1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Schalom 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Stand: 26.07.2021

Seit mindestens 1700 Jahren leben Jüdinnen und Juden auf dem Gebiet des heutigen Deutschland – nachweislich seit dem 11. Dezember 321, als ein Edikt Kaiser Konstantins die Berufung von Juden in Ämter der Stadtverwaltung von Köln gestattete.

Dieser erste urkundliche Beleg für die Existenz einer jüdischen Gemeinde auf deutschem Boden steht am Anfang einer wechselvollen Geschichte. Einer Geschichte mit tiefen Zäsuren und Brüchen. Aber auch einer Geschichte der Vielfalt und der Bereicherung in allen Lebensbereichen – in Politik und Gesellschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport.

Das Jubiläum der Ersterwähnung jüdischen Lebens hierzulande ist Anlass für ein bundesweites deutsch-jüdisches Festjahr. Dieses begleitet der Bayerische Rundfunk das ganze Jahr über in Hörfunk, Fernsehen und online mit einem umfangreichen, laufend um neue Beiträge erweiterten BR-Thema: "Schalom – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland".

Zusammenleben

Anna bei Gründung Keshet München | Bild: BR zum Video mit Informationen Kulturelle Vielfalt und Identität Jüdische Studierende machen sich stark für Andere

Tikkun olam – verbessere die Welt ist eines der wichtigsten Gebote im Judentum und eine Art Essenz des "Jüdischsein". Viele junge Juden folgen der Pflicht, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, egal wie religiös sie sind. Auch Anna, Ben und Naomi engagieren sich für Andere, neben ihrem Studium. Die Erinnerungskultur zu fördern, ist ihnen besonders wichtig. [mehr]

Pfarrer Rainer Maria Schiessler trifft sich zu einem Spaziergang mit seinem alten Bekannten und Nachbarn Rabbiner Steven Langnas. | Bild: BR Fernsehen zum Video Kreuz & Quer Pfarrer Schießler trifft Rabbiner Langnas

"1700 Jahre Judentum in Deutschland" ist ARD-weit eines der zentralen Themen in diesem Jahr. Pfarrer Rainer Maria Schiessler trifft sich zu einem Spaziergang mit seinem alten Bekannten und Nachbarn Rabbiner Steven Langnas. [mehr]

Kultur

Die Schriftstellerin Dagmar Nick, aufgenommen 2011 in ihrer Münchner Wohnung. Nick gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen nach 1945. Am 30.05.2021 wird Dagmar Nick 95 Jahre alt. Foto: Tobias Hase/dpa | Bild: picture-alliance/dpa/Tobias Hase zum Audio mit Informationen Dagmar Nick wird 95 "Mein jüdisches Familienbuch"

Neben Ingeborg Bachmann, Rose Ausländer oder Hilde Domin zählt sie zu den wichtigsten Lyrikerinnen ihrer Generation. Am 30. Mai feiert Dagmar Nick ihren 95. Geburtstag. In den radioTexten liest Bibiana Beglau aus "Mein jüdisches Familienbuch". [mehr]

Zu Besuch im Jüdischen Museum Berlin | Bild: Jüdischen Museum Berlin zum Video Themenwoche Jüdisches Leben Zu Besuch im Jüdischen Museum Berlin

Die neue Museumsdirektorin Hetty Berg führt mit einer Studentin durch die neue Dauerausstellung. Im Museum erfahren wir Details zu den Fundamenten des jüdischen Glaubens und der jüdischen Geschichte in Deutschland, sowie über die Vielfalt jüdischen Lebens. [mehr]

Fotograf Noah Cohen | Bild: BR zum Video Der Fotograf Noah Cohen Aus Liebe zum Menschen

Höchste Zeit, etwas gegen all die Klischees zu unternehmen, die zu jüdischem Leben noch heute in vielen Köpfen existieren, findet der Fotograf Noah Cohen. Geboren in Tel Aviv ist er vor 30 Jahren nach Dettenschwang, in der Nähe von Dießen am Ammersee gezogen. Seit Jahren macht er außergewöhnliche Portraits von Menschen in Bayern und aktuell auch von Menschen in Bayern mit jüdischen Wurzeln. [mehr]

Jüdisches Leben

Von links: Felix Gothart, Vorsitzender der Israelitischen Gemeinde in Bayreuth erklärt Andreas Bönte den Frauentrakt in der Bayreuther Synagoge. | Bild: BR zum Video nachtlinie extra Zu Besuch in der Bayreuther Synagoge

Felix Gothart, Vorsitzender der Israelitischen Gemeinde in Bayreuth führt Andreas Bönte durch die Synagoge und spricht über die lebendige Geschichte der Gemeinde. Er erklärt Grundlagen des Judentums, zeigt die Mikwe - das rituelle Tauchbad, das zu den reinsten Europas zählt - und packt ein paar Fundstücke aus der Genisa aus. [mehr]

360-Grad-Aufnahme der Münchner Hauptsynagoge Ohel Jakob  | Bild: BR/Andreas Bönte zum Artikel 360 Grad Ohel Jakob im Rundumblick

Die 360-Grad-Aufnahme der Münchner Hauptsynagoge Ohel Jakob offenbart ihre ausdrucksstarke Architektur. Viel Spaß beim Betrachten per Rundumblick. [mehr]

Neue Hauptsynagoge "Ohel Jakob" in München | Bild: BR / Ernst Eisenbichler zum Artikel Jüdisches Leben in Bayern Vom alten Municher zum neuen Zentrum

Jüdisches Leben in München begann im Mittelalter. Das erste Dokument stammt aus dem Jahr 1229, der Jude Abraham der Municher wird darin erwähnt. Seit November 2006 hat München wieder ein bedeutendes Gemeindezentrum mit Hauptsynagoge. [mehr]

Jüdische Studien in Israel und Deutschland | Bild: BR zum Video mit Informationen Zwischen Geschichte und Gegenwart Neue Visionen für Jüdische Studien in Deutschland

Neri Ariel aus Israel, Enkel einer Holocaustüberlebenden, möchte nicht nur Jüdische Studien in Deutschland neu beleben, er will, wie seine Vorfahren, auch deutscher Staatsbürger sein. [mehr]

Begriffe aus dem Judentum

Chanukka-Leuchter | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Glossar Begriffe aus dem Judentum

Was bedeuten Talmud, Tora, Chanukka, Schabbat oder Jom Kippur? Alphabetisch gelistete Erklärungen ausgewählter Begriffe aus dem religiösen jüdischen Leben - ohne Anspruch auf Vollständigkeit. [mehr]

Symbolische Speisen für das Pessach-Fest | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Pessach Das jüdische Fest zum Auszug aus Ägypten

Als das Volk Israel unter Moses aus Ägypten auszog, war keine Zeit, in Ruhe zu packen und die Brote zu säuern – so die Überlieferung. Als Erinnerung daran essen gläubige Juden in der Pessach-Woche keine gesäuerten Brote. [mehr]

Verkleidete jüdische Kinder feiern in Synagoge das Freudenfest Purim. | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Purim Betrinken erlaubt! beim jüdischen Fasching

"Jüdischer Fasching" wird Purim oft genannt – denn an Purim, dem Losfest, gehört Verkleiden, Umzüge sowie "Essen, Trinken, Fröhlichsein" dazu. Ein ausgelassenes Fest, an dem schon in der Synagoge so richtig Krach gemacht wird ... [mehr]

Juden feiern das Laubhüttenfest | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Sukkot Das jüdische Laubhüttenfest

Jedes Jahr im Herbst feiern die Juden ihr Laubhüttenfest, das hebräische Sukkot. Sie danken für die Ernte und erinnern an die Flucht des israelischen Volkes aus der ägyptischen Knechtschaft. [mehr]

Chanukka-Leuchter | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Chanukka Acht Tage, acht Kerzen beim jüdischen Lichterfest

Erst eins, dann zwei, dann drei ... dann acht! In der dunklen Jahreszeit entzünden Christen nach und nach vier Kerzen am Adventskranz, Juden acht am Chanukka-Leuchter. Und es gibt noch mehr Parallelen... [mehr]

Jude bläst auf dem Schofhorn am Jüdisches Neujahrsfest in der Synagooge. | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Rosch ha-Schana Posaunenschall beim jüdischen Neujahrsfest

Nach jüdischem Ritus beginnt das neue Jahr nicht mit Silvesterknall, sondern mit Posaunenschall. Und auch sonst geht's beim jüdischen Neujahrsfest eher besinnlich zu... [mehr]

Porträts

Charlotte Knobloch 2005 | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Porträt Charlotte Knoblochs Traum wurde wahr

In der Nachkriegszeit wollte Charlotte Knobloch München verlassen. Doch sie ist geblieben und setzt sich intensiv für die jüdische Gemeinde der Stadt ein, seit 1985 als ihre Präsidentin. 2005 wurde sie Ehrenbürgerin von München. [mehr]

Former US Secretary of State Henry Kissinger looks on during a meeting with Russian President Vladimir Putin 2016 | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Porträt Henry Kissinger - Advokat der Fluchtburg

Henry Kissinger ist der berühmteste und umstrittenste Außenminister der USA. So unumstritten seine intellektuelle Brillanz ist, so kontrovers ist sein Ruf als Politiker. [mehr]

Rabbiner Dr. Henry G. Brandt. | Bild: BR zum Video Porträt Rabbi Dr. Henry G. Brandt - Von der Suche nach dem Verlorenen

"Schuld war eigentlich der rosarote Elefant. Sonst wäre ich vielleicht nie nach Deutschland zurückgekehrt", sagt Rabbi Dr. Henry G. Brandt. Was er damit meint und wie sein Kindheitstraum, Trambahnfahrer zu werden, durch eine Abenteuerreise auf einem Schiff nach Tel Aviv ersetzt wurde, davon berichtet der 90-Jährige in diesem Film. [mehr]