Tag mehrere Treffen und einen gemeinsamen Auftritt vor Reportern an einem Flughafen. In der Öffentlichkeit trugen sie jederzeit Masken. Biden und Harris haben sich seither mehrfach auf das Virus testen lassen - bislang mit negativem Ergebnis.

18.36 Uhr: Trump trotz Zunahme der Neuinfektionen gegen neue Corona-Auflagen

Trotz steigender Corona-Zahlen hat US-Präsident Donald Trump die Verhängung neuer Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie abgelehnt. "Wir werden keine neuen Lockdowns mehr machen", sagte er in einem telefonischen Interview mit dem TV-Sender Fox Business. Die Lage in den USA sei gut. Trump hatte die erneute Stilllegung weiter Teile des öffentlichen Lebens bereits häufig abgelehnt. In dem Interview wiederholte er auch seine Ansicht, wonach solche strengen Auflagen zu mehr Problemen führten, als sie lösten - darunter Selbstmorde und Gewalt. Er griff auch erneut demokratische Gouverneure an, die sich für strengere Regeln einsetzten. Die Gouverneurin des Bundesstaats Michigan, Gretchen Whitmer, beschimpfte er dabei als "Diktatorin".

18.29 Uhr: Kuba größtenteils wieder für Urlauber offen

Der Großteil Kubas ist nach fast sieben Monaten wieder für ausländische Besucher offen. Internationale Flüge sind seit Donnerstag an den Flughäfen des Karibikstaates - mit Ausnahme von Havanna - wieder zugelassen. Nach Angaben des kubanischen Gesundheitsministeriums werden Besucher bei Ankunft auf das Coronavirus getestet. In jedem Hotel werde es ein Ärzteteam geben, alles werde bargeldlos bezahlt.

Kuba hatte im März wegen der Corona-Pandemie seine Grenzen geschlossen. Im Juli gab es zwar eine erste Wiederöffnung für ausländische Touristen, erlaubt waren aber nur Charter-Flüge und Aufenthalte in All-Inclusive-Resorts auf fünf bestimmten Inseln, ohne Kontakt zur Lokalbevölkerung.

18.25 Uhr: Israel beschließt Lockerungen der Corona-Beschränkungen

Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen will Israel seit fast einem Monat geltende Beschränkungen wieder lockern. Das sogenannte Corona-Kabinett beschloss am Donnerstagabend eine Reihe von Erleichterungen. Diese sollen am Sonntag in Kraft treten. Bedingung ist allerdings, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen nicht deutlich höher liegt als 2.000. Zuvor war bereits eine Wiederöffnung des internationalen Flughafens Ben Gurion bei Tel Aviv von Freitag an beschlossen worden. Am Donnerstag meldete das israelische Gesundheitsministerium 2.004 neue Fälle.

Von Sonntag an dürfen gemäß der neuen Entscheidung dann auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wird aufgehoben. Versammlungsbeschränkungen gelten allerdings weiter - in Innenräumen dürfen sich nicht mehr als 10 und draußen nicht mehr als 20 Menschen versammeln.

Die Pandemie verlief in Israel zunächst glimpflich, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen und einer massiven Zunahme der Fallzahlen im Laufe des Sommers galt seit dem 18. September ein zweiter landesweiter Lockdown. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen konnte von mehr als 9000 am 30. September auf nun rund 2000 gedrückt werden.

18.05 Uhr: Gastronomie protestiert gegen schärfere Corona-Vorschriften

Die bayerischen Gastronomen protestieren gegen die Verschärfung der Corona-Einschränkungen durch die Staatsregierung. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga kritisierte am Donnerstag insbesondere die frühen Sperrstunden, die ab Samstag in Kommunen mit einer Häufung von Corona-Infektionen gelten. "Wir wollen Infektionsketten nachvollziehen, deshalb müssen wir den organisierten Bereich stärken und nicht ständig schwächen", erklärte Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. Wenn Wirtshäuser um 22.00 oder 23.00 Uhr schließen müssen, feierten die Gäste privat - ohne jede Kontrolle.

17.47 Uhr: Papst warnt vor Schulabbruch von Millionen Kindern

Papst Franziskus will mit einem globalen Pakt für Bildung den Kindern und Jugendlichen weltweit zu besseren Chancen verhelfen. "In der aktuellen Gesundheitskrise - wo es viel Verzagtheit und Orientierungslosigkeit gibt - sind wir der Meinung, dass dies der Zeitpunkt ist, einen globalen Bildungspakt für und mit den jüngeren Generationen zu unterzeichnen", sagte der Papst in einer Videobotschaft in Rom.

In dem Pakt würden "Familien, Gemeinschaften, Schulen und Universitäten, Institutionen, Religionen, Regierende, ja, die gesamte Menschheit dazu verpflichtet, reife Menschen heranzubilden".

Die Idee zu einer Übereinkunft für bessere Bildung hatte das 83 Jahre alte katholische Kirchenoberhaupt bereits lange vor der Corona-Krise. Doch jetzt könnten etwa zehn Millionen Kinder weltweit wegen der Wirtschaftskrise, die durch die Pandemie ausgelöst wurde, zum Schulabbruch gezwungen sein, warnte er.

17.41 Uhr: Knapp 9.000 Neuinfektionen in Italien an einem Tag

Die Corona-Zahlen in Italien steigen weiter deutlich an: Die Gesundheitsbehörden melden 8.804 neue Ansteckungen mit dem Virus an einem Tag. Das sind rund 1.500 mehr als am Vortag. Zugleich wurde damit der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie im Februar erreicht. In Italien werden allerdings inzwischen sehr viel mehr Tests als am Anfang der Pandemie gemacht, so dass viele Experten von einem direkten Vergleich der Werte mit der ersten Welle abraten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Rom registrierte das Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern heute 83 neue Covid-19-Tote - fast doppelt so viele wie am Mittwoch.

17.23 Uhr: Bundesregierung weitet Liste der Risikogebiete in Europa aus

Die Bundesregierung hat die ganzen Niederlande, fast ganz Frankreich und erstmals auch Regionen in Italien und Polen mit Wirkung ab dem kommenden Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Außerdem werden dann Malta und die Slowakei komplett sowie einzelne Regionen in neun weiteren EU-Ländern auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilte.

Dazu zählen acht Regionen der Schweiz, darunter der an Deutschland grenzende Kanton Zürich, erstmals Gebiete in Schweden und Finnland sowie weitere Regionen in Großbritannien, Irland, Kroatien, Portugal, Slowenien und Ungarn. Es wird erwartet, dass das Auswärtige Amt für alle neuen Risikogebiete auch eine Reisewarnung ausspricht.

Mit der Aufnahme von fünf polnischen Regionen einschließlich der Metropolen Danzig und Krakau auf die Risikoliste wird ab Samstag keines der neun Nachbarländer Deutschlands mehr ohne Risikogebiet sein.

In Frankreich werden Korsika und das am Anfang der Corona-Pandemie besonders stark betroffene Grenzgebiet Grand Est auf die Risikoliste gesetzt. In den Niederlanden wird Zeeland an der Nordsee als letzte Provinz zum Risikogebiet.

Mit Italien wird nun auch das zweitbeliebteste Urlaubsland der Deutschen nach Spanien zumindest teilweise auf die Risikoliste gesetzt. Betroffen sind zwei sehr gefragte Touristenziele: Das süditalienische Kampanien mit Neapel, der Amalfiküste und den Inseln Capri und Ischia sowie die nordwestliche Küstenregion Ligurien um Genua.

17.20 Uhr: RKI-Präsident: Abriegelung von Corona-Risikogebieten vorstellbar

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, kann sich eine Abriegelung von Risikogebieten vorstellen, um das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland unter Kontrolle zu halten. Vor neun Monaten habe er eine solche Maßnahme noch für undenkbar gehalten, sagte Wieler in einem Interview des Fernsehsender phoenix. Inzwischen halte er das aber für vorstellbar.

Mit Blick auf die am Mittwoch zwischen Bund und Ländern verabredeten Corona-Maßnahmen kritisierte Wieler, ihm fehle die "Verbindlichkeit". Einige der Maßnahmen seien nur Empfehlungen, er würde sich aber wünschen, dass etwa das Tragen von Masken in Innenräumen verpflichtend wäre. Angesichts der heftigen Debatte um Beherbergungsverbote in einigen Bundesländern verwies Wieler darauf, dass die Mobilität "einer der Treiber dieser Pandemie" sei.

16.58 Uhr: Maas: Keine neuen Grenzschließungen wegen Corona

Bundesaußenminister Heiko Maas hat neuen Grenzschließungen eine Absage erteilt. Im Frühjahr hätten alle EU-Länder "schlechte Erfahrungen" mit "zu schnellen Schließungen" gemacht, sagte der SPD-Politiker bei einem Treffen mit den Außenministern Frankreichs und Polens in Paris. Mit Rücksicht auf die vielen Pendler werde Deutschland "das nicht noch einmal wiederholen".

16.46 Uhr: Von der Leyen verlässt EU-Gipfel und geht in Corona-Quarantäne

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat den EU-Gipfel in Brüssel am Donnerstagnachmittag frühzeitig verlassen und sich in Corona-Quarantäne begeben. Sie sei gerade darüber informiert worden, dass ein Mitglied ihres Empfangsbüros am Morgen positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, schrieb die CDU-Politikerin kurz nach Beginn des EU-Gipfels auf Twitter. Sie selbst sei negativ getestet worden. Dennoch habe sie den EU-Gipfel aus Vorsicht unverzüglich verlassen und sich in Selbstisolation begeben.

Bereits in der vergangenen Woche hatte sich von der Leyen wegen eines Kontakts zu einem Corona-Infizierten zeitweise in Quarantäne begeben müssen.

16.21 Uhr: Erneut Rekord an Corona-Neuinfektionen in Litauen

In Litauen haben die Corona-Neuinfektionen zum dritten Mal in diesem Monat einen Rekordwert erreicht. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Vilnius wurden am Donnerstag 255 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Dies ist der höchste Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert in dem baltischen EU-Land von 205 Neuinfektionen war am Samstag erfasst worden. 

16.07 Uhr: Inzidenzwert im Berchtesgadener Land steigt auf über 90

Im Landkreis Berchtesgadener Land steigen die Corona-Fallzahlen weiter stark an. Wie das Gesundheitsamt im Landratsamt mitteilt, wurden innerhalb der letzten 24 Stunden 18 Neuinfektionen gezählt. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land erhöht sich auf 91,6. Der Landkreis hat bayernweit damit den höchsten Wert. Aktuell gibt es dort 105 SARS-CoV-2-Infizierte.

Am Vormittag tagte heute ein Corona-Krisenstab. Landrat Bernhard Kern appellierte an die Bürger: "Vorsicht und Rücksicht sind jetzt unbedingt geboten, unbedachtes Verhalten von jedem Einzelnen ist zu vermeiden." In Berchtesgaden gelten in vielen öffentlichen Einrichtungen umfangreiche Quarantäne-Maßnahmen.

Mehr zu Berchtesgadener Land: Inzidenzwert steigt auf 91,6

16.06 Uhr: Von der Leyen fordert einheitliche Test- und Quarantäneregeln

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die EU-Staaten zu weiterer Koordinierung der Corona-Maßnahmen aufgerufen. Die Lage werde mehr und mehr besorgniserregend, sagte die CDU-Politikerin zu Beginn des EU-Gipfels in Brüssel. Die EU-Staaten hätten sich zwar in dieser Woche auf eine Ampel-Karte verständigt, auf der Regionen je nach Infektionslage farblich markiert werden. Aber ihrer Meinung nach sollte es darüber hinaus eine Einigung auf die Länge einer Quarantäne sowie auf die Notwendigkeit von Tests geben. "Ich rufe alle Beteiligten dazu auf, dass wir hier ebenfalls eine Einigung finden. Das ist wichtig."

15.49 Uhr: Anmeldung nach Einreise aus Risikogebiet bald digital

Wer aus einem ausländischen Corona-Risikogebiet nach Deutschland einreist, kann die obligatorische Meldung bei den Behörden bald digital vornehmen. Die bisherige sogenannte Aussteigerkarte auf Papier werde durch die "digitale Einreiseanmeldung" ersetzt, teilte das Bundesinnenministerium mit. Das Verfahren funktioniert über das Smartphone oder Tablet und soll ab dem 8. November möglich sein. An diesem Tag sollen die neuen Quarantäneverordnungen der Bundesländer in Kraft treten.

Bislang müssen Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten auf Formularen per Hand Angaben zur Identität, der Reiseroute, Kontaktdaten und dem eigenen Gesundheitszustand machen. Die Unterlagen sammelt beispielsweise die Fluggesellschaft oder das Busunternehmen ein und leitet sie an das für die Einreise zuständige Gesundheitsamt weiter, das sie wiederum an das Gesundheitsamt am Wohnsitz des Rückkehrers verschickt.

15.33 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in den Niederlanden erreicht neuen Höchstwert

In den Niederlanden haben die Gesundheitsbehörden mehr als 7.500 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert - so viele wie nie zuvor. Um die rasche Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat die Regierung am Donnerstag einen teilweisen Lockdown verhängt.

15.12 Uhr: Corona-Neuinfektionen in den USA auf höchstem Stand seit August

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in den USA ist mit fast 60.000 an einem Tag auf den höchsten Stand seit Anfang August gestiegen. Am Mittwoch wurden rund 59 500 Menschen positiv getestet, wie aus Zahlen der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorgeht. Besonders stark war der Anstieg in einigen Bundesstaaten des Mittleren Westens wie North Dakota, South Dakota und Missouri. Die Zahl der Todesfälle blieb relativ stabil bei 985.

Insgesamt wurden in den USA der Universität zufolge seit Beginn der Pandemie 7,9 Millionen Corona-Infektionen gezählt, rund 217.000 Menschen starben. Experten gehen zugleich von einer hohen Dunkelziffer an Corona-Infektionen aus. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen.

15.01 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Bayern auf hohem Niveau

Mehr als tausend Menschen haben sich innerhalb von 24 Stunden in Bayern mit dem Coronavirus infiziert. Konkret sind es 1.072 neue Fälle, wie es aus den aktuellen Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen hervorgeht. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 75.696 Personen im Freistaat mit Covid-19 infiziert.

Die mit Abstand meisten neuen Fälle gibt es im Regierungsbezirk Oberbayern, hier wurden knapp die Hälfte aller Neuinfektionen gemeldet (+500). Die übrigen Regierungsbezirke haben zwischen 129 und 43 neue Fälle gemeldet. Seit gestern kamen außerdem sechs Todesfälle hinzu, die in Zusammenhang mit dem Virus stehen.

Aktuell gibt es 13 Städte und Landkreise, die mehr 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gemeldet haben. Den Grenzwert überschritten haben die Städte Augsburg, München, Weiden, Stadt und Landkreis Rosenheim, Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie die Landkreise Berchtesgadener Land, Ebersberg, Fürstenfeldbruck, Mühldorf am Inn, Regen und Rottal-Inn.

14.54 Uhr: Bayern weitet Corona-Schutzmaßnahmen aus

Bayern führt strengere Corona-Regeln ein als am Mittwoch beim Bund-Länder-Treffen beschlossen. Das kündigt Ministerpräsident Markus Söder in München an. Wenn die Zahl der Neuinfektionen in Regionen mehr als 50 pro 100.000 Einwohner in einer Woche erreichen, gelte künftig eine Maskenpflicht auch in Grundschulen, sagt er. Die Sperrstunde muss dann von 23 auf 22 Uhr vorverlegt werden. Auch bei privaten Treffen würden die Regeln zumindest für die kommenden vier Wochen verschärft: In betroffenen Regionen dürfen sich dann im privaten Bereich laut Söder nur noch fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Die Situation werde wöchentlich neu bewertet, sagt Söder.

Mehr zu Bayern verschärft Regeln für Corona-Hotspots

14.48 Uhr: Belgien melden neuen Rekordwert an Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Belgien ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Behörden des 11-Millionen-Einwohner-Landes meldeten am Donnerstag 7.481 registrierte Fälle innerhalb von 24 Stunden. In den vergangenen zwei Wochen seien auf 100.000 Einwohner rund 494 Infektionen gemeldet worden.

In der vergangenen Woche lag die Zahl der Neuinfektionen mit 5.421 den Angaben zufolge doppelt so hoch wie in der Vorwoche. Besonders hoch sind die Infektionszahlen in der Hauptstadt Brüssel. Dort gab es in den vergangenen zwei Wochen mehr als 880 registrierte Fälle pro 100.000 Einwohner. Allerdings war der Zuwachs in Brüssel zuletzt geringer als in allen anderen Regionen Belgiens.

14.40 Uhr: Telefonische Krankschreibung ab Montag wieder bundesweit möglich

Telefonische Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden sind ab kommendem Montag wegen der Corona-Lage wieder bundesweit möglich. Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschusses im Gesundheitswesen am Donnerstag. Die Regelung soll zunächst bis zum Jahresende gelten. Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung könne telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden, hieß es in einer Mitteilung.

12.44 Uhr: Hohlmeier mit Coronavirus infiziert

Die CSU-Europaabgeordnete Monika Hohlmeier ist an Corona erkrankt. Sie habe milde Symptome und habe sich am Wochenende umgehend in Quarantäne begeben, sagte die 58-Jährige dem "Münchner Merkur". "Mir geht’s – toi, toi, toi – bis heute gut." Kopfschmerzen und ein Mattheitsgefühl zählen zu ihren Symptomen, bisher kein Fieber. "Ich halte die Quarantäne eisern ein", sagte sie.

Hohlmeier hat ihr positives Ergebnis nach eigenen Angaben überraschend am Samstag nach einem der wöchentlichen Routinetests bekommen. Die Arbeit setze sie nun eingeschränkt virtuell fort, lasse sich, wo möglich, virtuell zu Sitzungen zuschalten. Das Parlament und alle denkbaren Kontaktpersonen habe sie persönlich informiert. Der Fraktionschef der Konservativen im EU-Parlament, Manfred Weber, hat sich ebenfalls in Quarantäne begeben. Er ist nach übereinstimmenden Angaben Hohlmeiers und aus der CSU-Europagruppe aber keine ihrer Kontaktpersonen. Hohlmeier forderte alle Bürger auf, die Krankheit ernst zu nehmen und auf Abstand, Maske und Hygieneregeln zu achten.

11.46 Uhr: Österreich stellt Grenzgemeinde unter Quarantäne

In Österreich wird der Ort Kuchl im Salzburger Land an der bayerischen Grenze wegen der Corona-Neuinfektionen unter Quarantäne gestellt. Die Ein- und Ausreise aus der Gemeinde mit rund 6.600 Einwohnern sei bis auf einige Ausnahmen ab Samstag bis zum 1. November nicht mehr erlaubt, sagte Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer. "Die Situation läuft völlig aus dem Ruder", sagte der ÖVP-Politiker über die Lage im Ort, der nur etwa 20 Kilometer von Berchtesgaden entfernt ist.

Insgesamt bezeichnete er die Entwicklung im Bundesland als dramatisch. Die Kapazitäten in den Kliniken drohten in weniger als zwei Wochen, an ihre Grenzen zu kommen. Dann wäre ein Lockdown wohl unvermeidlich.

11.42 Uhr: Sachsen will Beherbergungsverbot nicht weiter umsetzen, Baden-Württemberg lockert

Sachsen will auf eine Umsetzung des Beherbergungsverbots für Reisende aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten verzichten. "Das Beherbergungsverbot trifft viele Menschen, die nichts mit der Krankheit zu tun haben", sagte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) dem MDR Sachsen. Deshalb woll er die Regelung aussetzen.

In Baden-Württemberg wird das umstrittene Beherbergungsverbot gelockert. Für Geschäfts- und Dienstreisende werde das Verbot aufgehoben, kündigte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) vor dem Stuttgarter Landtag an. Andere Reisende müssten jedoch ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen.

Eine bundeseinheitliche Regelung war gestern vertagt worden.

11.32 Uhr: Oxford-Wissenschaftler entwickeln 5-Minuten-Test

Nur fünf Minuten soll ein neuer Corona-Schnelltest der Universität Oxford dauern. Das von den Wissenschaftlern entwickelte Testverfahren könne Viren in weniger als fünf Minuten erkennen und identifizieren und sei in der Lage, SARS-CoV-2 mit hoher Genauigkeit von negativen klinischen Proben sowie anderen häufigen Krankheitserregern der Atemwege zu unterscheiden, sagte der Experte Nicolas Shiaelis: "Unser Test ist viel schneller als andere vorhandene diagnostische Technologien. Eine Diagnose in weniger als fünf Minuten kann Massentests zur Realität werden lassen." Die Wissenschaftler hoffen, dass der Test Anfang 2021 in Produktion gehen kann.

11.21 Uhr: Österreich meldet mit 1.552 Neuinfektionen Rekordwert

In Österreich ist die Zahl der neuen Corona-Fälle auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Das Innenministerium meldet 1.552 Positiv-Tests innerhalb von 24 Stunden. Bisher gab es in Österreich insgesamt 60.224 positive Testergebnisse. 877 Personen starben bislang, die positiv getestet worden. 664 Personen befinden sich derzeit aufgrund des Virus in krankenhäuslicher Behandlung, davon 119 auf der Intensivstationen.

11.10 Uhr: Zweiter Eilantrag gegen Münchner Alkohol-Ausschankverbot

Ein zweites Münchner Restaurat hat beim Verwaltungsgericht München einen Eilantrag eingereicht mit dem Ziel, dass das Alkohol-Ausschankverbot nach 22 Uhr außer Kraft gesetzt wird. Das teilte ein Gerichtssprecher mit. Über beide nun vorliegende Anträge soll noch heute entscheiden werden. Sollten die Kläger erfolgreich sein, wäre das Ausschank-Verbot zunächst nur für die betreffenden Restaurants aufgehoben. Für andere Gastronomiebetriebe würde es weiter gelten.

Das Ausschank-Verbot gehört zu einer ganzen Reihe verschärfter Corona-Regeln, mit denen die Stadt München auf das erneute Überschreiten des Inzidenz-Grenzwerts 50 reagiert hat. So gibt es in Teilen der Innenstadt wieder eine Maskenpflicht, private Treffen sind nur noch mit bis zu fünf Personen gestattet. Mehr dürfen es lediglich sein, wenn alle aus dem gleichen oder höchstens einem zweiten Hausstand sind, oder wenn enge Verwandte zusammenkommen. An Veranstaltungen wie Hochzeiten, Beerdigungen oder Geburtstagsfeiern dürfen unter freiem Himmel nur noch 50 Personen teilnehmen. In geschlossenen Räumen sind - wie bisher schon - maximal 25 Teilnehmer erlaubt.

10.42 Uhr: Umweltbundesamt gibt Lüftungs-Tipps für Schulen

Das Umweltbundesamt hat Empfehlungen für die Belüftung von Schulen in der Corona-Pandemie vorgelegt. "Um sich vor infektiösen Partikeln zu schützen, sollte pro Stunde ein dreifacher Luftwechsel erfolgen", heißt es darin.

In der kalten Jahreszeit soll demnach während des Unterrichts alle 20 Minuten mit weit geöffneten Fenstern für 3 bis 5 Minuten gelüftet werden. Zudem während der gesamten Pausen. Das Amt rät davon ab, nur die Tür zu öffnen, weil sich virushaltige Aerosole dann in andere Klassenräume verbreiten könnten. Auch von Lüften mit nur einem offenen oder mit gekippten Fenstern wird abgeraten.

"Sowohl beim Stoßlüften wie beim Querlüften sinkt die Temperatur im Raum nur um wenige Grad ab", heißt es weiter, die Experten schlagen zudem den Einsatz von CO2-Messgeräten vor, die anzeigen, wann die Luft verbraucht ist.

Für Klassenzimmer, in denen sich die Fenster nicht öffnen lassen seien "stationäre, in die Fensterbereiche eingebaute Zu- bzw. Abluftanlagen als baulich schnell realisierbare Option denkbar". Den Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte sieht das Umweltbundesamt skeptisch. Sie seien nur als Ergänzung geeignet.

10.32 Uhr: Schnelltests laut Spahn noch keine Alternative für breite Bevölkerung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt vor zu großen Hoffnungen auf Corona-Schnelltests. Für Reisende und den Großteil der Bevölkerung seien sie noch keine Alternative, sagte er im ARD-"Morgenmagazin". Demnach werden mittlerweile zwar bis zu 1,5 Millionen Testkits pro Woche hergestellt - diese sollten aber vornehmlich in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen für "zusätzliche Sicherheit" sorgen.

"Am Anfang haben wir nicht für alle alles", sagte der Gesundheitsminister. Daher müssten die Schnelltests zunächst in den am stärksten gefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Spahn zeigte sich aber zuversichtlich, dass "von Woche zu Woche" mehr Tests verfügbar würden.

Zudem seien Verbraucher in der Regel auch bei einem Schnelltest noch auf geschultes Personal angewiesen, mahnte er: "Man muss das schonmal gemacht haben", sagte Spahn.

10.10 Uhr: Qingdao testet fast 10 Millionen - 13 Infektionen entdeckt

Nach einem neuen Ausbruch des Coronavirus hat die ostchinesische Metropole Qingdao innerhalb von vier Tagen einen Massentest bei zehn Millionen Menschen durchgeführt. Die lokale Gesundheitskommission teilte mit, 9,94 Millionen Proben seien gesammelt worden, von denen über sieben Millionen bereits ausgewertet seien, 13 Infektionen seien entdeckt worden.

Die erste Infektion mit Sars-CoV-2 war über das  Wochenende in einem Krankenhaus der Stadt entdeckt worden, woraufhin der Test der gesamten Bevölkerung angeordnet wurde. Getestet wurden auch Menschen aus anderen Städten, die in den letzten Tagen aus Qingdao zurückgekehrt waren.

Zuletzt wurden in China nur noch importierte Infektionen aus dem Ausland gemeldet. Mit strengen Maßnahmen wie der Abriegelung von Millionenstädten, strikter Isolation und Einreisesperren hat China das Virus unter Kontrolle gebracht. Allerdings gab es in den letzten Monaten wie nun auch in Qingdao lokal begrenzte Ausbrüche.

10.02 Uhr: CSU-Vize Weber begibt sich in Quarantäne

CSU-Vize Manfred Weber hat sich in Corona-Quarantäne begeben. Er sei darüber informiert worden, dass er mit einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person in Kontakt gewesen sei, schrieb der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei im Europaparlament auf Twitter. Er sei nun in Selbstisolation und warte auf ein erstes Testergebnis: "Passt alle auf euch auf."

09.53 Uhr: Städtetag sieht Berliner Beschlüsse skeptisch

Der Deutsche Städtetag ist skeptisch, ob die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausreichen. Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es wird jetzt etwas mehr einheitliche Regeln bei steigenden Infektionszahlen geben. Aber ob das reicht und die Menschen besser durchblicken können, was gilt, müssen wir erst noch sehen."

Der Städtetag begrüße das frühere und strengere Eingreifen bereits bei 35 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen, so Jung, kritisierte aber, dass Bund und Länder beim Beherbergungsverbot für Urlauber aus Risikogebieten eine Einigung vertagt hatten. Er habe sich hier eine klare Linie gewünscht.

Es werde jetzt sehr darauf ankommen, dass bei den strengeren Regeln alle mitmachten, so Jung: "Wir sind als gesamte Gesellschaft gefordert, Corona entgegenzutreten: mit Masken, Kontakten mit Abstand, mit kleineren und weniger ausgelassenen Feiern, erst recht in Regionen mit hohen Infektionsraten."

09.39 Uhr: KMK-Präsidentin fordert Rücksichtnahme auf Schulen

Die Präsidentin der Kultusminister-Konferenz, Stefanie Hubig, forderte in der ARD, die Gesellschaft müsse auf die Schulen Rücksicht nehmen, etwa beim Feier- und Partyverhalten.

Erklärtes Ziel der Kultusminister-Konferenz sei es, die Schulen möglichst offen zu halten. Die Schulen gingen nach den bisherigen Erfahrungen gut mit den vorgeschriebenen Hygienekonzepten um. Nach ihrer Einschätzung könnten auch in der kälteren Jahreszeit ohne Probleme die notwendigen Lüftungen durchgeführt werden, ohne dass die Schülerinnen und Schüler Schaden nähmen, sagt die SPD-Politikerin, die zugleich Kultusministerin von Rheinland-Pfalz ist.

09.14 Uhr: Neuer Corona-Rekord trotz verschärfter Regeln in Tschechien

Trotz verschärfter Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie steigen die Corona-Zahlen in Tschechien weiter an. Am Mittwoch wurden 9.544 neue Fälle verzeichnet, wie das Gesundheitsministerium in Prag bekanntgab. Das war der höchste Wert an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der jemals Infizierten stieg damit auf knapp 140.000. Rund 2.700 Menschen werden im Krankenhaus behandelt. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stieg auf 1.172.

Die Regierung kündigte an, rund 4.000 Krankenhausbetten zu kaufen, um unter anderem in Messehallen Behelfseinrichtungen für einen möglichen Ansturm aufzubauen. "Die Zahlen sind katastrophal - es eilt wirklich sehr", sagte Ministerpräsident Andrej Babis der Agentur CTK zufolge vor seinem Abflug zum EU-Gipfel in Brüssel. Er habe über mögliche Hilfen auch "mit der bayerischen Seite" gesprochen, man wolle die Situation aber möglichst allein meistern.

Seit Mittwoch sind alle Restaurants, Kneipen und Bars geschlossen. Der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist verboten. Alle Schulen haben Fernunterricht eingeführt. Es dürfen sich sowohl drinnen als auch draußen nur noch maximal sechs Menschen treffen. Sport- und Kulturveranstaltungen sind untersagt. Die Maskenpflicht wurde ausgeweitet. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

08.57 Uhr: Bundespolizei ermahnte binnen eines Monats 71.000 Maskenverweigerer

Die Bundespolizei hat einem Bericht zufolge binnen eines Monats mehr als 71.000 Mal Reisende wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht ermahnt. Von Mitte September bis Mitte Oktober seien 71.233 derartige Fälle an Bahnhöfen und in Zügen registriert worden, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Demnach wurden in 200 Fällen uneinsichtige Reisende von der Weiterfahrt ausgeschlossen oder des Bahnhofs verwiesen. In 1.124 Fällen sei das zuständige Gesundheitsamt informiert worden, um Bußgelder zu verhängen. Der ganz überwiegende Teil der Reisenden habe sich bei Ermahnungen durch die Polizei einsichtig gezeigt, hieß es weiter.

Der stellvertretende GdP-Chef Jörg Radek sagte den Zeitungen, bisher herrsche "bei einem Großteil der Bürger viel Einsicht und Akzeptanz für die Corona-Maßnahmen". Es sei aber zu erwarten, "dass gerade bei einer Verschärfung von Sperrstunden und Maskenpflicht die Uneinsichtigkeit zunimmt". Schon jetzt würden Polizisten bei Kontrollen bewusst bespuckt, die Aggressivität steige.

08.37 Uhr: Kanzleramtschef: Bevölkerung muss mehr tun als in Berlin beschlossen

Kanzleramtsminister Helge Braun hat die Bevölkerung aufgerufen, im Kampf gegen die Corona-Pandemie mehr zu tun als nun von Bund und Ländern vereinbart und "sehr viel vorsichtiger" zu sein. Die Beschlüsse seien ein wichtiger Schritt, würden aber "vermutlich nicht ausreichen", sagte der CDU-Politiker im ARD-"Morgenmagazin": "Und deshalb kommt's jetzt auf die Bevölkerung an. Dass wir nicht nur gucken: Was darf ich jetzt? Sondern wir müssen im Grunde genommen alle mehr machen und vorsichtiger sein als das, was die Ministerpräsidenten gestern beschlossen haben."

Es könne jetzt überhaupt keine Frage mehr geben, "dass das jetzt der Beginn einer sehr großen zweiten Welle ist", führte Braun aus: "Und am Anfang dieser zweiten Welle haben wir es in der Hand, diese Infektionen aufzuhalten." Er warnte, wenn die Infektionen hochgingen, leide am Ende auch die Wirtschaftskraft.

Mit Blick auf die Debatte über umstrittene Beherbergungsverbote für Reisende aus deutschen Corona-Risikogebieten sagte Braun: "Jetzt ist nicht die Zeit für Reisen, sondern jetzt ist die Zeit, die Kontakte deutlich zu reduzieren."

08.02 Uhr: Spahn - Bürger müssen mit Disziplin Weihnachten retten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ruft die Bevölkerung auf, durch Disziplin und Umsicht die Virus-Ausbreitung zu bremsen. "Wir haben es gemeinsam selbst in der Hand", sagt er im Deutschlandfunk.

Den Bürgern müsse klar sein, dass sie heute entscheiden, ob Weihnachten in gewohnter Form stattfinden könne. Spahn fordert insbesondere mehr Achtsamkeit bei privaten Feiern, bei denen es zuletzt vermehrte Ansteckungen gegeben habe. Nicht notwendige Reisen sollten vermieden werden. Das sei eine "dringliche Empfehlung", betont Spahn. "Wenn wir gemeinsam aufeinander achtgeben", dann seien auch keine weiteren Maßnahmen nötig.

07.38 Uhr: Mehr als 900.000 Coronavirus-Infektionen in Spanien

Spanien hat als erstes Land der Europäischen Union die Marke von 900.000 Coronavirus-Infektionen überschritten. Seit Beginn der Pandemie seien mehr als 908.000 Infektionen registriert worden, teilte das spanische Gesundheitsministerium mit. Spanien hat knapp 45 Millionen Einwohner.

In Spanien wurden offiziellen Angaben zufolge mehr als 33.000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert. Gesundheitsexperten glauben, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt, jedoch nicht ausreichend getestet wird.

07.10 Uhr: Pandemie breitet sich in Argentinien weiter aus

Die Corona-Pandemie breitet sich auch in Argentinien immer weiter aus: Die Tageszeitung "La Nacion" meldete unter Berufung auf offizielle Angaben weitere 14.932 Infektionen und 350 an Covid-19-Infektionen verstorbene Menschen. Mit nun rund 925.000 registrierten Infektionen gehört Argentinien zu den Ländern mit den meisten Infektionen weltweit und dürfte in dieser Woche Kolumbien auf Platz fünf ablösen.

Argentinien hatte auf den Ausbruch der Pandemie mit einem strengen wochenlangen Lockdown reagiert, der allerdings dazu führte, dass die Wirtschaft massiv einbrach und die Armutsrate deutlich anstieg. Trotzdem breitete sich das Virus nun massiv aus und sorgte für einen deutlichen Anstieg der Todeszahlen in den vergangenen 14 Tagen. Inzwischen sind fast 25.000 Menschen an Covid-19 gestorben.

06.52 Uhr: Kommunen begrüßen Beschlüsse von Bund und Ländern

Die Kommunen begrüßen die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie. "Die Fokussierung der Maßnahmen auf die Risikogebiete, die sogenannten Hotspots, ist richtig", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Die verschärfte Maskenpflicht dort sowie die Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit und bei privaten Veranstaltungen mit entsprechender Festlegung der Teilnehmerzahlen könnten die notwendige Wirkung erzielen."Wir haben im Verlaufe der Pandemie gelernt, dass es private Veranstaltungen und die Missachtung von Abstands-, Masken- und Hygienevorschriften sind, die das Infektionsgeschehen treiben", sagte Landsberg. Dabei spiele der Alkohol und die damit verbundene Enthemmung und Gleichgültigkeit gegenüber bestehenden Regeln eine wichtige Rolle.

05.16 Uhr: In Deutschland mit 6.638 Fällen Rekord bei Neuinfektionen

In Deutschland ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf Rekordhöhe gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen eines Tages 6.638 neue Ansteckungsfälle erfasst. Die bis dahin höchste Zahl von Neuinfektionen war nach den aktuellen Angaben des RKI am 2. April mit 6.554 Fällen registriert worden.

Frühere Angaben des Instituts wiesen den 28. März mit damals 6.294 verzeichneten Neuinfektionen als Tag mit dem bisherigen Höchstwert aus. Die Corona-Statistiken werden aber regelmäßig aktualisiert.

Laut den Zahlen vom Donnerstag stieg die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland verzeichneten Infektionsfälle auf 341.223, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 9.710 - 33 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 284.600.

Mittwoch, 14. Oktober 2020

23.20 Uhr: Auch Trump-Sohn Barron war mit Coronavirus infiziert

Der jüngste Sohn von US-Präsident Donald Trump, Barron, war ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. Der 14-Jährige habe aber keine Krankheitssymptome gehabt und sei inzwischen wieder negativ getestet worden, erklärte seine Mutter, First Lady Melania Trump. Auch bei ihr selbst sei inzwischen ein Corona-Test negativ ausgefallen. Der Präsident und seine Ehefrau waren vor knapp zwei Wochen positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Natürlich habe ich sofort an unseren Sohn gedacht", erklärte die First Lady. Ein Test bei Barron sei zunächst negativ ausgefallen - dann sei er aber positiv getestet worden.

22.45 Uhr: US-Chef Virologe Fauci: Trump nicht mehr ansteckend

Der Chef-Virologe des US-Gesundheitssystems, Anthony Fauci, hat erklärt, dass US-Präsident Donald Trump nicht mehr ansteckend sei. Er könne deswegen an einer Veranstaltung des Senders NBC News am Donnerstag ohne Probleme teilnehmen, sagt er dem Sender CBS.

22.25 Uhr: Söder warnt vor neuem Lockdown

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt vor einem zweiten Lockdown. "Wir sind dem zweiten Lockdown eigentlich viel näher, als wir es wahrhaben wollen", sagt der CSU-Chef nach den Beratungen von Bund und Ländern. Es sei "vielleicht nicht mehr fünf vor Zwölf, sondern Schlag Zwölf", um dies zu verhindern. Andernfalls drohten der Wirtschaft und der Gesellschaft "erheblichste Schäden".

22.05 Uhr: Kanzlerin verkündet verschärfte Corona-Maßnahmen und verschobene Entscheidungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel fasste in einer kurzen Presseerklärung die heutigen Verhandlungen zusammen. Dabei hat die Kanzlerin vor allem auch über die sie selbst nicht „zufrieden stellende Situation“ in Hinblick auf das Beherbungsverbot gesprochen. Hier müsse man nach dem Ende der letzten Herbstferien erneut sprechen. Dafür wurde der 8. November vereinbart. Ab 35 auf 100.000 Infektionen binnen einer Woche wurden "erhebliche Einschränkungen" beschlossen. Um diese sicherzustellen, müssen laut Kanzlerin der „Bund, die Bundeswehr und die Ordnungsämter“ unterstützen.

20.25 Uhr: 20.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Großbritannien

Knapp 20.000 Menschen in Großbritannien haben sich innerhalb von 24 Stunden nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das entspricht einem Anstieg von etwa 2.500 im Vergleich zum Vortag. 137 Menschen sind an einer Covid-19-Erkrankung gestorben, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Besonders stark betroffen von der Pandemie sind der Norden Englands, Nordirland, Schottland und Teile von Wales. Die tatsächliche Zahl der Neu-Infektionen dürfte aber noch höher liegen, da nicht genügend Tests zur Verfügung stehen.

20.20 Uhr: Macron kündigt Ausgangssperren in Paris und anderen Städten an

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat für Paris und zahlreiche weitere große Städte im Land nächtliche Ausgangssperren im Kampf gegen das Coronavirus angekündigt. Diese Ausgangssperren würden ab Samstag zwischen 21.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr morgens für mindestens vier Wochen gelten

20.05 Uhr: Malta verzeichnet Rekord-Anstieg

Der Inselstaat Malta hat eine Rekordzahl neuer Corona-Fälle registriert. Die Behörden meldeten 111 zusätzliche Virusfälle innerhalb eines Tages. Bisher hatte der Höchstwert bei 106 Neuinfektionen gelegen und stammte vom 16. September. Danach gingen die Werte aber wieder zurück. Malta, wo rund 500.000 Menschen leben, war mit Blick auf die Pandemie über viele Monate recht glimpflich davon gekommen. Doch seit Oktober hat sich der Anstieg der Zahlen stark beschleunigt. Das kleine EU-Land zählte bisher insgesamt gut 4000 Infektionen seit März, 45 Patienten starben im Zusammenhang mit Covid-19. Behörden und Politiker hatten wiederholt gewarnt, dass die Bürger die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung des Virus nicht erst genug nähmen.

19.45 Uhr: Spahn ruft zur Grippeimpfung auf

Wegen der Corona-Krise hat die Regierung in diesem Jahr mehr Grippeimpfstoff bestellt, um das Gesundheitssystem vor Überlastungen zu schützen. In einigen Arztpraxen werden die Impfdosen aber trotzdem knapp. Gesundheitsminister Spahn versichert: Es gebe keine Engpässe und ruft zur Impfung auf.

19.20 Uhr: Frankreich erklärt öffentlichen Gesundheitsnotstand

Frankreich erklärt angesichts steigender Infektionszahlen den öffentlichen Gesundheitsnotstand. Er soll von Samstag an gelten und gibt der Regierung die Möglichkeit, Maßnahmen wie Ausgangssperren im Schnellverfahren umzusetzen. Die Corona-Epidemie gefährde die Gesundheit der Bevölkerung und rechtfertige strikte Maßnahmen, begründete die Regierung ihren Schritt.

18.50 Uhr: Offenbar Einigung auf Sperrstunde in Hotspots

In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll es offenbar künftig generell eine Sperrstunde um 23.00 Uhr in der Gastronomie geben. Laut Berichten der Nachrichtenagentur dpa und der Bild-Zeitung haben das Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beim Corona-Gipfel in Berlin beschlossen. Die Sperrstunde soll demnach ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelten. Zudem sollen in Regionen mit solch stark steigenden Zahlen private Feiern künftig auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt werden. Dies soll auch für Treffen im öffentlichen Raum gelten. Sollten die Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand ringen, dürfen sich laut den Berichten nur noch bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum treffen.

18.35 Uhr: Hilfswerk: 4,8 Millionen Kinder in Westafrika brauchen Hilfe

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich die Lage von Millionen Kindern und Jugendlichen unter 15 in Westafrika weiter verschärft. In den Ländern Mauretanien, Niger, Nigeria und Tschad bräuchten 4,8 Millionen Mädchen und Jungen Unterstützung, um zu überleben und zur Schule zu gehen, teilte das Hilfswerk Save the Children mit. Damit liegt die Zahl 60 Prozent höher als vor dem Ausbruch. Besonders betroffen ist den Angaben zufolge Niger. Familien stünden häufig vor der Entscheidung, Nahrungsmittel zu kaufen oder Geld für Medikamente und Arztbesuche auszugeben, da sie sich beides nicht leisten könnten, so das Hilfswerk.

18.25 Uhr: Iran verhängt Reiseverbote über fünf große Städte

Infolge eines Rekordwerts an Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat der Iran zeitweilige Reisebeschränkungen über fünf Großstädte verhängt. Die Maßnahmen sehen ein Ein- und Ausreiseverbot für die Hauptstadt Teheran sowie die Städte Karadsch, Maschhad, Isfahan und Urmia vor und gelten nur für private Fahrzeuge, wie das Gesundheitsministerium in Teheran mitteilte. Demnach erreichte die Zahl der Neuinfektionen mit 4830 den Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Die Einschränkungen gelten laut Ministerium von Mitternacht bis zum Sonntagnachmittag. Danach sei eine Verlängerung und Ausweitung auf andere Städte möglich. Der öffentliche Verkehr etwa mit Bussen oder Flugzeugen ist von der Regelung ausgenommen. Bei den Maßnahmen gehe es vor allem darum, Wochenendausflügler von ihren Unternehmungen abzuhalten, hieß es vom Ministerium. Im Iran gelten Donnerstag und Freitag als Wochenende, zudem ist der kommende Samstag ein Feiertag.

18.15 Uhr: Schüler müssen trotz Corona die Schule besuchen

rotz eines erhöhten Infektionsrisikos während der Corona-Pandemie müssen Schülerinnen und Schüler weiter die Schule besuchen. Das geht aus einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Osnabrück hervor, den das Gericht nun veröffentlichte. Die Richter begründeten ihre Entscheidung mit der allgemeinen Schulpflicht. Zwei Schülerinnen hatten gegen ihre Schule geklagt. (AZ: 3 B 63/20) Die Schwestern aus der neunten und zehnten Klasse einer Oberschule im Emsland gingen nach Angaben des Gerichtes aufgrund der Corona-Pandemie seit Ende August nicht mehr zur Schule. Sie bekamen stattdessen Unterricht zu Hause. An ihrer Schule gab es allerdings unter Auflagen auch unter Corona-Bedingungen Präsenzunterricht. Nachdem die Schule die Schwestern aufgefordert hatte, wieder in die Schule zu gehen, zogen die beiden Schülerinnen vor Gericht. Ihren Eilantrag begründeten sie damit, ihre Mutter, die einer Risikogruppe angehöre, vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus zu schützen.

17.46 Uhr: Rumänien meldet Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen

Mit 4016 neuen Fällen innerhalb eines Tages sind die Coronavirus-Neuansteckungen in Rumänien auf einen Rekordwert gestiegen. Die Behörden verzeichneten insgesamt 164.477 Infektionen mit dem Virus Sars-Cov-2 sowie 5.601 Todesfälle. Auch die Zahl der Menschen, die intensivmedizinisch betreut wurden, stieg den Angaben zufolge.

Rumänien hat rund 19 Millionen Einwohner. Mehr als ein Drittel der Infektionen wurde seit Ende Juli verzeichnet.

17.32 Uhr: Auch Landkreis Mühldorf überschreitet Grenzwert 50

In immer mehr Kommunen in Bayern wird der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen überschritten. Jetzt ist das auch im Landkreis Mühldorf der Fall. Grund dafür ist nach Angaben einer Sprecherin des Landratsamts der Putenschlachthof in Ampfing. Dort sind demnach 39 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden.

Morgen will der Landrat darüber informieren, welche Maßnahmen zum Schutz der Menschen ergriffen werden. Derzeit wird beraten.

17.30 Uhr: AfD-Vorsitzende reißt im Landtag Corona-Schutzscheibe aus den Angeln

Bei einem Streit innerhalb der AfD-Fraktion ist es gestern zu einem Zwischenfall gekommen. Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner soll laut mehrerer Abgeordneter während eines heftigen Wortgefechts mit ihrem Parteikollegen Ulrich Singer eine Plexiglasscheibe mit einem Schlag aus den Fugen gehoben haben - sie selbst gibt an, "ruckartig an den Kasten gestoßen" zu sein. Die Scheibe brach aus der Verankerung und krachte auf die Hand des Abgeordneten Ulrich Singer, der eine kleine Schnittwunde und eine Prellung erlitt.

Auf Nachfrage des BR bestätigt das Landtagsamt den entstandenen Schaden an der Plexiglasscheibe, deren Reste ein Mitarbeiter des Landtags aufräumte. Seit mehreren Wochen sind im Landtag transparente Trennscheiben als Corona-Vorsichtsmaßnahme installiert worden. In dem Unfall sieht Ebner-Steiner nun einen Beleg für die Nutzlosigkeit der Glas-Scheiben: "Der Vorfall zeigt, dass diese beengten Kästen wenig nutzen und viel schaden."

16.30 Uhr: Russland registriert zweiten Impfstoff gegen Corona

Im Kampf gegen das Coronavirus gibt es in Russland einen zweiten Impfstoff. Die Freigabe des zweiten Impfstoffs erfolgt am Tag mit der höchsten Zahl von Corona-Neuinfektion. Mehr als 14.000 Menschen in Russland haben sich binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Das Serum wurde nach Angaben von Staatschef Vladimir Putin im Forschungszentrum "Vektor" in der sibirischen Großstadt Nowosibirsk entwickelt und trägt den Namen EpiVacCorona.

Russland hatte Mitte August den weltweit ersten Impfstoff gegen das Coronavirus für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben. International haben Wissenschaftler erhebliche Bedenken gegen "Sputnik V" geäußert, weil das Serum noch vor Abschluss wichtiger Tests registriert wurde. Vor Massenimpfungen zum Jahresende sollen Lehrer und Ärzte den Impfstoff bekommen - angeblich freiwillig.

15.55 Uhr: Immer mehr Neuinfektionen in der Schweiz

In der Schweiz waren die Fallzahlen lange stabil, die Schutzmaßnahmen eher lax. Seit Anfang Oktober zeigt die Kurve der Neuansteckungen steil nach oben. Heute vermeldete das Schweizer Bundesamt für Gesundheit in Bern 2.823 Neuansteckungen innerhalb von 24 Stunden und damit fast doppelt so viele wie zum Höhepunkt der Epidemie im März. Vor einer Woche waren es etwa 700 Fälle - Ende September noch 220. Auch die Zahl derjenigen, die wegen Covid19 ins Krankenhaus müssen, ist gestiegen.

15.35 Uhr: Bayerns Landtag bekommt eine "Corona-Ampel"

Der Bayerische Landtag hat die Einführung einer Corona-Ampel für den Parlamentsbetrieb beschlossen. Der Ältestenrat hat objektive Kennzahlen eingeführt, in welcher Pandemie-Lage das Plenum vollständig tagen kann und wann Einschränkungen nötig sind.

Wenn der Inzidenzwert in München unter 50 und in ganz Bayern unter 35 liegt, kann der Landtag in voller Stärke tagen. Übersteigt der Inzidenzwert am Wohnort eines Abgeordneten den Wert von 50, muss sich der Abgeordnete mit seiner Fraktion in Verbindung setzen, ob seine Anwesenheit zwingend erforderlich ist. In diesem Fall wird ein Schnelltest am Wohnort vor der Anreise zum Landtag empfohlen. Liegt der Wert in München über 50 oder bayernweit über 35, dann kommt die "Taskforce Corona" zussammen und entscheidet in welcher Form Plenum und Ausschüsse tagen können.

14.45 Uhr: Papst mahnt zur Einhaltung der Corona-Regeln

Angesichts steigender Infektionszahlen hat Papst Franziskus für die Einhaltung der Corona-Regeln geworben. Bei der wöchentlichen Generalaudienz bat er am Mittwoch im Vatikan um Verständnis dafür, dass er die Pilger nur von der Bühne aus begrüßte, ohne sich ihnen zu nähern.

"Ich glaube, dass es hilft die Pandemie zu beenden, wenn wir uns als gute Bürger an die Vorgaben der Behörden halten." Papst Franziskus

Nachdem Italien wegen des jüngsten Anstiegs von Corona-Fällen in der vergangenen Woche auch im Freien zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtet hatte, führte auch der Vatikan eine allgemeine Maskenpflicht ein. Bei den vorherigen Generalaudienzen hatte der Papst sich zuweilen den Gläubigen genähert. Nachdem am Vortag rund fünf von 100 Corona-Tests in Italien positiv ausgefallen waren, verzichtete er darauf. Der Vatikan hatte vor wenigen Tagen sieben neue Corona-Fälle bekanntgegeben, darunter vier in der Schweizergarde, der Leibgarde des Papstes.

14.10 Uhr: Covid-Quarantäne in griechischem Flüchtlingslager

Nach der Ansteckung von mindestens 30 Menschen mit dem Coronavirus ist das Migrantencamp von Vial auf der Insel Chios in Griechenland bis zum 21. Oktober unter Quarantäne gestellt worden. Bereits im August war das Camp vorübergehend unter Quarantäne gestellt worden.

Im Lager von Vial leben gut 3.200 Menschen, die das Camp nun vorerst nicht mehr verlassen dürfen. Nur eine geringe Zahl von Angestellten darf es noch betreten. Nach Angaben des Migrationsministeriums in Athen werden umfangreiche gesundheitliche Kontrollen durchgeführt.

13.00 Uhr: Bayernweite Studie zur Rolle von Kindern im Infektionsgeschehen geht weiter

Welche Rolle Kinderbetreuungsstätten wie Schulen, Kinderkrippen und Kindergärten bei der Verbreitung von COVID-19 spielen, soll die bayernweite Studie COVID Kids Bavaria herausfinden. Die bereits im Juli beschlossene Untersuchung ist am 5. Oktober in München offiziell gestartet. Nun ging es auch in Erlangen los. Antje Neubert von der Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums in Erlangen, die das Projekt in Nordbayern leitet, sagte dem Bayerischen Rundfunk: "Es ist ein Puzzlestein bei der Fragestellung: Welche Rolle spielen Kinder im Infektionsgeschehen der Pandemie?"

Bisher gäbe es dazu noch keine ausreichenden Informationen, so die Professorin. In Bayern beteiligen sich mehrere Unikliniken an der Studie, darunter Augsburg, Regensburg und Würzburg. Von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) werden alle Ergebnisse zusammengefasst und ausgewertet. Getestet wird in ganz Bayern in drei unterschiedlichen Zeiträumen - Mitte Oktober, Ende des Jahres, sowie Anfang 2021.

11.55 Uhr: Bundesregierung will Coronahilfen ausbauen

Der Bund will die Hilfsmaßnahmen für besonders von der Corona-Pandemie betroffene Branchen verbessern. Die angesichts steigender Infektionszahlen geplanten Einschränkungen würden dazu führen, dass einige Wirtschaftsbereiche auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssten, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder am Mittwochnachmittag. Deshalb werde der Bund "Hilfsmaßnahmen für Unternehmen verlängern und die Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche verbessern", heißt es.

11.00 Uhr: Studie: Corona-Lockdowns führten weltweit zu deutlichem CO2-Rückgang

Die Corona-Beschränkungen haben weltweit zu einem deutlichen Rückgang beim Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid geführt. So seien im ersten Halbjahr 2020 8,8 Prozent oder 1,6 Milliarden Tonnen weniger CO2 in die Atmosphäre gepustet worden als im Vorjahreszeitraum, berichtet das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

Zeitreihen zeigen, wie der Emissionsrückgang mit den Lockdowns in den einzelnen Ländern korrespondierte. Im April, als die meisten Länder wegen vieler Corona-Infektionen ihr öffentliches Leben zurückfuhren, seien die Emissionen sogar um 16,9 Prozent zurückgegangen. Neben dem verminderten Ausstoß von Kraftwerken und Industrieproduktion spielt vor allem der gedrosselte Verkehr eine Rolle: Es wurde (und wird) weniger geflogen, und dank Home Office reduzierte sich auch die Kfz-Emissionen.

Eine dauerhafte Reduktion ist freilich nicht zu erwarten. Nahezu zeitgleich mit der Veröffentlichung der Studie in Potsdam prognostizierte Thomas Jarzombek, Luftfahrtkoordinator der Bundesregierung, einen "sprunghaften Anstieg" des Flugverkehrs bei Beruhigung der Corona-Situation . Die Leute seien "ausgehungert nach Reisen". Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung betont denn auch, auf die langfristige CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre habe der zeitweilige Rückgang nur geringfügige Auswirkungen.

10.50 Uhr: Erstmals mehr als 6.000 Corona-Neuinfektionen in Polen

In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 6.000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 6.526 neue Fälle hinzu, die meisten davon in der Region um die Hauptstadt Warschau. Das teilte das polnische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Im gleichen Zeitraum starben 116 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

Seit Samstag gilt in Polen im gesamten Land wieder eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit - sogar im Freien. Zudem dürfen an Feiern maximal 75 Menschen teilnehmen. In sogenannten roten Zonen sind die Auflagen strenger, unter anderem müssen Bars und Restaurants um 22.00 Uhr schließen.

10.10 Uhr: Deutsche Wirtschaft bricht 2020 stärker ein als erwartet

Die Deutsche Wirtschaft bricht in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie stärker ein als noch im Frühjahr erwartet. In ihrem am Mittwoch veröffentlichten Herbstgutachten senkten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognose für das Bruttoinlandsprodukt um mehr als einen Prozentpunkt auf minus 5,4 Prozent. Für das nächste Jahr rechnen die Forscher nun noch mit einem Zuwachs von 4,7 Prozent; im Frühjahr waren sie noch von einem Minus von 4,2 Prozent für 2020 und einem Plus von 5,8 Prozent für 2021 ausgegangen.

10:00 Uhr: Corona-Infektionen in Indien weiterhin auf hohem Niveau

Die täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Indien bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Am Mittwoch meldete das Gesundheitsministerium mehr als 63.000 neue Fälle, über 8.000 mehr als am Vortag. 730 Menschen seien mit dem Virus innerhalb von 24 Stunden gestorben, die Gesamtzahl der Sterbefälle stieg damit auf 110.586. Das Land mit 1,4 Milliarden Einwohnern liegt bei den Fallzahlen mit mehr als 7,1 Millionen auf dem zweiten Platz hinter den USA, bei den Todesfällen auf dem dritten hinter den USA und Brasilien.

Einen Höhepunkt der Corona-Pandemie hatte Indien in der Woche vom 9. bis 15. September mit 92.830 Fällen verzeichnet. In der vergangenen Woche waren es 72.576. Am Dienstag war die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf 55.342 zurückgegangen, das war die niedrigste derartige Zahl für einen einzelnen Tag seit Mitte August.

08.00 Uhr: 30 Fußballprofis in Italien positiv auf Corona getestet

Mit dem positiv getesteten Superstar Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) ist die Zahl der aktuell mit Corona infizierten Fußballprofis der italienischen Serie A auf 30 gestiegen. Betroffen sind insgesamt neun Klubs, wobei die Situation beim FC Genua mit 14 Spielern und fünf Betreuern in Heim-Quarantäne am schlimmsten ist.

Über diese Zahlen berichtete die Gazzetta dello Sport. Wegen der zahlreichen Corona-Infektionen steht das Derby zwischen den Spitzenklubs Inter Mailand und AC Mailand auf der Kippe. Insgesamt acht Profis (sechs von Inter, zwei bei AC) sind positiv auf das Virus getestet worden.

07.45 Tschechien meldet 8.325 Neuinfizierte

In Tschechien meldet das Gesundheitsministerium 8.325 neue Positiv-Tests. Das ist der bislang zweithöchste Wert in dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern. Die Gesamtzahl der Fälle liegt inzwischen bei 129.747. Bislang starben 1.106 Menschen, die positiv getestet wurden. Zu Monatsbeginn waren es noch 696 Todesfälle.

07.25 Uhr: Ministerium plant Verlängerung der Corona-Überbrückungshilfen

Das Bundeswirtschaftsministerium bereitet eine Verlängerung der Corona-Überbrückungshilfen vor. Nach Medieninformationen sollen die laufenden Überbrückungshilfen für Unternehmen bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden. Nach der derzeitigen Regelung würden die Überbrückungshilfen zum Jahresende auslaufen.

Nach Informationen der Funke-Mediengruppe zielt das Haus von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vor allem auf Verbesserungen für das Hotel- und Gaststättengewerbe. Weitere Unterstützung sollen aber auch die Veranstaltungsbranche sowie die Messe-und Ausstellungswirtschaft bekommen.

Die Maßnahmen sollen am Mittwoch beim Corona-Gipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder diskutiert werden.

05.15 Uhr: Deutlich mehr Neuinfektionen in Deutschland

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 5.132 Neuinfektionen in Deutschland. Tags zuvor waren es 4.122. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle binnen 24 Stunden auf 334.585. Bei den Todesfällen verzeichnet das RKI einen sprunghaften Anstieg von tags zuvor 13 auf 43. Die Gesamtzahl der Todesfälle erhöht sich demnach auf 9.677.

Die Zahl der Corona-Patienten auf der Intensivstation ist in den vergangenen Tagen merklich gestiegen. Sie ist insgesamt aber weiterhin vergleichsweise niedrig. So wurden laut Daten des DIVI-Intensivregisters von Dienstag rund 620 Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt, eine Woche zuvor waren es noch rund 450. Insgesamt sind demnach in Deutschland aber noch knapp 9.000 Intensivbetten frei.

Dienstag, 13. Oktober 2020

21.35 Uhr: US-Pharmakonzern stoppt Impfstoffstudie

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat die Erprobung seines Coronavirus-Impfstoffes wegen Sicherheitsbedenken gestoppt. Die Expertengruppe DSMB, die Regierungsbehörden berate, habe dies empfohlen, teilte eine Sprecherin des Unternehmens am Dienstag mit. "Lilly unterstützt die Entscheidung der unabhängigen DSMB, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten, die an der Studie teilnehmen", hieß es einer Mitteilung der Sprecherin.

Nach Bekanntwerden des Stopps gab die Lilly-Aktie um fast drei Prozent nach. Zuvor hatte bereits der der US-Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson bekannt gegeben, seine Studie vorübergehend wegen einer ungeklärten Erkrankung bei einem Probanden gestoppt zu haben. Das belastete auch die US-Börsen.

21.30 Uhr: Appell an tschechische Bevölkerung

Der tschechische Gesundheitsminister Roman Prymula hat persönlich an die Bevölkerung appelliert, die neuen verschärften Corona-Regeln einzuhalten. "Ich bitte Sie: Helfen Sie mir bei meiner Arbeit, denn es geht um uns alle", sagte der 56-Jährige in einer Fernsehansprache. Er rechne mit einer Zunahme von schweren Krankheitsverläufen und auch Todesfällen. Man stehe vor "schwierigen und trüben Wochen". Die Regierung hatte beschlossen, dass Restaurants, Bars und Clubs von Mittwoch an geschlossen bleiben müssen. Die Schulen gehen bis Anfang November zum Fernunterricht über. Versammlungen und Treffen mit mehr als sechs Menschen werden untersagt.

Nach aktualisierten Zahlen des Gesundheitsministeriums in Prag starben am Montag 54 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das war der höchste Wert an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Die Corona-Neuinfektionen hatten zuletzt massiv zugenommen. Die Opposition forderte Ministerpräsident Andrej Babis auf, nach dem Ende des Notstands am 3. November im Parlament die Vertrauensfrage zu stellen. Die Minderheitsregierung habe die Vorbereitungen auf die zweite Welle auf fatale Weise versäumt, kritisierte der Vorsitzende der Bürgerdemokraten (ODS), Petr Fiala.

21.00 Uhr: Drosten: Können Ältere nicht völlig abschirmen

Der Virologe Christian Drosten hat sich deutlich gegen die Idee ausgesprochen, sich in der Corona-Pandemie nur auf den Schutz von Älteren und anderen Risikogruppen zu konzentrieren, während der Rest der Gesellschaft zum Alltag zurückkehrt. Zum einen könne es nicht gelingen, die Älteren komplett abzuschirmen, sagte der Charité-Wissenschaftler in der am Dienstag veröffentlichten Folge des "Coronavirus-Update" bei NDR-Info. Zum anderen gebe es auch in den jüngeren Altersgruppen nicht so wenige Risikopatienten.

Ließe man das Virus in den jüngeren Altersgruppen durchlaufen, gäbe es viele Infektionen auf einmal und man komme auch da an die Belastungsgrenze der Medizin, so Drosten. Dabei gehe es dann aber um einen Patiententyp mit anderer gesellschaftlicher Wahrnehmung: "Da würden eben junge Familien auch den Familienvater verlieren oder auch die Mutter." Das sei "eine ganz andere Konsequenz und das kann man einfach so nicht durchlaufen lassen", betonte der Virologe. Hintergrund ist ein offener Brief von drei Wissenschaftlern aus den USA und Großbritannien, die sich gegen bevölkerungsweite Maßnahmen aussprechen - auch andere Experten widersprachen ihnen bereits.

20.00 Uhr: Niederlande im "Teil-Lockdown"

Die Niederlande haben die Corona-Maßnahmen drastisch verschärft. Ministerpräsident Mark Rutte kündigte am Dienstag in Den Haag einen "Teil-Lockdown" an. Kneipen, Cafés und Restaurants werden geschlossen, und der Verkauf von Alkohol wird ab 20 Uhr verboten. Außerdem dürfen die Bürger nur noch maximal drei Gäste pro Tag in ihren Wohnungen empfangen und sollen Bus und Bahn nur noch in dringenden Fällen nutzen. Premier Rutte kündigte auch eine allgemeine Maskenpflicht an für alle öffentlichen Räume wie Geschäfte, Museen oder Bibliotheken, bisher war dies nur eine dringende Empfehlung. "Es liegt nun an uns allen selbst", sagte der Premier in der live im TV ausgestrahlten Pressekonferenz. "Seien Sie realistische Niederländer und übernehmen Sie Verantwortung."

Die Regierung reagiert damit auf die dramatisch steigenden Neu-Infektionen mit dem Coronavirus. In den vergangenen sieben Tagen waren 252 Infektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet worden. Am schlimmsten betroffen sind Amsterdam und Rotterdam mit je etwa 410 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Fast in allen Regionen sei die Lage "alarmierend", sagte Rutte. In der vergangenen Woche registrierte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM fast 44.000 Neuinfektionen - 60 Prozent mehr als in der Vorwoche.

18.42 Uhr: Augsburg reißt 50er-Inzidenzwert

Die Stadt Augsburg hat in der Corona-Pandemie nach eigenen Angaben den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Vom 14. bis zum 20. Oktober gelten daher verschärfte Sicherheitsmaßnahmen, wie die Stadt mitteilte. Dazu gehören unter anderem eine Maskenpflicht in bestimmten Bereichen der Innenstadt und in Kinos oder Theatern auch am Sitzplatz sowie ein Verbot des Verkaufs von Alkohol zum Mitnehmen ab 21.00 Uhr an bestimmten Tagen und Orten.

Mit Ausnahme von Familienmitgliedern dürfen sich nun maximal fünf Personen in privaten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken treffen. Bei Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstagen oder Vereinssitzungen sind bei entsprechendem Schutzkonzept maximal 25 Teilnehmende in geschlossenen Räumen oder bis zu 50 Teilnehmende unter freiem Himmel erlaubt. Mit mehr als 30 Neuinfektionen sei die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag auf 58,05 gestiegen (Stand 18.00 Uhr), begründete die Stadt die Vorgaben. Am Morgen hatte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit den Wert noch mit 48,89 angegeben (Stand 8.00 Uhr).

Damit steigt die Zahl der bayerischen Corona-Hotspots auf zehn. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

18.13 Uhr: Fälle von zweiter Infektion mit Corornavirus stellen Immunität infrage

In der Fachwelt haben seltene Fälle einer zweiten Corona-Infektion Fragen über die Immunität gegen das Virus ausgelöst. Grundlage der Debatte in den USA ist ein 25-Jähriger aus Reno in Nevada, der im April positiv gestestet wurde und dabei milde Symptome zeigte. Ende May wurde das Virus noch einmal bei ihm nachgewiesen, diesmal mit einem schwereren Krankheitsbild, geht aus einem Beitrag des Fachjournals "Lancet Infectious Diseases" hervor. Mediziner in Nevada haben die Coronaviren bei den zwei Erkrankungen des Mannes mit sehr aufwendigen Methoden verglichen und festgestellt, dass sie sich genetisch unterscheiden. "Es wird immer klarer, dass Wiederansteckungen möglich sind, aber wir können noch nicht sagen, wie häufig das vorkommen wird", sagte der Mikrobiologe Simon Clarke von der britischen Universität Reading.

17.59 Uhr: EU-Staaten vereinbaren mehr Hilfe für junge Leute in der Corona-Krise

In der Corona-Krise wollen die EU-Staaten die Hilfen für Jugendliche am Arbeitsmarkt ausweiten: Die Altersgrenze bei der sogenannten EU-Jugendgarantie soll von 24 auf 29 Jahre angehoben werden, um mehr jungen Leuten eine Chance auf Förderung zu geben. Dies teilte Bundesminister Hubertus Heil nach einer Online-Konferenz der EU-Arbeits- und Sozialminister mit. Die Krise dürfe keinen Corona-Jahrgang ohne Zukunft hervorbringen, warnte der SPD-Politiker. Die Jugendgarantie habe nach der Wirtschafts- und Finanzkrise bereits Erfolge gezeigt und die Jugendarbeitslosigkeit bis 2019 gedrückt. Jetzt solle sie helfen, eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu sichern.

17.50 Uhr: Erster Corona-Todesfall im Kreis Schwandorf seit Juni

Zum ersten Mal seit rund dreieinhalb Monaten ist im Landkreis Schwandorf wieder ein Mensch im Zusammenhang mit einer Covid19-Infektion gestorben. Wie das Landratsamt mitteilt, handelt es sich um einen 79 Jahre alten Mann, der in den vergangenen Tagen auf der Intensivstation eines Krankenhauses beatmet worden sei. Der letzte Corona-Todesfall im Landkreis datiert vom 30. Juni. Nachdem sich im Landkreis Schwandorf in den vergangenen Wochen hauptsächlich jüngere Menschen mit dem Coronavirus neu infiziert hätten, greife das Virus jetzt wieder verstärkt auf Risikogruppen über, heißt es in der Mitteilung weiter.

17.49 Uhr FDP scheitert mit Dringlichkeitsantrag zu verkaufsoffenen Sonntagen

Die große Mehrheit der Abgeordneten im Bayerischen Landtag hat gegen einen Dringlichkeitsantrag der FDP gestimmt. Die Liberalen hatten sich dafür eingesetzt, vier verkaufsoffene Sonntage noch in diesem Jahr ohne Anlass zu erlauben. Außer der FDP Fraktion selbst stimmten nur der fraktionslose Abgeordnete Plenk und der CSU-Abgeordnete Pschierer dem Antrag zu. Die Liberalen wollten mit ihrem Vorschlag den stationären Einzelhandel in der Corona-Krise stärken und "eine Pleitewelle verhindern", wie sie betonten. Im Vorfeld hatte das Verhalten des CSU-Abgeordneten und früheren Wirtschaftsministers Pschierer zu Irritationen geführt. Er hatte sich offen hinter den FDP-Antrag gestellt und zugleich in seiner Funktion als Vorsitzender der Mittelstands-Union an die verschiedenen Landtagsfraktionen einen Brief zum Thema" Verkaufsoffene Sonntage" geschrieben.

16.52 Uhr: Wirbel um Berliner Stinkefinger-Kampagne

Ein neues Motiv einer gemeinsamen Kampagne der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft und der Tourismusmarketinggesellschaft Visit Berlin sorgt für Verwirrung. Sie soll für die Einhaltung der Corona-Regeln werben. Auf dem Bild ist eine ältere Frau zu sehen, die eine auffällige Mund-Nasen-Bedeckung trägt und den Betrachtern den Mittelfinger entgegenstreckt. Der Text darüber und daneben lautet allerdings: "Der erhobene Zeigefinger für alle ohne Maske. Wir halten die Corona-Regeln ein." Ein Versehen? Nein, sagte Christians Tänzler, Sprecher von Visit Berlin. Der Widerspruch sei gewollt. "Das ist bewusst so gemacht."

16.47 Uhr: Cristiano Ronaldo mit Corona infiziert

Der fünfmalige Weltfußballer Cristiano Ronaldo ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Dies gab der portugiesische Verband bekannt. Der 35-Jährige von Juventus Turin zeige keine Krankheitssymptome und ihm gehe es gut. Ronaldo werde nicht beim Nations-League-Spiel Portugals gegen Schweden am Mittwoch dabei sein.

16.45 Uhr: Mehr Schulbusse zum Schutz vor Corona

Zum Schutz vor Corona-Ansteckungen finanziert die Staatsregierung bis zum Beginn der Weihnachtsferien zusätzliche Schulbusse. Zur 100-prozentigen Abdeckung der Kosten für die Schulträger stünden 15 Millionen Euro zur Verfügung, teilte das zuständige Bau- und Verkehrsministerium am Dienstag in München mit. "Mit den Verstärkerbussen können Kommunen das Platzangebot im Schülerverkehr erhöhen und wir unsere Schülerinnen und Schüler vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen", sagte Ministerin Kerstin Schreyer (CSU). Das sei vor allem in der kalten Jahreszeit sinnvoll, in der weniger Leute mit dem Rad führen und die Fahrgastzahlen im ÖPNV anstiegen.

16.10 Uhr: Italien verschärft Coronaschutz

Die italienische Regierung hat die Schutzmaßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie weiter verschärft. Rom schränkt vor allem private Partys stark ein. Das geht aus einem Dekret hervor, das Ministerpräsident Giuseppe Conte unterzeichnete. In dem rund 20-seitigen Text heißt es, private Feiern an "Örtlichkeiten drinnen und draußen" seien verboten. Feierlichkeiten nach Zeremonien, etwa Hochzeiten und Beerdigungen, müssten auf 30 Teilnehmer beschränkt werden. Tanzlokale blieben zu.

16.08 Uhr: Merkel besorgt über Corona-Lage in Europa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich besorgt über die Entwicklung der Corona-Pandemie in Europa geäußert. Die Infektionszahlen nähmen in fast allen Teilen Europas wieder zu, sagte die CDU-Politikerin im europäischen Ausschuss der Regionen. "Die Lage ist unverändert ernst." Man müsse nun alles tun, das Erreichte nicht zu verspielen und Sorge dafür tragen, dass ein weiterer Lockdown nicht nötig werde.

15.47 Uhr: 755 neue Fälle in Bayern

Seit gestern sind 755 neue Corona-Fälle in Bayern gemeldet worden. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Landesamtes für Gesundheit mit Sitz in Erlangen hervor. Damit sind in Bayern seit Ausbruch der Pandemie 74.036 Menschen im Freistadt mit Covid-19 infiziert worden. Seit gestern liegen weitere Städte und Landkreise über der 7-Tage-Inzidenz von 50. So haben neben den Städten München, Memmingen, Rosenheim und den Landkreisen Fürstenfeldbruck, Berchtesgadener Land sowie Regen, seit heute auch die Landkreise Rottal-Inn sowie Stadt und Landkreis Schweinfurt den Warnwert überschritten. Die meisten Neuinfektionen gab es mit 307 Fällen im Regierungsbezirk Oberbayern. Außerdem sind seit gestern vier Menschen in Bayern gestorben, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatten.

14.39 Uhr: Einbruch der Weltwirtschaft weniger dramatisch als befürchtet

Die Weltwirtschaft dürfte den Corona-Schock nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) etwas besser verkraften als zunächst befürchtet. In diesem Jahr sei mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um rund 4,4 Prozent zu rechnen, hieß es in einer neuen IWF-Prognose. Damit hob der Währungsfonds seine Vorhersage vom Juni um 0,8 Prozentpunkte an.

14.16 Uhr: EU-Staaten beschließen Corona-Ampel für Reisen

Die EU will den Mitgliedsländern zu einheitlichen Reisevorgaben in der Corona-Krise verhelfen. Die Europaminister der Staaten billigten ein "Ampel"-System, mit dem künftig ein Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen verhindert werden soll. Ungehinderter Reiseverkehr soll demzufolge für Menschen aus als "grün" eingestuften Regionen gelten, für die vergleichsweise geringe Ansteckungsquoten festgestellt wurden. Für Regionen mit mittlerem ("orange") oder hohem ("rot") Risiko sollen die Regierungen "geeignete" Maßnahmen festlegen. Das könnten etwa Quarantäne- oder Testverpflichtungen sein.

13.37 Uhr: Verfassungsschutzchef Haldenwang positiv auf Corona getestet

Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) am Dienstag auf Anfrage mit. Haldenwang führe die Amtsgeschäfte von zuhause weiter. "Die Arbeitsfähigkeit des BfV ist vollumfänglich sichergestellt, da das BfV auf derartige Vorkommnisse vorbereitet ist", so die Behörde. So sei schon zu Beginn der Pandemie ein Krisenstab eingerichtet worden.

13.23 Uhr: Roche weitet Angebot an Corona-Tests aus

Mit einem neuen Test zur Diagnose von Infektionen mit dem Coronavirus will der Schweizer Pharmakonzern Roche Kapazitäts-Engpässe lindern helfen. Ende des Jahres solle in Europa der Antigentest Elecsys zur Verfügung stehen, der hohe Volumen verarbeiten könne, so das Unternehmen. Roche beabsichtige zudem, eine Notfallzulassung bei der US-Gesundheitsbehörde FDA zu beantragen. Mit dem Test liege in 18 Minuten ein Ergebnis vor. Der Durchsatz belaufe sich auf bis zu 300 Tests pro Stunde.

13.19 Uhr: Bundesbank: Banken müssen sich auf mehr Firmenpleiten einstellen

Die Deutsche Bundesbank hat an die Kreditinstitute appelliert, den Geldhahn in der Corona-Krise auch bei steigenden Firmenpleiten offen zu lassen. "Banken sollten ihre vorhandenen Kapitalpuffer nutzen, um weiterhin angemessen Kredite zu vergeben", sagte Claudia Buch, Vizepräsidentin der Bundesbank, bei der Vorstellung des Finanzstabilitätsberichts 2020 in Frankfurt.

12.45 Uhr: Söder: Nächste vier Wochen sind im Kampf gegen Corona entscheidend

Im Kampf gegen die sich wieder verschärfende Corona-Krise sind nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die kommenden vier Wochen entscheidend für Deutschland. "Wir müssen jetzt Corona ausbremsen, bevor wir eine echte Notbremsung machen müssen", sagte der CSU-Chef nach einer Sitzung der Landesregierung in München. Söder sprach sich dafür aus, dass es eine erweiterte Maskenpflicht in ganz Deutschland brauche. Mit mehr Maske könne die Pandemie besser unter Kontrolle gehalten werden. Auch private Feiern müssten in den kommenden Wochen runtergefahren werden. Zur Nachverfolgung von Corona-Infektionen werden laut Söder in Bayern ab sofort 2.000 weitere staatliche Mitarbeiter eingesetzt.

12.42 Uhr: Trump feiert vor Anhängern seine Genesung

Bei seiner ersten Wahlkampfreise nach seiner Coronavirus-Infektion hat US-Präsident Donald Trump seine Genesung gefeiert und mit seiner "großartigen Verfassung" geprahlt. "Ich fühle mich so stark! Ich werde jeden in diesem Publikum küssen", rief Trump vor begeisterten Anhängern in Orlando im Bundesstaat Florida. Sein Leibarzt Sean Conley hatte kurz vor dem Auftritt mitgeteilt, dass der Präsident inzwischen mehrfach negativ auf das Virus getestet worden sei.

12.29 Uhr: Liftfahrt mit Maske - Pistensaison an Zugspitze startet im November

Als erstes Skigebiet Deutschlands will die Zugspitze am 13. November in die Saison starten - unter strikten Corona-Auflagen. Auf den Erfahrungen im Sommerbetrieb gründend seien die Maßnahmen für den Winter erarbeitet worden, teilte die Bayerische Zugspitzbahn mit. Zum Liftfahren müssen alle außer Kinder bis sechs Jahre Masken tragen. Auf den Pisten dürfen die Wintersportler dann ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs sein. Sie müssen allerdings stets mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Gästen einhalten.

12.17 Uhr: Minister Laumann: NRW wird Beherbergungsverbot nicht umsetzen

Nordrhein-Westfalen wird laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten auch weiterhin nicht umsetzen. Solche Verbote machten nach seinem Wissen "keinen Sinn, weil sie nicht dazu beitragen, die Ansteckungsketten zu verlangsamen".

Wie bei der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch eine Einigung in der Frage gefunden werden solle, wisse er nicht, sagte Laumann. Es gebe aber inzwischen auch aus der Medizin Wortmeldungen zum Thema Beherbergungsverbote, die die Position Nordrhein-Westfalens bestärkten.

12.12 Uhr: Umfrage: Viele Bürger wollen auch nach Corona mehr mit dem Rad fahren

Viele Bürger wollen einer Umfrage zufolge auch nach der Corona-Krise häufiger mit dem Fahrrad fahren. Dagegen wollen nur wenige auf Flugreisen verzichten oder generell weniger reisen. Das ergab der am Dienstag vorgestellte "Mobilitätsmonitor 2020" - eine Untersuchung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech. Zugrunde lag eine repräsentative Umfrage unter 1237 Menschen von Juli.

Das Mobilitätsverhalten der Bürger hat sich demnach wegen der Corona-Krise geändert. Knapp die Hälfte der Befragten unternimmt in diesem Jahr weniger Reisen, 40 Prozent verzichteten gänzlich auf Auslandsreisen und 39 Prozent auf Flugreisen.

11.57 Uhr: Berater empfohlen Johnson zweiten Lockdown

Berater der britischen Regierung haben bereits vor drei Wochen Premierminister Boris Johnson einen landesweiten Lockdown empfohlen. Das geht aus einem jetzt veröffentlichten Protokoll des wissenschaftlichen Expertengremiums Sage hervor. Die Fachleute aus dem Gesundheitsbereich hatten gewarnt, dass Großbritannien sonst auf eine "große Epidemie mit katastrophalen Konsequenzen" zusteuere. Die oppositionelle Labour-Partei nannte das Dokument "alarmierend". Ein Sprecher der Regierung erklärte hingegen, man habe "effektive Maßnahmen" ergriffen. Großbritannien zählt zu den am schwersten von der Pandemie getroffenen Staaten in Europa. Bereits im Frühjahr hatte es einen Lockdown gegeben.

11.53 Uhr: Vorschlag für Ferienverlängerung wegen Corona stößt auf Ablehnung

Der Vorschlag zweier Unionspolitiker, wegen Corona die Winter- oder Weihnachtsferien zu verlängern, stößt auf Ablehnung. Der stellvertretende Unionsfraktionschef Thorsten Frei sagte "angesichts der Verbreitungswege, die derzeit dominieren, befürchte ich, dass wir durch eine Verlängerung der Weihnachtsferien viel Unruhe stiften, aber letztlich keinen durchgreifenden Erfolg erringen." Er verwies auch auf die Zeitplanung der Eltern, die ihren beruflichen Verpflichtungen nachkommen müssten. Entscheidend für eine Eindämmung der Pandemie sei vielmehr, dass alle die Abstands- und Hygieneregeln ernstnähmen.

Eine Absage an den Vorschlag kam auch aus verschiedenen Ländern: Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte, sie sei skeptisch, ob der Vorschlag zur Ferienverlängerung eine geeignete Schutzmaßnahme darstelle. "Auch Ende Januar ist der Winter ja noch nicht vorbei, deshalb ist das ein wenig zu kurz gedacht."

11.20 Uhr: Behindertenwerkstatt-Beschäftigte erhalten Ausgleichszahlung

Das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) zahlt den Beschäftigten in Behindertenwerkstätten einmalig pauschal 190 Euro als teilweisen Ausgleich für Verdienstausfälle durch die Corona-Pandemie. Möglich sei dies durch eine zeitlich befristete Änderung der Schwerbehindeten-Ausgleichsabgabeverordnung, wie das ZBFS mitteilte.

Zudem biete das Amt Werkstätten einen zusätzlichen Ausgleich an, wenn für den Zeitraum von März bis Dezember die Zahlung des Grundbetrags nicht gesichert sei, den die Beschäftigten erhielten.

11.04 Uhr: Verkehrsverband fordert einheitliches Bußgeld für Maskenverweigerer

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) fordert ein einheitliches Bußgeld von mindestens 60 Euro für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen. "Mit Blick auf das überragende Gut der Gesundheit erachten wir auch höhere Bußgelder für sachgerecht", teilte VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff mit.

Bislang droht denjenigen, die in Bussen und Bahnen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, in 15 von 16 Bundesländern ein Bußgeld von mindestens 50 Euro. In einigen Ländern liegen die Sätze deutlich höher. Nur Sachsen-Anhalt verzichtet bislang auf diese Maßnahme.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte kürzlich ein bundesweit einheitliches Bußgeld für Maskenverweigerer in Höhe von 250 Euro gefordert. In Bayern gilt dieser Regelsatz bereits. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte sich anschließend ebenfalls für bundesweit einheitliche Bußgelder ausgesprochen.

10.39 Uhr: Tourismusbeauftragter - Beherbergungsverbot muss auf den Prüfstand

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hat gefordert, das coronabedingte Beherbergungsverbot bei den Beratungen der Ministerpräsidenten noch einmal auf den Prüfstand zu stellen. Bareiß sagte: "Gerade Hotels haben in einem großen Kraftakt die Hygienemaßnahmen umgesetzt und für Sicherheit gesorgt. Ein nochmaliger Lockdown der ganzen Hotelbranche muss verhindert werden." Bei allen Regeln komme es darauf an, dass sie wirksam seien und für die Menschen verständlich und nachvollziehbar, sagte der parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.

Das Beherbergungsverbot vieler Länder zum Schutz vor Corona-Infektionen steht kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz im Fokus der Kritik.

10.23 Uhr: US-Pharmakonzern unterbricht Corona-Impfstoffstudie

Nach AstraZeneca muss ein weiterer großer Pharmakonzern seine entscheidende Corona-Impfstoffstudie unterbrechen. Der US-Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson ( J&J ) stoppte seine Studie am Montag vorübergehend wegen einer ungeklärten Erkrankung bei einem Probanden. Der Vorfall solle nun von einem unabhängigen Kontrollgremium und Experten des Unternehmens geprüft werden, teilte J&J mit.

Nähere Details zu der Erkrankung des Probanden nannte der Konzern nicht. J&J hatte die Phase-3-Wirksamkeitsstudie, an der rund 60.000 Menschen teilnehmen sollen, erst Ende September gestartet. Ergebnisse sollten bis Ende dieses, Anfang kommenden Jahres vorliegen. Der US-Konzern gehört zu dem Kreis von Unternehmen, von denen sich die EU-Kommission vorab Hunderte Millionen Impfstoffdosen gesichert hat.

10.19 Uhr: Acht positive Coronatests beim Giro d'Italia

Corona-Chaos beim Straßenradrennen Giro d'Italia: Nach insgesamt acht positiven Tests bei fünf Teams steht die Italien-Rundfahrt vor einer ungewissen Zukunft. Am Sonntag und Montag wurden insgesamt 571 Tests durchgeführt. Corona-Infektionen gab es bei Sunweb, Jumbo-Visma, Mitchelton-Scott, AG2R-La Mondiale und Ineos Grenadiers.

Welche Auswirkungen diese Entwicklung auf den weiteren Verlauf des Rennens haben könnte, blieb zunächst unklar. Bei der Tour de France von Ende August bis zum 20. September war das Feld ohne Corona-Fall geblieben. Einzig Tour-Direktor Christian Prudhomme infizierte sich und musste in Quarantäne.

09.54 Uhr: Bahn in der Krise pünktlicher als im Vorjahr

Die Fernzüge der Deutschen Bahn sind in der Corona-Krise nach wie vor pünktlicher unterwegs als im Vorjahr. Die hohen Werte aus der ersten Jahreshälfte erreicht das Unternehmen aufgrund der wieder steigenden Auslastung aber nicht mehr. 78,8 Prozent aller Fahrten waren im September ohne größere Verzögerung unterwegs, wie die Bahn mitteilte. Das waren 1,4 Prozentpunkte mehr als im August und 4,2 Prozentpunkte mehr als im September des Vorjahres. Ein Zug gilt als pünktlich, wenn er mit weniger als sechs Minuten Verspätung unterwegs ist.

09.42 Uhr: Arbeitslosigkeit in Großbritannien steigt auf Drei-Jahres-Hoch

Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien klettert unerwartet auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Die Arbeitslosenquote im Zeitraum Juni bis August stieg auf 4,5 Prozent und damit stärker als von Ökonomen mit 4,3 Prozent angenommen, wie das Statistikamt ONS mitteilte. In der gleichen Zeit fiel die Zahl der Beschäftigten um 153.000 und damit rund fünfmal stärker als von Fachleuten erwartet. "Seit Beginn der Pandemie hat es einen starken Anstieg der Arbeitslosen und der Arbeitssuchenden gegeben, aber mehr Menschen sagen uns, dass sie nicht aktiv nach einem Job suchen", erklärte ONS-Experte Jonathan Athow.

09.17 Uhr: Weitere Städte in NRW überschreiten Corona-Warnstufe

Mit Leverkusen und Gelsenkirchen haben zwei weitere Großstädte in Nordrhein-Westfalen eine wichtige Warnstufe in der Corona-Pandemie überschritten. In den vergangenen sieben Tagen habe es in der Bayer-Stadt 62,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gegeben, hieß es auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts (RKI). Die Schwelle liegt bei 50 - sie wurde also deutlich übersprungen, am Montag waren es nach Angaben der Stadt nur 44,6 gewesen. Aus Sicht von Virologen ist Leverkusen damit wie so viele andere Städte auch ein "Corona-Risikogebiet".

Dies gilt nun auch für Gelsenkirchen, wo die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag nach RKI-Angaben bei 58,9 lag. Bereits am Montagabend hatte die Landeshauptstadt Düsseldorf mitgeteilt, dass sie die Warnstufe ebenfalls überschritten habe. Dort lag der Wert am Dienstag bei 55. Weiterhin drüber sind zum Beispiel Köln (66), Duisburg (54,5) und Hamm (58,4).

09.14 Uhr: Weniger Zuwanderung durch Corona

Die Bevölkerungszahl in Deutschland ist im ersten Halbjahr leicht zurückgegangen. Laut Statistischem Bundesamt lebten zum 30. Juni 2020 insgesamt 83,1 Millionen Menschen in der Bundesrepublik, 40.000 Personen weniger als bei der vorigen Zählung. Wie die Behörde weiter mitteilte, war die Bevölkerung zuletzt im zweiten Halbjahr 2010 gesunken. Den aktuellen Rückgang führen die Statistiker insbesondere auf die wegen der Corona-Pandemie verminderte Zuwanderung im ersten Halbjahr zurück.

09.12 Uhr: Kassenarztchef dämpft Hoffnung auf effektive Corona-Schnelltests

Kassenarztchef Andreas Gassen hat Hoffnungen auf einen effektiven Masseneinsatz von Antigen-Schnelltests bei Großveranstaltungen gedämpft. Die Antigen-Schnelltests, die nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums künftig massenhaft eingesetzt werden sollen, seien "kein Allheilmittel", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Die Vorstellung, wir machen bei 5000 Stadionbesuchern mal eben einen Schnelltest, bleibt Science-Fiction", so Gassen.

09.03 Uhr: Inflationsrate so niedrig wie seit 2015 nicht mehr

Die Senkung der Mehrwertsteuer in der Corona-Krise und deutlich geringere Energiepreise haben im September zur niedrigsten Inflationsrate seit mehr als fünf Jahren geführt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte und damit seine vorläufigen Angaben von Ende September bestätigte. Eine niedrigere Inflationsrate wurde demnach zuletzt im Januar 2015 mit minus 0,3 Prozent beobachtet.Ein Grund für die niedrige Rate ist die Mehrwertsteuer, die sich im Vorjahresvergleich dämpfend auf die Verbraucherpreise auswirkt. Die Mehrwertsteuer ist seit Juli bis Ende des Jahres von 19 auf 16 Prozent abgesenkt, der ermäßigte Steuersatz von sieben auf fünf Prozent. Damit will die Bundesregierung den in der Corona-Pandemie eingebrochenen Konsum ankurbeln.

09.00 Uhr: Alltag bleibt laut RKI auch mit Impfstoff zunächst eingeschränkt

Der Alltag in Deutschland muss nach Ansicht des Robert Koch-Instituts (RKI) auch mit Einführung eines Corona-Impfstoffs zunächst eingeschränkt bleiben - einschließlich Maskentragen und Abstandsgeboten. Darauf weist das RKI in einem Strategiepapier hin. Demnach werden zwar voraussichtlich im kommenden Jahr ein oder mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen - und die Bekämpfung des Coronavirus entscheidend verbessern.

Allerdings dürfte es ein solches Mittel zu Beginn nur in begrenzten Mengen geben und insbesondere Risikogruppen zu Gute kommen. Deshalb seien weiterhin "gewisse Modifikationen des Miteinander-Seins" wichtig. Darunter versteht das RKI unter anderem Abstandhalten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen, Lüften sowie die Verlegung von Freizeitaktivitäten möglichst nach draußen.

08.43 Uhr: Trotz Corona und Homeoffice: Das Büro stirbt nicht aus

Die Corona-Krise macht Deutschlands Unternehmen sesshafter: Seit Beginn der Pandemie sind neue Büros weniger gefragt. Im zweiten und dritten Quartal haben die deutschen Unternehmen nach Marktdaten des großen internationalen Maklers Savills jeweils nur noch halb so viel neue Bürofläche angemietet wie im langjährigen Durchschnitt. Statt einer Million wurde demnach nur eine halbe Million Quadratmeter pro Quartal neu vermietet. Makler, Ökonomen und Unternehmensberater gehen aber nicht davon aus, dass das Büro in absehbarer Zeit aus dem Arbeitsalltag verschwindet.

08.02 Uhr: Vorsitzender des Weltärztebundes fordert für Risikogebiete "Ausreisekontrollen"

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat das Beherbergungsverbot in vielen Bundesländern für Urlauber aus Corona-Risikogebieten heftig kritisiert. "Das halte ich für völligen Unsinn", sagte Montgomery im Deutschlandfunk. Zumal Arbeits-, Familien- und nicht touristische Besuche ja erlaubt seien. "Nun erklären sie dem Virus mal, was der Unterschied zwischen einem Touristen und einem Manager ist", sagte Montgomery.

Man müsse stattdessen dort ansetzen, wo die Infektionszahlen stark angestiegen seien. Es müsse eine "Ausreisekontrolle" bei Reisen aus diesen Risikogebieten geben. "Davor scheut sich aber die Politik und kommt jetzt mit allen möglichen absurden Vorschlägen."

07.49 Uhr: Partys in Italien werden eingeschränkt

Die italienische Regierung verschärft die Schutzmaßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie weiter. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, schränkt Rom vor allem private Partys drinnen und draußen stark ein. Das gehe aus einem Dekret hervor, das Ministerpräsident Giuseppe Conte unterzeichnet habe.

In Lokalen und Discos sind danach Partys verboten. Feste nach Zeremonien, etwa Hochzeiten, würden auf 30 Teilnehmer beschränkt. Außerdem empfehle die Regierung den rund 60 Millionen Bürgern, auch daheim auf alle Abendessen und andere Treffen mit mehr als sechs haushaltsfremden Teilnehmern ganz zu verzichten.

07.22 Uhr: DFL sucht nach Lösung für Bundesliga-Übertragung im TV

Die Fernsehübertragungen des kommenden Bundesliga-Spieltags entwickeln sich wegen der zunehmenden Zahl der Corona-Risikogebiete innerhalb Deutschlands zu einer Herausforderung. Das berichtete der "Kicker" am späten Montagabend. Menschen aus Risikogebieten dürfen laut des Hygienekonzepts der Deutschen Fußball Liga (DFL) nicht zum Arbeiten in die Stadien - davon betroffen sind demnach inzwischen auch viele Mitarbeiter der TV-Sender wie Kameraleute, Reporter und Techniker. Wie der "Kicker" berichtete, sucht die DFL nach einer Lösung. Denkbar sind demnach Corona-Schnelltests.

05.50 Uhr: Nur 56 Profisport-Vereine beantragen finanzielle Hilfe

Nur 56 Profisportvereine haben bisher Anträge für finanzielle Unterstützung aus dem Corona-Soforthilfeprogramm des Bundes gestellt. Insgesamt wurden 16.893.698,27 Euro beantragt, berichten die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten". Diese Zahlen seien vom Bundesverwaltungsamt in Köln (Stand Montag) genannt worden.

Ein Grund könnte das sehr bürokratische Verfahren sein, hieß es in dem Bericht. So könne die staatliche Hilfe zum Beispiel nur von einem vereidigten Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beantragt werden, die Vereine müssen ihre Bilanzen offenlegen, zahlreiche Dokumente liefern und Nachweise erbringen, etliche Formulare ausfüllen.

05.39 Uhr: 4.122 Neuinfektionen in Deutschland

Nach einem Rückgang der Zahlen am Sonntag und Montag haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen erneut mehr als 4.000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt beläuft sich die Zahl laut RKI auf 4.122. Am Donnerstag hatte die Anzahl neuer Infektionen mit 4.058 erstmals seit April die 4.000er-Grenze überschritten. Am Samstag waren es gar 4.721 neu nachgewiesene Fälle.

Am Montag waren 2.467 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Erfahrungsgemäß liegen die erfassten Zahlen an Sonntagen und Montagen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI weitergeben. Am Dienstag vor einer Woche waren es 2.639 Fälle gewesen.

Montag, 12. Oktober 2020

23.46 Uhr: US-Präsident Trump laut Leibarzt negativ auf Covid-19 getestet und nicht mehr ansteckend

US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seines Arztes negativ auf das Corona-Virus getestet worden und ist nicht mehr ansteckend. Bei Trump seien "an aufeinanderfolgenden Tagen" mehrere Tests negativ ausgefallen, hieß es am Montag in einer Erklärung seines Leibarztes Sean Conley. Neben den Schnelltests würden auch andere klinische und Labordaten "auf einen Mangel an nachweisbarer Virusreplikation hinweisen". Wann Trump das erste Mal negativ getestet wurde, blieb unklar.

Trump selbst hatte bereits am Sonntag verkündet, dass er sich geheilt sieht. "Ich habe dieses verrückte, furchtbare China-Virus geschlagen", sagte er im Sender Fox News. "Sieht so aus, als ob ich immun bin." Er habe die strengsten Test bestanden und sei in großartiger Form.

Der Präsident hatte am 2. Oktober mitgeteilt, er sei positiv getestet worden und hatte sich zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Walter Reed begeben.

20.28 Uhr: Litauen lockert Corona-Einreisebestimmungen

Das baltische EU-Land Litauen hat die coronabedingten Einreisebeschränkungen gelockert. Die Quarantänepflicht gilt von Montag an nur noch für Einreisende aus Ländern, deren Infektionsrate pro 100.000 Einwohner in den vergangenen zwei Wochen um mehr als 10 Prozent über der Rate Litauens liegt. Bislang lag die Grenze bei 25 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Vilnius liegt der Wert für Litauen derzeit bei 55,7. Mit der neuen Regelung können nun Reisende aus 21 Staaten - darunter Deutschland - in den Ostsee-Staat einreisen, ohne sich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben zu müssen. Weiter besteht aber eine Registrierungspflicht bei der Ankunft.

Die Liste mit Ländern, für die die Quarantänepflicht gilt, wird einmal wöchentlich aktualisiert. Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern verzeichnete insgesamt bislang 6.248 bestätigte Infektionen und 103 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Dabei hatten die täglichen Infektionszahlen zuletzt deutlich zugenommen.

20.25 Uhr: Biden erneut negativ getestet

Der Demokrat Joe Biden, der bei der US-Wahl Anfang November Präsident Donald Trump herausfordert, ist erneut negativ auf das Virus getestet worden. Das teilte sein Wahlkampfteam mit. Trump hatte vor zehn Tagen bekanntgegeben, dass er positiv getestet worden sei. Zwischendurch litt er nach Angaben seiner Ärzte unter hohem Fieber. Inzwischen ist er nach eigenen Worten aber nicht mehr infektiös und setzt seinen Wahlkampf fort.

20.00 Uhr: Neuinfektionen in Frankreich rückläufig

Die Zahl der Virus-Neuinfektionen in Frankreich sinkt erneut deutlich. Zuletzt gab es nach Angaben der Gesundheitsbehörden 8.505 neue Fälle, nach 16.101 am Sonntag und dem Rekordhoch von knapp 27.000 am Samstag. Die eher geringe Zahl vom Montag könnte auch darauf zurückzuführen sein, dass am Sonntag nicht so viel getestet wurde. Die Zahl der Toten stieg zuletzt um 95, nach 46 am Sonntag. Insgesamt verstarben nach amtlichen Angaben bislang 32.825 Menschen in Frankreich an den Folgen von Covid-19, 743.479 haben sich infiziert.

19.20 Uhr: 89 aktive Corona-Fälle im Kreis Rottal-Inn: "Krisenstab Corona" berät sich mit Regierung

Seit dem letzten Update (10.10.) meldet der niederbayerische Landkreis Rottal-Inn nun neun neue Corona-Infektionen, damit gibt es nun laut dem Landratsamt Rottal-Inn 89 positiv getestete Fälle, die derzeit mit dem Virus infiziert sind (Stand: 12.10., 18:00 Uhr). Bezüglich des zeitweisen Überschreitens des 50er-Inzidenzwertes sei der "Krisenstab Corona" am Landratsamt Rottal-Inn derzeit in Kontakt mit der Regierung von Niederbayern, so das Landratsamt. Hierzu werde es voraussichtlich am Dienstag (13.10.) konkrete Entscheidungen geben. Der Landkreis Rottal-Inn meldete außerdem, dass ab Dienstag (13.10.) mehrere Klassen der Inntal-Mittelschule Simbach am Inn per Homeschooling unterrichtet werden sollen. Die Simbacher Mittelschule werde die betroffenen Klassen über die jeweilige Dauer der Homeschooling-Maßnahme informieren, so das Landratsamt.

19.16 Uhr: Britische Regierung führt neues Corona-Warnsystem ein - Pubs und Restaurants in Liverpool sollen schließen

Angesichts der weiter steigenden Corona-Zahlen führt die britische Regierung in England ein dreistufiges Warnsystem ein. Das System sehe eine Klassifizierung aller Gebiete in England nach den Kategorien "mittleres", "hohes" oder "sehr hohes" Risiko vor, erklärte der britische Premierminister Boris Johnson am Montag im Parlament. In Liverpool, das unter die Kategorie "sehr hohes Risiko" fällt, sollen alle Pubs und Restaurants schließen. Zudem sollen drei Behelfs-Krankenhäuser wieder in Betrieb genommen werden.

In Regionen mit "sehr hohem" Risiko sollen zusätzliche Einschränkungen verhängt werden, die gegebenenfalls auch mit Hilfe des Militärs durchgesetzt werden. So sollen etwa in Liverpool mit seinen 1,5 Millionen Einwohnern Pubs, Bars, Sporthallen und Casinos schließen. Der britische Verband der Bars und Diskotheken NTIA bezeichnete die Regelungen als "extrem unverhältnismäßig und ungerecht" und kündigte an, dagegen vor Gericht zu ziehen.

Großbritannien hat bislang mehr als 42.000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus und fast 618.000 bestätigte Infektionen registriert. Am Sonntag betrug die Zahl der Neuinfektionen 12.872.

18.55 Uhr: Landkreis Fürstenfeldbruck verschärft Corona-Regeln

Nachdem im Landkreis Fürstenfeldbruck der Corona-Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten worden ist, hat das Landratsamt jetzt eine Allgemeinverfügung erlassen. Demnach dürfen sich in dem Landkreis im öffentlichen Raum ab morgen nur noch Angehörige zweier Hausstände oder maximal fünf Personen gemeinsam aufhalten. An Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen nur noch 25 Personen teilnehmen, unter freiem Himmel 50. In Krankenhäusern, Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen werden die Besuchsregeln verschärft. Zugelassen ist fortan nur noch eine Person zu genau festgelegten Besuchszeiten. In Unterkünften für Asylbewerber und Flüchtlinge im Landkreis Fürstenfeldbruck gilt außerhalb der zugewiesenen Zimmer die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. An allen weiterführenden und beruflichen Schulen im Landkreis, die im Zeitraum vom 05.10.2020 bis zum 19.10.2020 von einem Infektionsgeschehen betroffen waren oder sind, wird der Unterricht ab der fünften Klasse in festen Klassenverbänden durchgeführt. Ein klassenübergreifender Unterricht ist nicht möglich.

18.36 Uhr: Mehr als 2.000 Corona-Tote in Israel

Die Zahl der Menschen, die in Israel in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben sind, hat die Marke von 2.000 überschritten. Wie das Gesundheitsministerium des Landes am Montagabend mitteilte, wurden seit Beginn der Pandemie 2.016 Tote registriert. Israel hat rund neun Millionen Einwohner, in Deutschland leben etwa neun Mal so viele Menschen. Hier starben nach jüngsten Angaben des Robert Koch-Instituts bislang 9.621 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Die Pandemie verlief in Israel zunächst glimpflich, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen und einer massiven Zunahme der Fallzahlen im Laufe des Sommers gilt seit dem 18. September ein Lockdown mit strengen Regeln. Zuletzt zeichnete sich ab, dass die Zahl der Neuinfektionen abnimmt.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Israel nach offiziellen Angaben mindestens 293.533 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, in Deutschland sind es mehr als 325.000.

18.35 Uhr: WHO warnt vor Konzept der Herdenimmunität via Ansteckung

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat davor gewarnt, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auf eine Herdenimmunität durch massenweise Ansteckungen zu setzen. "Niemals in der Geschichte des Gesundheitswesens wurde Herdenimmunität als eine Strategie gegen einen Ausbruch eingesetzt, geschweige denn gegen eine Pandemie", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

So ein Vorgehen wäre ethisch und wissenschaftlich problematisch. Eine Herdenimmunität - also die Schwelle, ab der sich ein Virus nicht mehr in einer Bevölkerung verbreiten kann - müsse ähnlich wie bei den Masern und der Kinderlähmung durch Impfungen, nicht durch Ansteckungen erreicht werden, zumal weiter unklar sei, wie sehr eine Infektion vor einer zweiten schütze. In einem Brief hatten Forscher aus verschiedenen Ländern zuletzt für Herdenimmunität geworben. 

Angesichts der steigenden Coronazahlen wies der WHO-Chef darauf hin, dass ein Großteil der Neuinfektionen in nur wenigen Ländern passiere. Fast die Hälfte der neuen Fälle entfalle auf drei Staaten. Es komme also auf die Wirksamkeit der Bekämpfungsmaßnahmen an. "Das ist eine ungleichmäßig verlaufende Pandemie", so Tedros.

18.20 Uhr: Rheinland-Pfalz setzt Beherbergungsverbot nicht um

Rheinland-Pfalz setzt das geplante Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Krisengebieten vorerst nicht in Kraft. Das kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Montag in Mainz an. "Die Rückmeldungen aus den Kommunen waren verheerend." Auch bundesweit sei die Diskussion über den Sinn dieses Verbots "extrem virulent". "Deshalb setzen wir es jetzt nicht direkt in Kraft." Dreyer will sich in der Schalte der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch angesichts der deutlich steigenden Corona-Neuinfektionen zudem für eine bundesweite Begrenzung von Privatfeiern auf etwa 25 Teilnehmer einsetzen.

18.15 Uhr: Landkreis Regen erreicht 7-Tage-Inzidenz von 90

Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Regen steigt weiter. Wie es in einer Mitteilung heißt, wurde bis heute Nachmittag um 15:30 Uhr bei zehn weiteren Personen das Corona-Virus nachgewiesen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt jetzt bei 90. Seit heute gilt im Landkreis Regen eine Allgemeinverfügung. Demnach ist die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen innen auf 25, außen auf 50 beschränkt. Schulen im Landkreis müssen ab morgen Klassen teilen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann. Gegebenenfalls müssen Schüler via Internet am Unterricht teilnehmen. Bereits seit heute gilt eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe auch im Unterricht.

Die Verwaltung in Regen weist darauf hin, dass unabhängig von den steigenden Corona-Zahlen im Landkreis Urlaubsgäste anreisen dürfen. Vermieter müssen allerdings das geltende Beherbergungsverbot beachten. Betriebe müssen selbst nachprüfen, ob ankommende Gäste aus einem Risikogebiet kommen. Sie dürfen nur dann übernachten, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können.

17.32 Uhr: Johnson will Pandemie mit Drei-Stufen-System beikommen

Mit einem dreistufigen Alarmsystem will der britische Premierminister Boris Johnson die rapide steigenden Corona-Fallzahlen in England unter Kontrolle bringen. Je nach Risikograd - mittel, hoch oder sehr hoch - sollen ab Mittwoch verschärfte Maßnahmen gelten, wie Johnson im Parlament erklärte. Die Abgeordneten müssen am Dienstag noch zustimmen.

In der Region um Liverpool, für die Johnson die höchste Risikostufe erklärte, müssen Pubs und Fitnessstudios vorerst schließen. Außerdem dürfen sich Angehörige verschiedener Haushalte in diesen Regionen nicht mehr treffen. In Regionen mit der zweithöchsten Warnstufe gilt dieses Verbot für Innenräume, sogenannte "Support Bubbles", also kleine Unterstützungsgruppen, und Treffen draußen sollen erlaubt sein.

In der untersten Warnstufe gelten die gleichen Regeln wie bislang für ganz England: Pubs und Restaurants müssen um 22 Uhr schließen, außerdem sind sowohl drinnen als auch draußen nur Treffen mit maximal sechs Menschen erlaubt. Wales, Nordirland und Schottland haben eigene, oft noch schärfere Maßnahmen.

17.26 Uhr: Einige Städte und Kreise bei Kontaktverfolgung überfordert

Vier Landkreise und das Land Berlin kamen zuletzt mit der Verfolgung von Kontakten von Corona-Infizierten nicht mehr hinterher. Das geht aus einem vertraulichen Regierungspapier zur Infektionslage hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Es ist auf den Montag datiert, die Angaben zur Überlastung geben aber den Stand vom 6. Oktober wieder. "Durchführung von Infektionsschutzmaßnahmen absehbar nicht mehr sichergestellt" steht auf einer Karte, die betroffenen Kreise und das Land Berlin sind markiert.

Unterstützungsbedarf meldeten demnach der schleswig-holsteinische Landkreis Pinneberg an, das Land Berlin, der Lahn-Dill-Kreis und der Kreis Offenbach in Hessen sowie der Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. In allen Fällen gab es demnach Engpässe bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen, in Berlin auch bei der Überwachung von Menschen in Quarantäne und der Entnahme von Abstrichen für Tests.

17.03 Uhr: Gastronomen in Hessen dürfen künftig Ausweis verlangen

Gastronomen in Hessen können sich zur Überprüfung von korrekten Angaben auf den Corona-Gästelisten künftig den Ausweis ihrer Kunden zeigen lassen. "Wir haben ausdrücklich beschlossen, dass auf Verlangen des Servicepersonals derjenige, der in eine Gaststätte möchte, auch den Personalausweis vorlegen muss oder ein anderes amtliches Dokument", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in Wiesbaden. Das sei der richtige Schritt um zu verhindern, dass auf den Listen Fantasienamen stünden, die eine Nachverfolgung von Infektionsketten verhindern.

Laut Bouffier gilt bei solchen Überprüfungen aber das Prinzip der Verhältnismäßigkeit. Wenn es eine Vermutung gebe, dass die Angaben des Gastes falsch seien, müsse das Gastronomiepersonal eingreifen. Gelten sollen die Änderungen ab Montag (19.10).

16.50 Uhr: Slowakei verhängt Versammlungsverbot

Weil die Corona-Infektionszahlen rasant steigen, hat die slowakische Regierung ein Versammlungsverbot beschlossen. Bereits ab diesem Dienstag ist jedes Zusammentreffen von mehr als sechs Personen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, verboten. Das Recht auf solche außergewöhnliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens hat die Regierung auf der Grundlage eines seit 1. Oktober geltenden landesweiten Notstands.

Schon am Sonntag hatte der nationale Krisenstab mehrere andere Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen angeordnet. So müssen zum Beispiel alle Schulen für Schüler ab der zehnten Schulstufe auf Online- statt Präsenzunterricht umsteigen. Restaurants dürfen ab Donnerstag (15. Oktober) nur noch Speisen zum Mitnehmen verkaufen, Fitnessstudios und Schwimmbäder werden geschlossen.

16.28 Uhr: Auch Berchtesgadener Land reißt Obergrenze

Auch der Landkreis Berchtesgadener Land hat nach eigenen Angaben die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt laut Landratsamt nun bei 57,6. Allein seit Freitag sind 45 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle dazugekommen, 27 von ihnen waren Kontaktpersonen, die sich schon in häuslicher Isolation befanden. Aktuell gibt es demnach 61 Infizierte im Landkreis.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie etwa häusliche Quarantäne. Betroffen sind hierbei unter anderem Kinder und Jugendliche sowie Unterrichtende und Betreuende der Berufsschule Freilassing, der Knabenrealschule Rupertiwinkel Freilassing, der Grundschule Anger und der Kindergärten in Anger sowie in Freilassing.

Derzeit wird eine Allgemeinverfügung zu weiteren Regelungen vorbereitet und wird voraussichtlich morgen veröffentlicht. Das Landratsamt appelliert, Rücksicht und Vorsicht walten zu lassen und "unbedachtes Verhalten" unbedingt zu vermeiden.

Die Corona-Obergrenze gerissen haben in Bayern bereits die Landkreise Regen und Fürstenfeldbruck sowie die Städte München, Rosenheim und Memmingen.

16.08 Uhr: Keine Zuschauer bei Nations-League-Partie gegen Schweiz

Die Nations-League-Partie der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag gegen die Schweiz in Köln wird als Geisterspiel ausgetragen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen, die in der Stadt am Rhein mit 66,3 deutlich über dem Grenzwert von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern in der Woche liegen, habe das Kölner Gesundheitsamt in Absprache mit dem Land Nordrhein-Westfalen dem Verband "erneut untersagen müssen, Zuschauer zuzulassen".

15.52 Uhr: Aiwanger nennt Nutzen des Beherbergungsverbots "sehr überschaubar"

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sieht das Beherbergungsverbot skeptisch. Die Mehrheit der Bundesländer habe diesen Weg eben beschlossen, sagte Aiwanger dem BR, "aber der praktische Nutzen ist in meinen Augen sehr überschaubar". In Hotels würden die Hygienemaßnahmen eingehalten. Es seien keine Infektionsfälle bei Hotelübernachtungen bekannt geworden. Für eine Abschaffung des Beherbergungsverbots sieht Aiwanger aber keine Mehrheit in der bayerischen Koalition: "Herr Söder wird darauf bestehen."

Zuvor hatte Angela Inselkammer, Präsidentin von Dehoga Bayern, ein Ende des Beherbergungsverbots gefordert. Im BR-Interview sagte sie, ihr Verband wünsche sich, dass das Verbot verschwindet. Nach ihren Worten setzen die Hotelbetreiber zwar "selbstverständlich" das um, was Gesetz sei. Allerdings gebe es eine "ungeheure Verunsicherung".

15.41 Uhr: Innenministerium schließt Grenzkontrollen nicht aus

Angesichts steigender Coronavirus-Fallzahlen in Deutschlands Nachbarländern schließt das Bundesinnenministerium auch erneute Grenzkontrollen nicht aus - möchte sie aber vermeiden. Man beobachte in angrenzenden Ländern teils eine "sehr starke Steigerung" der Fälle, sagte ein Sprecher in Berlin. Dies fließe ein in Überlegungen zu Quarantäne-Regelungen und zum Testregime. Er betonte aber: "Wir versuchen, mit diesen Maßnahmen das Notwendige sicherzustellen, ohne über andere Maßnahmen an den Grenzen nachdenken zu müssen."

Zu Beginn der Pandemie hatten die Bundesrepublik und andere europäische Länder vorübergehend Kontrollen und andere Beschränkungen an den Binnengrenzen eingeführt. Dadurch war es mitunter zu langen Staus gekommen, der Warenverkehr war unterbrochen. Auch Arbeitnehmer hatten Probleme. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) betonte seither mehrfach, dass er erneute Grenzkontrollen zu Nachbarländern vermeiden wolle.

15.14 Uhr: 363 neue Fälle in Bayern

In Bayern wurden seit Samstag 363 neue Coronafälle gemeldet. Insgesamt gab es damit laut dem Landesamt für Gesundheit (LGL) in Erlangen seit Ausbruch der Pandemie 73.281 Infizierte. Die Zahl der Todesfälle hat sich nicht erhöht und bleibt bei 2.683. Nach wie vor hat Oberbayern die meisten infizierten Einwohner. Im Vergleich zum Samstag haben sich hier 133 Personen neu infiziert. Als bayerische Corona-Hotspots gelten der Landkreis Fürstenfeldbruck, die Stadt München, Rosenheim, Memmingen und der Landkreis Regen.

15.07 Uhr: Gastgewerbe fordert Aufhebung von Beherbergungsverboten

Das deutsche Gastgewerbe fordert vom Bund-Länder-Treffen am Mittwoch einheitliche Regeln rund ums Reisen und will juristisch gegen Einschränkungen vorgehen. "Wir appellieren an die Ministerpräsidenten und an die Bundesregierung, die Beherbergungsverbote aufzuheben", sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges vom Branchenverband Dehoga: "Wir werden sie gerichtlich klären lassen." Die Verärgerung der Betriebe sei massiv. "Die Hoteliers sehen sich einer Stornowelle konfrontiert und Neubuchungen bleiben auch aus." Die Verunsicherung bei den Gästen sei groß. Deshalb seien bundeseinheitliche Regelungen rund um das Reisen - auch bei Quarantäne-Bestimmungen - wichtig.

15.01 Uhr: Offenbar Corona-Fälle bei der Schweizergarde

In der Leibwache von Papst Franziskus sind offenbar Coronafälle akut. Wie das Schweizer Fernsehen unter Berufung auf ein internes Informationspapier meldete, wurden die Mitglieder der Schweizergarde angewiesen, sich in der Kaserne in ihren Zimmern oder Wohnungen aufzuhalten. Das Quartier sei praktisch abgeriegelt worden. Inzwischen ist von mehreren nachgewiesenen Infektionen die Rede. Eine Stellungnahme war zunächst weder von der Gardeleitung noch vom vatikanischen Presseamt zu erhalten.

Der Sender SRF hatte am Sonntag von einem positiven Covid-19-Fall in der Schweizergarde berichtet und dafür auf ein kürzlich versandtes Rundschreiben an alle Unteroffiziere und Gardisten verwiesen. Demnach verhängte das Gardekommando neue Schutzmaßnahmen, unter anderem eine Maskenpflicht auf dem gesamten Kasernenareal und eine Urlaubssperre. Die Vatikanstaatsregierung hatte vergangenen Dienstag das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Freien angeordnet.

14.45 Uhr: München verschärft Corona-Regeln

Die Corona-Regeln in München werden ab Mittwoch wieder verschärft. Unter anderem wird es in der Gastronomie verboten sein, nach 22 Uhr noch Alkohol auszuschenken. Die Stadt reagiert damit auf die hohe 7-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen. Laut Robert-Koch-Institut ist der Schwellenwert von 50 erneut überschritten (50,6).

Deshalb gilt von neun bis 23 Uhr auch wieder eine Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt - konkret in der kompletten Fußgängerzone einschließlich Schützenstraße, Stachus, Marienplatz, Sendlinger Straße und Sendlinger-Tor-Platz sowie auf dem Viktualienmarkt und auf den Gehwegen im Tal. Treffen sind - egal ob privat, im Freien oder an einem Lokaltisch - nur noch mit bis zu fünf Personen oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands, Partnern, Verwandten "in gerader Linie", Geschwistern und Angehörigen eines weiteren Hausstands erlaubt. An Veranstaltungen wie Hochzeiten, Beerdigungen oder Vereinssitzungen dürfen in geschlossenen Räumen weiterhin 25 Personen teilnehmen. Unter freiem Himmel dürfen es aber nur noch 50 - also halb so viele wie momentan - sein.

Alle Maßnahmen gelten bis einschließlich 27. Oktober. An den Wochenenden wird an den bekannten "Hotspots" Baldeplatz, Gärtnerplatz, Gerner Brücke, Wedekindplatz sowie an den Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke wieder ein nächtliches Alkoholverbot ausgesprochen. Das betrifft den "To Go"-Verkauf ab 21 Uhr und den Konsum ab 23 Uhr bis sechs Uhr früh.

14.32 Uhr: Hotelier will gegen Beherbergungsverbot klagen

Ein Hotelier aus dem Harz will nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Niedersachsen gerichtlich gegen das Beherbergungsverbot des Landes vorgehen. Im Laufe der Woche solle eine Normenkontrollklage beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingereicht werden, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Rainer Balke der Deutschen Presse-Agentur in Hannover: "Wir hoffen, dass die so schnell wie möglich tätig werden."

Balke kritisierte, das Urlaubsverbot für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots treffe das Kerngeschäft der Tourismusindustrie, obwohl es bisher keine großen Corona-Ausbrüche in der Branche gegeben habe. Schon am ersten Wochenende des neuen Beherbergungsverbots hätten die Telefone der Hoteliers nicht mehr still gestanden, weil Reisende verunsichert seien. "Das Ganze ist wie erwartet in Chaos gemündet", sagte Balke. Viele Urlauber wollten demnach ihre Reisen stornieren und das Geld zurück haben, obwohl ihr Herkunftsort nicht von dem Verbot betroffen sei. Das führe zu Konflikten.

In Niedersachsen sind seit Montag touristische Übernachtungen für Menschen aus 28 deutschen Regionen verboten, sofern sie keinen negativen Corona-Test vorweisen können. Am Wochenende, als das Verbot in Kraft trat, waren lediglich 12 Regionen davon betroffen.

14.02 Uhr: Expertenkommission sieht Fehler bei Krisenmanagement in Ischgl

Beim umstrittenen Corona-Management im österreichischen Ischgl sind nach Darstellung einer Expertenkommission schwere Fehler passiert. So sei der Betrieb der Skibusse und der Seilbahnen einen Tag später als erforderlich eingestellt worden, sagte der Kommissionsvorsitzende Ronald Rohrer in Innsbruck.

Die Verkündung der Quarantäne über das Paznauntal durch Bundeskanzler Sebastian Kurz am 13. März hätte aus Sicht der Experten besser vorbereitet werden müssen. Es habe panikartige Reaktionen bei den vielen ausländischen Gästen gegeben, die in Windeseile versucht hätten, die Region zu verlassen. Es habe an der sofortigen Information an die Touristen gefehlt, dass sie über das Wochenende "gestaffelt und kontrolliert" abreisen sollten. Außerdem habe es keinen Evakuierungsplan gegeben, kritisierte Rohrer.

Für einen oft kolportierten Einfluss der Tourismus- und Seilbahnwirtschaft auf die Entscheidungen der Behörden gebe es keine Anhaltspunkte. Als positiv und angemessen wertete die Kommission die anfängliche Reaktion der Behörden nach Bekanntwerden der ersten Fälle mit Bezug zu Ischgl um den 3. März.

12.52 Uhr: Niederländische Karnevalshochburgen sagen Feiern ab

Die Karnevalshochburgen der Niederlande haben Umzüge und Feiern für das kommende Jahr abgesagt. Der Verband Eindhovens Carnaval teilte mit, dass im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie keinerlei Feierlichkeiten organisiert würden. In der Stadt im Süden der Niederlande werde auch kein Prinz Karneval ernannt. Angesichts der großen Gesundheitsrisiken und der Unsicherheit über die weitere Entwicklung, hätten die Vereinigungen keine andere Wahl, teilte der Verband mit.

Zuvor hatte bereits die Nachbarstadt Tilburg ebenfalls alle großen Karnevalsveranstaltungen abgesagt. Es sei nicht möglich, große Umzüge und Feste zu planen. Auch in der südöstlichen Provinz Limburg nahe der deutschen Grenze fällt Karneval aus.

12.46 Uhr: Mehr Corona-Patienten in britischen Krankenhäusern als im März

In Großbritannien werden aktuell mehr Patienten mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt als im Frühjahr. "Wir haben jetzt mehr Patienten mit Covid-19 in den Krankenhäusern als kurz vor dem Beginn des kompletten Lockdowns am 23. März", sagte der nationale Gesundheitsberater Stephen Powis. Besonders der Norden ist betroffen. Angesichts stark steigender Fallzahlen wollte der britische Premierminister Boris Johnson am Montag schärfere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verkünden.

Großbritannien ist bislang das am schwersten von der Pandemie getroffene Land in Europa: Der Statistikbehörde zufolge gibt es etwa 58.000 Todesfälle, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt wurde.

12.43 Uhr: Hausärzteverband kritisiert neue Beherbergungsverboten

Angesichts neuer Beherbergungsverbote bei innerdeutschen Reisen warnen Hausärzte vor einer Überlastung ihrer Praxen und Ressourcenverschwendung. "Die Hausarztpraxen sind derzeit mit der Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten voll ausgelastet – gerade auch vor dem Hintergrund der beginnenden Infekt- und Grippeimpfzeit", sagte der Chef des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt. "Hinzu kommen jetzt Familien, die zurecht in den Urlaub fahren wollen und um schnelle Corona-Tests bitten."

Er kritisierte: "Vielen Landesregierenden scheint es nicht bewusst oder sogar egal zu sein, dass wir die Test-Kapazitäten dringend für unsere Patienten, vornehmlich natürlich die Risikopatienten, sowie Mitarbeitende im Gesundheitswesen brauchen."

12.36 Uhr: Metallindustrie - Rückkehr zum Vorkrisenniveau dauert länger als gedacht

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie lässt das Corona-Tief nur langsam hinter sich. Die Branche habe zwar einen ersten Schritt aus der Krise heraus getan, "die Rückkehr zum Vorkrisenniveau wird aber länger dauern als erhofft", sagte Hauptgeschäftsführer Oliver Zander vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall am Montag. Bei der Produktion liege die Branche in den ersten acht Monaten rund 19 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Beim Umsatz erwarten laut Gesamtmetall-Umfrage 72 Prozent der Unternehmen für 2020 einen Rückgang - und zwar im Durchschnitt um 23 Prozent.

12.19 Uhr: FCN-Vorstand Hecking - "Fernsehgelder fangen vieles auf"

Dieter Hecking, Sportvorstand des Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg, hält den Profifußball in der Corona-Pandemie für finanziell privilegiert. "Im Moment fangen die Fernsehgelder vieles auf. Im Handball und Eishockey ist die Situation dramatischer", sagte der 56-Jährige dem "Kicker". Dennoch gehe es derzeit in erster Linie darum, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. "Beim nächsten Lockdown würden viele Vereine durchgeschüttelt werden."

12.07 Uhr: Etwa jeder Vierte in NRW wohnt in einem Corona-Risikogebiet

In Nordrhein-Westfalen lebt inzwischen etwa jeder Vierte in einem der sogenannten Corona-Risikogebiete. Laut Robert Koch-Institut (RKI) überschritten am Montag acht Städte und zwei Kreise mit rund 4,2 Millionen Einwohnern die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Zusätzlich meldete die Städteregion Aachen mit gut 557.000 Einwohnern eine Sieben-Tage-Inzidenz von 51 Neuinfektionen - das RKI wies hier einen deutlich niedrigeren Wert aus.

11.28 Uhr: Tschechien erlaubt nur noch 10 Teilnehmer bei Gottesdiensten

In der Tschechischen Republik sind seit Montag neue Verordnungen zur Bekämpfung des Coronavirus in Kraft, die auch die Kirchen massiv treffen. An Gottesdiensten in geschlossenen Räumen dürfen ab sofort maximal zehn, im Freien höchstens 20 Personen teilnehmen, wie die Presseagentur kathpress meldete.

Diese Personenzahl gilt auch für alle anderen kirchlichen Aktivitäten. Zu den erlaubten Teilnehmerzahlen kommen Priester und liturgisches Personal wie Ministranten, Kantor, Organist und Küster hinzu. Bei Begräbnissen und Trauungen einschließlich der anschließenden Feiern sind maximal 30 Personen zugelassen.

10.18 Uhr: Lehrerverband warnt vor Corona-Hotspot Schule

Der Präsident der Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, warnt davor, dass sich die Schulen zu Corona-Hotspots entwickeln könnten. Infektionen gingen inzwischen auch von Schulen und Schülern aus, sagt er der "Passauer Neuen Presse".

Die von manchen Politikern ständig wiederholte Behauptung, die bislang wenigen Infektionen würden hauptsächlich von außen in die Schulen getragen, lasse sich "nicht mehr aufrechterhalten". Es gebe eine Reihe von Fällen, bei denen tatsächlich das Infektionsgeschehen von Schulen und Schülern ausgehe. Dennoch sei er gegen eine bundesweite Maskenpflicht im Unterricht, sagte der frühere Gymnasialrektor.

09.32 Uhr: China lässt alle Einwohner von Neun-Millionen-Stadt testen

In China sollen nach dem Auftreten von neun Corona-Fällen alle neun Millionen Einwohner der Stadt Qingdao auf das Virus getestet werden. Das kündigte die Regierung. Zuvor waren in dem Land wochenlang keine lokal übertragenen Infektionsfälle gemeldet worden.Die Nationale Gesundheitskommission erklärte, die Behörden untersuchten die Quelle für die Infektionen von acht Patienten am Städtischen Brustkorb-Krankenhaus in Qingdao und eines Familienmitglieds. Die gesamte Stadt werde innerhalb von fünf Tagen getestet.In China wurden bislang 4.634 Todesfälle und 85.578 Infektionsfälle bestätigt, hinzu kommen neun mutmaßliche Fälle. In dem Land leben rund 1,4 Milliarden Menschen.

09.00 Uhr: Infektiologe sieht keinen Vergleich mit Frühjahrswelle

Prof. Bernd Salzberger, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, hält die aktuellen Corona-Fallzahlen nicht mit den diesjährigen Frühjahrszahlen vergleichbar. "Wir haben eine andere Dunkelziffer. Wir entdecken jetzt mehr Fälle, weil wir mehr testen. Deswegen kann man die Zahlen nicht mit denen vergleichen, die wir im Frühjahr hatten", sagte Salzberger im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Für die jüngst so stark gestiegenen Fallzahlen sind laut Salzberger vor allem private Feiern und Partys verantwortlich.

Das Münchner ifo-Institut für Wirtschaftsforschung geht davon aus, dass die steigende Zahl der Corona-Fälle auf mehr Ansteckungen zurückzuführen ist, aber auch auf zusätzliche Tests. Präsident Clemens Fuest warnte vor zu starken Beschränkungen der Wirtschaft.

Bislang gehen Gesundheitsbehörden davon aus, dass es keinen Zusammenhang zwischen Infektionsgeschehen und Testzahlen gibt. Ein Vergleich der Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) kommt zu diesem Schluss.

08.41 Uhr: Laut Altmaier kein zweiter Lockdown in Sicht

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht keine Veranlassung, über einen erneuten Lockdown auch nur nachzudenken. "Wir haben gelernt aus den letzten sechs Monaten - wir wissen heute, was gefährlich ist und was nicht", sagte Altmaier in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen". "Es gibt überhaupt gar keinen Grund für einen zweiten generellen Lockdown", sagte Altmaier. Er sehe auch "keine Veranlassung und keinen Grund, über einen allgemeinen Lockdown nachzudenken oder zu entscheiden".Dagegen hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gerade vor der Gefahr eines zweiten Lockdowns gewarnt.

07.49 Uhr: Bundesfamilienministerin Giffey warnt vor pauschaler Verurteilung junger Leute in Corona-Krise

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat davor gewarnt, junge Menschen pauschal wegen des starken Anstiegs der Corona-Fallzahlen zu verurteilen. Man dürfe nicht Alt gegen Jung ausspielen, sehr viele junge Leute verhielten sich besonnen und vernünftig, sagte die SPD-Politikerin, die auch Jugend- und Seniorenministerin ist, am Montag im ARD-"Morgenmagazin" mit Blick auf feierwillige junge Leute. "Die Grenze geht nicht zwischen Alt und Jung, sondern zwischen vernünftig und unvernünftig", fügte sie hinzu. Wenn es massive Verstöße gegen Corona-Beschränkungen gebe, müsse das Konsequenzen haben, unabhängig davon, wie alt die Menschen seien.

Es werde eine Rückkehr zur Unbeschwertheit geben. "Aber da sind wir noch nicht", mahnte Giffey. Deshalb sollten Menschen aller Altersgruppen vernünftig sein. "Es ist nicht die Zeit für große Partys", betonte die Ministerin.

07.40 Uhr: Südkorea meldet geringen Anstieg und lockert Regeln

Südkorea hat am Montag einen geringen Anstieg der Corona-Neuinfektionen von 97 Fällen gemeldet. Zugleich traten Lockerungen der Abstandsregeln in Kraft. So dürfen Unternehmen mit höherem Risiko wie Nachtclubs und Karaoke-Bars wieder öffnen, sofern sie sich an Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen von Masken halten und Gästelisten führen. Auch im Profisport werden wieder Zuschauer erlaubt. Allerdings dürfen zunächst nur 30 Prozent der Sitzplätze in einem Stadion gefüllt werden.

Nach den am Montag veröffentlichten Daten beträgt die Zahl der bestätigten Infektionsfälle seit Beginn der Pandemie 24.703, darunter 433 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus.

07.30 Uhr: Giffey fordert Konsequenzen bei "massiven Verstößen" gegen Corona-Regeln

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) plädiert dafür, insbesondere unter jungen Menschen stärker für die Corona-Regeln zu werben. Es gehe darum, für die Gefahren des Virus zu sensibilisieren und den Dialog zu suchen, sagte Giffey in der ARD. Bei "massiven Verstößen" müsse es aber ein konsequentes Vorgehen geben. "Ich glaube, dass wir wieder zurückkehren zu einer Unbeschwertheit, aber da sind wir noch nicht", ergänzt sie. "Es ist jetzt nicht die Zeit für große Partys."

06.30 Uhr: München überschreitet erneut Corona-Warnstufe

Die Stadt München hat in der Corona-Pandemie erneut die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Wie aus den Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen hervorgeht, liegt der Wert bei 50,6 (Datenstand 12.10., 0.00 Uhr). Auch die Landkreise Regen und Fürstenfeldbruck sowie die Städte Memmingen und Rosenheim in Bayern übersteigen derzeit den kritischen Wert.

Seit Beginn der Corona-Krise haben die Gesundheitsämter laut RKI in der Landeshauptstadt München 12.592 nachgewiesene Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet.

06.20 Uhr: Deutlich weniger Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen 2.467 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Vortag hatte der Wert noch bei 3.483 gelegen, nachdem am Samstagmorgen 4-721 Neuinfektionen gemeldet worden waren. Erfahrungsgemäß liegen die erfassten Zahlen an Sonntagen und Montagen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI weitergeben.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 325.331 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 12.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.621. Das waren sechs mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es 276.900 Genesene.

06.10 Uhr: 16.000 Neuinfektionen in Frankreich

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen steigt in Frankreich weiter dramatisch an. Am Sonntag lag sie nach Angaben der Behörden bei mehr als 16.000 binnen 24 Stunden. Die Zahl der Coronavirus-Patienten auf den Intensivstationen wuchs auf 1483 und damit den höchsten Stand seit Mai.

Am Samstag hatte die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in Frankreich sogar bei fast 27.000 gelegen. Aufgrund der stark steigenden Zahlen soll die höchste Corona-Warnstufe ab Dienstag auch in den Großstädten Toulouse und Montpellier gelten.

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