Live-Hörspiel am Stadttheater Ingolstadt Akustische Poesie zwischen Verlust und Aufbruch

Ein Mensch, eine Trennung und die Pandemie. Das Live-Hörspiel "Gießt du bitte die Blumen" bannt die Stimmungslagen dieser Tage in eine so einfache wie existentielle Situation. In der Sonderspielstätte Lechner Museum entsteht dabei eine ganz besondere Atmosphäre. Wir haben Eindrücke gesammelt.

Stand: 24.11.2021 11:37 Uhr

Jan Gebauer, Nikoloz Shamugia | Bild: Ritchie Herbert

Ein Mann und das Ende seiner Ehe. Was geradezu banal klingt, ist doch Spiegel eines existenziellen Gefühls der Stunde. In Zeiten der Pandemie stehen zwischenmenschliche Beziehungen auf dem Prüfstand. Einsamkeit, Verlust und der Zwang zu Neuanfängen sind mehr denn je alltägliche Erfahrung. In ihrem Live-Hörspiel "Gießt du bitte die Blumen" spüren der Cellist Nikoloz Shamugia vom Georgischen Kammerorchester Ingolstadt und Schauspieler Jan Gebauer, Ensemblemitglied des Stadttheater Ingolstadt, aus dieser Stimmung heraus einem Leben und Lieben nach. In der Sonderspielstätte Lechner Museum erzählen sie mit Cello, Electronics und Stimme die Geschichte eines durch die Pandemie gestrauchelten Mannes, der durch den Verlust seiner Liebe wieder zu sich selbst findet. Dabei werden die Zuschauenden zu Zeugen und Voyeuren eines Seelenlebens mit Aussicht auf ein Morgen. Wir haben Eindrücke von der Aufführung gesammelt:

Das Projekt "Gießt du bitte die Blumen" gehört zur Down-Town-Reihe des Stadttheaters Ingolstadt, in der Künstlerinnen und Künstler des Ensembles besondere Aufführungen an ungewöhnlichen Orten in der Stadt präsentieren. In einer sanierten Fabrikhalle, in der sich seit dem Jahr 2000 das Lechner Museum befindet und dort auf zwei Etagen Werke des Künstlers Alf Lechner sowie Kunst der Gegenwart präsentiert, schaffen Jan Gebauer und Nikoloz Shamugia eine Stimmung zwischen Melancholie, Poesie und zeichenhafter Nüchternheit.

"Gießt du bitte die Blumen"
Live-Hörspiel von und mit Jan Gebauer, Nikoloz Shamugia
Szenische Einrichtung: Jan Gebauer, Nikoloz Shamugia
Musik: Nikoloz Shamugia
Dramaturgie: Johann Pfeiffer
Ausstattung: Manuela Weilguni

Premiere am 19. November 2021, Lechner Museum Ingolstadt