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Corona: Die Ereignisse vom 28. September bis 4. Oktober | BR24

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Corona: Die Ereignisse vom 28. September bis 4. Oktober

Informationen zu Entwicklungen und Zahlen zum Coronavirus in Bayern, Deutschland und in der Welt vom vom 28. September bis 04. Oktober.

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Sonntag, 04. Oktober 2020

22.50 Uhr: Höchste Warnstufe für Paris und schärfere Beschränkungen

Angesichts steigender Infektionszahlen werden für die französische Hauptstadt Paris und die Region noch schärfere Beschränkungen angekündigt. Die Warnstufe werde auf die höchste Stufe angehoben, erklärt das Büro des Ministerpräsidenten. Mit welchen zusätzlichen Einschränkungen das einhergehe, werde am Montag in einer Pressekonferenz mitgeteilt werden. Die Maßnahmen sollten dann ab Dienstag für die Dauer von 15 Tagen gelten.

21.26 Uhr: Lauterbach: Ganz Deutschland wird bald "Risikogebiet"

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen, dass "quasi ganz Deutschland ein Risikogebiet wird". Dem "Tagesspiegel" (Montag) sagte er: "Ich gehe davon aus, dass wir die Zahl von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner pro Woche sehr bald in vielen Regionen in Deutschland überschreiten werden." Die bestehenden Quarantäne-Regelungen würden deshalb bald kaum mehr Sinn machen. "Ob man reist oder nicht, wird kaum noch einen Unterschied machen."

21.13 Uhr: Nach Rekordhoch wieder weniger Corona-Fälle in Frankreich

Nach dem Rekordhoch am Samstag sinkt die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich wieder. Die Behörden melden 12.565 neue Fälle binnen 24 Stunden. Am Samstag waren es 16.972 gewesen. Insgesamt sind damit nach den Angaben des Gesundheitsministeriums 619.190 Erkrankungen bekannt. Die Zahl der Todesfälle steigt um 32 auf 32.230.

19.54 Uhr: Italienischer Bischof stirbt nach Corona-Infektion

In Italien ist erstmals ein amtierender Diözesanbischof am Coronavirus gestorben. Wie die Italienische Bischofskonferenz mitteilte, erlitt Casertas Bischof Giovanni D'Alise (72) infolge seiner Erkrankung einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Er starb den Angaben zufolge im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Kampaniens. Wenige Tage zuvor war der Geistliche aufgrund einer Corona-Infektion mit Fieber in die Klinik gebracht worden. "Keine Angst, wir werden auch dieser Prüfung gelassen entgegensehen", sagte er kurz nach dem positiven Testergebnis. Medienberichten zufolge hängt die Ansteckung wahrscheinlich mit seinem Einsatz als Seelsorger zusammen.

19.30 Uhr: Corona-Kabinett zur aktuellen Pandemie-Lage tagt morgen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt am morgigen Montag um 11.30 Uhr mit den zuständigen Fachministern zu Beratungen im Corona-Kabinett zusammen. In der Runde im Kanzleramt soll es um die aktuelle Pandemielage in Deutschland gehen. Konkret wollen die Kanzlerin und ihre Minister über die Umsetzung der Beschlüsse des jüngsten Bund-Länder-Gipfels zur Eindämmung der Pandemie beraten.

Unter anderem soll es dabei um die Einreiseregelungen gehen. Bund und Länder hatten an die Bürger appelliert, in Risikogebiete keinen Urlaub zu machen. Für Rückkehrer aus diesen Ländern soll ab Mitte Oktober eine neue Quarantäneregelung gelten. Die Details müssen noch festgelegt werden. Bislang ist geplant, dass die Quarantäne durch einen Test erst ab dem fünften Tag nach der Rückkehr beendet werden kann.

17:55 Uhr: Ärzte: Trumps Gesundheitszustand bessert sich

Der Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump hat sich nach seiner Corona-Infektion offenbar verbessert. Er habe weiterhin kein Fieber, sagte einer der behandelnden Ärzte, Sean Dooley. Ein weiterer Arzt sagte, Trump habe eine weitere Dosis des Medikaments Remdesivir erhalten. Wenn es ihm weiter so gut gehe wie bisher, könne er womöglich schon am Montag entlassen werden.

15:50 Uhr: Slowakei registriert so viele Corona-Neuinfektionen wie noch nie

Die Slowakei hat zum dritten Mal in drei Tagen einen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der innerhalb von 24 Stunden registrierten Fälle lag bei 818, wie das Nationale Gesundheits-Informationszentrum mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit dem Ausbruch der Pandemie im März. In der Slowakei haben sich nach offiziellen Angaben bislang 13 139 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 55 Menschen starben. Die Slowakei hat rund 5,5 Millionen Einwohner. Das Land wird vom Robert-Koch-Institut nicht als Risikogebiet eingestuft.

15:40 Uhr: Guggenheim Museum wieder geöffnet

Nach fast siebenmonatiger Corona-Pause hat das Guggenheim Museum in New York wieder geöffnet. Tickets müssen Besucher vorab online kaufen. Es werden weniger Menschen gleichzeitig in die Ausstellungsräume hineingelassen als vor der Epidemie, zudem gelten Abstandsregeln und eine Maskenpflicht.  Seit Ende August dürfen die New Yorker Museen, die fast alle seit März geschlossen waren, unter strengen Auflagen wieder öffnen. Die Corona-Krise trifft die Kulturbranche der Stadt, die im Frühjahr einer der weltweit schlimmsten Schauplätze der Epidemie war, hart.

14:40 Uhr: DFB vergibt Freikarten für nächstmögliche Partie

Der Deutsche Fußball-Bund will beim nächstmöglichen Heimspiel der Nationalmannschaft mit Zuschauern ausschließlich Freikarten verteilen. Diese sollen bestmöglich an Menschen gehen, die sich "in der Corona-Pandemie für andere eingesetzt" haben. Das teilte der DFB mit. Ob die Aktion beim Testspiel gegen die Türkei am Mittwoch in Köln umgesetzt wird, hängt davon ab, ob die Gesundheitsbehörden der Stadt für die Partie Fans zulassen.

14:10 Uhr: Island schließt alle Bars, Clubs und Fitnessstudios

Die Menschen auf Island müssen sich wegen steigender Infektionszahlen auf neue Beschränkungen einstellen. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wird die Teilnehmergrenze für öffentliche Versammlungen ab Montag auf maximal 20 Personen herabgesetzt. Ausnahmen davon gelten etwa für Hochschulen und auf Beerdigungen. Außerdem werden Bars, Nachtclubs und Fitnessstudios geschlossen. Island mit seinen gut 360 000 Einwohnern hat seit Beginn der Corona-Krise knapp 2900 Infektionen verzeichnet und ist insgesamt bislang verhältnismäßig gut durch die Pandemie gekommen. Seit Ende Juli nehmen die Infektionszahlen aber wieder zu.

13:20 Uhr: Indien will sich eine halbe Milliarde Impfstoff-Dosen sichern

Indien will sich bis Juli 2021 bis zu einer halben Milliarde Dosen eines Corona-Impfstoffes sichern. Damit sollen etwa 250 Millionen Menschen geimpft werden können, erklärte Gesundheitsminister Harsh Vardhan. Indien ist nach den USA das am zweitschlimmsten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Bislang wurden etwa 6,55 Millionen Infektionen registriert. Die Zahl der Todesfälle wird auf bislang 101.782 beziffert.

13:15 Uhr: Corona-Fälle bei Erzgebirge Aue: DFL sagt Spiel in Hamburg ab

Die Corona-Pandemie hat zur ersten Spielabsage im deutschen Profifußball in dieser Saison geführt. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) setzte das für 13.30 Uhr geplante Zweitliga-Spiel von Erzgebirge Aue beim Hamburger SV jetzt auch offiziell ab. Die Auer waren nach positiven Coronatests im Kader bereits abgereist und hatten sich Quarantäne begeben. Über eine Neuansetzung werde zeitnah entschieden, so die DFL.

13:10 Uhr: Weitere Corona-Kundgebung in Konstanz:

Am zweiten Tag des Demonstrationswochenendes am Bodensee zur Corona-Pandemie haben sich in Konstanz mehrere hundert Kritiker der Coronapolitik zu einer Kundgebung versammelt. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl am Mittag auf 450 bis 500. Zu der Versammlung waren im Vorfeld 3500 Menschen angemeldet worden. Am Nachmittag soll den Angaben zufolge eine weitere Kundgebung beginnen, zu der 5000 Teilnehmer angemeldet wurden. Diese Versammlung soll bis in den Abend dauern. Auch heute sind wieder Gegenkundgebungen geplant.

11.35 Uhr: Mitglieder der Ständigen Impfkommission dämpfen Erwartungen

Mitglieder der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts haben vor zu großen Erwartungen an Corona-Impfungen gewarnt und dabei Geduld angemahnt. Das Stiko-Mitglied Klaus Überla äußerte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" die Einschätzung, dass zunächst nur wenige Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen werden. "Eine Zahl, die unter Fachleuten genannt wird, ist fünf Millionen Dosen", sagte der Virologe an der Universität Erlangen-Nürnberg. Das Stiko-Mitglied Fred Zepp verwies im Gespräch mit der "FAS" darauf, dass mehr als eine Dosis pro Geimpftem benötigt werde. "Die meisten Impfstoffe, die im Moment in der Entwicklung sind, brauchen zwei Dosen, damit sie wirken. Um alle Menschen in Deutschland zu impfen, brauchen wir dann mehr als 160 Millionen Dosen", sagte der Epidemiologe der Universität Mainz. Mitgliedern der Impfkommission zufolge wird es zudem viele Monate dauern, bis genügend Bürger geimpft sind, um Corona-Einschränkungen wie die Maskenpflicht oder das Distanzgebot aufzuheben.

11.15 Uhr: Fehler bei Zählung der Infektionen in Großbritannien

Bei der Zählung der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen Tagen hat es der britischen Regierung zufolge Fehler gegeben. Die zuständige Regierungsbehörde meldete am Samstagabend 12.872 Neuinfektionen innerhalb eines Tages, was einen drastischen Sprung und den höchsten bisherigen Wert seit Beginn der Pandemie darstellt. In den Tagen zuvor hatte die Zahl der Neuinfektionen jeweils um rund 7.000 gelegen. In einer Erklärung zu den Zahlen hieß es jedoch, es habe in den Vortagen Verzögerungen bei der Übermittlung von Fallzahlen in England gegeben. Der Fehler sei nun behoben, führe allerdings dazu, dass die Fallzahlen der kommenden Tage noch Fälle enthalten dürften, die eigentlich schon aus der Zeit vom 24. September bis zum 1. Oktober stammten. Welchen Anteil diese Fälle an der hohen Gesamtzahl ausmachen, blieb jedoch völlig unklar.

10.50 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in Polen übersteigt Marke von 100.000

Die Zahl der Corona-Infektionen in Polen hat die Marke von 100.000 überschritten. In den vergangenen 24 Stunden kamen 1934 neue Fälle hinzu, wie die Behörden am Sonntag mitteilen. Dadurch erhöht sich die Gesamtzahl auf 100.074. Die Pandemie forderte bislang 2630 Todesopfer in dem etwa 38 Millionen Einwohner zählenden Land.

10.35 Uhr: Lauterbach fordert Schnelltests für Pflegekräfte

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert den Einsatz von Antigen-Schnelltests auf Covid-19 vorerst in zwei Bereichen: "Mit das Sinnvollste, was wir mit Schnelltests machen können, ist es, die Pflegekräfte zweimal in der Woche präventiv zu testen". Damit seien die Pflegeeinrichtungen "relativ sicher" zu betreiben. Die Kosten hierfür sollten die Pflegeversicherungen übernehmen. Im Gegensatz zu Gesundheitsminister Spahn ist der SPD-Politiker allerdings zurückhaltend, was den Einsatz der Schnelltests bei Angehörigen angeht. Die Häufigkeit der Testung hänge dabei von der Verfügbarkeit der Tests ab. Tests müssten dort verwendet werden, wo sie den größten medizinischen Nutzen brächten.

10.15 Uhr: Weltärztechef mahnt zur Einhaltung von Corona-Regeln

Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery mahnt weiter zur strikten Einhaltung der bestehenden Corona-Regeln. Die Gesellschaft habe die Entwicklung der Infektionszahlen selbst in der Hand, so Montgomery im NDR. "Wenn wir die Menschen in ihrer Beteiligung verlieren, kann es so schlimm kommen wie prognostiziert", betonte der Vorstandschef des Weltärztebundes in Anspielung auf Hochrechnungen von Bundeskanzlerin Merkel für das Jahresende. Würde die Bevölkerung nachlässig, drohe ein eiskalter Winter. Neben den bestehenden Regeln sei es auch wichtig, zu Hause zu bleiben und sich impfen zu lassen, sobald dies möglich sei, ergänzte Montgomery. "Niemand will den Lockdown, wir dürfen ihn aber nicht ausschließen, sollten die Infektionszahlen drastisch steigen."

10.00 Uhr: Mekka wieder für Pilger geöffnet

Nach monatelanger Sperre wegen der Coronavirus-Pandemie ist die heiligste Stätte des Islam wieder für Pilger geöffnet. In einer ersten Phase erlaubte die Regierung Saudi-Arabiens ab Sonntag bis zu 6000 Gläubige täglich in die Große Moschee in Mekka, wo die quaderförmige Kaaba steht. Zunächst galt das nur für Staatsbürger Saudi-Arabiens und Ausländer mit Wohnsitz dort. Die Umra, die kleine Pilgerfahrt, kann im Gegensatz zur großen Pilgerfahrt, dem Hadsch, jederzeit im Jahr durchgeführt werden. Jedes Jahr nutzen Millionen Muslime diese Möglichkeit. Saudi-Arabien verbot die Umra aber im März und auch für den Hadsch durften in diesem Juli keine Ausländer nach Saudi-Arabien kommen. Staat mehr als zwei Millionen wie in vorherigen Jahren waren es nur rund 1000, die sich allesamt vorher in Isolation begeben mussten. Für die Umra müssen die Gläubigen einen bestimmten Zeitpunkt buchen und haben dann drei Stunden Zeit, um rund um die Kaaba zu gehen. Das staatliche Fernsehen zeigte am Sonntag weniger als 50 Personen gleichzeitig in den typischen weißen Gewändern und im Abstand von jeweils mehreren Metern rund um die Kaaba. Vor Corona hatten sich egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit Gläubige in Massen durch die Große Moschee gedrängt. In der zweiten Phase der Öffnung ab dem 18. Oktober sollen bis zu 15 000 Pilger und 40 000 Betende pro Tag in die Moschee gelassen werden. Ausländer könnten möglicherweise ab dem 1. November wieder für die Umra ins Land gelassen werden.

09.50 Uhr: Erstmals seit Mai mehr als 10.000 Neuinfektionen in Russland

Die Zahl der Neuinfektionen in Russland ist erstmals seit Mai über die Marke von 10.000 gestiegen. Insgesamt wurden 10.499 Fälle bestätigt, wie die Behörden mitteilen. Das ist der höchste Wert seit 15. Mai. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich in den vergangenen 24 Stunden um 107 auf insgesamt 21.358.

08.45 Uhr: Cineworld erwägt Kinoschließungen in Großbritannien

Der weltweit zweitgrößte Kinobetreiber Cineworld bereitet sich einem Zeitungsbericht zufolge auf die Schließung aller Kinos in Großbritannien und Irland vor. Ohne mögliche Kassenschlager wie der neue James-Bond-Film "No Time To Die" sei die Branche nicht überlebensfähig, berichtete die "Sunday Times" unter Berufung auf ein Schreiben von Cineworld. Das Unternehmen, das in Großbritannien und Irland 128 Kinos mit 1.180 Leinwänden betreibt, wolle die Pläne bereits am Montag bekanntgeben. Damit sind 5500 Arbeitsplätze gefährdet.

08.10 Uhr: Erwartungen an Impfung gedämpft

Mitglieder der Ständigen Impfkommission dämpfen die Erwartungen an eine Impfung gegen das Coronavirus. In den ersten Monaten nach der Zulassung sei ein Impfstoff nur in begrenzter Menge verfügbar, sagen mehrere Virologen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Zudem würden viele Monate vergehen, bis genügend Bürger geimpft seien, um Maßnahmen wie die Maskenpflicht oder Abstandsregeln aufzuheben.

Bis in Deutschland wieder ein normales Leben möglich sein werde, könnten anderthalb bis zwei Jahre vergehen, schätzt einer der Mediziner.

07.45 Uhr: Unterstützung für Handwerk gefordert

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat von der Bundesregierung zusätzliche Unterstützung in der Corona-Krise gefordert. Die Überbrückungshilfen seien "verbesserungswürdig", sagte er den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Auch Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern müssen zu 100 Prozent staatlich verbürgte KfW-Sofortkredite bekommen können."

Bisher gibt es die Kredite der staatlichen Förderbank für Betriebe, die mehr als zehn Mitarbeiter haben. "Dabei haben gerade die kleinen Handwerksbetriebe mit ihrer kurzen Kapitaldecke diese Unterstützung nötig", so Wollseifer.

06.36 Uhr: Deutlich weniger Krankmeldungen laut AOK

Die Zahl der Krankmeldungen ist in den vergangenen Monaten gesunken. "Während der Corona-Pandemie haben sich weniger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer krank gemeldet als in den Vorjahren", sagte Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbands, gegenüber "Welt am Sonntag". Die Krankenstände seien von Mai bis August teilweise deutlich zurückgegangen. Eine Ursache sieht Litsch darin, dass die Menschen seltener unterwegs seien und vermehrt im Homeoffice arbeiten würden. Dadurch falle beispielsweise die Zahl der Krankmeldungen wegen Erkältung seit Mai 2020 im Vergleich zu den beiden Vorjahren deutlich geringer aus. Ein weiterer Aspekt sei, dass viele Beschäftigte Arztpraxen aus Angst vor Ansteckung meiden würden.

06.27 Uhr: Weniger Covid-Tote in Afrika als erwartet

Afrika hat bisher rund 1,48 Millionen Corona-Fälle verzeichnet. Die Dunkelziffer dürfte sehr hoch sein, dennoch hat das Coronavirus den Kontinent mit bislang rund 36.200 Todesfällen weniger schwer getroffen als befürchtet. Neben der jungen Bevölkerung könnte dies Forschern zufolge auch an genetischen Faktoren, der Mobilität der Bevölkerung und den Immunsystemen der Menschen liegen. Wissenschaftler erforschen die Gründe. Diese seien in Afrika sehr anders als in Europa oder den USA, weil die Menschen ganz anderen Mikroorganismen und Parasiten ausgesetzt seien, sagte Maria Yazdanbakhsh von der Universität Leiden (Niederlande).

06.24 Uhr: Anspruch auf Homeoffice soll kommen

In der Corona-Krise arbeiten viele von zuhause aus. Nach dem Willen des Arbeitsministers Hubertus Heil (SPD) sollen sie nach der Pandemie sogar ein Recht darauf haben - zumindest zeitweise. Nicht alle finden das gut. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, hat Heil sein angekündigtes "Mobile Arbeit Gesetz" fertiggestellt. Es sieht nach Angaben des Ministers vor, dass ein Arbeitgeber den Wunsch nach mobiler Arbeit nur dann ablehnen darf, wenn es dafür organisatorische oder betriebliche Gründe gibt.

"Dort, wo es möglich ist, sollen alle Angestellten einen gesetzlichen Anspruch von mindestens 24 Tagen pro Jahr für mobile Arbeit bekommen", sagte Heil der Zeitung. "Wenn beide Eltern einen Beruf haben, in dem mobiles Arbeiten machbar ist, kann nach meinem Vorschlag jede Woche abwechselnd ein Elternteil einen Tag von zuhause arbeiten. Das erleichtert das Familienleben enorm."

Heil begründete seinen Vorstoß u.a. mit den Erfahrungen der Corona-Zeit. "Das Virus hat uns gelehrt, dass viel mehr mobiles Arbeiten möglich ist als wir dachten. Mobiles Arbeiten ist nicht nur was für junge Leute aus Agenturen, die mit Laptop und Latte Macchiato im Café sitzen. Weil mobiles Arbeiten schon für einige fest zur modernen Arbeitswelt gehört, aber vielen noch nicht ermöglicht wird, braucht es dafür auch ein Gesetz."

05.18 Uhr: 2.279 neue Corona-Fälle in Deutschland

Das Robert Koch-Institut hat am Sonntag eine vergleichsweise etwas niedrigere Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 2279 Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

04.20 Uhr: Viele Neu-Infektionen in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 26.310 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4,906 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 599 auf 145.987 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

02.30 Uhr: Steigende Zahlen in Mexiko

In Mexiko sind mittlerweile fast 79.000 Menschen gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Zahl der Todesfälle stieg nach Daten des Gesundheitsministeriums um 388 auf 78.880. Die Zahl der Positiv-Tests in Mexiko legte um 4.863 auf 757.953 zu.

Samstag, 03. Oktober 2020

20.25 Uhr: Irland meldet "bedeutende Eskalation" bei Neuinfektionen

Die irischen Gesundheitsbehörden melden eine "bedeutende Eskalation" der Covid-19-Infektionen. Der amtierende leitende Gesundheitsbeamte Ronan Glynn gibt 613 neue Fälle bekannt, der höchste Wert seit April, als noch ein landesweiter Lockdown galt.

20.10 Uhr: Rekordzahl von Neuinfektionen in Frankreich - Fast 17.000

Frankreich meldet mit 16.972 Neuinfektionen die höchste an einem Tag verzeichnete Zahl. Insgesamt sind damit nach den Angaben des Gesundheitsministeriums 606.625 Erkrankungen bekannt. Die Zahl der Todesfälle steigt um 49 auf 32.198.

20.00 Uhr: US-Behörden melden mehr als 50.000 Neuinfektionen

Die US-Seuchenzentren CDC geben 50.160 bekannte Neuinfektionen und 816 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 7,3 Millionen Infektionen und 208.118 Tote verzeichnet.

19.30 Uhr: Ärzte-Gehälter in Ungarn sollen etwa verdoppelt werden

Die ungarische Regierung vereinbart mit der Ärztekammer des Landes eine Erhöhung der Gehälter. Das Grundgehalt der Ärzte soll bis 2023 schrittweise etwa verdoppelt werden. Ministerpräsident Viktor Orban kündigt auf Facebook für Montag die Vorlage eines entsprechenden Gesetzes im Parlament an.

19.10 Uhr: Positive Corona-Tests bei NFL-Teams: Spiel verlegt

In der National Football League NFL ist ein weiteres Spiel wegen Coronavirus-Infektionen verlegt worden. Die Partie zwischen Meister Kansas City Chiefs und Ex-Champion New England Patriots wird nicht wie geplant am Sonntag stattfinden, weil es in beiden Teams positive Corona-Tests gab, wie die NFL am Samstag mitteilte. Das American-Football-Spiel solle demnach am Montag oder Dienstag stattfinden. Bis dahin sollen weitere Kontakte ausgewertet und zusätzliche Tests gemacht werden.

17.30 Uhr: Einrichtungen in Teheran schließen für eine Woche

In Teheran werden den staatlichen Medien zufolge für eine Woche Schulen, Moscheen, Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen geschlossen. Die Zahl der bekannten Fälle im Iran stieg dem Gesundheitsministerium zufolge zuletzt um 3.523 auf 468.119. Zudem gebe es 179 weitere Tote und damit insgesamt 26.746. Präsident Hassan Ruhani hat schwere Strafen für Infizierte gefordert, die ihre Erkrankung geheim halten.

16.47 Uhr: Weiterer Senator mit Corona infiziert

In den USA hat sich mit Ron Johnson ein weiterer Senator mit dem Coronavirus infiziert. Johnson sei mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen, so sein Sprecher. Nach einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses am Samstag vor einer Woche hatten die republikanischen Senatoren Mike Lee und Thom Tillis positive Testergebnisse mitgeteilt. Präsident Trump hatte im Rosengarten seine Kandidatin für die freie Stelle im Supreme Court, Amy Coney Barrett, vorgestellt.

Sollten die drei infizierten Senatoren über eine längere Zeit ausfallen, könnte das Auswirkungen auf die Bestätigung Barretts durch den Senat haben, die Trump vor der Präsidentschaftswahl am 3. November anstrebt. Der Justizausschuss des Senats will am 12. Oktober mit Barretts Anhörung beginnen. Die Republikaner haben eine Mehrheit von 53 der 100 Sitze im Senat.

16.25 Uhr: Erneuter Corona-Rekord in der Slowakei

Die Slowakei hat zum zweiten Mal in zwei Tagen einen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der innerhalb von 24 Stunden registrierten Fälle lag bei 704, teilte das Nationale Gesundheits-Informationszentrum am Samstag mit. Dies war der höchste Wert sei dem Ausbruch der Pandemie im März. Der bisherige Höchstwert wurde einen Tag zuvor erfasst, er betrug 679 Fälle.

In der Slowakei haben sich nach offiziellen Angaben bislang 12.321 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 54 Menschen starben demnach im Zusammenhang mit dem Virus. Die Slowakei hat rund 5,5 Millionen Einwohner. Das Land wird vom Robert-Koch-Institut nicht als Risikogebiet eingestuft.

14.43 Uhr: Jens Spahn plant Massen-Coronatests in Pflegeheimen

Alten- und Pflegeheime sollen ab dem 15. Oktober flächendeckend Coronatests durchführen, um Personal, Besucher und Bewohner besser vor dem Virus zu schützen. Das geht aus einem Referenten-Entwurf für eine Nationale Teststrategie hervor, mit der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Einsatz von Coronatests in Deutschland regeln will. Der 23-seitige Entwurf, der dem "Spiegel" vorliegt, sieht ähnliche Regelungen für Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Arzt- und Zahnarztpraxen, Dialyseeinrichtungen, Praxen humanmedizinischer Heilberufe sowie ambulante Pflegedienste vor.

11.59 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Polen erneut gestiegen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat den dritten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Am Samstag verzeichneten die Behörden 2.367 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der Schwerpunkt lag mit 290 Fällen in Kleinpolen im Süden des Landes, aber auch die Region um die Hauptstadt Warschau (277) und Pommern im Westen (244) waren stark betroffen. Erst am Freitag wurde der bisherige Rekordwert seit Beginn der Pandemie erfasst, er lag bei 2.292 Neuinfektionen.

In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 98.140 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 2.604 Menschen starben demnach in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

10.25 Uhr: AOK übernimmt Kosten für Grippe-Schutzimpfung

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen können sich die 27 Millionen AOK-Versicherten ab sofort auf Kosten ihrer Krankenkasse gegen Grippe impfen lassen. Die AOK-Kassen übernehmen die Kosten für die Impfung, "wenn sie von Ärzten verordnet wird", sagte ein AOK-Verbandssprecher den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Die beteiligten Kassen versichern zusammen ein Drittel der deutschen Bevölkerung. Die Kostenübernahme betrifft laut AOK "nicht nur die Impfung von Risikogruppen, sondern alle AOK-Versicherten, sofern die Ärzte dies für erforderlich halten", sagte der Sprecher weiter. Ärzte, Wissenschaftler und auch die Bundesregierung raten in diesem Jahr besonders zu einer Grippe-Schutzimpfung. Sie schützt zwar nicht vor einer Corona-Infektion. Eine Ansteckung mit der Grippe schwächt aber das Immunsystem, sodass der Körper sich gegen das Corona-Virus schwerer wehren kann.

10.07 Uhr: Verbraucherschützer sehen in Mehrwertsteuersenkung kaum Entlastung für Kunden

Zahlreiche Kunden profitieren nach Einschätzung von Verbraucherschützern nicht von der niedrigeren Mehrwertsteuer. Viele Unternehmen hätten die Senkung nicht an die Verbraucher weitergegeben, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, dem "Handelsblatt". "Das mussten sie aber auch nicht, weil die Bundesregierung kein Unternehmen zur Weitergabe verpflichten konnte", sagte Müller. "Daraus folgt ein relativ überschaubarer Kaufanreiz."

Er forderte die Bundesregierung auf, künftig stärker auf die Nachfrageseite zu achten. "Eine bessere Möglichkeit, um Verbraucher direkt zu entlasten, wäre beispielsweise eine stärkere Absenkung der Stromkosten oder ein höherer Kinderbonus", sagte der vzbv-Chef. "Die Mehrwertsteuer-Senkung bleibt bestenfalls gute Absicht." Sie habe "in zu wenigen Fällen wirklich Entlastung gebracht". Seit Juli gelten für ein halbes Jahr niedrigere Steuersätze: 16 statt 19 Prozent beziehungsweise 5 statt von 7 Prozent. Damit will die Bundesregierung in der Corona-Krise den Konsum ankurbeln.

09.11 Uhr: Die meisten Schulen haben geöffnet

Der überwiegende Teil der Schulen in Deutschland hat bis zum Start der ersten Bundesländer in die Herbstferien den Betrieb trotz Corona wie geplant aufrechterhalten können. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Kultusministerien der Länder und eine Auswertung aktuell zugänglicher Meldungen der Ministerien ergab, kommt es vereinzelt zwar zu deutlichen Einschränkungen für Tausende Schüler und Lehrer. Mit Blick auf die Gesamtzahl von rund 40.000 Schulen mit elf Millionen Schülern und rund 800.000 Lehrern, sind die Zahlen dennoch vergleichsweise überschaubar.

Nach den aktuellsten zum Ende der Woche vorliegenden Daten der zuständigen Landesbehörden oder Kultusministerien der Länder, waren zuletzt knapp 40.000 Schüler und fast 4.000 Lehrer wegen Infektionsfällen, Verdachtsfällen oder eigener Infektion in Quarantäne oder als Vorsichtsmaßnahme im Fernunterricht. Daneben meldeten Bundesländer, die keine Einzelzahlen zu Schülern veröffentlichen, insgesamt rund 700 Klassen oder Lerngruppen, die zuletzt nicht in der Schule waren. Komplett geschlossen waren den aktuellen Zahlen zufolge 21 Schulen.

08.20 Uhr: Neuer Corona-Höchststand in Tschechien - Wahlen fortgesetzt

Überschattet von der Corona-Krise sind in Tschechien am Samstagmorgen die zweitägigen Regional- und Senatswahlen fortgesetzt worden. Die Bürger können ihre Stimme noch bis 14.00 Uhr abgeben. Sie sind angehalten, dabei eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sich die Hände zu desinfizieren und Abstand zu halten. Gewählt werden die Vertreter in 13 Verwaltungsregionen außerhalb Prags. Abgestimmt wird zudem über ein Drittel der Sitze im Senat, dem Oberhaus des Parlaments.

Derweil musste das EU-Land einen Rekord bei den täglichen Corona-Neuinfektionen verzeichnen. Am Freitag wurden 3.793 bestätigte Fälle verzeichnet - so viele wie an keinem anderen Tag seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der jemals Infizierten stieg damit auf mehr als 78 000. Knapp 700 Menschen starben in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung in Tschechien.

08.02 Uhr: EU-Arzneimittelbehörde prüft mögliche Nierenschäden durch Remdesivir

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft nach eigenen Angaben Berichte über mögliche Nierenschäden durch die Einnahme des Corona-Medikaments Remdesivir. Es lägen Berichte vor, wonach einige Patienten mit der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 nach der Einnahme des Medikaments akute Nierenschäden erlitten hätten, erklärte die Behörde am Freitag. Nun werde untersucht, ob es einen ursächlichen Zusammenhang gebe. Es sei ebenso möglich, dass Covid-19 selbst Nierenschäden verursachen könnte.

07.36 Uhr: Lehrerverbandschef sieht Schüler durch Fernunterricht "massiv abgehängt"

Der Fernunterricht wegen der Corona-Krise hat laut dem Präsidenten des Bundeslehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, bei allen Schülern Spuren hinterlassen. "Wir müssen feststellen, dass alle Schüler Defizite mitbringen aus der ersten Phase der Corona-Pandemie, in der die Schulen lange geschlossen worden sind", sagte Meidinger im ZDF. Eine "bestimmte Gruppe an Schülern" sei sogar "massiv abgehängt" worden.

Er beklagte zudem, dass es teilweise an technischen Mitteln oder Motivation gefehlt oder der Fernunterricht "gar nicht richtig stattgefunden" habe. Nun werde versucht, die betroffenen Schüler etwa durch freiwillige Zusatzlerneinheiten am Nachmittag wieder nach vorn zu bringen. Bundesweit sei jedoch festzustellen, dass diese Angebote "von einem beträchtlichen Teil der Schüler mit dem dringendsten Aufholbedarf nicht wahrgenommen" würden. Für die Lehrer sei der Umgang mit den großen Unterschieden bei den Schülerleistungen eine "knifflige" Aufgabe, sagte Meidinger weiter.

07.29 Uhr: Zahl der Todesfälle in Indien steigt auf mehr als 100.000

In Indien ist die Zahl der Toten auf über 100.000 gestiegen. Damit ist das Land das dritte weltweit nach den USA und Brasilien, dass diese Marke überschreitet. Das Gesundheitsministerium meldet am Samstag 100.842 Tote. Die Zahl der Infizierten steigt um 79.476 auf insgesamt 6,47 Millionen.

07.15 Uhr: Experten kritisieren Behandlung mit experimentellem Medikament

Experten haben die Entscheidung kritisiert, den US-Präsidenten Donald Trump mit einem nicht zugelassenen Medikament zu behandeln, das sich noch in der Erprobungsphase befindet.

"Wir sollten dem Präsidenten dieses Medikament nicht verabreichen, bevor seine Wirksamkeit bewiesen ist", schrieb der Notfallmediziner Jeremy Faust vom Brigham and Women's-Krankenhaus in Boston auf Twitter. "Es ist schlechte Wissenschaft, schlechte Medizin und schlechte Ethik, mächtigen Leuten unerprobte Dinge zu geben, die man normalen Leuten nicht gibt", kritisierte Medizindozent Vinay Prasad von der Universität von Kalifornien in San Francisco.

Trumps Leibarzt Sean Conley hatte zuvor mitgeteilt, vor seiner Verlegung ins Krankenhaus sei der US-Präsident mit einem experimentellen Antikörper-Cocktail behandelt worden. Als "Vorsichtsmaßnahme" habe der 74-Jährige eine Dosis synthetischer Antikörper des US-Pharmakonzerns Regeneron erhalten. Die Behandlung mit dem Antikörper-Cocktail wird derzeit in klinischen Studien untersucht, zugelassen ist das Mittel nicht.

07.13 Uhr: Auch Trumps Wahlkampfchef positiv auf Corona getestet

Einen Monat vor der US-Wahl ist auch der Wahlkampfchef von Präsident Donald Trump, Bill Stepien, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Zuerst hatte das Magazin "Politico" am späten Freitagabend darüber berichtet. Das Wahlkampfteam bestätigte den Bericht später. Stepien habe seine Diagnose am Freitagabend erhalten und habe leichte, grippeähnliche Symptome. Stepien halte aus dem Home Office weiter die Kontrolle über die Kampagne.

Zuvor war bekannt geworden, dass sich auch die republikanische Parteivorsitzende Ronna McDaniel mit dem Virus angesteckt hatte. Der positive Test von Trumps enger Beraterin Hope Hicks am Donnerstag hatte zahlreiche weitere Tests im Umfeld des Präsidenten nach sich gezogen. Auch Trump selbst und Ehefrau Melania haben sich angesteckt.

07.10 Uhr: Trump wird mit Remdesivir behandelt

US-Präsident Donald Trump wird wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus mit dem Medikament Remdesivir behandelt. Das ging aus einem Schreiben seines Leibarztes Sean Conley hervor, wenige Stunden nachdem Trump ins Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington gebracht worden war.

Trump gehe es "sehr gut", er benötige keine Sauerstoffzufuhr, schrieb sein Arzt. Er habe die Therapie mit dem Mittel Remdesivir begonnen, eine erste Dosis eingenommen und ruhe sich aus. Trump meldete sich annähernd zeitgleich mit einem Tweet aus dem Krankenhaus. "Es läuft gut, denke ich! Ich danke euch allen. Liebe!!!!"

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07.01 Uhr: Mexiko zählt 78.000 Tote nach Corona-Infektion

In Mexiko sind mittlerweile mehr als 78.000 Menschen gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Zahl der Todesfälle stieg nach Daten des Gesundheitsministeriums um 414 auf 78.492. Die Zahl der Positiv-Tests in Mexiko erhöhte sich um 4.775 auf 753.090.

06.49 Uhr: Weiterer US-Senator positiv getestet

In den USA ist ein weiterer republikanischer Senator positiv auf das Coronavirus getestet worden. Thom Tillis, der den Bundesstaat North Carolina im US-Senat vertritt, gab seine Infektion bekannt. Sein positiver Coronavirus-Test könnte die Nachbesetzung des freien Postens am Obersten Gericht der USA verzögern. Tillis ist wie der mit Corona infizierte Republikaner Mike Lee Mitglied im zuständigen Rechtsausschuss des Senats.

06.46 Uhr: Studenten nehmen in Krise fast eine Milliarde Euro Schulden auf

In den vergangenen fünf Monaten haben Zehntausende Studenten Kredite in Höhe von insgesamt fast einer Milliarde Euro bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt. Das geht aus einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach wurden von Mai bis September rund 30.800 Anträge auf einen KfW-Studienkredit in einer Gesamthöhe von 919,6 Millionen Euro gestellt.

Das sind fast vier mal so viele Anträge wie im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Von Mai bis September 2019 wurden nach Angaben einer KfW-Sprecherin 8.500 Anträge auf einen KfW-Studienkredit gestellt mit einem Gesamtvolumen von 315 Millionen Euro. Die Sprecherin bezeichnete 2019 als durchschnittliches Jahr. Die Vertragsabschlüsse liegen demnach sonst im Jahresschnitt bei gut 23.000.

Seit Mai müssen für Studienkreditverträge keine Zinsen mehr gezahlt werden. Das gilt noch bis März 2021 und ist als Hilfsmaßnahme in der Corona-Krise gedacht. "Das Angebot wird sowohl von deutschen wie auch von ausländischen Studierenden stark nachgefragt", heißt es in dem Schreiben des Bundesbildungsministeriums. Der Studienkredit wurde für die Zeit der Zinsfreistellung auch für Studenten aus dem Ausland geöffnet.

06.29 Uhr: RKI: 2.563 Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Morgen 2.563 neue Corona-Infektionen gemeldet. Damit bleibt der Wert nun schon zum dritten Mal in Folge über der Schwelle von 2.500 Fällen pro Tag.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 296.958 Menschen in Deutschland nachweislich infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.527. Seit dem Vortag wurden 19 Todesfälle mehr gemeldet.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 0,97 (Vortag: 0,90). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

06.17 Uhr: Erneut über 30.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 33.431 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf knapp 4,9 Millionen. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich binnen 24 Stunden um 708 auf 145.388. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

06.06 Uhr: Venezuela erhält Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Venezuela hat nach eigenen Angaben als erstes Land Lateinamerikas und der Karibik den neuen russischen Corona-Impfstoff mit dem Namen "Sputnik V" erhalten. Die Tests mit 2.000 Personen sollen diesem Monat in der Hauptstadt Caracas beginnen, wie der staatliche Fernsehsender "Venezolana de Televisión" unter Berufung auf Gesundheitsminister Carlos Alvarado berichtete.

Nachdem Russland im August einen Corona-Wirkstoff zugelassen hatte, kündigte der venezolanische Präsident Nicolás Maduro an, dass Venezuela an der Studie teilnehmen werde. Russland ist einer der Verbündeten der autoritären Maduro-Regierung. Die Zulassung erfolgte jedoch vor Abschluss wichtiger Tests.

05.54 Uhr: Ehemalige Trump-Beraterin Conway positiv getestet

Die frühere hochrangige Beraterin von US-Präsident Trump, Kellyanne Conway, ist positiv auf Corona getestet worden. Sie habe milde Symptome - einen leichten Husten - und fühle sich gut, schrieb sie auf Twitter. Sie habe in Rücksprache mit Ärzten die Quarantäne begonnen.

Conway, die Ende August überraschend ihren Rückzug aus dem Weißen Haus angekündigt hatte, nahm am vergangenen Samstag an einer Veranstaltung im Weißen Haus teil. Bei dem Event im Rosengarten hatte Trump die konservative Juristin Amy Coney Barrett als Kandidatin für den freien Posten am Obersten Gericht der USA vorgestellt.

Conway war auf Fotos ohne Masken und in engem Kontakt mit anderen Gästen, darunter an der Seite von Justizminister William Barr, zu sehen. Am Freitag hatten bereits die Ansteckungen zweier Republikaner im US-Senat die Aufmerksamkeit auf die Veranstaltung gelenkt. Die Veranstaltung war zwar unter freiem Himmel im Garten des Weißen Hauses, es war aber gut zu sehen, dass viele Teilnehmer keine Masken trugen und keinen Abstand hielten. Auch der Präsident der katholischen Universität Notre Dame, der anwesend war, teilte mit, dass sein Corona-Test positiv ausgefallen sei.

Freitag, 02. Oktober 2020

22.00 US-Demokrat Biden negativ auf Coronavirus getestet

Trump Herausforderer, im Kampf um das Präsidentenamt, Biden hat bekanntgegeben, dass er negativ auf das Coronavirus getestet wurde. Biden werde seinen Wahlkampf deshalb wie geplant mit einem Besuch in Michigan fortsetzen. Das teilt ein Mitarbeiter des US-Demokraten mit. Der Bundesstaat ist für beide Kandidaten von großer Bedeutung.

Die TV-Debatte zwischen dem republikanischen Vize-Präsidenten Mike Pence und seiner demokratischen Gegenkandidatin Kamala Harris soll wie geplant am Mittwoch stattfinden. Das teilt die Commission on Presidential Debates als Veranstalter mit. Beide Politiker sollen negativ auf das Coronavirus getestet worden sein.

21.00 Zahl der täglichen Neuinfektionen in Frankreich über 12.000

In Frankreich steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden auf 12.148 Fälle. Damit haben sich nahezu 590.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Darüber hinaus werden 136 weitere Coronavirus-Tote gemeldet. Die Gesamtzahl der tödlichen Krankheitsverläufe steigt damit auf 31.155.

18.30 Teile der Niederlande und Englands sowie ganz Schottland zu Risikogebieten erklärt

Das Robert-Koch-Institut hat ganz Schottland sowie Teile Englands und weite Teile der Niederlande zu Corona-Risikogebieten erklärt:

Niederlande: das gesamte Land mit Ausnahme der Provinzen, bzw. autonomen Länder Zeeland und Limburg gilt als Risikogebiet.

Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland: Schottland und die folgenden Regionen in England North West, North East, Yorkshire and the Humbers gelten als Risikogebiete.

17.30 Zahl der Neuinfektionen in Österreich rückläufig

Der Anstieg der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Österreich hat sich deutlich ausgebremst. Nachdem sich die Ansteckungszahlen vor rund einem Monat schlagartig etwa verdoppelt hatten, blieben sie seit Mitte September weitgehend konstant. Gesundheitsminister Rudolf Anschober sprach in Wien von einer "Stabilisierung mit deutlich zu hohen Zahlen". Er strebe eine Halbierung in den nächsten ein bis zwei Monaten an. Aktuell gelten rund 8.400 Menschen in Österreich als aktiv mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert.

Österreich zählt landesweit zuletzt in einer Woche 54,4 neue Fälle pro 100 000 Einwohner nach jüngsten Daten der Corona-Kommission (Stand Mittwochabend). Die Zahlen schwanken regional extrem, die Hauptstadt Wien zählt weiter mehr als die Hälfte aller aktiven Fälle und Neuerkrankungen im Land. In dem von Deutschland als Risikogebiet eingestuften Bundesland Vorarlberg lag der Sieben-Tages-Wert nur noch bei 41,8 und damit unter der entscheidenden Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner.

Das ebenso in Deutschland als Risikogebiet eingestufte Tirol lag mit 51,2 nur sachte über der Marke. Der Tiroler Bezirk Landeck, zu dem auch das Paznauntal mit dem Skiort Ischgl gehört, hatte allerdings mit 137,4 den zweithöchsten Wert in ganz Österreich. Einsamer Spitzenreiter war zuletzt der dünn besiedelte Kärntner Bezirk Hermagor, wo ein Ausbruch rund um Feiern nach einem Almabtrieb den Wert rechnerisch auf 210 Fälle pro 100 000 Einwohner.

17.20 Uhr: Litauen erreicht Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen

Die Corona-Neuinfektionen haben in Litauen einen Rekordwert erreicht. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Vilnius wurden am Freitag 172 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Dies ist der höchste Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert in dem baltischen EU-Land von 138 Neuinfektionen war in der Vorwoche erfasst worden.

Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern verzeichnete insgesamt bislang 4956 bestätigte Infektionen und 94 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Die Zahl an Corona-Infektionen hat dabei zuletzt deutlich zugenommen und sich der Gesundheitsbehörde zufolge seit Juli versechsfacht. So seien im September 1855 Fälle registriert worden - gegenüber 275 Fällen im Juli und 836 Fällen im August.  

Nach Angaben von Behördenleiterin Rolanda Lingiene zeigt sich als weitere Tendenz eine Zunahme der Infektionen unter jüngeren Menschen und eine regionale Konzentration der Corona-Ausbrüche in Litauen. «Wir sehen einen deutlichen Aufwärtstrend bei Hotspots», sagte sie. 

Gesundheitsminister Aurelijus Veryga führte den starken Anstieg auf «objektive Umstände» zurück - die Rückkehr in die Schulen und an die Arbeitsplätze. In Litauen beginnt das Schuljahr traditionell am 1. September, ebenso wie die Geschäftssaison. 

16.55 Uhr: Quarantäne teilweise auch bei Rückkehr aus deutschen Risikogebieten

Bislang gilt in Deutschland nur für Rückkehrer aus Risikogebieten im Ausland eine Quarantäne-Pflicht. Das könnte sich allerdings bald ändern. Wie aus einem Papier aus dem Bundestag hervorgeht, könnte die Regelung künftig auch für Rückkehrer aus deutschen Risikogebieten gelten.

In den Bundesländern Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein gilt eine Verpflichtung zur häuslichen Quarantäne auch nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet in Deutschland. Das berichten Medien unter Berufung auf einen Aktenvermerk der Bundestagsverwaltung. Betroffen sind demnach derzeit Rückkehrer aus Berlin-Mitte, Hamm, Remscheid und Rhön-Grabfeld. Für Politiker des Bundestags, der in Berlin-Mitte liegt, soll es demnach aber Ausnahmeregelungen geben.

16.30 Uhr: Ausgangssperre in Madrid tritt im 22 Uhr in Kraft

Madrid wird als erste europäischen Hauptstadt einen erneuten Lockdown einführen. Dieser solle am Abend ab 22.00 Uhr Ortszeit beginnen und auch für neun Satellitenstädte gelten, kündigte der Chef der Gesundheitsbehörde der spanischen Hauptstadt, Enrique Ruiz Escudero, an. "Wir sind verpflichtet, ab heute damit zu beginnen", sagte er. Restaurants und Bars in der 4,8 Millionen Einwohner zählenden Metropole müssen früher schließen und ihre Kapazitäten halbieren. Die konservativ geführte Madrider Stadtverwaltung kam der Anordnung der sozialistisch geführten Regierung des Landes nur widerwillig nach.

Die Einwohner sollen nur zur Schule, zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen gehen können. Die Auflagen sind allerdings nicht so streng wie bei der ersten Welle im Frühjahr, als die Madrilenen ihre Wohnungen praktisch nicht mehr verlassen durften.

Mit 850 Infektionsfällen pro 100.000 Menschen weißt die Region Madrid nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO die höchste Zahl an Neuinfektionen in Europa auf. Spanien hat insgesamt 778.607 Corona-Fälle registriert, mehr als jede andere westeuropäische Nation. Fast 32.000 Todesfällen wurden bereits beklagt. Die Zahl der täglichen Todesfälle liegt nun mit 78 auf dem höchsten Stand seit Anfang Mai, aber weit unter dem Ende März erreichten Rekord von fast 900.

13.45 Uhr: Weiterer deutscher Corona-Impfstoff darf an Menschen getestet werden

In Deutschland darf ein Corona-Impfstoff an Menschen getestet werden, der auf einem Impfstoff gegen Pocken basiert. Das Paul-Ehrlich-Institut hat die Studie genehmigt. Es handele sich um einen sogenannten Vektorimpfstoff, mit dem genetisches Material des Covid-19-Erregers in den Körper eingeschleust wird, heißt es. Der Imfpstoff wurde vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und der IDT Biologika GmbH in Dessau entwickelt. Beteiligt sind auch die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Philipps-Universität Marburg und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

13.24 Uhr: Details für Auszahlung von Corona-Fonds sollen im Oktober stehen

Die Bundesregierung geht davon aus, noch im Oktober die Details zum europäischen Corona-Aufbaufonds mit den EU-Partnern klären zu können. "Wir sind sehr weit fortgeschritten und nicht weit von einer Einigung entfernt", hieß es aus Regierungskreisen. Ein Kompromiss sei zeitnah möglich.

Am Montag und Dienstag beraten die europäischen Finanzminister per Videoschalte. Seit der Grundsatzeinigung auf einen 750 Milliarden Euro schweren Corona-Hilfstopf wird über die Einzelheiten der Auszahlung gerungen. Bekannt ist bereits, wie stark besonders von der Pandemie betroffene Länder wie Spanien und Italien profitieren sollen und welche Teile davon als Kredite und welche als nicht-rückzahlbare Zuschüsse fließen sollen.

Ziel sei es, dass die Gelder ab Januar 2021 ausgezahlt werden können, verlautete aus den Regierungskreisen. Dazu müssten jetzt schnell die rechtlichen Voraussetzungen geklärt werden.

12.34 Uhr: Bayern verlängert Quarantäneverordung bei Einreise

Die Bayerische Einreise-Quarantäneverordnung wird bis 18. Oktober verlängert. Das bestätigte das Gesundheitsministerium dem BR. Somit gilt die 48-Stunden-Regel, was Besuche im Corona-Risikogebiet Tirol angeht, weiterhin. Diese Bestimmung ermöglicht Wanderern, Sportlern und auch Berufspendlern einen Aufenthalt in Tirol bis 48 Stunden ohne anschließende Quarantäne in Bayern. Auch das Vorzeigen eines negativen Testergebnisses an der Grenze entfällt. Nicht erlaubt innerhalb der 48 Stunden Regel sind Besuche großer Veranstaltungen in Tirol, etwa Konzerte oder Sportereignisse.

12.25 Uhr: Rom verhängt Maskenpflicht im öffentlichen Raum

In Rom muss im Freien künftig immer ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Das gelte auch für die gesamte Region Lazio rund um die italienische Hauptstadt, teilen die dortigen Gesundheitsbehörden mit. Bisher bestand Maskenpflicht nur in geschlossenen öffentlichen Räumen wie Geschäften oder Kinos. Die Behörden führten einen jüngsten Anstieg der Infektionszahlen weitgehend darauf zurück, dass sich die Menschen nicht ausreichend an diese Auflage sowie an das Abstandsgebot gehalten hätten.11.50 Uhr: Corona-Kabinett tagt am Montag

Das sogenannte Corona-Kabinett tagt am Montag um 11.30 Uhr (MESZ). Dabei gehe es um die Umsetzung der jüngsten Bund/Länder-Vereinbarungen, so eine Regierungssprecherin.

11.44 Uhr: US-Außenminister Pompeo negativ auf Corona getestet

Nach Bekanntwerden der Corona-Infektion von US-Präsident Donald Trump hat sich auch US-Außenminister Mike Pompeo einem Corona-Test unterzogen - und nach eigenen Angaben ein negatives Testergebnis erhalten. "Ich fühle mich fantastisch", sagte Pompeo vor Journalisten im kroatischen Dubrovnik. Pompeo befindet sich derzeit auf Europareise, Dubrovnik ist sein letzter Stopp.

10.31 Uhr: Polen meldet Rekordzahl an Neuansteckungen

Polen meldet eine Rekordzahl an Neuansteckungen. In den vergangenen 24 Stunden wurden demnach in 2292 Fällen Menschen positiv auf das Virus getestet.

10.17 Uhr: Italiens Haushalt mit Defizit von zehn Prozent

Die Corona-Rezession hat auf die italienischen Staatsfinanzen durchgeschlagen. Die Neuverschuldung schnellte im ersten Halbjahr auf zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes nach oben, wie das Statistikamt Istat mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte das Defizit noch bei 3,2 Prozent gelegen.

09.56 Uhr: 76 Prozent weniger Auslandstouristen in Spanien

Die Zahl der Auslandstouristen in Spanien ist im August um 76 Prozent zum Vorjahr gesunken. In den ersten acht Monaten des Jahres besuchten nur 15,7 Millionen Menschen und damit 73 Prozent wenige als im Vorjahreszeitraum das beliebte Urlaubsland, wie das nationale Statistikamt INE mitteilt. Die Touristen gaben demnach allein im August insgesamt 79 Prozent weniger aus als vor Jahresfrist.

09.24 Uhr: Bayern investiert 37 Millionen in Luftfilter für Schulen

Zur Vermeidung von Corona-Infektionen in Schulen stellt das bayerische Kultusministerium 37 Millionen Euro für Kohlendioxid-Sensoren und Luftfilter bereit. "Gefördert wird die Beschaffung von CO2-Sensoren für jeden Klassen- und Fachraum und von mobilen Luftreinigungsgeräten mit Filterfunktion für Räume, die nicht ausreichend durch gezieltes Fensteröffnen oder durch eine raumlufttechnische Anlage gelüftet werden können", teilte das Ministerium mit.

© BR

Zur Vermeidung von Corona-Infektionen in Schulen stellt das bayerische Kultusministerium 37 Millionen Euro für Kohlendioxid-Sensoren und Luftfilter bereit.

09.06 Uhr: Australien öffnet in Kürze Grenze für Neuseeländer

Australien will binnen zwei Wochen wieder Reisende aus Neuseeland ins Land lassen, wie Vize-Ministerpräsident Michael McCormack mitteilt. Damit öffnet Australien zum ersten Mal seit sechs Monaten seine Grenzen für Ausländer. So dürfenNeuseeländer laut McCormack ab dem 16. Oktober in den Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney reisen, ohne sich danach zwei Wochen lang in Quarantäne begeben zu müssen. Das müssen bisher noch alle Australier, die in ihre Heimat zurückkehren.

In Neuseeland gibt es kaum noch neue Corona-Fälle. Das Land hält unterdessen an der Quarantäne-Pflicht für seine Bürger fest, die aus Australien nach Neuseeland zurückkehren, wie Ministerpräsidentin Jacinda Ardern betont.

08.36 Uhr: Bislang fast 20.000 Amazon-Mitarbeiter Corona-positiv

Beim Onlineriesen Amazon sind in den USA seit März fast 20.000 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Infektionsrate sei damit geringer als erwartet, teilte Amazon am Donnerstag mit - insgesamt arbeiten für den Konzern in den USA rund 1,37 Millionen Menschen.

07.41 Uhr: Stiftung Patientenschutz gegen Impfungen in Messehallen

"Pflegebedürftige in Messehallen zu karren kann nicht die Lösung sein", sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur zu diesbezüglichen Überlegungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). "Diese Menschen müssen als erste die Chance bekommen, vor Covid-19 geschützt zu werden." Ohne Zweifel werde das eine logistische Herausforderung. "Deshalb gilt es, zügig an einer aufsuchenden Impfstrategie zu arbeiten."

Spahn hatte am Donnerstag gesagt, er glaube, dass die Impfungen in Zentren gestartet werden müssten, wenn es einen Impfstoff gebe. "Das sind aus meiner Sicht eher keine Turnhallen, sondern eher Messehallen", sagte Spahn.

07.01 Uhr: Trumps Coronatest positiv

Der Coronatest von US-Präsident Donald Trump ist positiv. Wie er auf Twitter mitteilte, begebe er sich mit seiner Frau Melanie "sofort" in Quarantäne und werde die Infektion "gemeinsam durchstehen".

06.44 Uhr: US-Arbeits-Visa müssen doch weiter vergeben werden

Eine Anweisung von Präsident Donald Trump, wonach keine Arbeitsvisa für Ausländer mit besonderen beruflichen Qualifikationen mehr ausgestellt werden sollen, ist per Gerichtsbeschluss vorläufig außer Kraft gesetzt worden. Ein US-Bundesrichter in San Francisco erließ am Donnerstag eine einstweilige Verfügung gegen gegen die Direktive. Trump habe damit seine Vollmachten überschritten, zitierte das "Wall Street Journal" aus dem Beschluss. Die Anweisung stammt vom Juni und gilt bis Jahresende. Das Weiße Haus begründete sie mit der hohen Arbeitslosigkeit in den USA infolge der Corona-Krise. 05.31 Uhr: Deutschland mit meisten Neuinfektionen seit April

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat den höchsten Wert seit der zweiten Aprilhälfte erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2.673 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen bekanntgab. Zuvor hatte der Wert binnen weniger Tage schon zweimal die Schwelle von 2500 überschritten.

05.11 Uhr: Nur jeder Fünfte will im Herbst oder Winter verreisen

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen und zahlreicher Reisewarnungen will nur jeder fünfte Deutsche im kommenden Herbst oder Winter verreisen. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur planen acht Prozent eine Reise ins Ausland, zwölf Prozent wollen im Inland Urlaub machen.

66 Prozent haben sich bereits entschieden, den ganzen Herbst und Winter zu Hause zu bleiben. Acht Prozent sind noch unentschlossen, fünf Prozent machten keine Angaben.

04.43 Uhr: Trump in Isolation nach Infektion einer Beraterin

Nachdem mit Hope Hicks eine der engsten Beraterinnen und Vertrauten von US-Präsident Donald Trump positiv auf Corona getestet worden war, hat Trump via Twitter angekündigt, sich mit seiner Frau Melanie in Quarantäne zu begeben.

Hope Hicks, die am Mittwoch mit Trump zu einem Wahlkampftermin gereist war, erhielt am Mittwoch ein positives Testergebnis, hieß es aus Regierungskreisen. Hicks ist in dieser Woche bei mehreren Reisen Trumps dabei gewesen, unter anderem auf dem Weg nach Minnesota am Mittwoch in seinem Hubschrauber "Marine One" und am Dienstag in seinem Flugzeug "Air Force One" auf dem Weg zur TV-Debatte in Ohio. Sie hatte zeitweise als Kommunikationsdirektorin des Weißen Hauses gearbeitet und war in diesem Jahr als Beraterin der Regierung zurückgekehrt.

Trump sagte am Abend im Fernsehsender Fox News, er und seine Frau Melania seien getestet worden und warteten derzeit auf das Ergebnis.

Donnerstag, 01. Oktober 2020

23.50 Uhr: Rund 19.000 US-Mitarbeiter seit März mit Corona infiziert

Beim US-Onlinehändler Amazon haben sich in diesem Jahr rund 19.000 US-Mitarbeiter mit Kundenkontakt mit dem Corona-Virus infiziert. Dies seien 1,44 Prozent der Beschäftigten in dem Bereich und in Amazons Lebensmittel-Läden "Whole Foods Market", teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die Zahl sei deutlich niedriger als erwartet. Amazon war wiederholt aufgefordert worden, sich dazu äußern, wie viele seiner "frontline workers" in den USA sich mit dem Virus angesteckt hätten. Den Zählungen zufolge wurden zwischen dem 1. März und dem 19. September 19.816 der rund 1,372 Millionen Beschäftigten positiv getestet.

Amazon forderte andere Unternehmen auf, ebenfalls Daten dazu vorzulegen. Der Online-Händler hat in der Virus-Krise versucht, seine Geschäfte nicht herunterzufahren, um die Kundennachfrage zu bedienen, die es während des Lockdowns mit vielfach geschlossenen Läden gab. Amazon hatte dabei auf verschiedene Maßnahmen gesetzt, um seine Mitarbeiter zu schützen - unter anderem durch Temperaturchecks und den Einsatz von Software zum Einhalten von Abstands-Regeln.

21.58 Uhr: Landkreis Rhön-Grabfeld über kritischem Corona-Grenzwert

Der Landkreis Rhön-Grabfeld hat die kritische Marke von 50 Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten. Das teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit. Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit liegt der Wert bei 51,45.

Wegen der Überschreitung sollen laut dem Landkreis etwa Beschränkungen von Gästezahlen bei privaten Feiern statt bis zum 3. bis zum 10. Oktober verlängert werden, hieß es. Ein Schwerpunkt der neu festgestellten Infektionen liege in einem Wohnheim in Mellrichstadt, so das zuständige Landratsamt. Laut dem Robert-Koch-Institut ist der Landkreis Rhön-Grabfeld damit derzeit der einzige über dem kritischen Corona-Grenzwert.

20.38 Uhr: USA verlängern Kreuzfahrt-Verbot bis Ende Oktober

Kreuzfahrten von US-Häfen aus bleiben aufgrund der weiterhin kritischen Corona-Lage verboten. Die Gesundheitsbehörde CDC verlängerte ihre "No Sail Order" am Donnerstag (Ortszeit) bis Ende Oktober. Die jüngsten Datenauswertungen von Kreuzfahrten im Ausland zeigten, dass die Infektionsgefahr an Bord der Schiffe hoch bleibe, selbst bei verminderten Passagierzahlen, erklärte die CDC.

Deshalb sei das Risiko von Virusausbreitungen in den USA groß, wenn der Betrieb dort zu früh wieder zugelassen werde, so die Behörde weiter. US-Medien berichteten, dass CDC-Direktor Robert Redfield das Verbot am liebsten direkt bis Februar verlängert hätte, aber vom Weißen Haus überstimmt worden sei. Vor allem in Florida, wo mit Miami quasi der Hauptsitz der Kreuzfahrtindustrie ist, drängen Politiker auf einen raschen Neustart.

20.18 Uhr: Weiter viele Neuinfektionen in Frankreich - Neue Beschränkungen für Paris?

Frankreich meldet 13.970 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden und weitere 63 Todesfälle. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vortag, bleibt aber hinter der Rekordzahl von über 16.000 von vor einer Woche zurück.

Aufgrund der hohen Infektionszahlen könnten in der Hauptstadt Paris ab Montag neue Einschränkungen verhängt werden. Die Lage solle am Sonntag nochmals überprüft und dann eine Entscheidung gefällt werden, sagt Gesundheitsminister Olivier Veran.

20.06 Uhr: Bundeswehr unterstützt bei Corona aktuell mit 1.350 Soldaten

Die Bundeswehr unterstützt derzeit mit rund 1.350 Soldaten verschiedene Corona-Hilfsmaßnahmen. Davon seien «"und 160 Soldatinnen und Soldaten des Sanitätsdienstes im Rahmen der Hilfeleistungen im Einsatz", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Demnach sind derzeit rund 320 Soldaten in zwölf Bundesländern unter anderem mit mobilen Teststationen im Einsatz. Um die Gesundheitsämter zu entlasten, würden darüber hinaus 426 Soldaten in 33 örtlichen Ämtern bei der Nachverfolgung von Infektionsketten helfen. Insgesamt stehe ein Kontingent von bis zu 15.000 Soldaten kurzfristig für die Hilfe bereit.

Deutschlandweit habe die Bundeswehr bislang mehr als 950 Unterstützungsanfragen aus allen Bundesländern und von der Bundesregierung erhalten. Bislang seien mehr als 635 Hilfeleistungen gebilligt worden - davon seien noch rund 130 in der Durchführung. 463 Hilfeleistungen seien bereits abgeschlossen, weitere 49 befänden sich derzeit in der Planung.

In Berlin hatte es zuletzt Diskussionen über einen Corona-Einsatz der Bundeswehr gegeben, da der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zunächst keine solche Hilfe annehmen wollte. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) hatten sich verwundert darüber gezeigt.

20.00 Uhr: Studie: Trump größter Antreiber von Corona-Falschinformationen

US-Präsident Donald Trump hat einer Studie zufolge wie kein Zweiter zur Verbreitung von Falschinformationen über das Coronavirus beigetragen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der US-Universität Cornell nach der Auswertung von 38 Millionen englischsprachigen Medienartikeln aus aller Welt. In mehr als 522.000 dieser Artikel, die zwischen dem 1. Januar und dem 26. Mai veröffentlicht wurden, wurden demnach falsche Informationen verbreitet. In mehr als der Hälfte der "Fake News"-Fälle ging es um angebliche "Wundermittel" im Kampf gegen das Coronavirus. Den Studienautoren zufolge gab es besonders viele Artikel, nachdem Trump im April angeregt hatte, das Virus durch das Spritzen von Desinfektionsmitteln zu bekämpfen. Ähnliche Anstiege von Medienberichten verzeichneten die Forscher, wenn der US-Präsident Medikamente wie das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin anpries, dessen Wirksamkeit gegen das Coronavirus nicht erwiesen ist. Trump habe deswegen wahrscheinlich mehr als jeder andere zur Verbreitung von Falschnachrichten über das Virus und die Pandemie beigetragen, urteilen die Autoren.

19.30 Uhr: Corona: Griechische Schüler protestieren gegen volle Klassenzimmer

Bei Protesten von Oberschülern gegen überfüllte Klassenzimmer in der Coronavirus-Pandemie ist es in Athen vereinzelt zu Ausschreitungen gekommen. Schüler schleuderten Brandbomben auf die Polizei, die Tränengas einsetzte, um die Menge aufzulösen. Zwei Protestierende im Alter von 17 und 20 Jahren wurden festgenommen. Berichte über Verletzte lagen nicht vor. An dem Protest in der Nähe des Parlamentsgebäudes nahmen mehrere Hundert Menschen teil, darunter auch Lehrer staatlicher Schulen und Hochschüler. Er verlief weitgehend friedlich.

19.15 Uhr: Rekord an Corona-Neuinfektionen in Israel

Knapp zwei Wochen nach Beginn eines Lockdowns hat die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Israel erstmals die Marke von 9000 überschritten. Das Gesundheitsministerium teilte am Donnerstagabend mit, am Vortag seien 9013 neue Fälle registriert worden - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Mit 124 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gab es nach palästinensischen Angaben auch im Gazastreifen einen Rekord.

18.40 Uhr: Umfrage: Mehrheit für die neuen Corona-Einschränkungen

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet dem ARD-DeutschlandTrend zufolge die Obergrenze für private Feiern. 85 Prozent hätten sich dafür ausgesprochen, ergibt eine Umfrage von infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen. 13 Prozent finden, die Beschränkungen gingen in die falsche Richtung. Vier von fünf Deutschen (78 Prozent) wünschten sich, dass die Bundesländer häufiger einheitlich vorgehen. 54 Prozent sprachen sich dafür aus, vor allem auf die Eigenverantwortung der Menschen zu setzen anstatt auf strenge Regeln. 43 Prozent stimmten dem nicht zu. Infratest dimap befragte am Montag und Dienstag 1001 Personen.

18.08 Uhr: Mehr als 2.000 Neuinfektionen in Italien

Italien verzeichnet erstmals seit dem 29. April wieder mehr als 2.000 Neuinfektionen an einem Tag. Das Gesundheitsministerium meldet 2.548 neue Fälle. Es gab 24 weitere Tote in Zusammenhang mit Covid-19. Einen Tag zuvor waren es 19. Italien war im März und April besonders hart von der Pandemie betroffen.

18.05 Uhr: Altmaier: Konjunktureinbruch schwächer als befürchtet

Die Wirtschaft wachse schon wieder. "Der Aufschwung hat schneller eingesetzt als erhofft", sagt der CDU-Politiker im Bundestag. Es müsse nun Priorität haben, die steigenden Infektionszahlen wieder herunterzubringen. Die Bundesregierung werde alles tun, um Einschränkungen in der Wirtschaft zu verhindern.

18.02 Uhr: Weitere Einschränkungen in Teilen Englands

In England werden die Corona-Einschränkungen auf weitere Landesteile ausgeweitet, darunter die im Norden gelegene Großstadt Liverpool. Ferner kommen Warrington, Hartlepool und Middlesborough hinzu, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock dem Parlament mitteilt.

Dort sollen die selben Vorkehrungen zur Virus-Eindämmung greifen, wie sie seit Anfang der Woche bereits im Nordosten Englands gelten. Dort wurde unter anderem die Zahl der Menschen begrenzt, die sich in geschlossenen Räumen treffen dürfen. Auch für Pubs und Restaurants gelten schärfere Regeln.

18.00 Uhr: Französisches Institut sucht 25.000 Freiwillige für Impf-Studie

Das französische Forschungsinstitut Inserm fordert 25.000 Freiwillige für klinische Studien über potenzielle Impfstoffe. Die Untersuchungen, die in diesem Monat beginnen könnten, würden in 24 Krankenhäusern im ganzen Land durchgeführt, teilt das Institut mit.

17.59 Uhr: In Schweden neuer Infektions-Höchststand seit Juni

In Schweden steigt die Pandemie mit 752 Neuinfektionen auf ein neues Hoch seit Juni. Das Land ist innerhalb Europas ein Sonderfall, denn es hat Lockdowns bislang vermieden und damit Bewegungs- und Kontakteinschränkungen weniger restriktiv gehandhabt. Nach Monaten eines eher geringen Seuchengeschehens haben die Ansteckungen in den vergangenen Wochen spürbar zugenommen.

16.51 Uhr: Verschärfte Regelungen in Würzburg enden

Die verschärften Regelungen in der Corona-Krise für die Stadt Würzburg laufen aus und werden nicht verlängert. "Unsere Maßnahmen haben in den vergangenen Tagen gegriffen", betonte Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU).

"Ich freue mich, dass sich die Zahlen stabilisiert haben", so Schuchardt. Nur die Maskenpflicht im Unterricht gelte auch noch nächste Woche.

16.24 Uhr: Türkische Ärzte kritisieren Manipulation bei Corona

Die türkische Ärztevereinigung hat scharfe Kritik an der Erfassung von offiziellen Corona-Fällen im Land geäußert. "Die Regierung hat in Sachen Transparenz versagt und manipuliert Covid-19-Statistiken", sagte Sinan Adiyaman für die Vereinigung am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz gesagt, seit dem 29. Juli veröffentliche man täglich die Zahl der Corona-Kranken. Kranke seien Menschen mit Symptomen.

Koca habe damit zugegeben, nur Patienten mit Symptomen in die Fallzahlen aufzunehmen, sagte Adiyaman. "Das ist die Anerkennung von dem, was Ärzte seit Monaten sagen." Die Ärztevereinigung hatte die offiziellen Zahlen in der Vergangenheit immer wieder kritisiert und geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt.

14.40 Uhr: Corona-Krise hält Luftverkehr weiter am Boden

Stellenstreichungen, Zwangsurlaub für die Crews, stillgelegte Flugzeuge. Die Corona-Krise dauert für den Luftverkehr länger als befürchtet. Verzweifelt sucht die Branche nach Auswegen und muss trotz Staatshilfe harte Einschnitte organisieren. Vor allem die internationalen Verbindungen schwächeln. Für den August meldet der Airlineverband IATA global nur noch ein knappes Viertel der Nachfrage aus dem Vorjahr und senkt erneut seine Verkehrsprognose für das Gesamtjahr 2020.

Mangels Nachfrage sind die Flugangebote auf 30 Prozent des gewohnten Niveaus zusammengestrichen, Fernflüge liegen nicht einmal bei 10 Prozent. Derzeit gebe es ein Bündel an unterschiedlichen Reisebeschränkungen, Quarantäneregeln und Teststrategien, die den Airlines eine "Wiederaufnahme des normalen Flugbetriebs unmöglich machen", analysiert der Chef der Deutschen Flugsicherung, Klaus-Dieter Scheurle, die Lage.

14.15 Uhr: Buchmesse 2020 als verkleinertes Lesefest "Open Books"

Wegen der Corona-Pandemie gibt es bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse weniger Veranstaltungen mit deutlich weniger Tickets. 2020 sind bei den Lesungen und Diskussionen im Stadtgebiet maximal 5.000 Plätze verfügbar. Im letzten Jahr waren es 19.000.

"Ein Lesefest unter Pandemie-Bedingungen zu organisieren, ist eine Herausforderung", sagt die Leiterin von "Open Books", Sonja Vandenrath. Damit mehr Menschen zuhören können als live erlaubt sind, werden einzelne Veranstaltungen im Internet gestreamt.

12.47 Uhr: Bundesweite Antikörper-Studie mit 34.000 Menschen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) starten eine bundesweite Antikörper-Studie mit 34.000 Menschen. Geklärt werden solle unter anderem, wie viele Menschen bereits eine Infektion durchgemacht haben, wie hoch die Dunkelziffer ist und welche Personen besonders häufig betroffen sind, teilen RKI und DIW mit. Die Studie soll bis Ende des Jahres laufen. Neben den medizinischen Tests werden die Teilnehmer auch im Rahmen des sogenannten sozio-ökonomischen Panels befragt, das unter dem Dach des DIW läuft. Hier geht es um eine Langfristbefragung zu Lebensumständen wie Einkommen, Beruf und Bildung.

12.27 Uhr: Italiens Regierungschef will Notstand verlängern

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte plädiert für eine Verlängerung des Ausnahmezustands bis Ende Januar. Er werde dies dem Parlament vorschlagen, kündigt er an. Aktuell gilt der Notstand noch bis Mitte Oktober. Die Behörden können dadurch unter Umgehung von bürokratischen Hürden schneller und einfacher Entscheidungen fällen, wie das Verhängen von Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

11.21 Uhr: 174 Millionen Euro Überbrückungshilfe für kleine und mittlere Firmen in Bayern

Kleine und mittelständische Betriebe in Bayern haben vom Bund bisher gut 174 Millionen Euro Hilfe zur Überbrückung der Corona-Krise bewilligt bekommen. Nach einer Übersicht des Wirtschaftsministeriums in Berlin wurden bundesweit bisher 870,8 Millionen Euro an Überbrückungshilfen bewilligt, Hilfen in Höhe von 1,35 Milliarden Euro wurden beantragt. Die durchschnittliche Höhe der bisher beantragten Förderung betrage etwa 13.400 Euro.

Kleine und mittelständische Betriebe im Freistaat stellten demnach 17.000 Anträge auf Überbrückungshilfe. Davon wurden bis Ende September rund 10.600 bewilligt. Je nach Umsatzrückgang eines Betriebes zahlt der Bund ihnen Zuschüsse für Mieten, Leasingraten und Versicherungen.

11.04 Uhr: Schweiz erlaubt Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen

Seit Donnerstag sind in der Schweiz wieder Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern erlaubt. Davon profitieren unter anderem Sportvereine, die nun mehr Fans in die Stadien lassen dürfen. Die Regierung verlangt allerdings strikte Hygienekonzepte. In allen Stadien sind nur Sitzplätze erlaubt, die Fans müssen Masken tragen und es dürfen höchstens zwei Drittel der Plätze besetzt werden. Bei Freiluftveranstaltungen wie Ski-, Langlauf- oder Radrennen sowie Dorffesten im freien Gelände sind auch Stehplätze erlaubt.

Bewilligungen für Veranstaltungen erteilen die Kantone, die je nach Infektionsgeschehen eigene Auflagen machen können. Die Schweiz hatte Messen, Konzerte und andere Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen wegen der Corona-Pandemie als eines der ersten Länder Europas Ende Februar verboten.

10.46 Uhr: Südafrika öffnet seine Grenzen teilweise

Südafrika öffnet nach mehr als einem halben Jahr wieder teilweise seine Außengrenzen. Während Reisende aus den meisten europäischen Ländern wegen der Zunahme der Corona-Infektionen weiterhin nur in Ausnahmefällen einreisen dürfen, würden die Grenzen für alle afrikanischen Reisenden wieder geöffnet, teilte Innenminister Aaron Motsoaledi mit.

Südafrika ist mit fast 675.000 Covid19-Infektionen das am schwersten getroffene Land in Afrika und hatte wegen des Corona-Ausbruchs die Grenzen im März geschlossen. Deutschland steht derzeit nicht auf der Liste der Risikogebiete, für die Einreisebeschränkungen gelten.

10.42 Uhr: Anti-Corona-Maßnahmen in Havanna gelockert

Der sozialistisch regierte Karibikstaat Kuba hat die strengen Anti-Corona-Maßnahmen in der Hauptstadt Havanna gelockert. Die seit September geltende Ausgangssperre zwischen 19 und 5 Uhr werde aufgehoben, teilte Havannas Gouverneur Reinaldo García Zapata im Staatsfernsehen mit. Unter Auflagen seien nun Strände und Schwimmbäder wieder offen, der öffentliche Nahverkehr dürfe den Betrieb aufnehmen. Als Grund für die Lockerungen führte Zapata die schwächelnde Wirtschaft an. Auch Geschäfte durften demnach die bisher eingeschränkten Ladenöffnungszeiten ausweiten.

Geschlossen blieben dagegen zunächst der Flughafen sowie Bars und Diskotheken. Zudem müssten Ein- und Ausreisen zwischen der Hauptstadt mit mehr als zwei Millionen Einwohnern und dem Rest des Landes weiterhin genehmigt werden. In dem Karibikstaat mit insgesamt etwas mehr als elf Millionen Einwohnern wurden bislang 5.597 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 und 122 Todesfälle nach einer Covid-19-Erkrankung registriert.

10.24 Uhr: Tiefkühlpizza boomt durch Corona

Beim Pizza-Absatz erwartet die Tiefkühlindustrie im Corona-Jahr 2020 einen Rekord. "Der Absatz von Tiefkühlpizza wird dieses Jahr einen neuen Höhepunkt erreichen", teilte der Branchenverband Deutsches Tiefkühlinstitut in Berlin mit. "Jeder Bundesbürger isst durchschnittlich 13 Tiefkühlpizzen pro Jahr - Tendenz steigend."

Laut Tiefkühlinstitut haben sich die Deutschen seit der Corona-Krise Ende Februar stärker mit TK-Lebensmitteln versorgt - vor allem mit Tiefkühlpizzen: "Die Verbraucher versorgen sich mit Tiefkühlkost einerseits zum sofortigen Verzehr, aber auch zur Bevorratung."

Die Nachfrage nach Tiefkühlkost im Lebensmittelhandel sei seit der elften Kalenderwoche (9. bis 15. März) zweistellig gewachsen, hieß es weiter. In der ersten Jahreshälfte 2020 habe die Warengruppe Tiefkühlpizza den Umsatz um sieben Prozent gesteigert.

10.00 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Niederlanden um Tausende höher als gedacht

Die Zahl der Corona-Toten in den Niederlanden ist deutlich höher als ursprünglich gemeldet. Mindestens 10.000 Menschen dürften in der ersten Pandemie-Welle zwischen März und Juni an oder mit Covid-19 gestorben sein, teilte das nationale Statistikamt mit. Die Gesundheitsbehörden hatten bis Mittwoch insgesamt nur 6.406 Todesfälle als Folge bestätigter Coronavirus-Infektionen gemeldet. Der Unterschied könnte auf positive Tests zurückgehen, die den Gesundheitsbehörden nicht gemeldet worden seien, heißt es.

09.53 Uhr: Münchner Wirt siegt gegen Versicherer im Streit um Betriebsschließung

Die Versicherungskammer Bayern muss einen Münchner Biergarten-Betreiber mit einer Millionensumme für die staatlich verordnete Schließung seines Lokals in der Corona-Krise entschädigen. Das Landgericht München veurteilte den öffentlichen Versicherer zur Zahlung von 1,01 Millionen Euro, weil Christian Vogler seinen Augustinerkeller - einen der größten Biergärten in der bayerischen Metropole - im Frühjahr wochenlang schließen musste. Die Versicherungskammer könne sich nicht darauf berufen, dass die Corona-Pandemie nicht mitversichert gewesen sei, zumal Vogler den Vertrag erst Anfang März - wenige Wochen vor den Zwangsschließungen - abgeschlossen hatte, sagte Richterin Susanne Laufenberg. Die Versicherungsbedingungen seien intransparent.

Das Urteil ist das erste in Dutzenden Verfahren, die allein in München in dem Streit anstehen. "Ganz Deutschland wird davon profitieren", freute sich Vogler nach der Urteilsverkündung. Er habe weniger für sich gekämpft als für viele andere Wirte. "Es geht um die Existenz von Betrieben." Auch die Allianz wehrt sich in mehreren Prozessen gegen die Forderung von Gastronomen.

09.22 Uhr: Corona zeigt deutliche Spuren in Wanderungsstatistik

Die Corona-Pandemie hat nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes die Einwanderung nach Deutschland und die Auswanderung über die Grenzen hinweg deutlich ausgebremst. Mit etwa 529.000 Zuzügen in die Bundesrepublik hätten sich im ersten Halbjahr 2020 rund 29 Prozent weniger Menschen in Deutschland niedergelassen als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres, erklärte das Bundesamt. Auch die Fortzüge seien um 22 Prozent zurückgegangen: von 581.000 auf 455.000. Die Nettozuwanderung lag laut den vorläufigen Ergebnissen der Wanderungsstatistik im ersten Halbjahr somit bei 74.000 Personen. Im Vorjahreszeitraum waren es 167.000.

Der starke Rückgang sei besonders auf die Entwicklungen ab März zurückzuführen und falle zeitlich mit den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie zusammen, erklärten die Statistiker. Noch im Januar und Februar seien die Zu- und Fortzüge nur geringfügig von denen der Vergleichsmonate 2019 abgewichen.

08.55 Uhr: Rekord an Neuinfektionen in Israel - Mehr als 8.900 neue Fälle

Knapp zwei Wochen nach Beginn eines Lockdowns hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel einen Rekord erreicht. Das Gesundheitsministerium teilte mit, am Vortag seien 8.919 neue Fälle registriert worden. Die Zahl der Schwerkranken lag mit 810 weiterhin oberhalb einer von Experten als kritisch für eine Überlastung des Gesundheitssystems bezeichneten Marke. Von allen am Mittwoch gemachten Tests fielen 13,6 Prozent positiv aus.

Die Pandemie war in Israel zunächst glimpflich verlaufen, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen in die Höhe. Seit dem 18. September gilt ein Lockdown mit Restriktionen wie Ausgangsbeschränkungen, am vergangenen Freitag wurden die Maßnahmen verschärft. In der Nacht zum Donnerstag beschloss das Corona-Kabinett, den Lockdown bis zum 14. Oktober zu verlängern.

Am stärksten betroffen von der Zunahme der Fallzahlen waren zuletzt arabische und ultraorthodoxe jüdische Wohnviertel. Medienberichten zufolge hielten sich viele Strengreligiöse nicht an Corona-Vorschriften wie Versammlungsbeschränkungen in Synagogen. Das Gesundheitsministerium hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Infektionsquote bei getesteten Ultraorthodoxen zuletzt mehr als 25 Prozent betrug.

08.38 Uhr: Gewerbesteuer-Ausfälle reißen tiefes Loch in kommunale Haushalte

Stark eingebrochene Einnahmen aus der Gewerbesteuer infolge der Corona-Rezession haben große Löcher in die Haushalte der deutschen Kommunen gerissen. Sie wiesen im ersten Halbjahr ein Finanzierungsdefizit von 9,7 Milliarden Euro auf, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte das Minus lediglich 0,3 Milliarden Euro betragen. Grund für die negative Entwicklung "waren starke Einnahmen-Ausfälle der Kommunen infolge der Corona-Pandemie im zweiten Quartal", in dem die deutsche Wirtschaft mit 9,7 Prozent so stark einbrach wie noch nie.

Dadurch schrumpften die Steuereinnahmen im ersten Halbjahr um 10,6 Prozent auf 39,6 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer brachen mit 21,3 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro besonders heftig ein. Das Konjunkturpaket des Bundes, das einen "kommunalen Solidarpakt" zur Kompensation der Gewerbesteuerausfälle vorsieht, wird erst in der zweiten Jahreshälfte 2020 wirksam.

08.15 Uhr: Bayer plant weitere Sparmaßnahmen - Stellenabbau möglich

Bayer hat augrund der Corona-Krise zusätzliche Sparmaßnahmen in Milliardenhöhe angekündigt und schließt einen weiteren Arbeitsplatzabbau nicht aus. "Um Bayer in einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld weiter voranzubringen, hat der Vorstand beschlossen, zusätzliche operative Einsparungen in Höhe von mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr ab 2024 auf den Weg zu bringen", teilte der Pharma- und Agrarchemiekonzern mit.

Das Leverkusener Unternehmen kämpft mit "erheblichem Gegenwind" durch die Corona-Pandemie, vor allem im Agrargeschäft. Wegen der eingetrübten Aussichten in der Sparte fällt eine milliardenschwere Sonderabschreibung an. Die bereits im August gesenkten Ziele für 2020 bestätigte Bayer zwar, rechnet im kommenden Jahr aber mit einem Ergebnisrückgang.

07.50 Uhr: Corona schlägt immer noch auf Erträge der Industrie durch

Trotz verbesserter Auftragslage erholt sich die Ertragssituation der deutschen Industrie nur langsam vom Corona-Einbruch. Der entsprechende Indikator kletterte im September auf minus 32 Punkte von minus 43 im Mai, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. "Die Coronakrise schlägt immer noch direkt durch auf die Erträge der Industriefirmen", sagte Ifo-Experte Simon Litsche.

In der Bekleidungsindustrie hat sich die Situation den Angaben nach im vergangenen Monat weiter verdüstert. Die Ertragslage in der Pharmaindustrie brach sogar ein: Der Indikator fiel auf minus 7 Punkte nach plus 44 im Mai. In der Chemieindustrie bleibt er dagegen unverändert negativ bei minus 28 Punkten.

In der Metallerzeugung und ¬bearbeitung sowie in der Autoindustrie verbesserte sich die Lage jeweils auf niedrigem Niveau. Auch im Maschinenbau und in der Elektroindustrie gab es einen Anstieg, dennoch verharrte das Barometer im negativen Bereich. Im Gegensatz dazu beurteilt das Nahrungsmittelgewerbe seine Ertragslage nun wieder positiv.

07.18 Uhr: Rekord bei Neuinfektionen in Argentinien

Trotz des wochenlangen Lockdowns breitet sich zudem die Corona-Pandemie in Argentienien weiter aus: Am Mittwochabend stieg die Zahl der Toten auf nun insgesamt 16.937. Darin nicht enthalten sind 2.993 Todesfälle aus der Provinz Buenos Aires, die zwar von den lokalen Behörden gemeldet wurden, aber keine Aufnahme in die Zahlen der Nationalen Gesundheitsstatistik fanden. In der Tabelle der Johns Hopkins Universität rückte Argentinien in dieser Woche erstmals unter die 20 Länder mit den meisten Todesfällen pro 100.000 Einwohner auf. Am Mittwoch vermeldete das südamerikanische Land zudem mit 14.392 Neu-Infektionen einen neuen Tagesrekord.

In Argentinien hat zudem die Armut in Folge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie massiv zugenommen. Inzwischen gelten 40,9 Prozent der Bevölkerung als arm, wie die Tageszeitung "La Nacion" berichtete. Das entspricht 18,5 Millionen Menschen. Damit ist die Armutsrate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund fünf Prozent gestiegen.

06.50 Uhr: American Airlines beurlaubt 19.000 Mitarbeiter

Wegen des Einbruchs des Reisegeschäfts infolge der Coronavirus-Pandemie startet die US-Fluglinie American Airlines an diesem Donnerstag mit der Zwangsbeurlaubung von 19.000 Mitarbeitern. Das geht aus einem Schreiben von Konzernchef Doug Parker hervor. In der Erklärung wird auf Verhandlungen des Weißen Hauses und Vertretern des US-Repräsentantenhauses und -Senats verwiesen, die sich bislang nicht auf ein weiteres Hilfspaket im Zuge der Corona-Krise einigen konnten, das auch Hilfen für die Fluggesellschaften verlängern könnte.

Bei United Airlines beträfen Einschnitte beim Personal ab Donnerstag mehr als 13.400 Mitarbeiter, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf die Fluggesellschaft. American Airlines und United Airlines hatten schon in den vergangenen Wochen mit Ankündigungen von drohenden Entlassungen und Zwangsbeurlaubungen Druck auf Washington gemacht, wo Vertreter des US-Kongresses und dem Weißen Haus seit Wochen um ein weiteres Konjunkturpaket in der Corona-Krise ringen.

06.22 Uhr: Bundeswehr-Hilfe abgelehnt - Kramp-Karrenbauer kritisiert Berliner Bezirk

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat die ablehnende Haltung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg gegen Hilfe der Bundeswehr zur Nachverfolgung von Kontakten bei Corona-Infizierten kritisiert. Das berge die Gefahr, eine Verschärfung der Lage für ganz Berlin zu riskieren, sagte die CDU-Chefin dem "Tagesspiegel": "Mir fehlt jedes Verständnis, dass Rot-Rot-Grün es eher riskiert, dass es rasant steigende Infektionen gibt, dass Infektionsketten nicht nachverfolgt oder nicht eingedämmt werden können, als sich von der Bundeswehr helfen zu lassen", sagte Kramp-Karrenbauer. Sie sieht dafür "ideologische Gründe".

In elf Berliner Bezirken kommen bereits Soldaten zum Einsatz, die bei der oft telefonischen Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten oder in Teams für Tests tätig sind. Nur der linksalternative Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg möchte nicht auf sie zurückgreifen – obwohl die Zahl der Neuinfektionen dort besonders hoch ist. In dem Bezirk mit rund 290.400 Einwohnern gibt es bisher 1.395 bestätigte Corona-Infektionen. Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner an den vergangenen sieben Tagen liegt knapp unter dem kritischen Wert 50.

05.40 Uhr: Mehr als 2.500 Neuinfektionen und zwölf weitere Todesfälle in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2.500 überschritten. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2.503 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) bekanntgab.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 291.722 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.500. Das sind 12 mehr als am Vortag. Rund 257.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Mittwoch bei 0,96 (Vortag: 1,12). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Mittwoch bei 1,00 (Vortag: 1,03). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

04.32 Uhr: Über 33.000 Neuinfektionen in Brasilien

Brasiliens Gesundheitsministeriums meldet 1.031 weitere Todesfälle und 33.413 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das lateinamerikanische Land verzeichnet insgesamt 143.952 Todesopfer und über 4,81 Millionen bestätigte Coronavirus-Fälle.

Mittwoch, 30. September 2020

23.00 Uhr: RKI stuft nach Belgien auch Frankreich und andere Länder als Risikogebiete ein

Die Liste des RKI wurde erst spät am Abend um 22:45 erneuert. Als Risikogebiet stuft das RKI nun ganz Belgien und fast ganz Frankreich mit Ausnahme der Region Grand-Est ein. Auch Island, Wales und Nordirland gelten nun als Risikogebiete.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolge nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Die aktualisierte Liste gibt es hier.

22.30 Uhr: Schulen, Kinos und Schwimmbäder in Indien sollen wieder öffnen dürfen

Trotz weiter steigender Corona-Infektionszahlen sollen in Indien schon bald alle Schulen, Kinos und Schwimmbäder wieder öffnen dürfen. Wie das Innenministerium am Mittwoch mitteilte, können ab Mitte Oktober schrittweise alle Schulen wieder öffnen. Die Entscheidung wird demnach den Regierungen der indischen Bundesstaaten und Territorien überlassen.

In einigen Bundesstaaten hatte bereits vergangene Woche der Unterricht für 14- bis 17-jährige Schüler wieder begonnen. Die neue Ankündigung gilt nun für alle Schulen. Das Innenministerium empfiehlt allerdings weiter Online- und Fernunterricht. Schüler sollen auch nicht dazu gezwungen werden, zur Schule zu gehen.

In Indien, mit 1,3 Millionen Einwohnern das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde, wurden offiziell schon mehr als 6,2 Millionen Corona-Infektionen registriert - nur in den USA gibt es zur Zeit noch mehr Infizierte. Offiziell starben in Indien mehr als 97.000 Menschen am Coronavirus.

22.00 Uhr: Neue Gespräche ohne Einigung auf neues US-Corona-Hilfspaket

In den USA sind die Verhandlungen über ein weiteres milliardenschweres Hilfspaket gegen die Coronavirus-Pandemie weiter ohne Einigung geblieben. Finanzminister Steven Mnuchin erklärte am Mittwoch nach einem Treffen mit der Präsidentin des Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, es seien zwar viele Fortschritte erzielt worden. Eine Einigung gebe es jedoch nicht. Die Demokratin Pelosi kündigte weitere Verhandlungen an. Der republikanische Mehrheitsführer im Senats, Mitch McConnell, hatte zuvor erklärt, die Positionen lägen noch sehr weit auseinander. Die US-Börsen hatten daraufhin einen Teil ihrer Gewinne abgegeben.

21.25 Uhr: Bundesregierung spricht Reisewarnung für ganz Belgien aus

Die Bundesregierung hat wegen steigender Corona-Infektionszahlen für ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen. Das geht aus den am Mittwochabend aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts hervor.

In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Corona-Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Eine Reisewarnung erfolgt, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt. Sie ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung speziell für Touristen haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Urlaubern, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Es wurde erwartet, dass noch am Abend auch die vom Robert Koch-Institut geführte Liste der Corona-Risikogebiete aktualisiert wird. Bisher sind 15 von 27 EU-Länder zumindest teilweise Corona-Risikogebiete, Belgien, Spanien, Tschechien und Luxemburg sogar ganz.

21.10 Uhr: Zentralregierung will Madrid drakonische Corona-Regeln aufzwingen

Die spanische Zentralregierung hat ungeachtet des Widerstands mehrerer Landesregionen die Abriegelung von Großstädten im Falle hoher Corona-Infektionszahlen angekündigt. "Die Anordnung wird mit Veröffentlichung im Amtsblatt in den nächsten Tagen in Kraft treten", sagte Gesundheitsminister Salvador Illa am Mittwochabend in Madrid. Nach den aktuell vorliegenden Zahlen wären von den Abschottungsmaßnahmen Madrid und neun weitere Städte im Großraum der Hauptstadt betroffen, so Illa.

Der Anordnung zufolge sollen Bewegungsfreiheit und soziale Kontakte immer dann eingeschränkt werden, wenn in einer Stadt mit mindestens 100.000 Einwohnern die 14-Tage-Inzidenz über 500 Neuinfektionen liegt, mindestens zehn Prozent aller Corona-Tests positiv ausfallen und die Betten auf Intensivstationen zu mehr als 35 Prozent mit Corona-Patienten belegt sind.

20.45 Uhr: Guterres: UNO benötigt sofort 15 Milliarden Dollar für globalen Impf-Fonds

UN-Generalsekretär António Guterres hat im Kampf gegen das Coronavirus zu weiteren Geldern für die globale Impf-Initiative der Vereinten Nationen aufgerufen. Zur Beschaffung und Verteilung von Impfstoffen gegen Sars-CoV-2 werde eine "sofortige Geldspritze" in Höhe von 15 Milliarden Dollar (12,8 Mrd Euro) benötigt, sagte Guterres auf einem virtuellen Gipfel am Mittwoch in New York. Die Gelegenheit, rechtzeitig vorzusorgen, dürfe nicht verpasst werden. Insgesamt werden laut Guterres 38 Milliarden Dollar für das sogenannte ACT-Programm benötigt, das neben dem allgemeinen Zugang zu Impfstoffen die internationale Zusammenarbeit zur Finanzierung von Test-Kapazitäten und Behandlungsmöglichkeiten stärken soll. Bisher hat das Programm etwa drei Milliarden Dollar erhalten.

19.45 Uhr: In Frankreich steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder über 10.000

In Frankreich steigt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen wieder über die Marke von 10.000. Die Gesundheitsbehörden geben 12.845 Fälle und damit insgesamt 563.535 bekannt. Die Zahl der Toten stieg demnach um 63 auf 31.956.

19.15 Uhr: Britischer Regierungs-Experte - Pandemie nicht unter Kontrolle

Nach Darstellung des wissenschaftlichen Beraters der britischen Regierung, Patrick Vallance, ist die Pandemie im Königreich noch nicht unter Kontrolle. Auch der oberste Gesundheitsbeamte von England, Chris Whitty, berichtet von schnell wachsenden Ausbrüchen im ganzen Land. Beide Experten wenden sich an der Seite von Premierminister Boris Johnson an die Öffentlichkeit. Dieser steht unter Druck angesichts von mehr als 7.000 Neuinfektionen pro Tag.

18.50 Uhr: Spahn hält Möglichkeit für Corona-Heimtests "absehbar"

In der Corona-Pandemie könnten künftig auch Heimtests zum Einsatz kommen. Man werde in den nächsten Wochen und Monaten immer mehr Ergänzungen der Testmöglichkeiten sehen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin bei einer Pressekonferenz nach Gesprächen mit den Gesundheitsministern der Länder. "Es wird - ich kann Ihnen nicht genau sagen wann, aber absehbar, weil die Unternehmen daran arbeiten - auch den Heimtest geben können."

Einen Zeitpunkt nannte Spahn nicht. Ob das in vier, acht, zwölf oder 16 Wochen sei, werde man sehen, "aber ich bin sehr sicher, wir werden es sehen". Ein solcher Heimtest müsste nach Spahns Angaben allerdings zunächst von den Behörden genehmigt werden, weil es sich bei Covid-19 um eine meldepflichtige Erkrankung handele.

17.49 Uhr: Corona-Hotspot Dingolfing-Landau unter Alarmwert

Der Landkreis Dingolfing-Landau ist nach mehreren Tagen wieder unter den kritischen Sieben-Tage-Inzidenzwert gefallen. Das teilt das Landratsamt mit und bezieht sich auf die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts von Mitternacht. Demnach liegt der Landkreis bei 41,6 Neu-Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche und damit unter dem Alarmwert von 50. Landrat Werner Bumeder (CSU) appellierte dennoch an die Bevölkerung, sich im privaten und beruflichen Umfeld an die Regeln zu halten, um eine erneute Überschreitung des Inzidenzwerts und damit einhergehende Einschränkungen zu vermeiden.

17.47 Uhr: Slowakei verhängt Ausnahmezustand

Die slowakische Regierung ruft im Kampf gegen den Anstieg der Corona-Infektionen den Ausnahmezustand aus. Dieser gelte ab Donnerstag, sagt Ministerpräsident Igor Matovic. Er soll zunächst 45 Tage währen und der Regierung mehr Befugnisse geben, um strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie durchzusetzen. Die Slowakei hat die erste Welle der Pandemie im März und April mit wenige Fällen und einer niedrigen Todesrate überstanden. Doch die Zahl der Infektionen stieg im September sprunghaft und erreichte am Dienstag den Tagesrekord von 567.

17.44 Uhr: Neue Einschränkungen auf Ibiza

Angesichts steigender Fallzahlen werden die Einschränkungen auf Ibiza verschärft. Unter anderem müssen Gaststätten und Bars auf der Balearen-Insel um 22 Uhr schließen, Feiern werden auf fünf Personen begrenzt und Spielplätze gesperrt, teilen die Behörden mit. Die Maßnahmen sollen mindestens 15 Tage lang gelten.

17.30 Uhr: Tschechien verhängt Ausnahmezustand

Wegen rapide steigender Corona-Zahlen hat Tschechien erneut den Ausnahmezustand ausgerufen. Der Notstand gilt vom kommenden Montag an zunächst für 30 Tage, wie Gesundheitsminister Roman Prymula in Prag bekanntgab. Er ermöglicht es der Regierung unter anderem, Bürgerrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen. Zudem können die Gerichte höhere Strafen verhängen. Der Ausnahmezustand galt bereits im Frühjahr zwei Monate lang.

Die Grenzen sollen diesmal offen bleiben. Veranstaltungen und Versammlungen in Innenräumen werden auf zehn und im Freien auf 20 Personen begrenzt. Die meisten weiterführenden Schulen werden auf Distanzunterricht umgestellt. Der Sport muss ohne Zuschauer auskommen. Firmen, Geschäfte und Restaurants sind von den Restriktionen nicht betroffen.

17.12 Uhr: Bayern verlängert Pilotprojekt mit 500 Zuschauern in Opern und Konzert

Die Staatsoper und die Philharmonie in München sowie die Meistersingerhalle in Nürnberg dürfen auch in den kommenden zwei Wochen mehr Besucher einlassen als andere Kultureinrichtungen im Freistaat. Man werde den Pilotversuch mit 500 Zuschauern bis zum 14. Oktober verlängern, teilte das Kunstministerium am Mittwoch in München mit. Andere Häuser können in ihre Innenräume nur höchstens 200 Menschen einlassen.

Der Versuch mit erweiterten Publikumszahlen läuft seit Anfang September. Nun würden die Ergebnisse ausgewertet, sagte Kunstminister Bernd Sibler (CSU). Der Modellversuch werde fortgesetzt, um gerade vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen weitere praktische Erkenntnisse und Erfahrungen zu sammeln. Begleitet wird das Projekt von Experten des Klinikums rechts der Isar (MRI), der Technischen Universität München (TUM) und des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

16.55 Uhr: Seit gestern 332 Neuinfektionen in Bayern

Im Freistaat haben sich 332 Menschen in den letzten 24 Stunden neu mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle ist bayernweit im selben Zeitraum gleichgeblieben - sie liegt unverändert bei 2.662. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit Sitz in Erlangen mit (Stand 30.09.20, 08.00 Uhr). Die Zahl der Corona-Infizierten seit Beginn der Pandemie sei damit im Freistaat auf 68.150 gestiegen.

16.50 Uhr: Kehrtwende in den Niederlanden - Regierung rät zu Masken

Die Regierung der Niederlande fordert die Bevölkerung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit auf, wenn Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Ministerpräsident Mark Rutte sagt im Parlament: "Wir wollen den ganzen Niederlanden einen klaren, dringenden Rat geben: Tragen sie von jetzt an nicht-medizinische Mund-Nasen-Masken in öffentlichen Raum." Die Empfehlung kommt einer Kehrtwende gleich, da die Regierung und führende Mediziner des Landes bisher die Wirksamkeit eines Mund-Nasen-Schutz im Kampf gegen Ansteckungen infrage gestellt hatten.

16.00 Uhr: München hebt Maskenpflicht in Innenstadt auf

Die Maskenpflicht für Teile der Münchner Innenstadt wird ab Freitag wieder aufgehoben. Außerdem dürfen sich in der bayerischen Landeshauptstadt privat, in Lokalen oder im Freien wieder bis zu zehn Personen treffen. Das hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse unter Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) heute entschieden. Er reagiert damit auf den Rückgang der Corona-Inzidenzzahl, die inzwischen seit mehreren Tagen unter dem Signalwert 50 liegt. Das heißt, dass es jetzt wieder weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gibt.

15.00 Uhr: Doch keine Verlängerung für Teststationen an Autobahnen

Ungeachtet hoher Corona-Zahlen unter anderem in Teilen Österreichs gibt es nun doch keine Verlängerung für die Teststationen an den bayerischen Autobahnen in Grenznähe - der Betrieb dort wird in der Nacht auf Donnerstag eingestellt. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch in München mit. Die Staatsregierung bleibt also bei ihrem Kabinettsbeschluss vom 8. September. Zuletzt hatte sie wegen der Corona-Zahlen in Österreich und Tschechien noch eine Verlängerung erwogen, sich aber nun doch dagegen entschieden.

"Beim Infektionsgeschehen in Bayern ist der Anteil der Reiserückkehrer an den bekannten Neuinfektionen in den letzten zwei Wochen kontinuierlich zurückgegangen", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) zur Begründung. Gleichzeitig sei der Reise- und Urlaubsverkehr, der traditionell zu den Sommerferien seinen Höhepunkt habe, vorbei.

14.00 Uhr: Reiter kritisiert Differenz bei Corona-Zahlen von RKI und Landesamt

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat die Differenz zwischen den Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin und des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) scharf kritisiert. In den vergangenen sechs Monaten sei es nicht gelungen, die Meldung der Zahlen durch das LGL an das RKI so zu organisieren, dass es keinen Verzug gebe, sagte Reiter im Münchner Stadtrat. Dafür fehle ihm angesichts der technischen Möglichkeiten jedes Verständnis. "Ich habe nicht gewusst, dass wir mit der reitenden Post nach Berlin reiten."

In der vergangenen Woche lagen die von RKI und LGL gemeldeten Corona-Zahlen zum Teil weit auseinander. Begründet wurde dies vor allem mit Verzögerungen bei der Datenübermittlung. Laut LGL war in München der kritische Wert von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mehrere Male überschritten. Das RKI dagegen meldete Werte unterhalb dieser Schwelle.

13.42 Uhr: Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen in Lettland

In Lettland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen einen Rekordwert erreicht. In dem baltischen EU-Land wurden am Mittwoch 95 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie die nationale Gesundheitsbehörde in Riga mitteilte. Dies ist der höchste Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie.

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete insgesamt bislang 1.824 bestätigte Infektionen und 37 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

13.38 Uhr: Bayerns Hochschulen setzen auf Mix aus Präsenz- und Internetvorlesung

Wegen der Corona-Krise starten Bayerns Hochschulen mit einem Mix aus Präsenz- und Internetveranstaltungen ins nächste Semester. "Bayernweit rechne ich insgesamt mit einem ausgewogenen Verhältnis von Präsenz- und Online-Lehre. Vor allem am Beginn und am Ende des Studiums werden mehr Veranstaltungen vor Ort eingeplant, in der Mitte mehr Online-Lehre", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) in München. Der genaue Anteil hänge von den fachlichen Schwerpunkten und den räumlichen Gegebenheiten der Hochschulen ab.

Für die Lehrveranstaltungen im Wintersemester gelte ein verbindlicher Rahmen: Maximal 200 Personen dürfen eine Präsenz-Lehrveranstaltung besuchen. Zur Nachverfolgung von Infektionsketten müssten die Daten aller Teilnehmer dokumentiert werden. Zudem muss ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden. Wo der Mindestabstand innerhalb der Gebäude nicht eingehalten werden könne, müsse eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

13.26 Uhr: Pflegebevollmächtigter fordert mehr Mitbestimmung bei Corona-Maßnahmen

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, fordert Mitsprache für Pflegebedürftige und Angehörige bei den Corona-Schutzmaßnahmen. Zum Teil würden Angehörige regelrecht aus- und die Heimbewohner eingesperrt: "Das können wir nicht dulden! Es kann doch nicht sein, dass Angehörige von pflegebedürftigen Menschen unter Corona-Generalverdacht gestellt werden und gleichzeitig private Feierlichkeiten mit mehreren Hundert Personen erlaubt sind. Da fehlt einfach das Maß."

Es müsse "mehr mit den Angehörigen und vor allem mit den Bewohnern selbst gesprochen werden - nicht nur über sie. Die Bewohner sind die Vertragspartner der Einrichtungen. Mit ihnen darüber zu sprechen, wie das Leben dort gestaltet werden soll, ist doch wohl das Mindeste."

Westerfellhaus forderte die Länder auf, regelmäßige Tests des Personals zu ermöglichen und die Selbstbestimmung der Bewohner zu schützen. An diesem Mittwoch beraten die Gesundheitsminister über die aktuelle Lage.

13.08 Uhr: Neandertaler-Genvariante erhöht Risiko für schweren Verlauf von Covid-19

Eine bestimmte Genvariante der Neandertaler erhöht das Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung. Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen mit dieser Genvariante bei einer Infektion mit dem Coronavirus künstlich beatmet werden müssen, ist etwa dreimal höher, das haben Hugo Zeberg und Svante Pääbo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig laut einer Mitteilung herausgefunden.

"Es hat sich herausgestellt, dass moderne Menschen diese Genvariante von den Neandertalern geerbt haben, als sie sich vor etwa 60.000 Jahren miteinander vermischten", erklärte Zeberg. Besonders häufig sei diese genetische Risikovariante bei Menschen in Südasien, wo etwa die Hälfte der Bevölkerung sie im Genom trägt. In Europa erbte einer von sechs Menschen die Risikovariante, während sie in Afrika und Ostasien so gut wie gar nicht vorkommt. Nicht erklären kann die Studie, warum Menschen mit dieser Genvariante ein höheres Risiko haben.

Pääbo, Direktor am Max-Planck-Instituts, nannte es "erschreckend, dass das genetische Erbe der Neandertaler während der aktuellen Pandemie so tragische Auswirkungen hat". Warum das so sei, müsse nun erforscht werden.

12.44 Uhr: Tschechien will wegen Corona-Krise Ausnahmezustand verhängen

Die tschechische Regierung will wegen der Corona-Krise den Ausnahmezustand verhängen, um weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschließen zu können. Dies sei notwendig, damit das Gesundheitssystem nicht überfordert werde, sagte Gesundheitsminister Roman Prymula im Parlament in Prag. Das Land mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern hatte am Dienstag die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden mit 1.965 angegeben. In Deutschland mit gut 80 Millionen Einwohnern lag die Zahl am Mittwoch bei 1.798. Nach Spanien steigen die Werte damit in Tschechien europaweit am schnellsten.

Die Verhängung des Ausnahmezustandes bedeutet zunächst nicht automatisch, dass die Regierung drakonische Maßnahmen verhängen wird. Sie hat dann aber größeren Spielraum, das öffentliche Leben und die Wirtschaft stärker einzuschränken. Prymula schlug vor, die Zahl der Teilnehmer bei öffentlichen Veranstaltungen draußen auf 20 und in Räumen auf zehn zu begrenzen. Ab Montag sollen weiterführende Schulen geschlossen bleiben. Auch die Universitäten blieben weiter im Online-Betrieb. Medizinstudenten sollten sich bereit halten, in Krankenhäusern zu helfen. Die neuen Maßnahmen sollen zunächst zwei Wochen in Kraft bleiben. Das Kabinett wollte sich noch am Mittwoch damit befassen.

12.30 Uhr: Corona-Beschränkungen in Würzburg laufen aus

Die Corona-Beschränkungen in der Stadt Würzburg gelten nur noch bis einschließlich Donnerstag. Wie die Stadt Würzburg auf Anfrage des BR mitteilte, dürfen Menschen in der Stadt ab Freitag wieder mit mehr als fünf, maximal aber mit zehn Personen zusammen im öffentlichen Raum unterwegs sein. Auch die Beschränkung von Personenzahlen auf privaten Feiern wird wieder hochgesetzt – in geschlossenen Räumen von 25 auf 100 Personen und im Freien von 50 auf 200 Personen. Außerdem gibt es ab Freitag kein Alkoholverbot mehr am Mainufer. Damit gelten in Würzburg wieder die bayernweiten Corona-Regeln.

Ein Sprecher der Stadt sagte jedoch, dass es sich um eine dynamische Lage handele: "Jeden Tag bekommen wir einen neuen Wert. An den Beschränkungen kann sich sehr schnell wieder was ändern." Die Corona-Beschränkungen wurden erlassen, weil die Sieben-Tage-Inzidenz in Würzburg den Grenzwert von 50 überschritten hatte. Aktuell liegt die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner bei 25,81.

12.04 Uhr: Corona-Lage in Paris erneut verschlechtert - kurz vor höchster Warnstufe

Die Corona-Lage in Paris hat sich weiter verschlechtert: Laut Stadtverwaltung könnte in der französischen Hauptstadt in Kürze die höchste Warnstufe ausgerufen werden. Die stellvertretende Bürgermeisterin Anne Souyris sagte dem Sender Franceinfo, die Zahl der Neuansteckungen liege bei mehr als 250 Fällen pro 100.000 Einwohner, unter älteren Menschen bei 100 Fällen. Auch das dritte Kriterium für die höchste Warnstufe, eine 30-prozentige Auslastung der Intensivbetten, sei fast erreicht.

Nach Angaben von Souyris steht die Schließung aller Bars und Restaurants möglicherweise kurz bevor. Diese Maßnahme wurde bereits im Großraum um Marseille und Aix-en-Provence verhängt. In Paris müssen Bars seit Montag um 22.00 Uhr schließen. Zudem bleiben Fitnessstudios geschlossen und Versammlungen von mehr als zehn Menschen im öffentlichen Raum sind nicht erlaubt.

11.47 Uhr: Iran hat bald keine Klinikbetten mehr für Corona-Patienten

Wegen des starken Anstiegs der Fallzahlen gibt es im Iran fast keine Krankenhausbetten mehr für Corona-Patienten. Das sagte Massud Mardani, Mitglied des Corona-Krisenstabs, der Zeitung "Watane’e Emrus". "Falls der Ernst der Lage weiterhin von den Verantwortlichen ignoriert wird, müssen die Corona-Patienten in Großstädten wie Teheran demnächst in den Korridoren der Krankenhäuser behandelt werden, weil es einfach keine Betten mehr gibt."

In den meisten Städten wird die Maskenpflicht laut Mardani nur von der Hälfte der Menschen eingehalten. Epizentrum der Infektionen seien öffentliche Verkehrsmittel und Einkaufszentren. Besonders schlimm sei die Lage in der Hauptstadt Teheran: "Die Lage ist so kritisch, dass die Forderung nach einer einwöchigen Ausgangssperre in Teheran durchaus realistisch ist (...) Sonst kriegen wir ernsthafte Engpässe bei der medizinischen Versorgung," sagte der Infektionsexperte.

Präsident Hassan Ruhani ist gegen Lockdowns: Da unklar sei, wie lange die Pandemie andauern werde, sollten die Menschen lernen, mit Corona zu leben. Zuletzt wurden täglich mehr als 200 Tote sowie 3.500 Neuinfektionen registriert. Laut Gesundheitsministerium gab es seit dem Ausbruch der Pandemie mehr als 25.000 Corona-Tote und über 450.000 Infizierte.

11.26 Uhr: Deutsche sparen wegen Corona so viel wie lange nicht

Die Deutschen legen einer Studie zufolge wegen der Corona-Krise so viel Geld auf die hohe Kante wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Der Verband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) rechnet damit, dass die Sparquote der privaten Haushalte in diesem Jahr auf rund 15 Prozent ansteigt, nach 10,9 Prozent im vergangenen Jahr. Zuletzt war sie in den 1990er-Jahren so hoch. "Der massive Anstieg des Sparens ist ein Corona-Sondereffekt", sagte BVR-Vorstandsmitglied Andreas Martin: "Ausgefallene Urlaubsreisen und verschobene Autokäufe werden nur allmählich nachgeholt." Auch 2021 werde die Sparquote noch höher sein als üblich in den vergangenen Jahren.

11.12 Uhr: Hotspot Ischgl - Justiz ermittelt gegen vier Personen

Nach dem massiven Ausbruch des Coronavirus im Tiroler Skiort Ischgl im vergangenen Winter haben nun die österreichischen Behörden Ermittlungen gegen vier Personen aufgenommen. Das gab die Staatsanwaltschaft Innsbruck bekannt. Um wen es sich dabei handelt, wurde nicht mitgeteilt.

In Ischgl, das als Partyhochburg unter den Skigebieten bekannt ist, hatten sich Tausende Urlauber infiziert und das Virus dann auf der ganzen Welt verbreitet. Kritiker werfen Behörden und verantwortlichen Politikern vor, zu spät und nicht angemessen reagiert zu haben.

Die Prüfung der über 10.000 Seiten Beweismaterial hätten nunmehr dazu geführt, dass die Umsetzung einiger Verordnungen näher untersucht wird, teilte die Behörde mit. Dazu zählen insbesondere Verkehrsbeschränkungen in Ischgl und die Quarantäne im umliegenden Paznauntal im vergangenen Winter. Hier gibt es Unklarheiten darüber, wann die Verordnungen in Kraft getreten sind und wie sie umgesetzt wurden.

Mehr zu: "Corona in Ischgl: Staatsanwalt ermittelt gegen vier Personen"

11.02 Uhr: Curevac startet mit nächster Impfstoff-Testphase

Das Tübinger Biopharmaunternehmen Curevac hat die zweite Phase bei der Prüfung seines Impfstoffkandidaten begonnen. Der erste Teilnehmer der Phase-2a-Studie sei geimpft worden, hieß es in einer Mitteilung. Die Studie laufe in Peru und Panama mit 690 gesunden Teilnehmern. Erste Daten werden im vierten Quartal erwartet. Danach plant das Unternehmen den Beginn der entscheidenden Phase-III-Studie mit bis zu 30.000 Teilnehmern.

Jean Stéphenne aus dem Aufsichtsrat von Curevac hatte kürzlich gesagt, dass der Impfstoff in sechs bis neun Monaten verfügbar sein könnte. Das Unternehmen hatte nach der Mainzer Firma Biontec als zweites deutsches Unternehmen die Genehmigung für eine klinische Studie bekommen.

10.39 Uhr: In NRW 250 Euro Bußgeld bei falschen Kontaktangaben

Für falsche Angaben zur Person auf den Kontaktlisten in Restaurants oder Gaststätten verhängt das Land Nordrhein-Westfalen ab Donnerstag ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. Das teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Düsseldorf mit. Zu zahlen ist die Strafe demnach von denjenigen, die die falschen Kontakte auf den Listen zur Corona-Nachverfolgung angeben. Aber auch Wirte müssen die Angaben auf den Listen auf Plausibilität überprüfen.

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten am Dienstag ein Mindestbußgeld von 50 Euro bei falschen Angaben auf den Kontaktlisten vereinbart. In Schleswig-Holstein soll das sogar bis zu 1000 Euro kosten. Gastwirte werden bei der Kontrolle dieser Angaben ebenfalls in die Pflicht genommen. Merkel forderte Gaststättenbetreiber auf, besser zu kontrollieren.

10.12 Uhr: Merkel appelliert an Bevölkerung - Dürfen nicht zu viel riskieren

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Generaldebatte des Bundestages an die Bevölkerung appelliert, sich an die Corona-Auflagen zu halten. Der Wunsch nach Nähe, Feiern und Unbeschwertheit sei spürbar, wegen steigender Infektionszahlen müssten aber alle wachsam sein: "Wir riskieren momentan alles, was wir in den letzten Monaten erreicht haben." Die Pandemie sei noch nicht vorbei: "Dies ist eine Langstrecke", sagte Merkel. "Ich appelliere an Sie alle: Halten Sie sich an die Regeln, die für die nächste Zeit weiter gelten müssen. Geben wir alle als Bürgerinnen und Bürger dieser Gesellschaft wieder mehr aufeinander acht."

Merkel wertete die Corona-Warnapp als Erfolg und verwies auf aktuell 18 Millionen Downloads. Das sei einzigartig in Europa, obwohl es natürlich noch "Kinderkrankheiten" gebe. Die Bundeskanzlerin verteidigte den Haushaltsentwurf für 2021, der eine Neuverschuldung von gut 96 Milliarden Euro vorsieht. Deutschland habe kraftvoll auf die Corona-Krise reagiert und trotzdem noch die niedrigste Schuldenquote der sieben führenden Industrieländer. Nach der Krise müsse Deutschland aber schnell zu normalen Haushalten zurückkommen.

10.01 Uhr: Weniger Arbeitslose und Kurzarbeiter in Deutschland

Nach dem Corona-Schock sorgt der Jobmarkt in Deutschland allmählich wieder für positive Signale. Im September sank die Zahl der Arbeitslosen zum Vormonat um 108.000 auf 2,85 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. "Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt sind nach wie vor deutlich sichtbar", sagte BA-Vorstand Daniel Terzenbach: "Es zeigen sich aber leichte Zeichen der Besserung." Die Kurzarbeit sorgte abermals für eine Stabilisierung, fiel jedoch erneut geringer aus. Nach vorläufigen hochgerechneten Daten bezogen laut BA im Juli 4,24 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld.

Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen fiel die Arbeitslosenzahl im September um 8.000 und damit so stark wie von Ökonomen erwartet. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent.

Mehr zu: "Weniger Arbeitslose in Bayern: Kommt der Herbstaufschwung?"

09.40 Uhr: Tschechien eröffnet "Drive-in-Wahllokale" für Infizierte

In Tschechien haben am Mittwoch knapp 80 "Drive-in-Wahllokale" für Corona-Infizierte geöffnet. Vor den Regional- und Senatswahlen am Freitag und Samstag können sie dort bereits vorab ihre Stimme abgeben und müssen dafür ihr Auto nicht verlassen. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Menschen, die sich in Quarantäne befinden. Die Wahlkommission trägt Schutzausrüstung und wird von Soldaten unterstützt. Die Kapazität soll für bis zu 16.000 Wähler ausreichen, in den ersten Stunden war das Interesse nach Angaben der Agentur CTK indes vielerorts gering. In Tschechien gibt es keine Briefwahl wie in Deutschland.

Die Infektionszahlen sind in Tschechien in den vergangenen Wochen massiv angestiegen. Am Dienstag kamen 1.965 bestätigte Fälle hinzu. Die Gesamtzahl der jemals Infizierten stieg damit auf knapp 67.850. Mehr als 630 Todesfälle wurden mit einer Covid-19-Erkrankung in Verbindung gebracht. Die Regierung wollte noch am Mittwoch über die Verhängung des Ausnahmezustands entscheiden.

09.26 Uhr: Dehoga - Strafen bei falschen Kontaktinfos schwer durchsetzbar

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hält es für schwer durchsetzbar, Falschangaben bei Corona-Kontaktinformationen mit Bußgeldern zu bestrafen. "Es ist ein Streit unter Rechtsexperten, ob Gastwirte das Recht haben, sich den Personalausweis vorzeigen zu lassen", sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges im SWR zu der von Bund und Ländern vereinbarten Regelung: "Ich befürchte, dass sie keinen Anspruch darauf haben." Die Kontaktangaben seien aber wichtig, um die Nachverfolgbarkeit bei Corona-Infektionen zu gewährleisten. Deshalb setze sie auf die Einsicht aller Beteiligten.

09.05 Uhr: Corona-Fälle in Indien nehmen weniger stark zu

Die Zahl der neuen Coronavirus-Fälle in Indien nimmt im Vergleich zu einem Rekordhoch von 97.894 vor zwei Wochen weniger stark zu. Das Land meldete von Dienstag auf Mittwoch 80.472 neue bestätigte Fälle. Die Gesamtzahl der Infizierten stieg auf mehr als 6,2 Millionen. Allein im September soll es 2,5 Millionen Neu-Infektionen gegeben haben. Die Gesamtzahl der Todesfälle nahm auf 97.497 zu.

Zu den Coronavirus-Infizierten in Indien gehörte der Vizepräsident M. Venkaiah Naidu, der am Dienstag positiv auf das Virus getestet wurde. Sein Büro teilte bei Twitter mit, dass der 71-jährige Naidu keine Symptome habe und bei guter Gesundheit sei. Im August war Innenminister Amit Shah positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er erholte sich einem Krankenhaus.

08.41 Uhr: Umsatz im deutschen Einzelhandel wächst

Im deutschen Einzelhandel geht es nach dem Corona-Einbruch aufwärts: Die Einzelhandelsunternehmen setzten im August preisbereinigt 3,1 Prozent mehr um als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Im Vorjahresvergleich stieg demnach der Umsatz preisbereinigt um 3,7 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, war der Umsatz im August um 5,8 Prozent höher.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln setzte 2,6 Prozent mehr um als im August des Vorjahres. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im August zum Vorjahresmonat um 4,5 Prozent. Das größte Umsatzplus erzielte der Internet- und Versandhandel. Deutlich zugenommen habe auch der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf. Noch nicht wieder auf dem Vorjahresniveau seien dagegen der Handel mit Textilien und Bekleidung sowie der Umsatz von Waren- und Kaufhäusern.

08.27 Uhr: Zahl der Erwerbstätigen steigt - Vorkrisenniveau aber noch weit entfernt

Die Beschäftigung in Deutschland ist im August den zweiten Monat in Folge gestiegen - allerdings langsamer als zuvor. Insgesamt waren rund 44,6 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig - ein Plus von saisonbereinigt 21.000 zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Juli lag das Plus bei 55.000. "Allerdings liegt die Erwerbstätigenzahl weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau", hieß es. So waren 1,2 Prozent oder 565.000 Personen weniger erwerbstätig als im Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Die Millionen Kurzarbeitenden werden nicht als Erwerbslose gezählt.

08.18 Uhr: Belgien überschreitet Schwelle von 10.000 Corona-Toten

In Belgien hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 10.000 überschritten. Seit Beginn der Pandemie seien 10.001 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben, teilte das Gesundheitsinstitut Sciensano mit. 14 der Todesfälle seien in den vergangenen 24 Stunden aufgetreten.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg dem Institut zufolge um 1.762 auf 117.115. Belgien mit seinen 11,5 Millionen Einwohnern gehört zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern in Europa. Seit Anfang des Monats steigt die Zahl der täglichen Todesfälle wieder an - nach offiziellen Angaben auch, weil sich das Coronavirus zunehmend unter älteren Menschen ausbreitet.

07.47 Uhr: Zahl der Neuinfizierten sinkt leicht auf 1.798

Die Zahl der Neuinfektionen schwächt sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) leicht ab. Zuletzt habe es 1.798 neue Fälle gegeben, teilt das RKI mit. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 289.219 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.488. Das sind 17 mehr als am Vortag. Rund 1.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Ein leichter Anstieg zeichnet sich inzwischen bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit 352 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 195 davon werden beatmet. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 278 (151 beatmet) gelegen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Dienstag bei 1,12 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,03 (Vortag: 0,98). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

07.40 Uhr: Regensburger Infektiologe nennt neue Maßnahmen "Schritt in die richtige Richtung"

Der Infektiologe Prof. Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg hat die von Bund und Länder beschlossenen Corona-Maßnahmen als "Schritt in die richtige Richtung" bezeichnet. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte er: "Im Osten, in Mecklenburg-Vorpommern, ist die Epidemie ganz, ganz anders als in Bayern, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen. Deswegen ist es sinnvoll, dass wir diese angepassten Regeln haben, die in Kraft treten, wenn die Epidemie bestimmte Grenzwerte zeigt."

Die zuletzt steigende Anzahl an Corona-Neuinfektionen betrachtet Salzberger mit Sorge: "Mich beunruhigen diese Zahlen schon, mich beunruhigen diese Zahlen aber nicht so sehr wie im März, weil die Steigerung ist sehr viel langsamer." Als Grund für den Anstieg sieht der Infektiologe nicht nur den Herbst und die Tatsache, dass Menschen sich mehr in geschlossenen Räumen aufhalten: "Das meiste, was wir jetzt sehen, kommt tatsächlich durch Reiserückkehrer, das kommt von außen rein und verbreitet sich dann hier explosionsartig, vor allem bei privaten Feiern." Salzberger mahnte daher an, die Neuinfektionen gut im Auge zu behalten.

07.20 Uhr: US-Regierung einigt sich mit Airlines über Corona-Staatshilfen

Die US-Regierung hat mit sieben großen Fluggesellschaften des Landes eine Vereinbarung über staatliche Finanzhilfen in der Corona-Krise getroffen. Wie das Finanzministerium in Washington mitteilte, wurde eine Einigung über die Vergabe von Mitteln aus einem Hilfspaket für die Branche in Höhe von 25 Milliarden Dollar (rund 21 Milliarden Euro) erzielt.

Diese Hilfen für die Airlines waren vom Kongress Ende März als Teil des gigantischen Programms gegen die Corona-Krise im historischen Rekordvolumen von 2,2 Billionen Dollar beschlossen worden. Seit Juli verhandelten die Fluggesellschaften mit der Regierung über die Modalitäten der Kredite.

Das Finanzministerium teilte jetzt aber nur mit, dass die Kreditvergabe "unter bestimmten Bedingungen" erfolgen werde, ohne diese Konditionen zu präzisieren. Auch ließ das Ministerium offen, ob die Hilfen ausreichen werden, um die von American Airlines und United Airlines für Oktober anvisierten Streichungen zehntausender Stellen noch abzuwenden.

06.49 Uhr: Laut GdP zu wenig Personal für Kontrolle von Schengen-Rückkehrern

Die Durchsetzung der Quarantäne bei Reiserückkehrern, die aus Risikogebieten im Schengen-Raum an deutschen Flughäfen ankommen, könnte laut Gewerkschaft der Polizei (GdP) massive Probleme bereiten. Sven Hüber, stellvertretender Vorsitzender der GdP in der Bundespolizei, sagte der "Rheinischen Post": "Rechtlich gesehen dürfen wir nur beim Verdacht der unerlaubten Einreise kontrollieren. Ansonsten wird das schwierig. Außerdem muss man klar sagen, dass wir im Augenblick weder die personelle Kapazität noch die ausreichende Infrastruktur an den Flughäfen haben, um die Passagiere der sogenannten Domestic Flights zu überprüfen."

Hinzu komme die Problematik der Transitzonen. "Mit der Türkei gibt es beispielsweise die Regelung, dass Flüge zu 100 Prozent mit corona-negativ getesteten Reisenden besetzt sind. Das lässt sich in der Realität gar nicht einhalten, weil sich über die Transitzonen auch Menschen hinzugesellen, die an ihrem Abflughafen in Beirut oder Tel-Aviv gar nicht die Möglichkeit hatten, sich testen zu lassen", so der GdP-Bundespolizei-Vize. "Die Transitzonen sind aber nicht nur im Ausland, sondern auch bei uns in Deutschland infektionstechnisch ein riesiges Problem, weil sich in diesen Mixed-Zones die Menschen aus Risiko- und Nicht-Risikogebieten mischen."

06.24 Uhr: Karliczek will Lehrer mit als Erste gegen Corona impfen

Lehrer sollten nach Auffassung von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) mit als Erste gegen das Coronavirus geimpft werden, wenn es den Impfstoff gibt. "Als Bundesbildungsministerin würde ich mir wünschen, dass Lehrerinnen und Lehrer aufgrund ihrer Vielzahl an Kontakten in der Schule zu den Ersten gehören, denen eine Impfung angeboten wird - insbesondere, wenn sie zu einer Risikogruppe gehören", sagte Karliczek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das würde den Lehrern verständliche Sorgen vor einer Infektion nehmen, meinte sie. Auch würde eine bevorzugte Impfung für Lehrer helfen, den für die Gesellschaft so wichtigen Schulbetrieb aufrecht zu erhalten.

05.40 Uhr: Disney kündigt wegen Corona-Krise rund 28.000 Mitarbeitern

Die Corona-Krise legt das Entertainment-Imperium Walt Disney lahm - nun kommt es zu Entlassungen im großen Stil. Weil das Geschäft mit Vergnügungsparks, Ferienresorts, Fanartikeln und Kreuzfahrten noch immer stark unter der Pandemie leide, müsse der Konzern rund 28.000 US-Mitarbeiter entlassen, teilte Disney im kalifornischen Burbank mit. In einem Memo an die Belegschaft bezeichnete Spartenchef Josh D'Amaro die Entscheidung als "herzzerreißend", sie sei aber angesichts der schwierigen Umstände aufgrund der Covid-Krise ohne Alternative.

Der Schritt sei notwendig, unter anderem weil Corona-Auflagen in Kalifornien eine Wiedereröffnung des dortigen Disneylands weiterhin nicht zuließen, so D'Amaro. Insgesamt hatte Disney hier vor der Krise noch mehr als 100.000 Beschäftigte. Zwar wurden die meisten von Disneys Attraktionen mittlerweile zumindest teilweise wieder geöffnet, zwei der großen Themenparks im kalifornischen Anaheim haben jedoch nach wie vor keine Genehmigungen.

Die coronabedingten Probleme haben Disney bereits tief in die roten Zahlen gebracht. In den drei Monaten bis Ende Juni fiel ein Verlust von 4,7 Milliarden Dollar (4,0 Mrd Euro) an, wie der Konzern im August mitgeteilt hatte.

04.21 Uhr: Zahl der Einbrüche könnte wegen Corona auf Allzeittief sinken

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet, dass wegen der Corona-Krise die Zahl der Einbrüche in diesem Jahr deutlich geringer ausfällt. "Einbrüche in Deutschland könnten 2020 auf ein neues Allzeittief sinken", sagt GDV-Geschäftsführer Jörg Asmussen der Zeitung "Bild". Die Entwicklung des ersten Halbjahrs deute darauf hin, dass die Einbruchzahlen am niedrigsten seit Beginn der Statistik 1981 ausfallen. Hauptgrund dürfte die Pandemie sein, sagt Asmussen. "Viele Menschen waren zu Hause durch Homeoffice, Kurzarbeit und verbrachten ihren Urlaub daheim." 2019 zählten Versicherer 95.000 Wohnungseinbrüche und Schäden von rund 300 Millionen Euro.

Dienstag, 29. September 2020

23.05 Uhr: CureVac startet nächste Phase der Impfstudie

Das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac hat den nächsten Schritt bei der Prüfung seines Impfstoffkandidaten CVnCoV bekannt gegeben. Der erste Teilnehmer an einer klinischen Phase-2a-Studie sei geimpft worden, heißt es in einer Pflichtmitteilung. Die Studie werde in Peru und Panama vorgenommen - mit insgesamt 690 gesunden Teilnehmern. Erste Daten würden im vierten Quartal erwartet.

22.45 Uhr: Italienische Wirtschaft leidet stärker unter Pandemie

Die von der Pandemie schwer getroffene italienische Wirtschaft wird nach offizieller Schätzung stärker schrumpfen als bislang erwartet. Die Regierung geht nun von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um neun Prozent aus, wie das Finanzministerium mitteilte. Zuvor hatte die Prognose bei einem Minus von acht Prozent gelegen. Das Staatsdefizit werde mit 10,8 Prozent allerdings kleiner ausfallen als bislang erwartet (11,9 Prozent).

22.25 Uhr: Pharmakonzern GlaxoSmithKline glaubt an Impfstoff im kommenden Jahr

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline zeigt sich zuversichtlich, dass 2021 ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen wird. "Ich teile den Optimismus, dass wir im nächsten Jahr eine Lösung haben werden", sagte GlaxoSmithKline-Chefin Emma Walmsley. Der Konzern entwickelt einen Impfstoff zusammen mit seinem französischen Partner Sanofi. Im Fall von positiven Ergebnissen bei einer klinischen Studie war zuletzt ein Zulassungsantrag im ersten Halbjahr 2021 geplant.

21.40 Uhr: Branchenverband: Rückgang im Luftverkehr um 66 Prozent

Die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) hat ihre Prognose zum Luft-Verkehrsaufkommen 2020 nach unten korrigiert. Das Verkehrsaufkommen werde dieses Jahr 66 Prozent unter dem Niveau von 2019 liegen. Grund sei das "düstere Ende der Sommerreisesaison" wegen Reisebeschränkungen in einigen Ländern, erklärte der Verband. Bisher hatte er mit einem Rückgang von 63 Prozent gerechnet. Laut IATA nahm der Luftverkehr im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als 75 Prozent ab. Der Verband schätzt, dass der weltweite Luftverkehr nicht vor 2024 das Vorkrisenniveau erreichen wird.

21.15 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Frankreich binnen 24 Stunden verdoppelt

Frankreich meldet 8051 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Gestern hatte es 4070 neue Fälle gegeben. Die Zahl der Todesfälle sei um 85 auf insgesamt 31.893 gestiegen, berichten die Behörden.

20.30 Uhr: Maskenpflicht für Büros in Berlin

In Berlin gilt im Zuge des Infektionsschutzes von nun an eine Maskenpflicht für Büro- und Verwaltungsgebäude. Angesichts zuletzt gestiegener Corona- Infektionszahlen in Berlin dürfen private Feiern im Freien künftig nur noch mit maximal 50 Teilnehmern stattfinden. In geschlossenen Räumen gilt eine Obergrenze von 25 Teilnehmern. Das beschloss der Berliner Senat am Dienstag. Bei direkter Schreibtischarbeit soll die Regelung nicht greifen, wie es hieß.

20.20 Uhr: Thiago mit dem Coronavirus infiziert

Der vom FC Bayern zum FC Liverpool gewechselte spanische Fußballprofi Thiago ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 29-Jährige hat sich umgehend in Quarantäne begeben, wie Liverpool, der Club des deutschen Trainers Jürgen Klopp, mitteilte. Beim 3:1 der Reds am Montagabend gegen den FC Arsenal hatte Thiago gefehlt. Der Spanier habe "leichte Symptome" gezeigt, sei aber bei guter Gesundheit, teilte Liverpool mit.

18.18 Uhr: UN fordert mehr Geld im Kampf gegen das Coronavirus

UN-Generalsekretär Antonio Guterres fordert eine Aufstockung der Mittel für den Internationalen Währungsfonds, um stark von der Pandemie betroffenen Ländern besser zu helfen. Zudem tritt er dafür ein, die Aussetzung der Rückzahlung von Schulden für die 20 ärmsten Länder der Welt über das Jahresende hinaus zu verlängern und diese Maßnahme auf alle bedürftigen Entwicklungs- und Schwellenländer auszudehnen.

18.01 Uhr: Rekordanstieg in Großbritannien

Großbritannien meldet 7.143 Corona-Neuinfektionen am Dienstag und damit einen frischen Rekordanstieg. Zudem wurden 71 Todesfälle verzeichnet. Das ist die höchste Zahl seit Juli.

18.00 Uhr Frankreich will Gastrobranche unterstützen

Die Kurzarbeit im Hotel- und Gastrosektor werde bis zum 31. Dezember verlängert und außerdem zu 100 Prozent finanziell ausgeglichen, kündigte Frankreichs Regierung in Paris am Dienstag an. Die Regelung hätte eigentlich Anfang November auslaufen sollen. Gaststätten- und Hotelverbände lobten zwar die Maßnahme - forderten aber ein Ende der Schließungen ihrer Läden.

In Paris und anderen großen Städten müssen Bars aufgrund der angespannten Corona-Lage um 22 Uhr schließen. Restaurants dürfen ab dieser Zeit nur noch Alkohol zusammen mit einem Essen servieren. In der südfranzösischen Hafenstadt Marseille sind Restaurants und Bars vorerst sogar komplett geschlossen. Vielerorts hatte es Proteste gegen die Regelungen gegeben.

17.56 Uhr: Söder: RKI soll neue Risikogebiete ankündigen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert vom Robert Koch-Institut künftig eine rechtzeitige Vorwarnung vor der Ausweisung neuer internationaler Corona-Risikogebiete. Derzeit würden neue Gebiete quasi über Nacht benannt. Da wäre aber eine Vorwarnung extrem wichtig, sagte der CSU-Chef, er sprach von einem Zeitraum von etwa zwei Tagen.

Söder wandte sich strikt gegen neue Grenzschließungen. Er kündigte zudem ein Treffen mit Österreichs Kanzler Sebastian Kurz an, um alle aktuellen bilateralen Corona-Fragen zu besprechen.

17.52 Uhr: Merkel warnt vor zu hohen Infektionszahlen

Falls die Dynamik der Corona-Neuinfektionen wie zuletzt weitergeht, könnte Deutschland nach den Worten von Angela Merkel in drei Monaten 19.200 Ansteckungen pro Tag verzeichnen. Dies zeige die Dringlichkeit, mit der gegen die weitere Ausbreitung der Pandemie vorgegangen werden müsse.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann appelliert an die Bevölkerung: "Derzeit sind die Zahlen als Ausgangszahlen für den Winter zu hoch." Es gelte jetzt, wie im März schnell zu handeln, damit eine zweite Welle klein gehalten werden könne. "Unser vorrangiges Ziel muss es sein, dass das öffentliche Leben nicht noch einmal zum Erliegen kommt."

17.43 Uhr: Merkel rät zu Urlaub in Deutschland oder Italien

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfiehlt den Bürgern Urlaub in Deutschland oder in europäischen Regionen mit geringen Corona-Infektionszahlen. "Wir haben zum Beispiel noch ein vergleichsweise geringes Infektionsrisiko in Italien", sagte sie.

17.40 Uhr: Illegale Party: Berliner Gastronom muss 5000 Euro zahlen

Bei der Veranstaltung seien die Corona-Hygienevorschriften massiv verletzt worden, teilte der Bezirk Berlin-Mitte am Dienstag mit. Seit Ende Juni wurden demnach mehr als 1000 Anzeigen beim Innendienst des Ordnungsamts erfasst. In dem Bezirk liegen Ausgehmeilen wie die Torstraße. In den vergangenen Monaten löste die Berliner Polizei immer wieder Partys mit teils Hunderten Teilnehmern auf. Angesichts gestiegener Infektionszahlen in der Hauptstadt hatte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) eine konsequentere Umsetzung von Corona-Regeln gefordert.

17.37 Uhr: New York: Starker Anstieg positiver Corona-Tests

In New York liegt die Zahl der positiven Corona-Tests laut Bürgermeister Bill de Blasio das erste Mal seit Monaten über drei Prozent. In den vergangenen sieben Tagen lag der Schnitt bei 1,38 Prozent. De Blasio kündigt Geldstrafen für Menschen an, die keine Maske tragen.

17.34 Uhr: Merkel: Shutdown soll auf jeden Fall verhindert werden

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten wollen einen neuen Shutdown auf jeden Fall verhindern. Es gehe um regionale Lösungen, sagt die Kanzlerin nach einem Treffen mit den Länder-Regierungschefs.

17.08 Uhr: Feiern in öffentlichen Räumen auf 50 Teilnehmer beschränkt

Bund und Länder wollen angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer beschränken. Dies gelte, wenn in einem Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner auftreten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von Teilnehmern des Treffens von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

17.03 Uhr: Streit über Höchstteilnehmerzahlen bei privaten Festen

Für Feiern in privaten Räumen wird es aller Voraussicht nach keine Beschränkung auf maximal 25 Teilnehmer geben, wie dies Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den Ministerpräsidenten vorgeschlagen hatte. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vom Dienstag haben sich hier Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bei der Videoschalte von Merkel und den Länderregierungschefs dagegengestellt. Voraussichtlich werde es in diesem Bereich nur eine Empfehlung geben. Bei privaten Feiern in angemieteten Räumen solle es aber voraussichtlich eine Beschränkung geben - welche sei noch offen.

16.54 Uhr: Tschechien schließt erneute Grenzschließung aus

"Im Augenblick droht uns aus den Nachbarländern kein Risiko", sagte Gesundheitsminister Roman Prymula am Dienstag in Prag. Die Situation sei heute eine andere als im Frühjahr. Tschechien hatte von Mitte März bis Anfang Juni weitreichende Einreisebeschränkungen für Ausländer verhängt.

Während das Land gut durch die erste Phase der Pandemie gekommen war, sind die Fallzahlen seit Wochen rapide angestiegen. Es wird erwartet, dass das Kabinett am Mittwochnachmittag über die Ausrufung des Ausnahmezustands entscheidet. Deutschland hat Tschechien zum Risikogebiet erklärt und eine Reisewarnung ausgesprochen.

Angesichts der hohen Zahl an Neuinfektionen in grenznahen Regionen in Österreich und Tschechien erwägt Bayern, die Teststationen an den Autobahnen in Grenznähe vorerst beizubehalten. Man prüfe derzeit die kurzfristige Verlängerung des Testangebotes für Reiserückkehrer, hatte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Montagabend mitgeteilt.

16.51 Uhr: Täglich neuer Rekord bei Infektionen in den Niederlanden

Von gestern auf heute registrierten die Gesundheitsbehörden erstmals mehr als 3.000 Neuinfizierte. Die Zahlen steigen seit Wochen in allen Regionen und über alle Altersgruppen hinweg. Deshalb gelten heute ab 18.00 Uhr strengere Corona-Maßnahmen.

16.49 Uhr: Lufthansa lässt Pilotenausbildung in Bremen auslaufen

Die von der Corona-Krise gebeutelte Lufthansa lässt die Ausbildung neuer Piloten an der Verkehrsfliegerschule in Bremen auslaufen. Die rund 700 Flugschüler wurden am Dienstag dringend aufgefordert, sich einen neuen Berufsweg zu suchen und jetzt die Schule ohne finanzielle Verpflichtungen zu verlassen. Auf Jahre hinaus gebe es bei den Konzern-Airlines keinen Bedarf an Nachwuchspiloten, begründete ein Sprecher des Schulbetreibers Lufthansa Aviation Training den Appell.

Die LAT fühle sich allerdings verpflichtet, die seit Monaten unterbrochene Ausbildung fortzuführen, wenn die Schüler darauf bestehen. Diejenigen, die kurz vor der Abschlussprüfung stehen, werde man noch selbst ausbilden. Laut VC stehen von den rund 700 Schülern rund 170 kurz vor dem Abschluss. Für die übrigen suche man Plätze an anderen Flugschulen, kündigte der Sprecher an. Eine Übernahme könne Lufthansa nicht garantieren, so dass die Schüler nach fünf Jahren noch Vorleistungen des Konzerns zwischen 60 000 und 80 000 Euro zurückzahlen müssten.

Ob die 1956 gegründete Verkehrsfliegerschule am Flughafen Bremen überhaupt noch eine Zukunft hat, entscheidet sich erst im November. Dann fällt voraussichtlich eine Entscheidung der Bundeswehr, ob ihre Piloten weiterhin in Bremen ausgebildet werden. Der Betriebsrat befürchtet eine Verlagerung des Betriebs nach Rostock-Laage.

15.36 Uhr: 50 Euro Bußgeld bei Falschangaben in Restaurants

Bürgerinnen und Bürger, die in einem Restaurant oder anderen Gastwirtschaften falsche Angaben zu ihrer Person machen, müssen künftig mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro rechnen. Das beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei ihrer Videoschalte mit Bundeskanzlerin Merkel (CDU).

In Schleswig-Holstein würden sogar bis zu 1000 Euro fällig, so Ministerpräsident Daniel Günther (CDU).

15.29 Uhr: Polen schränkt Öffnungszeiten bei Gastronomie ein

Polen will im Kampf gegen das Coronavirus die Öffnungszeiten von Gastronomiebetrieben in besonders betroffenen Regionen einschränken. In den sogenannten "roten Zonen" mit hohem Infektionsgeschehen müssten Bars und Restaurants künftig um 22 Uhr schließen, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski.

Polen hatte am vergangenen Freitag mit 1587 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden seinen bisherigen Höchstwert seit Beginn der Pandemie registriert. Heute meldeten die Behörden 1326 neue Fälle.

15.10 Uhr: Steuerzahlerbund: Staatliche Neuverschuldung zu hoch

Der Bund der Steuerzahler hält die staatliche Neuverschuldung zur Bekämpfung der Corona-Krise für überdimensioniert. Es sei richtig, die Wirtschaft zu stabilisieren und Arbeitsplätze zu erhalten, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel im SWR. "Gleichwohl frage ich mich, ob die Größenordnungen richtig sind."

Im laufenden Jahr nimmt der Bund 218,5 Milliarden Euro an frischen Schulden auf. Nächstes Jahr sollen es nach dem Etatplan von Bundesfinanzminister Scholz (SDP) 96,2 Milliarden sein. "Das halte ich angesichts der Krise dennoch für zu hoch", sagte Holznagel. Ein Großteil des Geldes fließe gar nicht in die Wirtschaft, sondern werde für Konsum und andere laufende Ausgaben aufgewendet, gab der Verbandschef zu bedenken.

15.00 Uhr: BVB spielt voraussichtlich vor 11.500 Zuschauern

Bis zu 11.500 Zuschauer dürfen beim Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und dem SC Freiburg am Samstag ins Stadion. Das teilte die Stadt Dortmund mit. Zwei Drittel der Fußballfans sollen aus Dortmund kommen, der Rest aus Nordrhein-Westfalen - Städte mit hohem Infektionsgeschehen ausgenommen. Würde das Maximum ausgereizt, wäre das ein Zuschauerrekord in der derzeit von Corona-Beschränkungen geprägten Bundesligasaison: Am zweiten Spieltag sahen 10 383 Zuschauer das 1:1 zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Union Berlin.

Nach der Einigung der Länder dürfen bis zu 20 Prozent der Plätze im Stadion belegt werden - abhängig von der Entwicklung der Corona-Zahlen in der Region. Das Infektionsgeschehen liege in Dortmund zwar auf "durchaus höherem Niveau", sagte Gesundheitsamts-Leiter Frank Renken. Von dem kritischen Wert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen sei man aber noch relativ sicher entfernt. Dieser Wert lag in der Stadt am Dienstag bei 20,1.

14.49 Uhr: Bayern meldet 443 Neuinfektionen

Die bayerischen Gesundheitsämter melden von gestern auf heute 443 Corona-Neuinfektionen. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Bayern demnach 67.818 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle hat sich in Bayern um fünf erhöht und liegt bei 2.662.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner ist in Bayern der Wert leicht gesunken auf 16,9. Am höchsten ist dieser Wert weiterhin in Oberbayern mit 22,83, am niedrigsten in Oberfranken mit 10,21. Anhand dieser Zahl werden die neuen Infektions-Fälle registriert, die innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind. Bei einem Wert ab 50 sind die Behörden angehalten, Maßnahmen zur Eindämmung der Neuinfektionen zu ergreifen. Aktuell liegt nur der bayerische Landkreis Dingolfing-Landau über diesem Grenzwert.

14.44 Uhr: EU-Länder tauschen Daten der Corona-Warn-Apps aus

In elf EU-Staaten können Nutzer von Corona-Warn-Apps noch in diesem Herbst ihre Kontakt-Daten anonym länderübergreifend abgleichen und sich so vor möglichen Infektionen warnen lassen. Eine entsprechende Schnittstelle für Smartphones in einer ersten Staatengruppe sei seit Anfang dieser Woche aktiv, hieß es aus Kreisen der Europäischen Kommission in Brüssel. Das Gateway soll am 17. Oktober mit den Datenbeständen der jeweiligen nationalen Corona-Warn-Apps verbunden werden.

Man habe das neue System zunächst mit sechs Ländern getestet - Ziel sei es, bis Mitte oder Ende Oktober dann elf EU-Mitglieder dabei zu haben. Dazu gehören den Angaben zufolge Deutschland, Österreich, Tschechien, Dänemark, Estland, Irland, Italien, Lettland, die Niederlande, Polen und Spanien. Anwender müssen dazu ihre Apps aktualisieren und dem Datenaustausch auf EU-Ebene explizit zustimmen.

14.35 Uhr: Apotheker: Zu wenige Menschen planen Grippe-Impfung

Fast jeder zweite Erwachsene, der zu einer Risikogruppe gehört, will sich einer Umfrage zufolge nicht gegen Grippe impfen lassen. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mit. Dabei schütze jeder, der sich impfen lasse, auch seine Mitmenschen vor einer Ansteckung, sagte Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands.

Die Grippeschutzimpfung wird laut ABDA vor allem für Risikogruppen empfohlen. Dazu zählen Menschen, die älter als 60 Jahre sind, chronisch Kranke, Mitarbeiter von medizinischen Einrichtungen und jeder, der beruflich Kontakt zu vielen Personen hat. Insgesamt planen laut der Umfrage 38 Prozent der Erwachsenen eine Grippeschutzimpfung.

Wegen der Corona-Pandemie raten Experten in diesem Jahr besonders zur Grippeimpfung, um eine Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden. In der ausgesprochen heftigen Saison 2017/18 starben nach RKI-Angaben in Deutschland etwa 25 000 Menschen an einer Influenza.

14.10 Uhr: Kretschmann für Obergrenze bei privaten Feiern

Baden Württembergs Ministerpräsident Kretschmann hat sich vor der Schalte der Länderregierungschefs mit Bundeskanzlerin Merkel (CDU) für eine Festlegung auf eine Zahl an Teilnehmern bei privaten Feiern ausgesprochen. Die Infektionszahlen seien immer dann hoch, wenn die Anzahl der Teilnehmer und ihrer Kontakte schwer zu kontrollieren sei, sagte der Grünen-Regierungschef. Eine konkrete Zahl für eine Obergrenze nannte er nicht.

Kanzlerin Merkel will heute mit den Ministerpräsidenten über weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus beraten. Insgesamt schlägt der Bund ein regional abgestuftes Vorgehen vor, keine pauschalen Maßnahmen.

13.50 Uhr: Aiwanger: Winterurlaub in Bayern ist sicher

Bei einer Pressekonferenz zum Wintersport Tourismus in Bayern hat der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Vormittag bekräftigt, dass Winterurlaub in Bayern sicher sei. Zum einen werde am Hygienekonzept aus den Sommermonaten in den bayerischen Wintersportorten festgehalten. Zum anderen sei es beim Skifahren, Langlaufen und Winterwandern besonders einfach möglich Abstände einzuhalten.

Konkret zu den Veränderungen im Ski-Sport befragt, sagte Herbert John vom Bayerischen Skiverband, dass die Liftkapazität eingeschränkt werde. An den Schlangen der Skilifte werde es Maskenpflicht und Abstandsregeln geben, zusätzlich müsse mit längeren Wartezeiten gerechnet werden.

Großveranstaltungen wie die Nordische Ski WM in Oberstdorf werden laut Aiwanger stattfinden, allerdings mit Einschränkungen. Die Zuschauerzahlen werden heruntergefahren (2.500 Zuschauer), alle Athleten und Betreuer werden auf Corona getestet. Auch die Ski-Weltcups würden nur unter sehr strengen Auflagen stattfinden. Bei der Vierschanzen-Tournee werden nach jetzigem Stand keine Zuschauer zugelassen.

13.37 Uhr: Tausende Gläubige brachen Corona-Regeln

Trotz des Lockdowns in Israel haben sich in vielen Synagogen des Landes am Feiertag Yom Kippur tausende Gläubige versammelt. Laut Medienberichten kamen allein in der Synagoge der ultra-orthodoxen Belz-Gemeinde etwa 4000 Menschen zusammen. Fast alle ohne Masken. Mediziner hatten vor dem Feiertag davor gewarnt, die Synagogen offen zu lassen. Sie befürchten, dass es massenhaft zu Infektionen gekommen ist. Israel hat schon jetzt eine der höchsten Infektionsraten (pro Kopf) weltweit.

13.16 Uhr: Brüssel verbietet Prostitution

Die Stadt Brüssel hat zur Eindämmung des Coronavirus die Prostitution bis auf Weiteres verboten. Die Behörden schlossen drei Hotels, in denen Sexarbeiterinnen untergebracht waren, weil Maßnahmen zum Abstand halten nicht befolgt wurden, wie eine Sprecherin des Brüsseler Rathauses, Wafaa Hammich, der Nachrichtenagentur AP am Dienstag mitteilte. Um das Verbot zu überwachen, würden Polizeikontrollen verstärkt.

Brüssel hatte entschieden, für Bars zeitliche Beschränkungen zu verhängen. Seit Anfang der Woche müssen alle Bars und Cafés zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr geschlossen bleiben. Andere Lokale, in denen Getränke oder Essen angeboten werden, müssen um 22.00 Uhr schließen.

13.15 Uhr: Infektionen beim CFC Genua: Liga berät Konsequenzen

Nach dem Coronavirus-Ausbruch beim CFC Genua will die italienische Fußball-Liga Medienberichten zufolge bei einem Krisengipfel über das weitere Vorgehen beraten. Die Gespräche sollten am späten Dienstagabend oder Mittwoch stattfinden, berichtete die "Gazzetta dello Sport". Zur Debatte stehen demnach entweder die Verlegung einzelner Partien oder eine Unterbrechung der kompletten Serie-A-Saison für mehrere Wochen.

Genua hatte bekanntgegeben, dass insgesamt 14 Spieler und Teambetreuer positiv getestet wurden.

12.30 Uhr: Pfarrverband kritisiert Corona-Beschränkungen im Frühjahr

"Die Feier des Gottesdienstes wurde zum Teil in Konkurrenz zum Einkaufserlebnis im Baumarkt betrachtet", sagte der Verbandsvorsitzende Andreas Kahnt am Dienstag auf der Mitgliederversammlung des Verbands in Leipzig. Dieses Missverhältnis sei zurecht auf Kritik der Kirchen gestoßen, weil das Gottesdienstverbot "das Herz der Religionsfreiheit" treffe. "Die Kirche mag im Sinne des Gesetzgebers vielleicht nicht systemrelevant sein. Heilsrelevant ist sie allemal."

Die Zumutungen durch die Corona-Verordnungen der Bundesländer hätten den Pfarrdienst in seinen gewohnten Formen außer Kraft gesetzt. Dies habe unter anderem die Arbeitsabläufe in Kliniken, Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Bildungs- und Gemeindearbeit betroffen.

Als eine Lehre aus der Krise riet Kahnt der Kirche, die positiven Erfahrungen mit digitalen Angeboten weiter zu nutzen. Dadurch würden Menschen angesprochen, die bisher kaum oder keinen Zugang zu kirchlichen Angeboten hatten.

12.24 Uhr: Städte- und Gemeindebund begrüßt Vorschläge des Bundes für Corona-Maßnahmen

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, hat die vom Bund vorgeschlagenen Verschärfungen der Corona-Maßnahmen vor den Beratungen mit den Ländern begrüßt. "Ein Mindestbußgeld von 50 Euro bei Verstößen, wenn zum Beispiel im Restaurant falsche Angaben gemacht werden oder in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Maske getragen wird, ist ein konsequenter Beitrag zur Durchsetzung der notwendigen Maßnahmen", sagte Landsberg der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Online-Ausgabe).

Er bezog sich dabei auf eine entsprechende Beschlussvorlage für die Ministerpräsidentenkonferenz. Zu Recht würden die vorrangigen Ziele formuliert, den Präsenzbetrieb von Schulen und Kindergärten zu sichern und einen Lockdown der Wirtschaft zu vermeiden. "Es ist auch zielführend, eine Überlastung unseres Gesundheitssystems - und dazu gehören auch die Hausärzte - zu vermeiden und sogenannte Fieberambulanzen vorzusehen", sagte Landsberg. Bei regionalem Ausbruchsgeschehen und unklaren Infektionsketten müsse es regionale Einschränkungen geben. "Es ist zugleich zu begrüßen, dass bei klar lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, etwa in Einrichtungen, sich die Beschränkungen nicht auf eine ganze Gemeinde oder Region beziehen müssen", sagte Landsberg.

12.04 Uhr: Zahl der Kurzarbeiter sinkt um eine Million

Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist nach Berechnungen des ifo Instituts im September auf 3,7 Millionen gesunken. Im Juli lag die Zahl noch bei 4,7 Millionen, wie das Wirtschaftsinstitut mitteilte. "Der Rückgang der Kurzarbeit schreitet stetig voran. Besonders hoch bleibt aber der Anteil an den Beschäftigten in der Industrie", sagte ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link. Die Bundesregierung hatte zu Beginn der Corona-Krise den Zugang zur Kurzarbeit erleichtert.

11.57 Uhr: Kretschmer will keine verschärften Corona-Maßnahmen für Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer (CDU) will keine verschärften Corona-Regeln. "Im Umgang mit Corona brauchen wir keine zusätzliche Verunsicherung. Wir brauchen Zuversicht und Umsicht", erklärte der Regierungschef. Man wisse, wie die Krankheit übertragen werde. "Wenn wir uns an bestehende Abstands- und Hygieneregeln halten, kommen wir gut durch die nächsten Monate."

Sollte es in einer Region einen Ausbruch geben, seien punktuelle Maßnahmen nicht ausgeschlossen, sagte der Ministerpräsident im MDR. Sachsen setze dabei aber vor allem auf die Eigenverantwortung der Menschen - vor Ort und in den Behörden.

Bundeskanzlerin Merkel (CDU) will heute mit den Ministerpräsidenten über weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus beraten. Insgesamt schlägt der Bund ein regional abgestuftes Vorgehen vor, keine pauschalen Maßnahmen.

11.20 Uhr: Moskau verlängert Schulferien um zwei Wochen

In der russischen Hauptstadt Moskau werden die Schulferien im Oktober auf zwei Wochen ausgedehnt. Bürgermeister Sergej Sobjanin rief die Eltern auf, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder in der Zeit vom 5. bis 18. Oktober zu Hause blieben. "Bei den Erkrankten handelt es sich derzeit zu einem großen Teil um Kinder - oft asymptomatisch", so Sobjanin. Sie könnten das Virus leicht an Erwachsene und Ältere übertragen, bei denen die Krankheit schwerer verlaufen könnte.

11.12 Uhr: Corona-Verdachtsfälle auf "Mein Schiff 6" negativ getestet

Die zwölf Corona-Verdachtsfälle an Bord des TUI-Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 6" hatten bei einem zweiten Corona-Test ein negatives Ergebnis. Das teilte die griechische Gesundheitsbehörde mit. Das Schiff mit rund 920 Passagieren aus Deutschland und knapp 670 Besatzungsmitgliedern an Bord hatte in der Nacht im Hafen von Piräus angelegt. Es war am Sonntag in Heraklion zu einer einwöchigen Mittelmeertour aufgebrochen.

11.02 Uhr: Corona-Überlebende fordern allgemeinen Zugang zu Impfstoff

Überlebende von Corona-Infektionen aus 37 Ländern haben die patentfreie Bereitstellung von künftigen Impfstoffen gegen das Virus gefordert. Die milliardenschwere Finanzierung der medizinischen Forschung aus öffentlichen Mitteln dürfe nicht in einer profitorientierten Vermarktung des Serums gipfeln, hieß es in einem offenen Brief der Initiative, den die Hilfsorganisation Oxfam veröffentlichte. "Ein Impfstoff sollte ein globales öffentliches Gut sein und für alle kostenlos zur Verfügung stehen." Zu den Unterzeichnern des Schreibens gehören den Angaben nach 242 Corona-Überlebende, rund 570 Menschen, die zur Risikogruppe zählen, sowie 190 Angehörige von Corona-Opfern.

10.45 Uhr: Scholz hält Schulden für tragbar

Bundesfinanzminister Scholz (SPD) hält trotz riesiger Lücken im Haushalt die Schuldenlast für tragbar. Deutschland werde nach der Corona-Krise eine niedrigere Verschuldung haben als viele andere Staaten vor Ausbruch der Pandemie, sagte der SPD-Kanzlerkandidat. Die Schuldenquote im Verhältnis zur Wirtschaftskraft sei in der Finanzkrise 2009 auf über 80 Prozent gestiegen, dieses Mal würden es vermutlich 75 bis 76 Prozent sein. "Das ist ein gutes Zeichen", so Scholz.

Der Bundestag berät in dieser Woche über den Haushaltsentwurf der großen Koalition für 2021. Dieser sieht eine Neuverschuldung von gut 96 Milliarden Euro vor - die zweithöchste nach dem Rekord von 2020. "Das ist sehr, sehr viel Geld", sagte Scholz. Doch die begonnenen Hilfsprogramme müssten fortgesetzt werden, etwa Überbrückungshilfen für Unternehmen und Kurzarbeitergeld. "Nicht-Handeln wäre viel teurer."

10.30 Uhr: Nürnberger Spielwarenmesse wird verschoben

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte soll die Nürnberger Spielwarenmesse im Sommer stattfinden. Aufgrund der Corona-Krise sagten die Veranstalter den Termin von 27. bis 31. Januar ab. Die Sorge um die Gesundheit von allen Beteiligten lasse eine Durchführung und die gewohnte Qualität der Spielwarenmesse Ende Januar kaum gewährleisten, hieß es.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Messe aufgrund der beginnenden Corona-Krise einen Rückgang der Besucherzahlen verzeichnet. Die Nürnberger Spielwarenmesse ist laut Veranstalterangaben die weltgrößte Fachmesse der Spielwarenbranche.

10.10 Uhr: Start-ups wollen weniger Mitarbeiter einstellen

Infolge der Corona-Krise wollen deutsche Start-ups weniger neue Mitarbeiter einstellen. Wie eine Umfrage unter anderem der Universität Duisburg-Essen zeigte, wollen neun von zehn Start-ups im kommenden Jahr im Durchschnitt sechs neue Mitarbeiter einstellen. Bei der Umfrage vor einem Jahr waren es noch durchschnittlich acht Mitarbeiter gewesen.

Drei Viertel der befragten Start-ups sehen sich der Umfrage zufolge von der Corona-Pandemie in ihren Geschäften beeinträchtigt. Zu schaffen mache ihnen angesichts zurückhaltender Verbraucher vor allem der Vertrieb und die Kundengewinnung. Auch die finanziellen Bedingungen bezeichnen viele Gründer als schwierig: Mehr als 40 Prozent aller Befragten gaben an, die Kapitalbeschaffung aktuell als Herausforderung zu sehen.

09.38 Uhr: Schüler wollen Mitsprache bei Corona-Maßnahmen

Die Bundesschülerkonferenz fordert direkte Mitsprache bei Verhandlungen über Corona-Maßnahmen im Bildungsbereich. "Beratungen auf Bundesebene, wie beispielsweise der Schulgipfel in der letzten Woche im Bundeskanzleramt, dürfen nicht ohne Beteiligung der direkt Betroffenen stattfinden", erklärte die Organisation gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk. Mitsprache sei auch auf Landesebene sowie direkt an den Schulen unerlässlich.

Nur so könnten "soziale und kindheitspädagogische Aspekte berücksichtigt und Anregungen sowie Bedenken der Schülerinnen und Schüler bestmöglich mit einbezogen werden", erklärten die Organisationen. "Die Fachkräfte im Bildungsbereich gehören mit ihren Interessensvertretungen zwingend ebenfalls an den Beratungstisch."

Das Kinderhilfswerk blickt mit Sorge auf die nächsten Monate. Man steuere "sehenden Auges in ein bildungspolitisches Corona-Desaster", erklärte Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann. "Nach einer besorgniserregenden Vernachlässigung der Interessen von Schülerinnen und Schülern in den letzten sechs Monaten muss die Frage erlaubt sein, was Politik und Verwaltungen getan haben, um diesen Herbst und Winter erneute Schulschließungen zu vermeiden."

09.20 Uhr: Söder fordert vor Corona-Konferenz "einheitliches Regelwerk"

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat erneut ein "einheitliches Regelwerk" in Deutschland im Kampf gegen die Corona-Pandemie gefordert. Wenn man keinen generellen Lockdown mehr haben wolle, die Kitas und Schulen weiter geöffnet haben sollten und das Wirtschaftsleben möglichst weiterlaufen solle, müsse man einen "Regelungsmechanismus haben, der für alle in Deutschland verlässlich gilt", sagte Söder dem Bayerischen Rundfunk (BR) vor der gemeinsamen Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Bundesländer.

Sollten die Zahlen "nach oben gehen, dann muss man reagieren", erläuterte Söder und warnte vor Entwicklungen wie im Ausland, wo mancherorts die Infektionszahlen gerade stark steigen. Deswegen sei ein Mechanismus wie eine Warnampel ein gangbarer Weg. Dass auch Bundeskanzlerin Merkel vor steigenden Infektionszahlen im Herbst und Winter gewarnt habe, sei richtig, sagte Bayerns Ministerpräsident.

09.01 Uhr: Gut 2.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2.089 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens 287.421 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.460. Das sind elf mehr als am Vortag. Rund 254.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland zuletzt bei 1,18. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Montag bei 0,98.

08.55 Uhr: Schuldenberg des Staates wegen Corona-Krise hoch wie nie

Die Corona-Rezession hat die Schulden des deutschen Staates im ersten Halbjahr auf einen Rekordstand getrieben. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte standen zur Jahresmitte mit 2,1089 Billionen Euro in der Kreide. "Dies war der höchste jemals ermittelte Stand in der Schuldenstatistik", wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit wuchs die Verschuldung im Vergleich zu Ende 2019 um 11,1 Prozent oder 210,1 Milliarden Euro.

"Der Anstieg ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass die öffentlichen Haushalte finanzielle Mittel für Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise aufnahmen", erklärte das Bundesamt. Der bisherige Höchststand war Ende 2012 mit 2,0683 Billionen Euro gemessen worden.

Mit Ausnahme der Sozialversicherung waren alle anderen staatlichen Ebenen zur Jahresmitte stärker verschuldet als Ende 2019. Am stärksten stieg die Verschuldung des Bundes, und zwar um 13,7 Prozent oder 163,0 Milliarden Euro auf 1,3515 Billionen Euro. Die Verbindlichkeiten der Länder erhöhten sich um 8,0 Prozent auf 624,9 Milliarden Euro. Sie nahmen in allen Ländern zu, prozentual am stärksten in Sachsen (+89,6 Prozent), Bayern (+30,6) und Bremen (+20,4). Der Schuldenstand der Kommunen erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 132,4 Milliarden Euro.

08.00 Uhr: Zahl der Kurzarbeiter fällt laut Ifo im September um eine Million

Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist dem Ifo-Institut zufolge im September wegen der Erholung von der Corona-Rezession um eine Million gefallen. Insgesamt waren noch 3,7 Millionen Menschen in Kurzarbeit nach 4,7 Millionen im August, wie die Münchner Forscher auf Basis ihrer monatlichen Konjunkturumfrage unter Tausenden Unternehmen schätzten. Damit sank ihr Anteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 14 auf elf Prozent. "Der Rückgang der Kurzarbeit schreitet stetig voran", sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link: "Besonders hoch bleibt aber der Anteil an den Beschäftigten in der Industrie."

Dort waren im September schätzungsweise noch 1,47 Millionen Menschen in Kurzarbeit, was 21 Prozent der Beschäftigten entspricht. Bei den Dienstleistern waren es 1,23 Millionen oder zwölf Prozent, im Handel 406.000 oder neun Prozent. Im Bauhauptgewerbe wurden dagegen nur 5.000 Kurzarbeiter gezählt, was einem Anteil von einem Prozent entspricht. In den übrigen Sektoren schätzt das Ifo-Institut die Zahl der Kurzarbeiter auf 622.000 oder fünf Prozent der Beschäftigten.

07.42 Uhr: "Mein Schiff 6" legt mit Corona-Fällen in Piräus an

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 6" mit mehreren Corona-Infizierten an Bord hat am frühen Dienstagmorgen in der griechischen Hafenstadt Piräus angelegt. Sofort gingen Experten der Gesundheitsbehörde an Bord, wie das Staatsfernsehen (ERT) berichtete. Alle Reisenden und Crewmitglieder sollen einen Coronavirus-Test machen.

Die ersten Schnelltests seien negativ gewesen, berichtete das Staatsfernsehen. Die 922 Urlauber und die die 666 Besatzungsmitglieder müssten bis auf Weiteres an Bord bleiben.

Am Montag war bekannt geworden, dass zwölf Crewmitglieder an Bord positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren. Sie seien auf dem Schiff isoliert worden, teilte die Reederei Tui Cruises mit. Das Schiff war am Sonntagabend von der kretischen Hafenstadt Heraklion ausgelaufen.

07.36 Uhr: Fauci wirft Coronavirus-Taskforce Falschinformationen vor

Der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci hat dem Chef der Corona-Taskforce des Weißen Hauses, Scott Atlas, vorgeworfen, dass die Informationen des neuen Beraters an der Seite des US-Präsidenten Donald Trump "entweder aus dem Zusammenhang gerissen oder tatsächlich falsch" seien. Atlas verteidigte seine Ratschläge an den Präsidenten. "Alles, was ich gesagt habe, stammt direkt von den Daten und der Wissenschaft", sagte er in einer Erklärung des Weißen Hauses.

Der Neuroradiologe wurde für das Herunterspielen der Wichtigkeit von Gesichtsmasken zur Eindämmung des Virus und seinen Ansichten zur Herdenimmunität zuletzt auch von der medizinischen Fakultät der Stanford University und anderen Gesundheitsexperten scharf angegangen. Bereits am Freitag hatte sich der Direktor des Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Robert Redfield, kritisch über Atlas geäußert. "Alles, was er sagt, ist falsch", habe Redfield in einem Telefongespräch geäußert, berichtete NBC.

06.38 Uhr: Trump will 150 Millionen Corona-Schnelltests verteilen lassen

US-Präsident Donald Trump hat die Verteilung von 150 Millionen Coronavirus-Schnelltestsätzen durch seine Regierung angekündigt. 50 Millionen der Testsätze sollen an Altenheime, Einrichtungen zum betreuten Wohnen und andere besonders durch das Virus gefährdete Institutionen ausgegeben werden, wie Trump mitteilte.

Die übrigen 100 Millionen Sätze sollten an US-Bundesstaaten und andere Regionalbehörden gehen, um diesen die Aufhebung von Restriktionen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens zu erleichtern, kündigte der Präsident an. Jeder Testsatz kostet die US-Bundesregierung fünf Dollar (4,30 Euro).

Die Schnelltests stammen vom US-Pharmakonzern Abbott Laboratories. Sie liefern Ergebnisse innerhalb von 15 Minuten. Trump hat den Schnelltest wiederholt gerühmt. Er wird auch im Weißen Haus selber angewendet. Trump strebt vor der Präsidentschaftswahl am 3. November eine möglichst weitgehende Rückkehr zum normalen Alltagsleben im Land an.

05.36 Uhr: Städtetag unterstützt Söders Vorstoß für bundesweite "Corona-Ampel"

Vor den Bund-Länder-Beratungen an diesem Dienstag über neue Corona-Maßnahmen hat der Deutsche Städtetag sich für eine bundesweite Warnampel zu dem Virus ausgesprochen. Städtetags-Präsident Burkhard Jung (SPD) unterstützte in der "Passauer Neuen Presse" den entsprechenden Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). "Eine Ampel schafft erste Orientierung für die Menschen. Das ist gut", sagte der Leipziger Oberbürgermeister.

Wie Söder plädierte auch Jung dafür, die Ampel mit bundesweit einheitlichen Corona-Regeln zu verknüpfen. Bund und Länder müssten sich darüber verständigen, "was passiert, wenn die Grenze von 20, 30, 40 und 50 Infektionen je 100.000 Einwohnern überschritten wird". Derzeit gehe "noch zu viel durcheinander". Ein bundesweiter Plan mit bestimmten Maßnahmen für die jeweiligen Infektionszahlen schaffe "Akzeptanz, ohne Angst zu schüren".

Jung forderte aber auch, den Bundesländern "Entscheidungsspielraum" zu lassen. So müssten die Regelungen zum Maskentragen auf öffentlichen Plätzen oder zu Obergrenzen bei privaten Feiern verhältnismäßig sein. Wo es kaum Infektionen gebe, würden solche Einschränkungen nicht akzeptiert werden, warnte der Städtetags-Präsident.

04.56 Uhr: Mehr als eine Million Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit bereits mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Mehr als 33,2 Millionen Infektionen wurden inzwischen nachgewiesen. Rund ein Fünftel aller erfassten Todesfälle beklagen die USA, wo mehr als 205.000 Menschen starben. In Brasilien sind mehr als 142.000, in Indien mehr als 95.000 Menschen gestorben.

Die Opferzahl in den USA, wo rund 330 Millionen Menschen leben, ist weltweit die höchste in absoluten Zahlen. Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten jedoch in einigen europäischen Ländern höher. In den USA starben den Daten zufolge rund 63 Menschen pro 100.000 Einwohner, in Großbritannien liegt dieser Wert ein wenig höher. In Spanien kommen 67 Tote auf 100.000 Einwohner, in Deutschland 11.

Die Webseite der Hopkins-Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die WHO erfasste bis Montag mehr als 996.000 Todesfälle und gut 33 Millionen bekannte Infektionen.

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Zahl von mehr als einer Million Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, als "qualvollen Meilenstein" bezeichnet. "Es ist eine betäubende Zahl", sagte Guterres laut Mitteilung in der Nacht zum Dienstag in New York.

Montag, 28. September 2020

22.15 Uhr: 14 Infizierte beim Fußball-Erstligisten CFC Genua

Der italienische Fußball-Erstligist CFC Genua ist von einem Coronavirus-Ausbruch betroffen. Zwei Tage nach der Bekanntgabe, dass Torhüter Mattia Perin positiv getestet worden ist, ist die Zahl der Infizierten auf 14 gestiegen. Wie der Tabellenzwölfte der Serie A auf seiner Homepage mitteilte, handelt es sich sowohl um Spieler als auch um Mitarbeiter. Es seien nach den positiven Tests auf das Virus Sars-CoV-2 alle vorgeschriebenen Maßnahmen ergriffen und die Behörden informiert worden.

22.05 Uhr: Weiterer Corona-Fall bei French Open

Bei den French Open der Tennisprofis hat es einen weiteren positiven Corona-Fall gegeben. Wie die Veranstalter in Paris mitteilten, wurde eine Doppelspielerin als "Kontaktperson" eingestuft, weil ihr Trainer positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die namentlich nicht genannte Spielerin und ihre Doppelpartnerin wurden vom Turnier ausgeschlossen. Schon in der Qualifikation hatte es einige positive Fälle gegeben.

21.50 Uhr: Bund plant offenbar Beschränkungen bei Party-Teilnehmern

Der Bund schlägt angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus für Feiern in privaten Räumen eine Beschränkung auf maximal 25 Teilnehmer vor. In öffentlichen Räumen solle die Beschränkung bei maximal 50 Teilnehmern liegen, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Entwurf für die Beschlussvorlage des Bundes zu den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit der Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Dienstag. Offen ist, ob dies nur bei Überschreiten bestimmter Grenzwerte bei den Neuinfektionen gelten soll. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über die Zahlen berichtet.

21.30 Uhr: Tschechien offenbar vor Wiedereinführung des Ausnahmezustands

Angesichts steigender Corona-Zahlen will Tschechien wieder den Ausnahmezustand verhängen. Das sei notwendig, sagte Regierungschef Andrej Babis von der populistischen Partei ANO am Montagabend im Fernsehsender Nova. Er gehe davon aus, dass das Kabinett am Mittwoch in Prag zu einer Sondersitzung zusammenkommen werde, um diesen Schritt zu beschließen. Der Ausnahmezustand galt bereits im Frühjahr für zwei Monate und war Ende Mai ausgelaufen. Er ermöglicht es der Regierung unter anderem, Bürgerrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen. Zudem können die Gerichte höhere Strafen verhängen.

21.15 Uhr: Mehr als 4.000 Neuinfektionen in Frankreich

Die Behörden in Frankreich haben 4.070 Coronavirus-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Die Zahl der Toten stieg um 81 auf 31.808. Die Zahl der gemeldeten Infektionen liegt inzwischen bei 542.639. Zuletzt waren am Sonntag 11.123 neue Fälle gemeldet worden. Die Zahlen vom Montag sind üblicherweise niedriger, weil am Sonntag weniger getestet wird.

20.30 Uhr: 36.335 Neuinfektionen in den USA

In den USA sind binnen 24 Stunden 36.335 Neuinfektionen registriert worden. Insgesamt hätten sich damit 7,095 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, teilte die Seuchenbehörde CDC mit. Die Zahl der Todesopfer sei um 295 auf 204.328 gestiegen.

20.20 Uhr: Bayern prüft Verlängerung der Teststationen an Autobahnen

Angesichts der hohen Corona-Neuinfektionszahlen unter anderem in Teilen Österreichs erwägt Bayern, die Teststationen an den Autobahnen in Grenznähe geöffnet zu lassen. Man prüfe derzeit die kurzfristige Verlängerung des Testangebotes für Reiserückkehrer, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Eigentlich hatte das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am 8. September beschlossen, die Corona-Teststationen an den Autobahnen, an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg und am Zentralen Omnibusbahnhof München zum Ende der Sommer-Hauptreisezeit einzustellen - zum 30. September, was an diesem Mittwoch wäre.

19.40 Uhr: Niederlande verschärfen Corona-Auflagen

Ministerpräsident Mark Rutte hat für die Niederlanden strengere Corona-Regeln angekündigt. Bars und Restaurants sollen künftig um 22.00 Uhr schließen. Zudem sei für drei Wochen kein Publikum bei Sportveranstaltungen erlaubt, kündigte Rutte an. In Geschäften ist der Mund- und Nasenschutz zwar nicht Pflicht, wird aber empfohlen - und Ladeninhaber können Kunden ohne Maske zurückweisen. Für alle Kontaktberufe wie Friseur oder Masseur ist eine Registrierung der Kunden vorgeschrieben. Der Regierungschef forderte die Bevölkerung dazu auf, möglichst zuhause zu arbeiten und nicht zu reisen. Das Land hatte zuletzt 2.995 Corona-Neuinfektionen gemeldet - so viele wie noch nie. Die Regierung befürchtet, dass die Zahl auf 5.000 Neuinfektionen ansteigt.

19.15 Uhr: Mehr als 748.000 bestätigte Infektionen in Spanien

In Spanien ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen von Freitag bis Montag um 31.785 auf jetzt 748.266 gestiegen. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums hervor. Die Zahl der Toten stieg von 31.232 auf 31.411. Die Totenzahl ist damit seit Anfang Mai wieder stark angestiegen - jedoch erheblich niedriger als Ende März, als fast 900 Corona-Opfer pro Tag gezählt wurden.

19.00 Uhr: WHO will 120 Millionen Testkits verteilen

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Verteilung von 120 Millionen Schnell-Testkits für die Infektionskrankheit Covid-19 in armen Ländern angekündigt. Mit den Testkits werde der Kampf gegen die Corona-Pandemie verstärkt, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Sie zeigten bereits nach 15 bis 30 Minuten an, ob sich ein Mensch infiziert habe oder nicht. Bei anderen Testverfahren dauere es Tage bis zu einem Ergebnis. Zudem seien die Tests mit fünf Dollar pro Einheit sehr preiswert.

18.50 Uhr: Gastronomen in Paris kritisieren Corona-Regeln

Bei Pariser Gastronomen wächst der Ärger über die neuen Corona-Maßnahmen. Das Schließen von Bars ab 22.00 Uhr sei ungerechtfertigt, diskriminierend und kontraproduktiv, kritisierte der Hotel- und Gastroverband GNI. Die Regierung hatte in der vergangenen Woche angeordnet, dass in Paris und anderen größeren Städten wie Toulouse oder Lille ab Montag Bars zwischen 22.00 und 6.00 Uhr geschlossen bleiben müssen. Für Großveranstaltungen gilt nun außerdem eine Begrenzung von 1.000 Personen. Im öffentlichen Raum dürfen sich nicht mehr als zehn Menschen treffen. Der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen und der Konsum auf öffentlichen Plätzen ist in Paris ab 22.00 Uhr verboten - ebenso wie das Abspielen von Musik auf der Straße. Restaurants dürfen auch nach 22.00 Uhr geöffnet bleiben. Alkohol darf allerdings nur zusammen mit einer Mahlzeit verkauft werden.

18.42 Uhr: Müller erwartet von Gespräch mit Merkel Verschärfung der Corona-Regeln

Angesichts steigender Infektionszahlen rechnet Berlins Regierungschef Michael Müller mit einer Verschärfung der Corona-Regeln, auch bei den Kontaktmöglichkeiten. "Ich glaube schon, dass wir etwas neu verabreden werden", sagte der SPD-Politiker vor der Schalte der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel am morgigen Dienstag.

"Das muss nicht heißen, dass die Beschlüsse auch sofort umgesetzt werden", so Müller, "aber ich glaube, dass es Beschlüsse sein müssen, die uns schnell Handlungsmöglichkeit geben, wenn eine Situation bundesweit eskaliert oder unsere Ampeln in Berlin von Gelb auf Rot springen."

Ziel sei es, einen Lockdown zu verhindern: "Aber wir wollen natürlich zielgerichtet agieren und jetzt nicht einfach sagen, ganz breit wird alles wieder eingeschränkt", erläuterte Müller. "Wir werden schon genau hinsehen, wo sich die Infektionsherde befinden. Bisher ist für uns nicht erkennbar, dass Schulen, der Arbeitsplatz, die Kultur oder Sportveranstaltungen dazugehören. Vielmehr kommt es zum Beispiel bei privaten Feiern vermehrt zu Infektionen."

Nun sei die Frage, wie man dafür einen Hebel findet: "Höchstwahrscheinlich wird es so sein, dass die Kontaktmöglichkeiten wieder eingeschränkt werden müssten."

18.30 Uhr: Bund will sich Rekordsumme an Finanzmärkten leihen

Der Bund will sich zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise eine Rekordsumme an den Finanzmärkten leihen. Allein in den Monaten Oktober bis Dezember sollen Bundeswertpapiere in einem Volumen von 50,5 Milliarden Euro platziert werden, teilte die für das Schuldenmanagement zuständige Finanzagentur mit. Das sind sechs Milliarden Euro mehr als ursprünglich geplant. Für das gesamte Jahr wird ein Volumen von 407 Milliarden Euro angepeilt, die höchste Summe seit Gründung der Finanzagentur vor 20 Jahren und wesentlich mehr als in der Finanzkrise 2009 mit 334 Milliarden Euro.

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat die Bundesregierung eine deutliche Ausweitung der Staatsverschuldung beschlossen. Die deutsche Wirtschaft ist in eine tiefe Rezession gerutscht. Außerdem sorgt die Krise für starke Ausfälle bei den Steuereinnahmen.

18.14 Uhr: Lagarde sieht weiter große Corona-Probleme für Eurozone

Die wirtschaftliche Unsicherheit in der Eurozone nach dem Corona-Einbruch bleibt nach Einschätzung von EZB-Chefin Christine Lagarde hoch. "Die Auswirkungen der Pandemie spürt man weiterhin", sagte sie in Brüssel. "Die Wirtschaftsprognosen sehen unsicher aus", so die Notenbankchefin.

Zwar habe es im dritten Quartal teils schon eine leichte Erholung in einigen Bereichen gegeben - die Risiken seien aber beträchtlich: "Die Verbraucher sind vorsichtig. Ähnlich sieht es mit den Unternehmen aus", sagte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) vor Abgeordneten. Die Investitionen legten teilweise wieder zu, doch die geringe Nachfrage bleibe für viele Firmen ein Problem.

Um die gesamtwirtschaftliche Lage zu stabilisieren, pumpt die EZB Milliarden in die Märkte. Im Rahmen eines Corona-Notprogramms will sie bis mindestens Ende Juni 2021 Staats- und Unternehmensanleihen im Wert von 1,35 Billionen Euro aufkaufen. Das soll Ländern wie Firmen helfen: Sie müssen für ihre Papiere dann nicht so hohe Zinsen bieten.

17.51 Uhr: AfD beantragt Corona-Untersuchungsausschuss im Bundestag

Die AfD-Fraktion im Bundestag beantragt die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu den von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zum Schutz vor der Corona-Pandemie. "Die Maßnahmen der Bundesregierung waren zu jedem Zeitpunkt falsch", erklärte dazu der AfD-Politiker Thomas Seitz. Allerdings müsste für einen Erfolg des AfD-Vorstoßes mindestens eine weitere Fraktion diesen unterstützen, was nicht zu erwarten ist.

Seitz warf der Bundesregierung einen "völlig überzogenen Lockdown" vor. Tausende Menschen hätten deswegen ihren Beruf zeitweise nicht mehr ausüben und selbst an Ostern keine Gottesdienste besuchen können. "Wir bezweifeln, dass derartige Grundrechtsverletzungen auch nur annähernd verhältnismäßig waren", erklärte der AfD-Politiker. Auch die weiterhin geltende Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wertete Seitz als "Grundrechtsbeschränkung".

17.32 Uhr: Profifußball in den Niederlanden wohl wieder ohne Fans

Fußballspiele der niederländischen Ehrendivision sollen Medienberichten zufolge vorerst wieder vor leeren Rängen stattfinden. Die Maßnahme soll am Montagabend als Teil neuer Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom Kabinett um Ministerpräsident Mark Rutte erlassen werden, wie die Zeitung "Algemeen Dagblad" berichtet. An den ersten drei Spieltagen waren Zuschauer in den Stadien zugelassen gewesen, solange sie Abstand hielten und auf Gesänge verzichteten.

Ministerpräsident Rutte hatte bereits vergangene Woche lautstark feiernde Fußballfans in den Stadien kritisiert: "Einfach die Klappe halten, wenn man da sitzt, den Wettkampf anschauen und nicht brüllen", forderte er. Für Empörung hatte etwa eine Massen-Party von Fans des Erstligisten Willem II aus Tilburg gesorgt.

Die Zahl der Corona-Infektionen war in den Niederlanden im September stark angestiegen. Am Samstag gab es laut der Universität Johns Hopkins rund 2.760 Neuinfektionen in dem Land mit rund 17,5 Millionen Einwohnern. Die täglichen Fallzahlen waren damit höher als in Deutschland, das mehr als vier Mal so viele Einwohner hat.

17.01 Uhr: Corona-Zahlen im Landkreis Dingolfing-Landau weiter über Grenzwert

Im Landkreis Dingolfing-Landau liegen die Corona-Zahlen weiterhin deutlich über der kritischen Marke von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Wie das Landesamt für Gesundheit (LGL) berichtet, war der Wert mit 63,4 ähnlich hoch wie in der Vorwoche.

Der zweithöchste Wert im Freistaat wurde mit 38,9 im Landkreis Rhön-Grabfeld registriert. Wie dort wurde auch in der Landeshauptstadt, die vor einigen Tagen den Grenzwert 50 ebenfalls überschritten hatte, erneut ein Rückgang festgestellt. Mit einem Sieben-Tages-Wert von 37,6 lag München allerdings immer noch knapp über der Vorwarnstufe von 35. Danach kamen der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (32,8) und die Stadt Fürth (30,5).

Im gesamten Freistaat sind bisher 67.375 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Im Freistaat sind bislang 2.657 Menschen gestorben, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten rund 59.240 Menschen.

16.42 Uhr: Supercup zwischen FC Bayern und Dortmund ohne Zuschauer

Der deutsche Supercup zwischen Triple-Gewinner FC Bayern München und Vizemeister Borussia Dortmund an diesem Mittwoch in München findet ohne Zuschauer statt. Das bestätigte die Stadt München. Demnach hat dies der städtische Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) unter Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) beschlossen und sich auf ein generelles Vorgehen verständigt, wann Sportveranstaltungen ohne Zuschauer beziehungsweise mit reduzierter Zuschauerzahl stattfinden.

Der Stab bezog sich in seiner Entscheidung auf die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Liegt dieser offiziellen Angaben zufolge in der Landeshauptstadt unter 35, findet die Veranstaltung mit reduzierter Zuschauerzahl statt, nämlich bis zu 20 Prozent der Stadien- oder Hallenkapazität. Liegt der Wert bei 35 oder darüber, sind keine Zuschauer erlaubt.

16.34 Uhr: 130 Teilnehmern von Münchner Feier drohen Bußgelder

Die rund 130 Teilnehmer einer Party im Münchner Stadtteil Freimann müssen mit hohen Bußgeldern rechnen. Alle Anwesenden seien wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt worden, sagte ein Polizeisprecher. Das Kreisverwaltungsreferat werde Bußgeldverfahren gegen Gastgeber und Gäste einleiten.

Die Münchner Polizei hatte die Party in der Nacht zum Sonntag beendet. "Die Vorgaben des Infektionsschutzes wurden komplett ignoriert", hieß es in einer Mitteilung. Niemand habe einen Mund-Nasenschutz getragen oder den Mindestabstand eingehalten. Auch ein Infektionsschutzkonzept habe es nicht gegeben.

Bei Feiern in Gaststätten oder Veranstaltungsräumen, bei denen nicht alle Gäste durchgehend auf festen Plätzen sitzen, dürfen sich in Bayern in geschlossenen Räumen derzeit maximal 100 Menschen treffen. Veranstalter müssen außerdem ein Schutz- und Hygienekonzept vorweisen können.

Verstöße gegen die Maskenpflicht würden in der Regel mit 250 Euro Bußgeld geahndet, sagte ein Sprecher des Münchner Kreisverwaltungsreferats. Im Wiederholungsfall könne die Summe erhöht werden. Für den Gastgeber der Feier könnten nach Angaben des Sprechers sogar 5000 Euro oder mehr fällig werden, sofern sich die Vorwürfe bestätigen.

16.19 Uhr: Bundesregierung will Reisewarnungen in EU besser abstimmen

Deutschland will sich bei Reisewarnungen enger mit den EU-Partnern abstimmen. Eine europäische Herangehensweise sei zum Beispiel bei Corona-Schnelltests und Quarantäne-Auflagen nötig, sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß. Grenzschließungen müssten mit regionalen Maßnahmen verhindert werden. So sollten mehr Reisen möglich werden. "Unser Ziel ist es, Reisebeschränkungen auf das notwendige Maß zu begrenzen und den Menschen in Europa wieder eine möglichst große Reisefreiheit zu ermöglichen, ohne dabei den Gesundheitsschutz zu vernachlässigen", so Bareiß.

"Es geht um viel", ergänzte Bareiß vor Beratungen der 27 EU-Staaten. Der Tourismus sei in der Pandemie weitgehend zum Erliegen gekommen, über sechs Millionen Menschen machten sich Sorgen, ihren Job zu verlieren.

Allerdings gibt es Reisewarnungen für zahlreiche Länder in Europa oder zumindest einzelne Städte und Regionen. Hierfür ist innerhalb der Bundesregierung das Auswärtige Amt zuständig, während der Tourismusbeauftragte im Wirtschaftsministerium angesiedelt ist.

16.00 Uhr: Ausgangsbeschränkungen in Madrid für mehr als eine Million Menschen

Die Regionalregierung von Madrid hat die Maßnahmen zur Eindämmung einer neuen Corona-Infektionswelle weiter ausgedehnt: Seit Montagmorgen gelten die neuen Ausgangsbeschränkungen für 167.000 weitere Menschen und damit für insgesamt mehr als eine Million Einwohner des Großraums Madrid.

Die betroffenen Bewohner dürfen ihre Viertel nur noch verlassen, um zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt zu gehen. Innerhalb ihrer Bezirke dürfen sie sich frei bewegen. Betroffen sind vor allem einkommensschwächere Vororte. Dort gibt es Proteste gegen den erneuten Teil-Lockdown.

Dennoch dringt die spanische Zentralregierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez auf noch drastischere Maßnahmen. Verpflichtung der Region sei es, die Ausbreitung des Coronavirus in Zusammenarbeit mit der Zentralregierung zu stoppen, sagte Außenministerin Arancha González Laya.

Madrid kämpft mit einer zweiten Corona-Infektionswelle. Pro Tag werden in der Hauptstadtregion derzeit mehr als 700 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner verzeichnet.

15.37 Uhr: Nach Familienfeier 1.700 Menschen in Bielefeld in Quarantäne

Nach dem Anstieg der Corona-Fallzahlen im nordrhein-westfälischen Bielefeld infolge einer Familienfeier befinden sich dort mittlerweile rund 1.700 Menschen in Quarantäne. Darunter seien allein 1.100 Schüler und Lehrer, sagte ein Stadtsprecher. Betroffen seien zehn Schulen.

In der 334.000-Einwohner-Stadt gab es am Montag nach Schätzung des Landeszentrums Gesundheit NRW 130 infizierte Personen. Laut RKI haben sich in den vergangenen sieben Tagen 16,8 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus infiziert. Ab einem Wert von 35 müssen die Behörden in NRW besondere Gegenmaßnahmen zur Eindämmung einleiten.

Der Anstieg der Fallzahlen sorgte am Montag für großen Andrang an einer städtischen Drive-In-Teststation. Die Stadt bat die Bürger am Mittag darum, die Station nicht mehr anzufahren: "Das Testzentrum ist überlaufen, und der Verkehr staut sich bereits zurück", hieß es in einer Mitteilung.

14.53 Uhr: RKI-Studie in Straubing beendet - über 2.000 Teilnehmer

Die Corona-Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI), "Corona-Monitoring lokal" in Straubing ist nach knapp einem Monat beendet. Für die Studie benötigte das RKI rund 2.000 zufällig ausgewählte Straubinger. Zu Beginn der Studie hatten sich nur wenige Ausgewählte zurückgemeldet, letztlich haben sich aber knapp 2.400 Straubinger testen lassen.

Während der Studie hat das RKI-Team eine akute Corona-Infektion festgestellt. Die weiteren Ergebnisse aus den Laboruntersuchungen werden derzeit ausgewertet. Erste Ergebnisse aus Straubing werden voraussichtlich im November vorgestellt. Denn derzeit warten die Wissenschaftler auf die Online-Fragebögen der Studienteilnehmer. Mit der Online-Befragung erhoffen sich die Wissenschaftler unter anderem Antworten auf die Frage, warum Straubing zu Beginn der Pandemie ein Corona-Hotspot war.

14.37 Uhr: Genau 100 Neuinfektionen in Bayern

Die bayerischen Gesundheitsämter haben laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit von Samstag (26.09.) auf heute 100 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Bayern 67.375 Menschen mit dem Sars-Cov2-Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle hat sich in Bayern von Samstag auf heute nicht erhöht und liegt bei 2.657.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner ist in Bayern der Wert leicht gesunken auf 16,55. Am höchsten ist dieser Wert weiterhin in Oberbayern mit 22,26, am niedrigsten in Oberfranken mit 9,46. Anhand dieser Zahl werden die neuen Infektions-Fälle registriert, die innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind.

14.24 Uhr: Inzidenzwert in München sinkt auf 37,58

Der 7-Tage-Inzidenzwert ist in München auf 37,58 gesunken. Das meldet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL. An zweiter Stelle liegt der Landkreis München mit 24 und die Stadt Rosenheim mit 23,69. Mit einem Wert von rund 21 folgen die Landkreise Rosenheim, Fürstenfeldbruck und Freising. Insgesamt meldet das LGL seit Samstag 45 neue Fälle in Oberbayern.

14.07 Uhr: 7-Tage-Inzidenz in Hamm steigt auf 112

Die Stadt Hamm in Nordrhein-Westfalen bleibt ein Corona-Hotspot. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, liegt die 7-Tage-Inzidenz in Hamm mittlerweile bei gut 112. Das ist der bundesweit höchste Wert. Allein von Samstag auf Sonntag wurden 15 Neu-Infektionen registriert. Als Ursache der Ausbreitung des Virus gilt eine große Hochzeit und damit verbundene Feste. Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, gilt in der Stadt unter anderem eine Genehmigungspflicht für private Feiern mit mehr als 50 Gästen.

Alleine am 21. September gab es in Hamm 46 neue Fälle. Diese fallen bei der nächsten Zählung allerdings aus der Berechnung des Sieben-Tage-Werts heraus. Der Wert der sogenannten Wocheninzidenz könnte daher am Dienstag zurückgehen. Das Landeszentrum Gesundheit NRW schätzte die Zahl der akut Infizierten in Hamm am Montag auf 230.

13.43 Uhr: Frankreich plant trotz hoher Infektionszahlen keinen landesweiten Lockdown

Die französische Regierung plant trotz hoher Infektions-Zahlen keinen landesweiten Lockdown. Dies kündigt Finanzminister Bruno Le Maire nach einer Kabinettssitzung an. Am Sonntag wurden in Frankreich 11.123 neue Coronavirus-Fälle registriert. Der Höchstwert lag vergangene Woche bei über 16.000 Neuinfektionen.

13.25 Uhr: Kommission will Bericht zu Corona in Ischgl im Oktober vorlegen

Der folgenschwere Ausbruch des Coronavirus im österreichischen Skiort Ischgl und die Rolle der Tiroler Behörden sind von einer Kommission aufgearbeitet worden. Am 12. Oktober wollen die unabhängigen Experten ihren Bericht über das Krisenmanagement der Tiroler Landesregierung vorlegen, wie sie am Montag mitteilten. Die Kommission war im Mai vom Landtag eingesetzt worden. Dem Land und seiner Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und den Betrieb zu spät gestoppt zu haben.

13.06 Uhr: Söder dringt auf bundesweit einheitliches Anti-Corona-Regelwerk

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie dringt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf eine bundesweit einheitliche Regeln für regionale Gegenmaßnahmen. Notwendig sei ein einheitliches, verbindliches, verhältnismäßiges und verlässliches Regelwerk, das dann in ganz Deutschland gelte, sagte Söder am Montag in München. Bund und Länder müssten den Kommunen Leitlinien an die Hand geben, wie sie beim Überschreiten bestimmter Corona-Zahlen reagieren sollen, forderte er vor einer für Dienstag geplanten Schalte der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Ob man so einen Regelungsmechanismus finde, bezeichnete Söder dabei als eine Frage der Glaubwürdigkeit.

12.40 Uhr: Positive Corona-Tests auf der "Mein Schiff 6" in der Ägäis

Auf dem Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 6" der Reederei Tui Cruises sind zwölf Besatzungsmitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat TUI Cruises in Hamburg mitgeteilt. Die gesamte Besatzung sei in den letzten 14 Tagen nicht auffällig geworden, keines der zwölf Crew-Mitglieder habe Symptome gezeigt. Die Betroffenen seien an Bord isoliert worden und würden nun an Bord erneut getestet. Erste Befunde seien negativ.

12.26 Uhr: Regierungssprecher Seibert ruft zur Vorsicht in Corona-Krise auf

Die Bundesregierung hat zur Einhaltung der Hygieneregeln und zur Nutzung der Corona-Warnapp aufgerufen, um die Ansteckungszahlen nicht weiter ansteigen zu lassen. "Die Entwicklung der Infektionszahlen macht uns große Sorgen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. In einigen Regionen gebe es sprunghafte Anstiege.

Dort, wo es Hotspots gebe, müssten schnell Gegenmaßnahmen ergriffen werden, sagte Seibert. Es zähle jeder Tag. Die Gesundheitsämter seien "zum Teil am Anschlag". Der Regierungssprecher appellierte an die Bevölkerung: "Wenn wir alle zusammen diese Vernunft und diese Vorsicht aufbringen, wenn wir notwendige Einschränkungen zeitweise akzeptieren, dann können wir uns allen zusammen und unserem Land in diesem Herbst und Winter einiges ersparen."

12.20 Uhr: Sizilien plant Maskenpflicht im Freien

Immer mehr Regionen in Italien verschärfen ihre Vorsichtsmaßnahmen gegen Corona-Ansteckungen. So kündigte Sizilien eine Maskenpflicht im Freien für alle Personen über sechs Jahre an. Sie soll gelten, sobald ein fremder Mensch in der Nähe ist. Zudem sollen alle aus dem Ausland einreisenden Menschen einen Schnelltest machen und sich auf einer Internetseite der Region anmelden müssen. Die Maßnahmen gelten zunächst bis 30. Oktober.

Die süditalienische Region Kampanien hatte vergangene Woche die Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Freien erlassen. Diese gilt rund um Neapel zunächst bis zum 4. Oktober. Auch in Teilen der ligurischen Hafenstadt Genua muss die Schutzmaske inzwischen im Freien getragen werden.

11.48 Uhr: Melbourne hebt nächtliche Ausgangssperre auf

Nach fast zwei Monaten hat Australiens zweitgrößte Stadt Melbourne die nächtliche Corona-Ausgangssperre aufgebhoben. Wie die Behörden betonten, gelten für die fünf Millionen Einwohner der Hauptstadt des Bundesstaates Victoria aber weiterhin Einschränkungen. Sie dürfen sich nicht weiter als fünf Kilometer von ihrem Wohnhaus entfernen und das Haus weiter nur für bestimmte Tätigkeiten verlassen.

Der Bundesstaat Victoria meldete am Montag mit fünf Fällen seine niedrigste Zahl an Corona-Neuansteckungen seit dem 12. Juni. Der Rückgang der Neuinfektionen sei "sehr, sehr bedeutend", sagte Victorias Premierminister Andrews bei einer Pressekonferenz. Wenn sich diese Entwicklung fortsetze, könnten weitere Corona-Restriktionen in seinem Bundesstaat gelockert werden.

11.18 Uhr: Kinobetreiber fordern Lockerung der Abstandsregeln

In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hat die Kinobranche eine Lockerung der Abstandsregeln in Kinosälen gefordert. In dem Schreiben plädierten sie für eine bundesweit einheitliche Regel, die lauten sollte: "Ein Sitz frei zwischen Besuchergruppen, ohne Maske am Platz".

Wie die Zuschauer im Kino sitzen dürfen, ist demnach von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. "Die gegenwärtige Regelung führt dazu, dass der Mindestabstand am Sitzplatz in der Realität deutlich über 2 Meter liegt - ohne dass sich die Menschen auch nur von Angesicht zu Angesicht gegenübersäßen", hieß es in dem Brief. Für die Betreiber bedeute dies eine maximale Auslastung von lediglich 20 Prozent.

10.57 Uhr: Verbraucherzentrale verklagt Lufthansa wegen nicht erstatteter Tickets

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat die Lufthansa wegen nicht erstatteter Flugtickets verklagt. Sie habe die Fluggesellschaft zunächst mit einer Unterlassungserklärung aufgefordert, den Flugpreis innerhalb der gesetzlichen Frist zurückzuzahlen, erklärten die Verbraucherschützer. Da das Unternehmen nicht auf die Abmahnung reagiert habe, habe man nun Klage vor dem Landgericht Köln erhoben.

Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass ein Anbieter seine Kunden bei einer Stornierung bereits bezahlter Flüge darüber informieren muss, dass sie ihr Geld zurückfordern oder freiwillig einen Gutschein annehmen können. Entscheiden Verbraucher sich für die Rückzahlung, muss das Unternehmen innerhalb von sieben Tagen den Flugpreis erstatten. Verbraucherbeschwerden zeigten jedoch, dass sich die Lufthansa derzeit kaum an diese Regelungen halte und Rückzahlungen "verschleiert und verschleppt", kritisierten die Verbraucherschützer. Auch wenn die Corona-Pandemie derzeit vielen Anbietern in der Reisebranche schwer zusetze: Gerade ein Unternehmen, das durch staatliche Mittel massiv unterstützt wird, dürfe sich nicht so vor seiner Verantwortung und vor seinen gesetzlichen Pflichten drücken.

10.40 Uhr: New York meldet "alarmierende" Ansteckungsrate in einigen Vierteln

Die New Yorker Behörden haben eine "alarmierende" Corona-Ansteckungsrate in einigen Vierteln der US-Metropole gemeldet. In sechs Vierteln im Stadtteil Brooklyn sowie in zwei weiteren in Queens sei die Ansteckungsrate zuletzt angestiegen, teilte die städtische Gesundheitsbehörde mit. Besondere Sorgen bereitet ihr die Ausbreitung des Coronavirus in Vierteln mit jüdisch-orthodoxer Bevölkerung.

Die Zunahme der Ansteckungen dort fiel mit den jüdischen Feiertagen zusammen, die heute mit Jom Kippur ihren Höhepunkt erreichen. Obwohl in den Vierteln orthodoxer Juden nur sieben Prozent der Stadtbevölkerung lebten, seien auf sie 23 Prozent der Corona-Neuinfektionen zurückzuführen, erklärte die Gesundheitsbehörde. Der örtliche Anstieg der Ansteckungsrate nährt die Furcht vor einer zweiten Welle der Pandemie. In New York waren im Frühling bereits mehr als 23.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Am 1. Oktober sollen die staatlichen Schulen in New York wieder öffnen.Die Stadtverwaltung kündigte an, in Schulen die Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen wie das Tragen von Masken zu kontrollieren. Dies gelte auch für jüdische Religionsschulen. Verstöße würden mit Geldstrafen oder sogar mit der Schließung der Einrichtung geahndet.

10.34 Uhr: EU-Tourismusminister beraten über Reisebeschränkungen

Die EU-Tourismusminister beraten heute darüber, wie die Reisebranche trotz der steigenden Infektionszahlen in der Corona-Krise gestärkt werden kann. Die Gesundheit stehe zwar im Vordergrund, erklärte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung und Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Bareiß. "Unser Ziel ist es aber, Reisebeschränkungen auf das notwendige Maß zu begrenzen und den Menschen in Europa wieder eine möglichst große Reisefreiheit zu ermöglichen, ohne dabei den Gesundheitsschutz zu vernachlässigen."

10.22 Uhr: Merkel besorgt über steigende Corona-Fallzahlen

Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hat sich sehr besorgt über die steigenden Zahlen von Corona-Infektionen in Europa geäußert. Man müsse in Deutschland lokale Infektionsherde sehr deutlich angehen, sonst habe man an Weihnachten Zahlen wie in Frankreich, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums. Deutschland müsse alles tun, damit die Zahlen nicht weiter exponentiell stiegen.

Merkel zweifelte zudem an, ob in der Bundeshauptstadt ernsthaft Maßnahmen eingeleitet würden, um lokale Ausbrüche einzudämmen. Wörtlich sagte Merkel demnach: "Es muss in Berlin was passieren." Morgen will die Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten über geeignete Maßnahmen gegen die steigenden Infektionszahlen beraten. Priorität hätten dabei Schulen, die Kindertagesstätten und die Wirtschaft.

10.18 Uhr: Russland meldet höchste Zahl an Neuinfektionen seit Mitte Juni

In Russland haben sich binnen 24 Stunden 8135 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Das sind so viele, wie seit dem 16. Juni nicht mehr. Insgesamt zählt Russland damit bislang knapp 1,2 Millionen bestätigte Coronavirus-Fälle. Seit Beginn der Pandemie sind 20.385 Menschen an einer Coronavirus-Infektion gestorben.

10.12 Uhr: Kahn warnt vor einem "Weiter so" im Fußball

Bayern Münchens Vorstand Oliver Kahn hat die Verantwortlichen der Fußball-Branche vor einem "Weiter so" gewarnt. Die Corona-Krise habe schonungslos offengelegt, wie anfällig das Geschäftsmodell Fußball sei. "Die Saturierung der klassischen Einnahmequellen der Klubs bei gleichzeitig weiter steigenden Gehältern führt auf Dauer in eine Sackgasse", sagte Kahn. Er könne sich gut vorstellen, dass sich der Fußball in den kommenden Jahren signifikant verändern werde. Als mögliche Lösungen brachte er für alle Vereine geltende Pandemieklauseln sowie eine durchsetzbare Financial-Fair-Play-Regelung ins Spiel.

09.41 Uhr: Mehr als eine Million Corona-Tote weltweit

Weltweit hat die Corona-Pandemie nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP zu mehr als einer Million verzeichneten Todesfällen geführt. Die Agentur stützte sich bei ihrer Zählung auf Behördenangaben. Die Zahl der weltweit verzeichneten Coronavirus-Infektionsfälle lag demnach bei etwa 33 Millionen.

Die Länder mit der höchsten Zahl von Todesopfern der Pandemie sind die USA (fast 205.000 verzeichnete Todesfälle), Brasilien (fast 142.000), Indien (fast 95.000) und Mexiko (mehr als 76.000). In diesen vier Ländern allein wurde mehr als die Hälfte der weltweit erfassten Todesopfer gezählt.

08.45 Uhr: RKI meldet 1.192 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat 1.192 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Am Vortag waren es 1.411 Fälle.

Damit steigt die Zahl der Infizierten in Deutschland seit Beginn der Pandemie auf 285.332. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 286.339 Infizierte. Laut RKI steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Sars-CoV2-Infektionen um drei auf 9.460.

  • Wie die Zahl der Corona-Infektionen sich in Deutschland entwickelt, finden Sie hier.
  • 08.14 Uhr: Tui will trotz Reisewarnung Urlauber auf die Kanaren bringen

    Trotz Reisewarnung der Bundesregierung will der weltgrößte Reiseanbieter Tui ab dem 3. Oktober wieder Reisen auf die Kanaren anbieten. Urlauber sollten für Pauschalreisen auf die kanarischen Inseln selbst entscheiden können, ob sie ihren Urlaub trotz des Infektionsrisikos und möglicher Quarantäne bei der Rückkehr nach Deutschland antreten, sagte der Deutschlandchef des Tourismuskonzerns, Marek Andryszak, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). "Wir gehen fest davon aus, dass viele Kunden dies genau abwägen werden." Er glaube, dass durch die Möglichkeit, sich testen zu lassen, viele Kunden ihren Urlaub trotz Reisewarnung antreten werden.

    08.04 Uhr: Mehr als sechs Millionen Corona-Infizierte in Indien

    Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Indien ist am Montag auf mehr als sechs Millionen gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, gab es in den vergangenen 24 Stunden 82.170 neue Fälle, mindestens 1.039 neue Todesfälle wurden mit dem Virus gemeldet.

    Die Neu-Infektionen in Indien nehmen derzeit weltweit am schnellsten zu. Das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung der Welt dürfte in den kommenden Wochen die USA überholen und zu dem am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Staat werden. In den USA sind mehr als 7,1 Millionen Infektionen mit dem Virus gemeldet worden. Gleichzeitig hat Indien aber die meisten genesenen Coronavirus-Patienten der Welt. Mehr als fünf Millionen haben sich bislang in dem Land von dem Virus erholt, die Genesungsrate liegt laut Gesundheitsministerium bei 82 Prozent.

    06.00 Uhr: Neue Kritik an Einreisebestimmungen von Luftfahrtindustrie-Präsident

    Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Dirk Hoke, hat die Kritik der Branche an den für Oktober geplanten neuen Reisebestimmungen erneuert. "Wenn Bund und Länder das erfolgreiche Testen durch eine pauschale Quarantänepflicht ersetzen, dann kommt das einer Stilllegung des Flugbetriebs gleich", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die neuen Regelungen könnten die Situation der Luft-Raumfahrt noch einmal deutlich verschärfen.

    Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, dass sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten ab Mitte Oktober mindestens fünf Tage in Quarantäne begeben müssen. Zudem sollen sich nach Deutschland einreisende Passagiere über ein Online-Portal anmelden. Wer das versäumt, dem drohen Bußgelder.

    05.03 Uhr: Corona-Krise sorgt für Preisanstieg bei Einmalhandschuhen

    Einmalhandschuhe für Pflege- und Rettungskräfte haben sich in der Corona-Krise massiv verteuert und sind mitunter nur noch schwer zu beschaffen. "Einzelne Händler haben uns mitgeteilt, dass die Versorgungslage und Preisentwicklung bei Einmalhandschuhen dramatisch sei", sagte der Sprecher des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed), Manfred Beeres, der Deutschen Presse-Agentur. Die Bezugskosten stiegen zurzeit "sehr stark an". Der Verband rechnet demnach mit Preisen, die teilweise 500 Prozent höher liegen - je nach Handschuhtyp - im Vergleich zu Normalpreisen.

    05.00 Uhr: Läden sollen wegen Corona Mieten neu aushandeln dürfen

    Kleine Geschäfte und Selbstständige sollen bei schweren Einschränkungen in der Corona-Krise nach Ansicht der Grünen ihre Mieten neu aushandeln dürfen. "Viele kleine Läden oder Cafés stehen durch die heftigen Einbrüche, die ihnen die erste Corona-Welle beschert hat, immer noch am Rande ihrer wirtschaftlichen Existenz", sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt der Deutschen Presse-Agentur. Wenn in den Innenstädten nicht nur die Großen und Starken überleben sollten, müsse jetzt gehandelt werden.

    In einem Antrag, den die Grünen-Fraktion am Montagabend beschließen will, heißt es, bei behördlichen Beschränkungen sollten Gewerbemieter ihre Verträge anpassen können - von einer Minderung der Pacht für diesen Zeitraum bis hin zu Sonderkündigungen.

    1.56 Uhr: G20-Gipfel in Saudi-Arabien soll wegen Corona-Pandemie im November virtuell stattfinden

    Wegen der Corona-Krise soll der G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsmächte am 21. und 22. November virtuell stattfinden. Ursprünglich war geplant ihn in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad stattfinden zu lassen. Das teilte das Königreich, das dieses Jahr die Präsidentschaft der G20 innehat, am Montag mit. Man werde auf dem Erfolg des virtuellen Sonder-G20-Gipfels Ende März sowie auf den Ergebnissen von mehr als 100 virtuellen Arbeitsgruppen und Ministertreffen aufbauen, hieß es weiter. Der Gipfel werde sich unter dem Motto "Realisieren von Chancen des 21. Jahrhunderts für alle" darauf konzentrieren, Leben zu schützen und das Wachstum wieder anzukurbeln.

    01:00 Uhr: Krankenkasse: Weit mehr Anträge auf Ratenzahlung

    Wegen der Wirtschaftskrise in der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen offenbar Probleme, für ihre Beschäftigten die fälligen Beiträge an die Krankenkassen abzuführen. Allein bei der Techniker Krankenkasse (TK) hat sich die Zahl der Stundungsanträge um das 60-fache erhöht, wie Vorstandschef Jens Baas den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag) sagte. "Auch die Zahl der Anträge auf Ratenzahlung ist 100 Mal so hoch wie vorher", sagte er. Das sei ein dramatischer Anstieg im Vergleich zum Schnitt der Vorjahre.

    Die Anträge kämen etwa von wirtschaftlich angeschlagenen Arbeitgebern, sagte der Chef von Deutschlands größter Krankenkasse. Die TK zählt rund 10 Millionen Versicherte bundesweit.

    Auch erwartet Baas wegen der Pandemie eine deutliche Erhöhung der Beitragssätze. "Die Beiträge werden in den kommenden Jahren erheblich steigen", sagte Baas. Die aktuell geplante Erhöhung um durchschnittlich 0,2 Prozent werde das aktuelle Finanzproblem der Kassen "vielleicht aufschieben, aber nicht lösen". Auch könnten die gesetzlichen Krankenversicherungen ihre Rücklagen nur einmal abbauen, "dann sind sie weg".

    Laut Baas entstehen den Kassen in der derzeitigen Pandemie hohen Ausgaben "durch die Schutzmaßnahmen, die die gesetzliche Krankenversicherung finanziert, wie den Aufbau von Intensivbetten oder den Kauf von Schutzausrüstung". Die Behandlung von Corona-Patienten falle hingegen finanziell "kaum ins Gewicht".

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