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Astrazeneca-Impfstoff

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    Astrazeneca-Impfstoff ist laut US-Studie wirksam und sicher

    Eine neue Untersuchung duch eine unabhängige Expertengruppe hat nach Angaben des Herstellers Astrazeneca kein erhöhtes Thromboserisiko durch den Impfstoff ergeben. Die Fachleute hätten keine Sicherheitsbedenken erhoben.

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    • BR24 Redaktion

    Der von der Universität Oxford und dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca entwickelte Covid-19-Impfstoff weist einer neuen Studie zufolge eine höhere Wirksamkeit auf als bisher ermittelt und führt nicht zu einem höheren Thrombose-Risiko.

    Auch die konkrete Suche unabhängiger Experten nach Blutgerinnseln im Gehirn, sogenannten Sinusthrombosen, habe keinen Treffer ergeben, teilte das Pharmaunternehmen mit. Thrombose-Fälle nach der Verabreichung des Astrazeneca-Impstoffes hatten dazu geführt, dass die Verwendung des Vakzins in etlichen EU-Staaten vorübergehend eingestellt worden war.

    Hersteller sieht auch Wirksamkeit bestätigt

    Die Phase-III-Studie mit etwa 32.500 Probanden in den USA, Chile und Peru habe zudem die hohe Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs bestätigt, betonte Astrazeneca. So schütze das Vakzin mit einer Wirksamkeit von 79 Prozent vor Covid-19, bei Menschen ab 65 Jahren liege dieser Wert sogar bei 80 Prozent. Das bedeutet, dass unter den älteren Probanden einer geimpften Gruppe 80 Prozent weniger Erkrankungen auftraten als unter denen einer Kontrollgruppe. Die Wirksamkeit über alle Altersgruppen hinweg in Bezug auf schwere Krankheitsverläufe liege sogar bei 100 Prozent, teilte Astrazeneca mit.

    Britische Regierung: "gute Nachrichten"

    Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock sprach in Bezug auf die neue Studie von "weiteren guten Nachrichten". Die Ergebnisse bewiesen deutlich, dass "der Impfstoff sowohl sicher als auch höchst effektiv ist", twitterte Hancock. In Großbritannien wird das Astrazeneca-Vakzin seit Januar in großem Stil eingesetzt.

    Impfungen in vielen EU-Ländern vorübergehend ausgesetzt

    Die Briten hatten den Impfstoff auch weiter eingesetzt, als mehrere EU-Staaten die Impfungen mit dem Präparat wegen Thrombose-Fällen zeitweise eingestellt hatten. Auch Deutschland hatte die Verwendung des Impfstoffes deshalb vorübergehend ausgesetzt, inzwischen wird er wieder verwendet, nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wie auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sich für ein Festhalten an dem Impfstoff aussprachen.

    In den USA ist der Impfstoff von Astrazeneca bisher nicht zugelassen, nach Bekanntgabe der neuen Untersuchung kündigte das Unternehmen an, bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung zu beantragen.

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