1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Schalom 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Stand: 20.01.2022 11:51 Uhr

Seit mindestens 1700 Jahren leben Jüdinnen und Juden auf dem Gebiet des heutigen Deutschland – nachweislich seit dem 11. Dezember 321, als ein Edikt Kaiser Konstantins die Berufung von Juden in Ämter der Stadtverwaltung von Köln gestattete.

Dieser erste urkundliche Beleg für die Existenz einer jüdischen Gemeinde auf deutschem Boden steht am Anfang einer wechselvollen Geschichte. Einer Geschichte mit tiefen Zäsuren und Brüchen. Aber auch einer Geschichte der Vielfalt und der Bereicherung in allen Lebensbereichen – in Politik und Gesellschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport.

Das Jubiläum der Ersterwähnung jüdischen Lebens hierzulande ist Anlass für ein bundesweites deutsch-jüdisches Festjahr. Dieses begleitet der Bayerische Rundfunk das ganze Jahr über in Hörfunk, Fernsehen und online mit einem umfangreichen, laufend um neue Beiträge erweiterten BR-Thema: "Schalom – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland".

BR-Schwerpunkt

Jüdische Gebete im Warschauer Ghetto. | Bild: BR/NDR/Anna Wloch 22.01. | 20:15 Uhr ARD alpha zur Sendung Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto

Es ist eine der bemerkenswertesten und bislang unerzählten Geschichten des Holocaust: Der junge couragierte Historiker Emanuel Ringelblum initiierte und leitete im Warschauer Ghetto ein Untergrundarchiv. Dort wurden Tagebücher und Fotos, NS-Verordnungen und jiddische Poesie gesammelte und vergraben, um der Nachwelt ein authentisches Zeugnis zu geben vom Leben im Ghetto und den Verbrechen der NS-Besatzer. Seit 1999 ist das Ghettoarchiv Weltdokumentenerbe der UNESCO. [mehr]

Zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz erzählt dieser Film die Geschichte einer Familie – sie wurde auseinandergerissen, deportiert und an verschiedenen Orten ermordet. Der Film führt an die Orte des Holocaust. Auschwitz, Kaunas und Treblinka. Aber auch nach Bielefeld, Berlin-Grunewald und an einen Ort mit dem Märchennamen Schniebinchen. Auschwitz ist überall. Im Bild: Schulklasse von Dora und Theo Labe. | Bild: BR/Schmidt & Paetzel Fernsehfilme/rbb Heute | 20:15 Uhr ARD alpha zur Sendung Vernichtet - Eine Familiengeschichte aus dem Holocaust

Geschichte eines Verbrechens: Der Film erzählt die Geschichte der Brandenburger Familie Labe, die auseinandergerissen, deportiert und an verschiedenen Orten ermordet wurde. Der Film führt an die Orte des Holocaust. Auschwitz, Kaunas und Treblinka. Aber auch nach Bielefeld, Berlin-Grunewald und an einen Ort mit dem Märchennamen Schniebinchen. Auschwitz ist überall. [mehr]

Charlotte Knobloch. | Bild: BR Heute | 21:15 Uhr ARD alpha zur Sendung Eine Kindheit im Versteck Zeugin der Zeit: Charlotte Knobloch

„Jeder, der überlebt hat, hat eine Geschichte, die man einfach nicht glauben kann“, sagt Dr. h.c. Charlotte Knobloch in diesem Zeitzeugeninterview. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland überlebte den Holocaust, weil die katholische Bäuerin Zenzi Hummel sie als ihr uneheliches Kind ausgegeben und auf ihrem Bauernhof versteckt hat. [mehr]

Nonnen von Irsee: 22 Nonnen vom Orden der Barmherzigen Schwestern aus Augsburg mussten als Pflegerinnen bei den Euthanasiemorden in Irsee mitwirken. | Bild: BR/Jens-Tibor Homm 26.01. | 22:00 Uhr BR Fernsehen zur Sendung Bayerns Klöster unter dem Hakenkreuz | Doku

Am 13. Januar 1941 rief ein Geheimerlass der NS-Führung zum "Klostersturm" auf. Rund 300 Abteien im gesamten Reich fielen dem NS-Vernichtungskampf gegen geistliche Orden und ihre Einrichtungen zum Opfer. In Bayern waren rund 30 Klöster betroffen. In der Dokumentation "Bayerns Klöster unter dem Hakenkreuz" wird am Beispiel von drei Abteien erzählt, mit welchen Repressalien und Übergriffen die Ordensgeistlichen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges zu kämpfen hatten. [mehr]

Jurek (Andrzej Tkacz) freundet sich mit einem entlaufenen Hund an. | Bild: bittersuess pictures/BR/Hagen Keller 27.01. | 00:30 Uhr BR Fernsehen zur Sendung Literaturverfilmung Lauf Junge lauf

Srulik ist neun Jahre alt, als ihm die Flucht aus dem Warschauer Ghetto gelingt. Um den Nazis zu entkommen, flieht er in das Waldgebiet Kampinoski und muss dort lernen, wie es ist, ganz auf sich allein gestellt in der Wildnis zu überleben. [mehr]

Israelische Schüler gedenken ihrer Vorfahren mit einer Zeremonie. Auf ihrer "Reise nach Polen" halten die Jugendlichen dabei alles auf Video fest. | Bild: BR/Gebrüder Beetz Filmproduktion 27.01. | 02:10 Uhr BR Fernsehen zur Sendung Dokumentarfilm #Uploading_Holocaust

Tausende junger Israelis begeben sich jedes Jahr auf eine besondere Klassenfahrt: Die "Reise nach Polen” führt sie in ehemalige Konzentrationslager und Gedenkstätten. Ihre Erlebnisse halten sie in YouTube-Videos fest und ermöglichen so einen bewegenden Blick auf die Geschichte der Juden in Europa. [mehr]

Schauspielerin Susan Sideropoulos begibt sich auf eine spannende Reise durch 1.700 Jahre deutsch-jüdische Geschichte | Bild: BR/WDR/Dirk Borm zum Video Dokumentation Schalom und Hallo

In dieser 90-minütigen Dokumentation begibt sich Schauspielerin Susan Sideropoulos auf eine spannende und unterhaltsame Reise durch 1.700 Jahre deutsch-jüdische Geschichte und auf die Spuren ihrer eigenen Vorfahren. [mehr]

Barbara Bisicky und ihre Tochter. | Bild: BR/Andrea Roth zum Video "Wir sind jüdische Deutsche" | Doku Erbe und Identität seit 1945

"Es war wie ein eigenes Ghetto, in dem wir alle Jiddisch miteinander sprachen und unter uns waren", erinnern sich die Brüder Fiszel und Simon Ajnwojner, wenn sie von ihrer Kindheit im Frankfurter Ostend erzählen. Dort fand die Familie, die zuvor im DP-Lager Föhrenwald in Bayern untergebracht war, ein neues Zuhause. [mehr]

Ausstellungsobjekt im Jeckes-Museum (Museum des deutschsprachigen Judentums) in Tefen, Israel. | Bild: BR/Alex Goldgraber zum Video Die deutschsprachigen Juden und ihr Einfluss auf Israel Man nannte sie "Jeckes"

Woher die Bezeichnung kommt, ist nicht ganz klar. Vielleicht weil sie auch bei größter Hitze immer korrekt ein Jackett trugen? Oder er ist eine Abkürzung des Hebräischen "Jehudi kasche hawana", was so viel heißt wie "ein Jude, der schwer von Begriff ist". [mehr]

nachtlinie extra - Zu Besuch im jüdischen Regensburg | Ilse Danziger | Bild: BR zum Video nachtlinie extra | Talk Zu Besuch im jüdischen Regensburg

Ilse Danziger, Vorsitzende der Israelitischen Gemeinde in Regensburg führt Andreas Bönte zu Plätzen der jüdischen Geschichte und durch die 2019 eröffnete neue Synagoge. Sie erzählt über die lebendige Geschichte der jüdischen Menschen in Regensburg, über Wandel und Herausforderungen in der Gemeindearbeit. [mehr]

Neue Regensburger Synagoge von 1912 | Bild: BR zum Audio mit Informationen Jüdisches Leben in Bayern Regensburg - jüdische Perle des Mittelalters

Jüdisches Leben in Regensburg heißt ein Leben in Extremen: zwischen Wohlstand und Progromen, zwischen Synagoge und KZ. Unter den Nazis erlosch das jüdische Leben in Regensburg vollständig. Heute ist die jüdische Gemeinde eine der größten in Bayern. [mehr]

Amberger-Thora-Rolle kehrt von Berlin nach Amberg zurück | Bild: BR zum Video Jüdisches Leben in der Oberpfalz | Doku Die wundersame Rettung einer Tora

Ausgehend von der bewegten Geschichte der Amberger Torarolle geht der Film sowohl auf die vergangene bedeutende jüdische Kultur in der Oberpfalz ein als auch auf das heutige jüdische Leben in Amberg. [mehr]

Für Dimas Opa (Moisej Bazijan, links) steht fest: Sein Enkel muss eine Jüdin heiraten. Er wird nicht müde das seinem Enkel beizubringen. Auf Dimas Bar-Mizwa nutzt er wieder einmal die Gelegenheit. | Bild: BR/SWR/Filmakademie Baden-Württemberg zum Video Preisgekrönter Coming-Of-Age-Kurzfilm Masel Tov Cocktail

Dima, 16, ist Sohn russischer Einwanderer, Schüler am Gymnasium und er ist Jude. Das wäre nicht der Rede wert, wenn nicht alle ständig darüber reden würden. [mehr]

Linda Sabiers lebt die jüdische Tradition, glaubt nicht an Gott. | Bild: BR/Lona Media/WDR zum Video alpha-thema: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland Jung, jüdisch, weiblich - Die selbstbewusste Generation

Helene lässt sich zur Rabbinerin ausbilden. Linda schreibt Kolumnen über jüdisches Leben und glaubt nicht an Gott. Rina ist in einer streng orthodoxen Gemeinde. Was bedeutet es heute, als junge Frau das Judentum in Deutschland zu leben? [mehr]

Die Kölner Band Brings hat das Lied „Shalom Alaaf“ für den jüdischen Karnevalsverein "Kölsche Kippa Köpp“ eingespielt. Geschrieben wurde das Lied vom Musiker und Texter Rolly Brings. | Bild: BR/WDR zum Video alpha-thema: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland Schalom und Alaaf

Rückblick auf die Beteiligung von Juden am Kölner Karneval der 20er und 30er Jahre, insbesondere Hans Tobar. Begleitung der Vorstandsmitglieder Aaron Knappstein und Volker Scholz-Goldenberg bei ihrer Recherche zu den Ursprüngen der jüdischen Jekken und den verbindenden Elemente zwischen jüdischer Kultur und dem Kölner Karneval sowie der Entwicklung des Antisemitismus im Karneval. [mehr]

Menschen

Georg Stefan Troller | Bild: BR zur Übersicht Georg Stefan Troller zum 100. Georg Stefan Troller zum 100.

Was ist nach der Wiedervereinigung eigentlich deutsche Identität? Eins der großen Themen, die Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller behandelt. Ein Programmschwerpunkt würdigt den großen Dokumentarfilmer zum 100. [mehr]

Bild Alternativtext | Bild: Bayerischer Rundfunk 2021 zum Video Eva Ehrlich Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Beth Shalom in München

Eva Ehrlich ist Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Beth Shalom in München. Geboren im Januar 1948 in Prag, musste sie als Kind und Jugendliche ihren jüdischen Glauben absolut geheim halten. [mehr]

Der Münchner Gastronom Florian Gleibs | Bild: BR zum Video Von "Schmock" bis "Meschugge" Der Münchner Gastronom Florian Gleibs

In der Münchner Gastro-Szene ist er ein Urgestein seit er 17 Jahre alt ist: Florian Gleibs. 1999 eröffnete er das "Schmock", führte danach mehrere Lokale und thematisierte dabei die jüdische Lebensart immer völlig unverkrampft. Jetzt eröffnet er im gerade ins Schlachthofviertel umgezogenen Volkstheater ein neues Restaurant. [mehr]

Der Sammler und Mäzen Werner Gundelfinger wäre heuer 100 Jahre alt geworden. | Bild: BR zum Video Ausstellung im Jüdischen Museum Franken Zur Geschichte der Familie Gundelfinger

Der Sammler und Mäzen Werner Gundelfinger wäre heuer 100 Jahre alt geworden. Nach dem Krieg und dem Exil setzte sich der angesehene Bürger der Stadt Fürth für den Aufbau des Jüdischen Museums Franken ein. Sein Sohn, Ronnie Gundelfinger, führt diese Tradition im Sinne seines Vaters fort. Die Ausstellung zu Werner Gundelfinger findet voraussichtlich ab Mitte/Ende Dezember 2021 bis Dezember 2022 statt. [mehr]

20.09.2021, Berlin: Margot Friedländer lächelt nach der Verleihung des Margot-Friedländer-Preis 2021 an Schülerinnen und Schüler, die sich gegen Antisemitismus und für eine zukunftsfähige Erinnerungskultur einsetzen. Kanzlerin Merkel und die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer ehrten mit dem Preis junges Engagement gegen Antisemitismus. Foto: Tobias Schwarz/AFP Poll/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Tobias Schwarz zum Video SCHALOM - 1700 JAHRE JÜDISCHES LEBEN IN DEUTSCHLAND Angekommen - Margot Friedländer, Berlin

Margot Friedländer, Ehrenbürgerin der Stadt Berlin, wird im November 100 Jahre alt. Diese bemerkenswerte Dame, die 1921 in Berlin zur Welt kam und das ganze Grauen der NS Diktatur erleben musste, kehrte nach 60 Jahren in den USA zurück in ihre Stadt. Das war vor zehn Jahren. Seitdem engagiert sie sich, damit die Geschichte lebendig bleibt. [mehr]

Publikumsliebling Fritz Benscher | Bild: BR zum Video Publikumsliebling Fritz Benscher Star-Moderator der ersten Stunde

In den 50er Jahren gab es in Bayern kaum jemanden, der ihn nicht kannte, als Hörfunkmoderator und einer der ersten Quizmaster und Reporter des noch jungen Bayerischen Fernsehens. Fritz Benscher bespaßte erfolgreich ein breites Publikum in Bayern - obwohl er aus Hamburg stammte und als Jude in mehrere Konzentrationslager deportiert worden war. Wie konnte ihm dieser Spagat gelingen? [mehr]

Dinah Zenker | Bild: privat zum Audio Sehnsuchtsland Israel Dinah Zenker, Pflegedienstleiterin

Dinah Zenker ist die Pflegedienstleiterin eines jüdischen Seniorenheims in München. Als praktizierende Jüdin steht sie ein für ihre Bewohner, die sich im hohen Alter oft besser an vergangene Zeiten erinnern als an aktuelle Krisen. Wir wiederholen ein Gespräch vom Juli 2020. Moderation: Stefan Parrisius [mehr]

Matti Goldschmidt | Bild: BR zum Video Matti Goldschmidt Der Tanzlehrer für israelische Volkstänze

Matti Goldschmidt ist Tanzlehrer für israelische Volkstänze. Ursprünglich hat er aber als Informatiker sein Geld verdient - zu seinem Job als Tanzlehrer kam er auf Umwege. [mehr]

Ein ganz besonderer Vorhang - In der Regensburger Synagoge | Bild: BR zum Video Eva Fromm Schneiderin mit besonderem Auftrag

Wenn eine jüdische Gemeinde in Deutschland einen festlichen Vorhang für die Synagoge oder einen edlen, bestickten Mantel für die Tora braucht, dann klingelt höchstwahrscheinlich in Unterwössen im Chiemgau das Telefon. Denn dort lebt Eva Fromm - eine Designerin, die eigentlich Trachten und Hochzeitskleider entwirft. [mehr]

Charlotte Knobloch 2005 | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Porträt Charlotte Knoblochs Traum wurde wahr

In der Nachkriegszeit wollte Charlotte Knobloch München verlassen. Doch sie ist geblieben und setzt sich intensiv für die jüdische Gemeinde der Stadt ein, seit 1985 als ihre Präsidentin. 2005 wurde sie Ehrenbürgerin von München. [mehr]

Former US Secretary of State Henry Kissinger looks on during a meeting with Russian President Vladimir Putin 2016 | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Porträt Henry Kissinger - Advokat der Fluchtburg

Henry Kissinger ist der berühmteste und umstrittenste Außenminister der USA. So unumstritten seine intellektuelle Brillanz ist, so kontrovers ist sein Ruf als Politiker. [mehr]

Rabbiner Dr. Henry G. Brandt. | Bild: BR zum Video Porträt Rabbi Dr. Henry G. Brandt - Von der Suche nach dem Verlorenen

"Schuld war eigentlich der rosarote Elefant. Sonst wäre ich vielleicht nie nach Deutschland zurückgekehrt", sagt Rabbi Dr. Henry G. Brandt. Was er damit meint und wie sein Kindheitstraum, Trambahnfahrer zu werden, durch eine Abenteuerreise auf einem Schiff nach Tel Aviv ersetzt wurde, davon berichtet der 90-Jährige in diesem Film. [mehr]

Pfarrer Rainer Maria Schiessler trifft sich zu einem Spaziergang mit seinem alten Bekannten und Nachbarn Rabbiner Steven Langnas. | Bild: BR Fernsehen zum Video Kreuz & Quer Pfarrer Schießler trifft Rabbiner Langnas

"1700 Jahre Judentum in Deutschland" ist ARD-weit eines der zentralen Themen in diesem Jahr. Pfarrer Rainer Maria Schiessler trifft sich zu einem Spaziergang mit seinem alten Bekannten und Nachbarn Rabbiner Steven Langnas. [mehr]

Zusammenleben

Leny Prytula vom Projekt "Meet a Jew" unterwegs in Nürnberg | Bild: BR/Benedikt Preisinger zum Video Wie junge Menschen Brücken bauen | Doku SchalomAleikum: Meet a Jew!

Das Projekt "SchalomAleikum" des Zentralrats der Juden in Deutschland fördert die Begegnung von Juden und Muslimen und will dazu beitragen, Spannungen zu lösen. [mehr]

Glasfenster der Eldrige Street Synagogue, Manhattan, New York | Bild: picture-alliance/dpa zum Video mit Informationen 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland Das Hier und Jetzt tauber Jüdinnen und Juden

Jüdisches Leben in Deutschland geht weit zurück bis ins Jahr 321. Aus diesem Jahr stammt der erste Beleg für eine jüdische Gemeinde. Damit hat jüdisches Leben hierzulande schon eine ziemlich lange Tradition, genauer gesagt 1700 Jahre. Etwa 100 Jüdinnen und Juden in Deutschland sind taub. Was bedeutet es für sie heute, jüdisch zu sein? Und wie leben sie heute in Deutschland? [mehr]

Anna bei Gründung Keshet München | Bild: BR zum Video mit Informationen Kulturelle Vielfalt und Identität Jüdische Studierende machen sich stark für Andere

Tikkun olam – verbessere die Welt ist eines der wichtigsten Gebote im Judentum und eine Art Essenz des "Jüdischsein". Viele junge Juden folgen der Pflicht, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, egal wie religiös sie sind. Auch Anna, Ben und Naomi engagieren sich für Andere, neben ihrem Studium. Die Erinnerungskultur zu fördern, ist ihnen besonders wichtig. [mehr]

Kultur

Jüdischer Friedhof | Bild: Philipp Kimmelzwinger zum Audio München, Georgensgmünd, Rom Reisegeschichten auf den Spuren jüdischer Kultur

Manchmal braucht es etwas mehr Recherche, wenn man in Deutschland noch die Spuren jüdischen Lebens vor der Nazizeit finden will: zum Beispiel die der jüdischen Brauereien in München. Weitaus lustvoller geht es in Rom zu, wenn die These aufgestellt wird: Die echte römische Küche ist die jüdische! [mehr]

Zu Besuch im Jüdischen Museum Berlin | Bild: Jüdischen Museum Berlin zum Video Jüdisches Leben | Doku Zu Besuch im Jüdischen Museum Berlin

Die neue Museumsdirektorin Hetty Berg führt mit einer Studentin durch die neue Dauerausstellung. Im Museum erfahren wir Details zu den Fundamenten des jüdischen Glaubens und der jüdischen Geschichte in Deutschland, sowie über die Vielfalt jüdischen Lebens. [mehr]

Fotograf Noah Cohen | Bild: BR zum Video Der Fotograf Noah Cohen Aus Liebe zum Menschen

Höchste Zeit, etwas gegen all die Klischees zu unternehmen, die zu jüdischem Leben noch heute in vielen Köpfen existieren, findet der Fotograf Noah Cohen. Geboren in Tel Aviv ist er vor 30 Jahren nach Dettenschwang, in der Nähe von Dießen am Ammersee gezogen. Seit Jahren macht er außergewöhnliche Portraits von Menschen in Bayern und aktuell auch von Menschen in Bayern mit jüdischen Wurzeln. [mehr]

Die Schriftstellerin Dagmar Nick, aufgenommen 2011 in ihrer Münchner Wohnung. Nick gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen nach 1945. Am 30.05.2021 wird Dagmar Nick 95 Jahre alt. Foto: Tobias Hase/dpa | Bild: picture-alliance/dpa/Tobias Hase zum Audio mit Informationen Dagmar Nick wird 95 "Mein jüdisches Familienbuch"

Neben Ingeborg Bachmann, Rose Ausländer oder Hilde Domin zählt sie zu den wichtigsten Lyrikerinnen ihrer Generation. Am 30. Mai feiert Dagmar Nick ihren 95. Geburtstag. In den radioTexten liest Bibiana Beglau aus "Mein jüdisches Familienbuch". [mehr]

Jüdisches Leben

Von links: Felix Gothart, Vorsitzender der Israelitischen Gemeinde in Bayreuth erklärt Andreas Bönte den Frauentrakt in der Bayreuther Synagoge. | Bild: BR zum Video nachtlinie extra Zu Besuch in der Bayreuther Synagoge

Felix Gothart, Vorsitzender der Israelitischen Gemeinde in Bayreuth führt Andreas Bönte durch die Synagoge und spricht über die lebendige Geschichte der Gemeinde. Er erklärt Grundlagen des Judentums, zeigt die Mikwe - das rituelle Tauchbad, das zu den reinsten Europas zählt - und packt ein paar Fundstücke aus der Genisa aus. [mehr]

Neue Hauptsynagoge "Ohel Jakob" in München | Bild: BR / Ernst Eisenbichler zum Artikel Jüdisches Leben in Bayern Vom alten Municher zum neuen Zentrum

Jüdisches Leben in München begann im Mittelalter. Das erste Dokument stammt aus dem Jahr 1229, der Jude Abraham der Municher wird darin erwähnt. Seit November 2006 hat München wieder ein bedeutendes Gemeindezentrum mit Hauptsynagoge. [mehr]

Begriffe aus dem Judentum

Ben Malenboym und sein Sohn zünden die Kerzen der Channukkia im Restaurant Eclipse Bar an. | Bild: BR zum Video Ein Wirtshaus mit israelischen Speisen Ben Malenboym kocht zu Chanukka

In der Münchner Maxvorstadt gibt es ein israelisches Restaurant, das quasi zum Inventar gehört: die "Eclipse Bar". Gegründet hat sie Ben Malenboym, der gelernter Koch ist und nicht nur die Küche des Nahen Ostens beherrscht, sondern auch die Gerichte seiner Kindheit. In seinem Lokal zelebriert er wichtige jüdische Feiertage zusammen mit seinen Gästen - so wie das Lichterfest Chanukka. [mehr]

Chanukka-Leuchter | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Glossar Begriffe aus dem Judentum

Was bedeuten Talmud, Tora, Chanukka, Schabbat oder Jom Kippur? Alphabetisch gelistete Erklärungen ausgewählter Begriffe aus dem religiösen jüdischen Leben - ohne Anspruch auf Vollständigkeit. [mehr]

Symbolische Speisen für das Pessach-Fest | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Pessach Das jüdische Fest zum Auszug aus Ägypten

Als das Volk Israel unter Moses aus Ägypten auszog, war keine Zeit, in Ruhe zu packen und die Brote zu säuern – so die Überlieferung. Als Erinnerung daran essen gläubige Juden in der Pessach-Woche keine gesäuerten Brote. [mehr]

Verkleidete jüdische Kinder feiern in Synagoge das Freudenfest Purim. | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Purim Betrinken erlaubt! beim jüdischen Fasching

"Jüdischer Fasching" wird Purim oft genannt – denn an Purim, dem Losfest, gehört Verkleiden, Umzüge sowie "Essen, Trinken, Fröhlichsein" dazu. Ein ausgelassenes Fest, an dem schon in der Synagoge so richtig Krach gemacht wird ... [mehr]

Juden feiern das Laubhüttenfest | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Sukkot Das jüdische Laubhüttenfest

Jedes Jahr im Herbst feiern die Juden ihr Laubhüttenfest, das hebräische Sukkot. Sie danken für die Ernte und erinnern an die Flucht des israelischen Volkes aus der ägyptischen Knechtschaft. [mehr]

Chanukka-Leuchter | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Chanukka Acht Tage, acht Kerzen beim jüdischen Lichterfest

Erst eins, dann zwei, dann drei ... dann acht! In der dunklen Jahreszeit entzünden Christen nach und nach vier Kerzen am Adventskranz, Juden acht am Chanukka-Leuchter. Und es gibt noch mehr Parallelen... [mehr]

Jude bläst auf dem Schofhorn am Jüdisches Neujahrsfest in der Synagooge. | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Rosch ha-Schana Posaunenschall beim jüdischen Neujahrsfest

Nach jüdischem Ritus beginnt das neue Jahr nicht mit Silvesterknall, sondern mit Posaunenschall. Und auch sonst geht's beim jüdischen Neujahrsfest eher besinnlich zu... [mehr]