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Corona-Krise lässt Disney-Gewinn massiv einbrechen | BR24

© BR / dpa-Bildfunk, Richard Drew

Disney: Massiver Gewinneinbruch trotz Boom bei Video-Streaming im ersten Quartal

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    Corona-Krise lässt Disney-Gewinn massiv einbrechen

    Geschlossene Freizeitparks, Stillstand in Hollywood: Der Entertainment-Gigant Disney ächzt unter der Corona-Krise. Das Streaming-Geschäft mit dem neuen Videodienst "Disney+" boomt zwar in Zeiten von Ausgehsperren, schreibt aber noch hohe Verluste.

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    Von
    • Peter Althammer

    Micky Maus mit Milliardenloch

    Die Corona-Krise hat binnen weniger Wochen ein Milliardenloch ins Geschäft des Unterhaltungsriesen Disney gerissen. Der US-Konzern schätzte die Einbußen beim operativen Ergebnis auf 1,4 Milliarden Dollar, davon eine Milliarde in der Freizeitpark-Sparte.

    Dadurch brach der Gewinn im ersten Quartal im Jahresvergleich um mehr als 90 Prozent auf 460 Millionen Dollar (424 Mio Euro) ein. Dabei stiegen die Erlöse dank boomender TV- und Streaming-Angebote um 21 Prozent auf 18 Milliarden Dollar. Vor allem Disneys Vergnügungsparks, Ferienresorts, Kreuzfahrten und Fanartikel-Shops litten massiv unter der Pandemie.

    Führung dennoch optimistisch

    Disneys Vorstandschef Bob Chapek bemühte sich dennoch um Optimismus. Die Disney-Führung sei zuversichtlich, die Krise gut zu überstehen und letztlich gestärkt aus ihr hervorzugehen. Der Konzern habe schon oft gezeigt, dass er außergewöhnlich belastbar sei.

    "Die Covid-19-Pandemie hat beträchtliche Auswirkungen auf eine Reihe unserer Geschäfte", Bob Chapek, The Walt Disney Company

    Das Streaming-Geschäft mit dem neuen Videodienst "Disney+" brachte zwar Erlöse von gut vier Milliarden Dollar ein, verursachte aber auch einen operativen Verlust von 812 Millionen Dollar.

    Filmgeschäft schwach, TV und Kabel wächst

    Auch die Filmsparte ächzte unter der Krise, wegen der Menschen weltweit zuhause bleiben, Kinos dichtmachen und Studios ihre Produktionsarbeiten aussetzen mussten. Der Geschäftsbereich spielte acht Prozent weniger Gewinn als im Vorjahr ein - obwohl es zu Beginn des Quartals noch vielversprechende Filme im Kino gab.

    Das TV- und Kabelgeschäft steigerte die Einnahmen indes um 28 Prozent auf knapp 7,3 Milliarden Dollar, auch wenn der kriselnde Sportsender ESPN die Sparte weiterhin belastet.