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KulturBühne LiveSession The Düsseldorf Düsterboys live aus Mülheim (Ruhr)

"Wenn Männer sich küssen / auf Kamelhaarkissen." Die Düsseldorf Düsterboys haben mit ihrem Absturz-Folk der Melancholie die Schwermut genommen. Hier könnt ihr euch schon mal auf ihren Livegig einstimmen.

Stand: 22.04.2020

Gut hundert Jahre ist es her, dass Maler Max Ernst und Kompagnons in Düsseldorf ihren dadaistischen Zirkel gründeten. Ziel: die Kunst von der Last der teutonischen Rationalität befreien, die ja unter anderem die Schweinerei eines Weltkriegs zu verantworten hatte. Raus mit der Kunst aus den bornierten Galerien und bürgerlichen Salons und rein in die Kneipen, Hinterhöfe, ins echte Leben.

Die Musiker Pedro Cresecenti und Peter Rubel nennen sich die Düsseldorf Düsterboys. Und auch wenn das keine klandestine Dada-Referenz ist, würde sie doch passen. Denn wie bei Ernst folgen die Texte der Düsterboys der mäandernden Logik der Assoziation und würdigen die Schönheit der regellosen Banalität des Kneipenlebens, der WG-Küchen-Vormittage und der Abende, an denen man auf ein oder zwei oder drei oder vier Parties geht; oder eben doch auf fünf oder sechs oder sieben oder acht.

So haben die Düsseldorf Düsterboys eines der überraschendsten deutschen Folk-Alben der letzten Jahre gemacht.

Für die KulturBühne haben die Beiden eine Session live aus dem Markroscope in Mülheim an der Ruhr gespielt


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